Nr. 53$ ♦ 4Z. �ohrg. Ausgabe A Nr. 274 Bezugspreis. Wöchentlich 70 Pfennig, monatlich 8,- Reichsmarl voraus»ahlbar. Unter»reiubonb für Deutlchlani». Tcr.jto, Saar, und Memetaebiet. Oesterreichs Litauen. Lurembur» »,S0 Reichsmart. für ba» itdrig« Ausland S,S0 Reichsmarl vro Monat. Der.Lorwirts' mit der illustrierten Sonntagsbeilage.Boll und Zeit' lowi« den Beilagen.Unterhaltung un» Wissen'..Aus der ikilmwelt', .Frauenstimme'..Der Rindet« freund'..Lugend-Borwirts' und .Bliik in die Bitcherwelt' erscheint wochentiglich»weimol. Sonntag, und Montags einmal. Telegramm-Adresse: „Sozialbetuolra» Berlin'' Sonntagsansgabe (15 Pfennig) Anzeigenpreise: Die einspalttg« Ronvareille- »eil« 80 Pfennig. Reklame, eile 6,— Reichsmark..Kleine An, eigen' das fettgedruckt« Wort 2Z Pkennia <»ulitsssa»wei fettgedruckte Worte). jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuch« das erste Wort 18 Pfennig, iedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über IS Buch- staben»Shlen für»wei Worte. Ardeitsmarkt Zeile 00 Pfennig. ikamilienan, eigen für Abonnenten Zeil« 40 Pfennig. Verlinev Volksbl�tl Zentralorgan der Sozuldcmohratifcben parte« Deutfchlands Aiueigen für die nächst« Nummer müssen bis m Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EW 08. Linden. straste3, abgegeben werden. Deöffnet von 81d Uhr früh bis ä Uhr nachm. Reöaktion un» Verlag: Serlin EW. HS, Linüenstrahe 3 Fernsprecher: Dönhoff 292—297. vorwärts-verlag G.m.b.H., Serlin SM. HS, Linüenstr.Z Postfchecklont»! Berlin 37 i34— BanNonto- Bank der«ebeiter, Angestelten »»d Beamten. Sallstr.«Si Disloato-Delelllchaft. D-sosttenlass» Lindenstr. 8. Der Kampf um öen /lchtjlunöentag. Die Gewerkschafte« bei der Reichsregierung. Am tZ. November habe» sich die gewerkschasllichev Spiheovecbäade aller Richtungen zum Reichskanzler begeben. wo sie im Beisein des Relchsarbeilsministers und Reichswirlschasls- Ministers ihre Forderung nach einem Rolgeseh zur wieder- Herstellung des Achlstundeulages begründeten. 3n eingehenden Uussührungen wiesen sie die Reichsregieruug aus die unhaltbaren Zustände hin. die sich aus Grund der geltenden gesehlichen Regelung in der Arbeilszeilsrage ergeben haben. Beson- ders herausgestellt wurde der Gegensah zwischen der völligeu Arbeitslosigkeit von Millionen Erwerbslosen und der teilweise übermähig ausgedehnten Arbeitszeil von Millionen Arbeitenden. Das lleberstunden- wesen habe in einer ganzen Reihe von Gewerben, so vor allem im Bergbau, in der Metallindustrie, der Textilindustrie, der- Schuhindustrie, aber auch im Handel, die schlimmsteu Formen angenommen. Eindringlich wurde sodann ouseinandergeseht, daß man nicht aus die Verabschiedung des endgültigen Arbeitsschuhgesehe», die kaum vor dem Jahre 1328 zu erwarten sei, warten könne, sondern dah es sofortiger gesehgeberischer Mahnahmen bedürfe, um die gegenwärtigen schweren Mihslände in der Arbeitszeitsrage zu beseitigen. hierbei beabsichliglen die Gewerkschaften nicht die positive Aufrollung des gesamten Fragenkomplexes, der mit einer allgemeinen Arbcilszcilregelung zusammenhängt, sondern sie verlangten nur die Beseitigung der weitgehenden Au»- nahmen vom Achtstundentag, die die geltende Verordnung zulähl. Die Ausführungen der Regierungsverlreter, insbesondere die Erwiderung des Rcichsarbeitsminisler» Dr. Braun» liehen erkennen, dah auch die Relchsregierung die Entwicklung des Ueber- fluadenwesens als bedenklich anfleht. Es wurde darum auch zugegeben, dah gewiss« Abhilssmahnahmen notwendig erschienen. Die Regierung versprach, diese Mahnahmen sofort zu erwäge» und die Gewerkschaslen alsdann zu einer erneuten Besprechung der Vorschläge aufzufordern. Wer hilft öen Erwerbslosen? Tatsachen gegen Agitationsphrasen. Bei der Beurteilung des Wesens der Erwerbslosenfürsorge muh stets davon ausgegangen werden, daß es vor dem Kriege,'m kaiserlichen Deutschland überhaupt keine Hilfe für die Opfer der Krise gab. Nur die Gewerkschaften nahmen sich ihrer arbeitslos gewordenen Kollegen an. Eine der ersten Handlungen der Sozialdemokratie nach dem Umsturz von 1318 war die Sicherung einer Hilfe für die erwerbslos gewordenen Arbeiter und Angestellten. Für die Jnflationsjahre läßt sich kein klares Bild darüber gewinnen, wie sich die Unterstützungssätze gestalteten. Da» gegen können wir seit der Stabilisierung der deutschen Währung, also seit Ende 1923 die Kurve der Unterstützungesätze genau verfolgen. Wir geben im nachfolgenden eine Uebersicht über die bisherig« Entwicklung der Unterstützungssätze und greifen dabei nur zwei Beispiele heraus, um ein einfacheres Bild zu gewinnen. Das ganze Reich ist in drei Wirtschaftsgebiete eingeteilt, Osten. Mitte, Westen, und jedes dieser Wirtschaftsgebiete gliedert sich wiederum in vier Ortsklasien A, B, C, D/E. Die Ortsklasse A steht in jedem Wirtschaftsgebiet an der Spitze, die Unter- stützungsfätze gehen in den anderen Ortsklassen herunter, bei Ortsklasse D/E werden bis 25 Proz. weniger gezahlt. Die wöchentliche Unterstützung betrug für einen Verheirateten mit zwei Kindern in der Ortsklasse A: ab 10. Dezember 1923. . 15. Dezember 1924. . 9. Februar 1925.. . 14. Dezember 1925. . 8. November 192ö. O st e n 6,06 11,10 13,10 15,15 1S.S6 Mitte 7.02 12,80 15,30 17,70 18.56 Westen 6,72 18,90 10,50 19,10 20,10 Die Unterstützungssätze erhöhen sich für Erwerbslose mit Familie von der S. Woche ab um 10 Proz. Die wöchentliche Unterstützung betrug für einen Alleinstehenden über 21 Jahre in der Ortsklosse A: Diese Tabellen zeigen, daß es trotz alledem auch in der Erwerbs- losenfürsorge aufwärts gegangen ist. Die sozio ldemokra- tische Partei gibt sich mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden, sie setzt den Kampf für eine weitere Erhöhung der Unter- stützungsfätze fort. Es ergeben sich bei der rückschauenden Betrach- tung der Entwicklung der Erwerbslosensürsorge also folgende Tatsachen: 1. Vor dem Kriege gab es überhaupt keine Erwerbslosen- sürsorge. 2. Die Erwerbslosensürsorge nach dem Kriege ist von den sozialdemokratischen Volksbeouftragten ins Leben gerufen worden. 3. Das törichte Gerede, daß in der Republik für die Erwerbs- losen nichts geschehe, ist falsch. 4. Die Verbesserungen in der Erwerbswsenfürsorge oer- danken die Erwerbslosen vornehmlich der unermüdlichen Arbeit der Sozialdemokratie und der Gewerk- s ch a f t e n. 5. Die unbedingt notwendige weitere Erhöhung der Unter- stützungssätze ist nur dann durchzusetzen, wenn sich Sozialdemokratie und Gewerkschaften auf eine organisierte Massenbewegung stützen und dadurch ihren Einfluß auf Staat und Verwaltung stärken können. Zaschiftenerpreftung im /taslcms. Gegen ein Zcntrumsblatt in Oberschlcflen. k a l k o w kh, 13. November.(Rd.) Bei der Redaktion des �Oberschlesischen kurler" in Königshütte hat der Halle- nische Konsul in kaltowih gegen die saschisienseindliche Haltung des Blattes Verwahrung eingelegt. Der Konsul erklärte, dah er sich gezwungen sehen würde, falls das Blatt auf seinen ossiziellen Schritt nicht reagieren würde, bei der Bischöflichen Kurie und beim Deutschen Generalkonsulat sls Beschwerde zu führen. Wie aus einem Kommentar des Blattes hervorgeht, hat man dem Konsul aus der Redaktion die nötige Antwort erteilk. natürlich nicht aus faschistische weise. Zerstörungen und Plünderungen auf Kommando. Aus Chiasso wird uns berichtet: Was in ganz Italien besonders stark« Entrüstung und Er- bitterung hervorgerufen hat. ist die Tatsache, daß nach dem„Atten- tat" von Bologna die Gewalttätigkeiten zur selben Stunde fast methodisch überall wie aus ein Signal hin einsetzten. Diese Tatsache ist in Neapel auf eine geradezu verblüffende Art offenbar ge- worden. Noch keine einzige Zeitung hatte die Nach- richt vom„Attentat" gebracht. Kaum aber war diese Nachricht in der Präfektur eingetroffen, als sich faschistische Banden schwerbewaffnet bereits daran mochten, den vorher fest- gesetzten Plan in Ausführung zu bringen. Zur selben Zeit stürmten die faschistischen Trupps los und begaben sich gleichzeitig in die Wohnungen des Philosophen Bcnedetto Croce. des Dramatikers Roberto Bracco, des früheren Arbeitsministers Arturo Labriola, des früheren Bürgermeisters von Neapel Professor P r e s u t t i, des sozialistischen Abgeordneten L u c c i und einer großen Anzahl von Schriftstellern und Rechtsanwälten, wo sie «inen wahren Plünderungsfeldzug in Szene setzten. Das Publikum erfuhr von dem Altental erst insolge dieser Gewallakte. Es hat sich also nicht, wie man gerne weismachen möchte, um einen Entrüstungsakt der Bevölkerung gehandelt, sondern um wohl- vorbereitet« Verbrechen zur Einschüchterung des Publikums. Eine bemerkenswerte Erscheinung ist noch nachzutragen. Die- selben Faschisten, die die Uebergrifse und Plünderungen begangen hatten, begaben sich sodann in die Hauptstraßen der Stadt, wo sie alle Geschäfts- und Firmenschilder in französischer Sprache entzweischlugen. Sejmeröffnung in Warschau. Nur ein Fünftel der Abgeordneten im Schlost! Warschau, 13. November.(Eigener Drahlbericht.) Am Sonm abend nachmittag wurde aus dem Schloß das Dekret über die Er- öffnung des Sejm durch den Staatspräsidenten verlesen. Nur ein Fünftel der Abgeordneten hatte sich dazu eingesunden: kein einziger der polnischen und deutschen Sozialisten war erschienen, ebenso keiner der jüdisch-nationalen Augeordneten und keiner der nationalen Minderheiten. Die stritttge Frage, ob die Abgeordneten während der Verlesung sitzen oder stehen sollten, hatte die Regierung in der Weise„geklärt", daß aus dem Saal sämtliche Stühle entfernt worden waren. Diese Maßnahme erregte unter den erschienenen Abgeordneten großen Unwillen. Um 5 Uhr nachmittags fand dann die erste Sitzung statt, in der der Finanzminister den Haushaltsplan für 1927 erläuterte. Darauf wurde die Sitzung geschlossen. Ein Antrag sämtlicher Parteien aus Aufhebung des Pressedekrets wurde dem Sejmmarschall überreicht. Minister Moraczewski, dessen Eintritt in die Regierung ohne Zustimmung der sozialistischen Fraktion erfolgte, hat an den Parteivorstand ein Schreiben gerichtet, in dem er seinen Verzicht auf sein Mandat und seinen Beschluß, in der Regierung zu oerbleiben, kundgibt. ?n Englanö wirb Frieden. Ter große Streik vor dem Abschluß. London, 13. November.(WTB.) Die Bergarbeiterz konserenz beschloß, die Vorschläge der Regierung den Vezirks- verbänden unter Anempfehlung der Annahme zu überweisen. * Der Kampf im englischen Bergbau ist nicht nur von einer beispiellosen Dauer und Hartnäckigkeit ge- wesen. Er hat eine ziemlich lange B o r g e s ch i ch t e, die das Verständnis für die Ursachen und Auswirkungen des Kampfes etwas verdunkelt. Infolge des Krieges, der Besetzung der belgischen und nordfranzösischen Bergwerke durch die deutschen Truppen, in- folge des Raubbaues, der während des Krieges im deutschen Bergbau betrieben wurde, infolge der Zerstörung der er- giebigsten nordfranzösischen Bergwerke beim Abzug der beut- schen Truppen und schließlich insolge des Ruhrkampfes hat der englische Bergbau«ine fast zehnjährige, ungewöhnlich günstige Konjunktur erlebt. Diese Konjunktur, die durch die Kriegs- lesetze von den Arbeitern während des Krieges nur in be- ränkten Maße ausgenutzt werden konnte, führte dazu, daß viele wegen ihrer Rentabilität stillgelegten Bergwerke wieder in Betrieb genommen wurden und daß sich eine große Anzahl von Zwergbetrieben auftat, die technisch außerordentlich rück- ständig sind. Wie überall hat sich auch im englischen Bergbau als Folge der Kriegswirtschaft der wirtschaftliche Grundsatz ein- geführt, die Rentabilität einer Industrie nicht nach den bestorganisierten, leistungsfähigsten Betrieben, son- dern nach den rückständigsten Betrieben zu berechnen. Der Rückschlag trat ein, als nach dem Abbruch des Ruhrkampfes und der inzwischen vorgenommenen Wiederherstellung uiid technischen Modernisierung des französischen'Bergbaues ein Ueberfluß an Kohle sich bemerkbar machte, der um so größer war. als infolge der Kohlenknappheit die Schiffahrt und selbst teilweise die Industrie zur Oelfeuerung übergegangen war, wozu noch der Ausbau der Elektrizitätswirtschaft und der Fortschritt in der Wärmetechnik kamen. Dazu kam für den englischen Bergbau, der zum großen Teil auf Ausfuhr an- gewiesen ist, der Verlust von Absatzmärkten, teilweise durch die amerikanische Konkurrenz, teilweise durch die angedeuteten technischen Fortschritte verursacht. Die Unternehmer versuchten dieser Situation dadurch zu begegnen, daß sie einen generellen Lohnabbau und außerdem noch eine VerlängerungderArbeitszeit durchzusetzen versuchten. Der Kamps im englischen Bergbau wäre beinahe schon im Sommer 1925 zum Ausbruch gekom- men. Durch das Dazwischentreten der englischen Gewerk- schaften, die der englischen Regierung erklärten, daß sie es nicht zulassen würden, wenn die notwendige Umstel- lung des englischen Bergbaues auf Kosten der Löhne und der Arbeitszeit der Bergarbeiter vorgenommen würde, wurde der Kampf in letzter Minute vermieden. Es kam ein Abkommen zustande, auf Grund dessen die Regierung sich verpflichtete, die englischen Zechenbesitzer für die Verluste zu entschädigen, die sie bei der Ausfuhr infolge der niedrigeren Weltmarktpreise erleiden würden. Dieses Abkommen hatte Gültigkeit für acht Monate und"lief Ende April 1926 ab. Scheinbar hatten die Bergarbeiter infolg« des Dazwischen- treten? des Generalrats der englischen Gewerkschaften einen großen Erfolg errungen. Dieser Erfolg hatte aber zunächst zur Folge, daß die englischen Zechenbesitzer auf Staatskosten hohe Profite gesichert bekamen und in der Lage waren, die Weltmarktpreise zu unterbieten. Obwohl die Löhne der englischen Bergarbeiter erheblich höhere waren als die der deutschen Bergarbeiter, kannten die englischen Zechenbesitzer die deutsche Ruhrkohle niederkonkurrieren. Das hatte ungünstige Rückwirkungen auf die Arbeitsbedingungen der deutschen Bergarbeiter und auf die Möglichkeit der Ver- besserung dieser Arbeitsbedingungen. Als das Abkommen abgelaufen war, hatten die englischen Zechenbesitzer wie auch die englische Industrie im allgemeinen ungeheure Kohlenvorräte aufgestapelt. Wie groß diese Kohlenvorräte waren, kann man daran ermessen, daß England in den ersten Monaten des Kampfes so gut wie ohne jede Kohlenzufuhr vom Ausland auskam, obwohl es wöchent- lich 3 Millionen Tonnen Kohlen verbraucht. Die Situation war dadurch für die englischen Bergarbeiter erheblich un- günstiger geworden, als sie es im Sommer 1925 war. Es sei noch hinzugefügt, daß die englischen Zechenbesitzer die auf- gestapelten Kohlenvorräte mit ganz erheblichen Uebergewin- nen verkauften, da die Kohlenpreise infolge des Streiks außer- ordentlich in die Höhe getrieben wurden. Diese Umstände lassen es erkennen, wieso es kommen tonnte, daß die englische Industrie, ohne zusammenzubrechen, einen so ungeheuren Kampf, der über 6 Monate dauerte, aushielt, und daß vor allem die englischen Zechenbesitzer bis heute noch keine greif- baren Anzeichen finanzieller Schwäche zeigen. Als im Sommer 1925 zwischen der englischen Regierung, den Zechenbesitzern und den Gewerkschaften jenes Sub» siedienabkommen abgeschlossen wurde, ist gleichzeitig vereinbart worden, daß eine von der Regierung zu ernennende Kommission die wirtschaftliche Lage Oes englischen Bergbaues untersuchen und vor Ablauf des Subsidienvertrags Bericht über das Ergebnis ihrer Untersuchung erstatten soll. Diese Kommission, die unter dem Vorsitz von Sir Her- bertSamuel tagte, hatte in ihren Schlußfolgerungen vor- geschlagen, daß der englische Bergbau zu reorganisieren sei, daß die ungeheure Zersplitterung beseitigt, die technisch rück- ständigen Betriebe modernisiert und die unrentablen stillgelegt werden müßten. Weiter schlug die Kohlenkommission vor, daß die L ö h n e der Bergarbeiter provisorisch, d. h. bis zur Durch- fllhrung der Reorganisationsvorschläge reduziert werden sollen, und zwar auf den Stand von 1924, was einer Lohn- reduktion von etwas über 10 Proz. gleichkam. Eine Ver- längerung der Arbeitszeit lehnte die Kohlenkom- Mission a bi Bei den Verhandlungen, die wegen Abschlusses eines neuen Tarifvertrages gepflogen wurden, gingen die Z e che n. befitzer in keiner Weise auf die Reorganisationsvorschläge der Kohlenkommission ein. Sie forderten nur den auch von der Kohlenkommission vorgeschlagenen Abbau der Löhne, darüber hinaus aber auch eine Berlängerung der Ar- b e i t s z e i t von einer Stunde täglich und die Beseitigung »des zentralen Lohnabkommens. Dieses zentrale Lohnabkom- men beruht im wesentlichen auf einer Ausgleichskasse, in die gewisse Ueberschüsse der besonders ertragreichen Reviere ein- gezahlt und die dann vor allem zugunsten der minder ertrag- reichen Reviere zur Berteilung kommen. Jedes Revier sollte nach den Forderungen der Zechenbesitzer für sich allein zurecht- kommen, was eine viel größere Lohnreduktion für die schlechter gestellten Reviere zur Folge gehabt hätte. Die englische Regierung nahm zunächst einen vermitteln- den Standpunkt ein, gab aber schließlich den Bericht der Koh- kenkommission vollkommen preis und stellt« sich rücksichtslos auf die Seite der Zcchenbesitzer. In dieser Situation sprang wieder der Generalrat der englischen Gewerkschaften für die Bergarbeiter ein. Als die Regierung aber auf dem Unternehmerstandpunkt beharrte, beschloß der Generalrat den inzwischen ausgesperrten Bergarbeitern durch einen Streik der anderen lebenswichtigen Industrien zu Hilfe zu kommen. Dieser Solidaritätsstreik wurde nach zwölftägiger Dauer beendet. Der Vorsitzende der Kohlenkommission, Sir Herbert Sanruel, hatte inzwischen mit dem Generalrat offiziöse Verhandlungen gepflogen und das Anerbieten gemacht, daß die Arbeit ,fm Bergbau auf Grund der Bedingungen der Schlußfolgerungen der Kohlenkommsssion aufgenommen wer- den soll. Der Kampf hätte damals unter den günstigsten Le- dingungen, die angesichts der Wirtschaftslage zu erreichen waren, von den Bergarbeitern abgebrochen werden können, abgebrochen werden müssen. Die Führer der Bergarbeiter, insbesondere Cook, glaubten mmmehr, auf einen vollen Sieg bestehen zu müssen. Sie lehnten die Dorschläge von Sir Herbert Samuel ab. Dadurch bekamen die Zechenbesitzer wieder Oberwasser. Die Regierung erklärte, daß sie nunmehr die Dorschläge Samuels nur als rein private betrachten müsse. Die Regierung ging sogar noch wefter und ließ im Parlament ein Gesetz annehmen, wodurch die Arbeitszeit im Bergbau auf achf Stunden festgelegt wird. Die Sache der Bergarbeiter schien hoffnungslos ver- loren. Man kann aber wohl sagen, daß der Kampf, wenn er"jetzt durch ein Kompromiß abgeschlossen wird, das gewiß nicht günstiger ist, als es die Vorschlage von Samuel waren, nur durch den ganz beispiellosen Kampfesmut und die heldenhafte Ausdauer der Bergarbeiter vor dem Schicksal des Zusammenbruches bewahrtz wurde. Die englischen Bergarbeiter haben durch die außerordentliche Quantität ihres Widerstandes die mangelnde Qualität der Führung ersetzt. Wie es bei der Bergarbeitern aber an einer weit» schauenden Führung gefehlt hat, so hat es auch bei den Unternehmern und noch mehr bei der Regierung an einer klugen und vorausschauenden Fllhrung gefehlt. Es ist wohl beispiellos in der Geschichte der modernen demokra- tischen Staaten, daß eine Regierung einen solchen Kampf, der die gesamte Wirtschaft in ihren Grundfesten erschüttert, so mit verschränkten Armen zusieht, wie es die Regierung B a l d w i n getan hat. Wenn diese Regierung etwas unter- nahm, wurde meist nur Oel ins Feuer gegossen. Ohne das kluge Dazwischentreten des Generalrats unter Führung von P u g h wäre es auch wohl jetzt nicht zum Abschluß gekommen. Die Folgen dieses Riesenkampfes lassen sich heutejioch gar nicht abschätzen. Politisch ist es zweifellos, daß die Folge ein außerordentliches Erstarken der Ar- bei�t erpartei auf Kosten der Konservativen sein wird. Das haben alle Wahlen während des Kampfes gezeigt. Wirtschaftlich hat England als Gesamtheit einen schweren Schaden erlitten. Dieser Schaden wird bis jetzt auf 6 Milliarden Mark geschätzt. Auf eine Subvention durch den englischen Staat können die Zechenbesitzer nicht mehr rechnen. Die Löhne der englischen Bergarbeiter werden auch jetzt nicht niedriger sein als die der deutschen Bergarbeiter. Da- gegen hat der englische Bergbau, der allerdings für den Transport erheblich günstiger gelegen ist, als der deutsche Bergbau, den technischen Vorsprung einzuholen, der in- zwischen in Deutschland gemacht worden ist. Auf, jeden Fall wird man aber mit einem ver- schärften Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt rechnen müssen, es fei denn, es kommt nach den Vorschlägen des Sekretärs der Bergarbeiterinternationale, Frank H o d g e s, zu einer internationalen Verständigung. ver Seschluß der öergarbeiter. London. 13. November.(Eigener Drahtbericht.) Di« Dele- giertentonferenz der Bergarbeiter, die sich am Freitag vertagt hatte, um weitere Aufklärungen von der Regierung über einzelne Punkte der Friedensvorschläge einzuholen, trat am Sonnabend wieder zusammen. Der Konferenz lag die Antwort der Regierung vor, die nach der allgemeinen Auffassung der Delegierten die Friedensvorschläge in noch ungünstigerem Licht zeigten und ins- besondere den Aufgabenkreis des einzusetzenden Schiedsgerichts als weitaus enger erscheinen lieh, als von der Mehrheit der Delegierten angenommen worden war. Die Delegiertenversammlung erörterte diese Regierungsvor- schlage in einer vierstündigen Sitzung, wobei sich weitgehende Meinungsverschiedenheiten zeigten. Während ein Teil der Führer und Delegierten die Annahme der Vorschläge mit der Begründung empfahl, da unter den gegenwärtigen Verhältnissen bessere Bedingungen unter keinen Umständen erreicht werden könnten, befürworteten die Bergarbeiterdelegterten von S ü d w a l e s eine völlige Ablehnung der Bedingungen. Die Konferenz einigte sich zunächst dahin, die Entscheidung über die end- gültige Annahme oder Ablehnung der Borschläge den D i st r i k t e n zu unterbreiten. Es blieb jedoch die entscheidende Frage offen, ob die Delegiertenversammlung den Distrikten die Annahme oder Ablehnung der Friedensvorschläge empfehlen sollte. Dies« Frage wurde der Konferenz zur Abstimmung unterbreitet. Die Konferenz entschied sich mit 432 000 gegen 352 000 Stimmen, also mit einer Mehrhell von lediglich 80 000 Stimmen, den Distrikten die Borschläge der Regierung zur Annahme zu empfehlen. Die Konferenz stimmt« dann darüber ab, ob'diese Distriktabstimmungen im Rahmen normaler Abstimmungen oder einer schriftlichen Urabstimmung imter den Mitgliedern vorgenommen werden sollen und beschloß, schriftliche Abstimmungen vornehmen zu lassen. Das Ergebnis dieser Abstimmungen ist für den Donnerstag zu erwarten. Die Delegiertenkonferenz sst für nächsten Freitag erneut zu- sammenberufen worden, um die endgültigen Entschlüsse zu fassen. In Regicrungskreisen wird am Sonnabend abend mst Bestimmtheit angenommen, daß mit dem Beschluß der Delegierten- Versammlung vom Sonnabend dieBeendigungdesKampfe» im Kohlenbergbau unmittelbar bevor st eht. Jedoch wird in den Kreisen der Bergarbeiterdelegierten, angesichts der geringen Majorität, die sich in der Delegiertenkonferenz für die Annahme der Regierungsvorschläge ergeben hatte, eine Ablehnung der Vorschläge durch die Bevgarbeiterdistrikte keines- wcgs für ausgeschlossen gehalten. Zweierlei Maß üer KJ)d. Wenn es um Arbeitslose und wen» es nm Abgeordnete geht! Der Reichstag hat gestern zwei Beschlüsse gefaßt, von denen der eine sozialpolitisch bedeutungsvoll, der andere all- gemeinpolitisch interessant ist. Beide Beschlüsse sind durch Derftändigung der Sozialdemokratie mit der Mitte zustande- gekommen. Der erste betrifft die Fürsorge für die ausge- steuerten Erwerbslosen. Der Sozialdenwkratie ist es gelungen, den ursprünglichen Entwurf über die Krisen- fürsorge so zu verbessern, daß er praktisch den Ausgesteuerten dasselbe bringt, was ihnen die ursprünglich beantragte ein- fache Fortdauer der Unterstützung gebracht hätte. Gegen diesen Entwurf haben die Kommunisten ge- stimmt. Sie haben es getan, weil sie wußten, daß durch die Verhandlungen der'Sozialdemokratie mit den Mittelparteien die Annahme gesichert war. Oder wollen sie das etwa be- streiten? Wollen sie behaupten, sie hätten gewollt, daß eine Mehrheit ebenso stimmt wie sie? In diesem Fall hätten die Ausgesteuerten keinen Pfennig bekommen! Und nun der zweite Beschluß. Zweimal hatte der Reichs- tag schon die Einstellung des Verfahrens gegen die kommunistischen Abgeordneten, die in den bekannten Prozeß der Zentrale verwickelt sind, a b g e- lehnt. Diesmal ist es den mühevollen Verhandlungen der Sozialdemokratie gelungen, einen anderen Beschluß herbei- zuführen. Das Verfahren ist eingestellt worden— allerdings nicht für die ganze Lebensdauer des Reichstags, sondern zunächst nur bis zu den Sommerferien. Als einziger Redner zu diesem Punkte und als Bericht- erstatter sprach der Genosse Landsberg. Als solcher wies er die Angriffe, die der Kommunist Rosenberg in einer frü- Heren Debatte gegen das Reichsgericht erhoben hatte, zurück. Das war sehr notwendig, denn Rosenberg hatte die taktische Ungeschicklichkeit begangen, das Reichsgericht als ein des Ver- trauens unwürdiges Gericht hinzustellen, dem die Abgeord- neten nicht ausgeliefert werden dürften. Auf dieser Grund- läge war nicht weiter zu kommen, denn nie hätte sich eine Mehrheit gefunden, die mit ihrem Einstellungsbeschluß zu- gleich dem Reichsgericht ihr Mißtrauen ausgedrückt hätte. Die Kommunisten, die genau wußten, was da vor sich ging, hörten die Ehrenrettung des Reichsgerichts ohne einen Laut des Protestes an. Keiner von ihnen meldete fichzumWort. i Die„Rote Fahne" hatte gestern angekündigt, die Kom- munisten würden im Reichstag bei ihrem ursprünglichen An- trag, der überhaupt die Einstellung fordert, beharren. Das ist n i ch t geschehen. Infolge eines Versehens des Bizepräsi- deuten R i e ß er, das zu bemängeln die Kommunisten sich hüteten, kam der kommunistische Antrag überhaupt nicht zur Abstimmung, sondern nur der Kompromißantrag. Für diesen slimmten dann Sozialdemokraten, Demokraten, Zentrum und Kommunisten! Zweifellos haben die Kommunisten im zweiten Fall ein durchaus praktisches Verhalten an den Tag gelegt, wäh- rend sie im ersten die gerade entgegengesetzte Haltung, eine ganz unsinnige, einnahmen. Diesen offenkundigen Widerspruch werden sie durch keine Kunst der Verdrehung aus der Welt schaffen können. Brächten sie dort, wo es um Arbeiterinteressen geht, dasselbe Verständnis auf wie dort, wo es sich um ihren eigenen werten Kragen handelt, dann wäre ihr Geschrei über den sogenannten„Arbeiterverrat der SPD." mit einem Schlag zu Ende! Erinnerung an einen guten Schulmeister. Von Kurt Offenbar g. Es ist Nacht. Ich sitze an der Arbeit in einer jener«er- zweislimgen, da es plötzlich scheint, daß die Vorstellungskraft oer. trocknet, ats ob jedes Wort, das man wägt, abgerissen und ohne Leben sei. Unruhig und in bösartiger Leer« wandere ich in meinem Zimmer auf und ab: reiße alte Bücher aus den Regalen, schmökere hier und dort und finde nicht den Klang, nicht das Wort, das mich zufrieden macht. Da fällt unversehens aus den dreifach hinter- einander gestapelten Reihen ein blaugebundenes, staubiges Heft in meine Hände. Auf dem weißen Schildchen, das mit spießig ele- ganten Rokokolinien umziert ist, steht:.Deutsche Schul- aufsäße" von Hans Müller II. II." Ich spür« Herzklopfen, wie ich das alte, blaue Heft in den Händen halte und die Aufschrist sehe, die kindisch-hllflos und mannhaft-aufbegehrend und ängsllich-gehemmt und schweifend ist— wie die Phantasie eines jeden Jungen. Ich empfinde dasselbe Herzklopfen wie damals, wenn ich vor diesem Heft sah und die Phrasen suchte, die mir des Themas—„Die sittliche Idee in Körners Zriny"— würbig schienen. War es nicht. als ob diese fesste Ueberschrift die Welt leer machte, die doch sonst überfloß von Fragen, und zur Antwort lockt«.... Vier Stunden dauerte immer die Qual! Und während man Figuren auf das Löschblatt malte und die Gedanken sinnlos schweiften, dachte man, daß man niemals die Pforte fände, um in dieses Dickicht von fremdartigen und uninteressanten Redensarten einzudringen. Es war auch peinlich für einen jungen Menschen und schamlos, diese schwulstigen Lügen wiederzukäuen, die der Mann auf dem Katheder verlangte und erwartete. Traurig lächele ich über die unbeholfenen und trockenen Sätze, die in letzter Verzweiflung gegen das Ende der zugemessenen Zeit fabriziert und niedergeschrieben wurden: lächle über die roten Striche am Rand— die wie blutrünstige Soldaten die'Schwächen im schwarzgeschriebenen Text erspäht hatten— und über die Noten und über, die Lehrersignatur am Ende der Aufsätze. Ich sehe die Unterschrift, das gewichtige Signet„Dr. M.M.", dieses kleinen und aufgeblasenen Herrchens. Breit und patzig, wichtig- tuerisch und streberisch, wie die Buchstaben, war der ganze Bursche. Sein völliges Unverständnis für die Wesensart erwachsener Knaben hinderte nicht, daß er schnell Karriere macht«. Er kommandierte die deutsche Literatur, stellte sie in Reih und Glied und rodete aus, was nicht geleckt und kalt war wie sein hatte» Gesicht mit dem stach- lich aufgedrehten Schnurrbatt. Aber was ist die melbeklagte Macht des Lehrers gegen die Kräfte des Daseins, die den Knaben zum Mann entfalten? Wie anders klingen die Arbeiten nach dieser Zeit! Wie wußte man auf einmal und über die Schulmeister hinaus,'daß alle Dinge der Welt auf unsere Erkenntnis warten, sich auf uns und unsere Gedanken beziehen! Und siehe!— die letzten Aufsätze dieses Heftes zeigen ein« andere Signatur. Ein schlichtes, schwaches, überzattes„B.", und die Striche ain Rand erscheinen leise und behutsam. Er hat nie erfahren, der schwerfällige und scheu feinfühlige Riese, wieviel Gutes er an uns getan hat. Nichts Eingreifendes, nichts Reformistisches, nur, daß er uns aus tiefem menschlichen Takt in Ruhe unserem Wachstum übettassen, die Schulaufgaben als eine unerläßliche Notwendigkeit betrachtet hat. Aber stets so, daß die Geistesarbeit nicht wie Moloch unheildrohend über uns stand. Schlicht und ganz ohne Eitelkeit war er, und die Streber, die er mit komischer Gelassenheit durchschaute, bekamen seine Verachtung zu spüren. Das Steckenpferd eines jeden Jungen hatte Berechtigung vor diesem langmütigen und überlegenen Melancholiker. Ich blättere weiter: wie die letzten Aufsätze mit ihren fach- lichen und lebendigen Themen immer umfangreicher werden, ge- schtteben mit eiliger Schttft, als ob ich nicht enden könnte, all da» zu sagen, was eine vornehme Seele uns an Welt und Geist erschloß. Und wie ich jetzt— fast zwei Jahrzehnte später— in meinem Arbeitszimmer stand, mitten in der Nacht, die sich schon zum Morgen wölbte, das silaugedeckelte Heft In Händen hielt und spielerisch wog, da wurde mir klar: dieser gute Schulmeister schlug die Brücke, die aus der engen Kleinbürgerstadt hinausführte in die Sphäre jenen Geistes, der über Zeiten und Länder hinweg in ewiger Bindung schwebt. Und wie wenn der kleine Buchstabe des Signets mir einen Hauch der Kraft gegeben hätte, die von dem schüchternen und starken Menschen ausströmte, setzte ich mich nun freudig an die unendliche Arbeit, die nichtig wie ein Windhauch und mir doch notwendiger und fördernder ist als alle leichten Freuden des Daseins. Kunst und Alllag. Ein Festabend, dem das Thema„Kunst und All- tag" Inhalt gab, einte die Hörer der Freien Sozialistischen Hochschule im Festsaal des Preußischen Landtages. Das Referat hielt Genosse Prof. Kestenberg. Er wies darauf hin, daß i>ie meisten Menschen einen Abstand zwischen Kunst und Leben kon- struiren, weil sie das llunstwerk falsch deuten. Es ist keine Schöp- fung, die jenseits des Lebens steht, sondern sie ist zutiefst in ihm ver- wurzelt. Der Künstler spricht in seinem Werke nur sein menschliches Schicksal aus, das Schicksal eines Menschen, der uns zugehört, der unser Bnider ist, dessen Empfindungen und Gefühle auch die unsere» sind. Die Eindrücke, die das Lehen ihm gab, finden Ausdruck in seinem Werke. Doch wir alle sind den Eindrücken des Lebens aus- gesetzt, und wir alle setzen sie bewußt oder unbewußt in Lebens- äußerungen um: bereits das kleine Kind in Kundgebungen der Lust oder der Unlust, und auch jeder Erwachsene in Gesten, Mimik und Gang. Wenn wir das richtig erfassen, wegn wir begreifen, daß Denken, Wollen und Handeln in uns allen lebt, und daß jedes schöpferische Werk aus einer dieser drei Quellen entspringt, so haben wir die Verbindung zwischen uns, zwischen dem Alltag und der Kunst gefunden. Das Kunstwerk liegt nicht mehr außerhalb unserer Welt, sondern wir sind imstande, die Wege, die der Künstler ging, zurückzuwandern und jenseits des rein ästhetischen Genusses in die Seele des Kunstwerkes einzudringen. Dann werden wir auch im- stände sein, selber künstlerisch, schöpferisch tätig zu werden und uns, wie einst der Patrizierstand, die Kirche, uns unser« Kunst als Aus- druck unseres Geistes zu schaffen. Wenn wir naiver wieder dem Leben und Erleben und damit auch der Kunst gegenüberstehen, so wird für uns der Verschmelzung von Kunst und Leben der Weg gebahnt sein, zu dem wir jetzt erst die ersten Anfänge sehen. Prof. Kestenberg wies dann auf die Scheu hin. die heutzutage vor der Form besteht. Cr zeigte am einfachen Liedsatz. wie ihn auch Schubert in seinem„Wiegenlied" verwandte, mit wie geringen Mit- tcln der Künstler oft auskommt. Andere Lieder von Schubert und Brahms folgten, von Frau Schäffer-Kuanitzky gesungen und jedesmal in kurzen Worten ihrem künstlerischen und menschlichen Inhalt nach von Prof. Kestenberg«rläutett. T e s. Die neuen Dichterakadcmiker. In der von uns gestern ver- öffentlichten amtlichen Liste der auswärtigen Mitglieder der Sektion für Dichtkunst in der preußischen Akademie fehlen merkwürdiger- weise drei Namen, die hiermit nachgeholt werden: Wilhelm Schaefer, RenS Schickele, Wilhelm Schmidtbonn. Amtlich wird weiter mitgeteilt: Hermann Sudermann hat die auf ihn gefallene Wahl nicht angenommen. Er fühlt sich zu- rückgesetzt, weil er sich nicht unter den zuerst von dem Minister berufenen Dichtern befand, worauf er eine gewisse Anwartschaft zu haben glaubte, da er zu den 1919 gefühtten Vorverhandlungen über die Gründung der neuen Sektion als Berater zugezogen war. Abgelehnt hat die Annahm« der Wahl Rainer Maria Rilke, weil er grundsätzlich keine Auszeichnungen annimmt. Hugo v. Hof- m a n n s t h a l hat durch ein kurzes Telegramm ohne Angabe von Gründen abgesagt. Die jetzt bestätigten, von den ersten Mitgliedern vorgenommencn Wahlen erheben nicht den Anspruch darauf, schon jetzt alle in Be- tracht kommenden Namen in der Sektion für Dichtkunst zu ver- einigen. Zuwahlen bleiben der ergänzten Sektion übettassen. Dieser bleibt auch anheimgestellt, bedeutende Dichter fremder Sprache hinzuzuwählen._ ver blinde Dichter Oskar vanm aus Prag, der Verfasser des hier ab« gedruckten Romans.Der Weg des blinden Bruno-, lieft am Dienstag 8 Uhr in der Kunstausstellung.Der Sturm' aus eigenen Dichtungen. Ariedttch Mo est lieft Mittwoch(Puhtag). 8 Uhr. ffasanenstr. 38. Novellen von SauridS Bruun, George Moor-, Albrecht Schaeffer. ..?rtte Hochschule. � Am 15., 8 Uhr abends, spricht Jng. H. V olta über«Wie Erfinder zu Grunde g i n g e n' im Rcalgymnafium DoroiheenNr. 12, Gaste lvt llkoinmen. Luhlag»ton,erle. Der K u b a n- K° s a k« n- T h o r singt im Xh-ater im Admiralspalast nachmittag» 3'/, Uhr und abend« 8 Uhr.— Die B r u ck n e r. V e r- i n i g u n g gibt abend« VI, Uhr in der Hochschule für Musik da« 2. AbonnementSkon,-tt mit dem Akademischen Orchester. Ausstellung der Rclchsdonknolen-Ealmürse. Die zum Reichsbanknoten- Weltbeweib eingereichten Entwürfe sind, soweit sie nicht bereit» zurück- gefordert worden find, in der Zeit vom IS. bi» 30. November in der Staat- lichen Kuustbliothek, Prinz-Albrecht-Str. 7a, wochentäglich von 10t— 10 ausgestellt. .?"helm Lrauu«. ew bekannter Germanist, ist i» 77.»ebensjahr. fa Heidelberg gestorben. Westarp üroht- Spahn lockt. Verteilte Rollen. „�campf heißt das Losungswort!" so schließt Graf Westarp seinen Sonnabend-Leitartikel in der„Kreuzzeitung". in dem er seinen Lesern im Ton einer gedämpften Kriegs- berichterstattung von seiner Niederlage im Reichstag Kennt- nis gibt.» Bedeutungsvoller und interessanter als der inhaltleere Aufsatz Westarps ist eine Rede, die der deutschnationale Ab- geordnete Prof. Martin S p a h n, der Sohn des verstorbenen Zentrumsführers Peter Spahn, gestern im Reichstag hielt. Sie war eine Antwort an den Zentrumsabgeordneten Prä- laten Schreiber, der ausgeführt hatte, daß es dem Zen- trum nicht möglich sei, mit den Deutschnationalen gemein- same Kulturpolitik zu treiben. Martin Spahn ist sogenannter„deutschnationaler Katholik", für das Zentrum ein Abtrünniger und ein Wider- sacher. Aber zweifellos stehen hinter ihm katholische Kreise, die an Zahl unbedeutend, an Einfluß dafür desto bedeutender sind. So versuchte Spahn d. I.— für den neutralen Beob- achter ein seltsames Schauspiel— dem Zentrum in Katholizis- mus Unterricht zu erteilen. Dieser Spahnsche Katholizismus ist ein reaktionärer K l e r i k a l i s m u s, der in den Evangelisch-Konservativen seinen Verbündeten erblickt. Spahn i». I. zitiert« sogar den lieben Gott herbei, der zwischen ihm und dem Zentrum entscheiden solle. Die theologisch wenig gebildeten Politiker des Reichstags sahen dabei gleichsam auf Spahns flacher Hand die Schule dem Zentrum hingehalten. Wenn es mit den Deutschnationalen Politik macht, kann sich die Kirch« bedienen, wie es ihr ge- fällt. Aber wer kann sich den Kampf im Volk vorstellen, der dadurch entfesselt würde...?! Herr Schreiber antwortete kurz, kühl, skeptisch. Der Prälat war— oder schien— weniger päpstlich" als der Pro- fcsior. Aber vielleicht ist die Kirche klüger, will sie den furcht- baren Kampf nicht, so hoch der Preis auch ihr erscheinen mag. Und wie ist das Verhältnis der Zentrumspartei als einer politischen Partei zur Kirche? Diese sonst wenig diskutier- ten, aber doch wichtigen Probleme erfüllten den Redekampf Spahn-Schreiber mit starken verhaltenen Spannungen. Graf Westarp befiehlt polternd. Spahn lockt mit Herzens- tönen. Was wird die Wirkung fein? Zunächst, er hat den Streit zwischen Katholiken auf die Tribüne des Reichstags getragen. Man wird ihm in den Kreisen des Zen- trums und seiner Anhänger dafür kaum dankbar sein. verfuchterMißbrauchöerwirtschaftsenquete Deutschnationalcr Vorstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz. In der Sitzung des Arbeitslei st ungsaus- schusses der Wirtschaftsenquete wurde gestern ein eigenartiger Antrag des deutschnationalen Abgeordneten Dr. W i e m b e ck beraten. Der Abg. Wiembeck wünschte durch das Präsidium der Enquete bei der Regierung vorstellig zu werden, die Verabschiedung des Arbeitsschutz- g e s« tz e s bis zur Beendigung der Arbeiten des Arbeits- i«istungsausschusses zu v er sich l e b e n...... Zur richtigen Würdigung dieses Antrages muß man berücksichtigen, daß nach dem bisherigen P�ogramw des Aus- schusies, der die wissenschaftlich überaus schwierige Aufgabe hat, Beziehungen von Veränderungen der Arbeitszeit und des Arbeitslohnes zur Arbeitsleistung zu untersuchen, sich die Untersuchungen bisAnfang 1928er st ecken sollen, das bedeutet, daß der abschließende Bericht dieses Unterausschusses vor Mitte 1928 kaum zu erwarten sein dürfte. Es handelt sich also bei dem Antrag, der sich mit Wünschen des Arbeit- geberverbandes deckt, um nicht weniger als das Be» streben, eine Parole zu finden für die Ve r t a g u n g der Arbeitszeitgesetzgebung auf einige Jahre. Der Vorsitzende des Unterausschusses Prof. Dr. H e y d e wies darauf hin, daß eine Kompetenz des Ausschusses zur Stellungnahme in dieser gesetzgeberischen Frage nicht be- st e h e, und daß eine solche Stellungnahme nur zum Schaden der Arbeiten des Ausschusses politische Momente in sie hinein» tragen würde. Genosse Tornow betonte, daß nicht nur aus formalen Gründen, sondern auch sachlich nicht der geringste Anlaß bestünde, auf Grund der bisherigen Ausschußarbeiten einer Verschleppung des Arbeitszeitgesetzes das Wort reden. Nachdem alle Vertreter der Wissenschaft und der Arbeitnehmer der Attacke Wiembecks entgegengetreten waren, wurde sein Antrag mit sechs gegen eine Stimme abgelehnt. Diese erfreuliche Zurückweisung wird natürlich nicht hin- dorn, daß die Arbeitgeber versuchen werden, auch durch ihre Vertreter im Reichstag die Wirtschaftsenquete zum Vorwand von Verschleppungsplänen zu benutzen. Daß sie sich dabei in Gegensatz zum Enqueteaus» schuß selbst setzen, hat der gestrige Beschluß bewiesen. Die Wirtschaftsenqquete soll wirtschaftliche Tatsachen und Eni- willlungen wissenschaftlich beleuchten. Das erfordert geraume Zeit. Keinesfalls darf aber inzwischen diese Untersuchung zur Begründung einer Verschleppung sozialpolitischer oder wirt» fchäftspolitischer Reformen mißbraucht werden. Mussolini läßt stch interviewen. Von der„TAZ.". »Seine Exzellenz, der Chef der italienischen Regierung, Benito Mussolini, hatte heute die Güte, Ihren Berichterstatter zu emp- fangen." Bebend vor Glück telegraphiert das Dr. Hans Frön fei, Berichterstatter der„DAZ." in Rom. Mussolini war„von bestricken- der Liebenswürdigfei�.„Liebenswürdig" ist für die Kennzeichnung dieses Mannes gerade das rechte WortI Zweimal kommt es im Telegramm vor. Mussolini verlangte für Italien die Anerkennung seines„unbe. dingten Bedürfnisses nach Sonne und Erde". Sonst müsse Italien sich..dieses Recht selber holen". Frei nach Wilhelm II. Er verbat sich, daß man das faschistische Italien schmähe und schimpft« im selben Atemzug über die„parlamentarischen Entartungen" Europas. Ueber das geschundene S ü d t i r o l erlaubte er sich den grau- samen Witz, er sei„in diesem Fall Demokrat", die Italiener seien nun einmal„die Mehrheit". Das alte Preußen war eben auch eine „Demokratie"! Rücksicht auf das angeborene Recht der Mutter- spräche ist„parlamentarische Entartung". Schließlich kündigte er an. daß die Verhandlungen über einen politischen Vertrag zwischen Deutschland und Italien auch nicht bald, so doch in absehbar« Zeit zu einem Erfolg /lufftanö auf?ava. Rebellion gegen die niederländische Herrschast.— Angeblich niedergeschlagen. Batavia. 13. November.(Reuter.) An verschiedenen Stellen im westlichen Java ist in der vergangenen Nacht ein« Revolte aus- gebrochen, die die Behörden rasch unterdrückten. An mehreren Orten wurden die Gemeindevorsteher und die Polizeibefehlshaber von den Aufständischen überfallen und teils getötet, teils verletzt. In Batavia wurde ein Angriff auf das Gefängnis abgeschlagen; Aus- ständische besetzten das Postamt, aus dem sie von der Polizei ver- trieben wurden. Dabei wurden vier Rebellen verletzt. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Ruhe ist wieder her- gestellt. Die Rebellen werden in der Reutermeldung stets als„Kvm- munisten" bezeichnet, sind aber natürlich Eingeborene, die infolge der rücksichtslosen Unterdrückungsmaßregeln der holländischen Be- Hörden in den Aufstand getreten sind, wie schon so oft in der hol- ländischen Kolonialgeschichte die Eingeborenen der Sundainseln. z. B. auch auf Sumatra. Uebrigens soll dieser Aufstand auch zur Unterbrechung von Eisenbahnlinien geführt haben und durchaus noch nicht beendet sein. Negierungsüarstellung in öatavia. Batavia, 13. November.(WTB.) In der heutigen Sitzung des niederländifch-indifchen Volksrates gab der Regierungsoertreter Schrieker eine Erklärung ab, in der es u. a. heißt: Die Regierung ebenso wie der Volksrat stehen unter dem Eindruck der kommu- nistsschen Anschläge, die sich in der vergangenen Nacht in Batavia und in anderen Orten des Landes ereignet haben. Die Regierung, die zwar im Augenblick noch nicht über eingehend« Informationen verfügt, legt Wert darauf, zu erklären, daß zu ernstlichen Besorgnissen kein Anlaß besteht. Drmk der sowohl von den europäischen wie von den«ingeborenen Behörden ergriffenen Maßnahmen beherrscht die Regierung die Lage voll- ständig. Di« Regierung wirb auch vor keiner Maßnahm« Lurücksch recken, die sich zur vollständigen Wiederherstellung -r Ruh« und Ordnung als notwendig herausstellen sollt«. Ueber den Aufftandsoersuch werden noch folgend« Einzelheiten bekannt: Die Unruhen sind an zahlreichen Plätzen des west- lichen Java fast zu gleicher Zeit ausgebrochen. Bereits in den letzten Tagen war— offenbar«in« Folg« der lebhaften kommunistischen Propaganda in verschiedenen Teilen des Landes— ein« unruhige Stimmung unter bestimmten Teilen der Bevölkerung bemerkt worden, die Polizei stand aus diesem Grunde den gestrigen Vorgängen nicht unvorbereitet gegenüber. Das heftige Gefecht um das Telephonamt von Batavia dauerte etwa drei Stunden. Trotzdem das Amt von Militärabteilungen umzingelt war, gelang es dem größten Teil der kommunistischen Besatzung heute morgen gegen 3 Uhr bei einem Ausfall zu entkommen. 17 Kommunssten konnten jedoch gefangen genommen werden. Auch in zahlreichen anderen Orten, vor allem in Weltevreden, Tangerang, Nagrek, Tjangkring und Labunan kam es zu heftigen Kämpfen zwischen der Polizei und konMunistischon Banden. Labunan scheint vorläufig noch in den Händen der Kommunisten zu sein. Militärische Verstärkungen sind dorthin unterwegs. Bei den Kämpfen hat es auf beiden Seiten zahlreich« Tote und Ver- wundet« gegeben. Bisher sind auf den verschiedenen Polizei- stattonen über 200 Verhaftet« eingeliefert worden. Treffliche Bewaffnung der Aufständischen. Amsterdam, 13. November.(MTB.) Di« Abendblätter ent- halten ausführliche Meldungen über den Aufftandsoersuch auf Java. In allen Berichten wird vor allem die gute Vorbereitung des Aufstandsversuches sowie die vorzügliche Be- w a f f n u n g der Aufständischen hervorgehoben, die fast alle mit Karabinern, Selbstladepistolen und Säbeln ausgerüstet waren und ein« größere Anzahl von Automobilen mit sich führten. führen werden". Was man zur Kenntnis nehmen mag mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß es in absehbarer Zeit möglich sein wird, mit einem Italien Verträge zu schließen, das sich von dem Joch des Faschismus befreit haben wird. Heute ist Italien geknechtet wie kein anderes Land der Erde. Seine Presse wird von den Kanaillen des Faschismus redigiert, keine andere Stimme wird neben ihr geduldet. Ein deutsches Blatt aber wirft sich dem Urheber aller dieser Schändlichkeit zu Füßen. Es preist die Liebenswürdigkeit des Mannes, der da» deutsche Slldtirol erwürgt. Nationale Würde...! Ib.?uni1923. Eine Feststellung zum Landsberger Urteil. Der Oberleutnant Schulz ist in Landsberg freigesprochen worden. Der Weg zu seiner Ueberfllhrung wurde durch die Trennung verbaut. Die„Frankfurter Zeitung" weist auf ein Moment hin, an dem die ganze Bedeutung dieser Trennung klar wird. Der Oberleutnant Schulz hat den Leutnant Ianke, gegen den «in Giftmordversuch unternommen wurde, degradiert. Am 1 S. I u n i 19 23. Schulz hat mit Hayn über GS dicke gesprochen. Am 16. Juni 1923. Schulz hat Becker und Schrenk mit dem Protokoll über G r ö s ch k e empfangen, dabei war die Rede von Umbringen, von Moorlöchern. Am 16. Juni 19 23. Fester Wille zur Klärung durfte an diesem zeitlichen Zu- sammentreffen nicht vorübergehen. Dies Datum— der 16. Juni 1923— zeigt d�n Zusammenhang. Warum ist dieser Zusammenhang künstlich zerrissen und vernebelt worden? Sächsischer Lanütag. Dresden, 13. November.(WTB.) Der neugewählte Landtag ist für Donnerstag, den 2S. November nachmittags 1 Uhr, ein- berufen worden. Noch immer:-Um das Mstenvermögenl' Genosse Kurt Rosenfeld schreibt uns, er habe in der Zeit zwischen dem 16. und 39. November 1918 die Enteignung des Hohenzollernvermögens beantragt. Darauf habe er auch einmal als Abgeordneter hingewiesen, indem er gesagt habe, die Verfügung über die Beschlagnahme vom 39. November 1918 sei damals von ihm„gegen ein« Reihe von rechtssozialistischen Mtnistern" durchgesetzt worden. Zur Sekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die Notwendigkeit wirtschaftspolitischer Eingriffe. Der bekannte Mitarbeiter des früheren Reichswirtschafts- Ministers Genossen Robert Schmidt, Staatssekretär Prof. Dr. Hirsch, veröffentlicht im„Berliner Tageblatt" zwei Artikel unter der Ueberschrift„Und abermals: Helft den Arbeitslosen!" Hirsch legt den Nachdruck auf die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit geignet sind, geißelt aufs schärfste die Politik der Banken und stellt weiter folgende Forderungen auf: Sämtlichen Banken, die zwischen Debet, und Kreditzinsen ein- schließlich aller mittelbaren oder unmittelbaren Kreditprooisionen eine höhere Spanne als in der Vorkriegszeit, nämlich zwei Prozent und für die kurze Uebergangsfrist de» notwendigen Kostenabbaues drei Prozent benötigen, wird die Rediskont- Möglichkeit bei der Reichsbant gesperrt: es wird ihnen je nach Lag« des Falles das Depositenrecht bestritten. Dieselbe Maßnahme ist bei all denjenigen Banken anzuwenden, deren gedeckte Kredite mehr als etwa ein Zehntel der Gesamteinlagen bei ihnen ausmachen. Auch dies nach einer kurzen Uebergangsfrist. Die Reichsbank ist durch Gesetz anzuhalten, bis auf weiteres auch solche Wechsel hereinzunehmen, die nur zwei gute Unterschriften tragen. Auf Bantunterschrist sollte sie bis auf weiteres grundsätzlich verzichten. Die Zwecke, für die Anleihen öffentlicher Körper- s ch a f t e n aufgenommen werden sollen, gleichgültig, ob im Ausland oder im Inland, sind durch die zuständigen Aufsichtsbehörden ge- nauestens zu prüfen. Die Frage, ob diese Zwecke durch Anleihe im Ausland oder im Inland zu decken sind, wird aber vom Reiche nicht mehr geprüft. Hirsch verlangt außerdem, daß die Reichsbank sich durch Uebernahme kreditoersicherter Handelswechsel na der Konsumfinanzierung> beteilige, er fordert weiter eine große innere Wohnungsbauanleihe, betont die Notwendigkeit des Preisabbaues und stärkere Maß- nahmen gegen die Kartelle, verlangt eine gesunde Handels- &o l i t i k und eine umfassende Oedlandskultur. Das rbeitsprogramm solle in einem Notgesetz der deut- schen Arbeitsbeschaffung zusammengesetzt werden. Tatsächlich hat die Regierung auf allen Gebieten, die zur nachhaltigen Bekämpfung der Krise in Betracht kommen, bis- her so gut wie gänzlich versagt. Die Arbeitslosigkeit droht wiederum zu steigen. Es wäre an der Zeit, daß nun endlich die große Aufgabe in Angriff genommen wird, durch Beseiti- gung der noch vorhandenen Mißstände im Bank- und Kartell- wefen, durch eine Befruchtung des Wohnungsbaues und ein« Ausgestaltung der Handelspolitik den Grund zu einem an- haltenden Konjunkturaufstieg zu legen. Statt dessen läßt man ruhig die Dinge laufen, bis auf den kurzen Wellenberg der Konjunkturbesserung wieder ein R ü ck s chl a g erfolgt, den die Regierung focjar selb st voraussieht, ohne auch nur im geringsten mit energischen Maßnahmen gegen die wirk- lichen Krisen Ursachen anzukämpfen. Für ein Notgesetz der deutschen Arbeitsbeschaffung bieten die Vorschläge von Hirsch sicherlich eine posittoe Grundlage selbst dann, wenn man der einen oder anderen Einzelheit nicht zustimmt. Garibalöi und Macia verhastet. Wegen des katatonischen Unternehmens. Baris. 13. November.(Eigener Drahtbericht.) Der spanijche Separatistenführer Oberst Macia ist am Sonnabend nach Paris übergeführt und mtt dem Italienischen Leckspitzel Garibaldi konfrontiert worden. Im Anschluß daran wurde der Presse mit- geteitt, daß Macia und Garibaldi nicht mehr„Gäste" der Sicher- heitspolizei seien, sondern daß der Untersuchungsrichter H a f t b e- fehl« unterzeichnet hat. Maria wird beschuldigt, in Frankreich Munition und Explosivstoffe angehäuft und ein Komplott an- gezettell zu haben. Garibaldi wird d«r Mitwisserschaft beschuldigt. In der Anklage gegen Garibaldi steht nichts von seinem Verhalten als italienischer Polizeispitzel. Gegen Frankreich und Freisinn. pari». 13. November.(WTB.)„Oeuvre" meldet, daß gleich- zeitig mit den Zwischenfällen vor dem französischen Konsulat m Ben- timiglia sich ähnliche Zwischenfälle in folgenden italienischen Städten ereignet hätten: in Venedig, wo ein Faschist das Abzeichen des französischen Konsulai» abgerissen habe, ferner In Bologna, Neapel und Genua. In Mailand seien drei Antifaschi- sten getötet worden. Die Villa des ehemaligen italienifchen Botschafters m Pari», Sforza, sei von den Faschisten in Brand gesteckt worden. Der Rest ist Schweigen... Stimme eines Nationalisten. Im„Arminius", der nationalistischen Zeitschrift, in der sich die 'Jung- Stahlhelmer ein Stelldichein geben, beschäftigt sich einer von ihnen mit der neuerlichen Erklärung der Stahlhelm- leitung, daß sie keine gewaltsamen Umstürze mitmachen, sondern nur Einfluß aus die Politik suchen würde. Der Stahl- helmer im„Arminius" meint, daß das leichter gesagt als getan sei: „Wenn ich als Nationalist die Frage auswerfe:„Was soll ich bei der nächsten Wahl mit meinem Stimmzettel tun?" dann piuß ich ehrlich anworten:„Ich weiß es nicht." Die völkischen haben für jeden realpolilisch denkenden Menschen vollkommen abgewirtschaftet. Die Deutschnationalen mit ihrer unsozial'seudal-reaktionären vcschränktheit und ihrer trotz allen Ableugnungsversuchen und mittclsländlerischcn Konzessionsschulzen unentwegten ungeistigen Hochnäsigkeit kennen wir zur Genüge. Die Deutsche Volkspartei mit ihrem Außenpolitiker S t r e s e- mannn... nein, danke verbindlichst. Der Rest ist Schwei- g en. Ueberhaupt nicht wählen? Das bedeutet eine Stärkung der Linksparteien. Was also? Von zwei Uebeln das kleinere und damit die Deutfchnatlonalen wählen? Das besorgt der größte Teil der Kampsbündler seit sieben Zahren mit oller Gewissenhaftigkeit und hat diesen unerträglichen— well unehrlichen— Zustand satt bis zum Erbrechen." Der gute Maqn erwartet nun von der Stahlhelmleitung nähere Auskunft, was er tun soll. Er wird vergebens warten. Der Gründer und nominelle Führer des„Stahlhelms" ist ein Volts- p a r t e i l e r und Freund Strefemanns. Die tatsächlichen Machthaber sind«xtrem völkische Rechtspolititer. Ehr- Hardt gehört auch dazu. Deshalb scheint uns, daß die Stahlhelm- leitung dem neugierigen Frager mit seinen eigenen Worten ant- «orten dürste: Der Rest ist Schweig«»! vom Leidensweg des Achtstundentags Aus dem mitteldeutschen Braunkohlenbergbau. In welch unerhörten Weis« die Arbeitszeit in den Tiefbougruben im Braunkohlenbergbau Mitteldeutschlands verlängert wurde und mi: welchen Mitteln, zeigt die folgende Schilderung: Für den mitteldeutschen Braunkohlenbergbau besteht«in« tariflich geregelte achtstündige Arbeitszeit. Unter Aus- Nutzung ihrer damaligen Machtstellung, haben die Unternehmer im Jahr« 1923 ohne Mitwirkung der am Tarifvertrag beteiligten Arbeitnehmerparteien, unter dem Vorsitz eines V e r- tretcrs des Reichsarbeitsministeriums, des Ober- regicrungsrates Dr. Tiburtius, ein ZUehrarbeitsabkommen durchgesetzt, nach dem, mit der Maßgabe gegenseitiger Kündigungs- Möglichkeit, die Arbeitszeit wesentlich verlängert wurd.'..' Obwohl heute die damaligen Boraussetzungen für die Arbeitszeikoerlängerung läng st nicht mehr vorliegen, lassen die Unternehmer kein Mittel unversucht, die Arbeitszeit noch weiter zu verlängern. Da ihre Pläne auf legalem Wege scheitern mußten, sind sie mit dem Versuch einer raffinier- ten Auslegung des Mehrarbcitsghkommens für die Tiefbau- gruben zum Ziel« gekommen. Unter dsm unparteiischen Vorsitz eines vomReichsarbeits- Ministerium beauftragten Oberbergrates hat die Oberschieds stelle für den mitteldeutschen Braunkohlenbergbau die Arbeitszeit für die Tiefbougruben der Grub« Ramsdorf(Dea) um tcig'.ich etwa 40 Minuten verlängert. Dieser völlig Unhaltbare, jedes normale Rechtsbewußtsein ver- letzende Schiedsspruch ist folgendermaßen zustande gekommen: Nach dem Tarifvertrag rechnen Ein- und Ausfahrt in die Arbeitszeit: die Ausfahrt begann am Füllort. Nach den Bestimmungen des Mehrarbeitsabtommeus rechnen Ein- und Ausfahrt nicht mehr in die Ar- b e i t s z e i t. Die Arbeitszeit begann und endet« also vom Jnkraft- treten des Mehrarbeitsabkmmnens ab nicht mehr beim Besteigen oder Verlassen des Förderkorbes, sondern am Füllort. So ist das Abkommen auch tatsächlich weit über zwei Jahre auf allen Gruben durchgeführt worden, bis schließlich ein„findiger" Kopf auf die Idee kam. auch den Weg vom Füllort bis vor Ort tArbeitsstelle) aus der Arbeitszeit herauszunehmen. Man wollt«, wie man so schön sagte, eine„reine Arbeitszeit" schaffen. Der durchschnittlich« Weg unter Tage beträgt j e 20 Minuten, so daß«in« solche Auslegung des Mehrarbeit?- abkommens einer Arbeiiszeiwerlängenmg von täglich 30 bis 40 Minu- ten gleichkäme. Obwohl es im Bergbau selbstverständlich ist, daß d i« A r b« i t s- zeit mit den bei der Einfahrt beginnenden Bergbauge- fahren begann— ordneten die Ramsdorfer Kohlenwerke anfangs des Jahres gegen die Zustimmung der Betriebsoertretung und der Belegschaft völlig willkürlich die so konstruiert« ver- löngerte Arbeitszeit an. Es kam zu einem Streitverfahren, in dem die t a r i f- lichs Oberfchiedsstell« in Halle endgültig entscheiden mußt«.* Die Oberschieds stell« entschied sehr merkwürdigerweise nicht auf Grund des gedruckten Mehrarbeitsabkommens, sondern sie lud die Beisitzer der Schlichterkammer vom 22 Dezember 1923 zu Verhandlungen nach Berlin, um sie als Zeugen zu befragen, was sie sich bei dem Zustandekommen des damaligen Abkommens gedacht haben! Ueberein stimmend erklärten die Zeugen, Generaldirektor Büren, Direktor Leopold und die beiden Arbeit- nehmerbeisitzer, daß in der seinerzeitigen Spruchkammer davon, daß der Weg vom Füllort bis vor Ort in die Arbeitszeit ge- hören solle, kein Wort gesprochen sei, daß deshalb auch schriftlich nichts niedergelegt werden konnte. Di« Arbeitnehmerbeisitzer erklärten überdies:„Hätten die Unternehmer damals eine solche Aenderung beabsichtigt, so hätten� wir unser« Zustimmung zu dem Abkommen bestimmt nicht gegeben." Nachdem vierZeugen übereinstimmend bekundet hatten, daß die Absicht der Unternehmer dem Mehrarbeitsabkommen zuwiderlaufe. konnte das Schicksal des Ramsdorfer Willküraktes nicht mehr zweifelhaft sein. Trotzdem kam«s anders. Es wurde der damalig« Vorsitzende der Spruchkammer, Oberregierungsrat Dr. T i- burtius,— jetzt Syndikus des Einzelhandels- verbände?— der Vollständigkeit halber auch noch als Zeuge geladen. In einem ähnlichen Verfahren zu Beginn des Jahres war Dr. Tiburtius über dieses Thema schon einmal vernommen und hatte dort ausgesagt: „Ich war wohl der Meinung«in« reine Ar- beitszeit vor Ort zu schaffen, aber ausdrücklich be- sprachen und schriftlich sesigelegt worden ist das damals nicht." Dem Gnmd? noch stimmten also sämtliche Aussagen überein. Völlig überraschend'rklärt« plötzlich derselbe Dr. Tiburtius, acht Monat« nach st ine r ersten Aussag« ganz positiv, daß in der Schlichterkammer vom 22. Dezember 1923 über k«n Begriff von Ein- und Ausfahrt und darüber, daß dazu der Weg vom Füllort bis vor Ort mst gehören soll«, eingehend gesprochen und beschlossen sei. Dr. Tiburtius sagt« sogar aus, daß di« Kammer, wenn nicht einstimmig, so aber mit Mehrheit seiner Ansicht gewesen sei. Trotzdem sämtliche Zeugen das glatt« Gegenteil ausgesagt haben und trotz der früheren Aus. sage von Dr. Tiburtius selber, stützt« der Vorsitzende sein Urteil sonderbarerweise lediglich auf diese neue Aus- sage und die yberschieds stelle entschied mst Mehrheit: „Im Sinne des Schiedsspruches vom 22. Dezember 1923 gilt der Weg vom Füllort bis zur Arbeitsstelle und zurück nicht«äs Arbeitszeit." Dieser Spruch ist einfach unhaltbar. Nicht was di« Bei- sitzer sich seinerzeit gedacht haben, gilt, sondern was urkundlich niedergelegt und später vom Reichsarbeitsminister für verbindlich erklärt wurde. Di« sich völlig wider- sprechend« Aussag« des Dr. Tiburtius ist ein Kapitel für sich. Der dimwlig« Spruch wäre nach der jetzigen Auslegung von Tiburtius sicher nicht für verbindlich erklärt worden. Zu einer derart gewaltsamen Auslegung liegt aber auch heute kein Anlaß vor. Damals sollte das Abkommen einer vorübergehenden wirtschaftlichen Schwierigkeit des Braunkohlenbergbaues abhelfen; der ist längst abgeholfen. Die Braunkohlenindustrie ist inzwischen sehr gesundet. � Die Unternehmer oersuchen natürlich diese Entscheidung, di« nur für die Ramsdorfer Kohlenwerk« Rechtskraft hat, allgemein zur Anwendung zu bringen. Das muß verhindert werden! Ohne Zustimmung der Betriebsvertretung darf das bis- herig« Arbeitszeitverhältnis nicht geändert werden. Das Arbeitszeitnotgesetz aber hat hier ein« durch- schlagend« Begründung erhalten, die nicht mißachtet werden darf. l>er Mißbrauch mit öen Ueberftunöen. Welch ungeheurer Mißbrauch mit den Ueber stunden getrieben wird, zeigen u. a. die Zustände in der Provinz Hannover. Am 1. Oktober zählte die Provinz 46 834 Unterstützungsempfänger. In derselben Provinz wurden während der letzten Zeit in etwa 46 Zuckerfabritbetrieben mit 4500 Arbeitern täglich annähernd 18 000 Ueberstunden geleistet, in den Zementfabriken Itzehoe und Stade bei 1770 Arbeitern täglich 3540 Ueberstunden. in Misburg und Höxter 4080 usw. All« Einwände der Arbeitgeber ändern nichts cm der Tatsache, daß in Hunderten von Betrieben der gleichen Branche die gleiche Ware in ganz verschiedenen Arbeitszeiten hergestellt wird. Muß das unter allen Umständen so bleiben? Der BescKäfti�un�s�rad m De utscKlancl Anfang OktobeT 199.5*1.1996 z ln.0/o der erfaßten Mitglieder A 1��5,3 195b IkllWlväftiCte(*] Kurl arbeit er B Vollarl) eltslose D is.,">»» Metallindvistrie A8( ib.« S- bO »5.« Baugewerbe H ol i In d�ti atrT« Text ilind ustrie A s lahrun�?- o-sien nfcmifteL A b Bucbdrack.«- buckbin ära A b Verkebrsl,« werbe A b ei.« ii.-« i.o 61.«_ Ig.« i-* si.i 90.. «9.» il.i T.» fe.a 86.* Ö.9 vas firbeitsschutzgefetz. Der Entwurf des Arbeitsschutzgesetzes ist nach den Beratungen im Reichskabinett nunmehr in seiner endgültigen Fassung fertiggestellt worden. Wie wir erfahren, ist damit zu rechnen, daß der Entwurf in etwa acht Tagen oeröfsentlicht wird. Berantivortli» für Politik! Dr. Satt Wirtschaft: Arinr«ateraa»; Scwrrllchastsbeweaan«: grirdr. Egkora! Feuilleton:*. 8. DSscher: Lokale» und Sonstiaes: Fritz Narsiädt: Ameioen: Ttz. Sloekc: sämilich in Berlin. Bcrla«: Vorwäris-Berlatz®. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdruckerei und Berlaasonlialt Paul Sinoer n. So. Berlin SW 68. Lindenliroke S. Sier,a 4 Bcilaae»,„Uaterdaltana aab ffiiflea* aab„Sas der tfUm-Bett*. bnrorrogeab bewährt»ei Gicht, Rheuma, Ischias, Grippe, Nerven» und Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten. Togal stillt die SchmeeDea und scheidet die Harusäurr au«. Kein« schädlichen Nebe»- Sie Ihren Arzt!— Su allen Apotheueu erhält. ich. »irduuge».— Iragen � KJB LI Ol MB Chinin 7U Acld.«cet uml.mdtOO Am jL KÖNIGSTRASSE SPANDAU ERSTP GEGRÜNDET 10 1.5 Pamewkleid— ig Jumperbluse �,£�2.90 Klctd aus reinaeid. CrGpe rtQ de Chine m. lang. Ärmeln%\J� Tanzkleid aua reinaeidenern CrÄpe de Chine, m. FUttcrn O/J und Pcrl-m beaetzt...... ODeWV/ Mantel tfiinwolL Velour» de laxne Kragen. Manachetten und OQ untere Kante m.Pelz besetzt Oc/oV/W Morgenrock LjÄend.S.TS W Morgenrock reinwonener = Velour» de leine. Schal* cy A = kragen u.ManjcK.. be.dckt w B Damenwäsche 3 Extra-Angebote ReintvoTl. Pullovcrstoffc mollige Winterware _ Mir. Reiniooll. Gabardine ▼orzugl. Kammgarn-"JP Qualität. 130 cm br� Mir. ReinutoUene Mantel- u. Ulsterstoffe � m. Iari»rt«f Abioit«, 130 on Wtr.» M Seide an— Samt nr*-. J m. Sticlcerei-Eina. iaghemd und...... Nachthemd eck. Aua�Kn. reich gestickt, mit Langelte Prinzeflrock m. Stickerei. Einsatz und Ansatz....... Hemdhose g�nttz 1.45 3.75 3.90 4.25 iinoieiam Läuferstoff-Reste bi'LfsTi«; Mtr. 1.75 Mtr. 2.45 100 cm breit........ Mtr. 2.70 65 cm breit 90 cm breit. = Linoleum-Auslagcstoff-Reste 200 cm breit, bunt gemuatert � � _ Quadratmeter = Linoleum-Votlagen W 60 x 100 cm 2.40 NleSSaUne in(einenStreifen fy A C reine Seide, ca. S5 cm..Mtr. Crepe de Chine schwarz, weiß und neueste Farben, A ca. 100 cm breit........ Mtr. �.C/V' Köpcrvelvct schwarz und A q/i\ neue Jacquard-Musler... �: Weiiwareai Pullover für Damen, mit Kragen, Q/> M Halbwolle mit Kunstseide, fcingestrlclct Oet/W Pullover 9.75 i Herren- Wes ten r»tricM,« a j-/-v~ Reinwolla, mit Kragen. X AeOV/ : Wollene Schals handgewebt gestreift oder kariert O : Große 30 X 1 60 cm....• O w w»«»»— M—tz—»»«■»—«Mm»««»»« Ml—»»»»—«—»«< Nr. SZS � 43. Jahrgang 1* Sonntag,?4. November Ich 26 Die Republik steht in einem Briefmarkenkampf. Herr Stingl, der bayerische Partikularist, ist der kleine Metternich, der mit dem Königskopf in der Republik die Gemüter für den fchwarzweihroten »Wiederaufbau" sturmreif machen will, wobei es komisch berührt, daß der Preußenkönig Friedrich, dieser markanteste Repräsentant preußisch-dynastischer Hausmachtinteressen, die großdeutsche Bewe� gunp der Jetztzeit symbolisieren soll! Was Wilhelms halbabsolu- tistisches Regime nicht fertig brachte, ja nicht einmal versuchte, das soll in der Republik Erfüllung werden: Hohenzollernunterricht für Erwachsene und Kinder auf der Briefmarke. Die Marke in aller Welt. Ob Kopf oder Wappen die sauberste Lösung des künstlerischen Problems der Briefmarke darstellen, ist eine umstrittene Frage. Recht gewagt sind die Symbolismen, die Phantasten dem Marken- klebenden als geistige Kopfnüsse anbieten. Erinnert sei hierbei an die schauderhaften deutschen VerIrrungen der Inslationszeit. wo mit dem Millionenrausch der Zahlen seltsame Briefmarkenblüten entstanden, um ebenso schnell wieder zu oergehen, womit jedoch nicht einer grundsätzlichen Ablehnung des Symbols aus der Brief- marke das Wort geredet sei. Weniger hübsch als sinnvoll sind xe- wisse stilisierte Serien der französischen Republik, die jedem Marken- liebhaber bekannt sein dürften. Seit Bestehen des Deutschen Reichs ist die neue Serie, die jetzt herauskam, die erste deutsche Kopsserie. Die Marken des kaiserlichen Deutschland waren Wappen und Ger- maniabrustbild. Bekanntlich war der Postdienst zentralisiert, nur Bayern machte die berühmte parttkularistische Ausnahme. Ungefähr bis 1908 hatten die Bayern Wappenmarken, später kam dann die Jubiläumsserie. Interessant ist es. auf die Markenhistorie anderer Länder zu blicken. Die Vereinigten Staaten von Amerika brachten drei Serien mit den Kopsen der verschiedensteu Prädenten heraus: im internen Dienst der Ministerien, nicht im Publikums- verkauf, zirkuliert die A b r a h a m-L i n c o l n-M arte. Mexiko wechselte mit dem Wappen(Adler) und Bilderserien der Staaten, Venezuela führt den Kopf Bolivars. Die Monarchien(England, Dominion Indien und Italien) führen den Königskopf, die Repu- bliken Portraits ihrer Präsidenten. Der Königskops in einem republikanischen Slaatsweson ist also Original-Made in Germany, ist einzigartige deutsche Erfindung. Das französische Kaiserreich dienerte kurz vor dem Royalistenkladderadatsch noch einmal vor dem dritten Napoleon, die kämpfend« Republik prägte auf der Marke� Kopf oder figürliches Symbol des neuen Staates. Die Schweiz Hai Wappen und sie zeigt serner eine Tellserie. Norwegen und Schwe- den, die Monarchien, Monarchenköpfe. Serbien, Bulgarien, alle englischen Kolonien führen Köpfe auf der Marke, Brasilien und Chile haben Präsidenten- und Kolumbusmarken. Wir sehen also: es gibt kein« Republik, die einen monarchistischen Kops ontirepu- blikanischer Propaganda als gängigste Marke einführte. Die Repu- bliken haben Prästdentenmarken. Und in Kensequenz dieser Er- kenntnis wäre man oersucht, den Postmeister zu fragen: wo bleibt die Ebert. Marke? Einige Feststellungen. Am selben Tage, da der Stingl den Jünglings- und Jungfrauen- vereinen die„nationale Briefmarke" schenkte, ließ Hugenbergs „Lokal-Anzeiger" einen Schwärm von Reportern los, die, die patriotische Markttasche und den Zeichenstift unter dem Arm, Nicht Fridericus— sondern Schiller. „Fridericus Rex" einholen sollten. Am nächsten Morgen nun weinten sie aus, was ihre erschütterte Seele vernommen. Wie da das immer fällige, immer tatbereite Mütterchen mit den treuherzigen Blau- äugen und dem energischen Zug im Gesicht an den Schalter ge- treten sei und mit fester Stimme den„Alten Fritz" verlangt habe, wie der steinalte Mann mit dem martialischen Kriegerblick und den unwahrscheinlichen Blechbehängen aus der Familienvitrine die Lippen auf Stingls Werk preßte und es dann mit tränendem Auge ins Portemonnaie gleiten ließ----, ho, das war die Seele des Volkes, die dem Hohenzoller und seinem Propagandachef warm entgegcnschlug. Welch lächerliches Theater! Es sind wohl jetzt zwei Wochen her, daß der Postmeister der Republik die Fridericusmarke auf das Publikum losließ. Es interessierte immerhin, wie dieser Coup einschlagen würde und ob die Spekulation aus die Autori- tätsinstinkte der ewig Dummen dem Monarchisten Stingl immerhin eine geschäftliche Chance gibt, und so mochten wir uns denn auf, um an verschiedenen Stellen Groß-Berlins Stichproben vor- zunehmen. Kein angenehmes Amt, sich vor erstaunten Postbeamten als vom„Fridericiis"-Bazillus Infizierter lächerlich zu machen. immerhin, die Streiftour lohnte sich. vor üen Schaltern. In Reukölln. Postamt Berliner Straße, kann man den Schiller für 5 Pfennige erstehen, aber den„Fridericus" gibt es nicht. Der Beamte ist nicht sonderlich redselig. Eine harte Nuß für den Inter- viewer. Jawohl, er hat den Alten Fritz schon gehabt. Er wird jedoch nur ausgegeben, wenn er verlangt wird. Die alten Bestäube müssen vorerst aufgebraucht werden. Ob man ihn häufig verlangt? Der Gute hinter dem Schalter merkt den Spürhund. Wann er nur wüßte, von welcher Fakultät! Und so antwortet er ausweichend: „Es wird vieles verlangt, es geht..."„Manchmal" und wahr- scheinlich wollte er sagen,„kommt so ein Rindvieh." Aber er sagt nichts. Er verschluckt es wohl. Und so wandern wir weiter. Im Postamt am Tempclhofer User wird man auf der Fridericus- jagd weit freundlicher aufgenommen.„Eine Zehnpfennigmarke, bitte." Der hinter dem Schalter greift zum alten Bestand.„Ach, hören Sie, können Sie mir nicht eine neue Marke geben?"„Hm, hm." Der Beamte wird ein wenig rot und die Bitte scheint ihni gar nicht unangenehm zu sein. Wittert er einen Gesinnungsgenossen? „Wird sie viel verlangt?" Damit kann er nun leider nicht dienen. „Wenig, vorerst wenig. Ja, wissen Sie, wollen Sie vielleicht mal meinen Kollegen fragen?" Am anderen Schalter sitzt ein Mann, dem die Korrektheit aus den Augen blitzt. Er scheint nicht frideri- zianisch. Er ist unergründlich. Aus Prinzip. Und liebenswürdig öffnet er den Mund:„Bitte, wenn Sie einen Kollegen fragen wollten...?" Auf dem Poskamt 48. Friedrichsiraße, kommt man dem Mann am Schalter mit Psychologie auf die Spur. Ehe man zum Fragen kommt, muh man eine balbe Stunde warten. Eine unendliche Schlange. Zum Teil Geschäftsboten, die sich nun engros für den Poltoertrieb eindecken, keiner verlangt Fridericus. Alle bekommen sie die alten ZNarken. Nun ist die Bahn frei.„Eine Zehnpfennigmarke, bitte..."„Wie? Ach so!" Er gibt die Adler- marke.„Ach, haben Sic nicht eine neue?" Er sucht, sucht ver- zweifelt, irgendwo entdeckt er einen schmalen Streifen.„Ach, wissen Sie, geben Sie doch lieber zwei Schillermarken o 5!" Verständnis- Die Wunöer öer Klara van Haag. 13� Van Johannes Vuchholh. Aus dem Dänischen übersetzt von Erwin Magnus. Er dachte an die Möglichkeit, Sivert aufzuspüren und einzuholen und ihn heimzubringen, lebendig oder..., nein, lebendig mußte er sein, um einen Wert zu haben. Da aber weder die Nachbarn noch andere das Geringste von Sivert gesehen hatten, mußte er schließlich die Jagd einstellen und umkehren. Da war es Mittag. Seine Frau stand am Herd und fragte, ob es ihm vielleicht passe, jetzt zu essen. „Wenn es sein muß," sagte er, etwas besänftigt durch den Essensduft. Anna beeilte sich, so sehr sie konnte. Sie hatte aus An- laß des Tages für ein kräftiges Beefsteak gesorgt. Für Eg- Holm natürlich. Sie selbst hatte nur geringen Appetit. Denn wo mochte ihr lieber Sivert wohl umherirren? Da geschieht es, daß dieses Beefsteak eine noch wunder- samere Wirkung ausübt, als sie selbst zu glauben gewagt hat. Als sie das lebhaft dampfende Gericht aus eine Schüssel legt, sieht sie eine Hand und einen grünen Rockärmel sich durch die Bodenluke herunterbeugen und ihr einige Male zuwinken. Sie sieht weder das Gesicht, noch sonst etwas außer d'esem wmkenden Arm, ober das genügt vollkommen. Nicht allein, daß sie den Aermel erkennt, sie hat auch gewisse psychologische Gründe, zu glauben, daß Svert selbst an dem Arme hängt und ihn in winkende Bewegung in der Richtung der Beefsteak- schüsiel setzt. Die Muttersorgen lösen sich plötzlich in Dampf und Nebel auf. ja. sie lacht"förmlich übers ganze Gesicht, als sie mit dem Essen zu ihrem Mann hineinläuft. Ein Glück, daß er mchts entdeckt. Gleich darauf hat sie zwei gute Stücke auf einen Teller gelegt und knirscht leise die Leiter hinauf. Sie schüttelt den Kopf und droht Sivert lächelnd, und er lacht begeistert Zurück, tut als spiele er Harmonika oder was ihm sonst Amüsantes einfallen kann. Dann faßt er ihre Hand und führt sie durch all das Gerumpel, das hier aufgestapelt ist. Am fernsten Ende des Bodens hatte er sich aus einem alten Bootsegel ein Zelt gebaut. Auf wenige Schritte war alles unsichtbar, da es kein Bodenfenster in der Nähe gab. Unter dem Ze't hatte er einen Dachziegel so weit gelockert, daß ein Lichtstrahl hereinfiel. Die Mutter sah, daß er sich mit einem bedeutenden Haufen verstaubter illustrierter Blätter unterhalten und sich ein ganz ordentliches Bett aus Säcken und alten Kleidern bereitet hatte. Sie flüsterten zusammen: „Du bleibst doch wohl nicht zu lange fort, Sivertchen?" „Ach, denk nur nicht an meine Heimkehr. Ich bin ja eben erst abgereist. Ich befinde mich überall in der Welt wohl und gehöre nicht zu denen, die an Heimweh oder dergleichen leiden." „Na ja, ja, solange ich dich in der Nähe habe, geht es ja wohl. Schmeckt dir das Essen?" „Etwas mehr Pfeffer würde nicht schaden." „Du mußt es immer so scharf haben, aber ich werde..." „Danke. Aber dann muß es ein bißchen schnell gehen, sonst läufft du Gefahr, daß ich es vorher aufgegessen habe." „Ja, ja. Ich stelle die Pfefferbüchse in die Bodenluke, dann kannst du dir sie selbst nehmen." „Tu das nur. Es freut mich, wenn ich- dir beim Tisch- decken ein bißchen behilflich sein kann," sagt Sivert voller Freundlichkeit. Emanuel wurde am selben Tage in Siverts Ausenthalt eingeweiht. Er fand die Geschichte großartig romantisch und verbrachte seine meiste freie Zeit in Siverts Höhle. Sie vereintarten Signale. Wenn die Ofentür hart zuzuschlagen wurde, kroch Sivert ganz tief unter die Decken und wagte kaum, Luft zu schöpfen, denn dann war der Vater in der Nähe. Wenn aber Emanuel seinen Kamm nahm und spielte: „Stürmisch die Nacht, und die See geht hoch...", dann be- deutete es, daß der Gefürchtete im Begriff war, den Havelock anzuziehen, um auszugehen: Sivert konnte sich freuen, und wenn die Melodie überging in:„Der Mai ist gekommen...", dann kam der freiwillige Gefangene die Leiter herunter, sah zwinkernd in das Licht, mit Spinnweben im Haar, aber sowohl in bester Laune w'e in seinem besten Zeugl. Er er- klärte, er würde hundert Jahre auf Reisen bleiben. „Ja, aber das Nichtstun tut dir nicht gut," sagte die Mutter bekümmert. „Ach, ich habe eine eiserne Gesundheit und überstehe es leicht." „Wenn du nur mit Nadel und Faden umgehen könntest, dann..." „Bring mir nur ein paar Nadeln, die kann ich gerade gut gebrauchen. Faden ist nicht nötig." „Oder wenn du dich ein bißchen im Schreiben mit Feder und Tinte übtest." „Bring mir ein bißchen Tinte. Aber behalt nur die Feder." „Wie willst du denn ohne Feder schreiben und ohne Faden nähen, du Eulenspiegel." „Frag nicht, das betrifft meine echte Liebe," sagt« Sivert mystisch. „Die werde ich schon respektieren," sagte die Mutter ge- rührt.„Ohne sie ist die Erde nur eine unfruchtbare Wüste. Hier hast du Nadeln. Jetzt werde ich ein bißchen Tinte für dich stehlen." „Was willst du aufstellen?" fragte Emanuel, als sie aus ihrem Versteck gekrochen waren. „Laß mir' Zeit, und du wirst klug werden! In zwei Tagen soll eine Gedenktafel enthüllt werden, und dann sollst du unter den Zuschauern sein!" Sivert war noch nie ein so prächtiger Bruder gewesen wie jetzt Emanuel hoffte, daß diese spannenden Zustände recht lange dauern sollten. Zwei Tage später beginnt Sivert dann ohne ein Wort Rock und Weste auszuknöpfen. Was in aller Welt soll jetzt geschehen? Sivert zieht das Hemd beiseite und sieh— auf seiner bloßen Brust steht eine lange, merkwürdig-- Tätowierung. Emanuel geriet außer sich vor Begeisterung. „Lies!" gebot Sivert. „Das ist ja hebräisch oder sowas." „M i n n a L u n d steht da!" „Nein— weißt du— Minna Lund steht da nicht!" „Willst du sagen, es fei nicht richtig buchstabiert?" „Ach, aber es steht ja verkehrt!" Mit zitternder Hand zog Sivert einen kleinen Spiegel heraus und untersuchte damit seine Isischrift. Sein Brust- kästen war so hohs, deshalb sah er leichter in einem Spiegel als direkt. „Was für ein Unsinn. Es steht richtig!" „Ja, im Spiegel. Im Spiegel steht es richtig, es ist in Spiegelschrift geschrieben." „Tadellos!" „Ja, aber von vorn gesehen ist es umgekehrt." Sivert grübelte darüber nach und sagte:„Von vorn, ja, aber wer soll es von vorn sehen, wenn das Hemd es bedeckt. Nein, von innen soll man es sehen. Ich sehe durch meine eigene feine Haut hindurch und lese den teuren Namen richtig: Minna steht da und Lund steht da. Ich kann doch wirklich nicht vor euch allen für meine auserwählte L-ebsts Reklame machen. Nicht wahr? Sag nein teurer, geliebter Emanuel!" (Fortsetzung folgt.) inniges Schmunzeln in der Runde. Der Alte Fritz sinkt In seine Vergessenheit zurück. Postamt tinkslratze, nahe Potsdamer Bahn- Hof. Am ersten Schalter, wo man ihn verlangt, ist der Alte Fritz nicht vorrätig. Man habe die Marke ober früher besessen. Ja, schnell weggeben. Woher der flotte Absatz?„Kein Massenvertrieb. Aber einige Liebhaber." Am anderen Schalter kauft ein unter- nehmungslustiger junger Mann 60 Stück. Er will, scheint's, sein Zimmer damit tapezieren. Der Beamte, der näheres sagen sollte, ist brummig. Es kommen zuviel Neugierige. Und schon kommt ein anderer heran:„5 a 10, bitte. Aber ohne Kopp!" So sind die Leute. Undankbar, höchst undankbar. Wo es der Stingl doch so gut meinte um die„nationale Wiedergeburt"! Im übrigen ist fest- zustellen, datz der Vertrieb der.,Fridericus"-Markc sehr unterschied- iich ist. Gin Beamter, mit dem wir sprachen, hat bis jehk 2i00 Stück umgesetzt. Allerdings decken fast ausschlietzlich grötzcrc kSeschästzleute bei ihm ihren Bedarf, ein anderer, in sehr„patrio. tischer" Gegend, verkaufte in einer Schicht 2SS Stück— an Liebhaber. Ucbrigens scheint es gewissen Beamten gar nicht schnell genug zu gehe», bis der Alte Fritz unter diese Leute kommt. Aus dem Postamt W. S1 in der Zietenftraße Hai ein Schalterbeaniter sich den verfrühten provokatorischen Silvesterscherz erlaubt, an Stelle des Kleingeldes Fridericus-Marken anzubieten, was aber vom Publikum erfreulicherweise energisch zurückgewiesen wurde. -i- „Zivilcourage" ist ein schönes Wort, oft angewandt und sehr selten betätigt. Ach, da sind hunderte sehr wackerer und durchaus überzeugter Republikaner, Männer, die parteipolitisch organisiert sind, die ihre politische Zeitung halten, aber es ist ihnen„zu un- angenehm",„peinliches Aufsehen" zu erregen. Wenn man ihnen am Schalter den Briefmarken-Fridericus entgegenstreckt, so denken sie: „Ach, eigentlich sollte man ja zwei Fünfer... Immerhin, einmal ist schließlich kein Malheur. Soll ich den Mann beleidigen?" Und schon klebt der Stinglfritz frank und frei auf dem Brief des „loyalen" Republikaners. Hier gibt es eben nur Selbsthilfe, klebt zwei Schlllerinacken aus den Pries und laßt den mißbrauchten ..Fridericus" neidlos den„Patrioten". Die Handlung erweist dem toten Friedrich den größten Ehrenretwngsdienst, und zwar ohne ihn zu überschätzen. Cine �utobusgroßgarage. Die Aboag zeigte gestern ihren neuen großen Betriebs- b a h n h o f in der H e l in h o l tz st r a ß e, der am Montag dem Berkehr übergeben werden soll, einem großen Kreis der Berliner Presse. Das Gelände auf den alten Spreewiesen im Norden Ehar- lottenburgs ist für diesen Zweck sehr geeignet. Die Zufahrtsstraßen liegen sehr günstig. Die H a u p t e t n f a h r t ist an der Helmholtz- straße. Von dort führt eine Zufahrtsstraße auf den Fahrhof mit Berwaltungsgebäude und Tankanlage. Zwischen diesem und der Morsestraßc liegt die eigentliche Garage mit Werkstatt und Lager. Für den gewöhnlichen Betrieb wird nur die Einfahrt an der Helmholtzstraße benutzt. Sechs große Tore an der Morsestraße sollen nur als Notaussahrten dienen. Diese Anordnung entsprach nicht nur den Betriebsbedürfnissen, sondern auch einem Wunsch der örtlichen Behörden, da an der Morsestraße mehrere große Schulen liegen, so daß hier bei Schulbeginn und Schluß eine außerordentlich große Zahl von Kindern aus der Straße ist. Der Bau, dessen Leitung in Händen des Baurats Ahrens, Berlin-Grunewald, lag, wurde im Juli 192S begonnen. Er erlitt aber eine Unterbrechung, so daß er erst im Mai 1926 teilweis« in vorläufigen Betrieb genommen und im Oktober 1926 fertig übergeben werden konnte. Die Baukosten, einschließlich derjenigen für die Pfahlfundierung und die Sprinkler- anlag c betrugen rund 1,5 M i l li an e n Mark. Die. Garage be- steht aus einer 90 Meter langen Ha.upthalle von ??,Z0' Mete/ Spannweite und einer ebenso langen 19 Meter breiten Waschh'alle sowie aus einem 90 Meter langen und 10 Meter breiten zweistöckigen Anbau. Die Nebenhalle, die sogenannte Wasch- Halle enthält zusammen mit Werkstatt und Lager alle zur all- nächtlichen Pflege und Ueberwachung der Wagen erforderlichen An- lagen. Sie sind zur Anwendung des Fliehverfahrens«ingerichtet. Die Hauptarbeit findet hier von 10 Uhr abends bis 6 Uhr früh statt. Vor 10 Uhr abends sinkommende Wagen werden ungewaschen im westlichen Teil der Haupthalle aufgestellt. Bon 10 Uhr ab fahren in erster Linie die frisch hereinkommenden Wagen, zwischendurch auch die schon in der Halle aufgestellten nacheinander auf die für sie zur Reinigung bestimmten Plätze, auf denen sie je nach Ein- arbeitung des Personals drei bis vier Minuten halten. Die Tank- anlage ist eine Einrichtung, die auf kleinstem Raustie die Abfertigung von zwei Wagen in der Minute mit je 100 Litern Kraft- st o f f ermöglicht. Die Anlage leistet bei dieser Art der Bedienung, also mit Einschluß der Zeitverluste, die durch das genaue Messen und allmähliche Fließen des kleinen Hahnes entstehen, praktisch 13S Liter je Minute an jeder Zapfstelle, da die Brücke drei Füll- schlauche hat, und die Wagen durchschnittlich 100 Liter Brennstoff erhalten, ist die Abfertigung von einem Wagen in jeder halben Minute bequem möglich. Der Betriebsbahnhof Helmholtzstraße ist der größte seiner Art, der zurzeit auf dem Kontinent unterhalten wird. Erweiterung des Hachlomnibusverkehrs. Vom Sonnabend, den 20. November, ab werden die bisher unter der Bezeichnung dl zwischen Halensee Ringbahnhof und Potsdamer Platz verkehrenden Nachtomnibusse unter der Bezeichnung I bis Unter den Linden(Zeughaus) weitergeführt. Ab- weichend von der Führung der Linie 1 im Tagesbetrieb(bis 1 Uhr) nehmen von 1 Uhr ab die Wagen folgenden Weg: Unter den Linden, Friedrichstraßc, Leipziger Straße, Potsdamer Straße, Bülowftraße, Nollendorfplatz. Kleiststraße, Tauentzienstraße, Kurfürstendamm. Die letzten Wagen fahren wochentags ab Unter den Linden 4A0 Uhr, ab Halensee 4.30 Uhr, Sonntags von beiden Punkten um 4.50 Uhr. Billige Fischkage. Zum Bußtag werden große Fänge in Fischen gemeldet. Es kommen am Montag, Dienstag, Mittwoch vom 15. bis 17. November zum-Verkauf: Prima Rotbarsch pro Pfund 30 Pf. frische grüne Herina« pro Pfund 30 Pf., lebendfrisch« große Ostseeschollen pro Pfund 40 Pf., prima Mittelzander (gefroren) pro Pfund 90 Pf. Di« Verkaufsstellen sind wie immer durch Plakate kenntlich gemacht. Soziale verkehrswirtschast in Serlin. Tic Sluslandsanlcihc der Hochbahn überzeichnet. Seit das rote Berlin vor einigen Monaten die Herrfchaft über die Hoch- und Untergrundbahn erlangt hat, ist endlich freie Bahn für eine einheitliche Berkehrspolitik geschaffen. Straßen- bahn. Hoch- und Untergrundbahn, Omnibusbetrieb können auf ein- ander abgestimmt und die Verkehrsverhältnisse so billig und ver- nünstig gestaltet werden, wie es die Wirtschaftslage und ein klar- planender Verstand für eine Weltstadt wie Berlin erlaubt. Eine besondere Genugtuung dabei ist, daß in wenigen Tagen auch ein Sozialdemokrat, der Stadtrat Genosse Reuter, dem Verkehrswesen Groß-Berlins, abgesehen von der Stadt- und Ringbahn, vorstehen wird. Für dies« absolut neuen, von der Arbeiterschaft erkämpften Sozialiftische Arbeiterjugend Groh- Berlin Jungsozialiftische Vereinigung kevolutions-k�eier heule, Sonntag, 14. Nov., vorm. II Uhr. lm Großen Schauspielhan». Einlaß 10 Uhr.— Eintrittskarten k 50 Pf. sind an der Kasse erhältlich BortragSfolge: 1. Gemeinsames Sied: Dir werben An Sterben 2. Prolog: Der neue Simon(Max Barthel). 3. Worte zum Gedenlen der Revolution: A Saengcr, M. d. R. 4. Menschheitswille. Dramatisches Spiel für BcwegungZ-Sprcchchor von Herm. Claudius l Erstausführung), ö. Ge- meinsames Lied: Wann wir schreiten... zukunftsreichen Verhältnisse hat die jetzt mit großem Erfolg durch- geführte lö-Millionendollaranleihe eine weitaus größere Bedeutung, als sonst eine Kommunalanleihe. Der in New Bork zu sehr günstigen Bedingungen(6� Proz. Zinsen, 9414 Proz. Zeichnungspreis) aufgelegte und sofort überzeichnete Anleiheteil von 12 Millionen Dollar(3 Millionen Dollar werden in Holland aufgelegt) ist nicht nur ein Beweis für den Kredit, den die sozialdemokratische Berkehrspolitik Berlins im hochkapstali- stischen Amerika genießt, sie eröffnet auch die Bah n, auf der der systematische einheitliche Ausbau des Berliner Verkehrs fi n a n z i« l l durchgeführt werden kann. Die fast 60 Millionen Mark, die diese Anleihe nach Berlin führen wird, eröffnen in Groß-Berlin nicht nur zum erstenmal unter den Großstädten der Welt im größten Maßstab alle Möglichkeiten zu einer sozialen Bertehrs- w i r t s ch a f t, zu der keine kapitalistische Privatunternehmung fähig ist, sie unterwirft auch für alle Zukunft das Privatkapital gemein- wirtschaftlichen Verkehrszwecken, über die die breiten Volks- massen bestimmen. In den letzten Tagen haben die deutschen Unternehmer in breitester Front gegen die öffentliche Wirtschaft den Kämpf erklärt. Es ist zu hoffen, daß die Berliner Volksmassen und ihre Bertreter für die Art, wie den Herren vom Privatkapital zu antworten ist. durch den zukünftigen Ausbau des Berliner Verkehrs ein Beispiel geben werden._ vom Schicksal gezeichnet. Der Roman eines Kriegsfreiwilligen.. Berufungsinstanz. Eine Betrugsfachc. Auf der Anklagebank ein 27jShriger Zitterer. Sein Kopf bewegt sich unaufhörlich. Er ist der Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzers. Der Vater ist Trinker und maßlos jähzornig. Die Eheverhältnisse sind zerrüttet. Die Kinder verwildern. Sie werden vom Vater brutal gemißhandell. Ein Entmündigungsverfahren gegen ihn rettet nicht mehr die Ge- schwister des Angeklagten: Bruder und Schwester nehmen sich das Leben.. m da....O ssCiil ,7 ,..:C jä-r;, Der Dreizehnsiihrige entläuft dem Elterdhause, läßt sich in Trieft als Schiffsjunge anmustern, heuert in Hamburg auf einem Frachtdampfer nach New Dork. Die Behandlung der Matrosen überttifft an Bru- talität diejenige des Vaters. Der Junge«ehrt, in New Port ange- langt, nicht mehr aufs Schiff zurück. Ohne Sprachkenntnissc ist er in der Fremde. Er leidet Hunger. Endlich findet er Arbeit. Der Krieg bricht aus. Vaterlandsromantik entflammt das Herz des Sechzehnjährigen. Auf einem schwedischen Dampfer unter falschen Papieren eilt er als Schiffsjunge Europa entgegen. Im Sund fällt er, vom Steward verraten, einem russischen Kriegsschiff in die Hände. Petersburg, Moskau, Wjatka, Sibirien. Brutale Behand- lung. Schädelbruch durch einen Gewehrkolben verursacht. Flucht nach Petersburg. Dann auf einem schweizerischen Dampfer nach Stockholm. In Kiel wird er zum Funktelegraphisten ausgebildet. Er kämpft in Frankreich, in Oesterreich, dann folgen die Ereignisse: Verwundungen, Urlaub, Dienst auf einem U-Boot in den türkischen Gewässern. Havarie, neuntägiger Aufenthalt unter Wasser, Nerven- Zusammenbruch, Lähmung. 75 Proz. Dienstuntauglichkeit. Ein halbes Jahr zu Haufe. Der Jähzorn des Vaters veranlaßt ihn, das Elternhaus zu verlassen. Der erste Betrugsfall. Drei Jahre Ge- fängnis, drei Jahre Verlust bürgerlicher Ehrenrechte. Materielle Hilfe der Verwandten ermöglicht ihm, ein Geschäft zu eröffnen. Da er der bürgerlichen Ehrenrechte verlustig ist, zwingt ihn die Polizei, den Handel aufzugeben. Wieder mittellos. Von neuem straffällig. Schließlich in Berlin. Hier einige geringe Betrugsfälle. Verurteilun- gen erster Instanz zu 1)4 Jahren Gefängnis. Berufung jmd endlich Verhandlung in zweiter Instanz. Der Angeklagte hatte nach der Verurteilung zum ertten Male seinen ausführlichen Lebenslauf ein- gereicht. Durch den Vorsitzenden Dr. Peltassohn war zur Ge- richtsverhandlung eine Vertreterin der Gerichtshilfe für Erwachsene eingeladen. Der Angeklagte bat um Herabsetzung des Strafmaßes und um Verleihung einer Bewährungsfrist: seine Tante in Berlin wolle ihm. nun helfen. Das Gericht verurteilte ihn zu 9 Monaten Gefängnis, verfügte Haftentlassung, da der anwesende Onkel sich bereit erklärte, Ihn sofort aufzunehmen und stellte ihm Bewährungs- frist in Aussicht, nachdem die Gerichtshilfe für Erwachsene die ent- sprechenden Ermittlungen angestellt haben würde. Vielleicht wird diesem Menschen doch noch geHolsen loerden. Sem Zittern soll nur die Folge einer Haftpsychose sein. Ganz besonders muß die Her- anziehung der Gerichtshilfe für Erwachsene hervorgehoben werden. Leider geschieht dies noch viel zu selten. Ein folgenschwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang er- eignete sich gestern vor dem Hause Friedrichstrahe 118. Der 60jährige Kaufmann Gustav Rese aus der Bergstraße 79 geriet unter einen Autobus der Linie 5: das Vorderrad ging über den Verunglückten hinweg. Bereits auf dem Wege zur nächsten Ret- wngsstelle trat der Tod infolge innerer Verblutung ein. Der Holzmannprozeft. In dem Betrugs- und Bestechungsprozeß gegen Michael H 0 l z m a n n. der bereits seit geraumer Zeit das Schöffengericht Mitte beschäftigt, ohne daß dabei bisher wesentlich neue MameiUe- in der Affäre Holzmann-Bartels zutage getreten waren, ist nun eine Zeugenaus sage gemacht worden, der, wenn sie sich be» stätigte, eine gewisse Bedeutung zukommen könnte. Holzmann hat zwei erbitterte Feinde, nämlich Iwan Kutisker und einen russischen Kaufmann namens M i n z e r, der jetzt in Paris lebt. Die Persönlichkeit des Zeugen Minzer ist umstritten. Wie schon einmal berichtet wurde, hat Bartels Minzer aus Berlin aus- gewiesen, lieber die Gründe der Ausweisung hat Bartels kürzlich als Zeuge erklärt, daß es geschehen sei, weil Minzer für einen Ententespitzel gilt und sich in Paris gerühmt hatte, zwei Deutsche in Charkow hinterrücks erschossen zu haben. Ferner erhob Bartels gegen Minzer den Vorwurf, ein Beauftragter der Tscheka gewesen zu sein. Minzer hingegen behauptet, daß seine Ausweisung auf Betreiben Holzmanns erfolgt wäre. Nunmehr ist ein Zeuge Wieshaupt aufgetreten, dessen Aussage zu bestätigen schien, daß die von Minzer in der ganzen Affäre gegen Holzmann und Bartels erhobenen Anschuldigungen auf Rachsucht oder gar aus e r- presserische Motive zurückzuführen sind. Wieshaupt be- hauptete, Minzer habe ihm in Paris erklärt, er würde seine An- schuldigungen zurücknehmen, wenn Holzmann ihm 600 Dollar zahle. Das wäre also ein Erpressunqsversuch. Der Verteidiger Holzmanns hat angeregt, das Ergebnis der über diesen Punkt in Paris onzu- stellenden Ermittlungen abzuwarten. Um das Rittergut Düppel. Der Gedanke eines Ankaufes des Rittergutes Düppel (Kreis Teltow) durch die Stadt Berlin wurde vor Monaten in der Berliner Presse erörtert. Jetzt wird gemeldet, daß Der- Handlungen aufgenommen worden sind, und man spricht auch schon von einer Kaufpreisforderung in Höhe von 11 Millionen. Angeblich soll in nächster Zeit ein« Entscheidung des Magistrats und danach eins Vorlag« für die Stadtverordnetenversammlung zu erwarten sein. Di« Stadt Berlin hat dem Eigentümer von Düppel, dem früheren Prinzen Leopold von Preußen, bereits im vorigen Jahre ein ansehnliches hypothekarisches Darlehen auf fein Rittergut gegeben. Die städtischen Markthalle». Die zentrale Deputation für das Ernährungswesen besprach kürzlich unter Leitung des Markthallendezernenten, Stadtrat Busch, das Ergebnis des Geschäftsjahres 1925 der städttschen Markthallen und stimmte dem Entwurf für 1927 zu. Hierbei gab Genosse F a e r b e r erneut der sozialdemokratischen Forderung Au-driick, daß es notwendig sei, angesichts des derzeitigen Standes der Markt. hallen wie auch zur Entlastung des Arbeitsmarktcs die Hygiene in sämtlichen Hallen aus einen nur denkbar hohen Stand zu bringen und zu diesem Zweck jede erforderliche Anzahl von Arbeitskräften einzustellen. Dies wurde schließlich von Markthallendirektor M 0 r a w s k i mst der Maßgabe zugesagt, daß der nächsten Sitzung eine Uebersicht über das Hilfspersonal in den einzelnen Markthallen vorzulegen ist, aus der sich ergibt, welche Einstellungen inzwischen erfolgt sind. Bezüglich des„Vorwärts"- Berichts vom letzten Sonntag über die bis 18-Stunden-Beschästi�ung von Markthallenarbeitern wurde von der Direktion auf die ocst-: stellung Gewicht gelegt, daß es sich natürlich um solche von privaten. Firmen handeln müsse, da die von der Markthallendtrektion Beschäf- tigten ausnahmslos den Achtstundentag einhalten. Don sozialdemo- kratischer Seite wurde ferner beantragt, daß die Verwaltung im Hinblick auf die in diesem Jahr« besonders schlechten und teuren Kartoffeln alles tun müsse, um eine reichliche und preis- werte Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Kartoffeln herbeizuführen. Außerdem sagte zum Schwß Stadtrai Busch zu. evtl. unentgettllch Stände Mr Derteilung Nnt» zum Berkauf von Kartoffeln zur Versügutig, zustellen. II! t gu- Reichskagspräsidenl Paul Löbe wird im Rahmen des von der Lessing-Hochschule veranstalteten Zyklus„Was wollen die Parteien?" am Dienstag, den l6. November, abends 8'A Uhr, im Plenavsaal des Reichswirtschaftsrats, Bellevuestraß« 15, über„D i e Ziele der Sozialdemokratischen Partei" sprechen/ Ein Schläfchen im(freien wurde einem Einbreche rspezialssten.zum Verhängnis. Ein 25 Jahre alter Friedrich Steig, der als. Spezialität den Einbruch in Optikergefchäft« betrieb, namentlich photographische Apparate stahl und an Händler 11 ich Trödler unter seinem richtigen oder falschen Namen verkaufte, wurde von der Kriminalpolizei schon lang« gesucht. Da wurde jetzt«in Schupobeamt«r aus«inen Mann austnerksam, der auf einer Bank auf dem Koppenplatz schlief und an den sich F le d de re r heranmacht in. Der Beamte schlich sich heran, nahin«inen der Fledderer fest und brachte ihn mit dem zum Opfer ausersehenen Schläfer nach der Wache. Hier ergab sich, daß man endlich Steig gefaßt hatte. Cr hatte in der Friedrichstraße einen guten Zug gemacht und für die Beut«.so- viel Geld bekommen, daß er sich vor Freude betrank. Seine Freunde hatten von dem gelimgcnen„Ding" erfahren und beschlossen, ihn nach der Zecherei zu fleddern. Die Kriminalpolizei führte den Einbrecher und den Fledderer dem Untersuchungsrichter vor. wertloses Blech. Di« Presseabteilung der österreichisch«» Gesandt- schaft teilt mit, die Kameradschaft„D e u t s ch ö st e r r e i ch" ver- anstaltet am Montag, den 15. November neuerdings«in« Zusammen- kuft d«r Inhaber des österreichischen Kriegserinnerungs- k r e u z« s. Die österreichische Gesandtschaft bemerkt hierzu, daß es sich um«ine Organisatton handelt, die in Oesterreich aufge- l L st wurde. Infolgedessen besitzen die von ihr zur Ausgabe ge- langenden Kriegserinnerungskreuz« keinerlei Wert. In der Gruppe der Schwerhörigen Genossen spricht am Bußtag, Mittwoch, den 17. November, abends 7)4 Uhr, im Jugendheim, Lindenstraße 3, 2. Hof 3 Treppen, Genosse Adolph Hofsmann über das Thema:.stlut Buße." Hierzu werden alle schwerhörigen Parteifreunde nebst Sympathisierenden eingeladen. ?ezlrk»b!ldiingsaii,lchuß Sroß-Versia. Am Sonntag, den 28. November- nachmittaqs 3 Uhr, findet die nächste Theatervorltellmig im Tbcater am Biilowplotz siatt. Aulaesührt wird„Nachtasyl". Szenen-uS der Tiefe, von Maxim Gorli. Preis der Karle 1,20 Mail einschliesilich Kleiderablage und Theaterzettel. Karten sind in allen bekannten Veikaufsstellen zu haben. DicnSIag, den 16. November: Konserenz aller Obleute und Mitglieder der KreiSbildungsauSschüsse im Festlaal des Preußischen Landlag-S, Prinz» Blbrecht-Straße, im Frattionssaat der SPD. 7>/, Uhr abends. i�eihjtachts. Angebot I f.. ._. v■- Seiden- Zartella Schnlttgr&ßa 160x21o cm mit feinster Gänse- daunenfüllung. Daunen MW-WeBstt Mandarinendaunen 7«n. C«elt SO Jahren die gute Dcckbettfüllung, Pfund v ni. mm Fertige Betten a# ifcO Tfwfwll rjBEp.. mssen.. la;;: 3.45 • fiantlannandaunen- Bsttwäsch» Fertige Inlette 1 6.60 Oberbett 5.50 Unierbett 1.05 Kissen I rot gestreift Kissen. J 3 45 Msnüannsndaunen- Oberbetl � fraise Inlett, indan- a c f%r. threnfarbig... 43.WJ Kissen passend. 17.90 Bettwäsche 20 n/o wegea Aufgabe! Hemdenluch, starkfädig OberbettiMxaoS.ftS Kissen euxbo. 1.Z5 Bettstellen schwarz od. weiß, m. Zug- federmatratze, starkjud PI a fraise Steilig, mit Keilkissen, dazu passend.. 150 200 32.- 30.- Rujtffeclern Ltiuit 83 Pt 3.20 4.50 5.50 Pfund Schlelßfectern 3.50 5.20 7.50 Mengcn- aogaie vorbehallenl 23 50 Daunen* Retttbei! mit 3 Pfund Mandarinen-Daunen 53 00 Daanen-Ohernel) 1 130 X ÄiOcm. mit 3 Pfund weitan Daunen gefüllt Gchaesev nur im S&dMniio! Mm Selbstmord vor der Irotnmg. Als fn Neuhof i d. Pfalz die Hochzeitsgesellschaft bereits versammelt war und nur noch auf den B r ä u t i g a m. den Landwirt Karl Nick, wartete, fiel plötzlich in seinem Zimmer ein Schuß. Man fand ihn mit zerschossener Schläfe t o t auf. Nick hatte sich bereits vor fünf Jahren ver- heiraten wollen, damals war seine Braut kurz vor der Trauung plötzlich gestorben. Aeuerkamps zwischen Zigeunern und Landwirlen. In Hol. t e r n bei Münster kam es in der Nacht zu einem blutigen Zu- sammenstoß zwischen einer Zigeunerbande und Bauern, die ihr Eigentum verteidigten. Die Zigeuner versuchten, einen Getreide- schober zu plündern, was jedoch von den Bauern verhindert wurde. Sieben Zigeuner sind, wie bisher festgestellt wurde, bei diesem Zusammenstoß verwundet worden. Todesstrafe für einen Goktenmörder. Bor dem Chemnitzer Schwurgericht hatte sich in mehrtägiger Verhandlung der 54 Jahr« alte Berginvalid« Richard Keller aus Lugau wegen Gatten- mordes zu verantworten. Der Angeklagt« war beschuldigt, sein« Frau erdrosselt und die Leiche in«ine mit Wasser gefüllt« Badewanne gesetzt zu haben. Der Angeklagte, der die Tat leug. nete. wurde aus Grund von Indizienbeweisen wegen Mordes zum Tod« und dauerndem Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie Tragung der Kosten verurteilt. 30 Tage Zwangsorbeik für einen Kuß. Ein junges Mädchen in New Dort wollte einem Polizeioffizier unbedingt einen Kuß geben: dieser wehrte sich dagegen und ließ sie schließlich zur Wache bringen. Es erfolgte eine Anklage. Aber bei der Gerichtsverhandlung benutzte das Mädchen eine günstige Gelegenheit, ihre Absicht doch durchzu- führen. Sie stürzte sich auf den anwesenden Polizeioffizier und gab ihm unter großer Heiterkeit der Zuhörer auf beide Wangen einen Kuß. Daraus wurde sie zu 30 Tagen Zwangsarbeit verurteilt. Un- galante Amerikaner!_ Wahrheit nah Irrtum in der vlychacmaly'e. SanititSrat Dr. Otto InIiuSbi, rger stricht zum Besten des ÖillSfmndeS für gebildete Rrnucn und Mädchen am IS. November, abend» 8 Uhr, im Saal deS BrudervereinSbaufe», Kurlürltenstr. Ilb/NS. über: Wahrheit und Irrtum in der Psychoanalyse nach Freud und Adler. Karten im Bureau Neue Ansbacher Str. 12 und Abendkasse. Kreiden ker-voltsbochschnle. Wegen de» Buhlage» ausnahmsweise Dien»- tag. den 16. Nov., abend» 7>/, Uhr. im ASkanischen Gymnasium, Berlin SA, Hallesche str. 24/26(am Anhalter Bahnhos). Dr. P. Krisch e: Eni» Wicklungsgeschichte, da» moderne Weltbild. Sport. Rennen zn Skrausberg am Sonnabend, den 13. November. 1. Rennen. 1. Sambur(Moritz), 2. Mumpitz(Kutulle»), S. Diamant (Romelch). Toto:«5:10. Platz: 14, 12, 19: 10. Ferner liefen: Fabiola, Melia. Antiope, Spero. 2. Rennen. 1. Ouednau(Dstpel), 2. Pommer(Mate), 8. Landolo (Männchen). Toto: 93: 10. Platz: 19, 18, 16: 10. Ferner Uesen: Trutzin, Solid, Etasselftein, Wilbrasix. Srin, Signot. S. Rennen. 1. Ondina(Müichen), 8. Frkut«!(Derschug). Toto: 21: 10. Platz: 13, 16:10. Ferner Heien: Pariolt, ges.. Donnerwetter, ges. ».Rennen. 1. Abteilung: t. Winnetou(Lüder). 2. SScorial (Walter Heuer), 3. Tountryside(Muschen). Toto: 262: 10. Platz: 43, IS, 21: 10. Ferner Uesen: Borgo, Hexenmeister, Alarid, La Mamora, Sidouze.— L-Abteilung: 1. Verdacht(Rinkleib), 2. Rita(SSfltft), 8. Bonelü(Kukulie»). Toto: 89: 10. Platz: 18, 30, 16: 10. Ferner Uesen: Alexander der Trohe, Chalzit, Hazard, ParioU, Blauselche. S.Rennen. 1. Plutarch(A. Leue), 2. Lichtung(Walter Heuer), 3. Flamberg(Derschug). Toto: 111: 10. Platz: 22, 22, 16: 10. Ferner Uesen: Brigant, KUi, Harzreile, Rache, Glücksstunde. S-Rennen 1. Kitz me quick(Oertel), 2. Florfina 3. Laokoon(Petzelt). Toto: 34: 10. Platz: 1», SO. 38:10. Sialella. Mundschenk, Rosenlömg, Juanila III, Libela, Spiri Nero, Tursball._ � Welterderich« der SffenfNchen wetterdlensi stelle für Berti» und Umgebung: Wechselnde BewhUung, wetterdln mild. Zunebmende Südwinde.. Später auch etwa» Regen.— Kür venlschlaud: Im Nordwesten, später auch in Mitteldeutschland vielsach Regen. Ueberall mild. Dr. Ernst Cohn-Wiener spricht über„Die Ausstellung der Berliner Sezession". Der Vertragende selbst zeigt sich als guter Sprecher, sein Referat ist klar, fesselnd und anschaulich und trotzdem erscheint es als vollkommen überflüssig. Was soll die Auszählung und Beschreibung der Bilder? Ein Bild muß gesehen werden, die beste Beschreibung bildet keinen Ersatz für die fehlende Anschauung. Wer z. B. Lesser Ury nicht kennt, weiß mit dem Satz, die Farben seien leuchtender geworden, wenig anzufangen. Es geht noch an, wenn ein einziger Künstler in einem Rodiovortrag abgehandelt wird, die Persönlichkeit kann dann wenigstens Nor herausgearbeitet werden, das Werk kommt auf jeden Fall zu kurz. Doch die Schil- derung einer Ausstellung erübrigt sich. Hier fehlt jedes rechtferti- gende Moment. Zeit wäre es aber, daß die Funkstunde einmal über diese Ding« ins klar« kommt, sie könnte wisien, daß gewöhnlich ein kunstwisienschastlicher Bortrag durch Lichtbilder illustriert wird. Im Rachmittagskonzert spiest Franz v. S z p a n o w s k i die Ouver. türe zu Cherubinis„Wasierträger". Werkwürdig, wie kalt und akademisch heute diese ehemals so bewunderte Musik klingt, Pathos, das nicht mehr mitreißt, nur im Allegro ein paar Themen, in denen der Geist der komischen Oper lebt, das Heroische aber ist verblaßt. Am Abend dann Tänze unter Seidler-Winklers Leitung, liebenswürdige und anmutige Dinge. Ein hübsches Konzert von Niveau. Sibelius, Delibes und Chopin auf der einen Seite, Wald- teufel und Strauß aus der anderen. Und Strauß oerdient doch den Vorrang, denn hier ist wirklich tänzerischer Geist, besonders, wenn man ihm Sibelius gegenüberstellt, diesen feinen, schwerblütigen Finnen, desien Musik kein Lächeln kennt, die schwermütig Ist wie die finnische Landschaft, von einer beinahe süßen Tschaikowskischen Melancholie. Das Rundfunkprogramm. Sonntag, den 14. November. 9 Uhr vorm.; Morgenfeier. 11.80 Uhr vorm.: Platznmsii des Musilc- korpsdes3.Batl. 9.(Preuß.) Inf.-Regt.(Spandau). Leitung:Obermusifc- meister Adolf Berdien. 1. Marsch aus St. Petersburg vom Leih» Garde-Preobraschenslcy-'Regiment, beerb, von O. Hackenberger. 2. E. Humperdinck: Vorspiel zu der Märchenoper, Häusel und Gretel". 3. E. Grieg: Peer Gynt, Suite 2: a) Der Brautraub(Ingrids Klage), b) Arabischer Tanz, c) Peer Gynte Heimkehr f Stürmisoher Abend an der Küste), d) Solveygs Lied. 4. J. Offen- baoh: Potpourri aus der Oper.Hoffmanns Erzählungen*. 5. A. Soedennann: Sobwediseher Hoobzeitsmarseb. 6. Eduard Strauß: Bifitenkranz Job. Straußacher Walzer. 7. J. Lindsay-Theimer: Kinderfest, Foxmarsoh. I 10 Uhr nachm.: Dia Stunde der Lebenden. Einleitende Worte(Leo Hirsoh). I. Marieluise Fleischer. t. Der Apfel, eine Novelle. 8. Das Märchen vomAspbalt(Ernst Deutsch) IL Felix Langer liest die Novellen.Das graue Hans* und.Kettenglieder*. 2.30 Uhr nachm.: Paul P. Lindenberg; , Briefmarken künde. Abgeschlossene Sarnmelgehiete*. 3 Uhr nachm.: V,-w i_r m � j a wv O a V. 1/ T> 1 1 J a 4. 1-_ 1_____ t__ v*_ i___. r x Hans- Bredow-Schule(BUdungsknrse). Abteilung Landwirtschaft. Diplom-Landw. Assessor a. D.Bauer:.Die Bedeutung der Landeskultur für Landwirtschaft und Volkswirtschaft*. 3.30 Uhr nachm.: Funkheinzelmanns Weihnaohtsreise..Der letzte Schultag*, von Bans Bodenstedt. Erzählt vom Funkheinzelmann. 4 Uhr nachm.: Dr. med. Ernst Rothe:.Schlafen Sie schlecht?*. 4.30—6 Uhr abends: Nachmittagskonzert der Berliner Funkkapelle. Leitung: Konzertmeister Franz v. Szpanowski. Anschließend: Ratschläge fürs Baus. Theater- und Filmdienst. 645 Uhr abends: Richard Hesse:»Vom Wesen und Werden der Wäsche*.(Werbevortrag Grünfeld). 7.05 Uhr abends: Dietrich Maydorn: Der Wert der Auslandsreisen unserer Kriegsschiffe*. 7.30 Uhr abends: Hans- Bredow-Schule(Bildungskurae). Abteilung Literatur. Dr. Werner Mahrholz:.Strömungen der modernen Literatur"(Die Hauptvertreter des deutschen Naturalismus). 8 Uhr abends: Dr. Franz Leppmann: Der Dichter Herbert Eulenburg. 8 30 Uhr abends: Lustiges. Dirigent: Bruno Seidlar-WinWer. 1. Millöckor: Ouvertüre su der Operette.Der Vizeadmiral". 8. Sächsische Miniaturen (Hans Beimann). 8. Millöcker:.Die Welt bat das genialste Streben*, Duett aus der Operette.Der Bettelstudent*(Max Kuttner und Eugen Traneky, mit Chor). 4. a) Sam Lerner: Schimmernder Mond, b) Hanley: Wenn ich komm', o) R. Nelson: Komm', laß uns nach Hause gehn, d) J. Kern: Date in the wood (Mady Christians). 5. Millöcker:.Ich setz' den Fall". Duett aus der Operette.Der Bettelstudent*(Elisabeth Klepner und Eugen Transky). 6. Sächsische Miniaturen'Hans Reimann). 7..Hecken- jos", Lustspiel von Jakob Wassermann. 8. Planquette;.Ist das nicht hübsch". Finale I. Akt aus der Operette.Die Glocken von Comeville*(Elisabeth Kleppner und Eugen Transky. mit Chor). Berliner Funkorchester. Anschließend: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage. Wetterdienst. Sportnachrichten, Theater und Filmdienst, 10 30—12.30 Uhr abends; Tanzmusik (Kapelle Kermbach. Leitung: Kapellmeister Otto Kermbaoh). Königswusterhausen, Sonntag, den 14. November. Siehe Berliner Programm. Montag, den 15. November. Außer dem üblichen Tagesprogramm: 4 Uhr nachm.: Frauenfragen und Frauensorgen(Dorothea Goebeler;.Der Dritte in der Ehe"). 4.30 Uhr nachm.: Novellen. 1. Ludwig Thema: Das Baby. 2. Ludwig Thema: Das Sterben (Gelesen von Leo Reuß). 5—6 Uhr abends: Nachmittagskonzert des Ette-Kammerorchesters. Anschließend; Ratschläge fürs Haus, Theater- und Filmdienst. 8.30 Uhr abends: Einführung zu dem Sendespiel am 16. November. 7 05 Uhr abends: Oberregierungsrafe Dr.-Ing. Seiter:.Pioniere der Industrie*(1. Teil). 7.30 Uhr abends: Helmut Jaro-Jaretzky:.Büoherdiebe aus Leidenschaft*. 7.55 Uhr abends: Dr. Emil Leimdörfer:„Dep Mittelmeer ein Brennpunkt der Weltnolitik'(t. Teil). 8 20 Uhr abends: Dr. Friedrich Spiro spricht über Reepighi. 8.30 Uhr abends: Die deutsche Erzählung: 4. Abend. Oskar Loerke. 1. Einleitende Worte(Leo Qreiner). 2.. Sturm gespen st*(Aus einem unveröffentlichten Roman)(Gelesen von Edith Herrnstadt-Oettingen). 9 Uhr abends: Respighi- Abend. 1. Sonate H-Moll für Violine und Klavier(Ässia Spiro, Violine: und Ottorino Respighi, Klavier). 2. Tramonto, Gesangsszene für Sopran und SLeiohorchester(Elsa Respighi, Sopran; Dirigent: Ottorino Respighi). 3. Konzert für Klavier mit Orchester (Ottorino Respighi, Klavier; Dirigent: Selraar Meyrowitz von dar Berliner Staateoper). Berliner Punkorchester. Anschließend; Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnaohrichten. Zeitansage. Wetterdienst. Sportnachrichten, Theater- und Filmdienst. 10.30—12.30 Uhr abends: Tanzmusik(Tanzorchester EttA). Königswusterhausen, Montag, den IS. November. 2.30—3 Uhr nachm.: Fr. Kreuzer-Lampe:• Landsohlachtereien für den Stadthaushalt. 3—3.30 Uhr nachm.: Studienrat Friebel, Lektor Mann: Englisch für Anfänger. 3 30—4 Uhr nachm.: Stud.- Rat Friebel, Lektor Mann: Englisch für Fortgeschrittene. 4 bis 4.30 Uhr nachm.; B. K. Graef: Die Kunst des Sprechens. 4.30 bis 5 Uhr nachm.: Dr. Klopfen Erziehungsberatung. 5—5.30 Uhr nachm.; Dr. phü. Wegner: Grundlagen der Wettervorhersage. 5.30—6 Uhr nachm.: Pro?. Dr. Schnchhardt: Ursprung und Wanderungen der Germanen. 6—6.30 Uhr abends: Rittergutsbesitzer v. Loohow: Praktische Erfahrungen in der Rinderzucht. 6.30 bis 7 Uhr abends: Diplom-HandeUlehrer Wieg und Katthain: Ver- buchung einfacher Geschäftevorfälle. Wesen und Aufgaben der .Täglichen Bilanz*. 7—7.30 Uhr abends: Professor Dr. Sohüne- mann: Grundfragen' der Musikerziehung. 7.30— 8 Uhr abends: Geh. Eog.-Rat Professor Dr. Erich Mareks: Auf- und Niedergang im deutschen Sohickeal. Ah 8 Uhr abends; Uebortragung aus Berlin._ Gesthästliche Mitteilungen. SSetTeiiu neuer Verbindnngsban in her Leipzig« Stroh« ist Derselbe bietet, durch Einbau«ine« mit afrikanischem Rots strotze ist fertiggestellt. tholz getäfelten Ober» ifmns eine neue, ge» Dl« Verbindung zwischen den parderen Etagen Ist setzt vom Leipziger Platz bis zum Ende des Hauses eine durchgebenbe, wodurch auch die Orienlierung wesentlich erleichtert ist. E« bandelt sich hier um das unter dem Ztamen Ehrecke-Haus bekonnigewordeue Gebäude', welches bisher den gewaltigen Wert» Heim-Bau in zwei Teile trennte. Das Ehrecke. Kaus, in welchem lange Seit 'eben müde, welches bisher den gewaltigen Wert» --■ Mim''' tfleff wurde, welches den meisten Berlinern durch den ständig nickenden Pagoden durch die Gebrüder Ehrecke ein Tee- und Aoffee-Zinportgeschäst betrieben beiannt war. ist nun, da die Besitzer stch seiner sielt vom Geschäft zurückzögen. dem grotzen Wertheim-Unternehmen gewichen. Auszeichnung! Dir durch ihre über lOQO Filialen in ganz Deutschland. bekannte Firma Kaisers Aasteegeschäft 9. m. b. ö. wurde in Anerkennung und Wilrdiaung ihr« hervoriogenden Erzeugnisse und Leistungen vom Preis» «erichte der Grotzen Ausstellung für DesundHeisspflege. soziale ffürsoroe und Leibeslldunaen.Gesolei*. Düsseldorf 192», mit der Goldenen Medaille" des Ausstellung ausgezeichnet. IcieseiiaiisiwaW Billigsie l*iteise und dabei an QuaSitäten nur das Atter beste was es auf dem Markte gibt, Bitte überzeugen Sie sich durch persönlichen Besuch von unserer unübertroffenen Leistungsfähigkeit. I li I ■i li Kamelhaar> Schnallen •tlefel iar Kinder&. imit. �* A KamelÜTir m, wdsuiUrk. V 3W Filwoble. schöner wanner Schuh für das Hans, besonders billig Gr. 18-22 IIIVI) r Kinder-Schnallenstlefel imtt. Kerne 1b rar m. Leder-» spitkkappe, extra starker DM»? Filz- nnd kräftiger Leder- sohle,»pottbill. 81-35 8,45, 27-30 2,70,25-26 2,45, 20-24 Hausachuhe für Damen prima farbig Leder mit extra grossem Pompon. wann am Futter n. starker Ledersohle, besonders billiges Angebot..... 2" Kl ndar» Sportstiefel prima Spi rtr i n dleder mit DoppelsoBla In besonders starker Aus- lahrnng spottbilliges Angebot 81-35».»». 27-80 8" Hausachuhe für Damen und Mädcbeu a. bantgab Jümt. Satin- stoff mit wannrra Futter und starker___ Kordelsohle....... Pt ■ aar vssmHi 90 Schnallenst prima Fiisstoff mit Lederring- b e s a t z nnd warmem Futter 43-46 6.90, 86-42 5.90.. 81-8& efel ?0 2 Damen-Spangenachuha tarbig Prunelle,mitele. Qf\ ganter Modespange u. VB W Seltendurchbruch, beispiellos billig. Angebot, tttr Tans u-Gesellscliaft 3 Latfc* Spangenschuhe an* prima Lackleder CA tnneuestForra�uch M MM m Imit. sildeedsled.- silnsaiW n. amn-lk. Abtaiz.bs(ond.b{Ulg ö II«.IIUI 10 Brokat-Spangenschuhe der grosse Modeartikel aus feinem gemnsterten BW VU Brokatst. m. Louis XV.- Absatz, hervorragend billig.............. 8 Damen-Zugs chuhe mit vier Spangen aus aeaa ach war* echt Chevr. in B*"ü neuester Form m. amerik. Absatz in hesondors schöner Ausführung.... Brokat-Spangenschuhe dosModernste f. l anz pr» und Gesellschaft aus V BW JV keinem goldgemnst. Brokatstm.KomteEs- absatz........ icnaanui 12 Lack- Spangenschuhe aus prima Lackleder � AlSb Kft in den allerneuesten W WM 3v Formen und Phanta- B sleaustührune-en mit B echtem LouisX V.Abs. dBbi�P Ball Uberzieh- Stiefel uneritbohrlich lür je- � maa den elegant. Tan?- u. V MW 3V/ Abendschuh, prima Qualität, bestes Fabrikat. m. Krg. 12.S0 10 Herren- Halbschuhe »rlma E'Chevreau mo*. jq 8Qf% prima B'Chevreau �, " W in neuer, moderner W BW• Form, prima Qnalit- W jtZ W besonders billiges Angebot...,...... fllBB Herren-Lackhalbschuhe pr. Lack Id. in neuer, jh jgf* k a elegant. Form. weiFä W fin echt gedopp.. besond. hlllfg, m. Wlldleder- elnsatg...... 16.50, 12 Herrcn-SchnQr Stiefel 50 pr. eebt Bindbox. b. sondere m. - starker Zwlsobensohle. echt weiss gedoppelt, be- land. billig«« Angebot 12 Gegründet 186? Attestes Schuhhaus größten Umfanges A WERTH EIN EXTRA-rreise Ar�B fl W? M» WWW■ wk WWW fl■■ WWliiiiiiiniiiniiniiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiinniiiiiiiiiiiii] W iniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiniininmiiiiiiiiini Leipziger Plaiz Konigsir. Roscnihalcr Str. Moritzplatz ütorsdUsm &lbas Montag, Dienstag, Donnerstag, soweit Vorrat Stemmat Porzellan weiß mit Fehlens Speisetcller flach 22 pt tief 35 pr. Dessertteller........ ISk Kompotteller......... 6 Pf. Terrinen............ 2vs KartoffelnÄpfe....... 1 75 Saucteren........... Iss Salatschalen"W 85 pt» 1io Salatschalen nind, 23 cm.. 65 pt Platten oval>.. 75 n. 95 p«- 1 20 Beilageschalen...... 35 Pf. Backformen r.SS'Äh» 35�1-5 Porzellan-Kaffee- und Tafelgeschirr„Senta" bUne UahMraddcaale, Pakrllul Lorcas Halschcmrculhcr Speiseteller tief oder flach.. 5 5 pl Dessertteller....... 42 pl Kompotteller....... 28pf. Terrinen....... 575 7 76 Kartoffelnäpfe....... 4 2s Saucieren.......... 2s5 Platten oval..... Izs bis 725 Salatieren...... 95 PL bd I75 Beilageschalen...... 65pl Eierbecher mit Teller.... 45 pl Butterdosen..... I75 225 Kuchenkorb•........ I95 Marmeladendosen.... 95 pl Tassen halbstark 45 PL dünn 75 pl Mokka-Tassen...... 60 pl Bouillon-Tassen...... 95pr. Kaffeegeschirr s Teile 625 Salatschüsseln rJZVZ'fZu* 3 � 95«. Obstteller Porzellan, 19 cm Dardim., Frücüedekor 35 ff- 1 SatZ Topfe dekoriert Porzellan... 5 Stftck 1 75 Ä dekoriert Porzellan O__ Kafreeservice_ 9 TeUe, Mr« Personen 085 Speiseteller vrel6 Stelnioi. 20'22«n, mit Fehlern 5 Pf- weift Siefattfol, mit Fehlern....... 4 Pf- Sieingui, SdtwaxzwJUder Handmalerei, Kaffee- und Teegesdthr, Vasen usw., mit kleinen Fehlem, daruniert Tassen...... 28� Teller . 19 cm 25» Porzellan Tafelservice 13 Teile, für S Personen Tafelservice 23 Teile, für O Personen 29�0 IQso Tafelservice TT 7", 12 P* Meißner Blume Halbgold- Henkel m 1 Cf [Fabtikai Hui- T"M sthenreuiber]— Kaffeeservice srfsp! 5 76{US; 9 so Frflhstüdcsservice 225 Tafelservice"''""spcSoI«®* rar 25 m Dessertteller dekoriert, 19 cm 32 pt. 'Tassen dekoriert........ 38 Pf. Tafelservice s�rbÄ™1,e 85 m Porzellan-Geschirr„Flora" Baaernblame, Fabrikat Rosenthal (bot Leipziger Strafe) Speiseteller tief und flach... 1 20 Dessertteller........ 75 Pf. Kompotteller........ 55 pl Terrinen....... 10 75 14m Kartoffelschüsseln... 5 40 7 m Saucieren........ 460 040 Salatieren........ 2m 375 Bratenplatten••• I so di» 11 75 Beilagescbalen........ 1 45 Kaffee-u.Teekannen p�". 3? 4 75 Milchtöpfe...... 1 45 bis 1 95 Zuckerdosen.... 2 10 bis 270 Kuchenteller......... 3 m Butterdosen......... 2 90 Tassen....... I20 dünn las Steingut Tafelgeschirr M wI,8,w® w**Dekor 775 Teegeschirr ZfoSl*&i£d,.wf? 295 Waschgamituren.• von 2 65 an PreßglasservicenChicago" (FlAcbcnprctian,) Schalen rund... 22pf. ms Iso Kuchenteller... 22pf.® I45 Butterdosen......... 1 10 Käseglocken......... 1 35 Römer grüner Stiel, glatt... 28 pl Weingläser el mu�Ä'pehicrn 32pt Traubenspüler Sch'euders,�preef Iis Vasen gepreßt, 21 cm.... 45 pl Sturzkaraffe geschliffen, mit CIss SOpl Kunstglas- Vasen blau... 25 pl VftttMMZttMWINIlMIIl!. juc orb« Montag. Einladung otbntllicfieti Vnsfifti ben 29. November, abds am Uhr, im Ansscnlofal, Oranienstr. 188. Tagesordnung: f. Wahl des Rech- nungsausschusse» zur Prüfung der Rech nuna des laufenden Jahres. 2 Berich: des PorNbenden de» Borfiande». 8 Fell fetzung de» Voranschlages lllr das Re nungsjahr ISZ? 4. Berfchiedenes. Einladungslarte dient als Auswels. Berti», den 14. November 1928 Oer vorstand Karl Röder Vorsitzender. ech. Sjoiai- Mull. In» Mhnre fillt betitigi InliligiiC Isdilas lanlldnMate 106. MI. 1-4. inalai a Nim.. 6tül aal lala, amr Sntl. tetjastallt. m Ii lagn ilae Oiaolasttan Biilarlelg: ärztl. empfohlen. npfoh 10-12. Möbel Teilzahlung bis 18 Monate ohne besondere Auitdallge oder Ziiuenbcrech- nang. Wir unterhalten ein jedem Geschmack Rechnung tragendes Lager in handwerksmaBig hergestellten lochen Speisezimmern Herrenzimmern Schlafzimmern Klubgarnilaren Elnzelmübeln Jed. tri Möbel-Spezialhaus waltstraAe 15-79, L Eloge. Untergrundbahn: Station InselbrCcke, StraBenb. Stau SpittelmkL Stadtbahn: Bahnh. Jannowitzbr. � □ Rnlc WH. s- an ca. 250 Landpareellen, prima Gartenboden. 20 Minuten vom Bahnhof. Vertreter Mittwochs, Sonnabends und Sonntags im Restaurant„Zu den drei Linden' direkt a. Bahnh. Fredersdorf. InL Rleger, Berlin C, Gontardstr. 5. Mteai�tAtiulfti J. H. W. Dietz Nadifl., G.nLb.H. Lindenstraße f. Neubauwohnungen fFempelllo/ g. and 2- Zimmer- Wohnangen mit heizbaren Wohnkammern, Bad, Loggia, Warmwasser usw. BaukostenzuschuB von ÖOO Mark an, zahlbar in Raten. Miete pro Monat von SS.— Mark an. Besidttigoog; Sonntag, den U. 1 Mts., von i— 4 Öhr. W eitere Neubauwohnungen In Llchlcrfclde-Wcst. Kostenlose, nur persönliche Auskunft v. 9— 6 Uhr. Wohnstättenbureau Groß-Berlin Abt. Neabaawohnangen. Friedrichstr. 239 I Fernsprecher; (zw.Hanesch.Toru.Kochstr.)|nasenhei(le 638 Bettfedern ans erster Hand. Pfd grau 00 Pf, gefchl 00 Pf. Rupf l.7S. Kaldbaune 2.75, 4, weiß. Flaumrups 4, belle 5, Daune 7, weiß 8-10. Schleißdaune 8.50-5, Oberbett la ülcht Inlett 8 Pfd. 12. 18. Kiffen 8 Pfd 2 50. 5 50aufw. gegenNachn. Musler-Prelsl Irei. fein Risifo. Rlchtpaffenb zursid. Böhm. Bettledernspezialliaus Sachsel& Stadler, Berlin® 12. Landsberger Sit. 41 Einem Teil unfern heutigen Auflage liegt ein Profpett der Firma Werner Sr Mcitz A.-O. Mainz bete Preis! rage Erdöl, sowie auch ein Profpett der Firma .Joseph A Co., Neukölln, betr. Pro- paganbatagr bei. worauf«1r unsere Leser besonder» ansmerfsam mache». ..V«ii Mund zu Mund Konigsir. 3£r3.6 1 Treppe verbreitet sich die Biude von meiner einzldduslehenden Leislungsiähidkeil!! 1 Seidenkleider |für den Nachmittag IModell-Mänlcl Wüsche 1 Seidenplüsch- j Mäntel Damen• Taehcmcie» mit Ötidierel g«»tickt oder mit HohUanm........ Damen-Nachthemden, gute Qan'itlt weih mit HohUaum••• farbig mit Spitze.•••• Hemdhosen mit Hohlzamn und Stickeret.. Her ren-Nachthemden. exira lang mit echten farbigen BetAtzea•»••• Servierkietder faratg..«»»».» zdawan•••••••#• 5« m Farbige Sdzflrzcn.•••• �«25 �«45 1.75 3.50 4.50 3.25 4.- au» vorzüglichem Crgpe de cfalne mit langen A ermein, Biusenform. tetl» mit Crtpe de chlne- od. SpachteUpilzen- Weite. reicher Faliengarnierung oder pttulert auch offen u. ge»e de chlne oder anderem reinseidenen Puiter, durchweg mit fiberreichem Pelxschmucfc, In 3 Serien SS.. 129.- 149.- KS 19 Ifraueiiinfintell aus reinwollenem Velours de lalne halb auf gutem Damassee mit großem Pelz- kragen und Pelzschirudi in neuen Wtnlcrfarbcn und allen Größen In diesen 3 P. eislagen biete Ich UnglaubUchc« sowohl In modernen 59.- iWoll-Klddem GefÜek n aus gutem Haua- O*1 C! tu du 140X 220 cm.... 3sI9 140X290 cm• 5.50 Bettgamlturen(1 Deckbett und 2 Kissen) A Unon.........."•" usw. Reinwollene PBUover dl Westen In allen neuen Farben S. 12.- 15.- bis zum elegantesten Genre Reinwollene SfrUKkiefder Jumpcrform, viele Farben 33.- 39.- 42.- Koabeo-Mflnlel und-Nacks Midcbec-K&ntel Beinw. naddien-Kleider kleidsame Formen, unsortiert viele Farben, je nach Gröhe ö.- S.- lO.- 12.- lumpcr-Blnsen hochelegante Neuhelten aus Crepe de chlne mit Hohlsaum und aparten Handstickerei.n bte.nutr« blliu HorSenrödfe aus weichen moMigen Stoffen in gröhtcr Auswahl (aus feinem Wollrtps u. anderen neaenSlof.en./ gendilche Formen u. Fra ienk eider In vielen Farben In bekannt guter Verarbeitung) als auch In bezaubernd schönen io-i2-i52o- iTanz-KicWcrni Mfiddien-Sanifiüeldcr entzückende Macharten, unsortiert je nach Gröhe 15.- 20.- 25.- Rodel-Sanütoren für Kinder bis zu' 8 Jahren, viele Farben� (durchweg ou.vorzög8ch«nGrep« de chlne. in der mobernen Blusen- form, zum Tel mltSpllxengarnltur, gesmokt, mit künstl.rischer Handmalerei. In unzählig. Variationen) Nr. 53* ♦ 43. �ahrgasg 2. Seilage ües vorwärts Sonntag, 14. November 1H24 Die Schützer ües Privateigentums. Randbemerkungen zur Kundgebung der Unternehmerverbände. Di« Unternehmerspitzen der deutschen Wirtschaft sind neuer- ding» von einer beängstigenden Krankheit, dem Resolutionis- mus. befallen worden. Schon auf der Dresdner Tagung wurde angekündigt, dah die Unternehmer gegen die öffent- liche Hand Sturm laufen wollten, das war Anfang Sep- tember. Nach einer inneren Vorbereitung von siebcnzig Tagen(im Zeitaller der Rationalisierung!) ist das Werk gelungen. Wir ver- stehen die Schwierigkeiten, die aus dem Wege geräumt werden mutzten. Es gall die widerflrebendsten Iakeressen wenigstens für vierundzwanzig Stunden auf eine Vlottform zu bringen. Grundsätzlich ist zu betonen, daß sowohl die Industrie wie der Handel, die Landwirtschaft, die Banken und das Handwerk während der jüngst vergangenen zehn Jahre sich fortgesetzt darüber beschwert haben, datz ihnen die öffentliche Hand immer noch nicht genug gebe. Wenn man oberflächlich sein wollte, könnte man annehmen, daß der Protest gegen jene Hand heute deswegen zustande gekommen ist. weil sie noch Auffassung der Nehmenden jetzt nicht mehr mit Beihilfen, verlorenen Krediten, Subventionen und Rettungsfonds gefüllt ist. Aber die Ursachen zur Komponierung des Massenchores gegen die«kalte Sozialisierung" liegen tiefer. Die Unternehmer beginnen endlich einzusehen, datz sie der deutschen Wirtschaft immer noch nicht auf die Beine geholfen haben. Sie haben sich in ihrer Mehrheit nur noch nicht zu der Erkenntnis hin- durchgerungen, datz ein erheblicher Teil der Schuld bei ihnen selbst liegt. Deswegen stecken sie den Kops in Resolu- tionen und behaupten, der Vater Staat sei an allem schuld. Von unserer Seite sei zur Erkenntnis der wirklichen Fehler. die die»Schützer des Privateigentums" begangen haben, nachfolgend einiges beigetragen. • Her? Duisberg, der mächtige Herr der gewaltigen „I. G.-Farbenindustrie". hat in seiner Protesteröffnungsrede betont, datz es nicht in erster Linie die großen Unternehmungen seien, die unter der sogenannten kalten Sozialisierung leiden, sondern der industrielle Mittel st and und das deutsche Hand- wert. Dazu mutz man die Tatsachen vergleichen!.?n keiner anderen Industrie ist wie In Deutschland der industrielle Mittelstand so radikal und so rücksichtslos aus dem Aussterbeetat gesetzt worden, wie dort, wo der C h e m i e t r u st herrscht. Don der Holzverkohlung bis zur Farben- und zur Lack- industri« schreitet der Chemietrust rücksichtslos über den industriellen Mirtelstand hinweg. Zum Teil kann er er dies nur deswegen, weil ihm leider dtr Staat und das Reich in allzu groher Harmlosigkeit unendlich weite Monopolmacht gewährt haben. Es wird immer wieder vergessen, datz die«J. G.-Farbenindustrie" heute das nicht wäre, was sie ist, wenn ihr nicht die grötzten chemischen Betriebe vom Reich in den Schoß gelegt worden wären. Hot das Handwerk völlig vergessen, wie«s sonst über die Monopole der chemischen Großindustrie mit Recht klagt, wissen die Drogisten und Apotheken plötzlich nicht mehr, datz ihnen von den gleichen Großinteressenten rücksichtslos die Preise aufoktroyiert werden? Ist die Preisgeschichte des Salvarsans wirklich ein industrielles Ruhmesblatt. Hat keinen dieser Vorstandsleute das Fell gejuckt, als ausgerechnet Herr D u i s b e r g von der Er- hallung des industriellen Mittelstandes und de» Handwerks sprach? Hat sich keiner daran erinnert, daß gerade dem industriellen Mittel- stand im besonderen durch die Kommunen, die doch auch«in Stück der öffentlichen Hand sind, überall geholfen worden ist. daß sich dieses Wohlwollen gar nicht so sellen sogar in Bürg- schoften und Krediten vergegenständlicht hat? » Der Herr Generaldirektor und frühere Unterstaatssekretär Dr. Toepffer hat als Präsident der Industrie- und Handels- kammer Stettin gegen die öffentliche Bau- und Wohnungswirtschaft eine Attacke geritten. Darauf braucht hier nicht geantwortet zu werden. Das eben veröffentlichte Bau- und Wohnungsprogramm der gewerkschaftlichen Spitzenvorbände ist die Antwort auf jene Vorwürfe. Hier fei nur unterstrichen, datz ein Mann, der selber ein Dutzend fetter Aufsichtsrotsposten besitzt, es gewagt hat, gegen Stadtverordnete und Stadträte, die in öffentlichen kommu- nalen Unternehmungen sitzen, den Vorwurf der Tan- t i c m e n s u ch t zu erheben. Bei diesem Vorwurf ist das cnt- scheidende falsch, denn die Vertreter öffentlicher Unternehmungen er- halten Tantiemen, wie sie in der Privatindustrie üblich sind, über- hauvt nicht. Da Herr F r o w e i n tradittonell alles mitunter- fchreibl, was die Unternehmer unterschreiben, ob nun Hugenberg, M»r aus dem Zitzmann-Prozetz bekannt gewordene Michel-Raulino oder Silverberg seinen Namen neben ihm setzt, so ist es auch nicht zu verwundern, daß er diesmal ebenfalls eine Red« gehallen hat. Herr Frowein beklagte sich darüber, datz der Staat die guten Sitten seines Bcamtenkörpers gefährde, weil sie, die die Hoheitsrechte des Staates zu vertreten haben, zugleich in die Aufsichtsräte staatlicher Aktiengesellschaften entsandt würden. Wetter wagte er, dem parlamentarisch-demotrotischen Staat von heut« einen Parteien st aat zu nennen und dann hinzuzufügen,— datz man ihn nichr mißverstehen solle, es liege-ihm nichts ferner, als eine Kritik. am heutigen Staat zu üben oder ein Werturteil über ihn abzugeben! Nein, es lag Herrn Frowein nichts ferner, wenn er auch dann wieder behauptet«, daß im demokratisch-parla- mentarischen Staat die Hand, die die Wirtschaft führe, immer schwanken werde. Herr Frowein ist Teilhaber der Firma Gebrüder Frowein, Elberfeld. Der Frowein-Konzern oder richtiger, die Familie Frowein beherrscht einen Riesen kreis deutscher textil- industrieller Unternehmungen. Herr Frowein hat noch nie ein Wort gegen die wirtschaftsgefährliche Sinnlosigkeit der Unternehmerwirtschaft der deutschen Textilindustrie ge- funden. Kaum in einem anderen Industriezweig hat die Qual!- sikation des Unterne h�m ertums so bedenklich gelitten wie in der Textilbranche, in keinem anderen Industriezweig ist das Konventionen- und Kartellunwesen so weit verbreitet. Die Not unserer Textilindustrie ist zum erheblichen Teile dadurch erst mög- lich geworden, daß sein Unternehmertum für die allgemeinen volks- wirtschaftlichen Notwendigkeiten kein Verständnis gehabt hat. Eben jetzt wieder wird bekannt, datz die Affäre des bekannten Textil- industriellen Kaufmann ein typischer Kutisker-Skandal sei. Wird doch mitgeteilt, daß in der Kaufmannschen Buchhalterei Renn- pserde über Wohlsahrtskonto und Brillanten über Handlungsunkostenkonto gegangen seien. Und das Volk wundert sich, daß die Textilwirtschaft nicht in Ordnung kommt! Herr Frowein sollte doch erst einmal beweisen, was seine Organisation für die Gesundung der T?xtilwirt- schuft, zur Ausmerzung fachfremder und unfähiger Unternehmer, zur Bekämpfung der egoistischen und volkswirtschaftlich ruinösen Preispolitik kurzsichtiger Texttlindustrieller getan hat, ober sichauchnureinmalgegendieRohstoffspekulation gewandt hat, die in seinem Gewerbe üblich geworden ist. Erst dann, wenn er in seinem eigenen Hause gekehrt hat, besteht für ihn das Recht, vor der Türe der Gemeinschaft nach Ordnung zu sehen. * Am unterhaltsamsten ist für den Kenner der Verhällnisse die Rede, die der Geschäftsinhaber der Discontogefell. schuft, Dr. Mosler, gegen den Staat geHallen hat. Die Discontogefellschoft ist ja nicht nur>mtt den großen Stinnes- Irrtümern verknüpft, sie gehört auch nicht zuletzt zu den Bank- instituten, die es immer wieder mit viel Erfolg verstanden haben, die össentliche Hand f ü r s i ch z u n u tz e n. Es sei hier nur an die Abwälzung der Russenkredite erinnert, bei denen man das Geschäft machen wollte, während die öffentliche. Hand das Geld zu geben hat. Auch sonst hat es gerade die Discontogesellschoft ver- standen, nicht gerade Not zu leiden. Sie wird in der Wirtschafts- geschichte unserer Zell als Beweis für die rücksichtslosen Methoden weiter leben, die vom Finanzkapital angewandt worden sind, um die I n d u st r i e h e r r s ch a f t, die ihm in der Inflationszett ver- loren gegangen war, wieder zu gewinnen. Der industrielle Mittelstand steht seit zwei Sohren bettelnd vor den Türen der Großbanken. während man in den Direktivnszimmern dieser Institute weniger an Rationalisierung der Wirtschast, dafür aber um so mehr an grotze Aktientransaktionen denkt, um die eigne Macht zu erweitern. Welche Kräfte sind es denn, die seit Iahren die Spanne zwischen dem Soll, und Habenzins unsinnig hoch halten, das Interesse an einem hohen Zinsfuß pflegen? Die össentliche Hand, die doch wahrlich gerade d«» Bonken gegenüber offen genug ac- wesen ist, war aus Abwehr gezwungen, hier aktiv einzugreifen. » Was soll man sagen, wenn Vertreter des Groß- Handels sich darüber beklagen, datz ihnen die öffentliche Hand Konkurrenz mache, während sie selbst aus den dunklen Blättern der Kartellgerichtsentscheidungen wegen ihres sinnlosen, volkswirtschaftlich gefährlichen Terrors immer wieder verzeichnet werden müssen! Ausgerechnet darüber wagt man zu klagen, datz der preußische Staat in das Kohlenge- schüft eindringe. Vor dem Mann, der diese Klage führte, saßen Vertreter des Einzelhandels und des Handwerks! Sätzen wahr- scheinlich auch Leute, die erst vor kurzem öffentlich gegen die Er- ftickungsmeihoden gegenüber jeder selbständigen Regung im Kohleneinzelhandel, wie sie vom Grotzhandel gepflegt werden, begründete Klage erhoben haben. Wo aller Egoismus beisammen ist, da darf die Landwirt- s ch a f t mit ihrem Kampf gegen die Kleinsiedlung nicht fehlen. Der Freiherr von Kerckerinck zur Borg zitierte nicht nur Kautsky, er schloß auch mit der geistvollen Behauptung. datz die Landwirtschaft Seite an Seite mit den anderen Wirtschafts- ständen in dem Kampfe vorangehe, der geführt werde, um den Begriff des Eigentums,«diesen Eckstein der abend- ländischen Kultur, durch das Chaos unserer Tage hindurch an das Ufer der kommenden Epoche zu retten".... Dieser„Eckstein", den der Freiherr von Kerckerinck zu Borg mit den anderen Führern der Unternehmerspitzenverbände«an das User einer kommenden Epoche" retten möchte, ist nichts anderes a l s der Egoismus des unbeschränkten Profils. * Es kann nicht scharf genug betont werden, datz die öffent- liche Hand von der Mehrheit des Volkes zu� Abwehr gezwungen wurde, weil sich wette Kreise des deut- schen Unternehmertums als unfähig erwiesen haben, über ihrem eigenen kleinlichen Vorteil das Wohl des ganzen zu sehen. An diesem Tatbestand ändern freundliche Bekenntnisse zum gegen- wärtigen Staat nur sehr wenig. Solange das deutsche Unternehmer- tum glaubt, durch niedrige Löhne, lange Zlrbeitszeit und hohe Preise nicht nur die sinnlosesten Leitungskosten zu d�ten, sondern auch. dem deutschen Volke ihre wirtschaftlichen Kurz- sichtigkeiten oktroyieren zu können, solange wird der demokratisch- parlamentarische Staat dje Pflicht haben, seine Hand schützend über die Armen zu halten. Nach unserer Auffassung ist er dabei auch nicht immer glücklich gewesen, er hat häufig zu wenig getan und hat so manches Mal an falscher Stelle zugefaßt. Aber im ganzen wäre ohne sein Eingreifen die deutsche Wirtschaft heute soweit ruiniert, datz die Spitzenverbände nicht einmal inehr das Geld hätten, um Zusammenkünfte zu veranstalten, in denen der Schug des Privateigentums vertreten wird. Viele deutsche Unternehmer. haben sich als Schützer des ihnen anvertrauten Privateigentums nicht bewährt. Im Gegenteil: D.a s Privateigentum ist durch seine jetzigen Vcrteidi- ger am häufig st en geschädigt worden. Die Arbeiter haben nicht das Erzbecken von Longwy erobern wollen, ihnen war nichts an der Annexion Belgiens gelegen! Und als der Krieg zu Ende war, haben die Arbeiter schon Verständigung gepredigt, als eine ganze Reihe jener Herren, die heute sich in das Gewand des Anklägers hüllen, noch an kein internationales Mani- fest unter dem Motto„Handel ist kein Krieg!" auch nur dachten. Etwas mehr Selbsterkenntnis und mehr Erinnerung an die eigenen Fehler wäre auch bei den Unternehmern recht nützlich. Wann kommt die Kundgebung der Spitzenver- bände der Unternehmer, die Richtlinien für die Reform des deutschen Unternehmertums ver- öffentlicht? KurtHcinig. Kritische Lage am berliner �rbeitsmarkt. Nur unwesentlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Lage des Arbeitsmarktcs, rein zahlenmäßig betrachtet, weist wiederum einen Rückgang de.r Erwerbs�. (osenziffer auf. Bei ei�em B»stände von 229 267 Personen an Arbeitsuchenden ist her Rückgang mit 1400 Personen in der letzten Woche, allerdings namentlich im Vergleich zu den Vorwochen, trotz erhöhter Gestellung von Notstandsarbsttern als recht gering zu bezeichnen. Wenn auch auf dem ArbeAsmarkt immer mit einer auf- und absteigenden Kurve zu rechnen ist, so wird in Anbetracht des hohen Standes der Arbeitslosigkeit gegenüber der gleichen Zeit des Borjahres ein recht tiefer Standder Befchäftigungs- Möglichkeiten und damit zugleich die unsichere Lage. in der sich die Wirtschast noch befindet, gekennzeichnet. Hierbei soll nicht verkannt werden, datz bestimmte Berufszweige, wie das Spinnstoffgewerbe und die Konfektion, noch gut be- schäftigt sind, das Handels- und Vervielfältigungs- g e w e r b e noch größere Einstellungen vornahm und die Musik- instrumenten- und Verpackungsindustrie eine leichte Be- lebung aufweist. Diese Erscheinungen können jedoch nicht als bestim- mender Faktor für eine günstige Entwicklung des Arbeitsmarktcs gewertet werden, die gewisse Kreise aus dem Anziehen der Börsen- kurse für Effekten und bestimmte Jndustriepapicre herleiten. Viel- mehr sind die bezeichneten Erscheinungen auf dem Arbeitemarkt, soweit zu übersehen ist, als S a i s o n ch a r a k t e r zu bewerten. Bemerkenswert ist auch, daß die alljährlich eingetretenen Kräfte- dürfen raucken! & kleidet sie guf,• JÜlerdinqs: der Staucnmund iiebt* nichts ZHerbe*. Aat sich dock auckdcr Qeschmack des männlichen iRcuMkc&xjemandclt. - v Setcn nodi nnrd eine sdvoeA�Tjol!imr$igc � 2igardtc vcdangt. Hanz mädy(eicht und siiß* k atomaiisdi muß die$egmuxirts$Lgardtc sein. f|p die S&fiSSß:fiY �iKarkcru Iftagen, Sic, o 1 a n*(Ts m tr"\/ wv' ocfchrter Bubikopf y den �aäenydea�tcund y Abetauch�Srnpfind� QßaßaatyslRäier Ifta S/ 1•8 CN'S! � 8 cotD' ünd 5e,oeN"ost v Urteilen oie selbst! Erd- und Feuerbestattungs-Verein Groß-Berlin Berlin V 35, Steglitzer Str. KS• WIeM kM IL 69 Unter staatlicher Aufsicht Niedrigst« Monatsbeitrige Versicherungs- Leistung RM. 140—1000 Dz Alle Grupuen beteiligen sich an der Revolutionefeier der tdinder> � freunde mn Uhr am Zrriedhaf der Märzgefallenen. Seidenllor, best« QnaL. Doppelsohle,,. 1,45 KlnderStrQmpfe, rein» Volle, fein gestrickt, grau und< belgo(jede weitere GrCsse 20 PI. mehr)............... Gr. 2••60 Herren-Socken, reine Wolle, fein gestr, dnnkel meliert 2.0 Herren-SOCken. reine Voll», neue Jaeqaard-Master...... 2.90 Damen-Neppahandschuhe, 2 Dmckkn., u.vahi.. 3.90 Herren* Nappahandschuhe, i Dmekkn., u. Vau.. 4.20 cebr KÖNiGSTR. ECKE SPAHDAUERSTR. AtG. Herfen■ Hose, wollgem., mit Ueberschl., Gr. 4, 8...... 1.60 Herren-Hemd, wollgcm, mit dopp. Ernst, Gr. 4, 5, 8.... 2.35 Damen- Schlüpfer, angerauht, warme QnaL. praktische t-- Farben, Gr, 4.', 44, 46....................................... 1,03 Damen-Schlüpfer, reine Wolle, Kaacli mir-QuaL mod.. Farben. Gr. 42, 44. 46....................................... 4.30 Damen Pullover, Vollem. Kunstseide, vleleaparteFarb. 13.95 Damen-W8Ste, reine Volle, olnfatblg, solide Qualität.. 12.75 Nicht zur Bestattung ver- wendeteBeträge werden bar aus- gezahlt Pietätvolle Ausführung der Bestattung u. voll- kommen nach Wunsch Verlangen Sie Prospektod.un- verbindlichVer- treterbesuch aitförbtrungcn zum Weihnachtsgeschäft in der Süßwaren- i n d u st r i e bisher hinter dem gewahnten Matz zurückbleiben. Mit dem weiteren Zurückgehen des Beschäftigungsstandes im Baugewerbe und bei Außenarbeiten dürfte sich die Slrbcitslasigkcit nicht nur in diesen, sondern auch in damit im Zusammenhang stehenden Bernsen erhöhen und damit eine weitere Einschränkung des Konsums zur Folge hoben. Kennzeichnend für die diesmalige Krise ist auch der Umstand, dah der 21 b r ti f von Kräften fast ausnahmslos nicht für lange Dauer ist. Hierdurch kehren Arbeitsuchende bestimmter Berufs in gewissen Zeiträumen auf den Arbeitsnachweis zurück, ganz abgesehen davon, daß die Zahl derjenigen, denen über- lfaupi seit geraumer Zeit keinerlei Beschäftigung geboten werden konnte, eine bisher nicht beobachtete Höhe erreicht hat. Dies gelangt auch in der Zahl der Nothilfeempfänger der Stadtgemeinde Berlin zum Ausdruck, weshalb sich die gesetzgebenden Körperschaften bereits veranlatzt gesehen haben, dieser Entwicklung besondere Auf- merksamkeit zuzuwenden. Es waren 229267 Personen bei den Arbeitsnachweisen einge- tragen, gegen 230 679 der Vorwoche. Darunter befanden sich 146 386 (147 964) männliche und 82 881(82 715) weibliche Personen. Unter- st ü tz u n g bezogen 103 136(104 712) männliche und 53 339 (6401?) weibliche, insgesamt 156 475(158 729) Personen. Außer- d«m wurden noch 3 6 3 3 2(35 972) Personen durch die Erwerbs- l o s« n h i l f« der Stadtgemeinde Berlin unterstützt und 8682(8824) Personen bei Notstandsarbeiten beschäftigt. Gegen üie Zuckerzollerhöhung. Die Zuckcrver«rbeitung erhebt Einspruch. Immer noch setzen die Agrarier ihre Bestrebungen fort, den Zuckerzoll zu verdoppeln, um künstlich eine Produttions- steigerung herbeizuführen, die in schroffstem Widerspruch zu der Lage des bereits jetzt mit Borräten überfüllten Weltzucker- Marktes steht. Man will die Inlandpreise hinaussetzen, um einen Schleuderexport treiben zu können. Gegen die Bestrebungen tritt jetzt auch die zuckerverarbeitende Industrie auf, nachdem hie Proteste aus Verbraucherkreiseu wenigstens«ine über- stürzte parlamentarische Behandlung der Frage verhindert haben. Die zuckerverarbeitende Industrie, zu der die Obstkonserven- und Mormeladenindustrie, die Schokoladenindustrie und die Süßwaren- industrie gehören, befürchtet von einer Preiserhöhung ihres Roh- stoffes einen weiteren Absatzrückgang, damit Beschäftigungs- losigkeit für ihre Betriebe und außer geschäftlichen Schwierigkeiten auch eine Erwerbslosigkeit unter ihren 160 000 Zlrbeitern. Die Ge- fahr eines Preismonopolo der Zuckerindustri« ist jetzt um so mehr gegeben, als erst kürzlich die Zuckerindustrie eine Ausfuhr- Vereinigung gegründet hat. Die Zuckerzollerhöhung ist also demnach eine Gefahr für die verarbeitende Industrie, kann ober auch niemals den von den Agrariern verfolgten oder vorgegebenen Zweck erreichen, da ein Absatzrückgang der Berarbeitungsindustrie auch der Zucker- fabrikation die Umsätze herabmindern würde. Daß ein« solche Preis- erhöhuna für die Produzenten notwendig sei, wird bestritten. k>ä der Zentner Weißzucker 20,50 M.(ohne Steuer und Sock) gegen 11 M. vor dem Kriege, also 81 Proz. mehr kostet. Eine Schleuder- kotckurrenz mit deutschem Zucker im Ausland würde die Export- bedingungen der zuckeroerarb«itenden Industrie empfindlich schädigen. Mit gutem Recht ist man in den Kreisen der zucker- verarbeitenden Gewerbezweigen der Meinung, daß eine künstliche Erhöhung der Rohstofspreise keine Gesundung des Zuckermarktes bringen kann, sondern daß allein ein Preisabbau einen er- höhten Absatz verspricht. �rbeitersthast unö internationale Kartelle. Aus der Enlschließnng der inkernalionalen Handelskammer. D-'e I n t e r n a t i t n a l e Handelskammer in Paris hat, wie wir bereits berichtsien, ani 20. Oktober Berichte der von ihr eingesetzten Unterkonimission entgegengenommen und g e- billigt, die ins einzelne gehende Borfchlägc für den allmählichen Abbau der internationalen Handelsschranken enthalten. Der Bericht über diese Tagung ist der vorbereitenden Weltwirtschafts- konferenz übergeben worden und soll ihr als Material für die weitere Behandlung dieser Fragen dienen. Aus dem umfangreichen Material, das vollständig veröffentlicht worden ist, heben wir die Stelle hervor, die sich mit den jetzt so aktuell gewordenen internatio- nalen Kartellen besaßt: Ein weiterer Unterausschuß, der die Frage internatio- nalcr Industricvereinbarungen prüfte, kam zu einer Entschließung, in der er eine allgemeine Anerkennung der Bor- züge niederlegte, die internationale industrielle Abmachungen oder Vereinbarungen haben können unter der Voraussetzung, dah sie die Interessen der Arbeiter, der Verbraucher und des Handels berücksichtigen, er hebt dabei hervor, daß derartige Ber- einbarungen die Entwicklung guter persönlicher Beziehungen zu fördern und den beteiligten Ländern ein Mittel bieten, trotz ge- wisser Währungsschwierigkeiten eine sichere stabile Grundlage zu behalten, daß sie Verbesserungen der Erzeugungsmethoden, Ausnutzung des Produktionsapparates und Rationalisierung wie auch die Behandlung von Zollsragen fördern und durch allmähliche Ausdehnung für Handelsverträge wichtige Vorarbeiten zu leisten geeignet sind. Die Entschließung des Unterausschusses wünscht daher, daß die nationalen Gesetzgebungen den Er- fordernissen des Abschlusses derartiger Vereinbarungen, die übrigens allen Völkern das Recht auf den freien Gebrauch der Rohstoffe zum Nutzen der verarbeitenden Industrie sichern müßten, angepaßt werden sollten, und spricht ferner den Wunsch aus, daß die Internationale Handelskammer eine Sammlung einrichten möchte über internationale Industrievereinbarungen, ihre Form, ihre Perfassung, ihren Zweck, ihren Einfluß auf die Preisgestal- tung usw. Sie lenkt die Aufmerksamkeit der am Abschluß solcher Vereinbarungen Beteiligten auf die bei der Internationalen Han- delskammer bestehende Einrichtung eines internationalen Handelsschiedsgerichtshofes. Es ist außerordentlich bemerkenswert, daß die Internationale Handelskammer als reine Unternehmervertretung bei dem Abschluß internationaler Bereinbarungen die Berücksichtigung der Interessen der Arbeiter, der Berbraucher und des Handels ausdrücklich fordert. Für uns ergibt sich daraus vie Konsequenz, dah nun auch an den Ausbau einer inter- nationalen Kartellko.' trolle herangegangen werden muß, an der die großen Massen der Arbeiter und Verbraucher be- teiligt werden. Solange die internationalen Kartellvereinigungen ausschließlich unter kapitalistischen Gesichtspunkten zustande kommen, ist keinerlei Gewähr dafür gegeben, daß die sicher- lich wohlgemeinte Meinung der Internationalen Handelskammer auch in der Praxis befolgt wird. Es wäre Aufgabe der vor- bereitenden Wirtschaftskonferenz, die in diesen Tagen zusammentritt, auf die Vorbedingungen für die Schaffung einer solä)en überstaatlichen Kartellkontrolle einzugehen. Der amerikanische Einheitspreisladen. Amerikas größter Ketten- lädenkonzern F. W. W o o l w o r t h, New Pork, hat nunmehr die schon seit längerer Zeit gevlante Gründung einer deutschen Tochtergesel�fchast durchgeführt. Die Niederlasfung wird, laut„Konfektionär", in Berlin ihren Sitz haben und von da aus Filialen in Deutschland organisieren. Pfarrer Heumanns Heil mittel slets auch vorrätig in den Alleindepots: Zions- Apotheke R erlin X 31, AnUamer Straße 39. Telephon: Amt Humboldt 1022 Adler- Apotheke Berlin- Friedenau, Rheinstraße 16. Telephon: Kheingau 2029 Friedrich-Wilhelm-Apotheke Charlottenburg 2, I.eibnizstraße 106, Telephon: Wilhelm 121 Heeges-Apoiheke Berlin 0, Gubener Straße 83 Schweizer-Apotheke Berlin W 8, Friedrichstraßa 173 Roten-Apotheke Eichwalde' Berlin Das grofie Pfarrer Heumanw-Biich (320 Seit., 200 Abbildung.) erhält ieder Leser, der seine Adresse einschickt, von der Firma Ludwig Meumann& Co., Nürnberg M. 45, gratis und franko zugesandt. Postkarte genügt. Mitglied kann jede gesunde Person trerden, Im Alter von J-TSJahren. exi Bestattung! Vertreter gegen Proviaion werden noch elngeatellt. Morgen, Montag, 7H Uhr: UeSuaa dcg Iuqendchors im Iugendbeim Lindenst.?. 3.— Rsabit I: Schul« Waldcnserstr. 20. Vortrag:..Reichsve-rsassuna�. 2. T«il.— WeiKeusee: Iug«nd- hcint Parfsir. 36, Ausspracke:..Unsere Bücher".— Friedenau: Jugendheim Offenk�acher Str. Ek, L i ch tb i lderv ortrag:.Lugendsckuh und Iugendrecht�.— Schöneberg III: Jugendheim Hauptstr. 15, Vortrag:..Jugend rechts von uns.— Aermsdorf: Jugendheim Roonstrahe, Bortrag:„Soziologur*. Vildungskurse: Scltomfunel: 2. Abend für Sünacrc, Stcfllit. Rinystnage. Thema:-Ein- fubtima in den Sojiolismuc".— Lichtenber«: 2. Abend, Iuzendhenn Schorn. njcb-rftc. 29. Tbemo:„gtoots- und VerfussungsIeHrc". Berliner-lieklrlker- GcnossensdiaU Berlin N 24, Elsässer Str. 86-88| Filiale Westen, Wilmersdorf rernsprecher Norden 6S 2ö u. 65 26 I Landhaussiraßed. Tel.: Pialzbur- 9831 _ SimteUnnirrfliune und inter Alexanflerstr. 39-40(Alexander-PaitaOe) TeL: HBntdstadi 540. Elektrische Aulagen �eder Art n. Jeden Umfaiiges zu kulanten Zahlungsbedingungen. Beleuchtungskörper und Osram-Lampen zu Fabrikpreis SozialististHe flrbeitersugenö Groß-Oerlkn. Nichtnerkuufie itarten zur Resolution»!-!» müssen beule, Sonntag, um IUI UHc fpäteflens im Grossen SchcuspielHous an der Tasse zurüikgsgeben werden. Heule, Sonnkag, den 14. November: Zur Revolutionofeier im Grossen SchauipielHau», vormitiogs 11 Uhr, sind Giniasskarlen zum Prcife von 50 Pf. pro Siück an der Kasse erhältlich. Es cefanüi u. a. zur Erstaufführuna das Sprechchorwerk.Menschheitswille" von Senn. Claudius.— gahnenizoger, erscheint mit euren.Fahnen schon um Z-S Uhr. Tresspunkte der Abteilungen zur Revolutionsseier(alle Gruppen müssen roie Fahnen mitbringen): Ballan: Uhr Danziger, Eck« Sreifswalder Sirasse.— Seneselder.Viertel: 18 Uhr Danziger Strasse(Normaluhr).— Westen: 1410 Uhr»lif. Bülowstrasse.— Ehorlottrnburg I, II und III: Gemein- sanier Treffpuntt 1-9 Uhr nor dem Jugendheim Rostnenstr. 4.— Halensee- Wilmersdors: 149 Uhr Jugendheim Ehailottenburg eder 18 Uhr Lehrter Bhf.. Ecke Innalidenstrasse.— Stegliss I: 10 Uhr Poisd. Fernbhf.— S.eglih II: 1418 Uhr Marttplah.— N-ulölln II: 1410 Uhr Sermannplass(Apotheke).— Neukölln VI:-UO Uhr Bhf. Kaifer-Friedrich-Strassc.—«iichhoiz: 1410 Uhc Post.— Niederichönhansen:>418 Uhr Friedensplass.— Werdebezirk Osten: Trcst» punkt 9 Uhr Strausberg-r Plass.— Werbebezirk Prenzlauer»erg: Treffpunft aller Gruppen WO Uhr Danziger Strasse, Ecke Schönhauser Allee(Normaluhr). * Nerbeiezirk Krenzberg: Die Gruppen treffen sich nach Schluß der Frier nor dem Grossen Sdiauspielhous, Ausgang Schiffbauerdamm, zur Beteiligung an der Kundgehuna der Kinderfreunde. Werbe bezirk Neukölln: 14» Uhr im Jugendheim Böhmische. Ecke Eanner Strasse, Bortrag:„Die Denkmäler Berlins in historisch-fatirischer Bedeutung". Das&eim wild um 7 Uhr geöffnet. Werbebezirk Schöneberq:>48 Uhr im Jugendheim Hauptstr. 15. Lichtbilder- portraa:„Baluschek,«in Maler des Proletariats". Gäste herzlich willkommen. Schöneberg III: Jugendheim Haupfftr. 15, Vortrag:„Chineflsche Revolu- tionolyri!".— Wilmersdorf! Jugendheim Düsseldorfer Str. 8, Konzertabend, 8 Uhr._ Sm wa-Krst en Sinne des Wortes federleicht machen wir Dhnen_ durch den niedrigen Preis und die günstigen Zahlungsbedingungen die Anschaffung dieses schönen, gediegenen Schlafzimmers mittel e ichen weiss lackiert m lackiert ugeport palinierlen_ mit scKwa-rzen Perl&täben und Perllevsten und A Blumenkbrbchen.- Verzierungen Verzierungen. Komplett mit Patentbödeu u. � Drellmairatzen •fSÄ iSfVS» "u mtn %] Rod6 jf" Ith i«i4 llfodtn. I«»th �T gutem WP* r � 125- •••:•••« fron Wort und DUd verboten! Königstrafte 33 Am Bhf. Alasanderplatt thausseestr. 113 B«im St««tin«p Bahnhof Oranienstr. 40 Or«ai«N.piat( DI« obigeo Aoaobol©«tebeo ibooi» ob Moiilai wir Verlüsiinft! r- SohcMmJcho ßesteWunflen köunen Bichl berücbslohlloi Verkäufe B-ttfcd«:»-, fflclt'vre seit 188Z nur Oranien strafte 158. Keinerlei Beziehungen zur Nirma g.'ciS>rn Namen» Potsdamer- strafte�_.____ Puppe». Babys. Puppenwagen. Repa. raturen preiswert, billigst, ssorstreuter Reanderstrafte �11. parterre.____" Leiterwagen, Schubkarren. Einzelrader, Achsen, ssedern, Globus, Dresdener- strafte 55. Moriftplaft 127 38, , Teppiche. Diwandeckcn, Tischdecken, Dettvorleacr. Läuserstasfe. vrachwolle Auswahl, ertra billige Geleaenbeiten. Conrad irischer, seit 18S4 ,Potsdamer- siraft« 108. B e k i e i tf iin g S s liTck f, W a srh.p us«, klpottbiilig« Pelzwaren. Gclegcnheits- lii-i'j von Evortveizen, Gehpelzen, hoch- «legantcu Pelzmänteln, Pelzincke«. Enojza billige S-rrenanzitqe, Ulster Paletots. Keine Lombardware. Leid- Baus Krkdrichstrafte 2 iSrlle-Alliance- Plag).__________,_* Leihhaus Schneider. Aleranderstr. IIa. unweit Iannowihbritcke. KSchsideleihung von Pösche. Hcrrengarderob«. Wert- sacken� usw.______________* Wenig getragen« e-errcnanzügc, Win- terpaletotz staunend billig. Walsszicgen 10,—. Pelziacken 40,-. Sänitl che Pel?g»-t«n ipotibillig. Leihhaus ktosen- thgler Tor, Linienltrafte 203/204, Ecke Zloienthglrrllrafte.� Keine Lombardware. ' Pctteuverkgus I Neu! I2L0I' l7L0! 18.50! Prachtvolle 25—, 30.—! AasH- daunen 35,— 1 Kinderbetten 8.75! Bett- m tische! Steppdecken! Gardinen! Titll- decken! Alles spottbillig! Keine Lom- dordwarel Leihhaus, Prunnenstrafte 47. Petzwgren! Wolfsziegen 8.75! 12,—! Prachtvolle 17L0I 18L0! Peiziacke»! P-.zmantll! Petzschals, alles spdtlbillig! LeMraus. Prunnenstrafte 47.______* Set'aaene Anzüge,«ßalrtota Nur Rllaenerstrafte 23._________* Warum ich billig bin? Weil Spe. zialist. 3 besonder« Anzebole au« rneinem Atelier: Maftanzug. reinwolle- vir Zachtklubserg«, 85.—. Tanzanzug. schwarz Drappd, mit Borte. 83—. Slnolinganzua mih Seidenspiegel 165.—! selten schöne Anssllhruna bei 2 An- proben. Sporipelz. Schcionossur.i-Kra- gen 85,-. Gehpelz, schwarz Tuch. 123.—. Auch Kahlungserleschterung.>.1 An- zehlnng, Nest in 6 Manatsraten. Dal- ter Stein. Anvelidenstrsfte 133. Achtung, man irrt! Laden mit 2 Schaufenster».� Waunenerregendl Pracht'.evvich« zwan- zint Tcdeidette». Stand 28,—. Di- wgndeöen! Gardinenlager! Silber- usi-e! Dreiftig! Kreuzfilchie sllnkzehn! Pelziacken! Monotsaarderabei' iKelne PcrsgftwOre.) Teilzablung. Psandseihe. Berlauisbaus SchSntauicrallee 115 «NdidriNgl,__ �Federbettes verkauft billig Leihhau» Grtjagene Sorrengarderaben Gesell- schaiksonziiae für korvulente Aiauren staunend billig. Naft.«rllbe? Mulack- st'gftc. ieftt Gormannlirafte 22-26._ Nclzwarensabrik. Grllfttt Auswahl. llglle Verarbeitung, billigite � Preise. KahiungserlSichierung bei so'ortiacr Sie. terung aestattet. Velzmijntel. Pelz- sacken. Ehauffeurpelze. PeZziovven. Evsrtvelie. Gehpelze, Pelzaorniturcn. Ssupkskrahen. Tuchskragen Ditlfe, Be- fagsrlle. Umarbeitungen. Reparatur- abnähme. Tauher. ffitünftraft« X. an der Gcrtraudtknstrafte. Röhe Spittel- mdrlt.___• Gllnftig« Gelegeitheit. PklzwSren vom Riirschnermelster. P-Izmanlel. Pelz- sacken. Serreusportveize. Kreuz-. Silber-, Kobrl-. Alasla-Mchie. CHIna-Kiecen. Skunks. Amerikanisch-, Austtalisch- Skunksopossum, Muffen, Ve!»HO-e, Pelz. decken sowie alle Arten von Pelzwaren. Grifte Auswahl. R. Michaelis, Berlin 915. 13, Erofte Trankkurt, rOrgft« 88, 1, Etage, am Strausbergcrviaft,___ Dhn? Anzahlung Be'imZlck«. Gordi- ven. Tevvick-e. 12 Mcwatsraten. Mod- ner. Elbineerslraft« 47 l.» Gutgehende, Baxiergeschihst, 13 Jahr« in einer Sand, krankheitshalber zu ver- kaufen. Barzahlung. Wohnungstausch. Norden. Verkehrsaegend. Auskunft Berwartskpedition Dreifenhaganerstr. 1' Berkäusep mit eigen«an Pferd und Waggn, eventuell auch ohne beide», von leistungsshhiger Tischkanservenfabrii und Braterei«sucht, Offerten 14 107 V«la, Potgdaneerstrafte 24. !«eipAßer Strasse �lexanäerplst? mtzm SMZSC» Radisapparat. DrstrShre», Marken» gerät, 25,—, derselbe mit erslklasngen neuen Spawlaanpen, Lautsprecher, Ana- denbatterie, Akkumulator, Zuleitung 68.—. verkauft Alberti. Berlin. Stein- med strafte 8 IV. kavXen auf Kredit wie Jeder barzahlende Kunde in den Warenhäusern der Firma lfeifI2t€2iiSS Itefa Frankfurter Allee geben Ihnen Kredit nach Prüfung und berechnen für Unkosten 5 Prozent von der Kreditsumme. Die Warenhäuser der Firma HERMANN UETZ nehmen unsere Kreditschecks für alle Waren ausser Lebens- und Genussmitteln an. Sie kaufen zu gleichen Preisen wie jeder barzahlende Kunde und haben beim Kauf 25 Prozent des Kauf« betrage» bar anzuzahlen. Rückzahlung des gewährten Kredits hat in fünf gleichen Monatsraten an die Kaufkredit G, m.b.H. zu erfolgen. Anträge auf Kreditgewährung nehmen wir entgegen in unserem Bureau von 8% bis 6% Uhr Kaufkredit GmbH. Berlin SW 19, Markgrafensirasse 28 Barkäufe privatim mein noch ganz neues. entzückendes, dreipedaliges schwarzes Markenviano umktändewegen für ganz billigen Preis an Privat. Be- iichtigung bei Chinowski, Blllowsrrafte 88, Hochparterre rechts, gegenüber Hochbahn- fiation Bülow strafte. ksteppsUPp Drei Mark Wochenrat«. 13 Mark An- zahlung, für-in erstklasüges Marken- Md. Eahrradh-us Kentrum, Linien- strafte neunzebn. Eiumalig« Gelegenheit! Aus den Be- ständen der ehemaligen Ego-Automobil- sabrik verlaufen wir äufterst preiswert: Drehbänke Schraubenbänke, Fräsnralchi- nen«altsäcen. B°h:maschlncn, Trans- misstonen. Motor-, Feilbänke, schraub. ftöcke. Werkzeug«. Arbeelarschrankc. Waschanlagen. Kontrolluhren. Befichti- gung und Verkauf im Bcrkaufsburcau der ehemaligen Siller-Aulomobilfabeii. Berlin-Treviow, Treptowerstrafte 33/43. Einmalige S-l-genheit! Autoteile- Berkauf. aus den«hcuializen Ego- werken stammend, zu besonders billigen Preisen: Auioscheinwerser. Scheinwerfer- lampen, Luftpumpen. Tachometer. Bar- gaser. Schrauben, Bolzen. Muttern. Unterlegscheiben, Kurbelwellen, Lager- schalen. Federn. Messing in Scchskant und Rohre, Stahlrohre, Bronzcrohre, Kugellager usw. usw. Zu bestchtigcn in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags Berlin SO. 33, Trcp- towcrstrafte 33— 43.* Kaufg esuebe Zahngebiste. Silbersachen Zinn. Blei. Quecksilber, Doldkchmelze Christionat. Kövenickerstroft« 88 iAdolb.rtstraftel._* Zahagebisie. Tdelmctalldruch, Queck- silber, Zinn. Blei, Silberschmelz« Ebristionoi Käpenickerltrafte 20a iMan- teusielstrakel.__ ftlasiet« kauft sofort vo, privat Hascnheide 3307. Untsirkbt Berliz«chool. Fremde Sprochcn. Leiv- zigerstrafte 123a. Ecke Wilhclmstr-fte. Tauenfticnstrofte 18a. Einzel- und Zirkel- Unterricht. Eintritt iedcrzeit. Ihle. Milbel. Fabriklager. Friedrich. strgfte 7. Sveise, immer, erstkiaistge Tisch. lergrdels. wundervolle« Modell. Büfett 2.30 Meter, schwere Kredenz, echt Eiche, euncn Mahagoni, mii Silberläsien. rei- cher Schnige-el und Maserverdoppelun- gen. 59»—; dito Büfett, 2 Meter. 495,-. Grefte Auswahl in allen Bülettbreiten zu kouserrrenzloien Preisen�________ _ 331'■ Mäbel. Fabriklogcr. Friedrich- strafte 7 sAallesches Tor). Schlofzimmer rn cleganler Ausfllhrgflg, innen Maha. gonj mit echtem Marmor, Kristallkacettc- fpiegel und Damaftstllhle. Reklameprei« 325.—. SpezisNager in allen Gräften und Preislagen von 383.— an. Schrift- liche Garantie.� Zhl«- Rödel- Fabriklager, Friedrich- strafte 7. Herrenzimmer in scliener Formenschönheit. Schwere«ichene Ber- ardettuilg mit polierten Moservcrdopve- lungen und Handschniftereien. Biblis- thek, breitllrig gearbeitet. 2,40 Meter breit: Schreibtisch, 1,70 Meter, mit «tra Tresorkasten. 730.-: dito Diblia- khek. 2 Meter. 48».-. SämIIi«, Breis« sind bedeutend berebgeseftt. Aus Wunsch Zahsungserleichterung,____ Nirgends können Sie oorteilhafier 2sSr«n Bddarf gn Kleiderschränken. Ber- trkos. Bet'en in Solz und Metall, Ruhr- betten. Tischen. Stühlen. Trumeaus. Bü- fetts, Kredenzen. Standuhren. Sofas in Leder und Gobelin. Bücherschränken. Schreibtischen zu günstigeren Bedingun- gen dicken als im Mpabiter Kredithaus. Türm straft« 81, ei n« Trepp»,__» Gelege uheitskäns« in entzückenden Speisezimmern von 380.—.«icheve bücherschränk« 48.—, Herrenzimmertrsch« Og.rt, Schreibtisch«, Ruftbaum. 43,—, Anrichtesüchen 102,—, Klubtikch« mit Ekg'skasien 18—-, Schlasiimmer billig!! Ansehen!! Staunen!! Möbelhau» Rar- den, Äiischowift. nur Shoussesstraft« 48. Gediegen« Möbel, merk' den«ad baut Gleiser. Alerandervlati. Merander. strafte 42. 400 vreiswert« Kimmerelnri». tunaen. Illustrierte» Brach tkataloa S3 ksstenlo«. "Mölstl.NtbdVrlazeii. BLe bedeutend hcrabgeseftt. Spliseziaimer, echt Eiche, volle Türen, innen Maha- moni. Rakevauslagen, ganz aparte Are- denz. schwerer Auzzugtilch, 3 Leder- ftühle. komplett 375�, desgleichen ganz schwere Ausführung. iM breit. 593,—. Dcmbifter» Mödelniedsrlagen. August- strafte 47/47», Rosenthalcr Tor. und Sohcnzollerndamm 18«. Eck, Uhland- strafte, Graft« Frankfurter Strafte 53, noch einig« Werdiwochen zu bedeutend herobgeseftten Preisen. Demhiger, Wöbel-Niederlagen. Schlas- zimmer. echt Eiche, grofter dreitüriger Lnkleideschrani, komplett mit weiftem Marmor, schwer« Betten. Drellauilagcn, Sotelimlüh!«, komplett 430,—. des- gleichen 2,00 Kommodenschrank, Schlaf. zünmer, seltene Gelegenheit, komplett 383.—. Preise bedeutend herabgeseftt. Dcmbiher, Möbelnlederlogen. August- strafte 47/47». Hohenzollerndamm 183, Grefte Frantturterstrafte 55._ Dembifter» Möbel-Riederlagen. simmer.«cht Eiche, gediegene rung. innen Mahagoni, schwerer Divlo- mat. Serrenzimmertisch. hoher Armlehn. lessel. Rindlcderstühle. komplett gebeizt, 395,—, desgleichen 2,00 breit, schwer geschniftt. komplett 573.—. Dembifters MLbelntederlagen, Duguststrafte 47/47a, Hohenzollerndamm 193. Grofte Frank- surterllrafte�55, Plüschsosa» 33—-. ehäis-Zo-'gUe» 24-., Kletderspinden. Wafckespinde«»0-.. Schreibtisch 45.-. Bettstellen mit Ma- trogen 22-.. Ausziehtisch 23--. Sellin. Gartenstrafte 23. Mvbelversend auch oufterhalb. Teilzahlung. Schlafzimmer. Speise- ziuiwer. Küchen sowie sämtlich« Einzel- möbel. geringst» Anzahlung, bequemstc Abzahlung. Möbelhaus Luisenstadt. «öoenickerstrafte 77/7». Ecke Brückenstrafte. Teilzahlung.«omvI-Ue Zimmer, Ein. »elmöbei billig. Senger. Marstlius- strafte 9 sAleranderplaft). Sroft, Frank- blrterstrake kecksundfÄnkHia. Balsterkelli»"«raulstrafts t.-U Mar-Etrafte 4. Rieienlager hlldichäner Ebaiselongue».«astcnrub-helt-n. Auf- legematraften, Sofa». Feldbetten, Retall- betten. Wachrnzahlung Herren- Aussüh, Teilzeh l»»g, kulant. Möhel-M i sch.- Teilzahlung, billig. Mob-I-Risch._• Teilzahlung. reell. Möbel. Misch. Grofte Franksurterstrafte 43/43.« Möbel. Tei'lzohlung. Därisch, Stra- lauerplaft 1—2. Scklesischer Bahnbos,' Ehaiselongne», Metalldetten. Aufleg«. matrahen Pateutmatroften. Balter Stargorderstroft» achtzehn. Spezial- «esch-kt. __ ferstosse. Sschdecke». Siwandecken. Steppdecken. Gardinen. Store». Bett- decken. Bequemit» Zahlung«rleichte. rung. Zuoaliden straft« 141. Stettiner Bahnhos. Speisezimmer 330.-. Kludsosa» 83.—. Zahlungserleichterung.«amerling.«a. itonienallc« 33.» Schlaschaiselongue» 24,—.' Bettcha'ise- loirgue» Chailclongursdecken?--. Wand- behäng« 3.—. Potentmatraften 10.—. PolsteMuflagen. Wochenabzohlung Z,—. Pappelallee 12: Pankow. Schmidtstr. 1. Möhelfedrik Georg Tonntgkeit. vranieii- straft« 172/173.«onderangedot! Schlaf. »immer 473. Speisezimmer 430. S-r. renztmmer 380. Küchen von 83. Bett» stell« mit M-trafti«3.»»kleid-schrank mit Spiegel 130. Ruhebett 40. Auch Tcilzabluna, Ausuahme-Angedot: AnNeidefchrä»!«. 2 Meter breit, mit ovalem Spiegel. dreitüriq, Wäschtobteilung, 183.—, 150 ireit 105,-. englisch- Beitstellen. kom- plett. 33,—. Nachttisch« mit Marmor- platte 13,—. Nuftbaum-Apotheken 12/—, Blllichfosa, 48,—, Diplomaten 35,—, SSulenbüfett» 73,—, Dierzugittche 35—.. Stanbubre» 72--. komplette Küchen mit «erglasung, lackiert 33—. Sftzimmtr, echt Sich«, komplett 283.—. Schlaizimmer mit echtem Ma.mor unb Facettespiegel 285�-. Herrenzimmer mit Ledermöbeln 283.—. Möbelhaus Dotilieb. Rügencr. straft« dreizehn Bahnhof Gesundbrun. nen. Fr«Utes«rung.' Sclegrnhettl Kleider'chranl 18--. Bertiko 13.-. Waschteilett, II.- Ruft. baum-Schreibtis» 23.-. Küchen 24.-. Blllschsafa 13.—. MZbelbau» Sottlreb, Rüaenerstrafte breizebn._' Meialbette« mit Auflagen 28,—. Papp« lall« 12: Panks«, Schmidtstr. 1. echt Eiche. Spietzel.' !, 385,—. nur einmalige MftkW»».,..._____ schrank, IM breit, 385,—. nur einmalige Kaufgelegenheit. Speisezimmer, pro- derne» Büfett und Anrichte. 825— An- richtekücheu 133,—, Ruftbaum-Schränkc 53.-. Bettstellen 33,-. Tische 18,-. Ruhebetten 38.—. Bücherschränke 48.—, Berkauf nur im Fabrikgebäude. Mordet. Bocbel, Moriftplaft._ Rctallbetten mit Auflage» !-» 24,—.~ M# -vmrmfc, irofte Auswahl, l Puftkuls«. Privalschule für Damcnpuft von Thea Simon, jedt prrchelichte The- res« Baruch. Markgrasenstrafte 18. Frei- Prospekt.____ Frötel-Oderlin-Institut, Privot-Haus- haltungsschule. Inhaber L. Pollak. Berlin. Wilhelmstrafte 10. Beste Aus- bildung in allen hauswirtschaftlichcn Fächern. Schneidern. Kochen usw. Ein- tritt an iedem Ersten des Monats._ Kaufmännische Privatschule von Hans " Inhaber H-ns Iungck und Ru- aolf�S-bel,'' Berlin SM. B-!i!hstr«ch° 18, am Svittelmarkt. Fernsorecher Merkur 4431. Tages- und Abandlchrgänge. Be.- ginn Novrmber. D'.eimonatskurse in Einzelfächcrn: Buchsührung. Bilanz. Mo- schinenschreiien, Kurzschrift. Fremdspra- chan. Privatunterricht täglich. Prospekt kostenlos. Zahlungserleichterung.* Ein! ährigen- Ablturanstalt fBolls- schsiler). Direktor Dr. Fackelmann. Hebenzollernoamm 188._*• Unterricht in Äenog-onhie sReichs- knr-schrift und Slolze-Schren. Wieder. d-lungen. Diktat-, Tebattenichrif:),� Maschinenschreiben. Deutsch, sremöcn Sprachen und allen Handclsfächern. ia- wie in Schönschreiben ssämtlick-e Sch'ift- arten) erteilt van 8 Uhr vormittags bis 10 Uw abends die Kaufmännische Pri- vaischule Koffati. R. 20, Badstrafte 37. Aruneldunoen täglich. Buchbinderei Sicher, Iosephsttafte 2, Moriftplaft 4312. empfiehlt sich.__ Wäsche nach Gewicht. Halb trocken zurück ver Psund nur 20 Pfg., trocken zurück nur 25 Pfg. DampfwLschr:« „Merkur�. Frankfurter All-« 307. KS- niastadt 2820.__ * Bertranensoolle Auskunft. Untersuchung iarzilisii). Frau Erdmann, Köpe- nickerstraftc 151. rechter Borderouigang, 1 T:evve. Nähe Schlesischer. Görliftcr Bobnbof.________________________* Biosi«wische Heilprariz für alle Kranlh-i'en. 8—1. 4—7. Charlotten- bürg. Spielhagenstrafto 13.(Literatur i-.)__ Habcrtuslälc, Schönholz. Gräfttes Ball- lobal. Iazichandkapclle Zander. Tanz- leitung Falkenberg. Damen 30. Herren 50. Einiagegclder sucht Pfandleihe Lange. Moriftv'aft Aschinaachans Gear>885. Vennietunsen Ostrowski» MSdklhan». TltrmNraft« 73. mir vorn«ist« Etage. Konkurrenzlos niebrtg« Kassenpreise für Qualidätsware. troftdem beaucm» Zahlweis«.-» � neu und gebraucht. grofte Äüswah?. langiährige Garantie 30— monatlich, verkaust Pi-N-Hau, Königgräftersirafte 31._ Pia»», 350--. 450—. Schwechtcn 323,—. Schielmaver 380—. Grofte Auswahl in anderen gebrauchten sowie neüen Instrumenten. Herer. Brunnen. straft- 181. 1.«tag»._* Wochenrate 1 Mark an zahlen Sie für unser« Original-,. Frevovhon-Apparate-, troft Teilzahlung uur festgelegt« Fabrik- preise ohne Aufschlag langiShiI-,« Ea. rantie. Kaufen Sie birckt bei einer Spezialfabrik. Schallplatten grofte Aus- wähl, biauem« Ratenzahlung. Sprech, ovvarate-Bau-Sescllschaft Freier n. E,.. Berlin R. 4. Chausieestr. 43 eine Treppe. Saltestelle Schwarftkopffstraft«.» Sr-mwephen 10— an. Schallplatten —28) an. Plattenumtausch. Ersaftteile. Reparaturen. Köpenickerstraft« l83a.» Hilgert. Läden seder Preislage. Potsdamerstrafte 100._" Sell-rrönu:«, 70 Quabrotmeter. Stal- lung und Remike zu vermieten. Nähere» Sck'ubm�'Serei Unrath. Möckernstraste 33. ngeb et. Solange der Borra! reicht: Schlafzimmer, zirka 2 Meter, komplett 775—, Schlafzimmer. 130 Zenti- meter breit, komplett 388—. Schlaf. zimmer 373—, 480,—, 575—, Herren. »immer 275—, 388,—, 480—, 780—, Sveiseziinmer, ganz entzsickenö« Muster, 425,—, 575—, 6*5,-—, 780—, Küchen 88,—. 118—, 148— usw. Einzelmöbel all« Art und in ieder Preislage. Ai f Wunsch Zahlungserleichterung. Viele Geleoenheiten. Harmann Hasemann. gegründet 1373, Lothrinaerstrafte 24. 25. 28. Untergrundbahn Schönhausertor. Gelegenheit für Kassakäufer! Hoch elegante» moderne, Sve-sezimm« kom- olett nur 330—. Haucke, Alte Jakob- stifte 83._ Küchen, aparte Modell«, oll« Sröften, weift, birkr, elfenbein. vaturlastert. Auch«inzeln« Küchenttil« zu billigsten Preisen aus beauemste Teilzahlung. Mpabiter Krebithau«, Turm strafte 31. ein« Trepp«. '»chusitljnrlrumeanke PI»»»» vreisw«t. Sink. Brunnen strafte 39. Klaniermachei Mietoiano». teilweis« Kaulanrechnuna T-ilzoblnna. Bahrt. Lauptirrafte 1. Ecke Grunewaldstrafte._• Plao-s. Sarmonwm». Teilzahlung. Sckcr«. Chausteestrafte 103._« Piano», Flügel pre'.swett. Zahlüng� erleichterung. Rämhilht-Saefte. W. 8 Potsdanierftraft« 123. HUoKnunze», Tausche renovier!« Einzimmcrwoh- nung. Sennigsdorferst'afte, Ouergcbäude 1 Treppe, gegen gleiche od«(«öftere bis 4 Treppen. Gegend gleich,«oenttiell Abstand. Angebote 1833 Borwärtsfpedi- tion Mllllerstrafte 34a. Für uns« Hau» ginienstr. 83 85> nd Elloss.rsir.SS 83 suchen wir per sofort-inen KMise» Eausmn der»«»reichende Er ohrung in Bedwnung rei». Reparalur einer Wastcrhei,;- und all- gemeinen Wasseranlage denftr.und mög- iichst ein- Prüfung als Foh-stublsübr« nachwetlen lan»— Bedingung ist, dag der Bewerber dem Deutschen Meiall- attester.«erdand angehört, oufterdem po- iUil» oder g.nossenschaillich organisiert ist. In Frage kommende Bewerber wollen ein ichrlstl.che» Gesuch an die ll». A. Schlicke« Co., Linienstr. 83/85, einreichen. SS in der GeeamtaolUse de«.Vorw&rU* sind besonders«irksto and trotzdem sehr billig) Zorn mSzllcbst baldigen Antritt BemelDwlrtscbaftllch eingestellte Persllnlicbkeit rur Unterstfltrong der Geschlftsleitung gesucht Kenntnisse In Grundbuch- und Hypothekensachen towle Vertrags- und Steuerangelegenheiten sind Bedingung. Bewerbungen mit Kurzgehaltenem Lebenslauf und Angabe von Seterenien wi« Qehalts- forderungen nur erster Kräfl« sind zu richten an die GeniBlnneblge Hsiinsiatten Spar- und Bau A.-6. Berlin S 14, Sebastianstr. 37-38. Hr. 538 ♦ 43. Jahrgang A. Heilage öes vorwärts Sonntag. 14. November 1920 Reichstagspause. Das Zkrisengesetz verabschiedet.— Teutschuationaler Appell an das Zentrum. Der Reichstag nahm gestern zunächst nach kurzer Aussprache oen Handelsvertrag mit der Schweiz gegen die Stimmen der Deutschnationalen, der bayerischen Volkspartei und der Kommunisten in 2 und 3. Lesung an. Das Saarabkommen wird gegen die Stimmen der Deutschnationalen, der Völkischen und der Wirt- schastspartei verabschiedet. Auch die Ausschußentschließungen finden Annahme. Das deutsch-sranzösisch-belgische Luftverkehrsabkommen wird gegen die Stimmen der Kommu- nisten und der Völkischen verabschiedet. Es folgt die zweit« Beratung der Krisenfürsorge für E r w e r b s l o s e, zu der Abg. Hoch(Soz.) für die sozialdemokra- tische Fraktion die bereits im Abendblatt wiedergebene Erklärung abgibt. Abg. Dr. Rademacher(Dnatl.) bedauert die Ablehnung des An- träges auf Staffelung der Erwerbslosenunter- st ü tz u n g, die verhindern würde, daß die Unterstützung den Lohn übersteigt. Den Krisenfürsorgeentwurf lehnt der Redner ab und be- antragt, die bisherige Art der Unterstützung der Ausgesteuerten bis zum Inkrafttreten der Erwerbslosenoersicherung bestehen zu lassen und den Gemeinden 15 Proz. der Kosten durch das Reich zu ersetzen. Abg. Frau Arendsee(Komm.) wendet sich gegen das Gesetz, das eine klare, eindeutige Formulierung vermisse. Die Prüfung der Arbeitswilligkeit und Fähigkeit sei z. B. nicht völlig beseitigt. Das Krisenfürsorgegegeseh wird unter Ablehnung aller Anträge In zweiter und dritter Beratung mit den Stimmen der Regierungsparteien und der Sozialdemokralen in der Ausschußsassung angenommen, ebenso die Entschließungen des Ausschusses, die für leistungs- fähige Gemeinden Reichsunterftühungen verlangen. Abg. Landsberg(Soz.) berichtet dann über die Beratung des kommunistischen Antrags auf Einstellung des Strafversahrens gegen die kommunistischen Abgeordneten Stoecker, Koenen. Rem- mele. Hecker t, Hoernle und Pfeiffer im Geschäfts- ordnungsausschuß. Der Ausschuß beantragt, das vor dem Reichs- gericht schwebende Verfahren gegen die sechs Mgeordneten b i s zu den Sommerferien des Reichstags 1S27 einzustellen. Es handelt sich dabei um den Prozeß gegen die konmmni- stische Zentrale wegen der Unruhen vom Spätherbst 1923. Der Antrag des Gefchästsordnungsausschusies wird a n g e- n o m m e n. Hierauf wird die erste Beratung des Rachtragsetats fortgesetzt. Abg. Dr. Zeder(Rat.-Soz.) wendet sich gegen d,« Finanz- und Steuerpolitik des Ministers Dr. Reinhold, die allein der Groß- mdustrie und den Banken zugute käme. Abg. Dr. Spahn(Dnat.): Das Zentrum, das angeblich die konfessionelle Parität bei der Stellenbefetzung herstellen will, läßt diese Parität durchaus vermissen, wenn es sich um Kacho-. liten handelt, die nicht dem Zentrum angehören.(Lebh. Zustimmung bei den Deutschnationalen und Rufe:„Das hat gesesienH In Baden, wo das Zentrum zusammen mit den Sozialdemokraten regiert, habe es recht wenig zur Verwirklichung des katholischen Echulideals getan. Auch gestern habe Dr. Schreiber nicht gesagt, was das Zentrum im Reiche im nächsten Winter auf schulpolitischem Gebiet tun will. Das Angebot des deutschnationalen Redners zur Mitarbeit am Schulgesetz im christlichen Sinne ist von Dr. Schreiber mit kallem Spott zurückgewiesen worden. Es gibt eine kulturpolitische Linie des deutschen Katholizismus und eine Linie des gläubigen evangelischen Volkstums und die ffulturanliegen beider Konfessionen werden am besten besorgt, wenn die beiden Linien möglichst nah« beieinander liegen. Das Schulgesetz wird den christ- lichen Forderungen am besten gerecht werden bei einer aufrichttgen Annäherung von Zentrum und Deutschnakionalen. Wir haben die Sorge, daß das Zentrum mit Rücksicht auf seine allgemeinen politischen Bedürfnisse doch nicht mit der nötigen Aktivität die schleunige Verabschiedung des Schulgesetzes betrieben hat. Wenn die Vorlage dem Reichstag zugeht, dann würden die Deutschnationalen ohne jeden Vorbehalt und ohne parteipolitische Voreingenommenheit mitarbeiten, um die christliche Schule wieder herzustellen und zu sichern.(Lebh. Beifall bei den Deutschnationalen.) Abg. Borrmann(Wirtsch. Vgg.) spricht die Erwartung aus, daß die Regierungsparteien mehr als bisher für den gewerblichen Mittelstand tun. Der Redner wendet sich dann gegen den Handelsbetrieb in den O r t s k ra n k e n k a s f e n und verlangt die Anwendung der Gewerbeordnung und der Vorschriften über die Verkaufszeit auch auf ine Dertaufsständs in und an den Bahnhöfen. Die Finanzämter gingen vielfach in überaus rigoroser Weise gegen die kleinen Gewerbetreibenden vor. Abg. Dr. Schreiber(Z.) weist die Vorwürfe des Abg. Spahn zurück, daß das Zentrum aus parteipolitischen Rücksichten die allen kulturpolitischen Ziele des Katholizismus vernachlässigt habe. Es müsse festgestellt werden, daß die Deutschnationalen ihren eigenen Schulgesehentwurs im Stich gelassen hätten, indem sie aus der Regierung ausgetreten feien. Die Aussprache wird gegen 4% Uhr abgebrochen. Der sozial- demokratische Gesetzentwurf über die Ausweisung derHohen- z o l l e r n wird dem Rechtsausschuß überwiesen. Das Haus vertagt sich dann auf Montag, den 22. November, nachmittags 3 Uhr: Fortsetzung der Beratung des 2. Nachtrags- Haushalts. übergibt man nur dem Nachweis d»S Deutsch. MulikerverbandeS, Berlin 027, MnduaSftr. 21 fKänigltadt 4310, 4048). EeschäftSzeit 9 bis 5, Sonntag« 10 b!« 2 Uhr.«ul Wunsch Vertreterbesuch Der amerikanische Gewerkschastsbunü. Nach dem Dctroiter Kongreß. Aus New P o r k wird uns geschrieben: Einen merkwürdig widerspruchsvollen Eindruck hinterläßt der Kongreß des amerikanischen Gewerkschaftsbundes(„American Fede- ration of Labor"). Es war der sechste Gewerkschaftstag in eben- sooielen aufeinanderfolgenden Jahren, auf dem die Exekutive über einen Rückgang der Mitgliedschaft berichten mußte, die jetzt auf 2 813 910 beziffert wird, gegenüber 41t>l)0(X1 im Jahre 1920. Allerdings muß hierbei die im Berichtsjahre vollzogene .Suspendierung" der 80 000 Bahnbureauangestellten in Betracht gezogen werden. Es wäre unrecht, behaupten zu wollen, daß die Erfahrungen der verflossenen sechs Jahre dem gewerkschaftlichen Führertum der Bereinigten Staaten gar nichts zu denken gegeben hätten, und auf dem Kongreß nichts beschlossen und getan worden wäre, dessen man sich zu freuen hätte. Aber im allgemeinen hat man doch mehr den Eindruck einer routinemäßigen Betriebsamkeit. Wenn der Kongreß sich in zwei Fragen zu echten gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen aufgerafft hat, so erwecken die Schwächen der„konservativen" Grundauffassungen, an denen in Detroit nicht gerüttelt worden sst, gerechte Zweifel, ob dabei viel herauskommen kann. Es handelt sich hierbei um eine großzügige Organisation s< kampagne in der Automobilindustrie mit ihrer Mil- lion unorganisierter Arbeiter und um die Einleitung eines Feld- zuges gegen die gelben Verbände(„Company Unions). Beide Aufgaben spielen ineinander, da die Gelben gerade in der ftraftwagenfabrikation eine ihrer stärksten Domänen haben. Aber gerade auf diesem Gebiete stellt sich einem Erfolge der gewerkschast- lichen Kraftanstrengungen die Organisationspolitik der Führer ent- gegen, nämlich die veraltete Fachverböndlerei mit ihren ewigen Zu- ständigkeits-(„Jurisdiktions"-) disputen. Das großindustrielle Unter- nehmertum organisiert„seine" braven Arbeiter in umfassenden industriellen Verbänden. Es ist gar keine Frage, daß hier der stärkste Vorteil der Gelben gegenüber der Vielzahl mit- einander hadernder Fachverbände liegt, wenn man von dem kapi- talistischen Druck und der vielfach unwiderstehlichen Lockung der mit ihnen verbundenen kapitalistischen„Wohlfahrtseinrichtun- gen" absieht. Und diese Einrichtungen sind wieder nur deshalb eine Gefahr für die American Federation of Labor und alle echten Gewerkschaften geworden, weil die ganze antipolitlsche Ein- stellung der amerikanischen Gewerkschaftsführer, ihre jahrzehnte- lange Opposition gegen alle staatliche Arbeiter- fürsorge und Sozialgesetzgebung, ihr Verzicht auf unabhängige politische Aktion überhaupt es mit sich gebracht haben, daß der Jndustriekapitalismus all« jene sozialen Aufgaben an sich riß. die Funktionen des Staates sein sollten. Zu- gleich hat das Unternehmertum alle sozialen Einrichtungen zu Boll- werken der kapitalistischen Arbeiterversklavung und zu gefährlichen Waffen gegen die Arbeiterbewegung gemacht. Weil die Exekutive aber etwas von dem Fiasko der Organisa- tionskampagne in der Stahlindustrie gelernt hat, ein Fiasko, das hauptsächlich der Konkurrenzunfähigkeit der Fachverbände gegen- über den industriellen Organisationen der Gelben zuzuschreiben war, erlaubt sie nun„vorläufige" Gründung„allgemeiner" Gewerk- schaften in der Automobilbranche, für später aber ist, wie es scheint, wieder die fachgewerkschaftliche Zersplitterung vorgesehen. Während der Verhandlungen in Detroit war viel von der For- derunA der fünftägigen vierzig st ündigen Arbeit»- wo che die Rede. Tatsächsich haben die Mitglieder einiger starker Organisasionen bereits eine kürzere Arbeitswoche errungen. Be- schlössen � wurde schließlich, allgemeine Arbeitszeitver- kürzung nach Maßgabe der Produktions st«Ige- r u n g in deck einzelnen Gewerben und Industrien zu verlangen. Einen Antrag zugunsten der Anerkennung Sowjetruß- l a n d s wagten nicht einmal die Antragsteller selber zu unterstützen. Roch befremdlicher ist für europäische Arbeiter die Tatsache, daß der Kongreß einen Antrag auf Abänderung des Einwanderung»- gefetzes im Sinne der Wiederherstellung des politischen A s y l r e cht s niederstimmte. William Green, Gompers Nach- fclger als Präsident der American Federation of Labor, wurde ein- stimmig wiedergewählt. vle Angestellten See Metallindustrie. Der Butab hatte zu Freitagabend nach dem Nordischen Hof eine Mitgliederversammlung der Fachgruppe Metallindustrie einberufen, um zu der Kündigung des Gehaltsabkom- mens für die Angestellten der Berliner Metallindustrie Stellung zu nehmen. Genosse Günther schilderte zunächst den Verlaus des Streiks der Angestellten in der ZentralheiziMsisindustrie, wobei er auch die eigenartige Haltung des D e u t s ch n a t i o n a l e n Handlungsgehilfenverbandes in diesem Streik beleuchtete. Als die Angestellten an einem Dienstag in den Streik traten, schloß sich der DHV. dem Streit nicht sofort an, obwohl zwischen allen Tarif- organisationen in allen Fragen Einmütigkeit geherrscht hatte. Er versuchte, mit den Unternehmern in Sonderverhandlungen zu treten, um unter dem Druck des ausgebrochenen Streiks, dem sich seine Mitglieder allerdings entgegen dem Willen der Leitung des DHV. angeschlossen hatten, zu einer friedlichen Verständigung zu kommen. Obwohl es zu diesen Verhandlungen kam, lehnten die Unternehmer ein Sonderabkommen mit dem DHV. a b, weil es für sie bedeutungslos war, ob die wenigen Mitglieder des DHV. die Arbeit aufnehmen oder nicht. Er st nach diesem Fehlschlagen der Zersplitterungstaktik schloß sich der DHV. am zweiten Streiktag« der Bewegung an. In der Berliner Metallindustrie könnte es aber trotz des nicht sehr guten Organisationsverhältnisscs der Angestellten bedeutend besser aussehen, wenn die Angestellten mehr Rückgrat zeigten. Trotzdem die Gehälter in der Metallindustrie an sich schon sehr unzureichend sind, gibt es eine große Zahl von Angestellten, die frei- willig auf die ungenügenden Tarifgehälter verzichten. Selbst orga- nisierte Angestellte vergessen, daß sie eine sich für ihre Rechte ein- setzende Organisation haben, wenn die Unternehmer diktatorisch G e- Haltskürzungen vornehmen. Günther führte einige- Beispiele an, wo es der Organisation gelungen ist, mit Hilfe des BBMJ. die Firmen zur Zahlung der Tarifgehälter zu zwingen. Man muß anerkennen, daß der DBMJ. den Bejchweroen auf Nichtzahlung der Tarifgehälter genau nachgeht und seine Mitglieder strengstens anweist, die von ihm abgeschlossenen Tarife einzuhalten. Er führt« aber auch ein Beispiel an, wo ein Angestelltenrat, als die Organisation eine nicht dem VBMI. an- gehörige Firma zur Jnnehaltung des für allgemeinverbindlich er- klärten Tarifes zwingen wollte, der Organisation die ihr zur Ver- fügung stehenden Druckmittel fast aus der Hand geschlagen hat. Trotzdem man angesichts dieser Tatsachen Bedenken haben kann, das Gehaltsabkommen zu kündigen und Gehaltserhöhungen zu fordern, ist der Fachgruppenaüsjchuß dennoch der Auffassung, daß das Abkommen zum nächsten Termin gekündigt werden müsse. Nach einer längeren Diskussion wurde der Fachgruppenausschuß beauftragt, beim AfA-Metallkartell dahin zu wirken, daß das bestehende Gehaltsabkommen zum nächsten Termin von allen AfA-Organisationen gekündigt wird und. falls der ZdA. und der Werkmeisteroerband die Kündigung nicht für zweckmäßig halten, zu erwägen, ob der Butab das Abkommen von sich aus kündigen soll. Es wurde dann noch die Neuwahl des Fachgruppenausschusses vor- genommen._ Die Transportarbeiterlöhne in der Metallindustrie. Die Transportarbeiter der AEG.- Brunnen st rohe be. schäftigten sich am Freitag In einer vom Verkehrsbund einberufenen Versammlung mit der Kündigung des Lohntarifs. Ge- nasse F r o m k e vom Verkehrsbund tegte in längeren Ausführungen dar, daß die vom Verband Berliner Metallindustrieller bei allen bisherigen Lohnoerhandlungen aufgestellte Behauptung, der Lohn der Transportarbeiter liege heute schon über dem der Vorkriegszeit, falsch fei. In der Vorkriegszeit verdiente der Transport- arbeiter in der Metallindustrie wöchentlich 27 Mark. Heute ist der Wochenverdienst bei einem Durchschnittslohn von 03 Pf. 31,20 Mark. Der Lohn ist asso zwar nominell um 15.4 Proz. gestiegen, die wichtigsten Lebensmittel und Bedarfs- a r t i k e l jedoch um 47,4 Proz. Die Transportarbeiter müßten, um relativ den gleichen Lohn wie in der Vorkriegszeit zu haben, heute einen Wochenverdienst von 39,80 Mark erhalten. Es gibt im Berliner Transportgewerbe keine zweite Gruppe von Arbeitern, die so schlecht bezahlt wird wie die Transportarbeiter in der Metallindustrie. Im Handel werden Wochenlöhne von 39 bis 44 Mark gezahlt, in der -Spedition 48 Mark, bei der Müllabfuhr 72 Mark, im Kohlenhandel 1,02 Mark pro Stund«. Selbst im Verkehr beträgt der Mindestlohn pro Stunde 79 Pf. Es ist kein Wunder, daß sich Arbeitslose weigern, in der Metallindustrie Arbeit für 04 oder 06 Ps. die Stunde anzunehmen. Es ist nicht anzunehmen, daß die Metallindustriellen zum 15. November das Abkommen kündigen werden, weil sie wissen, daß sich kein Schlichtmigsausschuß dazu her- geben würde, diese Elendslöhne noch zu kürzen. D>e Transport- arbeiter müssen sich aber überlegen, ob es nicht an der Zeit ist, selbst zu kündigen und ein« Lohnerhöhung zu oerlangen. In der Diskussion wurden von den einzelnen Rednern wahre Elendsbilder entrollt, wie infolge der völlig unzureichenden Löhne die Familien der Arbeiter immer tiefer ins Elend sinken und das F a m lienleben durch die Not immer unerträglicher wird. Die Versammlung war einmütig der Auffassung, daß die Funktionäre in ihrer Zusammenkunft am 28. November die Kündi- gung des Lohnabkommens zum 1. Januar beschließen und sich über die Höhe der zu stellenden Lohnforderung schlüssig werden müssen. «cht»»«, Bezirk»a»t PnnzUm«»ergl Am Dien-Saa. 1«. NovemSer, nachmittags 41» Uhr, im Slhunassaol Danziger Str. 0«. B»>samm» lang aller SPD.-Arbeiter,-Angestellten und-Beamten. Wichtige Taars- s? Ordnung. VallgShtigan Besuch erwartet Der Fraktionsoorstaud. i� ikreie Scwerlichaitsjugend. beute Eonnlog.«ordlrei»! ltreissahrt Birten. werder— Mühlen becker See. Trefsountt 8 Uhr Bhs. Sesbr.—«esttrei»! Demein. same Wanderung mit dem Rardkrei«: Birkeni»«rder— Mtlhlendccker Sc«.— Morgen, Montag. 7V4 Uhr- Zusammenkunft aller Mruppenleitungcn im Jugend» heim des Metollarheiterverhandes. Linienftr. 83— 85. Reserent ttolleg« Richard Seidel:„Neue Weg« der Dewerlschaftsorbeit". Di« nächsten Veranstaltungen. Erscheinen aller gewertschaftlichen Iugendfunktionär« ist Pflicht. Jugendgrupp« de, ZdA. Morgen. Montag, 7 Vi, Uhr, tagen folgend« Be» »irke: Sudost-Treptow: Der Drupoenabend fällt au». Närhfl« Veranstaltung am 22, November.— Norden: Jugendheim Schul« Danaiger Str. 23. Vo-.irog: „llweck und Ziel« unserer Arbeit" tSeildrunn). Zentralverbonv der Schuhmacher. Donnerslog, 18. Rooember. ISVH Uhr, äffentlich« Schuhmacherversammlung in Borke rs gestfälen, Weberstr. 17. Welt» lich« Schuir und weltlich« Eraiehung. Lohnforderungen für die Schuhindustrie. —«all schuh IN«cher: Versammlung morgen, Montag, 5V4 Uhr, im Saal 3 des Dewerkschaftshaufes. Enqelufer 25. Deutscher«angewerfsbund. iZruhgrnppe der Täpfcr. Di« Beairksversamm. lungen finden flattn Morgen, Montag, für Deddtng-Desnndbrunnen bei Engeis, Swinemünder Str. 65; für Schärt Häuser und Prenalauer Vorstadt Danaiger Straß« 2», Eck« Weißenburger Straß«: für Südost bei Linke, Wolde marstr. 65; für Nenkälln bei Richter, Prina-Sandiern-Str. 3.— Dienstag, 16. November: für Eharlottenbur« bei Arndt,«antftr. 51: für Spandau bei Schlunke, Span. dau. Breit« Str.»4.— Donnerstag. 18. November: für Schänebsiq bei Händel, Borbergür. U. ffüc Südost Beginn 6)6 Uhr, für alle anderen Bersaumrlrrngen 7 Uhr. Zahlreichen Besuch«rwarlet Die Oachqrnppenleiwng. Einießer.«ersanrnrluna am Dienstag. 16. November. 5 Uhr, im Berbands- haus, Rungeftr. 3«. Bericht von de» Lohnperhandlungen. Deutschcr Holaarbeiterverband. Jftonopoldaunen sind chinesische Daunen, deren vorzügliche Eignung als preiswerte und M � dauerhafte Bettfü/iung die Firma Gustav Lustig mit zuerst erkannt und in großem Ffkß��tiao Umfang in Deutschland propagiert hat. S!pnrta J4onopoldaunen sind seit vierzig Jahren bewährt und werden seitens- Hundschaft als hervorragend-auch nach jahrzehntelangem Gebrauch-anerkannt Verwechseln Sie nicht irgendwelche Daunen mit JWonopoldaunen, sondern achten Sie auf den gesetzlich geschützten Namen: \%Monopoldaunen. 3-4- Pfd. zum Oberbett. PfundM. S.SO.• €€€€«««»«»SSSSSS, SUaftiaiilSna Zum 25 btm Geno i«n ensiav Beuter, gr>edr>ch»Wi>hclm»HospiIal. �BlUabtnftc ,i)ic herzlichsten Glück- »iinjch«, SPO.-Werbcaustchua, Heilrksamt Friedrichshain DBOlsdier Mstailarflsiter-MaDil Verwaltungssteile derlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kolltge, der Klempner Otto Aurin an IL November gestorben ist. Ehr» seinem«nbenke»! Einäscherung am lS. Nov., nachm. 6», Uhr, im«rematorium Dertchtstr. Rege Beieiligung erwariet VI» ortsrereraltung. DanksaguiiB. so herzlich« Teilnahme __________ meine» lieben«Saiten un« Balero J!Uc die m Tod« Franz Haberer sägen wir allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Anna Haberer and Sahn. Danksagung. Fiir die Beweise aufrichtigster Teil» nähme beim Hinscheiden meines lieben Mannes Otistav Tunach spreche ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen herzlichen Dank«ms. Bin-Lichtenberg, Liedigstr. 3 •, Else TllliSiH geb. Schmidt. Danksagung Statt Karten Für die herzlichen Beweise der TeUnahme beim Hinscheiden meiner lieben Frau sage ich allen Ber- wandten. Freunden»nd Bekannlrn, den Mitbewohnern deo Hauses, den Parteigenosten, insbesondere dem Genosten Lenze, itir seine lieben Worte am Sarge der Entschiasenen meinen innigsten Dank Hevtann, Weichselstr. 33 Max Maynz und Kinder „HOFFNUNG" Bekleidungs-Industrie Q. m. b. H. Berlin N 54, Brunnenstr. 188/90 Elegante HerrenliekleidDng fertig und nach Maß Ersflu. Silz! Oute Verarueimnöi Solide preiset loden- und Gummi-Nänfel Jierbst- und Winter' (Paletots In großer Auswahl am Lager Rockpaleiois in bester Ausführung von 85 M. an Herren-Artikel: Oberhemden, Krawatten, Hüte, Stöcke, Schirme usw. zu den billigsten Preisen Arbeiter-Berufskleidung für jeden Beruf! Btnmeiispenden ieder Art lieiert p r« i« w e r l'aril vorm. iiedat liyr. MarlannenslraOc 3 Ecke Räungnslrahe Amt Moritzpll llXXK. '/.zillsviM st«Oi in » MLorxeLta- Realen fhaut Damen- Herren- u. Kinder- Konfekilon Riesen- Auswahl Riesen- Möbel- Auswahl O Diskrete Bedlenong• ReinickendorferStrlö Cbööfes Haus am Nettela beckpIo+z,am Bahnhof- Wedding. SOOOOOOOO daß Ihre Wohnung so eingerichtet und ausgestattet ist, daß sie zu einer 8uelle der Behaglichkeit und des lücks wird, dem Sie draußen vergeblich nachjagen. Ein bekanntes Berliner Möbelhaus liefert auch Ihnen seine gediegenen Herren-, Schlaf-, Speisezimmer und Küchen sowie Einzelmöbel jeder Art zu einer Zahlungsweise, die Ihren Lebensunterhalt in keiner Weise überspannt. Schreiben Sie sofort unter E. 30 an die Expedition des Vorwärts, Lindenstr. 3, und Sie haben in Kürze u. Zeichen- Bedarf L-Juergens Alcxandcrplat* zur Niete WäO, Ansbacberstr. 1 Teilzahlung! Illlilll« IßUoguRgnl Abzahlung r.2.S0 an Oitrlcke, Brennabor Opd, Multiplex, NSli Wlttler, Monopol, Triumph, Speilalrider bar 46—, OamenräderdO,—, Rahmen 20,—. Sehlave, derlin 145. WelDnulstmti. Tier. anl Tcllzahlnng! Garderobe Herren Damen- Mantel, Diäter, Paletots, An* xOgc, Joppen. MDBEL Schlaf-, Spelte-, Herrenzimmer, KQchcn, Einzelmöbel. Federhciten. Anlcl Gr. FraDttorter Str. 34 Manama Strautberger Platz hmm Oegr. 1876 Ich gebe Ihnen| Kredit zu Kassapreisen ohne vorherige Prüfung und berechne für Unkosten und Zinsen 1% pro Monat auf die Restkaufsumme Ich biete Ihnen: Herren-, Speise- u. ScOlafximmer in allen Holz- und Stilarten sowie Küchen in jeder Preislage Möbelfabrik Rob. Seelisch im Osten.- I im Norden: Rigaer Straße 21- 23a Rosenihaler Straße 9 an der Samarilentrafie| Edce Augusisiraße Die Deutsch« Drthopitdisch« Werk« Ges. m. b. H. hat die nachiriigliche t�r- uehmiauna zur Aufstellung de, aus dem Grundstück« Berlin, Alezanbrinenstrahe 12,33, d-r-il, in Betrieb befindlichen Blattsederhammer» beantragt. Etwaige Einaxndungen gegen dies« Anlage stnd bei dem unterzeichneten Stadtausschuh binnen 14 Tagen, vom Tage nach der Berdssentlichung ab«e- rechnet, schtiftlich In doppelter Aus. ferttguna oder zu Brotofoll anzubringen. Nach Ablauf dieser Frist fünnen Ein» wendunaen nicht mehr erhoben werben. Beschreibunq und Zeichnungen der g«> planten Anlag« liegen in unserem Bureau. Berlin E. 2. Waisenstrahe 27. 1 Trepp«, stimmer Rr. 3», an den G«- schäsistagen in der Feit von 0 bis 2 Uhr während der»den bezeichneten Fl zur Etnstcht au». 8ur mündliche» Eröriorunq der recht- ig erhobenen Einwcndunaen wird vor unserem stommistar. Siadtoder. inspeltor Genst, auf Sonnabend, den 4. Dezember 722«, vormittag» 2 Uhr, In unserem Bureau«In Termin anb«. räumt, zu dem die Unternehmerin sowie die Widersprechenden unter der Erdfs. nung geladen werden, dah auch bei ihrem Ausbleiben mit der Erörterung der Einwendungen vo»gegangen wird. Berlin, den 9. November 102«. »er Skadteueschph«erlin. Abt. L Schneider. B-vr Friedrich«lein lflieinoMderf) ' die Erri«diung einer Anlage fiellung Nüsstaer Seifen... auf dem Grundstüitza«trahe „.je Frirdr beabsichtigt di zur Kerstellu Berlin auf Frankfurter Strahe Str. 3«. Etwaige Einwendungen gegen dirfe Anlage sind bei dem unterzeichneten Sdadtausschuh htnnen 14 Tagen, vom Tage nach der BerOff-ntlichung ab gerechnet. fckniftlich in doppelter Au». ferliguna-der zu Broiokoll anzuhr!n49904 143460 144695 146672 148913 218291 2 1 3Q2H ooooqL o■ 1 66505 189261 169866 188108 212638 34242 2863?? 2»?n»»?�»�74 258212 283201 288248 266781 343805 344987 348278 3,38,3 318221 319088 329784 341988 181808I74wi>'"av�L, i- 180»1. 179 2,30 3236 7477 7760 14788 46260 47 IM??«?? ÄS78 28936 32689 32970 35803 41368 453™ 88392 aaaio bq*£ 688,8 801 32 80346 65312 70222 76849 87886 ??7383 imiHn8.9�,«89889 98373>04479 104703 108876 112810 143940 I4HrIh �SoL131890 ,37,,8 139089 139477 140097 143012 56506 1390,* SS23S ,B,9,, 13,957 153269 155078 56186 70780 7?21 180897 1 6 I 025 161172 162769 164030 194 33 98327 llwlt J 78883 1 84418 186992 193627 194308 138 2g 234067 23ttSii 210190 218091 222834 227497 233133 950994?5�? 241873 242394 244925 247083 248571 248823 270078 26W.' 291012 261295 264023 264356 2 66887 306825 wwlin 279377 284312 202608 298104 209502 302461 329?Q7 IS2I25 NAi 31,979 314482 319458 323607 329107 329784 331386 331470 332679 333246 337195»9026 Dat/wa« er liebl, si-k-I seörr gertf Zn einer kjulle, Sie möllern. Vir« gilt auch für Sir?igorelK> Kür Packung, Korm unü Etikette. Scshalb man weit unS breit sich frruf Sah ihre knülle nun erneut vir alle Z u t» o n N r. ck, Vir sich im Zuban-Rauchkomplet von jesier gut bewahre« Hot Als allbeliebt in Dorf unü StaSti Daran Senkt gern so mancher Rauche»! Der? u b a n N r. 6» verbrauch«. kr sieht Sie HiebÜngsmorke jetzt, Ganz zeitgemäß instonv gefetzt. Zhr wohlgefällig NeugewaftS, Da« ausgeführt von Runstlerhani, Ist schön unö praktisch zum Gebrauch, Doch einfach, öorum billig« auch Infolge dieser Sparnis man Noch besseren Tabak nehmen kann. Die? u b a n N r. ö sieht so Auf einem böheren Niveau, weil nun von feinerem Geschmack Die Lockung unö auch der Tabak l -Ifttdien- roh emsilliert KflAC LottAeB 42 FL 80 FI. „ cnmnne is„ 12,.. mit Anrlchi« Rlescnauswahl roher, lackierter, latiertei Küchen, einaelner Kleiderund Küchenachränke. Himmel Lotliriogultr.ZKSdifiDliaDSErlor) Lautsprecher!" Sa HR m/f Lauf spreche [rsf* FaSrikott Nur SHERLOCK-GES.m.b.H. letzt i Hackesther Markl 2-3 r/ Norden 4791-93 Unter Beehreben, unterer Kundtchoii In federn Artikel dat Bette su bringen, bat um veranlauLNudiet wieder elnsnffihren. NUGGET ist unentbehrlich. Damii tlch auch diejenigen Kunden, die Nutztet nicht ron früher kennen, von der Güte überzeugen kBnnen, geben wir im Laufe der nidittenWoche Probedosen r■■':■ S'-X- y.r-■'"'■ PlünEBer! Das moQ ihota der Meld Isssed Okasa-TaUellen daa nnunale SexualkrSfllflUngBinlllel (nach CaKalmrat Dr. Lahasaa) sind die besten der IVeUf n tMMklut ll»f>>»«»»»» mtm U» tltk Schritt ttr tchrW uch to tmlwt«Mtn tw«. - tu iTiarct taßCrcHintllch fei. TörfOblU. Cr- 1 .Amerika adsuiioski mv»—— BS AWd�SC 0" tl« herrorrefute Wlrtnn» tob.OkucV uch Gcbalnnl e.MMM■DWWB9 Dr. mt. LcbtccB.«lud tlc la>.>»>«» Z.II nmeblca N a c h a «Beerer Mark«.Ok&aa*. Nur anerkennt rute mod bellebU Priparalei bieten Anreie xur Nachahmqng. Veite Vefe haben unaare Rohpre. J dukte snrückgelegt, beror sie in Deutschland su den bewihrten.Okasa• Tabletten nach Gebeirarat Dr. med. Lahusen(Sexual-Krtftlfnnfamlttel bei i eeiliger Schwlcbc) verarbeitet werden. Ernatsmillel gibt es Biehll Machen � Sie einen Versuch I Die Wirkung von Yohimbin allein tat l» den Schatten gestellt. Hochintereaaaote Broschüre mit täglich eingehenden eeradeaui Anerkennungen über die prompte u. nachhaltige Wirkung von Aerslen nnd rnrat- � L laden Standes erhalten Sie koatenlos absolut diskret in verachloaeennm Doppelbrief i k�2I?AhIender gegen 20 Pfg. Porto. Es wird ausdrücklich betont, dal keine«m- J NaehnahmcseBdungeu, wie dies Jetxt vielfach üblich, versandt werden. Die k T�aandont der Broschüre verpflichtet Sie rn nichts, bestellen Sie sofort,(anch b. wmb Sie bisher alles mögliche. Apparate, sogenannte Krkftlgungamittel ASW� � 7rfoleloa angewandt) und dann urteilen Sie selbe t. Alleiniger VefTand " für Deutsch Und Rndlnunre KrwHwn-ApotHnkn,■•rilas W 41 ÄrkÄlchetrnDn lOO Jede Nachahmung weiee man snrftok.� � 1 Originalpackung k 100 Tabletten Mk. 8JÄ Wer mifitranlech. � UU verlange ohne jede Verpflichtung kleine Probe- � Packung umsonst. Probepackungea werden nur auf echriftl. Bestellung absolut diskret versandt Teilzahlung| 1/ AnzDlUnnfl 16 u. 8 Mon» m Ahorn, rund Stücks- H H» U UK? M.... zusammei 90 SO 1 ha": Handfeger..s.� 1 Putz- u. Wichskasten 1 Fleischklopfer, 1 Quirl u. 2 Löffel' �3}'ZW Ssa Töilj zupamaien j Stahiwaren 1 Wiegemesser 6tack 1 Paar Bestecket« Aufschniitgabeln Butter- od. Käsemesser. Tortenheber, Zuckerlöffel. Kompottlöffel, jedes Stack PL PL Porxelian 1 Sala«ereÄ,.1�;..s� 2 Obslteller..... 3 Tassen soidnnd 3 Teller 3 Tassen b-»»..... 4 Mokkatassen . xasammen zusammen Porzellan, durchbrochen. zusammen ...zusammen Porzellan, zusammen [90 90 190 PL PL ,««PP �nmiimiimmiiiiiimmiiniiiimiiiimmmmiiuiniiniiminiitmimiMiiinmmt: st SO so ZNLavendelseifeyg W.I ilWierflasche oo I = l/j Liter Inhalt, mit Aluminiumteilen 2f"Pf. 5 7iiiiinutiminiiitiiiimiiuii|iiiimimi(niMiiiiiinMiiiiMiiininiiuiiJiiiiniiiiiniTiir; Gtaswaren Wirtschaf tsartihel 1 Schüssel Emaille, tief, stock 1 Emaille-Eimer 1 Schmortopf�i�Ä 1 Gaskocher......... Bt4ck 2 StlelkanerolleitfK a 1 verzinkt. Eimer 3�ef\ß Nicheiwaren 6 Bierbecher s-id»»-. 10Kompott-Scgh�n lOKompotteller 6 Likörgläser 1 Rahmsatz gapnnt, m-, ha 6 Bier-oiTeebecheri�0"! 9U . geechliffen, zusammen 90 90 SO 190 — tuiiiiiini Pl. i 1 Zahnbürste 1».Zahnpasta tZIlundwafferal. »««»«iWinmiWilimiiniiiinei'iniiinuüiiiniiuiir 1 Butterdose pi. n rasammen; 00 pi.- ptmtiinrmmM 1 Tablett 1 Aschbecher"11�" tera Baad.,,, bnat l mit poliertem MeeeinKdeckel........ 90 s p».i 90 1 Teebecher"Ä�;90 1 zu 230« ' 815 Petislan»Teppid)e reine Wolle mit Hand frans«. . getreue Pcrserkopien � 36-°� 5975 200, 300 79" 1�101.- �112-° W- 154.- Täbris-Teppicfcc mit Handfranse, d ebte« rein» wcllenes VOOx 820 nonuiiiuisc.u tu ic» rein» lenr s Gewebe, la Qualität 13250ifo'161.- ?5M95-�223.- 870 �265 420 � 325.- 420 ftWW« 450 5T445.- flT534.- Velout«Teppiche � 28" w 39-o & 57-°� 9«-o VeloucVtlag IS 7 45 Bouclt- Vorlag"4 4" 830 �119-°As1S9-° 800« IAA 850 YAA 500 lv9.~ 5 Schlaf, u Reise-.«.z decken 1730 1339** Wollfries, schwere fiuaUtit, MV. per Mtr. Boucliläufec und HuslegeOaqnacS. 373 wate ca. 70 cm....... � 090 Sprech Naschinen 34 Mk. - 48----* Dünesli ScblaHer wiederum herabssastzt Äour 1.90. bZlMMMll »4 und l.SO. hfetotw TiniDdimfi tlihMaOi prelmrt. Beslthfhimä ohne lanlntanfi erbeten. Münzstr. I 8(dickt AlexsnderpUtz) LelDzIger'SiraJle 108. lalirizieieii wir Wieder In grs&eH Serien unb(Inb hierdurch m bcreajf, uafetc bisher biBiucn'JSrci c nochmals beben tenb herab, n- feken.' Wir bieten .ihnen hierdurch«e. iegenhelt»u bieten eilB«ti(ren Aitonahiiie- preinen MuEk in<>ye Heim zu drin- uen Selbst unsere dlUigsten Serien sind »ach neucsier sten- struNion hergestellt auvyiuHO i— ii—ittmit uwuuaiDi WUOUUlUsg giBi**a*iii»e ffioMwv Sdiulz& Gundladi # Nr. 53« ♦ 43. �ahrgakg 4. Seilage öes vorwärts Sonntag, 14. November 1926 Stafcntiangcn für bltft Rsbril sind Berlta S«(8, Lindenstraße 3, Parteinachrichten für Groß-Serlin stet» an da» Vetitäfetntaiiat 2. Hos, 2 Zre». recht», ,» richten 4. itrei, Prenzlauer Berg. Achtung! Abteilungsmietervertreter der Abtei. lungen 24 bis 21 am Dienstag, dem 1K. November, S Uhr, bei Burg, Prenzlauer Allee 1»g. Sitzung mit dringender Tagesordnung. Erscheinen auch der Vertreter ist Pflicht. 7. Km» Eharlotteubnrg. Am Dienstag, 12. November, VA Uhr. flttismit. aliederversammlung in der Aula des Schiller.Realgnmnostums, Char- lottenlnirg. Schill erstr.. 22-22. Tagesordnung:„Die Umbildung der Regierung im Reich". Referent: Paul Kerg. II. Arei» Schoneberg.Fricdeu-u. Ter silr Montag, den 15. November,■ vor. ocfehtnc Vortrag des Genossen Dr. Baabe fällt wegen B-rhinderung des Referenten au«.— Nähere Mitteilungen itb-r das Stattfinden erfolg-» noch. 13.«rei» Tempelhof, Marirudorf. Mari-nf-lde. Lichteurade. Dienstag, den Iß. November, TVt Uhr, bei Niendorf, Mariendorf, Ch-usfeestr. 1»,«reis- vorftandssitzung. Pllnltliches Erscheinen notwendig, da da« gimmer geräumt werden vniß. 14.«rei» Reirlölln. Besprechung der Abteilungs.Beamtenvertreter am Dien». tag, dem 1k. November, 7 Uhr, im Parteibureau, Neelarstr. 3. Jede Abteilung muß unbedingt vertreten sein. Ii.«rei» JUpettick.«reisvorfiandsfigung Montag, 6«n 15v 714 Uhr, bei Jabel, Ireiheit 2. I». Arei» Panlow. Montag, den 12. November, S Uhr, bei Meier, Tili. tische, gelt. Breit« Str. 14, Areismitgliederversammlung. Montag, den 12. November, k Uhr, ssraktionssitzung mit den Bllrgerdeputierten im Rathaus, Panlow, gimmer 17. 20.«rei» Reinickcndors. Montag, den 12. November, 7 Uhr im Zoltshau» Reinickendors.West, Echarnweberstr. 114, erweitert« ar-t,v-rswnd,sttzung. — Achtung Elternbeiräte! Heute, Sonntag, den 14. November, vor- mittags»Mi Uhr, im Bollshaus Reinickendorf.West, Echarnweberstr. 114, Sitzung sämtlicher Elternbeiräte und Ersatzleute des Kreise» fauch die der höheren und Mittelschulen). Tagesordnung: 1. Unser Kampf silr di- G rundschule. Referent Lehrer Richard Schröter. 2. Kreisangelegenheiten. 3. Verschiedenes. heute, Sonntag, den 14. November: 30. Abt. Schöneberg. Alle Parteigenossen und Borwärts-Lefer, die»nsere» Antrag auf Einrichtung einer weltlichen Schule durch Unterschrift unter- srlltzen wollen, werden ersucht, sich beim Abteilungsfllhrer Genossen Wegner, Friedenau, Rubensstr. 2». sofort zu melden. 123. 13». Abt. Pankow. Die Gewerkschafts-Kartothelkarten find sofort beim Genossen Bartels, Mühlcnstr. 12, abzugeben. Morgen, Montag, den 15. November: Berbemlsschutz der Post, und Telegraphenbeamteu und Anwärter. Am Mon. tag, dem 12., 8 Uhr, findet in Haverlands ffestsälen. Neue Friedrichstraße, Eingang Rochslraß«, eine öffentliche Deamtcnversanunlung statt. Tage». ordnung: Partei, Konsumgenossenschaft, Beamte. Referent: A. Miru», Geschäftsführer der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgebung. Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten. 34. Abt. 714 Uhr wichtige Funltionärfitzung Eadiner Str. 10. E« ist Pflicht sämtlicher Funktionäre, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. 32. Abt. Abrechnung mit den Bezirksführern abend» 7 Uhr im Lokal Schreinerstr. 3«. Um 8 Uhr im selben Lokal Funktionärtonferenz mit Elternbeiräten, Betrieb»vertrauen«leut«n und Referenten. 33. Abt. 714 Uhr bei Bartusch, Friedenstr. 8», Sitzung de» Abteilung«»»«. stände». 44. Abt. 714 Uhr bei Ewald, Skalitzer Str. 128, wichtige Sitzung sämtlicher Sunktionäre. Erscheinen ist Pflicht. bt. Eharlottenburg. 714 Uhr bei Thunack, Wielandfir. 4, Funktionär. fitzung. Die Bezirksfllhrer werden gebeten, die Mitgliederlisten bestimmt mitzubringen. 77. Abt. Schöaeberft. 114 Uhr wichtige Vorstandsfitzung Apostel-Paulu». Straße 7 17. 82. Abt. Tempelhos. 714 Uhr bei Busc, Kaiser-Wilhelm-Straße Eeke Werder» straße Mitgliederversammlung der 11.»onsumverkaufsstells. Di« Mit. glieder Wersen ersucht, an dieser Versammlung vollzählig teilzunehmen. Dienstag, den IS. November: 1». Abt. 714 Uhr in der Grauen Schule, Gotenburger Straß«, Aonsummit. aliederversammlung der 3. und 50. Verteilungsstelle. All« Genossen, die Mitglieder sind, werden hierdurch aufgefordert, unbedingt dort anwesend zu sein. 87. Abt. Grunewald. 8 Uhr im Bohnhof-rcstaurant Grunewald Versammlung. Vortrag: Die Freie Schulgemeind«. Referent Wilhelm Miethke. Alle Genossinnen und Genossen müssen erscheinen. Gäste willkommen. < 73. Abt. Schäaeb«-». 8 Uhr bei getttttz. S-danstr. 80, enger« Borstand s» s fitzung. Sierzb müssen alle Bezirksführer und Unterkassierer erscheinen. 148. Abt. Reichsdrnckerei. Nachmittags 4 Uhr im Grovhischen Brreinshaus. Alexandrinenstr. 44, Derfammluna. Vortrag: Der Achtfwndentag. Refe. rent Franz W. Betdler. Sympathisierende sind herzlichst«ingeladen. 4». Abt. Milwoch, den 17. ftovember(Bugtag): _.. 714 Uhr im Jugendheim Linden str. 3 Mitglieder. verfauzmlung. Vortrag: Tut Vuße. Referent Stadtverordneter Adolph Hosfmann. Sämtlich« Mitglieder müssen erscheinen. Sympathisterendc sind eingeladen.. •• 20. Abt. Donnerstag, den 18. November, 714 Uhr, in der Aula Rot« Schule, Gotenburger Straße, Vortrag de» Genossen Poltersdorf Uder: Syperimen. tal-Hypnof«. Eintritt 30 Pf. zum Besten der Weihnachtsbescherung für die Kinder der Arbeitslosen. Wir bitten, für reg« Beteiligung zu sorgen. Gäst« können eingeführt werden. Achtung, Elternbeiräte! Dienstag, den 18. November, 2. Kursus in der Sophienschul«, Weimneisterstr. 16/17. Anmeldungen werde» noch entgegen. qenommen. den 16. November 2. Kursus in der Sophienschule, Weinmetsierstr. 18/17. Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Grup: Zungsozialisten: »pe Tempelhos-Mariendorf. Sonntag, den 14. November, 8410 Uhr, Haltestelle Kaiserin.Augusta.Etraß«. Treffpunkt zum Besuch de» Schau» splelhauses. Dienstag, den 16. November, 714 Uhr, in der Aula der 2. Bolksfchul«. W-rd-rsiroß« Eck« Friedrich-Wilhelm-Strahe, geschlossen« Teilnahme an dem vom Jugendamt Tempelhof veranstalteten Vortrag: Jugend und Geineinlchast. Referent Direktor Karl Mennick«.— Gr»»p« Tiergaeten. Nächste Gruppenveranstaltung Mittwoch, den 17. N«v«i»ber sBußtag). 1%_ Uhr, bei der Genossin Grete Gciqer. Magdeburger Str. 7. — Gruppe Weißense«. 714 Uhr im Zugendhelm Parkstr..88, B»rtrag: Einführung in die S«sellschaft»Iehre.—»r»»p« 16. Nooember, 714 Uhr, in der Juristischen irztehung in soziologischer Ar Vortrag: Die Erziehung in soziologischer Ansicht. 3 rauenveranstaltungen: ____ Dten»tag, den Sprechstunde, Ltndenstr, 8, 4. Krei».P-etzzlaner»ee«. Frei« �Sch-�eweinde. Di« Genossinnen � laden ______„ eitag, den 10. November, 714 ttyt., t Büttner» Festsälen, Schwebtet Str. 23. Alle Frauen und Mütter�find zum Lichtbildervortrag:.Au» dem Referent Richard Schröter. ieden d«r weltlich«» Schule"«i». Freitag, den 13. November, 714 Uhr, in ---- �_________--- Jt Str. 23. All- Frauen und Mütter sind besonders herzlichst«ingelade». Frei« Schulgemeinde Prenzlauer Berg. 7.«rei» Eharlottenburg. Donnerstag, den 18. Nooember, 714 Uhr, frndet im Eäcilienhau», Berliner Str. 137, 2. Hof pari., die Fortsetzung de« Kursus über Die Geschichte des Sozialismus statt. Referentin Genossin Echenkalowsky. Die Abteilung»leiterinnen müssen einladen. Gäste will- kommen. 2 9.«rei» Wilmeridors. Montag, den 12. November, 8 Uhr. bei»roih-, Holsteinische Str. 60. Beginn des Kursus über: Bersassung. Referentin Clara Bohm-Schuch. Arauenveranstalkungen am Montag, den 15. November: 14., 15., 16. Abt. 714 Uhr in der Weltlichen Schul«, Puttdusser Str. 8, Heiterer Abend. Vortragender Heinz Bariel«. 22. Abt. 714 Uhr bei Baronsti, Pafteurstr. 6, Bortrag: Hygiene de» täglichen Leben». Referent Dr.«ollwltz. 34. Abt. 714 Uhr in den Comcniusstilen, Memeler Str. 64, Vortrag: Die §rau im Eherecht. Reserentin Else Scheibenhuder. bt. 714 Uhr in der Jurlstischcn Sprechstunde, Lindenstr. 8, Heiterer Abend Zur Aussllhrung gelangt der.Lote Mann" von Osterroth. Gäste herzlichst willkommen.� Eur....... gilhelm Landa. 74.»bt gehlendors. 714 Uhr bei Schnorr«, Potsdamer Str. 8, Bortrag: Frauenarbeit im Parlament. 82. Abt Stealitz. 714 Uhr bei.Thiel, AEbrechtstr. 87, Dortrag: Der Le». Tareil.Schwindel.(Die lustigst« Mystlsikaiion aller geilen.) Irauenoeranstaltungen am Dienstag, den IS. November: 3. Abt. Selelliaer Frauenabenb abends 714 Uhr Artushof, Perlederger Straße 29 Portrag: Der Kamps der Frau in Writschast und Gesellschaft. Reserentin Sertrud Hanna, M. d. L. Lieder zur Laute, Rezitationen, Chor und Volkstänze der Zugend. Gäste herzlichst willkommen. 20. Ab». Der Frauenabcnd fällt aus. 22., 23. Abt 714 Uhr bei Tietze. Bartusstr. 0, ssorlietzung des Vortrage«: Moderne Ardeilerbewegung. Rescrent er. Mar Schlüte.—— 82. Abt. Temveldo». 8 Uhr b«> Buse, Werderslraße Eeke«atser-Wilhelm. Straße Vortrag: DI« Fürsorgepslichtoerordnung. Referent Dr. Eoha. m. Abt. Riederschöuewcide. 7�. Uhr bei Rcithel, Brücken str 15, Vortrag der Genossin Clara Bodm-�chuch, M. d. R. Die Vorstandsmitglieder werden besonders aebcten, zu erscheinen. Jede Genossin muß ebenfalls anwesend sein. Gäste willkommen._ 128., 130. Abt Pankow Der Frauenabrnd suchet umstondeholber nicht am Dienstag, sondern am Donners�, dem 18. November, TZtz Uhr, statt. Bortrag der Genossin Clara BohmMSchuch. Nähere» sieh« Mittwoch früh. Irau im Eherecht. wlllkommei. 48. Abt 714 Uhr im Graphischen Bereinshau», Alerandrinenstr. 44. Bor. trag: Europäische Wirtschaftskrise und amerikanisch« Wirtschaft. rem Will Res«. Revolutionsfeier der Sinderfreunde Grog-Berlin heut« nachmittag 8 Uhr im Friedrichshain mit Besuch der Gräbel der Reoolu- tionsopfer.»esawttiesfpnnkt Landsberger Platz. Kinder aller Parteigenossen sind eingeladen. Treffpunkt« in den Kreisen: Ritte: 142 Uhr Bülowplatz. Tier. garten: 12 Uhr Dentmol im Kleinen Tiergarten. Wedding: 142 Uhr Etraus- berger Platz: Prenzlauer Berg: 141 Uhr. Gruppe Norden: Danziger Str. 62, Promenade: 142 Uhr Gruppe Nordost: Arnswalder Platz sStraßenbahnholte- stelle). Friedrichstxrin: 114 Uhr Baltenplatz. Kreuzbeig: 141 Uhr Hallesches Tor, 141 Uhr Waldemarschul«. Eharlottenburg: 114 Uhr Wilhelmplatz. Witmer». d»rf: 141 Uhr Rathaus. Schöneberg: 141 Uhr Kaiser-Wilhelm-Platz. Friedenau- 141 Uhr Untergrundbahnhos Rüdesheimer Platz. Tempclhof: 141 Uhr Slraßen, bahnhof. Reuilln: 141 Uhr Hertzbergplotz: 141 Uhr Hermannplatz! 114 Uhr Herrfurthvlatz: 141 Uhr Hohenzollernplatz: l4l Uhr Ringbahnhof Hermannstraße. Britz: 141 Uhr Rathaus Britz. Treptow: 1 Uhr Schul« Wildenbruchsttaße. Weißensee: Ijl Uhr Anionplatz. Pankow, Buchholz. Riederschönhause»: 1 Uhr Pankow(Kirche). Reinukendorf-Weft: 141 Uhr Eichborn», Elke Scharnweber. straße. Neiniekendors-Ost: 141 Uhr Seebad— 20 Pf. Fahrgeld ist wiizuiringe«. Mitte: Montag, 12. November. 8 Uhr. Helferversammlung im Jugend» heim Georgenkirchstr. 22. 2. Hof. Tschartert: Bericht von Friedrichsroda. Miit- woch. 148 Uhr. Kreissprechchor. Elisabethkirchstr. 18—20, Horizimmer. Gruppe Arkonaplatz: Montag 146— 148 Uhr Turnen. Ruppiner Str. 48. Donner». tag 144 Uhr Boden, Arkonaplatz. Freitag 148—148 Uhr Heimabend, Elisabeth. kirchstr. IS— 20. Hortzimmar.— Gruppe ErnstToller: Montag 2—7 Uhr Heimabend, Georgenkirchstr. 2— S.— Gruppe Karl Liebknecht: Montag 2—7 Uhr Turnen. Blumenstr. 77. Freitag 2—7 Uhr Heimabend, Blmnensir. 77, Kindergarten.— Gruppe Pappel platz: Dienstag 148—148 Uhr Turnen, Elisabeth kirchstt� 19—20. Donnerstag 4 Uhr Baden, Qderderger Straße. Freitag 2—7 Uhr Heimabend, Bevgftr. 28, Jinnner 7. Kreuzberg: Gruppe Waldemarschule: Jusannnenkünft« ab nächster Woche erst von 8 Uhr ah, also Montag und Donnerstag 3—6 Uhr für Kinder über 10 Jahre: Dienstag und Freitag für Kinder unter 10 Jahre. Kallesch«, Z»r- Gruppenobend«: Montag Märchen, und Uebimgsabend: Mittwoch Gymnastik und Ehor: Donnerstag Spiel und Tanz: Sonnabend Basteln. Jugendheim Belle-Allionce-Platz. 2—7 Uhr. Prenzlauer Berg: Gruppe Nordost: Danziger Str. 82(Barocken). Man tag 2—7 Uhr Bastei» und Klebearbeit: Donnerstag 2—7 Uhr llebung». abend: F.reitog 2—7 Uhr Weihnachtsbesprechung.— Gruppe Norden: Eberswalder Straß«(Schule). Dienstag 2—7 Uhr Bastelabend: Freitog 2 bis 7 Uhr Spiel und Tanz. Pankow: Montag und Mittwoch 6—8 Uhr im Städtischen Jugendheim Kissingen., Eck« Gronitzstraße, Zimmer 8 und 2. Heimabend. Weißense«: Dienstag 2 Uhr Jugendheim M. Parkstr. 3«. Bunter Abenb von Alfred Glttheit: Donnerstag 2—7 Uhr Arbeitsabend. Britz: Kinder unter 10 Jahren kommen Montags und Donnerstags von 4—8 Uhr zusammen. Kinder über 10 Jahr« Dienstag» und Freitag, von 4—7 Uhr, Kinder über 13 Jahre Sonnabend» von 3—10 Uhr. Musikgruppe übt Dienstags von 7—9 Uhr. Sämtlich« Beranftaltungen finden im Jugend» heim Naihau», 2 Tr.. statt. Für all« Kinder Montags von 8—8 Uhr Turnen in der Turnhalle der 1. Schule.Ehausseestr. 138. Am Mittwoch, 17. November, ßfliernverfainmlung im Jugendheim Rathaus. Besprechung der a sche» Arbeit. ovganisatori. Elternversanwrlung im Jugendh«:____..______ sche» Arbeit. Di« Senossen au, der Großsiedlung sind besonder» eingeladen. [ Sterbetafel der Hroß-Serllner Partei-Organisation 47. Abt. Unser« Iteb« Denosstn Emmy Brüsk«, Walbemarstr. 82», ist im Alier von 87 Jahren nach längerem schweren Leiden verstorben. Ein. äscherung am Montag, dem 12. November, im Krematorium Baumfchulenweg, nachmittags 414 Uhr. Wir bitte» um zahlreiche Beteiligung. Vorträge, vereine unö Versammlungen. Reichsbanner»Schwarz Rot-Gold". Geschäftsstelle: Berlin«14. Sebassianstr. 37/38, Hof 2 Tr. Ziergarten- Mo., d. 12., 8 Uhr. Turnhall« Schleswig« Ufer, Pflichtteilnahm« des gesamten Bläser, und Tambourlorp».— Wedding: Alle arbeitslosen Kamera den melden sich umgehend bei Müller. Ufer- straße 12.— Prenzhm« Berg: Kameradschaft Heinrich Wurr, Mo., d. 15., 8 Uhr, bei Kästner, Elbinger Str. 29, außerordentliche Mitgl.-Bers. mit Kreis» leiiung.— Friedrichshain: DU d. 16., 8 Uhr, Jugendabt. bei Busch, Tilsit« Straße. Mi., d. 1?.. 714 Uhr, Rest. Schweizergarten, Gastspiel des Ostdeutschen Landesihcaters. Da., d. 18., 714 Uhr, 6. Sektion bei Heinrich, Lang«, Ecke Kraubsttoße.— Eharlottenburg: Jeden Di., 8 Uhr, Gymnastik in der Wieb«- schul«. Neues Ufer. Mi,, d. 17.. sämtliche Radfahrer 10 Uhr vorm. Spree» straße bei Schlicht.— Wilmersdorf: Di., d. 16.. 6 Uhr pünkil.. Führ«» belprechung bei Kroihs, Holsteinische, Ecke Gasteiner Straße. Wichtige Tage». ordnung. Sämtliche Führer sind zur Teilnahm«»«pflichtet. Jeden Sonntag ah 10 Uhr vorm. Waldlauf im Grunewald. Treffpunkt Lokal Wurzbach«. am. Bhf. Grunewald. Sämtlich« Kameraden können sich beteilige».— Lichtenberg nebst Untergruppen: Zur B««digung unseres Kameroden Himpel stehen fiimt. lich« arbeitslosen, arbeitsfreien Kameroden sowie diejenigen, die sich von der Arbeit frei machen können, mit Tambourkorps und Fahnen Di., d. 16.. nachm. 4 Uhr, Bhf. Strol.-Runnnelsbg., Eing. Sonntagstraß«. Pflichtveranstaltung.— Achtung. Sliläuserl Buch sportlich Organisiert« teilen ehr« Adress« sofort dem Gauvorstond mit.— Ritt«: Jeden Mo. Turnabend Gortenstr. 107». Beteiii» gung sämtlicher Iugendkameraden Pflicht.— Kreuzb«g: Mi., d. 17.. vorm. 10 Uhr, Sitzung d« Funktionär« mit«weit«t«m Kreisvorstand bei Wienczier», Reichenberg« Str. 104(Nähe Forster Strafte). Materialverteilung, wichtige Mitteilungen.— Neukölln-Britz: 8. Kameradschaft, Mo., d. 12., 148 Uhr. Käme- radschaftsvers. bei Dalewski, Boddinstr. 27. Ecke Isarftrafte. Vollzähliges Er- scheinen Pflicht. 4. Kameradschaft, Di., d. 16., 148 Uhr, Beckers Gesellschaft». haus. Britz, Chausseestr. 97. 2. Kameradschaft(Iungmannschaft), Antreten Mi., d. 17., frith 8 Uhr, Hohenzollernplatz. Pflichtveranstaltung.— Treptow: Di., d. 16., 714 Uhr, bei Steinig«, Graetzstr. 11, Mitgl.-Bers. Bortrag de» Kam. Künstler. M. d. R. Akt. u. pass. Kameraden müsse» erscheinen.— Erkner: Sonntag, d. 14.. um 142 Uhr, nicht wie gemeldet%1 Uhr, am Bhf. antreten mit Tambourkorps und Fahnen zur Kundgebung in Fichtenau. » All« arbeitsfreien Kameraten treffen sich DI., d. 18., nachm. 414 Uhr, Bhf. Baumschulenweg zur Einäscherung de« Kam. Himpel-Koulsdorf. Sauoorstaud. Sozialhemskrotisch« Mänuerchsr Friedrichshain. Am Dienstag, 16. Novem. her.%8 Uhr, im Usbungslokal, Fortuna-Säl«. Strausberger Str. 3. Extra. Übungsstunde. Pünktliches Erscheinen d« Sangesbritder ist Pflicht. Di« Aedelier.Photographen treffen sich am Sonntag, 14. Zlovemder. morgen» 9 Uhr, Bhf. Stralau-Rummelsburg, zur Fahrt noch Erkn«. Arbeitsplan für Mittwoch, 17. und 24. Rovemb«, werden«benfall» unt« Bereinsnachrichten in d« Presse bekanntgemocht uwrden.— Bezirk Norden: Dienstag. 16. Novem. b«, 714 Uhr, bei Max Hanisch(Lalal), Putbusser Etr. 8,«sie Toguna. Montag. 12. Rovemb«, 714 Uhr, im Lokal Martini, Eormeliusstr. 2. Mit- gliederperfammlung der Arbeiter.Phoiographen. Interessenten und Gäste find willkommen. Touristen»««!».Die Naturfreunde". Am 9. November starb uns« lang- jährige» Mitglied, der Genosse Wittmark, im Alter von 24 Jahren. Ein- äscherunq Montag, 12. November, 314 Uhr, im Krematvrium Srrichtstraße. Zahlreich« Beteiligung erwünscht. Kam ein Vogei geflogen, JJeß sieh nieder in Berlin! Liebe Berliner! Von Woche zu Woche braudien wir Ihnen weniger zu sagen von der besonderen Güte der„Haipaus Mocca", denn so überzeugend können Worte garnicht sein, wie ein praktischer Versuch mit unserer„Haipaus Mocca"-Cigarette. jeder, der sie kostet und sie einige Tage geraucht hat, wird ihre Vorzüge herausfinden, das gesamte Urteil wird lauten: Eine besonders gute und besonders preiswerte Cigarettc. Sie reden begeißeri, fie loben viel. ie fchwärmen nämlich für OzoniL WM das selbsttätige Waschmittel reinigl besser müheloser schonender. Abschnitte f. Damen- Wintermäntel g 00 mod-M Ftrben, Q"*!'«». 2.« m>»a? Stoffe 1« an bctft»f RBdce ww. Met«' I.— Stoffe IZZZ'un****... 1.50 Stoffe 2.60 Sabardine SÄw.«» d.e.c 3.90 IIa! aii»» für leimen- Min td, 140cm breit. A QQ Ve Ours vor-Üt,'. 0v»l't4t..... Meter'♦•uu Damen-PuPover-i«»»»«- Mae«».. 3— Damen-Strickjacken ISS�Ä 5 93 Kinder-Strickmäntel ISS Sportwesten tür Hema und Damco.. 2./0 Herren-Sweater-t» b*iii«re ootuat 2.95 Herrenhemden ��.�7°"°'.'.. 1.40 Herren Unterhosen 1.20 Herren Futterunterhosen oröB««! 30 Damen-Schlüpfer»>»«->?»«>>>>.•• 0.95 KoDitieid. Dam. fjilendiißflfeiVÄ 2.20 Damen Hemdhosen«<-»««-««.. 1.25 Frauen Unterröcke e**«----""i-ot 1 15 Kinder-Trikots....... ora&soO.TO Kinder- FutterschlDpfer»en fuhfinile F«ro.B......... Größe 35 U.OU Männersocken o« 0 3 3 Männer- ecken gno..... p»- 0.15 Kunstseid Schals ÄÄ" 0.90 Strickschals............. 0.40 Pudel Dtmen. Herren und Kinder 0.70 O.f'D Hänner-FoujiHnndsclinliß iÄ vs- Gamaschenhös'chen so 1 9, Garnituren Sdi>l and MOtie rar Kinder 1 90 BarChentlaken«riß nng-elnmlTOOXldO 2.S0 Barchentlaken Ä'00?:0!".�""! 2.50 Barchentdecken gmn.---- srack 0.93 Laken-Nessel KOcm freit, snte IZuetiai 0,93 Lakenstotte ÄNShÄÄ 1.30 Bettbezuqe Ä*. 8.75 Bettbezuqe DimitT, 1 Dedcbett 2 Kiesen. 9.75 Koptkissen»eis.««,......... 1.— Ha d uc er»etß. nmt*. too e» img... 0 45 KÜChentÖCher nilhleioen, kleine Fehle. 0.33 Tischdecken bat........ srack 1 43 der ren- Joppenanzug 1 2.— Her ren-Winterjoppen'�,',�7 12.90 Fahrpelze ffi�fe�'��llO.- .lerren rtoncd.-u. CorbaozDje mit Bieeches............. Zü.— Herren Hose ecetrem......... 3.50 Mec'ianikerkittel.......... 3.95 Knabsn-MincnesteianzflgetejT.so Damen-Wint rmäntel or.«o-c 10.50 IMacktperze »ivenig uebrtUi'ht. für die L*nd �evö kerung, wAc ner uou M.ttnrer............ 4.— ,36.—, O.— 24.- Wir bitten, bei Bestellung aut diese Zeitung sich zu beziehen. Aul rige von auherbaib werden gegen Nachnahme ausgelührt— Portoireier Versand von Maik 2Ü.— an Baer Sohn» Berlin IN. 4 »»mir Cl»au»9ee»ir alle 29-SO lelalibcltcn II50 ScMafdialselonpesZS.- Fabrikpreise Ratenzahlung t lAHl* Berlin, Pappelallee 12 IU1II Pankow, Schmidtstr.l frei jeder Rahnntatloii. MdbclColui über 25 Jahre bestehende, altrenommierte Firma, ist großzügig, leistungsfähig, kulant und stets bemüht konkurrenzlos zu sein. Es werden angeboten: ohne Anzahlung! auf Teilzahlung! bei langfristigster Ratenzahlung und billigsten Preisen! Möbel Scblafzimmer, Speisezimmer, Herrenzimmer, Küchen, weiB ond lasiert, Polstermöbel Ergänzungs-Möbel RIesenauswaHII Riesenauswahl! Im Osten: 58 Gr. Frankfurter Straße 58 5 Minuten vom Alexanderplatz. Im Otten: fir. Frankfurter Str. 83 o Min vom Alexanderplatz. Im Norden: Badstraße 47-48 5 Min. v. ßatinti Gesundbrunnen. Lebenslfinöüdie Garantie leiste ich als Selbsthersteller auf die bei mir gekauften Trauringe (FaSenlos) .y zu �billigsten Preisen Preutiste io dSO geillegeQtteD AOSfOliniQDOD «rstlt» SUndt« e<. tCMl St.«ut L««er J" Hermann Wiese, Berlin ' It Jatuil«tri»£« rn Dil gtkuftn Elia iioerlulk«tut itbrn um nO» Prti« uridgKMmiM. W i WWiW Bei unseren Kunden sowie bei allen Interessenten der Orundstflcks-Branche ist es kein Geheimnis mehr, daß jeder Kiufer bei der Firma ,„KOMPASS" Allgemeine arundstOcks.Akllengesellschart Berlin Wi«, LfiUowetr.Be SS Tel: Nollendorf 609«, 6397 n.«392 nach seinem Vermögen Qrnndstflcke In jeder Preislage und In Jeder Gegend droß-Berllns ru den billigsten Preisen kaufen kann. Miets- n.Rentenhanser, Fabriken sowie Molkerei-, Bückerei-, Fleischerei-, Garagen o. aod. Zweckgrnodstiidie stehen zum sofortigen Abschluß und, was die Hauptsache ist, mit allen Grundbuch-Unterlagen sowie sonstigen genauesten Angaben versehen, zur Verfügung der Käufer. Zahlungsbedingungen sind jeweilig ru verein bereit. Restkaufgelder werden mit 7% p. a. gestundet Auf Wnnsdi Verireterbesadi. Wer rechnen muß und sich frofcbem b«n®«nub«tnes guten Ironien» nicht verjagen will, dereifel sich leint Schnäps» JelbN mit den berühmten Hetdiel-Hseenxeii. Sie können fich dann Jeden. leihst den koflbarllen Likör Jür wenig Seid leisten und wisten was Sie trinken. So Iparl n. genlestt man»ugteich. SrhAMch in Drogerien und Apviheken. »cht-der nur mit der Marke»Lichiher,-. l>r. Reichel'-«ezepkdllchtein dajelbstumienst— oder Kostenfrei durch Otto Reldiel, Berlin SO.»3. EUenbehn-Str. 6 Ohne Jede Anzahlung liefert altrenommiertes Möbelhaus Möbel kompl. Zimmer sowie Einzelmöbel, Küchen in allen Farben, Ankleldeschränke, Kleiderschränke, Sofas, Bücherschränke, Bettstellenin Holz und Metall, Teppiche und vieles andere bei denkbar baquemsten Ratenzahlungen! Beste Qualilaienl• Billigste Preise! Oet. Anfragen unter A. 50 an die Expedition des �Vorwärts-, Lindens'rsße< Hetlansfalt+ für elelttomeöijinifiße GeiltnetöoDe, Eldjl- nno Böntoen- tketopie uno BfltutöeiltBndP, öomöopaiHie.Biodiem euno Hiffotertiiieü. BfigitiiQp tneoijinifdien unü BoöiutnOäOFt. BoUffanöig gifiireie BeßanDlong. Sehr gute nnd schnell« heiierjolge bei nllen inneren nnd llnheren Krantheilen, speziell chronischen, bei MSnnern, Zrnnen nnd Kindern Nachweislich stnd mit gutem Seilerfvlge folgende Krankheiten behandelt und geheilt worden: Kol», nnd Lunge». Zuberku lote nnd Katarrh, Bronchialkatarrh, Bronchialasthma:.Keuchhutten: Herzerweiterung, Hrrzjlhler und Herzklappen- ichler. Herzatlhnkd: Magcneiweiternng nnd-senkung. dstagea. und Darm- tatarrh. neroöie Magenichwäch«, Magengeschwüre: Stnhlperftopfung! Leber» »kronknng, Gallensteine, Gelbsucht: Leber, nnd Milzanschweilnng: G.cht und Rheuma i-mu», rheumatische nnd uerois« Kopsschmeizen, Schlaslofigkeit: Gr- krankungen de» Reroensoftem», Rervenschwiiche. Reuralchenie, Hnsterie. Reur. algie. Zochta. Trigeminus. Neuralgie, Migräne, Riickenmarlerkrankungen! Gtostwcchscikraukheiten. iiuderkranihcjt, harnsaure Diathese, sseltiucht: Gr- kranlungeu de, Blut«,. Leukämie,«hlorot« und Anämie: Rieleu- und Blaieuleiden: SrkSltnugokrankheltrn. Influenza, Grippe: Schurventi chlr. chronische Ekzeme. Bartstecht«, Kaaranotall. freflende Kau:slechte(Lupus); Belngefchwüre, fritchc und veraltete Wunden und isifteln, Mattdarmtitlelll und .ststuten: Kämorrhotden: ouetschnage», Blutergüst«: ffuruntel und garbunkel! Krampfadern, Muttermal«: Restelfucht, Kot«! Brandwunden: Drüfenschwel. langen seder Brt: Ohren- und Rosenleiden, Stirn- und Kiesernhöhlennerest«- rang; Bdernnetialkung:{folgen von Schlaganfag, Lähmungen bei Kindern und Erwachsenen: Kindertrankheiien, Strophulose: Frauenleiden seder Art: Grschlechtokrankheitrn und deren{salgeu bei Männern und Frauen. Bon den Hunderten Geheilten sind hier nur einige wegen Raummangels an- aestthrt: I. H. ZUinsch, Sattler, Bln., ffrantturter Allee tfa, Rheumatismus, geheilt. 2.{sr. S. Haddorf, Bln., Kolbe raer Str. 28129, Nerven- und «nochenhautentzllndung. vollständig gelähmt, geheilt. 3. L. Ritter, Bln.- Friedenau. Sponholzslr. 06, v. Beinleiden geheilt.«. L, M.««enee. Kauf. mann. Bln. R., Gottlchedstr. 2 v. Lungenleiden. Blasenkaiarrh geheilt.' 0. Knabe«. Mulack. Bln.. Kwinglistr.»9. v. SW-kengratvertriimmung mit LNimungsertckeinungen. Magen, u. Darmkatarrh geheilt. 6. ssr M. Wetneck. Bln.. Auguststr. 21,», Mustelentzllndnng u. Herzschwäche geheilt, 7 Rt 3. H-nitch, Bln.. Lübecker Str. 13. Blinddarmfislel geheilt. 8. ssr. Hermann' Bln.-Schönebera. sseurigstr. 13. Blinddaimtitiel, geheilt. 9. ssr A Heide. korn, Bln..(ßoftletftt. 84. Grlenkrheumatismue. Rückenschmerzen u Reur. asthenie. geheilt. 10. s. v. Bürger. Rentier. B'n. Reichenherger«tt«1 Drllsenlchwellung geheilt. 11 S. Paul, Bln.. Reichenb.rger Str»1 Magen- u. Nervenleiden, geheilt. 12. ffr. O. Blihuer Bln-N-utMn Harzer Str. 87,«rämvfe. geheilt. 18.». V. Unaer«aufman» Bin Wichertstr.<1. Magen-, Leber- u. Nierenleiden, geheilt. M. ff« 8. Bafclin,' Sin.. Sfluafrt. ä. Äggenoeschwüre u. Blularmut, geheilt. 15.(tri LieKow. SjjXm 5or,et mr'!, Gelenkrheumatismus, geheilt Ii) ffr Bw ?riti«ler, Bln.. Marrenburger Str. 48 DarmgelchwulN-ebei» 17(tr Hedwig Stern. Bin..Schäneberg. Tharw�Wr U'-eVrant»«�«�' Dallenblasenentzllndung, geheilt. 18.' �« Rolir�iee N,n N?.Äau.r Str. 1. Herzerweiterung. Her, neurose allg. Ner-eni»wäche?.beltt 19 ffr o f« i � 20 C S cd mc �kutvergiftung u. Handvereüc. eung. gebellt. 2«. H. O. Oedme. Schldchtermeister, Bin Tbaerstr 40 Herz- STn$otztä«ns�24' a«lie!it. 21. ffr».«i'chner. hJm 22«erra gäbet P�i:,8c6ei' u-«allen fleinleiden. Gelbsucht ge- oÄ�.>?k»r5t.�d),ua a.t.5?.?« tuberkulöser Knochenfraß. Oarnowen c»\ 6 Rltterauisdesißer Srnstwalde �■g«Bord SIn �r;!,,�,. o rU Dttq'f,una u. Geschwüre, flfbeilt. 24. H. £• I S �"/rr-llee 123, etlrlge Lungen'istel. aehe-lt. VW-'Thar'ottenburg. Walls'r. 87, Leberleiden. Onir�nuB; 2i L 26. L BollzclasiiOent R. Kramm. � Bln., Kochhunnstr. 25. an Mac�neeschpig��n Meoenerweiterung u. Senkung mit 80 Behnndlungen gebeilt. d"«UC In«nfoeec yellanstal' selbst die « Oeideu noch zur Geüuna gedra»! werden und daß alle, die Ihr Höch te» Srdeuglllcf. die mesundbei». bereits verloren zu haben giauden, wieder rn den Volldesiß derselben gesesit werden. o.Ä!'�'2?'�""""'0en von»n, gebellter Pattenten stehen im Wartezimmer der Anstalt zur Einsicht Getrennke Vehandlungsrann»� für Damen und Herren! Aeine briefliche Behandlung! pr«le,§»r»r. med. p. Mlsfelsky, am, mir Im Aiulande ernannt, promoviert und approbffrt. der hUcrnationa cn Vereinigung toii Acrztcn a. Valurärzleu. Berlin S016, Brückenstraße 10b, 2. Yan» von der»ungestras,«. t miaut« aon vhf Zonnowlhbrücke cangsdhrlg» tachrndnultche llrzNlche vohaudluug und Ooltnng. Sprech» und vehaudlaunnzei«: 9-2. 4—T''* Sonutog und»eiertaa- 10-12 Ahr._ ptasl» set« 18BT. 8* Sonntag 14. November 1926 Unterhaltung unfl �Vissen Sellage des Vorwärts Ein herS für zwei Familien. von Friedrich Natteroth. Holstens war das Dach über dem Kopf abgebrannt. Da» Unglück hotte die alten Leutchen, die beide schon über die Siebzig waren, schwer getroffen. Baumeister Mewes forderte nun für den neuen Dachswhl eine Summe, die Holsten nie in seinem langen Leben beieinander gesehen hatte. Sie standen ratlos, sie sahen sich an und fanden keine Worte, die beiden Alten. Und Baumeister Mewes meinte, sie sollten ihm das Häuschen verkaufen, dann wären sie die Sorge auf einmal los. Der alte Holsten saß in seinem Sorgenstuhl und gab keine Antwort. So vor sich hinaus sah er nur. dorthin, wo die Stuben- decke durch den Brand halb abgedeckt war und die blau« Unend- lichkeit hereinblickte und zur anderen Hälfte de» Stundenkreises die dunkle Nacht. Seine �rau trippelte mit Neinen Schritten um ihn herum, dann kam sie nahe an sein Ohr— denn Bater Holsten war auch ein wenig taub— und schrie ihn an:.Tu'» doch! Tu's doch! Hier könne mer nich bleiber Langsam hatte Bater Holsten mit dem Kopf geschüttelt, dann sagte er mit greinender Stimme:.Da müsse mer in» Spitt«!. Nä. ins Spittel gehe ich nich. da mochte mo mich schon tot hinaustrage!' Die Frau aber hatte keine Ruhe gelassen. Sie bewies wieder einmal, daß im Cntschlußfasien das Weib das stärkere Geschlecht ist. Nur der Dachdecker Arndt, der seinem Herrn beim Ausmesten de» Daches geholfen hatte, war über den Handel nicht recht erbaut. Es war ihm etwas Nasses ins Auge gekommen, er schneuzt« sich und trieb an:.Nu, machet scho, ich muß heim gehet' Baumeister Mewes hatte da» Geld für da» Häusel bereit» mit- gebracht und eine Schrift dazu, die nur unterschrieben zu werden brauchte. Der Anblick des vielen Geldes bewirkte, daß die alten Leute ihr Haus los wurden. Daheim beim Dachdecker Arndt gab es ein lange« Verhandeln mit der blonden Kathrin, die mit ihrem Franz erst sechs Wochen verheiratet war. Kathrin konnte Ihrem Manne selten etwa» abschlagen, e» war nicht nur Speck, den ste aus den starken Hüsten trug, in Ihr vegte sich auch schon ein wenig mütterliches Ahnen von dem Kind unter ihrem Herzen. Aber da waren doch allerlei Bedenken, die wohl erwogen werden mußten: die Gebrechlichkeit der Alten, die stein« Wohnung, die st« besaßen, und die noch enger werden würde, wenn erst das Kindchen da sei. Auch besäßen alte Leute ihre Schrullen und, kurz gesagt, Kathrin, die sehr verliebt war, fühlte stch sehr behindert in dem Gedanken, die alten Leute aufzunehmen. In ihrem Herzen jedoch hatte st« dem Plan ihre» Mannes längst zugestimmt und stritt stch eigentlich nur noch zum Schein, um eine Rechtfertigung für ihr eigene» Tun zu haben. Ihr Mann war dann mit einem krästtgen Kuß und mtt den Worten von ihr gegangen:.Nu mach schon, du! Mach ich'», is es falsch, machst du'«, is es gut!' Einen Augenblick nur hatte Kathrin in der Stube gestanden, dann trampst« stch ihr Herz wieder in der Sorg« um ihren Mann, der gegangen war, das steile Kirchturmdach mit Schiefer einzu- decken. Und plötzlich fühlt« ste auch die gute Absicht ihres Franz heraus, der ste mit diesef'Besorgnis um seine Person nicht allein lassen wollte. Sie eilt« schnell fort, als müßte ste sonst etwa« retteiz. In ihrer kernigen, fröhlichen Art stellte Kathrin den Eheleuten das Zusammenleben vor. So überzeugend, daß Bater Holsten noch einmal eine starke Wärme zum Kops steigend empfand, ja, er war nicht abgeneigt, der schönen Kathrin schnurstrack» zu folgen. Und Mutter Holsten war auch froh, daß sie nun nicht in» Spittel brauchten, von dem die Leute gesagt hatten, daß Männer und Frauen dort getrennt wohnen müßten. Sie waren bald übergesiedelt zu Dachdecker Arndt und hatten sich eingerichtet in der kleineren leeren Stube, die dafür ober nach dem Süden lag und den ganzen Tag warme Sonne erhielt. In ihren Abmachungen mit Arndts erhielt Kathrin die Zusage, daß ihr die alten Möbel und die geblümten Zugvorhänge am Fenster noch dem Tode der Alten verbleiben würden. Sie zahlten ihr obendrein �ouch ein« Kleinigkett al» Mietzins und wußten stch so bescheiden zusammenzurücken, daß es zu einer Klage keinen Anlaß gab. Eines war nur. was wie ein schwarzer Punkt in diesem freund- nachbarlichen Verhältnisse stand, und dieser Punkt war auch wirtlich schwarz, es war der Küchenherd, den beide Familien gen.einsam benutzen mußten. Während Kathrin gar nichts dabei empfand, daß Mutter Holsten ihre Neinen Töpfe mit auf dem Feuerherde stehen hatte, war eigentlich die Holsten recht empfindlich in diesen Dingen. Sie hatte tausenderlei am Herd zu schaffen, hatte alle Augenblicke ein Suppchen oder Kaffee zu wärmen, doch dann stand der große � Topf für die jungen Leute wie ein schlechter Nachbar auf dem Feuer, und ihr kleines Töpfchen drückte sich bescheiden daneben. Auch dieses wollte kochen, wollte dampfen ünd zischend den Deckel heben. Da kam Kathrin schnell, nahm den Deckel von Mutter Halstens Topf, ja, sie rührte besorgt darin herum, damit der Inhalt nicht anbrannte, und wischte die Herdplatte ab. Das alles mußte Mutter Holsten mit ansehen, ohne sich dagegen wehren zu können. Es war der einzige Schmerz im Zusammenwohnen mit Arndts, aber er war trotzdem groß genug und eine immerwährende Quelle des Kummers für die alte Frau, die so gern das Regiment in der Küche besessen hätte. Das alte Mütterchen hoffte auf einen Wandel in der Zukunft. Wenn erst das Kind da war, hatte Kathrin sicher nicht so viel Zeit, in der Küche zu wirtschaften. So hatten sich beide in die Dinge ein- gelebt. Alles war schön und gut. und Arndt hatte wieder einmal recht gehabt, als er meinte, die Armen hätten größere Verpflichtung, für ihresgleichen zu sorgen, als die Reichen, weil sie mehr aufein- ander angewiesen seien. Doch eines Tages bekam der alte Holsten einen Schlagonfall. der ihn hilflos an sein Bett band und Mutter Holsten fast dauernd zur Wärterin machte. Der Alte lag unbeweg- lich und entkräftete zusehends. Es sah yus, als ob noch mehr wartete. Bei Arndts wartete man auch. Mutter Holsten war ganz aus dem Konzept gebracht: es war auch zu schlimm, daß die Sache mit ihrem Manne gerade jetzt passieren mußte, wo sie sich auf das Neue so sehr gefreut hatte. Der Arzt war gekommen und hatte eine kräf- tige Fleischsuppe für den Kranken verordnet, Mutter Holsten hatte ein Huhn geschlachtet, und sie erwog dabei den Gedanken, welch gute Wochensuppe das Huhn für die Kathrin abgegeben hätte. Die Suppe hatte den Nachmittag über schon auf dem Herd gebrodelt, und Kathrin war schwer daneben gesessen, hob ab und zu den Deckel ab und füllte Wasser nach, weil Mutter Holsten bei ihrem Mann in der Stube beschäftigt war. Und da war.es geschehen, daß Kathrin plötzlich von Schmerzen besallen wurde, und die Schmerzen so stark wurden, daß sie sich gerade noch mit Hilfe der alten Frau ins Bett schleppen konnte. Mutter Holsten halle den Topf vom Der große Angriff der veutsthnationalen. Entwicklung üer HeneroUSee. Die Truppe macht sich gefechtsbereit. Sprung auf, marjch marsch! .Wanderer, kommt es zu Wahlen, verkündige vu allerorten, Daß du uns liegen gefehn, wie es der Graf uns befahl!' Feuer ziehen müssen und war gelaufen, die weise Frau zur Hilfe heranzuholen. Die Wehmutter kam und forderte heißes Wasser zum Baden des Kindes, und es war nun ein Laufen und ein« Aufregung, bei der es der Alten ganz wirbelig im Kopf wurde. Dann mußte auch sie in die Stube kommen und das Kindchen betrachten, da» frisch und rosig in weißen Kissen neben der Wöchnerin lag. Kathrin hatte ste nur mit müdem Lächeln angesehen und ihr die Hand zum Dank gedrückt. Ihre Augen waren groß voll stummen Glücke», wenn sie vom Vater zum Kind und vom Kind zum Dater zurück wanderten. Mutter Holsten erinnerte stch jetzt wieder ihre» Manne», und leise schlich sie sich in die Stube, um auch ihm die frohe Nachricht zu berichten. Der lag ganz still und rührt« sich auch nicht, al» ihm Mutter Holsten das Begebnis überlaut ins Ohr schrie. Er lächelte sein Lächeln vor sich hin, wie er es schon lange nicht mehr getan hatte. Muller Holsten konnte mit ihrem liebenden Herzen nichts anderes tun. als ihm die müden Augen zuzudrücken, Doch da klopfte Dachdecker Arndt an die Stubentür, und dieses Geräusch riß sie aus ihrem Schmerz empor, der sie über ihres Mannes Lager fast bewußtlos hatte hinsinken lassen. Blitzartig . überkam.sie. da» Gefühl, du darfst von diesem Unglück jetzt nichts merken lassen, die junge Frau darf nichts erfahren, damit sie nicht erschrickt. Sie nahm sich zusammen und deckte schnell ein Tuch über das Gesicht des stillen Schläfers. Dann öffnete sie die Tür und hob warnend den Finger, ganz leise zu sein. Aber Arndt glänzte vor Glück, das ihm die Worte in der Kehle oerschlug: �habe Sie nischt zu esse? Die Kathrin verlangtl' Mutter Holsten eilte hinaus in die Küche. Ihr Herz bibberte vor Erregung, als ste die Suppe mit dem zarten Hühnerfleisch auf den Teller füllte. Die Suppe, von der ihr Mann essen sollte, und der ihrer nicht mehr bedurfte. Und weil Tapferkeit nie die Stärke in Mutter Holstens Charakter gewesen war.'so war es gut, daß sie die Suppe nicht umsonst gekocht hatte. Sie half ihr in dem ent, scheidenden Moment über ihr eigenes Leid hinweg. Casanova und die Grden. Der spätere Sittenrichter unserer heutigen deutschen Gegenmart tvird nicht umhin können, an die zur Stunde, nach acht Jahren republikanischer Entwicklung und Arbeit an der Vereinfachung und Solidiening der neuen Gesellschaftsform, plötzlich wieder aufgetauchte Sehnsucht nach klimpernden Medaillen und bunten Ordensbändern eimge gehörige Betrachtungen über die ewige menschliche Torheit im allgemeinen und den reaktionären Urgrund der deutschen Bürger- seele im besonderen zu knüpfen. Er wird beredte Zitate aus unserer klassischen und neuzeitlichen Literatur zur kritischen Beleuchtung unserer lächerliche» Titel- und Ordenssucht genug zur Verfügung haben, aber auch er wird«ine der kräftigsten Stimmen wahrschein- lich außer acht lassen, die sich jemals in Europa gegen die. menschliche Eitelkeit'erhöben hat und die im achtzehnten Jahrhundert bereits, und das ist typisch, aus. dem Munde eines mit allen Schwächen der Ueberkultur behafteten Abenteurers erklungen ist. Es ist das Zeugnis des.Chevaliers" Jakob Seingalt de Casanova, des„Hebens- würdigsten Spielers in Europa", wie er stch selbst nennt, des größten Windbeutels und Hochstaplers aller Zeiten, wie wir ihn zu nennen nach den exakten Ergebnissen der geschichtlichen Forschung berechtigt sind. Die Originalausgab« seiner dickleibigen„Memoiren", die man, ohne prüde zu sein, einem jungen Mädch«, lieber nicht in die Hände geben möchte, ist eine unerschöpfliche Fundgrube für den Kultur- Historiker! diese Tatsache und die freimütige, oft zynische Offenheit dieses klassischen Wüstlings lassen uns bei der Lektüre oft vergessen, daß das mehrbändige Werk eigentlich die Bezeichnung eines„Leit- fadens für Berführungskünst« und erotisch« Raffinefles" verdient. Im vierzehnten Band der Originalausgabe finden wir die Aeuße- rung Casanovas über die Ordenssucht seiner Zeitgenossen, und was er, der als unbewußter Vorläufer E i n st ei n s wiederholt in seinen Erinnerungen betont, daß alles, auch in der Natur, relativ sei, damals über diese Krankheit sagt, hat auch heute noch allgemeine Geltung. Casanova hatte � angeblich vom Papst den Orden vom goldenen Sporn erhalten, eine„Auszeichnung", die ebenso wohlfeil war wie irgendein Adlerorden, und bemerkt nun dazu: „Ich kann wohl behaupten, daß dies Kreuz für mich«in wirk- lich es Kreuz, ein wahres Martyrium gewesen ist. Aber der Orden sah sehr schön aus, auf die überall so zahlreichen Narren machte er Eindruck, und so legte ich ihn sogar zum gewöhnlichen Anzüge an. Der Christusorden in Portugal ist ebenso wohlseil wie der goldene Sporn, denn der Papst oerleiht ihn ebenso großzügig wie der König von Portugal. Man schätzt den Roten Adlerorden erst, seüdem der König von Preußen sein Großmeister geworden ist. Vor dreißig Jahren noch hätte niemand gewagt, sich in diesem Schmucke zu zeigen, weil der Markgraf von Bayreuth ihn dem ersten besten Hergelaufenen gegen bares Geld verkaufte. Das Band des St. Michael-Ordens wollte früher niemand haben, da es zu einem billigen Preise von den Höflingen des Kurfürsten von Köln zu erhalten war, der damit eine Menge von Leuten auszeichnete, die eher die Galgenleiier auf dem Rücken als ein Ehrenkreuz auf der Brust zu tragen verdienten. Die Wut nach den Orden» st ernen nimmt zu mit der Verderbtheit der Sitten. I« weniger man sich m seiner eigenen Neberzeugung erhaben fühlt, denn vor dem eigenen Gewissen kann man sich nichts vormachen, desto höher will man vor den Augen anderer ausgezeichnet sein. Die Eitelkeit der Menschen, die Habgier der Regierungen, insbesondere aber die Käuflichkeit der Hofichranzen sind daher die Ursache dafür, daß die Orden für niemanden mehr den Charakter ehrender Auszeichnung für wirklich« Verdienste besitzen. Betrachtet man die Ueberfüll« von Orden und Berdienftkreuzen, so könnte man sich, selbst als.der gelehrteste Man- darin, nicht schmeicheln, sie alle im Gedächtnis behalten zu können. Außer den Orden der gekrönten Häupter und der Duodezfürsten gibt es aber auch noch sine Menge von Ordenszeichen- unbekannter Kapitel, von Privatgesellschaften, Akademien und Vereinigungen von Schützen, Musikern und vielleicht sogar von Verliebten. Wie soll man au» diesem Chaos die Orden der Verschwörer oder gar der Taugenichfie herauskennen?" Damals also wie heute— auch Deutschland soll diese Kultur. frucht wieder reifen!— Ordensschacher, wattierte Ueberheblichkcit mit dem rasselnden Klempnerladen auf der Brust, eine innerliche bohle Zivilisation bürgerlicher Heuchelei und Unwahrhaftigkeit. Wahrlich, die Menschheit lernt nichts hinzu! Z. Das dritte Geschlecht. Von Dr. W. Wächter. Es fit kein Roman, über de» hier berichtet weiden soll, sondern es sind nackte Tatsachen, die an Pilzen entdeckt wurden, die aber ganz phantastfich wirken, wenn wir sie uns auf den Menschen über» tragen denken, was theoretfich sehr wohl möglich fit, da der Träger des Lebens, das Protoplasma, im Wesentlichen das gleiche ist in der ganzen Organismen welt. Wir kennen bei den mefiten zivilisierten Völkern jetzt nur die Einehe, die Monogamie, und selbst bei den Türken, die sich bisher der Vielehe schuldig machen konnten, ohne mit dem Zuchthaus« in Berührung zu kommen, fit es feit der letzten großen Umwälzung vorbei mit der Romantik des Haremsleben«. Abgesehen von den mannigfoktigsten illegitimen Verhältnissen kennen wir aber bei den sogenannten wilden Völkerschaften die sonderbarsten Eheformen. Wir haben da Vielweiberei, Vielmännerei, Gruppenehen und auch wohl noch allgemein« Promiskuität wie bei den Gesellschaftstieren, zu denen ja vom zoologfichen Standpunkt auch der Mensch zählt. Was wir über dies«„Formen der Che" wissen, hat Müller-Lner in schöner und klarer Weise zusammengestellt. Bei den höheren Tieren gibt es auch Emehen, z. B. bei den Vögeln, wie jeder weiß: wenn das aber der Fall fit, so leben die Tier« nicht in größerer Gemeinschaft. Bei den niederen Tieren und Pflanzen herrscht«in allgemeines Durch- «inander und es entscheidet der Zufall, welch« Geschlechtszellen mit- einander verschmelzen. Don denjenigen Organismen, die sich auf ungeschlechtlichem Wege vermehren und von den Pflanzen und Tieren, die sich durch Parthenogenesis, also ohne Zutun eines Männchens fortpflanzen, können wir bei unserer Betrachtung Ab- stand nehmen. Wie auch immer di« Fortpflanzungsverhältnisse beschaffen sein mögen, immer vereinigt sich«in« männliche Zell« mit einer weibsichen: das nennen wir Befruchtung, ein Vorgang, der also von der Begattung wohl zu unterscheiden ist. Di« Be- aattungsarten mögen also noch so kompliziert, legitim oder illegitim sein, da« Kind hat immer nur einen Vater und«in« Mutt«r. Es ist gar nicht auszudenken, welch« Folgen«s haben würde, wenn zwei Individuen die Väter eines Kindes sein könnten. Man denke sich, ein« Negerin ließ«, sich kurz hintereinander von einem Weißen und einem Indianer begatten und zwei männliche Samenzellen könnten sich mit dem Ei vermischen. Wenn der Zufall günstig wäre, so hätten wir einen schwarzweißroten Bastard: oder wenn ein« Chinesin gleich- zeitig«m Verhältnis mit einem Neger und einem Indianer hätte, so könnt« ein fchwarzrotgekber Bastard entstehen. Aher wie gesagt, bisher kannten wir keinen Fall in der Natur, wo mehr als zwei Geschlechtszellen sich vereinigten. Nicht nur theoretisch, sondern auch praktfich ist ober der Fall denkbar, daß eine Negerin Zwilling« ge- bären könnte, von denen der ein««m Neger, der andere ein Mulatte wäre, wenn die Negerin kurz hintereinander von einem Weißen und einem Neger begattet worden wäre und wenn zwei Eier befruchtet worden wären. Zwillinge aus einem Ei kämen hier nicht in Frage. Aber auch bei diesen Zwillingen, die die gleiche Mutter, aber ver- schiedene Bäter hätten, wäre immer nur eine Eizelle mit einem männlichen Samenfaden befruchtet worden. Es mag manchem etwas weit hergeholt erscheinen, wormfi wir hier eingingen, aber diese Er- ört« Hingen werden wesentlich dazu beitragen, daß das Folgende in feiner ganzen theoretfichen Bedeutung richtig verstanden wird. Was nun das dritte Geschlecht anbetrifft, so hat vor etwa einem Menschenalter Ernst v. Wolzogen dieses unter den Menschen zu finden versucht, und«r hat auch ein Buch darüber geschrieben, aber Las war alles nur bildlich gemeint; dem Botaniker Dr. Bauch bliefi es vorbehalten, bei einem Pilz wirklich ein drittes Geschlecht zu ent- decken, und zwar in einer sexuell wirksamen Form. Bis vor wenigen Jahren hielt man noch große Gruppen von Pilzen für ungeschlechtlich: aber es gelang vor allem dem Berliner Botaniker Prof. Kniep, den Nachweis zu erbringen, daß wir es auch dort mit Geschlechtspslanzen zu tun haben, wo es nicht so ohne weiteres auf der Hand lag. In einer kürzlich erschienenen Arbeit über Artkreuzungen bei Brandpilzen begegnen wir nun Entdeckungen, di«. auf den Menschen übertragen, so grotesk wirken, wie wir oben gesehen haben. Die Brandpilzsporen stnd wohl den meisten Menschen, die im Sommer aufs Land kommen, vom Getreide her bekannt. Besonders am Hafer kann man beobachten, daß die ganzen Aehren schwarz sind vom Brand. Allerdings fit die Krankheit immer seltener geworden, seitdem die Landwirte ihr Getreide beizen und für besiere Sorten scrgen. Di« Sporen, also Dcruerformen dieser Pilz«, können auf künstlichem Nährboden, z. B. Malzextraktgelatin«. oder auch iu flüssiger Nährlösung zur Entwicklung gebracht werden, und m/, Uhr Oergeßllig.lerry von Tristan Bernard Regie: Eug. Robert Die Komödie ölsmarc« 3414. 7>ir 8 Uhr: Sie Gefangene Von ßourdet Regle: M. Reinhardt anuwity-aibnoi Th. Könli rätz St. Hasenheide 2110 8 U3 Art. Clrawjt h«> Sonnt, nehm. 3U. Was Ihr wallt! UomAtUenhons Norden 6304 8: Einbruch Sonnt, nehm. 3U. Oer Garten Eden Tb. a. Noileimoriplatz Kurfürst 2091 8: Franziska Apollo- Tb. Tägl. abends 8 U. Der große Erfolg Die bnnte Täte 12lröhl. Bild, vom Frühling, von der Liebe und was dazu gehört Vorverk. 11-1 Uhr Stg. nachm. JVjU.: Familien- Vorstg bei halb. Preisen: Di« banie Tflte Kollendorf 7360 i Uhr Neuheiten iowtlxRdi a. Instaji 2 Vurstellungen 3« und 8 Uhr, 3* zu ermäßigt. Preisend, ganze Programm Sonntag, d. 14. November mittags 12 Ubr Volksbühne Tb. im Sdiiffbaiiudamm Ibeater am BBIowplatt 3 U- Lysislrala 8 Uhr: Naditasyl 8 U. Morgen Nachtasyl Heute 3 und 8 Uhr: Das Cratnnal des Dnbekannten Soldaten. Jüomisrfkc Cjpct Der große Onerelteneiioig Jidriennc nii Serak, Weseely, Wlrl, Blas* Boettcber, Hell, Loebell, Schnsler. Sonntag nehm. 3 U: In I. Besetzung Die 3 ledfermaus Vorvcrtcaul ununterbrochen p 10 L an. Wallner-Thealer nchm.?Z.: Uasemanns Töchter Bußtag 8 Uhr: Liebe v. Wildgans. ialltnturs-SJbBBi Dts Künstler-Th. 8:„Die Königin" Kasirr PallEüben Sonnabend 31 2Uj Schneewittchen Stß.3'',; Uerfröh- llc Gr. MWIiW Täglich 8'/, Uhr cUonc]Kum) 3EtL iJüconxf CHARELL- REVUE Dienst., Donnerst u. Sonnabend nachm. 4U.die neue Kinder- revue Furkheinzel- mannsMärch.-ReiEC mit Alfr. Braun B i'ägl s'/» Uhi b Theater Im \dmiralspalast Riecenertou Kaller- Demie Ann. ans Preise von 2-16 IK. W Vanmflmt enrofrbr Kose-7heater 4 Uhr: Maxu. Moritz 8',, Uhr Was ihr wollt liehe SVeinberg Lesslne-Theater 3 u.: Mensrti nnd Debennensctt Stg. S'/j: Kuknll Tb. sJarfarsteiiilaiiiiii 8 Uhr: In der Johannisnacht Uistspielhaus 8'/, Uhr: D tierzogln T.Elba Stg. 3*/,: ItdanlirWel Kleines Th. 8Ü7 Ketärengesprärlie u4: SdiDeEwiltdien Vorher: Original Haiperle Theater rtetroito.> Theu. Täglich Uhr: D e große Revue WledDr ffetropoi Residenz-Theot. Täglich 5'.. Uhr: fllnteigeipiartier Sintrttl Juroidlichfii urtoten 4 Uhr: Rotkäppchen Tholia-fheaier 3 U. latltei Oeturtsla: Erster Klasse uhr Oer Biberpelz Recie: Benh Vierte' Theat. d. Westens 3 Uhr und 8 Uhr: Der Zug n. d. Westen casino-theater 8 Uhr Gräfin Tippmamsell Ab Donnerstag, den 18. November; Afister Cornedbeef Gutschein: Fauteull I Mk. Sessel I.SO L Trianon- Theater Täglich 84. Uhr; „Dirnentragödie" 3 Reichshallen-Theater Abends 8 Uhr, Sonntag nachm. 3 Ubr Slelflner sanger lsiuds; Piepers Diele „ Burleske von Meysel Nachm halbe Preise I Oönhoff-Brett'l Varietä Konzert- Tanz URANIA TaubenstraBe 48-49 Geist und Nasdiine Vom NanosKripl zum ferligen Badi Ein Buchfilm der DÖring-Film-Werke, Hannover. Vortrag: Fr. W. Pollin, Aschcrsleben.— Vom Montag, 15. November bis Sonntag, 21. November, täglich.— Anfang 15., 17., 19. u. 21. November 7 Uhr abends, 16, 18. und 20. November 9 Uhr abends. Kartenverkauf: Theaterkasse' Wertheim, Leipziger Straße/ Invalidendank, Unter den Linden Buchhandlung Karl Block, Kachstraße 9(Tel.: Hasenheide 596, 597, 5821) Zahlungserleichterung für Der SCHWARZE SONNTAG (S.Januar 1909) En Film aus russischen Revolutionstagen Uraufführuna 18. November SCHAUBURG POTSDAMER PLATZ UFAPALAST MS Zoo GLORIAPALAST «.«L Oedachtnlsklrcb« kurfOrstendahh Kurf Urs thndamm 2« MOZARTSAAL «« Nell«ndorfplate TAUENTZIENPALAST TauunlxlanstraBu 1» UFA-PAVILLON ■■a Nollandorfplatx KAMMERLICHTSPIELE Uf u-Haua Potadaaiar PI. FRIEDRICHSTRASSE PrladrlchatraB* ISO SCHÖNEBEßQ Haaptstr.4S, Ecka MOklanairaße KONIGSTADT SchBnhaua. Alias lO-ti ALEXANDERPLATZ «EINBER6SWE6 FRIEORICHSRAIN Lllian Harvey in Oto henaoba Saaaa Berta:(Ueliard Elohkarg Lluan Barray in Jeder Varateitang peraBnlleh Harold Lloyd In rold, dar Syartatadenl Jugendliehe haben 2»tritt Gosia SVman(n Dar tanzanda Tor & Ukr Verrtalluag annlßigta Frei», Jackta Coogan Im Alias fdr die Firma lugandNeha haken Zutritt Dia naahi tu den Zirkna mit Mareal'a Alban), Wladimir Oaldarow Dar Wall gawaltlgatar Film all Ramon Navarro ramad Eine dantacbe Volkaaare lugendllehe haben Zutrtttl Olm latzta Schlacht dos Kapltlns Frank K, 13 313 Dia Abenteuer etaaa lO-Mark-Scheinaa Fansd Eine dentaehe Veiluaage lugendlieka haben Zutritt Bühnenushau Llliian Olah la La BehAaa Ottl Oawalda In Da« Mldtl ut 4. Schaukai Bühnanaehaa Llliian Gish In La BohBma BQhnenschau Deutsche Teppiche u. Sriicken In allen Arten sowie Llaferstotfa, Tisch, nnd OlwaodecVaa von bedeutendem Engroshaus auch»n Private«pottulllis au verkaufen. Geschäftszeit 9—6 Uhr. Xaiser-Wühelm-Str. S, Ecke Keiligeqeistslr. |*sonntag:3.30 ErmämgtePre'scl SüMWWM-WlMl idinngigiHmtfligmemflnlridilM] Olcnsfag. Ben 16. Jtooembet. obenbs 6, Ahr in unserer ftullnrabtellnng. Cinlcofle.lST(gegenüber Setbanh haus) Branchenversammlung Sagceorbnung: L Verband«- tmb Vrandjenongclegenheiten 2. Btlmoer- jührnngen; ShaNeiona Todeasahrl zum SühpsL— Der Eleflro�Ofen. Ohne Verbandshuch unb Einlabkarte kein SuftltL_____ Wm« BmionfifilöflEr Mel1 Oienslag. ben tB.Aooember. atenbs T Ahe. ImJSacierrefaal besBerbanba- Haufen, Ciaienftc. 83 85 Bran chen Versammlung lageaorbnung: 1 Bericht non den Lohnverhandlungen not dem Schlichter. 2. Stellungnahme boju. S. Verband». und Branchenangelegenheiten. Ts ist Pflicht eines jeden Rollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Funklianüre treffen sich eine Stunde früher Sic Orfsoenaalfaag. Für Herren Md aber auch| Spandauer Str. 2 3 am Ra+haui Richard VOSOEy Berlin, Friedrichstraße 43, und PotsdamerStraße 14, Linoleum, Teppiche, Läuferstoffe, Schlafdecken.