Nr. 204. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions: Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Juferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, tr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". " Sonntag, den 1. September 1895. Bedan und kein Ende! Ein Schlachtfest! Was geht uns das an? An sich nichts und wenn's auch zur 25. Wiederkehr des Schlacht tages gefeiert wird mit Paufen und Trompeten, mit Böllern und Kartaunen, mit tiefem Trunk und ungeheuerem Jammer hinterher. Expedition: SW. 19, 23enth- Straße 3. die Gier Deutschland wie in anderen Ländern, denen gar nichts daran liegt, daß ein dauernder Frieden zunächst zwischen Deutschland und Frankreich gesichert wird. Mit ihren wahren Meinungen rücken sie nie heraus, die Friedensliebe führen sie auf den Lippen und die Kriegsgier tragen sie und nach Orden im Herzen, Ehrenstellen und nach sogenanntem Kriegsruhm, der sich Ehrenstellen ausprägen läßt. nicht in Orden und Die bieten alles auf, daß die Schlachtfeste nicht aussterben, die dazu dienen, die Hoffnungen ihres Ehrgeizes zu speisen; nicht wollen sie es dulden, daß diese lärmenden Auffrischungen der Kriegsauswüchse außer Brauch kommen. Ob denn aber die übrigen Theilnehmer an den Fest lichkeiten gar nicht empfinden, daß ihre Friedensliebe als Heuchelei sich offenbart, wenn sie Schlachten feiern? Ist es ihnen in nüchternen Augenblicken nie vor die Seele getreten, welch ungeheueres Unglück für ein Volt ein Krieg ist, auch ein fiegreicher Krieg " An sich geht's uns nichts an. Wir nehmen nicht daran theil. Aber der Sedanrummel interessirt uns doch als Beobachtungsobjekt, als symptomatischer Vorgang aus dem Die Weltlage ist so bewegt, daß sie mehr und mehr stets lahmer sich dahinschleppenden Triumphzug des Milidas Interesse jedes denkenden Menschen in Anspruch tarismus, in dem die schneidig aufgepußte Bourgeoisie nehmen muß. Die Umsturzvorlage ist zwar gefallen, allein felbftgefällig, aber wenig erhebend für die Zuschauer eine der Umsturz von oben wird eifrigst fortgesetzt. Prunkrolle spielt, wie- doch wir wollen das Beispiel nicht weiter durchführen. Namentlich richten die Anstrengungen der reaktionären Die Verherrlichung St. Sedans das ist so recht Parteien sich gegen das allgemeine Wahlrecht ein fnatternder und knallender Beweis für die Heuchelei und das gleiche Recht der proletarischen und besitzenden unserer modernen Kultur, die sich auf ihren gleichzeitig Die Blüthe der männlichen Jugend wird wahlchristlichen und" humanistischen" Ursprung etwas zu gute Staatsbürger. Das deutsche Volk, die deutsche Arbeiterklasse thut und dabei barbarische Jubelfeste anrichtet, um blutige los dahingerafft, und schleichendes Siechthum, häufig soll politisch entrechtet werden. Und der Kampf Siege über ihre Mitchriften und Mitmenschen zu feiern, die unheilbares, bringen Hunderttausend mit heim, die dem um das allgemeine Wahlrecht, um die Rechte des Volkes Gebete lallt zum Gott des Friedens und dabei die Gier Würgengel entgangen sind, der in offener Schlacht mit dem muß vor allem in der Presse geführt werden. Die nach neuen Ruhmesthaten in Bethätigung der Menschen- Schwerte schlägt. Welcher Jammer wird hineingetragen in Presse ist die mächtigste Waffe des Volkes abschlachtungskunst im Herzen birgt. Was sagen wir: im zahllose Familien! Wie mancher Nachwuchs geht zu Grunde, Herzen birgt? nein, hinausschreit in alle Welt, wenn weil ihm der Ernährer fehlt, den unsere kapitalistische und diese Waffe zu stärken, ist Pflicht des Volkes. der Alkohol ihr die Zunge gelöst hat. Gesellschaftsordnung bedingt, und doch fühllos der Familie Wir fordern die Genossen auf, nach Kräften für die Wenn die Theilnehmer an einer Echlacht unter sich in raubt, um ihn als Kanonenfutter ruhmvoller" zu vers Verbreitung des Vorwärts" thätig zu sein. stiller Feier der gemeinsam überstandenen Gefahren, der werthen. Wir wollen nicht hier abermals die Frage aufrollen, gefallenen Kameraden gedenken, so ist das begreiflich. Wir würden niemals dagegen Emspruch erheben. Es könnte wer die Schuld an dem Kriege trägt, ob er sich nicht hätte iemand an einer solchen Feier theilnehmen, der den Krieg vermeiden lassen, wenn durch deutsche Diplomatenkunst die verabscheut und alles aufbietet, ihn für die Zukunft un- Chamade nicht in eine Fanfare umgeändert worden wäre. möglich zu machen. Er könnte daran theilnehmen, ohne fich Ob jenes die Schuld ob weffen, wer möchte bestreiten, und seinen Grundsätzen etwas zu vergeben, vorausgesetzt daß daß ein schweres Unglück der Krieg war für beide Völker! einbußt. Es war ein schöner alter Brauch unserer Vorfahren, den der Volkssage das Herengold; nur Staub und Aſche ließ die Feier den würdigen Charakter eines Todtenfestes nicht Selbst der Milliardenregen zerrann fruchtlos wie in Becher zu erheben, um„ die Minne zu trinken", die Minne, er zurück in unserem Volksleben: das habgierige Brozendas heißt das Andenken an die Todten. thum, das mit der Gründerära in Blüthe ging und dessen Aber nicht der Todtenminne, nicht dem Andenken an eingewurzelte Wucherpflanze stinkend und faulend unsere die Opfer jenes furchtbaren Krieges gilt es den Theil- Gesellschaftsluft verpestet. nehmern am Sedanstaumel, der Sieg ist es, den sie feiern, Berauscht von dem Schwindel Aufschwung der der Sieg über ein Nachbarvolt, ein Sieg mit Hunderttausenden Gründerära schloß das deutsche Bürgerthum seinen unvon Opfern auf unserer Seite erkauft, mit Hunderttausenden würdigen Pakt mit dem Militarismus. Für die ervon Opfern auf jener Seite gewürzt. Eine Feier, die so weiterten Bereicherungsmöglichkeiten und für Treffen, begangen wird, in diesem Geiste der Siegesfreude, reißt Troddeln und Titeln verschacherte es seine politische Selbstalle Jahre von neuem die schwer vernarbenden Wunden unseres Nachbarvolkes auf, säet stets neue Erbitterung in die Herzen der Besiegten, bläst die glimmende Gluth des Revanchefiebers jenseits der Vogesen zu neuem Geflacker auf und schiebt wieder in unabsehbare Ferne hinaus die Hoff nung auf Herstellung eines dauernden Friedens für Europas " Nach Beendigung unseres gegenwärtigen Feuilletons: der Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande", die ebenso spannend als belehrend sind, werden wir mit dem Abdrucke des in der Gegen wart spielenden, hochinteressanten Romans:" Der Ver rückte" beginnen, welcher die Vernichtung eines hoffnungsvollen Menschenlebens durch kirchlichen Fanatis mus darstellt und ähnliche Zustände beleuchtet, wie sie jüngst durch einen sensationellen Prozeß aufgedeckt worden sind. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 M. für den Monat September entgegen.( Eingetragen in die Poft- Beitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Redaktion und Expedition des„ Vorwärts". Völker. Aber da giebt es leider so unterschiedliche Gesellen in würde uns schrecklich leid thun...... Im übrigen meine ich, Bur Illumination am ,, St.Sedan". daß jetzt der 46. Psalm 3) recht für Sie paßt." Einige tönigstreue Leuchtkerzen aus dem tonservativen Lager, gespendet und angezündet von Lucifer. ständigkeit und hätte die politische Zukunft des gesammten Volkes verschachert, wenn es die Verfügung darüber gehabt hätte. Aber was das Bürgerthum feige und schachernd brangegeben, den Kampf für Volksfreiheit und Voltswohl, hat das Proletariat aufgenommen, es hat ihn aufgenommen unter doppelt schwierigen Umständen, denn es hat nicht nur Militarismus und Bureaukratismus, nicht nur die Junkers schaft gegen sich, wie das Bürgerthum in seiner besseren Zeit, Aus dem 123. Brief.. an Freiherrn v. H. Wenden Sie sich, da Herr v. d. Red frank ist, an Superintendent Bolkening Aus dem 122. Brief... an Frhrn. v. H... 3. Dez. 89... in Holzhausen, Kreis Lübbecke... Es ist derjenige, der in WirkDie Gütersloher sind ausgemachte Dickköpfe; da heißt's: lichkeit alles zurecht bringt. Aber Dr. Kropats check werden ,, den Katholiken nicht den kleinen Finger reichen, aber wenn Sie hier zu Lande schwerlich anbringen, was mir aufdiese Bedingung erfüllt ist, mit Hammerstein selbst gegen richtig leid thut. Er hat sich die ganze bei uns auf dem Aus dem 115. Brief:)... An Freiherrn v. Hammerstein die Wünsche des Königs, wenn's sein muß, durch Dick Lande fast überall tonservative Lehrerwelt zum Feinde ..., 16. Auguft 1889... Zu Ihrem glorreichen Sieg über und Dünn!" Das ist die Art der Münsterländischen Rasse. gemacht. Einer Einer von Ihnen beiden, entweder Sie oder die Wilhelm firaße,...., meine beste Gratulation... Die Ravensberger find weicher, bei ihnen liegt's um- Kropatscheck, muß als Sündenbock gelten und da ist's besser, Ich weiß, daß die Nationalmiferabeln und schwache Halbkonservative gekehrt. Sie würden ohne große Bedenken mit den Katholifen der lettere, der es ja doch auch in Wirklichkeit ist... Wünschen den freikonservativen Regierungspräsidenten v. Pilgrima) in unterhandeln, aber nicht leicht gegen den König Sie, daß Rauchhaupt wiedergewählt wird? Minden ins Auge gefaßt haben. Daraus darf nichts werden. Davon gehen.... Wir machen uns auf eine Regierungskandidatur Aus dem 124. Brief... 8. Januar 1890... Infolge dieser wird Exzellenz Windthorst auch überzeugt sein. Auch ist den Kartell- Ihnen gegenüber gefaßt und da muß man denn doch auf den Ab- Dinge begab ich mich heute Abend zu dem Geheimrath Hinz. menschen eine Demüthigung in Bielefeld ganz gesund, besonders fall der Schwachen sich gefaßt machen.... Wollen Sie nicht in peter. Das Resultat einer einstündigen Unterredung ist das wenn sie so ganz unverhofft kommt. Minden an Bock's Stelle einen tüchtigen Mann einschieben? folgende: 1. daß Seine Majestät der Kaiser über die AufAus d. 118. Brief... An Freiherrn v. H. . ., 12. Ottober. Die jetzt in der Politik herrschende Gtwa Stöcker, der ja wohl doch in Siegen wackelig steht, ftellung Ihrer Kandidatur empört sei, sie als Bubenstreich 12. Oktober. Die jetzt in der Politik herrschende oder, wie wär's mit Engel?-? Theilen Sie doch Delius bezeichnet habe, bezeichnet Hinz peter als aus der Luft Richtung muß doch einmal abwirthschaften. Ich halte es für( Geh. Rath, früher Reichstags- Abgeordneter von Bielefeld. 2.) gegriffen mit dem Bemerken, daß dieses ja ein Att despotischer höchst glücklich, daß dann klar am Tage liegen wird: 1. daß wir selbst mit, daß das Wahlkomitee Sie einstimmig aufgestellt Willtür sein würde. 2...... 3. dagegen sei die Sachlage die Klügeren gewesen sind, 2. daß wir als abgestrafte Warner hat... Er hat nach oben blickend Angst; den Ruf, ein folgende: Es sei ein wunder Punkt bei seiner Majestät, rein sind an dem Banquerott...... Aber eine Sorge habe Deklarant) zu sein, scheut er gewaltig ich mit andern. Haben Sie auch durch das Kuratorium der " Kreuz- Zeitung" in Ihrer Stellung nichts zu fürchten? Das 1) Wir haben uns bei der fragmentarischen Beröffentlichung dieses Theiles des Hammerstein'schen Briefwechsels vorläufig auf die nachfolgenden Auszüge beschränkt, welche geeignet sind, sowohl die bis in die Knochen tönigstreuen" Brief= schreiber in ihrer nackten Gestalt hervortreten zu lassen, als einen wichtigen Beitrag zur wahren Geschichte der„ kleinen aber mäch tigen Partei" zu bilden. 2) Bekanntlich ließ sich statt v. P. der Landrath v. Dit furth gegen Frhrn. v. Hammerstein zur Reichstagswahl 1890 aufstellen, bei der aber Singer mit Landgerichtsrath vers in die Stichwahl kam. deffen fortwährende Berührung den Kaiser auf das äußerste reize, daß ein Gegensatz zwischen ihm und dem Reichskanzler 3) Jm 46. Psalm heißt es: Gott ist unsere Zuversicht und statuirt und die Sache so dargestellt werde, als könne der Kaiser Stärte, eine Hilfe in großen Nöthen, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge, nicht so, wie er wolle. Auf grund eigener Beobachtungen habe und die Berge mitten ins Meer sänken. Die Heiden müssen ver- nun der Kaiser den Eindruck gewonnen, daß die Aufstellung Ihrer Kandidatur in diesem Ihnen an und für sich fern stehenzagen und die Königreiche fallen. 4) Deklaranten hießen eine Anzahl streng konservativer Männer, die durch eine Erklärung in der Kreuz- Zeitung" gegen schaft wurde erst später durch Vermittlung der Grafen MirBismard's Aeußerung proteſtirten, die er am 9. Febr. 1876 bach und Herbert Bismard allmålig beigelegt. Die im Reichstage gethan batte, daß sich jeder, der die ,, Kreuz- Zeitung" Kreuz- 3tg." und ihre Hintermänner wurden aber trotz ihrer halte, indirekt an den Verleumdungen betheilige, die diese im Sommer angeblich königstreuen und streng- konservativen Haltung wieder1875 gegen die höchsten Beamten des Reichs gerichtet habe. Bekannt bolt noch in jüngster Zeit von dem Hof nahesehender Seite lich hatte die ,, Kreuz- 3tg." Bismard, Camphausen und Delbrück scharf angegriffen, so daß der Kaiser Wilhelm II. schließlich das Betheiligung an Gründerspekulationen vorgeworfen. Die Feind- Blatt auf seinen Schlössern zu halten verbot. sondern dieses Bürgerthum selbst als vierten Bundesgenossen tauchten, daß die Schrauben in der Luft frei wurden, dabei fühlt. Die deutsche Linie der großherzoglich oldenburgischen jener vormärzlichen Dreieinigkeit. riefig schnell sich umdrehend, so daß die so plötzlich entlastete Familie entbehrt der Nachkommenschaft, dann würde nach Solchen Frontwechsel hätte die Bourgeoisie sicher in Maschine unheimlich schnell ansing zu arbeiten, dabei das ganze dem Absterben der lebenden deutschen Familienmitglieder späterer Zeit doch vollzogen, aber nicht in so schmachvoller Schiff erzittern ließ. In der Jammerbucht, die nördlichste Ein- die Deutschland ganz entfremdeten russischen Agnaten zur buchtung Jütlands, stand eine furchtbare See. Den Torpedo Schnelligkeit unter Aufgebung aller eigenen Würde. Der booten schlug Waffer in den Schornstein, so daß die Feuer ver- Thronfolge berufen werden. Das macht aber nichts, bie Rausch der siegreichen Kriege, des deutschen Bürgerkrieges löschten. Auch dem untergegangenen Boote„ S 41" ist es derartig Plebs soll national denken und fühlen, die Fürsten sind von 1866 und des europäischen Bürgerkrieges von 1870 ergangen, so daß das Schiff infolge verminderten Dampf- international. hat es zuwege gebracht, daß die Opposition der Konflikts- bruces hinter den eine Division bildenden Booten zurückblieb. Patriotismus und Unternehmerthum. Die„ Nordzeit kaum fünf Jahre später bereits ihrem Gegner die als das Divisionsboot deshalb umkehrte, erhielt es von S 41" deutsche Allgemeine Zeitung" und die National- Zeitung" Schleppe nachtrug. signalisirt, daß an seinem Bord nichts passirt sei, nur der ver- dürften sich für folgende Mittheilungen intereffiren: " 1 irgend welcher Aber so rechte Freude hat die Bourgeoisie schon minderte Dampfdruck das schnelle Fahren verbiete. Kaum war In der Maschinenfabrik von E. Becker( ChausseeTängst nicht mehr an deu Jubelfesten des Militarismus. das Signal verstanden, so wurde das Boot von den Wellen derSchaal schmeckt ihr der perlende Freudenkelch. Es mischt artig gepeitscht, daß es umtippte, den Kiel nach oben, den straße 100) wird am 2. September nachmittags nicht Schaal schmeckt ihr der perlende Freudenkelch. Es mischt Schornstein nach unten zu treiben anfing. Einige wenige gearbeitet. Bezahlung dafür giebt's nicht; vielmehr sich in die Feststimmung ein Ton hinein gleich dem, der Mannschaften von der Besatzung schwammen mit Schwimm hat die aus Firma 150 Mart der verendenden Gesellschaft des vorigen Jahrhunderts westen; blos drei Mann fonnten gerettet werden. 3wei Kaffe spendirt zu einem am Abend im Weddings die Stimmung verdarb, als sie ihre legten Tänze auf dem Mann, darunter ein Ober- Feuermeister, waren auf das park" stattfindenden Vergnügen für die daselbst beschäftigten vulkanischen Boden aufführte, der die neue Gesellschaft umgetippte Boot geklettert, während die übrige Besatzung 60-70 Arbeiter. gebären sollte. aus dem Boot nicht herauskonnte. Das Divisionsboot 4 näherte In den Königl. Fabriken in Spandau ließ Der erkünftelte Sedanjubel wird hohler von Jahr zu sich, warf Schwimmwesten, Rettungsgürtel, Holz und dergleichen die Direktion Listen zirkuliren, in welche alle diejenigent Jahr und abseits steht mit geschloffener Lippe die Vorhut über Bord und rief den beiden Mannschaften zu, loszulaffen und die Direktion Liften zirkuliren, in welche alle diejenigen Jahr und abseits steht mit geschlossener Lippe die Vorhut einen der schwimmenden Gegenstände zu ergreifen, aber feiner sich ein zeichnen sollten, welche den Festzug mitder Zukunftsgesellschaft, das friedliche Heer des Proletariats, that es, von 5 Uhr bis 5 Uhr 35 min. hielten sich die Leute 3 uma chen wünschten. Wer nicht unterzeichnete, hatte das keine Schlachten der Vergangenheit feiert, das für den am Boot fest, um dann mit in die Tiefe zu gehen. Als das um Urlaub einzukommen und die Gründe anzugeben. Krieg nur Abscheu hat und das alle Kraft dransetzt, um Geschwader das Schicksal der unglücklichen Mannschaft erfuhr, Da ohnedies die Arbeiter in ständiger Angst vor Entdurch Herbeiführung einer neuen Gesellschaftsordnung der fenkte es die Flaggen und ein kleiner Trauergottesdienst be- lassung leben, haben selbstverständlich fast alle Arbeiter unterganzen Welt den Frieden zu bringen, den Frieden, der gann. Inzwischen entfalteten die entfesselten Elemente zeichnet. Es wird daher am 2. September nur vier Stunden teine Klaffenzertlüftung, teine kriegerzeugende National- immer mehr ihre Macht, so daß den Torpedobooten der Befehl gearbeitet. Von Bezahlung der übrigen Zeit ist bisher keine feindschaft mehr dulden wird. zuging, unter dem Lande Schuß zu fuchen. Gestern nachmittag fam die Flotte im Kieler Hafen an, von den Torpedobooten find Rede, was um so merkwürgiger berührt, als man zur die meisten reparaturbedürftig geworden. Ein paar Tage Ruhe Veteranenparade" auf dem Tempelhofer Felde die Theilfür die Schiffe, für die Mannschaften ein Sedanfeft, und von nehmer aus der Kantinentasse mit 4 Mart entneuem beginnt das Manöver, nur das diesmal die Ostsee aus- schädigte. ersehen ist. Sechzehn Menschen und zwei Schiffe das Facit des lehten Floffenmanövers. Politische Webersicht. " Die Firma Siemens und Halske zahlt dieses Jahr das erste Mal ihren Arbeitern den Lohn für die drei Stunden, welche am 2. September ausfallen, durch Schluß um 2 Uhr. Gleich nach der Kanalfeier verließen die vier großen Panzerschiffe 1. Klaffe der Brandenburgklasse den Rieler Hafen, um in Berlin, 31. August. Die Ofenfabrikanten in Welten müssen Begleitung eines Avisos auf einer Reise nach dem am Atlantischen Welche Wendung durch Gottes Fügung. Mit natürlich auch ihren Patriotismus leuchten Laffen, zu Ozean unweit Portugals gelegenen spanischen Kriegshafen Bigo diesem Ausruf meldete der alte Wilhelm die Gefangen welchem Zweck in den meisten Fabriken am 2. September ihre Seetüchtigkeit zu erproben. Nach einem siebentägigen Aufenthalt gingen die Schiffe zurück nach England, the igen nehmung Napoleon's. Und wahrlich eine wunderbare die Arbeit ruht. Es findet in Belten ein Festzug statt, den um sich da Wendung bezeichnete dieselbe. Bisher war der ganze mitzumachen natürlich kein Arbeiter gezwungen" wird selbst mit dem Geschwader zu einer Manöverflotte zu vereinigen. Krieg als hauptsächlich gegen Napoleon geführt hingestellt- fehlt er aber, dann liegt er in wenigen Tagen auf dem In Cowes fiel ein Mann vom Panzer 1. Klasse Kurfürst Friedrich Wilhelm" über Bord und ertrant. Obgleich und ein großer Theil des nationalen Hasses und Bornes Pflaster. Leider liegt die ganze Ofenindustrie so danieder und sich während der ganzen Reife die benannten vier Schiffe als galt der Person des eidbrüchigen Staatsstreichlers, den die ist die Arbeitslosigkeit und das Elend so groß, daß an Seeschiffe, soweit jest bekannt ist, gut bewährt haben, haben sie Fürsten und herrschenden Klassen als" Retter der Gesell- Widerstand von seiten der Arbeiter gar nicht gedacht werden fich für die an Bord befindlichen Mannschaften um so unvortheil- schaft" feierten. Daß diesem die verdiente Büchtigung zu tann. Hängematte nicht im einem man fennt das ja eine hafter gezeigt. Der über das Zwischendeck sich hinziehende starke theil wurde, erfüllte einen großen Theil des deutschen In den meisten Fabriken erfahren die Arbeiter erst Banzergürtel erzeugt trotz der Ventilationsmaschinen im Heiz, Volkes mit Befriedigung und in der Befreiung heute Abend, ob gefeiert wird oder nicht, respektive ob die Maschinen- und Zwischendecksraume eine sehr warme Temperatur Frankreichs von der korrupten und korrumpirenden Arbeiter auf eigene oder Kosten des Unternehmers feiern.. und schlechte Luft, sodaß die vor den Refselfeuern stehenden Regierung und der Sicherstellung des europäischen Friedens Zur Sedanfeier in Halle a. S. schreibt das dortige Heizer nachts in ihrer unter dem Panzerdeck befindlichen sah er den Zweck des Krieges erreicht. Mit der Gefangen- Boltsblatt": Daß die hiesigen Fabrikanten ihren Arbeitern wechsel unterliegen. An beiden Stellen ist die Luft gleich nahme Napoleons änderte sich das Bild. Napoleon, die paar Stunden am Montag Nachmittag freigeben schlecht und warm, eine Folge, die sich auf den Gesichtern der den die offiziellen und offiziösen Blätter vorher nicht müssen zur höheren Ehre des St. Sedan, thut ihnen doch betreffenden Mannschaften flar erkennen läßt. Während die scharf genug brandmarken konnten, erscheint nun recht wehe. Aber es ging nicht anders, und außer Matrosen, trog der erlittenen Strapazen frisch und gesund aus: niehr als der Bruder" König Wilhelm's dem " gute giebt es sehen, haben die Heizer eine blaffe Gesichtsfarbe und eingefallene und der Krieg wird als ein Kampf gegen das französische ganze Reihe von kleinen Mitteln, durch deren AnBacken, gleich brustkranken Personen! Volt" hingestellt, gegen welches sich alle Schmähungen wendung das großherzige Kapital seinem Schaden wieder Am Dienstag, den 27. August, lag die gesammte Flotte, richten. Die Eroberung von Elsaß- Lothringen wird als beikommen kann. Doch das Kapital wird sich seine welche einige Tage vordem ein Manöver auf der Elbmündung vorgenommen hatte, in einer Stärfe von 26 großen Schiffen der Endziel hingestellt und der Siegesrausch wird dazu benutzt, patriotische Gemüthsaufwallung schon bezahlen lassen. verschiedensten Typs und an 30 Torpedobooten in Wilhelmshaven zunächst jede widerstrebende Meinung in Deutschland nieder Etwas originell ist es, wenn ein Unternehmer schon vorher vereinigt, um gegen Mittag gemeinsam über Stagen nach Kiel zuhalten. Wenige Tage nach Sedan ist in Norddeutschland seinen schmerzlichen Verlust wieder auszugleichen sucht. Zu zu dampfen. Während der Fahrt wurde manöverirt, nachts der Belagerungszustand erklärt und sind die wichtigsten diesen Heiligen gehören die Besizer der Eisenwaaren fuhr man in Riellinie mit geblendeten Lichtern, was für Verfassungsparagraphen suspendirt. Der Vorstand der Fabrik von Neuter u. Straube. Dort fand sich die gesammte Schifffahrt und für die Kriegsschiffe selbst von sozialdemokratischen Partei wird durch Vogel von Falcken folgender Anschlag: großer Gefahr ist, zum Aufsuchen des Feindes oder aber auch stein in Ketten nach Lögen transportirt, dasselbe Schicksal Es wird erwartet, daß jeder bis dahin um den heimtückischen Torpedobooten zu entgehen, nothwendig theilte Johann Jacoby. Noch zu Beginn des Krieges hatte( bis zum Nachmittag) seine Schuldigkeit wird. Am Mittwoch Morgen fehlte dem Geschwader ein Schiffs dieser im Kreise seiner nächsten Parteigenossen sich dahin voll und ganz thut, damit der durch be wird. Am Mittwoch Morgen fehlte dem Geschwader ein Schiffs- theilte jungen- Schulschiff, die Korvette Gneisenau". Einen Unfall ver muthend, mußte der Panzer Wörth" umtehren und suchen. Er ausgesprochen, daß alle anderen Interessen bis zur Ent- sagte Feier verursachte Arbeitsaufenthalt fand auch bald das Schiff, es hatte in der Nacht einen scheidung des Krieges in den Hintergrund zu treten möglichst gedeckt wird. seiner geblendeten Lichter den Schooner nicht gesehen hatte. Die Schuld Shizzen[ Nachdruck verboten aus dem füdamerikanischen Hinterlande. 80 deutschen Schooner Delphin" von hinten überrannt. Rapitän hätten, erst, wenn es sich um die Friedensbedingungen Man hört es dem Erlaß an, wie wehe es den Herren und ein Leichtmatrose, welche bei dem Busammenstoßhandeln würde, habe das Bolt in die Erörterung derselben thut, daß sie ihren Arbeitern das Joch auf einige Stunden ins Waffer tamen, büßten ihr Leben ein. Der einzutreten. Das freilich sah er nicht voraus, daß die abnehmen müssen. O glaubt es mir auf Ehre, ich kenne offiziöse Telegraph fucht die Schuld dem Schooner zuzuschreiben, machthaber, wie sie den Krieg von langer Hand vorbereitet die Pastöre! glaubt es ohne Qual, man kennt das da dieser leine Hecklaterne führte. Dem ist aber nicht so. Segel und eingefädelt, die durch den Krieg noch gefestigte Macht Kapital! schiffe haben nachts nur ein rothes oder ein grünes Seitenlicht in erster Linie dazu benutzen würden, jede abfällige Meinungszu führen, sowie den Kompaß zu beleuchten, was ebenfalls von Die Boykottirung der Christlich- Sozialen durch anderen Schiffen wahrgenommen werden kann. Es bleibt dem äußerung mit Gewalt niederzuhalten. Mit Sedan leitet die Behörden macht so erstaunliche Fortschritte, daß man nach die Schuld dem Kriegsschiff beizumessen, welches infolge sich das Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte" ein. wiederum dem Freiherrn v. Stumm bewundernd zugestehen Das Fürstenthum ist international. Wir erfreuen muß, er ziehe in seiner Methode der Staatsretterei die Inzwischen wurde das Wetter immer schlechter, so daß die uns bekanntlich eines Bundesfürsten, der Sohn der Königin Staatsbeamten hinter sich her wie der stolze Leitstier die gesammte nach Stajen zu fahrende Flotte arg mitgenommen wurde. Die Schiffe schlängelten furchtbar, bei den nicht ge- von England ist, wir haben Aussicht, in absehbarer Zeit übrige Heerde. Noch ist der Lärm der Fehde König panzerten tam es vor, daß diese Schiffe vorn so weit unter einen zu erhalten, der russisch erzogen ist, russisch denkt und Stumm's gegen den Pastor Naumann nicht verhallt, da den Wahlkreise, von dessen besonders loyaler Gesinnung der sich nicht zu wundern, wenn das ganze Gebäude in den Kaiser durch Hinzpeter's Schilderung von jeher besonders fest Fundamenten kracht. der verhaßte Putttamer bekommt überzeugt gewesen, nicht anders erklärt werden könne, als daß die Führung derer, welche man absolut gouvernemental machen die konservative Partei für den Raiser gegen den Reichskanzler wollte.... Doch genug; das Papier verträgt nicht alles. Ihr demonstriren wolle. Ueber diese Tendenz sei der Kaiser empört" treu ergebener v. Rauchhaupt. und das habe er geäußert.... In wie weit Hinzpeter zu Aus dem 136. Brief.... 27. Febr. 90. , trauen ist, weiß ich nicht, aber ich glaube, daß es seinen eigenen hat dieses haarsträubende System, welches einen so I chen Land: Interessen entspricht, Seiner Majeftät die versprochenen Mit rath ermöglicht. Wenn das nicht bald anders wird, dann geht theilungen zu machen. Es scheint dem Herrn Hinzpeter nämlich, nicht nur die konservative Partei Ravensbergs, sondern auch manches das sprach er offen aus, empfindlich zu sein, daß er als über andere aus dem Leim, nach welchem die preußische Krone sich die Berhältnisse seiner Heimath nicht genügend informirt er- bald zurücksehnen wird. Ich habe immer das Gefühl gehabt, scheinen könnte. Wie stehe ich denn da", sagte er, wenn ich daß seit dem Tode Wilhelm's I. uns der Boden unter den Füßen dem Kaiser das Ravensberger Land als das königstreue fte schwanke, aber so schlimmes habe ich doch nicht gefürchtet. Die schildere und mit einem Male playt die Bombe der Kreuzzeitung" und ihre Konservativen in den Bann gethan und Kandidatur Hammerstein." Hinzpeter die rechte Hand des Kaisers. Wenn man Aus dem 129. Brief... an Frhrn. v. H..... Folgendes den letzteren fennt, hat man an dieser einen Thatsache genug." als das Neueste streng vertraulich: Hinzpeter erzählt... Ich für meine Person hätte nichts dagegen, wenn Singer hier ohne Reserve, er habe in der Arbeiterfrage und in hier gewählt würde, einmal Ditfurth's wegen und zum betreff der Kaiserlichen Erlasse zwischen dem Kaiser und dem andern, weil die sozialistische Hochfluth nach Reichskanzler vermittelt, um den Widerstand des Reichsfanglers gerade als das einzige Seilmittel erscheint zu überwinden. Das hat er dem hiesigen Oberbürgermeister Aber diese Erwägung ist für die Wähler zu fein." erzählt.... Der Mangel an Diskretion ist bei Hinzpeter überhaupt geradezu himmelschreiend. " Tuftige Eke. Aus dem 132. Brief.. 17. Februar 1890. Ich hoffe Unverfroren. Kaufmann( nach der Uhr sehend, zu ficher, daß Sie mehr Stimmen als Ditfurth erhalten, einem zudringlichen Haufirer):" Jetzt gebe ich Ihnen noch zwei obgleich ein Theil der Freifinnler und Sozialdemokraten Minuten; wenn Sie dann nicht heraus find." Was darf diesen mitwählen werden... Leider sind in Heepen auch ich Ihnen in den zwei Minuten noch vorlegen?" Jl. FI. BI. viele treue Wähler zu Ditfurth hinübergezogen worden. Sie Bei den Menschenfressern. Miffionar: Hier muß Lassen sich nicht ausreden, daß der Landrath die Anweisung zu fürzlich erst ein anderer Missionar durchgekommen sein; erinnert seinem Vorgehen aus dem Kabinet des Kaisers empfangen habe. Du Dich nicht?"-" Es kommen fehr viele Missionare hierher!" Aus dem 183. Brief... 25. Jebr. 90.... Wir sind wohl ge- Das kann aber kaum erst acht Tage her sein!" So, Aus dem 133. Brief... 25. Febr. 90.... Wir sind wohl ge- so, das ist etwas anderes... dann muß noch ein Stück davon schlagen, aber nicht zerschlagen... Ich, der ich schon einmal Ill. Fl. Bl. zu den Deklaranten der Kreuz- Zeitung" gehört habe, würde feinen Anstand nehmen, noch einmal diesen Platz einzu nehmen. Aus dem 185. Briefe. Stordwig, 27. Febr. 90. Mein lieber Freund!... Man hat seine treuesten Stützen in einem jugendlichen zerbrochen, nun braucht man da sein!" So muß es fommen. Schwiegervater( an seinen zu tür tigen Schwiegerfohn):" Anbei sende ich Ihnen meine Tochter in Banknoten. Diese selbst tönnen Sie ja bei gelegentlicher Durchreise in Empfang nehmen." J. Fl. Bl. Guter Rath. Berliner Schusterjunge( zu einem Radfahrer, der wiederholt zur Erde fällt):" Sie, laffen Se fich in Ja. Fl. Bl. de Umfallversicherung uffnehmen!" Er hatte also Paraguay mit seinem Besuche beehrt, der große Mann, der allmächtige Spekulant von unten, wo Das Gold gar keinen Werth zu haben schien, Herr German Winterfeld. Er war gekommen, um einen Winter im Lande zuzubringen, einmal, um in dem warmen Klima seiner durch die rauhen argentinischen Pamperos mitgenommenen Gesundheit aufzuhelfen; dann aber und hauptsächlich, um irgend welche bedeutende Unternehmungen für Paraguay zu ersinnen und in Szene zu sehen, von denen schon alle Welt begeistert war, ohne daß jemand wußte, worin sie beständen. Dafür war der Unternehmer der Senor Don German Winterfeld und das genügte. Was es auch sein würde, eine neue Bant, eine Handelsgesellschaft in Paraguay- Thee, eine Spekulation in Ländereien, eine große Kolonisation. Wenn Don German es inaugurirte, war es sicher und das kleine Paraguay konnte sich Glück wünschen, daß er sich des Bei seiner Ankunft begrüßten ihn Landes erinnerte. die Zeitungen mit einem unbeschreiblichen Enthusiasmus. Man hieß ihn willkommen als einen alten Freund und Bekannten, der in seinem Glück nicht vergessen, daß er stets die Sympathie der paraguayischen Nation besessen habe. Wäre doch lange Jahre hindurch diese Republik seine zweite Heimath gewesen und hätte er bei seinem damaligen Aufents halt in Paraguay wie ein Seher die brillante Bu funft der südamerikanischen Staaten mit dem Justinkte vorausgesehen zu einer Zeit, da das gewöhnliche indolente Publikum noch keine Ahnung davon gehabt; ein Beweis, welch' einen gewaltigen Horizont der Börsenkönig in seinen Jdeen beherrsche. Leider habe das paraguayische Bublifum. damals in enger Kurzsichtigkeit und in vollständiger Verkennung der Interessen des Vaterlandes das Genie des weitschauenden Manues nicht begriffen und hätte ihn ruhig scheiden lassen, ohne ihn zu unterstüßen, wie er es verdient. Heute seien die Verhältnisse allerdings ganz anders. Anders sei die Einsicht der Bevölkerung, in der jedes einzelne Individuum wie die gesammte Staatsverwaltung endlich begriffen habe, wie man große Geister brauche, um die ungeheuren Reich, " Deutsches Reich. = Tommt die Nachricht aus Greifswald, der derzeitige prinzipiellen Fehler anfehe", will es aber nicht abschaffen, sondern besucht und erzählt darüber: das politische Gefängniß ist in Rektor der Universität Professor der Teologie D. Viktor durch Berbesserung beseitigen". Sein Ideal ist die Ausübung Ungarn baffelbe was es in allen andern zivilisirten Ländern Schulte habe die Genehmigung zu einem Vortrage versagt, des Wahlrechis durch das in Rorporationen organisirte Volt"( hört! hört!) ist, nämlich eine Art Swangsaufenthalt, wo man den Pastor Göhre in der dortigen sozialwissen wie er sich diese Organisation vorstellt, verschweigt er wohl außer der Freibet auszugehen und einiger anderer weniger ge schaftlichen Studentenvereinigung halten weislich, ist aber auch ganz gleichgiltig. nannten Einschränkungen, im allgemeinen thun kann, was einem beliebt." sollte, weil angeblich die gedeihliche Fortentwickelung der sozial- Sächsische Landtagswahlen. Die Ergänzungs Dr. Raziu z. B. empfängt seine Frau und seine beiden wissenschaftlichen Vereinigung durch das Auftreten von wahlen zur zweiten Ständekammer finden am 17. Ottober statt. Töchter, die sich, um in der Nähe ihres Familienoberhauptes au Agitatoren wie Naumann und Göhre gefährdet würde. Die Vereinigung hat zwar beschlossen, gegen den Bescheid Be-- Ginsensationeller Prozeß ist, wie der Franks. sein, in Szegedin niedergelassen haben, alle Tage in der Zeit rufung einzulegen, indeß erklärt die Kreuz- Zeitung", die es 3tg." aus Düsseldorf geschrieben wird, soeben von der II. Strafvon 9 Uhr morgens bis 5 Uhr abends, so daß er gewissermaßen ungezwungen das Familienleben im Gefängniß fortfammer des hiesigen Landgerichts entschieden worden. E3 ja bei ihren trefflichen Beziehungen zu allen Wiinisterien handelt sich um die Besprechung einiger Stadtverordneten feßen kann. wiffen muß, jetzt schon: von Xanten, die bestraft worden waren, weil sie die Betreffende Paragraph des Bollzugsreglements für Staatsgefangene Als Beweis der Richtigkeit des Angeführten diene der bes Die Meldung ist unseres Wissens zutreffend. Wir dürfen sprechung nicht als Versammlung polizeilich angemeldet wohl annehmen, daß die Berufung" der sozialwissenschaftlichen hatten. in den ungarischen Gefängnissen": In anbetracht der Bedeutung des Prozesses für Vereinigung dahin beantwortet werden wird, daß das Kultus die Auslegung des Vereins- und Versammlungsrechtes in " Jeder politische Gefangene fann alle Tage von 9 Uhr ministerium es ablehnt, in die Selbständigkeit der Ent- Preußen refapituliren wir kurz die Sache: Am 9. Dezember 1894 morgens bis Mittag und von 2 bis 5 Uhr Nachmittag Besuche schließungen des berufenen Rektors der Universität ohne Grund hatte der Rentner und Stadtverordnete Franz Ohmen in Xanten empfangen. Die Besucher müssen sich eine Besuchserlaubniß beim störend einzugreifen." 10 andere Stadtverordnete, sowie den Rektor der Rektoratsschule, Personen auf einmal nicht überschreiten, ausgenommen von dieser Anstaltsdirektor verschaffen, und darf die Anzahl derselben drei Ob die Herren Naumann und Göhre nun sich wohl Herrn Dr. Edmund Laffalle, jetzt Gymnasial- Oberlehrer in Düssel- Borschrift sind jedoch Verwandte jeden Grades, die sich in undarüber klar sind, was dabei herauskommt, wenn sie es dorf, zu sich eingeladen. Die Herren wollten sich über die Beibehal- beschränkter Anzahl bei dem Gefangenen aufhalten dürfen.( Ungar. versuchen, innerhalb der Pferche von Staat und Kirche tung der Obertertia an der Rektoratsschule in Xanten besprechen. Ministerialerlaß vom 20. März 1893.)" gegen den kapitalistischen Stachel löken zu wollen? Bald darauf erhielten Herr Dhmen als Veranstalter dieser Besprechung und Herr Dr. Lassalle als Redner polizeiliche Straf- Urtheils, in welchem die politischen Gefangenen Ungarns zu Dies ist nun der sagenumwobene schwere Kerker" des Weltpostverein. Die Republik Paraguay hat dem mandate, weil sie gegen die Bestimmungen des Gesetzes vom 11. März schmachten haben. Wie seltsam kontrastiren hiergegen die Be schweizerischen Bundesrath ihren Beitritt zum Weltpoftverein an 1850 fich vergangen haben sollten, da die Besprechung als Versamm handlungen der politischen Gefangenen in deutschen Gefängnissen, gezeigt. lung nicht angemeldet worden sei. Die Herren Ohmen und Dr. die sich von der den gemeinen Verbrechern zu theil werdenden Lassalle erhoben Einspruch, und das Schöffengericht in Xanten verurtheilte dann die beiden Herren zu je 15 M. Geldstrafe oder ent- Behandlung im günstigsten Falle" nicht unterscheidet. sprechender Haft. Hiergegen wurde Berufung eingelegt und die Zum Essener Meineidsprozeß schreibt die Strafkammer in Cleve hob dieses Urtheil auf und sprach die im Essener Meineidsprozeß habe der Erste Staatsanwalt einige unter anderem ausgeführt, daß zu einer Versammlung" eine " Rhein.- Weſtf. Arbeiter Zeitung":" Die Meldung des„ Vorwärts", Angeklagten frei. In der Begründung dieses Urtheils wurde Stunden vor der Urtheilsfällung zu dem Gefangenenauffeher nicht zu kleine Anzahl von Personen gehöre, zwölf Personen gefagt: Legen Sie die Kleider von Schröder und den reichten zu einer Versammlung nicht aus. Das Kammergericht, anderen zurecht, damit die Leute nach der Verhandlung das nun angerufen wurde, kassirte dieses freisprechende Erkenntniß, noch nicht alles erschöpft, was Juteressantes berichtet werden sofort nach Hause fahren können", was den Anschein erwecke, weil darin der Begriff einer Versammlung unzutreffend charakterisirt daß der öffentliche Anfläger selbst nicht an die Schuld der Ansei, und verwies die Sache zu erneuter Entscheidung an das die Journalisten sind, aus ihrer Belle eine vollständige Redaktion So haben zum Beispiel diejenigen rumänischen Gefangenen, geklagten geglaubt habe, hat die Wuth verschiedener ultra- Düsseldorfer Landgericht. Herr Rechtsanwalt Grieving von hier, machen können, in welcher sie ungestört und ungehindert ihrem montaner Blätter erweckt. Der Rheinisch- Westfälische Volts als Vertreter der Angeklagten, führte aus, das Urtheil des Berufe obliegen dürfen. Zu den festgesetzten Sprechstunden von freund" findet, daß die Mittheilung„ den Stempel der Erfindung Schöffengerichts Xanten lege die Frage nahe: Wo bleibt unsere 9 bis 12 und von 2 bis 5 Uhr erscheinen ihre Mitarbeiter, die und der Lüge an der Stirn trägt." Der Herr Erste Staatsbürgerliche Freiheit? Wenn die Angeklagten verurtheilt werden, sich zu diesem Zwecke in der Stadt niedergelassen haben und anwalt tönne eine solche Aeußerung schon um deswillen nicht dann darf in keiner Familie mehr eine öffentliche Angelgenheit bort eine Filiale ihrer Redaktion errichteten, mit welchen fie gemacht haben, weil Schröder und die anderen An besprochen werden. Die rheinische Städte- Ordnung bestimmt im geklagten, mit Ausnahme Beckmann's, welcher fich§ 37, daß auf Antrag von mindestens einem Viertel der Stadt arbeiten und mit denen sie dann die leidenschaftlichsten Artikel Burch Flucht Borbereitungen verdächtig während des ganzen Meineidsprozesses ihre eigenen fonn Die Ausübung dieses Rechts erheische eine vorherige Besprechung; den Redakteure mit dem Bewußtsein trösten, daß wir tros gemacht hatte, verordneten eine Stadtverordneten- Sitzung anberaumt werden müsse. gegen die Magyaren veröffentlichen. Mögen sich unsere Strümpfe flickenden und Rosetten drechselntäglichen Kleider trugen. Wir hielten die Meldung in der sollte nun auf diese Besprechung das Versammlungsrecht Anwen alledem die ältere Kultur und die besten Unteroffiziere haben. Form, wie sie der Vorwärts" brachte, nicht für zutreffend und dung finden, dann werde das durch die Städte Ordnung gewähr haben sie daher bis jetzt nicht erwähnt. Aber gegen ihre Wahr leistete Recht illusorisch. Rechtsanwalt Grieving schloß seine Ausheit spricht nicht, daß die Angeklagten meist eigene Sonntagsführungen mit der Mahnung: Es ist die höchste Zeit, daß im Belgien. kleidung trugen, da sie Wäsche und Werktagskleidung, sowie Geld, Interesse der bürgerlichen Freiheit unsere Rechtsprechung in 31 Stimmen, bei einer Stimmenthaltung, an. Der Senat nahm das Schulgesetz mit 56 gegen Papiere und andere Sachen noch im Gefängniß hatten. Da der andere Bahnen lenkt, daß sie zu freiheitlicheren Anschauungen Staatsanwalt weder auf die Notiz im Vorwärts", noch auf die gelangt. Der Staatsanwalt beantragte turz Wiederherstellung dringende Aufforderung der Köln. Volkszeitung" etwas erwidert des Urtheils des Schöffengerichts in Xanten. Der Gerichtshof hat, so scheint an der Sache doch etwas wahres zu sein. verurtheilte die Angeklagten zu je 15 M. Geldbuße oder 3 Tagen Haft, mit der Begründung, daß das Gericht nicht über den Werth des preußischen Versammlungsrechtes für die bürgerliche Fretheit zu befinden habe, fondern lediglich nach dem Wortlaut des Gesetzes urtheilen müsse; dieser Wortlaut rechtfertige die Ungarn. S Zur Eidfrage erhalten wir u. a. auch folgende Buschrift: Staatsanwalt Peterson nennt diejenigen religionslos, die feiner besonderen firchlichen Richtung angehören, die also Religion für Privatsache erklären, und will dies bestraft wiffen wegen Meineids. Demnach hält er die römischen Ratholiken also Berurtheilung. für glaubwürdiger. Steht nicht im Syllabus, daß Eide, die vor einem Rezer geleistet sind, nicht gehalten zu werden brauchen? Das wird von den maßgebenden Leitern dieser Religions: gesellschaft gelehrt und dürfte dies einem Staatsanwalt nicht unbekannt sein. Angesichts der Behandlung, die politischen Gefangenen in deutschen Gefängnissen zutheil wird, dürfte es nicht uninteressant sein, über die Verhältnisse näheres zu erfahren, unter welchen die politischen Verbrecher" in einem Lande büßen, das in den Augen des verknöcherten Prussianismus nur zögernd zu Europa gerechnet wird. Wenn nun ein anderer Staatsanwalt für alle römisch- katholischen Zeugen Buchthaus wegen Meineidsverdachtes beantragen wollte, so tönnte er es motiviren, was Peterson nicht gelingen In Ungarn tobt seit langem ein erbitterter Nationalitätentonnte. kampf zwischen den Magyaren und den Rumänen. Große Preß-Zeitungskonfistation. Infolge eines Artikels und Hochverrathsprozeffe führten rumänische Politiker und Jour. gegen den Staatsanwalt Peterson in Essen und dessen Aeußenalisten in großer Zahl in die Gefängnisse des Landes. Die Verrungen im Plaidoyer des Meineidsprozesses gegen Schröder und urtheilungen lauteten zumeist auf schweren Kerker", was unserer Genossen wurde die" Deutsche Berg- und Hüttenarbeiterzeitung" polizeilich konfiszirt. " Buchthausstrafe identisch ist. Der Wortlaut des Urtheils hat natürlich bei den Anhängern der Jubaftirten die fabelhaftesten Schilderungen über die grausame Behandlung der gefangenen Politiker und Journalisten verursacht. Das ungarische Gesetz hat aber für den Wortlaut des Urtheils genaue Auslegungen in einem Strafvollzug Gefeß, das uns übertünchten Europäern" Aus Zwidau wird uns hierzu geschrieben: Die Nummer 35 der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung", welche uns gestern von Gelsenkirchen aus durch die Post zugestellt wurde, follte heute auf eingegangene Requisition der Post wieder zurückgegeben werden. Der Leitartikel:„ Herr Erster Staatsanwalt noch vollkommen fremd ift. Peterson und die Bergarbeiterzeitung" scheint Herrn Peterson nicht schlafen zu lassen und hat er jedenfalls deshalb Beschlagnahme angeordnet. " Um jenen haarsträubenden Gerüchten die Spizze abzubrechen, hat ein französischer Journalist die Verhältnisse der in ungarischen " Rertern schmachtenden" rumänischen Gefangenen ffudirt und giebt in der„ Revue diplomatique" interessante Auskünfte darüber, die Herr Stöcker veröffentlicht im" Bolt" einen sehr in ihrem unermeßlichen Gegensatz gerade für unsere deutschen Tangathmigen Aufruf an seine Parteigenossen und Freunde. Er Verhältnisse von größtem Interesse sein dürften. sagt dabei vom allgemeinen Wahlrecht, daß er das„ bestehende Der Berichterstatter hat die verurtheilten rumänischen Reichstags- Wahlsystem und seine Einseitigkeit nur für einen Wie seltsam kontrastirt dagegen das Machtwort, das erst vor furzem ein hiesiger Staatsanwalt dem Genossen Pötsch zu theil einen Moment sprechen zu dürfen. werden ließ, der sich die Erlaubniß erbat, nach stattgehabter Verhandlung seine seit Stunden auf dem Korridor wartende Gattin Mit der Erlaubniß des Besuches in so loyaler Weise ist aber tönnte. Italien. Neue Maßregeln gegen Sizilien. Bureau Herold" wird aus Rom telegraphirt: Dem Die Mittheilung der Blätter, daß ein Ministerrath demnächst Maßregeln zur Wiederherstellung der Ruhe in Sizilien ergreifen werde, hat im Publikum Erregung hervorgerufen. Man steht diefen Maßregeln mit großem Mißtrauen entgegen, hofft jedoch, Crispi werde sich auf die Rathschläge des Generals Mirri nicht zu Gewaltthätigkeiten hinreißen lassen, sondern durch Verbesserung der Lage der Landarbeiter den Unruhen zu steuern suchen. Gewaltmaßregeln versteht Crispi besser als vernünftige Res formen, deshalb ist die Erregung und das Mißtrauen gegen die geplanten Maßregeln wohl verständlich. Nordamerika. - Rapitalismus und Wissenschaft. Von der Lehrfreiheit an den amerikanischen Universitäten giebt folgende von der National- Zeitung" mitgetheilte Thatsache ein Beispiel: Professor Bemis von der Chicago. University, welcher Vorlesungen über Nationalökonomie hielt, ist seines Amtes entbunden worden, weil er gegen die verderblichen Wirkungen des Trustes und der Monopole, sowie gegen die Anhäufung des Kapitals in einzelnen Händen gesprochen hatte. Dies hatte den Standard- DilMillionär Rockefeller, welcher die Universität gegründet hat, veranlaßt, dem Professor seine höchste Mißbilligung auszusprechen. Die Lehrfreiheit an den amerikanischen Universitäten, welche fast alle Privatinstitute find, ist überhaupt fehr beschränkt, weil sie einer feits darauf Rücksicht zu nehmen haben, daß zahlreiche Studirende herbeigelockt werden, anderseits die Wünsche ihrer Gründer und Ruratoren berücksichtigen müffen." Man sieht hierin wieder eine Bestätigung des Sates des Kommunistischen Manifeftes:" Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Thätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt." Ist das nicht wahr, liebe National- Zeitung"? Münchener Katholikenfag. Politiker in dem sogenannten„ politischen Gefängniß" zu Szegedin thümer Südamerikas zu heben, und so diesen großen Kon- Namen Geld die Zettel zu verstehen, schmutzig und zerrissen tinent würdig an die Seite der nördlichen Schwester und mit dem Bilde einer der Gaucho's der Regierung, die an die Europas zu stellen; anders sei heute aber auch die irgend eine Bank drucken ließ, und die man in die Taschen Stellung eines Mannes, wie German Winterfeld, der durch stopfte wie unnüßes zerknittertes Papier. Das sollte nun München, 28. Auguft. eigene Kraft eine Stellung errungen habe, die ihm gestatte, von grund aus sich ändern. Wer sich dafür interessirte, wie Die dritte öffentliche Generalversammlung unbekümmert um die Meinung anderer und nur seinem die Münzen ausschauen würden, der konnte bei unserem ift schwächer besucht wie die vorhergegangenen. Das Auditorium großen Ideengange folgend, zu thun, was ihm gut dünte. Bekannten Herrn Pedro Gonzalez, dem Escribano Mayor beſteht jetzt fast ausschließlich aus Geistlichen, unter denen der Paraguay könne es sich zur Ehre anrechnen, daß Herr del Gobierno, nachfragen und genaue Auskunft erhalten, aktlamirten Mäßigkeitsphilippita des Geistlichen Rathes Hauser Maßkrug fleißig umgeht; trotz einer donnernden lebhaft Winterfeld sich seiner erinnere, der große Amerikaner, auf in dessen Schreibstube der offizielle Kontrakt gemacht worden aus Augsburg in der geschlossenen Versammlung des Vormittags. den als Bürger eine benachbarte mächtige Republik war zwischen der Regierung und Herrn German Winter- Der Wille ist gut aber das Fleisch ist schwach. Fünf Redner mit recht stolz sei. Herr Winterfeld sei ja heute nicht mehr feld, nach welchem Herr German in kurzer Zeit sind für heute vorgemerkt. Zuerst spricht Domkapitular Deutscher, sondern Amerikaner. Er habe seinem Vaterlande brei Millionen Stück paraguayische Silberpesos einführen Danner aus Salzburg über Auktorität". Er verspricht, sich für immer entfagt, um sich ganz seinen großen Aufgaben sollte in stattlichen Münzen von neun Zehntel Feingehalt, genau furz zu fassen.( Lebhafter Beifall.) Ohne Gott, darin gipfeln zu widmen, der Beförderung des Fortschritts und der Ent- so beschaffen wie die Münzen in Argentinien. Dafür war wicklung der südamerikanischen Republiken. Man gab ihm zu Ehren große Festessen, bei denen ein Redner den anderen ablöste, man erzählte Anekdoten aus seinem privaten und finanziellen Leben. Kurzum, Herr German Winterfeld war in aller Mund. der Bank des Herrn Winterfeld gestattet, den dreifachen Betrag in Billetten auszugeben zur größeren Förderung des Handels, der Industrie und des Gewerbes. Goldene Zeiten für Paraguay. Welche Aussichten für das Land feine Erörterungen, teine Auftorität, ohne Gott fein Recht. ( Redner machte auch einige Bemerkungen über die Lage der Katholiken in Oesterreich, denen es schwer falle, einen allgemeinen Katholikentag zustande zu bringen, die Nationalitätenfrage habe die Dämme des Christenthums durchbrochen.) Die Auktorität in der Ehe beginne zu schwinden, weil man die Che Und die Kolonie. Ein wahres Muster mit einer Un- bereits verletzt habe. Gerade so fei es mit der Almälig krystallisirte sich aus der Menge ihm unter- menge fleißiger, europäischer Ackerbauer mit rührigen Hän- verweltlichten Schule. Die Auktorität des Staates habe geschobener Absichten in bezug auf Paraguay als bestimmt den, die aus einem Kamp und einem unberührten Walde in dieser felbft untergraben, da er die Bestrebung heraus die Gründung einer großen Bank mit wirklichem furzer Frist weite Tabakfelder, Kaffee- und Zuckerrohrplantagen zeigte, sich von der Kirche loszulösen. Und es bestehe sogar die paraguagischen Edelmetallgeld und die Errichtung einer und weite Triften mit europäischen Korn und Weizen Gefahr, daß dieser der Auktorität feindliche Geiſt in das HeiligAckerbaukolonie am Paraguayfluß, die ein Muster werden hervorzuzaubern im stande find. Ein gewaltiger neuer Hebel, es in Deutschland und erst recht in Desterreich wenige katholische thum der Kirche einzudringen suche. Auf der Universität gebe sollte für alle Kolonie- Unternehmungen Südamerikas. der Paraguay einen raschen Schritt weiter bringen müßte, Männer, und man wiffe nicht, wie viele davon gläubige RathoEine Bank mit wirklichem Gelde, klingenden und das war kein Zweifel. lifen feien. Mit den gestrigen Ausführungen Orterer's und tönendem. Nicht allein mit schmutzigen Bankzetteln, wie Herr German Winterfeld war also gleich vom ersten seinen Vorschlägen gegen den Umstura in der Wissenschaft man sie in diesem Staate bis dahin allein gekannt hatte, Tage seines neuen Aufenthaltes in Paraguay der Gegen- fei er einverstanden. Er schlage die Selbsthilfe vor, denn sondern mit wahrhaftigen Silbermünzen mit dem paragua- stand großer Huldigungen und der allgemeinſten man dürfe nicht warten, bis die herrschenden GeDarum bitte er, daß gischen Wappen, dem Löwen, der die phrygische Müße be- Aufmerksamkeit geworden. Aber nicht minder die walten zur Einsicht gekommen seien. wacht. Bis dahin hatte kein Paraguayer Landesmünzen schöne Juanita Ramirez, die reizende Kokette aus gesehen, abgesehen von den elenden Bronzemünzen, die ber Buenos Aires, die mit ihrem Vater in seiner BePräsident Juan Bantista Gill seinerzeit ausgeprägt und gleitung war, und die durch ihre elegante Toilette und ihre unter der Bezeichnung Kupfermünzen in den Verkehr ge- auffallende Schönheit in der paraguayischen Gesellschaft bracht hatte. Nur minderwerthige kleine Silberstücke, Bo- Aufsehen und Bewunderung erregte. Man konnte die drei livianer und Chilenen gingen ab und zu um, die der Kauf- Personen meist noch mit einem Gefolge von Verehrern mann, wenn er sie wechseln sollte, einfach mit Stemmeisen jeden Nachmittag auf ihren prächtigen Pferden, die man und Hammer in vier, manchmal auch in fünf Viertel eigens aus Buenos Aires mitgebracht hatte, den Weg nach theilte. Dann liefen einige wenige Goldmünzen umber, die der Cancho nehmen sehen, einem Vergnügungsort außer zufällig durch Fremde ins Land tamen, die aber immer halb der Stadt, der das Stelldichein der feinen Gesellschaft bald wieder den Weg zurück antraten, den sie gekommen waren. von Asuncion iſt. ( Fortsetzung folgt.) Man hatte sich allgemach schon daran gewöhnt, unter dem l an die österreichischen Bestrebungen, eine freie katholische Universität in Salzburg zu gründen, unterstüße. Domvikar Wenzel von Bamberg lädt darauf die Versammlung ein, morgen nach Schlus der Veranstaltung eine Wallfahrt nach Altötting zu unternehmen. Es folgt Herr Dr. Schädler, Land- und ReichstagsAbgeordneter, mit einem Vortrag über: Arbeit im ichte des Christenthums. Er beginnt, eine erfreu liche Abwechslung nach all den Molltönen- in Dur und giebt Kapital. Eine Ausbeutung, gegen die sich bereits die Arbeiter eine recht gute Schilderung der Ausbeutung der Arbeit durch das das Herwegh'sche Lied aus dem sozialdemokratischen Liederbuch gemerkt haben: Mann der Arbeit aufgewacht" und„ Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will". Schuld an diesen " Zuständen trägt natürlich der Liberalismus. Aber die oberhirtlicher Segen des Erzbischofs, den die Versammlung, und Aufreizungen der Bevölkerung führen." Derfelben Meinung Arbeit sei fein Selbstzweck, wie die Bebel und Lieb- knieend empfängt, und die 42. Generalversammlung ist war bekanntlich schon die töniglich fächsische Amtshauptmanntnecht behaupten, fie sei eine verfluchte Nothwendig geschlossen. Der Vorhaug ist gefallen nach einer Veranstaltung, schaft in Rochlis; aber hingesehen" hat sie doch nicht fertig Teit" und nur im Lichte des Christenthums verschwinde deren innere Bedeutung und praktische Erfolge im umgekehrten gebracht. der Fluch und die Arbeit werde zum Opfer. Echon der heilige Verhältniß stehen zu der anspruchsvollen Form ihres AufPaulus habe gesagt: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht tretens. " Gewerkschaftliches. Sammellisten für die streitenden Ristenmacher sind, werden ge= Kistenmacher. Alle diejenigen, die noch im Besige von beten, die Listen bei Millarg, Grenadierftr. 10, oder bei Tschernig, Fürstenstr. 17, Hof 2 Tr., zurückzugeben. effen." Drohnen soll es nicht geben. Der Rouponabschneider, Pietätlos ist doch das Getriebe der modernen Staaten. der bei Trüffeln und Champagner schwelgt, sei dem arbeits- Raum hat der letzte Gläubige die mit allen Sinnbildern und fchenen Stromer gleich. Und viel beffer, mäßiger Wohlstand Attributen des Katholizismus geschmückte Halle verlassen, so bei den meisten, als übermäßige Kapitalansammlung bei wenigen. zieht, Maueranschläge erzählen es, eine profane Schüßenfapelle So werde die Arbeit allmälig zu Gott geführt. Das sei allerdings ein, welche gegen 40 Bi. Gintrittsgeld in diesen heiligen Räumen ein Wechsel auf die Zukunft, aber die Herren da draußen hatten einem bierfrohen Publico lustige Weisen vorstedelt. bis jetzt auch noch nichts besseres geboten und ihr materieller Und wo eben noch in tieftraurigen Worten der Gefangene Situationsbericht über den Verlauf des Streiks der Zukunftsstaat mache schon jeht Pleite. Dann verfällt der Löwe im Vatikan beklagt und in stolzen Phrafen die Unüberwindlich- Metallformer und deren Hilfsarbeiter. Der Streik, welcher aus der Pfalz wieder in Moll, spricht viel vom himmlischen Lohn, feit des Felsen Petri gepriesen wurde, da klingen jetzt die über- am 12. d. M. begann, ist am 24. d. M. beendet worden, nachmeint aber schließlich, nebenbei müsse doch ernstlich für Arbeiter müthigen Rythmen eines Strauß'schen Walzers oder gar diese dem sämmtliche Arbeiterforderungen bewilligt waren. schutz- Gefeße eingetreten werden und im übrigen alles durch Endverse eines hier modernen Gassenhauers: schreibt uns darüber: die Kirche, alles für die Kirche und alles mit der Kirche." " und Seh'n Sie, das ist ein Geschäft, Das bringt noch etwas ein, Aber jeder kann es nicht, Es will verstanden sein... Partet- Nachrichten. Man Außer den von allen Perfonalen gestellten 6 Forderungen hatte Folgt eine Rede des Professor Grauert über: man in ca. 20 Werkstätten Lohnaufbesserungen verlangt und erRatholizismus und Wissenschaft". Dieser Redner halten. Der schwierigste, aber hauptsächlichste Punkt war die Deklassimirt in so furchtbarem Pathos, daß sich sogar die meisten Beseitigung der Kilo- Arbeit; hier galt es einen prinzipiellen Vertreter der Zentrumspresse flüchten. Dr. Franz Seraph Pichler, Kampf, worüber wohl eine nähere Erklärung nothwendig der Reichstags- Abgeordnete für Passau, schleicht eilig in die Nähe ift. Seit einem Jahrzehnt werden unsere des Redners, Ul an dessen Exempel Studien für seine Modelle( Buntguß) immer leichter, so daß wir einer schlechten eigene Vortragsweise zu treiben. In der Versammlung Zukunft entgegen gegangen wären, hätten wir nicht mit diefem. greift allmälig eine ſtille Seiterkeit Platz. Herr Graueri ftimmten einmüthig folgender, von Baerer und Thiel ge fonkurrenz, die sie sich selbst machen, gezwungen, goffen immer Agrarprogramm. Die Parteigenossen in Harburg Nebelfland tabula rasa gemacht. Die Meister, durch die Schmutzmuitft, so viel man verstehen kann, inzwischen Friedrich Nietzsche tenten Resolution zu: Die Parteiverfammlung erklärt die von billiger, und wälzten großentheils die neu entstandene Preisab, den er krampfhaft Nittsche" nennt. Nittsche" gegenüber stellt er die christlichen Gelehrten Curtius und Roscher. Er der Agrarkommission vorgeschlagenen Einschaltungen zum Partei- differenz auf die Former ab, die Kilo- Arbeit bot ihnen dazu die schließt endlich mit dem Wunsche, daß die deutschen Fakultäten Neben manchem Ueberflüssigen enthalten die Zufäße auch einzelne Umstande entstand, trug der Former, da nur die fertigen guten programm in ihrer vorliegenden Faffung für unannehmbar. beste Gelegenheit; allen Ausschuß, welcher aus irgend welchem fich vereinigen mögen, ihre Lehrstühle möglichst mit katholischen Punkte, die geeignet erscheinen, den Charakter des Klassen Gußstücke bezahlt wurden; dadurch hatten die Meister gar kein Gelehrten zu besetzen. Hatte die gestrige öffentliche Sigung ihren chriftlichen Volks- ampfes unserer Partei zu verwischen, denn es ist ent- Risiko mehr und es wäre eine fachmännische Kenntniß des nicht Aufgabe schieden der Ehullehrer, so brachte die heutige ihren christlichen Arbeiter, den palliativmittel zur Erhaltung des PrivatFormer nur die Verantwortung für seine Form, nicht aber für Sozialdemokratie, durch Meisters nicht mehr nothwendig gewesen. Bei Kastenarbeit hat der Schlosser Herrn Schirmer, welcher über„ Aufgabe und Palliativmittel Andere Zufäße wiederum führen das, was beim Gießen, Trocknen u. s. w. passirt. Ziele der katholischen Arbeitervereine" sprach. Eigenthums beizutragen. in ihren Konsequenzen Herr Schirmer ist ein zur Stärkung des heutigen ganz gewandter Redner Wir hoffen, daß dieser Zankapfel nie wieder ersteht, wachen dem Mann der christlichen Volksschule gegenüber zeichnete Staates und sind daher unbedingt verwerflich. Der Rest muß, aber, um in diesem Fall Differenzen sofort im Reime zu ersticken. er fich dadurch aus, daß er energisch die Werbefferung eine bere Zeztirung erfahren. Hierbei muß der Gedanke allein heute nach Kasten oder in Lohn gearbeitet. Die anderen Forde sich dem bestehenden Parteiprogramm harmonisch einzufügen, In allen( 14) Werkstätten, in denen Kilo- Arbeit bestand, wird der wirthschaftlichen Lage seiner Kollegen forderte. Auch verzur Richtschnur dienen, daß die Sozialdemokratie die Partei des rungen wurden auf dem Vergleichswege mit den Unternehmern fchmähte er es, nach dem echt christlichen Muster der Bachem, arbeitenden und Werthe schaffenden Proletariats ist und bleiben geregelt. Es wäre nicht zum Ausstand gekommen, wenn nicht Schädler u. s. w. die" Bebel und Liebknecht" zu beschimpfen muß, wenn sie ihre hehre Mission erfüllen will, und das ist die einzelne verbiffene Unternehmer sich auf einen so kurz ablehnenDer Redner steht selbstverständlich auf dem durch die Enzyklika der letzten Päpste geschaffenen katholisch Befreiung der Menschheit aus den Fesseln der kapitalistischen den Standpunkt gestellt hätten; sie wollten sich unter feinen Umständen etwas abtrogen lassen. Auch glaubten sie, es würde verlangt Roalitionsfreiheit ohnsklaverei. den Formern gehen wie 1890, jedoch da batten sie die Rechnung ohne den Wirth gemacht: die Former zeigten, was sie früher waren. Am Montag, den 12. d. M., früh wurden flipp und klar die Forderungen gestellt; wo nicht bewilligt wurde, ging alles ohne Ausnahme heraus. Nur in einer Werkstatt blieben zwei Mann den Meistern treu, diese irren jetzt verlassen herum, denn sie wagen es garnicht, anzufragen. Hier sehen wir, was Organisation und Solidarität werth ist. Trotz allem Annonciren und Suchen fand sich nicht ein Streifbrecher. So muß es fein; hoffen wir, daß alle Kollegen auch in der Zukunft feit zu der Organisation halten, denn nur dann erhalten wir uns existenzfähig. Sei sich jeder des Verses Rückert's dauernd bewußt: 3wvei Kräfte gleich, zu gleichem Zweck verbunden, Vermögen viel, das haben wir empfunden; Drum menschliche Vernunft, zur Menschenselbsterhaltung, Nichts nüglichers ersann, als Menschenbundgestaltung. In der Gegend von Meldorf in Schleswig- Holstein stehen fast sämmtliche Dampf- Dreschmaschinen still, da die Bedienungsmannschaften die Arbeit wegen zu geringen Lohnes niederlegten. Sie bekamen neben der Beköstigung 20 Pf. Stundenlohn und verlangten eine Zulage, was verweigert wurde. sozialen" Boden. Aber er und er sieht ein, daß Wohlfahrts Einrichtungen, christDie Parteigenoffen in Wernigerode nahmen nach dem liche Charitas nicht ausreichen, auch für den christlichen Vortrag des Redakteurs Adler aus Halberstadt eine Resolution Arbeiter nicht: die Arbeiter fönnen nicht von Almosen leben, an, worin das Agrarprogramm als eine Verschleierung des fie wollen entsprechende Behandlung und Entlohnung; das sozialdemokratischen Prinzips bezeichnet und worin weiter vom Kapital wird jederzeit bereit sein, den Lohn herunterzudrücken. Breslauer Parteitag gehofft wird, daß er die Vorschläge der Dagegen lehrt die Erfahrung, daß schon das Vorhandensein Agrarkommission vollständig ablehnen werde. einer starten Organisation allein genügt, arbeiterfeindliche Bestrebungen einzudämmen." Wenn ihnen, den christlichen Ar beitern vorgeworfen werde, fie verfolgten sozialdemokratische" ( ach!) Biele, so erinnere er daran, daß schon die Kirchenväter und In Schönebeck lehnte eine Parteiversammlung nach dem Vortrag Dahlen's aus Halberstadt das Agrarprogramm vollständig ab. Aus den Partei- Organisationen. Der Wahlverein in Gießen stimmte der von der hessischen Landeskonferenz gefaßten Resolution über das Agrarprogramm zu, lehnte aber den gegen die Haltung des„ Sozialdemokrat" gerichteten Zusatz ab. Delegirtenwahlen zum Breslauer Parteitag. Dresden. Christus selbst Sozialisten genannt worden seien. Die Arbeiter bewegung sei nicht mehr rückgängig zu machen, es handele sich darum, sie in die rechten chriftlichen Bahnen zu lenten. Lokale, nationale, internationale Verbände müßten gegründet, eifrige Agitation entfaltet werden. Arbeitslosen Kassen, Arbeits Nachweise, beffere Ausgestaltung der Sozialgesetzgebung seien nöthig Altstadt: Edmund Fischer und Hermann Eichhörn. und das Christenthum solle nicht nur dem niederen Der Kreis Vertrauensmann für Jüterbogt uden Bolke, sondern auch den oberen Klassen in Fleisch und Blutwalde 3 auch Belzig, Genosse Schneider, hat seinen übergehen. Mit einigen Komplimenten für die Kirche und der Wohnsiz in Jüterbogt, nicht in Luckenwalde, wie wir Erklärung, der christliche Arbeiter stehe in Treue fest zu Kaiser irrthümlich berichteten. und Papst" schließt Herr Schirmer. Der Mann ist, darüber besteht kein Zweifel, ein ehrlicher Utopift. Und es war interessant zu beobachten, wie = = M in Tirol seierte am vorigen Sonntag das Fest seines zwanzigDer Arbeiter und Arbeiterinnenverein in Jnnsbruck jährigen Bestehens unter zahlreicher Betheiligung der Arbeiterschaft. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Drucker und Herausgeber der nationalliberalen Pfälzischen Presse" in Kaiserslautern, ein Herr Thieme, hat 18 Buchdruckergehilfen, darunter zwei im Alter von 59 und 62 Jahren, wegen ihrer Zugehörigkeit zum Verband der deutschen Buchdrucker auf die Strafe gefeßt. Gine von den Gewerkschaften einberufene Boltsversammlung erklärte sich mit den Gemaßregelten folidarisch. Beiläufig bemerkt, bes schäftigte der nationalliberale Herr bei 22-24 Gehilfen nicht weniger als 17-20 Lehrlinge, und behauptet dabei noch, sein Geschäft gehöre zu den besten ganz Deutschlands. da, 100 er präzise wirthschaftliche Forderungen er hob, die ganze heilige Versammlung übergut genährter christlicher Pfeiler des Staates in verlegenem Schweigen ver harrte, das sich immer erst in Beifall auflöste, wenn eine christ- 3u neun Monaten Gefängniß und sofortiger liche Phrase den Lippen des Arbeiters entfloh.-Auch Verhaftung wegen Fluchtverdachts" verurtheilte die Straffammer Herr Schirmer wird mit seinen„ chriftlichen" Genoffen zur Ein- in Neuruppin am Freitag voriger Woche den Genossen ficht kommen, daß von diesen Christen der unverbindlichen Knie städt aus Aken a. d. Elbe. Kniestädt, der früher in Gelegenheitsphrase für die Sache der Arbeiter nichts zu erwarten Neuruppin feinen Wohnsitz hatte, soll das Verbrechen( Verstoß ist. Er ist nicht der erste und wird nicht der letzte sein, dessen gegen§ 130 b. Str.-G.-B., Aufreizung zum Klaffenhoß) in einem ehrliches Streben im Lager des unter christlich- katholischer Flagge Vortrag verübt haben, den er in einer geschlossenen Mitglieder- Der internationale Eisenbahnarbeiter Kongreß in marschirenden Egoismus Schiffbruch leidet, und der sich dann versammlung des Holzarbeiter Verbandes in Neuruppin vor: Mailand erklärte sich, wie das Herold'sche Bureau meldet, für in den Hafen der konsequenten, zielbewußten Arbeiterbewegung gelesen hat. Da Kniestädt sich zum Termin gestellt hatte, er Arbeiter- Schiedsgerichte und für die gefeßliche Einführung eines auch verheirathet und Besitzer eines kleinen Geschäftes in Aten Minimallohnes, der sich nach der in den verschiedenen Ländern Als letzter Redner für heute erörtert Reichstags- Abgeordneter ist, so würde seine Verhaftung wegen Fluchtverdachts überraschen üblichen Lebensweise zu richten hat. Ferner wurde beschlossen, Dr. Gröber fein Thema:" Das Christenthum die fönnen, wenn es sich nicht um einen sozialdemokratischen den nächsten Kongreß 1897 in Barcelona in Spanien abzuhalten. Grundlage des staatlichen Lebens". Nicht ohne Wiz Agitator" handelte. und gewandt wie immer, bekämpfte der Redner den modernen rettet. tirchenfeindlichen Staat. Die aus den Berathungen der Umsturzvorlage hinlänglich bekannten Ansichten hier noch einmal zu reproduziren, das wollen wir uns aus Rücksicht für den Leser ersparen. " " München, 29. August. M Am 2. September kehrt, wie wir in der Thüringer Parteivreffe lesen, der Parteigenosse ülle, Redakteur der Thüringer Depeschen und lehte Nachrichten. Tribüne", aus dem Gefängniß zu Naumburg nach einem Aufenthalt von 9 Monaten 14 Tagen zurück. Möge der sturmerprobte Genosse durch die lange Haft an seiner Gesundheit keinen dauernden Schaden genommen haben, damit er bald wieder mit frischer Kraft für den Sozialismus auf den Kampfplay treten tann. Frankfurt a. M., 31. Auguft.( W. T. B.) Bei den Kanalarbeiten am Opernplatz wurden heute Abend gegen 6 Uhr durch ausströmende Gase vier Arbeiter betäubt. Einer der Arbeiter blieb todt, die anderen sind noch nicht außer Gefahr. Wien, 31. August.( W. T. B.) Nachdem die gegen die Provenienzen aus Mersina verhängte Quarantäne auf eine 24nündige Observation beschränkt ist, wird Mersina wieder regelmäßig angelaufen. 550 Mann Marines Die gefchloffene Versammlung des heutigen Vormittags er ledigt in hier üblicher Raschheit den Rest der vorliegenden An träge durch Annahme, darunter einen, welcher jene sogenannte Es wird bunt und immer bunter, schreibt die Brandennaturalistische Kunstrichtung verwirft, die Personen und Begebenheit burger Zeitung" in ihrer letzten Sonnabendnummer: Am der hl. Geschichte in den Darstellungen der Plastik und Malerei blos als Freitag war unser Redakteur Wolfgang zur verantwortlichen geschichtlichen Gegenstand auffaßt oder gar vollständig profanirt Bernehnung vor Gericht geladen und zwar deshalb, weil wir Brüffel, 30. August.( W. T. B.) Wie die" Indépendance und fälscht, wie auch nicht minder jene, welche die niedrige in Nr. 190 unseres Blattes ein polizeiliches Strafmandat des Belge" meldet, ist Lieutenant Caffart in einem heftigen Kampfe Sinnlichkeit erregt". Ferner:" Die Generalversammlung be- Bürgermeisters Suchsland in Luckenwalde im gegen die Mahdisten bei Adda gefallen. Gerüchtweise verlaute schließt: Der Liberalismus in der kirchlichen Kunst ist ebenso Wortlaut abgedruckt haben. Taffelbe betrifft den Genossen Hell: auch, daß 19 audere Soldaten daselbst umgekommen seien. zu bekämpfen wie der Liberalismus in der Presse." Paris, 31. Auguft. finger in Luckenwalde, welcher von dem dortigen Polizeigewaltigen ( W. T. B.) In der darauffolgenden öffentlichen Versammlung sprechen mit fünf solcher Strafmandate zu je 15 M. bedacht worden ist, Infanterie und Artillerie werden Anfangs September Marseille Professor Schaepmann über, Die Reunions Best reweil er in unserer Zeitung und in Luckenwalder Blättern verlassen, um auf Madagaskar nach Frankreich zurückbeförderte bungen Leo's XIII.", und Dr. Lieber, der unvermeidliche, ein Volksfest annoncirt hat und dadurch zu einer öffentlichen Mannschaften zu ersetzen. Der Kriegsminister machte General über Bayerns Verdienste um die katholische Versammlung unter freiem Himmel aufgefordert haben soll, Duchesne den Vorschlag, erforderlichen Falles ein weiteres Kirche in Deutschland". Den Hauptinhalt der Lieber'schen wozu noch keine polizeiliche Genehmigung vorhanden war. Auch Bataillon Marine Infanterie nach Madagaskar zu entsenden. Verlautbarung bildet ein Hymnus auf Ludwig I., der wir sind, weil wir diese Anzeige aufgenommen, mit 3 Straf Duchesne antwortete aber telegraphisch, eine solche Entfendung jezt plöglich zu den Ehren eines wahrhaft fatholischen Königs" mandaten à 25 M. bedacht worden. Hellsinger hat gegen das sei weder für die Operationen noch für die Besetzung cr gekommen ist. Weiter feiert er Bayern als katholische Vormacht abgedruckte Strasmandat Widerspruch erhoben und soll nun, forderlich. in Deutschland." Gott erhalte das katholische Bayern auf un- obgleich er gar nicht den Abdruck veranlaßt hat, sowie unser Dundee, 31. Auguft.( W. T. B.) Der Streit der Arbeiter absehbare Jahre der deutschen Geschichte." Redakteur Wolfgang wegen Veröffentlichung einer Anklageschrift in den Jutefabriken ist beendet. Die Arbeiter nehmen die Arbeit Der Präsident nimmt das Schlußwort. Der gewandte und zur Verantwortung gezogen werden. Man darf gespannt sein, unter den alten Bedingungen wieder auf. schlagfertige Herr, der die ihm gewordene Anerkennung für wie die Sache auslaufen wird. Unseres Wissens ist die An- Madrid, 31. Auguft.( B. H.) Marschall Martinez Campos seine Geschäftsleitung reichlich verdient, kann der Versuchung schauung, wonach ein polizeiliches Strafmandat, wogegen Wider- marschirt auf Puerto Principe zu. Er will daselbst eine Kon nicht widerstehen, ebenso weitschweifig zu werden, wie die meisten spruch erhoben worden, einer Anklagefchrift gleich zu achten sein zentrirung den Aufständischen verhindern, welche sich infolge der Versammlungsredner. Er polemisirt gegen einzelne liberale foll, gang nagelneu. Proklamation der republikanischen Regierung von Kuba erhoben Blätter, welche von der Großartigkeit dieser Tagung Noch etwas vom preußischen Verhaben. nicht programmentsprechend entzückt waren, dankt den sammlungsrecht. In Gadderbaum in Westfalen soll London, 31. Auguft. Unterhaus, Fortfehung. Brodrik er Veranstaltern und Förderern, vor allem dem edlen Grafen am 2. September Reichstags- Abgeordneter För st er über das klärt, daß ein Extratredit von 70 000 Pfund Sterling nöthig fei, Conrad von Preyfing, dem Mann mit dem findlich frommen Thema" Der Krieg und die Sozialdemokratie" sprechen. Der um genügenden Vorrath an Munition für die Handfeuerwaffen Sinn und dem großen Herzen." Dann giebt er zum Ueberfluß Landrath von Ditfurth hat die Versammlung verboten, weil er zu befchaffen. Die Regierung wünsche, daß die gesammten Truppen noch einmal einen Abriß der Hauptreden, der betont, im Vorder- in deren Abhaltung eine unerlaubte Agitation" erblickt. Der des Königsreichs hinlänglich mit Munition ausgestattet werden grund der Verhandlungen habe die römische Frage gestanden und Ginberufer der Versammlung, Genossen Bruno Schumann und daß noch eine genügende Reserve an Munition vorhanden der mit einigen Bemerkungen über den Sozialismus, den entarteten aus Bielefeld, legte gegen das Verbot selbstverständlich sofort sei. Darauf wird das Kriegsbudget angenommen, und damit find Sohn des Liberalismus", schließt. Dieser sei nicht mit brutaler Beschwerde beim Regierungspräsidenten ein und wird sich, wenn sämmtliche Ausgabenetats genehmigt. Gewalt, sondern nur geistig zu überwinden. Das ver- das nichts hilft, an den Minister wenden. Hoffentlich ist, wenn Die erste Lesung der Bill, welche die dreizehnte Sektion des möge aber der moderne Staat nicht, sondern nur die Beschwerde nach Berlin wandern müßte, Herr v. Köller da- irischen Bodenankaufs- Gesezes vom Jahre 1891 erneuert, wird die katholische Kirche, die habe nun den Staat zu retten. heim, damit die Versammlung noch am 2. September abgehalten angenommen. Umkehr oder Umñurz, das sei die Losung. Reiche der Staat werden tann. Petersburg, 31. Auguft.( W. T. B.) Ein Telegramm der nicht bald der Kirche die Hand, so gehe er in Trümmer, aber Lediglich wegen seines reizenden Stils ist das Verbot boco fiziösen Zeitung Nowosti" aus Tiflis vom 29. d. M. die Kirche fürchtet den Umsturz nicht, denn aus den Trümmern bemerkenswerth, das in Ilmenau in Thüringen gegen die meldet: Die armenische Zeitung Mfchat" berichtet aus Karawird sie eine neue Gesellschaft errichten. Folgt eine Würdigung Abhaltung der Lassalle- Feier erlaffen wurde. Dort sagte Urgan, 5000 türkische Soldaten mit 10 000 Kurden unter Zaki des Andenken Windthorst's, der über alles die Einigkeit der die heilige Hermandad: Hingesehen auf die Ende Pafcha überfielen am 1. August die Armenier der Stadt und des Katholiken gestellt habe, und als Schluß die dringende Mahnung Auguft und Anfang September dieses Jahres überall Dorfes Kamach, plünderten die Kirchen und Klöster und zerstörten feiernden an alle katholischen Mitglieder der Parlamente, unter allen Um zu und nationalen Jubeltage die Haltung, viele Häuser.(??!) welche die ständen die Einigkeit als das Höchste zu betrachten. Sozialdemokratie diesen Feften offen. Budapest, 31. Auguft.( W. T. B.) Der Reichstage. Abgeordneter Jos. Geiger dankt dem Präsidenten und tundig gegenüber einnimmt, muß die für nächsten Abgeordnete Graf Gabriel Karolyi, ein redegewandter Führer giebt namens seiner Kollegen die Versicherung ab, die Einigkeit Sonnabend geplante Laffalle- Feier geradezu als ein Proteft gegen der äußersten Linken, ist heute Nacht infolge eines Herzschlags fest zu bewahren. Ein dreifaches Hoch auf den Präsidenten, diese Feiern erscheinen und zu Beunruhigungen, Belästigungen gestorben. " " " Verantwortlicher Redakteur: i. V. J. Tierl( Emil Roland) in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 204. Tokales. Achtung, Parteigenossen! Die Lokalkommission giebt bekannt: Das Lokal von Olbötter, Berlin, Usedomstr. 33, steht der Arbeiterschaft zur Verfügung. streichen. S Friedrichshagen. C. Jonas' Haidepark, Seeftr. 1; Kaiser Friedrich- Garten, Friedrichstraße, stehen von jetzt ab zur Verfügung; desgleichen in Köpenick: Ludwig, Marien- und Dorotheenstraßen Ecke; Schneider, Müggelheimerstraße. Das Solal von Schulz, Müggelheimerstraße, ist von der Liste zu Ferner fordert die Lokalkommission diejenigen Genossen, die am Montag, den 2. September, feiern müssen, auf, bei event. Ausflügen solche Lokale aufzusuchen, die der Arbeiterschaft zur Verfügung stehen. Im Auftrage der Lokalkommission. Karl Scholz, Wrangelstr. 82. Achtung! Parteigenoffen des 6. Wahlkreises! Durch die Solidarität der Genossen ist das Unternehmen der Parteispedition gesichert. Gegen 8000 Abonnenten find den Beschlüssen der Volksverfammlungen gefolgt und entnehmen ihren Bedarf von der Parteispedition. Aber was will das besagen gegen die große sozialdemokratische Wählerzahl im 6. Kreise. Noch sind es hunderte von Parteigenossen, welche ihre Zeitungen von Spediteuren entnehmen; tausende von Arbeitern lesen noch gegnerische Blätter; sie glauben bisweilen ein höheres Abonnementsgeld für Zeitungen nicht zahlen zu lönnen und lassen sich daher eine Lektüre bieten, die durchaus nicht im Interesse der Arbeiterfache liegt. Seine sauer verdienten Groschen opfert ein solcher Proletarier gegnerischen Blättern, welche fortwährend die gerechten Forderungen der Arbeiter bekämpfen. Arbeiter, durch Unterstützung derartiger Organe schädigt Ihr Euch selbst und die Allgemeinheit! Nur durch Zusammenschluß aller Arbeiter ist es möglich, die Forderungen zu erringen, welche sich die Partei und ihre Presse gestellt haben. Agitirt daher für unsere Presse, macht Eure Kollegen auf merksam auf die Schädlichkeit ihres Treibens und ruht nicht eher, bis sie erkannt haben, auf welche Seite sie sich stellen müssen. In allen Zahlstellen und Lokalen, wo Zahlabende im sechsten Wahlkreis abgehalten werden, liegen Liſten aus zur Aufnahme von Abonnenten. Alle Vertrauenspersonen sowie folgende ben„ Sozialdemokrat" und" Wahren Jacob" u. f. w. Parteispediteure nehmen Abonnements auf den Vorwärts", Für Moabit: Hempel, Lübeckerstr. 16, Hof p.; für Wedding und Oranienburger Boritadt: Stolzenburg, Wiesenstr. 14, p.; für Gesundbrunnen: Gaßmann, Grünthalerstr. 67, H. p.; für Rosenthaler Vorstadt: Rosenthal, Granseerstr. 6, im Keller; für Schönhauser Vorstadt: Mars, Kastanien- Allee 96, part. entgegen: Sonntag, den 1. September 1895. 12. Jahrg. Beziehung auch die nöthigen Vorkehrungen treffen, heuchlerisch ist. Die Arbeiter mögen sich das merken und auch daß die gesammte, vor der Kirche befindliche Menge, also ihrerseits hündisch demüthiges Betragen verachten, und ihren vor allem die Schulen und die Krieger, in den Gesang ein Unternehmern vielmehr mit männlichem Selbstbewußtsein gegenstimmen werden. Das Ganze soll den Eindruck eines spontanen übertreten. Ausbruchs patriotischer Huldigung machen." Wir zweifeln nicht, daß dieser Ausbruch patriotischer Begeisterung gut gelingen wird. Herr von Oppen an der Arbeit. Für Sonnabend Abend war nach Wöllstein's Lokal in Adlershof eine öffentliche Ver sammlung mit folgender Tagesordnung einberufen: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über rummel. Die hiesige Gemeindevertretung und die Stellung der Lassalle und seine Bedeutung für die Arbeiterklasse. 2. Der SedanArbeiterschaft hierzu. 3. Diskussion. Sedanfeier der Eisenkönige. Die Maschinenbauer metallarbeiter wurden schon vor einiger Zeit aufgefordert, Berlins und die sonstigen in den großen Fabriken beschäftigten mitzutheilen, wer von ihnen die Kriege von 64, 66 oder 70 mit Der Amtsvorsteher von Oppen verbot diese Versammlung gemacht hat. Viele meldeten sich, weil sie glaubten, es solle einmal in anständiger Weise der Beutel aufgethan werden. Aber auf grund§ 10 Allgemeines Landrecht II, 17. Derselbe lautet: weit gefehlt! Die betreffenden haben jetzt von einem Fest Die nöthigen Anstalten zur Erhaltung der öffentlichen komitee, das im wesentlichen aus den Firmen des Ver- Ruhe, Sicherheit und Ordnung und zur Abwendung der dem bandes Berliner Metallindustriellern besteht, die Einladung Publico oder einzelnen Mitgliedern desselben bevorstehenden Ge zu einer Sedanfeier in der boykottirten Philharmonie bekommen, fahr zu treffen, ist das Amt der Polizei. in der sie ersucht werden, den denkwürdigen Tag mit allen Arbeitgebern festlich und kameradschaftlich zu begehen. Gleichzeitig erholten sie folgendes Fest- Programm. Beginn 7 Uhr abends. Musit. Begrüßungsrede. Gemeinsamer Gesang. Essen: Vorgericht. Feftrede. Warmes Essen. Butter und Käse. Gefang 1 Musit. Schluß 12 Uhr. Daß dieser Paragraph durch die Verfassung und das preußische Versammlungsgeset längst aufgehoben ist, genirt Herrn v. Oppen ebensowenig, wie daß er in jedem Kommentar zum Allgemeinen Landrechte den Hinweis auf die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts( Entscheidungen 11. Band S. 365) finden kann, der lautet: Das Verbot jeder Versammlung als Vorkehrmaßregel ist gefeßlich unstatthaft. Man könnte ein solches nicht statuiren, ohne in Widerspruch mit Artikel 29 der Verfassung zu gerathen und die Abhaltung von Versammlungen in das freie Ermessen der Polizeibehörden bezüglich ihrer Angemessenheit und Zweckmäßigkeit zu stellen. Herr v. Oppen hat ungefeßlich gehandelt, aber er glaubt, Dunkler Anzug mit Orden und Ehrenzeichen. rühmliches vollbracht zu haben, er hofft, die Stellungnahme Etmas mehr Geschmack hätten wir Firmen wie Kühnemann, der Adlershofer Parteigen offen zum Sedanfeste verhindert zu Borsig, Siemens u. Halske 2c., von denen die Einladung mit haben. Die Adlershofer Parteigenossen werden den Beschwerdeunterschrieben ist, wirklich zugetraut. Der Patriotismus, wie weg betreten, sie werden außerdem Mittwoch versuchen, eine Verer nach dem obigen Programm entwickelt werden soll, erscheint sammlung mit derselben Tagesordnung abzuhalten. denn doch ungeheuer billig. Zu billig zum mindesten für Herr v. Oppen hat sich aber nicht mit dem eigenartigen Firmen, die ihre Millionen und Abermillionen gerade durch den Versammlungsverbote begnügt, er hat noch mehr gethan, er Krieg rder infolge der durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse hat auf grund des§ 132 II des Gesetzes über die allgemeine ermorben haben. Landesverwaltung den Wirth Wöllstein, in dessen Lokale die den staatlichen Betrieben und Bureaus durch Arbeitsruhe Sedan in der Juftiz. Der Sedantag foll bekanntlich in Versammlung abgehalten werden sollte, mit einer Polizei- GrefutivGeldstrafe von 50 M. bedroht, wenn er an diesem Sonnabende o geschieht es auch in manchen Fällen. In vielen Staatswerkstätten wollen hoffen, daß der Wirth Wöllstein durch das VerwaltungsWir bezweifeln die Rechtmäßigkeit dieser Verfügung und gefeiert werden. So haben die patriotischen Blätter verkündet und fein Lokal nicht um 8 Uhr schließe. ruht die Arbeit und die Arbeiter bekommen, wie es selbststreitverfahren Herrn v. Oppen belehre, daß dieter nicht allverständlich bei ihnen willkürlich auferlegter Arbeitsruhe, ihren mächtiger Sultan ist, sondern sich etwas mehr um die Gesetze zu Berwaltungen werden die Bureaus gefchloffen. Auch Frau Tagelohn ausgezahlt. In den Ministerien und den einzelnen fümmern hat. Justitia feiert, indem zu St. Sedan keine Termine stattfinden und das ganze Gerichtspersonal blau macht. Die durch den Prozeß Castan bekannt gewordene 14jährige Nur eine er Gertrud Helmessen wurde, bald nachdem die Freisprechung hebende Ausnahme wird gemacht im Gebiet der Justizverwaltung: Castan's erfolgt war, von ihrem Vater in der Besserungsanstalt Sedanfeiern finden heute Sonntag und morgen Montag der Präsident des Kammergerichts hat angeordnet, daß in Silo ab" in Pankow internirt. Wie uns heute mitgetheilt im ganzen Deutschen Reich und insbesondere in Berlin mit dem ganzen Bezirk, der dem Kammergericht untersteht, wird, ist das Mädchen von dort entwichen. Das Mädchen hat großem Gepränge und noch größerem Gedränge statt. am Sedanstage im allgemeinen nicht gearbeitet wird, nur die aber die Flucht nicht allein unternommen, sondern mit ihr ist Wir haben schon gestern darauf aufmerksam gemacht, Kanzleibeamten und Kanzleigehilfen sind gehalten, auch am auch eine andere Frauensperson aus der Austalt verschwunden. und wiederholen heute unsere Aufforderung, diesem Sedantage ihre Bogen zu schreiben, widrigenfalls sie an dem Der Vater hat am Sonnabend von der Tochter aus Bernau deren Treiben möglichst fern zu bleiben. Es ist nicht schicklich, die patriotischen Festtage Hungerpfoten faugen können.- Patriotisch fämmtliche Kleider zugeschickt erhalten. Es ist vollständig unNiederlage eines Gegners durch laute Freudenfeste zu ist der preußische Staat tolossal. Aber so patriotisch, den armen erklärlich, wer das Mädchen neu eingekleidet hat. Der Vater feiern. Lassen wir die Hurrahpatrioten unter sich und Diätaren für den Sedantag umsonst einen Tagelohn auszuzahlen, vermuthet, daß es von einer Seite geschehen ist, die Interesse feiern wir unter uns unseren Ferdinand Lassalle. Dabei werden so weit geht der Patriotismus bei ihm doch nicht. Besonders daran hat, daß das Mädchen in einem bevorstehenden Meineidssich beide Theile, die Hurrahpatrioten und wir am besten bemerkenswerth ist, daß gerade das bezeichnete, zum Arbeiten" prozeß nicht vernommen wird. befinden. am Sedantage verdonnerte Personal laut Gesetz aus Militär= an wärtern gebildet wird, während das übrige Personal der Justizverwaltung vielfach aus dem Zivilstande hervorgeht. Also gerade die, die den Krieg mitgemacht haben oder doch lange Jahre Soldat waren, müffen arbeiten, während die übrigen spazieren gehen. Das ist die„ Sedanfeier" in der JustizVor allen Dingen warnen wir unsere Genossen dringend Davor, in unbekannter Gesellschaft irgend eine abfällige oder spöttische Bemerkung über Personen und Sachen, die mit dem Sedanrummel zusammenhängen, zu machen. Der Locks pige! geht um, und in Zeiten so frankhaft gesteigerter, patriotischer" Begeisterung finden sich tausend freiwillige Denunziantenlumpen, verwaltung. die die harmlosesten Bemerkungen zu Staatsverbrechen umlügen und beschwören. Darum Vorsicht! Ueber die Einweihung der Aegirkirche, die heute am Sonntag stattfindet, und was als besonders interessant bei dieser Einweihung zu bemerken ist, berichten wir an anderer Stelle dieser Nummer. Aufmerksam machen wollen wir hier nur noch darauf, daß es bei dieser Einweihungsfeier sehr patriotisch zu werden verspricht. Die Deutsche Tageszeitung" berichtet nämlich: " In dem Augenblick, wo der Kaiser mit den Fürstlichkeiten das Gotteshaus wieder verläßt, soll die Musik die Wacht am Rhein" spielen. Man erwartet nun, und wird in dieser " " Ueber einen Aufsehen erregenden Vorfall, welcher sich unserem Berichterstatter folgendes geschrieben: Vor einiger Zeit dieser Tage bei dem 4. Garde- Regiment 3. F. ereignet hat, wird unserem Berichterstatter folgendes geschrieben: Vor einiger Zeit das Garnison Lazareth an der Scharnhorststraße eingeliefert war ein Soldat dieses Regiments mit inneren Verlegungen in worden und hier verstorben. Seine hier lebende Braut verlangte, daß er nicht obduzirt werde. Und so wurde der Leich,, Nicht von heuchlerischer Demuthslehre Holen wir nam ununtersucht nach dem Garnison Kirchhof in der MüllerBelehrung uns und Rath!" singt Herr v. Wildenbruch an- straße überführt, wo am Dienstag die Beerdigung stattfinden läßlich des heutigen Sedantages. Was für eine Lehre kann er sollte. Inzwischen aber hatte sich das Gerücht verbreitet, wohl meinen? Etwa diejenige welche predigt: Liebe, die dich der Tod des Mannes sei durch Mißhandlungen eines hassen; Vergieb deinen Feinden; Segne, die dir fluchen; So dir Gefreiten verursacht worden, worauf ein Verwandter des Ge jemand einen Streich auf die eine Backe giebt, halte ihm die storbenen gegen die Beerdigung der Leiche Widerspruch erhob andere hin. Eine Demuthslehre ist dieses wohl, heuchlerisch aber und eine ärztliche Feststellung der Todesursache verlangte. Ins tann man sie doch an sich nicht nennen, heuchlerisch verfahren folge dessen wurde die Beerdigung in letter Stunde, als schon nur diejenigen Leute, welche vorgeben, die Lehre zu bekennen, die Leidtragenden sich auf dem Kirchhof versammelt hatten, während sie durch ihre Kundgebungen das gerade. Gegentheil militärgerichtlich verboten und der Leichnam wieder ins Lazareth thun. Aber töftlich ist jedenfalls das offene Eingeständniß des zurückgeschafft, wo am Mittwoch in Gegenwart der Militärhohenzollernschen Hurruhdichters, daß das Bekennen zur Demuth gerichtsbarkeit die Sektion vorgenommen worden ist. Ueber den CAMEELE WAS FOR DIE VA GROESTEN TT.V. 1895 EINSTCEWESEN TERJUNSERER STADT KE NEITMAL RUPPIC!! HUNDERTAU SEND MARK vaterländischer Begeisterung für Kaiser Wilhelm I. von der Stadtgemeinde das niedliche Sümmchen von 300 000 m. verlangte, um das Thürmlein der Aegir- Kirche fertig zu bauen. Daß auch die Gelder der vielen Katholiken, Juden. und der ganz besonders zahlreichen Heiden, die Berlin bes völkern, mit in dem Sümmchen gesteckt hätten, war von dem Grafen Mirbach wahrscheinlich für unbedenklich erklärt worden. Aber merkwürdig, bei der Mehrheit unserer Berliner Stadtväter wirklich merkwürdig: sie wollten nicht. Sie wollten nicht, obgleich Graf Mirbach, der Oberhofmeister Ihrer Majestät der Kaiserin, es nicht verschmähte, bei dem sozialdemokratischen Juden" Singer und dem sozialdemokratischen Hutmachergesellen Borgmann persönlich vorzusprechen und um Gewährung der 300 000 m. zu bitten. Die Stadtverordneten wollten partout nicht, und sie wollten auch dann nicht, als Herr Zelle erklärte, daß die Aegir- Kirche ja eigentlich gar keine Kirche, sondern ein Denkmal für den verstorbenen Heldengreis bedeuten solle. Das unbegreifliche geschah: Stadtverordneten Mehrheit war schäbig genug, dem Grafen Mirbach, dem eigentlichen Mittelsmann der Kaiserin beim Kirchenbau, die Dreimalhundert tausend abzuschlagen. Aber es ist ihnen recht ge= schehen. Denn wie sich heute jeder überzeugen kann, ist das Thürmlein auch ohne die Berliner Stadtväter fertig geworden. Das haben sie nun davon! die Mächtig ragt das Kirchlein aus gewaltigen, graugelben Steinquadern erbaut, heute am Einweihungstage in die Lüfte von wehenden Fahnen umflattert, von duftenden Laubgewinden umschlungen, mit leuchtenden Blumen geschmückt. Und auch im Innern, welch ein Kunstwerk, welch ein So wird sie denn heute eingeweiht die Aegir denen bezahlen zu lassen, die sie nicht haben wollen. Aber Kirche, das Schmerzenskind. Warum sie der Volks- wie gerade bei der Aegir- Kirche der Bettelsack und der Glanz, welche erhabene Größe. Der geniale Schöpfer der Aegirmund just Aegir- Kirche genannt hat, das wissen wir nicht. Klingelbeutel geschwungen worden sind, die Art und Weise, I Kirche, Herr Baurath Sch wechten, hat hier sein Größtes. Genug, tein Mensch spricht heute von der Kaiser Wilhelms- wie Privatpersonen, Vereine, Gemeinden 2c. 2c. in Zwangs| geleistet, sein innerstes Künstlerherz offenbart, wie er sich, Gedächtniß, alle Welt dagegen von der Aegir Kirche. fontribution gesetzt wurden, das war selbst in dem an ja auch früher schon durch die Erbauung von Gratweils Und ein Schmerzenskind ist sie auch. Großer Kirchenbauten auch sonst recht gesegneten Zeitalter Bierhallen beliebt gemacht hat, wo die hübschen Und bescheiden Bayerinnen im Nationalkostüm serviren und allabendlich Gott, was ist doch im Lande herumgefochten worden in den Wilhelms II. noch nicht dagewesen. man dabei Wer Die Kaiserloge gar nicht. fünf Jahren, ehe das nöthige Geld zusammenkam! Gewar erinnert sich die neuesten Kouplets erschallen. von der Aegir- Kirche fochten wird ja bei uns zu Laude immer, wenn Kirchen nicht noch der denkwürdigen Stadtverordneten- Versammlung wir sprechen jetzt wieder ist links vom Altar angebracht. Leuchtende gebaut werden sollen; es ist ja auch so ungeheuer einfach, vom 2. Mai 1895, in der unser patriotischer und bei Hofe heiligen Kirchenväter darstellend, die Gotteshäuser, die irgend jemand haben will, von so wohlgelittener Oberbürgermeister 3 elle mit großer Glasgemälde, die heiligen Befund ist genaues noch nicht zu erfahren geivcseu, doch soll niittleriveile gegen den betreffenden Gefreiten die Untersuchung eingeleitet sein. Unter dem tverdnchte des GnttemnordeS ist am Donnerstag der herrschaftliche Kutsck>er Hermann S t a d i e zu Linde bei Päivesin im Kreise Westhavelland verhaftet worden. Stadie, der erst 20 Jahre alt ist und sich am 23. Dezember v. I. mit seiner 3 Jahre älteren Ehefrau verheirathet hat, erschoß die- selbe am Mittwoch Abend mittels einer Jagdflinte, die mit Rehposten geladen war. Die Kugel drang der Frau durchs Herz und führte den sofortigen Tod herbei. Die Frau befand sich im schwangeren Zustande und sah im nächste» Monate ihrer Entbindung entgegen. Verschiedene Umstände scheinen den Anschein zu erwecken, daß das Ehelebe» nicht glück- lich niid Stadie seiner Frau bereits überdrüssig war. Er be- hauptet zwar, daß er seine Frau nur aus Unvorsichtigkeit er- schössen habe, indem er das vermeintlich ungeladene Gewehr auf seine Frau anlegte und losdrückte, indessen stößt diese Behauptung aus schwere Bedenken. Die Klärung der Sachlage muß der Untersuchung vorbehalten bleiben. Stadie wurde durch den be- rittenen Gendarmen von Pävesin verhastet und in das Amts- gerichtsgesängniß in Brandenburg a. H. abgeliesert. lieber einen Mißstand, der sich in der Nähe vieler Ge- meiudeschulen bemerkbar macht, wird uns lebhaft Klage geführt. Die kleinen Knaben und Mädchen dürsen, wenn sie nach Hause gehen, nicht mehr die BedürsnißanstaUen der Schulen beiiutzen, so daß stets nach Schulschluß ganze Reihen von Kinder beiderlei Geschlechts ihre Bedürfnisse auf der Straße befriedigen. Macht schon dieses einen in jeder Beziehung unangenehmen Eindruck, so wird dieser noch verstärkt, wenn, wie es bei manchen Schulen infolge von Beschwerden der Nachbarn geschieht, einige größere Knaben beauftragt sind, die Kleinen au der Verunreinigung der Straße zu verhindern. Mit Püffen und Fauststößen werden die armen Kinder, die wohl oft das Ende der Stunde sehnsüchtig erwarten, über die Straße gejagt, worauf sie ihr Geschäft in einer anderen Straße verrichten. Das ganze widerwärtige Treiben gewährt einen geradezu ekelhaften Anblick. Sollte es sich wirklich nicht ermöglichen lassen, daß die natürlichen Bedürfnisse in den dazu bestimmten Anstalten der Schule besriedigt werden, auch wenn die Itinder keinen weiteren Unterricht mehr haben? Wir meinen, daß das wirklich nicht schwer durchzuführen wäre und halten es für keine» Nachtheil, wenn zu diesem Behufe die letzte Stunde fünf Minuten von der Unterrichtszeit verlöre, oder falls dies «icht angeht, wenn ihr fünf Minuten zugesetzt werden müßten Freibier? Der Oekonom der Brauerei Oswald Berliner theilt uns mit, daß sich das von ihm gegebene Freibier nur aus die Veteranen von 1870—71 bezieht. Ob da nun jeder, der ein Glas Bier haben will, den Militärpaß vorlegen muß, wissen wir nicht. Uebrigens scheint die Besorgnis, daß ganz Berlin in die Brunnenstraße ziehen werde, um Freibier von Berliner zu holen, sehr groß gewesen zu sein. Eine EntfiihrungSgeschichte beschäftigte einer Lokal- korrespondenz zufolge die hiesige Polizei. Die Witlwe Senge- busch, Bärwaldstr. 12, hatte seit dem I. Juli einen Schriftsetzer mit seinen drei Kindern in Pflege. Am 15. d. M. kündigte der Manu. Am letzten Dienstag hat nun die Sengebufch, während der Vater, der an demselben Tag ausziehen wollte, seiner Be- schästigunz nachgegangen war, die drei Kinder entführt. Auf dem Polizeibureau gab die Sengebusch die Entführung der Kinder zu, verweigerte aber jede Auskunft über deren Verbleid. Es sind zwei Mädchen im Alter von S>/z und i'/s Jahren und ein Knaben von acht Monaten. Wege» MordeS aiigekfagt ist die Ehefrau Ida Frank, welche am 21. Mai d. I. sich und ihre beiden Kinderchen in der Waldemarstr. 14 belegenen Wohnung durch Kohlendunst zu ver- giften suchte. Die Angeklagte benutzte die Abwesenheit ihres Mannes, der sich in Moabit aus Arbeit befand, um in der Wohnung einen Eiiner aufzustellen, der mit glühenden Preß- kohlen angefüllt war. Durch den aus den Wohnräumen heraus- dringenden Qualm wurden die Hausbewohner aufmerksam ge- macht, man sprengte die Thür und fand am Boden leblos liegend zieren die Fenster. Prächtige Skulpturen schmücken allerwärts den Jnnenraum. So ist besonders erwähnenswerth ein hoher, überlebensgroßer marmorgcmeißclter Christus in der Mitte des Altars mit dem symbolischen Ange Gottes darüber; und gerade gegenüber, als Erinnernng an die Schäbigkeit der Berliner Stadtverordneten am 2. Mai dieses Jahres ein R e l i e f aus grauem Sandstein mit folgender Inschrift: Was für Kameele einst gewesen die Väter unserer grössten Stadt! 2. V. 1895. Keine dreimallinnderttansend Mark. Ruppig! Das Relief, das wir oben im Bilde wiedergeben, be findet sich im Jnnenraum über dem zur linken Hand gelegenen der drei Eingangsportale, die von Westen her in die Kirche führen. Es stellt Jakob und Rebecca am Brunnen vor, die Kanicele tränkend, die rings herum im Sande liegen. Die Schrift ist theils in den Felsen des Brunnens, theils in den Saum der Kameeldecke gehauen, allerdings nur flach, so daß man sich schon mit einem Opernglas bewaffnen muß, um sie zu lesen. Rebecca auf dem Bilde repräsentirt die K l e r i s e i, die aus dem Brunnen der christlichen Liebe schöpft, um allen, die davon trinken, das ewige Heil zu verschaffen. Jakob ist Gras Mirbach, der mit dem frommen, selig machenden Wässer- lein, das aus dem Aegirsgestein träufelt, die Berliner Stadtverordneten tränken wollte. Und die umherliegenden K a m e e l e, ja, das sind eben die— K a m ee l e. Die Nebenthür, die mittlere von den dreien, ist gekrönt mit einem Bild- werk, das zwei Engel darstellt, in ihrer Mitte das C h r i st n s s ch ä f l e i n mit dem Kreuz. Die dritte Thür ist bis jetzt nur überdacht von einem rohen Sand- steinblock, in den hoffentlich ein ebenso schönes Bild gemeißelt wird, wie die links gelegene Thür eins trägt. Man sieht, es gicbt in dieser christlichen Kirche gar manche Sehenswürdigkeit und gar absonderliche Zusammen- stellungen. Aber die Gottlosen im Lande, denen ja die Religion erhalten werden soll, werden sich baß verwundern, daß es Leute giebl, die es mit ihrer Frömmigkeit vereinen können, in der„heiligen christlichen Kirche", dicht neben das angeblich heiligste, einen— schlechten Witz in die Quadern meißeln zu lassen. Das ist nicht„Gotteslästerung", das ist genial! Hoffentlich bekommen diejenigen unserer Stadtverord- neten, die an der Einiveihung der„Kaiser Wilhelm- Gedächtniß-Kirche", im Kreise der Fürstlichkeiten und der höchsten Würdenträger, theilnehmen dürfen, diese Nummer noch so zeitig zu Gesicht, um sich bei der Gelegenheit auch gleich einmal die bewußten Kameele auf ihre Portrait- ä h n l i ch k e i t anzusehen. die Angeklagte, sowie den fünfjährigen Sohn Fritz und das Töchterchen Gretchen im Alter von 3 Monaten. Während die Mutter mit ihrem Sohne nach dem Krankenhause am Urban ge- schafft und beide daselbst wieder geheilt wurden, waren die Wiederbelebungsversuche an dem Töchterchen, welche ein Arzt sofort vorgenonnnen hatte, vergeblich. Wegen Mordes ist nun die Anklage erhoben und wird die Frank am 17. d. M. durch den Rechtsanwalt Dr. Herzfeld vor dem hiesigen Schwurgerichte vertheidigt werden. Eine Freisprechung scheint nicht aus geschlossen, da die Angellagle ein unheilbares Leiden hat und vollständig von Melancholie befallen ist, so daß es sehr zweifel- Haft erscheint, ob sie vorsätzlich und mit Ueberleguug die That begangen hat. Durch Sturz a«S dem Fenster hat sich heute früh schon wieder eine Person geiödtet. Um 1 Uhr in der Nacht kam in der Gartenstraße 15 ans einem Fenster des vierten Stockes der Körper eines jungen Mädchens auf die Straße herabgeflogen. Ein Schutzmann hob ihn auf und brachte ihn nach der Charitee. Die Schwerverletzte war aber schon bei ihrer Aufnahme dem Tode nahe und verschied bald darauf. Dem Selbstmord liegt ein Liebeshandel zu gründe. Das Mädchen, die 19 jährige Louise Fuhrmann, deren Eltern in Berleberg wohnen, war nach Berlin geschickt worden, damit sie sich hier als Verkäuferin ausbilde. Statt dessen aber wurde sie Kellnerin. In einer Wirthschast lernte die Fuhrmann einen jungen Mann kennen, und aus der Bekanntschaft entspann sich ein Liebesverhältnis. Als der Geliebte dasselbe lösen wollte, nahm sich das Mädchen dies so sehr zu Herzen, daß es nicht länger leben wollte und sich zum Fenster hinausstürzte. Verhaftet wegen Verdachts drS Verbrechens gegen das Leben wurde vor einigen Tagen die Hebeamme S. i» der Schwedterstraße. An eine andere Hebeamme gleichen Namens, welche in derselben Straße wohnt, gelaugte durch die Post ein Brief, in welchem uiitgetheilt wurde, daß„die Sache schief ginge, weil andere Personen davon Wind bekommen hätten, und nun eine Denunziation beabsichtigten. Das Mädchen wüßte aber Bescheid und würde so und so aussage», und sollte bei eventueller Vernehmung die Hebe amme ihre Aussage danach richten". Da der Frau S. der Brief völlig unverständlich war, sah sie sich die Adresse noch mals genauer an, und entdeckte nun, daß der Brief garnicht an sie, sondern an die gleichnamige Kollegin gerichtet war. Nunmehr machte Frau S. der Polizei Anzeige von dem Vorfall, und alsbald erfolgte die Verhaftung der richtigen Adressatin des Briefes. Polizeibericht. Am 30. v. M. morgens stürzte im Thier- garten beim Floraplatz ein Rentier mit dem Pferde. Er scheint innere Verletzungen erlitten zu haben.— An der Köpnickerbrücke fiel nachmittags ein achtjähriger Knabe beim Spielen in den Louisenstädtischen Kanal und ertrank. Ein Barbier hatte, ob- wohl er des Schwimmens vollständig unkundig ist. den Knabe» zu retten versucht. Er verlor jedoch bald den Boden unter den Füßen und wäre wahrscheinlich ebenfalls ertrunken, wenn nicht ein Schutzmann in voller Uniform nachgesprungen wäre und den bereits Bewußtlosen so lange über Wasser gehalten hätte, bis ein Kahn herbeikam, der beide auf- nahm.— Beim Abbrechen eines zur Vornahme von Belastungs- proben auf einem Grundstücke in der Magazinstraße errichteten Gewölbes stürzte infolge fZusammenbruchs zweier Pfeiler ein schwerer eiserner Träger herunter, erschlug einen Arbeiter und fügte einem zweiten eine leichte Verletzung an der Brust zu.— Abends wurde ein lljähriges Mädchen in der Lothringer- straße durch einen Geschäftswagen überfahren und am Unterschenkel erheblich verletzt.— In der Wohnung eines Schneiders in der Prinzenstraße fand infolge Zlufgießens von Spiritus auf eine brennende Spiritus- Glühlampe eine Explosion statt, bei der der Wohnungsinhaber leichte Verletzungen erlitt, während seine zweijährige Tochter schwere Brandwunden davontrug.— Am Schlüterstege sprang abends ein Mann in der Absicht, sich zu ertränken, in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen.— In der Nacht zum 31. v. M. stürzte sich eine Kellnerin aus dem Fenster ihrer im vierten Stocke eines Hanfes in der Gartenftrnße helegenen Wohnung auf den Bürgersteig hinab und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß sie bald darauf starb.— Im Laufe des Tages fanden vier unbedeutende Feuer statt. WitternngSiibersicht vom 31. August 1895. Wetter-Prognose für Tonntag, 1. Teptember 1895. Ein wenig kahleres, vielfach heiteres. jedoch unbeständiges Wetter mit einzelne» Regenschauern und frischen westliche» Winden. Berliner Wetterbure au. Thvskev. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Die Reise nach dem Mars. Erste Aufführung am 30. August.(Erstes Gastspiel der Schauspiel-Gesellschaft„Die Liliputaner".) Ein Ausstattungs stück Jules Verne'scher Art mit Ballets, reichen phaw tastischen Dekorationen, seltsamen Kostümen und putzigen Schauspielern, den in Berlin nicht unbekannten Liliputanern wurde als„Reise auf den Mars" dem Publikum des Friedrich Wilhelmstädtischen Theaters, unter dem sich neben Erwachsenen leider auch kleine Kinder befanden, vorgeführt. Den Text, der für das Stück gänzlich nebensächlich ist, zu erzädlen, können wir uns ersparen, ist er doch blos ein nebensächliches Verbindungsglied zwischen den Dekorationen und Ballets. Hie und da kam auch ein guter Witz vor, der dann vom dankbaren Publikum bejubelt wurde. Die Dekorationen und Kostüme waren sehr hübsch, die Lichteffekte ganz prächtig, die Ballets scheinen die Kenner auch vollkommen befriedigt zu haben. Aber es wäre Unrecht, nicht auch der schauspielerischen Leistungen neben all' dem Glanz der Dekorateure, Schneider und Maschinisten lobend zu gedenken. Unter de» putzigen Liliputanern gab es treffliche Schauspieler, direkt schlecht spielte niemand aus dem kleinen Volke, wir hehen be- sonders die Leistungen der Herren Ring, Zink, Edert und von Fräulein Görner hervor.—». GeriÜzks�ZeLkung. Nachklänge von der Maifeier. Vor der II. Ferien- Straskammer am Landgericht I standen beute die Genossen B l a n r o ck und H u p p k e wegen„Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen", die sie durch ihre Reden in der Mai- Versammlung der Maurer verübt habe» sollen; der erstere ist außerdem noch wegen Beleidigung der Polizei angeklagt. Ten Vorsitz in der Brausewetter-Kammer führte Herr Landgerichts. Direktor Lindenberg, die Anklagebehörde vertritt der Staatsanwalt Dr. Borchardt.— Am I. Mai fand bei Gründel in der Brunnenstraße eine öffentliche Maurerversammlung statt, wo ein der Bedeutung des Tages entsprechendes Referat gehalten wurde. Vlaurock kam gleich hinter dem Vortragenden zum Wort und kritisirte im Verlauf seiner Ausführungen die Behandlung der Arbeiter bei dem großen Zicgelarbeiterstreik in Oesterreich und in den sizilianischen Schwefelgruben. In der An- klageschrift wird behauptet, daß er darauf die Kon- signirnng des Militärs bei der Maifeier in unzulässiger Weise besprochen und in„höhnender" Weise hinzugefügt habe. daß unsere(die deutsche) Regierung viel besser sei. Die Be- leidigung der Berliner Polizeiverwaltung wird darin gefunden, daß der Redner behauptet haben soll, die Polizei beschütze das Bauschwindlerthum. Die Anklage gegen Huppke bezieht sich darauf, daß letzterer der Ziegierung vorgeworfen haben soll, Isis begünstige ans egoistischen Motiven die Preis- treiberei der Petroleum-Spekulanten und„verhetze" die Klassen u. s. w. Die Beweisaufnahme begann mit der Vernehmung des Polizeilieutenanls S ch m i d t, der die Versammlung seinerzeit überwacht hatte. Ter Zeuge kann ans dem Gedächtnis nichts bekunden, er bezieht sich auf seinen Bericht, den er seiner vor- gesetzten Behörde eingereicht hatte. Danach soll B. geäußert haben:„Die Polizei tritt zum Schutze der Bauschwindler ein. wenn dieselben die Arbeiter nicht bezahlen wollen," auf weiteres Befragen bemerkt der Zeuge, daß der Angeklagte H. in„fanatischer", unklarer Weise seine Ansichten entwickelt habe, welche ihm so gefährlich erschienen seien, daß er die einzelnen Sätze genau notirt habe. Auf die Frage des Vertheidigers, ob er stenographire, bemerkt der Beamte, daß er davon seit längerer Zeit abgekommen sei, weil er„schlechte Erfahrungen" damit gemacht habe. Polizei-Anwärter Klawitter, der zweite „überwachende" Beamte, kann sich aus Bestinimtes nicht erinnern. Er ist bereit, zu beschwören, daß der Bericht des Lieutenants Schmidt richtig ist.— Vors.: Darauf können mir uns hier nicht einlassen. Mehrere Versammlungstheilnehnier sagen überein- stimmend auS, daß die Reden der Angeklagten den von der Anklage- bchörde angenommenen Sinn nicht gehabt hätten; aufs ent- schiedenste wird bestritten, daß die Wendung Blaurock's, wo er die Neigung der deutschen Negierung zu Provokalionen der Arbeiter verneint hat, ironisch gemeint gewesen ist. Ein Bauunternehmer M.,der gleichfalls als Zeuge geladen war, gab dem Gerichtshofe Auf» klärung darüber, daß sast immer die Polizei als Schutzgeist von den gewissenlosen Bauspekulanten herbeigerufen werde, wenn diese Konflikte mit ihren Arbeitern wegen Nichtzahlung des Lohnes ic. befürchten. Das Plaidoyer des Staatsanwalts wirkte überraschend da- durch, daß der Herr gleich von vornherein den Grund- satz ausstellte, daß in diesem Falle lediglich den Aussagen der überwachenden Beamten Glauben bei- gemessen werden könne. Es leiten ihn dazu verschiedene Gründe: Die höhere Intelligenz, die langjährige Thätigleit als Beamter, die Bekundung, daß derselbe seinen Bericht bald nach der Versammlung fertig gestellt l>at lind endlich— die„innere Wahrscheinlichkeit". Weshalb gerade dieser letzte Einwand ge- macht wurde, legte der Redner leider nicht in genügender Klar- heit dar. Der Krieg, über den Huppke sich miß- billigend ausgesprochen hat, ist für den Herrn Staats- anmalt„gewissermaßen auch eine Anordnung der Obrig- keil" und darum fällt die darauf bezügliche Redewendung auch unter den Begriff des Z 131. Zuletzt erhob der Vertreter der Staatsanwaltschaft noch den schweren Vorwurf gegen Vlaurock, daß er Geschäftssozialist sei und nur aus egoistischem Interesse die Maurervcrfammlung, die ihn nickts anging, besucht habe. In überzeugender Weise wies der letztere diese Be- schuldigung zurück. Der Staatsanwalt beantragte gegen Blaurock drei Monate und gegen Huppke zwei Wochen Gefängniß. Der Verlheidiger, Rechtsanwalt Leopold Kotz ging auf die Begründung der Anklage ausführlich ein und widerlegte Punkt für Punkt der fiaatsanwaltschaftlichen Deduktionen. Er wies nach, daß der Paragraph auf die inkriminirten Ausdrücke gar- nicht anwendbar ist und plädirte für Freisprechung.— Nach ein- ständiger Berathung verkündete der Vorsitzende das llrtheil da- hin, daß der Angeklagte B l a u r o ck gänzlich freizu sprachen und der Angeklagte Huppke zu einer Geld st rase von 50 M. verurlheilt sei. Der Gerichtshof hat geglaubt, hieß es in der Begründung, daß er sich darum nur an den Bericht des Polizeilieutenants halten konnte, weil sich das Bild der Vorgänge im Geiste der Zeugen durch die lange Zwischenzeit dermaßen abgeschwächt habe, daß sich nichts Positives mehr feststellen lasse. Trotzdem sei auffFreisprechnug bei B. erkannt, da eine Kritik, wie dieser sie geübt, weder unter den Z 131 noch unter den Beleidigungsparagraphen falle. Bei H., dessen Auslassungen zum theil den Thalsachen direkt wider- sprächen, habe man strafmildernd in betracht gezogen, daß er lebhaften Temperaments und bisher noch unbestraft sei. Gegen einen höchst gefährlichen Menschen, den Sckmh- macher Karl Küster, hatte das Schöffengericht eine Anklage wegen verleumderischer Beleidigung zu verhandeln. Am 7. Juni nachmittags kam zu einem im Osten wohnenden Arzt ein ihn» bis dahin unbekanntes kleines Mädchen, welches aus die Frage nach seinem Begehr antwortete:„Ich weiß nicht" und schüchtern an der Stubenthür stehen blieb. Wenige Augenblicke darauf trat ein Mann ein und erhob die schwere Beschuldigung gegen den Arzt, daß er mit dem Kinde unzüchtige Hand- lungen vorgenommen und zu diesem Behuse das Kind schon zu verschiedenen Malen in seine Wohnung gelockt habe. An der Beschuldigung war kein wahres Wort. Der Angeklagte hat sie aber offenbar in ganz systematischer Weise zu verbrecheri- schon Zwecken erhoben, denn wie vor Gericht festgestellt wurde, hat er dasselbe Manöver an demselben Tage noch bei zwei anderen Herren versucht. Der Gerichtshof hielt das Vorgehen des Angeklagten für ein besonders strafwürdiges und gemein- gefährliches und verurtheille ihn deshalb zu e i n e m I a h r Gefängniß. Briefkasten der Expedition. Für die Familien der im Essener MeineidSprozest Vernrtheilten gingen bei uns ferner ein: G. B. 20,—. F. S. 1-,„Skatklub Schnitt", Trittelwitz 8,—. Postschaffner Lehmann 1,—. Ueberschuß v. d. Stammgästen bei Sasse's Hochzeit d. Schwahn 12,75. Rother aus der Kaiserstraße I,—. Trotz Staatsanwalt und Münter hungern doch nicht Eure Kinder, 3 Genossen der Zuchthäusler I. Rate 6,—. U> bekannt 0,50. Parteigenossen in Gera 49,95. Kowalski, Zossen 2.93. Görlitzer Genossen durch Wünsch 49,95. Glatzel, Stull- gart 9,95. Nobel, Berlin 2,95. Kommis P. E. 1,—. Patrioten von S. u. H. 4,30. W. Wöllmer's Messingabtheilung 4.65. F. Schiefer, Steglitz, bei der Beerdigung gesammelt 2,—. 1 Maurer 0,50. Ein Laubenbesitzer in Ripdorf 3,—. Zahlabend Stadtbezirk 180a. 1,20. Gesammelt von dem männlichen Personal der Luxuspapierfabrik Hagelberg mit einigen Ausnahmen 4,10. Dem langen Gustav zum Aerger, die Buchbinder Etallschrciber- straße 3,50. Unlerwasserstr. 6 1,—. Personal der Buchdruckerei Strauß 19,25. Summa 209,00 M. Bereits quittirt 2564,34 M., in Summa 2773,34 M. Berichtigung: In der vorgestrigen Quittung muß es heißen: Verein der Zink gießer und Slürzer, nicht Zinugießer. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Thenter. Sonntag, den 1. September. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Militaria. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Montag: Prinz Friedrich von Homburg. Deutsches Theater. Weh dem, der Ingt. Montag: Bernhard von Weimar. Hohenzollern. Berliner Theater. Penthefilea. Montag: Bernhard von Weimar. Hohenzollern. Lesing- Theater. Der Veilchenfresser. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Der natürliche Sohn. Montag: Markirter Feind. Minna von Barnhelm. Schiller- Theater. Minna von Barnhelm. Montag: Göz von Berlichingen. Friedrich.- Wilhelmstädt. Theater. Die Liliputaner. Die Reise nach dem Mars. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Fernands Ehe fontraft. Montag: Geschlossen. Alexanderplat- Theater. Ein Kind der Liebe. Vorher: Wahn und Wahnsinn oder Sie ist wahnsinnig. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Berliner im Feuer und Wasser. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Chansonnette. Die Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette, Montag: Geschlossen. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag: Minna von Barnhelm. Montag: Gök von Berlichingen. Dienstag: Minna von Barnhelm. Mittwoch: Göh von Berlichingen. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Direktion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Novität! Bum 1. Male: Novität! Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt v. Dir. Richard Schultz. Adolph Ernst- Theater. Zum lehten Male: Madame Suzette. Vaudeville Posse in 3 Att. v. Ordonneau. Musit von Edmond Audran. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Montag keine Vorstellung. Dienstag, den 8. September: Zum ersten Male: Paradebummler" Gesangsposse in 4 Atten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow. Rouplets von Ed. Jacobson und Gustav Görß. Musit von Gustav Steffens. Besetzung der Hauptrollen: Anna Bäckers, Josefine Dora, Anna Müller, Lilly Roger, Jda Schlüter, Jrma Werner, Julius Eyben, Adolph Ernst, Hugo Haßterl, Richard Jürgas, Ernst Kettner, Herbert Paulmüller, Guido Zielscher, Karl Weiß, Georg Worlitsch Der Vorverkauf findet ununterbrochen von 10 Uhr ab statt. Aufgeld wird nicht erhoben. Schweizer Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Sonntag: 22016 Gr.Extra- Vorstellung. Theater. Spezialitäten Entree 30 Pf. Ball. ICEBRAVER National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Direktion: Max Samst. Berliner im Feuer und Wasser. Volksstück in 5 Atten und 7 Bildern von Friz Schäfer. Mufit vom Kapellmeifter A. Wiedecke. Regie: Friz Schäfer. Dirigent: Kapellmeister A. Wiedecke. Wirkliches Feuer. Wirkliches Wasser. Wirklicher Regen. Hauptbilder: 3. Bild: La Puce( Henny Schmid sucht den Flob). 5. Bild: 30 bildschöne badende Mädchen im Wasserbassin mit wirklichem Wasser. 7. Bild: Groß- Feuer( Rettung von drei Menschen aus Feuersgefahr durch unsere brave Feuerwehr.) Friedrich Wilhelmstädt. Theater 25/26. Chauffeeftr. 25/26. Jeden Abend 71/2 Uhr: Gesammt- Gastspiel der Schauspielgesellschaft Die Liliputaner Direktion: Carl u. Theodor Rosenfeld. Die Reise nach dem Mars. mit Gesang und Tanz in 4 Aften und Großes Ausstattungsstück 13 Bildern von Robert Breitenbach. 1. Bild: Hörsaal des Prof. Hedison. 2. Bild: Observatorium. 3. Bild: Maschinenhalle. 4. Bild:" The NewYork Herald" Gebäude. 5. Bild: In den Wolfen. 6. Bild: Der Flug nach dem Mars. 7. Bild: Die blaue Grotte. 8. Bild: Phantastischer Palast. 9. Bild: Diamantengrotte. 10. Bild: Frühling. 11. Bild: Winter. 12. Bild: Auf der Kuppel des neuen Reichstags- Gebäudes. 13. Bild: Der Riesen- Weihnachtsbaum. Die Kasse des Friedrich- Wilhelmstädt. Theaters ist von 9 Uhr vorm. ab den ganzen Tag geöffnet. Außerdem find Billets zu haben im Invalidendank Unter den Linden 25. 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Montag, den 2. September, abends 8 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstrasse No. 23: Grosse öffentliche Volks- Versammlung. Unferm alten Rosselenker und Ges noffen, dem Restaurateur Johann Döring zu seinem morgenden Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch. Johann, 21965 schent morgen' nen Schleschen in. Der M.-G.-V. Moabit. Todes- Anzeige. Hierdurch allen Freunden und Kollegen die traurige Nachricht, daß am 29. d. M. mein lieber Mann und Vater, der Schriftseher Wilhelm Klau im Alter von 42 Jahren seinem langen Leiden erlegen ist. Dies zeigt tiefbetrübt an 21776 Louise Klau nebst Tochter. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands ( Verwaltungsstelle Berlin). Dienstag, 3. September, abends 9 Uhr, Annenstraße 16: Versammlung. Tages Ordnung: 20/16 1. Geschäftliches. 2. Besprechung der Arbeitsverhältnisse der Holzbild hauer. 3. Besprechung des Statuts und der hierzu gefaßten Beschlüsse des Bentralvorstandes. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen, namentlich diejenigen, welche im Osten Berlins sich in Stellung befinden. Ferner machen wir die Mitglieder darauf aufmerksam, daß der Lokalbeitrag, laut Beschluß der Versammlung vom 12. d. M., von der 35. Woche Der Vorstand. einschließlich pro Woche 10 Pf. beträgt. Die am 16. August abgehaltene außerordentDie Beerdigung findet Sonntag, liche Generalversammlung der Vertreter der Ortskrankenden 1. September, von der Leichenhalle kasse für das Bierbrauergewerbe zu Berlin ist von der des Sophien- Kirchhofes, Freienwalder Aufsichtsbehörde für ungiltig erklärt. Infolge dessen findet am 11. September, abends 8 Uhr, in Ley decker's Am 28. d. M., abends 10 Uhr, ver- Restaurant, Sophienstraße 34, eine neue außerordentliche wie stellt sich die Sozialdemokratie zu demselben?" 2. Diskussion. 3. Ver- schied nach schwerem Leiden meine Generalversammlung statt. Tages- Ordnung: 219/4 1. Vortrag des Genossen Adolph Hoffmann über: Das Sedanfest, schiedenes. Der Vertrauensmann. straße, nachmittags 3 Uhr statt. Todes- Anzeige. liebe Frau. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. September, nachm. Allgemeiner Deutscher Tapezirer- Verein 3½ he, von der Charitee aus statt. ( Filiale Berlin). Montag, den 2. September, abends 812 Uhr, im Restaurant Grauer, Oranienstrasse No. 121: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Die trauernden Hinterbliebenen. Wilh. Ambrosius. Achtung! Achtung! Mitglieder der Ortskrankenkasse 1. Vortrag des Genossen Jahn. 2. Disfuſſion. 3. Vereinsongelegen: der Drechsler und verwandten heiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Säfte willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 177/5 Die Ortsverwaltung. MES Maler. Gewerbe. Tages- Ordnung: 1. Erfahwahl des Vorstandes, und zwar 1 Arbeitgeber und 2 Arbeit nehmer. 2. Aenderung des Statuts. Nachtrag III, der§§ 1, 18, 30 und 38. 3. Stellungnahme der Delegirten über Beschluß eines Vertrages mit dem Verein Berliner Kaffenärzte mit freier Arztwahl oder dem Verein der freigewählten Kassenärzte. 4115 Der Vorstand der Orts- Krankenkasse für das Bierbrauergewerbe zu Berlin. Otto Wolf, Vorsitzender. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Filiale Berlin- Moabit". Alt- Moabit 48-49: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Dienstag, 3. September, abends 8/2 Uhr, im Saale der Kronenbrauerei, am 3. September, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, Am Montag, den 2. September, abends 8 Uhr, bei Cohn, eine öffentliche Mitglieder VerBeuthstrasse No. 22: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Der Streit der Leipziger Kollegen und das Verhalten der Kollegen der Werkstatt J. Bodenstein beim Reichsgerichtsgebäude in Leipzig den dortigen Kollegen gegenüber. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann der Berliner Maler. Metallschleifer! 1262 Dienstag, den 3. September, abends 8½ Uhr, bei Henke, Naunynstr. 27: Große öffentliche Versammlung der Metallschleifer, Galvaniseure und Berufsgenossen. Tages Ordnung: Der Streif der Schleifer und Abglänzer der Firma Gehrs& Cie., Wienerstr. 36a. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N. Anflamerstr. 44. fammlung stattfindet. Tagesordnung: Wie stellen sich die Mitglieder zur Aerztefrage 1896. Ver21426 schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen mehrere Delegirte. J. A.: Paul Rückert. Arbeiter- Vertreter- Verein Berlin. Dienstag, den 3. September 1895, abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über die Besichtigung der Seilanstalt in Nieder- Schönhausen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und vollzähliges Gr: Erscheinen wird ersucht. Gäste will: tommen. 53/2 Der Vorstand. 115/11 Verb. der DamenkonfektionsArbeiter und Arbeiterinnen Grosse öffentl. Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, 3. Septbr., abends 82 Uhr, in Königsbank, Große Frankfurterstr. 117. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 18/8 Bitte dringend, daß alle Arbeiter und Arbeiterinnen erscheinen, ganz besonders sind die Velvet- Arbeiter und Arbeiterinnen hierzu eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. D. Schüler, Tresckowstr. 30. Vertrauensmann der Allg. Arbeiter und Arbeiterinnen. Graveure, Ciselenre. Versammlung am Dienstag, 3. September, Oranienstr. 51. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Dr. Joël über: Die neuesten Errungen schaften der Astronomie. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Berlins und Umgegend. bei Cohn, Beuthstr. 20( G. S. I): Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: F 1. Vortrag des Kollegen Rohrlad: über: Streits und Boykotts, die Kampfmittel der Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Gäste willkommen! 113/12 Kollegen! Da die Zeitungsfrage einer Neuregelung bedarf, desgleichen über ein abzuhaltendes Stiftungsfest der Filiale beschlossen wird, ist es Eure Pflicht, vollzählig zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Mit kollegialischem Gruß Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 2. September, bei Kessner, Annenstr. 16: Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Um zahlreichen Besuch bitten Achtung! Die Bevollmächtigten. Parteigenossen! 167/7 Achtung! Sonntag, den 1. September 1895, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29: Große Lassalle- Feier arrangirt von den Sonntag, den 1. Sept., abends 6 uhr, Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Often). Versammlung. Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert 2209b Vortrag des Genossen Ad. Hoff unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes sowie mann über Agnes Wabnig' Leben und einer 20 Mann starken Kapelle der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Wirken. Diskussion. Auftreten der Gesellschaft Strzelewitz. Nach der Versammlung: Tanz. Gäste haben Zutritt. Feftrede. Nach dem Konzert: Großer Ball. Achtung! 59/3 " Achtung! Einsetzer! Der Arbeitsnachweis für den Norden" befindet sich Dunderstr. 4 bei O. Schmiedel. Louis Keller's Riefen- Feßfäle, Roppenstr. 29. Sonnabend, den 7. September cr.: 11. Stiftungsfest des Gesangvereins Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Die Vertrauensleute. Achtung! Vorläufige Anzeige! Achtung! Aktien- Brauerei Friedrichshain Am Königsthor. Am Königsthor. Sonntag, den 15. September 1895: Grosses Vocal- Concert der 125 Mann starken IV. Sänger- Abtheilung des Arbeiter- Vereins aus Leipzig Stralauer Liedertafel II" und des Berliner Gesangvereins„ Schildhorn"( Mitgl. des Arb.-S.-B.). ( Mitgl. d. A.-S.-B. Berlins u. U.). Instrumental- u. Vokalkonzert und Achtung! Charlottenburg. adtung! Spezialitäten- Vorſtellung. Grosse Volksversammlung am Montag, den 2. September, abends pünktlich 8 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße 39. Lages Ordnung: = 1. Wer feiert heute Sedan? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Genossinnen und Genossen! Erscheint alle in dieser Versammlung und bleibt dem unsinnigen Treiben der sogenannten Patrioten fern! 202/18 Die Vertrauensleute. Unter fangvereine Vorwärts III zu Friedrichsfelde, Frohsinn II und Frischauf I zu Friedrichsberg und Zukunft in NiederSchönhausen, Drchesterverein Harfe II und Kraftklub Union in Stralau. Bierfacher Ringkampf. 267/1 Nach dem Konzert: Ball. Große Gratis- Lotterie. Photographisches Atelier, Solzmarktstr. 71, a. d. Jannowißbr., hält sich bestens empfohlen. Theilzahlung gestattet.[ 30542* Albrecht's Ballsalon, Memelerstr. 67.[ 2875L* Empfehle meinen Saal, 500 Personen lungen. Sonnabende noch frei. Charlottenburg. Bismarðshöhe, Wilmersdorferstr. 39. faffend, zu Feitlichkeiten und VerſammHeute Sonntag: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung( artistischer Leiter Mr. Morelli). Im neu renovirten Saale: Grosser Ball. 21 H. Wernicke. Achtung, Friedrichsfelde! Da kein Lokal zur Lassalle- Feier im Orte zu haben ist, bitte ich die Genossen, sich mit ihren Familien am Sonntag, den 1. September, nachmittags 4 Uhr, bei Schultz, Prinzen- Allee, einzufinden. 222/10 Die Vertrauensperson. 77. Prinzenstr. 77.31588* Zum gemüthlichen Piket! Billiger Einkauf für Arbeiter in Herren- u. Knaben- Garderobe wenig getragen und neu. Winterpaletots in gr. Auswahl. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Direktion. Michael( Leipzig) und P. Kurz( Berlin) unter Mitwirkung einer 25 Mann starten Kapelle der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Anfang 5 Uhr. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Entree 30 Pf. Avis: Bestellungen auf Billets bitte an Olböter, Usedomstr. 33 ( Vereinslokal) gelangen zu lassen und werden solche, wenn Bestellkarte mit Vereinsstempel versehen, den geehrten Vereinen franto zugesandt. Ostbahn- Park Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, Am Küstriner Platz. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung 65/ 6* Garten- Concert von der 24 Mann starken Haustapelle unter Leitungdes Musikdirettors W. Carlon's. Anfang Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Wochentags 5 Uhr. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier verabreicht wird. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu so iden Preisen. Künſtl. Zähne, roſes Babnziehen, Theilzahlung. Goldstein, Dranienſtr. 123 Von der Reise zurück. 2194b Fr. Listemann, Sprechstunde für Zahnleidende 9-5, Grünstr. 10/11, II. Von meiner Reise zurück. J. Kallmann, 21956 Kaiser Wilhelmstr. 18 u. Münzstr. 15. Den Mitgliedern der Krankenkassen zur gefl. Mittheilung, daß m. Sprech Lichtenbergerstr. 16. stunden f. Zahnleidende v. 7 Uhr früh Neu renovirte Säle mit Bühne für bis 8 Uhr abends, in dringenden Fällen 20-500 Perf. Tanzunterr. j. Sonntag zu jeder Zeit, fortgeführt werden. v. 4-6 U. nachm., Donnerstag v. 8-11 U. Frei- Theatervorstellung. Geschäfts- Eröffnung. = Ich theile meinen Freunden und Betannten hierdurch mit, daß ich mein Weiß und Bairisch Bierlokal in Neu- Weißensee, Pistoriusstr. 118, am Cughafener Play, eröffnet habe. Um geehrten Besuch bittet 2190b Briemus Meier, Gährführer v. d. Brauerei Patzenhofer. Der heutigen Ausgabe unseres Blattes liegt ein Prospekt der Aktienbrauerei Friedrichshöhe , Putzger, Stegligeritr.65 worm. Patzenhofer bei. G.Superczynski, fünftliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. Reden Sonntag Ball. Montags Unfallſachen, Slagen. Eingaben, 3150L* Verantwortlicher Redakteur: i. V. J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 204. Die Bauernfrage in Frankreich und Deutschland. Von Friedrich Engels. ( Schluß aus Nr. 202 des Vorwärts".) " Sonntag, den 1. September 1895. zeugen. 12. Jahrg. auch jetzt das im Parzelleneigenthum befindliche Landgebiet be- ohne Entschädigung erfolgt, wird großentheils nicht stimmt ist, in Gemeinbesitz überzugehen. Sie selbst geben zu, daß von uns abhängen, sondern von den Umständen, unter denen das Parzelleneigenthum berufen ist, zu verschwinden. Das von wir in den Besitz der Macht kommen, und namentlich auch von Lafargue verfaßte Referat des Nationalraths auf dem Rongreß der Haltung der Herren Großgrundbesitzer selbst. Eine Ent von Nantes bestätigt denn auch diese Ansicht vollauf. Es ist schädigung sehen wir keineswegs unter allen Umständen als undeutsch veröffentlicht im Berliner Sozialdemokrat" vom zulässig an; Mary hat mir wie oft!- als seine Ansicht 18. Oftober v. J. Das Widerspruchsvolle in der Ausdrucksweise ausgesprochen, wir fämen am wohlfeilsten weg, wenn wir die Die Hauptsache bei alledem ist und bleibt die, den Bauern des Programms von Nantes verräth schon, daß das, was die ganze Bande auskaufen könnten. Doch das geht uns hier nichts begreiflich zu machen, daß wir ihnen ihren Haus- und Feldbesitz Verfasser wirklich sagen, nicht das ist, was sie zu sagen beab- an. Die so der Gesammtheit zurückgegebenen großen Güter nur retten, nur erhalten können durch Verwandlung in genossen- sichtigen. Werden sie nicht verstanden und ihre Aussage gemiß- hätten wir den sie schon jet bebauenden, in Genossenschaften zu Landarbeitern zur Benukung unter Konschaftlichen Besitz und Betrieb. Es ist ja gerade die, durch den braucht, wie das in der That schon geschehen ist, so ist das organisirenden der Gesammtheit zu überlassen. Unter welchen Einzelbesitz bedingte Einzelwirthschaft, die die Bauern dem Unter- allerdings ihre eigene Schuld. Jedenfalls werden sie ihr Pro- trolle gang zutreibt. Beharren sie auf dem Einzelbetrieb, so werden gramm näher erklären und wird der nächste französische Kongreß Modalitäten, darüber läßt sich jetzt noch nichts feststellen. Jedenfalls ist die Verwandlung des kapitalistischen Betriebes fie unvermeidlich von Haus und Hof verjagt, ihre veraltete Pro- es gründlich revidiren müssen. duktionsweise durch den kapitalistischen Großbetrieb verdrängt. Kommen wir nun zu den größeren Bauern. Hier findet in gesellschaftlichen hier schon vollständig vorbereitet und kann So liegt die Sache; und da kommen wir und bieten den Bauern sich infolge hauptsächlich von Erbtheilungen, aber auch über Nacht vollzogen werden, ganz wie z. B. bei Herrn Krupp's die Möglichkeit, den Großbetrieb selbst einzuführen, nicht für von Verschuldung und Zwangsverkäufen von Land, eine ganze oder Herrn von Stumm's Fabrit. Und das Beispiel dieser Acertapitalistische, sondern für ihre eigene gemeinsame Rechnung. Musterkarte von Zwischenstufen vom Parzellenbauer bis zum Groß- bau- Genossenschaften würde auch die letzten etwa noch widerDaß dies in ihrem eigenen Interesse, daß es ihr einziges bauer, der seine volle alte Hufe und selbst darüber besitzt. Wo strebenden Parzellenbauern, und wohl auch manche Großbauern, Rettungsmittel ist, das sollte den Bauern nicht begreiflich zu der Mittelbauer unter Parzellenbauern wohnt, wird er in seinen von den Vortheilen des genossenschaftlichen Großbetriebs über machen sein? Interessen und Anschauungen sich von diesen nicht wesentlich Wir können nun und nimmermehr den Parzellenbauern die unterscheiden; muß ihm doch die eigne Erfahrung sagen, wie Hier also können wir den Landproletariern eine Aussicht ere Erhaltung des Einzelgenthums und des Einzelbetriebs gegen die viele seines Gleichen schon zu Kleinbauern herabgesunken find. öffnen, ebenso glänzend wie die, welche dem Industrie- Arbeiter Und hiermit die Landarbeiter des ostelbischen Uebermacht der kapitalistischen Produktion versprechen. Wir Wo aber Mittel- und Großbauern vorherrschen, und der Wirth winkt. fönnen ihnen nur versprechen, daß wir nicht wider ihren Willen schaftsbetrieb allgemein die Hilfe von Knechten und Mägden er- Preußens zu zu erobern, fann für uns nur eine Frage und zwar der fürzesten sein. Haben wir gewaltsam in ihre Eigenthumsverhältnisse eingreifen werden. fordert, da steht die Sache ganz anders.. Eine Arbeiterpartei der Zeit, Wir können ferner dafür eintreten, daß der Kampf der Kapitalisten hat uatürlich in erster Linie für die Lohnarbeiter einzutreten, aber die ostelbischen Landarbeiter, so weht sofort in ganz und Großgrundbesitzer gegen die Kleinbauern schon heute mit also für die Knechte, Mägde und Taglöhner; es verbietet fich, Deutschland ein anderer Wind. Die thatsächliche halbe Leibmöglichst wenig unrechtlichen Mitteln geführt, und direkter Raub ihr damit von selbst, den Bauern irgend welche Ver- eigenschaft der ostelbischen Landarbeiter ist die Hauptgrundlage oder Prellerei, wie sie nur zu häufig vorkommen, möglichst ver- fprechungen zu machen, die die Fortdauer der Lohn der preußischen Junterherrschaft, und damit der spezifisch preußischen hindert wird. Das wird nur ausnahmsweise ge- tnechtschaft der Arbeiter einschließen. Solange aber die Groß- Oberherrschaft in Deutschland. Es sind die ostelbischen, mehr lingen. In der entwickelten fapitalistischen Produktions- und Mittelbauern als solche fortbestehen, solange können sie ohne und mehr der Verschuldung, Verarmung, dem Schmaroherthum weise weiß fein Mensch, wo die Ehrlichkeit aufhört und die Lohnarbeiter nicht auskommen. Ist es also von unserer Seite auf Staats- und Privatkosten verfallenden, und eben deshalb um Prellerei anfängt. Aber es wird immer einen bedeutenden eine einfache Thorheit, den Parzellenbauern ihre dauernde Fort- so gewaltsamer sich an ihre Herrschaft antrallenden Junker, die Unterschied machen, ob die öffentliche Gewalt auf Seite des existenz als Barzellenbauern in Aussicht zu stellen, so grenzte es den spezifisch preußischen Charakter der Bureaukratie wie des Prellers oder des Geprellten steht. Und wir stehen ja ent- schon direkt an Verrath, wollten wir den Groß- und Mittelbauern Offiziertorps der Armee geschaffen haben und erhalten; deren Hochmuth, Beschränktheit und Arroganz das DeutscheReich preußischer schieden auf Seite des Kleinbauern; wir werden alles nur dasselbe versprechen. irgend zulässige thun, um sein Loos erträglicher zu machen, Wir haben hier wieder die Parallele mit den Handwerkern Nation im Inland- bei aller Einsicht in seine augenblickliche um ihm den Uebergang zur Genossenschaft zu erleichtern, falls er der Städte. Sie sind zwar schon mehr dem Ruin verfallen als Unvermeidlichkeit als derzeitig einzig erlangbare Form der sich dazu entschließt, ja sogar um ihm, falls er diesen Entschluß die Bauern, aber es giebt doch auch noch welche, die neben Lehr- nationalen Einheit so verhaßt, und im Auslande, trotz aller noch nicht fassen fann, eine verlängerte Bedentzeit auf seiner lingen Gesellen beschäftigen, oder bei denen Lehrlinge Gesellenarbeit glänzenden Siege, so wenig respektirt gemacht haben. Die Macht Parzelle zu ermöglichen. Wir thun dies nicht nur, weil wir den thun. Diejenigen dieser Handwerksmeister, die als solche sich ver- dieser Junker beruht darauf, daß sie in dem geschlossenen Gebiet also etwa einem Drittel selbstarbeitenden Kleinbauer als virtuell zu uns gehörend be- ewigen wollen, mögen zu den Antisemiten gehn, bis sie sich überzeugt der sieben altpreußischen Provinzen trachten, sondern auch aus direktem Parteiinteresse. Je größer haben, daß ihnen auch dort nicht geholfen wird. Die übrigen, des ganzen Reichsgebietes über den Grundbesitz verfügen, der die Anzahl der Bauern ist, denen wir den wirklichen Absturz die die Unvermeidlichkeit des Untergangs ihrer Produktionsweise hier die gesellschaftliche und politische Macht mit sich führt, und ins Proletariat ersparen, die wir schon als Bauern für uns eingesehn, kommen zu uns, sind aber auch bereit, in der Zukunft nicht nur über den Grundbesitz, sondern vermittelst der Rübengewinnen fönnen, desto rascher und leichter vollzieht sich das Schicksal zu theilen, das allen andern Arbeitern bevorsteht. zuckerfabriken und Schnapsbrennereien auch über die bedeutendDie gesellschaftliche Umgestaltung. ES tann uns nicht Nicht anders mit den Groß- und Mittelbauern. Ihre Knechte, sten Industrien dieses Gebiets. Weder die Großgrundbesitzer des dienen, wenn wir mit dieser Umgestaltung warten müßten, Mägde und Taglöhner interessiren uns selbstredend mehr als sie. übrigen Deutschlands noch die Großindustriellen sind in einer bis die kapitalistische Produktion sich überall bis auf ihre Wollen diese Bauern die Garantie der Fortdauer ihres Betriebs, ähnlich günftigen Lage; über ein geschlossenes Königreich verBeide sind über weite legten Konsequenzen entwickelt hat, bis auch der letzte Kleinhand- so können wir ihnen das absolut nicht bieten. Ihr Platz ist dann bei fügen weder diese noch jene. werker und der letzte Kleinbauer dem kapitalistischen Großbetrieb den Antisemiten, Bauernbündlern und dergleichen Parteien, die Strecken zerstreut und mit einander wie mit andern sie zum Opfer gefallen sind. Die materiellen Opfer, die in diesem fich ein Vergnügen daraus machen, alles zu versprechen und umgebenden gesellschaftlichen Elementen in Konkurrenz diese Sinn im Intereffe der Bauern aus öffentlichen Mitteln zu bringen nichts zu halten. Wir haben die ökonomische Gewißheit, die ökonomische und politische Vormacht. der auch Großsind, können vom Standpunkt der kapitalistischen Dekonomie aus daß und Mittelbauer vor der Kon- Machtstellung der preußischen Junker verliert mehr und mehr des tapitalistischen nur als weggeworfenes Geld erscheinen, aber sie sind trotzdem turrenz Betriebs und der wohlfeilen ihre ökonomische Unterlage. Die Verschuldung und Auspowerung eine vortreffliche Anlage, denn sie ersparen vielleicht den zehn- überfeeischen Kornproduktion unfehldar erliegen muß, wie die greift auch hier, trotz aller Staatshilfe( und seit Friedrich II. fachen Betrag bei den Kosten der gesellschaftlichen Reorganisation wachsende Verschuldung und der überall sichtbare Verfall auch gehört diese in jedes regelrechte Junkerbudget) unaufhaltsam um überhaupt. In diesem Sinn können wir also sehr liberal mit dieser Bauern beweist. Wir können gegen diesen Verfall nichts fich; nur die durch Gesetzgebung und Gewohnheit fanttionirte den Bauern verfahren. Auf einzelnes einzugehen, bestimmte Vor- thun, als auch hier die Zusammenlegung der Güter zu genossen- thatsächliche halbe Leibeigenschaft und hierdurch ermöglichte schläge in dieser Richtung zu machen, ist hier nicht der Ort; es schaftlichen Betrieben empfehlen, bei denen die Ausbeutung der grenzenlose Ausbeutung der Landarbeiter hält die versinkende tann sich hier nur um die allgemeinen Grundzüge handeln. Lohnarbeit mehr und mehr beseitigt und die allmälige Ver- Junkerschaft noch eben über Wasser. Werft den Samen der Hiernach also können wir nicht nur der Partei, sondern auch wandlung in gleichberechtigte und gleich verpflichtete Zweige der Sozialdemokratie unter diese Arbeiter, gebt ihnen den Muth den Kleinbauern selbst keinen schlimmeren Dienst erweisen, als großen nationalen Produktivgenossenschaft eingeleitet werden und den Zusammenhalt, auf ihren Rechten zu bestehen, und durch Zusagen, die auch nur den Schein erwecken, wir beab kann. Sehen diese Bauern die Unvermeidlichkeit des Unter- es ist aus mit der Junkerherrlichkeit. Die große reaktionäre fichtigten die dauernde Erhaltung des Parzelleneigenthums. Das gangs ihrer jetzigen Produktionsweise ein, ziehen fie die Macht, die für Deutschland dasselbe barbarische, erobernde hieße den Bauern direkt den Weg zu ihrer Befreiung versperren, nothwendigen Konsequenzen daraus, so tommen sie zu uns, Element repräsentirt wie der russische Barismus für ganz und die Partei herabwürdigen auf das Niveau des Radau- und es wird unseres Amtes sein, auch ihnen den Uebergang Europa, finkt in sich zusammen wie eine angestochene Blase. Antisemitismus. Im Gegentheil. Es ist die Pflicht unserer in die veränderte Produktionsweise nach Kräften zu er- Die Kernregimenter" der preußischen Armee werden sozialPartei, den Bauern immer und immer wieder die absolute leichtern. Andernfalls müssen wir sie ihrem Schicksal überlassen demokratisch, und damit vollzieht sich eine Machtverschiebung, Rettungslosigkeit ihrer Lage, solange der Kapitalismus herrscht, und uns an ihre Lohnarbeiter wenden, bei denen wir schon An- die eine ganze Umwälzung in ihrem Schooße trägt. Darum aber flar zu machen, die absolute Unmöglichkeit, ihnen ihr Parzellen- tlang finden werden. Von einer gewaltsamen Expropriation ist die Gewinnung der oftelbischen Landproletarier von weitaus eigenthum als solches zu erhalten, die absolute Gewißheit, daß werden wir auch hier wahrscheinlich absehen und im übrigen größerer Wichtigkeit als die der westdeutschen Kleinbauern oder die kapitalistische Großproduktion über ihren machtlosen veralteten darauf rechnen fönnen, daß die ökonomische Entwickelung auch gar der süddeutschen Mittelbauern. Hier, im ostelbischen Preußen, liegt unser entscheidendes Schlachtfeld, und deshalb Kleinbetrieb hinweggehen wird wie ein Eisenbahnzug über eine diese härteren Schädel der Vernunft zugänglich machen wird. Schubkarre. Thun wir das, so handeln wir im Sinne der unvermeid- Ganz einfach liegt die Sache nur beim Großgrundbesitz. wird Regierung und Junkerschaft alles aufbieten, uns hier den lichen ökonomischen Entmickelung, und diese wird den Kleinbauern Hier haben wir unverhüllten kapitalistischen Betrieb und da Zugang zu verschließen. Und wenn es wie man uns droht gelten feine Strupel irgend welcher Art. Wir haben hier Land- zu neuen Gewaltmaßregeln fommen sollte zur Verhinderung schon offene Köpfe machen für unsere Worte. proletarier in Massen vor uns und unsere Aufgabe ist klar. der Ausbreitung unserer Partei, so wird dies geschehen vor Sobald unsere Partei im Besitz der Staatsmacht ist, hat sie allem, um das ostelbische Landproletariat vor unserer Propaganda die Großgrundbefizer einfach zu expropriiren, ganz wie die zu schüßen. Uns kann's gleich sein. Wir erobern es doch. industriellen Fabrikanten. Ob diese Expropriation mit oder Im übrigen fann ich diesen Gegenstand nicht verlassen, ohne die Ueberzeugung auszusprechen, daß auch die Verfasser des Programms von Nantes im wesentlichen mit mir derselben Anficht sind. Sie sind viel zu einfichtig, um nicht zu wissen, daß Sonntagsplandevei. 5 Aber um Theorie betrachtet. Der Braunschweiger hätte sich Mann gefangen. Man wird sich nicht umsehen wollen, um beruhigen dürfen. Es giebt auch bei uns, trivial zu beobachten, welchen Eindruck man in seinem trunkenen gesprochen, gute und böse Menschen, Leute, die Enthusiasmus macht. Man wird sich nicht fokett umthun, Vor kurzem hat ein Braunschweiger ein Büchlein ver- fich für alles Hohe und Edle, wie es mein Braun- wie einem das Gewand der Begeisterung Kleide. Ganz öffentlicht, das sich mit der geistigen Physiognomie des schweiger versteht, bis zu schwärmerischer Verzückung gewiß aber wird, wer reiner Gefühle voll ist, nicht zum Berliners beschäftigt. Zu einer grimmigen Predigt war begeistern können; daneben freilich auch infame Nörgler, schmähsüchtigen Denunzianten gegen alle werden, die von den die Schrift des eifernden Braunschweigers geworden, und über die man am besten die Schmuzkübel der Nord- Festen der Bourgeoisie sich fernhalten, weil sie nicht heucheln das allerschlimmste, was er dem Berliner nachsagen konnte, deutschen Allgemeinen Zeitung" ergießt. Ja, selbst auf können und mögen. Man kann sich sehr wohl denken, daß faßte der ungenannte Verfasser in die Worte zusammen: energisches Kommando können sich unsere Guten bis zur ein Sedan- Gläubiger aus innerer Seele es beklagt, einen der Berliner ist nun und nimmer begeisterungsfähig, er Seligkeit berauschen; und wenn vollends Berlins Ober- großen Theil des Volkes an einem nationalen Ehrentage, tann nicht begeisterungsfähig sein. bürgermeister mit Wildenbruch's gereimter Pathetit auf wie es nach seiner Auschauung der Sedantag sein muß, Wie der tapfere Braunschweiger zu seinem Urtheils- allen Anschlagsäulen lockt, welcher brave Bürger möchte da beiseite stehen zu sehen. Wer aber denunziatorisch eifern spruch kam, und was er eigentlich unter der geistigen widerstehen. fann, wer genau hinsieht, ob X illuminirt, oder es sein läßt, Physiognomie des Berliners sich vorstellte, das wird dem Nicht jeder, auch nicht jeder von denen, die darauf ob 2 mitthut, ob nicht. Wer in ein Wuthgeheul gegen uns Leser des antiberlinischen Büchleins nur schwer klar. Da schwören, daß der Tag von Sedan nur Heil für Deutsch ausbricht, die wir den heiligen Sedan nicht bekennen, weil wir es in Berlin aber immer noch Menschen genug giebt, land und die Welt gebracht hat, wird es gerne gesehen ehrlich zu empfinden glauben, daß er nicht zu Deutschlands innerer die in echter Kleinstädterei und Beschränkung verharren und haben, daß der Aufruf des Oberbürgermeisters an das Volk Wohlfahrt geführt und nicht einen Kulturfortschritt in der gegen jedermann erpicht losfahren, der ihr Heiligthum an- von Berlin mit Wildenbruch'schen Versen sich schmücken Geschichte der Menschheit bedeutet: dessen Begeisterung ist zutaften wagt und sich eine Kritik über das erlaubt, was mußte. Manchen Feinfühligeren wird es unangenehm be- mehr als verdächtig. Es hat niemand unter den Sozialinnerhalb der Bannmeile Berlins vorgeht, so ging es dem rührt haben, daß eine Manier gewählt worden, die etwa demokraten zu demonstriren versucht. Man bleibt eben fern kühnen Ritter aus Braunschweig gar übel. Der Berliner an die Praktik der Goldenen Hundertzehn gemahnt. Allein bei einem Gedächtnißfest, für das man keine innere TheilLokalpatriot in seinem hizigen Uebereifer fragt nicht: Wer was thut's? Man muß eben energische Mittel anwenden, nahme empfindet. Das ist alles. Und darum eine Fluth ist der Mann, der mein theures Berlin als herzlose, frostige um das Feuer der Begeisterung, wenn es sich nicht gleich von Schmähungen niedrigster Art! Darum wird ein Dirne schmäht, was weiß er, was fann er? Der Berliner spontan einstellen will, hochauflodern zu machen. Ach, ganzes Schimpfwörter- Lexikon geplündert und Leute, die Lokalpatriot ist, wie andere Lokalpatrioten auch, unduldsam wenn der Braunschweigische Gegner Berlins doch heute und ruhig und gelaffen ihrer Ueberzeugung Ausdruck geben, gegen jedermann, gegen Gerechte und Ungerechte, gegen morgen hier weilen könnte! Wenn er die Tausende sehen werden Verbrecher und Verräther gescholten. Weil sie Weise und Narren. könnte, die am bloßen leuchtenden Spiel bunter elektrischer in den Zeiten der Münterei, in Tagen, da sich die Welt der Besißenden und die der Befitlosen und Entrechteten scheidet, wie sich Del und Wasser scheiden, nicht einem Glücksbewußtsein Ausdruck geben wollen, das sie nicht ents ferut fühlen, sind die Proletarier böse Provokatoren. Sie sind die Störenfriede und Stänkerer. Weil sie nicht in feigem Knechtssinn sich dazu hergeben, bei den Sonntagss jubel der Herren von heute den Chor verstärken zu helfen, weil die Eitelkeit der Mächtigen zu tiefst verwundet ist, darum das Geheul der„ Nationalen" nach Banden und Ausnahmemaßregeln für das vaterlandslose Gesindel". " Ich weiß nicht, wie sich im Kopfe des Braunschweiger Flammen sich ebensogut bis zur Trunkenheit enthusiasmiren Antlägers die besondere Berlinische Welt spiegelt, mit ihrer fönnen, wie am Glanz der Uniformen, am steifsten Stech seichten Vielschwägerei", mit ihrem Mangel an Ent- fchritt der Soldaten an Paradetagen; wenn er dann in den husiasmus", mit ihren verflachenden, verwässernden Ten- Zeitungen läse, welche Herrlichkeit über Berlin gebreitet benzen, die der deutschen Volkskraft, dem deutschen war, wie dies Berlin zu einer einzigen unsagbar stolzen Genius gleichsam zum Schaden gereichen. Ich verstehe auch und großen Masse zusammenschmolz: ob er da nicht von nicht, was die Lokalpatrioten in der Berliner Presse be- dem Kleinmuth des Provinzialen erlöst würde, der auf eine wogen haben mochte, gegen den unseligen Kauz so los- Hauptstadt halb in Wehmuth, halb mit Verachtung niederzuziehen, der nun einmal das Bedürfniß in sich fühlte, sich blickt, die seinen gerechten Zorn erregt? vor der Mezze Berlin zu befreuzigen. Ich empfinde nur, Eines allerdings kann den Beobachter des Festjubels daß die Bewohner dieser Riesenstadt nicht dem und nicht kopfscheu machen. Wenn sonst weihevolle Erinnerungen jenem Prediger den Gefallen machen wollen, genau so zu die Gemüther der Menschen erheben, wenn sonst veiner Jubel erscheinen, wie er sie durch die Brille seiner vorgefaßten die Scelen erfüllt, so nehmen diese Empfindungen den ganzen Der enthusiastische Taumel muß zur Zeit in der Luft liegen. Hat man sich doch zu München ebenfalls in eine Begeisterungs- Trunkenheit hineingeredet, die alles Maß Soziale Rechtspflege. " 44 Pf. für den Meter. Gerichts- Beitung. " Urtheil wurde wie an Mit dem Ausstand bei der Firma Gehrs beschäftigte angiebt, sei e3 nie vorgekommen. Das Gericht wies fei auf Pfändegelder angestellt, d. h. er habe ein Recht, ein ohne Beweiserhebung S. mit feinem Entschädigungsanspruch ab; Pfand zu nehmen von allen Leuten, die bei Feld- und ForstGetverbegericht. Zeytilarbeiter und Arbeiterinnen einige Mart rückständiger Lohn wurden ihm zugebilligt. Die diebstählen von ihm ertappt würden. Das Reichsgericht hielt dürfte ein Prozeß intereffiren, den die Rahmenarbeiterin Klose Abweisung begründete der Vorsitzende Affeffor Leo sonderbarer jedoch alle Erfordernisse des strafbaren Thatbestandes für ausgegen den Fabrikanten Guttfeld angestrengt und den dieser mit weise wie folgt: Fest stehe, daß des Beklagten Geschäft bis reichend festgestellt und verwarf die Revision. einer Gegenflage beantwortet hatte. Bei Guttfeld ist es Sitte, 10 Uhr geöffnet sei. Da aber in einer Schlächterei noch im daß den Arbeitern beziehungsweise Arbeiterinnen von dem ver- letzten Moment eine nicht vorhergesehene Arbeit nothwendig befassen, unter welchen Bedingungen jedermann der Zutritt zu Das Kammergericht hatte sich gestern mit der Frage zu dienten Sohn ein bestimmter Prozentsatz einbehalten wird, den werden könnte, müsse das Fortgehen des Klägers vor Schluß des den Markthallen gestattet sei. Wie das vielfach üblich ist, hatten fie dann, wenn alles stimmt", entweder beim Jahresschluß oder Geschäfts als ein widerrechtliches Verlassen der Arbeit angesehen sich verschiebene Standinhaber der Bentralhalle von einem der vorher erfolgenden Auflösung des Arbeitsverhältnisses werden, umsomehr, als es ihm verboten war, an anderen gewissen Nagel dorthin warmen Kaffee bringen lassen, natürlich herausbekommen. Frau Klose, die für Guttfeld Kopftücher und Tagen wie am Sonntag auszugehen. Unserer Meinung nach Dem Hallenauffeher paßte Rapotten gearbeitet hatte, verlangte nach Beendigung fällt die Arbeitszeit eines Schlächters erstens nicht mir nichts gegen den entsprechenden Obulus. ihrer Beschäftigung noch 7,20 Mart gezahlt, die ihr bir nichts mit der Verkaufszeit des Meisters zusammen, und das nicht, er verbot beshalb dem Kaffeetier", fein Gebräu Dom Lohn einbehaltenen Brosente". Guttfeld erhob dagegen zweitens ist der Schlächtergeselle nicht als Gesinde zu betrachten in der Halle abzusetzen, welcher sich jedoch nicht das Verbot kehrte, da er fich im vollsten Rechte unter Ablehnung jener Forderung Anspruch auf 75,60 2. und es find deshalb Berbote wie das angeführte, gänzlich wähnte. Nachdem ihn der Aufseher viermal vergeblich zum Verfür 15 Kilo Rohmaterial, das er noch von Frau Klose hinfällig. zurückfordern zu tönnen behauptete. Die Rammer II hatte sich mit lassen der Halle aufgefordert hatte, zeigte ihn derselbe an. Nagel Reichs- Versicherungsamt. Vorfäßliche Serbei sollte nunmehr mit einer Geldstrafe belegt werden, wurde aber der Sache in nicht weniger wie a cht Terminen zu befaffen. Die führung des Unfalles( Todes) machte die See- Berufs- auf seinen Einspruch vom Schöffengericht freigesprochen. Das Klägerin erklärte, von der Forderung der beklagten Firma keine genoffenfchaft im Retursverfahren gegen ein schiedsgerichtliches Landgericht als Berufungsinstanz verurtheilte ihn jedoch wegen Ahnung zu haben. Alles Material, was ihr Guttfeld zur Ver- Urtheil geltend, durch welches der minderjährigen Martha Schoof Verstoßes gegen die Polizeiverordnung vom 10. Juni 1893, fügung gestellt habe, sei von ihr verarbeitet beziehungsweise an eine Hinterbliebenenrente zugesprochen worden war. Arbeiter außer dem Hause" zur Verarbeitung vergeben worden des Mädchens war auf dem Schiffe Suevia als Zwischendecks- Wohnung gefocht hatte, bestellt war; nur in einem Falle Der Vater trotzdem festgestellt wurde, daß der Kaffee, den N. in seiner und Beklagter habe es in feinen Tüchern wieder zurück- fteward bedienstet und machte als solcher im Sommer 1894 eine fonnte bem Angeklagten nachgewiesen werden, in der erhalten. fest- Fahrt Aus den Büchern des Beklagten ließ sich nicht fest Fahrt von Neapel nach New- York mit. Am Morgen des 10. Juni Salle selbst eine Bestellung entgegengenommen zu haben. stellen, ob seine Forderung begründet sei, da sich in denselben wurde er plötzlich vermißt, ohne daß irgend ein merkliches An. Die Revision das gegen Radirungen vorfanden. Die langwierige Beweiserhebung endete zeichen seines Werbleibens oder der Ursache seines Verschwindens begründet: Der Aufseher habe nicht das Recht gehabt, N. den folgt schließlich damit, daß dem Beklagten G. der Eid auferlegt wurde. vorhanden war. Als einzige Annahme blieb, daß er im Meere Aufenthalt in der Halle zu verbieten; diefelbe sei eine öffentliche Das Gericht erkannte: Schwört G., daß er von Frau Klose noch sein Grab gefunden. Die Genossenschaft hielt nun an ihrem Verkehrsanstalt, zu der jeder Zutritt habe, auch Personen, die 15 Kilo Rohmaterial im Werthe von 75 M. zu fordern hat, Standpunkt fest, der sie zur Ablehnung des Rentengefuches des den Standinhabern Waaren zuführten. Der Aufseher habe für dann wird Klägerin abgewiesen und verurtheilt, Guttfeld das Vormundes der M. Schoof veranlaßt hatte, daran nämlich, daß Ordnung und Sicherheit zu sorgen, gegen welche beide N. nicht Material zu vergüten, verweigert er den Eid, dann gilt er als Schoof in selbsimörderischer Absicht den Tod in den Wellen ge- verstoßen hätte. Judem also der Aufseher seine Befugnisse überverurtheilt, der Klägerin die 7,20 M. und außerdem 10 M. fucht und gefunden habe. Sie führt dafür an, daß am fraglichen Schritt, habe er nicht mehr als Beamter gehandelt. Dagegen bes Berfäumniskosten zu zahlen; sein Gegenanspruch ist in dem Falle Tage das Wetter schön und die See ruhig gewesen sei, daß tonte der Staatsanwalt als entscheidend, daß der Beamte N. natürlich abgewiesen. Schoof also nicht etwa über Bord gespült sein könne. Außerdem aufgefordert hatte, sich hinaus zu begeben. Nagel hätte Für Weber ist eine Entscheidung von großer beruft sie sich u. a. auf böse Erfahrungen, welche der Ber- auf jeden Fall der Aufforderung folgen müffen; freiBedeutung, die kürzlich unter dem Vorsitz des Assessors schwundene seinerzeit mit seiner Frau gemacht haben soll, und gestanden hätte es ihm fa, fich dann zu beschweren. v. Schulz gefällt wurde. Der Weber G. in Nowawes hatte von darauf, daß derselbe mehrere Tage vor dem Unfall ein gedrücktes Der Ferien Straffenat des Kammergerichts wies die Revision dem dortigen Vertreter des Berliner Fabrikanten Beermann eine Wesen zur Schau getragen hat, was der Kapitän und ein eben als unbegründet aurück. Indem er sich besonders auf Rette Satinstoff zu arbeiten übernommen. Der Lohn war auf falls als Zeuge vernommener Steward bemerkt haben wollen.§ 1 ber erwähnten Polizeiverordnung vom Juni 1898 ftüßte, 44 Pfennig pro Meter festgesetzt worden. Nachdem er die Das Reichs- Versicherungsamt wies den Rekurs zurück, d. h. es führte er aus, die Hallen feien wohl für jedermann zugänglich, Vorarbeiten ausgeführt, wurde E. inne, daß sich das erhaltene beließ es bei der Rente. Es führte aus: Auch der bedeutsamfte Grund aber nur zu Maritzwecken. Solche habe der Angeklagte fchlechte Material nicht verarbeiten laffe und er suchte deshalb seinen der Genossenschaft, der Hinweis auf die ruhige See und das schöne nicht verfolgt bei seinem Aufenthalt in der Halle, sondern er Auftraggeber auf. Diefer rieth ihm, dasselbe mal mit Leim zu Wetter, sei nicht durchschlagend, soweit es auf den Beweis des babe Kaffee verkauft, ohne Standmiethe zu entrichten. ftärten. Nach breitägigem Proben, wobei er glücklich 2 Meter angeblichen Selbstmordes ankomme; denn die Möglichkeiten Demnach hätte er weggewiefen werden dürfen, und da er der ( à 44 Pf.) fertig gebracht hatte, ging G. wieder zu dem Bertreter feien sehr naheliegend, daß Ech. einer Unachtsamkeit, Fahrlässig Ausweisung nicht Folge leistete, set er mit recht verurtheilt Beermann's und verlangte mindestens 60 Pf. für den Meter. Er feit oder waghalsigen Spielerei erlegen fei. Dann hätte aber worden. ließ sich nochmal gut zureden und machte weitere Versuche, als auch gerade das schöne Wetter einen Selbstmord nicht begünstigt. Versammlungen. es aber absolut nicht mit der Arbeit vorangehen wollte, schnitt Außerdem lägen eine Reihe von Thatsachen vor, welche der Aner die Rette ab. Beermann Hlagte nun auf Schadenersah oder nahme eines Selbstmordes entgegenständen, a. 2. habe sich die Verfertigung der Kette zu dem verabredeten Preise von Sch. am Abend Dor feinem Verschwinden bis 1 Uhr sich eine gut besuchte Metallschleifer Berfamm= anderen Das Gewerbegericht prüfte die mit verschiedenen Zwischendeckspassagieren und Rette und stellte fest, daß der Beklagte, der Weber G., lebhaft vergnügt. Hiergegen liege der Trenbruch seinerung, die vom Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter mit feiner Bemängelung des Materials recht hatte und daß die Frau sehr lange zurück und habe zudem Schoof in feinem um 29. Auguft nach der Naunynstr. 27 einberufen war. Der Kollege Mäther unterbreitete der Versammlung, die hauptselbe Rette schon von einem anderen Weber angefangen und ab: gesellschaftlichen Auftreten und bei der Erfüllung seiner Berufsfächlich dazu dienen sollte, Klarheit über die Werkstätten der geschnitten worden war. Der Beklagte behauptete, er habe bei pflichten nicht beeinträchtigt. Das bezeugte gedrückte Wesen" Firma zu schaffen, folgenden, dem Ausftande zugrunde feinem letzten Besuch beim Vertreter des Klägers gefagt, wenn desselben während der letzten Tage seines Erdenwallens sei nicht liegenden Sachverhalt: Der bortselbst als Meister fungirende es nicht 60 Pf. gebe, schneide er die Kette ab. Da jener, als näher detaillirt und würde an sich nichts bedeuten, sondern Zeuge vernommen, dies nicht genau zu befunden vermochte, müßte gerade zu Erwägungen und Feststellungen führen, ob es Herr Schröder, welcher zu gegenwärtiger Versammlung geladen wurde dem Beklagten der Gid darüber auferlegt. Das Gericht nicht etwa das Beichen geistiger Störung gewesen, welche die und auch erschienen war, verlangte an dem betreffenden fällte folgendes Urtheil: Beschwört der Beklagte E., daß er freie Willensbestimmung theilweise vernichtet hatte. Beim Vor- Tage, als die, seiner Oberleitung unterstellten Arbeiter sich anschickten, nach Haus zu gehen, sie sollten nach Feierabend ardem Vertreter des Klägers das Abschneiden der Kette angedroht liegen von Geistes gestörtheit könne eben von einer vorfäßbeiten. Da die Prozedur des Waschens, die bei den primitiven hat, so wird die Klage abgewiesen; leistet er den Eid nicht, dannlichen Herbeiführung eines Unfalles nicht die ist er gehalten, die Kette binnen 50 Tagen zu verarbeiten. Rede sein, und§ 8 des See- Unfallversicherungs- Gesetzes wäre in betracht kommenden Abglänzer refp. Schleifer, eine recht umWaschvorrichtungen und der äußerst schmutzigen Arbeit der hier Grund: In der Weberei sei es gang und gäbe, daß sowohl nicht anwendbar. ständliche und zeitraubende( auf Kosten der Zeit der Arbeiter) ist, Arbeiter wie Fabrikanten häufig von Verträgen zurückgehen. und so ziemlich beendet war, erklärten die betreffenden Arbeiter, Falle es z. B. einem Fabrikanten ein, einen bestimmten Artikel daß ihnen das früher gesagt werden müsse, und sie nicht nicht mehr arbeiten zu lassen, dann gebe er dem Arbeiter den Es entstanden Differenzen, Auftrag, die Kette zurückzubringen, gleich, ob fie schon auf dem Die Frage, ob man eine verschmigte Schwindlerin oder noch einmal anfangen würden. bie fich am folgenden Lage fortsetten und mit Stuhl ist oder nicht. eine bedauernswerthe Geistestrante vor sich habe, lag der Auch ein wiberrechtliches Verlassen der der Untersuchungshaft vorgeführte Eva Diedrich, welche sich daß bei ihm Ueberstunden nicht bezahlt würden. Giner der vom II. Straftammer des Landgerichts I zur Prüfung vor. Die aus dem erwähnten Ausstande abschlossen. Bemerkenswerth hierzu ist die Verheißung Schröder's beim Beginn seiner Meisterschaft, Arbeit. Giner Lohnentschädigungsklage des Schlächters S. hielt der Schlächtermeister P. entgegen, der Kläger habe dadurch Schauspielerin" nennt, sollte sich auf eine ganze Musterfarte daß bei ihm Ueberstunden nicht bezahlt würden. Giner der vom von Anklagepunkten Betrug, versuchter Betrug, Diebstahl der in der betreffenden Werkstatt herrschenden Mißstände dahin, einen Entlaffungsgrund gegeben, daß er des Wochentags aus von Anflagepunkten Betrug, versuchter Betrug, Diebstahl Ausstande betroffenen ergänzte Nather's Ausführungen bezüglich und Urkundenfälschung-verantworten, ihre Bernehmung daß der hier in betracht kommende Raum unbeschreiblich schmutzig gegangen fei, obwohl es ihm verboten gewesen. Der Kläger gab wurde zu, Wochentags öfter fortgegangen zu sein, behauptet aber, fich brochen weinte und schluchzte. aber fast zur Unmöglichkeit, da fie ununter- fei, die Oberlichtfenster feine Scheiben aufweisen und Regen bies nur abends um 1/ 29-9 Uhr erlaubt zu haben, als er Belastungszeugen, Eine große Anzahl von und Rauchniederschlag ungehindert eindringen können; außer zumeist junge war junge Damen mit der Arbeit fertig war. Um 7 Uhr, wie der Beklagte fie aufgeboten worden, doch kam es nicht zu den fehlenden Fensterscheiben existirt überhaupt keine Ventilation, threr die dem, von den Puhmaschinen unten heraufdringenden Schmut Vernehmung. Die furge Beit am Carl Schulze- Theater zu Ham- und Staub Abzug verschaffen könnten. Ferner herrscht hier der überstieg; und zwar in den Reihen jener, die noch vor burg als Statistin beschäftigt gewesene Angeklagte ist fast zu ufus, des Mittwochs den Lohn auszuzahlen; selbst wer längere wenigen Jahren als extrem national gebrandmarkt wurden. gleicher Beit mit der in" Tata- Toto" beschäftigten Truppe nach ufus, des Mittwochs den Lohn auszuzahlen; selbst wer längere Das muß eine Wolluft gewesen sein, während des Münchner Berlin übergefiedelt und hat hier allerlei fleinere und größere Beit beschäftigungslos war und nach dem Mittwoch bei Gehrs Arbeit bekommt, erhält trot inständigster Borstellung am Katholikentages als Redner aufzutreten. Die gehobene Hochstapeleien verübt. Sie hat unter Anwendung verschiedenster Sonnabend fein Geld. Trics mehrere Berkäuferinnen beschwindelt, einen Hotelwirth ge den gepflogenen Unterhandlungen Zum Ausstande selbst bemerkt er: Stimmung erinnerte mitanter an die traulichen Familien schädigt u. f. w. Unter den von ihr Dupirten befindet sich auch hatten bie Arbeiter fefte, an denen die gesammte Betterschaft in brausende ein Kaufmann, mit dem sie unter dem Namen einer in Rollegen arbeiten nicht mehr nach Feierabend; 25 pet. Lohnfolgende Forderungen zu grunde gelegt: Sämmtliche Bravorufe ausbricht, kaum daß der Festredner die be-„ Tata Toto" hervorragend beschäftigten Sängerin ein Ver- Kollegen arbeiten nicht mehr nach Feierabend; 25 pet. Sohn. deutungsvollen Worte:" Verehrte Anwesende" ausgesprochen hältniß angefangen hatte. Sie ließ sich von ihm auch zulage, Entlassung des einen Meisters. Betreffend der Lohns bat. Das war ein geistig Ringen da zu München. Da jeden Abend vom Neuen Theater, wo sie sich furz vor aulage wnrden zwei Bürster eingestellt, bie den Arbeitern die Leuchtete tiefste Erkenntniß auf. Wenn Herr Karl Schluß der Vorstellung einzufinden pflegte, abholen. Als der Lieb- Arbeit prozentual, wie gefordert, erleichterten. Die AusBachem mit dröhnender Stimme ausrief:" Das habe er eines Tages selbst eine Vorstellung von„ Tata- Toto" besucht ständigen sollten bis auf einen Rollgen eingestellt werben, fie er Endziel aller sozialistischen Weisheit ist die radikale batte und fein Erstaunen darüber ausdrückte, daß er sie in der lärten sich jedoch mit demselben solidarisch. Von anderer Seite Beseitigung aller Religion und Arbeit!", Rolle der Cefarine absolut nicht wiedererkannt babe, antwortete wurde in Distuffion über vorenthaltene Papiere: Invaliden mußte fie, ohne einen Augenblick die Ruhe zu verlieren: Ja, lieber farte, Krankenkassenbuch und Entlassungsschein seitens des Firmenvor solcher Verworfenheit nicht jeder Fromme er= Freund, das ist die Kunst der Schminke!" Der Mißbrauch, inhabers geklagt, welche erst auf Requirirung polizeilicher Hilfe zu schrecken? Welcher Abgrund that sich da auf! Und wie welchen die Angeklagte mit dem Namen der Operettensängerin erlangen waren, und ferner über gänzlich unberechtigtes Retourſenden gelieferter Arbeit seitens Schröder's. Schröder selbst gerirt zu neuem Rütlibund erhob man die Hände und einmüthig getrieben, fam aber schließlich zu tage und ihr eheschwur man: Nein, die Welt soll nicht im Schlamm irdischer maliger Anbeter erstattete selbst die Anzeige bei der sich durchaus als Meifter, erklärt einige Angelegenheiten betreffend Genußwuth ersticken und die behäbigsten Prälaten priesen, Kriminalpolizei. Die Angeklagte wagte nicht, ihre ben Meister Semmisch für seine privaten Angelegenheiten, bestreitet einige Ausführungen, muß aber vielem beipflichten, als wäre jeder einzelne von ihnen ein moderner erkennender Strafthaten zu bestreiten, Fauft, Werth und Heil der Arbeit. Indeß die nichts- fortwährendem Schluchzen, daß sie nichts davon wisse und sehr erklärt, die Waschvorrichtungen, die ja aber 7 Jahre nicht nubigen Sozialisten bekanntlich die Arbeit abschaffen wollen! frank und elend fei. Referendar Dr. Schlesinger, der beanstandet waren( waschen in einem unfauberen Eimer) zu nuzigen Sozialisten bekanntlich die Arbeit abschaffen wollen! ihre Vertheidigung übernommen, stellte den Antrag, zunächst den ändern und Becken anbringen zu lassen, und behauptet, daß die Schleifer einen Durchschnittsverdienst von 30 Mart bu gerechter Bachem, o du weise Versammlung, die sich Geisteszustand der Angeklagten beobachten zu laffen. Er machte zielt hätten; barob fautes Gelächter und Richtigstellung durch solche Dinge bieten läßt, ohne in helles Gelächter auszu- geltend, daß diefelbe seinerzeit einen Mervenschlag erlitten habe, zielt hätten; barob lautes Gelächter und Richtigstellung durch brechen. Die Beft auch über alle bösartigen Erfinder und häufig an Strämpfen leide, eine anormale Gemüthsstimmung zeige einen bortselbst beschäftigten Schleifer dahin, daß, die Juventur Gelehrten und Philosophen. Sie verführen die Menschheit und einen Bruder habe, der auch schon längere Zeit im Frrentage, welche regelmäßig 28 Tage betragen, nicht mitgerechnet find, in denen nicht ein Pfennig verdient wird, so daß wohl zu immer neueren raffinirten Genüssen, statt daß sie hause fize. Der Gerichtshof beschloß, zunächst das Gutachten 16,50 m. im Durchschnitt herauskämen. Wohl tame es dann die Arbeitsmöglichkeit vermehren helfen, das heißt des Sanitätsraths Dr. Mittenzweig darüber einzuholen, die Arbeitsmöglichkeit für die Massen. Es geht dem ob etwa eine Ueberweisung der Angeklagten in eine Frrenanstalt oder wann vor, daß jemand im Sommer 30 M. in einer Woche Helden Bachem und zur Beobachtung ihres Geifteszustandes erforderlich erscheine. herausschlüge, diese Seltenheiten wären aber nicht im ftande, die den Seinen gewöhnlich, wie im Winter häufig vorkommenden Verdienste von 9 oder 11 M. Ein Zeitverlust wird dadurch nicht verursacht, da inzwischenwett zu machen. Hierzu bemerkt ein anderer Arbeiter, daß die ber großmächtigen Kaiserin von Judien und Königin von gegen die Angeklagte noch eine ganze Reihe von Strafanzeigen Kollegen bei Gehrs schon vor acht Jahren für dieselben Löhne England. Die haßt nämlich das elektrische Licht und die eingegangen ist. gearbeitet haben, wie er selbst noch vor fünf bis sechs Wochen; Anwendung der elektrischen Kraft. Jm herrlichen Schloß Ein Beamter wegen Erpreffung verurtheilt. Von der es tommt vor, daß verheirathete Leute 6, 9, 12 und 16 Mart, zu Windsor darf die modische Elektrizität nirgends Ein- Straftammer beim Amtsgericht Wittenberg ist am 5. April mit Hängen und Würgen 17 Mart verdienen tönnen. Nachdem gang finden. In ihrer philanthropischen Weise erklärt die der Nachtwächter und Gemeindediener August Große aus Mäther sich noch ganz energisch gegen die ihm hier privatim Königin als Grund ihrer Abneigung: daß die Gelehrten Bistrik wegen Erpressung zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt gemachten Vorwürfe wegen seines Borgehens gegen die Gehrs'sche und Entdecker doch immer darüber grübeln, wie man den worden. Einige Arbeiter hatten im anhaltischen Forst- Werkstatt verwahrt hatte, erfolgte auf die Anfrage, ob das VorMenschen einen Arbeitsantheil entzieht. Es wäre weit reviere trockenes Holz geholt und wurden morgens auf der gehen des Vertrauensmannes die Zustimmung der Versammelten weiser, darauf zu finnen, wie man den Arbeitsantheil er- Chauffee turz vor Klein- Wittenberg vom Angeklagten betroffen. habe, und die Sperre der Werkstatt bei der Firma Gehrs zu recht weitere. Also die Beherrscherin eines mächtigen Reiches im Er forderte sie auf, das Holz nach Pistrit zu fahren, sonst werde bestehe, ein einmüthiges Ja. Bum Punkt: Wahl eines Vertrauens. Westen Europa's; und sie wird's halt dennoch leiden müssen, er Angeige erstatten, es sei denn, daß sie sich bei ihm abfänden. mannes für die Metallschleifer, wurde der Wunsch laut, Der eine Arbeiter erflärte, Große habe kein Recht, als preußischer daß das Vertrauensmännersystem für die verschiedenen Branchen daß die Anwendung elektrischer Kraft von Tag zu Tag Nachtwächter gegen ihn einzuschreiten, das Holz sei aus Anhalt mit der Beit aufhören möge, und daß der eventuell zu wählende steigen wird, auch wenn im Park von Windsor niemals und er habe habe dort Erlaubniß, Erlaubniß, folches zu sammeln. Vertrauensmann der Schleifer die Hilfsarbeiter mit vertrete. eine Bogenlampe leuchten wird. Und Karl Bachem Die Leute zogen dann ihres Weges, als sie aber einige Zeit Gewählt wurde der Kollege Jörfchel. Nachdem äther für und die Seinen werden es ebenfalls leiden müssen, später mit dem Angeklagten zusammentrafen, fagte dieser Sie rege Unterstützung des öffentlichen Fonds plädirt hatte, tauchte daß die elektrisi rende Kraft, die von der Weltanschauung wollen sich wohl mit mir abfinden? Er meinte dann weiter, es Frau Gubela auf, neuerdings in Erinnerung durch ihre gegen die, in ben weitesten des Sozialismus ausgeht, immer weitere Boltskreise erobern babe schon einmal jemand in einem ähnlichen Falle 3 M. ge- heftige Gegen Agitation wird. Und die Denker werden nicht aufhören zu finnen, sablt, 2 m. müßten Sie wenigftens zahlen. Schließlich war Streifen mit Intereffe verfolgte und vielfach unterstüßte Agitation und die Forscher nicht aufhören zu forschen, und die Er- Große auch mit 1,50 W. zufrieden und ließ sich diesen Betrag der Schneider und Schneiderinnen für Errichtung von Betriebsaushändigen. Der von ihm erlangte Vermögensvortheil war ein werkstätten, Beseitigung der Hausindustrie und des Zwischens finder nicht aufhören, die Menschheit zu entlasten, trob rechtswidriger, weil er nicht den geringsten Anspruch darauf meister- Systems, und forderte die Anwesenden auf, ihre Anber nationalökonomischen Lehren der Kaiserin von Indien hatte. Dieser Rechtswidrigkeit war er sich auch, wie das Gericht gehörigen, so weit diese sich mit Mäntelnähen beschäftigen, zu und trotz der hohen sozialpolitischen Erkenntniß eines annahm, bewußt. Der Angeklagte hatte gegen das Urtheil veranlaffen, zwei Versammlungen, die zum 10. September von Bad em. Alpha, Revision eingelegt und die Rechtswidrigkeit bestritten. Er seiten ihrer Richtung einberufen werden, zu besuchen. " gegen fie versicherte nur unter er= Sehr billiger Ausverkauf wegen Hauptgeschäft: Neue Promenade 8, gegenüber Stadtbahnhof ,, Börse". 3weiggeschäft: Spandauer Brücke 2. baldiger Bitte aufmerksam lesen. meines Fabrik- u. 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Dierl( Emil Roland) in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Tansende Anerkennungsschreiben liegen zur Einsicht vor. Sehr billiger Bitte aufmerksam lesen! wegen Ausverkauf Verlegung baldiger Nach 6 monatlichem Bestehen der zweitgrösste Cigarren- Fabrikant meines Fabrik- u. Kaufhauses nach meinem eigenen Hause Spandauer Brücke 2, was bestimmt bis Ende Januar 1896 erfolgen muss. Berlins, wie sich Jedermann durch die Ortskrankenkaffe der Cigarren- Arbeiter überzeugen kann; das dürfte wohl genügend die Güte und Billigkeit meiner Fabrikate beweisen. 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Es wird dadurch ermöglicht, daß die Ansammlung des Nicotins höchstens zum dritten Theil so start sein kann, wie in den althergebrachten Formen, weil zur Ansammlung des Nicotins höchstens der dritte Theil des Raumes vorhanden ist. Es entgeht dadurch dem Raucher nichts vom Genuß und sind die nachtheiligen Folgen vernunftgemäß bis auf ein Drittel zusammengeschmolzen, und kann somit Jeder den Stummel seiner Reform- Cigarre mit der größten Gemüthsruhe, ohne Gefahr für sein körperliches Wohl rauchen; was bei den alten Formen niemals der Fall war. Cigarren- Abschluss! Bitte die Bedingungen für Verkauf und Versand aufmerksamhet.-- 2000 Stück und darüber 10 pCt. Rabatt.- Jedem Einkauf refp. Auftrage füge ich ein Kitchen, enthaltend zu lesen. " " = 5 Cigarren in verschiedenen Marken, mit Preisen versehen, als Geschent bei, wenn sich der betreffende Besteller auf Diese Zeitung bezieht. Die Marken bis zum Preise von einschließlich 2,25 Mr. per 100 Stück sind von Rabattgewährung, Francatur und Gratification ausgeschloffen und werden 10 Pfg. bei diesen billigen Marken für Verpackung berechnet. 4 Cigarren von jeder Marte können probeweise unentgeltlich geraucht werden; dasselbe gilt auch bei persönlichen Ein fäufelt. Reclamationen fönnen nur innerhalb 16 Tage vom Tage des Versandes an berücksichtigt werden. Nur unter diesen Bedingungen wird versandt und verkauft. = Holländische Cigarren, Prima Rembrandt van Ryn Nr. 3 per 100 Stck. 5 Mt.. Nr. 2 per 100 Std. 6,50 Mt.-Nr. 1 per 100 Std. 8 Mr. Die Länge dieser 3 Marken ist ca. 15 cm, der Umfang ca. 4 cm. Der passionirteste Raucher wird in diesen Gigarren nach jeder Richtung hin ob er an milde oder kräftige Cigarren gewöhnt ist nicht nur die vollste Befriedigung finden, sondern dieselben als seine unentbehrlichsten Marken nach einmaligem Versuch be trachten. Der Alleinverkauf für Deutschland ist mir übertragen. Da ich voraussetze, daß auch diese Marken bald von der Concurrenz ge fälscht werden, erkläre ich hiermit, daß jedes Kistchen Cigarren dieser Marken mit meinem Firmenstempel versehen wird, und daß ich nur in diesem Falle für die Vorzüglichkeit eintrete. per 100 Std. Mk. 2.50 Neue Marke Sanitas" Reform- Beli Deffe), Marke Raphaëli III ca. 11 cm lang, ca. 5%, em Nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages wird versandt. Der Besteller erlegt den Betrag nur als interpfand für die zur Prüfung empfangene Ansichts- Waare. Entspricht dieselbe seinen Erwartungen nicht, so beliebe er die Waare unfrankirt zurückzuschicken, worauf sofort die Rücksendung des Betrages, sowie der Auslagen erfolgt. Von dieser Schadloshaltung des Empfängers bitte ich den ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Unter 100 Stüd von einer Marke werden nicht abgegeben. 300 Stück und darüber franco über ganz Deutschland. 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Cruz des Asmas gemischter Einlage lichen Aromas und mildesten Geschmacks, ist die 8% cm lang, 44 cm Umfang 100 Std. 2,25 Mk.( einem der hervorragendsten Brasil- Tabake) mit ost- Cigarre mit 12 Mr. per 100 Stück nicht zu hoch beMarke 4( Sumatra), ca. 10% cm lang, ca. 5 cm Umf., indischem Tabak gedeckt, vollwürzige, edle Cigarre zahlt. Durch den vortheilhaften Einkauf von über Straßen- Cigarre, nicht belästigend, von durchaus per 100 Std. 4,00 Mk. einer halben Million verkaufe ich dieselbe mit vorzüglichem Geschmac, per 100 Std. 6,00 Mk. loser Brand MarkeFelix- Cigarre, frühere Marke Remedio, Felix- ca. 10% cm lang, ca. 5% cm Unf., leidenden Rauchern Umfang, per 100 Std. 6 Mk. Decke, rein überseeische Einl., ca. 81 cm lang, 4% em zu empfehlen, von durchaus lieblichem Geschmack, ein Bei der Einführung dieser Cigarre im April 1893 Umfang 100 Std. jetzt nur 2,75 Mk. Gemisch edler, überseeischer Tabake, wenig Nicotin fegte ich zwar voraus, daß sie den Beifall der raffi Marke 5, Frühpromenaden Cigarre, Regel- enthaltenb per 100 Std. 4,00 MK. nirtesten Feinschmecker finden und viel gekauft werden façon, ca. 10% em lang, ca. 5% em Umf., biefelbe in ,, Neue Marke Rose von Schiras", Reform wird. Der Consum hat jedoch meine kühnsten Er Ichhane in Geſchmad, kann ich fie Jedem empfehlen, ca. 9½ cm lang, 5% cm Umf. hochfeine Brail Marke Raphaëli, umi. Groß- Regalia Bockfaçon schlankem Façon ca. 10 cm lang, 5 cm Unif. Hervor ' façon, wartungen weit übertroffen. ca. 13 cm lang, ca. 64 cm dessen Beruf es erheischt, viel Cigarren zu rauchen Einlage und Deli- Decke; diese Mischung per 100 Std. Mk. 3,00. pfiehlt sich allein. per 100 Stück jetzt nur 7,50 Mk. Marke 7( Sumatra), etwas kleiner im façon, be: Reform- Cigarre II. Für Gesunde und Neue Marke General, ca. 10% cm lang, deutend eleganter ausgestattet, in Einfalltiften ver- Leidende, das Kostbarste in Geschmack u. Aroma, ca. 51%, em Umfang.„ Mit dieser Havana- Cigarre, packt, zu Geschenken geeignet, per 100 Std. Mk. 3,00. mit Holzfpige in jeder Cigarre, Deli- Maatschappy, welche aus einer Zusammensetzung der alleredelsten Mocca- Cigarre, Sumatra- Decke, rein überseeische hochfein, rein überseeisch, mit Vara Cuba in der Tabate besteht, glaube ich nicht nur den raffinirtesten Einlage, ca. 9% em Ig., 4. cm Umfg., bedeutend Einlage, ca. 11½ cm lang, 5'4 cm Umfg. Raucher zu befriedigen, sondern den unversöhnlichsten besser wie bisher. 100 Stiid 3,25 Mk. per 100 Stüd 4,50 Mk. Widersacher stußig zu machen, und behaupte von ihr, Damit jeder Raucher sich ein Bild von dem Geschmack und Gewicht der so verschiedenartig in der Cigarre zusammengestellten Tabake machen lernt, verrathe ich ihm in folgendem Preisverzeichniß: 2 = Pacaran per 100 Std. 4,50 Mk. Echt importirte Cigarren, asiatisches Gewächs, = welche von alt raffinirien Rauchern bezüglich ihres Aromas sowohl als auch in sanitairer Hinſicht den echten Havana Importen vorgezogen werben, ca. 10% cm lang, 5 cm Umfang, Mr. per 100 Std ca. 10% cm lang, 5%, cm Umfang per 100 Stück Das Geheimniss der Cigarren- Fabrikation! Dieselbe Marke in Reform- Façon 100 Std. 6 Mk. Merito- Dece, 5 Bfb. Deli- BA- Umblatt, = 5 Mk. Marke Sumatra.* 1% Pfd. Sumatradecke, 4 Pfd.| Mandi Angin Decke, 5 Pfd. Deli- Umblatt, 8 Pfd. Domingo- Umblatt, 4 Pfd. Brasil: u. 4 Bfd. Java- Einl., Felix- Einlage, zusammen 15 Pfd., ca. 10% cm lang, zuf. 13% Pfd. ca. 10 cm lang, 5 cm Umf. 100 Std. 4 Mk. 5% cm Umfang. 100 Std. Marke Vorsten- Java.* Reform- Façon, 2% Pfd. Marke Deli Ba.* Reform- Façon, 2 Pfd. Deli Borsten- Java- Decke, 5 Pfd. Domingo: Umblatt, Decke, 5 Pfd. Mandi Angin- Umbl., 7 Pfd. St. Felix, 8 Pfd. Felir- Einlage, zuf. 15% Pfd., ca. 12 cm lang, u. 2 Pfd. Havanna- Einl., zusammen 16 Pfd., ca. 12 cm 5/4 cm Umfang. 100 Std. 4,50 Mk. lang, 5% em Umfang, 100 Std. 6 Mk. Marke St. Felix.* Reform- Façon, 6 Pfd. St. Felix- Marke Brillante Felix.* Regalia- Façon, 6 Pfd. Decke, 5 Pfd. Deli- Umblatt, 3 Pfd. Vorsten- und Brillante Felix- Decke, 6 Pfd. Vorftenlanden- Umblatt, .2 Pfd. la Cruz des Almas- Einlage, zusammen 16 Pfd. 8 Pfd. St. Felig- Einlage, zusammen 20 Pfd., ca. ca. 10 cm lang, 5% cm Umfang, 100 Std. 5 Mk. 14 cm lang, 6 cm Umfang, beschnitten und umbe Marke Mandi Angin.* Reform- Façon. 2 Pfd. schnitten 100 Std. 6 Mk. Bei Aufträgen wolle man gefälligst hinzufügen, ob die Cigarre frisch von der Hand des Rollers weg oder trocken gelagert getuünscht wird, ob fräftig oder mild. Die mit einem bezeichneten Marken documentiren jenen, wundervollen Geschmack, auch im frischen Zustande geraucht, der bei dem passionirten Raucher echt importirter Cigarren eine so bestrickende Wirkung ausübt. 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Diese Cigarre wird von Kennern höher wie echt La Cruz des Almas- Einl., zus. 15% Pfd., ca. 11½ cm importirte Havana- Cigarren geschätzt. lang, 5% cm Umf. 100 St. 7,50 Mk. Bei sämmtlichen Marken versteht sich angegebenes Marke Havana Mexiko.* Reform- Façon, 3 Bfd. Gesammtgewicht pro 1000 Stüd. = tostbarstem Geschmack und Aroma, wie sich das aus der Zusammenstellung der durchweg eblen Tabake von selbst ergiebt. " Noch etwas" will ich aus dem Buche meiner eigenen Erfahrung und durch den Verkehr mit Rauchern hin zufügen. Nichts steigert den Genuß einer Eigarre mehr, wie der Wechsel der Qualität, wie uns die föstlichste Speise verleidet wird, wenn wir sie unabläßlich genießen, so auch eine Cigarre bei dauerndem Genuß. Schuhe und Stiefel in elegantester Ausführung, aus bestem Material hergestellt. gung gegerbter Felle liegt es werden. Bei der fortlaufend rapide et im Interesse des geehrten Publikums, bon ben noch vorhandenen von den noch vorhandenen soviel, toloffalen Vorräthen als möglich zu kaufen, da voraussichtlich in beschränkt absehbarer Zeit Lederwaaren sich um mindestens 30 bis 50 pct. im Preise erhöhen Bitte!! To borhergegangener peinlichster Stontrole können sich an den von mir in den Handel gebrachten Waaren, ganz gleich ob bei Herren- Garderobe, Schuhwaaren oder Gigarren zc. 2c. nicht sofort sichtbare Mängel herausstellen, welche den Räufer glauben machen könnten, minderwerthige Waare erhalten zu haben. Getreu meinem alten Princip, bleibt keine Reclamation unberücksichtigt. Der Käufer empfängt ganz nach Belieben oder sein Geld und Auslagen, sowie entweder neuen Ersaz in Waaren ausgiebigste Entschädigung für die gehabte Mühewaltung und bei Stiefeln oder Garderobe. wenn thunlich Sie getragenen Gegenstände reparirt dazu, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Sämmtliche hier folgende Schuh- und Stiefelforten fönnen 25-50% unter nachstehenden Preisen verkauft werden, wenn diefelben aus Factis( sogenanntem Kunstleder, welches aus Lederpappe und Gummi zusammengesett ist) im Zuchthause hergestellt sind. Jeder Käufer solcher Waare ist um sein ausgegebenes Geld betrogen. Jedes meiner Schuhwaarenfabrikate ist auf das Beinlichste und Reellite von bestem Material hergestellt, und übernehme ich für die Haltbarkeit volle Garantie. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese Artikel find als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spahneinlage ist um mehr als das Bierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitairer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage keinen Einfluß aus. Achtung!! Gemißbraucht wurzeller Räufer entgegenzutreten, habe ich seit Jahresfrist Entschädigungskarten eingeführt.- Jeber Käufer erhält eine solche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen meine Soulanz vielfach insofern, als man von Entſchäbigung für fehlerhafte Waaren verlangte, die bei unreller Concurrenz gekauft worden find Um derartigen Auswüchsen 2,35 Mt. 7,25 Mr. ( Damenstiefel.) .. • 3,25 Mt. . 4,25 Wif. 3,50 Mt. 3,25 M. 4,25 Mr. 5,25 Wit. 5,75 M. 5,50 Mt. 6,50 Mr. Borzeigung einer Entschädigungskarte werden Reclamationen berücksichtigt. Für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. ( Herrenstiefel.) Lasting Zugschuhe m. Ledersohle, Seitenleder u. Dieselben mit Gummizug ebenfalls 4,50 Mt. Roßleder- Knabenstiefel zum Schnüren, mit Agraffen, mit Ladspige 4,00 Mt. Lafting- 3ugstiefel mit Seitenleder 3,50 genagelt, bis 18%, cm Lederpantoffel auch Schlappen genannt, durchgenäht Roßleder Kellnerschuhe, genäht, mit zwei Guminizügen Dieselben m. Lackspige 6" hoch im Zuge 4,00 Mt. Diefelben bis 22 cm 4,60 Mt. Rosieder- Zugstiefel, 5" hoch im Zuge, genäht 4,50mt. Diefelben bis 26 cm Nindleder: Schaftstiefel ungeschw. in starkem oder Roßleder- Halbschuhe mit Gummizug und Knopf: Diefelben mit eleganter Ladkappe, 6" hoch im Zuge, Roßleder- Mädchenstiefel, 3. Knöpfen bis schwachem Oberleder Handarbeit genagelt 5,50 Mt. verzierung 5,00 Mt. auf Rand genäht 5,90 u. 7,00 t. 182 cm Specialität: Rindleder- Zugstiefel in prima aus Rohleder Besan- Halbschuhe, zum Schnüren oder mit Kalbleder Halbschuhe zum Schnüren oder Knöpfen Diefelben bis 22 cm gesuchter, frischer Waare, Bollleber ohne Seitennaht, Gummizug, auf Rand genäht 6,50 Mt. auch mit Lackblatt 6,25 Mt. Diefelven bis 26 cm eigenes Fabrikat, Handarbeit, das Beste, das ich je Satinirt Roßleder- Halbschuhe, auf Rand genäht mit Rofleder- Knopfstiefel, auf Rand genäht, mit aus albieder- Knopf- u. Agraffenstiefel bis 18 cm 5,00 wt. geliefert habe, 6,00 Mt. Bejazz in noch eleganterer Ausführung mit Gummi- genähten Knopflöchern 7,25 und 8,25 Mt Dieselben bis 22 cm Specialität: Nindleder Schaftstiefel ungeschwärzt in zügen, oder zum Schnüren, Handarbeit 7,50 Wit. Satin- Kalbleder- Bugstiefel, mit und ohne Lachspitze, Satin- Kalbleder- Knopfstiefel, auf Rand gelb genäht, prima ausgesuchter Waare, eigenes Fabrikat, Hand: Dunkelbraune Rindleder Strandschnürschuhe ge auf Rand genäht, 6" hoch im Zuge 7,75 u. 8,75 mit. bis 18 cm arbeit 6,50 Mt. näht 6,75 M. Glacé- Zugftiefel, fammetweich, auch mit Lackblatt, Dieselben bis 22 cm Spiegel- Roßleder- Zugstiefel ohne Seitennaht, genagelt Biegenleder- Strandschnürschuhe, genäht 6,25 Mr. sehr hohes façon, auf Rand genäht 8,25 Mt. Erfiling, Baby- und Mädchenschuhe von Leder eigenes Fabrikat, Handarbeit Spiegel- Rok- Bugstiefel ohne Seitennaht, doppelSatin Kalb Knopfstiefel, auf Rand gelb genäht find in größter Auswahl und jeder Ausführung 9,00 u. 10,00 Mt. sowohl schwarz als farbig am Lager; Wiederverkäufern joblig, genagelt, eig. Fabrikat, Handarb. 8,50 Mt. Lederpantoffeln, auch Schlappen genannt, bis Glacé Knopfftiefel, sammetweich, in vorstehender gewähre schon bei Entnahme von i Dy. Paar Rabatt. Roßleder- Zugstiefel, a.Rand genäht, Handarb. 8,25 Mt. 25 cm Länge 1,60 M. Ausführung, mit ausgenähten Knopflöchern, auch Rohleder- Bugstiefel mit Besatz, Knopfverzierung und Nofleder Hausschuhe, ausgeschnitt., genäht 2,90 mt. mit Ladblatt 9,50 it. 10,50 Mt. Für Gummischuhe u. Gummisohlen, obgleich zu durchlochter Kappe ebenfalls 8.25 Mt. Lastingschuhe mit Gummi auf dem Blatt, durch Dieselben rings mit Kalblackbesatz 9,50 u. 10,75 Mr. Den besten Fabrikaten gehörend, übernehme keine Spiegel- Nofleder- Zugfties., gewaltt, Oberled. aus ein. genäht 2,10 Dunkelbraune Ziegenleder- Strandschnürschuhe genäht Garantie ut. sind solche daher von jeder Reclamation Stüd, auf Rand genäht( Handarbeit), eigenes Gemsleder Promenadenschuhe*, ausgeschnitten, mit 5,25 Mr. ausgeschlossen. Fabrikat. 9,50 Mt. Schleife und Spigkappe 2,75 Mt. Das Besohlen( Kernleder, echte Luxemburger Bergsteiger- Schnürstiefel von Roßleder mit Agraffen, Dieselben mit Leberabsaz 3,50 Mt. ( Kinderstiefel.) Eichen- Lohgerbung) der Herrenstiefel einschließlich der auf Rand genäht 9,00 Mt. Kalblad- Promenadenjchuhe*, ausgeschnitten 3,50 Mt. Roßleder Halbschuhe zum Schnüren, genagelt, Abfäge berechne ich mit 2,40 m., genäht 10 Bf.theurer; Kalbleder Zugstiefel, auf Raud genäht, Dieselben mit Leberabsatz 4,25 Mt. bis 18 cm 2,50 Mt. Desgleichen Damenstiefel 1,75 Mt.- genäht 10 Pf. 9,50 Mr. Dieselben mit Leberabjak, einbällig, durchgenäht Dieselben bis 22 cm 3,25 M. theurer. Auf Wunsch Anfertigung nach Maß. Für Stalbleder- Zugstiefel, Karlsbader Fabritat auf Rand( Chic- Schuhe). 4,50 Mt. Roßleder- Zugschuhe, genagelt, bis 18 cm 2,75, bis Damen ist in besonderen Räumen weibliche Begenäht, Handarbeit mit Zwischensohle 11,50 Mt. Roßleder- Schnürschuhe, genäht 4,50.122 cm 3,25 Mt., bis 25 cm( einbällig) 3,99 Mt. Dienung vorhanden. berechnet. Umtausch bereitwilligst gestattet. Auch bin ich zur Rückzahlung des Betrages gern bereit, wenn die Stiefel im Original- Zustande erhalten sind und der Kunde die Porto Auslagen trägt; doch tritt lekterer Fall nur deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, der der Stiefel anfichtig wird, ihrer Billigkeit wegen den Preis dankbar zahlt. Sobald jedoch bei der Ausführung des Auftrages eine Unregelmäßigkeit von Seiten meines expedirenden Personals vorgekommen ist, trage ich selbstverständlich sämmtliche Auslagen. Es ist erforderlich, beim Auprobiren eine Decke unterzulegen, damit die Sohle nicht beschmußt wird. Un das Maß festzustellen, wolle man einen Stab in den getragenen Stiefel einpassen und das Maß in Centimetern angeben, mit der Bemerkung, ob Spann hoch oder niedrig. Hauptgeschäft: Handarbeit * W • Versand- Bedingungen! Francatur beim Berjand obiger Schuhwaaren, der nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages geschieht.- ausgeschloffen. Für Verpackung werden 10 Pf. Nene Promenade gegenüber Stadtbahnhof Börje, Zweiggeschäft: Spaudaner Brücke Nr. Jacques Raphaëli, Berlin, Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements find Sonn- und Feiertage während der polizeilicherfeits erlaubten Stunden geöffnet. Mein Inserat Herren- u. Knaben- Garderobe sowie Dr. Thomalla's Universal Fußbekleidung betreffend, fiche Seite 3, 2. Beiblatt. Fabrik für Cigarren, Schuhe u. Stiefel, Herrengarderobe, Liköre. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 204. Der Effener Meineidsprojek und der„ Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer". Sonntag, den 1. September 1895. " 12. Jahrg. Die Rettung Schröder's und Genossen. Rettungsaktion, wer tann aber voraussehen, welche Hilfsmittel Die Buchhandlung des Vorwärts" giebt eine Schrift über eine wie hier beschriebene tiefgreifende Bewegung zu gebären im den vielberufenen Meineidsprozeß gegen die Bergarbeiter ftande ist? Suchen wir den Altgeld Deutschlands; finden wir ihn Schröder und Genossen heraus. Jeder fühlende Mensch wird nicht so ist eine traurige unvergeßliche Lehre mehr für die dieses literarische Unternehmen begrüßen, insofern es dazu bei- Hoffnungslosigkeit der Arbeiterklasse auf die herrschende GesellDie Bethätigung des Dranges nach dem Positiven hat die tragen könnte, bas traurige Loos jener Männer in ein besseres zu fchaft ftatuirt.- Den in der gewerkschaftlichen Agitation zu Organisation der deutschen Buchdruckergehilfen groß und kehren. Zu diesem Zwecke müßte die Schrift für den geringsten fürchterlichem Schaden gekommenen Leidenden glaubten wir gegen start gemacht. So selbstverständlich berechtigt das Streben einer Preis, also zu den Selbstkosten, noch besser gratis in alle Be- wärtige Anregung schuldig zu fein." Gewerkschaft nun ist, den Hauptwerth auf die Erringung von völkerungsschichten ausgetragen werden, im ersteren Falle durch Und wie sich der Redakteur des„ Correspondenten" die AusVortheilen in der Gegenwart zu legen, so unberechtigt ist es, Rolporteure vor jede Thür, bei Gratisabgabe durch thätige führung feines Vorschlags denkt, das zeigen folgende pofitive Vortheile auf Kosten derjenigen Grundsäße zu erstreben, die von Arbeiter in Stadt und Land. Sollten die Kassen der Vorschläge": der Arbeiterschaft zum Zwecke ihrer Emanzipation aufgestellt politischen Arbeiterorganisation die Kosten nicht tragen tönnen," In Berlin tritt ein Aktionskomitee der Arbeiter- Abgeord werden mußten. Man kann nicht sagen, daß die Buchdrucker- so wäre speziell für den Rettungszweck eine allgemeine Auflage neten zusammen, das menschenfreundliche namhafte Männer organisation jemals dem wirthschaftlichen Interesse der Arbeiter anzuordnen, der sicher jeder mit Freuden nachtäme. Die millionen aller Barteien zum Beitritt einladet und unverzüglich seine zuwidergehandelt hätte. Aber oft genug haben sich in ihr starke Arbeiterpartei muß hier schon im Interesse der Humanität Thätigkeit aufnimmt. Zur gemeinschaftlichen Führung der Strömungen breit gemacht, die dem Effekt nach darauf hinaus- außerordentlich kräftig die Arme rühren; die passive Form des Prozeßangelegenheit sowie zu ihrer publizistischen Bearbeitung liefen, der sozialdemokratischen Arbeiterschaft in politischer Be- Beistandes durch Unterstützung von Frauen und Kindern der sucht das Komitee, ohne daß damit den bisherigen Vertheidigern ziehung Hemmnisse zu bereiten. Bu Zeiten ist von Verurtheilten ist gut, aber die hinter Kerkermauern schmachtenden zu nahe getreten sei, die ersten Rechtsvertreter und bedeutendsten dieser Seite aus sogar ein gewisses Liebäugeln mit Väter der Familien sind damit noch nicht erlöst. Wir denken forensischen Redner zu gewinnen. Die Deffentlichkeit wird in den Gegnern Gegnern der Arbeiter Emanzipation zu bemerken uns zu diesem Behufe einen unablässigen, in alle irgend zu erweitestem Maße für die Tragödie interessirt. Durch Broschüren gewesen, wobei sicherlich Haupttriebfeder war, der Buchdrucker- sinnende Formen gekleideten Appell an sämmtliche Bevölkerungs- und Flugschriften, durch ein fortlaufendes Korrespondenzblatt an die Organisation eine gelindere Behandlung durch die Polizei zu ver- flaffen im großen Stile. Die für die armen Verurtheilten laut Beitungsredaktionen, durch Zeitungsbeilagen und anderes mehr. schaffen oder zu erhalten, als sie den übrigen Arbeiterorganisationen werdende Bolksstimme ziehen die zuständigen Behörden dann Ein erster Inhalt der Echriften bestände aus den gesammelten zu theil wurde. Seit einer Reihe von Jahren, und nament voraussichtlich mit in Rüdsicht. Ein Erfolg solcher Bewegung Preßstimmen über die Effener Schwurgerichtsverhandlungen. lich seit dem letzten großen Streit der Buchdrucker, wo diese auf ist schon darum zu erhoffen, weil selbst die bürgerliche Presse den Außerdem wird eine möglichst große Zahl von Juristen und Gedie Hilfe der übrigen Arbeiter mit angewiesen waren, war darin Ausgang des Prozesses zu mißbilligen fich veranlaßt sah; zahl- lehrten um ihr Urtheil angegangen. In öffentlichen Versamm ein Wandel zum Besseren eingetreten. Speziell die Haltung des lofe Personen aus den mittleren Klassen möchten vielleicht lungen setzen hierfür gewonnene fachkundige Redner dem Publikum " Correspondenten", des Fachblattes der Buchdrucker, ließ vom ihr Theil helfen zur Umwendung des Essener Wahrspruches, die Prozeßgeschichte auseinander. Daß an das Aktionskomitee allgemeinen Arbeiterstandpunkt aus billigerweise nichts zu wünschen mangels Gelegenheit zum Eingreifen bleibt es jedoch beim alle für die Bestreitung der Rosten und die Unterstützung übrig, und die Buchdrucker befleißigten sich, durch Anschluß z. B. bloßen Bedauern. Hier sind Kräfte nuzbar zu machen. der Familie bestimmten Gelder zu senden wären, versteht sich an die Gewerkschaftskartelle, dem Gedanken, daß sie zur übrigen Wie hat die amerikanische Arbeiterschaft alle Sebel angesetzt, um von selbst. Mit Zuhilfenahme derartiger Mittel dürfte die Arbeiterschaft ebenso gehören wie Schuhmacher und die Arbeiter den unschuldig verurtheilten Fielden, Schwab und Neebe die Meinung des deutschen Volkes über den unglückseligen Prozeß aller anderen Berufe, auch äußerlich Ausdruck zu geben. Daß sie Freiheit wieder zu geben! Da gingen mit hunderttausenden zum Ausdrucke gelangen. Nicht sollte man denselben zu einem für die Arbeiter der übrigen Berufe von je her mit unterschriften versehene Petitionen für die Eingeferkerten ab, bloßen Partei- Ereignisse verfanden lassen. Jeder Staatsbürger finanzieller Unterstützung nicht fargten, fei hierbei erwähnt, riesige Geldsammlungen für die Prozeßführung fanden statt, ist von dem Schlage betroffen!" um der Legende entgegenzutreten, als wenn sie für andere Ar- Prozeß auf Prozeß, die die hervorragendsten Anwälte des Landes So etwas kann doch nur schreiben, wer über den Ernst und die beiter nichts gethan hätten. Im Gegentheil, sie haben hierin betrieben, wurde angestrengt, kurz, jedes erdenkliche Mittel wurde Größe des Klassenkampfes, der heute speziell in Deutschland ihre Pflicht so gut gethan, wie die Arbeiter anderer Berufe; gebraucht, und mit welch' herrlichem Erfolge! Der Gouverneur tobt, nicht genügend unterrichtet ist. Das Essener Urtheil ist nur hatten und haben sie sehr oft ihre guten Gründe, keinen Werth Altgeld setzte, überzeugt von der Unschuld, die lebendig Be- gerade vom klassenstandpunkt der Geschworenen darauf zu legen, daß die Oeffentlichkeit erfährt, wen und wie sie grabenen frei! Ohne Zweifel haben die Demonstrationen die nicht unbeeinflußt geblieben und nun soll die Arbeiterpartei mit finanziell unterstützen. Entschlußfaffung Altgeld's mitbewirkt, Altgeld hätte ohne die an dieselben Klaffen einen Appell um Aufhebung des Urtheils durch die Agitationen hervorgerufene beifällige Stimmung im richten, in deren Interesse die Geschworenen, ohne sich dessen Publikum die Freigebung überhaupt gar nicht aussprechen bewußt zu sein, ihren Spruch fällten! tönnen. Schröder's und Genossen Strafe ist hart genug, um die deutschen Arbeiter zu eben solch nicht erlahmender Bruder that anzuspornen. Die zu treffenden Maßnahmen müssen aber so gewählt sein, daß sie den Unglücklichen wirklich nüßen können. In Essen siellte ein Delegirtentag Echröder als ReichstagsDen eigentlichen Grund dieses Unmuths erblicken wir Kandidaten auf, jetzt ist er vom Bergarbeiter- Verband zum darin, daß die Arbeiterschaft den Drang nach dem Po- ersten Vorsitzenden gewählt worden. Dem Herzen der Genossen fitiven nicht in dem Maße bethätigen fann, als ein machen diese für den Augenblick zwecklosen Nominationen alle Theil der Gewerkschafter wünscht und als es wünschenswerth Ehre, allein sie schaden den Prozessirten mehr als sie ihnen wäre. Anstatt aber die Ursache in den wirthschaftlichen und nüßen. Die Sympathie der Nicht- Parteikreise, die nun einmal politischen Verhältnissen zu erblicken, begeht man die Selbst zur Enthaftung der Verurtheilten erforderlich ist, wird durch sie täuschung, sie der Taktik der Sozialdemokratie und speziell mit Eiswasser begossen. Indem man Schröder, Meyer, um den einigen Personen zuzuschreiben. Es ist das, kurz gesagt, ein Widerspruch gegen das Urtheil zu verlautbaren, zu Parteiheroen Mangel an richtiger Erkenntniß der Thatsache, daß heute erhebt, reizt man blos uoch mehr die Parteifeindschaft gegen sie, Betrachten wir die praktische Seite. Das Essener Urtheil die Welt von einem Klaffenkampf durchtobt wird, der, die schon von anderer Seite zur Urtheilsfindung aufgerufen tann auf sweferlei Weise aufgehoben werden. Durch das wie jeder Kampf, positives Schaffen wesentlichen wurde, und macht sie vollends zur Zielscheibe der Verfolgungen. Reichsgericht und durch den Kaiser. Nach einer dieser ausschließt und deshalb allerdings vorwiegend negativ, zer Der zu Hilfe gerufene Mensch tritt sofort wieder hinter Richtungen hin scheint uns der Redakteur des Correspondenten" feßend wirken muß. In welch hohem Maße diese Erkenntniß den Parteimann zurück, welchen das Unglück des Gegners zu spekuliren. Unter dem Appell an sämmtliche Bevölkerungss auch sonst so intelligenten Arbeitern, wie dem Redakteur des mindestens talt läßt. Drücken wir den Unwillen einwandsfreier klassen kann man sich doch vernünftigerweise nur denken: Correspondenten", fehlen kann, der selbst Mitglied unserer Partei aus, beschränken wir uns auf praktische, kluge Anstalten, um das ift, zeigt eine Notiz, die er, selbstverständlich in befter Meinung, Buchthaus zu öffnen; sind sie vergeblich, dann erst ist der Zeit in der Rundschau" des genannten Fachblattes veröffentlichte punkt für den Protest durch Kandidaturen 2c. gekommen. Wohl und die folgenden Wortlaut hat: mögen formell nur wenige Handhaben geboten sein für die In der Haltung des„ Correspondenten" ist nun leider in neuester Zeit eine Wandlung eingetreten, die unserer Ansicht nach anfänglich in lokalen Leipziger Verhältnissen begründet, über die ein Urtheil abzugeben wir uns enthalten wollen jetzt darauf hinausläuft, die sozialdemokratische Partei dafür verantwortlich zu machen, daß das Gewerkschaftswesen nicht so blüht, wie es zu wünschen wäre. Volkswirthschaftslehre in Fortbildungsschulen. Und nicht nur das. Dieselbe Sozialdemokratie, die von den herrschenden Klassen, denn auf diese kommt es bei dem Vors schlage des Correspondenten" an, auf Leben und Tod bekämpft wird, hätte auch noch auf deren Parteistellung spekuliren sollen, indem sie es nach Ansicht des Redakteurs des Correspondenten" besser vermieden hätte, den verurtheilten Bergleuten durch die Aufstellung Schröder's zum Reichstags- Randidaten den höchsten Beweis der Achtung und Sympathie zu geben, den die Partei des arbeitenden Volkes geben kann! Das alles heißt unserer Partei eine Rolle zumuthen, die ihrer unwürdig ist und die am allerersten gerade von den nicht verbildeten, urwüchsig empfindenden verurtheilten Bergleuten zurückgewiesen werden würde. Entweder soll das Reichsgericht bestimmt werden, dem Drucke" der öffentlichen Meinung" au folgen und deshalb das Urtheil aufzuheben. Das aber thut das Reichsgericht nicht. Im Gegentheil tönnte durch den Appell ans ganze Volt das fie nicht mit Begeisterung und froher Kampfeslust er weit mehr als verdreifacht. Wir wollen aber jene Behauptung füllt, sondern mit banger Furcht und Sorge. Der Unter- nicht der Absichtlichkeit, sondern der Unwissenheit des Verfassers gang der Mittelstände, der Niedergang des Kleingewerbes sind zurechnen, die sich auch sonst noch in heiterer Weise offenbart. die harten Thatsachen, welche der Furcht vor den Sozialdemo- So erfahren wir, daß der Bürgermeister der Vorsitzende des fraten reichliche Nahrung geben; die Vernichtung der festen Magistrats und der von den stimmberechtigten Bürgern gewählten Jm Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte darf man Stüßen von Thron und Altar, welche durch die wirthschaftliche Stadtverordneten" ist, und dergleichen mehr. sich nicht darüber wundern, daß die Religion und die Frömmig- Entwickelung fast täglich und stündlich erfolgt, muß um jeden Beim Kapitel Arbeitslohn heißt es, daß derselbe sich nach der teit, wenigstens soweit es mit Worten geschehen fann, eine Preis aufgehalten werden. Wie die sozialen Quacksalber vom Dauer der Arbeit und der Geschicklichkeit des Arbeiters richte, wichtige Rolle spielen. In der Volksschule steht der Religions- Schlage der Herren Zünftler im Befähigungsnachweise der Hand- außerdem nach dem Absatz der gefertigten Waaren; daß der unterricht im Vordergrunde des Interesses; andere als religiös, werksmeister die Rettung erblicken, so andere in der Zunahme Grad der Arbeitslosigkeit, d. h. die Zahl der Arbeitslosen ein d. h. konfessionell gesinnte Männer gelten als unmoralisch und ihrer allgemeinen und technischen Bildung. Dieser sollen die sehr starker Faktor für die Höhe des Arbeitslohnes ist, weiß das deshalb unfähig, ein Lehramt zu bekleiden und einen Lehrberuf gewerblichen Fortbildungsschulen dienen, welchen bei der Ver- Lesebuch nicht, wie es von der Arbeitslosigkeit überhaupt nichts auszuüben. Ist doch von der höchsten Stelle, welche in Preußen breitung allgemeiner Bildung eine wichtige Rolle im Kampfe erfahren hat; es sucht vielmehr den viel höheren Gewinn der den Unterricht zu überwachen hat, vom Kultusministerium aus, gegen die Sozialdemokratie zugeschrieben wird; um diesen Kampf Unternehmer zu rechtfertigen, weil diese ja das Rapital hergeben unbekümmert um das Hohngelächter der ganzen gebildeten Welt, wirksamer zu gestalten, sind in der neuen Auflage des genannten und das Risiko tragen, und räth dann den Arbeitern ab, die under Bescheid ergangen, daß ein Mann, welcher der pantheistischen Lesebuches eine Anzahl von Abhandlungen aus dem überaus werth- billige Forderung nach Erhöhung der Arbeitslöhne zu stellen Weltanschauung des gottvergessenen Spinoza huldige, dadurch vollen Wissenszweig der Volkswirthschaft" eingefügt worden. Der oder dieselbe gar durch Arbeitseinstellungen erreichen zu wollen, den Beweis für seine Unfittlichkeit und seine Unfähigkeit zur Herausgeber des Buches meint aber ganz naiv:" Man braucht nur ein welche den Arbeitern selbst dann, wenn sie ihren nächsten Zweck, Leitung irgend welchen Jugendunterrichts erbringe. Weniges von der Volkswirthschaftslehre verstehen, und man ist Erhöhung des Lohnes, erreichen, teinen wirklichen Segen bringt, Daß unter solchen Verhältnissen die Predigt zum frommen gefeit gegen alle Angriffe der Sozialdemokratie, man fann von da sie den Klassenhaß mehrt. Glauben sich überall hervordrängt, auch wo kein direkter Anlaß ihr nicht gewonnen werden, tritt ihr vielmehr mit Entschiedenheit Aus dem Gesagten erhellt die Tendenz, in welchem Sinne dazu vorliegt, ist ja selbstverständlich. In den Fortbildungsentgegen." hier Volkswirthschaftslehre vorgetragen wird, zur genüge. Und fchulen wird fein Religionsunterricht ertheilt; aber im Deutschen Welche bodenlose Unfähigkeit zeigt sich in dieser Auffassung, trotzdem sieht selbst dieses Buch sich genöthigt, eine unserer bietet sich Gelegenheit genug, die Frage der Frömmigkeit zu die größte Kulturbewegung in der Geschichte auch nur annähernd Hauptforderungen an die gegenwärtige Gesellschaft, die Forderung üben. Vor uns liegt die zweite Auflage eines Lehr- und zu verstehen und zu begreifen! Die Sozialdemokratie. ist von nach Verkürzung der Arbeitszeit, zu unterstüßen. Freilich darf Lesebuchs zur Pflege nationaler Bildung in gewiffenlosen Hezern geschaffen worden, sie hat gar feinen es nicht die Konsequenz ziehen und für die Feier des 1. Mai gewerblichen Fortbildungsschulen von Wilhelm Boden in den wirthschaftlichen Verhältnissen, aus denen sie mit eintreten; aber es giebt doch zu, daß die weit getriebene ArbeitsEick. Wie der Titel schon zu errathen erlaubt, läßt sich das Nothwendigkeit erwächst, sondern man braucht im Gegentheil theilung für den Arbeiter höchst nachtheilig sei und zur Abkürzung Buch auch die Pflege des Hurrahpatriotismus angelegen sein; nur ganz geringe Einsicht in die wirthschaftlichen Gesetze zu der Arbeitszeit führen müsse. Ob die Verfasser wohl glauben, derselbe gehört ja, gepaart mit der lauten Frömmigkeit, zu den haben, um ihr Truggebäude zusammenfallen zu sehen. daß dieselbe ohne die Sozialdemokratie zu erreichen ist, vor der nothwendigen Requisiten preußisch- deutscher Bildung. Daß also Diesen Anschauungen würdig ist denn auch die in dem Buche sie so eindringlich warnen? Als Kuriosum sei noch erwähnt, daß, die Echlacht bei Sedan unter der Ueberschrift: Das Gottes- dargebotene Wirthschaftslehre. Kapital entsteht durch Sparen; um den Abscheu vor diesem Auswurf der Menschheit gericht bei Sedan" erzählt wird, daß Kaiser Wilhelm I. als Sparen heißt sich einschränken. Es ist nicht nöthig, viel zu recht zu verschärfen, ein junger Arbeiter ermahnt wird, die GeHeldengreis und Friedensfürst gefeiert wird, daß in verdienen, um sparen zu können; man fann dies auch schichte der französischen Revolution am Ende des vorigen Jahrder Geschichte, wie es im Vorwort heißt, die segensreiche bei geringem Berdienst; man muß nur weniger ausgeben, hunderts zu lesen! Und das in dem Kapitel über Volkswirth Regierung der Hohenzollern und namentlich die wahrhaft landes- als man einnimmt." Mit ebensolcher Weisheit wird das schaftslehre! So wenig ist den Verfassern des Lesebuches das väterliche Fürsorge der Kaiser des neuen Deutschen Reiches für Lob des anderen Faktors des menschlichen menschlichen Fortschritts, Verständniß unserer wirthschaftlichen Entwickelung aufgegangen, das Wohl der arbeitenden Klassen eingehend beleuchtet worden der Arbeit, gesungen. Der fleißige Tagelöhner empfindet ihren daß sie die französische Revolution noch gar nicht begreifen ift", gehört zu den üblichen Phrasen unserer moralisch Segen und ihre Ehre, während der faullenzende Millionär durch können. " befähigten Jugendbildner, so daß es kaum noch verlohnt, das Gefühl der Nichtigkeit seines Daseins gedrückt wird." Zu Was mögen die herrschenden Klassen sich wohl denken, wenn darüber ein Wort zu verlieren. 3war ist es eine alte den wichtigsten Einrichtungen des modernen Staates gehören die sie solchen Schund unter den Arbeitern verbreiten? Und vers Gewohnheit des lieben Gottes, lieben Gottes, die größten Regimenter Steuern; ihre Nothwendigkeit wird zunächst darzulegen gesucht, breitet wird dieses Lesebuch, dafür zeugt der Umstand, daß es in zu begünstigen; aber die frommen Deutschen, besonders die braven dann wird zwar zugegeben, daß die Steuerlaft drückend sei, aber zweiter Auflage erschienen ist. Erreichen Sie damit wohl ihren Breußen, liebt er doch noch ganz besonders. 3war hat es wenig es wird auf die Vortheile und Segnungen hingewiesen, welche 3weckt, die jungen Arbeiter von uns zurückzuhalten? Raum; Fürsten gegeben, die so viel Kriege geführt haben, in so viel man als Bürger der Gemeinde und des Staates genießt und eher das Gegentheil. Denn der Blödsinn ist so dick aufgetragen, Schlachten gegenwärtig gewesen sind, als Wilhelm I.; aber darum schließlich der seltsame Trost gespendet, daß man in anderen und die Verleumdungen über uns so durchsichtig, daß jeder, gilt er bei unseren Patrioten doch für den Hort des europäischen Ländern noch mehr Steuern zahlt. Dabei heißt es: E3 der nur einigermaßen nachzudenken versteht, dies leicht Friedens, der lediglich durch seine und seines Kanzlers Staats- fommen nämlich auf den Kopf der Bevölkerung im Deutschen erkennen fann und nun erst recht begierig begierig wird, flugheit so lange gesichert wurde. An solche begeisterten Bock- Reiche im Durchschnitt 20 M. Abgaben, während in Desterreich unsere Lehren kennen Iernen. So agitiren selbst sprünge mit dazu gehörigem frommen Augenverdrehen sind wir Ungarn 26 M., in Italien 30 M., in England 41 M. und in unsere Gegner wider Willen für uns. Aber wir brauchen so lange gewöhnt worden, daß sie uns nicht mehr auffallen. Was Frankreich 57 M. erhoben werden." Wenn nun das auch diese Agitation nicht. Die junge Arbeiterwelt gehört uns so dem genannten Lesebuche unsere besondere Aufmerksamkeit zu wahr wäre, so wäre es ziemlich gleichgiltig; aber die wie so; fie wächst in unseren Anschauungen auf und weiß recht ist nebenbei gezogen hat, ist die bodenlose Unwissenheit auf wirthschaftlichem Behauptung grundfalsch; wir haben im gut, was sie von den Urtheilen der Bourgeoisie über uns zu Gebiete, welche sich darin offenbart, und welche mit der un- Deutschen Reich etwa 50 Millionen Einwohner, und halten hat. Uns aber erwächst aus der groben Vernachlässigung, Etat von verschämten Sicherheit, die das Nichtwiffen gewöhnlich gewährt, der Reichstag hat über einen über einer welche sich die herrschenden Klassen in bezug auf die allgemeine den Fortbildungsschülern vorgetragen wird. Milliarde, αίξο über 1000 Millionen zut beschließen, Bildung der Arbeiter, speziell auf volkswirthschaftlichem Gebiete, Nicht nur von Arbeitern gilt das Wort: Wo zwei ver- sodaß danach etwas über 20 M. Steuern auf den Kopf der Be- zu schulden kommen lassen, die heilige Pflicht, durch Wort und sammelt sind, da ist der Geist der Sozialdemokratie unter ihnen", völkerung kommen. Aber im Deutschen Reiche hat man bekannt Schrift, durch Broschüren, Vorträge und Gründung von Arbeitersondern auch von unseren Gegnern; nur macht sich dieser lich außerdem noch Steuern an den Staat und die Provinz und schulen Aufklärung und Belehrung in den weitesten Kreisen der Geist bei ihnen in anderer Weise bemerkbar, indem er Gemeindesteuern zu entrichten, sodaß obiger Saß sich dadurch Arbeiter au verbreiten. " Bt. tragen können. " Reichsgericht gerade bestärkt werden, das Urtheil zu bestätigen, zwischen Korrektionshaft und wirklicher Freiheit garnicht ver-| gezahlt würden. Um diese Frage drehte sich denn auch hauptdamit nicht gefagt werden kann, das höchste Gericht des fächlich die nachfolgende Debatte, in deren Verlauf mitgetheilt Deutschen Reiches habe sich durch eine Massenbewegung, fozu- Die Rede, die natürlich feinen Widerspruch fand, weil die wurde, daß auf die bloße Vorstellung der betreffenden Kameraden sagen durch eine Art physischen Drucks bestimmen lassen, ein Macher vom Berliner Handwerkerverein jede Disfussion aus wieder zwei Meister die Lohnforderung bewilligt hätten. Nach Gerichtsurtheil aus anderen als rein juristischen Gründen zu schließen, läßt wieder so recht erkennen, welche tiefe Kluft gründlicher Erwägung des Für und Wider entschloß man sich, tafsiren. zwischen dem richterlichen Ermessen" und dem Boltsempfinden an dem Versammlungsbeschlusse festzuhalten, daß überall da, wo Oder der Kaiser soll durch die öffentliche Meinung" be- gähnt. Wehe dem armen Teufel von Arbeitslosen vulgo Land- ihre Durchführung für möglich gehalten werde, die Forderung eines stimmt werden, das Essener Urtheil im Wege der Gnade auf- ftreicher", der diesem Landgerichtsrath in die Hände fällt. Minimal- Stundenlohns von 521/2 Pf. zu erheben und event. die zuheben. Die Metallarbeiter hielten am 29. August in der Nord- Arbeit niederzulegen sei. Ferner wurde beschlossen, schleunigst Demgegenüber ist hochzuhalten, daß die Sozialdemokratie deutschen Brauerei eine äußerst start besuchte öffentliche Verein leines Flugblatt auszuarbeiten und zur Bertheilung gelangen nicht Gnade, sondern das Recht zu verlangen hat, und fammlung ab, in welcher Genosse Rohrlad über: Die zu lassen, worin den Kameraden die Forderung und der folgende in diesem Falle im Interesse der Verurtheilten und der hinter Maschinenfabrik vorm. Schwarzkopff und das moderne lus Beschluß unterbreitet werde: Bom sechsten Streiftage ab ihnen stehenden ganzen Bergarbeiterschaft selbst, denn die Bebeutungssystem" sprach. Diese Fabrit hat die Oeffentlichkeit schon erhält jeder Streifende Unterstützung, insofern er sich täglich, gnabigung gäbe Schröder und feinen Schicksalsgenossen mehrfach beschäftigt. Der Referent hatte ein sehr reichliches jedoch bei Tage, auf dem Streitbureau, Gipsstr. 16, zur Kontrolle nicht die Achtung wieder, die sie in der bürgerlichen statistisches Material zur stelle, durch welches er das elende Lohn- einfindet. Unverheirathete erhalten vorläufig 1,50 M. pro Tag Welt ebenso zu beanspruchen haben, wie in der Arbeiterwelt, fystem in dieser Fabrik illustrirte. Referent konstatirte, daß die( och en tag) und Verheirathete 2 M., erstere also für die weil die Begnadigung nur die Folgen des Schuldigfpruchs, Meister von oben herab gedrückt würden und im Interesse ihrer Woche 9 M. und letztere 12 M." nicht diesen selbst aufhebt. Stellung genöthigt seien, wiederum die Arbeiter zu drücken. Berichtigung. In der Mitgliederversammlung des Zentral Und zuletzt: Nicht der Mensch zum Menschen spricht heute, während in Berlin für einen Metallarbeiter ein Stunden- verbandes der Maurer Deutschlands, Filiale II, vom 18. August sondern das Deutsche Reich ist in zwei Lager gespalten. Auf der lohn von 50 bis 55 Pf. ein angemessener sei, so sei bei Schwartz hat der Kollege Fritsch die Behauptung aufgestellt, ich hätte alle einen Seite der besitzlofe, nach Gleichberechtigung mit den Befopff ein Arbeiter, welcher 48 Pf. pro Stunde verdiene, Abende nach Feierabend bis zum Dunkelwerden gearbeitet. Das fizenden ringende Arbeiter; auf der anderen Seite der Be- ein weißer Rabe. Im allgemeinen bewegen fich die ist unwahr! Das wenige, was eventuell als annähernd richtig sigende, der den Arbeiter um jeden Preis niederhalten Stundenlöhne in dieser Fabrik weit unter diesem Maximalfate. zu betrachten wäre, ist, daß ich auf dringendes Ersuchen des will und niederhalten muß, wenn er seine wirthschaft. Dabei sei die Arbeitszeit eine nicht mehr menschliche. An der Poliers hin zwei Abende etwas länger gearbeitet habe, weil, lichen und politischen Vorrechte behaupten will. Das weiß der Tagesordnung feien 95-98 Stunden pro Woche. In der Keffel- wie der Polier ausdrücklich bemerkte, die Rüftungen fertig gestellt Redakteur des Correspondenten" ganz genau, wo es sich um schmiede wurden sogar bis 106 Stunden, in einzelnen Werkstätten werden müßten, andernfalls wir am nächsten Tage bis um Konflikte zwischen Buchdruckergehilfen und bis 110 Stunden gearbeitet. Zu dieser Ueberstunden- Arbeit 10 Uhr hätten feiern müssen. Die Ueberstunden erstrecken Buchdruckereibesigern handelt. Als Sozialdemokrat würden die Arbeiter durch die Meister gezwungen. Daher sich, wie gefagt, auf zwei Abende. Was das dritte Mal anmüßte er sich sagen, daß es in politischen Dingen ebenso tomme es, daß thatsächlich Arbeiter in der Fabrit genächtigt betrifft, da habe ich nur die 10 Stunden gearbeitet( wir hatten ift. Da aber verleitet ihn der sonst so müßliche Drang zum haben auf Buklappen, welche von Unrath starren. Die Gesund- nämlich des Regens wegen ausgefeßt), da hat der Kollege Fritsch Positiven, die Binfenwahrheit des Klaffenkampfes zu übersehen, heitsverhältnisse sind nach den Ausführungen des Referenten die aber selber bis 7 Uhr gearbeitet. der freilich Opfer über Opfer erheischt und der der gegen denkbar schlechtesten, besonders in den Lackirereien und Den Kollegen überlasse ich es nunmehr, au urtheilen, inwiewärtigen Generation nur die Aussicht bietet, auf die Gunft der Schleifereien. Die Klosets sind von dem Fabrikinspektor für fern ich mit meinem Verhalten einen derartigen Vorwurf vers herrschenden Klaffen zu verzichten und dadurch den da mit ver- unfittlich erklärt und ist von diesem angeordnet worden, daß die Klosets dient habe. bundenen Vortheilen zu entfagen, der aber die einzige mit Zwischenwänden zu versehen sind. Dieser Anordnung ist nur Kollege Fritsch aber möchte ich rathen, in solchen Angelegen Möglichkeit gewährt, daß die soziale Frage ohne theilweise entsprochen worden. Das Günstlings- und Kolonnen- heiten fernerhin etwas vorsichtiger und wahrheitsliebender zu sein. schmählichen, bie Befiglofen täuschenden und führersystem steht in dieser Fabrik in vollster Blüthe, das Straf. Aug. Berndt, Rixdorf, Karlsgartenstr. 19. schädigenden Rompromiß zum Austrag gefystem ist das rigoroseste. Die Katinenwirthschaft, aus welcher In Rigdorf fand am 30. August eine leidlich gutbesuchte bracht wird. ein riesiger Gewinn gezogen wird, spricht dem ästhetischen Ge- öffentliche Kellnerversammlung statt, die sich mit Stellungnahme fühle jedes Menschen Hohn. Ueber den Verbleib des Katinen zu dem in der zweiten Hälfte des Oktober in Hamburg zusammenüberschusses fehlen alle zuverlässige Nachrichten. Budem wird tretenden Kongreffe der Gastwirthsgehilfen Deutschlands be= ein schamloser Markenhandel getrieben. Die Behandlung der schäftigte. Der Referent Bolter ging auf die einzelnen Punkte Arbeiter spottet nach der Versicherung des Referenten jeder Beber provisorischen Tagesordnung des näheren ein- dieſe find: schreibung und lassen die Arbeiter sich, bedauerlicher Weise alles 1. Die wirthschaftliche Lage der Gastwirthsgehilfen und die ruhig gefallen. Die„ Rothen" sind bei Schwarzkopff vogelfrei. Enquete der Reichsregierung bezüglich der Arbeits-, WohnungsDas Rauchen ist den ärbeitern verboten, den Meistern nicht. Das und Lohnverhältnisse, der Koft, des Lehrlingswesens, der RuheSammeln für Arbeiterzwecke ist gleichfalls verboten, nicht aber tage und Ruhepausen 2c.; 2. das heutige Stellenvermittelungsdas Sammeln für Jubiläumszwecke", troß der geringen Löhne, System; 3. Bericht der Delegirten aus den einzelnen Städten über von welchen die Fabrik jetzt noch einen Abzug von 25 pt. ben Stand der Bewegung; 4. Organisationsfrage; 5. Agitation; planen foll. Die Borschußtaffe für die Arbeiter fei 6. Presse; 7. verschiedene Anträge und 8. Bestimmung über den nächsten Die Glace- Handschuhmacher Berlins hielten am 25. d. M. von den Arbeitern aufgebrachtes Geld, welches die Kongreß und empfahl die Entsendung eines Delegirten ohne bei Hensel, Invalidenstraße, eine öffentliche Versammlung ab. Firma in ihrem Interesse benutze. Die Wohlthat" der gebundenes Mandat. Nach längerer Debatte fand eine Resolution Nach der Berichterstattung des Vertreters bei der Gewerkschafts- Kaffe genießen nur bevorzugte Personen. Nach der Meinung Annahme, wodurch die Versammlung ihr Einverständniß mit Kommission wurde Rollege Otto Thomae einstimmig zum des Referenten können bei einer Weltfirma wie Schwarzkopff nur dem Referat erklärte, bezüglich der von Hamburg ausgehenden Delegirten, als Stellvertreter Kollege Rob. Sternkopf gewählt. deshalb solche unhaltbaren elenden Zustände playgreifen, weil Anträge auf Einführung einer straffen Zentralorganisation den Es wurde gleichzeitig bekannt gemacht, daß vom dritten Quartal dort die Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereinler die erste Geige Beitpunkt für verfrüht erachtete und darum den Kongreß ersucht, an das Geld an die Gewerkschafts- Kommission wieder bezahlt spielen. Würden die Arbeiter in Kampfesorganisationen organisirt die jetzt bestehende lose Zentralisation durch Vertrauensleute beiwerden soll, was bisher wegen der großen Schwierigkeiten, mit fein, so würden bald andere Zustände zu verzeichnen sein. Be- zubehalten. Als Delegirter wurde Polfer und in die Komdenen die Gewerkschaft zu tämpfen hatte, nicht möglich war. zeichnend sei der Ausspruch des Herrn Direktor Kommerzienrath mission, welche Sammellisten für die Unkosten der Delegation Es wurde beschlossen, zum internationalen Handschuhmacher- Raselowsti: der Kaiser verjüngt seine Armeen, ich verjünge auszugeben hat, wurden Wiczored, Grunewald und Rongreß nach Paris blos einen Delegirten und zwar den Ver- mein Personal!" Herr Kaselowski und Frau Gemahlin haben wolter gewählt. Die Höhe der Diäten für den Delegirten bandsvorsitzenden Otto Wachsner zu entsenden. auch 40 000 m. für die Gnadenkirche gespendet.. Das hinderte richtet sich nach den in dieser Frage zutreffenden Beschlüssen der Die Lederarbeiter( Portefeniller) hielten am 26. d. m. ihn aber nicht, einem Arbeiter, der fein Gärtner ist, für das Berliner Kollegenschaft. Zum Schluß wurde zur regsten Agitation ihre regelmäßige Vereinsversammlung im Lokale des Herrn Roll, Gingehen einer ihm anvertrauten Palme 27 M. von seinem für die Organisation und das Fachorgan ermahnt. färglichen Lohne abzuziehen. In" Sibirien" find alle diese ge- Verein der Malchinisten und Heizer fowie Berufsgenollen Berlins Adalbertstr. 21, ab. Auf der Tagesordnung stand: Wie stellen schilderten Berhältnisse gleichfalls, nur noch in verstärktem Maße, und gegend. Sonntag, den 1. September, nachmittags 5 Uhr, in der sich die Arbeiter von Schreiber zur Organisation? Vorsitzender vorhanden. Redner kam zu dem Schlusse, daß dem Drucke von Drantenfit. 51: Berſammlung. Schulz referirt über die Mißstände und schlechten Löhne in oben ein wirksamer Druck von unten entgegengefegt werden der Lederwaaren Fabrikation und fordert zum Schluß müsse und empfahl den Beitritt zum deutschen Metallarbeiterfeiner Rede die Kollegen von Schreiber auf, sich zu Verband.( Anhaltender Beifall.) 3 organisiren und fest zusammen zu halten, damit der Verein die Trotz wiederholter Aufforderung nahm von den anwesenden Herren Unternehmer mal entgegentreten kann, um die Hunger Ingenieuren und Meistern niemand das Wort zur Widerlegung löhne, die wie Arbeiter erhalten, etwas zu erhöhen. Hierauf oder Entkräftung der Darlegungen des Referenten. Dafür warfen folgte eine lebhafte Diskussion, welche sehr zu gunsten des Vereins aussiel und demselben 15 neue Mitglieder brachte. Unter Vereinsangelegenheiten wurden die Kollegen ersucht, sich recht zahlreich an der Besichtigung des Botanischen Gartens zu betheiligen. Die felbe findet Sonntag, den 8. September, statt. Treffpunkt: Nach mittag 1/2 8 Uhr bei Max Bad, Oranienstr. 16. Wir sind der Ueberzeugung, daß die Mehrheit der Buch Druckergehilfen durch den harten Klassenkampf, den diese seit Beginn ihrer Organisation mit den Prinzipalen führen müssen, auf den Stand der Erkenntniß gekommen ist, sich zu sagen, daß der Drang zum Positiven nicht auf Wege leiten darf, die, wie die in Nede stehende Meinung des Redakteurs ihres Fachblattes, in die Sackgassen der kapitalistischen Weltordnung zurückführen. Versammlungen. versammlung für den Osten einzuberufen. M 2. September, abends sy uhr, bet Bols, Alte Jakobftr. 75: Fortfegung des Samariter- Rurfus der Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den Vortrages ber legten Stunde Ueber Berhütung der wichtigsten und verbreitetsten chirurgischen Krankheiten". Rraft- und Artisten- Verein Fortuna. Sonntag, den 1. September: Sigung bei Krüger in Pantow, Kaiser Friedrichstr. 12. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 2. September, AnnenPrivat- Theaterverein Spree- Athen. Sonntag, den 1. September, fraße 16: Kombinirte Mitgliederverfan lung. abends 6 Uhr, im Englischen of, Neue Noßftr. 3, 1 r.: Sigung. Nach Fidelitás und Zang. sich aber Hirsch- Duncker'sche Arbeiter für diese Organisation ins Beug, wodurch eine lebhafte Debatte in Fluß fam. Gleinert, ben Zang. Geselliger Verein Frohsinn. Sonntag, den 1. September, nachmittags 5 Uhr, im Restaurant Gebirgshallen", Elsasserstr. 7: Sigung. Nachher als ehemaliger Arbeiter von Schwarzkopff und von dieser Firma seiner Existenz beraubt, bestätigte die Schilderung des Referenten von den Verhältnissen in dieser Fabrik und machte noch weitere Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord Schule, Bekundungen über dieselben, so auch Tauschel, ehemaliger Müllerfir. 179a: Lettüre( unentgeltlich). Eüdost- Schule, Waldemarfir. 14, Leftüre( unentgeltlich). Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Former bei Schwarzkopff. Gleinert war wegen der Maifeier, Montag, abends 7-8% Uhr: Beftüre. 8-10% Uhr: Norb- Schule, Arbeiter Verlius und Umgegend hielt am 27. August in Tauschel wegen des Formerstreits auf die schwarze Liste" gesezt müüeistraße 179a: Mattonalötonomie.( Das Berhalten des Kapitals bei der Keller's Festfälen, Roppenstr. 29, eine Bezirksversammlung für worden. Beide wußten über die, Humanität" der Firma Schwarzkopfferthbildung, der Grad der Ausbeutung der Arbeitskraft.) Südost= Schule, Waldemarfir. 14: Boltsthümliche Medizin.( Bau und Lebensden Often ab. Genosse G. Wagner hielt einen Vortrag über: Wunderdinge, zu erzählen. Sogar einige bei Schwarzkopff be- erscheinungen des gefunden und franten Menschen.) Theil II. Wärme, StoffDie Bekämpfung der Sozialdemokratie durch die Boltsschule." schäftigte Arbeiter fanden den Muth, ihrem bedrückten Herzen wechsel, Bewegungsapparat, Neven, Sinneswertzeuge.)- Bet allen UnterrichtsReicher Beifall lohnte den Redner für den interessanten 1/ 2ftün- Luft zu machen selbst auf die Gefahr hin, hinauszufliegen. Die fächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. gefe- und Diskutirhlubs. Karl Marr, Montag, abends 9 Uhr, bet digen Vortrag. Gine Distuffton fand nicht statt. Unter Berbands- von der Agitationskommiffion des deutschen Metallarbeiter- Ber- Grube, Mariendorferstr. 6. ufflärung" jeden 1. Montag im Monat angelegenheiten und Verschiedenes bedauerte der Vorsitzende, daß bandes einberufen gewesene Versammlung erklärte sich schließlich etgung, jeden 3. Montag im Monat Bücherwechsel bet Ferger, SebantanMar Kayfer, jeden Sonntag vormittags 10% Uhr im so wenig Kollegen von den eingeladenen Werkstätten erschienen in einer ohne Widerspruch angenommenen Resolution mit den firaße 78. Restaurant Schömann, Heimstr. 16.- Franz. Buchholz, jeden Montag feien. Ein Kollege von der Firma Dr. Meyer, Holzmarktstr. 67, Ausführungen des Referenten einverstanden, die Arbeitslöhne, abends 9 Uhr bet Lange, Sauptstr. 50. führte aus, daß in dieser Werkstätte teine Mißstände herrschten, Arbeitszeit und sonstigen Fabrikverhältnisse als nicht den AnArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Vorsitzender: daß sie überhaupt einen humanen Chef hätten und fein Grund forderungen und berechtigten Ansprüchen der Arbeiter ent ad. Neumann, Bafewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Vereinstalender zu Klagen vorläge. Vom Vorsitzenden wurde darauf hingewiefen, sprechend, die schleunigste Besserung dieser Verhältnisse als im find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 3 2r. Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. daß Klagen ja überhaupt noch garnicht vorgebracht wären, er Interesse aller Metallarbeiter liegend, sowie daß diefelbe nur iebertafel der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. 8utunft I, Steglig, Ahorns ermahnte aber die Kollegen, trotzdem der Organisation beizutreten. erreicht werden könne durch den Beitritt alles zur größten wiederhall, Röpeniderstr. 191 bei Foge. Arbeiter- Gesangverein Vorwärts III, Lieber: In treffender Weise vervollständigte der Referent diese Aus- Metallarbeiter Organisation, dem deutschen Metallarbeiter: fraße 15a, Schelhofe's Gambrinus. Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bei Karl Schulz. führungen. Auf Anregung aus der Bersammlung wurde der Verbande. zweig, Waidmannsluft, Berlinerstraße bet Berbe.-Liebesfreiheit II, Glodenrein Beschluß gefaßt, in vier bis fünf Wochen nochmals eine Bezirks. In der Filiale Südoft des Verbandes der Möbel. Strausberg, Wrtegenerstraße bei Boot, Bürgergarten. ( gem. Ghor) Echönhauser Allee 46 bei Söhne. Syrene, Schönhauser polirer hielt Kollege Weber einen Vortrag über Die Lage der allee 28 bet Stelle.- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, SwinemünderSoffnung II, Deutsch. Wilmersdorf, Günzelfir. 39. Ten= Gesangverein Siberte: Landstreicher in landgerichtsräthlicher Beleuchtung. Möbelpolirer". Er führte aus, daß es wieder einmal an der firaße 49. Wrangelfir. 84 bei Medanz. Männerchor Sangeslu ft II, Pafewalterstr. 3 Ueber die Versammlung des Berliner Handwerkervereins, wo am Beit wäre, sich darüber flar zu werden, ob es möglich sei, bei blüthe, Beughoffir. 8, Restaur. Behlendorf. Gefangverein Frethett 3, gemischter Chor, Bernau, Mittwoch Abend ein Herr Landgerichtsrath Dr. Felisch einen einer günstigen Geschäftskonjunktur die alten Forderungen des bei Ad. Neumann. armonie 2", Weinstr. 11, Reſtaurant Bortrag über Landstreichen" hielt, wird uns aus dem Leser- Lohntarifs von 1890 zur Durchführung zu bringen. Er forderte die Suffitenstraße,„ Elysium". Ginigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amaltenftr. bet G. Senger. Silaria, Blumenstr. 46 bei Tomaischeck. freife mitgetheilt: Mit einem gewissen Ingrimm schreibe ich Kollegen auf, hierfür kräftig zu agitiren, die nichtorganisirten Kollegen eindt. dieses; eine solche Behandlung diefes ernsten Themas habe ich zu veranlassen, dem Verbande beizutreten und sämmtliche Schäden Doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansstraße bet ww. Busch. nicht erwartet. Der Herr Rebner bewegte sich in Ausdrücken, als und Mängel der verschiedenen Werkstätten den Vertrauens- Sub Oft 11, Faltensteinstr. 7 bet Trittelwik. ob er die Landstreichersprache speziell stubirt habe. Es war in personen mitzutheilen. An der Diskussion betheiligten sich die mischter Chor, Lindowerftr. 26 bei Sachfe. dem Vortrage viel die Rede von Bagabunden"," Bummlern", Kollegen Schulz und Mälzer. Kollege Schulz forderte ebenfalls firaße 109 bet Greifer. Strolchen", die, wenn sie ins Gefängniß wegen Bettelns gesteckt die noch dem Verband fernstehenben Kollegen auf, dem Verband Dämmerigfee. merden, freuzfidel feien, da sie gute Kost, Wäsche, Obdach 2c. er beizutreten und warnte fie, in Stumpffinn zu verfallen. Die hielten. Die Landstreicher, deren es gegenwärtig an 200 000 Bersammlung beschloß, dem Vorstand aufzugeben, behufs Klar-( le Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu gebe, wovon ungefähr 14 000 in Arbeitshäusern ftellung des Arbeitsverhältnisses Fragebogen herauszugeben. Selgoland II", Rübersdorferfir. 45, Gef afhaftshaus Ostend", nachm. Montag: Pfeifentub elfenfest, Andreasstraße 26 bei untergebracht feien eine wahrhafte" Plage" Nachdem noch über verschiedene Werkstattsangelegenheiten ge- von 4-6 Uhr. Wilte. Bergnügungsverein Felsen feft, Rirdorf, Germannstraße 21 bei Kartentlub Bustige Brüder, Krautitraße 48 bet Rattte. Arbeiter 8ttherfür den Nationalwohlstand. Jeder Pfennig sei verloren, fprochen worden war, wurde die Versammlung mit dem Hinweis Hornburg. den man denselben zukommen Taffe, fie legten alles auf die Urania- Vorstellung, welche am 29. September, und auf Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bet Wolf. Theaterverein Liebesglüd, Große Frankfurterstraße 74 bet Breuer, an in Schnaps an. Manchmal" seien ihre Mittel wohl auch knapp, das Stiftungsfest, welches am 13. Oftober stattfindet, zu welchem verein& inigtett, abenbe 9 Uhr, Uebung bei Nowack, Manteuffelstr. 9. jebem 1. und 3. Sonntag im Monat. aber es tamen auch Tage, wo sie bis zu 20 M. zusammen- Billets in den Bahlstellen zu haben sind, geschlossen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- TheaterDie Platzdeputirten der Zimmerer hielten am 30. Auguft - Privat bettelten, dann lebten sie wie die Barone.(!) Für Verbrechen gesellschaft Satur" abends 49 Uhr, bet Specht, Martgrafenftr. 83. aller Art, Brandstiftungen, Naub, Diebstahl und dergleichen seien eine Sigung ab, in welcher sie sich mit der augenblicklichen Lohn- Theatergesellschaft Immer Luftig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Muhl Privat- Theatergesellschaft Der Vertrauensmann Th. Fischer Andree, Choriner ftr. 58: Sigung mit Damen. fie in hervorragendem Maße verantwortlich zu machen. Er( der bewegung beschäftigten. Herr Landgerichtsrath) reise auch mit dem Rängel auf dem konstatirte, daß sich die Situation feit der letzten Versammlung Minerva. Alle Montag Busammenkunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. Privat- Theater und Bergnügungsverein Morgenstern. Sigung jeden Rücken im Gebirge, ebenso viele andere Touristen. Natürlich wenig geändert habe. Von den 86 Streifenden, welche sich im Sonntag 6 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, Theater und Vergnügungsverein feien das teine Landstreicher. Es komme darauf an, wie der Streitbureau gemeldet hätten, wären noch 39 außer Arbeit, Wörtherstraße 45, bet F. Taren. Mann feinen Unterhalt" auf der Reise erwirbt. Die wirk- höchstwahrscheinlich würden aber am nächsten Montag wieder Weiße Rose jeden Montag 9 Uhr Sigung bet Bommer, Reichenbergerstraße 19. Rauchklub Ambalema( Mitglied des Arbetter- Raucherbundes lichen" Handwerksburschen wären noch eine Kategorie für sich, welche dazukommen. Die Sperre über die in Nr. 201 des Vor- Berlins und Umgegend) tagt Montag abends 9 Uhr bei S. Golz, Rauchklub Brüderlichteit jeben Montag aber sie würden auch bald zu Bummlern. wärts" genannten Firmen und Plätze bleibe bestehen. Habe Grünauerfiraße 3. Rauchklub Eldorado Nachdem der Herr Rath in dieser Weise seinen geduldigen sich bei der ganzen Bewegung auch der Indifferentismus 9-11 Uhr bet Pauts, Schlesischestraße 38. Theater und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden Sonntag Zuhörern das Bild des Landstreichers" gegeben, wie es sich in vieler Kollegen und das Walten der Polizei als ein nicht zu alle Montage, abends 8% Uhr, bet Geier, Ballifabenstraße 66. Arbeiter- Stenographiefeinem Kopfe malt, setzte er ihnen auseinander, durch welche unterschätzender Faktor bewiesen, so könne man doch mit gutem staligerftraße 54 bei Sente. Anfang 6% Uhr. Mittel diefe Kerle zu befferen Menschen herangezogen werden Recht von einer Lohnausbefferung sprechen. Sehr hinderlich sei Verein Eintracht", Unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8% Uhr bei Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Freiheits= fönnen. Natürlich stehen da die berüchtigten Verpflegungs- der große Zuzug solcher Leute, die vornehmlich durch den hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 6 Uhr nachmittags bet ftationen und und Arbeiterkolonien obenan. Nebenbei sollen Arbeitsnachweis des bekannten Dr. Freund untergebracht würden. Baumann, Lychnerstr. 2-3.- klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr, nachnoch Herbergsvereine gebildet und die Vereine zur Beffe- Diefe Leute von außerhalb" fielen ihren um bessere Arbeits- mittags an Sigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelhahn, Dresdenerstr. 68. Bergnügungsverein Fiducia. Jeden Sonntag von Kameraden tämpfenden in Rücken. 5-6 Uhr nachmittags Sigung. Nachdem Fidelitas im Restaurant Janz rung entlassener Strafgefangener( welche die Arbeitgeber in bedingungen versammelten Deputirten anheim, zu Blumenftr. 64. Vergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4% Uhr der Provinz mit billigen Arbeitskräften versorgen) thatkräftig Fischer stellte den ob nicht dahin gewirkt werden solle, daß Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnstr. 9. unterstützt werden. Der Redner möchte außerdem noch, daß für erwägen, Rosenthalerfir. 57. Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 3 Uhr an die aus dem Korrektionshause Entlassenen ein Uebergangs- am Montag, den 2. September, möglichst überall da die Arbeit Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau stadium" geschaffen wird, da die Leute den traffen Wechsel niedergelegt werde, wo weniger als 52/2 Pfennig für die Stunde voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenfeeer Weg bet Asche. " " bildeten " den " Klingmüller'fches Alpenvet lchen, ge= Solidarität, DranienFreya 2"( gem. Chor), Rirdorf, Hermannstr. 45 Bittoria Säle". Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebab am Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. richten an. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Vergnügungsverein Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für das Sommerhalbjahr Nord- Schule, Müllerstrasse No. 179a Montag: 1895, Südost- Schule, Waldemarstrasse No. 14. Montag: Natur- Erkenntniß.( Fällt bis zum Volksthümliche Medizin( Bau und 7. Ottober aus.) Dienstag: Volksthümliche Medizin.( Die Be kleidung des Körpers.) Mittwoch: Nationalökonomie.( Die Grundformen der Manufaktur; Entwick lung der Maschinen und die nächsten Wirkungen des maschinenmäßigen Betriebes auf die Arbeiter.) Donnerstag: Deutsch( Literatur). Freitag: Geschichte( 3 äfarismus im alten Lebenserscheinungen des gesunden und franken Menschen). Dienstag: Nationalökonomie( praktische). Mittwoch: Geschichte( 3 äfarismus, im alten Rom, Entstehung des Christenthums, urchriftlicher Kommunismus.) Donnerstag: Natur- Erkenntniß( Darwinismus: Vererbung und Anpassung.) Freitag: Rom, Entstehung des Christenthums, Deutsch( Literatur). urchriftlicher Kommunismus.) Sonnabend: Diskutir- Uebungen. Sonnabend: Diskutir- Uebungen. Die Schulräume sind abends von 1/28 Uhr an geöffnet( Sonntags 10-12 hr), um den Mitgliedern und Gästen Gelegenheit au geben, in dem außerordentlich reichen Zeitungs-, Zeitschriften- 2c. Material zu studiren. Der Unterricht beginnt um 1/29 Uhr und endet um 1/211 Uhr. Die Theilnahme am Unterricht steht jedem, auch Nichtmitgliedern an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Max Kliem's Volksgarten Hasenhaide 14/15. Jeden Sonntag: Gr. Fret- Konzert. Jeden Sonntag, Montag u. Mittwoch in den Sälen Grosser Ball. Empfehle mein Lokal Vereinen 2c. zu Versammlungen, Sommerfesten, Kränzchen, ebenso stehen drei verdeckte Sommer Kegelbahnen zur Verfügung. 23832* Max Kliem. Neu! Neu! Cösliner Hof Wedding Cöslinerstr. 8 wedding Jeden Sonntag: Grosser Ball. Grösster und schönster Saal des Nordens( 1000-1500 Personen) mit sehr gr. Orchester. Anf. 4 Uhr. Ende Uhr. Für Vereine stehen noch einige Sonnabende zur Verfügung. Die Direktion. Für sämmtliche Lehrfächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer Gesellschaftshaus ( Damen und Herren) aufgenommen. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen große Versammlungen abgehalten, in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld beträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für die Diskutir Nebungen wird fein Entgelt erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Auf nahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren se eine auch in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 5. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Owczarek, Bangestr. 65. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Butbuserstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7a. Wernau, Rosenthalerstr. 57. NO. Mamlok, Barnimstr. 42. NW. Löffler, Stendalerstr. 12. BV. Werner, Bülowstr. 59. Der Vorstand. 35, Swinemünderstrasse 35. Jed. Sonntag gr. Ball. Von 4 Uhr an Freikonzert im Garten. Einige Sonn abende sind noch an Vereine zu vergeben. Hübner. ( Inhaber: N. Ballschmieder) Gesundbrunnen, Badstr.16. Goeben erschien: 31692* Sammlung allgemeinverständlicher Volksschriften. No. 1. Ein Paradies soll unsere Erde sein. Preis 10 Pf. Aus dem Holländischen des Rienzi. Preis 10 Pf. Die Schrift eignet sich ihrer leicht faßlichen, bilderreichen Sprache wegen besonders für die Agitation auf dem Lande. B. Heymann's Verlag, Berlin C., Grenadierstr. 8. Zu beziehen durch alle Buchhändler und Kolporteure. Permanente Beitungs- Ausstellung. Eintritt 10 Pf. Aula, Bayrisches Vaterland, Daheim, Ethische Kultur, Flamme, Gleichheit, Hilfe, Israelit, Kritit, Nation, Sozialist, Soziale Praxis, Sozialreform, Versöhnung, Universitätsztg., Wahrheit, Die Zeit, Zukunft, Bonentarif, Zeitung des Judenthums und tausend" andere Zeitungen in den " ( Spittelmarkt) Berliner Lesehallen( Alexanderplatz). Barnimstraße 13 und Hochstraße 4 sind zum 1. Oktober d. J. zu vermiethen: PP Wohnungen von 1 und 2 Zimmern nebst Zubehör. I Laden passend zur Bäckerei- Filiale, Milch- oder Borkostgeschäft. Näheres beim Verwalter daselbst. Märkischer Hof“ 31612* Admiralstr. 118 c. Jeden Sonntag im prachtv. Spiegeljaal: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr.- Ende 2 Uhr. Große Horn- und Streichmusik. Die beiden Spiegel- Säle stehen zu allen Festlichkeiten und Versammlungen zur Verfügung. Für Vereine steht der untere Saal Sonnabend, der 28. September, zur Verfügung. Empfehle mehrere größere und fleinere Vereins immer mit Piano, sowie 2 Kegelbahnen. Der obere Saal ist Sonntags an Vereine zu vergeben. Die Restaurationsräume stehen Sonntags den geehrten Familien zur Verfügung. Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3. Inhaber: H. Birk. 22812* Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Kastanien- Wäldchen Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleince Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben 66 Vereinshans, Waldemarstraße 75. Restaurant ( Speisen à la carte) mit Billard und Kegelbahn. Saal ( 500 Personen fassend) und Vereinszimmer zu Versamm[ 2974L*] Hermann Brüder. Gr. Militair- Concert ,, Süd- Ost." ausgeführt von der Kapelle des Kapellmeisters Herrn Franz Wolfer. Im Parquet- Saale: Gesellschafts- Stunde lungen und Festlichkeiten. Jeden Sonntag: Grosser Ball unter Leitung des Tanzlehrers Hrn. Köpernick. bei guter Mufit. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr Entrée 15 Pig. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Dolkskaffee u. Speisehalle Frei Kaffee Küche von 2 bis 6 Uhr geöffnet. 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Die Kollegen folgender Werkstellen sind zu dieser Versammlung eingeladen: Franke, Schliemannstr. 3b; Werk, Syteftr. 2; Marsinsky, SchwedterStraße 258; Otto, Franfeciftr. 6; Reibsch, Behdenickerstr. 5; Lehmert, Große find noch Sonnabende frei. Samburgerstr. 4. Die Kollegen von Bredow, Drechsler, Lothringerstraße 38, find ganz besonders eingeladen. Westen und Südwesten: Montag, den 2. September, abends 8% Uhr, im Lokale Königshof, Bülowstraße Nr. 37. Zages Ordnung: 1. Diskussion des Antrages Arens, betreffend die Aenderung des Arbeitsnachweises der Verbands Bahlstelle Berlin. 2. Verschiedene Werkstatt- und Verbands- Angelegenheiten. Die Kollegen aller Branchen werden ersucht, wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung recht zahlreich zu erscheinen. Friedrichsberg- Rummelsburg: Montag, den 2. September, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Gittier, Neue Prius Albertstraße 70. Tages- Ordnung: 1. Wie fönnen unter den heutigen Verhältnissen Streifs gewonnen oder vermieden werden? 2. Antrag Arens betreffend des Arbeitsnachweises. 3. Verschiedenes. 74/ 4* Die Ortsverwaltung. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 1. September, abends 7/2 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20, 1 Tr.: Dersammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: Das sittliche Recht und die öffentliche Meinung. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren sehr willkommen. Nach dem Vortrag er halten nur noch Mitglieder Zutritt. Der Vorstand. 55/9 Weberstr. 17, 30859* B. Nicft. Königstadt- Kasino, Holzmarktv.72, Alexanderstr.21. Gr. u. fl. Säle, 400 Perf. fassend, unentgeltlich zu Festlichkeiten u. Bers., 3 Vereinsz., zu vergeben. Metzner. Lokalitäten find elektrisch beleuchtet. Endstation der Pferdeb.: Moritzplatz- Britz Rohr's Salon, früher Appold, Rixdorf, Ruefebedstraße 48/49. Gr. Esel- Reiten. Sonntag: Gemüthliches Tanzkränzchen. Gr. Schattiger Garten, Kaffeeküche, 2 verdeckte Regelbahnen. Für gute Speisen und Getränke sorgt stets H. 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