Nr. 197. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 Nr. 7128. im Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, tr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 24. August 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " I wäre, sondern das trifft nur die Leute, die sich, wie der Begriff| Vertheidigung oder die Angeklagten, in's Gedränge gebracht Eine faff unglaubliche Nachricht bei uns im Volke verstanden wird, eines unwürdigen Lebens wird, die Gerichtsvorsitzenden eingreifen und den Zeugen schuldig machen..... Es giebt Leute, die Trunkenbolde sind, aus verfänglichen Situationen heraushelfen. Daß dieselben bringt die ,, Sächs. Arbeiter- Zeitung". Demnach sollen zu sich vagabundirend herum treiben, überall Schlägereien anfangen Vorsitzenden unbeholfenen Privatzeugen, besonders, wenn dem Vorsitzenden des Arbeitervereins in Löbtau schon und was sonst in den vielen Eingaben der Ortsvorstände ausmehrere Personen, die Unterstützungsgesuche um Gelder aus geführt wird, in denen gebeten wird, den Invaliden ihre sie gegen die Polizei aussagen, in der gleichen Weise zu Hilfe kommen, davon ist uns wenigstens fein Fall bea dem Reichs Invalidenfonds gemacht haben, gekommen Pension wieder zu nehmen, weil sie derselben unwürdig seien." sein und um eine Bescheinigung darüber gebeten Kriegsminister Bronsart von Schellendorf: kannt. haben, daß sie dem Berein Freilich gilt auch hier das Sprichwort vom Krug, der Meine Herren, ich möchte wirklich bitten, daß sie das Wort schon lange nicht ehrenvoll" stehen lassen. Es ist dieser Ausdruck in dem Gesetz- zum Brunnen geht bis er bricht. An ein recht drastisches mehr angehören. Der Gendarmeriebrigadier, der entwurf nur gewählt, weil wir damit haben ausdrücken wollen, Beispiel dieser Art erinnerte in den letzten Tagen die Auftrage der Amtshauptmannschaft zu Dresden baß von der Wohlthat dieses Gesetzes diejenigen ausgeschloffen Leipziger Volkszeitung", indem sie auf die Leistungen Erkundigungen über die Verhältnisse der Gesuchsteller ein- bleiben müssen, die, wie, glaube ich, Herr General des im Volksmunde als Meineidmichel" bekannten zieht, habe ihnen gesagt, sie ständen ja noch in den Listen von Spitz schon gesagt hat, sich während des Feldzugs Polizeikommissar Gehret in München hinwies. Dieser, des Arbeitervereins, da könnten sie nichts bekommen. In des Plünderns, des Marodirens, der Vergewaltigung oder der auf die Arbeiter und Sozialistenjagd besonders eingefuchste einem anderen Falle soll ein Beamter, der ebenfalls Er- Feigheit und Fahnenflucht schuldig gemacht haben. Solche, fundigungen über eine Familie einzog und dem gesagt nehmen wir an, haben nicht ehrenvoll am Feldzug theil- Staatsretter, legte in ungezählten Prozessen vor und wurde, die Frau sei gerade in den Konsumverein gegangen, genommen; alle anderen haben ehrenvoll am Feld während dem Sozialistengeset hunderte von Arbeiter und Parteigenossen hinein. Was Gehret beschwor- und er erklärt haben, wenn die Leute im Konsumverein seien, be- ug theil genommen." tämen sie nichts. beschwor alles das galt für die Münchener Richter als besiegelt und verbrieft. Als am 26. Oktober 1886 der letzte Geheimbunds- Prozeß, in dem Gehret zeugte, eröffnet wurde, da bemerkte der Leiter der Verhandlung, Direktor Harlander, indem er die Hand auf den Berg von Aften legte, welche aus den früheren Geheimbunds- Prozessen herstammten, in denen Gehret Hauptzeuge war:„ Es steht felsenfest, daß hier in München eine geheime sozialdemokratische Organisation besteht, wir haben dies in früheren Verhandlungen wiederholt festgestellt." Diese„ felsenfesten Feststellungen" hatten sich alle auf Gehret's Zeugniß geftüßt, desselben Gehret, von dem derselbe Direktor Harlander sechs Aus Anlaß des Essener Prozesses gegen Schröder und Tage später bei der Urtheilspublikation aussprechen mußte, Genossen und der Rolle, welche bei dieser Gelegenheit der daß ,, insbesondere die Aussagen des Zeugen Gehret von einem Gendarm Münter gespielt hat, wird die Frage, inwieweit Polizeibeamte Anspruch auf besondere Glaubwürdigkeit als gewissen Subjektivismus der Auffassung nicht freizusprechen sind Beugen haben, wieder viel erörtert. Daß in weiteren und die thatsächlichen Wahrnehmungen und gewagten SchlußKreisen des Publikums dieser Glaube an die ganz folgerungen sich hier mitunter so miteinander vermengen, daß besondere Wahrheitsliebe der Polizei- Organe, durch welche nicht kontrollirt werden kann, was aus diesen Aussagen als sie sich vor anderen Sterblichen auszeichnen sollten, sichere Thatsache herausgeschält werden kann." nicht vorhanden ist, beweist die seinerzeit allgemein zu tage So die Erklärungen der berufenen Vertreter der Sollten sich vorstehende Angaben bestätigen, was wir Regierung, auf welche hin da sie klar waren und nicht vorläufig noch für unmöglich halten, so würde diese Hand- den geringsten Zweifel zuließen, Singer seinen Widerspruch lung auf nichts geringeres hinauslaufen, als darauf, ein aufgab. vom preußischen Kriegsminister vor versammeltem ReichsWie aber will man angesichts dieser Erklärungen das tag auf direkte Befragung gegebenes feierliches Versprechen behauptete Vorgehen der Amtshauptmannschaft Dresden zu brechen. Es war in der Sigung vom Dienstag, 14. Mai rechtfertigen? Da erscheint umgehende Klarstellung der dieses Jahres, als die 1. und ev. 2. Berathung des Gesetzes wegen Sachlage dringend nothwendig. Abänderung des Gesetzes über den Reichsinvalidenfonds auf der Tagesordnung stand. Bei dieser Gelegenheit ließ unsere Fraktion durch den Abgeordneten Singer eine zustimmende Erklärung zu der Vorlage abgeben, zugleich aber Anträge für die zweite Lesung ankündigen, dahingehend, in dem Ar titel I Absatz 3 das Wort„ ehrenvoll" zu streichen und das selbe mit dem§ 2 des Artikel III Absatz b zu thun, der das Recht ausspricht: " Personen, welche nach ihrer Lebensführung der beabsichtigten Fürsorge als unwürdig anzusehen sind" von dem Bezuge dieser Beihilfe auszuschließen. Polizeiliche Glaubwürdigkeit. Unser Redner gab der Besorgniß Ausdruck, daß diese Befugnisse zum Mißbrauch gegenüber politisch mißliebiger Personen führen könnten. Fast alle Redner gaben Er- tretende Opposition gegen die Einrichtung, wonach die Die damals Angeklagten, dreizehn an der Zahl, darunter klärungen dahin ab, daß ein solches Vorgehen gegen Sinn Polizeiorgane ihre Aussagen auf den sogenannten Diensteid die Genossen Auer und Birk, wurden freigesprochen. Dieser und Geist des Gesetzes und auf das schärfste zu verurtheilen nehmen konnten. Diese Diensteid- Aussagen hatten einen Freispruch war aber die Verurtheilung Gehret's, des wäre. Diese Bedenken zu zerstreuen gaben nun die Ver- Minderwerth in der gesammten öffentlichen Meinung und Meineidmichels. Physisch und moralisch zu gruude getreter der Regierungen folgende Erklärungen ab: sind ja auch wesentlich beschränkt worden. An manchen richtet, legte sich der schwurfichere Polizist kurz nach dem Generallieutenant v. Spig: Die Befürchtung. Gerichtshöfen ist der Glaube an die unbegrenzte Ausgange des Prozesses auf das Krankenlager und starb die der Abgeordnete Singer hat, wir könnten das so verstehen, Wahrhaftigkeit und Richtigkeit des Urtheils bei wenige Tage, nachdem ihm auch vom Reichsgericht als daß Männer, denen sonst nichts vorzuwerfen ist, nur wegen ihrer ben Polizeiorganen freilich noch felsenfest und die Revisionsinstanz seine subjektive Unglaubwürdigkeit noch politischen Richtung, einer Richtung, die der Regierung vielleicht möglichkeit, daß auch ein Gendarm nicht angenehm ist, als nicht würdig angesehen werden könnten, irren könne, scheint manchem Verhandlungsleiter geradezu oder Polizist bestätigt worden war. Sollte der Schatten Gehret's nicht manchen Schwura ist nicht gerechtfertigt. Das Wort„ würdig" muß aber stehen bleiben; es trifft das nicht Leute von anderer undenkbar. Daraus erklärt sich auch die oft zu beachtende zeugen aus den letzten Tagen schrecken? politischer Ansicht, als vielleicht der Regierung erwünscht Erscheinung, daß wenn ein Polizeizeuge, sei es durch die Skizzen " Lynch, oder vielmehr ihr Sohn von Francisco Solano [ Nachbruck verboten. Lopez verlangt eine runde Summe von einer Million Pfund bei baarer Zahlung." aus dem füdamerikanischen Hinterlande. Lassen Sie den Herrn eintreten." 23 233 " Eine Menge Geld, Don Juan." German Winterfeld hatte sich erhoben und ging nach denklich in dem Zimmer umher. ,, Und Sie hat Ihnen noch nicht einmal andeuten lassen, wo der Schatz zu finden ist?.." Wie man es nehmen will.. es ist mehr als die Doch... und ich habe eben auch von Paraguay selbe Summe zu verdienen.. Man hat nur eine genaue darüber Nachricht erhalten.. Sie giebt an, daß der Ort Kopie des Originalverzeichnisses geschickt, aus der hervor Ein tadellos gekleideter älterer Herr trat ein, den Don geht, daß die ganze vergrabene Summe genau zwei und der Campo Cerro Desgracias bei San Fernando ist.." eine halbe Million Pfund beträgt zu acht Neuntel englisches ,, Entschuldigen Sie, Don Juan, einen Augenblick. Machen Sie die Rideaux in die Höhe, Don German, Gold, der Rest Unzen. Fiele genau auf unsern Antheil ein Sie wissen, daß ich in Paraguay bekannt bin.. lassen Sie man sizt bei Ihnen so dunkel wie in der Höhle eines und eine halbe Million Pfund, da die Unkosten nicht groß mich einmal nachsehen.." Löwen... ich werde nervös, wenn ich in einem halb- sein können Man ist bereit, uns die Karte im Er ging an einen Schrank und nahm einen Stoß dunklen Raum bin Sie erlauben mir eine Ihrer vor- Original zu übergeben, wenn wir auf den Vorschlag ein- Mappen heraus mit Karten und Notizen, unter denen er eine zeitlang umhersuchte.. Endlich schien er gefunden zu züglichen Zigarren... gehen..." haben was er wollte. German mit einem Händedruck begrüßte. " • „ Sie sind ein Gourmet, Don German... wo Sie nur immer das vorzügliche Kraut auftreiben... doch um sogleich auf die Geschäfte zu kommen die Bagatellen find alle erledigt... hier haben Sie die Abrechnungen Apropos, Juanita läßt sich bestens empfehlen " Und dann Don German schob ihm sein Etui hin. Der Eingetretene Und wer verbürgt uns, daß der Schatz nicht schon setzte sich bequem in einen Schaukelstuhl, schnitt behutsam gehoben ist... daß er sich bereits in andern Händen" Ich habe hier eine kleine Notiz über den Kamp, Don die Spige seiner Bigarre ab, setzte sie langsam in Brand befindet. Sie wissen, daß der Schatz der Loper Jnan, noch aus meiner Landmesserzeit herrührend... und hüllte sich in einem Augenblick in einen dichten Nebel ein vielgesuchter Gegenstand ist... wenigstens die Größe des Kampes kann ich Ihnen angeben. von Rauch ein. Das ist eine reine Unmöglichkeit, Don German. Sie Er ist sehr groß, um ohne weitere Angabe etwas zu finden; Die Hälfte ist guter Ramps wissen, daß der heilige Loper, Gott habe ihn selig, sehr über 18 Quadratleguas.. Wer der Eigenthümer vorsichtig in solchen Dingen war. Er schickte ein Piket boden, die Hälfte Hochwald Soldaten aus, um das Geld zu vergraben. Kamen die ist, oder ob er noch in fiskalischem Besiz sich befindet, weiß Leute dann zurück, so ließ er sie frischweg füfiliren. So ich nicht..." waren er und seine Maitresse die einzigen Wissenden. Durch" Sie haben ganz Recht, Don German, genau so schreibt Dante bestens, Don Juan... Ihre Tochter befindet Bufall die Stelle finden, ist geradezu ein Ding, was mir mein Agent aus Paraguay. Der Ramp hat 18 Leguas ich für undenkbar halte. sich hoffentlich wohl..." erinnern Sie und 1000 Quadres Jnhalt, davon sind zehn Meilen Wald, ,, Vorzüglich.. der Ball bei seiner Exzellenz ist ihr sich gefälligst, daß die Summe in baarem Gelde das Uebrige Kampboden... es steht eine ziemlich große ausgezeichnet bekommen, Ihnen doch auch?" vorhanden ist und zwanzigtausend Kilo wiegt. Wer sollte, Estancia darauf.. Ich mache schon mehr den Ballvater in meinen wenn er von ungefähr darauf gestoßen wäre, eine solche ges ,, Also ist er nicht mehr fiskalisch.. Das ist ärgerlich.. und dabei bekommt ein Ball immer leid- wichtige Last unbemerkt fortschaffen. Umsonst haben sich wem gehört er denn..." alle Schatgräber Jahre lang gemüht ihn zu finden. Nur" Das wäre schließlich das Wenigste.. Der Campo Bah in Ihren Jahren... sind kaum vierzig alt... eine Person weiß wo er liegt und das ist die frühere Mai- Cerro Desgracias ist nach meiner Auskunft im Jahre 1878 ein Mann wie ein Jüngling.... Doch um endlich auf tresse Lynch. Wäre diese in der Lage, selbst nach Paraguay für den Preis von 14 000 Pesos an einen alten englischen unsere Geschäfte zu kommen ich habe also Nachricht gehen zu können, so hätte sie ihn schon lange gehoben; Arzt, den Dr. James Wilson als fiskalisches Land verkauft von beiden Seiten; sowohl aus England, wie aus Paraguay, baran ist kein Zweifel. Aber das ist rein unmöglich. worden. Der Dr. Wilson ist schon vor dem Kriege ins und ich glaube, daß wir das Geschäft machen können... Das Volk würde sie steinigen und die Regierung ihr von Land gekommen und hat sich fast ausschließlich mit Botanit es muß etwas dabei herausspringen." Hause aus den Eintritt verbieten... Also muß sie Ver- beschäftigt. Er soll das größte Herbarium südamerikanischer traute haben... und das sind wir oder können es wenigstens Pflanzen befizen, wenn Sie dafür Interesse haben. Ru seinen Lebensunterhalt hat der Alte dann schließlich " Sofort mein verehrter Freund... die Madame Elisa werden..." Jahren lich Reden Sie also." Politische Uebersicht. Berlin, 23. August. Pa auch der Verlust schmerzlich ist. Aufschließen! heißt die Ba 1 Jahren bezieht, gegen den laufenden Etat eine, wesentliche Ver role. Die Reihen rücken nur fester zusammen. An die Stelle minderung erfahren. Glücklicherweise haben die Etats der letzten der Gefallenen treten andere, die in dem gleichen Geiste Jahre eine solche Einnahmeposition dank den günstigen ErNach einem neuen Sozialistengesetz schreit sich das wirken. Reine Bewegung kann sich mit der unfrigen an Selbst- gebnissen der der Reichstaffe verbleibenden Einnahmen überhaupt ständigkeit messen. Wir sind keine Schäflein, denen bei dem aufweisen können, dieselbe hat aber auch die größten Leibblatt des Fürsten Bismarck, die Hamb. Nachrichten", Stürzen des Führers das Ziel verloren geht. Je mehr Hinder- Schwankungen zu verzeichnen gehabt. Von 4 Millionen im Etat heiser. Die sozialdemokratische Kritik unserer Rechtspflege niffe zu überwinden sind, je ehrenvoller der Sieg. für 1893/94 fiel sie auf 1,3 Millionen im Jahre 1894/95 und und der Schlachtenfeiern, sowie selbst die Veröffentlichung des Darum Freunde und Kameraden: Vorwärts unbeirrt! Immer stieg dann wieder für das Jahr 1895/96 auf 14,4 Millionen, so Schleswig- Holsteinischen Regierungserlasses und das Urtheil im treu und fest zu der Organisation. Schafft neue Streiter, daß daß in dem laufenden Etat bei der Position ein Mehr von über Effener Meineidsprozeß bieten ihr Anlaß, das Sozialisten- Ver- die Reihen dichter werden. Agitirt in Schacht und Hütte für 13 Millionen in Anfat gebracht werden konnte. Jm nächstjährigen tilgungsmittel der verkrachten Bismarck'schen Politik, das Gure Vereinigung. Der Boden ist gut vorbereitet forgt daß Etat wird sich nun wieder ein bedeutender Rückgang bemerklich machen. Infolge der Ueberschüsse, welche im Jahre 1894/95 Sozialistengesetz, das uns so große Erfolge, den Urhebern die Saat bald und reichlich aufgeht. und Vertheidigern weltgeschichtliche Blamage eingetragen tratischen Bergarbeiter- Verband", über den die„ Rheinisch- West- sowie die Poſt- und Telegraphenverwaltung für die Statsansäge Das sei Eure Antwort auf den Schlag für den fozialdemo- namentlich die Zuckersteuer, die Salz- und die Brausteuer hat, marktschreierisch zu empfehlen. Der Artikel schließt fälische Zeitung" so helle Freude hat. Und mit Schrecken werden gezeitigt haben, ist die Summe der ordentlichen Einnahmen, folgendermaßen: „ Das Ergebniß( der Versöhnungspolitik!!!) ist, daß ent. Dann unsere Gegner einsehen, daß der deutsche Bergarbeiter- welche dem Reiche verbleiben, in dem genannten Jahre um 7,1 Millionen größer gewesen, als sie im Etat angenommen war. weder mit der Sozialdemokratie gefochten oder vor ihr kapitulirt Aus Anlaß der Verurtheilung von Schröder und Ge- Die Ueberschüsse der einzelnen Jahre werden stets in die werden muß. Tertium non datur.( Ein Drittes giebt es nicht.) Der Ueberschuß Vorläufig fann das Fechten noch auf dem Wege der Gesetzgebung nossen erhielt Reichstags- Abgeordneter Heinrich Möller- Etats des zweitfolgenden Jahres eingestellt. von 1894/95 fommt also im Etat von 1896/97 zur Verrechnung. Weitmar folgende Telegramme: erfolgen; später vielleicht nicht mehr." Waldenburg 15, Schl. Mein tiefstes Beleid den Familien Nun ist es ja wahrscheinlich, daß durch die Revision der Rechnungen der genannten Summe noch eine kleine Erhöhung und dem Verband. Grüße. Michaelis. Waldenburg 27, Schl. Die Mitglieder des Knappenvereins zuwachsen wird, jedoch kann dieselbe nicht so groß sein, daß sie Ober- Waldenburg senden den Familien und Euch ihr herz- die Position wesentlich beeinflußt. Es ist vielmehr gewiß, daß lichstes Beileid; mögen unsere Freunde nicht verzagen. Hoch die die Einnahmepofition, welche sich auf die Ueberschüsse aus früheren Jahren bezieht, im Reichs Haushaltsetat für 1896/97 Organisation! Waldenburg 31, Schl. Unser innigstes Beileid bei dem um rund sieben Millionen geringer sein wird, als die gleiche großen Verlust, der den Familien und Euch betroffen. Unsere Position des laufenden Etats." Sympathien begleiten die Kameraden hinter die Kerkermauern. Vorwärts troy alledem. Zahlstelle Waldenburg. Es heißt auf die Bergeßlichkeit der Menschen in polizeiwidriger Weise spekuliren, wenn man nach kaum fünf Jahren seit Ablauf des Schandgesetzes dieses wieder empfiehlt. Unsere Gegner müßten doch endlich einsehen, daß gegen die Sozialdemokratie fein Kraut gewachsen ist. Der Rath der Hamburger Nachrichten" ist eine unbewußte Bestätigung dieses Sazzes. " Verband nicht zu vernichten ist. Waldenburg 31, Schl. Tief erschüttert von dem Schlage, der unsere Freunde getroffen, senden wir den Familien und Guch, Kameraden, unser innigstes Beileid. Durch Kampf zum Sieg. Knappen- Verein Ober- Waldenburg. Zum Effener Meineidsprozeß. Der Essener„ Allgemeine Beobachter" theilt zum Urtheil über Schröder und Genossen nachträglich mit: Was soll man dazu sagen, wenn es richtig ist, was uns von durchaus glaubwürdiger Seite mitgetheilt wird, nämlich, daß der Als weiterer Beweis für die allgemeine Stimmung über Obmann() der Geschworenen, Herr Kaufmann das Urtheil im Prozesse Schröder wird noch mitgetheilt, Brockhoff, schon nach den Aussagen der Zeugen Gendarm daß der Vorsitzende des christlichen Gewerkvereins" Auguſt Münter, Polizeikommissar Brockmeier und Gendarm Müller, Bruſt- Altenessen nach Schluß der Verhandlung im Wartesaal zu seinen Kollegen geäußert haben soll:„ Ich bin mit meinem 4. Klasse des Rh. Bahnhofs zu Essen gesagt:„ Nein das Urtheil fertig!" Wenn diese Angabe sich bestätigt, so wäre Herr Brock- hätte ich nicht gedacht." Das genügt. hoff schon der dritte Geschworene, der in voveiliger Weise sein Urtheil abgegeben hat. um das unmögliche zu beweisen, nämlich, daß die SozialAuf Ehren- Jeup hatte sich der Staatsanwalt bezogen, demokraten den Meineid billigen. Weß Geistes Kind dieser Gewährsmann der staatsanwaltlichen Theorie ist, beweist die folgende Notiz: Das von Herrn J. Jeup jetzt redigirte und von Fr.( Frau) Jeup verlegte Blatt heißt Schiersteiner Beitung." Das Blättchen ist höchst loyal und beschäftigt sich besonders viel mit evangelisch- tirchlichen Dingen. In der Parteikonferenz, welche in Essen hier am Sonntag tagte, wurde beschlossen, die Ausführungen des Staatsanwalts im Prozeß Schröder und Genossen, sowie auch die der Vertheidigung in Form eines Flugblattes mit entsprechender Einleitung versehen im ganzen Kreise Essen zu verbreiten. " Verhängnißvoll find die Würfel gefallen. Wenn auch der Weg zur Revision des Urtheils noch offen steht, so find unsere Freunde für die nächste Zeit doch dem Leben entrissen. Sollen wir nun gleich Schwachmüthigen flagen? Unsere Gegner werden triumphiren über den Schlag". Sie bereiten sich schon vor zu dem Leichenschmaus bei dem Begräbniß" unseres Verbandes. Werden wir ihnen den Gefallen thun, nunmehr den Kampf um unsere Existenz aufzugeben? Nein, tausendmal nein! Sind auch der Opfer viele, die da fallen, sie düngen nur die Saat. Unsere Bewegung steht und fällt nicht mit einzelnen Personen. Wenn V Dieses Communiqué hat keinen anderen Zweck als die Ungleichheit der Reichseinnahmen und die Nothwendigkeit der Posadowsky'schen Reichsfinanzreform zu erweisen. Aber der Beweis ist mißglückt, leiden doch andere und kleinere Staatswesen noch weit mehr an den Schwankungen der Einnahmen. Das mißliche für Herrn v. Posadowsky ist, daß niemand aus der offiziösen Mittheilung die Schlüsse ziehen will, die er gerne gezogen sehen würde. Von Steuergesehentwürfen dürften wir in der nächsten Tagung des Reichstages verschont bleiben. Graf Posadowsky deckt seinen Rückzug mit der Erklärung, daß zuerst die Frage der Konvertirung der Reichsanleihen gelöst werden muß, bevor die Reichssteuerreform wieder an die TagesAn die Spitze des Blattes hat die Berg- und Hütten- ordnung kommt. Wir sind für eine gründliche Zinsherabs arbeiter- Beitung" in auffallender Schrift den folgenden sezung der Reichs- und preußischen Anleihen. Wird diese in unserem Sinne durchgeführt, dann haben die Posadowskybeherzigenswerthen Satz gestellt: Kameraden! Laßt Euch nicht zu unschen Pläne vollends jede Berechtigung verloren. besonnenen Aeußerungen über den Prozeß Schröder hinreißen! Deutsches Reich. Das Ungeschick nuserer Regierungspreffe ist in der That polizeiwidrig. Kaum hatte sie durch ihr reDer arme Posadowsky. Andere Finanzminister nommistisch- zudringliches Wesen sich die bekannte Züchtigung haben schlaflose Nächte wegen der nicht zu bannenden Fehl- seitens der englischen Presse zugezogen, und schon muß sie beträge in den Etats, Graf Posadowsky hat andere Sorgen, eine demüthigende Lektion seitens der ungarischen Presse er muß sich mit Millionenüberschüssen im Reichsetat herum- über sich ergehen lassen. Das findische Gerede: Bulgarien quälen und läuft Gefahr, bald den letzten Gläubigen für gehe Desterreich nichts an, hat in Ungarn und überBulgarien ist die Nothwendigkeit der Vermehrung der Reichseinnahmen, haupt in Desterreich- arg verschnupft. für Tabatfabrikat, Bier, Weinsteuer u. s. w. zu verlieren. für Desterreich mindestens so wichtig, wie Elsaß- Lothringen Er läßt nun selbst die Hoffnung fahren und offiziös ver- für das Deutsche Reich!" sagen die Ungarn. Und was breiten, daß der nächste Reichshaushalt das Bild äußerster würde man in Deutschland sagen, wenn wir erklären wollten, Sparsamkeit und Zurückhaltung mit Forderungen bieten Elsaß- Lothringen geht uns nichts an? Wo wäre da der wird. Leider wird nicht ausdrücklich betont, daß diese Ver- Dreibund?" Verlegen antwortet die Regierungspresse: sprechung auch für den Militär- und Marine- Etat gilt. Elsaß- Lothringen gehört zu Deutschland, aber Bulgarien Das in Gelsenkirchen erscheinende Verbandsorgan der Der Trost, daß die Marineforderungen diesmal blos das nicht zu Desterreich." Allein dies ist nur eine neue Tölpelei, Bergarbeiter, die Deutsche Berg und Hütten- Extraordinarium betreffen, wird bei niemandem verfangen. denn wenn Bulgarien russisch wird, ist Desterreich einfach arbeiter Beitung" schreibt: Dem Steuerzahler ist es ganz gleich, ob er durch Ausgaben verloren, während ein Deutschland ohne Elsaß- Lothringen im Ordinarium oder durch sich ständig wiederholende Aus- sehr gut bestehen könnte. gaben im Extraordinarium belastet wird. Diese Budgetkünfteleien verfangen nicht mehr. Deshalb trauen wir den -3u dem geheimen Erlaß des schleswigVersprechungen auch nicht allzusehr. Unser Staatssekretär für die Reichsfinanzen läßt durch holsteinischen Regierungspräsidenten bemerkt bie die Berl. Polit. Nachr." folgenden Waschzettel über die freisinnige( Hänel- Rickert'scher Observanz) Rieler 3eitung": Wir glauben nicht, daß mit dieser Verfügung Ueberschüsse im Reichsbudget versenden: So weit wir " In dem Reichshaushalts- Gtat für 1896/97 wird die Ein- ein glücklicher Griff geschehen ist. nahmepofition, welche sich auf die Ueberschüsse aus früheren uns erinnern, sind hier und in ben an. deren schleswig holsteinischen Städten alle öffentlichen Aufzüge, an denen sich Sozials den Escribano Mayor del Gobierno und er fertigt uns bemokraten betheiligten, in größter Ordnung einen Besitztitel aus über den Kamp, der vorm Jahre 1877 verlaufen. Uns ist in unserer langen Praxis tein Fall oder noch früher ist, auf irgend einen anderen Namen. Ich bekannt geworden, wo irgend jemand sich in Anlaß " Und der Alte ist vor einem Jahre gestorben.." glaube sogar, daß das von vornherein das beste wäre. solcher Aufzüge über Verkehrsbeschwerungen Und wem gehört der Kamp jetzt.. hat er Erben In jedem Falle dürfen wir keinen Verdacht erregen, daß betlagt hat. hinterlassen?.. der inythische Schatz von Lopez eine Rolle bei der Sache spielt, In Dels Wartenberg, wo Herr v. Kardorff sich Soviel man vernehmen konnte, ist der Alte nie ver- ganz besonders, ehe wir einen solchen Titel in Händen haben. wieder um ein Mandat für den Reichstag bewirbt, ist man heirathet gewesen. Er ist als junger Mann nnter dem Haben wir ihn, so ist es eine Kleinigkeit, die Erben des Dr. Wilson eifrig an der Arbeit, eine Wahl herbeizuführen, die der Reichstag ersten Loper ins Land gekommen und ist von jeher ein wegzuprozessiren, wenn sie auf einen Verkauf nicht eingehen wieder für ungiltig erklären muß. Man tonfiszirt freifinnige Sonderling gewesen. Er hat sich sein Lebtag mehr um wollten. Es ist aber eine Angelegenheit, die äußerst delitat Flugblätter und droht den Vertheilern derfelben mit Geldstrafen feine Pflanzen bekümmert, als im die Weiber. angefaßt werden will und die einen ungemein geschickten bis zu 150 M. Herr v. Kardorff scheint wohl selbst einzusehen, daß er mit ehrlichen Mitteln ein Reichstags- Mandat nicht mehr Alle, die sich seiner erinnern, sagen übereinstimmend, Unterhändler und Sachverwalter verlangt." erlangen fann. daß sie nie gehört haben, daß er irgendwo rite verheirathet gewesen wäre Er müßte denn gerade ab und zu mit einer China im Konkubinat gelebt haben eine Estanziawirthschaft angefangen, die sich gut haben soll..." ,, Und rentirt ( Fortsetzung folgt.) Kunst und Wissenschaft. • B - Denunziantenbande. Die Deutsche TagesZeitung", das Organ der Agrarier, die über den Kaiser, den Reichskanzler Caprivi, Herrn v. Boetticher und andere Regierungs männer in den schärfsten Worten abzuurtheilen verstanden, leistet sich heute folgende Denunziation: Uud weiter wissen Sie nichts?..." Die Estanzia wird von einem alten Korrentiner ver- Den Entdeckern der Sonnenflecken, David und Johann Wohl aber möchten wir bei dieser Gelegenheit darauf hinwaltet, der sie musterhaft führt Sie soll über Fabricius, wird im Herbst dieses Jahres in Osteel, einem fleinen weisen, daß sich die sozialdemokratische Presse ungestraft die 5000 Stück Vieh haben... Die Erkundigungen haben nun Orte in Ostfriesland, ein Denkmal errichtet werden. Als Auf- gröbsten Schmähungen deutscher Gerichte und Behörden erlauben ergeben, daß die Estanzia in der That für die Erben des stellungsplatz wurde der Platz auf dem Friedhofe gewählt, an darf. Maßlos waren die Ausbrücke, mit denen der„ Vorwärts" dem man vor neun Jahren das Grab des älteren Fabricius auf den Urtheilsspruch der Essener Geschworenen verurtheilte, und die Dr. James Wilson weitergeführt wird... Das einzig fand. David Fabricius, der Pastor in Osteel war, wurde 1617 sozialdemokratische Presse im ganzen Reich druckt sie nach. Es denkbare nun, da Wilson eine so lange 3eit weder Be- von einem Torfgräber namens Frerik Hojer, den er von der wird immer von der Bekämpfung des Umsturzes geredet, ziehungen zu Europa gehabt hat, noch irgendwo gefeßlich Rangel des Gänsediebstahls bezichtigte, mit einem„ Upläger", ja eine ganze Reichstagssession hat unter diesem Zeichen geverheirathet gewesen ist, ist nach meiner Meinung, daß sich einem beim Stechen des Torfes verwendeten Spaten, er standen, aber die bestehenden Gesetze wendet man nicht an, irgend ein Bastardsohn umhertreibt, der das Erbe angetreten schlagen. Von dem tragischen Ende des berühmten Astro- sondern duldet ruhig, daß in der unerhörtesten Weise unter hat, ohne daß die Nachlassenschaft richtig gerichtlich geregelt ist, nomen giebt der noch vorhandene Grabstein Kenntniß, den Gesetzesverletzungen Staat und Gesellschaft bekämpft werden. irgend ein miserabler Gaucho, der jetzt auf dem fetten Kamp man, um ihn vor der Verwitterung zu bewahren, in die Kirche Giebt es dafür einen vernünftigen Grund?" eingemauert hat. Er trägt die Worte: Anno 1617. is de Die Herren echaufiren sich ganz umsonst, sie brauchen den fizt, oder wo anders seine Einkünfte verzehrt... Leider würdige und de wohlgeleerde Heer David Fabricius Pastor Staatsanwalt nicht zu besonderem Eifer anzuspornen; der leistet hat sich vorläufig das genauere noch nicht ermitteln und Astronomius tho Osteel van eene geheete Frerik Hojer mehr, als man von ihm erwarten kann, er konzentrirt in Berlin Tassen. Ich glaube aber, daß es auch in diesem Falle jammerliken vermoordet int 53 Jar sines olders." Das von seine Aufmerksamkeit auf die sozialdemokratische Presse so sehr, feine zu schwere Sache wäre, diesem Erben die Erbschaft dem Bildhauer Ostar Raffau aus Dresden hergestellte Denkmal daß die Agrarier nach Herzensluft ihrem Groll gegen die ihnen für einen billigen Preis abzukaufen... besteht aus einer in weißem schlesischen Stein in anderthalbfacher nicht ganz willfährigen Staatsmänner freien Lauf laffen dürfen. ,, Und wenn er sie nicht verkauft?..." Lebensgröße ausgeführten Statue der Astronomie. In fitzender Wenn sich in unseren Artikeln auch nur der geringste Punkt Ich habe auch daran gedacht... Ist es ein Bastard, Stellung, mit scharf gegen den Himmel gerichtetem Blick, trägt findet, bei dem sich der Hafen einschlagen läßt, dann kommt der so gehört ihm nach dem paraguayischen Gesetz nicht die die Figur in dem entblößten rechten Arm ein Fernrohr, in dem Staatsanwalt ganz von selbst. In dem beregten Falle wird er ganze Hinterlassenschaft und in Ermangelung anderer Erben linken eine Tafel mit dem in Relief dargestellten Bilde der allerdings nichts finden. Die Denunziation unserer ehrenwerthen Kollegin war umsonst. muß gefeßlich die Estanzia öffentlich versteigert werden. Sonne mit ihren Strahlungen und Flecken. Der Jupiter und seine Monde. Auf der durch Klarheit Bayrische Militärgerichtsbarkeit. Aus den Vers Der Pflichttheil fiele dem Bastard zu und der Rest gehörte dem Fistus. Man nimmt das Gesetz nun wohl nicht so des Himmels ausgezeichneten Sternwarte von Arequipa in Peru handlungen der bayerischen Militärgerichte, die bekanntlich öffentgenau dortlandes, und es ist möglich, daß der Bastard ein- bat ber erfolgreiche Astronom W. H. Pickering ausgedehnte Belich sind, kommt aus einem eigenartigen Grunde, wie das„ Würz fach darauf sitt, ohne daß eine Behörde sich darum obachtungen über den Jupiter und seine Trabanten angestellt burger Journal" darlegt, jest weniger als früher in die Presse und folgendes gefunden. Die Oberfläche des Jupiter ist voll- über Soldaten mißhandlungen. Die Erklärung für das tümmert.. Jedenfalls hätten wir eine schöne Handhabe tommen weiß, von wolkenartiger Natur und ohne eigenes Licht. Verschwinden der Mißhandlungsfälle von den Liſten der Bezirksdamit, um ihn zu zwingen, seine Ansprüche an uns ab- Die dunkleren Streifen werden von einem dünnen Schleier einer gerichte ist darin zu finden, daß die Verweisungsgerichte ihre zutreten unferen Zirruswolfen ähnlichen Materie hervorgebracht. An Praxis geändert haben. Die militärischen Maulschellen und " Nein," fagte German Winterfeld, das würde ich einzelnen Stellen dieses Schleiers dringt die Oberfläche des Fußtritte werden dort immer noch als strafbare Reate anerkannt, nicht thun; das würde am Ende zu sehr auffallen, wenn Planeten hervor, und hierdurch werden die hellen Punkte hervor aber meist mit dem Zusaße, daß deren Verabfolgern das Bes wir derartige Schritte thäten, die ohne Zweifel bewiesen, gebracht, welche die Jupiterscheibe zeigt. Die Monde erscheinen wußtsein oder die Absicht, bei den mißhandelten untergebenen daß wir ein verstecktes großes Interesse an dem Kaufe nicht freisförmig, sondern elliptisch. Der erste Mond dreht sich Schmerzgefühl zu erregen, bei Berübung der That gemangelt in 13 Stunden und 3 Minuten um seine kleine Are, während habe. Es entspringt diese Ansicht zweifellos der Ueberzeugung der dieses Kampes haben.. man würde sofort Verdacht schöpfen, er 1 Tag 18 Stunden 27 Minuten und 331/2 Sekunden braucht, über die Verweisung erkennenden Richter, geradeso wie die so ost daß etwas anderes hinter dem Kauf verborgen sei.. Sie um den Jupiter zu umkreisen. Der dritte Mond zeigt einen bei den Militärbezirksgerichten publizirten Wahrsprüche der Gekennen die südamerikanischen Verhältnisse.. das müßten wir schwarzen Streifen und wechselt eigenthümlicherweise seine schworenen von den schmerzlofen" Ohrfeigen und Rippenstößen, die eine Art nicht gerade feinen Weltrufes erlangt gefcheidter auf andere Art anfangen.. ein Trinkgeld an elliptische Form während jedes Umlaufs. " moderner haben. Dadurch aber, daß dem militärischen Prügelpädagogen worden. Die Ernennung hat Entrüftung in der Fremdenkolonie besonders in der Arbeiterklasse hervorgerufen hat, veranlaßte die Absicht und das Bewußtsein, dem Opfer wehe zu thun, ab hervorgerufen. unsere Partei Buchhandlung, aus sachkundiger Feder eine Ge gesprochen wird, qualifizirt sich die strafbare That nicht mehr - Todte Miffionare als Handels objett. Der schichte und Kritik dieses denkwürdigen Falles als ein Verbrechen des Mißbrauchs der Dienstgewalt, sondern Standard" erklärt, China werde als Genugthuung für die Justiz in Broschürenform herauszugeben. Diese Broschüre wire als ein Vergehen, das nicht vom Militär- Bezirksgericht, sondern Niedermeßelung der englischen Missionäre dem europäischen in Kürze nnter dem Titel: Der Essener Meineids. vom Militär- Untergericht abgeurtheilt wird. Da die Sigungen des Untergerichts in der Kaserne abgehalten werden und ihr Handel große Absatzgebiete eröffnen. prozeß. Geschichte und Glossen" erscheinen, worauf Termin so gut wie gänzlich unbekannt ist, so kommen zu ihnen, die allerdings nominell öffentlich find, niemals Beitungs- Bericht wir die Parteigenossen schon heute aufmerksam machen. erstatter, und deshalb hört und steht das große Publikum kein Sterbenswörtlein mehr von vorgekommenen und abgehandelten Soldatenmißhandlungen. -A " - Meuteret. Nach einer Shanghater Dalziel- Meldung, die der Boff. Beitung" telegraphisch übermittelt wird, meuterten die chinesischen Truppen in Tientsin. Sie rotteten sich vor Li- Hung- Tschang's Palast zusammen, verlangten lärmend ihren rückständigen Sold und plünderten dann die Läden und Magazine. Im Kampfe wurden über hundert Soldaten getödtet. Offelbisches. Auf die Einladung, an einer der jetzt im Reiche des praktischen Christenthums" an allen Ecken und Enden vor sich gehenden Kriegsfeiern theizunehmen, ertheilte der Lese= verein für den oberen Plauenschen Grund( bei Dresden) dem Festkomitee eine gepfefferte Antwort in Gestalt folgender Resolution, die in einer seiner Versammlungen einstimmig angenommen wurde: Aus Labiau wird uns geschrieben: " Der Lefeverein für den oberen Plauenfchen Grund erklärt Den Altordarbeitern des hiesigen Schneidemühlenbesitzers es unter seiner Würde, sich an Festen zu betheiligen, an welchen Stallweit waren schon seit längerer Beit öfters ungerechtfertigte der Massenmord verherrlicht und dem Volke der Nationalitätenhaß Lohnabzüge und Verkürzungen seitens des Stallweit und nament- gepredigt wird. Die Mitglieder des Vereins betrachten es als lich seines Geschäftsführers Brosius gemacht worden. Hierüber eine Ironie, daß man es unter Voraussetzung der Prinzipien entstand unter den Arbeitern eine wohl zu verstehende Er- und Tendenzen des Vereins wagen konnte, mit einer derartigen Bumuthung an ihn heranzutreten. Der Lokalansschuß weiß bitterung und ein Mißmuth, der sie schon des öfteren dazu verzweifellos, daß der Verein sozialdemokratisch ist und als solcher führte, sich Getränke nach dem Holzgarten zu schaffen und manche nicht dem Hurrahpatriotismus huldigt. Die Arbeiter DeutschArbeitsstunde zu versäumen. Stallweit ließ sie ruhig gewähren, bezahlte er ihnen ja doch die Arbeit stückweise und hatte er dann auch wieder Grund, ihnen fünftig den Lohn zu schmälern. Der Untergang der Mittelstände wird von fämmtlichen Parteien, mit Ausnahme der Sozialdemokratie, trampfhaft bestritten. Und er muß bestritten werden von den Ultrafonservativen bis zu den demokratischen Liberalen, wenn diese Parteien nicht implicite auch ihr eigenes baldiges Bugrundegehen zugeben wollen. Mitunter wird aber nicht nur bestritten, sondern auch zu beweisen versucht, daß die Mittelstände nicht sugrunde gehen, sondern sogar im Aufblühen begriffen sind. Ein folcher Beweis wird in der Königsberger Hartungschen Zeitung" versucht. Sie schreibt: " Der Verbrauch des Volkes beruht in erster Linie auf der Verbrauchsfähigkeit der mittleren Klaffen. Steigt der Verbrauch, so müssen gerade diese Klassen in ihrer wirthschaftlichen Lage Fortschritte gemacht haben. In den 22 Jahren, von 1872-1993, hat sich der Verbrauch von Kohle im Deutschen Reiche von 41 769 531 Tonnen gehoben auf 97 095 812 Tonnen. Auf den Kopf der Bevölkerung kamen 1872 1021 Kilogramm, 1893 1905. Der Fortschritt ist ein stetiger. Für das Eisen stehen die Ziffern von 30 Jahren zu Gebote. 1864 wurden im deutschen Zollgebiet 1 001 614 Tonnen Roheisen, 1893 5 031 915 Tonnen verbraucht. Zur Feier dieses Tages hatten sich nun die Arbeiter nach Das Zollgebiet halte sich allerdings inzwischen erweitert. És mittags wieder Bier und Schnaps besorgt und arbeiteten, tamen aber 1864 auf den Kopf der Bevölkerung 28,0 Kilogramm, während sie auch ab und zu dem fühlen Trunke huldigten. Etwa 1893 89,7 Kilogramm. Auch hier ist die Steigerung seit einer 2 Stunden vor Feierabend stellten dann diese 12 Arbeiter die Reihe von Jahren eine regelmäßige und stetige. Schon diese Arbeit ganz ein und erzählten, während sie sich zusammen fetten, Verbrauchsstatistik zeigt deutlich, daß jene Behauptungen vom einander ihre Kriegserlebnisse. Stallweit forderte nun die Leute Niedergang der Mittelstände mit großer Vorsicht aufzunehmen sind." auf, entweder zu arbeiten oder den Stapelplatz sofort zu verlassen. Etwas lustigeres fonnte nicht leicht geboten werden. Die Die Arbeiter leisteten diesen Aufforderungen feine Folge, er Zunahme des Verbrauchs an Kohle und Eisen, welche Zunahme klärten vielmehr, das heute an der Arbeit fehlende morgen nachgerade die Zunahme der Großindustrie und damit ver- zuholen und bemerkten, daß sie um 7 Uhr( Eintritt des Feierbunden des Industrieproletariats beweist, als Beweis abends) nach Hause gehen würden. für die Erstarkung der Mittelstände aufgestellt,- fürwahr, wir haben lange nicht so gelacht. Am Freitag, den 16. d. M., war der Gedenktag der Schlacht bei Mars la Tour. Einer der beim Holzstapeln beschäftigten Affordarbeiter war Rombattant des Feldzuges 1870/71 und hat namentlich auch die vorerwähnte Schlacht mitgemacht. lands und Frankreichs, welche in der Sozialdemokratie eins sind, gedenken mit Abscheu der blutigen Tage von 1870/71, welche die gefälschte Depesche eines Mannes hervorgerufen hat, der jahre lang die Sozialdemokratie verfolgt und geknebelt hat." Agrarprogramm. In Brandenburg zollte eine sehr gut besuchte Parteiversammlung Dr. Arons' Ausführungen gegen das Programm reichen Beifall und nahm eine Resolution an, die sich mit der in Rathenow angenommenen, im Vorwärts" schon veröffentlichten deckt, jedoch noch den Zusatz enthält:„ Der Antrag 91 des Frankfurter Protokolls ist wieder herzustellen". Dieser Antrag ist damals vom Kreise Nieder- Barnim gestellt worden und verlangt u. a. reichsgeseßliche Maßnahmen zur Besserung der Verhältnisse der Landarbeiter, des Gesindes, der Schiffer, insbesondere die Aufhebung der Gesinde- Ordnungen und dergleichen. Jm Sozialdemokratischen Verein in Riel bezeichnete Redakteur Brecour den Entwurf bis auf wenige Punkte, die Stallweit requirirte hierauf die Polizei. Der Gendarm Hoff den Arbeiterschutz der Landarbeiter behandeln, für unannehmbar. mann, sowie die Polizisten Koslowski und Nohl begaben sich Uebrigens sei auch ohne Agrarprogramm auszufommen, weil eigent- Der Schulrath Dr. Kammer, Mitglied des nach dem Stallweit'schen Stapelplage, woselbst sie die Arbeiter in lich das, was der Entwurf brauchbares enthalte, beffer im bestehenden Provinzial- Schulkollegiums von Schleswig- Holstein ist ein Mann, langer Reihe auf einem Stück Langholz fizend fanden. Hoffmann Programm enthalten sei. Ferner betheiligten sich an der Distrat nun mit Stallweit all Die Leute heran der in die Zeit paßt. Bei Einführung des Direktors einer verlas ihnen den schriftlichen Befehl von und fussion die Genossen Heinzel, Weber und Ströbel. Während sich Ober- Realschule in Kiel hat er, nach den Berichten bürgerlicher wonach er auf Ruhe und Ordnung zu halten habe. eingel und Ströbel einen Theil des Entwurfs mit dem der Polizei, Weber mehr auf Brecour's Standpunkt stellte, vertheidigten Blätter, folgende gewichtige Worte von sich gegeben: „ Nicht alle Wünsche und Hoffnungen, welche bei Be- flar zu machen, daß sie sich durchaus nicht in so großem Unrecht nicht zuwiderlaufenden Agrarprogramım gegeben sei. Die DisDie Leute standen nun auf und versuchten dem Gendarm Hinweis, daß dadurch die Anregung zu einem unserem Prinzip gründung des neuen Deutschen Reiches gehegt und ausgesprochen befänden und daß die Polizei hier doch ziemlich überflüssig sei. fussion wird fortgesetzt. wurden, sind in Erfüllung gegangen. Im neuen Deutschen Reich Hoffmann zog nun seinen Revolver und bedrohte die Leute erheben Unglauben, materialistische Weltanschauung, UnzufriedenIn Elmshorn wurde in einer Versammlung der Entwurf heit u. f. w. ihr Haupt immer drohender. Die Schuld daran mehrmals mit demselben, steckte ihn jedoch schließlich ein und Die Schuld daran begab sich mit den anderen Polizisten nach dem Komptoir des von einigen Parteigenossen als unanehmbar bezeichnet, da er tragen die Naturwissenschaften und deren Ver: Stallweit, während der Geschäftsführer des letzteren noch bei in seinen Grundlagen wie in seinen Konsequenzen dem sozials tündiger, die sich in unberechtigter Weise den Leuten stehen blieb. Zu diesem sagte nun einer der revolutionären Charakter der Partei widerspreche. vorgedrängt haben, und die da glauben, mit Mikroskop und Fernrohr alles erforschen zu können. Der Zeit- Arbeiter, Woitrich:" Schämen Sie sich nicht, uns, Ihren Forderungen des Erfurter Programms tame man auch in Zukunft Arbeitern, erst den Lohn zu verkümmern und dann aus, wenn nur immer die auf den Konferenzen und Pareitagen punkt ist jedoch nicht mehr fern, an dem diese noch die Polizei auf ben als zu bezen? worauf der Geschäfts- gefaßten Beschlüsse zur Ausführung gebracht würden; letteres Wissenschaften wieder eingedämmt und auf die ihnen ge- führer ben anberen ins Komtoir folgte. Die Arbeiter verwahrten fei leider nicht immer der Fall. Andererseits wurde hervor. bührende bescheidene Stellung zurückgedrängt werden." nun ihre Geräthe u. s. w. und machten sich auf den Heimweg. gehoben, daß der Entwurf in manchen Theilen Gutes entSollte Herr Kammer in höheren Regionen etwas haben Hoffmann schickte unterdessen den Stadtwachtmeister Koslowski halte. Vielfach seien die Genoffen bei der Agitation auf dem läuten hören, daß demnächst die Naturwissenschaften eingedämmt nach feinem Karabiner, da er wohl fürchtete, mit Säbel und Lande nicht mit den ländlichen Verhältnissen vertraut; für die werden sollen? Dann würde er ja mit seiner Schneidigkeit der Revolver nicht auszukommen. Er ließ auch noch den Stadt Kenntniß der ländlichen Verhältnisse liefere der Entwurf und die ausgebreitete Diskussion über denselben reichlichen Stoff. Be. richtige Mann für eine leitende Stellung bei diesen Eindämmungs- wachtmeister Grimm herbeirufen. arbeiten sein. Das könnte so ein Kultur- Köller der Zukunft schlüsse wurden nicht gefaßt. werden. Schweiz. Mit den von öffent die Beamten zu werden, so wäre es ihnen ein leichtes gewesen, Hätte es in der Absicht der Arbeiter gelegen, thätlich gegen Jm Sozialdemokratischen Volksverein GIberfeld 3 erklärte als die Polizisten unter ihnen standen, diese zu entwaffnen, ohne der Referent Landé schon die Einleitung des Entwurfs theils für daß sie von der Waffe Gebrauch hätten machen können. überflüssig, theils für widerfinnig. In Beziehung auf die GrundDie Entbehrlichkeit des stebenden Heeres Ein unglücklicher Bufall wollte es nun, daß den auf dem steuerfrage sei unser bisheriges Programm nicht so zu verstehen, mit seinem jahrelangen Drill ergiebt sich aus der folgenden in Heimwege befindlichen Arbeitern, die sich alle in aufgeregtem daß sie aufgehoben werden solle; er sei dagegen. Man solle von schweizer Blättern mitgetheilten Aeußerung eines Rekruten- Bustande befanden, der bei einem Theil der Arbeiter sehr ver- den Grundsteuern die Kommunallasten decken, wobei vorauszusehen Instruktors: haßte Wachtmeister Grimm entgegen kam. Letzterer ist mehrfach sei, daß die selbstständigen großen Gutsbezirke den benachbarten Unsere Soldaten sind namentlich in Gegenden, wo Turn- und zuletzt fogar wegen Körperverletzung mit Gefängniß Gemeinden zugetheilt würden. Auf diese Weise würde der Kleinund Vorunterricht gut organisirt sind( 3ürich, St. Gallen, Thur- bestraft, jedoch zu 30 Mark Geldstrafe begnadigt worden. bauer als Steuerzahler geschützt. Gegen die Forderungen: „ An gaut 2c.) intelligent genug, daß ich mit den Refruten in einigen Es wurden nun Rufe laut wie:" An dem fehlt es nur noch, Verstaatlichung der Hypotheken, Erwerbung Tagen die Soldatenschule eingeübt habe nebst Gewehrkenntniß 2c.; dann sind sie doch alle vier beisammen. lichem Grundeigenthum, sowie die Bildung von Genossenes braucht nur ähnlich wie beim Lehrer eine Mittheilungsgabe Grimm sagte dann zu einem Arbeiter Wottrich, mit dem er schaften sprach sich Redner entschieden aus, da durch die Verund dann kann man mit unseren Soldaten oder Rekruten in im Winter d. 3. handgemein geworden war: Wottrich, Sie wirklichung dieser Forderungen der Staat und das Privateigen acht Tagen machen, was man will; sie gehen einem durch's tennen mich doch, Ihr Hallunken seid doch wieder die Urheber". thum gestärkt würden. Einige wenige Punkte des Entwurfs Fener, wenn man sie zu führen versteht!! 60 Tage Dienstzeit Als ihm Wottrich hierauf entgegentrat, erhielt er von Grimm tönne man vielleicht anerkennen, aber diese seien nicht wichtig Fener, wenn man sie zu führen versteht!! 60 Tage Dienstzeit ( 81/2 Wochen) scheint mir für unsere Verhältnisse zu viel zu sein; einen Stoß vor die Brust, der ihn rücklings in einen Graben warf, genug, um sie noch besonders dem Programm einzureihen. Auch hinsichtlich der Arbeiterschuß- Forderungen habe die Kommission bagegen sollten die Rekruten in einigen Kantonen beffere Vor von wo ihn zwei Arbeiter herauszogen. Jest tam Koslowski dazu, der den Karabiner geholt hatte. für die Landarbeiter etwas besonderes schaffen wollen und dabei bildung haben; alsdann ist die bisherige Aus- oder Fortbildungs- Die Arbeiter Fischer und Witt gingen nun an diefen heran und bie bisherigen Arbeiterschutz- Forderungen abgeschwächt. Dreizeit genügend," fragten ihn, was er mit dem Ding da wolle, er möge doch einmal viertel der ländlichen Arbeiter seien Proletarier und Kleinbauern, Italien. zeigen, ob es auch geladen sei. Koslowski zog sich nun zurück, welch letztere ohne Nebenverdienst als Lohnarbeiter nicht existiren während ihm die genannten folgten. Nun zog Grimm den tönnten. Auf diese bezügliche Vorschläge zu machen, fei Aufgabe abzulassen, und als sie dem nicht folgten, machte er von seiner mit denen einverstanden, die den Gedanken eines Agrar Säbel und forderte die genannten auf, von Koslowski der Agrarkommission gewesen. Im Prinzip ist Landé wohl Waffe ausgiebigsten Gebrauch. Gin Petitionssturm an den König zum Zwecke der Freilassung De Felice's wird von den Radikalen geplant. - Bauern Unruhen. Aus Palermo( Sizilien) wird dem Bureau Herold depeschirt: In Samnicacle(?) brach unter den Bauern eine Revolte aus. Sie erstürmten das Stadthaus unter den Rufen:„ Nieder mit der Bourgeoisie!" Die Gendarmerie schritt mit der Waffe ein und verwundete mehrere Anführer der„ Rebellen". Spanien. Der republikanische Aufstand scheint noch nicht unterdrückt zu sein, wie selbst aus der folgenden offiziösen Meldung aus Madrid deutlich hervorgeht: Der Arbeiter Wottrich, welcher nun aus dem Graben herauf geklettert war, tam nun seinen Kameraden zu Hilfe. programms" in jeder Form verwerfen, glaubt aber doch, daß aus praktischen Gründen nach dieser Richtung hin etwas geschehen könne, ohne das Prinzip zu verlegen. Schon bei der Nach Aussage der Arbeiter hatte Grimm den Arbeiter Fischer Berathung des Erfurter Programms habe er beantragt, das bereits niedergeschlagen, als Hoffmann wieder auf der Bildfläche Programm dreitbeilig zu gestalten und zwar so, daß der zweite erschien, dem nun Koslowski den Karabiner überreichte. Theil die politischen Forderungen enthalte, die ja doch von dem Hoffmann legte nun mit den Worten an:„ Ich schieße Euch heutigen Staate nicht erfüllt würden und als Uebergangs Hunde alle nieder, wenn Ihr nicht auseinandergeht." Die maßregeln zu betrachten feien, während der dritte Theil übrigen zerstreuten sich und die genannten hielten stand. Forderungen auf Schutz des arbeitenden Voltes darstellen solle, Hoffmann rief nun dem p. Grimm, die nur Straßenbreite die auch der heutige Staat schon bewilligen könne. In diesem von einander standen, zu:" Grimm, soll ich schießen?" worauf dritten Theile könnte dann die Landbevölkerung, soweit mit den Giner der Führer der republikanischen Gruppe, deren Auf- Grimm erwiderte:" Thu', was Du nicht lassen kannst." Hierauf Parteigrundsäßen vereinbar, Berücksichtigung finden. Zum treten in Chovar gemeldet wurde, Namens Ragael Rosas, ist zielte Hoffmann und schoß nun; der Arbeiter Wottrich, welcher Schlusse versprach Landé, einen dahingehenden Antrag einmit einem anderen Individuum verhaftet worden. Die Eran einem Zaun stand, fiel getroffen gegen denselben, ist jedoch zubringen. regung in der Provinz Valenzia dauert fort. nur leichter verwundet, der zweite traf Schuß einen Arbeiter Witt Der zufällig anwesende Reichstagsabgeordnete Molken= Die Behörden treffen Maßregeln zur Aufrechterhaltung und zerschmetterte ihm den Oberschenkel, während der dritte Schuß buhr, Mitglied der Agrarkommission, führte hierauf aus: Die der Ordnung; einige verdächtige Individuen wurden fest den Arbeiter Fischer getroffen zu Boden streckte, daß er fofort Agrarfommission gehe nicht von dem Standpunkt aus, Bauern todt blieb. Augenzeugen, die ich selbst gehört habe, behaupten, fang treiben zu wollen; das Hervortreten der Agrarier habe Fischer sei bereits von Grimm zu Boden geschlagen gewesen und sie vielmehr veranlaßt, ihre Vorschläge zu machen. Es sei wohl habe sich an dessen Stock, den er gefaßt hielt, aufrichten wollen, anzunehmen, daß in nächster Zeit die Einzellandtage sich niit - Bauernbewegung. Die Köln. 3tg." meldet aus dabei habe er den Schuß erhalten. Für diese Behauptung spricht agrarischen Forderungen zu beschäftigen haben würden, und da Warschau, daß die Bewegung, die in Odessa kürzlich zur Berhaftung auch der Umstand, daß die Kugel zuerst den Kopf des Getroffenen solle unseren Vertretern in den Landtagen, die an Zahl meist zahlreicher Personen führte, umfangreicher sei als die dortige durchbohrte, dann aber auch den Rücken beschädigt hat und dann auf nur ein paar Genossen beschränkt seien, eine Direktive für Agitation der letzten Jahre. In West- und Südrußland eine etwa 12 Fuß vom Erdboden belegene Stelle eines Pfahles ihr Handeln gegeben werden. Die Agrar Kommission fcien Die Boltsmassen planmäßig aufgebett worden, getroffen hat. stehe nicht auf dem Standpunkt, daß wir nur durch genommen. Rußland. indem den Bauern erklärt wurde, daß gelegentlich der Die Polizisten bestreiten allerdings, daß Fischer in liegender ein immer ärmer werden des Volkes siegen stegen werden, Krönung des Baren ihnen Domänenland geschenkt werden Stellung erschossen sei. Der Kampf war nun beendet, vier Poli- und so könne auch die Förderung des Großgrundbesitzes zu dem solle. Infolge deffen seien die Bauern jetzt schon sehr ungeduldig. zisten, drei davon bis an die Zähne bewaffnet, hatten drei waffen- Siege beitragen. Die Kommission habe sich im Prinzip auf die Es könne leicht zu Aufständen kommen. Auch die Industrie- lose Arbeiter besiegt, während ein vierter gefesselt nach der Wache Punkte geeinigt, die aufgenommen werden sollten, worauf einer Arbeiter sollen aufgewiegelt worden sein. Ob es zu einem gebracht, aber bereits wieder entlassen ist. Redaktionskommission es überlassen geblieben sei, diese dem Proallgemeinen Aufstand kommen werde, sei zweifelhaft, doch soll So feierte man bei uns den 25 jährigen Gedenktag der Schlacht gramm in geeigneter Weise einzufügen; es feien aber auch mehein solcher geplant sein. Es sei natürlich nicht möglich, sich bei MarslaTour. Daß hier große Erbitterung über das Vor- rere Mitglieder der Kommission nicht mit allen Forderungen genau über die Endziele der Bewegung zu unterrichten, gehen des Stallweit und auch der Polizei herrscht, kann man sich einverstanden. Molkenbuhr ging dann auf die Begründung der boch sollen rein nihilistische Wühlereien nicht anzunehmen sein. leicht vorstellen. Immerhin fei die Lage sehr ristant und die Regierung scheine Hoffmann hat jedoch wohl bedacht, daß es weit ungefähr fich für alle Zufälle gerüstet zu haben. Diese Nachricht ist unzweifelhaft gefärbt; ihrem Kerne nach entbehrt sie aber nicht der Wahrscheinlichkeit. Wir dürfen hoffen, bald durch Originalmittheilungen diese Nachrichten ergänzen zu tönnen. China. licher ist, aus der Entfernung von etwa 5 bis 10 Schritt Menschen niederzuknallen, als seine Haut etwa einem Faustschlage auszusehen. Partei- Nachrichten. Der Bock zum Gärtner gemacht. Nach einer Parteiliteratur. Das ungemeine Aufsehen, das der Depesche der Pall Mall Gazette" aus Shanghai ist der ab- meineidsprozeß unserer westfälischen Berg gefeyte Bizetönig Liu, welcher allgemein für den Urheber der Unruhen des Vöbels in Chengtu gegen die Missionare gilt, arbeiter Genoffen und ihre unerwartete Berurtheilung zum Oberkommissar zur Untersuchung dieser Unruhen ernannt durch die bürgerlichen Geschworenen in Essen allenthalben und einzelnen Punkte ein und erklärte sich persönlich mit den meisten einverstanden. Die Schulforderung fei nöthig, um einen Stamm herauszubilden, der von der Landwirthschaft auch wirklich etwas verstehe; die Grundsteuer fei eine indirekte Steuer und daher zu beseitigen. Daß die Beseitigung der mit dem Grundbesitz verbundenen Privilegien noch extra gefordert werde, hält er infolge der Einzelerscheinungen in Norddeutschland für gut, desgleichen begründet er die For derung auf Erhaltung und Vermehrung des öffentlichen GrundBeispiele über Vorkommnisse in einzelnen Landestheilen. Die eigenthums, besonders in Beziehung auf die Stiftsgüter, durch Forderung auf Verstaatlichung der Hypotheken habe für die Partei eine historische Bedeutung, auch sei nicht zu leugnen, daß fönne. Die Diskussion wurde wegen vorgerückter Beit vertagt. In Barmen fam im Sozialdemokratischen Verein der Referent Haberland zu dem Ergebniß, daß ein Theil der Vorschläge durchaus reaktionär sei und sich im direkten Gegenfaze mit dem ersten Theile unseres Programms befinde. Ferner sei ein Theil der Forderungen schon in unserem Programım entbalten. Sämmtliche anderen Redner äußerten sich im Sinne des Referenten. Sie waren der Ansicht, daß der Agrarprogramm entwurf durchaus verfehlt und überflüssig sei. Unser Programm genüge in jeder Hinsicht, auch für die Landagitation. Die Disfussion wird fortgesetzt. haben. " Gewerkschaftliches. infolge der Beseitigung des Risikos der Kredit verbilligt werden| anzubringen. Besonders zu beachten ist hierbei, daß Anträge von Personen, welche nicht dauernd gänzlich erwerbsunfähig( absolut hilfsbedürftig) find, überhaupt nicht angenommen werden, ebenso Achtung, Zimmerer! Auf der Gewerbe- Au31 wie Anträge von solchen Personen, die nach den oben an- stellung in Treptow haben sämmtliche Zimmerer der gegebenen Grundsäßen von der Theilnahmeberechtigung aus- Firma Arans Donnerstag Nachmittag wegen Lohndifferenzen die Arbeit einmüthig niedergelegt. Das Arbeitsuchen bei diefer geschlossenfind. Als ehrenvoll" gedient gelten alle diejenigen vormaligen Firma hat daher stritte zu unterbleiben, sowohl auf der AusSoldaten, welche während des Feldzugs sich nicht des Plünderns, stellung, als auch auf dem Zimmerplage der Firma. Zu gleicher des Marodirens, der Vergewaltigung oder der Feigheit und Zeit werden die Berufsgenossen ersucht, in der Sonntag stattFahnenflucht schuldig gemacht und dieserhalb Strafe erlitten findenden öffentlichen Generalversammlung Mann für Mann zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Berliner Zimmerer: Die Reihenfolge der in betracht kommenden Feldzüge ist Theodor Fischer, Danzigerstr. 83. folgende: Derjenige von 1848 in Schleswig- Holstein; der Kampf Achtung, Parquetbodenleger! Wegen Lohndifferenzen von 1848 im Großherzogthum Posen; der 1849er Feldzug in haben die Kollegen bei Rosenfeld u. Cie. in Berlin die In Döhlen im Plauenschen Grund bei Dresden vertheidigte Schleswig und Jütland und derjenige desselben Jahres in der Arbeit niedergelegt. Genannte Firma läßt im Wohnhause Yorkdas Mitglied der Agrarkommission Schulze aus Cossebaude Pfalz und im Großherzogthum Baden; das Gefecht vom 27. Juni straße 11 momentan alte Arbeiten ausführen. Wir ersuchen die Vorschläge; Mehter, Barthel und Plorin lehnten sie 1849 zwischen der Besaßung des Posidampfschiffes Preußischer dringend, Buzug fern zu halten, und bitten sämmtliche Bauhandentschieden ab. Die Debatte wird fortgesetzt. Adler" und der dänischen Kriegsbrigg St. Croix"; der Kampf werker, uns in unsern Bestrebungen zu unterstützen. Weiter Ganz aus dem Häuschen ist die„ gutgesinnte" Presse über im Jahre 1849 zur Unterdrückung des Aufstandes im Königreich warnen wir die Kollegen, welche für Rexhaußen in Belgard nach Sachsen; der Feldzug von 1864 gegen Dänemark; Der außerhalb gehen wollen, vorher genaue Erkundigungen über Art einen„ häßlichen Auftritt", den unser wackerer Genosse Birk im jenige von 1866 gegen Desterreich und Verbündete, und der der Arbeit und den Preis einzuziehen. Die Berliner WerkstattGemeindekollegium Münchens dadurch verursacht haben soll, deutsch- französische Krieg von 1870/71. Kontrollkommiffion des deutschen Holzarbeiter- Verbandes. daß er gegen die Gewährung von 1000 M. Zuschuß zu einem Für die Marine kommen die Feldzüge 1848, 1849 und 1850 Stellerfest der 1870/ 71er Veteranen, d. h. eines Kriegerin Schleswig- Holstein( insbesondere das Gefecht des für den Thatsache ist es, daß die Täschner und Kofferarbeiter zu den am An die Täschner und Kofferarbeiter Berlins. Kollegen! vereins, energisch sein Beto eingelegt hat. Die Allgem. Kriegszweck ausgerüsteten Postdampfschiffes Preußischer Adler" Beitung" berichtet darüber: Herr Birt verwahrte sich namens am 27. Juni 1849 mit der dänischen Kriegsbrigg St. Croix"), wöchentliche Verdienst beträgt durchschnittlich höchstens 18-14 M. schlechtesten bezahlten Arbeitern unserer Branche gehören. Der der Sozialdemokraten feierlichft gegen alle derartigen Bewilligungen ferner die Kriege 1864, 1866 und 1870/71 als Feldzüge, außer Bier müssen endlich Aenderungen eintreten. Die jetzige günstige an eine Gesellschaft, in welcher auf grund von ungerechten bem noch für die dabei Betheiligten das Gefecht gegen die Riff Konjunktur bietet uns die beste Gelegenheit zu einem geStatuten Mitglieder wegen einer anderen als vor= geschriebenen politischen Gesinnung sofort ausgeschlossen und um piraten bei Tres Forcas am 7. August 1856( Korvette Danzig") meinsamen Vorgehen behufs Erzielung besserer Preise, ihre eingezahlten Beiträge einfach bestohlen würden. Eine solche infolge der Militärarbeit die Fabrikanten dieser Artifel Handlungsweise sei eine Gemeinheit( Allgemeine Pfuirufe) und es die ihm nachgeordneten Behörden angewiesen, eine Haupt- kommen. Es wird daher in den nächsten Tagen eine öffentliche Der Minister des Innern hat in Ausführung des Gesetzes eingearbeitete Arbeiter bei dem niedrigen Verdienst schwer bewerde noch die Zeit kommen, wo man auch im Rathhause den zusammenstellung der berechtigten und zur Berücksichtigung ge- Versammlung der Arbeiter dieser Artikel stattfinden, die sich mit Arbeitermassen mehr Rechnung tragen müsse. Die bittere Lektion war begreiflicherweise nicht nach dem eigneten Personen ihm spätestens bis zum 15. November ein der Frage eines planmäßigen Vorgehens beschäftigen. Da wir Geschmack des aus Zentrums- und sonstigen Ordnungs" zureichen, um die nothleidenden Bewerber demnächst unverzüglich aber noch nicht im Besige von genügendem Material zu einer in den Genuß der Beihilfen treten laffen zu können. Der auf Birt's wurde die Summe bewilligt. Der Aerger über die sozial- Deutsche Reich mit Elfaß Lothringen ausgesetzten Gesammt reich am Dienstag, den 27. d. M., bei Kingz u. Co., Alte Jakobparteilern bestehenden Gemeindekollegiums, und gegen die Stimme Preußen inklusive Lauenburg entfallende Antheil an dem für das solchen Versammlung sind, so richten wir an die Kollegen, die sich nochmals zahldemokratische Kritik wirfte aber unter den Mordspatrioten der betrage von 1 800 000 Mart stellt sich nach dem Vertheilungsstraße 83, abends 8/2 Uhr, zu einer gemeinsamen Besprechung artig nach, daß man ganz vergaß, daß es sich um eine ge plane pro 1895/96 auf 1147 560 Mark. heime Sizung handelte, über die reinen Mund zu halten Pflicht beihilfe für den Mann 120 Mart betragen soll, werden also im Da die Jahres einfinden zu wollen. Die Agitationskommission der eines Münchener Stadtvaters ist. Sattler Berlins. J. A.: Bruno Pörsch, Rixdorf, Höchstfalle 9563 Personen berücksichtigt werden können. Steinmetzstr. 24. " Ordnungsparteilicher Boykott. In Hückeswagen haben sich sämmtliche Besitzer der großen Lokale geweigert, einen Saal zur Verfügung zu stellen, wo Reichstags- Abgeordneter in betracht. M Soziale Uebersicht. " Achtung, Metalldrücker! Der Streit bei der Firma Landé, Inhaber Bode, Ritterstr. 14, dauert unverändert fort. Buzug ist strengftens fernzuhalten. Der Vorstand des Verbandes Umgegend. wenn sie die Sozialdemokraten bei sich duldeten, würden die drei Kohlenziehern auf dem dem„ Norddeutschen Lloyd" gehörigen aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und patriotischen Feste nicht mehr bei ihnen gefeiert. Speziell dem Inhaber des größten Lokals, wo der Haupt- Sedansrummel abgehalten werden soll, hat man gesagt, man würde unter Um ständen selbst ein Belt bauen. Fazit: Die Herren Wirthe Trochen zu Kreuze. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. = Zu dem Artikel des ,, Volk", worin über den Tod von Zu dem Artikel Schiffe Kaiser Wilhelm" Angaben gemacht waren, die wir in der letzten Sonntagsnummer des Vorwärts" reproduzirten, veröffentlicht die Weser- Zeitung" folgende Erklärung: " Die Sattler werden darauf aufmerksam gemacht, daß ihre Rameraden in Elberfeld und Barmen in einer Lohnbewegung stehen, die allem Anschein nach nicht ohne Streit abgehen wird. Zuzug ist deshalb zu unterlaffen. Gerichts- Beifung. Richtig ist, daß am 26. Februar bei Ablösung der Nachtwache der Kohlenzieher Karl Wantrup vermißt wurde. Derselbe war drei Tage zuvor in New- York an Bord gekommen, batte am 25. Former( und Gießerei- Arbeiter! Der Streit bei der Aus dem Gefängniß in Hoheneck ist der Dresdener abends im besten Wohlsein an Deck gesessen und mit mehreren Firma Nürnberg, Prinzenstr. 25, dauert unverändert fort. Buzug Aus dem Gefängniß in Hoheneck ist der Dresdener anderen Personen Bier getrunken und war dann gegen 10 Uhr zur ist strengstens fernzuhalten. Parteigenoffe und Redakteur Emil Eichhorn in die frag Roje gegangen. Am nächsten Morgen fehlte er. Ob hier ein Schuhmacher- Fachkongreß in Kopenhagen. Zur Berhands würdige sächsische Freiheit zurückgekehrt, nachdem er in Hoheneck Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, ist unaufgeklärt geblieben, lung tam weiter der Vorschlag des Lokalverbandes von Hagelse, 4 Monate 20 Tage wegen Beleidigung der Militärbehörden und irgend welche Mißhandlung ist jedoch vollständig ausgeschlossen. daß die Verbandsmitglieder nur Arbeit bei solchen Meistern an der Dresdener Polizeidirektion zugebracht hat. Trotz der Ent- Der Vorfall wurde sofort nach Ankunft in Genua dem kaiser- nehmen sollen, welche Mitglieder der Meisterorganisation sind, laffung Eichhorn's tönnen Jahre vergehen, ehe das Redaktions- lich deutschen Konsulat daselbst zur Anzeige gebracht. Der wogegen die Meister sich verpflichten, nur Gesellen zu nehmen, personal der Sächs. Arb.- Zeitung" wieder beisammen ist, da auch zweite Fall betrifft den am 4. April an Hißschlag verstorbenen die dem Verbande angehören. Der Antrag war auf Beranlassung die übrigen Redakteure noch viel auf dem Kerbholze haben. Die Kohlenzieher Röste. Der Mann war von Bremerhaven mit der Meisterorganisation gestellt, wurde aber abgelehnt, da man Meinungsfreiheit", die in Sachsen die Arbeiterpresse hat, wird der„ Trave" nach New York gefahren und von dort auf den meinte, es sei zwar nüßlich, wenn die Meister sich organisirten, dadurch genügend gekennzeichnet. -Aus Schwelm wird der„ Rheinisch Westfälischen Ar- Raiser Wilhelm II.", für den er angemustert hatte, übergegangen. aber man hätte feine Beranlassung, dies mit eigener Gefahr zu beiter Beitung" berichtet: Die öffentliche Versammlung, in welcher Die angebliche Verbrühung bestand in einer auf der Ausreise unterstützen. am Sonnabend Frau Schneider aus Köln sprechen sollte, gezogenen Brandwunde am Arm, welche nach wenigen Tagen wurde verboten, weil eine Frau als Referentin nicht auftreten Röste, als Schonung geheilt war. Nach Aeußerungen einiger Heizer soll dürfe. Wir sind neugierig, welchen Verein die Behörde hier als Kohlenraum aufgefunden wurde, von dem dritten Maſchiniſten 3. April nachmittags betrunken im Gegen den Redakteur Hans v. Mosch wurde heute zum den angeblichen Veranstalter der Versammlung bezeichnen wird. geschlagen worden sein. Ein Beweis für die Richtigkeit zweiten Male eine Anklage wegen Gotteslästerung und BePraktisch läuft die ganze Geschichte auf die politische Rechtlos dieser Behauptung, der von anderer Seite auf das ent- schimpfung der jüdischen Religionsgesellschaft vor der dritten machung der Frauen hinaus. schiedenste widersprochen wurde, hat sich trotz der ein- Strastammer des Landgerichts I verhandelt. Der Angeklagte war In Soden im Taunus hat der Parteigenosse gehendsten und umfassendsten Untersuchung nicht erbringen lassen, Redakteur der von Aylwardt gegründeten Wochenschrift" Der E. Petermann am 26. Januar in einer Gastwirthschaft nach jedenfalls ist irgend welcher ursächliche Zusammenhang zwischen Bundschuh". In diesem Blatte erschien am 27. November 1894 Der Angabe einer Denunziation die französische Marseillaise was nicht bewiesen worden ist dem Tode des Mannes und der angeblichen Mißhandlung nicht ein Artikel mit der Ueberschrift: Ist der Tod des Kaisers oder nach Ansicht der Staatsanwaltschaft irgend ein anderes antimonarchisches" oder anzunehmen. Der ärztliche Bericht konstatirt Sigschlag mit Alexander ein talmudisches Verbrechen?" Es wurde in dem unpatriotisches" Lied gesungen, während ein paar Gäfte zu bei Ankunft in Genua dem kaiserlich deutschen Konsulat daselbst zur jüdischen, wenn auch getauften, Arzt behandelt worden sei. Symptomen afuter Alkoholvergiftung". Auch dieser Fall ist sogleich Artikel darauf hingewiesen, daß der Kaiser Alexander von einem Ehren von Raisers Geburtstag die Nationalhymne an stimmten. Dafür verurtheilte ihn das Schöffengericht in Höchst Anzeige gebracht. Dasselbe hat von den angestellten Ermittelungen Wie auch: Caligula plöglich aus dem Wege geräumt worden sei, Ginsicht genommen, jedoch, da darnach eine Veranlassung zu weiterem als er energisch gegen die Juden vorgehen wollte, so fei zu 3 Tagen Haft wegen groben Unfugs" und das Landgericht in Einschreiten nicht vorlag, von weiterer Verfolgung der Angelegen es auch dem Kaiser Alexander ergangen, dem zweifellos von Wiesbaden als Berufungsinstanz zu 1 Woche. Sollen nun tünftig auch die Ordnungsparteiler wegen groben Unfugs ver- in Eisen gelegten Heizer anlangt, so wurde derselbe wegen Auf- Judengott habe sich, wie aus dem Alten Testament zu ersehen heit abgesehen. Was den in dem Schreiben erwähnten angeblich jüdischer Seite ein schleichendes Gift beigebracht worden sei. Der donnert werden, wenn sie sozialdemokratische Versammlungen wiegelung und Gewaltthätigkeiten festgenommen und dem See- sei, schon damals der verwerflichsten Mittel bedient, um seinem durch das Singen von sogenannten patriotischen Liedern mannsamt zur Bestrafung überwiesen. Die Verurtheilung Volte die Herrschaft zu sichern. " er am stören, was in manchen Gegenden sehr im Schwange desselben ist inzwischen erfolgt. Ueber den Fall Neunert ist hier Wegen des Inhalts dieses Artikels zur Verantwortung ges ift? Was den Ordnungsparteilern billig ist, das muß nichts bekannt. Ein Kohlenzieher Neunert befand sich überhaupt zegen, erzielte der Angeklagte am 13. März d. I. ein freisprechens Sozialdemokraten recht sein und zwar gerade„ von Rechts wegen". Unserem Genossen Petermann können wir nicht an Bord, wohl ein Leichtmatrose dieses Namens, der später des Urtheil. Die dritte Straffammer begründete dies Urtheil damit, Ein Selbstmord desselben daß eine Gotteslästerung nicht vorliege, weil zum Thatbestand übrigens kein Lob spenden. Er wird wohl inzwischen selbst ein- ist also ausgeschlossen. Bei dieser Gelegenheit wollen wir nicht dieses Vergehens gehöre, daß die beanstandeten Ausdrücke ein gesehen haben, daß er eine Thorheit begangen hat, der edeln unerwähnt lassen, daß seitens des Vorstandes des Norddeutschen Ausfluß von Rohheit und beschimpfender Natur seien, und eine Tontunst am 26. Januar unter" Patrioten" auf seine Weise eloyd die gute Behandlung der Mannschaften, selbstverständlich Beschimpfung der jüdischen Religionsgesellschaft liege nicht vor, zu huldigen. An" patriotischen Gedenktagen", die Vorabende" unter voller Wahrung der erforderlichen Disziplin, den sämmt weil die Angriffe nicht gegen die Religion der Juden, sondern eingeschloffen, geht der Arbeiter den„ Patrioten" aus dem Wege, lichen Borgsetzten strengstens zur Pflicht gemacht ist; Miß gegen die Staffe gerichtet seien. Der Staatsanwalt legte mit wie einem Fuder Heu, denn er ist nie ſicher, wegen irgend einer handlungen von Leuten haben sofortige Entlassung zur Folge." Erfolg Berufung ein, denn das Reichsgericht bezeichnete die für Aeußerung, und sei sie seiner Meinung nach noch so unschuldig, denunzirt zu werden. Diese Erklärung ist vermuthlich vom„ Norddeutschen Lloyd" die Freisprechung angeführten Gründe nicht als zutreffend und veranlaßt und steht, da sie nichts von Mißhandlungen der verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die VorKohlenzieher weiß, im Gegensatz zu den Mittheilungen des See- instanz zurück. manns- Missionars, die wir in gestriger Nummer des Vorwärts" Im heutigen Termin wiederholte der Angeklagte seine früheren nach dem Bolt" wiedergeben. Amtlicherseits liegt zu der An- Angaben, daß es ihm als streng religiösen Mann garnicht gelegenheit noch keine Aeußerung vor. Das ist höchst be in den Sinn kommen könne, eine Gotteslästerung zu begehen. fremdlich. Der in dem Artikel geschilderte Judengott solle nur eine Karrifatur des wahren einzigen Gottes sein, den er verehre wie die Juden. Der Staatsanwalt führte aus, daß beide Vergehen vorMan bedente beispielsweise den Fall, daß Berg- und lägen, er beantragte eine Gefängnißftrafe von drei Monaten. Elfenbahn- Arbeiter gleichzeitig einen Ausstand beginnen; dann Der Gerichtshof( Vorsigender Landgerichts- Direktor Röseler) tönnen einfach teine Kohlen befördert werden und das Militär erklärte, daß das Urtheil am Freitag, den 30. b. M., mittags 12 Uhr verkündet werden solle, bei der Wichtigkeit der Sache ift bei etwaigen Exzessen auf Fußmärsche angewiesen." die Billigung herauslasen, daß gegen die Bergarbeiter unter halte der Gerichtshof es für nöthig, den Inhalt des Artikels aufs Umständen Militär ausgesandt wird. Das ultramontane Blatt eingehendste und sorgfältigste zu prüfen. erklärt, es habe lediglich allgemeine" Exzesse, gegen die mili tärisches Einschreiten geboten sein könnte, im Auge gehabt. Die Unterfühungen aus dem Reichsinvalidenfonds.*) Durch Artikel I. 3. des Gesetzes vom 22. Mai d. J. wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873, betreffend die Gründung und Verwaltung des Reichs- Invalidenfonds sind solchen Personen des Unteroffizier- und Mannschaftenstandes des Heeres und der Marine, welche an dem Feldzuge von 1870/71, oder an den von deutschen Staaten vor 1870 geführten Kriegen ehrenvollen Antheil genommen haben und sich wegen dauernder gänzlicher Erwerbsunfähigkeit in unterstützungsbedürftiger Lage befinden, fort laufende, monatlich pränumerando zahlbare Beihilfe zugesichert, die nach Art. III. 3. dieses Gesetzes 120 M. betragen soll. Bei gleicher Anwartschaft- d. h. also bei Erfüllung der Bedingung der " " Die Kölnische Volkszeitung" ist sehr entrüstet, daß wir aus ihrer Bemerkung: dauernden gänzlichen Erwerbsunfähigkeit und der absoluten Dieses Dementi ist schon deshalb begreiflich, weil ein großer Depeschen und lehte Nachrichten. Unterstützungsbedürftigkeit entscheiden für den Vorzug zur Er- Theil der Bergleute dem Zentrum vorläufig noch Heeresfolge ( W. T. B.) Hamburg, 23. Auguft. langung einer Beihilfe in erster Linie Wuszeichnung vor dem leistet und daher natürlich nicht vor den Kopf gestoßen werden Bei einer heute Feinde, in zweiter Linie die frühere Feldzugsperiode, an welcher darf. Aber unsere Annahme ist historisch berechtigt, weil das Nachmittag einfegenden Gewitterboe schlug eine ausgehende der Bewerber theilgenommen hat, und in dritter Linie das höhere Bentrum eine sehr zweideutige Rolle spielte, als seinerzeit gegen holländische Tjalt ohne Ladung auf der Elbe bei Brunshausen Lebensalter. Ausgeschlossen von der Theilnahmeberechtigung die Bergleute während des Streits mit blauen Bohnen operirt voll Wasser und kam zum Sinten. Der Schiffer und dessen bleiben Personen, welche aus Reichsmitteln gesetzliche Invaliden- wurde. Die Berufung der Köln. Volkszeitung" auf allgemeine Knechte retteten sich durch Schwimmen, die Frau des Schiffers pensionen oder entsprechende sonstige Zuwendungen beziehen, ferner Exzesse macht die Sache nicht besser. Wenn das Blatt fragt, ob ertrant. folche, welche nach ihrer Lebensführung der beabsichtigten Fürsorge wir vielleicht der Meinung seien, es feien feine Exzesse denkbar, Wien, 23. Auguft.( B. S.) Infolge des Ausbruchs einer als unwürdig anzusehen sind, wobei politische Rücksichten für die bei welchen militärisches Einschreiten erforderlich und zulässig sein Typhusepidemie in Eisenstadt sind die Manöver des 5. Corps Beurtheilung der Würdigkeit nicht in betracht zu ziehen sind, endlich möchte"? so verneinen wir das und stellen die Gegenfrage: wo find eine Meile weftlich von Eisenstadt verlegt worden. solche Personen, welche sich nicht im Besitze des deutschen In- denn in Deutschland Exzesse vorgekommen, die ohne militärische Hilfe Dedenburg, 23, August.( B. H.) In der unteren Stadt digenats befinden. nicht hätten beseitigt oder durch vernünftiges Auftreten der Be- ift in 32 Häusern, in denen etwa 100 Qumpen- und Lederhändler Es ist selbstverständlich, daß alle diejenigen ehemaligen hörden nicht hätten verhütet werden können? Hat es überhaupt wohnen, eine Typhusepidemie ausgebrochen. Bis jetzt sind 40 ErSoldaten mit in betracht zu kommen haben und beim zutreffen einen plausibeln Ginn, einen Erzeß durch die Vernichtung von frankungen und mehrere Todesfälle konstatirt. der Hilfsbedürftigkeit unterstüßungsberechtigt sind, welche den Menschenleben, wie es doch im Begriffe des militärischen Ein- Rom, 23. August.( B. S.) Bei Manfredonia tam es Krieg von 1866, wenn auch nicht im preußischen Heere, mit schreitens" liegt, also eigentlich durch einen noch größeren zwischen einer Räuberbande und der Polizei zu einem heftigen gemacht haben und gegenwärtig die deutsche Reichsangehörigkeit Grzeß beizulegen? Für verständige Sozialpolitiker gewiß Kampf. Polizei und Gendarmerie verfolgten die Räuber, die besitzen. nicht. Außerdem hat die„ Kölnische Volkszeitung" übersehen, jedoch entkamen. Bewerbungen um die in Aussicht gestellte Beihilfe sind bei daß sie durch ihre Billigung der Verwendung von Militär gegen Marseille, 23. Auguft.( W. Z. B.) Zwischen dem deutschen der Ortsbehörde( Gemeindevorstand, Gemeindevorsteher, Guts- Landesangehörige lediglich die Position des Militarismus ver Dampfer Neapel", welcher mit einer Ladung Kohlen und Rindvorsteher) des Wohnortes( in Berlin bei dem königlichen Polizei- stärken hilft. Die Bronsart v. Echellendorf, Stumm und vieh von Newport und Tanger kam, und dem Dampfer, Alix", präsidenten) unter Anschluß der den Antrag begründenten Atteste Gesinnungsgenossen musiziren längst aus dieser Tonart und das welcher nach Agde( Südfrankreich) unterwegs war, fand bei Cap Zentrum tutet vernehmlich mit drein, wie trotz aller Winkelzüge Caveau(?) ein Zusammenstoß statt. Die Alig" sant, doch sind *) Siehe Leitartikel. nach die Kölnische Volkszeitung" zeigt. die Beschädigungen nicht bedeutend. Verantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Salensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Wiag Bading in Berlin, Hierzu 2 Beilagen. 91 1. Beilage zum„Vomärts" Berliner Volksblatt. Ur. Ii) /'._ Sonnabend, den 34. Angnst 1893. 13. Jahrg. Mieder eine M nutee � Vereidigung. B o ch u m, LI. August. DieZinul ist es kein böser Sozialdemokrat, sondern der strebaktcur der gut nationalliberalen„Herner Zeitung", Herr C. Th. Kaltenberg, welcher der Ehre des vielgenannten Gendarmen Munter zu nahe getreten sein soll und der deshalb heute vor der Strafkammer erscheinen muß. Er hatte in einem am S. März d. I. in seiner Zeitung er- schienenen Artikel den damals noch in Bankau bei Herne statio- nirten berittenen Gendarmen Munter beschuldigt, an einem Abend auf der Bahnhofstraße zn Herne zwei handelnde Metzger- meisler ohne Veranlassung zum"Nachhausegehen aufgefordert und, trotzdem beide sofort Folge geleistet haben, de» Metzger- nieiüer Bernicke mit dem Säbel über den Rücken geschlagen zu habe». Die Schwester des Mißhandelten habe er, als sie dazwischentreten wollte, mit groben Worten ins Haus ver- wiesen, ebenso einem zusehenden Stuckateur mit Säbel- hieben gedroht. Am Schluß hieß es, daß Munter öfter des Abends mit ihren Frauen ruhig ihres Weges gehende Männer ohne Veranlassung angehalten und mit Schmähworten traktirt habe. In der heutigen Verhandlung führte Landgerichtsdirektor Pellin ghoff den Vorsitz, die Anklage vertrat der erste Staatsanwalt R u k s e r, als Verthcidiger sungirte Herr Rechts- anwalt Dr. R i e in c y e r- Essen. Der Angeklagte erklärt sich für nichtschuldig. Der Artikel entspreche der Wahrheit. Schon kurz nach erfolgter Stationirung Münter's in Baukau seien ihm Klagen über dessen Verhalten mitgetheilt worden. Er habe lange gezögert, diefelben zu ver- öffentlichen, aber als die Erbitterung in allen Kreisen der Herner Bevölkerung gegen Münlcr stieg, habe er es für seine moralische Verpflichtung gehalten, die Sache öffentlich zur Sprache zu bringen. Zeuge Metzgermeister Bernicke- Herne ist der in dem Artikel gemeinte Mißhandelte. Er erzählt: Ich war an dem betreffenden Abend zusammen mit dem Metzgermeister Landgraf von Bochum gekommen und unterhielt mit diesem und dem Wirthschaftsgehilfen Bredenbröker mich über geschäftliche Sachen. Da trat plötzlich Gendarm Münter heran und sagte, was wir da Skandal zu machen hätten. Ich sagte, wir machten keinen Skandal, sondern unterhielte» uns über Geschäfte.— Vors.: Hatten Sie Differenzen miteinander?— Bernicke: Rein.— Staats- anwalt: War dem Zeugen Bredenbröker nicht ein Sack Kartosteln gestohlen worden?— Börnicke: Rein; Münter hat nnch des Diebstahls angezeigt, aber die Untersuchung ist ein- gestellt worden.— Staatsanwalt: Es ist angenommen worden, daß es sich um einen Scherz handelte.— Vors.: Wußte Münter von der Sache?— Bernicke: Nein; von den Kartoffeln konnte Münter noch nichts wissen.— Der Angeklagte theilt mit, daß Bredenbröker der zukünftige Schivager des Zeugen ist.— Bernicke bestätigt dies. — Vors.: Was that Münter weiter?— Bernicke: Er sagte:„Ich fordere Sie auf, sofort auseinanderzugehen!" Ich sagte:„Gewiß, ich wohne ja hier!" und drehte mich sofort um. Da zog Münter den Säbel und schlug mir über den Kopf.— Vors.; Wie kam Münter denn dazu?— Bernicke: Das weiß ich nicht.— Vors.: War die Verhandlung mit Breden- bröcker sehr laut?— Bernicke: Wir mögen wohl etwas laut gesprochen haben.— Vors.: Wie war's denn mit dem Sack Kartoffeln?— Bernicke: Metzger Landgraf und ich wollten uns einen Spaß machen und haben Bredenbröker den Sack in Riemke weggenommen. In Herne kam er zu uns und sagte mir:„Warte, Wilhelm, jetzt weiß ich auch, wer den Sack Kartoffeln hat, der kostet jetzt das Doppelte." Ich sagte:„Das schadet nichts, was er kostet, bezahle ich!"— Staats- anwalt: Hat Bredenbröker Euch nicht schon in Ricnike nach dem Sacke gefragt und habt Ihr geantwortet, Ihr hättet ihn nicht?— Bernicke: Nein.— Vors.: Warf Bredenbröker Ihnen zuerst vor, Sie hätten den Sack gestohlen? — Bernicke: Nein; er wußte davon ja garnichts.— Vors.: Sprachen Sie denn nicht davon, als Münter herankam?— V e r n i ck e: Nein, kurz vorher.— Staatsanwalt: Habt Ihr Strafmandate erhalten?— Bernicke: Jawohl. Ich habe aber Widerspruch erhoben und bis jetzt noch nichts weiter von der Sache gehört.— Verth.: Hat Münter Sie mit„I h r" an- geredet?— Bernicke: Jawohl.— Verth.: Ja, lassen Sie sich denn das gefallen? Fühlten Sie sich denn nicht beleidigt?— Bernicke: Jawohl. Ich habe mich ja beschwert beim Gen- darmeriekommando, aber ich bin abgewiesen worden.— Zeuge Stuckateur S ch n i t t k e r: Als ich aus der Wirlhschaft kam, hörte ich eine laute Stimme:„Wenn ich sage, Sie verlassen den Platz, so verlassen Sie den Platz!" Ich wußte nicht, was das zu be- deuten hatte, wurde ängstlich und machte, daß ich wegkam. Was vorfiel, habe ich nicht gesehen.— Vors.: Hat der Gendarm Sie mit dem Säbel bedroht?— Sch n itt ke r: Nein.— Vors.: Hat er Sie überhaupt bedroht?— Schnittker: Nein. Verth.: Weshalb liefen Sie denn fort?— Schnittker: Die drohenden Worte machten mich ängstlich. Ich ineinte, es könnte etivas absetzen.(Der Zeuge ist der in dem Artikel be- zeichnete Stuckateur, der mit Säbelhieben von Münter bedroht sein soll.)— Zeugin Gretchen Bernicke, Schwester des Metzgers Bernicke, stand bei dem Vorfall in der Thür. Sie hörte draußen, wo ihr Bruder sich mit Bredenbröker über Geschäftssachen unterhielt, plößlich lautes Reden; trat heraus und hörte, wie Münter sagte:„Verlassen Sie den Platz, zum 1., 2. und 3. Mal!" Ihr Bruder drehte sich um, in demselben Augenblicke zog Münter blank und schlug dem Bernicke über den Rücken. Sie trat an ihn heran und sagte:„Lassen Sie doch meinen Bruder in Ruhe!" Er erwiderte:„Scheren Sie sich sofort ins Haus!" Daraus ging sie auch ins Haus. Zeuge Wirthschaftsgehilfe Brede nbröker stellt den Vorfall wie Bernicke dar, nur erinnert er sich nicht der letzten Aufforde- rung, den Platz zu verlassen, sowie der voraufgegaugenen Reden Münters und Bernickes.— Vors.: Unterhielten Sie sich laut? — Zeuge Bredenbröker: Ja, wir waren wohl etwas laut. — Vors.: Sie waren erregt?— B.: Jawohl.— Vors.: Sie sprachen von dem Sack Kartoffeln. Glaubten Sie, daß Ihnen derselbe ge stöhlen war?— B.: Nein, ich dachte, Bernicke und Landgraf hätten sich einen Ulk gemacht.— V orsitzender: Glaubten Sie gleich, daß ein Ulk vorlag? Wußten Sie denn, wer die Kartoffeln hatte?— B.: Ja, ich sah sie auf Bernicke's Wagen liegen.— Vorsitzender: Hat Münter etwas von den Kartoffeln gesagt?— B.: Nein.— Vors.: Haben Sie Anzeige wegen Diebstahls gemacht?— B.: Nein. Gendarm Münter ist zwar mehrere Male bei mir gewesen und hat mir gedroht, wenn ich nicht so aussagte', wie er wollte, so wollte er ans Regiment schreiben, dann müßte ich wieder Soldat werden.(Ter Zeuge war damals wegen Kränklichkeit vom Militär zur Disposition beurlaubt.)— Verth.: Was sollten Sie denn aussagen? Zeuge: Ich sollte Anzeige machen, daß Bernicke und Landgraf mir Kartoffeln gestohlen hätten. Etwa vier bis fünf Mal war Münter bei mir, zuletzt kam meine Mutter noch dazu und fragte ihn, ob er sie denn ernähren wolle. Er sagte, ich wäre ja krank und ich müßte dann trotzdem zum Regiment zurück.— Vors.: Haben Sie dem Bernicke nicht, als Münter herantrat, vorgehalten, daß er ihnen die Kartoffeln weggenommen hätte?— B.: Nein, das war etwa zwei Minuten vorher.— Vors.: Sie sprachen doch sehr laut, könnte Münter es denn nicht von ferne gehört haben?— B.: Das weiß ich nicht.— Vors.: Haben Sie die Wegnahme der Kartoffeln gleich für Milien Scherz gehalten?— B.: Ja, ich sagte zu Bernicke, das wäre kein schöner Streich von Ihnen, deshalb hätte ich weit umfahren müssen.— Vors.: Wissen Sie, ob Bernicke nach der Aufforderung Münters aufgemuckt hat, etwas entgegnet hat?— B.: Nein.— Staatsanwalt: Hat Münter Sie oder Ihr gesagt?— B.: Sie, glaubeich, genau weiß ich es nicht mehr.— Staatsanwalt: Waren Sie angetrunken? — B.: Nein.— Staats anw.: Hatten Sie denn nichts getrunken? Zeuge: Doch, aber wir waren nicht angetrunken.— Staats- anwalt: Sie waren doch den ganzen Tag auf der Geschäfts- reise gewesen?— B.: Nein, nur den Nachmittag.— Vors.: Hat der Gendarm gesagt, Sie sollten die Wagen wegbringen, dieselben ständen zu nahe oder auf dem Geleise der elektrischen Bahn?— B.: Nein, das hat er erst gesagt, als er nachträglich in meinem Hause war. Da sagte er, wenn er jetzt Anzeige machte, bekäme ich auch eine Ordnungsstrafe. Ich habe aber keine bekommen.— Verth.: Wußten Sie gleich, daß Sie den Sack Kartoffeln be- zahlt bekommen?— B.: Ja!— Verth.: Wie oft sind Sie dieser Sache wegen vernommen worden?— B.: Ich bin 6 Mal zum Amt gerufen worden. Einmal habe ich ein Protokoll ab- gegeben, nachher habe ich gesagt, man solle mich in Ruhe lassen. — Vcrtheidiger: Haben Sie der Sache wegen ein Straf- mandat erhalten?— B.: Nein. Zeuge Gendarm Münter stellt den Vorfall folgendermaßen dar. Kurz vorher war durch die elektrische Bahn jemand über- fahren worden. Am Abend war es sehr dunkel, ich hielt es daher für meine Pflicht, die Strecke abzupatrouilliren, um Unglück zu verhüten. Plötzlich hörte ich Skandal und Leute, die an mir vorüber kamen, sagten:„Da zanken sie sich um Kartoffeln" oder auch wohl, das weiß ich so genau nicht mehr,„es seien Kartoffeln gestohlen". Als ich näher kam, sah ich Leute und Wagen ohne Laterne hart am und zum theil, glaube ich, auch aus dem Geleise der elektrischen Bahn stehen. Die Stelle ist dort sehr gefährlich, weil das Geleise eine scharfe Biegung macht. Ich mußte also die Leute veranlassen, schleunigst mit den Fuhrwerken den Platz zu räumen, um die Gefahr zu beseitigen. Ich forderte sie deshalb auf, den Platz sogleich zu verlassen. Bredenbröker und ebenfalls Landgraf gingen auch, Bernicke aber nahm die Front zu mir, ich wähnte mich angegriffen, zog deshalb blank und schlug aus Bernicke ein.— Vors.: Weshalb wähnten Sie sich denn ange- griffen?— Münter: Nach meiner Auffassung nahm Bernicke eine drohende Haltung an.— Vors.: Woraus schlössen Sie das? — Münter: Er nahm die Front zu mir und ich glaube sogar, er riß den Nock auf, als wollte er eine Waffe kriegen.— Vors.: Stand er denn nicht mit dem Gesicht zu Ihnen ge- wendet?— Münter: Ja.— Vors.: Wie konnten Sie ihn denn da auf den Rücken schlagen?— Münter: Als ich de» Säbel zog, drehte er sich um und lief weg. Da hatte ich den Säbel aber einmal und schlug zu.(Heiterkeit im Zuhörerrani». Der Vorsitzende verlangt Ruhe.)— Vors.: Sie hatten schon ausgeholt, sonst hätten Sie doch nicht geschlagen, wenn Sie ge- sehen hätten, daß er weglies?— Münter: Der Hieb ist mit Absicht geführt worden, ich hatte sogar die Absicht, den Man» festzunehmen.— Vors.: Weshalb denn?— Münter: Des Diebstahls wegen.— Vors.: Wußten Sie denn, daß Bernicke und Landgraf die Leute waren, welche die Kartoffel» weg- genommen hatten?— Münter: Nein, das wollte ich erst feststellen.— Vors.: Haben Sie denn von den Kartoffeln überhaupt gesprochen?— Münter: Nein, das that ich mit Absicht nicht, um jeder Verschleierung vorzubeugen. Als der Mann ins Haus lief, dachte ich, die Leute sind hier ansässig, da brauchst Du sie nicht gleich festzunehmen, willst es erst dem Kutscher melden, der soll entscheiden, wie die Sache gemacht werden soll.— Vors.: Haben Sie das Fräulein Bernicke auch ins Hans geschickt? Hat sie Ihnen gesagt, Sie sollten ihren Bruder in'Ruhe lassen?— Münter: Ja, sie hat noch mehr gesagt, mich beschimpft. Ich sagte, sie solle sich ins Hans machen. Hätte sie weiter skandalirt, so wäre ein Volksauflauf entstanden. Vors.: Zeuge Bernicke, standen die Wagen auf dem Geleise? — Bernicke: Genau kann ich das nicht sagen. Vielleicht mit einem Rad.— Vors.: Sagte der Gendarm, Sie sollten die Wagen fortschaffe»?— Bernicke: Davon habe ich nichts ge> hört.— Vors.: Zeuge Bredenbröker, haben Sie es gehört?— Brede nbröker: Nein.— Vors.: Zeuge Münter, haben Sie nicht aufgefordert, die Fuhrwerke zu entfernen?— Münter: Ich habe die Leute aufgesordert, fortzugehen, sie waren ja Führer der Wagen.— Vors.: Haben Sie nicht ge- sagt, man solle die Wagen fortbringen?— Munter: Das muß ich dahingestellt sein lassen, ob ich das Wort Wagen ge- braucht habe. Jedenfalls war es mir zunächst um deren Eiit> fernung zu thun. Verth.:-Sagten die Leute, welche an Ihnen vorbeikamen, es werde um Kartoffeln gezankt oder, es seien Kartoffeln ge- stöhlen?— M ü n t h e r(erregt): Das weiß ich nicht mehr. Um Worte geht's mir nicht. Gezankt oder auch gestohlen. Ich glaube, das letztere ist auch gesagt worden.- Vors.: Sie halten den Eindruck, es sei gestohlen worden?— Münter: Ja. Verth.: Ich muß jetzt einige Fragen stellen, die nicht direkt diesen Vorfall berühren, sondern die Glaubwürdigkeit des Zeugen Münter beleuchten sollen. Zeuge Münter, haben Sie im Meineidsprozeß zu Essen, wo ich Zeuge war, mich beschuldigt, Zeugen beeinflußt zu haben? Haben Sie angegeben, daß Ihnen ein Gerichtsdiener das mitgetheilt habe und hat sich das nicht als unwahr herausgestellt?— Munter: Das gehört doch gar nicht hierher.— Verth.: Das geht Sie nichts an, sondern das hat das Gericht zu entscheiden.— Münter: Herr Rechts- anwalt, das hat mit diesem Prozeß doch nichts zu thun.— Vors.: Ich weiß auch nicht, was das zur Sache zu thun hat.— V e r t h e i d i g e r: Es handelt sich für mich darum, die Glaubwürdigkeit Münter's zu beleuchten, was für den Prozeß sehr wichtig ist. Ich will feststellen, daß Münter unter Eid die Unwahrheit gesagt hat.— Vorsitzender: Münter, Sie können die Antwort verweigern, wenn Sie sich durch dieselbe strafbar machen würden.— Münter: Das gehört nicht in diesen Prozeß.— Vors.: Wollen Sie die Frage beanstanden? — Münter: Ja.— Verth.: Dann bitte ich um Gerichts- beschluß. Ich werde noch mehr Fälle unter Beweis stellen. Es soll mir das dazu dienen, die Widersprüche Münter's mit den jetzigen Zeugen ins rechte Licht zu stellen.— Staatsanwalt: Die Frage ist als unzulässig abzulehnen. Klarheit kann nicht ge- schaffen werden, da der Gerichlsdiener aus Essen nicht hier ist. Wahrscheinlich handelt es sich nur um ein Mißverständniß.— Verth.: Münter soll selbst sagen, daß der Gerichtsdiener ihm nicht das Behauptete mitgetheilt habe. In Essen ist unter Er- regung des ganzen Publikums und des Gerichtshofes so ans- gesagt worden. Der Gerichtshof beschließt, die Frage abzulehnen, da sie mit der Sache nicht zusammenhänge und ferner ein Wider- spruch der Aussage Münter's mit denen der übrigen Zeugen nicht hervorgetreten sei. Auf Anregung des Vertheidigers fragt der V o r s i tz e n d e Münter, ob er den Bredenbröker zur An- zeige des Diebstahls durch Drohungen habe veranlassen wollen und hält ihm Bredcnbröker's Aussage hierüber vor.— Münter: Das weiß ich nicht, dessen kann ich mich nicht entsinnen.— Vors.: Kann es denn sein? Glauben Sie, daß es möglich ist?— Münter: Nein, das glaube ich nicht, das kann ja gar nicht möglich sein.— Vors.: Waren Sie öfter bei Bredenbröker?— M ü n t e r: Ja, ich wollte den Dieb- stahl ermitteln.— Vors.: Wußten Sie, daß Bredenbröker Soldat war?— Münter: Nein, das habe ich erst nachher erfahren.— V o r f.: Sie waren öfter dort?— Münter: Ja, in dienstlichen Sachen, es ist ja eine Wirthschaft.— Vors.: Da haben sie wohl mit Bredenbröker über den Diebstahl ge- sprachen. Können Sie dabei die Drohungen ausgestoßen haben? — Münter: Ich glaube es nicht, daß ich es gelhan habe. Ich habe aber so viel Sachen. Jedenfalls handelte es sich nur um Feststellung der Thatsachen. Bredenbröker fing ja selbst von dem Diebstahl an.— Vors.: Also genau wissen Sie es nicht?— Münter: Nein, dessen entsinne ich mich nicht, eine genaue Aussage kann ich nicht machen. Verth.: Um die Erinnerungsfähigkeit des Zeugen zu zeigen, möchte ich folgende Fragen stellen: Zeuge Münter, sind Sie nicht in Essen im Meineidsprozeß gefragt worden, ob Sie vor einer halben Stunde auf dem 5korridor gesagt hätten:„Die Sache steht glän- zend für mich!" und haben Sie da erklärt. Sie erinnerten sich dessen nicht?— Münter: Herr Rechtsanwalt, das ist ebenso eine Frage wie vorher, die gehört nicht hierher.— Vors.: Sie haben die Frage nicht zu beantworten. Der Gerichtshof lehnt sie ans denselben Gründen wie die vorige ab.— Verth.: Dann muß ich den Antrag stellen, den Gerichtsdiener Freese aus Essen zu lade», um über die erste Sache zu bekunden.— Staatsanwalt: Ich bitte, den Antrag abzulehnen. Die vorliegende Sache wird dadurch nicht aufgeklärt. Da zwischen der Aussage Münter's und derjenigen anderer glaubwürdiger Personen kein Widerspruch ist, so könnte der Antrag nur eine unnöthige Verschleppung der Sache herbeiführen.— Verth.: Wenn man von dem alten menschlichen Grundsatze ausgeht: Wer ei»mal lügt, dem glaubt man nicht! so hat der Antrag große Bedeutung.— Vors.: Was soll denn in der Aussage Münter's von den anderen Zeugen abweichen?— V e r t h.: Er scheint doch zu glauben, er sei im Recht gewesen. Der Gerichtshof lehnt den Antrag als unerheblich ab. Vors.: Zeuge Bernicke, haben Sie Münter gegenüber eine drohende Haltung eingenommen?— Bernicke: Nein, durchaus nicht.— Vors.: Sie waren erregt, da können Sie doch wohl nur sagen, daß Sie sich nicht erinnern.— Ber- nicke: Ich habe keinerlei drohende Haltung eingenommen.— Vors.: Haben Sie den Nock oder die Weste ausgerissen?— Bernicke: Nein.— Vors.: Können Sie das so genau wissen?— Bernicke: Das weiß ich ganz genau. Vors.: Zeuge Münter, Sie hören. Was sagen Sie dazu? — Münter: Ich kann ja nicht genau behaupten, daß der Mann wirklich eine drohende Haltung annahm. Meiner Auffassung nach that er es. Ich sagte ja, ich wähnte mich angegriffen.— Vors.: Also Sie können sich irren?— Münter: Es ist meine Ansicht, ein Jrrthum ist nicht aus« geschlossen. Staatsanwalt: Zeuge Bernicke, weshalb sind Sie denn nicht gleich mit Bredenbröker und Landgraf fortgegangen? Wes- halb hatten Sie Widerworte?— M ü nt e r(einfallend): Ja, er hatte allein das große Wort.— Bernicke: Ich ging ja gleich. Als ich mich zum Gehen wandte, bekam ich ja den Schlag.— Staatsanwalt: Aber Sie haben doch erst zu dem Gendarm gesprochen.— Bernicke: Ich wollte ihm doch nur sagen, was los war.— Münter: Er war der einzige, der das große Wort hatte. V e r t h.: Ich konstatire, daß sich hier bei der Frage der drohenden Haltung ein Widerspruch zwischen Münter und Bernicke ergiebt, ebenso bei der Darstellung der Behandiung der Gretchen Bernicke zwischen dieser und Münter. Zeuge A r n o l d i, Buchdruckereifaktor bei dem Angeklagten, hat an dem betreffenden Abend an seiner Wohnung den Münter laut rufen hören:„Scheeren Sie sich hier weg!" Sehen konnte er nichts, erkannte den Münter an der Stimme und sagte zu seiner Frau: Da ist der lange Gustav wohl schon wieder am Wichsen.— A n g e k l.: Der Zeuge soll bekunden, daß die Metzger nicht sehr laut gesprochen haben. Er hat in seiner Wohnung nichts davon gehört.— Staatsanwalt; Daß laut gesprochen wurde, ist ja schon festgestellt. Es tritt die Mittagspause ein. Uin Vz4 Uhr nachmittags wird die Verhandlung wieder eröffnet. Zeuge Bergmann Hasenkämperhat eines Abends gesehen, wie Münter in der Nähe des Bahnhofs mehrere Personen visitirte. Einer sagte:„Son Lumpenaas will mir revendiren?" Münter hörte das und schlug ihn mit dem Säbel. Später lief er hinter dem Mann her lind nahm ihn fest.— Vors.: Schlug Münter mit dem blanken Degen oder niit der Scheide?— Hasenkämper: Mit der blanken Klinge.— Vors.: Einmal?— Hasen» k ä m p e r: Mehrere Male.— Vors.: Wohin denn?— Hasen» k ä m p e r: Ueber den Rücken.— Vors.: Lies der Mann, als er schlug, oder widersetzte er sich?— Hasenkämper: Daß er sich widersetzte, habe ich nicht gesehen. Er stand. Vors.: Zeuge Münter, erinnern Sie sich des Falles?— Münter: Mir steht so etwas vor. Es waren Schüsse in der Nähe von der Heydtstraße gefallen und ich revidirte Verdächtige nach Revolvern.— A n g e k l.: Heydtstraße und Bahnhos liegen doch etwa 8 Minuten auseinander. Das ist doch sehr unwahr- scheinlich.(Vorsitzender zuckt die Achseln.)— Es schwebt mir so vor, daß ich einen durchgehauen habe. Der hat wohl eine drohende Haltung eingenommen. Ich glaube, ich habe ihn auch arretirt. Er muß sich wohl schuldig gefühlt haben, denn sonst hätte er sich doch wegen Freiheitsberaubung beschwert. Zeuge Schloffer Heuser: Ich ging eines Abends kurz vor Neujahr, aus dem Gesangverein kommend, an der Ecke des Markt- Platzes vorbei. Ich sah da einige bekannte Gendarmen stehen und sagte guten Abend. Wenige Augenblicke hinterher wurde mir von Munter nachgerufen(mit schnarrender Stimme):„Warten Sie mal! Kommen Sie mal her! Haben Sie einen Revolver bei sich?" Ich sagte nein.„Zeigen Sie mal her!" Münter visitirte mich und dann konnte ich gehen.— Vors.: Hat er Sie beschimpft? — Heuser: Nein.— Vors.: Haben Sie kurz vorher Schüsse gehört?— Heuser: Nein.— Vors.: Waren Sie denn schon lange auf der Straße?— Heuser: Nein. Vors.: Zeuge Münter, was sage» Sie dazu?— Münter: Ob das so gewesen ist, kann ich nicht genau mehr sagen. Jeden- falls habe ich Veranlassung gehabt, den Mann zu vifltiren. Entweder ist er mir verdächtig vorgekommen, oder aus Requisition der Polizei. Wir sind vom Amte ja angewiesen, alle Verdächtigen zu revidiren. Verth.: Also Sie sind angewiesen, jeden, der Ihnen ver« dächtig erscheint, anzuhalten und zu revidiren?— Münter: Nein, so allgemein nicht. Wer uns sonst als verdächtig bekannt ist.— V e r t h.: Wie lautet denn die Anweisung?— Münter: Es ist keine Anweisung. Bei den Beamtenkonserenzen ist gesagt worden, wir sollten scharfes Augenmerk auf die jungen Burschen besonders halten, die nur Waffen bei sich tragen. Die lernt man ja bald kennen.— Verth.: War Ihnen denn dieser Mann be- kannt?— Münter: In der Dunkelheit konnte ich ihn doch nicht Tinnen. gegangen. -Tokales. " V den Aussagen des Knaben May Echulz geht hervor, daß er die Gruner an den Haaren zum Fenster gezogen und dort um Hilfe geschrien hat. Der Fall bedarf jedenfalls noch der Aufklärung. Alles, um die Berth. Also Sie fannten ihn nicht und doch schien Und noch einmal christliche Nächstenliebe. Im Norden er Ihnen verdächtig? Münter: Wenn ich ihn revidirt habe, Berline, in der Boyenstraße, befindet sich ein Arbeitsnachweisist er mir verdächtig vorgekommen. Verth.: Woher nehmen Bureau für Wohnungslose des christlichen Jünglings Eie das Recht, ihn anzuhalten? Münter( sehr erregt): Das Vereins St. Mich a e I. An dieses Bureau wandte sich dieser Tage war doch meine Pflicht, wenn er mir verdächtig schien. In ein in Noth gerathener Kaufmann mit der Bitte um Hilfe. NachIn der Mordsache gegen die Elfa Sauke hat, wie das Herne schlagen sie sich alle Tage, da haben sie schon Menschen dem ihm von dem Leiter des Bureaus, Herrn Sekretär Gilweit, Kleine Journal" mittheilt, dessen Chefredakteur, Rechtsanwalt halb todtgeschlagen. Da muß man doch eingreifen und deshalb vorgeschlagen worden war, sich als Landarbeiter verschicken zu Dr. Leipziger, die Vertheidigung übernommen. bin ich nächtelang darüber rausgewesen, damit ich diese schlechten lassen, bat der Antragsteller schließlich um leibliche Unterstüßung. Von dem heftigen Kampf um die Existenz, der im ärztlichen Völker kriegte. Ueberhaupt möchte doch der Herr Rechtsanwalt Da kam er an den rechten Mann. Es wurden ihm alle mög- Stande schon seit Jahren tobt, giebt ein deutliches Bild, daß um nicht immer so persönlich werden. Bors.: Sie brauchen sich lichen Asyle genannt und, da der junge Mann darauf erwiderte, die Wohnung des Dr. Steinthal ein förmliches Wettrennen stattnicht so aufzuregen. Uebrigens ist die Frage genügend be- diese bereits benügt zu haben, bedeutete man ihm, er folle findet. An dem Hause Barutherstraße 1 ist seit einigen Tagen antwortet. Berth.: Ich halte sie überhaupt nicht für be- sich doch verschieben lassen, da hätte er Nahrung und über dem noch haftenden Schild des Dr. Steinthal das Schild antwortet. Vors. Das ist Sache der Auffassung. Unterkommen. Verschieben heißt nämlich, sich 14-17 Tage in eines Dr. Aronsohn angebracht. Außerdem werden demnächst in Die Zeugen Kuhlmann und Didillion befunden ähn- untersuchungshaft nehmen lassen, um dann am Tage demselben Hause ein Dr. Cohn und ein Arzt aus Frankfurt a. D. liches. Letzterer kam eines Adends in die Schlenkhoff'sche Wirth- des Termins wegen Arbeitsscheu je nachdem verurtheilt oder frei ihre Praxis ausüben. Diese drei sind jedoch nicht die einzigen schaft, die vornehmste am Orte, und ließ sich noch ein Glas Bier gesprochen zu werden. Fürwahr: ein„ christlicher Jüng- Aerzte, die sich um eine" Doktorwohnung" in dem genannten geben. Münter stand inmitten der Wirthschaft und fuchtelte mit ling"! Hause bemüht haben. In der kurzen Zeit seit Bekanntwerden zwei Ochsenziemern umber. Plöglich kam derselbe auf ihn zu der Ermordung Steinthal's, also seit Montag dieser Woche, und fragte: Wer sind Sie?" Zeuge antwortete:" Was wollen Sie die bürgerliche Presse schier unerschöpflich. Wit rührendem Gifer schaft erstrebt haben. Doch fie waren eben einige Stunden zu Das Thema„ Berliner Gewerbe- Ausstellung" ist für sollen ungezählte Berufsgenossen des letzteren seine Nachfolger von mir?" Da machte Münter Miene, ihn zu visitiren. Andere werden alle Kleinigkeiten von dem Terrain im Treptower Part spät aufgestanden. Die Wohnung Steinthal's ist nämlich zum Polizeibeamten hielten ihn davon ab. Darauf begann Münter dem Philister vorgeführt. Von den Arbeitern dagegen, die all 1. t. M. zweimal vermiethet worden, einmal von dem Hauseinen anwesenden Rektoratsschullehrer Lohmann zu hänseln und zu beschimpfen. Er sagte: Sie dummer Magister, was wollen das, was die staunende Welt im nächsten Jahre ergögen soll, besitzer selbst, dann auch noch von dessen Frau. Sie! Ich bin Zahlmeisterafpirant! Beuge ging dann mit dem war so lange nicht die Rede, bis durch die Arbeitseinstellung Kundenerbschaft des Ermordeten zu bekommen. Lohmann fort. Dieser erzählte ihm später, Münter habe ihn auch der Medaille den Berliner Lokalpatrioten vor Augen gerückt der Zimmerer vom 12. d. Mts. mit einem Male die Kehrseite Eine förmliche Schlacht haben in der Nacht zum Montag visitirt. Vorf.: Münter, wie ist das? Münter: Ich wurde. Da erfuhr das zahlungsfähige Berliner Publikum erst, Mannschaften des dritten brandenburgischen Train- Bataillons in erinnere mich der Sache nicht. Jedenfalls kann ich wohl behaupten, daß die Löhne der Arbeiter bei der Ausstellung zum theil hinter Spandau einer Anzahl Ziviliſten in einem Tanzlokal geliefert. daß es so nicht gewesen ist. Bors. Sie müssen sich doch den in den einzelnen Branchen sonst üblichen zurückbleiben. An Wegen eines jungen Mädchens war ein Streit entstanden, der deffen erinnern. Oder waren Sie zu der späten Stunde( 2-3 Uhr dieser Thatsache ändern auch die Berichtigungen nichts, welche bald in Thätlichkeiten ausartete. Den Soldaten stellten sich Zimmernachts) vielleicht angetrunken? Münter: Betrinken kann bei mir gar nicht vorkommen. Ich erinnere mich der Sache absolut worin es heißt, daß die Leute einen Grund zum ein blutiger Kampf, an dem sich fast sämmtliche Gäste betheiligten. von interessirter Seite jezt in die Presse langirt werden und leute und andere Bauhandwerker entgegen, nnd es entspann sich nicht. Polizeiſergeant Bellebohm bestätigt, daß bei der Streifen hatten. Mit Recht ist in der ersten Versammlung Biele machten in Ermangelung anderer Waffen von dem Gruppe von Personen, die Münter beschimpfte, eine Prostituirte in Treptow hervorgehoben, daß die Entlohnung für die hals Gegenstand Gebrauch, dessen sie im Augenblick habhaft werden war. Anget: Herr Bellebohm, baben Sie mir nicht selbst AngelL: Herr Pellebohm, haben Sie mir nicht selbst brecherische Arbeit der Zimmerleute eine durchaus ungenügende fonnten: an 20 Stühle und mehrere Tische wurden zerbrochen. am Tage nach dem Vorfalle in einer Wirthschaft gefagt: Sie ist; das ist uns auch von Fachleuten, welche die Arbeiter auf Schließlich behielten die Trainsoldaten, etwa zwölf Mann, von hätten sich davon gemacht, weil Sie geglaubt hätten, die Sache den steilen Dächern hantiren sahen, mehrfach bestätigt worden. denen einige blant gezogen hatten, die Oberhand; sie ruhten mit dem Münter nähme fein gutes Ende? Zeuge Pelle= bohm( anscheinend in Verlegenheit): Ich erinnere mich des In einem Eingesandt an die Ausstellungszeitung fagt die Firma nicht eher, als bis der Saal von Zivilisten fast gefäubert war. Inhalts meiner Worte nicht mehr, glaube aber nicht, daß ich das Pumplun:„ Wir hatten schon vorher unter der Hand erfahren Das Lokal glich einem Schlachtfelde. Auch das Orchester war gefagt habe. Ich bin allerdings den Abend von Münter fort. und den betreffenden Bauführer angewiesen, auf die geforderte in Mitleidenschaft gezogen worden; ein geschleudertes Bierglas Ich bin allerdings den Abend von Münter fort. Rohnerhöhung nicht einzugehen, sondern, da Arbeiterangebote hatte eine Trommel vollständig durchschlagen. Verschiedene Damit wird die Beweisaufnahme geschlossen. sehr reichlich vorhanden, die Forderung abzulehnen." Diese Bersonen sind verlegt worden; ein Train- Unteroffizier fam ohne Das Urtheil haben wir schon gestern mitgetheilt. Der Wahr- stolze Sprache ist ganz und gar nicht angebracht; die Firma Seitengewehr und Kopfbedeckung, aus mehreren Wunden blutend, h.itsbeweis wurde erbracht, der angeklagte Redakteur frei Ende dieser Woche die Zimmererarbeiten für das Hauptgebäude ift, wie uns mitgetheilt wird, kontraktlich gebunden, bis in der Kaserne an. Jerfinnig geworden ist der Pferdebahnschaffner Schulz, gesprochen, die Kosten der Staatskaffe zur Last gelegt. fertig zu stellen. Die Arbeiter hätten darüber ist man sich in der vor etwa 4 Wochen, wie wir f. 3. gemeldet, in dem Engpaß den Kreisen, welche etwas näher in die Sache eingeweiht find, der Rosenthalerstraße durch ein vorüberfahrendes Privatfuhrwert flar ihre Forderung spielend durchgesetzt, wenn sie einige von dem für die Schaffner so gefährlichen Laufbrett eines Stunden nur fest geblieben wären. Herr Pumplun soll übrigens Sommerwagens herabgerissen wurde. Während die Verlegungen, an demselben Tage noch erklärt haben, daß er wohl bereit ge- die Schulz damals erlitt, schnell heilten, stellte sich einige Tage Die juristische Sprechstunde fällt bis zum 28. d. M. aus. wesen sei, der Forderung nachzugeben, wenn die Leute in an- nach dem Unglücksfall eine auffallende Gedächtnißschwäche bei ständiger Weise" zu ihm gekommen wären. Ob das blos eine dem Pferdebahnschaffner ein, die als Folge des jähen Sturzes Der heutigen Nummer des Vorwärts" liegt die Redensart oder mehr war, können wir natürlich nicht be- auf das Straßenpflaster bei dem Aermisten in völligen Frrfinn 2otalliste für Berlin und Umgegend bei. Die Geurtheilen. ausartete. Uebrigens soll jetzt, nachdem so viele Unglücksfälle nossen werden gebeten, sich genau nach derselben zu richten, da nur bei genauer Beachtung der Liste die gerechten Forderungen Die jetzige tropische site wird bekanntlich besonders den vorgekommen sind, das Kommissariat für öffentliches Fuhrwesen Die jetzige tropische site wird bekanntlich besonders den der Frage der Sommerwagen näher getreten sein und wird, wie der Arbeiter durchgesetzt werden können. Speziell jetzt im Sommer, Soldaten gefährlich, die jetzt vielfach auf Märschen und im Maman berichtet, die weitere Einstellung der Laufbrettwagen nicht wo so viele Ansflüge gemacht werden, können die Berliner Partei növer viele Stunden lang in enger Uniform und schwer bepackt mehr genehmigen. Es sollen dann nur noch Sommerwagen, die genossen den Genossen in den Vororten den Kampf sehr erleichtern, der glühenden Sonne ausgesetzt sind. Von überall her fommen mit Seiten barrièren versehen sind, eingestellt werden dürfen. wenn sie nur in denjenigen Lokalen Erholung suchen, die unseren denn auch schon Nachrichten von Hißschlägen, von denen einzelne worden Das erste Zensurverbot des Herrn v. Windheim. interessen zur Verfügung stehen. maßregeln von Interesse, die zur Verhütung des Hihschlages von dem ersten Zensurverbot unter dem Regime des neuen Polizeibei militärischen Uebungen den Truppenführern an die Hand präsidenten ein Stück, das vom Lessing- Theater neuerdings eingegeben worden sind. Schon vor dem Abmarsch zu den gereicht worden war, betroffen worden sei. Das ist ein Irrthum. großen Uebungen sind die Mannschaften über ein zweck- Bereits im Juli hat eine mit dem Namen des Herrn v. Windmäßiges Verhalten gegenüber der Gefahr des Hihschlages heim unterzeichnete Verfügung die am Alexanderplatz- Theater daß ist ihnen einzuschärfen, daß nicht geplant gewesene Aufführung von„ Sünder und Gerechte", Die gefühllose Rücksichtslosigkeit, mit der oft Agenten zu belehren. von Earghändlern und Beerdigungsinstituten in Sterbehäuser genügender Schlaf, und vor allem der Genuß von Branntwein einem sozialen Drama von Eugen 2öwen, unterfagt. Gegen eindringen und, kaum daß der Todte die Augen geschlossen hat, den Hißschlag ungemein befördern und daher zu vermeiden sind. die erwähnte Entscheidung des Berliner Polizeipräsidenten ist der den Leidtragenden ihre Dienste anbieten, ist schon oft ge- Seitens der Truppenführer ist dafür zu sorgen, daß die Mann- Rekurs an das Oberpräsidium ergriffen worden. rügt worden. Noch über diesen rohen Wettbewerb fchaften genügende Nachtruhe haben. Deshalb ist die Abend= Mittels Kohlendunft hat sich, wie schon gemeldet, in aber geht, was den folgenden Zeilen wieder- stunde, zu welcher die Leute in den Quartieren sein müssen, ent- Wilmersdorf die in der Mecklenburgischen Straße wohnhafte geben. Der Vorfall ist mittlerweile durch die Wiedergenesung sprechend früh anzusetzen. Ist ein heißer Tag zu erwarten, dann verwittwete Frau Ottilie Schreier, geborene Witte, mit ihrer ber leidenden Hauptperson zum Abschluß gekommen. Anfangs ist die Aufbruchszeit so früh anzusehen, daß der Marsch möglichst Tochter Klara zu tödten versucht. Das Mädchen ist bereits verMai d. J. erkrankte die Frau des Schneiders Krause aus um 9 Uhr beendet ist. Eine besondere Aufmerksamkeit ist der storben; die Mutter befindet sich in gefährlichem Zustande im Rummelsburg an einem schweren Unterleibsleiden. Die Frau Möglichkeit des geordneten Wassertrinkens während des Marsches Charlottenburger Krankenhause. Als Motiv der That gelten arbeitet in der Wöllmer'schen Schriftgießerei und nahm die Hilfe zu widmen, zu welchem Behuse vorausgefchickte berittene Offiziere, Arbeitslosigkeit und Nahrungsforgen. Die fofort eingeleiteten des Kassenarztes Dr. Witte aus der Brückenallee Nr. 7 Meldereiter, Radfahrer u. s. w. die Bewohner der zu durch Recherchen ergaben eine große Nothlage der Familie, welche in Anspruch, der nebenbei auch Oberstabsarzt der Landwehr ist. ziehenden Ortschaften zu veranlassen haben, größere Gefäße ohne Subsistenzmittel war. Mutter und Tochter erDr. Witte erklärte eine Operation für nothwendig und veranlaßte mit Wasser an der Marschstraße aufzu freuten sich eines guten Rufes. Zum bevorstehenden Sedan die Frau, seine Privatklinik in der Friedrichstr. 288 aufzusuchen, stellen, um den Vorbeimarschirenden ein bequemes Heraus- rummel sind dagegen von der Gemeinde Wilmersdorf 1200 M. deren Inhaberin Frau Baronin von Stackelberg ist. schöpfen des Wassers zu ermöglichen. Bei Märschen ausgeworfen worden. Welch ein Hohn liegt darin! Hier wurde die Kranke am Montag, den 12. Mai, aufgenommen und in oder wasserarmer Gegend, wie am folgenden Tage operirt. Ihr Zustand verschlechterte sich zu auch bei Üebungen auf Plätzen, wo auf gelegentliches Trinken sehends, sodaß bald feine Hoffnung mehr vorhanden zu fein nicht gerechnet werden kann, ist an besonders heißen Tagen schien. Am Donnerstag, den 15. Mai, erfundigte sich auf Ver- Wasser auf Wagen mitzuführen. Mit Beginn des Marsches ist anlassung des Arztes die Oberin Frau von Stackelberg nach der Befehl zum Deffnen des Kragens und auch der oberen der Wohnung des Ehemannes der Patientin bezw. nach Knöpfe des Waffenrockes und zum Abnehmen der Halsbinden zu Vom Sonnenstich getroffen wurde am Donnerstag eine feiner Arbeitsstätte. Krause wurde dann dann telegraphisch geben. Nöthigenfalls ist die Rast, wenn die Hize schon vor ältere Dame in der Rosenthalerstraße. Ein Schußmann sorgte um einen schleunigen Besuch in der Klinik gebeten und 9 Uhr früh ungewöhnlich groß sein sollte, bis zu einer späteren für eine Droschke, in welcher die Ohnmächtige durch eine andere folgte dieser Aufforderung am Abend desselben Tages. Er erhielt Nachmittagstunde oder bis zum Abend auszudehnen. Macht sich Dame in ihre Wohnung befördert wurde. die wenig tröstliche Mittheilung, daß es mit seiner Frau sehr bei den Soldaten eine besondere Ermattung bemerkbar, so ist Jchlecht stehe. Dr. Witte sagte ihm, daß die Leidende nicht bis ein Halt selbst auf freiem Felde und in der Sonne dem Versuche zum nächsten Morgen leben werde, und knüpfte daran die Frage, vorzuziehen, das vielleicht schon nahe Quartier ohne Aufenthalt ob er nicht seine Frau aus der Klinit heraus in seine Wohnung noch zu erreichen; dabei ist womöglich für schleuniges Herannehmen wolle, da es doch keine Rettung mehr gebe. Der Mann schaffen von Wasser zu sorgen. Bei besonderer Gefahr des Hiß Nach dem Einerklärte sich schließlich damit einverstanden; wenn seine Frau nun schlages dürfen die Tornister gefahren werden. doch einmal verloren wäre, so tönnte sie auch zu Hause sterben. treffen am Unterkunftsorte ist jeder längere Aufenthalt zur AusFerner sind, wie eine hiesige Lokalforrespondenz mittheilt, Während Krause vor das Bett der Leidenden geführt wurde, gabe von Befehlen zu vermeiden. Hoffentlich werden diese Anaus dem Manövergelände am Freitag Nachmittag um zwei Uhr rief man durch den Fernsprecher auch bereits einen Strantenwagen ordnungen auch überall durchgeführt werden. etwa 20 Soldaten, die infolge der Hite erkrankten, mit einem herbei. Die Todtkrante aber wollte von der Ueberführung in ihre Einer Art von Ranbmordverfud), wenigftens wird der Kremser nach Berlin zurückgebracht und in das GarnisonWohnung nichts wiffen und gab endlich nur den dringenden im folgenden erzählte Fall vorläufig als solcher betrachtet, wäre lazareth I in der Scharnhorststraße eingeliefert worden. Wie Bitten ihres Mannes nach. Obwohl ihre Wärterin ihr Muth der 11 jährige Max Schulz, Friesenstr. 6, beinahe zum Opfer hier von Soldaten und ebenso von Bauern aus der Gegend einsprach, mochte sie aus der ganzen Lage, zumal ihr Mann gefallen. Die Tochter des Maurers Schulz war seit einiger erzählt wird, sollen auf dem Marsche je ein Reservist weinte, doch wohl ersehen, daß der Arzt sie aufgegeben habe, daß Beit mit der 20 jährigen Fabritarbeiterin Martha Gruner aus von der 9. und 11. Kompagnie des 4. Garde- Regiments es mit ihr zu Ende gehe. Man suchte sie zu trösten, sie brauche Schöneberg bekannt geworden und empfing öfter deren Besuch. So Fuß am Sitzschlage gestorben sein; die Leichen nicht zu sterben, aber es sei besser, daß sie nach Hause gehe, fie auch Mittwoch Nachmittag. Kurze Zeit nach ihrem Weggange wurde feien, heißt es, auf einem Bauernhofe in Groß- Machnow unterbrauche ja nur ruhig zu liegen, und das könne sie zu Hause auch. Der Korridorschlüssel vermißt, der aus Versehen im Schlosse stecken gebracht. Eine dienstliche Meldung über die Todesfälle war bis Unterdessen war der Krankenwagen gefommen. Man legte die Nichts gutes ahnend, ließ man gestern den gestern, Freitag, Abend nicht hierher gelangt. geblieben war. Frau auf eine Tragbahre und trug fie hinunter. Krause folgte fleinen Mar nicht zur Schule gehen und schärfte ihm ein, die Belten sollen 50 bis 60 Reservisten vom Kaiser Franz- Grena dem Transport. Als er eben die Thürklinke in die Hand Sicherheitskette nicht zu entfernen und selbst auf wiederholtes dier- Regiment umgefallen und mittels Krantenwagen nach Velten nahm, überreichte ihm die Oberin der Klinit Klopfen nicht zu öffnen. Gegen 9 Uhr hörte der Knabe zwei- transportirt worden sein. eine Karte, die Geschäftstarte eines Sarg magazins in der Köpnickerstraße. Ganz verblüfft sah er die maliges Klopfen und Aufschließen, weshalb er nachfah und die Genoffen auch zur ernsten Arbeit und zur Wahrung der Klaffens Angesichts dieser Thatsache sind die folgenden Vorbeugungs- Durch verschiedene Blätter ging dieser Tage die Nachricht, daß Den Parteigenoffsen des vierten Berliner Wahlkreises zur Nachricht, daß am Sonntag, den 1. September, in Keller's Festfälen, Koppenstraße 29, die diesjährige Lassale- Feier stattfindet. E3 beiden Seiten wenig bevölkerter Jufolge der herrschenden großen Hitze werden die meisten Berliner Schulen schon Vormittags eine oder zwei Stunden früher, als sonst üblich ist, geschlossen. Der Nachmittags- Unterricht fällt gänzlich aus. Ein Opfer des Hitfchlages wurde am letzten Donnerstag früh ein Soldat des auf dem Ausmarsch zum Manöver begriffenen Kaiser Franz- Grenadier Regiments. Der Grenadier, welcher furz vor Tegel bewußtlos zusammenbrach, wurde nach dem hiesigen Garnisonlazareth geschafft, soll sich indessen heute außer Gefahr befinden. Auch vor ihm bekannte Gruner bemerkte. Auf ihr Bitten öffnete er und Eine große Bade- und Schwimmanstalt für Männer Dome an und bemerkte ihr dann, seine Frau sei ja noch gar ließ sie in die Etube treten, wo sie sich etwa 3/4 Stunde aufhielt. und Frauen will die Gemeinde Groß- Lichterfelde im Teltower nicht todt; sollte sie sterben, so werde er selbst wissen, wohin er Hierauf bat sie den Knaben, ihr die Einrichtung der Sicherheits- See errichten und spätestens im Mai nächsten Jahres eröffnen sich zu wenden habe. Frau Krause wurde nach Rummelsburg lette zu zeigen. Während der Knabe im Dunkeln Korridor lassen. Zur Bestreitung der Baukosten sollen 60 big 70 Antheilin ihre Wohnung gebracht. Sonderbarerweise starb die Frau aber trotz der Fahrt in dem Krantenwagen nicht, sondern wurde voranschritt, löste die Gruner ihr Sammethalsband und warf es scheine à 150 M. ausgegeben werden, die innerhalb eines Zeitdem Knaben um den Hals. Mehrmals schrie der Knabe auf. raumes von zehn Jahren zurückzuzahlen sind, während der Zinswieder gefund, so daß sie jezt schon arbeitsfähig, allerdings auch Die Nachbaren hörten den Hilferuf, legten ihm aber keine Be- genuß durch Gewährung des freien Bades für eine Berfon auf arbeitslos ist. Der durch die Oberin der Klinik, Frau deutung bei. Die Gruner schleifte den Knaben nach der Stube, zehn Jahre geboten wird. Die Anstalt foll in der Achse des Baronin von Stadelberg, vertretene Sarghändler hat warf ihn auf das Bett und verstopfte ihm den Mund, dabei Weges, welcher vom Restaurant Seehof nach dem See führt, also in diesem Falle leider kein Geschäft machen fönnen. das Band immer fester schnürend. In dem Kampfe auf Leben angelegt und so eingerichtet werden, daß Personen beiderlei GeChristliche Nächstenliebe. Am Montag, den 12. August und Tod mag sich nun wohl das Band gelockert haben, schlechts zu gleicher Zeit in getrennten Bassins baden und dieses Jahres, wurde der Prediger Freidant von der genug, der Knabe schöpfte Luft, ohne jedoch rufen zu schwimmen können. Eine Diebeshöhle hat man Bartholomäus- Kirche gebeten, einem Kinde in der Fliederstraße fönnen. In seiner Todesangst griff er nach dem Kopfhaare des am Glindowersee bei die Nothtaufe zu geben. Der Prediger antwortete, daß er keine Mädchens und zwar so fest, daß die Gruner vom Würgen abließ, Werder a. H., unweit der Strengbrücke, in der Richtung nach Beit habe, zu kommen. Man sagte ihm, daß Kind läge im um sich frei zu machen. Diesen Augenblick benutzte der Beyzom zu, in den mit Kiefern bestandenen Sandbergen entdeckt, Sterben und bat ihn noch einmal um die Taufe. Darauf war der geängftete Knabe, um nach Hilfe zu rufen. Nachbaren sahen auch Dem Gendarm Jäger aus Werder waren verdächtige Personen Herr endlich bereit- wenn man ihm das Kind in's Haus bringe. bald darauf den Knaben auf der Fensterbrüftung, bereit, in die aufgefallen, die in der Schonung verschwanden, ohne daß er Das Kind ist dann ohne Taufe die Nacht darauf gestorben.-- Nach Tiefe zu springen. Nur dem beruhigenden Zureden einer in weiteres ermitteln fonnte. Anfang dieser Woche entdeckte er nun unserer Anschauung ist es für das Kind allerdings gleichgiltig, ob gleicher Höhe wohnenden Frau, die ihm schnelle Hilfe zusagte, Fußspuren, die in den Wald führten, und folgte ihnen, um es nun getauft oder ungetauft gestorben ist. Die christliche Kirche ist es zu danken, daß der Knabe nicht herabsprang. Die Gruner fich plötzlich dem hinter einer jungen Kiefer verborgenen aber lehrt, daß ein ungetauftes Kiud nicht in's Himmelreich hatte sich unbehelligt entfernt, ist aber im Laufe des Nachmittags Eingang einer in den Berg hineingebauten Höhle gegen tommt; und da ist es doch bemerkenswerth, daß einem christlichen festgenommen worden. Die Martha Gruner leugnet jede ver- über zu sehen. Der Gendarm lud seinen Revolver und Pfarrer die ewige Seligkeit" eines Menschen nicht einn.al einen brecherische Absicht; sie will nur dem Knaben, der ungezogen betrat die Höhle, welche indessen zur Zeit von Personen nicht Gang über die Enaße werth erschien. gegen sie gewesen sei, eine Tracht Prügel verabfolgt haben. Aus befeht war. Dagegen wurden in der Höhle, deren tunstgerechte Herstellung und Absteifung längere Zeit erfordert haben muß, verichiedene Gegenstände, die offenbar aus Diebstählen herrühren, gefunden, so ein Weinlager, Flaschen mit medizinischem Rum, ein gebratenes Huhn 2c. Außerdem fand der Beamte eine Anzahl Kleidungsstücke und Legitimationspapiere von acht Personen, darunter solche von lange steckbrieflich verfolgten Verbrechern aus Berlin und Umgegend vor. Trotzdem längere Zeit nach der Entdeckung die Höhle bewacht wurde, hat sich ihr doch noch feiner der Jusaffen, die bis in die letzte Zeit dort gehauft haben müssen, genähert. Gerichts- Beitung. . Vermischkes. Obliegenheit mit dem Willen des Unternehmers oder Eigenthümers der Zeitung übernommen hat und die Stellung thatWelch einen Schah an noch rechtsgiltigen, aber schon start sächlich bekleidet. 3. Die in§ 7 vorgeschriebene Angabe des nach Moder duftenden Verordnungen 2c. wir unser nennen, das Namens und Wohnorts des verantwortlichen Redakteurs hat erfährt von Zeit zu Zeit die staunende Mitwelt durch die Ver- nur den Zweck, das Publikum und die Behörden in Kenntniß handlungen des Straffenats des Kammergerichts. Erst am darüber zu erhalten, wer die Stellung thatsächlich inne hat. 22. August nahm das Kammergericht Gelegenheit, ausdrücklich die Wer sich als verantwortlicher Redakteur" auf dem Blatte nennen Rechtsgiltigkeit einer solchen Verordnung zu betonen, die aus dem läßt, erklärt damit, daß er der verantwortliche Redakteur sei. Jahre 1829 datirt und sich mit der Veranstaltung von Hochzeits- 4. Jst die vorgeschriebene Namensangabe unterblieben, oder ist feierlichkeiten befaßt. Dieselbe hat den Zweck, zu verhindern, daß eine falsche Angabe gemacht, so hat dies die Verhängung der in In seinem Berufe getödtet wurde am Donnerstag Nach-" kleine Leute" bei der Veranstaltung von Hochzeitsschntausen nicht§ 18 Biffer 2 und Schlußfaz§ 19 Ziffer 1 angedrohten Strafen, " über ihre Verhältnisse hinausgehen," auch soll sie die nicht aber die Beseitigung der in den§§ 20 Absatz 2 und 21 mittag um 43/4 Uhr der 34jährige Streckenarbeiter Wilhelm Hochzeitsgäste vor Ausbeutung schüßen, indem sie„ Gebehochzeiten" gegen den wirklichen( richtigen) verantwortlichen Redakteur Eckert aus der Kolonnenstr. 34 zu Schöneberg. Der Mann war verbietet, d. h. Feierlichkeiten, zu denen recht viel Gäste nur aufgestellten Präsumtionen( Entscheidungen Bd. 22 S. 65) zur auf dem Anhalter Außenbahnhofe bei der Bahnüberführung der deshalb eingeladen werden, weil die Hochzeiter auf viele und Folge. Yorfstraße mit noch einem Arbeiter dabei, auf einem todten möglichst namhafte Geschenke reflektiren. Im großen und ganzen Geleise zwischen zwei Wagen stehend einen aus der Hülse ge- also nichts weiter, als eine Bevormundung à la Stumm fallenen Puffer wieder einzusetzen. In seiner Nähe wurde sie im Buche steht. Gegen diese wundervolle Verordnung sollten rangirt, ohne daß der Ragirer von seiner Arbeit Kenntniß batte. nun die Kraft'schen Eheleute, die ihr Domizil im schönen RheinSo kam es, daß der Rangirer einen Wagen auf das todte Geleise land haben, und über 40 ihrer Hochzeitsgäste verstoßen haben, melden, soll die Sektion des hingerichteten Gattenmörders Hinrichtung eines Todten. Wie Augsburger Blätter laufen ließ. Dieser traf auf einen der beiden Wagen, zwischen weshalb fie angeklagt und auch vom zuständigen Schöffengericht wie Raupach ergeben haben, daß diesen unmittelbar vor der Hin denen Eckert stand, und stieß diesen auf den zweiten. Dabei in der Berufungsinstanz verurtheilt wurden. Kraft, der zu richtung ein Herzschlag traf. Falls sich diese Nachricht bestätigen wurde Eckert die Brust zerquetscht, so daß er auf der Stelle starb. den unbemittelten kleinen Leuten" gehört, hatte gelegentlich sollte, hat man also einen Todten justifigirt, was übrigens öfters Am 22. d. M. Vormittags glitt in der nach einer Gastwirthschaft eingeladen, um in deren von ihm ge= seiner Vermählung im September 1894 über fünfzig Personen vorkommen soll, als man glaubt. Polizeibericht. Fürbringerstraße eine 81jährige Frau auf einem Obstrest aus und mietheten Saal die Hochzeit zu feiern. Die Gäste, welche meist während der Jahrt eines Zuges durch den Tunnel ein UnUeberfall in der Bahn. In der Nähe von Florenz trat zog sich eine bedeutende Verlegung an der Hüfte zu. Die bereits fleine Geschäftsleute 2c. waren und unter denen sich nur wenige bekannter in den Waggon erster Klasse, in welchem sich zwei mehrfach wegen Vergehens gegen das Eigenthum bestrafte unver- Verwandte der Hochzeiter befanden, wurden mit Bier und falten belegene Wohnung eines Maurers dadurch Eingang zu verschaffen 5 bis nachts 12 Uhr. Ein Theil der Leute widmete dem jungen händigten. Sodann riß er den Herren noch die goldenen Uhrbelichte Martha Grunger hatte sich in eine in der Friesenstraße Speisen traktivt. Die Feierlichkeit dauerte von nachmittags um Reisende befanden. Er bedrohte dieselben mit dem Revolver und forderte deren Baarschaft, welche sie dem Räuber auch ausgewußt, daß sie den zur Bewachung der Wohnung zurückgelassenen Baar Geldgeschenke in Höhe von 5 bis 6 M., während andere händigten. Sodann riß er den Herren noch die goldenen Uhr11jährigen Sohn des Wohnungsinhabers, der sie als eine Bekannte Wirthschaftsgegenstände, Service 2c. schenkten. Die Geldgeschenke ketten ab und verschwand dann wieder. feiner Schwester faunte, zum Deffnen veranlaßte. In der Wohnung beliefen sich auf etwa 97 M., Kraft foftete dagegen die Herrichtung Panik in der Kirche. Wie Wiener Blätter melden, entversuchte sie den Knaben mittels eines Sammetbandes zu er der Hochzeit 100 M. Dies der Thatbestand, in dem Schöffen- stand in der dichtgefüllten Kirche des Dorfes Rogosno bei drosseln und, als er schrie, im Bette zu ersticken. Sie flüchtete und Landgericht den Verstoß gegen die famose Verordnung saben. Sambor während der Messe infolge Umstürzens einer brennenden sich vor den herbeieilenden Hausbewohnern, wurde aber später als besonders gravirend erschien ihnen, daß der weitaus größte Kerze eine Panik, bei welcher drei Personen ums Leben kamen verhaftet.. Ein Dachdecker fiel von einem an einem Hause der Theil der Gäste keine Verwandten der Hochzeiter waren, und und mehrere schwer verwundet wurden. Oppelnerstraße angebrachten Hängegerüste infolge Berreißens hierauf legte auch der Vertreter der Staatanwaltschaft am eines Taues aus dem zweiten Stock auf das Schutzdach herab Rammergericht Werth, bei welchem Revision angemeldet war. Die ungarische Stadt Sillein seit gestern Abend in Flammen. Brand der Stadt Sillein. Nach Privatnachrichten steht und erlitt mehrfache schwere Verletzungen. Auf der Derselbe meinte, aus den thatsächlichen Feststellungen des Vorder- Einzelheiten fehlen noch. Zwillingsbrücke fiel ein Mädchen von einem in schneller Fahrt richters gehe ganz klar hervor, daß die Veranstaltung befindlichen und infolge dessen start schleudernden Wagen, über die Verhältnisse der Kraft's hinausging und daß licher Heftigkeit fuchte in der letzten Nacht ganz Nordjütland Gewitter in Dänemark. Ein Gewitter von außerordentauf dem sie neben dem Kutscher saß, herab, gerieth unter die Rä der die und erlitt einige Verlegungen am Kopfe und einen Knöchelbruch. Geschenke zu bekommen, daß es also eine Gebehochzeit als auch füdlich vom Liimfjord beobachtet. Nach den bisherigen Hochzeit hauptsächlich deshalb so gefeiert fet, um heim. Eine große Anzahl Feuersbrünste wurden sowohl nördlich Im Laufe des Tages fanden vier unbedeutende Feuer statt; gewefen. Kleine Leute nur follten außerdem wurde die Feuerwehr fünfmal infolge blinden Lärms woran ihre engeren Verwandten betheiligt wären. Die Angeklagten Hobro sind etwa 50 Höfe und Häuser niedergebrannt. Ein Hochzeiten machen, Telegrammen aus Thisted, Nytjobing, Tömmerby, Hjörring und gerufen. hoben hervor, daß es auf der Hochzeit sehr solide hergegangen Mensch ist umgekommen, viel Vieh vernichtet. Witterungsübersicht vom 23. August 1895. und nicht etwa übermäßig gefneipt worden sei; sie ließen auch Zweifel an der Rechtsgiltigkeit jener Verordnung laut werden. Das Kammergericht wies die Sache in die Vorinstanz zurück, da es die Feststellungen des Vorderrichters für lückenhaft, hielt, betonte aber, wie schon oben angedeutet, ganz ausdrücklich die Rechtsgiltigkeit der fraglichen Regierungsverordnung. war bei der schauderhaften Akustik des Verhandlungssaales aus dem leisen Vortrage nicht zu entnehmen, ob die Verordnung nur für die Provinz oder für die ganze Monarchie besteht. Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung G Windstärke NONNNN( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 5° C. 4° R.) Swinemünde 763 Hamburg 761 Berlin 763 SO Wiesbaden 764 Still München 767 SM 2 Wien. 766 Still wolkenlos 22 wolkenlos 22 wolkenlos 22 wolkenlos 17 wolkig 21 wolfenlos 16 755 Still wolkenlos 15 761 MSW Regen 14 756 WSW 2 halb bedeckt 15 756 . 762 9 NW G 3 2 halb bedeckt heiter 16 Haparanda Petersburg. Cort Aberdin Paris. Leider Briefkasten der Redaktion. wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Baht) statt. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die nächste juristische Sprechstunde findet am 28. d. E. S., Grenadierstraße. Die Verhandlungen des Breslauer Parteitags find öffentlich, wie alle Parteitage unserer Partei. Wahrscheinlich wird nur ein kleines Entree erhoben. Briefkasten der Expedition. Für die Familien der im Effener Meineidsprozek Ueber den ,, verantwortlichen Redakteur" hat das Reichsgericht IV. Straffenat in einem Urtheil vom 21. Mai 1895 folgende Rechtsgrundsätze ausgesprochen: 1. Das Reichspreßgesetz vom 7. Mai 1874 fennt nur einen Begriff des verantwortlichen Redakteurs. Der verantwortliche Redakteur, von dem die §§ 20, 21 sprechen, ist derselbe, dessen Name nach§ 7 auf jeder Verurtheilten gingen bei uns ein: Nummer angegeben werden muß, und dem die in den§§ 10, 11 Heute 3, Nr. 33 1,-. G. R., Charlottenburg 2,-. Gin bezeichneten Pflichten auferlegt sind. 2. Verantwortlicher Re- rother Briefträger-, 50. H. B. 5,-. Jacob 8,-. Durch E. dakteur ist derjenige wirkliche Redakteur des Bites, dem es ob- Böhm 3,- Bettführ 3, Tischgeſellſchaft Reſtaurant Gid, liegt, die für die Zeitung bestimmten Beiträge aus dem straf- Gontardstr. 3,-. 20 G. S. 10,-. S. 2., Keithstr. 10,25. Wetter- Prognose für Sonnabend, 24. August 1895. Zunächst sehr warmes Wetter mit mäßigen südwestlichen Winden; etwas zunehmender Bewölkung und Gewitterneigung; nachher fühler. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 24. Auguft. rechtlichen Gesichtspunkte zu prüfen und solche Artikel zurück- sammelt im Stadtbez. 176 7,40.. 2., Hannover 50, G. F. zuweisen, welche einen strafbaren Inhalt haben. Hat das Blatt nur 20,-. Dr. Th. 2. 1,-.. G. 1,-...-, 50. F. 20,-. einen Redakteur, so ist dieser nothwendig auch der verantwortliche Ed. Goldstein 5,-. 2. 3,-. E. W. durch E. V. 100,-. Die Redakteur. Beim Vorhandensein mehrerer Redakteure ist ver- Weber aus der Beuthstr. 20 mit einer Ausnahme 4,50. Summa antwortlicher Redakteur derjenige unter ihnen, der die vorgedachte 256,15. Bereits quittirt 110,50. In Summa 366,65 Mark. Friedrich Wilhelmstädt. Theater| Voranzeige. Freitag, den 30. August 1895, abends 72 Uhr: Erstes Gesammt- Gastspiel der Schauspielgesellschaft Die Liliputaner Damen: Selma Goerner, Bertha Jaeger, Jda Mahr, Toni Meister, Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Serren: Frans Gbert, Adolf Bint National- Theater. Der Postillon von Lonjumeau. Schauspielhaus. Der Revisor. Dentsches Theater. Die Weber. Leffing- Theater. Mariana. Neues Theater. Tata- Toto. Schiller- Theater. Minna von Barnbelm. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüsirt sich. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Alexanderplatz- Theater. Im Jrrenhause. National Theater. Berliner im Feuer und Wasser. Theater Unter den Linden. Die Chansonnette. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Hermann Ring, May Walter, Ludwig Merkel. Direktion: Carl u. Theodor Rosenfeld. Erstes Wiederauftreten der Liliputaner in Eropa nach 5jähriger Ganspieltournée in den Vereinigten Staaten von NordAmerika. Zum 1. Male: Große Frankfurterftraße 182. Direktion: Max Samst. Berliner im Feuer und Wasser. Volksstück in 5 Atten und 7 Bildern von Fritz Schäfer. Musit vom Kapellmeister A. Wiedecke. Regie: Friß Schäfer. Wirkliches Feuer. Hauptbilder: La Puce( Henny Schmid sucht den Floh). Die Reise nach dem Mars. Dirigent: Stapellmeiſter A. Wiedecke. Großes amerikanisches Ausstattungsstück Wirkliches Waffer. Wirklicher Regen. mit Gefang und Tanz in 4 Akten und 15 Bildern von Robert Breitenbach. 3. Bild: Zahl der Mitwirkenden 200 Personen. Der Vorverkauf der Billets beginnt 5. Bild: 30 bildschöne badende Mädchen Montag, den 26. August. Briefliche Vorausbestellungen werden von jetzt ab entgegengenommen. Schiller- Theater. Fremdenloge 5 M., Parketloge 4 M., ( Wallner- Theater.) Sonnabend: Minna von Barnhelm. Sonntag: Minna von Barnhelm. Näheres über Abonnements= bedingungen siehe Anschlagsäulen. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Baudeville Posse in 3 Att. v. Ordonneau. Musik von Edmond Audran. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Paradebummler, Gesangsposse in 4 Akten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow.( Novität.) Castan's Panoptikum. Das Bärenweib. Ein Flug durch die Luft! Bestrafte weibliche Eitelkeit. Preise der Plätze: Orchester- und Rangloge 3,50 M., Orchester- Fauteuil 2,50 M., Fauteuil 2 M., I. Parket 1,50., II. Parket I M. im Wasserbassin mit wirklichem Wasser. 7. Bild: Groß- Feuer( Rettung von brei Menschen aus Feuersgefahr durch unsere brave Feuerivehr.) Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nationaltheater- Garten i Heute: Gr. Sommernachts- Fest. Wenn hente die Sonne scheint!!! dann lähelt Blum sein dickes Ponim. Denn was ist heute Sonnabend? sein Benefiz!! Großer Sprühregen von Wizen u. Kalauern! Berlin amüsirt sich nur!! Friedrich- Wilhelmstädtischer Concert- Park aber Regen darf es nicht! Reichshallen. ( bei Jm prachtvollen Garten ungünstiger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree der Kaufmann's Variété Gr. Konzert u. Spezialitäten Norddeutschen QuartettKönigstrasse, Kolonnaden. Artist. Leitung: Arthur Fraenkel. Bomben- Erfolg des neuen Programms. Wer ist Rannin? Ein Weltwunder. Vorstellung. Auftreten d. Berliner Original- Romiters Wilhelm Fröbel. Auftreten v. Chansonetten, Soubretten, Luftgymnastikern 2c. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 20 Pf. Refervirter Plaz 40 Pf. Passe- partouts, auch die vorjährigen, haben Giltigkeit. Montag: Gr. Kinderfreudenfest. Zum ersten Male in Berlin. Die japanischen Krieger Circus Jansly- Leo. Japanische Ringer. The Kawakani's. In Caftan's Panoptikum. Komische Pantomime. Das zoologische Unifum. Ferner 18 Novitäten- Nummern. Saal für Matineen zu vergeben. Sonnabend, den 24. August 1895, abends 8 Uhr: Gr. Extra- Vorstellung. Neues Künstlerpersonal für Berlin. Kleine Preise! Morgen, Sonntag: 2 Borstellungen, nachmittags 4 u. abends 8 Uhr. Zu der Nachmittagsvorstellung 1 Kind frei. u. Couplet- Sänger Neu! Die Baubermühe. Neu! Ensembleszene. Sonnabend zum 50. und Tegten Male: Von der Kanalfeier. Mittwoch: Benefiz. Passage- Panopticum. Tunesische Truppe: Schlangenbeschwörer, Arabische Schule, Bauchtänzerinnen, Derwische etc. C. Fröhlich's Gesellschaftssäle und Garten Schönhauser Allee 161. Jed. Sonntag, Dienstag u. Sonnabend: Concert, Specialität.- Vorstellung. Anfang 7 Uhr, Entree frei. Sonntags Anf. 4 Uhr. Programm 10 Pf. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Jed. Sonntag, Montag, Mittwoch: Ball. Jeden Mittwoch: Kinderfest. Entree: Kinder 10 Pf., Erwachsene frei. Kaffeeküche täglich v. 2 Uhr ab geöffnet. Für Vereine u. Gesellsch. v. 200 Peri. Spezialitäten- Vorstellung frei.[ 28822 Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen, Badstr. 56/57. Direktion: Max Samst. Heute: Gr. Sommernachts- Fest. Grosses Konzert u. Theater- Vorstellung. Spezialitäten I. Ranges. Auftreten des beliebten Tanzkomikers Eugen Milardo. Chansonetten, Soubretten, Liederfänger, Luftgymnastiker 2c. Täglich: Familien- Ball. Passe- partouts haben Giltigkeit. Gebe den prachtvollen Weimann'schen Volksgarten an Vereine wochentags unentgeltlich ab. Kaffenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 20 Pr. Res. Pl. 40 f. Montag: Gr. Kinderfreundenfest. W. Noack's Sommer- Theater, Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Grosser Ball. Die schöne Galathée. Operette von Hennie. Musik von Franz von Suppé. Julius Ernest, Liedersänger. Anna Carle, Rostüm- Soubrette. Ernst Feld, Gesangs- Humorist. F. Nagel's Festsäle, Schwedterstr. 23| 24. Gr. Saal mit Bühne( 400 Pers.) Kl. Saal mit Bühne( 200 Pers.) gleine und große Vereinszimmer, Achtung, Zimmerer! Sonntag, den 25. August, nachmittags 2 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 110: Oeffentliche Versammlung Achtung! Achtung! Sozialdemokrat. Wahlverein Der Zimmerer von Schöneberg, Wilmersdorf, Friedenau 2c. für den 6. Berliner ReichstagsTages- Ordnung: 1. Die Kämpfe der Bourgeoisie gegen die Arbeiterbestrebungen. Referent Genosse Thieme. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 956/8 Der Einberufer. H. Seißt. Achtung, Zimmerer! Sonntag, den 25. August, vormittags 10 Uhr, Cohn's Festsälen, Benth- Straße 20, 1 Treppe( großer Saal): Große öffentliche General- Versammlung der Bimmerer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitseinstellung der Zimmerer auf der Berliner GewerbeAusstellung bei der Firma Arans und das Verhalten der anderen Firmen den Forderungen der Zimmerer gegenüber. 2. Verschiedenes. 256/7 Kameraden! In dieser Versammlung habt Ihr zu entscheiden, ob Ihr gewillt seid, in eine Lohnbewegung auf der Ausstellung einzutreten. Deshalb ist Euer Erscheinen dringend nothwendig. Der Vertrauensmann der Berliner Bimmerer. Theodor Fischer, Danzigerstr. 83. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen.( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 26. August, abends 8 Uhr, im Lokale Annenstr. 16: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem Artikel des„ Goldarbeiter" in Nr. 14„ Der Arbeitsnachweis". 2. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.- Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest. 71/3 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Achtung! 1 Der Vorstand. Teltow Beeskow- Charlottenburger Wahlkreis. Sonntag, den 25. August, vormittags 11 Uhr, in Charlottenburg im Lokale ,, Bismarkshöhe": Große Kreis- Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Brandenburger Parteitag und seine Bebeutung. Referent: Genoffe Otto Goerke. 2. Distussion. 3. Wahl der Delegirten zum Brandenburger Parteitag. Die einzelnen Orte des Kreises werden ersucht, Deputationen zu dieser Versammlung zu entsenden. Rixdorf! 202/10 Wahlkreis. Das Mitglied Johann Schramm. Schankwirth, wird morgen, Sonntag, nachmitt. 5 Uhr, vom Lazarus- Krankenhaus, Bernauerstraße, aus nach dem Elisabeth- Kirchhofe, Prinzen- Allee, beerdigt wird. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. 246/10 Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Mittheilung, daß mein innig geliebter Mann und unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Schankwirth Johann Schramm am 21. Auguft nach unsäglichen schweren Leiden entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 5 Uhr, vom Lazarus- Krankenhaus, Bernauerstraße, aus nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzenallee, 2040b statt. Im Namen der Hinterbliebenen zeigt dieses tiefbetrübt an Wwe. Jda Scbramm nebst Kindern. Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schank wirthe Berlins und Umgeg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege 69/3 Buchhandlung des„ Vorwärts", Berfin SW. 2. Beuth- Straße 2. Neu erschienen: Friedrich Engels. Sein Leben, sein Wirken, seine Schriften. Mit Engels' Portrait. Preis 20 Pfennig. Porto 5 Pfennig. Die Bedeutung des neben Marr größten Theoretikers des modernen Soziafismus rechtfertigt es wohl, daß wir anläßlich des unerwartet jähen Todes des Altmeisters der deutschen Sozialdemokratie dessen Leben in Wort und Bild vorführen. Photographien von Engels, Marx, Lassalle c. in vorzüglicher Ausführung und Original- Aufnahmen. Rabinetformat 50 Pf., Visitformat 25 Pf., Porto 3 Pfennig. Verband der Möbelpolirer. Das Gerücht, welches der Restaurateur Jacob gegen den Restaurateur Nächsten Montag abends 8 Uhr Krebs, Boedhstr. 42, verbreitet hat, Waldemarstr. 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Die heutige Lage der Möbelpolirer. Ref.: Kollege Weber. 2. Diskussion. daß er ihn ausgemiethet habe und welches ihn sehr schädigt, erkläre ich für unwahr. A. Urfum, Hauswirth. Empfehle allen Genossen, Freunden und Bekannten mein 2027b 3. Ausgabe der Billets zum Stiftungs- Weiß- u. Bayrisch- Bier- Lokal fest und Verschiedenes. 145/7 Der Vorstand. Jeden Morgen v.7Uhrab: Verkauf von 2024b Schinkenspeck, Rückenfett, Lies., Knochenfleisch, sowie aller übrigen Wurstwaar. zu Engrospreisen. Johann Schramm, Burfifabrik m.Dampfbetrieb Prinzen- Allee 70, am 21. d. M. im Lazarus- Krankenhaus verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. August, nachmittags 5 Uhr, vom Lazarus- Krankenhause aus nach dem Elisabeth- Kirchhof statt. Um zahlreiche Betheiligung seitens der Mitglieder bittet Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur 2032b Nachricht, daß der Buyer Ernst Peschel infolge eines Blutsturzes plötzlich verstorben ist.- Die Beerdigung findet Sonntag Nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle der Elisabeth- Gemeinde aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen Sozialdemokratischer Verein Vorwärts. ww.Peschel, Tochter u. Schwiegersohn. Dienstag, den 27. August, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße 55: Versammlung. Tages Ordnung: Diskussion über das Agrar- Programm. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Nordhäuser Der Vorstand, 232/3 Liter- Flasche 80 Pf., 90 Pf., 1 Mart mit F. Korn( verschied. gemischt) Ltr. 45 Pf. ohne Fl., Liköre, Cognac, Rum, Ungarweine 2c. Carl Schindler, Chausseestr. 55 Ausstellung Italien in Berlin. Heute, Sonnabend, den 24. August 1895: XXVII. Hungertag des 30 tägigen Experimentes des Signor Giovanni Succi. Der Eintritt in den sorgfältig überwachten großen Pavillon, in welchem Signor Succi hungert, steht jedem Besucher der Ausstellung Italien unentgeltlich frei. In der Ausstellung: Grosses Festprogramm. Entree 50 Pf. Für Kinder unter 12 Jahren wird kein Entree entrichtet. Ostbahn- Park Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, Am Küstriner Platz. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitungdes Musikdirektors W. Carlon's. Anfang Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Wochentags 5 Uhr. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier verabreicht wird. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. Empfehle Freunden u. Bekannten mein Restaurant 81129* Zum Wagenbauer" Lothringerstr. 41, Ludwig Lang, Brauer. M. W. Walter strasse 1. Wörtherstr. 35 Ecke. HochmeisterFeinste Naturbutter 85, 90. 95 Pf. Feinstes Speisefett, 2 Pfund 75 Pf. Am 23. Angust früh 7 Uhr verschied nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser Sohn, SchwiegerSohn und Schwager, der Tapezirer Heinrich Kriebel. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Aug, nachm. 5/2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Pauls- Kirchhofes ( Seestraße) aus statt. Anna Kriebel geb. Ackermann. Nur 4% Mark Goldin- Remontoir2031b Anker- Uhr für Herren, Don echtem Golde nicht zu unterscheiden, versende ich, so lange ber Borrath reicht, zum Spottpreise von nur M. 4,50. Goldin- Damen- Remontoir- AnkerUhren à M. 5,50. Für guten Gang 2 Jahre Garantie. Goldin- Uhrketten für Herren und Damen à M. 1,50, Goldin- Ringe à M. 1,50. Vorzügliche Weckeruhren à M. 3,-. Bersand gegen Nachnahme oder vorher. Geldeins.( auch Briefmarken) durch die Firma: Feith's Nenheiten- Vertrieb in Dresden A. 9. LandsbergerJ. Rosenthal, str. 76, I. Et. Allerbilligte Bezugsquelle von nur reellen Schuhwaaren aller Art, namentlich für Leser des ,, Vorwärts". 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Zuzug ist fernzuhalten für Gürtler, Dreher, Schleifer und Arbeitsburschen. Achtung! 48/6 Achtung! Klavierarbeiter! Der Streit in der Pianofabrik von Julius Pfaffe, Landsbergerstr. 109, dauert unverändert fort. 141/18 Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Die Werkstatt- Kontrollkommission. Gerichtstr. 31 und Weberstr. 16. Achtung! fofort zu ver= Destillation laufen. 20236 Krüger, Forsterstr. 21. M. Krüger's Speise- Leinöl! Unter diesem einzig guten Fabrikate versucht man vielfach minderwerthiges fogen. Speise Leinöl in den Handel zu bringen, welches meist ein trübes = Parquetbodenleger! Die Kollegen der Firma Rosenfeld& Cie. haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. 76/ 17* Die Werkstatt- Kontrollkommission d. Deutschen Holzarbeiter Verbandes. Arbeiter- Sekretariat erhöhung, 40-50 pct. billiger als die Aussehen hat und bitter schmeckt. Man der Stadt Nürnberg. gesammte Konkurrenz Berlins, sämmtliche Schuhwaaren. Beweis!!! Händler Es ist die Stelle eines zweiten Sekretärs zu besetzen. Bewerber um diese Stelle müssen mit der Gewerkfdjaftsbewegung und der sozialpolitischen Gesetzgebung gründlich ertrant fein, außerdem die Befähigung besitzen, alle erforderlichen Schriftfähe fehlerfrei zu fertigen. Reflettanten wollen ihre Meldungen nebst Bezeichnung der bisherigen achte daher überall und jedesmal bei Einkauf von Speise- Leinöl auf die mit M. Krüger's Blafaten belegten KolonialBahle weder für Annoncen 2c. jähr- waaren- Geschäfte und auf M. Krüger's lich 30 000 M.; zahle nicht an Miethen gesetzl. geschützte Leinöl- Flaschen ca. jährlich 20 000 M.; zahle nicht für mit eingebrannter Firma. Reklamen und andere Kosten jährlich( Haufirer), welche M. Krüger's Speise 20 000 M.; zahle nicht für Personal Leinöl zum Verkauf ausbieten, müssen jährlich 20 000 M. u. f. w. fich durch Bescheinigung( in blauem Druck) Aus obigen Gründen fann so ausweisen fönnen, von welchem Tage staunenswerth billig verkaufen und das Oel frisch geschlagen ist. Wenn ebenso, weil ich jeden Posten Roh oben gesagtes beachtet wird, hat man Beschäftigung und Gehalts- Anmaterial als auch fertige Schuh prüchen bei Herrn Konrad Herrmann, Monteur, Stabiusstr. 12, II, in Nürnberg einreichen. die Gewißheit, stets frisches, garantirt waaren stets baar bezahle, meine reines u. schmackhaftes Krüger'sches Spesen und sonstigen Geschäftsunfosten Speise- Leinöl gekauft zu haben. Das sind kaum nennenswerth. Fabriklager befindet sich Berlin SO. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 197. Eine Eingabe an das Reichskanzler- Amt. Sonnabend, den 24. August 1895. Soziale Meberlicht. 12. Jahrg. Soziale Rechtspflege. " " von über Rautasus 1475 Betriebe mit einer einer Produktion 34,1 Millionen Rubel und mit 22 Tausend Arbeitern; auf Sibirien 625 Fabriten mit einer Produktion von 10,9 Millionen Bergmannsleben in der Mart. Uns wird geschrieben; Rubel und mit 10,5 Tausend Arbeitern; in Turkestan sind Der im vorigen Jahre in Erfurt abgehaltene Verbandstag In der sogenannten Märkischen Schweiz", einem herrlichen 421 Fabriken, die für die Summe von 16,6 Millionen Rubel Deutscher Schneider und Schneiderinnen nahm u. a. eine Re- Stückchen Erde, natürlich nur in landschaftlicher Hinsicht, produziren und über 5,5 Tausend Arbeiter beschäftigen. solution an, in der es heißt:" In Erwägung, daß die Lohn- und liegen, nahe bei dem kleinen Badeorte Buckow, ausgedehnte Wir sehen also, daß im europäischen Rußland einschließlich Arbeitsverhältnisse in unserem Gewerbe gefahrdrohend für die Braunkohlenwerke, die das Eigenthum der reichbegüterten Polens die Zahl der Fabriken 9 Mal, deren Produktion 25 Mal Gesundheit der Arbeiter und Arbeiterinnen sind, hält es der Gräfin Thenplih sind. Die Bollersdorfer Gruben gelten und die Zahl der Arbeiter 30 Mal größer ist, als in dem übrigen Verbandstag für nothwendig, daß die Kommission für Arbeiter als ein wahres Dorado für die in der Gegend ansässigen Ar- Rußland. Speziell in Rußland sind 5 Gouvernements, nämlich statistik auf grund des§ 120, Absatz 3, der Gewerbe- Ordnung beiter. Der Achtstundentag ist dort bereits ein überwundener Moskau, Petersburg, Petrokow, Wladimir und Warschau, die eine Erhebung über die Art und Weise der Beschäftigung der Standpunkt. In Bollersdorf braucht jeder Mann nur so viel zu ar- Hauptsite der Industrie. Die Produktivität ihrer Industrie zur Bekleidungsindustrie gehörigen Personen, sowie über Arbeits- beiten, als ihm beliebt. Dafür erhält er die fürstliche Entlohnung von macht 49 Prozent derjenigen des ganzen europäischen zeit, Lohn-, Werkstellen- und Geschäftsverhältnisse veranstaltet." und die Zahl ihrer Fabrikarbeiter täglich 2 M. Außerdem muß noch eine Bedingung erfüllt werden. Rußlands aus Der Vorstand des Verbandes hat jetzt eine entsprechende Jeder Mann hat täglich 120 Hektoliter Braunkohle zu Tage zu ragt um 46 pet. die Zahl derjenigen des übrigen europäis Eingabe an das Reichskanzler- Amt gerichtet. Es wird besonders fördern. Wenn er das nicht fann oder will, wird er sofort schen Rußlands. Das Moskauer Gouvernement beschäftigt die Dringlichkeit einer Erhebung über die sozialen Zustände der an die( wörtlich zu nehmen) frische Luft gesetzt. Also für ge- 6 der Fabritarbeiter des gesammten europäischen Rußlands und Konfektionsindustrie betont. Der eingehenden Begründung ent- nügende Beschäftigung ist gesorgt. Denn 120 Hektoliter gleich die Produktivität seiner Fabriken ist höher als 16 der Pronehmen wir folgendes: 12 000 Liter machen 60 Lowris voll Braunkohle aus. Das ist duktivität des letzteren. Das Gouvernement Petersburg steht Die Arbeiter und Arbeiterinnen diefer Induſtrie werden immerhin ein recht hübscher Posten. Aber wenn man morgens dem Gouvernement Moskau nach. Seine Produktivität ist gleich größtentheils durch Mittelspersonen( Zwischenmeister) beschäftigt. in aller Frühe auf Arbeit geht, sich Mittag und Mittags 3/4 der Produktivität des letzteren und es beschäftigt 2 mal weniger Die Werkstellen der Zwischenmeister sind in den meisten Fällen pause verkneift, den ganzen Tag hindurch tüchtig schuftet Arbeiter. Die Produktivität der Fabriken des Gouvernement hygienisch vollständig ungenügend. Das Bügeln, Zuschneiden und am Abend noch mal ein Stündchen zulegt, dann Petrotow ist gleich 54 pet. derjenigen des Gouvernement Moskau und Verarbeiten der Sachen geschieht nicht selten in einem fann das Pensum ganz bequem bewältigt werden. In der That und es beschäftigt zirka 41 pCt. der Zahl der Arbeiter des Raum. Die dadurch entstehenden Dünste verunreinigen die Luft und fizen die Bollersdorfer Grubenarbeiter ohne Unterbrechung von letzteren. wirken außerordentlich schädlich auf den Organismus der Arbeiter. morgens bis abends in ihrem gemüthlichen Schacht und haben Die gesetzlichen Vorschriften über die Dauer der Arbeitszeit der das nur an thierische Bedürfnisse erinnernde Wort„ Mittag" Arbeiterinnen finden wenig Beachtung. Diese Bestimmungen aus ihrem Lexikon gestrichen. Diese Beraubung der deutschen bleiben auch insoweit wirkungslos, da die Arbeiterinnen in Sprache ist ein äußerst interessantes Experiment und kann, da es der Saison veranlaßt werden, Arbeit mit nach Hause zu nehmen. eine eminent praktische Bedeutung hat und die soziale Frage streben unserer Kapitalisten, Abhängigkeitsverhältnisse zu schaffen, Gewerbegericht. Die seltsamsten Blüthen zeitigt das Bes In der eigenen Wohnung wird dann noch bis tief in die Nacht ihrer Lösung ein gutes Stück näher bringt, nur zur Nachahmung die ihnen möglichst wenig Scherereien" machen. Die Kammer 1 hinein gearbeitet. Die Fortsetzung der Arbeit außer der Werkstelle empfohlen werden. Man denke: wer seine Zeit nicht mit Essen hatte sich dieser Tage erst" wieder mit der Lohnentschädigungstommt nicht vereinzelt vor, sondern sie ist allgemeiner Brauch und wird vertröbelt, fann mehr arbeiten; wer sein Geld nicht mit Effenflage eines Mannes zu beschäftigen, der da glaubte, für sich die dadurch gefördert, daß der Zwischenmeister in der Saison recht verplempert, fann sparen; das heißt, zwei Fliegen mit einer vierzehntägige Kündigungsfrist in Anspruch nehmen zu tönnen, viel Arbeit fertig stellen will. Die äußerst niedrigen Löhne zwingen Klappe schlagen. Da sind zwei Mark pro Tag eigentlich viel zu während sein Gegner in ihm einen selbständigen Gewerbetreibenden die Arbeiterinnen, dem Verlangen, die Arbeitszeit zu Hause fortzu- viel. Nun, die Leute können ja etwas auf die hohe Kante legen, fah. Das Verhältniß zwischen den Parteien, der Konfektionsfirma setzen, zu entsprechen. denn tritt mal eine kleine Stockung im Geschäftsverkehr ein, so Rosenthal und dem Schneider Faller, war folgendes. Rosenthal Noch schlimmer gestaltet sich das Verhältniß bei den werden die entbehrlichen Grubenarbeiter schlankweg entlassen. stellte dem Kläger sein Atelier", das eine vollständige Einrich Hausarbeitern. Die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, Die gute Gräfin kann doch nicht so viele Menschen aus ihrer tung besaß, zur Verfügung, ohne Miethe dafür zu verlangen, welche beabsichtigen, die Arbeiterinnen durch Festlegung Tasche ernähren. Später werden sie auch wieder angestellt. Also und bezahlte obenein noch das Gas. Dann beschäftigte er ihn einer Marimalgrenze der Arbeitszeit zu schützen, werden Ersparnisse sind schon zu brauchen. Zur Zeit sind beispielsweise und eine Anzahl Arbeiterinnen und Arbeiter mit der Anfertigung in unserer Industrie dadurch umgangen, daß die Unter- nur 15 Mann in dem Dorado beschäftigt. Es ist zwar etwas von Kostümen, wozu er die Stoffe lieferte, nur die kleineren Zu nehmer ihre Arbeiten in größerem Umfange in der schmutzig und feucht, auch nicht gerade ein klimatischer Kurort, thaten hatte Faller zu liefern, der sämmtliche Arbeiten pro Stück Hausindustrie anfertigen lassen. Die Zunahme der Hausarbeit aber troßdem, die Sehnsucht ist groß, und die Hungerpfoten zu bezahlt erhielt und dem freigestellt war, sich nach Belieben ist überdies darauf zurückzuführen, daß die Arbeitgeber sich den saugen, macht auch in dem märkischen Paradiese tein Vergnügen. mit den Arbeiterinnen und Arbeitern abzufinden. Das Vorschriften über Beschaffenheit und Größe der Arbeitsräume, Das etwa ist die glückliche Lage der Bollersdorfer Grubenarbeiter. Personal zu und den Unannehmlichkeiten der Fabritinspektion, den Vorschriften Die Lage ihrer Brotherrin", der Gräfin Jhenplit auf Haus des Klägers, nach seinen eigenen Angaben hatte ihm niemand engagiren war zu entlassen Sache über die Bestimmungen der Sonntagsruhe, den Verpflichtungen Tornow, soll sogar noch glücklicher sein. Die Dame zählt nicht dahinein zu reden. Auch bezahlte derselbe aus eigener Tasche der Kranken, Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung zu einmal zu den nothleidenden Agrariern. den auf den Arbeitgeber fallenden gesetzlichen Theil zur Krankencntledigen suchen. Die hygienischen Verhältnisse der Arbeitsstellen der HausAus Zwickau wird uns geschrieben: Zu meinem Bericht versicherung 2c. und sorgte dafür, daß hinsichtlich der Versicherung arbeiter sind durchweg die denkbar schlechtesten; in einer Stube über die Auflösung des Sächsischen Berg- und Hüttenarbeiter der im Atelier thätigen Personen alles in Ordnung" war. wird unter Umständen gegessen, gekocht, gearbeitet und geschlafen; Verbandes füge ich hinzu, daß meine Bemerkung: ob die zum Faller durfte nur für den Beklagten arbeiten, dieser gestattete selbst Kinder mit ansteckenden Krankheiten( Diphtheritis, Schar- 22. September einberufene Generalversammlung des Verbandes ihm nur solange für andere etwas mitzuarbeiten, als bei ihm von der Polizei- wenig zu thun war. Eines schönen Tages ivar nun lach, Typhus, Masern u. s. w.) liegen nicht allzu selten in dem genehmigt wird, hängt immer noch gleichen Raume. In einer solchen Umgebung wird nun behörde ab", unter den hiesigen Lesern des„ Vorwärts" eine der Kläger plöglich auf die Straße gesetzt worden und infolge das Kleidungsstück fertig gestellt. Die Arbeitszeit der von mir nicht beabsichtigte Auffassung hervorgerufen hat. dessen hatte er beim Gewerbegericht beantragt, Rosenthal wegen Heimarbeiterinnen und-Arbeiter ift in der Saison Das Oberlandesgericht hat bei Abweisung des Rekurses unberechtigter Entlassung zur Zahlung einer Entschädigung von Verbandes es deutlich aus- 70 M. zu verurtheilen und außerdem dazu, ihm 30 W. für ein fehr ausgedehnt, weil bei den sehr niedrigen Löhnen überaus gegen die Auflösung des intensiv gearbeitet werden muß, um auch nur einen sehr niedrig gesprochen, daß auch nach der endgiltigen Auflösung eine Kostüm zu zahlen, das aus Mangel an den erforderlichen Zua bemessenen Wochenlohn zu verdienen. In der stillen Zeit da- Generalversammlung stattfinden kann, in welcher Vorstands thaten nicht ganz fertig gemacht werden konnte. Bezüglich der gegen nimmt die Arbeitslosigkeit einen bedeutenden Umfang an. mitglieder und Liquidatoren ernannt werden dürfen und zwar letzteren Forderung fam eine Ginigung zu stande, bezüglich der Den Arbeiterinnen ist es in der übergroßen Zahl unmöglich, bei auf grund des Genossenschaftsgesetzes und der Verbandsstatuten. ersteren sprach der Gerichtshof nach erfolgter Berathung seine den geringen Löhnen in der Saison soviel zu ersparen, als die Blos die Unberechenbarkeit unserer Polizei und Ober- Meinung dahin aus, daß Faller unmöglich als gewerblicher ArLebensbedürfnisse der schlechten Zeit erfordern. Die Zunahme behörden, und die verschiedene, sich oftmals widersprechende beiter betrachtet werden könne; er habe thatsächlich die Stellung der Prostitution ist dann die nothwendige Folge. Sie hat ihre Auslegung des Genossenschafts- wie Vereins- und Bersammlungs- eines selbständigen Gewerbetreibenden inne gehabt. Es sei nicht Ursache fast ausschließlich in den schlechten Erwerbsverhältnissen. gesetzes seitens dieser Behörden hat mich zu der oben zitirten zu verkennen, daß er sich in unangenehmer Lage befunden habe; Der drückendste Uebelstand für fast sämmtliche Arbeiter und Bemerkung veranlaßt, die, wie wir hoffen wollen, nicht zur warum gehe er aber einen solchen Vertrag ein. Man gab ihm Arbeiterinnen der Konfektionsindustrie besteht jedoch in der An- Thatsache wird. anheim, den Anspruch auf Lohnentschädigung zurückzuziehen. Er fam dem nach. wendung des sogenannten Sweating oder Echwitzsystems. Bei den Bahnbauten vor den Thoren Rostocks werden Dieses System wird dadurch charakterisirt, daß die Arbeiter aus zur Zeit polnische Frauen und Mädchen beschäftigt. Wann gehören Trinkgelder zum Arbeitsverdienst, schließlich von den Zwischenmeistern beschäftigt werden. Dieser Eine Versammlung, der Frauen und Mädchen zahlreich bei- wann nicht? Diese Frage haben Ober- Verwaltungsgericht und liefert die Arbeiten an das Konfektionsgeschäft und von dem wohnten und in der Frau Rohrlack aus Berlin für den An- Reichs- Versicherungsamt im wesentlichen übereinstimmend erhaltenen Preis zahlt er seinen Arbeitern nur einen Bruchtheil. schluß an die gewerkschaftlichen Organisationen gesprochen hatte, beantwortet. Bekanntlich werden Unfallrenten nach dem JahresEin bis zwei Drittel des vom Geschäft erhaltenen Stückpreises nahm einstimmig eine Resolution an, worin es in Beziehung auf Arbeitsverdienst berechnet. Als Theil des Arbeitsverdienstes berechnet er für sich. Der Kampf ums Lafein zwingt die schutz- die Beschäftigung der polnischen Frauen und Mädchen ſieht nun das Rekursgericht in Unfallsachen Trinkgelder dann lofen Arbeiter, auf jede Bedingung einzugehen. Erhöhter Lohn- heißt: Die Rostocker Frauen erblicken hierin eine an, wenn ihre Gewährung beim Abschluß des Arbeitsvertrages, druck und verlängerte Arbeitszeit sind die nothwendige Folge schwere Gefahr für den Erwerb ihrer Männer. Sie ver- der Festsetzung der Lohnhöhe gewiffermaßen vorausgesetzt und haben Zustände herbeigeführt, die ihres gleichen in anderen langen von der repräsentirenden Bürgerschaft und dem und Dom Arbeiter darauf gerechnet wurde, so daß Rath, daß beide bei der großherzoglichen Bahn- dieser zum Beispiel sich mit einem niederen Lohne einverstanden Die absolute Schutzlosigkeit der betreffenden Arbeiter wird verwaltung dahin vorstellig werden, daß die Frauenarbeit erklärte, was er sonst nicht gethan hätte. Ganz gleichgiltig ist bis auf das äußerste ausgenußt. So erwachsen jenen Arbeitern beim Bahnbau beseitigt wird." Redakteur Groth von der dabei, ob von dem außer dem Lohn zu erwartenden materiellen nicht selten große Schwierigkeiten, ihren geringen Lohn zu be- Wiecklenburgischen Volkszeitung" ist von der Versammlung be- Vortheil gesprochen wurde oder ob man ihn stillschweigend" tommen. Sie müssen ihn dann erst auf dem Klagewege erstreiten. auftragt, diese Resolution dem Nath und der Bürgerschaft Rostocks in betracht zog. Nothwendig ist die Stetigkeit und Regelmäßigkeit Hinterher stellt sich gar oft heraus, daß die verklagten Zwischen- zu übermitteln. des Trinkgelderbezugs; der Enipfänger muß, wie sich das Reichsmeister nicht pfandbar sind und es nur darauf anlegen, unDurch die Beschäftigung von polnischen Frauen und Mädchen Versicherungsamt ausdrückt, mit einiger Sicherheit darauf rechnen erfahrene Arbeiter um den Lohn zu betrügen. wird den Rostocker Arbeitern die ohnehin rare Arbeitsgelegen- fönnen". In Frage kommen würden hier Rutscher im ZeichenUnter diesen Bedingungen sind die gesundheitlichen und fitt- heit selbstverständlich verkümmert, und die infolge dessen be- fuhrwesen, auch Rollkutscher. Letzteren werden in Berlin lichen Verhältnisse der Hausarbeiter den schwersten Gefahren schäftigungslosen Arbeiter fallen schließlich der Armenkasse zur von ihrer Arbeitgeber ganz gewohnheits ausgesetzt. Last. Die städtischen Kollegien Rostocks können also nicht sagen, mäßig besonders dann Trinkgelder verabfolgt, wenn das Die Lebenshaltung der Konfektionsarbeiter ist durchweg daß sie die eigenartige Handlungsweise der großherzoglichen Bahn- Verladen der Güter größere Schwierigkeiten macht. Rechnet schlecht, da die geringen Löhne nur die Bestreitung des Noth- verwaltung nichts anginge. das Reichs- Versicherungsamt diese Trinkgelder dem Arbeitsdürftigsten zulassen. In vielen Fällen reicht der Verdienst hierzu verdienst zu, so urtheilt es anders bezüglich derjenigen, die nicht aus. Wie schon hervorgehoben, ist bei den Arbeite Aus Rukland. Man schreibt uns: Vor kurzer Zeit ist gelegentlich den Kondukteuren der Pferdebahn zugesteckt werden. rinnen dann die Prostitution die nothwendige Folge von dem Departement des Handels und der Manufakturen eine Maßgebend war hier hauptsächlich die Feststellung, daß bei der der elenden Zustände. Diese Angaben finden durch Zusammenstellung der Daten über die fabritmäßige In Lohnabmachung weder seitens der Gesellschaften, noch seitens Aeußerungen der betheiligten Unternehmer vollauf ihre Be- dustrie Rußlands im Jahre 1892 veröffentlicht worden. der Angestellten etwaige Trinkgelder irgendwie berücksichtigt ftätigung. Der Konfettionär", das bedeutendste Organ der Diese Zusammenstellung ist vollständiger als die für die früheren werden. Gerade die Klage eines Pferdebahn- Schaffners, die sich Unternehmer und Händler der Konfektions- Industrie, gewiß ein Jahre, da jetzt die Montan- wie auch die mit Atzisen belastete gegen zu hohe Besteuerung seines Einkommens richtete, war es, unbefangener Beurtheiler, äußert sich im angeführten Sinne. Industrie zum ersten Male berücksichtigt worden sind. Auf Voll- welche dem Ober- Verwaltungsgericht Gelegenheit gab, sich E3 erklärte die Ent Zur Information sind die Urtheile aus jenen Kreisen, sowie die ständigkeit und Zuverlässigkeit fann jedoch auch sie keinen An- zur Trinkgeldfrage zu äußern. Ergebnisse von Privatuntersuchungen dieser Eingabe beigefügt. spruch erheben, weil das Material dazu von den Organen der scheidung der Vorinstanz( Berufungskommission) für verfehlt, Wir glauben behaupten zu dürfen, daß die sozialen Zustände Polizei zusammengetragen worden ist, die sich erstens keine Mühe welche bei der Festsetzung des Steuersatzes die Trinkgelder des in der Konfektion gleich denen im Bäcker, Kellner- und Müller- geben, vollkommen richtige Daten zu sammeln, und zweitens sich Schaffners berücksichtigt hatte. Und zwar legte das Gericht Werth gewerbe sind, wenn sie jene nicht noch an trassen Erscheinungen auf die Angaben der Betriebsinhaber stüßen, in deren Interesse darauf, daß die Pferdebahnschaffner seitens ihrer Arbeitgeber übertreffen. es liegt, die Produktivität der Fabriken wie auch die Zahl der nicht auf die Trinkgelder angewiesen sind, und diese Trink Die isolirte Beschäftigungsweise dieser von übermäßiger von ihnen beschäftigten Arbeiter wo möglich geringer anzugeben, gelder zum theil eine Belohnung der Schaffner für außerhalb Arbeit, ungenügender Nahrung und gesundheitswidrigen Bu- um nicht in eine höhere Steuerklasse eingetragen zu werden. Die ihrer Dienstverpflichtung liegende Gefälligkeiten darstellen, zum ständen niedergedrückten Arbeiter setzt sie außer stande, ihren Produktivität der Fabriken und die Zahl der Arbeiter ist daher theil ihnen auch nur aus reinem Wohlwollen gegeben werden. Arbeitgebern den nöthigen Widerstand entgegen zu stellen. jedenfalls etwas höher, als sie in dieser Zusammenstellung an- Das Gericht führt dann aus: Trinkgelder seien an und für sich Die Gewerbe- Ordnung enthält schon jetzt Bestimmungen, gegeben ist. freiwillig geleistete Zuwendungen, die ein nach§ 15 des neuen welche, auf die Konfettion angewandt, eine Besserung der bestehen- Es sind nach der Statistik des Departements des Handels Einkommensteuergesetzes steuerpflichtiges Einkommen, wie Lohn den Zustände bedeuten würden. Leider finden aber auf die und der Manufakturen in Rußland insgesammt 26 198 Fabriten oder Arbeitsverdienst der Gewerbegehilfen nicht hervorbringen, die jetzige Betriebsform der Konfektions- Industrie jene Bestimmungen mit einer Waarenproduktion von mehr als 1000 Rubeln Werth auch nicht aus Rechten auf periodische Hebungen oder Vortheile feine Anwendung, so daß die Arbeiter ohne jedweden gesetzlichen pro Fabrik. Die Zahl derjenigen Werkstätten, die weniger als irgend welcher Art entspringen. Es könne aber dennoch nicht Schutz sind und daher auch von der Gewerbe- Inspektion in teiner für 1000 Rubel im Jahre produziren, beträgt ungefähr verkannt werden, daß sich speziell im Verkehrsleben Gewohn Weise berücksichtigt werden. 101 Tausend. Die folgenden Zahlen beziehen sich nur auf die heiten herausgebildet haben, die zuließen, solche Trinfgelder als Wir glauben daher, daß die Kommission eine eingehende zirka 26 Tausend Fabriken, welche für mehr als 1000 Rubel Verdienst der Betheiligten anzusehen und als steuerpflichtiges Untersuchung, welche das Material zu gesetzlichen Schuh- produziren. Insgesammt wird in ihnen für die Summe von Einkommen im Sinne des erwähnten Paragraphen zu behandeln, bestimmungen liefern tönnte, nicht von der Hand weisen wird." 1638,4 Millionen Rubel produzirt. Es sind in ihnen beschäftigt und zwar sei hier Voraussetzung, daß die betreffenden auf die Einen entsprechenden Auftrag hat die Kommission für 1171,1 Tausend Arbeiter, und zwar 875 Tausend Männer, Trinkgelder als Nebeneinnahmen neben dem Lohn oder statt desselben angewiesen sind, gleich, ob es ausdrücklich Arbeiterstatistik im übrigen schon vor zwei Jahren bekommen. 266 Tausend Frauen und 30 Tausend Kinder. Von diesen 26 Tausend Fabriken kommen auf das euro ausgemacht oder nur herkömmlich ist. Die Arbeiten sind damals allerdings nicht aus dem VorbereitungsDie thatfächlichen stadium herausgekommen. Die Dringlichkeit der laufenden Ge- päische Rußland ohne Polen 19 507, in welchen für die Verhältnisse, unter denen die Trinkgelder gegeben und genommen schäfte mag vielleicht die Veranlassung gewesen sein. Dringend Summe von 1348,5 Millionen Rubel produzirt wird und wurden, sei natürlich im Einzelfalle für die Frage entscheidend, Auf Polen ob die Trinkgelder so oder so zu betrachten seien. Nunmehr nöthig wäre es allerdings, daß eine eingehende amtliche Enquete 982,7 Tausend Arbeiter beschäftigt werden. endlich einmal die miserablen Zustände der Hausindustrie flar- tommen 4172 Betriebe mit einer Produktion von 228,3 Millionen bleibt nur noch darauf hinzuweisen, daß das Gewerbegericht bei stellte. Rubel und mit 150,4 Tausend Arbeitern, auf den Entschädigungsklagen von Kellnern 2c. wegen unberechtigter EntGewerben suchen. den Kunden = bas Vorgehen gegen Die als Vertrauenss Taffung die Trinkgelder zu dem entgangenen Berdienst" rechnet, I zwar in der höchsten Klasse um 6 pet. und in den niederen um urtheilt auf dessen Gewährung für die Vertragsdauer( vierzehntägige 4 pt. ein." person rechtmäßig gewählte Genoffin Gerndt, und beschließt, derKündigungsfrist) geklagt wird. Demgemäß wird die Höhe der Ein Antrag, dahingehend: eine einheitliche Versicherungs- selben das Amt als Vertrauensperson, sofern sie es noch be= beantragten Entschädigung bei der Klage- Aufnahme festgesetzt. form einzuführen, d. h. allen Mitgliedern im Krankheitsfalle kleiden will, zu belassen." Beschlossen wurde ferner, nach dem Reichs- Versicherungsamt. Der Ackerer Buhl hatte sich zu Arzt und Medizin 2c. zu gewähren und die bisher geleisteten Parteitag die Frage der Wahl von mehreren weiblichen VerKönigs Geburtstag" des Besuchs seines Sohnes zu erfreuen, der Baar- Entschädigungen an solche, welche anderweitig versichert trauenspersonen zu erledigen und die Wahlen vorzunehmen, als ehemaliger Soldat eine Flinte mitbrachte, um damit zu Ehren sind, zu streichen, wurde abgelehnt. Eine neue Klasse mit 77 Pf. wenn die männlichen Genossen die Neuwahl ihrer VertrauensSr. Majestät zu schießen. Dem alten Manne gefiel es nicht, wöchentlichem Beitrag und 19 M. Unterstüßung pro Woche leute vornehmen. Zum Schluß wurden noch die Genossinnen Wengels, Luh und Fahrenwaldt von der Versammlung daß sich auf dem Dache seines Speichers die Spaßen so breit wurde gebildet. machten, weshalb er den Sohn aufforderte, doch mal nach ihnen Nach Beantwortung verschiedener Anfragen, die Statuten- dazu bestimmt, als Revisorinnen für sämmtliche die Beerdigung zu schießen. Dies nahm letterer zum Anlaß, dem Vater änderung betreffend, und Erledigung einiger lofaler Angelegen der Genoffin Wabniß betreffenden Geldangelegenheiten zu fungiren und auch die Abrechnung in Sachen der Denkmalsbei der Abreise den geladenen Schießprügel dazulassen, heiten, trat der Schluß der Verhandlungen ein. und es es ihm anheim zu stellen, unter den Vögeln In der öffentlichen Versammlung der Tapezirer vom ſetzung zu prüfen, wenn es soweit ist. Die Berichte sollen dann in öffentlicher Volksversammlung gegeben werden. ein Blutbad anzurichten. Eines Tages, als ein be- Dienstag hielt Herr Biester einen Vortrag über den ansonders zahlreicher Spaßenschwarm dem Speicher einen archistisch en 3utunftsstaat, in welchem es, nach der Zu den jämmerlichen Lohn- und Arbeitsverhältnissen Besuch abstattete, wollte Puhl gegen ihn zu Felde ziehen; er ver- Ansicht des Redners, weder Verbrechen noch Noth, weder Moral bei der Gewerbe Ausstellung in Treptow Stellung zu Letzte sich aber selber beim Abgeben des Schusses, und zwar noch Wissenschaft geben wird. Bei dem Punkt Gewerkschaft- nehmen, war der Zweck einer öffentlichen Versammlung der derart, daß ihm die linke Hand abgenommen werden mußte. Ii ch es wurden die Mißstände bei der Firma Pruschfe erörtert. Bimmerer Berlins und Umgegend, die am 21. Auguft unter Sein Anspruch auf Unfallrente wurde von der rheinischen land: Dieselbe zahlt bedeutend unter dem Tarif. In der dortigen starker Betheiligung im Lokal von Keller, Koppenstr. 29, stattRedner wirthschaftlichen Berufsgenossenschaft zurückgewiesen. Das Arbeitsordnung heißt es, die Arbeitszeit dauert zehn Stunden und fand. Das einleitende Referat hielt Ernst Obst. Schiedsgericht, bei dem Berufung eingelegt wurde, erhob Beweis fann nach Belieben des Prinzipals verkürzt oder ver- stellte die im Vorwärts" wiederholt beleuchteten mißlichen Zudarüber, ob im Wohnort des Klägers die Spaßen eine Land- längert werden. Für eine Verspätung von zehn Minuten wird stände bei den Arbeiten auf dem Ausstellungsterrain als die plage wären. Die Zeugen verneinten dies, die Spaßen ein halber, für eine solche von fünfzehn Minuten, wie die traurige Folge der Theilnahmslosigkeit der Mehrheit der Arbeiter wären wohl da, aber doch nicht in solcher Menge, daß der ver- Redner versichern, ein ganzer Tag ausgesetzt. Geklagt wurde an den Bestrebungen der Organisation hin und ermahnte zum hängnißvolle Schuß durchaus nothwendig gewesen wäre. Dessen über die Zustände auf dem Innungs- Arbeitsnachweis. Die An- Anschluß an dieselbe bezw. zu größerer Einmüthigkeit.( Beifall.) ungeachtet verurtheilte das Schiedsgericht die Genossenschaft, mit sicht der meisten Redner ging dahin, daß man gegen die am Für die Kommission der bei der Firma Pumplun arbeitenden folgender Begründung: Nehme jemand eine Handlung vor, von schlechtesten zahlenden Firmen dadurch vorgehen soll, daß man Bimmerer hatte Fischer die Berichterstattung über die geder er annehme, sie liege im Interesse des Betriebes, dann sei sie im Arbeitsnachweis der Gehilfenorganisation bekannt giebt. pflogenen Unterhandlungen übernommen. Herr Pumplun, der diese Handlung auch als Betriebshandlung anzusehen, somit habe Eine Volksversammlung, die von etwa 200 Personen, blieb, erklärte am Montag und auf wiederholte Vorstellung am am Sonnabend und Sonntag für die Kommission unsichtbar aber der Kläger Anspruch auf Rente. Das Reichs- Versicherungsamt hob das schiedsgerichtliche Urtheil jedoch wieder auf und meist Frauen, besucht war, tagte am 21. Auguft bei Gohn in der Mittwoch nochmals, daß er wohl den in schwindelnder Höhe wies den Anspruch endgiltig ab. Seiner Meinung nach ist der Beuthstraße. Zum ersten Punkt der Tagesordnung:" Aufklärung arbeitenden Zimmerern 21/2 Pf. pro Stunde( zwei und einen über die Wahl der angeblichen Vertrauensperson für Berlin, halben Pfennig, wie gnädig!), nicht aber den übrigen zulegen Unfall Buhl's tein landwirthschaftlicher Betriebsunfall. Frau Ottilie Gerndt", ergriff Genossin Mesch zunächst das Versammlungen. gerire, sei dort nicht als solche gewählt worden. Ausdrücklich einer trefflichen Kritit. Thatsache vor Augen, daß die Firma ihre Zimmerer " " Der Bericht Fischer's Wort. Rednerin greift auf die Volksversammlung zurück, welche werde, da sich genug Leute finden, welche gern für den bisam 27. März bei Reller tagte. Sie behauptet, Genossin Gerndt, herigen Lohn arbeiten". Diese, bei ähnlichem Anlaß von allen die sich als Vertrauensperson der Arbeiterinnen für ganz Berlin Unternehmern gebrauchte Redewendung unterzog Fischer einer trefflichen Kritit. Er führte der Versammlung die Für die Genoffen des vierten Berliner ReichstagsWahlkreises fanden am 20. August zwei Wahlvereins- Ver- wäre in der Versammlung betont worden, daß Frau Gerndt nur fammlungen statt; für den Südosten tagte dieselbe im Lokale für den Osten vorgeschlagen sei und gewählt werden solle, um auf 14 Meter und höheren Dächern ohne jede Schuhvorrichtung arbeiten läßt. Die Arbeiter schweben ständig Südost, Waldemarstr. 75. Vor Eintritt in die Tagesordnung nur provisorisch die schriftlichen Arbeiten zu machen. Frau widmete der Vorsitzende unserem dahingeschiedenen Borkämpfer Gernot selbst habe nach der Versammlung erklärt, nur für den in Lebensgefahr; um den Halt nicht zu verlieren, arbeiten sie Friedrich Engels einen furzen Nachruf. Die Versammlung ehrte Osten gewählt zu sein.( Zwischenruf: Lüge.) Jene Ver- barfüßig. Weder Schuhdächer noch Gurte zum festbinden seien dessen Andenken durch Erheben von den Plägen. Einem An- sammlung sei auch gar nicht kompetent gewesen, eine vorhanden. Gegenüber diesem Spiel mit Leben und Gesundheit trage gemäß nahm man von einer Tagung der Versammlung Bertrauensperson für Berlin zu wählen. Schon die öffentlich der Arbeiter müsse die Theilnahmslosigkeit an den Bestrebungen wegen nicht entsprechenden Besuchs Abstand, und nahm nur noch bekannt gegebene Tagesordnung der Versammlung hätte dieselbe zur Besserung der Verhältnisse der Arbeiter geradezu Staunen Kenntniß von folgendem Ergebniß der Untersuchung der An- nicht zur Wahl einer Vertrauensperson berechtigt. Auf der- erregen. Allerdings erkläre sich ja diese Erscheinung zum theil aus dem drohenden Gespenst der Arbeitslosigkeit, doch die Kollegen gelegenheit Wendisch.„ Der Vorstand des Wahlvereins faßte in selben habe ein gewerkschaftliches Thema gestanden, nicht aber, sollten sich ihrer Klassenlage bewußt werden und sich organisiren, feiner Sizung am 6. August folgenden Beschluß gegen eine daß ev. Vertrauenspersonen gewählt werden sollten. Unter diesen bann stünde im Nothfall die gesammte organisirte ArbeiterStimme: Dem Spediteur Wendisch wird aufgetragen, den Umständen habe sich die Genossin Schädlich berechtigt gehalten, ganzen Inhalt des bekannten Flugblattes im lokalen Theile des gegen den gleich nach dem Vortrage v. Elms gemachten Vor- schaft hinter ihnen.( Sehr richtig!) wurde von Kramer noch dahin ergänzt, daß Herr Pum plun Vorwärts" zurückzunehmen, und spricht ihm eine Rüge aus. fchlag zur Wahl einer Vertrauensperson zu protestiren und vor: erklärt hätte, seine Arbeiten seien soweit vorgeschritten, daß er Sollte Wendisch Vorstehendem nicht nachkommen, so kommt der zuschlagen, in jedem Wahlkreis in besonderen Versammlungen erklärt hätte, seine Arbeiten seien soweit vorgeschritten, daß er Vorstand zu dem schweren Entschluß, ihn vom Wahlverein aus- weibliche Vertrauenspersonen wählen zu lassen. Auf den schon an Entlassungen in größerem Umfange denke, mithin zuschließen. Als Erklärung im„ Borwärts" soll Genosse Wendisch Einwurf, die Polizei könnte einen Verein aus den Ver- imponirten ihm die Schritte der organisirten Berliner Zimmerer schreiben: Ich bin der Tragweite meines Vorgehens gegen die trauenspersonen konstruiren und Frau Gerndt solle ja nur nicht im geringsten.( Burufe.) Hinz erinnerte daran, daß EntBeitungskommission nicht voll bewußt gewesen, und nehme die für den Often und zwar provisorisch zu dem einzigen Zwecke der laffungen und Ueberstundenarbeit der übrigen Arbeiter gewöhnlich in meinem bekannten Flugblatte fahrlässig ausgesprochenen Be- Korrespondenzführung gewählt werden, habe dann Frau Schädlich gleich zusammentreffen. Oft geschehe es, nur um die Beiträge zu den schuldigungen zurück." ihren Antrag zurückgenommen. Am selben Abend habe eine verschiedenen Arbeiterversicherungen zu sparen.( Sehr richtig!) andere, in Sanssouci stattgefundene Voltsversammlung abgelehnt, Deshalb ersuchte er, überall gegen eine Verlängerung der ArbeitsDie Hindernisse in der Agitation. Ueber dieses Thema eine Vertrauensperson zu wählen, weil sie sich örtlich und auch seit energisch Front zu machen und den Unternehmer auf Einstellung weiterer Arbeitskräfte zu verweisen, denn das sprach Genosse Pfannkuch in der letzten Versammlung des wegen der Nichtbekanntgabe der ev. Wahl einer solchen in der der günstigen Wahlvereins für den 5. Kreis unter dem Beifall der Versammlungsanzeige nicht für kompetent hielt. Rednerin tritt Heer der Arbeitslosen sei übergroß, trop An Baukonjunktur. der weiteren Debatte betheiligten Anwesenden. Die Ausführungen bezogen sich vornehmlich auf für die Wahl mehrerer Vertrauenspersonen ein und bemerkt, daß Schlender, Schulz den Widerstand, der von seiten der Polizei und der Gerichte die heutige Versammlung, die der Klarstellung der Klarstellung dienen sich noch Tamm, knüpfer, Schlender, und andere. Gerügt wurde ebenfalls, daß die Poliere unseren Bestrebungen entgegengesetzt wird. Der Redner ging solle, das Resultat vielfacher Anfragen sei.- Genossin auf den Fall Schröder, die neuere Judikatur des Reichsgerichts Berndt wendet sich dagegen, daß sie sich fälschlicher- Entlassungen vornehmen, wenn die von ihnen bezeichneten Baufantinen nicht frequentirt werden.( Burufe.) Es gelangten fantinen nicht frequentirt werden. betreffend den strafbaren Boykott und auf die Beleidigungsweise als Vertrauensperson für Berlin und Umgegend In der paragraphen, mit denen unsere Genossen hauptsächlich in Konflitt ausgegeben haben solle, und frägt an, was es zu be- zum Schluß zwei Resolutionen zur Annahme. sich mit den gesetzlichen Bestimmungen, welche bei der Agitation Bersammlung( Einladung) heiße: Im Auftrage: Frau Schädlich, Simon u. Romp., Haidestraße, und Gerisch ebenfalls tommen, näher ein und richtete die Mahnung an die Genossen, deuten habe, wenn es in der an sie gerichteten Anzeige von der einen wurden die Zimmerer der Firmen Schwien, Am Urban; Küster, Greifswalderstraße; Arens, Moabit; beobachtet werden müssen, genau vertraut zu machen. Gine Frau Scholz. Wer denn die Auftraggeber seien? Nach Auf Debatte folgte dem Vortrage nicht. Die Versammlung bewilligte lösung der Frauen- Agitationskommission sei an die Frauen die verpflichtet, einen Platzdeputirten zu wählen, wegen Lohnauf Antrag Glösenkamp für die Familien der Essener Ber- Frage herangetreten, was nun zu geschehen habe. Sie zu be- erhöhung vorstellig zu werden und dem Vertrauensmann urtheilten 100 m. aus der Vereinskaffe. Als Revisoren wurden antworten, sei die vielgenannte Versammlung mit berufen ge- Von dem Ergebniß der Unterhandlungen werden weitere Fischer, Danzigerstr. 83, umgehend Bericht zu erstatten. Schmidt, Küster und Mertins gewählt. Das Amt eines wesen, was durch die folgende Tagesordnung, die in der Annonce on dem Ergebniß der Unterhandlungen werden weitere Bezirksführers wurde den Genossen Weithoff und Günther bekannt gegeben wurde, ausgedrückt sei: Wie stellen Wie stellen Schritte abhängen; der Vertrauensmann wurde beauftragt, übertragen. sich die Arbeiterinnen zur Auflösung der Frauen- Agitations- eventuell noch in dieser Woche eine öffentliche Versammlung der Zimmerer einzuberufen. Die zweite Resolution fordert die Bauwie gedenken wir uns zu organiDie Musikinstrumenten- Arbeiter hielten am 17. Auguft fommission und polizeibehörde auf, gründlich darauf zu achten, daß die polizeiihre Mitgliederversammlung( für den Norden) Ackerstr. 145, bei firen?" Hiernach sei doch flar gewesen, was Itchen Vorschriften bezüglich der Arbeiterschutz- Vorrichtungen auch Der Vorschlag, auf den fie, Witzel ab, in welcher Rollege Ulbricht einen Vortrag über die Versammlung bezweckte. Ursachen der Mißerfolge im wirthschaftlichen Kampfe hielt, Rednerin, gewählt wurde, sei der gewesen, zur Erledigung der von den Unternehmern der Ausstellungsarbeiten streng innegehalten werden. welcher beifällig aufgenommen wurde. Kollege Lehr, welcher Geschäfte vorläufig eine Vertrauensperson zu wählen, bis das Kartonbranche. In der infolge der enormen Hige nur auf Verlangen einiger Kollegen sein Amt als Bibliothekar und Schicksal der Agitationskommission entschieden sei. Rednerin verBeitragssammler niederlegte, wurde einstimmig wiedergewählt, weist dann auf den Versammlungsbericht im Vorwärts" vom sehr mäßig besuchten Versammlung vom 21. d. M. referirte da die Gründe der Kollegen durchaus nicht stichhaltig waren. 30. März, worin wörtlich steht: Als vorläufige alleinige Ver- Rollege Sailer über das Thema: Welchen Nutzen bietet uns Der Vorsitzende konstatirte, daß die Betheiligung an dem Dele- trauensperson wurde sodann Frau Ottilie Gerndt von der Ver- der Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Schließlich wandte sich waaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen? Die girtensystem immer noch sehr schwach sei. Bis jetzt haben sich sammlung einstimmig gewählt." auf Anwesenden nahmen die Ausführungen des Redners mit großem 37 Delegirte einzeichnen lassen. Rollege Ulbricht theilt mit, Senoffin Gerndt noch persönlich gegen diejenigen, indem Beifall entgegen. Schulze besprach die Nothwendigkeit der daß er in nächster Versammlung seinen heutigen Vortrag er welche sie das Vorgehen gegen sie zurückführt, Für dieses Amt gänzen werde, und zwar wird er über die Schwindsucht sie denselben verlegte Gitelfeit, Nörgelsucht und Unfähigkeit Wahl einer männlichen Vertrauensperson. sprechen. vorwarf. Letzteres sei durch die Einberufung dieser Versammlung wurde Marsch gewählt. Die mißlichen Verhältnisse in den bewiesen, womit man lediglich der Polizei und den Gegnern Wertstuben von Berger und Welbel u. Co. wurde einer Maurer. In der am 18. August abgehaltenen Mitglieder eine Freude bereitet hätte. Genoffin 2 ut meint, wenn ein eingehenden Kritik unterzogen. Beschlüsse wurden nicht gefaßt, versammlung des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands Fehler begangen wurde, sei es der, daß man seinerzeit eine Man empfahl angelegentlichst den Beitritt zur Organisation. ( Bahlstelle Berlin 2) wurde Kollege Rabe, Beusselstr. 43, zum Agitationskommission wählte. Verkehrt wäre es heute, der Frau Zu einer öffentlichen Brauerei- Arbeiter- Versammlung, zweiten Bevollmächtigten, und Kollege Höpner, Schulstr. 20, zum Gerndt Vorwürfe darüber zu machen, wie sie gewählt fei. Nur die am 21. August bei Gründel in der Brunnenstraße tagte, Hilfskassirer für den Wedding und Gesundbrunnen gewählt, der darum fönnte es sich handeln, wie sie ihr Amt verwaltet hätte, waren nebst den Brauern auch die Böttcher, Maschinisten, felbe tafsirt bei A. Kleinert, Müllerstraße 6a. Kollege Fritsch und gerade in dieser Beziehung sei feine Beschwerde gegen sie Schloffer, Flaschenspüler u. f. w. geladen, und zum theil auch tadelte das Verhalten des Kollegen August Behrend, mit welchem laut geworden. Man sei zufrieden gewesen, eine Vertrauensperson zu erschienen. In seinem einleitenden Referat legte der Genosse er auf einem Bau zusammen arbeitet; derselbe arbeite, obgleich haben; lasse man die Neuwahl, bis die Männer wieder ihre Ver- Wiedemann die Vortheile eines Arbeitsnachweises in Händen er Vertrauensmann der Maurer Berlins ist, alle Abende über tranenspersonen wählen. Genoffin Leuschner stimmt mit der Arbeiter klar, gegenüber den Arbeitsnachweisen in Händen Feierabend, nicht blos bis um 7 Uhr abends, sondern bis zur der Vorrednerin überein. Frau Gerndt hätte unter den ob- der Innung. Im Anschluß hieran kritisirten die Diskussions Dunkelheit, während selbst diejenigen, die der Organisation fern waltenden Umständen nicht mehr leisten können, wie sie leistete. rebner vielfach den gegenwärtigen Arbeitsnachweis, das Ergebniß ftänden, abgelehnt haben, Ueberstunden zu machen. Von dem Genoffin Frohmann führt aus, die Versammlung im März des Bierboykotts. Als Hauptübelstand wurde das Verlangen Bevollmächtigten wurde die Frage aufgeworfen, wie im nächsten habe Frau Gerndt nicht als Vertrauensperson, sondern nur eines Lehrzeugnisses empfunden, auch von solchen Arbeitern, die Jahre unsere Arbeits- und Lohnforderungen am besten geregelt bazu gewählt, die Briefe 2c. entgegen zu nehmen und schriftliche laut Beugniß 20 bis 25 Jahre in ihrer Branche thätig waren, werden sollen. Hierüber entspann sich eine rege Diskussion, an Arbeiten zu machen. Sie hätte damals eine Berichtigung ein- und denen es zur Unmöglichkeit geworden, ein Lehrzeugniß herbeiwelcher sich die Kollegen Fritsch, Panzer, Rabe, Jänite und gefchickt, die sei aber nicht gedruckt worden. Genoffin Schädlich zuschaffen infolge des längst erfolgten Todes des betreffenden Hempel betheiligten, Bum Schluß machte der Bevollmächtigte bestätigt die Ausführungen der Genoffinnen Mesch und Froh- Lehrherrn. Da sich der gegenwärtige Arbeitsnachweis nicht noch bekannt, daß in 14 Tagen eine Wanderversammlung für mann. Genoffe& ab juhn Lichterfelde räth zu einer Ber- umstoßen lasse, müsse mit aller Energie agitirt werden, daß mit den Westen in Königshof stattfindet. Er ersuchte die gutbesuchte ständigung und schlägt wie Frau Lutz vor, bis zur dem nächsten Kuratoriumwechsel Leute hineinkommen, die Bersammlung, für die Wanderversammlung recht rege zu agitiren. Wahl der männlichen Vertrauenspersonen mit Neuwahlen mehr das Interesse der Arbeiter wahrnehmen. Man Genoffin Wengels spricht sich scharf über war mehrfach der der Meinung, daß entgegengesetzt der In der am Montag, den 19. Auguft, stattgefundenen zu warten. Vorwärts" aus, die eine Ansicht, Nationalen Kranten die Versammlungsanzeige im Vorwärts" aus, es werde vorläufig im Brauereigewerbe Ruhe Mitglieder Versammlung der tasse der deutschen Gold- und Silberarbeiter große Tattlosigkeit sei. A13 ganz verfehlt betrachtet sie es, daß herrschen, ein viel schärferer Kampf, wie der verflossene Bierund verwandten Berufsgenossen erstatteten die zur man jetzt nach fünf Monaten eine Versammlung zur Aufklärung boykott, über kurz oder lang unvermeidlich sei. Laute Klage Generalversammlung entsandten Bertreter der hiesigen Mitglied- jener Wahl einberufe, das hätte gleich in den nächsten Tagen wurde über den Arbeitsnachweis der Rösicke und Genossen ge schaft den Rechenschaftsbericht. Demnach hat dieselbe in München geschehen müssen. Sonst aber hätte man nach dem Beschlusse führt. Den sich dort als Mitfahrer Meldenden wird nahe gelegt, vom 15. bis 17. Juli getagt. der Keller'schen Versammlung bis zur endgiltigen Entscheidung fich lieber nicht dorthin zu wenden, es gebe ja nur 15 M. Die Kaffe erzielte an Einnahmen in der Zeit vom 1. Januar 1892 des Prozesses gegen die Agitationskommission warten müssen. Wochenlohn. Das Fahrpersonal bei Böhow werde überhaupt bis 31. März 1895 an Beiträgen, Eintrittsgeldern, Zinsen und Genossin Schädlich bemerkt darauf, damals sei es un- nicht mehr dem Arbeitsnachweis entnommen. Der stets Für die Genossin Gerndt schwer empfundene wunde Punkt, daß die Mitfahrer sonstigen Einnahmen 573 499,51 Mt. Verausgabt wurden für zulässig gewesen zu antworten. Krantenunterstützungen an Mitglieder 400 234,64 Mt., an Arzt traten noch die Genossinnen Greifenberg, Gubela von den Kutschern angenommen, resp. von diesen hineinund Medizin 2c. 96 521,66 t., für Begräbnißgelder 16 147 Mt., und von Hofstetten ein. Letztere rechtfertigt, daß geschoben" werden, sei heute noch nicht beseitigt. Ferner Heilanstalten und Ersatz an die Angehörigen 9 109,23 Mt., perfön- sie einem Auftrage der ebenfalls am 27. März stattgefundenen lag der Versammlung die Begutachtung der Entlassung des liche, fachliche und sonstige Verwaltungsausgaben 45 718,59 t., Versammlung in Sanssouci, zur Wahl einer Vertrauensperson Kollegen Weber vor, nach längerer Debatte wurde eine dreizufammen 567 851,12 m. im Zentrum eine Versammlung einzuberufen, nicht nachkam. Sie als gliedrige Untersuchungskommission, bestehend aus den Kollegen Am 1. Januar 1892 betrug das Vermögen der Kaffe Privatperson hätte garnicht beauftragt werden können, sie hätte Seammer, Baron und Hirseland ernannt, die den Fall Weber 130 399,04 m., am 31. März 1895 136 047,48 Mt. aber dennoch die Versammlung einberufen, wenn Frau Gerndt tlarzustellen hat. Eine andere Angelegenheit, betreffend den Die Zahl der örtlichen Verwaltungsstellen betrug am nicht gewählt wäre. Sie und andere hätten für das beste ge- Brauereiarbeiter Vogel, die dieser selbst vortrug, wobei er sich 1. Januar 1892 81 mit 7521 Mitgliedern, am 1. Januar 1895 halten, sich vorläufig mit der einen zu begnügen. Genoffin in wiederholte Beschuldigungen der Agitationskommission erging, 98 mit 8581 Mitgliedern. Baader und Genoffin Fahrenwaldt befireiten energisch, mit erzeugte eine fundenlange recht unliebsame Debatte, die darin Von den gefaßten Beschlüssen sind u. a. besonders hervorzu- der Einberufung der jezigen Versammlung etwas zu thun zu haben. ihren Abschluß fand, daß Vogel, der sich nicht nur entblödete, heben: Da in anbetracht der ungünstigen Jahresabschlüsse die vor- Genossin Schädlich betont, daß der Auftrag dazu von etwa der Agitationskommission mit Denunziation bei der Staatsanwaltaefchriebenen 10 pet. der Kassenbeiträge zur Ergänzung des 30 Genoffinnen ausgehe. Mit 37 gegen 35 Stimmen schaft zu drohen, wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes, sondern Annahme:„ Die von durch sein provokatorisches Verhalten die Versammlung der Ge Reservefonds nicht abgeführt werden konnten, so tritt mit dem gelangte folgende Resolution zur Volksversammlung Personen besuchte 1. Januar 1896 eine Herabminderung der Unterstützungen und etwa ver- fahr der polizeilichen Auflösung nahe brachte, energisch aus dem 27 200 B Eaal gewiesen werden mußte. Nachdem, einem Antrage gemäß, I ein zu deckendes Defizit von 748,84 M. Die von den beauftragten die Kollegen Kortez, Stritt und Beit ernannt waren, um von der Revisoren für richtig befundene Abrechnung gab Veranlassung Agitationskommission zur Abrechnung des Sommervergnügens zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Vertretern der lokalen hinzugezogen zu werden, woran sich die Aufforderung schleuniger und zentralen Organisation und zwar aus dem Grunde, weil Abrechnung der Billets schloß, kamen noch verschiedene Mißstände nach Ansicht der Lokalisten seitens der Zentralisten für den zur Sprache. Bittere Klage wurde über das grobe Betragen des Berliner Streit Sammlungen unter den zentralorganisirten Braumeisters in Hohen Schönhausen geführt, ebenso Töpfern Deutschlands veranlaßt, die Gelder aber nicht vollüber das Verhalten des Braumeisters und Kellermeisters ständig zu diesem Zwecke verwendet worden seien, was in der Brauerei Müggelschlößchen in Friedrichshagen; feitens der Zentralisten ohne weiteres zugestanden wurde mit hier sei es vorgekommen, daß ein Arbeiter geohrfeigt dem Hinweise darauf, daß neben den Berlinern auch streitende wurde wegen einer Geringfügigkeit. Ferner find in Friedrichs- Töpfer in anderen Städten von dem gesammelten Gelde unterhagen zwei Brauer ausgestellt, deren Arbeit jedoch von den stüßt worden seien. Außerdem wurde angeführt, daß die geübrigen Arbeitern ohne jedwelche Entschädigung mit verrichtet sammelten Gelder keineswegs eine Unterstüßungssumme für die werden muß. Die regelmäßige Arbeitszeit dort dauert von Berliner Streifenden, sondern den Ertrag laufender Streitbei6 Uhr früh bis 7 Uhr abends mit zweistündiger Mittags- und träge darstellen. Nach langer, sehr heftiger Debatte wurde 3/ 4stündiger Frühstückspause, außerdem hat jeder alle drei Tage feitens der Versammlung die Berliner Gewerkschaftskommission von 7-10 Uhr du jour, ferner muß er jeden dritten Tag nach beauftragt, bei Greier Einsicht in die Postabschnitte zu nehmen, Feierabend 11/2 Stunde Bier laden, dann hat er jeden dritten um festzustellen, welche Summen zu dem Berliner Streik einSonntag du jour von früh 8 Uhr bis abends 10 Uhr, gelaufen sind. Die Streikkommission wurde entlastet. Hagen binzu kommt noch das Sonntags- Bierladen. Hier sei es, meinten legte sodann sein Amt als Delegirter zur Gewerkschaftskommission die Redner, endlich an der Zeit, Remedur zu schaften. Die Ver- nieder, wurde jedoch veranlaßt, sein Amt bis zur nächsten öffentlichen Versammlung zu behalten und in derselben Bericht zu Die Zustände bei der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesell- erstatten. schaft. Eine von Metallarbeitern und Arbeiterinnen sehr gut besuchte Versammlung tagte am 21. d. M. im Lokal versammlung der hiesigen Verwaltungsstelle des Zimmerer- VerLichtenberg. In der am 18. stattgefundenen Mitglieder Rösliner Hof, um das Thema: die Allgemeine Elektrizitäts- bandes hielt Genosse Pörsch einen beifällig aufgenommenen VorGesellschaft und das moderne Ausbeutungssystem zu besprechen. trag über die Bedeutung der Organisation. fammlung fand ihren Schluß nach 1 Uhr nachts. Der Referent, Kollege Rohrlack, deckte eine ganze Reihe Sonntag, den August, Berwendung der Ueberfchüiffe bei fommunalen Spartaffen. Provinziale Bensionstaffen für städtische Beamte. Marimalarbeitstag für Bäcker in Deutschland, Sonntagsruhe im deutschen Müllergewerbe. Enquete über den Bauarbeiterschuß in Sachsen und Schlesien. Strafbefugniß der Fabrifinspektoren in Deutschland. Vereinfachung und Ausdehnung der deutschen Arbeiterversicherung. Frete Vereinigung der sächsischen OrtsKrantentaffen. Gefährdung der Krantentassen- Bereinigungen in Preußen. Echutz der Drts- Krantentassen in Preußen. Kleibermagazin der Armenverwaltung in Kolmar i. G. Besuch der Pfleger- Bezirksversammlungen in Hamburg. Verlust des Wahlrechts wegen gestundeter Krankenhaus- Gelder. Weibliche Gesundheitsinspektoren in England. Dres= dener Schlafstellenstatistit. Wohnungsinspektion des Mansion House Council. Kleiststr. 14. Bekenntniß zum geschichtlichen Christenthum. Berlin, H. Walther, W., Verwaltungsbericht der Invaliditäts- und AltersversicherungsGrundgeseke der ttlichen Weltordnung. Von J. S. Franke. Zürich, Anstalt Berlin für 1894. Knickmeyer, Berlin C., Roßstr. 30. Kloßbachstr. 73. Selbstverlag. Vermischtes. Eutbehrungslöhne. Im Monat Juli, dem ersten des neu begonnenen Geschäftsjahres, betrug bei 26 Arbeitstagen der Ueberschuß der Harpener Bergbau- Gesellschaft 338000 M. Der Juligewinn übersteigt denjenigen des Monats Juni um gegen 261000 m. im Vorjahr und 181000 m. vor zwei Jahren. 62 000 M. und ist genau so hoch wie der Maigewinn, welcher Tag ist für die armen nothleidenden Aktionäre ein Gewinn von der höchste Monatsgewinn seit Februar 1893 gewesen ist. Pro 18 000 m. gegen 10 000 M. im Vorjahr und gegen 12 545 M. im Juni des laufenden Jahres erzielt worden. von Mißständen auf, unter denen die Arbeiter und Arbeiterinnen Nixdorf. Eine öffentliche Schuhmacherversammlung tagte der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft zu leiden haben. Als hier am 19. d. M. Genosse Pörsch sprach über die Bedeutung durchaus verwerflich und die Arbeiter in ihrem Lohn schädigend, und Nußen der Organisation. Unter" Verschiedenes" kam man stellte er das in den Werkstätten der Gesellschaft auf hiesige Werkstattsverhältnisse zu sprechen und beschloß, auf eingeführte Kolonnenführer- System hin. Dieses System besteht diesem Gebiet energischer als bisher vorzugehen. darin, daß Arbeiten, die von einer größeren Zahl von Arbeitern auszuführen sind, an den Kolonnenführer in Afford vergeben Rosenthalerſtraße 38: Bortrag des Herrn G. 205 Bus 6 pmittagreinen Schnörkel" und teine Namensunterschrift, er wurde deswerden, welcher den erzielten Akkordlohn noch eigenem Belieben und Bestrebungen der Gemeinde." Um 10% ühr vormittags ebendaselbst: unter die ihm unterstellten Arbeiter vertheilt. Einzelne Kolonnenführer theilten zwar, wie es recht und billig, den verdienten Lohn gleichmäßig unter ihre Mitarbeiter, während andere dagegen für sich den Löwenantheil berechneten und die Arbeiter mit erheblich niedrigeren Löhnen abspeisten. Das hervorragendste in der Ausnußung seiner Mitarbeiter Leiftet der Kolonnenführer Thomas, der beispielsweise in einer Woche 58 m. verdiente, während die unter ihm beschäftigten Arbeiter in derselben Woche nur 20-30 und 1 Mann 41 M. erhielten. Jm Saal 23, wo auch für Arbeiterinnen das Kolonnensystem eingeführt ist, erzielten dieselben einen Wochenverdienst von 3 M., während sonst 9 M. der übliche Lohn für diese Arbeiterinnen ist. Vortrag des Herrn Dr. Völkel- Braunschweig: Die Eddas." " Keinen deutlichen Namenszug, sondern einen Schnörkel trug ein Strafmandat als Unterschrift, welches einem Gleiwiher Bürger zugestellt worden war. Gegen den Strafbefehl war, so meldet der Oberschl. Anz.", Einspruch erhoben worden. Man ging beim Schöffengericht auf den Sachverhalt nicht erst ein, denn der Strafbefehl hatte, wie der Vorsitzende ausführte, nur halb als nicht zu recht bestehend betrachtet. Durchaus forrekt! Brunnenbohrungen in den Kolonien. Von der KolonialAbtheilung des Reichsamts ist dem Brunnenbohr- Ingenieur W. Hildebrandt, Friedrichstraße 31 hierselbst, die Erbohrung von Tiefbrunnen( artesischen) und Anlage von Cisternen an den Karawanenstraßen in den deutschen Kolonien übertragen worden. 30. Lebensjahre zu engagiren. Demselben ist aufgegeben, zu diesen Arbeiten nur Leute bis zum Dieselben erhalten bei freier auf zwei Jahre verpflichten. Wohnung und Beköstigung ein monatliches Gehalt von 400 M., stehen unter dem Gouverneur der Schutztruppe und müssen sich Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 25. August, abends 7% Uhr: Bortrág des Genoffen Baul Jahn über:" Das fittliche Recht und die öffentliche Meinung." Nachdem geselliges Betsammensein und Tanz. Gäste, Damen Moltenstraße 12, geöffnet Sonnabend abends von 9-10 Uhr. und Herren, sehr willkommen. Die Bibliothek befindet sich bei Gärtner, Loreley. Úebungsstunde Sonntag, den 25. b. W., vormittags 11 Uhr, bei Schneider, Belforterstr. 15. Lese- und Distufftonsabend in den oberen Sälen der Kronen- Braueret, AltGewerkschaften Moabits. Jeden Sonnabend abends von 8-11 Uhr Moabit 48-49. s uhr: Leftüre. 8%-10% uhr: Diskutir- Uebungen, unentgeltlich. NordArbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, den 24. August, abends 7% bis Laffalle's? Referent: Herr Fratscher.) Süd- Ost- Schule, WaldemarSchule, Müllerstraße 179a.( Thema: Warum feiern wir das Andenken straße 14: Cholera in Japan. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet aus Referent: Serr Sünger.) Neue Theilnehmer vender jederzeit aufgenommen. 25 000 Erkrankungen vorgekommen sind, von denen 16 000 einen ( Thema: Das neue Agrarprogramm der Sozialdemokratie. Yokohama, daß seit dem Ausbruch der Cholera in Japan dort Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsigender Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu tödtlichen Ausgang hatten. richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends Esmeralda, Königsbergerstr. 5 bei Rastowsty.- Grüne Giche, diirdorf, Iogen, u. a. auch Professor Behring, haben festgestellt, daß gewisse Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Mikroben und Metalle. Mehrere hervorragende Bakterios Hermannstr. 48. Ecke Herrfurthfiraße, bet Heickaus. Lyrania, Lands: Metalle eine eigenthümliche Wirkung auf Mikro- Organismen berger Allee 156 bet Goebel. männerchor, Prinzen- Allee 10 bei Bergmann Sanges Echo, Naunynftr. 86, bet Bubeil. ausüben, ohne daß es jedoch gelungen wäre, die Ursache dieser Glückzu, Pasewalterstr. 3 bei Neumann. Gesundbrunner verein Siebertranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Voltsgarten, wenn er Gelatinekulturen des Cholerabazillus auf Kupfermünzen Männer- Gesang Erscheinung aufzufinden. Uffelmann hatte schon bemerkt, daß, Bergfir. 6.- Deutsche Giche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptstraße, Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 Auch über die Länge der Arbeitszeit wird nach Angabe des Referenten geklagt. 9-11 Uhr: Ein Theil der Arbeiter werde allerdings nur 8 Stunden täglich beschäftigt, doch kommt es nicht selten vor, daß 12-13, ja 14-16 Stunden täglich gearbeitet wird. Weiter führte Kollege Rohrlack aus, daß die Behandlung der Arbeiter seitens einzelner Meister eine unwürdige ist. Be leidigende Schimpfworte find feine Seltenheit, ja der Meister Jakobsen erlaubte sich sogar, den ihm unterstellten Arbeitern Ohrfeigen anzubieten. Meister Jordan, in banger Sorge, daß ihm keine Minute Arbeitszeit verloren gehe, revidirt auch das Kloset, damit die Arbeiter nicht zu lange dort verweilen. Ferner kritisirte der Referent die mangelhaften Schutzvor: richtungen in den Werkstätten der A. E.-G. In der Abtheilung des Meisters Jakobsen ist die Stromisolirung an den durch Elektrizität getriebenen Maschinen so ungenügend, daß die an denselben beschäftigten Arbeiter gelegentlich starke elektrische Schläge erhalten, und es ist nicht ausgeschlossen, daß hierdurch ernste Unglücksfälle hervorgerufen werden können. Im Saal 20 tommt es oft vor, daß die Gänge zwischen den Maschinen durch Gegenstände verstellt sind, wodurch das Passiren dieser Gänge höchst gefährlich wird. In demselben Saale befindet sich ein Fahrkrahn zum Transport schwerer Lasten. Ein wahrer Hohn ist es, daß zwar an dem Krahn eine Tafel angebracht ist, deren Inschrift das Hindurchgehen unter demselben verbietet, obgleich Arbeiter ihren Arbeitsplat unter diesem Krahn haben, und also stets der Gefahr ausgesetzt sind, daß durch irgend einen unglücklichen Zufall eine der transportirten schweren Lasten auf sie herabstürzt. In der Gießerei ist die Ventilation so unzureichend, daß dort fast beständig ein Qualm von giftigen Metalldämpfen lagert, den die Arbeiter, die hier zum theil 12-14 Stunden arbeiten, einathmen müssen. bei Adam. Wintel's Salon. Frisch auf 1, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 69 strich, dieselben nach 17 Minuten zerstört waren, während, wenn Schulze. bet Otto die gleichen und vorher ganz ebenso behandelten Kulturen auf bei Zeichniß. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 Bronzemünzen gestrichen wurden, 60 Stunden zur Zerstörung Hand in Hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bauerstr. 15 bei C. Rentner. bet Emil Heinecke. Männer- Gefangverein Immergrün, Tegel, Span- erforderlich waren. Bolton infizirte Röhrchen mit Nährgallerte Freie Sänger, Schmargendorf, Wirths- mit bestimmten Mikroben, schüttete dann den Inhalt auf sterilisirte haus Friedrich. Hand in Hand I, Admiralftr. 38 bei Tuyauer. Gefangverein Frisch auf II, Schönwalde in der Mart. Glasplatten und brachte mit diesen das zu prüfende Metall in BeWeiße Rose II, Neu- Weißenfee, Straßburger- und Elsaßſtraßen- Ede,„ Zum neuen Gifelthurm" rührung. Uebte das betreffende Metall eine hemmende Wirkung auf die alle zuschriften, den Bund Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Entwickelung der Mikroben aus, so bildete sich eine flare Zone der geselligen Arbeitervereine betreffend find um dasselbe, während die anderen Theile der Gallerte trübe zu richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: Theaterverein& effing, Raupach sir. 6, Restaurant Felsengrotte( jeden 2. wurden. Die Ausdehnung dieser Zone war verschieden je nach und 4. Sonnabend). der Gattung der Mikroben und dem angewandten Metall; so Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein erzeugte gereinigtes Silber bei Cholerabazillen eine helle Zone Fichte( Mitgl. d. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer Abtheilung bthl. Boechstr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. Friedenstr. 37, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 3. Männer von 5 Millimeter Breite, während der Typhoidbazillus nur eine fings- Abth. Staligerstr. 55-56, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 2. Sehr 1 Millimeter breite Zone zeigte, Nickel, Platindraht, Platin= Bereinigung der Zurnfreunde turnt Mittwochs und Sonn die lokale Angreifbarkeit der Metalle die Stärke und Schnelligschwarz und Aluminium keine Einwirkung erkennen ließen. Daß abends von 8%-10% Uhr abends Turnhalle Demminerftr. 56-57 Gemischter Kultur Cadmium schon nach einer Minute eine Zone von keit der Wirkung bestimmte, zeigte der Eiterbazillus, in dessen 1 Millimeter zeigte, die sich in 3-4 Minuten auf 3 Millimeter ausdehnte, während Kupfer und Bronze erst nach 36-50 Minuten eine Einwirkung erkennen ließen. " Im Saal 19 fiel kurz vor Beginn der Arbeitszeit eine Transmission herunter, was darauf zurückgeführt werden kann, daß die Reparaturschlosser, durch Nachtarbeit übermäßig angestrengt, dieselbe ungenügend befestigt hatten. Wäre dieser Fall während der Arbeitszeit geschehen, so würden höchst wahr- Bühnenverband Normanta, jeden legten Sonnabend im Monat Sigung Chor Gleichheit, abds. 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. scheinlich einige Arbeiter dadurch verlegt worden sein. bet G. Leichnis, Königsbergerstraße 28. Privat Theater= = Gesellschaft Schiller, Gizung abends 9 Uhr bei Linte, Buttbuserstr. 24. Nach der Sigung: Fidelitas. Theaterverein Bavaria, Acerfir. 17 bei Manfras. münderstraße 144. Privattheater Gesellschaft Toni, abends 9½ Uhr bet guleger, Swine Theaterverein Bustige Brüder II, Sigung abends 9 Uhr, bei Reichelt, Safenhaide Nr. 45/47. Theatergesellschaft Immer Eine Statistik der Leichenverbrennungen veröffentlicht verein Bohemia, abends 9 Uhr, Restaurant G. Wizel, Ackerstr. 145. Lustig, abends 9 Uhr, Sigung bei Ruhl, Chorinerstr. 53. Theater A. Siebert im Aerztlichen Zentralanzeiger", Beilage zum Bergnügungstiub Ostend, Sigung abends s uhr im Restaurant Rudolf, sanitarisch- demographischen Wochenbulletin der Schweiz. Danach Krautstraße 6. Geselliger Arbeiter- Berein Proletaria, Sonnabend nach fanden in Deutschland von 1879-1893 durch die drei Leichendent 1. und 15. jeden Monats, abends 9 Uhr bet Sommer, Grünftr. 21. Rauchflub Blaue Wolte II, Gigung abends 9 Uhr im Restaurant England 488, in Frankreich 14 872, in Schweden( von 1887 bis verbrennungsöfen in Gotha, Heidelberg und Hamburg 1467, in F. Steuer, Weinstraße 22. Rauchtlub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennstraße 5. Rauchtlub Unverzagt, abends 9 Uhr bei 1893) 292, in Italien( von 1876-1893) 2402, in der Schweiz Engelhardt. Bogel, Rebuserstr. 13.- Rauchklub Märkisch kraut, Eisenbahnstr. 7 bei( von 1889-1898) 172, im ganzen in Europa 19 593, in Statflub Blaue Bluse, bet Wuttte, Graudenzerftr. 2. Stattlub Revolution, Sigung abends 9 Uhr bei Hauptmann, Wiener- Amerika( von 1876-1893) 2753 Feuerbestattungen statt. Auch bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19. firaße 1-6. Stattlub Brüderlich feit, abends von 9-11 Uhr Sigung über die Kosten einer Leichenverbrennung, die je nach den Statklub 60. Jeden Sonnabend einzelnen Orten und Verbrennungssystemen in nicht unerheblichem 8% Uhr bei klein, Wienerstraße 31. veilchen, abends 10 Uhr Sigung bet Ruppin, Blumenstr. 49. Bergnügungsverein Alpen Grade wechseln, hat Siebert Nachforschungen angestellt. In Tambour Bergnügungsverein Brudertette, Sigung abends 9 Uhr, bei Baris, 100 Mart berechnet. In Heidelberg werden für eine erste Vers verein Ruf, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Sodite, Infeliraße 1. Gotha( System Siemens, Regenerativ mit Gasfeuerung) werden Gleditschstraße 28. Gäste willkommen. Schachtlub Springer, abends 9 Uhr bet Wernau, Rosenthalerstr. 57. Bithertlub Erita, abends 9 uhr brennung 25 Mart, für jede unmittelbar folgende 10 Mart. In Geselliger Berein Sorgen fret, Sigung bei Vogel, Görligerstraße 52. Hamburg kostet die erste Verbrennung 150 Mart, eine unmittelbar Tambourverein Moabit, uebungsstunden Mittwoch und Sonnabend von Betrieb stehen, ist eine Kremation nur mit 40-50 Franks zu darauffolgende 5-6 Mark 2c. In Mailand, wo zwei Defen in Dem Zuge der Zeit folgend, hat auch die A. E.-G. ihre Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. Dansk Forening Freja, Oranienstrasse 51, Módeaften hver Lördag bezahlen. Im Krematorium zu Zürich( System Bourry) werden Wohlfahrtseinrichtungen", deren Kosten aber nicht aus ihrem, für Mitglieder des Feuerbestattungs- Vereins als Gesammtkosten Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. sondern aus dem Gelde der Arbeiter bestritten werden. Es wird sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ver- für eine Verbrennung 90 Franks erhoben; auf im Kanton Zürich nämlich den erkrankten Mitgliedern ein kleiner Zuschuß zu den sammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. Verstorbene trifft es 110, in der übrigen Schweiz Verstorbene Leistungen der Krantentasse gewährt, der aber aus dem Ueber, alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete London. Der einzige hiesige fozialdemokratische Berein Sondons, der 130 und auf Ausländer 180 Franks. Dazu kommen für Ausschuß vom Bierkonfum und aus den Strafgeldern der Arbeiter kommunistische Arbeiter Bilbungsverein befindet sich nach wärtige noch die nicht unerheblichen Unkosten für den Zeichenund Arbeiterinnen gedeckt wird. Ferner hat die Gesellschaft wie vor 40 Tottenham Street ,, Tottenham Court Rd., W. London. transport. 理 einen Fonds von 320 000 m., dessen Zinsen zur Pensionirung arbeitsunfähiger Arbeiter des Betriebes verwendet werden sollen. Die Erlangung einer solchen Pension erfordert aber so viele Formalitäten und Bittgänge zu den maßgebenden Persönlichkeiten, daß die Arbeiter lieber auf diese Wohlthat verzichten. Auch die mangelhafte Beschaffenheit der Klosets wurde vom Referenten gerügt und hervorgehoben, daß sich im Saal 20 ein solches befinde, das keinen genügenden Abfluß hat, wodurch die unangenehmsten Düfte im Arbeitssaal verbreitet werden. Ein anderes Kloset ist so beschaffen, daß der darauf Sigende seine unbedeckte Rückseite den Blicken der Passanten der Treppe Nr. 6 aussetzen muß. Angesichts der hier behaupteten Thatsachen wird nun wohl die Direktion der A. E.-G. sagen: warum wenden sich unsere Arbeiter nicht an uns, um eine Abstellung dieser Mißstände zu erlangen?" Aber wir wissen ganz genau, so meinte Rollege Rohrlack, daß die Arbeiter mit recht fürchten, durch ein solches Vorgehen ihre Stellung zu verlieren; deshalb haben wir es vorgezogen, diese Versammlung einzuberufen, um die Mißstände vor der Deffentlichkeit darzulegen. Da ein großer Theil der Meister der A. E.-G. brieflich zu dieser Versammlung eingeladen ist, so haben die Herren Gelegenheit, die hier vorgebrachten Anschuldigungen, falls dieselben nicht auf Wahrheit beruhen, zu widerlegen. In der nun folgenden Diskussion meldete sich trotz wiederHolter Aufforderung des Vorsitzenden von den anwesenden Meistern, unter denen auch der vielbesprochene Herr Thomas sich befand, niemand zum Wort. Dagegen wurden von mehreren Rednern, welche die Zustände in der A. E.-G. aus eigener Erfahrung fannten, die Ausführungen des Referenten vollauf be= ftätigt, ja zum theil noch ergänzt. in Müller's Restaurant, Johannisstraße 20, Uebung. Gäste willkommen. 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, Perlebergerstr. 9. Eingelaufene Druckschriften. Rue St. Unter dieser Rubrit zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugehende Echriften nicht als Empfehlung der Redaktion, sondern lediglich literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Leser die Nennung der als Empfangsbestätigung aufzufaffen. ages absehen zu wollen. oder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Intereffe unserer Refer Jowett dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Kritiken. Genügt einer Verlags: buchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionsexemplare in diefer Rubrit nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Bervon der„ euen Beit"( Stuttgart, J. S. W. Die t' Verlag) ist soeben das 47. Heft des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Todte und Le bende. Aus den legten Briefen von Friedrich Engels. Ueber Ludwig Anzengruber. Die Ueberlegenheit des landwirthschaftlichen Großbetriebs über den Kleinbetrieb. Bon Osfar Ged. Feuilleton: Germinie Lacerteur. Von Edmond und Jules de Goncourt. Einzig autorifirte Uebersetzung von Emma Adler.( Fortseßung.) Von der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stutt gart, J. H. W. Die B' Verlag) ist uns soeben die Nr. 17 des 5. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Friedrich Engels+. Friedrich Engels. Der Staat im Kampfe gegen die proletarische Frauenbewegung. Bur Lage der Textilarbeiterinnen im nordwestlichen Böhmen. Feuilleton: Vornehmer Wettbewerb. Aus dem Arbeiterinnenleben. Von Bernhard Westenberger.( Schluß.) Arbeite rinnen- Bewegung. Steine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1895 unter Nr. 2756) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgelb 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Betitzeile 20 Pf. Die Versammlung nahm schließlich eine Resolution an, in der die Einführung besserer sanitärer Einrichtungen, genügender Schutz vor Unfällen, bessere Behandlung der Arbeiter und Ar- ene Revue". Die Wochenschrift für Poltttt, Wissenschaft, Kunst und beiterinnen, und vor allem die Abschaffung des KolonnenführerSystems in den Betrieben der A. E.-G. verlangt wird. In der öffentlichen Versammlung der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und der Umgegend vom 21. d. M. erfolgte, nachdem die Versammelten Friedrich Engels pietätvoll geehrt hatten, die Abrechnung vom letzten Streit, welche Thieme vorlegte. Die Abrechnung ergab eine Gesammteinnahme von 12016,28 M., eine Gesammtausgabe von 12 759,62 M., mithin öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 34( VI. Jahrg.) vom 21. August 1895 folgende Auffäße: G. Ferrero: Darwinismus und fittlicher Fortschritt; K. Bleibtreu: Bum Jubiläum von 1870( Die Schlacht bei Gravelotte und St. Privat). A. Lampa: Die physiologische Grtlärung der psychischen Erscheinungen; 2. Fleischner: Der Moralunterricht der Kinder; R. Roeft: Vierzig Minuten; Miniaturbilder aus der Zeit. Die Sosiale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitik", enthält in ihrer neuesten Nr. 47 u. a. fogenden leitenden Auffaz: Die Aerztefrage bei den Krantenfassen. Von Dr. phil. Wilh. Soth. Das schweizerische Ar beiterfefretariat. Ron Rechtsanwalt Ctto Larg. Ciädt sche Sellanstalten für Lungentian.te. Su.berlauftien und Eiabilclöiten in Liverpool. H Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Ites und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-8 Uhr, in den 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr Dezember und Januar 12-8 Uhr( unentgeltlich). Die National= ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- unstgewerbeMuseum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Sonntags, April- September von 12-6 ühr, Ottober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( Unentgeltlich). Museum für Völkerkunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs= zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). Sygtene- Museum, Klosterstr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse des ausgewerbes, selosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., Vereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge= öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr.( unentgeltlich). Aus= fichtsthurm( ebenfalls unentgeltlich). Seunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmstraße 92. Sonntags 11 bis 2 Uhr, Wochentags 10 bis 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. Sternwarte, Enceplay зa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissensch aftliches Theater. Sternwarte. Invalidenir. 67-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium: Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Ent ree Sonntags 50 Pf., an jedem legten Sonntag im Monat 25 Pf. Caftan' s Panoptitum, Friedrichfiraße. Geöffnet 10-10 Uhr. Gintrittsp reis Pf. Passage= Panoptitum 10-10 Uhr. Eintrittsp reis 50 Pf. Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Son ntags von 9-9 Uhr. = 50 MarineEntree 50 Pf. Kaiser Panorama, Baffage( Unter den Linden). Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 300 verschiedene Reisen, Landschafts= bilder. Jede Reife 20 Pf. Soologischer Garten, Lükowufer. Sonntags 50 Pf. Vorsig's Garten mit Palmenhaus, Alt Moabit 85-86. Eintrittspreis 60 Pf. Neue Welt, Hafenhaide 108-114. Sonnabend, den 31. August 1895: Lassalle- Feier, arrangirt vom Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis, bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung der Gesangvereine Bretzelschluss, Liedesfreiheit, Liedertafel der Maler und Oberon unter Leitung des Dirigenten Herrn Tieh. Grosses Feuerwerk. Lebendes Bild. Ball. Turnerische Aufführungen des Turnvereins Fichte. Fefferde, gehalten vom Reichstagsabg. J. Auer. Eröffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Billet 25 Pf. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 213| 1 Achtung! Der Vorstand. Pankow. Achtung! Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten unsonst Guckel, Lausitzer Plaz 2. Elsasserstraße 12. Möbel- Kaufgelegenheit. Bum Umzug passendste Gelegenheit für Braut: Teute, Hotels u. Wiederverkäufer. 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