Nr. 22» 44.?ahrg. Ausgabe A Nr. 12 Bezugspreis. SSödjentlich 70 Vfenntg. monatlich L. Reichsmart voraus»ahlbav. "Unter Kreuzband Mr Deulslblon». Danzui. Saar- und Memelaebi«. Lei!rrre>ä> Litauen. Lurembur» 4.50 Zicichsmark. für da» Itbrig« Ausland 5Ju Reichsmarl vro Monat. Der.Vorwärts" mit der Muliriev» «in Sonntagsbeilage.Volk und Zeit" lowie den Beilagen.llnterdaltung uno Wissen".Au» der Zilmwelt", .Zrauenmmme".Der Kinder- freund"..Iugend-VorwSrts" und .Blick in die Biicherwelt* erscheint wochenläglich zweimal. Sonntag» und Montag» einmal. Trlegramm-Adresse: .Sojialdemotrat Berlin" Morgenansgabe Devlinev Volksblatt (lO Pfennig) Anzeigenpreise: Die«inivaltig« Nonooreille» »eile 80 Pfennig. Rellamezeil» d,— Reichsmarl,»kleine Anzeigen" da« fettaedruckie Wort 22 Pienni» fzuläfssa zwei fettaedruckte Worte), jedes weiter» Wort 12 Piennig. ktellenaesuch« da» crfle Wort IS Pfennig, jede» weiter« Wort lg Pfennia. Worte Uber IS Buch- stoben zählen siir zwei Worte. 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Der neuest« Ärbeitsmarktberscht des Reichsarbcrts- Ministeriums beginnt mit den Worten: „Dic soisan mäßige Verschlechterung des Arbeits- markte? kommt in den jetzt amtlich mitgeteilten neuesten Zahlen der unterstützten Erwerbslosen voll zum Ausdruck." Dann folgt die Zahl, die besagt, daß die Zahl der unter- stützten Erwerbslosen innerhalb von 14 Tagen sich um 278 000 vermehrt hat, d. h., da mindestens 20 000 Enverbs- las«! alle 14 Tage ausgesteuert werden, daß die Gesamt- Zahl der Erwerbslosen um 300 000 gestiegen ist. Es ist eine Irreführung der Oeffentlichkeit, wenn behauptet wird, daß wir es hier mit einer s a i s o n m ä ß i- gen Verschlechterung des Arbeitsmarttes ZU tun hätten, denn nach der Saisonbewegung des Arbeitsmarktes steigt die Zahl der Erwerbslosen in den Monaten November und Dezember reget in äßig an. Tatsächlich aber war im November tal'm ein Anstieg zu verzeichnen, während im Dezember die Bahlen sprunghaft gestiegen sind, und insgesamt im Dezember über 400 000 Arbeiter mehr ar- beitslos wurden. Diese Steigerung der Arbeitslosig- keit hat mit der normalen Saisonbewegung nicht das min- beste zu tun. Sie zeigt an, daß der Ärbeitsmarkt' sich von neuem krisenhaft verschlechtert: sie bedeutet, daß die Gesanitlage der deutschen Wirtschaft in einer Verschlechterung begriffen ist. nachdem die großen gesamtwirtschaftlichen Gewinne aus dem eng- lischen Bergarbeiterstreik ihr Ende gefunden haben. Diese Zahlen besagen ober auch mit großer Deutlichkeit, daß die bisherige Besserung des Arbeitsmarktes nicht auf die Maßnahmen der Reichsregierung zurückzi'�ühren ist. Eine Prüfung des Programms, das seinerzeit aufgestellt wurde, und eine Prüfung dessen, was bisher geschehen ist. zeigen auch deu'Iich, daß bei weitem nicht erreicht wurde, was'hätte er- reicht werden sollen und was erreicht werden könnte. Die Mittel der produktiven Erwerbslosenfürsorge sind zwar von 100 Millionen auf 200 Millionen ver- doppelt worden. GleichZeitig aber ist die Zahl der Notstandsarbeiter stetig Zurückgegangen und lag am 15. Dezember v. I. mit 124 000 um über 25 PrvZ. unter der chöchstzahl von 170 000. die am 15. Mai erreicht wurde, als von dem Arbeitsbeschafftmgsprogromm der Reichsregierung noch keine Rede war. Diese Abnahme der Zahl der Notstandsorbeiter ist nur dann erklärlich, wenn die im Etat theoretisch zur Bersügung gestellten Mittel tatsächlich bei weitem nicht abgerufen worden sind. Wir sind überzeugt, daß das Reichsarbeitsmin'stcrimn auf Anfrage d'eie unstre Auffassung nur vollauf bestätigen könnte. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm hat auf diesem Gebiet jeden- falls versagt, und es ist den Reichsbehörden offenbar nicht ge- l"ngeii. die Gemeinden nachdrücklich genug auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen. Es ist nicht einmal gelungen, eine ausreichende Zahl von langfristig Er- werbslosen durch die produktive Erwerbslosenfürsorge unter- zubringen, und so das ständiae Wachsen der Zahl der Aus- gesteuerten zu vermeiden. Allwöchentlich gehen mehr als 10 000 Erwerbslose aus der Erwerbslosenfürsorge in die Krisen'ürsorge über, und die Zahl dieser Ausgesteuer- ten ist seit dem 1. Oktober zweifellos um rund 150 000 gewachsen. Straßcnban. Aber nicht nur bei den Notstandsarbeiten der Gemein» den hapert es mit dein Arbeitsbeschaffungsprogramm. Seiner- zeit wurde viel vom Straßenbau gesprochen. Der Reick, sverkehrsminister gab an, daß an 60 000 Kilometer Straßen in Deutschland zn erneuern seien. Bieber hat man aber nichts davon gehört, daß ernsthaft etwas für die Er- Neuerung der deutschen Stwßendecken getan worden ist. Es sche'nt. daß auch hier die Reichsbehörden durch den Behörden- wust der Teile des Reiches nicht haben durchdringen können. Auch jetzt, während die Zahl der Arbeitslosen anschwillt, ge- schieht nichts für den Straßenbau, während seit fast drei Vierteljahr Verhandlungen über ihn gepflogen werden. Reichsbahn. Auch auf den großen eifernvn Straßen der d« u i s ch e n Reichsbahn wird lange nicht das getan, was getan wer» den könnte. Die Verhandlungen des Enquetcausschuffes haben gezeigt, daß der ReichsbaHngesellstbast riesige Geldmittel von weit über einer halben Milliarde Mark zur Verfügung stehen. Die Mitteilungen über die Betriebs- und Finanzlage der Reichsbahn im Oktober haben gezeigt, daß die Bahn täglich in diesem Monat«inen Reinge- w i n n von f a st 2 Millionen Mark zu verzeichnen hatte, und es besteht kein Grund zu der Annahme, daß im November die Entwicklung eine andere war. Auch im De- zember, der wahrscheinlich nicht ganz so günstig für dic Reichsbahn gewesen ist, hat sie sicherlich noch sehr erhebliche Ueberschüsse zu verzeichnen gehabt. Es kann keine Rede da- von sein, daß die Reichsbahngesellschaft auch nur annähernd die von ihr erzielten Reingewinne der produktiven Wirtschaft zugeleitet hätte. Vielmehr steht, insbesondere nach den Aus- führungen des Reichsbankpräsidenten, fest, daß der größte Teil der Ueberschüsse der Reichsbahn, die sie in den Iahren 1925 und 1926 erzielt hat, no«h immer an die Privatbanken ausgeliehen ist, die ihrerseits wcfenUich mit diesen Mitteln die ungeheure Börsenspekulation sinan- zieren, die im neuen Jahre schon wieder zu neuen Kurs- ratoichen geführt hat. Statt jetzt in der Zeit der Krise zur Erleichterung des Arbeifsmarktes in größtem Umfange Auf- träge zu erteilen, die sich im Laufe der kommenden Jahre als dringend notwendig erweisen werden, treibt die Reichs- da h n ge s e l l sch o s t eine unverantwortliche Thesaurierungspolitik, und statt ihre Mittel in den Dienst der produktiven Wirtschaft zu stellen, leitet sie sie aus dem Wege über die Verkehrs-Kreditbank in die Kanäle der Spekulation. Auch hier ist es den Rcichsbehörden nicht gelungen, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Druck- mittel« die Reichsbahn zur Aenderung" ihrer unsiunigen Po- Utik zu veranlassen. Auf die Dauer ist dieser Zustand un- erträglich, und es wird sich als notwendig erweisen, entweder der Wirtschaft durch eine allgemeine Senkung der Eisenbahnfrachten oder ein großzügiges Investierungsprogramm der Reichsbahn aus ihren eigenen Mitteln zu Hilfe zu kommen. Es liegt kein Grund vok, einem derart prosperierenden Unternehmen große Rcichszuschüsse zu geben, bevor es selbst seine Pflicht gegenüber der Gcsamtwirtschaft erfüllt hat. Landwirtschaft. Nicht nur die Gemeinden, nicht nur die für den Straßen" bau verantwortlichen Provinzen, nicht nur die Reichsbahn- gesellschaft sind mitschuldig an der schweren Krise des Arbeits- Marktes, die erneut hereingebrochen ist. Für die Land- Wirtschaft sind insgesamt rund 110 Millionen Mark zur Verfügung gestellt worden, und zwar 50 Millicuicn Mark für die ländliche Siedlung und 60 Millionen Mark vom Reich und Preußen zu gleichen Teilen für den Bau von Landarbeiterwohnungen, um so den polnischen Wandcr- arbeitet in der deutschen Landwirtschaft entbehren zu können. Von den Mitteln, die für die Siedlung bereitgestellt sind. sind bisher nur minimale Beträge v-.n de» Ländern. insbesondete von Preußen in Anspruch genommen worden. Statt dessen streiten sich die Ressorts darüber, ob Preußen oder dem Reich die Führung in der Siedlungspol itit gehört. Aber auch der Bau oonLandarbeitcrwohnunj � WWWWWWW damit, daß es ihnen gelingen wird, auf dem Wege über das geht nicht voran, denn die deutschen Großagrarier re igen chnün preußische Landwirtschaftsministerium und das Reichsernäh-! rungsministerium auch im nächsten Jahre ein unver- kürztes Polenkontingent zu erhalten. Weder die nationalen Gesichtspunkte, die für den Ersatz der polnischen durch deutsche Landarbeiter sprechen, noch die schwere Krise des Arbestsmarktes scheint sie bewegen zu können, auf die energische und zielbewußte Wcchrnehmung ihrer a n t'- deutschen Interessen zu verzichten. Der Rüeichsregie- rung ist es auch hier nicht gelungen. Bresche in den Wider- stand der Instanzen und der Interessenten zu legen. Wohnungsbau, g lind wie steht es mit dem Wohnungsbau? In der Krise des vorigen Sommers oersprach der Reichsarbeitsminister Curtius, öer hartnäckige. Er will weiter verhandeln, trotz der„innen- und antzenpolitischen Bedenken". lieber die Besvrechung des Betrauten E u r tl u s mit den Zentrums delegierten wird folgende offiziöse Mit- teilung ausgegeben: Gestern nochmillog fanden die angekündigten Besprechungen zwischen den Beauftragten der Zcntruinssraktion, den Abgeardneten van Gucrord und Stegerwold mit Dr. Eurtlus und Reichsaußenministcr Dr. S t r e s e in a n n im Reichswirtschastsministcrium statt. Die Vertreter der Zentrums- froktion trugen dic schweren innen, und a» ß c n p o l i- tischen Bedenken vor, die die Zentrumsfraktion gegen die Bildung der von Dr. Eurtius in Aussicht genommenen Regierung habe. Daran schloß sich eine eingehende Aussprache. Herr Dr. Eurtius hat in Aussicht genommen, heute vormittag über die E r- g e b n i s s e dieser Besprechung mit den Vertretern der Deutsch- nationalen Volksparicj zu verhandeln. Dic Vertreter der Zentrumssraktion nahmen in Aussicht, am heutigen Nachmittag eine endgültige Stellungnahme der Fraktion der Zentrumspartei herbe!» zuführen. Die Unterhaltungen zwischen Curtius-Stresemann auf der einen und Guc'-raib-Slegerwald auf der anderen Seite dauerten nicht weniger als zweieinhalb Stunden. Wie der Soz. Pressedienst noch zu melden weiß, ist der Zentrums- fraktion von den Einzelheiten der Unterredung bisher leine Kenntnis gegeben worden. Ihr wurde nur milgeteilt, daß die Bedenken des Zentrums ausführlich vorgetragen worden seien. Die Fraktion v e r t a g t e sich darauf sofort auf Freitag.. ahend. Doch trat der Fraktionsoorstand noch zu einer de- sonderen Beratung zusammen. Daß Herr Eurtius trotz der doch sehr eindeuiigen Auf- fassung des Zentrums nicht von selbst dem Reichspräsidenten den Auftraa als unausführbar zurückgibt, zeugt entweder von einen»' unbesiegbaren Optimismus oder, was da» Wahrsckzeirt- lichere ist, von einer so starten Bindung an die Besitz- bürgerblock-Intercssen, daß daneben der Blick für die gegebenen Tatsachen verschwindet. Die Bedenken, die das Zentrum hegt, unterstreicht die „Germania" in ihrer Abendausgabe noch einmal sehr kräftig. «Sie zeigt auch, warum dem Zentrum gerade jetzt sehr viel an der Mitarbeit der Sozialdemokratie liegt: Für die Bedenken des Zentrums sind auch noch andere triftige realpolitischc Erwägungen maßgebend. So gut es im Jahr«, 1925 untunlich schien, den Zolltarif, der die Grundlage der abzu- schließenden Handelsverträge bildet, ohne Mitwirkung der Deutsch- nationalen Partei als wichtiger Vertreterin landwirtschaftlicher Interessen durchzudringen, ebenso dringend erwünscht erscheint es im gegenwärtigen Augenblick, da wichtige sozialpolitische Gesehe, wie die Erwerbslosenversichcrung und das Arbcilsschuhgeseh. durck». zuberoten sind, die parlamentarische Behandlung dieser Gesehe nicht ohne Mitwirkung der Sozialdemokratie vor sich gehen zu lassen, d. h. jener Partei, in der nun einmal ein sehr großer Teil der deutschen Arbeiterschaft seine Vertretung hat. Diese Erwägungen erscheinen um so dringender, wenn man sich vergegenwärtigt, daß dic Zahl der Arbeitslosen allein im Dezember um 400 000 Mann zugenommen hol und daß sie zurzeit insgesamt 1 Million 745 000 beträgt, und daß dic Arbeiter der läudlichcn Gegenden, so z. B. Ostpreußens und Bayerns, noch schwerer von dieser furchtbaren Plage heimgesucht sind als die stodiischen Bezirke. Daraus ist sehr deutlich zu ersehen� warum den ch r i st- l i ch e n Arbeitern im Zentrum mehr an der Unter- stützung der Sozialdemokratie liegt, als an den Herren- Manieren der Deutschnationalen. * Der Aeltestenrat des Reichstags ist zu Freitag nachmittag 4 Uhr einberufen worden, um die politische Lage zu besprechen und darüber zu entscheiden, ob die nächste Plenor, sitzung, wie in Aussicht genommen war, schon am nächsten Mitt- woch, den 19. Januar, stattfinden kann. für den Herbst 1926 ein R e i ch s w o tz n u n g s k> a u p r o- gramm für die n ä ch st e n drei Jahre. Als jüngst in der Presse behauptet wurde, dies Programm sei von Reichs wegen fertig, erfolgte ein Dementi. Als jetzt Herr Dr. Curtius die Gewerkschaften bei sich empfing, versicherte er ihnen, das Wohnungsbauprogramm für 1927 läge vor. Bisher ist es noch nicht bekannt geworden. Wiederum wissen Länder und Gemeinden noch nicht, wie groß die Mittel sind, die ihnen in diesem Jahre für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen werden. Wiederum droht die Gefahr, daß der Wohnungsbau in den ersten Monaten der Bausaison nicht voran kommt. Auch hier geht der Krieg der Instanzen weiter. Denn mögen auch die Reichsressorts"sich aus ein Wohnungsbauprogramm wirklich trotz des Dementis geeinigt haben, so ist es doch be- kannt, daß noch nicht einmal im Schoß des preußischen Ka- binetts zwischen den zuständigen Ministerien Einigkeit be- steht. Am unsichersten scheint man sich über die Frage zu sein, wie groß diesmal der Gewinn des Hausbe- sitzesausdcmWohnungsbauprogramm werden ioll. Und vor allem: statt des langfristigen Wohnungsbau- Programms, das man uns versprach, bekommen wir wiederum ein p r o o i s o r is ch e s. Jedenfalls steht aber soviel fest, daß der 2 0 l)- M i l l i o n e n- K r e d i t für den Wohnungsbau, der den Reichsetat für 1926 schmückte, zum größten l£cil auch eine Dekoration geblieben ist. Fort mit der Nntätigkeit der Behörden! Schätzungsweise wird man sagen können, daß von den für das Arbeitsbeschassungsprogramm zur Verfügung ge- stellten Mitteln mindestens eine Viertelmilliarde keine Verwendung gefunden hat, und daß die Reichsbahn über eine halbe Milliarde sofort für Großauf- träge an die Industrie zur Verfügung hätte, wenn sie sie er- teilen wollte. Mit den Ausgesteuerten zählen wir in Deutsch- land jetzt mindestens 2 Millionen Erwerbslose, eher mehr als weniger. Dreiviertel Milliarden Mar k,� d i e m i n d e st e n s 400 000 Arbeitern Lohn it ii b Beschäftigung für ein Jahr geben könnten, stehen zur Verfügung, dienen heute zu einem großen Teil der Börsenspekulation, und die Reichsregierung versichert, daß die Krise am Arbeitsmarkt saisvnmäßig sei. Sie ist saison- mäßig, wenn die Untätigkeit und Schwerfälligkeit der Be- Hörden saisonmüßig ist. Das darf aber keine Saison sein, die nie ein Ende findet. das russische Giftgas. Genosse Künstler verklagt de« kommunistischen „Klassenkampf". Die Verösfentlichung des Genossen Künstler über die Lust- yassabrikation der Gesti in Sowjetrußland hat den Zorn kommunistischer Provinzblätter hervorgerufen. Der kommunistische „Klassenkampf" in Halle hat alle Angaben Künstlers als erlogen bezeichnet, ihn selbst einen ,L ü g e n k ü n st l e r" genannt. Dazu erklärt Genosse Künstler: „Die Gelegenheit, die mir der Redakteur des„Ktassenkamps" in Halle gibt, werde ich nützen. Da mich dieser Redakteur einen Lügeii„küiistler" und Lügenstümper nennt, werde ich Ihn verklagen. Zticht weil ich seine Bestrafung herbeiführen will, sondern weil vor aller Ocfsenllichkeil der Wahrheitsbeweis geführt werden soll, daß die Behauptungen der Lozialdemokratie über die Verbrüderung von Sowjelrußland mit der Reichswehr vollkommen der Wahrheit entsprechen. Wir werden sie alle als Zeugen laden, voran den böl- tischen Fabrikanten Stolzenberg, alle Arbeiter der Gift- gossabrik in Trozk, deren Adressen wir habhaft werden können, die völkischen Beamten und I n g e n i c u r e, die in Trolzk waren, die O f s i z i e r e, die mit solschcn Pässen und zum Teil unter salschem Namen nach Rußland gereist sind, die Offiziere und Angestellten des Reichswehrministeriums und seiner Gesellschaft Gesu. Wir werden auch die Arbeiter laden, die in Stettin Granaten ausgeladen haben. Sie alle sollen unter Eid aussagen. Die deutsche Arbeiterschaft soll sehen, wer lügt und wer die Wahrheit spricht." Geist unö Maschine. Musik-Umschau von Kurl Singer. Immer wieder wird die Technik gegen den Konzertbetriev mobil gemacht. Immer wieder wehrt sich das Künstlertum, das mit seinem persönlicheii Austreten Erfolg erzielen will, gegen die Maschinerie. Der �Kampf entscheidet sich aueenbliSlich zugunsten des Radio und der Spielplatte. Eine Abwechselung, wie sie diese beiden Industrien bieten, gibt der Konzertsaal nicht her. Dabei hat besonders die Platlenindustrie den großen Vorteil, daß sie imstande ist, das nur halbwegs Vollendete auszuschalten und nur das Beste schließlich aus den Markt zu bringen. Wo im Konzertleben ist derartiges schon er- lebt worden? Es wachst eine Literatur an, die unbedingt einen Ersatz für so manche aus Geld- und Arbeitsgrüwden unmöglich gemacht« Stunde der Konzertandacht bietet. Auch der Umstand ist zu schätzen, daß wir in der Lage sind, unter Ausschluß aller störenden Aeuher- lichkeitcn uns dem Genuß hingeben zu können, und daß wir im- stände sind, immer wieder das' freundlich Aufgenomniene zu wieder- holen. Ich vergleiche eine Blertelstunde bei den Don-Kosaken mit einer in der Elektrolageselllschast hergestellten Ausnahme- psatie. Die Ausnahme stammt aus dem Konzertsaal. Vom Stärke- grad des rein akustischen Eindrucks abgesehen, ist die Qualität solcher Ausnahme unerhört cut. Das Rassige, Russische, das Bedeutsame in der Aussprache und in der Dynamit kommt plastisch und mst sinn- kicher Leibhaftigkcit zur Geltung. Ich höre Meistersingcrchöre unter Leitung von Blech, oder einen Chor aus der H-Moll-Messe in der Albert-Hall in London ausgenommen, und es ist eine Naturähnlichkeit erreicht, die aus einem guten Apparat schon an das Wunderbare grenzt. Wie die Elekrrolagesellschast, so bemüht sich nun, anscheinend aus dem gleichen Wege vermittels der Radiotechnik, die C o l u m b i a- Gesellschaft, der Natur des Spielers und des Spiels ganz nahe zu kommen Gerade hier wird erreicht, was bisher unerreichbar schien, nämlich den Klang einer, Geige vom Blaston abzulösen und beseelt zu machen, das Klimpern des Klaviers zu verscheuchen und — etwa unter den Händen von Ignatz Friemann— einen blühenden, selbst in den Anschlagnuancen noch modulierten und in der Farbe erkennbaren Ton zu erzeugen. Und die Gesänge der Neger, der allein seligmachende Jazz, springt uns aus neuen Platten so an, als sähen wir die schwarzen Gestasten leibhastig an ihren Instrunren- ten vor uns stehen. Hier droht nickst nur Gefahr, hier ist Gefahr, der nur eine Biel- seitigkeit im Konzertleben ein Paroli bieten könnte. Daß das nicht geschieht, wissen wir alle. Die Konzerte erhalten eine Uniform, in der«in Körper und«ine Physiognomie nicht mehr zu erkennen ist. Augenblicklich macht die Jagd auf Beethoven diese Gleichförmigkeit noch uninteressanter. Wir haben 1920, beim 150. Geburtstag! Beet- Hovens, an dieser Stelle empsohlen, den Genius dadurch zu feiern, daß man seine Sinsonirn ein Jahr dem Konzertsaal entzieht. Man möchte diesen utopistiichen Rat auch für 1927 propagieren. Das Tothetzen der Sonaten und Sinfonien könnte den Geist Beethovens zu Tode Hetzen. Daß es immerhin möglich ist, Beethoven noch von einer etwas unbekannten Seit« zu zeigen, bewies Furtwängler in seinem letzten Konzert. Er spielte zu Beginn jene Quartettfuge ttorüöeutsche Kleinstaaterei. Ein Ucbcrblcibsel aus der Kniscrzcit. Der Fall Waldeck hat die Blicke der Oeffentlichkeit wieder einmal auf das Elend der deutschen Klein- st a a t e r e i gelenkt, dem leider durch die Revolution kein Ende bereitet worden ist. Der laut betonte bayerische Parti- knlansmus hat dazu geführt, daß das Verhältnis Bayerns zum Reich der Oeffentlichkeit das Zentralproblem der Eni- Wicklung zum Einheitsstaat zu sein scheint. Wird dies Pro- blem angerührt, so wenden sich die Blicke unwillkürlich nach Süddeutschland und die Reste deutscher Fürstenkleinstaaterei. die in Preußen eingesprengt liegen, werden übersehen. Dabei sind es gerade diese norddeutschen R e st e, die am treuesten das Bild des durch dynastische Interessen zer- rissenen ehemaligen Reiches konservieren. Ein Blick auf die Karte lehrt schon, um welche unorganischen vielfach zerrissenen Ländergebilde es sich dabei handelt. Verschafft man sick aber einen staatlichen Ueberblick über dies Kleinländerunwesen, so kommt einem das ganze Elend frisch zum Bewußtsein. Wir haben Flächeninhalt und Bevölkerungszahl der in Preußen versprengten Länder zusammengestellt, dazu die Zahl der Minister, die diese verwalten: Fläche in cchm Einwohner Minister Oldenburg.... 6 480 551 805 3 Vraunschweig... 3 672 508 322 3 Anhalt. 2294 351471 3 Lippe...... 1215 163 577 3 Waldeck..... 1 056 55 750 1 Schaumburg-Lippe.. 340_ 48 044_ 1 15 007 1 678 969 14 Man muß sich vor Augen führen, was diesö Zahlen be- deuten. Der Flächeninhalt dieser sechs Kleinstaaten zusammen erreicht noch nicht den Flächeninhalt der Länder Baden und Sachsen, die Einwohnerzohl zu- sammen noch nicht die Hälfte der Einwohner von Berlin, etwas mehr als die Einwohnerzahl der Städte Köln und München zusammen. Es gibt sieben deutsche Städte, von denen jede für sich mehr Einwohner hat als das größte dieser Länder. 92 Gemeinden in Deutschland haben jede für sich mehr Einwohner als jedes der beiden kleinsten Ländchen. Aber jedes dieser sechs Länder hat ein eigenes Parlament, ein eigenes Ministerium, und jedes hateineStimmeim R e i ch s r a t. Zu diesen Zwergländern treten d i e S t a d t- st a a t e n:. Hamburg....... 415 qkw 1 134 112 Einwohner Bremen........ 256. 331 881 Lübeck........ 298, 127460 960 qkrn 1 592 053 Eiuwobuer Jede der drei Hansestädte Hai eine Stimme im Reichsrat. Es gibt keinen durchschlagenden Grund, der für die Aufrecht- erhaltung dieser Verwallungszersplitterung und der damit verbundenen öffentlichen Mehrkosten vorhanden ist. Man stelle sich vor, daß für die kleinen sechs Länder allein vier- zehn M i n ist e r gebraucht werden. Es sind keinerlei wirt- schaftliche Gründe, keine Stammeseigentümlichkeitest, die für diese Zersplitterung sprechen, lediglich die historische Tatsache. daß dynastisches Interesse einst diese Zersplitterung herbeigeführt hat. Das Erzeugnis dieser dynastischen Jnter- essen aber dauert in der Republik fort infolge der Ge- dankenlosigkeit der Oeffentlichkeit und des mangelnden staat- lichen Konstruktionswillens der Verantwortlichen. Es ist schlechter konservativer Geist, der hier zum Ausdruck koiymt. und dieser Geist bleibt nicht ohne Rückwirkung auf die Reichs- gesetzgebung. Diese sechs Länder und die drei Stadtstaaten führen(jehnStimmenim Reichsrat, obgleich ihnen nach der Einwohnerzahl nur drei zufallen dürften. Hier ist ein Partikularismus, der zwar nicht aktiv ist wie der bayerische, dafür aber um so verstockter. Ans dem Gesängnislazarell enlslohen ist in 4L c l g r a d der frühere kommunistische Abg. Kostn Rovakooic, der wegen B e- s i tz e s kommunistischer Flugschristen zu fünf Iahren Kerkers verurteilt worden war. Opus 133, die den Schritt zur Massigkeit des Orchesters wagen darf, weil in ihr die Dimensionen für die Kammermusik fast überschritten sind, und weil hier die Beethoven eigentliche fremde Arbeit der fugi ertcn Stimmen großen Ausdruck und Charakter gewinnt. Artur Schnabel sehen wir an einem geradezu faszinierenden Werk: er baut die gesamte Sonatenarbeit Beethovens vor uns lebendig auf. Dis geichicht in der Volksbühne an jedem Sonntag. Anschauungsunterricht genialster Art, Ehrfurcht und Können treffen sich hier. Es befeuert sich ein Geist von heute am größeren schöpfe- rischen Geist von gestern so, daß ein einheitlicher Akkord vom Schöpferischen und Nachschöpserischen aufklingt. Mit großer Sicherheit für das Gefühl der Klang- und Stilunterschiede stellt Schnabel der chronologischen Reihe der Sonaten eine musik-ästhetische gegen- über. Nach der Fuge des Opus 110 die Leidenschaft und thematische Bravour von Opus 2, darauf die Heiterkeit von Opus 31 Nr. 1— bester kann die Vielgestaltigkeit Bcethovenschen Wesens nicht dargestellt werden. Die„Freunde alter Kammermusik" rufen zu einem Kammer- musikabend in dem Deutschland um 1700. Alice Ehlers, die geistige Führerin dieses Vereins, die klassische Cemdalistin von heute, erweist ihre Kirnst der Programmwahl wiederum und spielt meisterlich die O-Moll-Suit« von Händel auf ihrem schönen Instru- ment. Im übrigen verließ sie sich wohl aus die guten' Namen der Mitwirkenden, ohne intensiv mir ihnen geübt zu haben. A l m a M o o d i e ging ihren eigenen Weg bei der Sonate von Bieber, die geradezu von Tartim sein könnte, Nora W i l l i a m s o n. die zweite Geigerin, hat einen gar leblosen Ton, und die Cellistin Eva Heinitz, sonst eine der Besten, glaubte eine bescheidene Arien- begleitung zu einem Cellokonzert ausbreiten zu dürfen. Selbst Lotte Leonard ließ etwas im Stich, sie sang wie zu einem Orchesterkonzert. Der Beifall, der besonders nach der Arie„Mein gläubiges Herze" von Bach erscholl, soll diese verehrte Künstlerin nicht irre machen. Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts, d. h. Unterordnung und Zartheit und Gemeinschasisspiel. Bei Buxtehude mid Bach ist selbst das unbewußte Primadonnentum von Spielern und Sängern, ist das kleinste falsch« Ausbalancieren des Raums Gotteslästerung. A n n e k ä t e R e l l st o b ist im Mechanischen eine gute und be- achtenswerte Kraft, wie sich an Variationen über ein Bach-Thema von Reger erwies. Ihr Ton entbehrt aber allen Ausdrucks, und die Gesamthaltung ist so ledern, daß man zu einem Genießen nicht kommt. Mechanik ohne Geist und Gefühl. Das umgekehrte bei Wilhelm Keinpff. Ein großartig aufbauender Musiker, der Opus 17 von Schumann mit leidenschaftlicher und musikalischer Phantasie durchtränkt, und überall, auch da, wo er zu lange ver- sonnen weilt, Zeichen einer großen musikamischen Persönlichkeit gibt. .Hier ist Geist, Phantasie und Gefühl gemischt, und die Mechanik ist selbstverständlich geworden. Leopold Zeßner über aktuelle Thealersragen. Der Intendant der Berliner Staatstheate>r, Leopold Ießner, sprach in einem Bor- trag im Verein Magdeburger Presse über aktuelle Theaterfragen und betonte die Dringlichkeit der Aufgabe, angesichts der volKom- menen Umgestalhing des Publikums erneut auf die notwendige Ein- Gäöicke klagt auf flrmenrecht. «eine Klage von der Wcdcll-Kamnrcr abgewiesen. � Der Landwirk Karl G ä d i ck e, der im Landsberger Feme- mordprozeß gegen Klapproth �ind Genossen als Nebenkläger auf- getreten ist, hat— wie die Korrespondenz Zeitnotizen mitteilt— 1 jetzt den Reichswehriiskus auf Entschädigung für den ihm durch den Mordanschlag Klapproth entstandenen Derlust verklagt und zu diesem Zweck zunächst durch seinen Rechtsbeistand Rechts- anwalt Georg Loewenthal eine Klage auf Gewährung von. Armenrecht einleiten lasten. Diese Klage ist von der unter dem Vorsitz de« Landgerichtsdirektors v. WedclLParlow tagenden Kammer abgewiesen worden. und zwar mit der Begründung, daß Gädickes Anspruch an den R« i ch s w e h r s i s k u s„aussichtslos" sei. Zlie Kammer unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirettors v. Wedelt- Porlow ist dieselbe, die Lüttwitz Gehalt für den Kapp-Putsch zugesprochen hat. Saperns Willkürregiment. Ein Kapitel bayerischer Schande vor dem Ausschuß. Der Rechtsaus schütz des Reichstags beschäftigte sich am Donnerstag mit dem Antrage von Graefe und Genossen(Volk.). der die Aushebung des Redeverbots gegen Adolf Hitler verlangt, weil es verfassungswidrig sei. Abg. �ck begründete diesen Antrag mit der Behcaiptung, daß die andauernden Redeoerbote gegen Hitler der Bersastwig wider- sprächen und in einem demokratischen Staat schleunigst aufgehoben werden müßten. Genoste Saenger wies gegenüber dem völkischen Redner darnuf hin, daß dos Lolksgericht, welches Hitler wegen Hochverrats verurteilt habe, bewußt und planmäßig entgegen dem Gesi$ die Reichsoerweisung gegen ihn nicht auegesprochen habe. Darin Hütten die Nationalsozialisten recht, daß sie sich dagegen wendeten,)daß Hitler, der doch erst durch die heutigen bayerischen Gewalthaber groß geworden sei, in so kleinlicher Weise verhindert werde, seine Ideen zu propagieren. Es sei nicht richtig, daß jede Hitler-Versammlung von vornherein im voraus verboten werde. Freilich müsse die mißbräuchliche Handhabung von Gesetzen gegenüber jedermann unterbleiben, nicht nur gegenüber Hitler. Andere parleien litten. unter der sogenannten bayerischen Rechlspraxis viel stärker als Hlller. Besonders die Kommunist« n würden in unerhörter Weise in Bayern behandelt. Dümmer könne die kommunistische Be- wegung überhaupt nicht behandelt werden als das in Bayern geschähe, wo nicht einmal deutschen kommunistischen Abgeord- nelen gestattet werde, zu ihren Wählern zu sprechen. Es sei aber nicht berechtigt, nur zu der Behandlung Hitlers allein Stellung zn nehmen, des Mannes, der die Sozialdemokraten wie tolle Hunde habe niederschießen lassen wollen. Die sozialdemokratische Relchstags- sraktion fordere vielmehr in llebereinstimmung mit der sozialdemo kratijchen Landtagssraktion Bayerns, daß alle allgemeinen Rcde- und Bersammlungsverbote unterblieben Ministerialdirektor Brecht erklärte für die Reichsregierung, die Nationalsozialisten sprächen zu Unrecht in ihrem Antrage von einer Verfassungswidrigkeit des gegen Hitler ergangenen Redeverbotes. Die Bestimmungen der Reichsversastung und des Bereinsgesetzes kämen den Ausländern nicht zugute. Zlbg. wegmann(Z.) wandte sich gegen einen Antrag, der lediglich die Person Hitlers betreffe, und auch der Demokrat Dr. Brodaus wollte nur für eine allgemeine Bcschlußfastung über die Handhabung des Vereins- und Versammlungsrechts eintreten. Daraufhin beantragte Genoste Rosenseld,' der Reichstag wolle beschließen, die R e i ch s r e g i e r u n g zu ersuchen, bei den b e t e i- ligten Landesregierungen darauf hinzuwirken, daß vor- beugende, der gesetzlichen Begründung entbehrende Rede- und Per- sammlungsverbote nicht erlösten werden. Dieser Antrag wurde mit 16 gegen 10 Stimmen a n g e n o m- m e n, der Antrag v. Graefe dagegen mit allen Stimmen gegen die der Rechten abgelehnt. Zum neuen Botschafter Spaniens in Berlin ist an Stelle des scheidenden Botschafters Soler y Guardiola der bisherige General- sekretär im Ministerium des Aeußeren Elpinosa delosMon- t e r o s ernannt worden. Er hat in Deutschland studiert und in Jena promoviert. ?n weslsumatra sind wegen der Unruhen bis jetzt 9 00 Per- s o n e n v e r h a s t e t. Die Führer der Aufständischen sind zum größten Teil im Verlauf der Kämpfe g e t ö t c t, die übrigen gefangen genommen worden. heitlichkeit zwischen Publikum und Szene hinzuwirken. Die Kon- turrenz, die dem Theater aus Kino und Radio entsteht, sei zwar gewachsen, aber von einer Gefährdung des Theaters selbst könne nicht die Rede sein. Allerdings müsse das Theater der roman- tischen Bildwirkung entsagen und sich aus seine eigensten Ausgaben besinnen. Aus dem Wege hierzu werde die photographische Wieder- holung einer Umwelt ersetzt durch die Darstellung der Idee, und an die Stelle kunstgewerblichen Zierates trete der architekionische Aufbau. Reben der Bemühung um die sich bereits anbahnende Synthese sei die innere Beziehung zur Zeit und zum Zeitgeist ein unerläßliches Erfordernis für den darstellenden Künstler. Auch die ewigen Kunstwerke mußten sich der Verwandlung unter dem Ein- sluß der jeweiligen Zlktualität unterziehen. Eharleslon mit Massage. Nachdem der Charleston zum un- bedingt notwendigen Kulturbesitz des' gebildeten Mitteleuropäers geworden ist. rücken auch die Bewohner seiner ursprünglichen Heimat auf der sozialen Leiter einige Stufen aus. In Paris ist es zurzeit groß« Mode, sich den Charleston von denen beibringen zu lasten, die ihn am besten können, weil sie ihn„kreiert" haben: von wasch- echten Negern. Daran wäre nichts besonderes. Aber die mondänen Pariserinnen verlangen von ihren Charlestonlchrmeistern mehr, sie wollen von ihnen auch— massiert werden! Kein Zweifel: Neger werden stets die besten Lehnneister für ihre Naturtänze sein. Massieren aber tonnen schließlich andere ebensogut wie sie. Dennoch lasten sich die Pariserinnen von Siegern massieren: sicherlich nur wegen des ästhetischen Gegensatzes von schwarz auf weiß. Ein neues Pauoplikum in London. Das berühmte Londoner Panoptikum von Madame Tussaud, das bekanntlich durch Feuer nahezu vernichtet war, soll wieder neu errichtet werden. Von den 500 Figuren, die es enthalten soll, sind vorläufig 200 fertiagcstellt. Der Personalbestand wird bei dieser Gelegenheit erheblich mo- dernisiert: so fehlen natürlich weder der deutsche Exkaiser, noch Hindeiiburg, und an Mussolini wird gegenwärtig gearbeitet. Die alten Figuren werden repariert und übernommen, soweit sie noch halbwegs erhalten sind: so bekommt z. B. Gladsionc einen neuen Kragen, Nelson einen neuen Kopf und Charlotte Corday ein paar neue Beine. Zullv» Bob spricht in seiner Vortraqlreibe.Politik und Tbeater' au! Einladung der Vollsbübne Sonntag, 8 Uhr. im Bürgersaal de» Rathauses- Einiahkarten am Saalelngang 0,66 M. Zv der Galerle Aeumann-Nieiendors. Lützowür. 32, hält am 18„ abends 8 Nhr, Theodor D ä u b l e r«inen Bortrag über seine Reisen ini nahen Orient und seinen Aufenthalt in der Türkei, Syrien. Palästina und«egyplcitl Die Vowela-Afför« Im Film. Di« groteske Hochftapler-Komödie Harry D o ni e l a s wird ihre Auscrslcbung im Film erleben. Unter der Leitung von Paul Davidson wird die Usa einen FUm drehen, der den Titel trägt: .Der salschcPrinz', eine Satire von gestern(heute und morgen). Zm Vlymp'asaal de» Heven Museum»(neben dem Treppenbause) wird am 21. d. M., 12 Uhr. eine Ausstellung von Aquarellen griechischer Land- Ichasten eröffnet, die Prof. Karl Langhammer aus einer mehrmonatigen Rest« im vergangene» Herbst geschaffen hat. Stresemanns Verantwortung. Der Vorstoß des Zentrums. Der auffallende Beschluß der Zentrumsfraktion, ihre schweren Bedenken gegen eine Bürgerblock-Regierung nicht dem F r a k t i o n s Vorsitzenden der Deutschen Volkspartei. Dr. Scholz, sondern dem Partei Vorsitzenden Dr. Stresemann mitzuteilen und zu erörtern, ist allgemein als eine Demonstration gegen den einseitigen und un- entweglen Versechter des Bürgerblocks aufgefaßt worden, als der Dr. Scholz längst bekannt ist. Offenbar hatte die Zen- trumsfraktion in die Objektivität des Dr. Scholz nicht das nötige Vertrauen und sie wollte nur mit einem Manne ver- handeln, der fähig ist, vor seinen Parteifreunden üster die Bedenken des Zentrums sachlich zu referieren und aus ihnen die Konsequenzen zu ziehen. Herr Scholz hat sich durch seine Jnsterburger Rede viel zu sehr aus den Bürgerblock festgelegt, als daß er der Mann sein könnt«, der die Deutsch« Volkspartei aus der Sackgasse herauszuführen vermöchte, in der sie sich befindet— und mit ihr die gan.?e Regierungskrise. Aber die Umgehung von Scholz hat anscheinend auch einen anderen Sinn, der sich aus den Kommentaren ver- schiedener Zentrumsblätter ergibt. Vor drei Tagen hat die „G e r m a n i a" mit auffallender Schärfe an Dr. S t r e s e- m a n n eine Reihe von Fragen gerichtet. Das Berliner Zentrumsorgan sprach von der„undurchsichtigen Roll e", die der Reichsaußenminister in dieser Krise spiele. Es richtete an ihn die Frage, wie er sich die Fortsetzung der Politik von Locarno und Thoiry mit einer Bllrgerblockregie- rung vorstelle. Nun haben inzwischen andere führende Zentrumsblätter in der Provinz die merkwürdige Zurück- Haltung des Reichsaußenministers lebhaft kritisiert. Jnsbe- sondere hat die auf dem rechten Flügel der Zentrums- parte? stehende„T r e m o n i a" in Dortmund daran erinnert, daß vtresemann sich ursprünglich für das Koalitionsangebot an die Sozialdemokratie ausgesprochen hatte, und erklärt, es fei nun seine Pflicht, sich über die a u ß e n p o l i t i- schen Wirkungen einer Rechtskoalition zu äußern. Man geht also nicht fehl in der Annahme, daß der Be- schluß des Zentrums, unter Umgehung von Scholz m i t Stresemann direkt zu verhandeln, auch den Zweck verfolgt, Stresemann aus seiner vorsichtigen und nicht sehr tapferen Reserve herauszulocken und vor seine schwere Verantwortung zu stellen. Es ist kein Geheimnis, daß Stresemann persönlich die schwersten Bedenken gegen den Einfluß eines Eintritts der Westarp-Fraktion in die Regierung hegt. Auch Hinsicht- lich der Notwendigkeit einer Reform der Reichswehr unter einem anderen Manne als Geßler dürfte der verant- wortliche Leiter der deutschen Außenpolitik ganz anders denken als Scholz. Aber gerade er, dem sonst das Reden nicht schwer— manchmal sogar zu wenig fcbwer— fällt, ist in dieser Situation, wo es seine Pflicht wäre, zu reden, überaus schweigsam. Der Grund dieser äußersten Zurück- Haltung ist leicht zu ergründen: er weiß zwar, daß er'jeder- zeit in der Lage ist, die Landesvorstände seiner Partei herum- zurcißen, aber er muß stets befürchten, von seiner Reichstags- fraktion im Stiche gelassen zu werden, in der die groß- kapitalistischen Interessenten des Bürgerblocks den Ausschlag geben. Ob es dem Zentrum gelingen wird, Stresemanns Zunge zu lösen? Ob Stresemann den Mut finden wird, seine innere Ueberzeugung laut zu verkünden? Das ist das Preis- rätsel des Tages. Die Fragen, die jetzt von der Zontrums- presse so eindringlich an ihn gerichtet werden, sind bereits vor mehr als zwei Wochen im„Vorwärts" �an ihn gestellt worden, llm ihm den Entschluß zu erleichtern, drucken wir die Erklärung nochmals ab, die der Vorsitzende der Deutsch- konservativen Partei, also eines einflußreichen Flügels der Deulschnationalen. kürzlich erlassen hat: „In der Linkspresse wird die Vermutung verbreitet, als ob es möglich wäre, daß die DNVP. anläßlich der Regierungsbildung durch eine Erklärung die wesentlichsten ihrer Grundsätze, den monarchischen Gedanken und den.widerstand gegen die Erfüllungspolilit— preiszugeben sich bereit finden könnte. Ich halte einen derartigen Gesinnungswechsel für unmöglich und darf namens der in diesem Zusammenhang erwähnten Deutschkonscrvativen Partei erklären, daß diese etwas Derartiges kcinessalls mitmachen würde. Dr. Ii. c. Graf Scidlitz-Sandreczki." Glaubt Herr Stresemann. daß er unter diesen Umständen mit deutschnationalen Ministern seine bisherige Außenpolitik ohne schwer fte Gefährdung der Interessen des Reiches fortsetzen kann? Eine solche Gefährdung macht sich im Zu- sanunenhang mit dem Auftrag an Curtius schon jetzt be- merkbar. Die Pariser Verhandlungen über die„Restpunkte" kommen nicht vom Fleck weg, weil die Gegenseite sich ab- wartend verhält. Die Möglichkeit der Bürgerblock-Bildung hat sie mit Mi ß t r a u c n erfüllt und das Schweigen Stresemanns fällt in der ganzen Welt auf. Herr Stresemann hat das Wort, damit weiterer Schaden abgewendet werde! Belgische Kritik an Stresemann. Brüssel, 13. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Der dem Außen- minister Vanderveldc nahestehende„Peuple" befaßt sich am Donnerstag mit der Regierungskrise in Deutschland. Er erwartet, daß Curtius scheitert und unterstreicht die zweideutige Hal- t u n g Stresemanns, der so das Ergebnis von L c c a r n o und Thoiry offensichtlich g e s ä h r d e. In seinen weiteren Aus- sührungen spricht der„Pcgple" seine Genugtuung über den Be> schluß des sozialdemokratischen Parteiausschusses aus. Die Räumungsfrage vertagt. Einmütigkeit im französtschen Kabinett. Paris, 13. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Der Kabinettsrat führte heute eine eingehende Aussprache über die deutsch-französt- schen Beziehungen, insbesondere über die Besprechungen von Thoiry und Genf. Allgemein ist man überzeugt, daß damit endgültig eine Entspannung in den seit den Neujahrserklärungen Briands gespannten Beziehungen zwischen dem Außenminister, Ppincarä und mehreren seiner Ministerkollegen eingetreten ist. Briand hat insbesondere erklärt, daß er Stresemann gegenüber keine B e r- pflichtungen in der Frage der Räumung der Rhein- lande eingegangen sei und er in Thoiry, als Stresemann die Frage der Räumung anwinitt, geantwortet habe, möglichst schnelle Räu- mung hänge einag und allein von der Haltung Deutsch- l a n d s ab.» Diese Erklärungen bestätigen, daß Briand keineswegs, wie man voreilig aus seinem Neujahrsinterview geschlossen hatte, den Be- Horah klagt ltooliöge an. Die Senatsopposition bleibt fest.- Bruch mit der Regierungspolitik. New Jork, 13. Januar.(TU.) Die mit großer Spannung erwartete Rede des Senators L o r a h stellt einen glatten Bruch mit der Regierungspolitik dar. Borah bezeich- nete das Borgehen der Vereinigten Staaten in Nicaragua als einen Bruch der Monroedoktrin. Die Regierung habe die Kriegsschiffe nach Nicaragua zur Sicherung der Anleihe, nicht aber zum Schutze des Lebens der dortigen Amerikaner geschickt. Borah gab seiner Freude Ausdruck, daß er die Diskussion über eine so wichtige Frage, wie sie die Mittelamerikapolitik darstelle, in aller Oessenttichkeit führen könne, während Borahs Rede waren die Galerien des Senats überfüllt. Der„5lommunistcn"-Tchwindel entlarvt. New Dort, 13. Januar.(TU.) Die Rede Kelloggs über die drohende„kommunistische Gefahr" hatte bei der Opposition im Kongreß nichtdie gering st e Wirkung. Von den Rednern der Opposition wurde erklärt, daß die Ausführungen über den Kommunisnius dazu bestimmt seien, die Opposition und die Welt- Meinung umzustimmen, es sich also nur um eine Propaganda- a k t i o n der Regierung handele. Senator Borah betonte, daß seine Opposition ungemindert anhalten werde. Senator Norrie nannte Kelloggs Worte eine äußerst arme Verteidigung der Regierungspolitik. Senator W h e e l e r erklärte, Kellogg habe be- wiesen, daß lediglich einige amerikanische Kommunisten nach Mexiko abgeschoben worden seien, Mexiko also allen Grund habe, die Vereinigten Staaten dafür anzugreifen. Kellogg verwechsele schein- bar Kommunismus- und Liberalismus. Die Anklagen Kelloggs basierten auf unwesentlichen Dingen, die bereits Jahre zurückliegen. Kellogg müßte eigentlich auch ebenso wie gegen Zentralamcrika auch gegen den Senat Kriegsschiffe in Bewegung setzen. Entsendung weiterer Kriegsschiffe. Washington, 13. Januar.(WTB.) Das Marinedepartement hat zwei in den kubanischen Gewässern befindlichen Torpedo- bootzerstörern den Befehl erteilt, sich nach Nicaragua zu begeben. Dementierte Greuelmeldungcn. New Dork, 13. Januar.(TU.) Die hier vorliegenden Greuel- Meldungen der Revolutionäre in Mexiko werden von der mexikanischen Regierung dementiert. stand der Regierung Poincare zu bedrohen beabsichtigt und er sich mit dem Beschluß des letzten Ministerrates, die außenpolitische Aus- spräche im Senat vorzunehmen, abgefunden hat. Die Opposition der Rechten, die befürchtete, Briand sei in Genf weit über seine Vollmachten hinausgehende Verpflichtungen über eine vorzeitige Räumung der Rheinlande eingegangen, ist beruhigt durch seine heutigen Erklärungen, aus denen sie ins- besondere entnehmen zu können glaubt, daß die Besetzung nur gegen ernsthafte Kompensationen Deutschlands eingeschränkt oder ausgehoben werden soll. Es darf als völlig aus- geschlossen gelten, daß in der nächsten Zeit diese außenpolitische Frage eine Regierungskrise in Frankreich hervorrufen könnte. *_ Knoll und die Kußmann-Rkten. „Hilfsbeamter bei der Staatsanwaltschaft."— Akten- vcrhökcrung an Bacmeistcr. Wie unseren Lasern erinnerlich, schwebt vor dem Schöffengericht in Plauen ein Strafverfahren gegen den völkischen Rechtsanwalt Müller, der wegen Beleidigung Dr. Stresemanns angeklagt ist. Müller hatte von Stresemann Dinge behauptet, die ihn ähnlich diffamieren sollten, wie die nationale Meute den Reichspräsidenten E b e r t und andere Sozialdemokrqten öffentlich zu diffamieren trachteten. Das Plauener Gericht hatte seinerzeit beschlossen, die Zeugen- Vernehmung in Berlin vorzunehmen. Diese fand in den letzten Tagen hier statt. Dr. Stresemann gab weitgehende Auskunst über die Angelegenheit, wegen derer die beleidigenden Behauptungen aufge- stellt wunden. Auch Reichsbonkpräsident Schacht wurde vernommen. Aber auch der Leiter der Lügenpropaganda gegen Ebert, Bauer und andere, der Freund und Kumpan Kuß manns, Knoll, der sich auch Klug« nennt, erschien als Zeug«. Er war von dem Ange- klagten Müller dafür benannt, daß er aktenkundiges Material über angebliche Schiebungen der Eoaporotor-Gchellfchaft besitz«. Einleitend erklärt« Knoll, daß er selbst aus eigener Kenntnis nichts über Verschiebung von Kriegsmaterial durch die Evaporotor nach Polen sagen könne, sondern daß er lediglich vondritten Personen ähnliche Dinge behaupten gehört Hab«. Er selbst besitze zwar«in umfangreiches Aktenmatrial, das er übrigens der Staatsanwaltschaft Plauen zur Verfügung gestellt habe. Dieses Material sei ihm im Februar 1324 von der Staats- anivaltschast in Moabit übergeben worden, zu einer Zeit, als er selbst Hilfsbeamter der Staatsonwaltschast war. Assessor Dr. K u ß m a n n habe ihm die Akten übergeben, nachdem er einen entsprechenden Aus- trag von Oberslaatsanwall Tehlafs und Generalstaatsanwalt Lindow dazu erhalten habe. Di« Akten seien durchaus ungeordnet gewesen, und es handele sich in der.Hauptsache um Materiat des früheren Reichsschatzamtes. Er selbst habe, als er im Jahr« ISZg bei der Orgefch angestellt war und in Königsberg zu tun hott«, dort davon munkeln hören, daß im polnischen Korridor deutsche Munitionszügc verschwunden seien. Allerdings Hab« er damals auch gehört, daß hierfür nicht die Evaporator- Gesellschaft, sondern die Firma Schweitzer und Oppler verant- wortlich zu machen sei. Auf Befragen, wo Knoll dos ihm seinerzeit von der Staatsanwallschaft übergeben« Aktenmaterial gelassen habe, erklärte der Zeug«, daß er dos Material dem Verleger Bacmeister in Berlin als Treuhänder zur Aufbewahrung übergeben Hab«. Er, Knoll, habe jetzt in Abwesenheit Bacmeisters nach vorheriger Verständigung mit diesem die Aktenblätter herausgesucht, die er dem Ge- richt überreicht habe. Auf weiteres Befragen, ob Knoll f i n a n z i« l l e B e z i« h u n- gen zu dem Verleger Bacmeister oder Oberfinanzrot Bang habe, bestritt der Zeuge dies, erklärte jedoch, daß er früher für eine Gruppe Industrieller tätig gewesen sei, deren Namen anzugeben er sich jedoch weigerte. Diese Aussage» Knolls leuchten noch emmal blitzlichtartig in den Sumpf hinein, der, von Jnduftrielleninteressen künstlich angelegt, von den Knoll und Kußmann sorgsam umgerührt, seine Dünste über Deutschland ausströmte, bis E b e r t gestorben und H ö f l e in Unter- suchungshast gleichfalls dem Tode überliefert ward. „Hilfsbeaniter der Staatsanwaltschaft?" Wer hat diesen Knoll dazu gemacht? Woher hatte er seine Empfehlungen? Wer hatte ein Interesse daran, diesen Orgesch-Bruder zum Aktenverwallcr der Staatsanwalrschast zu machen? Will das preußische Justizministerium nicht noch emnial nach- fragen, ob die Herrschasten von Moabit ihm nicht einige Aufklärung zu geben so gnädig sein wollen? Sarmat-Prozeß. Die Beziehungen zur Staatsbant. Die Vernehmung B a r m a t s wurde in dem nach ihm benannten Prozeß bei dem Kapitel Staatsbank fortgesetzt. Der erst« Kredit wurde danach ohne Wissen Barmats durch Geschäftsführer K l e n s k e erhoben. Dieser wie die weiteren Kredite wurden nach Rück- spräche mil der Generaldirektion anstandslos bewilligt. Die Kredite wurden mit Wissen der Staatsbank zum Teil zu Westerverleihgefchäften verwendet. Barmat wurden wie anderen Großkonzernen auch Vorzugszinsen gewährt. Die Deckung er- folgte in Akzepten und Aktien der Gesellschaft. Ihr Wert ist trotz mehrmaliger Aufforderung Barmats nicht nachgeprüft. Angeklagter Geschäftsführer K l e n s k e, der daraus vernommen wurde, sagte aus, daß er die Staatsbank, wie es im täglichen Geld- verkehr üblich gewesen sei, mehrere Male telephonisch um K r e- dite angerufen, aber nie selbst mit ihr verhandelt habe über die Hinterlegung von Sicherheilen. Barmat wurde schriftlich unter- richtet und habe mehrfach Direktiven gegeben. Er selbst habe an Banken und Privatpersonen Kredite weitergegeben. Auch die � Erhöhung der Kredite bei der Staatsbank Februar— März 1924 um 4,6 Millionen sei telephonisch geschehen. Die Staatsbank habe zweimal bei ihm angerufen, ob die Ameiima Geld gebrauche. Bei der Bewertung der Sicherheiten sei ihm um so weniger etwas aufgefallen, als die Staatsbank Blantoakzepte befaß, durch die das gesamte holländische Vermögen verpfän- d c t war. Es folgt die Vernehmung des Angeklagten Obcrfinanzrat a. D. Dr. Hellwig, nach dessen Aussage Julius Barmat durch Emp- fehlung des Reichskanzlers Bauer und des sächsischen Gesandten Gradnauer vom Präsidenten der Staatsbank Erzellenz v. D o m b o i s empfangen wurde. Diese Tatsache habe einen sehr großen Eindruck auf ihn gemacht. Die Vernehmung gestaltet sich interessant als die Frage einer stabilen Sicherung der Kredite angeschnitten wurde. Hellwig erklärte:„Zch habe dann selbst, und damit begann das ganze Unheil, den Vorschlag gemacht, die Effekten durch ein stabiles Element zu ersetzen, und so sind wir auf die drei Majoritälspakete gekommen, die die dauernde Efsektengrundlage bilden sollten. Heute muß ich ossen sagen, daß mir bei der Berechnung dieser Efsekten damals Fehler unterlaufen sind, die ich einfach n i ch t v e r st e h e. Ich habe diese Wertpapiere maßlos überschätzt. E» ist übrigens richtig, daß Herr Barmat niemals über den wert der Papiere gesprochen hal." Weiter sagte Hellwig dann, daß die Staatsbank Ansang 1324 Not hatte, ihr Geld los zu werden, so daß sie ihren Kunden Geld anbot und zwar nicht nur Barmat, sondern auch allen anderen. Weitere Namen möchte er nicht nennen, da er nicht wisse, ob diese Kunden erbaut davon wären, wenn sie ösfentlich genannt würden. Barmat sei nicht bevorzugt worden, sondern als K r e- ditnehmcr sehr willko mm e n gewesen, da er der Staatsbank das Geld abnahm, aus dem sie sonst sitzen geblieben wäre. Er sei mit Barmat befreundet gewesen. Er selbst habe mehrere der bekannten Liebesgabenpät.ete-aus Holland bekommen, Barmat aber gebeten, diese Gaben lieber• seiner Mutter zukommen zu lassen, die sie nachweislich restlos einer großen Zahl von B e- amtenwitwen ausgeteilt habe. Einmal habe Herr Barmat die Freundlichkeit gehabt, ihm für seine Mutter eine Deister Figur im Werte von etwa 10 M. mitzugeben. Weiter habe er einige Aktien von Barmat gelaust, sonst nichts. Aufs schärfste mußte er zu- rückweisen, sein Dienstgeschäft und seine freundschaftlichen Bezieh»«- gen zu Barmat in irgendeinen Zusammenhang zu bringen. Weiterverhandlung Freitag früh 19 Uhr. Klassenkampf nach Prozenten. Bier Richtungen in der KPD. Je blutiger und kraftvoller die Redensarten der Kommunisten sind, desto mehr kränkelt ihr Parteikörper. Das ist ein seit Jahren bestätigter Erfahrungssatz. In ihrer neuesten Nummer bringt die..Rote Fahne" auf ihrer letzten Seite ganz unten einen ganz kleinen Bericht über die„Groß- Berliner Parteiarbeiterkonferenz", die der ehrenvollen Ausgabe sich widmen mußte, die langen Resolutionen des Ekki gutzuheißen und schließlich auch zum Bezirks- und Reichsparteitag Stellung zu nehmen. Man lese den„Bericht" des Kommimistenblattes über diese Debatten: , Nachdem der Genosse Pieck in kurzen Ausführungen auf die Aufgaben des Bezirks- und Rcichspartcitages hingewiesen hatte, sprachen in der Diskussion die Genossen Bartels für die U r b a n s- R i cht u n g, Genosse Riefe für die Weber- Richtung und Genosse Krufchke für die K ö t t e r- R i ch- tung. Keiner dieser Genossen vermochte irgendwelche ernsten politischen Einwendungen gegen die Be- schlüsse der Erweiterten Exekutive zu machen, sie beschränkten sich im wesentlichen auf eine Wiederholung der bekannten Berdächti- gungen gegenüber der Parteileitung, der Komintern und Sowjet- rußland. Ihre Ausführungen, besonders die des Genossen Bartels, fanden de» heftigsten Widerspruch der Konferenz. Bei der Abstimmung wurden die in der„Roten Fahne" be- reits abgedruckten Resolutionen der Bezirksleitung mit 538 gegen 145 Stimmen bei Z6 Enthaltungen angenommen. Die drei Oppositionsrichtungen vermochten also nur noch 2 9 Proz. der abgegebenen Stimmen auszubringen gegenüber 39 bis 33 Proz, der letzten Abstimmungen. Politisch haben aber diese Gnippen in noch stärkerem Maße ihren Anhang verloren. Zählt man zu den„drei Oppositionsrichtungen" die gegenwärtig osiizielle Richtung hinzu, so ergibt sich, daß die Kommunistische Partei in vier Himmelsrichtungen zerfällt, von deiien jede für sich behauptet, daß sie den Stein der Weisen besitze. Nun wird zwar der„Parteiarbeitcr"rörper schon mit allen Mitteln, die der Bezirksleitung zur Verfügung stehen, gesiebt. Trotzdem tonn selbst die„Rote Fahne" nicht verschweigen, daß noch immer 29 Proz. der Parteifunktionäre die russische und die dcutsä)e Bot- schewistenleitung für Verröter am Klassenkamps halten, dementsprechend reden und abstimmen! Und wenn diese 29 Proz. unverfälschter Bolschewisten— mögen sich nun zur„Richtung" Ur- bcchns, Weber ad« Kötter gehören— auch langsam durch Ausschluß oder sonstige Kaltstellung weiter herabgemindert werden sollten, so bleibt doch die Tatsache, daß die großmäulig« Propaganda der Kommunisten nur zu dem Zwecke erfolgt, um ihre eigene innere Zerrsssenheit zu oerdecken. Wo der reine und unverfälschte Klassenkampf erst mit der Prozent-Elle gemessen werden muß, ist allerdings der geeignet« Ort, die Welt mit Geschrei zu erfüllen. Cine Leistung. Ununterbrochene Fünfzigstnnbenarbeit. Die Elsenkonstruktionsfirma Gossen in Reinickendorf hat am Sonntag den ersten Teil des Brückenbaues am Bahnhof Putlitzstraßc aufgestellt Die.Arbeiten begannen Sonntags früh um 6 Uhr und endeten Dienstag früh um 8 Uhr. Wöhrend die von der Eisenbahn gestellten Arbeiter nach achtstündiger Schicht ab� gelöst wurden, hat ein Teil der Arbeiter der genannten Firma von Sonntag früh 6 Uhr bis Montag mittag ununterbrochen gearbeitet. Sie hauen nach 30 Stunden genug und wurden dann auch vom Baurat nach Hause geschickt. Das waren die schlappen K e r l ei Die anderen,„t ü ch t i- g« r c n Gesellen" aber haben bis Dienstag früh 8 Uhr durch- gearbeitet, also SO Stunden hintereinander. Daß sie dazwischen Essenspausen machen mußten, braucht wohl nicht erst ge- sagt zu werden. Die Firma wird sich darauf berufen dürfen, daß die Leute ja nicht dazu gezwungen waren, so lange hintereinander zu arbeiten, sondern es„gern getan" haben, mit Rücksicht auf den Verdienst. � Da nun in den n ä ch st e n Tagen der zweite Teil der Brücke ausgestellt wird, möchten wir der Firma dennoch nahelegen, das Experiment nicht etwa zu wieder- holen! Der Brückenbail ist schließlich kein Kinderspiel, und wenn es Arbeiter gibt, die um ein paar Mark Lohn ihr Leben leichtfertig aufs Spiel setzen, so gibt dies der Firma keineswegs eine Berechtigung, solchem unsinnigen Treiben Vor.» sch u b z u leisten. Aber auch die Reichsbahndirettion als Auftraggeber muß ihr Lew dagegen einlegen. Und zwar nicht nur aus sozial-moralischen und hygienischen Gründen, sondern auch mit Rücksicht auf die Art der Ausführung der Arbeit. Man muß nicht Baurat sein, um zu der Ueberlegung zu kommen, daß vom übermüdeten Arbeiter keine sorgfältig� Arbeit geleistet werden kann, wie sie der Aufbau einer Brücke erfordert. Wir warnen also! 4S'Stimöenwoche in den Gas- und Wasserwerken. Die Arbeiter der städtischen Gas- und Wasserwerke sowie der Charlottenburger Wasserwerke nahmen gestern abend in einer vom Gemeinde- und Staatsorbeiterverband einberufenen und über- füllten Versammlung in den Andreossölen Stellung zu der Kündigung des Manteltarifs, die kürzlich von den Funktionären zum 31. März beschlossen worden ist. Nachdem Ge- nosse P o l e n s k c eingehend die Entwicklung der Arbeitsverhält- nisse und die tarifoolitifche Entwicklung in den letzten Jahren peschil- dert hatte, ging Genosse G c ß n e r näher auf die von der Tarif- kommlssion ausgearbeiteten Abänderungsvorschläge ein. Diese Vorschläge, die neben einer Anzahl anderer Abänderungen als wichtigste Forderung die Wiedereinführung der 48-Stunden-Woche fordern, find auch für die Arbeiter der Charlottenburger Wasserwerke, in denen der Manteltarif zum gleichen Termin ebenfalls gekündigt worden ist, ausgestclli worden. Nach einer verhältnismäßig kurzen Diskussion, in der keine Ergänzungsvorfchlägc gemacht wurden, stimmte die Versammlung den von der Tarifkommission ausgearbeiteien Vorschlägen e i n st i m m i g zu, so daß diese nunmehr den Direktionen überreicht werden können._ 30 000 TextUarbeiter gekünüigt. In der Lausther Tuchindustric. Kottbus. 13. Januar. fWTV.) Nachdem die Gewerkschaften auf dir Aussorderung der Arbeitgeber. diL ÄamMraHnclhmen zurftt- zuziehen, nicht geantwortet haben, wird nunmehr heute der K ü n d i- gungsbeschluß des Arbeitgeberverbandes der Lau. sitzer Tuchindustrie in Kraft gesetzt. Es werden heute sämtliche unter den Tarif mit den Textilxewerkschasten fallenden Arbeiter mi l Wirkung zum 20. Januar gekündigt. Von der Kündigung werden zirka 30 000 Arbeiter betroffen. Der Reichsarbeitsminister hat die Vertreter der Unternehmer und Arbeiter zu heute- Freitag nach Berlin eingeladen, um über die Beilegung des Lohnkampfes zu verhandeln. Schiedsspruch für die Sorauer Textilindustrie. Sottbus. 13. Januar.(WTB.s Am 12. Januar hat der Schlich- tungsausschuß einen Schiedsspruch gefällt, noch dem die Zeit- söhne für die Sorauer Textilindustrie um 6!* P r o z. mit Wirkung ab 1. Januar bis Ende September erhöht werden. Lohubcwegung m der Ziegelindustric. Im Tarifgebiet der r h c i n i i ch- w e st f ä l i f ch e n Ziegel- Industrie ist von den Unternehmern ein Abbau der Löhne gefordert worden, nachdem es ihnen bereits im Borjahre gelungen war. die Löhne um 3 Pf. pro Stunde in der Spitze herab- zusetzen. Die schlechte Beschäftigung des Baugewerbes zu Anfang 1S26 kam den Unternehmern.zu Hilf«. Diesmal liegen die Dinge etwas anders. Die Borräte an Ziegelsteinen sind sehr gering: ein Teil der Betriebe hat bereits mehr steine verkauft, aß Vorräte vorhanden sind. Die starke Nachfrage schafft gute Preise! T r o tz d e in sollen die Löhne noch weiter gesenkt werden. Man hat ohne Beachtung der tariflichen Bestimmungen in den Betrieben, in denen die Vorbercitungsarbeiten für die Wiederaufnahme der Produktion bereits ini Gange sind, einen Lohnabzug von 4 Pf. pro Stunde vorgenommen. Vor dem Reichs- und Staatskommissariat in Dortmund find für die nächsten Wochen Verhandlungen vorgesehen. Bei voller Produktion kommen im Tarifgebiet 6000 bis 8000 Arbeiter in Betracht. Die gewerkschaftlichen Organisationen haben eine E r- höhung der Löhne um 10 Proz. verlangt. Papierindustrielle kündigen Lohntarif. Für das westfälische Tarifgebiet der Papier- erzeugungsindustrie haben die Unterneh m e r zum Ende der letzten Lohnwoche den Lohnvertrog gekündigt. Seitdem im November 1925 ein Schiedsspruch, der in der Spitze eme Lohnerhöhung von 3 Pf pro Stunde gebracht hatte, f ü r verbindlich erklärt worden war, haben die Unternehmer kein Mittel unoersucht gelassen, um von diesen Löhnen wieder loszukommen. Dreimal wurde von ihnen während des ver- flössen en Jahres die Kündigung des Lohnvertrags mit dem Bcrlangen auf Lohnabbau ausgesprochen, ohne daß sie jedoch zu ihrem Ziele gelangen konnten. Nun hoben sie wieder gekündigt, obwohl in den letzten Monaten in einer großen Anzahl von Xarj�ebieten in den verschiedensten Industriezweigen Lohnerhöhungen eingetreten sind. Die in der westfälischen Papiererzeugungsindustrie beschäftigten Arbeiter sind außerordentlich schlecht entlohnt. Don den rynd 3000 Beschäftigten muß ein großer Teil mü einem Stundenlohn von 50 Pf. und darunter auskommen. Die Gcwer-kschaften haben eine Forderung auf Erhöhung der Löhne um rund 17 Proz. eingevcickst. Gewerkschaftsarbeit in Indien. Erfolge der Textilarbeilerdelegalion. Bombay, im Januar 1927.(Eigener Bericht.) Der Besuch der Internationalen Textilarbeiterdelegation unter Führung von Tom Shaw in Indien hat aus die indische Gewerkschaftsbewegung in jeder Hinsicht befruchtend gewirkt. Die Delegation hat die wichtigsten Zentren der Textilindustrie des Landes besucht und den Führern verschiedener Lotalorganisationen wertvolle An- r e g u n g e n für ihre weitere Arbeit gegeben. Nicht minder groß hat sich der Nutzen ihrer Anwesenheit in agitatorischer Beziehung erwiesen. In allen Städten, welche die Kommission aufge- sucht hat. sind öffentliche Versammlungen veranstaltet worden, die außerordentlich stark besucht waren. Ein von der M a d r o s- L a b o u r- U n i o n für die Textilarbeiter von Madras veronstsltetes- Meeting- hotte eine Teilnahme von über:3 0 v 0 M e n s chke» �aüfzuweisön." �: Der Borsitzende der Orgünssation. Schi wo R aa, wies in seiner Eröffnungsansprache daraus hin, daß der Besuch der europäischen Delegation den ersten Schritt zu einer gemeinsamen Front zwischen der Arbeiterschaft des Ostens und des Westens bildet und die Gewerkschaftsbewegung Indiens mit der morali- scheu Unterstützung der europäischen Arbeiter sich in wenigen Jahren zu einer wertvollen Helferin der Am st er- damer Gewerkschaftsinternationale entwickeln könne. Tom Shaw, dessen Rede mit großem Beifall ausgenommen wurde, sprach über die Notwendigkeit des gewertschaftvchen Kampfes, der gemeinsam von allen Arbeikern der Erde für alle Arbeiter der Erde geführt werden müsse und gesührt wird. Die Reise der Delegation wird vor allem sür die im Gange be- findlichen Bemühungen zur Schaffung einer zentralen Or- g a n i s a t i o n der indischen Textilarbeiterschoft von großer Be- deutung sein. Durch chre Vermittlung sind die Vorbereitungen sür einen sich über ganz Indien erstreckenden Textilarbeiterverband praktisch bereits sehr gefördert worden. Die Delegation hat ferner die Frage des Anschlusses der indischen Gewerkschaften an die Amsterdamer Internationale geistig vorbereitet. Die indische O e f f e n t l i ch k e i t hat die Anwesenheit der Vertreter' der europäischen Textilarbeiterschoft als einen wichtigen Faktor in der Geschichte der indischen Arbeiterbewegung sehr ausführlich gewürdigt. Auch die anglo- indische Presse hat über ihre Tätigkeit eingehende Berichte gebracht. Ueberein- stimmend wurde daraus hingewiesen, daß ihr Empfang durch die indische Arbeiterschaft nicht nur eine neue Etappe in der indischen Gewerkschaftsbewegung bildet, sondern den ersten Schritt zu der Schassurz einer gewerkschaftlichen Einheitsfronl zwischen den Angehörigen der weißen und farbigen Rasse darstellt. Der von der Delegation erzielte moralische Erfolg ist ein Beweis dafür, daß die Ideen der europäischen Gewerkschasis- bewegung für den Arbeiter der farbigen Rasse nicht nur ebenso schlagkräftig sind, wie die Propaganda Moskau?, sondern daß ihre Sachlichkeit und die bessere Fundierung ihrer geistigen und materiellen Grundlagen weit bessere Voraussetzungen für ein. ge- meinsames Zusammenwirken der Arbeiterschaft oller Rassen der Erde beim Ausbau einer neuen sozialen Ordnung zu schassen vermögen als die sich in absoluter Demagogie erschöpjendc Agitation der Komintern. « Den Lesern des„V o r w ä r t s" hat der Genosse Furt- wängle r vom ADGB.. der als Dolmetscher an der Delegation teilgenommen hat, in mehreren Artikeln bereits ein Bild gegeben über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Indien, die durch das gewerkschaftliche Erwachen der Arbeiter allmählich die notwendigsten Verbesserungen erfahren dürften. Bergarbeiterkonferenz in Prag. Prag, 13. Januar.(TU.) Für Freitag ist nach Prag eine Konferenz aller Bergarbeiter- und Fachorganisationen einberufen, auf der über die Ergebnisse des bisherigen Standes der Derhand- lungen mit den Arbeitgebern in der Frage der Tcuerungstarife be- richtet wird und eine Entschließung zu der legten ablehnenden Ant- wort der Grubenbesitzer gefaßt werden soll. Die Arbeitslosigkeit in Englaad bezifferte sich am 3. Januar auf 1495 800, das sind 144 755 mehr als in der Vorwocke. Man rechnet damit, daß in den nächsten Monalen ein beträchilicher Rückgang der ArbeiiSlosigkeit erfolgt, da dann die kürzlich enolaie Reorganisierung verschiedener Industriezweige sich ausgewirkt habe. DnUfcher Wertmciktci«erbon>>, Bezirk li». girrsusteiknebmeivers-vimlunq der Metaflinduftrie beute, ftreitn«, 7 Übt, rm Rosenchalet Los, RjofcittlHr'et öttofte U/12. Jntiltsfenien Irinnen sich an dieser Pettamintung tbcns D« be- teUifltn. Die Seschäftsstalle! siez P. Rotbe. Znsirndsiruvpe de» gtr>. Heute Areilvsi.'M Übt. Betanstaltunsien in fei. «enden Bezitken: Osten: Iusiendbeiui ffiiofte zranffuttet Sit. 16 itzimmet 8). (»tusvenbefD'-echun«, anfchlicdend Au»s v tacheabe» d.— Südwest:.lusifndbc j»j- Deife-Ällianee�Stt.- 710..Bottrsi<: Äffinnen Ctflimi- und Schmuüqeseb?�.. /Weidmann).■* Spandau: tfusiendbclm Clrbenstfet 1, Dtsi-'iiora-ifitnd: �805. c ist Uullur?"— Bchtnnsi! Um öonndbenb Ärbeiier-Dichtttastend.- gsteie Kemerklchafiejusien d. Keule, �teiiaa.' Tlj Ubr. tasi'li die Kruppen: Obeefchineweibe: Erupptnbr m Iuaendbeiin Lausen er otr. 2(Rötet Seal». Diftluffurnsabcitd;»Ptrtlf»tisch« StftluUut.— KetmannplaZ: Kruppenbeim. Inaendbeim Sandetstt. 11, Ctfc Kobtechtsttsisie. Urobt Stunden.— Zeppelin- plan: Ktuppenbeirn Städtisches ffiisiendbeim Tutinet Ctte Seesttnsie. flultui- besttebunaen der Iuaend.— Weddiuq Ii Gtuppenbeiu, Stadtbad Seddin«, Ketichtftt. SS, 6«. Nsltasi:.Die Kewcrkschasten als kiullulsatwr". Vctanlwortlich fflt Politik: Dr. Surt Keyer, Wirtschaft:®, lUinsielbSsrr; Sewrrkschaftsbeweannsi: St. SUIorn: Feuilleton: Dr. Zobn Schilowali: Lololes und Sonftisics: Fein»arftädt: Anzcisicn: Tb. Klock«; sämtlich in Berlin. Berloo Borwärts-Bcrlasi®. tu. b. Berlin. Druck: Botwätls-Buchätucketei und Berlaosonstoli Paul sinoet u. Co. Betlin SW 68. Lindenstrane 3. Kierzu 3«eilasien..Unter baltunq und«isien" Und.Stadtbeilage'. WERTHEIM Leipziger StraBe (V*rsand-Abt«llung) Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Lebensmittel Gänsebrust-... und Kealemifidce, Pfund leZU GätlSß gefroren.... Pfund 7 5 Pf. 85 Pf. Hirschragout. Pfund 40 Pt _ Hirschfleisch Pfd.v.80P'.«n ouppennünner«ec.„ U«««» gealrellt und aus-. frisdi geschlachfd, Pfd. v, 1.»Dan naSöfl geworfen.. Pfund»•ZU Grüne Heringe �edhd,r 5 w. 85 � Kabeljau 28Pt Lebende Karpfen pm- 98Pf Schellfische..piund32Pt Lebende Hechte von 1.25■» Sprotten.......... Pfund 45 pt. Fettbücklinge. piund 45 pr. Seelachs'. Pft-fd S8pi. Bücklinge Mund 55 Pf. Aale........ Dnnd 68 Pt Tafelbutter....... p�md 1s4 I94 Dänische Butter Pfund 2 m Schweineschmalz m. 75 Pf- Margarine... Pfund sgpi. Kokosfett> Pfund-rafei 65 Pt Allgäuer*'«*"-Un%%eSrr."gZlos Gouda danischer. Piund 85 Pt Steinbuscher. Pfund 93 Pt Holländer 82Pt Schweizer Ä«: da" 1.15 Konserven Junge Erbsen Vi Dose .70 Pf Junge Erbsen Ullivinu 90 Pt Leipziger Allerlei. 85 Pt Spinat.......... 50 pt Sellerie w Scheiben 00 Pf Schnitt- u. Brechbohnen Dos« 58 Pf I Dose 80 Pf- Pfirsiche u. Aprikos.. kalifornische l«90 Ananas 1.65 Senfgurken®Pid.-Dose 2.35 Preiselbeeren*Fld_ J® p'®- Eimer 2.95 5.90 Oelsardinen Klubdose 4ÖPr.Do8€7öM. Konfitüren. J Pfund- Eimer Kirschen, Erdbeeren, I Himbeeren, Aprikosen I" Orange, Johannisbeer 1.15 Frisches Fleisch Kalbskamm u. Brust...... r*»* 78 n Kalbsnierenbraten........ pw-d 80 pl Hammel«Udee Rippe und Brust, Pfand 8 6 Pf. Schweinebauch u. Rücken 9Sn Schweine-Schinken u I04 Schmorfleisch u. Roastbeef 1» Liesen Pfad 80 p» Gehacktes p'—d 75«. KaOler, Speer u. Kamm las Prima gefrorenes Ochsenfleisch Suppenfleisch.............««-* 54«. Kamm u. Brust...........«-»> 60«. Schmorfleisch nutK.«*«.......««.d 70«. Teigwaren Hartweizen-Makkaroni.„ t pst, nd- stallet»>5 Hartweizen-Spaghetti. on I Pfund-Paket U.öU Eier-Röhrchen i prd.-Paket 0,90 Eier-Schnitt- u.Faden-Nud... 1 Plund-Pakei U.»U Eier-Spätzle,-Reis u..Schleifchen> PM-Pak. 0.90 Abt Frische Blumen leipziger Straße Primeln reUihMhend...... Topf 0.40 0.50 Tulpen reidiblühend, J im Topf..... Topf 0,75 Farren verschiedene Sorten.. Topf 0.75 1.00 Fächer palrhen............. Topt 2.50 Tirol. Aepfelpfd.30pf. Kochbirnen" AJf�25Pt Mandarinen.. Pfund 33Pf. Amerik. Aepfel 30Pt 40Pf. Apfelsinen vir. 55 Pf. 75 Pt Kranzfeigen... Pfund 30«. Ananas...... Phmd 95 pt. Messina Apfelsinen ��10 so MOhren««waachcn. piond 6 Pf. Zchwarzwurzeln Pld. 20 Pt Hot- u. IVelKkohl Piund 7Pf. Hosenkohl...Pfund 20 Pt Lallerls Pfund lOPt 16Pt BlumenkohlKopfvon 25Pf.«« Schinken speck m tPfcLSi*.. Pfd. Us Landleberwurst Pfund 1.20 Filetwurst... Pfund 1.60 Botwurst----- Piund 1.20 Mettwurst 1.60 Jagdwurst.... Pfund 1.50 Zervelat u. Salami Pfd. 1.80 Schinkenpolnischs 1.50 Nußschinken �.Apfdi 1,95 Rofenihalcr Strafe, Kßai�etra�e, Morifsplatz: Blut- u. Leberwurst Speckwurst... Pfund i.io halieoche, Pfand 72«. sZgutSCher Speck DampfwUrst... Pfund 1,10 feil u. mager, Pfand 1.45 Gebrannt. Kaffee"Z* 240». 4eo Holländ. Kakao Marke.Kamphuys* L Blechd., PM. 1.60 2 Pfd. 2.90 Wein Preise für Vi Flasche einschließlich Berliner Ge tränke sieaer, ohne Glas 1923 Oppenheimer kemig................. 1.05 1922 Trittenheimer Saarley»umg........... 1,15 1921 Beconder Friedberg iiewicher mos«i....... 1.50 1924 Altenbamberger Rotenberg Riesl. vopi>i!y2ig*r 1.50 1923 St Justin QaaOtäts-Rolwela.............. 1.30 Rüster Gold»HS. SÄrkungs-Weln, Tokaierflasche 1,30 Muskateller Auslese spanischerr sehr delikat 1.80 Deutscher Weinbrand 4* Mine Quam»....... 8.50 Kr. 22 ♦ 44.�ahrgang 1* Seilage öes vorwärts Ireitag, 14. Januar 1427 vorftanöswahl im Staötparlament. Genoffe Haß wieder Borsteher.— Die Kommunisten bleiben draußen.— Der Stadtmedizinalrat über die Grippe.— Die Verschickung Tuberkulöser. Di« Kommunist«» der Berlin«? Stadtverordneten- Versammlung gefielen sich gestern wieder mal in der Rolle einer „unentwegten Opposition". Bei der Vorstandswohl versagten sie unserem Genossen Haß, dem bisherigen ersten Vorsteher, für seine Wiederwahl die Unterstützung. Wer, wie er, für Ordnung ge- sorgt und dem Stadtparlament die Arbeitsmöglich- keit gesichert hat, darf bei den Kommunisten nicht auf Beihilfe rechnen. Er wurde ohne ihre Hilfe gewählt. Aber die Folg« war, daß bei der Besetzung der anderen Posten im Vorstand die Kommunisten keine Unterstützung von der sozialdemokratischen Fraktion erhielten. So kam es, daß diesmal die Kommunisten völlig ohne Vertretung im Vorstand blieben. Das hatten sie wohl auch gewollt: denn e« war ihnen gewiß schon lange peinlich, daß im abgelaufenen Jahr der kommunistische Vorsteher- stellvertreter Degner stch ganz gegen den Kommunistenkomment vernünftig benommen hat. Für„partomentarischen" Radau hat man mehr Bewegungsfreiheit, wenn man keinen Mann im Vorstand sitzen hat. Ein Mensch, der sich oernünftig aufführt und gegebenenfalls Trompete mitzublafen sich weigert, blamiert die ganze KPD. * Die erste Sitzung der Stadtverordneten nach den Weihnächte- ferien eröffnete der Vorsteher, Genosie haß. mit einem Nachruf aus den kürzlich verstorbenen Stadtverordneten, Genossen Zubeil, den die Versammlung stehend anhörte. Zubeil ist mit seinen 73 Le- bensjahren das Zweitälteste Mitglied und mit seinen 35 Dienstjahren der d i e n st ä l t e st e Stadtverordnete in der Versammlung gewesen. Trotz seiner Volksschulbildung habe er sich zu einem kennt- nisreichen Politiker emporgearbeitet, und er hat seine Kenntnisie gern und willig der Stadt, ihrer Bevölkerung und der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt. In vielen Deputationen und Ausschüssen hat er in seiner temperamentvollen Weise gearbeitet: alle werden sein Wirken gern anerkennen und sein Andenken in Ehren halten!— Der Vorsteher erwähnte dann die Wjährige Zugehörigkeit der Stadt- verordneten Genossen Theodor Glocke und des Demokraten Dave. Den Platz des Genossen Glocke schmückt ein großer Fliederstrauch. Zur geschäftsordnungsmähig am Ansang eines jeden Jahres vor- zunehmenden Wahl des Vorstandes der Versammlung übernahm Stadto. Weyer(Dem.) den Vorsitz. Der Kommunist Gaebel erklärte, daß seine Fraktion auf dem Standpunkt stände, der Vorstand müsse, den Mehrheitsverhältnissen entsprechend. nur aus Sozialdemokraten und Kommunisten zusammengesetzt sein. (Bei der Wahl vor einem Jahre hatten die Kommunisten noch nicht diese„Erkenntnis!") Di« sozialdemokratische Fraktion habe aber ein solches Ansinnen abgelehnt. Gaebel suchte unter dem Ge- lächter der Sozialdemokraten das mit den Koalilionsbedürfnisscn der Sozialdemokraten zu erklären. Der bisherige, wiederkandidicrende Vorsteher habe das Vertrauen der Kommunisten verloren, weil er unter„Bruch der Geschäftsordnung mit PolizeigewaU gegen An- gehörige der kommunistischen Fraktion vorgegangen sei".(Der Redner spielte damit auf die T u m u l t s z e n e n an, die die K o m- m u n i st e n anläßlich der Stadtratswahl im November aufführten!) Sie, die Kommunisten, werden daher einen eigenen Kandi- d a t e n in der Person des Stadtverordneten Schwenk präsentieren und erst in einer etwa notwendig werdenden Stichwahl für den Sozialdemokraten eintreten.— Bei der nun folgenden Zettclwahl bekam der kommunistische Kandidat ganze 32 Stimmen, während Genosse haß als Vorsteher die Mehrheit mit Stimmen erhielt. Die Wahl der drei Vorsteher- stellvertreter mußte ebenfalls per Stimmzettel vorgenommen werden, da die Kommunisten es sich leisteten, für jeden Posten einen eigenen Kandidaten vorzuschlagen. Sie erreichten damit lediglich, daß die Zeit verloren ging und daß sie nunmehr im Vorstand der Versammlung ganz ausfallen. Unsere Parteigenossen waren genötigt, gegen die kommunistischen Kandidaten zu stimmen, nachdem die KPD. dein Vorsteher, Genossen haß, ihre Stimmen verweigert hatte. Selbst bei der Wahl der sechs Beisitzer und deren Ersatz- leuten beantragten die Kommunisten jedesmal Zettelwahl und reichten dazu Kandidatenlisten ein. die nur aus Kommunisten zusammen- gesetzt waren. Ohne Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit— es war inzwischen X8 Uhr geworden— verfolgten sie ihre Demonstrations- Politik, die wieder einmal nur ihrem Agitationsbedürfnis galt und stahlen der Stadtverordnetenversammlung die Zeit, die besser auf die Erledigung wichtiger, dringlicher Vorlagen hätte verwendet werden können. Gewählt wurden die gemischten Listen, die Vertreter aller anderen großen Fraktionen enthielten. Mit ihrer lächerlichen Me- thode haben sich also die Kommunisten vollends aus dem Vorstand hinausgewählt. Die in Berlin in der letzten Zeit beobachteten, anscheinend ver- mehrten Grippeerkraakungen oeranlaßten den Stadtmedizinolrat Prof. Dr. v. D r i g a l s k i zur Abgabe einer Erklärung, der folgendes zu entnehmen ist: »Die beobachteten Erkrankungsjälle stellen nach den Ermittlungen des Hauptgesundheitsamtes eine durchaus normale Zunahme von Erkältnngserkrankungen dar. die durch die Witterung bedingt sind: sie waren zu erwarten: und deshalb haben sich auch die Sraakenhäuser vorbereitet. Die Krankenanstalten sind bei normaler Einstellung durchaus noch aufnahmefähig, und es ist hier auch keine besondere Zunahme fest- zustellen. Roch bi, zum 8. Iannar hat das Reichsgesundheitsamt eine„besondere Grippewelle" nicht seststellen können, und muh die hygienische Abteilung des Völkerbundes hat ein ähnliches Gut- achten abgegeben. Es ist nicht anzunehmen, daß wir in Berlin etwa einer ähnlichen Epidemie entgegengehen, wie wir sie 18Zg und llllS hatten. Die dirigierenden Slerzle der städtischen Krankenhäuser hoben folgende Todesfälle angegeben: Virchowkranken- Haus l8. Moabit 6, Friedrichshain 8, Urban 2, Westend 5, Weißen- fee 1, Renkölln 10, wobei die Todesursachen in einigen Fällen noch zweifelhaft ist. Diese Zahlen beweisen, daß wir vou einem„mörderischen wüten" der Grippe nicht sprechen können. Trotz alledem hat die Gesundheitsbehörde Dertins ihren Mobil- machungsplan ausgestellt. Die Krankenplätze in den Krankenhäusern können ohne weiteres um 1000 vermehrt werden. Die Schulbehörd« hat dankenswerterweise Schuträum« mit Zentral- Heizung und elektrischem Licht für 1300 Plätze zur Verfügung gestellt. Der Magistrat Hot eine Verstärkung der Srankentrans- portmöglichkeiten beschlossen. Baracken für besonders infektlöss Kranke bcrellgeflelll und schließlich mit Firmen Verträge wegen abrufsfreier Lieferung von Lagerstätten und Behandlungsmoterial abgeschlossen. Entsprechende Vorlagen werden der Stadtverord- aelenversammlung bald zugehen. Aerzte und Pflegepersonal können ohne Schwierigkeilen vermehrt werden.(Bravo im Hause!) Die Kommunisten hatten zu den Grippeerkrankungen ein« größere Anzahl von Anträgen eingebracht, denen die Dringlichkeit versagt wurde.— Ein« von der s oz i a ld« m o t rat l s ch e n Fraktion eingebrachte Anfrage, die unser Genosie John begrün- dete, verlangte vom Magistrat Auskunft, was er zu tun gedenk«. um die in vielen Verwaltungsbezirken erschöpften Mittel zur ver- schickung Tuberkulöser wieder erneut auszuwerfen. Verbunden mit dieser A n f r a g e ist ein Antrag der Kommunisten, der zu dem gleichen Zweck die Bewilligung von 300 000 M. verlangte. Der vor» bereitende Ausschuß hatte sich diesem Antrage angeschlossen. Der Stadlmedizinalrak betonte als Magistratsvertreter. daß der Magistrat bereits 100 000 M. bewilligt habe mit der Maßgabe, daß nötigenfalls Nachbewilligungen gemacht werden sollen. Stadtv.� Genossin Dr. Frankenthai vertrat die Ansicht, daß die Mittel für die Tuber- kulösen nicht nur zur Berschickuna, sondern auch zur Verbesserung der allgemeinen Lebenslage der Kranken verwandt werden sollten. Stadto. Genosse vlaschzick schloß sich diesen Ausführungen an und oerlangte eine Erhöhung der ausgeworfenen Mittel. Wir Sozial- demekraten verlangen, daß sich die Versammlung dem Ausschuß- beschluß, 300 000 Mark zu bewilligen, anschließt. Das geschah denn auch in der Abstimmung.— Die Vorlage wegen des Neu- baues der Untergrundbahn nach Lichtenberg wurde ohne Debatte dem Haushaltausschuß überwiesen.— Vor Eintritt in die Tages- ordnung brachte der Vorsteher einige eingegangene Anträge zur Kenntnis der Versammlung, unter denen sich der s o z i a l d e m o» kratische wegen der Nachbewilligung von Mitteln zur Fortsetzung der Speisung bedürftiger Schul- linder und ein kommunistischer wegen der Einführung der 45stündigen Arbeitswoche in den städtischen Betrieben befinden. 400 Grippekranke in Krankenhäusern. Nur wenig schwere Fälle. Leider ist noch immer ein weiteres Steigen der Zahl der Grippeerkrcmkungen zu verzeichnen. Das ungesunde feuchte Wetter, das auch in nächster Zeit kaum eine wesentliche Aenderung erfahren wird, ist ein nur zu guter Krankheitsförderer. Die Groß-Berliner Krankenhäuser sind sämtlich stark besetzt: inzwischen sind Maß- nahmen getroffen worden, um dem ständig steigenden Ansturm einigermaßen gerecht zu werden. Das Hauptgesundheits- am t der Stadt Berlin teilt dazu folgendes mit: In den BerNner städtischen Krankenhäusern befinden sich zurzeit 809 Grippekranke. Dir Zunahme seit gestern beträgt also 100 Fälle. In den Krankenhäusern sind seit dem 7. Januar-fiebenzehn ausgesprochene Grippetodcsjälle vorgekommen. Die Krankenhäuser sind in ihrer Gesamtheit durchaus aufnahmesählg. Sollte die Erkrankungszisser wesentlich steigen, so werden die bestehenden LaamiuasmöglichMten vermehrt und notfalls andere Gebäude für Srankenbehandluugs- zwecke herangezogen werden. Zu letzlerer Maßnahme ist bislang noch kein Anlaß gewesen, doch ist sie in jeder Beziehung vorbereitet. Zu dem vom Hauptgesundheitsamt herausgegebenen Bulletin ist noch zu bemerken, daß zahlreiche Erkrankte, bei denen nicht aus- gesprochene Lebensgefahr besteht, eine Heimbehandlung vor- ziehen. Noch am Mittwoch war der Andrang in den Kranken- Häusern außerordentlich stark. Gestern dagegen war ein leichtes Abflauen der Aufnahmegesuche Grippekranker zu verzeichnen. Es wäre aber voreilig, von einer Abnahme der Krankheitszahl zu sprechen, die schon heute eine erneute Steigerung erfahren kann. Da Grippeerkrankte in jedem Falle den Vorzug haben, unbedingt im Krankenhaus aufgenommen zu werden, mußten z. B. gestern einige andere leichte Krankheitsfälle zunächst abgewiesen und auf heute vertröstet werden, zumal täglich zahlreiche Wiedcrher- gestellte die Krankenhäuser verlassen. Allein bei der Ortskrankenkasse, die anderen Kassen nicht mit einbezogen, werden täglich etwa 800 bis 000 neue Fälle von Grippecrkrankungen gemeldet. Eine Zahl, die mit Vorsicht aufzunehmen fft, da es sich kaum um ausgesprochene schwere Grippe handeln dürfte. Noch allem scheint die Krise noch nicht überstanden zu sein und die Epidemie ihren Höhepunkt noch nicht erreicht zu haben. Kirche gegen die Freidenker. Die Kirch« hat wieder einmal ein Flugblatt an die Berliner Bevölkerung verteilen lassen, das gegen die Freidenker hetzt und> auffordert, den Kirchenaustritt nicht zu vollziehen. Die Freidenker werden als Bauernfänger bezeichnet. Di« Kirche muß es sich gefallen lassen, daß dieser Ausdruck auf sie zurückfällt. In diesem Flugblatt behauptet die Kirche, daß sie 200 bis 300 Proz. mehr für den Staat leistet, als der Staat für die Kirche. Ein. Statistiker will berechnet haben, daß der Staat durch das Liebes� werk der Kirche im Jahre 120 bis 150 Millionen Mark erspart. Als Beweis, daß die Kirche nicht arbeiterfeindlich ist, wird ein Be- schluß eines Kirchentages zitiert, in dem es heißt:„Die Arbeiter sind nicht eine Masse, die nur abgelohnt zu werden braucht, sondern gleichzuachtende Volksgenossen, die um ihre soziale Gleichberechtigung ringen und ein Recht auf Anerkennung, Berständnis und Würdigung Die Wunöer Oer Klara van tzaag. B2] Bon Johannes Duchholh. Aus dem Dänischen übersetzt von Erwin Magnus. Hedwig dankt auf ihre stille Art. Sie hat hundert Dinge zur Erinnerung an die Gnädige bekommen, aber nicht eines freut sie so wie dieses Bild. Diese Mädchenblumen hatten etwas von Frau van Haags Seele in sich. Aus dem Schlaf- zimmer kann man kleine knirschende Schritte von Herrn van Haag hören, der sich zum Abschied fein macht. Er öffnet die Tür und sagt auf den Korridor hinaus:„Warum kommt der Wagen nicht?" Dagmar antwortet, sie werde di« Gnädige fragen. Unterdessen schleppt ein Zollbeamter die beiden Koffer auf die Steintreppe hinaus. Es ist spät. Ein Junge kommt mit einem großen Strauß weißer Rosen, die Dagmar ent- gegennimmt und an Herrn van Haag abliefert. „Warum.kommt der Wagen denn nicht?" fragt er. „Die Gnädige sagte, sie wüßte es nicht." Legen Sie die Blumen aufs Bett und dann gehen Sie hinunter und sehen Sie. ob der Wagen noch nicht kommt." „Ja," sagt Dagmar und geht ruhig in die Küche, wo sie sich auf den Holzschemel neben dem Herd setzt: Dagmar ist nicht so dumm, sie weiß, wenn man den Wagen sehen kann, dann ist er da. Denn er kommt ja von Sören Fuhrmann gerade um die Ecke. Außerdem soll Dagmar zum Ersten gehen. Sie will nicht unter Frau Wang dienen, nein, das will sie nicht. Aber jetzt rasselt Sören Fuhrmann heran, wendet auf dem Hafenplatz und fährt vor die Tür. Er springt ab und schleudert mit einem Bärengriff die beiden Koffer auf den Vordersitz des offenen Wagens. Dann steigt er wieder auf den Bock und läßt seine bekannten Kunstknaller über den Köpfen der Roten explodieren. Frau van Haag und Hedwig haben angezogen bereit gestanden, auf die Uhr gesehen und Fieber gehabt, daß Sören zu gut gehorchen und zu spät kommen würde. Dann macht Frau van Haag ihre letzten Schritte die Steintreppe des Knarrebyer Zollamtes hinab, tadellos frei und leicht in der Haltung, unbegreiflich jung. Merkwürdige Frau Klara— sie hatte eine großartige Begabung für ewige Jugend. Und war ein elender Faulpelz, wenn es hieß, sich in Hinfälligkeit und Alter zu finden. Ein Hohn auf ihren Taufschein war Frau Klara. Hedwig und sie sahen aus wie zwei gleichaltrige Freundinneu. Frau Klara steigt in den Wagen. Hedwig folgt ihr; sie hält ihr Bild in den Händen und sieht sich nach einer Stelle um, wo es sicher stehen kann. „Los, Sörensen!" Im selben Augenblick stürzt der alte Poulsen aus dem Bureau heraus und schwankt zum Wagen herunter. Der Unterkiefer bewegt sich ein paarmal lautlos auf und ob. Die Dienstmütze reitet aus Unachtsamkeit verwegen auf seinem schmutziggrauen Haar. Ach— schwarze Locken hatte der alte Poulsen einmal. „Sören— halt!" Poulsen hält ein Stück Papier in der Hand. Er entblößt den Kopf und reicht das Papier Frau Klara. Ein Bettler, der sich seiner Königin mit einer Bittschrift nähert! „Wollten Sie mir Lebewohl sagen, Poulsen! Dank. Vielen Dank. Wir sind gute Freunde gewesen seit dem Tage, als ich kam. Seien Sie sicher, daß ich Ihrer stets freundlich gedenken werde. Ein Brief— Danke." „Die Rede," sagte Poulsen, setzt die Mütze wieder quer und kaut lautlos mit dem Gaumen. „Die Rede, ja," sagte die Gnädige freundlich wie zu einem Kinde. „Sie kommen ja nie wieder!" Das alte mummelnde Gesicht des alten Mannes bricht in Schmerz zusammen. Seme Worte sind Notschreie. Und Frau van Haag ergreist sein« Hand und sieht ihm in die Augen: ihr Blick ist ein reiches Geschenk. „Ich werde sie lesen. Ich werde sie aufheben. Aber Poulsen", Frau Klara wendet sich zu Hedwig und sie wechseln einen einzigen beredten Blick,„wollen Sie dies Bild an- nehmen. Ich habe es selbst vor vielen Jahren gemalt. Wollen Sie es als einen Dank von mir für Ihre fülle, feine Freundschaft gelten lassen?" Hedwig und Frau Klara reichen das Hyazinthenbild zu- sammen Poulsen, der unter der Last fast zusammenzubrechen scheint. Frau Klara sagt noch ein paar Worte, wird aber über- tönt von einer zornigen Stimme, die Sören ausschilt. Es ist van Haag, der heruntergekommen ist. Sein Zeug ist wie aus dem Ei gepellt, aber sein Gesicht ist rot vor Erregung, er ist die Treppe heruntergelaufen. Wie kann man in seiner Stellung und in seinen frischen Bügelfalten laufen! Herr van 5)aag droht Sören gefährlich mit seinem großen Strauß und sagt:„Und wo haben Sic gedacht, daß ich sitzen soll!" Sören hat nicht tiefer über diese Frage nachgedacht: den- noch zeigt er ohne Zögern auf den kleinen, mageren Platz neben seiner breiten Rückenpartie und sagte:„Hier!" „Auf dem Bock! Sind Sie wahnsinnig? Nehmen Sie die Koffer weg— sofort!" „Ich kann doch die Koffer nicht entbehren, Julius." „Dann bleibe ich zu Hause." „Ja." „Aber das ist doch sinnlos. Das ist doch formlos. Soll ich vor der ganzen Stadt zum Narren werden. Nun ja, dann nimm diese Rosen, di« ich für dich gekauft habe. Trag sie selber, du darfft sie nicht Hedwig tragen lassen, der Leute wegen, Klara!"> „Leb' wohl, Julius." Julius van Haag schlägt die Absätze zusammen. Sein Zylinder blitzt dreimal in der Lust dem fortrollenden Wagen nach. Untadlig ist er vom Scheitel bis zur Sohle. Aber hinter ihm an der Wand steht ein« Vogelscheuche. Ihre gekrümmten Finger drehten an einer Schnur von einem kleinen Bilde im Goldrahmen. Der Bermel ist weit über das Handgelenk geglitten und hat ein Folterinstrument von engem Oberhemd entblößt. Es ist der alte Poulsen, der starr die leere Straße hinunterblickt. Sören ließ die Roten dürch die Straßen rasen: sie konn- ten ihm nichts vormachen. Er wußte, was sie leisten konnten. Frau Klara lehnte sich zurück und sog den aufreizenden Pferdeschweißgeruch ein. Die Sonne fiel ihr gerade ins Gesicht. Sie sah nicht zur Seite, aber es zeichnete sich ein Lächeln um ihren Mund. „Willst du den Draht abmachen, Kind, von den Rosen," sagte sie und reichte den Strauß Hedwig.„Aber vorsichttg, hörst du?" Der Wagen ließ das Stempflaster hinter sich und glitt nach dem Bahnhofsweg hinüber, auf dem sich wie auf einem sandbestreuten, knirschenden Stubcnboden fahren ließ. Eg- Holms standen an der Ecke, verbeugten und verneigten sich. Di« Gnädige erhob sich halb und schwang ihr weißes Taschen- tuch. Gleich darauf war der Wagen an der Bahn. Der Zug hatte Verspätung, so daß sie reichlich Zeit hatten. „Dank, ihr roten Hottepferdchen," sagte die Gnädige, streichelte jedes von ihnen den Hals, drehte ihnen die Stirn- locken irnd verteilte— nach einem hastigen Blick nach allen Seiten— den Rosenstrauß zwischen ihnen. Aber die Roten hatten keinen Sinn für Raffinement: sie schleuderten die Rosen weit fort in den Wegstaub. „Schämt euch, ihr Biester," sagte Sören. (Fortsetzung folgt.) ihrer materiellen und seelischen Bedürfnisse hoben, und denen auch die Freiheit zu gewerkschaftlichem Zusammenschluß nicht unterbunden wetden dori." Die Arbeiterschaft weiß zu genau, was diese Be- schlussb zu bedeuten haben. Sic sind nichts weiter als die An- erkennung der Totsache, daß die Arbeiterschaft zu einer anerkennenswerten Macht im Staate geworden ist— nicht weil sie die Kirche darin unterstiißte, sondern gegen den Willen dieser Institution. Es wird her Kirche unvergessen bleiben, daß sie in dem von der Arbeiter- schqst beaonvenen Kamps für die Aürstenenteignung sich ihr enft geffenstellte unh diese Maßnahme als Raub und D i e b st a h l bezeichnete. Das Flugblatt der Kirche wird seinen Zweik nicht erreichen! ?mmer wieder Kinüestötung. Milde Richter. Es ist ein bekanntes soziologisches Gefetz: Erscheinungen ähn- licher Art häufen sich zeitweilig. So scheint es diesmal mit den Kindestätungen zu sein. Am Donnerstag war es die dritte Kindes- tötuitg, die in dieser Woche verhandelt wurde und Anfang der nächsten Woche kommt die vierte an die Reihe. Und man kann wohl sagen, daß die Richter in Moabit für die Seelennäte der Frau das nötige Äerständnis aufbringen. Sie üben wenn irgend möglich Milde,, denn sie wissen, es handelt sich hierbei stets um ein e i n m a l i g e s Verbrechen: sind es doch fast immer Frauen, die zum ersten Male gebären. Donnerstag war es nicht ein Landmädchen, das sich vor dem Landgericht III zu verantworten hatte, sondern ein Berliner K�nd. Erblich schwer belastet, mit ausgesprochen psycho- pothischen Zügen, für den Kampf ums Dosein schlecht ausgerüstet, kam'die K. weder in der Handelsschule noch im schneidern vorwärts und wechselte als Hausmädchen, von einer inneren Unruhe getrieben, eine Stellung nach der anderen. Schließlich schrieb ihr der Vater, sie möge in der Stellung ausharren und nicht wieder nach Hause kommen. Da beschloß sie, den Eltern zu zeigen, daß sie auch auf eigenen Füßen stehen könne; sie kehrte nicht mehr nach Hause zurück. So ereilte sie i*is Schicksal. Die K. hatte in einer ihrer vielen Stellungen einen Redakteur kennengelernt. Die Bekanntschast blieb nicht e Folgen. Die eigenartige Konstitution des Mädchen brachte es aber mit sich, daß sie■ bis zum letzten Augenblick von ihrem Zustand keine Kenntnis hatte. Daß dies möglich war, konnte auch der Sach- verständige Dr. Dürenfurth nicht bestreiten. Als sie nun von den Wehen überrascht wurde, fügte sie in ihrer Bestürzung und Angst idem Kinde tödliche Verletzungen zu. Sie gestand dies gleich hinterher ihrer Freundin. Diese holte aus dem Krankenhouse einen Arzt. So wurde das Verbrechen entdeckt. Das Gericht verurteilte die Ange- flegfe zu der zulässigen Min de st st rase von zwei Jahren Gefängnis und hob den Haftbefehl auf. Ueber die Frage der Be- währungsfrist soll erst nach Einholung der erforderlichen Ermitt- luNgen entschieden werden. AM Mittwoch sagte der Verteidiger in dem Prozeß der Kindes- mijrderin, daß seiner Ansicht nach eigentlich der Mann, der Vater des Kindes auf die Anklagebank gehöre. Diel- leicht hatte er nicht so unrecht. Unverantwortlich ist das Tun von Männern, die Mädchen verführen und sie mst dem Kind sitzenlassen. Die Rechnung dafür hat aber stets die Frau zu zahlen. Z?amilientragödie in Lichtenberg. Mieter des Hauses Kronpnnzcnstraße 32 zu Lichtenberg nahmen gestern nachmittag gegen M5 Uhr auf dem Treppenflur starken Gas- aeruch wahr, der aus der Wohnung der vor einiger Zeit geschiedenen -töiährigc» Frau Sch. drang. Man alarmierte die Polizei und Feuer- wehr: die sich gewaltsam Einlaß verschafften. In der völlig mit Gas angefüllten Stube wurde Frau Sch. und deren 26jähriger Sohn Ad o l f leblos aufgefunden. Die Feuerwehr stellt: Wieder- belebungsversuche mit Sauerstoff an, die jedoch nur bei Adolf Sch. Ersolg� halten. Er wurde in bedenklichem Znstande in das Lichten- berger Hubertus-Kränkenhaiis gebracht. Die Leiche der Frau wurde beschlagnahmt und nach der Friedhosshalle in der Bornitzstraße ge- schalst. Der Grund zu dem gemeinsamen Verzweislungsschritt ist in wirtschaftlicher Rot zu suchen. Jürgens-Prozeß am'ZI. Februar. Der Termin zur Hauptverhandlung gegen Landgerichts- direktor Jürgens und feine Ehefrau wegen Meineides und Betruges ist nunmehr endgültig auf den 21. Februar vor dem Schwurgericht des Landgerichts III, Berlin, anberaumt worden. Den Borsitz im diesem Prozeß führt bekanntlich Land- gerichtsdirektor 58 0 m 6 wahrend die Anklage von Oberstaats- aiiwalt Jordan aus Stargard oertreten werden wird. Land- gerichtsdirektor Jürgens wird von Iustizrat Dr. Werthauer, feine Gattii� von Rechtsanwalt Dr. Alsberg verteidigt. Man rechnet mst einer Verhandlungsdauer von einer Woche. Beide Angeklagten befinden sich zurzeit wegen ihres schlechten Gesundheitszifstandes im Lazarett des Untersuchungsgefängnisses Moabit. Die(Großnichte vom Lande. Mit ungewöhnlichem Geschick arbeitet eine junge Schwindlerin, die seit, drei Vierteljahren schon viele alte Leute in Berlin heimgesucht hat. Ein Mädchen von etwa 16— 18 Jahren, mittelgroß und schlank, mit dunklem Haar klingell in den Abendstunden bei den allen Leuten und begrüßt sie, wenn sie öffnen, mit einem freundlichen und oertraulichen..Guten Abend!", ohne sich vorzustellen und eine Erklärung für ihr Erscheinen abzugeben. Die erste Berwundening ist bald überwunden. Die nette Besucherin beseitigt sie mit der Frage:„Ach, ihr kennt mich wohl gor nicht mehr?" Dann erzählt sie, sie sei eine Großnichte, je nach dem Alter der Besuchten wohl auch eine Urgroßnichte, nennt einen Ort. auf dein Lande, aus dem sie gekommen sei und berichtet nun äfs langen und breiten über die ganze Verwandtschaft. Bei den alten L.euten dämmert allmählich die Erinnerung wieder auf. Mit merk- mürdigem Geschick versteht das Mädchen, die alten Leute über die Verwandtschaft auszuhorchen, so daß bei den Alten der Eindruck entsteht, das Mädel müsse unbedingt zu ihrer Verwandtschaft ge- hören. Schließlich erzählt die Besuchcrin, sie wolle heiraten und zu, der Hochzeil müsse die ganze Verwandtschaft zusammenkommen. Nun sind die Alten entzückt und jeder Verdacht schwindet. Das gesprächige Mädel erzählt indes weiter, spricht von der Mutter und von dem Vater, der sich ein Bein gebrechen und für den sie einen orthopädischen Apparat besorgen müsse. Besorgt fragen die Alten, ob das gute Kind denn auch genug Geld bei sich habe. Das scheint nicht der Fall zu sein und die gutmütigen Leutchen zücken das Portemonnaie und geben 26, 30, auch SO Mark. Dann verabschiedet sich mit vielen Segenswünschen die Großnichte und läßt niemals wieder etwas von sich hören. Sie scheint sehr sparsam zu leben, denn nur olle 2— 3 Wochen wiederholt sie den Tnck. Die Aeheime Licht« und Kraftquelle. Auf billige Weise hat sich der Elektrotechniker K. jahrelang für feine Werkstätte elektrische Kräft zugeführt. Ez fiel allmählich auf, daß der Derbrauch in dem Betriebe an Elektrizität immer geringer wurde und schließlich ganz aufhörte. Das Elektrizitätswerk ordnete daher eines Tages eine Durchsuchung an. Die Beamten fanden dann auch nach langem Suchen, daß vom Keller aus von der Hauptleitung fachmännssch eine geheime Steigeleitung an- gelegt war. die unter dem Fußboden entlang ging und den Zähler nicht berührte. Der Angeklagte behauptete zwar, daß er von der geheimen Lestung keine'Kenntnis gehabt habe, und daß sie schon vor seinem Einzüge vorhanden gewesen sein müsse. Die Sach- verständigen stellten jedoch fest, daß dies« Leitung in Berbindung mit der Wohnungsleitung stand, die der Angeklagte selbst angelegt hatte. Nach der Schätzung des Elektrizitätswerkes betrögt der Schoden, der ihr durch die.Hinterziehung erwachsen ist, für die Zeit von drei Jahren mindestens 40W» bis 5000 M. Das Schöffen- geeicht Spandau hatte de» AngeNagten M drei Z»o»ate» Gefängnis verurteilt. Auf die Berufung des Staatsanwalts wurde diese Strafe von der Strafkammer des Landgerichts III insofern erhöht, als zit den drei Monaten Gefängnis noch zusätzlich eine Geldstrafe von 500 M. erkannt wurde. der Herzog von Tervuren. Wieder ein Hochstapler entlarvt. Einer der größten Hochstapler, die es je gegeben hat, trat dieser Tage in Neustadt a.d. Hardt auf. In einem Hotel stieg dort ein Gast ab. der sich für einen französischen Offizier ausgab und erzählte, daß er in geheimer Mission reise. Abends um 10 Uhr gab es vor dem Hotel eine große Aufregung. Der geheimnisvolle Gast wandette, nur notdürftig bekleidet, von Dach zu Dach, bis ihn endlich die Feuerwehr herunterholte. Der Mann -.rklärte jetzt, daß er ein Herzog von Tervuren, ein Sohn König Leopold II. von Belgien fei. Seine Nachtwand- lung führt« er auf Übermäßigen Kokaingenuß zurück. Di« Polizei für die weltliche Schule! Heute Freitag, den 14. Zanuar, abends 8 Uhr. bält die Freie Schul gemeinde Tempelhof in der Aula Kaiserin-Augusia- Straße ihre erste öffentliche Werbeversammlung ab.— Dr. Karlen spricht über das Thema: Darum müssen wir unsere Kinder in die weltliche Schule schicken? vis LNsrn sin«! herzlichst eingeladen! von Neustadt wandte sich aber an die Berliner Kriminalpolizei, und hier stellte der Erkennungsdienst bald fest, daß man es mit dem 27 Jahre alten aus Lüttich gebürtigen angeblichen früheren Flugzeugführer Stephan Otto zu tun hat, der mit seinen Hochstapeleien schon die Behörden fast der ganzen Welt beschäftigt hat. Dieser Herzog von Tervuren erschien z. B. einmal in der Uniform des belgischen Leibregiments bei der amerikanischen Besatzungsarmee im Rheinland und überreichte dem General vor der in Parade aufgestellten gesamten Mannschaft die 1. Klasse des belgischen Tapferkeitsordens. Dann verübte er Schwindeleien� in Wiesbaden, in London, Neapel, dort als Prinz Karl von Belgien, wobei er mehrere hunderttausend Lire erbeutete. In Berlin versuchte es der Hochstapler Anfangs 1924 mit einem A u t o k a u f bei der Niederlage der Brennaborwerke. Zu einem Abschluß aber kam es nicht. Zufällig war gerade der Deffouer Vertreter in der Ötiederlage am Kurfürstendamin und lernte so ebenfalls den„Herzog von Tervuren" kennen, der sich für«in Mitglied der Internatio- nalen Militärkontrolltommission in Hamburg ausgab. Bald darauf tauchte der Herzog in Dessau auf und berichtete dem Brennabor- Vertreter, daß er mst dem in Berlin gekauften Wagen auf der Reise verunglückt sei. Der Vertreter wußte nun aber, daß das Geschäft aar nicht zustandegekonunen war, ging zum Schein auf die Erzählung ein, brachte den Mann hilfsbereit in ein Hotel und wandte sich an die Berliner Kriminalpolizei. �Diese veranlaßte die sofortige Verhaftung des Hochstaplers, dessen Schwindeleien in der ganzen Welt das größte Aufsehen erregt hatten. Aussall des Sonnlagssonderzuges nach dem harz. Wie die Reichsbahndirektion Berlin mitteilt, wild der für Sonnabend und Sonntag, den 15. und 16. Januar, vorgesehene Sonntagssonderzug nach dem Harz infolge des für den Wintersport ungünstigen Wetters nicht verkehren. Bereits gelöste Fahrkarten werden bei den Ausgabestellen gegen Erstattung des Fahrgeldes zurückgenommen. Sporkpalast und Reichspost. Die Direktion des Sport- Palastes legt Wert auf die Mitteilung, daß auch sie den Gerüchten über den beabsichtigte!» Verkauf des Sportpalastes an die Reichspost o allständig fernsteht. Von dei» verschiedensten Seiten seien der Direktion der Sportpalast A.-G. Angebote unterbreitet worden, die bisher jedoch sämtlich im Interesse des Weiterbestehens des Sportpalastes als deutsche Sportstätte Ablehnung gefunden haben. Die Srala bringt in diesem Monat«in Programm, das unstreitig zu den besten gehört,' die seit langem in Perlin gezeigt wurden. Im Mittelpunkt die Konalschwimmerin Annette Kellermann, eine omerikanisserte Australierin, die«s mit allem was zum Sport und zur Leibe-ertüchtigung gehört, ganz gewaltig ernst nimmt. Sie hält«in richtiges Kolleg mit Demon- strationen ihres straffen, elastischen Körpers über das Thema: Wie erhält man sich gesund. Die Kellermann kann so ziemlich alles, sie tanzt auf der Erde einen verblüffenden Spitzentanz, auf dem Draht- seil«inen Pas de deiuc und schließlich geht sie„unter Wasser" mit einem Temperament und einer Virttiosität im Kiinsttauchen, daß es verblüffend und bestrickend wirkt. Gegenüber dieser Glanznummer haben es die anderen Artisten nicht leicht, ober sie fallen trotzdem nicht ab. Da ist der ganz ausgezeichnete Balaneeakt der drei A r k o na s mit einem fabelhaften Mädchen als P«rch-Ober-,.Mann". dl« exakten und formschönen Luftexerzitien der vier Sd)western Faeory, der dreifache Jockeiakt der Gebr. Rein sch(die Bühne wird zur Manege), di« sprühenden spanischen Tänze der vier Chilenos und das köstliche Musikimitations-Duett von Gibbs und Doodles. Im zweite» Teil bewundert man das chinesische Gliederverrenkungsphänomen Kingston, das bequem jeden indischen Jogi in den Schotten stellt Den Abschluß bildet«ine amerikanische Groteske„Ein Abend in einem Tingeltangel", worin «in ganzes Varieteprogramm sehr lusttg parodiert wird, ganz auf Clowyerie gestellt, aber mit ollen Teufeleien durchwürzt. Sport. ve Graewe ToUembeek führe« üas$dd. Lebhafte Nachmittags- und flaue Abendstunden. Die Donnerstagnachmtttagstunden brachten der Arena am Kaiferdamm guten Besuch. Im Mittelpunkt der Nachmittags- Dr. Julius Dressel aus Bad Neuenahr spricht anregend über die „Kosmetik im Allertum". Wenn er auch nicht über den Rahmen des Bekannten hinausgeht, so zeigt das Referat wenigstens, daß der Vortragende sich eingehend mtt der Kulturgeschichte Aegyptens, Roms und den Euphratstaaten befaßt hat. Auch Dr. Großmann gibt in feinem Vortrag„Ehemische Holzverwertung" einen guten historischen Ueberblick, der sich bis auf Aegypten erstreckt Das Nachmittags- konzert der Kapelle Gebrüder Steiner bringt neben Harmlosigkeiten von o. Sudessi, Dyford oder Roß den vchubert-Llszt'fcheii" Valfe caprice, Soiree de Vielines und Kompositionen von Tfchaikowsti, Schubert, Händel und Verdi, also ein gutes, unterhaltendes Pro- gramm, dem man sogar die Mayer-Helmundsche Serenade gerne verzeiht.„2>ie Scheidungsreise von Hugo Hirsch, die am Abend als Sendespiel gegeben wird, und' deren Text zu diesem Zweck von Redner neue bearbeitet wurde, ist unbedingt für die Uebertragung geignet. Der Dialog vollzieht stA meistens zwischen zwei Personen und das Witzige liegt mehr im Dialog als in der Situation. Die Musik wirkt heut« kaum noch, selbst der Schlager ..Wer wird denn weinen" hat bereits Patina angesetzt. Seidler- Winkler leitet die Anführung mit dem nötigen Schmiß. Gespielt wird unter Alfred Brauns Regie sehr ordentlich. Von den Dar- ftelltn» seien genannt Braun. Astzer. Emmy Sturm und Säte Haack. Wertung stand eine Jagd, die im Verkauf der Zwesten Hälfte der Wertung vor sich ging; sie wurde mit geradezu unerhörter' Wucht nach dem 8. Spurt von R'elens entfesselt Alle Fahrer find auf dem Holzoval und kämpfen wild um ihre Posiiioii. Runde um Runde wird im rasenden Tempo zurückgelegt: kaum hat Tietz einen Vorstoß erledigt, zieht Degraeve los, zieht Buschenhage» los, zieht Rielens los. lind dann der Liebling der Kurve: Tonani...- Der Italiener kann mehr als eine Moschine bearbeiten. Er jährt mit Verstand! Van Kempen zeigt sich ebenfalls von guter Seite. Er läßt sich nicht abschütteln und bleibt mit seinem mutigen Partner Bauer hartnäckig beim Felde. Ileberilüssig zu erwähnen, daß Mae Ramara mit grandioser llnterstützung Tietz' zu tämpsea weiß. Eine Freude, dieses starke Paar im Felde zu sehen. Kauiu hat die wohl an 15 Minuten währende Jagd ihr Ende erreicht. als LaequeHay bravourös loszieht. Umsonst die Müh! Roch ift der Augenblick der sranzösischen Mannschaft nicht gekommen: Tonani, am Hinterrad den kleinen Pein, schließt wieder das Feld zusammen, lind nun das Ergebnis dieser Jagd: Petri-Iunge, Wambst-Lacqnehay, Koch-Rielens, Ransch-Hürt- gen, Morcillae-Manthey, Seiserth-Mühlbach und van Kempen haben je eine, Behrendt-Gottsried und Krollmann-Skupinski je zwei Runden verloren. Außerdem dürfen die erste« t r a i- runde im„18. Berliner" R a u s ch- H ü r t g e n hinnehme»! Ab- lösung korrekt innezuhalten, ist doch wohl ein schweres Stück! Nach der Wertung sieht es im Felde schon ganz anders aus: Die Spitzengruppe zählt nur nod> fünf Mannschaften: Degraeve-Thollembeck führen das Feld mit 60 Punkten vor Govssens-Stockelynck 34, Mae Namara-Tietz� 25. Tonam-Lorenz 23 und Buschenhagen-Frankenstein 20 Punkte. Eine Runde zurück: 6. van Kempen-Baner 54, Marcilliar-Man- they 22, Koch-Rielens 21, Wambst-Lacquehay 5, Seiferth-Muhlbach 3 Punkte. Zwei Runden zurück: 11. Petri-Iunge 29 und Raiisch-Hürtgen 10 Punkte. Drei Runden zurück: 13. Kroll- mann-Skupinski 18 und Behrendt-Gottfried 6 Punkte. Soweit das Ergebnis nach dieser Schlacht, das rein gar nichts besagen kann und will. Wambst-Lacquehay haben noch nicht gesprochen. Petri-Iunge werden noch andere Momente liesern. B e st i ift m t! Und van Kempen-Bauer? Auch sie werden zäh dabei sein! Die Jungen allerdings— mit drei BcrluftruniJcn.... Doch warten wir ab und anerkennen das gute Fahren der in der Spitzengruppe an letzter Stelle liegenden Buschenhagen-Frankenstein! Die lo-Ahr-Abeudwerlung. Nach der lO-Uhr-Ahendwertung ergibt sich folgender Stand des Rennens: 1. Degraeve-Tollembeek 73 Punkte, 2. Goossens- Stockelynck 36 Punkte, 3. Mac Ramara-Tietz 35 Punkte. 4. Tonani- Lorenz 24 Punkte, 5. Buschenhagen-Frankenstein 24 Punkte Eins Runde zurück. 6. Lan Kempen-Bauer 56, 7. Marcillae-Manthey 4-o. 8 Koch-Rielens 31 Punkte. 9. Wambst-Lacquehay 16 Puntte. 10. Seiserth-Mühlbach 14 Punkte. 2 Runden zurück. 11 Pcta- Iunqe 38 Punkte. 12. Rausch-Huertgen 11 Punkte. 3 Runden zurück 13. Krollmann-Skupinski 23 Punkte. 14. Behrendt-Gottsned 14 Punkte.,_ Vorträge, vereine und Versammlungen� Reichsbanner„Schwarz-Rok-Gold". Seschliftsltcll«: Berlin Sil, SebaN-anstr. Z7.M. So» 2 Tr. Bint-rsportabtriln»»! Slamcrofctn, die«» einem Trockon-Slituttus ... loilnehmm mollon. melden sich sofort schriftliä) bei dem Nnmerndon 5r. Mital.-Bors. Di« Strobonioilcr haben atliv« und passioc ttamexOMn hierzu«in,u laden.(Siimitt nur a««r Vlaß mit Tamhaurkm'pz und Fahne.— Krep�bcrg: connta«, 6. 16., »ormittaa? 10 Uhr hahou nur orwachsen« Kameraden Saalschuß IN de»«ruumor. säten. Taltower Sttaßr. Außofdrm findet uachmiifaßs ah o Uhr.Winterfest der«hteiluna 5 in den Blilchorialon. Milche ri Ecke Urhanstraße. statt. Eintritt SO Pf.— Pren, lauer Betfi: Kameiadschaft Wörther Plaft Bersammluna her Pfefserherq. Schönhaufe»»nee«nicht Pren, lauer Allee) 3r., d. tt, 8 Uhr.— Sermedorf: ffr.. d. 14., Be.fammlun, hei Kamerad König, MemattEitrafte, Lickithildervoriraq Kamerad ffciinfel.— Bcrnau: ffr., i>. 14., 8 Uhr, Monats- verfammluna hei Modisch. Erscheinen Pflicht.— Ben.2chnttend»>f: oonntoft, h. 16.. nachnnttaqs 4 Uhr. Bersammluna im Restaurant„Woldfricden lInh. Mar Reuder), Bruno str. 67. Reichotoqsabaeordneter Kamerad ff ranz Künstler» Berlin spricht über.Rraierunadirise und repuhiikanische Echußwehr". ffm■an- schluß an diese Bersammluna findet die Gründung einer Ortsgruppe Watters. dorf-Schutzendoif statt. Äu alle repuhlikanischen ffrauen und Männer hiesei! Orie ergeht der Ruf zur Teilnahme an der Bersarauilung. Erscheint in Massen: Deutscher Esperantohuph, Ortsaruppe Berlin, ffreiwa. 14. Januar, 8 Uhr, Konditorei Dohrin. Hackescher Markt, llehungsahend. Gäste willkommen. Oessenft. Proteswerfammluna aller Lade»,. Geschäftsraum- und Wohnung». Mieter de, Berliner Zlorden» Sonntag, 18. Januar, 11 Uhr, im Anistallsaal Teller- Ecke Milllersttaße. Hefthästliches. Dos Cafe„Ralional" ein Bierhaus. Im Zentrum Berlins, in der Friedrich st roße Ecke Jäger st raße, an Stelle des alten„Cafe National", hat die DreHersche Brauerei eine neue Gaststätte ins Leben gerufen. Im Parterre liegt das eigentliche, sehr umfangreiche Vier, und Speise- lokal, im ersten Stock sind fünf Gesellschaftsräume und im Tunnel, dem einstmaligen bekannien Speisehaus„Lebensqueve", hat man im frisch-fröhlichen Jägerstil die„Hubertusklause" geschaffen. Das Lokal faßt in allen seinen Teilen 1800 Personen und bietet in seiner behaglich, gediegenen Sluimachung einen gemütlichen Aufenthalt. Zum Ausschank gelangt das Saazer Erportbier, nach seinem Hersteller Anton Dreher-Bier genannt. Sämtliche Kühlanlagen für Bier und Speisen sind nach modernstem Muster angelegt, außerdem gelangt eine neuartige Spül- und Entwässerungsvorrichtunst zur Anwendung. Im Parterre befindet sich der Fleischkühlraum, für di« Fischaufbewahrung ist eine besondere geruchsichere Roumabtrennung vorgesehen. Der Verband der Rügenschen Ostseebäder(Baabe, Binz, Göhren. Saßnitz, Sellin) veranstaltete kürzlich im Kaiserhos zym ersten Mals einen Gesellschaftsabend, dem ein voller Erfolg beschieden war. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Verlosung von 60 Be- rechtigungssd)einen für einen achttägigen Kuraufenthalt, in einem der obengenannten Badeorte. Schluß bei Barr Sohn B.-S. ffu dscser Boche endet der hiesiährige hei» fpieiws hillifle ffnvonturausverkauf der Barr Sohn A.-G.. nur Eboulscesti. 29 30, eiqene Kloiherwerko. ffiir den Schluß stnd Nanz besonders prdswerle Posten bereitae stellt worden. Besondere Aunnerksamkeit wird jeßt der erweilerlen Moßahteilunil zonewendet. Modernste Stoffe werden unter Leittin-r anerkannter ffochieule tn kllnstserisch vollendeler ffprin zu mäßiqen Preisen nach Maß ver- arbeilet. Der meterweise Stofsorrkauf wird, der niedrigen Preise wegen, besonderer Beachtung einpfohlen. Leibschneiden ift fast sicherlich das Anzeichen eine? UebcrmaßeS von Säure im Magen. Dieses liebermaß kann auf die Dauer eine Reizung der Magenwände herbeiführen und zu außerordentlich ernsten Krankheiten wie Dyspepsie, Sodbrennen, ja selbst Magengeschwüren Anlaß geben. Auch nicht da? geringste Unbehagen bei der Verdauung darf vernachlässigt werden, ein halber Kaffeelöffel Bisertrle Magnesia i« etwas Wasser nach dem Essen macht dem schnell ein Ende. Biserirte Magnesia neutralisiert das Uebermaß von Säur« und tut dem Gären Einbalt, wodurch gesunde und noimale Verdauung ohne Beschwerden und Schmerzen möglich gemacht wird. Biserirte Magnesia, welche seit langen Jahren erprobt ist, ist in allen Apotheken erhältlich. Befriedigung wird gewährleistet oder das gezahltcGeld zurückerstattet Wichtig: Biserirte IN a g v e s I a wird in drei»eischiehene» verp-ckungsg-ößen geliefert: in Pulver- und lableltensorm zu Ei. 1.50 da» | FMjchche» und m größere» Flasche» mit Pulver zu w. Z.U> die Flasche. llusthafen Tempelhofer Seid. fortschreitender Ausbau. Der Stadtverordnetenversammlung ist jetzt eine Magistratsvor- lvge zugegangen, in der die Zustimmung zu der Erhöhung des Gesell- schastskapitals der Berliner Flughasengesellschaft von 4 auf 4,75 Millionen Mark gefordert wird. Von dieser Summe wären entsprechend dem bisherigen Verteilungsschlüssel zwischen Reich, Preußen und der Stadt Berlin 390000 Mark von der Stadt zu übernehmen. Die Erfahrungen des abgelaufenen Jahres, wie auch die Vorschriften, die sich aus dem Luftverkehrsgejeg ergeben, machen es erforderlich, daß in diesem Jahre eine Reihe von Verbesserungen und Erweiterungen der Flugplatz- und Sicherheilscnlagen geschossen werden. Ersordcrlich ist der Bau einer 1100 Meter langen Zufahrtsstraße längs der O st s e i t e des Flugplatzes, um den Fuhrwerksoerkehr vom Flugfeld fernzuhalten Ferner soll die bisherige Beleuchtung der Grenzen des Flugplatzes durch die sogenannten Pintsch-Pilzlampen, die bisher nur probeweise in Betrieb waren, durch eine Grenzbeleuch- tung mit Neonröhren ersetzt werden, die rings um den 4,5 Kilometer langen Flugplatzraum durchgeführt werden soll. In Abständen von etwa 40 bis 30 Meter werden 2 bis 3 Meter lange Neonröhren aufgestellt, die nach außen und innen besonders gesichert werden. Die W e st g r e n z e des Flughafens soll außerdem durch Bepflanzungmit e i n e r H e ck e für den Tagesbctrieb deutlicher sichtbar gemacht werden. Vor dem Verwaltungsgebäude, vor dem sich in diesem Jahre der gesamte Start- und Landeoerkehr abspielen wird, müssen die Bahnsteige des Luftbahnhofes teils durch Beton, teils durch Koksaschenbefestigung erweitert werden, außerdem wird eine fächerförmige, aus besonderer Koksasche hergestellte Ein- fahrt von 12 800 Quadratmeter Fläche gebaut werden, um eine Be- schädigung der Grasnarbe durch die ein- und ausrollenden Flugzeug« zu vermeiden. An Nebenanlagen sind u. a. vorgesehen ein Schein werferturmausbau, Markierung der Flug- platzecken. Flugzeugwage, Brems st and. Misch- tankanlage und anderes mehr. Diese Ausgaben werden sich auf rund 750000 Mark belaufen, die durch die Kapitalcrhöhung auf- gebracht werden müssen, wenn nicht eine Gesährung des in diesem Jahre ganz erheblich oerstärkten Luftverkehrs, insbesondere zur Nachtzeit, eintreten soll. Die Vorlage verweist dabei bereits auf die neuen Linien Berlin— Prag— Wien— Budapest, Berlin— München— Mailand— Rom und auf die Verbindung über die. Schweiz nach Marseille— Barcelona— Madrid mit späterem Anschluß an die Zeppelin-Linie Spanien— Südamerika, sowie aus den Einsatz wesent- lich größerer Flugzeuge als bisher. die Raumnot im Sezirk Srieörichshain. Das alte Berlin ist so verbaut, daß eine gesunde Entwicklung der Bevölkerung nicht mehr verbürgt werden kann. Solange die Wohnungsuchendeir� nicht in die Außenbezirke übergeführt werden - können, wird die Stadtverwaltung immer bemüht sein müssen, zum wenigsten der größten Not nach Möglichkeit zu steuern. Mh Trotzdem sich die Verwaltung des Bezirks Friedrichs- Hain die größte Mühe gibt, diesen Mißständen abzuhelfen, ist der Friedrichshain räumlich der kleinste Bezirk, in dem 338 000 Ein- w o h n e r auf der Fläche von 910 Hektar leben müssen. AU« anderen Innenbezirke haben mehr als 1000 Hektar. So W e d d i n g: 1307 Hektar und 340 000 Einwohner: K reu z'b e rg: 1068 Hektar und 366 000 Einwohner: Mitte: 1037 Hektar und ?93 000 Einwohner. Der kleinste Außenbezirk— Lichtenberg— ist dreimal f o groß wie Friedrichshain. Er umfaßt 2897 Hektar, auf denen nur 190000 Menschen wohnen. Noch besser stehen die übrigen Außenbezirke da. Charlotten- bürg z. B. hat auf 3372 Hektar 330 000 Einwohner, Neukölln auf 4879 Hektar 280 000 Einwohner, Reinickendorf auf 8671 Hektar 93 000 Einwohner und Zehlendorf gar auf 5155 Hektar 35 000 Einwohner. In keinem Bezirk sind die komnmnalen Dienst- stellen derart zerstreut, wie im Bezirk Fricdrichhain. Das wirkt sich zuungunsten der Bevölkerung aus. Die Absichten der Bezirksverwoltung, nach vorhandenen Plänen ein einheitliches Bezirksamtsgebäude errichten zu lassen, scheiterte bisher daran, daß vom Kämmerer iinmcr wieder die Mittel gestrichen wurden. Dadurch wird die Verwaltungsarbeit, die in mehr als dürftigen Dienststellen verrichtet werden muß, Beschwerden mannigfaltiger Art hervorbringen. Es war bisher noch nicht einmal� möglich. Wohlfahrtsamt und Jugendamt—«tollen, die in der kommunalen Arbeit Hand in Hand arbeiten müsicn— zusammenzu- legen. Das Wohlfahrtsamt ist in einem alten Gebäude, das früher Schulzwecken diente, untergebracht. Die Decken sind durchgebogen, auch Gasleitungen wurden verbogen, weil Seil- kungen des Hauses eingetreten sind. Die Beamten und An- gestellten sitzen äußerst beengt. Der ganze Betrieb wird hier mehr und mehr zu einer Lebensgefahr für Publikum und Beamte. Auch in den anderen Dienststellen ist es oft nur bedingt besser. In der Säuglingsfürsorge. in der Bezirksfürsorge, in der Vormuirdschaft, nirgends sind gute, helle und er. trägliche Warteräum« für das Publikum. Schwierigkeiten ergaben sich in gleichem Maße bei der starken.A r- beitslofigkeit im Bezirk(fast 10 Prozent der Ein- w o h n e r) auch bei der Abfertigung und Stellenvermittlung im Arbeitsamt. Andererseits konnten dringend notwendige Ar- betten nicht zur Durchführung gelangen, weil alles an der Raumfrage scheitert«. In der Familienfürsorge kann nichts Ordentliches geschehen, weil bei der großen Raumnot keine neuen Fürsorgerinnen eingestellt werden können. Eine dringend notwendige Krippe kann nicht geschaffen werden— trotzdem die Mittel bewilligt sind—, weil auch hier Räume fehlen. Ebenso geht es mit dem Zufluchtsheim für Jugendliche ohne Unterkunft. Und so ist es mit vielen ailderen Arbeiten, die erst nach Behebung der Raumnot ein- wandfrei durchgeführt werden könnten. Die gleiche Raumnot ist auch in den Schulen und vor allem im Wohnungswesen zu finden. Manches könnte gebessert werden, wenn man der Magistrat diesen so stark bedürftigen Bezirk ein wenig mehr berücksichtigen wollte. Von der Bezirksverwaltung selbst wird alles getan, um Wandel zu schaffen. Vielleicht überzeugt sich der Magistrat einmal an Ort und Stelle von den Mängeln und ändert seine bisherige Haltung. Sö'röerung schwachbefähigter Volksschüler. Die volksparteiliche Landtagssraktion führte in einer Kleinen Anfrage aus, daß Volksschulkinder, die in einzelnen Fächern, insbesondere im Rechnen oder in der Rechtschreibung, schwach be- fähigt seien, in den mehrklassigen Schulen dadurch, daß sie ein oder mehrere Male nicht versetzt werden, in allen Fächern eine nicht ab- geschlossene unzulängliche Bildung erhalten. Diese Kleine Anfrage wurde den zuständigen Regierungen zum Bericht vorgelegt, wobei sich ergab, daß die Regierungen dieser Frage bereits ihre Aufmerk- samkeit zugewandt haben. Für einzelne wichtige Maßnahmen hat der preußische Kultusminister Dr. Becker neuerdings einen Erlaß an sämtliche Regierungen herausgegeben, aus dem der Aintliche Preußische Pressedienst folgendes mitteilt: Wenngleich besondere Mittel für die Förderung schwach be- fähigter Bolksschüler bei der Finanzlage des Staates nicht zur Ver- fügung gestellt werden können, so sind doch die nachstehenden Maß- nahmen, die sich in der Erfahrung bewährt haben, als beachtenswert zu bezeichnen: Für die Versetzung muß die G e s a in t r e i f e des Kindes maßgebend sein: mangelnde Leistungeu in einzelnen Fächern dürfen die Versetzung nicht ausschließen. Der in der Schule zu pflegende Gemeinschaftsgeist ist dahin fruchtbar zu mache», daß sich bessere Schüler der schwächeren unter Leitung des Lehrers annehmen, indem sie mit ihnen zusammen arbeiten und üben. Im Unterricht sind die schwächer Begabten planmäßig zu berücksichtigen und so in die Arbeit der Klasse cinzubcziehcn, daß auch sie ihren Fähigkeiten entsprechende Ausgaben im Dienste der Gesamtheil zu lösen haben. � Dabei wird zu beachten sein, daß ein gleich- mäßiger Fortschritt aller Kinder einer Algsfe nicht m ö g. lich ist. Wo das nicht ausreicht, ist für die Kinder, denen die Nicht-- Versetzung droht oder bei denen' nach erfolgter. Versetzung Lücken- auszufüllen sind, N o ch HM fe u n t e r r ich t im SinNe. des Erla'-es vom 2. März 1912 einzurichten. Ist die Einrichtung von'Abschluß- klaffen nicht möglich, so können Kinder, die mehrfach nicht versetzt sind, vor ihrer Entlassung zu A b s ch l u ß a b t c t l u n g c n ver- einigt werden, die besonders lebenswichtige Stoffe in einer den Kiäftcu der zurückgebliebenen Kinder entsprechenden Weis? durch- zuarbeiten hätten. Im übrigen ist die Förderung ichwachbejähigter Kinder wesentlich eine Frage des Verantwortungsbewußt- s e i ii s und der H i n g a b e f ä h i g k c i t der Lehrenden. Sie rann nur gelöst werden, wenn das Elternhaus zu verständnisvoller Mitarbeit herangezogen wird. Die Erziehungsberechtigten sind in persönlicher Fühlungnahme über die Schwächen ihrer Kinder rechtzeitig aufzuklären, damit sie auch ihrerseits- die Kinder durch geeignete Mittel: körperliche Pflege, B-'oussichligung, Verminderung hauswirtschaftlicher Zlrbeiten fördern könne». * welkerkuvdlichc Lehrgänge für Lehrer und Lehrerinnen sollen von der Staatlichen Hauptstclle für den natuiwissensckrastlichen linier- richt in Berlin W35 im Februar und April sowie in den Sommer- monaten abgehalten werden. Jeder Lehrgang sml in etwa 15 bis 20 Stunden die wichtigsten Kenntnisse der Klima- und Witte- rungskunde vermitteln. Als Orte für die Lehrgänge sind größere Städte wie Frankfurt a. d. O., Kottbus, Landsberg n. d. W. usw. in Vorschlag gebracht worden. Meldungen zur Teilnahme sind an die Prooinzialschulkollegicn bzw. Regierungen zu ricksien und van diesen an die Staatliche Hauptstclle weiterzuleilen. Richtlinien für Straßcnbcnennungcn. Zur Vereinheitlichung der Schreibweise von Strahennahmcn bei der Anfertigung von Straßenschildern, von Straßen usw. Ver zeichnissen und auch bei Auswechslung aller Straßenschilder gegen neue hat der Magist rot jetzt bestimmt: Für die Schreibweise der Straßennamen ist die jeweils geltende amtliche Rechtschrei. b u n g zugrunde zu legen. Soweit Zweifel bezüglich der Schreib- weise deutscher Ortsnamen bestehen, ist bis auf weiteres das(jähr- lich erscheinende) amtliche Ortsverzeichnis der Reichs- post, in besonderen Fällen die Auskunft des geogra- phifchen Instituts der Universität Berlin(Anruf Zentrum 5975) inaßgebend. Bei der Verwendung von Personen- namcn ist stets die von dem(ehemaligen) Inhaber des Namens angewandte Schreibweise maßgebend(also Gerhardtstraß« im Be- zirk Tiergarten für den Dichter Paul Gerlzardt, Gerhart-Hauptmann- Straße). Der Vorname ist bei Neubenennungen tunlichst fortzulassen. Die Bestimmung des Polizeipräsidenten, bei der Ver- Wendung gewisser geographischer Bezeichnungen(von Ortschaften, Tälern u. a.) die Endung„er" zu setzen, ist tunlichst innezuhalten (also Oetztaler Straße, Reichenberger Straße). In Einzelfällen ist un Interesse der Sprachflüssigkeit, des guten Klanges usw. eine Abweichung von den Bestimmungen zulässig(z. B.„Stallupönen- allee" stall des sprachlich schlechten„Stallupönener Allee"" und des unrichtigen„Stallupöner Allee": ebenso..Hardanger Straße" nach dem Orte Hardanger, da hier aus sprachlichen Gründen die odjektive Form„Hardangerer Straße" zu vermeiden ist). Bei Straßenbezeich- mingen wie„Bon-dcr-Hepdt-Sllaße",„Friednch-Krause-Uscr". „Hosimanii-von-Fallcrslebcn-Platz",„Alt-Moabit", sind Bindestriche zu setzen. Im Berkehrsintcresse sollen längere, aus mehreren Worten zusammengesetzte Straßenbezeichnungcn möglichst vermiede» werden, ebenso fremdländische Ranren, insbesondere, wenn diese Anlaß zur falschen Schreibweise und Aussprache geben(z. B. Glasgowcr Straße, Dubliner Straße, Windsorer Straße, Bnstol- straße, Gnineostrnße). Mus den Sezirken. 19. Bezirk— Pankow. Die erst« Sitzung der Bezirrsversammlung im neuen Jahr ver» lief sehr ruhig. Unter geschäftlichen Mitteilungen verlas der Bor- sitzende ein Schreibe» des Bezirkaamtes, daß dein Gesuch des Stadtrates Fe Uten um Pensionierung zum l. Dezember 1926 aus Gesundheitsrücksichten zugestimmt sei..Die Neubesegunz kann nun erfolgen. Als Vorsteher der Versammlung wurde wieder unser Genosse Krämer gewählt, mit Untersriigung der Knm- munisten und Demokraten. �Unser Vorschlag, die beiden Stell-, Vertreter nach der Stärke der Fraktionen zu besetzen, wurde von den bürgerlichen Parieicii durchbrochen. Neben Hürtgen(Dnat.) wurde« ch w i c n(D. Vp.) gewählt. Als Beisitzer wurde dann auch R i e g c r(Komm.) gewählt. Die ständigxn Ausschüsse wurden bestätigt Nach m.onatelanoer Vertagung gab dann Gras(Dem.) den Bericht aus dem Ausschuß zur Beratung der vom Magistrot geplanlen Verwaltungsrofoiin Cr empfahl eine Resolution, in der es heißt, daß �durch Beseitigung der Bezirk-verjammlung zum Schaden der Stadt ein« starke Verkümmerung des kommunalen Lebens und des Gedankens der Selbstverwaltung eintreten würde. Weiler wird gefordert eine Erweiterung der Rechte der A'ersanimlun.fl, inwcit hierdurch die einheitliche Entwicklmig der «lädt Berlin üu�Sipue des Gesetzgebers nicht gestört wird, llnfer Redner- kam. aru-die � Neügcstallung der Bezirksämter zu sprechen. .3) i e Zm h l-da-r ,1 n b c I c 1 de t o.» S i a d t r ä l e soll gegenstbec den besvldenm er h ö h t. werden, iltzolrrcnd für Beamte>urd Lehrer die hierzu notwendige Freizeit gesichert ist, wird der Arbeiter leicht einmal mit dem Unternehmer in Konflikt kommen. Die durch Oberbürgermeister Böß angekündigten Pläne scheinen uns zprzeit nicht so gefährlich. Sehr zir beachten sind aber die Verwattwigs» maßnahmen aus dem Gebiete der Baupolizei. Wie lange wird es noch dauern, b'" die Stadt und ihre Organ« jeden Einfluß auf die Baupolizei verlieren weiden'? Die Resolution imirde gegen die Stimmen der Kninnulnisten angenommen. Daun wurde die- Vor- läge wegen der Ve r p o ch t u n g des B st r g e r p a r k e s äuge- nammen, nachdem im Ausschuß Sicherungen gegen die notionalisti- ichen'Ausschreitungen bei den äisernlichen Konzerte» eingefügt waren. Die Vosloge über die Anstellung von Beamten würde angenonunen. Genosse L u ch,t- Blankeuburg hatte bewegliche. Klage zu führen über das Vorgehen der G ü l c r v e r w a l t u n g, d>e im Guts- garten, also mitte» im bewohnten Teile des. Ortes, iinmer wieder rieselt. Ist der Nutzen tiir die Kultur des Lnndes wirklich so groß, daß d, durch die Bevölkening immer wieder ne r ä r g c r t werden muß? Bstrgerme ster Dr. M e i ß n e r..erklärte, daß alles«chttiben bisher nichts genutzt lial. Herr Oberbürgermeistes Böß hat einmal in der Oeisemiichkeit versprochen, biß de» Wünschen der Auhenarte möglichst entgegengekommen werden soll. Es scheint, dgß das nur schöne Worte waren! 20. Bezirf— Rriniifcvdorf. In der Bezjrksverfommlung am•">. Januar erfolgte die Neu« wohl des Vorstandes. Die Wahl des prsten Vorsitzenden mußte durch die Altersprästdentin Genossin Kiesel vorge- nommen werden, da der zweite Vorsitzende, ein Kommunist, nicht erschienen war. Gleich zu Reginn wurde von den Kommunisten eine lancatinigc Erkläruua abgegeben. In dieser verurteilten sie die Geschäftssührung des bisherigen Vorsitzenden, Genossen R o tz o l k. und erklärten, daß sie nicht für ihn stimmen werden, selbst auf die KTclSsarv-6�r!e� 3\. GOLD- u. PURPUR mundst JA GOLD- u-TÖRKIS MuNOSX�Jlf ß3assatV'lRittcrz£ GOLO-u SEIDEN munost�/; Blick hinter die Kulissen� Wie stark die 72erocn und die seelis cherL 7{täftc des Ckhnstlers gerade dann mitgenommen-ivcrden�ioenn ex sprühend leicht uns unten mv �uschaaervauxvL devL' Sxdiauspicler' vergessen faßt, ivefi jeder, dereinen ßfick hinter die J�ulissca tun kann. TUcht ohne§raifd greift zum ßeispiei Snt(i Sfäasseuv eine unserer größten, nach jedem duftntir sofort' naeti ihrer ßeblingst�arette 5H a s s a r y- Qitt er Wie Ersehöpfurup toeichtr; die Heroen bemhigerusich, die bedanken klären sich für die nächste Scene. Cffcnnen Sie, lieber J�sex, den tnohltuenden Einfiaß- der SH a ss at y- fftqamäe-auf ORire- körperiieben� geistigen und seelischen Funktionen 7 Urteilen Sie selbst�! Gefahr hin, iusfc ein Bürgerliche? dadurch den Borsttz-rhÄt«.«tt 27 von 38 abgegebenen Stimmen wurde dann Genoge �togori zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Als erster Beisitzer wurde nur ein Bürgerlicher vorgeschlagen. Bei dieser Wahl erfolgte von den Kommunisten kein Widerspruch, so daß der Bürgerliche einstimmig gewählt wurde. Als dagegen als zweiter Beisitzer Genosse W e n d t- l a n d vorgeschlagen wurde, ersolgte von den Äommumsten wieder ein Gegenvorschlag, so datz Zettclwahl vorgenomnien werden mutzte. llnser Genosse wurde gegen die Stimmen der Kommunisten gewählt. Die Neuwahl der standigen Ausschüsse erfolgte noch der bisherigen Zusammensetzung. Als Sltzungs. rag ist auch für das neue Geschäftsjahr wieder der Mittwoch angesetzt worden. Die Sitzungen beginnen um Uhr. Ein erwachendes Staöwiertel. Nur daö Hallesche Tor. Bekanntlich spielt die Verwertung der militärischen Liegenschas- ten bei den Verhandlungen über die Entwaffnung und über die Beseitigung der interalliierten Militär/ontrolle eine große Rolle. Es wurde oerlangt, daß alle ehemaligen Kasernen und Liegenschasten — soweit fie nicht von der Reichswehr oder Schutzpolizei benotigt werden— oerkaust oder doch so umgestaltet werden, daß eine weitere Benutzung für militärische Zwecke nicht mehr in Frage kommt. Diese Forderung ist bei dem Gelände der G a r d e-D r a.g o n e r- Kaserne, wie kürzlich mitgeteilt, schon in weitgehendem Maße erfüllt und wird— wenn di« Bauvorhaben verwirklicht sind— restlos erfüllt sein. Während die Obergeschosse durchweg zu Lager- zwecken für Fahrräder, Möbel oder dergleichen eingerichtet sind, hat man die Erdeeschosse für Zwecke der Autoindustrie mog- lichst praktisch umgestaltet sowie eine große Anzahl neuer Garagen mit allen modernen Einrichtungen gebaut. Das Grundstück bietet zurzeit Ilnterstellräume sür über l«0 Kraftwagen, und zwar in Einzel-, Doppelboxen und Sammelhalleii. Ferner sind 6 Tank- anlagen, zahlreiche Waschplätze, Auto-Reparaturwerkstatt, Karosserie- fabrik, Vulkamsicran'talt, Autoschlossern und dergleichen mehr vor- Händen. Die drei Tor« sind inst Wächtern besetzt, die den Verkehr regeln und die Ein- und Ausfahrtzeiten eines jeden Wagens jchrifi- lich festlegen. Durch eigene Telcphormnlagen stehen sämtliche Dienst- stelle» des weitläufigen und viewer zioeigten Betriebes untereinander in Verbindung. Es würde zu weit führen, alle Einrichtungen hier aufzuzählen. Wie schwierig die Einrichtung dieses modernen Betriebes in der srüheren Kaserne war, wild jedem sofort klar, der sich durch eine Besichtigung davon überzeugt, daß aus� dem ursprünglich für die Draganerpferde künstlich weich gehaltenen Gelände fast durchweg be- sestigter bzw. bebauter Boden mir breiten, bequemen Fahr- slraßcn entstanden ist, so daß dieser Betrieb alle zur pfleglichen Behandlung der Kraftwagen erforderlichen Einrichtungen cnchält und daher vielleicht am besten als..AutoHeim" bezeichnet werdcv konnte. In zielbewußter Arbeit trotz der bekannten wirtschaftlichen Schwierig- keilen hat die Translag. Transport- und Logerhaus G. m. b. H. es verstanden, das jahrelang fast zweck, und nutzlos daliegende Gelände zu einem für die Entwicklung unserer Autoindustrie nicht nur be- sonders geeigneten, sondern auch zweckmäßig eingerichteten Auto- betrieb umzustellen. Ursprünglich war dces Gelände als Kohlen- l a g e r p l o tz gedacht und auch von der Johlengroßhandluna Hans Engels als'solchen benutzt worden, wob» jedoch das �chlyr des Gleisanschlusses den Betrieb vollständig unrentabel gestaltete, so daß die zur Translog S. m. b. H. gehörende Kohlengrotzhandlung Hans Engels ihren Häuptlogerplatz auf dem Kohlenbahnha�Weddln? mit Die Bella-Alliance-Straße hat sich ders vorteilhaft ist. Die Nähe des Flughafens sowie des Tempel. hofer Feldes mit den ausgedehnten Bebauungsmöglichkeiten ggwähr. leistet eine weitere schnelle Entwicklung— es fehlt nur noch, daß endlich aus Mitteln der produktiven Erwerbslosemürsorge der Land- wchrkanal zugeschüttet und dadurch Öfc so dringend notwendige Ber- binduna zwischen dem Westen und dem Osten Berlins hergestellt wird. Die bereits bestehende Ber stopfung am Holleschen Tor, die bei weiterer Entwicklung unseres Verkehrs unerträglich wird, würde sofort beseitigt sein, so daß auch mtt Leichtigkeit die Lankwigstraßs bis zur Yorkstraße verlängert werden könnte, ohne Brückenbau oder dergleichen. Hoffentlich wird diese gewaftjge Ber. kehrserleichterunq recht bald durchgeführt. In diesem Rahmen oerdient der hier kürzlich erwähnte Neubau eines Geschäftshauses B e l l e- A l li a n c e- St r a h e. Ecke Teltower Straße erwähnt zu werden. Das Erdgeschoß erhält moderne Läden, die sich bereits bekannt« erstklassig« Firmen gesichert haben, während teilweis im Erdgeschoß sywie im Obergeschoß ein großes Restaurant und ein Caft Angerichtet werden. Unmittelbar hinter diesem Eckbau wird ein modernes Lichtspielhaus mit 2000 bis 3000 Sitzplätzen erstehen, desien Foyer unmittelbare Verbindung mir dem Restaurant und Caf« hat. Eine große Terrasse an der Ecke Bclle-Alliance- und Teltower Straße wird einen Ausblick bieten auf den lebhaften Berkehr der an dieser Ecke über 2S Meter breiten Belle-Mliance-Stratze. Wasser Plage in Mahlsdorf. In dem kleinen Vorort M a h l s d o r s mit den vielen Siedlern ist ifte Wasserplage unerträglich geworden. Ein Teil der Lichten- beimr Siedlung„J® a r i e n h e i m" mit schönen neuen Häusern gleicht einem See». Mehrere Wohnhäuser sind nur noch auf B ah l e n sta n.« e n. zu erreichen, und viele Grundstücke sind über- Haupt nichr mehr zu betreten. Die Wohnhäuser und auch die Be- wohner leiden durch diese Wassernot außerordentlich. Die Keller sind zum großen Teil mit Wasser gefüllt, das durch die anhaltenden Niederschläge von, Tag zu Tag steigt. Die Entwässerungs- frage ist schon vor vielen Wochen mit den in Frage kommenden Behörden besprachen worden, aber es ist noch nicht ein Spatenstich gemacht, um de-g vom Wasser bedrängten Siedlern zu helfen. Hilfe aber, und zwa? schnelle Hilfe, tut dringend not. Städtische Märkte. Infolge verschiedener Aenderungen gibt das Bezirksamt Treptow nachstehend noch einmal Kenntnis von den Markttagen:'in O b e r s ch ö n e w e i d e, An der Rathausstraße: am Montag und Donnerstag vormittags von 8 bis 1 Uhr, am Sonnabend, nachmittags von 3 b's 7 Uhr, an der W i l h e l m i n e n- hofhroße!: am Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend, vormittags von 8 bis 1 Uhr: in A d l e r s h o f in der Bismarck- straßc' am Dlittwoch und Sonnabend vormittags von 8 bis 1 Uhr: in Johannisthal, Koiser-Wilhelm-Strahe: am Mittwoch und Sonnabend, ovrmittags von 8 bis 1 Uhr: in Treptow: Wilden- bruchstraße:-ym Mittwoch und Sonnabend, vormittags von 8 bis l Uhr: m Boumschulenweg, Trojanstraße: am Dienstag und Freitag, vormittags von 8 bis 1 Uhr. Loheland-Gymnastikkurje. Anfang Februar plant das Jugend- amt Treptow» einen G y m n a st i k k u r s u s mit der Gnmnastik- lehrerin Fräulein Anje Dannenbaum. Ort, Tag. Zeit und Höhe des Uftkostenbeitrages werden noch mitgeteilt. Interessenten werden gebeten, bis zum 20. Januar 1027 ihre Meldung beim Be° zirksjugendamt Treptow(Rathaus, Zimmer S4) abzugeben. Die Kinderlesestuben TreptowRord. Wildenbruchstraße 53, Baumschulenweg, Ernststraße 16, Oberschöneweide, Laufencr Str. 2, Altglienicke(Volksbücherei) sind seit Montag, den 10. Januar, an den bisherigen Oeffnungstagen, nachmittags 3—6 Uhr, wieder geöffnet. Das ambulante Lustbarkeilsgewerbe führt seit längerer Zelt einen harten Kampf um seine Existenz, welcher gegenwärtig äußerst akut in Erscheinung tritt. In einer von 300 Personen besuchten Versammlung dieser Branche, die im Reichsoerband ambulanter Ge- werbetmbender Deutschlands organisiert ist, wurde nach einem einleitenden Referat auch von allen Diskussionsrednern die äußerst pre- köre Lage des Gewerbes dargelegt. Hervorgehoben wurde, daß durch Schließung von fünf Bergnügungsplätzen ab 1. Januar, wofür kein Ersatz vorhanden und andererseits durch völlig unberechtigte Kündigungen der Platzinhaber gegenüber den Standinhabern zirka 80 Proz. der kleinen ambulanten Gewerbe- treibenden platzlos, d. h. broilos geworden sind. Einmütig vertrat die Versammlung vom 10. Januar den Standpunkt, gegen diese Brotlosmachung ganz entschieden zu protestieren und wählte eine Kommission, welche mit der Durchführung der beschlossenen Aktion betraut wurde. Genossin Verla Bunge, Charlottenburg, Rostnenstr. 4, wird heute 60.Ja h re alt. Immer stand sie, nie ermüdend, bei der Par- teiardeit in vorderster Reihe. Seit 1905 Parteimitglied, vorher schon Jahre im Frauenoerein tätig, wirkt sie heute noch als ein Vorbild für die Jüngeren! D« ber plSctncn uni Njichrigcn Rusthätifllclf zur D-riri feiert« kürzlich der lanaiäbrig« ffunktionSr Genosse Gmil Kiefer, Beyme- ftrate 16, mit seiner Eliefrau. Da» volksbildnugsami Prenzlauer Lerg veranssaltet beut«. Freitag, den lt. Januar, 8 Uhr, im Saalbou FrtedrlchZhain, Am Friedrichs- bain 16/25, sein zweites Eiiifonielonzcri, zu dem Genosse Dr. Kurt S i n q e r den«inleitenden Vorlrao hält. Mitwirkende! t>a»si Freud- b e r g fKlavier), Franz O s b o r n(Klavier!. Johannes Strauß (Klavier). Berliner Sin'onieorcheller unter Jascha Horenftein Karten je 75 Pi. einschl. ffiaibeiobe und Liederlexte zu haben bei den Bolls bildungsäwtern und den BerlaufSstellen. Einsendungen sür diese StudrU sind «erli» EW 66, Liudeustraße 3, parteinachrkchten für Groß-öerlin stets an das Brzirlslekrelariat. ?. Hos. 3 Trep. recht», zu richte». Voranzeige. Dienstag, den IS. Zanuar. abends 7 Uhr, findet in den Pracht- jäten am ZÜärchenbrnnnen. Am Friedrlchohain 29/32, eine Allge- meine Funktionärversammlung statt. Retchstagsobgeordneter w I l- Helm vittmann spricht über �Regierungsbildung und Sozial- demokratle". Die Funktionäre werden gebeten, sich diesen Abend freizuhalten. Die Funktionärtarten für 1026 berechtigen zur Teilnahme. Der Bezirksvorstand. Achtung. Abteitnngsletter! Die Abrechnungen der i. Abteilung (Berlin) und der 83. Slbteilung(Lichterfeld«) sind trotz oller Bitten und Mahnungen auch bis heute» zwei Wochen nach dem letzten Termin, noch nicht in Ordnung.— Die zuständigen Vorsitzenden und Revisoren werden dringend ersucht, hier Wandel zu schassen. & 21.: Alex Pagets. « Kreis Prenzlauer Berg. Freie Lchulgemeiudk: Leute, Freitag, lt. Januar. "iVa Uhr, im Alterskeim Davziger Str. 62. wichtige Mugluderveisammlunz. Alle Miiglieder müssen unbedingt erschein««..,. 7. Kreis«Äarlottenbuig. Reitungslommisswn: Am Sonnabend. 13. Januar. treffen sich die Obleute der Adteiluireen um Ukr Untergrundbahnkos HaUeschez Tor zur Besichtiguirg der Vorwärts Druckerei. 13.«reis Temvelbos. Mar-end-rs. Marienseld«. Lichtenrade. Heute, �rci-aa. lt. Januar. 7 Ukr. Sikunq des Bilduugoausschussr, im Gymnanum Tempel- dos. Kaiserin-Bulmstv-Strake. Da um 7-.) Ukr die Versammlung für die welfliche Schul« beginnt wiib um pünktliches Erscheinen gebeten. lt. Are!» RenISlln. Di« Bezirlsverorbneienoersammlung tagt nicht am IS.. sondern erst am 26. Januar.— Sonnabend, 15. Januar, 8 Uhr, Z. Bücher- kreisabend in ber Aula der Ratkenau-Schule. Voddinstrasse Theo Maret rezitiert. Gintitttstatten zum Preise voll 30 Pf. per Stück au der Adeudlasse._._ Heule, Zreilag. 14. Zaauar: 127. Abt. SobenschZuhausen. Ubr in der Schule Freienwolder Str. S/S ordentliche Generaloersommlun«. Vortrag:»Di« kommunalpoltttsch« Gni- wicklung Hodenschönhausens". Referent Genosse Tkiele. Organrsattons- angrlegenheiten. Reuwadlen. Alle Mitglieder müssen erscheineu. Morgen Sonnabend, 15. Januar: «7. Abt. 714 Ubr wichtig« Funktwnärsikung bei Kuhnert. Muskauer eck« Pllcklersirake. Siellungnokm« zur Reuwak! der Abi-ilungsleitung. Petershage» und Reu-Pogel-dors. 8 Uhr im»Alien D-ssauer» Monatsverfamm. lung. 1. Vortrag der Genossin M. Juchacz:»Die Regierungslrrs-". 2. Drs- kussion. 3. Neuwahl des Vorstandes. 1, Verschiedene-. Anhänger als Gäste willkommen. Jungsozialiskea. Henke, Freitag. 14. Januar: S raupe Rotten: 714 Uhr im Jugendheim des Ledigenheim-, Am Brunnen. vlah, Eingang Orthsir. l», Vortrag:„Soziologie der Familie. Referentin Ge» nossm Michaelis- Hermsdorf. Alle Mitglieder der nSrdlichen Gruppen sowie die älteren Genossinnen und Genossen der AI. sind besonders herzlichst eingeladen. — Gruppe Schöncberg: Pünktlich 8 Ulsr im Jugendheim Haupistr. lo(Osima:!- zimmer! Jahresmltgliederversammlung. Erscheinen isi Pflicht.— Gruppe Mitte: 8 Uhr in der S»ul« Givsstr. 23- Vo'.trag:.Eozialhygrenr". Rrferentlu Dr. Kitte Frankentho'.. Gäste gern gesehen. » Arbeitsgemcinschost der Kinderfrennde.»ruppe Schön-berg. Friedenau: Heute. Fieitag. lt. Januar, im Jugendheim Haupistr. 15(Oftmarkzitinncr), für Jünger«: Tänze: sür Aelterr: Aussprach«:»Unser Wandern". Sterbetafel öer Groß-Serliner Pactei-Grganisation? 6. Abt. Unser Genosse Frih Becker. Granseer Str. 10, isi pcrsiorhen. Beerdigung am Sonnabend. 15. Januar, nochinittags 3 Uhr, auf dem Zentral- iriedboi in Friedrichsfelde. Reg« Deieillgung e:wartct die Abtrilunqsleitung. Ut. Ab«. Lichtenberg. Unser Genosse Otio L U d e r, Eärinerstr. 3, ist per- swrben Einäscherung am Sonnabend, 15. Januar, nachmittags 1 Uhr, im Krematorium Baumschulenu-eg. Wir erwarten zahlreich« Beteiligung. US. Abt. Lichteabeig. Unser«Senosse Lehrer Hcimanu R e! n i e, Simploii- st rast« IIa, ist verstorben. Beerdigung am Freitag, lt. Januar, nachmittags 3 Uhr. onf dem Friedhof Lückstraßc. Dir bitten um recht reg« Beteiligung. 11». Abt. Lichtende'«. Unser Genosse Duftap Kurth, Rittergutstr. 23, ist am 10. Januar verstorben. Einäscherung am Sonnabend, 15. Januar, nach- miiwos 414 Uhr, im Krematorium Bauinschulenweg. Wir erwarten zahlreich« Beteiligung. 146. Abt. Reichsdrackerei. Am 8. Januar schied unser Genosse Wilhelm D ä r f e r t freiwillia aus dem Leben Einäscherung am Freilag, 1t, Januar, abends 6 Uhr. im Krematorium Baumschulenweg. Ehre seinem Andenken. Sozialiftiscke flrbeiterjugenü Hroß-Serlift, Die Bücherstube isi heut« von 5—7 Uhr geöffnet. Abteilungskassierer. heute von 5—7 Uhr Beitragsabrechnungen. Abteilungsleiter, liefert die Derlchtsbagrn ab. erledigt die noch ausstehen- den Abrechnungen, meldet die Adressen des neucn Funltioiiärkärpers. Heute, Freikag, 14. Januar, abends 7% Uhr: Moabit II: Jugendheim Stephauplah. Mitgliederoers ammluna.— Weddiog- Rord: Jugendheim Turiner Ecke Seelt ah«.«Jedenkseier: Karl Liebknecht und Rosa Luremburg.— Balkan: Jugrnoircim Schul« Mendelstr. 2. Zimmer 32. Zebn-Minutcn-Referate.— Rordoste» ll: Jugendheim Danzigrr Str. 62. Vortrag:..Da» Werden der Arbeit erdichter".- Rosenihaler Vorstadt: Jugendheim Städtisches Heim Eormaun- Eck« Kohden icker Elroie. Bortrog»Die Dichter und ihr« Einstellung zum Sozialismus".— Sencselder-Liertrl: Jurendhetm Danziger Str. 23. Beitrag:„Nationale Zugenbbewvguna".— Weiheasre: Jugendheim Parkstr. 36. Vortrag:»Ueber unser Lrben<— Landsberger viertel: Jugendheim Tilstter Str. 4. Tagung bet ArbeiisgemoinsAast.— Stralauer Viertel: Jugendheim(Eohlerstr. 61. Bortrag:»Worum frei« Gemerk- schoften?"— Ehanlottenburg: Jtegrnbheim Rostnenstr. 4. Bortrag:..Die rote Feldpost'.— Halensee: Jugendheim Schule Ioachim-Friedrich-Slr. 85/36. Vor» trag:„Jugend im Start einst und ieht".— Si' iili* II: Jugendheim Holsteinisch« Straste 8. Kehn-Minulen-Rcscralr.— Brist: Jugvndheim Rathaus. Ehoussee- stvast« 48. Vortrag:„EAZ.krr im Betrieb".— Reu kill» I: Jugendheim Rüttli- schule. Kimme: 50. Arbeitsgemeinschaft der Aelterrngrupve.— Reuköll» IV: Jugendheim Npgcisir. 58. Bortrag:„Tcruelle Frage".— Rirderschäiictveid«: Juarndbeim Berliner Str. 31. Vortrag:„Faschismus".— Tegel Iugendkeim Bahnhasstr. 15. Heiterer Vortrag.— Riedctschlnhausen: Jugendheim Schul« DIankenburaer Str. 71/72. Genevaloersammlullg.— Spandau: Juzendheim Lindenufer 1. Vortrag. Werbebezirk Teltowkanal: Jugendheim Steglist. Albtechtstr. 47. Besprechung der Märzfeier und der Aelterengruppe. Die Borststenden müssen unbotingt erscheinen. Werbebezirk»enkAIn: Km» Dstnretariumbesuch am 22. Januar müssen die Karten bis TU Januar beim Genossen Lange bestellt und bezahlt sein. Preis 50 Pf. übergibt man nur dem Nachwei, de« Deutschen Musikeroerbande-, Berlin. Kam- mandantenstr. 63,64. Dönhoff 3277-78. »eichäitszeit O-S, Sonntag»«)— 2 Uhr. Aus Wunsch: Bertretcrbesuch. Li»«S»«»«»' S«S»>»>F»«iraseres l»elsi>iellos billigesa Inweniur- Ausverkaufs MlMWMWIllWMIlüllWIllUllW Einige Beispiele: ii!i!!!lliil>iili!!li>llllili!l!iilii!iiiWmiMMliimiilili!li!Mil!iiliiiiiiWilMWMWiff!liiiliMl!!i>iiilii,!!>ii!iil!>iliilili!ii!lii!liiimli!!!!i!,liiMi Herren-Jackettanzüge...................... von 18,— an j Herren-Sportpelze......................... von 95,-- Herren- Winterulster ,22.- Herren-Früh jahrsmäntel............... von 24.— an| | Herren-Gehpelze* 145.— Herren- Winterpaletots mi« Sommetkrauen... von 39.— an 1 Herren-Sportanzüge............. von 22.— an| | Autopelze.•...2�0.—, Ledersporipelze...... T95.— | Jagdpelze...165.—y Pelzjoppen..... von 72.— an _ iChaulteurpelze v.98.—, Nacktpelze weniggebr,». 19— an Herren- Winterjoppen......... von 10.90 an| In a,I®P Abteilungen, auch| ChauHeurmäntel von 62—,-Anzüge von 28 50 an nftfh M«R cirvri allö K�ccoror»'-------------------------— Herren-Lederjoppen, braun 76.—, schw.».55.— an j Herren-Windjacken........... von 6 95 Gummimäntel i. Damen 13.50, für Herren v fang bis zum Schlug iiugcrst intcrclsant und spannend, ssitr beide Mann- schalten geht es um die Iiihrung der ffinippc. Der Sturm der Lichtenberger hat zwar ein bessere» gombinotionsvermiigen, doch fehlt ihm der Kampfgeist und Sieqeswillen der Eirolauer. In Lichtenberg. Sophienstrasje. treffen»ch zwei in der Spigengiuppe liegende Bercine der Abteilung 0: Brandenburg 02 und Oberspree. Serade fltr Odeispiee geht es Um den zweiten Plag in der Tabelle. In Abteilung C stehen sich Adbershof und Sparta in Adlershof um die Ttthrung gegenüber. Weitere Spiele: Askania gegen Sadowa in Köpenick, G'.itne Trift. Ketschendorf gegen Wriezen in Ketschendorf. Bichterswalde gege» Tide! gegen Tosdorf in Rudow, Reuköllner Strohe. Johannisthal gegen Hertha 22 in Iohannnisthal. Berliner Sportverein 22 gegeu Komet in Hohen» schönhausen, Sonnnerstrahe, Trisch-Irei gegen Adler in Riederschöneweibe. Gasanstalt. Neuenhagen gegen Iichte-Clidoit in Reuenhagen< Ostdahn).— Bezirk Norden: Staaten gegen Nauen in Staaken. Nord gegen Birkenwerder in Oranienburger. Hansa gegen Minerva in Hohenneuendorf. Beltener Ball- spielklud gegen Sachsenhauscn in Velten. Aibeiter-Turnverein Pankow gegen Brit, in Pankow. Eisenspalterei gegen Nordiska in Eifenfpalterei. Pankow 06 gegen Arbeiter-Svortverein 24 in Pankow, Marimiliaiistrahe, Alemannia gegen Union in der Ehristianiastrahe. Biktoria gegen Adler 06 in Ebcrswalde. Iichte- Gesundbrunnen gegen Amateure in Reinickendorf, am Schäfersee, Hel> vetia gegen Borussia auf dem Ererzierplah Schönhauser Allee. Mchte 24 gegen Wacker 20 in Riederfchönhausen, Kaiserweg, Bernau gegen Wacker 24 in Bernau. Teutonia 09 gegen Blau-Weih in der Ehristianiastrahe. Wittenau «gen Adler 12 in Wittenau. Ioachimsthal gegen Hertha-Steinfurth in Ioachiwsthal.— Bezirk SLdwcsten: Berlin AN gegen Hertha-Luckenwalde in Steglitz, Ring» Ecke SUdendsteahe. Eintracht 2S gegen Luckenwalde l in Britz, Gevmaniaprvmenadc. Berolina gegen Teltow auf dein Tempelhofer ffeld, Jüterbog gegen Reuköllner Ballspieiklub in Jüterbog. Potsdam gegen Brande». bürg in Potsdam, Bornstedter ffeld. Nowawes aegen Schmargendorf in Rowawes. Priefterflrohe. Wilme: sdorf aeorn Kirchmöser in Wilmersdorf, Württem�rgifche Ecke Iöhringer Ctragr. Biktoria gegen Zehlendorfer Ballspiel. klub in Tcinvclhof. Kaiserin.Auousta.Strahc. RUstig-Borwärts gegen Schön». beug in Neukölln, Grenzallee. Neukölln-Briiz gegen Kreuzberg in Neukölln. Dammweg. Kolzcnburqer Sportverein gegen Luckenwalde NI in Kslzenburg. ffrisch-Auf gegen Lankwitz in Luckenwalde. Charlottenburg aegen ffichte in Eharlottenburg, Olberstrahe. Britannia««gen Wolieesdorf auf dem Tempel. hofer ffeld. Ruhlsdorf gcaen ffrankcnfclde In Ruhlsdorf. ssichie 21 aegen Stern �tch�nvade. Luckenwalde v aege» Mariendorfer Sportklub in Luckenwalde, »»ttneidc.— Beginn der Spiele nachmiltaos 2 Uhr. Borher untere Mann- schotte it. Bormittags auf allen Plätzen Alt-Jugeich-, Jugend, und Schüler- Mannschaften. Handballspiele am 16. Januar. nach Kupferhammer änner und Adlervhos» In die Prooinz fahren: ffichte 21 1. Männer vormii trnd nachmittags nach Steinfurth, Lichtenberg 2. und 3. Iuaend gehen nach Luckenwalde: Schönow 1. und 2. Männer fahren»ach Brandenburg gegen die dortige 2. Abt.. während die 1. Abt. noch Berlin kommt und gegen Echöneberg-Svortler um>«2 Ilhe und die 1. Männerobt. um HZ Uhr auf dem Dvininicusvlal, spielt. Um 12 Uhr spielen ebenfalls dort Sälöneberg.Turner gegen ffichte 12. In Spandau, ffallenha gener Chaussee, 10 Uhr. spielen die 2. Mäiiuer gegen Groh-Derlin-Süden II. die l. ffranen aegen Schönow sll Uhr) und die l. Männer gegen Moabit l

I(11 Uhr). Süden II qea-n Neukölln 2. Abt. II(H2 Uhr). 20a I gegen Moabit II fH3 Uhr). In Bamnschnlenwea um 9 Uhr 7. Iugendabt. II gegen 3. Abt. It. Iii» 19 Uhr 2. Männerabt. I gegen Biesdorf II. Z. Männevabt. III gogr» Erkner I, 3, Ingrndadt, 7 aegen Gross-Berlin-Süden I: um II Uhr 3 Männerabi. II«gen Riederschäneweide I. 1. ffrouenadt. ge«n Neukölln. Bereinsmannickaft. Um 12 Uhr spielen auf dem oleiifcen Platz: 3. ff:auenobt. II gegen Lichtenberg 1, 10. Iugendabt. I«gen Stralon. NM 1 Uhr 10. Männer» abt. II aegen ffichte 12 N, Z. ffvauenabt. l qe«n Moabit l. um 2 Uhr 10. Männer s aegen l. Abt,,»nd um 3 Uhr z, Männer I gegen Stralau I. In Alt-Glienickc svlelen die Männer gegen Bohnsdolf(?42 Uhr) und die In«nd gc«n Sparta I<3 Uhr). ffichte.Rord spielt in Reinickendorf. Schorn» wckerstrassc, mit der 1. In«nd geoe» ffichte 4(9 Uhr), um 10 Uhr die 2, Männer gegen ffichte 5 17. Die 1. Männer spielen gegen Sparta I um HZ Uhr. In Köpenick, Marienstrosse, spielen um 1 Uhr die 2. Jugend gegen Schöncberg-Sportler II und die 1. Iugendmannschast um Z Uhr, Die 1. Männer kämpfen um 2 Uhr aegen Pankow I, während im Köpenicker Stadion die ffreien Konufahrer geae» Rudervereiii Eollcgia um U Uhr antreten. In Oberfvree svielen die Jugend a»«n Sross-Berlin-Norden 2 im, H2 Uhr und die Männer gegen Grvss.Perlin.Norden 1 um 7-3 Uhr. In Wildau svielt die 1. Jugend argen Pankow I lHI Uhr) und die 2. Jugend geoen Reulölln-Bereins- Mannschaft(H2 Uhr). Weitere Sviel« find: Männer: ffichte 4 I gegen ffickrte» Süd I 3 Uhr in Plössense». Kaulsdorf l««n Grvss-Berlin.Rorden 3 d 3 Uhr in Koulsdo-rf. Gross-Berlin-Rorden 1 ffraucn qe«n ffichte 3 I H10 Uhr. Exer- zirtchfatz Schönhauser Allee. Jugend: ffichte 21 gegen ffichte 10 UNI 9 Uhr in Lichtenrade. Lichtenberg 1 aeoen Sross-Berlin-Norden 2 um 2 Uhr in Lichten. berq. Treskowallee, mib Bohnsdorf-Schüler gegen Wildau um 12 Uhr in Bohnsdorf._ Touristenverein„Die Naturfreunde". Abt. Eharlottenburg: ffreitoa. 14. Januar. 8 Uhr, im Heim Spreessr, 30 sffimmer 5) Heiniweihe»nd Liebknechterinnerung.•»- Abt. Siidost: ffreitag, 14, Januar. 8 Übe, im Seim Reichenberacr Str. 00 Seneiolversammlung.— Abt. Südwest: ffreitag. 14. Januar. Z Uhr. im Seim Bärwaldstrasse sBadc. anssalt) Lichtbildervortrag:.Liebesleben der Infekten".— Abt. Reukölln: Iugendaruvvc ffreltaa 14. Januar. 7 Uhr. im Seim Kopfssr. 33 Schachlehr. abend.— Abt. Gelundbrunuen: ffreitag. 14. Januar. 8 Uhr. NN Heim Lorssing. strass« 19. Generalversammluna.— Abt. Rurienborsi ffreitag. 14. Januar, 8 Uhr, im Heim Dorfstrasse falte Schule) Vorbereitung zum Iul. Sonntag, 10. Ja- nuar. Iulfeier in Lichtenrade.— Abt. Treptow: ffreitag. 14. Januar. 8 Uhr, im Seim Elsenstr. 3..Weltanschauungen", 2. Abend.— Abt. ffriedenau: ffreitag, 14. Januar. 8 Uhr, im Stirn Offenbacher Str. 3»„Ernstes und Heiteres aus dem Parlament". Referent Genosse Ad. Hoffmann.— Gnuiichter Chor: ffreitag, 14. Januar. 8 Uhr. im Altersheim D<»nzi«r Str. 02 IBarackc 3) Atem» Übung. Neueinstudiernna. Tenor- und Sopronstinnnen werden noch gesucht.— PhoHoemeinschaft: Moniao. 17. Iemnar,'48 Uhr. im Heim Eherinstr. 12 Licht bildervorlraa:„Der Wetde.'an« der Trockenvlaite". Ausstellung:„Das SiiNebe»".— Zoturwiffenichaftliche Abteilung: Montag, 17. Inuar. 8 Uhr. im Heim St ra lauer Str 33 Genosse Gottschar:..Raiu?betrachttrn«n beim Wandern".- Abt. Schöneberg: Montag. 17. Iarniar. 8 Uhr, tm Heim Sanol str. 16„Etwas über Winterivort".— Abt. Stealiss: Montao, 17. Januar. 8 Uhr. im Heim Kniephof. Ecke Jever Strasse Racktknltirr.— Abt. LizMenrabe: Montag, 17. Januar. 8 Uhr, bei Leufa, Kaiser-Wilhelm-Sir. 73, ffahrien- berichte und Singsang. Sonntag, 16. Januar. Beteiligung am Bezirk»! ulfest. —«dt. Webdiua: Sonntag, 1«. Januar, nach ffricdrichshagen. Treffpunkt 7 Uhr Bahnhof Wedding._ Tressen des ARB.„Solidarität". vrtugr. Berli». 1. Abt.: Arbeiter-Wohlfahrts-Mufeum Eharlottenburg. ffrounhoferitr. 11/12. Treffpunkt I Uhr Am Knie.— 2. Abt.: 1 Uhr Marien- fclde. Berliner Strasse. Etrossenhahnlinie 19».— Bez. 2, Vrtsgr. schönebcrg: Pvstmuseum. ohne Räder Treffpunkt vormittags 9 Uhr am Start Stuben- rauchitr. Z-. � vrtagr. Eharlottenburg: ffusstour: ffiel wirb«n Start Bä�ono- frrasse IZ dekanniaeaedcn. 1 Ubr nachmittags.— Z. Abt.: Sirfchgarten lAald- bürg). Start IH Uhr Laustgcr Platz.- 4. Abt.: Müggelberg« sffusstour). Start 19 Uhr Weberwiese.— 3. Ab:.: Musrumsbeluch. wtart 10 Uhr Etrau». deraer Str. Z. Nachmittag» 3 Uhr«ereinslokvl Straiiobcrqer Str 3.— 0. Abt.: Röntaentai. Start 10 mio 1 Uhr Schönhau, er Allee 104.— 7. Abt.. R»Nt«ntal. Start 1 Uhr Koloniesir. 147.— 8. Abt.: Tour Start 1 Uhr Wal. denlerstr. 19.- 10. Abt.: Märkisches Museum. Start 10 Uhr Somenluspia«.— 11. Abt.: Tour. Start 1 Uhr Blockvlah.— Gäste bei allen Touren wllllommen. «lbeiter.Nablabrcrverein Gross. Berlin. Sonntag, 10. Januar, 1H Uhr. Hirschgorien. Restaurant Wilhclmshof. Start Waldemarstrasse Ecke Mariannen. plag. Gäste willkommen._ hockeyspiele am 16. Januar. In Lichtenberg. Platz Rormannenstrasse. spielen von#— lOJs Uhr Sport- verein ffichte I I gegen SvB. Ro-dosl fLichtcnbcrg Il>. l0>u— 12 Uhr Lich.enberg„ gegen SvB ffichte 12 I /Nordost), vo» 12- IH Uhr Athlrlik.SportNub II gegen ffreie Turnerschaf: Ehorlottendurg III und�von IH-�UH- Athletik. Svorttlub I gegen ffrrir Turner/chait Gross- Kerl, n- N o r de n 2 l lWe». In Chorlottenburg, grif'drm Städtischen Sportplass«eslrnd. von 10H--12 Uhr Spv. Moabit l gegen SvB. ffichle 10 I tEharlottenburg), von Uhr ffreie Turnerschaft Eharlottenburg I geoen Arbeiter-Turnverein Pankow l tSchmerrgendorfl. In der Schönhaus-r Allee. Pl-ss hinter der Mauer, von 9-10H Uhr SoP. ffichte 10 II gegen SvB. ffichle 1 II /Sross-BerllN.Norden 2U). von 10H— 12 Uhr ffreie Turnerschaft Gress.Berlin-Nordenll N geoen ffrci» Turnerichait Schönholz III lffichte 10s. In Swaken von 10H— 12 Uhr Freie Turnc-.schaft Staaken gegen Sportverein Roland(Chariotienburg II). Schachwettkämpfc. Am kommenden Sonntag, vormittags 10 Uhr, finden solgend« Weitkäiivle in der E-Gruvv- statt: Westend I gegen ffriedrichshom I, Sophze.EH-rlotte. Strasse 85. Osten II gegen Ostkap l. Weberstr. 0. Westen II«gen Humboldt- I>ain il, Stdanstt. 17. Nordwest II gegen Gesundbrunnen Ii, Bremer vtr. Schillerpari I gegen Wedding IH, Müllerstr. 70. Schwerathletik. S:nen grösseren Kampia bend veranstaltet oui Sonnobend, 13. Januar. 7'.. Uär. die Svortl. Bgg.Nordost" in ihlem Kamptrzng Ehristburger Ein vielseitiges Programm mit- Kämpfen im Boren uud ie 4 lrn Iui-Jitm und Ringe» steht in Anssscht.- Die Bere n.gung drginnt Montng. 17. Ja- nuar. mit neuen Anfängerturfcn im Jiu-Jitsu,«eine Kimua�ühr, nur der Lbliche Mitgliedsbeitrag. Jugendliche und Erwerbslose die Halfie. Adr. Nvrdosi. Monlaa und Donnerstag 7—10 Uhr Tumichille Christburger Str. 7. �bttONen: Mittwoch und Sonnobend 7-l0 Uhr Turnhalle Lange Str. 70.— BtroUn« siegreich! Bor gut brsuchte», Hause gewann am ffieita« Berolina den'ällzgen Serienkamps«:«n Libertos überlegen mit 21: 7 Punkte». Die Kämp� standen durchweg Im Zeichen der Ueberl« enhei: Bervlinock. Spannend verlief der Kampf Ncgrria»! vor«ui ouiunirm v"uiv- v, uru.wi Serienkampf«:«n Liberias llberlegrn mit 21: 7 Punkte». Die Kampfe stmnd durchweg Im Zeichen der Ueberlc enheit Dervlinack. Spannend verlief der Kam., im Bantamgewicht, wo im ersten Gang Rasch- Berolina seinen Gegner Wonda. Lkberto« tu 3 Min. 4 Sek. warf. Im zweiten Gong unterlag der Bcroliim. mann in 5 Min. 30 Sek. In gewohnt prächtiger Weise bracht« Droas-Breolina im ffedrrgewicht seinen Gegner Teppcr-Libertos in beiden Sängen in s Min. 1b Sek. und 8 Min. 23 Sek. auf die Schultern. Alle anderen Treffen, mit Ausnahme im Mit:e!«ewicht. waren für Berolina siegreich._ Berichtigung. Rudervrrein.Eollcgia". Der Bortiag über.Sport und Wettkovipf" findet heute, ffreitag. in Chatlotienburg, Wielondstr. 4(nicht 41) Natt.__ Wetterbericht der öffentlichen wetterdlenstslelle für Betffn und Amgeßend (Ilachdriick derb.) Sechlelnd belvölkt. nur noch einzelne Regenschauer bei lanqiam sinlendcr Temperatur.— Jüt Veulfchland: Im Osten noch viel» vielfach Niederjchläge, im Westen zeilweise aufklarend, überall kühler. Otto Gebühr i° Die Sporcksclien Jäger f;i Phoelras-PalastHTr. Staats-Theater Opernhaus Platz«. d.Republ. 7>/, Ubr: Carmen Scbnaoplelbans 8 Ubro Hamlet. Sctalllcr.Tbeater 8: Drei Schwestern Stäätlft flpei Charlotlcnbure 8 Uhr Elektra Dirig. E. Pollak A.Bahr-Mildenburg, H. Wildbrunn. Abonn.-Tumus IV Metrovoi- Theal. Täglich 8 Uhr MlMtojlB Walhalla-Thcat. Weintziasweq Iljl. 8'/, Bs war einmal In Heidelberg mit d. Schlaeerlied Ichhab'meinnertln Heidelberg verloren Vorzeig. SV/oErmäB. KiteSchmidt-Sarasl Gaston Briese Re«ideaziiiealek Täglich SVzJhr: flbsteigepartier kiziriä Jignidlidmi virbchn Deotsdies Tlieater Norden 10334—37 8 Uhr: WoltgangGoetz le: HeinzHilpert von Regle; Kammerspiele Norden 10334—37 8 Uhr: Ollapotrlda von Uernet-Holenia Rqi«: Heinz Hilpert. Hierauf: Das Veilchen von Franz Molnar Regie; Eug. Robert Die Komödie BismarcK 2414, 7SI6 8 Uhr: Die Gefangene Von Bourdct Regie- M. Reinhard) Dieatlag, den 18. 7Vj Uhr: Erstaufführung: Die Perle. Ibeat. a.Mollendorfpl Kurfürst 2091 8 Uhr. Rlabieute mit Max Adalbert Kose-7beater «uhrPreziosa ThoUa-Theoter 8 Uhr: Ber große und der kleine Klaus SzlMurg-BIhui Dts KUnstler-Th. Prltzl Massary: 8:„Die Königin" Sonntag S'AÜhr: D. Iröhl. Weinberg Lesslng-Theater Alb. Bassermann 8: DerDiKlator Th. a.SaifDrsteiiilaiiini 8 Uhr; major Batbata Lusisplelhaus 8'/, Guido Thielscher Trianon- Theater Täglich 8V« Uhr. Der gr. Lacherfolg Dr. Stieglitz mit Lobe o. Ebelsbachcr eitt*oiti,Scn sind eben verschieden. Jedem Feinschmecker aber kann ich versichern, daß die umfangreiche Hippozunge, 10 bis 12 Stunden in Salzwasser gekocht, auch den Anforderungen des verwöhntesten europäischen Geschmack» gerecht wird. Aus der schwartigen Haut, die von ein Zenti- meter Dicke am Bauch bis zu vier Zentimeter auf dem Rücken beträgt, schneiden sich die Eingeborenen Riemen, Peitschen und Schilde Für den europäischen Handel kommen weder die Haut noch die geringen Zähne in-Betracht, sowohl wegen der Transport- Unkosten, wie der Munitionsvergeudung, welche diese Jagd mit sich bringt. Da serner unter asrikanische» Jägern das Erlegen dieses recht harmlosen Großwildes nicht als ein besonderes Ruhmeskapitel gilt, so läuft das Flußpferd vorläufig noch weniger Gefahr, aus- gerottet zu werden, als seine Kollegen, der riesige Elefant und das wehrhafte Rhinozeros. Und wenn das Flußpferd sich eines ge- nügenden Schutzes der Kolonialverwaltungen erfrenen würde, so könnte es noch in späteren Jahrhunderten die großen Flüsse und Seen Afrikas schmücken— ein interessantes Naturdenkmal, der letzte Zeuge einer gewaltigen, nie wiederkehrenden, prähistorischen Tierwelt.__ Die größte Familie der Well.. Einen Rekord in der Nach- kommenschast hat der frühere ameritonische Farmer Thomas B. Parker aufzuweisen, der jetzt in New Park lebt und vor einiger Zeit im„engsten' Kresse seiner Familie seinen 90. Geburtstag feierte. Dieser„engste" Kreis der Familie umfaßte nicht weniger als 638 Personen. Es handelt sich hierbei nicht etwa um nahe Verwandte als Vettern oder Schwagersleute, sondern nur um seine Kinder und Kindeskinder sowie um die Gatten seiner Kinder, also seine direkte Nachkommenschast. Parker war fünfmal verhetrittet. Von seiner ersten Frau hatte er 18 Kinder, von seiner zweiten Frau 21, von seiner dritten 9, von seiner vie ten 12 und von seiner fünften 10. Insgesamt hatte er also«ine direkte Nachkommenschaft von 70 Kindern. Er war besonders häusig mit Zwillingen un* Drillingen gesegnet. Van den 70 Kindern starben acht, die übriff bleibenden 62 waren 32 Knaben irtid 30 Mädchen. Alle Kinder sind verheiratet und haben eine sehr starte Nachkommenschost ans- zuweisen. Interessant ist die Tatsache, daß das jüngste Kind Parkers heut erst 15 Jahre alt ist. ihm also im Alter von 75 Iahren beschert wurde. Sein ältestes Enkelkind ist dagegen 48 Jahre alt und hat bereits einen Sohn, der 26 Jahre alt ist. Sein ältester Urenkel ist also viel älter als sein jüngster Sohn. Porter hat im Alter von 20 Iahren zum erstenmal geheiratet. Sein ältester Sohn solgie diesem Beispiel und heiratete auch im Alter von 20 Jahren, so daß da« älteste Enkelkind Parkers mit Fug und Recht heut 48 Jahr« alt fein kann. Parker hat es während seiner Farmertätigkcit zu beträchtlichen, Vermögen gebracht und sich ein schönes Haus in der Nähe New Ports erbaut. Trotzdem war er nicht imstande, seine ganze Familie aus Anlaß seines 90. Geburtstages in seinem Hause auszunehmen, sondern muht« sich darauf beschränken, nur seine eigenen Kinder bei sich wohnen zu lassen, während die anderen alle in Hotels Untertunst finden mußten. Die ganz« Familie machte am Tage nach dem Geburtstag eine kleine Spazierfahrt, zu der nicht weniger als 150 Automobile notwendig waren. Bei der Festlich- kett» die für die kleine Familie veranstaltet wurde, wurden soviel Lebensmittel verwendet, wie für die Verprvviontierung eine, ganzen Bataillons Soldaten. Nur LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE Meiigenitti£Bt>e rorfechalten Sbit«ab Semule Mritwarm ftlSNäSNNVN....... Pfand 33pt. Apfelsinen DBtaend 55s.75pt Zitronen............ vt-d. 50pt Anr�rik.Aepfel...» Pfand 1,00 Ananas............. Pfand 95pf. Möhren................ Pfand 6pt Weiss-, winiBB-, pid.7pf. Sellerie............. Pfand 10pt Rosenkohl.......... Pfund 20pt Schwarzwurzeln Pfand 20pf Hausm.-Sülze..... Pfand 46?« Berliner Mettw....Pfand 1,00 Speckwurst....... Pfand 1,10 Landleberwurst..Pfand 1,10 Jagdwurst......... Pfand 1,20 Knoblauchwurst.. Pfand 1,25 Mettwurst Braunub.Art,Pfd. 1,30 Schinkenwurst.... Pfand 1,70 Salami-u.Zervelatw.ptd. 1 ,80 Teewurst........... Pfand 1,80 JUtfi WvwftHHIWiHW ElhtWsOt........ Pfand SOpf. 6Pr0ttCnKl«tnlPfd.Brtfol0pi MißU O.Kopf L«, Pfand IOpl 6pc0ttcn........... Pfand 45p f. ßttlfllftöo. Kopf i«., Pfand 35pf. Atüöüöüüßö Pfd. 45 a. 5 5pf. ohne Kopf, Pfapd 35pt. SttlUO. LlUhS'�» Z« Sbit. unfe Gemüklonlervtn ?, Dom Erbsen mit Kuottam...... 70p f. Pfefferlir ge........... 82pt. Apfelmis„.,........... 7Zpi. Reineclauden 1,25 Pfirsiche.............. 1,75 Aprikosen 1,75 Erdbeeren................ 1,75 Ananas................. 1,75 Vt L'ose Jg.Schnitt-u.Brechb.I 80pt Karotten, geschnitten*.... 45pl Junger Spinat............ 50pf. Jg.Kohlrabl,gaueKnoUe 98pf. Gemüse, gemischt, teia.... 1,50 Gemüse, gemischt, sehr fein 1 ,70 Gemüse-Erbsen......... 60pl Junge Erbsen, muteifein 92?!. Frisches Fleisch (Berliner Schlachthausware) Ranskamni Pfand78p, Rlli!»MeMlUdS4p. RfllÖSReuIßnÄ;96p. Hanimelfl.(diok,!,iI�88p1, Suppenfleisch Pfd 78?, FehlrlppßMi.Äd88p, Schmorfleisch«!20 28 Rouladen . Pfand 1 SchueinesciunkenPfdl04 ScliveineiiaDcb,hprd!98p,. Rassler............ �-1� Schweinekamm pmI26 Starke Liesen pm 84p,. RUckenfettdbuÄ88pf Eishein sä ä" 72?,. Schahefleisch... Pfand I18 Verkauf soweit Vorrat Kall»-, Rind- und Schuelnegulnscli 98 Gefrierfleisch Pu Oflisenknmm-ptreOpt OtnsenaiÄSSOpp Rlnderherzen?K48 S(liuelnenleren&82 pt Pf Prima Ochsensuppenfleisch Schweineköpfec52 Lungen fruch..... pid.28pt Gehacktes...... PM.75pt Talg 8elbBt«B«fel...Pfd.80p, .Pfd. 55 PL Kvlenialwmm Köie und Ätte Weisse Bohnen..... Pfd. 1 Bpl Weizengries......... Pfd. 27pt Sjfeert..... Valenciareis.... Pfd.32PL Harzerkäse.".V-m-�tch. 55p. Eier-Schnittnudeln Pfd 46pf. Edamer............. Pfd. 80p,. EierBruohmakkaronip«.45pt Holländer............. Ptd. 85?.. Bosn. Pflaumen..... pü 32pl Steinbuscher..... pfnnd 98p Kalif. Backobst sFr�mSSpL Bayr. Schweizer piandl,35 Kalif. Birnen........ m 68pi. Erdb'Br-, ipriiiOSBV. 1|45 Kalif. Ringäpfel...,. pid.68pt Bimb/. Kirsci-Koallt. 1 pmod 1 Kalif. Pfirsiche..... ptdSOt'L PflaODlBII-KQalitÜrB... Pfand 1,10 SNiNisfMNiMiiMIlIINNtINtiIMIMIMIttNi1M1IN1MNNNViIMM»N1MININil!tMtiMII»IIIIiNtiIMiitifMMMIMtIilMNi>i iMmnHmitg i10®ctlJMfnrt(nfnij{ I = l■ Plund- ulaä........... P= Klubios if UPL= üintHimuimmmiimmmtiiiiirwRmnmnmiinmiimmuiiiimmiimminnimiimmmiiimiiiimnniiirmiinmiimHiti Hirschfleische SOrnRehblätterpidl 90 Suppenhühner............................ Gefrorene G&StSC PL Ausserdem: Feine Tafelweine Preise ei,«chl 8,ea°r ohne PUfche -/.PI 10 FI, H25 fö00 Bt-deateUd im Preise berabgetetzt 1922 er KSnlgsbachcr H UM weg N�'urgcwÄtbH: Winzer�en sserpeha-t-...... 1921 er Birkweiler Herrenberg Na ixTgewJof™: A. Mener............... 1923er Schlots Böckelheimer*<160 1EOO Mflhlh.Tg Svane««. NaiargewSch»: I�hrcr H»*«...... I 1922er MOnstercr Pittersberg spuieM.ertschoi»»hon». Engeluser 24,25 Branchenversammlung der wertzeugmocher, Scharsichieiser und werkzeughärier. Tagesordnung, l. Bortrag de» Reichstagsadgeordnelen vr. P. Leu! Uder, „Das Ardeitsgerichlsgeseh nach seiner Ad- Nimmung im Retchslaa". 2. Diskusston. 3. B-anchenangei-genheiten 4. Ber- schieden»?. zahlreiche Beteiligung wird erwarteL Die 0rt»u«rtou>«u»g. FHetsUdetten Btadlmairaisen, Kinderbetten glntio» Prn. itat, UO tr. EkernndbelUbrU üuiU TUN. Alleneinsie JNatur« Satter 1.80 IL Qualität.. III. 1.74. 1.50 Wejjner, Berlin SO MariannenstraBe34. Juergens Atexanderpleb IVenn Sie husten müssen dann belästtgen Sie nicht nur Ihre Umgebung, sondern Sie selbst leiden an etwas, das Ihnen jede Freude— sowohl an der Arbeit, wie am Vergnügen— rauben kann. an sich selbst In erster Unle, Indem Sie schon beim ersten Hustenreiz einige WYBtRT-Tahletten In den Mund nehmpnl Noch besser aber Ist es, wenn Sie das Übel gar nicht abwarten, sondern vorbeugen. Indem Sie ständig W Y B E R T- Tabletten beislch tragen, W Y B E R T-Tabletten lösen rasch und machen frei vom Hustenreiz, wirken reinigend auf die Schleimhäute der Atmungsorgane und schaden weder dem Magen, noch den Zähnen. ein» Schachtel WYBERT enthält Ober 400 Tabletten. 1 Mark in Apotheken u. Drogerlen «»»SSSSS Unserem Genossen Emil �ernseli Haller Str. 2S,, um 50. Sedurtatage 4p bl« herzlichsten G ia«kwa»sch«!* Tg, Die 54. AblcUung. a�jOCWieO»» Unserer verdienten ® Mutter Bunge Rostnenftr. 4• S dum 60, iSedurlstag«? dl« herzlichste»«laawansch» V I m■»«v; , P Die 54. Abteilaag. VSSSS SSSK»» Ordoerschast der Voltsbühne Am Sonnabend, den 8 Zanuar, verstarb unser langjähriger Kollege Otto Stein Bernauer Strohe 37, Gruppe Z4. Ehre seinem Andenken. Um zahreiche Beteiligung bMet Der Vorstand. Di« Einäscherung erfolgt Sonn» abend, den 15 Zanuar. nach«. 5>/zLhr im jtremalorium Gerichlstrahe RDC eldrsa»«IM 41» IlBirai liutteB P�oppers»whu.M.sim jjjjjjg j Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei derEinäscherung meines stehen Manne» und ireuforgenden Batcrs dodäniiv« Regemsmi lagen wir ollen Parteigenossen. Ital- legen und Rednern, in.de lond er» dem Le'ler der 40. Adleilung. Genossen R Barth. Illr dl» zu Kerzen gehenden Worte, lowl« den Sängern de« Ge- tangvereins.Tyvographia" unseren 'nnigsten DanL Anna geperrena. geb. Siegert »ad Tochter Anal. Hirne Berliner Genossenschalts-Bäckerei ein«. Oenossenschaft m. beschr, Haftpll. Relnickendorl-Ost, Wilkestr. 62 Unsere Genossenschaü Ist durch Ge- nÄralversammlungsbeschluß vom 19. De- rtmber 1926 aufgelöst Die Gläubiger werden hierdurch auf- 'gesorderUhreForaenjngen elnnifeichrw. Berlin-ReinicTiendorfvd.lZ Jan aar 1927. Die Llquldaioi en Karl Metzold Karl Schulz. Verkäufe Leiterwagen, Schubkarren. Einzelräder. Achsen, ffebten. 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