Nr. 207. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertels fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. ET Vorwärts 12. Jahrg. nfertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Stann 10 Pfg., für Vereins- und Bersamintungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochens tagen bis 7 1hr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, 33euth- Straße 2. Nach Sedan. Donnerstag, den 5. September 1895. ,, Raum ist von Berlin die Parole ausgegangen, und schon sehen wir, wie aller Orten in der Presse, in Versammlungen, in Adressen ein tausendstimmiger Chor sich erhebt, die Annexion von Elsaß und Lothringen zu verlangen. Vor wenig Tagen noch war es ein Ver= theidigungskrieg, den wir führten, ein heiliger Kampf für das liebe Vaterland und heute- wenn man die Zeitungen liest ist es ein Eroberungstrieg, ein Kampf für die Oberherrschaft der germanischen Race in Europa!" Mit diesen Worten kennzeichnete Johann Jacoby die Wendung, welche der Krieg mit Frankreich nach der Schlacht von Sedan genommen. Für einen Vertheidigungskrieg hatte die große Masse des Volkes und mit ihm auch der damals in Braunschweig seinen Sitz habende Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei den Krieg angesehen und der lettere war deshalb auch in eine scharfe Kontroverse mit Bebel und Liebknecht getreten, die von Anfang an den dynastischen Charakter des Kriegs erkannten. Mit der Schlacht von Sedan verlor dieser Streit seinen Gegenstand, denn beiderseitig wurde die Beendigung des Krieges durch einen ehrenvollen Frieden mit Frankreich herbeigesehnt und die Eroberungspolitik auf das entschiedenste perhorreszirt. Gegen die Annexion von Elsaß und Lothringen gab Karl Marr in einem Schreiben an den Parteiausschuß folgende schwerwiegende Gründe an, deren Richtigkeit auch heute noch außer Zweife teht: " Die Militärkamarilla, Professorschaft, Bürgerschaft und Wirthshauspolitit giebt vor, dies( die Annexion von ElsaßLothringen) sei das Mittel, Deutschland auf ewig vor Krieg mit Franfreich zu schützen. Es ist umgekehrt das probateste Mittel, diesen Krieg in eine europäische Institution zu verwandeln. Es ist in der That das sicherste Mittel, den Militärdespotismus in dem verjüngten Deutschland zu verewigen als eine Nothwendigkeit zur Behauptung eines we st= lichen Polens des Elsaß und Lothringen. Es ist das unfehlbarste Mittel, den kommenden Frieden in einen bloßen Waffenstillstand zu verwandeln, bis Frankreich so weit erholt ist, um das verlorene Terrain heraus zu verlangen. Es ist das unfehlbarste Mittel, Deutschland und Frankreich durch wechselseitige Selbstzerfleischung zu ruiniren. " Die Schelme und Narren, welche diese Garantien für den ewigen Frieden entdeckt haben, sollten doch aus der preußischen Geschichte wissen, aus Napoleons Pferdetur im Tilsiter Frieden, wie solche Gewaltmaßregeln zur Stillmachung eines lebensfähigen Volkes gerade das Gegentheil des beabsichtigten Zweckes bewirken. Und was ist Frankreich, selbst nach Verlust von Elsaß und Lothringen, verglichen mit Preußen nach dem Tilsiter Frieden! Wenn der französische Chauvinismus, so lange die alt staatlichen Verhältnisse dauern, eine gewisse materielle Rechtfertigung hatte in der Thatsache, daß seit 1815 die Hauptstadt Paris und damit Frankreich nach wenigen verlorenen Schlachten Preis gegeben war welch neue Nahrung wird er nicht erst saugen, sobald die Grenze östlich an den Vogesen und nördlich an Metz liegt? ,, Daß die Lothringer und Elsasser die Segnungen deut= fcher Regierung wünschen, wagt selbst der. Teutone nicht zu behaupten. Es ist das Prinzip des Pangermanismus und ficherer" Grenzen, das proklamirt wird und das von östlicher Seite zu schönen Resultaten für Deutschland und Europa führen würde. Wer nicht ganz vom Geschrei des Augenblickes übertäubt ist, oder ein Interesse hat, das deutsche Volk zu übertänben, muß einsehen, daß der Krieg von 1870 ganz so nothwendig einen Krieg zwischen Deutschland und Rußland im Schooße trägt, wie den Krieg von I866 der Krieg von 1870. Ich sage nothwendig, unvermeidlich, außer im unwahrscheinlichen Falle eines vorherigen Ausbruchs einer Revolution in Rußland. Tritt dieser unwahrscheinliche Fall nicht ein, so muß der Krieg zwischen Deutschland und Rußland schon jetzt als ein fait accompli( eine vollendete Thatsache) behandelt werden. Es hängt ganz vom jetzigen Verhalten der deutschen Sieger ab, ob dieser Krieg nüßlich oder schädlich. Nehmen sie Elsaß- Lothringen, so wird Frankreich mit Rußland Deutschland bekriegen. Es ist überflüssig, die unheilvollen Folgen zu deuten. " Schließen sie einen chrenvollen Frieden mit Frankreich, so wird jener Krieg Europa von der mostowitischen Diktatur emanzipiren, Preußen in Deutschland aufgehen machen, dem westlichen Kontinent friedliche Entwickelung erlauben, endlich der russischen sozialen Revolution, deren Elemente nur eines folchen Stoßes von außen zur Entwickelung bedürfen, zum Durchbruch helfen, also auch dem russischen Volfe zu gute tommen. Aber ich fürchte, die Schelme und Narren werden ihr tolles Spiel ungehindert treiben, wenn die deutsche Arbeiterklasse nicht en masse ihre Stimme erhebt." Diese und andere Stellen des Mary'schen Briefes gab ein Manifest wieder, welches der Ausschuß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei unterm 5. September an die deutschen Arbeiter erließ, in welchem der Abschluß eines ehrenvollen Friedens mit Frankreich unter Proteft gegen die Annexion von Elsaß und Lothringen verlangt wurde. Eine Versammlung der Volkspartei" in Kömgs berg in Preußen sprach sich acht Tage später gleichfalls gegen die Eroberungspolitik aus und erklärte: " „ daß weder die Kriegserklärung Napoleon's noch die Waffenthaten der deutschen Heere dem Sieger das Recht Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. gaben, über das politische Geschick der Bewohner von Elsaß und Lothringen zu verfügen." der " Aufgrund des Selbstbestimmungsrechtes Völker, im Interesse der Freiheit und des Friedens protestiren fie gegen jede gewaltsame Annegion französischen Ländergebiets." Für diese Resolution sprach der Hauptredner Johann Jacoby, indem er ausführte: " Ich werde nicht die Frage erörtern, welche Folgen die Annexion haben würde. Sie wissen, unsere Nationalliberalen versprechen sich goldene Berge davon. Was aber diese Herren auch zu gunsten der Annexion fagen mögen, wie immer ihr National- Heißhunger das Gericht serviren mag, der baarste politische Ünverstand ist es, zu glauben, aus Unrecht und Gewaltthätigkeit könne den Völkern irgend ein Heil ers wachsen. Die Hauptfrage, auf deren Entscheidung allein es hier ans kommt, ist die: " Hat Preußen oder Deutschland das Recht, Elsaß und Lothringen sich anzueignen?" Man sagt uns: Elsaß und Lothringen haben früher zum Deutschen Reiche gehört. Durch List und Gewalt hat Frankreich sich dieser Länder bemächtigt. Jetzt, da wir die Franzosen besiegt, ist es nicht mehr als recht und billig, daß wir ihnen die Beute wieder abjagen, das uns geraubte Eigenthum zurückfordern. " Meine Herren! Lassen Sie sich nicht in Versuchung führen durch schönflingende Worte. Und böte man Ihnen die Reiche der Welt, lassen Sie sich nicht verleiten, den Gözen der Macht anzubeten! Prüfen Sie jene schönklingende Phrase, und Sie werden finden, daß sie nichts weiter ist, als eine Bemäntelung des alten barbarischen Kanonenrechts. " Elsaß und Lothringen fagt man wären deutsches Eigenthum" und müssen wieder deutsch werden! Wie fragen wir hat denn Elsaß und Lothringen teine Be wohner? Oder sind etwa die Bewohner dieser Länder eine willenlose Sache, die man so ohne weiteres im Besitz nehmen, mit der man nach Belieben schalten und walten kann? Sind sie durch den Krieg rechtlos find sie Sklaven geworden, über deren Geschick der Sieger willkürlich verfügen darf? Selbst der eifrigste, eingefleischte Annexionist räumt ein, daß die Elsässer und Lothringer mit Leib und Seele Franzosen sind und Franzosen bleiben wollen. Und hätten sie sich auch noch so schwer gegen uns vergangen- wider alles menschliche Recht wäre es, wollten wir sie zwangsweise zu Deutschen machen, fie gegen ihren Willen Preußen oder einem anderen deutschen Staate einverleiben Halten wir fest an den Grundsätzen des Recht 3 wie im Privatleben, so im öffentlichen Leben! Sprechen wir es aus als unsere tiefinnerste Ueberzeugung, daß jede Einverleibung fremden Ländergebietes wider den Willen seiner Bewohner eine Verletzung des Selbst. bestimmungsrechtes der Völker und daher ebenso vers werflich wie verderblich ist. Und das war Octavianus Augustus, und von ihm erwartete der Intimen des Kaisers, An der Wiege der Majestäts- die aftrömische Bourgeoisie den Zuruf des späteren Kollegen in seinem hohen Gönner: für Alleinherrschaft und räth beleidigungs- Prozesse. ,, den Freimuth des Wortes ge= Der Staatsretterei, des Bürgerkönigs und der Leute seines neuen statte jedem, der dir etwas rathen will, gleichviel, was es sei, Kurses: Enrichissez vous! Bereichert Euch! Ich will Euch mit mit voller Sicherheit. Wenn jemand dich schmäht oder sonst Die wiederholt und neuerdings wieder veröffentlichten meinem Säbel die dazu nöthige Nuhe und Ordnung schaffen! etwas Ungebührliches sagt, so höre weder auf den Angeber, noch Angaben über Majestätsbeleidigungen, welche ein stets steigendes Es ist in der neueren Geschichtsschreibung Mode geworden, finne dafür Rache. Es wäre, wenn du keinem unrecht und allen Anwachsen derselben darlegen, geben uns Anlaß, einmal an die dieses Ordnungschaffen über das Bohnenlied hinaus an den römi- gutes thust, deiner unwürdig zu glauben, daß jemand dich wirk Wiege dieser Staatseinrichtung" zu treten. schen Gäsaren zu preisen als ein Heil für die gesammte Menschheit. lich beschimpft habe. Dies vermögen blos die schlechten Regenten, Diese stand im alten Rom des ersten römischen Raisers, des Das darf uns bei den bürgerlichen Geschichtsschreibern gar nicht denn ihr Gewissen bezeugt ihnen die Glaubwürdigkeit der hinterErwürgers des alten Freistaates Octavianus, genannt Augustus. wundern, die so gern ihre Slaffe für die Elite der Menschheit, brachten Worte. Auch ist es verfehrt, sich über Dinge zu ärgern, Allerdings hatten die demagogischen Umtriebe der Edelsten ja für diese selbst halten. Gegen die Gewährleistung der Aus- die man, wenn sie wahr sind, lieber nicht thun, und Besten Alt- Roms das gesammte öffentliche Leben vergiftet beutungs- und Bereicherungsfreiheit für sich hat diese Gesell- und wenn und verseucht, der Umsturz von oben war allbereits vollkommen schaft von je und je allen echten politischen und religiösen Frei Du mußt über fie falsch sind, nicht beachten sollte. alle Schmähungen erhaben sein und fertig. Man mag dem neuerdings im kaiserlichen Deutschland sinn abgeschworen. weder selbst glauben, noch andere glauben machen, daß übervon Staatsprofessoren so arg verunglimpsten Tacitus noch so Octavianus verstand es auch vorzüglich zu warten, bis haupt jemand im stande sei, dich zu verkleinern, damit man, viel tendenziöse und pessimistische Betrachtung und Darstellung die Birne reif war", und mit faltblütiger Schlauheit den wie von den Göttern, so auch von dir denke, daß du erhaben der Kaiserwirthschaft nachsagen, von folgendem Ausspruch, der| Neutralen zu spielen lange Zeit, während noch alles wogte und und unantastbar seist." fich im Eingang seiner Annalen" findet, läßt sich kaum etwas schwankte. So ließ er es geschehen, daß im Anfang einer abmarkten. " Das moderne Institut des Staatsanwaltes, der Monarchen der Neuzeit davon entbindet, den Weg der Privatbeleidigungss flage zu betreten, in dem er( der Staatsanwalt) sie erhebt, im öffentlichen Interesse" diese hübsche Einrichtung war damals noch nicht erfunden. Regierung die Mörder Cäsars belangt wurden, die doch für ihn Es heißt da: crft den Platz frei gemacht hatten. Auch ließ er weiter geschehen, Als... Als nur noch der Cäsar( Dctavianus) übrig war und daß ein Senator Sulpitius für Straffreiheit derselben eintrat, er nun sich als Konsul und zum Schuße des Bürgerstandes"*) mit der Begründung, daß von Cäsars Seite Verfassungsbruch mit den Befugnissen des Tribunats zufrieden erklärt, das Heer vorgelegen habe. Indessen, Auguftus richtete fich in der Praxis nach diesem durch Geschenke, das Volk durch Brot, alle insgesammt durch die Daß man ihn dafür aber besonders und ausdrücklich lobte, guten Rath, weil er wirklich gut und ihm sehr nützlich war. Das Wort Annehmlichkeiten eines friedlichen Daseins gewonnen hatte: da weil er einen einfach nach Ueberzeugung und bestem Wissen blieb zunächst wenigstens im taiserlichen Rom frei. Sucton nahm seine Macht allmälig überhand. Er zog die Verrichtungen urtheilenden Richter nicht einfach über die Klinge springen ließ, berichtet sogar, Augustus habe eine Beschwerde seines Stiefsohnes des Senats, der Staatsbeamten, der Gesetze an sich, ohne Wider- das beweist zur genüge, wie es mit der damaligen. Unabhängigkeit Tiberius über eine majestätsbeleidigende Aeußerung mit folgenden stand, da ja die kühnsten Männer auf dem Schlachtfeld oder der Richter stand. Den altrömischen Nationalliberalen und Worten zurückgewiesen: Laß dich nicht dadurch aufbringen, durch Aechtung umgekommen waren, und die anderen vom Waschlappen Marcus Tullius Cicero gab Augustus schon während des daß jemand übel von mir redet; genügt doch die Gewißheit, daß Adel, je nach ihrer Bereitwilligkeit sich zu beugen, in Reichthum Triumvirats der Rache des Antonius preis. Freilich hat dieser niemand gegen uns Unübles thun kann." und Aemtern emporstiegen und durch die Umwälzung biffige Spötter einmal gesagt, den Octavianus müsse man ehren Tacitus sagt einmal:„ Vei den Griechen blieb nicht der gehoben, die Gegenwart mit mit ihrem sicheren Bestand und weiter befördern.( Das lateinische Wort für letzteren Freimuth allein, sondern selbst die Frechheit ungestraft, oder der früheren gefahrvollen Zeit vorzogen. Im Innern war Begriff hat nämlich auch den Nebensinn: jemanden beiseite wofern man dawider auftrat, so geschah es, indem man sich gegen Ruhe, die Behörden hatten noch denselben Namen, das jüngere schaffen, etwa wie man im Deutschen das Aufhängen sarkastisch Worte mit Worten rächte. Dieses Rezept hatte Julius Cafar, Geschlecht war erst seit dem Siege bei Actium( 14 v. Chr.) und als" Standeserhöhung" bezeichnet hat!) Octavians Vorarbeiter im Umsturz der Republit, probat bes selbst die meisten Alten während der Bürgerkriege geboren; wie Ein anderer Mann, der sich ebenfalls anzügliche Bemer- funden und Augustus ließ sich das auch eine Lehre sein. viele mochten noch leben, die den Freistaat gesehen! So war es fungen gegen Octavianus gestattet hatte, erfäufte sich, ob- Namentlich im persönlichen Verkehr des engeren Hoffreifes denn ein anderes geworden mit dem Volte und nirgends mehr gleich er zu dem hohen Staatsamt des Konsulats ernannt nahm er manches sehr tolerant hin. etwas vom alten gefunden Sinne; abgethan war die Gleichheit war, in den Tiberstrom: es müssen sehr deutliche Winke mit durchaus nicht, als ihm bei Fällung einer Menge von Todess So erzivnte er sich vor dem Gesetze und alles schaute auf des Fürsten Befehl." dem Zaunspfahl gewesen sein, die diesen Mann zu seinem verurtheilen in einer Gerichtssitung unter des Cäsar's Präsidium Man sieht, es war just das rechte Wetter, einer todtfiechen, zweifelten Schritt bestimmten. Mäcenas einen Zettel schickte mit den Worten darauf:" Sich verendenden Republik den Garaus zu machen, wenn sich nur endlich einmal auf, du Henker!" ein providentieller Heros, ein Staatsretter", lies Staatsstreichler, ein unentbehrlicher" Mann vom Säbel fand. Nach der Schlacht bei Actium ward Octavianus Alleinherrscher; von da ab wären solche direkte und indirekte Nache- Troß dieser gut beglaubigten Toleranz des ersten römischen afte höchst inopportun" gewesen, darum unterblieben fie fortan. Raisers gegen Angriffe und Kritiken, die seine Person betrafen, Interessant ist aber, was Dio Cassius in erdichteten Reden obgleich selbst einmal einer den Zustand Italiens beklagen und Personen aus der Umgebung Octavians berichtet. einen Brutus herbeiwünschen durfte,( womit er ebensogut den einem solchen Gespräch stimmt Maecenas, einer Cäsar- Mörder, als den Königsvertreiber und Begründer ter *) Wenn die alten Römer die Gäusefüßchen gekannt hätten, von so hätte sich Tacitus ihrer bei diesen Worten sicher bedient! In ,, Unbeirrt durch den Siegestammel des Augenblicks lassen Sie uns Proteft erheben gegen jede Vergewaltigung der Bewohner von Elsaß- Lothringen. Nur wer die Freiheit anderer achtet, ist selbst der Freiheit werth." = Schon zu Anfang des Krieges und ganz offenkundig nach Sedan war bei der Regierung die Einverleibung von Elsaß- Lothringen beschlossene Sache, doch kam es ihr darauf an, den Schein zu erregen, als ob sie bei dieser Forderung nur dem Austurm des eigenen Volkes folge. Es bedurfte nur eines Winkes und überall fanden Versammlungen statt, die, oft nur von einigen Personen besucht, doch als Kundgebungen der gesammten Bürgerschaft hingestellt wurden und die Annexion von Elsaß Lothringen verlangten. Der Zweck dieser Demonstrationen schien jedoch vereitelt, wenn auch Stimmen im anderen Sinne sich erhoben, wie aus Braunschweig und Königsberg. Das mußte verhütet werden. Das Mittel hierzu gewährte die gleich zu Beginn des Krieges am 21. Juli 1870 erlassene Verordnung des Königs von Preußen, durch welche die Bezirke des 1., 2., 8., 9., 10. und 11. Armeekorps in Kriegszustand erklärt wurden. Für diesen Fall gilt bis Erlaß eines besonderen Reichsgesezes das preußische Gesetz vom 4. Juni 1851 und dieses bestimmt u. a. im§ 5: § 5. Wird bei Erklärung des Belagerungszustandes für erforderlich erachtet, die Artikel 5, 6, 7, 27, 28, 29, 30 und 36 der Verfassungsurkunde oder einzelne derfelben zeit- und distriktVerordnung verkündet werden. Lex mihi Mars! Nicht blos das besiegte, sondern auch das siegreiche Bolt hatte alle ſeine Rechte der Militärgewalt abzutreten. Wir werden sehen, wie dieselbe mit dem bürgerlichen Rechte im Lande des Siegers umsprang. bekämpfen ist, sowie, daß die Abwehrmittel, soweit die vor: handenen Gefeße und Einrichtungen für den Zweck nicht genügen, entsprechend zu verstärken sind.... Politische Webersicht. Berlin, 4. September. Aber ein voller Erfolg fann nur dann erzielt werden, wenn ,, Die Gründung des Deutschen Reiches wurde am auch alle anderen Kreise unseres Volfes sich aus der schwäch. 2. September gefeiert, nicht blutige Schlachttage", dies lichen optimistischen Duselei zu energischerer Abwehr auf raffen. Die Zeiten der Schönfärberei, hinter der in Wirklichkeit erwidern uns die um Gründe nicht verlegenen Blätter unserer Mit Verlaub, dem ist nicht so; das vielfach der Mangel an Muth, der Gefahr tapfer ins Gegner. fam nicht am Schlachttage von Auge zu sehen, steckt, die Zeiten, wo man mit der Sozial Deutsche Reich zit stande, demokratie als einem Gliede unseres Staats- und Volkslebens Sedan König Wilhelm wehrte sich rechnen zu fönnen glaubte, müssen endgiltig vorbei sein. Für noch nach dem Tage von Sedan mit aller Entschiedenheit jeden guten Deutschen giebt es heut nur einen Kampf, ein gegen die Annahme der Kaiserwürde. Der UeberredungsLosungswort: Wider die Sozialdemokratie, Bekämpfung derselben kunst Bismarck's, des Kronprinzen, des Großherzogs von als des Todfeindes unseres ganzen Deutschthums! Das ist unsere Parole schon längst; wir haben in diesem Baden und anderer bedurfte es, um den König zur AnKampfe stets in der Bresche gestanden;' mögen sich von rechtsnahme der Kaiserwürde zu veranlassen. Ganz andere Tage, und links die flaatserhaltenden Elemente zu einer festen und so der 18. Januar, fämen in betracht als Jubiläumstage alsdann unüberwindlichen Phalanx gegen die Sozialdemokratie für die Gründung des Reichs. Auch an einer Feier am 18. Januar würden wir nicht theilnehmen können, brachte zusammenschließen.. uns doch das Reich Druck und Verfolgungen, die 12 Jahre des Sozialistengesezes, zahllose Prozesse, hunderte Jahre von Gefängniß, die Schutzollpolitik und vieles andere, was der Arbeiterklasse zum Schaden geplant wurde. Aber wir würden einer solchen Feier eher neutral gegenüberstehen können, als der Feier des Echlachttages von Sedan. Denselben Ton schließt der Hannov. Courier an: „ Der Feind ist klar gezeichnet. Ebenso flar muß unser Vorgehen gegen ihn fein. Mit Viertels- und halben Maßregeln ist da nichts gethan. A corsaire corsaire et demi. Auch in dem Kriege, der der Nation hier aufgedrungen ist, gilt die steghafte Weisheit des Marschall Vorwärts: ohne Schleichwege und Umwege direkt los aufs Ziel. Worten: Wo steht der Feind? Der Feind? Dahier! Den Finger drauf, den schlagen wir!" Heuchlerisches Geschwät! Was der Kaiser gemeint hat, ist ,, und der König absolut wenn er unseren Neben der brutalen Offenheit dieser beiden kartellistischen Billen thut." Gegenüber der widerlichen, heuchlerischen weiſe außer Kraft zu setzen, so müssen die Bestimmungen Ordnungssäulen, die sich berechtigt halten, jetzt den Ver- Königstreue, mit der die Konservativen neuerdings besonders darüber ausdrücklich in der Bekanntmachung oder Erklärung nichtungskrieg gegen uns zu predigen, nimmt sich recht start haufiren gehen, veröffentlichen wir folgenden Brief des des Belagerungszustandes aufgenommen oder in einer be- fläglich der Deutungsversuch der National- Zeitung" aus. damaligen Hofpredigers Stöcker an einen sehr bekannten fonderen unter der nämlichen Form(§ 3) bekannt zu machenden Auf unsere Frage, was denn der Kaiser mit dem Appell Führer der konservativen Partei. Der damalige Hofprediger Der angezogene§ 3 schreibt für den eigentlichen Be- an die Garde im Sinne gehabt, reagirt das Blatt mit den Stöcker schreibt an einen seiner konservativen Gesinnungsgenoffen wie folgt: Lagerungszustand die Verkündigung unter Trommelschlag, ,,( Name eines konservativen Abgeordneten) sagte mir, daß Anschlag an öffentlichen Plätzen, Mittheilung an die Gemeinde- klar genug: nämlich daß, wenn das Volk nicht in sich die Kraft Sie einige Artikel, welche das schnöde Spiel von Bisbehörde und durch öffentliche Blätter vor. zu ausreichender Gegenwehr mit den Mitteln des öffentlichen marck und Genossen mit dem Kaiser aufdecken, Es war also leicht, die oben erwähnten Verfassungs- Lebens finde, schließlich der gewaltsame Zusammenstoß fommen für zeitgemäß hielten. Darf ich Ihnen dagegen meine Anparagraphen, welche hauptsächlich das Versammlungs- und werde, in welchem die Waffen entscheiden. Das sollte der„ Vor- für zeitgemäß hielten. Darf ich Ihnen dagegen meine AnVereinsrecht, die Preßfreiheit, sowie das ordentliche Rechts- wärts" doch um so leichter verstehen, da er oft genug daffelbe schauungen über das, was ich für richtig halte, darlegen? verfahren betreffen, außer fraft zu setzen und jede Kund- angefündigt hat durch den Hinweis auf die kommende Ich glaube, daß im Augenblick Fürst B. den Kaiser vollgebung, die der Regierung mißliebig war, unmöglich zuba nur über die Frage vorhanden, wer der Sieger sein werde." das Kartell, das nun einmal Bismarck für die Grundlage Diktatur des Proletariats". Eine Meinungsverschiedenheit ist kommen eingenommen hat, ganz besonders in bezug auf machen. Es braucht wirklich eines Blattes von der Ungenirtheit der National Zeitung" in der Weginterpretirung un- feiner Politik und für ein ungemein großes Ereigniß bequemer Thatsachen, um den Muth zu dieser Auslegung zu ansieht. Will man dagegen die B.'schen Intriguen finden. Wir haben oft genug erklärt und haben es be feit der Walderfee- Bersammlung ausspielen, wiesen, daß wir nicht daran denken, die Bahnen friedlicher und zwar mit mehr oder weniger Gegenübers Agitation und Aufklärung zur Gewinnung der Mehrheit stellung von B. und dem Raiser, so verliert Preklimmen zur Rede des des Volkes für unsere Ansichten zu verlassen. Wann und man das Spiel und reizt den letzteren. Ich hörte noch wo haben wir je an die Entscheidung durch die Bajonnete gestern, daß er ganz für die Kartellpolitik gewonnen ist. Was Kailers am Bedantage. appellirt? Allgemein wird aus der Kaiserrede nur derjenige Theil Wie allein die National Beitung" mit ihren kläge man nun meines Erachtens thun kann und muß, ist folgendes: in der Presse ausführlich besprochen, der mit der Sozial- lichen Auslegungskünsten steht, zeigt eine von ihr selbst Prinzipiell wichtige Fragen, wie Judenfrage, Mutineum, demokratie sich befaßt. Mit wahrem Jubelruf treten zitirte Bemerkung der freifinnigen„ Breslauer Morgen- Harnack, Reichstags- Wahl im sechsten Wahlkreise, die gewiß die Blätter der sogenannten Kartellparteien in eine zeitung": ber Fiasko antisozialdemokratischen neue Befürwortung von Ausnahmegesezen ein. Und„ Der Kaiser ruft im Verlaufe seiner Rede zu einem Kampfe, Elemente schließt, muß man, ohne B. zu nennen, dabei laufen die freikonservativen und national- der uns befreit von solchen Elementen. Dieser Satz der in der allerschärfsten Weise benutzen, um dem Kaiser den liberalen Organe des industriellen Unternehmerthums den jüngsten Kaiserrede erfordert einen näheren Kommentar. In der Eindruck zu machen, daß er in dieser An. eigentlich konservativen Blättern den Rang ab. Als vorliegenden Form ist er unverständlich. Der angekündigte Kampf charakteristisches Beispiel aus einer Gruppe lassen wir hier kann einen doppelten Charakter tragen: er fann politischer oder gelegenheit nicht gut berathen ist, und ihm militärischer Natur sein. Zu einem politischen Kampfe fann der den Schluß auf B. überlassen. Man muß also die" Post", das bekannte Mundstück des Herrn v. Stumm reden. Kaiser nicht wohl aufgefordert haben, denn die Rede ist rings um das politische Zentrum resp. bas Kartell Nichts geringeres als Vernichtung der Sozialbei einem Paradediner gehalten, und das Wilitär hat Scheiterhaufen anzünden und sie hell auflodern demokratie ist ihre Parole: bekanntlich bei uns in politischen Dingen glücklicherweise Bon Volksgemeinschaft mit Männern, welche sich selbst so nicht mitzureden. Wenn die Aufforderung einem militärischen lassen, den herrschenden Opportunismus in die Flammen werfen alles deutschen Sinnes und deutschen Geistes bar erwiesen Kampfe gelten soll, so muß doch erst abgewartet werden, ob und dadurch die Lage beleuchten.- Merkt der Kaiser, daß man haben, kann ernstlich nicht die Rede sein; sie selbst die Sozialdemokratie durch gewaltsame Handlungen die Gelegen zwischen ihm und B. Zwietracht säen will, so stößt man ihn haben mit ihrem Verhalten das Tafeltuch zwischen dem heit zu einem militärischen Einschreiten giebt. So lange das nicht in Dingen, wo er instinktiv auf deutschen Volle und sich entzweigeschnitten. Indem sie sich geschieht, so lange die Sozialdemokratie sich darauf beschränkt, zurück. Nährt man in ihrer Presse auf ihre abweichende Weltanschauung berufen, Reden zu halten und Zeitungsartikel zu schreiben, kann man unserer Seite steht, seine Unzufriedenheit, so stärkt man geben sie offen zu, daß sie nicht wie eine andere Partei zu be- nicht das Militär gegen sie mobil machen! Es muß also ab ihn prinzipiell, ohne persönlich zu reizen. Er hat fürzlich handeln sind, sondern in grundsäßlichem, unüberbrückbarem gewartet werden, ob über den Sinn der kaiserlichen Worte noch gesagt: sechs Monate will ich den Alten verschnaufen Gegensah, welcher nur die Alternative der Vereine weitere Aufklärung erfolgt." nichtung des einen Theils zuläßt, zu dem Daneben macht einen um so kläglicheren Eindruck die lassen, dann regiere ich selbst. B. selbst hat gemeint, daß er den deutschen Bolte, zu seinen Einrichtungen nicht nur, sondern auch freifinnige Presse Berlins, die noch immer sich in mehr oder Kaiser nicht in der Hand behält. Wir müssen also, ohne uns Es ist aber sicher auch ein nicht miñzuverstehendes. Signal weniger scharfen Befehdungen der Sozialdemokratie gefällt, etwas zu vergeben, doch behutsam sein.... für alle Organe und Behörden des Reiches und Staates, aber zu dem Appell an die Garden bisher noch keine Worte ihres Amtes planmäßig in dem Sinne zu walten, daß gefunden hat. zu seinem inneren Fühlen und Denken, stehen." die Sozialdemokratie außerhalb unserer Volksgemeinschaft Ihr nennt euch Vertreter liberaler Jdeen? steht, daß fie der Todfeind und mit allen Mitteln, Heraus mit der Sprache! welche unser Recht und unsere staatliche Organisation an die Hand geben, rücksichtslos und auf das äußerste zu Republik meinen konnte), wird uns doch eine merkwürdige That- Das fonnte erst nach Ablauf ihrer Amtirungsperiode gefache bezeugt. Es wurde nämlich unter Augustus Mode, daß Leute ihren ganzen bei ihren Lebzeiten hinuntergewürgten Groll über die Veränderung der Dinge im Staat in ihren Testamenten aus sprachen, die nach dem Gesetz öffentlich verlesen werden mußten, und dadurch so manches gegen den neuen Kurs und seine Männer verlautbarten, was ein Lebender nimmermehr gewagt haben würde. Gegen den Todten konnte kein Richter und kein Henker mehr einschreiten! schehen. mit einem Herzlichste Grüße B. Ihr getreuer Stöder. Die Sedanfeier und das patriotische Unters nehmerthum. Die National- Zeitung" findet endlich ein Wort über unsere Liste von Unternehmern, welche die Arbeiter zum Feiern des Sedantages gezwungen haben, es aber nicht für nöthig fanden, den Arbeitern den ihnen gegebührenden Lohn auszubezahlen. Das Blatt schreibt: Nun haben wir aus den deutlichen Worten des Tacitus Der Vorwärts" macht jetzt eine Anzahl industrieller oben schon ersehen, daß Augustus die meisten Aemter, vor allen Firmen namhaft, welche angeblich am diesjährigen SedanDingen auch das Volkstribunat inne hatte. In dieser seiner Eigenschaft tage ganz oder einen Theil des Tages die Arbeit unterbrochen eines unverleglichen Beamten des( ehemals souveränen) Bolles haben, den Lohn aber nicht voll bezahlen. Vorausgesetzt, machte Augustus eine Gesezes- Wohlthat, die zum Schuße der das das letztere wirklich feststeht und daß nicht eine Verständigung Boltsfreiheit eingerichtet worden war, nußbar für den mit den Arbeitern erfolgt war, so würden wir ein solches Vers Despotismus, und er brach damit gründlich mit der von ihm fahren für ungerechtfertigt und in sozialpolitischer Hinsicht bes ebenso wie einst von Cäsar geübten Praxis, feindselige Worte dentlich halten. Kein Arbeitgeber war verpflichtet, am Sedans Man sieht aus dieser bezeichnenden Thatsache, daß sich durch Widerlegung in Worten, nicht mit Strafprozessen zu be- tage feiern zu lassen, und viele waren dazu außer stande; iver es voll bezahlen, nicht alle auf des Cäsars Duldsamkeit allzusehr verließen. that, mußte den Lohn Wie weit aber der Staatsrath des Senats bereits in Knechtnicht freiwillig mit der Damit war allerdings der Zweck der alten Einrichtung der wenn anders die Arbeiter sich seligkeit versunken war, ergiebt sich daraus, daß im Schooße Amtsmajestät der Volksbehörden der ehemaligen Republik voll- luterbrechung der Arbeit bei entsprechendem Lohnverlust Die Sozialdemokratie läßt dieser Behörde der Antrag eingebracht wurde, Maßregeln gegen fommen unterschlagen, zugleich aber die liebliche Täuschung einverstanden erklärt hatten. solche Teftamente zu ergreifen. Schade, daß uns nicht berichtet wird, hervorgebracht, es ginge alles juristisch rechtlich zu. sich den Anlaß zu einer Agitation selbstverständlich nicht entgehen: auf welche Weise man solche gestorbenen Majestätsbeleidiger fassen Auf dem Gelatinebeet diefer Rechsfittion erwuchs luftig der auf heute und morgen werden zwei Metallarbeiter- Bersammlungen wollte; jedenfalls dachte man daran, sich an ihre Nachkommen Wucherbazillus der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. zur Erörterung der Frage berufen: Wie stellen sich die Kollegen und deren Erbe zu halten, um die letzte Zuflucht des freien Wortes, Von dort her hat sich dieser Seuchenträger bis auf unsere zu den patriotischen Fabrikanten, welche den 2. September feiern die Testamente und damit die Freiheit des letzten Willens und Tage vererbt, sehr zum Unheil und zur Verwüstung des Staats- ließen und das Bezahlen vergessen haben?" Redens der Sterbenden zu beeinträchtigen und zu zerstören. organismus. antworten. aber Daß Lohn in den meisten von uns angeführten Fällen überhaupt nicht bezahlt wurde, verschweigt die NationalBeitung". Warum die Nat. Btg." die Sache nicht gründlich untersucht hat, wird nicht gesagt. Oder hat sie eine Untersuchung angestellt und wagt es als Unternehmerorgan blos nicht, unsere Meldungen einfach zu bestätigen? Auch war es nicht mehr nothwendig, daß der Alleinherrscher Wir wissen sehr gut, daß die Lobredner der guten, alten Maßregeln ergriff, die er für seine Person scheute, weil sie ihn Beit" meist mit ihren Kapuzinaden unrecht haben: aber oft in ein gebäffiges Licht gefeßt hätten, der fnechtselige Eenat und genug ist ein anfangs Gutes und Segensreiches von der die willfährige Beamtenschaft übernahmen es, solche Verfügungen Gewalt in sein Gegentheil verkehrt worden, so daß die Sehnsucht anzuregen, von denen sie annahmen, sie seien dem Cafar erwünscht; nach dem vorherigen Zustand nicht nur begreiflich, sondern beund er that dann, als wenn er nur widerwillig sich jenen Höchst- rechtigt erscheint. behörden der republikanischen Zeit füge. Und Goethe's Mephisto hat schon recht, wenn er von den Eine andere Art, mit einiger Sicherheit fühne Kritik zu wagen, Gefeßen sagt: war die, solche Schriftstücke namenlos oder unter falschein Namen Vernunft wird Unfinn, Wohlthat Plage, auszugeben. Auch dieser Weg ward unter Augufius mehrfach Weh dir, daß du ein Enkel bist." betreten, Beweis genug, daß scharfe Kritiker Ursache Alle Bestrebungen für Meinungs-, Glaubens, Redes und fanden, dem Landfrieden nicht zu trauen. Dagegen Breßfreiheit wurden erst nothwendig, nachdem durch den„ Umsturz" nun sprach sich auch ber Kaiser selbst im Senat der alten natürlichen Meinungsäußerungsfreiheit, die, wie wir deutlich genug aus, er meinte, daß solche literarische Erzeugnisse, sehen, das republikanische klassische Alterthum besaß,") das möglich nehmerthum: die unter fremdem Namen erschienen, verfolgt werden sollten. wurde, was wir Preßprozesse oder Majestätsbeleidigungs- Prozesse Tacitus ficht in seiner eindringlichen Kürze darüber:" Augustus u. f. w. nennen. uns Die würdige Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schweigt sich über das ihr von vorgelegte Material einfach ans: Vielleicht reizen wir dieses Ehrenblatt durch Veröffentlichung weiteren Materials zur Stellungnahme an. Schweigt es weiter, so genügt uns auch dieses stille und nach den lärmenden Worten doch gewichtige Eingeständniß. also weiteres aus der Mappe: Sedanfeier und UnterDie Arbeiter der Firmen S. J. Arnheim; Emil war der erste, der unter dem Vorwand jenes Ge= Das Bestreben, solche Institutionen der Gewalt oder Beckmann, Fichteftr. 3; Arlt u. Fricke, Oranienseges Untersuchungen über Schmähschriften verhängte". Schöpfungen einer dem Naturrecht widersprechenden Juris. straße 198 dursten zu Ehren des Sedanrummels einen Was war das für ein Gesetz, das als Handhabe oder Vor- prudenz, unschädlich zu machen und zu beseitigen, ist deswegen halben Tag nicht arbeiten. Von irgend welcher Ent wand dienen mußte, die Echreibfreiheit, die Freiheit des Mortes fein Ritt in das alte romantische Land", nicht Sehnsucht nach schädigung verlautet nichts. Bei der Firma Cordes, zu beseitigen? den Zuständen vor der Zivilisation, nach denen der über Mariannenplay 12, mußten die Arbeiter am 2. September Während des einen Jahres ihrer Amtsführung wohnte wundenen Kulturstufen der Wildheit und der Barbarei. Leider den Tag und am 3. September früh 2 Stunden. den vom souveränen Volf gewählten Beamten der Republik giebt es aber noch so viele Verschlechterungen ursprünglich ge- feiern. Alle diejenigen, welche den Krieg mitgemacht Heilig keit und Unverletzlichkeit inne, auf sie ging zeitweise funder und guter Verhältnisse wieder zu beseitigen. Und Jäten die Souveränität des Volkes über. Namentlich galt das und Rauten gehört auch zur Bestellung des Ackers. M. W. von der plebijischen Behörde der Wolfstribunen. Sie durften " weder persönlich angegriffen, verhaftet, oder wegen Handlungen*) Es ist uns zur genüge bekannt, welche Einschränkungen während der Tauer ihres Amtes gerichtlich verfolgt werden. hier möglich sind, man denke an den Prozeß des Sokrates. haben, 3 erhalten dafür Mark, die übrigen Arbeiter werden mit einer Mark abgefunden. Die Maschinenfabrik von A. Göde, Chausseeftraße 32, hat einen halben Tag zu Ehren Sedans feiern laffen ohne zu bezahlen. In der Luxus- Papier- 1barin eine unerlaubte Agitation erblickt. Regierungspräsident in 1 Gendarm Wildhage hinzugekommen und hatte den Angeklagten fabrik Eduard Büttner u. Cie., Oranienburger- Minden bestätigte auf erhobene Beschwerde das Verbot. Ersuche fortgeriffen. Ich habe den Stoß gefühlt, aber keine Schmerzen ftraße 59, wurde am Sedantag nicht gearbeitet, aber um sofortige Aufhebung des Verbots. Bruno Schumann. davon gehabt. Ich habe keinen Grund, Verbot aufzuheben. Minister des Innern. auch kein Lohn für den Tag zugestanden; den Entgang an Arbeit läßt die Fabrik troß des allgemeinen Protestes der Arbeiter durch Ueberstunden nachholen. Die Illustration zu dieser Historie liefert Art. 29 der preußischen Verfassung, der folgenden Wortlaut hat: In der Küchenmöbel- Fabrik von Julius Alle Preußen sind berechtigt, sich ohne vorgängige obrigkeit Zeitler, Reichenbergerstraße 59, mußten die Arbeiter liche Erlaubniß friedlich und ohne Waffen in geschlossenen Räumen gegen ihren Willen den ganzen Tag feiern, ohne hierfür zu versammeln." eine Entschädigung zu erhalten. Wie diese Illustration zu dem Text der Historie paßt, wird In der Stuhlfabrit von Christoph Heims das Ober- Verwaltungsgericht zu entscheiden haben. u. Sohn, Dranienstraße 185, wurde von 10 Uhr vormittags ab unter denselben Bedingungen gefeiert. = 0 " H D Vors. Haben Sie den Angeklagten geschlagen?- Beuge: Ich habe ihn zweimal mit dem Säbeltorb unter das Kinn gestoßen. Geblutet hat er nicht. Da nach habe ich ihn schließen lassen, damit er sich nicht weiter widersetze. Vors.: Hat der Angeklagte beim Stoß gesagt: Die Bücher triegen Sie nicht?- 3euge: Jawohl! Die Beschwerde des Angeklagten gegen die Gendarmen wegen Körperverlegung ist von der Brigade zu Münster zurückgewiesen Ronkurrenz innerhalb der tonservativen worden. Dagegen schwebt in derselben Sache noch eine Unter Partei. Der Bund der Landwirthe erklärte in diesen Tagen, suchung gegen die betheiligten Flurhüter bei der Staatsanwaltschaft. In der Fabrit für hauswirthschaftliche daß die Organisation des Bundes der Landwirthe mit der fonMaschinen, in Firma Grauert, wurde am Sedans ſervativen Partei Organisation nicht das mindeste gemein habe, abweichend so dar, daß erst Dahlmann an den Tisch getreten, Zeuge Gendarm Schleiden ftellt die Sache von Dahlmann tage blos bis 1 Uhr Mittag gearbeitet. Für den Lohn- und die konservative Partei mahnt aus diesem Anlasse ihre An- darauf Remmert hinzugekommen sei und den Dahlmann mit den hänger, die eigene Partei- Organisation nicht zu vergessen. entgang am Nachmittage wurde kein Lohn bewilligt. In Ob diese Mahnungen sich nicht zu Friktionen, zum Abtreiben Worten: Hier weg, hier ist mein Geld drin", von der Seite der Jute Spinnerei und Weberei Aktien der Anhänger auswachsen, bleibt bahingestellt; gegenwärtig ist mit beiden Händen gestoßen habe. Gesellschaft wurde bis Mittag gearbeitet. Auch hier dies aber noch nicht in naher Aussicht, und die Nationalliberalen meist mit größter Bestimmtheit, daß sie ein Stoßen des AnDie Entlastungszeugen, darunter mehrere Frauen, bekunden will man von einer Enschädigung nichts wissen. zeigen sich nicht als scharfsinnige Politiker, wenn sie über diese geklagten nicht gesehen haben und, da sie sehr genau Obacht In Stralau ließ die Teppichfabrik von Proßen Wahnungen jubeln. und Sohn am Sedantag von Mittag ab feiern, eine gegeben, ein solches hätten, fehen müssen. Sie blieben dabei Die Konfistation der legten Nummer der selbst tro wiederholter Vorhaltungen und Fragen des Abtheilung soll sogar den ganzen Tag gefeiert haben, Bergarbeiter Beitung" ist, wie die Dortmunder Vorsitzenden. Andere bekunden nur einfach negativ, alle haben Don einer Entschädigung für den Arbeitsentgang Beitung" zu melden weiß, eine polizeiliche gewesen und erfolgte aber gesehen, daß der Angeklagte blutete, nachdem der Oberhat man noch nichts vernommen. Die beiden Besitzer auf grund des Artikels Herr Erster Staatsanwalt Peterson wachtmeister ihn geschlagen hatte. Mehrere haben gehört, daß der Fabrik sind Kommerzienräthe. und die Bergarbeiter Beitung"." Hat die Dortmunder der Beamte, als er mit Remmert zusammengerieth, gesagt hat: Das Iserlohner Tageblatt" brachte vor dem Sedan Beitung" recht, so kann man auf den weiteren Verlauf" Was, Sie wollen sich widersetzen?" Einzelne erklären dies tage folgende Notiz:" Bur Sedanfeier. Dem Vernehmen der Attion fehr gespannt sein. Die Rheinisch- Westfälische Ar- damit, daß der Beamte das Notiren der Sachen als eine beiter Beitung" bemerkt dazu:„ Wir meinen nämlich, es Widerfeßlichkeit betrachtet hat, andere wissen sich die nach lassen mehrere Fabritbetriebe die Arbeit am nächsten würde selbst dem scharfsinnigsten Sophisten unmöglich sein, Aeußerung nicht zu erklären. Unter anderem wird auch bekundet, Montag ganz ruhen und dafür in dieser Woche täglich eine aus dem Artikel eines der Verbrechen oder Vergehen daß der Angeklagte von den Beamten zu Boden Stunde länger arbeiten, damit den Arbeitern fein Lohn( Hochverrath, Majestätsbeleidigung, Aufforderung zum Un- gerissen wurde und die Gendarmen auf ausfall erwächst. In anderen Etablissements soll nur bis gehorsam gegen die Gesetze und zu einer strafbaren Hand- ihm nieten, fowie, daß, als die Räumung des Lokals den Mittag gearbeitet werden." Tung, Aufreizung verschiedener Klassen zu Gewaltthätigkeiten Beamten nicht schnell genug ging, die Gäste gewaltsam In der legten Nummer führten wir mit recht unter den gegeneinander) herauszudestilliren. Der Artikel ist durchaus hinausgeworfen, einzelne fogar mit der Klinge für Sedan aber nicht für die Entlohnung ihrer Arbeiter fachlich gehalten und polemifirt gegen die Aeußerung des Herrn trattirt worden sind. begeisterten Firmen die von Sudikatis u. Krohn an. Peterson, die er im Essener Meineidsprozeß gethan hat: Der Angeklagte will noch mehrere Beugen vernommen wissen, Irrthümlich war dieselbe als Schränkefabrik bezeichnet firchener Bergarbeiter Beitung" der Mund der Sozial- die vor dem Schöffengericht beschworen haben, daß er den OberIrrthümlich war dieselbe als Schränkefabrik bezeichnet" mrheinisch- westfälischen Industriegebiet ist die Gelsen die darthun sollen, daß der Flurhüter und einige Gendarmen, worden, die Firma besißt eine Schraubenfabrik. Uebrigens demokratie." Diese Zeitung und auch die Führer suchen die wachtmeister gestoßen habe, garnicht im Lokal gewesen sind. Der hat unser Vorgehen bereits Erfolg gehabt; die Firma Kluft, welche leider zwischen den Klassen liegt, zu erweitern." Gerichtshof lehnt die Vernehmung ab, da der Flurhüter und der 3immermann u. Buch loh hat die 3 Feierstunden Der Artikel weist nach, daß es gar nicht in der Hand von Per- Gendarm in diesem Termin nicht vernommen sind und es für die mit 1,50 M. pro Mann bezahlt. fonen liegt, die Kluft zwischen den Klassen zu erweitern, daß Sache unerheblich sei, ob die betreffenden im Lokal gewesen oder Der 4. September 1895 bedeutet für Frankreich lung ist, welche die Klaffenbildung und Klassenscheidung bewirkt. festgestellt werden, daß die Belastungszeugen damals falsch gees die von den einzelnen unabhängige wirthschaftliche Entwick nicht. Der Angeklagte besteht hartnäckig darauf, es müsse doch auch ein Jubiliäum. 25 Jahre ist an diesem Tage die Die Sozialdemokratie mildere den heutigen Klassenkampf, indem schworen. Der Vorsitzende erklärt ihm, daß die Anklage sich britte französische Republik alt geworden, kein Regime fie die gesellschaftlichen Mißstände als die Produkte einer noth nicht gegen die Gendarmen, sondern gegen ihn richte, wenn er in Frankreich seit 1789 hatte eine so lange Lebensdauer, wendigen Entwickelung hinstelle und so die Personen ent- meine, die Leute hätten falsch geschworen, so folle er sie der weder das erste noch das zweite Kaiserreich, nicht die laste; dadurch trage sie dazu bei, das persönliche Moment Staatsanwaltschaft anzeigen. Der hierauf gestellte Antrag des Monarchie der Bourbonen noch die der Drleans, nicht die in dem sozialen Kampf zu mildern, und an seine Stelle Angeklagten, den anwesenden Flurhüter Falke zu fragen, ob er erste noch die zweite Republik. Aber innerhalb der 25 Jahre Anschauung sich erst mühsam unter den Arbeitern Bahn brechen abgelehnt. das fachliche Verständniß zu setzen. Wenn aber diese bei dem Vorfall im Lokal gewesen, wird gleichfalls als unerheblich hat die Republik viele Wandlungen durchzumachen müsse, wenn diese vielfach noch in dem Bourgeois ihren persön gehabt. Thiers und Mac Mahon, die ersten Präsidenten, lichen Feind sehen, so liege dies an der falschen Erziehung, waren in ihrem innersten Herzen Monarchisten; erst vornehmlich an dem verfälschten Geschichtsunterricht, der nachdem die Republikaner unter Führung Gambetta's den die Geschehnisse als das Wert einzelner großen Männer beabsichtigten Staatsstreich Mac Mahon's, Fourtou's, hinstelle und so den Menschen die Anschauung einpflanze, die beBroglie's verhindert hatten, kamen die Republikaner zur stehenden Verhältnisse feien von Menschen gemacht. Wie man Herrschaft, Grevy wurde Präsident. Bon Jahr zu Jahr stieg die aus diesem Artikel, der kein beleidigendes Wort enthält, eines der Republikanern verdrängt wurden, Grevy wurde wieder fonnte, das ist uns unverständlich." gewählt, fonnte aber seine zweite Amtsperiode nicht zu Der Angeklagte will bann noch feststellen lassen, daß er zu Boden geworfen und mit Füßen getreten worden sei, was die Gendarmen früher unter Eid bestritten hätten. Zahl der Wahlkreise, aus denen die Monarchisten von oben bezeichneten Reate oder überhaupt ein Vergehen herauslejen urtheils erster Instanz und Freisprechung. Die bestimmte AusAuch in Hamburg, Altona und den Vor: städten wurde am Sonntag ein Protestflugblatt gegen die Sozialismus die Idee des Friedens vertritt. 180 000 Exemplare Sedanfeier verbreitet. In demselben wird betont, daß der tamen zur Verbreitung. Belgien. Der Vorsitzende erklärt, er wolle gern glauben, daß der Angeklagte nachher nicht glimpflich behandelt worden sei, das sei aber nicht für die Urtheilsfindung erheblich. Auf die übrigen Zeugen wird sodann verzichtet. Der Vertheidiger Kempmann bittet um Aufhebung des fage der Gendarmen Die Polizeibeamten meist sehr bestimmt aussagten er habe in seiner Praxis beobachtet, daß imponire ihm nicht, da sich die beiden Belastungszeugen theilweise widersprächen. fönne zum mindesten nicht feststellen, daß der Angeklagte gestoßen Die Entlastungszeugen aber feien alle glaubwürdig. Das Gericht habe, feiner Ansicht nach sei überhaupt positiv erwiesen, daß der selbe nicht gestoßen habe. Ende führen, denn die Korruption, an der die höchsten Kreise, vor allem sein Schwiegersohn, sich die Finger beschmutzt hatten, zwang ihn zum Rücktritt, ihm folgte Carnot, der am Ende seiner Amtsperiode dem Dolche eines Verrückten zum Opfer fiel, nachdem unter ihm die Republik die schwere, unter dem Namen Boulangis. Paul Janson, der hochbegabte und einflußreiche Der Staatsanwalt widerspricht, die Gendarmen feien mus bekannte Krisis, die auf Wiederherstellung Führer der radikalen Partei in Belgien, hat in der Senate durchaus glaubhaft, die Widersprüche unwesentlich. Die Entder orleanistischen Monarchie hinzielte, überstanden hatte. fizung, in der das Schul- Gesez verhandelt wurde, eine überaus da sie genau auf den Gendarmen achteten, auf den sie wüthend lastungszeugen hätten zwar die Wahrheit gesagt, aber sie hätten, Casimir Perier, ein Mann mit monarchistischen Traditionen, scharfe Rede gegen die reaktionären Pläne der Regierung ge- waren, den Stoß übersehen. Die Behauptung:„ Wenn es wurde Carnot's Nachfolger. Feig zog er sich aus seiner Stellung" Sie reden ja wie ein Gozialiſt", worauf er sofort antwortete: paffirt wäre, ich hätte es fehen müffen!" fei ein balten. Die Rede wurde durch den Zwischenruf unterbrochen, zurück und machte dem gegenwärtigen Präsidenten, dem unbedeutenden Faure Play. Politisch war die Republit a pohl ich bin ein Sozialist und zwar schon daß etwas geschehen fei, nicht gleichwerthig feit langem." unter den verschiedenen Präsidentschaften nicht immer in Der Liberalismus in Belgien verliert durch diese Erklärung erachtet werden.( Diese Anschauung des Herrn Staatsgleichem Sinne regiert, sozial war ihre Regierung einen feiner angesehenften Vertreter, er verliert aber noch mehr anwaltes erscheint uns bedeutend richtiger, als die entgegen stets die Erekutive der Großbourgeoisie. gesetzte, die im Essener Meineidsprozeß von der StaatsIn der das Zutrauen der Massen, die sich von ihm bald ganz abgewandt anwaltschaft verfochten wurde.) Er bitte das Urtheil bestehen zu Vertretung der Interessen der Bourgeoisie im haben werden, zum theil zur Sozialdemokratie, zum anderen laffen. Niederhalten der Sozialdemokratie sah sie von den schmachist todt, und der Scheidung der Klassen wird bald die ebenso tein Berzeichniß der Sachen gegeben habe. Das später eintheil zur tlerifalen Partei stoßen. Der belgische Liberalismus Der Angeklagte führt noch an, daß der Gendarm ihm vollen Tagen nach Niederwerfung der Kommune bis zur reinliche der Parteien entsprechen: Arbeiterklasse und Sozial: gereichte Verzeichniß sei unvollständig gewesen, verschiedene Schließung der Arbeitsbörse und bis zum heutigen Tage demokratie auf der einen, Bourgeoisie und klerikale Partei auf ihm schließlich zurückgegebene Sachen hätten nicht darauf geihre Hauptaufgaben. standen und mehrere Sachen habe er überhaupt nicht wieder bes fonffnen. Durch die Aerzte tönne er beweisen, daß Das Parlament wird am Donnerstag Nachmittag er 4 Wochen schwer trant gewesen sei an Rippenquetschung infolge der Mißhandlungen seitens der Gendarmen. der anderen Seite. England. Gendarm und Bürger. Im ersten Jahr der dritten Republik war die französische Sozialdemokratie vernichtet, ihre besten Männer waren füfilirt, andere schmachteten in den Gefängnissen und in Neucaledonien; nur wenige fonnten ins Ausland flüchten, vertagt werden. aber in Frankreich selbst war jedes Lebenszeichen der Sozialdemokratie zur Unmöglichkeit geworden. Das Kriegsgericht, die Todesstrafe oder Neucaledonien hätte dem Tollkühnen gewinkt. Die Bourgeoisie war unter sich. Aber sie Bochum, 31. August. konnte und durfte, wollte sie die Grundlagen ihrer Existenzmann und ehemalige Kastellan der geschlossenen Gesellschaft Erholung Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt hat der Berg nicht vernichten, nicht die Produktionsgrundlagen aus der Welt zu Stockum, Remmert, vom Bochumer Schöffengericht am 29. Mai schaffen, die ihr die Mehrwerth- Aneignung ermöglichen. eine Geldstrafe von 15 M. zudiktirt erhalten. Des Vergebens Dieselbe Produktionsweise, auf der die Bourgeoisie beruht, soll er sich schuldig gemacht haben, als am 8. September v. J. fie muß heute mit dem Proletariat die Sozialdemokratie das Kasino geschlossen und durch die Gendarmerie das gesammte erzeugen, und so besitzt Frankreich im 25. Jahre nach der Inventar tonfiszirt und per Wagen fortgeführt wurde. brutalen Niederwerfung der Kommune eine starke und mächtige Sozialdemokratie, die im nächsten Vierteljahr hundert von maßgebendem Einfluß auf die Entwicklung der politischen und sozialen Verhältnisse der dritten Republik sein wird und schon heute eine Garantie gegen die Wieder herstellung der Monarchie bildet. ** Deutsches Reich. Partei- Nachrichten. Das Gericht verwirft nach kurzer Berathung die Berufung. Die negativen Aussagen der Entlastungszeugen, die alle ein Urtheil, daß der Aussagende einen bestimmten Borgang hätte sehen müssen, enthalten, könnten den bestimmten Aussagen der feststellen, ob die betreffenden Leute überhaupt richtig beobachten Gendarmen nicht gleichwerthig erachtet werden. Niemand könne tönnten, während bei den Beamten in betracht komme, daß sie ihre Verantwortlichkeit zur genauen Beobachtung anspornen und fie in derselben geübt seien. Daß der Angeklagte nach träglich nicht gerade glimpflich durch die Be Bei amten behandelt worden sei, wolle der Gerichtshof dieser Gelegenheit foll Remmert einen Gendarm gestoßen haben; gern glauben, doch müsse das dahingestellt bleiben. barmen gröblich mißhandelt worden sein, so daß er vier Wochen er bestreitet das, will vielmehr ohne Grund von mehreren Gen= bettlägerig war. Auf grund seiner Berufung tommt die Sache abermals zur Verhandlung. In der ersten Instanz haben zwei Verhandlungen und ein Lofaltermin stattgefunden. Die Laffallefeier ist im Deutschen Reiche diesmal mit Der Angeklagte stellt den fraglichen Vorfall folgendermaßen einer Begeisterung und unter so großer Theilnahme der ArbeiterDer Angeklagte stellt den fraglichen Vorfall folgendermaßen schaft begangen worden, wie nie zuvor. Aus vielen Orten, vor dar: Er habe die beschlagnahmten Sachen notiren wollen und allem aus den Großstädten, liegen darüber Nachrichten vor. darauf habe der Wachtmeister gesagt, er habe nichts zu notiren, ihn sofort geschlagen, daß er blutete, und darauf hätten ihn Selbstverständlich ist die Feier überall aufs würdigste vers laufen. Eine preußische Versammlungshistorie die Gendarmen zu Boden geworfen, ihn mit mit Füßen in Telegrammen. getreten und sonst schwer mißhandelt. Ein Verzeichniß der be- leber die Verhältnisse der Familien unserer im Essener Regierungspräsident, Minden. Landrath Ditfurth verbot schlagnahmten Sachen sei ihm nicht gegeben worden und bei der Meineidsprozeß verurtheilten Parteigenoffen wird uns geschrieben: die am 2. September abends in Gadderbaum einberufene Ver Rückgabe hätten u. a. 12 Kisten Bigarren, 17 Flaschen Bier, Frau Schröder in Dortmund hat 10 Kinder, davon sind noch sammlung, weil er in derselben eine unerlaubte Agitation er- 10,20 M. Baargeld gefehlt und seien nicht wieder in seinen Besitz 4 schulpflichtig. Frau' Meyer in Bochum hat 3 Kinder im blickt. Ersuche um sofortige Aufhebung des Verbots. Bruno gekommen. Der Landrath sei übrigens, wie die Regierung zu Alter von 1/ 2-8 Jahren. Frau Imberg in Herne 1. Frau Schumann. Arnsberg entschieden habe, nicht zur Schließung des Kasinos Wiiking in Herne 4, das älteste Kind ist 7 Jahre; die Frau Regierungspräsident, Minden. Auf mein gestriges Telegramm, berechtigt gewesen, das sei Sache der Ortspolizeibehörde. sieht wieder einer Entbindung entgegen. Frau Beckmann in betreffend Beschwerde gegen Landrath wegen Versammlungs- Bei Dem in dieser Sache stattgefundenen Lokaltermin Baukau befigt 3 Kinder im Alter von 4-8 Jahren. Die beiden verbots in Gadderbaum, noch ohne Antwort. Erwarte sofortigen habe ihm der Wachtmeister gesagt, er hätte noch lange letzten Frauen haben die Wohnung gekündigt bekommen. Die telegraphischen Bescheid. Bruno Schumann. nicht genug befomnien; wenn fünftig solche Exzesse vorkämen, Frauen Schröder und Meyer wurden während der UnterBruno Schumann, Schulstraße 20. Untersuchung Ihrer Be- würde er dem sich widerseßenden den Schädel spalten. suchungshaft ihrer Männer vom Bergarbeiter- Verband unterstützt, schwerde wegen Versammlung in Gadderbaum eingeleitet, aber Zeuge Gendarmerie- Oberwachtmeister Dahlmann: Ich bin die anderen 3 Familien höchst nothdürftig von den Genossen in noch nicht abgeschlossen. Regierungspräsident. zunächst allein ins Lokal gegangen, meine Begleiter standen Herne und Umgegend. Regierungspräsident, Minden. Versammlung vom Landrath draußen. Ich habe Schließung verlangt, als aber der Angeklagte Wahlkreis Potsdam Osthavelland. Parteigenossen! verboten, lediglich weil Sedanfeier, deshalb Verbot un fagte, es bliebe offen, holte ich die anderen Gendarm heran, die Am Sonntag, den 8. September, vormittags 11 Uhr, findet in gesetzlich. Ersuche nochmals um Beschleunigung der Unter- etwas aufgeregt waren und Miene machten, fich an den Leuten Spandau in Bork's Botal, Staatenerstr. 14, eine öffentliche Kreissuchung und Aufhebung des Verbots. Bruno Schumann, Schul- zu vergreifen. Ich habe sie beruhigt und vertheilt und war konferenz statt. Vorläufige Tagesordnung: 1. Bericht der VerStraße 20. dabei, mit Hilfe eines anderen Gendarmen ein Verzeichniß trauensleute. 2. Stellung zum Agrarprogramm und sonstige AnBruno Schumann, Schulstr. 20. Bersammlungsverbot wird der zu beschlagnahmenden Sachen aufzusetzen. Da machte sich träge zum Parteitag. 3. Delegirtenwahl zum Parteitag in aufrecht erhalten. Regierungspräsident. Remmert an der Tischschublade mit den Büchern zu schaffen. Breslau und zum Provinzial- Parteitag. 4. Neuwahl des KreisExcellenz Minister v. Köller, Berlin. Amtmann von Gadder- Ich bin darauf hinzugetreten und habe gesagt: Die Bücher find Vertrauensmannes. 5. Sonstige Anträge. Jeder Ort kann bis baum verbot im Auftrage des Landraths in Bielefeld eine für konfiszirt, und habe sie nehmen wollen. Da hat mich der An zu drei Delegirte senden. Zufschriften sind zu richten an den 2. September abends einberufene Versammlung, weil derfelbel geklagte von der Seite gestoßen. Im selben Augenblick ist der Kreis- Bertranensmann W. Sta a b in Potsdam, Junkerstr. 8. Auf der Kreisversammlung für Oberbarnim, die am " -Durch die Kritik der Thatsache, daß ein Soldat einen zeit ausgebrochen. Die Kollegen verlangen die neunständige Sonntag in Freienwalde a. D. abgehalten wurde, waren entsprungenen Gefangenen erschoß und dafür vor der Front zum Arbeitszeit, welche auf den anderen Berliner Werkplägen längst die Städte Strausberg, Freienwalde, Wriezen und Eberswalde Gefreiten ernannt wurde, soll der Redakteur der Bremer bewilligt ist. Zu gleicherzeit beabsichtigen die Kollegen für das und eine Anzahl Dörfer durch insgesammt 30 Delegirte ver- Bürgerzeitung". Genosse Rhein, den Offiziersstand be- nächste Frühjahr die Forderung aufzustellen, daß der Berliner treten. Der Kassenbericht ergab, daß der Kreis- Vertrauensmann leidigt haben, obgleich er nur vom Militarismus" gesprochen Tarif anerkannt wird. Auf dem genannten Platz wird wöchent Salomon- Wriezen 507,56 m. eingenommen und 401,60 m. hatte. Das Schöffengericht sprach ihn seinerzeit frei. Auf die lich nach Gutdünken bezahlt. Gegen diese Zustände sind die dort ausgegeben hat. In der Debatte über das Agrarprogramm, Berufung des Staatsanwalts hin hob das Landgericht dieses beschäftigten Kollegen, welche alle organisirt sind, jetzt gewillt, an der sich neben dem Referenten Salomon und den länd- Urtheil auf und erkannte auf 50 M. Geldstrafe oder 10 Tage ernstlich Front zu machen. Es wird deshalb, wenn die Sache lichen Delegirten der Reichstags- Kandidat des Kreises, Brun 3 Gefängniß, wobei e3 feinen Spruch wvie folgt be nicht geregelt wird, höchst wahrscheinlich zum Streit tommen. aus Berlin, betheiligte, wurde betont, daß die Bauernschaft auf gründete: Indem der Angeklagte in der Notiz einen Auf die Sympathie und die Unterstützung der anderen Berliner, ein sozialistisches Programm, so lange es ihr einigermaßen er bestimmten Vorfall erzählte und daran die betreffende in- sowie aller organisirten Kollegen Deutschlands fönnen die Kollegen träglich geht, nicht anbeißen werde. Man würde daher nur friminirte Bemerkung hängte, machte er fich einer Be- bei der Firma Holzmann bestimmt rechnen. Wir bitten deshalb, den Kampf verlängern, wenn man ihr weiter als bisher leidigung des bei der Beförderung handelnden Offiziers schuldig. den Zuzug von genanntem Plaz ftreng fernzuhalten, bis die entgegentomme. Einstimmig wurde eine Resolution Denn da für Offiziere feine Vorschrift besteht, Thaten, wie die Sache geregelt ist. Die Geschäftsleitung der Steinarbeiter gefaßt, worin das Agrarprogramm als eine Verschleierung des angezogene, durch Beförderung zu belohnen, treffe die Beleidi- Deutschlands. J. A.: Ph. Thomas, Rigdorf( Berlin), Bergsozialistischen Prinzips bezeichnet, und vom Breslauer Parteitag gung nicht, wie die Bertheidigung glaubt, den Militarismus als straße 162. gehofft wird, daß er die Vorschläge der Agrarkommiffion voll- System, sondern den Offizier, welcher aus eigener Initiative den ständig ablehnen werde. Als Delegirte für die Berliner Provinzial- Mann zum Gefreiten beförderte. Es sei dem Angeklagten zu Stadtrath den Antrag der Streikenden, die Straßenpflasterungen Vom Leipziger Steinfegerstreik ist mitzutheilen, daß der konferenz wurden Salomon Wriezen, Schiele- Freien- glauben, daß die daß die Tendenz feiner Bemerkung die Kritik in Regie ausführen zu lassen, abgelehnt hat, weil bei walde und Gläser Eberswalde gewählt. Nach Breslau ent- des Militarismus sei, und deshalb wäre die Strafe auch so einem früheren Versuch mit der Regie- Arbeit die Arbeiten zu sendet der Kreis keinen eigenen Vertreter, man wird das Mandat niedrig bemessen, doch schließe eine solche Absicht die Bestrafung theuer gekommen wären. Dem steht gegenüber, daß Hamburg, einem benachbarten Kreis übertragen. Das Referat über den nicht aus, wenn zugleich dadurch eine persönliche Beleidigung be- Dresden und Frankfurt a./m. ihre Straßen in Regie- Arbeit her= folgenden Punkt der Tagesordnung: Wie treten wir der Aus- gangen werde. beutung und schlechten Behandlung der Lehrlinge entgegen?", Der Gendarm Münter in Herne hat, wie es heißt, stellen und sich wohl dabei befinden. Schlug der Leipziger Rath hielt Schiele Freienwalde. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. seine Versetzung beantragt, nachdem er noch eine Anzahl Beleidi- Bedenkliches darin, den Unternehmern die Baufrist zu ver= das Begehren der Arbeiter ab, so fand er anderseits nichts Die unentgeltliche Lieferung der Lehrmittel für Kinder, deren gungsklagen gegen Personen anstrengte, die sich über sein dienst- längern und zuzulassen, daß am Sonntag während des Eltern nur ein Einkommen bis zu 600 M. haben, war der nächste liches Auftreten abfällig geäußert haben. Punkt der Tagesordnung. Es wurde hierzu folgender Antrag-In Essen wurde am 2. September eine Volksverfamm- ottesdienstes Straßenpflasterungen ausgeführt wurden. angenommen:" Der Parteitag möge beschließen, daß die Genoffen lung, wo Genosse Wesch aus Krefeld über Die revolutionären Gegen das Vorgehen des Stadtraths wird auf Veranlassung überall, bei Kommunalwahlen und sonstigen Anlässen, die Forde Wirkungen des heutigen Militarismus" sprechen sollte, vom Arbeiterversammlung Protest erheben. Die Zahl der streifenden des Gewerkschaftskartells heute, Donnerstag, eine allgemeine rung auf Bewilligung unentgeltlicher Lehrmittel überwachenden Kommissar aufgelöst, weil sein Begehren, maler ist um 40 gestiegen. Bewilligt haben bisher 38 Meister. stellen." Die Debatte über die Aufhebung der Miethskomptoire die Frauen zu entfernen, nicht erfüllt worden war. und unentgeltlichen Nachweis seitens der Kommunen endete mit-Weimarisches Versammlung 3, recht". In Die Innung lehnte es ab, das Gewerbegericht mit den Geder Annahme nachstehender Resolution: Die Parteigenoffen der Oberweimar verbot der Gemeindevorstand eine zum 25. August hilfen als Einigungsamt anzurufen. einzelnen Orte haben ihren Einfluß dahin geltend zu machen, geplant geweſene Versammlung mit der Begründung", er In Mülhausen im Elsaß sind diejenigen Klempner, daß die Kommunen veranlaßt werden, Arbeitsämter ein glaube, da die Versammlung zu Sozialischen(!) Zwecken die den Elfftundentag nicht bewilligt bekamen, in den Ausstand zurichten." Ein Antrag, einen Wahlverein für den stattfinden soll, was vorstehend nicht betont, die Erlaubniß ver- getreten. gauzen Kreis zu bilden, wurde mit der Motivirung ab- fagen zu müssen." Die Aufsichtsbehörde, der großherzogliche gelehnt, daß man der Polizei keine Handhabe bieten wolle, ihre Bezirksdirektor sah keine Veranlassung", die Verfügung des gesellschaft im 10. Wiener Bezirk haben die Arbeit einDie Steinmeken Der Desterreichischen BauKunst anzuwenden. Als Vertrauensmann wurde Salomon Gemeindevorstandes aufzuheben, und wieś die Beschwerde des wiedergewählt. Einberufers der Versammlung ab. Es wird nun das Ministerium gestellt und ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs. Die Bäcker Klagenfurths stehen seit 31. August im Streit, angerufen werden. Löhne nicht eingehen wollen. weil die Meister auf Regelung der Arbeitszeit und Erhöhung der " # B Agrarprogramm. Im Sozialdemokratischen Verein in Hanau wurde die Debatte über die Vorschläge der Agrar genosse am Tage der Lassallefeier aus seinem Hause zwei weiße Deutsche Freiheit. In Gera batte ein Barteitommission durch Annahme folgender Resolution erledigt: Derjenige Theil des Agrarprogramm Entwurses, welcher Fahnen herausgehängt, die je eine rothe 8, als Zeichen des In Stanislau in Galizien dauert der Gerberstreit sich zur praktischen Landagitation eignet, ohne daß dadurch der Achtstundentages, im Felde führten. Es dauerte nicht lange, so fozialistische Charakter unserer Bewegung verwischt wird, ist am erschien die heilige Hermandad und ordnete die Entfernung der fort, da die Unternehmer den angebotenen Ausgleich zurückgewiefen haben. 12 Ausständige wurden wegen noch garnicht besten als Anleitung zur Landagitation in einer besonderen Fahnen an. Die am Montag in München aufgelöste Partei: Fabrikant dagegen, der ohne jede begründete Veranlassung, ledig bewiesener Theilnahme an einer Demonstration verhaftet; ein Parteibroschüre herauszugeben. Die Hanauer Genoffen wünschen, versammlung war von ca. 3000 Personen besucht. Franz daß der Breslauer Parteitag das geeignete aus den Vorschlägen Schmitt sprach über das Thema:" Militarismus und Sozial- lich aus brutaler Wuth, auf die streifenden Arbeiter schoß, ist der Agrarkommission herausgreift und sie mit der Ausarbeitung demokratie". Als in der Debatte ein Redner ein vor mehreren noch auf freiem Fuße. Der Ausstand der Bäcker dauert der Broschüre bis zum nächsten Parteitag beauftragt. Die Agrarkommission follte zu diesem Zwecke entsprechend verstärkt Jahren ergangenes Urtheil des Münchener Militär- Bezirksgerichts gleichfalls fort. Da in der Strafanstalt und in der Militärfritisirte, forderte der überwachende Polizeibeamte den Vorsigen bäckerei für die Bäckermeister gearbeitet wird, trotzdem werden. Jedoch erklärt sich die Versammlung nicht einverstanden mit den auf, dem Redner das Wort zu entziehen. Als der Vorsitzende 200 Winkelbäcker den nothwendigsten Bedarf decken könnten, den Sägen, welche sich auf die Erhaltung und Vermehrung des sich nach dem Grunde für diese Maßregel erkundigte, forderte haben sich die Streifenden telegraphisch beim Justiz- und beim öffentlichen Grundeigenthums, sowie auf die Verstaatlichung der der Beamte die Schließung der Versammlung. Dieser Auf Kriegsminister beschwert. Grundschulden beziehen, in der jetzigen Form. Sie verlangt forderung wurde nachgekommen, worauf die Versammlung mit vielmehr eine völlige Umarbeitung dieser Säße, durch welche die dem Gesang der Arbeitermarseillaise auseinanderging. Rücksicht auf die gegenwärtige politische Lage gewahrt wird." Der Versammlung wohnte das Agrarfommissions- Mitglied Dr. Quard bei; er hatte gegen den zweiten Absatz der Resolution nichts einzuwenden. " Soziale Ueberlicht.. Zum Streik der Glasarbeiter von Carmaux wird uns aus Paris unterm 3. September geschrieben: Wenn der Direktor der Glashüttenwerke von Carmaux vielleicht noch wähnt, die Streifenden aushungern und so zur Rapitulation zwingen zu tönnen, so scheinen die Aktionäre ganz andrer Meinung zu sein. Aus den Kreisen der Versicherten sind beim Reich 3- Angesichts der Solidarität, die das ganze arbeitende Frankreich Versicherungsamt mehrfach Klagen darüber laut geworden, für die Streifenden von Carmaux fundgiebt, sehen sie nur zu Die am Sonntag in Wiesbaden abgehaltene Partei- daß ihnen Schwierigkeiten bereitet werden, wenn sie sich wegen deutlich, daß sie es sein dürften, die die Rechnung des ven tonferenz für den zweiten heffen nassauischen Reichstags- der Eintragung von Vermerken nach§ 17 Abs. 2 des Gesetzes Rességuier hervorgerufenen Kampfes zu zahlen haben werden. Wahlkreis faßte nach dem Referat Dr. Quard's mit 21 gegen über die Alters- und Invalidenversicherung ärztliche Atteste Dazu wollen sie sich nicht verstehen, so wenig sie auch sonst mit 2 Stimmen folgende Resolution:" Die heutige Kreisfonferenz des beschaffen müssen und sie einer Krantentasse überhaupt den Sozialisten sympathisiren. Um nun nicht die Verantwortung Wahlkreises Wiesbaden erklärt, daß sie in den Vorschlägen der nicht angehört haben oder zur Zeit nicht angehören. für den Verlust der Dividenden zu tragen, den die Aktionäre aus Agrarfommission eine Anzahl brauchbarer Punkte für die Tas Reichs- Versicherungsamt hat nun in einem Entscheid, der von diesem Streit erleiden werden, hat der Vizepräsident des Verpraktische Agitation auf dem Lande erblickt. Sie erwartet von prinzipieller Wichtigkeit ist, seiner Auffassung dahin Ausdruck ge- waltungsrathes der Glashüttenwerke von Carmaux, Herr dem Breslauer Parteitag, daß derselbe dem Bedürfniß nach geben, daß es sowohl der Absicht des Gesetzgebers wie auch der Sirven, feine Demission gegeben. Und Herr Sirven weiß einem Landprogramm Rechnung trägt und eine Form findet, in( in dem betreffenden Falle angezogenen) Anweisung vom nur zu gut, was er thut, da er selber um mehr als 200 000 welcher auf grund des Kommissionsentwurfes weiter gearbeitet 17. Oftober 1890 entsprechen dürfte, wenn in Fällen dieser Art Franks Aktien besitzt. Durch diese Demission ist der Streit in werden kann, ohne daß den Bauern unser sozialistisches Ziel dem Versicherten aufgegeben wird, die Thatsache, daß er frank eine neue Phaſe getreten. irgendwie verschleiert werden soll." ist und die Dauer einer anrechnungsfähigen Krankheit in an Die Reineinnahme bei dem im Tivoli- Baur- Hall stattgehabten Die, Rheinische Zeitung" in Köln schreibt: Die berer, hinlänglich sicherer Weise zu belegen, etwa durch ein Meeting betrug 1055 Franks. Münchener Post" hat unlängst einen Ueberblick über die Stellung Seugniß feines Hauswirths oder sonstiger glaubwürdiger Ju Cardiff ist am Montag der am Montag der achtundzwanzigsle nahme der verschiedenen Parteiorgane zum Entwurf des Agrar- Personen, die in der Lage sind, aus eigener Kenntniß über Jahreskongreß der englischen Gewerkschaften programms veröffentlicht. Darin heißt es: Auch die Rheinische jenen Punkt Auskunft zu ertheilen. Auf diese Anregung hin eröffnet worden. Der Vorsitzende Davis Holmes erklärte, daß Beitung" stimmt mit der Tendenz wie mit den Einzelheiten hat, wie in den„ Amtlichen Nachrichten" des Reichs- Versicherungs- der Kongreß 344 gehörig ermächtigte Delegirte aufweise, die im ganzen überein und weist die Angriffe wegen der gefürchteten amts mitgetheilt wird, die Polizeibehörde einer großen Stadt, 1 000 000 Gewertvereinler verträten. Verwässerung" zurück."- Diese Darstellung unseres Standpunktes in deren Bezirk ein Beschwerdefall vorgekommen war, den ihr ist unzutreffend. Wir haben eine ganze Anzahl von Bauern- unterstellten Organen die oben hervorgehobenen Gesichtspunkte forderungen beanstandet, eine ebenso große Anzahl von Land- zur Beachtung übermittelt und sie angewiesen, danach zu arbeiterforderungen vermißt. Wir stimmen also mit den Einzel- handeln, damit weitere Klagen aus dem Kreise der Versicherten Deprefchen und lehte Nachrichten. heiten der Vorlage durchaus nicht überein, halten dieselbe aber vermieden werden. Hoffentlich wird man allgemein so verfahren. trogdem, wenn sie von der Kommission nochmals durchgesehen Von je 100 englischen Telegraphisten sterben über 46 schaften graffirt der Typhus, besonders heftig in Witterschlick, Bonn, 4. Septbr.( B. H.) In einigen umliegenden Ortwird, als Ausgangspunkt für die Arbeit des Parteitags geeignet an der Schwindsucht, während der allgemeine Prozentsatz Heidgen und Vollmershoven. Viele Personen liegen frank dars und haben uns gegen eine Verschiebung dieser Arbeit und gegen der Schwindsüchtigen in England 13,8 beträgt. Die englischen nieder. Die Schwerkranken befinden sich in der Bonner Klinik. unfruchtbares Verneinen ausgesprochen." Telegraphisten haben die Sache den Behörden zur Kenntniß geParis, 4. September.( B. H.) Aus Bayonne wird gemeldet, Delegirtenwahlen zum Breslauer Parteitage. Reichs- bracht. Es wäre von Intereſſe, zu wissen, ob unter den daß die Kundgebungen wegen des Verbots der Stiergefechte dort Telegraphisten anderer Länder, insbesondere Deutschlands, die wieder begonnen haben. Vorige Nacht hatte die Menge die tags- Wahlkreis Wiesbaden: Dr. Quard. Schwindsucht ebenfalls außergewöhnlich viel Opfer dahinrafft. Gaslaternen ausgelöscht und sodann die Fenster der UnterIn Ottensen hielt Reichstags- Abgeordneter v. Im in Galizisches Banern- Elend. Die Wiener Arbeiter- 3tg." präfeftur eingeworfen. Ein Bataillon Linientruppen zerstreute einer von 2000 Personen besuchten Volksversammlung eine Rede über die Entstehung und die Folgen des Krieges von 1870/71. schreibt: Die aus Galizien in Wien eintreffenden Audienz die Angreifer. Bei dem Unterpräfekten befanden sich der BürgerEs wurde eine Resolution gefaßt, worin u. a. gegen die Ver- bewerber, der Mehrzahl nach verzweifelte, durch schmutzige, meister, der Staatsanwalt und der Untersuchungsrichter u. s. w. herrlichung des Kriegs als dem Bölkerfrieden schädlich protestirt echt galiziſche Praktiken zu grunde gerichtete Bauern, find, der Mehrere dieser Beamten wurden verwundet. Madrid, 4. September.( B. H.) Einer Blättermeldung und für Elsaß- Lothringen die gesetzliche Gleichstellung mit den Himmel weiß warum, zu ständigen Besuchern unserer Redaktion übrigen deutschen Ländern, insbesondere die Aufhebung des aller geworden, und wir haben unser liebes Kreuz mit den aus Kuba zufolge sind bisher über 200 höhere Offiziere am gelben Gerechtigkeit Hohn sprechenden Diktaturparagraphen gefordert, uns ihr Jammer auch noch so denen wir ja doch nicht helfen tönnen, wenn Fieber daselbst gestorben. Die spanische Regierung hat bis jetzt fehr ergreift. Zuerst noch kein Dementi gebracht, daß die Truppen in Kuba durch ferner dem französischen arbeitenden Volte der Gruß der Ver- werden sie zur Audienz( beim Kaiser) nicht vorgelassen, weil ihre obige Krankheit in erschreckender Weise dezimirt werden. fammlung entboten wird. Das vereinnahmte Eintrittsgeld im Sachen zu den hoffnungslosen gehören; dann aber sagt man ihnen Lissabon, 4. September.( W. T. B.) Die Wahlen wurden Betrage von 172,60 M., wird den Familien der Essener Ver- etwas von Polizei und Abschieben, und das regt die armen auf den 10. Oktober festgesetzt. urtheilten überwiesen. Teufel furchtbar auf; sie kommen zu uns geeilt und flehen uns Cardiff, 4. September.( W. Z. B.) Der Gewerkvereins. Eine Parteifonferenz für den Reichstags Wahlkreis händeringend und uns zu Füßen fallend an, sie vor solch un- Kongreß beschloß, gemäß der neuen Geschäftsordnung vom Merseburg Duerfurt wird Sonntag den 8. September rühmlichem Ausgang der Audienz" zu bewahren. Wir bekommen Stongreß alle Delegirten auszuschließen, welche nicht eigentliche in Schkeudis abgehalten. Tagesordnung: 1. Bericht des über die Verhältnisse des bestverwalteten Kronlandes" Dinge zu Arbeiter sind. Ausgeschlossen sind somit Tom Mann und Burns Agitationskomitees und Bericht der Vertrauensleute, 2. Agitation hören, die niederträchtig sind. Einige der Leute wollen überhaupt fowie alle Trade Councils und ferner Delegirte, die nicht be= und Organisation( Referent: Thiele Halle), 3. Agrar- Pro- nicht mehr zurück. Was dort?" fragen sie." Verhungern können zahlte Arbeiterbeamte von Trades- Unions find. gramm, 4. Stellung zum Parteitag, 5. Presse, 6. Besondere wir auch in Wien..." Anträge. B Leuten Gewerkschaftliches. Cardiff, 4. September.( W. T. B.) Der GewerkvereinsKongreß nahm mit großer Mehrheit einen Antrag zu gunsten des Achtstundentages an, wovon nur die Bergarbeiter aus genommen sein sollen, ferner wurde einstimmig eine Resolution angenommen, welche die schleunige Abschaffung des Oberhauses verlangt. Konstantinopel, 4. September.( B. H.) Die Meldung, daß in Armenien neue Greuelthaten verübt worden seien, ist da durch entstanden, daß eine 17 Mann starke Räuberbande den Direktor der kaiserl. Domäne in Malatia, Oberstlieutenant Rechid Bey, überfallen hatte. Die Bande wurde vom Militär verfolgt, um größten Theil auch erwischt und gefangen genommen. Mehrere Mitglieder der Bande wurden getödtet. Die Ge fangenen fagen aus, sie seien zur Anzettelung von Unruhen geDungen gewesen. Auf der Parteifonferenz für den Wahlkreis Wies. baden, die am Sonntag in Wiesbaden abgehalten wurde und von ca. 25 Genoffen aus Wiesbaden, Schierstein, Erbenheim Alle Lohukommissionen und Vorstände der Gewerk und Erbach besucht war, schilderte Dr. Quard, der Reichstage schaften werden auf's dringlichste ersucht, von ausgebrochenen Kandidat des Kreises, die Stellung, die er in der kaufmännischen Bewegung einnimmt, und ersuchte um einen Beschluß, der die Lohndifferenzen nicht bloß der Redaktion, sondern gleichzeitig der Stellung der Kreistonferenz fiar ausdrücke. In der Debatte Expedition des Vorwärts" und zwar gesondert Anzeige zu sprachen sich sämmtliche Redner dahin aus, daß nicht die geringste machen. Ursache vorliege, an der Kandidatur des Genossen Quarck irgend etwas zu ändern. Auch die anwesenden Mitglieder des Sozial: Achtung, Schuhmacher! Um der Berriffenheit in unserer demokratischen Arbeitervereins Wiesbaden äußerten, daß sie alle gitation ein Ende zu machen, haben die in unserer Branche mit dem Genossen Quard als Kandidaten einverstanden seien. bestehenden Agitationsfommissionen, als: 1. Agitationstommission Sie hätten sich in der letzten Vereinsversammlung nur Klarheit der Schuhmacher Berlins, 2. Agitationskommission der in den über die Sache mit den Handlungsgehilfen verschaffen wollen, mechanischen Schuhfabriten 2c., 3. Agitationskommission der und die sei jetzt herbeigeführt. Zum Schluß sprach die Kreis- Filzschuhmacher, beschlossen, sich aufzulösen und in einer öffent fonferenz einstimmig dem Genossen Quard als Reichstags- lichen Versammlung, welche am 16. d. M. stattfindet, die Wahl einer gemeinsamen Agitationskommission vornehmen zu laffen. in Bruffa gegenwärtig in fehr heftiger Weise auf. Während Konstantinopel, 4. September.( B. H.) Die Cholera tritt kandidaten ihr volles Vertrauen aus. Es werden deshalb sämmtliche Kollegen, welche noch im Besiz noch vor kurzem durchschnittlich vier Erkrankungsfälle pro Tag von Marken aus obigen Kommissionen sind, hierdurch aufgefordert, diefelben bis spätestens Donnerstag, den 12. b. M., vorkamen, beträgt die Zahl der Erkrankungen jetzt gegen vierzig. Sofia, 3. September.( W. T. B.) Heute sollte die Vers abzurechnen. Die Kaffirer: Schulz. Hildebrand. Willner. haftung des ehemaligen Polizeipräfekten Sutanoff wegen ungefeßAchtung, Steinarbeiter! In Berlin sind auf dem Stein- mäßiger Einterferung mehrerer Personen stattfinden. Auf Antrag metz- Werkplatz Holzmann u. Ko. Differenzen wegen der Arbeits- I des Staatsanwalts wurde das Vorgehen einstweilen vertagt. Polizeiliches, Gerichtliches: c. In Berlin ist am Dienstag Nachmittag der Parteigenoffe Paul Jahn in seiner Wohnung verhaftet worden, um nach Plößenfee transportirt zu werden, wo er 3 Monate Ge fängniß zu verbüßen hat. Konstantinopel, 4. September.( B. H.) Wie verlautet, finden an der armenischen Grenze große russische Truppenansammlungen statt. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glecke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 207. Neueffer Angriff Donnerstag, den 5. September 1895. 12. Jahrg. zur Sprache, lettere zweifelt und erwartet ein Dementi seitens der in einem in der Nähe des Bahnhofes stehenden Regierung. Der fromme Zelotismus aber weiß, wo ihm zu Eichbaum flattern. Unserer unmaßgeblichen Meinung nach bellen erlaubt ist und wo er, selbst angesichts der Kirchenschändung, dürfte der„ Verlierer" der Fahne, troydem der Fall außer im sich wie„ stumme Hunde" zu verhalten hat. Vorwärts" noch im Gemeindeblatt und Gemeindekasten zu " ruhe festzuhalten empfiehlt; 1. grundsätzlich an der bestehenden Regelung der Sonntagss abzuändern vorschlägt, daß im Handelsgewerbe die Offenhaltung 2. den§ 105b der Gewerbe- Ordnung Absah 2 in dem Sinne möglichst aller Geschäfte, jedenfalls aber derjenigen, die Nahrungs und Genußmittel, Bekleidungs- und Ausstattungsgegenstände feilbedürfniß der Geschäftsinhaber und Angestellten durch enthalten, an den ersten Feiertagen gestattet und das Erholungssprechende Bestimmungen bezüglich der zweiten Feiertage berück fichtigt wird; auf die Prefreiheit! Berhaftet wurde Mittwoch Morgen um 7 Uhr unser ver- Wie der patriotische Theil des ,, niederen" Volkes den Adlershof publizirt worden, taum Neigung nach dem Werthstück antwortlicher Redakteur Genosse Pfund auf grund eines auf An- St. Sedan begangen hat. In bürgerlichen Blättern, so in empfinden, es sei denn vielleicht, der ehrliche Finder" beförderte trag der Staatsanwaltschaft vom Amtsgericht Berlin I, Ab- der Kreuz- Zeitung", lesen wir die folgende liebliche Schilderung die rothe Fahne wieder an den luftigen Fundort zurück. theilung 125, gezeichnet Werler, erlassenen Haftbefehls. Der von der erhebenden Feier vom Montag Abend: Der Staat der Sozialreform scheint wacker den Unter Haftbefehl bezeichnet Wie schon gemeldet, find während der Illumination am nehmern weiter förderlich sein zu wollen, denen das bischen als Grund der Verhaftung die Montag Abend eine ganze Anzahl( etwa 50) Anschlagsäulen in Sonntagsruhe, welches der Handelsangestellte und Arbeiter Notiz„ Ein dynastisch militärisches Fest" in der ersten Brand gefeßt. Das Papier, womit diese in dicken Lagen beklebt genießt, ein Dorn im Auge ist. In der Boff. 3tg." lesen wir: Beilage des„ Vorwärts" vom 17. Auguft 1895. In find, lohte auf und der verbrennende Klebestoff verbreitete einen Der Polizeipräsident von Berlin hat im Auftrage des diefer Notiz erblickt die Behörde eine unerträglichen Geruch. Die Säulen selbst sind von Eisenblech, Ministers für Handel und Gewerbe den Verein Berliner Majestätsbeleidigung! Wie unsere Leser in ihren Nummern nachlesen zeigenden Schilder wurden vielfach beschädigt und die sich auf Frage der Abänderung der geltenden Bestimmungen über die aber Inschriften der die Polizeiwachen, Feuerwachen u. f. w. an Kaufleute und Industrieller um ein Gutachten über die können, besteht die inkriminirte Notiz aus einem Abdruck eines den Bürgersteigen drängenden Fußgänger durch die umherfliegenden Sonntagsruhe ersucht. Die Antwort liegt jetzt vor. Es wird Artikels aus der„ Germania" über das„ Nationaldenkmal" und und von rohen Burschen absichtlich umhergeworfenen brennenden darin zunächst ausgeführt, daß bei diesen Verhandlungen für den zustimmenden Erklärungen unfererseits. Wie durch den Artikel löschte die brennenden und glimmenden Säulen ab. Die unbeab- Verein in erster Linie die wirthschaftlichen Interessen Berlins Papierfezen gefährdet. Schließlich erschien die Feuerwehr und Vorstand des Vereins der Gesichtspunkt maßgebend war, daß der der Verdacht einer Majestätsbeleidigung erweckt werden konnte, sichtigte Anregung zu diesem gefährlichen Unfuge ist, wie Rufe und seiner Umgebung zu vertreten habe. Das Ergebniß geht ist uns unerklärlich, zumal unseres Wissens die Germania" mit aus der Menge bestätigten, in einer Zeitungsnotiz zu suchen, dahin, daß der Vorstand recht unbehelligt geblieben ist. Die Untersuchungshaft ist wegen Kinder, die mit Feuerwerkskörpern spielten, entzündet worden wonach am Tage vorher eine Anschlagssäule im Norden durch Fluchtverdachts" angeordnet worden. Dieser Fluchtverdacht wird war. Es waren, wie die Boss. 3tg." hervorhebt, am Sedandurch die bekannte tautschukweiche Wendung zu rechtfertigen tage aber feineswegs die Schulkinder die Brandstifter, sondern gesucht, daß die Schwere der Strafthat eine hohe Strafe in halbwüchsige Schlingel, in einzelnen Fällen sogar Er Aussicht" stelle. Ist in der That ein Amtsrichter oder ein wachsene. In der Potsdamerstraße wurde sogar ein Herr" mit Staatsanwalt der Ansicht, daß Genosse Pfund ausrücken wie er ein Streichholz an eine Säule hielt; in der Menge gelang es braunen Schuhen und Gigerlhosen dabei beobachtet, würde? Und wenn ja: weshalb ist die Untersuchungshaft wegen ihm rasch zu verschwinden. Das Publikum verhielt sich zum des am 17. August erschienenen Artikels erst am 3. September theil durchaus unangemessen solchen Ausschreitungen nach der bekannten Rede des Kaisers erfolgt? Selbst gegenüber, ja es batte feine belle Freude daran. Gin 3. eine durch entsprechende Aenderung des Abschnitts II der verständlich wird gegen die Verhaftung Beschwerde geführt err hatte eben noch einen solchen brandstiftenden Schlingel beob- Anweisung vom 20. Juli 1892, betreffend die Sonntagsruhe im achtet und zog ihm entrüstet eins mit dem Stocke über; sofort Handelsgewerbe, zu bewirkende Ausdehnung der Erlaubniß zur fehrte sich eine gewisse Sorte von Leuten, die ja bei solchen Offenhaltung der Verkaufsläden an den letzten vier Sonntagen Gelegenheiten nie fehlen, gegen ihn, und er mußte des Jahres bis zu den Grenzen des gesetzlich zulässigen als fich Hals über Kopf in einem Laden retten. In der Potsdamer dringend wünschenswerth erachtet, und zwar mit der Maßgabe, traße wurden sämmtliche Säulen von der Stegliterstraße daß die derzeitige Begrenzung der freigegebenen Zeit bis 7 libr westlich angesteckt, auch einige in den Nebenstraßen; in der aufgehoben werde; Chausseestraße von der Ecke der Ziedstraße an eine 4. ebenso die gefeßliche Erweiterung dieser den Behörden größere Anzahl nördlich befindlicher Anschlagsäulen. Die eingeräumten Befugniß auf die letzten Sonntage vor dem Ofters Polizei meint, daß es fich 11111 eine Ausschreitung und Pfingstfeste, möglichst für alle Geschäfte, jedenfalls aber für handele, halbwüchsiger Burschen wendung von daß die An- diejenigen, die sogenannte Saisonartikel( Huts, Schirm, Kons Petroleum zur Befeuchtung der bis fettions, Fußbekleidungsbranche u. dgl. m.) feilhalten, empfiehlt; zur Stärke von einigen Zentimetern übereinandergeklebten Zettel 5. eine möglichst gleichmäßige Behandlung sowohl der zwar nicht stattgefunden habe. Infolge der anhaltenden Hiße sei das in verschiedenen Verwaltungsbezirken, aber unter gleichen Vers Papier so trocken geworden, daß es sofort aufloderte, wenn man hältnissen arbeitenden Geschäfte als auch der verschiedenen es anstedte. Von Augenzeugen wird der National- Zeitung" Geschäftszweige vorschlägt, so daß beispielsweise der Mißstand noch mitgetheilt, daß es halbwüchfige Burschen von 17 bis beseitigt würde, daß Delitateßwaarenhandlungen die Wirth18 Jahren waren, etwa fünf an der Bahl, welche dort schaftskonzession zum uneingeschränkten Verkauf ihrer Waaren die Säulen ansteckten, indem sie einfach Papier loslösten und die benutzen; Streichhölzer bran hielten. In vielen Fällen löschte die Polizei 6. die Verordnung, wonach die Schaufenster auch in den die Flammen, die hoch aufzüngelten. bedrohlich, die Feuerwehr durch die mit Menschen und Wagen Stunden verhängt bleiben sollen, aufzuheben bittet: Es war ganz besonders für den Ladenverkehr an Sonn- und Festtagen freigegebenen vollgepfropften Straßen zu heben. Verschiedene Versuche, die 7. auf grund des§ 105e der Gewerbe- Ordnung für den Burschen festzunehmen, mißglückten. Die Polizei war Handel mit Zigarren und Tabak außer den allgemein freiMannschaften für das Zentrum abgegeben werden mußten. überall in den Außendistrikten zu schwach vertreten, weil zu viel gegebenen fünf Verkaufsstunden noch zwei oder drei Nach mittagsstunden, und zwar ohne besondere Bedingungen bezüglich Diese brand und unfugstiftenden Patrioten von unten der Angestellten und Lehrlinge, eingeräumt wiffen möchte; passen vortrefflich zu einer gewissen Sorte Patrioten von oben. Es ist dieselbe Nummer; der Unterschied liegt nur in der äußerlichen Etikettirung. werden. Gleichzeitig hat das Amtsgericht die Beschlagnahme des inkriminirten Beiblattes angeordnet. M wer und Ferner ist das Hauptblatt der Nr. 204 des Vorwärts" vom 1. September 1895 wegen des Leitartikels„ Sedan und kein Ende!" beschlagnahmt worden. Die Anklagebehörde glaubt in dem Leitartikel eine Beleidigung erblicken zu können beleidigt sein soll, verräth der Beschlagnahmebeschluß nicht. Genoffe Dier( Roland) ist wegen dieses Artikels und ferner deshalb unter Anklage gestellt, weil in dem Kameel- Artikel der Nr. 204 des„ Vorwärts" und in der Notiz„ über die Kirchen Einweihung"" Beleidigungen der Veranstalter der Ein weihungsfeier bezüglich der Erbauer der Kirche gefunden werden". Worin diese Beleidigungen liegen sollen, theilt die Behörde nicht mit. Es werden nicht etwa Beleidigungen im Sinne des§ 186 Str- G.- B.( Behauptung nicht erweislich wahrer Thatsachen), sondern einfache formelle Beleidigungen im Sinne des§ 185 Str.-G.-B. in den Artikeln gefunden". Eine Beleidigung aus§ 186 Str.-G.-B. konnte in den Artikeln nicht gefunden werden, weil die Kameelinschrift der Wahrheit entspricht und weil die Autoren der Inschrift durch Stellung eines Strafantrages im Sinne des§ 186 Str. G. B. einer wissentlich falschen Denunziation fich schuldig gemacht hätten. Auch die Nummer 204,( Hauptblatt und 1. Beilage) ist leber die vielen Unglücksfälle am Sedantage, sowie über Bergehens gegen§ 185 Str. G.-B. beschlagnahmt worden. das Verhalten der Polizei dem neugierigen Publikum gegenüber stellen die Berliner Blätter noch fortwährend wehleidige Eine derartige Beschlagnahme ist gefe Betrachtungen an. Zu welchem Zweck? Die patriotischen Herrwidrig, da§ 28 des Preßgesetzes ausdrücklich nur schaften sollten das anscheinend Unvermeidliche mit Würde tragen dann eine Beschlagnahme eines Preßerzeugnisses zuläßt, wenn lernen. der Inhalt der Druckschrift den Thatbestand einer der in den Ueber eine Anerkennung der Thätigkeit der Schuh- Der Gemeindekirchenrath der St. Georgengemeinde §§ 85, 95, 111, 130, 184 Str.-G.-B. bedrohten Handlungen be- mannichaft seitens des Kaisers weiß der Lokal Anzeiger" bat lange Beit gebraucht, ehe er unserer Anregung, die wir das folgende zu berichten: Der Kaiser hat, wie wir erfahren, ihm in dem Artikel betr. Sonntagsentheiligung am späten Abend des Sedantages noch den Polizeipräsidenten kurz nach dem Himmelfahrtsfest gaben, Folge leistete v. Windheim zu sich rufen lassen und ihm, nachdem ihm mitgetheilt und den Arbeitern auf dem Friedhofe auch die Ruhe an worden war, daß bis dahin keine mit den Festlichkeiten in Sonn- und Feiertagen, welche man auf der Kanzel verfechten läßt, den seien, fich außerordentlich anerkennend über die vortreff- fügung hin die Thätigkeit der Friedhofsarbeiter auf das noth= unmittelbarem Zusammenhange stehende Unglücksfälle gemeldet wor- zu theil werden ließ. Seit einigen Wochen ist auf höhere Ver lichen Leistungen der Offiziere und Beamten der gesammten wendige Maß beschränkt worden; an Sonn- und Feiertagen wird. Schußmannschaft ausgesprochen. Infolge dessen erließ der Polizei das Begießen der Grabstellen jetzt nur von 6-91/ 2 Uhr auspräsident gestern folgenden Tagesbefehl: geführt, andere Arbeiten, die sonst auch Sonntags mitgemacht gründet. wegen = Beschwerde wird eingelegt werden, Dieser neueste Angriff auf die„ Preßfreiheit" dürfte in Verbindung mit den jüngsten Angriffen gegen das Versammlungsrecht Tausenden die Augen darüber öffnen, welcher Werth seitens solcher, die für Gesetzlichkeit zu streiten wähnen, den vorhandenen geringen gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Preßfreiheit geschenkt wird. Tokales. Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins für den dritten Berliner Reichstags- Wahltreis zur Nachricht, daß am Sonntag, den 8. September ein Familienausflug nach Pferdebucht, Station Köpenick, stattfindet. Treffpunkt vormittags 11 Uhr im selben Lokal. Der Vorstand. Verloren gegangen ist die Liste 2062 für die Familien der Opfer des Eisener Prozesses. Es wird gebeten, diese Liste anzuhalten und sie beim Vertrauensmann Pfarr, Putligstr. 9, abzuliefern. 8. erhebliche Erleichterungen des Bahnhofsbuchhandels an Sonn- und Feiertagen nach den in dieser Beziehung vorliegenden Erfahrungen als unumgänglich und die Befürchtung, daß hierdurch eine nennenswerthe Schädigung des Sortimentsbuchhandels eintreten könnte, als unbegründet erachtet. Der Antwort soll eine eingehende Begründung beigefügt sein, welche die Regierung schon davon überzeugen wird, daß es ohne weitere Einschränkung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe nun einmal nicht geht. " Seine Majestät der Kaiser und König haben gestern werden mußten, hat man auf die Wochentage verlegt. Die ArAbend vor seiner Abreise nach Schlesien Gelegenheit ge- beiter sind überzeugt, daß sie es nur der Initiative des„ Vornommen, neben seiner Freude über die patriotische wärts" verdanken, wenn sie der( beschränkten) Sonntagsruhe Haltung und Stimmung der Berliner Bevölkerung in den im Betriebe der reichen St. Georgengemeinde theilhaftig ge= legtvergangenen Festtagen seine besondere Zufriedenheit mit den worden sind. außerordentlichen Leistungen der Berliner Schutzmannschaft mir gegenüber Ausdruck zu geben, und mich beauf tragt, die allerhöchste Anerkennung und seinen allerhöchsten Dank den Beamten mitzutheilen. Es gereicht mir zur Ehre und Freude, mich dieses allerhöchsten Auftrages zu entledigen in dem Ver trauen, daß der faiserliche Dank dazu beitragen wird, das Gefühl für gewissenhafte Pflichterfüllung zu stärken und zu erhalten." und Waisenpflege und praktische Nationalökonomie richtet die Einen unentgeltlichen Unterrichtskursus für ArmenGesellschaft für ethische Kultur unter Leitung der Frau Jeannette Schwerin ein. Die Lehrstunden sind für Frauen und Mädchen von 11-12 Uhr und abends von 8-9 Uhr für jedermann festgesetzt. Mitte Oftober soll mit dem Unterricht begonnen werden. Wir dächten, daß es bei der Armeu- und Waisen pflege fürs erste weniger auf die Methode an sich ankäme als auf das Borhandensein genügender Mittel. Ohne diese wird auch eine noch so ethische Methode im Effekt ziemlich wirkungsa los fein. Von der Franzosenhat am St. Sebandtag. Gine hiesige Korrespondenz bringt folgende Mittheilung: Die ungeschickte und Der Byzantinismns unserer Frommen" zeigt sich wieder geschmacklose Art, wie ein hiesiger Bewohner seiner Sedanfreude recht deutlich in ihrem Verhalten gegenüber der Kirchen Ausdruck gab, hat die Intervention der Polizei nach sich geschändung in der Kaiser Wilhelm- Gedächtnißkirche. Wie zogen. In dem neben dem Hotel du Nord", Unter den Linden, 1000 Mark Zuschuß sind der Treptower freiwilligen das orthodoxe Pfaffenthum sich mit dem Duell abfindet, so auch befindlichen Hause erschien am Montag an einem Fenster eine Feuerwehr vom Kreisausschuß bewilligt worden. Wie der Amts= mit den frivolsten Unanständigkeiten, wenn sie nur von der mit rothen Hofen und blauer Jacke bekleidete Puppe an einem vorsteher dem Kommando der Feuerwehr mittheilte, ist die Summe guten" Gefinnung deffen zeugen, der sie verübt. Kreuz- Zeitung", Strick hängend. Als ein Schutzmann dieses Spottbild erblickte, zur Anschaffung von Löschgeräthen bestimmt, deren Besitz für und Reichsbote", dieses Geschwisterpaar der Orthodoxie, meldete er es dem Reviervorstand, und dieser verfügte die die Wehr infolge der erhöhten Ansprüche, welche die Bewachung schweigt den verübten Unfug noch heute vollständig todt; die sofortige Entfernung der„ Rothhose". der Baulichkeiten der Gewerbe- Ausstellung erfordern, sich als " National- Beitung" hat sich überzeugt, daß man vorerst weder Man lefe dies und beachte dann, daß die modernen Mords- nothwendig herausgestellt hat. Die Schlüssel zum Ausstellun berechtigt sei, von einem Relief, noch von einer Inschrift patrioten und Sozialdemokraten der Rohheit zeihen, terrain sind dem Oberführer der Wehr bereits übergeben worden. zu sprechen; die Stulptur, welche den obenerwähnten Gegen- uns, die wir allen Anfeindungen und Unterdrückungen zum Trotz Die Akademische Lesehalle wird während der Universitätsstand darstellt, ist erst angefangen und kaum im Groben vor- mannhaft und fest dafür eintreten, daß die zwei größten Völker ferien einer gründlichen Renovation unterzogen. Bis zur Begearbeitet. Die Schriftzüge, welche jene Worte bilden, stehen in unseres Kontinents zum Segen der Kultur in Frieden mit- endigung derselben befinden sich die Leseräume im Auditorium 10. der That darauf, aber so, daß, wenn man überhaupt etwas sehen einander wirken! tann, man nur soviel sieht, daß es sich um feine wirklich Abreise eines Ausgewiesenen. Der zu Anfang v. M. Die Eisenbahnbeamten und Arbeiter am Oftbahnhof aus Preußen ausgewiesene, in der Ritterstr. 59 wohnhaft ge beabsichtigte Inschrift", sondern um einen augenblicklichen Einfall derjenigen Persönlichkeit handelt, welche die Buchstaben ein- haben, wie dem„ Bolt" gemeldet wird, am St. Sedan den ganzen wesene Buchbinder Eduard Bulla, ist, nachdem am 1. September fragte; daß diese Worte als Inschrift in Aussicht genommen Tag Dienst gehabt. Bielleicht hat sich Herr v. Thielen gedacht, die ihm vom Polizeipräsidium gewährte Aufenthaltsfrist ab wären, wie es nach dem„ Vorwärts" scheint, ist ausgeschlossen." daß die Eisenbahnarbeiter, die zum großen Theil brave Sozial- gelaufen war, nach Wien abgereift. Mehrere österreichische Die Germania" stimmt der„ Beschönigung" der National- demokraten sind, doch nicht die vorschriftsmäßige Schneid zum Landsleute begleiteten ihn nach dem Anhalter Bahnhofe. Bulla Beitung" zu, fieht aber doch in der Kameels- Inschrift einen Feiern haben würden. entstammt einer österreichischen Offiziersfamilie; wie er selbst mitgroßartigen und unbegreiflichen Standal"," unwürdig eines Die rothe Fahne bei Herrn v. Oppen. Unsere Lefer theilte, fiel sein Vater als Hauptmann in der Schlacht bei Königfolchen Drts wie die Kaiser Wilhelm- Gedächtnißkirche". Wie die werden auf den ersten Blick nicht schlecht erstaunt gewesen sein, reichischen Hilfsverein wurde die Heimreise bestritten, sein früherer gräb. Der Sohn lernte die Buchbinderei. Vom Berliner öster= National- Zeitung" sehen auch andere Blätter in der Kameels: als sie im Vorwärts" gestern die Anzeige des politischen Prinzipal hatte dem Ausgewiesenen auf ein Gesuch hin 20 m. geschichte nur einen Spaß, den sich irgend ein Steinmetz erlaubt Schriftstellers und Amtsvorstehers von Adlershof, Herrn Unterstüßung übersandt. hat. Wie harmlos diese Blätter den" Spaß" auffaffen, ein v. Oppen, lasen, wonach bei ihm ihm eine rothe Fahne fozialdemokratischer Steinmetz hätte sich nur einen ähnlichen, Spaß" vom unbekannten Eigenthümer abzuholen sei, welche Selbsthilfe. Vollständig ausgeräumt ist Ende voriger Woche erlauben sollen! Das ganze Schimpflexikon wäre gegen die Sozial- man am Sedantage an Amtsstelle abgegeben habe. Zur Auf- früh morgens um 5 Uhr einem Berliner Bauunternehmer B. sein demokratie erschöpft worden und zumal aus der freisinnigen Preffe klärung dieses immerhin beachtenswerthen Falles wird uns von in der Handjernstr. 49/50 zu Friedenau aufgeführter großer Neuhätte die„ fittliche Entrüftung" mit dem vollsten Brustton ertönt, ganz Augenzeugen mitgetheilt, daß der Fundort dieser rothen bau, welcher bereits polizeilich abgenommen und von dem Portier wie es heute noch seitens der„ Bossischen" und der Eugen Richter- Fahne ein wenig ungewöhnlich luftig gelegen war; man wie sogar auch einem Miether schon bezogen war. B. hatte die schen Freis. 3tg." geschieht. Erstere tommt erst jetzt schüchtern fand" sie nämlich am heiligen Tage hoch oben letzte Baurate von der Bank bereits vor der Abnahme des Bayes erhalten. Ueber Die Handwerker jedoch, d. h. Tischler, Glaser,| Louisenstädtischen Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem großer Beliebtheit und des besten Ansehens erfreute, verkehrte Schlosser und Steinfeger hatfen bisher vergeblich auf die Be- Wasser gezogen und nach dem Krankenhause Bethanien ge- im Jahre 1893 u. a. auch in der Familie R. und da gleichung ihrer Rechnungen gewartet. Am Donnerstag Morgen bracht. Am Donnerstag Morgen bracht. Bormittags wurde eine Frau in ihrer Wohnung, mals, vor zwei Jahren, soll sie im Familienkreise in einmal Aeußerungen gethan haben, nun machten sie sich in aller Frühe auf und fuhren zu dem in der Pallisadenstraße, erhängt vorgefunden. Im Thiergarten unbedachter Weise eine Beleidigung des Kaisers aufgefaßt werden auf dem Gesundbrunnen wohnenden Herrn Bauunternehmer" beim Hippodrom wurde mittags ein etwa 25 jähriger Mann mit die als hinaus, um ihr Geld zu verlangen. Die Sicherheitsfette vier Schußwunden im Kopfe aufgefunden und nach der Charitee tönnten. Fräulein Jaede wurde später, als zwischen ihr und versperrte ihnen jedoch den Weg in die Wohnung des Herrn, gebracht. Es liegt unzweifelhaft Selbstmordversuch vor. der Familie R. ein Berwürfniß eingetreten war, wegen jener im und wurde ihnen durch die Thürspalte zunächst erklärt, Herr B. Auf einem Grundstück in der Bergstraße stürzte nachmittags die Jahre 1893 gethanen Aeußerungen bei der Staatsanwaltschaft sei„ krant", dann aber, 10 Minuten später, er sei beim Baden. Abdeckung des etwa sechs Meter tiefen Brunnenfessels ein. denunzirt und von dieser in Anklagezustand versezt. Jeht machten die Handwerker kurz Kehrt, fuhren nach Friedenau Hierbei fiel eine Frau, welche ein schon vorher ent- 20 Belastungs- und Entlastungszeugen wurden in der Verhand zurück, nahmen etwa 50 ihrer Arbeiter mit und zogen en masse standenes Loch zudecken wollte, in den Kessel hinab und lung vernommen. Der Staatsanwalt hielt eine Majestätszu dem Neubau, wo sie alles, was von ihnen geliefert und nicht fonnte erst nach einer halben Stunde durch die Feuer beleidigung für vorliegend und beantragte ein Jahr Gefängniß. festgemauert war, also Thüren, Fenster, Schlösser u. s. w. heraus- wehr aus ihrer gefährlichen Lage befreit werden. Sie er- Der Vertheidiger hielt den Beweis nicht für erbracht, da die und abnahmen, auf mitgebrachte Wagen luden und wieder in litt bei dem Sturze eine Verlegung am Arme. In der Nacht Angaben der Familie K. feinen vollen Glauben verdienten und ihre Werkstätten schafften. Ja sogar das Mosaikpflaster auf dem zum 4. b. M. wurden in der Schönhauser Allee ein Tischler und die Anzeige als ein Racheatt anzusehen sei. Der Gerichtshof Bürgersteige wurde von dem Steinfegmeister wieder heraus- ein Raufmann von mehreren Männern anscheinend ohne jede verurtheilte die Angeklagte jedoch zu einer Gefängnißstrafe von genommen. So streicht nun luftig der Wind durch die fix und Veranlaffung überfallen und gemißhandelt. Ersterer wurde durch 3 Monaten. fertig zum Beziehen hergestellten Wohnräume, der Regen wäscht einen Messerstich am Kopfe schwer verlegt, während der letztere die frisch gestrichenen Fußböden, und die Sonne brennt auf den nur eine leichtere, von einem Stockhiebe herrührende Verlegung neuen Tapeten. am Hinterkopfe davontrug. Im Laufe des Tages fanden acht Der Streit bei der Firma Gehrs a. Ko., Wieners Unsere Rechtsordnung sorgt bekanntlich dafür, daß einer solchen Selbsthilfe betrogener Leute der Strafprozeß nicht gegen den Betrüger, sondern den Betrogenen- auf dem Fuße folgt. Zum Theater des Westens in Charlottenburg ist gestern unter allerhand Theaterpomp der Grundstein gelegt worden. unbedeutende Feuer statt. 1 Witterungsübersicht vom 4. September 1895. Stationen. Durch die Explosion einer scharfen Patrone wurde vor einigen Tagen der 17jährige Arbeitsbursche Adolf Russack aus der Reichenbergerstr. 95 schwer verlegt. Der Junge hatte, wie er angiebt, auf den Kölnischen Wiesen in Nixdorf einige Batronen Swinemünde paran, fie mit einem Messer zu Hamburg gefunden und machte sich nun bearbeiten. Plöglich ging eine der Patronen los und die Kugel Berlin riß dem Burschen ein Stück vom linken Zeigefinger, drang ihm Wiesbaden m der Magengegend in den Leib und blieb ihm in der Leber München stecken. Der Heilgehilfe Heise, dessen Hilfe in Anspruch ge- Wien. nommen wurde, konnte die Kugel nicht entfernen und brachte den Haparanda. Schwerverletzten in das Krankenhaus Am Urban. Beim Aufziehen einer Weinflasche, deren Inhalt für eine Abendmahls feier bestimmt war, hat sich ein hiesiger Rüfter schwer verletzt. Der Kortpfropfen war, anscheinend mit einer Maschine, in den Hals sehr fest eingetrieben. Bei den Bemühungen des Küsters, den Pfropfen herauszuziehen, brach der Hals der Flasche ab, und die Scherben durchschnitten dem Manne die Maus der linken Hand. Der Verlegte mußte ein Krankenhaus aufsuchen, in dem ihm die Wunde vernäht wurde. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung SGD 763 SW 764 GO 766 Still 769 767 Still 757 SM 770 764 SM 760 • 766 SW NW 0 • Petersburg Cork Windstärke Stala 1-12) 322141422 Wetter Temperatur ( 5° C. 4° R.) halb bedeckt heiter 19 22 wolfenlos 20 17 2079 10 15 14 19 wolfig wolkenlos 19 wolkenlos 16 bedeckt 12 wolkig halb bedeckt Aberdin halb bedeckt Paris. halb bedeckt Wetter Prognose für Donnerstag, 5. September 1895. Vielfach heiteres, zeitweise wolfiges, nur wenig fühleres Wetter mit schwachen südwestlichen Winden und etwas Neigung zur Gewitterbildung. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. zu Versammlungen. straße 36a, ist, wie der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter in der am 3. September bei Hente abgehaltenen öffentlichen Versammlung der Metallschleifer, Galvaniseure und Berufsgenossen mittheilte, zu gunsten der Ausständigen beendet. Die Forderung der Streikenden, daß ihre gemaßregelten Kollegen wieder eingestellt und sonstige in der vorigen Versammlung ( Bericht in der Sonntagnummer des Vorwärts") gerügten Uebelstände beseitigt werden, wurde von den Fabrikanten afzeptirt.Wohl infolge des Umstandes, daß dieses Ergebniß der Unterhandlungen den meisten Kollegen schon bekannt war, ließ der Besuch der Versammlung sehr zu wünschen übrig. Näther ermahnte die Anwesenden, in allen Werkstätten für Wahl von Vertrauensleuten einzutreten, alle Vorkommnisse sofort zu melden und aus dem gewonnenen Streit die Lehre zu ziehen, daß Einigkeit start macht. Berliner Kranken- Unterstühungs- und Begräbnißverein für Frauen und Mädchen. Heute, abends 9 Uhr: Vorstandssigung bei Matschte, Andreasstr. 18. Neue Mitglieder werden jederzeit in folgenden Frau Bablstellen, sowie bei den Borstandsmitgliedern aufgenommen: Stolle, S., Oranienfir. 126, 2 Tr.; Frau Berger, NO., Waßmannfiraße Nr. 36, 2 Tr.; Frau Waschau, N.; Eichendorffftr. 2, 3 Tr.; Frau Fehlauer, SO., Dresdenerstr. 13, Hof 2 Tr.; Frau Heinrich, Sw., Gitschinerstr. 2, Keller; Frl. Schlichting, N., Prinz Eugenstr. 1, 4 Tr.; Frau Niede, SO., Wrangelfir. 72, 2 Tr.; Frl. Schulz, N., Brunnen fraße 172, 3 r.; Frau Sachfe, O., Koppenftr. 57, teller; D. Fifcher, Borsigender, N., Pantsiraße 21, 4 Tr.; E. Gerlach, Kassirer, SO., Ma riannen- Ufer 5, Sof part. Arbeiter- Radfahrerverein Berlin. Donnerstag, den 5. Auguft, abends 9 Uhr, bet Wilte( Restaurant), Andreasstr. 26: Bersammlung. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. ( 8weigverein Berlin.) Donnerstag, den 5. Auguft cr., abends 10% Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Bersammlung. Vortrag des Kollegen Starofson. Arbeiter- Bildungsschule, Donnerstag, abends 7-8% ühr: Lektüre; 8-10% Uhr: Nordſchule, Müllerfir. 179a: Deutsch( Literatur). Südostschule, Waldemarfir. 14: Maturerkenntniß( Darwinismus: Vererbung und Anpaffung). Neue Theilnehmer, Damen und Herren, werden jederzeit aufgenommen. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8 Uhr, bei Schröder, wiefenftr. 89. Neue Beit, abends 8 Uhr, Bonenfir. 40, bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Klub der Freunde bet Gnabt, Buttbuferstraße 32. Ecke. August Geib, abends 9 Uhr im Sozialistischer sefe- und Disttitlub, Reichenbergerfir. 157, Sigung. Restaurant Subeil. Lese- und Diskutirtlub Reimer. Sizung jeden Donnerstag, abends 8 Uhr, bei Seidel, Gerichtsstr. 19. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend, Donnerstags: Rollegia, bet Böcker, Naunynstr. 78. Korea, Borndorferstr. 17 bet abends 8 Uhr, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Verfigender Ad. NeuBaget Fünf Revolverschiffe hörte am Dienstag, nachmittags gegen 3 Uhr ein Schuhmann in der Gegend des Wafferthurmes turz hintereinander fallen. Als der Beamte nach dem Schützen Der Kampf für Ordnung, Sitte und Recht. Eine Anforschte, fand er nahe am Thurme einen blutüberstömten flage wegen Wa jestätsbeleidigung wurde gestern vor der Mann liegen, der sich in den Kopf geschossen hatte, aber noch ersten Straffammer des Landgerichts I gegen den Koupletsänger lebte. Die Waffe lag neben ihm. Der Schuhmann brachte den Richard Heise verhandelt. Der Angeklagte ist Verfasser eines Schwerverletzten sofort auf eine Droschte in ein Krankenhaus. Kouplets, betitelt:" Der Kampf für Ordnung, Sitte und Recht." Hier starb der Lebensmüde schon nach zwei Stunden. Die Per- Er hat es besonders in sozialdemokratischen Kreifen zum Vortrag sönlichkeit ist unterdessen festgestellt worden; es handelt sich um gebracht. In ironifirender Weise werden darin die bestehenden den etwa 37 Jahre alten Kaufmann May G., der aus Schlesien Verhältnisse beleuchtet und der Nachweis versucht, daß gerade in stammt und hier in der Wusterhausenerstraße wohnte. Ueber die den höheren Kreisen gegen Ordnung, Sitte und Recht verstoßen Veranlaffung zum Selbstmorde ließ sich bisher nichts ermitteln. werde. Es befindet sich auch darin eine Anspielung auf eine Aeußerung des Kaisers den Truppen und hier er. Wieder ein Sturz aus dem Fenster. In einem Anfall blickte die Anklagebehörde eine Majestätsbeleidigung. Der An- Soffmann. Mehr Licht, Weißensee, Elsaßstr. 16 bet Straßburger. von Raserei hat sich am Dienstag Nachmittag eine junge Frau geklagte wurde vom Rechtsanwalt Dr. Morris vertheidigt. Der wahrer Gatsb, Simeonftr, if he wi aus dem Fenster gestürzt. Die erst seit einem Jahre verheirathet Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißstrafe von 11/2 Jahren; mann, Basewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten gewesene Frau Lingner, die in Alt- Moabit 18 wohnt und deren der Gerichtshof erkannte auf sech 3 Monate Gefängniß. an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Dr. Donnerstag. Abends& bis Gatte Kaufmann ist, war vor etwa drei Wochen Mutter ge11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor worden, und seit der Entbindung waren bei der Kranken Wahn- Was unter zweierlei Braten zu verstehen ist, hat das St. Urban, Admiralfir. 38 bei C. Zuzauer. Gefangverein Freund= erscheinungen aufgetreten, welche die ständige Ueberwachung der Landdericht I in zweiter Instanz rechtskräftig entschieden. Ein haft I, Brúnnenfir. 143 bei Fischer.orwärts II, Schönhauser Allee 28 bei Kelle. Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. Bregel Patientin nothwendig machten. Gestern Nachmittag bat Frau hiesiger Biergroßhändler giebt alljährlich bei Geburtstagen seiner schluß, Dranienftr. 121 bei Oswald Grauer, Dorfglödlein, Lingner ihren Gatten, ihr aus dem Nebenzimmer ein Glas Vorarbeiter allen Arbeitern eine kleine Festlichkeit, verbunden mit Deutsch- Wilmersdorf, Berliner ftraße Nr. 40 bet Klingenberg. Borar, Manteuffelstr. 9 bei Wasser zu holen, und als er wenige Augenblicke später zurück Abendtisch, wofür der Preis von 1,50 m. pro Kouvert gezahlt nicht, Stegliz, Echloßstr. 66a, Zur Börse. Nowack. Harmonie I, Tempelhof, Dorfstr. 18 b. Gerth.- Steinfeger fehrte, fand er seine Frau nicht mehr vor. Die Unglückliche hat wurde. Da es sich um Bierfahrer, also Leute, die eine derbe Sängerchor, Kastanien Allee Nr. 28 bei Fiebiger. Kreuzberger Flöter'scher Gesang= fich im Fieberwahn aus einem Fenster der in der zweiten Etage und reichliche Kost vertragen fönnen, handelte, verlangte der Harmonie, Echönleinfir. 6 bet Kraay. Sängerchor Berliner belegenen Wohnung herausgestürzt und lag mit zerschmettertem neue Inhaber des Restaurants 2 M. pro Kouvert. Vor der gerein, Koppenstr. 47 bet Wilhelm Lorenz. Arbeiter- Gesangverein Oranien 123 Ackerstr. bet Martens. Schädel auf dem Hofe. Der Tod war auf der Stelle eingetreten. Preisabrede war besprochen, daß Bouillon, zweimal Braten ürschner, Weinstr. 11 bet Feindt. Oft- und burger Vorstadt, Blumenstraße Männer Gesangverein, 32 und Nachtisch verabfolgt werden sollte. Namentlich wurde der Westpreußischer Aus der herrlichsten der Welten. Des Lebens über zweimalige Braten betont, weil die Leute etwas Kräftiges im bet Reich. Arbeiter- Gefangverein Morgenroth IV, Köpenick, Schulz, Schönlinderstraße 9. Arion II, Arfonaplag 1 drüssig geworden ist die 57jährige unverheirathete Auguste Magen haben müssen, wenn sie danach viel trinken wollen. bet Echermann. 8utunft II, Belten i. d. M., Wilhelinftr. 19 im Hotel Müller aus der Pallisadenstr. 33, die seit Jahren ihren Lebens- Kläger gab nicht zweimal, sondern zweierlei Braten w. Grunow. 2iedes Echo, Reichenbergerstr. 118 bet Köppen. Ereu und unterhalt fümmerlich dadurch erwarb, daß sie für eine Firma in der Alten Schüßenstr. 2 Garn haspelte. Da die Alte seit einigen gleichzeitig, indem er beim Inspektor mit Servirenen, Lebuferfir. 6 bei Nemiß. anfangend, den einen Braten rechts, den anderen links Augustin. Tagen nicht mehr zum Vorschein gekommen war, so öffnete herum gehen ließ. Während ordnungsgemäß auf jede Alpenröslein, Bergstraße 60 bet Silgenfeld. Gesango. Oberon, gestern Morgen um 9 Uhr die Polizei ihre Wohnung und fand Person von jedem Braten zwei Stücke kommen, war das Drantenftr. 121 bet Dem. Stater. Alpenrose, Forsterstr. 22 b. Tilgner. die Inhaberin erhängt auf. Nach dem Befunde der Leiche muß Essen so knapp, daß jeder nur 1 Stück bekam. Mehrere Personen, schmidtstr. 33 bet Fechner.- Gefangverein Widerball, Naunynſtr. 9 bet Edelweiß III, Wollinerstr. 62. Morgenroth I, Rummelsburg, Türr der Selbstmord schon vor einigen Tagen verübt worden sein. die am Ende saßen und deren Kouverts in Rechnung gestellt Streit. Gesangverein Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 bei Söllig. Gefangverein 2yra II, Charlottenburg, Wallstraße 102 bei Maschestt. Durch Fischgift ist am Abend des 2. September eine aus waren, erhielten garnichts, erst auf Beschwerde des Inspektors zehn Personen bestehende Hochzeits- Gesellschaft am Schöneberger bekamen dieselben ein kleines Scheibchen, wie man auf ein Gefangverein Borwärts IX, Gharlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, 18mardshöhe".- Arbeiter- Gesangverein Spandau in Spandau, bei Radtte, Die Butterbrot zu legen pflegt, verabfolgt. Der Bierverleger wollte Meumeisterfir. 5. Glasarbeiter, Köpenick, Rosenstr. 101 bet Troppens. Ufer nach dem Genusse einer Hechtmayonaise erkrankt. Gefangverein - Gesangverein Feldblume, Lübbenerftr. 30 bet Meyer. für den Minderwerth einen Abzug von 75 Pfennig pro Kouvert Unfallstation I leistete die erste erfolgreiche Hilfe. Edelweiß III, Wollinerstr. 62, machen und ließ sich verklagen. Rechtsanwalt Dr. Werthauer Sängerlust, Werber a. H., Kugelweg. Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bei Foge. Verschwunden ist seit gestern Nachmittag ein 90jähriger führte den Nachweis, daß unzureichend servirt war und nach Kummersder Gefangverein", Langeftr. 65 bet Dwezarec. Greis, der pensionirte Eisenbahnbeamte Wilhelm Arendt ausrichterlichen Ermessen wurde der Preis von 1,50 Mark für das Männer- Gesangverein üb. eft, amifo- Baße bet 2. Dige. der Schwarzkopfstr. 10. Der Greis hat um 5 Uhr nachmittags Gedeck als ausreichende Bezahlung angesehen. Die Zivilfammer Freiheitstänge II, Suckenwalde, Jüterbogtraße bei B. Giang seine Wohnung verlassen, um einen Spaziergang zu machen, und führte aus, daß unter zweimal Braten nur das verstanden& yra, abends 9 Uhr im Restaurant Johannisfir. 20.- Suchsdorf'scher ist bisher nicht zurückgekehrt. Die Angehörigen fürchten, daß werden kann, daß den sämmtlichen Gästen zunächst der eine Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 11 ugen ofreuden, ihm ein Unfall zugestoßen ist, und haben bereits in den Kranken- Braten und nach einer angemessenen Zeit der zweite Braten, und Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstraße 57. häusern nachgefragt, ob er vielleicht hier Aufnahme gefunden zwar beide in genügender Menge, zu reichen ist. Bfropfenverein Webbing, abends 8% Uhr Sigung beim Restaurateur habe. Das ist jedoch nicht der Fall. Wolff, Gerichtstr. 44. Vergnügungsverein Ipengrün, abends von Geselliger Verein 9-11 uhr mit Damen bei Boltmann, Beusselstraße 82. Tambourverein Froh- Fret. Uebungsstunde Montags und, Frohsinn bei Geite, Swinemünderstr. 20, abends 9 Uhr, Sigung mit Geselliger Verein Hertha Donnerstags& Uhr bei Rausch, Suffitenstr. 9. abends 9 Uhr Gigung bei Rudo, Lübbenerftr. 24. Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bet Münsberg, Louisenufer 52. Rauchtlub ernspize, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorfer= Straße 8. Rauchtlub Pfeifendedet, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, angeftr. 24. Rauchtlub Felsenfest bet S. Sch midt, Köpenickerstr. 171. Gerstenähre( Brauer), Blumenftr. 38 bei Wiedemann. Arbeiter- Gefangverein Vineta, Kastanien- Allee 11 bet Gefangverein Junge Eiche, Sandstr. 1 bei W. Gleise. 1 Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefangverein bei Brüning, Rosenthalerstr. 11-12.Damen. Jugendfreuden, Statflub Grand Schwarz, abends von 9 bis 11 Uhr bei E. Stein, Christburgerstr. 46. Verein Stenographenfchule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unterricht und nebungsfiunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. a rends'scher Stenographen Berein" Apollobund", Gendelstr. so, abends uhr, Unterricht und üebung in der ganz vereinfachten Arends'schen Stenographte. Bitherflub Gleichheit, Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Bitherklub Heimathstlänge 1895. Neue HochLothringerstraße 105. Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung bei Gittler, straße 49( Wedding). Bergnügungs- und Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8 Uhr. Touristenklub Freie Brüder, abends 9 Uhr bei soll, Adalbertfir. 21. Ruderverein Borwärts, abends 9 Uhr in den Drantenhallen, Oranienftraße 122. ftraße 51.. Stattlub Sanfter beinrich b. S. Brandt, ReichenbergerStattlub Güb, abends 8% Uhr, im Lokal von Paul Müller, Gräfeftr. 31. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bei G. Stein, Christburgerstraße 46. Stattlub Grün enzel bei Schmidt, dalldorferstr. 31. Einen jahrelangen erbitterten Kampf mit ihrem Ein Kampf im Waffer spielte fich am Mittwoch, morgens um 7/2 Uhr, im Landwehrkanal im Süden der Stadt früheren Prinzipal führt die Buchhalterin Alma Schönauer, ab. Vom Maybachufer sprang ein schon bejahrter Mann in den welche gestern unter der Anklage der vollendeten und versuchten Erpressung, sowie ber BeleidiKanal hinab, um sich zu ertränken. Das sah der Schuhmann Paul Wörde, der fofort seinen Säbel abschnallte und in voller gung vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I stand. Die Angeklagte ist nach vollendeter höherer Schulbildung Uniform dem Lebensmüden nachsprang. Dieser war unterdessen Dieser war unterdessen in ihrem 16. Jahre zum Druckereibefizer Graßmann in Stettin schon ein Stück Weges fortgetrieben und untergegangen. Der als Buchhalterin gekommen. Sie behauptet, daß das Verhältniß Beamte schwamm ihm nach und konnte ihn gerade faffen, als zwischen ihr und ihrem jezt achtzigjährigen Prinzipal durch Verer wieder auftauchte. Der Selbstmord- Kandidat aber widersette sich seiner Rettung aus allen Kräften und schlug wüthend auf schulden des letzteren ein intimes geworden sei. Nach ihrer Entlaffung hat sie gegen Graßmann allerlei Ansprüche erhoben, den Retter ein. Der Schuhmann ließ ihn aber nicht los und die zum Theil auch erfüllt worden sind. Dann kam es zu Zivil: brachte ihn schließlich auch ans Land. Kaum hatte er ihn hier prozessen, in denen die Angeklagte unterlag, und darauf auf einen Augenblick freigelassen, fo sprang der Lebensmüde zum richtete die die letztere an Graßmann an Anzahl Droh zweiten Male ins Wasser hinab und zum zweiten Male setzte der Beamte ihm nach und brachte ihn wieder ans Land. Beide der briefe, welche ihr wegen Erpressung eine Gefängnißstrafe Retter und der Gerettete, begaben sich nun auf das Bureau des von einem Jahre eintrugen. Kaum in Freiheit, nahm die Erpressungsversuche wieder auf. Im 48. Polizeireviers in der Kottbuserstraße. Der Gerettete mußte gestrigen Termin schilderte sie dem Gerichtshofe, wie sie nach getragen werden, da er schließlich vollständig erschöpft war. Auf und nach durch den Zeugen Graßmann zu Falle gebracht worden Der Wache wurde er festgestellt als der 64jährige Arbeiter Wil- sei, fie blieb auch noch dabei, daß der Zeuge sie zu einem Mein helm Maiboldt aus Klein- Schmognow im Kreise Wohlau; er eide habe verleiten wollen und daß dessen Behauptung, er habe wohnte hier in der Rüdersdorferstraße Nr. 60 und gab an, des lediglich aus Humanität gehandelt, eine Unwahrheit Lebens überdrüffig zu sein. Nach Fefiftellung der Persönlichkeit fei. Der Zeuge Graßmann behauptete dagegen, daß die Wahrbrachte man den Greis in das Krankenhaus am Urban. heit von der Angeklagten arg entſtellt werde, allerdings habe er Es wird wohl der reine Uebermuth gewesen sein, der dem einmal an dem Störper der Angeklagten eine Untersuchung vor in das Gefängniß eingeliefert worden. Die Männer haben zwei In Bonn ist eine Bande von acht Männern aus Gymnich 64jährigen Arbeiter zum zweifachen Selbstmordversuch ge genommen, dies fei aber lediglich im phyfiologischen Intereffe mädchen aus Lechenich überfallen und vergewaltigt, sowie deren geschehen. Gegen die Angeklagte sprach einerseits, daß sie wie Begleiter zu Boden geschlagen. Leichenfunde. In Blögensee wurde gestern Abend die Leiche fie einräumte mit Recht die Vorbestrafung erlitten Ein Giftmord ist an dem Probst Wodda zu Friedheim andererseits, fie daß eines etwa 30 Jahre alten Mannes aufgefunden, dessen Persön- und gegen Dame An( Schlesien) begangen worden. Meldungen aus Breslau über den unter der Drohung, fie im lichkeit man nicht feststellen konnte. Bei ihr fand sich ein Brief sprüche erhoben hatte Fall besagen, daß dem Wasser, welches sich der Probst aus einem mit der Aufschrift: Max Schlimper, Krankenhaus Charlottenburg. Weigerungsfalle wegen MajestätsBeleidigung anzeigen zu Blastännchen eingegossen und getrunken hatte, eine große Menge Die - Jm Engelbecken wurde gestern Nachmittag die Leiche des acht wollen. Zeugin behauptete, daß der Angeklagten jährigen Schülers Hermann Schmidt aus der Köpenickerstraße 124 überhaupt keine Forderung zustehe. Der Staatsanwalt hielt das Strychnin beigemischt war. Der Verdacht richtet sich gegen eine Person, die jüngst Kirchengelder im Betrage von 8000 m. untergefunden und gelandet. Der Knabe hatte am Freitag voriger Treiben der Angeklagten für so gemeingefährlich, daß er eine Person, die jüngst Kirchengelder im Betrage von 8000 m. unterWoche im Louisenstädtischen Kanal gebadet und war dabei er- Gefängnißstrafe von drei Jahren in Antrag brachte. fchlagen hat; diesen Unterschlagungen war der Probst auf die Spur gekommen. Schon vor kurzem war der Versuch gemacht trunten. Die Leiche, nach der man alsbald suchte, hatte die worden, den Probst zu vergiften, jedoch war damals die Dosis Strömung weggeführt. u gering gewesen. trieben hat. Polizeibericht. Am 2. d. Mt3. abends vergiftete sich ein Sattler in der Wohnung feines Baters, in der Hafenhaide, mittels Morphium und starb am darauffolgenden Morgen. Am 3. d. Mis. morgens sprang ein Mädchen in den -E eine Vermischtes. Der Gerichtshof hielt nur eine fortgesette Handlung der ver: fuchten Grpreffung für vorliegend und erkannte hierfür auf sechs Chriftliche Milbherzigkeit in Spanien. Der„ Socialista", Monate Gefängniß, wovon zwei Monate durch die erlittene das Parteiorgan unserer spanischen Genossen, schreibt: Deni Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. Wegen Majeftätsbeleidigung wurde kürzlich in Stettin Papst Leo XIII. widmen wir die nachfolgende Notiz, damit er gegen eine Klavierlehrerin Jaede verhandelt. Die Joede, die sich die herrlichen" Früchte sehe, welche seine in die Welt posaunte caritas" zeitigt, die ja wohl das ernste Problem des sozialen W. P. 1. Jm ersten Fall würden Sie mit einer Klage| Sie sich an den Schiedsmann, dann an das Amtsgericht wenden. Glends lindern und mildern soll. Hier ist die Notiz, die wir schwerlich durchbringen. 2. Ihrem Sohn steht, falls nicht anderes Wahrer Jakob, Bremerhaven. Ist ein Arbeitgeber zur einem Blatte entnehmen, das zu den Bewunderern der weisen" ausdrücklich vereinbart ist, der beim Gewerbegericht einflagbare Bahlung einer 14tägigen Entschädigung wegen Nichteinhaltung Lehren Leo's XIII. gehört: In Monteagudo( Murcia)" wurden Anspruch auf 14tägige Kündigungsfrist zu.-T. S. 8. Ihre der Kündigungsfrist rechtskräftig verurtheilt, so hat er diese Entanläßlich des San Cayetano- Festes an die Armen 400 Brote Frau muß ihren Anspruch der Krankenkasse gegenüber geltend schädigung auch dann voll zu zahlen, wenn der Schaden des Arauf eine sehr originelle Weise vertheilt. Nachdem die armen machen und, falls diese den Anspruch nicht anerkennt, zu beiters dadurch geringer wird, daß vor Ablauf der 14 Tage der Nothleidenden sich auf dem Marktplage versammelt hatten, warf nächst Klage bei der Gewerbebeputation des Magiftrats erheben. Arbeiter Arbeit erhält. Sache des Arbeitgebers war es, vor Erman die Brote in die Luft, damit sie der geschickteste, der ge- 7. S. 100a. Alimentenrückstände verjähren in vier Jahren laß des Urtheils zu beantragen, nur für den Fall, daß Kläger wandteste oder der stärkste auffinge, woraus sich ein entsetzliches vom Ablauf des Jahres ab, in dem sie fällig wurden. Es sind bis Ablauf der 14 Tage Arbeit nicht erhält, die EntschädigungsSchauspiel ergab. Die unglücklichen Hungernden fragten, bissen also die seit 1892 zu zahlenden Alimente noch nicht verjährt. verpflichtung anzuerkennen. F. N. 25, P. M. Ja.- 77. und schlugen sich, um ein Brot zu erhaschen, während die Bu- Sinzu tritt, daß die Alimente noch nicht festgestellt sind und daß Nein.-- B. F. Sie haben bis zum 30. Auguſt angemessene schauer, die dieser Schaustellung des Glends beiwohnten, aus nach richtiger, aber bestrittener Ansicht nur feststehende Alimente Entschädigung zu beanspruchen. Wiede. Schriftliche Antvollem Halse lachten. Die stärksten unter den Armen ergatterten der kurzen, andere der 30jährigen Verjährungsfrist unterliegen. wort zu ertheilen lehnen wir ab. Wenden Sie sich an den Mavier oder fünf Brote und zogen mit ihnen im Triumph ab, Versuchen Sie also eine Klage in Höhe der gesammten Alimente. giftrat, dem Fonds zu diesem Behufe zur Verfügung stehen. während die armen Blinden, die Lahmen und die Greise weinend zu klagen hat das Kind, beziehentlich dessen Vormund. Dieser R. S., W. N. 20, D. 199: Ja. G. K. 19. Ja. Die und jammernd davongingen, da sie auch nicht ein einziges Brot soll sich erst die Armuth des Kindes vom Vormundschafts- Schulpflicht hört erst mit Entlassung aus der Schule, nicht bereits hatten erlangen fönnen." richter bescheinigen lassen und dann das Armenrecht nachsuchen. mit vollendetem 14. Lebensjahre auf. D. K. Reuter. Der Hektographirte Briefe 2c. dürfen nur dann als Druck Vertrauensmann Mühlheim. Ein Rechtsanwalt ist fein Verein braucht nicht genehmigt zu werden. Wohl ist aber er. fache" mit der Post versendet werden, wenn sie in einer Anzahl Arbeitgeber im Sinne des Gewerbegerichts- Gesetzes. Ver- forderlich, seine Statuten und seine Mitgliederliste binnen drei von mindestens 20 Stück am Poftschalter abgegeben werden." hältniß. Geschenke können innerhalb 6 Monaten durch einen Tagen nach Stiftung der Ortspolizeibehörde einzureichen(§ 2 des Diese Bestimmung ist nur wenigen bekannt, und täglich wird vom Gerichtsvollzieher zuzustellenden Widerruf zurückgefordert sog. Vereinsgefezes.) daher aus Unwissenheit gegen dieselbe gesündigt. Es fommt werden. 2. 97. Darüber läßt sich ein Rath von daher in jenen Fällen meist vor, daß wo die Abgabe am Post- hier aus nicht ertheilen. A. Sch. Ist unter„ Austritt Schalter nicht bewirkt, der Adressat 17 Pf. Strafporto zahlen muß. aus der Landeskirche" wiederholt ausführlich beantwortet, So mußte fürzlich ein in Hamburg anwesender Berliner Reporter, der an vier Abenden jedes Mal etwa 50 derartige Briefe versandte, wegen Schalterschluß aber in den Postkasten steckte, das nicht unbeträchtliche Porto zahlen. Außer dem Portoverlust bedeutete die Retournirung für den Reporter einen Schaden von mehreren hundert Mart. Eine Beschwerde aber hatte feinen Erfolg. Es wäre eigentlich wünschenswerth, daß die Postverwaltung darüber Aufschluß ertheilt, was man zu thun hat, wenn die Schalter, also nach 8 Uhr abends, bereits geschlossen sind. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Babl) Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. Treskowstr. 39. Wir sind beim Arrangement der Sebanfeier nicht zu Rathe gezogen worden, können Ihnen daher auch feine Auskunft geben. M. 104. Einen sozialdemokratischen Abgeordneten dieses Namens hat es nie gegeben. 1000. Auf schweizer Gebiet. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. R., Oderberg. Besten Dank für den Bericht über die imposante Lassallefeier des Arbeiter- Bildungsvereins. Veröffentlichen können wir ihn leider nicht, da wir wegen Mangels an Raum die Lassallefeiern summarisch behandeln müssen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Weimar. Donnerstag, 5. September. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Der Postillon von Lonjumeau. Schauspielhaus. 1812. Deutsches Theater. Die Weber. Berliner Theater. Bernhard von Hohenzollern. Leffing Theater. Heimath. Friedrich.- Wilhelmnädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nenes Theater. Der natürliche Sohn. Schiller Theater. Göz von Berlichingen. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontrakt. Adolph Ernst- Theater. Parade bummler. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater. Flitterwochen. Vorher: Ein Kind der Liebe. National Theater. Berliner im Feuer und Wasser. Theater Unter den Linden. Die Chansonnette. Belle- Alliance- Theater. Berliner Raubthiere. Schwarze Diamanten. Apollo Theater. Spezialitäten- Borftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag: Göh von Berlichingen. Freitag: Bum 1. Male: Die Maler. Sonnabend: Die Maler. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Berliner im Feuer und Wasser. Volksstück in 5 Akten und 7 Bildern von Fritz Schäfer. Musit vom Kapellmeister A. Wiedecke. Regie: Friz Schäfer. Dirigent: Kapellmeister A. Wiedecke. Wirkliches Feuer. Wirkliches Waffer. Wirklicher Regen. Hauptbilder: 3. Bild: La Puce( Henny Schmid sucht den Floh). 5. Bild: 30 bildschöne badende Mädchen im Wasserbassin mit wirklichem Wasser. 7. Bild: Groß- Feuer( Rettung von drei Menschen aus Feuersgefahr durch unsere brave Feuerwehr.) Montag: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend: Gürtelringkampf und Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Paradebummler. Gesangsposse in 4 Akten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow. Kouplets von Ed. Jacobson und Gustav Görß. Mufit von Gustav Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kein Aufgeld. - Briefkasten der Expedition. " Marke. 1. Zahlen Sie den vom Gericht erforderten Vorschuß Für die Familien der im Essener Meineidsprozek nicht, so werden die Zeugen nicht geladen. 2. Ja. 3. Der Richter braucht in einem Zivilprozesse ohne richterliche Ladung Verurtheilten gingen ferner ein: A. G. 1,30. Gesangverein Deutscher Männergesang 10,-. mitgebrachte Beugen nicht zu vernehmen.. B. 130. Jhre Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Mark 1,62. Der Hutmacher P. St. 0,50. Statflub 5,-. Fidele Brüder, gesammelt Arbeitgeber darf nur soviel an Krankengeld abziehen, als bei Richter, Leipziger Kolonnade, burch Barty 8,95. Von Weg mit dem Recht Krankengeld für zwei Lohnzahlungsperioden beträgt(§ 58 Polieren von F. A. Frente 4,40, Zwei Zeitungsdes Krankenversicherungs- Gefeßes). In welchen Perioden und der Gerechtigkeit" aus Canta 5, Bon händler 2,-. Scheinheilige Hunde 1,75. Vereitelte Auktion ihnen Lohn gezahlt ist, haben Sie nicht mitgetheilt. der Lassalle- Feier in Schönholz 1,-. Gesammelt der Kenntniß dieses Umstandes hängt aber die Beantwortung bei Ko. 9,-. Rollerlohn 10,-. Fabrik Ihrer Frage ab. Wie es scheint, befinden Sie sich im Recht. bei Urbach und 2. C. R. 1. Die Erbschaftsfrage ist ohne mündliche Rück. F. Sommerlatte, Stralau, 4,80. Arbeiter der Zäschner'schen sprache nicht zu beantworten. 2. Das von Ihnen Geschilderte Schuhfabrik 11,-. Aus dem Dispositionsfonds der Berliner Zellersammlung in der Versammlung ift auf Antrag strafbarer Diebstahl. August R. Der Be: Hutmacher 100,-. treffende soll beim Gewerbegericht zu Berlin einen Theilanspruch der Bilderrahmenmacher am 1. September 4,65. Neues Adreßbuch 15,60. Einer, dem die Kameele gefallen 3,-. in Höhe von drei Wochen einklagen. Wird er wegen UnRauchflub Kernspitze 20,-. Fruchtstr. 52 2,-.. Neumann, zuständigkeit des Gerichts durch Urtheil etwa abgewiesen, P. soll er dann, und zwar gleich den ganzen Anspruch, beim Amts- Brunnenstraße 138 3,- Die Buchdrucker und der Budiker gericht in Luckenwalde einklagen. m. 6. 75. Mein.-von Alfred Unger 4,-. Fließenleger v. Rosenfeld u. Komp. 8,50. 1000 23. 1. Geldstrafe und Gefängniß. 2. Sie können Ent- Saß( Bankapfel) 10,- Bautischlerei Lobs in Wilmersdorf 5,85. fernung der miethsfrei hausenden Thierchen verlangen. Wird Gesammelt bei der Lassallefeier des Wahlvereins Mühlburg 9,15. diesem Verlangen nicht entsprochen, so fönnen Sie den Miethe- Max Schayer 5,-. Pößneck, gesammelt bei der LaffalleBei einem Vergnügen durch Herbst 4,-. vertrag aufheben, falls durch die Bettbewohnerinnen der Ge- feier 5,55. brauch der Wohnung unmöglich geworden ist. Db letzteres der Parteigegner 30,- 2. P. 1, Glasarbeiter Stralau's durch Fall, hängt in letter Beziehung von der Empfindung des Kaufholt 25,- Glacéhandschuhmacher, Ortsverein Berlin 10,-. Summa 336, M. Bereits quittirt 3717,82 M.; in Summa Richters ab. A. B., Charlottenburg. 1. Ja. 2. Nein. P. 35. 1. und 2. Nein. A. E. 36. Sie fönnen flagen aber ist die Sache eine Klage werth? Bunächst müßten A. M. 45. Wird in der nächsten Monatsquittung quittirt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater] 25/26. Chauffeestr. 25/26. Jeden Abend 71/2 Uhr: Gastspiel der Schauspielgesellschaft Die Liliputaner Direktion: Carl u. Theodor Rosenfeld. Die Reise nach dem Mars. Großes Ausstattungsstück mit Gefang und Tanz in 4 Aften und 13 Bildern von Robert Breitenbach. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Die Kaffe ift von 9 Uhr vorm, ab Castan's Panoptikum. Billets im Invalidendant. den ganzen Tag geöffnet. Außerdem Friedrichstr. 165. Central- Theater. Salambo!! Alte Emil Thomas a. G. Bum 2. Male: Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 72 Uhr. Morgen: Zum 8. Male:„, Eine tolle Nacht Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Täglich außer Sonnabends Victoria- Brauerei Röhl und Schrader). Lühowtr. 111-112, nahe Potsdamer Brücke. Im wundervollen Konzert Garten resp. Saal. Anfang Wochentag 8 Uhr. Passiren denn noch Wunder! Ja! Kommt und seid überzeugt! Ein dunkles Geheimniß ist der Singhalese Rannin jeden Abend 91/2 Uhr präzise in Kaufmann's Variété Königstrasse, Kolonnaden. 4053,82 M. Louis Keller's Riesen- Festsäle, str. 29. KoppenGrößtes u. Schönstes Etablissement der Residenz. 8083L* Im prächtigen Sommergarten! Jeden Dienstag und Donnerstag: orddeutsche Sänger. Entree gänzlich frei. Bei ungünstiger Witterung findet die Soirée im Saale statt. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Cireus Jansly- Leo. Friedrich Karl- Ufer. Heute, Donnerstag, 8 Uhr abends: Sport- Vorstellung. Vorführung sämmtlicher Freiheitspferde. " Pluto." S Neu in Berlin. Brochnow's Ballsäle Sebastianstraße 39 Jakobstraße. an der Jeden Sonntag: Gr. Volksball. Säle zu Versammlungen, auch große Vereinszimmer zu vergeben.[ 2885L Empfehle allen Genossen, Freunden und Bekannten mein 22416 Von der Reise zurück. Dr. M. Cohn, W. Kurfürstenstraße 111. Lese- und Diskutir- Klub Dietzgen". Todes- Anzeige! Am Montag, den 2. September cr., verstarb unser Mitglied, der Stoßer Karl Belke. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung erfolgt heute, nachm. 4 Uhr, vom Augusta- Hospital, Scharn horststraße, nach dem Dankes- Kirchhof ( Tegeler Chauffee). Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. 110/18 Am 3. September früh 72 Uhr starb nach turzem schweren Leiden mein innigftgeliebter Mann der Tischler Otto Berkner, im 35. Lebensjahre. 22466 Die trauernde Wittwe Katharine Berkner, geb. Ralmur. Die Beerdigung findet am 6. Sept., nachm. 8 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Louisenkirchhofs Hermannftraße aus statt. Varteigenossen, welche im Besize von Wahlflugblättern aus dem Jahre 1893 und aus früheren Jahren sind, und welche die Agrarfrage oder ländliche Verhältnisse beWeiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. handeln, werden freundlichst ersucht, Ferner 24 Novitäten- Nummern 29769* Mlle. Arniotis kommt!!! Eden- Konzert August Reyher, Pallisadenstr. 62. folche einem Parteigenossen, der sie zur Ausarbeitung einer Broschüre über die Lage der Landarbeiter zu benüßen wünscht, zur Verfügung zu stellen. ,, Nordwacht", Bant i. Oldenburg zur Uebermittlung entgegen. 2238b Restaurant H. Pasch Diefelben nimmt die Expedition der ( Ausschank von Kintz& Co.) Alte Jakobftr. 83. Saal, Vereinszimmer und Regelbahn Sonntags Welt- Restaurant zu vergeben. Jeden Abend musikalische Ehren- Erklärung. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf Billets( für die Wochen. tage) à 40 Pf. und Familien- Billets à 1 M.( für 8 Personen giltig). ( Siehe Blafate). Großartiges Programm! Jeden Donnerstag und Sonntag nach der Soiree: Tanzkränzchen. Passage- Panopticum. Tunesische Truppe: Schlangenbeschwörer, Arabische Schule, Bauchtänzerinnen, Derwische etc. Weiche und steife Herrenhüte 1,25 m. verkauft das Fabrikcomtoir, Müllerstr. 12, I. 1 r. 2217b Dresdenerstr. 97. 2143L Im vorderen Saal täglich! Grosses Künstler- Konzert. Entree vollständig frei! Im Theatersaal: Grosse Variété- und Spezialitäten Vorstellung. Anfang des Konzerts: Wochentags 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr; der Vorftellung: Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Bassage). Vornehmster Familienaufenthalt! Total umgebaut und neu renovirt. Durchweg neues Sensations- Programm! Neu! Neu! Mampe's Flitterwochen. Bourlesque mit Gesang und Tanz in 1 Aft von F. Waldau. Mufit von R. Thiele. Direktion: R. Winkler.I Unterhaltung. Stolpe bei Wannsee Restaurant Lindenhof. Besitzer M. Mattausch, empfiehlt Vereinen u. Gesellschaften seine inmitten herrlicher Waldung, unweit des Wannsee's und Stolpejee's gelegenen Lokalitäten.[ 29972* Tischler- Verein. Die Beleidigungen, welche ich am Pfingst- Heiligabend gegen den Maurermeister Carl Draeger, wohnhaft zu Berlin, Kulmftr. 32 ausgestoßen habe, nehme ich hiermit zurück und erkläre denselben als einen Ehrenmann. 22446 F. Rothe. Fachschriften für Handwerker und Gewerbetreibende. Kataloge gratis und franko. Joh. Sassenbach, Berlin, Invalidenstr. 145. 8209L find Sonntag, den 8. Sept.: Herren- Nur Borderwohnungen Brenz Fußpartie nach Friedrichshagen. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof lauer Allee 195, Ecke Danzigerstraße 66, früh 8 Uhr. 198/6 Der Vorstand. aus 2-4 3immern mit Bad, Mädchengelaß best. 3., 1. Ott. z. verm. Vorder- u. Möbel, vollständige Einrichtungen, Hintergart., s.Haltest. zweier Pferdebahn. direkt aus Tischlerei, sofort zu liefern. 22496 Meyer, Naunynftr. 8. Rostockerstr. 14: Frdl. Wohnung, Weiche Herrenhüte 1,25, Steife 1, 2, 3 Bimmer sofort od. später billig Herrenhüte 1,25, verkauft das Fabrik- 8u vermiethen. komptoir Müllerstraße 12, links 2217b eine Treppe. Langestr. 102, zwischen Markus- u. Krautstraße, find Wohnungen von 1 und 2 mit Morgen: Dieselbe Borstellung. Möbel, genſentha; er- verm. Näheres daſelbſt im Giſengeſch. Handlung Straße 13. von Vogtherr. 2245b Bellealliance- Theater. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. Sozialdemokratischer Wahlverein wöchentl. I M., wird abgeholt. Bab für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten un Sonntag, den 8. September 1895, nachmittags 2½ Uhr: sonst Guckel, Laufizer Platz 2. ElsafferVolks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Zur Aufführung gelangt zum ersten Male: Die größte Sünde. Drama in 5 Aufzügen von Otto Ernst. straße 12. MöbelKanfgelegenheit bietet sich Brautleuten 2c. im Möbelspeicher, BOO 17218* Preis jedes Platzes an der Kasse 75 Pf., im Dor- Rosenthaler Strasse 13, 1. verkauf à 60 PF. Karten sind in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Neues Geschäft: Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14. Den Besuchern der Volks- Vorstellung steht an diesem Tage der Eintritt in den Sommergarten des BelleallianceTheaters frei. Männer- Gesangverein„ Lorbeerkranz ( M. d. Arb.-S.-B.) Gegr. 1879. Sonnabend, den 7. September, abends 812 Uhr, Daselbst stehen täglich zum Verkauf: neue gediegene Möbel zu außergewöhn lich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Theilzahlung geDonnerstag, den 5. September, abends 8½ Uhr: Mitglieder- Versammlung 2427 in den Oranienhallen, Oranien- Straße 51. Der Vorstand. Steinarbeiter Berlins u. Umgegend! Sonntag, den 8. September, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Leyendecker( früher Algrim), Sophienstr. 34: 172/6 Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Der Vertrauensmann. 1. Berichterstattung der Gewerbegerichts- Beisitzer. 2. Das Unterstüßungsstattet. Kleiderschränke 15, Küchen- wesen. 3. Abrechnung vom Sommervergnügen. 4. Gewerkschaftliches. Die Versammlung wird dieses Mal sehr pünktlich eröffnet; die Platzspinde, Kommoden 12, Sophas 15, vertreter und Bertrauensleute werden ersucht, dieses ordentlich bekannt zu machen. Bettstellen mit Matragen 18 Mart, 228/8 Nußbaum- Kleiderschränke, Vertifows 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, Trumeaux 65, Paneelsophas 75, Plüschgarnituren 60 Mart. Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Buffets, Kouliffentifche, Spiegel, alles staunend billig. Gekaufte Möbel tönnen auf meinem Lagerspeicher bis April to stenfrei spanne transportirt und aufgestellt. im ,, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuser- Straße Nr. 4a: lagern und werden durch eigene GeGr. Vokal- u. Instrumental- Konzert. Dirigent Herr Herm. Voigt. Hierzu ladet Freunde und Bekannte ein 2242b Der Vorstand. Mühle. Permanente Beitungs- Ausstellung. Eintritt 10 Pf. Allgem. Fleischer- 3tg. Central- Fleischer- 3tg. Oftd. Fleischer- 3tg. Mühlenindustrie. Müller- 3tg. Bäcker- 3tg. Bäcker- u. Konditor- 3tg. Berl. Molkerei- 3tg. Rönigsberg. Molterei- 3tg. Milch- 8tg. Gasthaus. Gastwirthe3tg. Wirthe- 3tg. Gastwirth. Bahnhofsrestaurateur. Gastwirthsgehilfe und ,, tausend" andere Zeitungen in den Berliner Lesehallen Spittelmarkt Alexanderplatz. Ausstellung Italien in Berlin. Größtes und angenehmstes Vergnügungslokal der Residenz. 24 italienische Kapellen, die in allen Restaurants der Ausstellung konzertiren. Täglich: Großes Fest- Programm. Konzert des Maestro Gialdini. Konzert der Bersagliern unter Leitung des Maestro Gatti. Grosser Gondel- Corso auf dem Canale grande. Kinder unter 12 Jahren frei. Entree pro Person nnr 50 f. Rum, anerkannt gut, Literfl. à 1,10, 1,60, 2,10 m., bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. Glühwein- Extrakt, ausgezeichnet, Liter 1,20 M. 3101L* Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 m. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 M. Cognac fine Champagne à Fl. 3,50,** à Fl. 4,50,** à Fl. 5,50 m. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin * Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Alliance- Platz 6 a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. 29 Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27 Nach beendeter Inventur gelangen grosse Vorräthe meiner Teppiche!! Gardinen!! Vortièren!! Steppdecken!! Teinenwaaren!! Fertigen Wäsche!! zu aussergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf Am Stadt- J. Brünn, bahnhf. Börse. Hackescher Ecke Neue Markt 4. Promenade. Barnimstraße 13 und Höchstestraße 4 find zum 1. Oktober d. J. zu vermiethen: Wohnungen von 1 und 2 Zimmern nebst Bubehör. 1 Laden passend zur Bäckerei- Filiale, Milch- oder Borkostgeschäft. Näheres beim Verwalter daselbst. BES Nur für Damen. 31612* Nach beendeter Saison werden( einzeln) verkauft: Seidene u. Gloria: Reisemäntel fonft 30-40, jetzt 15-20, Jackets, Kragen, Capes, Sammet, Seide, sonst 20-30, jegt 3-15, Eleg. Regenmäntel u. Costüme 5-20 M. im Engrosgeschäft Landsbergerbr. 59, eine Treppe. 51/3 Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Empfehle ben Freunden und Genossen meine Glaserei, Spiegel- und Bildereinrahmung, Lager fertig gerahmter Bilder, Lassalle, Marx, Engels u. f. w. Sozial. Sinnsprüche. Photographien in Kab. und Visites. Lager von Stahl- und Kupferstichen, Delgemälden u. s. w. Nach auswärts brieflich. Köpenick. Die Wasch- u. Plätt- Anstalt von C. Joch, Grünauer- Straße Nr. 42, 2996L R. Winkler's ALCAZAR Dresdenerstr. 52( City- Passage), 600-700 Personen fassend, hält sich den geehrten Herrschaften ist für Versammlungen an allen Berlins u. Umgegend bestens empfohlen. Wochentagen bis 6 Uhr abends, an Preise: Bett- u. Leibwäsche à Stück Sonntagen bis 3 Uhr nachmittags, sowie 10 Pf., Servietten, Taschentücher, für Feßlichkeiten an Sonnabenden 3 Stück 10 Pf. [ 3118L zu vergeben. 3129L* „ Louisenstädtisches Konzerthaus" Alte Jakobstraße Nr. 37 So was foll Jebermann erfahren. Revolver von 5 Mt. an, Taschen- Tefchin von 2,50 Mr. an, Garten- Tefchin von 7 Mt. an, Jagd- Karabiner von 15 Mr. an, Scheibenbüchsen von 15 Mr. an, Sentralfeuer Doppelflinten von 32 Mr. an, Einläufige Cal. 16 von 20 Mr. an, Engl. Polizeiknüppel v. 1,50 mt.an, Luft- Pistolen von 3 Mt. an, Luft- Gewehre von 8 Mt. an, Schlagringe von 50 Pf. an, Bulldogg- Meffer von 1 Mt. an, Ochsenziemer von 2 Mr. an versendet gegen Bostnachnahme. Umtausch gestattet. Preislisten mit 300 Bildern gratis Hippolit Mehles, Berlin W., Friedrichstrasse 159. Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stck.7,50 M. ca. 1000 Stück schwere buntfarbige Normal- Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. Sonstiger per Stück 4,50 M. Breis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franko. Steppdecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstr. 158. MöbelAusverkauf umzuges wegen zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 Mt. Theilzahlung gestattet. Elegante Nußbaum- und Mahagont- Kleiderspinden und Bertitows 30 Mt., einfache 15 Mt., Sophas, Bettstellen mit Matraßen 20 Mt., Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 Mt., Stühle 3 Mr., Sophatische 6 Mr., Säulen Trumeaux 65 Mr., Plüschgarnitur 60 u. 100 Mr., Muschel spinden 40 Mr., Paneelfophas 80 Mt. Buffets, Silberschränke, Herren- Schreibtische, Schreibfetretäre, Zylinder- Bureaux, Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu halben Preisen und sollte es niemand versäumen, der gut und reell faufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gefaufte Möbel werden bis 1. Ottober to sten frei aufbewahrt, transportiri und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. untersuchten Chemisch garantirt NaturWeine von Oswald Nier Hauptgeschäft BERLIN reinen gesunden No. 12 angegypsten... eignen sich in dem nasskalten Klima Deutschlands als Nationalgetränk, weil sie die billigsten( verhältnissmässig billiger wie Bier) u. wie seit bereits 1876 allgemein und ärztlich anerkannt, die besten Freunde des Magens u. antirheumatisch sind. Preiscourant( Verbrt. Behauptung. u. hosh. Angriffe widerleg.!) mit Preisrebus ( 500 Liter gratis) auf schriftlichen Wunsch, sowie für meine Kunden in allen meinen Geschäften gratis u. franco erhältl. Achtung! Maurer! Achtung! Sonntag, den 8. September, vormittags punkt 10 Uhr, in Cohn's Fettsälen, Beuthstr. 20-22. großer Saal: Große öffentliche Versammlung aller Maurer Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Die neuesten deutschen Rechtszustände vom Essener Meineidsprozeß bis zum Sedanfest. 2. Diskussion. 3. Die Mißstände auf den Kasernens bauten( Tempelhoferfeld). Im Interesse der Allgemeinheit ist es nothwendig, daß jeder Maurer pünktlich erscheint.- Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt, Die Vertrauensleute der Berliner Maurer. J. A.: H. Schwabe. 181/6 Die Versammlung wird punkt 10 Uhr eröffnet. Buchhandlung des„ Vorwärts", Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben ist in neuer Ausgabe erschienen: Laffalle's Offenes Antwortschreiben nebst Anhang: Die National- Werkstätten von 1848. Mit einer historischen Einleitung und Noten von Ed. Bernstein. 4 Bogen 8°. Preis 20 Pig. Porto 5 Pfg. Die Bernstein'sche Einleitung sfizztrt die Vorgänge, durch welche Laffalle zur Abfassung des„ Antwortschreibens" veranlaßt wurde, reproduzirt u. A. auch den in der Boltszeitung" erlassenen Aufruf und das Programm zu dem auf 18.- 25. November 1862 einberufenen Allgemeinen Arbeiterkongreß, tennzeichnet die Stellung Bismarck's und der Fortschrittspartei zu demselben und liefert so die historische Unterlage zum Verständniß der Schrift, in welcher Lassalle die Arbeiter zum politischen Kampfe gegen die Fortschrittspartet aufruft, thnen gegen Schulte- Delißsch das sogenannte eherne ötonomische Lohngefez formulirt, fte zur Bildung einer auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden selbständigen Arbeiterpartet auffordert. Der Anhang enthält seinen bekannten Auffah über die Nationalwerkstätten, der inhaltlich und zeitlich sich unmittelbar an das Antwort schreiben anschließt. Bahn- Klinik Preise 1 Vereinszimmer für 30 Personen zu vergeben. Köpenickerstr. 38. 27076 event. Theilzahl. Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Möbel- Kaufgelegenheit. Arbeitsmarkt. Achtung! I Parquetbodenleger! Die Werkstatt- Kontrollkommission d. Deutschen Holzarbeiter Verbandes. Achtung, Klavierarbeiter! Bum Umzug passendste Gelegenheit für Braut Teute, Hotels u. Wiederverkäufer. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königstr. 59. vorn I., sollen sofort ca. 150 Wohnungs: Die Kollegen der Firma Rosen. Einrichtungen, verliehen gewesene und neue feld& Cie. haben wegen LehnMöbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft differenzen die Arbeit niedergelegt. werden. Durch sehr große Gelegenheitseinfäufe Buzug ist strengstens fernzuhalten. 76/ 17* zu fabelhaft billigen Preisen ist es mir möglich schon ganze Wohnungs- Einrichtungen für 90 150, 300 Mr. zu liefern, ebenfalls hochfeine Wirthschaften zu 1000 bis 5000 Mt., also billiger Beamten ohne Anzahlung, ohne große Preis: wie jede Konkurrenz. Theilzahlung gestattet. erhöhung. Kleiderspind 15, Kommode 9, Küchenfpind 12, Stühle 2 Mr., neues Nußb.- Kleider spind 30, Muschelspind 35 Mr., Bettstellen mit Matraßen, Keiltiffen 18, Sophas 15 Mt., Säulen Säulen 60 Mt., Cylinderbureaux, HerrenKleiderspind, hochelegant 56, Trumeaux mit Schreibtische, Damen Schreibtische, Schreibferretäre 30, Plüschgarnituren 60, neue 100 mt. Eisenstädt, Beuthstr. 5.* Baneelfophas, Ghaiselongue, Salongarnituren, Karton- rbeiterinnen, geübte, verl. Fenster 5 Mt. Empfehle allen Herrschaften Portièren, Steppdecken, Tischdecken, Gardinen, Wheeler- Wilson- Näherin verlangt vor Einkauf von Möbeln mein entschieden Rau, Bernauerstr. 68, 2 Tr. 22436 größtes Möbellager zu besichtigen. Getaufte Möbel tönnen sechs Monate kostenfrei auf Der Streit in der Piano- Fabrik von Jul. Pfaffe, Landsbergerstr. 109, Buzug ist dauert unverändert fort. strengstens fernzuhalten. Die Werkstatts Kontroll Kommiffion. S 141/ 15* Zuverl. Klempner n. auswärts auf meinen Aufbewahrungs- Speichern lagern, beijere Petroleumbrenner b. gutem Lohn werden durch eigene Gespanne transportiri und aufgestellt. ( Reife u. dauernder Beschäftig. verl. verg.) Meldungen b. Heinze, Dresdeners 22406 Wo kaufen Sie eine gute Cigarre? straße 13, 1-3 u. 7-9. 20916* bei Binneböse, Laufizer Platz Nr. 1. 0 ! Taschenuhren! Schweizerfabric., anerkannt beste Qualität, genau regulirt. NickelRemtr. 8, 9, 10, dito doppelt vergoldetes Gehäuse, Patentwerk 12 M. Silber- Remtr. 12, 13, 14, hochfeine 15 M. Anker- Remtr. 15 Rubis 16, 18, hochfeine 20 M. System Glashütte 24, 26, 28 M. Anker- Remtr. mit 3 Silberd. 20, 22, dito 12 Chrono meter, prima 24 M. Grosse Auswahl goldener Damen- u. Herrenuhren. Alle Sendungen portofrei. Verlangt Katalog. Gottl. Hoffmann, St. Gallen. Spazierftod verloren, Junger Materialist mit guten Zeig nissen, der mit Farben Bescheid weiß, wird verlangt. Weißensee, Heiners 22396 dorferweg 48. Tüchtige Verfilberer verlangt Goldleistenfabrik Lieguizerstr. 15. Schriftgiesserei- Faktor, in allen Fächern, sowie Galvanoplastik und Stereotypie gründlich bewandert, findet gut salarirte und angenehme Stellung. Nur Bewerber, welche bereits als SchriftgiessereiFaktor konditionirten, sowie mit allerbesten Zeugnissen u. Referenzen werden berücksichtigt. Adressen sub J. Y. 7343. bef. Rudolf Mosse, 167M* Berlin SW. Selbständiger Meister gegen guten Lohn für dauernde Arbeiten zum Planschleifen von Zink und 31749* Kupferplatten gesucht. Offerten in der Expedition dieser Beitung unter P. E. am 3. Sept., Stadtbahnzug. Silberne frumme Krücke, Monogramm W. H. Abzugeben gegen Belohnung Lands bergerstraße 62. Rechtsanwalt Heine Tücht. Barockverg. w. verl. Gold- Betten, guter Stand, 22 M., z. verk. leiftenfabrik Biegnigerstr. 15. 2248b Reichenbergerstr. 6, v. 1 Tr. I. 22476 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 2993L* empfiehlt den renovirten Saal zur Abhaltung von Festlichkeiten und zu E. Lange. Versammlungen.