Nr. 198. Erscheint täglich außer Montags Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3; 30Mt. proQuartal. Inter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Haum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Bernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Malenkonsum an Brotgetreide und Kartoffeln. Sonntag, den 25. August 1895. Es wurden im Deutschen Reiche verbraucht pro Kopf der Bevölkerung im Weizen Roggen Kartoffeln Jahre 1884/85 Zahl der deutschen Auswanderer in Promille überhaupt der Bevölk. 2,36 63,2 115,4 364,0 110 119 51,7 113,4 469,7 83 225 1,77 54,2 118,1 405,4 104 787 2,20 61,4 121,2 404,6 103 951 2,16 52,6 111,2 330,1 96 070 51,5 106,3 428,2 97 103 61,9 113,0 354,1 120 059 63,2 93,8 258,4 116 339 1,97 1,97 2,41 2,31 120,7 129,3 439,3 515,3 87 677 40 964 1,73 0,80 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ernte schlecht aus, so ist er verloren. Wer irgend kann, verkauft dann sein kleines Anwesen und verläßt sein deutsches Vaterland, das für ihn nur außer der Junkerherrschaft noch den Hunger in Bereitschaft hält. Von 1884 auf 1885 steigt der Kartoffeltonfum, fällt die Auswanderungsziffer; 1886 bis 1890 bleibt die Zahl der Auswanderer troß mehrfacher Schwankungen im Kartoffelverbrauch auf gleicher Höhe. Von 1889 auf 1890 starkes Fallen des Kartollelkonsums, enormes Steigen der Auswandererzahl, die auch im nächsten Jahre noch auf derselben Höhe bleibt. Mit dem Steigen des Kartoffelverbrauchs pro Kopf der Bevölkerung von 1891/2 an geht ein fortwährendes Fallen der Auswanderungsziffer Hand in Hand, um im Jahre 1894 nur noch ein Drittel der 1891er Zahl zu betragen. Die große Maffe der deutschen Bevölkerung ist bei ihrem 1885/86 niedrigen Lohneinkommen gezwungen, ihren Nahrungsbedarf durch 1886/87 einige billige Massenartikel zu decken und alle höheren und 1887/88 feineren Konsumtionsgegenstände den herrschenden Klassen zu 1888/89 überlassen. In den Ziffern des Gesammtverbrauchs dieser un 1889/90 entbehrlichsten und allernothwendigsten Nahrungsmittel und 1890/91 das sind in erster Linie Brotgetreide und Kartoffeln drückt 1891/92 sich somit die Konsumtionskraft des armen Proletariers aus, der 1892/93 74,0 feine Nahrungsbedürfnisse nicht in jedem Jahre in gleicher 1893/94 65,8 Will die Regierung also in der That die Auswanderung Weise ausreichend befriedigen kann, der in günstigen Jahren bei höherem Lohneinkommen im Die Ziffern für Weizen und Roggen verlaufen im ganzen eindämmen, dann nüßen die Regierungsaufklärungen" über stande ist, ziemlich parallel, wenn auch für einzelne Jahre sich eine aus amerikanische Zustände und die amtlichen Warnungen vor ziemlich parallel, wenn auch für einzelne Jahre sich eine ausauch theuere Baaren für seine Ernährung mit zu verwenden, weichende Tendenz bemerkbar macht. So entspricht z. B. dem schwindelhaften Agenten keinen Deut, dann gilt es hier in der der dagegen in schlechten Zeiten mit finkenden Löhnen seinen Konsum auf das Minimum reduziren, seine Er- Fallen des Roggenkonsums von 1888 auf 1889 oder von 1890 Heimath solche wirthschaftlichen und sozialen Zustände zu schaffen, auf 1891 ein Steigen des Weizenverbrauchs, während sich die daß die Landarbeiter das Auswandern nicht nöthig haben, nährungsweiſe verſchlechtern und bisweilen gar an Hungertuche umgekehrte Erscheinung 3. B. von 1893 auf 1894 zeigt. In der daß ihnen nicht die traurigſte Zukunft noch immer wünschensIn dem jüngst erschienenen statistischen Jahrbuch für das Periode wirthschaftlichen Aufschwungs von 1885 bis 1888 finden werther erscheint, als das elende 2003 in der Heimath. Deutsche Reich, Jahrgang 1895, findet sich Seite 136 zum ersten er vorübergehend, was allerdings theilweise durch eine Steige wir den Roggenkonsum von Jahr zu Jahr steigend; dann fällt Mal folgende Konsumberechnung nach fünfjährigen Gruppen. Es wurden im Deutschen Reich verbraucht pro Kopf der rung des Kartoffelkonfums ausgeglichen wird, um dann im Bevölkerung an Kilogramm Hungerjahr 1891/92 einen wahrhaft erschreckend niedrigen Stand einzunehmen. In jenem Jahre machte sich die unheilvolle nagen muß. in den Jahren Weizen Roggen Gerste Hafer 1879/84 1884/89 1889/94 Kartoffeln 51,6 56,6 63,4 121,0 115,9 46,6 82,1 85,3 339,9 399,9 380,2 52,6 112,6 55,7 80,6 Politische Mebersicht. Berlin, 24. Auguft. Wirkung der hohen Kornzölle besonders scharf geltend. Damals vor, daß gegen das Urtheil Revision eingelegt wurde. Zum Effener Meineidsprozeffe liegt die Meldung wurden von den Sozialdemokraten die großen Versammlungen für Aufhebung der Kornzölle veranstaltet, die von dem Grafen Aus Essen wird uns geschrieben: Caprivi mit dem hochmüthigen Worte verweigert wurde: Die meisten bürgerlichen Blätter des rheinischen Kohlenreviers Diese Zahlen beziehen sich auf Erntejahre, das heißt auf" Ich kann auch gegen den Strom schwimmen." Ja, schweigen sich über den Fall Schröder aus. Blos wenige Blätter die Zeit vom 1. Juli des einen bis zum 30. Juni des nächst der Herr Graf hatte leicht gegen den Strom schwimmen, er wie die„ Rheinisch- Westf. 3tg." und das„ Reinisch- Wests. Tagefolgenden Jahres. Sie sind berechnet, indem man den Ernte- pürte die Brottheuerung nicht. Aber wie ganz anders lastete ste Ertrag nahm, dazu die Einfuhrmenge addirte und von dieser auf der großen Masse der Bevölkerung. Damals wurde alles blatt" bringen Leitartikel über den sensationellen Prozeß. Selbst= Summe dann die Ausfuhr und das zur Aussaat erforderliche in mögliche zu Brot verbacken und von den hungrigen Proletariern verständlich sind diese Organe des Kapitalismus sehr erfreut, daß der Abzug brachte. Ein- oder ausgeführtes Mehl oder Malz wurden verschlungen und diese Brotverschlechterung spricht sich auch Sozialdemokratie ein ordentlicher Schlag versetzt wurde. Aber es ist in Roggen oder Weizen beziehungsweise Gerste nach feststehenden zahlenmäßig aus in dem Steigen des Gerste- und Hafer: doch nicht die alte Schimpffreudigkeit, die uns aus den Spalten der Ausbeutefäßen zurückgerechnet. Der sich so ergebende Gesammt konsums. verbrauch dient allerdings durchaus nicht zur Nahrung, sondern Im Jahre 1889/90 betrug der Gerstekonsum pro Kopf der beiden Blätter entgegenblickt. Sie mögen wollen oder nicht, das allfindet auch in der Viehfütterung und zu technischen Zwecken, Bevölkerung 50,6, der Haferkonsum 78,4, 1891/2 war ersterer auf gemeine Urtheil des Volkes können auch sie nicht ganz wie Branntweinbrennerei, Bierbrauerei, Nudel-, Griesfabrikation, 60,6 und letzter auf 94,2 gestiegen. Stärkefabrikation, eine ziemlich ausgedehnte Verwendung. Die In den letzten beiden Jahren ist nun eine sehr erfreuliche sich pro Kopf der Bevölkerung ergebende Verbrauchsquote Roufumfteigerung in Roggen zu verzeichnen, die mit dem Sinken ist also ganz erheblich zu hoch. Indessen wird das für technische der Brotpreise Hand in Hand geht. Es ergiebt sich aus diesen Zwecke zur Verwendung gelangende Quantum alljährlich Zahlen also aller Gewaltstatistit des Bundes der Brotvertheuerer etwa das gleiche bleiben, und andererseits muß eine Einschränkung zum Troy, wie durch hohe Getreidepreise, mögen sie nun durch der Viehhaltung, also hiermit eine Bermehrung der zur Er- Kornzölle oder mögen sie durch Kanig'sche Brotmonopole vernährung dienenden Getreide- bezw. Kartoffelmenge, in erster ursacht sein, die Lebenshaltung der Massen in ganz erschreckender Linie bei den Landproletariern und Kleinbauern eintreten. Sie Weise eingeengt wird und der Konsum derselben nur bei niedrigem wird also deren Lebenshaltung und infolge der aus der Vieh- Preise die wünschenswerthe Ausdehnung erreicht. einschränkung resultirenden Steigerung der Fleischpreise auch die Lebenshaltung der industriellen Arbeiter nach dieser Seite hin erheblich einschränken. Kurz es wird der Fehler in den einzelnen Jahren etwa dieselbe Größe haben, so daß man daran einen Anhalt für den Massenkonsum immerhin gewinnen kann. Die Thatsache, daß bei hohen Kornpreisen die billigere Kartoffel Massentonsum- Gegenstand wird, ist ja allbekannt, wird aber auch durch diese Zahlen vollkommen bestätigt. ignoriren. Auch die fanatischsten Gegner der Arbeiterschaft müssen eingestehen, daß das Urtheil der Essener Geschworenen keinen Widerhall im Volke gefunden. Deshalb schreibt die Rohlentante( R.- W.3".) auch nicht in ihrer sonstigen brutalen Art. Deshalb plädirt sie auch für eine Vereidigung nach dem 3eugniß. Der Widerspruch zwischen dem Urtheil der Justiz und der öffentlichen Meinung wird auch den verbohrtesten Anhängern dieser„ besten der Welten" flar. Das fühlen auch die ultramontanen Organe. Schröder war eine stehende Figur in ihren Spalten, auf den sie allen Bum Schluß möchten wir noch auf die Korrespondenz hin- Schmutz abluden. Nicht leicht ließ man sich eine Gelegenheit entweisen, die zwischen dem Kartoffelkonsum einerseits und der gehen, den ,, Kaiserdelegirten Schröder" als einen aller guten EigenWir lassen nunmehr die im statistischen Jahrbuch des Auswanderung andererseits besteht. Bekanntlich rekrutiren sich schaften baren Menschen hinzustellen. Zu Beginn des Prozesses fühlte Deutschen Reiches nicht mitgetheilten Zahlen für die einzelnen die deutschen Auswanderer hauptsächlich aus Ostelbien, jenen 10 letzten Jahre folgen mit Außerachtlaffung der für die mensch- dunkelsten Theilen Deutschlands, wo der junkerbeherrschte Land- man das innige Behagen der frommen Beitungen, daß nun endlich" liche Nahrung weniger in betracht kommenden Quoten für Hafer arbeiter fast kein Getreide für seine Nahrung erübrigt, sondern dieser Schröder" seine Rolle zu Ende geführt habe. Und nun, sein Leben mit Kartoffeln hinfristen muß. Fällt die Kartoffel- wo die Verhandlung gewesen, das Urtheil gefällt, ist alles still und Gerste. Skizzen Hinterlande. [ Nachdruck verboten. aus dem füdamerikanischen 24 " | " " # „ Gehen Sie, Don German," sagte die Schöne sich nach- Wie lange waren Sie denn in Paraguay, Don Ger lässig auf ein Fauteuil segend, und mit der Gerte ihr Reit- man," fragte der Papa. kleid leicht peitschend, während sie ein wenig mit ihren Ueber zehn Jahre, Don Juan. kleinen Lackstiefelchen tokettirte, Sie sind ein garstiger Und haben Sie sich nie in eine schöne Paraguayerin Mensch.. Sie machen mir gar nicht mehr ein bischen verliebt... in eine von den Wilden dort.." fragte wißden Hof. Auf dem Balle Seiner Exzellenz redeten sie von begierig die Kreolin. „ Selbstverständlich, Don German... und Sie selber Geschäften und hier sind Sie ganz ungenießbar... dafür wären die geeignetste Person für die ganze Sache..." werden Sie uns aber heute begleiten... ohne Widerrede Wenigstens für die Unterhandlungen und einen even-... ich bin eigens deshalb gekommen... und Ihr Pferd, tuellen Prozeß... ich kenne alle Schleichwege in paraguayi- das Sie reiten, ist ein entzückendes Thier..." schen Offizinen... den anderen Titel läßt man am besten German Winterfeld sagte bereitwilligst zu. durch einen Agenten besorgen, damit man glaubt, es handle Allerdings werden unsere jungen Elegants eifersüchtig sich um eine ganz gewöhnliche Kamp- Spekulation. Lassen werden, wenn Sie mich an Ihrer Seite sehen Sie mir ein wenig Zeit die Geschichte zu überlegen. Sie" Ich liebe diese jungen Gecken nicht mit ihren Albernwissen, ich entscheide mich schnell. In 24 Stunden sollen heiten Sie meinen endgiltigen Bescheid haben..." Ich weiß, daß Sie ein Geschäftsmann sind, wie er im Buche steht. Sie werden sich das Geschäft nicht entgehen lassen.. und zudem kann ich Ihnen sofort sagen, daß der Sohn der Lynch selber angekommen ist, um mit uns zu unterhandeln.. er hat die Zeichnung und Beschreibung der Fundstätte des Schatzes von der Hand des Lopez im Original bei sich und wird sie uns übergeben, so wie wir handeleins geworden sind.. Im selben Augenblick flopfte es furz an der Thür, und ohne daß noch jemand herein rief, öffnete sich dieselbe und herein trat eine junge schöne Kreolin im eleganten Reitanzug, eine zierliche Reitgerte in der Hand. " Sehen Sie die Kavaliere von heute," sagte sie lächelnd und mit ihrer Gerte drohend, man muß sie aufsuchen, wenn man sie sehen will guten Tag, Don German, guten Tag, Papa... unsre Pferde halten vor der Thür.." • ihr " Du Man gab Auftrag Don German's Pferd zu satteln. Ich habe eine Ueberraschung für Dich, Juanita," sagte Bater. Und das wäre... Aber eine große muß es sein weißt Papa, daß ich ein wenig blasirt bin Eine Reise, Juanita, diesen Winter... " Nach Paris da bin ich schon gewesen " Durchaus nicht... nach Paraguay... und German wird uns begleiten..." " Don ,, Ach das ist herrlich, Don German... Paraguay mit seinen Wilden... und mit seinen häßlichen Weibern Sind sehr häßlich dort, die Weiber, Don German häßlicher als ich... betrachten Sie mich einmal genau. . Ein wenig hie und da.. man vergißt sich ab und zu, wenn man ein schönes Gesicht sieht.. doch entschuldigen Sie einen Augenblick.. nur ein wenig Reittoilette ich stehe im Augenblick zu Ihrer Verfügung und will Ihnen dann jede gewünschte Auskunft geben. Bald darauf ritt Herr German Winterfeld an der Seite von Senorita Juana Ramirez, einer anerkannten Schönheit der Gesellschaft von Buenos Aires und mit ihrem Vater dem Senator und großen Estanziero Don Juan Ramirez die Calle Reconquista hinab und mußte der schönen Dame dabei die allerumfassendsten Auskünfte und Beschreibungen über die Frauenwelt Paraguays machen. Senorita Ramirez galt für eine der besten Partien unter den jungen Damen, und es war allgemein befannt, daß sie Herrn German Winterfeld, den alls mächtigen Börsenfürsten und geriebenen Geschäftsmann, obwohl er ein gut Theil älter war als sie selber, nicht mit ungnädigen Augen anzusehen beliebe. Sie zeichnete ihn vor der Schaar der sie umschwärmenden Anbeter in auffallender Weise aus, und Herr Winterfeld zeigte sich seinerseits ebensowenig abweisend, so daß man füglich au" nehmen konnte, daß über kurz oder lang das Verhältniß mit der obligaten Heirath enden würde. Und es war am Ende eine sehr passende Partie für beide Theile. Der Vater der Dame war ebenfalls ein reicher angesehener Mann mit großem Grundbesitz und erheblichem, beweglichen Kapital, das er mit vielem Glück durch Spekulation zu vermehren bemüht war. Und Herr German Winterfeld galt, abgesehen von seinem Reichthum, und obwohl er vierzig Jahre zählte, noch immer für einen schönen Mann.. German Winterfeld lächelte ein wenig, indem er der schönen Kreolin, die vor ihn hingetreten war, ins Gesicht sah: „ Es giebt auch in Paraguay schöne Frauen..." " Opfui doch ich sage ja, daß Sie ein groß artiger Mensch sind... ich glaubte dort Furore zu machen, Herr German Winterfeld hatte sich rasch erhoben, war der schönen Dame entgegen gegangen und küßte ihr galant wenn ich erscheine. die Hand. Welch eine angenehme Ueberraschung, mein Fräulein.." I sein." " Jedenfalls werden Sie die Königin der Schönen Schröder u. Gen. fruttifiziren. . über den ultramontanen Wässern. Hier im Kohlenreviery Sozialdemokraten und Reichsinvaliden- Fonds. I sammentreten, um die Frage zu prüfen, in welchen Punkten eine würde sich ein Sturm der Entrüstung unter Selbst die National- Zeitung" erklärt, daß die Verweigerung Vereinfachung der Kranken- und Invaliditäts Versicherung einden Anhängern des Zentrums erheben, wollte von Unterstützungen aus dem Reichsinvaliden- Fonds an treten könne. In vorderster Linie steht der Wunsch, verschiedene gerichte, außerdem aber das Rentenwesen bei der Invaliditätsman das Urtheil der Geschworenen gegen Sozialdemokraten der authentischen Auslegung der Gesetzes Doppeleinrichtungen zu beseitigen, wie die doppelten Schiedswiderspricht. Unsere sonst so redselige offiziöse Presse Versicherung zu vereinfachen. Ob es möglich sein dürfte, ebenso schweigt sich über den in unserem letzten Leitartikel ge- wie bei der Invaliden- bez. Altersversicherung und bei der Unfalltennzeichneten Fall vollkommen aus. versicherung auch bei der Krankenversicherung wesentliche Vereineinander gekommen, diesmal wegen des Befähigungsnachweises. Markenklebens durch Erhebung der Beiträge in der Form einer Konservative und Offiziöse sind wieder einmal über- fachungen herbeizuführen, wird in zuständigen Kreiſen bezweifelt. Die Besserungsvorschläge richten sich meist auf Beseitigung des Nur der„ Essener Allg. Beobachter", ein bürgerlich demokratisches Blatt, wagt das Urtheil rückhaltlos zu kritisiren. Sonst ist alles still. Wie ganz anders war es in dem Prozeß gegen das Kloster Mariaberg. Seitenlange Berichte brachten fämmtliche hiesige Blätter. Die einen schimpfend, die anderen lobend, je nach ihrer Parteistellung. " M In den Berl. Pol. Nachr." wird dazu folgendes ausDas amtliche Blatt der deutsch konservativen Partei, die Steuer. Konservative Korrespondenz", ist höchlichst erregt über die Artikelserie der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" gegen geführt: Wochenlang mußte man sich durch den Mariaberger die zünstlerische Presse, in welcher die Forderung Dies würde noch umständlicher sein. Wenn man sich in die Skandal" hindurch„ efeln". Und doch hätte den Urheber des des Befähigungsnachweise 3 abgewiesen wird. Entstehungszeiten des Invaliditäts- und AltersversicherungsProzesses, Mellage, im höchsten Falle eine geringe Gefäng- In dem kurzen Artikel der„ Konservativen Korrespondenz" gesetzes zurückversetzt, wird man sich erinnern, daß der Plan der nißstrafe getroffen, wäre die Sache für ihn übel ausgelaufen. werden u. a. folgende nette Worte gegen die„ Norddeutsche Wir geben gern zu, daß das Gebiet der Jrrenpflege ein Allgemeine Beitung" angewandt: sehr wichtiges ift. Ungleich wichtiger aber ist unserer Meinung nach die Frage: Soll die Rechtsprechung in Deutschland beeinflußt werden durch die politische oder religiöse Stellung des An1= getlagten? Lockspitelei, böses Blut machen, Mißtrauen gegen die Regierung hervorrufen, Gehässigkeiten". Deutsches Neich. Der Großherzog von Baden hat wieder einmal eine Rede gegen die Sozialdemokratie gehalten. Er sagte in derselben, sich gegen die Versammlung, in der Bebel auf dem Hohentwiel sprach, wendend: Regelung der Beitragserhebung durch Steuern, wobei die Gemeinden die Hauptrolle spielen sollten, nicht neu ist. Der Plan hätte in dem Falle viel für sich gehabt, wenn es möglich gewesen wäre, oder wenn es den Gesetzgebern gepaßt hätte, weniger, abgesehen, den Grundsay von Leistung und Gegenleistung im Gesetze man den Hätte einzelnen zum Ausdruck zu bringen. Arbeitgebern etwa die Verpflichtung auferlegt, für das Auftommen einer Steuer zu sorgen, welche nach der Anzahl der durchschnittlich von ihnen beschäftigten versicherungspflichtigen Personen und sonst keinen weiteren Merkmalen zu berechnen gewesen wäre, so hätte sich der Plan der Einziehung der Beiträge lung auf dem Hohentwiel hatten, die das Gegentheil von allem Vor wenigen Tagen erst war es, daß wir eine Versamm auf dem Steuerwege durch die Gemeinden verwirklichen lassen können. Jedoch der Grundsatz von Leistung und Gegenleistung von der Verwirklichung des Steuerplanes nicht mehr die Rede fördert. Diese Bestrebungen zu bekämpfen, das soll unsere ge- fein. Die Steuer hätte so eine sorgfältige Kontrolle sowie eine ineinsame Arbeit sein. Diejenigen, die glauben, mit Hilfe solcher Einschätzung nach den verschiedensten Kriterien, als da find LohnLeute sich selbst oder ihren Bestrebungen helfen zu können, höhe, Art und Umfang der Arbeit, Arbeiterzahl u. m. a., diese graben sich selber das Grab. Dafür müssen wir uns fräftig nothwendig gemacht, sie wäre also mit Arbeiten verknüpft gewesen, halten, das zu schützen, was geschaffen worden ist." Die natürliche Grundbedingung der Justiz ist völlige Unparteilichkeit. Kein bürgerliches Blatt hält es für nöthig, seine Stimme für die blinde Gerechtigkeit zu erheben. Warum denn auch. Sind es doch nur" Sozialdemokraten, die in Essen erstrebte, was die Erhaltung einer festen Staatsordnung be. wurde aufs eingehendste im Gesetz festgelegt und danach konnte zu Zuchthausstrafen verurtheilt sind. Ein Gerücht, das mit großer Bestimmtheit hier in Effen auftritt, ist geeignet, Aufsehen zu erregen. Der Erste Staatsanwalt Peterson soll einige Stunden vor der Urtheils fällung zu dem Gefangenenaufseher gesagt haben: Legen Sie die Kleider Schröder und den anderen zurecht, damit die Leute nach der Verhandlung sofort nach Hause Der Staatsstreich der einzige Ausweg. Auläßlich unserer Bemerkungen über die Enthüllungen des Volks", wonach die Umsturzvorlage die Vorbereitung einer Staate streichpolitik sein soll, schreibt das Drgan des Oberpräsidenten v. Bennigsen, der nationalliberale„ Hannoversche " " " " Die wertthätige Bevölkerung Badens stellt sich von Jahr gegen welche die jetzige des Markeneinklebens ein Kinderspiel ge= au Stand- worden, und erinnern wir uns, daß bei Ausführung des landvon zu Jahr in schärferem Gegensatz zu diesem geäußerten Stand- nannt werden kann. Es ist dies alles seinerzeit durchberathen Leute" als von allen anderen Zusicherungen. punkt. Sie hofft eben mehr von der Unterstützung solcher wirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gesetzes ein ähnlicher Vors fchlag scharf bekämpft wurde. Wenn also der Plan irgendwelche Der Katholikentag in München, München, der Aussicht auf Verwirklichung haben sollte, so müßte das ganze fahren können! Ist das wahr, und die Quelle, aus der heute zusammentritt, wird vornehmlich der Bekämpfung der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Geſetz auf eine andere wir schöpfen, kann dies wissen, so hätte der öffentliche Sozialdemokratie gewidmet sein. Unter den Vorträgen, die an- Basis gestellt werden, und dazu ist, wie man überall zugeben Ankläger ja selbst die Schuld der Angeklagten bezweifelt. gekündigt sind, nehmen die den Sozialismus bekämpfenden eine wird, wenig Aussicht vorhanden. Es bleibt also immer nur zur Aber wie kommt er dann zu einer solchen Begründung" Hauptstelle ein. Dr. Schädler wird über die Arbeit im Lichte Beseitigung der Schwierigkeiten, welche das Markeneinkleben des Christenthums", Rechtsanwalt Dr. Bachem über die Welt- verursacht, die im Geseze schon vorgesehene Möglichkeit übrig, der Anklage? Sprach er doch, als wenn nicht der ge- anschauung des Gesammtsozialismus“, Dr. Orterer über den daß die Versicherungsanstalten mehr als bisher den Krankenkassen ringste 3 weifel an die Schuld der Angeklagten Umsturz in Wissenschaft und Schule", Schloffer Schirmer oder Gemeindebehörden bezw. eigenen Hebestellen die Einziehung bestände. Wer löst uns das Räthsel? Daß der Staatsanwalt über die„ Katholischen Arbeitervereine" sprechen. Aber der Beiträge übertragen. Dann werden die Arbeitgeber von der das obige zu dem Aufseher gesagt, ist wohl anzunehmen. auch die anderen Vortragenden dürften den Sozialismus streifen. Belästigung befreit fein. Das Mehr, welches dadurch die BerDie allgemeine Stimmung war doch für die Angeklagten. Aber es werden weiter sprechen Rechtsanwalt Porsch über die Wirksam waltungskosten erfahren, wird aber durch die Beschränkung der teit katholischer Orden, Pfarrer Hubn- München über" Christen- Möglichkeit von Beitragshinterziehungen, wie sie immer noch hernach die Begründung der Schuld"! Wer hilft uns aus thum und Atheismus", der Lehrer Woerle- Pfersee über unsere vorkommen, ausgeglichen werden. diesem ungeheuren Widerspruch heraus? Forderung für die Volksschule", der württembergische LandSigmarsch. Aus Kiel schreibt unser Korrespondent: gerichtsrath Gröber über das„ Christenthum, die Grundlage des Das in Kiel in Garnison stehende 85er Bataillon, Kommandeur staatlichen Lebens", der Reichsrath Professor von Hertling über Major Scholz, unternahm am Donnerstag einen Uebungsmarsch das Papsithum und die römische Frage", Professor Grauert Major Scholz, unternahm am Donnerstag einen Uebungsmarsch über" Katholizismus und Wissenschaft", Missionar Schäppmann nach Bordesholm, dessen Gesammtlänge 45 Kilometer betrug. über die„ Unionsbestrebung Seos XII", Dr. Lieber über die Morgens früh 5 Uhr, als das Bataillon abmarschirte, war dichter Nebel, der sich bald aufklären sollte und dem nachfolgenden Sonnenschein zu seinem Rechte zu verhelfen. Schon in bayerischen Verdienste um die katholische Kirche." Ueber das hochaktuelle Thema:" Das Zentrum wird Bordesholm war die Mannschaft erschöpft, trotzdem wurde der " Wir glauben nicht, daß die Sozialdemokraten und Frei agrarisch sein oder nicht" ist fein Vortrag angefündigt. as 22 Kilometer lange Rüdmarsch mittags 12 Uhr, also in der sinnigen mit ihrem neuesten Versuche der Legendenbildung viel die Herren über den Sozialismus fagen werden, ist füglich glühendsten Sonnenhite angetreten. Nicht lange bauerte es, so füllten Glück haben werden. Gher dürften sie erreichen, daß man gleichgiltig, es wird kaum etwas anderes als die Wiederholung sich die Chauffeegräben mit Mannschaften, so daß das Gros bei angesichts der jüngsten sozialdemokratischen Leistungen, in immer altbekannter, den ständigen Besuchern der Katholikentage sicher seinem Eintreffen in Kiel stark gelichtet war. Ueber 60 Mann weiteren Kreisen Betrachtungen darüber anzustellen beginnt, ob lich nicht neuer Plattheiten und Gemeinpläße sein. Wie wenig die Zentrumspartei das Vordringen der Sozial- sind umgefallen, die zum theil per Bahn oder einzeln zu Fuß nicht in absehbarer Zeit Verhältnisse eintreten demokratie zu hemmen vermag, beweist gerade der Ort, an dem noch spät am Abend anlangten. Es scheint, als wenn nur 1 Mann ernstlichen Schaden gelitten hat, denn derselbe verfiel könnten, in denen der Staatsstreich" bereinzige der Katholikentag abgehalten wird. In München 1. find unter in einen so festen Schlaf, daß ihn selbst alle Zärtlichkeiten seines Ausweg bliebe. Wir meinen, unsere Sozialdemokraten sollten sich hüten, den Teufel so oft an die Wand zu malen. Die öffent- ie 1000 Einwohnern 797, in München II. sogar 886 Ratholiken Unteroffiziers nicht erweckten. Was aber solche Märsche an dem sich hüten, den Teufel so oft an die Wand zu malen. Die öffent- und beide Orte sind nun schon seit mehreren Legislaturperioden heißesten Tage in diesem Jahre mit gepacktem Tornister in der liche Meinung tönnte sich am Ende doch gar zu sehr an den Gedanken gewöhnen! Und dann wären es gerade die sozialdemokratisch vertreten und unentreißbarer Besiz unserer Mittagsstunde für einen Zwed haben, verstehen wohl wenig Sozialdemokraten, die den Staatsstreich heraufbeschworen hätten. Partei. Sterbliche. Heute früh waren noch an 40 Mann revierfrank. Den Mittelparteien aber liegen Staatsstreichgedanken durchaus Der offizielle Bericht über die HandSedanfeier und Pädagogit. Aus Meiningen fern, und was uns betrifft, so verurtheilen wir solche grundwerker Enquete, der Ende dieser Woche erscheinen sollte, wird der Bolts- 3tg." gemeldet, daß auch in diesem Jahre die fäßlich." ist bis zum Sonnabend Abend nicht publizirt worden. höheren Lehranstalten, das Gymnasium und Realgymnasium, es Wenn der Hannoversche Courier", der nur mit der - Der Reichsanzeiger" veröffentlicht heute die abgelehnt haben, sich an der öffentlichen Feier des Sebantages Feder grundsäglich Staatsstreichgedanken verurtheilt, aber, preußischen Gesetze betreffend die Erbschaftssteuer vom 31. Juli zu betheiligen, und zwar aus pädagogischen Gründen. wie wir überzeugt sind, einen Staatsstreich, der blos die 1895 und betreffend die Abänderung und Ergänzung einiger Be - Die sächsische Einkommenstatistit. Sozialdemokratie mundtodt macht, alles andere aber sonst stimmungen des Kommunalabgaben- Gesezes vom 14. Juli 1893 bürgerlicher Seite wird unser Artikel über die sächsischen Einbeim alten läßt, sehnsüchtig herbeiwünscht, ehrlich wäre, und vom 30. Juli 1895. tommensverhältnisse in Nr. 195 angegriffen. Die Methode dieser würde er seine Mahnung, die öffentliche Meinung nicht an - Revision der Arbeiterversicherungs- Ge- Angriffe ist immer die gleiche, ob sie von der Berliner Zeitung" Staatsstreichgedanken zu gewöhnen, an die Adresse der setze. Es soll demnächst, wie wir schon nach einer Berliner oder vom Kleinen Journal" ausgehen. Um den Kernpunkt der Hamburger Nachrichten", der" Post" und ähnlicher ihm sehr Meldung der Münchener Neuesten Nachr." berichtet hatten, Sache drücken sich die Gegner der Sozialdemokratie, die partout nahestehender Blätter richten. eine vom Reichskanzler zu berufende Immediat- Kommission zu eine Hebung des Mittelstandes beweisen müssen, mehr oder Courir": 11 = mit anderen " Literarisches. " Von Laffalle, Ferdinand. Offenes Antwortschreiben an das Zentralkomitee zur Berufung des Allgemeinen deutschen Arbeiterkongresses zu Leipzig. Berlin 1895. Verlag der Expedition des Vorwärts". 63 S. 80. Preis 20 Bi. Es ist erfreulich, daß sich doch noch immer Neuauflagen German Winterfeld war seinerzeit, als er mit seinen wärtig in Wiesbaden weilenden Autor mitgetheilt, daß sie die Unternehmungen in Paraguay zusammengebrochen war, Erlaubniß zu dieser Aufführung verfagen" nach Argentinien gekommen, um sein Brot auf irgend eine Worten, das Stück verbieten werde. Gegen diesen Bescheid der Weise zu verdienen. Es war das gerade die Zeit der Polizeidirektion hat Böttcher bei der Kgl. Regierung zu WiesSpekulationswuth in den südamerikanischen Staaten und baden Beschwerde geführt. Darauf ist ihm folgendes Schriftdas Glück hatte es gewollt, daß er nicht nur in fürzester 3. b. M. erwidere ich Ew. Wohlgeboren ergebenst, daß Ihre stück zugegangen: Königl. Regierung. Auf die Eingabe vom Frist hochkam, sondern daß er eine große Person wurde. Angabe, die hiesige Polizeidirektion habe zur Aufführung Ihres der ausgezeichneten Lassalle'schen Agitationsschriften nothwendig In diesen Jahren war das gerade nichts Seltenes. Und Stückes Ausgewiesen!" am hiesigen Residenztheater die Genehmi- machen. Freilich genug werden sie jetzt nicht mehr gelesen. German Winterfeld hatte außerdem, daß ihm das Glück gung versagt, nicht zutreffend ist. Die genannte Behörde hat Früher galt mit Recht niemand als ein ausgebildeter Parteiaußergewöhnlich treu blieb, auch einen geradezu wag zwar der Direktion des Residenztheaters eine polizeiliche Ver- genoffe, der die Lassalle'schen Schriften nicht gründlich kannte. halsigen Unternehmungsgeist gezeigt, der vor nichts fügung in Aussicht geftellt, fofern Sie Ihr Stück„ Aus- Unsere jüngere Generation hat zum Schaden für ihre Bildung zurückschreckte. In die gefährlichen Sachen hatte er sich ohne gewiesen!" zur Aufführung bringen lassen würde, eine Ver- und für die Kenntniß der Parteigeschichte blos eine mangelhafte jebe Ueberlegung eingelassen, vor denen jeder andere zurück fügung ist indessen noch nicht, insbesondere noch nicht und nicht aus Lassalle's Werfen selbst geschöpfte Vorstellung von den an Ew. Wohlgeboren ergangen. Ich habe daher keine Anfängen unserer Bewegung in den 60 er Jahren. Sie hat sich geschreckt war, und nirgendwo hatte er bis jetzt den kleinsten Veranlassung, auf Ihre Eingabe vom 3. d. Mits. etwas Weiteres den hohen Genuß entgehen lassen, den jedermann aus den Werken Berluft gehabt. Das Glück schien fich dauernd an seine Berlust gehabt. Das Glück schien sich dauernd an seine zu verfügen. Der Regierungspräsident. J. V. Frhr. v. Reiswiz. Lassalle's schöpfen kann, sie hat es unterlassen, sich an den Fersen zu heften, ja es schien ihn zu verfolgen, ohne daß underbar, höchst wunderbar! Also: das Stück wird seitens der Reden dieses größten Agitators zu bilden. er es suchte. Das Glück suchte ihn. Eine Unternehmung, Polizeidirektion in der Sache, verboten", wenn auch noch nicht formell, an der er sich betheiligte, galt von vornherein für unum weil die Theaterdirektion wegen dieser in Aussicht gestellten Polizeistößlich sicher. Niemand hatte jemals gehört, daß ihm verfügung" die Aufführung flugerweise gar nicht ansette. Wozu auch irgend etwas mißglückt wäre. Allerdings war er in der ein Stück einstudiren, Geld und Zeit verschwenden, wenn die Wahl der Mittel, die er benutzte, nicht mehr der skrupulöse Polizei bereits das Verbot der Aufführung in Aussicht gestellt und reine Mann geblieben, der er früher gewesen war. verfügung" aber, die für Theaterdirektion und Autor klipp Sein früherer Bankrott hatte ihn vollkommen umgestimmt und flar ein Verbot ist, scheint der föniglichen Regierung gar und seinen Charakter geändert. Er huldigte jetzt dem nicht der Beachtung werth zu sein, und so hatte sie ihrerseits Grundsatz, daß bei Geldgeschäften jedes Mittel recht sei, teine Veranlassung, etwas Weiteres zu verfügen." wenn es zum Ziele führe. Das bethätigte er auch bei den Böttcher's Ausgewiesen" aber bleibt im gegenwärtigen Stadium wenigen Prozessen, die er ab und zu übernahm, wenn es verboten. fich um irgend einen großen Gegenstand drehte. Er trat meist nur als Vertheidiger auf, wenn irgend ein Finanzprojekt in Frage kam, und dann galt der Advokat Winter feld für eben so schlau und gerieben wie der Geldmann. ( Fortsetzung folgt.) hat. Karl Gerade die nun in neuer Auflage erschienene Schrift ist be fonders warm zu empfehlen, bedeutet sie doch den Wiedereintritt Lassalle's in die proletarische Bewegung und ist sie auch von programmatischer Bedeutung. Raizl, Reichstags- Abgeordneter, Prof. Dr. T. Passive Eisenbahnen. Ein Kapitel zur Finanz- und Sozialpolitit Defter reichs.( Separatabdruck aus der Wiener Wochenschrift„ Die Beit", Juni 1895). 24 S., 8°. Wien 1895. Verlag" Die Zeit". Preis 50 Pf. Eine scharfsinnige Kritik der ausschließlich die Interessen des Großkapitals berücksichtigenden Eisenbahutarif Politit Defterreichs. Eine Reihe allgemeiner Erörterungen macht die Schrift auch für diejenigen lesenswerth, die zwar für die Fragen der Tarifpolitik der Eisenbahnen im allgemeinen, nicht aber für die speziellen Desterreichs Interesse haben. Echicpp, J., Beiträge aur schweizerischen Münzgeschichte 1850-1894( Beilage zum Programm der thurgauischen Kantonsschule). 155 S. 40. Frauenfeld 1895. Huber u. Cie. ―n. Bon Muscheln getödtete Wasservögel. Ein Seemann fand unlängst in der Bai von Chesapeate eine todte, an der Oberfläche des Waffers schwimmende Ente, deren Schnabel durch eine Muschel geschlossen wurde, die von der Ente offenbar mit flaffender Schale angetroffen und als guter Bissen betrachtet worden war, aber die Muschel schloß ihre Schale und hielt die Ente feft, bis diese gestorben war. Diese Todesart soll bei Kunst und Wissenschaft. Wasservögeln nicht selten vorkommen und man erzählt von einer Im Schiller- Theater wird heute, Sonntag, Minna von Dertlichkeit in Virginien, wo es wegen der Menge der Teich: Barnhelm" gegeben, morgen, Montag, werden Ehrenschulden", muscheln unmöglich sein soll, Enten zu halten, weil sich die " Schweigen"" Ohne Liebe", Dienstag Minna von Barnhelm" Muscheln stets an den Füßen anklammern. Es scheint auch, wiederholt. Mittwoch findet die erste Aufführung von Göß von daß unsere Entenmuschel daher ihren Namen hat. Nicht selten Berlichingen" statt, Donnerstag und Sonnabend Wiederholungen find auch wilde Wasservögel geschossen worden, die eine Muschel an ihrem Schwimmfuß trugen, und Darwin erklärt " Der wahre Jakob" Nr. 237 ist wieder eine wahre Feftdieser Borstellungen. Freitag ist Minna von Barnhelm". sich aus diesem Fortgetragen werden durch Wasservögel die gabe. In Wort und Bild wird der dem Proletariate so naheNeue Methode der Polizeizenfur. Im Wiesbadener weite Verbreitung, welche den meisten Süßwassermuscheln zu- febende große Dichter Heinrich Heine gefeiert. Auch der sonstige Residenztheater sollte das Stück„ Ausgewiesen" von Karl Böttcher fommt. Inhalt rechtfertigt den Wunsch, daß diese Nummer in unseren zur Aufführung gelangen. Die Polizeidirektion hat jedoch, wie Kreisen weiteste Verbreitung finde. -berichtet, Herrn Fiala, dem Theaterdirektor, sowie dem gegen" Eine sehr fleißige, wenn auch nicht originelle Arbeit, die denjenigen zu empfehlen ist, die fich für die Geschichte der schweizerischen Münzpolitit im legten Vierteljahrhundert, die Stellung der Schweiz im lateinischen Münzbunde und für die günstige Stellung des fleinen Landes im Falle des Ueberganges jur Goldwährung interessiren. -D. " Türkei. Vorf.: Herr Vertheidiger, Sie gehen zu weit! - Makedonisches. Aus Sofia wird dem Bureau faffung des Staatsanwalts von den Befugnissen der Polizei Bertheidiger: Ich wollte nur sagen, daß bei der AufWieder eine MünterBeleidigung. Wir haben gestern ausführlich über den interessanten Prozeß berichtet, der gegen die Herner Zeitung" wegen Münter beleidigung eingeleitet wurde und mit Freisprechung endigte. Wir tragen noch die Plaidoyers des Staatsanwalts und des Vertheidigers nach. Nach der Beweisaufnahme erhielt das Wort der Erste Staatsanwalt Ruckser: Ich will aber noch weiter sein Vorgehen beleuchten. Er fagt, er wollte den Kartoffeldiebstahl ausforschen. Macht man das so, daß man die verdächtigen Leute auffordert, sich wegs zuscheeren? Er behauptet, er habe die Bahnstrecke von dem Meßgerwagen freimachen wollen. Macht man das so, daß man die Besitzer der Wagen davonjagt? weniger geschickt herum. Wenn wir ausdrücklich schrieben, 1 daß alis Der Einkommensstatistik auf eine Kapitalaffumalation nicht geschlossen werden könne, wenn wir Herold" gemeldet: sagen, daß die Voraussetzung der bürgerlichen Gegner, aus Von zuverlässiger Seite wird mitgetheilt, daß das makedonische jedermann verloren ist, der mit derselben in Konflikt gerathen der fächsischen Einkommensstatistik die Grundlage der Mary Revolutionsfomitee nicht aufhört, aus den„ gefürchtetsten Ban- ft. Dieser lange Mensch, der Münter, schlägt mit dem blanken schen Kritik des Kapitalismus zu vernichten, falsch fei, und daß biten Bulgariens"(!!!) Banden zu bilden, welche die Aufgabe Säbel von hinten auf einen so kleinen Menschen ein, wie es der dieser Fehler in der Verwechselung von Kapital und Einkommen haben, die Bewohner der benachbarten türkischen Bilajets in Megger Bernicke ist, ohne den geringsten Grund zu haben. Und beruht, wenn dann sogar hervorgehoben, daß es möglich unter Aufregung und Schrecken zu verseßen. Der muselmännische Theil sur Rede gestellt, sagt er das charakteristische Wort: Da ich nun bestimmten Voraussetzungen fogar sicher sei, daß trot ungweifel- der bulgarischen Armee von Rasgrad ist nach Schumla und einmal gezogen hatte, wollte ich auch zuschlagen. Das ist so behafter Kapital Akkumulation das Durchschnittseinkommen der höchsten Einkommen klasse sinten muß, Varna dislozirt worden. Die muselmännische Bevölkerung, so- zeichnend für den Gendarm Münter, daß ich hoffe, diese Verfo zählt weit sie sich nicht etwa auf türkisches Gebiet geflüchtet hat, ist handlung wird zu einer Disziplinar- Untersuchung gegen den das natürlich nichts. Eine solche Stellungnahme ist unseren ben Insulten und Drohungen mehr denn je ausgesetzt. Es ist Menschen führen. Wenn hier ein Angeklagter wegen KörperGegnern unbequem und deshalb kneten sie sich, wie die denselben nur noch möglich, bei Nacht in der Moschee ihre Ge- verlegung vor Gericht stände, und er könnte nicht beffer als Berliner Zeitung", aus unserem Neferat über die interessanten bete zu verrichten.Münter nachweisen, daß er in Nothwehr gehandelt, so könnte er Ergebnisse einen Pappe- maché- Drachen zurecht, den sie dann als sich auf ein Jahr gefaßt machen. Sozialdemokratie" leicht und sicher tödten. Nach dem Grade des Anstandes verfahren dabei natürlich die Gegner sehr verschieden; nur dem Kleinen Journal", dem berufensten Richter in solchen Dingen, war es vorbehalten geblieben, von bewußter Fälschung amtlicher Zahlen zu sprechen, durch die allein die Beweisführung zu unseren gunsten durchgeführt werden könne, woran er dann in seiner berüchtigten Manier seine Nachttübel Der Staatsanwalt flammert sich nun an einen nebensächlichen über die Sozialdemokratie, über Liebknecht, Mary und selbst den Punkt in dem Artikel fest und giebt denselben obendrein noch unglücklichen Schröder ausgoß. Es tennzeichnet ganz die Kampfes ganz falsch wieder. Es steht kein Wort darin, daß das Fräulein weise journalistischer Buschtlepper, aus einem Nebenpunkt eine Bernicke geschlagen worden sei oder der Stuckateur. Es steht nur Haupt- und Staatsaktion zu machen. Während wir die Eindarin, daß das Fräulein mit Schlagen bedroht worden sei und das fommensstatistik für ungeeignet erklären, aus ihr Schluß- Die Beweisaufnahme habe zur genüge ergeben, daß die wird durch das durchaus glaubwürdige Beugniß des Bruders erwiesen. folgerungen über die Kapitalsaffumulation zu ziehen, fälscht Dinge sich nicht so zugetragen, wie der Angeklagte sie nicht erwiesen ist nun allerdings, daß der Stuckateur infolge der ganz bewußt das Kleine Journal" unsere Ansicht in das Gegen- geschildert hätte. sei nicht wahr, daß Münter direkten Drohung des Münter davongelaufen sei, aber jedenfalls theil um. Es fiel uns nicht ein, aus der Einkommensstatistik eine ohne Veranlassung gegen die Meßger eingeschritten sei. Es ist er davon gelaufen, weil er durch eine Drohung des Münter Berreibung des Mittelstandes beweisen zu wollen, nachdem steht fest, daß dieselben doch Lärm und groben Unfug verübt erschreckt worden ist, wenn sie auch nicht seiner Person gewir die Grundlage dazu für ungeeignet erklärt hatten. Um das hätten. Bredenböfer habe laut von einem schlechten Streich ge- golten hat. Vorhandensein der trasfesten Klaffengegenfäße an der Hand der sprochen und habe Bezahlung seines Sades Kartoffeln verlangt. Auf die Widersprüche zwischen den Aussagen Münter's und sächsischen Einkommensstatistik darzulegen, der einzige Zweck Man könne sich die Situation ja vorstellen, wenn man bedenke, denen der anderen Zeugen lasse ich mich nicht ein. Wenn das unseres Resumees der amtlichen Zahlen, brauchen wir zu keiner daß die fraglichen Personen in mehreren Wirthschaften gewesen Gericht dieselben als erheblich betrachtet, so halte ich meine Fälschung unsere Zuflucht zu nehmen. Ein an ständiger und, wie es bei solchen Personen Sitte sei, viel getrunken hätten. Beweisanträge aufrecht, welche die Unglaubwürdigkeit des Gegner schließt nicht aus einem Schreibfehler, der aus einer Münter sei verpflichtet gewesen, einzuschreiten und Ruhe zu Beugen Münter ergeben sollen. Der Herr Staatsanwalt sagt Tabelle in das Resumee übergegangen ist, auf eine bewußte schaffen. Es sei weiter erwiesen, daß die Megger allerdings, für ihn set der Zeuge Münter ein klassischer Zeuge Fälschung, er habe dann selbst hinter dem Busche gesteckt, und wagen auf dem Geleise der elektrischen Bahn gestanden hätten; und er glaubt ihm jedes Wort. Ich für meine Person halte ihn besonders dann spricht er nicht von Fälschung, wenn die Münter mußte dieser Gefahr abhelfen. Münter's Aussage, daß für absolut unglaubwürdig. Wer in so eklatanter Weise sich an gefälschten Bahlen" für die Echlußfolgerung ohne jeden Vorübergehende ihn schon vorher benachrichtigt hätten, es handele alle Vorkommnisse, welche ihm unbequem sind, sich nicht erinnern Belang sind. sich um gestohlene Kartoffeln, sei richtig. Er habe die be- tann, ist unglaubwürdig. Wer aber bewußt die grundlegenden Ausführungen eines treffende Person ausfindig gemacht, dieselbe Ich komme nun zu der Behauptung von den körper anderen fälscht, wie es das Kleine Journal" thut, den hält allerdings nicht als Beugen vorgeschlagen. lichen Bisitationen. Es ist ganz gleichgiltig, ob die Visitationen In dem Artikel steht das natürlich nicht ab, feinen gedankenlosen Lesern ein bischen Wenn der Gendarm Münter etwas fage, fo sei feitens des Münter berechtigt waren. Tugendkomödie vorzuspielen. Seine Leser wollen es ja nicht, für ihn( den Staatsanwalt) von vornherein unzweifel- nur, daß Münter habe, die Visitation vorgenommen wie belanglos der Irrthum ift. Das Einkommen in der Klasse baft, daß es wahr sei. Münter habe die Leute nun zu- ohne daß die Betroffenen Anlaß dazu gegeben hätten. Und 2200-4800 Mart betrug 1879: 18,52 pCt.; 1894: 13,80 pet. nächst gefragt: Was machen Sie hier? Vielleicht habe er auch das ist bewiesen. Ich wollte einmal sehen, wenn dem Herrn des gesammten Volfseinkommens( nicht 11,30 wie wir schrieben). das Wort Ihr" gebraucht. Dasselbe sei nicht beleidigend, Staatsanwalt, im Falle, daß er in Herne unbekannt wäre, ein Aber nicht die Zahl 18,80 oder 11,30 allein sind entscheidend, denn es sei in Westfalen gegen Leute solchen Standes gebräuch solches Visitirtwerden paffirte, was er dazu wohl sagen würde. sondern sie werden es erst dann, wenn man sie gleichzeitig mit lich. Bis jetzt sei Münter's Vorgehen durchaus korrekt gewesen. In dem Falle Haverkamp ist erwiesen, daß Münter sich gemeiner ber Thatsache zusammen hält, daß die Zahl der 8enfiten von Objektiv nicht zu billigen, und ein Verstoß gegen Schimpfworte bedient hat. Der Herr Staatsanwalt ist ja aller3,57 auf 4,63 pCt. zunahm, während deren Gesammteinkommen sich die Gendarmerie Vorschriften sei, daß er dings der Ansicht, daß dieselben deswegen, weil fie gegen Leute prozentual verminderte, ob um viel oder um wenig, ist absolut nun den Säbel gezogen und den Bernicke geniederen Standes gebraucht wären, keine Bedeutung hätten. habe. Es tomme aber aber darauf gleichgiltig; selbst wenn es gleich geblieben wäre, fönnten wir schlagen an, Diese Leute haben aber ebenso gut ihre Ehre, wie diejenigen der dabei er sich von unserer Schlußfolgerung, daß nur Leute vom Schlage des was gedacht habe und da stehe fest, höheren Stände und es ist kein Unterschied, ob sie gegen jene Julius Wolf daraus keine Decadence, feine Proletarisirung des daß er geglaubt habe, werde angegriffen. Diese Leute, oder gegen Richter und Staatsanwälte gebraucht sind. Mittelstandes folgern könne", tein Jota zurücknehmen. Für wie subjektive Vermuthung schaffe zwar die objektive Rechtswidrigkeit Wors.( den Redner unterbrechend): Sie reden fortwährend von dumm muß das Kleine Journal" seine Leser halten, daß es nicht aus der Welt, aber sei doch ein Milderungsgrund für das Richtern und Staatsanwälten. Das gehört doch wohl nicht hierher. ihnen weiß zu machen wagen darf, es sei aus dem auch Verhalten Münter's. Berth.( fortfahrend): Ich muß auf den Gegenfas hinvon ihm nicht beftrittenen Sinten des prozentualen weisen, weil der Herr Staatsanwalt ihn aufgestellt hat. Ich Einkommensantheiles in Verbindung mit der Steigerung glaube ja nicht, daß außer dem Herrn Staatsanwalt jemand der Zahl der Benfiten teine Verschlechterung der Lebenslage glauben tönnte, daß ein solcher Gegensatz existirt. zu folgern? Selbst wenn der prozentuale Antheil des Eintommens dieser Klasse gestiegen wäre, aber nicht so start, als die Zahl der Zenfiten anwuchs, so bliebe unsere Schlußfolgerung bestehen, denn dann ergäbe sich noch immer eine Verschlechterung der Lebenshaltung des Mittelstandes absolut und vor allem relativ gegenüber der Verbesserung der Verhältnisse der Reichen. Wer einen so gedankenträgen Leserkreis vor sich hat, wie das Kleine Journal", der fann freilich leicht mit gut gespielter fittlicher Ferner heiße es in dem Artikel: Münter habe ohne VerMünter hat auch kein Recht, Leute, selbst wenn sie im Zuchts Entrüftung die Fälschung des Vorwärts" an das Kreuz nageln. anlaffung Personen revidirt. Das Reichsgericht habe aber ausDie wahre Bedeutung der Daten der Einkommensstatistit will gesprochen, daß es das Recht der Polizeibeamten sei, Personen, haus gefeffen haben, oder Prostituirte sind, auf der Straße mit und darf ja das Kleine Journal" seinen Lesern nicht flar welche in dem Verdachte ständen, eine strafbare Handlung be- dem Namen Schweinebande zu belegen. machen, es müßte ja dann auch von den Steuerhinterziehungen gangen zu haben oder begehen zu wollen, zu revidiren. Ich komme nun auf die Thatsache daß Münter in dem in den oberen Klassen sprechen aber im Hause des Gehenkten Selbst wenn die Polizei sich hierbei irrt, ersten Hotel Herne's einen anständigen Mann visitiren will und spricht man nicht gern vom Strick. So wird das„ Kl. Journal" ist nichts dagegen zu machen und wer sich dadaß er einen Lehrer beschimpft. Münter erinnert sich des VorDenn auch jetzt noch weiter den wahren Sachverhalt gefliffentlich gegen auflehnt, macht sich strafbar. Es sei eine falles allerdings nicht, wie er sich alles deffen auch nicht erinnert, was verschweigen, es wird weiter von Fälschern sprechen, es wird fegensreiche Einrichtung, daß die Herner Polizeiverwaltung die ihm unbequem ist. Ich komme dann auf den Fall mit den jungen wider besseres Wissen Schröder einen Meineidigen nennen und Polizeibeamten zum Revidiren anhalte. Wer die Verhältniffe in wird weiter die Sozialdemokratie begeifern. Wer hätte von dieser der Herner Gegend kenne, wisse, daß Münter in all den Fällen Gesellschaft auch je anderes erwartet! wohl zu der Ueberzeugung tommen fonnte:" Das ist auch wieder so einer, der da nachts herumläuft, um seinen Mitmenschen gefährlich zu werden." Es sei nicht erwiesen, ja ganz unwahr scheinlich, daß Münter ohne Veranlassung revidirt habe. England. Meuterei in der Armee. Eine fleine Anzahl der Mannschaften des Lankashire Regiments, welches zu einer Waffenübung in Hampshire einberufen war, widersetzte sich der Schließung der Kantinen während gewisser Stunden und weigerte sich den anstrengenden Dienst zu thun. Die Rädelsführer wurden zu kurzen Arreststrafen verurtheilt und unter Bedeckung nach Aldershot abgeführt. - Ausländische Gefängnißarbeit. Bei der Berathung des Ausgaben- Etats im Unterhause wies Chamberlain den Vorwurf zurück, daß die Regierung nichts gethan habe, um die Einfuhr von in Gefängnissen verfertigten Waaren zu verhindern, und erklärte, die Höflichkeit erfordere es, bei den fremden Regierungen anzufragen, ob sie gewillt seien die Ausfuhr der artiger Waaren nach England zu verhindern. Falls diese Vorstellungen wirkungslos bleiben sollten, werde die Regierung Schritte thun, um die Einfuhr zu verhindern. Spanien. 3ur republikanischen Bewegung. Auf grund von Nachrichten aus Madrid vom 20. d. m. verlauten in Bayonne Gerüchte, daß nächstens Unruhen ausbrechen würden. In Valencia seien militärische Maßnahmen getroffen. Die tubanischen Freibeuter würden Emisjäre nach Spanien schicken, um eine Bewegung hervorzurufen, damit die Absendung von Verstärkungen nach Kuba verhindert werde. Die Regierung habe volles Vertrauen zur Armee(!) und treffe überall Maß regeln, um allen Eventualitäten gegenüberzutreten. Bulgarien. # er Ferner sei falsch in dem Artikel, daß Münter noch eine andere Person geschlagen habe. Der Stuckateur, von dem der Artikel sprach, habe zeugeneiblich erklärt, daß Münter ihn nicht angegriffen habe. Auch die Schwester des Bernicke habe er nicht mit dem Säbel bedroht. Das Mädchen selbst wisse nichts davon. Bernicke behaupte allerdings, diese Drohung gegen seine Schwester gehört zu haben. Aber ein Mann, der den ganzen Tag in der Kneipe gewesen sei und nachher einen über den Rücken bekommen habe, fei zu aufgeregt gewesen, um richtige Wahrnehmungen zu machen. Ferner set behauptet, daß Münter bei solchen Gelegenheiten von Bande u. f. w. gesprochen habe. Es habe sich aber nur um Leute aus den niedrigsten Ständen gehandelt und da sei es entschuldbar. Im zweiten Falle zieht Münter den Degen gegen einen Mann, der über die Visitation erbost war und ihn mit einem Schimpfnamen. belegte. Wegen des Schimpfens kann der Mann bestraft werden. Aber Münter hat kein Recht, den Mann mit der blanken Waffe zu schlagen. Er hat sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht: der Körperverlegung mit gefährlichem Wertzeuge, und ich hoffe, daß er deswegen zur Verantwortung gezogen werden wird. Leuten, welche aus dem Zirkus tamen. Hat Münter überhaupt das Recht, hinter ruhigen Bürgern herzurufen: Bleiben Sie stehen!" Er sollte mir das mal nachrufen, ich wollte ihm ganz etwas anderes sagen. Schließlich fomme ich auf den§ 198, ben Schuh der Wahrung berechtigter Intereffen. Derselbe steht dem Angeklagten in vollem Umfange zu. Er ist Herner Bürger und hat das Recht, Exzesse der Polizei zur Sprache zu bringen, welche auch ihm verderblich werden können. Er hat die Veröffentlichung durch die Zeitung gewählt, weil die Erfahrung Immerhin sei in zwei Fällen erwiesen, daß er von Bande iqu gelehrt hat, daß eine Beschwerde beim Gendarmeriegesprochen und daß er von seiner Waffe Gebrauch gemacht habe. Kommando oder bei der Staatsanwaltschaft keinen Anklang In allen andern Punkten seien die Behauptungen des Artikels nicht findet. Troß solcher Beschwerde ist dem Münter nichts geerwiesen. Zur Entschuldigung diene Münter die iße seines schehen. Hoffentlich wird es noch nachgeholt. Wenn die StaatsTemperaments und daß eine energische Polizei in jener anwaltschaft solche Zustände billigt, so ist das ein Beweis dafür, Gegend sehr nothwendig sei. Wenn ein Polizeibeamter daß eine Beschwerde über die Polizei bei der Staatsanwaltschaft nun über die Grenzen seiner Befugniß hinaus nutzlos ist. Ich beantrage fostenlose Freisprechung. gehe, so folle man das nicht sofort an die große lode hängen. Der Angeklagte kannte die Verhältniffe in Herne und mußte wissen, daß er nicht so scharf schreiben durfte. Er beantrage 50 M. Geldstrafe und Publikationsbefugniß für Münter. Staatsanwalt Rudser: Es ist kein Nebenpunkt, daß die Behauptung des Artikels, der Stuckateur sei auch bedroht wor den, unwahr ist. Wäre diese völlig unbetheiligte Person von Münter geschlagen worden, dann hätte man daraus schließen können, daß derselbe nicht in der Grregung, sondern mit VorVertheidiger Rechtsanwalt Niemeyer: Die Rede des bedacht gehandelt hat. Der§ 193, Wahrung berechtigter InterHerrn Staatsanwalts hat mir eine neue, mir bisher fremde effen, steht dem Angeklagten nicht zur Seite. Seine all Welt von Anschauungen eröffnet. Wenn das wahr ist, daß die gemeine Eigenschaft als Herner Bürger genügt nicht, Polizei solche Machtbefugnisse hat, wie der Herr Staatsanwalt un jene besonderen Interessen an dem Falle zu haben, behauptet, dann leben wir nicht in einem Rechtsstaat, sondern in welche das Reichsgericht unter bent§ 193 versteht. einem Polizeistaate. Ich hatte nicht an eine Aufrechthaltung der Jedermann, der Herr Bertheidiger ausgenommen, wird, wenn er Anklage gedacht. Der Staatsanwalt muß in einem Irrthum ohne Erregung ist, einsehen, daß es ein Unterschied, ob befangen sein, sowohl über den Inhalt des inkriminirten Artikels man die Leute niedrigsten Standes mit Schimpfanbetrifft, als auch über das Ergebniß der Beweisaufnahme. In worten belegt, oder andere. In Herne ist die Jugend dem Artikel ist keine Rede davon, daß der Gendarm Münter, zu gefährlichen Graeffen geneigt, eine energische Polizei ist dort ohne Veranlassung an den fraglichen Abend eingegriffen am Plaße. Die unreifen Jünglinge haben ja auch unter den habe. Es steht nur darin, daß die betreffenden Per Beugen hier eine Rolle gefpielt. sonen keinen Anlaß zu dem Einschreiten gegeben hätten. Werth.: Jch bedauere, daß der Staatsanwalt von unreifen Das ist doch ganz etwas anderes. Es ist erwiesen, daß die Jünglingen spricht, die hier eine Rolle gespielt haben. Diese beiden Megger und der Wirthschaftsgehilfe Bredenbröcker nichts Jünglinge haben auf mich einen besseren Eindruck gemacht, als anderes gethan, als sich in etwas lautem Ton auf der Straße der Gendarm Münter. Der Schutz des§ 193 steht den Anges unterhalten haben. Der Herr Staatsanwalt hat in ironischem tlagten als Herner Bürger unter allen Umständen zu. Ich hoffe, Tone von den biederen Mezgern gesprochen. Ja, es sind biedere daß der Gerichtshof der Deffentlichkeit, die nun doch einmal ehrfame Megger und sie bleiben es, so lange ihnen nichts vorhanden ist, Rechnung trägt und das Vorgehen des Gendarmen ehrenrühriges nachgewiesen wird. Der Herr Staatsanwalt Münter nicht billigt. Die Nachricht, daß der Gendarmerie- Inspektor Morfow vor nimmt ohne Spur von Beweis an, die Leute hätten Die Freisprechung wurde folgendermaßen begründet: Gericht gestellt worden sei, ist unrichtig. Morsom ift beurlaubt fich den Tag über bekneipt, weil den Tag über bekneipt, weil das bei ihnen so Der Beweis der Wahrheit sei im großen und mit seiner frauten Gattin nach Konstantinopel gereift. Gitte fei. Ich behaupte, die Kneiperei ist bei den und ganzen erbracht. Münter hat den Bernicke nicht Der Polizeikommissar Jurnkow wurde während der Unter- Leuten im allgemeinen auch mehr Sitte mit als bei unrechtmäßigerweise der Klinge ge= suchung über die Ermordung Stambulow's wegen bewiefener Un- den Rechtsanwälten, Richtern und Staatsanwälten, menn schlagen, er hat Leute, die er visitirt, mit Bande und fähigkeit entlassen und wegen Nachlässigkeit im Dienste nicht sie ihre Tagesarbeit erledigt haben. Der Herr Staats- bergl. angeredet. Ob er seine Visitationen ohne jede Ver Daß er aber aber wegen Theilnahme an der Ermordung Stambulow's vor anwalt behauptet, die Metzger hätten auf der Straße groben anlaffung vorgenommen, sei dahingestellt. Gericht gestellt. Die Polizei hat gestern die Bernirung der Unfug verübt. Ich glaube, daß der Herr Staatsanwalt wiffen da bei geschlagen habe, fei weit ge= Seine Erregung möge Orte angeordnet, wo sich nach Angabe der" Swoboda" die muß, daß zum Wesen des groben Unfugs mehr gehört, als auf gangen. nach Lage gehalten werden. Mörder Stambulow's versteckt haben sollten. Ein Resultat der Straße laut zu sprechen. Es müssen dritte Personen durch der Sache zugute tomme hier ( Wahrscheinlich hat den Lärm belästigt werden. Die Leute hatten garnichts unrechtes aber auf ist bis jetzt nicht erzielt worden. den objektiven Thatbestand man die Herren Mörder vorher in Sicherheit gebracht. Red.) gethan und der Gendarm Münter hatte gar kein Recht, von er sich zu seinem Vorgehen berechtigt hielt. Die Swoboda" bezw. der leitende Redakteur ihnen zu verlangen, daß sie sich wegscheeren sollten. Sie Eine beleidigende Form des Artikels liege nicht vor. Der Schuh derselben ist wegen der Behauptung, Prinz brauchten garnicht fortzugehen. Freilich, wenn sie es nicht gethan des§ 193 stehe dem Angeklagten zur Seite. Wie aus dem Ferdinand wäre der moralische Urheber der hätten, so wären sie auf die Anklagebant gekommen. Und wehe Schlußsah des Artikels hervorgeht, hatte er die berechtigte Ermordung Stambulow's zu 2 Jahren Gefängden Angeklagten, beren Schicksal von dem Zeug Absicht, die Polizeiverwaltung auf das Vor= niß verurtheilt worden. niß des Gendarm Münter abhängt. gehen des Münter aufmerksam zu machen. Die Mörder Stambulow'3 sollen nicht auf gefunden werden. Die Beschönigung dieser Thatsache, die Gebanken von einer moralischen Mitschuld der Regierung nahe legt, wird erfolglos durch die folgende offiziöse Depesche aus Sofia verfucht: ihm ant, nicht, ob 〃 = Partei- Nachrichten. " I Nachsicht, statt mit rücksichtslofer Strenge entgegentreten. Es ist Der Streik der Maurer in Flensburg, Salle a. G. weder zu befürchten, daß das Ansehen der Beamten darunter und Plauen i. V. dauert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. An die Parteigenoffen des 1. nassauischen Wahlkreises leidet, noch daß das Verhalten jenes Theils der Arbeiterschaft Die Metalldrücker werden ersucht, den Zuzug nach dem Höchst- Ufingen, Homburg, Idstein. Sonntag, den 15. Sep- gegen die Polizei herausfordernder werden würde. Im Gegentheil, Geschäft von Beinkiefer in Nürnberg, Obere Seitentember 1895, vormittags 10 Uhr, findet im Gasthaus zum durch ein solches, wir möchten sagen vornehmes Auftreten der Grünen Baum" in Nied eine Parteitonferenz statt. Beamten würde unserer Meinung nach zweifellos erstens das straße 5, fernzuhalten, wo Lohndifferenzen ausgebrochen sind. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Parteitage in Breslau Ansehen der Polizei außerordentlich gewinnen und zweitens In Durlach haben die Maler, wie deren Fachorgan be. und Wahl der Delegirten. Referent: Genosse Brühne. würde jener Theil der Arbeiterschaft hierdurch beschämt und richtet, nach 14 tägigem Kampf eine Verkürzung der Arbeitszeit, 2. Berathung der eingegangenen Anträge. 3. Wahl des Kreis- ihnen so die Luft an dergleichen Kindereien verleidet werden; Lohnerhöhung und Abschaffung des Logis beim Meister durchVertrauensmanns, der Revisoren und des Schiedsgerichts. was wir im Interesse der gesammten Bürgerschaft Bielefelds mit gesetzt, obwohl den Meistern von der Militärbehörde soldaten 4. Verschiedenes. Die Wahlen zur Parteikonferenz sind Freuden begrüßen würden. Wir ersuchen daher den Magiftrat, zur Verfügung gestellt worden sein sollen. Durlach liegt im folgendermaßen vorzunehmen: Orte, in welchen bei der Reichs- den betreffenden Beamten eine Instruktion in diesem Sinne er Musterlande des Liberalismus", in Baden. tags Wahl im Jahre 1893 bis zu 200 Stimmen ab- theilen zu lassen. C. Schreck. F. Wilmking. Aus der Schweiz. Die Brauergehilfen in Biel gegeben wurden, entsenden einen Delegirten, bis zu Der Magistrat hat es bis jetzt noch nicht für nöthig befunden, haben wegen Berlegung der Arbeitsordnung durch die Geschäfts500 Stimmen zwei, über 500 Stimmen drei Dele- auf die sicherlich nur nüßliche Anregung eine Antwort zu erleitung die Arbeit eingestellt. Die Brauer im Kanton girte. Die Delegirten müssen in öffentlichen Versammlungen theilen. St. Gallen haben den Zehnstundentag in den großen, den gewählt werden; in Orlen, wo eine Versammlung nicht möglich Aus dem Kreife Friedberg Büdingen wird uns ge- Elfftundentag in den fleinen Brauereien, einen monatlichen ist, wählen die Genossen durch Liftenwahl ihre Delegirten. Den schrieben: Die am Sonntag abgehaltene Konferenz der Minimallohn von 142 Fr. ohne Koſt und Logis in ersteren und gewählten Delegirten ist ein Mandat auszustellen. Anträge, Bertrauensleute des Kreises beschloß in Beziehung auf das von 72 Fr. mit Koſt und Logis in den anderen erreicht; ferner welche auf der Parteikonferenz zur Berathung kommen sollen, find bis zum 1. September an den Genossen A. Sauer, Rath- Agrarprogramm die Verhandlungen der hessischen Landeskonferenz 75 Cts. für Ueberstunden, vierzehntägige Lohnzahlung, vierzehn= hausgasse 15 in Homburg v. d. H. einzusenden. Die Anträge abzuwarten und sich dann in öffentlichen Versammlungen mit der tägige Kündigung, Anerkennung der Organisation und Freigabe müssen von dem Orts- Bertrauensmann unterzeichnet sein. Die Frage zu beschäftigen. Als Delegirte für den hessischen und den des 1. Mai. Breslauer Parteitag wurden die Genossen Dr. David und eingegangenen Anträge werden in der„ Voltsstimme" veröffent- Frizz In vielen Pariser Restaurants find Sammelbüchsen für licht. Parteigenossen! Die wichtige Tagesordnung macht es den Friz Schmidt gewählt. Die Wiederaufnahme eines früheren die aus ständigen Glasarbeiter in Carmaux aufGenossen zur Pflicht, die Parteifonferenz zu beschicken, besonders Genossen wurde einer späteren Konferenz überwiesen. Dringend gebracht. Auch die Briefträger befinden sich unter den erwünscht ist es, daß auch die Genossen im hintern Taunus De- nothwendig ist die finanzielle Betheiligung der Genossen und gestellt. Jede Gewerkschaft 2c. hat eine besondere Büchse antosten in bedeutender Höhe noch zu zahlen sind und Beiträge Organisationen an den Ausgaben, da Gerichts- und Anwalts- Sammelnden. im letzten Jahre so gut wie garnicht geleistet wurden. Tegirte zu dieser Parteifonferenz entsenden. Mit sozialdemokratischem Gruß der Kreis- Vertrauensmann: A. Sauer. " Aufruf an die Parteigenoffen in Berlin und der Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Provinz Brandenburg! Die diesjährige Parteikonferenz für die Provinz Brandenburg wird, wie schon mitgetheilt ist, Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr, schreibt die Sonntag, den 15. September, in Berlin abgehalten. Rhein- Westf. 3tg.", sprach am Mittwoch Abend zu einem großen Die Verhandlungen beginnen vormittags 92 Uhr in Cohn's Buhörerkreise in einem Lokal in Mangenberg( Gemeinde Wald) in der Saal, Beuthstraße 21. Das Lokal ist im Zentrum Berlins, Rheinprovinz. Die Polizei stellte vor Beginn der Versammlung in unmittelbarer Nähe des Spittelmarkts gelegen. Im Anschluß das Verlangen, daß alle weiblichen Personen das Lokal zu veran diese Bekanntmachung ersuchen wir die Parteigenossen, nun- laffen hätten, welcher Aufforderung die anwesenden Vertreterinnen mehr schleunigst Versammlungen einzuberufen und die Wahlen des zarten Geschlechts auch sogleich nachkamen. Was thaten sie von Delegirten vorzunehmen. Die Zahl der Vertreter jedes aber? Sie setzten sich nach der Reihe dicht neben die weitKreises darf drei nicht übersteigen. Die Konferenz wird einen geöffnete Saalthür in ein unmittelbar benachbartes Zimmer und Tag in Anspruch nehmen. Auswärtige Parteigenossen, die hörten auf diese Weise den Vortrag von A bis 3 mit an, ohne jemehrere Tage Logis nehmen doch im Sinne des Gesetzes an der Versammlung, theilzunehmen". wollen, mögen dies dem unterzeichneten Obmann der Agitations- So hatte jeder seinen Willen: die Polizei, die Frauen und der fommission mittheilen. Die Tagesordnung bestimmt die Konferenz Abgeordnete Molkenbuhr. selbst. Als provisorische Tagesordnung ist in Vorschlag gebracht: in Berlin einen oder Wegen des strafbaren Kinderfeste 3" in 1. Berichterstattung der Agitationskommission; 2. Diskussion; Glbschlößchen zu Gohlis bei Dresden sind nach der„ Sächs. Arbeiter 3. Das Agrarprogramm; 4. Anträge. Die Parteigenossen werden Zeitung" nun bereits vier Strafverfügungen erlassen worden. gebeten, dafür Sorge zu tragen, daß sämmtliche Kreise der Pro- Außer dem Würstelvertheiler hat auch der Kuchenvertheiler eine vinz auf dieser für die Landagitation so äußerst wichtigen bekommen und außerdem der Wirth des Lotals und der VorKonferenz vertreten sind. Diejenigen Kreise, welche glauben sitzende des Arbeitervereins für Coffebaude, weil sie das Kinderaus naheliegenden Gründen von der Beschickung Abstand nehmen feit" geduldet" haben. zu müssen, werden ersucht, sich mit Unterzeichnetem in Verbindung zu setzen. Mit soz. Gruß! Die Agitationskommission für die Provinz Brandenburg. J. A.: Karl Dimmick, Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55. " Gewerkschaftliches. Das Streiffomitee. Zu dem Ausstand wird uns von unserem Pariser Korrespon denten noch geschrieben: Der gegenwärtige Glasarbeiterstreit in Carmaux erinnert in vieler Beziehung an den vor drei Jahren daselbst stattgehabten Streit der Grubenarbeiter. Wie damals die Entlassung des zum Bürgermeister gewählten Genossen Calvignac den Konflikt hervorgerufen hat, so diesmal die Entlassung des zum Bezirksrath gewählten Genossen Baudot. Wie damals handelt es sich auch diesmal darum, zu wissen, ob die Arbeiter nicht nur das platonische, sondern um das faktische Recht haben, diejenigen zu ihren Vertretern in Staat, Departement, Bezirk und Gemeinde zu wählen, die sie hierfür am geeignetsten halten, oder ob ihr Wahlrecht zur Domäne der sie beschäftigenden Unternehmer gehört. Der Unterschied zwischen dem damaligen und dem jetzigen Streit ein Unterschied, der nur noch mehr zu Ungunsten der Direktion der Glashüttenwerke spricht- ift, daß als die Glasarbeiter erklärt hatten, für Baudot sorgen zu wollen und trotz dessen Entlassung die Arbeit wieder aufzunehmen, die Direktion bezw. Herr Rességuier auf die Entlassung noch mehrerer anderer Aufwiegler", d. i. der Ausschußmitglieder der Glasarbeiter- Gewerkschaft, bestand und hinterbrein auch noch die Löhne verkürzen will. Hat aber Baron Reilla in seinem Kampf gegen die Grubenarbeiter den fürzeren gezogen, so ist es um so viel sicherer, daß Herr Rességuier in dem Kampfe gegen die Glasarbeiter unterliegen wird; denn noch mehr als damals steht das ganze arbeitende Frankreich diesmal auf feiten der Streifenden. " Die englischen Staatsarbeiter haben beschlossen, einen eigenen Verband, den Verband der vereinigten Regierungss arbeiter", zu gründen. Auf 27 000 ist in Dundee in Schottland die Zahl der ausständigen Jutespinnerei- 2c. Arbeiter gestiegen, Achtung, Schuhmacher! Der Streit in der Schuhfabrik Agrarprogramm. Die Sozialdemokratie Halberstadts von Bergschmidt und Lange dauert unverändert fort. Das Verfaßte in einer Versammlung, wo Redakteur Adler gesprochen halten der Streifenden berechtigt zu den besten Hoffnungen. Bis hatte, folgende Resolution: Die Parteiversammlung verwirft jetzt hat sich noch kein Streitbrecher gefunden. Im Ausstand den Entwurf der Agrarkommission, weil derselbe nicht sozialistisch besinden sich 59 Arbeiter und 1 Arbeiterin, davon find 27 verist und die Durchführung seiner Forderungen das arbeitende heirathet mit 42 Kinder. Wir ersuchen die Kollegen, durch thatZuzug ist Volt noch mehr als bisher belaften würde. Sie giebt sich der frästige Unterstützung uns den Sieg zu sichern. bestimmten Erwartung hin, daß der deutsche Parteitag diesem strengstens fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden Depelthen und lekke Nachrichten. Entwurf und dem ganzen sogenannten Bauernschutz" ein um Abdruck gebeten. Berlin, 24. Auguft.( B. H.) Wir vernehmen aus zuverenergisches Nein entgegensegen wird." Bei den Militäreffekten- Fabriken Achtung, Sattler! Der Sozialdemokratische Verein in Pirna erklärte nach Mühlenfeld u. Komp., Barmen, Becker u. Komp., Elberfeld, und läffigster Quelle, daß Unterstaatssekretär von Rottenburg am dem Vortrag Fräßdorf's aus Dresden in einer Resolution, daß Peters u. Komp., Elberfeld, wurde am 22. d. Mts. die Arbeit 1. Oktober definitiv den Staatsdienst quittirt. Die Sache steht Triest, 24. Auguft.( B. H.) Auf dem aus Bombay eindas von der Agrarfommission ausgearbeitete Programm nicht niedergelegt. Ausständig find 50 Sattler. von Vortheil fei, sondern unsere bisherigen Grundsäße nur ver- günstig, da die übrigen Militäreffekten- Fabrikanten in Elberfeld- getroffenen Lloyddampfer, Orion" erkrankte ein Steuermann unter flachen würde. Außerdem werden die Delegirten des Partei- Barmen die geforderten Alfordpreise ganz oder theilweise be- choleraverdächtigen Symptomen. Tages zu Breslau aufgefordert, gegen den Programmentwurf in willigt haben. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Parteiblätter bei Levico weilende Unterstaatssekretär im italienischen Handelswerden um Abdruck dieser Notiz gebeten. feiner jetzigen Fassung zu stimmen." " " Für unrichtig wird die Nachricht erklärt, es sei in der Rortfabrit von Breuer u. Bauer in Köln ein Ausstand ausgebrochen. " " Ju Mainz erklärte Reichs- und Landtagsabgeordneter Jöst in einer Parteiversammlung, daß in der Agrarfrage etwas geschehen müsse, denn der sogenannte fleine Bauer, besonders in Süddeutschland, sei in feiner Weise als Produzent zu betrachten. ,, Hinter Wittenberg". In Halle a. S. haben am Troß seines Besizes" sei dieser schlechter daran, als die meisten Sonnabend 22 Seher der Hallischen Zeitung" die industriellen Arbeiter der Städte. So gut bestimmte Forderungen Arbeit niedergelegt, weil, wie unser dortiges Partei- Organ sagt, gestellt würden für die Industrie- Arbeiter, könne dies auch für den die konservative Leitung der Druckerei die Tarifbestimmungen Bauer geschehen. Ein bestimmtes Programm sei für die mißachtet hat. Vor Wochen wurde eine Verminderung des Agitation ein wirkliches Bedürfniß geworden und fei Lohnes dadurch herbeigeführt, daß die berechnenden Seher vernöthig, um den kleinen Bauer aufzurütteln und zu mindertes Gewißgeld erhielten, dafür aber dasselbe wie früher uns herüberzuziehen. Wir dürften nicht die natürliche leisten mußten. Die Scherzahl wurde verringert und dafür Konzentration der Produktionsmittel abwarten, sondern Lehrlinge eingestellt, so daß die Zahl derselben in feinem wir hätten die Pflicht, den zweiten Theil unseres Pro- Verhältniß zu der der Gehilfen steht. Die Setzer gramms so zu gestalten, daß neben den Forderungen für die wollten am Sonnabend früh über die Abstellung der MißIndustrie- Arbeiter auch solche für die Proletarier der Land- stände mit dem Faktor Hübsch verhandeln; derselbe ging nicht wirthschaft darin enthalten seien. Er hänge nicht an dem vor- darauf ein und vertröstete die Seher bis nach Fertigstellung der gelegten Entwurf, wünsche aber dessen ruhige Diskussion auf Beitung. Als hierauf die Seher nicht eingeben wollten, erklärte dem Parteitag und hoffe, daß etwas Praktisches zu stande der Faktor, dann tönnten sie alle gehen. Und sie gingen, mit fommen möge. Dem Vortrag folgte allseitige Zustimmung. Ausnahme von zwei Nichtverbands- Mitgliedern. Infolge des Nach kurzer Diskussion wurde in Hinsicht auf die bevorstehende Streits hat die Sonnabend- Morgennummer der„ Hall. Zeitung" Landeskonferenz, wo die Angelegenheit zur Sprache kommt, von einer bestimmten Stellungnahme abgesehen. nicht in der gewohnten Weise hergestellt werden können." Die Redaktion half sich, indem sie an der Spitze des Blattes die Notiz brachte, wegen Störung des telephonischen Betriebs hinter Wittenberg" hätten die letzten Depeschen nicht übermittelt werden können. " Bozen, 24. August.( B. H.) Der in dem Bade Vetriola ministerium, Achille Faginolli, ist wahnsinnig geworden. Bozen, 24. August.( B. H.) Der Bildhauer Johann Schild aus Meran stürzte bei einer Befteigung der Pulta in den Laziser Bergen ab und trug schwere Verlegungen davon. Laibach, 24. August.( B. H.) Der Ingenieur Hermann Wunderlich aus Wien, der eine Ersteigung der hohen Brana in den Steirer Alpen unternommen hatte, ist abgestürzt. Er wurde erheblich verletzt, doch besteht keine Lebensgefahr. Budapest, 24. Aug.( B. H.) Ein Soldat vom 48. InfanterieRegiment, welcher plötzlich irrsinnig geworden war, verließ gestern seine Kaserne unter Mitnahme feines geladenen Gewehres. Auf der Landstraße, wohin er sich begab, richtete er ein wahres Blutbad an. Er erschoß vier Passanten, darunter einen reichen Gutsbesitzer. Hierauf wurde er von einer ihn aufsuchenden Patrouille festgenommen und ins Lazareth gebracht. Preßburg, 24. Auguft.( B. H.) Das hiesige städtische Brauhausamt wurde mit allen Nebengebäuden, Wohnhäusern und den gesammten Vorräthen ein Raub der Flammen. Petersburg, 24. Auguft.( W. T. B.) Die Amur- Dampfschifffahrts- und Handelskompagnie fertigt, wie verschiedene Blätter melden, im nächsten Jahre auf dem Sunggari- Fluß einen Dampfer nebst Barken ab, welche Waaren zum Verkauf auf chinesischem Gebiet bis nach Bodune bringen sollen. Die Kom pagnie beabsichtigt, in chinesischen am Sunggari belegenen Städten Agenturen mit Waarenmagazinen anzulegen. Paris, 24. Auguft.( B. H.) Nach Meldungen aus Toulon ist daselbst ein Kaufmann, namens Guggenheim, verhaftet worden, weil er den Garnisonen aus der Gegend der Vogesen vollständig unbrauchbare Waaren geliefert haben soll. Der Verhaftete soll deutscher Nationalität sein. Von der Agitation. Per Dampfschiff unternahmen vorigen Sonntag die Parteigenoffen aus Uedermünde und Umgegend eine Agitationstour nach der Insel Usedom. Aus Eisenach berichtet das dortige Boltsblatt": In der Dort angekommen, vertheilten sie in zehn Dörfern sozialdemo kratische Schriften, die mit großem Interesse angenommen hiesigen Hof- Möbelfabrik von Röchert und Komp. wurden und hatten auch die Genossen das Glück, einen Gastwirth sind Differenzen ausgebrochen. Den Arbeitern wurde zu zu finden, der sein Lokal zu einer Versammlung hergeben will. gemuthet, einer neuen Strasbestimmung von 50 Pf. bis 3 M. Paris, 24. Aug.( B. H.) Hiesigen Blättern wird aus Peterszuzustimmen. Ferner sollten fie unter Aufsicht eines ihnen nicht Der Sozialdemokratische Verein Bielefelds hat an den genehmen Tischlers gestellt würden. Auch eine Lohnkürzung bis burg gemeldet: Die russische Regierung habe dem deutschen Magistrat folgende Eingabe abgehen lassen: zu 25 pet. sollten sie sich gefallen lassen. Hiermit waren die Konful in Odessa die nachgesuchte Erlaubniß zur Abhaltung einer An den Magistrat der Stadt Bielefeld. Anläßlich ver Arbeiter nicht einverstanden. Es wurde ein Schriftstück Sedanfeier im Konsulatsgarten verweigert. Paris, 24. Auguft.( W. T. B.) Als einer der Abtheilungsschiedener in letzter Zeit hier vorgekommener Ereignisse, bei verfaßt, von sämmtlichen Arbeitern bis auf drei unterwelchen die ausführenden Polizeiorgane sich zu einem sehr schrieben und der Firma überreicht. Ueber dieses Schrift- chefs des Bankhauses Rothschild in der Rue Laffitte, namens energischen Eingreifen veranlaßt gesehen haben und wodurch eine ftück waren die Firmeninhaber sehr aufgebracht. Die Arbeiter Giodkoviz, heute Nachmittag einen an den Baron Rothschild große Aufregung in der Bielefelder Bürgerschaft, speziell in dem mußten nacheinander in das Kontor kommen, wahrscheinlich um persönlich adressirten Brief öffnete, welcher amischen zwei Kartonarbeitenden Theile derselben um sich gegriffen hat, hat der sie zu bewegen, die Unterschriften zurückzuziehen. Befragt, ob sie ftreifen Sprengstoff enthielt, erfolgte eine Explosion, durch welche das rechte Auge und einen Theil der rechten Sozialdemokratische Verein von Bielefeld und Umgegend den unter den neuen Bedingungen weiter arbeiten wollten, antworteten Giodkovih unterzeichneten Borstand beauftragt, bei dem Magistrat von alle mit„ Nein", worauf ihnen gekündigt wurde. Es steht dem Hand verlor. Der Urheber des Attentats ist noch nicht bekannt; Bielefeld vorstellig zu werden, derselbe möge dafür sorgen, nach eine Aussperrung bevor, weshalb der Zuzug von Tischlern, von dem Briefe sind nur noch einige Ueberreste des Umschlages daß die ausführenden Polizeibeamten dahin- Stuhlbauern, Drechslern und Bildhauern nach vorhanden. gehend unterwiesen werden, daß sie bei Ausführung Eisenach fernzuhalten ist. Die Arbeiter sind gut organisirt. Madrid, 24. Auguft.( B. H.) Von dem erst fürzlich auf thres Amtes der ihrem Rechte nicht nach 0011 Eine 10 prozentige Lohnerhöhung haben in Posen Cuba eingetroffenen spanischen Guadalajera- Regiment sind bereits rücksichtslosen Seite hin Gebrauch machen, sondern sich die Arbeiter und Arbeiterinnen der Düngerfabrik- Attien 10 Difiziere und 156 Soldaten gestorben. mehr eines friedlichen Ginschreitens zu befleißigen Gesellschaft vormals Moris Milch u. Kom p., durch etablissement von Sommaco fand eine Refselexplosion statt, durch Palermo, 24. August.( W. Z. B.) In dem MühlenZu dieser Vorstellung sieht sich der Verein bewogen, einen Ausstand durchgesetzt. welche das Gebäude zerstört wurde. Sechs Arbeiter weil gerade bei diesen lezten Vorkommnissen unbedeutenden Ursachen wahrhaft schreckliche Folgen entstanden, Der Stand des Steinfegerstreiks in Leipzig ist, wie man wurden unter den Trümmern begraben. Bisher stand find, und zwar nur, weil die Beamten, ohne auf die näheren uns schreibt, insofern günstiger, als noch arbeitende Steinsetzer, die 3 Leichen aufgefunden worden. Zwanzig Personen wurden verUmstände Rücksicht zu nehmen und Zeit zu einer ruhigen Ab- während des Streits die Arbeit aufnahmen, diese wieder niedergelegt legt, darunter mehrere schwer. Die Rettungsarbeiten werden wicklung zu lassen, höchst energisch eingeschritten sind. Es ist haben, weil die Meister den versprochenen Stundenlohn von lebhaft betrieben. Die Behörden und Militärabtheilungen eilten hier nicht unsere Aufgabe, zu untersuchen, ob bei den an- 50 Pf. nicht zahlten. Das Streitkomitee hat nochmals ein an die Unglücksstätte. Vorfällen die Beamten sich Ungesetzlichkeiten Schreiben mit Tarif an die Meister gesandt, der Ober- Junungshaben zu schulden kommen lassen, das wird Sache des zu- meister Kummig theilt nun in seiner Antwort mit, daß die ständigen Gerichts sein. Aber auch innerhalb der gesetzlichen Meister an ihrem früheren Beschluß festhalten, also die Schranken existirt für die Beamten ein weiter Spielraum. Forderungen ablehnen, und bereit sind, im Herbst mit den GeDer unterzeichnete Verein ist bemüht, den Sinn für lauterste sellen den für das nächste Jahr zu zahlenden Lohn zu vereinMoralität ebenso wie für strengste Gefeßlichkeit in seinen Mit- baren. Die Streifenden beschlossen hierauf in einer Versammlung, gliedern wachzurufen. Leider aber hat er noch nicht auf die ge- an ihren Forderungen festzuhalten und im Streit zu verbleiben. fammte Arbeiterschaft Bielefelds seinen Einfluß nach dieser Rich- Die Direktion der Leipzig- Dresdener Eisenbahn theilt in einem tung hin Geltung verschaffen können. Da ist es nun von größter Schreiben mit, daß sie dem Weichensteller Rohrbach unter Wichtigkeit, daß solchen Arbeitern, welche bei mangelhafter Bil- fagt hat, in seiner Freizeit Pflasterarbeiten auszuführen. Die bung ihre Worte und Handlungen nicht auf die Goldwage legen Bevölkerung soll durch Plakatanschlag über die Lage des Streits tönnen, auch die ausführenden Polizeibeamten mit freundlicher informirt werden. gezogenen aus ganz London, 24. August.( W.T. B.) Wie die Times" aus Lima meldet, wird die Streitfrage zwischen Bolivia und Peru Der peruanische durch ein Schiedsgericht entschieden werden. Gesandte wird in Sucre empfangen. Konstantinopel, 24. August. Gestern Abend wurde ein Armenier namens Ughurlian, welcher im Dienste der geheimen Polizei stand und Mitglied des Preßbureaus war, ermordet. Man glaubt, daß der Mörder Agent des revolutionären Komitees ist. Rio de Janeiro, 23. August.( W. T. B.) Wie ein Telegramm aus Pelotas meldet, ist der Friede zwischen den Insurgenten der Provinz Rio Grande und der Regierung unterzeichnet worden. Die Nachricht verursacht hier große Freude. Verantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Halensee. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Wading in Berlin. Hierzu 2 Beilngen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. ar. 198. Lokales. mit dem 1. April d. J. beschlossen. " = Sonntag, den 25. August 1895. " 12. Jahrg. Am Sedantage wird auch im Kriminalgerichtsgebäude Ruhe herrschen. Sämmtliche auf diesen Tag anberaumten Termine sind aufgehoben worden. Betreffs der Unfallstation in der Wilhelmstraße 10 hatten wir in der Nummer vom 22. d. M. Klagen veröffentlicht, die uns speziell über den Wärter Lankow zugegangen waren. Darauf theilt uns das Kuratorium der Berliner Unfallstationen sols gendes mit: Kaum die fachlichen Kosten und die Gestellungen der erforder- Ausgehoben wurde gestern, Sonnabend früh das Schanklichen Herzte verbindlich gemacht und die städtischen Be- lokal von Lauter in der Friedrichstraße 35; in dem Zuhälter und hörden gebeten, an einem Die juristische Sprechstunde fällt bis zum 28. d. M. aus. nächsten Schulhalbjahrs je einen geeigneten Raum für diese eine möglichst große Anzahl Verdächtiger auf die Straße zu Tage im Beginne des ähnliche Elemente zu verkehren pflegten. Die Absicht der Polizei, Achtung! Lokalliste! In der gestern veröffentlichten Musterung zur Verfügung zu stellen, den Eltern von dem Vor- führen, um sich aus der Gesellschaft diesen oder jenen Bekannten Lokalliste ist ein bedauerliches Versehen unterlaufen. Die gange Kenntniß zu geben und je einen Lehrer und einen Bürger und Gesuchten herauszunehmen, wurde jedoch vereitelt. Tie unter Friedrichsberg als gesperrt aufgeführten Lokale( vielleicht ein Mitglied einer Schulkommission) zur Theilnahme Stamm gäste der Kneipe hatten in aller Frühe eine Landvon Spitig, Frankfurter Allee 193, und Kronprinzen an der Musterung aufzufordern. Das aus den Musterungen ge- partie nach Beelißhof angetreten und waren schon ausgeflogen, Garten, Müller, Frankfurter Chaussee 86, find nicht gewonnene Material soll den städtischen Behörden auf ihren als die Polizei tam. sperrt. Die Lokalkommission. Wunsch von dem Vereine zur Verfügung gestellt werden. Ob Mord oder Selbstmord vorliegt, bedarf noch der AufParteigenossen des 4. Berliner Reichstags Wahl- So verdienstlich die Anregungen des Vereins für gesundheitskreises! Die günstigen Erfolge, welche der 6. Berliner gemäße Erziehung der Jugend" sind und so bedauerlich es ist, daß klärung in einem Falle, der seit Freitag Abend die Kriminal= Die günstigen Erfolge, welche der 6. Berliner der Magistrat resp. die Schuldeputation erst solcher Anregungen bes polizei beschäftigt. Ein Schuhmann des 88. Polizeireviers fuchte Wahlkreis durch Errichtung eigener Vorwärts"= " Speditionen im verflossenen Jahre erzielt hat, veranlaßten dürfen, um so selbstverständliche Pflichten wie die Prüfung der gestern Nachmittag ein großes unbebautes Gelände an der auch vor einiger Zeit Genossen des 4. Streises, mit einem schulpflichtigen Jugend aus ihren Gesundheitszustand und da- Grenze von Berlin zwischen der Prenzlauer und der Pappel- Allee auch vor einiger Zeit Genossen des 4. Streises, mit einem mit auf ihre Tauglichkeit für den Schulunterrricht zu ab. Dabei fand er auf einer Anhöhe die Leiche eines Mannes, Antrage auf Einrichtung ebensolcher Speditionen an die Deffentlichkeit zu treten. In zwei großen Volksversammlungen erfüllen, so wenig versprechen wir uns von der diesbezüglichen dessen Persönlichkeit auch bis Sonnabend Nachmittag noch nicht festgestellt werden fonnte. Die Leiche des Unwurde die Einrichtung zweier Parteifpeditionen für den 4. Kreis Betition des Vereins an den Magistrat. Der allgewaltige Herr befannten, bie mit einem grauen Rod, blauen Stadtschulrath Bertram will nicht und das genügt! Und wenn einer die Aerzte sich in noch so großer Zahl und kostenlos für diesen fleidet ist, während die Kopfbedeckung fehlt, lag auf dem Hose, einem wollenen Hemde und Schaftstiefeln be= Parteigenossen! Die Gründe, welche seinerzeit für Die besagte Einrichtung ins Feld geführt wurden, haben stellen, der Herr Stadtschulrath wittert Unrath, eine Schmälerung Gesicht und blondes Haar und einen künftlichen linken Arm. seinerzeit für gemeinnützigen Zweck den Schulbehörden zur Verfügung Rücken. Der Mann hat eine unterſetzte Gestalt, ein bartloses sich erfüllt. mit recht können wir heute konstatiren, ber Alleinherrschaft des Pädagogen in der Schule durch ärzteinte efettich mich des damaligen Antrages dem Kreise liche Uebergriffe, und darum wird das Gesuch sang und durch diesen künstlichen Arm, durch die rechte Schläfe und in einen wesentlichen Dienst geleistet haben.- In erster Linie ist tlanglos im Papierkorb des Herrn Bertram verschinden, Vorderlader, aus dem die Schüsse abgefeuert worden sind, wurde iſt den rechten Mundwinkel war je ein Schuß gegangen. Der web burch die ziemlich bedeutenden Ueberschüsse der Partei wie alle anderen Versuche, hygienisch nothwendige speditionen wieder die Möglichkeit gegeben, mehr als es in letter formen in unserem Schulwesen einzuführen. Siehe die Be- bei der Leiche nicht gefunden. Das 88. Polizeirevier ſetzte von Zeit der Fall sein konnte, für die allgemeine Agitation einzu- handlung des sozialdemokratischen Antrages auf Einführung dem Funde die Kriminalpolizei in Kenntniß, von der treten. Auf der anderen Seite ist es durch eifrige Agitation schulärztlicher Ueberwachung seitens des Magistrats und der geftern Abend mehrere Beamte unserer Genossen von Haus zu Haus gelungen, mehrere hundert Stadtverordneten- Versammlung. zur Feststellung des Thatbestandes auf dem Felde erschienen. Die Polizei neuer Abonnenten dem Vorwärts" zuzuführen. Was nun nimmt an, ein daß Mord vorliege; ob diese die weitere Frage, die Abschaffung der Kinder-, sowie bessere Die Kindersterblichkeit hat in Berlin im Juli, wie Annahme richtig ist, steht jedoch noch dahin. Das Fehlen des Bezahlung der Frauenarbeit bei den Partei- Speditionen betrifft, nach den alljährlich gemachten Erfahrungen zu erwarten war, Revolvers und der Kopfbedeckung kann auch auf eine Beraubung so ist auch diese zur allseitigen Zufriedenheit der weiter zugenommen. Kinder unter 1 Jahr starben in den vier der Leiche zurückzuführen sein. Die Polizei hat die Leiche in Betheiligten erledigt worden. Wochen 30. Juni bis 27. Juli 1895: 374, 389, 898, 465, zu dem Zustande, wie sie aufgefunden wurde, am Fundorte belassen, Durch vortheilhafte Eintheilung der einzelnen Austrage- fammen 1626; dagegen in den 4 Wochen 2.- 29. Juni 1895: bis eine Gerichtskommission sie besichtigt haben wird. Die That, touren nach Stadtbezirken ist die Kommission in der Lage 210, 199, 255, 255, zusammen 919.( Vorläufig liegen noch keine sei sie nun Mord oder Selbstmord, ist allem Anscheine nach am gewesen, den etwa 50 Beitungsfrauen bei kürzerer Arbeits- Monats-, sondern erst Wochenberichte vor.) Die Ernährungs- Donnerstag Abend verübt worden. Damals hörte man in jener zeit eine höhere Bezahlung zu sichern. Während die weise war im Juli bei 1439, im Juni bei 742 angegeben. Es Gegend mehrere Schüsse fallen, ohne daß man feststellen konnte, Austrägerinnen früher bei ihren Arbeitgebern für eine tägliche wurden ernährt in den vier Juliwochen mit Muttermilch 76, wo der Schüße sich befand. Arbeitsleistung von 4/ 2-5 Stunden 8-14 M. monatlich Ammenmilch 1, Thiermilch 1180, Milchfurrogat 39, gemischter erhielten, werden sie bei den Partei- Speditionen bei täglicher Nahrung 132, sonstiger Nahrung 11, also mit Bruſtmilch im ganzen Arbeitszeit von 21/2 Stunden mit monatlich 77, mit Thiermilch zc. im ganzen 1362; dagegen in den vier Juni20 Mart befoldet. Unter Hinzurechnung der Beiträge für Wochen mit Brufimilch im ganzen 91, mit Thiermilch u. f. w. Krankenkasse und Invalidität, welche von der Spedition voll im ganzen 651. Unter den im 1. Lebensjahre gestorbenen Kindern bezahlt werden, stellt sich der monatliche Verdienst der Aus- tamen also auf je 10 mit Bruſtmilch ernährte im Juli 177, da trage- Frauen auf 22 Mart. gegen im Juni 72 mit Thiermilch u. s. w. ernährte; oder: es Aber auch einen anderen Vortheil haben wir zu starben im Juni über 7 mal, im Juli aber beinahe 18 mal so verzeichnen, welcher für die davon Betroffenen viel mit Thiermilch u. s. w. ernährte Säuglinge, als mit Brust von unendlichem Werthe ist. Ein Theil der Proletarier: milch ernährte. Diese Verschiebung zu ungunsten der mit Thier Die gegen den benannten Wärter erhobenen Klagen waren finder, oftmals faum im schulpflichtigen Alter stehend, war bei milch u. f. w. ernährten Säuglinge fehrt alle Jahre mit der berechtigt; der Märter ist wegen Beschwerden der Patienten Wind und Wetter, bei Regen und Schnee, einer schamlosen Aus- Annäherung an den Hochsommer wieder, ein Beweis, daß die bereits am 12. Juni cr. aus seiner Stellung geschieden. Es ist beutung preisgegeben. Die Mütter, gezwungen, bei miserabler Ernährung im Zusammenhange mit der Temperatur eine Sache der Patienten, entsprechend der überall aushängenden Bezahlung und langer Arbeitszeit ihr ihnen täglich aufgegebenes Hauptursache der Kindersterblichkeit bildet. Die gewaltige Hausordnung bei dem stets anwesenden diensthabenden Arzte Pensum mit möglichster Eile zu erledigen, mußten, wenn auch Zunahme der Kindersterblichkeit in den Sommermonaten Beschwerden über Ungehörigkeiten zu führen; in einem solchen oftmals mit blutendem Herzen, ihre Kinder aus dem Schlafe kommt denn auch nur durch die Zunahme der Sterbe- Falle erfolgt stets sofortige Untersuchung und Abstellung be= rütteln, um sich von ihnen helfen zu lassen!- Wenn wir auch fälle an atuten Darmkrankheiten, besonders an Brech gründeter Beschwerden. Selbstverständlich ist die Reinigung der leider nicht in der Lage find, die Kinderarbeit allgemein zu durchfall, zu stande. Im August dürfte die Zahl der Sterbe- ringläser 2c. Sache des Wartepersonals und nicht der Patienten." beseitigen, so sollten wir dennoch versuchen, dies nach fälle an diesen Krankheiten, und damit auch die Kindersterblichkeit Möglichkeit zu thun.- Gorge ein jeder" Vorwärts"-Leser überhaupt, leider noch bedeutend höher ausfallen. In der letzt Bedenkliche Anzeichen einer zu befürchtenden Wasserdafür, daß wenigstens bei der Zustellung seiner Zeitung nicht vergangenen Woche, die bis jetzt( und hoffentlich überhaupt) die kalamität machen sich bereits wieder in dem von den Charlotten= erst ein Proletarierkind die ihm so nothwendige Nachtruhe heißeste des Jahres war, wird an einzelnen besonders heißen burger Wasserwerken versorgten Schöneberg bemerkbar. opfern muß. Tagen die Zahl der Sterbefälle an akuten Darmkrankheiten haben seit Anfang dieser Woche einige wenige Tage starker Wer da will, daß es möglich gemacht werde, noch mehr wahrscheinlich nicht weit unter 100( pro Tag) geblieben sein. Hiße und andauernder Trockenheit ohne dazwischenfallendem Ge Beitungsfrauen zu beschäftigen, noch energischer der Kinderarbeit Schon Ende Juli wurde an einem Tage( dem 28.) die Zahl von witterregen den Erdboden ausgedörrt und das Grundwasser sinken wenigstens bei der Spedition Einhalt zu thun, der werde 63 Sterbefällen, darunter allein 42 an Brechdurchfall, erreicht. gemacht, so bleibt auch schon wieder, genau wie vor 2 Jahren, in den " Vorwärts"-Leser bei unserer Spedition im Interesse unserer Dieser Tag war für Berlin sowohl nach der mittleren, wie obersten Stockwerken der höher gelegenen Straßen Schönebergs Partei, im Interesse aller. auch nach der Maximaltemperatur der bis dahin heißeste des an den Vormittagen das Leitungswaffer halbe, ja ganze Stunden Sämmtliche Angelegenheiten der Spedition besorgen: We ft. Jahres. Welche Kinder es vorzugsweise sind, die so in jedem lang völlig aus oder läuft aus dem Wasserhahn wie Bindfaden, phal, Köpnickerstr. 190; Schabib, Wienerstr. 50, 4 Tr.; Sommer in Schaaren hinsterben, darüber kann kein Zweifel während zu den Klosetanlagen fast den ganzen Tag fein Lehmann, Sorauerstr. 17, 4 Tr.; Röside, Wienerstr. 29, herrschen. Die allermeisten gehören zum Proletariat, das ist Wasser gelangt. Da dies genau dieselben Anzeichen sind, welche Hof part.; Gesche, Wrangelstr. 63, v. part., und Lausitzerstr. 2, statistisch nachweisbar! Sie gehen meist zu grunde infolge noth- im Frühjahr 1893 die später dann über sämmtliche westlichen Keller, Spedition;( vom 29. d. M. ab befindet sich die Spedition Staliger gedrungen unzweckmäßiger Ernährung und mangelhafter Pflege, Vororte hereingebrochene beispiellose Wafferkalamität ankündigten, straße 85 v. part.); E. Böhm, Lichtenbergerstr. 15 v. part.; find also Opfer unserer herrlichen Gesellschaftsordnung, in der so ist dringend zu wünschen, daß der himmlische Wettermacher P. Lorenz, Frankfurter Allee 143, Quergeb. 2 Tr. schon den Kindern in der Wiege fühlbar wird, daß zwischen uns nicht etwa wieder, wie vor 2 Jahren, eine sechswöchige H. Lauschke, Madaistr. 11, 4 Tr.; D. Blume, Thärstr. 10, Arm und Reich ein Unterschied besteht, der, wie man sagt, Sonnenbrand und Trockenperiode bescheere. Denn für diesen Fall Hof 2 Tr.; D. Galle, Roppenftr. 8, Hof 1 Tr.; Spedition von Gott gesetzet" ist. ift 10 gegen 1 zu wetten und wird von fast allen, die seinerzeit Wengels, Fruchtstr. 30. In der Mordsache der Elife Sanke wird uns mitgetheilt, sich mit der Wasserversorgungsfrage eingehend befaßt haben, vorDen Parteigenoffen des 5. Berliner Wahlkreises zur hauer geführt wird. ausgesagt, daß die betheiligten Vororte eine neue, im günstigsten daß die Vertheidigung vom Rechtsanwalt Dr. J. Werthalle nicht ganz so schreckensvolle Auflage jener letzten WasserIn der Presse wurde darauf hingewiesen, daß jedenfalls auch noch der Mutter der Gante ein im Alten Schüßenhause, Linienstr. 5, die diesjährige Lassalle Brozeß wegen Ruppelei bevorstehe. Wenn ein solcher Prozek die Bevölkerung dieser Orte um mindestens 80 000 Seelen ver an sich enorm eingeleitet werden sollte, so wird er, wie man uns mittheilt, Herr Belle, der patriotische Oberbürgermeister von Berlin, aussichtslos. Die Elife Sante hat danach schon vor 7 bis gestiegen ist, kann solchen Anforderungen gegenüber, wie sie von erläßt an die lieben Berliner folgenden Aufruf: 8 Jahren, noch bevor sie Dr. Steinthal kennen lernte, eine kommenden Vororte bei andauernder Hize und Dürre an die den zahllosen Parks und Gärten gerade der in betracht " Der deutschen Erinnerungstage herrlichster, der Tag von selbständige Wohnung gehabt und dann die ganzen Jahre allein, Wasserversorgung gestellt werden, fein Wasserwerk stand halten, Sedan, naht heran. Er ist das Dankesfest der jüngsten Helden- resp. mit Steinthal gelebt; die Mutter hat nur während der das den gesammten Bedarf au Wasser, also auch den für die zeit. Nach Gottes Fügung ward unter des großen Königs Führung letzten Jahre eine zeitlang als Aftermietherin bei ihr ge- Parks und Gärten, nur dem Grundwasser entnimmt, sobald das durch Feldherrnkunst und unserer Heere todesmuthiges wohnt, und zwar zu dem Zweck, um die durch die geschilderten lettere bei langer Trockenheit sich entsprechend verringert. Dies Ringen im Schlachtenwetter dem deutschen Reiche sicherer Manipulationen des Dr. Steinthal leidend gewordene Tochter ist gegenwärtig der Fall. Und die Wirkung davon zeigt sich be Boden und strahlender Ruhm gewonnen. Im sonnigen zu pflegen. Frieden baut die Reichshauptstadt reits in den oben angeführten Thatsachen des eintretenden Wasseran ihres Gemein- Ein großes Spektakelstück wird am heutigen Sonntage mangels für den Hausbedarf der am äußersten Ende des Verwesens Gedeihen. Aber zur fünfundzwanzigsten Wiederkehr des im 6. Wahltreise in Szene gesetzt werden. Der deutsch- konser sorgungsgebiets liegenden Orte. 2. September gedenkt sie der todten Helden, dankt sie den leben- vative Wahlverein, Kreisverband 6. Reichstags- Wahlkreis, verden, spornt sie die Jugend zur nacheifernden Bewunderung der anstaltet nämlich in der Norddeutschen Brauerei ein großes Mahnsdorf konnten dieser Tage Touristen eine Anzahl von Kinderarbeit. Auf dem Wege von Nieder Lößnih nach Väter. deutsches Volts- Jubelfest" zur Feier der 25. Wiederkehr der Mitbürger! Wie wir an diesem Tage bie städtischen Ge- triegerischen Gedenktage. Die Herren Konservativen dürfen sich Schulknaben beobachten, welche kunstgerecht- Steine klopiten. bäude schmücken und erleuchten, so laßt auch Ihr Eure Häuser gestatten, wie das Programm besagt, bei dieser Gelegenheit ein Auf Befragen erfuhren die Vorübergehenden, daß die Gemeinde im Schmucke prangen, von ihren Dächern, von den Höhen der großes Viktoria- Schießen zu peranstalten und das Fest durch Wahnsdorf die Beschaffung von Straßenbaumaterial an den Thürme mög die deutsche Fahne das deutsche Fest verkünden; Lösung von 25 Böllerschüssen einzuleiten. Zur höheren Ehre Mindest fordernden vergeben habe und darauf hin hatten hell leuchte Kerzenglanz aus jedem Fenster." des Tages werden ferner 10 altdeutsche Fanfarenbläser zu Pferde sich zwölf Schulfnaben gemeldet, die das Rubikmeter Steine für Wenn Herr Zelle am Abend des 2. September die Straßen und zu Wagen in den Straßen des Wahlkreises den Beginn des 1,40 m. kleinzuschlagen fich erboten, während sonst pro Kubikmeter der Stadt durchwandern und dabei nicht nur die Linden, die Festes anmelden. Wenn also der Heidenlärm die fonntägliche 3 M. bezahlt wird. Leipzigerstraße 2c. berücksichtigen wollte, sondern auch die Ruhe des 6. Wahlkreises zu unterbrechen beginnt, wenn das Stadttheile, in denen Berliner Auf dem Gemeinde Friedhof( bei teine Hoflieferanten zwar und Getute, Geschieße und Geböllere losgeht, dann möge das liebe Friedrichsfelde), vulgo sonstige nach nach oben" ,, Armenkirchhof", sind in oben" abhängige Herren wohnen, in Publikum ohne Sorge sein und der Angstphilister sich in seinem 1894/95 auf Kosten der Stadt 2566 und auf Wahlstellen" und denen aber die eigentliche Millionenbevölkerung" au Sonntagnachmittagschläfchen nicht stören lassen. Die hohe gegen Bezahlung 136 Leichen beerdigt worden. Bei den BeHause ist dann wird Herr Zelle sein blaues Wunder Polizei wacht über die Sicherheit des Staats. Er wird dann sehen, daß nur im Verhältniß Konservativen feiern nur ein patriotisches Fest. Wenn aber die gar nur 9 Mal ein Geistlicher zugegen; dagegen war das bei Die Herren erdigungen auf Kosten der Stadt war nur 403 Mal Gefolge und zur Gesammtheit sehr, sehr Wenige bereit sind, die Erinnerung Sozialdemokraten Feste feiern ja, Bauer, das ist ganz bezahlten Beerdigungen immer der Fall. Neuerdings will sich an blutigen Schlachten durch geräuschvolle Jubelfeiern zu ver- etwas anderes! die Geistlichkeit etwas mehr um die Leichen der Armen bemühen, herrlichen, daß aber die arbeitende Bevölkerung Berlins feinen Mit Rücksicht auf die beginnende Manöverzeit dürfte als es nach den oben mitgetheilten Zahlen bisher geschehen zu sein scheint. Vielleicht hofft mancher, daß dadurch das„ Volk" der Kirche, der es immer mehr den Rücken kehrt, zurückgewonnen Wie übrigens ein Armengrab behandelt wird, werden kann. darüber giebt dem, der es noch nicht mit eigenen Augen gesehen hat, der Bericht des Magistrats über die Verwaltung der GeMusterungen der Schulkinder. Der Verein für gesundmeinde- Friedhöfe Aufschluß. Die Armengräber werden nicht einzeln heitsgemäße Erziehung der Jugend hat, Zeitungsmeldungen aufgehügelt, sondern in großen Gruppen, in Abtheilungen von zufolge, beschlossen, eine Musterung der schulpflichtigen Jugend Sämmtliche Viktualien sind in gehöriger Zubereitung und 50-80 nebeneinander liegenden Gräbern zu Rafenbeeten ver in Berlin ins Leben zu rufen. Er bezweckt durch diese Maß- guter Qualität zu geben. Die Morgentoft hat in Kaffee oder einigt. Dadurch soll verhindert werden, daß der Friedhof„ den regel umfangreiches Material zu beschaffen für ein Urtheil Suppe, die Mittagskost in Fleisch und Gemüse, die gewöhnlich abstoßenden Eindruck eines sogenannten Armen- Kirchüber die Wirkungen der Schule auf die Entwicklung und die Abendkost in Gemüse zu bestehen. Brotportion hoses gewährt". Man nimmt also an, daß die Armengräber feier stattfindet. fehen. Finger rührt, um das uns kulturell am nächsten stehende Volk jenseits des Rheins durch taktlose Feier seiner Niederlage zu tränken und Revanchegedanken in ihm wach zu rufen. Möge der Magistrat seine Gebäude schmücken: das arbeitende Volt Berlins hat damit nichts zu schaffen. es für viele von Interesse sein, zu erfahren, was der mit Verpflegung einquartirte Soldat zu beanspruchen hat. Dem ManöverSoldaten müssen verabsolgt werden: 2 Pfund Brot, ein halbes Bsund Fleisch( Gewicht des rohen Fleisches) oder 150 Gramm Speck, ein viertel Pfund Reis, Graupen und Grüße, ein halbes Pfund Hülsenfrüchte oder drei Pfund Kartoffeln und 15 Gramm Kaffee( Gewicht in gebrannten Bohnen). Gesundheit der Jugend. Die Musterung soll durch Kommissionen ist gleichmäßig auf die Morgen, Mittags und zu wenig gepflegt werden würden, was freilich bei der Nothlage vollzogen werden, die sich aus Lehrern, Aerzten und Laien( Herren Abendmahlzeit zu vertheilen. Für die Fälle, in welchen die der Hinterbliebenen, wenn solche überhaupt vorhanden sind, leider und Damen) bilden. Sie soll sich zunächst nur auf Knaben Quartiere erst zur Abendmahlzeit belegt werden, ist die volle meist zutreffen dürfte. Merkwürdigerweise ist nun aber den erstrecken, die am nächsten Einschulungstermin in 25 hiesigen Ge- Tageskost( mit Ausschluß der Frühstücksportion) zu einer Mahl- Hinterbliebenen zwar gestattet, auf den Gräbern Blumen und meindeschulen schulpflichtig werden. Der Verein hat sich für geit zu geben. fleinere Sträucher anzupflanzen, dagegen nicht erlaubt, Gitter Grund! Der Anordnungen unter= oder erhöhte Denkmäler anzubringen, da dies beim Abmähen sich den Mantel angezogen, sein mit etwa 120 Mart in Gold| Gegenstände mitgenommen habe, um ein Faufipfand zu haben. des Grases hinderlich sein würde". Wirklich, ein eigenartiger gefülltes, ganz neues Portemonnaie aus der Hand gelegt und Zwischen den ehemaligen Freundinnen hatten in der That so eigenbeim Weggehen irrthümlich auf dem Tische habe liegen lassen. thümliche Abrechnungen geschwebt, daß der Gerichtshof nicht klar Im Gemeindeblatt der Stadt Berlin war mitgetheilt, Nach der ganzen Situation behauptete R., daß nur der An- darüber wurde, wer eigentlich im Rechte sei. Der Staatsanwalt daß unser Genosse, der Stadtverordnete 3 a dek, als Vertreter geklagte das Portemonnaie genommen haben könne und da beantragte 1 Woche Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte aber wurde entschieden bestritt, der Stadt zu der Kriegserinnerungsfeier der Stadt Berlin dele- dieser Kriminalpolizei auf Freisprechung, da die Angeklagte doch der Ansicht gewesen girt war. Richtig hieran ist blos, daß Dr. Zadet eine Ein- Anzeige erstattet. Die törperliche Durchsuchung des 3. war er fein fönne, sie habe noch eine Forderung. Ihre Handlung sei ladungskarte zugefandt erhalten hat. Daß er von derselben folglos, die Kriminalpolizei sab sich aber zu einer zweiten Durch deshalb nicht Diebstahl, sondern nur ein Aft der Selbsthilfe, und selbstverständlich keinen Gebrauch gemacht hat, hätten wir nicht suchung gezwungen, da ihr bekannt wurde, daß 3. in der Seiten- das Gericht habe nicht zu prüfen, wieweit diese strafbar sei. für nothwendig gehalten, besonders zu bemerken, wenn nicht An- tasche eines Ueberziehers Geld aufbewahre. In der That fand Ober- Verwaltungsgericht. Zum Gehorsam gegen fich in der Ueberziehertasche eine sehr, defekte Brieftasche vor, in ist der rechtswidrige fragen an uns gekommen wären. welcher sich ein Betrag von über 90 m. in Goldstücken beEin Ziegeleibefiher Ring, der eine bedeutende Preis- fand. Seiner Versicherung, daß dieses Geld dem Kellnerverein gebene Beamte nicht verpflichtet. So hat das steigerung in Mauersteinen herbeiführen will, ist in der Gründung gehöre und aus dem Vertrieb von Ginlaßkarten für den Kellner- Ober- Verwaltungsgericht entschieden in einem Falle, wo der begriffen. Wie die Baugew. 3tg." aus bester Quelle erfahren Maskenball an ihn abgeliefert worden sei, wurde kein Glauben Landrath des Kreises Ruppin den Gemeindevorsteher F. in eine haben will, beschloß eine zahlreich besuchte Versammlung von beigemessen, vielmehr die Anklage gegen ihn erhoben. Im Ordnungsstrafe gezogen hatte, weil er sich geweigert, die Anordnung Ziegeleibefizern der Provinz Brandenburg einstimmig die Be- geftrigen Termine fand seine Behauptung eine wesentliche Unter: 8u befolgen, die Gemeindejagd öffentlich meistbietend zu verpachten gründung einer Vereinigung zur Regelung der Produktion und füßung durch den Vereinskassirer Nicolai, so daß auf den An- und vorher die Pachtbedingungen im Entwurf einzureichen. Das Erzielung eines beſſeren Preises." Das Verkaufsbureau der Vertrag des Staatsanwalts die Freisprechung des Angeklagten er: Jagdpolizei- Gesez überläßt es den Gemeindebehörden ganz uneineinigung will Mauersteine mittlerer Güte, franko Ufer Berlin, folgte. Ganz ohne Folgen blieb der unangenehme Vorfall für geschränkt, die Art der Verpachtung zu bestimmen. Wenn demgeliefert, nicht unter 22 M. für das Tausend gegen fofortige ihn aber doch nicht: In der qu. Brieftasche war ein Loos zu einer gegenüber geltend gemacht wird, auch an sich unzulässigen An ordnungen hätte der Kläger nicht Ungehorsam entgegenseßen Kaffe abgeben. Angeblich follen über 100 Biegeleibefizer mit ausländischen Lotterie gefunden worden und er wurde deswegen dürfen, und zum mindesten die Anordnung, wenn er sie nicht einer Jahresproduktion von etwa 600 Millionen Steinen dem zu einer kleinen Geldstrafe verurtheilt. Verein beigetreten sein. Die große Hine hat am Freitag in Berlin wieder ein Opfer gefordert. Der 34jährige Arbeiter Johann Wittchen vom Lohmühlenweg 10 war Freitag Nachmittag gegen 5 Uhr am Hafenplatz beschäftigt, um Kohlen aus einem Kahne zu laden. Kurz vor feinem Arbeitsplatze brach er bewußtlos zusammen und mußte mit einer Droschke in die Charitee gebracht werden. Hier stellte man Wiederbelebungsversuche an, die jedoch erfolglos blieben. Der Mann war einem Hitschlage erlegen. Durch Sturz aus dem Fenster suchte sich vorgestern die 38jährige Krankenpflegerin Wittwe Julie Dreczka aus der Gerichtsstraße 61 zu tödten. Die Frau war mit ihrem Schwager, dem Arbeiter Ferdinand Gurschte, der bei ihr wohnt, in Streit gerathen und sprang morgens um 4 Uhr aus dem Fenster ihrer Wohnung auf den Hof hinab. Sie kam jedoch mit dem Leben davon und zog sich nur erhebliche Verletzungen an den Füßen und am Rücken zu. Mit einem Krankenwagen brachte man sie in das städtische Krankenhaus zu Moabit. L. Versammlungen. " befolgen wollte, im Beschwerdewege angreifen müssen, so tann Für Schahgräber und solche, die es werden wollen, ist dieser Auffassung nicht beigetreten werden. Dergleichen An= ein in der Jur. Wochenschr." abgedrucktes Erkenntniß des Reichs- ordnungen darf der Untergebene unbefolgt gerichts von Interesse, weil es die Frage des Besitzrechts an Iassen, er thut dies allerdings auf seine Gefahr, indem einem solchen Schage erörtert. Es heißt da u. a.: In der er sich der disziplinarischen Ahndung seines Ver Regel wird, wenn Bloslegen, Wahrnehmen und Heben des haltens ausseßt, wenn lekteres schließlich als rechts- und disziSchatzes sich an einander anschließen, der Schatz an den ersten plinarwidrig befunden wird. Daß der untergebene Beamte Offupanten fallen. In einem andern Lichte erscheint dagegen den Beschwerdeweg gegen das unzulässige Andie Frage des Eigenthumserwerbes, wenn bei dem Finden und finnen betreten müsse, ist nirgends vor. Heben des Echages mehrere Personen fonfurrirt haben und geschrieben. Straffällig tann sich freilich der zwischen dem zuvorgekommenen Bemächtiger und dem Ent Beamte auch durch die Art und Weise feines becker, Streit entsteht. Die Nechtslehrer und die gemeinrecht- ungehorsams machen. Nach dieser Richtung ist aber lichen Quellen geben feine ausdrückliche Lösung der dem Kläger ein begründeter Vorwurf nicht zu machen." Viel nützen wird diese so verklausulirte Bestimmung bei ber Konkurrenzfrage. Sie wollen dem Finder den Erwerb zuwenden, unter Finder aber ist der Entdecker zu verstehen. Der Sinn der großen Abhängigkeit der Beamten nicht. zu gunsten des Finders bestehenden Rechtsnormen ist dahin aufzufassen, daß demjenigen der Anspruch zugewendet werden soll, dessen Thätigkeit die unmittelbare Ursache ist, daß der Schatz der Verborgenheit entrückt wird und infolge dessen wieder in den menschlichen Verkehr gelangt. In dem Konkurrenzstreite muß deshalb der Jm 2. Wahlkreise fand am Freitag, ben 3. b. M., die Polizeibericht. Am 23. d. M. früh wurde die Leiche einer bloße Bemächtiger, welcher die von dem Entdecker geschaffene Fortsetzung der Versammlung vom 13. d. statt mit der TagesFrauensperson aus dem Neuen See im Thiergarten gezogen. Rlarlegung benutzt hat, weichen. Ein unthätiger Buschauer, ordnung: Diskussion über das Agrarprogramm. Nachmittags vergiftete sich ein in der Weberstraße wohnhafter welcher nur die Bloslegung eines verborgenen Schayes gleich- Es nahmen zum theil zu längeren Ausführungen das Wort Mann mittels Kleefalz und Zuckersäure und wurde auf ärztliche zeitig wahrnimmt, kann nicht als Mitentdecker angesehen werden. die Genossen Schöpflin, Steinbart, haupt, Jahn, Anordnung ins Krankenhaus gebracht. Am neuen PionierUebungsplate schoß sich ein Kaufmanns- Lehrling infolge 3er Baul Lützow von dem Stettiner Landgericht zu drei Monaten Genossen Auer in der vorigen Versammlung einverstanden. Wegen Unterschlagung wurde der Kandidat der Theologie Sansen und Börsch. Sämmtliche Redner erklärten sich mit den Ausführungen des würfnisse mit seinen Angehörigen in die linke Brust, verletzte sich aber anscheinend nur leicht.— In der Adalbertstraße fiel ein Gefängniß und wegen Vergehens gegen das Alters- und In- Sie waren einig in der Verurtheilung des vorliegenden ProgrammKellner beim Aufspringen auf einen fahrenden Pferdebahnwagen validengefetz zu 14 Tagen Haft verurtheilt. Der Angeklagte war hin, gerieth mit dem linken Unterschenkel unter die Räder und erlitt Sekretär bei dem Amtsvorsteher Steffen in Gülzow und bekam entwurfs, und betonten, daß es unsere Hauptaufgabe sein müsse, Mit diesem Gehalte mußte die ländliche Arbeiterbevölkerung, nicht aber die Bauern zu ge winnen. schwere Verlegungen. Auf den Feldern zwischen der Prenzlauer ein jährliches Gehalt von 360 M. Allee und der Pappelallee wurde die Leiche eines einarmigen Mannes er auch Wohnung und Beköftigung bestreiten. Bei diesem Hunger- Gegenüber einer Aeußerung des Genossen Schöpflin, mit Schußwunden im Kopfe vorgefunden. Unter welchen Um- ohne ist es gar kein Wunder, wenn er sich schließlich an fremdem der nur einzelnen Mitgliedern der Agrarkommission die Schuld ständen der Tod, erfolgt ist, ist noch nicht aufgeklärt.- Gegen Gelbe vergriff. 2. hatte etwa 100 M. unterschlagen, außerdem für das Zustandekommen des Entwurfes zumißt, bemerkt Genoffe Abend fiel ein Kutscher bei der Einfahrt in ein in der Koppen- und von neuem verwandt und das dafür erhaltene Geld für sich Gesammtkommission verantwortlich zu machen. Seines Wissens wären bereits verwendete Invalidenmarken aus alten Karten losgelöst Auer, daß es nicht recht sei, einzelne Mitglieder für die Arbeit der straße belegenes Grundstück vom Wagen und wurde an beiden Füßen überfahren. Abends sprang am Engelbecken eine alte behalten. in der Kommission nicht die Gegner des Bauernschußes überstimmt Frau in den Kanal. Sie wurde noch lebend, aber bereits bewußt Viel Mühe und Arbeit haben die Gerichte mit einem worden, sondern gerade diejenigen Mitglieder hätten sich der los herausgezogen und ins Krankenhaus gebracht. Im Laufe Angeklagten, der wegen wiederholten Diebstahls vor der Abstimmung enthalten, denen der Bauernschutz im Agrardes Tages fanden fünf unbedeutende und in einer Papierfabrik 3. Ferien- Straffammer des Landgerichts I stand. Er nannte sich programm noch nicht weit genug ging. Aber nicht einmal die in der Reichenbergerstraße ein größeres Feuer statt. Außerdem May von Moritz und behauptete Artist zu sein, während das ganze Kommission, sondern die gesammte Partei sei schuld an wurde die Feuerwehr wieder mehrere Male wegen niedergedrückten Gericht Grund zu der Annahme hatte, in der Person des An- der Entstehung dieses Programms, weil seit Jahren in der Rauches grundlos alarmirt. geklagten den schon häufig vorbestraften Schuhmachergesellen Partei die Meinung herrschte, daß die Gewinnung der LandWitterungsübersicht vom 24. August 1895. Nögel aus Danzig vor sich zu haben, der es wohl für gerathen bevölkerung unter allen Umständen unsere wichtigste Aufgabe sei. hielt, feinen schwer belasteten Namen mit Rücksicht auf die Unter dem Einfluß dieser Stimmung hätte nichts anderes als Das Strafparagraphen, die von Diebstahl im Rückfalle handeln, das gegenwärtige Programm zu stande fommen können. abzulegen. Die bisher gegen May von Morih sprechenden felbe sei nicht, wie Genosse Jahn sagte, ein todter Löwe, sondern Strafatten beziehen fich nur auf einen Fall von eine Frühgeburt, der niemand eine Thräne nachweinen würde, Bettelei. Der Angeklagte bestritt mit aller Entschiedenheit, der wenn sie zu Grabe getragen wird. Schuhmachergeselle Nötzel zu sein und behauptete, daß er seinerzeit Die Bersammlung nahm eine vom Genoffen Hansen eins Emit seinem Vater aus Chitago nach Deutschland übergesiedelt und gebrachte Resolution an, in welcher das Agrarprogramm für lange Zeit im Zirkus Wally"(?) ein vielbewunderter Klown unannehmbar erklärt wird, da es, entgegen dem revolutionären' gewesen sei. Daß er eitel Flunterei betrieb, zeigte das vom proletarischen Charakter der Partei, den Schutz des Grundbesizes Vorsitzenden sofort angestellte geographische und geschichtliche fordert. 22 Examen, welches er sehr schlecht bestand. Er verlegte Zwei öffentliche polnisch- sozialdemokratische VersammChikago meuchlings nach dem„ Staate Orinoko" und hatte keine Ahnung von der verheerenden Feuersbrunst, lungen fanden diese Woche statt. Die erste am vergangenen Sonntag in Rigdorf( Viktoriafäle), wo der Genosse Bersus Die feinerzeit den großen nordamerikanischen Handelsplat einen Bortrag über das Thema: Wie verbessern wir unsere heimgesucht hat. Dazu kam, daß das Signalement des Schuh Lage?" hielt; die zweite Versammlung fand am Dienstag in machers Nözel ganz genau auf den Angeklagten paßte, bis auf Moabit( Kronenbrauerei) statt, in welcher Genosse Morawski die kleine Narbe über dem rechten Auge. Der Angeklagte brüftete über unsere Ziele" sprach. Beide Bersammlungen fielen zu sich allerdings noch mit einem Leberfleck, der in dem Signalement nicht verzeichnet sei, der Gerichtshof legte darauf aber gar fein unseren gunsten aus. Gewicht. Dem Angeklagten wurde in höchst drastischer Weise Tentscher Holzarbeiter Verband. die Maske vom Gesicht gezogen. Nach einander traten versammlung der Parquetbodenleger tagte am 17. Auguft bei mehrere Zeugen auf, die den Angeklagten noch von Schöning, Stallschreiberstr. 29. Zum ersten Punkt der Tagesder Zeit her kannten, als er noch bei seinem Bruder, ordnung, Bekanntgabe der Preise bei verschiedenen Firmen, wird dem Schuhmacher Nöhel Nözel in Danzig als Gefelle ar festgestellt, daß alle Firmen, mit Ausnahme Mittag, für beitete, und andere, die da bekundeten, daß er sich auch hier in Parquetboden 0,80 M., Stabboden 1 M. als Minimum bezahlen. Berlin Nözel genannt habe. Der Angeklagte suchte troß alledem Weiter wird bekannt gegeben, daß die Sperre über Rosena feine Rolle als May von Moritz bis zum Schlusse durchzuführen, feld u. Cie. weiter dauert und daß genannte Firma in der Freisprechung. Der in der Dynamitaffäre öb3er erzielte damit aber keinen Erfolg. Der Gerichtshof ver Yorffir. 11 momentan Arbeiten ausführen läßt. Zum Schluffe Krebs vielgenannte Schneider Töb3 wurde heute von der urtheilte ihn zu 22 Jahren 3uchthaus, Ehrverlust auf wird angeführt, daß der Fabrikant Rex haußen, Belgard a. d. Persante, Leger aus Berlin verlangt, dabei aber nicht an 9. Straftammer des Landgerichts I von der Anklage der Kuppelei 4 Jahre und Stellung unter Polizeiaufsicht. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden München Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( LLC 121BB Wetter halb bedeckt Gewitter heiter Celsius Temperatur GNN nach ( 5° C. 4° R.) 20 18 halb bedeckt 20 wolkenlos 762 MNM . 762 GO 1 762 GD 1 762 Still 765 23 1 20 Wien. 764 Still wolkenlos 15 Haparanda. 751 GD Petersburg. 758 850 bedeckt wolkenlos 17 15 Cort 766 NNW 3 758 NM 3 heiter bedeckt 13 11 764 SM bedeckt 17 Aberdin Paris.. . Wetter- Prognose für Sonntag, 25. August 1895. Kühleres, veränderliches, vielfach wolkiges Wetter mit Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. da = " Eine Branchenfreigesprochen. Der Angeklagte war von der Kellnerin Paula Ein erschütterndes Bild aus dem Kampfe ums Dasein giebt, um was für Arbeit es sich handelt. Es werden die Kollegen Flügel, seiner Geliebten, der Attentäterei und der Kuppelei be- entrollte eine Verhandlung vor der 137. Abtheilung am Amts- gewarnt und darauf hingewiesen, sich erst genau nach der Art bezichtigt. Wegen der Dynamitaffäre ist die Untersuchung gericht I. Frau Marie Tempel war von ihrem Manne verlassen der Arbeit und den Preisen zu erkundigen. bekanntlich schon früher eingestellt. Als Zeugen fungirten worden und mußte nun für sich und ihren Sohn allein den Eine Gefellenversammlung der Steinmetz- Junung bei der heutigen Verhandlung alte Befannte aus Lebensunterhalt erwerben. Dies gelang ihr aber nur in so tagte am 18. August im Königshof. Der Gesellenausschuß hatte politischen Prozeffen: Kriminalkommissar Bösel, Wachtmeister bescheidenem Umfange, daß es fast unglaublich flingt. Die Frau, die Versammlung einberufen, weil die Meister sich weigerten, Fricke und der in der Brandt'schen Spizelgeschichte hervorragend verdiente bei einer Aufwartestelle monatlich 6 M., zum fernerhin 10 Pf. pro Kopf der bei ihnen arbeitenden Gesellen betheiligte Schuhmann Lachmund, alias Lorenz. Der seinerzeit Leben zu wenig, zum Verhungern faum zu viel. In wilder zur Unterstützung der von den Krankenkassen Ausgesteuerten zu mit verhaftete Echneider Krebs war gleichfalls geladen. Die Verzweiflung, frierend, hungernd, und kaum mehr fähig, bezahlen. Darin bestand die kleinliche Revanche für das einBerhandlung wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführt. sich auf auf den Beinen zu halten, irrte sie eines Tages heitliche Vorgehen der Gehilfen, durch welches die Meister zur In der Urtheilsbegründung wurde ausgesprochen, daß der Ge- umher, führte eine ihr der Zufall alte Schul- Einhaltung des Tarifs gezwungen wurden. Die Meister reden richtshof zu einer Freisprechung gekommen sei, weil die Sache freundin, Frau Schüß, in den Weg. Dieser blutete das Herz, sich zwar dahin aus, daß sie vorgeben, deshalb nicht weiter zahlen nicht genügend aufgeklärt werden konnte und weil die Belastungs- als sie den Jammer der Tempel sah, die überall achfel zu wollen, weil im Falle einer Wiederholung des Ausstandes es zeugin Paula Flügel ihre ersten Bezichtigungen erheblich ein- zuckend abgewiesen worden war. Die Schütz wischte sich ihre zu Streitigkeiten über die Verwaltung des Geldes fommen könne. geschränkt bezw. widerrufen habe. Thränen mit dem Echürzenzipfel ab und lud die Hungernde zu Daß dieser Grund ein sehr fadenscheiniger ist, beweist schon, daß fich ein. Eine warme Tasse Kaffee und eine Schmalzstulle habe sie es nicht nur den armen ausgesteuerten franken Kollegen entVerschmähte Liebe hat zur Erhebung einer Anklage wegen fie schon noch für einen hungerndern Mitmenschen übrig, wenn gelten laffen, sondern auch denen, die auf der Landstraße liegen, Majestätsbeleidigung geführt, die gestern gegen den sie mit ihrem Manne, der ja auch nur ein schlichter Arbeitsmann wenn die Gesunden das verlangen, wozu ſie die Unterschrift der Arbeiter Bruno Kowalski vor der IV. Ferien- Straffammer fei, ebenfalls nur ein dürftiges Auskommen habe. Mit wildem Heiß- Meister auf den Tarif berechtigt. Die Durchreifenden bekommen des Landgerichts I verhandelt wurde. Der Angeklagte hatte ein Liebesverhältniß mit einem Mädchen, welches aber, nachdem es hunger fiel die Tempel über die frugale Mahlzeit her, welche ihr jetzt nicht mehr das Fremdengeschenk von 2 Mart. Mit der Mutter geworden war, sich in seinen Hoffnungen auf die ehr- geboten wurde. Schütz sah dies, und als ihm seine Frau die Verwaltung dieses Fonds hatten die Gesellen absolut nichts zu lichen Absichten des Angeklagten getäuscht fah. Sie wußte, daß Geschichte ihrer Freundin mitgetheilt hatte, da flüsterte er ihr thun. Echon in ihrem eigenen Interesse hätten die Herren Inetwas in3 Dhr. Der Arme hat ja fast immer ein warmes nungsmeister diese kleinliche Maßregelung an diesen Aermſten dieser eine kleine Militärpension bezog und drohte ihm, daß sie dem Herz für die Leiden des Armen. Die Tempel konnte in der unterlassen sollen, denn hatte die Innung noch einige Freunde Kaiser Mittheilung von den Vorkommnissen machen werde. Bei dieser Gelegenheit soll sich der Angeklagte zu einer Aeußerung über den Küche fürlieb nehmen und sollte dafür 3 M. pro Monat Miethe Stassen Ausgesteuerten trug die Versammlung insofern Rechnung, Gelegenheit soll sich der Angeklagte zu einer Aeußerung über den Schüß'schen Wohnung bleiben; mußte mit einem Bett in der unter den Gesellen, jetzt sicherlich nicht mehr. Für die aus den Kaiser haben hinreißen lassen, die als Majestätsbeleidigung an und für die volle Belöftigung 6 M. monatlich zahlen. Verdiente sie als in der nächsten öffentlichen Versammlung dafür gewirkt gesehen wird. Die Beweisaufnahme fiel zu ungunsten des An- nichts, dann durfte sie der Frau Echütz bei der Hausreinigung werden wird, daß dieselben von der Organisation aus unterfügt geklagten aus, der zu neun Monaten Gefängniß verhelfen, und hierfür wurde sie dann umsonst beköstigt. Der werden sollen, wenn sie ihren Pflichten derselben gegenüber nach urtheilt wurde. Tempel gelang es später sogar, noch eine Stellung zu finden, gekommen sind. Ein häßlicher Verdacht Iaftete Noch eine weitere Angelegenheit beschäftigte die Versamm auf dem Kellner bei welcher fie monatlich 10 m. verdiente, und nun glaubte sie Als der armen Frau aber lung. Die Steinmetzen sind froh, daß die Innungsmeister jetzt 3immermann, der sich gestern auf die Auflage des den Himmel auf Erden zu haben. Diebstahls vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten dann ihr Sohn übergeben wurde, der bisher in einer Anstalt nach Tarif bezahlen, sie wollen ihnen aber auch die Schmutzhatte. Der Angeklagte, welcher Vorsitzender eines Kellnervereins untergebracht gewesen war, um nun mit der Mutter in der engen fonkurrenz, soweit es an ihnen liegt, vom Halse halten. Die in ist, servirte in den Königshallen am Alexanderplatz und nahm Küche schlafen sollte, da stellten sich allerlei Mißhelligkeiten heraus, Berlin neue Firma Niggel, Trebbinerstraße, versucht es, die eines Tages von einem Kaufmann N. den Betrag für ein und zwischen der Tempel und dem Ehepaar Schulz kam Arbeit billiger hergestellt zu bekommen, als sie die Gesellen genossenes Glas Bier in Empfang. Etwa eine halbe Stunde es zum Streite. Die Tempel zog deshalb aus und nahm ein machen können. Auf den Stein, den die Firma verarbeiten läßt, nach seiner Entfernung der Gast fehrte zurück Die Schüß, welche über sind im Tarif 150 pet. Aufschlag vorgesehen, da es aber eine und Handtuch und ein Vogelbauer mit. fragte den Angeklagten, ob er nicht sein Portemonnaie, diesen Undank sehr böse war, erstattete Anzeige, und die Tempel weichere Gattung ist, so würden die Gefellen mit 100 pet. vorwelches auf er laffen, wurde auch des Diebstahls angeklagt. Sie gab an, daß ihr die lieb nehmen. Die Versammlung beschloß, wenn dies und im Kneiptisch habe liegen an sich genommen habe. Er wisse ganz genau, daß er, als er Schüß den Anzug des Sohnes vorenthalten und daß sie die übrigen nicht nach Tarif bezahlt werden sollte, die Bude zuzus Dem machen, vorher sollte der Altgeselle und der Vertrauensmann noch wurde der vorgerückten Zeit wegen Abstand genommen,| Schülerin, ertrug auf die Dauer nicht die Buneigung ihrer eineinmal beim Geschäftsführer vorstellig werden. Hierauf erstattete Regerau den Bericht bezüglich der Lokal- flußreichen Beschüßerin, sie verließ diefelbe, fluchtartig. Möglicher " " • Die Filiale des Vereins der graphischen Arbeiter und frage. Durch Vermittelung des Brauereidirektors Arend weise hatte ein Mann die Hand im Spiele. Die große Künstlerin Arbeiterinnen Deutschlands( Lithographen, Steindrucker und wurden die Differenzen mit dem Dekonomen der Viftoriasäle, blieb zurück, eine Beute furchtbarster Aufregung, zorniger Wuth Berufsgenossen) hielt am 22. d. M. eine Mitgliederversammlung Herrn Maaß, wieder beigelegt. Das Lokal verbleibt auf der und Eifersucht. Um sich zu rächen, bediente sich die Dame, als bei Brüning, Rosenthalerstr. 12, ab. Nachdem der Bevollmächtigte Lifte. Leider kehre sich die Rigdorfer Arbeiterschaft, wie Redner Frl. Klein nicht wiederkehren wollte, eines Briefes, ben das Mädchen unserem verstorbenen Vorfämpfer Fr. Engels einen furzen Nachruf bedauernd hervorhob, nicht stritte nach der Lokalliste. Viele an fie gerichtet. Die Künstlerin hatte, vermöge ihrer Stellung, die gewidmet und die Versammlung dessen Andenken in der üblichen glauben, mit dem Bierboykott sei auch die Lokalsperre gefallen, einflußreichsten Verbindungen. Es soll aber auch heute noch Weise geehrt hatte, erfolgte die Wahl einer Revisionskommission dem sei jedoch nicht so. Wohl könne das Bier der Vereinsbrauerei" Nachfolger Saint Florentin's geben, die berühmten Künstlerinnen und die Ersatzwahlen zu der schon bestehenden Matinees und anderweitig getrunken werden, das Lokal bleibe indeß gesperrt, einen lettre de cachet" nicht verweigern, wenn dieselben in Jene große Vergnügungskommission. Sodann referirte Genosse Saffenbach ebenso wie die Lokale von Gröppler, Hoffmann und ihrem Kabinet auf den Knien darum betteln über die heilige Inquisition", welcher Vortrag von der Ver- Iempte in der Bergstraße, da deren Inhaber sich während dem Schauspielerin, deren Name noch nicht genannt wurde, erwirkte fammlung mit Beifall aufgenommen wurde. Boykotts am schofelsten gegen die Arbeitervertreter( Bierkontrolleure) einen Verhaftsbefehl gegen Mlle. Klein. Das Mädchen wurde Die Abrechnung der Matineekommission über das Sommer betragen und sich bis jetzt auch noch nicht an die Lokalkommission eingesperrt unter dem Vorwande, eine lebensgefährliche Drohung fest konnte von den dazu Beauftragten leider nicht gegeben werden, wegen Freigabe ihrer Lokale gewandt haben. Leider hätten sich an ihre ehemalige Beschützerin gerichtet zu haben. Es war eigentlich da verschiedene Kollegen es troz mehrfacher Mahnung nicht für fogar Mitglieder des Vereins Vorwärts" bemüßigt gefühlt, an die Wahrheit. Frl. Klein, verzweifelt über die unausgesetzten nöthig befunden hatten, den Betrag für die entnommenen Billets Bergnügungen sogenannter blauer" Vereine in vorgenannten Verfolgungen, Lodungen und Versprechungen jener Dame, die ste abzuliefern. Um derartige Uebelstände für die Zukunft möglichst Lokalen theilzunehmen. Jedenfalls werde auch wegen verschiedener zur Rückkehr bewegen wollte, schrieb derselben:„ Wenn Sie nicht zu vermeiden, fand ein Antrag: die betreffenden Restanten drei Ungehörigkeiten die„ Neue Welt", Hasenhaide, von der aufhören, mir nachzustellen, so werde ich Sie tödten!"... Es Monate nach stattgefundenen Bergnügungen in der Versammlung iste gestrichen werden müssen; nähere Bekanntgabe der Gründe liegt auf der Hand, daß dies eine bloße Ginschüchterung sein öffentlich bekannt zu geben, einstimmig Annahme. erfolgt in fürzester Zeit. Sollten sich die Genossen in Zukunft sollte. Der Brief aber, von der Künstlerin in der Polizeipräfektur Zum Schluß wurde noch auf das am 12. Oftober bei Nieft, nicht besser um die Liste bezw. die Lokalsperre tümmern, dann oder gar höheren Orts vorgelegt, that seine Schuldigkeit. Fräu Weberstr. 17, stattfindende zehnjährige Stiftungsfest hingewiesen hätte das das Bestehen einer Lokalkommission für Rigdorf keinen lein Klein wurde verhaftet, anfänglich sogar mit ihrer Mutter, und zu der aus diesem Anlasse projektirten Festzeitung Mit Sinn.( Zustimmung.) Die Tellersammlung( 17,50 M.) wurde die aber wieder freigelassen wurde. Man konfiszirte alle Briefarbeiter gewünscht. den Angehörigen der Opfer des Klassenkampfes im westfälischen schaften des Fräulein Klein, darunter natürlich sämmtliche von Bergrevier überwiesen. Auf die Beschwerde über die Auf der mächtigen Künstlerin stammenden Episteln, in welchen dieselbe sich lösung der vorigen Versammlung ist noch kein Bescheid ein von der zärtlichsten Seite zeigte. Und als all dies geschehen war, hatte der weitreichende Arm der Künstlerin auch die Wissenschaft zum gelaufen. Rachewert herangezogen. Fräulein Klein, die zu ihrer Vertheidigung so seltsame Enthüllungen über ihre sogenannte BeSchiffskollision. Zwischen dem deutschen Dampfer schüßerin machte, wurde für geisteskrant erklärt. Diese milde Neapel", welcher mit einer Ladung Kohlen und Nindvieh von Anschauung bewahrt sie vor der Möglichkeit einer Verurtheilung New- Port und Tanger kam, und dem Dampfer„ Aliy", welcher 34 mehreren Hundert Franks Geldbuse wegen des„ Drohbriefes" nach Agde( Südfrankreich) unterwegs war, fand bei Kap Gaveau( 3) und sichert ihr ein lebenslängliches Asyl im Haufe der Gesundheit". Zu verwundern ist nur die Stellung der Pariser ein Zusammenstoß statt. Die„ Alix" lief auf, doch sind die Be- Bresse, die, bet aller Empörung über die unerhörte Grausamkeit schädigungen nicht bedeutend. Vermischtes. zu Rigdorf. An stelle der am Montag in Calvo Rigdorf. An stelle der am Montag im Lokal von Wiersing zu unrecht aufgelösten Volksversammlung fand am Freitag in den Vittoriafälen" eine zweite Versammlung mit der nämlichen Tagesordnung statt. Genosse Wagner theilte vor Beginn seines Vortrages: Die Bekämpfung der Sozialdemokratie durch die Voltsschule"(!?) mit, daß er gegen die Konfiskation seines Buches durch den Gendarm Donath Beschwerde beim Landrath erhoben und denselben um sofortige Zurücksendung feines Eigenthums ersucht habe.( Bravo.) Das Un berechtigte der Beschlagnahme des Buches" Friedrich der Große" von Macaulay) folgerte Redner aus dem Umstand, daß es in jeder Buchhandlung( Reclam'scher Verlag) für 20 Pf. für Kreuzer Buffard". Die Besatzung des Kreuzers Buffard" fener bramatischen Künstlerin, beren Namen nicht nennen will. jeden auch für Gendarmen erhältlich, also nicht verboten ist nach zweijähriger Abwesenheit aus den australischen Gewässern ist. Er wollte durch Verlesung einiger der markantesten Stellen nach Kiel zurückgekehrt. Briefkasten der Redaktion. nur beweisen, wie ausländische Geschichtsschreiber in diesem Wie man ins Irrenhaus kommt. Eine dunkle An86. Bezirk. Ihr Eingesandt eignet sich nicht für die VerFall ein Engländerüber historische Thatsachen urtheilen und gelegenheit beschäftigt seit einigen Tagen die Pariser Bevölkerung was andererseits den Kindern in preußischen Volksschulen über in hohem Grade. Schon vor einigen Tagen tauchte die Nach öffentlichung. Sie thäten tlüger, statt an die Oeffentlichkeit zu fogenannte große Männer" gelehrt wird. Wer sich dafür richt auf, daß eine junge Theater Elevin, Fräulein Klein- appelliren, bei ihrem Vertrauensmann oder bei der Buchhandlung interesfire, folle fich das kleine Buch zulegen; spezieller feine Deutsche die einen Preis am Konservatorium errang, des Vorwärts" Erkundigungen einzuziehen. auf seinen Inhalt einzugehen, wäre für bas Bortrags- noch ehe sie die Bühnenlaufbahn betreten konnte, in ein Mag R., Plauen i. V. Wenden Sie sich an die„ Frank thema ohne Belang. An die Besprechung unserer heutigen Irrenhaus gesperrt wurde. Da alsbald jedoch Erklärungen des furter Boltsstimme". Rechtsverhältnisse knüpfte der Referent eine treffliche Kritik des Direktors der Jrrenanstalt von Villejuif, wo Fräulein Klein sich Effener Schwurgerichts- Urtheils gegen Schröder und Genossen, befindet, und des dortigen Maires vorlagen, dahin lautend, daß das ebenso wie manches andere vielen Indifferenten die Augen die genannte junge Dame eben irrfinnig geworden sei, und daher Für die Familien der im Essener Meineidsprozeß geöffnet haben dürfte und sie den Reihen der Sozialdemokratie doch in die richtige Behandlung gegeben werden mußte, ward Verurtheilten gingen ferner ein: zuführen wird. Ein zwölfjähriges Ausnahmegesetz war nicht im über Fräulein Klein mit aufrichtigem Bedauern über ihr trauriges G. 35,50. R. G., Tempelhof 1,80. Maurer an der stande, die Sozialdemokratie zu vernichten, im Gegentheil, es Schicksal, zur Tagesordnung hinweg geschritten. Nun aber scheint Oberbaumbrücke 9,-. Stendal, 23. F. 2,-. Hannover, R. 5,-. habe nur zu ihrer Vermehrung beigetragen. Troßdem suchen es, daß die Affäre Klein doch wieder hervortreten und nachträglich Stadtbezirk 160 1. Rate 2,35. Personal der Buchdr. Gebr. Unger unfere Staatsleiter und deren Diener, wie z. B. der Schulrath vielleicht einen ersten Platz in der Pariser Schauerchronit er- 9,-. Tellersamml. d. Volksverfamml. in Nixdorf am 23. Aug. 17,50. Schulz in Aurich, der zu diesem Zweck sogar einen eigens dazu halten wird. Wie nämlich erzählt wird, fand das junge Mädchen Personal der Buchdruckerei Janiszewski u. Quitt 5,-,. 3,-. bestimmten Leitfaden für die Lehrer herausgegeben hat, sich ein- im vorigen Jahre, nach der erfolgreich abgelegten Schauspiel- Heinrich, Potsdam 24,95. Röln S. W. 20,-. 2 grüne Jungens zureden, durch die Volksschule die Sozialdemokratie bekämpfen prüfung, eine mächtige Beschützerin in der Berson einer großen aus Berlin II. 3,-. Vorwärts" Werkabtheilung 10,-. Pflaum zu können. Wenn auch die Jugend des Volkes der Denter" dramatischen Künstlerin. Diese berühmte Schauspielerin, ein 1,-. Arbeiter und Arbeiterinnen der Fabr. Borchardt Nachf. noch so sehr mit Religiousgesängen und Sprüchen gefüttert Stern erster Größe, zog Fräulein Klein an sich, mit dem Versprechen, 6,75. Brauerei- Arbeiter Münchener Brauhaus, Johannisstraße, würde, unsere wirthschaftlichen und politischen Zustände ihr weiteren Unterricht zu geben und ihr den Weg zum Erfolg zu ebnen. durch Schüler 40,-. Rothe Buxbaumplatte 3,- 7 Posamentirer feien bessere Lehrmeister als alles andere und werden den heran- Es war fein Zweifel, daß die bedeutende und erfahrene Künstlerin von 2. 3,50. Lampenfabrik Ritterstr. 8, 8,50. Münterfreunde Personal der Buchdruckerei wachsenden Proletarierkindern sehr bald die Wege weisen, die das reichtalentirte und außerordentlich schöne junge Mädchen in aus der Holzmarktstraße 8,80. fie zu gehen haben.-Lebhafter Beifall lohnte die inter- ihr Herz gefchlossen. Diese Liebe aber hatte unnatürliche Motive. Gensch 5,60. Summa 185,25. Bereits quittirt 866,65. Totaleffanten Ausführungen. Von einer Diskussion derselben Das junge Mädchen, am Anfange vielleicht in allem gelehrige fumme 551,90 Mart. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 25. Auguft. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Der Afrifanerin. Montag: Carmen. Schauspic! aus. fungen. Montag: Egmont. Deutsches Theater. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag: Minna von Barnhelm. Montag: Ehrenschulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. Dienstag: Minna von Barnhelm. Mittwoch: Zum 1. Male: Gök von Berlichingen. Donnerstag: Gök von Berlichingen. Freitag: Minna von Barnhelm. Sonnabend: Göh von Berlichingen. Näheres über Abonnementsbedingungen siehe Anschlagfäulen. Wie die Alten Adolph Ernst- Theater. Nachmittags: Die Weber. Abends: Der Kaufmann von Venedig. Montag: Die Weber. Leffing- Theater, Cherchez la femme. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nenes Theater. Tata- Toto. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Minna von Barnhelm. Montag: Ehrenschulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüsirt sich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Montag: Geschlossen. Alexanderplatz- Theater. Im Jrrenhause. Wahn und Wahnsinn, oder: Sie ist wahnsinnig. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Berliner im Feuer und Waffer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Chansonnette. Die Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Nur noch bis Mittwoch, 28. d. M., Schluss der Sommer- Saison. Zum letzten Male: Madame Suzette. Vaudeville- Posse in 3 Att. v. Ordonneau. Musik von Edmond Audran. In Szene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Wegen Vorbereitung zu der Novität: ブラ Paradebummler" Gesangsposse in 4 Aften von Eduard Jacobson u. Leon Treptow, Kouplets von Gußav Görß, Mufit v. G. Steffens, feine Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Berliner im Feuer und Wasser. Volksstück in 5 Akten und 7 Bildern von Frit Schäfer. Mufit vom Kapellmeister A. Wiedecke. Regie: Fritz Schäfer. Dirigent: Kapellmeister A. Wiebecke. Wirkliches Feuer. Wirkliches Wasser. Wirklicher Regen. Hauptbilder: 3. Bild: La Puce( Henny Schmid fucht den Floh). 5. Bild: 30 bildschöne badende Mädchen im Wasserbassin mit wirk lichem Wasser. Friedrich- Wilhelmstädtischer 7. Bitb: Groß- Feuer( Rettung von drei Concert- Park Noch ist es Zeit, nm Thränen zu lachen!!! über Berlin amüsirt sich. Das große Ulk- Programm. Fortsetzung: Sonntag, 8. September: Eröffnung der Winter- Saison in Quarg's Vaudeville Theater, Grand Hotel Alexanderplatz. Berlin amüsirt sich. Neue Nummern! Neue Einlagen! Menschen aus Feuersgefahr durch unsere brave Feuerwehr.) Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nationaltheater- Garten: Heute: Gr. Konzert u. Spezialitäten Vorstellung. Auftreten d. Berliner Original- Komiters Wilhelm Fröbel. 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Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, sonstige Anträge und Vereinsangelegenheiten. Zum Schluß: Gemüthliches Beifammensein. Der Vorstand. Carl Butry. Künstl. Zähne, to ziehen. Sheilzahlung. Goldstein, Drantenstr. 123 vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerzlofes Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. I M., wird abgeholt. Zahn ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten sonst Guckel, Laufiger Play 2. Elsasserstraße 12. Gewerbestreitfachen, Polizei-, Photographisches Atelier, Holzmarktstr. 71, a. d. Jannowizzbr., hält sich bestens empfohlen. Theilzahlung gestattet.[ 30542* Friedrichsberg. Klagen, Straffachen, Eingaben, In- Empfehle den Genossen mein tildy fassi jed. Art übernimmt Rechts- u. In- und Backwaaren- Geschäft. Auch kasso- Bureau Neue Schönhauserstr. 17, 1. habe ich bei mir eine Niederlage der Genossenschafts- Brotbäckerei errichtet. Auch Sonntags. Ernst Pahl, Scharnweberstr. 41. 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Geselliger Arbeiterverein Bruderkette. Sonntag, den 25. August, nachmittags 5 Uhr, Dhingaffe 2: Sigung. Nachdem Fidelitas. bei Schneider, Belforterstr. 15. Loreley. Uebungsstunde Sonntag, den 25. d. M., vormittags 11 Uhr, Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Lektüre( unentgeltlich). Müuerstr. 179a: Lektüre( unentgeltlich). Südost- Schule, Waldemarfir. 14, Montag, abends 7%-8% Uhr: Lektüre. 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Nationalökonomie.( Das Berhalten des Kapitals bei der Werthbildung, der Grad der Ausbeutung der Arbeitskraft.) Südost= erscheinungen des gefunden und franten Menschen.) Theil II. Wärnie, StoffSchule, Waldemarstr. 14: Voltsthümliche Medizin.( Bau und Lebenswechsel, Bewegungsapparat, Neven, Sinneswerkzeuge.)- Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. Grube, Mariendorferstr. 5. Lese- und Diskutirklubs.& art Mary, Montag, abends 9 Uhr, bei Sigung, jeden 3. Montag im Monat Bücherwechsel bei Ferger, Sebastian= ,, Auftlärung" jeden 1. Montag im Monat Straße Mar Kayser, jeden Sonntag vormittags 10% Uhr im abends 9 Uhr bei Lange, Hauptstr. 69. Restaurant Schömann, Heimstr. 16. Franz. Buchholz, jeden Montag Lieder Glockenrein Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Vorsitzender: d. Neumann, Paſewalterſir. 3. Alle Aenderungen im Vereinsfalender Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 2 Tr. iedertafel der Maler, Annenstraße 6, bei Ehrenberg. wieder ball, Köpenickerstr. 191 bet Foge. Butun ft 1, Steglitz, AhornLichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bei Karl Schulz. firaße 15a, Echelhose's Gambrinus. Arbeiter- Gesangverein Vorwärts III, zweig, Waidmannsluft, Berlinerstraße bei Berbe.- Liedesfreiheit II, Strausberg, Briegenerstraße bei Look, Bürgergarten. ( gent. Chor) Schönhauser Allee 46 bei Höhne. Syrene, Schönhauser Allee 28 bei Kelle.- Arbeiter- Gesangverein der Gnterbten, Swinemünderfiraße 49.- offnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39.- Ton= Gesangverein 2iberte: bei Ad. Neumann. Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, Huffitenstraße, Elysium". Harmonie 2", Weinstr. 11, Restaurant eind ,, Ginigtett 3", Groß- Lichterfelde, Amalienstr. bei G. Senger, Hilaria, Blumenstr. 46 bet Tomatscheck. doppelquartett, Neu- Weißensee, Langhansstraße bet Wm. Busch. Süd- Ost ll, Faltenſteinfir. 7 bet Trittelwig. Alpenveilchen, ge= mischter Chor, Lindowerfir. 26 bei Sachse. Solidarität, Oranien. Bittoria Säle". firaße 109 bei Greiser. Freya 2"( gem. Chor), Niydorf, Herinannstr. 45 Dämmeritsee. Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebad am -Klingmüller'sches Theil ihren Grund in der Sachunkenntniß des Werkführers von Zwickerarbeit hatte, dem Kollegen Kämpe sofortiges Verlassen der Arbeit anbefohlen wurde; die Kollegen vom Ausschuß, welche Der Verband der Vergolder 2c. hielt am 19. Auguft sich aufklärend und vermittelnd zur Stelle fanden, mußten eine feine Monatsversammlung ab. Vor Eintritt in die Verhandlung ganz unwürdige Behandlung erfahren und wurde auch ihnen ehrte die Versammlung das Andenken Friedrich Engels durch energisch angekündigt, daß sie sowohl, wie alle übrigen Arbeiter Erheben von den Sigen. Der erste Punkt der Tagesordnung die Arbeit zu verlassen haben. Die Arbeiter leisteten diesem Gewar Vortrag des Herrn D. Richter über„ Homöopathie", woran bote Folge. Andern Tags jedoch ließen sich die Chess in Untersich einige Anfragen schlosseu. Beim dritten Punkt: Diskussion handlungen ein. Seitens der Arbeiter wurden folgende Punkte als über die Gefängnißarbeit", berichteten mehrere Kollegen, daß Bedingung aufgestellt: 1. Einstellung aller Entlassenen, ohne Ausfeinerzeit auf Kollege Ewald's Petition an das Justizministerium nahme. 2. Anerkennung der Zuständigkeit des Ausschusses bei allen der Bescheid geworden, daß die Leistenfabrikation in den Ge- ausbrechenden Streitigkeiten. 3. Für den 1. Stepper einen Lohn fängnissen eingestellt werden solle, doch sei letzteres bisher nicht von 22 M.( derselbe bekommt 20 M.) 4. Für den jüngsten Angeschehen. Nach kurzer Debatte wurde beschlossen, diese Angelegen- schwärzer 9 M. Wochenlohn( derselbe bekommt 7,50 M.) Außer heit der Agitationskommission zu überweisen. Unter Gewerk- dem sind noch einige Forderungen älteren Datums bezüglich schaftliches" ersuchte der Vorsitzende die nicht organisirten Kollegen einiger Akkordfäße der Putzer und der Absatzbauer neu gestellt. dem Verbande beizutreten und theilte mit, daß, da in diesem Das Ergebniß der Unterhandlung war, daß zu Punkt 1 alle Jahre in der Urania" schon alle Sonntage vergeben seien, im Arbeiter mit Ausnahme der Kollegen Kämpe und Würzburg tommenden Jahre einen Sonntag für den Besuch vorzumerken. wieder anfangen sollten, über die übrigen Punkte gingen Hierauf gab Kollege Schnorre einen kurzen Bericht über die die Chefs ablehnend hinweg. Unter diesen Bedingungen war es Streitbewegung und verlas das Schreiben, das die Agitations- den 70 dort Arbeitenden unmöglich, die Arbeit wieder aufzuKommission an bisher 38 Fabrikanten geschickt habe, sowie zwei nehmen. Sämmtliche Diskussionsredner ergänzten und beeingelaufene Antworten. Zum Schluß ermahnte der Kassirer die stätigten diese Darlegungen bis auf den anwesenden Werkführer Vertrauensleute, schleunigst die Unterstützungsmarken sowie die Mordam. Dieser versuchte sich als unschuldig hinzustellen, erHamburger und Leipziger Streiklisten bei ihm abzurechnen. ging sich in hämischen, verächtlichen Zwischenrufen und verlangte Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker tagte hinter jedem Redner zum Worte gelassen zu werden. Zur sachblüthe, Beughoffir. 8, Reſtaur. Behlendorf. Wrangelfir. 84 bei Redanz. Männerchor Sangestuft II, Basewalterstr. 3 am 20. d. M. beim Genossen Zubeil. Das Andenken des ver- lichen Berichtigung wurde diesem Wunsche nach Möglichkeit storbenen F. Engels ehrte die Versammlung in üblicher Weise. Rechnung getragen. Der Herr Werkmeister nutzte dieses Kaffenbericht pro 2. Quartal: Einnahmen 435, M., Ausgaben Entgegenkommen jedoch zur höchsten Unzufriedenheit der Versamm300,56 M., Gesammtbaarbestand 437,35 M., Stiftungsfeftabrech- lung nach größter Möglichkeit aus und ergriff, als der Beschluß nung: Defizit 38,60 M. Tarifberathungen wurden für eine angenommen wurde, ihm nur in der Reihe der Rednerliste zum außerordentliche Generalversammlung zurückgestellt. Worte zuzulaffen, und jede Berichtigung dazwischen zu vermeiden, eiligst das Hasenpanier. Nachdem die Versammlung den Streit Der Streit bei Bergschmidt 1. Lange beschäftigte am bei Bergschmidt u. Lange einstimmig fanttionirt und moralische 22. August eine gutbesuchte öffentliche Schuhmacher- Versammlung und finanzielle Unterstügung zugesagt hatte, wurde mitgetheilt, die bei Keller in der Koppenstraße tagte. Nach den Aus- daß die Fabrik fein Musterinstitut sei, so sei kein abgeschlossener führungen fämmtlicher Redner ist der Streit nicht allein Umkleideraum für die Stepperinnen vorhanden, für 70 Personen momentane Folge eines einzelnen Vorkommnisses sondern das beiderlei Geschlechts sind nur 2 Klosets eingerichtet. Im übrigen Ergebniß einer ganzen Reihe von Unzuträglichkeiten, die bei sind Ventilation und im Winter Heizvorrichtungen äußerst unobiger Firma im Laufe ihres einjährigen Bestehens fortwährend genügend und mangelhaft. Zum Schluß gab Kollege Ullrich die vorkamen, und die, gepaart mit dem tyrannisirenden Betragen Verhaftung und Wiederentlaffung des bei ihm in Schlafstelle des Werfführers Mordam das Maß längst voll gemacht wohnenden Kollegen Wilhelm Weber bekannt, sowie die damit hatten, so daß es nur eines Tropfens bedurfte, um über verbunden gewesene Haussuchung, die sich nicht auf Weber's zulaufen. Der bei diesem Streit mitbetheiligte Kollege Sachen allein, sondern auch auf des anderen Schlafburschen, der Scholz gab zunächst folgende Darstellung über den Sach- Frau und des Redners Sachen, bis hinein in die kleinsten Billet- theatergesellschaft Immer Luftig jeden Sonntag Abends 6 Uhr, bei Ruht verhalt, der dem Streit zu grunde liegt. Entgegen ihrem Ehren- taschen und auf die darin verborgensten Staubkrümelchen erstreckt worte, das sie verpflichtete, sich den Beschlüssen des beiderseitig hatte. eingefekten Ausschusses zu fügen, nahmen die Firmeninhaber Abzüge an den Akkordlöhnen der Puzzer vor, trotz des EinWörtherstraße 45, bet F. Tarey. Köpenick. Hier tagte am 21. d. im, Raiserhof" eine öffent- 23 eiße Rose jeden Montag 9 Uhr Sizung bei Pommer, Reichenberger spruches derselben. Grund zu den Abzügen fanden die Herren liche Versammlung der Gewerkschaften aller Branchen. Au stelle in den durch. Ueberstundenarbeit mehr erzielten Wochenverdienst. des verhinderten Genossen Millarg hielt Genosse Pörsch aus Die Zwicker hatten sich geweigert, Ueberstunden zu arbeiten. Rixdorf einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die BeAuch den Schnittarbeitern und Absatzbauern wurden ganz deutung der Gewerkschaftskartelle, da ein solches hier vor kurzem wesentliche Abzüge gemacht. Das pünktliche Innehalten der Arbeits- ins Leben gerufen ist, an das sich aber noch nicht alle Gewerk zeit wurde zuerst seitens der Arbeitgeber durchbrochen, indem es schaften angeschlossen haben. In der Diskussion erklärten sich nicht zu den Seltenheiten gehörte, daß die pünktlich um 7 Uhr die Vertreter der bestehenden Gewerkschaften für eine solche Einerschienenen Arbeiter längere Zeit auf den Treppen verweilen richtung und ist der Anschluß aller Gewerkschaften an das Kartell mußten, ehe sie Einlaß zu den Arbeitsräumen erhielten, theil zu hoffen. weise mußten sie dann noch längere oder fürzere Zeit auf eigene Kosten auf Arbeit warten; alle standen sie in Akkordarbeit. Ram es jedoch vor, daß Arbeiter, in der Annahme, wieder die eigene Beit mit Warten auf den Chef verbringen zu müssen, diese für sich benüßten und etwas später kamen, der Chef aber gerade einmal pünktlich war, dann hagelte es böse Worte seitens des Werkführers, die stets darauf hinausliefen: wenn es Ihnen nicht paßt, dann können Sie gehen. So hatten sich die Verhältnisse zugespitzt, als dieser Tage durch eine geringfügige Ursache, die zum größten M den 25. August, vormittags 10 Uhr, Borstandssigung im Restaurant des LandsLandsmannschaft der Schleswig Holsteiner m Berlin. Sonntag, manns H. Knudsen, Oranienſtr. 198( am Heinrichsplay). Samariter- Kursus der Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. Nach dieser Spiele 2c. in der Haide. Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Attien- Gesellschaft. 25. August, nachmittags 3 Uhr: Versammlung in Thieme's Lindengarten in bei Witte. Seute: Zahltag Ackerstraße 123 bet Marten und Stallschreiberstraße 58 Elsafferstr. 26( gr. Saal): Fidelitas. Vergnügungsverein Italia. Sonntag 6 Uhr, Restaurant Roland", = Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Selgoland II", Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Ostend", nachm. Honntag: Bergnügungsverein von 4-6 Uhr. Montag: Pfeifentub elfenfest, Andreasstraße 26 bet Wilke. Vergnügungsverein Felsen fest, Rirdorf, Hermannstraße 21 bei Hornburg. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bet Wolf. Kartentlub Lustige Brüder, Strautstraße 48 bet attte. Arbeiter Zither= verein& inig feit, abends 9 Uhr, Uebung bei Nowack, Manteuffelſtr. 9. jedem 1. und 3. Sonntag im Monat. Theaterverein& tebesglück, Große Frankfurterstraße 74 bet Breuer, an Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- Theaters. gesellschaft Satur" abends 49 Uhr, bet Specht, Martgrafenſtr. 83. Privat Andree, Chorinei str. 53: Sigung mit Damen. minerva. Aue Montag Zusammenfunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. Brivat- Theatergesellschaft Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Sigung jeden Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas in Martthallen- Restaurant, Theater und Vergnügungsverein Rauchtlub Ambalema( Mitglied des lrbetter- Raucherbundes Grünauerstraße 3. ſtraße 19. Berlins und Umgegend) tagt Montag abends Uhr bet S. Golz, 9-11 Uhr bet Pauts, Schlesischestraße 38. Rauchklub Brüderlichkeit jeden Montag Rauchtlub Eldorado alle Montage, abends 8% Uhr, bet Geier, Pallisadenstraße 66. Theater- und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden Sonntag Arbeiter- StenographieBerein Eintracht", unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8 Uhr efalitzerstraße 54 bet Hente. Anfang 6% Uhr. bet Mothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theater verein Freiheits= offnung. Sizung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bet Baumann, Lychnei sir. 2-3.- Berliner Turngenossenschaft. Boltsthümliches Turnen, jeden Sonntag, von 2 Uhr ab, in Lichtenberg, Weißenfeeerweg bei Asche. Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachmittags an Sigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Stiefelhahn ,. Dresdenerstr. 68. Vergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4% Uhr Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9. Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau Rosenthalerstr. 57. Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 3 Uhr an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenfeeer Weg bei Asche. Damals, als Guzkow den Zauberer von Rom" dichtete, Befehlshaberton werden nicht mehr wie nach Gutzkow's AnSonntagsplandevei. war freilich Rheinland- Westfalen nicht das großindustrielle schauungen als unwillkommene Fremdlinge betrachtet. Am Ein grauenhaft groteskes Geschichtchen geht zur Zeit Musterland von heute. Damals war das ostelbische Alt- Rhein, wie oftwärts der Elbe gedeiht neupreußisch- schneidiges durch die Presse. Es handelt von Zeitungsverhältnissen in preußenthum dem Bürger von Rheinland- Westfalen wie etwas Gebahren; und mit der Münterei befreunden sich die China. Die blutige Mär wird verkündet, daß seit dem Gewaltsam Feindseliges, wie etwas Fremdes erschienen. Herrschaften allerwärts. Eine Respektperson wahrlich, Beste hen des obersten Regierungsblattes zu Peking, also Guzkow aber, der geborene Berliner, der als Anhänger dieser Münter. der als Anhänger dieser Münter. Wenn der lange Gustav- so wurde feit etwa 900 Jahren, 1800 Redakteure dieser Zeitung des jungen, revolutionären Deutschlands selbst vom Münter von einem Zeugen in Bochum bezeichnet, wegen Unbotmäßigkeit enthauptet wurden. Das macht also Westfalmückenthum geknufft und geknutet worden war, nächtlicher Weile durch die Straßen zog, so kannte jedes im Durchschnitt für jedes Halbjahr einen Kopf! sah damals mit kulturkämpferischen Instinkten auf die Kind seinen Tritt, wie die Blinden Genua's den des Wer möchte dies Geschichtchen auf seine Wahrheit hin rheinisch- westfälische Welt seiner Tage. Die Vertreter Doria. Wenn der lange Gustav zu donnern begann, so prüfen? Der scheidende Sommer heizt uns diesmal mit und Beamten des borussischen Systems wurden in seiner erzitterten alle Bösewichte und sämmtliche Schneiderseelen verdoppelter Gluth ein und so muß man die wunderlichsten Phantasie zu symbolischen, blonden, blauäugigen Helden und in der Umgebung einer halben Quadratmeile. Wie aus Seltsamkeiten überhitter Reporterphantasie geduldig über Groberern. Sie schienen ihm wie die rechten Nachkommen der Bochumer Gerichtsverhandlung hervorging, schlüpften die sich ergehen lassen. Mag nun der grausame chinesische der Waiblinger, denen sich das schwache, trotzige Geschlecht Angstmeier hurtig in ihre Betten, wenn draußen das Regierungsapparat hunderte armer Redakteure vernichtet der Welfen entgegenstemmt. schnarrende Kommando unseres langen Gustav ertönte. haben oder nicht: Eines bleibt immerhin merkwürdig bei Wenn der todte Dichter jetzt auferstehen könnte, wenn Was Wunder, daß vor solchen Angstmeiern und schlottrigen der Historie von den offiziösen Zeitungsschreibern in China, er jetzt sehen dürfte, was in den schornsteingefegueten Seelen Münter's Herrenbewußtsein wuchs und wuchs und und das unterscheidet sie wesentlich von ihren Kollegen der rheinisch- westfälischen Landen vorgeht und welche typische Ge- endlich übermächtig wurde in ihm selber. Wer hat das abendländischen Welt. Von Reptilien, die unbotmäßig ge- staltung seine blonden Herrennaturen, seine Waiblinger ge- ganze Jahr mit bösartigen Völkern herumzuraufen, wie worden, wie in China, hat man bei uns noch kein Sterbens- wonnen haben? Wie der alte Kampfruf für und wider Rom Münter? Wer hat mit schlechten Weibspersonen wörtchen gehört. In Reih und Glied stehen sie bei uns zwar noch nicht verhallt ist, wie er aber an lauter Straft weit und mit ränkesüchtigen Sozialdemokraten tagaus fest, die offiziösen Mannen, auf's peinlichste sind sie dressirt zurück stehen muß vor dem umfassenderen Kampfvuf: Für tagein seine liebe Plage wie Münter? Da giebt worden und gehorsam sind sie auf jeden Wink. Nein, sie oder wider die Gesellschaft der Bourgeoisie! So wie es Revolveraffären. Wer muß einschreiten? wiederum werden von keinem inneren Drang zur Empörung ver- in manchen deutsch- polnischen Gegenden zur Zeit natio- Münter. Da giebt es eine bedenkliche Biegung der elektriführt; und wollte man sie wegen ihres Ungeschicks etwa naler Ueberspannung die Gegensätze so sich vertiefen konnten, schen Straßenbahn. Wer muß auf und ab patrouilliren? strafen, wer von ihnen wäre auch nur für den kommenden daß die Schulkinder selbst ihre Arbeitshefte als fatholisch Der unermüdliche Münter. Wehe aber dem, der ihm Tag seines Lebens sicher? oder evangelisch bezeichneten, je nachdem die Schreibhefte für während seines sorglichen Rettungswertes entgegentritt! In ihrem Uebereifer, der Macht sich nützlich zu er- lateinische( polnische) Lettern oder für deutsche Kurrent Der lange Gustav läßt nicht mit sich scherzen. Eins, zwei, weisen, preisen sie gar jetzt noch den unseligen Urtheils- schrift bestimmt waren: so hat sich in Rheinland- Westfalen drei und er ist thatbereit. Und wenn einmal der Säbel spruch der Geschworenen zu Effen als Ausfluß allerhöchster der Gegensatz zwischen dem klassenbewußten Proletarier und aus der Scheide, dann halte sich zurück, wer mag. Ein Weisheit! Auf die heiße Erregung in der proletarischen dem Bourgeois, wie dessen proletarischem, am frommen Sieb über den Rücken eines Räsonneurs schadet niemals Welt, auf die vielen schweren und nachdenklichen Fragen, Gängelband geleiteten Anhang vertieft. Und das viel, auch wenn besagter Räsonneur flieht. die als Folge des Essener Prozesses selbst von gegnerischer ist kein Zufall, daß im Essener Prozeß ein und Aus der Fluth sozialer Vorkommnisse, die in den letzten Seite gestellt werden, von Klerifalen, Liberalen und Anti- der andere von den aufgerufenen Beugen auf die Jahren an uns vorüber gegangen sind, tauchen zwei Persemiten, antwortet der Offiziöse mit dem ewig gleichmüthigen inquisitorische Frage: Bist Tu Sozialdemokrat? ersonen, die an sich gleichgiltig, untergeordnet im WeltLächeln: Was ist geschehen, was steht den Herren zu widerte: Nein, ich bin katholisch," oder ich bin getriebe sind, als scharf beleuchtete Verkörperungen eines Diensten? Verbrechen wurden enthüllt und ein mahnendes evangelisch." Was will das Guzkow'sche:" bie Welf, hie bestimmten Systems auf. Der Gefreite Lück, der bekannteste Beispiel wurde vollstreckt. Sie schreckt schreckt die jäh Waiblingen" aus der Mitte unseres Jahrhunderts dagegen Repräsentant militaristischer Schneidigkeit, thront nicht auflodernde Bewegung nicht, wie sie sich diesmal im ein- besagen? Es ist nicht mehr der Zauberer von Rom auf mehr in in kalter Einsamkeit allein. Die polizistische müthigen Ausruf des Proletariats offenbarte: Hier leiden seinem Stuhl im Vatikan, der die geheimnißvolle geistige Schneidigkeit des Mannes, der beinahe Zahlmeister geworden Schuldlose! Sie kümmern sich um die Mahnungen nicht, Allmacht übt. Unsere Tage haben sich dieses romantischen wäre und darum sehr wohl sich über einen armseligen die von nichtproletarischer Seite ausgehen und warnen, die Mysticismus entwöhnt; unsere Verhältnisse werden mit Schulmeister lächerlich machen darf, reiht sich an die typisch Kluft zwischen proletarischer und bürgerlicher Welt nicht unter grausam klar beschienen; und da zeigt es sich, wie gewordene Schneidigkeit Lück's an. Bei beiden das gleiche unnöthig zu erweitern. Sie lächeln und lächeln, sie sind so manchmal der Kanonenkönig von Essen und die Leute, Allmachtbewußtsein, die feurige Eifersucht auf Wahrung die Besserwisser, die Selbstzufriedenen. die Blut sind von seinem Blut, mehr Gewalt üben über die ihrer militärpolizistischen Würde. Mag ihr Uebereifer auch Als Karl Guzkow einen jener vielbändigen Romane Geister, als selbst das geheimnißvollste Geflüster des Zauberers zu weit gehen, lieber allzustrenge Herren, als humanitätsschrieb, wie sie heute nicht mehr geschrieben werden, von Rom. Von diesem Geist industriell- kapitalistischer Ge- duselige Beamten, sagt die Gesellschaft. Und die wohleine jener umfangreichen Dichtungen, in denen die gemeinsamkeit beseelt, mußten die Geschworenen in dem bestallten, offiziösen Schüler und Ruhmredner dieser Gesellsammte Kulturbedeutung einer bestimmten Epoche künstlerisch Effener Prozeß zu dem Wahrspruch kommen, den sie gefällt schaft, die sind nur Lobes voll für die Typen wie Lück oder erfaßt werden sollte, da kam er auf die westlichen Glieder haben. Münter und sie verbeugen sich einmal und rufen: Hab' Dank, mein tapferer Lück, und sie verbeugen sich das andere Mal und sagen: Hab' Dank, achtsamer Münter! Alpha. " des preußischen Staatengebildes zu sprechen; dieselben Nun erst die Waiblinger von heute! Sie sind die rheinisch westfälischen Bezirke, in denen als charak- Eckpfeiler für die bürgerlich Wohlgesinnten auch in Rheinteristischestes Zeitdokument der Essener Prozeß sich abspielte. Land- Westfalen geworden. Die Männer mit dem schnarrenden MACHT STARK EINIGKEIT GESETZL EUTSCHE GESCH. SCHUHFABRIK Arbeiter Berlins! 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Winkler's Alcazar| Großes Kinderfest Dresdenerstr. 52( City- Passage), auf den Köllnischen Wiesen 600-700 Personen fassend, ist für Versammlungen an allen Wochentagen bis 6 Uhr abends, an Sonntagen bis 8 Uhr nachmittags, sowie für Festlichkeiten an Sonnabenden zu vergeben. 8129L Fey's Gesellschaftshaus Brunnenstraße 184.[ 3127L* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Donnerstags: Tanz für Bäcker. faff., zu Berfanimlungen u. Fefttichteiten. Freunden und Genossen zur Nach richt, daß ich in Empfehle meinen Saal, 500 Personen Rigdorf, Sobrechtstr. 9, ein Weiß. Bairish- Bier- Lokal eröffnet habe. 3130L* Bernhard Schenk, Tischler. Feinstes Weißbier Braunbier u. Werderschbier. 29762* u. August Reyher, Pallisadenstr. 62. Königstadt- Kasino, Holzmarktstr.72, Alexanderstr.21. Gr. u. fl. Säle, 400 Pers. fassend, Vers., entgeltlich zu geftlichkeiten u. Werf, Nieft's Fest- Sale, 3 Vereinsz., vergeben. Metzner. Weberstr. 17, ( zw. Straße 6 und 7). 20106 Nachmittags 4 Uhr: Gr. DoppelKonzert mit Tanz. Um 4/2 Uhr: sind noch Sonnabende fret. Großer historischer Erntezug. Bei eintretender Dunkelheit großer 30352* B. Nieft. Rohr's Salon, früher Appold, Rixdorf, uefebedstraße 48/49. Gr. Esel- Reiten. Sonntag: Gemüthliches Tanzkränzchen. Gr. Schattiger Garten, Kaffeeküche, 2 verdeckte Kegelbahnen. Für gute Speisen und Getränke sorgt stets H. Rohr, früher Berlin, Naunynstr. 78. Variété- Theater, Rixdorf, Wissmannstrasse 17. Jeden Sonntag: Gr. Konzert, Theater- n. Spezialitäten- Vorstellung. Entree 20 Pf., reservirter Platz 40 Pf. Kaffeeküdje geöffnet von 2-6 Uhr. Britz A. Bethge's Concert- und Theaterpark. Jed. Sonntag: Gr. Garten- Konzert. TheaterChauffeeftr. 39. Vorstellung. Ball im großen Saale. Entree für Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf. Kinder in Begleitung Er wachsener sind frei. Volksbeluftigungen aller Art.- Bereinen, Gesell schaften 2c. stehen meine Lokalitäten unter günstigen Beding. zur Verfüg. Sämmtl. Lokalitäten sind elektrisch beleuchtet. 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Elite- Specialitäten- Vorstellung einer beliebten Variété- Gesellschaft. Anfang 4 Uhr. Entree frei. Im Saale: Grosser Ball. Die Raffeeküche ist geöffnet. Hermann Otto. Treptow. Ausschank der Bock- Brauerei, Köpenicker Landstraße. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. Säle zu Bersammlungen, auch großeff. Lagerbier 18:10 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. Vereinszimmer zu vergeben.[ 2835L* Neu! Neu! Norddeutsche Sänger. Cösliner Hof Friedrichshagen. Fäffer zum Selbabfüllen. Restaurant ,, Waldkater" 1/16 1., 1/8 2 M., 1/4 3,50 M. Hausverkauf per Liter 10 Pf. in der Köpnickerstraße 37, 2 Minuten vom Brauerei Köpnickerstr. 112. * Bahnhof, mitten im Walde gelegen, 2000 Personen fassend. Kaffeeküche, Berliner Weißbier- Brauerei 4 Kegelbahnen, Beluftigungen aller Wohl& Co., Köpnickerstraße Nr. 112. Blumenstraße Nr. 46. Art. Vorzügliche Speisen u. Getränke. Hält sich Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. 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Unserem Genossen Karl Leps Achtung! seinem morgigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! Parteigenossen! Achtung! 20646 Sonntag, den 1. September 1895, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29: Na, Karl, laß Dir man nich von den Elefanten anr.....! Die da unten. Unserm geehrten Vorsitzenden Hugo Gehlhar zu seinem heutigen Wiegenfefte die besten Glückwünsche und ein dreimal donnerndes Hoch! Die Mitglieder 20436 Große Lassalle- Feier arrangirt von den Parteigenoffen des 4. Berliner Reihstags- Wahlkreises( Often). des Vergnügungsvereins, Flora Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert Präses, laß tüchtig gießen! Unserem blauen, großm..ligen Budiker Müller in der Brunnenstraße ein donnerndes Hoch! Mensch, wo hast W. G. R. P. Th. W. It. R. Senntag, den 25. Auguft, abends 72 Uhr, im Lokale des Herrn Du blos det Ding her! 20356 Buske, Grenadierstr. 33: Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Voltsbeglückung." Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren sehr willkommen. Nach dem Vortrag er halten nur noch Mitglieder Zutritt. Der Vorstand. 55/8 Lodes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß der Maurer Otto Bayer am Sonntag, den 18. Auguſt bei der Ringbahn- Brücke Halensee verunglückt ist. 20466 Die Beerdigung findet Sonntag, den Deutscher Schneider- u.Schneiderinnen- Verband 25. Auguft, nachmittags 4 Uhr, von ( Filiale Berlin). Zwei Versammlungen am Montag, den 26. August cr., abends 8% Uhr, in ,, Cohn's Festsälen", Beuthstr. 20. Tages Ordnung: 1. Die fanitären Zustände in der Haußindustrie und die Aufgaben unferer Gewerkschaft. Referent: Kollege J. Timm. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal 1895. 4. Verbandsangelegenheiten. 1C2/ 3 Dienstag, den 27. August cr., abends 8% Uhr, bei Max Mörschel, Schönhauser Allee 28. Tages Ordnung: 1. Welche Aufgaben erwachsen den Mäntelnäherinnen im Kampfe um beffere Lohn- und Arbeitsbedingungen? Referentin: Kollegin Ottilie Baader. 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Verbandsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Gäste aus allen Branchen sind eingeladen. Die Bevollmächtigten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Filiale Berlin Nord.) Dienstag, den 27. August, abends 8% Uhr, Versammlung im ,, Kolberger Salon", Solbergerstraße 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Alters- und Invaliden- Versicherung". Referent: Kollege Warnst. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Verschiedenes. Achtung! Kistenmacher. 113/9 der Leichenhalle der Mathäigemeinde zu Mariendorf aus statt. Um stille Theilnahme bitten Verwandte und Freunde. Todes- Anzeige. Hierdurch die traurige Nachricht, daß meine innig geliebte Frau, unsere gute Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin, Koufine und Tante Ernestine Dzubas geb. Kühn. nach furzem, schwerem Krantenlager am 22. b. M., abends 102 Uhr, im Alter von 22 Jahren infolge Herzleidens jäh aus dem Leben gerissen wurde. = unter Mitwirkung mehrerer Gefangvereine des Arbeiter Sängerbundes sowie einer 20 Mann starken Kapelle der Freien Vereinigung der Bivil Berufsmusiker. Auftreten der Gesellschaft Strzelewitz. Feltrede. Nach dem Konzert: Nach dem Konzert: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Die Vertrauensleute. Achtung! 5. Wahlkreis. Achtung! Lassalle- Feier. Sonnabend, den 31. August, abends 8½ Uhr: Große öffentliche Volks- Versammlung im Alten Schützenhaus, Linienstraße 5. Fest- Vortrag, gehalten vom Genossen Gustav Kessler. Gesangs- Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Vertrauenspersonen. 217/1 Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Im Namen der tiefbetrübten Hinter Sonnabend, den 31. Aug., bei Lips( Brauerei Friedrichshain): bliebenen 2090b May Dzubas. Die Beerdigung findet am Montag, den 26. d. M., vorm. 11 Uhr, von der Salle des jüdischen Kirchhofes in Weißenfee statt. Die Beleidigung gegen den Genossen Kunze nehme ich hiermit zurück. Otto Müller. 2044b Achtung! Selbst. Kürschner und Mühenmacher. Montag, den 26. August 1895, abends 71/2 Uhr, im alten Schüßenhause, Linienstr. 5: Große öffentliche Versammlung. Die Arbeiter und Arbeiterinnen sind zu dieser Versammlung eingeladen. 2047b Die Agitationskommission. Grünau. 2. Stiftungs- Fest, verbunden mit Lassalle- Feier, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Kreuzberger Harmonie", unter Leitung des Dirigenten Herrn Dillenberger. Die Musk wird von den Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Auftreten des beliebten Volkshumoristen Paul Schulz. Festrede, gehalten vom Genossen Adolf Hoffmann. Anfang 8 Uhr. 12 Uhr: Kaffeepause. Billets sind zu haben bei den Mitgliedern des Komitees Georg Hoff, Swinemünderstr. 69, 4 Tr.; C. Einert, Wiesenstr. 18; J. Wittkowski, Schul straße 72; P. Ziesche, Grunewaldstr. 47; H. Thamm, Buttbuferstr. 34, Querg. 4 Tr.; sowie in sämmtlichen Zahlstellen des Vereins und den mit Plakaten belegten Lokalen; Programme werden an der Kontrolle gratis verausgabt. Herrenbillets 50 Pf., Damenbillets 25 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. 257/3 Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 27. August, abends 81/2 Uhr, im Neuen Klubhause( bert), Kommandantenstr. 72: 179/3 Montag, den 26. August, abends 8% Uhr, im Lokal von 6.Lindenhayn'sGastwirthschaft Mitglieder- Versammlung. Henke, Naunynstr. 27: Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung: Bericht über den Stand des Streits und welche Maßnahmen haben wir ferner zu treffen? 94/8 Friedrich- Straße 2. Sonntag, den 1. September 1895: Humoristisch- musikalische Wohlthätigkeits- Unterhaltung Die ganze Einnahme ohne jeden Abzug ist für die Drillings- Eltern- Familie Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Germer, Berlin, Ruppinerstraße 16, Ferner machen wir bekannt, daß am 14. September das 13. Stiftungs- bestimmt. Fest des Vereins bei Keller, Roppenstr. 29, stattfindet. Billets werden in der Versammlung ausgegeben. Luxuspapier- Branche. Große öffentliche Versammlung aller in der Luxus- und Spitzenbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 27. August, abends 8½ 1hr, in der Norddeutschen Brauerei, Chauffeestraße 58. ages Ordnung: 1. Die Ueberfeierabend- Arbeit in den Luxuspapierfabriken. Referent Kollege Alex Sailer. 2. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse bei W. Hagelberg. Referent Rollege R. Wittrisch. 3. Werkstuben- Angelegenheiten und Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Achtung! Friedrichsberg- Lichtenberg. 23/10 3114L* Anfang 41/2 Uhr. Entree 10 Pf. als Abzeichen u. KravattNadel vers. geg. Nachn. od. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mehner über: Krisen, ihre Ursachen und Wirkungen. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Gäste willkommen. Maler!? Dienstag, den 27. August, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 22, 1 Tr.: Oeffentliche Versammlung. 126/1 Alles nähere siehe Montag Säulenanschlag. Der Vertrauensmann. u. Einf. v. 60 Pf. u. 20 Pf. Verein zur Wahrung der Interessen der Porto p. D., 6,00 m. u. 50 Pf. Porto p. Groß. Abzeichen- und StempelFabrik H. Guttmann, Brunnenstraße 9. Zinkgießer und Stürzer Berlius u. Umg. Ordentliche General- Versammlung am Dienstag, 27. August, abends 81/2 Uhr, bei Schumacher, Bücklerstr. 49. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes. U zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. 260/1 Arbeitsmarkt. Achtung! Achtung! Chirurgische Branche! Teltow Beeskow- Charlottenburger Wahlkreis. Achtung! Bei Dewitt& Herz, Georgen- Sonntag, den 25. August, vormittags 11 Uhr, firchſtr. 24, ifte wegen Lohnbdifferenzen in Charlottenburg im Lokale ,, Bismarkshöhe": ein ausgebrochen. fernzuhalten für Gürtler, Dreher, Schleifer und Arbeitsburschen. 48/6 Achtung! Gr. öfftl. Schuhmacher- Bersammlung Klavierarbeiter! am Montag, den 26. August, abends 8 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr. 37-38. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Schöpilin. 2. Diskussion. 8. Gründung einer Filiale des Vereins Deutscher Schuhmacher. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Die Agitationskommission der Schuhmacher Berlins. J. A.: G. Schädlich. Achtung! Rixdorf. 169/3 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Der Streit in der Pianofabrik von Julius Pfaffe, Landsbergerstr. 109, dauert unverändert fort. 141/13 Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Die Werkstatt- Kontrollkommission. Zeichner für Stickerei auf Cons fection, nur erste Kraft, verl. b. hohem Lohn David Niese, Kurstr. 39. 2019b Geübte Zementarbeiter auf längere Zeit verlangt Bergmannstr. 30, I rechts. Farbigmacher u. Versilb. verl. 2049b. Andreasstr. 10. Achtung! Montag, 26. August, abends 81/2 Uhr, bei Herrn Nitschke, Steinmeßftr. 55: Adhtung! Derlammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag über: Berufskrankheiten. Referent Serr Dr. Weyl, 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 77/8 Die Ortsverwaltung. Charlottenburg. 12 Einsetzer! Der Arbeitsnachweis für den „ Norden" befindet sich Dunckerstrasse 4 bei O. Schmiedel. Geübte Bernirerin sofort gesucht bei F. Zürn, Fürstenstr. 5. Jaquetts find. in unf. Große Kreis- Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Brandenburger Parteitag und seine Beeutung. Referent: Genosse Otto Goerke. 2. Distussion. 3. Wahl der Delegirten zum Brandenburger Parteitag. Die einzelnen Orte des Kreises werden ersucht, Deputationen zu dieser Bersammlung zu entfenden. 202/10 Sorget für Eure Frauen und Töchter und kauft ihnen Karol Weil's Seifenextrakt, die beste trockene Seife in Pulverform. Es macht den Waschtag zum Feiertag, erhält die Gesundheit und schont die Wäsche. Man verlange ausdrücklich Karol Weil's Seifenextrakt und nehme nichts anderes. In allen Seifen- und Colonialwaarengeschäften käuflich. Nur für Damen. 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