Kt. 5S ♦ 44 �ohrg. Ausgabe fK Nr. 26 Vezvgspret». SMawittlid» 70 üftnnift,-»»ilatNch 8. Jieidjsmart voran»»ahldar. Unter tireutdan»«itr Deutlcktaa», Dan»»» saai» ant ZHemeloediet. oellrrr-l» Lltauea Currmdur« K,iU Zieichsmarl. ffir 0a» Ubrifl« Ausland 5�0 Reichsmart pro Monat. Set.SottBäm* mit»er illuftrier» Un Soantagskeilag«.Soll und Stil* iowie den StUantn.UnierdaUung uno ffiifltn".Zu» der SilmireXt*, »Ätantnftimjne*'.Der Sinder- freund* Luqend-BorwSrt»* and J&Wd in die Svcherwelt* erlcheiat wochentäalich»weimal Sonntaz» und Montau» einmal. Teltaramm-AdreNe: �«lialoerrtotrai verNV Sonntagsansflabe Vevlinev Volksblatt (�15 Pfennig� Anzetgenpreise: Dl««lnlpaltia« Nonpareille» »eil« 80 Vlennia RtNameieil« B,- Reichsmark..«leine Zottigen* da» lettaedruekte Wort 28 Vienni» fwlfiffio ,wei iettoedruckir Worte). feix« weitere Wort 12 Vkennia. Stellenaetuch» da» erst« Wort Id Skenni« irde» weitere Wort 70 Sfennia. Worte übet 1! Buch- ftaden«öMen für»wei Worte. Arbeitsmarkt Stile 80 Pfennig. ?amillenarueiaen für Abonnenten Seil»<0 Pfennig. «njelarn wr die nZchN« Nummer rnüffen bi» t'i? llbr nachmittag» im Dauptaefchäkt. Berlin TW 88. Linden. stratieZ. abgegeben werden. Teöifnet von 8 Ii llbr trüb bi* B llbr nachm. Zcntralorgan der Sozialdcmokratifcben Partei Deutfchlanda Redaktion und Verlag: öerlin EW. 68. Linöenstraße 3 Fernsprecher: Tönhofs 292- 297. Sonntag, den 30. Januar 1927 Vorrvärts-Verlag G.m.b.H.. öerlin EW. 68» Linöenstr.Z Pofttcheekkont»! Berlin nia$- BanNonto: Bant der Sebeiter.«ngeftelte» and Beamten Waüftr. 88: Di»touto-S>efeglchaft Denofitenlaffe Lindenttr. 8. Ernennung eines Rumpftabinetts. Die Bürgerblockregierung als Torso.— Inneres und Justiz«och unbesetzt. Graes wird wieder davongejagt. «mMch wird«tkgeteill: Der Herr Relchspräsideak hak den bls» herlgea Reichskanzler Dr. Marx in seinem Amte als Reichs. kanzler bestätigt und auf dessen Vorschlag den Re-chsmiatfier des Zluswättigeo Dr. Slresemana. den Reichsarbeitsmlaister Dr. Vrauns, den Reichswehrminister Dr. Gehler, sowle den Reichsmlrlschaftsminister Dr. Eurliu» in ihren bisherigen Lemleru bestätigt und den badlschen SlaalsprSsidenten und Ainanz- minlster Dr. b. c. Köhler zum Relchsslnanzminister. den Reichs- minister a. v. Schiele, MilgNed des Reichstag-*«, zum Reichs- minister für Ernährung und Landwlrfjchasi. den Verbondesekretär Dr. h. c. Koch. AlilgNed des Reichstages, zum Reichsocrkehrs- minister und den Staatssekretär Dr. S ch a e h l zum Relchsposl- minister ernannt. ZNit der Wahrnehmung der Gcschäsle des Reichs- mlnlstcro für die befehlen Gebiete hat der Reichspräsideni den Herrn Reichskanzler Dr. Marx beauftragt. Die Ernennung derReichsmtnisterdet Justiz und de« Innern hat der Herr Reichspräsident mit Rücksicht aus die noch nicht abgeschlossenen letzten Verhandlungen bi» Montag abend ansgesetzt. Zentrum und volkspartel ge?en Graes. Die Verzögerung der endgültigen Regierungsbildung ist darauf zurückzuführen, daß somohl vom Ze n t r u m wie von der Deut» s'chen Volkspartei lebhafte Bedenken gegen die Ernennung des ilbg. Graef-Thüringen zum Retchsjustlzminister erhoben worden sind. Graes ist Vorsitzender des völkischen Ausschusses der deutschnationalen Reichstagssraktion. Reichspräsident von hindenburg hatte nachmittags eine Unterredung mit den deutschnationalen Abgeordneten Graf Westarp und W a l l r a s. die nach ihm Rückkehr vom Reichspräsidenten ein« Aussprache mit dem Abgeordneten Graes herbeiführten. Die deutschnational« Reichstagssraktion ist für Montag nachmittag S Uhr zu einer Sitzung einberufen, um über die Besetzung der den Deutschnationalen zugedachten Posten des Reichsministers des Innern und der Justiz sich entscheiden. vorläufig Halle« die veukschnastonalen an Ihrem Vorschlag, für das Jusiizminislerlum den thüringischen Abgeordneten Graes zu nominieren, fest. Das Zentrum lehnt dies« Kandidatur nachwievor ab. Es ist anzunehmen, daß die Deutschnationalen Graes schließlich doch fallen lasten In diesem Falle dürfte der deutschnationale Abge- ordnete Lindelner-Wildou dos Reichsmintsterium des Innern übernehmen, während der dafür bisher vorgesehene deutschnationale i Abgeordnet« hergt das Justizministerium übernehmen■ wird. 1 * Im Anfang des Bürgerblocks steht eine ungeheure Blamage der Bürgerblockparteien und das Hohngelächter aller Republikaner Deutschlands. Die Regierungsliste war fertig und veröffentlicht— da entfiel den Berantwortlichen der Mut» zu scheinen, was sie sein werden. Sie wollen den Bürgerblock— aber sie wollen dem Volke nicht mit Namen ins Gesicht springen, die ihm kraß zeigen, was der Bürger- block ist. So entstand der Fall Graes, und im Gefolge des Falles Graes die Ernennung eines Rumpfkabinetts durch hindenburg. Die Regierung ist ernannt— aber es fehlen ihr ein Reichsinnenminister und ein Reichsjustiz- minister. Es fehlen ihr Herr hergt und Herr Graes. Herr hergt— das wird noch werden, aber Herr Graes _ das wird wohl nicht werden Denn Herr Graes ist schon wilder— um es deutlich zu sagen— davongejagt worden. Davongejagt auf Verlange« von Zentrum und Dolkspartei vom Reichspräsidenten. v v, Herr Graes war von der deutschnationalen Fraktion zum Iusti-minlster bestimmt worden. Mit wenigen Stimmen Mehrheit in geheimer Abstimmung. Herr Graes war der Kandidat des völkischen Flügels. Ein Mann ohne Format — aber ein gnmdiatzfefter Antisemit. Ein Parlamentarier. des einfachsten Taktgefühls bar— aber stramm völkisch. Ein Mann nach dem herzen derer, die in der Justiz ein ynstru- ment de, politischen«ampfes sehen. Sin Exponent jener Justiz, die sich weder mit der Republik, noch mit dem Auf- stieg der Arbeiterschaft abfinden kann. Der sollte als Reichsjustizminister die Interessen des völkischen Flügels der Deutschnationalen im Bürgerblock- kabineit wahrnehmen, hatten die Deutschnationalen nicht die Kasse bekommen, so wollten sie an der Spitze der Justiz einen Mann, der ihre reaktionärste und verbohrteste Gesinnung widerspiegeln sollte. Ob des herni Graes wurde den Fraktionen des Zentrums und der Volkspartei bange. Das war zu deutlich. Das ließ Schlüsse zu. daß es ihnen mit den Richtlinien merk- würdig ergehin könne. So entstand gestern eine Krise in der Krise. Die„Germonick" erhob lauten Widerspruch gegen Graes, der das Mißtrauen in die Justiz verstärken würde. Herr Marx ging zu Hindenburg. Nach ihm wurde Graf W e st a r p gerufen, und der sprach dann wieder mit Herrn Graes unter vier Augen. Der Er' ernannte ein Rumpfkabinett. Herr war: Hindenburg fa e s war nicht bei den ernannten. Am Montag um fünf Uhr wird die deutsch- nationale Reichstagssraktion noch einmal entscheiden. Die Sitzung wixd nicht ganz gntympliziert verlaufen. ..« 1. s i Graes oder nicht Graes, das ist jetzt die Frage. Oder vielmehr, es ist nicht mehr die Frag«. Ein Mann, dem solches widerfahren ist, der ist erledigt. Seine Wieder- kehr als Minister ist ausgeschlossen. Die deutschnationale Reichstagssraktion wird es hinnehmen müssen, daß Her? Graes, den sie designiert hat. wieder davongejagt worden ist, weil es ihn nach der Ansicht ihrer Koalitionsfreunde und des Reichspräsidenten noch nicht qualifiziert, daß er der Bor- sitzende der völkischen Bereinigung der deutschnatio- nalen Fraktion ist. Der Entschluß, in dieser Personenfrage nachzugeben, wird ihr nicht leicht fallen. Denn die Bc* nennung des Herrn Graes war schließlich nicht ein Zufalls- Produkt, sie war gewollt als politische Demonstration. Man erfährt auf dem Wege über die deutschnationale Provinzpresse, die gerade Herrn Graes freudig begrüßt, daß es nicht gerade leich t�mewesen sei. ihn in das Ka- binett zu bringen, da sich bei den anderen Parteien starke Widerstände gegen ihn bemerkbar gemacht hätten,„weil man bei den anderen Parteien offenbar eine weniger stcuike Per- sönlichkeit auf den Posten des Justizministeriums lieber ge» sehen hätte". Die deutschnationale Fraktion hatte sich demnach gerade auf Herrn Graes besonders versteift, so daß aus dieser Personenfrag« für sie«ine Prestigefrage(je- mprden ist; Aber eine Prestigesrage, in der sie nicht durch- halten kann. Sie muß Herrn Graes fallen lassen. Trotz, ihres ausgesprochenen Willens, ihn ins Kabinett zu senden. Obwohl sie gerade in seiner Person eine Kompensation für den Verzicht auf das FinanMinisterium, für Herrn Koehler gesehen hat. Sie muß dulden, daß er auf ßn China finö wir nur Krämer r Chamberlain macht neue Angebote. Loodoa, LS. Januar.(DTL.) In einer Red« in Birmingham sagte heut« abend Staatssekretär de» Aeußeven Chamberlain über die Lag« m China folgendest Mes Gerede über britischen Imperialismus fei Un- sinn. Im fernen Osten seien die Engländer ans jeden Fall elne Raliou van Krämern und wünschten nichts, als ihre Läden offen zn hallen und lo guten Beziehungen mit ihren Sunden zn leben. Wir sind uns nicht weniger als die patriotischsten chinesischen Ratio- nalisten klar darüber, daß die allen Verträge nicht mehr zeitgemäß sind und wir wünschen unser« Beziehungen zu China auf eine neu« Grundlage zu stellen, die der gegenwärtigen Zeit entspricht. Wir hofften, es würde möglich sein, hierüber mit einem unter einer Zentralregierung geeinten China zu verhandeln. Eine solche Regierung gibt es gegenwärtig nicht, aber die Forderung nach Re- Vision der Verträge ist so dringend geworden und ist im Grunde so vernünftig, daß wir versuchen müssen, über diese Bcrände- rungen mit den beiden miteinander streitenden Regierungen mitten im Wirrwarr des Bürgerkrieges zu oerhandeln. Die wichtigsten Dinge, die die Chinesen an dem alten Vertragssystem geändert zu sehen wünschen, sind erstens die Exterritorialität, auf Grund deren Ausländer mir von ihren eigenen Gerichtshöfen und nach ihren eigenen Gesetzen abgeurteilt werden können, zweitens die Tarifbestimmungen, aus Grund deren China keine Abgaben auf ausländische Güter erheben darf und drittens die nahezu u n- abhängige Stellung der Konzessionsgcbiete. wir sind bereit, in allen diesen Punkten Aenderungen vorzunehmen. denn das gegenwärtige System ist verallek. dem gegenwärtigen Zustand nicht mehr entsprechend and bietet nicht länger Schutz für unsere Kausleute. Vor zwei Tagen ist von unserem Vertreter den chinesischen De- Hörden, sowohl im Norden wie im Süden, ein Vor- schlag zugestellt worden, in dem die britische Regierung sich bereit erklärt, die modernen chinesischen Gerichtshöfe(ohne Einschluß eines britischen Beamten) als kompetente Gerichtshöfe für Streitfälle anzuerkennen, die von britischen Klägern vorgebracht werden. Di« britisch« Regierung«rklärt sich auch bereit, in britischen Gerichtshöfen in China die bestchenden modernen chinesischen Zivil« und Handelsgesetze zur Anwendung zu bringen. Wir werden noch weitergehen als dies, sobald die chinesischen Gesetzbücher und die chinesisch» Rechtspflege bereit sind. Was die chinesischen Steuern betrifft, so sind wir bereit, zuzugestehen, daß britisch» Untertanen zur Bezahlung der regelmäßigen chinesischen Steuern herangezogen werden, wobei u ab« tewe unterschiedliche Behandlung gegen britisch« Staatsangehörige od« Güter geben darf. Dies würde einschließen Steuern, die nach einem nationalen Tarif erhoben werden, sobald ein solches Gesetz oerkündet worden ist. Was die K o n z e s s i o n s g e bi« t« betrifft, so sind wir bereit, örtliche Vereinbarungen abzuschließen mif Grundlage der besonderen Verhältnisse in jedem Hosen. Die Der* waltung würde entweder mit dem benachbarten Gebiete unter chinesischer Kontrolle verschmolzen werden, oder es würde irgend- eine andere Methode zu finden sein, um die Verwaltung den Chinesen zu übertragen wobei der britischen Gemeinde eine Stimm« in Gemeindeangelegenheiten ge, sichert werden würde. Im Jahre l92S habe ich erklärt, wir würden China aus halbem Wege entgegenkommen. Sie werden sehen, daß wir in diesem Programm noch weiter gehen wollen al» bis zum halben Wege, aber ich bin sicher, daß es recht und ver- nünftig ist. dies zu tun. Im gegenwärtig eu Augenblick könne es keinen neuen Vertrag gaben, denn ein solcher könne nur unterzeichnet und ratifiziert werden, wenn eine anerkannte Regierung vorhanden sei Infolge des Bürgerkrieges sei Großbritannien nicht in der Lage, irgendeine Regierung in Ehina als die Regierung de« ganzen Landes anzuerkennen. wir können die Kantonregierung nicht als Regierung eine» Tests von Ehina anerkennen, denn das würde bedeuten, daß wir die Teilung Chinas ancr- kennen, und jeder Chinese würde uns dies verübeln. Wir können die Behauptung der Kantonregierung, sie sei die einzige Regie- rung China» nicht als richtig anerkennen, da es den Tatsachen nicht entspricht. Kanton beherrscht nur den d r i t t e n T e i l Chinas sowohl nach der Bevölkerung als auch nach dem Gebiet. Am Ende seiner Rede sagte Chamberlain: Ich begrüße aufs herzlichste den Wunsch des nationalistischen Ministers des Aeußeren Tschen nach Verhandlungen und erwidere ihm, damit Der- trags- und andere Fragen auf der Grundlage wirtschaftlicher Gleichheit und gegenseitigerAchtung vor der politischen und territorialen Souveränität der anderen Seite geregell werdeii. Chamberlain schloß mit der erneuten Versicherung, daß man Ver- st ä n d n i» für die Wünsch« des chinesischen Rationalismus und für den vernünftigen Wunsch Chinas„China für die Chinesen" habe. Er drückte die Hoffnung aus, daß die Chinesen die britischen Verträge durch die zwischen Nationen üblichen Mittel der Verhandlungen und Vereinbarungen erörtern würden. Er hoffe ernstlich, daß kein neuer Zwischenfall vorto«m«n verde, d« die Aussicht noch ein« friedlichen Regelung vereitele. Wunsch des Zentrums wieder davongejagi wird- Es ist schlimm für sie. Ts ist eine erste und ernste Niederlage. Eine Demütigung. Es ist«in Olmütz der deutsch- nationalen Reichstagsfraktion. » Die deutschnalionale Reichstagsfraktion mit ihren Iii) Mitgliedern ist die stärkste Fraktion in der Regierung?- koalition. Sie hat eine starke Stellung im Kabinett mit ihren nier Ministern, vielleicht ist diese Stellung noch stärker, wenn sie Herrn Graes durch 5ierrn H e r g t'«rseftt. und Herrn v. Lindeiner-Wildau an Stelle des Herrn H« r g t ins Innenministerium schickt. Sie wird diese Stellung nach dem Olmütz. das sie um des Herrn Graes willen erlitten hat. erst recht ausnützen. Sie wird nach Revanche dürsten. Sie wird alles daran letzen, um dem Olmütz ein Königgrätz folgen zu lassen,«inen Sieg über ihre Koalitionsgenosien. der ihr vor' ihren eigenen Anhängern das Prestige wiedergeben fall. das sie mit Herrn Graes verloren hat. Es liegt im Wesen der Dinge, daß ihr Einfluß in der Regierungskoalition sehr stark sein wird— unabhängig von den Personenfragcn. Nachdem das Zentrum sich an den Bürgerblock verkairft hat. ist«s fest gebunden. Es ist nicht leicht, sich ans so kompromittierender Bindung zu lösen, ohne politisch weit zurückgeworfen zu werden! Darin liegt die Stärke der Deutschnationalen gegenüber dem Zentrum. Sie werden davon Gebrauch machen. Weil sie nach Rache dürsten werden, wird sich ihr Wollen auf dl« Objekte demonstrativer Politik richten, weil Erfolge auf diesem Gebiete auf die Massen ihrer Anhänger stärker wirken werden als Erfolge auf dem Gebiete des Sachlichen, die schließlich nur in einem kleinen Kreis von Interessenten emp- funden werden. Gerad« auf dem Gebiete des Demonstrativen aber können sie verhängnisvolle Verwicklungen innen» und außenpolitischer Natur herbeiführen— und keine Richtlinie wird dem Zentrum Garantien dagegen bieten. So demonstrative Politik können und werden die Deutsch» nationalen betreiben um die Frage der Staatsform und ihrer Symbole, wie auf dem Gebiete der Außenpolitik. Richtlinien sind Richtlinien, und Macht ist Macht. Die Deutschnatto» nalen gewinnen Macht durch ihren Eintritt in die Regierung — Macht, sich über Richtlinien hinwegzusetzen. Sie deuten es heute schon an! Man liest in der„K r e u z» Z e i t u n g". dem Organ des Grafen Westarp, über die Richtlinien: „Nur darauf möchten wir hinweisen, daß da? Zugeständnis der Deutschnationalen zu diesen Abmachungen nach unserer Meinung nicht aufzufassen ist ol» eine Preizgabe der tra, ditlonellen �ieberzeugungen. die auch bisher von den Deutschnationalen In konservativer Ueberlieferung gepflegt wurden. Die„Kreuz-Zeitung' insbesondere behält sich, da sie ohnedies kein deutschnationales Parteiblatt»an« phro,« ist. voll- kommen freie Hand vor. Wir fassen unsere Aufgab« In der Zukunft besonders als ein„tousour, en vedctte" auf mit der Verpflichtung, darüber zu wachen, daß bei der praktischen politischen Zusammen- arbeit mit anderen Parteien dl, konservative Tradition hochgehalten wird. Die..Krenz-Zeitung' hat nach wie vor ihr» eigen« Meinung und«ird sie mit aller Energie«elter verfechten, getreu ihrem Wahlspruch, den sie an ihrem Kopf trägt.' ..Vorwärts mit Gott für König und Vaterland!'.. So steht am Kopf der„Kreuz- Ze i tu n g* zu lesen. Und über di« Außenpolitik schreibt sie: «Wenn nun der Weg der Verständigung mit Frank- reich welter fortgesetzt werden soll, so ist es die mindeste Pflicht der Deutschnationalen, darüber zu wachen, daß entsprechend der Auffassung ihres Parteiführer, mit der Taktik end» gültig gekrochen wird, an unsere Gegner Porlei st ongen zu machen, ohne daß nachher von der anderen Seite«ine Gegen- lcistung erfolgt. Darüber wird sich insbesondere Frankreich klar sein müssen, daß die Deutschnationalen al» Regierungspartei nicht g«» willt sind, die sogenannte Erfüllungspolitik mit- zumachen, sondern nur«ine solche Politik, die auf friedlichem Die Hüter öer fugend. von Paul Gutmann. Die Zeltungen melden von einer Abnahm« der zurzeit Herr» schenden Grippeepidemie, aber sie sind nur in den seltensten Fällen bereit, einzugestehen, daß in Deutschland ein, Seuche in immer gefährlicherem Umsang sich ausbreitet, die man als Moralpest an» sprechen kann. Diese Krankheit, von der fast ausschließlich die sogenannten besseren Kreise befallen sind, äußert sich nicht nur IN den bekannten Schwindelerschcinungen. auch Klassenjustiz genannt. sondern sie offenbart Fäulnisprodukte, deren Gestank dem Volk den Atem benimmt. Jene bereits den Zeitungslesern bekannte Ge» richtsoechandlung aus den letzten Tagen soll un» unvergessen bleiben, wo ein sunges, schönes Mädchen von Korpsstudenten, denen sie den liebreizenden Körper hingegeben hatte, wegen geringfügiger Diebe- reien angezeigt worden war. Dieselben Ehrenjüngling«. die sie der Reih« noch inißbraulht hatten, wagten dieses ebenso bezaubernde wie halllose junge Geschöpf wegen einiger leichtsinnig uirterschlagentr Deträge von höchstens 20 Mark dem Gericht in die Arme zu treiben. Aber das ist noch mcht olles. Dt, Klassenmoral dieser akademischen Kavaliere oerstieg sich zu Aeußerungen von solcher Frechheit, wie sie das Volt nur selten in gleicher Osfenheit zu hören bekommt. Aus die Frage des Richters an einen der Ankläger, oh dos Mädchen den entwendeten Betrog nicht als vankbarkeitsbezeugung ansehen konnte, antwortete der Befragte:«Ich hätte Ihr das Geld nie ge- geben, wenn ich sie nicht für ein Fräulein o. Bergrlow. Tochter au» gutem Hause, gehalten hätte.' Die Moral der Geschichte: ein Mädchen aus dem Volk ist Freiwild, seine Schönheit und Anmut dienen ebenso wie die Arbeit dieses Volke» nur dazu, das Dasein der privilegierten Klasse zu perschönen. Der Lohn wird so niedrig geHallen wie möglich. Die Tochter au» gutem Hause hätte den ihr gebührenden Mehrwert sich aneignen können, ohne daß eine Anzeig« erfolgt wäre. St« gehört ia derselben Schicht an, wo der Raub ver» zeihlich ist oder, wie zahllose Fäll« gezeigt haben, nur als«In Zeichen harmloser pathologisch« Veranlagung gilt. Arme Schönheit, di, du in die Hände von Korpsstudenten ge» raten bist, zukünftigen Staatsanwälten oder Seelsorgern oder sonstigen einflußreichen Herrschaften. Warum konntest du mit deinem blühenden Mädchenleib nicht»inen Dicht» begnaden, der vor Dank» barkeit sich nicht hätte fasten können, der mit dir gehungert hätte, nnt dir zu den Sternen geflogen war«, d« dich nicht mit Geld be- sudall hätte, der dein« leibliche Schönheit mit geistiger vergvllen hätte. Du hingegen hast deinen Feinden dich Hingegeb«», jenen Element die dem Genuß im verborgenen frönen, ihn in der Veffenllichkell brandmarken. Dieselben Kreise, denen jene Jüngling« entstammen, haben wieder einmal entdeckt, daß dt« Moral de» Volke» aus» äußerst» gefährdet sei. und nachdem sie soeben erst das Schund» und Schmutz» Wege und mit» Wahrung unserer Rechte nichts preisgibt und sich nicht vorher jedesmal die Trümpfe aus der Hand schlagen läßt.' Das zeigt, auf welch« Wege die Deutschnationalen �ihre Koalitionsgenossen werden schleifen wollen. Ueber die Ten- denzen in der Sozialpolitik, in der Steuerpolitik, in der Zoll- frage braucht kein Wort verloren zu werden. Das ist wichtiger als die Frage: Graes oder«in anderer. Daß Herr Graes fliegt— das ändert am W» f e n des Bürgerblocks nichts. Höchstens an seinem Schein nach außen ein wenig. Die aufklärende Wirkung des Falles Graes aber ist groß. Er enthüllt die Absichten der Deutschnationalen, ent» hüllt die Furcht des Zentrums vor Hinterhältigkeiten seiner Bürgerblockgenossen, enhüllt die innere Unsicherheit de» Bürgerblock» gegenüber dem Volte. Dieser Fall Graes — das ist der ganze Bürgerblockschacher in der Nußschale. Der Bürgerblock soll maskiert werden. Darum ist Graes geflogen. Aber gerade der Wunsch zur Maskerade offenbart seine innere Schwäche. Stingls Jlucht vor Köhler. Der Entschluß des Frtdericus-Minister» Stingl zum Rück- tritt ist seh? plötzlich gekommen. Die„Deutsche Zeitung' teilt mit, worauf er zurückzuführen ist. HerrStinglhatvordem neuen Reichsfinanzminister Dr. Köhler die Flucht ergriffen. Dr. Köhler hat als badischer Minist» scharfe An- griff« wegen der Fridericus-Mark« gegen Stingl gerichtet. Er hat im Badischen Landtag erklärt: „Wir hallen das Borgehen des Reichspostministers für»er- fehlt und mit der Würde der Republik nicht oereinbar.' Wie nun die„Deutsche Zeitung' milleill, hat Herr Stingl sich mit Herrn Köhl» nicht zusammenfetzen wollen und ist deshalb nach München zurückgekehrt. Seltsamer Witz der Weltgeschichte.. daß der Fridericus-Stingl gehen muß. wenn der Dürgerblock kommt! Sozialistisches �usianösurteil. Kopenhagen, 29. Januar.(Eig. Drahtber.) Der„Social- demokratey' schreibt zur deutschen Regierungsbildung: Poincarö an der Spitz« Frankreich«, vierDeutschnationolein Deutsch- lands Regierung, das ist gerade keine rosig« Perspektive für Europa» Völkerl Briand wie Etresemann versicherten zwar, daß eine Kursänderung in der Außenpolitik Ihrer Länder nicht beabsichtigt sei, aber schon bei her Aufhebung der Militär- kontrolle verspür« man Poincarö« lähmende Hand, und«s ist wahr- scheinlich, daß es Stresemann mit den Deutschnationalen ebenso gehen wird. E» wird sicher nicht long« dauern, bi» di« Hand der deutschnationalen Reaktion in Deutschlands Außen- und Innenpolitik eingreift. Da» Schlimmste Ist, daß die min in Deutschland geschaffenen Berhältnisse die Reaktion in den Ententelä ndern stärkt, und man versteht, daß die franzö- fische Rechtspresse mit Freudengeschrei die Meldung von der Aus- nahm« der Deutschnationalen in di« deutsche Reich»regi«rung entgegengenommen hat. Amsterdam, 29. Januar.(Eigener vrahtbericht.) D» Eintritt der Deutschnationalen tn die Reichsregierung veranlaßt J)et Volk' zu der Feststellung, daß dem Progranim d» neuen Regierung nicht der geringst« Wert beizumesien ist. pariser Sewillkommnuag. Pari». 29. Januar.(Eigen» Drahtbericht.) von den Journalisten um seine Ansicht üb» di« neue deutsche Regierung befragt.«» klärte Außenminister Bria nd:„Greifen wir nicht vor und warten wir die Taten der neuen Regierung ab!' D»„Temps' bezeichnet va9 neue Kabinett Marx al» da» reaktionärste, da» die deutsche Republik seit ihrem Bestehen gehabt hat. Man seh« sich einer Rechtsregierung gegenüber, die entschlossen sei. Rechtspvlitik zu treiben. Die Deutsch- nationalen seien die Herren der Stunde, und es habe keinen Zweck. sich darüb» hinwegzutäuschen: denn nur mit den Sozial- demotraten und den Republikanern könne gut» Innenpolitik und nach außen Annäherungspylitik betrieben werden. Die deutschnationalen Minister seien Persönlichkeiten von gesetz unter Dach gebracht haben, bereiten sie ein neues Gesetz zum Schutz der Jugendlichen bei Lustbarkeiten vor. Natürlich sind es nicht ihre eigenen Angehörigen, die die Jugendlichen verführen, sondern, wie Immer, die Dichter und sonstigen Geistesarbeit». Darum wird diesmal zu einem besonderen Schlag ausgeholt. Jedes Dichterwort, das ein Schauspieler auf der Bühne oder im Vortrags» soat spricht, jede Geste, die» hierbei macht, kann Veranlassung zu polizeilicher Beanstandung werden, und im Wiederholungsfall kann solche Rüge die Existenz de» betreffenden Direktors oder Saal» inhabers, der dem Schauspiel» Obdach gewährte, für Lebensdauer ruinieren. Dieses Attentat auf die Getstesfreiheit übertrifft alle» bisher Dagewesene. AehnNch wie beim Schundgcsetz, ob» in noch stärkerem Maße, wird das wirtschaftliche Leben des Unternehmers geistiger Darbietungen, d» zum Beispiel auch ein Wanderredner sein kann,«in Lehr», ein Wissenschaftl». durch da» beabsichtigt« Moment d» Unsicherheit bedroht. Alle» im Namen einer so» genannten Moral, im Grunde als Mittel zur Knebelung der geistigen Freiheit. Je höher di« Schlammflut der Unmoral auf d» einen Seit« steigt, um so höher werden auf d» anderen Seite die Gchutzdömme gegen den Geist, den gesährlichen Augcnöffner und Kritiker. Man bezahlt di» Schönheit, man entehrt sie, man wirft sie wie eine aus» gepreßte Frucht auf die Straß«, aber man brandmarkt diejenigen, die. von ihren Strahlen bezaubert, ihr Lob in Werkrn des Geiste» singen, al» die eigentlichen Bersühr» der Jugend. Zu dem Sefeßeuknmrf zum Schuß der Zugend bei CufftarMtai hat der„Schutzoerband deutscher Schriftsteller' in seiner Wüglieder» Versammlung vom 28. Januar mit folgender«instimmig gedilligtcr Resolution Stellung genommen:„Der Schutzverband erblickt in dem Gesetz zum Schutz der Jugend bei Lustbarkeiten eine außerordent- lich« Gefährdung des geistigen und künstlerischen Leben». Er wendet sich daher grundsätzlich gegen die Annahme dieses Knebewngs» gesetzes. Sollt« da» Gesetz wider Erwarten Annahme sinden. so fordert der Schutzverband, daß zumindest ein Paragraph eingeführt werde, durch den festgelegt ist daß dieses Gesetz auf Theater. aorführungen, Borlesungen und alle sonstig« wissenschaftliche,«elt- anschauliche, literarisch« und künstlerisch« Darbietungen nicht an- gewendet werden darf.' Theaterausstellung und Aolksbühuentag 1927. Auf der Magd«. b u r g« r Theaterausstellung, die im Somm» diese» Jahres ihr« Pforten öffnen soll, wird d» Verband der deutschen Volksbühnen. vereine ein« groß« Sonderschau veranftallen. die das Wesen der Lalle- bühnenbewcgung sowie ihre bisherigen Leistungen anschaulich vor Augen sühn. Die Theaterausstellunq wird{»n» den Hintergrund abgeben für den 8. deutschen Vollsbühnentag. den der Verband der deutschen Voltobühnenvereine für die Zeit vom 28. bis 26. Juni nach Magdeburg zu berufen gedenkt. Der diesjährige Vollsbühnentag wird neben den üblichen Ref»ate» und Diskussionen auch ein« Reih« größer» künstlerischer Veranstaltungen bieten. U. a. soll da, Ensemble Mr Berlin» Volksbühne im Magdeburg« Stadt Iheoter einige Gast, betontem Nationalismus. Endlich gebe die Mitgliedschaft G e ß l e r» dem neuen Kabinett sein wahres Gepräge.„Das neu« Ministerium*. schließt das Blall,„beweist, daß Deutschland am Scheide- wege angelangt ist. wo es zwischen den sich bietenden Wegen zu wählen hatttz: es hat seinen Entschluß gesaßt und den Weg nach rechts gewählt. Das ist eine s ch w e r e S ch l a p p« für das repu- blikanifche und demokratische Deutschland und eine Warnung für Europa, der oll» Friedensfreunde Rechnung tragen müssen.' Die„L t b« r t«' kommentiert ausführlich die angebliche Int»- vention des Nuntius P a c e l f i und kommt zu dem Schluß, bah Marx die deutsche Republik für ein K o n k o r t> a t und für die Auf- Hebung der letzton Spuren d» Laiengesetz« in Deutschland verkaull Hab«.______ Rückwirkungen. Evangelischer Bund nnd Biwget-blnck. E» ist kein Geheimnis, daß her Evangelisch« Bund d« Kulturpolitik des neuen Kabinotts Marx mit ein ig» Beklonmienhett entgegensieht. Er und sein Präsident v. Doehring sind stets ebenio heftig« Gegner des Zentrum- und d» Republik, wie eifrige Anhänger der Deutschnationalen gewesen. Doehring. der in seinen Predigten mitunter ofsenherzig» war. als es das Interesse des Evangelischen Bunde» ers orderte, hat noch im Januar 192S von der Kanzel de» Berlin» Doms hei ab verkündet: „Im Nomen Jesu E h r ist i rufe ich euch auf: Holt den P r ü g e l st o ck hervor... Schlagt zu. ober im wahrsten Sinn- des Wortes! Seid unbarmherzig au» Barmherzigkeiti... Deutsche Regierungsmänner und Dolksvertreter. seid auf d» Hut! An Rom sterben die Völker!" Man wird es den Herren vom Evangelischen Bund nochfühlen können, wenn sie die Paarung Marx- Westarp«mgermaßen außer Fassung bringt. Sie haben deshalb ihrem Präsidenten anbefohlen. die Herausgeberschaft der„Täglichen Rundschau" aufzugeben. Die„Tägliche Rundschau' war ihr Sorgenkind, seit Stresemann einen außenpolitischen Einfluß auf dos Blatt errungen hatte. Die Mischung 90 Prozent deutschnattonal. 10 Prozent Volkspanei war ihnen schon zu viel. Bor der Politik nun gar, die die Deutschnationalen nach ihrer K a p i t u- lation vor dem Zentrum betreiben werden, streichen sie ihre Handelsflagge. v. Doehring hat sich dem Befehl des Evangelischen Bundes gefügt. Er hat sein« Beziehungen zur»Täglichen Rundschau" ge- iöst. Aber das scheint nicht so ganz glatt vonstatteu gegangen zu sein. Denn zu gleich» Zeit ist er von seinem B u n d e s p r ä s i- dentenposten zurückgetreten. Da wendet sich der Gast mit Grausen... Wenn im übrigen Evangelischer Bund und„Tägliche Rund- schau' versichern, an ihrem gegenseitigen Verhältnis werde sich auch in Zukunft nicht» ändern, so Ist dos ein Wechsel auf di« Zukunft, auf dessen Einlösung man gespannt sein darf.__ die(pftfestungen. Montag Botschaftcnkonferevz. Pari». 29. Januar.(Eigener vrahtbericht.) Die neuen Instruk» ttonen für Genera! n. Pawels sind in Pari» noch nicht eingettoffen. Falls sie noch heute eintreffen, wird da» Ynt»alll!«rte Milltärkomitee heute abend»och zusammentteien. im andern Fall« morgen. Auf alle Fälle aber wird Montag dt« Votschaftertonferenz zusammen- treten, um sich zu äußern, ob Deutschland seinin Entwaffiumgsver. pflichtungen restlos nachgekommen ist oder nicht; die Frage der Ostfestungev soll dem Bölkerbuvd überunesen werden. Smekon« v rüder nicht ermordet. Di« litauisch« Ge- s a n d t s cha f t tn Berlin teilt zu der Ostprelsedjenstmeldung unserer gestrigen Abendausgabe mit. daß Präsident Smetonas Brud» samt Familie lebt und ihm keinerlei Mißgeschick zugestoßen ist: es handle sich bei jener Meldung offenbar um den vor einem Monat ge- schchenen Massenmord an der Dauernfamilie S i m o n a! t i S, die das Opfer von Mordbrennern geworden ist. spiel« geben, und auß»dem werden einig« Sprechchör« von Volks- bühnen sich zu ein» großen Darbietung vereinigen. Die Zahl der deutschen volksbuhncngemeinden, die im Berband zusammengeschlossen ist. wuchs inzwischen auf 260: die Zahl der von ihnen«faßten Mit- glied» beträgt nahezu SSV 009. Die Verteilung der Zuden aus d» well. Die sicherlich sehr idealistisch gesonnenen Juden, di« heute dabei sind, sich in Palästina eine neue national« Heimat zu schassen, haben eine Ichitt unüber- windliche Ausgabe vor sich. Die internationale Zerstreuung der Juden ist trotz mancher Millionenballungen in einzelnen Länd»n so gründlich, daß wohl auch Palästina daran scheitern muß. Nach den Ergebnissen von l92S lebten von der statistisch zu ersaffenden Gesamtzahl der Juden auf der Erde tn: Vereinigte Staaten von Rord-Lmcrika.. 26.92 Proz. Polen.............. 19,20„ Rußland............. 18.80„ Rumänien............. 6,86„ Deutschland............ 4,11, Palästina............. 0,74„ Rund drei Fünftel aller Juden lebten also in den fünf erstgenannten Ländern, davon ein reichliches Drittel In den USA. Der Rest ver- teilt« sich wie folgt: Ungarn 8.8 Proz., England 2,43 Pro,.. Tschecho- stvwakei 2,02 Proz., Frankreich und Litauen je t.t Proz., Kanada und Argentinien je 0,94 Proz.. Holland und Griechenland je 0,8 Proz., und endlich Lettland 0.7t Proz.! Palästina steht also als präsumpüne Heimat der Juden mit seiner jüdischen Einwohnerzahl an vorletzter Stell« in dieser Rangordnung. Z« Thealee de» Wesse«»»Verden vom t. bi» 14. Februar einige dodulär« Opern in erstllasfiger velehung ausgeführt. Da» vollständige vlütbner- orchester wmde verpflichtet. Al«»ortröge. Oderingenieur Dreh« r-Hannov» wird vom Zt. Jannar »i» 18. stebruar nachmittag» und abend» in der.llr-nta" sein neneiie« mweik„Das schaiiende Amerika' zur Auifübrung brwgen. zeigt ni-dt nur landichasiUch« Bilder, sondern mit Httfe klarer Trifllim« den Bau der Wollen Iraher. die Löiung de» BerkebrtproblemS, die geologische Entstehung der großen Seen und der Riagara-Fälle und v. a. m. Mary wigman» Sastsplel. da» am 6. Februar im Usa-Valall am ftoo stattfinden sollte, mutz tn die S e a l a, Nartln-Liitder-Stratze. verlegt werden. SelStt« Karten sind gegen gleichweriig« bei den verschiedenen Ber» kaujjftellen umzutauschen. Der Vildhaver Alorfia Kcha«h Iii Im Alier von#0 Jobren gestorben. Sr war einer der wenigen, die d:« SochSvlaftit wieder zu Sbr-u brachten. Er war daher auch destigt. w dem Streit um die glorabüsie«n vernichtende«»utachten abzugeben. ver Ball der Oesterreicher findet Sonnabend, be» 2. Februar, in be» Räumen de» Zoo Ilalt.— Vorverkauf gegen Einladungen von 4 bi« 7 Uhr im Ballbmeau Edenbotel und bei Turner a. Glanz. Fried rtchfiratz« 1SZ. Da» tiewer kähteiikloster al» Aluleuwsstodl. Der ganze Komplex der Gebäude de» xelchichtl-ch berühmten Stiem, r Hödtenkloster« ist in Slaatd» bi-sitz übergegangen und soll unter dem Aasten Allulrainijche Kuseumssladt al» tulturgeschichtlicheS Museum oerwaltet werden. vichlerabeud. Raouk Auernhetmer und Franz Karl» i n z k e» lese»»m Z. Februar, abend« 8 Uhr. den 8, Dichterabend de« Verband«» deutscher Erzähl» i» Herrenhaus« au« ihr«» Werke» Preußens Seamtenpolitit. Grzesinski über Zusammenarbeit von Behörden und Volk. Im Hauptausschub des preußischen Landtag«, machte am Freitag der preußisch« Innenminister Gen. Grzesinstt in Gr- miderung auf Angriff« au« anderen Parteien grundsätzlich« Aus- führungen über die Politik de» preußischen Innenministeriums. Grzesinstt wie, die Behauptung de» Abg. Kasper(Komm.) zurück, die Kommunisten unterlägen einer Ausnahme. behandlung. Gegen jeden Staatsbürger, der gegen das Gesetz verstoße, müsse ohne Unterschied der Partetangehörigteit«in- geschritten werden. Allerdings stehe er auf dem Standpunkt, daß er verbieten könne und müsse, daß Polizeibeamte innerhalb der Schutzpolizeibeamtenschost politisch« Agitatwn trieben. Der Schutz« polizeibeamte habe staatsbürgerlich« politisch« Bechte, aber die B e» schäftigung mit politischen Ding«n müsse außer» halb de» Dienstes geschehen. Wert lege er auf die Skärkung der Selbständigkeit der mittleren Behörden. Ein« solch« Stärkung, die eine gewisse Derantwortungssreudigkett voraussetze, die er von den Beamten auch erwarte, sei geeignet, die Ueberlastung der Instanzen einzuschränken. Cr begrüß« den von einer Partei des Hauses gestellten Antrag auf Dermehrunz der höheren Beamtenstellen im. Ministerium des Innern, zumal dieses im Vergleich zu anderen Ministerium ungünstiger in dieser Beziehung gestellt sei. Die im Haushalt eingesetzte Summ» für Reisekosten sei durchaus nicht zu hoch, da auch die Umzugskosten und Umzugsbeihilfen für versetzte Beamten mit enthalten seien. Gerade auch für mittlere Beamte sei im Interest« verlebendigen Fühlungnahm« zwischen Behörden und Bevölke» r u n g die Möglichkeit von Informationen an Ort und Stelle zu geben. In der Frage der W a h l r e s o r m sei da» Ergebnis der Be« ratungen und Verhandlungen im Reich, die ja noch schwebten, ab« zuwarten, da« zwecklos fei. daß Preußen für sich vorgehe. Es löge im Interesie de» Lande», daß«ine möglichst groß« Anzahl von par- lamentarischen Vertretern vorhanden sei, damit die Verbindung zwischen Parlament und Bevölkerung auf eine breit« Basis gestellt werden könne. In der Frage der EIngemelndungspolitit steh« er auf dem Standpunkt, daß von Fall zu Fall eine vorherige Verständigung der beteiligten Gemeinde und Kreise erzielt werden müsse. So könne man auch den Er- Weiterungswünschen der Großstödte nach Möglichkeit entgegen. kommen. Der Minister betonte sodann die Notwendigkeit der Vereinheitlichung und Kodiftzterung der Gesetze und Verordnungen. In der Frage der Personalpolitik und der Außenseiter müsse � man sich den Menschen und nicht seine Herkunst ansehen. Tüchtig- keil und politisch« Einstellung seien keine Segeusötze.- Eine Be. vorzugung nur wegen der politischen Einstellung eine» Beamten geschehe nicht. Allerding» sei«ine Stellenbesetzung nach politischen Gesichtspunkten notwendig; dos sei aber etwa« anderes. Di« Ober- Präsidenten und Regierungspräsidenten dürften ja nur mit Zu- stimwung des Provinzialausschusses ernannt werden, der Landrat nach Dorschlag des Kreistages. Dies« Körperschaften aber seien ja nach politischen Parteien zusammengesetzt. Darauf müsse bei der Stellenversetzung Rücksicht genommen werden, denn ein Regieren and verwalten sei doch uur im Zvsammeuhaug and Einvernehmen mlk der Bevölkerung möglich. Da häufig geeignet« und entsprechend eingestellte Beamte für solch« Posten fehlten, müsse nach wie vor auf Außenseiter zurückgegriffen werden, wie«, auch in der Kundgebung der Zentrumspartei noch vor einigen Wochen kmi Ausdruck gebracht sei, in der die Per- wendung von Außenseitern auf wichtigen Derwaltungsposten als wünschenswert bezeichnet werde. Auf diese Männer, die sich Bildung. Wissen und Fähigkeiten au h e r h a l b der regulären Der- waltungslaufbahn erworben hätten, könne und werde er nicht verzichten. Er halte sie für«ine Bereicherung des Beamten- körper» und sei überzeugt, daß keine politische Partei auf Außen. seiter verzichten würde. Seinen Schieherlaß erläuterte Grzesinski dahin, d»� durch ihn dem Mißbrauch des Schießsports zu politischen Zwecken vorgebeugt werden solle; Vetelnen. die sich schon seit Iahren rein sportlich mit Schießen befasien, soll das nicht unmöglich gemacht werden, da das rein sportlich« Schießen, ohne politische Nebenzwecke, durchau« un» bedenklich sei. Der Minister teilte dann mit, daß die O r g a n i« sotton der preußischen Polizei im großen und ganzen abgeschlossen sei. Das Hauptoerdienst an ihrem Aufbau gk- bllhre dem jetzigen Staatssekretär A b e g g. Die Stärke der stach. lichen Polizei sei endgültig auf 67 000 festgesetzt. Das bedeute gegenüber einer augenblicklichen Stärke von 67 S00 eine Bcrmind«. rung. die nicht den tatsächlichen Bedürfnissen entspräche. Elnstwelle« würden die Polizeikräfte der zweiten und dritten Zone des besetzten Gebietes noch im unbesetzten Gebiet verwendet. An staatlichen Pollzeiverwaltungen seien 61 vorgesehen. Der Mi. nister trat für eine möglich st gute Besoldung der Polizei ein, vor allem, weil deren Beamte mehr als jeder andere dauernd der gesundheitliche,! und Lebensgefahr ausgesetzt sind. Die Polizei sei heule ein absolol zuverlässiges Exekukivorgan der Republik, weshalb den Polizeibeamlen auch weikestgehende staalsbürgerliche Freiheit gewährt werden könne. Die staatsbürgerlichen Rechle der Polizeibeamten schlösse» aber nicht aus. daß von ihnen eine eindeutige Staatsbejohung verlangt wird. Diese verlange er vor allem von den Polizei- o f f i z i e r e n, den Trägern der Staotsautorität und den Dar. bildern für die Untergebenen. Der Minister begrüßte das rege Der- bandsleben innerhalb der Polizei und bezeichnete das Zusammen- arbeiten zwischen Ministerium und Beamtenorganisationen und-aus- schüssen als erfreulich. Bon den Vorgesetzten innerhall' der Polizei verlange er soziales Verständnis und Gerechtigkeit. Großen Wert leg« er auf die soziale Fürsorge für die Beamte» unp deren Angehörige. Der Minister teilte noch mit. daß in der Zeit vom l. Mai ISN bi» zum 31. Dezember 1926 von den Morden 86 Proz., den Tot- schlügen SS Proz. und den Raubüberfällen S1 Proz. durch die Art- minalpolize: aufgeklärt worden feien, ein Ergebnis, dos für die vor- bildliche Leistung spreche. Der Haushalt wurde sodann bewilligt. Anträge auf Verbesserung der Besoldung», und Aufstiegsverhältnisse der Landjägerei» und Polizetbeamten fanden Annahm«. Damit war die Beratung de» Haushalts des Innenministeriums beendet. Nlonacchisten unter sich. Tirpitz— v. Lyulker— Kronprinz. Tirpitz hat mit seinen Dokumenten ein«„Niederschrift" des Kapitäns zur See H o p m a n n über einen Besuch beim Kronprinzen in Charleville am 4. Februar abgedruckt, wonach der Kronprinz folgendes gesagt Hoven soll: ..Ja. das ist ja das Schlimme, daß dieje Leute den Kaiser so beeinflussen. Man soll sich die Kerl« mal ansehen, L y n ck e r. Treuller, Müller, Baleiuini, alle» weich« Gesellen ohne Rückgrat, stets bestrebt, dem Kaiser alle Unannehmlich- keiten und schwierigen Entschlüsse zu ersparen. Glauben Sie mir. ich kenne meinen Bater sehr genau. Er scheut jede ernsthafte Aus- «inanderjetzung... Noch neulich, in der Differenz zwischen Higden- bürg und Falkenhayn, bin ich zu meinem Bater gefahren und habe mich auf das wärmst« lür Hjndenburg eingesetzt, der ge- äußert hatte, mit dem Ehef des General st ab? könne er nichtarbeiten. Er hat mich nur halb angehört, nachher haben Lyncker und Genossen wieder Himbeersauc« über die ganze Geschichte gegossen.' v. Lyncker, der natürlich von dieser Darstellung nicht gerade erbaut ist, wendet sich nun. wie das„Verl. Tagebl." mitteilt, in einem halboffenen, durch Abschriften verbreiteten Briefe gegen diese Stelle des Tirpitz-Buches mit folgenden schönen Atorten: „Derartige mißvergnügte Redereien im Feld« sind nicht«rnstzunehmen und haben keine Bedeutung. Sie erklären sich aus der hochgradigen Erregung der Kriegszeit und«nt- springen dem Unbehagen über die eigene Lag« oder eigene Mißerfolge sowie dem bewußten oder unbewußten Be> streben, die Schuld daran auf andere Schultern abzubürden, sich selbst ober reinzuwaschen und als möglichst bedeutend hinzustellen. Diesem Bestreben verdanken so auch die meisten Nachkriegs. bücher— die Ihrigen wohl in erster Linie— ihr Eni- stehen. Ich würde mich auch mit jenem Gespräch nicht befassen. wenn Sie in Ihrem Buch nicht den Versuch gemacht hätten, dasselbe in geschichtliches Beweismaterial umzufälschen. Sie geben der Niederschrift des Kapitäns Hopmann die Bezeichnung.Bericht', als od es eine dienstliche oder amtliche Angelegenheit wäre, während es sich doch um einen von jeder Verantwortung freien, unverbürgken Klatsch handelt, den ein gewissenhafter Ehrenmann sich scheut, weiter zu verbreiten.' Zum Beweis für feine Angaben veröffentlicht v. Lyncker einen Brief des ehemaligen Kronprinzen, in dem dieser erklärt: „Ich stelle auf das bestimmteste in Abrede, eine der- artig« Aeußerung über den Ehes de» Militärkabinett», Freiherrn v. Lyncker. getan zu haben, wie sie mir In dem Bericht des Admi> rals Hopmann in den Mund gelegt wird. Die beiden Admiral« haben meine Erlaubni, nicht ein« geholt, geschweig« denn erhalten, ein Privatgespräch, das unter vier Augen geführt wurde, nach zwölf Jahren in einem Buch« zu veröffentlichen.— Ich behalt« mir darüber weiter« Schritte vor.' Generaloberst a. D. v. Lyncker erklärt weiter: Nach Ausweis meines Tagebuche» bin ich einmal mit der See- kriegführung befaßt worden, und zwar im August 1914 von einem hohlen Marineoffizier, der zufällig mein Rachbar beim Mittagstisch war. Cr hielt e» für»ölig, mir auseinanderzusetzen. daß die Flotte nicht eingesetzt werden dürfe, damit mir st« beim Friedensschluß noch möglichst unversehrt HStleu. E» kam mir sehr merkwürdig vor. daß diese Ansicht vertreten wurde, während unsere Armee in verlustreichem Siegeslauf Belgien durcheilte. Jeu er Morinsosfizier war der Großadmiral v. Tlrpitz. Ich stelle ferner fest, daß Sie sich nicht gescheut hoben,«in intime» Gespräch nach Zwei Iahren. noch dazu ohne Grlackbni» des HauptbeteUigten und ohne Nachprüfung auf seine Richtigkeit, zu veröffenllichen. Diese, den Ehrenbegrisfen früherer Zeit widersprechende und den kameradschasllichen Geist außer acht losiende Handlung wäre vor der Revolution ehrengerichtlicher Sühne anheimgefallen. Heut« gibt«» kein Ehrengericht, heut« spricht jeder selbst da» Urteil, das gegen die bewährten Ehrenan- schauungen der allen Zeit verstößt. Er stellt sich selbst freiwillig außerhalb des kreise, derjenigen, welche Ehr«. Anstand und Wahrheitsliebe zur Richtschnur ihre» handeln» und ihrer Wort« mache«. So sind die Herren Monarchisten untereinander. Sie haben sich gegenseitig früher gesckimSht. gegeneinander intrigiert, sie schmähen und bekämpfen sich noch heut«. » Tlrpitz läßt auf die Derösfentlichung des„B. T.'«ine Cr- klärung vekbreiten, in der er mitteill, daß er die weitere BeHand- lung der Angelegenheit in die Hände«einer der �ersten Persönlichkeiten der alten Armee' gelegt Hab«. Deshalb müsse er sich zurzeit auf dies« Mitteilung beschränlen. Noch einem Rechtfertigungsversuch sieht das nicht gerade aus. dawes-plan und Oquiöationsstbäüen. Entscheidung des Haager Schiedsgerichts. Das Haager Schiedsgericht für Reparattons- fragen hat gestern nach einer etwa eine Woche dauernden Bc« hmchlung in der Streitfrage zwischen der d« u t s ch e n R e- g i e r u n g und der Reparationskommifsion seine Entscheidung, und zwar zuungunsten Deutschlands, gefällt. Es bandelte sich bei der deutschen Forderung darum, daß die Entschädigungen, die die deutsche Regierung an ihre Reichsangchörigen wegen der Kriegs Verluste(Liquida« tionsschäden. Einbehaltung deutschen Prioatvermogens. Ueber« tragung deutscher Güterrechte und Interessen in Ausführung des Versailler Vertrages) zu zahlen gezwungen ist. aus die Dawes-Zahlungen angerechnet werden sollen. Die Entschädigungspflicht der deutschen Regierung ist in Arti- kel 297 des Versailler Vertrages festgelegt. Die deutsche Forderung fand ihre Stützuna in der Bestimmung des Dawes-Avkommens. daß Deutschland außer der festen Jahres- zahlung keine weiteren Verpflichtungen mehr aus dem Versailler Vertrag haben sollte. Man verlangte mfolgedessen, daß ein Teil der deutschen Iahresreparations- Zahlungen für die in der Inflationszeit erst begonnene und unzulänglich durchgeführte Entschädigung der deutschen Besitzer abgezweigt werden sollte. Das Schiedsgericht, dem unter dem Borsitz eines Amerikaners ein Deutscher(Professor Mendelssohn- B a r t h o l d y. Hamburg), ein Franzose, ein Holländer und ein Schwebe angehörten, hat entschieden, daß alle Zahlungen. die Deutschland nach dem 1. September 1924 an deutsche Staatsbürger und deutsche Gesellschaften zum Zweck der Entschädigung bezahlt hat oder noch bezahlen wird, nicht auf die Iahreszahlungen nach dem Dawes-Plan anzu- rechnen sind. Die Höhe des Schaden», der dem deutschen Privatbesitz durch die Kriegsmaßnahmen der feindlichen Mächte im Ausland entstanden ist. wird auf etwa 914 M i l l i a r- den Mark beziffert. Da die bisher geleisteten Enffchadi« gungen nur, von Ausnahmefällen abgesehen, 2 und 5 Mark für je 1900 Mark der Schadenseriotzforderimgen betragen haben, bleibt abzuwarten, in welchem Umfang die deutsche Regierimg nunmehr ein« weitere Entschädigung durchführen wird, die natürlich eine erhebliche Belastung des Reichshaus- Halts darstellen müßt«. Der Spitzel-flbgeorünete Wojewuöski. Die Regierung gibt die Spitzelei zu. w a r f ch a u. ZS. Januar.(Mtb.) Ja der heutigen Sejmsitzung hat Dizemlnisterpräsidenk Barkel zugegeben, daß der Abg. W o j e. wudski bezahlker Ageni der mililärischen Gegeufpionage gewesen ist. Rur mit Mühe konnte eine Lynchjustiz au dem auwesenden Wojewudskl verhindert werde«. Die Erregung war ungeheuer. E» ist festgestellt, daß die verhastungea der weißrusstscheu Ab- geordneten nur aus ihn zurückzuführen sind. Werden die Opfer deS Spitzels««»geliefert? Warschau, 29. Januar.(OE.) Mehrere Abgeordnet« haben ihr« bereit» erteilte Zustimmung zur Auslieferung der verhafteten weißrilssischen Abgeordneten zurückgezogen, da der polnisch« Abg. Wojewudskl als bezahlter Agent d«r Polizei die Tätigkeit eines Provokateurs ausgeübt haben soll. Die angesetzte Sitzung der Im- munitätskommission des Sejms unterblieb und die Auslieferungs. jrog« ist vorläufig aus«ine Woche vertagt worden. Die gesamte Press« erörtert den Fall Wojewudskl, und in der Rechtspresse wird dabei hervorgehoben, daß Wojewudfki au» den Legionen Pilfudskis hervorgegangen ist. und zwar aus der de» rühmten l. Brigade. Spitzelmord und ipolizeirache. Warschau. 29. Januar.(EP.) Während der Geheimoersamm- luna einer Provinzorganisation der weißnrssischen Hromada, an der 30 Personen teilnahmen, wurde«in Mitglied namens S m o l i t als Konfident der polnischen politischen Polizei entlarvt und sofort niedergeschossen. D>« Polizei verhaftete noch in derselben Nacht alle Mitglieder der Organisation, soweü st« sie erwischt«. Wie aus Wilna gemeldet wird, herrscht in den nordöstlichen Woiwad- schaften wegen der Massenverhaftungen«ine außer- ordentlich» Spannung zwischen Polen und Weißrussen. Zum Kattowitzer Spionageprozeß. kattowitz. 29. Januar.(Mtb.) Das verhältnismäßig milde Urteil gegen den sogenannten Spion Kurzudim läßt schon erkennen, baß das Gericht die Sache anders angesehen hat. als die polnische Presse sie von Anfang an dargestellt hatte. Ein Mann, der wie der Angeklagt« nicht polnischer Stoat»bürg«r. sondern deut- scher Reichsangehöriger ist, und der geheime Urkunden von angeblich so großer Bedeutung zu verkaufen versucht Hot, myre natürlich nicht nur zu 1)4 Iahren Festungshaft, sondern zu»myr schweren Zuchthausstrafe verurteilt worden, wenn die Sache tatsächlich so gegangen wäre, wie die polnischen Nationalisten si« dar- gestellt haben. In der Urteilsbegründung wird ohne weiteres zugegeben, daß dem Anzeklaglen gesälschle Urkunden tu die Hände gespielt worden sind, und die beiden Offiziere de» polnischen Nachrichtendienstes, die als Zeugen vernommen wurden, rühmten sich in öffentlicher Der. Handlung damit, den Angeklagten und damit Lukaschek in eine Falle gelockt zu haben. Der aus dem Gleiwitzer Gefängnis ausgebrochene, wegen Eigentumsvergehens schwer vorbestraste Automobilhändler Thomas, der bei den Angeboten an Lukaschek die Haupt- rolle gespielt hat, war nicht Angeklagter, sondern Zeuge. Er war von Anfang an der Spitzel, der Kurzydim in dem Augenblick der Polizei übergab, als er mit dem wertlosen 2000.Mark'Gchock «ine ihm ausreichend erscheinende Unterlage für dl« Bloßstellung Lukascheks zu haben glaubte. Kurzydim selbst suchte sich im zweiten Teil der Verhandlung ebenfalls als Beauftragter der Polizei him zustellen und behauptete, seine Absicht sei gewesen, Lukaschek und die deutsche Regierung zu kompromittieren. Diese Be- hauptung ist ihm nickt widerlegt worden, wenn das Gericht auck zu einer Verurteilung kam. Daß ihm in der Urteilsbegründung die Auslieferung der völlig bedeutungslosen Briefe Lukaschek» an ihn at« «in dem polnischen Staat geleisteter Dienst angerechnet wurde, ist jedenfalls sehr verdächtig; denn die Briese sind nicht» al» belang- lose A n t w o rt e n aus das ständig« Drängen Kurzydims, den Kauf zum Abschluß zu bringen. Selbst wenn man aber unterstellen würde, daß Kurzydim ein sogenannter ehrlicher Spion und nicht ein Spitzel war, so hat doch die Verhandlung den klaren Beweis dafür erbrocht, daß di« pol- nifche politische Polizei und der militärisch« Ilachrichlendienst an der schon in dem sogenanten Voltsbund-Prozeß aufgedeckten systematischen Bespitzelung der deutschen Vertreter festhalten. und es ist bezeichnend, daß sich die Vertreter dieser beiden polnischen Amtsstellen mit dieser ihrer Tätigkeit in öffentlicher Gerichts? Verhandlung brüsten! ».Treue um Treues Wölpe»« Worte eines deutsche» Reichskanzlers. „E, wird auch weiterhin die Pflicht der Republikaner sein, jetzt erst recht fest zusammenzustehen, um der Idee. für die wir gekämpft haben, zum endgültigen Siege zu per- helfen...'Ins«int die klare Erkenntnis der harten Notwendig- teit unserer Außenpolitik: uns eint das Bewußtsein, daß ein unzweideutiges Bekenntnis zur Deutschen R«? publik die notwendige Voraussetzung einer starken Staatsautorität ist: uns eint der Wille, unser ganzes ösfentltche» Leben mit so- zialem Geist zu durchdringen... Für diese großen Ziele kämpfen wir gemeinsam weiter.' So schrieb Wilhelm Marx, der am nächsten Donnerstag die Regiernngsetkläning der Bürgerblockregierung vorlesen wird, im April 1923 an seine Wähler. Er ließ damals den Ruf er- schollen:„Treue um Traue!". Mit diesem Ruf und diesem Ausspruch—— und dem. m« dann geschah, wird Wilhelm Mai? in der Seschicht- fortlebe«. Die portel nnd die Seamtenverbänüe. Beschlutz des Parteiausschusses. In seiner letzten Tagung nahm der Parteiausschuß folgend« Entschließung an: Das ZZerhältni» der Partei zu den Spitzen. verbänden der Beamtenorgonisationen kann nur im Zusammenhang mit der historischen Entwicklung und ihrer Stellung zu den übrigen Zweigen der Arbeiterbewegung betrachtet werden. Insbesondere gilt dies von dem Verhältnis zu den freien Gewerkschaften. Don jeher haben die chirsch-Dunckerschen Gewerkschoften die Fortschritts- bzw. Demokratische Partei als ihre politische Vertreteung betrachtet. Dasselbe gilt für das Verhältnis der Zentrumspartei zu den christlichen Gewerkschaften. Die freien Gewerkschoften stehen seit ihrer Gründung unter Betonung ihrer politischen Neutralität an der Seite der Sozialdemo- krati«. Sie wurde die politische Vertretung der freien Eewerk- schaften, diese die wirtschaftlich« Interessenvertretung besonders der sozialdemokratisch gesinnten Arbeiterschaft. Eine zentralisierte Beomtenbewegung besteht eigentlich erst seit dem Jahre 1918. Leider Hot auch sie sich nicht einheitlich zufammensossen losten. So bestehen jetzt als Spitzenorganisationen der„Allgemeine Deutsche Beamtenbund" und der„Deutsche Beamtenbund". Der„Allgemeine Deutsche Beamtenbund" wird von den freien Gewerkschaften und der AfA. als Spitzenorqanisation anerkannt. Er umfaßt eine Reihe gemischter Organisationen. die dem„Allgemeinen Deutschen Gewerkschast-bund" angehören und besonders neben den im Post, und Eisenbahnwesen beschäftigten Arbeitern auch«inen Teil der hierin tätigen Beamten zu Mit- gliedern haben. Aus dieser Tatfache ergibt sich für die Sozialdemokratisch« Partei automatisch eine gewiss« Uebertragung des Berhältnifse» zu den freien Gewerkschaften auf den„Allgemeinen Deutschen Beamtenbu nd". Das führt jedoch nicht zu einem ähnlichen Gegensatz zu dem„Deutschen Beamtenbund", wie er zwischen der Sozialdemokratischen Partei und den Hirsch-Dunckerschen oder christlichen Gewerkschaften durch deren Beziehungen zu bürgerlichen Parteien besteht, da der„Deutsche Beamtenbund" ein« so rein politsch« Prägung wie die genannten Gewerkschaften nicht hat.— In ihm arbeiten zahlreiche Mitglieder der Sozialdemokratie seit langen Iahren für die Interesten der Mttglieder und gegen die Bestrebungen, den„Deutschen Beamten- bund" als Ganzes in das Schlepptau bürgerlicher Parteien zu bringen. Liefer Kampf verdien» Anerkennung und Förderung und darf nicht dadurch geschädigt«erden, daß die betriffenden Senosten in der Partei benachteiligt»Verden, trotz der intensiveren Be- Ziehungen, die die Partei mit dem„Allgemeinen Deutschen Beamten- bund" oerbinden, bis das erstrebte Ziel einer Zusammenfassung aller Beamtenorganisationen in einem Spitzenoerband erreicht ist." Wirtsthastliches Venken. Die Auskläruagsarbeit im ZdA. Schon seit Iahren veranstaltet die Berliner Ortsgruppe des ZdA. in der ersten Woche eines jeden Monats eine Reihe von B e» zirksoersammlungen. für die dos hohe Niveau der in ihnen gehaltenen Referate und der sich anschließenden Aussprachen kennzeichnend ist. Die in der ersten Februarwoche statt- sindenden 31 Versammlungen stehen sämtlich unter dem Zeichen „Wirtschaftliches Denken" und enthalten diesmal lediglich volkswirtschaftliche und wirtschaftspoliusche Referate. Es ist zu hoffen, daß die Mitglieder des ZdA. von der ihnen hier gebotenen Möglichkeit der volkswirtschaftlichen Belehrung recht zahl- reichen Gebrauch machen werden, zumal aus den Ankündigungen hervorgeht, daß bekannte Wirtschaftspolitiker. sowohl Theoretiker als auch Persönlichkeiten der wirtschostlichen Ptaris, sich dem ZdA. zur gestellt haben. Verfügung Es ist sin erfreuliches Zeichen der geistigen Regsamkeit in der Angestelltenbewegung, daß der ZdA. eine große Zahl solcher Dcr� staltungen trifft und hierbei van der bestimmten Voraussetzung ausgehen kann, bei seinen Mitgliedern für volkswirtschaftliche Fragen Interesse zu finden und die Erkenntnis, daß wirtschaftliches Denken zu den wichtigsten Doraussetzungen erfolgreicher Gewerkschaftsarbeit gehört.____ öesseruna im Ruhrberabao. Die fitifif der Hebersiundeuwirischafk hak gewirkt. Vachum, 29. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Die Zahl der arbeitsuchenden Bergorbeitsr ist nach Feststellungen des Landes- arbeitsarntes, Abteilung Bergbau, in Bochum bei den öffentlichen Arbeitsnachrveisen im Ruhrbszir' am Stichtag, den IS Januar 1927, auf 10 398( 14110 am 15. Februar 1926) zurückgegangen. Während die Gesamtbelegschaft im Ruhrbergbau am viertletzten Kalender- tag des Monats November 1926 noch 407 S12 betrug, ist sie bis Ende Dezember 1926 auf 411 214 angewachsen: sie weist also ein« Zunahme von 3 70 2 auf. Gegenüber Ende Oktober ist eine Zunahme von 10 323 und gegenüber Ende Mai 1926 von 4S 280 zu verzeichnen. Die Zahlen lasten erkennen, daß die Zechen von der Möglichkeft, durch Neueinstellungen der Arbeitslosigkeit abzuhelfen, Gebrauch gemacht haben. Angestellte der öerlkner Metallindustrie! Mittwoch, den Z. Februar, abends 1 Uhr, Im krtegervereins- Haus, Ehauffeestraße 94. ösfenlliche veisammluag aller Angestelllea der unter den VVMZ.-Iaris fallenden Betriebe. Tagesordnung: 1. Falsche Rolionolisierung— lleberstuadenuuwefen— Arbeitslosigkeit. Referent: Reichskagsabgeordneierkurt h e i n i g. Z.Stellung. nähme zum Schiedsspruch hinsichtlich des neuen Gehaltstarife». Bei der Bedeutung des ersten Punktes der Tagesordnung und der Wichtigkeit der diesmaligen Tarifbewegnng erwarten die unterzeichneten Organisationen bestimmt das Erscheinen aller Angestelltem AsA- Metallkartell: Ientralverband der Angestellten, Ortsgruppe Groß-Berlin. Gottfurcht. Lange. Bund der technischen Angestellten und Beamten, Gau Brandenburg. Günther. Deutscher werkmeisterverbaud. Bezirk X. Rothe. Gesperrte Soadilorelbetriebe. Wegen Nichteinhaltung der tarff» lichen Bestimmungen sind folgende Konditorcibctriebe gesperrt: Kon» ditorei Gcppler, Oronienslraße 13(am Heinrichsplatz). Konditorei und Cafe Kolberg. Prinzenallee 2S. 26 sowie Brunnenstraße 52. Der- jandkondltore» Knobe u. Co., Berlin N, Müüerstraße 40s.Aitgst» Konditorei", Inhaber Patzek, Berlin SW, Lindenstraße 106. «Staus. SPS..L»l»a«deItn,««Irl Lid westeil sab achöiwbrrg! «at Montag. 31. Januar, 5 Uhr, Bei Schult, SRatieaborfei Str. 3, Cti- sauimlung aller Parteigenossen. Die Wichtigkeit her Sagesorhilung erfordert bös Erschrineu icbes Benossrn. Dar Warbaauoschuh. Freie SewertlSafto'.ugerd. Heute, Sonntag: Efidlrei»: Vormittags I« Uhr «gilationsfonntag im Südosten nnd Südwesten. Udend» 6 Uhr: Iug»r.dhe.m Reichenberger Str. 53 Anderfen-Reid-Abend.— Nord, nnd Westtreis: FlImao:nv In der stulturabteilung des Deutschen Metallarbeiterverdandes, Linienstr. IST. Zngendgruppe de, gd«. Morgen, Montag. VA Uhr: Tlldost-Irertow, Jugendheim 5eich:nberger Str. 55. Wir lesen au» Zeitschriften. Norden: Jugendheim Schule Dangiger Str. 23. Vortrag:„Bürgerlicher»der«rdeiter- Sportverein?"(ltohlrrs. Verantwortlich für Politik:«ietor S»iff: Wirts»-»'».»Mng?lh5ser, Dewerkschaftsbeweaung: Fr.«hkorn: Feuilleton: Dr. Zoh» SSikowski: Lokale» und Sonstige»: Frist starstädt: Anzeigen: Th. Sloste: sämtlich in BerNn. Bariaa Bo'.wärts-Berlag Ben Iouson)„V o l p o n e" (oder.Der Tanz ums Geld"). Preis der Karte einschließlich Kleider- ablage und Theaterzettel 1,20 M. Karten sind noch in allen be- kannten Verkaufsstellen zu haben. Die Btldungsobleute werden ge- beten, die„och ausstehenden Karten umgehend mit uns abzurechnen, da wir die Abrechnungen für den Jahresabschluß dringend be- nötigen. Am Richteriisch des B a r m a t p ro z e s s e s sitzen zwischen den schwarzen Juristenroben sechs Männer im Iackettonzug und bemühen sich, das Zahlenfeuerwerk der Zeugenaussagen mit inter- estieriem Gesicht zu verfolgen. Noch gelingt es den meisten: besonders der Schöffe zur Linken des Vorsitzenden verfolgt die Verhandlung über.gewollte Niederhaltung eines Kurses" zwischen Verteidigung, Sachverstemdigen und Staatsanwall mit einem Interesse, dem man anmerkt, daß dem Herrn Schöffen die Geheimnisse des Kurszettels nicht fremd sind. Der Herr ist ein F i s ch m c i st e r. Auch die Mehrzahl seiner Mttschöffen sind selbständige Gewerbe treibende, nur ein Konfektionär und ein zurzell A r- beitsloser mit dem Aeußeren eines Arbetters ist darunter. Ach, die armen Schöfen! Das erste Vergnügen an der Sensation. in solchem Sensationsprozeß eine so wichtige Rolle zu spielen, ist vorüber, und jetzt kommt ihnen die Endlosigkeit der bevorstehenden Verhandlungsmonate schon wie eine endlose Wüste vor, eine Wüste. in der nichts als Zahlengestrüpp und ParograpHenkakteen wachsen Und es find auf dieser Wüstenwanderung wirklich keine Schätz« zu erringen! Bis zu 15 Mark beträgt das Tagegeld für einen Schöffen: es wird aber nur der wirklich nachgewiesene entgangene Verdienst oder die Besoldung einer Erfatzarbeitskrast aus eigener Tasche und das Fahrgeld ersetzt. Und für manchen der Herren bedeutet die Teilnahme an diesem Monsterprozeß, desien Dauer aui neun Monate berechnet ist, einen argen.Schlag ins Kontor".— .Meinen Sie wirklich, daß die Sache noch neun Monate dauern kann?" fragt« der Herr Malermeister, der als.Ersatzschöffe" nur viermal in der Woche in Moabtt Statistendienst tun muß..Ich denke, wenn erst mal Sommer ist, und die Sonn« so schön heiß scheint, dann werden auch die Richter genug davon kriegen: die verlierin dann doch ihr« Ferien!— Es is gor nich zu denken, was der Prozeß mich schließlich reinreißen kenn... wir kriegen sicher dies Jahr'ne ganz gute Konjunktur, un ich kann mich um nichts richtig kümmern: sechs Kostenvorschlag« liegen da, ich weiß nich. wann ich sie machen soll!— Wir wär'n olle froh, wenn wir den Prozeß endlich überstanden hätten!— Neun Monate! Bloß nich dran denken!"— Und kopfschüttelnd hinkt der alte Herr hinaus. Draußen aber steht der Cercle der anderen Schöffen, dem der Herr Fischmeister gerade die bisherigen Ergebmsie der Verhandlungen repetiert. Dann ruft der Justizwachtmeister die Herren wieder herein, und die Gesichter der Ersatzschöffen erinnern ein klein wenig an das Aussehen unserer Mllpatlenten im Wartezimmer eines Zahn- arztes, denn in ihren Mienen mischt sich die Angst vor der juristischen Bohrmaschine mit der Hoffnung auf Erreichung eines guten Zweckes... fluf öie Straße gesetzt! Harte.Zelten— noch härtere Mensche«. Ein regelrechter Bermchtungstonrps ist es. den die Menschen untereinander führen. Und ist dem einen oder anderen dos Unglück in Gestalt von Not und Krankheit erspart geblieben, dann findet sich immer einer der lieben Mitmenschen, der ihm— je nach der Grenze seiner Macht— den Todesstoß versetzt. Im Hause B elziger Straße 3 hatte bis vor kurz«» Frau Z. die P o r t i e r st« l l« inne. Geringfügiger Ursachen wegen kam es zu Streitigkeiten mll dem Verwalter, der sofort Ä ü ,, d i.g u n g beantragte und die Räumungsklage gegen die Leute erließ. Er ließ sich beim gerichtlichen Termin, trogdem er dem Richter gegenüber bekennen mußte, daß die Hausarbeit nach wie vor zur Zufriedenheit gemacht wurde und daß er im allgemeinen nichts einzuwenden hätte, aus keinen Vergleich ein, akzeptiert auch keinerlei Vorschläge auf Tauschwohnungen, sondern setzte das Ehepaar mit den Kinden, am 2. Januar mit ihrer ganzen Hab« auf die Straße. Auf ihr« Frage, wo sie denn bleiben sollten, meinte er:„Geben Sie die Kinder ins Jugendheim und gehen Sie ins Obdachlosen- Asyl!" Nun haust die Familie— bestehend aus Mann. Frau, zwei kleinen Kindern von 3 und ö Iahren und einer 70 Jahre attsn Mutter— in einer winzigen Sommerlaube zwischen Schöne- berg und Tempelhos, die bloß aus einem kleinen Ziegen st all »i Gerichtstag. voll Fred vsreoce. capvrlrlu 1923 by Paul Zsolnay. Wie» Mitten In der Nacht stiegen wir aus. Man hob mich in einen Bauernwagen, der mit einer Lcderplache überdeckt war. Ein alter Mann mit graumeliertem Bart nahm neben mir seinen Platz ein und der Wagen setzte sich in Bewegung. Die Fahrt dauerte bis zum Morgengrauen. Plötzlich kehrte sich der Mann, der ein paar Stunden lang kein Wort gesprochen hatte, zu mir und fragte mich:-.->«cht wahr, du glaubst, daß du jetzt zu deinen Eltern kommst. ..Jawohl," flüsterte ich... Ach. ich wußte schon, was er mir nun sagen wurde. ,.L)ör gut zu, es ist nicht wahr, deine Eltern haben dich verlassen. Man glaubt, daß sie nach Amerika gereist sind. Ich stieß einen Schrei aus:„Das ist ja nicht wahr, das ist nicht wahr."» „Ja. du armes Kind, es ist wahr." „Aber vor drei Tagen hat mir die Mama noch aus Pelancon geschrieben. „Dann war das gerade vor ihrer Abreise." Da brach ich in«in bitteres Schluchzen aus. „Weine nicht, der Herr Bürgermeister ist ein guter Mann, er wird dich bei ordentlichen Leuten unterbringen." Das Haus, wohin mich mein Schicksal verschlagen hatte, war wirklich mit großer Sorgsast ausgewählt worden, näm- lich bei Leuten, die das geringste Kostgeld verlangten. Der Bauernhof lag auf dem Abhang eines Hugete. Es war ein altes, schwärzliches Holzhaus, das aus Stall. Scheune und Wohnung bestand: die Wohnung: zwei Kammern, die aam kleine Fenst« mit schmutzigen Scheiben hatten. Ich bekam den kleinsten Raum zugewiesen. Bor dem Bauernhof lag ein Garten, wo KarwffelN. Kohl und ein paar Sonnen- blumen wuchsen: knapp daneben lag ein Düngerhaufen, von dem ein Jauchebächlein gerade zum Brunnentrog abfloß, der aus einem Baumstamm gehöhlt war; dort bildete die Jauche gelbliche, stinkende Lachen. Der Bauer war ein Mann von ungefähr sünfunddreitzig Jahren, klein, kräftig- mit blauen, stahlharten Augen. Sie war groß, mager, knochig, hatte braunes Haar, durch das sich graue Fäden zogen, ihre Gesichtsfarbe zeigte ein schmutziges Gelb. Sie war vielleicht fünfzehn Jahre älter als er. Der Bauer war beim Vater der Frau Knecht gewesen. Als der Alle starb und sie ganz allein auf der Welt stand, hatte sie sich von den Schmeicheleien dieses Burschen betören lasten, an dem sie mit der Liebe eines hungrigen Tieres hing. Sie hatten keine Kinder. Vom ersten Augenblick an haßten mich diese Leute und ich vergalt es ihnen redlich. Kurze Zell nachher hatte die Frau einen epileptischen Anfall. Ich war sehr erschrocken, als sie röchelnd auf dem Boden lag, mit Schaum vor dem Munde. Er stieß mich aus der Küche und sagte roh:„Das macht nichts, sie tut nur lo. Laß die Kuh." Eine Woche nach der Ankunft bekam ich einen langen Brief von meiner Mutter, die mir schrieb, sie wäre ganz verzweifelt, daß man mich in„Pension" gegeben hatte. Ich sollte nur Geduld haben, im Frühling hoffe sie zuversichtlich, mich zu sich nehmen zu können. Dieser Brief war ein Sonnenstrahl in meinem armen Leben, denn meine Brotgeber hatten ihre Freude daran, mich zu demütigen. Sie ließen mich den Stall ausmisten, verboten mir, vor dem Essen die Hände zu waschen, öffneten die Briefe. die ich von meiner Mutter bekam und lasen, was ich ihr schrieb. Dazu machten sie allerlei freundliche Bemerkungen. „Wenn du darauf warten willst, bis sie dich von hier abholt, kannst du all und grau werden!" Als ich eines Tages gerade vor dem Mittagessen aus dem Stall kam, lief ich zum Brunnen, um mir die Hände- zu waschen: ich trocknete sie an meinem recht schmutzigen Taschen- tuche ab, da fühlte ich plötzlich einen heftigen Fußtritt im Rücken. „Verfluchter Kerl, willst den feinen Herrn spielen?" sagte mir der Bauer mit zorniger Stimme.„Glaubst du. daß ein Gemeindekind so viel Geschichten machen darf? Ein Reicher darf sich die Hände«in paarmal im Tag waschen, ober so ein Hungerleider wie du. muß arbeiten." Ich ließ es mir gesagt sein. Glücklicherweise mutzte man mich im November in die Schule schicken. Während des Unterrichtes ging alles gut, die Lehrerin erwies sich besonders freundlich gegen mich und ich war ihr im Herzen dankbar für ihre Güte: das fühlt« sie. Bald wurde ich der Erste unter den vierzig Sckiülern der Klasse. Es waren Jungen und Mädchen aus der ganzen Umgebung. Sie hatten mich nicht gern, nannten mich Stadtjunge, ver- höhnten meine Aussprache, meine Kleider und riefen mich „Gemeindekind". Ich antwortete nichts auf ihre Beschimpfun- gen und hätte sie auch sicher entwaffnet, wenn nicht zwei böse Buben, die mich besonders haßten, die anderen gegen mrch aufgereizt hätten. Diese hosten mir einen erbitterten Krieg erklärt. Kaum war die Schule aus, liefen sie in die Felder, oersteckten sich hinter einer Hecke und stürzten auf mich los. Ganz vergebens wehrte ich mich gegen ihre Prügel. Ich kam zerzaust und schmutzig ins Haus zurück. Wenn mich der Bauer bemerkte, sagte er drohend:„Hast du schon wieder gerauft?" Und ich gab immer dieselbe Antwort:„Sie haben sich versteckt und mich überfallen." „Na, so verteidige dich. Du hast ja Krallen und einen Schnabel." Ich tonnte in den Augen meines Peinigers eine boshafte Freude sehen und bemühte mich, ihm auszuweichen, aber er erwartete mich regelmäßig mittags, um sich an meiner Nieder- läge zu weiden. Ich brauche wohl nicht zu bemerken, daß ich von all dem meiner Mutter nichts schrieb: ich erzählte ihr im Gegenteil von meinem guten Fortgang in der Schule und ich vermied alles, was sie in Unruhe hätte setzen können. Ich begriff, daß sie ja nichts ändern könnte und wollte sie mit traurigen Schilderungen meiner Lage nicht betrüben. Meine Feinde wurden immer unverschämter und schließlich kam gerade von diesem Uebermaß meine Rettung. Eines Tages sagten sie ganz laut zu einem drillen Kameraden, als sie aus der Schule gingen:»Komm mit, jetzt wird der Gemeindejunge durchgebläut." Der Lehrer, der gerade vor der Schule stand, hörte die Worte, ging den Buben nach, versteckte sich hinter der gegen- überliegenden Hecke und im Augenblick, da sie über mich her- fielen, tat er einen Satz bis zu uns, packte den einen der Brüder und ihren Helfershelfer am Kragen und während der dritte lief, � so rasch er laufen konnte, verabreichte er den beiden die schönste Tracht Prügel, die man sich nur denken kann. Dann zwang er sie, m-ich um Verzeihung zu bitten, ließ sie schwören, daß sie mich nie wieder berühren wollten, und drohte ihnen, jeden ordentlich einzusperren, der es wagen sollte, noch einmal ellpas anzustellen. Ich dankte ihm unter Tränen, aber ich fürchtete die Rache der Kameraden. Aber da täuschte ich mich, denn nicht nur, daß mir die zwei elende» kleinen Kerle nie mehr etwas Böses taten, sie bemühten sich sogar um meine Freundschaft, was mich mll größter Ber- achtung erfüllte._. �(Fortsetzung folgt.) mit einem anschließenden Webenranm besteht, der aerobe Plag für Bett, Stuhl und einen Kochherd bietet. Im Bett schlafen sämtliche 8 Personen inmitten eines starten Stallgeruches, der Feuchtigkeit des nassen Hohes,— die Decke ist aus Hotz, läßt Zielen und Kälte ungehindert hinein, ebenso der dürftig aus Zement gezimmerte Fußboden—, dazu die Ausdünstung von fünf Menschen verschiedensten Atters, die sich Tag und Nacht in diesem elenden Loch aushalten müssen. Das Wohnungsamt wies ihnen einen Lage keller als Mitwohnung an, wofür sie 40 M. an Miete bezahl 'olltsn. Da der Mann ganze 28 M. pro Woche verdient, wovon süns Menschen leben sollen, ist ihnen der Betrag natürlich uner- lchwinglich. Durch die groß« Entfernuiw von der Stadt ist es der Kau unmöglich, sich nach irgendeiner Beschäftigung umzusehen, denn erstens fehlt es am Fahrgeld und dann sind immer ander« schon früher da, Arbeitslosenunterstützung kann sie nicht beanspruchen, da die Polizei diese Laube nicht als Wohngelegenheit anerkennt und sie daraufhin nicht anmeldet. f geschieht hier? Und was War er es l Bor dem Schöffengericht Schöneberg steht ein tadellos ge. lleidcter Vierzigjähriger mit intelligenten Gesichtszügen und verteidigt sich äußerst redeganwandt und formvollendet. Aber gerade die Art feiner Verteidigung ist es, die ihm zum Verhängnis wird. Die An- vage lautet aus schweren Raub in Tateinheit mit schwerer Körper- Verletzung. Am 28. August v. I. wurden die Bewohner des Hauses Nr. g in der Steglitzer Straße von kläglichen Hilferufen in Schrecken ver- setzt. Eure alle Dom«, die dl« Schreie hörte, öffnet« das Fenster und sah, wie ein Mann ohne Kopfbedeckung aus dem Hause kam von ihr lag eine Aktentasche mit II 000 Mk. Sie hatte das Geld vom Postscheckamt geholt und sollte es an ihrer Arbeits- stelle, im Bureau der Fachgewerkschast der Eisenbahnbeamten, im selben Hause abliesern. Als sie die Treppe hinaufging, kam ihr ei» junger Mensch entgegen, versetzte ihr einen Dolchstich in die linke Brust und versuchte, ihr die Aktenmappe ,zu entreißen. Sie schrie um Hilfe und setzte sich zur Wehr. Der Uebeltäter ließ die Aktenmoppe fallen und entfernte sich aus dem Hause. Wäre der Stich einige Zentimeter tiefer gedrungen, so wäre der Ausgang un- bedingt tödlich gewesen. Monate verstrichen im vergeblichen Suchen nach dem Räuber. Ein Umstand kam aber der Kriminalpolizei zu Hilfe. Auf dem Postscheckamt in der Dorotheenstrah« hatte man einen Menschen beobachtet, der dort ohne Ziel und Zweck herumlungerte. Eines Tages wurde er auch von einer Dame, die sich beobachtet und be- lästigt fühlte, gestellt. Es war der vielfach vorbestrafte„Gentleman- Einbrecher" Willi H o tz e, der als einer der ersten in der Klei- dung eines tadellosen Gentleman aus seine Raubfohrten c>ing und auch im Jahre 1312 den Uebcrfall auf ein Juweliergeschäft in der Potsdamer Straße ausgeführt hatte. Man fahndete nach ihm und »erhaftete ihn schließlich in einem Krankenhause. Bei der Gegen» Verstellung im Polizeipräsidium, wi« auch gestern vor Gericht konnte er nicht mit aller Bestimmtheit von den Zeugen wiedererkannt werden. Das Gericht kam trotzdem zur Verurteilung des Angeklagten. In der Urteilsbegründung führte der Vorfitzende aus, daß es in der Hauptsache die Art der Verteidigung, sein Leugnen vqn Tatsachen, die zweifelsohne fest- stehen, seine ungenügende Erklärung für den Aufenthalt im Post- scheckanu das Gericht zur Ueberzeugung gebracht habe, daß er und kein anderer der Räuber gewesen sei. Der Angeklagte nahm das Urteil, das auf sechs Jahre Zuchthaus und fünf Jahrs Ehrverlust lautete, nicht an.______ Ein �ugenüheim im polizeipräsiöium. Sowohl vom Landesjugendamt wie vom Polizeipräsidium wurde es bisher als schwerer Mißstand empfunden, daß aufgegriffene männlich« Jugendliche im Polizeipräsidium zumeist in einem Ge- meinschaftsroum mit Verbrechern untergebracht werden, die auf die Jugendlichen einen verderblichen Einslutz ausüben. In wiederholten Verhandlungen mit dem Polizeipräsidium und den beteiligten Ministerien haben sich die Behörden bereit erklärt, den Vorschlag des Magistrats, im Polizeipräsidium ein Jugendheim zu errichten, zu fördern. Nunmehr soll durch Ausbau des Materialiengebäudes ein Heim für 30 männliche Jugendliche errichtet werden, das außer Schlafräumen einen Tagesraum, einen Lese- und Beschästigunas- a enthüll. Aehnliche Heime be- len und haben sich dort sehr be- wahrt. Hier sollen die Jugendlichen zunächst betreut werden, damit dann durch die Wohlfahrtsstelle im Polizeipräsidium in Zusammen- arbeil mit dem Hausvater ihre eventuelle Heimbesörderung oder Beschäftigung oder Unterbringung in Heimen veranlaßt werden kann. Eine entsprechende Vorlage des Magistrats an die Stadtver- ordnetenv ersammluna beantragt die Bewilligung von S1 000 Mark zur Einrichtung dieses Heimes, dessen lausende Ausgaben sich auf 20000 Mark beziffern dürften. räum und eine Hausoaterwohnung stehen bereits in Hamblirg und �tutofturz fn üke Spree. Der Spreekahn als Retter.— Glück im Unglück. Ein Zusammenstoß, bei dem wie durch ein Wunder nur zwei Personen erheblich, aber nicht lebensgefährlich oerletzt wurden, er» eignete sich gestern nachmittag gegen 3 Uhr auf der Dammbrücke in Köpenick. Kurz vor 3 Uhr passierte ein Pferdegespann in Richtung Friedrichshagener Straße die Nordseite der Dammbrücke. Aus eitt- gegengesetzter Richtung nahte ein Lastkraftwagen, der beim Aus- weichen vor einem Personenkraftwagen mit dem Pferdegespann kollidierte. Das Fuhrwerk wurde zur Seite geschleudert. Der Führer AreUag. den 4. Februar, abends 7 Uhr. im Berliner Rathaufe, Soulgstrabe. Sladtoerordneteusitzungsfaal. Kommunale Konferenz Vortrag des Sladtbaurats Gen. Dr. lng. Marlin Wagner über: Die Wohnungsnot in Groß-Berlin.— Das sozialdemokratische Wohnungsbauprogramm. Teilnahmeberechtigt sind: Die sozialdemokratischen Magistrats» und BezirlSamlsmitglieder, die Sladt- und Bezirksverordneten, die Mit» glieder des erweiterten BezirlSvorstandes und die Groß-Berliner Reichs- und LandtagSabgeordneien der Partei.— Mitgliedsbuch gilt als Ausweis. Lezirksverband verlin SPD.. Sommuual-Sekrelariat. des Lastkraftwagens verlor die Gewalt über die Steue» r u n g und rast mit unverminderter Geschwindigkeit aus den Bürger- steig gegen das starke gußeiserne Brückengeländer» das bei dem Anprall des etwa 1-tO Zentner schweren Kraftwagens wie Glas zerbrach. Der Lastkraflivagen stürzte die 5 Meter hohe Böschung hinunter, knickte mehrere starke Bäume und prallte schließlich gegen einen dort verankerten Spreckahu, der ein Leck erhielt. Wunderbarerweise blieb der Mitfahrer des Autos unverletzt. Auch der Chauffeur zog sich nur einen A r m b r u ch und Hautabschürfun- gen zu. Dagegen wurde der Wagen vollständig zertrümmert. Hätte sich der Unfall nur einige Meter weiter zugetragen, wäre das Last- auto in die Spree gestürzt, die an dieser Stelle etwa vier Meter tief ist. So verhinderten aber die Bäume und der Spreekahn größeres Unheil. Bei dem Unfall wurde auch eine Vorübergehende, die Frau Anna G o r m, von dem Lastkraftwagen erfaßt und f ch w e r v e r- letzt. Sie mußte in das Köpenicker Kreiskrankenhaus gebracht werden. Da» Pferdegespann wurde ebenfalls zertrümmert und die Pferde schwer verletzt. Der Kutscher, der aus das Straßenpfloster ge- schleudert wurde, kam mit Hautabschürfungen davon. Die Köpe- nicker Feuerwehr, die sofort alarmiert worden war, nahm die not- wendigen Aufräumungsarbciten vor und sicherte die Durchbruchsstclle durch Anbringen eines Rotgeländers. Wegen der einbrechenden Dunkeihell mußten die Arbeiten abgebrochen werden. Der zer» trümmerte Lastwagen, der hart am Spreeuser liegt, wird erst am Montag, da er kein Verkehrshindernis bildet, durch eine Hebevor- richtung gehoben werden. O Dresden, 29. Januar.(TU.) In der Vorstadt Uedigau stürzte ein f che u gewordenes Pferd mit einem beiadenen Düngerwagen von dem steilen User in die Elbe und versank mitsamt dem Wagen in den Wellen, ohne wieder zum Lorschein zu kommen Der Kutscher kannte sich durch Wspringen retten Kalbspelz und Hundepelz. Wie heißen doch all die schönen prächtigen Pelze, die man in den Luxusb-tleidungsgeschästen ausstehen sieht? Persianer. Silber- fuchs, Blaufuchs, Zobel, Biber, Hermelin, Nerz, Seal(nicht etwa See-Aal, sondern Seehund und sihl ausgesprochen). Wer kann sich einen solchen Pelz kaufen, dessen Erwerb ein proletarisches Jahreseinkommen und mehr beansprucht? Aber wenn's nicht Persianer, Blaufuchs oder Seal ist, dann kann es doch vielleubt ein Hundepelz oder ein Kalbspelz sein? Oder sollte etwa ab solcher Zumutung Entsetzen sich ausbreiten? Warum hat man denn nichts gegen einen Katzenpelz einzuwenden? Katzenpelze sind berühmt und gesucht, wenn auch nicht in Form von Kleidungsstücken. Aber auch das schlichte volkstümliche Kaninchen wird gerne zur Herstellung von Pelzen oerwandt. Manch einer kommt aus diese Weise zu einem Pelzjackett oder-mantel. Ader Hundepelz, Kalbspelz? Kaum weiß man, daß es so etwas gibt. Es sei denn, daß man Kalbsleder zu Schuhen verarbeitet. Doch lassen wir einen Augenblick Hundepclz und Kalbspelz und wenden wir nns den besonders in Leipzig heimischen Rauchwaren(das sind Rauhwaren. Pelze, und nicht Zigarren, auch nicht Räucherwaren, Bücklinge) zu. Die in Leipzig ansässige Arbeitsgemeinschaft der P e l z i n d u st r i e hat in ihrer letzte), Sitzung beschlossen, zwei neue Pelzsorten auf den Markt zu bringen, die die Namen „ O p o i k a" und.Sobaka" führen werden, und man darf annehmen, daß, wenn diese Pelze in den Schaufenstern erscheinen, die Menge derer, die es dazu haben, diese gewiß sehr seltenen und wertvollen Pelze mit besonderem Wohlwollen betrachte«, weiden. Es handelt sich dabei aber keinesfalls, wie ahnungslose Gemüter vielleicht glauben mögen, um neuentdeckte Pelzsorten aus Alaska oder Sibirien, vielmehr hat die Arbeitsgemeinschait der Pelzindustrie in Leipzig beschlossen, dieje Bezeichnung den Fellen von braven dentschen Haustieren, nämlich von Kalb und Hund, zu gebe». Dieser bemerkenswerte Beschluß ist in der letzten Sitzung der Arbeits- gemeinschast mit der Begründung gefaßt worden, daß man auf diese Weise dem Vorurteil des Publikums gegen Kalbs- und Hundefell begegnen wolle. Man wird also in Zukunft erleben(vielmehr hofft die Arbeitsgemeinschaft es zu erleben), daß«ine Dame vor dem Schaufenster sagt:„Ach, Männe, schenk mir doch diesen ent- zückenden Opoika." Worauf er'erwidern muß:„Warum nicht. Ich hingegen werde mir diesen prächtigen Sobaka zulegen." Alsdann gehen beide hinein und kaufen ein wunderbares Damenkalbspelz- zackett und einen prächtigen Herrenhimdepelzmantel. Der neue werthelm. Auf den Grundstücken des früheren Relchsmarmeamtes, Leip- zigerplag 13 und V?ßstraß« 24'25, hat die Firma 2L Wertheim einen Erweiterungsbau ihrer bisherigen Geschäftsräume aufgeführt. Durch die neue Bauordnung, die eine größere Zahl von Stockwerken zuläßt, war die Firma In der Lage, den Neubau ein Stockwerk höher als die bisherigen Gebäude aufzuführen, wodurch mstleicht We bauliche Wirkung des Eckhauses Leipziger Platz etwas beeinträchtigt wird. Um diesen eventuellen Nachteil abzuschwächen, hat man das oberste Geschoß des Neubaues stark zurücktreten lassen. Die künstlerische Bearbietung des ganzen Bauprojektes stammt von dem inzwischen verstorbenen Pros. Eugen Schmohl. Die Fassaden, aus fränkischem Muschslkalkstein ausgeführt, geschmückt mit Skulpturen nach Entwürfen des Prof. Gerstel, zeigen die ziert mit Schnitzereien, ebenfalls nach Modellen von Prof. Gerstel und einem prächtigen dreiteiligen Fenster(Entwurf Pros. C e s a r Klein). Moderne Beleuchtungskörper— Röhrenlampen an Metall» stanzen— geben ein richtiges Bild neuzeitlicher Baukunst. Die neu hinzugekommene Fläche beträgt 3840 Quadratmeter, die gesamte Grundfläche 27 221 Quadratmeter, die Verkaufsfläche 106 000 Quadratmeter. Dem Verkehr zwischen den Stock- werken dienen 45 Fahrstühle, 2 Fahrtreppen, 3 Wen- delrutschen— eine neuartig« Beförderung von Paketen nach dem im Keller gelegenen Packraum— und 3 Paternoster-Werke. An neuen Geschästsräumen ist noch der mit allen Schikanen der Neuzeit eingerichtete Frisierraum zu nennen, Abzugsrohre nach Art der Staubsauger lassen die abgeschnittenen Haare vom Boden. wie auch von der Person des Kunden im Nu verschwinden, Kinder werden, aus Schaukelpferden rettend, schön gemacht, Warmwasser- anlagen geben bis zu 90 Grad erhitztes Wasser ab. Neben jedem Frisiertisch ist ein Reinigungsbecken kür das bedienende Personal angebracht. Jede Abteilung hat durch den Neubau ein« Erweiterung und Berschönerung erfahren, der neue Teil der Lebensmi ttel- A b t e i l u n g z. B. ist mit Säulen au« buntglasierten Kupferplatten geschmückt. An Stelle der bisherigen Kurzwarenabteilung, die anderswohin übergesiedelt ist, erstand eine hübsche, glasüberdachte Konditorei: im Parterre— mit direktem Eingang von der Straße. Es gibt einen Fußboden au» Gummi und allerhand sonfti- gen Novitäten. Im obersten Stockwerk de» Neubaues ist auch noch die Errichtung eines großen Restaurants geplant. Sehr interessant war auch noch ein Rundgang durch die im Keller Legenden Licht- und Kraftanlagen, Kühlvorrichtungen nebst Eis- sabrikation. Packräume und verschiedene ander« Maschinenräume, die rn ihrer Gesamthett gewissermaßen das Herz dieses Riefen- k ö r p e r s bilden. Eine eigen« Rohrpost anlag« mit70Sta- tionen, automatische Alarm- und Rcgenvorrichwng bei Feuers» gefahr, eigene Wasserversorgung bei stündlicher Leistung von 230 Kubikmeter, vervollständigen das Bild eine« echt großstädtischen Riesenbetriebe«. Pazifismus»ud Reichsbanner. Heber da« Thema.Lteichsbonner und Pazifismus" sprach kürzlich Hellnu�, v. G e r l a ch in einer Veranstaltung der Friedensgesellschost. Gerlach betonte die unbedingte Rot» wendigkeit des Reichsbanner», um den Volksstaat gegen die putschistischen Gelüste der reaktionären Kampsverbändc zu schützen. Gewisse Kritiker de» Reichsbanner« hätten sich an A e u ß e r- l i ch k ei t e n gestoßen, so an der Unisormierung, weil sie in ge- wisser Beziehung militärischen Charakter trag,. Gerlach sieht in dieser Uniformierung keinen Fehler, im Interesse der organisatorischen und propagandistischen Geschlossenheit der Bewe- gung ist sie zu billigen. Aus der letzten Generalversammlung hat Geriach einen Antrag eingebracht, der feststellte, daß der Pazifismus nicht zum Ausgabenkreis de» Reichsbanners gehöre, jeder Pazifist ihm aber willkommen sei. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Das Reichsbanner Ist zum Schutze des Bolksswates KÖNIGIN V. SABA-------4$ BACCARAT--——-5<3 Unsere 11CUG MiSChUllQ� Tabake der manipulieii JLeXnjt jprüAeyr-t> leichte, bekömmliche blumigem» Aroma-und glattem Biand» SARBÄTV ' 0.�"■'*" gegen TventnalltSten gesichert sein, yn der Diskussion wandte sich Dr. W e h b« r g gegen ein allgemeines inneres Wettrüsten. Oberst a. D. L a n g e. der Reichsschießwart des Reichsbanners, bezeichnete den Kleinkalioersport als eine unbedingte Notwendigkeit. Um üen unehelichen Sohn. Totschlagsversuch nach 40jähriger Ehe. Ws der 63iährige M. am 13. Juni vorigen Jahres bei seiner Ehefrau war, mit dsr er in Scheidung lag, und deren Wohnung er vor wenigen Tagen auf Grund des Richterspruches hatte verlassen müssen, oersetzte er ihr während eines Wortwechsels mit dem Rasier- messer einen Schnitt in die Kehle. Frau M. hielt noch zeitig seine chand aus und kam mst einer kleinen Ritzwunde davon. Gestern stand M.. ein kleiner, vollkommen grauer, umersetzter Mann mit slietzender und weicher Sprach«, dem Aussehen nach ein Kanzlist, vor dem Landgericht I. Die Ursache dieses eigenartigen versuchten Totschlages nach lüiähriger Ehe liegt tiefer. Es war die gleiche, die seinerzeit zur Ehe unib setzt zur Scheidung geführt hatte, nämlich der außer- eheliche»ohn Fran.z. Damals kam die Heirat wegen dieses Kindes zustande, obgleich die Familien der jungen Leute nntemander in bitterem Streste lagen. Die junge Frau hatte aber den Haß gegen die Verwandten mit in die Ehe genommen. In Berlin durften die Schwiegereltern nicht die Schwelle ihrer Wohnung betreten� suchte der Mann seine Eltern aus, so hieß es, er schleppe alles hin. Ein guter Mann war M. gewiß nicht. Er trank und mißhandelte Frau und Kinder. Nicht selten mußten sie bei fremden Leuten Schutz lachen. Wegen Trunkes mußte er seine Stelle als Straßenbahn- fchajfnsr verlassen' wegen Trunkes wurde ihm die Berechtigung zur Ausübung seines Berufes als Droschkenkutscher genommen. Nach dem Kriege war es besser geworden: ober in den letzten zwei Jahren, als ewiger Streit mit dem Sohn Fnmz� herrschte, wurde es wieder ärger. Der Sohn hatte sich aus die Seite der Mutter ge'chlagen. Der Mann ging in seiner Gehässigkeit selbst so weit, daß er der alten Frau vorwarf, der Sohn sei nicht von ihm. Zwischen den beiden Männern kam es schließlich zu Handgreiflich- leiten, bei denen der Bater schleicht davonkam; er wollte es nicht dulden, daß der Sohn nachts Mädchen mit nach Hause bringe. Als er dann die Mumungsklagc, die er gegen den Sohn eingereicht battc. gewann, strengte seine Frau chreiseits Scheidungs- und Räumungsklage gegen ihn an und gewann beide. Der alte Mann wollte nickst glauben, daß er wirklich aus der Wohnung müsse:„Mama," sagte er,„mach doch keine Geschichten!" Er mußte schließlich doch die"Schlüssel hergeben und die Wohnung verlassen. Bei einem seiner Besuche fügte er nun aus Haß gegen den Sohn seiner Frau den Schnitt in die Kehle zu. Die Frau sagte voll Erbitterung gegen ihn aus, Sohn und Tochter verweigerten die Aussage. Als der Verteidiger für Milde plädierte, kamen dem An- geklagten, der Frau und dem Sohn die Tränen. Nun aber war es ichon zu spät. Das Gericht oerurteilte den Mann zu anderthalb Iahren Gefängnis unter Anrechnung von sechs Monaten Unter- s'zchungshast._ Keine Wiederaufrollnug des Liitzow-Prozeises. Gegen die Freisprechung des Freiherr» v. Lützow durch das Erweiterte Schöffengericht Berlin-Llchterfelde hatte bekanntlich die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die Verteidi- gung war gegen diesen Schritt der Anklagebehörde beim Preußi- ichen Justizministerium vorstellig geworden, und zwar— gestützt auf Hunderte von Zuschriften— mst der Begründung, daß eine Wieder- aufrollung des Lützow-Prozesses einen ungeheuren Schaden für die Jugend im allgemeinen und für die in diesem Prozeß vernommenen Kinder im besonderen bedeuten würde. Wie wir mut- mehr erfahren, hat das Preußische Justizministerium a«i gestrigen Sonnabend beschlossen, die Staatsanwaltschaft II zur Zurücknahme der Berufung zu veranlassen. Da mst würde das freisprechende Ur- teil gegen Freiherrn v. Lützow rechtskräftig werden. Verbesserungen im Stadt-, Riug� Vorortverkehr � Wie die Reichsbahndirettion Berlin mitteilt, treten im Werk- tagsfahrplan für den Stadt-, Ring- und Vorortverkehr am 8. Februar nachstehende umfangreiche Verbesserungen ein: Einführung des Ist-Minuten-Derkehrs an Stelle des�lö-Minuten-Vcr- kehrs auf der Ringbahn während des ganzen Tages bis auf die beiden letzten Betriebsstunden und auf den Stadtbahn-Vorortstrecken nach und von Grunewald, Lichtenberg-Friedrichsfelde, Köpenick und Niederschanewnde-Iohannischal bis gegen 8,30 Uhr abends. Die Zugfolge in den Zeiten des starken Berufsverkehrs wird verdichtet: zwischen der Stadtbahn, Köpenick und Friedrichshagen bis auf S und zwischen der Stadtbahn und Erkner und Grünau bis auf 10 Minuten. Die Wannseebahnzuge erhalten neue Anschlüsse nach Pols- dam. Zwischen Berlin Potsdamer Bahnhof und Wannsce wird ein neues schnellfahrendes Zugpaar eingelegt. Ferner wird eine Vcr- belierung der bestehenden sowie die Schafsung vieler neuer guter Anschlüsse auf fast allen Ucbergangsstattoncn erstrebt. vor eklige„Klitfiher�. Einen eigenartigen Trick wandte ein Schwindler in den letzten Tagen bei verschiedenen Geschäftsleuten in der Gegend des Vahnhois Bülowstraße in Berlin an. Der Mann führt eine Pestsche mst sich und erscheint als„Kutscher", der es eilig hat, obwohl aus der Straße überhaupt kein Fuhrwerk hall. Cr kauft in dem De- scbäst eine Kleinigkeit, legt ein großes Geldstück hin und wird schnell abgefertigt. Bekommt er nun bei dem Geld ein Einmarkstück zurück, so tauscht er dieses mst der größten Geschwindigkest gegen ein Zehn pfennigstuck um und macht dann den Verkäufer am das„Versehen" aufmerksam. Bei der schnellen Abwicklung des Geschäfts glaubt der Verkäufer zunächst wirklich an einen Irrtum und gibt dem Mann infolge seiner ehrlichen Miene unter Entschuldigungen zum zwestenmal das richtige Geldstück. Auf diese Art ist es dem Schwindler hintereinander in mehreren Fällen gelungen, Geschäftsleute zu betrügen. Als er aber bei einer Geschäftsfrau, die ihrer Sache ganz sicher war. seinen Trick mst Erfolg versucht hatte, wurde diele stutzig und ging dem.Kutscher" beim Verlassen des Ladens nach. Nachdem er noch in einem Nachbargesckäft in der gleichen Weise eingekauft haste, stellte man ihn zur Rede. In diesen beiden Fällen gab er das unrechtmäßig angeeignete Geld zurück und machte sich schleunigst aus dem Staube. Da anzunehmen ist, daß der„harmlose Kutschcr" auch noch in anderen Stadsteilen sein Unwesen zu treiben beabsichtig», sei hierdurch vor dem Betrüger gewarnt. Autodroschkenabonnemevt in Berlin. Bereits vor einiger Zest hörte man von dem Plan der„Innung Vereinigter Kraftdroschkenbesitzer Groß-Berlins", Abonnements für V> e l f a h re r einzuführen. Dieses Projekt nimmt nunmehr sestere Bestall an. In der vergangenen Woche haben zwischen der Innung und dem Verkehrsamt beim Polizeipräsidium Verhandlungen über den näheren Ausbau des Droschkenabonnements stattgefunden, die dos Ergebnis hasten, daß die der Innung angeschlossenen Kraftdroschken, es Handell sich um etwa 6800 Wagen, mittels einer an den Seltenwänden angebrachten Plakette für das Autoabonnement gekennzeichnet werden. Dieses Zeichen soll kenntlich machen, daß der Wagen im Rahmen des Abonnemeists, dessen Preis 90 M, dessen Wert aber 100 M beträgt, benutzt werden kann. Im Anfang nächster Woche finden im Polizeipräsidium erneut VerHand- lungen statt, in denen das endgültige Aussehen der Plaketten und die wetteren technischen Einzelheiten des Autodroschkenabonnements festgesetzt werden. Es wird dann auch möglich sein, mittels Autoruf eine„Inrlungsdroschke" herbeizurufen, es muß aber die Gebühr für den Autoruf selbst in bar entrichtet werden. Trotz der schon ziemlich wett gediehenen Verhandlungen ist nicht damit zu rechnen, daß vor Ende des Sommer» das Autodrofchkenobonnement Tatsach« wird. Duplikat-Jmpfscheme. Dar Pollzeiprösident teilt mit; Duplikatimpsscheine über die Erstimpfungen sind bei Kindern, die im Jahre 1919 oder später geboren sind, bei dem- jenigei- städtischen' Gesimdhestsamt anzufordern, in dessen Bezirk das Kind zur Zeit der Erstimpfung gewohnt hat, da dort die Impflistar ausberoahrt werdcn. Duplikatimpsscheine über die erfolgte Wiederimpfung sind bei Kindern, die 1908 und später geboren sind, bei demjenigen städtischen Gesundhettsamt zu be- kommen, in dessen Bezirk die Schule gelegen ist, die das Kind zur Zeit der Wiederimpfung besucht hat. Duplikate über erfolgte E r st- oder Wiederimpfung aller srüheren Jahrgänge sind bei dem Polizeiamt erhälllich, in dessen Bezirk die betreffenden Personen als Erflimpflinge oder als Wiederimpslinge die Schule besucht hatten. Lag die Wohnung oder Schule im Bereiche der Polizeiämter Berlin-Mttte, Tiergarten, Wedding, Prenzlauer Berg, Friedrichshain oder Kreuzbsrg, so erfolgt die Ausstellung des Duplv kats durch Abteilung I des Polizeipräsidiums Berlin-Schöneberg, Gothaer Straße 19. 7 „Hyänen" auf den Neuköllner Stoppeln. Eine unheimliche Gegend ist seit einiger Zeit in Neukölln der Block zwischen der Berliner Straße und Bergstraße einerseits und der Hermann st raße andererseits. Obwohl schon dicht bebaut, heißt er im Volksmund immer noch„die Neuköllner Stoppeln", weil das Gelände vor der Bebauunc, aus Konifeldern bestand. Diese Gegend hat sich eine Bande von jünoen Burschen zu Räubereien ausgesucht. Die Burschen suchen zur Nacht- zeit, zwischen 2 und 3 Uhr. die Lokale nach betrunkenen Gästen ab, schließen mit ihnen Freundschaft und bieten ihre Samariterdienste an, um sie wohlbehalten nach Hause zu bringen. In Wirklichkeit verschleppen sie dann die Betrunkenen, fallen an geeigneten Stellen über sie her m:d rauben sie ans. So erging es auch einem Techniker K. in der vorletzten Nacht. Eine ganze Horde umringte ihn plötzlich und warf ihn zu Boden. K. war aber noch imstande, Widerstand zu leisten. Als er zur Abwebr ein Messer zog, lief die Bande davon. Gleich darauf erschien sie aber verstärkt wieder, packte den Mann von neuem und warf ihn aus dos Straßenbahngleis. Auf seine Hilferufe ergriffen die Räuber wieder die Flucht, und so konnte sich der Ueberfallene retten. Der Neuköllner Kriminalpolizei, die bereits einen verstärkten Wachtdienst eingerichtet hatte, ist es jetzt gelungen, den Anführer Weser gefähr- lichen Bande in einem 21 Jahre atten. schon schwer vorbe- straften Klempner Kurt L'ck aus der Äopfstraße zu ermitteln und festzunehmen. Ueberfallene und Beraubte, die bisher keine Anzeige gemacht haben.»Verden gebeten, sich im Zimmer 92 des Polizeiamts Neukölln zu melden. AVS4V Eier gestohlen. Ein Rieseneierdiebstahl wurde in der Dirckfenftroßs, in der Nähe der Zentralmarkthalle am Aleranderplatz verübt. Dort hiett ein Kutscher der Firma G u st a v'Rüster Söhne aus der Koppen- ftroße 10 mit seinem Wagen, der mst vollen Eierkisten hoch beladen war. Während der Mann ablud, wurde der Wagen, der noch 24 Kisten mit 30 240 Eiern enthielt, von der Strotze weg gestohlen. Zwei Stunden später fand man das Fuhrwerk in der Badstraße ohne Führer wieder. Die Ladimg aber war und ist verschwunden. Es ist das bereits der neunte Diebstahl an Eier- fuhrwerken, der binnen kurzer Zeit oerübt wurde. Bor etilem halben Jahre wurde ein Spezialist auf diesem Gebiete ermittell und te»'- genonnnen. während sein Komplice unerkannt entkam. Vriessenduogen irack Berlin, die in der Aufschrift die Angabc des Zufte 11 p ostomts tragen, werden schon wäh- rend der Fahrt«n den Bahnposten einzelner Nachtzüge nach den Berllner Zustellämtern verteist und diesen von den Bahnhöfen aus unmittelbar zugeführt. Hierdurch wird erreicht, daß diese Sen- düngen in eine frühere Bestellung kommen, was für die Empfänger von wesenttichem Vorteil ist. Diese Sonderbehandluno kann auf Vriefsendungen, die in der Aufschrift die Angabe des Zustellamtcs nicht tragen, aus betriebstechnischen Gründen nicht ausgedehnt werden. Diese Sendungen müssen daher nach mi« vor dem Brief- Postamt sBerlin C. 2) zugeführt und dort bearbettet werden. Sie erleiden dadurch gegenüber den mtt Zustellamöangaben versehenen Sendungen eine Verzögerung in der Zustellung. Auch sonst werden die letzteren allgemein n>tt Vorzug behandelt. Es liegt mithin in der Hand der Absender, durch Angabe des Zustellpostamts in derAufschrift der nach Berlin gerichteten Brief- sendungen zur Beschlemnznng in der Ueberkunft selbst beizu- tragen. Em grausiger Fund beschäftigt wieder die Kriminalpolizei. Spielende Kinder fanden in einem Gebüsch des Viktoria- parkes am Kreuzberg ein verschnürtes Paket, das die L e i ch e eines neugeborenen Knaben enthielt. Das Kind weist an der Brust und am Halse Verletzungen aus, die daraus schließen lassen, daß es erwürgt worden ist. Die kleine Leiche war ein- gewickelt in ein„Hamburger Fremdenblatt" vom 4. November 1926 und in eine hinterpommersche Zeitung von demselben Tage. Berufskundliche Vorträge. Am Dienstage den 2S. Januar 1927, wurde die Vortragsreihe des Berufsarnts Süd, das dt« Verwattungs- bezirke Neukölln, Kreuzberg. Tempelhof umsaßt, in der Aula des 1. Lyzeums, Berliner Straße 9/11. am Hermannplatz zu Neukölln fortgesetzr. In ausführlicher und lehrreicher Weise schilderte Ver- bandsgeschäftsführer Genosse DrügemulUr die Entwicklung der Bauberufe, insbesondere des Maurers, Zimmerers, Dachdeckers und Steinrnetz mit ihren vielfachen Anforderungen an Geist und Körper. Die im Anschluß daran gezeigten Lichtbilder unterstützten den Vortrag wirkungsvoll. Auch Gewerkschastssekretär Krüger oerstand es, die Zuhörer für sich zu gewinnen und ihnen den Zusammenhang der Baunebenberuse— Bauschlosser. Klempner. Rohrleger usw.— mit der Bauwirtschaft und die für hie Berus« zu erfüllenden Voraus- setzungen zu erklären. Am Dienstag, den 1. Februar, abends 7 Uhr. findet der nächste Dortrag statt. Es werden die. geistigen Berufe in Handel und Industrie und im öffemlichen Dienst(Beamte und Angestellte) behandelt. Da für diese Berufe im allgemeinen höhere Anforderungen gestellt werden, werden die Borträge auch für die.�Schüler, höherer Lehranstalten von be- sonderem Interesse sein. Der.Eintritt ist für Estern und JügendNche völlig kostenlos.'' Genosse Hermaua Seidler. Berlin O112, Proskauer Str. 28.. bittet uns mitzuteilen, daß er mtt dem Völkischen gleichen Namens aus dem' Alt-Loirdsberger Prozeß mcht identisch ist. ver SonsuMmigeslclltc Arth Berger feiert am St. Januar seinen SSjährigen Geburtstag.— Seit oen 80er Jahren ist er ununierbrochen für Partei und Gewerlichast tätig gewesen; er wurde auch Vorsitzender und Gemeindevertreter für RiunmelÄurz. Urber Zreihellsbcwegung in China und Weltfrieden sprechen Genosse Piarrer Bleicr und der Chinese ftanz Pang am Mittwoch, den 2. Februar. abends llß. in der Kailer-Friedrtch-Tchule, Charlottenburg, Knelebeckstr. 24 (Zavigndplatz'. für die Vereinigung der Freunde von Religion und Völker, frieden. Frau lÄisoldt und der Sprechchor wirken mit. Unkostenbeitrag J-'Pi.— Am kommenden Sonntag, den 30. Januar, abends 6 Uhr, spricht Genosse Pfarrer Blcier in der TrinitatiStirche. Cdartoltenburg, Sarl-Auguit-Platz. über das Thema:„Müssen wir das Schick' al fürchten?*. Im Rahmen einer religiösen Feierstunde.— Am DienStag, den t. Februar, abends 8 Uhr, spricht Herr Fang Bang sür die Freunde der internationalen Kleinarbeit im Jugendheim, Borwäi ISgebäude, EW. S8, Lindenstr. S, über: China und der britische Imperialismus. Freunde und Bekannte sind mitzubringen. Eintritt steil wahrend der WeißenWodie:Weiße Waren bei WÄSCHESTOFFE Renforce und Kreton für Damen- und Herrenwäsche, 80 cm breit, A das Meter M. 0.95, 0.85,"./O WÄSCHESTOFFE Bettsatin in neuen Streifen I30 cm breit, das 80 cm breit Meter M. 1.95, 4~n das Meter M. 1-30 WASCHSTOFFE Voll-Voile gute Schweizer Erzengnlsse doppcltbrcit 1 das Meter M. 3.—, 2.—, A-43 SEIDENSTOFFE Japon Asiatische Waschseide 90 cm brelt, das Meter M. 5.A). O.90 3- Mako-Batist bewährte Qualität, 120 cm breit, das Meter M- 140, 80 cm breit, A__ das Meter M. V.80 Bettdamast In hobscbe-n Mustern 15o cm breit, da» Meter M. 80 cm breit, das Meter M. 1 .65 Voile-Fantasie Schweizer Erzeugnisse, aparte_ Streifen und Karos, doppcltbrcit,_ M. A80. 3--," 75 Chinakrepp reine Seide, für viele Zwecke 98 cm breit, das Meter M. 5-25.* 50 Linon für Bettwäsche izc> cm breit das Meter M. 1.65, A__ das Meter M. V/.95 SO cm breit Baumw. Lakenstoffe 160 cm breit M- 2.60, 150 cm breit. M. 2-25, 140 cm breit M. 1.95, ISO cm i.. breit das Meter M-*• 43 Wäsche- Stickereien In vielen Breiten und nur besten Qualitäten A 10 von M." an Krepp-Georgette für Kleider und Besatzrwe« 98 cm breit, Besatzzwecke das Meter M. 7.50, f. 50 Lousianatuch für feine Leibwäsche 80 cm breit das Meter M. Halbleinene Lakenstoffe in bewährten Qualitäten. 1. 16O cm breit, das Meter M. 2-75 r)-rt ,10 150 cm breit, das Meter M. As-SU Echte Klöppelspitzen Krepp-Satin In vielen Breiten das moderne Gewebe und aparten uenenMnstern A 35 9b cm breit, von M." an da» Meter M. 12.50,*7.80 WEISSE WOLLSTOFFE Woll-Battst für luftige Junginädchenklelde* 100"pd 80 cm breit,/.„ das Meter M.&50 and£.40 Kammgarn für Sommerkostfime n. Sper&Ietdnntr. geraubt, 105<» breit. A da» Meter M.* 20 Woll-Popelin und Rips Gabardine der modische Stoff_ für weiße Mäntel und Komplet» �"Ä» u. 6.so TRIKOTAGEN Damen- Strümpfe reine irama-Sclde, garantiert Stach, �„ Damen-Schlüpfer prima künstliche Seide, neueste A Streifenmuster M.*• 7d Damen- Hemdhosen Makobatlgt, WindeJforro mit L Spicie und Sddwnl U. D.50 CORDS DAS HAUS DER GUTEN QUALITÄTEN Ltiftigtr Ed* Cßar/otttnstrass* WERTHEIM Ldfraflgw Strafis Königstraße Rosenthaler Stn Moritzplatz Weiße Woche Außerordentlich billige Preise LelbwSschestoffe Damen-Wäsche Wäschetuch Madapoiam felnfadlg, Meter 37 r. 42 Pf. Hemdentuch mittelstark. Meter 58 pi 65 pi 75 Pf. Hemdentuch fein n. starkfadigr. Mir. Renforce bewahrte QualtflK, Mh. Wäschebatist elegante Ware, Meter Betlstfäschestofge Louisianatuch K,saenS 55 b.'35pf. Ded,bÄ 95 Pf. b. 1 45 Louisianatuch fUr Umschlatr- i rc Ki. O 4/\ laken, Meter I OO bis � 1 U Bettsatin bewahrt« Ov-mat 78 pf. 98 pt � Iso 1 60 Damast gut« war« KiMenÄ 98 pf. 1 so 160 1 95 Lakenstofffe HaUStUCh sondeWar«-f ca. 140 cm breit. Meter 1 10 gute Qualität 1 cc ca. 140 cm br.. Mir. I öo Daulas bew%,uai,tat I30 ca. 140 cm breit, Meter 1 ca tMembr� 1�-J gg Halbleinen iQ5 a Orq 140n. 180br.,MtT.>»0 � Taghernden Q51-» mit SNclteret Taghemden stkkUi 1 1s Taghemden ifi0 m. Stlckerel-Binsa� n. Blende' Garnituren m« swekeret Ta�hcmd Beinkleid Nachthexrd Iss 1ss 235 Garnituren mit Stickerei TAdhemd Beinkleid Nachlhemd 195 195 265 Garnituren re'ch mit Stickerei und Motiv, guter Waschsfoff Taghemd Beinkleid Nndtthemd 285 285 Nachthemden mit Stickerei Nachthemden mit Stickerei Hemdhosen 9.- mll Stickerei' 60 � 15 Hemdhosen oQr. farbig Opal, mit SpIHe Prinzeß-Röcke 9fi(. mit Stickerei � 00 Prinzeß-Röcke r>Qr. mit Stickerei � yU Untertaillen mit spü« 1 25 Kinder-Wäsche Mädchenhemden mit Stickerei ÄO o#. 9u oxiui«rvx äff jm Jff\ Spitze aIo 99 und Motiv 40 Rohnessel ca. 75 cm breif, Meter 29 p«. 42 Pf. Tischzeuge Tischtücher Zga m. Hohlnaht, Gr. 127-1M v/ uu Tischtücher ß75 m. Hohlnaht, Gr. 127-160 �'u Servietten/ k GröS« SS-S2 n Kaffeedecken farbig kariert. Or. 100-ltt' Kaffeedecken<1== farbig kariert, Gr. 100-1» 1 Künstlerdecken««= Cr�pc- Gewebe, Gr. 130-150 Künsfierdecken ß7c CrOpe- Gewebe, Gr. 180-160 � Kaffeedecken-Mc« farblsr. Reinleinen, 170-170'' Kaffeedecken 1A�n färb.. Reinleinen, 170-210■ � � Tischtücher Größe Qqc Größe A en 130-130 4L OD 130-200*+50 Servietten 43 Pf. Tischtücher jaeguard Größe Q-ve bisGr. d d 130-130%D7o 160-220 I I Oü Servietten«A 90 Pf. retnletnen Drei ÄR OrCB« C-M 0«J mit wachritt QK QraBe 48-100 57. Taschentücher 90 p. mit gestickt. Ecke, 3S, Der Erweiterungsbau am Leipziger Pietz ist eröffnet Kurz ist die laHCH-slrtnplc Konigstr* 7. Stock woae grandios sind diese Angebote! Ori�MasHenKüsifime kleldfom und iarbenprScfatlg in riesiger Auswahl wie MalkÄfcr. T.-Girl, Tollkirsche. Vagabund Moulin rouge, SchfltzenHcx!. Weibe Maus. Schwarzer Kater. PI erretten. Pierrots und Dominos für Damen und Herren, je nach Ausführung.. ab M. eus künstlicher Waschseide, in meiner alibewÄhrten, guten Qualität, in allen Farben und Gröben Mod. Hemdhosen O [weih mit farbiger Garnlenrag AtüS Mod. Hemdhosen«w IwelÄ und farbig, mit Hohl- [saumedef Sttdcerelen jElcg. Hemdhosen. | aus feinstem Opal mit Spitze| | und Stickereien....... äett-Garniiurcn 1 1 Deckbett und 2 Kissen. Linon j Bett- Garnituren 1 Dlmltt oder Damast 12.50 WeitjeKleiderröckeO_ reinwollene, plissierte.... v�# WeiljeWolt-Blujen 1 5 mit farbigen bandgestiducn 5ul- E garen-Bordüren.. Weiße Wolthleider { blendend schOne Macharten aus WoHrlps D«ra. Nachthemden weih und farbig... 4«59 3„m .75 »01». Sa«htvemaen*1 1 Ca elegante, aus feinstem Opal U»»9v ljell.-Nachthemden» eztra lang, mit echten farbigen 7£ Besätzen....... 5.7* � Bettlaken gute Quallidt 140X220 cm Hoftee- Bad itürsllerdedfcn Hand- und Frottiertücher _ Wisch- und Staubtücher_ Besondere Gelegenheit Bade-Mäntel u.-Capes moderne, guten Quaiit/Sten 12. 1Z. Vorlc-Baby-Klcider 40 bis 55 cm, angestaubte, mit handgearbeiteter Bu'.garen-Stickercl So- 6.' aar Danu-T aghemden� 1 gestickt mit Sttdcerel oder• Hohlsaum . Z.- Primel- Unterrödie mit guter Stldrere!......* Modell-Wäsche Estrawelfe Wfisdie Debersdiiiig• LaKen«7 mit reichem HohUaum oder ffl fii| I gesttdtt gute Quali;6t..,.| Speise-Gedecke einfache und elegante bis zu 18 Personen j Weiße VoSleblusen {esdie, elw«. angestaubt.. 5." Vcilc- nädftenKleider wclbc.«ngeUaublc. 7S bU&5 cm. 5* Weiße VoUekleider (YoUrolIe) etwas angestaubt reizend j verarbeitet 6.- b., 1 S.Hoch elegante Abendkleider und Ccesellschafisioileiten In riesiger Auswahl und aus edelstem Material, sowie eine grobe Anzahl kostbarer Modelle Emsegmmgs-Kleider 4 besonder»««höne Macharten w Vewet�wSolleaae Z j[# Jede Konfirmandin erhfiU ein Geschenk Jungmäddicn-Kleid aus vorzügL Rips. Kragen n. Manschetten sind mit Cröpe de Chine belegt u. m. reicher ättdeeret verziert Da» Vorderteil bat eine entzüdeende Cr6pe de Cblne-Weste. der Rock ist ringsherum in Fallen gelegt, weiche oben kurz abgesteppt sind. In vielen Farben aus neuartig. Seidentrlkot- Charmeus. Dieses Kleid ist das Entzücken d. Damcnwch. Die West« ist aus'pllsslertem CrSpe- Georgette und mit I Stickerei verziert. Kragen u. Manschet en sind gleich., falls mit Cr€pe• Georgette belegt. In verschiedenen Farben bis Größe 54.. Bf. 56 ♦ 44. �ahrgaag 2» ��OttDOFtd Sonntag. 50. �anaarl�i? Staatsemgriffe in üer völterwirtfthast. Weltwirtschaftliche Umschau. Der bekannt« englische NationalSkonam I.M. Keyne, schrieb jüngst«n Buch über das Ende der uneingeschränkten Verfügung des Privatkopitals über Produktion und Verteilung, dos End« des „laisscr f»ire*... Staatlich« Eingriffe sind bereits überall am Werk, um den ungehemmten Ablauf des Wirts chaftsprozesies m ver- schieden«« Richtung zu beeinflussen. Von unserem Standpunkt aus müssen wir das Recht des Staates zur Einmischung(Intervention) in die privatkapitalistische Wirtschaft grundsätzlich gutheißen. Dabei muß man sich ober bewußt sein, daß Art und Wirkung solcher Ein- griff« Ausfluß bestimmter Machtverhältnisse ist und daß daher das Großkapital vielfach in der Lage ist, die Intervention des Staates zu seinen Gunsten und gegen die Interessen der breiten Massen zu lenken. So sind z. V. Zoll- und Handelsver- tragspolitik wichtig« Gebiete staatlicher Intervention, und wir sehen immer wieder, wie mächtige Gruppen diese Form des Staats- eingriff» zur Erreichung von Sondervorteilen und zur Steigerung ihrer Rente auszunützen verstehen. Unter dem Schutz der Zollmauern vermögen sie auch Kartelle aufzurichten und sich damit ein« Kartell- rente zu sichern. Auch internationale Kartelle können durch stoat- lichen Eingriff gefördert werden. Bei der Schaffung des inter- nationalen Eisenpackts bildete der Eisenzoll den Ein- satz, der in das Spiel geworfen wurde. Jetzt soll nach dem Willen der Schwerindustrie der Staat zur Auflösung de» Vertrage» ver- helfen, weil die deutschen Quoten dauernd überschritten wurden und tie Zahlungen in die Ausgleichskasse der Schwerindustrie unan- genehm sind: der Staat soll den Handelsvertrag mit Frankreich sabotieren, damit die Schwerindustrie einen Grund hat, den inter- nationalen Kartelloertrog zu lösen. Reben Zoll- und Handelspolitik gibt es zahlreiche andere Formen von Staatseingnsfen: Subventio- nen, Produktions- und Preiskontrolle, Außenhandelskontrolle, von den Eingriffen in das Privateigentum— Bodenverteilung, Soziali- fierung— nicht zu reden. Wenn im folgenden über die jüngst erfolgten Stoatseingrifse in den einzelnen Ländern zusammen- fassend berichtet werden soll, so soll gezeigt werden, wie verschieden sie sind und wie unaufrichtig die Angriffe des Privatkapitals gegen die Staatsinterventionen als folch« gemeint sind: die Intervention wird nur dann bekämpft, wenn sie geeignet ist, die Sonder- mter-sfen de» Kopitals zu stören. Eingriffe In die Produktion. Einen Siaaiseingriff von großer Wichtigkeit stellt das noch im Dezember tü?6 angenommene englische Elektrizitäts- gesetz dar. Eine Sozialisierung der Elektrizitätserzeugung wurde nicht ourchgeführt, ja nicht einmal eine durchgreifende Preis- kontrolle. Das zu errichtende Zentrale Elektrizttätsamt wird die Erzeugung nur in Ausnahmefällen betreiben und wird allein den Transport de» Starkstrom», nicht aber die Stromoertellung an die letztep Verbraucher übernehmen. Trotzdem ist der Eingriff Insofern von großer Bedeutung, als die Zentralkommission die Boraus- im vj i u. i« rr it uut- t e n einer scharfen staatlichen Kontrolle inische Regierung hat im Jahre Es werden weiioebende Kontrollvor- setzungen für ein einheitliches Retz schaffen und bei einzelnen .nicht ausgewählten' Werten die S t l l l e g u n g ihrer Kraftanlagen herbeiführen, ja unter Umständen erzwingen kann. In Spanien hat die Regierung die Errichtung neuer Spinnereien, Webereien und sonstiger Textilsabriken bereits vor längerer Zeit verboten, die Errichtung neuer Mühlen ist genehmigungspflichtig und darf nur gestattet werden, wenn eine bestimmte Produkttonsfähigkeit nicht überschritten wird. Jüngst wurde diese Sperre aus 23 andere In- dustrien ausgedehnt. Die bestehenden Werk« begrüßen selbstverständ- lich diesen drastischen Staatseingriff, well sie dadurch zu einer Monopolrente gelangen. Weitgehende Veeinflusiung der Pro- duktwn und ähnliche Sperrmaßnahmen ioerden in Italien aus- geübt, wo u. a. auch die B a n k e n einer--- �- unterstellt wurden. Die j o p a 1926 137 Banken geschloffen. Es werden weitgehen! schristen für die Führung des Bankgeschäfts geplant. So soll die Bankkonzentration in Japan mit staatlichen Zwanqsmiiteln gefördert werden. Als staatliche Eingriffe in die Produktion können auch Maßnahmen gelten, die bestimmten Gesellschaften die Aus- beulung von Naturschätzen mit Monopolrecht übertragen: vi« jüngsten Ereignisse m Albanien hängen vielfach mit den Oel- konzesstonen zusammen, die dieses Land einzelnen Oelgruppen ge- währte. Polen hat die Monopolerzeugung der Zündhölzer an den schwedischen Zündholztrust vergeben, wobei sich der schwedische Trust zu einer kapitalmäßigen Beteiligung an der in letzter Zeit ent- standenen polnischen Kaliindustrie verpflichten mußte. StaaMche Beeinflussung der Preise. In diese Gruppe gehören die Versuche zur künstlichen Steigerung oder Hochhalwng der Preise wichtiger Rohstoffe und Lebensmittel, die vielfach mit Hilfe de« Staates in die Wege geleitet werden. Ueber diese Maßnahmen zur.V a l o r i s i e r u n g' wurde an dieser Stelle bereits des öfteren berichtet und so sollen hier nur die Bestrebungen der englischen Regierung für die Erhöhung der Gummi preise(Stevens„n-«ystem), der brasilianischen für die Steigerung der Kaffecpreise, der kubanischen für die Zuckerpreise(gesetzliche Ein- schränkung der Zuckerproduktion), der ägyptischen für die Baum wollpreise(Baumwollkäufe der Regierung und Anleihen an die Pflanzer zur Zurückhaltung der Vorräte) kurz erwähnt werden. Als das internationale Kupferkartell kürzlich für das europäische Geschäft hohe Preise stellte, zwang die englische Regie- r u n g die englischen Mitglieder des Kartells, sich von ihm zurück- zuziehen, was die sofortige Ermäßigung der erhöhten Preise zur "vlge hatte. Bekanntlich sind Kartelle in den Vereinigten Staaten V F .._ ,. quellen plant man jedoch in den Dereinigten Staaten die Aushebung des Kartell- verbot? für die Qclindustrie, wovon eine spätere Lockerung des Kortellverdots auch für andere Industriezweige erwartet wird. Skaatseingriffe ia den Auhenhaadel. Außer durch Zölle sind manch« Staaten bestrebt, den Außen- Handel auch mit anderen Mitteln zu beeinflussen. So ist z. B. die p o t n 1 1 cy e Einfuhr im iZahre 1926 mtt Wse von Einfuhroerboten auf die Hälfte der vorjährigen zusammengeschrumpft. In Italien und Spanien ist man bestrebt, die Einfuhr außer durch Zölle auch durch strenge Vorschriften gegenüber den Importeuren (Verweigerung von Devisen zu bestimmten Jmportzwecken) und vurch Ausübung eines Zwanges auf die Lieferanten der öffent- lichen Anftatten, ihren Bedarf auch bei höheren Preisen im Inland zu decken, zu beeinfluffen. In Bulgarien wurde kürzlich die Ausfuhr von Schweinefleisch— einer der wichtigsten Ausfuhrartikel— dem Monopol einer englischen Gesellschaft übertragen. In Rußland. wo bekanntlich ein staatliches Monopol für den Außenhandel besteht. wurde" v—----|*■"~-■—.—-.— w ru| MD______________ � � zu gelangen. Die russischen Unterhändler hotten bereits gelegentlich der Verhandlungen mit Frankreich zur Regelung der Vorkriegs- und Kriegsschulden einen ähnlichen Vorschlag gemacht. Export- kredite und Exportgarantieverstcherung gehören ebenfalls zu den staatlichen Mitteln der Ausfuhrförderung. Abbau der Slaaiswlrtschafi. Auf einer anderen Linie wie die staatlichen Eingriffe in die Verhältnisse der Privatwirtschaft liegt die Ausgestaltung der Staats- Wirtschaft durch Uebernahme der Produktion oder Verteilung in be- sttmmten Industriezweigen durch den Stoat selbst. Gegen diese radikalen Staatseingrisse richtet sich der Widerstand des Privat- kapitals am stärksten und erfolgreichsten, weil deren Vorteile nicht einzelnen Sondergruppen, sondern der Allgemeinheit zugute kommen, und daher die geeinigten Kräfte des Privatunternehmertums gegen die Sozialisiening mobilisiert werden können. Wo innner also die Machtverhältniff« es ihm gestatten, hindert das Prioatkapital die Ausdehnung, ja jetzt den Abbau der staatlichen Wirtschaftstätigkeit durch. Das jüngste Ereignis auf diesem Gebiet ist der Abbau' des staatlichen Zündholzmonopols in Frankreich, das künstig- hm dem Monopol des schwedischen Zündholztrusts überantwortet wird. Dabei wird der schwedische Trust dem französischen Staat eine gut verzinsbare Dollaranleih«(unter dem Deckmantel einer Kaution) geben. Die Beteiligung des Staate» an den Einkünften des Monopols wird erst beginnen, wenn eine gute Verzinsung des vom Trust gestellten Betriebskapitals gesichert ist. In der Schweiz bestand seit dem Kriege das Getreideeinsuhrmonopol und sein Fortbestehen wurde vom Nationalrat befchloffen. Indessen hat vi« kürzlich stattgesundene Bolksabstimmung mit geringer Mehrheit gegen die Beibehaltung des Monopols entschieden. Ein großer Teil der Bauern ist der Parole des Bauernbundes nicht gefolgt, sonder» hat in Gefolgschaft der bürgerlichen Parteien für die Aushebung des Monopols gestimmt, trotzdem es offenkundig war, daß das Getreide- einsuhrmonopol der beste Weg zum Schutz der inländischen Er- zeugung und der Verbraucher war und ein befferer bis heute nicht gefunden werden konnte. Der Imperialismus der Dereinigten Staaten steht im Begriff, die auf den Philippinischen Inseln weitgehend«in- geführten Sozialisierungsmaßnahmen mit Gewalt abzuschaffen. Die vom Philippinischen Staat betriebenen wirtschosUichen Unter- nehmungen, vor allem Banken und Zuckerfabriken, solle» durch den Generalgouverneur, den Vertreter der Vereinigten Staaten, aufgelöst werden. Kürzlich hat man auch den staatlichen Kontrollausschuß. der bisher den Abbau der Staatsbetriebe verhinderte, gewaltsam aufgelöst.— Der Kampf»in Mexiko entbrannte viel weniger wegen der Religionssragen, sondern wegen der weitgehenden staot- lichen Eingriffe, die die Regierung in bezug aus Oel und Natur- 5pottb!II»Ke Kleider kaufen! Hier ist Gelegenheit dazu! Kleider— rno* derrnter Art— schickster Aufmachung,in den entzückendsten Farben, zu Preisen kaufen zu können, so niedrig wie unsere hier angekündigten — das ist tatsächlich gleichbedeutend mit ü A.°!f9-!Uillionen-Reichsanleihe. Von der neuen fünfprozentigen Reichsanleihe sind, wie wir schon gc- meldet haben, 299 Millionen Mark bereits fest von Reichsstellen als dauernder Besitz übernommen worden, um als Anlagemöglich- kcit für die flüssigen Mittel zu dienen. Der Restbetrag von 399 Mil- lionen wird von einem Bankenkonsortium übernommen. Am Donnerstag, den 3. Februar, soll dieser Betrag zu einem Kurs von 92 Proz. zur Zeichnung aufgelegt werden. Die Anleihe ist mündelsicher und wird, um auch kleine Zeichnungen zu ermög- lichen, in Stücken bis zu 199 M. herunter ausgegeben. Man er- wartet, daß der ganze zur Zeichnung aufgelegte Betrag von 399 Millionen im Inland« aufgebrocht werden kann, und daß das Interesse ausländischer Kapitalkreise nicht besonders in Erscheinung treten wird. Jni laufenden Jahre ist nicht damit zu rechnen, daß eine weitere Reichsanleihe zur Ausgab« gelangt. Bedeutende Erfolge der„volkssürsorge"-versicherung. Mit einem durchaus zufriedenstellenden Ergebnis schloß die„Polkssür- sorge", gewerkschafllich-genossenschaftliche Dersicherungsaktiengesell- schaft das Geschäftsjahr 1926 ab. lieber«ineViertelmillion Anträge wurden während des Berichtsjahres dem Hauptbureou eingereicht. Das ist ein Resultat, das sich sehen lassen kann. Es wäre noch viel besser geworden, wenn Wirtschaftskrise und Arbeits- losigkeit keine Grenzen gezogen hätten. Jetzt verfügt die„Volks- fürsorge"— unter Berücksichtigung der Abgänge— über einen Bestand von mehr als 799999 Versicherungen. Alle An- zeichen deuten darauf hin, daß unser Versicherungsunternehinen auch im neuen Jahre ein gut Stück vorwärts kommen, seinen Persiche- rungsbestand wesentlich erhöhen und damit die Leistungsfähigkeit erfreulich steigern wird. Seit der Inflationszeit wurden zirka 1 999999 M. an Versicherungssummen zur Auszahlung gebracht, davon allein im vorigen Jahre rund D r« i v i e r t e l m i l l i o n Mark. Bei einer solchen Entwicklung der„Bolkssürsorge" wachsen natürlich auch ihre Prämicneinnahmen. Das wirkt sich darin aus, daß den wirtsä)afllichen Unternehmungen der deutschen Arbeitnehmerschaft noch mehr als bisher Hypotheken- darlehen gewährt werden können. Diele Millionen fanden für den angedeuteten Zweck schon Verwendung. Die Auf- Hebung der Wartezeit bei den infolge akuter Infektions- krantheiten, Entbindungen usw. eingetretenen Todesfällen sowie die Einführung der G r a t i s- U n s a l l v e r s i ch e r u n g bat sich als außerordentlich segensreich erwiesen und der„Volkssürsorge" viele neu« Freunde zugeführt. Gründung des„Aachnormenausschusses für Hauswirtschaft". In diesen Tagen wurde beim Deutschen Normenausschuß ein„Fach- Normenausschuß für Hauswirtschaft" gegründet, der die Normung der hauswirtschaftlichen Geräte betreibt. Führende Verbände der„ Verbraucher, Händler und Erzeuger von Hausrat aller Art arbeiten in diesem Fachnormenausschuß mit. �amißßen- J&iariciißie reinigt durch Seife krüfligl durch Kami iie S�reis Si.-jfipraffSafcAQ Sebastianstn Wäschestoffe Hemdentuch«.«.-24?!. Linon ,8U?id,«'»Är4S" Linon«• DimitiüO ea breit. ütUrQJPt Dimiti ISO cm breit Meterl,45 Bettwäsche iUrblldlf«« Beadtotncb Oberbett«isoxa»..3.75 'aren lof' Unon-Oberbett- Bezüse ca. 1S0X3U0. kräftige /[ Ä C Ware......... Kissenbezüge mit Languetteo-Ver- M OK »iorong......... Ummi** mit Stickereieinaats oder � � C Klüppelecken....... äbäW m!t Lochstickerei and O 7� llohliaum........ m*mM ä# Bettlaken Haustuch 140x210.. 3.73 la Dowlas 1-0x2-0. 4.20 Reinleinen 160x2-2. 5.75 la Dowlas muRohi»™ 6.25 1.23 1.75 Kissen-ox» Bettlaken 200 c» iug Einzeln« Dimiti- u. Damast- Oberbettbezüge 130x200, eno KaOpfen.. �.45 Ueberlaken mit Locbitlrbeni. HohU unm oder Stlctiarei reich>| AE gernlert.. 8.BO, 6.89 4.99 Reinieinene Kissenbezüge 80X80,»»>» EsSpfen. 2.23 Rein Makotuch 80 cm breit, für feine Bett. A E and Leibw&sche... Kistsr«79 Pf* !!*1_________ Sebastianstr Damenwäsche Metaiibettsteilen Weiße Möbel Taghemd a» Stickerei...... 1.26 09 P!- Jumper-Untertaille« eC mit Val.�pltce rerztert.. lad*} Hemdhose reich Terzlert, ans gutem 4) il E feinfädigem Wäschestoff.a£»"V«9 Nachthemd SueT* 2.45 Prinzeßrock mit spitzen oderStickerei reich Terziert 3.50 mit Zagfedermstratze. 26mmBüg.. 80X180 weiß■•freWW Boljenform°>» Zugfedermatratze»nd schöner Mo-singrertie- 4|A*7 Kt rung, 90X190 weiß... 1�«# w Bogenform m« Zngfedermat ratze a. reicher Messingyerzierang. CA �3mm Bügel, 90X190 weiß 4k V Kinderbettslelle Zngfedermatr.. ein© Seite 4 C abklappbar, TOXl<0 weift Barchentlaken .eiG. mit l.rbiger K.nt. 2.2S Waffeidecken «relG. mit Frenien.... 3.30 Wischtücher la Reinleinen, rot- a. blaa p« kariert......... Frottierhandtücher bunt gemustert— 98« weiß mit roter Kante 68" Rolltücher grau gestreift— 95«• Waschtisch Schubkaften, Anfretz mit iCrl.tallpl.ct.»t EBB .loc.tUtz.o...... Nachttische.™�. Tflr and Scl.obka.teo. lü./O Ankleideschrank iweilUn*. mit Spiegel, AA CA Hotboden and Staogo. Ankleideschrank dreittlrie.i(,tWUcbe, '. für /Kleider, mlteBAV«bA Spiegel, 130 cm breit 1,9#.Ul. Kinder holzbettstelle, Handtücher weis lack,. getaingeFcrm 12 50 Bettfedern Daunen fertige Betten Gerstenkorn kIU"!" 29 � Drellhandtuch w.u.. 48 � Reinleinen Grell... 85 Reinl. Gerstenkorn mit Jacqn.rdk.Dte.... 95n I» s� Ssr Auswahl«shr preiswert Mengenabgab« vorbehalten! Seit 1886 Unbedingt größtes Spsziaihaus Deutschlands für Bettfedern, Betten und Schlaf zimmerbedarf i parteknachrichten «infcnbungcn für diese Rsbrit sind Lerlin SM 68, Lindenstrasie z. für Groß-SerZm stete»in da» Bezirksselretariat 2. Hos, 2 Tee», recht», zu richten t. Breis Mitte, Montag. 31. Januar, 7s6 Uhr, Sitzung de» erweiterten streisvorstande» bei Dobrohlaw, SwiueniUnder Str. 11. t. Ztrei» Prenzlauer Berg. Montag, 31. Januar, 71» Uhr, im Ledigenheim, Paonclallec 1ö, AreisfunklionLrsitzung. Vortrag:„In der Opposition". Rekerent?r. Karl Mie.rendorff. Achtiiiig! Sitzung des engeren Kreisvor- stände» und der Adteiluiigsleiicr aiu Montag,»1. Januar, pünktlich 7 Uhr eoenda. Ssio■tldrefse des Kreisleiters, Genossen Udolf DShnert, ist von jetit ab: Berlin NO 5-7, Garmen-Silva-Str. 31, vorn 2 Tr. ALc Funktionäre müssen unbedingt erscheinen 1— Freie Schulqemeinde. Mittwoch, 2. Februar, 7',» Uhr, im Altersheim, Danziaer Str. 62, Lichtbildervortrag des Genossen Richard Schriiter:„Der Unterricht in der welllichen Schule. 'Alle Eltern, Mütter und Erzieher sind herzlichst eingeladen. Der Vorstand. — Arbeiterwohlsahrt. Achtung! Boranzcige. Montag, 7. Februar, 71» Uhr, bei Burg. Prenzlauer Allee 169, sehr wichtige Sitzung aller Abteilungs- teiteriiincn,.Helferinnen und Helfer für Ardeiterwoblsahrt und der Partei» gcnössischcn Fürsorgerinnen und Fürsorger des Wohlfabrts. und Jugend, amles Prenzlauer Vera. Uhr, Bezirlsvcrsammlung 3. Kreis Friedrichshain. Mittwoch, 2. Februar in, Rathaus, Slabtocrordnetcnsixungssaal. Einlaßkarten ob Uhr beim Genossen Fischer, Eingang Cpandaucr Siraßc. 6. Kreis Krcuzberg. Arbeiterwohlsahrt. Sonntag, 30. Januar, Besichtigung des Erzichungsbcinie» Lindcnhof in Lichtenberg. Treffpunkt: vormittags 9.26 Uhr vor dem Tor der Anstalt. Abfahrt: Straßenbahn Linie 66 ad Alc�anderplatz oder Stadtbahn bis Lichtcnberg.Friedrichsfeldc. 7. Kreis Eharlottenbuig. Die Jugendweihe findet am Sonntag, 27. März. im SchMerthcater statt. Der Lorbcrciluugsunlerrichl erfolgt jeden Montag und Freitag von 1-6 Uhr in der weltlichen Schule, Spreestr. 39, durch den Rektor Wilhelm Schmllcker. Es verpflichtet, ciunial wöchentlich am Bor» brrcilungsuntcrricht teilzunehmen. Anmeldungen vor dem Beginn de» Unterrichts. S. Kreis Wilmersdorf. Montag, 21. Januar. 8 Uhr, Sitzung des erweiterten Kreisvorstandes bei Andreas, Pfalzburger Straße, Elte Süiizclstraße. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung Erscheinen Pflicht. Die»och nicht eingereichten Listen über die Abteilungen sind mitzubringen. Die Kreisdelcaierlcnversauunlung findet erst Dienstag, 8. Februar, statt. 11. Kreis Schöncbcrg.Fricdenau. Montan, ZI. Januar, 6 Uhr, im Lokal Will, Martin.Luthcr.Str. 69, Bortrag:„Äohlfahrts- und Jugendpflege in de: Gemeinde". Referent Stadtrot Walter Friedländcr. 1Z. Kreis Tempelhos.Mariendorf-Marienselbe.Lichtenradc. Montag,.?. Februar, Beginn des Kursus„Der Sozialismus in der Gegenwart". Referent Dr. Marschall. Im Handarbeitsranm der Mittelschule. Maricndors, Kurfürsten. straße.— Am 19. Februar Winterfest des Kreises in Graßls Gesellschasts» haus, Maricndors, Ehausscestr. 36.7. Konzert, Gesang. Varieia, Ball» Orchester. Beginn abends 8 Uhr. Eintritt 1 M. An der Abendkasse 1„>0 M. 17. Kreis Lichtenberg. Die Kreisvorstandssitzuug findet wegen der am Mitt» wollt stattfindenden Bezirksverordnetenversammlung erst am Donnerstag, 3. Februar, 71j Uhr, in der Bibliothek. Weichselstr. 2«, statt.— Montag, 31. Januar, 6 Uhr, im Rathaus, gimmer 26, Fraktionssitzung. Di« Bürger» deputierten müssen ebenfalls erscheinen.— Am Mittwoch, 2. Februar, Be» zirtsversammluna. Karten dazu erhültlich bei den Genossen Schubarth, Rittergutstr. 2ö und Richter, Boxhagener Straße 62, gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. 16. Kreis W-lßensce. Dienstag, 1. Februar, 6 Uhr, bei Gallas, wichtige Krcisvorstandssitzung. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist vollzähliges Erscheinen dringend erforderlich. Der Borstand. Morgen. Monkag. Zt. Januar: 2l. Abt. Bon 6— 8 Uhr rechnen sämtliche Bezirksführer ihre Markcnbeständc beim Genossen Kroll, lltrechter Str. 21, bestimmt ab. 131. Abt. Ricderschönhauscn. 7>4 Uhr im Lokal Klinbt, Am Friedensplatz, Funktionarsttzung mit den Mitgliedern der Wohlfahrtskommisston. Er- scheinen ist dringend erforderlich. Dienstag, t. Februar: 1Z. Abt. Z Uhr nachmittags Treffpunkt der Genossinnen zur Besschtigung des Konsumwarenhauses in Charlottenburg, Rvsincnstr. 4, bei Cchmicdl, Binetaplatz 7. Rege Beteiligung wird erwartet. 81. Abt. Sharlottenburg. 8 Uhr bei Lehmann, Äönigsweg 8, Abteilungs- Funktionärsitzung. nt. Abt. Schaue!: erg. 8 Uhr bei Gütlich, Begasstr. 1, Funktionärsitzung. Idl. Abt. Treptow. Pünktlich 7 Uhr Abtetlungs-Seneralversammluna im Feichenkaal der Schule, Wildenbruchstraß«. Bortrag:„Die politisch« Lage". Referent Kurt Heinig. M. d. R. Wege» der reichhaltigen Tagesordnung ist bestimmtes und pünktliches Erscheinen asier Mitglieder unbedingt er forderlich. 191. Abt. Ricderschöncweide. 71» Uhr bei Thiel«, Berliner Str. 38, Funktio- »örsitzuna. Bon 7—8 Uhr Bucherausgabe und Umtausch ebenda. 196. Abt. Iohauaiethal. 7*4 Uhr bei Gobin, Roonstr. 2, wichtige Funktionär- sttznitg mit den Bertrauensleuten. 198. Abt. ESpcnük. 71» Uhr bei Zabel, Freiheit 8, Borstandssitzung mit sämi. lichen Bezirksführer». Mittwoch. 2. Februar: 29. Abt. Achtuua! Die Funktionärfitzung findet am Mittwoch, 2. Februar, 8' Uhr, bei Burg, Prenzlauer Allee 189, bestimmt statt. Am Montaq. 31. Januar, beteiligen sich sämtlich« Funktionäre an der Kreisfunktionär. oerfammlung im Ledigenheim, Pappelalle- 15. 128. 136. Abt. Pankow. Am Donnerstag, 3. Februar, 7 Uhr, im Konzerthau« Lindncr, Breilestr. 84, Beranstaltung des Reichsbanners. Vortrag:„Unsere voliiisch« Macht im Staate". Referent Polizeisekretär Ernst Hlldebrandt. Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung sämtlicher Senossinnen und Genossen. 116. Abt. Reichsdriukerel. Nachmittags 3'., Uhr. bei Henning. Alexandrincn. straße Ii, Versammlung. Vortrag:„Die politische Lage". Referent Eduard Fächert, M. d. L. Sympathisserendc find herzlichst eingeladen. Frauenveranstllttungen. 2.»reis straße dem gemütliche« närinnenkonfcrenz.._.„„ 11. Kreis Neukölln. Der Kursus muß umständehalber auf Montag, 7. Fe- bruar, verlegt werden.. 29. Kreis Reinukeitdors Dienstag, 1. Februar, 8 Uhr, Sitzung sämtlicher �unktionärinnen im Verwaltungsgebäude, Hauptstr. 46, Zimmer öO. Die Ägitations- und Arbeiterwoblsahrtskommissions-Mitglieder nehmen eben. falls daran teil. Jede Abteilung muß vertreten sein. Frauenveraustaltungen am Montag. Zt. Januar: 8. Abt. n Uhr bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11. Bortrag:„Schule und Erziehung". Referent Wilhelm Miethle._ 18. Abt. 71h Uhr bei Müller, Userstr. 12, Bortrag:„Frau un» Partei. Reserentin Hennq Rewald. Anschließend gemütliches Beisammensein. Gaste willkommen. �,,.____> 25. Abt. 71h Uhr bei Baronski,. Pasteurstr. 8,»ortrag:„Erziehung im Spiegel unserer modernen Zeit". Referent Genosse Rachow. 32. Abt. Frauenabend. Schul- Langestr. 31, Iimlner 1., Neuwahl«». Aus. sprach- über die Tätigkeit im Borjahr. Beginn pünktlich 7 Udr. 31. Abt. 71h Uhr bei Rostn. Gubener Str. 19. Bortrog:„Frauenarbeil im Parlament". R-s-rentin Elsried« Rpneck. 35. Abt. 71h Uhr bei Täpper, Riaaer Str. 85, Vortrag:..Krankcnkasscnver. g". Referent Sr. Friedeberger... Mäckernstr-tze. Ecke Kreuz» Referent Lehrer Schrieber. Gäste willkommen. «6. und 47. Abt. 7>h Uhr im simmer, Daldemarstr. 77, Bortrag: lieserent Dr. Grumach. �Frauen, und Kiiiderlrankhetten".->eserrni 83. Abt. Gharlottenburg. 71h Uhr bei Lur. Hutteustr 26, Vortrag.„Die Frau in der kapitalistische» Wirtschaft". Referent Dr. Mar Schütte. Reukelln. 89. unb 99. Abt. 71-, Uhr bei Witte. Reuterstr. 17. Vortrag:..Po» kitische Taaesiraaen". Reierentin Genossin Kunert.— 91. Abt. 7 j ugr litifchc Tagesfragen". Referentin Genossin Kunert.—--.- bei Llldecke, Karlsgarte». Ecke Fontanestraße. Bortroa:„Unsere Autz.n» Politik". Referentin Ellen Beidler. Gäste herzlichst willkommen.— 93. und 96- Abt. 7'h Uhr im Lokal Wolf, Kirchhosstraße, Bunter Abend. Mit» wirkende Heinz Bartel und Charlotte Siidow.— Sä. Abt. 7!h Uhr de, (Stieg«, Lesslngstr. 9, Bericht und Neuwahl. Erscheinen stimittcher(Se- nossinncn bringend erforderlich. 99. Abt. Britz. Buckow. 71h Uhr im Jugendheim Chausseestraße Vortrag:„Die politische Lage". Referent Genosse Großmann. 191. Abt. Treptow. Achtung, Genossinnen! Der Frauenabend findet wegen der Generalversammlung erst am 8. Februar statt. 128. Abt. Weißens«. 71h Uhr in den Borussia-Festsälen, Berliner Wee 210212. Mag Bcrthel liest aus eigenen Werken. 139. Abt. Tegel. 8 Uhr im Jugendheim Bahnhofstr. 15. Tagesordnung: Neuwahlen, Verschiedenes. Erscheinen sämtlicher Genossinnen ist wegen der und Proletariat". Rcseteni: Hans Gattfurcht. F rauenvcran staltungeu am Dienstag. 1. Februar: 21. Abt. 71h Uhr bei Kroll, lltrechter Str. 21, Vortrag:„Das Recht der Jugend". Reserentin Walpurga Gepger. 33. Abt. 71» Uhr in der Schule Hohciilohestr. 16 Vortrag:„Weltwirtschaft und Proletariat. Referent Hans Eottfurcht. Zungsozialisten. Gruppe Reiuickendors.Lst: Montag, 31. Januar, 8 Uhr, im Zugendhcun Uhr loiiti inu uvt �>UHyiu«iaiiiii|ujcu-iiiuiicr iiiu» uaji ifxcn» reihe.— Gruppe Tempeihof-Marieudors: Dienstag, 1. Februar, 8 Uhr, im Jugendheim, Gerniaiiiastr. 1.6. Vortrag:„Unsere bewaffnete Macht in der Vergangenheit und Zukunft". Referent Genosse Hildebrandt. Arbeitsgemeinschaft der kinderfreunde Grog- Berlin. Mittwoch, 2. Februar, 71b Uhr, Generalversammlung Jugendheim Linden. straße 3. Tagesordnung: 1. Jahresbericht: a) Keschästsdericht! b) Kassenbericht. 2. Satzungen. 3. Anträge. 4. Neuwahl. 5.„Vier Wochen Kinderrepublik an der Ostsee". 6. Verschiedenes. Ave Helfer können erscheinen, aber mir die Delegierten habe» Stimmrecht. Lrei» Neukölln: Gruppe Bergstraße und Gruppe Hertzbergplatz treffen sich am Sonntag, 30. Januar, nachmittags-.3 Uhr. am Hertzbergplatz und beiuchen nach einem Spaziergang die Sternwarte. 26 Ps. mitbringen. Interessierte sind ein- veziri Tiergarten: Gruppenabende für Monat Februar. Dienstag» für die Kinder von 16—11 Iahren, Miltwockis für die Kinder von 6—16 Jahren, abends von 8—7 Uhr. Weltliche Schule Waldenserstraße. Dienstag, 1. Februar, Heimst. Februar. Heimabend. Dienstag. 8. Februar, Teilnahme am Lichtbilder. rcrtrag. Mittwoch, 9. Februar, Spiel- und Leseadend. Mittwoch, 16. Februar, Hondfcrligleitsabend. Mittwoch, 23. Februar, Spiel und Vottstanz. Sterbetafel üer Groß-öerllner Partei-Grganifation 21. Abt. Am 27. Januar entschlief sanft nach schwerem Leiden unser Genosse Adolf Engelmann, Ehristburger Str. 14. Ehre seinem Andenken. Einäscherung am Montag, 31. Januar, vormittags 16 Uhr im Krematorium Gerichtftr. Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung. <7. Abt. Am Freitag, 28. Januar, morgens 2 Uhr, verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit unser lieber, alter Genosse und Freund Karl Scholz. Seit mehr als einem Menschenleben stand er in der Parteibewcgung. Die Partei war ihm alles. Sein Vorbild soll uns immer ein Muster sein, wie wir ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Tie Einäscherung findet Dienstag, 1. Februar, abends 7 Uhr im Krematorium Banmschnscnweg, statt. Die Genossen der Abteilung müssen sich vollzählig beieiligen. SoAiaUftifche flrbeiterjugenö Groß-Serlin. Achtung, Wanderleiter! Heute, Sonntag, 30. Januar, vorm. 9 Uhr, Treff. vunkt Gertraud tenbrück« zur„Führung durch Alt-Berlin". Alle Abteilungen müssen vertreten fei». Führung durch die Neuköllner Stabtbibliothrk, Zugrndbiicher«i und Kinder» lefehalle für die Abteilungsleitrr, Bibliothekare unb interessierte Genossen heute, Sonntag, 36. Januar. Treffpunkt vormittags 10 Uhr vor der Bibliothek, Neukölln, ibonaboferftr. 35. � Die Bücherstube ist von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr als Arbeitsranm g«. heule. Sonnlag. ZO. Januar: Fallplatz. Helmholtzplatz und«ordost IT: Jugendheim Danzigcr Str. 62 abends 7 Uhr Bunter Abend.— Wilmersdors! Vormittags 9 Uhr Rathans Schmargendorf. Arbeiisgcmeinschaft:„Sozialistische Erziehung".— Steglitz U Besuch 0es Museums siir Meereskunde. Trefkpunkt 10 Uhr Ecke Mariendorser und Bisinarckstraße.— Britz: Jugendheim Chausseestr. 18 abends 6— 7 Uhr Funktivnärsttzuna. Erscheinen ist Pflicht.— Wauas«: Schule Charlottenstraße. Heimabend,— Fricdrichshagen: Jugendheim Scharnweberstr. 16Sa. Heimabend. — Reinickeudorf-West: Iuaendhaus in der Eeidelstroße. Bunter Abend.— Tegel: Jugendheim Bahnhofstr. 15. Heimabend.— Spandau: Jugendheim Lindenufer 1. Heimobend. cischer Abend. Dichterahend. Abend. Bei der Regelung von Streitfragen wird von einschneidender Bedeutung sowohl für Arbeitgeber als für Arbeitnehmer die Er- richtung der neuen Arbeitsgerichte werden. Es ist dankenswert, daß der Rundfunk feine Hörer mit dieser am l. Juli in Kraft tretenden Einrichtung vertraut macht. Obermagistratsrat P. W ö l b l i n g führte aus, daß es füll hier um ein paritätisch zusammengesetztes Gericht handelt. Ferner erklärte Wölbling den Instanzenweg und andere technische Fragen. Auhcrordenilich klar behandelt Professor Reichcnbach in dem Zyklus„Bon Köper nikus bis Ein- st e i u" dos Problem der Einstcinschen Relativitätstheorie, daß selbst ein Laie die Sache beinahe versteht. Immer bemüht sich Reichenbach an einfachen Beispielen, diese schwierigen Gedankengänge zu klären! leider nicht immer mit Erfolg. Dr. Walter Fuchs nennt seinen Bor- trag„Merkwürdiges aus Abessinien*. Das Merkwürdige liegt weniger in irgend welchen Episoden oder Abenteuern, sondern in dem Gesamtaufbau des abessinischcn Lebens, das heute noch in fast allen seinen Aeußerungen auf den Satzungen des Alten Testamentes fundiert ist. Die Bibel ist Gesetzbuch, Verfassung und übcichaupt das L e b e n s b r e v i e r der Abesfinier. Ein paar Bei- spiele warfen Schlaglichter auf die Gerichtsbarkeit. Es handelt sich eben um ein Volk, dessen Denken in durchaus anderen Bahnen oer- läuft als das des Europäers. Nicht auf derselben Höhe stand die Untersuchung Paul Friedrichs über„Wert und Unwert des Dilettan- tismus". Man kann zum Beispiel unter keinen Umständen den Landschafter Theodor Rousseau zu den Dilettanten auch im besten Sinne rechnen. Akademische Schulung allein ist nicht das ent- scheidende Moment bei der Frage: Künstler oder Dilettant. Letzten Endes sind dies aber nur Begrisssspaltereien. Der Einakterabend brachte zwei Sketche, nette, knallige und mondain parfümierte Ka- barettangelegenheiten. Recht unterhaltsam, aber ohne weitere Be- deutung. Morgen, Montag. 31. Januar, abends 7H Uhr: Singkreis: Treffpunkt'48 Uhr Jugendheim Lindenftr. 3. Moabit I: Schuir Waldenserstraße. Vortrog:„Wie lebt man in Amerikai" — Schöueberg I: Jugendheim Hauptstr. 15. Fnnktionärsttziina.— Charlotten» burg-Rord: Schule Wledestraße. Aussprache:„Schmutz und Schund".— Herl»»» dorf: Jugendheim Roonstraße. Mitgliederversamnilung. Werbebczirk Neutöllu: Der Ortsausschuß veranstnltet einen Vortragsabend: „Streifzllge durch die Großstadt". Anfang>,48 Uhr. vortrage, vereine unö Versammlungen. Reichsbanner„Schtnarz-Rot-Oold". Geschäftsstelle: Berlin<5 14, Sebasttanstr. 87/38, Hof 2 Tr. Basscrsportabteilung. Zug Haoel Mo., d. 31.,»14 Uhr, gemütliche« Beisammensein in der Bovaria, Rankcstraße Ecke Kurfürstendan»». Kameraden der Landkanieradschaften, Damen und Gäste willkommen.— Mitie: Jugend Mo., d. 31., 8 Uhr, Turnabend Gartenstr. 167. Entgegennahme wich. tiger Mitteilungen, Di., d. 1., 8 Uhr, 1. Kameradschaft Ackerstr. 1. Bortrag des Kameraden Studicnrat und Bezirksoerordneten Landsberg:„Die treibenden politischen Kräfte im 26. Iahrhunder!". 1. Kameradschst Gartenstr. 6a(Corniis Festsälej Lollversammlung. Mi., k. 2., 8 Uhr, 3. Kameradschaft Bollversamm» lung StaUschreiberstr, 29. In allen Versammlungen Bericht von der Kreis» generalversammlung.— Tiergarten: Kameradschst Stephan Mi., d. 2., 8 Ubr, bei Krüger, Puttlitzstr. 10, Mitgl.»Vers, mit Vortrag:„Wehrverb" rad Rave).— Krcnzbero: Mo., b. 81., 8 Uhr, Iungmannschaft 1 bei FUHlbrügge, Rostizstr 29, Portrag des Kameraden Landtag 8 Uhr, Iungmannschaft 1 Versammlung HI H 3 des Kameraden Landtagsabgeordnete» Ernst Heilman». Di,, d. 1., Abteilung 2 bei Böttcher, Hagelderger Str. 9, Vortrag des Kameraden Dr. Schulz Uber Verfassungswesen, 814 Uhr. Ab. teilung 8 bei Fuhlbrügge, Rostizstr. 29. Abteilung 1: 8 Uhr Pers'ammlung im Restaurant zur Linde, Hallesches Ufer 14. Abteilung 7 bei Steinig, Aicxan- drincnstr, 39. Bortrag des Kameraben Verls. Abteilung 9 Bersammlung bei Bieler.'Dleffenbachstr. 76. Für alle übrige» erwachsenen Kameraden, die on» Dienstag keine Bersammlung haben, ist Pflicht Saalschutz in den Kammcrlälen, Teltower Straße. Antreten um 7 Uhr dortselbst. Mi., d. 2., Abteilung 8 8 Uhr bei Braunsdorf, Großbeerenstr, 23. Abteilung 12: 8 Uhr bei Sieden. topf, Muskaucr Str. 35, Vortrag des Koineraden Graetz. Angehörige will» kommen. Abteilung 13 Mitgl.-Vers, bei Eichholz, Cuvrysir. 23. Vortrag des Kameraden Perls. Nachdem gemütliches Beisammensein. Abteilung 14 Per» sammlung bei Wiencziers, Reichenderger Str. 164. Vortrag des Kameraden Betnarek.— Wilmersdors: Kameradschaft West Do., d, 3,. 8 Uhr, Bersammlung im Lokal Klingbril, Halensee, Iohann-Georg-Straße. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen Pflicht. Iugendqruppenführer labe» ein.— Pankow(Kreis): Do., d. 3.. 7 Uhr, große Kreisvollversaminlung mit Frauen und Gästen bei Lindner. Dreite Str. 14, großer Saal. Vortrag des Polizeisekretärs Ernst Hildebrandt. Nachrichtendienst ladet ein. Erscheinen Pflicht. Mo., d. 31., Ucben sämtlicher Spielleute, Turnhalle Grunowstraße. Erscheinen Pflicht.— Hen»lg»h»rs: Di« Versammlung findet nickst am 1.. sondern am 8. Februar statt.— Friedrich,» Hain: Mo., b. 31., 714 Ahr, Fortuna-Festsale, Etrausderaer Straße, Kreis- funktionärsitzunz. Einlaß uur mit den roten Funktionärkarten. Freidenker-Bolkshochschule Berlin. Mittwoch, 2. Februar, 714 Uhr, im Bskanischcn Gymnasium, Berlin EW. Kallesche Str. 26(am Anhalter Bahnhof). Dr. P. Krifche:„Zauberei und Aberglaube einst unb heute". Borträge im Musen« für Meereskunde. Dienstag. 1. Februar, 8 Uhr, Gras Larisch, Tegernsee:„Stiirmwellen im kinematograpbischen Bilde". Karten sind täglich und an, Vortragsabend im Musemu für Meereskunde, Georgen» straße 31.-36, zu erhalten. Die brennende Wohnungsfrage behandeln drei Vorträge, die in h« Urania zu Berlin, Taubenstr. 48/19, abends 7 Uhr, der Führer der Deutsche» Boden- reformbewegung, Dr. Adolf Damaschke, am 3., 16. und 17. Februar halten wird. Der Einzelvortrag lostet 1,56 M., der Zyklus 3,50 M. Arbeiter-Somariter-Kolonne Berlin e. B. Abt. Wedding: Mitglied«»«!- sammlung am 10. Februar bei Sellins, Schul- Ecke Ruhcplatzstraße. Beginn 148 Uhr. Vereinigung der Freunde»o» Religio» nnd Böllersrieben. Genosse Pfarrer Blei« spricht heute. Sonntag. 36. Januar, 6 Uhr, im Rahmen einer religiöse» Feierstunde in der Trinitatiskirche Charlottenburg, Karl-Angust-Blatz, üb« das Thema:„Nüssen wir das Schicksal fürchten?" Mittwoch, 2. Februar,(48 Uhr, in der Ka>s«r.Friedrich,SchnIe. Charlottenburg, Knesebeckstr. 24(Savignyplatz). China-Abend. Genosse Blei«»nd der Chinese ssang.Pana spreche»»uni Thema:„Die Freiheitsbewegung in China und der Weltfriede. Frau Gertrud Eysoldt und der Sprechchor wirken mit. Unkostenbeitrag 36 Bf. Arbeitslose frei. Schuh-Produktiv-Genossenschaft 1920 e. G. m. b. H. Montag, 31. Januar, 8 Uhr, bei Moor, Lichtenberg, Zicuc Vahuhofstr, 28, Versammlung. Srnfkoften öer Reöaktion. Karl Schmidt. Köpenick.-Halma) Ja.— H. B. Uns nicht bekannt.— A. 8. 4950.»Gehag, Verlin S 14, Sebastianstr. 37/38.— SP. Ein« Steuer. karte müssen Sie in jedem Falle besitzen. Steuern sind zu entrichten, wenn die Gesameinnahmen die steuerfreien Beträge übersteigen.— Rachtbeleuchinng. 1. Nein. Der Hauswirt kann das Mieteintgungsamt anrufen. 2. und 3. Fragen Sie bei der Stelle an, die den Strom liefert. Für jede Kerze und Stunde gewöhnlich 1,1 Watt. 1666 Wattstunden nr 1 Kilowattstunde.— ®. R. 29. Unter Unisisinbk» ja. Es kann ruhestörenber Lärm angenommen werben.— Lachotzki, Renlölln. I. Wegen der Schließung der Kellerfenfter müssen Sie sich an die Bonpolizeibehörde wenden. 2. Zur Herstellung einer elektrischen Lichtanlage kann der Hauswirt nicht nezwung?» werden.— P. R. 14. Die Meinungen darüber gehen auseinander. Nach unserer Ansicht nein. Gesthästliche Mitteilungen. Was man gegen Grippe tu» kann? Der namhafte Berliner Internist Kombination weisen die Togal-Tabletten auf, die sich schon seit zwölf Iohren hervorragend bewährten. Dieselben enthalten außerdem noch andere Bestand. teile, deren Auswirkung auf den Organismus bisher wenig bckannnt war, welche aber nach den Urteilen bekannter Aerzte die sonst bei Verwendung von Salizylaten auftretende» Herz, oder Magenstörungen verhindern. Es ist also im Interesse eines jeden selbst gelegen, mit diesem Präparat eine» Ver- such zu machen. Im Zeichen der„Weißen Wocken" veranstaltet die Firma Baer Sohn A.-G., alleinige Vcrkaussstrlle Ehausseestr. 29,30, mit ihren Erzeugnissen aus den eigenen Kleiderwcrken, der Gummimäntelfabrik und der Kürschnerei, einen großzügigen Sonderverkaus. Diese neuartige, mit den„Weißen Wochen" parallel marschierende Sonderveranstaltung hebt sich dadurch besonders hervor, daß sie als Schrittmacher für den allgemeine-, Preisabbau dienen soll, und daß die neuesten Schöpfungen für den kommenden Frühling in sie hineinbezogen werden. Die modernen Erzeugnisse der nach ameritanischem System eingench- tetev Kleiderwerte werden zu de» bisher niedrigsten Preisen zum Verkauf kommen. Einen weiten Raum in der neuartigen Veranstaltung nimmt die Trikolagenabteilung ein, die schon in den bekonnten„Morgenstunden" ihre auf der ganz besonderen LeiNungsfäbigkeit beruhende Zugkraft dargetan Hai. Die Firma Baer Sohn A.-G. ladet- im Zeichen der„Weißen ....... zu ihrer wonderveranstaltung ein. Naturgemäß kann nur ein großes Hau» Sonderwünfche in bezug auf die Fußbekleidung erfüllen Die Tatsache, daß im letzten Iabr« fast 3 Millionen Kunden allein in Berlin jn den 19 Schuhgeschäften des bekannten Schuhhaule» Leiser bedient worden find, verbürgt riesengroße Auswahl, qualitativ ei». wandfreie Ware und fußgerechie Paßformen. Die Leiser-Lurusschuh.Fabrik, die größte ihrer Art in Berlin, verarbeitet nur da» edelste Material nach den neuesten technischen Errungenschaften. Ganz besonders machen wir unsere Leser auf die neueste Sonderveranstaltimg der Firma Leiser, die„Billig« Lack- schuh.Woche" aufmerksam, welche am Montag, 31. Januar, beginnt. Nähere» üb« die geradezu sensationell billigen Angebote geht aus dem heutigen Leiser- Inserat In unserem Blatt hervor. Anch bei»rumach billig«„W-Iße Woche". Dom Dienstag. 1. Febritar. bis zum Montag. 7. Februar, veranstaltet Gebr. Grumach A.-D., König» Ecke Svandauer Straße, in allen Abteilen gen einen enorm billigen Verkauf aller weißen Waren: weißer Wollen, weißer Strllmvse. weißer Wollwaren und weißer Sandschiib«. Nutzen Sie diese außeraewöbnlich günstige Gelegenheit aus. die. Vaüw das fläch der linfie schuf, War sie. noch nicht voUciidctint ßicruf,\ illnd erst der flQensch zjjl weitrer 5dt gesendet ffiatdiwch IZatur und Kunst das Werk vollendet; Kein süßrer Duft kann Jemals uns flls wenn wir unentwegt raudnenl MlncM'Aeist GOLD- ei. TÜRKIS mundsi: GÖLD-ii PURPUR mundst v.»■» �'- v"<*' f»'5»k-*,. fty* r'.: Weiße Woche Laken- Messsl, t«« 0,?t Lakenstofie, tut«* HanttuA. wob bntt 1,?5 Lakenstoffe tuibwn««. v& oa bccK«» Y|6C Barchentlaken, 2,1 Ö Oimili-Bettberöge, 9,25 Wäschestoffe,-»«>«» b««,» umt 3,60 Köper-Barchent, Ä32 0,71 Handtücher, ÄtSSÄ« uS 0,4ii Handtücher, 0,5ß Handtucher, 0,5C Küchentücher. OLS Taschentücher, 8"«�..fiT O.ffiJ Taschentücher, 0.95 Camen-Taschentücher, O.SC Weiße Tischdecken, uoxm ommb 2,95 Kaffeedecken«» u. hau»«, w». qwl 0,7c HerrenODerhemden, i 40 »eis»» HtTtmtnmtt awtd£l«:che* MaaldnMrn Be$�nn der Weißen Woche Montag, den 31. Januar Herren-Oberhemden,— KUppmansAettea... »Q» testr. Pen«! A n- 1 mit Knten nao 2,5- Sport Obeihemden S 3,95 Mansdicttcn. Herren-Taghemden SSV.'SÄJSS 2,7- Puiama« kS» Herren and Damen aas taten A Cf ry|cina5 Wasdietoffen. reich jarnlert... Knaben-Sporthemden, c�» 1.1& Weiße Einsatrhemden ia> lantimi. 1,11! Weiße Kiiibjaeken, SToSSS. fr Bp5t Weiße Oamenuntertaillen,«e�ekt 0,65 Koch- n. Konditormütren..... 1,2� Kellnerjackenoo Kellner schürzen 2,00 Kochiacken� Konditor jacken.4,50 Friseurmäntel r�. Friseur jacken. 4,50 Laboratoriumsmäntel%(**.... 6,25 Aerztekittel................ 5,75 WeißeTennishosenS��T'.ff 4, SO Weiße Westen..........»»2,75.. Oaalttif ood Act» Kleidung für Landwirte und Jäger Lodenjoppen, 7* Loden-Pelerinen 13» Lodenmäntel tu» �*"*' 27.'-." «Jene Formen, —, W—'O,—, 27,-», A. relnvoltenein Kamel- AOOD haarlodea 55,—. 4P.- Jagdmäntel 53" Jagdjoppen ff: 90°° JaDdpelZe, hU»er. Loden, SAafpetrinttM.IS.'' Wiitschaftsarzug � 5S°° Bummimäntel, 10» Windjacken � Lodenanzüge 24K Bozener Mäntel raatmprStnjcn. Stellen. TV- Wümia«l irietEHBin M.-. Ä-, U W, 10* ! nach Alt Reithosen mit Beaata tot Mftffe» Kord 2T* Lcdersportjacken 53» Lederfahrmäntel tÄlSrÄSSS 145" Fätatrrrficke, Schllfjop�en, RndcsSdie, Stutzen, Lodenhüte, Gamaschen -••;C atV'S'.«"Wv*»'; � �- Berliner Allerlei Heiren Sakkoanzuge � 18» Herren- Ulster.. 22°° Herren-Sportanzüge 22°° Herren-Sportpelze nv�»s- 85°° Samen-Mäntel. jv-, jv-, u— 7» Jamen-Pelziräntei... m-, im.- 98" SaiültlS-Jüliijt 85°°, ßWKM 85°° Gehpelz ÄSSSS'ff. St4l.,Ukmk: 165" Knaben-Pyjacks» v«, IkizzIi°sHiW C EiosggflinissanzSse'°°24°° Mgzizuzzzt 21» Chauffeurmantel, 777 69» Chauffeuranzüge 30°° Chaufieurpeize, Sdsafpelzkradeo von............. wuan 2» 2» 2* 3S 2» Sdufpelzkraüco Damen- Kostiimstoffe Damen Mantelstoffe• Herren- Anzugstoffe Herren- Mantelstoffe xn Herren-Hosenstotfe neueste Mode 4.10, 1.50. im .. in ua im neueste Mutet «.«<. m V». HUP CHeMsseesf raÄe 29-30 mmammm Untergrund t ahn olettmer Bahnhof maaaa Bei wertvoller Ware erübrigen sich viel Worte ••• v' v.- 5�- � V**j''-'.''7' .-••.. Xamens der Landcsdirelitorenkonferen* baehre ich mich davon Kenntnis zu geben, daß am 28. Januar 1927 zu Berlin Herr mnlsferlalral s D. Dr. tnr. ef rer. pol. Wolter Mol! Leiter der OescbiftssteUe der vereinigten Provinzen, Senator der Kaiser- Wilbeim-Gesellschaft zur Förderung der Wissensobaftcn, im 51. Lebensjahre verschieden ist. Die Landeshauptleute der preußischen Provinzen stehen tief erschüttert an der Bahre dieses so plötzlich aus ihrer Mitte gerissenen hervorragenden Mannes. Seit dem V. Oktober]d23 bat er die Geschäftsstelle der vereinigten Provinzen in vorbildlicher Weise mit außerordentlicher Umsioht und Tatkraft geleitet Seine große Schaffenskraft, seine überragenden Geistesgaben und seine reichen Kenntnisse hat er in vollem Umfange dem Dienste der preußischen Provinzen gewidmet. Die Landeshauptleute und ihre Mitarbeiter werden»ein Andenken atet» hoch in Ehren halten und seine großen Verdienst« um die preußischen Provinzen nie vergesse». Berlin W 10, den 58. Jenuar 1927.»... w,. v. Wmtcrfcldf-Mcnkin Landaadir akter dar Provinz Brandenburg Vorsitzender der Landesdirektorenkonferenz. Am Freiing. 5 nndi tuejem, Snnunr. morgens G1/, Ute. Ichwrren Le den mein geiietler. W den «erichied Ire» orgender Mann, un'er guier Vater, Schwiege» und SroZoatcr, der Glaseemelster Karl Sckola; im TU Lebensjahr». »etlin 80 33, Wrangelstr. HO Zn liefet Trauer: Wllhclmloe Scholz, geb. Knop Mar-a Hartlg 0.» Tochier Oskar Hartlg Kart Hanig Die SinZfcherung findet am Dienstag, den 1 Februar, abends? Uhr. im.'ircuiaiorium Berliu-Baumfchulcnweg, Aieiho'jfir. Z2l. ftmt. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Orod- vaters Adolf Assmus Fargauf Hinterbliebenen Aima Aumas, geb. Jcnlnth. Bln.-Nledersch ön hausen-Sordend, d. 27. Januar 1927 gefühlten Dank. Im Namen der Am 28. Januar verschied plötzlich und unerwartet an einem Herzschlag mein innigstgeliebter Mann, mein treuer Bruder, unser guter Onkel und Schwager, der Kaufmann Max Seckelsohn Siodtrai a. D- Im 62 Lebensjahre. Im Namen der BinterbUebenea Marie Sedcebohn, geb. Janner. Berlin NW. S5, Ouxhavener Straße 9. Die Beisetzung ßodet am Dienstag, den t. Februar, 10 Uhr vorrpittags, von der alten Halle des Israelitischen Friedhofes in Weißensee sus statt. Statt Karten herzliche n Aranzfpe verwaliangsstelie rtcrtln. Den Soyegen zur Nachricht, t mtftt RoCge. der Schlaffer Hermann Berkboiz am 36», M g, Horden ist. Sind nachm. i'lt Berlin,®«ttdit(i._�_ Rege Brüiligun, erwartet DU' Am 26 Januar serfchleb nach langem Leiden msin lieber Sohn, der Sienietzez �Vildelm Moek im Alter von 46 Jahren In tiefer Trauer Ww. Karollae Bleck und Qeseh visier Sic BeerdiUuna findet am Diens- framne-SemUn»« Bin Nordend Rott Am 27. Jan. rem Leider ______ �.«nljchllef faslt nam schwer em Leiden mein Uedez chatte und Bater Molk Engeloaiu im 17. Jahr, Sit« zeigen tiefde trübt ob Frsa Emma Entelmann. geb. Exatr nebst Tochter «ndfcherung Montag, den II Jan., vormittag. 10 Uhr. im Rzematorhnn cherichtfirafie_ v_ Mn sielen Beweif, Herzlicher Teilnahme bei der Eindfiberung Swines lieben Man» es.nnf, res Baters, Schwiegervater» und»roßvaters Paul Schneider lagen wir allen Verwandten. Freunden und Bekannten, besonder» dem che- n offen N eislog. dem»enoffen»Sderitz 'als B er»reter der«,'d>«h,Ieitung der Firma Paul Singer A7, Dirschauer Sie. IS uvferrn herzlichsten Dant VI« Nlnterdlledenen. Für d!» iiderau» herzliche Teil- nahm« und zahlreichen Rranzfpenden beim Heimgang« meine, einzig- geliebt«! Manne», untere» lieben. guten Bater«. Sohnes. Schwieger. natees. Bruder». Schwagers und Onlels. des chaftwirts Albert Eichholz sagen wir allen Verwandten. Freun- d»u.B«lannlen sowie den chdstrn. den Sparvereinen Biene I und Ameise I. d«r D>r«tlion der Brauerei Pöhmiiches Brauhaus, dem chastwirtsverdand. der Partei Adt 7g. den Mietern de« Banfes SedanllraH» SS. insbesondere Herrn Piarrer Gldglich für die troll- reichen Wort« unteren herzlichen Dant Karte Eichheiz geb. Rlndt und Kinder. ung Für die vielen Beweile herzlicher 1 Teiwahme und zahlreichen Rranz- spenden bei der Smdicherupg meine» Danlisa die nahm« und den de. WWWWWW lieben Mannes und Baters Karl Ketzler I sagen wir allen, die daran tellg»- nommen baden, iowi» den«rdnern iürihretrolireichen Aorie anfrichligrn stank. Fria Auruste Ktttlero Sohn Danksagung Für dir große Beteiligung bei ber Sindtchcrung meines lieben Wanne» und Vaters Hklorled Vvrvsk sagen wir allen Bekannten, towi» den chenoffen der Sk. Abteilung unter«! herzlichsten Dant Arnes Werner and Tochter. Billigste Hauswäsche Üherall Z,u haben Moebel rR«Wie Aaswahl In tS.�-2. Oraniensfr 5& tarn Moritzpl. Gegründet 1879 Sdilal-. Soeiss-. Herrenzimniern Lpchen nnfl Elnzelmohcln zu enorm billlgan preisen XaMongzcrlelditerunß HeHanslall+ tat elelttWeüizivisSe SeilmMe.£iö)r und KöaJgen- tdeiople uqo BatucOeiitunDe. domöopatiile.Blodieniie uno ötöutcrlaren. SiiMMe meöiziniMen unD KoDiuaiDüöet. voWntig gisk reie öewSinng. Sehr gute und schnelle yeilerfolga dei allen inneren und düsteren Rraakheiten. speziell chronischen, hei Aidnnern, grauen«od Siodera. Nachweislich stnd mit gutem Heilerfolge folgende Rranfheifen behandelt und ö aeheiU worden: Hals- und Lungen-Tudertulofe und Ratarrh. BrovchiaUztarlh, g «rovchialasthwa: RcuchhustlN! Serzcrwcitcruug. See, fehler und Srr, klappen- kehler. Kerzeflhma: Moqrnciveitecun« nnb-feakuna, Magen- und Darm- kataerh, vervöle Mageufchwäch«. Magengeschwüre: Stuhlvceffopsuua: Leder- eelianlaag, challenfteiae, chelbsuchtt icbee- and Milzanfchwelluuq: Sicht und Rheuwa.iewu». rhcumatifche und ncrvSIe Ropfschwe.zen, Lchlafl-figkeit! llr- kraokuuae» de, Nervenfqftew,.«erveotchwäche. Neuro'ch-nie, Sq'terie. Neu». algle. Zschla«. Irlgemiaue-Nouralgie. Mlgiäne,«jickenmarkerk ankungen: StokfwechfclkreUlheiten, Juckerk-aulheii. Harnsäure Dlathrse. Feitfnchk: che- kroutuugen des Blute». LeukZmfe,»mu». aeheilt. Ist Fr. Ww. Feitfchl«,. Bln.. Mariendur-er Sie. 48 Doemgefchwulst. geheilt. 17. Fr. Sebwla Stern. Bln.-Schdnebera. Thorwaldsenllr. Ist. Lcbrranschwrviing challenblnfenentzllndung.««heilt. 18. Fr. A.«obemofer. Dln., Breslauer Str. 7. Serzerweiierung. Serzneurose all». Nervenschwäche. aehrM. Ist. Fr. Bartsch. Bln.�filvrniif. Bosenffr. 2. schwere Bliitveegislung u. Sandveeeffe- runa. geheilt. 20. S. ß. Cebme Schlächtermeister, Bln., Thnerstr. 4st Serz- u. Maaenleiden. Leber- u. Milzanfchmelliing. gebellt. 2l. Fr. A. Rj-chner, Bln.. Dolziaer Str. 24 Manen.. Lebe-, u. Sallenftefnleiben. cheibfucht. geteilt. 22. Seeta Rebel. Lllbbenau-Sveeewald. tubrrbilMer Rnochenfroß, Rnieaelenisentzündung. geheilt. 28. 6 8»8H,, BIttrra»t,beff»er. Svnstwold» Res. Rarvvwen. Vllvr.. kchwer, Blntverglktung u. chefchwllre. geheilt. 24. s. v. Levvolb.»ln.Friedenau Rgjfeeallee 122. eitrige Lvngen'istel. oehel«. 2S S. C. Michaeli«. Ballmlrt.»ln.�har'oitenburg.»gllstr. 87. Lehrelelden, Sollen lleinleiden.««lbsiicht geheilt. 28. S Bollzrlafststent«. Rramm, Bln., Rpchhanustr, A>. von Magennefchwii'en Maaenerweilerung u. Senfung mit 30 Behandlungen gehellt. 2Mr»dn««,«oa»n. daß durch die flnt in on'rree Seikanklal«(«lbll die dlt«ff»N, havtndchiallen Seiden noch»ne s«tluaq gebracht werden und daß alle, dt»«he höchst,» Evdengllli». dt,«Nesundi'e,,, bereits verloren zu Hab«, glauben, wieder in brn Bolldestß berielden gekeilt werden. WHtT" Beiekltch» Vriginal�knerkennungen von uns gebeMer-vnwfi Patienten stehen im Wartezimmer der Anllali zur Sinstchi-HU> «vetrennt, Badandkanasrdan,» kll» Damen nnb Barren I Mein» drlesiiche vehondlung l prolessor vi. med. p.»isleZzßx.\ni, mir Im Aazlande ernannf, promoviert und approbiert. Mitglied der latemaflona en Vexelnlgnng von Aerztca u. Natorärzlcu. Berlin 8016, Brückenstraße 10b, 2. fteme von der»nngestrahe. 1 Minnl« von vhs. Zonnomistbrück«. eaagfdhrlg« lachrndanilche drzkllche Behandlung und e-itnug. Sprech, nnb».handlang»,-«- 0-1. 4- 7 Sonntag nnb ,-terIog: _ 7°- W Ahr.- Braxl» feil 2882. " vo« der Reise zurück! LehenslfinaUdie Garanüe leigt© ißh ftls SelbsthePBtöUer auf die bei mir gekauften I Trauringe I lieg 930 gut.(Bokßugolil) 7 gr. sdivti H. 26, SO 1- 585. S... U.00 >. LZ.«... 7,00 CK. 3000 Stück auf La£ez Gravieren graiU» zum Mitnehmen Bermans Wisse, Berüa t.*fcÄaSLS Ott. geschüt« Preisliste gratis Ang-eboie! Für Damen: Für Herren: Für Kinder: Damen-Spangensdiuhe Mfavano. braun Chr.Chcvreao jt bequemer SuiPn nruMtrr torm»tt Loul« XW V � Abwia| Damen-Spangensdiuhe prima Lackleder In eleganter pfeim Form mit Komteaaabsatz,«ehr/ � preiswert G Damen-Spangensdiuhe brnnn Spei. Chevrao in f\-n lUrrneucilrr Ausffthmng Bit II3" «merlkBilMbem AUati*/ Damen-Zucsdiuhe Che erlma Spcz, Sei 50 10 Damen-Spangenschuhe edü Boxcalf In allemeueater j C\sr\ Aus Ohronff. mit FiGgdkappc| und amcrfkanlsdjan Absatz JL rar herrcau mit eitengummlsag mtt Block- und aaefa Komtessabsets Damen-Zugschuhe brnnn eckt Gberreau u. Box- A r\ rn calf mit Vorder- und Selten- Herren- Halbschuhe eckt Rindbox In neuester Form, eckt wel« gedoppelt, besonders billig Herren-Schnürstiefel prima eckt Rindbox In moderner form, eckt weiss gedoppelt, besonders gute QuallUt Herren- Halbschuhe Mb wara Boxleder In eleganter x /\cn Form, original Gootgear-Welt,| 1 1� mit Gummtabsatx JL" Herren- Halbschuhe Srlna Spei. Chcvreau. I» mo- J J r a emer, neuer Form« ed» 11� «rein gedoppelt JL JL Herren- Halbschuhe piiine Khvari«hl Rindbox j C�cn In«Hern euerer Fonri mit| S flog eütappe, die tOngit« Mode JL W Herren- Halbschuhe schwarz eckt Boxcalf In halb- a r\ m runder Form, besonders gute| Qualität, eckt gedoppelt JLÄ Herren- Halbschuhe prtari Uddeder In neuer, ele- j ««•lg Herren-> Halbschuhe J" ellen>elle»ler kopin, a prima Rahmena beit, bcaon- 1 Söders gutes Fai Hkat X Ä Kinderstiefel braun echt Cherreau tat A m ■ ormaler, breiter Fora, j � Grüne«.» 2.45, iS-tt Kinder-Spangenschuhe braan eckt Boxcali nu biegsamer Ledersohlev Gr. 25-26 4.90,»2-24 B-BO, ty-U Kinder-Spangenschuhe prima Lacxledcr In ba- sonders bequemer Form, Grosse 2*-2t S.B«. 15-21 Kinder-Spangenschuhe bBfe«ax Cherre.n In de» C\m •onden Unter AuaMUunnK,<" Grone 16-;6 APA,»3-14 tr Kinder-Schnürstiefel ■r. Lackbea. tn-'olniarb.CJirvr� Ein«. J7-58«-1»», »3-14 7.25, 1041 S.PO. if-si Kinder-Schnürstiefel bruas, elotl Rindbox, In eztru Wt irker Verarbettunu Gr. 37-15 5 80. 25.» Kinder-Spangenschuhe brenn, ed.t Rlodbnx, In b». �nn •ondora fcrtiUger Au/ohnuv Fb GrOn.„ ZU tj Msdchen-Halhschuhe bru«>».e«iu Rindbox, in de*. /%rn Form, Bit helbhAiera Abrntz, 1�5" Gr. JB-35». 50 J I-35 7. 3Ot37-30 1/ Besichtigen Sie unsere 60 Schaufenster! 3. Seilage öes vorwärts Nr. 56 s 44. Fahrgakg werkfchasten der Sowjetunion, veröffentlicht in ihrer Nummer vom November 1S?S. L. 17— 19, folgende Charaktzrifieruna der kommu- nistifchen Gewerkschaftsarbeit in den privatkapitalistischen Betrieben Sowjetrußlands, die wir kommentarlos wiedergeben: .rVn den letzten zwei Jahren hat sich die Arbeiterfrage in den Privatunternehmungen neuerdings verschärft: einerseits haben sich die Arbeitsbedingungen oerfchlech- t« r t, wahrend der Druck der Arbeitgeber sich verstärkt hat, lmd andererseits ist der Einfluß der Verbände auf die Arbeiter bis zu einem gewissen Grade zurückgegangen. Die Tswerkschaftsverbände wahren die Interessen der Arbeiter in den Privatbetrieben in nicht genügendem Maße und sind nicht immer imstande, die Entlassung der besonders aktiven Arbeiter, die sich den Wünschen und Forderungen des Unternehmer» nicht fügen, zu verhindern. Die Einmischung oer Gewerkschaft führt mitunter zum Abbau des betreffenden Arbeiters. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß sich bei den Arbeitern zu der Angst vor dem Unternehmer bisweilen auch die sklavische„Achtung" vor seiner wirtschaftlichen Macht gesellt. Die Unternehmer befestigen ihren g e i st i g e n E i n s l u tz auf die Arbeiter nicht nur durch Drohungen und durch die Aus- Übung eines Drucks, sondern auch durch Gnadengeschenke. In vielen Betrieben begünstigen die Unternehmer das Vorschuß- shstern. Dieses weitverbreitete System der Vorschußgewährung führt einerseits zur chronischen Verschulduno der Arbeiter und stärkt andererseits ihre ökonomische Abhängigkeit und stellt den Unternehmer al»„W o h l t ä t e r der Arbeiter hin, der„dem Ar- bester in seiner Not zu Hilfe kommt". Diese verderbliche Atmosphäre ln den Privatbetrieben verschleiert das Bewußtsein der Arbester und verwickelt sie in die Netze einer fremden Ideologie. Mitunter unterliegen dem Einfluß der Unternehmer nicht nur die Mossenarbeiter. sondern auch die Vertrauensmänner der Verbände, die Delegierten und die Betriebsräte. In manchen Betrieben nehmen die Delegierten und Vertrauensmänner feldst die gröbsten Verletzungen der Arbeiterschutzgesetz. gebung und der Tarifverträg« seitens der Unternehmer still» fch w e i g« nd hin. Di« eingeschüchterten Arbeit er trauen sich nicht, den Verbandsvertretern von den Machenschaften der Unternehmer Mit- teilung zu machen, verheimlichen die Höh« ihres Arbeitslohnes, die Dauer des Arbeitstages, die Verletzungen des Tarifvertrages usw. Roch unzulänglicher für den gewerlschastlichen Einfluß sind die fiktiven Mitglieder der Ariels(sogenannte Genossen« schasten). Die Zahl der Arbeiter jedoch, die in den verschiedenen fiktiven Genossenschaften al, ,J)«imge werbetreibende",„Pächter" usw. beschästigt sind, übersteigt um das M e h r s a ch e die Zahl der in den legalen Prioatunternehmungen beschäftigten Arbeiter. Anfang 1925 entwickelten die Gewerkschaften noch ein« lebhast« Tätiakeit unter den Arbeitern in den Privatbetrieben. Aber der Mißerfolg dieser Arbeit trat sehr bald zutage. Das mußte sich notgedrungen aus die Abschwächung der Gewerkschafts- arbeit in den Privatbetrieben im allgemeinen und unter den Heimarbeitern im besvnderen auswirken. So ließ sich im Verband der Lederarbeiter im Jahre 1925 ein katastrophaler Rückgang der Zahl der organisierten Heim» arbetter(Moskau, Kise«, Charkow. Odessa, Leningrad usw.) oer- zeitbnen. vieseibe Erscheinung macht sich auch in den anderen Der- bänden bemerkbar. Ende 1925 läßt die Arbest der Gewerkschaften in bezug auf die Untersuchung und Feststellung der fiktiven Ariels allmählich nach und es wird von mancher Seite sogar auf die Z w e ckl o s i g k c i t der Gewcrkschaftsorbest nach dieser Richtung hin hingewiesen." Internationales Arbeltsamt. Unfallverhüwng.— Arbeiiszeitabkommeu. Genf. 29. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes be- schloß am Sonnabend nach längerer Diskussion, mit 12 gegen 8 Stimmen, die Frage der Unfallverhütung(einschließlich der automatischen Kuppelung der Eisenbahnwagen) aus die Tagesord- nung der Internationalen Arbeitskonferenz von 1928 zu setzen. In der Nachmistagssitzung befaßte sich der Verwallungsrot mst einer VeschleunigungderRatifikationderArbeits- zeitkonvention. Ein bestimmter Antrag der Unterkommission, die sich mtt dieser Frage beschästigt, wurde noch nicht vorgelegt. Die Beratung über diesen Punkt wird am Sonntag vormittag zu Ende geführt. Um die Arbeikszeik der Seeleute. Genf, 29. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes hat nach einer langen und zeit- weise sehr lebhaften Debatte über die Regelung der Arbeitszeit der Seeleute, die auf die Tagesordnung einer Marinearbests- konferenz von 1928 gesetzt werden soll, mst 12 gegen 9 Sttmmen und 3 Enthaltungen einen Vertagungsantrag des englischen Regierungsvertreters abgelehnt und dann mit 13 gegen neun Stimmen und 2 Enthaltungen einen Bermittlungsantrag von Di- rektor Thomas angenommen, die Frage vorläufig provi- to r i s ch zur Behandlung im Jahr« 19A vorzusehen und in der �prilsession des Berwoltungsrates dann endgültig darüber zu be- sttmmen. Der deutsche Regierungsvertreter hat für den Antrag Thomas gestimmt, mit der Erklärung, daß er bei jetziger endgültiger Entscheidung über die Frage wegen einer Be» Handlung derselben im Jahre 1928 gestimmt hätte. Vke fchlefißben Text! 1 arbeiterlöhne. Das alle!v eberelend gehl um. Mst Hilfe der staatlichen S ch Ii ch tu n a s i nst a nz en ist es den schlesifchen Textillndustriellen gelungen, die Löhne, ge- messen an den in der übrigen deutschen Textilindustrie gezahlten Löhnen, äußer st niedrig zu halten. Di« Differenz macht ungefähr 45— 50 Proz. aus. Das ergibt Spitzenlöhne von ungefähr 49— 45 Pfennig. Mitte Januar wurden diese Löhne um 6 Proz. erhöht, lieber die Unzulänglichkeit dieser Er- höhung und die Mängel des Schiedsspruchs dürfte nicht zu streiten sein. Die Arbeitgeber haben vor dem Schlichtungsausschuß behauptet..chaß sie die Lohnforderungen deshalb nicht bewilligen können, weil schon bei den gegenwärtigen Löhnen die Kontur- renzsähigkeit der schlesischen Textilmdusttie in Frag« gestellt sei". Sie behaupten weiter,„daß die Schwierigkeiten der schlesischen Textilindustrie auf Minderlei st ungen der schlesischen Textilarbeilerschaft beruhen" und logen dar,„daß, obwohl in anderen Bezirken die Löhne wesentlich höher sind als in Schlesien. dort bedeutend billiger produziert wird". Insbesondere wirft der Unternehmer dem schlesischen Arbeiter einen„schleppenden Arbeltsrhythmus" vor. Wenn dem so ist, müssen die Ursachen dieser Minderleistungen untersucht werden. Vor allen Dingen darf man nicht daran vorbeigehen, wie die Lebensbedingungen der schlesischen Textilarbeiterschaft beschaffen sind! den» schließlich ist der Arbestsesfekt doch nur die Folge der Bedingungen, unier denen ein« Arbesterschast arbestet. Das soziale Moment, die Lebenshaltung usw. stehen in direktem Zusammenhang mst der Leiswngsföhigkest. Wie liegen die Dinge nun in Schlesien? Immer war Schle- sien ein Hungerland. Gewiß machen auch Kartoffeln satt. Ein Arbester aber, der auf K a r t o f f e l n a h r u n g eingestellt ist — wie das für die Textstarbeiter in Schlesien der Fall ist— wird niemals die Arbeitsenergie entwickeln können, die die modern« Pro- duttion erfordert. Dazu kommen äußer st schlechte Woh- nungsverhöltnisse. Wenn zwei Menschen ein unzureichen- des Bett teilen, wie das in schlesischen Textilbezirken die Regel ist, wenn schließlich in diesem Bett noch Kinder untergebracht werden müssen, können diese Opfer der sozialen Verhältnisse selbstverständlich nicht den Anforderungen des Arbeitsprozesiess von heute ent- sprechen. So scheitert die schlesisch« Textilindusttie letzten Endes an ihrer unzulänglichen Lohn- und Soziaipolitik. Das ist den schlesischen Unternehmern schon wiederholt gesagt worden, ohne daß es geholfen hatte. Deshalb richten wir einen dringenden Appell an die staatlichen Instanzen. damit zugunsten der schlesischen Arbeiterschaft und der schle-' fischen Wirtschaft eingegriffen und drohendes Unheil v er» mieden wird. Die Solinger Metallindustrie tariflos. Bochum. 28. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Der staatliche Schlichter J)al die Verbindlichkeitserkiärung des Schieds- spruchs für die Metallindustrie des Solinger Bezirks über die Wiederinkraftsetzung eines Mantellarifs und die Arbeitszeitregelung abgelehnt, nachdem Verhandlungen zwischen den beiden Par- teien über die Kündigungsfrist des Tarifes ohne Erfolg geblieben gi. Es besteht nunmehr ein tarifloser Zustand in der Solinger Wollindustrie. Lohn streit der Straßenbahner im Weste«. Bochum. 29. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Di« Arbeit« haben den für die Straßenbahnen für Rheinland und Westfalen be- stehenden Tarifvertrag zum 31. Januar 1927 gekündigt und die Forderung auf Wiedereinführung der Achtstunden- a r b e i t s z e i t und nach einer Lohnerhöhung von 15 Proz. gestellt. Der Arbeitgeberverband Hot die Forde» rungen abgelehnt und die Arbeitnehmerorganisationen in einem Schreiben aufgefordert, die Kündigung zurückzuziehen. Bon den Arbeitnehmerorganisationen istderSchlichterangerufen worden. Gehaltserhöhung in der Metallindustrie. Gleiwih, 29. Januar.(MTB.) In den gestrigen Verhandlungen Über eine Gehaltserhöhung für die Angestellten der weiterverarbei- tenden Metallindustrie wurde eine Einigung erzielt, die dahin geht, daß die Angestellten ab 1. Januar 1927 S Proz. Gehaltserhöhung bekommen. Gleichzeittg wurde der Rahmentarif ab 1. Januar 1927 wieder in Kraft gefetzt. Die Gehaltsabkommen und der Rahmentarif laufen bis zum 30. Juni 1927. Gett vier GeuevaiZottou msßev Gvimdsa�: Situ* beste Qualitäten, gvSSte Auswahl, billigste Meise! Sohnkonttitt tu der Weser-Schiffahrt. Dorfmunb, 29. Januar.(Eigener Drahibericht.'i Der Deutsch« Derkehrgbund hat für die Weserschisfahrt Lohnforde» r u n g e n gestellt. Die Forderungen sind von den Arbeitgebern ab- gelehnt worden. Die Gewerkschaften haben sich daraufhin an den Rejchsorbestsmmister gewandt, der den Schlichter für Westfalen mit der Durchführung des Schlichtungsverfahrens beauftragt hat. bplschewisttfche Gefahr in England. Coadaa, 59. Januar.(WTD.) �Daily Vewe' veröffentlicht einen bemerkenswerten Artikel des Arbeiterführers S n o w d e n über die„rote Drohung' gegen dt« englischen Gewerkschaften. Er schreibt: Di« britischen Gewerkschaften stehen Problemen von äußerstem Ernst gegenüber. Sendling« Moskaus und bolschewistisches Geld find am Wert, um das Ver. trauen der Gewerkschaftler zu ihren Führern zu untergraben und die Gewerkschastsorganlsationen der Welt. revolution dienstbar zu machen. Die F�age, die die britischen Äewertschasten setzt entscheiden müssen, ist, ob sie ihre eigenen inneren Angelegenheiten selbst regeln oder sich als Werkzeuge einer fremden revolutionären Bewegung gebrauchen lassen wollen. Snowden weist daraus hin, daß das internationale ASnkespiel der Bolfchewrsten hauptsächlich gegen Groß- britannien gerichtet sei. besonders in CKina, und schließt mit d«r Worten:„Weder die britische Arbeiterschaft«och irgend ein« britisch« Regierung dürfte oder wird die Einmischung einer außenstehende» Körperschaft in ihre inneren Angelegenheiten dulden.' iäiiliiBmftail illlEr nen�nUnRt. 63,64. Di-ah-fi 3277-7«. 4ri9llfl9MlSfliimV»-». S°nat-g. 10-, a*. |Baaa(BM�SSKgBa2BJHMaaa��H«af Wustch: S1 s» PALUCCA 1 A B A U geschahen worden sind, Kritik v. Fritz Zielesch, Berl. Volksrtg, aSf,*ii,lSr* TANZGRUPPE?»; •««sr oruppen�chor«KS- „L'agesungene Lieder and CHOBOPIB-* KARTEN rv 1�-, 2.— und 3— Mark iKtlÄ bei Bote& Bock, Werthclm o. an der Abendknsse zu haben OslwerkeAktiengeseliscIiaft, Berlin In der Qeneralversammlung vom 27. Jarroar 1927 Ist folgende Bilanz und Cewinn- und VerlusUechnung genehmigt | worden: Bilanz am it. Aagast 1921 3(jrlebridjshaln) gouumvjeftj 6(Rcfittbmj) Schulaula der 81 badifitaS« 80 6t. MM mSemiiiüe-M SiMMM Filiale Sraß-Verlin. Be.zirksversammlungen am Montag, den Zt. Januar 1Sl7, abends 7 Uhr in folgenden Lokalen: Beztzt I lMitte) SZeebanbehaus. Zubannieltraß« It'V, Baal. , 3«Slttnartm) Sotol IlrTrmortn,®flit«n(rt Straß« 10 . 8(Mrböir.rti Schulaula, ponritroße 17. 4 lPrenztauer SJrtfl) Sraelflbtt-Schulf, Crnrirlbtrht, 6. tiair, Etcauebrtatr Str. 3 83r>uger» Eike GürllrmbrrflUchr Siraße. 10 iZrhIenbors) Restaurant Benno Mtcklry. gehlenbozd Potsdamer Straße 33 U kSchönedrrg) Aula der Kohenzoltentschule, Marlin- Luttzer-Stroße 32,23, 13-Lichlerielde- Sieglitz) galtum* Festsäle. Lichterfolb«, T'ä ettraße 7 13 lTemveihol- ZItarlenborf) Lokal von Mltzelm Maa», ffitarlehborf, Sbauffeestruß» 38, Scke Rurllirftrnftraße. U(Jlrulblln) Rai'er» Ftiebilch- Realaiiumaiium, Kaiser- ffriebrich-Slroße 308, 13< Treptow) Lokal von Anberg, vberschöneweide. SN- beiminenhokftraß» 34. 18 iAbpettid! Restaurant vokar Schulz. KZpeuich. Badu- bodtraße 34. 17 lLlchtenberg) TTeUien-Lyzeum, RntvauoHr. Lichtenberg, US iWeiß-nsee» Barussta. Sertwer Allee 31 1. kleiner Saal > Weißentee). 1»!Bantow>Pan'oi»»r Pe!ellschafiebaas.BetI>»ez«tr.l03 30 iReiniikenbort) Lokal ooi, Preßgoll, Reinichendozi-W.. Beritner Straß« 73 Idgeaordnnng sti» dB* BerfatumUmgc«: 1. tzahreoberichl 1936 2. Neutoabl der Bezirkslettung. 8 BerbanbeangrlegenhrUen, Verplttchtansen and Rücklagea. Stammaktien.............. Vorzugsaktien............,, Gesetzliche Rfleklage........... Obligationen Hvpothekeftschulden........... Nicht eingelöste Dividendenscheine..... " einschl. Bankschulden Gläubiger Verrechnu Verrecfinungskonlö mit Konzern- und tochter- ge»ellscha(ten............ Reingewinn einschl. Qewlnnvortrag v. Vorjahr «080 79363 (iewian- ond VerJast-Recltnang am 31. Aogost 1926. Verla*». Reichsmark Betriebs- und Handlungsunkosten..... 347010386 Abschreibungen............. 618 3514» Reingewinn einschl. Gewi, mvortrag r. Vorlahr 3135 93038 Salritt zu den Bsriammwnae» beben auf Stund be*| 6 vzlsltaüz»' d ..... tz S°............______ WWW» beben ieln Wahlrecht. Di» Auegab« der ENmmzeUel ertolgi de» drlsiiatute» RUaliedez. die wi Bezirk«uahnea. unter Be:banb*b»che» bzw.-karte Mitglieder, hl« Bochen mit ihren veuedgen im Ztüdftanbtjmb, Loezeigung 6t* «ehr a>» vier" bzw.-I > B-u-dc durch die Verwaltung. Di» ordentlich, Oi, Ortouerwaltaag Seneralverfammiung der lliale Berlin findet am Dienetaa. den Ii Aedrnar. abend* 6 Uhr, t großen Sani, de» lSewertschattonause«, Tngciusrr 2t N, statt. Zutritt nur gegen Vorlegung de» Mitgliedsbuch» und d»z wen Delegtettenkort, tile 1937. Die reHd«»» hocharomat. Feinschnitte EUROPA »MMiBRiansäiue RAUCHT ABAKPABRIK Ebner& Kramer WUsioch B. VermSgea. AjlT&ÄM•»•ai6e«sttl««>i-.»»d»ii- i>.>ekl»wem»rtsiii gegen Nachahmung gesetzt cesch. fertigt selidSdakr. als Spezialität Conrad Müller Schkeaditc-Leipzlc kesondcrt wirksam sind die KLEINEN ANZEIGEN Im. «Vor wirts" und trotzde«1 n biniä n Jett Kanarischen Inseln awe dm Jebtfm 4U- Hamburg-Südamerikanlschen Dampfschifffahrts-Gesellschaft EnU-KlaMM-Damtfm CAF POLONIO, ANTONIO DKLTINO «od CAF NORTX BhAtktUatt-Metoruiüfft MONTE&ARMIENTO, MONTE OUVIA Fabrpraieat Nitcro GW L KJ*—.-£ 25._/_ PJrt F�rprcU« andAblihrttn durch il, H-KW--£!«.»/- tabA* Fall*« HAMDURQ-SÜD/ HAMBURG« Hinict-kUmc Jt« 420— Ua«wd mrfel und durch die Generalvertretung In Berlin W 3 Unter den Unden 6(Hotel Bristol), sowie durch die bekannten Reisebureaus. Möbel ohne Anzahlmul liefert altrenommiertes Möbelhaus. w Riesen- Auswahl Scllifilmnir, Hemailnntr, Sptimlonir Modern KOeln, ErgliiURfsiöbil KlotgarRituriB, Korbnöbil, Tepplebe bei langfristigsten Rafenzahiomten Bette Qoelltitee!• Niedrige Pretsel StrugsteOlsiretioa-Soforl. Ueferuig Ernsten Reflektanten bietet sich hierdurch allergOnaHaate KanügelegezthetL Offerten unter P. 21 an die Expeditio» des.VorwlrU*. UndenStraDe 3 Va Isf Radio our mit Lautsprecher!' \krin1erte, und l&'unrQ unverh.'.ndl tJtätär S H ER LOCK-G E S.m.b. K M*/ Grippel Haben Sie Beschwerden? bem«roanwbiil ,u. ejrertfcheinungen. W» Seibttt die mit fmirmradSngnt(wie Atter* VclecUawecfairaqg, Sich,. 5>b«u turoilt Deichwerben.«torpulfB*. Magen-, DarwstZeungen usw.)«erb gehellt oder ge- bester» durch«in« Rheuma. Benins Knoblauchkur. Ci-HKUW" O1*»MAMA«! U* W*U Awch#**»*/»«»»»\ waewipw-ww�wj» SSrf ft7ESte*S. te-ÄRIft Aordera SU OrtufftchelfM«! 1««wr. law. UateaeeätüT He schdafte»«. peettweeteDe» ß«»»«-«* nnd Stevv'Decken f-Zch_ /'Bernhard»»rehmandei, tsrll* S Ich wiSlw SSaBftr. 71 I Untergrundbahn fln'tibtäd« Mlialc eeirtelauTti.««»«eydelfu. und W, MNe ishargee Mlaa% M« CraaKaastlz RctelbBaetbeuea««aiUß-metraGra. B,«MPa.•«•M.«ch W,■■uTlInwM*«aG B. Eine kluge Frau seht Ihrem Mann« einen guten Likör& oder«in Dl« dampfenden Punsch vor, üw War-w den st* sich mit den«hlen Reichel- I?S- Bwcazea im JSault je'.dsl angefertigt Ä23» RstS« 4 dat. Reichei-Aflenzen stnd der Siteodt der gleichen, echten Uzftpste, an» denen auch die teuersten Luptellklire be» steh««.- Die Selbstdereihmg mit «eltHel-Sfleujenisteine einfache Sache und dringt hohe Sriparnie. Vuiee SeUngen verdürgl die allderühmte Lichfderzmarbe. In Dregertea und Apolheken erhältlich, daselbst auch Dr.«eichef»»eteptdstchlein em'onst «der kostenfrei durch Otto Reichel, Berlia SO. 22, Elecohahaehraeaa 4. PtiMiswia- PerünenBlBtsl SSO.- motsraflotil 21- Vpllpiflsduaiital 35.- Krinuner- od istrodiuailitel SS.- BBselisduttsklädar 2I< Febr. SCAl-PlOSCH MANTEL *9," SOWEIT VORHAT DMnHeti lllw«ch. da» 2. Zebra ar. obeada Uhr. ta> JSatferresaal de» v daadahaas»». Cinienstr. 23 56 Branchenversammlung all« ia den EtseukanstruMous- betrieben bcfdhdftigten Sollegen. Laaeeordnung: u SeeNnngnahm« f unseren Lohn, uud Atbeil�ixdingunae». DtonchenaugelegenheUen. ch?ez» siTilnhenOO. zum»olleg« find verpsttchtet, ga«schew». «ch<«ngt AEH..xezU vaaaeratag. da» 3. Zedrnar. adead» « Ahe. in der NaltaradteUa-n da» vaTdaadea. CiaUast«. 182 fg«genstb«r dem Verden ddhaus«) Sewktllsom Motniig der vra»ch« der Fellev Hauer, der Brauche der schroadeodreh-r. -dreherinurn Automaten' in. «Aett« stnd dei den«e-wM-eneleute» Ww und int Zimmer U deo Sintenftr. 838».»u' see, via Oneeenealtoag. SehBlthelfl-fatzenho'er Braoerei-Aktienjesellschaft ■Haan an» 21. Aaguet 192«. Wtrtpapit funssn Ei Aktien Guthaben ..._______ Konzern- und Tochterge- scllsehaften Darlehen.. AuOerstind« V»l -4. 0-i SCHAFT; M034BBNSTK SfZm m a.�«»e«*fTj O-ROSS« FRANKifURTCftSTft. IlSen«• tmfamin, for SelllevsM 5« SchdaadaraArladena». zur Saßung mit Monlaa. dem 22. Zannae. adead» - Ahr. in dem..»»phien-SaieM- _____________ ftM______ .Tudeternplat« stnd bei der flnupKten« Srunrwaldftr.» und bei den Geschasts- stelle Derlm-Aritdenau erhältlich siriic vrkt:i»--TAsr»2aa»»AdA Dellin-Lchrnedera. den 28 Jan, Der Doritanb. chSchuldt, Does F.Senß, Januar 182? Schriftf »aphlenftz II Konferenz sämtlicher Setrieb Gräte der Metall- indnftrie. Tegeepzdnnng: Perichl von der eichepeizniofonlereni der Bettiederäte der Meiall nduslrie ae> A und 80 De«. 1896 Re MÖBEL AnstOh- fn gadleacner Arn rung wi» Herrt#., Speise und Seh efzimoitr. Küchen in allen Holzarten liefert HU» Hoden nu««eiriedozil«, die __ tgliedor de» Deutschen Metastaebeller veedandee, de« Zeniraloerdand»* der Angestellten. des»U'»6 und de» Deutschen Dertmeisteroerdandtt find, Mitgliedsbuch der w ihrag« kommenden yrgahnati.u sowie der Beizte borti«. auMPCt* legtlim-cren. billig Deutscher Beitaelfutsetbenh(Btslbe) <«-lhe) zu denkba» günstigen f»reisen auch au» Teilzah- ung ohhe Preiserhöhung solide und realle MSbel- Fabrik. Gest. Anfragen unter W2I an dla Hauptexpedition des .Vorwärts", Undenstraß« i Allgemeine Ortstranke«tass« für den StadtbezirtKöpen.ck. Der Pom Borftand und Ausschuß de« schlaffe us 13 Rachtrag tut Reifen- saßung ist oo« Oderoersicherunoaewt Berlin unter de« 92 Januet 19» genehmigt worden und treten die Be- iiimmungen mit dem heurigen Zug« i Nerlin-stSpenia, den 98 Seauer 1927. Der vorstend. vtto«ickel. Fr. Murcken, «orsttzendee. Schrut.Sbrer Einreibung M. 1�0 Uworitioilmn Lrstchev. KotdlrachaU. Metallbetten tÄS�WWLLSSUÄ Aktiva. ere" and Betelll- Aktlen von tum Kahll Um- Relchsraarlt 39 266 493,47 934 02328 521181321 Ibaum- bel Banken. . 13560003-- »rrtte 125» 798,» .«22I3V9A» . 2677 Vch29 . 4 692998�9 Paeelra. Reichsmerk . 38 5«» 000.- . J 000000,- 281214391 719--- vefonds huldverschriibongen... nifuiheken 1 268 895 82 NlChiebgebobene Dividende 31 337.16 Vohltahrtslouds u.-kes&en 1 244 778,19 Penilonsfonds...... 1 181 874|4} Einlegen der Kunden und Angestellten......»840 094�4 Kautionen.......«366674t Reichs- und Gemeinde- biertteuem...... 909 876,72 "teuer-ROckstand.... 1881715 ireditoren und Akzepte 3068577 Aufwtnungs-Ausgleich,, 2398 885. Reingewinn....... 8566 44428 _ gt�ste� Die Auszahlung der Dividende von 15% auf das Aktienkapital von Rnv 28 590 806,— Stammaktien für das Geschlftsjshr>92526 erfolgt In Berlin bei der Commars- und frhred batik A-O, Chsrloöen- s trabe 47. bei der Darmstldter n. Neflo- nalbank, Kommandhge- sellsehaf» auf Aktien, BehrenstraB« 6869: bei dar Deutschen Bank, BehrenstraBe 9 13 bei der Dresdner Bank, BahrensttaBe 35 39, der Mitteldeutschen bei ditbank, Burgttra8« 24. W. eicht In Mflr" in Berlin bei dem Bankhsuse Cr»- und deren Filialen SÄ»»- I dem San' daneben, An u6f ßttvJi- bei dem Bankhaus« E. 1 Meyer, VoSstraß« t& Berlin, den 23 Januar 1927. Schnltheiß-Patzenhofer Brauerei- Aktlengesellscbalt Dr. W. S o b e r n h e 1 m. Berliner illk-ltlO Nchukilla, w UhHU-IUII. StmhlrohrbetteB, w<.,«o. Zutf.-Mitr»4,» 8#,- 88, Paradiu-B*tten, w«., m. prim« Spraorfeda- Matratxe 59»*-oO#- 47,» ParadlM-Ueasiaff-Bettuit QualitiUware, w>o 7öt» m Kinder- Betten, in Holz and Metall 4«..»5.- 29,- 8«.. n Matmtzeo, R>. KailkifMD.. vod 85,- „ Uebanoatiatxaa, by,. b. Ersatz(fir Untabrttea.............."OB II,- ParadlM-KoSbaar-KopfklzMa.«.,»od 6,85 ParadlM-StappdackDO,—• BsuniwsU- ad WoltfüMan,. wm 9.76 Puadlu-Kt a°d*r-8UppdMk*a....»od 8,50 Wzsan-O— ckeD.....-—» LoIbdscScDn m. WollMItoBr »-• »D. 84.- Paraaiez-D«an®n"Dcck«.....»o» 34,- bunt aad D.D'zrbi,. sdH, woblfc1_ itels.-, Sofa- o. Fttlikluaa...... mb 1,41» BoHwSadia, Batik, and—"" WEhrend dlea.r Zelt bcsond.rs ztlnatijf. SJakaafz- Qaalitfitawana gelegenbalt ansarer ana. kann tan Nur noch bis S. fabruar i�nasiiesbeflleniabriK M.STElNERu.SOHN A:G Wege zum GlOdf gibt es nur in einem gemOlUdien Heim, in einer sdiOn elnfierlditeten Wohnung.— Audi ihre Sehnsudii noch bAuslidietn Glöck geht in Er- follunfl. wenn Sie den Aussiellungt- räumen der„D r i h«"-MöbelhBu»er, verlin X. Eisester Stresse 37 Brnnnenstresse 55 und Chausseesiresse 59 (Fabrikgebfiude) einen Besudi abstatten.— Herren-, Sdilaf-, Speisezimmer sowie Kflchen und Einzelmöbel jeder Art werden in den bekannten..D r i h a"-Qua- lltSten zu billlgsien Preisen abge geben. Zahlungserleiditerung und Individuelle Anpassung der Raten ist Selbstverständlichkeit. Zögern Sie nidit, und merken Sie sich den Sals: Wege zum Glück Mjimirmei Radio> Ii Anlagen ohne Anzahlung ÄV-Tt Ihr Eigentum Forrer la Umlipr. dier-Anlagen zu gQnstigsten BeclüiÄungen llefar« daa Fa>'---- RadiotYp, rel. tfoablt 6230(gegen Obei »■6■ LM 0&n V.1r? WmiS i WDUt, WOLLWAßEN, STRÜMPFE TRIROTAGE-N, HANDSCHUHE. ■ßNIGSta ECKE SPAN DAUEQ STR. DIETZ ANTIQUARIATS.WOCHEI die Gelegenheit zum billigen Erwerb wertvoller Bücher aus allen Gebieten) Buchhandlung und Antiquariat J. H. W. Dl LI 2 Nach f. (früher Buehhandlunff..VoxwZN»") SW 68, UtuUaatrafic Z „HOFFNUNG" Bekleidungs-Industrie G. m. b. H. BBULIW W 54, Brunnewstr. 188»»0 Elegante Herrenbekleidung fertig und nach Maß ErNKLSIlzl 6ale TcrorheltiinCl Solide Preise I lodeo-md Gamml-Hanlcl Windjacken fOr Damen und Herren oelmanicl und OcUadccii in großer Auswahl Winterpaletots Ulster und Joppen zu bedeutend herabgesetzten Preisen Herren-Artikels Oberhemden, Krawatten, Hüte Stöcke, Schirme usw. _„_,»u den billigsten Preisen Arbelter-Beruffskleiduna für jeden Beruf! ir �ebenlhnen diese Wocne Gelegenheit, lklta-m-tro!>cn. M- ItaUbctlm, Cbailclon»u«s. Woltcr. Star !»arberstrakl at«bn. Speiialaasdiäft�' ! Ohiu Sa,ablun88? nur Oronien >iu>b« U8. Keinerlei Beziehungen zur Zirma alelchcu Namens Dotsdamer- Ne! vertranensooll« Auskunft. Unter- suchun« lörztlich). Krau Erbmann.»öve> »i.doia.>r.„�,»r»v» Kröv» �nickerstrabe l5l. rechter Lorberau'ganq ckfüm«7tr-b.�'''' l r»«.«ich. Schlcstscher.«örlih.r Tandem». Groß« Frankfurterstraß« Ui»»»»»reiowerl. iitns Brunaenstrobe Ii Klaviermawe: Kaufgesuche Zahngedisti Silbertochen Zinn. Blei Quecksilber Goibichmei,» Shristiona» Kövenickirstrob» 39 iAbaId»c»strob«>' Babnhok. Erfolge»! Ueber ülber. Zinn. fobrizi«, und nach Ehristionat»i -f«f. Neu« Quglt- l ieuffelstrabel. Plan» de» 150 000 Znsirumanl«. allen Weltteilen geliefert tätsvianos von»05,— an. Beguem«. Teilzahlung. Europa, aröbt. Piano.! Arten Ä3&%?f-6» RimmC& Zahluna-crl<»t«',ng, Anostellung In Zahna bifi«. Edelmefgllbruch Queck- u. Biet. Silberschmelze Sövenickerstrabe 20»(Man- Wäsche»ach Gewicht. Laibtrocken»u rllck per Psunb nur 20 Pfg.. trockai zurück nur 23 Psa. �»mpswäscherei --~"futne 10 Staern. MSbellvcichgr Lenucrt Lslh- ringe» strabe 55. am Ro le n thal«plag.' Metall bette» mit Auf ao«n 21— Schlaschaisolonnue» 22—-. Chaifelongue- decken 6,— Wandbcbänge 3,— Pa- tentmatralien 9___ PoMrravslagen. Wochenobipihkung 3,—> Göhr. Pippel- alle« 12: Pankow, Schmibtstraße 1.* Met« Hielte» mit Auslage» 21,— Göhr. Papvelalle« 12: Pankow. Schmidt. strabe 1. Speisezimmer 3Ä!—. Klubkoso, 85.—. Zahiunaserleichteruua. Kamerltna. Sa- stonienallc« 56.* Gelegenheit! Kleiderschrank 18,—. Bertiko 15,-, Waschtoilette U,— Rub- bäum-Schreibtisch 25.-. Küchen 24,—. Plüschsofa 15.—. Möbelhau» Gottlieb. Rüaenerstrabe dreizehn._____* Rosticn. Kostanicnollee 57. schlaf. zimmer 180, komplett 575. Herrenzimmer ÄlO. tomplett 490.____________• Rostion. Sastanienallce 57. Spelle- zimmer. schwer« Ausführung, komplett 525.' Gedleaene Möbel, merk' den Lag baut Gleis«. Aleranbervlah. Aleranber- strab« 42. 400 preiswerte Zimmereinrich- tunacn. illustrierten Prachtfatalsa 33 fostenlo»________ Teppich-Schräger, Anvalidenstrabe 141. verkauft fegt zu staun-'ild bMiaen Prei- sen: Teppiche, Läuferstoffe, Tischdecken, Diwand-cken, Gardiuen, Store», Stepp- decken, Daunendecken. Langfristige Zah- lunaserleichterungl Garantiert Kassa- preisel US.«l« Eta««. und Leip- Unterricht P.»»«.Klllgel. neu V�MbrM 50R' ta"8ÄM T°!!n.-oi.i ab« iK�lin KUntchSiefd. 50.- monatlich,.verkauft Planob-u» unterrich,. Eintritt iederzeit.' D-tektivinre»» Etvichel. Edaustee- strabe 77 Fernfvrecher Rordeo 7886. Beobachwnaeii. Srmilteluna«» Auo» fünfte allerorts._* . Merkur". Frankfur dreas 2820. Allee 307. An- TansGumzÜge, eingsrei. fstßrt prompt mtb sochgemöb aus Ltiidnor, Mariannen- straße 32. Moristplatz 6122� .Harmontesänger." Humoristen, m». dorn, Schlager, Satira, Zahn, Rübers- borferstraße 48.* Ocldwerfeehr Kön>gg:äg«strabe 81. vhne Anzahlung. Pianos in großer Auswahl, neue und gebraucht«, mit Herr- li-der Drnilllle. Longfährig« Garantie- schein, ll-ln« Ratenzahlung. Sem. Bruiinenstrobe 191, 1 T'.eppe. am Rose-i. tho'orplai. �_* Sprechmaschinr», vollständig««äusch- loser Sana, in allen Preislagen. Kosfr> Aovarat 17 Mark. Houben.Sprechm'schi- INN 22 Mark. Schrankapparat« 68 Mark, bi« zu den elegantesten Ausführungen preiswert. Schul» u. Gundlach, K«lin Münzstrabe 18.___' Bandonion». lÖ4te>lsg. 95 Mark: Wiener Akkorbien 8�,0 Mark, 2 Reihen best« 14 Mark: deutsche Akkorbien 4 Mark an. Biolinen. Monbolinen. Lauten, Siiar- ren 2000 Stück auf Lager, in allen Preislagen. Schul» u. Gundlach Der- Iiz>. Münzstrabe 18. Technisch« Privatschule Dr. Berner.! Pfandleihe. KS.bNbeleihuna. Sana« Rsaierunas-Baumeister. Berlin. Reau? Moritvlo» Aschinaerbau»' derfiroba 3. Maschinenbau. Elektro»ech-� nik. Lock, bau. Abenblehrgänae. Tage»- lehrgäna«._' Stenographie. Maschinenschreiben Dtttatübunaan. Debatlenschrifl. fremd. lorachlich« Stenographie. Kotrospondenz. Rechnen. Buchftihrun», Deutsch. Fremd- sprachen, schnellsördernd« Einzeluat«. richt. Besonder« Abendlehrgän« für Erwachsene. Rackow» kavsmöni�sch« Privatschul«. B. u. vr. A. RaWw. Wilhelmstrab« 49 snah« Leivziaerslrabei Tauenhienstrob« 1. Airrand nolab 50.* Vermietungen Mielgesuclie Für das deninSch« fertig werdende Voihsnniu in flolp 1. komm wird ein er.ahrentr Oeschaiif- führer* sucht. Antritt spätestens am 15. Mai 1927. Ausführliche Bewerbungen mit Oehaltsarsprücher und Referenien sind bis rurn 10. Februar d. I. zu richten an den Betirkssekretär des ADOB. A. labe«, Steiim, Bretsesr. 3, iL Zaschnelderin Abnelunenn absolut dronche kundig in ch e n bei gute« Gehalt zum lolortigen Gwlltll Soldis& Bing Schirmfabrik StiimMstrafte Sa. Pughetst Prtvaifchul« für Damen- »u». Thea Simon, oeeehelichte Baruch Mortgrasenstrabe 18. Freiprosveit.' «rantpaar sucht ab' freie Stube und Küche Max Horn, Wriezen« nbslo» defchlag- i wecks Heirat. « 23. F'öbel-QbrrNn-Institut Privat-Lau». haltunasfchule. Inhaber s. Pollak Rietviano», fellweif, K-ufanr-chnuna A'riin. Dilhelmstrobe lg. PMe Au». Frilz-b'iw-. Bahrt, s-uvtstr-b» 1 Eck,»'l�ung IN allen h-uswirifchastlichen SrunewalbNrabe.» Kachern Schneidrri,. Kochen� usw. Ein- Piano». Harmonium«! Teilzahlung. Scheren Ehausteesträbe 105.* Rennzig Prinzenstraß«. Piano, 5S0�-. Garantirschein. Teilzahlung. Se. brauchf»._" Privatim mein Heer! piano footil Kailer-F mannplaß. tritt an iebem Ersten de« Monats. Motetanzfchule, Uhland 2608. KinovorfSheer-Äusdildung. Friedrich« strebe einundzwanzig. Verschiecienes 10 055 Reklemrnett-l 3�.. Buchdrucke. tei Sdnnib, Romintenerstraste 20. Arbeitsmarkt Stellengesuche Hanomäbch-n. Suche für mein« 2 och. ter, welche April Schule verläßt, StrI. luna im Laushalt. Neumann, Schön- iseralle« 74. Stellenensehvle »uL diuite ksindersekstrren und Spielbosen in bester Ausführung ▼erlangen Sdiflrzciifabrthen Ä.G. HOpenldier Strafte 116. lüqeigee»elfter, mit alle» in» Fad Ichtogenden Arbeiirn vertraut, am l.Avr» gesucht. Genaue Anga' e disber. Tätigfe-I u'w. unt. 8. 31 an den Borwäri« erdeten. Klridrrarbeiterinuen d-e flott liefern fännen. finden Dauev- ardeft Prob« und Red enduch vorlegen bei Adolf Wlitköw»lcl, S'itnNraß» 8. Der heuti rn Stadtaustage l egt ein Proipeft der Firma»«erm»vn riete '' 1.„««Iß»«, bei betreff.----„--- unsere Leser besonder» worauf wir «an. hrnttge» Beiloge iung her Firme Einem T«tl Unserer. liegt ein« Kinder, eltong ckorgen» 4t Frtnren. O. m. b. H., Goch, welche die Firma gratis bei» Stakavf ihrer» argarln«, oma abgibt, bei. Wir orrwetse» htrrdnrch unser« Leier besonder» derans bfn. SplHelmarkt Ed,. Vallumt» AJa*mndmrpimta imA, Ajdiingw w Erl» dr Ich- Str. 103» Ed,. Uipti/m Straß» Lalprlgat Str. tIS Ed,. Mauawtrafl» Unk- Str. I Ed,, faudamm Straß» N SehOnhauaar Allan 91 am Bahahof Nardriag Erledrlch'Str. IOS Ed,. Ziq.tdraß» Invalldan-Str. IS4 Edt. Branamutroßa Inaalldan- Str. 117 am Slddau Bahakaf Cltautaaa-Slr. 79 aaU UUlantmß» Erankfurtar Alle» 14 amka Tut» 12*40 Für die Jagd und für die Reise das Ruhnke- Prismen- Binokel lO 0\o Rabatt gehtn wir während der Dauer dar 6iBm Woche nm 29. Jn.- 6. febr. 27 auf Reise-, Jagd- und SgortgiSiar, Unsere Televist- und 6ral-0/äser werden In eigener Fabrik bei Rathenow hergestellt Wh zeigen die. selben gerne ohne jeaen Kautzwang und laden freundlichst zur Besichtigung ein, Lesen Sie diese unverlangte Anerkennung! Tongerhätta, 10. h. 23. Dar geehrten Firma Rnhnie teile ich w gehend mtt, daß da. 12* Teitvnt Giae gtOrkildi angekommen let. Et übert'ifft alt» knmrtnngen, dt» ich vorher hatte, Et let kte-n and zierthh, klar in der Ootth, tchai/ vergrößernd, Uchiheh. diso oolUcommcn. Ich werde dietaa tTachtttSck ßbaratl s ifen. hetondtn beim Eärttef aduafien, wo ich T tilaehmer bin. HoeftoehtangrooO Fr. Andere, MiffeltrhaUehrar. Optiker Ruhnke' s Televist dm» voncOgiichm Prfmvn- Binokel für Sport und RmUe 6 � 2S•••••»•••••• nur M- 73m'mmm S � 2b•••••••••••• gg g» Ö 5.—- 10* S7•••••••••••• m gg fdOe"** Optiker Ruhnke9 9 Gral baaondan laienta» und handllcaas Sportglaa 180. Noctovlst antat nauat, baaooaaia uehtttarkaa Jegdgtas für die Macht 6* 32............ mir...ISO.- 7 n dö............ M w 140.* r/t* Vergrößerung... nur M. 70.- d1/,* Vergrößerung... mm 75,- DaiOmetir in allen Shla't-n. Icunitmall. aa,.ehten Hähern, van M 8.- an. Theimometer Ißr nm w und Feiuter van M. 0.75 an. Sind's die Augen, geh' zu Ruhnke! sw 7 riadrieh Sit. 904 EOk. H—I.mann.trofi. ealla-AUianca-Str, 4 SO Ormnfon-Stt 44 gwMorU�-m. OrwnfawpfaO Cbarl9tlittbar§: TauantMlan-Str. IS t» Sfa�artara Rarkaad Joachlmsthalar Str. 9 mtU*9 Bahnhof Zoo JfeaMito: 9»rg- Sil 4 Sek, ZlMmmtraß» fr/enan: Rhein, Str. 14 ScMncbttg: Hau ol-Str. 9t WUmetsßorf: Bat Unat Str. ISM-ISS aah. UMamUtraß, Nr. SS■> 44,7öf>r0Oftg 4. öellage öes vorwärts Sonntag, ZS. Januar 1�27 Msstellung /,Hrüne Woche" Es ist tatsächlich eine grüne Ausstellung, die sich zurzeit in den drei großen Hallen am Kaiserdamm breitmacht. Wenn auch die ?arb« nicht in icdem Teil der Ausstellung'unbedingt vorherrscht, so unterlegt man sie doch in der Phantasie jedem der Ding«, die hier .zur Schau gestellt werden. Mit Acker, Wiese. Wald, Feld und Garten hat alles zu tun. was man hier zu sehen kriegt. Im Vordergrund stehen natürlich die Mittel, die heute von der Großlandwlrtschaft zur zweckmäßigen Bestellung des Landes, zur ökonomischen Aus- Nutzung der vorhandenen Maschinenkräfte als unbedingt erforderlich gehalten werden. Aber auch die Kleingärtnerei, die Kleintierzucht und jene Nützlichkeiten, die die Menschen der Großstadt auf kleinem Land und geringwertigem Boden in Stunden der Freizeit hervor- bringen, sind in guter Auswahl zu sehen. Die Art und Zu- sammenstellung der Objekte erscheint nach ernem ersten Rundgang dem Zweck entsprechend, zuweilen sogar sehr stark auf das Lehrhafte gerichtet. Neue Zlukohalle. In der e r st e n H a l l e, der Reuen Äutohalle, ist die Land- Wirtschaft, die ländliche Hauswirtschaft und die Ausstellung der Geflügelzuchtgeräre untergebracht. Beim Detreten dieser Halle fällt zuerst" der große Stand der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft auf, der übersichtlich die Bedeutung dieser Organisation mit ihren Unter- abteilungcn, wie Saatstelle, Dünger st elle, Geräte- st e l l e, Baustelle u. a. zeigt. Rechts und links davon liegt der Stand des Reichslandbundes und der Landwirtschafts- kammer für die Provinz Brandenburg und für Berlin, auf denen vor allem die Bedeutung der Viehzucht, Schäd« lingsbekämvfung, Milchkontrolle usw. gezeigt wird. Die nächsten Stände werden eingenommen von dem Saatenmarkt der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft und der Gesellschaft zur Förderung beut- scher Pflanzenzucht, die die maßgebenden Saatzüchter Deutsch- lands zusammenfaßt. Der Märkische Berband landwirtschaftlicher Haussrauenvereine zeigt in Musterräumlichkerlen, wie die Hausfrau auf dem Lande-bre Küchen, Waschküchen und überhaupt die Wirt- schaftsräume prattisck, und auch wirtlich wirtschaftlich einrichten kann Das Märkische Elektrizitätswerk zeigt auf einem großen Stand die Bedeutung der Elektrizität nicht nur im Hause, sondern auch aus dem ländlichen Hofe. Der Klub deutscher Geflügelzüchter ieigt der Hausfrau und dem Geflügelzüchter mustergültige nlagen von Geflügelstallungen und Aufzuchthäusern. Das zwischen de: Halle I und der Funkhalle gelegene Freigelände ist voll durch die verschiedensten Industrien belegt, die auch bei der Winter- Witterung ihre Ausstellungsobjekte im Freien zeigen können. In der Auukhalle präsentiert sich zunächst die Abteilung Gartenbau, in der der Reichsverband des deutschen Gartenbaues die Erzeugung, Pflege, Verpackung und richtige Versendung des Obstes und Gemüses zeigt. Der Provinzialoerband im Reichsverband de? Kleingartenoereine zeigt die Bideutung des Gartenbaues gerade für unsere Großstädte und die Wichtigkeit der Pflege des Kleingartens für die städtische Bevölkerung. Neben der Imkerei fehlt auch der Seidenbau nicht, der auf einem besonderen Stande die Gewinnung der Seide aus den Kokons der Seidenraupe zeigt.— In der Abteilung Forst- Wirtschaft zeigt in einer besonders großartigen wissen schaftllchen Ausstellung die Forstliche Hochschule Eberswolbe dem Waldbesitzer die wissenschaftlichen Erfahrungen aus dem Gebiete der Woldwirt- schoft. Insbesondere ist auch der Gedanke der forstlichen Saat- gutonerkennüng durch den Hauptausschuß für forstlich« Soot- gutanerkennung vertreten. Die Gewinnung des Kiefernsamens ist auf einem Stande der Fachabteilung für Forstwirtschaft der Preu- ßtjchen Hauptlandwirtschaftskammer zu sehen. Reben der Forstwirtschaft liegt die Fischerei, in welcher Abteilung die Landes anstalt für Fischerei in Frisdrichsbogen die sachgemäße Fischzucht und empfehlenswerte Fischfanggeräte zeigt. Der Deutsch? Fischerei- und Seesischereiocrein weist an Hand non statistischem Material mit die Bedeutung der deutschen Binnenfischerei, der deutschen See- und Hochseefischerei und die Wichtigkeit dieser billigen Nahrung gerade für die Landbevölkerung hin. Die ebenfalls in der Funkhall« unter. gebrachte I a g d t r o p h ä e n a u s ft e l l u n g ist in diesem Jahre mit Jagdtrophaen nicht nur vom Inland«, sondern auch von d emschen Jägern iin Auslande außerordentlich reich beschickt. Auch die Pelztierzucht ist durch den Reichsverband der Pelztierzüchter auf einem Stande mit Modellen und Musteranlagen vertreten. In der Alten Aulohalle stellung des Brondenburgischen Provinzialoerbandes für Kaninchenzucht. Vom S. bis 6. Februar findet eine Rassehundeschau für Hunde aller Rassen statt. * Die Forstabteilung der Landwirtschafts- k a m m e r für die Provinz Brandenburg und Berlin veranstaltet am Montag, den ZI. Januar, und Donnerstag, den S. Februar, 10 Uhr vormittags, am Waldgelände am Bahnhof Grunewald �Restaurant Filmschloß! eine Vorführung fortwirtsckiastlicher Geräte. Fischessen für 4000. Lei der Eröffnungsfeier der„Grünen Woche" teilte Oberbürger- mcister Bötz mit, daß tue Stadt Berlin in- der kommenden Woche täglich je zweitausend e-rwerbslose Familien, und zwar jewalls den Mann und die Frau, mit Fischen bewirten werde, um auf diese Weise wirksam Propaganda für den Fisch- konsum zu machen. Im übrige» würde unter Führung des Reichs eine umfassende Organisation zur Hebung des Fischverbrauchs und zur Förderung der Fischzucht ins Leben gerufen werden, an deren Spitze Staatssekretär Hagedorn stehen soll. Für Herren: Chromlack- Herren- Schnürschuhe elegante Form. Goock. gedoppelt....... Chromlack- Herren-- Schnürschuhe eieg. spitze Form. ap. Modell, Good. gedoppelt Chromlack- Herren- Schnürstiefel Cherreau- Einsatz, mod. Form, Good. gedopp. Lack- Schnürschuhe sehr gute Verarbeitung. Original Good.- Well.................... 1250 14» 16" 16 50 Für Kinder: Lack-Einspangen« schuhe Grösse 25/2« 5,90, 23/24 4,90, 20-22 4,25..... 18-20 Lack'Einspangen-- schuhe Grösse 51-94 7,50, 27-30 Lack' Einspangen« SChuhC tflr Backfische, Grösse 35-38 LackbcsaiZ' Schnür« Stiefel mit beige Einsatz. Grösse 20-22 Lack- Einspangen SChuhC mit reizendem Durchbruch aul Blatt. Lack-EInspangcn- SCfauhCm.blondlmit. Bdedise-Dord.meuest. Form,Komte55-Absatz Für Damen: 9 10 90 Ladeschuhe mii Sieg aus heller ImlL Eidechse, mod. Form. Komi esa- Absatz.... Ladt' Schnür' SCfallhe sehrfesches Modell.eleganteFonn, sdildter Absatz..... 90 12" größte Sehuh-SpezUdhaud müder JSerUnd! Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Der Irrenhäusler als �eiratsstbwmöler. Eine Warnung für heiratsluftige Witwe». Der tZjährige Hufsisen fing die Lache auf ganz schlaue Weis« an. Da er früher Koch auf einem Dampfer der Hainburg-Awerika-Lini« gewesen war, kannte er die Derhiiltnisfe verschiedener Leute, die in Amerika Verwandte hatten; in anderen Fällen forschte er die Nach- barn aus. Dann erschien er bei den Witwen und überbrachte ihnen schöne Grüße von der Cousine Emmy oder von dem Cousin Franz. Er konnte auch verschiedenes über sie erzählen und wußte auch, daß die Witwen sich wieder zu oerheiraten beabstchtiqten. „Natürlich" war er ein vermögender Mann: die Eltern hatten ihm«in Hotel in einem Badeort hinterlassen; auch bezog er noch fein Gehalt als Koch. Nur momentan war er ohne Geld. Er mußte aber welches haben, um als Deutfch-Ameriianer für die Heirat ein Attest zu erhallen. Man führt« ihn bei Bekannten und Verwandten ein, ging mit ihm zusammen aus, mit einem Wort: die Heirat war eine ausgemachte Sache. Als er dann eine Zeit hindurch, ein bis drei Wochen, Kost und Logis umsonst genossen hatte, verschwand er regelmäßig mit einer entsprechenden Summe. Als ein« von den drei von ihm so schnöde hineingelegten Frauen ihn eines Tages mit einer anderen sah, ließ sie ihn verhaften. So erschien er gestern vor dem Amtsgericht SchLneberg- Man hätte einen schmucken Burschen erwartet, einen Schwerenöter und Don Juan. West entfernt! Ein lLjähriger. mit dem Gesicht eines ZZjährigen, stotternd und zitternd, verantwortete sich eine menschliche Ruine. Sein Polizeiregister zeigt 18 Vorstrafen, wegen Diebstahl, Betrug, Unterschlagung usw. Nach Berlin zu den Witwen kam er direkt aus der Irrenanstalt: er war nachts durch das Fenster entsprungen. Das letztemal stellte der Arzt bei ihm im Jahre 1025 Rückenmarksschwindsucht und einen epileptischen Dämmer» zustand fest. Er benimmt sich vor Gericht äußerst aufgeregt und ver- langt, daß man ihn erneut psychiatrisch begutachte und als gemein» gefährlichen Geisteskranken erkläre. Das Gericht lehnt aber den Dar- tagungsantrag des Offizialverteidigers ab. Der Angeklagte habe wohl gewußt, was er tat So wurde er zu anderthalb Jahren Gefängnis ver urleilt. Und wenn er herauskommt, fällt ihm wieder so manche leichtgläubig« und heiratslustige Witwe zum Opfer. Daß die Frauen ohne weiteres einen wildfremden Menschen bei sich behalten, schelnt doch unbegreiflich!_ Adolf Engelmonu gestorben. Am 27. Januar verstarb im Alter von 4 7 Jahren nach mehrmonatigem Krankenlager das Mitglied des Aufsichtsrats der Konsumgenossenschaft Berlin Adolf Cngellnann. Der Verstorbene, ein langjähriges Mstglied der Soziald emo k rati scheu Partei, hat sowohl in der Partei wie auch als Derwaltungsmitglied der Berliner Konsumgenossenschaft mst großem Eifer sich für die Aufgaben und Ziele der Arbeiterbewegung eingesetzt. Die Emäsche- rung findet am Montag, den 31. Januar, vormittags 10 Uhr, im Krematorium Cerichtstraße statt. Sladlral o. D. Genosse Max Seckelsohn. ein langjähriger Partei- genösse, ist am Frestag im Alter von S1 Jahren plotzllch verstorben. Berests vor 30 Jahren war Genosse Seckelsohn in der damals gegründeten Freien Vereinigung der Kaufleute, der ersten kauf. mänwschen Gewerkschaft, tätig. Seckelsohn, zuletzt Inhaber des Hermes-Film, war in seinem Wohnviertel in Moabst durch seine große weugehsnde Hilfsbereitschaft und Menschenfreundlichkeit »ekamit. Freie Welkliche Schulgemelnde Tempekhof-Marlendorf. Montag abend MS Uhr in Graßls Gesellschaftshaus, Mariendorf, Chausses- straße 303. öffentlich« Versammlung. Tagesordnung:„Warum brauchen mir im 13. Bezirk eine wellliche Schule? Referent: Oberstudiendirektor Karsen. Eine Konferenz von Radio-Sachverständigen. In Brüste! tagt zurzeit eine Konferenz europäischer Sachverständiger für drahtlose Telephonie, an der auch russische Ingenieure teilnehmen. Die Kon. fcrenz beschäftigt sich mit der Lage der europäischen Funkstationen, die mst langen Wellen arbesten, um eine methodische Berteilung der Wellen vorzubereiten. «Kelchswehr iftid Republik." Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den I.Februar, abends 8 Uhr. Kammersäle, Teltower Straße. Vorsitz: Prof. P. Oestreich. Redner: Die Abgeordneten F l e i ß n« r und Künstler, Polizeioberst Lange und Otto Lshmann-Rußbüldt. Mitglieder der Gewerkschaften und der SPD. 20 Pf. Eintritt. Die Vereinigung Deutscher Reisebnreaus E. 0. hält vom 3. bis 6. Februar in Berlin im Fsstsaal der Industrie, und Handels- kammer, Berlin NW 7. Dorotheenstr. 8, ihre 7. Hauptversomm- lung ab. Senator Vr. ZUebiaaet-Prag spricht Dienstag, den 1. Februar,>/,9 Uhr abend« im ReichSivirtlckmstSratSiaal. Bclleouestrahe, über die politische Lage im licheckoilowakischen Staate und die Politik der Minderbeiten beim Völker- bände. Zu diesem Bortrag der Deutschen Liga für Völkerbund sind Gäste w i l! I o in vi e n. Stadtrat Gen. Bernhard Bruns bittet miS nm Veröffentlichung folgender Zeilen: ,Zn meinem SS. Geburtstage find mir don bejrcundeten Partei. enoffen zahlreiche Elöckwünfche zugegangen. Allen Areundeti sage ich dafür erzlichen Dank, den ich bitte, hiermit abstatten zu dürfen.' Zlrbeiter.Kvlwr.Sarlell Geofc-Berlin. Am Sonntag, den 27. Februar, nachmittags S«/. Uhr, im großen Saal der Philharmonie, Bernburger Straß«, drittes Ardeiter-Sinfonietonzert. Zur Auf- jührunz gelangen Werke von llderubwi, Arnold Schönberg, Franz Schubert. Preis der Karte t.bü Mark Karten find zu haben im OrtS- auSschuß des ADGB., Engeluser S4.2S. in den Bureaus der Verbände. Zentralverband der Angestellten, Belle-Alliancc- Straße 7-10. Verband der grapltischen Hilfsarbeiter, Nitterstr. 1, Zigarrengeschäft Harsch. Engeluser 24--2ö. Tabalveltrieb GFG.. Jnsetstroßc 6. Buchhandlung Vorwärts, Lindenslraße 2. bei den BiidungSobleuten der Kreile und Abteilungen, in den Vorwärts» speditionen.— Wir bitten die BlldungSobleute und die Funk» ti o n S r e.umgehend die noch ausstehenden K a r t e n für Feierstunde, Konzerte, JabreSwendleler usw. abzurechnen. Wir brauche» die Ab» rechnungen außerordentlich dringend für unsere» Jahresabschluß. vi« Arbeil der GUmtbeirake. So heißt der KuriuS, den die Arbeiter- b i I d u ii g S s ch u l e sllr die Elternbeiräte eingerichtet hat. Er soll die Ge- noffen und Aenosfinnen mit allem für ihre Tätigkeit Notwendigen vertraut machen. In der nächsten Zeit werden stärkere schulpolitische Kämpse sReichsichulgesetzl) zu erwarten sein. Vertrautheit mit allen Fragen ist d>« unerläßliche Borbedingung. Die Arbeit der ersten SursuSabend« wird zunächst besonders dies« brennenden Fragen zur Grundlage nehmen. Der Kursus»miaßt« Abende. Er wird al« Arbeitsgemeinschaft vom Genoffen Richard Schröter geleitet. Hörgebühr t M., Erwerbslose frei. Beginn: Dienstag, den t. Februar. Der KurlilS findot jeden Dienstag abend von S— Sst, Uhr in der Sophienschule, Wetnmeisterltraße IS/17(nähe Alexanderplatz und Bahnhof Börse) statt. Anmeldungen dort. sonatsz;, 30. Janaar: Vdrm. 9: dtarxentei«. II-»: Platzmasik<3es Adolf-Beoker-Orcbesters. mO: M» und Paul. Nachm. J.IOi DI« Stunde der Lebenden: Masikvorträge. 2JO: Die Brlelmirke der Kriegs- nnd Nacbkriegszeit(v. Rodolpbi). 3: Di« Kslkfrage anter Berhcksicbtigang der Bouensänre' Eck!). 3J0: Der Fank- faeinzelmann er zäh lt. 4: Ein Tag im Filmatelier(Dr. Rosenteld). 4-30—0: Kapelle Gebrüder Stelner. 6.40: Der Sternenhlmtne' im Monat Februar(Prof. Dr. Marease). 7.05: Die vierte deutsche Jagdaussteilnng Und ihre Bedeutung für die Hege(Ti. Held). 7J0: Die gesciichtüche Entwicklung des Presse. wesens(Eckhardt). S: Vom Biedermeier rum Charieston(Hochstetter). 8-30: Populäres Orchester-Konzert. 10.30—12.30: Tanzmusik(Orchester Et 16). Montag. 31. Janaar: Nachm. 3J0; DI« Praa im Handwerk(Mtrg. Weinberg). 4-30:.Jocaflian." Novelle v. Georg Heyra, 5— 6: Konzert. 6.13: Technische Wochenplauderei (Boehmer). 6.40: Van Gogh and Gauguin(Dr. Kuhn). 7-05: Mit Faltboot und Schlitten(Dr. Grotewahl)- 7.30: Der Kampf um die moderne Kunst(Prot. Dr. WaetzoldÖ. 8J0: Sendespiel;..Danton« Tod." Drama In drei Akten von Georg Büchner. 10.30—13.30: Tanzmusik(Kapelle Kerrabach). Dienstag. 1. Februar: Nachm. 12.30: Die Viertelstunde tflr den Landwirt 4: Die Anfinge des Theaters In Barlia(E- Arnhold). 4-30—6: EttA-Kammez-Orchester. 6.15: Stunde mit Büchern. 7.0S: Ich und mein Kontokorrent(H. Papst). 730: Das neue Drama des Auslandes(Zaiek). 755: Das Altertum(Prof. Dr. Wegener). 850: Das Lied: Ridiard Strauß. 9: Bunte Stunde. Mittwoch. 2. Februar: Nachm. 150—2; Glockenspiel der Parodüalkirehe. 350: DI« Frau von morgen(Marg. Caemmerer). 450—6: Berliner Funkkapello. 650: Uebertragung ans der Städtischen Oper, Charlotteobnrg:„Die Meistersinger von Nürnberg." Von Richard Wagner. Anschließend; Tanzmusik(Robart Otdeo). Donnerstag, 3. Februar: Nachm. 1250: Dia Viertelstunde Rr den Laadwirt, 4: Im OroBfletzeag nach Peking(Dr. Knauß). 450—6; KapelJ« Gebrüder Steiner. 6.15: Das moderne Auto und seine Beurteilung(Doerschlag). 6.40; Dia Stellung des Werkmeisters im Wirtsckaltsieben(Buschmann). 758: Spanisch. S: Uebertragung aus dem Plenarsaal des Harrenhanse«; Oesterreichlseher Novellisten. w Abend: Raoul Asernheimer. 9s 200 Jahre Orcbestennusflc. 1050—1250: Tanz- mnsik(Kapelle Kermbach). Freitag, 4. Februar: Nachm, 350; Oute Manier ea beim Essen, Servieren und Tischdecken (Selma Jaffd). 4: Reiseein drücke ans der modernen Türkei(Dr. Zur. Engel). 4 30: Eine Wintenelse durch die deutsche Dichtung. 6—6: Kammermusik. 6.15: Die Nase als Wichter(Dr. Zehden). 6.40; Wintergrßne Gärten(Schneidert. 750: Soziale Probleme der Völkerkunde(Prof. Dr. Preuß). 8: Spinozas Lehre(Dr. Framer). 850: Vortrag. 9: Konzert aus Anlaß der„Grünen Woche". 1050—1250: Tanzmusik. Sonnabend, S. Februar: Nachm. 1250: Die Viertelstunde für den Landwirt. 4: Die Lüge in der Gesellschaft(Dr. Olga Stieglitz). 450—6: Ettd-Kam in er-Or ehester. 7.05: Die feste Erdobertllche(Dr. Heyde). 750: Die Relativität der Bewegung(D:. Reichenbach). 8.10: Sendespiel:„Die Mädels von Davos." Operette von H. A. Bühiet und Theo Haiton. Musik von Martin KsopL 1050—1250: Tanzmusik(Kapelle Kennbach). Königswusterhaascn. Sonntag, 30. Januar: Uebertraguaged aus Bettta. Montag, 31. Januar: Nachm. 250-8: Mehr Müch. FrL vr. Wal«. 350—4: Die für das gesamte Gebiet des Deutschen Seiches aeaerrlchZetea Jugendämter and Ihre (Hb wärwelechnlsch« Äntfn» fflt Architekten nnd Banfflbnr wird von der ArSeitSaemetnschaft für BrennftofsersparniS im Februar nnd Marz lSZ? in den Räumen der StaatL B-ugewertdschuIo w Reukölln. Lemcstr. 88/39 veravstaltat. Die Vorträge finden jeden Montag und Donnerstag abend von 7— S llbr statt und umfassen 7 bis S Dopvel- stunden sowie eme Führung durch die wärmetechntsche Abteilmtg d«S Ver- kebrS- und BaumuseumS. Der Kursus beginnt mit dem S. Februar. Teil- nebmerkarten können gegen eine Gebühr van 7 28. von der GelchästS stelle der ArbeUsgemeinichaft, Berlin WS. Leipziger Str. S. Zimmer 205 oder am ersten Vortragsabend in der StaatL BaugewerkSschul« bezogen werden. von klopf ZA Jnfj heißt eine Modenschau, die am Montag, den 31. Januar, abend« 8 Uhr, im ZentraUnstitnt sür Erziehung und Unterricht, Potsdamer Str. ISO(nahe der Potsdamer Brücke) stattfindet. Die Modenschau unternimmt den Dersuch. zu zeigen, wie wir mit unserem Einkommen auskommen und doch uns modern, schön, gesund kleiden! Der Eintritt kostet 3 0 Pfennig. Für Arbeitslose und Jugendliche stehen an der Kasse Freikarten zur Verfügung. Arelrcligiöse(gemeinde. Sonntag vorm. 11 Mr. Pappelallee 15, Vortrag de» Herrn A. Hatndt: Christus im Licht« moderner Forschung. Har- monium: Wotans Abschied aus»Die Walküre'(Wagner). Gäste will- kommen. Für die wellllche und cebensgemewschaflsschute. Werbeversannnlnng der freien Schulgemeind« Oberschöneweide DIenStag, 1. Februar, 7'i. Uhr, spricht Oberftudiendirektor Dr. Fritz Karlen in Imberg«(Se- sellsch»slShcm«. Oberschöneweide. Wilhelmtnenhosstr. St, in einer öffentlichen Elter. wersammlung über das Thema:»In welche Schul« schicke ich«eine iunoer 1* Die CUer» find hierzu herzlichst eingeladeu. Berichtig«»«. Da« Spiel Lichtenberg! gegen ASkauia findet nickst in FrirdrichSlelde, Treptaw-Allee statt, sondern aus dem De« meindespottplatz in der Lückstraße in Lichtenberg. 14 00» Grippekranke in Stettin. Stettin, 29. Januar.(WTB.) Nach einer Staüssik des Vereins Stettiner Aerzte waren bis �um 27. Januar in Stettin rund 14 00 0 Grippeerkrankte in ärztlicher Behandlung. Dazu dürften noch viele Fälle kommen, die sich der ärztlichen Kontrolle entziehen. Don den in ärztlicher Behandlung befindlichen Fällen, die die Statistik er- faßte, waren nur etwa 600 als schwer anzusprechen. Todesfälle sind verhältnismäßig fetten. Die Epidemie scheint gegenwärtig im Ab- flauen begrissen zu sein. 20 Orkanopfer in England. London. 2S. Januar.(TU.) Die Zahl der durch den gestrigen über England niedergegangenen Orkan umgekommenen Per- fönen ist heute aus zwanzig gestiegen. Glasgow hat allein elf Tote zu beklagen.' Fünf russische Sittlichkeitsverbrecher erschossen. Riga, 20. Januar.(TU.) Wie aus Leningrad gemeldet wird. sind die fünf Arbeitslosen, die wegen Dergewalti» gunz eines Mädchens zum Tode vsrurieUt worden sind, heut« erschossen worden. Aufgaben. Reg. Rat Dr. Becker. 4—4-50: Die Knnsi des Sprechens. B.K. Qrae!. 4.30— S: Erziehungsberatnng. Dr. Klopfer. 8—6: Schachtunk. E, Neberrnanu. 6— 650: Die Pferdezucht vor und nach dem Krieget LandsfAllmeister Ein. v. Wenckstern. 650— 7; Englisch für Anfanger. Stud--Rat F Hebel end Lektor Mann. 7—750: Spezielle Bnchhaltungslehre. Dipl. Handclslehrer Dr. Wieg und Katthain. 7.30—8: Reise nach London. Alice Berehd. Dienstag, I. Februar: Nachm. 3.30— 4- Die Förderang d« Begabten und die Schfileransles». Ober: Stad.-Dir, Dr. Schönebeck. 4—450: Psychologie dos Jugendlichen Mentchen. Dt. MOIler-Freienfels. 4.30— S; Aus dem Zeatralinstltut: Ankündigungen. 5—6: Bildtelegraphie. Dipl.-lng. O, Haebler. 6—650: Das Auslief erangsrecht und seine Neugestaltung, I. Mln,-Rat Dr. Mettgenberg. 6.30 655: Spanisch für Anfänger. Q. v. Eyseren und C. M. AtflerL 6 55— 7.20: Aegypten nnd der ägyptische Sudan. Stnd.-Rat Dr. John. 750— 7.45: Beethoven als Lieder. komponier. Hans Boettcber. Mittwoch. 2. Februar: Vorm. 9: Uebertragung ans dem Beethovensaal, Berlio:„Versammlung der Düngennittelahteitung." Nachm. 12—1250; Franrösich tür Schüler. Lektor Grander und Q. v. Eyseren. 12.30—12.40; Mitteilungen des Reichsstädtebundes. 350-4: Einheitsln: rzsehrift für Anfänger. Prot Dr. Amsel nnd Obcrtchnl- lehier Westennann. 4—4.30: Körperliche Eignung für den Berit Prof. Dr. Chales. 450—5: Englisch für Fortgeschrittenes Stnd.-Rat Erlebe', und Lektor Mann. 5—550: Völkerbund and Abrüstung, L Vom Wettrüsten zur Abrüstung. General Graf Montgelas 550—6: Die Arten der Kirchenmusik. Prof. Siegfried Ochs. 6—650: Produktionsziele der deutsch-» Landwirtschaft. Präsident Dr. Brandes. Donnerstag. 3. Februar; Vom,. 9; Debertramr aus dem Beethovensaal. Berlin:„Versammlung der Saatguchtabteilung." Nachm. 250—3: Die amezikaniseho Wohnung. Zentrale der Hausfrauen vereine Gtcß-Berlin. 3— 3.30: Der Sternenhimmel im Fcbrnax. Dr. phil. Wegner. 350—4: Die akademischen Berufe. Studium und Aussichten. Dr. Wienert- 4—450: Forderungen der öffentlichen Qesnndheitslehre und der Schule. Prot. Dr. Gins 430—5: Ans dem Zentralinstltut: Berichte. S— 5.30: Deutschland nnd Auslanddeutschtum. Der Wert der Wechselbezlehnngcn In Gegenwart und Zukunft. Ober-Reg.-Rat Dir. Dr. Simons. 550—6: W�s wissen wir vom Meere? Prof. Dr. Sfahlberg. 6— 650: Betriebswirtschaftliche Tages- tragen. Rittergutsbesitzer Wrede. 650—6.55: Spanisch für Fortgeschrittene. Q. V. Eyseren and C. M. AHleri. 655—7.45: Ans al töste, refchischen Dichtungen. Dr. Erich Fortner, Wien. Ab 850: Uebertragung ans Hambarg. Freitag. 4. Februar; Nachm. 12—12.30: Sprechtechnik für Schüler. B. K. QraeL 250—3; Die Fraa Im neuen Rußland. Fr. Paula Steiner. 3— 350: Fliegen- und Mücken- bekämpfnng. Reg.-Rat D. v. Schnckmann. 350—4: Einheitskurzschrift für Fortgeschrittene. Prof. Dr. Amsel nnd Oberschnllehrer Westermann. 4—450; Grundlegendes zum neuzeitlichen Anfangsanterrieht. Lehrer P. Werth. 4.30— 3: Die sozialpädagogischen-Bestrebungen Pestalozzis und ihre Bedeutung tür die Gegenwart. Dr.-Flitnor, Klei. 5— 6: Die Seele der Tiere, Prof. Dr. Bastian Schmidt. 6-650: Ans der Geschichte der Technik. Dr.-lng. Feldhaus. 650—655; Englisch für Fortgeschrittene. Slnd.-Rat F riebet nnd Lektor Hann. 655— 750: Bedeutung des landwirtschaftlichen Siedl ungsweseru ttr die Volks- Wirtschaft. Geh.-Rat Ponlick. 750—7.45: Wissenschaftlicher Vortrag ölt Aerzte (Thema und Name des Dozenten wird In den ärztlichen Fachzeitschrliten bekanntgegeben.) Ah 850: Uebertragung aas Leipzig. Sonnabend. 5. Februar: Vorm. 950: Uebertragung aas dem Beethovens aal, Berlin:„Haupt. versnramlnng der Deutschen Landwfrtsahaftsgesellschaft'" Nachm. 350—4: Esperanto. Postrat Behrendt und FrL Moelke. 4—450: Die Fürderang der Begabten und die Schülerauslese. Ober-Stud.-Rat Dr. SchSnebeek. 450—5: Das Neueste aus der pädagogischen Zeltschrilieniltentar. 5—550; Das System dar engliscSen Verwaltung. Prot Lassar. 550—6; Rationalisierung and Arbeiter- fcultur. Dr. Bruno Ranecker. 6—650: Die rechnerischen und mathematischen Grandlagen der Technik. Stnd.-Rat Thiel. 650—6.50: Wissenschaftlicher Vortrag für Tierärzte. 655—7.45; Dantes gdttliche Kdmüdle. Prot Dr. Schubring. Flammentod eines HanslehrerS. Greifswald, 29. Januar.(WTB) Heute nacht gegen 3 Uhr entstand auf buber ungeklärt« Weise«in Großfeuer im Schloß' Bandelin bei Gütztow. das dem Grafen Behr gehört. Das Feuer wurde erst entdeckt, als das Schloß bereits in hellen Flammen stand. Di« Familie Vehr ukid die übrigen Hausbewohner konnten sich bis auf den Hauslehrer, der den Tod in den Flammen fand, retten. Das Schloß ist fast gänzlich nieder- gebrannt Bon den wertvollen Lunstschätzen und Mobiliar konnte nur wenig gerettet werden. Domelaprozeß in Köln. Köln, 29. Januar.(TU.) Auf Antrag der Verteidigung hat die für den Prozeß gegen Domela zuständig« Oberstaatsamvattschast der Uebernohma der Gothaer Angelegenheit nach Köln heute end- güllig zugestimmt. Auch die Verhandlung der Heidelberger Av- gelegenhest wird wahrscheinlich in Köln stattfinden. Der Prozeß wird in etwa drei Wochen beginnen und vermutlich nur von kurzer Dauer sein. Sriefkasten öer Redaktion. P. 9. SS. Bern 1. Zunt 1927 ob.— zuerst als ein« Beziehung zum anderen Geschlecht erfaßt und„trainiert*, also vor allem als eine soziale Aufgabe eigener Art, und wird dann und dort sexuell erfaßt, wann und wo sie sich mit sexuellen Funktionen verschwistcrn kann. Daher spielt in das spätere sexuelle Erleben da» Urbild.des anderen Geschlechts hinein, an dem das Individuum in der Kindheit s«a Verhalten übte. Freud hat auch nicht in diesem Punkt einen richtigen Zusammenhang herausgefühlt, aber.nicht zu erklären ver- mocht. Wesentlicher ist jedoch das, was Freud nicht gesehen, al» das, was er gesehen hat. Er hat nur den innerlich verwahrtosten. arbeits- und gemeinschaftsunfähigen„bürgerlichen Menschen* ge- sehen, der seine Asoziabilität hinter Sexualfetischismu»' versteckt, und hat diese krankhafte parasitäre Erscheinung als da» Urbild des Menschen mißverstanden. Eine individualpsychologische Stellungnahme zum Fall Lassall« können wir hier leider nur skizzieren, obwohl gerade bei der Deutung konkreter Einzelfälle sowohl der ungeheure Fortschritt von den Halb. er Indioidualpsych würde bei Las'salle vor allem das Bestreben hervorheben, auf z w e i Wegen sein Ideal zu erfüllen: als Revolutionär und als Macht- kattor in der bestehenden Gesellschaft(seine Dissertationsschrift trägt den Untertitel: Eine Versöhnung des positiven Recht» mit der RechtspMosophie— also bereits hier eine im Grunde unlösbare Aufgabe). An diesem widerspruchsvollen Lösungsversuch geht er schließlich zugrunde. Die wilde Leidenschaft für die'Adlige Helen« von Dönnigrs(Gräfin Hatzfeldt) erfaßt ihn in einem Augenblick, da er die RtÄterlage seiner sozialen Utopie buchen muß. Die Nieder- läge zeugt die SZiederlage: auf dem Umweg über ein erotisches Aben- teuer findet er fc/in„guten Abgang*. So gut. daß ihn sogar der Psychoanalytiker«cnige Jahrzehnte später nicht versteht und jene typisch vulaärpsycho't».''gische Frage erhebt: Was wäre geworden... Die zwiespältige ÄlasskTlsituation des wohlhabenden Juden, das Kon- kurrenzverhällnis zum vjruder. der Kaufmann war, das im tiefften gekränkte Selbst- und Männlichkeitsgefühl, das sich sowohl in der Zuneigung zu älteren FraUx'M als auch in dem ausfallenden Prestige- streben, in dem Wunsch nach �er„glänzenden Fassade* äußert, müßte richtig der dynamischen P�rsönlichkeitsbetrachtuna eingegliedert werden. Die erotische Situation ist deswegen für Lassalle wie für alle Menschen besonders aufschlußreich, weil der Mensch in seinem erotischen Erleben unter dem Schck� einer milderen Kontroll« durch soziale Maßstäbe steht und unter der Finte des„Sexualfetischismus* fein Persönlichkeitsideal offener zur Geltung zu bringen versucht. Will man jedoch verstehen, was er a u.ch als Liebender will, muß man das allgemeine„Wozu?* seiner gißsZen Persönlichkeit kennen. �ormch'ierung des Ideologie« le Ssll das im Menschenkopf Die individualpsychologische Problems, das in der Formel„das Ideelle' umgesetzte Materielle* nur umschrieben,' aber nicht gelöst wird, lautet: der Mensch entwickelt seine Ziele aus seinen Erfahrungen durch Verarbeitung in einem dynamischen Bezugssystem der Eiche- rung. Von hier aus gelangen wir zu einer sämtlich erfüllten Er- kennknl» htt ibeologsscheR Ackum st®' chänge von ihrem Ursprung in der, Klassenlag« zu ihren Verästelungen im ständigen sozialen Experiment. Ein Vergleich der individualpsychologischen Befunde mit den psychologischen Erkenntnissen von Marx und Engels erweist eine vom wissenschaftlichen Standpunkt aus so gut wie selbstoer- ständliche, fast wörtlich« Uebereinstimmung, die trotzdem auf alle diejenigen verblüffend wirkt, denen es noch nicht bewußt geworden ist, daß der Marxismus(wie Karl Marx in den Vorreden zum „Kapital* mit aller wünschenswerten Deutlichkeit definiert) eine Biologie der menschlichen Entwicklung ist. Alle richtigen biologischen Befände über denselben Gegenstand müssen zusammenfallen. Der Gltn. Vau Willy L ey. Bor einigen Iahren mußt« man, wenn man volkstümlich über den Olm schreiben wollte, zuerst vorausschicken, daß das«in in unterirdischen Höblengewüsseru lebender unterirdischer Molch sei. Heute ist da» nicht mehr nötig, denn inzwischen ist die segensreiche Erfindung des Kreuzwvrträtsel» gemacht worden, die es mit sich orachte, daß der Olm schnell bekannt wurde, ebenso schnell, wie noch «in anderes Tier, der Emu, ohne den man anscheinend auch nicht kreuzworträtseln kann. Der Olm ist also, wie numnehr man ni glich bekannt,«in Wasser- molch, der sich der Dunkelheit seiner Höhlengewässer vortrefflich an» gepaßt hat. Der fingerlang«, aalartig« Körper mit den vier kurzen Beinftummeln ist hell fleischrosa(irgendeine Echutzfarb« ist in ab- soluter Dunkelheit so unnötig) und hat außerdem die Augen einge- büßt, die er da auch nicht braucht. Die Fleischfarbe de» Olms ist allerdings nicht lichtbeständig, denn kommt er einmal an» Tageslicht, wird er schnell blaufchwarz. ohne daß es ihm weiter etwas schadet. Blind bleibt«r aber. E» ist nun eines der unvergeßlichsten Experimente Kämmerer», den Olm wieder Augen anzuzüchtew Ein Rest ist ja vorhanden, nur daß dieser sich nicht weiter entwickelt, sondern mit der Zeit ganz ver. kümmert. Bei belichteten Tieren wird das Aug« sogar radikaler ausgeschaltet, weil die dunkle Farbschicht der Haut, die sich im Licht bildet, auch über die Reste der Augen hinweggreift. Kammerer setzte darum junge Olm« abwechselnd Tages- und rotem Licht au». Rotes Licht wirkt nicht farbbildend, weshalb man in Aquarien(z. D. dem Berliner Aquarium) die Olmkästen so erleuchtet. Kammerer hatte richtig gerechnet,— bei seinen Versuchstieren entwickelte sich das Kümmerauge, die Haut darüber wurde durchsichtig, so daß es nach einigen Jahren funktionierte. Zwar nicht ganz so gut wie sonst bei Lanomolchen, aber es funktionierte. Dabei ist auch gleich noch das Fortpflanzungsgeheimnis enträselt worden. Teils sollte der Proteus(so der lateinische Name) Eier legen, teils lebendige Junge zur Welt bringen. Nachdem sich beide Lager long« genug befehdet hatten, stellte sich heraus, daß beides richtig war. Nicht so. wie man auch schon gedacht hatte, daß es zwei Arten gäbe, die sich ganz gleich feien und nur in diesem Punkte verschieden, sondern anders. Zlllerding» auf«ine Weise, die dem Beobachier geimde Schauer des Grauens erzeugen kann. Bei einer Wafsertemperawr, die größer war als die der natürlichen Wohngewösser(13 Grad Celsius) wurden Eier gelegt, bis zu 60 Stück. War das feucht« Element aber kälter, kamen lebendige Junge zur Well; gewöhnlich zwei, manchmal sogar nur eins. Die I hatten dann schon vor ihrer Geburt eine nahrhafte Mahlzeit zu sich genommen. Sie hatten nämlich noch im Mutterleib« ihre ganzen anderen Geschwister einfach aufgefressen. Daseinskampf bereits bei den Embryos, über den sich mancher den armen, mit aller künftiger Die best« SchtessteSm*. I-ven««, weiß daß mm AaS» im Bett nicht einschlafen kann, bevor man nicht die»richtig« Stellung* gefunden hat. Es gibt Leute, bei denen dauert es«ine Stunde urch mehr, bevor sie richtig liegen. Das Herausfinde» der besten Schlaf- stellung ist aber das wirksamste Schlafmittel, das es überhaupt gibt. „Es ist das leichteste Ding von der Welt, sofort einzuschlafen, wenn der Kopf das Kissen berührt,* schreibt ein englischer Psychologe. „Man muß nur jeden Muskel entspannen. Auch während des Tages ruhen wir in einzelnen Zwischenräumen, wenn wir zum Beispiel im Klubsessel sitzen oder uns ein wenig gegen die Wand lehnen. Aber diese Fonnen der Ruhe sind nicht mit dem Schlaf zu ver� gleichen, denn bei ihnen fehlt die Entspannung aller Muskeln. Im Unterbewußtsein hallen wir die Muskeln angespannt und bleiben so wach, während es gerode das Charakteristische des Schlafes ist, daß jede Muskel entspannt wird. Man kann das bei Leuten, die im Sitzen oder Stehen schlafen, beobachten, wenn die Arm« schlaff herunterhängen und der Topf hintenüber fällt. Wenn man rasch ein- schlafen will, muß man nun bewußt diese Entspannung der Muskeln vornehmen: man lege sich so, daß man eine möglichst geringe Fläch« bedeckt, achte sorgfältig darauf, daß kein Glied und kein Teil des Körpers noch ein««Spannung bewahrt, und liege mit vollkvmmen gelösten und entspannten Gliedern im Bett. Die Entspannung der Schullern kann durch ein leichtes Drehen hervorgebracht werden, bis mau dos Gefühl vollständiger Ruhe hat. Die Entspannung des Nackens wird dadurch beschleunigt, daß man darauf ficht, daß di» Kissen genau in dem Winkel zwischen der Schulter und der Kopfseite Kissen genau m dem Winkel zwifchen ver«cyuller und oer stop nette sich befinden. Wenn die Entspannung vollständig ist. dann hat man das Gefühl einer gewissen Schwere, jener berühmte» Bettschwere. so daß der Schläfer, wenn das Bell einfiele, wie ein Sack zu Boden sinken würde. Wenn man so die richtige Schlafftellung gefunden hat. dann denke man nur noch an die vollkommen« Entspannung in jedem Glied und jedem Körperteil: schläft man dann nicht inner- halb von mindestens 3 Minuten, dann ist noch eine Muskel angespannt.* B. AX> 000 Termiten marschieren! Die Termiten führ«» bekanntlich ähnlich wie unser« Ameisen gelegentlich groß« Wanderungen ans. die bei ihnen allerdings weniger bemerkt werden, well sie meist nachts erfolgen und sich außerdem innerhalb von Tunnelbauten voll- ziehen. Ein« Ausnahme hiervon bietet die foaenannte Schwarze Termll« auf Ceylon, deren Wanderungen sich also schon eher beobachten lassen. Nach Escherich kann dt« Länge solcher Züge oft ganz gewallig sein und mehrere hundert Meter betragen! Die Breite des Zuges ist oerschieden: manchmal laufen nur zwei Tiere neben- einander her, manchmal viele, so daß Bänder von 10 Zentimeter Breite entstehen. Die Zahl der Individuen eines solchen großen Zuges wird von Escherich auf 200 000 geschätzt. In diesen Zügen spielen di« sogenannten Soldaten, daß sind besonders kräftige Tiere mit großen Beißwerkzeugen, eine ganz hervorragende Rolle. Sie sind In erster Linie Pfadfinder, di« dem Zug vorangehen und den Weg erkunden Ihnen folgt die große Masse der Arbeiter unbedenklich. Wenn man eine ihrer gewohnten Straßen durch einen riefen Fingerzug im Sande unterbrich«, gibt es genau wie bei unseren Ameisen eine große Verwirrung. Borsichtig tasten aber die Soldaten umher, bis sie die alle Straß« wieder ge> funden haben. Merkwürdig Ist, daß die vielen Tiere so sicher zu- sammenhallen. zumal sie völlig blind sind, sich also gegenseitig gar nicht sehen können. Sie hinterlassen dafür ein« sehr fest« Spur in Gestalt kleiner schwarzer Tröpfchen, die sie von Zeit zu Zeit aus dem Hinterende hervortreten lassen. Nach diesen Spuren richten sich die zahllosen Tierchen peinlich, so daß der ganze Zug wirklich wie«in einheitlicher Organismus funktioniert, rn dem sich zum Beispiel Erregungszustände ungeheuer schnell fortpflanzen, etwa wem, den wandernden Tieren an der Spitze eine Gefahr droht. Denn da olle Tier« auf den gleichen Wanderungsrhyihmus eingestellt sind, macht Zögern schon eine» einzigen Tieres sofort den anderen de- merkbar: sie zögern ebenfalls, so daß der ganze Zug ins Stocken sich dos gerät, ohne daß eine Milleilung von Individuum zu Individuum erfolgen muß.... Oftiu» . en-Taghemden Goier Wftidiestoff mit gemusterter Q®0 StidteretTCTzlemng..........,. O Damen-Hemdhosen I ö e �-�'(5 450 ' Damen-Nachthemden QftO Farbiger Wäschestoff In grün, ladig- n.*7, �27 fliederfarben; irdß rerzlert ,,,,,,/» Sdilupfbelnkleider Kunstseide, glatte dldite Ware tn<">9° vielen schönen Farben•*' &n${a7mjig\e?inirgt gute Ifare Preßte JJusrwuht Bettbezüge Mittelf einfädiger Wäschestoff 1 Oberbett 130*200 cm. 2 Kissen 81*81 an(Knopfechlufl)Satz Bettbezugsstoffe Weiß gestreift; für Oberbettberüge 130 cm breit 2.00, für Kissenbezüge 82 an breit.......... Meter Herren-Oberhemden. Weifler Wäschestoff mit Pikee-Falten- �2? ■jj �„ clnsatr and Pikeeklappstulpen 1 25 Hemdenstoffe Felnfädlg, weiches und dichtes Ge- � webe 81 cm breit Meter 1.00. Batist- i\(~\ artig, leicht u. weich 83 cm br. Meter• Vyvv Wischtücher Rdnlelucn, ganz weiß und mit far- � Wger Borde: gesäumt u. gebändert Größe; 60X60 cm Herren-Nachthemden Weißer Wäschestoff mit Umlegekragen und farbigem Vorstoß � Taschentücher Reinleinen Batist, felnfädlg, mit Hohl-(">90 saum...... Größe 34 cm>/, Dtz.** Handtücher Reinleinen Gerstenkorn, weiß mit roter Borde: gesäumt u. gebändert Größe: 48x100 cm.......... Bedienungsschürzen Guter Wäschestoff mit An- steddatz und Hohlsaumvcr-_ /">£* Tlcrung Bedienungsschürzen Guter Wäschestoff mit Stldcerel- Ttrzlenmg und Bändern"J 25 knöpfen.«»».—— Halbvorhänge von der einfachsten bis reichsten Ans- führung zu wesentlich zurückgesetzten Preisen Tischzeuge Weiß Reinleinen, schwere Güte, Blumenmuster mit Hohlsaum Mako-Batist Weiß, in sich gestreift, beste Güte; für Herrcnbemden, 80 cm breit........ Meter 1» 1« Blusen Guter weißer Voll-Volle mit Hohlsaum und FUctrerzlerungen 7-50 und CrfiS« 130x130 cm 8®° 190xi6ocm 115° 160x160 cm 1350 GrOS« 100*225 cm 160*260 cm 22,- 160*280 cm 24.- W aschseide Kunstseide(Bembcrg- Marke), weißgrundig mit farbigen Streifen; für Herrenhemden,(�70 80 cm breit Meter 5* F enster-Gamituren SlebstoQ(Etamlne) in verschiedene» Stclllg.......... 10.-, 4J0 Reinleinen Hausmacfaer, neue Muster �Schwertlilien- und Rosenmuster* GrOOm GrAfi« 130*190 cm 650 ,60X220 an 1350 160*160 cm 10.- 160*280 cm 17�° 160x200 cm 125° 160x340 cm 20.- Dazu passende Mundtücher Größe 60x60 an..... Stück I40 Bauraw. Flanell Felnfädlg; mittelfarbiger Grund mit Streifenmuster für Sporthemden und Schlafan züge, 68/70 an breit Meter -•65 Engl Kreton In neuzeitlichen farbenreichen Mustern; larbeyecht,<*>20 80 cm breit......... Mit J ÖTÖfctcj-Sonde/haus für Leinen uWäfchc Sonntag SO. Januar 1927 Äus öer �ilm-Welt veilag« ües vorwärts Die Zilme öer Woche. Mensth unter Menschen.� (Ufa- Thraker Surfürstendamm.) Lirtor k�ugos Romane scheinen zur Filnworkage in hohem Mähe berufen zu sein. Sie haben jene Mischung von Phantastik und Realismus, sie haben auch jenen Schich von Kolportage, der dem Film von heute gefällt. Bei den.Elenden'(Le* Miserables), die bereits in den Ansängen des Films einmal gefilmt wurden. kommt als besonderes die Tendenz hin, zu. Wie kein zweiter Roman chugos predigt dieser«ine ausgesprochene sozial« Tendenz. In der Einleitung des Romans heiht es:.Solange das Proletariat unker den Männern, die Prostitution unter den Frauen noch Menschen- opfer fordert, solange Kinder aus Mangel an leiblicher und geistiger Pflege verkommen, solange es überhaupt Elend auf der Welt gibt, solang« wird ein Buch wie die.Elenden' nügen.' Dieses stofze Wort ist auch ein prachtvolles Pronunciamento für«in Film- stück. Denn der Film hat«inen Teil der Ausgaben übernommen, die in früheren Zeiten der Roman hotte, und so mag dieser neue Film noch eine späte Ehrung für Bictor Hugo dedeuten. Freilich werden wir heute manche Bedenken äußern. Die Agitation Hugos gegen Methoden de» Strafvollzup» und überhaupt gegen die Härte einer furchtbaren Strafjustiz ist ja keineswegs überholt, wenn auch solch« Fälle wie der hier vorgeführte kaum noch vorkommen. Aber ste greift nur den einzelnen Fall auf und der Film steigert dieses Verfahren noch, da er die Anklagen de« Dichter» nicht gut in die Handlung übernehmen kann. Es wird nicht da» System ange- griffen, es werden nicht die wirtschaftlich-politifchen Ursachen bloß- gelegt, sondern e- erfolgt nur ein Appell an das Mitleid. Dieses wird man auch heute noch dem entlassenen Sträfling Jean Baljean in reichem Maße zuwenden, der in seiner Jugend Brot stahl, um seinen Geschwistern den Hunger zu stillen und dafür lg Jahre in» Zuchthaus mußte. Wie er wieder herauskommt, schließen sich ihm alle Pforten, und nur der menschenfreundliche Bischof nimmt ihn wie einen Bruder auf. Schlecht lohnt der Gewalttätige, jeder Menschlichkeit entwöhnte die schöne Tat. Er stiehU in der gleichen Rocht den kargen Silbers choß de» Bischofs, wird auf» neu« ein- gefangen, aber vom Bischof von Schuld und Sühn« befreit, weil er angibt, ihm die Löffel geschenkt zu haben. Run ist der unter der Asche schlummernde Funken neu entsacht in dem Opfer der Gesell- tchast; es weiß unerkannt in einem neuen Milieu ein neues Leben zu beginnen. Der ehemalige Sträfling, eingeführt durch eine kühne Reltertat. gelangt hier zu Wohlstand und Ansehen und wird ein Wohltäter seiner Mitmenschen. Aber das Auge des Gesetzes wacht in Gestalt eines Polizeispürhundes. Durch feine Denunziation, die Daljcon durch fein eigene» Geständnis aber erst bekräftigt, wird der wieder zum Bürger gewordene aufs neue aus seiner Bahn ge- schleudert. Aber er weiß au» dem Gefängnis zu entfliehen und lein begonnenes Werk: die Rettung eines armen Kindes, deren ins Unglück geraten« Mutter er bis zum Tode unterstützt hat, aus den Händen seiner ausbeuterischen Pflegeeltern, zu vollenden. Hiermit schließt der erste Teil des Films. Der zweit« wird sicher dramatischer »nd sensationeller wirken, denn hier im ersten macht sich die Milieuschilderung allzubreit. Eine geschickte Kürzung würde dem Film nur nützen. Henri Fesconrt hat als Regisieur zweifellos ein« be- deutende Leistung vollbracht, wenn er auch da» Sentimale und Pathetische für den deutschen Geschmack allzu sehr betont hat. Äabriel G a b r i o ist für die Roll« des Baljean wie geschaffen. Sein ehemaliger Sträfling hat all da» Rohe und Gewalttätig«, das man als Resultat dieser.Erziehung' erwarten kann. Die Wandlung zum Menschenfreund« ist gleich überzeugend. Auch sein Witcrpart, der Polizeiogent Janen erfährt durch Jean Toulvut ein« charakteristische Derkörperung. Das oerführte Mädchen Fan» tin«. das au» der Fabrik herausgeworfen, auf die Bahn des Lasters gerät, findet in Sandra M i l o w a n o f f«ine stark tendenziöse Vertreterin. Aber die stärkste Leistung gibt ein Kind: die kleine R o l a n« weiß dem armen verwahrlosten Pflegekind soviel Ratür- kichkeit und trotz der Rot soviel kindlichen Reiz zu geben, daß die Predigt de» Dichters kein« tauben Ohren findet. D. ,t{nc vubarrp von heute.� (llfa-Palast am Zoo.) So schlimm wie ihrer berühmten Kollegin au» der französischen Revolution ergeht es der kleinen T ernte tt« doch nicht. Jedenfalls winkt am End« nicht das Schafott sondern der Segen bei Standesbeamten, und ihr kleiner, verliebter König von Aftorra geht nach Paris in Penston und darf ebenfalls feinen Kopf behalten. Die Gegenwart denkt eben humaner und Hot außerdem noch das glücklich« Ende er- funden. Die Amerikaner hätten vielleicht aus dem Sujet eine Groteske gemacht mit finsteren Verschwörern und mit einer Re- votution, die in ihrer humoristischen Fassung an Borgänge in mittel- amerikanischen Staaten erinnert: Alexander K o r d a nimmt dagegen die Geschich!« der kleinen Toi nette außerordentlich jambisch Da die moderne Dubarrq Mannequin in einem großen Pariser Modehaus ist. werden anfangs unentwegt Abendkleider vorgeführt, und als nun Toinett« sich zum Revuestar entwickell, kommen ausgelafsen« Gesell- »'chalisn, mondän« Bar» und dergl. vor den Ausnohmeopparat. Aber im Laufe der Jahr« hat man dies« weltstädtisch varfümierten Sachen so oft gesehen, daß man sie allmählich auf den Mond wünscht. Run verllebt sich Toinett« in den König von Astorra, der mit dem Groß- finanzier Eorbett wegen«1 DER KENNER JCHWÖRT - AUF------ PREUJiEHCl zu demonstrieren, daß es stch doch NM Berlin handelt. In der eigentlichen Fabel wird das Aschenbrödelmotw, ins Modem« übertragen. totgehetzt. Orinc elternlose Waise, witzig und schlagfertig, ein Typ, wie ihn Dickens oft schildert, ist das chausmüdchen der Pension. Wird geschunden, gehetzt und nur von einem alten Pro- fesior gütig behandelt. Der machte auf höchst romantische Weise eine Virbschaft, gerät in den Besitz eines Riesenhotels, niinmt das Mädchen zu sich und läßt sie die ersehnte„gute Partie" machen, damit alles zum guren Cnde führt. Urbsr die ganze Geschichte wäre nicht viel zu reden, wenn nicht die Hauptdarstellerin Betty B a l f o u r Aufmerksamkeit erregte. Ein urwüchsiges Talent, mit einer so natür- lichcn Grazie ausgestattet, daß das Haus bei offener Szene in lauten Beifall ausbricht. Begabungen dieser Art sind selten, und man darf hoffen, diese Kraft mal in einer Rolle zu sehen, die ihren wirklichen Fähigkeiten entspricht. K. »der Turf'/lristokrat." (Schauburg.) „Kann heutzutage noch eine Sensation, einem nicht einmal mittel- nchßigon Film zum Erfolge verHelsen?" Diese Frage möchte man ohne weiteres mit nein beantworten. Und doch gibt es noch Aus- nahmen. Der„Turf-Aristokrat" nämlich. Er wird allerdings durch zwei Sensationen gerettet. Er hat als Grundlage das übliche amen- konische Filmmanuskript, das von einem einst sehr reichen, aber nun verschuldeten Edelmann erzählt, der, seiner Tochter zuliebe, weit über seine Berhältnisse lebt. Dieser Tochter, die Claire W i n d s o r mit eingefrorenem Lächeln auf ihrem Puppengesicht spielt, wird von zwei Verehrern, einem reichen, brutalen Geldmenschen und einem armen, anständigen Grafen, der Hof gemacht. Sie bekommt den gutherzigen Bewerber, weil Retter aus aller wirtschaftlichen und seelischen Not„Dixi", das Rennpferd, wird. Dieses Manuskript ist der Anlaß zu den schon erwähnten zwei guten Sensationen. Erstens wird Dixi als Fohlen vor dem Angriff eines Raubtieres durch den Mut seiner Mutter beschützt. Eine sympathische Tot der Mutter- liebe, die die tapfere Stute mit ihrem Leben bezahlt. Zweitens gewinnt Dixi als Dreijährige das bedeutendste Rennen ihrer Jahresklasse/ In diesem Rennen ist jeder Spannungsmoment aus- genutzt. Mit Ausregung verfolgt das Publikum den Start, es sieht im Verlauf des Rennens, wie scharf die Ecken genommen werden, ohne daß Boden verschenkt wird, wie Dixi im Riesenfelde ein- geklemmt ist und zuguterletzt an der Innenseite noch ein Loch zum Durchschlüpfen findet.„Dixi, liebe, liebe Dixi, gewinne," bittet das Publikum, und als die Stute um Kopflänge das Rennen an sich bringt, jubelt alles und spendet einem ganz schwachen Film reichen Beisall._ e. b. »Venu See junge Vein blüht.' (Tauentzien-Palask.) Die schöne blaue Donau ist als Filmthema so abgebraucht, daß sie fast unmöglich ist, nun kommt die schöne blaue Adria an die Reihe. Der Regisseur Karl Wilhelm kann mit vielen landschaft- lichen Schönheiten paradieren und in dieser Hinsicht dem Publikum manchen Hochgenuß bescheren. Nur hätte er sich etwas Mühe bei dem Filmmanuskript geben müssen. Das stellt sich nämlich dreister- weise auf den Standpunkt, daß die Zuschauer verpflichtet sind, für die Liebesgeschichten verschwenderischer Fllmgrasen das regste Interesse auszubringen. Man tut wirklich so, als ob die groß« Ko- kotte das Jungmädchenideal von heute sei. Hanni Weiße mußte sich viel an- und ausziehen und Krach mit den verschiedensten Männern haben. Schade um diese gute Schauspielerin. Lotte L o r- ring sah gut aus und Adolphe Engers war ulkig wie immer, während Siegfried Arno sein bekanntes Iüdcln diesmal grenzenlos übertrieb. Wer da meint, man könne derartig leichte Filme nicht in einer sein geschlissenen Art und Weise und in einer künstlerisch hochstehenden Form bringen, der sei an Murncms„Finanzen des Großherzogs" erinnert. Die Usa-Wochenschau bietet viel Interessantes, u. a. sieht man ein Stückchen Haller-Revue vor und hinter dem Vorhang, das auf- genommen wurde mit dem dort an Ort und Stelle zur Verfügung stehenden Licht, also ohne neue Lichtquellen.— fl. »Seine Majestät öos Kinü.' Persönlichkeiten, welche die Bekämpfung der Säuglings- und Kleinknidersterblichkeit sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, stan- den Paten bei diesem �ilm. Eine gute Sache. Denn der Film ist an und für sich die Art der Berichterstattung, der abgespannte Menschen am leichtesten folgen können, weil das Auge schneller saßt als das Ohr und daher eine gut« Bildwirkung zumeist ein- druckstiefer ist als das gesprochene und auch als das gelesene Wort. So schuf im vorliegenden Falle ein ernster Wille ein ernstes,«in scgenbringendes Werk. Alles was dem Kinde frommt, wird in schönen Bilderreihen aufgezählt. Man steht das Leben und Treiben in der Reichsanstalt zur Bekämpfung der Säuglings, und Klein- kindersterblichkeit, also in einer Anstalr, wo so viel Mittel zur Per- sügung stehen, daß man höchste Anforderungen stellen kann. Diese Bildfolgen sind eigentlich zu kurz gesaßt, sie könnten genauere Schilderungen enthalten. Eingehend nimmt man sich ersreulicher- weise des kleinen Haushalts an und macht aus Fehler in der Kinder- pflege aufmerksam. Aeußerst aufklärend wirken auch die Gegen- überstellimgen von der falschen und der richtigen Behandlung des Säuglings, ganz gleich, ob es sich nun um Wickeln, Tragen oder Reinhalten handelt. Um nicht zu langweilen, slocht man durch den Film eine Spielhandlung. Eine Bühnenkünstlerin wird Säug- lingspflegerin, und ihre Erlebnisse während ihrer Lehrzeit sind als Filmizenen aneinander gereiht. Zu der Hauptrolle verpflichtete man Käthe Haack, und eröffnete schon dadurch dem Film auch bei Lau-Jrteressierten ein« ganz besondere Aussicht auf Erfolg.— Staats-Theater OpernhAus m. Platz d.Republ. 71/,: Ct valler. rusti- cana— Bajazzo Schaasplelttaus S U.: Die Soldaten Schiller« Theater 8 Uhr: Peer Gjnt SHtite ßpi Charlotienbor? 7 Uhr Lohengrin E.Crihdi. A. MünAov, a. Kall?, soll. Abonn.-Turnus N Deatidiss Tüeater Norden 10334— 37 8 Uhr: lieiiüiaraiv.üneiseDas von VVoIfgancGoetz Regie: HeinzHilperi Karnrnerspiete Norden 10334—37 8 Uhr: Letzte Aufführung Olkapotrida von Lernet-Holenia Btgi:: fl Inz Hilpert. . Hierauf: Das Veilchen Montag, d. 31. Jan., t. Ma e: Germaine von Porto-Riehe fegii; kgrstir Luriiigt. Die Komödie bismarCK 3114. 751f 8 ,. Uhr: Die Perle von Tristan Ccrnard inlt: Ponlr Urriingi Ilieat. a.llolteilorfpl. Kurfürst 209) 8 Uhr: Max Adalbert in„MftUers" Triamm-Th. Täglich S'/t Jhr: Der Mann der Altne LOger Regie: Friedr. Lobe Herzt», Heiter. üiufiliKtr Stg., 4 Uhr Kl. Pr. Dr. Stieglitz CHARELL- REVUE Sonnt, nachm. 3(Ihr ungekürzte Vorstllg zu ei müO. Preisen. Volks büh ne Theatu im Bülowplatz Heute 3 und 8 Uhr Volpone Morgen 8 Uhr Volpone Tb. an Sdtilibaiiinlaiiim 3 Uhr Der eelzlte Täglich 8 Uhr: Das Gralmal des untekannten Soldaten CASINO-THEATER s uh. — Ein Tuto PaiaillB!— anssduielden I Gutschein 1— I Pers Fauteuil nur 1 Mk„ Sessel 1,50 Mk. Reichshallen-Theater Abends 8 Uhr u. Sonntag nachm. 3 Uhr Stettiner Sänger Das wundfrvolle Janmr-Piogramnil XadimiltKis; halbe Preise, Volles Pmiramn! UönhoH-Brett'l Varietd, Konzert, Tanz. 5jltE,iboni-5JMen Ots. Künstler-Th S'/t Ulm Familie Stfiimek ■H Mu PiUejberj. Stg.äVj: Der fröhliche Weinberg Lessing-Theater Afb. Bassermann 8; Der DSMalor Th, LKgrfiirsteiulenim 8 Uhr- Kiki Lustsplelhaus S1!, Guido Thielscher Bona- Ein Jddbb Wallner- Theater 8' 4 Der Schlager 8V4 Das blonde Wunder Sonntag 3''? Uhr zu kleinen Preisen; Der Banh der sahlBerlnnen. Philharmonie 7V, Uhr KONZERT des Philharm. Orch. Dirizent; Otto lahnhagn. Wamaiia-TDeai. Waiktrzt*«? TJäl. 8V, Sonntag 2 Vorstellungen Nachm. 4 u. abs.8V, Es war einmal In Heidelberg; mit d. Schlagerlied lehhab'meinnerz in Heldelberg verloren Vorzeig. Sflo�Ermäß. KäteSchmidt-Samst Oaston Briese Sonntag, nehm. 3 U.: Puppenfee Parkett v. 30 Pf. an. Komische Oper Allabendlich S'/i Uhr: Sfinden derWell Die weiittBUllMEie James- Klein- Revue in 24 Verwandlungen 250 MItvrIrkende 6 Balleiit Unter anderem; Hans Alber» ✓ Vlcky WerckmcUfer Franz Qauznann ✓ Edith SdholTwcr Theaterkasse ab 10 Uhr ununterbrochen geöffnet. HlmanSa Taubanstr. 48 «UFiClBlaCa(U. Eahnh.-f„Kaiserhof") Täglich: Ab 31. Januar (Zeiten siehe Anschlagsäulen) Filmvortrag Das schaffende Amerika (Eine Studienreise durch die Vereinigten Staaten v. Amerika) Obering. Dreyer, Hannover Ueberfahrt auf einem Dampfer des Nord deutschen Lloyd Bremen Eigen. Beobachtungen- Eigen. Erlebnisse Film der Döring-Film»Werke Hannover Vorverkauf: Uraniakasse Näheres siehe auch Plakate und ä dere NoTiiatenü d. tgintigi 2 Vorstellungen 3» und 8 Uhr. a" zu ermäßigt Preisend, ganze Programm pi BlUIhner-Saal, LBtzowslr.<6. Freitag, 4. Febr., 8 U.:| Abdruschin TbcT OebeimDii IM und Bie betreieeiig Mkraft Einleitendes Orgelspiel aus Wagners„Parslfar. Karten M. 6, S, 4, 3, 2, 1 bei Bote& Bock, Werthelm u.,d Abendkasse.— Abdruschlns neue bralsbotschatt „Im Liebte der Wahrheit" in allen führenden Buch | handlungen erhältlich.- Veranstalter: Oralsgemeln schaff e. V., München, Jakob-Klar-Slr. 3 H, saiolz Nene Well Easenliside 108-114 1 Sonntag, den 30. Januar, sowie täglich; Bockbierfest J in den bayerUdien Alpen- 8 Kapellen! Neue Dekorationen— 30 bayeriicfae Madl| XrtW u. Großer Alpenball"W Einlaß 4 Uhr Anfang 5 Uhr| [ VoranzeiSc: Dienstag, den 1. Fcüruur 1927: Miienrnz des scträntfen roten toüeoliaam. Ib. Seih Sie itihiip' und meiden Sie alle Aufregungen, dann wird sich Ihre Krankheit bessern". Wer hätte diesen Rat nicht schon von seinem Arzt gehört? Leicht gesagt!! Wer kann so ruhig sein wie Mister Woher, der in einem englischen Rennwagen mit Herrn Eselei zusammensitzt und diesen fragt:„Uetten uir, daß unser Wagen den deutschen schlägt?", worauf Eselei erwidert:„Ich wette nicht". „Uetten uir, daß diese Fahrt nicht gut abläu/t", fragte Woher erneut.„Ich wette nicht", sagte Eselei. Plötzlich explodierte der Motor, beide fliegen in hohem Bogen heraus. Da rief Woher noch im Fliegen dem Eselei zu:„Vollen uir uetten. daß ich höher fliege ab Sie?" Den Mann kann man seiner Ruhe wegen beneiden, nicht wahr? Doch zurück zu unserm Münchner Kindl, dem Wahrzeichen der alten, weltbekannten Zuban-Zigarettenfabrik, und Dr.AliNabi, unserem Tabakdoktor., In wohliger Ruhe spazieren die beiden im Parke auf und ab. „Ein zweiter Dr. Ali Nabi existiert nicht", erwidert der Alle klar.„Ich bin der Letzte meines Geschlechts, dem die jahrhundertalten Erfahrungen meiner Ahnen in der Tabakmbchkunst zugänglich sind. Wenn heute viele Zigarettenfabriken behaupten, den Stein der Weisen zu besitzen, so glauben sie auch, ihn gefunden zu haben, und doch haben sie ihn dann nicht. Mit Fug und Recht darfst Du Dich rühmen, ihn zu besitzen, denn die Zubait'Zigarcüen werben ob ihrer Gute durch sich selbst von Tag zu Tag neue Freunde. Und nach all dem, was Du von mir bisher gehört hast, wirst Du die Zuban-Raucher noch mehr in den Bann Deiner Marke zwingen ab bisher.**... Übermorgen hören Sie mehr! Die Geschmacksrichlungen der Raucher sind wandelbar wie die Zeiten. Wir gehen mit! Die leichten, süffig süßen Mischungen unserer Zigaretten sind Glanzstücke der heutigen Zigaretten-Herstellungsart. Drum seien Sie nicht nur Lebenskünsller, sondern werden Sie Künstler des Geschmacks! Rauchen Sic die 4 P fg.•'Zigarette Zuban Nr. 6! , UuamtHlbm Th.khnlgeräti St. Hasenheide 2110 8 Uhr Brx.ChcneysEntfe Elisabeth Bergner HomOdientiaus Norden 6304 Täglich 8 Uhr Dora- Calais Wrti, t. tlillaim, Täglich 8 Uhr: Der Trompeter vom Rhein Vorverk. ununterbr Preise von 1—7 M. Singakademie, Sonntag,». Februar, mittags II1/, Uhr t Elnffihi nng skonztrt des Berliner Konzert-Orchesters (Deutsctaer Muslkervarband) Dir. RETSLAO Sol. SCHBIDL Beethoven: Weihe des Hauses. Mendelssohn: Reformationssinfonie. Beilschmidt: Licbesspiel-Prolog(zum 1. Mal). Strauß: Das Tal. Pfitznor: Oluf. Mraczek: Eva(zum 1. Mal) Preise 6. 5, 3,!>/, Mark- Nenesmealer am Zoo Stpl.5371. Tgl. 8 Uhr Erika Glä» in Modellliaiis Crmtte. Vorverk. ununterbt. Äose-Theatßr 4 Uhr: Dan tapfere Schnciderlcln suhrPrezlosa neiropoi- Tneai. Täglich 8 Uhr: ZirtmprlnzBKiD Resiaenilbeater Täglich SV. Uhr Absteigenüsrtier Heute 4 Uhr nachm. Absteigequartier tisbitl itgmiliag wtWt» Thaiia-meaier 8 Uhr: Oer groBe und der ktelne Haus KonKurrenzios!!! lieitUUietten...... 1#.58 an mit Pols:< rnuQai}cti..>•-—» «•In.......... S«. fchioi-ciuiUciMDae*.. M,-. iKil-cioaöue-DetHeB.. 1-. WammeiUiiße..... s—„ Paienmufraizea■.■.. Freisendong! RdteBzahinng! Göhr, Berlin, Pappeiallee 12 Pankow, Schmitftstr. 1. Richard ¥oge8, Berlin, Friedrichstraße 43, und PotsdamerStraße 14. Linoleum, Teppiche, Läuferstoffe, Schlafdecken.