Nr. 195. Erscheint täglich außer Montags Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich) 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Soun und Festtagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Fernspredjer: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Sächsischen Einkommensverhältniffe. Donnerstag, den 22. August 1895. Selbst zusammengenommen würde demnach der Geist Julius Wolfs und Ammons nicht ausreichen, um mit einem solchen Strohhalm- Hebel das granitene Mary'sche Lehrgebäude auseinander zu sprengen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Zeit von Bunahme(+) bezw. Abnahme(-) der Einkommen Zunahme der eingeschätzten Personen in Prozenten 1875-1877 1877-1878 2,8 1,2 1878-1879 7,6 1879-1880 1880-1882 2,9 3,9 1882-1884 1884-1886 4,3 4,5 4,7 5,7 2,8 3,7 1886-1888 1888-1890 1890-1892 1892-1894 3577 3447 6,8 2,2 3,4 2,4 7,8 7,8 8,4 8,4 +11,8 +6,0 +5,1 profitrate, so daß in einer Zenfitenklasse das durchschnittliche Einkommen durchaus nicht zu steigen braucht. Es ist sogar möglich und unter bestimmten Bedingungen sogar sicher, daß troh unzweideutiger Kapitalsaffumulation das Durchschnittseinkommen der höchsten Zensitentlassen sinken muß. Selbst wenn man annehmen wollte, Im Königreich Sachsen ist die kapitalistische Produktions. daß die Steuereinschätzungen in den oberen Bensitenweise von allen übrigen Theilen Deutschlands am meisten lassen ebenso sicher wären wie in den unteren, selbst dann ausgereift; an den Erscheinungen des Wirthschaftslebens könnte also aus der Einkommensstatistik kein Schluß auf Sachseus wird man also auch am ehesten die sozialen die Kapitalsakkumulation, auf die Berreibung des MittelKonsequenzen der kapitalistischen Produktionsweise studiren standes und die fortschreitende Proletarisirung der können. In bezug auf den ideologischen Ueberbau großen Massen gezogen werden. Dazu kommt aber noch, der materiellen Verhältnisse, in bezug auf Politik, daß die großen Einkommen durchaus nicht vollständig konReligion und die gesellschaftlichen Beziehungen, in bezug auf fumtiv verbraucht, sondern zu einem sehr erheblichen Bruchdas von der herrschenden Klasse gesprochene" Recht" bietet theile wieder kapitalisirt werden, so daß also schon rein denn auch das Königreich Sachsen so einfache und klare steuertechnisch eine Ermittelung des wirklichen Einkommens Ergebnisse, wie sie kaum runder und netter bei einem ausgeschlossen erscheint. Im allgemeinen, führt dazu Boehmert aus, verdient beim Laboratorium vorgenommenen Experimente heraussonders beachtet zu werden, daß die Zahl der eingeschäßten springen könnten; und in mehr als einer Hinsicht kann Personen nicht blos absolut, sondern auch relativ, im VerSachsen geradezu als der Versuchstiegel angesehen werden, hältniß zur Bevölkerung fast fortgesetzt gestiegen ist. Diese in dem die Reaktion der herrschenden Klasse ihren GiftErscheinung ist um so bemerkenswerther, als bei einer durch trank gegen die Volksrechte zusammenbraut. Nicht ganz so Aber nichtsdestoweniger bietet jede neue Publikation starten Geburtenüberschuß regelmäßig zunehmenden Beklar sind jedoch die Resultate, die bei einer Unter- der sächsischen Einkommensverhältnisse Material von all- völkerung eher das Gegentheil erwartet werden könnte. suchung der typischen Erscheinung der kapitalistischen Pro- gemeinem Interesse und besonders jetzt, nachdem ein Zeit- Man darf deshalb annehmen, daß die Zahl duktionsweise- der rapiden Kapitalskonzentration- raum von 20 Jahren durch eingehende Erhebungen um derjenigen Familienglieder, welche das heraus springen. Zum Ausgangspunkt für diese Unter- spannt wird. Familienhaupt in der Erwerbung des suchungen ist von Freund und Gegner zumeist die sächsische schaftlichen Aufschwunges, der in der Zeit von 1871 bis baß sie selbst erwerbsthätig werden, Das Jahr 1875 bezeichnet den Höhepunkt des wirth- Lebensunterhaltes dadurch unterstützen, Einkommensstatistit herangezogen worden, aus der sich an- schaftlichen scheinend die beweisträftigsten Ergebnisse herausziehen 1875 im Deutschen Reiche und vor allem in dem industriellen fortgesetzt zunimmt, daß namentlich die laffen müßten, da sie ununterbrochen feit zwanzig 1875 ihr Maximum erreicht, und auch die anderen Grad- den Kampf ums Dasein selbst aufnehmen, Sachsen stattgefunden hatte. Die Höhe der Löhne hatte Reihen der weiblichen Bersonen, welche Jahren in fast genau derselben Weise fortgeführt worden ist. Insbesondere ist dieses Verfahren messer für den standard of life Bevölkerung: von Jahr zu Jahr sich verstärken." von den Gegnern der Sozialdemokratie geübt worden. Nicht Bier- und Fleischkonsum, die Zahl der Eheschließungen, Die wirkliche Vertheilung des Einkommens ergiebt sich blos der wissenschaftliche Bearbeiter der sächsischen Einder jährliche Bevölkerungszuwachs u. a. m. zeigen aus folgender Zusammenstellung: tommenstatistit, der Geheime Regierungsrath Dr. Viktor für 1875 ihren Höhepunkt. Der unterste Stand Böhmert hat seit Jahren Mühe und Schweiß verwandt, wurde dagegen 1879 erreicht. Bis dahin dauerte nach der um den Beweis für die Hebung des Mittelstandes Krise, die auf die Schwindelära folgte, die Einschränkung aus den Einkommensziffern herauszudestilliren, sonder Produktion und die Erschöpfung der Vorräthe. Zweck dern auch das Diosturenpaar Professor Julius mäßig nimmt man deshalb auch das Jahr 1879 als AnWolf und Professor Otto Ammon, die sich in ihren fangspunkt für die Betrachtung der Einkommenver Publikationen wechselseitig über das Bohnenlied loben, hältnisse. Ein zweiter Höhepunkt des wirthschaftlichen Aufbenutzt die sächsische Einkommenstatistik, um die Grund schwunges, der 1880 wieder einsetzte, ist im Jahre 1890 lage der Mary'schen Kritik des Kapitalismus zu vernichten.*) vorhanden gewesen; erst Ende 1890 machten sich infolge Aber die ganze Voraussetzung ist bei diesem Vorgehen falsch; und der Fehler beruht in der Verwechselung von Kapital und Einkommen. Bei riesenhaft gesteigerter Rapitalsakkumulation sinkt ebenso rasch die Durchschnitts* Julius Wolf, System der Sozialpolitik, Stuttgart, Cotta 1892. Otto Ammon, Die Gesellschaftsordnung und ihre natürlichen Grundlagen, Jena, Gustav Fischer, 1895.. Skizzen[ Nachdruck verboten. aus dem füdamerikanischen Hinterlande. der Erschwerung des Exports der sächsischen Industrieprodukte nach verschiedenen Ländern, besonders nach Amerika aller Art im Wirthschaftsleben bemerkbar. Bis zu einem und infolge der großen Arbeitslosigkeit, wieder Stockungen gewissen Grade läßt sich dieser Entwickelungsgang an der folgenden Uebersicht verfolgen, die nach Prozenten die Zunahme der eingeschätzten Personen und die Zunahme(+) bezw. Abnahme(-) der Einkommen zwischen zwei Erhebungszeiten darstellt. Steuerklassen M. unter 800 800-2 200 2.200-4800 4 800-9600 9 600-26 000 über 26 000 Prozent 1879 1894 aller Zenfiten Prozent des gesammten Volkseinkommens Durchschnittseinkommen in Mark Prozent aller Zenfiten Prozent des gesammten Volfseinkommens Durchschnittseinkommen in Mark 460,0 65,30 30,60 505,8 1 201 76,39 41,00 18,42 26,59 1 235,0 28,03 31,22 3,47 18,52 3 079,3 4,63 11,30 3 103 1,00 7,60 6 496,4 1,27 7,72 6 504 0,38 6,39 14,510,2 0,59 7,98 14 666 0,07 4,90 54 920 0,18 9,16 58,017 zweihundert, fünfhundert, tausend. Wer tausend Leguas kräftigem Arm, Genovesen mit schlauen Gesichtern, der zersein eigen nannte und sich ausmalte, wie sie einmal aus- lumpte laufige Neapolitaner, der fizilianische Brigant. Der sehen mußten, wenn all das Land mit Weizen bepflanzt Deutsche aus Pommern und Preußen mit seinem dummen wäre. Wieviel fleißige Hände dabei arbeiten konnten, wie Gesicht und seiner Herde Kinder in Flausröcken; der 21 viele Lokomobilen schnauben würden mit ihren großen muntere Schwabe und der grobe Bayer. Der verschlagene Man gab sein Geld her gegen ein beschriebenes| Dampfpflügen, ihren Mähmaschinen, ihren surrenden Dresch Gallego aus dem Norden Spaniens, der Baste auf seinen Papier, allerdings beschrieben von den zwei ersten maschinen und alles das, um das pure Gold zu ernten, abgetragenen Sandalenschuhen und mit seiner Sprache, die und feinsten Firmen z. B. Noagaha y Compania, Tom das kaum fußtief unter der alten Grasdecke lag; so tief niemand verstehen kann; der braune kleine Portugiese mit Wilkins Hermanos, Pedro Casaccia y Bastos; wie man sie nur als die Wurzeln des Weizens gingen. Und man faufte. seinem häßlichen Affengesicht und der hochblonde Schwede sich nur wünschen konnte. Da war feine Spur von Alle Welt kaufte hektarenweis und meilenweis. Welch' aus dem Norden Europas. Alles das ergießt sich in einen Unsicherheit. Ein ungemein glattes und sauberes Geschäft Skandal, um überhaupt kaufen zu können. Man schrie fich an, ungeheueren Strom hinein; eine neue Völkerwanderung, ohne jedes Risiko. Man bekam drei Prozent den Monat man beschimpfte sich, man schlug und stieß und drängte sich in die der alten Welt nach der neuen zieht, und zog die Zinsen gleich von vornherein ab vom geliehenen fürchterlicher Enge, um zu bieten, um einen Ramp zu er- um glücklich zu werden zu werden und glücklich zu machen. Kapital. haschen für schweres Geld. Niemand wußte, wo er ge- Glücklich werden. Endlich einmal entronnen Wer ein wenig waghalsig sein und nicht feinste fauft hatte, was er gekauft hatte. aus der politischen und ökonomischen Knechtschaft des Firmen wollte, konnte auch 8 pCt. den Monat machen. Da irgend wo herum in den Misiones, in Mendoza, in greisen Europa's, wo sie Sklaven waren, ohne jemals einen Keine Rede davon, daß man verlieren konnte. Alle drei Santa Fé, in Catamarca, ja Patagonien, in Paraguay hoch Tag satt zu werden, wo sie ihre Glieder zerschießen ließen Monate wurde ja die Sache prompt regulirt. Alles machte oben; ungefähr so groß, so viel Leguas. Aber alles Boden in unheilvollen Kriegen, nach dem freien Südamerika, wo Geschäfte. Feine Leute und gemeine, gewandte und plumpe, erster Klasse, unvergleichbar, mit einer ungeheuren Zukunft. es keine Despoten giebt, teine Soldaten, keine Kriege, wo selbst solche, die nicht schreiben konnten, verstanden meister- Die Bahn schneidet mitten durch; ein schiffbarer Strom jedermann satt zu essen findet, der überhaupt arbeiten will haft, statt ihres Namens ein Kreuz zu machen auf dem ge- nicht weit davon: herrliches Gras, drei Varen hohe Humus, in dem neuen gelobten Land. Um glücklich zu machen, um duldigen weißen Papier. Und erst die Landgeschäfte. Das lage. Minen in Aussicht. Man hat eben Kohlen gefunden, aus der öden Pampa ein Land zu machen, wo Millionen große Argentinien mit seinen fruchtbaren Ländereien, den Kupfer gefunden beinahe obenauf liegend. Gott allein weiß, Arme pflügen und säen und hämmern und schmieden. Ihre unermeßlichen Rämpen, auf denen unzählbare Herden was noch mehr. Eine große englische Gesellschaft hat alle Arme find Gold werth und die Kraft ihrer weideten, oder wenigstens weiden konnten und unermeßlicher möglichen Anstrengungen gemacht, um ihn zu bekommen, Muskeln ist unbezahlbar. Und sie sie bringen auch schwerer gelber Weizen wuchs. Der Kamp, der Fleisch her um ihn auszubeuten. Im nächsten Jahre kommt die neue wirkliches Gold mit, gelbes metallisches klingendes, gab und Häute und Wolle und Weizen und Mais; Weizen große gewaltige transatlantische Eisenbahn hindurch. das jede Probe aushält. Der Deutsche bringt genug um ganz Europa zu versorgen. Der Kamp, der den Nach sechs Monaten kommt Baron Hirsch direkt Marke, der Italiener Liras, der Spanier Pesetas, der Begriff und die Vorstellung einer Hungersnoth lächerlich dorthin mit einer Million jüdischer Kolonisten. Franzose Franken; aufgenäht auf dem Hemde, in schmutzigen machte. Wer sollte hungern in dem alten Europa, wenn Er muß den Kamp haben zu einer Kolonie. Lappen, in Börsen und Brieftaschen, und verborgen in den einst einmal die ungeheure Pampa ein großes Weizenfeld Ja, die Einwanderung hält am Ende alles. Die Ein- Schuhen und Strümpfen. Wie das Geld hin und her war! Welche Werthe, die in diesen Kämpen steckten! wanderung, die auf den europäischen Dampfern herein- fliegt! Der Tagelöhner am Hafen von Buenos- Aires verMan brauchte nur einmal die großen Zeitungen fluthet. Wie Heuschrecken kommen sie an, die verhungerten dient beinahe mehr, indem er die gebrechlichen Geschirre des Landes zu mustern in ihrem Timesformat, Emigranten, die drüben ihr Leben nicht verdienen konnten, und den armseligen Krimskrams der Einwanderer zehn Seite auf Seite nichts als Versteigerungen von Land und die von den Steuern verzehrt wurden; alle kommen nach Schritt herunter bringt, als der Dampfer für die ganze Land und wiederum Land. Bester Weizenacker, jung- dem Eldorado Argentinien, nach Süd- Amerika, um das Reise in den engen, dumpfen, schmutzigen Löchern. Lehtes fräulicher; bester Boden für Rassevieh, hundert Leguas, Gold von den Straßen aufzuheben. Piemontesen mit Andenken an Europa fahr wohl! Schiff mit Deinem Zwischendeck | Politische Uebersicht. " Diese Zusammenstellung ist außerordentlich lehrreich. I des Mittelstandes hinzuweisen, die sich angeblich aus der lichen Ausführung:„ Auf der einen Seite stehen die Zeugen aus Sie zeigt, daß 1894: 93,33 pCt. aller Zensiten weniger als sächsischen Einkommensstatistik folgern lassen soll. Zum dem christlichen Bergarbeiter- Verband, auf der anderen die Angehörigen. 2200 M. Einkommen besaßen, daß die Lebenshaltung dieser Mittelstande kann man füglich nur diejenigen zählen, die mehr oder weniger der Sozialdemokratie fich also auf einer durchaus proletarischen Höhe befand, 2200-4800 M. Einkommen beziehen. Dieselben nahmen Ersteren ist der Eid heilig, denn sie sind religiös, letteren von 3,47 pt. auf 4,63 pt. zu ist die Religion Privatsache," folgende Statistik gegendenn das Durchschnittseinkommen dieser 93,33 pCt. betrug allerdings die eine Zunahme, ziemlich genau der jähr- über: nicht mehr als 715 M. In diesen Verhältnissen hat sich Jm zehnjährigen Durchschnitt von 1882/91 tommen auf 10000 aber auch seit 1879 nichts Wesentliches geändert, denn lichen zirka 2 pet. betragenden Bevölkerungszunahme 1879 waren 94,81 aller Zenfiten mit weniger als 2200 M. entspricht aber ihr Gesammteinkommen verftrafmündige Personen der Zivilbevölkerung wegen Meineides Einkommen vorhanden und das Durchschnittseinkommen dieser minderte sich von 13,52 pt. auf 11,30 pCt. des Verurtheilte: in den frommen Provinzen Ostpreußen 0,66, betrug damals 601 M. Das heißt: Nur ein ver- Antheiles am ganzen Volkseinkommen. Nur Leute vom Westpreußen 0,49, Posen 0,48, in Bayern rechts des Rheins 0,39; dagegen in dem sozialdemokratisch durchseuchten Berlin 0,12, in schwindender Bruchtheil der Zensiten dieser Schlage des Julius Wolf sind im stande, daraus zu fol- Hamburg 0,13, im Königreich Sachsen 0,16, in Schleswigbeiden untersten Klassen ist in die nächst höhere Klasse gern, daß keine Dekadenze, keine Proletarisirung des Mittel- Holstein 0,09." Thut nichts: Der Sozialdemokrat wird wegen Meineids emporgestiegen, eine Klasse in der übrigens auch noch die standes daraus zu folgern ist. Zahlen sind eben gefährEinkommen, die keine rationelle Lebensweise ermöglichen, liche Dinge, und wenn das Spielen mit Zahlen auch zu verurtheilt. Während der Prozeß überhaupt in unserer gesammiten vorherrschen. Das Durchschnittseinkommen ist allerdings den Hauptaufgaben bürgerlicher Statistiker gehört, so ist um rund 115 M. gestiegen. Was will das aber besagen, das ein gefährlich Spiel, wenn man den Herren einmal Parteipresse in dem Sinne beurtheilt wird, wie dies von wenn man sich daran erinnert, daß 900 M. Minimal nachrechnet und sie dann mit ihrem eigenen Rüstzeuge uns geschah, nimmt nur die Frankfurter Boltsstimme" in einer uns unverständlichen Weise Stellung einkommen per Kopf kommen müssen, um eine halbwegs schlagen kann. rationelle Lebensführung zu ermöglichen. Da auf den Zenfiten zum Essener Meineidsprozeß und speziell dem Genossen Schröder gegenüber. Der Umstand, daß die gegnerische im Durchschnitt 2,4 Röpfe tommen, die durch das Einkommen der Zenfiten zu ernähren sind, so würde das nothwendige Presse den Einfluß Schröder's tendenziös übertrieben hat, beMinimaleinkommen 1260 m. betragen, ein Minimum, Berlin, 21. August. nuht unser Frankfurter Parteiblatt zu der sehr überdas 1894 von 84,11 pCt. aller Zenfiten, 1879 von 87,83 pt. Der wahre Zweck der Umsturzvorlage. Seit flüssigen Bemerkung, daß ihm Schröder nie als der großüberhaupt nicht erreicht worden ist. Nur einem verschwin Wochen tobt eine Fehde zwischen der„ Kreuz- Beitung" und artige Bergarbeiter- Führer erschienen sei, als welcher er in dargestellt wurde" und weiter denden Bruchtheile der ganzen Bevölkerung war es dem christlich- sozialen„ Volk" darüber, ob letzteres Blatt sich der bürgerlichen Presse... aber trot aller staatlichen Fürsorge, trotz des umsturzverdächtiger sozialistischer Neigungen verdächtig ge- schreibt die„ Volksstimme": „ Es macht sich außerordentlich schlecht für einen Arbeiterganzen Arsenals marktschreierisch ausgerufener sozialer macht hat. Was die Länge der Artikel und deren Konfusion er mit bezug auf das Trinken sagen muß: Heilmittel gelungen, sich über ein Lebens- Niveau zu erheben, aubetrifft, so hat der Verfasser der„ Kreuz- Zeitungs"-Artikel, führer, wenn Fr nehme nicht mehr, als er vertragen könne." auf dem Leben nichts anderes als langsames Berhungern ein Herr Röder, jedenfalls das Menschenmögliche geleistet. Schließlich erwarten wir von einem Führer, daß er es heißt. Das„ Volk" rechnet ihm nach, daß die letzte Serie von in Voltsversammlungen nicht so weit kommen läßt, daß Dagegen aber sehen wir, wie die Klassen der Wohl- Artikeln 5 Meter gemessen hat. Für andere Leute als für ihm ein„ Hinaus" zugerufen wird. Die Bolksversammlung brachte habenden, Reichen und Krösusse von 4800 M. an, die Herrn Röder hat dieses Geschreibsel an sich keine Bedeutung, 181/2 Jahre Zuchthaus und ungeheure Prozeßkosten ein! Eine 1879 nur 1,45 pet. und 1894: 2,04 pet. aller Zenfiten um es sei denn, daß es in ländlichen Gutsbesitzer und schöne Suppe." faßten, nicht weniger als 18,89 pet. im Jahre 1879 und Pastorenkreisen das Schlafpulver ersetzen könnte. Herrn Was mag sich wohl unser Frankfurter Parteiblatt 24,86 pt. des Gesammteinkommens für sich beanspruchten. Röder verdanken wir es indeß, daß das wir es indeß, daß das„ Bolt" gedacht haben, als es unserem unglücklichen Genossen, den Und in diesen Klassen hat sich die Zahl derer, die das Riesen- jetzt in seiner letzten Erwiderung mit einer inter- es mit uns als unschuldig zu Zuchthaus verurtheilt hält, Riesen- jett einkommen von mehr als 26 000 m. für sich bezogen, von effanten Enthüllung über die Vorgeschichte der Umsturz- diese Prügel nachwarf? War es wirklich ein Verbrechen 830 auf 2547 erhöht und das Durchschnittseinkommen ist vorlage an das Tageslicht kommt. Das Blatt erzählt Schröders und seiner Freunde, daß sie eine öffentliche Bergvon 54 920 M. auf 58 017 M. angewachsen. Darunter aber zunächst, daß es vom Anfang seines Bestehens an mit der arbeiter- Versammlung, zu der alle Bergleute eingeladen befanden sich 196 Personen mit 100 000-200 000 M., Gegnerschaft konservativer Politiker zu kämpfen hatte und waren, besuchten? Die Redakteure der Volksstimme" müssen 55 Personen mit 200 000-500 000 M. und 6 Personen fährt dann fort: noch recht wenige gegnerische Versammlungen besucht haben, mit mehr als 500 000 M. Einkommen! Fürwahr recht„ Was uns aber am meisten anspornte, nicht in der Festigkeit wenn sie meinen, daß es ein Führer nicht so weit darf liebliche Gegensätze von Reich und Arm, die dem Armen und Entschiedenheit zu erlahmen, war die Erfahrung, daß auch kommen lassen, daß ihm ein„ Hinaus!" zugerufen werde. recht deutlich ad oculus demonstriren, welche Wohlthat die bei Persönlichkeiten, auf welche die kämpfenden Konservativen Wir fürchten, daß wir nicht einen namhaften Führer dem das nicht schon geistige Armuth und die beschauliche Zufriedenheit ist. Das mit Vertrauen blickten, bedenkliche Schwankungen in unseren Reihen haben, Eines Tages erhielten wir von Wer sich darüber wundert, der kennt find Kontraste, die selbst Böhmert ausrufen lassen: Der 3. tage traten. einer Seite, 100 man bis dahin den Fortschritten Passirt ist. Ueberschuß von Gütern bei wenigen neben dem Mangel an unseres Unternehmens mit Wohlwollen gefolgt war, das eben die Unverschämtheit unserer Gegner nicht und muß Gütern bei vielen, und das übermäßige oder wohl gar nach ultimatum, entweder unsere Haltung zu ändern, selbst sich nur in Theekränzchen und ähnlichen Gesellschaften außen anstößige Genießen weniger, während viele ohne ihre oder auf jede Unterstützung zu verzichten. bewegen. 〃 = = " Schuld hungern, frieren oder menschenunwürdig wohnen, Wir antworteten in einer Zuschrift zu Händen des Herrn Einer direkten Fälschung macht sich die„ Freiist daher ein unbefriedigender Zustand, dem die Reichen v. Hammerstein, daß wir den Verzicht auf Unterstüßung sinnige Zeitung" bei ihrer Besprechung des Essener schon in ihrem eigenen Interesse durch der Aenderung unserer Haltung vorziehen müßten. Es war das Meineidsprozesses schuldig. Das freifinnige Organ tabelt opferwillige und freiwillige Fürsorge vor mehreren Jahren. Bei einem späteren Anlasse erhielten wir die Gepflogenheit, wegen jeder Lappalie Eide in ungezählter für das öffentliche Wohl und durch gemein aus denselben Kreisen ein Schreiben mit dem Ersuchen, ein Menge schwören zu lassen, dann aber giebt es eine DarDementi der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", betreffend nügige Veranstaltungen für ihre Gemeinde und für ihr Vaterland abhelfen sollten"! Mittheilungen über einen Minister, ohne Kommentar stellung der Vorgänge in der Baukauer Versammlung, gegen unser besseres Wissen abzudrucken. Dieses Schreiben, welche den wirklichen Sachverhalt direkt verdreht. Danach Diefer fromme Wunsch wird ein frommer Wunsch wie die persönlichen Schritte eines Abgeordneten in der gleichen soll sich Schröder dem Hausrechte einer antisozialistischen bleiben heute und für alle Zeit. Denn wenn den Reichen Sache wurden in ablehnendem Sinne beantwortet. Versammlung nicht gefügt und am Ausgange des Lokals selbst auch nur eine Spur von Bewußtsein von der Wirkung Am meisten Aergerniß erregte unsere Haltung in der Um Schwierigkeiten gemacht haben, sodaß nach dem Organ des dieser Gegensäge nach außen hin aufdämmerte, wäre die Zahl ft ursvorlage, obwohl den eingeweihten Kreijen bekannt Herrn Richter der Gendarm im vollen Rechte war, als derer, die sich rücksichtslos und brutal Ellenbogenraum und war, daß Gründe sehr ernster Natur uns in unserem Vorgehen er gegen Schröder energisch vorging, denn die Mißachtung Macht durch den Einfluß des Kapitals zu schaffen gewußt bestärkten. Es galt die konservativen Schichten, die wir ver: des Hausrechtes in Versammlungen kann nicht entschieden treten, vor dem Mißkredit zu schützen, dem die Mittelparteien haben, nicht von 830 auf 2547 gestiegen! Gegenüber der Thatsache daß in den oberen Klassen nur als Silistruppe benutzt werden sollte, um die Pläne der anheimgefallen find. Wir wußten, daß die konservative Partei genug unterdrückt werden". Also Herr Eugen Richter und der Gendarm Münter sind das Einkommen prozentual ungleich stärker als die Zahl mittelparteiler gegen das allgemeine Stimmein Herz und eine Seele! Freilich, um dies fertigzubringen, der Zenfiten wächst, was leicht aus der Tabelle abgelesen recht zu verwirklichen. Wir hatten Kenntniß davon, muß das freisinuige Blatt verschweigen, daß zu der Verwerden kann, und was bereits, so weit dies überhaupt daß selbst Minister, erschreckt über den wachsenden Einfluß gesammlung alle Bergleute ohne Ausnahme eingeladen möglich ist, die lawinenartige Akkumulation des Kapitals wisser unverantwortlicher Rathgeber, Alarmschüsse veranlaßt hatten. waren und es muß Schwierigkeiten erfinden, welche darthut, ist es nur eine lächerliche Farce, auf die Hebung Wir waren mit anderen bekannten Persönlichkeiten Zeuge folgen- Schröder angeblich gemacht haben soll, obwohl sämmtliche der Aeußerung eines mit einzelnen Ministern gute Beziehungen Beugen bestätigten, daß Schröder sich durchaus ruhig verpflegenden Reichstags- Abgeordneten: Wenn derselbe an der Thür sein bevoller Ungeziefer und Banditen. Behandelt wie Thiere," Für die Umsturz vorlage liegt im Grunde halten hat. efelhafte schmutzige Speisen, Hunger und Durst. Im freien kein dringendes Bedürfniß vor, aber es handelt zahltes Eintrittsgeld zurückforderte, so war das sein Amerika wird sich das alles ändern. Für alle, die da sich dabei um die Einleitung einer größeren gutes Recht und wenn darüber der nervöse" Münter untommen, ist Raum. Für Greise, die schon mit einem Fuß Aktion, die uns aus den parlamentarischen ruhig wurde, so ging das unseren Genossen Schröder nicht Wirren führen soll." das geringste an. im Grabe stehen, und für Kinder, die noch an der Mutter Diese Mittheilung trägt den Stempel der Wahrheit. Wir kennen ja des Ritter Eugenius vorsichtige Art, Brust saugen; für Kranke und für Gesunde; für alle Bei dem Gebahren der Väter der Umsturzvorlage war man Stände und für alle Klassen. Für alles. Barone und von Anfang an zu der Frage gedrängt: Wozu soll das? Grafen, Taschendiebe und Schneider, Bauern und was bezwecken die Herren eigentlich? Wenn jetzt ein Seeleute; alle finden ihr Glück in Argentinien. tonservatives Blatt selbst zugiebt, daß es sich bei vielen Hier ist alles zu haben. Der Deutsche findet sein Politikern um die Anbahnung eines Staatsstreichs ge- sein Organ handelte. gewohntes Bier, das neue Bier von Duilmes soll handelt hat, so wird uns damit nichts Neues gesagt. Aber Gegenüber diesem kläglichen Gebahren des freisinnigen besser sein als das im Münchener Hofbräuhaus; gut ist es doch, daß dieses Eingeständniß jetzt vorliegt. Volksmannes" bekunden doch immerhin andere freisinnige er findet seine Vereine, patriotische und sozia- Auch bei manchen anderen geringfügigeren Haupt- und Blätter, daß sie ihr Rechtsgefühl aus Parteihaß nicht einlistische, Regelklubs und Kirchen mit wirklichen, richtigen Staatsaktionen neuerer und allerneuester Zeit haben wir gebüßt haben. So schreibt der sicher der Sozialdemokratie deutschen Pastoren. Der Spanier findet seinen Vino seco die Empfindung gehabt, daß eigentlich dazu kein dringendes nicht freundlich gefiunte Börsen- Courier" in einer Be und horiorato, Stiergefechte und Serenaden; der Italiener Bedürfniß" vorliegt, daß aber die schneidigen Staatsretter sprechung der Ernennung Schröder's zum Reichstagsseine Matkaroni und die Pulenta und seine Karnevals; allerorts etwas unternehmen, um gegen die Sozialdemokratie Kandidaten: ap der Südfranzose seine Limonade und seine Marseillaise. Rampfmaterial zu gewinnen. Ein reines Babel von Stimmen und Leidenschaften. Was der " mit der er jeder Opposition in Versammlungen aus dem Wege geht. Daß ihn diese„ Vorsicht aber selbst zum Bers theidiger des Gendarmen Münter werden läßt, das könnte überraschen, wenn es sich eben nicht um Herrn Richter und " " Damit wird fundgethan, daß die Personen, die Schröder und seine Gefährten kennen, nicht glauben, daß er einen sich die Sinne nur ausdenken, trifft man hier. Unzucht Zum Effener Meineidsprozeß bringt die Rhein. Meineid geleistet hat. Wir kennen die Berurtheilten nicht, aber und Christenthum; Höllen mit Lüfternen Frauen- Westfälische Arbeiterzeitung" folgende bemerkenswerthe Auf- aus den Prozeßverhandlungen, das gestehen wir unumwunden, zimmern und Methodisten Gemeinden und Heils- flärung: haben wir nicht die Ueberzeugung von der Schuld der Anarmee. Anhänger von Buddha, Jesus Christus, Moses, Die Billigung des Meineids durch die Arbeiter geklagten gewonnen, ganz und garnicht! Dagegen hat sich in Brahma, von Fetischen und Logen mit drei und mit presse des hiesigen Reviers hat im Prozeß Schröder und Ge- uns das Mißtrauen gegen die Personen bestätigt, die aus der 33 Graden. Strenge Protestanten aus der englischen Hoch- offen in den Plädoyers des Ersten Staatsanwalts eine" Schneidigkeit" ein Gewerbe machen. Und überaus beklagenswerth Rolle gespielt. Wir stellen hier fest, daß der frag erscheint uns der Versuch, den Glauben zu erwecken oder zu verkirche, ungläubige Proteftantenvereinler, Atheisten, Bantheisten, liche Artikel im Jahre 1891 in der ehemaligen Gelsen- breiten, daß es eine nach Millionen zählende Partei gebe, die Jesuiten und Franziskaner. Für alle und alles ist gesorgt. firchener Arbeiterzeitung" und der Voltsden Eid entweiht, indem sie ihn in ihren Dienst stellt." Und die Triebfeder von allem diesem, was sich da regt ft imme" des Herrn Jeup erschienen ist. Herr Jeup Aehnlich erklärt die Breslauer Morgenzeitung": und bewegt und treibt und schiebt wie eine im Lauf bestand, obgleich er den formellen Zusammenhang mit Wir wissen nicht, wie die Meinung derjenigen ist, welche griffene riesige Maschinerie mit hunderttausenden von unserer Partei noch nicht gelöst hatte, schon damals völlig auf dem" Prozeß wider Schröder und Genossen als Augen- und Rädern, Hebeln und Hämmern, die toben und raffeln dem Standpunkt der anarchistelnden Unabhängigen, wie gleich Dhrenzeugen beigewohnt haben; aber diejenigen, welche ihre und surren, daß einem Hören und Sehen vergeht... das darauf sein Berhalten auf dem Erfurter Parteitag und fein Kenntniß aus den Zeitungsberichten schöpften, hatten wohl ziem Gold, das rothe Gold. Wenn man diese Feder ganzes ferneres Auftreten verrieth. Der Artikel fand seitens lich alle den Eindruck gewonnen, daß es nach dem Laufe der " Westfälischen Freien Presse", des damaligen Organs Verhandlung zu einer Freisprechung kommen müsse." betrachtet, aus blizendem Gold gemacht, wie sie spielend der Dortmunder Sozialdemokratie und Vorgängerin der hin und her zittert, wird man geblendet und fühlt eine Rheinisch Westfälischen Arbeiter Zeitung", fofortige Die Entrüstung des Staatsanwalts darüber, daß der rasende Begier sich hineinzustürzen in mitten aller dieser abweisende Entgegnung. Herr Jeup hat Sozialdemokratie die Religion Privatsache sei, veranlaßt das Räder und sich von ihnen zerreißen zu lassen. Sie regulirt sich schließlich, nachdem er dank dem Eingreifen der Sozial- Blatt ferner zu der Erklärung: Wir legen hier vor dem Essener Staatsanwalt ohne weiteres alles und giebt jedem Anstoß und Trieb zum unsinnigen demokraten auch als Unabhängiger und halber Anarchist keine vorwärts. Sie ist allgegenwärtig. Hier in den hohen Geschäfte mehr machen fonnte, als seine Blätter eingegangen, das Geständniß ab, daß auch wir die Religion für Privatsache Palästen der Banthäuser, wo eine Menge von Beamten 8um Bourgeois zurüdgemaufert und brudtjeßt halten; auch außerhalb der sozialdemokratischen Partei stehen Und das Zeugniß hin und her läuft und Geld bringt und wegträgt, Gold ein tirchliches Blatt. Diesen Geschäftspolitiker als den Hunderttausende auf dieser Anschauung. und Silber und Banknoten; dort an der Börse mit ihrem Mund der Sozialdemokratie des Ruhrreviers und selbst solcher Personen sollte von vornherein minderwerthig sein gegennur einer Strömung innerhalb derselben hinzustellen, über den Aussagen von Leuten, die den äußeren Kirchendienst Stimmengewirr und in der kleinen Bude des Schuhflickers, ist demnach völlig verfehlt und nur mit der Un pflegen?" der eben mit einer stumpfen Scheere den Koupon seiner kenntniß des Herrn Staatsanwalts mit unseren Partei- Natürlich hallt dagegen die gesammte Reptilienpresse Stadtauleihe von Buenos Aires oder seiner Provinzial- verhältnissen zu entschuldigen. von Verdächtigungen der Sozialdemokratie wieder. Man Bankobligation abtrennt, und bei dem Viehpächter und dem Leider nützt auch diese Ermittelung nichts. Wenn sucht den Prozeß weidlich gegen die gefürchtete Partei aus Müller in der fernen Kolonie, der die eben erhaltene auch noch so klar nachgewiesen wird, daß der Staatsanwalt zubeuten. So kommen die Dresdener Nachrichten" im Beitung hastig durchfliegt, um zu sehen, wie man augen seine Anschuldigungen gegen die Sozialdemokratie auf völlig Einklang mit anderen Blättern gleichen Schlages zu dem ihre Wirkung Schluß: blicklich an der Produktenbörse in Wolle und Weizen unrichtige Informationen bafirt hatspekulirt. haben sie gethan. Schröder und die anderen sind zu Bucht Man sollte endlich aufhören, die Umsturzpartei nur mit hausstrafen verurtheilt. schönen Ansprachen und Banketreden zu bekämpfen, über die sie nur spottet; auf der Grundlage der bestehenden Geseze kann der Der Tanz um das goldene Kalb.... ( Fortsetzung folgt.) $ Unser Breslauer Bruderorgan stellt der staatsanwaltschaft " " 1 Agitation der Sozialdemokratie nimmermehr wirksam entgegen nicht programmgem ä ß. Die Frankfurter Stadt versteckt zu werden. Und die Kosten trägt nach wie vor geduldig getreten werden. Die Sozialdemokratie steht völlig außerhalb der verordneten- Versammlung hat den Antrag des Magistrats, der deutsche Michel! bestehenden rechtlichen und sittlichen Ordnung, fie fämpft gegen uns 10 000 M. für die Sedanfeier zu bewilligen, abgelehnt, sich da: Gegen das Verbot der Versammlung in mit allen Mitteln der Lüge und der Niedertracht, der Gewalt gegen bereit erklärt, 20 000 m. für unbemittelte Invaliden zu Neumühl, wo Bebel den Straßburger Wählern Bericht und der Ungefeßlichkeit, des Hasses und der Leidenschaft des bewilligen. halb gehören außerordentliche energische Mittel, über seine Reichstags- Thätigkeit erstatten sollte, ist vom Einwie sie nur ein Ausnahmegesez geben kann, dazu, wird beabsichtigt, eventuell zum 1. September eine neue Verberuser Beschwerde bei der badischen Regierung erhoben. Es ihre revolutionäre Propaganda zu unterdrücken." Nun, die Verwirklichung dieses frommen Wunsches sammlung einzuberufen. tönnen wir ruhig abwarten. 10slu og and do and Deutsches Neich. - Das Attenstück, das wir in unserer gestrigen Nummer veröffentlichten, wird von der gesammten Presse abgedruckt. Auch die Nordd. Allg. 3tg." bestätigt den amtlichen Charakter des Aftenstücks. Blos einige Blätter kommentiren das seltsame Beleg" Der schneidige Chefredakteur fehlt dem Blatte! der österreichischen Unterhändler bei Abschluß des deutsch- öster - Die Kreuz- 3tg." hat so oft die Ueberlegenheit Malheur, in ihrem Leitartikel folgenden Saß mit unterlaufen zu reichischen Handelsvertrags hervorgehoben. Heute passirt ihr das Das unerhörte Verbot wird bereits in der Zentrums= lassen: preffe abfällig besprochen. Das klerikale Blatt Mannheims Doch eine Freude ward mir zu theil. Ich fuhr die March führt aus: Seit der Aufhebung des Ausnahmegesetzes gegen hinauf, die ich einst hinabgewandert war. In meinem Koupee die Sozialdemokratie ist ein solches Verbot noch nie versucht saß ein Fabrikant, der übrigens weidlich auf den Handelsvertrag worden. Es werden also auch hier die Gründe der Moral bezw. schimpfte, mit dem die Deutschen Desterreich auf der Staatssicherheit ohne die geringste logische Schwierigkeit ins den Leim gelodt hätten!! Treffen geführt. Wir stehen hier vor einem neuen Akt badischer der Polizeijustiz, alle Parteien, denen es um Die Schußzollpolitik ist die beste Förderin der Garantien für die gesegliche Freiheit zu thun ftück preußischer Regierungskunst. So schreibt die Volts- 3tg." Kartellirungsbestrebungen. Das beweist der deutsche Spiegelglass ist, gleichmäßig angeht. Wenn so klare Bestimmungen, Der Erlaß geht augenscheinlich von gänzlich falschen Vor- Trust. Auf belgische Spiegel zum Marktpreise von 3398 Mart eine politische Ver anstehungen aus. Für Verkehrsstörungen ist es ganz unerheblich, werden 2016 Mart 3oll erhoben, so daß sich diese Spiegel aus sammlung angewendet werden können, so werden sie im Laufe ob sie herbeigeführt werden durch patriotische, Vergnügungs, frei der Zeit auf jede Bersammlung angewendet werden, je nachdem finnige, ultramontane, fozialdemokratische Vereine. Einzig und allein Belgien bezogen auf 5414 M. stellen. Die deutschen, in einem dieselbe dem Bezirksamt angenehm oder weniger angenehm ist. auf die Größe und Dauer der Verkehrsstörung kommt es an. Ein 5250 M. Der Spiegelzoll bringt nun dem Staate gar nichts lichen Prozessionen unterdrückt, man wird bei der Praxis des Kartell vereinigten Spiegelfabrikanten liefern diese Spiegel um Man hat im Interesse der Sicherheit des Verkehrs" die kirchArtillerieregiment, das in einem Zuge über Straßen und Pläge sich ein, da Zölle nicht erhoben werden können, weil die Einfuhr Verbots sozialdemokratischer Versammlungen nicht stehen bleiben. fortbewegt, kann weit größere Verkehrsstörungen verursachen, als ein fozialdemokratischer Aufzug. Die Sozialdemokraten in eine Ausnahme- aufgehört hat. Den ganzen Profit haben die deutschen Unter- Verbots sozialdemokratischer Versammlungen nicht stehen bleiben. stellung zu verweisen, erscheint uns daher gründlich verfehlt. nehmer, die neben dem üblichen Gewinn noch weitere 66 pCt. Wir registriren noch die folgende Straßburger Meldung des Die Geschichte der Sozialdemokratie, die unter dem Ausnahme- Profit aus dem gegen die Auslandskonkurrenz geschützten Verkauf gesetz groß geworden, bestärkt uns darin. Ueber die Wirkung ziehen. Für eine handvoll Unternehmer werden so die deutschen Offenburger„ Volksfreund": solcher Erlasse, wie der vorstehende einer ist, auf das deutsche nationalen Arbeit. Niemand hat aber von diesem Schutz weniger Konsumenten schwer belastet. Das nennt man Schutz der Volt, nicht blos auf die Sozialdemokratie, giebt man sich in als die Arbeiter. maßgebenden Kreisen hoffentlich keiner Illusion hin. Und daß nun dieser Erlaß wieder im Vorwärts" bekannt wird! Wie sagte doch der Abgeordnete Gröber? Die Sozialdemokraten haben ein Schweineglück!" In der That, was die Behörden zur Bekämpfung der Sozialdemokraten unternehmen, dient ihnen wider den Willen der Behörden unglücklicherweise faft immer zu ihrem Vortheil. Die Vossische Zeitung" schreibt: " Die Ermahnung zur strengsten Geheimhaltung hat nichts genügt. Noch ist kein Monat feit der Absendung des Erlaffes verflossen, und schon wird er von der sozialdemokratischen Presse öffentlich bekannt gegeben. Erfreulich ist diese Veröffentlichung freilich nicht. Denn es wird einen üblen Eindruck machen, zu seben, daß die Polizeibehörden aufgefordert werden, mit zweierlei Maß zu messen. Es wäre besser gewesen, wenn ein solcher Erlaß überhaupt nicht ergangen wäre. Caveant consules!" statten wollte, verboten hatte, so ist der Klub Vorwärts" noch Da nun auch der Oberamtmann in Kehl die Abhaltung der Versammlung, in welcher Bebel seinen Rechenschaftsbericht er einmal an den Gemeinderath der ehemals freien" Stadt Straßburg mit der Forderung herangerückt, die Markthalle zu der betreffenden Versammlung herzugeben. er Bös hineingefallen sind fürzlich die rheinischen deutschen und die belgischen Eisen- Großindustriellen. In den belgischen Unternehmerkreisen dieser Branchen war es unliebsam aufgefallen, daß die deuschen und belgischen Produkte infolge deutschen Gefängnissen Disziplinarstrafen in Gestalt von Knuten-Prügel in deutschen Gefängnissen. Wie in ihrer größeren Billigkeit die englischen auf dem Weltmarkt viel bieben vollzogen werden, berichtet ein Mitarbeiter des„ Grenz fach verdrängt hatten. Ein englischer Unternehmerverein, die bieben vollzogen werden, berichtet ein Mitarbeiter des„ Grenzdie British Fron Trade Assoziation, beschloß nun, eine Kom- boten". Er hat im Sommer 1894 das Zuchthaus R. in P." mission nach Deutschland und Belgien zu schiden, um die besichtigt und man geht wohl nicht fehl, wenn man„ Rawitsch Ursache für diese Erscheinung auszufundschaften. Es war den in Pofen" liest. Das Zuchthaus Rawitsch in Posen hat bereits Engländern aber bekannt, daß ihnen die größeren deutschen Werke im vorigen Jahre die Deffentlichkeit stark beschäftigt, indem beihre Pforten zu dem bezeichneten Zweck nur schwerlich geöffnet Ginige Redakteure wurden damals wegen dieser Behauptung verhauptet wurde, es gebe dort eine förmliche Prügelmaschine. und daß die Engländer insbesondere die Art des technischen urtheilt. Hören wir nun, was der Gewährsmann der GrenzHerstellungsprozesses nicht kennen gelernt hätten. Darum fingen es die englischen Unternehmer besonders schlau eines Gefangenen eintreten ließ, schreibt: boten" über das Zuchthaus R. in P., wo man ihn in die Zelle an, um ihre deutschen Kollegen über den Löffel zu Das„ Berliner Tageblatt" meint: barbieren: ,, Außer dem ängstlichen Blick nnd dem bleichen Gesicht fielen fte packten sie bei ihrer schwachen Seite, In der That ist die Motivirung des Verbots sozialdemo- dem Haß gegen alle Arbeiterorganisationen, und erklärten des- laufene und wunde Flecke an den Handgelenten auf. Außerhalb mir" an dem Manne Würgstreifen am Halse und blau unterfratischer Umzüge mit der Gefahr von Verkehrsstörungen nicht wegen, sie wollten Material sammeln gegen die Trade Unions, der Belle theilte der Führer dann auf Befragen mit, daß K. unanfechtbar." die englischen Gewerkvereine; die Besichtigung der Werke sei Die„ Germania" fügt dem Aftenstücke folgende Säße an: Nebensache, wenn sie ihnen auch interessant und erwünscht sei. wegen versuchten Ausbruchs gezüchtigt worden sei, daß Der Vorwärts" ist natürlich am meisten erbost, weil sich Und siehe da: die schlauen Engländer hatten die deutschen sich später in seiner Zelle habe erhängen wollen, die Verfügung gegen sozialdemokratische Aufzüge speziell richtet. Unternehmer richtig tagirt. Die Abgesandten wurden überall Handschellen herrührten, die ihm allnächtlich angelegt würden und und daß die wunden Stellen am Handgelenk von den Mit recht aber giebt er seinem Artikel die ironische Spitz mit offenen Armen empfangen und sie kehrten, marke: Alle Preußen sind vor dem Geseze gleich." Wir einer wohl nicht allzu bequem ſizen würden. K. hat, so erzählte der eindringenden Kenntniß der ihnen bisher unfind die letzten, sozialistische Feste zu verherrlichen, aber befannten Herstellungsmethoden zc. Führer weiter, von der Konferenz, die aus den Oberbeamten, dem nach England zurück Pastor und dem Lehrer besteht, dreißig Hiebe zudiktirt bekommen, nach wir haben erfahren und erfahren es noch heute am eigenen und die englischen Zeitungen schreiben jetzt: Die größte Leibe, was mit der willkürlichen Handhabung des Vereins- Bahl der Abgeordneten waren Leute aus der Praxis, so daß wir eingegangenem Bericht an die Oberbehörde noch dreißig Hiebe gesetzes angerichtet werden kann. Unsere firchlichen Aufzüge, als das Ergebniß der Enquete einen Bericht erwarten können, werden von einem kräftigen Aufseher mit dem Kantschu einer Verschärfung erhalten, also im ganzen sechzig Hiebe. Die Siebe Prozessionen 2c. sind noch heute vielfach an Beschränkungen ge- welcher von großem Vortheil für das Interesse des Eisen- und etwa anderthalb Meter langen und anderthalb Zentimeter dicken, bunden, welche nicht mit der verfassungsmäßigen Gleichberechtigung Stahlgewerbes Englands sowohl für jetzt wie für die Zukunft aus Lederstreifen geflochtenen Peitsche mit kurzent, hölzernem zu vereinbaren find. Was einem militärischen, einem Schüßen- fein wird.". Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. feftzuge, ja einem Karnevalszuge erlaubt ist, das sollte auch in Aber so hineingefallen ist doch noch selten jemand, wie die Stil- auf das Gefäß ertheilt, nachdem der Sträfling in vornganz Preußen für katholische Prozessionen erlaubt sein. Leider deutschen und belgischen Unternehmer, die den Arbeiter übergebeugter Stellung an den Füßen, über den Rücken, an dem ist es nicht so." Riemen auf Handgelenken mit organisationen eins auswischen wollten, in der That aber den den„ Bock" fest geschnürt ist und vorher eine Hose von dünnem Engländern ihre Betriebsgeheimnisse ausgeliefert haben. Leinenstoff angezogen hat. Der Bock ist ein tischartiges Gestell, das - Die Bauern und die Sozialdemokratie. je nach der Größe des Sträflings höher oder niedriger gestellt Bei den am 20. Juli in Stuttgart stattgehabten Verhandlungen werden kann, und statt der hölzernen Platte mit starkem Leder des Gesammtkollegiums der Königl. Zentralstelle für Landwirth- überzogen ist, das an der Stelle, wo der Leib aufliegt, nach unten schaft bemerkte Gutspächter Gauger:" Daß die Sozialdemokratie gebogen oder abgerundel ist. Bei der Vollziehung der Strafe auf dem Lande sehr zunehme, was gar nicht zu bestreiten, rühre fritt bereits nach dem fünften kräftigen Hiebe das von der fortschreitenden Verarmung des Bauern her; ein ver- Blut hervor. lumpter Bauer sei der gefährlichste Sozialdemokrat, bei sozialen Umwälzungen habe von jeher der Bauer entschieden. Daß es auch unter den Protestanten Jesuiten giebt, scheint der Reichsbote" mit seiner echt jesuitischen Vertheidigung des schleswig- Holsteinischen Erlasses beweisen zu wollen. Er schreibt: Der Vorwärts" veröffentlicht das Schriftstück mit der Spitz marke:" Alle Preußen sind vor dem Gesetze gleich." Gewiß find sie das; aber es kommt darauf an, ob sie sich nicht durch ihr Thun und ihr Verhalten selbst in einen so schroffen Gegensaß gegen den preußischen Staat und feine Grundlagen, auf denen jene Verfassung beruht, stellen und so der Gleichheit den Boden entziehen. Das thut aber die Sozialdemokratie, welche dem Staat und der gesellschaftlichen Ordnung den Krieg bis aufs Messer erklärt hat, und den Umsturz von allem erstrebt, Daß eine solche Partei anders behandelt werden muß, als die Parteien, welche auf dem Boden der bestehenden Ordnung stehen, entspricht aller Logit und Gerechtigkeit. Wenn die bürgerlichen Parteien patriotische Feste feiern und Umzüge halten, so ist das anders zu behandeln, als wenn die Sozialdemokratie ihre Feste feiert, welche darauf berechnet sind, die Umsturzgesinnung in den Kreisen der Betheiligten zu stärken. Wir erinnern nur an die zynisch- frivole Art, mit welcher der Vorwärts" den jetzigen patriotischen Erinnerungsfeiern entgegengetreten ist. " Die Münchener Post" bemerkt dazu: mit Nacken und ant den Ich hatte genug von der Erziehungsmethode der Anstalt gehört und sehnte mich, nachdem ich die beiden Marterwerkzeuge, Bock und Kantschu, in Augenschein genommen hatte, wieder nach frischer Luft und Sonnenschein." Gouverneurwechsel in Kamerun. Jesko sie doch, wie sehr wir ohne Agrarprogramm heute Wir können mit diesen Aeußerungen zufrieden sein, beweisen schon in das Geistesleben der landwirthschaft- v. Buttkamer, Putty's Sohn, ist an stelle des in den einstweiligen lichen Bevölkerung eingedrungen sind. Ruhestand versetzten Zimmerer zum Gouverneur von Kamerun ernannt worden. Schade, daß nicht alle Buttkamers und ihresgleichen nach Kamerun versetzt werden können. die des Guts Desterreich. 3um Niedergange des Liberalismus. Dem Beispiele so mancher norddeutschen Nationalliberalen folgend, suchen nun auch die bayerischen Liberalen die Rettung ihrer Mandate im Anschlusse an das Agrarierthum. Sie treten dafür offen für bauernbündlerische Kandidaten ein, das heißt Der erzreaktionäre polnische Graf Ba. sie können ihre Wahlmänner nicht mehr abhalten, Bauerndeni soll vom Kaiser mit der Bildung des Ministeriums beDie Freifinnige Zeitung" urtheilt folgendermaßen über das bündlern statt Nationalliberalen ihre Stimmen zu geben. traut worden sein. Es sollen schon alle Posten besetzt sein, doch Aftenstück: In dem in der pfälzischen Domäne des National dürfte das neue Kabinet erst mitte Oktober sein Amt antreten. Graf Soweit überhaupt Aufzüge von parteipolitischem Charakter liberalismus gelegenen Kaiserslautern wurde an stelle eines Badeni, einer der rücksichtslosesten Wahlmacher, will vorher noch zuzulassen sind, ist es ein Unrecht, in dieser Beziehung Unter Nationalliberalen ein ausgesprochener Bauernbünöler, Defonom die galizischen Landtagswahlen leiten". Die Namen der neuen schiede zu machen zwischen den einzelnen Parteien und die sozial- Wenz- Horbach in den Landtag gewählt. In Neustadt a. d. H., Minister werden der Deffentlichkeit vorenthalten. demokratischen Vereine, Gewerkschaften u. f. w. unter ein Aus- ebenfalls in der Pfalz, wollen die Nationalliberalen ebenfalls für nahmerecht zu stellen. Daß gerade sozialdemokratische Auf- den Bauernbündler, Altbürgermeister Sauerbrunn- Haßloch stimmen, Frankreich. züge in der Regel den Verkehr zu gefährden geeignet sind, obgleich die Freisinnigen beschlossen haben, für den national-- Polizei Anarchistisches. Man schreibt uns aus ist eine beweisloſe Annahme. Ungefeßlich in der vor liberalen Bürgermeister Erter einzutreten. In Weiden in der Paris unterm 18. Auguft: Das vereilte anarchistische Bombenstehenden Verfügung aber ist die Anweisung des Regierungs- Oberpfalz haben die Nationalliberalen ebenfalls Attentat von Asnières( Seine- Departement), von dem die Blätter präsidenten an die Ortspolizei, zügen nur nach Einhorn, die Erlaubnis zu solchen Auf für eine bauernbündlerische Kandidatur, vor kurzem soviel zu erzählen wußten und um dessen Entdeckung zügen nur nach Einholung der Entscheidung des besitzers Pfister, entschieden. Mit recht bemerkt die Augs- fich die Polizei so besonders verdient gemacht haben soll, fand Regierungspräsidenten zu ertheilen. Das Gesetz hat burger Poſtztg. zu diesen Erscheinungen: Der bayerische eben seinen Abschluß vor dem hiesigen Zuchtpolizeigericht. Dabei diese Entscheidung der Ortspolizeibehörde" übertragen. Der Nationalliberalismus spielt zur Zeit die kläglichste Figur. stellte es sich heraus, daß die„ Entdecker" es sind ihrer dreiRegierungspräsident ist zwar berechtigt, im Rahmen des Vereins- Ginen großen Theil seiner Size verdankt er ohnehin nur der zugleich die eigentlichen Urheber dieses Attentats waren, die, gesetzes Direktiven für die Ausübung dieses Rechts zu erlassen, Wahlkreisgeometrie, und was er bisher aus eigener Kraft be- wenn sie nicht direkt im Dienste der Polizei standen was nicht aber ist er befugt, die im Gesetz der Ortspolizei überhaupten konnte, ist jetzt durch die agrarische Bewegung und durch übrigens noch zu untersuchen wäre- jedenfalls für sie getragene Befugniß, solche Aufzüge zu genehmigen, auf sich selbst die Bestrebungen des Mittelstandes vielfach bedroht. Der arbeitet und eine reichliche Prämie erhofft hatten. Die drei zu übertragen. Nationalliberalismus schreckt vor dem Kampfe mit dem radikalen Schufte heißen Jourdan, Nestor und Henri Ferière. Wenn ihre Alter Gewohnheit gemäß ist die Post" am schamlosesten: Agrarierthum zurück und streckt deshalb einfach die Waffen vor Prämie nur eine geringfügige war, sie aber dafür neben den Der„ Vorwärts" regt sich über diesen Erlaß gewaltig auf, dem Bunde der Landwirthe." beiden Hauptverschworenen", ein paar unreise Burschen namens weil darin offen ausgesprochen werde, daß die Sozialdemokraten-Schwimmende Särge. Der im Jahre 1894 auf Noé und Perrier, auf die Anklagebank zu figen famen, so ist anders au behandeln seien, wie die übrigen Staatsbürger. der Schichau'schen Werft erbaute Kreuzer Gefion" gab, wie den dies nur dem Umstande zuzuschreiben, daß die beiden Jungen Unferes Grachtens wird in dem Aktenstücke mit Recht betont, Lesern des Vorwärts" bekannt ist, durch die an Bord auf der nicht die ihnen zugemuthete Standhaftigkeit besaßen, die daß in einem geordneten Staatswesen fozialdemokratische, also Reise erfolgte Kesselbeschädigung Anlaß zu ernsten Besorgnissen Namen ihrer Mitverschworenen" zu verschweigen und das von staatsfeindlicher Seite inszenirte Aufzüge keinen Anspruch für die aus 302 Köpfen, darunter 12 Offizieren bestehende Mann- ganze Komplott auf sich allein zu nehmen. Und so tam denn alles auf eine gleiche Behandlung mit patriotischen Veranstaltungen schaft. Das Schiff, dem neuesten Kreuzertyp angehörend, hat ans Tageslicht. Noé und Perrier liebten es, damit zu flunkern, erheben können. Die Sozialdemokratie würde in ihrem ein Deplacement von 4108 Tonnen, zwei Triple- Expansions- daß sie Anhänger der Propaganda der That" seien. Das beButunftsstaate analog verfahren, wie„ Genosse" Stegmüller be- maschinen, die bei einer Marimalleistung von 9000 Pferdekräften nußten Jourdan und die beiden Ferière, um ihnen zu rathen, ftätigen wird. 2012 Seemeilen pro Stunde bewerkstelligen können. Schon bei die Gendarmerie von Asnières in die Luft zu sprengen. Da Programmgemäße Begeisterung. Die Ma- den Probefahrten entsprachen die Kessel nicht ganz den an sie tamen sie zufällig" in Clichy, einem Orte vor Asnières, an schinen- Fabrik von Weise u. Monski in Halle a. S. gab am gestellten Anforderungen, der Kohlenverbrauch wer 10 pet. höher einem verfallenen Keller vorbei, in dem sich zufällig" eine BlechSonnabend ihren Arbeitern ein Fest, wobei auch Chorlieder ge- als veranschlagt und die zu heiß eingeschlagenen Nieten büchse vorfand, die für eine Dynamitbombe wie geschaffen schien. fungen wurden. Das letzte dieser Chorlieder schloß mit dem flapperten. Deshalb sah sich auch die Werft veranlaßt, eine Stonnte es eine günstigere Gelegenheit geben, ihren Plan auszu Refrain: Mit Gott für Kaiser und für Reich gehen gern wir Garantie für eine fichere Reise nach Ostasien nicht führen? Jourdan, der vormals in einer Apotheke bedienstet war, in den Tod." Auf dem Programm ist die fettgedruckte abgeben zu können, trotzdem die Gefion" für derartige erbot sich die zur Füllung der Bombe nöthigen Explosivstoffe Aufforderung hinzugefügt: 3um Schluß stürmische Reisen erbaut ist. Da nun auf ihrer ersten Reise auch herbeizuschaffen, die anderen besorgten die Nägel und was sonst Hurrahrufe!"- Also patriotische Begeisterung auf Befehl! ein Maschinenbruch erfolgte, so befindet sich das den deutschen noch zu einer regelrechten anarchistischen Bombe gehört. Das Das ist gerade was schönes. Steuerzahlern 4/2 Millionen Mark foftende neue Schiff auf der Attentat sollte in der Nacht vom 30. Juli erfolgen. Perrier und Wilhelmshavener Werft in Reparatur, welche, da die Kessel leck Noé waren beauftragt, die Bombe aus dem Versteck zu holen und Auch programmmäßig. Durch Erlaß vom sein sollen, wiederum ein paar Millionen kosten wird. Zu ver- nach Asnières zu bringen, wo Jourdan dieselbe in Empfang 13. August d. I. ist die Ermächtigung ertheilt worden, daß für wundern ist dies nicht, denn unsere Werften arbeiten durchschnitt- nehmen und an die geeignetste Stelle hinterlegen sollte, um die die evangelischen Landeskirchen der neuen Provinzen durch firchen- lich im Akkord und die Arbeiter find gezwungen, infolge der Gendarmerie in die Luft zu sprengen. Nachdem so alles regimentlichen Erlaß der zwölfte Trinitatis- Sonntag 1. Sep- miserablen Löhne eilige und dabei fehlerhafte Arbeiten zu machen. arrangirt war, hatten Jourdan und die beiden Ferière tember d. J. als derjenige Tag bestimmt werde, an welchem Die deutsche Marine aber ist um ein Schiff reicher, das im Aus- natürlich nichts Giligeres zu thun, als das von ihnen vor im sonutäglichen Hauptgottesdienst auf die vor 25 Jahren dem sehen einen imposanten Eindruck macht, aber trotz seiner un bereitete Attentat, das sie selbstverständlich den ihnen in die deutschen Bolte erwiesene Gnade Gottes in geeigneter Weise be- gebeuren Rosten schließlich das Schicksal des Aviso" Greif" und Falle gegangenen Perrier und Noé in die Schuhe geschoben hatten, aug genommen werde. Den katholischen Bischöfen ist anheim- anderer theilen wird, nämlich statt die Meere zu freuzen, in zur polizeilichen Anzeige zu bringen. Kaum hatten darum Perrier gestellt worden, wegen einer gleichen firchlichen Gedenkfeier An- heimathlichen Häfen zu Versuchszwecken zu dienen, und wenn es und Noé an dem bezeichneten Abend die Bombe aus dem Verordnuna au treffen. zur Repräsentation fommt, wie bei der Kanalfeier, in einer Werft steck hervorgeholt, als sie sich auch schon von Polizei- Agenten " alle Belgien. umringt und verhaftet fahen. Die Verhandlung schloß mit der agitiren; sür das nöthige Material an Proletariern sorge die der sozialdemokratischen Partei zu erklären oder anzuzeigen, daß Verurtheilung sämmtlicher Angeklagten, und zwar wurden Noé, Entwickelung der Verhältnisse. Die Meinung, daß wir es Sie der Echüzengilde nicht mehr als Mitglied angehören wollen." Berrier, Jourdan und Nestor Ferière zu je 2 Jahren und Henri nöthig hätten, vor der Landbevölkerung unsere legten Ziele zu Der betreffende Parteigenosse, an den die Aufforderung geFerière, der die Tochter eines ehemaligen Auditors des Staats- verbergen, sei ebenfalls falsch. Gerade in Hessen hätten wir Ge- richtet ist, wird abwarten, ob man ihm in einem hochnothraths zur Frau hat, zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. Db legenheit, auf die Spuren des ursprünglichen Kommunismus hin- peinlichen Verfahren das Recht aberkenut, der alten ehrwürdigen die drei letzteren die ihnen vom Gerichtshof zudiftirte Strafe zuweisen, auf die Ueberbleibsel der alten Markgenossenschaft in Schüßengilde noch länger angehören zu dürfen. Seine Parteiauch wirklich verbüßen werden, möchte ich dahingestellt sein Form von Gemeindeweiden, Gemeindewald 2c. Nirgends tönne genossen im Kreise Ruppin- Templin haben die Antwort auf diese laffen.man größere Unzufriedenheit in der Bevölkerung finden als da, Provokation dadurch gegeben, daß sie den betreffenden zum wo es den Besitzenden mit Hilfe der Verkoppelung gelungen sei, Vertrauensmann für Templin und Umgegend ernannt den Segen dieses Restes von Gemeineigenthum den Besitzlosen zu haben. Der„§ 6 des Statuts", der hier angezogen ist, besagt, 3um zehnjährigen Jubiläum der belgischen entziehen. Darum träten wir als sozialdemokratische Partei frei wie man uns mittheilt, daß jemand wegen grober Exzesse 2c. Arbeiterpartei schreibt Genosse Vandervelde der Wiener und offen ein für die Land arbeiter- Bevölkerung und in ausgeschlossen werden kann. Der Paragraph paßt also gar nicht Arb.- Zeitung": Es giebt wenige Länder, wo die Arbeiter letter Folge für die Vergesellschaftung der Produktion auch auf auf den vorliegenden Fall. Im übrigen zeigt das Vorgehen, daß bewegung so groß und so vollständig gewesen wäre, wo sie sich dem Lande, ohne wegen des theilweisen Ueberwiegens des Klein- es nicht wir, sondern unsere Gegner sind, die in alles und jedes so sehr auf alle Gebiete des sozialen Problems erstreckt bauernstandes von dieser unserer Richtschnur abzuweichen. die Parteipolitik hineintragen. hätte. Die Gruppirung nach Ortsverbänden und Nationalverbänden, die In München erstattete am Montag der Reichstagsab= ihre regelmäßigen Kongresse Als sozialdemokratischen Einbruch" bezeichnet die halten, verleiht der Organisation größere, innere Stärke. Abgeordneter Birt in einer großen Wählerversammlung Bericht Deutsche Tageszeitung", das Organ des Bundes der Landwirthe, Auf dem ersten Kongreß der Partei im Jahre 1885 über die Thätigkeit des Reichstags, nachdem er vorausgeschickt die Abhaltung einer sozialdemokratischen Versammlung in dem waren 59 Gruppen vertreten, im Jahre 1886 76, im Jahre 1895 hatte, daß die Rekonvaleszenz des Genossen v. Vollmar, auf schlesischen Orte Schreibendorf. Wenn der Kriegsminister 360. Das Genossenschaftswesen, das eine der stärksten Mächte der dessen Veranlassung die Versammlung einberufen wurde, leider Bronsart v. Schellendorf im Reichstag wieder einmal von jourOrganisation darstellt, hat noch mehr Fortschritte gemacht. Die nicht in dem erwarteten Maße vorgeschritten sei, daß es ihm nalistischem Schmierfintenthum" reden will, wird er das Organ Produktivgenossenschaft Le Peuple" in Brüssel, die hauptsächlich möglich gewesen wäre, an der Versammlung theilzunehmen. des Bundes der Landwirthe als Beispiel anführen können. aus einer Bäckerei besteht, zählte im Jahre 1881 54, 1885 500, Nach Birks Ausführungen, die mit anhaltendem Beifall auf- Personalien aus der Partei. Der Verlag der Nieder1890 3500, 1894 10 000 Mitglieder. Sie erzeugte 1883 40 000, 1885 genommen wurden, sprach Genosse Paul aus Hannover, der rheinischen Wolfstribüne" in Düsseldorf ist nach dem Tode 90 000, 1890 1561 583 und 1894 5 254 015 Kilogramm Brot. zum Schluß den in der bürgerlichen Bresse erschienenen Artikel Albert's definitiv auf den Parteigenossen Iserloh aus Lüden Was die sozialistische Presse betrifft, so hatten im Jahre 1892 Stegmüllerei", wonach auf der Vollmar'schen Besitzung dieser scheid übergegangen. der Peuple" und das„ Echo du Peuple" eine Gesammtjahres- Tage die bayerische Fahne, geschmückt mit einem rothen Band, neues fozialistisches Blatt, mit dem Tilel Auflage von 6 175 400 und im Jahre 1894 eine Gesammtauflage aufgezogen gewesen sein sollte, mit der Bemerkung zurückwies, A Cooperativa", erscheint seit dem 18. Juli in von 13 748 766. Die sozialistische Presse zählt gegenwärtig vier die gegnerischen Parteien thäten besser, sich um ihre Zumpen- tem quer in Portugal. täglich erscheinende Organe: den" Peuple", das Echo du Peuple", müllereien" zu fümmern. Die Versammlung faßte dann einden Vooruit" und" De Werker". Der Einfluß der Partei bei den stimmig eine Resolution, worin sie sich mit der Thätigkeit der Wahlen hat sich im vorigen Jahre mit Blizesschnelle gehoben, beiden sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten vollständig und ein kleiner Vergleich genügt, um jedermann davon zu über einverstanden erklärte, ihnen ihr volles Vertrauen aussprach und zeugen. Im Jahre 1888, unter der Herrschaft des Wahlzensus, der Ueberzeugung Ausdruck gab, daß beide, wie bisher, so auch brachte die Wahl ins Parlament den Sozialisten in Brüssel ferner in ebenso rücksichtsloser als energischer Weise die Interessen 900 Stimmen, den Radikalen 3500, den Liberalen" 6800 und des gesammten werkthätigen Voltes Deutschlands vertreten den Klerifalen 8200 Stimmen. Im Jahre 1894, also unter der würden. " " " " " Todtenliste der Partei. Der in Drambury in Connecticut verstorbene Parteigenoffe Wilhelm Graß( nicht Groß, wie irrthümlich berichtet war) ist einem Herzschlag erlegen und war, wie uns noch mitgetheilt wird, von Beruf Maurer. In Berlin, von wo er 1882 ausgewiesen wurde, war er ein sehr rühriger, beliebter Parteigenosse und auch in der neuen Welt hat er sich große Sympathie zu erwerben gewußt, was daraus hervorgeht, daß gegen 500 Mitglieder der dortigen Organisation seinem Sarge folgten. Ehre seinem Andenken! Herrschaft des Pluralwahlrechtes, bekamen die Sozialisten In Darmstadt hatten unsere Parteigenossen beschlossen, 40 000, die Liberalen 61 000, und die Klerikalen während des Kriegsfestrummels einen Spaziergang nach Ar 93 000 Stimmen. Man kann voraussagen, daß bei den nächsten heilgen zu machen. Durch Plakate waren diejenigen zur Theil- feiner gefunden Tage sehr thätig für die Partei wirkte, aus dem In Zeit ist der Mühlenarbeiter Goldstein, der während Wahlen im Jahre 1896, wenn, wie es wahrscheinlich ist, der nahme eingeladen, die an dem künstlich geschürten Patriotismus Leben geschieden. Wahlkompromiß mit den Radikalen zu stande kommt, Brüffel feinen Gefallen finden". Darauf ordnete die Polizei die Entallein fast ein Dutzend Sozialisten mehr ins Parlament entfenden wird. Dann wird erst die politische Aktion unserer Partei sehr wirksam sein können. Man muß sich nämlich bewußt sein, daß wir nur durch den Gesetzgebungs- Apparat dazu gelangen werden, uns zu befreien. = = Partei- Nachrichten. fernung der Plakate an und verbot jede Au- und Versammlung Polizeiliches, Gerichtliches 2c. von Mitgliedern der sozialdemokratischen Partei, sowie das Reichstags- Abgeordneter Herbert in Stettin sollte Tragen von Abzeichen, Fahnen u. dergl. innerhalb des Weichbildes auf dem vorjährigen pommerschen Parteitage zu Gewaltthätigder Stadt bei Strafe bis zu 90 M. Da das Sozialist engesetz leider keiten aufgereizt haben. Das Landgericht sprach ihn frei. Todes verblichen ist, mußte zur Rechtfertigung der Maßregel ein Durch die Ausgabe eines Flugblatts, worin zum alter Polizei- Strafparagraph herhalten. Man sieht: wenn die Boytott des Lorenz'schen Gasthauses aufgefordert war, sollte Arbeiter Darmstadts nun nicht bald dem preußisch- deutschen sich der Parteigenoffe Hartung aus Freiburg in Schlesien Kriegsgott opfern, an der Darmstädter Polizei liegt's nicht. des groben Unfugs und der Beleidigung der Freiburger Polizeiverwaltung schuldig gemacht haben. Das Schweidniger LandVom Harze schreibt uns Genosse Matthies in Elbingerode gericht verurtheilte ihn zu 2 Monaten Gefängniß. Die AusSiehst Du wohl, da kimmt er, träger des Flugblattes, die Uhrmachergehilfen Meier und Große Schritte nimmt er, Geier, erhielten wegen Beihilfe zur Beleidigung je 3 Wochen Gefängniß. Gegen dieses Erkenntniß war von der Staats anwaltschaft Revision beim Reichsgericht eingelegt, das die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht verwies. In der neuerlichen Verhandlung verurtheilte nun das Landgericht den Parteigenossen Hartung zu 6 Wochen Gefängniß wegen Beleidigung der Polizei und sprach ihn von der Anklage des groben Unfugs frei. In Beziehung auf die Austräger des FlugDie Zeitungen der Gegner wimmeln jetzt von Kriegsblattes blieb es bei der früher festgesezten Strafe von je drei Erinnerungen. Bis zu Sedan muß das ruhige Blut des deutschen Wochen Gefängniß. Michels auf den Siedepunkt erhitzt werden. Ich erlaube mir im nachstehenden eine Sedanfest- Erinnerung zu erzählen, die auch ein blutiges Ende genommen hat. Für die Familienangehörigen der Opfer des Effener Meineids Prozesses wird, wie uns von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, seitens der Leitung des Bergarbeiter Verbandes, an dessen Spize 3. 3. der ReichstagsSiehst Du wohl, das muß er sein, Jetzt kommt der preusche Gewerbeschein Abgeordnete H. Möller in Weitmar bei Bochum steht, eine fagte meine Frau, als der Schreibgehilfe des königlichen allgemeine Sammlung eingeleitet. Wir sind überzeugt, daß Polizeiraths Meste eiligen Schrittes auf unsere fleine Hütte zu es nur der Anregung bedarf, um die deutschen Proletarier zu ver- fam. Und richtig, mit sammt einem artigen Schreiben des Beanlaffen, ihr Scherflein zur Linderung der Noth der ihres Er- zirksausschusses zu Hildesheim ist der Schein jetzt in meinem Besitz. nährers beraubten Angehörigen beizutragen. Die Expedition des Vorwärts" ist jederzeit bereit, Beiträge entgegen zu nehmen und an das sich bildende Hilfskomitee oder an die Verbandsleitung abzuführen. Agrarprogramm. Eine Parteiversammlung in Hagen in Westfalen nahm nach dem Referate des Rechtsanwalts and é aus Elberfeld folgende, dessen Ausführungen entsprechende Resolution einstimmig an: " In Erwägung, daß die Verwirklichung der von der Agrarkommission dem Programm eingefügten Forderungen geeignet a) ben im ersten Theil des Programms dargelegten Gang der wirthschaftlichen Entwickelung durch Stärkung des ländlichen Privateigenthums zu hemmen, wäre: nur Jm. Elbschlößchen in Gohlis bei Dresden wollte der Arbeiterverein für Coffebaude am 7. Juli ein Kinderfest ver anstalten. Das Fest wurde verboten und der Verein erließ da Die Schmerzen in den Rippen hatte ich schon fast vergeffen hin gehende öffentliche Bekanntmachungen. Natürlich waren an und mein Körper befand sich ordentlich mollig, wenn ich nach dem betreffenden Sonntage Menschen in dem Garten, die ihr vollbrachtem Tagewerk im Buchthause zu Lichtenberg mich auf Glas Bier da tranfen. Von einer Festlichkeit, von irgend einer dem schönen dicken Strohsack ausgestreckt hatte. Ich hatte nämlich Veranstaltung war feine Spur, nicht einmal Gartenkonzert fand fürzlich 7 Tage Dunkelarrest bei Wasser und Brot abgemacht, statt. Da kam ein Gast auf den Einfall, für einige sich herumweil ich, von quälendem Hunger getrieben, den Fabrikanten tummelnde Kinder einige Stückchen Kuchen zu kaufen und sie Langenbeck um Brot angebettelt hatte. Nun war heute St. Sedan einen Wettlauf danach machen zu lassen. Ein anderer, und ich wurde in die Kirche geführt. Der Herr Pastor predigte der dies sah, fand die Jdee gut über die Geschichte von den 10 Ausjähigen, die der Herr Jesus denselben Zeitvertreib mit Christus geheilt hat. Bekanntlich sind die Kerle gleich nach ihrer Heilung nach Hause zu Muttern gegangen, ohne sich zu bedanten. Nur einer hatte so viel Bildung, umzukehren und sich bei dem guten Meister zu bedanken. Bekanntlich ist Jesus dar über etwas böse geworden. Ebenso sei es, meinte der Pastor, 1870/71 gewesen. Nachdem Gott dem deutschen Volke die Gnade Im Erfurter sozialdemokratischen Verein stand das erzeigt hätte, daß es in vielen siegreichen Schlachten den bösen Agrarprogramm in zwei Versammlungen zur Diskussion. Der Erbseind aufs Haupt schlug, da feien Jahre ins Land gekommen, Vorsitzende Straßner verwarf die Vorschläge der Kommission Jahre, wo man sagen müsse: Jeyt läuft unser gutes Volf in allen Punkten und erklärte, daß deren Verwirklichung durch geradenwegs in die Hölle.( Er meinte die Gründerdie Gesetzgebung die ganze sozialistische Bewegung zurückwerfen jahre.) Und jetzt soll es noch schlimmer werden, würde und sogar unsere Reichstags- Abgeordneten nach den bis- jetzt soll alles international werden, unser schönes Elsaßher verfolgten Prinzipien zur Ablehnung des Programms kommen Lothringen foll wieder zurückgegeben werden. Bebel hat es im müßten, wenn uns etwa die Regierung den Schabernack Reichstage gesagt. b) durch Erhöhung der Macht der herrschenden Staatsgewalt die gesammte Arbeiterschaft zu schädigen, beschließt die Parteiversammlung: Der zu wählende Delegirte für den Parteitag hat geg en die Vorschläge der Agrartommission zu stimmen." " Jesu hilf siegen, du Fürste des Lebens! Eieh wie die Finsterniß dringet herein, Wie sie ihr höllisches Heer nicht vergebens Auf mich gerichtet, mir schädlich zu sein! Satan der sinnet auf allerhand Ränke Wie er mich sachte verstöre und kränke." gut und machte fich einer Schaar anderer Kinder, mit dem Unterschiede, daß er Würstchen als Kampfpreis in dem Wettlause austheilte. Dieser Würstelvertheiler soll nun 30 Mart Geldstrafe bezahlen, weil er am 7. Juli 1895 im„ Glbschlößchen" zu Gohlis während einer vom Arbeiterverein von Coffebaude und Umgegend veranstalteten Festlichkeit ohne Genehmigung der töniglichen Bezirksschulinspektion ein Kinderfest abgehalten bat." Bu solchen Ungeheuerlichkeiten führt der Kinderfest- Erlaß, dem selbst das Dresdner Landgericht die Rechtsgiltigkeit absprechen mußte. Der Weisheit des sächsischen Oberlandesgerichts blieb es vorbehalten, die Rechtmäßigkeit auch dieser Regierungsmaßregel zu entdecken, und damit de facto die Arbeiter unter einen Ausnahmezustand zu bringen, der ebenso entwürdigend ist, wie es das Sozialistengefeß war. der Mainummer des„ Süddeutschen Postillon" entdeckt" worden. - Freigesprochen von der Antlage des groben Unfugs" wurden fünf Parteigenossen in Landshut in Bayern. Der " grobe Unfug" bestand nach der Anklage darin, daß die Angeklagten Zettel mit der Aufschrift: Arbeiter, trinkt fein„ Dräglmeierbier" an öffentlichen Plägen angeklebt und ein Flugblatt An die Arbeiter und Bürger der Stadt Landshut!" verbreitet haben sollen. Die Freisprechung erfolgte wegen Mangels an Beweisen. spielen wollte, diese Agrarforderungen zu den ihrigen zu In diesem Augenblicke fingen 600 Buchthausgefangene fräftig Außer Verfolgung gefeht wurde der Redakteur machen. Reißhaus wies besonders bei den Punkten 7 und 10, an zu huften, und der Herr Pastor verlor den Faden. Noch einige des Süddeutschen Postillon", Genosse Ed. Fu ch 3, gegen den sowie bei der Einleitung, die von der„ Demokratifirung der öffent: Bibelsprüche feuerte er, wie aus einem Revolver, zwischen die die Staatsanwaltschaft in Breslau Anklage aus§ 130 des Reichs lichen Einrichtungen" spricht, darauf hin, daß ihm das alte Pro aufgeregten hustenden Zuchthäusler, dann solgte das erlösende Strafgesetzbuchs( Aufreizung zum Klassenhaß) erhoben hatte. Das gramm vollständig genüge und daß man dem alten Gothaer Pro- Amen. Donnernd setzte die Orgel ein, und brausend ertönte aus genannte Vergehen war von der Breslauer Staatsanwaltschaft in gramm vieles entnommen habe, was durch die Entwicklung über- 800 Kehlen der Gefang: holt und veraltet wäre. Die Punfte 11-17 seien wohl agrarisch, aber nimmermehr sozialistisch. Hier würde auf Kosten der Gesammtheit eine Bevorzugung der ackerbautreibenden Besitzer verlangt, wie dies taum von den erzreaktionärsten Agrariern geschehe. Huth erklärte sich gleichfalls als Gegner. Er wünschte, daß Der Breslauer Parteitag von einer Beschlußfassung absehe und der Kommission aufgeben möge, das Material zu vervollständigen, es Nach der Kirche mußten alle Gefangenen auf dem großen nebst Erwähnung der in der Presse und auf dem Parteitage gepflogenen Echloßhoie antreten und durften eine Rede des Herrn Direktors Diskussionen als Broschüre herauszugeben und sich im übrigen anhören. Er hing die Hufter der Sozialdemokratie an die Rockweiter mit der Materie zu befassen; erst der nächstjährige Partei- fchöße und bedrohte sie mit den strengsten Strafen. Man fonnte Depelthen und lehte Nachrichten. tag solle in der Agrarfrage definitive Beschlüsse fassen. Pappe merken, das freie Reden wurde dem Herrn Direktor etwas sauer, aver Köln, 21. August.( B. H.) In den letzten Tagen wurde ist der Meinung, daß die aufgestellten Forderungen von als erster Versuch war es gar nicht übel. Zwei Tage darauf in der Mülheimer Haide ein Raubmordversuch verübt. Der jedem Sozialdemokraten vertreten werden könnten. Wenn stand ich vor dem grünen Tische des Herrn Direktors, um mich Stuckateurgehilfe Aldenhoven aus Hagen ist unter dem Verdachte, auch nicht alles gut ſei, so lasse sich doch auf zu durch lautes Husten den Gottesdienst an dem Ueberfall betheiligt gewesen zu sein, verhaftet worden. grund der gestellten Paragraphen ganz gut arbeiten, und somit gestört zu haben." Zwei Gefangene, darunter ein ehemaliger Kölu, 21. August.( B. H.) In Mülheim find im Laufe wären die Vorschläge einer eingehenden Würdigung werth. Er Unteroffizier, hatten mich denunzirt; zwei Entlastungszeugen läßt es jedoch dahin gestellt, ob die Forderungen ins jezige belasteten mich. Resultat: 14 Tage Dunkelarrest bei Wasser und des Tages zahlreiche Arbeiter verschiedener Fabriken wegen Be Programm aufgenommen werden sollen. Auf jeden Fall müsse Brot. Und ich hatte nicht gehustet. Weshalb aber hatten die heiligung an den letzttägigen Revolten verhaftet worden. Die aber etwas geschehen. Schließlich wurde eine von Reißhaus anderen gehuſtet? Man bedenke: die Mehrzahl waren geborene Bahl der verhafteten Personen beträgt über 100. Heute Abend ist wiederum Polizei- und Gendarmerieverstärkung in Mülheim eingebrachte Resolution, wonach das Agrarprogramm in der Preußen. Wann haben die Preußen' mal etwas Grobertes gut eingetroffen, da für die Nacht erneute Ausschreitungen befürchtet jezigen Fassung für unannehmbar bezeichnet wird, angenommen, willig zurückgegeben? Und nun kommt Bebel und will Elsaßda der Entwurf, trotzdem er noch so gut gemeint sein möge, sich in Lothringen wieder weggeben. So ein schlechter Kerl! Deshalb strittem Widerspruche mit dem Erfurter Programm befinde. also, und weil sie nichts sprechen durften, haben sie ihren UnAußerdem könne die Annahme des Agrarprogramms geeignet willen durch Huften zu erkennen gegeben sein, Verwirrung in die Reihen der Arbeiterklasse zn tragen, Nun, ich habe in einer schwarzgestrichenen Zelle bei versomit verlange man vom Breslauer Parteitag die Ablehnung schlossenen Fensterladen und hartem Lager die 14 Tage abgerollt, und bei der Gelegenheit 187 echte braune preußische Wanzen nach beftiger Gegenwehr getödtet. Die beißen nicht mehr. des Entwurfs. " " verantworten: werden. Paris, 20. Auguft.( W. T. B.) Mehrere Gemeinden senden Unterstügungen nach Carmaux. Die Verwaltung der Glashütten beschloß die Annahme neuer Arbeiter, um einen Ofen wieder anzublafen. Andere Defen werden angeblasen werden je nach der Zahl der neuen Arbeiter, die sich melden werden. $ Paris, 21. August.( B. H.) Aus Carmaux wird gemeldet, Von der Agitation. Im Dorfe Kirchbitmold in daß die Arbeiter der Glasfabriken sehr muthlos sind, da die Hessen- Nassau sprach der Redakteur John aus Kassel in einer Mit feierlicher Grandezza müht sich der Vorstand der Mittel der Bergarbeiter- Unterstügungstaffe, auf deren Hilfe man Versammlung über das Thema:" Ist die Agrarfrage für uns Schützengilde in Templin ab, um für die Sozialdemokratie gerechnet hat, nicht ausreichen, um die Ausständigen weiter zu eine Landarbeiter- oder eine Bauernfrage?" Nach dem Bericht Stimmung zu machen. Vor uns liegt ein mit einem hübschen unterstützen. Man glaubt also, daß trotz des Beschlusses der des Boltsblattes für Heffen" führte der Redner u. a. aus: Es blauen antlichen Siegel versehenes großes Schreiben, worin früheren Versammlung der Ausstand nicht fortgesetzt werden wird. sei unwahr, wenn man glaube, auf dem Lande mit anderen folgendes zu lesen ist: London, 21. August.( W. Z. B.) Nach einer Meldung Mitteln agitiren zu müssen, als in der Stadt. Die Land- Der unterzeichnete Vorstand hat in Erfahrung gebracht, daß des Reuter'schen Bureaus" aus Bombay vom heutigen Datum bevölkerung sei so wenig eine geschlossene Masse wie die städtische Sie der sozialdemokratischen Partei angehören und als Kassirer herrscht auf der Bahrain Jusel im Persischen Meerbusen Bevölkerung; die Klassengegenfäße, die Unterschiede zwischen fungiren. In Rücksicht darauf, daß die Echüßengilde ein große Aufregung, weil ein feindlicher Häuptling eine Anzahl Herren und Knechten, beständen dort wie hier, und es gelte, dies patriotischer Verein ist, erregt diese Ihre politische Ge Perlfischerboote beschlagnahmte und dieselben nach türkischen Ge der Landbevölkerung zum Bewußtsein zu bringen. Redner finnung Anstoß unter den Kameraden und es ist aus der Mitte wässern schleppte. Das zur Verfolgung entfandte englische schilderte dann den Untergang des Bauernthums, der analog dem der Bilde in Anregung gebracht, den Vorstand zu veranlassen, Kanonenboot Sphynx" brachte die Boote nach Bahrain zurück. des Handwerkerstandes sei. Auf den Bauernstand könnten wir die erforderlichen Schritte zu thun, um diesen Anstoß zu be Der Vorfall soll auf der Insel Ruheſtörungen veraniaßt haben; uns nicht stützen, wenn wir auch vielleicht einzelne befähigte Bauern feitigen. Auf grund des§ 6 des Statuts ersuchen wir Sie es verlautet, daß seitens der Türken ein Angriff geplant werde in unsere Reihen zu ziehen vermöchten. Es gelte, proletarisch zu daher, entweder dem Vorstand schriftlich Ihren Austritt aus und daß infolge dessen Truppen requirirt feien. Verantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Ming Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 195. Lokales. Den Genoffen des Wahlvereins des 3. Berliner Wahlfreises zur Nachricht, daß am Sonntag, den 25. d. M., ein Familienausflug nach Friedrichshagen stattfindet. Treffpunkt: Friedrichshagen, Lokal Ravenstein, von der Bahn links, 11 Uhr vormittags. Ueber die Juuungs- Schiedsgerichte ist schon häufig Klage geführt worden. Hier ein neuer Beleg, wie man die Arbeiter und die Arbeiterinteressen in diesen sozialpolitischen Instituten behandelt. Ein Berliner Arbeiter schreibt uns: " " Donnerstag, den 22. August 1895. 12. Jahrg. ob reich, zu diesem Zwecke noch aufgebracht werden. Neben einem von der anderen Seite kommenden Dampfer zermalmt worden, diesen Summen, welche diese Kirchenbauten fosten, werden für wenn es nicht dem Schiffsführer, der die Angstrufe der Insassen den Unterhalt von 2-3 Geistlichen an jeder Kirche und der des Kahnes hörte, gelungen wäre, noch bei Zeiten zu stoppen. übrigen Beamten noch dauernde enorme Summen Sowohl die Mannschaften der Dampfer als auch mehrere Bootserforderlich. verleiher erklärten einem Berichterstatter, daß es bei dem immer Diese Summen müssen von den Steuerzahlern aufgebracht reger werdenden Verkehr auf der Spree unumgänglich nothwendig Die bisher von den Kirchensteuern Besei, daß die Behörde ähnlich wie in Breslar und Hamburg-freiten sollen zu denselben herangezogen werden. Die Synode eine Verordnung erläßt, welche nach Eintritt der Dunkelheit die hat den Antrag, die bisher befreiten untersten Anbringung einer helleuchtenden Laterne am Buge eines jeden Steuerstufen zur Kirchensteuer heranzuziehen, Fahrzeuges bestimmt. Ebenso sei es unbedingt erforderlich, daß bereits angenommen, weil die bisherigen 10 pet. Stirchensteuern die Strompolizei die Schleppschifffahrt während der Dunkelstunden verbiete. nicht mehr ausreichen. Bei der Interessenlosigkeit der großstädtischen Bevölkerung für religiöse Angelegenheiten fönnte ein solches Anspannen der Kirchenstenerschraube leicht den Massenaustritt aus der Landesfirche zur Folge haben. vom 13. zum 14.( Sonnabend zum Sonntag) gesehen haben, wie Zengen gesucht! Diejenigen Herren, die in der Nacht eine Handelsfrau von zwei Kriminalschuyleuten widerrechtlich verhaftet wurde, werden gebeten, ihre Adressen der Frau Wittwe Müller, Landsberger Allee 146, H. 3 Tr., mitzutheilen. = Der Friedrich Wilhelmstädtische Park beschließt am 28. August cr. seine Sommersaison. Am 8. September cr. siedelt das Personal nach Quarg's Vaudeville- Theater im Grand- Hotel Alexanderplatz über, woselbst dann die Wintersaison mit neuem Programm beginnt. Am 21. Mai d. J. wurde ich plöglich ohne Kündigung aus Gerade aus unserer Friedensgemeinde sollen nach den An- Wenn dies letztere geschehen sollte, so könnten wir es doch meinem Arbeitsverhältniß entlassen. Da der betreffende Arbeit trägen in der Synode mehr Einnahmen geschafft und zu diesem nur billigen aus Gründen des Arbeiterschutes, damit geber Junungsmitglied ist, wandte ich mich an das Innungs- Zweck der Klingelbeutel eingeführt und die Kirchen die Maschinisten 2c. der Dampfer und die Schiffsknechte der Schiedsgericht, um meine Rechte bezüglich der mir seitens des stühle vermiethet werden, damit auch im Gotteshause ein Spreefähne ihre wohlverdiente Nachtruhe bekämen. Wirth Meisters vorenthaltenen 14tägigen Kündigungsentschädigung wahr- Unterschied zwischen mehr oder weniger Wohlhabenden schaftlich ist jedenfalls die Flußschifffahrt wichtiger als zunehmen. Am 27. Mai meldete ich meine Klage auf dem Bureau hervortrete." das Vergnügungsgondeln der jungen Herren vom Ruder- und des Innungs- Schiedsgerichts an, wurde jedoch wie folgt abSegelsport. gewiefen. Der Beamte fragt: Was sind Sie?" Antwort: " Schuhmacher." Beamter: Für Schuhmacher ist doch jetzt die beste Zeit, wenn Sie jetzt nicht arbeiten wollen, friegen Sie über haupt keine Arbeit mehr; kommen Sie wieder, wenn die 14 Tage um sind." Am 4. Juni, nachdem die 14 Tage Kündigung verRecht eigenthümliche Ansichten von den Pflichten der firichen waren, erschien ich wieder auf dem Bureau, um meine Bauarbeiter gegen seine hochschätzbare Person scheint der MaurerKlage anzubringen. Hierbei wurde ich mit den Worten polier Knispel zu haben, der den Bau Lutherstr. 8 zu führen empfangen:„ Na, die Klage hätten Sie sich doch während der hat. Nicht genug, daß die Maurer und Steinträger, die das Feiertage selbst machen können". Die Klage wurde dann auf Vergnügen haben, unter diesem Herren thätig zu sein, mit Back: genommen. Nachdem ich ziemlich 4 Wochen ohne Bescheid ge- pfeifen und Schimpfworten trattirt werden sofern sie es blieben war, wandte ich mich wieder mündlich an das Bureau; sich gefallen lassen; der Herr macht noch ganz andere Anich fragte höflichst nach dem Stand der Klage und sprach meine fprüche an feine Untergebenen. Der Neffe des Herrn hat nämlich Verwunderung aus, daß es so lange dauere. Zur Antwort wurde auf dem Bau den Bierausschank, und wehe dem Maurer, Armir, dies ginge nach der Reihe. Auf meine Bemerkung: es ginge ja beitsmann oder Steinträger, der es wagt, seine schwer erarbeiteten die Sache ziemlich langsam vor sich, wurde ich von dem Beamten Groschen in einer anderen Restauration zu verzehren, als eben angeschnauzt mit den Worten:„ Wenn Sie jetzt nicht machen, in dem Ausschank, der unter hoher Gönnerschaft des Poliers daß Sie raus kommen, dann werde ich Sie hinbringen, wohin steht. Solche renitenten, pflichtvergessenen Menschen werden einSie gehören. Am 8. Juli cr. stand Termin an und erftritt fach hinausgeworfen, und erst am Dienstag dieser Woche sind ich, da der beklagte Meister fehlte, ein Versäumnißurtheil; hier auf dem Bau wieder zwei Steinträger mit der ausdrücklichen gegen legte Beklagter Berufung ein und wurde neuer Termin Begründung entlassen worden, daß sie bei einem andern Schankauf den 29. Juli angefeßt. In diesem Termin war Beklagter wirth haben ihr Bier holen lassen. Was derartige Herren an erschienen, es fonnte jedoch nicht verhandelt werden, weil ein Selbstüberhebung leisten, übersteigt wirklich alle Grenzen. Leider Arbeitgeber- Beisiger mit Entschuldigung, einer ohne Entschuldigung kann solche Zwangsausbeutung der Arbeiter durch Leute, die sich fehlte. Jetzt, nachdem über 3 Wochen verstrichen sind, habe ich in vorgesetzter Stellung befinden, nach den geltenden Gesetzen noch nicht einmal eine Vorladung zum neuen Termin. Ich habe bei uns nicht gerichtlich bestraft werden. Nothwendig wäre eine Familie zu ernähren und seit dem 21. Mai bin ich theils es aber. ohne, theils in mangelhafter Beschäftigung. Nachtragen will ich noch, daß am 2. Tage, nachdem ich die Klage anhängig gemacht hatte, ein Schuhmann in dieser Sache bei mir war und sich nach meinen Vermögensverhältnissen erkundigte und ob ich pfändbare Gegenstände besitze. Eine schöne Aussicht! Und um ihren Pflichten in solcher Weise nachzukommen, mußten den Innungen betreffs der Gewerbegerichtsbarkeit besondere Privilegien verliehen werden! Die Leiche des ermordeten Dr. Julius Steinthal ist Dienstag nachmittag gerichtsärztlich geöffnet worden. Als Todes ursache wurde, wie zu erwarten war, Verblutung festgestellt. Eeine Mörderin Elife Sante wurde von einem Transporteur in einer offenen Droschte vom Untersuchungsgefängniß nach dem Leichenschauhause gebracht, wo die Deffnung stattfand. Beim Anblick der Leiche war das Mädchen zunächst sehr bewegt und rief ein über das andere Mal:„ Mein lieber Julius!" Dann aber beantwortete sie die von der Gerichtskommission an sie gestellten Fragen ganz ruhig. " Ihr neugeborenes Kind getödtet hat gestern in Großs Lichterfelde eine Mutter, die man noch nicht hat ermitteln können. Nachmittags um 3 Uhr fand ein Polizeibeamter in einem kleinen Gebüsch, das auf sonst freiem Felde etwas entlegen in der Nähe des Treffpunktes der Chaussee-, Wilhelms- und Zehlendorfer Straße steht, dicht bei einer Brücke, die Leiche eines Knaben, den die Mutter furz vorher dort geboren haben muß. Die Mutter hat das Kind mit einer Schürzenschnur erdrosselt und die Leiche in eine Schürze eingewickelt. Nachforschungen nach der Mutter sind eingeleitet worden. Wahrscheinlich hat die Mutter ihr Kind aus Vergnügen ermordet! Wieder ein gefundenes Fressen für unsere Moralbourgeois, die an dem Fall, der jedenfalls nur von dem grauenhaftesten Elend erzeugt sein kann, wieder die moralische Ver worfenheit der unteren Klassen" demonstriren werden. herausvon verschiedenen Seiten Beschwerden zu, die eine Aeußerung Ueber die Unfallstation in der Wilhelmsir. 10 gehen ums Durch Sturz aus dem Fenster hat sich Mittwoch früh von seiten der Direktion entschieden nothwendig machen. Die um 7 Uhr ein Gast des Gasthofes„ Zur goldenen Traube" in Beschwerden richten sich hauptsächlich gegen das Benehmen des der Krausenstraße Nr. 23 getödtet. Wärters Lankow, dem nachgesagt wird, daß er in einer für seine Nacht um 12 Uhr kehrte dort ein etwa 40 Jahre alter Mann Stellung höchst ungehörigen Weise sich zu Handlungen habe hin- ein, der sich als Kohlenhändler Eduard Michael aus Delsnit in reißen lassen, die auf keinen Fall zu verantworten sind. Der das Fremdenbuch eintrug. Der Gast war mit Gepäck und Geld Wärter spielt mit Leidenschaft das Damespiel. Ihn hat, nach versehen und zeigte keinerlei Spuren von Aufregung. Er nahm den uns gewordenen Mittheilungen, vor einiger Zeit das Unglück, ein Vorderzimmer im zweiten Stock. Die Wirthsleute, die den eine Partie verloren zu haben, zu einem thätlichen Angriff gegen Gasthof schon seit vielen Jahren führen, faßen gerade beim seinen Partner veranlaßt, einen fünfzehnjährigen Knaben, der in Kaffee, als sie einen Gegenstand auf das Straßenpflaster dumpf der Station behandelt wurde. Heulend kam dieser junge Mensch aufschlagen hörten. Sie gingen hinaus und sahen, daß ihr Gast eines Tages zu seinen Leiden gefährten und erzählte ihnen, daß sich aus dem Fenster gestürzt hatte. Man trug den noch lebens er vom Wärter geohrfeigt worden sei, weil er die Partie ge- den aber schwer verletzten Mann in den Hausflur und rief die wonnen habe. Des weiteren beklagten sich frühere Patienten bei Polizei des 38. Neviers herbei. Diese ließ den Unglücklichen mit uns darüber, daß sie zum Reinigen der Spuckgläser und Uringläser einem Krankenwagen nach der Charitee bringen, wo er bald vom Wärter Lantow angehalten worden seien, sowie daß dieser nach der Einlieferung starb. Ob der in das Fremdenbuch ein sonstige ihm vom Arzt aufgetragene Verrichtungen durchaus nicht mit getragene Name wirklich der des Selbstmörders ist, steht noch Gegenüber mehreren Zeitungsmeldungen, die es so dargestellt dem Eiser erfüllt habe, den man bei einem Manne, der auf so ver- dahin. Ebenso wenig ist bekannt, was den Mann in den Tod haben, als hätte die ganze Familie der Elise Sante aus der antwortungsvollem Posten stehe, voraussetzen sollte. Wir würden getrieben hat. Tasche Dr. Steinthal's gelebt, wird uns von dem Bruder des von den gemeldeten Mißständen, deren Untersuchung wir der Nahrungsmittel- Kontrolle. Im Monat Juli sind in Mädchens mitgetheilt, daß dies keineswegs der Fall sei. Stein- Direktion im Interesse des Rufes der Unfallstationen ernstlich Berlin 365 Proben von Nahrungsmitteln amtlich untersucht thal habe noch als Student vor 6-7 Jahren die Elife anempfehlen, taum öffentlich Notiz genommen haben, wenn uns, worden, von denen 56 beanstandet wurden. Bemerkenswerth ist, Sante tennen gelernt. Er richtete richtete ihr, die damals wie gesagt, nicht von mehreren Seiten bittere Klagen zugegangen daß troß der niedrigen Butterpreise unter den 50 unterunter fittenpolizeilicher Kontrolle stand, eine kleine Wohnung ein. wären und wenn außerdem nicht schon bereits eine Beschwerde suchten Butterproben zwei sich als Margarin Die Sachen wurden auf Abzahlung genommen und an den Raten an die zuständige Berufsgenossenschaft resultatlos geblieben wäre. stellten, wobei hervorzuheben ist, daß es sich in beiden zahlte sowohl er als auch das Mädchen aus ihrem damaligem an Die öffentliche Sicherheit der Verdienst. Auch unterstützte die Elise Sante vielfach noch ihren den Zionskirch Fällen um Stückenbutter handelt, der Verkäufer mithin jedenLiebhaber direkt. Das Mädchen soll dem jungen Mann, der ihr play, den Arkonaplab und den Vinetaplatz grenzenden Straßen falls schon von seinem Lieferanten getäuscht worden ist. wiederholt die Ehe versprochen, sehr zugethan gewesen sein und läßt, wie es schon so oft der Fall war, nach Einbruch der Dunkel- Auffallend reichlich( fünf von zehn Broben) waren Beanstandungen während mindestens dreier Jahre feinen anderen Verkehr als heit gegenwärtig wiederum viel zu wünschen übrig. Vorgestern von Provenceröl, in drei Fällen wurden Zumischungen von mit ihm gepflogen haben. Seit einem Jahre war sie auch von wurde in der Swinemünderstraße eine Frau von einem Strolch Sesamöl, in zwei Fällen von Baumwollfamenöl beobachtet. Beder Sittenkontrolle befreit. Aus dem intimen Umgang Stein- derart vom Bürgersteig auf den Straßendamm gestoßen, daß sie merkenswerth erscheinen ferner zwei Beanstandungen von Milchthal's mit der Sante sei das Mädchen ca. se ch 3 mal schwanger bewußtlos liegen blieb. Als vorübergehende Arbeiter einzuschreiten proben aus Berliner Molkereien, die beide als Vollmilch verab geworden und ebenso oft habe der Dr. Steinthal die Frucht ab- wagten, machte das Gesindel gegen diese Front. Am Tage vor- folgt wurden. Unter den 15 Bichorienproben wurden 4 auf grund getrieben. Das Mädchen ist dadurch schwer unterleibsleidend ge- her haben nach Mitternacht ebendort mehrere Rowdies einen zu starken Sandgehaltes beanstandet. Ferner find hervorzuheben 6( unter 10) Proben Thüringer worden, war körperlich vollkommen ruinirt. Und Geschäftswagen anzuhalten versucht und einem zur Hilfe herbei die Beanstandungen von als der Doktor nunmehr das Mädchen verlassen und eine gute, eilenden Privatnachtwächter den Uniformrock zerrissen. Vermuth- Wurst wegen künstlicher Färbung und eine erhebliche Anzahl ge= ftandesgemäße Partie" zn machen gedachte, da ist denn die That lich war es auf die Beraubung des Rutschers abgesehen. Wenige fälschter Gewürzproben. Von den 20 Weinproben wurden geschehen, zu der das Mädchen sicherlich nicht berechtigt war, die Stunden früher ist in den Anlagen des Bionskirchplatzes ein auf 8 beanstandet, und zwar 5 Proben von sog. Medizinalweinen aber doch nach Lage der Umflände auch begreiflich und ver- einer Bank eingeschlafener Arbeiter gefleddert worden. In allen wegen fünftlicher Zuckerung. zeihlich ist. drei Fällen sind die Uebelthäter ungestraft entkommen. SchutzDie jetzt auf ihrer Höhe befindliche Banthätigkeit läßt, Ferner wird uns über die Motive zur That und den in leute sind dort abends und nachts, zu welcher Zeit sich das Ge- wie die Baugew.- 3tg." hervorhebt, auch in diesem Jahre wieder Aussicht stehenden Prozeß noch folgendes geschrieben: Für die findel in jener Gegend sehr breit macht, nur höchst selten zu er einen Rückgang gegen das Vorjahr erkennen, sodaß der seit 1892 Annahme einer mit reiflicher Ueberlegung geplanten Tödtung eingetretene Rückschritt wahrscheinlich noch länger andauern sprechen verschiedene Thatsachen, das Anschaffen des Revolvers, Wie der Magistrat von Berlin Sedan zu feiern ge- wird. Die höchste Lohnfumme im Berlinischen Baugewerbe er das Locken des Dr. Steinthal in eine Art Hinterhalt 2c. Da denkt. Um diese wichtige Frage zu erörtern, hat eine„ gemischte gab das Jahr 1891, nämlich rund 57 Millionen Mart, während gegen ist aber auch zu erwägen, daß die Angeschuldigte ver- Kommission" getagt und folgende Beschlüsse gefaßt:" 1. Einen 1894 nur 46 Millionen ausgezahlt wurden. Die Lohnfumme sichert, sie habe ohne den Geliebten nicht leben tönnen Aufruf an die Bürger zur Ausschmückung und Beleuchtung ihrer dieses Jahres dürfte wieder um einige Millionen gegen das und die Waffe nur angeschafft, um sich selbst das Häuser an dem Gedenktage zu erlassen; ferner sollen alle Vorjahr zurückbleiben. Infolge dessen sind sowohl die Löhne im Leben zu nehmen. Wollte man annehmen, die Sauke lädtischen Gebäude geschmückt und beleuchtet werden, ingleichen Baugewerbe gedrückt, wie auch die Preise der Baumaterialien; habe den Mann, der sie verlassen hatte, auch einer die hervorragenden Denkmäler und die Kriegerdenkmäler der ebenso haben sich die Baustellenpreise auf ihrer Höhe erhalten, anderen nicht gegönnt und sich rächen, d. h. ihn vernichten Stadt, der Wassersturz im Viktoriapark beleuchtet werden. sodaß man zur Zeit billig Häuser bauen kann. wollen, so steht dem die Thatsache entgegen, daß dieses Motiv Mittags findet von der Gallerie des Rathhauses Musikaufführung In Pankow findet am nächsten Sonntag, den schon durch die Anzeige wegen Verbrechens gegen das statt. Für die Veteranen von 1870/71 wird endlich im Festsaale 25. August 1895, in den Lokalen Störr's Gesellschaftsteimende Leben erreicht war. An das zufällige Ent- des Rathhauses eine Ehrentafel hergerichtet werden. Es soll haus", Mühlenstr. 24, und Krüger's Thürmchen", laden des Revolvers beim Ringen wird auf keinen Fall eine Auswahl unter denselben stattfinden, da zur Zeit etwa Raiser Friedrichstraße 12, ein großes Boltsfest zur geglaubt, die Tödtung wird vielmehr als eine vorfäß: 20 000 Beteranen in Berlin sind; es fommen in betracht solche, assalle- Feier statt, verbunden mit Vokal und In liche angenommen, aber das strafrechtliche Intereffe liegt die das Eiserne Kreuz befizen. 10 000 m. werden an die Kaiser strumentalfonzert, Ball, Aufführung lebender Bilder, Verloosung, eben darin, ob neben dem Vors ab auch die Ueberlegung Wilhelm- Stiftung zur Vertheilung am 2. September an die Fackelpolonaise u. f. w. Anfang nachmittags 2 Uhr. Alles wird erwiesen werden können. Galt die Anschaffung des Revolvers Veteranen von 1870 beziv. an deren Hinterbliebene übergeben nähere durch Inserat. wirklich nur der gewaltsamen Beendigung des eigenen Lebens, werden. An die Schüler der Gemeindeschulen wird eine Festhat die Saute den Dr. Steinthal wirklich nur zu sich schrift vertheilt, welche die glorreichen Ereignisse" des Jahres Telegraphenstangen als Litfaßsäulen. Die Ober- Post gelockt, um für immer von ihm Abschied zu nehmen, 1870/71 zum Inhalt hat.- Das wird eine glorreiche Schrift direktion Berlin hat bei den Kreisbehörden der Kreise Teltow so tann sie sehr wohl im Affekt, einer plötzlichen Herzens werden. und Nieder- Barnim darüber Klage geführt, daß die in der Um wallung die Mordwaffe auf ihn gerichtet haben, ohne daß gebung von Berlin und in den Vororten an den Straßen aufdies ursprünglich von ihr gewollt war. Mit Drillingen ist die Frau des arbeitslosen Arbeiters gestellten Telegraphenstangen neuerdings wieder sehr oft von Den Geschworenen Die Kinder sind Gewerbetreibenden, politischen Vereinigungen u. f. w. wird deshalb eine schwere Aufgabe gestellt werden, und es Germer, Ruppinerstr. 16, beglückt" worden. erscheint, wie die Sache bis jetzt liegt, zweifelhaft, ob die Ge- zwar gefund, doch ist die Mutter sehr schwach und der Ehemann zum Ankleben von Bekanntmachungen aller Art benutzt, hierdurch, schworenen die Ueberlegung bejahen werden. Geschieht dies lange Beit arbeitslos. Die Noth in der Familie ist sehr groß. zumal bei späterem theilweisem Abreißen der Bettel, die nicht, so würde die Berurtheilung wohl sicher wegen Todt Die Verwegenheit oder besser gesagt der Uebermuth der Telegraphenstangen verunzirt und die auf denselben befindlichen Jahren und bei Bubilligung milderuder Umstände auf Gefängniß fachen Unglücksfälle eher su als ab. schlags erfolgen, dann würde auf Zuchthaus nicht unter fünf Segler und Kahnfahrer auf der Oberspree nimmt trotz der viel- Beichnungen: Nummern, Jahreszahlen zc. verdeckt werden. Infolge dieser Beschwerden find nun die Ortsbehörden von den LandDie Kahnfahrer rudern nicht unter sechs Monaten zu erkennen sein. räthen angewiesen worden, in Zukunft gegen das Bekleben der nicht nur mit besonderer Vorliebe in die von den Dampfern ver Zur Beachtung für alle Proletarier, die noch der ursachten Wellen hinein und treiben, auf den Sitzbrettern stehend, Telegraphenstangen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln einzuschreiten. evangelischen Landeskirche angehören, theilen wir allerlei Allotria, sondern sie machen sich in letzter Zeit ein be= Ein Thierfreund tabelt mit recht eine Unfitte, die in folgende Stelle aus einem sich mit den Kirchenwahlen für die sonderes Vergnügen daraus, während der Dunkelheit durch die Friedensgemeinde befassenden Flugblatt mit: finstere, von feinem einzigen Lichte erhellte und nur für Dampfer heutiger Zeit weit öfter als früher geübt wird. In vielen Eine erhebliche Erhöhung der Kirchensteuern bestimmte Durchfahrt der Oberbaumbrücke zu steuern, obgleich Kolonialwaaren Handlungen sind in engen Kisten und Käfigen steht in Aussicht. Es sind viele neue Kirchen in Berlin gebaut an beiden Endpunkten der Brücke groß und deutlich geschrieben lebende Hühner und Tauben zum Verkauf ausgestellt, die von worden. Ca. 22 Millionen Mark sollen von der Stadtgemeinde steht:" Durchfahrt verboten!" Erst gestern Abend war ein Ruder- allzu zärtlichen Müttern nicht allein als Sonntagsbraten, sondern Berlin, also von sämmtlichen Einwohnern, ob arm boot in diese Wasserstraße hineingerathen und wäre sicherlich von vielfach auch als Spielzeug für ihre Kinder gekauft werden. blicken. " Mau braucht wohl nicht erst darzuthun, daß in den Kinder- für ihn mitzuunterzeichnen und setzte nun, als Bach sich ein-| 15 Mann. Es handelt sich um die Abwehr einer Lon händen für die armen Thiere oft eine entsegliche Marterzeit be- verstanden erklärte, hinter seinen eigenen Namen noch die Worte herabsetzung, außerdem fordern die Ausständigen, daß auf jeder ginnt, aus der sie meistens nur durch einen qualvollen Tod u. Ruden". Zugleich traf er mit Bach ein Abkommen dahin, Arbeit von 500 Quadratmeter Umfang an eine Baubude vorerlöst werden. Verständige Eltern sollten nie die arme Kreatur daß die Zeffionen auf Schrobsdorf diesem nicht präsentirt werden handen sein soll. Weiter sollen die Unternehmer die Lieferung zu solchen Zwecken ins Haus bringen. sollten. Krüger wollte die Gelder von diesem in Empfang nehmen und und Instandhaltung des Handwerkszeuges auf ihre Kosten überpünktlich an Bach abtragen. Die 4000 M. wurden von Schrobs- nehmen. Bisher mußte jeder Steinsetzer Pflasterhammer, Bossic Auf eine neue Methode, wie die holländischen Schwindel- Dorf pünktlich bezahlt, der Angeklagte lieferte jedoch nur 1400 M.( Butz-) hammer, Brechstangen, Schippen und Handrammen selber firmen Waaren aus dem Auslande zu erlangen suchen, macht der davon an Bach ab. Ueber den Rest von 2600 M. und 500 M. halten. Auch in Flensburg sind die Differenzen mit dem Konfektionär" aufmerksam. Die von den Schwindlern als Opfer aus baar, die Bach nochmals hergab, wurde nun späterhin vereinbart, Rieler Unternehmer Leuther noch nicht geregelt. Des weiteren ersehenen Firmen werden ersucht, die verlangten Waaren in ver- daß Krüger theils durch zu liefernde Tischlerarbeiten, theils baar ist von Hannover Zuzug fern zu halten; daselbst haben schiedene Packete vertheilt abzusenden und auf eins dieser Packete seine Schuld abtragen solle, zur Sicherheit der Firma Bach u. Co. sämmtliche bei der Firma Fiedler beschäftigte Steinsetzer wegen den Kaufpreis per Nachnahme zu erheben. Als Grund für den aber einen Hypothekenbrief über 15 000 m. verpfänden mußte. Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. In Leipzig stehen jetzt in Einzelpacketen verlangten Versand wird angegeben, daß man mehrere Monate nach Hergabe desselben kam er in das Bureau 180 Mann aus; Unterstützung ist dringend nothwendig. die Waaren und die Ausstattung derselben zuerst zu prüfen be- der Firma und verlangte die Zurückgabe unter der Behauptung, Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. absichtigt. Natürlich werden dann nur die Packete ohne NachAchtung, Korbmacher! Ueber die Drahtkorb: Werkstatt nahme angenommen, das Packet mit Nachnahme geht an den Ab- er habe das Dokument nicht als Pfand, sondern zu dem Zwecke hergegeben, daß Bach ihm hierauf noch Geld besorge. von P. Krause in Friedrichsfelde ist die Sperre verhängt worden, fender zurück, der dann das Nachsehen hat. Er drohte, als Bach die Rückgabe des Hypotheken- weil Krause den Lohntarif nicht zahlt. Auch ist die Sperre über denselben bei der StaatsDurch Neberfahren getödtet wurde am Sonntag Nach briefes verweigerte, daß er Diese Anzeige wurde denn die Werkstatt des Korbmachermeisters R. Zwerner noch nicht mittag an der Ringbahnbrücke in Halensee der Maurer anwaltschaft anzeigen würde. Otto Bayer. Der junge Mann fuhr mit seiner Braut in auch thatsächlich seitens des Angeklagten erstattet, es ergab sich aufgehoben. Der Unternehmer sucht natürlich von auswärts der Dampfbahn; an der nächsten Haltestelle wollten die beiden aber im Verfolg der Sache, daß Bach ein Schriftstück, das Krüger Streifbrecher heranzuziehen, weshalb um so fleißiger dafür zu sorgen aussteigen. Vorher wurde der junge Mann aber bei einer scharfen und dessen Frau unterschrieben hatte, besaß, aus welchem die ist, daß der Zuzug ferngehalten wird. Die Weißgerber in Arustadt i. Th. haben wegen VerBiegung von dem schnell fahrenden Wagen hinabgeschleudert und Verpfändung des Hypothekenbriefes zur Evidenz erwiesen wurde. überfahren. Er wurde nach dem Charlottenburger Krankenhaus Gegen Krüger wurde nun wegen Bedrohung und wissen t weigerung des Behnstundentages die Arbeit niedergelegt und ergebracht und ist dort noch an demselben Tage gestorben. lich falscher Anschuldigung, ferner wegen Ursuchen um strengste Vermeidung des Zuzugs. tundenfälschung durch die unberechtigte Unterschrift für Polizeibericht. Am 20. d. M. stürzte sich ein im vierten feinen Kompagnon Ruden, sowie wegen Unterschlagung haben sich mit ihrem Prinzipal geeinigt. Der Konflikt ist also Die Bildhauer der Walter'schen Werkstatt in Erfurt Stock in der Kastanien- Allee wohnhafter Maler auf die Straße Anklage erhoben. Er bestritt sämmtliche Straftaten. Sein hinab und fand auf der Stelle den Tod.- In der Blücherfstraße Rompagnon habe ihm gesagt, daß er seinen Namen getrost mit beigelegt. fiel Vormittags ein Tapezirer beim Abspringen vom Verdeck eines in unterschreiben dürfe, wenn er nur Geld besorge; die Schuld an In Karlsruhe haben die Arbeiter in der Schrempp Der Fahrt befindlichen Pferdebahn- Wagens von der Treppe und zog Bach habe er auf Heller und Pfennig abgetragen und der schen Aktienbrauerei an die Direktion folgende Forde fich eine erhebliche Verlegung am Kopfe zu. Mittags wurde ein Hausdiener auf dem Boden eines Hauses in der Klosterstraße Paffus, wonach er sich in dem vorerwähnten Schriftstück rungen gestellt: Abschaffung der Beköstigung, Einführung der erhängt vorgefunden. In der Landsbergerstraße wurde Nach- zur Hergabe des Hypothekenbriefes als Pfand verstände, 10stündigen Arbeitszeit mit 1/ 2stündiger Mittagspause, Zahlung mittags ein Lohgerber durch einen Bierwagen überfahren, und am wäre mit seinem Wissen und Willen nicht darin aufgenommen der Ueberstunden an Wochentagen mit 40, an Sonntagen mit mittags ein Lohgerber durch einen Bierwagen überfahren, und am worden. Bach habe dieses Schriftstück abgefaßt, ihm und seiner 50 Pf. u. f. w. Die Direktion hatte lediglich die Selbſtbeköstigung Kopfe verletzt. Ein Dreher fuhr in der Bergstraße mit seinem Ein Dreher fuhr in der Bergstraße mit seinem Zweirade gegen einen Geschäftswagen, stürzte und erlitt einen Frau vorgelesen und dann sei dasselbe von ihnen beiden unter der Arbeiter zugestanden, die übrigen Forderungen dagegen Zweirade gegen einen Geschäftswagen, stürzte und erlitt einen schrieben worden. Bach müsse ihnen etwas anderes vorgelesen zurückgewiesen. Die am Sonnabend abgehaltene und gut be Rippenbruch. Im Thiergarten, beim Kleinen Stern, versuchte haben, als er geschrieben habe; in gutem Vertrauen auf die suchte Versammlung der Karlsruher Brauer machte die Forde abends ein junger Mann, sich durch einen Schuß in den Kopf zu Reellität desselben hätte weder er noch seine Frau das Schriftstück rungen der Kollegen aus der Schrempp'schen Brauerei zu den tödten. Er wurde noch lebend nach der Charitee gebracht. vor dem Unterschreiben selbst durchgelesen. Die Beweisaufnahme ihrigen und ermächtigte das Bureau, diese Forderungen Am 21. d. M. morgens sprang eine Frau aus dem Fenster ihrer fiel für den Angeklagten äußerst ungünstig aus. Der Staatsämmtlichen Brauereien zukommen zu lassen. Im Laufe im ersten Stock eines Hauses in der Gerichtstraße belegenen anwalt hielt eine Urkundenfälschung durch die Unterschrift mit dieser Woche wird eine Kommission bei den Brauereien vorstellig Wohnung auf den Hof hinab und zog sich schwere Verlegungen dem Namen Ruben nicht für vorliegend, da dadurch der Schein werden. am Rücken und an den Füßen zu. Im Laufe des Tages fanden der Echtheit nicht erzeugt werden sollte. Dagegen seien Betrug Gewerkschaftliche Agitation. Sieben Referentinnen find vier Feuer statt. und Unterschlagung sowie Erpressung und falsche Anschuldigung im Auftrage der Generalfommission gegenwärtig unterwegs. erwiesen, er beantrage eine Gesammtstrafe von zwei Jahren Frau Schneider Köln ist in der Rheinprovinz und Fräul. Gefängniß und vier Jahren Ehrverlust. Der Löwenherz- Neuwied in Thüringen thätig. Frau Stein. Gerichtshof erkannte auf ein Jahr Gefängniß und zwei ba ch- Hamburg bereift Süddeutschland. Frau Kähler= Jahre Ehrvertust. Hamburg hält im hannoverschen und braunschweigischen Gebiete Versammlungen ab. Frau Rohrlack- Berlin agitirt in Schleswig- Holstein und Frau Ihrer Pantom in der Laufiz und in Schlesien. Frau Blohm- Hamburg, die bis jetzt durch Krankheit verhindert war, wird ihre Tour durch Sachsen baldigst antreten. Frau Klara Zetkin ist leidend und konnte infolge dessen ihre Busage, eine Agitationstour zu übernehmen, nicht halten. Witterungsübersicht vom 21. August 1895. Stationen. Swinemünde Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter 19 Temperatur ORDER nach Celsius ( 50.= 40° R.) 765 WNW 1 Hamburg 765 ED 1 wolkenlos halb bedeckt Berlin 765 WSW wolkenlos Wiesbaden 766 Still wolkig München 769 Still wolkenlos Wien 768 Still wolkenlos Haparanda. 753 Still Regen 14 Petersburg Cort 761 SW 3 760 TW 4 765 NO Regen wolkig wolfenlos 16 17 Aberdin Paris. Wetter- Prognose für Tonnerstag, 22. August 1895. Vorwiegend heiteres, sehr warmes Wetter mit schwachen südwestlichen Winden, Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst Berliner Wetterbureau. trocken. Gerichts- Beifung. " ○ Die Buchdrucker Mailands beschlossen, am gestrigen Mittwoch in der Zeitung" Lombardia" und heute in der Zeitung Secolo" die Arbeit einzustellen. " Eine Taschendiebin stand am Dienstag in der Person der 15 jährigen Anna G. aus Berlin vor dem Rigdorfer Schöffen gericht. Schon den ganzen Sommer über klagten die Besucher der Vergnügungslokale in der Hafenhaide über Taschendiebstähle, doch gelang es nicht, eines Diebes jemals habhaft zu werden. Am 22. Juli d. J. feierte nun eine Berliner Gewerkschaft in der Neuen Welt" ihr Sommerfest. Bereits in den ersten Nach mittagstunden wurden mehreren Frauen die Portemonnaies gestohlen, weshalb mehrere Mitglieder der Gewerkschaft sich vor nahuien, den Dieb zu ermitteln. Die aufgewandte Mühe war nicht umsonst, denn gegen Abend gelang es, die obenerwähnte fie im Begriff war, Englisches Gewerkschaftswesen. Nach dem soeben verAngeklagte dabei festzunehmen, als sie im Begriff war, Man fand öffentlichten Bericht des englischen Handelsamtes gab es im einer Frau das Portemonnaie zu entwenden. bei der jugendlichen Diebin auch drei weitere Portemonnais Jahre 1893 687 Trade Unions mit 1270 789 Mitgliedern. Zu mit Inhalt, welche im Laufe des Nachmittags drei Frauen Anfang des Jahres betrug deren Vermögen nach unserm Gelde entwendet worden waren. Die Diebstähle waren sämmtlich mit 38 047 940 M. Die jährliche Einnahme an Beiträgen belief großem Raffinement ausgeführt worden, denn während die fich auf 39 939 420 M. Infolge zahlreicher Streits und nament G. mit ihren Opfern sprach oder denselben beim Anlich infolge der langen Dauer des Kohlenarbeiter- Ausstaudes ziehen der Jackets zc. behilflich war, verstand sie es mit meister waren die Ausgaben um rund 5 Millionen Mark höher als die hafter Fertigkeit, die Taschen zu plündern. Trotz ihrer Jugend Ginnahmen; sie betrugen 44 910 300 M. Solche Schwankungen ist die Angeklagte, welche sich nun wegen dreier vollendeter und haben aber nichts zu sagen, denn eben, um sie zu überstehen, eines versuchten Diebstahls zu verantworten hatte, bereits zwei- sammelt eine Gewerkschaft Vermögen an. Unter den Ausgaben mal wegen Diebstahls mit je drei Monaten vorbestraft. Der befinden sich über 25 Millionen Mark Streit- und ArbeitslosenAmtsanwalt beantragte gegen die geständige Angeklagte zwei Unterstützung für die eigenen Mitglieder und 1 Million Mark Jahre Gefängniß. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß die Streif- Unterstützung für die nicht dem Gewerkschaftsverbande Die Verwaltungskosten waren durch die Angeklagte eine empfindliche Strafe erhalten müsse, wenn die angehörige Union. felbe wirken und abschrecken solle, und erkannte auf ein Jahr Organisation der Ausstände und die Vertheilung an Unterstügungen in den Streikdistrikten ziemlich hoch( fast 7 Millionen). Gefängniß. Die anderen Ausgaben waren: Kranten- Unterstützungen 4774780 M., Alter pensionen 2346 780 m., 2 346 780 M., Begräbnißkosten Begräbnißkosten Beiträge 1883 840 M., Unfalls- Unterstützungen 521 480 M., sonstige Unterstützungen 2 288 240 m. Breslau. Das Wiederausnahmeverfahren in Sachen des im Dezember 1898 wegen Sittlichkeitsverbrechens zu fünf Jahren Buchthaus verurtheilten angesehenen Wurfifabrikanten Carl Giesche ist jetzt beschlossen worden, nachdem dessen früheres Dienstmädchen Marie Schneider, die Hauptbelastungszengin, wegen Meineids zu fünf Jahren Zuchthaus verurtheilt worden sich beruflich vereinigen. ist. In der am 23. September beginnenden Schwurgerichtsperiode kommt die Sache zur erneuten Verhandlung. Runs und Wissenschaft. Mit verächtlichem Lächeln betritt Frl. Clara Müller, eine hochgewachsene Dame, auf deren Tituskopf ein fectes Barett schwebt, den Sigungsfaal. Mit ihr ist gleichzeitig ein Mann eingetreten, dem man sofort den Kriminalbeamten ansieht. Dem Fräulein" gegenüber sieht ein einfacher Handwerker, den sie mit ironischen Blicken mustert. Präs.: Was sind Sie, Clara Müller? Angetl.: Giftirt! Bras.: Das will ich nicht wissen, sondern wovon sie sich ernähren? Die Angeklagte bastelt verlegen an ihrem Handschuh, wirft ängstlichen Blick nach dem Zuschauerraum und dann unter ganz leisem Geflüster ganz nahe an den Richtertisch.- Präs.: Ach so! Na, das konnte man sich beinahe denken! Fri. Klara Müller lebt, trotzdem sie die Natur mit ganz zierlichen Füßen ausgestattet hat, doch auf einem sehr großen Fuße. Der Hofschuhmachermeister B., welcher die Ehre hatte, das Schubzeug für sie zu liefern, hatte eine Forderung von 220 M., die er vergeblich beizutreiben versuchte. Das Fräulein hielt das Im Schiller- Theater wird heute, Donnerstag, Minna von Berlangen nach Bezahlung für eine maßlose Ueberhebung Barnhelm" mit Fräulein Pauly, Lenermann, Herren Patry und des Meisters und stellte ihm eine Postkarte folgenden Inhalts zu:„ An den Schuster B. Sie alter Wucherer Sie! Ich v. Winterstein wiederholt. werde der Staatsanwaltschaft' mal klaren Wein darüber einschänken, Subhastation des National- Theaters. Die Zeitungen wie Hof- Schusterleute Geschäfte machen. Ich bezahle Ihnen gar berichten, das National Theater werde am 17. September seine nichts; lieber gebe ich das Geld au arme Leute, als an solch Pforten schließen, weil das Haus an diesem Tage zur Zwangs einen Wucherer!" Diese tleine Schreibe- lebung hatte für Fräulein versteigerung kommt. Herr Samſt werde im Alexanderplatz- Theater Müller zunächst eine Einladung zum Schiedsmann, dann eine und in Weimann's Voltsgarten weiterspielen. solche vors Schöffengericht, und da sie nicht befolgt wurde- Dazu schreibt uns Herr Direttor Sam st, diese Mittheilung eine zwangsweise Vorführung zur Folge. Da stand sie nun mit bedürfe einer Richtigstellung. Laut meines Vertrages mit dem Streitbarem Gemüthe vor dem Gerichte und suchte dem jetzigen Eigenthümer, schreibt er, bin ich allerdings berechtigt, Kollegium flar zu machen, daß der Inhalt der Karte am Tage der Subhastation von meinem Kontrakte zurückzutreten, ganz berechtigt sei, da fie feineswegs für 220 M. doch nicht hierzu verpflichtet. Wahrscheinlich werde ich von Stiefel verbraucht habe. Von einem Vergleich wollte sie nichts dem mir zustehenden Rechte Gebrauch machen, da eine Jahreswissen, ebenso wenig der Schuhmachermeister, der die ihm an- pacht von 34 000 M. für das National- Theater unerschwinglich gethane Schmach nur vergessen wollte, wenn sich die Angeklagte ist. Doch bin ich jetzt noch nicht in der Lage, dem kommenden verpflichtete, auf seine Forderung monatlich 10 M. abzuzahlen. Eigenthümer dies mitzutheilen, da ich ihn noch nicht kenne. Schließlich glätteten sich die erregten Wogen der Leidenschaft und Fräulein Müller bat zu Protokoll um Verzeihung und verpflichtete sich, binnen zwei Monaten die sämmtlichen Kosten des Prozesses zu zahlen. Auf eine Zahlung an die Armenkasse ver zichtete der Schuhmachermeister, weil bei so Einer doch nichts Achtung, Schuhmacher! Da die Arbeiter der Schuhfabrit zu holen sei". von Bergschmidtu. Lange, Brunnenstr. 10, die Behandlung, die ihnen dort durch den Werkführer und den Fabrikanten Eine ganze Reihe der verschiedensten Strafthaten, welche sämmtlich in dem Geldmangel bei einem Neu- 3 theil wurde, nicht mehr ertragen konnten, haben dieselben einbau ihren Ursprung hatten, wurde in einer Verhandlung der müthig die Arbeit eingestellt. Vor Zuzug wird gewarnt. Der vierten Ferienftraftammer am Landgericht I dem Tischlermeister Friedrich Krüger zur Last gelegt. Der Angeklagte hatte sich Achtung, Metalldrücker! Infolge Lohnkürzungen waren mit dem Maurerpolier August Ruden zu dem Neubau des Hauses die Kollegen der Firma Landé, Inhaber Bode, Ritterstr. 14, geWilmersdorferstr. 25a in Charlottenburg zusammengethan; die zwungen, die Arbeit niederzulegen. Wir bitten um ſtrenge Fern Baugelder waren ratenweise durch den Architekten Schrobsdorf haltung des Zuzugs. Der Vorstand des Verbandes aller in der zu zahlen. Für die Firma Krüger u. Ruden reichten die Gelder Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. aber vorläufig nicht und der Angeklagte wendete sich nun an die Achtung, Lohgerber, Lederzurichter und Berufs, Firma Reinhold Bach u. Ko., welche denn auch gegen Wechsel zuerst 2500 M., später auch noch 1500 M. Hergab, so daß genossen Berlins! Der Streit in der Römer'schen Lederfabrik ist beendet. Sämmtliche Forderungen der Arbeiter sind bewilligt schließlich 4000 m. zu zahlen waren. Als Krüger die worden. Die Kollegen, die noch im Besitz von Sammellisten sind, legte Summe erhob, hinterlegte er eine LebensversicherungsPolice der Gesellschaft Victoria" in Höhe von 10 000 werden gebeten, dieselben entweder bei G. Busse, Sophienstraße und stellte ein Schreiben aus, nach welchem der Firma Nr. 28/29, oder im Restaurant Thenee, Prinzen- Allee 31, umBach u. Komp. die Baugelder, die von Schrobsdorf in bestimmter gehend abzuliefern. Der Vertrauensmann: G. Busse. Frift zu zahlen waren, in Höhe der schuldigen 4000. M. zedirt Achtung, Steinfeger! Außer nach Leipzig ist, wie wurden. Der Inhaber dieser Firma, May Bach, verlangte, daß wiederholt aufmerksam gemacht wurde, Zuzug auch nach Her dieses Schreiben nicht nur von Krüger, sondern auch von dessen ford streng fernzuhalten. Daselbst sind die Steinseßer und Be Associé Nuden, unterschrieben würde, und Krüger nahm dasselbe rufsgenossen in die Behustundenbewegung eingetreten, außerdem zu diesem Zwecke mit. Nach einigen Tagen tam er damit zurück, verlangen dieselben Vereinheitlichung des Lohnes. In Lehe ist behauptete, daß er seinen Kompagnon nicht habe treffen tönnen, ein partieller Streit( bei den Firmen Dietrich Herz und daß er aber von diesem ein für alle Male die Erlaubniß habe, Karl Schildhauer) ausgebrochen. Ausständig sind im ganzen Gewerkschaftliches. Vertrauensmann. Aйcs in allem zeigen die Gewerkschaften Englands, was für großes die Arbeiter auch finanziell zu leisten vermögen, wenn sie Vermischtes. Schiffsuntergang. In der Nacht vom Montag zum Dienstag stieß, wie die Kölnische Volkszeitung" meldet, bei Mehrun am Niederrhein" ein Personendampfer mit einem Schleppzug zusammen. Ein Schleppschiff sant, acht Personen er. tranten. Gestern Brückeneinsturz auf der Germaniawerft. Abend wurde in Kiel die Leiche des Arbeiters Reese, des dreizehnten Opfers der Katastrophe auf der Brücke der Germaniawerft, aufgefunden. Ein fliegender Mensch. In Debreczin in Ungarn wollte dieser Tage ein Schuhmacher namens Gomarkos mit einer selbsterfundenen Flugmaschine von einer Dachluke auf die Straße fliegen. Seine Maschine bestand aus zwei Flügeln aus Gänsefedern und einem Regenschirm. Beide Flügel befestigte er an den Schultern, den Schirm auf dem Rücken. So ausgerüstet, schwang er sich vom Dache in die Luft und fiel mit solcher Wucht zur Erde, daß er blutüberströmt liegen blieb. Die Polizei vers anlaßte die Untersuchung seines Geisteszustandes. Von einem Prinzen, der keine Arbeit finden kann, wird aus Pest berichtet: Der 27jährige Prinz Albert Woroniewski, ein naher Verwandter des Achtundvierziger- Märtyrers Fürsten Miczislaus Woroniewski, richtete an die Ober- Stadthauptmann schaft einen Brief, in welchem er anzeigt, daß er einen Selbsta mord begehen werde. Der Prinz, der sich zeitweise durch Tagelöhnerarbeit oder als Diurnist durchs Leben schlug, war in letzterer Beit ohne Beschäftigung. Sein Bruder ist ebenfalls Diurnist. Wenn für solche" hohe Herrschaften" im allgemeinen nicht anders gesorgt wäre, dann würde es wohl noch manchem Prinzen so gehen. Edison's Fernschreiber. Der in Chicago erscheinende Times- Herald" ist die erste Zeitung, welche vom Edison'schen Telautographen Gebrauch gemacht hat. In dem Blatte befinden sich seit einigen Tagen Facsimiles der Handschrift einer Anzahl Delegirter, welche von Cleveland vermittels des neuen Apparates an das Blatt schrieben. Die Strecke von Cleveland nach Chicago ist 430 engl. Meilen lang. Zwischen Paris und London hat man auch schon den Telautographen mit gutem Erfolge in An wendung gebracht. Briefkasten der Redaktion. Wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Zahl) auzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die nächste Sprechstunde findet heute, Donnerstag, abends 7 Uhr, statt. Zwei Wettende, Spandan. Nur die Wahlen, welche vor Ablauf des ersten Jahres nach den Hauptwahlen stattfinden, werden auf grund der alten Wählerlisten vorgenommen. Bei allen anderen Wahlen ist die Ausstellung neuer Wählerlisten vor.| Einzelstaat Gerichtsvollziehverordnungen. Alle für Preußen in be-| Die Leistung des Offenbarungseides hat Nachtheile nicht zur geschrieben. tracht kommenden gesetzlichen und reglementarischen Bestim. Folge.- K. 14. 1. Der Standesbeamte kann das Erscheinen Zwei grüne Jungens. Mit Zuchthaus bestrafte Personen mungen für Gerichtsvollzieher sind von Bleich zusammengestellt. Der Braut zwecks Aufgebotsanmeldung oder ihre beglaubigte Ginsind in den Reichstag nicht wählbar, bezw. verlieren durch ihre G. Sch. 13. Die Klage hat leider keine Aussicht auf Erfolg. willigung dazu verlangen. 2. Ginen geringen. Franz 4000. Strafe das Mandat. Nach der Auslegung des Reichstages S. 77. 1. Ja. 2. Den Klage- Antrag müssen Sie dann er- Außer dem Hause Beschäftigte sogen. Hausindustrielle werden, müssen blos untersuchungsgefangene Reichstags- Abgeordnete für mäßigen.- Amor. Ja, soviel als zum nothdürftigen Unterhalt wenn sie von nur einem Arbeitgeber beschäftigt werden, für die Dauer der Session aus der Haft entlassen werden. erforderlich ist, mindestens 12-15 M.- Müller. 1. Nein. 2. Ja. frankenversicherungspflichtig auf grund des Krankenkassen2. G. 12. 1. Wenden Sie sich an Frau Luz SW. Putt17. Liegt die Sache so, wie von Ihnen geschildert, Gesetzes erachtet. Zur Kaffe hat nach§ 53 des Krankenfammerstr. 7 i. K. 2. Wenn Sie wirklich selbständig sind, so ist die Armendirektion zur Zahlung verpflichtet. Die Frau tassen- Gesetzes der Unternehmer ein Drittel beizutragen. brauchen Sie nicht weiter zu kleben. muß sich zuerst an den Armenfommissions- Vorsteher ihres Be- Zierrath. Beschwerde gegen Oberstaatsanwalts- Bescheide an die Armendirektion an das Reichsgericht giebt es nicht. Wohl aber steht dem Verſo iſt der Meiſter verpflichtet, für ausreichende Beschäftigung M. 2. 99, N. 110. Nein. M. N. 17. Sbrem Bruder leßten, auf deſſen Anzeige hin Staats- und Ober- StaatsanwaltSorge zu tragen. Kommt er dem nicht nach, so steht Ihnen steht voller Anspruch auf Rente zu. Er soll alsbald den An- schaft Erhebung der Anklage ablehnen, innerhalb 4 Wochen nach das Recht zu, ohne Einhaltung der Kündigungsfrist die Arbeit trag, die ihm zukommende Rente an ihn zu zahlen, bei der oberstaatsanwaltschaftlichem Bescheid auf Entscheidung des Oberniederzulegen. Nach richtiger Ansicht können Sie, ohne von Berufsgenossenschaft stellen. F. D. Sie haften für die landesgerichts( in der Provinz Brandenburg Kammergericht genannt) diesem Recht Gebrauch zu machen, Entschädigung für die Zeit Miethe auch dann, wenn Ihre Frau Sie verlassen hat. Ihre Frau anzutragen das Recht zu. Der Antrag muß aber von einem verlangen, in der der Arbeitgeber seiner Vertragspflicht nicht haftet in Höhe ihrer in die Miethswohnung eingebrachten Sachen. Rechtsanwalt eingereicht werden, kann kostspielig werden und nachkommt.- G. T. 211. Die hauptsächlichsten, die Rechte und 86. K. 2. Erscheinen Sie in dem zur Leistung des Offenbarungs- ist im allgemeinen völlig nuglos. Die Mehrzahl der Richter Pitichten der Gerichtsvollzieher betreffenden Bestimmungen sind eides bestimmten Termin nicht, so kann der Gläubiger Ihre des Straffenats beim Rammergericht besteht aus ehemaligen in der Zivilprozeß- Ordnung enthalten. Außerdem besißt jeder Verhaftung zwecks Grzwingung der Leistung des Eides beantragen. Staatsanwälten.- Trener Abonnent. Nichts. A. 6. Ja. Adolph Ernst- Theater. Für den Inhalt der Inserate übergegenüber keinerlei Verantwortung nimmt die Redaktion dem Publikum Madame Suzette. Theater. Donnerstag, den 22. August. Opernhaus.( Kroll's Theater) Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Halali. Die stille Wache. Deutsches Theater. Die Weber. Lessing Theater. Cherchez Iam femme. Neues Theater. Tata- Toto. Schiller Theater. -O Barnhelm. Minna von Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüsirt sich. Adolph Ernst Theater. Madame Suzette. Alexanderplatz- Theater. Im Frrenhause. National- Theater. Berliner im Feuer und Wasser. Theater Unter den Linden. Rund um Wien. Dorothea. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag: Minna von Barnhelur. Freitag: Ehrenschulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. Sonnabend: Minna von Barnhelm. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater| Doranzeige. Vaudeville- Posse in 3 Att. v. Ordonneau. Musik von Edmond Audran.. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Paradebummler". Gesangsposse in 4 Akten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow.( Novität.) Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Täglich außer Sonnabends Victoria- Brauerei Lühowfr. 111-112, nahe Potsdamer Brücke. Im wundervollen Konzert Garten refp. Saal. Anfang Wochentag 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf- Billets( für die Wochen. tage) à 40 Pf. und Familien- Billets à 1 M.( für 3 Personen giltig). ( Siehe Plakate). Großartiges Programm! Jeden Donnerstag und Sonntag nach der Soiree: Tanzkränzchen. Freitag, ben 30. August 1995, Passage- Panopticum. abends 71/2 Uhr: Erstes Gesammt- Gastspiel der Schauspielgesellschaft Die Liliputaner Damen: Selma Goerner, Bertha Jaeger, Jda Mahr, Toni Meister, Elise Lau. Herren: Franz Ebert, Adolf Bink, Hermann Ring, May Walter, abunde Ludwig Merkel. Direktion: Earl u. Theodor Rosenfeld. Erstes Wiederauftreten der Liliputaner in Europa nach 5jähriger Gastspieltournée in den Vereinigten Staaten von NordAmerika. muilpt 3um 1. Male: Die Reise nach dem Mars. Passage- Panopticum. Tunesische Truppe: SchlangenUrania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Reichshallen, Jm prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree der Norddeutschen Quartettu. Couplet- Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf., ab 9 Uhr 30 Pf. Berliner Monumente. Von der Kanalfeier. Die Zaubermütze. Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen, Badstr. 56/57. Direktion: Max Samst. Heute, sowie täglich: Grosses Konzert u. Theater- Vorstellung. Spezialitäten I. Ranges. Auftreten des beliebten Tanzkomikers Eugen Milardo. Chansonetten, Soubretten, Liedersänger, Luftgymnastiker 2c. Täglich: Familien- Ball. Passe- partouts haben Giltigkeit. Kaffenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 20 Pf. Ref. Pl. 40 Pf. Gebe den prachtvollen Weimann'schen Volksgarten an Vereine wochentags unentgeltlich ab. Sonnabend: Gr. Sommernachtsfest. beschwörer, Louis Keller's Arabische Riesen- Festsäle, KoppenSchule, Bauch- Größtes a. fchönstes Etabliſſement tänzerinnen, Derwische etc. u. str. 29. 3083L* der Residenz. Im prächtigen Sommergarten! Dienstag National- Theater. Nordeutsche Sänger Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Entree gänzlich frei. Bei ungünstiger Witterung findet die Soirée im Saale statt. Großes amerikanisches Ausstattungsstück Berliner im Feuer und Wasser. Jeden Sonntag: Grosser Ball. mit Gesang und Tanz in 4 Aften und 15 Bildern von Robert Breitenbach. Zahl der Mitwirkenden 200 Personen. Volksstück in 5 Akten und 7 Bildern von Frit Schäfer. Musik vom Kapellmeister A. Wiedecke. Regie: Frizz Schäfer. Briefliche Vorausbestellungen werden Dirigent: Kapellmeister A. Wiedecke. von jetzt ab entgegengenommen. Der Vorverkauf der Billets beginnt Montag, den 26. August. Wirkliches Feuer. Preise der Pläße: Orchester- und Wirkliches Waffer. Wirklicher Regen. 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Passe- partouts, auch die vorjährigen, haben Giltigkeit. Morgen: Gürtelringkampf des Meisterschaftsringers Wilhelm Hiese. C. Fröhlich's W. Noack's Sommer- Theater, Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Grosser Ball. Die schöne Galathée. Operette von Hennie. Musik von Franz von Suppé. Julius Ernest, Liedersänger. Anna Carle, Rostüm- Soubrette. Ernst Feld, Gesangs- Humorist. Brochnow's Ballsäle Sebastianstraße 39 Jakobstraße. an der Jeden Sonntag: Gr. Volksball. Unserem Nachweisbudiker Heinrich Lüneburg zu seinem heutigen Wiegenfeite ein breifach donnerndes Hoch! 2801b Seine Gäste. Todes- Anzeige. Lassalle- 3099* Nadeln en gros und en detail. Abzeichen- Fabrik H. Guttmann, N., Brunnenstr.9. Allen Freunden und Bekannten die Empfehle allen Freunden und Betraurige Mittheilung, daß mein lieber fannten mein Weiß-, Bairisch Bier Mann, unser guter Vater, der Buch- und gr. Speisegeschäft. 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August, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadier- Straße Nr. 33: Große Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen W. Pfannkuch. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten( Wahl der Revisoren 2c). Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 245/2 Ausstellung Italien in Berlin. Heute, Donnerstag, den 22. August 1895: XIII. Elite- Tag. 71/2 Uhr abends: Novitäten des Gialdini'schen Orchesters. 41/2 Uhr nachmitt.: Promenaden- Concert der Bersagliere unter Zeitung des Maestro Galli. Monstre- Concert der 22 italien. Original- Musikkapellen. Auftreten der Tarantella- Tänzerinnen- Truppe Marani und Giletti. XXV. Tag des 30 tägigen Hunger- Experimentes des Signor Giovanni Succi. Eintritt in den Pavillon ist jedem Besucher der Ausstellung gestattet. Entree pro Person I Mk., Kinder zahlen die Hälfte. Ostbahn- Park Hermann' Jmbs. Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz. 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August, abends 9 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstraße Nr. 29: Heine- Abend. Vortrag des Schriftstellers Heinr. Schulz über: Heinrich Heine. Deklamation und Gesang Heine'scher Dichtungen. Nur Mitglieder haber Zutritt. Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 228/5 Deutscher Holzarbeiter- Berband. ( Bahlstelle Berlin.) Sonntag, den 25. Auguff, vormittags 92 Uhr, in Nieft's Fettsälen, Weberstraße 17: Bezirks- Versammlung für den Ostent. Tages Ordnung: 1. Antrag Ahrens betreffs Umgestaltung des Arbeitsnachweises. 2. Wahl eines Bibliothekars. 2. Verschiedenes. 77/2 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Schuhmacher! Berl. Gürtler a. Bronzeure. ( Eingeschriebene Hilfskasse Nr. 60.) Dienstag, den 27. August, abends 8 Uhr, in Schmiedel's Fentälen, Alte Jakob straße 32: Außerordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Halbjährliche Rechnungslegung. 2. Verschiedenes. Zutritt haben nur großjährige Mit glieder. Mitgliedsbuch legitimirt. Um recht regen Besuch bittet 2800b Der Vorstand. J. A.: R. Schmolt. M. Krüger's Speise- Leinöl! Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. I M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten u sonst Guckel, Laufizer Platz 2. Elsasserstraße 12. Bahn- Klinik. Preise event. Theilzahl. Unter diesem einzig guten Fabrikate versucht man vielfach minderwerthiges sogen. Speise Leinöl in den Handel 1 Vereinszimmer für 30 Personen zu bringen, welches meist ein trübes Aussehen hat und bitter schmeckt. Man 3 vergeben. Röpenickerstr. 38. 27076 achte daher überall und jedesmal bei Einkauf von Speise- Leinöl auf die mit M. Krüger's Plakaten belegten Kolonialwaaren- Geschäfte und auf M. Krüger's Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. gesetzl. geschützte Leinöl- Flaschen Junger Mann sucht einf. möblirte mit eingebrannter Firma. Händler Stube bis 12 M. Geg. Scottbuser Thor. ( Hausirer), welche M. 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Auguſt, Kottbuserstr. 4a: Concert und Soiree der Stettiner Sänger. Anfang des Concerts 7 Uhr. Auftreten der Stettiner Sänger 81/2 Uhr. Entree 30 Pf. Hierauf: Tanz. Billets sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. 1985 Rum, Der Vorstand. 8101L* anerkannt gut, Literfl. à 1,10, 1,60, 2,10 m., bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. Glühwein- Extrakt, ausgezeichnet, Liter 1,20 M. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 m. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 M. Cognac fine Champagne* à Fl. 3,50,** à Fl. 4,50,** à Fl. 5,50 m.i empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Alliance- Platz 6 a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. 29 Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisensir. 27. Nach beendeter Inventur gelangen grosse Vorräthe meiner Teppiche!! Gardinen!! Leinenwaaren!! Portieren!! Steppdecken!! Fertigen Wäsche!! zu aussergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf Hackescher Ecke Neue Am Stadt J. 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Heinrich Hoffmann, Schriftführer. Graudenzerstr. 4. Möbel- Kaufgelegenheit. Bum Umzug passendste Gelegenheit für Braut: Leute, Hotels u. Wiederverkäufer. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königste. 59. vorn I., follen sofort ca. 150 Wohnungs: Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise vertaufi werden. Durch sehr große Gelegenheitseintäufe zu fabelhaft billigen Preisen ist es mir möglich schon ganze Wohnungs: Einrichtungen für 90 mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. per Städt 4,50 M. fonſtiger Preis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franko. Stargarderstraße 71, Pappels Allee 106, nur Borderwohnungen. 2fenstr.Stube u. Küche v. 16 M. an, zwei 2 fenftr. Stube und Küche 2020b von 300 m. an. Grünauerstr. 25 find frdl. Kleine Wohnungen sehr preiswerth zu verm. 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Nach dem Volkswillen" zu schließen, betrug der Verdienst der mit der erwähnten Arbeit bes schäftigten Personen bisher im Durchschnitt schon nicht mehr als 17-18 m. Jetzt ist die Sache so, daß z. B. ein Arbeiter, ber in dem Betriebe bereits 15 Jahr beschäftigt, also sicherlich eingearbeitet ist, im Afford 10,93-14,48 m. verdiente, während er nach dem alten Affordsay 16,64-23,25 W. zu beanspruchen hatte. Der Mann hat 6 Kinder zu ernähren und soll nun mit jenem Jammerlohn aus kommen. Die Hannoversche Gummi- Kamm- Kompagnie ist, wie der„ Boltswille" weiter meldet, durch ihre häufigen Lohn herabfehungen schon stadtbekannt. Da sie, wie erwähnt, hehe Dividenden einfacht, haben wir es in ihr mit einem echten Typus des modernen Kapitalismus zu thun, dessen einziger Gott ber Profit ist, der auf der einen Seite in wenigen Händen Reichthümer anhäuft und auf der anderen Seite die Bolksmassen in die ärgste Noth wirft. Einen Schutz gegen diese Wirkung des Rapitalismus giebt es nicht, wenn man diesen selbst bestehen lassen wil. Nur die Ersetzung der kapitalistischen Produktionsweise durch den gesellschaftlichen, kommunistischen Betrieb von Industrie, der Militärbranche Landwirthschaft und Verkehrswesen tann die Menschheit aus diesem unwürdigen Zustand erlösen. Der Liberalismus macht jetzt von seinem Bastard, dem Hirsch Dunder'schen Gewerkvereins- Verband, das übliche periodische Aufheben. Es wird zu dem Zwecke in der liberalen Bresse über die Entwickelung dieser Organisation folgende Tabelle verbreitet: Bahl der Ortsvereine der Mitglieder 1878 1885 1891 1894 385 953 1315 1436 1460 16 500 51 000 58 000 67.000 70 000 Schwiksystem in der Militärschneiderei. Zur Erleichte rung des Kasernendienstes für Offiziere nicht für die Mann Wahlkreis Ruppin- Templin schaften! ist an stelle des Waffenrocktes ein bequemeres wurde am Sonntag im Saale des Genossen Wigel abgehalten. Kleidungsstück, die sogenannte Litewka, eingeführt. Dieser Be18 Delegirte vertraten 8 Ortschaften. Genosse Riet als Mit- fleidungsgegenstand gleicht im wesentlichen einer Ziviljoppe. glied der Agitationskommission, der Kandidat des Kreises Genosse Für die Arbeiter der Militärbranche sind bei Anfertigung dieses Apelt und eine Anzahl Gäste wohnten den Verhandlungen bei. Stückes wesentliche Verschlechterungen eingetreten. Die gegen Der Konferenz lag folgende Tagesordnung vor: 1. Bericht des feitige Konkurrenz der Geschäftsinhaber hat, wie man uns schreibt, Vertrauensmannes und der Revisoren. 2. Bericht der Vertrauens- eine nicht unwesentliche Differenz in der Preisbildung der Litewka personen der einzelnen Bezirke. 3. Stellung zur Provinzial- zur Folge gehabt. Was Wunder, wenn die Unternehmer fonferenz, zum Parteitag und zum Agrarprogramım. 4. Wahl nach bekannter Manier den Löwenantheil des Ausfalls auf ihre von Delegirten zur Berliner Konferenz und zum Breslauer Arbeiter abwälzen. So auch hier. Die Löhne, welche vom Ge Parteitag. 5. Die Presse. 6. Wie gestalten wir in Zukunft unsere schäft an die Arbeiter gezahlt werden, variiren zwischen 4,50 M. Landagitation? 7. Wahl der Vertrauensleute, die Kandidatenfrage und 13 M. Eine größere Differenz ist bald nicht denkbar. Die und Verschiedenes. Aus dem Bericht des Kreisvertauensmannes, besseren Sachen werden in den Werkstätten, die in den Militärdes Genossen Krasemann- Neuruppin, ist hervorzuheben, daß die geschäften noch in größerem Umfange gehalten werden, an Bewegung im Kreise im allgemeinen gute Fortschritte macht; in gefertigt. Die billigsten Eachen dagegen werden auf dem den„ dunkelen Ecken", wie z. B. in Rheinsberg, hat die Partei im Wege des Schwitzsystems das letzten Jahre festen Fuß gefaßt. Die Saalabtreiberei ist im bei Anfertigung von Offiziersfachen bisher noch nicht gebräuchlich Kreise zur brennenden Frage geworden; nur drei Orte verfügen war, angefertigt. Der Zwischenmeister übernimmt einen größeren gegenwärtig über ein Lokal. Der Kalender, der von der Posten und stellt dann Arbeiter ein, die pro Stück 2 bis 3 m. Agitationstommiffion verausgabt wurde, hat sehr gute Aufnahme bekommen. Die elenden Schwizzbuden, in welchen die Sachen bei der Landbevölkerung gefunden. Vereinnahmt hat der Ber- angefertigt werden, gleichen vollständig denen der Herren- und trauensmann seit November v. J. 171,35 M. und verausgabt Damenmäntelfonfettion. Es ist deshalb auch Pflicht der Militär116,48 M; der Bestand ist 54,87 M. Laut Antrag der Revisoren schneider, sich durch eine straffere Organisation bessere Zustände wurde die Decharge ausgesprochen. Bei den Berichten aus den zu schaffen. einzelnen Ortschaften tehrt die Klage immer wieder, daß infolge Um das Verbot der Zuchthausarbeit in der Strumpfdes Saalmangels die Agitation erschwert ist; in den Orten, wo waaren- Fabrikation hatten im vorigen Jahren die thürin ein Saal zur Verfügung steht, sind die Versammlungen, gisch en Stricker und Strickerinnen durch eine welche anläßlich der März und der Maifeier einberufen Gingabe an den Reichstag ersucht. Die Reichstags- Kommission waren, von der Landbevölkerung zahlreich besucht ge- hat diese Petition, die auch die Unterstüßung der selb 1895 rund wefen. Bei der Gemeindeverwaltungs- Wahl in Wuster ständigen Fabrikanten fand, mit der Begründung abhausen find, wie der Delegirte hervorhebt, zwei Sozial- gewiesen, daß die Regelung der Buchthausarbeit Sache der EinzelAus dieser Tabelle ergiebt sich, daß der Weizen des Herrn demokraten gewählt worden. Referent über das Agrar- faaten sei. Infolge deffen wollen nunmehr die vereinigten Hirsch am besten zu der Zeit blühte, als der Volksfeind Bismarck programm war der Genoffe Apelt. Die Statistit der letzten Fabrikanten und Arbeiter der Strickereibranche eine Agitation die Arbeiterschaft durch sein infames Ausnahmegesetz malträtirte. Wahl beweist, sagte der Redner, daß für diesen Kreis das neue gegen die Zuchthausarbeit in Szene setzen und Eingaben an den Der Weizen ist aber auch danach. Wie der Boden, so die Frucht. Programm durchaus entbehrlich ist den größten Theil der Reichstag, den Bundesrath und an die Volksvertretungen sämmt. Trotzdem Hirsch's Gewerkvereine von Unternehmern und Behörden Landarbeiter haben wir schon auf unserer Seite. Der Bauer licher Bundesstaaten absenden. protegirt werden, hat er den Schmerz, daß seine Gewerkvereine unter versteht uns nicht, er will lediglich seinen Vortheil. Wir müßten, den Millionen deutscher Arbeiter nach fast dreißigjährigem Bestehen nicht mehr als rund" 70 000 Mitglieder haben. Und was für um ihn zu uns herüberzuziehen, feine Stimme durch Verwelche! Mit ihren Vorbildern, den englischen Tradesunionisten, sprechungen, die sich mit dem proletarischen Empfinden nicht tönnen sie sich in der energischen Vertretung der Arbeiterinter vereinbaren laffen, taufen. Nöthig für die Landagitation sei die effen gegenüber dem Unternehmerthum in teiner Beziehung Seßhaftmachung der Agitatoren in den Landbezirken, meint der„ Nachdem sich herausgestellt hat, daß die Einrichtung eines messen, ja die Hirsch- Dunckerianer treten vielfach sogar als Redner am Schluffe. Auf keinen Fall dürfe das neue Programm Nebengewerbes seitens von uns beschäftigter Leute au Unzuträg 2ohndrücker auf, indem sie die Plätze der Arbeiter eins die Zustimmung des Parteitages erhalten. Zu diesem Punkt lichkeiten führte, verfügen wir hiermit, daß sich irgend nehmen, die im Kampfe um bessere Existenzbedingungen die Arwurde nachstehende Resolution angenommen: jemand unserem Personal ein Nebenbeit eingestellt haben. Die am 18. August in Berlin tagende Konferenz des geschäft, insbesondere Werkstätten und Läden, Wahlkreises Ruppin Templin ersucht den Parteitag zu nicht zulegen darf. Rückwirkend für diejenigen, die bereits Breslau: das Erfurter Programm unverändert be- cin derartiges Geschäft befaßen, soll unsere heutige Verfügung stehen zu lassen. Die Konferenz wünscht, daß die Agrar nicht sein. tommiffion die Funktion erhält, Agitationsmaterial für die Landagitation zu sammeln, das den betheiligten Wahlkreisen übermittelt wird. In einer anderen Resolution ersucht die Konferenz die Berliner Genossen- um die Vertretung der ländlichen Kreise in Breslau zu ermöglichen- Gebr. Sachsenberg. G. m. b. H. Georg Sachsenberg." Gifter Einer von vielen. Der Direktor A. Martin von der für die finanziell schwach gestellten brandenburgischen Landkreise Von dieser deutschen Sklaverei zur afrikanischen, gegen die tiener'schen Fabrik in Walbach wurde vom Landgericht Die Delegationskosten zu übernehmen. Als Delegirte für die das Auswärtige Amt zu Felde ziehen soll, ist kein großer Schritt. in Kolmar im Elsaß zu insgesammt 250 M. Geldstrafe ver Provinzialkonferenz wurden Apelt, Grobusch- Templin und urtheilt, weil er die Paragraphen der Gewerbe- Ordnung verlegt Krasemann Ruppin für den Parteitag( falls die Kosten von Die Arbeitszeit der Güterbodenarbeiter der dem hatte, worin bestimmt ist, daß Gewerbetreibende ihren Arbeitern Berlin aus gedeckt werden) Bellen- Neu- Ruppin gewählt. Im sächsischen Staate gehörigen Weischlih- Geraer feine Waaren kreditiren dürfen, daß die Beschäftigung von Ar anderen Falle soll ein Berliner Delegirter die Vertretung über- Bahn ist, wie der„ Reußischen Volkszeitung" mitgetheilt wurde, beiterinnen über 16 Jahre die Dauer von 11 Stunden täglich nehmen. Beim Punkt:" Bresse" fand nach längerer Debatte feit etwa zwei Jahren von 12 auf 13 und kürzlich auf nicht überschreiten darf, daß zwischen den Arbeitsstunden der folgender Antrag Annahme: Da im Kreise neben der„ Branden- 14 Stunden täglich erhöht worden, ohne daß man Arbeiterinnen eine mindestens einstündige Mittagspause und burger 3tg." das Voltsblatt für Teltow- Beeskow" sich mehr und den Lohn erhöht hätte. Proteste dagegen halfen nichts. Der den jugendlichen Arbeitern eine mehr einbürgert, erklärt die Parteikonferenz für den Wahlkreis Ruppin- fächsische Staat verdient an feinen Bahnen alljährlich Unsummen. Pause gewährt werden muß, während welcher sie sich möglichst Templin auch das„ Boltsblatt" als Publikationsorgan für die Be- Wie der ungeheure Profit zum theil zu stande kommt, zeigt die im Freien erholen sollen. fanntmachungen des Vertrauensmannes.- Genosse Apelt- Berlin Behandlung der Güterbodenarbeiter der Weischliß- Geraer Bahn. wurde wieder als Kandidat des Kreises für die Reichstagswahl Wie ungerecht die Vertheilung der Güter in der aufgestellt; als Kreisvertrauensmann wurde Krafemann- Neuruppin heutigen Gesellschaft ist, zeigt wieder folgender Vorfall. Die und als dessen Ersagmann Grobusch- Templin gewählt. Man Hannoversche Gummi- Kamm Kompagnie, eine hofft durch die Theilung der Geschäfte die Agitation in den Aktiengesellschaft, vertheilte für das letzte Jahr 22 Prozent einzelnen Bezirken intensiver betreiben zu können. Wo die nächste Dividende. Das gilt auch nach bürgerlichen Begriffen als Konferenz abgehalten wird, bestimmt der Vertrauensmann. " = Friedrich Engels. Karl Kautsky, ein Lieblingsschüler Friedrich Engels, veröffentlicht in unserer wissenschaftlichen Revue, der„ Neuen Zeit", sehr interessante Erinnerungen an Engels unter dem Titel„ Aus den letzten Briefen von Friedrich Engels": " Einen uras, über den König" Stumm seine Freude haben wird, wenn ihm die Angst vor den„ Rerfermauern" gegenwärtig für ein solches Gefühl Raum läßt, veröffentlicht das„ Volksblatt für Anhalt". Er lautet: eine jämmerliche Karrikatur der englischen Trade Unions. Sie Kurzum, die Gewerkvereine des Herrn May Hirsch sind nur haben weder den Arbeitern der einzelnen Berufe noch der Ges sammtarbeiterschaft bessere Lebensbedingungen verschafft; was in Wer unferer Bestimmung zuwider handelt, hat fofortige Ent dieser Beziehung geschehen, das ist ausschließlich der muth- und laffung zu gewärtigen, indem wir von unserem Personal in opfervollen Thätigkeit der mit der Sozialdemokratie sympathis erster Linie unsere Interessen gewahrt wissen wollen.dafirenden Gewerkschaften und dieser selbst zu verdanken. Roßlaui. Anh., den 2. August 1895. is d recht hoher Gewinn. Trotzdem ist jenen Arbeitern der Firma, die mit der Herstellung chirurgischer Hähne beschäftigt find, der Lohn gekürzt worden, wobei man sich auf eine unbedeutende " Gewerkschaftliches. In Halle a. S. haben 11 Gehilfen des Malermeisters off, Henriettenstr. 13, wegen verweigerter Lohnaufbesserung die Arbeit niedergelegt. In Fürth ist auf Anregung des Deutschen Metallarbeitere Verbandes eine Arbeiterkommission bemüht, die Unternehmer der nigten seinem rastlosen Geiste nicht. Er wollte daneben auch dort selbst von heute auf morgen nicht, was man will. Da noch eigenes schaffen, und nicht geringes. fann's fommen wie bei dem Rekruten aus Lancashire, dem der Wir stellten an ihn, den fiets bereitwilligen Berather, einige Unteroffizier beim Eineɣerziren kommandirte: Gewehr auf ab Gewehr auf ab- auf Anfragen, darunter eine über das Milizwesen und eine in bezug Gewehr ab ,, I winnot," ,, You wont?". auf die Geschichte der Internationale", die für den 4. Band schrie der Rekrut. ,, No, I winnot!"- ,, You der Geschichte des Sozialismus" geschrieben werden sollte. Er refuse to obey your superior officer?" I winnot!" antwortete darauf in einem Briefe vom 25. März dieses Jahres: And why not?" ,, Because you dunnot know your own Ueber Miliz und stehendes Heer ließe sich ein Langes und mind for two minutes together!"*) Breites schreiben. Wenn Frankreich und Deutschland überein- Drastischer und humorvoller kann man die heutige Situation fämen, ihre Armeen allmälig in Milizheere mit gleich langer in Deutschland kaum bezeichnen. Lebungszeit zu verwandeln, so wäre die Sache fertig. Rußland fann man machen lassen, was es will, und Desterreich und Italien folgen mit Wolluft. Aber wegen der inneren Verhält niffe fönnen Frankreich und Deutschland sich das nicht leisten, und wenn sie es fönnten, so gehts wegen Elsaß- Lothringen nicht. Und daran scheitert die ganze Wilizgeschichte... " " Engels' letter Brief an uns ist vom 21. Mai datirt. Er enthält im wesentlichen eine Kritik des 1. Halbbandes der„ Geschichte des Sozialismus", spricht aber auch noch von Arbeiten, die uns in Aussicht standen. der ganz ... Nur auf einen Punkt möchten wir hinweisen, der die Charakteristik ergänzt, die wir vor fünf Jahren gegeben: die geistige Frische und Arbeitslust, die Engels bis zu seinem Tode bewahrte. Nicht die leiseste Spur des Alterns und Kränkelns war in seinen Schriften, seinen Briefen, seiner ganzen geistigen Thätigkeit bis unmittelbar vor seinem Tode zu bemerken. Nie Bebel auf dem Erfurter Rongreß erzählte, schrieb er nicht lange vorher an Engels: Alter, Du und ich, wir sind die einzigen Jungen" in unserer Partei." In der Von Deinem Buche fann ich sagen, daß es sich bessert, je That, was Frische und Lebhaftigkeit des Empfindens und weiter man darin kommt. Plato und das Urchristenthum sind Dentens anbelangt, ist Engels stets jung geblieben, einer der Mit einer Geschichte der Internationale" für Euch wird noch zu ungenügend nach dem ursprünglichen Plane behandelt. Jüngsten unter uns; seine geistige Thätigkeit nahm nur die Vores starke Hafen haben. Da müßte vor allem erst das Material Die mittelalterlichen Sekten schon viel besser und zwar crescendo. züge des Alters an, ohne eine einzige seiner Schwächen. aus den einzelnen Ländern gesammelt werden.. Das Material, Am besten die Taboriten, Münzer, die Wiedertäufer. Sehr viel Wir brauchen blos auf die letzte Arbeit hinzuweisen, die er das ich besize, habe ich seit Jahren vor, in der Biographie richtige ökonomische Reduktionen der politischen Ereignisse, da veröffentlichte, das auch in der Neuen Zeit" abgedruckte Vor- von Marg zu verwerthen, und zwar werde ich gerade neben aber auch Gemeinpläßliches, wo eine Lücke im Studium wort zu der Schrift von Mary über die Klassenfämpfe in diefen wichtigsten Theil zuerst machen, dazu nöthigen mich diverse vorlag. Ich habe aus dem Buch sehr viel gelernt, für meine Frankreich 1848 bis 1850", dieses geradezu flassische politische Umstände. Erstens hab' ich in der entscheidenden Beit 1870-72 Neubearbeitung des Bauernkrieges ist es eine unentbehrliche Testament. Wer mochte in dieser Tiefe und Klarheit der Ge- felbst mitgethan und kann da das Material aus der Erfahrung Vorarbeit. Die Hauptfehler scheinen mir zwei: 1. Sehr mangeldanken, der Kraft und Präzision des Ausdrucks, in dem sieges ergänzen. Zweitens ist es doch die wichtigste und gleichzeitig die hafte Untersuchung der Entwicklung und Rolle gewissen überlegenen Humor, in dem das Ganze ausklingt, das am wenigften aus gedrucktem Material richtig darzustellende außerhalb der feudalen Gliederung stehenden, deklassirten, fast Produkt eines Greises vermuthen, der schon mit der tödtlichen Episode in Mary' öffentlichem Leben. Drittens find hier die pariamäßig gestellten Glemente, die unvermeidlich mit jeder Krankheit rang? meisten Verleumdungen zu beseitigen. Viertens bin ich vierund- Stadtbildung aufkommen mußten, die unterste rechtlose Schicht Wir begehen wohl keine Indiskretion, wenn wir zum fiebzig Jahre alt und muß mich eilen. Und fünftens kann die jeder Stadtbevölkerung im Mittelalter bilden, los von Mark. weiteren Zeugniß für den Schaffensdrang und die große geistige andere Periode, wo Marr öffentlich wirkte( 1842-52), genossenschaft, feudaler Abhängigkeit und Zunftverband. Das Frische, die Engels noch in den letzten Monaten bekundete, ganz gut später und selbst im Nothfalle von jemand ist schwer, aber es ist die Hauptbafis, denn allmälig, mit Aufeinige Stellen aus seinen letzten Briefen an uns wiedergeben, die anders als von mir gefchildert werden, da hier die öffentliche lösung der Feudalbande, wird dies das Vorproletariat, das 1789 von allgemeinem Jntereffe sind. Polemik bis zum„ Herrn Vogt" herab das meiste aufgeklärt und in den Pariser Faubourgs die Nevolution machte; es absorbirte Da ist zunächst ein Brief vom 22. November 1894 zu er- Mary die damaligen Berleumdungen der Vulgärdemokraten so alle Auswürflinge der feudalen und zünftigen Gesellschaft. Du wähnen. Gelegentlich der Herausgabe des 3. Bandes des entschieden niedergelebt hat, daß sie heute keiner Widerlegung im sprichst von Proletariern, der Ausdruck schielt, und ziehst die Weber hinein, deren Wichtigkeit Du ganz richtig schilderst Kapital" war durch einen Theil der Parteipresse die Mit einzelnen mehr bedürfen. An diese Arbeit, auf die ich mich feit lange gefreut habe, aber erst seitdem es deklassirte, nichtzünftige Webertnechte gab theilung gegangen, daß auf das Erscheinen des 4. Bandes wohl verzichtet werden müsse. Diese Mittheilung berührte Engels sehr gehe ich, sobald ich irgend kann, und zwar sind nur noch einige und soweit es deren gab, kannst Du diese zu Deinem„ Prole. unangenehm, denn er hatte die Absicht, möglichst bald an die fleine Arbeiten dazwischen, eigentlich blos noch die Umarbeitung tariai" rechnen. Hier ist noch viel nachzuholen. Redigirung dieses Bandes zu gehen. Andererseits liebte er es des Einleitung zur Neu- Auflage des Bauernkriegs( wozu ich auch nicht, mit seiner Person bei jeder geringfügigen Gelegenheit hervorzutreten, er ersuchte daher in dem erwähnten Briefe den Schreiber dieser Zeilen, in einer redaktionellen Notiz auf die Unrichtigkeit der Mittheilung hinzuweisen. Dies geschah. Neben der Herausgabe des 4. Bandes beabsichtigte Engels noch die der Briefe von Lassalle an Marg, sowie die verschiedener Artikel von Mary. Aber diese Aufgaben, die auch die Arbeitstraft eines Jüngeren für Jahre hinaus beschäftigt hätten, ge Dein Buch brauche). Ich werde mir dann alle Korrespondenz ( die mir riesig Beit wegnimmt) und alle Gelegenheitsarbeiten ( wohl mit Hilfe der Umsturzvorlage?!) abschütteln, und dann wird's schon gehen... Eine Wahlreform, die uns ins Parlament bringt, halte ich in Desterreich für absolut sicher, es sei denn, eine plötzliche all gemeine Reaktionsperiode bräche herein. Auf eine solche scheint man in Berlin gewaltsam hinzuarbeiten, aber leider weiß man ,, 2. Hast Du die Weltmarktstellung, soweit davon die Rede fein fann, die internationale ökonomische Stellung Deutschlands Ende des 15. Jahrhunderts, nicht voll erfaßt. Diese Stellung *) Zu deutsch:„ Ich will nicht!" schrie der Rekrut.-„ Dn willst nicht?" ,, Nein, ich will nicht!"" Du veifagst Deinem Vorgesetzten den Gehorsam?"" Ich will nicht!" Und warum nicht?"„ Weil Tu selbst für keine zwei Minuten weißt, was Du willst!" " Spielwaarenbranche zu bewegen, am 1. Januar fünftigen Jahres den zehnstundentag einzuführen. Die Herren Bölt und lebel, deren Geschäfte dort die größten sind, haben den Zehnstundentag sofort bewilligt. Aus Graz meldet das Herold'sche Bureau, daß der Tischlerstreit wegen Mangels an Mitteln für beendigt erTischlerstreit wegen Mangels an Mitteln für beendigt erflärt worden sei. Viele Tapezirer Bozens in Tirol wurden wegen des Verlangens nach fürzerer Arbeitszeit gemaßregelt. Zuzug ist deshalb aufs strengste fernzuhalten. = = Ein Waffenstillstand von vier Wochen ist zwischen dem] Die am 20. August tagende Bersammlung des Wahlvereins Allgemeinen niederländischen Diamantarbeiter für den zweiten Berliner Wahlkreis erhebt hiermit Protest gegen und und der Juweliersfirma Bessie, deren Arbeiter die die Verschwendung öffentlicher Gelder, die der Beschluß der Arbeit eingestellt hatten, vereinbart worden. Während dieser Zeit Stadtverordneten- Sigung vom 12. d. M. 50 000 M. für die aufs neue dokumentirt wird zu den alten Bedingungen( festen Löhnen) gearbeitet werden, sogenannte Sedanfeier zu bewilligen Lohnfrage herbeizuführen. Gelingt dieser Versuch nicht, so wird Berliner Bevölkerung den ablehnenden Standpunkt der sozialund inzwischen wird man versuchen, eine endgiltige Lösung der hat. Die Versammlung ist überzeugt, daß die Mehrheit der nach 14 Tagen die Arbeitseinstellung von neuem proflamirt demokratischen Stadtverordneten vollkommen billigt." werden. Der erste Schritt zur Verständigung ist von der Firma hansen richtet on een Borstand das Ersuchen, nach Bessie gethan worden. Möglichkeit dafür zu sorgen, daß für die Versammlungen ein bes stimmter Tag in der Woche, beispielsweise der Dienstag, festgehalten wird. Er wünscht, daß der Wahlverein mehr als bisher aktuelle Thematas erörtert, damit er seiner Aufgabe, die Mitglieder politisch zu schulen, nachkommt. Antric fagt eine Berücksichtigung dieser Als Beweis rigpros auf dem Aufstellungsplaße in Irep to w im allgemeinen Bersammlungen. ginnen. Aus Dundee in Schottland wird telegraphirt, daß die Aus der Schweiz. In Geltertinden( Kanton Basel. Fabritarbeiter, meist Jutearbeiter, in den Ausstand getreten land) haben die Fabritposamenter einen Minimallohn find. Sie fordern 10 pCt. Lohnerhöhung. Die Fabriken, die an von 3,50 Frants und die Abschaffung des Andreherlohnes, die 7000 Personen beschäftigen, sind geschlossen worden. bausinduſtriellen poſamenter die abſchaffung des Botenlohnes Zum Streit von Carmaux wird uns aus Paris unterm erreicht. In Zürich stehen die Schlosser, Stein: 19. August geschrieben: Der verbrecherische Plan des Direktors vorgegangen wird, erzählt Genosse Knüpfer, daß am Vormittag hauer und Müller in der Lohnbewegung. Erstere der Glashüttenwerke von Carmaux, des wegen Patentfälschung ein Portier beim Portal 11 nur deshalb von seinem Posten verlangen 15 pet. Lohnerhöhung, Lohnzuschlag von 25 pet. für vor Jahren verurtheilten Rességuier, die gewerkschaftliche wie sofort entfernt wurde, weil er einem Arbeiter, der wegen Ueberzeitarbeit und 9 stündige Arbeitszeit des Sonabends. Die politische Drganisation seiner Arbeiter zu vernichten, soll nun in Arbeit anfragen wollte, ohne Eintrittskarte passiren ließ. Der Steinhauer verlangen Lohnerhöhung und die Müller fordern den Wirklichkeit durchgeführt werden. Gestern wurden sämmtlichen Redner betont, daß die Absperrung in der bekannten„ ftraffen" Elfftundentag, 5 Frts. Minimallohn für Magazinarbeiter, 5,50 Frts. Arbeitern die rückständigen Löhne ausbezahlt und ihnen dabei Weise durch die Polizeiorgane gehandhabt wird. Der Vorsitzende für Bostenarbeiter und 6 Frts. für Nachtarbeit. Der in Bern gleichzeitig die Arbeitsbücher mit dem Bemerken eingehändigt, Antric ermahnte die Anwesenden, dafür einzutreten, daß die Domizilirende Zentralvorstand des schweizerischen Litho Diejenigen, die wieder arbeiten wollten, sollten sich aufs neue Reorganisation zweckentsprechend durchgeführt werden kann; es graphen Bundes hat an sämmtliche Prinzipale in der melden. Doch sind von vornherein alle Rädelsführer", d. h. fehlen immer noch Personen, die bereit wären Aemter zu überSchweiz Birtulare zur Einführung des Neunstundentages sowohl Baudot wie die sämmtlichen Mitglieder des Gemert- nehmen. Die Sigungen sollen künftig pünktlich 82 Uhr beversandt. Jm Sihlwald bei 3ürich haben 200 italie- schaftsausschusses, hiervon ausgeschlossen und alle neu aufnische Tunnelarbeiter wegen des herrschenden Truck- zunehmenden Arbeiter haben sich einem niedrigeren als dem bisDer sozialdemokratische Wahlverein für den vierten systems und schlechter Behandlung die Arbeit eingestellt. Ihre herigen Lohntarif zu unterwerfen. Wenn sich über lezteres allen Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt in Reller's eigenen Landsleute besetzten sofort die freigewordenen Plätze. falls noch diskutiren ließe, so wollen doch die Arbeiter weder an Festfälen am 20. Auguft eine Versammlung ab, die von den MitIn Winterthur haben in der Hohmann'schen Schuh ihren gewerkschaftlichen noch an ihren politischen Rechten rütteln gliedern aus dem Often gut besucht war. Genosse Witz refe fabrik zehn Zwicker wegen bedeutender Lohnreduktion die lassen. Sie haben gestern in einer Versammlung mit allen gegen rirte über das rothe Quartal". In interessanten Ausführungen Arbeit eingestellt. Auf Einladung des Fabrikanten nahmen sie 9 Stimmen, d. i. nahezu einstimmig, beschlossen, die ihnen auf veranschaulichte er die Bedeutung und die Kämpfe der Pariser die Arbeit zu dem neuen reduzirten Lohntarif probeweise" gedrungenen Bedingungen der Wiederaufnahme der Arbeit zurück- Kommune von 1871. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Unter wieder auf. zuweisen und in diesem Sinne ein Schreiben an Rességuier ge- Vereinsangelegenheiten theilte Genosse Tempel im Namen des VorDer Eisenbahnarbeiter Verein in St. Gallen richtet. Der Kampf wird nun voraussichtlich ein sehr lang: standes mit, daß dieser dem Spediteur Wendisch aufgegeben habe, seine hat sich an die Direktion der Vereinigten Schweizerbahnen um Ver: wieriger werden, wenn aber die Sozialisten allerseits ihre Pflicht gegen die bei der Uebernahme des Zeitungsvertriebes in eigene besserung der Lohnverhältnisse gewandt. Die Arbeiter verlangen einen erfüllen und sie sind entschlossen, es voll zu thun dann Regie betheiligten Genossen gerichteten Beschuldigungen als fahrMinimaliohn von 4 Frks. pro Wochentag( nicht Arbeitstag, damit kann an dem Siege der Glasarbeiter in Carmaug kein lässig zurückzunehmen, widrigenfalls er gewärtig sein müßte, aus die Arbeiter nicht in Versuchung gerathen, auf ihre gefeßlichen 3weifel sein. dem Wahlverein ausgeschlossen zu werden. In Frage stehen ein Ruhetage zu verzichten, um ihr Ginkommen etwas zu erhöhen); von Wendisch ausgegebenes Flugblatt und mehrere Erklärungen für je 5 Jahre Dienstzeit 20 Rappen(= 15 Pf.) tägliche Zulage, desselben im lokalen Theil des Vorwärts". Die endgiltige Entbis der Minimallohn bei 25jähriger Dienstzeit 5 Franken ausscheidung ist Sache der Generalversammlung. Genosse Bogisch macht; die Ueberstunde soll mit 60 Rappen bezahlt und eine Viertelstunde als halbe, eine halbe Stunde als voll gerechnet Die Vorgänge in der letzten Sigung des Stadt. beklagte das Verhalten einzelner Parteigenoffen gelegentlic werden. Die Lohnauszahlung soll an je zwei bestimmten, festen verordneten- Kollegiums besprach der Genosse Brun 3 am der Delegation der Vertrauensleute Augustin und Schulz Engels. Die gemeinten Leichenbegängniß Friedrich Engels. Tagen des Monats( z. B. am 1. und 15.) geschehen, und zwar fegte flar, wie wenig der Professor Gneist den überschwenglichen Genossen sollen Dienstag Abend im Wahlverein für den 2. Kreis. Der Redner um in Kneipen böswillig kritisirt haben, so, daß, wenn einer dieser Tage zufällig auf einen Sonntag fällt, die Lohnauszahlung am Tage vorher erfolgt. Arbeiter, führlich auf die Debatte hinsichtlich des Ginspruchs gegen die legirten bestimmten und nicht die Deffentlichkeit darüber entNachruf, den man ihm gespendet, verdient habe und ging aus- daß die Berliner Vertrauenspersonen aus ihren Reihen die Dedie vorübergehend außer ihrem Wohnorte zu arbeiten haben, sollen eine tägliche Zulage von 11/2 Fr. erhalten, damit Richtigkeit der Wählerlisten ein. Der 50 000 Mark- Antrag des scheiden ließen, wer nach London gehen solle. Redner meint, daß sie im ftande sind, die ihnen aus dem Ortswechsel entstehenden Magistrats, sagt der Redner, war ein starkes Stück, nachdem im sich letzteres doch in Fällen, wie dem vorliegenden, garnicht thun Mehrauslagen zu tragen, ohne ihre Familie verkürzen zu müssen. letzten Jahre der Betrag für die 2. Steuerstufe, die ca. 200 000 laffe, daß im übrigen aber auch die Genossen in der Gesammtheit Alle nicht bloß provisorisch angestellten Arbeiter sollen gleicher- Mart abwirft, wieder erhoben wird. Wie könne man es recht ihren auserwählten Vertrauens personen derartige Befug maßen die üblichen Kleidungsstücke unentgeltlich erhalten. Weiter fertigen, daß der vierte Theil dieser Summe, welche die Armen nisse einräumen müßten. Das Vertrauen der Gesammtheit wird ein geräumiges, heizbares, angemessenes Lotal für das so schwer aufbringen müssen, an einem einzigen Tage babe sie doch auf ihren Posten gestellt. Tempel schloß sich entgegennehmen, in freier Beit sich aufhalten und etwa auch zuweisen der Mehrheit des rothen Hauses gegen Haltung alle Berliner Reichstags Wahlkreis hielt am 20. d. M. eine von den Angehörigen hergebrachte Mahlzeit einnehmen sozialpolitischen Anträge der Sozialdemokraten ist für zwei zahlreich besuchte Abtheilungsversammlungen ab und zwar fann; endlich wird ein Badelokal verlangt. Was wohl der preußische Eisenbahnminister die Vertretung des befizenden Berlin schwer, fast un- für die Rosenthaler Vorstadt im Swinemünder Ge= Thielen sagen würde, wenn seine Arbeiter an ihn mit ähn möglich. Der Referent ersucht die Genoffen, schon jetzt vor sellschaftshause und für den Wedding im Wedding- Kasino, lichen Forderungen herantreten würden? Doch was sagen wir zuarbeiten, damit bei den nächsten Wahlen der bürgerlichen welche beide das Andenken an den verstorbenen Vereinsgenossen da! In seinem Reiche dürfen die Eisenbahnbediensteten nicht mehrheit ein gehöriger Denkzettel für ihre voltsfeindliche Haltung Hermann Bernhöft in üblicher Weise ehrten. In der ersteren Versammlung referirte Schriftsteller Genosse Schulz einmal mit einer Rollettiv Beschwerde vorstellig ertheilt werden kann.( Beifall.) Schwahn findet es nicht klug, daß nur zur Zeit der über Erziehung im heutigen Klassenstaate", in der zweiten VerWahlen die Berliner Bevölkerung an die Sünden ihrer Stadt fammlung sprach Genosse Jahn über sittliches Recht und öffentEin internationaler Kongreß von Diamant- Ar- vertretung erinnert wird. Er spricht den Wunsch aus, daß öfter liche Meinung unter Berücksichtigung der Klaffenjuſtiz aller beitern wird vom 24. bis 27. August in Amsterdam ab- allgemeine öffentliche Versammlungen fich mit derartigen Themata's Beiten. Beide Redner tamen im Verlaufe ihrer Vorträge gehalten. An dem Kongreß werden sich, außer vielen nieder- beschäftigen müssen.( Bustimmung.) Auf den Vertrag, den die auch auf das Urtheil des Effener Schwurgerichts zu sprechen und ländischen Vereinen, auch Diamantarbeitervereine aus Antwerpen, Stadt mit der Pferdebahugesellschaft abgeschloffen hat, ging der gaben den Empfindungen Ausdruck, welche dieses in weiten Hanau, Genf und St. Claude( Jura) betheiligen. Auf der Tages Genosse& aber ein und zeigte an Beispielen, wie der Magistrat Boltskreisen hervorgerufen hat. Die Versammlung für den ordnung befinden sich Vorschläge zur Gründung eines inter- dabei die Interessen des Kapitats wahrt. Greifenberg Wedding faßte tief erregt eine Resolution, in welcher sie einnationalen Bundes von Diamantarbeitern, zur Ernennung eines hätte es für richtiger gefunden, wenn vor der Beschluß- stimmig ihre Entrüstung über das Urtheil des Schwurgerichts zu internationalen Sekretärs und zur Errichtung eines internationalen faffung in der Stadtverordneten Sigung öffentliche Effen befundet und einen flammenden Protest erhebt gegen Fachorgans. Des weiteren wird der Kongreß u. a. berathen Protest versammlungen einberufen wären. Das hätte eine zu solchen Urtheilen führende Justiz. Dem Vereinsvor über einen internationalen Lohntarif für alle Branchen der dem ablehnenden Votum der sozialdemokratischen Fraktion viel stande wurde anheimgegeben, die Unterstützungsfrage der AnDiamantindustrie, über den Achtstundentag und über die Stellung mehr Gewicht verliehen. Der Redner schließt sich dem Wunsche gehörigen der Opfer dieses Prozesses in Erwägung zu ziehen der Diamantarbeiter zur Maifeier. Die Frauenarbeit und das des Genossen Schwahn, die das Interesse der Gesammtheit ver- bezw. im Auge zu behalten. Zu Ehren der Verurtheilten erhoben Lehrlingswesen werden besprochen werden. Außerdem wird der legenden Beschlüsse der freisinnigen Mehrheit agitatorisch aus- sich die Versammelten einmüthig von ihren Pläßen. Kongreß die Maßregeln betreffend das Fördern der Gesundheit zunüßen, an. Genosse Hansen war damit nicht zufrieden, daß Eine Diskussion knüpfte sich an die Vorträge der beiden Verin den Fabrifen erörtern und einen Vorschlag zur Abschaffung man einer Debatte über den Sedanrummel aus dem Wege sammlungen nicht. Unter Vereinsangelegenheiten wurde auf die der Hausarbeit diskutiren. Schließlich hat der Kongreß noch den gegangen sei. Man hätte die schöne Gelegenheit, die In- bevorstehende, am 31. August in der Norddeutschen Brauerei, Auftrag, Mittel zu suchen, zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit konsequenz der Freisinnigen zu geißeln, sich nicht entgehen lassen Chausseestraße, und im Lokale Marienbad, Badstraße( Gesund. in der Diamantindustrie und zur Abwehr von Zuzug nach sollen. Am Schluß der Diskussion gelangte die nachstehende brunnen) statthabende Lassallefeier hingewiesen, zu welcher speziell Städten, wo Arbeitseinstellung. eingetreten ist. Resolution zur Annahme: Genosse Näther, Antlamerstr. 44, um Meldung von Hilfskräften ersuchte. Die Genossen von Reinickendorf, denen kein Lokal zur Verfügung steht, ließen dringend um strengste Beachtung der gegen dieselbe zu verzeichnen sind. dem an. Personal gewünscht, wo es die Bekanntmachungen der Vorgesetzten verpulvert werden soll. Für andere Zwecke Gelder ander Redner erinnert an die ablehnende Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten werden. 0 * " = erklärt allein, weshalb die bürgerlich- plebejische Bewegung in wesen. Er ließ nicht ermattet die Feder sinken, der Tod mußte Lokalliste ersuchen, da noch immer die bedauerlichsten Verstöße religiöser Form, die in England, den Niederlanden, Böhmen sie ihm aus der Hand schlagen. erlag, im 16. Jahrhundert in Deutschland einen gewissen Erfolg haben konnte: den Erfolg ihrer religiösen Verkleidung, während 3u Engels Nachlaß. Wie schon mitgetheilt, hat In einer Holzarbeiter Versammlung für Bezirk der Erfolg des bürgerlichen Inhalts dem folgenden Jahrhundert Engels testamentarisch Vorsorge getroffen, daß seine Bibliothek Moabit, die am 10. Auguſt bei Lange, Stromstr. 38, stattund den Ländern der inzwischen entstandenen neuen Weltmarkts- für die Partei nugbar gemacht wird. Heute fönnen wir die fand, stand das Submission sw.sen und seine Begleiterscheinungen richtung vorbehalten blieb: Holland und England. Das ist ein erfreuliche Nachricht hinzufügen, daß die Töchter von Karl zur Tagesordnung. Der mit dem Referat hierzu beauftragte langes Thema, das ich beim Bauernfrieg in extenso darzustellen Mary, Frau Leonore Aveling- Marx und Frau Laura Mary hoffe wär' ich erst dabei! Im Stil fällst Du, um populär zu bleiben, bald in den Leitartikel, bald in den Schulmeister. Das ließe sich vermeiden. Und dann: willst Du dem Janssen zu Lieb' noch immer nicht das Wortspiel verstehen, das U. v. Hutten mit den obscuri viri trieb? Der Wiz ist ja, daß es beides heißt: obstur und Obsturant, und das wollte Hutten fagen. " Doch das alles läuft nur so mit. Du und Ede( Bernstein), Ihr habt beide ein ganz neues Thema bearbeitet, und das wird nie auf den ersten Schlag vollkommen. Ihr könnt Euch freuen, ein Buch fertig gebracht zu haben, das sich sehen lassen kann, schon jett, wo doch nur, sozusagen, ein erster Entwurf vorliegt. Jetzt seid Ihr aber beide verpflichtet, das in Arbeit genommene Gebiet nicht wieder brach zu legen, sondern weiter zu forschen, damit Ihr in ein paar Jahren eine Neubearbeitung fertig bringt, die allen Ansprüchen genügt.. Lafargue, einem Wunsche unseres verstorbenen Engels bereitwilligst Rechnung getragen und eingewilligt haben, daß die Bibliothek ihres verstorbenen Vaters, die seit dem Tode desselben mit der Bibliothek von Engels vereinigt war, au ch ferner mit dieser vereinigt bleiben soll. Den beiden Frauen gebührt dafür der Dank der Partei. Die Ueber führung der Mary- Engels- Bibliothek nach Deutschland soll sobald als möglich erfolgen. " Die Leipziger Boltszeitung" möchte gerne über die Asche unferes verstorbenen Führers einen Beitungsstreit entflammen lassen. Wir werden ihr hierzu nicht behilflich sein. Unserer uns von Theilnehmern an der Leichenfeier und an der Testamentsvollstreckung betheiligten Genossen bestätigten Mittheilung, daß dem Willen Friedrich Engels vollkommen Rechnung getragen wurde, seyt sie die Berufung auf ihre ausgezeichnete Information entgegen. Uns widerstrebt jedes weitere Wort über die Sache. Ueber Engels als Schriftsteller finden sich in einem Aussage Dr. Heinrich Kanner's in der„ Frants. Beitung" einige treffende Bemerkungen, die, wenn wir ihnen auch nicht vollständig beistimmen, der Wiedergabe werth find: " eine Genosse Millarg war bei Beginn der Versammlung nicht ans wesend und die Versammelten behandelten den anderen Punkt der Tagesordnung, den Antrag Ahrens, betreffend Umgestaltung des Arbeitsnachweises. Aus der Diskussion ging hervor, daß es sich hauptsächlich um Verlegung der Arbeitsvermittelungszeit nach den Abendstunden handele. Ein formulirter Antrag lag der Versammlung nicht vor. In der ausgiebigen Debatte erklärte sich jedoch, niemand der Kollegen für eine derartige Umgestaltung. Die Meinung der Versammelten machte sich in Zuftimmung zu folgender Resolution geltend: Die Bezirks versammlung Moabit des deutschen Holzarbeiter- Verbandes beschließt, den Antrag Ahrens da abzulehnen, Aenderung des Arbeitsnachweises im gedachten Sinne nur eine Schädigung des Verbandes sei. Die Ansicht, daß ein Arbeitsder heutige, ist nicht zutreffend. Die Umschau nach Arbeit würde nachweis, des Abends eingerichtet, dasselbe erzielen würde, wie in viel größerem Wlaße geschehen als jetzt, da niemand des Abends zu den Arbeitgebern gehen kann. Ferner beschließt die Ver„ Inzwischen bin ich daran, Dir für die Neue Beit" fammlung, die Befugniß des Arbeitsnachweises dahin auszueine Arbeit zu liefern, die Dir Freude machen wird: Ergänzung und Nachtrag zum Kapital, Buch III, Nr. 1. Werthgesetz und dehnen, daß Arbeitgebern, die sehr geringe Löhne zahlen, keine Profitrate, Antwort auf Gombart's und Konrad Schmidt's Be Leute zugewiesen werden." Denken. Später folgt Nr. 2: Die sehr bedeutend veränderte Referat erschienen, die Versammlung nahm jedoch für heute AbInzwischen war Genosse Näther an stelle Millarg's zu dem Rolle der Börse, feit Mary 1865 darüber schrieb. Je nach Bestand davon und diskutirte die Organisationsfrage. Neuerdings, darf und Zeit folgt Fortsetzung. Der erste Artifel wäre fertig," Obzwar er selbst enorm viel gelernt hatte und wußte, fetzte behaupteten einige Kollegen, habe sich eine Strömung nach einer wenn mein Kopf frei gewesen." er doch, auch wenn er die schwierigsten Gegenstände behandelte, Eben war Engels im Begriff, den zweiten dieser Artikel in bei seinem Leser nichts, absolut gar nichts voraus, und führte lokalen Organisation bemerkbar gemacht, die nach ihrer Meinung Angriff zu nehmen, den über die Börse. Ueber dieser Arbeit ihn mit dem denkbar geringsten Aufwand ans Ziel. So wurde vom Vorstande in Stuttgart ausgehe und mehr persönlichen Urüberraschte ihn der Tod. Das Manuskript des ersten Artikels er zum Popularisator von Mary. Ohne ihn wäre es den sozial- sprugs sei. Die Haltung der Versammlung war dieser Frage dagegen, über Werthgesetz und Profitrate, hat sich im Nachlaß demokratischen Arbeitern kaum möglich, sich ausreichend über die daß ihm im Prinzipe die Form der Organisation gleich sei, der gegenüber getheilt. Den Ausführungen Näther's, welcher erklärt, vorgefunden und wir hoffen, bald in der Lage zu sein, es seiner Theorien ihres geistigen Oberhauptes zu unterrichten. Engels jedoch der lokalen Organisation für größere Städte, wie Berlin, Bestimmung zuzuführen, ein fleines Bruchstückchen der reichen hat aber nicht nur Mary, er hat gelegentlich auch verschiedene warm das Wort redete, wurde theilweise beigepflichtet, während Gaben, die Engels noch in petto hatte. andere moderne Wissenschaften den Arbeitern vermittelt, Chemie, Nur mit Wehmuth kann man seine letzten Briefe lesen, aus Biologie, Kriegswissenschaft, hohe Politit, Rechts- und Moral- der energisch zum Ausdruck gebrachten Meinung einiger Kollegen denen noch so reges Interesse, so viel Frische, so viel Humor, und lehre, Geschichte des Sozialismus und Urgeschichte der Mensch- für Beibehaltung der zentralen Form lebhafter beigeſtimmt vor allem ein so großer Schaffensdrang spricht. heit, rach Morgan's Forschungen, alles wo möglich marristisch wurde. Einverständniß zeigte sich bei Aufwerfung der Frage, Unser Altmeister ist nicht gestorben als ein in Ruhestand ver appretirt. Wenn heute die sozialdemokratischen Arbeiter in auf dem Verbandstage den einzelnen Orten größtmöglichste Bewegungsfreiheit zu erwirken. Zum Schluß wurden aus der fehler Juvalide, nicht als behäbiger Zuschauer der großen Kämpfe Deutschland und anderwärts eine gewisse gute geistige Bildung Werkstatt Schulenburg faum glaubliche Borfommnisse über die der Gegenwart, als einer, der seine Arbeit gethan hat und nun besigen, so sind sie dafür nicht zum geringsten Engels zu Dant Feierabend macht. Nein, faum hatte er ein gewaltiges Wert verpflichtet. Er hat, mit einigen anderen, die Sozialdemokratie Schlag" fertigkeit des Prinzipals mitgetheilt. Eine beantragte vollendet und schon ging der unermüdliche an neues Schaffen. zur Durchgangspforte gemacht, durch welche erst der Arbeiter Tellersammlung für die streifenden Riftenmacher zeitigte bei der Tiefe raftlose Arbeit im Dienste der Sache, der er sein Leben zur modernen wissenschaftlichen Bildung vordringt. Daß ein ziemlich gelichteten Versammlung ein Ergebniß von 3,50 M. geweiht, dieses Arbeiten fast bis zum letzten Athemzuge ist eines intelligenter Arbeiter so leicht Sozialdemokrat wird, findet darin der hervorragendsten Merkmale unseres Friedrich Engels ge- l auch einen Theil seiner Erklärung." Der Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufs genossen hielt am 10. August eine ordentliche Generalversamm wirklichen Arbeiter bekommen dann nur noch 2 bis 3 Mart einmal Tung ab. Genoffe Pinn hielt einen Vortrag über„ Das Wefen zum Stiftungsfest gespielt haben, angefragt werden, ob sie gegen schen Bahn endlich in Angriff genommen werden sollte, hielten der Kunst", welcher beifällig aufgenommen wurde. Eine Dis die tarifmäßigen Gebühren gespielt haben. es die Steinfeger an der Zeit, sich sich wieder fussion fand nicht statt. An stelle des ausscheidenden 1. Vorfizzenden Kollegen Bordt wurde Kollege Hennig gewählt. BekanntEine öffentliche Versammlung der in den Militär- zu rühren. In einer Versammlung beschäftigten sie sich mit der Berbesserung ihrer Lage; es wurde beschlossen, an der zehngegeben wurde noch, daß das Wintervergnügen am 2. November geschäften arbeitenden Schneider tagte am 17. Auguſt bei stündigen Arbeitszeit festzuhalten und einen Mindestlohn von im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, stattfindet. Kohn in der Beuthstraße. Der Referent, Kollege Danzig behandelte 40 Pf. für die Stunde zu fordern. Es wurde ein entsprechender die Frage, wie die in den Militärgeschäften arbeitenden Schneider Tarif aufgestellt und den Meistern zugestellt, welchen man an Die Kürschner hielten am Montag, den 12. August, in ihre Interessen bei Bezahlung der Litewkas zu wahren haben. heimgab, sich binnen 14 Tagen zu äußern. Von sämmtlichen ihrem Lokal bei Feind, Weinstr. 11, ihre monatliche Mitglieder Buerft behandelte er die Offizierbekleidung; er hält es für nöthig. Arbeitgebern that dies nur ein einziger, alle anderen ignorirten versammlung ab. Genoffe Hoffmann hielt einen mit Beifall daß die Kollegen bei eintretenden Veränderungen sofort Stellung das Schreiben der Lohnkommission vollständig. Das machte aufgenommenen Vortrag über Glaube und Vernunft". Von zur Bezahlung nehmen, da sonst ungleiche Preise gezahlt böses Blut in der Gesellenschaft, welche nun in awei Versamm einer Diskussion wurde Abstand genommen. Bum 3. Punkt würden. Daß dieses Thatsache, beweise am deutlichsten die lungen weitergehende Forderungen aufstellte, und den Beschluß machte der Vorsitzende Peters im Auftrage des Vorstandes be- Bezahlung der Litewkas, welches neu eingeführte Kleidungs- faßte, sich nicht erst wieder verächtlich behandeln zu lassen, kannt, daß der Borstand in diesem Jahre auf die 4 pet. ver- stück beim Kafernendienst an stelle des Waffenrockes getragen sondern in den Streit einzutreten. Diesmal waren die Hauptzichtet, welche ihm nach den Statuten zukommen würden. So wird. So zahle die Firma Alt 7,50 M. für die Litewka, während forderungen die neun stündige Arbeitszeit und ein Mindest= dann gab der Vorsitzende bekannt, daß jezt mehr Sizungen mit fie zuerst 13 M. bezahlte. Luttmann zahlte 11 M., jetzt nur lohn von 50 Pf. pro Stunde und 75 Pf. für die Ueberstunde. den Selbständigen wegen der Arbeitsnachweise stattfinden. noch 8 M. Winter u. Gründer zahlen 7,50 M., Trung u. Voß Am 10. August ließen sich 146 Streifende einzeichnen, die sich Er empfahl den Kollegen, sich an die Arbeitsnachweise zu wenden. 8 M. Bei Kühne und bei Noe u. Schulz werden 6 M. gezahlt. am Montag, den 12. d. M., bereits auf 170 vermehrt hatten, Hierüber entspann sich eine lebhafte Debatte, an der sich mehrere Der Offizierverein zahlt 4,75 M., 70 pet. werden gutgeschrieben denen sich schließlich noch 10 zugefellten. 40 Ledige reisten ab, Kollegen betheiligten. Eine Herrenpartie findet Sonntag, den und gelangen halbjährlich zur Auszahlung. Die faiserliche Hof- so daß 20 Ledige und 77 Verheirathete mit 169 Kindern zu 25. August, statt. Treffpunkt morgens 8 Uhr am Potsdamer lieferanten Firma Robrecht zahlt ja nur 4,50 M. Die unterstützen blieben. blieben. Die Meister beschlossen ihrerseits, Bahnhof( Wannseebahn). Die nächste Mitgliederversammlung Werkstellenarbeiter haben überall abgelehnt, die Sachen an dem Höchst lohn von 45 Pfennigen für bessere findet am Montag, den 9. September, statt. unter diesen Bedingungen anzufertigen. Nun werden Gesellen festzuhalten, die neunstündige Arbeitszeit jedoch Eine Bürstenmacher Versammlung tagte am 12. d. M. diese natürlich an Zwischenmeister vergeben und in deren Buden nie und nimmer 8it bewilligen. Im Herbst Herbst dieses in Reblib' Salon. Dieselbe hörte zuerst den Bericht der Kom- unter den denkbar schlechtesten Verhältnissen angefertigt. Die Jahres mit den Gesellen für das nächste Jahr Lohnmission, welche über die Arbeits- und Lohnverhältnisse dieser für eine Arbeit, die bedeutend schwerer zu arbeiten ist, wie die vereinbarungen zu treffen, erklärten sie sich nicht abgeneigt. An Branche sich erstreckte, Aus demselben ist folgendes zu ent- Mermelweste für 6 Mart- und zu deren Herstellung mindestens mittag 10 Minuten bewilligen, was gegenüber dem jetzigen Bu Pausen wollten sie für den Vormittag 15 und für den Nachnehmen: Es sind hier am Plate 209 Personen in der Bürsten- zwei Tage erforderlich sind. Die Militärschneider haben stand eine Verschlechterung darstellt, da die Gesellen bisher je branche beschäftigt, davon 184 männliche, 25 weibliche. Die an sich schon schwer unter der Konkurrenz der Regiments- 20 Minuten Vor- und Nachmittags pausirten. Die Meister Arbeitszeit ist im Durchschnitt 11 Stunden. Der Verdienst schwankt zwischen 15-30 m.; lettere Ziffer wird jedoch nur in schneider zu leiden, dürfen sich aber doch nicht gefallen hielten es nicht der Mühe werth, ihre Beschlüsse der Gesellen2-3 Fällen erreicht. Der Stundenlohn beträgt 30 Pf. Die lassen, daß ihre Lebenshaltung noch ihre Lebenshaltung noch tiefer herabgedrückt kommission mitzutheilen. Die Gefellen faßten darauf den Bewird. Es gilt nun, eine einheitliche Bezahlung der Affordpreise differiren bis zu 45 pet. Nach eingehender Debatte, Litewkas anzubahnen; bestimmte Vorschläge zu machen, soll den that ihr möglichstes. Schon sind drei Anzeigen gegen Streifende schluß, unentwegt an ihren Forderungen festzuhalten. Die Polizei durch welche der Bericht noch ergänzt und in der die betheiligten Kollegen überlassen sein. In der regen Diskussion erstattet, und das ohne ersichtlichen Grund. In der Debatte schlechte Lage der Bürstenmacher zum theil drastisch geschildert wurde vielfach scharf getadelt, daß es gerade die Zivilschneider wurde den Streifenden allerfeits Sympathie bezeugt und auf das wurde, nahm die Versammlung einstimmig eine Resolution an, find, welche sich in den Militärgeschäften für Anfertigung der lebhaftefte ihnen Unterstützung zugesagt. Die Sache der Leipziger welche besagt, daß es unmöglich ist, unter den in manchen Be Bitewta's zu den niedrigsten Löhnen anbieten. Die Versamm- sei auch Sache der Berliner Steinfeger, siegten jene mit der trieben herrschenden Lohnverhältnissen weiter zu leben. Die Bersammlung erklärt, gegen den Druck auf die Lohnverhältnisse an die Militärgeschäfte die Forderung zu stellen, die glatte denken, sich denselben baldigft zu erkämpfen, vielleicht schon im lung beauftragte schließlich einstimmig die Agitationskommission, Forderung des Neunstundentages, dann könnten auch diese darau Stellung nehmen zu wollen. Sodann wurde die Kommission beauftragt, gitewfa mit 10 M. und alle vorkommende Extra- Arbeiten be- nächsten Jahre. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, fofort mit der Werkstatt- Kontrollkommission des Holzarbeiter- sonders Verbandes in Verbindung zu treten, um die nöthigen Schritte sonders zu bezahlen, natürlich mit Hinzufügung der entsprechen- in welcher sich die Verbandsfilialen von Berlin, Schöneberg, einzuleiten. den Begründung. Charlottenburg und Rixdorf verpflichten, den Streit der Leipziger Kollegen, angesichts der traurigen Zustände hoffen wir von Eine öffentliche Versammlung der Kupferschmiede Berufsgenossen solange aus allen Kräften zu unterstützen, bis dieEuch, daß Ihr nun Eure bis jetzt bewiesene Gleichgiltigkeit ab tagte am 17. August im Lofal von Feind, Weinstraße 11. felben gefiegt haben. Eine zum Besten der Ausständigen sofort werjet und Mann für Mann in den Holzarbeiter- Berband ein- Namens der in der vorigen öffentlichen Versammlung gewählten vorgenommene Tellersammlung ergab 16,65 M. Einer scharfen tretet, um unsere elende Lage zu verbessern, denn nichts in der Lohnkommission berichtete adner, daß am 12. August eine Kritik unterzogen wurde schließlich noch das Verhalten des Welt ist mehr der Reform bedürftig, als die Lohn- und Arbeits- Konferenz mit dem Vorstand der Innung und dem des Vereins Gründers und ehemaligen Vorsitzenden des Steinsetzer- Verbandes, bedingungen der Bürsten- und Pinselmacher. der Kupferschmiedereien Deutschlands"( Zweigverein Branden- des jetzigen Innungsmeisters Nolte, dem vorgeworfen wurde, Auch ersuchen wir die Kollegen, nun zahlreich an den burg) stattgefunden hat. Die Innungsmeister erklärten, einen einer der größten Lohndrücker zu sein. Sigungen der Kontrollkommission und Vertrauensmänner theil- 89er Lohntarif nicht zu kennen, und da etwas protokollarisch zunehmen. " nur mit den festgelegtes über die Verhandlungen fehle, so könne nur von Eine öffentliche Versammlung der Firmenschilder neuen Unterhandlungen zwecks Aufstellung eines Lohntarifs die Maler fand am Sonntag Vormittag in Gründel's Festsälen Die Freie Vereinigung der Sändler und Händlerinnen Rede sein. Obermeister Pest ging von der Ansicht aus, die statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten die zahlreich tagte am Freitag, den 16. Auguft, bei Lorenz, Roppenstr. 47. Vor Kupferschmiedemeister sollten ebenso wie die Steinsetzer- Innung Bersammelten das Andenken Friedrich Engels' durch ErEintritt in die Tagesordnung ehrte die Bersammlung das An- jedesmal bei Beginn des Jahres mit ihren Gesellen den Lohnfah heben von den Sizen. Hierauf referirte Genoffe Jahn über denken des verstorbenen Friedrich Engels durch Erheben von den fürs ganze Jahr vereinbaren. Herrn Neumann, 3weck und Ziele der gewerkschaftlichen Organisation und wies Sigen. Der Vorsitzende wies auf die Bedeutung des großen dem Vorsitzenden des Zweigvereins Brandenburg des in anbetracht des Tages auf die vermeintlichen ErrungenTooten für das fämpfende Proletariat hin. Es folgte fodann Vereins der Kupferschmiedereien Deutschlands", war der schaften" der blutigen Kämpfe des 1870/71 er Krieges hin, die in eine Vorlesung aus dem Buche„ Die Frau und der Sozialismus" 89er Tarif, um dessen strikte Durchführung es fich bei der Wirklichkeit nur darin bestanden haben, den Kapitalismus zu von A. Bebel, welche mit großem Interesse aufgenommen wurde. gegenwärtigen Lohnbewegung handelt, wohl bekannt; er hatte stärken. Aus diesem Grunde sei es doppelte Pflicht aller Es wurde beschlossen, Vorträge und Vorlesungen abwechselnd schon bei einer früheren Unterredung sich gewundert, daß der Arbeiter. fich im Kampfe gegen das Unternehmerthum halten zu lassen. Tarif stellenweise nicht respektirt werde. Das Ergebniß der zu organisiren, um einen endgiltigen und ehrenvollen Die nächste Versammlung findet am Freitag, den 6. September, Konferenz war schließlich das Zugeständniß genannter Vorstände, Sieg zu erreichen. Die Ausführungen des Redners abends 8 Uhr, bei wizel, Ackerstr. 145, mit einem wissenschaft- in türzester Zeit Versammlungen ihrer refp. Vereinigungen ein- fanden lebhaften Beifall. In der sehr animirten Dis lichen Vortrag statt. zuberufen, so weit es zu ermöglichen sei, die Gesellen- Lohn- tussion, an welcher sich die Genossen Klaar, Kindts Rohrleger. In der vom Verband aller in der Metall- tommiffion hierzu einzuladen und den Tarif einer gründlichen leben, Frant, Stragemann und Jahn betheiligten, industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend", Gruppe Berathung zu unterziehen.- An den Bericht knüpfte sich eine wurde u. a. die Einführung der Neunstundenarbeit lebhaft be Rohrleger und Gehilfen, einberufenen Branchenversammlung hielt längere Debatte, besonders wurden die Berufsgenossen in den fürwortet, diese Agitation soll in nächster Zeit besonders energisch der Genosse Sassenbach einen allseitig mit Beifall aufgenommenen einzelnen Werkstellen zur Einmüthigkeit ermahnt und zur regel- betrieben werden. Auch rügte man in sehr scharfer Weise den Bortrag über die Drohnen der Gesellschaft". Unter Punkt Ver- mäßigen Sammlung für den Dispositionsfonds" aufgemuntert. noch vielfach in diesen Kreisen vorhandenen Rünstlerstolz", gegen schiedenes wurden die Kollegen auf den von dem Ausschuß des Ein Flugblatt, das Aufschluß über die Verwendung des den nur im Sinne der Aufklärung zum proletarischen KlassenBerliner Gewerbegerichts erlassenen Aufruf aufmerksam gemacht Dispositionsfonds und seine Verwaltung giebt, gelangte zur Ver- bewußtsein anzufämpfen sei. Unter Gewerkschaftlichem wurden und ersucht, die Erkenntnisse und deren Begründung theilung. Der Lohnfommission wurde durch einen einstimmig zur besonders einzelne Lohn- und Werkstuben- Verhältnisse lebhaft be über alle Fälle, in denen sie Lohnausfälle hatten, oder in denen Annahme gelangenden Antrag aufgegeben, den Meister- sprochen, was auch in den in nächster Zeit stattzufindenden Ver fie erst auf dem Wege der Klage ihre Forderungen beitreiben Vorständen mitzutheilen, daß zur Entgegennahme des Berichtes sammlungen geschehen soll. mußten, dem Genossen Millarg, Grenadier str. 10, I, über die Unterhandlungen und Entschließungen der Meister- resp. Die elende Bezahlung der Arbeiter an den Auseinzusenden. Insbesondere sind derartige Fälle erwünscht, in Fabrikantenverfammlungen die nächste öffentliche Versammlung denen Kläger seine durch Gerichtsbeschluß anerkannte Forderung der Kupferschmiedegesellen Berlins und Umgegend Sonnabend, stellungsarbeiten in Treptow bildete den ersten Tagesordnungss wegen Fruchtlosigkeit der Exekution nicht beitreiben konnte, wie den 31. August, in demselben Lokal stattfindet und daß sie unter punkt einer Versammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Ums auch Forderungen, welche von den Arbeitern nicht eingeklagt wurden, feinen Umständen zu etwaigen Kürzungen am Tarif ihre Zu- gegend", welche am 18. Auguft bei guter Betheiligung in Kohn's weil völlige Aussichtslosigkeit vorhanden, von den Unter- ftimmung gebe. Dieser Beschluß wurde mit großem Jubel be- Festsaal, Beuthstr. 20, stattfand. Der Vorsitzende Obst berichtete nehmern jemals ihre Forderung zu erhalten, weil diese völlig mittel- gleitet und zeigte, daß die Kupferschmiede nicht willens sind, durch lung sämmtlicher Ausstellungsarbeiter und deren Beschluß.( Siehe über die am letzten Freitag in Treptow abgehaltene Versamm= los waren. Alle bis zum Jahre 1890 zurückreichenden Lohn- möglichst weites Hinausschieben der Meisterversammlungen sich lung sämmtlicher Ausstellungsarbeiter und deren Beschluß.( Siehe Bericht in der Sonntags- Nummer des„ Vorwärts".) Fußend ausfälle werden hierbei berücksichtigt. narren zu lassen. Des weiteren wurde von einem bisher bei der Firma Auf den Bericht des Delegirten Karabowicz und seines auf denselben, habe er sich am Sonnabend nach Treptow be geben, und zunächst mit dem Vertreter der Firma Tzschelleszty beschäftigten Schloffer die dortselbst in vollster Vertreters Sühne über die Verhandlungen bezw. Thätig. BumpIun( Berlin, Yorkstraße) eine Unterrebung nachBlüthe stehende Lehrlingszüchterei beleuchtet; die betreffende feit ber Gewerkschafts Kommission folgte die Wahl gesucht. Call wit) erklärte ihm, Dieser( Ingenieur stellvertretenden Delegirten, Kühne wegen da Werkstatt befindet sich in der Fruchtstraße und beschäftigt neben eines der 15 Gefellen 20 Lehrlinge. Das Verhalten der dort in Arbeit anderer wichtiger Posten dieses Amt gewählten Kommissions- Mitgliedern niederlegte; gestehenden Kollegen bei Geburtstagen des Chefs 2c. wurde hierbei wählt wurde Wittekopf. Einen bereits wieder beigelegten Arbeiter seiner Firma, nicht aber mit ihm zu verhandeln und ebenfalls kritisirt. Streit von 12 Kupferschmieden in Königsberg haben die Ber- habe ihn durch einen Gendarm vom Ausstellungsterrain fortUeber die Fabrit von weisen lassen. Sonntag sollte die gewählte Kommission die Ehre Ferner wurde über eine Landpartie der Arbeiter der trauensleute mit 30 M. unterstützt. Firmen Weidlich und Berthold verhandelt und scharf getadelt, Schmidt in Nauen, wo 17 Kupferschmiede wegen ungenügen haben mit dem Chef selbst verhandeln zu dürfen der indeß daß die Kollegen zu derartigen Landpartien zu haben seien. Be- der Löhne die Arbeit niedergelegt haben, wurde durch ein- nicht kam. Die Kommission wartete von Stunde zu Stunde; merkt wurde, daß sich nach den Landpartien in der Regel immer stimmigen Beschluß der Versammlung die Sperre verhängt nicht, wenigstens war bis 12 Uhr in der Versammlung noch kein eine Lohnreduzirung einstelle. Die Kollegen wurden ersucht, von Nach längerer Diskussion einer Maßregelungs- Angelegenheit bei Bescheid über etwaige Verhandlungen zur Stelle. Obst ersah daraus derartigem Mumpiz Abstand zu nehmen. der Firma Neumann der Gemaßregelte ist wieder unterZum Schluß wurde bekannt gemacht, daß die regelmäßigen gebracht verlas Ladner eine ihm vom Redakteur des Fach- die Absicht der Firma, die Angelegenheit zu verschleppen. Göde ers Branchenversammlungen jeden zweiten Sonntag im Monat organs zugesandte Ehrenerklärung für den Kollegen Eisen, zählte die Vorgänge während und nach der am Anfange voriger Annenstr. 16, die nächste demnach am 8. September, stattfinden. ausgestellt von den Küftriner Vertrauenspersonen, worin diese Woche erfolgten Arbeitsniederlegung und die ihm seitens der mittheilen, daß die von dritter Seite gegen Eisen erhobenen Gendarmen widerfahrene Behandlung. Fischer bezeichnete den Textilarbeiter. Am 17. d. M. hielt die Filiale I der Beschuldigungen über seine Thätigkeit in Küftrin jeder Be- Streit als planlos; jetzt, wo fast nur unorganisirte Zimmerer ohne Benachrichtigung der maßgebenden Faktoren inszenirten Textilarbeiter und Arbeiterinnen ihre Versammlung ab. Der gründung entbehren. Eisen gab sich damit zufrieden und ver- an der Ausstellung arbeiten, sei die Sachlage schwieriger als Vorsitzende erstattete Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes. zichtet auf Abdruck der Erklärung im Fachblatt. Mit einem an der Ausstellung arbeiten, fei die Sachlage schwieriger als Darnach wurden von August 1894 bis August 1895 neun Ver- Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung und das gute Gedeihen abhalten lassen, sie hätten alles zu versuchen, die in Frage vorher, doch keinesfalls dürften die Zimmerer Berlins sich davon fammlungen, davon acht mit Vorträgen abgehalten. Vorstands. Der Lohnbewegung erfolgte lange nach Mitternacht der Schluß abhalten laffen, sie hätten alles zu versuchen, die in Frage kommenden Unternehmer zur Innehaltung der tarife fizungen wurden abgehalten 20; darunter 5 mit der Fachkommission. der gutbesuchten Versammlung. mäßigen Lohnfäße zu zwingen. Gr beantragte Vertagung Streitigkeiten, welche verschiedene Male zwischen Unternehmern Der Fachverein der Stellmacher Berlins und der Um dieses Punktes bis zum Erscheinen der Kommission. Der und Arbeitern vorfamen, wurden auf gütlichem Wege geschlichtet. Die Mitgliederzahl beträgt 400. Ein Kollege ist durch den Zob gegend tagte am 18. Auguft. Die Versammlung hörte zunächst Antrag fand Annahme und hielt hierauf Genosse Rohrlad einen Vortrag des Genossen Echöpflin über„ Aberglaube" an. einen interessanten Vortrag über das Thema:" Das Werkzeug ausgeschieden. Die Herberge benutten 48 zureifende Kollegen. Nachdem von einer Diskussion Abstand genommen war, wurden als Kulturträger". Eine Diskussion über denselben fand nicht An Reise- Unterstüßung wurden gezahlt 184,70 M. 3weimal wurde die Urania besucht, die Rieselselder in Malchow wurden be- für die streikenden Kistenmacher 40 M. bewilligt. Sodann wurde statt. Hierauf wurde die Besprechung des 1. Punktes der Tagesfichtigt und ein Stiftungsfest veranstaltet. Die Maifeier fand zur Kenntniß gebracht, daß diejenigen Kollegen, welche am ordnung wieder aufgenommen. Die inzwischen erschienene Komunter sehr reger Betheiligung in Nieder- Schönweide statt. Die dies demselben bis Mitte September mitzutheilen haben. Nach Pumplun fei nicht erschienen, sie wolle aber am Montag Beichnenunterricht beim Kollegen Schwarz theilnehmen wollen, mission fonnte nur mittheilen, daß man sie genarrt habe, Herr Bibliothek ist von 87 Lesern in Anspruch genommen Erledigung einiger interner Vereinsangelegenheiten wurden zum nochmals vorstellig werden. Beschlossen wurde, daß nach erworden, am stärksten in den Wintermonaten. Zur Zeit Schluß alle stimmbegabten Kollegen, welche gewillt sind, dem in haltenem Bescheid seitens der Kommission über diese Unterbesteht die Bibliothek aus 67 Bänden, einer Anzahl Broschüren, den verschiedenen Protokollen der Textilarbeiter nächster Zeit ins Leben tretenden Gesangverein beizutreten, auf handlung, der Vertrauensmann Fischer sofort eine öffentliche Versammlung der Zimmerer einberufe, welche die und anderer Gewerkschaften. Hierauf erstattet der Rassirer Ve- gefordert, sich im Vereinslokal, Lothringerstr. 41, zu melden. Die Steinsetzer hatten fich am 18. August in einer kombi- weitere Berfolgung ber ngelegrens, Gimon Gwien 2. die richt. Der Kassenbestand beträgt 537,29 D., die Ausgabe 368,72 M., so daß ein Bestand von 168,57 M. verbleibt. Die nirten Versammlung der Filialen ihres Verbandes in Berlin, wird erwartet, daß sie in derselben Weise vorstellig werden, wie Revisoren bestätigen die Richtigkeit des Kaffenberichts, worauf Rigdorf, Charlottenburg und Echöneberg zusammengefunden, um ihre Berufsgenossen bei Pump Iun. Hinter den aus diesem dem Kassirer Decharge ertheilt wird. Die Vorstandswahl ergab den Streit der Leipziger Kollegen zu erörtern. Zunächst hielt Anlaß etwa Gemaßwegelten werde die Organisation stehen. Gefolgendes Resultat: Boigt, 1. Vorsitzender; Kallosch, 2. Vor- Genosse Sassenbach an fielle des nach Leipzig abgereisten noffe Rohrlad, wohnhaft Große Frankfurterstr. 75, ersuchte fitzender; Rademacher, 1. Schriftführer; Groß, 2 Schriftführer; Genossen Knoll einen allgemeinen Vortrag über die Gewerk die Versammelten, ihm Adressen von den Metallarbeitern der Andreas, 1. Kassirer; Neumann, 2. Kassirer; in die Fach- Rom- schaftsbewegung, der beifällig aufgenommen wurde. Franke mission werden gewählt: Masch, Spann, Stahn, Kirschbach. aus Leipzig berichtete dann über Ursprung und bisherigen Ver- Ausstellung zu übermitteln, indem er gleichfalls ein Vorgehen lauf des Streiks der dortigen Steinfeger. Nach einer geschicht- ihrer Organisation gegen die Mißstände bei den Ausstellungsarbeiten in Treptow in Aussicht siellte. Fischer theilte noch Unter Verschiedenes wird der Antrag angenommen, den lichen Skizze der Leipziger Steinfegerbewegung der letzten 15 Jahre mit, daß bei dem Fest der Arbeiter- Bildungsschule auf dem„ Bock" Bibliothekar im Monat September zu wählen, sowie den in Fürth führte der Redner aus: War 1890 mit Leichtigkeit die zehnstündige die Liste Nr. 107 für Sammlungen des Generalfonds verstreifenden Kollegen 20 M. zu senden. Die Abrechnung vom Arbeitszeit durchgeführt worden und der Lohn von 1890-1891 Stiftungsfest ergab an Einnahme 355,80 m. gegenüber 257,20 M. auf 45 und sogar auf 48 Pf. pro Stunde gestiegen, so sank der loren ging und ersuchte, sie im Betretungsfalle anzuhalten und ihm einzusenden. Ausgaben, so daß 98,60 m. Ueberschuß verbleiben. Die Revisoren lettere 1892-1894 stetig und zwar von 48 Pf. auf 45, dann werden wiedergewählt. Der Antrag, den Ueberschuß vom auf 42 und 40 Pf., ja, es wagten die Meister in der flauen Zeit, Eine von der Agitationskommission der Lackirer Stiftungsfest dem Vertrauensmann zu überweisen, wird bis zur Schundstundenlöhne von 35 Pf. den Steinfegern anzubieten. Berlins und Umgegend einberufene öffentliche Lackirer= nächsten Versammlung verlagt. Auch soll bei den Musikern, die A13 nun in diesem Jahre der Bau der längst projektirten elektriersammlung, die am 19. Auguft bei Röllig in der Neuen # Friedrichstraße tagte, war erfreulicherweise recht zahlreich besucht. I nehmer- Organ) zu wenden. Er bezeichnete das ganze Gefchreibfel als| Kollegen Gnabt empfohlenen Umänderungen des Statuts und Der Referent, Genosse Timm, schilderte in seinem beifällig Wort für Wort unwahr, besonders die Behauptung: die des Rechtsschuh- Reglement3 statt. Als neues Mitglied aufgenommenen Vortrage die Klaffenkämpfe der Vergangenheit Streifenden hätten sich auf die Hilfe ihres Konkurrenten, des wurde der Kollege Schwandtke in den Verein aufgenommen. und Gegenwart. Dem Referat folgte keine spezielle Herrn Salomon, gestützt. Das hätten die Lederarbeiter nicht In Köpenick beschäftigte sich eine öffentliche Versammlung Diskussion, doch nahmen die Redner in der nun folgenden nöthig, ihre Organisation wäre ausreichend auch für monateBerathung über eine Lohnbewegung, welche in der langen Kampf, und wenn die Firma Römer glaube, nach und des Sozialdemokratischen Arbeitervereins mit der Besprechung letzten öffentlichen Versammlung beschlossen worden war, wieder- nach die„ Rädelsführer" entlassen zu können, um die Verhältnisse des Agrarprogramms. Genoffe Rautmann kritisirte die holt bezug auf die Ausführungen des Referenten. Einen definitiven vor dem Streit wieder einzuführen, so würde sie die Organi- einzelnen Punkte desselben und führte aus, daß das Programm Zeitpunkt, wann in eine Bewegung eingetreten wird, schlug die sation der Arbeiter auf dem Plage finden.( Großer Beifall.) den Landarbeitern wenig biete, den Bauern dagegen viel verAgitationskommiffion, der die Vorarbeiten dazu obliegen, nicht Herr Eichholz, Sozius des Herrn Nömer, legte sich mit spreche, was sich mit den sozialdemokratischen Grundsägen nicht vor. Die Diskussion ergab, daß die geeignetste Beit das Früh- großer Wärme für Hischer ins Zeug, der( wörtlich) nur vereinigen lasse. Redner kam zu dem Schluß, daß das vor jahr fei. Man nahm daher als spätesten Termin bann über die Arbeit und das Verhalten seiner Mitarbeiter er- liegende Agrarprogramm unannehmbar sei, da es doch nicht den 1. März 1895 und als Hauptforderung Festsetzung zählt habe, wenn er gefragt wurde". Die übrigen Behauptungen möglich wäre, die ländlichen Grundbesitzer, d. h. Mittel- und der 9 stündigen Arbeitszeit an. Die Agitationskommission in der Einsendung zu beweisen, war Herr Eichholz nicht in der Großbauern, welche der Sozialdemokratie noch feindlicher wurde verpflichtet, reichliches Material zusammenzutragen. Lage. Buffe und andere Redner nagelten feine Aeußerungen gegenüberständen wie die Handwerksmeister, für uns zu ges winnen, wohingegen zur wirksamen Agitation sowohl Um folches gewissenhaft zu erlangen, wurde vorgeschlagen, in sofort fest und wurde die Angelegenheit Hischer hierauf als„ er- unter den besiglosen Zandarbeitern, als auch unter den kleinen jeder Werkstätte eine Vertrauensperson zu ernennen, die der ledigt" betrachtet. Agitationskommission die dort herrschenden Mißstände und Ahrend's Antrag, den Ueberschuß der Listensammlung den Barzellenbauern, welche neben der Bewirthschaftung ihres kleinen Sonstigen Borkommiffe mitzutheilen hat. Zum Bunft Gewert- ftreifenden Kollegen in Rudolstadt, welche seit 6 Wochen um ihr Grundstücks als Industriearbeiter oder als Tagelöhner in der schaftliches wurden von einem Kollegen, der 25 Jahre in der Laß- Koalitionsrecht fämpfen, zu überweisen, fand nach kurzer Debatte Landwirthschaft thätig sind, unser Programm in feiner bisIn der Diskussion berg'schen Werkstatt gearbeitet hatte, arge Mißstände mitgetheilt. Annahme. Busse theilte mit, daß der Streit der Leder- herigen Form vollkommen ausreiche. Hierzu nahmen einige Redner Veranlassung, die Geflogenheit zu zurichter und Gerber in Harburg a. E. zu gunsten der Arbeiter sprachen sich die Genossen Hillges und Lehmann im Sinne rügen, daß man jahrelang mit allen möglichen Mißständen zu beendet wurde und diese ihren Dank für die Unterstützung aus- des Referenten aus und wiesen namentlich darauf hin, daß cs frieden ist, sobald aber der eine oder andere durch irgend welchen sprechen. Zum Schluß wurde angeregt, die Verhältnisse bei verkehrt sei, dem Bauer in der Erhaltung seines Besizes behilfUmstand seinen Arbeitsplatz zu wechseln genöthigt ist, dann der Firma Steinlein genauer in Augenschein zu lich zu sein, da der ländliche Mittelstand genau so wie der erst an die Deffentlichkeit tritt. Zum Schluß erfolgte Bekannt- nehmen; trotzdem daß diese gutbezahlte Lieferungen für die städtische infolge der ökonomischen Entwickelung verschwinden gabe der, Dienstag, den 3. September, Alte Jakobstr. 83, statt- Spandauer Militärwerkstätten ausführt, seien die Löhne dort werde. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, welche findenden Versammlung der Filiale 4 und der, nächsten Senntag beträchtlich niedriger als in anderen Fabriken. Leider ist das Agrarprogramm als unannehmbar erklärt. stattfindenden Herrenpartie, Treffpunkt früh 8 Uhr Friedrich- und nur ein kleiner Theil der dortigen Arbeiter organisirt und dürfte Nigdorf. Die öffentliche Boltsversammlung, welche am Ziegelstraßen- Ecke. ein Vorgehen daher, wie mehrere Redner meinten, nur dann von 19. August im Lokal des Herrn Wiersing, Knesebeckstr. 113, Der Allgemeine Arbeiter: und Arbeiterinnen- Verein Erfolg gekrönt ſein, wenn der Antrag zur Ausbesserung der Lohn stattfand, erfuhr einen vorzeitigen Schluß. Genosse Georg Der Allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnen Verein verhältnisse von der Mehrheit der dort Beschäftigten selbst aus- agner Berlin hielt einen Vortrag über die Bekämpfung hielt am 19. d. M. eine außerordentliche Generalversammlung gehen würde. Mit einem warmen Appell an das Solidaritäts- der Sozialdemokratie durch die Volksschule" und brachte hierbei ab, in derselben sprach Dr. Beutler über: Die Lage des Prole- gefühl aller Arbeiter ersuchte der Vorsitzende um Beherzigung einige Stellen aus dem Wert von Macaulay:" Friedrich der tariats. Der Vortrag wurde mit Interesse aufgenommen. Nach der aus dem Streit hervorgegangenen Lehren, ermahnte die In- Große" zur Verlesung. Dem überwachenden Gendarmen der Diskussion erstattete der Kassirer Kollege Arndt den Kaffen- differenten zum Anschluß an die Organisation und schloß die Donath, bekannt durch sein wiederholt schneidiges Vorgehen bericht, zuerst über das Sommerfest in Adlershof, bei welchem gegen unseren Genoffen Sieger ist, erschien dies jedenfalls ein Defizit von 9,90 M. zu verzeichnen ist; dann über das Ber: imposante Versammlung mit einem Hoch auf die moderne Ar- Donath, bekannt durch sein wiederholt schneidiges Vorgehen gnügen in Beesen, dasselbe brachte eine Mindereinnahme von staatsgefährlich, denn plötzlich stürzte er sich auf den Referenten, 3,95 M. Der Vierteljahresbericht weist folgende Zahlen auf: Charlottenburg. Am 14. August tagte im Lokale des beschlagnahmte das Buch und löste die Bersammlung auf. Der dieselben Stellen Bestand vom 1. Quartal 238,75 M., Einnahme im 2. Quartal Herrn Krause, Bismarckstr. 74, eine Versammlung der hiesigen Genosse Wagner hat beiläufig bemerkt 236,11 M., Ausgabe 371,32 M. Dem Kassirer wurde auf An- Filiale der Maler und verwandten Berufsgenossen: Die Tages- bei anderen Vorträgen selbst in Anwesenheit Berliner Polizeitrag der Revisoren Decharge ertheilt. Unter Vereinssachen macht ordnung lautete:„ Die Mißstände in unserem Gewerbe". Kollege lieutenants verlefen; diese konnten darin nichts gefährliches er Kollege Arndt bekannt, daß den Komiteemitgliedern vom Beefener Flemming beleuchtete in seinem Vortrage die Schäden und blicken; dem Rigdorfer Gendarmen aber war es vorbehalten, sich Vergnügen Strafmandate in Höhe von je 10 M. wegen Ver- Mängel, die jetzt im Malergewerbe rapide emporwuchern, und als Zenfor aufzuspielen. Eine andere Versammlung mit der anstaltung öffentlichen Tanzes zugegangen seien, dagegen ist die Gefahren, die für die arbeitenden Kollegen daraus erwachsen. nämlichen Tagesordnung findet am nächsten Freitag statt. richterliche Entscheidung beantragt. Ferner wurden der Wittwe Redner schloß mit einem Appell an die Versammelten, für die des verstorbenen Kollegen Hitler 10 M. und dem gemaßregelten Ausbreitung der Organisation einzutreten, damit diesen elenden Kollegen Schulze( Königs Wusterhausen) 20 M. Unterstützung Zuständen ein Ende baldiges bereitet werde. Die bewilligt. Kollegen Dücker, Buffe und Schönborn schlossen sich und den Ausführungen des Vortragenden an gingen be Eine öffentliche Versammlung aller Markthallen fonders näher auf das unwürdige Akkordsystem und auf Interessenten fand am 19. d. M. statt. Zur Tagesordnung die Schmugkonkurrenz einzelner Unternehmer ein. Hierauf verlas stand die Antwort des Polizeipräsidenten und des Magistrats auf Kollege Düfer die Abrechnung vom Sommerfest. Es wurden eindie Eingabe, betr. den Straßenhandel unmittelbar vor den Markthallen. Die Petition der Markthallen- Standinhaber hat bekannt genommen 85,75 M., ausgegeben 57,80 M. Der 27,95 M. betragende Ueberschuß, von welchem noch 3,75 M. ausstehen, wurde lich nicht den gewünschten Erfolg gehabt und ist dem Straßen- dem Vertrauensmann überwiesen. Die Abrechnung vom dieshandel noch nicht der Garaus gemacht worden. Straßenhändler jährigen Stiftungsfeste gab Kollege Petersen. Darnach belief Sa ß wies darauf hin, daß die Inhaber von Standpläten in den sich die Einnahme auf 86,50 M., die Ausgabe auf 59,65 m. Markthallen beffer daran thäten, aufstatt die Straßenhändler zu Bon dem Ueberschusse von 26,85 M. tamen der Bibliothek 15 M. bekämpfen, gemeinsam mit diesen die in den Markthallen herr- und der Restbetrag von 11,85 m. der Filialkaffe zu gute. Des schenden Mißstände zu bekämpfen und für folgende Forderungen weiteren kam die Abrechnung des Kassirers vom 1. Quartal zur 1. Anstellung unentgeltlicher und unparteiischer Sach- Berlesung. Die Einnahme bezifferte sich auf 91,53 M., die AusMithin ist ein Kassenbestand von verständiger, denen es obliegt, den Verkehr mit Obst, Gemüse 67,53 M. zu verzeichnen. Zum Schlusse ehrte die Versammlung gabe dagegen auf 24 M. und Südfrüchten zu überwachen und dafür zu sorgen, daß ver- das Ableben unseres Genossen Fr. Engels durch Erheben von nichtet wird. Dieselben sollen durch Stimmzettel von den Markt den Plätzen. Am Dienstag, den 27. August, findet im Lokal halleninteressenten gewählt und aus den Einnahmen der Markt- Bismarckshöhe", eine öffentliche Versammlung statt. hallen besoldet werden. einzutreten: = beiterbewegung. " " Arbeiter- Radfahrerverein Berlin. Donnerstag, den 22. d. m., abends 9 uhr, bei Wilte, Andreassir. 26, Bersammlung. Zentralverband deutscher Konditoren, Lebküchler und verw. Berufsgenossen( Lokalverein Berlin). Jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. im Monat hält derselbe seine Mitgliederversammlungen im Restaurant Wernau, Rosenthalerstr. 57, ab. Barbiere, Friseure, Perrückenmacher. 8weigvereinsversammlung bet Röllig, Neue Friedrichfiraße 44. Abends 10 Uhr Bortrag des Kollegen Liere. Arbeiter Bildungsschule. Donnerstag, abends 7-8% Uhr: Leftüre; 8%-10% Uhr: Nordschule, Müllerstr. 179a: Deutsch( Literatur). Südostschule, natürliche und Waldemarfir. 14: Naturertenntniß( Der Darwinismus geschlechtliche Zuchtwahl im Kampfe ums Daſein). Ncue Theilnehmer, Damen und Herren, werben jederzeit aufgenommen. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8% Uhr. Neue Beit, abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet Hasenclever, abends 8 bet Schröder, wiefenſtr. 30 Klub der Freunde Schottube bet Grabt, Buttbuſerſtraße 32.- gajencieve abends 8 Uhr, Restaurant Lange, Baumschulenweg 32, Treptow. Sozialistischer Lese- und Distutirklub, August Geib, abends 9 Uhr im Reichenbergerfir. 157, Gigung. Uhr, Restaurant Bubeil. Lese- und Diskutirklub Reimer. Gigung jeden Donnerstag, abends 8 1/2 Uhr, bei Geibel, Gerichtsstr. 19. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Bersihender Ad. Neuyra, abends 9 Uhr im Restaurant Johannisstr. 20. Ost- und 32 mann, Pafewalterſtr. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis Männerchor 11 ühr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gt. Urban, Admiralstr. 38 bei C. Tugauer. Gesangverein Freund= fchaft I, Brunnenstr. 143 bei Fischer.- Borwärts II, Schönhauser Allee 28 Breyel= Charlottenburg. Die Delegirten zum hiesigen Gewert bei stelle. Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. Dorfglöcklein, 2. Monatliche Verloosung sämmtlicher Verkaufsstände. fchaftstartell hatten sich am 15. August im Lokale des schluß, Drantenftr. 121 bei Oswald Grauer. Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstraße Nr. 40 bet Klingenberg. Baget 3. Abschaffung der Schwindel- und Ramsch- Auktionen in den Genossen G. Beyer, Wallstraße 96, versammelt, um zunächst über nicht, Stegliz, Schloßstr. 66a, Sur Börse.- Borar, Manteuffelstr. 9 bet Markthallen. die Frage: Wie gestalten wir unsere Agitation zur Förderung Nowac.- Harmonie I, Tempelhof, Dorffir. 18 b. Gerth.- Steinfeger= Kreuzberger Ferner solle die Marktpolizei aufgefordert werden, von der der Gewerkschaftsbewegung?" zu verhandeln. Der erste Redner Sängerchor, Kaftanien Allee Nr. 28 bei Fiebiger. Harmonie, Echönleinstr. 6 bei Kraag. Flöter'scher Gesang Sängerchor Berliner Stunde an, zu welcher der Engrosverkehr eröffnet wird, auch in Kube( Bimmerer) meinte, daß es wohl das zweckmäßigste fein verein, Koppenftr. 47 bei Wilhelm Lorenz. Thätigkeit zu sein, damit nur nach Gewicht, wie es Vorschrift wird, um die hiesigen Arbeiter zu den Gewerkschaftsorganisationen Rürschner, Weinsir. 11 bei Feindt.- Arbeiter- Gefangverein Oranien burger Vorstadt, Ackerstr. 123 bet Martens. heranzuziehen, öffentliche Agitationsversammlungen abzuhalten ift, sowie daß nicht unter 5 Pfund engros verkauft werde. Männer Gesangverein, Westpreußischer Blumenstraße Reich. Saß und andere anwesende Straßenhändler wiesen noch und ferner ein für alle Branchen verfaßtes Flugblatt herauszugeben. bet Arbeiter Gefangverein Morgenroth IV, Röpenic, Schulz, Schönlinderstraße 9. Arion II, Arkonaplag i ganz besonders darauf hin, daß der Verein der Händler und Diese Ausführungen wurden von Vogel( Holzarbeiter) unterstützt. bet bet Echermann. Butunft III, Velten t. d. M., Wilhelinstr. 19 im Hotel Händlerinnen sich die Aufgabe gestellt habe, die bestehenden Flemming( Maler) tritt für einzelne Gruppenversammlungen ein W. Grunow.- 2te des Echo, Reichenbergerfir. 118 bei Köppen.Treu und Gerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 Mißstände sowohl im Straßen- und Hausirhandel zu beseitigen und und stellt den Antrag, zunächst unter den Bau- Arbeitern zu eft, Lebuserstr. 5 bei Nemig. Arbeiter- Gesangverein Vineta, Kastanien- Allee 11 bet und denselben auf einen reellen Boden zu stellen, wie auch die agitiren, und des späteren die Agitation unter den Arbeitern in bei Wiedemann. Gefangverein Junge Eiche, Sandstr. 1 bet W. Gleife. Mißstände in den Markthallen energisch zu bekämpfen. In der der Eiſenindustrie, Bekleidungsindustrie und der Nahrungsmittel- penröstein, Bergstraße 60 bei bilgenfeld. Gesangv. Oberon, sehr lebhaft geführten Debatte nahm auch der Chefredakteur des branche zu entfalten. Des weiteren stellt Flemming den Antrag, Oranienstr. 121 bei Osw. Grauer. Alpenrose, Forsterstr. 22 b. Tilgner. Edelweiß III, Wollinerftr. 62. Morgenroth 1, Rummelsburg, Türr Berliner Intelligenz- Blatts", Dr. Richter, das Wort, um von einem Flugblatte vorläufig Abstand zu nehmen, da wir schmidtstr. 33 bei Fechner.- Gesangverein Widerhall, Naunynstr. 86 bei Diesen Anträgen eine Lanze für den Straßenhandel zu brechen und für die vor- momentan finanziell mittellos dastehen. Streit. Gesangverein Morgengrauen, Neue Friedrichstr.44 bei Röllig. bezeichneten Forderungen einzutreten. Nach mannigfachen Fähr- stimmte die Versammlung bei. Ueber die Innehaltung Gesangverein Lyra II, Charlottenburg, Wallstraße 102 bei Maschestt. niffen gelangten zwei Resolutionen zur Annahme, deren erste der Sonntagsruhe wurde fonstatirt, daß dieselbe haupt- Gesangotein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bismardshohe". Arbeiter Gesangverein Spandau in Spandau, bei Radtke, vom hohen Magistrate die Anstellung von Sachverständigen, die sächlich in dem Sattler- und Schuhmachergewerbe übertreten Neumeisterstr. 5.-- Glasarbeiter, Köpenid, Rosenstr. 101 bei Troppens. nicht Grossisten sind, als Markthallen- Beamte fordert, deren wird. Diesem Mißstande abzuhelfen, sei Pflicht der in den Be- Gefangverein Feldblume, Lübbenerstr. 30 bei Meyer.- Gefangverein Von einer von Flemming vor- Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Wollinerstr. 62, zweite die Polizei ersucht, die vor den Markthallen ohne Räufer rufen beschäftigten Arbeiter. Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bei Foge. haltenden Straßenhändler sowie deren Waaren gehörig aufs geschlagenen Statistik über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Kummerscher Gesangverein", Langeftr. 65 bet Dwezared. Korn zu nehmen. einzelnen Berufe wurde vorläufig ebenfalls Abstand genommen. Männer- Gesangverein Südwest, Chamiffo Play 4 bei R. Shloff. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: P. Gent, Der Streit in der Römer'schen Lederfabrik ist be- Rube theilte noch mit, daß wir eine Herberge in der Nähe des Adalbertfir. 95. Donnerstag: Rauchflub Graue Wolte, Krautftr. 48, endet. In der öffentlichen Versammlung der Lohgerber, Leder- Bahnhofes in Aussicht haben. Die weiteren Verhandlungen der eingesetzten Herbergskommission mit dem betreffenden Wirthe Humuristischer Klub Universum, Veteranenftr. 18, bei Schulz. zurichter und Berufsgenossen, welche am 20. Auguft unter starter werden das nähere ergeben. Tie Präsenzliste ergab, daß die Geselliger Klub der alten Moabiter, Restaur. Gräf, Stephanstr. 53. Geselliger Betheiligung in Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 184, statt- Sattler und Töpfer nicht erschienen waren. Rauchflub Brüderlich fett, Bücklerstr. 49 bei Schuhmacher. Arbeiterverein Freiheit, Manteuffelstr. 45 bei Werner. fand, berichtete Busse namens der Kommission, daß sämmtGesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefangverein Die außerordentliche Generalversammlung des Vereins liche Forderungen der Streitenden bewilligt Suchsdorf'scher sind. Auch die Entlassung der Streitbrecher wurde durchgesetzt, zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schantmännerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsstunde Gesangverein Jugendfreuden, doch seien die Arbeiter der Römer'schen Fabrik überein gekommen, wirthe Berlins und Umgegend", die am vergangenen bei Brüning, Rosenthalerstr. 11-12. falls die Versammlung ihre Zustimmung gebe, bei zwei alters- Freitag Nachmittag auf" Bismarckhöhe" in Charlottenburg, im Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstraße 57. Pfropfenverein Wedding, abends 8% Uhr Sigung beim Restaurateur Bergnügungsverein Alpengrün, abends von grauen Kollegen, Brusse und Schüß, eine Ausnahme zuzulassen Lokale des Kollegen Wernicke, von ungefähr 300 Gastwirthen Wolff, Gerichtstr. 44. Geselliger Verein und mit ihnen weiter zu arbeiten; einer davon ist bereits seit besucht war, befaßte sich zunächst mit dem Antrag der Fünfer- 9-11 Uhr mit Damen bet Voltmann, Beusselstraße 32. zwanzig Jahren dort thätig. Daß dieselben sich an der Arbeits- Kommission, auf Ausschluß des Mitgliedes Gittler Frohsinn bet Geite, Swinemünderstr. 20, abends 9 Uhr, Sizung mit Tambourverein Froh- Fret. Uebungsstunde Montags und An ftelle Grauer's begründete Kollege Donnerstags 9 Uhr bei Rausch, Hussitenstr. 9. Geselliger Verein Hertha, niederlegung nicht betheiligten, geschah lediglich aus Furcht, bei aus dem Verein. ihrem hohen Alter anderweitig feine Beschäftigung mehr Scheip 3 den Antrag. Wie wohl allen Mitgliedern bekannt, abends 9 Uhr Sigung bei Rudo, Lübbenerstr. 24. Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bet Münsberg, Louisenufer 2. zu finden. Aber unter teinen Umständen wollten die habe Gittler mehrfache grobe Verstöße gegen die Interessen des Rauchtlub Kernspige, Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorfer= Rauchtlub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Jeraisch. Ausständigen mit einem gewissen Hischer wieder zusammen Vereins sich zu schulden kommen lassen; erstens habe er den straße s. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Mohr, Naunyns arbeiten, den sie als Stein des Anstoßes betrachten. Auch hierin Kollegen Lorenz als Vorsitzenden grundlos beschimpft, zweitens angeftr. 24. straße 78.- Rauchtlub Felsenfest bet H. Schmidt, Köpenickerstr. 171.hat der Fabrikant gewilligt und so ist am Montag früh die die Mitglieder Henke( Naunynstraße) und Zubeil( Linden Rauchklub Wahrer Fato b, abends 9 uhr, bet ltd, Simeonftr. 23. Arbeit wieder aufgenommen worden. Im Anschluß an diesen straße) ungerechtfertigterweise unredlicher Handlungen beschuldigt stattlub Grand Schwarz, abends von 9 bis 11 Uhr bet E. Stein, Christ. Situationsbericht verlas Busse eine vorläufige Abrechnung: und schließlich, was das ärgfte sei, die während der Boytott burgerftr. 46. Berein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher UnterAm Streit betheiligten sich 40 Mann, davon traten 3 gleichzeit thätig gewesene 3 wölfer Kommission wegen Bericht und Nebungsfiunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. anderweitig in Arbeit, 3 verzichteten auf Unterstüßung. Vom truges und Unterschlagung bei der Staatsanwaltschaft Zentralverbande wurden 7 verheirathete( à 12 M.) mit 24 Kindern fälschlicherweise denunzirt. ( à 1 M.) und 2 ledige Mitglieder( à 9 M.), sowie 8 ver- Richterfollegium anerkannte Fünfer Kommission, in der, nach heirathete mit 23 Kindern und 2 ledige Nicht mitglieder seinem eigenen Zeugniß, fein persönlicher Feind sich befände, unterstützt. Erstere erhielten insgesammt 126 M., die Un- habe die einzelnen Beschuldigungsmomente auf das sorgfältigste organisirten 139 M. Von der Freien Vereinigung" wurden geprüft und den einstimmigen Beschluß gefaßt, der General 4 ver- versammlung den Ausschluß des Mitgliedes Gittler zu empfehlen. in derselben Höhe wie vorstehend unterstützt: beirathete Mitglieder mit 10 Kindern, sowie 8 verheirathete Nachdem in Uebereinstimmung mit dem Referenten die Kollegen ( mit 16 Kindern) und 3 ledige Nichtmitglieder. Dies betrug Hilpert, Wuttte, Wilte, Stabernad u. a. ihre bei den Mitgliedern insgesammt 58 M., bei den Unorganisirten Meinungen geäußert und dem im Lokal anwesenden Gittler 139 M. Im ganzen wurden an Unterstützungen gezahlt 462 M. wiederholt volle Redefreiheit zu seiner Vertheidigung gewährt Listen gelangten 65 Stück zur Ausgabe, davon gingen bisher 41 worden war, von demselben aber nichts wesentlich Entlastendes ein mit dem Gesammtbetrage von 278,80. 24 Listen stehen vorgebracht werden fonnte, beschloß die Generalversammlung noch aus, ohne Listen wurden 8 M. abgeliefert. Der Vorschlag einstimmig den Ausschluß Gitler's aus dem Verein. der Römer'schen Arbeiter, die Zustimmung zu geben, daß sie mit Der Aufforderung des Vorsitzenden, sofort das Lokal zu vers den oben bezeichneten beiden alten Kollegen wieder weiter ar- laffen, leistete Gittler augenblicklich Folge und verschwand. Kollege beiten, fand faft einstimmige Billigung, die Angelegenheit en te tonstatirte hierauf, daß sämmtliche Zeitungsberichte Sischer wurde durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. vom 3. August über die Straffammer- Sitzung, in welcher Gittler Sischer, der das Wort zu seiner Bertheidigung erhielt, erging wegen Beleidigung verurtheilt wurde, den Thatsachen theilweise fi in Denunziationen seiner früheren Kollegen, gegenüber den nicht entsprächen, namentlich fei der Paffus durchaus unrichtig, a vesenden Firmeninhabern Römer und Eichholz, leistete daß Gittler bei der Schloßbrauerei in Fürstenwalde Bürgschaft a ser dadurch seiner Sache einen sehr schlechten Dienst. Busse in Höhe von 800 M. für die Kommission geleistet habe. Als nahm infolge der Anwesenheit der Firmeninhaber Gelegenheit, sich zweiter Punkt der Tagesordnung fand die Annahme der von der gegen deren Einsendung in der„ Deutschen Gerber- Zeitung"( Unter- Rechtsschutz Rommission ausgearbeiteten und vom Referenten, Berantwortlicher Redakteur: Mag Pfund in Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, # Damen. arends'scher Stenographen Verein" Apollobund", Seydelfir. 30. Die von Gittler als abends 9 Uhr, Unterricht und lebung in der ganz vereinfachten Arends' schen Stenographte. Bitherflub Gleichheit, Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Bitherklub Heimathstlänge 1895. Neue HochBothringerstraße 105. Geselliger Arbeiterverein Hoffnung bet Gittler, ftraße 49( Wedding). Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8% Uhr. Vergnügungs- und Touristentlub Freie Brüber, abends 9 uhr bet Roll, Adalbertstr. 21. Ruderverein Borwärts, abends 9 Uhr in den Drantenhallen, Oraniens Gtattlub Sanfter Heinrich b. H. Brandt, Reichenbergerfraße 51. Statflub Güd, abends 8% Uhr, im Lotal von Paul Müller, ftraße 122. Gräfefir. 31. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bet Statklub Grün Wenzel bei Schmidt, G. Etein, Christburgerstraße 46. Dalldorferir. 31. Le Cercle de Conversation Française se rassemble tout les eudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Eingelaufene Druckschriften. von der Wiener Wochenschrift„ Die Zeit" ist soeben das 46. Heft erschienen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Parlamentarismus und Sozialismus in Frankreich. Von Paul Lafargue. Die Aenderungen unserer Wirthschaftsverfassung im 19. Jahrhundert. Bon Professor Dr. Eugen Philippovich.- Die Arbeiter- Unfallversicherung in Desterreich. Von Dr. Joseph Grunzel. Krebs und Intrigue von Prof. Dr. Adamkiewicz. Von Dr. Berthold Beer. Das deutsche Heer in französischer Beleuchtung, Von Hauptmann Alphons Danzer. Carlyle und Emerson in ihrem Briefwechsel. Von Dr. Karl Federn. Marionetten. Von Hermann Vahe. Die Woche. Bücher.. Revue der Revuen. Der Mondreigen ven Schlaraffis. Von Ricarda Huch.