Nr. 208. Escheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tu's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Zernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berling Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. nung Freitag, den 6. September 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Abschrift. In der Straffache gegen den Redakteur Adam| aber sie hat etwas zu früh die Frucht einheimsen wollen, und Ueber die Beschlüsse des Kongresses wird telegraphirt: und Genossen wegen öffentlicher Beleidigung durch die Presse vorerst nur die Wirkung erzielt, daß ihre Gegner ihre ganze Der Gewerkvereins Kongreß beschloß, gemäß der neuen Ges und bezw. zugleich wegen Vergehens wider die öffentliche Ord Kraft eingesetzt haben, einem gleichen Manöver im vorhinein die schäftsordnung, vom Rongreß alle Delegirten auszuschließen, welche J. I A. 76 94 hat die zweite Strafkommer des Spize abzubrechen. nicht eigentliche Arbeiter sind. Ausgeschlossen sind somit Tom Mann Königlichen Landgerichts I zu Berlin am 9. Mai 1894 für Recht Die neuen Vorschriften schließen theils die Elemente aus, und Burns, sowie alle Trade Councils und ferner Delegirte, die nicht erkannt, 1. daß der Redakteur Robert Schmidt zu Berlin, ge- auf die die Independent Labour Party fich zur Zeit vorzugs- bezahlte Arbeiterbeamte von Trades- Unions find. Dann wurde boren am 15. Mai 1864 zu Berlin, Dissident, rict Soldat geweise stützt, theils neutralisiren sie deren Stimmen. Die großen mit großer Mehrheit ein Antrag zu gunsten des Achtstundentages wesen, der wiederholten Beleidigung durch die Presse schuldig Gewerkschaften sind bis jetzt in der Masse und noch mehr in angenommen, wovon nur die Bergarbeiter ausgenommen fein und deshalb mit fünf Monaten Gefängniß zu bestrafen, 2. pp., ihrer Vertretung mit überwiegender Mehrheit Gegner derselben, sollen, ferner eine Resolution, welche die schleunige Abschaffung 3. dem Königlichen Polizeipräsidenten zu Berlin die Befugniß und nach den neuen Vorschristen würden bei jeder Frage, wo des Oberhauses verlangt, und eine, wonach der parlamentarische zuzusprechen, die Verurtheilung der Angeklagten binnen vier die großen Gewerkschaften zusammengehen, ihre Stimmen die Masse Ausschuß angewiesen wird, die Zahlung von Diäten an die Wochen nach Zustellung des rechtskräftigen Urtheilstenors auf der mittleren und fleineren Gewerkschaften einfach erdrücken. Parlamentsmitglieder nochmals im Parlament zur Sprache zu Kosten der Angeklagten, und zwar des Angeklagten Schmidt Wie einige der großen Gewerkschaften erklärt haben, daß wenn bringen. durch das Hauptblatt der Zeitung Vorwärts", und zwar an der alte Abstimmungsmodus mit der Ueberstimmung der Großen der Spitze des genannten Blattes, bekannt zu machen, 4. alle durch die Kleinen beibehalten wird, sie den Kongreß einfach Exemplare des Hauptblattes der Nr. 15 des Vorwärts" vom nicht mehr beschicken würden, so stehen jetzt die Kleinen vor der 19. Januar 1894 und der Nr. 16 desselben Blattes vom selben Frage, ob es für fie einen Zweck hat, einen Kongreß Unsere Parteiprefse hat sich anläßlich der letzten Ereignisse 20. Januar 1894, sowie der 1. Beilage zu Nr. 17 des Vor- zu beschicken, wo sie durch eine Handvoll Vertreter der wacker gehalten und sich in keiner Weise einschüchtern wärts" vom 21. Januar 1894, sowie die zu ihrer Herstellung großen Verbände einfach erdrückt werden können. bestimmten Platten und Formen unbrauchbar zu machen. Von auch Drohungen in diesem Sinne gefallen, und wenn auch nicht große Auszüge zu veröffentlichen. Nur mit dem folgenden Es sind lassen. Wir sind leider nicht in der Lage, aus derselben sehr wahrscheinlich, liegt eine Spaltung des Kongresses immerhin Artikel der Leipziger Volkszeitung" wollen wir eine Ausim Bereich der Möglichkeit. nahme machen: Rechts Wegen. Der Trade Unions- Kongrek in Cardiff. L Gekränke Worte. Nun sind aber die Großen" selbst nicht durchweg einig. Und über die Frage, ob die neuen Vorschriften sofort bindend Die Belgier hatten gerade, im Oktober 1830, sich von den fein sollen, herrschte selbst im Parlamentarischen Komitee große Niederlanden losgerissen, die Holländer belagerten Antwerpen, Meinungsverschiedenheit, und nur dadurch, daß der Vorsitzende, die revolutionäre Bewegung ging hoch. Da schrieb am Mit bezug auf den Trade Unions Rongreß in David Holmes von den Webern, sich auf die Seite 5. November 1830 der preußische General von Rochow an den Cardiff wird uns von unserem Londoner Korrespondenten der sie Bejahenden stellte, fam eine Mehrheit für preußischen Generalpostmeister von Nagler:„ Ich nehme mir die geschrieben: diefe heraus. Leute, die feineswegs allzu gut mit Freiheit, von einem Diner zu sprechen, welches nach der ParforceSelten noch hat ein Gewerkschafts- Kongreß so sehr die Preffe der Independent Labour Party stehen, wie J. H. Wilson jagd am St. Hubertustage im Schloß Grunewald stattgefunden. im voraus beschäftigt, wie der diesmalige Jahres- Kongreß von der Matrosen- Union und der alte Broadhurst. beide Es ist dabei etwas tumultuarisch zugegangen. Die töniglichen der englischen Gewerkschaften, der heute in Cardiff( Süd- bei den jüngsten Wahlen als Liberale ins Parlament gewählt, Prinzen haben, obwohl sie viele Personen eingeladen hatten, die Wales) eröffnet wird. So sensationell die Kongresse von stimmten mit W. Thorne von der Gasarbeiter- Union und anderen solche Herren gewöhnlich nicht in einem etwas exaltirten Zustande Dundee, Liverpool, Newcastle und Norwich waren, so tom doch stramm gegen die sofortige Proflamirung der neuen Bestimmungen sehen, heftige Gesundheiten ausgebracht. Bei dieser Gelegenheit bei ihnen die Wirkung auf das große Publikum hinterher. Dies und gegen die eine oder die andere dieser selbst. Es wird also, gingen einige Gläfer entzwei, auch litten mehrere Fensterscheiben." mal aber ist die Sensation schon da, alle größeren Blätter, die soweit diese Bestimmungen in betracht kommen, keineswegs die Und Varnhagen von Ense, der unerbittliche Prokop des preußi Times" voran, diskutirten den Kongreß im Voraus und nahmen Abstimmung sich ganz nach der Schablone machen: Hier Große, schen Hofes, schreibt in seinen Blättern zur preußischen Geschichte: Stellung zu Fragen, die eigentlich nur die Gewerkschaften selbst hier Kleine, hier Gegner, hier Freunde der Independent" Bei dem Jagdfest im Grunewald waren die föniglichen Prinzen angehen oder wenigstens keine direkte Beziehung zur allgemeinen Labour Party, bier Konfervative, hier Radikale, die wunderlichsten sehr luftig, in Gegenwart von 50 Gästen und aller Bedienung Politik und dem Wirthschaftsleben der Nation haben. Kreuzabstimmungen stehen vielmehr in Aussicht. Alle möglichen wurde laut angestoßen auf baldigen Krieg, auf Untergang der Motive, Toktrinarismus und persönliche Ranküne, Prinzipien Belgier, auf Sieg der guten Sache, Theilnahme der Preußen treue und Geschäftspolitik kommen hüben und drüben in be- daran zc. Der Kronprinz( der spätere Friedrich Wilhelm IV.), tracht und nehmen der Abstimmung ein gutes Stück derjenigen Prinz Wilhelm( Wilhelm I.), Prinz Karl und Prinz Albrecht Bedeutung, die ihr sonst beiwohnen würde. Sie ist nur brachten diese Toaste unter allgemeinem Beifallsjubel aus." wichtig wegen der Folgen die sich möglicherweise an- Gs war in jenen Tagen, als Prinz Karl über die jammersie fnüpfen werden, wie die ganze Angelegenheit wichtig ist volle Bettelgarde in Paris" spottete, die sich Nationalals Symptom der Gährung, welche die Bewegung erfaßt hat. garde nenne", einige Monate nur, nachdem der Bürgerfönig Wenn dieser Brief gedruckt sein wird, wird auch vielleicht schon in wilder Flucht aus Schloß und Reich entwichen war, und die Abstimmung vorliegen und jedenfalls ist so nahe vor der der Prinz vermaß sich großer Dinge: Jch habe erst heute Entscheidung jede Spefulation über sie zwecklos. vier Generale gesprochen: die sagen alle, die Sachen hätten gute Wege, man müsse nur frisch drauf losgehen." Es handelt sich um die Abänderungsbestimmungen über die Zusammensetzung und Geschäftsordnung des Kongresses, welche das Parlamentarische Gewerkschaftskomitee auf grund eines etwas zweideutig gefaßten Auftrages des vorjährigen Kongresses ( Norwich) ausgearbeitet und ohne weiteres bereits für den diesjährigen Kongreß als bindend proklamirt hat. Dieselben betreffen drei Puntte: 1. Zulassung teiner Delegirten zum Kongreß, die nicht in dem Berufe, den sie vertreten, thatsächlich arbeiten oder bezahlte Beamte des Gewerkvereins sind, der sie entsendet. 2. Aberkennung des bisherigen Rechts der lokalen Gewerkschaftsfomitees( Trades Councils"), sich durch eigene Delegirte am Kongreß vertreten zu lassen. Außer dieser Frage, die nur indirekt und, wie wir gefeben haben, sehr unbestimmt die Sozialdemokraten in Mitleidenschaft Troß der in wohliger Dinerstimmung, beim Klange zieht, ist dem Kongreß eine zweite gestellt, die direkt gegen den der Schaumweinkelche, beim Splittern des an die Wand ge 3. Ersehung der bisherigen Abstimmung nach Köpfen durch Sozialismus zielt: ein Antrag liegt vor, die kollektivistische" schleuderten Krystalls mit feckem Muthe ausgebrachten PrinzenAbstimmung nach der Zahl der vertretenen Gewerkschafts. Resolution des Kongresses von Norwich zu widerrufen. Ihm ist, toaste schuf sich das belgische Volt seine Heimath, feine mitglieder. falls der neue Abstimmungsmodus in trait tritt, die Annahme Verfassung, seine Freiheit. Mächtiger als der Hochgefürsteten Alle diese Bestimmungen richten sich gegen Zustände, über fast sicher, denn die Bergarbeiter- Delegirten, die alsdann allein Wille war die erzene Wucht der Entwickelung, die alte, abdie schon lange Klage geführt wird und bezüglich deren schon beinahe halb soviel Stimmen haben als der ganze Kongreß, gestorbene Bildungen durch neue Formen mit neuem Inhalte auf früheren Kongressen Remedur verlangt wurde. Die bisherige haben sich schon für ihn erklärt, und die Textilarbeiter ersetzte. Aus dem Schooße der Nothwendigkeit werden die GeVorschrift über die persönliche Qualifikation der Delegirten werden sich ihnen anschließen. Ueber diese„ Niederlage des schicke der Menschheit geboren und auch die taumelnde Willkür daß dieselben Lohnarbeiter sein oder gewesen sein müßten Sozialismus" mögen sich dann die bürgerlichen Blätter nach einzelner wird von den geschichtlichen Mächten am seidenen und war zum mindestens inkonsequent. Auf der einen Seite legte Herzensluft freuen, die Sozialdemokratie wird sie ertragen können. doch unzerreißbaren Fädchen gelenkt. sie den Gewerfvereinen bei der Wahl ihrer Delegirten eine Für uns fann es immer nur angenehm sein, genau zu wissen, Achtzehn Jahre später, am 19. März, trug das arbeitende Fessel auf, und auf der anderen verhinderte sie doch nicht, wo wir stehen, und daß die große Mehrheit, mit der der besagte Wolf von Berlin die auf den Barrikaden Gefallenen in den daß Leute auf dem Kongreß erschienen, die sicher Antrag in Norwich angenommen wurde- 219: 61 im höchsten Schloßhof, und tausendstimmig erscholl der Ruf:" Der König nicht mehr dazu berufen waren, als etwa ein bewährter Sozialist Grade täuschend war, darüber herrschte schon bei den ruhigen foll kommen!" Auf der inneren Gallerie erscheinen der König oder auch nur Sozialreformer bürgerlicher Abfunft. Die Sonder Beobachtern jenes Kongresses tein Zweifel, und die Wahlen haben und die Königin, bleich, angegriffen. Es wird still. Eine vertretung der Trades Councils ist wiederholt als Doppelver es zur genüge bestätigt. Eine Waffe von Telegirten stimmte Stimme ruft:" Mütze herunter!" und Friedrich Wilhelm IV., der tretung angegriffen worden, die sie in der That auch darstellt, für die Resolution nicht aus tiefer, innerer Ueberzeugung, sondern bittere Hasser des„ Ludergeruchs der Revolution", der geistreiche und bei der Abstimmung nach Köpfen der gerade Anwesenden aus Konvenienz und weil sie für die Praxis zu garnichts ver- Toastredner vom Jagdschlosse Grunewald, entblößt das wurden wiederholt die großen, leistungsfähigen Gewerkschaften pflichtete. Und domit man nicht etwa annehme, dies Haupt vor der schweigenden Majestät Des Helden von den fleinen Vereinen, von denen viele nur ein fei nur gesagt, um die Traube nachträglich für fouer todes. Derselbe Friedrich Wilhelm IV. ist's, von dem Scheindasein führen, überſtimmt. Daß an alledem ge- erklären zu fönnen, füge ich hinzu, daß selbst die sozialistischen der Hof Geschichtsschreiber des Hohenzollernhauses schreibt: ändert wurde, ist also begreiflich, und fraglich ist Blätter im vorigen Jahre es rügten, wie wenig ernst es die Jezt zum ersten Mal erschien auch in dem Fürstennur, ob die Aenderungen Die rechten Verbesserungen Telegirten mit ihrer Abstimmung genommen. Andererseits aber baufe der Hohenzollern ein widerspruchsvoller problemas des bisherigen Zustandes sind, und ob das Parlamentarische muß bemerkt werden, daß die jetzige Gegnerschaft gegen die tischer Charakter, dem das tragische Schicksal beschieden war, sich Komitee berechtigt war, fie furzweg zu proklamiren und nach Resolution von Norwich zu einem großen Theil weit weniger felber und der Welt ein Räthsel zu bleiben, seine Zeit zu ver ihnen bereits über die Mandate des gegenwärtigen Rongresses ihrem prinzipiellen Jubalt, den Zielen der Sozialdemokratie tennen und von ihr verkannt zu werden." zu bestimmen. Die Resolution von Norwich, die ihm die dort gilt, als der derzeitigen politischen Zattit Und etwa um dieselbe Stunde, acht Tage später, erschien der vorgelegten betreffenden Abänderungsvorschläge überwies, läßt der sozialdemokratischen Parteien in England. Es ist bei vielen andere Prinz, der später nicht blos die preußische Krone, sondern diese Auslegung zu, schwerlich aber haben die ihr Zustimmenden die Rückwirkung gegen die Art, wie verschiedene Vertreter dieser auch den Kaisermantel tragen follte, ein Flüchtling vor der sie so verstanden, und jedenfalls ist es ein nicht gerade Parteien oder Parteianfäße ihre Steckenpferde in den Vordergrund gerechten Wuth des Voltes, im Hause des preußischen Gesandten sehr demokratisches Verfahren, eine so durchgreifende geschoben und dabei wichtige Interessen weiter Kreise der Arbeiter Christian Karl Josias von Bunsen in London, ein Landfremder, auf Aenderung einzuführen, ohne der konstituirenden Vertretung, beeinträchtigt haben. Es ist schon recht, daß die Sozialdemokratie desen Berliner Palais in träftigen Zügen das Wort: Nationaleigens von der das Parlamentarische Komitee sein Mandat hat, der übrigen Arbeiterschaft als Avantgarde vorangeht, aber wenn sie thum stand, derweil der Besißer als Kaufmann Lehmann geflohen Gelegenheit zu geben, sich darüber zu äußern. Es ist nicht sich daraufhin das Recht vindizirt, mit deren aktuellen Interessen war. Am 29. März war der Prinz von Preußen bei Bunsen in zu unrecht das Wort Staatsstreich darauf angewendet worden. nach Belieben umspringen zu können, wird sie die Gefahr einer Carlton Terrace Nr. 4. Wie stand es um die„ gute Sache", Bis soweit betrifft es aber, wie gesagt, eine interne An- Reaktion in deren Reihen herausbeschwören, vor allem in einem die im Grunewald bei perlendem Sekte gefeiert worden war? gelegenheit der Gewerkschaften, die das große Publikum und die Lande, wo der Polizeibruck fehlt und alle sonstigen Vorbedingungen, Der Prinz." schreibt Bunsen, stellte sich zum gemeinschafts politische Welt talt lassen tönnte. Was sie für diese interessant die ein künstliches and zwischen Sozialdemokratie und dem lichen Frühstück ein und war sehr liebenswürdig. Frances macht, ist, daß sich die Spitze des Staatsstreichs gegen den Gros der Arbeiterschaft herstellen könnten. Man sehe z. B. nur, hatte einen Armsessel herbeigeholt und in die Mitte des Sozialismus wendet, wie derselbe durch die Independent wie hier die bürgerliche Presse sich zu der Krisis in dem Gewerkschafts- Tisches gerückt. Aber der Prinz stellte ihn selbst weg Labour Party vertreten wird. Es ist ein Staatsstreich der alten fongreß stellt. Liberale Blätter, die sonst Burns nicht genug preifen und nahm einen anderen mit den Worten:" Man muß Demuth im weiteren Sinne tonservativen Gewerkschaftler, repräsen- fönnen, nehmen diesmal offen gegen ihn Partei oder reden üben, denn die Throne wackeln."... Er erzählte alles, was er tirt in erster Reihe durch James Mawdslei von den ihm ins Gewissen, es nicht auf eine Spaltung des Kongresses an von den furchtbaren Ereignissen wußte." Am 18. März, während Spinnern und gewiffer, der Independent Labour Party fommen zu lassen, und selbst konservative Blätter erklären, daß. des Berliner Barrikadenkampfes, hatte der jetzt so demüthige aus persönlichen oder taktischen Gründen feindseliger so sehr sie oft die Beschlüsse des Kongresses hätten bekämpfen Prinz, der spätere„ Heldenkaiser", die Soldaten, die die ersten Elemente, deren ausgeprägtester Vertreter John Burns ist. müssen, sie eine Spaltung dieses Parlaments der Arbeit nicht Gefangenen in den Schloßbof brachten, meist armselige Leute, Die Independent Labour Party hat in Norwich den Gewerkschafts- anders als ein höchst bedauerliches Ereigniß, als eine schwere Strüppel, die nicht schnell genug hatten fliehen können, schwächliche Kongreß für sich erobern und ihren Sekretär Tom Mann zum Beeinträchtigung einer berechtigten und werthvollen nationalen Alte und unreife Jungen, die darauf in den Schloßfeller ges parlamentarischen Gewerkscha, tssekretär machen wollen. Sie war Institution beklagen würden. bracht und arg behandelt wurden, heftig angefahren:„ Grenadiers, Turch geschicktes Manövriren nahe daran, ihr Ziel durchzusetzen, warum habt Ihr die Hunde nicht auf der Stelle niedergemacht?" " " " Thatsachen find hartnäckige Dinger, und auch der starr- mittelalterlichen Feudal- und Ständewesens das einzige Heilmittel der Rhetorik verzichten. Aus feiner langen Regierung zeit Töpfige Hohenzoller fand, daß sie stärker waren als er. Er hatte für den modernen Staat; ein romantischer Fürst endlich wäre der dreißig Jahre sind es gewesen weiß der Hiftorifer auf seiner Flucht sich verkleiden und den Schnurrbart abschneiden jenige, der, in den Vorstellungen und Bestrebungen der Romantit von öffentlichen Reden des bedachtfam fich zurückhaltenden müssen, war dennoch auf der Eisenbahn erkannt worden, aufgenährt, diefelben durch Regierungsmaßregeln in die Wirklich Mannes, der für seine dynastischen Zwecke sich flug die richtigen hatte sie verlassen, war zu Fuß querfeldein gewandert und feit überzusehen den Versuch machte." Männer ftets ausgewählt und an ihnen feftgehalten hat, so gut mußte auf Nebenwegen sich davonschleichen. Auf den Bahn Wo aber sind die geschichtlichen Stellen, wo Romantik und wie gar nichts zu berichten. Einige Oktavblättchen des Gehöfen, in Ludwigslust, in Hamburg hatten tausende feindselig Romantiker auffommen fönnen? Es find solche Epochen, fagt schichtskalenders füllten sie kaum. ihn erwartet. Der preußische Generalfonful Dswald in Hamburg Strauß, wo einer altgewordenen Bildung eine neue gegenüber Nach Friedrich Wilhem IV. ist es erst wieder sein Groß schiffte ihn dann nach England ein. Und die ganze Flucht steht, welche, noch unfertig und unausgebildet, in Ver- neffe, der dritte preußische König nach ihm, Kaiser Wilhelm II., geschichte ließ sich darauf ein anderer der Toastprinzen, Prinz gleichung mit den entwickelten Positionen vor jener als der in der kurzen Zeit seiner nun siebenjährigen Regierung Albrecht, bei der Mittagstafel von Oswald erzählen. Die negativ erscheint. Auf solchen Markscheiden der Weltgeschichte durch häufige Toaste, Trinksprüche, Reden und Ansprachen set es brüderliche Theilnahme erschien den meisten als brüderliche Bos- werden Menschen, in denen Gefühl und Einbildungskraft das an Abordnungen der verschiedensten gesellschaftlichen und heit, das alles an voller Tafel wiederholen zu lassen!" flare Denken überwiegt, Seelen von mehr Wärme als Helle, politischen Gruppen, sei es an zu vereidigende Refruten oder an Solcher Widerspruch zwischen dem absterbenden Wirklichen", fich immer rückwärts, zum Alten kehren absterbenden, Wirklichen", Da fie die Elite des Offiziertorps seine Stellung zu den die Welt das, wie Hegel sagt, nicht mehr vernünftig" und dem Ver aber von dem ihnen widrigen Prinzipe, als Kinder ihrer Beit, bewegenden Fragen offen und ohne ministerielle Bekleidungsnünftigen, das noch nicht wirklich ist," aber mit elementarer, mehr als sie wissen, selbst auch durchdrungen sind, so wird stücke", um mit Bismard zu sprechen, dargelegt hat. Man könnte revolutionärer Kraft zum Dasein drängt, findet sich stets in das Alte, wie es sich in ihnen und durch ste reproduzirt, traun damit jetzt schon ein stattliches Bändchen füllen. jenen Zeitaltern des stürmischen Uebergangs von einer Geschichts- nicht mehr das... ursprüngliche Alte sein. Den Wider- In unseren Tagen, da der Herrscher im kräftigen Schwunge periode zur andern, wo alte, befestigte Ideen und Besitzustände spruch und die Unwahrheit, die hierin liegen, verbirgt sich jenes feines zur Bethätigung lebhaft drängenden Temperaments daran sind, von neuen Grundsäßen und jugendfrischen Ein- gemüthliche Bewußtsein durch ein phantastisches Dunkel... politische und soziale Streitfragen persönlich, ohne die Verrichtungen abgelöst zu werden. Die Herrschenden, die sich dann Weswegen denn Selbstverblendung und innere unwahrhaftigkeit mittelung verantwortlicher Minister, erörtert und über Parteien mit verdoppelter Bähigkeit an ihre schwankenden goldenen zum Wesen jeder Romantik gehören." und Grundsätze sein subjektives Urtheil fällt, in diefer Aera des Seffel flammern, da doch schon der vulkanisch unterwühlte Sehen wir nicht an Friedrich Wilhelm IV., diesem Klassischen persönlichen Regiments hat die Kritik einen schweren Stand. Soll Boden unter dem Herrentritte bebt, sie alle, mögen sie den Her- Typus des Romantikers, wie er, in mystische Frömmigkeit ver- fie aber ihre Pflicht, dem Gemeinwesen zu nüßen, ehrlich erfüllen, melin des Fürsten tragen oder als Klaffe ungekrönt gebieten, find senkt, der eifrigste ist in den gottesdienstlichen Veranstaltungen? fo muß fie mit dem schon durch das Strafgesetzbuch gebotenen dann Romantiker auf dem Throne der Cäsaren. Für solchen sehnsuchtsvollen Beter ist, wie für den römischen Respekt, aber ohne Scheu und geradeheraus die Worte des ReichsDavid Friedrich Strauß, der geniale Forscher, hat in seiner Kaiser Julianus, tein Weg zum Tempelbesuche zu weit oder zu oberhauptes abwägen. glänzenden Streitschrift: Der Romantiker auf dem Thron der beschwerlich, keine Hige zu groß. In blendender Pracht, mit kriegerischem Prunke ist das Bäsaren oder Julian der Abtrünnige, jene alle und nicht blos Mit dem religiösen Gefühl paarte fich bei Friedrich Sedanfest in Berlin begangen worden, und die offizielle BeFriedrich Wilhelm IV. gezeichnet. Wie jede neue Epoche in Wilhelm IV. die Luft an der Rede und die Kunst, öffentlich zu geisterung hat hohe Wogen geschlagen. Bei den Myriaden der Geschichte der Menschheit", sagt Strauß, durch einzelne sprechen. Wenn er," sagt Treitschte, in öffentlicher Versammlung Schauluſtiger, den vielen Behntausenden Abhängiger, Indifferenter Zeichen vorherverkündigt zu werden pflegt, wie jede neue, in das sprach, dann bezauberte er alles, ein geborener Redner... Und und Interessirter ist die Kundgebung natürlich glänzend verlaufen, Leben der Menschen tief eingreifende Wahrheit sich versprengte doch mangelte diesem glänzenden Geiste das ursprüngliche troßdem Berlin eine sozialdemokratische Stadt ist; die WahlBoten vorausschickt, welche fie vorzeitig einem noch unempfäng- fchöpferische Vermögen und damit das Geheimniß aller Menschen- ziffern beweisen es. In dem Feiertagsjubel des 2. Septembers lichen Zeitalter predigen, so geschieht es auf der anderen Seite, größe, die innere Einheit." Er schwankte von Ansicht zu Ansicht, hat der Kaiser nun, und nicht zum ersten Mal, den Kreuzzug daß einzelne es versuchen, einen Zustand des Menschengeschlechts, von Gefühl zu Gefühl, und die vollendeten Thatsachen fanden aller Gutgesinnten gegen den Umfturz gepredigt. Ihm ist es der für dasselbe nicht mehr geeignet ist, zurückzuführen, indem sie ihn jedesmal als einen anderen. Der tragische Ausgang dieses ernst mit diesem Kampfe. In Königsberg hörten wir dieselbe noch einmal recht kräftig aussprechen, was doch seine Herrschaft über Königs ist bekannt. Weise schon; der Zusammenbruch der Umsturzvorlage fröute freilich die Menschen nicht mehr erhalten kann. Der Unmöglichkeit, das Lehrreich sind die Thatsachen der Vergangenheit. Wilhelm I., den Feldzug gegen den Sozialismus nicht mit schönem Erfolge. Verfaulte durch sich selbst wieder frisch zu machen, sich bewußt, so er uns als der selbstherrliche Repräsentant des Doch lassen wir einmal den Kaiser über die soziale Besehen sich diese Männer nach einer Würze um, nach einem engherzigen Junker- und Soldatenstaates erscheint, lernte wegung felber sprechen, um ihn, wie es der historisch Deutende Salje... Romantische Politiker sehen in der Wiederholung des durch die Härte der Erfahrungen auf die schönen Turniere sol, zu begreifen. " 1 Der Kaiser auf dem Diner des branden burgischen Provinzial Landtages im März 1890: Der Raifer auf Des Raisers R3-1Des Raisers Tischeinem Festessen nigsberger Tisch rede am 2. September in Breslau währe be am 6. September rend der schlesischen Manöver, September 1894: Der Raiser Der Raiser beim] Der Raiser Aus den kaiserlichen beim Empfang Empfang der rhei beim Empfang Erlassen vom 4. Fe derkaiserdele nisch westphälider Göttinger bruar 1890: 1895 an die Garde: girten aus dem fchen Bergwerts Hochschule, SepRuhrkohlen Re- besiter am 16. Mai Es ist die Aufgabe der tember 1889: Eine Rotte von Menvier, unter denen Staatsgewalt, die Zeit, die 1889: Es mahnt uns alle fchen, nicht werth, den 1890: auch der„ ZuchtDaß die grun d- Dauer und die Art der Arbeit an andere Pflichten, an Namen Deutscher zu häusler" Schröder, Er wirft ihnen vor, stürzen den Beso zu regeln, daß die Erhal Das gute Beispiel, den er n sten Kampf tragen, wagt es, das baß fie sich nicht in gestrebungen der tung der Gesundheit, die GeEr erwähnt seine das die Provinz Schle- wider die Bestre deutsche Volk zn am 14. Mai 1889: nügender Fühlung mit Sozialbemo bote der Sittlichkeit, die wirth- Arbeiter ich uz sien gegeben hat, möge bungen, bie, fich schmähen, wagt es, die Für mich ist jeder den Arbeitern hielten. fratie fo viele schaftlichen Bedürfnisse und gefeßpläne und er- ohne Unterschied der gegen die Grund uns geheiligte Person SozialdemoEs sei menschlich natür Köpfe und Herzen ihr Anspruch auf geflärt: Es ist meine Parteien und der Kon- Iagen unseres des allverehrten verfrat gleichbedeutend lich, einen möglichst verwirren, fommt segliche Gleichberech Aufgabe, daß mir feffionen befolgt werden, st a atlichen und ewigten Kaisers in den mit Reich 3 und günstigen Lebens- daher... tigung gewahrt bleiben. von Gott anvertraute daß unsere Bürger end- gesellschaftlichen Stanb zu ziehen. Möge Waterlands. unterhalt zu er Für die Pflege des Frie Pfund zu mehren. lich aus dem Schlummer Lebens richten. das gesammte Volk in dens zwischen Arbeitgebern Diejenigen, erwachen und nicht blos Nun, meine Herren, an fich die Kraft finden, und Arbeitern sind gefeßliche welche sich mir dem Staate und seinen Sie ergeht jest mein diese unerhörten AnBestimmungen über die Frauen bei dieser Ar- Organen die Be= Ruf: Auf zum griffe zurückzuweisen! in Aussicht zu nehmen, in beit entgegen. tämpfung der Kampfe für Reli- Geschieht es nicht, nun denen die Arbeiter durch stellen, zer= umwälzenden gion, für Sitte so rufe ich Sie, um der Vertreter, die ihr Verschmettere ich. Glemente über und Ordnung, hochverrätherischen trauen befizen, an der Rege lassen, sondern gegen die Par- Schaar zu wehren, um lung gemeinsamer Angelegen selbst die Handsteien des Um einen Kampf zu führen. heiten betheiligt waren. anlegen. sturzes. der uns befreit von Durch eine solche Einrichtung folchen Elementen. ist den Arbeitern der freie und friedliche A 113. druck ihrer Wünsche und Beschwerden zu er möglichen. feind. werben. Die Gesellschaften sollten dafür forgen, daß die Arbeiter Gelegenheit hätten, ihre Wünsche zu formuliren. " Eine Folge von Reben ist's, die in aufsteigender Linie die sehen durch die Erklärung: er erachte es für seine Aufgabe, das fozialpolitischen Ansichten des deutschen Raifers offenbaren ihm von Gott anvertraute Pfund zu mehren; diejenigen, und in dem Sedan- Trinkspruche gipfeln, dem die Nord: welche sich mir bei dieser Arbeit entgegenstellen, ser deutsche Allgemeine Beitung" und die Hamburger Nachrichten" fchmettere ich." mit ihren Umsturzfanfaren stimmungsvoll präludirt hatten. Bei einem Fefteffen des rheinischen Provinziallandtages im Doch der Mächtigste auch steht im Banne des ökonomisch Mai 1891 entfuhren ihm die Worte:„ Einer nur ist Herr fozialen Mittels, woraus er hervorgegangen ist. So sicher im Reiche und der bin ich; keinen anderen es ist, daß Wilhelm II. in immer stärkeren Accenten die dulde ich." mechanischen Zwangsmittel in der Auseinandersehung zwischen Nach seiner dem Provinziallandtag in Königsberg im Mai 1890 Bourgeoisie und Besitzlofen als nöthig darstellt, die gefchloffene bei einem Festmahl gegebenen Versicherung haben die Hohenzollern Macht der organisirten Arbeiterklasse ist ein Faktor, der heute ihre Krone vom Himmel und die darauf ruhenden Pflichten in jedem politischen Rechenexempel steht. Die gefeßliche Gleich nur dem Himmel gegenüber zu vertreten". berechtigung", von der der Herrscher in dem Februarerlaffe von 1890 spricht, gewährt der Sozialdemokratie die Möglichkeit, auf gefeßlichem und nur auf gefeßlichem Wege für ihre politischen und fozialen Biele, deren Verwirklichung der großen Maffe der Ent erbten, der Armen und Glenden erst die Wohlfahrt und dadurch eine wahre Heimath, ein wirkliches Vaterland schaffen wird, zu wirken. Sie ist ein Stück der Verfassung. Eine neue Umsturzvorlage wäre aber ein neues Fiasko, nachdem die erste kaum unter dem Fluche der Lächerlichkeit begraben worden ist. In das goldene Buch" der Stadt München schrieb er das Wort: Suprema lex regis voluntas", Der Wille des Königs ist das höchste Geset". Ausnahmegesehe gegen die Sozialdemokratie! schon zweimal geschehen ist, auch nur irgend welchen Einfluß auf sich einzuräumen. Man werfe uns nicht ein, unfer Vorschlag fei weder neu, noch führe die Auflösung des Reichstags zum gewünschten Ziele. Das erstere ist richtig; aber das Alte behält, wo Neues kaum sich darbieten möchte, immer seinen Werth. Ob aber eine Auflösung, wenn eine auch zum äußersten entschlossene Regierung fie vornimmt, wenn unser Bolt mit unzweideutiger Klars heit den vollen Ernst der Situation erkennt, des Erfolges entbehren würde, scheint uns doch sehr fraglich. Ueberall will das Bolt geführt werden, es muß nur deutlich erkennen, von wem und wohin? Darin liegt für uns die große Bedeutung der Rede Sr. Majestät, daß sie, hervorgerufen durch das treibende Gefühl tief innerlichster Entrüftung, doch im rechten Moment an das von gleicher Empfindung ergriffene Bolt sich wendet. Hier fete man ein. Stark und entschlossen stelle fich Se. Majestät mit feiner Regierung an die Spitze der Aktion. Sie wird gelingen. Täuscht der Glaube an die innere gesunde Kraft unseres Voltes, an das sich Se. Majestät wendet, kann dieses unter zielbewußter Leitung nicht mehr wie vor 25 Jahren den Feind, der Ohne Bruch der Verfassung, ohne Staatsstreich kann der gellt es auf der ganzen Linie der früheren Kartellparteien. tönnte die Nothwendigkeit sich aufdrängen, an die seine Existenz bedroht, überwinden, nun dann freilich heutige Zustand nicht beseitigt werden. Und wir, die wir das uns ist noch kein mittelparteiliches Blatt zu Gesicht ge- Treue und den Muth des Heeres zu appelliren. Daß es aber Martyrium des Sozialistengesetes durchkämpft haben, werden nie und nimmer die Hoffnungen jener Reaktion erfüllen, die auf kommen, das nicht eingestimmt hätte in den Ruf. Auch dazu nicht kommen möge, ist der Wunsch aller derer, die mit Sr. den Straßenkampf lauert. Daß wir legal sind, ist unserer Herr von Bennigsen, der ewige Staatsretter zur Dis- Majestät noch nicht den Glauben an die fittliche Kraft unseres Widersacher brennender Schmerz. Keine Herausforderung ficht position, hat die gute Gelegenheit nicht verfäumen wollen, deutschen Volkes verloren haben." uns an; die Sozialdemokratie läßt sich nicht provoziren. fich in seiner Glanzrolle auch bei dieser Gelegenheit Biel fagt das zwar nicht, aber doch etwas. Es zeigt geschwollenen Allgemeinheiten, die wir aus den Ergüssen das gesammte Bolt so eifrig widerhallen lassen, herzlich Aber über die schwunghaften, entrüftungs- wenigstens, daß diese Leute, die dem Appell des Kaisers an feiner schreibenden Gesinnungsgenossen bereits genügend wenig Butrauen dazu haben, daß das gesammte Bolt", immer, daß durchaus etwas geschehen soll und muß, aber wird. fennen, tommit auch er nicht hinaus. Wir hören nur oder auch nur dessen Mehrheit diesem Appell Folge leisten Denn sonst würde die Kreuz Zeitung" nicht was und wie, darüber bleiben uns die Staatsretter, die einer Aktion in Preußen, wo bekanntlich nicht das seit der Sedanrede des Kaisers zu einer neuen Hetze gegen Volk, sondern nur eine kleine bemittelte Minderheit die Sozialdemokratie den Muth gefunden haben, die Auf die Zusammensetzung der Volksvertretung bestimmt, den flärung schuldig. In dem Rufe nach Ausnahme- Vorzug gegeben haben, vor der im Reiche, in dem der aus Die vorstehenden Zitate der Leipziger Volkszeitung" gesetzen finden die Mittelparteien allerdings werk- allgemeinen Wahlen hervorgegangene Reichstag ein ausschlagaus früheren Raiserreden werden durch andere, die thätige Unterstützung bei den Konservativen. Mit gebendes Wort mitzureden hat. Indem wir dieses unfrei das Hamburger Echo" zusammengestellt hat, in geeigneter Ausnahme des Bolts", das vor Ausnahmegesehen warnt, willige Eingeständniß der Schwäche registriren, fönnen wir Weise ergänzt: sind die konservativen Organe alle dabei, aber von einem ruhig abwarten, ob man uns reichsgeseßlich oder preußisch Am Lage feiner Thronbesteigung wandte der Kaiser in erster Kartell, das den verkrachten Mittelparteilern am Herzen unterdrücken will, vergeblich wird der Versuch auch diesmal sein. Linie fich an die Truppen mit einem Armeebefehl, in dem es liegt, wollen sie nichts wissen. Die Kreuz- 3 eitung", heißt:" So gehören wir zusammen- ich und die Armee- sobie ja ihrer ganzen Ueberlieferung nach stets in erster Stelle Beitung" verpflichtet. Dieses konservative Blatt spricht die Für ein anderes Zugeständniß sind wir der„ Schlesischen find wir für einander geboren, und so wollen wir mit dabei sein muß, wenn Reaktionsbrei gefocht wird, ist Hoffnung aus: unauflöslich zusammenhalten." Das dräuende Bild des Bürgerkrieges, das ja der Kampf vorzustellen. zur Befreiung", der Appell des Kaisers an die Offiziere des Nennt man uns eine„ Rotte", auch diesen Aufnamen können wir tragen, so stolz wie die Freiheitskämpfer der Niederlande, wir tragen, so stolz wie" die Freiheitskämpfer der Niederlande, Friedlich schafft das Proletariat im Befreiungskampfe für bas große Kulturwerk der Zukunft. Wer aber könnte auf dieser Bahn es zerschmettern? die Geusen, den ihren. H * 5 Gelegentlich einer Fahnenweihe am 18. März 1891 sagte das einzige Blatt, das ein Rezept entworfen hat, wie denn Wenn also wirklich noch einmal ein gesetzgeberisches Vorgehen der Kaiser:„ Der Soldat und die Armee, nicht Par- und in welcher Sauce die verhaßte Sozialdemokratie gefotten in Aussicht genommen werden sollte, dann wird sich jedenfalls Iaments Majoritäten und Beschlüsse haben das Deutsche Reich werden soll. Ihr Rezept lautet: das Versteckenspiel des Caprivischen Entwurfs zusammengeschmiedet." Die Regierung stellt bestimmte, ihr unerläßlich erscheinende nicht wiederholen, sondern rund und offen gefagt Bei einer Refrutenvereidigung am 23. November 1892 erklärte Grundfäße eines gefeßlichen Vorgehens gegen die Ausschreitungen werden, wer getroffen werden foll" er:„ Der Soldat müsse unbedingten Gehorsam leisten, selbst der Sozialdemokratie auf; ob als speziale oder allgemeine Gesetz- Man muß fich bei dem Lesen dieser Zeilen erinnern, wenn die militärischen Befehle dahin lauteten, gegen die gebung gedacht, ob allein im Reich oder, was wohl zu ermit welchem Aufwand von Worten damals von den ReEltern und Brüder zu schießen." wägen, auch in Preußen, lassen wir für jet bahingestellt gierungsvertretern schriftlich und mündlich behauptet wurde, fein. Sie versucht eine vorherige Berständigung mit den Führern die Umsturzvorlage sei nicht gegen die Sozialdemokratie der allein in Frage kommenden Parteien, zu denen wir auch das berechnet. Zentrum rechnen. Gelingt diese was wir für Preußen be timmt annehmen-nun gut. Gelingt es aber im Reichstag nicht, zu nicht ohne weiteres zu haben ist, ergiebt sich schon daraus, Daß das gesammte Volk für Ausnahmegeseze jedenfalls erreichen, was die Regierung, im Interesse der Aufrechterhaltung daß die Vertreter der Zentrumspartei und der verschiedenen des öffentlichen Friedens in weiteren Sinne des Wortes fordern daß die Vertreter der Zentrumspartei und der verschiedenen muß, so löse sie den Reichstag auf und appellire und wenn freifiunigen Gruppen zunächst wenigstens sich durchweg es mehr als einmal nöthig wäre an das Volt. Um alles dagegen erklären. Das bürgt allerdings nicht, wie die aber hüte sie sich davor, der ungezügelten Agitation, wie es leider Vergangenheit lehrt, gegen Umfälle und Schachergeschäft Tags darauf, wiederum bei einer Rekrutenvereidigung, meinte er:„ Der vornehmste Umgang für den Soldaten ist der Soldat, nicht das Zivil." Am 5. Dezember 1894 schärfte er den Marinerekruten in Riel ein: 3hr tragt des Raisers Rod, Ihr seid dadurch anderen Menschen vorgezogen und nehmt eine besondere Stelle ein." Im März 1890 in einem Trinkspruche beim Festmahl des brandenburgischen Provinzial- Landtages erregte der Kaiser Auf mit den Freiheitsrechten des Voltes. Borderhand aber find fie jedenfalls nicht dafür zu haben. Die meisten Organe jener Parteien suchen allerdings durch kindliches Geschimpfe auf die Sozialdemokratie ihre unentwegte Reichstreue zu So schreibt der gentrumspolitische Aachener Volks. freund", von der Germania" zustimmend zitirt: bekunden. # Gestern Nachmittag wurde eine Marinejolle durch eine vom Aviso Jagd" und einem Dampfer geschleppte Minensperre umgestürzt. Vier Mann stürzten ins Wasser. Die Obermatrosen Kleres und Hieber ertranten. Ein Zivilboot blieb blos durch einen Zufall verschont. theils bringt: Desterreich. % Bei den geftrigen Marine- Uebungen in der Strander- Bucht 1 gramm von Eisenach, das eine Versöhnung mit den Deutsch tenterte eine Gigg mit mehreren Jnfassen: Hierbei ertranten der Sozialen herbeiführen sollte, erhält den Titel Mischmasch. Bon Obermatrose Hieber vom Panzerschiff Wörth" und der Ober- Bimmermann wird dann gesagt, er siehe politisch und gesellschaftlich matrose Kleres vom Panzerschiff„ Kurfürst Friedrich Wilhelm". auf demselben radikalen Boden wie Böckel. Verfasser ermahnt Eine uns hierüber zugegangene Privatdepesche aus Kiel die Epigonen, doch schleunigst zu ihrer eigenen Rettung ins tonfervative Fahrwasser überzuschwenken, dort ihr Heil zu suchen hat den folgenden Wortlaut: und zu finden, und sofort sämmtliche führende Demagogen an die Lust zu sehen. Unter diesen versteht er, nebenbei bemerkt, Wie aber fell nun die große Mehrheit des deutschen auch den bekannten Professor Paul Förster in Friedenau, den er Voltes die Angriffe( der Sozialdemokraten) weiter zurückironisch als den Kipperdolling der modernen Heiligen meifen? Doch nicht etwa durch den Erlaß eines neuen Sozialistengesezes? Einen solchen Gedanken hegt man einführt. Der Verfasser, der sich unter einem Pseudonym versteckt, ist, wie wir verbürgen dürfen, kein anderer, als der doch nicht etwa in leitenden Kreisen? Fast sollte Ehrenmann Ervin Bauer von der selig entschlafenen man freilich meinen, wenn man beobachtet, wie die Wieder eine Militärvorlage für Neubewaffnung Neuen Deutschen Zeitung. reaktionäre Presse der Kartellparteien immer lauter nach der Infanterie scheint in Aussicht zu stehen. Das erste einem solchen Gesetze schreit. Die leitenden Kreise mögen sich doch keiner Täuschung hingeben: der Entwurf eines neuen Go: Garde- Jäger- Bataillon, das erste Bataillon des ersten SoGin politisches Submissions Aus= zialistengesetzes würde im Lande in den weitesten Kreisen Garde- Regiments zu Fuß und auch ein Bataillon des auf den stärksten Widerstand stoßen und im 68. Infanterie- Regiments sollen mit einem neuen nhreiben. Einzig in feiner Art dürfte wohl das nachReichstage ganz gewiß teine Mehrheit finden. Der fanterie- Seitengewehr, das Revolvergewehr genannt werden stehende Ausschreiben sein, das die Nummer 71 der„ Egerer Weg des Ausnahmegeſetzes ist heute gegen feine Partei mehr soll und aus der Mauser'schen Fabrik in Oberndorf a. N. Beitung" vom 4. September an der Spitze ihres Inferatengangbar. Man beschreite nur energisch und nachhaltig den Weg stammt, bewaffnet sein. Es handelt sich hierbei jedenfalls Kundmachung. Ueber Beschluß deutscher der fozialen Reformen und es wird garnicht nöthig sein, mit um eine Probe mit einer neuen Waffe, die wenn sie gut vertrauensmänner aus dem Landwahlbezirke Unterdrückungsmaßregeln gegen die Sozialdemokratie zu operiren." ausfällt, eine Forderung von mehreren Millionen zur Folge Afch, Eger und Wildstein wird hiermit anläßlich der Was die auswärtigen Zeitungen sagen, muß man in haben wird. bevorstehenden Landtagswahl zur Kandidatur ihnen selbst nachlesen. Die Waffe stellt sich, der Pots. 3tg." zufolge, als eine Art für das Landtagsmandat des erwähnten Landtagswahlbezirks Bajonnet dar, etwas länger und etwa halb so breit als das öffentlich aufgefordert. Infanterie- Seitengewehr, das gegenwärtig im Gebrauch ist. Der Bewerber um dasselbe wollen die Anmeldung der Kandi. hintere Theil der Parirstange fällt bei der neuen Waffe fort; datur bis 10. d. Mis. an den Gefertigten gelangen lassen entweder in der Anmeldung der Kandidatur ihr der Griff trägt an der Hinterseite nur einen starten Ring, mit und in Programm großen Umrissen schriftlich dem das Bajonnet auf dem Gewehrlauf befestigt wird. Der politisches oder dasselbe bei der am Sonntag, den vordere Theil der Parirstange ist dagegen wesentlich länger als niederlegen bei den jetzigen Seitengewehren und weit stärker gekrümmt. An 15. September laufenden Jahres, um 10 Uhr, vormittags in der der Scheide fallen die Metallbeschläge fort. In der Säbeltasche Kanzlei der Egerer Bezirksvertretung stattfindenden neuerlichen wird die Waffe mit einem Lederriemen festgehalten, der an einem Berathung der Vertrauensmänner persönlich entwickeln. an der Scheide befindlichen Metallknopf befestigt wird. Eger, am 2. September 1895. C. Krämling, Bezirkscbmann. Die Partei, um die es sich hier handelt, ist die Die sozialdemokratische Presse als Erzieherin der Vereinigte deutsche Linke." Sie vertritt un Behörden. Man erinnert sich noch der scharfen Kritik, die die sogenannte Reichsregierung gefunden hat anläßlich der Berheimlichung der gefähr diefelben Grundfäße", wie„ die um Rickert" und Formulare zur Berufs- und Gewerbezählung vom 14. Juni 1895. verfügt heute noch im österreichischen Parlament unter Die sozialdemokratische Leipz. Boltsztg." war damals in der allen Parteien über die größte Stimmenzahl. Kann es Lage, vor dem Reichs- Anzeiger" die Formulare zu veröffent eine schärfere Charakterisirung der politischen Lage in Defter: lichen. Um diesem Schicksale nicht nochmals zu verfallen, ver- reich geben, als die Thatsache, daß die größte politische öffentlicht heute der Reichs- Anzeiger" die Formulare für die Partei sich gezwungen sieht, ihre Mandate auszubieten, ivie Volkszählung vom 2. Dezember d. J. faures Bier? Politische Uebersicht. Berlin, 5. September. Dem Kaiser sollen dem Lokal- Anzeiger" zufolge in Tezter Zeit auf seinen Befehl fortgesetzt Ausschnitte aus dem" Vorwärts" vorgelegt worden sein. Leider ist der Lokal- Anzeiger" nicht in der Lage zu melden, ob auch unsere vorläufige Auslese aus den Briefen an den Freiherrn von Hammerstein dem Kaiser vorgelegt wurden. Der ganze Vorwärts" ist nämlich noch viel interessanter als die von Hofschranzen zu bestimmten Zwecken zusammengeklebten Ausschnitte aus unserem Blatte. Aus dem in unserer letzten Nummer mitgetheilten Briefe des Herrn Hofprediger Stöcker kann man ersehen, auf welche Weise Leute, die durch Hintertreppenpolitit ihre Ziele erreichen wollen, den Kaiser zu beeinflussen suchen. Kaiser und Bürgermeister. Gleichzeitig mit dem Raiser hat bei einem Festmahl der Stadt Berlin am Sedantage der Berliner Bürgermeister Kirschner sich über die Sozialdemokratie ausgesprochen. Auch er ist ein Gegner der Sozialdemokratie und glaubt sie bekämpfen zu müffen und überwinden zu können; aber der Ton, den er gegen uns anschlägt, ist doch ein anderer, als der, welcher der Rede des obersten Kriegsherrn" das charakteristische Gepräge gab. Zum Vergleich theilen wir jenen Redesay des Bürgermeisters Kirschner mit: " * Deutsches Reich. -3um Effener Meineidsprozeß wird uns aus Gfsen geschrieben, daß am 31. Auguft eine eingehende Recht fertigung der Revision abgesandt wurde, in denen sehr viele Revisionsgründe angeführt werden. Juristen, die von derselben Kenntniß genommen haben, rechnen zuversichtlich auf die Aufbebung des Urtheils. Italien. Rolonialabenteuer. Aus Rom wird telegraphirt: Die Blätter protestiren energisch gegen die Rede des Generals Baratieri, in welcher er durchblicken läßt, daß ein Ausrottungstrieg gegen den König Menelit nothwendig sei, und daß jede Gelegenheit ergriffen werden müffe, um dies zu ermöglichen. Secolo" befonders bezeichnet die Sprache des Generals als eine finn- und maßlose. Frankreich. A - Auch eine Kriegserinnerung. Bergmann.- Die Korruption in den leitenden Kreisen. Ludwig Schröder, der wegen angeblichen Meineids ins Aus Paris wird telegraphirt: In Regierungstreifen herrschen " Und wenn in diesen Tagen Glieder unseres Voltes in Buchthaus soll, bat, wie der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter lebhafte Besorgnisse wegen der Enthüllungen, die voraussichtlich ihren nationalen Gefühlen nachzustehen scheinen und namentlich Beitung" von unterrichteter Seite mitgetheilt wird, ebenfalls den in dem in den nächsten Tagen beginnenden Südbahn- Prozeß zu in der jetzigen festlichen Zeit in einer uns schmerzenden Krieg von 1870/71 mitgemacht. Er hat in der Schlacht bei tage tommen werden; eine große Anzahl Abgeordneter und Weise wenigstens äußerlich mit ihren Empfindungen abseits Mars la Tour, deren Gedenktag am 25. August von dem Senatoren sollen von der Südbahn Gesellschaft bestochen wor ftehen von der großen Menge des Voltes, so wollen patriotischen Deutschland gefeiert wurde, als Angehöriger des 16. In den sein. wir doch nicht vergessen, daß auch sie unsere fanterieregiments mitgeftritten. Bekanntlich ist dieses Regiment England. deutschen Brüder sind, daß auch sie in den Tagen des an jenem Augusttag fürchterlich mitgenommen worden. Schröder Das Parlament ist ohne Thronrede bis zum Kampfes treu zum Vaterlande gestanden haben, daß wir trop bat, da er jämmtliche Rämpfe feines Truppen 18. November vertagt worden. aller Berirrungen stets bestrebt bleiben müssen, wozu ja die theils mitgefochten hat, ordentlich Pulver gerochen und Gemeinden insbesondere berufen sind, durch Belehrung und oft dem Tode fürs Vaterland ins Auge gefehen. Dafür feierte liebevolle Fürsorge ihre Herzen wieder für die Allgemeinheit zu er sein Erinnerungsfest zwischen Kerkermanern. gewinnen." Der Reichskanzler wird sich demnächst nach Petersburg begeben. Ob in privaten, seinen russischen Gutsbesih betreffenden Geschäften oder ob zum Studium der russischen Regierungsmaßregeln zur Ausrottung des Umsturzes wird nicht mitgetheilt. Dänemark. Das Programm der dänischen Reforma partei enthält noch folgende Punkte: Bolltarifreform im Sinne des Freihandels, Herabsetzung der Einkommen- und Vermögenssteuer, sowie der Ausgaben für das Militär, Verbesserung der landwirthschaftlichen Kreditverhältnisse und Reform des Boltsschulwesens mit Erhöhung der Lehrer8ur Beschlagnahme ihrer Nr. 35 meldet die Deutsche Berg und Hüttenarbeiter Beitung", daß sie noch am 3. September teine schriftliche Verfügung der Konfistation in Händen hatte. Die Beschlagnahme erfolgte am 29. August. Die Vernehmung des Genossen Hue vor dem Untersuchungs- gehälter. richter in Essen hat ergeben, daß die Beschlagnahme thatsächlich auf grund des Artikels Herr Erster Staatsanwalt Peterson und die Bergarbeiter- Zeitung" geschehen ist. Der„ Beobachter" theilt mit, daß in Steele die tonfiszirten Nummern am nächsten Tage den Eigenthümern durch Polizeibeamte wieder zugestellt worden find. Danach scheint die Beschlagnahme nicht aufrecht erhalten werden. wurde. " Serbien. Wetterwolfen in Ostasien. Die russische Re Der Schmuggel und bie serbischen Die Rede unseres Genoffen Auer, welche derselbe Finanzen. Ein Artikel des Organs der serbischen KaufFinanzen. Ein Artikel des Organs der serbischen Kaufam legten Mittwoch gehalten hat, giebt einigen Blättern mannschaft fonstatirt, daß der Schmuggel an sämmtlichen Anlaß zu möglichst albernen Bemerkungen. So theilt das Grenzen, besonders an den türkischen und bulgarischen, außer Tageblatt" feinen Lesern mit, Auer habe dagegen protestirt, ordentliche Dimensionen angenommen hat. Namentlich fei der daß die Sozialdemokratie antinational und anti Schmuggel mit sämmtlichen Monopolartikeln äußerst schwunghaft monarchisch sei. Die National- Beitung" will dagegen Das Konfissiren wird jetzt Mode und zwar nicht und es sei infolge dessen ein rapider Niedergang sämmtlicher in der Rede nur den Versuch sehen, der allgemeinen Ent- nur in Berlin, sondern auch im übrigen Deutschland. Aus Monopoleinnahmen zu verzeichnen. Wenn nicht bald Abhilfe rüftung" gegenüber, die darnach auch in unseren Reihen Nürnberg wird telegraphirt, daß die Fränkische Tagespost" gefchafft würde, so könnte der Zweck der neuen autonomen burch unser unpatriotisches und vaterlandfeindliches Gebahren, wegen eines Leitartikels über die Raiserrede beschlagnahmt Monopolverwaltung vollständig vereitelt werden und es dürfte der Moment kommen, wo ein neues Finanzarrangement notherregt worden sein soll, aus taktischen Rücksichten" einzuwendig ist. lenken. Selbstverständlich ist es unserm Genossen auch nicht- Ausdehnung der preßgefeßlichen WerRußland. im Traume eingefallen, solchen Unsinn vorzutragen. Was behren", ist gegen den Redakteur des Stettiner„ Boltsboten", antwortlichkeit. Wegen eines Artikels Du sollst entAuer wirklich gesagt und wie wenig es ihm eingefallen ist, Benoffen Mohl,„ wegen Mithilfe" auch noch gegen den Reichs gierung hat befchloffen, wegen der immer ernster sich gestaltenden den internationalen Standpunkt und die republikanische tags- Abgeordneten Herbert ein Verfahren anhängig, weil in age in Ostasien die Ufiribahn vollständig militärisch zu organis Gesinnung zu verleugnen, das ersehen unsere Leser aus dem Artikel zu Gewaltthätigkeiten aufgereist sein soll. Herbert firen. Der Kommandant der Truppen des Amurgebiets wird dem Bericht über die betreffende Bersammlung. Wenn ist Verleger des Boltsboten", man fönnte also an eine Wieder zum Direktor der Bahn ernannt werden. Am 18. b. M. gehen Auer auf die Thatsache hinwies, daß es eine Zeit gab, wo bolung der jetzt in Schwang gekommenen Verleger Anklagen aus Odessa zur Vervollständigung des Betriebsperfonals drei sozialdemokratische Versammlungen von Bourgeois- Bürger- benken. Der Stettiner Staatsanwalt hat Herbert aber nicht als Rompagnien des Eisenbahn Bataillons nach dorthin ab und in Meistern drangsalirt wurden, weil sie dem Könige ein Verleger, sondern als Mitarbeiter des Boltsboten" aufs einiger Zeit folgt ein viertes Bataillon nach. Die Truppen des Geburtstagstelegramm schickten, so that er dies einestheils, Rorn genommen. Bei der gegenwärtigen Praxis der deutschen Amurgebietes werden ferner durch Truppen aus Westsibirien verum die Heuchelei zu kennzeichnen, welche unsere Bourgeois Berichte kann auch eine Berurtheilung Herbert's nicht als vollstärkt. heute mit ihrer angeblich monarchischen Gesinnung treiben, tommen ausgeschlossen erscheinen. und andererseits wollte er gerade an diesem Beispiele zeigen, wie die Machthaber in Preußen und im Reiche es fertig gebracht haben, in wenigen Jahrzehnten durch ihre " arbeiterfreundliche" Politik das damals noch vorhanden gewesene Vertrauen den Arbeitern gründlich auszutreiben. " T Die Gefeßsammlung veröffentlicht das Gefeß, Warum die Sozialdemokratie betreffend die Bewilligung von Staatsmitteln zur Verbesserung die Sedanfeier nicht nicht mitmacht. der Wohnungsverhältniffe von Arbeitern, die in staatlichen Be trieben beschäftigt sind, und von gering besoldeten Staatsbeamten, vom 13. August 1895. Der bayerische Landtag ist auf Sonnabend, den Bum neuesten Angriff auf die Preßfreiheit. Als Ver- 28. September einberufen worden. theidigerin der von uns berichteten ungeseglichen Beschlagnahme einiger Vorwärtsnummern wirft sich die National- Zeitung" auf. Nachwahl zum 2andtage. Heute fand die Sie meint, die richterliche Beschlagnahme sei nach dem Landtags- Erfahwahl für den Kreis Neustadt- Landau ftatt. Im Presgesetz zulässig gewefen und betont, daß fie eine Freundin ersten Wahlgange wurde der Kandidat der Nationalliberalen, der Gesetzlichkeit sei. Diese Anschauungen der National- 3tg." Bürgermeister Exten aus Neustadt, mit 130 Stimmen gewählt. find durchaus hinfällig. Allerdings fann alles auf Zu -3 der Veröffentlichung der Hammer der Vorschriften der Straf Prozeßordnung steinbriefe im Vorwärts" schreibt Dr. Franz Mehring grund Durch den Richter mit Beschlag belegt werden. Unzulässig der Germania": und gesezwidrig ist aber eine auf grund des§ 23 des Steglit, 4. September 1895. Preßgefeges erfolgte Beschlagnahme, selbst wenn sie vom " " Geehrte Redaktion! Die Besprechung dieses Themas, welche bekanntlich am St. Sedantage aus ordnungs- und sicherheitspolizeilichen Gründen" verboten war, fand nunmehr am Mittwoch in Cohn's Festsaal in der Beuthstraße statt. Schon lange vor der festgefetzten Zeit strömten die Genossinnen und Genossen dem Lokal zu, so daß, als die Versammlung furz nach 1/29 Uhr eröffnet wurde, der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Zuhörer den interessanten Ausführungen des Genossen Auer, über die wir nachstehend einen furzen Bericht geben: am Montag fei erfolgt, um zu verhindern, daß wir gegen neuere Bürgerliche Blätter meinten, das Verbot der Versammlungen politische Vorgänge Protest erheben wollten. Was mich anbetrifft, so hatte ich diese Absicht nicht; ich wollte vielmehr eine Darstellung aller der Dinge geben, die uns zu unserer Stellung gegenüber der Sedanfeier veranlaffen. Richter erfolgt. Die bez. Beschlagnahmen sind nicht auf In Ihrer heutigen Nummer erwähnen Sie unter Vor. grund der Straf- Prozeßordnung, sondern, wie der Beschluß be- behalt die Behauptung einer biesigen Lokalforrespondenz, font, auf grund des§ 23 des Preßgefeßes erfolgt. wonach ich bei einer gerichtlichen Auktion ein Konvolut Briefe demokratische Bewegung sehr wenig, von jeher haben sie uns Unsere Gegner aus dem bürgerlichen Lager kennen die sozialDas bleibt, wie das sich als Freundin der Gefeßlichkeit" vor aus der Korrespondenz des Freiherrn v. Hammerstein erstanden ftellende nationalliberale Drgan durch eine Durchsicht des§ 28 haben soll. Ihr Vorbehalt war sehr berechtigt; eine unbekannte verrunjeniren will, von jeher antimonarchisch, vaterlandsfeindlich nur für eine Partei des Umfturzes gehalten, die sozusagen alles des Preßgefezes oder eines Kommentars des Preßgesetzes lernen Rofaltorrespondenz hat sich die ganze Geschichte aus den Fingern gewesen sei. Mit wie wenig Recht, will ich Ihnen an ein paar tönnte, gefeßividrig. gesogen. Ich habe weder einer gerichtlichen Auktion beigewohnt, Beispielen zeigen: Zeit gab, in der die Sozialdemokratie durchaus nicht antiDie Unglücksfälle unserer Marine in vollstem noch je ein Blatt aus der Korrespondenz des Freiherrn Die Sozialdemokratie soll von je antimonarchisch gewesen Frieden lassen ihre See- und Kriegstüchtigkeit nicht im. Hanimerstein beseffen. Ich bitte Sie um gefälligen Abdruck fein. Viele unserer Parteigenossen werden wissen, daß es eine beften Lichte erscheinen. Durch die Bewilligung von den dieser Zeilen. Hochachtungsvoll F. Mehring." - Intimes aus dem antisemitischen Lager. monarchisch war. Die feinerzeit im Allgemeinen deutschen Aralljährlich wiederkehrenden Marineforderungen wird man an diesem Zustande nichts ändern, eher jedenfalls verschlechtern unter dem bezeichnenden Titel:" Der Untergang der anti- beiterverein vertretene Richtung befundete sogar eine sehr monals verbessern. Werden doch durch die Vermehrung der femitischen Partei", in in Leipzig jüngst eine Broschüre er- archische Gesinnung im Gegensatz zu der fortschrittlichen bürgerSchiffe und der Kadres die tauglichen Kräfte zersplittert schienen, welche in fast bysterischer Weise gegen das Hinab- lichen Opposition, die damals bis in die höchsten Kreise der gleiten in das fozialdemokratische Fahrwasser städtischen Behörden sich erstreckte und entschieden antimonarchisch und dadurch ihre Leistungsfähigkeit vermindert, Front macht, und zum Schluß in pathetischer Weise prophezeit, war, sodaß seitens mancher Bürgermeister, welche die PolizeiHeute berichtet man wieder von einem bösen Unglücks- daß daran schließlich alles scheitern müsse. Den radikalen gewalt batten, die Arbeiterbewegung gerade wegen ihrer mo fall. Die offiziöse Meldung lautet: Reformern wird scharf der Text gelesen. Das famose Pro- larchischen Gesinnung verfolgt wurde. " feierte. . " der Saal. Boziale Neberlichk. bisher auf Als im Jahre 1865 die Mitglieder des Allgemeinen deutschen vorausgesehen, die aus diesem unheilvollen Schritt entstehen die Banditen" find in dem schweren Kampfe die Sieger Arbeitervereins zu Iserlohn, unter ihnen auch der alte Tölke, den mußten, denn er sagte, daß die Annexion von Elsaß- Lothringen geblieben, der Erfinder dieses unglückseligen Wortes ſißt heute Geburtstag des Königs feiern wollten, verbot der Bürgermeister nicht, wie es von der Militärkamarilla behauptet wurde, ein geärgert und vergrämt abfeits, die jugendfrische Sozialdemokratie diese Feier, die Mitglieder waren aber trotzdem unter der Form Mittel zur Verhinderung des Krieges, wohl aber das beste Mittel aber ist auf dem Plaze und wird feiner Macht weichen. Was eines vom Lokalbefizer veranstalteten gemüthlichen Beisammen zur dauernden Verhegung von Frankreich und Deutschland sei, auch die Zukunft bringen mag, balten wir fest an unserer feins" zusammen gefommen, hatten ein Glückwunschtelegramm und als nothwendige Folge ein Bündniß zwischen Frankreich und Ueberzeugung, behalten wir fühles Blut und klare Augen. an den König von Preußen gesandt und darauf auch eine Rußland gegen Deutschland zeitigen müsse. Wer das damals Brausender lang anhaltender Beifall erfüllte den Gaal nach dankende Antwort erhalten.( Heiterkeit.) Aber die Polizei ver- sagte, wurde ausgelacht, man hielt es nicht für möglich, daß eine Schluß dieser fesselnden 21, stündigen Rede. In das vom Vorhinderte selbst die Verlesung dieser Antwort. So war es da- Verbindung zwischen dem republikanischen Frankreich und dem fizenden ausgebrachte Hoch auf die Sozialdemokratie stimmte die mals beut ist es anders. autofratischen Rußland, dem Hort der europäischen Reaktion, Bersammlung begeistert ein und unter dem Gesang der ArbeiterDie Arbeiter in ihrer Naivetät und ihrer unreifen politischen möglich wäre. Die Ereignisse von Kronstadt haben heute jeden Marseillaise leerte sich langsam und in größter Ordnung Anschauung glaubten, daß der König ihnen zur Verbesserung belehrt, daß diese Vorhersage buchstäblich eingetroffen ist. ihrer wirthschaftlichen Verhältnisse helfen könne. Die Bourgeoisie Nach dem Kriege begann nun die Scheidung des Volkes in aber, gegen deren Interesse die Bestrebungen der Arbeiter liefen, Reichssreunde und Reichsfeinde. Zu diesen lezteren gehörten alle, die fuchte mit richtigem Klaffeninstinkt jedes Verlangen nach Ver- nicht in stummer Verehrung zu Bismarck aufblickten, ultrabesserung der materiellen Lage der Arbeiter zu unterdrücken. montane, Polen, Welfen u. s. w., aber vor allen die SozialDieselben Leute, welche damals die naiven Arbeiter verhinderten, demokraten. Da unsere Partei also zu Reichsfeinden gestempelt Die Kölnische Zeitung" brachte folgenden Bericht:„ Der Herr ihre Verehrung dem König zu Füßen zu legen, nennen uns heute war, hatte sie unsoweniger Ursache, den Reichsfesttag zu feiern. Präsident des Reich 3- Versicherungsamt 3, eine vaterlandšlose Gesellschaft. Damals war eben die Bourgeoisie Ein nationales Fest ist der Sedantag niemals gewesen, Bödiker, hatte am Donnerstag im Hotel Ernst eine Besprechung in Opposition mit der Regierung, heute hat sie ihren Frieden sondern ein Parteifest. Diese Auffassung hatte auch Bischof Retteler, mit einer Anzahl Sektionsvorsitzender der in Rheinland- Westfalen mit der Regierung gemacht. als er in einen Rundschreiben an seinen Klerus 1874 erklärte: vertretenen Berufsgenossenschaften. Es handelte sich dabei im Das war also die Stellung derjenigen Richtung innerhalb das Sedanfest geht nicht vom ganzen Volte aus, sondern von besondern um die zweckmäßigste Einrichtung einer ständigen der deutschen Arbeiterpartei, welche die nationale Ginigung unter einer Partei, ist also künstlich gemacht; der Feier fehlt die Revision der Betriebe und die damit verbundene überaus wichtige preußischer Spitze erwartete. Aber auch die andere, die groß- innere Wahrheit. Frage der Unfallverhütung. Herr Bödifer war der Ansicht, daß deutsche Richtung der Sozialdemokratie, politisch radikaler, aber Als Reichsfreunde dagegen betrachteten sich diejenigen, welche in dieser Hinsicht die Genossenschafter unter sich nicht nur aus mit partikularistischen Elementen durchfeßt, vertreten durch die aus der Reichsgründung Vortheil hatten. Wirkliche Reichsfeinde, allgemein menschlichen Rücksichten, sondern auch aus dem Genossen Liebknecht und Bebel, verkannte die politische Situation, also folche, welche gegen die Reichsgründung überhaupt waren, gab Interesse an einer an einer allmäligen Berringerung der Rentenheraus ein als schärferes Auge so daß das Organ dieser Richtung, das in Leipzig erscheinende es nur sehr vereinzelt, und diese waren nicht in den Reihen der Arbeiter, bezüge Demokratische Wochenblatt", im Jahre 1868 in Desterreich beim sondern in ganz anderen Kreisen zu suchen. Die Arbeiter sind einander haben sollten, welcher Weg in der Praxis allers Antritt des sog. Bürgerministeriums bereits den Volksstaat ent- niemals Reichsfeinde gewesen, sie haben auf den Schlachtfeldern dings sich schwerlich gangbar erweisen dürfte. Aus dem Kreise stehen sah und die Politiker, welche in Desterreich an der Spiße gekämpft und geblutet und dadurch zur Verwirklichung der der Sektionen wurde vor den Präsidenten des Reichs- Versicherungsstanden, die Giskra, Herbst und Konsorten, als Volksmänner Reichseinheit beigetragen, find aber von denen, die sich an ganz amts die Klage gebracht, daß die ihm unterstellte Behörde bei anderen Gründungen" als der des Reiches betheiligten, als ihren Rechtsprechungen in Uebertrumpfung(!) der So lagen die Dinge, als der Krieg von 1870 ausbrach. Reichsfeinde bezeichnet worden.( Stürmischer Beifall.) guten Absichten der sozialpolitischen GesezMan hat es immer so bingestellt, als ob die Sozialdemokraten Verschiedene Ansichten darüber, wie das neue Reich zu ge- gebung, nicht selten die Arbeitnehmer gegen unbedingte Gegner des Krieges gegen Frankreich waren und wo stalten sei, gab es allerdings, aber der Gedanke der nationalen über den berechtigten Interessen der Berufs= möglich mit den Franzosen vereint, Deutschland hätten zerstören Einigung Deutschlands war so allgemein, daß seine Ver- genossenschaften allzu fehr begünstige und mögen; aber das ist durchaus nicht der Fall. Redner verliest wirklichung gar nicht mehr gehindert werden konnte. Die damit die Begehrlichkeit in den Kreisen der Artikel aus dem Sozialdemokrat" und dem Voltsstaat" vom wirthschaftliche Entwickelung bedingte den deutschen Einheitsstaat, Arbeiterbevölkerung nur noch steigere.(!!). 17. resp. 20. Juli 1870, aus denen hervorgeht, daß beide Blätter denn die kleinstaatliche Zerrissenheit war dem Handel und Ver. So sei es vorgekommen, daß von einander widersprechenden Deutschland für den angegriffenen Theil und den Krieg für einen kehr in jeder Hinsicht im Wege. Die Einigung Deutschlands ärztlichen Gutachten bei der Urtheils fällung demjenigen der VorKampf Napoleon's gegen die proletarischen und republikanischen war also nicht Bismarck's Wert, sondern die nothwendige zug gegeben worden sei, das zu gunsten des Verlegten sich aus. Strömungen halten, weshalb die Vernichtung Bonaparte's in Folge der wirthschaftlichen Entwickelung und die Verwirklichung gesprochen habe, ohne Rücksicht darauf, daß das andere von unserem Interesse liege. einer Leuchte der Wissenschaft herrührte. Herr Bödiker hatte eines allgemein herrschenden Gedankens. ein aufmerksames Ohr für alle durch Thatsachen belegten Beschwerden, die ihres Eindrucks offenbar nicht verfehlten." Tazu bemerkt die Staatsbürger Zeitung": Wen die Hergabe einer Rente mehr schmerzt, alls das Unglück der beflagenswerthen Opfer der zahllosen Unfälle, der kann derartige Vorwürfe erheben. G3 gehört eine eigenartige Stirn dazu, von der„ Begehrlichkeit in den Kreisen der Arbeiterbevölkerung" zu sprechen, wenn ein armer Krüppel vom Reichs- Versicherungsamt zur Steuer der höchsten Noth auf grund der zu recht bestehenden Reichszugesprochen erhält. E3 wäre Die Stimmenthaltung unserer Genossen Bebel und Liebknecht Ju Das allgemeine Wahlrecht ist uns bei der Gründung des gesetze eine Rente im norddeutschen Reichstage bei der Abstimmung über die Reiches gegeben; durch dieses Mittel fuchen wir unsere Forde bedauern, das Reichs Versicherungsamt durch der= in Vorstöße Kriegsanleihe wird fich feiner bisherigen Prayis stets auf gegnerischer nun Seite rungen durchzusehen. Wer uns das allgemeine Wahlrecht nehmen gleichen Mögen die Berufs= als Beweis dafür angeführt, daß die Sozialdemokratie will, der spielt mit dem Reichsgedanken, der ist ein Reichsfeind. wankend machen lassen sollte.. 1870 Deutschland an Frankreich hätte ausliefern wollen, man( Stürmischer Beifall.) genossenschaften und speziell die im Bericht angezogenen vergißt aber dabei, daß zwei andere Sozialdemokraten, Hafen- Wir waren Gegner der Annexion. Nachdem sie vollzogen, Sektionen nur auf die verständigen Vorschläge des clever und Schweizer, für die Anleihe stimmten und ignorirt die ist gewissermaßen ein neues Recht geschaffen wie, das ist eine Dr. Böditer zur Unfallverhütung achten, mögen Begründung, welche Bebel und Liebknecht ihrer Stimmenthaltung andere Frage und es würde Ströme von Blut fosten, wollten sie ihrerseits mehr dazu beitragen, daß die zahllosen gaben. Diese haben ausdrücklich erklärt, daß sie zwar Napoleon wir in die Rückgabe von Elsaß- Lothringen an Frankreich willigen. Uebelstände in ihrer Selbstverwaltung von der für den Angreifer halten und deshalb die Mittel zur Krieg. Unbeschadet unserer Grundsätze kann von einer Rückgabe keine Bildfläche verschwinden, führung nicht verweigern wollten, daß sie aber andererseits grund- Rede sein, weil der daraus entstehende Krieg so schrecklich würde, waltungstoften, welche mit dem, was geleistet fäßliche Geguer jedes Krieges feien, und deshalb die Anleihe auch daß niemand dafür die Verantwortung übernehmen kann. Ich wird, vielfach nicht im Verhältniß stehen, wesentlich nicht bewilligen könnten, sich also aus diesen Gründen der Ab- für mein Theil- und ich kann hier nur meine persönliche Auf- herabgemindert, und daß vor allem die hohen Repräsentationsgelder ftimmung enthielten. faffung aussprechen- würde es auf einen Krieg wegen dieser An- für Genossenschafts- 2c. Vorstände etwas energisch beschnitten werden, gelegenheit nicht ankommen lassen. Wenn die Franzosen hierüber dann dürfte für die armen Unglücklichen, welche zu Opfern der anders denken, so ist das ihre Sache, die vernünftigen unter Großkapitalswirthschaft geworden sind, bei herabgefeßten Beiträgen ihnen werden hierin mit uns einer Meinung fein. hinreichend Geld zur Verfügung sein, und man brauchte seinem Uns wird ferner vorgeworfen, daß wir in bezug auf die Aerger über zugesprochene Renten nicht mit Worten, wie„ BeEmfer Depesche nach unserer Weise der Wahrheit die Ehre geben. gehrlichkeit des Arbeiterstandes" in ungeschickter Weise Luft zu Ich lege der Depesche und der Manipulation Bismarc's mit machen... Wir geben... allen billig denkenden Menschen zu derfelben nicht die Bedeutung bei, wie der eine oder andere meiner erwägen, ob das Verhalten der„ Köln. Zeitung" die Art ist, die Parteigenoffen. Napoleon fonnte sich nur noch durch einen glücklichen Sozialdemokratie zu bekämpfen. Auf welcher Seite liegt Krieg auf dem Thron erhalten. Aber auch Bismarck arbeitete seit Jahren denn hier die Selbstfucht; wo ist denn da etwas von auf den Krieg mit Frankreich hin. Das Streben der Deutschen Unterordnung der selbstischen Interessen zum nach nationaler Einheit war vorhanden und wurde von der Wohle des großen Ganzen" zu spüren? Versteht man das Bourgeoisie anderer Länder mit Mißgunst betrachtet, weil sie in in den Kreisen, welche die„ Köln. 3tg." vertritt, immer und immer In der Kriegsproklamation hieß es, daß der Krieg nicht dem einigen Deutschland einen unbequemen Konkurrenten sah. nur so, daß der Mammonismus allein das oberste gegen das franzöfifche Volk, sondern gegen den Kaiser und Die fortgesetzten Anmaßungen und Einmischungen des französischen Gefeß sein soll, dann sagen wir der Köln. 3tg." und feine Armee geführt werde. Das steht aftenmäßig fest. Dem- Kaifers in die deutschen Angelegenheiten waren allgemein auch ihren Hintermännern:" Das ist die Art, der Sozialdemokratie nach durfte also nach der Gefangennahme Napoleon's der von der Sozialdemokratie als ungehörig betrachtet worden und die Wege zu bahnen! Ihr und keiner sonst seid es, die sie Kampf nicht gegen die französische Nation weitergeführt daher entschieden zurückzuweisen. werden. Der Krieg war bis dahin nur als ein Vertheidigungstanipf Es steht fest, daß der Absender der Emser Depesche etwas gegen den Angriff des französischen Kaisers aufgefaßt worden. anderes gemeint hat, als das, was der Redakteur derselben Erst nach Sedan tauchte in militärischen Kreisen der Gedanke der Welt bekannt gab. Die Depesche war aber für den Zeitpunkt die Annexion von Elsaß Lothringen auf, was an des Kriegsausbruches von sehr wesentlichem Einfluß. Man tann gesichts eines siegreichen Krieges ja begreiflich ist. die Aenderung der Depesche tadeln, man kann sie loben, je nach Mußte doch Bismarck 1866 feinen ganzen Einfluß dem, nur soll man sie nicht ableugnen. Vom ethischen aufwenden, um die Annexionsgelüfte der preußischen Standpunkt aus war die Depeschen- ,, Korrektur" nicht entschuldIn allen offiziellen Kundgebungen unserer Partei wird die Schuld des Krieges dem französischen Kaiser zugeschoben, der zur Erhaltung feines Thrones diesen Krieg brauchte, um im Falle eines Sieges seine Herrschaft durch Unterdrückung der republikanischen und sozialistischen Strömungen zu befestigen. Der Sieg Napoleon's galt unseren Genossen als Sieg der Reaktion, seine Niederwerfung aber als Vorbedingung des Gedeihens unserer Sache. Daher sehen wir überall auf unserer Seite Sympathie für die deutschen Kämpfer, heiße Wünsche ihres Sieges, aber darüber hinaus den höheren Gedanken der Völkersolidarität. " Unsere Genossen standen übrigens mit ihrer Auffassung nicht allein; die ultramontane Majorität des bayerischen Landtages sprach sich sogar entschieden gegen die Theilnahme am Kriege aus und es bedurfte der Einwirkung der höchsten Kreise, um so viel ultramontane Abgeordnete zum Umfall" zu bringen, als zur Annahme des Mobilifirungsbeschlusses mit den Liberalen nothwendig waren. Aehnlich war es in Württemberg. Damals waren eben noch andere Verhältnisse. Aber es ist gelogen, wenn man behauptet, die Sozialdemokratie habe 1870 Partei für den Gegner genommen oder ihn auch nur indirekt unterstützt. Das gerade Gegentheil ist der Fall und durch alle offiziellen Parteifundgebungen jener Zeit erweisbar. an 0 Und da sollten wir, die Arbeiter, Gegner des Nationalstaates fein? Ich habe noch nie gehört, daß jemand von uns den 1866 entthronten Fürsten eine Thräne nachgeweint hätte; im Gegentheil bedauerte man hier und da, daß mit denselben nicht noch gründlicher aufgeräumt worden ist.( Heiterkeit.) Daß uns in dem Deutschen Reiche manches nicht gefällt, ist allerdings richtig, und wenn wir für die Verwirklichung unserer Forderungen fämpfen, so ist das unser gutes Recht; wenn das diesem und jenem unbequem ist, so bedauern wir das, können es aber nicht ändern.( Heiterkeit und Beifall.). " wenn erzeugen und nähren!" " • daß die kolossalen Ver Wie man sieht, fommt die konfervativ- antisemitische Staatsbürger- Zeitung" in ihrer Kritif des Unternehmerthums und dessen Organisation, der Berufsgenossenschaften im wesentlichen zu den selben Echlüffen wie unsere Partei, die Sozialdemokratie, gegen die jetzt eine Art heiliger Krieg" inszenirt werden soll. Köln, 5. September.( BH.) Hente Nachmittag ist im hiesigen Augustahospitale der Ajrifareisende Dr. Baumann am Sumpffieber geftorben. Militärpartei zu unterdrücken. Er sah sehr wohl ein, daß sich bar. So lange der Krieg zu vermeiden, wäre es verwerflich, Depeschen und lehte Nachrichten. Preußen die anderen deutschen Staaten nicht zu Feinden machen ihn herbeizuführen. Aber abgesehen von ethischen Erwägungen, dürfe, weil es ihre Bundesgenossenschaft zur Durchführung seiner nur vom Standpunkte der Klugheit betrachtet, fann ich es verweiteren Pläne brauchte. stehen, daß Bismarck, wenn der Krieg doch unvermeidlich, den günstigsten Augenblick für den Anfang deffelben für sich wählte. Die Thatfache aber, daß er aus der Chamade eine Fanfare, aus der Friedensbotschaft denn König Wilhelm wollte den Krieg nicht einen Kriegsruf gemacht hat, läßt sich nicht aus der Welt schaffen, und wir lassen uns nicht verbieten, immer wieder darauf hinzuweisen, wie die Depesche zu stande gekommen. ( Großer Beifall.) Nach dem Tage von Sedan brach der deutsche Chauvinismus hervor, der die Rückeroberung der geraubten Provinzen verTangte. Die Wiedergewinnung der deutschen Brüder in Elsaß und Lothringen war aber nicht der wahre Grund dieses VerTangens, sondern das entscheidende, waren die militärischen Intereffen. Braunschweig, 5. September.( W. T. B.) Heute ist der Fernsprechverkehr Braunschweig Bremen Bremerhafen Vegesack eröffnet worden. Schwientochlowis, 5. Sept.( B. S.) In der letzten Nacht ift in der hiesigen Tbeerfabrik ein großer Brand ausgebrochen. Ein bedeutender Vorrath ist verbrannt. Lyon, 5. September.( W T. B.) Die katholischen Missionen melden, daß Aniang Juli in Vonney in China Gewaltthätig= feiten gegen Christen begangen wurden. Das Waisenhaus wurde in Brand gesteckt, mehrere Christen wurden getödtet. er Nachdem Napoleon bei Sedan gefangen war und die französische Republit vergebens um Friedensschluß nachgesucht Das Auwachsen der Sozialdemokratie ist begreiflicherweise den hatte, wurde der Krieg nur zum Zweck der Annexion weiter herrschenden Klassen höchst unbequem. Es giebt Leute, welche uns geführt, und war dieser also aus einem Vertheidigungs- mit allen Mitteln aus der Welt schaffen möchten. König Stumm fampf zu einem Eroberungskriege geworden. Dem konnte und Genossen, die durch die Ablehnung der Umsturzvorlage eine die Sozialdemokratie nicht zustimmen, und fie wußte Niederlage erlitten haben, fühlen sich jetzt wieder oben auf; fie Paris, 5. September.( W. T. B.) Heute Nachmittag wurde sich mit allen ehrlichen Leuten im Einklang, als sie wittern Morgenluft. Eine Hege wird gegen uns in Szene eine dürftig gekleidete Person dabei überrascht, als sie in der dagegen protestirte. Es war stets Grundsatz der Sozial- gesetzt werden und unter dem Deckmantel der nationalen Ge- Einfahrt des Rothschild'schen Bankhauses in der Rue Lafitto demokratie, daß Ländergebiete nur mit Buftimmung finnung wird die Bourgeoisie ihren ganzen Haß gegen uns aus die Zündschnur einer Bombe anzuzünden versuchte. Die Person, der Bewohner von einem Staat zum andern übergehen dürften, lassen, und die bürgerliche Presse ist so feig und so erbärmlich, nach den bei ihr vorgefundenen Geräthen anscheinend ein und sie mußte auch in diesem Falle an ihren Grundfäßen feft- wie sie es seit den Zeiten Nobiling's nicht ge Barbiergehilfe, warf die Bombe zur Erde, ohne dieselbe halten, denn eine Partei, die das nicht thut, ist verloren.( Leb- wesen ist. jedoch zur Explosion zu bringen, und ergriff darauf hafter Beifall.) Woher diese nervöse Aufregung? Gewiß, die auswärtigen die Flucht. Eingebolt, fetzte der Mann seiner Festnahme durch Polizisten sehr beftigen Widerstand entgegen; In allen offiziellen Rundgebungen ist ein scharfer Unter- Verhältnisse sind nichts weniger als angenehm. schied zwischen dem französischen Kaiser und dem französischen In bezug auf die auswärtige Politit ist eben das eingetroffen, verweigerte seinen Namen zu nennen. Der Polizeipräfekt Wolke gemacht. Man wußte in Deutschland ganz genau, daß was Karl Mary vor 25 Jahren voraussagte. Bei den Kieler Lepine begab sich sofort nach dem Thatorte behufs Einleitung das französische Volt in seiner Mehrheit nicht chauvinistisch war. Festen trat es flar zu tage, daß eine tiefe Kluft die europäischen der Untersuchung. Die Polizeipräfektur welche über den Fall In der Thronrede bei Eröffnung des norddeutschen Nationen trennt. bis jetzt ftrengstes Stillschweigen bewahrt, scheint an ein Reichstages heißt es, daß wir mit dem französischen In Italien protestirt das Volk gegen die Maßregeln feiner anarchistisches Attentat zu glauben. Die Bombe wurde dem Volfe einen heilsameren Wettkampf zu führen berufen Gewalthaber, in Defierreich herrscht ein unentwirrbares Durch- Chemiker Girard zur Untersuchung übergeben. seien, als den mit den Waffen, und in der einander. Ich kann es begreifen, wenn angesichts dieser Paris, 5. September.( W. T. B.) Der Urheber des Attentats Antwort des Reichstages auf diese Thronrede wird gefagt, daß Zustände ein deutscher Kanzler sich fragt: Was wird die Zukunft im Banthause von Rothschild, der, wie bereits gemeldet, sich es dem besonnenen Theil des französischen Volkes nicht gelungen bringen? weigert, seinen Namen zu nennen, hat große Aehnlichkeit mit sei, den Krieg zu verhindern. Ein klassischer Zeuge für die Un- Die inneren Verhältnisse entwickeln sich durchaus nicht nach dem Anarchisten Panwels, dem Urheber des Attentats in schuld des französischen Volkes am Kriege ist Bismarck selber, dem Willen der herrschenden Klassen, unsere Bewegung fängt an, der Madeleine Kirche. Der Attentäter erfärte, der in seinem Bericht über die Unterredung mit Napoleon am die dicksten Bauernschädel zu revolutioniren. Da kann ich vers wäre überzeugter Anarchist und er hätte die Bombe 2. September 1870 sagt:" Napoleon erklärt, daß er von der stehen, daß man etwas sucht, um aus diesem Dilemma heraus selbst hergestellt. Die Bombe besteht aus einer mit chlorsaurem öffentlichen Meinung zum Kriege gedrängt sei. Ich hielt es zukommen. Von all' diesem Gewirr sticht vortheilhaft ab die Kali gefüllten Kakaobüchse. Der Attentäter erklärte ferner, er nicht für meinen Beruf, ihn darauf aufmerksam zu machen, daß Sicherheit, mit der die Sozialdemokratie vorwärts schreitet. babe die Zündschnur mit seiner Zigarette anzünden wollen, die das, was der Kaiser für die öffentliche Meinung hielt, nur ein Es läßt sich nicht leugnen, daß die heutigen Zustände eine Asche der Zigarette habe aber verhindert, daß die Zigarette mit Produkt einzelner Strömungen war." gewisse Aehnlichkeit mit denen von 1878 haben; ob die Folgen der Zündschnur in Berührung kam. Die Bombe wild morgen Unsere Parteigenossen protestirten also gegen die gewaltsame Sieselben sind, wissen wir nicht. Wir sind uns bewußt, nichts am Tage von dem Chemifer Girard untersucht werden. Annexion von Elsaß Lothringen, weil, den Grundsägen gethan zu haben, was diese Haltung gegen uns rechtfertigt. Aber Tarnopol, 5. September.( W. T. B.) Von den an der. unserer Partei gemäß, das Eroberungsrecht vor dem Selbst- es ist nicht das erste Mal, daß gegen unsere Partei die schwersten Cholera erkrankten Personen starben am 3. September 3, während bestimmungsrecht der Völker zurückſtehen müsse. Unser un- Vorwürfe grundlos erhoben worden. 1878 hat uns Bismarck eine Neuerkrankung gemeldet wurde. Am 4. September fand ein vergeßlicher Karl Marx hat mit prophetischem Blick die Folgen eine Gesellschaft von Banditen" genannt. Wohlan: Todesfall, aber keine Neuerkrankung statt. = Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hieran 2 Beilagen. er 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 208. Freitag, den 6. September 1895. Die Kameel- Inschrift. Was Baurath Schwechten einen„ Scherz" nennt. CAMEELE WAS FOR DIE VA GROESTEN. EINST CEWESEN TERJUNSERER STADT I.V. 1895 KE NEMAL RUPPIC!! HUNDERTAUS SEND MARK Die Kameel- Inschrift hat nunmehr endlich eine Auslassung von zuständiger" Seite im Gefolge gehabt, eine Auslaffung, die allerdings auch darnach ist. Die bürgerlichen Preßorgane veröffentlichen eine ihnen vom Erbauer der Kirche, dem Baurath Schwechten, zugesandte Erklärung des folgenden Juhalts: " Mit der von dem Vorwärts" mit so viel unwahren und tendenziös aufgebauschten Zufäßen versehenen Nachricht über die auf die Stadtverordneten sich beziehende Juschrift an einer Thür der Kaiser WilhelmGedächtniß- Kirche verhält es sich folgendermaßen: Entgegengesetzt den Mittheilungen des Vorwärts" ist die betreffende Thür die von dem Altar am weitesten entlegene. Das betreffende Relief ist als Entwurf nach den Bildern aus der Bibel von Schnorr v. Carolsfeld nur begonnen, an einer durchaus dunklen Stelle, so daß es den Augen des Kirchenbesuchers ganz entzogen war und noch heute ist. Daß das Relief Porträts enthalte, ist unwahr; die Inschrift ist eine Na ch a hmung eines bei altromanischen und gothischen Bauten fast überall sich findenden Architekten- Scherzes. Die Fertigstellung des Reliefs wurde durch die Einweihung der Kirche unterbrochen und nimmt jetzt noch eine längere Zeit in Anspruch. Ter nur skizzirte Entwurf ist von der Baukommission noch nicht einmal besichtigt worden, und es war derselben der darauf befindliche Scherz vollständig unbekannt. Daß der Scherz sich, wie der Vorwärts" erzählt, auch auf den Oberhofmeister Freiherrn v. Mirba ch bezöge, ist selbstverständlich unwahr." " Was Herr Schwechten dem Vorwärts" gegenüber Unwahrheiten nennt, muß der Leser errathen, wir haben es nicht herausgefunden. Im übrigen verlohnt es sich nicht, ernsthaft darauf einzugehen. Selbst die Bossische Zeitung" sieht sich gemüssigt, die merkwürdige Ehrenrettung aus der Feder des Bauleiters mit folgenden bitteren Worten zu begleiten: 12. Jahrg. Kirche„ ruppige Kameele" benamfete Stadtväter nicht alles zu gunsten unbeschränkter Ausbeutung! Wenn der Muth in der Bruft die Spanukraft übt, springt selbst über Kameele ein Stadtvatergemüth. Die liberalen Stadtverordneten beabsichtigten, wegen der bekannten Kameel- Inschrift die Ermächtigung zur Strafverfolgung der Inschriftenveranstalter zu ertheilen. Im legten Augenblick haben sie jedoch aus Rücksichten nach oben ihre Absicht aufgegeben. Es soll hinreichender Grund zu der Annahme vorhanden sein, daß der Kameel- Stein alsbald dem Märkischen Museum überwiesen wird. Die Sorge der Polizei, in die an vielen Beispielen von uns nach bürgerlichen Blättern geschilderte Heiligkeit des St. Sedan ja teinen Mißton tommen zu lassen, hat zuweilen zu Handlungen geführt, die auch ernsten Männern wohl oder übel ein Lächeln abringen müssen. Eine in der Gürtelstraße in Friedrichsberg, vier Treppen hoch wohnende Familie hatte am Morgen des 2. September wie sonst die Wohnung gereinigt und dabei die Betten zum Lüften aus dem Fenster gelegt. Die Betten hatten nun das Unglück, von das Unglück, von rother Farbe zu sein, und dieser Umstand war es, der zu polizeilichem Einschreiten Veranlassung gab. Ein Gendarm tam und befahl die Entfernung der Betten; außerdem verlangte der Beamte, den weißen Bettel" zu sehen, der nach seiner Meinung unterhalb der Betten befestigt sei. Der Eigenthümer war sowohl wegen der Aufforderung an sich, als auch wegen der Frage nach dem Zettel, für den offenbar in den Augen des Gendarmen die Unterlage gegolten hatte, nicht schlecht erstaunt. Alle Einwendungen des Hausherrn, daß er bislang Tag für Tag auf die nunmehr für polizeiwidrig befundene Weise seine Betten ges lüftet habe, halfen nichts; die Demonstrationszeichen" mußten entfernt werden, und nachdem dies geschehen, waren Staat und Sedan auch in Friedrichsberg gerettet. In der jetzigen Zeit des Kriegserinnerungsrunimels feiert die Rohheit natürlich wahre Orgien, die sich bis in die witzige" Ecke der bürgerlich- staatserhaltenden Blätter hinein erftrecken. Gegenwärtig werden in der der Ordnung, Religion und Sitte zugethanen Berliner Presse Perlen erfrischenden Humors der Berliner im Feldzuge" aufgetischt. Was in diesen Scherzen an bestialischer Gesinnung geleistet wird, möge ein Exempel lehren, das wir aus dem Bündel gleichroerthiger Erzeugnisse herausziehen wollen. " Zwei Soldaten standen nachts auf Posten. Der eine sette fich nieder und war bald vor Müdigkeit eingeschlafen, als eine Kanonenkugel ihm den Kopf wegriß. Na," rief der andere aus, der wird sich wundern, wenn er aufwacht und ihm der Kopf fehlt!" Zur Ehre der deutschen Soldaten nehmen wir an, daß keiner von ihnen selbst 1870 so roh war, über ein vernichtetes Menschena leben sich derart gemein zu äußern. Wir halten diese und ähn liche Rohheiten für ein Erzeugniß der für Ordnung, Religion und Sitte delirirenden Preßphantasie, und würden uns kaum darüber aufhalten, wenn sie sich nur in Junker, Börsen- und An der Beurtheilung der Sache wird durch diese Erklärung nichts geändert. Es kommt nicht auf Pastorenblättern fänden. Was soll man aber dazu sagen, wenn das Relief, sondern auf die Inschrift an und diese enthält nicht einen Scherz, sondern eine felbst ein Blatt wie die„ demokratische" Bolts- Beitung" grobe Beschimpfung der Berliner Stadtverordneten Bersammlung, und es wäre sich in dem alle edlen Gefühle untergrabenden Mordkultur nicht ohne Interesse, den Berüber dieses Scherzes und seine etwaigen Theilnehmer met so weit vergißt, eine Gemeinheit, wie die zitirte, als „ Scherz" zu bringen? kennen zu lernen." Tokales. Für Agnes Wabuit, unfere vor Jahresfrist auf tragische Weise aus dem Leben geschiedene Mitkämpferin, haben engere Freunde und Freundinnen der Verstorbenen mit Hilfe von Parteigenoffen und Genoffinnen ein Denkmal geftiftet, deffen Enthüllung an der Grabstätte auf dem Freireligiösen Friedhof an der Pappel Allee am kommenden Sonntag stattfindet. Die Arbeiterschaft und die Ordnung. Am Mittwoch Abend herrschte bis in die zwölfte Stunde hinein in der Beuthstraße ein lebhaftes Treiben. Uniformirte und nichtuniformirte Beamte gingen auf und ab, und selbst in Hausfluren waren Berliner Ordnungshüter postirt. Ganz besonders fiel denen, die das Schauspiel faben, eine provisorische Polizeiwache auf, die im Flur der Buchdruckerei von H. S. Hermann, Beuthstr. 8, am Treppenaufgang zum„ Berliner Fremdenblatt" etablirt war. die mit Erlaubniß der Gebrüder Hermann im Hause Beuthstr. 8 errichtet war, spielten die Beamten gemüthlich ihren Stat, der erst sein Ende erreicht hatte, als die Versammlung, unter der auch eine Rotte von Menschen war, die nicht werth ist, den Namen Deutscher zu tragen, in gewohnter Ruhe nach Hause ging, um im Schlummer auf furze Zeit Kräfte sammeln zu lassen zum neuen Ringen. Auch an diesem klassischen Fall zeigt sich wiederum, wie wenig man an leitender Stelle doch die Berliner Arbeiterschaft kennt, die sich gerade in Tagen, wie den gegenwärtigen, der hohen Aufgabe bewußt ist, im friedlichen Wirken ihre Be freiung von wirthschaftlichen und politischen Fesseln anzustreben! rummel " Noch ein Mordswih. Die Fülle von Erbärmlichkeit und Rohheit, mit der sich die bürgerliche Preffe in diesen Tagen des Sedaufchwindels besudelt hat, stroßte natürlich nicht bis zum Ueberlaufen, wenn die fog. Wigblätter nicht ihr wohlgemessen Theil hinzulieferten. Als eine Probe deffen, was sich das aller dings selbst in der bürgerlichen Welt nicht mehr zu den Organen satirischen Inhalts gerechnete älteste Blatt der gedachten Art, der Kladderadatsch" an lächerlicher Erbärmlichkeit heraus. nimmt, sei eine Briefkasten- Notiz", die sich in der Sedannummer dieses troftlosen Organs befindet, der Nichtbeachtung entrissen. Sie lautet: " " R. W.: Sie machen zu einer Vorfeier des Sedantages folgenden Vorschlag:" Freiwillige, an denen es gewiß nicht fehlen wird, thun sich am 1.September zusammen, führen den greulichen Dank für die Kameelerziehung votirten gestern die Liebknecht und sämmtliche Redakteure des Vorwärts" vor das Rath liberalen Stadtväter durch Bewilligung einer Summe bis 3000 m. baus, legen die frechen Burschen dort über und lassen ihnen jährlich als Gegenleistung für einen besonderen Gottesdienst, der mit derben Ruthen eine so gründliche Büchtigung angedeihen, am Sonntag abgehalten werden soll, damit der Sonntags: daß fie vier Wochen lang nicht auf ihren Redaktionsstühlen Was war los, daß die Polizei in solchem Aufgebot aus Fortbildungsschul- Unterricht in der bisherigen rückständigen Art fizen tönnen. Die Polizei wird sich gewiß nicht einmischen, rücken mußte? Ja, was war los? Vernimm denn, deutsches weiter ertheilt und der obligatorische Fortbildungsschul. Unter wenn ihr gleich flar gemacht wird, um was es sich handelt." Publikum, das Bedeutsame! Rottenführer Ignaz Auer richt, der in der Woche werttäglich zu ertheilen wäre, in Die Polizei würde Ihr Vertrauen schwerlich rechtfertigen, und hielt am Mittwoch Abend vor einer zum theil wohl hoch weitere Ferne gerückt werde. Die kirchliche Behörde hatte noch daran scheitert die Sache. Schade, der Vorschlag hat sonst sehr, verrätherischen Schaar einen Vortrag über das Thema: Warum im Jahre 1894 erklärt, sie wolle in teiner Weise die Hand dazu fehr viel für sich." die Sozialdemokratie das Sedanfest nicht mit bieten, daß überhaupt am Sonntag noch unterrichtet werde. Im Was sollte eine künftige Generation von der Rohheit unserer Interesse der Fortsetzung einer ungehinderten Ausbeutung der Tage denken, wenn nicht die Arbeiterpresse die einzige allen Ber Die Polizei follte erforderlichen Falles der Schaar Lehrlinge an den Wochentagen, troch der Magistrat unter das wäre, die aller solcher Erbärmlichkeit und wehren. Es ging selbstverständlich ohne Stampf ab, was von der firchlichen Behörde ihm auferlegte Joch, die Kosten eines folgungen zum Troß den Muth befäße, auch heute das Banner sich die Polizeibeamten verständigerweise wohl von vornherein Sonder- Gottesdienstes zu zahlen. Die Stadtverordneten Mehr- der Menschheit hochzuhalten und den Molochsdienern die Larve Was thun in einer von der scheußlichen Frage zu reißen. gefagt haben mochten. Denn in der provisorischen Polizeiwache, heit kroch durch ihr gestriges Votum nach. macht." aus dem füdamerikanischen. Skizzen Hinterlande. 83 Rein angenehmes Hinunterkommen," meinte Herr Ramirez, den Weg mit den Augen messend, den sie zu machen hatten, um in die Thalsohle zu gelangen. [ Nachbruck verboten. von San Fernando, Herr Matias Patino. Ueber sein kommt und das Wasser von den Abhängen zusammenGesicht zog eine Art verächtlichen Lächelns und er sagte vor strömt, dürfte der kleine Bach ein reißender Strom werden sich hin, während er mit seinem langen Messer in der Erde für viele Tage... Bergabwärts vierzig Cuadras," herumstocherte: memorirte er vor sich hin, wo an der linken Seite cin Dacht' ich es doch sofort vom Anfang an; ein Gringo tleiner Nebenbach in den Arroyo Tainaras mündet, ist bleibt ein Gringo. Das ist also der Grund des Prozesses eine ziemlich große Ausbuchtung gebildet, auf deren Boden um den Campo Cerro Desgracias, Don German." geht ein riesiger Stein liegt, den auch das größte Hochwasser Gold suchen... es ist schwer, Matias Patino zu hinter nicht von der Stelle rührt. Rund um diesen Stein liegen Ja, aber um etwas zu verbergen, ein ungemein passender gehen... ein Gringo thut eben alles um Geldin drei Varas Tiefe fünfhundert eiserne Riftchen jede vier Ort. Man ist damals bis hierher gefahren mit den paciencia Arroben schwer... Der Schah von Francisco Solano..." Karreten, wie Elisa Lynch schreibt, und hat dann die Er schaute noch einen Augenblick vor sich hin; dann Beim Weitergehen traten die Ufer des Baches ein einzelnen eisernen Kistchen mit vieler Mühe auf den wandte er sich zum Gehen. Bei den Pferden blieb er eine wenig mehr auseinander. Schultern hinuntergeschleppt. Auf den Pferden oder mit andere Weile. " Da seht Ihr, wo das Wasser gestanden hat beim ihnen hinunterzukommen, ist natürlich unmöglich, wir müssen und er Will mir ein Andenken mitnehmen an die Goldfucher legten Regen, wies auf die Wipfel der uns schon entschließen, den Rest des Weges zu Fuß zu... will's auch der Sennora zeigen, wenn sie es sehen Bambusse hin, wo sich oben einige Büschel abgestorbenen machen und unterdessen die Thiere hier anzubinden, bis wir will." grauen Pflanzenzeugs befanden, das hat das Wasser dort wieder zurückkommen. Dann beugte er sich zu dem leise wiehernden Pferde zusammengetrieben, und dort haben wir auch die Bucht, Sie stiegen ab, banden die Pferde an Bäume unweit des Herrn Winterfeld, löste seine Fußfessel und steckte sie da wo der Bach nach rechts abbiegt..." des Abhanges und fesselten zum Ueberfluß noch ihre Vorder- in seine Hosentasche. füße mit ledernen Fesseln, wie sie zu dem Zweck in Süd- Ein schönes Pferd englisch Blut... doch Lopez amerika gebräuchlich sind; und dann stiegen die beiden hielt schönere... ha, für englische Pfunde kann man vorsichtig in schräger Linie hinunter. Das Geröll und schöne Dinge haben... auch Pferde... alles... verdie Erde lösten sich häufig unter ihren Füßen und stürzten fluchtes Gold." " nach dem Bach ab; ab und zu erhob sich vor ihnen auch Im nächsten Augenblick war er lautlos zwischen den eine große grüne Eidechse und buschte davon. Sie waren Aesten verschwunden. Unsere beiden Abenteurer hatten also eben unten an dem Bambusdickicht angelangt, das der unten einen Durchgang zwischen den dichten Lakuaren geBach begrenzte, als obet in der Nähe der Pferde aus dem funden und schritten in dem seichten Wasser des Baches, selben Wege, den die beiden früher gekommen waren, ein das ihnen nur bis an die Knöchel ging, vorwärts, dem Lauf Mann auftauchte in leinenen Hosen und mit einem Poncho desselben nach. Links, ein großes Dreieck bildend, lag eine ruhige Wasserfläche da, deren Ufer senkrecht in die Höhe stiegen, nicht weit davon schoß rechts der Bach um eine Ecke und verschwand vor den Augen. Ueber das steile Ufer der Bucht fiel von oben her aus einer Rinne ein dünner träger Wasserfaden hinab. Hier solls sein, da liegt auch der Stein.." Ein großer Basaltblock, der vielleicht einmal vor langer Zeit aus der Höhe hinuntergestürzt war, lag mitten in dem Wasserdreieck. Er hatte sich tief in den Kies des Bodens gebohrt, und sein Haupt zeigte eine schleimig feuchte, gelbgrüne Decke einer niedrigen pflanzlichen Vegetation. Auch dieser Stein lag beim Hochwasser unter dem Spiegel des dem Buschwerk verbergend, aufmerksam hinunter, bis die beiden„ Eine tnappe halbe Stunde noch... war übrigens Wassers. Keine größere Pflanze hatte auf seiner Oberflä.ge hinter den Bambusreihen verschwunden waren. Tann trat eine gute Idee von Francisco Solano, das Geld im Bache Wurzel zu schlagen vermocht. und einem Filzhut und in der Hand ein langes Buschmesser Wir haben nicht lange mehr von hier, Don German... tragend. Er schritt zum Abhang und schaute, sich vorsichtig in nicht wahr?" er wieder zurück. Es war niemand anders als der Richter selber zu vergraben. Wenn einer der häufigen Regen| Tief anfathmend machte German Winterfeld Halt und Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 5. Sept., nachmittags 5 Uhr. " Wer hilft gelähmt. gebild. Beteranen, der sich trot lichen Seite der Treptower Chauffee, links wenn man von aller Gedent feiern in bitterster Nothlage befindet? Berlin tommt, aufgestellt war. Die Windhose kam vou Westen H. S. 55. Postamt 34." Diese Anzeige befindet sich im Morgen- Spandau- Moabit her und legte das Gerüst, das noch nicht blatt der„ Boff. 3tg." vom Mittwoch. Heil dem Reich, das für fertig war, nieder. Berlegt ist niemand, da alle Arbeiter den Feuerwerksbegeisterung Hunderttausende zu verpuffen weiß! Blag längst verlassen hatten. Die Aufräumungsarbeiten waren Und es begab fich zur Zeit des Sedanfestes, daß ein heute Mittag schon beendet. Die Vertretung der Berliner Bürgerschaft nimmt heute nach Gebot ausging vom Minister des Junern, daß am 2. September Eine Explosion von Grubengasen hat in der vorletzten teine sozialdemokratische Versammlung statthaben solle, damit die Macht in Groß- Lichterfelde stattgefunden. Da dieser Vorort weimonatlichen Ferien, die nur am 12. August durch eine außer hehre Nationalfeter durch keinen Miston gestört werde. Herr noch nicht fanalisirt ist, so haben seine Grundstücke große Gruben, ordentliche Sigung unterbrochen wurden, ihre regelmäßigen Bev. Windheim beeilte sich daraufhin pflichtgemäß, in Berlin alle in denen die Abfälle aller Art gesammelt werden. Diese Ein- rathungen wieder auf. Auf der Tagesordnung steht neben einer fozialdemokratischen Versammlungen, welche am Sebanstage in richtung besteht auch auf dem Besißthum des Schlächters Neu- großen Bahl minder wichtiger oder blos formaler Boreinmal die Frage des Sonntags. Berlin stattfinden sollten, zu verbieten und den Einberufern der mann in der Jägerstraße Nr. 33. Die Grube ist hier 2 Meter lagen auch wieder und einem betreffenden Versammlungen von diesem Verbote Mittheilung tief und hat 6 Meter im Geviert. Ueberdeckt ist sie mit einem unterrichts in den Fortbildungsschulen. Nach machen zu laffen. Von diesem Berbote wurde auch die Gewerk- Gewölbe, das auf eisernen Trägern ruht. Ueber dem Gewölbe Vertreter des brandenburgischen Provinzial- Konfiftoriums am einem zwischen dem Stadtschulrath Bertram schaftsversammlung der Vergolder und Berufsgenossen betroffen, liegt eine Erdschicht und dann als Pflaster ein 75 Zentimeter 16. Februar cr. vereinbarten Protokoll" sollen die follidirenden welche für den Abend des 2. September anberaumit gewesen starkes Gemisch von Schlacke aus Rathenower Steinen und war. Von diesem Verbote wurden nicht nur aufs höchste die Bement. Durch eine Deffnung von 2 Fuß im Geviert, die durch Interessen der evangelischen Kirche und der städtischen Schulnichtsahnend zur Versammlung sich einfindenden Arbeiter und einen eisernen Deckel verschlossen wird, pumpt man den Inhalt verwaltung nunmehr in der Art versöhnt werden, daß zunächst versuchsweise in einzelnen besonders dazu geeigneten Anstalten Arbeiterinnen überrascht, sondern auch die beiden Polizeibeamten, der Grube jede Woche einmal aus. Diese Arbeit sollte in der Nacht zum gottesdienstliche Einrichtungen hergestellt werden, so daß die mit die sich pflichtschuldigst zur Ueberwachung der Versammlung ein- Mittwoch der Arbeiter Priewe aus Marienfelde besorgen. Dabei diesen Einrichtungen versehenen Schulen am Sonntag Vorgefunden und von dem ergangenen Berbote feine Ahnung hatten. hat er, obwohl er es bestreitet, wahrscheinlich eine Pfeife mittag 4 Stunden unterrichten dürfen( von 9-1), während Sie wollten es auch nicht glauben, daß die Versammlung ver- angezündet und ein glimmendes Streichholz in die Grube gebie andern auf die Zeit von 8-93/ Uhr beschränkt boten sei und erst den seitens des Ginberufers ihnen vorgelegten worfen, denn kaum hatte er den Deckel gehoben, so erfolgte ein bleiben. Das Konsistorium hat am 25. März die betr. Veruntrüglichen Beweisen gelang es, die Herren Polizeibeamten von Knall wie ein starker Donnerschlag, und eine mächtige Feuerfäule einbarungen unter der Abänderung genehmigt, daß der Magistrat Die Gase, die sich in der halbder Wahrheit der unglaublichen Thatsache zu überzeugen. Ledig stieg aus der Grube empor. ihrer Pflicht zogen sie von dannen und werden auch wohl nicht gefüllten Grube gesammelt hatten, waren explodirt. Der Knall erst dann freies Vorschlagsrecht bezüglich der für den Gottes dienst zu wählenden Geistlichen haben soll, fobald die Geistlichen besonders böse darüber gewesen sein, daß sie ihres Ueberwachungs- weckte die Bewohner der Nachbarschaft aus ihrer Nachtruhe der bezügl. Kirchengemeinde, in der die Anstalt liegt, ihn abzudienstes am Sedanabend enthoben wurden. Doch auch die Ar- es war gegen 11 Uhr die meisten liefen bestürzt ins Freie beiter können zufrieden sein. Das polizeiliche Verbot brachte ihnen und erfuhren nun die Ursache der Erschütterung. Der Luftdruck halten sich weigern. Der Magistrat hält unter den gegebenen Verhältnissen" das Uebereinkommen für empfehlenswerth und am Mittwoch einen vollbesetzten Gaal. war so stark gewesen, daß das ganze Gewölbe mit der Erdschicht beantragt die Bewilligung von 3000 m. zu dem gedachten Zweck und dem Pflaster hochgehoben wurde. Die eifernen Träger Zum Kampf gegen die Nene freie Volkbühne. Die„ Neue waren zum theil gebogen, zum theil gebrochen und in die Grube für das bevorstehende Winterhalbjahr. Von der Summe find 600 Mr. Priewe wurde zur Seite geschleudert. präsidium in erster Instanz zurückgewiesen worden. Es handelt Er kam ohne Verletzung davon, nur verspürte er ein heftiges( in maximo 200 Gottesdienste, welche die amtirenden Geistlichen sich um die Zenfurpflichtigkeit der vom Verein„ Neue freie Volfszu liquidiren berechtigt find) bestimmt; doch wird vom Magistrat bühne" aufgeführten Stücke. Der Bezirksausschuß erklärte die Aufführungen des Vereins für öffentliche, die Stücke für genfur- Militärbehörde boykottirten Lokal schreibt uns ein Lefer, daß der berige Stadtv. Dr. Alexander Meyer sein Mandat Zur Verhaftung eines Soldaten in einem von der angenommen, daß nicht alle Geistlichen liquidiren werden. Der Vorsteher macht u. a. die Mittheilung, daß der biss pflichtig und somit die Forderung der Polizei für berechtigt. von uns bekanntlich vorgestern gemeldete Vorfall sich nicht am Der Vertreter des Vereins, Rechtsanwalt Dr. Richard Grelling, Montag, sondern schon am Sonntag Abend abgespielt hat. Das niedergelegt hat wegen Verlegung seines Wohnfizes nach wird gegen dieses Urtheil beim Ober- Verwaltungsgericht Be- betreffende Lokal, Manteuffelstr. 19, habe sich bislang nicht auf rufung einlegen. lich, nämlich am Mittwoch, den Unteroffizieren und Mannschaften der militärischen Boykottliste befunden; es sei jedoch nachträg des 3. Garderegiments verboten worden. In diesem Falle hat bekanntlich der Reviervorstand, vorsorglicher noch als die Militärbehörde, den Staat gerettet. Brennen im Kopfe. Charlottenburg. Zu der Vorlage beantragt der Stadtv. Stadthagen: ein Statut vorzulegen, wodurch die männlichen Arbeiter unter 1. die Vorlage abzulehnen und 2. den Magistrat aufzufordern, 18 Jahren zum Besuch der Fortbildungsschulen an den Wo che n tagen verpflichtet werden. Bird das Ober- Berwaltungsgericht ein gleiches thun und damit einer der segensreichsten Institutionen, die sich die Arbeiter schaft den Lichtfeinden zum Aerger geschaffen, der Vernichtung überliefern? Was auch geschehen möge, das Streben der Arbeiterschaft nach Licht, Wissen und Freiheit läßt sich aller Stadtv. Stadthagen: Meinen zweiten Antrag ziehe ich Polizei gerechtigkeit zum Trotz nun und nimmer unterdrücken! Ein dreifter Einbruchsdiebstahl wurde am Dienstag Nach aus Geschäftsordnungsbedenken, die der Vorsteher mir gegenüber Die Berliner Fuhrherrn- Zunung, deren Berufsinteressen mittag in Rigdorf ausgeführt. Während die alleinstehende Schul- geltend gemacht hat, für jetzt zurück und behalte mir vor, ihn durch die Wirthschaftsgenossenschaft Berliner Grundbesitzer infolge vorsteherin Fräulein Gommert, Berlinerstr. 40 wohnhaft, am als besonderen Antrag später einzubringen. Die Gründe für der Organisation der Müllabfuhr gefährdet erschienen, hatte an Dienstag Nachmittag auf furze Zeit aus ihrer Wohnung ab meinen Antrag sind von meinen politischen Freunden hier und Im den Magistrat die Anfrage gerichtet: ob in der Abfuhr des wefend war, drang ein Dieb mittels Nachschlüssels dort ein und an anderer Stelle oft ausführlich dargelegt worden. Mülls eine durchgreifende Alenderung vorgenommen fei. Es entwendete außer sämmtlichen Schmuckfachen der G. auch deren Jahre 1891 wurde endlich im§ 120 der Gewerbe- Ordnung die wurde um die Beantwortung bestimmter Fragen gebeten, welche fämmtliche Ersparnisse in Höhe von 450 m., welche in einer Möglichkeit gegeben, daß der Fortbildungsunterricht als wirklicher seitens der städtischen Deputation für das Reinigungswesen im kleinen Terrine versteckt lagen. Alles andere hat der Einbrecher Unterricht anerkannt wurde, womit gewisse Bedenken der GeAugust erfolgte und folgendermaßen lautet: unberührt gelaffen. Obwohl die That nur von einer Person be- richte den Schulbehörden gegenüber sich erledigten. Damals schon gangen fein kann, welche mit den Gepflogenheiten und Verhält- ging die allgemeine Stimmung dahin, daß man den Fortbildungss nissen der Bestohlenen genau vertraut sein muß, fehlt der Kriminal- Schulunterricht überhaupt nicht an Sonntagen stattfinden polizei bis jetzt noch jeder Anhalt. laffen solle, sondern auf die Wochentage zu verlegen habe. Jm " Dem Vorstande erwidern wir auf das an den Magiftrat gerichtete, vom 23. Juli datirte, aber erst am 27. Juli d. I. eingegangene gefällige Schreiben ergebenft das folgende: 1. Es bestehen zwischen der Stadtgemeinde und der Wirthfchaftsgenoffenfchaft keine Verträge oder Vereinbarungen; es ist der Genossenschaft nur gestattet, unfere Abladeplätze unter den felben Bedingungen, wie jeder andere Fuhrunternehmer zu benußen. 2. Eine Erhöhung der Gebühren für die Benutzung unserer Abladeplätze ist bis jetzt überhaupt noch nicht in Erwägung 3. Wir sind nicht in der Lage, der Innung Abladeplätze zu überlassen, da uns solche nicht zur Verfügung stehen; dagegen steht es den Mitgliedern der Jnnung nach wie vor frei, die bestehenden städtischen Abladepläge unter den bekannten Bedingungen zu benußen. gez. Meubrint. Vorstehende Antwort ist, wie der Fuhrhalter berichtet, geeignet für weitere Kreise Interesse zu erwecken. genommen. Durch eine Windhose ist vorgestern abends gegen 9 Uhr auf dem Platze der Gewerbe- Ausstellung im Treptower Parke ein Gerüft umgeworfen worden. Es handelt sich um ein Stangengerüft, das zur Errichtung des Fischereigebäudes auf der nördGanz eigenartig ist ein Unglücksfall, von welchem der Reichstage wurde ein dahingehender Antrage zunächst angenommen, bekannte Buffetier des Restaurants Schloß Weißenfee, Herr schließlich aber wurde mit Rücksicht auf die Interessen der UnterBerner, betroffen wurde. Vorgestern erschien in diesem Restaurant nehmer und im Anschluß an Petitionen, unter denen sich, irre ein Radfahrer, der mit B. bekannt war, und der junge Mann ich nicht, auch eine solche des hiesigen Magistrats befand, be= stellte sein Vehikel an die Seitenwand des Buffets. Scherzend schlossen, daß dieser Unterricht nur dann an Sonntagen so gelegt erklärte nun B., daß er das Fahrrad in den See fahren werde, stattfinden dürfe, wenn die Unterrichtsstunden und machte Miene, sich auf dasselbe zu setzen. In gleichem werden, daß die Theilnahme am Hauptgottesdienst oder Bis zum scherzenden Tone gab der Radfahrer Antwort und versetzte an einem besonderen Gottesdienst möglich blieb. dem Buffetier, der bereits auf dem Behikel saß, einen 1: Ottober 1894 gab man für die Vereinbarung von Ausnahmen leichten Stoß vor die Brust. Dabei stürzte B. zu Boden Frist. Der Magistrat beschritt den letteren Weg; die Vers und fiel so unglücklich, daß er einen zweimaligen tomplizirten handlungen sind bekanntlich gescheitert. In Reichstage fand Bruch des rechten Unterschenkels erlitt und mittelst Krankenwagens nach dem städtischen Krankenhause Friedrichshain geschafft werden mußte. Leider wird wahrscheinlich die Amputation des gebrochenen Beines erforderlich werden. die Auffassung immer stärkere Zustimmung, daß mindestens die größeren Gemeinden die Pflicht haben, den Fortbildung- Schulunterricht auf einen Wochentag zu legen, und demgemäß wurde der Antrag des Bundesraths, jene Frist um 3 Jahre zu ver längern, vom Reichstage abgelehnt. Nun hat der Magistrat von Selbstmord eines Berliners in Südamerika. Der feit neuem den Versuch gemacht, einen besonderen Gottesdienst zu etwa sechs Jahren in Argentinien lebende frühere Goldwäscher, schaffen. Nehmen Sie seinen Antrag an, so wird die Rückspätere Kaufmann Rehfisch aus Berlin, hat sich, wie eine gofal tändigkeit des Fortbildungs- Schulunterrichts in Preußen den forrespondenz berichtet, unter grauenhaften Umständen vor etwa Süddeutschen gegenüber in Berlin in ganz konzentrirter Weise fünf Wochen in Buenos Aires entleibt. Rebfisch, ein wohl festgelegt. Es sind in richtiger Würdigung der Umstände habender Mann, der erst vor wenigen Monaten eine junge Sachsen, Hessen, Baden und jetzt auch Württemberg zum stützte sich einen Augenblick an den großen Stein. Hier Deutsche geheirathet hatte, veranlaßte seine Frau zum Besuch obligatorischen Unterricht an Wochentagen übergegangen. Der unten sollte ein Schab ruhen, den drei der fürchterlichsten einer befreundeten Familie und fandte dann die Dienstboten Magistrat kann sich also auf Gutachten aus Württemberg nicht Tyrannen, die je die Welt gesehen hat, zusammengeraubt, unter verschiedenen Aufträgen aus dem Hause. Er begoß darauf mehr wie früher berufen, denn Württemberg steht jetzt auf und der einer ganzen Nation ein Meer von Thränen und feine Kleidung mit Petroleum, zündete es an und verbrannte, unserem Standpunkt. Der Magistrat machte früher ferner Blut gekostet hatte. Wie viele waren zu Tode gefoltert nachdem er sich noch an der Wand an einem Haken festgebunden geltend, daß die Gewerbetreibenden selbst den obligatorischen worden, wie viele erschossen, von Lanzen durchbohrt, in batte. Als Leute, durch den brandigen Geruch aufmerksam ge- Unterricht nicht wollten. Ich gebe das bezüglich einiger gerne Kerkern verhungert, im Kriege umgekommen; wie viele fohlte Leiche des R. vor. Die That dürfte in einem Anfall von werden müssen, und kann ich mich auch hier auf Stimmen aus worden, in das Zimmer drangen, fanden sie nur noch die ver- zu, meine aber, daß sie dann eben auf diesen Weg gezwungen Kinder, Eltern, Brüder und Schwestern hatten grauenhaften Wahnsinn begangen worden sein. Tod finden müssen, bis dieses gelbe Metall sich hier zujenen Reihen selbst berufen. Die Magdeburger Tischlerinnung, Wegen eines schweren Verbrechens, begangen an seinem also eine Innung, welche das Zeichnen sehr nöthig braucht, hat sammen gefunden hatte in der Einsamkeit! Bwanzig 4jährigen Stieftöchterchen ist gestern der in der Greifswalder- amtlich bestätigt, daß sie den Unterricht Sonntags für schädlich, Fahre hatte es hier geschlummert, vielleicht hing an den straße wohnende Arbeiter Baumann verhaftet worden. Die Wochentags für nöthig und möglich hält, und seit zwei Jahren Stücken des Metalls noch der Edelrost der Bluts- Kleine hat den haarsträubenden Sachverhalt fremden Leuten oder noch länger hat diese Innung den Zeichenunterricht tropfen eines paraguayischen Märtyrers. Auch sein erzählt, die nun Anzeige gegen den Wüstling bei der Polizei obligatorisch in der Woche. Die Innung bestätigt auch, daß Befizer hatte diesen Schatz niemals mehr zu Ge- erstatteten. diese Einrichtung von den Gewerbetreibenden sehr bald lieb sicht bekommen, seitdem er ihn hier versenkt hatte. Ein merkwürdiger Fall im eigentlichen Sinne des Wortes gewonnen worden ist.( Der Vorsteher Dr. Langerhans erden Redner, fich an die Vorlage zu halten, Der lag ebenfalls in der Erde, in gleicher Abgeschiedenheit wird nachträglich vom vergangenen Sonntag aus der Möckern- sucht die von obligatorischem und Unterricht fakultativem von allen Menschen oder noch einsamer; denn sein Grab straße gemeldet. Hier fanden früh um 3 Uhr Bewohner des spreche.) Jch will ja theilweise dem ist in einer Einöde, wo man auf viele Tagesreisen Ent- Hauses 96 einen bis auf das Hemd und die Strümpfe ent überhaupt nicht spreche.) fleideten Mann auf, der anscheinend schwer verlegt war und stattgeben, verwahre mich aber doch dagegen, als fernung kein anderes Wesen treffen kann, als einen scheuen mit einem Wagen in das Krankenhaus am Urban gebracht ich irgendwie von der Tagesordnung abgewichen wäre. Der Jaguar oder eine giftige Schlange. Er ruht dort verflucht werden mußte. Es war der 24 jährige Posthilfebote Hermann Magistrat macht die Vorlage, um den Sonntagsunterricht beivon allen, die sich seiner erinnern. Aber sein Leib war Fischer, der in dem Hause im dritten Stock bei seinem zubehalten; wir sind Gegner des letzteren und legen dar, daß schon Asche und Staub, der Erde gleich, die ihn umhüllte, Bruder wohnt. Es scheint, daß der junge Mann in der während sein goldner Hort noch bestand in seiner ganzen Trunkenheit aus dem Fenster gefallen ist. Körperlichkeit. Hier kam man endlich nach soviel Jahren, Polizeibericht. Am 4. d. M. vormittags sprang ein Ar um an seinen Sarg zu pochen. Er sollte bald die Auf- beiter gegenüber dem Grundstück Maybach- Ufer 2 in der Absicht, erstehung feiern, auf die er so lange gewartet hatte und sich das Leben zu nehmen, in den Landwehr Kanal. Er wurde dann galt es wieder seinen Weg durch die Welt zu nehmen, jedoch durch einen Schuhmann noch lebend aus dem Wasser geum Trauer und Kummer oder rauschende Lust und stilles zogen und nach dem Krankenhaus am Urban gebracht. Glück bei allen denen zu erregen, durch dessen Hände er dem Hauſe Rottbuserstr. 6 fiel nachmittags ein Mann hin und Im Laufe des Tages fanden neun unbedeutende von neuem rollen sollte. Es war brach den Arm. Feuer statt. Witterungsübersicht Herr German Winterfeld sah sich scheu um. das eine mechanische Bewegung; denn wer sollte hier in diesem vergessenen Felsthal ihn belauschen, das vielleicht nie mehr an diesem Orte betreten worden war, seitdem die paraguayischen Soldaten den Schatz verborgen hatten. Stationen. Dann zog er unter seinem Poncho ein Bündel dünner stählerner Stangen hervor, das er öffnete. München vom 5. September 1895. Barometerftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung WSW Windstärke Wetter Vor Temperatur ( 50.4° R.)] nach Celsius 3 wolkig 18 Nebel ( 121121211 15 wolkig 18 wolfenlos 18 heiter 18 wolfenlos 15 wolfenlos 11 766 766 SM 766 NW 706 Still 768 Still 767 Still 752 WSW 761 N 760 767 NO N Nebel halb bedeckt bedeckt 14 13 15 Die einzelnen Stangen waren an ihren Enden mit schraubenartigen Vorrichtungen versehen, die es ermöglichten, Swinemünde eine große dünne Stange zusammenzusehen, nur das eine Hamburg Ende lief in eine feine Spige aus. Nach einiger Mühe Berlin war die Stange fertig, und die beiden stellten sie senkrecht Wiesbaden in den Kies des Baches. Herr German Winterfeld holte Wien. ein anderes Instrument hervor, eine Art eiserner Kluppe, Haparanda mit der er die Stange in mäßiger Höhe umgriff. Sie bot Petersburg ihm eine geeignete Handhabe, die Sonde in die Tiefe zu Gork bohren. Die Spitze derselben drang knirschend in den Kies Aberdin des Baches ein und ziemlich mühelos näherte sich die Hand- Paris. habe dem Wasserspiegel. Er löste sie und legte sie wieder Wetter Prognose für Freitag, 6. September 1895. oben an. Herr Jean Ramirez sah aufmerksam zu. Ein wenig tuhleres, theils heiteres, theils woltiges Wetter Beinah die ganze Sonde verschwend in dem Boden, bis sie mit etwas Regen und mäßigen westlichen Winden. auf etwas festes stieß. ( Fortsetzung folgt.) Berliner Wetterbureau. 90 ob dieser Weg zu den schlechteren gehört, daß es bessere giebt, wir müssen also die besseren wenigstens streifen. Das nothwendigite habe ich ja über diesen Punkt auch gesagt. Ich muß Sie aber auch bitten, die Vorlage abzulehnen, insbesondere wegen der Stellung, welche die kirchlichen Organe in dieser Frage eingenommen haben. Diese haben früher ausdrücklich erklärt, daß sie ihre Hand nicht dazu bieten wollen, daß am Sonntag der Unterricht ertheilt werde. Jetzt soll dieser Standpunkt verlassen werden, wenn die Stadt für die Predigt 12 M. geben will. Soll die Predigt Unterricht fein oder nicht? Darüber ist, aus der Vorlage feine Klarheit zu erlangen. Soll das Unterricht sein?( Stadtv. Kyllmann: Nein! Ja, wenn es fein Unterricht ist, aus welchen Gründen sollen dann die 12 M. aus städtischen Geldern gegeben werden? Es wäre doch ein niedriger Verdacht, daß die kirchlichen Organe von ihrem prinzipiellen Standpunkt zurückgetreten sein sollten, wenn Don Der Stadt 3000 m. gezahlt werden. einen anderen Grund giebt die Vorlage nicht an. Auch steht nicht feft, ob das Konfiftorium die Zustimmung widerruflich oder nicht widerruflich ertheilt. Und wollen Sie denn mit Gewalt eine Art kirchliche Aufsicht auch in den Fortbildungsunterricht hineinzwängen, wo Sie wissen, wie über Sie in Kirchen gedacht wird, zu einer Zeit, wo in einer Kirche sogar der Meinung über Sie ein eigenartiger monumentaler Ausdruck gegeben ist? ( Heiterkeit und Bewegung.) Aber Stadtschulrath Bertram: Unser Antrag schließt sich ziemlich genau an die letzten Erörterungen dieser Frage in der Versammlung im November 1894 an. Von einer Geldfrage ist hier nicht die Rede; niemand außer dem Vorredner wird glauben, daß das Konsistorium seine Ansicht geändert habe, weil jetzt einige Geistliche an einem Sonntag 12 M. verdienen können. Ginen ähnlichen Versuch wie die Magdeburger Tischlerinnung machten wir auch; mir geben an einem Mittwoch Bormittag entsprechende Gelegenheit, ohne, wie die Magdeburger Innung, eine Verlängerung der Lehrzeit um ein Bierteljahr den Lehrlingen aufzuerlegen.( Hört! Hört!) Hört!) Rück erscheinen. . Partei- Nachrichten. " = W Gewerkschaftliches. " " ständig find wir und werden es boffentlich bleiben mit der Zattit der Partei." Referent war Bueb aus Mül- Breslau der verantwortliche Redakteur der Volkswacht", obligatorischen Foutbildungsschule, weil wir die fakultative Fort- hausen, Korreferent Böhle aus Straßburg. Es gingen Genosse Neukirch, am Dienstag vor dem Landgericht. Lie bildungsschule, die in Berlin sehr fleißig besucht wird, für eine zwei Resolutionen ein, von denen die erste( Antrag Verhandlung wurde jedoch vertagt, da der vom preußischen edlere Form dieses Unterrichts halten. fteller Martin) den Straßburger Parteigenossen, die bei Staatsministerium gestellte Antrag nicht von sämmtlichen Ohne weitere Debatte wird die Vorlage gegen die Stimmen der letzten Bezirketags Wahl im Kanton Straßburg- Nord Ministern unterzeichnet ist. Der Gerichtshof beschloß, daß die der Sozialdemokraten und weniger Anderer angenommen. auch im zweiten Wahlgange, troß der geringen Aussichten, mit fehlenden drei Unterschriften noch eingeholt werden müssen, da Zu den Kosten der privaten Vorarbeiten für das Projekt einer eigenen Kandidatur vorgegangen sind, die Zustimmung der das Ministerium in Preußen nicht in dem Sinne als ein des Mittellandkanals( Rhein- Weser Elbe Kanal) wird Landesversammlung ausspricht und im zweiten Theile jagt: Kollegium anzusehen ist, das in solchen Fällen durch seinen ein nochmaliger Beitrag von 500 M. bewilligt. Die Konferenz spricht sich gegen jede direkte oder Vorsitzenden vertreten werden kann. Die Wahlzeit der Stadträthe Bail, Borchardt, Seller, indirekte Unterstügung einer bürgerlichen Kandidatur, Hübner, Kochhann, Krause, Marggraff, Straßmann und Struve gleichgiltig welcher Parteischablone, aus und empfiehli läuft am 1. Januar 1896 die des Stadt Bauraths den Parteigenossen im Lande, überall wo es die KampfBlanckenstein am 1. Juni 1896, die des Stadtraths Voigt am mittel der Partei erlauben, auch im zweiten Wahlgang mit 1. Juli 1896 ab. Auf Antrag des Vorstehers wird befchloffen, eigenen Kandidaturen vorzugehen. Die Konferenz giebt ihrer liche Versammlung vom 4. September hat einstimmig folgender Achtung, Vergolder und Berufsgenossen. Die öffent die Vorbereitung der Neuwahlen einem Ausschusse von 15 Mit- Ueberzeugung Ausdruck, daß nur durch diese Taktik der proletarisch- Resolution zugestimmt:" Die heute, am 4. September, in der gliedern zu übertragen. revolutionäre Charakter der Partei gewahrt und eine gesunde Ressource" tagende öffentliche Versammlung der Vergolder und Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung sind ohne all- Entwickelung der Parteibewegung verbürgt wird." Die zweite Berufsgenossen beschließt, die Arbeit nicht früher wieder aufzu gemeineres Interesse. Resolution( Antragsteller Bebe 1) erklärt zunächst ausdrücklich), nehmen, als bis die Fabrikanten den Aufschlag von 33% pet. Schluß 1/27 Uhr. daß die Landeskonferenz bei allen vorkommenden Wahlen für öffentliche Angelegenheiten in Elsaß= Lothringen die bewilligen. Neue Arbeit wird nicht mehr angenommen. Vom Montag ab ruht die Arbeit in allen Fabriken. Ausgenommen felbe Tattit afzeptirt, wie die Genossen im übrigen sind nur die Fabriken, in denen bereits Lohn gezahlt wird, ferner Deutschland; das heißt, die Partei betheiligt sich im ersten bie Firma Rubitz u. Imberg. Gleichzeitig beschloß die Versamm Parteifiteratur. Für die neueste Hege gegen unfere Wahlgang bei allen Wahlen, die Aussicht auf Erfolg verPartei soll anscheinend die nationale Entrüstung wider unser sprechen oder sich als Mittel für die Agitation darbieten. Da- lung, in den erñen 14 Tagen von Bezahlung von Streikgeldern Abstand zu nehmen. Die Fabrikanten werden ersucht, in der angeblich vaterlandsloses Gebahren gegenüber den Ereignissen gegen erachtet es die Konferenz für zweckmäßig, bei dem zweiten nächsten Versammlung, welche am Montag, den 9. September, der 70er Jahre mobil gemacht werden. In einer Rede vom feine Aussicht für den Sieg beim zweiten Wahlgang versprechen, stattfindet, zu erscheinen. Die Fabrikanten werden ferner ersucht, Wahlgang, wenn die im ersten Wahlgang abgegebenen Stimmen vormittags 10 Uhr, in der Ressource", Kommandantenftr. 57, 4. September hat Genosse Auer an der Hand geschichtlicher oder bei engeren Wahlen, bei welchen die Kandidaten der eigenen sich schon jetzt an die unterzeichnete Kommission zu wenden. Dokumente nicht blos die Stellung der Sozialdemokratie zum Partei ausfallen, denjenigen Kandidaten einer bürgerlichen Partei Buzug ist streng fern zu halten! Die Filialen werden gebeten, Kriege und zur Reichsgründung largelegt, sondern zugleich auch ihre Stimmen zu geben, welche den Forderungen der Partei am die Berliner Kollegen thatkräftig zu unterstützen! nächsten stehen." Für die Resolution Bebel erklärten die ganze Legende des Hurrahpatriotismus fo gründlich zerfetzt sich Bueb. Mülhausen, Doppler- Mülhousen, EmmelAlle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. daß die Buchhandlung des„ Vorwärts" sich entschlossen hat, diese Saargemünd und andere, für die Resolution Martin BöhleIm Auftrage der Kommission: W. Schnorra, Gerhartstr. 6, Hof III. Rede, von der die heutige Nummer des Vorwärts" einen Straßburg und die Mehrheit der Straßburger Delegirten. Die Anfurzen Bericht bringt, als Agitations Broschüre herausnahme des ersten Theils der Resolution Martin empfahl Emmel- Achtung, Musikinstrumenten- Arbeiter! Daviele patriotische zugeben. Die Broschüre wird bereits anfangs nächster Woche Saargemünd, gegen dieselbe sprach Bebel. In der Abstimmung Fabrikanten am St. Sedan die Fabriten geschlossen haben und der erste Theil der Resolution Martin somit den Arbeitern ein unfreiwilliger Feiertag aufgedrungen ( Billigung des Verhaltens der Straßburger Genossen bei der wurde, werden diejenigen Fabriken, die bisher unterlassen haben, Parteigeuoffen des Kreises Niederbarnim! Sonntag, legten Bezirkstags- Wahl) mit allen gegen 8 Stimmen an Stellung dagegen zu nehmen, aufgefordert, den Unterzeichneten den 8. September, vormittags 11 Uhr, tritt im Lokale des Herrn genommen, hingegen der zweite Theil mit allen gegen so schnell wie möglich in Kenntniß zu sehen, da in dieser Sache Spigig in Friedrichsberg, Frankfurter Allee 193, die 5 Stimmen agelehnt. Hierauf erfolgte die Annahme Montag Abend im Zentrum der Stadt eine öffentliche Ber Kreis Versammlung zusammen. Die Parteigenossen der Resolution Bebel mit allen gegen 8 Stimmen. Mit sammlung stattfindet. haben die Pflicht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Ver- großer Mehrheit wurde noch beschlossen, daß die Partei sich auch J. Fischer, Vertrauensmann, Mustauerfir. 33, Querges. I. trauensmann. an den Kreistags- Wahlen betheilige. Der tünftige Achtung, Filzschuh- Arbeiter! In der General- VersammAuf der Parteikonferenz für den Reichstage Wahlkreis Landesvorstand erhielt den Auftrag, ein gemeinsames Kommunal lung der Filzschuh- Arbeiter am 10. August cr. bei Buski ist die West priegnig, die am 1. September in Wittenberge Wahlprogramm für Elsaß- Lothringen auszuarbeiten. Abends Auflösung des Vereins beschlossen worden, nachdem sich sämmtabgehalten wurde, waren die Orte Wittenberge, Perleberg, referirte Genosse Bebel über das Agrarprogramm. Er rechtliche Mitglieder zum Beitritt zum Verein der deutschen SchuhWilsnack, Havelberg, Strehlen, Targardt, Rühstädt und Weisen Forderung der Verstaatlichung des Hypothekenwesens, welche gewählt, die die geschäftlichen Angelegenheiten des Vereins zu fertigte in längeren, ungemein fesselnden Ausführungen die macher" bereit erklärt haben. Es wurde eine Kommission durch zusammen 21 Delegirte vertreten. Die Agitations= Tommission der Proving Brandenburg war durch die aus nicht konservativ, wie vielfach behauptet worden, sondern in regeln hat. Es werden daher alle, die noch Forderungen an den Berlin vertreten, die Brandenburger Zeitung" durch ihren Folgen eminent revolutionär fei. Emmel- Saargemünd Berein haben, aufgefordert, diese bei der unterzeichneten KomDaß gegenüber der vorjährigen Konferenz zwei referirte über die Organisation, Walter Mülhausen über die mission einzureichen, ebenso sind die Reste von Marken, Billets Orte weniger vertreten waren, beruht auf äußerlichen Gründen Agitation. Ein Antrag Böhle's, Elsaß Lothringen in und Geldern bis spätestens Dienstag an den Kollegen E. Reinfeldt, und ist daher nicht als ein Rückgang der Bewegung aufzufassen. Drei Agitationsbezirke mit je Agitationsfomitee Swinemünderstraße 6, 8 Tr., abzuliefern. Die Abrechnung erfolgt Ueber Mangel an Referenten wurde vielfach geklagt; besonders an der Spitze zu theilen, wurde angenommen, ebenso ein durch den Vorwärts" und in der Versammlung der SchuhIedauerte man, daß immer noch fein Reichstags- Abgordneter die Antrag Emmel, wonach der Landesvorstand sich bei wichtigen macher. Alle Fehlenden werden bekannt gegeben. Die Koms ftpriegnig besucht habe. Der Kreis- Vertrauensmann hatte Anlässen durch Genossen von auswärts zu verstärken habe. Als mission. J. A.: Carl Lange, Gr. Frankfurterstr. 73. 458,99 M. Einnahme und 315,30 M. Ausgabe. Mit Agitations: Vorort der Partei( Siz des Landesvorstands) wurde aufs neue Achtung, Metallschleifer! In der Werkstatt des Schleiferschriften ist der ganze Kreis zweimal und einmal theilweise beülhausen bestimmt. Den Elsäffer Gerossen wird em legt worden. Außerdem wurde für die Wahl im Stendaler pfohlen, auf dem Parteitage in Breslau sich nur durch einen meisters Roth, Alexandrinenstr. 97, werden Arbeiten für die Kreise Hilfe geleistet. Die Beschlüsse der Konferenz sind folgende. Delegirten vertreten zu lassen; dazu wird ihnen Böhle. Firma Dewitt u. Herz hergestellt. Die Kollegen werden Gegen die Berliner Referentenkommission wird Beschwerde er Straßburg in Vorschlag gebracht. Schließlich sprach die Kon- hierauf aufmerksam gemacht." hoben, weil die Wünsche des Kreises nicht so Berücksichtigung ferens durch einstimmigen Beschluß den im Effener Meineids- Sattler. Der Streit in der Militäreffekten Fabrik von gefunden hätten, als dies im Intereffe des Kreises prozeß Verurtheilten ihre volle Sympathie aus. der Partei wohl nothwendig gewesen wäre. Agrarprogramm. In der letzten Versammlung, die der Tie Provinzialfonferenz soll dahin wirken, daß für recht Sozialdemokratische Volksverein in Solingen wegen des geitige Zuweifung von Referenten auf Verlangen der einzelnen Agrarprogramms abhielt, lagen drei Resolutionen vor, die von Orte mehr Sorge getragen wird. Ueber das Agrar- den Genossen Franzen, Schumacher und Graßmann programm wurde folgende Resolution gefaßt:" Die Kreis gestellt waren. Sie lauten: tenferenz der Westpriegnig spricht sich entschieden gegen den Entwurf der Agrarkommission im ganzen und in seinen Einzelbeiten aus. Nach der Auffassung der Konferenz widerspricht der Entwurf in feinen Grundlagen wie in seinen Konsequenzen dem sozialrevolutionären Charakter der Partei. Zudem würde seine Durchführung unter allen Umständen seinem Zweck, die Bauern schaft zur revolutionären Partei zu machen, nicht entsprechen, sondern vielmehr geeignet sein, die heute bestehende Gesellschaftsordnung durch künstliche Konfervirung des Bauernstandes noch auf unabsehbare Zeiten hinaus aufrecht zu erhalten, und damit den natürlichen ofonomischen und politischen Entwicklungsprozeß zu hemmen. Sie hält die bestehenden Forderungen des Erfurter Programms für ausreichend, um die sozialdemokratische Agitation auf das platte Land zu tragen. Der in Breslau statthabende Parteitag möge diefen Entwurf an die Agrarfommission zurückverweiser und diese beauftragen, die Agrarverhältnisse eingehend zu prüfer und das gesammelte Material in einer Broschüre niederzulegen bezw. dasselbe zu einer Agitationsschrift zu verwerthen. Die Delegirten zur Parteifonferenz der Provinz Brander burg haber auf dieser für den obigen Antrag einzutreten." Der§ 7 des Organisationsstatuts erhielt folgende Fassung: Die Be schichung der Provinzial- Konferenz, des allgemeinen Partei tages Sidow. " " und der internationalen Kongreffe ist Angelegenheit der Kreiskonferenz. Ebenso hat die Ausstellung des Reichstags- Kandidaten durch die Kreiskonferenz zu erfolgen." § 8 lautet jetzt so: 3ur Kreisfonferenz fann jeder Ort nach Maßgabe seiner Mittel bis zu drei Delegirte entfenden. Wo ein Ort nicht in der Lage ist, aus eigenen Mitteln die Delegation zu bestreiten, übernimmt die Kreistasse die Kosten für einen Delegirten." Beschlossen wurde ferner, daß für Parteizwecke be außergewöhnlichen Gelegenheiten neben den Bons auch Sammel listen ausgegeben werden dürfen, daß die Brandenburger 8tg." Parteiorgan des Kreises bleibt und daß die Genossen die Pflicht haben, nach Kräften für die Ausbreitung des Blattes zu forgen, ferner daß ein Delegirter des 6. Berliner Wahlkreises den Kreis Wesipriegnitz auf dem Breslauer Parteitage vertreten foll. Bun Kreis Vertrauensmann wurde Frischbier Wittenberge wiedergewählt, zum Stellvertreter Behrend Wittenberge, zu Revi foren Grand, Meier, 3iegenbein Wittenberge. Mi einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und unter dem Gesang der Marseillaise wurde die Konferenz geschlossen. einem 1. Die Versammlung erklärt den Programmentwurf der Agrarfommission für durchaus un annehmbar. Die Versamm lung ist der Ansicht, daß die einzelnen neuen Forderungen, besonders aber die Einleitung, dem sozial- kommunistischen Prinzip nicht entsprechen, und spricht im Einverständniß mit der großen Mehrzahl der Parteigen offen im ganzen Lande die Erwartung aus, daß der Parteitag zu Breslau dem Entwurf seine Zustimmung versagen wird, " Loh( Berlin) dauert unverändert fort. Zu den 28 Streifenden, die von Anfang an die Arbeit eingestellt hatten, sind noch fünf Heimarbeiter zugekommen. Zur Zeit sind 18 Verheirathete mit 15 Kindern und 15 Unverheirathete am Streit betheiligt. Die Heimarbeiter haben sich, sobald ste über den Streit unterrichtet wurden, angeschlossen. Der Zuzug von Sattlern nach Berlin ist fernzuhalten, da möglicherweise noch andere MilitäreffektenFabriken in die Bewegung hineingezogen werden. abrit von Ernst Sarfert Nach f. in Bodwa bei Die Seher und Drucker der Papier waaren= Zwickau haben wegen Tarifftreitigkeiten gekündigt. Die ausständigen Klempner Mülhausens i. E. haben ihre Forderungen bewilligt erhalten. " 2. Die Versammlung erfennt die Nothwendigkeit be: stimmter Agrarforderungen, namentlich des Land- über den schon früher vom Vorwärts" erwähnten Streit noch Aus Bialystok in Rußland wird der Vossischen Zeitung" arbeiterschutzes, an; sie wünscht jedoch, daß die endgiltige Be- geschrieben: Die Regierung des Baren hat es vor etwa drei schlußfassung über den Entwurf der Agrarkommission unter Monaten für nothwendig erachtet, die sämmtlichen geschrieben: Die Regierung des Zaren hat es vor etwa drei Herbeischaffung weiteren Materials über die einschlägigen Fragen Arbeiter der Fabriken mit Büchern zu versehen, erst auf dem nächstjährigen Kongresse stattfindet. die neben einem Auszuge des allgemeinen Strafgefezes 3. Die Versammlung erklärt den Entwurf der Agrar auch die hauptsächlichsten Bestimmungen der Fabrit programm Kommission in vorliegender Jaffung für unangefeggebung enthalten. Aus diesem kleinen Buche sind für nehmbar, hält es jedoch für nothwendig, daß der diesjährige ben einzelnen nicht blos seine Pflichten gegen Staatsobrigkeit und Parteitag die Kommission beauftragt, umfassenderes Material zu Fabritherrn, sondern auch seine persönlichen Rechte ersichtlich. sammeln und einen neuen Entwurf auszuarbeiten. A M Am Schluß des Buches hat auch noch ein Formular für LohnDie zweite, von Schumacher gestellte Resolution wurde zu zahlungen und ein solches für die Höhe der bei gewissen Uebergunsten der dritten zurückgezogen. Die Abstimmung ergab für tretungen vom Lohn in Abzug zu bringenden Geldstrafen beide Refolutionen Stimmengleichheit. Beide sind also ab Platz gefunden. Die ganze Einrichtung hat den Zweck der Begelehnt und es ist nun der Kreisversammlung überlassen, sich lehrung oder, wie es hier zu Lande heißt, der Aufklärung über über die Vorschläge der Agrarkommission schlüssig zu machen. Rechte und Pflichten, über Leistungen und Gegenleistungen in Reichstags Kandidaturen. Für den westfälischen. Streis dem mit dem Fabrikbefizer bestehenden Vertragsverhältniß. Schon erford Halle, bis jetzt vom Freiherrn v. Hammerstein im Laufe der Sommermonate hatte es Schwierigkeiten, die vertreten, wurde am Sonntag auf der Kreiskonferenz in Herford Arbeiter zur Empfangnahme diefes Buches gegen Quittungs der Redakteur Hoffmann aus Bielefeld aufgestellt; für den leistung zu bewegen. Jetzt hat sich die Unzufriedenheit mit reis Naumburg Weißenfels 3eih am gleichen Tage dieser Neueinrichtung bis zu der finnlosen Annahme, es handle von der Kreiskonferenz in Zeiz Redakteur Thiele aus Halle. fich um Wiedereinführung der Leibeigenschaft, gesteigert. Die Gegenvorstellungen der Behörden in Gemeinschaft Delegirtenwahlen zum Breslauer Parteitag. Dresden mit den Fabrikherren find erfolglos geblieben, und vor Neustadt: Breslauer und Postelt. Weißenfels Beiß: Leopold aus Beit. Stettin: Knappe. Streifes eine Arbeitseinstellung in Szene gefeßt worden, Wahlkreis Naumburg ungefähr zehn Tagen ist bei sämmtlichen Fabriken unseres treblen in Schlesien bei einem und demselben Unternehmer diese dadurch ihre Unzufriedenheit gegen ihre Brotherren zu er 13 Jahre lang ist der Parteigenoffe Schwarzer in die mindestens zehntausend Arbeiter umfaßt. Nicht etwa, daß befchäftigt gewefen. Kürzlich berief er in Schreibendorf eine kennen geben wollen, nein, fie lehnen sich einfach gegen die Versammlung ein, dafür setzte ihn der Unternehmer auf die Straße. So fördert das" Patriotenthum" den sozialen Frieden". In den Gemeinderath des hessischen Dorfe Spa ch brücken wurde ein Sozialdemokrat gewählt. Einrichtungen des Staates auf. Um diesen mit Gewalt Geltung zu verschaffen, andererseits aber auch den Stilstand der Fabriken möglichst einzuschränken, hat das Militär eingegriffen. Bei uns und in der Umgebung schwärmen die Kosakensotnien; trop ihrer wuchtigen Handhaben aber ist bis heute Nach der amtlichen ,, Darmstädter Zeitnug" sollen die von ihnen nichts besonderes erreicht worden. Im allgemeinen find unsere Fabrikherren nicht sehr beunruhigt über diese 3igarrenfabrikanten in Klein Krozenburg zu fozialen Mirren und leben ber bestimmten Zuversicht, daß der Drohung, jeder Arbeiter werde entlassen, der sozial in wenigen Tagen, ob mit Gewalt oder in Güte, der Ausstand demokratische Blätter lese oder in Wirthschaften verkehre, wo beendet sein wird. In fiebzehn Gouvernements' des Reiches ist diese ausliegen, aus dem Grunde gekommen sein, weil die Ge die Neu- Einrichtung anstandslos durchgeführt worden. Das dächtnißfeiern des deutsch- französischen Krieges in der sozial- Gouvernement Grodno und insbesondere darin der Kreis Bialystok die Neu- Einrichtung anstandslos durchgeführt worden. Das demokratischen Preffe angegriffen worden wären. Das ist aber unzutreffend. Die Maßregel hat darin ihre Ursache, daß das mit seinen nahe an zweihundert Fabriken ist der erste Bezirt, wo die neue Einrichtung auf Schwierigkeiten stößt. Offenbacher Abendblatt" in einem Nachruf über einen verDie Bücher, um die es sich handelt, sind nach unseren torbenen Zigarrenfabrikanten den Terrorismus schilderte, den Informationen einfach Arbeits bit cher, und die Arbeiter dieser Mann gegen seine Arbeiter ausgeübt hat. Lediglich Arbeitsbücher, dies hat den Theilhaber und Verwandten des Verstorbenen haben daher ganz recht, sich gegen die Einführung dieser Bücher veranlaßt, in der geschilderten Weise in das Privatleben seiner zu wehren. Arbeiter einzugreifen, wozu das Unternehmerthum in keinem Falle ein Recht hat, und wenn alle Amtsblätter der Welt das Gegentheil noch so emphatisch behaupten. Natürlich hat der Herr Dann auch Nachahmer gefunden. # 1 Die sozialdemokratische Partei Elsaß- Lothringens hot am Sonntag in Mülhausen im Ober- Elsaß ihre diesjährige 2andestonferenz abgehalten. Die Versammlung war nich öffentlich, eine sogenannte réunion privée, wie sie selbst burd die im deutschen Reichsland bestehende napoleonische Bersamm lungs- Gesetzgebung nicht ins Belieben der Polizei gestellt ist. waren sämmtliche Orte mit namhafter Parteibewegung ver treten, aus dem angeführten Grunde jedoch mußte die Zahl der Konferenzbesucher eine beschränkte bleiben. Erschienen waren 42 Theilnehmer, darunter der Reichstags- Abgeordnete von Straßburg, Genosse Bebel, und der Redaktem des„ Volksfreund", Genoffe Bielowsti aus Offenburg. De Vorsitz führte Emmel aus Saargemünd, Beisiger war Walter aus Mülhausen und Schriftführer Martin aus Mülhausen. Den Bericht des Landesvorstandes erstattete Doppler aus Mülhausen, über die Kassenverhältnisse und die Breffe referirte Martin. Gegenüber dem vielfach geäußerten Wunsche, den Offenburger Boltsfreund" täglich erscheiner au laffen, erklärte Redakteur Bielowsti im Namen des Verlegers Geck: es sei in absehbarer Zeit nicht an ein tägliches Blatt zu denken. Bebel äußerte: wenn gegen feine Partei, so werde die Dittatur in Elsaß- Lothringen doch sicher gegen uns festgehalten, man müsse daher mit Gründungen vorfichtig sein. Außerdem habe die Erfahrung gezeigt, daß Tageblätter in der Provinz ohne bedeutende Zuschüsse nicht zu halten seien. Bu lebhaften Auseinandersetzungen führte der Punkt der Wegen angeblicher Beleidigung des preußischen StaatsTagesordnung: Die Wahlen in Elsaß- Lothringen und die minifteriums und der deutschen Reichsregierung ftand in " Der fozialdemokratische Verein Vorwärts in Pforz heim erklärt im Offenburger Boltsfreund", daß er gegen die kandidatur des Parteigenossen Stroh nichts mehr unternehmen werde. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Gingelaufene Druckschriften. er sofaldemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutsa, lands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Die Inhalt der Nr. 36: Wochenschau. Einige neue Vorschläge zu Agrarprogramm.- Die finanzielle Lage der englischen Gewerkschaften. Herr v. Rottenburg und die Zünftler. Zum Effener Meineidsprozeß. Ueber die Bewegung für das Stimmrecht der Frauen in England. rumänische Sozialdemokratie und die jüdischen Arbeiter.- Parteinachrichten. Wie man uns behandelt... Todtenliste. Versammlungsstimmen zum Agrarprogramm. Lohnbewegung und Streits in der Schwetz seit 1860. Gewerkschaftliches. Literarisches. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Verlag) ist soeben das 40. Heft des 13. Jahrganges erichtenen. Aus dem Jubalt heben wir hervor: Der Effener Meineideprozeß. Ueber Ludwig Anzengruber.( Schluß.) - Großlandwirthschaft oder Kleinlandwirthschaft. Von Eduard Adler. Auch ein Jubiläum. Josef Dieggen. Ein Abriß feines Lebens von Eugen Dießgen. Literarische Rundschau. Notizen: Zur Geschichte der Petroleum- Industrie. Feuilleton: Germinie Lacerteur. Bon Edmond und Jules de Goncourt. Einzige autorisirte Uebersetzung von Emma Adler.( Fortsegung.) Von der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stutt gart, J. H. W. Die z' Verlag) ist uns soeben die Nr. 18 des 5. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Reffelreviston, nebenbei auch Fabritinspektion. Friedrich Engels.( Fortfegung.) Die liebe Polize im Kampfe gegen die proletarischen Frauen. Die Agitation für die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterinnen. Zur Lage der Geraer Tertilarbeiterinnen. Feuilleton: Der Hafen. Bon Guy de Maupassant. Deutsch von Marie Kunert. ArbeiterinnenBewegung. Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1895 unter Nr. 2756) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Die Soziale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitik". Nr. 49 enthält u. a. Aimenpflege und Arbeiterversicherung. I. Die Enquete des Vereins für Armenpflege. Bon Dr. P. Alberti. II. Die badische Statistik. Bon Dr. K. Faber. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Beseitigung ber tommur alen Doppelbesteuerung in Preußen.- Sparkassen- Bestrebungen der Städtischen Sozialkommission in Krefeld. Fremdartige Zumuthungen an die Gemeinden. Die deutschen Gewerkschafts- Organisationen im Jahre 1894. Von E. Legien, M. d. R. Verband der englischen FrauenGewerkvereine.. Streits in Desterreich. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 6. September. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Schauspielhaus. Das Käthchen Carmen. Die Submissionsfrage auf dem 1 Briefkasten der Expedition. Für die Familien der im Essener Meineidsprozek Verurtheilten gingen bei urs ferner ein: fächsischen Jnnungstage. Sicherung der Bauhandwerker im Deutschen| Naturarzt- Kalender, 1896. Berlin, W. Möller. Reich. Arbeitslosen- Versicherung in Bern.- Mitwirkung der Vormund- La superstition sosialiste. Par le baron R. Garofalo. Tradot fchaftsgerichte bei Beitrags- Erstattungen an Waisen. Statistik der de l'italien par Auguste Dietrich. Paris, Félix Alcan( 108 Boulevard Saint Krankenversicherung in Sachsen. Belehrung über die Berufungsfrist in Germain 108). Armenfachen.. Weibliche Armenpfleger in Kolmar. Auskunftsstelle für Wohlthätigkeit in Görlig. Benutzung der Boltsbibliothek in Kiel. Von der Wiener Wochenschrift Die Beit" ist soeben das 48. Heft erschienen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Der Bezirks- Bürgerhaupt mann. Bon K. Kriegsgericht und Universität. Von Dr. Julius Ofner. Die materialistische Geschichtskonstruktion und das Christenthum. Von Karl Jentsch. Die Aenderungen unserer Wirthschaftsverfassung im 19. Jahrhundert. Von Prof. Dr. Eugen v Philippovich. Technik und Kultur. Bon Leo Silberstein. Ueber Doppelempfinden. Von Karl Rosner. J. S. Machar. Von F. V. Krejci. Premièren. Von Caph. Die Woche. Bücher. Revue der Revuen. Der Mondreigen von Schlaraffis. Von Ricarda Huch. ,, Neue Revue. Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben„ Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 36( VI. Jahrg.) vom 4. September 1895 folgende Auffäße: M. Citoyen: Moralunterricht; R. Bleibtreu: Zum Jubiläum von 1870( Sedan); P. Pault: Die neudeutsche Sprachbewegung; J. K. Ingram: Die Beseitigung des folonialen Stlavenhandels; Ch. Khrogh: Aufgepaßt! Theater und Literatur; Miniaturbilder aus der Zeit. Ein Paradies. Nach dem Holländischen des Rienzi. Berlin, B. Heymann. 16 S., 10 Pf. Der Gottesbegriff. Aus dem Holländischen des D. Nieuwenhuis. Bielefeld, G. Glomte. 80 G., 40 Pf. lenfchenopfer unerhört," Bedenten gegen den Religionsunterricht. Bon K. Faust. Leipzig, Schupp. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Zum 3. Male: Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftNäheres die Anschlagzettel. lichen Theater. Carl Voß 1,50. Fr. 1,-. 2. 1,-. Von den Arbeitern der Salomon'schen Lederfabrik, Treptow 21,55. Ein Zeitungshändler 1,-. Von Angestellten der Normalzeit 4,50. Gesammelt bei der Lassallefeier in Apolda 9,55. Dr.-r, Charlottenburg 5,-. Klub Margareth", Straßburg i. Elsaß 5,-. Lese- und Diskutir. flub Aufklärung 6,-. 2 Spandauer Frauen 1,-. Durch Max Becher, Alte Jakobstr. 20 3,75. Athletenkub Florenz, durch die Frauen rund gemacht 10,-. Summa 70,85 m. Bereits quittirt 4053,82 M.; in Summa 4124,67 M. In Nr. 206 der Zeitung soll es statt Schränkefabrik Sudifatis u. Krohn, Schraubenfabrit heißen. Ferner ist anstatt Personal der Buchbinder Berner, W. Bruer Nachf. zu lesen. P. M. Im achten Jahre. Danksagung. Für die rege Theilnahme und KranzAchtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. penden bei der Beerdigung meines wöchentl. I M., wird abgeholt. Zahnlieben Mannes, des Gelbgießers Karl ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten unaDahms, sage ich Verwandten und sonst Guckel, Laufizer Plaz 2. Elsaffer= Freunden, besonders der Firma Julius Straße 12. Pietsch, den Meistern, Kollegen und Sängern, sowie dem Ortsverein der Klempner und Metallarbeiter V, meinen besten Dank. Die trauernde Wittwe Auguste Dahms geb. Wolter. Brennholz billig zu verk. Riftenfabrik 2257b Lindenstr. 26. Restaurations- Verkauf 22596 event. Vermiethung. 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Sonntag: Kabale und Liebe. Friedrich Wilhelmstädt. Theater 25/26. Chauffeestr. 25/26. Jeden Abend 71/2 Uhr: Gastspiel der Schauspielgesellschaft „ Die Liliputaner 72 Uhr. Morgen: Zum 4. Male:„, Eine tolle Nacht" Passiren denn noch Wunder! Ja! Kommt und seid überzeugt! Ein dunkles Geheimniß ist der Singhalese Rannin jeden Abend 9/2 Uhr präzise in Kaufmann's Variété Königstrasse, Kolonnaden. Ferner 24 Novitäten- Nummern Mlle. Arniotis kommt!!! Eden- Konzert Friedrichstr. 165. ! Salambo? Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Täglich außer Sonnabends Victoria- Brauerei Lühowfr. 111-112, nahe Potsdamer Brücke. Im wundervollen Konzert Garten resp. Saal. Anfang und Tapezirer. Filiale Norden. Am 7. September, abends 812 Uhr, bei Meyer, Müllerstr. 7: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Diskussion über ArbeitslosenUnterstüßung. 2. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen bittet 156/15 Die Ortsverwaltung. Louis Keller's Riefen- Feßfäle, Koppenstr. 29. 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Winkler.E tage) à 40 Pf. und Familien- Billets à 1 M.( für 3 Personen giltig). ( Siehe Plakate). Großartiges Programm! Jeden Donnerstag und Sonntag nach der Soiree: Tanzkränzchen. Circus Jansly- Leo. Friedrich Karl- Ufer. und Spezialitäten- Vorstellung. Unter gütiger Mitwirkung der Gesang vereine Vorwärts III zu Friedrichs felde, Frohsinn II und Frischauf I zu Friedrichsberg und Zukunft in NiederSchönhausen, Drchesterverein Harfe 11 und Kraftklub Union in Stralau. Vierfacher Ringkampf. 267/1 Nach dem Konzert: Ball. Große Gratis- Lotterie. sind ( auer Allee 195, Ecfe Danzigerstraße 66, aus 2-4 3Zimmern mit Bad, Mädchengelaß best. 3., 1. Oft& verm. Vorder- u. Hintergart., s.Haltest. zweier Pferdebahn. Arbeitsmarkt. Achtung! THE Lassallefeier Schönholz Parquetbodenleger! 222/12 Die Gewinne auf Nr. 21 und 85 find Die Kollegen der Firma Rosenbei Malinowsky, Reinickendorf feld& Cie. haben wegen LohnWilkestr. 30, abzuholen. differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. 76/ 17* Die Werkstatt- Kontrollkommission d. Deutschen Holzarbeiter Verbandss. Erkläre hiermit, daß der Kollege Freitag, 6. September, abends 8 Uhr: Baudach seinen Verpflichtungen dem Holzarbeiter- Verband gegenüber nach gekommen ist.[ 2256] B. Lohse. Erste grosse Komiker- Vorstellung unter dem Motto: Wer lachen will, muss heute kommen. Möbel- Kaufgelegenheit. Bum Umzug paffendste Gelegenheit für Braut Teute, Hotels u. Wiedervertäufer. In metnem größten Möbelspeicher, Neue Königstr. 59. vorn I., Buss' Ballsäle, follen fofort ca. 150 Wohnungs Große Frankfurterstraße 85. Gänzlich und elegant renovirt. Sonntag: Großer Ball. Entree frei. Empfehle meine Säle Montags und Mittwochs zu Versammlungen; auch sind noch einige Sonnabende zu vergeben. 2231b Passage- Panopticum. Englischer Garten Tunesische Truppe: Alexanderstr. 27c. Säle zu Festlichkeiten mit Theater bühne u. zu Bersammlung. unentgeltlich. 2970L* Hoffmann& Sohn. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 208. August " " Interm neuesten Kurs. 1. Münster. Acht Genossen wegen Vergehens gegen das Vereinsgefeß, zu Geldstrafen von 15-85 M. Gefammtsumme 280 M. Solingen. Von der Anklage, einen Unteroffizier beleidigt zu haben, Genosse Wilde freigesprochen. Antrag 200 M. Geldstrafe. Stettin. Die Genoffin Frau Naß und Frau Pangram von der Anklage der Uebertretung der§§ 43 und 149 der Gewerbe- Ordnung freigesprochen. Janer. In der Berufungsinstanz Genosse Lehms wegen Beleidigung eines Amtsvorstehers 30. M. Geldstrafe. Erstinstanzliches Urtheil 8 Tage Gefängniß. 3. Frankfurt a. M. Wegen Beleidigung des Ortsvorstehers Brode in Reußen, Genosse Sch midi 300 M. Geldstrafe. Altona. Sechs Monate Gefängniß der Pantoffelmacher Bauer aus Pinneberg wegen Majestätsbeleidigung. Antrag: 1/2 Jahre Gefängniß. P " Lägerdorf. Der Vorsitzende des Wahlvereins wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz 6 M. Geldstrafe. 5. Goslar. Genosse Roßtamp wegen groben Unfugs, Boykottaufforderung, 5 M. Geldstrafe. 5. Erfurt. Wegen Beleidigung eines Oberlehrers Genosse Suth 100 M. Geldstrafe. 6. Wiesbaden. Zwei Monate Gefängniß Genosse Reibel wegen Majestätsbeleidigung. 7. Konstanz. Die Genossen Krohn, Dittrich, Schulze und Hauri je 10 M. Geldstrafe wegen Vergehens gegen das badische Einführungsgesetz zum Reichspreßgeset. „ Leipzig. Sieben Maurer wegen Hausfriedensbruchs, begangen bei dem Ausstand, je 10 Tage Gefängniß. " Fürth. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz zehn Vorstandsmitglieder des Frauen- und Mädchenvereins je 10 Mark und 45 Mitglieder je 3 Mark Geldstrafe. 8. Dresden. Wegen Beleidigung von Arbeitskollegen an. läßlich einer Arbeitsniederlegung die Genossen Rostig und Feuerberg je 5 Wochen und Genosse Hoff mann 1 Woche Gefängniß. " Berlin. In der Revisionsinstanz die Genossen Topf und Roland von der Anklage der Verrufserklärung freigesprochen. 10. Berlin. Genosse Knoll wegen Beleidigung eines Steinsegmeisters und eines Garnisonbeamten, beide in Erfurt, 200 M. Geldstrafe. " Freitag, den 6. September 1895. 12. Jahrg. 20. Luckenwalde. Genosse Hellsinger 5 Mandate auf verhält sich die Volkspartei zu der gewaltsamen Germanisirung je 15 M. lautend wegen Annoncirens der Einladung zu Elfaß- Lothringens und Polens? Wie verhält sie sich dazu, daß einem verbotenen Volksfest. Wegen des gleichen Vergehens die deutsche Sprache der anderssprechenden Bevölkerung„ in dem Buchdruckereibefizer Kobisch 15 Mark. Kirchenwesen, dem Unterricht, der inneren Verwaltung und der Soden im Taunus. Wegen groben Unfugs Genoffe Rechtspflege" aufgezwungen wird? Und warum vermieden Petermann, 1 Woche Haft. es die sonst sehr gesprächigen Verfasser des volts= parteilichen Programm Entivurfs, in diesem darüber auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen? Warum lassen sie diese Forderung der Grundrechte" unter den Tisch fallen? " 21. Breslau. Von der Anklage, einen Maurermeister beleidigt zu haben, Genosse Kosmeier freigesprochen. 22. Hanan. Genosse Hoch von Hanau, und Genosse Schmidt Frankfurt, von der Anklage, in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Bevölkerungsflaffen zu Gewaltthätigkeiten angereizt zu haben, frei gesprochen. Antrag: 4 bez. 1 Woche Gefängniß. 22. Königsberg i. Pr. Drei Wochen Gefängniß, Genosse Lorenz, wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. Leipzig. Wegen Richterbeleidigung Genosse Wiesenthal, 3 Wochen Gefängniß. " 23. Dresden. 30 Mart Geldstrafe Genoffe Rothe in Plauen wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. Meißen. Genosse Thiepold wegen Beleidigung eines Kaufmanns 2 Wochen Gefängniß. " 26. Neu- Ruppin. 9 Monate Gefängniß Genosse Kniestedt in Acken wegen Aufreizung verschiedener Bevölkerungsflaffen zu Gewaltthätigkeiten gegeneinander. 27. Halle. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten Genoffe Schneckenburger 6 Monate Gefängniß. Leipzig. Wegen Beleidigung eines Arbeitskollegen und Verstoßes gegen§ 153 der Gewerbe Ordnung Genosse Kunigam 6 Tage Gefängniß. " 4 28. Duisburg. Genosse Kohus aus Essen, wegen Majestäts: beleidigung 3 Monate Gefängniß. 29. Nürnberg. Drei Monate und 3 Tage Gefängniß ein Genoffe wegen Verstoßes gegen§ 158 der GewerbeOrdnung. Insgesammt wurde erkannt auf 1476 M. Geld, 18 Jahre 6 Monate Zuchthaus und 4 Jahre 5 Monate 3 Wochen und 2 Tage Gefängnißstrafe. Der Parteivorstand. " = Der wirthschaftliche Theil des Entwurfes zeigt unter anderem eine Verschärfung der Forderungen zur Arbeiterschutz Gesetzgebung. Das meiste ist hier der sozialdemokratischen Agitation entnommen, ohne freilich daß die Voltspartei mit uns Schritt halten könnte. Wir lassen sie weit zurück, aber sie trippelt nach, so gut sie tann. " Worin aber die deutsche Boltspartei sich nicht direkt an die deutsche Sozialdemokratie anlehnt, das ist auch danach! So die Forderung der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit", die blos eine Umschreibung des " Recht auf Arbeit" ist. Da ist zunächst interessant zu erfahren, was sich die Volkspartei unter diesem pompösen Namen denkt? Wie denkt sie sich z. B. die Ausführung dieser Reform? Sollen auch die frisch vom Lande zukommenden Arbeitskräfte versichert werden? Wer soll die Kosten tragen? Worin soll die Ver sicherung bestehen? Vor allem muß man zu diesen Fragen Stellung nehmen, wenn man mit einer solchen Forderung auf tritt. Wie gedenkt nun die Volkspartei damit fertig zu werden? Vielleicht geben uns die Gelehrten und Politiker der, Frant. furter Zeitung", die für den Entwurf so warm eingetreten ist, darüber Aufschluß? Uebrigens will die Vollspartei nur die unverschuldete" Arbeitslosigkeit versichern. Wie gedenkt sie nun, die Scheidelinie zu ziehen zwischen verschuldeter" und unverschuldeter" Arbeitslosigkeit? Auch das ist keine müssige Frage, denn von ihrer Beantwortung hängt der Werth der ganzen Maßregel ab. Wir appelliren wieder an die allwissende Frankfurter Zeitung", die uns natürlich auch darin wird Bescheid geben können!. Oder? Uns will es scheinen, daß es sich für die Voltspartei dabei blos um eine Art kommunaler Armen unterstübung handelt. Dann sei man doch ehrlich und sage es! Wir übergehen noch vieles andere, um denjenigen Punkt berauszugreifen, der in diesem Moment für uns das meiste Was ist die Volksparkei? Aus Südwest- Deutschland wird uns geschrieben: Die Programme der Deutschen Voltspartei Interesse hat das Verhalten der Volkspartei zum Bauern denn das Programm wurde mehrmals geändert gingen thu m. ftets sehr ins einzelne. So auch ihr neuer Programmentwurf. Die Volksparteiler lieben es, zu behaupten, die SozialKein Wunder, wenn man die Rolle bedenkt, die in dieser Partei demokratie habe ihre großartigen Erfolge ihrem praktischen 13. Riel. Ein Genosse wegen unerlaubten Kollektirens 5 M. Juristen spielen. Diese Juristerei bringt es mit sich, daß hier Programm zuzuschreiben und nicht ihrer sozialrevolutionären Geldstrafe. viel paragraphirt, registrirt, numerirt wird. Stellungnahme. Dann bleibt freilich unerklärlich, warum die Berlin. Wegen Aufreizung, Verächtlichmachung staat- Diesmal sind im politischen Theil des Programms die Volkspartei selbst, die an den gegenwärtigen Staat ungefähr die licher und kirchlicher Einrichtungen 2c. Genosse Steding meisten Erweiterungen dadurch entstanden, daß die Grund- gleichen politischen und sozialpolitischen Forderungen stellt, wie 9 Monate Gefängniß. Genosse B aate von der gleichen rechte" von 1849, deren Ausnahme in die Reichsverfassung die Sozialdemokratie, nicht auch einen ähnlichen Erfolg aufzus Anklage freigesprochen. das alte Programm fordert, nunmehr in den Text verarbeitet weisen hat. Deshalb auch der stete Konkurrenzneid der Bolts" Magdeburg. Ein Tag Gefängnik, Genosse Bauwurden. Es ist also soweit nichts neues. Es ist aber nicht partei gegen die Sozialdemokratie.. müller, wegen Verstoßes gegen§ 158 der Gewerbe- alles aus den„ Grundrechten" in den Programmentwurf auf- Aber nun bietet sich einmal der Volkspartei die Gelegen. Ordnung. heit, zu zeigen, welche praktischen Vorzüge ihre sozial15. Kaffel. Genoffe John, wegen Beleidigung eines Bürger- genommen worden. Gins fehlt, das nicht ohne Interesse ist. Artikel 13 der Grundrechte" lautete:" Den nicht deutsch- reformerische Stellungnahme hat. Beim Bauernthum stehen ihr meisters 14 Tage, und wegen Beleidigung militärischer redenden Volksstämmen Deutschlands ist ihre volksthümliche Entweder sozialdemokratische Organisation, noch sozialdemokratische Borgesetzten, 3 Wochen Gefängniß. wickelung gewährleistet, namentlich die Gleich Disziplin im Wege. Der Bauer Ilmenau. Wegen unerlaubten Kollektirens, ein Genosse berechtigung ihrer Sprachen, soweit deren aus der sozialrevolutionären Theorie am wenigsten zugeneigt. ist auch von Haus # 10 M. Geldstrafe. Gebiete reichen, in dem Kirchenwesen, dem Also nichts steht hier der Volkspartei im Wege, damit sie uns 16. Landshut. Von der Anklage, groben Unfug verübt zu unterricht, der inneren Verwaltung und der einmal beweise, was sie tann und was sie werth ist! haben, fünf Genossen freigesprochen. Rechtspflege." So erklärt denn auch die Frankfurter Zeitung", daß die 17. Harburg. Genosse Kaufmann wegen öffentlicher BeVolkspartei die Erhaltung und Kräftigung" des Bauernthums leidigung 100 m. Geldstrafe. Von der gleichen Anklage nicht nur für nothwendig, sondern auch für durchaus möglich" - dolus eventualis die Genossen Weniger und halte, ein offenbarer agitatorischer Vorzug gegenüber der Sozial Weber freigesprochen. demokratie, die beides für unmöglich hält. So die Frankfurter Zeitung"; aber wie es gemacht werden soll, darüber hat uns Wohl enthält der prinzipielle Theil des Programms den das volksparteiliche Programm Aufschluß zu geben. Hinweis auf die„ Selbstbestimmung" der Nationen( allerdings in Und also spricht ihr neuer Programmentwurf:( 4) Ers der vagen Form des gleichen Anspruchs auf Selbst- haltung und Kräftigung des bäuerlichen und gewerblichen Mittelbestimmung" unser Programm fordert kategorisch:" Selbst standes; Steigerung der Produktivität des Bodens und der bestimmung und Selbstverwaltung des Voltes in Reich, Leistungsfähigkeit der mittleren und kleineren Betriebe" 19. Osnabrück. In der Berufungsinstanz Genosse Schrade Staat, Provinz und Gemeinde"), doch das reicht nicht aus. Doch das sind offenbar blos Wünsche, die irrthümlicher Weise Bramsche wegen Beleidigung eines Wertmeisters 50 M. Auch das alte volksparteiliche Programm enthält diesen Satz, unter die programmatischen Forderungen gerathen find. Geldstrafe. Erstinstanzliches Urtheil zwei Monate Gebegnügt sich aber damit nicht. Und thatsächlich ist Aber nicht auf Wünsche, sondern darauf kommt es an, auf welche fängniß. es für ein so ins Detail gehendes Programm, wie das Weise man sie erfüllen soll. der Wolfspartei, das selbst aus der Verantwortlichkeit der Minister Wünsche sind billig, wünschen kann man sich auch das Blaue Darauf gebt Antwort! oder der Verbilligung der Eisenbahn- Tarise besondere Para- vom Himmel. graphen macht, durchaus nicht genügend. Planmäßige Nußbarmachung der technischen Fortschritte und Hilfsmittel für dieselben" noch planmäßig"- sehr schön. Aber wie das zu stande Nußbarmachung" und dabei bringen? Sehen wir weiter! " " Effen. Wegen wissentlichen Meineides Genosse Schröder 2 Jahre 6 Monate, die Genossen Meyer und Gräf je 3 Jahre 6 Monate, und die Genossen Jmberg, Bed mann und Wilting je 3 Jahre Zuchthausstrafe. Der Genosse Thiel wegen fahrlässigen Meineides 6 Monate Gefängniß. Schweidnitz. Sechs Wochen Gefängniß Genoffe Hartung in Freiburg wegen Beleidigung der Polizeibehörde. Frei sprechung erfolgte von der Anklage, groben Unfug verübt zu haben. 20. Stettin. Von der Anklage, zu Gewaltthätigkeiten auf gereizt zu haben, Genosse Herbert freigesprochen. Das fehlt jetzt in dem Programmentwurf der Volkspartei. Warum? Befindet sich betreffs dieses Punktes die Boitspartei im Widerspruch mit den„ Grundrechten" von 1849 und mit ihrem eigenen alten Programım? Wird sie national unduldsam, wie die nationalliberale Partei? Es handelt sich nicht um die ferne Zukunft, sondern um die Praxis der Gegenwart, wo im Deutschen Reich noch keine Selbst bestimmung der Nationen anerkannt ist. Die Frage ist: wie " " Technische Rundschau. noch mit einem dünnen Fädchen an das sentimentalische Bolts- Berlinischen Schärfe und resoluten Schneidigkeit von Frl. Bäckers Kunst und Wissenschaft. stück und die Syrupmoral der L'Arronge und Genossen geknüpft bei Adolf Ernst werden, gäbe es eine Posse, die einen Abglanz des find. Der Schornsteinfeger Hirsekorn ist durch Fleiß und wirklichen Lebens bedeutete. So aber zerrinnt ihr Können in einBerliner Poffen. Im Adolf Ernst Theater fingt feiner Hände ehrlichen Arbeit ein reicher Rentner ge- feitigen, niederen Künsten, im Vortrage grotesker Solonummern. Fräulein Dora ein Kouplet, in dessen Endstrophe sie bekennt, das worden. Das ist ja nach uraltem Volksstückbrauch die öffentliche Leben gäbe ihr noch Stoff genug zu lustigen Be Regel. Nun wird er progig, will nur mit Rittern vom Geist merfungen. Aber da hinten in der Ecke lauere der Blaue", und verkehren, fällt einem Schwindler in die Hände und erkennt da heiße es: G'scheit sein, still sein, vorsichtig sein", wie der schließlich, daß niemand über seinen Stand hinausstreben solle. Schlußvers des Rouplets lautet. Nun ist die Vorsichtigkeit Diese Philistrosität ist aber nur ein dürftig gezimmertes Gerüst( Der Clyde Tunnel. Neue Gewehre. nirgends von größerem Uebel, als bei dem Possendichter, der von um die Komödie, die in Wirklichkeit durch komisch- exzentrisches elektrische Quecksilber Bogenlampe. jeher das Vorrecht des luftigen Raths besaß, teck und nicht Vorführen von Paradebummlern wirken soll. Paradebummler leum Lampen.) verschwiegen zu sein. Wenn unsere Poffendichter selber aber find Leute, die unausgesetzt bemüht sind, die Aufmerksamkeit fich der Aengstlichkeit aus guten Gründen" zeihen, wer der Großstadt auf sich zu lenten, populär zu werden, Staat zu will da noch auf ein erneutes Aufblühen Berlinischer machen. " Eine Petro. Die Welt steht heute im Zeichen des Verkehrs; wenigstens trifft dies für die kapitalistisch entwickelten Länder zu, in denen nicht das Militär, sondern Handel und Industrie die erste Stelle Possenkunft hoffen und wer noch glauben, daß sich an die alten So weit geht die Wesensverwandtschaft der sogenannten einnehmen. In den großen Verkehrsmittelpunkten Englands, wo Boffentraditionen mit ihrer Verquickung von sentimentalischer Berliner Possen, daß bei Adolf Ernst, wie im Zentral- Theater der Schiffsverkehr ebenso wenig eine Verzögerung erleiden darf, Gutmüthigkeit und sarkastischer Fronie heutzutage anknüpfen ein und derselbe komisch exzentrische Tric zu finden ist. wie der übrige Verkehr, überbrückt man nicht mehr die Flüsse, ließe? Der Handlungsreisence Lehmann( Tielscher) läßt seine drei welche die verschiedenen Stadttheile trennen, sondern baut die An zwei aufeinander folgenden Abenden, am Dienstag und Töchter immer auf elegante Gruppenbilder bedacht sein, Verbindung unter dem Flußbett, als Tunnels, die von der einen am Mittwoch, haben unsere Bossentheater, das Adolf- Ernst, wie er stellt mit ihnen förmliche Tableaus; im Zentral- Theater thut zur anderen Seite reichen. In London wird emfig an einem das Zentral- Theater, ihre diesjährigen Novitäten aufgeführt. Es der Billethändler Pietsch dasselbe mit seinen Paradebummlern, neuen Themsetunnel gearbeitet; in Glasgow, der großen hat sich in neuerer Zeit ein förmlicher Sport herausgebildet, zu seinen vier à la Barrison aufgeputzten und wohldressirten schottischen Handels- und Fabrikstadt, find vor kurzem die beiden ergründen und zu wetten, welche dieser Bühnen jeweilig das Töchtern, den vier Pietschern", wie es geist und geschmackvoll Ufer des Glyde durch einen gewaltigen Tunnel verbunden worden. Rennen um die Gunst Berlins gewinnen werde". Was dem in der Poffe heißt. Allein naiver und offenherziger ist man im Der Clyde ist nur 122 Meter breit, aber sehr tief und durch geehrten Schaupöbel beffer behagen wird? Wer nicht den Zentral- Theater gewesen. Dort ist man auf gar feine Moralitäten Baggerarbeiten für Seeschiffe bis zu 51/2 Meter Tiefgang fahrbar dressirten Pudeln der Berliner Zeitungstritit gleicht, die unter mehr bedacht. Der Possenreiz wird vorwiegend darin gesucht, gemacht, so daß auf ihm ununterbrochen ein starker Verkehr von freudigem Gebell dem Publikum apportiren, was der wohl daß das Theater und seine schauspielerischen Kräfte mit den dichtgedrängten Schiffen herrscht. Da derselbe schon durch die meinende Direktor apportirt wissen will, dem fällt natürlich die grotest- komischen Künsten und Einfällen bunter Artistenwelt vorhandenen Brücken belästigt wird, so beschloß man, die Entscheidung hart. Es ist möglich, daß alles die Szene im arbeiten. So wird bei der Soubrette selber nicht tolle Laune, Grazie neue Verbindung, welche zwischen dem Norden und Süden Bentral- Theater gesehen haben muß, da der Komiker Thomas oder Dreistigkeit zur Hauptsache. Wenn sie, gymnastisch geschult, der Stadt nöthig wurde, unter dem Flußbett zu bauen. aus einem Kanonenrohr geschossen wird und in den Lüften einen exzentrischen Tanz auszuführen vermag, dann spendet man Dieselbe besteht aus drei getrennten Tunnels, deren jeder eine zappelt. Es ist ebenso gut möglich, daß man Tielscher's drei ihrer Bravour überreichen Beifall. Der Philister Pieper aus innere Weite von etwa 52 Meter hat. Der mittlere ift für Töchter als elegant fostümirte Parade bummler wird bewundern Nakel in Posen will einmal in Berlin den wilden Mann spielen. Fußgänger, die beiden andern für den Wagenverkehr bestimmt, müssen. Eines ist für den ünbefangenen jedenfalls klar: Das Da erlebt er in einer tollen Nacht die seltsamsten Dinge. Im und zwar sollen durch jeden die Wagen nur in einer Richtung Gerede, als besäßen wir wieder eine Berliner Poffe, ift hohle Birkus Renz wird er zum unfreiwilligen Akteur, beim Souper fahren. Der Fußgänger- Tunnel schließt sich dem Flußbette an, Schaumschlägerei. Weder die" Parade bummler" bei Adolf mit einer Trapezkünstlerin eilt er von Abenteuer zu Abenteuer, so daß man auf einer geneigten Ebene herabgehend, zum their Ernst( Verfasser sind die Herren Jacobson und Treptow), noch und schließlich wirbelt noch ein Maskenball im Wintergarten auch auf Treppen, Die tolle Na ch t" von Freund und Mannstädt im Zentral vor seinen Augen auf: Den Pieper in tausend komischen Ver- ebenso wieder herauffteigt. Für Pferde, welche eine Theater geben ein lustiges, übermüthiges oder bitter- fatirisches legenheiten gab Herr Thomas. Die Darsteller des Komischen sind starke Wagenlast Wagenlast ziehen, wäre das Ueberwinden der Bild Berlinischer Vorgänge, Berlinischen Geistes. um so übler daran, je mehr das Possentheater sich den Zirkustünsten Steigung eine zu schwere Arbeit; daher sind die beiden für Trotzdem sie äußerlich grundverschieden adjustirt sind, sind nähert. Sie werden im Grunde zu einer passiven Rolle verurtheilt, den Wagenverkehr bestimmten Tunnels ganz horizontal unter. sie durchaus wesensverwandt. Beide wurzeln in einem Gebiet, wo sie aktiv sein könnten. Ihre Individualität wird zurück- dem Flußbett gelegt; durch hydraulische Aufzüge werden die das man im internationalen Artistenjargon mit dem Ausdruck gedrängt, ihr besonderer Esprit, wenn sie den haben, darf sich Lasten und Thiere in die Tiefe und aus der Tiefe wieder herauf exzentrische Komit bezeichnet. Im Adolf- Ernst- Theater kann nicht entfalten. Was könnte aus dem wienerischen Frohsinn und befördert. Wenig mehr als vier Jahre genügten, um diese man noch eher darüber getäuscht werden, weil die Paradebummler qer herzlichen Echalthastigkeit von Frl. Dora, was aus der gewaltige Verkehrsader fertig zu stellen, obwohl die die Mitte erreicht, von 100 man Das geht nicht, Ihr Herren! Ihr seid eine praktische Reform partei. Zeigt uns die Reformen, mittels deren Ihr das Bauernthum fräftigen wollt! Heraus mit Eueren Reformen! Macht uns keinen blauen Dunst vor! Aber nachdem wir den langen Wunschzettel der Volkspartei abgelesen, bleibt nur noch folgender magere Rest: Unterricht Versuchsstationen Meliorationstechniker! Und das alles? Doch, es giebt, daneben" noch etwas, daneben für die Landwirthschaft: Hebung der Vieh- und Pferdezucht( ein Pferd ist nach volksparteilicher Philologie kein Vieh), sowie der landwirthschaftlichen Nebenbetriebe man's hebt?! werden soll? " aus Neisse einer gegenüber Gerichts- Beitung. Schaffung selbständiger Organe für die Landwirthschaft und Freilich leichter, als das, ist es, auf das sozialbemo 1 für das Handwerk zu unabhängiger Berathung der Retratische Agrarprogramm zu insinuiren. Aber wo in der gierung und fachkundiger Rathsertheilung an die Berufs- Volkspartei hat sich nur eine Spur des Proteftes gegen das Die famose juristische Erfindung des ,, dolus evengenoffen." Das ist teine Lösung. Der Bauer frägt die Volts- Programm erhoben? Das sozialdemokratische Agrarprogramm ist tualis hat dem Arbeiter Richard Ehrlich aus Briz partei:„ Was rathet ihr uns? Was sollen wir thun, was aber bereits abgethan. fünf Tage Gefängniß eingebracht. Ehrlich hatte sich vor sollen wir vom Staat fordern, um unsere Lage zu verbessern?" Quod licet Jovi, non licet bovi! Man fann auch den dem Rigdorfer Schöffengericht wegen Sach beschädigung Und darauf antwortet die Volkspartei:„ Rettet Euch selbst. Wir Spruch umkehren: Was den Ochsen ziemt, geziemt dem Zeus zu verantworten, weil er am 2. Juli d. J. dem Maurer wissen nichts!" nicht. Wir wollen es der Volkspartei verrathen: fie tönnte Wunderlich in Briß Hemd und Weste zerrissen hatte. Der von ihrem Standpunkt aus das ganze sozialdemokratische Agrar- Angeklagte war am Abend des genannten Tages in etwas anprogramm unterschreiben. geheitertem Zustande nach Hause gekommen und mit dem Aber vielleicht weiß sie es selbst? Vielleicht hat sie sogar vor der Hausthür stehenden Maurer Wunderlich in von der seitens der Sozialdemokratie an den Agrarforderungen Differenzen gerathen. Schließlich hatte Ehrlich den foeben geübten Kritik heimlicherweise Nugen gezogen? Wer letteren gepackt, um fich mit ihm ชน prügeln weiß! und hierbei waren Hemd und Weste des Angegriffenen zerrissen worden. Daß die Sachbeschädigung vorsäglich geschehen, bestritt der Angeklagte und dies konnte auch nicht durch die Beweis aufnahme nachgewiesen werden. Da aber nur vorsätzliche SachSoziale Rechtspflege. beschädigung strafbar ist, so beantragte der Amtsanwalt selbst Gewerbegericht. Wenn bei der Fortsehung der die Freisprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof unter " Sebung"," Kräftigung" zc. aber zeigt uns doch, wie Arbeit das geben oder die Gesundheit der Ar- Vorsitz des Amtsrichters Dr. Schlöffingt tam jedoch zu einer Uebrigens, ein Nebenbetrieb der Landwirthschaft ist, besonders sein würden, welche bei Eingehung des Vertragsverhältnisses Wohl habe der Angeklagte zunächst den Angegriffenen mißhandeln beiter( auch der Lehrlinge) einer erweislichen Gefahr ausgesetzt Verurtheilung, da hier der dolus eventualis vorliege. im Badischen und Württembergischen, auch die kapitalistische nicht zu erkennen war, dann können nach der Gewerbe- Ordnung wollen, der Hintergedante aber sei gewesen, dem Wunderlich evenHausindustrie. Doppelt interessantizu erfahren, wie diese gehoben die Arbeiter( Gesellen, Gehilfen, Lehrlinge) vor Ablauf der tuell die Sachen zu zerreißen. Mit Rücksicht darauf, daß der AnSodann folgen: Jagdrecht und Wildschaden- Aufhebung der vertragsmäßigen Beit und ohne vorherige Auffündigung geflagte einmal wegen Sachbeschädigung vorbestraft ist, sei auf Sodann folgen: Jagdrecht und Wildschaden Aufhebung der die Arbeit verlassen. Auf diese Bestimmung berief fich fünf Tage Gefängniß erkannt worden. Fideikommisse Beschränkung( blos Beschränkung) der Ver- der Bahnhofsportier S. Hoffentlich wird sich mit diesem eigenartigen Urtheil noch mögens- Ansammlung in der todten Hand( was ihr bis Dato Klage des Bäckermeisters Sterndorf, der eine vertraglich aus- die Berüfungsinstanz zu beschäftigen haben. zugefallen, soll ihr aber auch für die Zukunft verbleiben). Das bedungene Konventionalstrafe beanspruchte, weil der Sohn des Was ein Häkchen werden will. Der 13jährige Schulfind alte Forderungen, noch von Anno 49, wegen ihres Alters Beklagten die Lehre bei ihm verlassen und auf dringendes Ver- tnabe Paul Karl Burdack aus Briz hatte sich dieser Tage ehrwürdig, doch von geringster Bedeutung. langen von dem Vater nicht nach Berlin zurückgeschickt worden vor dem Rigdorfer Schöffengericht wegen dreier DiebSchließlich der aus dem alten Programm übernommene war, um das Lehrverhältniß fortzusetzen. Der Beklagte hielt stähle zu verantworten, deren Ausführung von einem fromme Wunsch:" Förderung" der Kredit, Einkaufs- und Ver- sich aber auch noch deshalb dazu berechtigt, den Sohn nicht in ungewöhnlichen Raffinement zeugt. Eines Tages tam taufs Genossenschaften. Das bleibt ein frommer Wunsch, so lange die Lehre zurückzugeben, weil diese vom Werkmeister des der Angeklagte in die Apotheke von Weicam in Rigdorf die Volkspartei nicht klipp und klar erklärt, ob sie staat- Klägers mißhandelt worden ist und der Meister selbst und verlangte für 5 Pf. Ingwer, weil er von früher her wußte, liche Unterstützung für die Genossenschaften fordert? angeblich mit den Worten dazu animirt haben soll: daß derselbe aus einem Nebenzimmer geholt werden mußte. Viel Wünsche, wenig Forderungen. Viel Versprechungen, Hauen Sie den Jungen, daß er die Wände raufgeht." Der Während der Apotheker das Verlangte holte, stahl der Knabe aus wenig Handlungen. Große Anmaßung, aber geringes Können. Kläger beftritt, daß der Lehrling in einer über das zulässige der Ladenkasse 6 M., die ihm später jedoch wieder abgenommen Ja, auf diese Weise kann man vieles in ein agrarisches Maaß hinausgehenden Weise geschlagen worden sei und daß er wurden. Am nächsten Tage nahm der Angeklagte einem kleinen Programm aufnehmen! Zum Beispiel: Aufhebung der Miß dazu aufgefordert habe; für seine Behauptungen machte er sich Knaben, deffen Mutter das Kind mit 50 Pf. zum Kaufmann ge ernten, Steigerung der Produktivität des Getreidebaues auf anheischig, den Beweis zu erbringen. Der Gerichtshof nahm schickt hatte, um Waaren zu holen, auf offener Straße das Geld nadten Granitblöcken, Zucht von Seidenwürmern in den Nasen aber angesichts eines vom Beklagten beigebrachten ärztlichen fort und vernaschte es. Den dritten Diebstahl verübte der Ander Bauerntinder Attestes davon Abstand, auf die behaupteten Mißhandlungen weiter geklagte, indem er einem Schießbudenbesizer 1 M. entwendete, D, Ihr großen Staatsgenies der Volkspartei! Jhr vereinzugehen. Er hielt für durchgreifend die Feststellung des Arztes, als er an dessen Ladentisch vorüberging. Wegen zahlreicher ähn sprachet der Welt einen Berg und giebt ihr eine Maus jezt daß im Interesse der Gesundheit des jungen S. die Aufgabe des licher Fälle schwebt noch die Untersuchung. Burdack wurde für wird die ganze Welt über Euch lachen! Warum habt Ihr erwählten Berufes geboten sei, und wies unter Bezugnahme die drei erwähnten Diebstähle zu fünf Monaten und drei denn Eure Maus zu einem Berg aufgebauscht? Die Juristen, darauf die Klage ab. Der Vorsitzende betonte noch, daß der Wochen Gefängniß verurtheilt. die Juristen! Sohn des Beklagten zur einseitigen Lösung des Verhältnisses nach Wenn man wirklich das Bauernthum erhalten und kräftigen" einer Bestimmung des Lehrvertrages, die übereinstimme mit Be- Um den literarischen und fittlichen Werth der von und dabei ernst genommen werden will, so muß man vor allem ſtimmungen der Gewerbeordnung( siehe oben) berechtigt war, da Frau Lina Morgenstern verfaßten und herausgegebenen zu folgenden Aufgaben flare und entschiedene Stellung nehmen: seiner Gesundheit beim Verbleiben im Bäckereiberuf eine erweis- Jugendschriften handelt es sich in einer Privatklage, welche 1. Wie fann man es machen, daß jede Bauernfamilie einen liche Gefahr drohte. Frau Morgenstern gegen den Lehrer Ziegler angestrengt hat. für ihre Arbeitskräfte ausreichenden Bodenbesitz bekomme; Gestern stand in dieser Sache vor der 140. Abtheilung des Schöffen 2. wie fann man es machen, daß dieser Bodenbesitz nicht Der Barbierherr Kuhn wandte u. a. gegen die Lohn- gerichts Termin an. Die Parteien waren persönlich zur Stelle, durch Erbtheilungen zersplittere, zugleich aber keine Mitglieder entschädigungsklage des Barbiers R. ein, derselbe hätte nicht die Klägerin hatte den Rechtsanwalt Gerhardt, Kläger den Rechtsder Bauernfamilie proletarisirt werden; ,, bummeln" brauchen, wenn er gewollt; es sei ihm eine Stellung anwalt Winterfeldt als Beistand angenommen. Kläger ist Bor3. wie fann man es machen, daß der Bauer bei den niedrigen in Friedenau angeboten worden. Der Kläger, welcher infolge sitzender des Vereins zur Ueberwachung von Jugendschriften ( und stets sinkenden) Getreidepreisen nicht nur auf seine Pro- der Aufgabe des Kuhn'schen Geschäfts arbeitslos geworden war und Herausgeber einer Monatsschrift, welche diesen Zweck verduktionstoften, sondern noch auf einen Gewinn komme, der der und nur geflagt hatte, weil ihm Kuhn die versprochene Ab- tritt. Er hat in einer im Mai dieses Jahres erschienenen Familie eine den gesundheitlichen und den kulturellen Erfindung" nicht zu theil werden ließ, wies den Ein- Nummer einen Abschnitt aus einem vom Institutsvorsteher forderungen der Gegenwart entsprechende Existenz sichere; wand des Beklagten damit zurück, daß ein tüchtiger Barbier Dr. Albrecht Görtz in Leipzig verfaßten Werk Die Erziehung 4. wie fann man die Schuldenlast des Bauernthums ab- eine seinen Fähigkeiten entsprechende gute Stellung" " gute Stellung" in der jungen Mädchen" wiedergegeben. Dies bildet die Grundlage schaffen und ihre Erneuerung verhindern. Berlin nicht wieder bekomme, wenn er inzwischen in der Beleidigungsklage. Es wird darin vor den schriftstellerischen Das ist noch keineswegs alles. Aber wenn die Bolkspartei Friedenau gearbeitet habe. Das Gericht schloß sich dem Erzeugnissen verschiedener Verfasserinnen, wie Thekla Gumpert, wenigstens dazu Stellung nimmt, dann wollen wir mit ihr im an und erklärte den fraglichen Einwand des Klägers für Luise Büchner und Lina Morgenstern gewarnt und besonders Ernst weiter sprechen. Sonst behaupten wir, ihre großen Ber- richtig; unzweifelhaft hätte sich der Kläger in seinem Geschäft hervorgehoben, daß die von der legtgenannten herausgegebene fprechangen feien nichts als Flausen! geschädigt, wenn er in Friedenau Stellung genommen. Die Monatsschrift Für junge Mädchen" eine geeignete Lektüre für die Bielleicht weiß die Frankfurter Beitung", die so vieles weiß, übrigens noch nicht bewiesene Behauptung, daß er dort hätte heranwachsende weibliche Jugend nicht sei. Klägerin nimmt natürauch darüber was zu sagen? arbeiten können, sei somit für den Anspruch des Klägers ganz lich einen entgegengesetzten Standpunkt ein. Beklagter erklärte, Mit ihr wollen wir uns noch ein klein wenig unterhalten. Bedeutungslos. Der Beklagte wurde verurtheilt, da es ihm nicht daß ihm eine Herabsetzung der Klägerin völlig fern gelegen, aber Sie ärgert sich in ihrer Sonntagsnummer vom 25. Auguft dar- gelang, nachzuweisen, daß Kläger mit der sofortigen Lösung des im Interesse der Jugend und des von ihm vertretenen Vereins über, daß die Sozialdemokratie die Volkspartei als Arbeitsverhältnisses einverstanden war. Auf die Aeußerung: Es ist habe er sich der Warnung des Dr. Görk anschließen müssen. In poffibilistisch oder kleinbürgerlich bezeichne. Das demokratische ia egal, ob ich hier oder wo anders arbeite", legte das Gericht einer späteren Nummer habe er diesen Standpunkt eingehend beHandelsblatt, das erst fürzlich der Welt verkündete, daß fein Gewicht. gründet. Der Vorstand des Vereins habe die von der Klägerin es in den Wiener Bankhäusern gelesen werde, bestreitet die meister Frühof gegen die Klage seines ehemaligen Kutschers Beugung gelangt, daß der Inhalt nicht bildend sondern verMitglied der Innung zu sein, machte der Schlächter- herausgegebene Monatsschrift geprüft und sei zu der Uebergeltend, indem er die Kompetenz des Gerichts für den vorliegenden bildend auf jugendliche Leserinnen einwirken müsse. Dasselbe ſei Rechtsstreit bestritt. Die Kammer VI erklärte sich unter dem Vorsitz der Fall bei dem von der Klägerin herausgegebenen Ralender, Unterschied zwischen Gesellen und sonstigen Arbeitern der Fehlern wimmele. Das von der Klägerin herausgegebene Bu h des Assessors Unger dennoch für zuständig. Das Gesetz mache einen der außerdem von grammatikalischen und orthographischen Innungsmeister, denn es sage ausdrücklich, daß die Schieds- Blüthenleben" übe auf die weibliche Jugend einen gefäh chi gerichte der Innungen zuständig seien für gewerbliche Streitig Einfluß aus, denn anstatt dieselbe zu einer gefunden Thätigteit feiten zwischen den zum Bereich des betreffenden Schiedsgerichts anzuspornen, werde eine erotische Wirkung erzielt. Die RechtsSutscher eines Schlächtermeisters tönne aber nicht als deffen Anträge ab und beschloß, sich die Akten in der Privatklagefache gehörenden Innungsmitgliedern und ihren Gesellen. Der beiſtände der Parteien stellten beiderseits Anträge auf Ladung verschiedener Sachverständigen. Der Gerichtshof lehnte diese Gefelle angesehen werden. fie ist das Möchtegern Mädchen für alles! Richtigkeit dieser Behauptung. Ausnahmsweise hat sie nicht so fehr Unrecht. Aber was ist denn die deutsche Wollspartei? fozialpolitisches Die Boltspartei ist ein Wesen, das ein weiches Herz hat und eine schwere Leber, einen großen Wasserkopf, lange, bürre Arme, aber gar keine Beine und Geschlechtstheile. Wenn es sich bewegen will, muß es sich auf die Hände stellen, und, während Rumpf zwischen den Armen. Es bleibt auch ewig steril, und aus dem es sich langsam vorwärts schiebt, pendelt sein hilfloser bem gleichen Grunde kann niemand sagen, ob es männlich oder weiblich. Will man die Richtigkeit dieser Zeichnung bestreiten, dann nehme man offen Stellung zu den aufgeworfenen Fragen. Arbeiten in einem der beiden Seitentunnels Dor drei Jahren durch hereinbrechendes Waffer ersäuft wurden. BO " tommen zu lassen, die von Frau Lina Morgenstern gegen Dr. Göz in Leipzig angestrengt ist und in welcher anfangs Oftober Termin zur Hauptverhandlung ansteht. Ein neuer Termin in der Sache gegen Ziegler wurde zum 15. Oktober angesetzt. Dersammlungen. über dem Quecksilber ist möglichst luftleer gepumpt, und in ihm tommt, wenn man den Strom durch das Quecksilber schickt, Bei uns in Deutschland, speziell im lieben Preußen, legt man ein schöner, heller Lichtbogen zu stande. Da die Quecksilberauf ununterbrochenen Wagen und Eisenbahn- Werfehr weniger dämpfe sich hier in einem absolut abgeschlossenen Raume Gewicht; hier müssen sich lange Wagenreihen anstauen, wenn befinden, so verbreiten sich in dem Raum, in welchem die Lampe Wie stellen sich die Arbeiter denjenigen patriotischen ein Regiment Soldaten vorübermarschirt, und Eisenbahn- Züge brennt, gar keine giftigen Dämpfe; diese schlagen sich vielmehr Fabrikanten gegenüber, welche am Sedantag feiern ließen, müssen halten, wenn es einer föniglichen Jagdgesellschaft beliebt, immer wieder auf das Quecksilber nieder, so daß die Lampe gar kein doch das Bezahlen vergessen haben?" Mit dieser Frage das Wild über die Geleise zu heben. Dafür dürfen aber auch Quecksilber als Brennmaterial verzehrt. Trotzdem wird sie kaum beschäftigte sich am Mittwoch eine von etwa 700 Personen bes Erfindungen, welche sich mit der Vervollkommnung der Mord- die gebräuchliche Kohlenbogenlampe verdrängen, da die Kosten suchte öffentliche Versammlung der Metallarbeiter im Rösliner inftrumente befaffen, auf volles Verständniß und freudiges Ent- der verbrauchten Kohlenstäbe bei den Gesammtkosten feine Hof", Köslinerstr. 8. Vor Eintritt in die Tagesordnung gelangte gegenkommen rechnen. Auf den einfachen Vorderlader folgte der Rolle spielen. Aber einen Borang hat sie vor diefer, ein von Endritatis unterzeichnetes Schreiben der Arbeiter Hinterlaber, auf diesen das Magazingewehr, bei welchem gleich welcher sie für viele wissenschaftliche Untersuchungen ge- der Firma Brodnih u. Seydel, Müllerstraße, zur Ver eine ganze Reihe von Patronen in das Gewehr tommt, um eignet erscheinen läßt. Schickt man nämlich das Licht lesung, worin gegen die Einberufung dieser Versammlung durch hinter einander abgeschoffen zu werden, so daß der Soldat es irgend einer Lichtquelle durch ein Prisma, so wird den Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter protestirt wurde, bis auf 25 Schuß in der Minute bringen kann. Jetzt hören es in die einzelnen farbigen Bestandtheile zerlegt, aus welchen es ihre Angelegenheiten regelten sie mit der als human bekannten wir wieder von einem neuen Gewehr, durch welches die Hand- besteht, es entsteht ein sogenanntes Spektrum. Dieses besteht bei Firma selbst.( Vereinzelter Beifall und großes Gelächter.) griffe des Echützen weiter vereinfacht werden sollen, den so- leuchtenden Gafen aus einzelnen farbigen hellen Linien( den äther nahm in seinem Referat sofort bezug auf die nach genannten Selbst- Lader. Bei allen Schußwaffen erfolgt bei der Bildern des Spaltes, durch welchen das Licht ins Prisma tommt), feiner Meinung sonderbare Zumuthung eines geringen Entzündung ein mehr oder minder starker Rückstoß, da die Pulvergase während das Spektrum der Sonne und des elektrischen Kohlen- Bruchtheils der Berliner Metallarbeiter: ihretwegen von einer nach hinten ebenso start drücken, als nach vorn; je größer also die lichtes ein breites Farbenband darstellt. Nun giebt es eine ganze Besprechung dieser die Gesammtheit intereffirenden Angelegenheit erreichte Geschwindigkeit ist, um so stärker muß auch dieser Rück- Reihe von optischen Messungen, bei welchen man einfarbiges, Abstand zu nehmen.( Sehr richtig.) Redner charakterisirte die stoß sein, welchen der Schüße auszuhalten hat. Es lag nahe, zu fog. homogenes Licht gebraucht; dieses giebt die neue Lampe Feier des 2. September und bemerkte, daß der 2. September 1870 versuchen, ob sich diese Bewegung nicht noch ausnüßen lasse, da in einer bisher nicht erreichten Stärke, so daß sie in der der Ausgang der kapitalistischen Aera in Deutschland sei, decen man dadurch einerseits für den Schüßen die Kraft des Rück- physikalisch technischen Reichsanstalt mehrfach Verwendung Segen" die Arbeiter im vollsten Maße zu fosten bekämen. Hätte stoßes mildert, andererseits ihm einige Handgriffe erspart, was gefunden hat. die Bourgeoisie demnach auch alle Ursache, am 2. September bei der großen Aufregung, in welcher sich derselbe im Gefechte Uebrigens ist es bisher dem elektrischen Licht so wenig wie ihrem Patriotismus Ausdruck zu verleihen, so habe die befindet, von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Eine dem Gaslicht gelungen, in bedeutender Ausdehnung der Masse von ihr gefnechtete Arbeiterschaft jedoch entschieden sich theilweise Ausnutzung des Rückstoßes erfolgt bereits bei des Boltes, dem Arbeiter, für seinen Hausbedarf nutzbar zu dagegen สิน verwahren, zu ihren patriotischen Festen Den jezt gebräuchlichen Gewehren, welche das Auswerfen der werden. Während das Gas die öffentliche Beleuchtung, welche als Staffage gezwungen zu werden. Im Mai 1890 feien es Patronenhülse, sowie das Spannen und Laden selbstthätig aus ihm jetzt vom elektrischen Licht streitig gemacht wird, im Sturm gerade die Berliner Metallindustriellen gewesen, die ihre führen. Die neuen Selbstlader sollen nun dem Schüßen auch eroberte, ist die Familienlampe des Arbeiters, sowie die Studir- Organisation dazu benutzten, ihren Arbeitern deren größten noch das Deffnen und Schließen abnehmen, so daß er nur noch lampe des Schriftstellers und Gelehrten die Petroleumlampe ge- Feiertag, die Feier der Verbrüderung der Arbeiter zu zielen und abzudrücken hat, wenigstens so lange noch Patronen blieben. Die Petrolenmlampen- Industrie hat übrigens, von der der ganzen Welt, zu verbieten, obgleich diese denim Magazin stecken; ist eine Reihe verschossen, so muß er es Konkurrenz der neuen Lichtarten bedrängt, auch gewaltige An- felben auf eigne Roften feierten, und heut kommen dieselben allerdings wieder füllen. Ein mit diesen Vorzügen versehenes strengungen gemacht, bequemere und hellere Lampen zu kon- Herren und zwingen die Arbeiter gegen ihren Gewehr soll sich in Jägerkreisen bereits gute Freunde erworben struiren. Man hat ein Petroleumglühlicht zu erzeugen versucht, Willen und ohne Entschädigung zu feiern. und günstige Aufnahme gefunden haben. Wir wollen hoffen, indem man die Brennscheibe aus einem Glühstoff bereitete, doch Hiergegen hätten die Arbeiter energisch Protest zu erheben. daß unsere Armeeverwaltung diese Borzüge nicht hoch genug an- hat sich das nicht bewährt; in neuefter Zeit sind dochtlose Wie sehr die Fabrikanten eine Stellungnahme der Arbeiter zu schlägt, um uns jetzt schon mit der Forderung nach neuen Ge- Petroleumlampen gebaut worden, indem man das Petroleum ihren Machinationen fürchteten, bewiesen verschiedene Auslaffungen. wehren zu überraschen. Durch große Hige vergast und die gebildeten Petroleumgase an- Von unbefannter and sei beispielsweise bei der Firma Auf dem Gebiete der Lichterzeugung findet ein reger Wett- zündet, so daß man ein Petroleumgaslicht erhält. Doch halten E. Becker, Chauffeeftr. 100, am selben Tage ein Zettel am fampf zwischen Gas und Elektrizität ftatt; in der Beitschrift diese und ähnliche Erfindungen bei der Erleuchtung größerer Kloset befestigt worden, der alle Arbeiter der Firma auffordert, für Beleuchtungswesen" finden wir die Beschreibung einer neuen Räume die Konkurrenz des Gases und der Elektrizität kaum in der Versammlung am Plate zu sein, um gegen das Vorelektrischen Bogenlampe, welche Dr. Arons erfunden hat. Der aus; andererseits entwickeln sie zu viel Size, um am Schreib- gehen Näther's zu protestiren.( Au!) Der Referent untersuchte eleftrische Strom wird dabei nicht durch Kohlen geschickt, sondern und Studirtisch den einfachen Petroleum- Rundbrenner zu ver- nunmehr die in allen bürgerlichen Zeitungen gepriesene Opferdurch zwei mit Quecksilber gefüllte Röhren, welche über dem drängen, welcher sich bis heute noch immer siegreich behauptet freudigkeit" der Berliner Metallindustriellen auf ihren wahren Quecksilber durch ein gebogenes Glasrohr vereinigt find, so daß hat. Cine brauemere Lampe für diesen Zweck harrt noch des Werth, die Herren haben es sich ein schönes Stück Geld kosten fie eine umgekehrt stehende U- förmige Röhre bilden. Der Raum glücklichen Erfinders. Bt. lassen.( 3) Wiele ließen am 2. September bis Mittag, andere bis 2, 3 oder 4 Uhr arbeiten, nur wenige haben den ganzen Tag stellen, welcher diejenigen Arbeiten zu machen hat, worauf der den Generalftreit einzutreten und vordem keine neue Arbeit an feiern lassen. Bei Brodnih u. Seydel wüßten die Kollegen troß Minimallohn nicht verdient werden kann. Als die Kollegen ihn zunehmen. Am Montag früh findet in demselben Lotale eine ihres Protestes noch nicht, ob die versäumte Arbeitszeit bezahlt wird. aber aufforderten, auch Wort zu halten, und nicht dem in Lohn Bersammlung fiatt, zu welcher die Fabrikanten eingeladen werden Redner bedauert, für sie den Finger frumm gemacht zu haben. geftellten Kollegen die gut bezahlte Arbeit zu geben, ver- follen. Ebenfalls eingeladen ist die Werkstatt von Kubik u. Jmberg. ( Beifall.) Die Firma Becker hat 180 M. für Bier gezahlt, sprach er dieses und bewilligte für den Lohnarbeiter 33 Mart. Die dortigen Arbeiter haben in der Versammlung zu erscheinen. das im Weddingpark„ verquetscht" wurde, weitere Entschädigung Ebenso bewilligte der Fabrikant Dettrich seinen Gießern 30 M., Borbedingung des Streites ist, daß in den ersten zwei Wochen foll es nicht geben. Bei Hartung, Prenzlauer Allee, also den Minimallohn, während er früher blos 27 und 28,50 M. feine Unterstigung gezahlt wird. Den ausständigen Glaswurde bis 4 Uhr gearbeitet, bei Ludwig Löwe zahlte, hierbei kam es aber zu der Entlassung eines Kollegen, arbeitern in Carmaux wurde die Hälfte des Ertrages der Telleru. Ko. bis 3 Uhr; die Nachtschicht fiel ganz aus; doch unter dem Vorwande, es sei nun blos noch Arbeit für einen fammlung zugebilligt. Bezahlung giebts nicht. Göde, Chausseestraße, ließ einen halben Gießer. Nachdem der auf diese Weise gemaßregelte Kollege Tag feiern, der Geldspinden- Arnheim und die Firma Borg unterstützt wurde und auch gleich wieder Arbeit bekam, wünschte Der Lokalverband der Glasarbeiter zu Stralan hielt mannu. Ko., Fennstraße, den ganzen Tag. Die Allgemeine Herr Dettrich, daß der von ihm entlaffene Gießer wieder anfangen seine Mitgliederversammlung am 1. September 1895 im Lokale Elektrizitäts- Gesellschaft zahlt für zwei ausgefallene folle. Da er sich verpflichtet hatte, den Minimallohn zu zahlen, des Herrn Schröder zu Stralau ab. Vor Beginn der TagesStunden den Lohn; May Hasse hat sich auch bekehrt und nahm der Kollege die Arbeit wieder an. Hierauf theilte der ordnung ehrte die Versammlung in üblicher Weise den ver= wird zahlen. Bei Pietschmann u. Söhne, Attiengesellschaft Arbeitsvermittler mit, daß auch nicht ein Gießer außer Arbeit ist, storbenen Borkämpfer Friedrich Engels. Die Abrechnung für für Musikinstrumente- Fabrikation, mußte der ganze Tag gefeiert während die indifferenten auf der Straße lungern, er forderte das 2. Quartal ergab einen Ueberschuß von 156,30 M. und werden, über die Bezahlung schweigt bis jetzt des Sängers Höf- die Kollegen auf, überall für den Minimallohn einzutreten und einen Baarbestand von 797,61 M. Angenommen wurde der Anlichkeit. Von den Firmen der Metallindustrie im Norden wo derselbe nicht gezahlt wird, sofort den Kollegen Volgmann trag:" In Noth gerathenen Kollegen die Krankenunterstützung ein Berlins war die Aktiengesellschaft vormals Schwartopff zu benachrichtigen, welcher dann die weiteren Schritte zu über- balbes Jahr zu gewähren." Die Kommission berichtete, daß sie am anständigften; es verdient hervorgehoben zu werden, nehmen hat. Auf Antrag des Kollegen Schwanke wurde be- noch keine Verhandlung mit der Direktion gehabt habe. Es daß für zwei Stunden Ausfall pro Mann 2 Mart schloffen, den Familien der Essener Genossen eine Unterstützung wurde dann von der Versammlung beschlossen, die Kommission Lohn entschädigt werden. Was diese Firma tann, von 20 M. zukommen zu lassen. Kollege Gürtler theilte mit, zu beauftragen, auf der Forderung von 8 pet. auf Doppeldem werden auch die anderen nachkommen können, denn nicht daß der Maskenball am 7. März 1896 in Cohn's Festsälen statt- werkstellen zu beharren, zwei Formen auf jeder Doppelwerkstelle um das feiern müssen" an sich handele es sich, sondern um die findet. Die nächste Versammlung findet am Dienstag, den 10. ds., oder 2 pet. Lohnerhöhung zu fordern. Ferner wurde noch be= Verweigerung der Bezahlung dafür. Beschämend sei es, daß Pücklerstr. 49 statt. schlossen, 20 Pf. Lohnerhöhung pro 100 Stück für halbweißes leider sich auch Metallarbeiter- auch organisirte(!) sollen dar Glas zu verlangen. Zur Forderung, vom 15. September ab eine unter gewesen sein- gefunden haben, die ihre Arbeitgeber um Der Zentralverband deutscher Brauer, Zweigverein halbe Stunde länger zu arbeiten, wurde beschlossen, daß wir die Freigabe des 2. September ersuchten, um den„ Sedanrummel" Berlin, hielt am Sonntag, den 1. September, seine Monatsver- halbe Stunde nicht länger, also nur bis 4 Uhr, weiter arbeiten mitmachen zu fönnen.( Burufe.) Redner verurtheilte eine der fammlung im Englischen Garten" ab. Vor Eintritt in die wollen. Ferner wurden noch für die streitenden Stiftenmacher artige, eines zielbewußten Arbeiters unwürdige Handlungsweise Berhandlung ehrte die Versammlung das Andenken an unseren 50 M., für die Kollegen in Carmaux( Frankreich) 100 M. und aufs schärffte und kam zu dem Schluß: Die Versammlung verstorbenen Borkämpfer, Führer und Lehrer Friedrich Engels in für die Opfer des Effener Meineidsprozesses Schröder und Ges möge flipp und flar und flar fordern, der allgemein üblichen Weise. Sodann referirte Kollege Kliemann noffen 25 M. bewilligt. die Metallindustriellen, über Die historische Entwickelung der Gewerkschaften". Der V " " überhaupt das Unternehmerthum, möge wenigstens soviel Referent gab ein Bild der Entwickelung der Gewerkschaften Charlottenburg. Die Verwaltungsstelle des deutschen Vaterlandsliebe, Opferfreudigkeit und auch- Gerechtigkeitsgefühl befizen und ihren Arbeitern den entgangenen Lohn auszahlen. Materials wies er nach, wie die Veränderungen der Gewerk Den 1. September, beim Gastwirth Leder, Bismarckstraße 74, Deutschlands, Frankreichs und Englands; an der Hand reichen Metallarbeiter Verbandes hielt hier am Sonntag, Angesichts der gegenwärtig günstigen Konjunktur in der geschaftsformen, resp. deren jeweilige Zwecke und Ziele sich überall eine Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung gefammten Metallindustrie sollen die Berliner Metallarbeiter zeigen, hier früher dort später daß sie nicht willens sind, zu Ehren der Feste des Kapitalismus schaftlichen Verhältnisse richteten und sich dieser anpassen mußten. und Führers Friedrich Engels. Die Anwesenden ehrten das Opfer zu bringen.( Lang andauernder allseitiger Beifall. Gutheit, von der Firma Brodnih u. Seydel, stellte als In der darauffolgenden Diskussion wurden seine Ausführungen Andenken des Berstorbenen durch Erheben von den Sihen. In erster Diskussionsredner zunächst fest, daß die Firma es bisher ab. von einigen Rednern noch erweitert refp. ergänzt. Außerdem derselben Weise wurde anläßlich der 31 jährigen Wiederkehr gelehnt habe, dem Verband der Metallindustriellen sich anzuschließen, fand noch die Wahl der provinziellen Agitationskommission statt, feines Todestages des Agitators und Genoffen Ferdinand Kollege Rohrlac referirte hierauf über: daß sie aber durch diese Versammlung fehr leicht dazu angereizt Provinzen, die noch in miserablen Verhältnissen leben, der Arbeiter- und Unternehmer- Berbände". Lebhafter Beifall lohate deren Aufgabe es sein soll, die Brauereiarbeiter der östlichen Bassalle gedacht. werden könne. Zunächst wäre nach seiner Meinung der nächste bem Redner für seine trefflichen Ausführungen. Unter BerSonnabend abzuwarten gewesen, äther sei mit der Ver- Organisation zuzuführen. schiedenem wurde folgender Antrag angenommen: Für die fammlung jedenfalls nur deshalb so zeitig vorgegangen, damit Eine Delegirten Versammlung der Musit In Familienangehörigen ber nach unserer Ueberzeugung unschuldig ihm der Deutsche Metallarbeiter Verband" nicht zuvorkomme. strumenten- Arbeiter tagte am 1. September 1. September bei verurtheilten Bergarbeiter Schröder und Genoffen Sammellisten ( Heiterkeit und Zuruf: Die machen es uns ja doch noch nach.) Herrn Schulze, Oranienfir. 51. Es wurde konstatirt, daß eine zu besorgen und unter den Mitgliedern in Umlauf zu setzen. Bum Ein Arbeiter der Firma Becker fuchte seine und die Handlungs- erhebliche Anzahl der Delegirten nicht anwesend war. Gin An- Schluß wurden zu dem am 14. September, bei Triefetau, stattweise feiner Kollegen zu rechtfertigen. Sie feien zu dem Fest in trag des Kollegen Rüdiger, die Werkstätten der fehlenden findenden Bergnügen die Eintrittskarten ausgegeben. der Müllerstraße, wo 180 Mart verkneipt wurden, gegangen, Delegirten durch die Zeitung bekannt zu machen, wird einweil sie mußten; im übrigen hätten sie sich über stimmig angenommen. Ebenso wird der Antrag des Kollegen Charlottenburg. Jm fleinen Saale von Bismarckshöhe" зи geringe Bewegungsfreiheit in ber Fabrit nicht wust row, eine Kommission von fünf Mitgliedern zu wählen, tagte am Dienstag Abend eine gut besuchte öffentliche Vers zu beklagen. Becker, Näther und andere suchten Gut welche die Aufgabe hat, säumige Wertstätten heranzuziehen, gegen fammlung der Maler und Anstreicher. Nach einem recht heit auseinander zu sehen, daß die Einberufung der eine Stimme angenommen; auch sollen die Belegirten in nächster beifällig aufgenommenen Vortrage des Genoffen Adolf HoffmannVersammlung gerechtfertigt und auch ein energisches Vorgehen Zeit durch Karten eingeladen werden. In betreff der unfrei Berlin über:" Der Kampf ums Dasein" gelangte einstimmig zu dieser Zeit am Plaze sei. Der Berliner Verband zähle 6000, willigen Feier des Sedantages, welcher eine Resolution zur Annahme, welche zum Anschluß an die hier bie Mitgliedschaft des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes am einzelne Werkstätten ausgesetzt waren, werden am Drte befindliche Organisation aufforderte. Hiernach gab hiesigen Ort 1500 Mitglieder; die Kollegen sollten nur einig die Kollegen darauf aufmerksam gemacht, daß die dadurch Ge- der Vertrauensmann Kollege Düter seinen Rechenschaftsbericht, zusammenstehen und sich ihrer Kraft bewußt werden. Der Streit fchädigten das Recht haben, den entsprechenden welcher genehmigend zur Kenntniß genommen wurde. Die Neuum die beffere Form" der Organisation sei ein müßiger, jeder& ohn für diesen Zag zu fordern. Jedoch muß die wahl des Vertrauensmannes ergab, daß Kollege Düler als Vermöge sich da anschließen, wo er sich die meisten Vortheile verspreche; Forderung bis zum nächfien Bahltage geltend gemacht werden. trauensmann weiter fungiren wird. Ferner wurden noch zu Reorganisiren und agitiren sei die Pflicht jedes einzelnen sich an Ueber die Lage des Pfaffe'schen Streits wird bekannt gemacht, visoren die Kollegen Göbel, Scheuerbrandt und Andrup gewählt. der modernen Arbeiterbewegung Betheiligenden.( Bravos.) daß vier Kollegen in Arbeit getreten und vier noch ausEndritatis und Gutheit, die wiederholt das Wort ständig sind. zur Vertheidigung ihres Protestes nahmen, waren nicht in der Lage, die Bersammlung umzuftimmen. Näther suchte 2. September Genoffe Jahn einen mit Beifall aufgenommenen Im Allgemeinen Deutschen Tapezirerverein hielt am ihnen in seinem Schlußwort nachzuweisen, daß sie nur allzusehr vortrag über Sittliches Recht und öffentliche Meinung". An " bas hohe Lied des humanen Fabrikanten" gesungen und besser gethan hätten, sich dem Vorgehen der Kollegen der übrigen der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner im Sinne des Firmen anzuschließen. Gegen nur 2 Stimmen fand folgende Referenten. Am Sonntag, den 22. September, findet im Neuen Resolution Annahme: Klubhaus, Kommandantenstr. 72, ein Kränzchen statt. Bum Schluß erfuchte Nather sämmtliche Vertrauensleute der einzelnen Fabriken, ihm bis Montag Mittheilung zukommen zu laffen, ob der Lohn für die versäumte Zeit gezahlt worden sei oder nicht. wurde Don " Friedrichsberg. Am 20. v. M. hielt der ArbeiterbildungsVerein eine Versammlung ab. Vor Eintritt in die TagesEngels von den Sigen. Darauf hielt Genosse Rohrlack einen ordnung erhoben sich die Versammelten zu Ehren Friedrich lehrreichen Vortrag über: Die wirthschaftliche Lage des arbeiten den Volkes. Unter Berschiedenem wurden die Genossen ersucht, die Lofallifte mehr zu beachten. Ferner sprach die Bersammlung ihren Unwillen über die vielseitige Gründung von Zwergvereinen, so über die Bauern, Knippel- und die vielerlei Gesangs vereine aus. " Die 2c. Versammlung erhebt entschiedenen Proteft gegen Der Deutsche Holzarbeiter Verband hielt seine regel die Machinationen der Berliner Metall- Industriellen, ihre mäßige Bezirksversammlung für die Rosenthaler und SchönArbeiter zu zwingen, die Sedanfeier zu verherrlichen. Sie ermann hielt einen intereffanten, mit Beifall aufgenommenen fammlungen am St. Sedanstage fcheint sich nicht bis auf hier hauser Vorstadt am 2. d. M. bei Mörschel ab. Genosse Hoff Schöneberg. Das Verbot von sozialdemokratischen Werwartet, daß die Fabrikanten mindestens soviel Opfermuth be Vortrag über:" Der Kampf ums Dasein". Von den eingeladenen erstreckt zu haben. Sierselbst hielt der Arbeiter- Bildungsverein fammlungen am St. Sedanstage scheint sich nicht bis auf hier fitzen, die Arbeiter für die erzwungenen Feierstunden zu ent- Kollegen waren nur wenig erschienen. Besonders scharf eine den Saal von Obst vollständig füllende, nach außen hin bas der Versammlung schädigen." Ver indifferente burch ein Transparent mit der Inschrift: Proletarier aller firt, fowie auch die Sonntagsknufferei bei Marfinely, mit dem vom Genossen S. Schulz gehaltenen Vortrage: Die halten der Kollegen bei Otto, Franfectistraße 6, triti Sänder vereinigt Euch!" tenntliche Bersammlung ab und zwar Schwebterstr. 238, von welcher die bort arbeitenden Kollegen trob rbeiterschaft und das Sedan- Jubiläum". Der wirkungsvolle mehrfacher Aufforderungen von feiten des Verbandes nicht ab. Bortrag fand begeisterte Aufnahme. Mit allen Stimmen laffen. In der Diskussion über den Antrag Ahrens forderten Im Berliner Arbeitervertreter- Verein erstattete in der bie Kollegen, daß der Arbeitsnachweis in feiner jeßigen Form wurde eine sich in entschiedener Weise gegen das Feiern von Kriegsjubiläen aussprechende Resolution angenommen. Iekten Sigung der Borfißende Symanowski Bericht über beibehalten werde, fo lange nicht andere Mißhelligkeiten vor: Bon einer Diskussion wurde Abstand genommen, an ihrer Stelle die Besichtigung der Heilanstalt für Verlegte in Nieder- liegen; da eine Verkleinerung resp. Abschaffung desselben ein trat eine Pause zur Aufnahme neuer Mitglieder ein. Nach Schönhausen, die am 26. August stattgefunden hat und an großer Schritt rückwärts wäre. Zum Schluß fand folgende Re- darauf folgender Besprechung innerer Vereinsangelegenheiten der sich 34 Vereinsmitglieder betheiligten. Man hat im großen solution einstimmig Annahme:" Die Versammlung erklärt sich theilte der Borsigende mit, daß die Mitglieder nur noch bis zu und ganzen den Eindruck gehabt, als ob mit dem Raum allzu mit der Form des Arbeitsnachweises einverstanden, und ersucht, der am 16. September stattfindenden Versammlung die in diesem theilte der Borsigende mit, daß die Mitglieder nur noch bis zu haushälterisch umgegangen würde; in einem Saal von mäßiger möglichst dahin zu wirken, daß solchen Werkstätten, in denen nach- Bierteljahr zur Bertheilung kommende Broschüre erhalten können. der am 16. September stattfindenden Versammlung die in diesem Größe stehen 38 Betten. Die Anstalt, welche für 80 Personen weislich die Arbeitsverhältnisse unter aller Würde sind, keine Sierauf wurde die Versammlung geschlossen und blieben die AnBlah bieten foll, ist angenblicklich von 42 befest. Aeußerst Arbeiter vermittelt werden." wesenden bis zum Eintritt der Polizeistunde um 11 Uhr noch primitive Badeeinrichtungen und mangelhafte Klosets sind eben. Die chirurgische Branche hielt am 3. d. M. eine öffent gemüthlich zusammen. falls dort vorhanden. Die Kleidung der Insaffen erregte das liche Versammlung ab. In derfelben erstattete der Vertrauens Befremden der Besucher; es hatte den Anschein, als ob die mann Brückner Bericht über die Kassenverhältnisse des öffent- mgegend tagt jeden Freitag nach dem 1. bei wizel, Ackerstr. 145 und jeden Die Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und Sachen anderwärts alt gekauft und dann in Nieder- Schönhausen lichen Fonds. Es wurden vereinnahmt 95,60 M., verausgabe Freitag nach dem 15. bei Lorenz, Koppenftr. 47, abends 8 Uhr. in Benutzung genommen sind. Im Laufe der Diskussion- Redner 88,25., so daß ein Baarbestand von 74,85 m. verblieb. Für Freitag, den 6. b. M., abends 8% Uhr, bet Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Bentral- Verein der Bureau- Angestellten Deutschlands. Sigung am waren außer dem Vorsitzenden noch Wolf, Buch bola, ftreifende Gewerkschaften 2c. wurden ferner auf Liften gesammelt Bortrag. Schalthoff, Stephan- tam zur Sprache, daß über das insgesammt 860,45. In seiner Eigenschaft als Delegirter Tanzlehrerverein Solidarität". Monatsversammlung im Lokale von Essen auch Klage geführt ist. Man fand eine Erklärung dafür zur Gewerkschafts- Kommission erstattete Brückner ferner Bericht Grauer, Oranienftr. 121. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, abends von 7-8% Uhr: Lektüre. zum theil in dem Umstande, daß die Verpflegungstoften dort über die Thätigkeit dieser Korporation. Gegen den Berich: 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Wülferir.$ 179 a: Geschichte( 8äfartsmus niedriger angesetzt sind, wie in den anderen Anstalten, die den wurden Einwendungen nicht erhoben. Die Versammlung im alten Rom; Entstehung des Christenthums; unchristlicher Kommunismus.) selben Charakter haben. Als Beweis, wie unzulänglich manche wählte als Revisoren des Vertrauensmannes Fichtner, richtsfächern werden neue theihehmer, Damen und Herren, jederzeit aufSüdost- Schule, Waldemarfir. 11: Deutsch( Literatur.) Bei allen UnterEinrichtungen sind, wurde hervorgehoben, daß für die 42 Infassen nobel und Boddin, als Vertrauensmann Henrichsen, genommen. nur 2 Wannen in dem feuchten Keller, wo das Wasser an den als Stellvertreter Matthes. Im weiteren wurde Bericht er Sele- und Diskutirklub Westen". Jeden Freitag, abends 8% 110v, Wänden herunterfickert, aufgestellt sind. Von einer Seite wurde stattet über den Streit bei Dewitt u. Herz. Die Situation bei Hermann Werner, Bülowſtr. 59. betont, daß die Villa Scharfenberg" darum eben in eine Heil- hat sich nicht geändert. Arbeiter Fingerbund Berlins und Imgegend. Borshender An Unterstützungen sind seitens dec av. Neumann, Pafewalferstraße 8. Alle Renberungen im Vereinsanstalt umgewandelt sei, weil sie der Besitzer aus hygienischen Gewerkschaften bis jetzt eingegangen 990 M. Im ganzer wurde talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 2r. Freitag. Rücksichten nicht mehr bewohnen wollte. Nach Erledigung vereinnahmt 4214,15 9. lebungshunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Gollegia, Bu unterstützen find noch 17 Berralbertfir. 21 bet Roll. Raiser'fcher Wännerchor, Schönhauser dieses Punktes wurde in eine Besprechung der wichtigeren heirathete mit 24 Stindern und 10 Unverheirathete. Der Staci lee 28, bei Stelle. Arbeiter Gesangverein Nord, Kastanten Allee 11, bei Revisionsentscheide und der Bescheide und Beschlüsse des Reichs- bauert bereits acht Wochen. Ueber die Frage, ob der Etrei Augustin.- Buch bin der Männerchor, Golzmarttir. 3, bei Deter. Versicherungsamtes eingetreten. In einer Altersrentenfache aufgehoben werden soll, wurde eine geheime Abstimmung der Neue Friedrichstraße 44, bet Möllig. Gefangver, Maiglödchen J, Bindowerstr. 26 b. Sachs.- Gemüthlich feit, Typographia, Gesangverein hatte der Kläger zum Grweise der Entrichtung der seiner ver- Streifenden herbeigeführt. Für Aufhebung des Streits wurden Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Cohn's Restaurant( großer Saal). ficherungspflichtigen Beschäftigung entsprechenden Anzahl von 2, dagegen 19 Stimmen abgegeben. Der Streit dauert demnach Beuthfir. 20. Gefangverein orbeerzweig, Swinemünderstraße 35 Beiträgen zwei mit je 52 Marten beklebte Qnittungskarten vor: fort und ist für die Unterstützung der Streifenden Sucge zu Gefangverein me lobia, Rigdorf, Beraftr. 142 bei Echimtäſe.- Friss bet Sübner. Gefangverein Rheingold, Golfnowstr. 40 bet Miegel. gelegt. Weil vier Marten nur angehängt, nicht eintragen. Maunynstraße 86 bei Frig Subeil. Brandenburger Männer= geflebt waren, wurde die Sache in die Vorinstanz zurückverin Brandenburg a.., Mengeris Boltsgarten, wiesen. Die Marken müssen vorschriftsmäßig verwendet, d. h. ein sehr zahlreich in der Berliner Ressource" versammelt, um Die Bergolder und Berufsgenossen waren am 4. d. M. Gefangverein Bergfiraße. Gefangverein reva II( gemischter Chor), Rigdorf, Hermannfir. 140, bet Daniel Böttcher. Freie Liedertafel, geklebt werden. Stellung zu dem Verhalten der Fabrikanten zu nehmen. Zu Gr. Frantfurter ftr. 74 bet Breuer.- Nord wacht, Chauffecftr. 72 bei Meißner. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Zink dieser Versammlung waren die Arbeiter und Arbeiterinnen von Freie Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bet M. Schulze. Arbeiter Gefangverein Sängerfreis( Weißensee), Weißenburger= gießer und Stürzer Berlins und der Umgegend hielt am Ruthenberg, August Werkmeister, Rubisz u. Jmberg, sowie von fraße und Eedanstraßen- Ecke bei Brennert. Loreley, GrünDienstag, den 27. August, seine ordentliche Generalversammlung Nixdorf besonders eingeladen worden. Die Hauptfrage betraf thalerstraße 4 bei Hämmerling, Lustige Sänger, Potsdam, Bran= ab. Nach dem Bericht des Kassirers Kollegen Kühn wurde eine den vielerörterten Generalstreit zur Aufbesserung der Afforda denburger Kommunikation 16 bei Glafer.- Bieber'scher Männerchor, Rosenthalerstr. 57 bet Wernau. Geselligkeit, Hennigsborf, Einnahme von 83,80 m. erzielt, dem gegenüber steht eine Aus. löhne. Die Frage der Lohnbewegung fand nochmals eine ein- Böhmert's Gafihaus. Drante, Weißensee, Königschaussee 41 bei gabe von 9,50 M., somit verbleibt ein Ueberschuß von 74,30 W. gehende Erörterung und gaben die anwesenden Vertreter der rense. Gefangverein Vereinte Sanges brüder, Moabit, Berlebergerfirate 28 bet Hermerschmidt. Sängerverein Sorgen Liefer Ueberschuß mit dem Bestand vom letzten Vierteljahr von einzelnen Fabriken und Werkstätten die Meinungen der daselbst fret, Admiralshaße 18 c, Märkischer Hof. Sangesfreund, 264,85 m. ergiebt die Summe von 339,15 M., der Bestand des beschäftigten Arbeiter fund, die größtentheils dahin gingen, Dragonerfir. 32 bei Kamlowery. Gesangverein Wacht auf I, Wörther: Vergnügungsfonds beträgt 169,65., so daß ein Gesammt daß der geforderte Lohnzuschlag auf Affordarbeit von straße 19 bct Echmidt. Befangverein Stralauer Siebertafel, Rummelsburg, Hauptstr. 8 i Bowinkel. vermögen von 508,80 W. vorhanden ist, dem Kassirer wurde 331/3 pet. durchaus Gefangverein Treu und nothwendig fei, Ginigte it, sirdorf, gerechtfertigt und Handjernstraße Nr. 58 bet Neden. Decharge ertheilt. Im Gewerkschaftlichen wurde von den Kollegen da die Verdienste überaus schlechte seien. Die Stimmung Gefangverein Frohsin ummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantstraße, bei Klar und Volgmann die Lohnforderung bei der Firma Vogel war im allgemeinen für Den Streif. Die Fabrikanten Mertens.- Gesangver ber Metallarbeiter( D), Blumenstr. 46. ottenburg, Bismarcstr. 74 bei krause. vorgebracht. Nach dem Bericht dieser Kollegen war es den stehen einer Lohnerhöhung ablehnend gegenüber. Nach einer auf Rosenthaler Bor Bernauerstr. 47. Frob Hoffnung Gießern, welche die letzten bei dieser Firma waren, nicht möglich, genommenen Statistik beträgt der durchschnittliche Berdienst pro( Berlin W.), Grunen Be 110 bei Keẞner. Brüderschaft. mprecht. unseren festgesetzten Minimallohn von 30 M. zu verdienen. Woche 13 M., mit Ausnahme der Barockvergolder, welche höhere are Jakobstr. 87-88 bei Freiheitsglocken, Wörthers Sosalia, Blumenfir. 40 bei Tomaticheck. Nachdem die Kommission bei dem Chef verstellig wurde, erklärte Verdienfte erzielen. Das Resultat der langwierigen Berhanda frase bei Buchholz. Gyene, Mosenthalerstr. 57 bei Julius Wernau. Eintracht III, sich der Fabrikant Bogel dazu bereit, einen Gießer in Lohn zullungen war der Beschluß, am Montag, den 9. d. M., früh in Morgenroth 2, Eberswalde, Bretenwalderfir, bet Weber. " Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.| Speisekarten in jenem Restaurationsgarten und auch in einer bis besagte Here erscheinen sollte. So entstand dadurch vor Alle Zuschriften find zu senden an P. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Stattlub airo, Abends 8 Uhr bei Fr. Bothe, Restaurateur, Ritterstr. 32. neuen Erzählung eines bekannten deutschen Dichters be- diesem Hause jeden Abend ein solcher Menschenauflauf, daß Musitverein Hoffnung, Große Frankfurterstr. 133 bei Gold. hauptet. Auch die Gustel von Blasewih" soll bei der schließlich die Polizei einschreiten mußte, um die Straße zu Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Pflanzung der Linde zugegen gewesen sein. Nach dem Urtheil fäubern. Kinder, ja sogar Erwachsene, getrauen sich seitdem bei Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Neue Hochstraße 49. Gefang verein Silaria, abends 8 Uhr, Gigung Blumenftr. 46 bei Tomascheck. der Sachverständigen ist dieser Baum jedoch viel älter, als daß anbrechender Dunkelheit nicht mehr auf die Straße oder allein Karthaus'scher Gefangverein. Uebungsstunde: abends 9 uhr er erst 1785 gepflanzt sein könnte. Den Namen Schillerlinde" zu Hause zu bleiben, aus Furcht, man könnte diesem Gespenste bei Wiedemann, Blumenftr. 38. Bitherflub„ Alpengruß"( Direktion erhielt er überhaupt erst 1859 von dem damaligen Besizer des begegnen. Und das doch im 19. Jahrhundert in der„ hellen" 21. Wolkewitz), bet G. Gomoll, Waldemarstr. 38, abends 9 Uhr. Privat Theaterverein Crescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Purbuserstr. 35.— VerRestaurationsgartens zur hundertjährigen Geburtstagsfeier des Pfalz! Gewiß ein trauriges Zeichen der Zeit. gnügungsverein husnelda, abends 8 Uhr, bet gubeil, Lindenstr. 106. Dichters. Der Zweck dieser Lindentaufe" war namentlich ein Musitverein Hoffnung( ft), abends von 9-11 Uhr. Nebungsstunde geschäftliches Interesse; zu der Persönlichkeit Schiller's hat der Große Frankfurterstraße 133 bei Gold. Tambourverein Frei- weg, Baum gar keine wirkliche Beziehung. Uebungsstunde bei W. Raddaz, Elsasserstr. 11. Bitherflub Waldrose, abends 9 Uhr, Manteuffelstr. 86, Parterre: Restaurant. anne, abends 9 Uhr, bei Kaiser, Markusstraße 8. Rosenthalerstr. 57. Blumenstr. 32. Gäfte willkommen. wird Marcus Porcius Cato Censorius seiner ganzen Erscheinung Der alte Cato als Weinfälscher. In der Geschichte nach als ein Vertreter der alten Zeit mit ihren Tugenden dar Verein Grüne Bergnügungsverein Recht liebliche Polizeizustände scheinen in bezug auf die gestellt. Seine Lebensweise war altrömisch einfach, hart und Im Brand, Sigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. Gesang Behandlung Fremder in Geestemünde zu, herrschen. Das raub und zeigte nirgends eine Spur von Uebbigkeit und Pracht. verein der Bauanschläger Berlins, abends 9 Uhr bei J. Wernau, Rechtsgehen auf den Brücken ist an manchen Orten durch Als guter Hausvater bewies er sich darin, daß er seine Habe Bitherklub Frohsinn, abends 8½ Uhr bei Reich, Polizeiverordnung vorgeschrieben. Manchmal erweist sich aber eine strenge zusammenhielt und eifrig zu vermehren suchte. Ein Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Freitag: Apfel- solche Brücke zu einer wahren Fremdenfalle". Aus Geestemünde Mittel dazu scheint bei ihm auch die Herstellung einer sonderblüthe, Hochstädterstr. 30 bet Graminsky. wird der Freis. 3tg." mitgetheilt, daß Fremde dort fast täglich baren Art von Wein gewesen zu sein, wenigstens soweit er als Turnverein Fichte. 2. Männerabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr in der Turnhalle Staligerstraße 66-57. mit Strafmandaten bedacht werden, weil sie, ohne auf die Gesindetrunk verwandt werden sollte. In seiner Schrift de re 4. Männerabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von 8 bis angeschlagene Warnung zu achten, aus Versehen auf der linken rustica giebt er dafür, wie man der Kölnischen 3tg." schreibt, 0 Uhr in der Turnhalle, Stefanstraße 3. 5. Männerabtheilung turnt Seite die Brücke überschreiten. Der Kreiskasse soll aus diesen folgende Anweisung: Man thue in ein Faß 10 Amphora( zu Dienfiag und Freitag abends von 8-10 Uhr in der Turnhalle, Mariannen- Strafgeldern ein namhafter Betrag zufließen. Besonders un- ungefähr 25 Liter) süßen Wein, gieße dazu 2 Amphora scharfen Ufer 19.1. Lehrlingsabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Friedenstr. 23.- 3. Lehrlingsabtheilung turnt gerechtfertigt ist es, wenn ein Polizeibeamter, wie es vor. Effig, ebenso viel gegorenen Wein und 50 Amphora Wasser, Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, gekommen, einen Fremden, der in aller Unschuld sich auf der rühre 5 Tage lang die Mischung täglich dreimal mit einem Stock Boechstraße 21-22. Turnverein Gesundbrunnen die erste linten Seite hält, die Brücke ruhig überschreiten läßt, ohne ihn tüchtig um und sebe darauf noch 64 Schoppen Meerwasser hinzu! Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnhalle bes Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- kraft- und Artisten zu warnen, und dann nach dem Ueberschreiten mit dem großen Also nicht genug damit, daß der alte, würdige Römer" die flub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Notizbuch eilenden Schrittes naht, um den Missethäter in Schüler der oberen Klassen unserer höheren Lehranstalten mit Baldemarstr. 42. Kraft- Turnverein Hoffnung, abends von 9-11 Uhr schneidigem Zon zu fragen, weß Namens, Standes, Orts er sei. feinen mehr oder weniger langweiligen Schriften belästigt und so stille und friedliche Dorf Hambach in der Pfalz in Aufregung Weinfälscher. Cato ist darin wie in manchem anderen auch ein sie durch sein ewiges Ceterum censeo Carthaginem esse delenHeren in der Pfalz. Schon seit einiger Zeit ist das sonst dam in Aufregung versetzt, so offenbart er sich auch noch als versetzt durch den Aberglauben eines hiesigen Bürgers. In seinem Vorbild unserer kapitalistisch- staatserhaltenden Profitjäger, die ja Hause vernahm er nämlich in einem Dachſtübchen geräuschvolles gleichermaßen zum Fraß und Trank für das Volk das Schlechteste Klopfen, welches sich jeden Tag um dieselbe Zeit wiederholte, von abends halb 11 bis morgens halb 4 Uhr. Anstatt sich von der Ursache gerade für gut genug halten. dieses Geräusches zu überzeugen, hatte der Besitzer des Hauses In San Francisco sind, wie hiesigen Blättern gemeldet nichts eiligeres zu thun, als den in seiner Nachbarschaft wohnen- wird, Nachrichten eingetroffen, welche besagen, daß während eines den Bürgern mitzutheilen, daß sein Haus von einer furchtbaren Typhoons alle Schiffe im japanischen Hafen von Die Schillerlinde" in Blasewitz. Aus Dresden wird Here besessen sei. Man wandte nun sämmtliche Mittel, Kuchinotsu an den Küstenriffen zerschellt wurden. 36 Fahrzeuge der Frantf. 3tg." geschrieben: Es ist nothwendig, eine Schiller- wie sie allen Abergläubischen zu eigen sind, an, um den Geist find total vernichtet, alle Mannschaften derselben ertrunken; die Legende zu zerstören, ehe sie in die Fachliteratur etwa als be- auszutreiben. So z. B. stellte man geweihte Blumen, brennende Stadt ist faft gänzlich zerstört und der Verlust an Leben enorm. glaubigte Thatsache übergeht. Im Schillergarten" in Blasewitz Sterzen u. f. w. in besagtes Stübchen, man brach die Wand des- In der Proving Gifu haben Ueberschwemmungen 618 Dörfer s. bei Dresden steht eine Linde, die Schiller 1785 an seinem Ge- selben durch, vor welcher dann ein hiesiger junger Mann( fogar heimgesucht und viel Eigenthum beschädigt; 20 Personen burtstage gepflanzt haben soll; wenigstens wird das auf den noch gedienter Soldat!!) Wache hielt mit geladenem Gewehr, lertranten. bei Nowat, Manteuffelstraße 9. Gtattlub Schnitt, abends 9 Uhr, bei Trittelwig, Falfensteinstr. 7. Ucbungsstunde und Sigung. Zanzlehrer- Berein Solidarität, im Restaur. Grauer, Oranienftr. 121. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Club Uncle Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's birth day celebration. Guests welcome. Guests are welcome. " Vermischtes. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Möbel- Gelegenheitskauf Deutscher Metallarbeiter- Verband. Sonnabend, den 7. September, abends 8½ Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Oranienhallen, Oranien- Straße Nr. 51. Tages- Ordnung: Zum Umzug Oranien-Straße 73, of I., günstigste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer. In meinem 6 Etagen großen Möbelspeicher, alles hell und übersichtlich, kein Laden, sollen sofort ca. 200 neue ganze WohnungsEinrichtungen von 100-1000 Mart und darüber Vorräthe verliehen gewesener zum Theil sehr 1. Vortrag des Regierungsbaumeisters Herrn G. Kessler über: Ronsum- verkauft werden. Speziell empfehle ich die großen genoffenschaften und Sozialdemokratie". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom wenig benutter Möbel für jeden annehmbaren Sommerfest. 4. Antrag des Vorstandes, betreffend Aenderung der Streifunter- Breis. Theilzahlung gestattet. Kleiderspind, stügung. 5. Vereinsangelegenheiten. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Mitglieder ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. NB. Die Kollegen werden ersucht, heute Abend im Verkehrslokal, Naunynftraße 78, mit den Sommerfest- Billets abzurechnen. 141/17 Verband der Bauarbeiter und Berufsgen. Berlins und Umgegend. Verwaltung Berlin Centrum. Sonnabend, den 7. Septbr. 1895, abends 82 Uhr: Mitglieder- Derlammlung bei Bergner, Annenftr. 16. Tages- Ordnung: 1. Vortrag von Fräulein O. Baader über: Konsumvereine und Produktiv- Genossenschaften. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Sopha 18 Mart, Kommode, Küchenspind, WaschGäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht toilette 12 Mart, Stühle 3 Mart, Bettstellen 113/13 Die Ortsverwaltung. mit Federmatraße und Keillissen 18 Mart, elegante Nußbaum- Kleiderspinde und WäschePermanente Beitungs- Ausstellung. Eintritt 10 Pf. Spinde 30 Mart, Muschelspinde 40 Mart, München: Neueste Nachrichten, Allgemeine Zeitung, Volkszeitung, Sigl's Säulen Kleiderspinde und Bertitows, hochelegant 46 Mart, Trumeaur mit Stufe 55 Mart, Baterland zc. Leipzig: Tageblatt, Neueste Nachrichten, Schoenlant's Bolts. Plüschgarnituren 60 und 100 Mart, Paneel- Beitung und Königliche Leipziger Zeitung 2c. Wien: Neue Freie Presse, Tage= garnituren, Paneelsopha 80 Mart, Muschel- blatt 2c. Prag: Bohemia. Rig a'er Tageblatt. London'er Herrmann und tausend" andere Zeitungen in den Berliner Lesehallen Alexanderplatz. garnituren, Chaiselongue, Schlafsophas, Schreibtische, Koulissentische, Buffets, Schreibsekretäre, Sonntag, den 8. September, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Tische, Spiegel zc., alles staunend billig, sowie Herrn Brüder(„ Südost"), Waldemarstraße 75: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: fertig dekorirte Salons, Speise- und Schlafzimmer. Besichtigung erbeten ohne Kaufzwang. Gekaufte Möbel können drei Monat tostenfrei lagern und werden durch eigene Gespanne 1. Urabstimmung über den Antrag des Ausschusses und Hauptvorstandes transportirt und aufgestellt. betreffs unseres Organs. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Verbandsangelegenheiten. 32/3 Um das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder wird gebeten. Die Ortsverwaltung. Verein der Schäftebranche. 3109 L* Spittelmarkt Achtung! Froh- Hoffnung." Achtung! Mitgl. d. Arb.-S. B. Dirigent: V. Dillenberger. Sonnabend, den 7. Septbr., bei Gossmann, Kreuzbergstr. 48. Bitte lesen Sie! IV. Stiftungsfest. an Jedem Genossen, der seinen Bedarf Anzügen, Sommer- Paletots, einzelnen Sonnabend, den 7. September, abends 9 Uhr, bei Jul. Wernau, Röcken, Jaquets, Hosen, Welten, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. 173/5 Steinarbeiter Berlins u. Umgegend. Sonntag, den 8. d. M., vorm. punkt 10 Uhr, Sophienstr. 34: Hüten, Stiefeln 2c., ferner Betten, Wäsche, Waschtessel, Stoffer, Echirme billig und gut taufen will, empfehle mein reichhaltiges Lager in alt u. neu. A. Wergien, Schneidermeister und BarthiewaarenHändler, Großer Ball, komische Vorträge, Deklamation. Anfang 8 Uhr. Kaffeepause 12 Uhr. Rulmfiteater, pallasstr. 16, sowie im Vereinslotal G. Db it, sind zu haben: J. Raumann, Blücherstr. 45; Paulisch, Grunewaldstr. 110. 65/11 Freunde und Gönner des Vereins sind hiermit freundlichst eingeladen. Charlottenburg. Im nenrenovirten Saale von Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39, Sonnabend, den 7, September 1895: Gr. öffentl. Steinarbeiter Versammlung. 127 Statiserstraße 127. II. Stiftungs- Fest Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu den Lohn- und Arbeitsverhältnissen auf Platz Bestellungen nach Maah werden Holzmann, Yorfstr. 56e. 2. Berichterstattung der Gewerbegerichts- Beisitzer. gut und billig ausgeführt. 3. Das Unterstüßungswesen. 4. Abrechnung vom Sommervergnügen. 5. Ber- Bitte sehr, recht genan auf Namen schiedenes. und Hausnummer zu achten. Sämmtliche Vertreter vom Platz Holzmann sind zu dieser Versammlung. schriftlich eingeladen. Der Vertrauensmann. 172/7 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Rohtabak. Bezirk Süd- Ost. Grösste Auswahl! Billigste Preise! Montag, den 9. September, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Lager in Formen, Bockfaçons. Rautenberg, Oraniennr. 180: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Mehner über: Die Schule, wie sie ist und wie sie sein soll. 2. Diskussion. 3. Antrag Ahrends, betreffend den Arbeitsnachweis. 4. Verschiedenes. 77/5 Die Drechsler und Bürstenmacher sind zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Die Ortsverwaltung, Genossenschafts- Bäckerei für Berlin u. Umgeg. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Heinrich Franck, Nr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. ophastoff S Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! Donnerstag, den 19. September, abends 8 Uhr, in Cohn's Läuferstoffe in allen Qualitäten zu Festfälen, Beuthstraße Nr. 20: Ordentliche General- Versammlung. Hierzu werden die Genossen eingeladen. Rothe Mitgliedstarte legitimirt. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsraths und Vorlegung der Bilanz. 2. Statutenänderung. Der Vorstand. L. Freytag, Geschäftsführer. A. Schweizer, Raffirer. Billige Dampferfahrt ( 3 Dampfer mit Musik) 38/4 Sonntag, den 8. September nach Grünau, Zeuthener See, mit Rundfahrt auf demselben. Frühstück im Walde. Abfahrt: Stralauer- u. Waisenbrücken- Ecke morgens 8 Uhr. Rückfahrt 7 Uhr abends. Billets 60, Kinder 20 Pf. Berantwortlicher Redakteur: 4 2251b Fabrikpreisen. Berlin S., Emil Lefèvre, Oranienstraße 158. Bruchbandagen aller Art( eigenes Fabritat), sowie fämmtliche Artikel zur Krankenpflege empfiehlt Linien#rake J. Ch. Pollmann, 30. Lieferant für Orts- u. Hilfs- Krankeuk. Arbeitsanzüge set. 112. W. Pahr, Prachtvolle Sahnen Margarine, im Geruch, Geschmack, Aussehen einer fein. Tafelbutter vollständ. gleich, vers. 10 Pfd. Postc. franko Nachn. M. 7,50. Otto Bauer, Cöthen i. A. 4. * des Verbandes der Zimmerleute Deutschlands 254/7 Zahlstelle Charlottenburg. E Unter Mitwirfung des Gesangvereins ,, Vorwärts"( M. d. Arb.-S.-B.). Hierzu ladet freundlich ein Das Komitee. Am Sonntag, den 8. September, findet die letzte diesjährige Dampfer- Extrafahrt 2260b über Friedrichshagen, Hessenwinkel nach Woltersdorfer Schleuse statt. Fahrpreis ganze Tour hin und zurück 1 M. Abfahrt von der Waisenbrücke 10/2 Uhr vormittags. Ankunft Berlin 9 Uhr abends. H. Hertzer, Schlesischestr. 6. Seifen-, Licht- und Soda- Fabrik M. Reich& Co., Fabrik Gr. Frankfurterstr. 43. 18 Detail- Geschäfte, fast in allen Passagen der Berliner Markthallen, sowie Alte Jacobstrasse 45, Krautstrasse 48, Badstrasse 12. 1. Spezialität: extra prima Terpentin- Salmiak- Seife, giebt blendend weisse Wäsche, 1 Pfund 18 Pf., 2 Pfund 35 Pf. und Fettgehalt, 2. Familienseifen, extra prima, in vorzüglicher Reinheit 3. Glycerinseifen ff., wohlriechend( in Riegel 18 Pfennig) 3 Stück 40 Pf. [ 3211L*] 4 Stück 50 Pf. Echt Stonsdorfer Likör, Echten alten Nordhäuser, à Liter 1, M., 5 Liter 4,50 M. à Liter 1,20 M., 5 Liter 5,50 M., 10 Liter 10 M. Ingber, Getreidekümmel, Wachholder, à 2. 1 M., 5 2. 4,50 m. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeer- Saft, voraliglich, Ziter 1,20 m. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 M. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co., 6 a Bellealliance- Platz 6 a. 81 Neue Friedrichstrasse 81. 3104L* 8 Oranienstr. 8. 29 Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. elm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.