Nr. 196. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. fret tu's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.proQuartal. Unter Preuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahre. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für. Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfc. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 11hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ..ozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Parteigenollen! Freitag, den 23. August 1895. Die Anträge müssen bis spätestens dens 20. September in Händen des Parteis Laut Beschluß des vorjährigen Parteitags findet der vorstandes diesjährige in Breslau statt. Auf grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der Parteiorganisation beruft die Parteileitung hiermit den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 6. Oktober, nach Breslau in das Lokal zum ein. ,, Deutschen Kronprinzen", Kurze Gaffe 50/52, Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 6. Oktober, abends 7 Uhr, Vorversammlung. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Berlin SW., Razbachstraße 9, I sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Abs. 2 der Parteiorganisation im„ Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegenzeichnung des Vertrauensmannes, sollen sie zur Veröffentlichung und Berathung gelangen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter und Unternehmer. Wohl auf keinem Gebiete des Lebens haben sich in den letzten hundert Jahren die thatsächlichen Verhältnisse so gründlich geändert, wie auf dem der gewerblichen Arbeit. Das prägt sich schon in allerhand Aeußerlichkeiten aus: wo man damals von Tischlermeistern oder Fabrikanten sprach, besitzer 2c., zum Zeichen dessen, daß an stelle des persönlich mitda bedient man sich heut der Namen Tischlereibesizer, Fabrikarbeitenden oder mindestens den Betrieb leitenden Unternehmers der Besitzer getreten ist, der es liebt zu betonen, daß er nur durch sein eingeschossenes Kapital an dem Geschäfte intereffirt ist. Es ist deshalb natürlich, daß die gesetzliche Regelung, Die Adresse des Lokalkomitee's ist: die man vor 100 Jahren im preußischen Landrechte für Julius Bruhns, Breslau, Gabit str. 86, I. das Verhältniß des Lohnarbeiters zum Unternehmer gegeben Die Parteigenossen, die zu dem Parteitag kommen, bat, auf die heutigen Umstände nicht mehr passen kann. Wenn unsere gelehrten Gerichte in Gewerbestreitsachen werden ersucht, von ihrer Delegation dem Parteivorstand öfter Urtheile gefällt haben, die das Gefühl der Arbeiter in Berlin und dem Lokalkomitee in Breslau rechtzeitig verlegten, wir erinnern nur an die Entscheidungen in Mittheilung zu machen, damit dieses in bezug auf der Frage der Heimarbeiter und der Kolonnenführer Quartier zc. die nothwendigen Vorbereitungen treffen kann. Der Schwierigkeit, die der gelehrte Richter darin findet, daß so tommt so kommt das zum großen Theile auf Rechnung Mandatsformulare, mit deren Versendung Mitte er genöthigt ist, noch giltige Gesetze auf Fälle anzuwenden, 3. Berichterstattung über die parlamentarische Thätigkeit. September begonnen wird, sind durch das Parteibureau, an die der Gesetzgeber vor 100 Jahren nicht gedacht hat, Montag, den 7. Oktober, und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: W. Pfannkuch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. Berichterstatter: E. Wurm. 4. Die Maifeier 1896. Berichterstatter: A. Bebel. 5. Der internationale Arbeiter- und Gewerkschaftskongreß Berlin S.W., Kazbachstr. 9, I, zu beziehen. Die Genossen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Partei6. Die Vorschläge der Agrarkommission zu dem Partei- tage entweder persönlich zu vertreten, oder durch befreundete in London 1896. Berichterstatter: A. Bebel. programm. Berichterstatter: Dr. M. Quard. 7. Schwigsystem, Hausindustrie und Arbeiterschutz. Berichterstatter: J. Timm. 8. Anträge zum Parteiprogramm und Organisation. 9. Sonstige Anträge. 10. Wahl der Parteileitung. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen, insbesondere die Wahl der Delegirten und Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. [ Nachdruck verboten. aus dem füdamerikanischen Skizzen Hinterlande. 22 Genossen vertreten zu lassen; außerdem aber empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammentritt des Parteitages in der Parteipreffe zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen Rücksichten und um der damit verknüpften un vermeidlichen Wiederholungen willen. Berlin, den 22. August 1895. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Mensch, der vielleicht erst acht Tage das Pflaster von Buenos Aires getreten, sagt darauf erstaunt ob solcher Unwissenheit: und an die er nicht denken konnte. Laienrichter, wie sie z. B. in den Gewerbegerichten figen, haben es etwas leichter, sich von dem Buchstaben des Gesetzes freizumachen und gewissermaßen selbst neues Recht zu schaffen, aber etwas franken auch sie an den Mängeln der Gesetzgebung. Die Reichs- Gewerbeordnung beschäftigt sich mehr mit Borschriften polizeilicher Natur und giebt nur beiläufig einige Regeln über das Vertragsverhältniß zwischen Arbeiter und Unternehmer. Darum scheint es nun schließlich an der Zeit zu sein, endlich einmal den ganzen Stoff im Zusammenhange und den modernen Bedürfnissen entsprechend zu bearbeiten, und die Gelegenheit dazu bietet das neue bürgerliche Gesetzbuch, das für das ganze Reich geschaffen werden soll. Ohne Bweifel werden bei den Berathungen im Reichstage gerade an diesem Punkte heftige Reibereien erfolgen; stehen sich doch die beiden polaren Gegensätze der heutigen Gesellschaft bei diesem Kampfe der Interessen der Arbeiter und der Unternehmer schroff gegenüber. Um so wichtiger ist es für das arbeitende Volt, schon jetzt sein Augenmerk darauf zu richten, daß es bei der neuen Gesetzgebung nicht zu kurz kommt, und seine Forderungen aufzustellen. Gerent soll erscheinen von der Finanzabtheilung. Ein geschmeidiger Italiener tritt ins Zimmer. „ Ein Cheque wird präsentirt werden," sagt Herr Wie, Sie kennen ihn nicht, den großen Börsenfürsten, Winterfeld zu ihm, auf 100 000 Pesos Gold klingende den Millionär, den Geldmann, der eigentlich die ganze Münze auf Juan Pablo Cespedes lautend und endossirt Republik leitet. Sehen Sie die Equipage, die gerade vor vom Schwager des Präsidenten und von Esteban Juan In der Calle Reconquista zu Buenos Aires liegt ein der Thür hält, wissen Sie, wer da eben aussteigt? seine Recalde. Buchen Sie die Summe auf den letzteren Namen auffallend schönes Haus mit marmornen Stufen und hohen Exzellenz der Präsident Herr Juarez Celman in Person, und schreiben Sie dieselbe im Geheimbuch auf den Namen marmornen Säulen. Es ist mit aller Verschwendung gebaut der ihm einen Besuch macht... Sie fennen ihn also wirt seiner Exzellenz des Präsidenten und mit allem erdenklichen Luxus eingerichtet. Das sieht lich nicht, unseren großen Mitbürger Don German Winter... ein Engländer soll es sein von Geburt. Hat sein man schon von außen. Es scheint eine Art Bankhaus zu| feld sein. Wenigstens sieht man in dem Erdgeschoß hinter ver- Glück gemacht hier. Kam vor fünf Jahren hier an, bettelgitterten Fenstern eine Menge von Beamten über große arm; von irgendwo her, weiß nicht von wo, hatte kaum Bücher gebeugt und hört von der Straße her das Klingen von Metallgeld und das Rauschen der Banknotenblätter beim zählen. so viel Geld, um den Tagelöhner zu bezahlen an dem Quai, der die Sachen besorgt.. heute..Millionen spielen feine Rolle bei ihm... hat das Glück beim Schopfe gefaßt... ja, ja, unser argentinischer Landsmann, hier kann man es zu etwas bringen... " Der Italiener verneigt sich. Don German fährt fort: Die Bank zu Cordoba hat um ein Anlehen ersucht; ich habe es ihr bewilligt. Stoßen Sie für dieselbe Summe Ländereien in La Plata ab... den Betrag schreiben Sie der Bank zu gute... Sie übernimmt das Papier in Gold zurückzahlbar nach den Bedingungen, die Sie hier in diesem Papier finden, zum Kurse von 120... Die Zahlungen unsererseits finden in drei Raten statt. Sie haben aber jedesmal die Garantien zu prüfen und ganz genau. Sie werden in Hypothekenzetteln gestellt. Sie werden den englischen Schreiber unten dabei fragen, Jaime St wart... Sie wissen, er hat lange Jahre auf dem Hypothekenamt zu Cordoba gearbeitet und weiß genau, welche Hypothekenzettel echt sind und welche gefälscht wurden..." Neue Verbeugung. " Hier ist ein ewiges Kommen und Gehen; es geht aus und ein wie in einem Bienenstock. Leute tommen und bringen, oder nehmen wieder fort, je nachdem. Ein ewiges Und der Fremde geht bewundernd vorüber und wirft Bewegen. Die meisten Eintretenden kennen die Räumlich noch von der Ecke her einen letzten Blick auf das Haus, in teiten; tommt ein Unbekannter, der schüchtern mit seinen dem der reiche Mann sigt, und denkt dann darüber nach, Augen umbertastet, so ist für den Fall ein ernster Portier ob ihm in Argentinien auch das Glück so gewogen sein da in schwerer, aber geschmackvoller Livree mit großem wird, wie ihm, der vor so wenig Jahren als armer Teufel Stab in der Hand. Er scheint es den Leuten am Geficht hergekommen ist. Und in dem Hause geht das Treiben seinen Gang weiter, anzusehen, was sie und wohin sie wollen, denn er weist sie Ein Chepue au porteur Nr. 1312, notiren Sie fich meist zurecht mit einer stummen Bewegung, ehe sie noch ge- tagaus tagein, wie man es schon seit einigen Jahren gewohnt gefälligst die Nummer, morgen zahlbar, wird nicht honorirt; fragt haben. Nur wer nach oben will, den weist er ent- ist. Hier wohnt Don German Winterfeld, Advokat, die Garantie, ein Ramploos, iſt viermal verkauft worden. weder streng zurück oder läßt ihn mit einer ehrfurchtsvollen Millionär, naturalisirter Argentiner, einer der einflußreichsten In uruguayischen Staatsbonds nehmen Sie Lombardgeschäfte nur für den fünften Theil des Nennwerthes an und sagen Verbeugung passiren, je nachdem. Unten arbeitet man Personen in diesem Babel der neuen Welt. abends bei Licht bis zu späten Stunden, und manches Herr Winterfeld sitt oben in seinem eleganten Privat- Sie den Leuten, daß die Einlage nach drei Monaten vers Noch eins Mal brennen die Arbeitslampen sogar die ganze Nacht tabinet und ist emsig mit der Durchsicht einer Menge von fällt, wenn nicht prompt gezahlt wird hindurch. Briefen und Schreibereien beschäftigt. Er gönnt sich kaum Verkaufen Sie morgen für eine halbe Million HypothekenDie oberen Stockwerke sind dagegen still. Kaum lüften Zeit, nur einmal aufzusehen oder einen mechanischen Zug zettel Serie B. an einen unserer Strohmänner zwei Prozent als die augenblickliche Stimmung ist sich die Jalousien einmal am Abend, um die frische Luft an seiner duftigen Havannazigarre zu thun. Die Jahre niedriger hineinzulassen. Auch die Personen, die die breiten, mit find an ihm nicht spurlos vorüber gegangen. Sein Haar Dieses Telegramm besorgen Sie in der gewöhnlichen großen Gaskandelabern verzierten Treppen hinaufgehen, zeigt überall, aber besonders an den Schläfen, einen leichten Bifferschrift an Baring Br. und geben Sie gleichzeitig find verhältnißmäßig wenige. Die große Menge wird Stich ins Graue. Sein Gesicht ist streng und hagerer als dieses andere mit dem genau entgegengesetzten Auftrag in der unten abgefertigt. Oben aber ist das Zentrum, von dem früher, und wenn man es genau betrachtet, entdeckt man Geheimschrift nach meinem Privatschlüssel auf... Es ist scheinbar unsichtbar das ganze Haus bewegt und ge- in ihm, trotz der Energie, die es zeigt, um die Augen und alles... Sie können gehen." leitet wird. Mundwinkel einen Zug von Erschlaffung und Müdigkeit. Der Gerent ging und Don German arbeitete weiter. Manch Fremder, der vorübergeht, bleibt schüchtern Er klingelt. Ein galonirter Diener erscheint unhör Nach einigen Augenblicken brachte der Diener eine Karte ( Fortsetzung folgt.) stehen und frägt, wem das Haus gehört. Und irgend ein baren Echrittes, um seine Befehle entgegenzunehmen. Der auf einem silbernen Teller. und der des Materials Und nun dieses Urtheil: Niemals haben wir eine ähnliche des 17. Auguft." Der zweite Entwurf zu dem bürgerlichen Gesetzbuche, Arbeiter seiner Leistungsfähigkeit angemessenen Tagelohn- 1blätter fertig gefegt waren, die die Freisprechung der Angeklagten verkünden sollten. der im Auftrage der Regierungen ausgearbeitet worden ist, sa te bezahlt zu werden. und der dem Reichstage jetzt vorliegt, zeigt entschiedene Fort- Da wir gerade bei dem Verhältniß von Lohn und schritte gegen den ersten Entwurf vom Jahre 1884. Wir Afford sind, möchten wir noch folgendes anführen. Sehr Aufregung der gesammten Bevölkerung geſehen, wie an dem Abend meinen damit nicht, daß dem Arbeitsvertrage jetzt 16 Paras häufig werden Arbeiten in Afkord übertragen, ohne daß die In welchem Maße das Essener Urtheil in den weitesten graphen gewidmet werden, während er damals in acht ab Höhe des Atfordsages fest verabredet würde. Das ist schon Kreisen der Bergarbeiter Entrüstung hervorgerufen hat, gehandelt war. Wir wiesen schon neulich darauf hin, daß vom juristischen Standpunkte aus unsinnig, praktisch führt geht unter anderem auch daraus hervor, daß dem Reichs auch das noch zuviel Kürze ist. Auf dem Gebiete des es zu den größten Uebelständen. Der Tagelohnarbeiter tags- Abgeordneten Möller- Weitmar von einer Anzahl Arbeitsvertrages, wo die Parteien nicht nur wirthschaftlich fann, wenn es zum Streite kommt sehr leicht nachweisen, Knappenvereine aus Schlesien Telegramme zur Ueberungleich stark sind, sondern wo dem Unternehmer auch zu- wieviel der angemessene und übliche Tagelohn ist, beim mitte lung an die Kameraden und Familien der Vermeist ein größeres Maß von Kenntnissen feien es nun Akkorde spielen aber viel zu viel andere Umstände urtheilten sofort nach Bekanntwerden des Urtheils zueigene oder erkaufte fremde und besserer Rechtsrath hinein, wie die Qualität zu Gebote ſtehe, wäre es gerade angebracht, wenn Maschinen, die Vorbildung des Arbeiters gerade für gegangen find. Mitleid mit den Familien, aber auch. die Zuversicht, daß das( nach Meinung der Absender betreffende der Gesetzgeber sich nicht mit allgemeinen Sägen begnügte, die Arbeit, das Don Maß Sorg ungerechte) Urtheil keine Rechtskraft erlangen werde, spricht sondern nach Möglichkeit auch die wichtigsten Einzelfälle zu falt, das der Arbeitgeber fordert und vieles mehr. Darum sich mehr oder minder schroff in den Zusendungen aus. regeln suchte. Aus demselben Grunde würde es sich ist es taum möglich, zu berechnen, wieviel für einen be" Der" Rheinisch- Westfälischen Arbeiterzeitung" wird empfohlen haben, den Arbeitsvertrag ganz von neuem stimmten Arbeiter im Einzelfalle als Stücklohn angemessen mitgetheilt: im Busammenhange zu regeln, während der Eut- wäre. Aus diesem Grunde und wegen der vielen Mogeleien, Daß der jetzt zu Zuchthaus verurtheilte 2. Schröder wurf daneben alle Einzelbestimmungen der Reichsgesetze, die vorkommen, müßte bestimmt werden, daß eine Akkord- den" Meineid noch nie gebilligt, sondern von jeher also namentlich die der Gewerbe Ordnung, Seemanus- abrede nur giltig ist, wenn dem Arbeiter vor Beginn der streng verurtheilt hat, geht aus einer Unterredung hervor, die Ordnung, des Handelsgesetzbuchs u. s. w. bestehen lassen Arbeit ein schriftlicher Akkordzettel übergeben worden ist, Einsender dieses vor einigen Monaten mit demselben im will. Eine solche Verzettelung der Bestimmungen trägt und daß ohne dies Tagelohn bezahlt werden muß. nicht gerade dazu bei, ein Gesez praktisch zu machen. Diese Forderungen enthalten wahrhaftig nichts, das Einige andere Mängel des Entwurfs lassen sich nur nicht auch jeder anständige Anhänger der heutigen Wirth so erklären, daß seine Verfasser anscheinend nicht genug schaftsordnung vertreten könnte, verlangen wir doch damit Einblick in die thatsächlichen Verhältnisse des Lebens und blos Ehrlichkeit. Man bemüht sich ja heute in Rein die aus Arbeitsverträgen entstehenden Streitigkeiten ge- gierungsfreifen so sehr, den„ unfanteren Wettbewerb" zu habt haben müssen. Der wichtigste Punkt beim Arbeits- bekämpfen. Warten wir ab, wie sich die Regierungsvertrage ift, ob in Lohn oder in Afford gearbeitet werden vertreter dazu stellen werden, wenn die Arbeiter diese Fordesoll. Ein Arbeiter, der nach Zeit entlohnt wird, steht in rungen bei Berathung des bürgerlichen Gesetzbuchs im Dieichsjeder Beziehung anders, hat ganz andere Interessen als tage erheben. einer, der in Akkord bezahlt wird. Vernünftigerweise hätten der Lohnvertrag und der Akkordvertrag jeder besonders behandelt werden müssen, wobei nicht zu vergessen ist, daß es auch unter den Affordverträgen wieder verschiedene Abarten giebt, die eine verschiedene gesetzliche Regelung nöthig machen. Diesen ganzen Unterschied scheinen die Verfasser des Entwurfs nicht zu kennen, wenigstens haben sie anscheinend feine rechte Ahnung davon, welche wichtigen Folgen er hat. Der Akkordlöhnung gedenkt der Entwurf nur beiläufig im ift, Immerhin enthält der Entwurf Bestimmungen, die zwar der Verbesserung bedürftig sind, die aber im Prinzip einen Fortschritt bedeuten. Der Raum des Blattes zwingt uns, sie ein andermal zu besprechen. Politische Uebersicht. Berlin, 22. Auguft. W.'schen Lokale zu Castrop hatte. Bei dieser Unterredung brachte Einsender das frühere Verhalten des J. Jeup ins Gespräch, unter Hindeutung auf einen Brief Jeup's, in welchem er Schröder heftig angreift. Wir kamen dabei auch auf das Verhalten der Jeup'schen Zeitung in betreff der Vertheidigung des Meineids zu sprechen und da war es fein anderer als gerade Schröder, der die Ansicht Jeup's scharf verurtheilte." In einer Besprechung des Prozesses in der RheinischWestfälischen Arbeiterzeitung" finden wir ferner folgende bemerkenswerthe Ausführung, die einen neuen Beleg beibringt für die Schwierigkeit einer zuverlässigen Thatsachenbekundung vor Gericht: von und daß mühsame Ent Daß sogar grobe Irrthümer auch hochgebildeten Personen leicht begegnen und deshalb noch nicht gegen die Glaubwürdigs feit der Zeugen zu sprechen brauchen, hat die Aussage des Herrn Landgerichtsdirektors Möser vor dem Schwurgericht dargethan. Wir freuen uns, offen gestanden, der diefem Zeugen begegneten Irrthümer, weil dadurch selbst dem Boreingenommenſten die Möglichkeit eines entschuldbaren Irrthums bei viel weniger gebildeten Personen deutlich dargethan wird. Herr Möser sagte § 562, wo bestimmt ist, daß auch ein Lohnarbeiter, dessen demokratischen Drgane in Köln und Dortmund noch einige objektiver Bestimmtheit und größerer subjektiver Zuversichtlichkeit Zum Effener Meineidsprozeß bringen die sozial- aus, daß Schröder bei der Bernehmung einigermaßen geschwankt habe. Thatsächlich ist eine Zeugenausfage eine Zeugenaussage von größerer Bergütung nicht nach Beitabschnitten bemessen ist wichtige Mittheilungen. Eo schildert. die Rheinische Bei als diejenige Schröder's bei seinen beiden Bernehmungen kaum Anspruch auf eine 14 tägige Kündigungsfrist hat. Gerade diese Bestimmung ist für den Arbeiter ohne die vor dem Gerichtsgebäude versammelte Volksmenge bei der Bernehmung bekommen haben; seine Erinnerung Gerade diese Bestimmung ist für den Arbeiter ohne tung" den Eindruck, den die Verkündung des Urtheils auf denkbar. Herr Möser kann den Eindruck des Schwankens nicht Bedeutung, weil sie auch schon in der Gewerbe- Ordnung machte, folgendermaßen: muß ihn täuschen. Umgekehrt sagte Herr Möser, steht. Sie ist aber nicht genügend. Für einen Erdarbeiter, Die nicht geschwankt habe. Wie ein Blitz durchfuhr diese Kunde die tausendköpfige Münter deffen Bezahlung nach dem Kubikmeter der ausgehobenen Menge, die stundenlang wartend vor dem Gerichtsgebäude harrte. wickelung des des Münter'schen Zeugnisses, sein Hin und Masse berechnet wird, mag es ausreichen, wenn er eine Niemand wollte es anfänglich glauben. Essener Bürger, die Her wir fagen Bekräftigungen, Buge war Zurücknahmen aber einzig und gewisse Kündigungsfrist hat. Er kann seine Arbeit in alles andere, nur teine Sozialdemokraten sind, waren ständnissen jedem Augenblicke abbrechen, ohne noch einen andern sprachlos über das Urtheil. Als Lügner wurden die ersten brückte dem Zeugen den Stempel einer eigenartigen Per Echaden zu haben als den, der überhaupt aus dem Ver- Verbreiter der Schreckenstunde von den Harrenden bezeichnet. sönlichkeit auf. Und bei diesen Irrthümern handelte es sich lufte der Arbeit folgt. Ganz anders liegt es z. B. bei und als dann die endgiltige Bestätigung des Unglaublichen fam, immerhin um gehörte Worte, die sich weit sicherer richtig einem Tischler, der eine gewisse Anzahl Fenster in als gar kein Zweifel mehr möglich war, da scholl ein hundert auffaffen und behalten lassen, als gesehene Vorgänge. Herr Akkord übernommen hat, und der seine Arbeit nicht immiges Pfui!" zu den Fenstern des Gerichtsgebäudes Möser hat sich aber obendrein, und das ist das Befremdendste, hinauf. hinsichtlich derjenigen Vorgänge geirrt, an denen er selbst in 14 Tagen vollenden kann. Wie soll der bezahlt werden, Als der Gendarm Münter das Gebäude verließ, wurde wesentlich betheiligt war. Am 27. Juni hat der Gerichtshof den wenn er die Ründigung erhält? Nach dem Gesetze hat er er von der Menge mit sehr wenig schmeichelhaften Ausrufen Antrag, die Zeugen wegen bringenden Verdachts des Meineids nur Anspruch auf eine Vergütung, die zu der für den empfangen. Der sonst so schlagfertige Beamte zeigte aber feine zu verhaften, abgelehnt. Als Zeuge vor dem Schwurgericht sagte ganzen Akkord verabredeten sich verhält, wie der von ihm Luft, auf die ihm zugerufenen schweren Beleidigungen zu Herr Möser aus:" Wir erklärten, ob ein dringender Berdacht geleistete Theil der Arbeit zit, der ganzen Akkordarbeit. reagiren. Er zog sich auf die zahlreich aufgebotene Schuhmann- des Meineids vorliege, wollten wir dahingestellt sein laffen. Wieviel er aber danach verdient hat, muß der Ar- fchaft zurück, und diese säuberte die Straße. Einige Berhaf- Eine Handlung unsererseits sei nicht nothwendig, da der Staatsanwalt ja die Verhaftung selbst anordnen könne." Am beiter beweisen. Aus der Praxis weiß jeder, daß dieser tungen wurden vorgenommen. Der Eindruck, den das Urtheil hervorrief, ist gar nicht zu 27. Juni hat Herr Möser dagegen selbst den Beschluß verkündigt, Beweis meistens dadurch unmöglich wird, daß der Meister schildern. Mit Thränen in den Augen saßen alte Männer daß der Antrag abgelehnt werde, da ein dringender Verdacht die Arbeit sofort sofort durch einen anderen Gesellen da und wollten das Furchtbare gar nicht faffen. Dem des Meineides nicht vorliege. Also das gerade Gegentheil! vollenden läßt. Uebrigens läßt fich dergleichen Gendarmen Münter muß es wohl etwas bänglich zu Muthe ge- Wir haben für den Ursprung des Frrthums eine Vermuthung: überhaupt nicht berechnen. Die Vorarbeiten zu einer größeren worden sein: inmitten einer starten Begleitung von Gendarmen Herr Landgerichtsdirektor Möser wird im Kollegium überstimmt Affordarbeit sind meist zeitraubend und wenig lohnend, und Schutzleuten begab er sich zum Bahnhof. Es bedunfte allen worden sein und hat bei der Verkündigung des Beschlusses der Gewinn kommt erst später, wenn sich einer eingearbeitet Burebens der besonnenen Elemente in der Masse, un diefelbe die Ansicht der Mehrheit wiedergegeben, während er jetzt mehr feine persönliche Ansicht ausspricht. Doch dies bleibt dahinhat. Den Schaben, wenn ber Akkord unterbrochen wird, von Graeffen abzuhalten. Das ist eben charakteristisch: alle Parteien, alle Ron- gestellt. Es genügt, daß er jetzt als 8euge das dürre Gegentheil hat stets der Arbeiter. Für diese Fälle thut eine Be- feffionen waren in der Masse vertreten, und doch erfüllte alle des damals Mitgetheilten bezeugt. Wenn sich ein hochgebildeter stimmung noth, daß bei Akkordarbeiten die Kündigung nur nur ein Gebante: die Verurtheilten find un- Jurist so irren kann, wird man den anderen Zeugen noch weit für den Zeitpunkt der Beendigung des Akkordes schuldig! eher einen Frrthum zu gute halten müssen." zulässig ist, und daß, wenn die Arbeit aus irgend einem So allgemein war die Annahme einer unbedingten FreiGrunde früher abgebrochen werden muß, der Arbeiter Ansprechung der Angeklagten, daß sogar in einer Essener Druckerei spruch darauf hat, für die geleistete Arbeit nach dem für schon einige Stunden vor der Urtheilsverkündigung. Flug Meineid und Buchthaus. Der Broschüre unferes Genossen Matthies:„ Schuldig oder Nichtschuldig?" entnahm der Braunschweigische" Volksfreund" folgende Ausführungen, welche mit Rücksicht auf den Ausgang des Effener Meineidsprozesses ein gewisses aktuelles Interesse beIm Zuchthause. tommen. -Von einem Fachmann" wenigstens was das Verurtheilt werden, Abrollen" von Zuchthausstrafen u. f. w. anbelangt wird dem Braunschw. Voltsfr." weiter geschrieben: * " n deren sich der Redakteur der Herner Zeitung", Kartenberg, Eine Verhandlung wegen Münter- Beleidigung schuldig gemacht haben sollte, sieht im Zusammenhange mit dem Essener Prozeß. Es handelt sich um den schon im Essener Prozeß erwähnten Vorfall, wo Münter den Meggermeister Der Herr Kantor E. Wießner im Zuchthause zu Lichtenburg Bernicke, als letzterer in etwas lauter Weise mit einem Kollegen sagte mir:„ Ich bin jetzt 30 Jahre hier im Buchthause thätig. unterhandelte, aufgefordert hat, den Platz zu verlassen, zum Ein Jahr Zuchthaus geht an einem gesunden Menschen so ziem ersten, zweiten, dritten Male. Obgleich Bernicke sich zum lich spurlos vorüber; zwei Jahre bedeuten einen Knacks fürs Gehen wandte, zog Münter blank und hieb dem Nichtsganze Leben; derjenige, der fünf Jahre Buchthaus abrollt", ahnenden, der absolut ruhig und anständig gewesen, über ist fürs ganze Leben ein gebrochener Mann. Es giebt den Rücken. Außerdem war in dem Artikel behauptet, daß Ausnahmen. Gefangene, welche Landarbeiter, Schlossermeister Münter des öfteren ruhig ihres Weges gehende Leute ohne So war ich denn fertig zum Abmarsch nach dem Zuchthaus oder Gastwirthe gewesen, werden in Lichtenberg an die Lichtenberg. Am 6. April 1893 traf ich dort ein. Ich mußte Drehbank gestellt. Binnen zwei Monaten müssen diese Braven Veranlassung angehalten, visitirt und mit Schimpfworten zunächst Haare laffen", dann lernte ich den Herrn Direktor" Pensum machen", z. B. zwölf Dugend Gardinenrosetten ab- belegt habe. Der Wahrheitsbeweis wurde indeß erbracht, tennen. Derfelbe fagte mir:" Wenn Du nicht vom ersten Tage örehen. Fehlen im dritten Monat, also den ersten Monat nach der Angeklagte freigesprochen, die Kosten der Staatskaffe zur an Dein Pensum machst, werde ich das Strafmittel der körper- der Lehrzeit, 1-10 Dutzend, so erhalten die Gefangenen 7 Tage Last gelegt. Bezeichnend für den viel genannten Münter lichen Büchtigung bei Dir in Anwendung bringen. Dasselbe wird Dunkelarrest bei Wasser und Brot. Fehlt im zweiten Monat ist es, daß er nicht nur gegen den Redakteur der Herner Tir passiren, wenn Du sozialdemokratische Agitation betreibst." wieder etwas, erhält der Mann 14 Tage. Im dritten Monat Beitung" Strafantrag gestellt, sondern auch die beiden Lieses alles hörte ich an" stramm" stehend, die Hacken zufammen fragt der Herr Direktor:„ Warum machst Du Dein Penfum nicht?" Metzgermeister wegen- Uebertretung einer Straßengenommen und die Hände an die Hosennath gelegt. Ich nahm" Ich bin zu hungrig." Herr Direktor: Gut, Du sollst so viel mir vor, durch gute Führung mir die Achtung der Beamten zu er- zu essen haben, wie Du willst." Gr erhält nun einen Monat polizeivorschrift angezeigt hatte. Wegen desselben, der werben. Das ist mir aber nicht gelungen. genug zu effen, erreicht aber doch sein Pensum nicht. Im fünften Herner Zeitung" entnommenen Artikels, ist übrigens auch Genoffe Matthies schildert nun was bereits in geftriger Monat tritt nun die Konferenz" zusammen, bestehend aus den der Lokalredakteur der Rheinisch- Westfälischen ArbeiterNuminer des Vorwärts" mitgetheilt worden wie er sieben höheren Beamten, Pfarrer, Lebrer; Wertmeister, Aufseher werden Beitung" Genosse Block, angeklagt. Ob wohl die VorTage Duntelarrest bet Waffer und Brot zubiftirt bekam, weil er gehört. Grkannt wird auf 15 Beitschenhiebe. Der Gefangene gesetzten des Herrn Münter jetzt noch auf der Durch den ihn beschäftigenden Fabrikanten Langenbeck um ein Stück wird von den Kalefaktoren bis auf Hemd und Unterhosen entführung dieses zweiten Prozesses bestehen werden? Brot bat, und wie er 14 Tage derselben Strafart erdulden kleidet, auf den Fuchs" geschnallt, mittels Schraubvorrichtung mußte, weil er in der Kirche während der Rede des Pastors ge- wird das Sigfleisch in die Höhe gebracht( die Hose sitt straff) Selbst in der bürgerlichen Presse mehren und ver hustet haben sollte. Mathies fährt dann in seiner Schilderung der Herr Aufseher nimmt leise die Peitsche zur Hand wie folgt fort: erste Hieb durchsauft die Luft und der Gefangene( auch die schärfen sich die abfälligen Urtheile über das Erkenntniß 7 weitere Tage erhielt ich, weil ich in einem Briefe an meine sogenannten starten Männer") beginnt zu weinen. Der Herr der Effener Geschworenen und die Rolle, die die AnklageSo schreibt die Frau in ernsten Worten zur Vorsicht bei Annahme von Weihnachts- Hausvater zählt: Eins! Nach zwei Minuten erfolgt ein behörde in dem Prozeß gespielt hat. gefchenfen ermahnte. zweiter Schlag u. f. w. Nach den ersten 4 bis 5 Sieben wird Kölnische Volkszeitung"( dem Zentrum angehörig): Im übrigen habe ich recht viel Hunger gelitten. Ich will die Hose roth. Endlich, nach 30 Minuten, ist die Exekution" Ohne an der Gewissenhaftigkeit und Unparteilichkeit der aber anerkennen, daß ich ein volles Jahr mir wöchentlich ein beendet. Der Delinquent wird abgeschnallt, die Ralefaktoren Effener Geschworenen irgendwie zweifeln zu wollen, müssen wir aber gestehen, daß wir zu einem Schuldig" uns nicht hätten Pfund Brot taufen durfte. D. h. ich durfte jede Woche 45 Pf. fassen ihn unter die Arme und bringen ihn in seine Belle Einen Monat später wiederholt sich entschließen fönnen, wenn der Eindruck zutreffend war, für Zusaglebensmittel( Schmalz und Brot) ausgeben, während oder ins Lazareth. anderen nur 36 Pf. gestattet waren. Dies geschah auf An- die Sache.. Ter Jammermann erhält 30 Peitschenhiebe in den wir aus den Berichten gewonnen haben. Das ganze Aufordnung des Arztes. zwei Portionen heute 15 und morgen auf das gehauene und treten des Gendarmen Münter insbesondere, den der Vorsitzende Einige Abwechslung brachte für mich die ,, Katechese". Das ist: geschwollene Hintertheil noch einmal 15 Hiebe. Damit find die ja auch mehrfach zurechtweisen mußte, macht einen ungünstigen jede Woche hatte ich mit 30-70 Gefangenen eine Stunde Re- Strafmittel erschöpft. Die füßen Trauben der edlen Drechsler- Eindruck. Er ist nach Zeugenaussagen ein Mann, der sehr leicht ligionsunterricht. Hier war freier Meinungsaustausch. Ich habe tunst hängen für den Mann zu hoch. Er kommt zur Stric dreinhaut; er verweigert mehrmals die Aussage, weil er fürchtet, mich nach besten Kräften bestrebt, die sozialistische Weltanschauung maschine, wo sich dieselbe Sache in Grün" eventuell wiederholt. sich selbst dadurch strafbar zu machen; er hat mit verschiedenen verfiändlich zu machen. Dies ist für den preußischen Staat gänzlich Zur Ehre der Menschheit wollen wir annehmen, es sei wahr, Beugen sich vorher über ihre Aussage besprochen; er hat gefahrlos, da die Mehrzahl der Buhörer aus( geiftigen) Klößen bestand. was sich die Suchthäusler erzählen, daß unter 40 Aufsehern nur vergeffen, ob er einige Augenblicke vorher gesagt hat, seine Sache Erfolg habe ich natürlich weiter nicht erzielt, wohl aber der einer ist, der die Strafe der förperlichen Züchtigung vollstreckt. stehe gut, während er ganz genau sich erinnert, daß er bei der Herr Pastor, wenigstens glaube ich ihm einige volkswirthschaft- Er erhält für jeden Hieb 10 Reichspfennige, die der Gefangene Ausweisung Schröder's die eine Hand am Säbelgriff, die andere liche Kenntnisse beigebracht zu haben. bezahlen muß. Bei Brustkranken wohnt der Anstaltsarzt, geballt hatte; er ist voreingenommen, wie die unbegründete Anbewaffnet mit einem Thermometer, der Grefution bei und erhebt schuldung gegen Dr. Niemeyer zeigt. Wir halten ihn nach allem Einspruch, wenn er Lebensgefahr wittert. Für wirklich Kranke für einen Beamten, dem zuzutrauen ist, daß er leicht Hand an hat man an stelle der Peitschenhiebe den Latten arrest. Fußboden legt". Nun giebt er selbst zu, so scharf an Schröder herangetreten und Wände einer schweinetobengroßen Belle sind mit eckigen zu sein, daß dieser vor Schreck" binfiel, nur angefaßt will er ihn Latten benagelt, 15 Peitschenhiebe find gleich 14 Tage Latten- nicht haben. Das ist eben der strittige Punkt. Ein Theil der arrest. Dieses nennt man Kultur, Zivilisation, Humanität. Beugen will das Anfassen gesehen haben, ein anderer nicht. Der Eines Tages fragte ich:" Herr Pastor, haben Sie schon viel Sozialisten im Zuchthause getroffen, giebt es in Sonnenburg viel?" Er antwortete:" Raum, nie, ich bin zehn Jahre Buchtheuspastor, Sie sind der erste Sozialist, den ich kennen gelernt habe. 1 1 " 1 der * " * Vorfall hat sich in wenigen Gefunden in tumultuarischer Weise| wenn diefelben, wie es jetzt der Fall ist, patriotische Feste feiern."| lautet, Ende biefer Woche veröffentlicht werden. Wahr abgespielt. Nun nehme man eine Anzahl beliebiger Leute, die einige Wir wollen nicht, daß die jeßigen Staatsbehörden den scheinlich wurde mit der Veröffentlichung gewartet, bis durch Monate später das Geschehene genau beschreiben sollen. Wie viele Sozialdemokraten auch nur das geringste Unrecht zufügen, son- die Nordd. Allgem. 3tg." das Publikum über den Standwerden da in ihren Angaben übereinstimmen? Die einen haben dern daß sie dieselben in allem, wo sie sich auf dem Boden punkt der Regierung informirt wurde. Wir kommen nach Er in dem Getümmel nicht alles genau sehen können, meinen aber bürgerlicher Pflicht bewegen, mit allen anderen Bürgern als scheinen des Berichts auf die Handwerkerkonferenz und die alles gesehen zu haben; die anderen haben vielleicht im kritischen völlig gleichberechtigt behandeln aber wo fie als Sozial- Artikelferie der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" zurück. Augenblick gerade anderswohin gesehen. Nun wird vielfach demokraten, als Revolutionäre auftreten und für ihre Bestrebungen Die Reichsregierung betont, daß sie gegen den Be von der Sache gesprochen; der Gendarm hat den Schröder hins agitiren, haben sie selbst die Voraussetzungen zerstört, welche jene fähigungsnachweis ist, in diesem Sinne hat sich auch der Reichsgeworfen, heißt es, er hat ihn gestoßen, er hat ihn in den Nacken Gleichberechtigung bedingen." tanzler dem Wiener Handelskammer- Präsidenten gegenüber ausgefaßt, er hat ihn einmal, er hat ihn zweimal hingeworfen. gesprochen. Aus dem dritten Artikel, den die„ N. A. 3." gegen Leute von der Bildung wie diejenigen, mit denen man es hier bie zünstlerische Presse bringt, heben wir heute schon die folgende zu thun hat, wissen schließlich selbst nicht mehr genau zu unterStelle hervor: scheiden zwischen dem, was sie gesehen haben, und dem, was fie In einer der letzten Sizungen der Handels- und Gewerbe. gehört haben. schieden: Und jetzt vergegenwärtige man sich den von uns so oft den Konservativen ins Gedächtniß gerufenen Satz der Verfassung: ,, alle Preußen sind vor dem Geseze gleich" erstaune, daß der Reichsbote" sich gegen unseren Vorwurf des Jesuitismus beklagt. " Deutsches Reich. Wir wollen mit den vorstehenden Ausführungen feineswegs fammer zu Wien wurden u. a. folgende Fragen gestellt und entfagen, daß man den Schröder und Genossen sowie den zu ihren Frage: Können Spengler( Klempner) zur Herstellung und gunsten aussagenden Zeugen hätte Glauben beimessen sollen, den Reparatur von Blizableitern als befugt angesehen werden? übrigen nicht; nichts liegt uns ferner. Wohl aber sind wir der Antwort: Die Fertigkeiten des Spenglers, welche sich blos Ansicht, daß beide Theile ihre Aussagen in gutem Glauben gemacht haben können. Die Punkte, in denen sie auseinandergehen, sind zu un- über Marr und Engel 3. Die„ Nordd. Allg. 3tg." ver- von Blizableitern keinesfalls bethätigt werden, und ebenso= Norddeutsche Allgemeine Beitung" auf die Blechbearbeitung beschränken, tönnen bei der Herstellung bedeutend, als daß man bewußte unwahrheit anzunehmen braucht. nichtet heute Marg und Engels in einem Leitartikel. Derselbe wenig kann man das Spenglergewerbe als ein mit dem hierzu Wenn Gendarm Münter selbst zugiebt, so scharf" an Schröder beginnt mit folgenden Säßen:„ In der That, wenn man dem berechtigten Schlosser, Schmiede- oder Mechanikergewerbe vers " herangetreten" zu sein, daß dieser„ vor Schreck" hinfiel, dann sind Begriff des„ Wissenschaftlichen" eine solche Ausdehnung geben will, wandtes Gewerbe bezeichnen, wenngleich Spenglergehilfen wegen doch diejenigen Zeugen, die behaupten, er habe ihn nicht angefaßt, daß jede einigermaßen geordnete Gedankenarbeit in seinen Bereich ihrer Vertrautheit mit Dacharbeiten bei der Aufstellung von Blizziemlich eben so weit von diesem Zugeständniß ab, wie diejenigen, fält, so wird man nicht umhin können, den beiden Begründern ableitern häufig zur Verwendung kommen. Im Sinne dieser Erdie das Anfassen gesehen haben wollen. Noch fleinlicher ist der ber radikalften unter den sozialistischen Theorien unseres Jahr Streit ob einmaliger oder zweimaliger Fall, ob Schröder aus bunderts in der Liste der wissenschaftlichen Schriftsteller des dem Saale hinausgeftrauchelt oder gekrochen ist. Wollen wir, wie gesagt, der Ehrenhaftigkeit der Effener Ge Beitalters einen Platz einzuräumen." schworenen in keiner Weise zu nahe treten, so verstehen wir doch nicht, wie man überhaupt wegen einer solchen" appalie" einen großen Meineidsprozeß in Szene setzen kann." " " fönnen. wägung muß sich die Kammer dahin aussprechen, daß Spengler zur Herstellung von Blizableitern nicht berechtigt sind, und daß die hierzu berechtigten Gewerbe der Schlosser, Schmiede und Mechaniker mit jenem der Spengler nicht als verwandt angesehen werden Dachungen auf faltem Wege( ohne Löthung, sondern bloß durch Frage: Ist ein Dachdecker berechtigt, Firstbleche für Mieten) anzufertigen und auf dem Dache zu befestigen? Antwort: Ein Dachdecker ist nicht zur Herstellung, wohl aber zur Anbringung der Firstbleche berechtigt. Grundgedanken, auf welchen ihre geistige Arbeit beruht, nicht Das schließt aber die Möglichkeit nicht aus, daß unter den ein einziger sich befindet, der eine bis dahin nicht erkannte, be: deutsame Wahrheit so glücklich formulirte und so unanfechtbar Gegen die Verunglimpfung unseres Partei begründete, daß von einer wirklichen und dauernden Bereicherung genoffen Schröder durch die Volksstimme" in der Wissenschaft gesprochen werden kann. Nicht blos bei Engels, Frankfurt a. M. faßte dort eine Parteiversamm- sondern auch bei Karl Mary trifft dies thatsächlich zu. Keiner Tung am Dienstag folgende Resolution, worin gegen den ber beiden" Dioskuren" hat einen selbständigen Gedanken von Gewerbe bar oder ist sie unter eines der handwerksmäßigen Gebetreffenden Artikel protestirt und dann weiter gesagt wird, grundlegender Bedeutung hinterlassen, der als ein Schatz für Gewerbe dar oder ist sie unter eines der handwerksmäßigen Geimmer" unser gesichertes Wissen von den Gesezen, welche das werbe zu rechnen? die Versammlung wirthschaftliche Leben des Volkes beherrschen, wirklich vermehrt." Antwort: Die Herstellung von Möbelfedern ist als ein freies Diesen Aeußerungen durch Sachkenntniß ungetrübter Ge- Gewerbe zu betrachten. hässigkeit wollen wir nicht unser Urtheil, sondern ein Zitat aus Frage: Muß zur selbständigen Ausübung des Gewerbes der Universitätsverwaltung für die Universitäts- Ausstellung in Chicago erbracht werden? einer amtlichen Publikation, aus der im Auftrage der preußischen Riftenerzeugung der Befähigungnachweis für das Tischlergewerbe verfaßten Arbeit über„ Die deutschen Universitäten"( herausgegeben Antwort: Blos ganz einfache genagelte Riften, die weder von Prof. Lexis, Verlag von Asher u. Cie.) gegenüberstellen. gezinkt, geleimt oder gehobelt find, dürfen nach Ansicht der Kammer In dem Abschnitt über Volkswirthschaft und Finanzwissenschaft erscheint jedoch der Antritt des Gewerbes der Riftenerzeugung, auch von Zimmerleuten hergestellt werden, nichtsdestoweniger ( Band I S. 575) urtheilt Prof. Diezel folgendermaßen: da dies die Befugniß zur Herstellung aller Arten von Kisten in sich begreift, an die Erbringung des Befähigungsnachweises für das handwerksmäßige Gewerbe der Tischler gebunden. Diese Proben aus einem Sigungsprotokoll der Wiener Handels- und Gewerbekammer mögen genügen. Die„ National- Beitung" bemerkt hierzu: fieht keinen Grund dafür ein, einem aus solchen Anlaß auf Jahre ins Zuchthaus scheidenden Genossen einen etwaigen Fehler liegenden Sache in gar keinem Zusammenhang steht, und ebenso vorzuhalten, wie den bei der Kaiserdeputation, der mit der vor wenig hält sie es für passend, daß in diesem Augenblick erklärt wird, die westfälischen Arbeiter werden anstatt Schröder's gar bald einen Führer finden, der noch beffer als er die Juter effen der Bergleute zu vertreten weiß". Sie schenkt ferner auf grund der Berichte der„ Boltsstimme" selbst der Versicherung des Genossen Schröder sowie der anderen Genoffen vollen Glauben darin, daß Schröder nicht betrunken gewefen. Deshalb hat es auf sie nicht den mindesten peinlichen Eindruck" gemacht, daß Schröder sich gegen einen unberechtigten Vorwurf verwahren mußte, eine Gefahr, Die bei den heutigen Verhältnissen jebem Genoffen bevorsteht. Völlig unangebracht ist auch der Vorwurf gegen Schröder wegen dessen Antwort:„ Er sei sehr mäßig im Trinken und nehme nie mehr, als er vertragen tann." Wir halten die Antwort für vollkommen forrekt. Schließlich erwartem wir von jedem unserer sogenannten Führer, daß er zu jeder Zeit in der angebrachten Weise für das Parteiinteresse eintritt, wobei er freilich ohne seine Schuld flegelhafte Burufe feitens unferer Gegner nicht immer wird vermeiden können. Der Artikel erscheint uns daher als taktlos und ungerecht." Die Redaktion der Volksstimme" veröffentlicht nun eine Erklärung, worin sie sagt: " Die wichtigsten Beiträge deutschen Denkens zur Theorie bilden die Anklage- Atte, welche der wissenschaftliche Rollektivismus gegen die herrschende Ordnung richtete. So viel man an ihrer schwarz in schwarz malenden Analyse der„ Bourgeoisökonomie" auch tadeln mag, die„ Sozialen Briefe" Robbertus' und Mary' In der österreichischen Monarchie müssen alljährlich viele Rapital"( 1867) find gleichwohl Leistungen ersten Ranges. Sie hunderte ähnlicher Streitfragen entschieden werden. Und aus näher zu charakterisiren, liegt außerhalb des Rahmens meiner einer solchen fortlaufenden 5ehördlichen Hemmung der Aufgabe. freien Arbeit soll eine neue Blüthe des Handwerks Während diese Arbeiten die Wirkungsweise des Syſtems ber Ostelbisches. In Labiau ist es am 16. d. M. zu hervorgehen! freien Konkurrenz nach allen Seiten kritisch zergliederten, hat die einem Zusammenstoße wischen Arbeitern und deutsche Universitätswissenschaft sich auf Rlarlegung einzelner Polizeibeamten getommen, in deffen Verlauf der Arbeiter Punkte beschränkt." Hermann Fischer getödtet und die Arbeiter Ludwig Wir überlassen es jedermann, ob er dem Urtheile eines dem Wottrich und Hermann Witt schwer verwundet Sozialismus feindlich gegenüberstehenden Sachverständigen in worden sind. Veranlassung zu dem Zusammenstoß war nach Unser Leitartikel„ Gin meineidiger Arbeiterführer" hat durch einer amtlichen Denkschrift der Regierung oder den Eselsfußtritten dem vorliegenden Bericht das von dem Schneidemühlenbesitzer eine undeutlichkeit im Ausdruck unter den hiesigen Parteigenoffen eines unwissenden auf Bestellung arbeitenden Zintentuli's mehr Stalweit an die städtische Polizei gerichtete Ersuchen um Hilfe wie in der Presse viel Staub aufgewirbelt. Wir stehen selbsts Bedeutung beimeffen will. gegen 9 Holzarbeiter, die auf seinem Holzhofe die Arbeit aus verständlich auf dem Standpunkte, den alle Genoffen dem Ausgange bes u verlassen, keine Folge leiſteten. Die Arbeiter sind der Aufdes Essener Prozesses gegenüber einnehmen. Wir haben ausdrücklich Dets- Groß Wartenberg ist nunmehr auf den 17. Septeniber cr. forderung der städtischen Polizisten und des berittenen Gendarmen - Die Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreise gesetzt hatten, Unfug verübten und seiner Aufforderung, den Hof erklärt: wir hätten geglaubt, daß der Prozeß mit der Freisprechung der Angeklagten endigen würde." Wenn wir trotzdem festgefeßt. Hoffmann, deffen Beistand von letterem angerufen war, nach sagen, daß die Geschworenen nach bestem Wissen und Gewissen Sparsamteit im Reiche beg Herrn Hause zu gehen, nicht nachgekommen, haben sich vielmehr zunächst Die Ueberzeugung, gewonnen haben, daß die angeklagten Berg v. Stephan. Die Telegraphistenstellen auf kleineren und auf dem Hofe und hinterher, nachdem sie schließlich auf Bureden Leute wiffentlich einen Meineid geschworen haben", so ist dadurch mittleren Stationen sollen nach einer neueren Verfügung, wie des Stalweit den Hof geräumt hatten, auf der Straße an den natürlich der Spruch den Geschworenen ins Gewissen geschoben. die Schles. Beitung" hört, verringert und durch diätarische erseht Polizisten thätlich vergriffen. Bei dieser Gelegenheit hat der Was wir darüber denken, durften wir nicht ausdrücklich aus werden. Es soll demnach auf, den erwähnten Stationen min- Gendarm Hoffmann nach mehrmaliger fruchtloser Verwarnung sprechen. Wir schreiben jede Beile unter den Augen der Staats- beftens je ein Stationsdiätar im Telegraphendienst beschäftigt von seiner Schußwaffe Gebrauch gemacht und mit drei Schüssen anwaltschaft. Es vergeht in letzter Beit fast teine Woche, daß sein. Der Grund dieser Maßnahme ist darin zu suchen, daß den Arbeiter Fischer getödtet, die beiden anderen verwundet. Die nicht gegen uns ein Brief vom Gerichte einläuft. Hätten wir in Erkrankungsfällen von Stationsbeamten gleich Ver- beiden Verwundeten befinden sich im städtischen Krankenhause zu ein Wort der Kritik an den Wahrspruch der Ge- tretung zur Hand ift. Der Telegraphendienst wird Labiau in ärztlicher Behandlung. Die Untersuchung ist ein dann von Unterbeamten übernommen. Es werden dadurch nicht geleitet unb der Gendarm Hoffmann bis auf weiteres vom Dienst nur die Vertretungskosten gespart, sondern die Stationsdiätare erhalten auch in den meisten Fällen weniger Gehalt als die Telegraphisten. entbunden. 〃 schworenen geknüpft, so wäre sicherlich wieder gegen uns vorgegangen worden. Der Ausdruck meineidiger Arbeiterführer" muß demnach in Gänsefüßchen gedacht werden. So die Berliner Korrespondenz" des Ministers v. Röller, Was wir mit dem Artifel beabsichtigten, ist gleichfalls wohl infolge einer zu kurzen Ausführung mißverstanden worden. Wir Für den mit minifterieller Poftweisheit nicht begnadeten beutsche Allgemeine Zeitung" zugiebt unzufriedenheit bie selbstverständlich verschweigt, daß wie selbst die„ Nordhaben lediglich und allein das Partei- Intereffe im Auge gehabt, Sterblichen sind die großen Vortheile für den Dienst im Poft der Arbeiter mit ben ihnen bisher gezahlten imdem wir voraussetzten, daß die Reptilienpresse den Anlaß wesen nicht ersichtlich, tlar ist es aber für jeden, daß troß der 2öhnen und Erbitterung über die Vers wieder benußen würde, um zu zeigen, daß die Arbeiterführer großen Ueberschüsse, trotz der ständigen Vermehrung der höchst weigerung beffern Lohns die Ursache war, daß die frivole Meineibe schwören und die Religion in Wolfe unter bezahlten Stellen in der Postverwaltung bei den Gehältern der Arbeiter Skandal machten, worauf sie der Schneidemühlen= graben". Wir geben zu, daß wir zur Unzeit die Abwehr dieses niedrigen Beamten gespart werden soll. Die Poft ist eben einer Besitzer vom Hofe verwvies, falls sie nicht arbeiten wollten, Borwurfes unternommen haben. Auch bedauern wir, daß wir der berühmten staatlichen Musterbetriebe in Preußen Deutschland. welchem Geheiß sie nicht nachtamen, zumal sie stark angetrunken bei dieser traurigen Gelegenheit, veranlaßt durch das inforrette Siehe übrigens die kaiserliche Botschaft vom 4. Februar 1890. waren. Die Leute gehören selbstredend keiner gewerkschaftlichen oder Berhalten Schröder's beim Roblenarbeiter- Streit, dem Verurtheilten Die Enquete des preußischen Handels. politischen Arbeiterorganisation an, sonst wären sie gefcheidter persönlich zu nahe getreten sind." ministeriums über die Wirkungen der Sonntagsruhe im gewesen, hätten sich nicht betrunken und sich mit den PolizeiWir müssen gestehen, daß mit dieser lendenlahmen Er- Handelsgewerbe hat sich bekanntlich blos auf Unifragen bei den beamten nicht in einen Konflikt eingelassen, der auf alle Fälle flärung unser Frankfurter Parteiblatt die Situation, in Geschäftsinhabern bezw. deren Korporationen, vor allem bei den zu ihrem Schaden ausschlagen mußte. Es versteht sich, daß die welche es sich durch seinen unverständigen Leitartikel gebracht Handelskammern beschränkt. Erhebungen bei den Angestellten, Bolizisten mit den Arbeitern nicht in der Weise gesprochen haben bat, nur noch wesentlich verschlimmert. Taktische Schnitzer Ermittelungen über veränderte Gewohnheiten der Konsumenten tönnen, die sich gereizten und nach der Schilderung der NordAllgemeinen Zeitung" noch dazu angetrunkenen fönnen jedem passiren und wir waren geneigt, in dem Artikel nur bei ihren Einfäufen scheinen gänzlich unterlassen worden zu sein. deutschen Allgemeinen Zeitung" noch einen solchen zu erblicken. Nachdem uns aber jetzt die Pedaktion fünfstündigen in zwei Theile zerfallenden Ladenzeit beziehungs- nehmen, haben die deutschen Polizeibeamten aber nicht nöthig. einen solchen zu erblicken. Nachdem uns aber jetzt die Bedaktion Demgemäß sprechen sich die Antworten für Beibehaltung der Menschen gegenüber allein schickt. Derartige Rücksichten zu selbst mittheilt, daß wir wollen uns milde ausdrücken weise für die Ausdehnung derselben und eine Verlegung in Berantwortlich für die Folgen sind deshalb weniger fie, als die - der Respekt vor der Staatsanwaltschaft die Feder bei Stunden, welche den Werth der Sonntagsruhe für die Gehilfen Herren an den grünen Tischen zu machen, die dem Polizeiweniger dem unseligen Artikel geführt hat, da bleibt für die obige noch mehr vermindern aus. So hat sich die Handelskammer für beamten das Recht geben, unter gewiffen Umständen dem Staats Entschuldigung kein Platz mehr. So flar wir uns aber auch Aachen und Burtscheid dahin geäußert, daß ein Anwachsen angehörigen nach seinem Ermessen blaue Bohnen in den Leib zu über die schwierige Stellung unserer Presse der Staats- des Gewerbebetriebes im Umherziehen infolge der Sonntags- jagen.und Strafgewalt gegenüber sind kein Parteiblatt hat rube Bestimmungen zweifellos stattgefunden habe, daß es mehr darunter zu leiden als wir-, so müssen wir doch jedoch angesichts der überaus von einander abweichenden Wünsche auf das entschiedenste dagegen protestiren, daß um dieser waaren u. s. w. andererseits handelnden Geschäftsinhaber im der mit Lebensmitteln u. saw. einerseits oder mit Manufaktur Schwierigkeiten willen die Interessen der Partei oder ein- allgemeinen bei den bisherigen Verkaufsstunden zu belaffen sei. zelner im Kampfe stehender Genoffen preisgegeben werden. Auf grund des§ 105e der Gewerbeordnung wünscht die HandelsWer nicht die Kraft in sich fühlt, die in unserem Kampfe fammer immerhin für die Bäckereien eine Verkaufszeit von mit allen herrschenden Gewalten unvermeidlichen schweren 6 bis 9 Uhr morgens und 2 bis 5 Uhr nachmittags, für die Opfer zu bringen, der möge aus den vorderen Reihen in die Reserve zurücktreten. Für Rechnungsträgerei oder gar Berleugnung unserer von feindlicher Niedertracht verfolgten Genossen ist kein Play in unseren Reihen. Die Grundsätze der preußischen Verfassung von der Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Geseze in den Wind zu schlagen und lediglich im Intereffe der eigenen Klasse die Rechtlosmachung der Sozialdemokraten zu fordern, das ist das Vorrecht der staats. erhaltenden Barteien und ihrer Presse. Von diesem Vorrechte machen sie anläßlich der Besprechung des von uns veröffentlichten Attenstückes reichlich Gebrauch. So schreibt der frumbe„ Reichsbote": Es ist geradezu lächerlich und schlägt aller Logik und Vernunft ins Angesicht, wenn der Vorwärts" von der Behörde verlangt, die Behörden sollten die Sozialdemokraten, die mit allem, - Das Harburger Schöffengericht und der dolus eventualis. In der Harburger SchöffengerichtsWeniger, den Drucker Weber und den verantwortlichen Redakteur Verhandlung vom letzten Weittwoch murde gegen den Verleger Seinrich Kauffmann vom Harburger Voltsblatt" verhandelt. Dieselben waren angeklagt, einen Herrn Gd. Gillhausen öffentlich beleidigt zu haben, indem durch ihr bewußtes Bu fammenwirken" der beleidigende Artikel in dem„ Volksblatt" Bigarrengeschäfte eine solche von 11 bis 2 Uhr mittags und aufgenommen wurde. Verleger und Drucker erzielten 6 bis 9 Uhr abends, das letztere mit der Maßgabe, daß Gehilfen Freisprechung, da das Gericht sich nicht davon Gine Freigabe des Zeitungsverkaufs seitens der Bahnhofsbuch- nahme schuldig seien. Der Redakteur Kauffmann wurde zu nur fünf Stunden zur Thätigkeit herangezogen werden dürfen. überzeugen tonnte, daß sie einer bewußten Theil. handlungen und zwar während des ganzen Tages hält die 100 m. Geldstrafe und Tragung der Kosten verurtheilt. Der Handelskammer gleichfalls für wünschenswerth. neitt. Amtsanwalt hatte gegen die Genossen Weniger und Weber Vereinfachung der Arbeiterverficherung. 30 resp. 50 M. Geldstrafe, gegen Kauffmann 14 Tage GeDie Münch. Neuesten Nachrichten" melden aus Berlin: Der fängniß beantragt. Der gefährliche Harburger„ dolus" Nr. 1 Reichstanzler hat eine Anzahl von Sachverständigen mit den ist durch dieses Urtheil vernichtet. Vorarbeiten für einen Gesetzentwurf betr. die Vereinfachung Die Guillotine wird nun in Württemberg eifrig bezw. Vereinigung der drei bisher getrennten Arbeiter- Versiche angewandt. Im letzten Monat wurden zwei Verbrecher mit dem rungs- Institute beauftragt. Fallbeil vom Leben zu Tode gebracht, nachdem 50 Jahre lang Beranlassung hierzu sollen nicht die hohen Verwaltungs- fein Todesurtheil vollstreckt wurde. Auch hierin zeigt sich, daß kosten, sondern die sich häufenden Differenzen unter den wir immer tiefer auf der Bahn der Reaktion in allen Erscheis verschiedenen Versicherungen und wohl auch die beabsichtigte nungen des staatlichen Lebens hinuntergleiten. Einschränkung der Selbstverwaltung der Krankenkassen durch die Arbeiter sein. Defterreich- Ungarn. Krieg im Frieden. Der Kurjer Lwowski"( Lem-Apotheterfrage. Die 24. Generalversammlung des was sie als solche thun- ob fie Artikel schreiben, Reben halten deutschen Apothekervereins hat auf Antrag seines Borstandes die berger Kourier) berichtet: Während des leßten Manövers der oder Lieder fingen, den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung vorzubereiten und anzubabnen suchen, bei freie Niederlassung aller Apotheker befürwortet. ihren öffentlichen Sundgebungen, auch wenn sie revolutionäre Zur Handwerterfrage. Der amtliche Bericht Feste feiern, ebenso behandeln wie die übrigen Staatsbürger, über die Verhandlungen der Handwerkerkonferenz soll, wie ver= hiesigen Garnison nahm eine Kavallerie- Attacke auf das 24. Infanterie Regiment einen so unglücklichen Verlauf, daß 30 Infanteristen unter die Pferde kamen und schwere Verlegungen erlitten. Da muß man meisten nicht gekannt und von manchen Rennern mit Stills schweigen übergangen wird." Gewerkschaftliches. Frankreich. Jn 2udenwalde tam in einer Parteiversammlung der es wirklich so sei, wie mir die Seeleute öfters erzählten. Die 3um Streit von Carmaux wird uns aus Paris unterm Referent H. Tabbert zu dem Schluß, daß das Agrarprogramm Kohlenzieher find meistens Handwerksburschen, die, sobald das 21. August geschrieben: In dem bereits früher erwähnten Schreiben, zu verwerfen sei. In der Diskussion sprachen mehrere Redner Schiff in See ist, seetrant werden, in unmenschlicher Hize hart das die Glasarbeiter von Carmaux in ihrer am Sonntag statt. in demselben Sinne. Eine dahingehende Resolution wurde ein- arbeiten müssen, oft noch mit vielen Brandwunden bedeckt, welche sie trotz der größten Vorsicht bekommen haben. Dazu gehabten Versammlung an den Direktor der Glashüttenwerke, stimmig angenommen. Rességuier, abzusenden beschlossen hatten und das zugleich eine Die in Freienwalde a. D. abgehaltene Parteikonferenz kommt dann die rohe, oft brutale Behandlung von seiten Antwort auf dessen durch die Havasagentur verbreiteter Brief für den neumärkischen Kreis Königsberg, auf der einzelner Oberheizer, Maschinisten u. f. w. ist, in welchem er erklärte, alle Arbeiter mit Ausnahme der 20 Delegirte anwesend waren, beauftragte nach dem Vortrage sich wundern, daß nicht mehr Selbstmorde geschehen. Ich ,, Streitführer", der„ Agitatoren", die jede Arbeit unmöglich machen, Antrid's aus Berlin den Delegirten zum Breslauer Parteitag, möchte hierbei bemerken, daß viele Handwerksburschen nur die wieder aufnehmen zu wollen, heißt es u. a.:„ Sie verlangen von gegen die Vorschläge der Agrarkommission zu stimmen, mit Aus- Noth dazu treibt, Kohlenzieher zu werden. Von Heizern, welche uns, daß wir außer Baudet und Pelletier diejenigen opfern, die Sie nahme derjenigen, die geeignet sind, der arbeitenden Klasse, be- auf den deutschen Passagierdampfern gefahren haben, sind mir oft haarsträubende Sachen erzählt worden, wie man die Streitführer nennen. Wir brauchen weder die Namen noch ziehentlich dem Gesinde Vortheile zu verschaffen. wenn sie die Zahl derer zu kennen, die Sie maßregeln wollen, um Ihnen In Wilster in Schleswig- Holstein führte der Referent die armen Roblenzieher peinigt, energisch zu antworten: Nein! Es giebt keine Rädelsführer Martitke aus Hamburg aus, daß das, was brauchbar in dem nicht so arbeiten tönnen, wie sie follen. Daß unter uns. Unsere Beschlüsse werden immer in voller Freiheit Agrarprogrumm ist, schon im Erfurter Programm stehe; dem weil die meisten Kohlenzieher an den Ankunftspläßen weglaufen. gefaßt. 28ir haben Kameraden, denen wir gewertschaftliche übrigen Theil des Entwurfs könnten wir als Sozialdemokraten Funktionen übertragen haben und die wir gebeten haben, uns unsere Zustimmung nicht geben. Die Agrarkommission könne be- wäre interessant zu erfahren, wie viel Kohlenzieher von den Ihnen gegenüber jedes Mal zu vertreten, wenn es sich darum stehen bleiben, um den Genossen im Landgebiet Material zur Hier ist ein wunder Punkt im Seemannsberuf, der von den handelte, eine ftrittige Angelegenheit zu schlichten oder einen Konflikt Landagitation zur Verfügung zu stellen. hintanzuhalten. Wenn es wahr ist, daß, wie Sie sagen, einige unserer In einer Parteiversammlung in Frankfurt a. M. begann Kameraden von uns besonders gehört werden, was haben Sie das Mitglied der Agrarkommission Dr. Quard ein Referat ihnen vorzuwerfen? Es sind nur Rathschläge der Mäßigkeit über das Agrarprogramm, das in einer zweiten Versammlung und Klugheit, die sie ertheilen. Vor drei Monaten haben wir fortgesetzt werden wird. Nach einer historischen Einleitung, worin in der Frage der Ausschußwaaren( es handelte sich dabei um er u. a. angab, daß Kautsky im Jahre 1880 in den eine Berkürzung der Einnahmen der Glasarbeiter), ohne irgend Richter'schen Jahrbüchern die Agitation unter den Bauern Achtung, Glaser! Einem Beschlusse unserer letzten Generals einen Widerstand zu versuchen, nachgegeben. Klagen Sie unsere gefordert und zum theil ganz ähnliche Forderungen auf versammlung entsprechend haben wir in verschiedenen StadtDelegirten und Freunde an, Aufwiegler zu sein? Leithin haben gestellt habe, wie jetzt die Agrarfommission in ihrem Entwurf, theilen Berlins Bahlstellen eingerichtet. Die Zahlabende wir das Schiedsgericht akzeptirt und die Arbeit unter den von Ihnen wies Quard den Vorwurf zurück, die Agrarkommission habe in finden regelmäßig an jedem Sonnabend abends von 8-10 Uhr gestellten Bedingungen aufgenommen. Wollen Sie diejenigen, die Sie äußerster Eile und mit nervöser Haft gearbeitet. Der weitere ftatt. Auch ist daselbst die„ Glaser- Zeitung" in Empfang zu Rädelsführer nennen, dafür bestrafen, uns teine anderen Rath Vorwurf, daß dem Entwurf feine Begründung beigegeben worden nehmen. Die Zahlstelle in NW. befindet sich bei Herrn Köhler, schläge ertheilt zu haben? Was verlangen Sie von uns und sei, hätte auch dem Entwurf des Erfurter Programms gemacht Restaurateur, Calvinstr. 11. Die Zahlstelle in W. bei Kollege wie weit sollen wir uns erniedrigen, um Arbeit und Brot zu bewerben fönnen. Ueberhaupt sei feinem Programm- Entwurf Märtens, Blumenthalstr. 9. Die Zahlstelle für S. und SW. be halten? Wenn wir uns, damit sie uns vertheidigen, an Er- unserer Partei bei der Veröffentlichung eine Begründung bei findet sich bei Herrn Stramm, Restaurateur, Ritterstr. 123. Die wählte, an Volksvertreter wenden, sagen Sie, wir seien eine gegeben gewesen. Den Entwurf zurückzuziehen, gehe nicht an, Bahlstelle für den SO. befindet sich Mariannenstr. 48c, bei Herrn Beute der Politiker, und wenn wir unter unseren Kameraden denn er gehöre der Deffentlichkeit und die Partei werde über ihn Gittler, Restaurateur. Die Zahlstelle für den NO. und O. bei Delegirte wählen, mit dem Auftrage in unserem Namen zu auf dem Parteitage ihr Urtheil zu sprechen haben. Die Todtgeburt, Herrn Scheurich, Restaurateur, Weberstr. 40c. Die Zahlstelle für verhandeln, dann maßregeln Sie sie und hungern sie unter dem als was man den Entwurf u. a. bezeichnete, werde vielleicht doch den N. und C. befindet sich Ackerstr. 145 bei Herrn Witzel, Namen von Rädelsführern aus. Wohin wollen Sie uns treiben? noch etwas Leben bekommen. Der Vorschlag der Parteiverfamm- Restaurateur. In Wahrheit wollen Sie, indem Sie diejenigen maßregeln, lung in Niederbarnim, der Parteivorstand möge als Referent die Sie Rädelsführer nennen, daß keiner Ihrer Arbeiter mehr gegen den Entwurf einen Korreferenten bestellen, sei Bei der Baufirma Schulz u. Ko. in Nieder- Schön. den Muth habe an dem Gewerkschaftsausschuß oder den Dele- vernünftig. Er, Quard, werde dem Parteivorstand selbst den weide sollten am Mittwoch Arbeiter, trotzdem sie schon zehn gationen theilzunehmen, es ist, der ſyſtematiſche Sampf gegen Vorschlag machen, neben ihm als Referenten einen Stor- Stunden gearbeitet hatten, bis zum Eintritt der Nacht fort Zum Schluß dieses ersten Theiles arbeiten. Sie waren dazu infolge der jetzigen tropischen Hihe arbeitende und republikanische Frankreich wird sich nicht täuschen seiner Ausführungen erörterte Quard die Frage, ob es nicht mehr im ftande. Am Donnerstag bestimmte nun der Chef: laffen." Und in der That werden zu gunsten der ausgesperrten zweckmäßig sei, den Agrarprogramm Entwurf in das es wird nicht mehr weiter gearbeitet. Erfreulicherweise erklärten Glasarbeiter überall Versammlungen einberufen und Sammlungen Programm einzuarbeiten. Das rolle die Frage auf, sich hierauf zwei Kolonnenführer mit den Arbeitern solidarisch. veranstaltet. Wüthend über den Widerstand, den er überall findet, wozu wir überhaupt einen zweiten sogenannten praktischen Theil Die deutschen Optiker und verwandte Berufsgenossen läßt nun der Patentfälscher Rességuier überall verbreiten, daß in unserem Programm haben. G3 sei außerordentlich zu be- werden von den Wiener Kameraden aufs dringendste das Abstimmungsergebniß der sonntägigen Versammlung der Glas- grüßen, daß das Agrarprogramm die Gelegenheit dazu gebe, diese gebeten, bei der Wiener Firma Edstein u. Ko., wo, wie arbeiter gefälscht worden ist. Daraufhin haben aber die Glas Frage zu flären, über welche offenbar bei manchem noch Untlar schon bekannt ist, ein Streit ausbrach, um feinen Preis in Arbeit arbeiter beschlossen, Refséguier bezw. dessen Journal gerichtlich heit herrsche. Wir forderten schon im bestehenden Programm zu treten. Einer der Inhaber dieser Firma ist in Deutschland zu belangen, und da wird sich vor ganz Frankreich zeigen, auf eine Masse bürgerlicher Reformen, die nicht blos die Proletarier, auf der Suche nach Streifbrechern. Also aufgepaßt, daß kein welcher Seite die Fälschung liegt. sondern auch die Besigenden mit betreffen. Jetzt solle die Aus- deutscher Optiker den im Kampfe stehenden Wiener Kameraden Aus Paris liegt noch folgende Depesche vor: dehnung desselben Systems auf die Bauern, wo wir nur Dinge in den Rücken fällt! Die Direktion der Glashütten in Carmaux erklärt in einem im allgemeinen Kulturinteresse verlangen, auf einmal unsozialIm Dresdner Steinbildhauer Streit ist teine Verände Briefe, sie werde den Ausständigen keine neuen Zugeständnisse demokratisch sein. Das bestehende Programm sei offenbar von manchen Gegnern des Agrarprogramm Entwurfes nicht rung eingetreten. Viele Ausständige sind abgereift; die auf die Bulgarien. genügend studirt worden. Denn daß wir nur die pro- Annoncen der Meister zugereiften Bildhauer haben sich mit den gressive Einkommensteuer verlangen und die Grundsteuer Streifenden solidarisch erklärt, nachdem sie informirt waren. abschaffen wollen, stehe ja schon darin, wir hätten es jetzt nur Alle Anfragen und Sendungen sind zu richten an Gust. Bähr deutlicher gesagt. Es könnte vielleicht die Ausstellung eines in Dresden, Dürerstr. 56 IV. Spezialprogramms als das beffere befunden werden. Auf jeden Fall aber sei es erforderlich, praktische Forderungen für die Landbevölkerung aufzustellen. Eine wirklich soziale Partei könne gar nicht umhin, etwas Positives zu schaffen und zu erstreben. Je weiter wir vorschritten, desto mehr würden auch auf anderen Die Spanier haben die Hoffnung aufgegeben, in diesem Gebieten, analog dem Aktionsprogramm der Hamburger General Jahre mit dem tubanischen Aufstande fertig zu werden. Sie kommission oder den Spezialprogrammen für Landtage, für Geversprechen aber ganz bestimmt anfangs nächsten Jahres wieder meinden 2c., von uns positive Programm Vorschläge gemacht Siegesdepeschen zu senden. Dieselben werden aber wahrscheinlich werden müssen. Wenn wir nicht am sozialistischen Buchstaben ebenso wenig der Wahrheit entsprechen, wie ihre Sieges- tlebten, sondern im sozialistischen Geiste wirkten, würden wir es meldungen in diesem Jahre. Wie schlecht es mit der Sache der auf dem agrarischen Gebiete so gut wie auf allen anderen zu Spanier auf Ruba steht, beweist die offizielle Meldung, daß im einer gedeihlichen Lösung der Frage bringen. Ueber den Inhalt November weitere 25 000 Mann nach Kuba abgehen sollen. der neuen Programmforderungen wird Quarck in der nächsten Unterdeffen mehren sich die Sympathie- Rundgebungen für die Versammlung sprechen. Aufständischen in den Vereinigten Staaten, Geld kommt reichlich In einer Note zu dem Bericht über die Quard'se Bebe für Kuba zusammen und die Zahl der Freiwilligen, die die schlägt die Redaktion der Frankfurter Boltsstimme" als RorArmee der Aufständischen vermehren wollen, mehrt sich von Zag referent chip pel vor, der in der Kommission kein Wort bei Widerspruchs erhoben habe und nun im Sozialdemokrat" bic zu Zag. heftigsten Angriffe auf den Entwurf unternehme. In einer Polemit mit der Leipziger Boltszeitung" erklärt aber Scippel im Sozialdemokrat", daß er im norddeutschen Ausschuß ber Aufgehoben ist die Sperre, die von den Formern über Agrarkommission bei allen wichtigen Punkten seine Bedenken des die Firma J. S. Fries Sohn in Frankfurt a. M. ver langen und breiten geltend gemacht hat und daß er nur einer hängt war. Die Differenzen sind zur Zufriedenheit der Arbeiter Sigung der Gesammtkommission habe beiwohnen können, bie zur genüge gezeigt hätte, daß eine gemeinsame Bafis zur Bus sammenarbeit höchstens durch langes fleißiges Studiren seitens der sozialistischen Agrarier hätte geschaffen werden können. Was hülfe alles Einreden, wenn nicht weniger als alle Boraus fegungen zu einer schließlichen Verständigung fehlten?" machen. Russophile Verschwörung. An der in Constanza entdeckten Verschwörung, waren viele reiche Unterthanen bulgarifcher Nationalität in der Dobrutscha, Braila, Galah betheiligt, ferner Bankow, Rarawelow und Tüfektschiew und das makedonische Komitee in Sofia. Bahlreiche Verhaftungen sind in Rumänien erfolgt. Kuba. China. Die Fremdenverfolgungen. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet aus Hongkong: Neue Gewaltthätigkeiten haben bei Futschau in der Provinz Fuhtien stattgefunden. Die dortige amerikanische Mission wurde von einer zahlreichen wüthenden Boltsmenge angegriffen, die mit allerhand Waffen versehen war. Kapelle und Schule wurden zerstört. Vier eingeborene Schüler wurden verwundet; der Lehrer, welcher Ausländer ist, entkam. Eine starte fremdenfeindliche Stimmung herrscht unter der Bevölferung Futschau's, welche die Straßen durchzieht mit dem Rufe: Bertreibt die ausländischen Teufel!" Partei- Nachrichten. 13 Zuzug von Stuckateuren nach Hamburg ist bis auf weiteres fernzuhalten, da dort mehrere Unternehmer den zwischen Prinzipalen und Gehilfen vereinbarten Lohntarif nicht anerkennen wollen, wobei sie darauf rechnen, daß sich von auswärts Streitbrecher einfinden würden. Besonders beabsichtigen sie, solche in Berlin zu werben. Die Stucateure Berlins werden deshalb ersucht, dafür zu sorgen, daß der Plan nicht gelingt, Anfragen find an G. Lehne in Hamburg- Uhlenhorst, Humboldtstraße 37, 1 Tr., zu richten. Ju Lübeck haben die Böttcher der Faßfabrik von Holst u. Fride wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Steinseher der Firma Fiedler in Hannover haben die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem fast sämmtliche Forderungen der Arbeiter bewilligt worden sind. In Hof sollen Maßregelungen von Maurern troh der getroffenen Vereinbarung, daß feiner der am Streit Betheiligten gemaßregelt werde, dennoch eingetreten sein. beigelegt. Die Klempner Mülhaufens i. E. müssen noch immer 12 Stunden arbeiten, obwohl fast in allen anderen Fabriken und Werkstätten jener Industriestadt seit den großen Streits im Jahre 1890 der Elfftundentag eingeführt ist. Sie forderten jekt von den Meistern die elfstündige Arbeitszeit einschließlich einer Als Delegirte zum Breslauer Parteitag find gewählt: Frühstückspause von 20 Minuten unter Beibehaltung des jetzigen für die Stadt Posen die Genoffen Karl Fischer und Lohnes. Die Meister schlugen die Forderung ab. Um die Herren Senter; für den Kreis Königsberg in der Neumark mürbe zu machen, ist nun fürs erste strenge Bermeidung des ZuAufruf an die Parteigenossen in Berlin und der Antric aus Berlin; für Milster in Holstein Martitte zuges nöthig, worum hiermit ersucht wird. Provinz Brandenburg! Die diesjährige Parteifonferenz aus Hamburg. Der V. Rongreß der dänischen Schuhmachergesellen für die Provinz Brandenburg wird, wie schon mitgetheilt ist, Die Zigarrenfabrikanten in Klein Krohenburg in wurde am Montag in Kopenhagen eröffnet. Vertreten sind Sonntag, den 15. September, in Berlin abgehalten. Beffen haben ihren Arbeitern das Halten und Lesen unserer 22 Provinzialverbände und der Kopenhagener Hauptverband. Die Verhandlungen beginnen vormittags 9, Uhr in Cohn's Barteipreffe verboten und wollen jeden entlassen, der die Wirth- Der Vorsitzende hob hervor, daß die Organisation an Umfang Gaal, Beuthstraße 21. Das Lokal ist im Zentrum Berlins, schaften besucht, wo unsere Blätter ausliegen. Den Willen mögen und Stärke zugenommen habe. Nach der Prüfung der Delegirtenin unmittelbarer Nähe des Spittelmarkts gelegen. Im Anschluß die Herren haben; die Macht, ihn durchzusehen, haben sie nicht. mandate und der Bureaubildung wurde der Geschäftsbericht eran diese Bekanntmachung ersuchen wir die Parteigenossen, nun- Die Sozialdemokratie ist mit dem„ National Heros" fertig ge- ftattet, nach dem der Verband die Einführung von Preismehr schleunigst Versammlungen einzuberufen und die Wahlen worden; sie wird's auch mit den paar Glimmstengel- Fabrikanten Kouranten mit Lohnerhöhung in Kopenhagen, Odense und Bajle von Delegirten vorzunehmen. Die Zahl der Vertreter jedes Klein- Kroßenburgs werden. durchgesetzt hat. Betreffs des vom Verbande heraus Kreises darf drei nicht übersteigen. Die Konferenz wird einen Zag in Anspruch nehmen. Auswärtige Parteigenossen, die gegebenen Fachblattes entspann sich eine längere Debatte; man dessen jetzige Berlin einen oder 26 gegen 3 Stimmen beschloß mehrere Tage Logis nehmen In Elberfeld hat der Vertrauensmann Wilhelm mit wollen, mögen dies dem unterzeichneten Obmann der Agitations- UII enbaum als Einberufer der wegen Betheiligung von Erscheinungsweise beizubehalten. Als zweiter Punkt stand tommission mittheilen. Die Tagesordnung bestimmt die Konferenz Frauen aufgelösten beiden Volksversammlungen die Staats- die Reisekasse auf der Tagesordnung. Der Kopenhagener Verselbst. Als provisorische Tagesordnung ist in Vorschlag gebracht: anwaltschaft ersucht, gegen den Polizeikommissar Kammhoff, der band zahlte für diese bisher feine Beiträge. Da sich aber heraus1. Berichterstattung der Agitationstommission; 2. Diskussion; die Auflösung ausgesprochen hatte, auf grund des§ 339 das ftelite, daß sein Beitritt eine Lebensfrage für die ganze Rassens 3. Das Agrarprogramm; 4. Anträge. Die Parteigenossen werden Strafverfahren einzuleiten, da die Auflösung ungefeßlich ge einrichtung ist, entschloß sich der Verband dazu. Zur genaueren gebeten, dafür Sorge zu tragen, daß sämmtliche Kreise der Pro- wesen sei. Regelung der Frage wurde ein Ausschuß eingesetzt. Betreffs der vinz auf dieser für die Landagitation so äußerst wichtigen-In Nürnberg hat der Parteigenoffe G. Gärtner, Streitfasse wurde folgender Beschluß gefaßt:" Der Kongreß bes R.nferenz vertreten sind. Diejenigen Kreise, welche glauben Redakteur der Fränkischen Tagespost", die einmonatige Ge- auftragt den Vorstand, den Mitgliedern der einzelnen Abaus naheliegenden Gründen von der Beschickung Abstand nehmen fängnißstrafe angetreten, die ihm wegen eines Artikels über den theilungen einen bestimmten wöchentlichen Beitrag in Streits zu müssen, werden ersucht, sich mit Unterzeichnetem in Ver- Marschütz'schen Streit vom Schwurgericht auferlegt wurde. fällen nach Größe und Umfang des Streifes aufzuerlegen. Rückstände werden als Schulden un den Verband betrachtet. bindung zu sehen. Mit soz. Gruß! Die Agitationskommission Lokalverbände, die es unterlassen, die ihnen auferlegte antheilige für die Provinz Brandenburg. J. A.: Karl Dimmid, Berlin SO., Elisabeth- fer 55. Summe zu zahlen, haben keinen Anspruch auf Unterstügung, wenn sie in Streit gerathen. in Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Soziale Uebersicht. Der diesjährige Parteitag für das Herzogthum Reber das qualvolle Leben des Heizerperfonals auf Braunschweig und den 13. hannoverschen Wahlkreis tritt Sce wurde dem" Volt" von einem Seemanns- Missionar. noch Sonntag, den 8. September, vormittags 11 Uhr, in der Hage- gefchrieben: mann'schen Gastwirthschaft in Schöppenstedt zusammen." Von den Verhältnissen, unter denen das Heizerpersonal, Nachrichten. Die provisorische Tagesordnung lautet: 1. Bericht des Landes- vor allem aber vie Sohlenzieher arbeiten müssen, haben die Depeschen und lekke Vertrauensmannes. 2. Agrarprogramm- Entwurf. Referent: meisten Menschen feine Idee. Zu den Hezjagden, welche Dundee, 22. Aug.( W. T. V.) Troh der seitens einiger JuteM. Wentzel aus Königslutter. 3. Die Stellung der Sozial- heutzutage die Passagierdampfer machen, muß der Dampf Industrieller bezüglich der Lohnerhöhung den Arbeitern gemachten demokratie zum Antisemitismus. Referent: H. Beims aus eine furchtbar hohe Temperatur haben. Je höher aber die Bugeständnisse nimmt der Ausstand zu. Jetzt sind 17 000 ArGoslar. 4. Agitation und Presse. Referent: Redakteur G. Ja ech Temperatur des Dampfes ist, desto heißer ist es in dem beiter ausständig. aus Braunschweig. 4. Anträge. verhältnißmäßig kleinen Heizraum. Die Arbeit des Kohlen- London, 22. Auguft.( W. Z. B.) Unterhaus. Der erste Agrarprogramm. Eine Parteiversammlung in Posen ziehers besteht darin, daß er dem Heizer die Kohlen vor das Lord des Schatzes Balfour erklärt: Ich bin und war stets für mit dem Karren oder ein internationales Uebereinkommen betreffend die stabilste Basis Da muß er der ersten, bie seit zwei Jahren dort wieder abgehalten Feuerloch bringt. werden konnte nahm nach dem Referat des Genossen Kar! Wagen zwischen den Kesseln in gebückter Stellung hindurch der internationalen Umlaufsmittel, habe aber kein Recht, Fischer, der Vertrauensperson für Posen, einstimmig eine fahren, oft lange Strecken. Die geringste Schwankung meine Rollegen in dieser Beziehung zu verpflichten; ich habe Resolution an, worin die Vorschläge der Agrarfommission für bringt ihn in Berührung mit den glühendheißen Reffeln. teinen Grund zu glauben, daß gegenwätig eine Münzkonferenz z u einem unannehmbar erklärt werden, da sie geeignet seien, den prole- Mir schwanden beinahe die Sinne, als ich mich einmal internationale tarischen Charakter der Partei zu verwischen. in einem solchen Raum befand, um mich zu überzeugen, ob internationalen Einvernehmen führen würde." Verantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Vading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 196. Tokales. " " Freitag, den 23. August 1895. = # " werden konnten. 12. Jahrg. " Berliner Pferde Eisenbahn Gesellschaft dem Magistrat die Exekutivpolizei; diesen muß das Musiziren auch in solchen Fällen bezüglichen Pläne mit der Bitte überreicht, die Zu- ausdrücklich entweder erlaubt oder untersagt werden. Die juristische Sprechstunde fällt bis zum 28. d. M. aus. Stimmung zu den Projekten der Geleisanlagen in der Kurfürstenstraße zwischen Schill- und Maaßenstraße, sowie für die Arbeiterrifiko. Eine seltene Krankheit hat sich ein Arbeiter Den Parteigenoffen des 1. Berliner Reichstags- Wahl- Geleisverbindung zwischen den Zufahrtsgeleisen in der Manteuffel- des städtischen Schlachthofes zu Spandau in seinem Berufe zu kreiſes zur Nachricht, daß am Sonntag, den 25. August, in der straße 74 und den Geleisen in der Reichenbergerstraße baldigst zugezogen. Der Mann hatte das Fleisch einer stark tuberkulöfen Pferdebucht bei Köpenick die diesjährige Feier zu Ghren der ver- ertheilen.- Das Polizeipräsidium hat die Giltigkeitsdauer für Rub fortzuschaffen; dabei ist ihm wohl der Krankheitsstoff storbenen Borkämpfer stattfindet. Gesangvereine sowie die Partei- die Konzessionsurkunde der Berlin- Charlottenburger Straßenbahn in eine unbedeutende Verlegung der rechten Hand eingedrungen. genossen werden ersucht, sich mit ihren Familien recht zahlreich( früher Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft, Kommandit- GeselBald zeigte die Hand seltsame Krankheitserscheinungen, die an der Feier zu betheiligen. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. schaft auf Aktien), betr. Die Bahn Kupfergraben- Charlottenburg von den Aerzten in Spandau nicht in ihrer Ursache erkannt Die Dynamitkifte und die Polizei. Der erste Bevoll auf ein Jahr verlängert und bis zum 30. Juni 1896 einschließlich sich, und auch der Arm wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Der Zustand des Mannes verschlimmerte mächtigte der Bahlstelle II des Vereins Deutscher Schuh festgesetzt. Der Vertrag mit der Stadt Berlin, welcher Kranke wird jetzt in Berlin behandelt, wo die Aerzte Knochens macher", Friedrich Weber, wohnhaft bei seinem die Bedingungen feststellt, unter welchen die elektrische Hochbahn tuberkulose festgestellt haben. Kollegen Jänsch, Höchstestraße 21, erhielt Donnerstag Morgen die städtischen Straßen, Pläße 2c. für ihre Anlage benuzen darf, 5 Uhr den Besuch dreier Herren, die sich als Kriminal- ist von beiden Theilen vollzogen. Derselbe Vertrag ist von den Die städtischen Volksbibliotheken haben 1894/95 wieder beamte legitimirten und vorgaben, eine Haussuchung abhalten beiden anderen Gemeinden, welche von der Hochbahn berührt einmal mehr Liebhaber gefunden, als in den Vorjahren. Die zu müssen. Weber forderte und mit vollem Recht werden, Schöneberg und Charlottenburg, als Grundlage anerkannt. Bahl der entliehenen Bände ist von 875 887 in 1893/94 auf einen diesbezüglichen schriftlichen Ausweis der Anklagebehörde. Diefelben haben zunächst die im Gesetze über Kleinbahnen 427 201 in 1894/95, also um 51 814 gestiegen. Der neueste Bericht Dieser konnte aber nicht vorgezeigt werden, weshalb Weber es vorgesehene Zustimmung erklärt. Ferner ist der Vertrag, welcher über die Bibliotheken, der wiederum sehr dürftig ist, führt das ablehnte, seinen Roffer zu öffnen. Daraufhin wurde er für ver- die vielfach schwierigen und verwickelten Beziehungen der Hoch- zurück auf die in den letzten Jahren erfolgte Neu- Ausstattung" haftet erklärt und mitsammt seinem Roffer mittels Droschte nach bahn zum Eisenbahnfistus regelt, festgesetzt, und hat der Minister der meisten Bibliotheken und auf Erleichterung der Lesedem Polizei- Präsidialgebäude gebracht, um dort zunächst bis gegen zugleich die Bauerlaubniß für die elektrische Hochbahn, soweit sie bedingungen. Die Gruppirung der Entleiher nach Stand und 1/210 Uhr, dem Zeitpunkt des Erscheinens eines Kriminal- den eisenbahnfiskalischen Besitz berührt, ertheilt. Endlich hat das Beruf" fehlt auch diesmal wieder. Sie ist für die Beurtheilung tommiffars, in Einzelhaft gesetzt zu werden. Der Kommissar Polizei- Präsidium eine vorläufige Konzession ertheilt, welche der des Lesepublikums keineswegs belanglos, wenn auch der Enttheilte ihm mit, daß er anonym beschuldigt beschuldigt werde, endgiltigen Konzessionsertheilung nur wenige unwesentliche Punkte leiher nicht immer der alleinige Leser ist. Nach dieser( in an dem beabsichtigten Attentat gegen Polizei Oberst Krause vorbehält, ohne daß dadurch für die Ausführung der Hochbahn früheren Jahren in den Berichten mitgetheilten) Gruppirung betheiligt gewesen zu sein. Weber erklärte sofort, sein Alibi Verzögerung entsteht. Auch mit der Post- und Telegraphen- ließe sich wenigstens ungefähr beurtheilen, auf welche Kreise nachweisen zu können und verlangte Vorlegung des anonymen verwaltung sind die von dieser zu stellenden Anforderungen die Neu- Ausstattung", die wir früher einmal an der Hand Schreibens, um eventuell aus der Handschrift denjenigen fest- verhandelt worden und die Verhandlungen zu einem einiger neu ausgestatteter" Bibliotheken beleuchtet haben, an stellen zu können, der gegen ihn diesen Schurkenstreich verübt hat. vorläufigen Abschlusse gelangt. Die Firma beabsichtigt lockend gewirkt hat. Bekanntlich haben sich in den letzten beiden Das Schriftstück wurde ihm aber nicht vorgelegt. Das Verhör nun zunächst, die einfachste Strecke der Hochbahn in Jahrzehnten besonders die Arbeiterkreise von den Voltsbibliotheken dauerte bis gegen 12 Uhr, dann wurde Weber wieder in Haft der GitschinerGitschiners und Staligerstraße zur Ausführung zu abgewandt, weil sie an den alten Scharteten ihr Bildungsgeführt, wo er bis gegen 1/24 Uhr blieb, um dann frei. bringen, und hat schon vor Eingang der vorläufigen Konzession bedürfniß nicht befriedigen konnten. Es wäre interessant, zu er gelaffen zit werden. Die Polizeibehörde hatte in- die Einzelentwürfe für die Bauwerke dieser Strecke zur Prüfung fahren, ob diese fragwürdigen Bildungsinstitute", nachdem die zwischen bei dem Restaurateur Qudwig Lang, Loth- den Behörden und Verwaltungen zugehen lassen, deren zu alten Scharteken in der Hauptsache leider nur durch neue ringerstraße 41, und vielleicht auch anderweitig Nachfrage ſtimmung zu diesen Entwürfen für die Ertheilung der Bau- ersetzt worden sind, sich die Sympathien der Arbeiterschaft halten laffen, ob der Fr. Weber am Sonnabend, den Erlaubniß durch die Aufsichtsbehörde erforderlich ist. Bei der zurückzuerobern begonnen haben. Der Bericht schweigt darüber, 29. Juni, sich in dessen Lokal aufgehalten habe; Lang fonnte Neuheit und der Eigenartigkeit der ganzen Anlage, bei welcher wie gesagt. Wünschenswerth wäre es auch, wenigstens die diese Angabe des Weber mit gutem Recht bejahen.- Friedrich mit den verschiedenartigsten Verwaltungen, wie Post, Feuerwehr, 3 ahl der Entleiher zu wissen, damit man beurtheilen Weber hat auf dem Korridor des Polizeigefängnisses auch seinen Ranalisation, Gas, Waffer, Pferdebahn 2c. zu verhandeln, ist es tönnte, wie weit die Vermehrung der Zahl der entliehenen Bruder Wilhelm( ebenfalls Schuhmacher, wohnhaft bei sehr zeitraubend, eine Uebereinstimmung aller dieser Ver- Bände nur darin ihren Grund hat, daß die Bibliothetsvorsteher Ulbrich, Weberstr. 22) zu Gesicht bekommen, der jedenfalls waltungen herbeizuführen. wohl der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Trieb" auch am frühen Morgen verhaftet worden ist, bisher aber noch foulanter geworden sind und jetzt öfter als früher auf Verlangen Ein gemeingefährlicher Kunsthändler und Damen- gleich mehrere Bände verabfolgen. Die Gruppirung der ents nicht freigelassen wurde. Friedrich Weber bringt die frennd scheint Berlin unsicher zu machen. Vor einigen Tagen liehenen Bände nach Wissensgebieten läßt übrigens erkennen, anonyme Denunziation mit dem Streik bei der Firma Berg erschien in mehreren hiesigen Zeitungen ein Inferat, in welchem daß nach wie vor die Unterhaltungslektüre am meisten verlangt schmidt u. Lange, Brunnenstr. 10, in Zusammenhang. eine Buchhalterin gesucht wurde. Eine junge Dame hatte wird. Auf deutsche und ausländische Literatur( neben einigen Er nimmt an, und seine Kollegen sind derselben Meinung, daß auf die Annonce geantwortet und saß allein in der elterlichen Guten irgend ein guter Freund der Firma dieser einen Gefallen er Wohnung, als ein Herr von elegantem Aeußern flingelte. Zeitschriften und eine Unmenge des Werthlosen), Jugendschriften, Sammelwerke( meistens alte Gartens weisen wollte, indem er die angeblichen Rädelsführer" des Fräulein M. öffnete und bejahte die Frage des Fremden, ob sie lauben und ähnliches) famen 1894/95 371 133 entlichene jüngst ausgebrochenen Streits auf diese Weise in Nummer die Stellungsuchende sei, worauf sie ihn näher zu treten bat. Er Bände, auf wissenschaftliche Lektüre( Geschichte, Geographie, Sicher" bringen und für den Streit unschädlich" machen wollte. eröffnete ihr nun, daß er auf das Inserat hin komme, sie Naturwissenschaften u. s. w.) nur 56 068 entliehene Bände. Der Liebe Müh war aber umsonst. auch zu engagiren gewillt sei; er wolle ihr auch 75 W., nicht Obenein betrug die Zunahme gegen das Vorjahr bei der UnterIn den Sedantagen verspricht es in Berlin wirklich sehr nur die geforderten 50 M. Gehalt zahlen. Es handle fich aber haltungslektüre 14, bei der wissenschaftlichen Lektüre nur 12 pCt. gemüthlich zu werden. Nicht genug, daß unsere deutschen nicht nur um die Stelle einer Buchhalterin. Als solche habe sie Auf die Jugendlektüre allein tommt sogar eine Zunahme von friegerischen Patrioten bis ins entlegenste Gäßchen einen nerven- bei ihm nur wenig zu thun. Er sei Kunsthändler, miale selbst, 20 pet.! Man kann also nicht sagen, daß die Volksbibliotheken zerstörenden Radau zu machen beabsichtigen, auch die Ameri- und sie solle, da sie ihm besonders gefalle, eine Stunde Tags im Berichtsjahre ihren Charakter geändert haben. Sie find faner wollen uns zu diesem löblichen Zweck mit ihrer An- bei ihm Modell stehen. Das Fräulein lehnte in den ent- längst nur noch eine Ergänzung einerseits der Schülerbibliotheken, wesenheit beglücken. Von den Hunderttausenden, die im Laufe schiedensten Worten ab, worauf der Unbekannte auf sie mit zu andererseits der Leihbibliotheken niederer Gattung, und haben der letzten Jahrzehnte nach Amerifa ausgewandert sind, haben reden eindrang. Er fragte die junge Dame, ob sie allein fei, einstweilen auch keine Aussicht, jemals etwas anderes zu werden. es nämlich wenige Hundert drüben zu etlichem Mammon ob sie verlobt sei, da sie einen Ring trage und vieles A13 er von ihr einen Die Mißhandlung von Dienstmädchen scheint in ter gebracht. Und diese wollen nun ihre diesjährige Sommer- andere. Kuß verlangte und Stadt der Intelligenz" immer noch sehr in Mode zu sein. So in Deutschland zubringen, frische wo fte gelegentlich fie arg belästigte, wies sie ihm die Thür und drohte der Sedanfête mit allerlei Allotria aufgenommen werden sollen. Hilfe zu rufen, wenn er nicht augenblicklich ginge. Dessen- wurde am Mittwoch Nachmittag das Dienstmädchen eines früheren Der Dampfer, auf welchem sich die patriotischen Amerikaner ein- ungeachtet blieb er und lud Frl. M. ein, mit ihm in eine Kon- Hautboisten beim zweiten Garderegiment Pätzold, der im fchifften, trifft am 27. August in Bremen ein. Am 30. August ditorei und dann in sein Atelier mitzugehen. Nachdem das Hause Hasenhaide 51 wohnt, dermaßen mißhandelt, daß es fahren die Theilnehmer mittels Extrazügen nach Friedrichsruh Fräulein ihn nochmals energisch zum Gehen aufgefordert hatte, blutüberströmt zur Polizei laufen mußte. Hier wurde ihm allerzu Bismarck und treffen dann am 31. mittags in Berlin ging er endlich zögernd unter den empörendsten Beleidigungen. dings nur der wenig helfende Rath ertheilt, daß es seine Stelle Auf dem Lehrter Bahnhof werden sie von einem Als die Mutter gleich darauf heimkehrte, war der saubere Patron fündigen sollte. Empfehlenswerther wäre in einem Falle so brutaler Ausschuß der Kriegervereine empfangen und marschiren in ge- verduftet. Er trug Bylinder, hellgrauen Havelock, braune Hand- Mißhandlung aber doch jedenfalls, einen Strafantrag zu schloffenem Zuge durch das Brandenburger Thor, um dann an schuhe, Stock und Kneifer, hatte schwarzes Haupthaar und eben stellen. Die empfehlenswerthe Herrschaft hat, wie uns mitgetheilt dem Gesandtschaftsgebäude der Vereinigten Staaten vorüber zu solchen Schnurrbart. Es wird warnend auf diesen Kunst- wird, seit Weihnachten ungefähr das achte Mädchen und feins defiliren. Von da aus marschirt der Zug, von zwei Militär händler" aufmerksam gemacht, da noch mehrere auf sein Inserat davon soll ohne Prügel davon gekommen sein. tapellen begleitet, dem die Frauen und Kinder in Equipagen hineingefallen sein werden. Nicht einmal die frische Luft kann der Berliner nach des folgen, auf dem nothwendigen Umwege nach den Linden zurück, Zum Selbstmord des Affeffors Augustin bringt die Tages Arbeit ungestört genießen. Uns wird geschrieben: Mittan dem Palais Raiser Wilhelm I. und an dem kaiserlichen Frankfurter 3tg." einige Mittheilungen, welche geeignet sind, woch Abend faßen viele Menschen in der Ackerstraße vor Schlosse vorüber, nach dem Feen Palast, woselbst Kommers einiges Licht in die Handlungsweise des Unglücklichen zu bringen: den Häusern auf ihren eigenen Stühlen, um frische Luft. zu stattfindet. Am 1. September betheiligen sich die über Das genannte Blatt schreibt: Die am Mittwoch erfolgte Deffnung schnappen; denn in den vielfach auf dem zweiten und dritten feeischen Gäste an der Einweihung der Aegir- Kirche und der Leiche des Assessors Augustin hat bestätigt, daß eine frank- Hof gelegenen Wohnungen, die von Menschen überfüllt sind( bemarschiren dann in geschlossenem Zuge nach der Ausstellung hafte Wahnvorstellung ihn zu der That getrieben hat. Seit herbergen doch manche Familien speziell in dieser Gegend 8 bis Italien, deren Räume für diesen Tag für die Deutsch- Amerikaner längeren Jahren schon hatte sich in ihm der Gedanke fest 10 Schlafburschen) ist jetzt die Hiße einfach unerträglich. Aber freigegeben sind. Am 2. September nehmen die amerikanischen genistet, daß er geistes gestört sei oder sein werde, und zu ver- die Freude, einen frischen Athemzug zu thun, sollte nicht lange Krieger erst auf dem Paradefeld, dann abends beim Zapfen- fchiedenen Walen hatte er deshalb sich von Fachmännern unter- dauern. Es kam ein dicker Schußmann herangewandelt, der streich Ausstellung, am 3. und 4. September folgt die Besichtigung suchen lassen. Diese hielten seinen Zustand nicht für irgendwie sofort für Ordnung sorgte. Er forderte sämmtliches Publikum" der Sehenswürdigkeiten Berlins und Umgebung. Am 4. September gefährlich und machten nur die Aufregungen und Ueber- auf, alles was vor den Häusern auf Stühlen sitt, solle sofort auf findet ein Frühstück im Kaiser- Pavillon in Wannsee statt und anstrengungen eines unausgesetzten Studieneifers für die Nerven- stehen und die Stühle mitnehmen; so etwas wäre in Berlin nicht von da geht's über Potsdam und Leipzig nach Mainz, von da überreizung verantwortlich. Augustin war fein begabter erlaubt. Warum diese geringe Erholung den Leuten verkümmert auf die Schlachtfelder und dann nach Haus. Wenn das keine Schüler und Student gewesen; nur durch großen Fleiß erwarb werden mußte, ob der Schuhmann nicht genug Platz auf dem amüsante Sommerreise ist, dann giebt's überhaupt keine mehr. Da er stets die besten Zeugnisse,' und eine gute Karriere stand ihm Bürgersteig hatte, oder ob die Leute einen Auflauf verursachen lohnt es wirklich, den patriotischen Deutsch- Amerikaner zu spielen. in Aussicht. Sein Privatleben war tadellos; die Annahme, daß könnten, oder ob etwa eine geheime Volksversammlung befürchtet Einen Vorgeschmack dessen, was Berlin auch sonst in den kommenden sein Vorleben und dessen Folgen Grund zu der That gewesen wurde, hat der Mann des Gesetzes nicht gesagt. Uns will beSeptembertagen zu erwarten hat, bekommt man, wenn man erfährt, feien, ist absolut falsch. Lediglich der Wahn, seine von ihm ver- dünken, wenn wirklich irgend eine Polizeiverordnung das Sihen daß bei der Veteranen Feier am Montag in der„ Neuen götterte Braut werde an seiner Seite auf immer unglücklich werden, vor den Thüren verbietet, könnte man bei der jeßigen Jahreszeit Welt" und in der Unions- Brauerei in ersterem Lokal 125, und hat ihn zur Waffe greifen lassen. Es geht dies aus allen Umständen wirklich etwas weniger rigoros vorgehen. in letterem 160 Tonnen Bier ausgeschänkt worden sind. und unzweifelhaft aus einem an seinen Vater hinterlassenen Briefe Wie die Polizei mitunter mit alten Orgelspielern umgeht, ,, Ausgezeichnete" Feuerwehrleute! In dem vom Militär- hervor, in dem er sagt, er fühle, wie der Wahnsinn sein Hirn davon konnten sich heute zahlreiche Augenzeugen auf dem Hofe des foller erfaßten Theil der Gesellschaft spielen natürlich auch die umnachte. Die Braut des Assessors Augustin ist eine Nichte Hauses Kottbuser Damm 8 überzeugen. Dort spielte am Donners Orden und Ehrenzeichen eine gar große Rolle, und der ist kein des Direktors Büsing von der Straßenbahn- Gesellschaft in Char tag Nachmittag ein etwa 60 jähriger, gebrechlicher Mann, worauf braver Mann, der nicht irgend ein Ordensbändchen oder eine lottenburg. Der tragische Vorfall hat sie so erschüttert, daß sie ohne erkennbare Ursache ein junger Schuhmann den Hof betrat Auszeichnung aufzuweisen hat. Ausgezeichnet zu werden wünschen von einer schweren Krankheit ergriffen worden ist. Allzu ein- und den alten Mann aufforderte, ihm zur Wache zu folgen. Der daher auch die freiwilligen Feuerwehrleute des preußischen leuchtend wird der Selbstmord durch die obigen Mittheilungen alte Mann machte geltend, daß er seine Orgel nicht allein lassen Staates. Die Anerkennung, welche den freiwilligen Feuerwehren, übrigens nicht. Wie insbesondere durch die Leichenfektion feft- fönne und hierauf nahm der Schuhmann Veranlassung, den Alten die sich in den Dienst der Deffentlichkeit gestellt haben, gestellt werden konnte, daß eine Wahnvorstellung ihn zur That mehrmals mit Schimpfworten zu Boden zu werfen. Erst als die verdientermaßen gezollt wird, genügt ihnen nicht mehr. getrieben hat, erscheint sehr dunkel. Verwalterfrau erklärte, daß sie dem Manne zu spielen erlaubt Sie lechzen nach einer Auszeichnung". Und so hat denn der preußische Landes- Feuerwehr- Berband, wie uns mitgetheilt wird, In den Kreisen der Zivil- Berufsmusiker wird, wie babe, ging der Schuhmann davon, ohne daß der Orgelspieler den devotesten Wunsch verlautbaren lassen, daß der Kaiser für unsere Leser wissen, lebhafte Klage geführt über den Wettbewerb, weiter belästigt wurde. Es dürfte sich für die Polizeibehörde fünfundzwanzigjährige freiwillige Feuerwehrthätigkeit huldvollst den ihnen Beamte im Nebenerwerb machen. Auf eine Vorstellung vielleicht verlohnen, den Zweck derartiger Amtshandlungen" aufeine Auszeichnung gewähren möge. Und siehe da, dieser Wunsch des Präsidiums des Allgemeinen deutschen Musikerverbandes hat zuklären. eine Auszeichnung gewähren möge. Und siehe da, dieser Wunsch sich das Kultusministerium neuerdings mit der Sache beschäftigt. Berliner Brückenbauten. Daß die Kurfürsten hat in den Vorinstanzen eine geneigte Aufnahme gefunden, Der Herr Kultusminister hat aber nicht etwa feinen Beamten brücke, wie es in einer kürzlich verbreiteten Nachricht hieß, so daß zu erwarten ist, daß der heiße Wunsch der freiwilligen diesen„ unlauteren Wettbewerb" verboten, sondern er hat sich noch in diesem Herbst dem Verkehr übergeben werden wird, ist Feuerwehren in Erfüllung geht. Wenn in Zukunft die öffentliche Sicherheit durch Feuers- bezüglich des Musikmachens der ihm unterstellten Beamten den unrichtig. Der dritte, nach dem Schloßplatz zu vorgesehene brünste noch etwas mehr leiden sollte, als bisher, dann weiß Erlaffen des Ministers des Innern und des Finanzministers zu Brückenbogen ist noch nicht einmal in Angriff genommen. Der man wenigstens warum. Die Feuerwehr hat eben wichtigeres dieser Angelegenheit vom Jahre 1879 angeschlossen. Oberbau mit dem Brückengeländer nimmt verhältnißmäßig furze zu thun, als sich um das Löschen des Feuers zu bekümmern. Hiernach dürfen Beamte mit Genehmigung der vorgesetzten Be Beit in Anspruch, und die Neuausstellung des Kurfürstendenkmals Sie petitionirt beim Kaiſer, ihr doch ja ein Stückchen Messing Musik machen, insoweit der Dienſt darunter nicht leidet und öffnung der neuen Brücke bewirkt werden. Jedenfalls wird im oder Kupfer an die Brust zu hängen. insofern der Ort, wo musizirt wird, an sich keine Bedenken nächsten Frühjahr die Brücke dem Verkehr übergeben werden. Das Verkehrswesen in Berlin soll bis zum nächsten erregt. Wirthschaften niederen Ranges und Tanzlokale, in denen An der Gertraudtenbrücke ist schon das östliche Geländer Jahre, zur Gewerbe- Ausstellung, nach verschiedenen Richtungen nicht durchweg anständiges Publikum verkehrt, sind der Thätig errichtet. An der Weidendammer- Brücke herrscht noch hin ausgebaut und erweitert werden. Nachdem behördlicherseits feit der Beamten entzogen. In solchen Fällen, in denen in der immer das alte Glend. Von Beschleunigung in der Baudie Forderung der Anlage einer unterirdischen Stromzuführung Art des Mufifmachens fein eigentlicher Gewerbebetrieb liegt, ausführung ist nichts zu spüren. Der Neubau der AIsen= für den elektrischen Betrieb der nach dem Treptower Ausstellungs- bedarf es keiner ausdrücklichen behördlichen Erlaubniß; in diesen brücke schreitet rüstig vorwärts! Seit Anfang dieses Jahres gebiet einzurichtenden Linien bis auf einige Geleisstrecken zunächst Fällen wird es den Erwägungen der Beamten überlassen, ob fich ist nämlich schon der Bauzaun errichtet. Sonst ist noch nichts vertagt und die oberirdische Stromzuführung insbesondere auch ihr Musiziren mit der strengen Pflichterfüllung und mit ihrer geschehen. Was hindert denn eigentlich, den doch einmal be= für die Nitter- und Reichenbergerstraße, sowie für die Kurfürsten- Amtsstellung überhaupt in Einklang bringen läßt. Eine derartige fchloffenen Ban in Angriff zu nehmen? An Arbeitern mangelt's firaße zugelassen worden ist, hat die Direktion der Großen Freiheit der Beamten gilt jedoch nicht für die Mitglieder der wahrlich nicht! ein. = " threr Tochter zu tödten gesucht. Als Nachbarn das Bimmer rechtigt halten konnten. betraten, war die Tochter bereits todt. Die Mutter konnte wieder zu sich gebracht werden. Ein von der Hand des Mädchens geschriebener, an den Bruder gerichteter Brief enthielt nur wenige Seilen und die Anzeige, daß Mutter und Tochter beschlossen hätten, aus dem Leben zu scheiden. Der Brief des jungen Mädchens ist jedoch so abgefaßt, daß er nicht genau ertennen läßt, ob die Mutter wirklich mit der Tochter freiwillig hobe sterben wollen oder ob das Kind seine Mutter ohne deren Wissen in den Tod mitnehmen wollte. Salt! Salt! Umzug bezahle ich!" So lautet die Ueberschrift eines Inserats in einer hiesigen Beitung, mittels dessen ein Hausbesitzer in Moabit einen Miether für seine Wohnung sucht. Die freiwillige Uebernahme der Umzugskosten feitens des Hauswirths ist sicher ein Zeichen dafür, wie schwer gegenwärtig Miether aufzutreiben sind. aus diesem Grunde die Die einZirkus Jandly Leo hat am Mittwoch Abend die lange Pflichten der Mitglieder handelt. Die beiden haben aber nur dann, Bertheidiger Rechtsanwalt eine beantragte, wenn man überverwaisten Räume des ehemaligen Zirkus Schumann bezogen, wenn sie gegen das Gesetz gefehlt haben sollten, nur fahrlässig ge- haupt eine Verurtheilung eintreten lassen solle, auf eine Geldüber dem seit Jahren kein freundlicher Stern geleuchtet. Der handelt und da der§ 34 des Hilfskaffen- Gesetzes feine Fahrlässigkeit strafe zu erkennen, denn der Steuererheber habe sich den Vorsall mit der ganzen Uebermacht des großen Kapitals arbeitende sondern das wissentliche Uebertreten unter Strafe stellt, so sind zum größten Theil selbst zuzuschreiben. Der Beamte sei zwar Birkus Renz läßt hier keinen der kleineren Mitbewerber auf sie aus diesem Grunde freizusprechen. Das Gericht fam aus noch der Meinung, daß er sehr höflich aufgetreten sei, andere fommen. Die zahlungsfähige Moral des„ besseren" Publikums einem anderen Grunde zur Freisprechung. E3 nahm an, Leute hielten das aber nicht für höflich, wenn einem furzweg hat die Ansprüche auf Prunk und Pracht, auf Glanz und Licht daß beide objektiv gegen die§§ 19a, cund 34 des jede Auskunft verweigert werde, die so leicht hätte gegeben werden und Fleisch ungemein gesteigert und schließlich auch die Gesetzes über bie eingeschriebenen Hilfskaffen fönnen. Das sei ohne Zweifel eine schlechte Angewohnheit vieler Schauspielbühne zum Birkus herabgedrückt. So sind denn auch gefehlt haben. Die Bestimmungen der§§ 19 a und c des Beamten, die beffer thäten, sich darauf zu befinnen, daß es ihre im Birtus heutzutage Dressur- und Reittumst nur eine Art Vor- Silfstaffen- Gesetzes laffen keinen Zweifel darüber, daß der Vor- Aufgabe sei, dem Publikum den Verkehr mit den Behörden nach spiel, Zwischenaft für die Augenweide des Massen- ,, Ballets" und fand den Verwaltungsstellen nicht ein für alle mal die Voll- Möglichkeit zu erleichtern. Der Gerichtshof erkannte dem Ander Beleuchtungseffekte. Wer indeß seine Erwartungen nicht so macht zur Vollstreckung solcher Strafen von vornherein geben trage des Staatsanwalts gemäß, wie der Vorsitzende ausführte, hoch gespannt, wer Genüge findet an schönem Pferdematerial, tann. Wenn auch der Vorstand dies gethan, so hat er selbst weil die Beamten eines besonderen Schuhes gegen derartige Unanter Dressur, an exakten equilibristischen Leistungen, an naiver gegen die gesetzlichen Bestimmungen gefehlt und mit der Aus gehörigkeiten des Publikums bedürften. Komit und den gewohnten derben Klownsspäßen, der wurde führung des Kassirens auch die Angeklagten. Das Gericht war Unschuldig verurtheilt. Am 6. April d. J. verurtheilte nicht enttäuscht und verschiedentlich sogar von den gebotenen der Gegenansicht des Vertheidigers und hielt nach§ 34 des Hilfs die 138. Abtheilung des Schöffengerichts I den Fuhrherrn Ludwig Leistungen, z. B. den Jongleurkünften des Mr. Antony zu Pferde, faffen- Gesetzes sowohl die vorsätzliche als fahrlässige Zuwider Schulze wegen Unterschlagung und den Schankwirth Wilhelm angenehm überrascht. handlung strafbar. Es nahm aber an, daß die Angeklagten auch bling wegen Hehlerei zu je 50 M. Geldstrafe. Schulze hatte Durch Kohlendunft hat sich in der Mecklenburgischen fie fich durch das Schreiben des Vorstandes zum Kassiren bestimmungsorte nicht los werden konnte, bei dem ihm befreundeten Durch Kohlendunft hat sich in der Mecklenburgischen nicht fahrlässig gehandelt haben und sprach sie deshalb frei, weil ein ihm zum Transport übergebenes Klavier, welches er am BeStraße in Wilmersdorf die Wittwe Ottilie Schreier mit Mitangeklagten gegen Empfang seines Fuhrlohns von 40 M. zur Berechtigter Widerstand gegen einen Beamten. Vom Lagerung untergebracht. Die gegen Edling erfannte Strafe war Landgerichte Neisse ist der Böttcher Karl Maligte in schon aus dem Grunde unhaltbar, weil das Strafgesetzbuch für weil Edling Hillowiß von der Anklage des Widerstandes und der Körperver- Sehlerei eine Geldstrafe überhaupt nicht fennt. letzung freigesprochen und nur wegen Beleidigung verurtheilt Strafe wurde aber dennoch rechtskräftig, weil worden. Die Handlungen, wegen deren er unter Anklage gestellt der irrigen Meinung war, daß die Berufungsfrist zwei betrage und worden war, sind von ihm begangen worden, als ein Gerichts- Wochen vollzieher in der Wohnung seiner Mutter eine Pfändung vor- wöchige Berufungsfrist versäumte. Für Schulze legte Rechtsnehmen wollte. Auf die Frage, ob er eine schriftliche Vollmacht anwalt Leopold Meyer rechtzeitig die Berufung ein und erzielte feiner vorgesetzten Behörde bei sich habe, konnte der Gerichtsvoll in zweiter Instanz auch deffen Freisprechung, da sich der Gerichtszieher keine befriedigende Antwort geben, weshalb sich Malizke hof davon überzeugte, daß Schulze zu seinem Handeln gesetzlich für befugt hielt, den Mann des Gesetzes in nicht über befugt war und von einer Unterschlagung gar teine Rede sein Nunmehr beantragte Rechtsanwalt Meyer auch für mäßig faufter Weise zur Thür hinauszuwerfen. Da der Berte fönne. in der That eine derartige Vollmacht nicht gehabt hatte, sonvern Edling die Wiederaufnahme des Verfahrens, da nur ein Requisitionsschreiben des Magistrats von Falkenberg, so mit der Unterschlagung selbstverständlich auch die Hehlerei fort. nahm das Landgericht an, daß der Beamte in der That nicht in falle. Dem Antrage wurde stattgegeben und gestern stand Edling der rechtmäßigen Ausübung feines Amtes sich befand und daß wiederum vor den Schranken des Schöffengerichts. Lehteres sprach deshalb der Widerstand, den der Angeklagte ihm leistete, sammt unter Aufhebung des früheren Urtheils den Angeklagten nicht der Störperverlegung berechtigt war. Der Staatsanwalt ver- nur frei, sondern folgte auch dem Antrage des Bertheidigers, langte in seiner Revision die Aufhebung des Urtheils, soweit indem es die Kosten der Vertheidigung der Staatstaffe aufes wegen Widerstandes auf Freisprechung erkannt hat, da es erlegte. genlige, wenn der Gerichtsvollzieher das Ersuchungsschreiben Vor der zweiten Ferien- Straffammer des hiesigen derjenigen Behörde vorzeige, welche die Pfändung ausführen Landgerichts I unter Borsiz des Landgerichts- Direktors Lindens laffen wolle. Das Reichsgericht erkannte jedoch auf Verwerfung berg begann gestern Mittag die Verhandlung gegen den der staatsanwaltschaftlichen Revision, indem es folgendes ausführte: Gymnasial- Vorschullehrer Dr. Philipp Bersu wegen Sittlich Schlecht gelohnt wurde Mittwoch Abend mehreren Per- Es ist davon auszugehen, daß die Vorschriften über das Ver- teitsverbrechens. Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte fonen ein Rettungswert, das sie an einem etwa 40 Jahre alten waltungsverfahren unabhängig aus sich selbst zu interpretiren Angeklagte unterrichtete am Falt- Realgymnasium und wird Mann vollbracht hatten. Dieser war von der Jannowißbrücke find. In§ 19 der betr. Berordnung ist vorgeschrieben, daß die beschuldigt, am 7. Juni cr. an dem Vorschüler Friz Müller ins Waffer gesprungen, von Vorübergehenden aber wieder heraus- Vollstreckungsbeamten bei Vornahme einer Zwangsvollstreckung unzüchtige Handlungen vorgenommen und diesen zur Duldung geholt worden, nachdem er bereits bewußtlos geworden war einen schriftlichen Auftrag in der Form eines Ausweises der solcher Handlungen verleitet zu haben und zwar mit dem Um ihm zu helfen, schnitt man ihm schleunigft den Kragen und ihnen vorgesetzten Bollstreckungsbehörde bei sich führen müssen. erschwerenden Umstand, daß er zu dem Knaben in dem die Halebinde auf. Raum aber hatte der Gerettete das Bewußt. Für den Fall, daß die Zwangsvollstreckung durch eine ersuchte Berhältniß eines Lehrers zum Schüler stand. fein wieder erlangt, so schlug er ohne Unterlaß auf seine Retter Behörde ausgeführt wird, ist die ersuchte Behörde die voll- Angelegenheit, die seinerzeit berechtigtes Aufsehen erregt hat, ein. Schließlich wurde der Wüthende auf die Polizeiwache ftreckende. Der Gerichtsvollzieher hätte also eines schriftlichen lockte heute eine große Zuhörermenge in den kleinen Sizungsgebracht. Ausweises der ihm vorgefeßten Behörde, nämlich des GemeindePolizeibericht. verständige sind der praktische Arzt Dr. Ruhemann, Am 21. d. M. fiürzte sich ein etwa vorstandes von Hillowis, bedurft, während er nur das Gr- faal. Die Zahl der vorgeladenen Beugen beträgt 21, als Sach 40 Jahre alter Mann in einem Gasthause aus dem ersten Stock fuchungsschreiben des Magistrats von Falkenberg bei sich Sanitätsrath Dr. Mittenzweig und Profeffor Dr. Rinne auf den Bürgersteig hinab und zog sich so schwere innere Ver- führte. geladen, der lettere ist aber durch Krankheit am Erscheinen vers legungen zu, daß er bald darauf in der Charitee starb. Wegen Unterschlagung von Arbeitsmaterial und hindert. Unter den Zeugen befinden sich mehrere Lehrer und Abbruche eines Stallgebäudes auf einem Grundstücke in der Schlerei standen der Schlosser Blaschke und der Produkten- eine Anzahl von Schülern des Falt Gymnasiums. Der AnDorotheenstraße fiel nachmittags ein Arbeiter aus einer Höhe von Händler Harnisch aus Neu- Weißensee am 19. August vor der geklagte, der die bestimmten Beschuldigungen des kleinen Müller etwa 6 meter herab und erlitt außer mehreren Knochenbrüchen innere Straftammer des fönigl. Landgerichts II. Blaschke hatte im bestreitet, wird von den Rechtsanwälten Dr. Fr. Friedmann, Verlegungen. In der Bellevuestraße wurde ein Mann durch Hause eines gewissen Stübner Rohrlegerarbeiten übernommen, Rothe und Goldmann vertheidigt. Auf Antrag des Staats. einen Geschäftswagen überfahren und am Arme und am Fuße er wozu Stübner das Material lieferte. Sie tamen in Differenzen anwalts wurde die Deffentlichkeit während der ganzen Dauer der heblich verletzt.- An der Ecke der Senefelder- und Danzigerstraße und Stübner behauptete, es feble etwas von dem gelieferten Berhandlung ausgeschlossen. erlitt abends ein Schlächter schwere Verlegungen, indem er beim Rohr. Stübner denunzirte darauf den Blaschke und gab das Abspringen vom Wagen, dessen Pferd durchging, am Geschirr Manto auf 50 Kilogramm an. Da der Gendarm bei Blaschke hängen blieb und eine Strecke weit mitgefchleift wurde. In nichts fand, begab er sich zu dem in der Nähe wohnenden Harnisch Der Grenadierstraße wurde ein fünfjähriger Knabe durch ein von einem Kaufmann geführtes Zweirad überfahren und am Unterschenkel schwer verletzt. In der Nacht zum 22. d. M. sprang ein Kaufmann von der Jannowißbrücke in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen. Im Laufe des Tages fanden vier unbedeutende Feuer statt. Witterungsübersicht vom 22. August 1895. Eine rohe Thierquälerei wird oftmals gelegentlich der Viehmärkte beobachtet. Die zum Verkauf kommenden Kühe werden häufig 24 Stunden lang nicht mehr gemolfen, um ein recht straffes Euter zu erzielen. Die Thiere haben dadurch entsetzliche Schmerzen zu erdulden. Es wäre angebracht, wenn dieſem Mebelstande einige Aufmerksamkeit geschenkt würde und alle der artige Fälle unnachsichtlich zur Anzeige gebracht würden. Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) 1111111212 Swinemünde Hamburg 765 Still 765 CD 3 Berlin 765 Still Wiesbaden 765 Still München 769 Still Wien. 768 Still Haparanda. 755 Still Petersburg. 759 Cort 758 NW MNM Aberdin. Paris. 758 763 Wetter Temperatur Beim ( 5° C. 4° R.)! = Versammlungen. Berliner Kranken- Unterstütungs- und Begräbnißverein für Frauen und Mädchen. Neue Mitglieder werben jederzeit in folgenden Babistellen, fowie bei ben Borstandsmitgliedern aufgenommen: Frau Stolle, S., Drantenstr. 126, 2 Tr.; Frau Berger, NO., Waßmanninaße Mr. 86, 2 r.; Frau Waschau, N., Gichendorffftr. 2, 3 r.; Frau Fehlauer, So. Dresdenerstr. 13, Gof a Tr.; Frau Seinrich, SW Gitschinerstr. 2, Seller; Frl. Schlichting, N., Bring Eugenſtr. 1, 4 Tr.; Frau Niece, SO., Wrangelfir. 72, 2 Tr.; Frl. Schulz, N., Brunnenfraße 172, 3 Z.; Frau Gach fe, O., Roppenstr. 57, Keller; D. Fischer, Borsigender, N., Pantsiraße 21, 4 Zr.; G. Gerlach, Stafstrer, SO., Ma riannen- Ufer 5, of part. Lese- und Diskutirklub Westen". Jeden Freitag, abends 8% Uhr, bet Hermann Werner, Bülowftr. 59. und fragte ihn, ob er vielleicht Rohr von Blaschke gekauft Sattler und Tapezirer. In der am 17. d. M. ftatt hätte. Harnisch bestritt dies zwar, aber der Gendarm gefundenen Mitgliederversammlung der Filiale I. des Verbandes glaubte zu bemerken, daß Harnisch ein verdächtiges Beber Sattler und Zapezirer hielt Kollege Mauerer einen mit uehmen" hätte, und deshalb wurde nicht nur gegen Blaschte, großem Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Historische Frauensondern auch gegen Harnisch die Anklage erhoben. In der gestalten." Hauptverhandlung wurde Harnisch durch Referendar Dr. Ulrich, Blaschke durch Rechtsanwalt Heine vertheidigt. Da der Gendarm abfolut nicht anzugeben wußte, worin das Verdächtige bei Harnisch bestanden hätte, ließ der Staatsanwalt diesen Theil der Anklage gleich fallen. Blaschke sollte besonders dadurch belastet werden, daß ein Hausbewohner ihn eines Tages mit einem Stück Rohr hatte weggehen gesehen. Durch die geladenen Zeugen wurde aber aufgeklärt, daß Blaschke sich öfter Arbeit zum Einlöthen der Hähne mit nach Hause genommen und sie auch wiedergebracht hatte. Der Hausbesitzer Stübner hielt zwar seine Beschuldigung aufrecht, konnte aber nur befunden, daß er, nachdem die Rohre schon gelegt waren, nach gemeffen und ein Manto festgestellt habe, und daß er dann das Gewicht diefes fehlenden Rohres auf 50 Silogramm aus gerechnet habe. Rechtsanwalt Heine beantragte in erster Reihe, die Arbeit durch einen Sachverständigen nachzumessen; es fei bekannt, daß man sich sehr leicht um einige Meter irren, könne, wenn die Rohre schon im Buzze lägen, und namentlich hier, 14 wo sie wiederholt durch die Decke hindurch geführt worden wären. Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag ab. Der Staatsanwalt beantragte gegen Blaschke 9 Monate Gefängniß wegen Diebstahls, der Vertheidiger beantragte Freisprechung, indem er herhob, Stübner hätte seinen Streit mit Blaschke um die paar Meter Rohr lieber im Zivilprozeß ausmachen sollen, anstatt den Straf: richter anzugehen. Das Gericht hielt ebenfalls den Vorfall nicht für aufgeklärt und sprach Blaschte frei. 14 13 wolkenlos 21 wolkenlos 19 wolkenlos 22 wolkenlos 18 wolkenlos 17 wolkenlos 14 woltenlos bebeckt Regen bedeckt wolkenlos 21 Wetter- Prognose für Freitag, 23. August 1895. Sehr warmes und schwüles, ziemlich heiteres Wetter mit schwachen südwestlichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. • Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. 15 Ein Streit mit dem Stenererheber wurde vor dem föniglichen Schöffengericht I zu Berlin in der Straffache gegen den Die Freiheit der Hilfskaffen. Eine für Hilfskaffen Restaurateur Bogeler verhandelt. Als der Angeklagte eines Vorwichtige Entscheidung wurde vom Leipziger Schöffengericht ge- mittags im April d. J. in seinem Lokale saß, tam der Steuer fällt. Die Zentral Kranken- und Sterbefasse der Tischler und erheber Herrmann und legte ihm eine Quittung über 15 Mart anderer gewerblicher Arbeiter in Hamburg nimmt diejenigen Betriebssteuer vor. Der Angeklagte wunderte sich über die Höhe Mitglieder in Strafe von 50 Pfennigen, die ihren Wohnungs- des Betrages, da er bisher nur den vierten Theil davon hatte wechsel oder ihre Abreise nicht innerhalb einer Woche der Orts- zahlen müssen und ließ sich von dem Steuererheber den Bettel verwaltung anzeigen. Wie in ihren über 680 Ortsverwaltungen, zum durchlesen geben. Der Beamte behauptet nun, daß der Anso hatte der Zentralvorstand auch die Filiale der Krankenkasse geklagte ihn gefliffentlich lange hätte warten lassen, und daß er es in Leipzig- Neudniß diese Strafgelder fassiren lassen, ohne in offerbar darauf abgesehen hätte, ihn zu verhöhnen. Er habe deshalb jedem einzelnen Falle hierzu eine Verfügung zu erlassen. Am die Quittung zurückgefordert und nun habe Vogeler ihm höhnisch ge2. Mai d. J. wurde durch einen städtischen Beamten die Ber: sagt:„ Sie bekommen die Quittung nicht, warum sind Sie so dumm, waltungsstelle revidirt und hierbei gefunden, daß im Geschäfts- sie mir zu geben." Als der Beamte darauf einen Versuch machte, jahr 1894-95 einmal ein derartiger Betrag erhoben war; er dem Vogeler die Quittung zu entreißen und zu diesem Zwecke erstattete Anzeige und wurden der Bevollmächtigte der Kranken- hinter den Ladentisch trat, beförderte Vogeler ihn gewaltfam taffe der Tischler für Neudnik Tischler Karl Gustav Frost und nach vorn. Der Angeklagte behauptete, es hätte ihm die Absicht der Kassirer Tischler Friedrich Franz Waage wegen Vergehen fern gelegen, den Beamten zu beleidigen oder zu verhöhnen, er gegen§ 19a und e und§ 34 des Gesetzes über die eingeschrie- hätte ihn in höflichster Weise gefragt, warum denn die Steuer benen Hilfskaffen angeklagt. Beide bestreiten wider das jetzt so viel höher sei; der Beamte hätte ihm darauf schroff erGesetz verstoßen zu haben, denn es sei hier feine Strafe, die nach widert: Ich habe Ihnen keine Auskunft zu geben, obgleich es doch Belieben des Vorstandes erhöht oder erniedrigt werden könne, dem Erheber ein leichtes gewesen sei, ihm zu sagen, was er sondern sie sei ein für alle mal statutarisch festgesetzt und haben fie sich nicht nur für berechtigt, sondern auch für verpflichtet gehalten, diese Gelder zu erheben. Frost produzirt auch ein Schrift stück vom 6. Mai d. J., in dem der Zentralvorstand erklärt, daß F. nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet sei, die Strafe zu Tafsiren. F. behauptet, daß früher Schriftstücke ähnlichen Inhalts ihm zugegangen seien. Der Bertheidiger führte aus, daß der Vorstand der Kranten taffe eine Kollektivverfügung durch die übersandten Schriftstücke gegeben habe, damit nicht in bureaukratischer Weise die Schreibgebühren, wenn er jede einzelne Strafe erst verfügen sollte, höher werden sollten als die Strafe. Im übrigen fönne der§ 19a nicht herangezogen werden, weil die 50 Pf. Strafe eine stehende Enrichtung seien, die gleich den Mitgliedsbeiträgen zu rechnen ist, denn sie ist angedroht im§ 11 des Statuts, der von den Rechten und in Arbeiter- sildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lettüre. 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerfir. 179 a: Geschichte des 19. JahrEntwickelung des hunderts, speztell: Die Revolution des Jahres 1848. Gozialismus und der politischen Parteien Deutschlands. Südoft Schule Waldemarstr. 14: Deutsch( Literatur.) Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. Arbeiter Sängerbund Berlins und Angegend. Borsitzender av. Neumann, Pafewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Freitag. ebungsstunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Adalbertstr. 21 bet Stoll.- Raifer'scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei stelle. Arbeiter- Gefangverein Nord, Kaftanten Allee 11, bei Augustin.- Buchbinder Männerchor, Holzmarttitr. 3, bet Deter. Gesangver. Maig löckchen 1, Binbowerstr. 26 b. Sachs.- Gemüthlich fett, Typographia, Gefangverein Neue Friedrichstraße 44, bet Röllig. Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Gohn's Restaurant( großer Saal). Gefangverein Lorbeerzweig, Swinemünderstraße 35 Beuthfir. 20.bei Hübner. Gefangverein Rheingold, Gollnowfir. 40 bet Miegel.. Gefangverein Melobta, Mirdorf, Bergfir. 142 bei Schimtafe.- FrisMaunynftraße 86 bet Friz Subeil. Brandenburger MännerGesangverein Brandenburg a.., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Gefangverein Freya II( gemischter Chor), Rixdorf, bet Dantel Böttcher. Freie Liebertafel, sermannstr. 140, Gr. Frankfurter ftr. 74 bei Breuer.- Nord wacht, Chauffeeftr. 72 bei Meißner. Freie Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bet M. Schulze. WeißenburgerArbeiter Gefangverein Gängertreis( Weißensee), und Sedanstraßen- Ecke bet Brennert. Boreley, Grünfraße Suftige Sänger, Potsdam, Branbalerstraße 4 bet Sämmerling. denburger Kommuntfation 16 bet Glafer. Bieber'scher MännerGefelligtett, Hennigsdorf, or, Rofenthalerstr. 57 bet Wernau. Gasthaus. Drante, Weißensee, Königschauffee 41 bet Böhmert's Gefangverein Vereinte Moabit, Gangesbrüder Sängerverein Sorgen renfe. bet Hermerschmidt. Perlebergerstraße 28 Märkischer Hof. Sangesfreund, fret, Admiralstraße 18 c, Gefangverein Wacht auf I, Wörther= Dragonerfir. 32 bet Ramlowsty. Gefangverein Stralauer Liedertafel, ftraße 19 bet Schmidt. Gefangverein Treu und Rummelsburg, Hauptstr. 83 bet Bomintel. 58 bet Reben. Ginigkeit, Rigdorf, Prinz Handferystraße Nr. Gefangverein Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ece Kantstraße, bet Mertens.- Gefangverein der Metallarbeiter( D), Blumenstr. 16. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Krause. Froh Hoffnung no fenthaler Borstabt, Bernauerstr. 47. Brüderschaft, ( Berlin W.), Grunewaldfiraße 110 bei Steßner. Freiheitsglocken, WörtherAlte Jakobftr. 87-88 bet Lamprecht. Rosalia, Blumenftr. 46 bet Tomatscheck. straße bei Buchholz. Gtntracht III, Syrene, Rosenthalerstr. 57 bei Julius Wernau. Eberswalde, Fretenwalderfir. bet Weber. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Alle Buschriften find zu senden an P. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Fr. Bothe, Restaurateur, Nitterstr. 32. Musitverein Hoffnung, Große Frankfurterftr. 133 bet Gold. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Ver wedding, abends 8 Uhr, bei Schafer, Steue Sochitraße 49. Gesang verein sitaria, abends 8% uhr, Sigung Blumenftr. 46 bet Tomascheck. Karthaus'ser Gefangverein. Uebungsstunde: abends 9 Uhr bei Wiedemann, Blumenftr. 38. Bitherflub Alpengruß"( Direktion heaterverein Crescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Burbuferstr. 35. gnügungsverein Thu snelda, abends 8% Uhr, bei Bubeil, Lindenstr. 106. Musitverein Hoffnung( Oft), abends von 9-11 Uhr. Uebungsstunde Große Frankfurterstraße 138 bet Gold. Zambourverein Fret weg. Bitherflub Waldrose, uebungsstunde bei W. Raddah, Elsafferstr. 11.-Verein Grüne abends 9 Uhr, Manteuffelfir. 86, Parterre- Restaurant. Vergnügungsverein Gefang anne, abends 9 Uhr, bei Kaifer, Martusstraße 8. Im Brand, Sigung abends 9 Uhr bet Feind, Weinftr. 11. verein der Bauanfchläger Berlins, abends 9 Uhr bet J. Wernau, Bithertlub Frohsinn, abends s½ Uhr bei Reich, Rosenthalerftr. 57. Turnverein Fichte. Blumenstr. 32. Gäfte willkommen. 2. Männerabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr in der Zurnhalle Staligerstraße 66-67. von bis 4. Mannerabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends hinterher gehört habe, daß die Steuer neuerdings für das ganze Jahr auf einmal erhoben werde. Er hätte dem Beamten den Zettel nicht vorenthalten, sondern ihn nur in Ruhe durchlesen wollen, dazu hätte der Beamte ihm aber keine Zeit gelaffen.. Woltewig), bet G. Gomoll, Waldemarstr. 38, abends 9 Uhr.- PrivatAls der Erheber eine Weile später mit einem Schuhmann wieder gekommen sei, hätte er sich auch nicht geweigert, die Quittung herauszugeben, sondern nur zur Erklärung seines Benehmens von vorhin gesagt, er hätte sich die Quittung durchlesen wollen. Der Schutzmann und der Erheber wären gleich wieder weggelaufen, obgleich er ihnen nachgerufen habe:" Ich will ja bezahlen". Durch die Zeugenvernehmung wurde bestätigt, daß der Steuererheber zu dem Angeklagten gefagt hatte:" Ich habe Ihnen darüber keine Auskunft zu geben". Im übrigen blieben sowohl der Beamte als auch der Angeklagte bei ihren Behauptungen. Der Staatsanwalt beantragte 10 Tage Gefängniß wegen Beamtenbeleidigung, der English Conversational Club Shakespeare. Meeting every are welcome. Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Baht) Die nächste juristische Sprechstunde findet am 28. d. 0 Uhr in der Turnhalle, Stefanstraße 3. 5. Männerabtheilung turnt Fenersbrünfte. In Plankstadt bei Schwetzingen( Baden) Entgleifter Militärzug. Wie nachträglich bekannt wird, Dienstag und Freitag abendé von 8-10 Uhr in der Zurnhalle, Mariannen- wurden gestern Abend bei einer großen Feuersbrunft 11 Wohn- ist am Montag furz vor der Brücke der Feldbahn bei Lucken= Ufer 19.- 1. Lehrlingsabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Friedenstr. 28.- 3. Lehrlingsabtheilung turnt häuser, 13 Scheunen und mehrere Nebengebäude eingeäschert. walde ein Militärzug entgleift, wobei ein Soldat des EisenbahnDienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, mi ganzen sind über 30 Häuser zerstört. Regiments verunglückte. Derselbe erlitt einen Oberschenkelbruch Boechstraße 21-22. Turnverein Gesundbrunnen die erste Die Ortschaft Flone im Sarcathale( Südtirol) wurde von und eine lebensgefährliche Quetschung und wurde nach dem Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% thr in ber urn: einer Feuersbrunst heimgesucht, welche die meisten Häuser ein- Garnisonlazareth in Berlin übergeführt. halle des Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- Kraft- und Artisten= klub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, äscherte. Auch das Post- und das Gerichtsgebäude sind zerstört. Waldemarstr. 42. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Raubmord in Wien. Ein 19jähriger Schuhmachergehilfe Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. E5/ 56. Kraft- Turnverein hat in der Vorstadt Mariahilf an seiner Arbeitgeberin, der Hoffnung, abends von 9-11 Uhr bei Mowat, Manteuffelstraße 9. Tanzlehrer- Berein Solidarität, im Restaur. Grauer, Drantenstr. 121. Thäter ist verhaftet. Stattlub Schnitt, abends 9 Uhr, bet Trittelwig, Falkensteinstr. 7. 62 Jahre alten Wittwe Anna Leitgeb Raubmord verübt. Der Uebungsstunde und Sigung. Das letzte Standrechtsopfer der verunglückten Reich 3 statt. verfassungs Rampagne von 1849 war ein junger& r af D. H. Die Verheirathung wird unserer Meinung nach Er diente 1848 als Lieutenant in der bayerischen ohne Einfluß auf die Aushebung sein. Armee, gehörte zur Garnison der Festung Landau und 86. Bezirk. Der Besteller! Wer sonst?- Chriftinenging 1849 zum Bolt über. Nach dem Scheitern der straße 38. Ein Gesez fann nur dann in fraft treten, wenn Bewegung wurde er gefangen. Dem Einfluß der Familie der Entwurf die Zustimmung des Reichstages und des Bundes war es zu danken, daß er, während das StandEngels Porträt. raths gefunden hat. Hat der Entwurf in einer dieser KörperDas unerwartete schnelle Hinscheiden recht im Juli und August 1849 seine Arbeit that, verschont blieb; schaften feine Majoritat gefunden, so hat er feine Gefeßestraft unferes Friedrich Engels wird bei vielen den Wunsch erweckt und als ein Jahr verstrichen war, ohne daß Fugger erschossenschaften keine Majorität gefunden, so hat er feine Gesetzeskraft erlangt. Nr. 10. J. D. 1. Wenden Sie sich nochmals an haben, ein gutes Bild des Verstorbenen zu befizen. Die Verlags- wurde, glaubte man allgemein, der junge Mann werde mit einer die Berufsgenossenschaft, sowie beschwerdeführend an das Reichsbuchhandlung von J. H. W. Diek in Stuttgart bietet in der Freiheitsstrafe davon kommen. Allein man hatte die Rechnung Versicherungsamt. 2. Ja.- F. M. 100. Im Gebiete des uns vorliegenden Ausgabe ein nach einer neuesten Aufnahme ohne den„ militärischen Geist" in Preußen gemacht. Von nicht deren Kinder hergestelltes wohlgelungenes Porträt. Der Druck ist sorgfältig Berlin wurde gebieterisch der Tod des Offiziers gefordert, andrechts ist man nur soweit zur Alimentirung seiner Ges schwister verpflichtet, als die Geausgeführt auf gutem Karton. Preis 50 Pf.( Einzelne Exemplare der, indem er zum Bolt überging, des größten militärischen Ver- schwister hilfsbedürftig sind und als man zur Unterstützung ohne Toften inkl. Verpackung und Porto 65 Pf.) brechens" schuldig gewesen; und im Sommer 1850 wurde der Beeinträchtigung seiner näher liegenden Pflichten( der eigenen junge Fugger denn auch erschossen. Wie wir jetzt lesen, Familie gegenüber) im stande ist. 3. F. Unverständlich. werden seine Gebeine in Landau ausgegraben, um in der Familiengruft bei Dillingen beigesetzt zu werden. Club Uncle Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Wshington's birth day celebration. Guests welcome. D Literarisches. Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Der Sozialdemokrat, Zentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partet Inhalt der Nr. 34: Wochenschau. Nochmals die Aufhebung der Grundsteuer. Zur Abwehr. Der dänische Bauernstand vor seiner Befreiung. Krethi und Plethi in der sozialistischen Bewegung. Parteinachrichten. Der Bericht des Hamburger Gewerkschaftsfartells( 1891-1894). wanderer nach Brasilien. Arbeiterorganisationen. beiterschutz. Todtenliste. Wie man uns behandelt. Carmaug. Vermischtes. Aus Briefkasten der Expedition. Eine schwere Blutthat ist in Kopenhagen begangen worden. Ein Mann hat seine Frau, seine drei Kinder und dann sich selbst Für die Familien der im Essener Meineidsprozek Ar getödtet. Als man niemanden von der Familie sah, wurde Verurtheilten gingen bei uns ein: die Thür gesprengt, und man fand die fünf Leichen erhängt vor. Für die Familien unserer braven und ehrlichen Schröder Wahrscheinlich haben Nahrungsforgen das Drama veranlaßt. und Genoffen 20,-. Vom Gesangverein Senefelder, Emil Böhl 50,-. Entspekter Bräfig 1,50. D. S. 8, Anscheinend haben die Eheleute im Einverständniß gehandelt. Eine Parteis Kesselexplosion. Auf dem Passagierdampfer Ataman"| genoffin 3,-. Von den Gehilfen und einigen aufgeklärten Arerfolgte, während derselbe bei der Stadt Kanew hielt, eine beiterinnen der Silberwaarenfabrik von Franz Mosgau 12,-, Refselexplosion, wodurch gegen 30 Personen verwundet wurden, Waßmann 10,-. Marienkirche 10,-. Sprachlehrer B. 1, darunter eine födtlich. Mehrere sind ertrunken. Summa 110,50 Mart. In der Kirchenbaufonds- Kaffe Gunzenbachs in Unterfranten, nicht in Mömbris, ist das neulich gemeldete Defizit entdeckt worden. Urania Für den Juhalt der Juferate über- Anstalt für volksthümliche nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 23. August. Opernhaus.( Kroll's Theater) Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Tannhäuser und der Sängertrieg Friedrich- Wilhelmstädt. Theater auf der Wartburg. Schauspielhaus. Don Carlos. Deutsches Theater. Don Carlos. Leffing Theater. -O femme. Cherchez Ia Neues Theater. Tata- Toto. Schiller Theater. Ehrenschulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüsirt sich. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Alexanderplat- Theater. Im Jrrenhause. Die National- Theater. Berliner im Feuer und Wasser. Theater Unter den Linden. Chansonnette. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Doranzeige. Freitag, den 30. August 1895, abends 71/2 Uhr: Erstes Gesammt- Gastspiel der Schauspielgesellschaft Kaufmann's Variété Königstrasse, Kolonnaden. Artist. Leitung: Arthur Fraenkel. Bomben- Erfolg des neuen Programms. Wer ist Rannin? Ein Weltwunder. Die japanischen Krieger Japanische Ringer. The Kawakani's. „ Die Liliputaner" In Caftan's Panoptikum. Damen: Selma Goerner, Bertha Jaeger, Joa Mahr, Toni Meister, Elife Lau. Herren: Franz Ebert, Adolf Bint, Hermann Ring, Mag Walter, Ludwig Merkel. Direktion: Carl u. Theodor Rosenfeld. Erstes Wiederauftreten der Liliputaner in Europa nad 5jähriger Gastspieltournée in den Vereinigten Staaten von NordAmerika. 3um 1. Male: Schiller- Theater. Die Reise nach dem Mars. Das ( Wallner Theater.) Freitag: Ehrenschulden. Schweigen. Ohne Liebe. Sonnabend: Minna von Barnhelm. Großes amerikanisches Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 4 Aften und 15 Bildern von Robert Breitenbach. Zahl der Mitwirkenden 200 Personen. Der Vorverkauf der Billets beginnt Adolph Ernst- Theater. Montag, den 26. Auguſt. Madame Suzette. Baudeville- Posse in 3 Att. v. Ordonneau. Musik von Edmond Audran. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: E Paradebummler. Gesangspoffe in 4 Atten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow.( Novität.) Briefliche Vorausbestellungen werden von jetzt ab entgegengenommen.* Preise der Plage: Orchester und Fremdenloge 5 M., Parketloge 4 M., Rangloge 3,50 M., Orchester- Fauteuil 2,50 M., Fauteuil 2 M., I. Parket 1,50., II. Parket I M. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Täglich außer Sonnabends National- Theater. Victoria- Brauerei Große Frankfurterstraße 182, Direttion: Max Samst. Berliner im Feuer und Wasser. Volksstück in 5 Aften und 7 Bildern von Friz Schäfer. Musit vom Kapellmeister A. Wiedecke. Regie: Friz Schäfer. Dirigent: Kapellmeister A. Wiedecke. Wirkliches Feuer. Wirkliches Wasser. Wirklicher Negen. Hauptbilder: 3. Bild: La Puce( Henny Schmid sucht den Floh). 5. Bild: 30 bildschöne badende Mädchen im Wasserbassin mit wirt lichem Wasser. 7. Bild: Groß- Feuer( Rettung von drei Menschen aus Feuersgefahr durch unsere brave Feuerwehr.) Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nationaltheater Garten: Heute: Großer Ringkampf. Gr. Konzert u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten d. Berliner Original- Romikers Wilhelm Fröbel. Auftreten v. Chansonetten, Soubretten, Luftgymnastikern 2c. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 20 Pf. Reservirter Play 40 ẞf. Morgen: Großes Sommernachtsfest. 1 Vereinszimmer für 30 Personen zu vergeben. Röpenickerstr. 38. 27076 Lützowßtr. 111-112, nahe Potsdamer Brücke. Im wundervollen Konzert Garten refp. Saal. Anfang Wochentag 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf- Billets( für die Wochentage) à 40 Pf. und Familien- Billets à 1 M.( für 3 Personen giltig). ( Siehe Plakate). Großartiges Programm! Jeden Donnerstag und Sonntag nach der Soiree: Tanzkränzchen. Passage- Panopticum. Tunesische Truppe: Schlangenbeschwörer, Arabische Schule, Bauchtänzerinnen, Derwische etc. Komische Pantomime. Das zoologische Unikum. Ferner 18 Novitäten- Nummern. Saal für Matineen zu vergeben. Reichshallen. ( bei Jm prachtvollen Garten ungünfliger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree de deutschen Quartettu. Couplet- Sänger Neu! Die Zaubermüte. Neu! Ensembleszene. Sonnabend zum 50. und letzten Male: Von der Kanalfeier. Mittwoch: Benefiz. W. Noack's Sommer- Theater, Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater- und " TIEN- BRAVER RIEDRICHSHAIN Aktien- Brauerei Castan's Panoptikum. Friedrichshain ( Königsthor). Heute Freitag: Das Bärenweib. Grosses Militär- Ein Flug durch die Luft! Frei- Konzert. Programm unentgeltlich. Volksgarten ( ebem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen, Badstr. 56/57. Direktion: Max Samst. Heute, sowie täglich: Grosses Konzert u. Theater- Vorstellung. Spezialitäten I. Ranges. Auftreten des beliebten Tanzkomikers Eugen Milardo. Chansonetten, Soubretten, Liedersänger, Luftgymnastiker 2c. Täglich: Familien- Ball. Passe- partouts haben Giltigkeit. Kassenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 20 Pf. Res. Pl. 40 pr. 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Sonntag, den 25. August: Großes Sommerfest arrangirt von allen im Todes- Anzeige. Am 21. d. M., morgens 7 Uhr, starb im St. Hedwig- Krankenhause infolge 2. Wahlkreis. Blutvergiftung mein lieber Mann, der Freitag, den 23. August, abends 8½ Uhr, im Lokale des Genossen Zubeil, Lindenstraße 106: Parquetbodenleger Hermann Höhler. Partei- Versammlung. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Elisabeth- Kirchhofes, Prinzen- Allee, aus statt. 2014b Graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeitern u. Arbeiterinnen um des Beileib bittet die trauernde unter Mitwirkung der Gesangvereine aller graphischen Berufe: ,, Typographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker" ,,, Senefelder", ,, Buchbinder- Männerchor" ,,, Solidarität" etc. Wittwe Mathilde Köhler. Danksagung. Für die rege Theilnahme bei der Metalldrehers 210/2 0 Tages- Ordnung: Diskussion über das Agrar- Programm. Frauen haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bitten Die Vertrauenspersonen. 2579 Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorftellung. Beerdigung meines lieben Mannes, des Blitz- Feuer- Anzünder Riesen- Feuerwerk. Kinder- Theater Kinder Theater Vorstellung. Fackelzug. Jeffrede, gehalten von Emil Döblin. In beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 25 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Billets à 25 Ff. sind an der Kasse zu haben. 65/8 Carl Engelmann, namentlich dem Personal der Firma F. Buzke u. Ko. sagen hiermit innigften Dant 2018b . Die trauernden Hinterbliebenen. Für die Betheiligung bei der Be erdigung meines Mannes, des Bauarbeiters H. Bernhöft, sage allen Theil nehmern hiermit meinen Dank. 31072. Wittwe Bernhöft. Für die vielen Beweise der TheilFachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter.nahme bei der Beerdigung meines lieben Sonnabend, den 24. August, abends 8½ 1hr, im Lokale des Herrn Schulz, Oranien- Straße Nr. 51: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: = 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Der Streit bei J. Pfaffe, Landsbergerftr. 106. 4. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. NB. Die Kollegen werden ersucht, in der Versammlung mit den Sommerfest- Billets abzurechnen. Verein der Schäftebranche. 141/14 unseres guten Vaters, sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie den Herren Kollegen der Kindermann'schen Fabrit meinen tiefgefühltesten Dant. 2022b Minua Pohlmann nebst Kindern. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Achtung! Former und GießereiUnverbrennbar. eber 1000 mal zu gebrauchen für 10 Pfennig. Reinhold Berth, Berlin NO., Friedenstraße 99. Neu! 10 Pf.!! 79 zu haben in allen Geschäften. Wo noch nicht| vertreten, gegen Einsendung von 50 Pf. 5 Std. franko. Seifen-, Licht- und Soda- Fabrik M. Reich& Co., Fabrik Gr. 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August, abends 9 Uhr, bei Wernau, Rosenthaler ser Firma Landé, Inhaber Bode, nel- Geledennelskauf geg.gute Sicherheit? W. L. Postamt 42. straße 57: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wey! über: Das Naturheilverfahren. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 173/4 Achtung! Metalldrücker! Die Kollegen Nitterstraße 14, legten wegen Lohnfürzungen die Arbeit nieder. Wir bitten von beiden Werkstätten den Der Vorstand. Freie Vereinigung der Bau- Anschläger Buzua möglichst fern zu halten. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 1. September, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Antrag des Vorstandes. 3. Verschiedenes und Fragetaften. Unser Stiftungsfest findet am 24. August, bei Nieft, Weberstraße 17, statt. 33/4 Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale Norden. Sonnabend, den 24. August, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Meier, Müllerstr. 7: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Vortrag des Kollegen Mauerer über: Armuth und Reichthum." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen bittet " 156/1 Die Ortsverwaltung. Bauhandwerker- Krankenkaffe. 261/3 110/15 Im Verlage der Hamburger Buchdruckerei und Verlagsanstalt Auer& Co. in Ham burg ist soeben erschienen: Der Nene Welt- Kalender für 1896. Bwanzigster Jahrgang. Inhalt: Kalendarium. Postwesen 2c. EwigkeitsKalender. Trächtigkeits- u. Brüte- Kalender. Sterbefälle im Deutschen Reiche im Jahre 1892. Deutsche Auswanderer 1889-94. Rückblick. Im Messen nud Märkte. Kreislauf des Jahres. Ein Märthrer. Erzählung von Robert Schweichel( mit Juustrationen). Bauern und arme Leute zur Zeit der deutschen Reformation. Von Manfred Wittich. Ewigkeit. Gedicht von Ludwig Lessen. Ein Bild aus dem Londoner Flüchtlingsleben. Von W. Liebknecht. Am Meer. Gedicht von Jenny Colm. Johanna's Erfahrungen. Erzählung von Geschichtliches und Sozialwissenschaftliches über die Japaner. Von Bruno Geiser. Die Schlacht am Morgarten. Gedicht von Rob. Schweichel( mit Illustration). Das Licht der Zukunft. Von Dr. H. Lur( mit Illustrationen). Die Gesundheitspflege des Kindes. Bon Dr. Swoboda. Irdische Höhen- u. Tiefenverhältnisse. Von G. Faltenhorst( mit Illustration). Das neue Neichstionen). Ein Kapitel Kriegsgeschichte. Von M. Wittich. Die gute, alte Zeit. Eine fulturhistorische Stizze von A. Volter. Saat und Ernte. Gedicht von Jenny Colm. Ein Sohn des Volkes. Von W. Liebknecht( mit Porträt). Die drei Roffe. Russische Boltsparabel, erzählt von W. Braunsdorf. Wir find nicht freundlos. Gedicht von A. M. Fliegende Blätter. Räthsel zc. 2c. Den Mitgliedern vom Wedding zur Nachricht, daß sich life ganger( mit Zuluſtrationen). Allerlei die Zahlstelle vom 24. August ab Köslinerstr. 4 bei Neumann befindet. Kassirt wird dort ebenfalls Sonnabend, abends vvn 8-10 Uhr. Ferner bringen wir den Mitgliedern von Weissensee zur Kenntniß, daß dort eine neue Zahlstelle eingerichtet ist und zwar vom 1. Septbr. ab in der Wohnung tagsgebäude. Bon 2. Schönhoff( mit Juſtrades Mitgliedes Paul Krüger, Heinersdorferweg 11. Es werden daselbst Sonntags, Vorm. von 9-11 Uhr, Beiträge entgegen genommen. Auch können dort neue Mitglieder aufgenommen werden. Der Vorstand. J. A.: Heinrich Metzke. Spandau. Sonntag, 25. August, nadhur. 4 Uhr, in Bork's Lokal, Stankenerstr. 14: Oeffentliche Partei- Versammlung für Männer und Frauen. Zages Ordnung: 1. Das Recht auf Arbeit. Referent: Julius Wernau. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zur Kreis- Konferenz. 4. Diskussion über das AgrarBrogramm. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. 262/8 Achtung! Der Vertrauensmann. Teltow- Beeskow- Charlottenburger Wahlkreis. Sonntag, den 25. August, vormittags 11 Uhr, in Charlottenburg im Lokale ,, Bismardshöhe": Große Kreis- Versammlung. 10 Tagesordnung: 1. Der Brandenburger Parteitag und seine Bedeutung. Referent: Genosse Otto Goerke. 2. Diskussion. 3. Wahl der Telegirten zum Brandenburger Parteitag. Die einzelnen Orte des Kreises werden ersucht, Deputationen zu dieser Bersammlung zu entsenden. 202/10 Echt Stonsdorfer Likör, à Liter 1,20 M., 5 Liter 5,50 m., 10 Liter 10 M. Echten alten Nordhäuser, à Liter 1,- M., 5 Liter 4,50 M. Ingber, Getreidekümmel, Wachholder, à 2. 1 M., 5 2. 4,50 M. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 M. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 m. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co., 3104L* 6a Bellealliance- Platz 6 a. 81 Neue Friedrichstrasse 81. 29 Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. 8 Oranienstr. 8. Aus der Geschichte der preutfchen Boltsschule. Bon Bauermeiſter. 1 Stubtentopf. Hierzu vier Kupfer: Das Lied der Sklavin. Japanische Mädchen bet der Thee- Ernte. Renovirungsversuche. Ein farbiges Bild: Berlassen( mit Gedicht). Ein Wandkalender. Preis 40 Pfennig. Bu beziehen durch die Buchhandlung des„ Vorwärts" Möbel- Kaufgelegenheit. 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