Nr. 215. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, tr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 14. September 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Parteigenossen! Die Anträge müssen bis spätestens den Wie es unter dem Belagerungs20. September in Händen des Partei. Laut Beschluß des vorjährigen Parteitags findet der vorstandes diesjährige in Breslau statt. Auf grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der Parteiorganisation beruft die Parteileitung hiermit den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 6. Oktober, nach Breslau in das Lokal zum ein. ,, Deutschen Kronprinzen", Kurze Gaffe 50/52, Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 6. Oktober, abends 7 Uhr, Vorversammlung. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Montag, den 7. Oktober, und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: W. Pfannkuch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. Berlin SW., Razbachstraße 9, I " 2 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Abs. der Parteiorganisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegenzeichnung des Vertrauensmannes, sollen sie zur Veröffentlichung und Berathung gelangen. Die Adresse des Lokalkomitee's ist: zuffand aussieht, " erörtert die nationalliberale Börsen- Zeitung" in einem Artikel, der augenscheinlich von der Vorausseßung ausgeht, daß so etwas in den Bereich der Möglichkeit kommen Unter der Ueberschrift Die öffentliche könne. Sicherheit" schreibt nun das genannte Blatt: " " Die Haltung der sozialdemokratischen Wortführer, welche zu der Aeußerung des Kaisers am Sedantage geführt hat, kann eine baldige Vorlage im Geiste des ehemaligen Sozialistengesetzes veranlassen, doch ist dies noch zweifelhaft, und wenn es gefchähe, so würde im günstigsten Falle das Zustandekommen eines neuen Gesetzes erst nach Monaten ชิน erwarten sein. Ist das Bedürfniß dazu vorhanden, so kann eine öffentliche Gefahr dieser Gesetzgebung weit voraneilen. Julius Bruhns, Breslau, Ga big str. 86, I. In diesem Falle wäre die Verhängung des Bes Gabit Die Parteigenossen, die zu dem Parteitag kommen, lagerungszustandes zu erwarten, wie die Regierung, als die Aufhebung des Sozialistengesetzes zur Entwerden ersucht, von ihrer Delegation dem Parteivorstand scheidung stand, angekündigt hat. Diese Maßregel giebt zwar in Berlin und dem Lokalkomitce in Breslau rechtzeitig gute Gewähr gegen offenen Aufruhr, aber geringe Mittheilung zu machen, damit dieses in bezug auf gegen heimliche Verbrechen, wie Dynamitattentate, Brandstistungen und dergleichen. Und sie bedroht nur zu Quartier zc. die nothwendigen Vorbereitungen treffen kann. sehr den ruhigen, harmlosen Bürger. Das summarische Verfahren bringt denjenigen in Mandatsformulare, mit deren Versendung Mitte höchste Gefahr, gegen welchen durch eine unglüdliche Ver Parteibureau, tettung von Umständen, wie sie nicht blos in Romanen vorkommt, der Schein spricht. Alles, was seit Jahren gegen den Militär- Strafprozeß in der Deffentlichkeit angeführt worden, ist in verstärktem Maße zutreffend unter dem Belagerungszustande, und hier sind mit den Militärpersonen auch die zu erfahren. Zivilisten in Gefahr, unschuldig schweres Leid 3. Berichterstattung über die parlamentarische Thätigkeit. September begonnen wird, sind durch das Berichterstatter: E. Wurm. 4. Die Maifeier 1896. Berichterstatter: A. Bebel. 5. Der internationale Arbeiter- und Gewerkschaftskongreß in London 1896. Berichterstatter: A. Bebe I. Berlin S.W., Ratzbachstr. 9, I, 31 beziehen. Die Genossen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden gedruckten Vorlage Ausnahme sinden können. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Partei6. Die Vorschläge der Agrarkommission zu dem Partei- tage entweder persönlich zu vertreten, oder durch befreundete programım. Berichterstatter: Dr. M. Quard. 7. Schwigsystem, Hausindustrie und Arbeiterschuh. Berichterstatter: J. Timm. 8. Anträge zum Parteiprogramm und Organisation. 9. Sonstige Anträge. 10. Wahl der Parteileitung. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen, insbesondere die Wahl der Delegirten und Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Skizzen[ Nachdruck verboten. aus dem füdamerikanischen Hinterlande. Genossen vertreten zu lassen; außerdem aber empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammentritt des Partei tages in der Parteipresse zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen Rücksichten und um der damit verknüpften unvermeidlichen Wiederholungen willen. Berlin, den 22. August 1895. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. die Wie über eine Reihe anderer Materien, so ist über den Bebehalten, aber es wird weiter und weiter hinausgeschoben, lagerungszustand seit Jahrzehnten ein Reichsgeseh vorobwohl das bestehende Gesetz zu den schwersten Bedenken Anlaß giebt. Der Artikel 68 der Reichsverfassung die öffentliche bestimmt: Der Kaiser kann, wenn Sicherheit im Bundesgebiet bedroht ist, jeden Theil desselben in Kriegszustand erklären, Bis zum Erlaß eines die Voraussetzungen, die Form der Verfündigung und die Wirkungen einer solchen Erklärung regelnden Reichsgesetzes gelten dafür die Vorschriften des preußischen Gesetzes vom 4. Juni 1851. Als dieses Gesetz zu stande tam, war die anarchistische Spezialität noch nicht etablirt, dagegen regte sich eine wüthende Reaktion gegen die liberalen Schöpfungen der Gesetzgebung von 1848/49. Die wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes sind, daß mit der Erflärung des Belagerungszustandes die vollziehende Gewalt auf die Militärbehörden übergeht deren Aufträgen und Anordnungen 8ivilwald in den Theewäldern an der abgelegensten Ecke Aera hereinbrechen würde mit all' der Pracht von Chamdes Landes ist, Landes ist, warten auf die Eröffnung der paguer und Brüsseler Teppichen, wie sie selbst Lopez nicht Bauk. Ja diese Weiber sind schon hergekommen auf tage- gehabt hatte, und wie sie am Ende nur in Paris reisenlangem Wege und belagern schon heute die Treppen ähnlich sein konnte. Welch' großer Mann dieser German stufen des Bankgebäudes, um die ersten zu sein, wenn Winterfeld, der an all diesen Herrlichkeiten so vorbei geht, morgen der papierne Segen vertheilt werden wird. Sie als wenn sie für ihn gar nichts bedeuteten. Staunen und haben ihre Besigtitel bei sich, alte und neue schmutzige Staunen über alle Maßen! Schriftstücke, die bezeugen, daß die Inhaber wirklich und in der That die Eigenthümer des darin erwähnten Stückchens Erde sind. Sie haben diese kostbaren Titel ein Dutzend Mal eingeknüpft in Tücher und bewahren sie auf dem Leibe auf. Sie wollen diese werthvollen Papiere hierlassen in der neuen Bank, um dafür die noch werthvolleren Billete des Herrn German Winterfeld fortzutragen. Man nannte diese eigenthümliche Sache Kurs und erzählte sich, daß Gold und Silber etwas theurer geworden wären, als Als man wieder herunterkommt und auf dem TreppenBillets. Ganz besonders das Gold. Das that am Ende flux steht, halten draußen vor dem Gebäude eine Reihe von aber gar nichts. Brot und Fleisch ändern ihre Preise ja Karreten mit schwer feuchenden Maulthieren und erhitzten auch; und weiß der Himmel, jeder Mensch will leben, auch Karretenführern. Boller Kisten sind alle geladen. Und um die die Bank. Und der Gaucho ist immer ein herzensguter Ecke biegen eben noch neun Karreten mit derselben Ladung. Die Kerl, der lebt und andere Leute auch leben läßt. So Portiers heißen die alten Weiber mit ihren Titeln das Feld lange er für seine Zettel noch ein Pferd bekam und Tabak räumen; draußen sammelt sich eine große Menschenmenge und Wein und Sporen und ein langes Messer und ein Herr German Winterfeld hat sich eben mit seinen Gästen an, die gestikulirt, erzählt, schwaßt, schreit und am Ende junges Mädchen, fümmerte er sich wenig um den Kurs. erhoben von dem heiteren Frühstück in dem großen eisernen in laute Bivats ausbricht. Was giebt's! Der Dampfer Die Blüthe dieses papiernen Geldes war aber jetzt Schrank und zeigt jetzt der Gesellschaft die ganze Einrichtung ist angekommen, der die Kisten mit den paraguayischen unstreitig das Papiergeld der" Paraguayisch- Argentinischen des Hauses. Man muß durch den Treppenflur deswegen Silberpesos gebracht hat, für die neue Bank. Man kommt Bettel, Hypotheken- und Diskonto- Bant" des Herrn German gehen und man stößt dabei auf die alten Weiber mit ihren mit dem Geld, um es hier jetzt abzuladen. Was für Winterfeld. So elegante Bettel hatte man noch nie ge- Besigtiteln. Er lächelt und sie glauben, daß jetzt schon Kisten! Wie schwer sie sind, und wie die Arbeiter sehen. Sie waren dünn und weich wie Seide und in der das Geschäft beginnen und man ihnen ein Back ächzen müssen und keuchen! Und bei all dem bleibt Mitte trugen sie alle das wohlgetroffene Bild des Gründers Billete geben werde, jeder unter ihnen. Drum erheben sie Herr Winterfeld immer ganz ruhig. Ein anderer der Bank mit seinen kühnen schönen Zügen, denen man es sich, fassen nach ihren Papieren und beginnen einen Heiden- würde fingen und tanzen und springen, wenn ihm ansehen konnte, daß ihr Besizer der Schußgeist von Paraguay lärm zu machen, indem sie durcheinander schreien. Der Thür ein paar der Kisten gehören würden. Und ihm war. Hier stand auch wieder, daß die Paraguayisch steher will sie entfernen. Doch der große Mann winkt mit der gehört all diese filberne Ladung und er scheint gar nicht Argentinische Bank bezahlt und dabei ein Gesetz vom aller- Hand und sagt nur: Morgen, morgen, Sennoras... morgen aufgeregt darüber zu sein. Er erzählt ohne jede Erregung neuesten Datum. Noch galten die Bettel allerdings nichts, wird die Bank geöffnet." Seine Gäfte lachen dazu aus seinen Gästen, wie schwer eine jede Kiste sei, wie viel Geld die Herr Winterfeld augenblicklich seinen Gästen vorzeigte. Leibeskräften und folgen ihrem Führer, der ihnen voran sie enthalte, furz alles, was sie wissen wollten. Die erste Sie trugen noch feine Unterschrift von Direktor, Geranten schreitet. Wie schön alles eingerichtet ist. Das lange Sendung betrage gerade 600 000 Pesos genau. In den und Inspektor der Bank; aber von morgen ab werden diese Sigungszimmer mit seinen bequemen Sesseln und Schreibe- nächsten Tagen würde eine andere kommen. Er bleibt auch drei Herren in schwerer Arbeit den ganzen Tag über sigen pulten. Eine Menge elektrischer Glocken hier für den ganz ruhig, als einige der ungeschickten Träger eine Kiste bis in die späte Nacht hinein und in zierlichen Schnörkeln Portier, dort für den Kassirer, da für die verschiedenen fallen lassen, daß fie auf dem Fußboden zer= ihre Namen darunter setzen. Danu gelten sie. Sie Buchhalter. Eine Anzahl Telephone, Pressen; feine Teppiche springt, und sich ihr filberner Juhalt flirrend werden vielleicht ganze Nächte dazu arbeiten müssen, diese auf dem Boden, elegante Gemälde an den Wänden. Kurz, und rollend nach allen Ecken ergießt. Die Träger armen Herren; denn die Nachfrage nach den die Erfüllung alles dessen, was nur ein Paraguayer hoffen sind erschrocken und entschuldigen sich, wie die Kiste so neuen Billeten ist groß. Von dem Präsidenten der kann. Ja, Paraguay schreitet vorwärts; das sieht man. schwer gewesen sei; aber es macht nichts, der kleine ZwischenRepublik an, der seinen Namen auf einem Stück ge- Wer von diesen braunen Herren, die noch vor wenig Jahren fall. Herr Winterfeld schaut nicht einmal hin, als man die stempelten Papiers verpfändet, bis zum kleinsten Jobber, in ihren Wäldern saßen und Tabat hackten und preßten, einzelnen Stücke zusammenkehrt. deffen Wechsel auf der Rückseite durch ein Dugend Garantie barfuß und schwigend, oder auf dem Kamp die Ochsen Mitten hinein in die Aufregung und Bewunderung firmen gestützt und marktfähig gemacht wird, und bis auf lasfirten und nachts unter freiem Himmel schliefen, ihr kommt seine Braut, Fräulein Juana Ramirez mit ihrem die alten armen Weiber, deren ganzer Reichthum ein kleiner ganzes Mobiliar, bestehend in einem alten Sattel unter Herrn Vater zu Pferde. Sie hat sich nach ihrem Bräutigam Fegen fumpfigen Kamps oder einige Cuadras Ur ihrem Kopfe, hätte geglaubt, daß auch für sie eine neue gesehnt, den sie den ganzen Tag heute nicht zu Gesicht be urtheilt werden. " 1 " verwaltungs- und Gemeinde Behörden geörterung des Belagerungszustandes an den Gedanken von gewalt die Sozialdemokraten zu drangsaliren, wenn auch ihre horchen müssen. Die Militär- Befehlshaber sind nur ihren dessen Verhängung zu gewöhnen. Das Blatt sagt: Verfügungen später als rechtsungiltig aufgehoben würden. Das Borgesetzten verantwortlich. Das ist ein großer Uebelstand; für Warum plöhlich die Entdeckung der Lücke in wundert uns keineswegs. Ungesetzliches Verhalten uns gegenAnordnungen nicht militärischer Natur, durch welche Bürger der Gesetzgebung, von der bisher niemand geredet hat, über wird die Freundin der Gefeßlichkeit so bald nicht aufregen. an ihrer Person oder ihrem Eigenthum verletzt worden sind, weil die Möglichkeit einer Anwendung der Belagerungs. Es ist ja eine berechtigte Eigenthümlichkeit der Kämpferin müßte den Anordnenden volle Verantwortlichkeit vor den ordent Bestimmungen für jedermann als absolut ausgeschlossen für Ordnung und Sitte, sich über die Anwendung von Geivalt freuen. lichen Gerichten auferlegt werden. Zeitgemäß ist es galt. Wir haben Grund, gegen die Aufbringung der Belage- ihren Gegnern gegenüber zu sich an Das Kriegsgericht ist zuständig für jede Uebertretung rungsfrage auf das politische Tapet von nationalliberaler, für vielleicht, ihr Verhalten vor sechs Jahren eines militärischen Befehls oder Verbots.... Jede Strafe Gewaltmaßregeln gegen die Sozialdemokratie schwärmender Seite i Falle Gefffen au erinnern. den Gefften hatte wird binnen 24 Stunden vollstreckt. Jede Uebertretung äußerst mißtrauisch zu sein. Man weiß, wie Artikel dieser Zorn des damals noch allmächtigen Kanzlers Bismarck militärischer Anordnungen kann mit Gefängniß bis zu Art unter Umständen wirken. Ein nationalliberales Blatt und natürlich auch der allzeit Bismarck getreuen Nationaleinem Jahre bestraft werden. Wer sich der Brutalität eines bringt die Frage, wenu auch in abwehrender Haltung, Beitung" auf sich heraufbeschworen, weil durch die von ihm bes Soldaten erwehrt, kann, wenn bei ihm eine Waffe oder ein in Fluß. Ein anderes reaktionäres Blatt nimmt die wirkte Veröffentlichung des Tagebuches Kaisers Friedrich die gefährliches Werkzeug" gefunden wird, zum Tode ver Sache schon weniger abwehrend auf. Andere Organe folgen Bismarcklegende betreffs der Reichsgründung zerstört wurde. Sind mildernde Umstände vorhanden, so balb und balbzustimmend. Denn die öffentliche Gine Strafe, und natürlich eine entehrende, womöglich Zuchthaus, ist die niedrigste Strafe zehn Jahre 3ucht Gefahr" sei ja da nichts leichter, als diese Be- mußte ihn dafür treffen. Und so deduzirte denn der große haus( bis zu zwanzig Jahren). Diese wird also play- hauptung immer wieder in die Welt zu sehen. Schließlich Staatsmann, in den füddeutschen Staaten könnten durch die Vergreifen, wenn jemand seiner aus Irrthum verfügten Ver- findet sich dann ein Chorus von Blättern zufammen, öffentlichung Zweifel an der preußischen Vertragstreue entstehen, haftung sich widersetzt. Die Todesstrafe muß vom kom die einmüthig in die Welt hineinschreien: die Gefahr und deswegen sei sie landesverrätherisch. Nebenbei bemerkt hatte mandirenden General bestätigt werden, gegen andere Strafen sei so groß, so drohend, daß nur noch der Be- derselbe Mann nicht lange vorher öffentlich im Reichstage gegiebt es tein Rechtsmittel. Lagerungszustand und die Militärdiktatur retten legentlich der Bekanntgabe unseres Bündnisses mit Desterreich ausDas Kriegsgericht besteht aus fünf Mitgliedern, von tönnen. Und wenn solchergestalt die öffentliche Meinung geführt, daß ein Vertrag zwischen Nationen seine Festigkeit nicht welchen nur zwei Richter, brei Offiziere sind; diese haben also" bearbeitet" worden ist, so wird es alsbald heißen: alle Gut durch die Bundestreue der Kontrahenten erhalte, speziell der in immer die Entscheidung in der Hand. Sind nicht gerade Haupt- gesinnten" ver I angen stürmisch" bie Militärdiktatur!" Wer Redeftehende Vertrag nicht durch die Unterschriften der Kaiser Wilhelm Yeute zur stelle, so können die jüngsten Setondelieute noch nicht vergessen hat, wie das Geschrei nach der Um sturz- und Franz Joseph, sondern lediglich durch die Interessengemein nants fißen. Sind richterliche Personen nicht zur stelle, so vorlage erst in einem nationalliberalen Blatte au- schaft der Vertragsstaaten; gehe diese in die Brüche, so könne können statt ihrer der Auditeur( der Ankläger!) und ein gefangen worden ist, wie dann allmälig der Chorus es sogar Pflicht der Staatslenker werden, den Vertrag zu Mitglied der Gemeindevertretung im Kriegsgericht sitzen. Deffent: größer und Damals paßte es Bismarck lauter wurde, bis sich die Re- brechen. Aber was thut das? lich und mündlich ist das Verfahren wenn das Kriegsgericht gierung in die Anti- Umsturz- Bewegung hineinziehen eben, die Wahrheit zu sagen, und ein halbes Jahr später, una nicht ein anderes beschließt. ließ, der wird gleich uns das Bedürfniß haben, Gefften ins Zuchthaus zu bringen, war es angebracht, anders Das ist eine Einrichtung, die für das Lager eines Tilly der weiteren Entwickelung der Belagerungs- u sprechen. Nun, der Plan gelang nicht; das Reichsgericht oder Wallenstein paßte, aber nicht für heutige Verhält zustand 3- Frage in der mittelparteilichen, d. h. reaktionären ließ sich garnicht in eine Verhandlung ein, sondern ſezte G. nijje zulässig ist; ein Apparat, welcher dem Zufalle, der Bresse, die heute unvermittelt angeschnitten wird, seine volle außer Verfolgung, weil, wie es ausführte, felbst wenn Gefähr e vol Unerfahrenheit und Uebereilung die schärfsten Waffen verleiht. Aufmerksamkeit zu widmen." dung des Reiches vorliegen sollte, G. doch sicher das Bewußtsein Das im Artikel 68 der Reichsverfassung vorgesehene Gesetz thut Für uns ist die ganze Sache besonders deshalb inter- der Strafbarkeit gefehlt habe. uns dringend noth." Die Gesetzesfreundin sagte damals in ihrer Besprechung An den vorstehenden Aeußerungen ist vor allem effant, weil sie zeigt, wie den Bertretern des deutschen dieses Falles in ihrer Stummer vom 9. Januar 1889, An den vorstehenden Aeußerungen ist vor allem Bürgerthums, die in der nationalliberalen Presse zu Wort es liege ja allerdings kein Landesverrath vor; man bemerkenswerth, daß das nationalliberale Börsenblatt zwar fommen, alles Gefühl dafür verloren gegangen ist, welcher tönnte Herrn G. vielleicht noch wegen Verlegung des Einwendungen gegen die Gestaltung des Belagerungszustandes nach dem gegenwärtigen Rechte erhebt, es aber chamlose Akt rohester Willkür die Verhängung des Be- literarischen Eigenthumsrechtes belangen. Aber wenn man das als das natürlichste Ding von der Welt betrachtet, daß einlagerungszustandes aus einem so nichtigen Vorwande sein auch nicht thäte und Herrn G. nunmehr unbehelligt laffe, so sei das weiter fein Unglück. Es gäbe ja noch andere Strafen, als Belagerungszustand, wie er nun einmal boties all die des Kriminalrichters; so fönne Herr G. sich die drei die des Kriminalrichters; schaffen ist, jetzt verhängt werden würde. Es macht Monate Untersuchungshaft als Girafe an Politische Mebersicht. nicht den geringsten Versuch, auch nur zu unterrechnen; eine weitere liege in der Verachtung aller anständigen suchen, ob denn überhaupt Anzeichen dafür vor- da Leute vom Schlage der National- Beitung". Berlin, 13. September. Das letztere, das handen sind, daß ein solches Bedürfniß eintreten könnte, Die internationale Solidarität des Proletariats wird die National Beitung" wohl zugeben, ist für uns Sozialsondern redet so, als ob die Haltung der sozialdemokrati- offenbart sich glänzend in der neuen Hatz, welche die demokraten keine Strafe; wir haben nur nach der Achtung oder schen Wortführer" ein solches Bedürfniß herbeigeführt habe. Reaktion gegen uns organisirt hat oder zu organisiren ständigen Gegner zu fragen, und können die der„ ordentlichen und Ob nun noch außerhalb der Redaktionsräume der versuch t. Denn der Versuch wird nicht gelingen. anständigen" Leute vom Schlage der von der„ National- Zeitung" Börsen- Zeitung" es Leute giebt, die den Glauben an ein Unsere Genossen im Ausland nehmen den lebhaftesten An- vertretenen Beute entbehren, ohne ein unbehagliches Gefühl zu haben. folches Bedürfniß hervorrufen möchten, wissen wir theil an dem Kampf, den wir für die gemeinsame Sache So bleibt denn für uns nur die andere Strafe: 3u unrecht ernicht. Jedenfalls unterstellt das Blatt denjenigen, denen führen. Die Erklärungen des englischen Gewerkschafts- und littene Untersuchungshaft und sonstige polizeiliche und staatsanwaltes die Initiative zu einer solchen Maßregel beimißt, ein des französischen Arbeiterkongresses sind nicht vereinzelt ge- liche Drangfalirungen. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn allem bestehenden Recht hohusprechendes Unterfangen. Wer blieben. Von allen Seiten erhalten wir Zustimmungs- und die Ordnungsphilister denselben freudig zustimmen und ihrer die" Haltung der Wortführer der Sozialdemokratie", um Sympathie- Adressen. So theilt uns der Sekretär der Freude auch lauten Ausdruck geben; ist ja der Verlust des Gefühls für Gerechtigkeit immer eines der deutlichsten Zeichen des bei der Ausdrucksweise des Börsenblattes zu bleiben, mit englischen Social democratic Federation, Genosse Lee, Niederganges einer herrschenden Klasse gewesen, welche in Verdem Bedürfniß nach dem Belagerungszustande in Ver- nachstehenden Beschluß des Ausschusses jener Organi- fennung der Macht der Ideen sich mit dem Polizeiknüppel zu bindung bringt, müßte doch wenigstens die Spur eines Beweises fation mit: behaupten sucht. dafür erbringen können, daß die Voraussetzungen, die zur" Der Ausschuß der sozialdemokratischen Föderation Einführung des Belagerungszustandes selbst nach unserem heute bestehenden Recht gefordert werden, in jener Haltung gegeben sind. fo " be Zur Verhängung des Belagerungszustandes ist ein Krieg mit einer auswärtigen Macht oder Aufruhr im Inlande erforderlich. Die Haltung", von der das Börsenblatt bei seinen Erörterungen ausgeht, beschränkte sich nun auf eine abfällige Kritik von allerhand Festlichkeiten, vielleicht auch auf allerhand Euthüllungen, die letzter Zeit in der sozialdemokratischen Bresse zu finden waren. " würde. . Pindter 11. schreibt: ihrer " " " wünscht den deutschen Kameraden Glück zu der tapferen Beschlagnahme und Verhaftungen. Die Nr. 37 Haltung, die sie, im Interesse der internationalen Solider in Halberstadt erscheinenden Sonntagsbarität, gegenüber dem Militarismus beobachten, und er Beitung" wurde auf Antrag des Staatsanwalts und drückt ihnen seine Sympathie aus bezüglich der Verfol- Verfügung des Amtsgerichts beschlagnahmt, weil sie in gungen, denen ihre Redakteure unterworfen worden sind." einer Notiz mittheilte, daß das Berliner Tageblatt" den Andere Kundgebungen haben einen ähnlichen Inhalt. Baurath Schwechten als Urheber der Kameel- Notiz nennt. Und namentlich sind es die Verhaftungen der sozialdemo- Es wurden sogar einseitig bedruckte Exemplare, welche die kratischen Redakteure, welche im Ausland gerechtes Er- inkriminirte Nachricht gar nicht enthielten, trot Protest mit staunen hervorgerufen habe.n Solche Maßregelungen der beschlagnahmt. Beschwerde ist eingelegt. Presse sind außer in Rußland und in Crispiland auch nur Die am 11. d. M. ausgegebene Nr. 210 der in Erfurt Wir haben in unserem gestrigen Leitartikel bereits noch in Deutschland möglich. erscheinenden, Thüringer Tribüne" wurde angeblich nachdrücklich betont, daß diese Erörterungen, selbst wenn Fürwahr, besser als durch diese Maßregelungen hätten wegen Majestätsbeleidigung in der Expedition und in den sie den herrschenden Klassen noch so unbequem sind, unsere Feinde den thatsächlichen Beweis nicht erbringen Wirthschaften mit Beschlag belegt. Der Staatsanwalt bes Redakteurs, Genossen nie und nimmer auch nur mit einem Schatten von können, daß wir Sozialdemokraten den Geist des antragte die Verhaftung des Das Land= Recht für die von der reaktionären Presse empfohlenen Heiligen Sedan richtig erfaßt haben. Güldenberg, wegen Fluchtverdachts. Gewaltmaßregeln den Vorwand abgeben könnten, wie viel gericht lehnte diesen Antrag ab, da er durch die weniger zu der jetzt als etwas ganz Natürliches von der Börsenzeitung" ventilirten Verhängung des Belagerungs- Rede in Braunschweig mit der Bemerkung geschlossen, der Herr Liebknecht hat, der„ Kölnischen Zeitung" zufolge, eine Höhe der zu gewärtigenden Strafe sich nicht rechtfertige. Zur Konfistation ihrer Nummer vom 11. September zustandes. Die Volkszeitung" meint mit recht, die Art Sedanrummel" und die Rufe zum Kampf gegen die Sozial- schreibt die Breslauer Volkswacht": und Weise, wie das Börsenblatt diese Frage er- demokratie hätten nur den Zweck, eine Bewegung zur Aenderung Beschlagnahmt wegen angeblicher Majestätsbeleidigung, beörtert, erwecke den den Verdacht, daß es dem Blatt des Wahlrechts und zur Beschränkung der politischen Freiheit gangen im Leitartikel, ist auf Anordnung des hiesigen königlichen gar nicht so sehr um die Aenderung der gegenwärtig einzuleiten. Diese dreiste Verdrehung des Sachverhalts ist Polizeipräsidiums die gestrige Nummer unseres Blattes. Die Leser unseres Blattes, die dasselbe noch vor der Konfiskation cr= rechtsgiltigen Form des Belagerungszustandes zu thun sei, ein tattischer Kunstgriff der Sozialdemokratie und als darum, das deutsche Publikum beizeiten durch Er- Freunde. Die neuerdings sich erhebenden Rufe zum Kampf hielten, werden sich erstaunt fragen, wo denn in jenem Artikel Es ist selbstverständlich gegen die Sozialdemokratie haben ihren Grund in empörenden feine Wiajestätsbeleidigung darin, der Kaiser ist weder die Majestätsbeleidigung stecke! Ausschreitungen der sozialdemokratischen Presse, deren Einzeltommen hat. Sie sieht allerliebst aus in ihrer neuesten Reit- heiten jedermann bekannt sind. Die Kampfrufe haben nicht eine direkt noch auch nur indirekt genannt oder gar irgendrobe und lächelt ihm von draußen zu mit ihrem allerfüßesten bloß fiktive, fünstlich hergestellte Unterlage; sie sind durch Thaten wie kritisirt, es handelt sich in dem ganzen Artikel um Lächeln und nimmt dann gnädig die huldigenden Komplimente der Sozialdemokratie veranlaßt und verfolgen kein anderes Biel, gar nichts anderes, als um die Konstatirung einer historischen, in Empfang, die ihr die Kavaliere aus der Gesellschaft als das, der Wiederholung solcher Thaten der Verwüstung und das Hohenzollernhaus betreffenden Thatsache, die fast vierhundert Bergiftung des deutschen Bolsgeistes vorzubeugen. So stehen auch Jahre hinter uns liegt- und basin peretele nice febr Winterfeld's spenden. Sie kommt, um ihren Bräutigam zu alle Borschläge, die zur Erreichung dieses Zieles gemacht werden, auf beleidigung, allerdings nur nach Ansicht unserer bekanntlich sehr einem Spazierritt zu entführen. Und jeder findet das höchst dem Konto der sozialdemokratischen Presse als eine Folgewirtung eifrigen Polizeibehörde. Unzweifelhaft wird jene Beschlagnahme vom Gericht wieder aufgehoben, vorläufig aber haben wir den Schaden! natürlich. Eine junge Braut sehnt sich immer nach ihrem ihrer Haltung, ohne die keine Veranlassung zu Erörterungen und Gericht wieder aufgehoben, vorläufig aber haben wir den Schaden! Wem fällt da nicht der Artikel der Schlef. 8tg." ein, den wir Bräutigam und will immer mit ihm zusammen ausreiten, Anregungen dieser Art vorläge. Wünschen die Sozialdemokraten Wem fällt da nicht der Artikel der Schles. 3tg." ein, den wir in Nr. 212 d. Bl. behandelten und in welchem es als falsch be= wenn er ein so reicher und vornehmer Mann ist. Man nichts von Erwägungen, ob nicht eine enderung verabschiedet sich unter einer Menge von Händedrücken, Ver- des Wahlrechts geboten erscheinen müsse, zu zeichnet wird, wenn die ausführenden Organe der Staatsgewalt beugungen und Hutschwenken und mit einer Anzahl von Worten, hören, so brauchen sie nur mit ihrem Mißbrauch dieses sich durch die Besorgniß vor einer späteren, etwa durch richterdie nichts bedeuten. Herr Winterfeld läßt seinen Rappen bringen, Wahlrechts behufs Unterwühlung des deutschen Reiches und liche Instanzen erfolgenden Aufhebung ihrer Verfügungen in dem ein sehr schönes Thier, der jedes Rennen gewinnen kann, foll, Schicht zu machen und sich in ihrem ganzen Verhalten auf machen laſſen würden seiner Verfassung, in deren Dienst das Wahlrecht funktioniren unablässigen Kampfe gegen die sozialdemokratische Gefahr irre wenn es will und reitet auf ihm davon. Einem Beamten den von den Urhebern der Reichsverfassung und des allgemeinen Auf die Beschwerde des Verlegers des hannoverschen der Bank hat er die Aufsicht über das Abladen des Silber- Wahlrechts in Deutschland vorausgesetzten reichstreuen und Boltswille", des Genossen Meister, an das Amtsgeldes überlassen. Sie reiten langsam die Calle Palmas patriotischen Standpunkt zu stellen. gericht, die Aufhebung der von der Staatsanwaltschaft verhinauf, gegrüßt von allen Seiten, und Fräulein Juanita's" Ohätt'st Du geschwiegen still!" Die„ Thaten" der fügten Verhaftung des Redakteurs Rauch betreffend, ist von Pferd tänzelt ebenso kokett auf dem Pflaster, wie ihrer Herrin Sozialdemokratie sind, gleich ihren Gedanken" heute die- feiten des Amtsgerichts immer noch keine Antwort erfolgt, Blicke tokett hin und herfliegen von ihrem Bräutigam zu selben, wie allezeit, seit es eine Sozialdemokratie giebt. Die obwohl die Beschwerde bereits am Sonnabend abgesandt den Vorübergehenden auf der Straße. Man ist ein kurzes Stellung der Sozialdemokratie zum Sedanrummel" ift worden ist und das Gesetz doch besagt, daß entweder eine Ende geritten, als man dem ehrenwerthen Advokaten heute um kein Haar breit anders als sie seit dem Beginn Bestätigung der Handlung des Staatsanwalts oder eine Herrn Doktor Francisco Fernandez begegnet, der des Sedanrummels gewesen ist. Aufhebung der Haftverfügung innerhalb 3 Tagen zu er ebenfalls seinen Nachmittagsspazierritt macht. Er zieht Weshalb also jetzt noch einmal das wüste Denunziations folgen hat. schon von weitem seinen Panamahut und hält dann vor geschrei, wenn nicht besondere Zwecke dabei verfolgt werden? ihnen: Vor einem Jahr war es genau ebenso-nur daß Sehr entzückt, mein Fräulein... unendlich reizend damals an die Philisterangst vor dem anarchistischen wie immer... mein werther Gönner, Don German... Wauwau statt an den Mords- und Prozentpatriotismus Don Juan... zu Ihrer Disposition. appellirt wurde. " Er hat auch schon gehört, daß das Silber angekommen Im übrigen danken wir Herrn Pindter H. für die ist, und daß morgen die Bank eröffnet werde, um ihre naive Offenheit, mit der er das Attentat auf das allgeOperationen zu beginnen. Er gratulirt nicht Herrn Winter- meine Stimmrecht wenigstens bedingungsweise feld, sondern dem Lande Paraguay, das einen solchen eingesteht. involvirt eine MajestätsUnser wackerer Genosse Ilge wird, wie wir gestern bereits berichten konnten, gegen 10000 M. Raution auf freien Fuß gestellt werden. Da die Summe selbstverständlich sofort geschafft wird, war die Freude des nationalliberalen Preßgefindels etwas verfrüht. Zur Charakteristik dieser Herren von Bildung und Besit wollen wir eine Auslassung des Leipziger Korrespondenten des„ Chemnitzer Tageblattes" festnageln, die die Meldung von Jülge's Verhaftung also glossirt: Die Maßnahme wird in weiten Kreisen mit Freuden begrüßt." Pfui! " generösen Beschützer gefunden habe... Schon auf die Also wenn die Sozialdemokraten sich gut verhalten" bloße Nachricht, daß das Silber wirklich im Hafen liege, im Sinne des Bindter II.-, so wird keine Aende- Freigelassen ohne Rautionsstellung ist unser Ge sei das Goldagio um zwei Punkte gewichen, und Giros rung" des Wahlrechts in Erwägung" genommen. nosse Ströbel in Kiel, nachdem man ihn 24 Stunden auf Buenos Aires um 5, auf Europa um 3. Mittendrein Wenn sie's aber nicht thun und sie werden es in Haft behalten hatte. Die Inhaftnahme Ströbel's und fragte er, ob Herr Winterfeld schon auf der Estancia Cerro sicher nicht thun- dann, Herr Pindter II.? Nun, die Konfiskation der Volks- 8tg." war wegen des gleichen Desgracias gewesen sei. dann? Genug, wir hatten recht. Artikels erfolgt, dem auch unser Breslauer Partei- Organ, Der hatte noch keine Zeit gefunden, es sei in den letzten Die Freundin der Gesetzlichkeit, die„ National- Zeitung", die„ Volkswacht", zum Opfer gefallen ist. Ob in Kiel Tagen so viel mit der Einrichtung der neuen Bant zu thun hat kein Wort der Mißbilligung gefunden, als vor wenigen die Beschlagnahme aufgehoben ist, wissen wir zur Zeit gewesen. Tagen ihre Gesinnungsverwandte, die konservative„ Schlesische noch nicht. Der konfiszirte Artikel beschäftigte sich mit der Beitung" die Polizei aufforderte, unter Mißbrauch der Amts- deutsch- nationalen Gesinnung einiger Hohenzollern im 15. ( Fortsetzung folgt.) L und 16. Jahrhundert ohne jede Beziehung auf neuzeitliche aufgedeckt worden sind. Dieser Dieser feige Verrath der Veröffentlichungen denken, sobald sie ihnen nüßent. Vorgänge, daß trotzdem eine Konfistation erfolgte, fönnte eigenen Sippe mag die Stöcker und Hammerstein, umsomehr Am 13. Juli 1886 schrieb der befagte Geistliche: wundernehmen, wenn ja wenn wir nicht 1895 schrieben schmerzen, als diese nach und nach in ein Machtbewußtsein and das 25jährige Jubiläum der Gründung des Deutschen sich hinein gelebt hatten, für das es kein Hinderniß mehr Hochgeehrter Herr Freiherr! Reiches feierten. . Hierdurch beehre ich mich, Ihnen namens einer vertraulichen zu geben schien. Die Herren zündeten nicht nur Scheiter Versammlung von leitenden Persönlichkeiten der beiden Gruppen: Die Nr. 5 des„ Sozialist" verfiel auch der Kon- haufen an, um nach oben die Dinge in der von ihnen ge- der positiven Union und der Konfessionellen in Rheinland fistation. Es wurde nur eine geringe Anzahl von Exem- wünschten Beleuchtung erscheinen zu lassen, sie gingen plaren vorgefunden. Gegenstand der Beanstandung ist eine weiter und maßten sich an, die Besetzung der Beamtenstellen und Westfalen vertraulich mitzutheilen, daß wir auf kurze Notiz, das Vorkommuiß in Labiau bei Tilsit an- nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu erzwingen. Hier allen Kreissynoden, die noch nicht gehalten sind, einen läßlich der Feier des Gedenktages von Mars la Tour be- ein kleines Beispiel für unsere Behauptung: treffend. Acht Leute der politischen Abtheilung haussuchten in Druckereis und Expeditionsräumen, ohne daß das Manuskript gefunden wurde. Vier Leute behaussuchten den Redakteur in der Wohnung, zwei im Geschäftslokal. Die„ Kölner Zeitung" von der Erklärung des Herrn N. und Gen. Notiz mußte abgelegt werden. Notiz genommen konnte ich nicht länger schweigen. Sie Neuestes vom groben tufug". Der Redakteur unseres finden in Nr. 276 zweite Seite den betreffenden Angriff gegen Stettiner Bruderorgans, des Boltsboten", Genosse h1, soll dadurch groben Unfug verübt haben, daß er in der Nummer vom 10. August 1895 die im Monat Juli erfolgten Verurtheilungen von Parteigenossen, die bekanntlich seit Jahren unbeanstandet veröffentlicht werden, zur Kenntniß seiner Leser zu bringen sich erkühnt hat. Armes juristisches Aschenbrödel, armer grober Unfugsparagraph, zu welchen Diensten wirst Du heran gezogen! Wer durch die Veröffentlichung beunruhigt sein soll, ob die Verurtheilten, ob noch nicht verurtheilte Schuldlose, oder ob die, die späterhin vielleicht einmal jemand verurtheilen könnten, wird der Verhandlungstermin, der auf den 26. September 1895 anberaumt ist, dem Nichtjuristenverstand enthüllen. Vielleicht verräth dann die Behörde auch, ob Publikationen von Verurtheilungen, die auf grund gerichtlicher Urtheile nach dem Gesetz erfolgen müffen grober Unfug" find. Hoch lebe die Preßfreiheit und die hochwohllöbliche Juristenweisheit! Telegrammzenfur. Dem„ Hamb. Echo" wird aus Lägerdorf geschrieben: gleich lautenden allgemeinen Antrag auf größere Berlin, 18. 6. 90. Freiheit und reichlichere Dotation der evangelischen LandesWerther Herr.....! firche im Sinne Ihres Antrages und zur Unterstügung Ihre freundlichen Zeilen erhielt ich heute. Nachdem die desselben bei der demnächstigen Kammerverhandlung durch zubringen versuchen werden, und sind die Herren......( die als Superintendenten sämmtliche Kreis Synodal- Protokolle bekommen) beauftragt worden, Ihnen, wo derartige Anträge durchDitfurth.*) Der Mann muß aus Bielefeld fort, sonst gegangen sind, sofort das Protokoll zu senden. Sie können dann wird keine Ruhe. Ich hoffe es auch zu erreichen. sowohl in der„ Kreuz- Zeitung" wie in der Kammerverhandlung An die Neue Gütersloher Zeitung", welche meine Rede Gebrauch davon machen, müssen nur nicht auf die als Manuskript einfach gefälscht hat, sandte ich eine Berichtigung. " Gottbefohlen Ihr v. Hammerstein. erinnern, wie die konservativen jedesmal wahre KrampfBur richtigen Würdigung dieses Briefes muß man sich anfälle bekommen, wenn auch nur der Gedanke auftaucht, das Recht der Krone, Beamte anzustellen oder zu entlaffen, könnte eine Einschränkung erfahren. Man stößt eben überall auf Heuchelei, Verlogenheit und Feigheit, wo immer man bei dieser Sippschaft hinter die Koulissen sieht. Post- Stephan im Kampf gegen die Rotte! Um den Parteitag Der Stöcker- Brief giebt den Zeitungen der verin Elmshorn zu begrüßen, hatten die Lägerdorfer Genossen folgendes schiedensten Richtungen noch immer Anlaß zu allerlei Telegramm aufgegeben:" 3u den Verhandlungen und Beschlüssen des Erörterungen. Am meisten giebt er nationalliberalen und Parteitages den Vertretern des Proletariats die herzlichsten Glück konservativen Parteien zu Besprechungen darüber die Unter" gedruckten Protokolle ausdrücklich bezug nehmen, sondern die Quelle Ihrer Mittheilung im Dunkel lassen.. Natürlich haben die geistlichen Herren für diese Ilts diskretion" die Entschuldigung, daß es galt, der evangelischen natürlich der Zweck das Mittel. Kirche höhere Einnahmen zu verschaffen. Und da heiligt Fromme Wünsche. In der ausländischen Presse finden wir folgende Notiz: " blatte: fommt." 11 * Deutsches Reich. ein Proletarierkind neben einem vornehmen". Die gesammten Wie der Berliner Börsen- Zeitung" von vertrauenswerther Seite mitgetheilt wird, sind Schritte eingeleitet worden, um die Fortsetzung der Publikationen zu verhindern, respektive fernere Zusendungen von Briefen kompromittirenden Inhalts an den Vorwärts" hintanzuhalten. Es sei das allerdings eine kostspielige Sache." Das ist einfach Humbug. Die Veröffentlichungen werden fortgesetzt, so lange fie uns angebracht erscheinen, und der wünsche. Ein Hoch der internationalen, völkerbefreienden Sozialdemo- lage, welcher von beiden Parteien am meisten zuzutrauen uns zu diesem Zwecke zur Verfügung stehende Vorrath von tratie als Protest gegen die mordspatriotische Sedanfeier und den sei, daß sie bei einem Zusammenschluß aller ordnungs- Originalbriefen reicht noch auf lange und birgt noch manch' kulturfeindlichen Militarismus. Die Lägerdorfer Genossen." Dieses freundlichen Glemente" von der anderen übers Ohr gehauen Interessantes. Telegramm wurde seitens der Post abgewiesen und dem Absender werden würde. Die scheinbare Zwietracht der feindlichen die Gebühren wieder zugestellt. Interessant ist nun die Begründung: Kartellbrüder sucht die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" Das Telegramm wird auf grund des§ 1 der Telegraphenordnung vom 15. Juni 1891 zurückgewiesen, da der Inhalt sich(!!) durch spaltenlange Artikel zu überbrücken. Mit frommer Graf Waldersee, der noch immer als der gegen die Gesetze verstößt. Lägerdorf, 2. Sept. 1895. Kaiserliches Biedermannsmiene bedauert sie, daß es leider unbestreitbar fommende Reichskanzler gilt und in den letzten Tagen als Poftamt. Jams." Schade, daß der gesetzeskundige" Herr Jams sei, daß der früheren Leitung der Kreuz- Zeitung" jedes Schiedsrichter bei den Kaisermanövern fungirt hat, wurde zum nicht angiebt, gegen welche Gefeße sich" der Inhalt verstößt. Mittel zur Erreichung ihrer Ziele recht war, und ver- General- Oberst mit dem Range eines Feldmarschalls ernannt.Die Gährung in der konservativen Partei, die sucht die verschiedenen konservativen Strömungen, die sich)- Reden ist Silber, Schweigen ist Gold denkt durch den Fall Hammerstein und das Nachplumpsen nationalliberal uennende Organe und auch die Ultra- jetzt auch der redfeeligste aller Silberbolde, der Herr v. Kardorff. Stöcker's hervorgerufen wurde, brodelt immer heftiger empor. Mrtikel bei der absoluten politischen Bedeutungslosigkeit des tage feine bimetalliſtiſche Rede losließ, weigert sich jetzt, feiner, montanen unter eine Kappe zu bringen. Wir würden diese Er, der selbst bei den allerunpassendsten Gelegenheiten im ReichsNachdem nicht nur die„ Konservative Rorrespondenz", sondern auch der Reichsbote" versucht haben, den blamirten Hof- freiwillig- gouvernementalen Blattes und ihres Chefredakteurs, Wählern über das, was das Um und Auf seiner Politit iſt, prediger a. D. abzuschütteln, gewinnt es allerdings den Dr. Griesemann, unerwähnt gelassen haben, wenn nicht Rechenschaft abzulegen. Er schreibt nämlich in einem FlugAnschein, als ob in der konservativen Partei leitende einige von der bekannten nationalliberalen Verleumdungs- ,, Unzweifelhaft gehört die Währungsfrage zu den schwierigsten Kräfte bemüht sind, sie zu einer Häutung zu bringen, die korrespondenz bedienten Blätter diesen Artikeln jetzt dadurch Punkten der Volkswirthschaft. In allen Ländern find Staatsfich eines neuen Kartellbündnisses würdig machen würde. Werth einzuhauchen versuchen, daß sie behaupten, die männer und Gelehrte darüber uneinig. Aber eben deswegen Dagegen erhebt sich aber das Volt" zu energischer Artikel seien von oben inspirirt". Diese Behauptung jener eignet sie sich nicht zu einer Behandlung in wenigen Zeilen. Sie Opposition; indem es betont, daß Herr Stöcker als Mit Korrespondenz ist erfunden und scheint darauf zu beruhen, daß kann nur durch die gründlichste Erörterung gewiegter Fachglied des Parteivorstandes genöthigt sei, eine Klärung könne als früherer Mitarbeiter der„ Konservativen Parteitor agitation benutzt, so zeigt er nur, daß es ihm wengeabler ane die Korrespondenz von der Ansicht ausging, Dr. Griesemann männer geklärt werden, und wenn der Deutschfreifinn sie zur herbeizuführen", beruft es sich für seine Stöckertreue auf zwei gleichgesinnte süddeutsche konservative Blätter, die respondenz" unmöglich gegen seinen früheren Quasi- Chef richtige Lösung dieser Frage als auf Bethörung der Wähler anSüddeutsche Reichspost" in Württemberg und das Organ ieht so offen schreiben. Solche Annahme ist irrig. Aller- Daß Herr v. Kardorff nicht über die Silberwährung reden der bayerischen Konservativen, die„ Süddeutsche Landpost". dings hat Dr. Griesemann vor Jahren ausdrücklich, wie will, ist bisher noch nicht dagewesen. Aus letzterem Blatt wird angeführt: wir verrathen können, brieflich sich Herrn von Hammerstein- Behördliche Protokolle über fozialbemos „ Es ist an der Zeit, daß wir in aller Kürze erklären Aggressive gegen irgend einen Bestandtheil der konservativen uns, so schreibt die Frankfurter„ Voltsstimme", auf einen Augengegenüber bereit erklärt, alles Junenpolitische oder tratische Parteitage. Ein günftiger Bufall gestattete 1. Wir wollen tein Zusammmengehen einem Leichnam, dem Nationalliberalismus. Partei und ihrer Bresse vor seiner Lancirung in die blid einen Einblick in das von der Behörde herausgegebene 2. Wir halten fest an dem bravsten und muthigsten Korrespondenz erst der Begutachtung des Herrn Protokoll über den Frankfurter Parteitag. Daffelbe ist ein stattMann in Deutschland, an Adolf Stöcker. 3. Wir sind bereit, von Hammerstein zu unterbreiten" und als Recht des Herrn licher Folioband von 181 Seiten. Das Papier ist das feinste jedem ohne Unterschied der Partei die Hand zu reichen, der mit von Hammerstein anerkannt, weiter von seinem Recht, Aftenpapier und der Druck in Borgis- Fraktur auf das fauberste bauen will an der Erhaltung des Bauernstandes und des gewerb- Themata"( für Herrn Dr. Griesemann und die Kons. ausgeführt. Das Protokoll des Parteivorstandes macht neben lichen Mittelstandes, den Trägern aller politischen und bürger- Korr.") zu bestimmen, nach beiden Seiten den aus dem eleganten behördlichen Protokolt etwa einen Eindruck, wie Die jetzt in den konservativen Blättern umgehende gedehntesten Gebrauch zu machen." Diese Thatsache hindert Berhandlungen sind in dem behördlichen Protokolle viel ausVerleugnung der Herrn v. Hammerstein und Stöcker wird aber nicht, daß der jetzt von der Nordd. Allg. Zeitung" führlicher wiedergegeben, als in dem des Parteivorstandes. Das allgemein mit Lächeln aufgenommen. Sie gilt mehr als so lebhaft befürwortete utopische Vorschlag, einander zu Protokoll ist, wie wir mittheilen tönnen, nach den stenographi ein Symptom dessen, was die Herren jetzt gerne glauben trauen und sich zu nähern, durchaus eigenes Produkt des schen Aufzeichnungen des Stenographen Dr. Ganter zu Frankfurt machen möchten, als was den thatsächlichen Verhältnissen Herrn Dr. Griesemann ist. Dr. Griesemann vertrat feit verfaßt. Da im ganzen 150 Exemplare davon gedruckt sind, entspricht. So sucht die" Nordd. Allg." die Thatsache, daß etwa 1886 unter den sich bald konservativ, bald frei dürfte es sehr häufig in der Hand der Regierungs- und OberHerr v. Hammerstein so lange der eigentliche Führer der konservativ, bald nationalliberal nennenden Elementen präsidenten und Minister gefunden werden und ist ein wohl fonservativen Partei sein konnte, mit folgenden Ausführungen einen seiner dahin gehenden Artikel der Reichsbote" gegen volle Wert nicht im Buchhandel erschienen ist. den Standpunkt einer strammen Kartellpolitik. Als auf amtlicher Bibliotheken. Bu bedauern ist, daß das werthauf Jahrhunderte berechnetes, unvergängliches Prachtstück zu entschuldigen: „ Es ist leider unbestreitbar, daß der früheren Leitung der die Zumuthung des Aufopferns seiner Ueberzeugung sich scharf halt des interessanten Wertes serfällt in folgende Theile: Kreuz- Zeitung" jedes Mittel zur Erreichung ihrer Ziele recht war. wendete, beklagte er sich in einem Brief an einen ihm sehr A) Theilnehmer- Liste, welche 5 Folioseiten einnimmt; B) AnLiefer Praxis hätte nicht selten, sicherlich mit drastischem Erfolge, nahe stehenden Politiker mit folgenden Worten:" Bu träge, welche 14 Seiten beanspruchen; C) Die Verhandlungen, in gleicher Münze gedient werden können; aber die konservativen, meinem Bedauern hat der Reichsbote" wieder die ge- welche auf 111 Seiten Platz gefunden haben. Das Titelblatt von der„ Kreuz- Zeitung" befehdeten Männer waren der Ansicht, daß wöhnlichsten Faseleien wilder" Männer zusammengefunden, des schönen Werkes lautet: Parteitag der Sozialdemokratischen es keine Lage gebe, die den Gebrauch unangenehmer", d. h. nicht welche auf die übliche Ueberlegenheit und nicht zu ver- Partei Deutschlands vom 21.- 27. Ditober 1894 zu Frankfurt ganz loyaler und ganz reinlicher Mittel rechtfertige. Ein solches geffen Berhalten mag unpraktisch" gewesen sein, jedenfalls erschien es fällen und ähnlichen Dingen die Ungereimtheit meines Andeutung darüber, von wem und in wessen Auftrage das hier und da mit den üblichen persönlichen Aus- am Main. Nach stenographischen Aufzeichnungen. Druckerei Gottlieb u. Müller, Frankfurt am Main." Es enthält keinerlei auch der Leitung der Kreuz- Zeitung" lächerlich; aber für die Politiker, von denen wir sprechen, handelte es sich um Grund- Artikels zur Konsolidirung unseres Parteiwesens geißeln. Protokoll herausgegeben ist, was jedoch unsere Mittheilung, daß anschauungen, ohne die sie für unseren Staat und unser Volt. Der in Rede stehende Aktionsplan ist ein dasselbe von der Behörde herausgegeben ist, nicht hinfällig macht. nicht das wären, was sie sind." durchaus wohldurchdachter und unter allen Um Auf diese Tugendrettung der konservativen Partei er- ständen für die Konservativen vortheil widert die Frankfurter Zeitung", die sich mit den Vor- hafter.( Im Original sind diese Worte durchstrichen.) Ich gängen um Hammerstein sehr vertraut gezeigt hat: bin denn auch fest überzeugt, daß Sie seine Punkte, auf Sehr schön gesagt, aber es stimmt nicht nicht das über die ich ja eben nicht sofort ganz deutlich triebene Reinlichkeitsgefühl, das sich scheut, Pech anzugreifen, hinweisen tann, vollkommen würdigen werden, und be" So viel individuelle Freiheit wird man den Soldaten hat die Konservativen verhindert, schmählichen Vorgängen und bauere um so mehr, daß auch die„ Kreuz- Zeitung" den vom Feldwebel abwärts schon zugestehen können, daß sie selbst unwürdigen Personen ein Ende zu machen, sondern die Furcht Nationalliberalen die Ablehnung des Borschlages so leicht darüber befinden, ob sie eine ihnen zugefügte Mißhandlung ruhig vor dem Wespennest. Furcht vor der Diskreditirung der Partei gemacht hat." Die damaligen Flötentöne des Dr. Griesemann einstecken oder im Beschwerdewege verfolgen wollen." und höchst persönliche Furcht vor dem kühnen Rowdy, der ein anerkannter Pistolenschüße war, hatten den von ihm gewünschten Erfolg nicht. Er selbst führung bei Soldatenmißhandlungen eingeführt werde. Es gäbe Wir wären dafür, daß der Zwang für die Beschwerdesehr ehrenwerthe fonservative Politifer die Büchse ins quittirt einmal über sein Fiasko mit folgenden Worten: sonst noch Gelegenheit genug, die individuelle Freiheit der Soldaten Korn werfen lassen. Nur dadurch war es möglich, Ich sehe, daß meine Psychologie für diesen Fall nicht aus- auszudehnen. daß Zustände und Vergehungen, die vor den reicht." Wenn die Verbreitung der unwahren Nachricht, Strafrichter gehören, so lange vertuscht werden der Griesemann'sche jetzt wieder aufgenommene Plan sei 3um Fall Westen darp wir aus Diffen geschrieben: konnten, und daß von einer großen Anzahl persönlich ehren von oben inspirirt", ihm jeht zum Leben verhelfen Westendarp, seinen Posten als Gemeindevorsteher niedergelegt; aber Jetzt endlich hat unser bisheriges Drtsoberhaupt, der Herr werther tonservativer Männer schließlich nur ganz wenige fich würde, so würde das ein nicht uninteressanter Beitrag zur man dente ja nicht etwa, freiwillig. Das„ Osnabrücker Tagefanden, die auf die Beseitigung Hammersteins brangen und Parteipsychologie sein. zunächst ein weiteres Zusammenwirken mit ihm ablehnten. blatt" brachte nämlich vorgestern folgende" Bekanntmachung": Ohne Hilfe von außen würden auch diese wieder unterlegen sein." Zur Kenntnißnahme. Der Herr Regierungspräsident zu Was sie auch thun mögen, die Herren werden die Fett- Parteibestrebungen durch die Veröffentlichung der Hammer- Verurtheilung wegen Freiheitsberaubung die Suspension von Jmi Dunkel gelaffen. In den Preßorganen, deren Osnabrück hat auf grund meiner am 29. v. M. erfolgten flecke, die die abgeschüttelten Hammerstein und Stöcker in stein- Briefe am empfindlichsten getroffen werden, wird große meinem Amte als Gemeindevorsteher verfügt, die Dienſtführung der konservativen Partei zurückgelassen haben, so bald nicht Entrüstung zur Schau getragen, weil wir solche für unsere ist bis auf weiteres dem zeitigen Beigeordneten Herrn Kaufmann fortbeizen.politische Entwickelung wichtigen Enthüllungen, deren Fr. Hampe hierselbst übertragen. Westendarp." Herr von Hammerstein ist über Bord, und wenn Ursprung im Dunkel verbleibt, überhaupt uns erlauben. der Mantel fällt, so folgt der Herzog nach," Stöcker, der Dieser schöne Schein der Entrüstung auf der Wange Gottesstreiter und zweite Luther ist, wie unsere Leser an unserer Gegner veranlaßt uns wieder einmal, in unsere anderer Stelle lesen können, seinem Freunde gefolgt. Die Hammerstein- Mappe zu greifen. Es findet sich da aus der tonservative Parteileitung verleugnet jetzt die beiden einst Feder eines hervorragenden Kirchenlichtes im Rheinland hoch gefeierten Führer. Die„ tapferen Junker", die Söhne ein Dokument, aus dem hervorgeht, wie er selbst und ein und Enkel der„ Helden von Jena und Auerstedt", tneifen ganzer Cötus seiner frommen Anitsgenossen über indiskrete und verrathen ihre Führer, nachdem diese dem Kampfe um Junterinteressen und Junkers*) Ditfurth war der Herrn von Hammerstein unbequeme Privilegien Unglück gehabt. und ihre Intriguen Landrath. hat in Red. d. V. Der In findet einen Lobredner im Berliner Tageblatt". Wo hat das Die individuelle Freiheit beim Militär freisinnige Organ aber diese individuelle Freiheit entdeckt? In dem von uns gestern veröffentlichten Erlasse des Kriegsministers. Das würdige Blatt schreibt: " Eine Anzahl Veteranen, die in Elberfeld am Sedantage die städtische Ehrengabe von 30 Mark erhalten haben, übergaben den Betrag dem Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei Elberfelds. Das gleiche geschah in Düsseldorf. - Einen Schnorrbrief zu gunsten der Deutschen Tageszeitung" erläßt Herr Dr. H. Suchsland, Direktor des Bundes der Landwirthe. Darin wird die Hoffnung aus. gesprochen, ,, daß in absehbarer Zeit mit Gottes Hilfe dem frisch aufgenommenen Kampfe für unsere gerechte Sache der Sieg folgen wird, gilt es doch einen Kampf für unsere heiligsten Güter, für und politische Selbständigkeit". " Thron und Altar, für Haus und Herd, für wirthschaftliche| genommen: Die Versammlung hält den Entwurf für unan- Die Brauer in Karlsruhe haben in einer Versammlung nehmbar, weil er den Stempel der Eile und Flüchtigkeit an sich einstimmig beschlossen, vom Streit und vom Bierboykott abDiese hehre Aufgabe soll nun dadurch erreicht werden, daß trägt, beantragt aber, die Agrarfommission nicht aufzulösen, zusehen und sich mit dem Angebot der Brauereien zu begnügen, wir die Deutsche Tageszeitung" sondern ihr Zeit bis zum nächsten Parteitage 1896 zu geben, dem bas in folgendem besteht: 10/ 2stündige Arbeitszeit mit 6 Uhr,, durch Ueberweisung unserer Anzeigen unterstützen. Ja, sie einen neuen Entwurf vorzulegen hat; derselbe soll indeß nicht Schluß im Winter, Abschaffung der Küche, Zahlung der nothwir müssen noch weiter gehen, wir müssen unsere mechanisch in das allgemeine Programm hineingeflickt sein, wendigen Ueberstunden mit 40 Pfennig pro Stunde, Zahlung Lieferanten, die sonst anderweitig inseriren, fort sondern weil er eine besondere Klasse der Gesellschaft betrifft, der Sonntagsjour mit 2 Mart, Gewährung vollständiger Vereinsgesezt darauf aufmerksam machen, daß wir einen Abschnitt des Programms bilden." freiheit. nur von solchen Firmen taufen, die auch in der Deutschen Tageszeitung", in den für unsere Interessen eintretenden Fachblättern, wie der" Illustrirten landwirth. schaftlichen Zeitung" u. a. inseriren." Und das alles mit Gottes Hilfe!" Desterreich. Galizische Paschawirthschaft. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" läßt sich telegraphiren, daß der Bezirkstommiffay Sobrowolsti in Cholerzyn sechs Bauern und den gewählten Wahlmann Lipiarz in Ketten legen und einkerkern ließ, weil der Bezirkskommissar mit dem Wahlresultat unzufrieden gewesen sei.Belgien. - Die Bischöfe für die Sozialdemokratie. " Delegirte zum Breslauer Parteitag. Flensburg: Die Drechsler Nürnbergs ersuchen um Vermeidung Holzhäußer. Wahlkreis Speier Ludwigshafen: Stuben- des Zuzugs, da sie mit den Unternehmern in Differenzen stehen. Der Vorstand des Verbandes deutscher Berg- und reich. Chemniß: Enders und Haubold. Hüttenarbeiter schlägt in der letzten Nummer des VerbandsIn Brandenburg hat Genosse Ferdinand Ewald organs vor, den Namen der Organisation, den Thatsachen entder Miteigenthümer des Verlags und der Druckerei der sprechend, in Verband deutscher Bergarbeiter" Brandenburger Zeitung", seinen Gesellschaftsvertrag gekündigt. umzuändern. Von den Hüttenarbeitern haben sich nur sehr Er tritt am 1. Januar aus dem Geschäft aus. wenige dem Verband angeschlossen. Der Vorstand ist der Meinung, daß es zunächst seine Aufgabe sei, Sächsische Landtagswahlen. Für den 5. städtischen Kreis ( Altenberg, Bärenſtein 2c.) ist an fielle des Genossen Eger, der die Bergarbeiter zum Anschluß an den Verband zu verUmstände halber leider nicht kandidiren kann, vom Zentral- nehmen werde. Den Hüttenarbeitern, deren es eine stattliche eine Aufgabe, die alle Kräfte in Anspruch Agitationskomitee der Genosse Paul Dreyer in Löbtau ale Anzahl in Deutschland giebt, müsse es überlassen bleiben, sich Kandidat aufgestellt worden. selbst zu organisiren. Wenn bis zur nächsten Vorstandssizung fein Widerspruch aus dem Kreise der Kameraden, namentlich von glieder, an den Zentralvorstand eingelaufen sei, so werde der den Vertrauensmännern, als den berufenen Vertretern der MitVorstand über die entsprechende Gestaltung des Namens der Organisation beschließen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur Gewehr von Die gesammte christlich- sozialistische Partei ist wie aufs Haupt Freien Presse" hat die wegen„ groben Unfugs" über ihn der Elberfelder verhängte 14tägige Haftstrafe angetreten. Gegen die Niederrheinische Volts tribüne" in Düsseldorf ist auf Antrag des Kriegsbel=" als eine und die geschlagen durch das Kollektiv Hirtenschreiben des gifchen Episkopats. bas den Sozialismus Brut des Satans darstellt, die Geistlichen 0 ט 1 Gläubigen ermahnt, einig gegen den Feind der Kirche, des König thums und des Staates vorzugehen und sogar behauptet, daß, sofern Leo XIII. in seiner Encyklica Rerum novarum das unverdiente Elend der Arbeiter bedauert und deren schamlofe Ausbeutung geißelt der Heilige Vater dabei kaum Belgien im Auge haben fonnte, eine weise Regierung gerade betreffs der Arbeitergesetzgebung ein allseitig, rung gerade betreffs der Arbeitergesetzgebung ein allseitig, auch im Auslande anerkanntes Beispiel gegeben habe. So spielt sich zuletzt das Hirtenschreiben der Bischöfe als ein Schlag gegen die christlichen Sozialisten und hauptsächlich, wie die Indépendance Belge" bemerkt, als Wahlreklame heraus. Nur so weiter, ehrwürdige Eminenzen und Kapitalsdiener! Bald werdet ihr alle belgischen Arbeiter ins sozialistische Lager verscheucht haben. England. Die Verwendung des sächsischen Vereinsgefehes ist ministers wegen angeblicher Beleidigung des gesammten Offizier- um eine neue Nuance bereichert: In einer Steinfegerund Unteroffizierkorps des deutschen Heeres ein Verfahren ein- Bersammlung in Leipzig nahm der Borsigende in der Dis geleitet. fussion das Wort. Nach kurzer Zeit wurde es ihm vom überBeim Begräbniß des Parteigenossen Ernst Albert in wachenden Beamten mit der Begründung entzogen, als eiter Düsseldorf ist eine große Schaar Parteigenossen von der der Versammlung dürfe er nicht gleichzeitig über diese Dinge" hofe gegangen. Daraufhin hat das Schöffengericht den Berleger an den zweiten Vorsitzenden abgetreten habe. Darauf erhob Schwarz'schen Restauration aus gemeinschaftlich nach dem Fried- sprechen. Der Redner erwiderte hierauf, daß er den Vorsitz ja der Elberfelder Freien Fresse", Genossen Grimpe, zu 15 m. sich der überwachende Beamte und löfte die Versammlung auf. Geldstrafe verurtheilt, weil er einen ohne polizeiliche Ge- b auch von Rechtswegen", wird man ja bören, wenn bie Antwort auf die Beschwerde eingetroffen ist, die gegen das Ver nehmigung veranstalteten Zug geleitet habe. fahren des Beamten erhoben wird. Soziale Uebersicht. " Der Münchener Bau- Senat hat der Firma Holzmann u. Co., die zum Bau des Leichenhauses auf den östlichen FriedDer Verein deutscher Revisionsingenieure, d. h. der hofe Säulen aus Kelheimer Kalkstein zu liefern hatte, den LieIngenieure, die von den Genossenschaften angestellt sind, zuerkennen, daß der Arbeitgeber" Holzmann u. Co. sich in einem ferungstermin mit der Begründung verlängert: Es sei an - Gladstone über die Währungsfrage. In der hielt in Eisenach eine Versammlung ab, auf der gesagt Lohnkampfe befinde," welcher nach der vorliegenden Mittheilung Antwort auf einen ihm von dem Sekretär der Vereinigung zum wurde, der Wirkungskreis der staatlichen Fabrikinspektoren sei des f. Bezirksamts Kelheim von seiner Seite als„ nicht völlig Schuße der Goldwährung zugegangenen Brief sagt Glaftone, daß besonders in Gegenden von verschiedenartiger industrieller Be- unberechtigt" erachtet werden könne." Das Kelheimer Bezirksamt er seine vor zwei und einem halben Jahre über den Bimetallismus schäftigung ein so umfangreicher, schwieriger und zeitraubender, hatte nämlich in einem Schreiben unter anderm gesagt, ausgesprochene Ansicht keineswegs geändert habe; er mißbilligt daß sie unmöglich den Schutzvorrichtungen zur Unfallverhütung bie die jetzigen Versuche, die Währung zu ändern, hält dieselben die erforderliche Beachtung schenken könnten; man möge die Säulen an Holzmann u. Go. liefert, hätten die Arbeit Steinmezen von C. A. Lang in Kelheim, der jedoch nur für vorübergehende Grillen. deshalb die staatlichen Aufsichtsbeamten dahin ent laften, daß mit der Ueberwachung der Arbeiter- weifellos auf Anreizung auswärtiger, sozialistischer Agitatoren" - Amnestie. Giner Meldung aus Honolulu zufolge ist verhütung die Beauftragten der Berufsgenossen probe der sozialdemokratischen Steinmez- Organisation gegenüber schuh- Vorrichtungen und der Bestimmungen über Unfall- eingestellt, der Streit wäre von allen Seiten als ein durchaus frivoler anerkannt" und sei augenscheinlich lediglich eine Kraftdie wegen Betheiligung am Royalistenaufstande zu 5 jährigem fchaften betraut werden. Diese Einrichtung gebe die Gewähr, den Arbeitgebern, gepaart mit dem Versuche, die zahlreichen LangGefängnisse verurtheilte frühere Königin Liliuokalani begnadigt daß die Fabrikinspektoren sich ihrer sonst wichtigen und vielschen Steinbrucharbeiter bei dieser Gelegenheit in die Organisation und sämmtlichen aus diesem Anlaß Berbannten mit Ausnahme feitigen Aufgaben ganz widmen können, aber auch die Möglichkeit, der Brüder Ashford die Rückkehr gestattet worden. daß sich für Beurtheilung von Schuhvorrichtungen besondere Fachmänner herausbilden. " Hawaii. Partei- Nachrichten. Agrarprogramm. Die Delegirten des 12. hannöverschen Wahltreises Göttingen Münden faßten auf ihrer Partei tonferenz in Göttingen nach dem Vortrag Thiel'horn's aus Hannover mit allen gegen 1 Stimme folgenden Beschluß: Die Parteifonferenz ist der Ansicht, daß der Agrarprogrammi Entwurf sowohl in seinen Grundgedanken wie auch in seinen Ronsequenzen dem sozialrevolutionären Charakter der Partei widerspricht. Die Durchführung des Entwurfes würde dem beabsichtigten Zweck, die Bauernschaft für uns zu gewinnen, nicht entsprechen, vielmehr geeignet ſein, die heutige Gesellschaftseinzubeziehen". 130 Arbeiter der dortigen Eisengießereien und Maschinen Aus Kopenhagen berichtet die Kölnische Zeitung", daß fabriken die Arbeit eingestellt hätten, weil der Fabrikantens verein sich weigerte, einen Mindest- Stundenlohn von 30 Dere ( 36 Pf.) zu gewährleisten. in anderen Zweigen eine Einstellung der Fabritthätigkeit herbei( 36 Pf.) zu gewährleisten. Der Ausstand dürfte allmälig auch führen. Das genügte dem Bau- Senat der guten Stadt München, um, Für diese Forderung könnte man sich allenfalls erklären, ohne einen einzigen Arbeiter gehört zu haben, zu gunsten der wenn an der Verwaltung der Berufsgenossenschaften die Arbeiter Firma Holzmann u. Co. zu entscheiden. Die Agrarkommiffion wird die Programm- Entwürfe der mit demselben Rechte wie die Unternehmer theilnähmen. Da drei Unterabtheilungen in den nächsten Tagen ver- jedoch der Arbeiter in den Berufsgenossenschaften so gut wie gar öffentlichen. Uebrigens versteht es sich, wie wir heute erfahren, nichts zu sagen hat, ist der Fabrikinspektor als Aussichtsperson von selbst, daß auch ohne eine solche Veröffentlichung der den Beauftragten der Berufsgenossenschaften entschieden vorzuReferent sowohl als der Korreferent das Recht gehabt hätten, ziehen, denn er kann den Unternehmern viel erfolgreicher entgegen von diesen drei Entwürfen freien Gebrauch zu machen. treten als die von diesen angestellten Beauftragten der Berufsgenossenschaften. Wir werden in unserer Ansicht durch die Thatsache bestärkt, daß sich, wie das Berliner Tage zuhalten. Zuzug von Metallarbeitern ist deshalb aufs strengste ferns blatt" mittheilt, unter den mehr als zweihundert berufsgenossenschaftlichen Beauftragten ein erheblicher Prozentsatz von beiterinnen der mechanischen Weberei von Wanzi u. o. In Trecate bei Novare in Italien haben die Ar Leuten befindet, die technisch nicht vorgebildet sind und für die die Arbeit eingestellt. Sie fordern: reines Trinkwasser, halbBeurtheilung von Schuhvorrichtungen das nöthige Verständniß stündige Mittagspause, Ansammlung der Strafgelder zu einem gar nicht haben tönnen. Es sind dies Geschäftsführer von Unfallversicherungs- Fonds, während sie bisher den Unternehmern Berufsgenossenschaften, also Bureaubeamte, die nebenbei den in die Tasche flossen. Die drei Forderungen charakterisiren die Beauftragten" spielen und durch diese Thätigkeit ihrem Haupt Menschenfreundlichkeit der Firma Benzi u. Co. hinreichend. amte, das bei der gegenwärtigen Lage der Unfallversicherungs- Menschenfreundlichkeit der Firma Venzi u. Co. hinreichend. Gefeßgebung mehr denn je eine volle Arbeitskraft erfordert, Depeschen und letzte Nachrichten. ordnung durch künstliche Konservirung des Bauernstandes noch wesentlich entzogen werden." eine Zeit lang aufrecht zu erhalten und damit den ökonomischen und politischen Entwickelungsprozeß hemmen. Die Parteikonferenz Der Verband deutscher Gewerbevereine hält vom 22. Triest, 13. September.( B. H.) Die österreichische Rehält die in unserem Parteiprogramm aufgestellten Forderungen bis 24. September in Kaffel seine vierte ordentliche Haupt- gierung soll ein Verbot erlassen haben, wonach am 20. September für völlig ausreichend, um die Ideen der Sozialdemokratie auch versammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen u. a. nach Italien keine Vergnügungs Extrazüge abgelaffen werden auf das platte Land zu tragen." folgende Punkte: 1. Sonderberichte über die Erledigung bezw. dürfen. weitere Behandlung der auf der letzten Hauptversammlung in Budapest, 13. September.( W. T. B.) Von unterrichteter Die gestern auszugsweise mitgetheilte, in Schkeudig ge- Sarlsruhe erörterten Fragen: a) Ausdehnung der Unfall- Seite wird mitgetheilt, daß die Begnadigung der im Memorandumfaßte Resolution des Merseburg Querfurter Kreistages lautet wörtlich:" Der am 8. September in Schleudik versicherung auf das Handwerk und Kleingewerbe; b) der prozesse verurtheilten rumänischen Agitatoren sich auf sämmtliche tagende Kreistag der sozialdemokratischen Partei des Wahlkreises derung des gewerblichen Unterrichts und Anstellung unlautere Wettbewerb in Handel und Gewerbe; c) För Verurtheilten erstrecken wird. Dieser Gnadenaft soll die AusMerseburg- Querfurt sieht in dem vorliegenden Agrarpropramm- Erhebungen von fassung zur Geltung bringen, daß die Regierung hinsichtlich der Entwurf kein Mittel, um die Ideen des Sozialismus unter der derungen der Bauhandwerker und Lieferanten. 2. Die Ver: und gebessert ansieht. über dessen Lage; d) Sicherung der For nationalen Agitationen heute die Lage als beträchtlich verändert Landbevölkerung zu verbreiten. Der Kreistag erblickt vielmehr sicherung der Arbeitslosen; Vortrag von Dr. Ha mpte- Raffel. Sofia, 13. September.( B. H.) Das Organ Radoslawows in einzelnen Punkten des Entwurfs eine Stärkung des Klaffen- 3. Die preußische Zentral Genossenschaftskasse; Bortrag des„ Narodni Prawa" ist in Anklagezustand versetzt worden und staates, sowie in anderen Punkten eine Verhinderung des noth- Handelskammer- Syndikus Dr. Rohr- Rassel. 4. Vorschläge zur zwar wegen Beleidigung des Fürsten Ferdinand. Das Bergehen wendigen Akkumulationsprozesses des Grundbesitzes. Aus diesen Regelung des Submissionswesens; Berichterstatter Vorsitzender wurde in einem Artikel gefunden, in welchem dem Fürsten der Gründen spricht der Kreistag seine Ueberzeugung dahin aus, des Gewerbevereins Schreinermeister Rue 13- Kassel. 5. Die Sath ertheilt wurde, Bulgarien zu verlassen, wenn er nicht daß der Entwurf in seiner jetzigen Faffung als nicht annehmbar Vereinfachung und der weitere Ausbau unserer sozialpolitischen ebenso wie Stambulow getödtet werden wolle. zu bezeichnen ist und daß zur Ausbreitung unserer Grund- Versicherungs Gesetzgebung; Berichterstatter Bürgermeister Dr. fäße auf dem Lande unser gegenwärtiges Programm vollständig Weiß- Eberbach. Belgrad, 13. September.( B. H.) Unweit Czaczak fand ein blutiger Zusammenstoß zwischen Haiduken und Gendarmen ausreicht." statt, wobei ein Haiduk getödtet wurde. Zwei ehemalige radikale B Gewerkschaftliches. A Palermo, 13. September.( W. T. B.) Der Präsident der Kommission zur Anweisung von Zwangswohnsigen erließ in An wendung des Gesetzes vom Juli 1894 einen Verhaftsbefehl, infolge dessen 12 Führer der revolutionären sozialistischen Partei zur Haft gebracht wurden. Unter denselben befinden sich mehrere in hervor ragenden Stellungen, so der Fürst Cuto, sowie der Herausgeber und die Redakteure des Blattes Riscossa", welches zu erscheinen aufgehört hat. Drei Personen, gegen welche Haftbefehle erlassen wurden, waren nicht aufzufinden. Auf dem in Sandersleben abgehaltenen Kreistage für In Nürnberg tagt der siebente Verbandstag Vorsteher der Dorfgemeinde, welche an der Seite der Haiduken ben zweiten anhaltischen Wahlkreis schlug der deutscher Lohnfuhr- Unternehmer. Die Verhand- kämpften, sind zu Gefangenen gemacht worden. Referent Krüger aus Halle eine Resolution vor, wonach der lungen haben zum großen Theil lediglich ein fachliches Interesse. Belgrad, 13. September.( B. H.) Der russische StaatsBreslauer Parteitag das Agrarprogramm nach entsprechender Man erfährt jedoch auch, daß die Mehrzahl der Fuhrunternehmer rath Myschkiewicz befindet sich gegenwärtig auf einer Reise durch Generaldebatte zur gründlichen Nachprüfung an die event. durch keineswegs auf Rosen gebettet ist, sondern einen harten Kampf Macedonien, und zwar, um daselbst zu agitiren. In Salonichi Sachfenner verstärkte Agrarkommission zurückverweisen soll. Diese ums Dasein, namentlich in der Konkurrenz gegen die vielen und Athos sollen Agenturen errichtet werden, welche ihre BeResolution wurde mit einemt Amendement des Genossen technischen Neuerungen auf dem Gebiete des Verkehrswesens zu richte dem Hauptkomitee in Odessa einzusenden haben. Greiner Aschersleben: die Reichstagsfraktion zu beauftragen, führen hat. Die meisten Klagen wurden bei Erörterung des im Reichstage für die Beseitigung der Gesinde- Ordnungen durch Themas das Droschkenwesen und die Aufsichtsbehörden" erReichsgesetz einzutreten, einstimmig angenommen. hoben. Die Polizeiftrafen gegen Fuhrwerkslenter feien von einer Der Arbeiterverein in Coffebaude bei Dresden faßte in einer im Publikum wenig gekannten Rigorosität. Versammlung zu Gohlis nach dem Referat des der Agrartommission angehörenden Landtags- Abgeordneten Schulze einstimmig folgende Resolution:" Die Versammlung erkennt die Wichtigkeit der Agrarfrage für unsere Partei an; sie hält es aber Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über im gegenwärtigen Stadium der Diskussion für verfrüht, ein end- Ausstände oder Aussperrungen, müffen fiets den Stempel der betreffenden giltiges Urtheil abzugeben. Sie erwartet, daß die Vorschläge der Organisation tragen. Algier, 13. September.( B.$.) Gestern Abend ist der Agrarkommission auf dem Parteitage zu Breslau einer eingehen- Aus Strausberg wird uns telegraphirt, daß Zuzug von Dampfer Shannock" aus Majunga mit 48 in der Genesung den Diskussion unterzogen werden und dadurch größere Klarheit 3 widern nach der Firma Mauff fernzuhalten sei. befindlichen Offizieren, 533 Soldaten und 63 Kranken in den geschaffen wird." Die Holzbildhauer Elberfelds haben in sämmtlichen hiesigen Hafen eingelaufen. Auf der Fahrt hierher find 19 SolIn Chemnitz beschloß eine zahlreich besuchte Partei- Möbelfabriken, wo bisher noch zehnstündige Arbeitszeit bestand, daten gestorben. versammlung einstimmig: Die Versammlung lehnt den Agrar den Neunstundentag errungen. In Barmen dauert der Aus- des New York Herald" aus Tegucigalpa( Honduras) ist dort New- York, 13. September.( W. Z. B.) Nach einer Meldung programm- Entwurf ab; sie wünscht aber, die Agrarkommission stand fort. möge fortbestehen bleiben zum Zwecke der Untersuchung der landam 11. d. M. ein Kurier aus Yetapan eingetroffen, der von wirthschaftlichen Verhältnisse, auf grund deren Ergebnisse neue die Steinmetzen in Differenzen gerathen sein, weshalb Buzug über 300 Menschen zum Opfer fielen. In Helmstedt in Braunschweig sollen auf den Thonwerten einem schrecklichen Erdbeben in jener Gegend berichtete, dem Programmsäge auszuarbeiten wären." Die Erdstöße be= fernzuhalten wäre. So wird uns von dort auf einer Postkarte gannen am 8. September und richteten vielen Schaden In Frohburg faßte eine Versammlung der Sozialdemos gemeldet, die leider nicht den Stempel der Organisation trägt, an. Am 10. d. M. hörten diefelben auf, wiederholten sich tratie des 14. sächsischen Wahlkreises Borna Pegau mit fo daß wir für die Richtigkeit der Meldung teine Gewähr über jedoch in der Nacht danach mit großem, einer schweren Kanonade allen gegen 4 Stimmen eine Resolution gegen das Agrar- nehmen können. gleichendem Getöse, das über eine Stunde andauerte. Die Bewohner programm. Starte aus Wechselburg hatte es als unliefen von Schrecken ergriffen durch die Stadt. Es verlautet, daß in etapan 71 Häuser zerstört und bisher 153 Leichen aufgefunden wurden, während noch viele Personen vermißt werden. In Corajunca sollen 37 Häuser zerstört und 95 Menschen getödtet, in Cayusca 111 Leichen aufgefunden worden sein. " annehmbar bezeichnet. Als der verfehlteste Vorschlag schien ihm Der Streit der Tischler in der Photographenapparat. die Verstaatlichung der Hypotheken. An dem Agrarprogramm Fabrit von Baul Förster( Inh. E. Wünsche) in Dresden ift feien aber nicht etwa die Kommissionsmitglieder schuld, sondern durch gegenseitiges Uebereinkommen beendet. diejenigen Genossen, die fortwährend gedrängt hätten, etwas für Die Dresdner Steinbildhauer beschlossen Fortsehung des den Bauer zu thun. Das Erfurter Programm erachtete er als Streits, da die Unternehmer in einem Schreiben erklärt haben, Havanna, 13. Sept.( W. Z. B.) Die Insurgenten sprengten vollständig ausreichend. auf die Forderung, das Schärfen und den Transport der das Fort Managnita mittels Dynamit in die Luft und griffen In Ludwigshafen wurde in der zweiten Berathung Werkzeuge auf ihre Rosten besorgen zu lassen, niemals einzus das Dorf Rafelles an, welches von der spanischen Besazung über die Vorschläge folgende Resolution fast einstimmig angehen. heldenmüthig vertheidigt wurde. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 91 Nr. 215. " Lokales. Sonnabend, den 14. September 1895. D 12. Jahrg. bequem übersehen konnte. Gerade gegenüber, auf der anderen Seite stattet habe, bei Ausübung des Dienstes Säbel zu tragen, des Kurfürsten Dammes zieht sich die Mauer des Zoologischen herrscht z. B. in der Bewaffnung der Wächter große UngleichAchtung, vierter Wahlkreis! Morgen, Sonntag gelangt ber kaiserliche Herr jeden Augenblick erwartet werden konnte, scholl Hauptmannschaften umfaßt, hat jezt ihren Beamten mitgetheilt, Gartens entlang. Als nun die Glocken zu läuten begannen und heit. Die Grundbesitzer- Genossenschaft, die sechs Polizeiein Flugblatt zur Vertheilung. Es ist Pflicht der Parteigenossen, plöglich in die rhythmischen Schwingungen des klingenden daß sie die Säbel sich anschaffen fönnten, jedoch aus eigenen sich zahlreich an der Verbreitung zu betheiligen. Die Vertrauens- Metalls und in die ersten fernen Hoch- und Hurrahrufe des Mitteln. Da aber die Verhältnisse der Wächter fast durchweg personen. Volkes ein befremdliches Geräusch hinein. Die Naubthiere, vor nichts weniger als glänzend sind, so haben sich nur wenige von Der Kampf gegen ten Umsturz" wird von den bürger- werden; auch in den Hundezwingern regte es sich. Lang hallendes Tasche zu opfern, während die große Mehrzahl der Nachtwächter allem die Wölfe des Zoologischen Gartens begannen unruhig zu ihnen entschlossen, die 6 bis 8 Mart für einen Säbel aus ihrer lichen Blättern mit einer zum theil geradezu unglaublichen Geheul, das Kläffen der Köter und das heisere Bellen der Wölfe fich ohne jede Schutzwaffe befindet. Ausdrücklich verboten aber Gedankenlosigkeit geführt. Reporter vom Schlage des gezähmten mischte sich in den Friedensgruß der Glocken und akkompagnirte ist das Tragen des Säbels den Beamten der beiden Nachtwacht Anarchisten Sparr leisten sich ein übriges, ben Redakteuren der den Jubel des Publikums. Das aber stand nicht auf dem Institute der 2. und 8. Polizei- Hauptmannschaft, die das staatserhaltenden Presse" Stoff" zur Vervollständigung ihrer Programm. Ein Polizeioffizier zu Pferde jagte wie rasend Potsdamer Biertel und Moabit umfassen. Bei den Wächtern Ignoranz zu liefern. Es sind erst wenige Tage her, daß man nach dem Zoologischen Garten; ein paar Wachtmeister stürmten ruft dieser Zustand viel Unzufriedenheit hervor, und es wird von sich in einer ganzen Reihe bürglicher Blätter über die hohe hinein, um den heulenden Bestien kraft ihres Amtes und ihrer ihnen, gewünscht, daß sie durchweg alle mit einem Schutzfäber Summe der Parteibeiträge entrüstete", welche im Monat August Autorität das Schreien zu verbieten eingegangen waren. In flammenden Worten gedachte man der hatten wenig Respekt vor den blauen Uniformen: sie heulten, nicht weiter beleuchten, doch meinen wir, daß die Nachtwächter aber die rebellischen Thiere versehen würden. Wir wollen die Schäbigkeit der Hausbesitzer Schmach", daß die armen Arbeiter soviel Geld zusammenbringen, fläfften und bellten unentwegt weiter. Endlich wurde ein Wärter ganz gut ohne den Säbel auskommen können. den Herren Führern" in Plößensee 8. 28. aufgestöbert. Wie er die Biester zur Ruhe bekommen hat, weiß z. B. ein freudevolles Dasein zu ermöglichen. Doch die Szenerie ich nicht; vielleicht hat er ihnen ihr Morgenfrühstück ein Stündchen dem bekannten Unternehmen des Herrn Schippanowski, geht uns Aus dem Bereiche der Ausstellung Italien in Berlin, wechselt. Ein paar Tage später, und demselben Berichterstatter früher gereicht als sonst. Jedenfalls schwiegen sie aber sie eine sehr überraschende Mittheilung zu, die wir unter aller Regrinft der grauenhafte Dalles in der sozialdemokratischen Finanz- hatten eine heitere Episode in das ernste Fest gebracht." wirthschaft entgegen. Man operire nur mit Defizits. In dem serve hier wiedergeben. Danach soll am Donnerstag Abend einem Falle, beim Feste der Arbeiter- Bildungsschule, find es Nachträgliches vom Sedanfeste. Um der Sedanfeier die Ausstellung geschlossen gewesen sein, angeblich weil mehrere hundert, und bei der Lassallefeier im dritten Wahlkreise einen höheren Glanz zu verleihen, sind bekanntlich auch die Herr Schippanowski die letzte Gasrechnung infolge Geldmangels hübsch abgerundet, gegen tausend Mart. Zur Kennzeichnung des Berliner Schulen zur Mitwirkung entboten worden. Seitens der unbezahlt gelassen hat und ihm demzufolge das Gas abgesperrt Schwindels sei angeführt, daß die Unkosten des Festes im Berliner Stadtverwaltung sind sogar 6000 M. aus dem Steuer war. Auch hätten die italienischen Musiker, sowie die Savoyarden, dritten Wahlkreise nur 460 Mart betragen haben und fäckel ausgeworfen worden zur Ausschmückung der Schulgebäude welche hierher verschrieben worden sind, die fällige Gage nicht be daß der Besuch doppelt so so start war, wie in und sonstigen festlichen Veranstaltungen. Offenbar hat zahlt erhalten; gegenwärtig seien sie beim italienischen Konsulat bürgerlichen Blättern berichtet wird. Aehnlich verhält diese Summe nicht ausgereicht, denn wie wir von unter- vorstellig, um wenigstens durch Vermittelung desselben freie es sich mit dem Feste der Arbeiter- Bildungsschule. Macht richteter Seite erfahren, haben in der 176. Gemeindeschule, Rückbeförderung in ihre Heimath zu erlangen. Wir würden mit aber alles nichts; feien die Lügen, die der staatserhaltenden Gräfestr. 85-88, welche dem Rektor Falz untersteht, Geo- dieser Meldung, die uns in später Abendstunde zugeht, Presse zugetragen werden, noch so dumm, fie werden in absoluter fammlungen- natür freiwillige stattgefunden, an denen sich zurückhalten, wenn nicht bereits in der vorjährigen Ausstellung Ermangelung brauchbaren Materials mit Behagen abgedruckt. auch das Lehrerpersonal betheiligte. Wie wir hören, follen einige ähnliche, wenn auch minder traffe Fälle vorgekommen Ein solches Spiel nennt man dann Kampf für Ordnung, Religion einzelne Kinder Beiträge bis zu 3 M. geleistet haben, wären. Wie noch berichtet wird, soll Herrn Schippanowski wodurch der Ausfall wieder wett gemacht wurde, welcher auch die Leitung des größten Vergnügungslotals auf der 1896er durch die Nichtbetheiligung von Kindern an den Samm- Gewerbe- Ausstellung übertragen worden sein. Zwecke Den verhanden ist. und Sitte. Der Muth der freifinnigen Stadtväter. Die Bolts- lungen für patriotische Zeitung" schreibt: uns gemachten Mittheilungen zufolge sind im ganzen 165 M. Die geologische Wand im Humboldthain ist fertig, mit In betreff der Kameel- Inschrift in der Kaiser Wilhelm- aufgebracht, d. h. gesammelt worden. Von dieser Summe wurde Erde beschüttet, durch Rasen abgedeckt und entsprechend be= Gedächtnißkirche ist von sozialdemokratischer Seite daran ge- in erster Linie eine Schulfahne gekauft, welche 150 m. foftete, pflanzt. Sie ist 20 Meter lang und durch Etiquettes übersichtlich zweifelt worden, daß man in der Stadtverordneten- Sigung für den Rest wurden 100 Meter Guirlanden beschafft zur Ausin 18 Felder gegliedert. Das schönste in ihr sind riesige bereits unterrichtet war von der Beseitigung der Inschrift. schmückung der Turnhalle der Schule, in wetcher eine Sedanfeier Krystalle: Rauchtopase, der Quarzgruppe angehörend, solche von Thatsächlich hatte, wie die Freisinnige Zeitung" mittheilt, die veranstaltet wurde. Schwefel- oder Eisenties und der Spathsteine. Leider haben größere Fraktion der Stadtverordneten- Versammlung beschlossen, diebische Hände mehrere derselben ausgebrochen, auch ist von am vorigen Donnerstag die Angelegenheit zur Sprache zu Herr Viereck wird nun auch vor Gericht kommen. Die ruchlosen Burschen die Wand stark beschädigt worden. Infolge bringen, vorher aber sich durch Entsendung von zwei Mit- Direktion der Ausstellung für Sport, Spiel und Turnen ersucht dessen ist jetzt während der Besuchszeit am Mittwoch und Sonngliedern von dem Thatbestand an Ort und Stelle zu überzeugen. uns, den Wortlaut der Resolution mitzutheilen, welche in der abend Nachmittag ein Aufseher zur Stelle. Gewisse weiche Die betreffenden fanden alsdann in der Kirche die Inschrift Generalversammlung am 7. September angenommen worden ist. Minerale, wie auch die Salze, zeigen jezt schon deutlich die verhängt, und es wurde ihnen bemerklich gemacht, daß man Sie lautet:" Die heute versammelten Aussteller und Komitee übeln Folgen der Einwirkung ungünstiger Witterungsverhältnisse. bereits die Arbeit begonnen habe zur Beseitigung der In Tunen erklären, nachdem sie das Verhalten des Herrn 2. Viereck in kleinen vorgebildet. Komisch wirkt, wie das„ B. T." schreibt, mitglieder der Allgemeinen Ausstellung für Sport, Spiel und Auch eine Tropfsteinhöhle mit Stalaktiten und Stalagmiten ist schrift. Diesen Bericht war ein Stadtverordneter der rechten Seite in der Lage, am Donnerstag vor Beginn der Sigung zu gegenüber vorgenannter Ausstellung kennen gelernt und akten- die Verwendung von Preßkohlen in dem instruktiven Mauerwerk, bestätigen. Infolge dessen wurde von der Erörterung der An- mäßig über das Verhältniß der Allgemeinen Ausstellung für Sport, die eine Braunkohlenschichtung vorbilden sollen. Wir meinen, in gelegenheit in der Stadtverordneten- Versammlung Abstand ge- Spiel und Turnen zu dem Nationalverein zur Hebung der Volks- dem großen Berlin sollten einige echte Braunkohlenstücke unschwer nommen. Wie wir hierüber denken, haben wir dieser Tage unverblümt gesundheit, bezw. dem Generalsekretär 2. Viereck informirt worden zu beschaffen gewesen sein. auseinandergesett. Wir hoffen, daß, wenn es die größeren" find, das Vorgehen des p. Viereck als ein überaus skandalöses, eine Fraktionen der Stadtverordneten- Bersammlung in unbegreiflicher niedrige Gesinnung verrathendes, den Intentionen der königlichen Redakteur der„ Kritit", Herrn Schneidt, eine Beleidigungsklage, Herr Harden, Redakteur der Zukunft", führt gegen den Weise verschmähen sollten, die Person des Urheber 3 der Staatsregierung gewiß nicht entsprechendes und beauftragen in welche in einigen Tagen Termin ansteht. Dem Bwist soll eine Inschrift zur wohlverdienten öffentlichen Herrn Dr. Gebhardt unter dem Ausdruck vollsten Vertrauens in welche in einigen Tagen Termin ansteht. Dem Zwift soll eine Brandmarkung zu bringen, die sozialdemokratische und wärmsten Dantes für seine aufopfernde Thätigkeit, den vor- Preßfhede vorangegangen sein. Geht es den beiden Vertretern Fraktion die Birkel dieser übelangewendeten Großmuths- gelesenen Bericht an die fönigliche Staats- Regierung abzusenden der bürgerlichen Journalistit so schlecht, daß sie auf solche Weise Taktik zerstören werde, indem sie ihrerseits die Angelegenheit in und dieselbe namens der Unterzeichneten zu bitten, der würde- für sich Reklame machen müssen? geeigneter Weise zur Sprache bringt. Traurig genug, wenn in losen Verwendung des alten Reichstagsgebäudes durch Schließung Ein aus Lemberg gebürtiger Anarchist namens Jager diefer Angelegenheit der Liberalismus im Rothen Hause den des Hauses ein schleuniges Ende zu machen." Gleichzeitig ist ist der Bolts- Beitung" zufolge verhaftet und dann ausgewiesen Sozialdemokraten den Vortritt überläßt!" Herr Viereck wegen Beleidigung des Dr. Gebhardt gerichtlich be- worden. Warum? Bei seinem Verhör auf dem Polizeipräsidium Warum gerade unsere Vertreter sich besonders erhitzen sollen, langt worden. foll er zugegeben" haben, daß er mit den Anarchisten Wiese und wenn die Freifinnigen als Kameele bezeichnet werden, sehen wir gestattet: Wie kommt die Verwaltung des Reichstags- Gebäudes, Bei dieser Gelegenheit sei denn doch einmal folgende Frage Wiesenthal verkehrt habe! vorläufig noch nicht ein. als deren Vertreter jawohl Herr Knaat anzusehen ist, überhaupt In einer Versammlung der Kolonialwaarenhändler, Die Kirche bildet in Berlin zwar keine Macht- es läßt dazu, an einen Menschen von der Qualität des Herrn welche am Donnerstag abgehalten wurde, führte man lebhaft sich sogar, soweit der Einfluß auf die arbeitende Bevölkerung in Viereck das Haus für den unerhört niedrigen Preis von Klage über die Art, wie die Polizei die Bestimmungen des betracht kommt, taum etwas Ohnmächtigeres denken! aber es 6000 M. zu vermiethen? Woher die Noblesse, diesem Mann zu Nahrungsmittelgesetzes handhabe. Hauptsächlich wurde es für steht ihr für ihren Kampf für Religion, Sitte und Ordnung feiner sog. Ausstellung die großen Räume für diese geringe unangebracht gehalten, daß die Beamten zu Untersuchungszwecken wenigstens ein Apparat zur Verfügung, der einer friegführenden Summe zu überlassen, wo er den zehnfachen Betrag an Miethe Waaren entnahmen, ohne dafür Bezahlung zu leisten. Wenn Großmacht würdig wäre. In Berlin und den direkt angrenzenden herauszuschlagen wußte? Eine Antwort wäre im allgemeinen Die Polizei anderer Städte derartige Waarenproben bezahle, fo Vorortgemeinden bestehen zur Zeit 71 evangelische Kirchen; Interesse sehr erwünscht! könne das auch in Berlin geschehen. Die Versammlung beschloß, außerdem 23, von selbständigen Geistlichen versehene evangelische Anstaltskirchen"( in Krankenhäusern, Siechenhäusern, Gefäng- Verwaltungsjahr 1894/95 eine Zunahme seiner Gesammtbevölke Tas städtische Arbeitshaus in Nummelsburg hat im in einer an den Handelsminister zu richtenden Beschwerde um Abhilfe nachzusuchen. niffen u. f. w.); ferner 9 sonstige evangelische Predigtstätten rung bis auf 2709 Personen im täglichen Durchschnitt zu ver Krähwinkel in Berlin. Die Direktion des Passage( 3. B. Klingelbolle's eigene Stapelle u. f. w.); weiter 9 Kirchen zeichnen. Die Anstalt dient im wesentlichen Korrigendenzwecken. Panoptikums theilt folgenden Vorfall mit: Unglaublich, aber und Predigtjäle von evangelischen Gemeinden, die von der untergebracht waren in dem vorerwähnten Zeitraum durch verbürgt wahr ist folgende Affäre, die sich am Dienstag Abend Landeskirche unabhängig sind( evangelisch- lutherische Gemeinde, schnittlich täglich 1834 männliche und 165 weibliche Korrigenden. in dem Siechen'schen Restaurant in der Behrenstraße zugetragen böhmisch- lutherische Gemeinde 2c.). Die Römisch- Katholischen In anderen, hiervon getrennt gehaltenen Abtheilungen wurden hat. Betritt da in den Abendstunden ein in seine malerische haben in Berlin und den angrenzenden Vorortgemeinden 17, die außerdem durchschnittlich täglich verpflegt 381 Hospitaliten, Tracht gekleideter Tunese aus dem Passage- Panoptikum, von dem Griechisch- Katholischen 2 Kirchen und Kapellen. Die bischöfliche ferner in einer Hilfskrankenſtation zur Zwangsheilung syphili- Inspektor des genannten Instituts begleitet, das Restaurant, um Methodistenkirche hat 4, die apostolische Gemeinde 5, die Bap- tischer, von der Sanitätspolizei überwiesener Frauen 149 Ber- ein Glas Bier zu trinken. Noch hatten die beiden nicht Platz tiften- Gemeinde 2, die Mennoniten- Gemeinde 1 Predigtstätten. fonen, und schließlich für Rechnung der städtischen Waisen genommen, als der Geschäftsführer des Lokals auf sie zustürzte Man darf also sagen, daß jeden Sonntag in Berlin und Um- verwaltung 180 Zöglinge des Erziehungshauses für verwahrloste und sie in erregtem Tone aufforderte, dasselbe sofort zu verlassen, gegend an rund 130 Stätten gegen den Unglauben gepredigt wird, Knaben. Die furchtbare Zunahme des Glends ergiebt sich, wenn da" Zigeuner" hier feine Bewirthung finden könnten. Die Vorungerechnet die zahlreichen Auſtalten, Herbergen, Jünglings- man erfährt, daß noch im Jahre 1880 die Zahl der männlichen haltungen des Begleiters, daß der Fremde kein Zigeuner, sondern und Jungfrauen Vereine, in denen sogenannte Haus- Korrigenden nur 300, der weiblichen 246, der Arbeitshaus. ein angesehenes Mitglied der im Passage- Panoptikum auftretenden väter, Inspektoren, Missionare u. f. w. die Rolle des Geist- Sospitaliten 251 und der Gesamtbevölkerung 797 betragen hat. Tunefentruppe fei, daß demnach jeder fremdländisch gekleidete, lichen übernehmen und sogenannte Andachten abhalten. Geist- Die männlichen Korrigenden haben demnach innerhalb der letzten fonach auch die Mitglieder der chinesischen Gesandtschaft eine liche zählt der neueſte Jahrgang des„ Führers durch das kirch- 15 Jahre um das sechsfache und die Gesammtbevölkerung fast gleiche Behandlung in diesem Lokal zu ristiren hätten, blieb liche Berlin" 360 auf. Die Thätigkeit dieses ansehnlichen Heeres um das vierfache zugenommen. Von den Korrigenden waren ohne Erfolg. Der Geschäftsführer wurde nur noch erregter, und " = von Gottesstreitern wird unterstützt durch die sogen. Missions- 666 Männer und 120 Frauen bisher noch nicht, 336 Männer der Tunese nebst seinem Begleiter mußten wie ein paar Geächtete arbeit. Die äußere Mission hat in Berlin 14, die innere Mission und 37 Frauen wiederholt in Arbeitshäusern gewesen; die Frauen das Lokal verlassen. Dicht daneben, in einem andern Lokal, 11 Vereine und Anstalten. Unter denen der inneren Mission gehörten fast ausnahmlos der Straßenprostitution an. Die fanden sie dann gaftliche Aufnahme, wo das Erlebniß, das sie sind die bekanntesten die„ Berliner Arbeiterkolonie", der Verein Arbeitskräfte der Häuslinge sollen grundsätzlich nur im Interesse alsbald zum besten gaben, allseitig belacht wurde. Dienst an Arbeitslosen", der„ Christliche Verein junger Männer". der Stadtgemeinde verwendet werden. Der größte Theil der Eine besondere Stellung nimmt die Berliner Stadtmission ein, männlichen Korrigenden( 71 pet.) war auf den Rieselgütern der aus dem Fenster hat sich gestern Morgen um 5 Uhr eine Aus dem Zeitalter sozialer Fürsorge. Durch Sturz deren Organisation sich über alle Theile der Stadt erstreckt. Dem Stadt Berlin in 10 besonders hierzu eingerichteten, massiv er 69 jährige Greisin das Leben genommen. Es handelt sich um die Rampfe für Religion, Sitte und Ordnung dienen weiter zahlreiche bauten und mit ständigen Arbeitskommandos belegten Häuslings- Hospitalitin Lisette Bär, die in dem Gesindehospital in der Vereine und Anstalten, die ihren tirchlichen Charakter nicht immer baracken untergebracht. Aus dem von den städtischen Deputationen 2c. Stoppenstraße 88 untergebracht war. Die alte Frau sprang aus aus der Firma erkennen lassen. Die Intereffen der evangeli- gezahlten Arbeitsverdienste gelangten 127 685 M. zur Verein- dem Fenster ihres im zweiten Stock gelegenen Zimmers in den schen Kirche fördern etwa zwanzig Anstalten für Waifenpflege, nahmung. In die Ueberverdienstkasse für die Häuslinge, aus Garten hinab und zog sich so schwere Verlegungen zu, daß sie Erziehung verwahrloster Kinder u. f. w., über ein halbes Duhend welcher ihnen für die erste Zeit nach der Entlassung die nöthigsten alsbald starb. Die Veranlassung zu dem Selbstmorde war, wie fonfessionellen Krankenhäuser, etwa 1 Dußend chriftliche Kranken- Mittel zum Lebensunterhalt während der Aufsuchung eines Unter- berichtet pflege- Vereine, ebenso viele Krankenpflege- Stationen des evange- tommens gewährt werden, floß zu einem Bestande von 14 164 M. Gebrechlichkeit. Vielleicht gar nur reiner Uebermuth? wird, Lebensüberdruß infolge hohen Alters und lisch tirchlichen Hilfsvereins, 2 Dußend Jünglingsvereine, über eine Einnahme von 51 920 m., zur Verausgabung gelangten 3 Dußend Jungfrauenvereine, 8 Anstalten für sittlich gefährdete 45 673 M. Am Schlusse des Berichtsjahres verblieb hier ein Durch Gift suchte sich vorgestern Abend das 18jährige Dienstund gefallene Mädchen", 3 Mägdeherbergen, 4 Vereine zur Be- Sparguthaben von 20 411 M., welches sich auf 2058 vorhandene mädchen Elise Bergmann, das in der Johannisstr. 22 in tämpfung des„ kirchlichen Nothstandes"( Kirchenbauerei!), mehrere einzelne Konten vertheilte und demnach durchschnittlich für den einem Pensionat diente, zu tödten. Das Mädchen nahm gegen Vereine zur Verbreitung von Bibeln, Traktätchen u. s. w., einige Kopf 9,92 m. betrug. Bei 729 586 Verpflegungstagen für die 10 Uhr abends mehrere Theelöffel Alaun zu sich. Die Wirkung fromme Mäßigkeitsvereine u. s. w. u. f. w., 8 Hospize für Be- Korrigenden und 139 052 desgleichen für Arbeitshaus äußerte sich bald in furchtbaren Schmerzen. Die Herrschaft ließ mittelte, 6 Heimaths"-Herbergen für Unbemittelte( also doch noch Hospitaliten wurden für Beköftigung 277 155 M.( für den Tag das Mädchen in ein benachbartes Institut bringen, wo ihm der Zahlungsfähige), in denen man die christliche Liebe mit recht 31,9 Pfennige), für Bekleidung 40 340 M.( täglich 4,6 Pfennige) Magen ausgepumpt wurde. Nachdem brachte man es in ein hübschen Preisen für Logis und Kost zu vereinen weiß, bilden und für Bettsachen 5160 M.( täglich 0,6 Pfennige) ausgegeben. Krankenhaus. Es scheint außer Lebensgefahr zu sein, liegt aber den würdigen Abschluß der langen Liste. Ein Apparat, wie Für das Arbeitshaus und das Hospital desselben war ausschließ- noch schwer darnieder. Seiner Angabe nach ist das Mädchen gefagt, der einem imponiren tönnte, wenn nicht die gänzliche lich der allgemeinen Verwaltungstoften ein reiner Zuschuß von durch die ihm von der Dienstherrschaft zu theil gewordene Bes Wirkungslosigkeit all dieser Mittel und Mittelchen bei dem Be- 341 746 M., für den Kopf und Tag von 39,3 Pfennigen( gegen handlung zu dem Selbstmordversuch veranlaßt worden. Auch trachter eine ganz andere Empfindung hervorriefe. das Vorjahr weniger: 8,3 Pfennige), und für die Hilfsstation Hausbewohner, die ihm das beste Zeugniß ausstellen, wollen Ueber einen furiosen Zwischenfall bei der Einweihung ein reiner Zuschuß von 62 363 M., für den Kopf und Tag eine harte Behandlung des elternlosen Mädchens wahrgenommen der Kaiser Wilhelm Gedächtnißtirche erzählt der Berliner von 1,146 M.( gegen das Vorjahr weniger: 4,1 Pfennige) er baben. Ihnen gegenüber hat es schon öfter Selbstmordgedanken laut werden laffen. Korrespondent der Hamburger Nachrichten" folgendes:„ Ein forderlich. = Schwer verunglückt wurde gestern Nachmittag um 2½ Uhr Freund hatte mir einen Balkonplatz am Kurfürsten Damm an- Bom Nachtwächter Sabul wird berichtet: Obgleich es geboten, von dem auß ich die Anfahrt der höchsten Herrschaften hieß, daß das Polizeipräsidium den Privat- Nachtwächtern ge- der 37 jährige Eisenbahn- Rangirer Fehlow aus Löwenberg an Gerichts- Beitung. Versammlungen. der Nordbahn in das hiesige Augustabospital gebracht. Der Mann war in Löwenberg als Rangirer auf dem Güterbahnhof fallerdings mit dem Vermerk ausnahmsweise" von der Aachener Firma Stoff zu einer Hose verkauft worden war. Der Kunde beschäftigt. Dort stolperte er Donnerstag Abend um 10 Uhr Wegen Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung machte Herrn W. davon Mittheilung und ersuchte ihn um beim Ankoppeln und einer der Wagen ging ihm über den linken standen gestern der Barbier Blüth, dessen Ehefrau und der Bahlung der 1000 M. Herr W., der diese Aufforderung für Fuß. Ein Bahnhofsassistent brachte den Schwerverletzten, der Kaufmann Karl Rusch vor der 7. Ferien- Straffammer hiesigen einen Scherz hielt, sandte ihm eine Atrappe in Form eines feinen Fuß wohl verlieren wird, mit der Bahn nach dem hiesigen Landgerichts I. Die zweite Angeklagte war früher mit dem Portemonnaies ein, auf welcher mehrere Hundertmarkscheine und Stettiner Bahnhof. Von hier trugen ihn 8 Stationsarbeiter in Barbier Borchert verheirathet und als dieser gestorben war, ent- Goldstücke gedruckt waren, mit dem Bemerken, daß dieser Betrag einem Tragkorbe in das Hospital. sagte sie der Erbschaft zu gunsten ihrer minderjährigen Tochter wohl genügen würde. Als ihm nach einigen Tagen diefelbe Durch Hundebisse wurde vor einigen Tagen der Handels- Luise. Der dritte Angeklagte, welcher zum Vormund der Aufforderung durch einen Rechtsanwalt zuging, sah er, daß sie mann Schröder vom Mariannenufer 10 schwer verletzt. Schröder letzteren bestellt worden war, hatte den Erbschaftsvertrag mit ernst gemeint sei, und verweigerte die Zahlung der 1000 m. fuhr mit seinem Hundewagen durch die Dresdener Straße. Vor unterschrieben, wonach die hinterlassenen Möbelstücke der Mutter Die Firma verklagte Herrn W. Derselbe wurde vom Landdem Hause Nr. 116 stürzte sich der große Hund eines dort übereignet" wurden, unter der Bedingung, daß sie die Nachlaß- gericht in Hannover verurtheilt, die 1000 M. zu zahlen. Ein wohnenden Schlächters auf seine Zughunde und biß sich mit schulden begleichen solle. Die Möbelstücke wurden dann im Geschäft sonderbares Urtheil! ihnen an. Als der Handelsmann die Thiere auseinanderbringen des ersten Angeklagten, den die Wittwe Borchert geheirathet hatte, wollte, griff ihn der riesige Schlächterhund an und zerfleischte verwendet. Anfangs dieses Jahres pfändete ein Gläubiger der ihm, nachdem er sich den Maulforb abgestreift hatte, den rechten angeklagten Eheleute das Mobiliar und nun intervenirte der Vorderarm. Ein Schuhmann brachte den Schwerverletzten auf Angeklagte Rusch als Vormund der minderjährigen Borchert. Bar Lohnbewegung der Sattler für Militärarbeit. die 10. Sanitätswache in der Adalbertstraße und von dort nach Sämmtliche drei Angeklagte gaben bei dieser Gelegenheit eine Bum 3weck einer Aussprache der Taschenmacher, was dieselben Anlegung eines Nothverbandes in das Krankenhaus am Urban. eidesstattliche Versicherung dahin ab, daß die ge- angesichts der gegenwärtigen günstigen Konjunktur zur VerEin gewaltiger Fenerschein, der am Donnerstag Abend Pfändeten Möbelstücke gar nicht Eigenthum der Eheleute, sondern befferung ihrer Lage zu thun gebenfen, war eine öffentliche gegen 8 Uhr im Südosten Berlins sichtbar war, gab Veranlassung der minderjährigen Luise Borchert seien. Diese Versicherung Sattlerversammlung zum 12. September nach der Sebastianſtr. 39 zu dem allarmirenden Gerücht, daß in der Ausstellung ein Brand soll seitens des ersten Angeklagten fahrlässigerweise einberufen. Einleitend gab Kollege Börsch einen furzen Beausgebrochen sei. Der Feuerschein rührte jedoch von einem falsch, seitens der beiden anderen aber wissentlich falsch richt über die gegenwärtige Situation der Tornister- Arbeiter. Schadenfeuer her, das auf einem Bauerngehöft in Kiez, der abgegeben worden sein. Blüth behauptete, daß seine Frau ihm Borläufig handelt es sich um ausländische Tornister. Vorstadt von Cöpenick, entstanden und eine Stallung, sowie Kindes, was er auch ohne weiteres geglaubt habe. Die angeklagte wiederholten Verhandlungen 2,30 M. für den Tornister, die von vornherein gesagt habe, die Möbel seien Eigenthum des Inhaber der Firma Loh boteu den Arbeitern nach einige gefüllte Scheunen einäscherte. Die Feuerwehren aus Cöpenick, Friedrichshagen, Grünau u. s. w. verhinderten jedoch auseinandersehung das Wort„ Uebereignung" dahin verstanden wegen der Differenz zum Ausstand bei der Firma Loh. Die Cöpenick, Friedrichshagen, Grünau u. s. w. verhinderten jedoch Ehefrau und der Vormund versicherten, daß sie bei der Erb- Arbeiter stellten die Forderung auf 3,10 M., es fant eine größere Ausdehnung des Brandes. haben, daß der Mutter die Sachen nur leihweise" zur Benutzung Situation ist eine durchaus günstige. Bisher haben sich blos Polizeibericht. Am 12. d. M. morgens wurde ein Zimmer überlassen werden sollten, wenn sie die Nachlaßschulden begleiche. drei Personen gefunden, die trotz aller Wachsamkeit der Kollegen mann in seiner Wohnung, in der Reinickendorferstraße, erhängt Der Staatsanwalt erachtete einen solchen Frrthum für aus- dortselbst wieder in Arbeit getreten sind. 3wei derselben können vorgefunden. In der Münzstraße gerieth eine Frau unter die geschlossen und er beantragte gegen die Ehefrau 4 Monate, jedoch die Tornister nicht aufertigen, der dritte, ein aus Breslau Räder eines Schlächterwagens und erlitt Quetschung des Oberschenkels.- Vormittags wurde ein acht welchen nur Fahrlässigkeit vorliege, 14 Tage Gefängniß. beiten. Von irgendwelchem Einfluß auf den Ausstand iſt deſſen eine erhebliche gegen den Vormund 1 Monat, gegen den Ehemann, gegen zugereister, will sich an den Streit nicht fehren und weiter arjähriger Knabe in der Lychenerstraße durch einen vom Winde Der Gerichtshof hielt jedoch bei allen drei Angeklagten nur Berhalten nicht: alle sonst sugereiften Kollegen reisten sofort umgeriffenen Theil eines Bauzaunes getroffen und am Ober Fahrlässigkeit für vorliegend und verurtheilte sie zu je wieder ab, schenkel schwer verlegt. In der Dorotheenstraße fiel nach einer Woche Gefängniß. wie sie erfuhren, daß die Kollegen sich im Streit befinden. mittags ein Rentner beim Abspringen von einem in der Fahrt Ein wenig erfreuliches Bild bieten befindlichen Pferdebahn Wagen hin und brach den UnterEiner Kleinkinder Bewahranstalt glich gestern der die Torniſtermacher der Dotti'schen Werkstatt. Während die schenkel. Im Hause Jerufalemerstr. 11/12 stürzte gegen Abend Sigungssaal, in welchem die erste Ferienftrafftammer am Land- Lob'schen Arbeiter die Tornister nicht für 2,30 Mart herzustellen ein neunjähriger Knabe beim Spielen auf der Treppe über das gericht II tagt. Ein volles Dutzend fleine Mädchen im Alter in der Lage sind, werden dieselben von den Dotti'schen Arbeitern Geländer im vierten Stock in den Keller hinab und erlitt sehr fährlichen Kinderfreund, den 60jährigen früheren Zimmermann inbegriffen, die bei der Loh'schen Arbeit als Theilarbeit extra von 6-12 Jahren war geladen, um Zeugniß gegen einen ge- für 2,05 Mark gearbeitet, eine mit 20 ẞf. bezahlte Borarbeit mit schwere Verlegungen. Am 18. b. M. morgens sprang eine Frau aus dem Fenster ihrer im zweiten Stock eines Hauses der eigen Arbeiter Gustav Albert Leonhardt Moraz aus Deutsch berechnet wird, sodaß eine Differenz von 45 Pf. besteht. Nach Stoppenstraße belegenen Wohnung in den Vorgarten hinab und Wilmersdorf abzulegen, der sich an den Kindern in schimpflicher verschiedenen Klarstellungen über ihr Berhalten gaben die an starb bald darauf. In der Nacht zum 13. d. M. brach in Weise vergangen hat. Dieser peinliche Apparat brauchte jedoch wesenden Dotti'schen Kollegen die Erklärung ab, daß sie einer im vierten Stock eines Hauses in der Mariannenstraße be- nicht in Bewegung gesezt zu werden, da der Angeklagte geständig fich betreffs der spanischen Tornister mit den Loh'schen findlichen Metallwaaren- Fabrit Feuer aus, das bald den dar. war. Mit Rücksicht auf die bisherige Unbescholtenheit wurden Kollegen solidarisch erklären, in der Annahme, daß die über liegenden Dachstuhl und dort lagernde Holzvorräthe er: lautete nur auf zwei Jahre Gefängniß. dem Angeklagten mildernde Umstände bewilligt. Das Urtheil sirka 6 alten Kollegen, die den sogenannten Stamm dortselbst griff. Außerdem fanden im Laufe des Tages drei unbedeutende bilden und für eine Lohnbewegung nicht zu haben seien, von Feuer statt. Wegen Geftattens von Glücksspiel war die Wittwe schnellere Ginigung wurde bei den Taschenmachern erzielt. Bei feinem erheblichen Einfluß auf eine Bewegung sein können. Eine Witterungsübersicht vom 13. September 1895. Walter vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe verurtheilt oh werden 96 Pf. pro Stück mit nieten bezahlt, Dotti zahlt worden. Da eine derartige Berurtheilung den Verlust der Kon- ohne nieten 87 Pf. Nach Ansicht der Kollegen ist die zeffion nach sich zu ziehen pflegt, so say die Frau Walter sich Bezahlung bei beiden Firmen fonach eine gleichmäßige. und ihrer Kinder Existenz bedroht. Sie versuchte es mit der Geringer ist die Bezahlung bei der Firma Wunderlich Berufungsinstanz, worauf im gestrigen Termin vor der Straf- uno bei deren Filiale Grögner. Die Taschenarbeiter von fammer folgender Sachverhalt festgestellt wurde: Es war im Wunderlich und dessen Filiale erklärten fich nach furzer Lokale der Angeklagten sowohl mit Würfeln wie mit Starten Klarstellung sofort mit den Dotti'schen und Loh'schen gespielt worden. Beim Würfeln wurde gewöhnlich„ Eins mehr" Arbeitern solidarisch, und mit dem von beiden letzteren Firmen gespielt. Der Bankhalter würfelt und hält den Wurf unter gebotenen Preis vorläufig einverstanden, und beschlossen, mit dem Becher fest, bis jeder der Mitspieler einen Einsatz dieser Forderung an ihren Firmeninhaber heranzutreten. Die gemacht hat. Dann hebt der Banthalter den Becher, jeder Bersammlung stimmte dem zu. Ferner wurde von verschiedenen Mitspieler hat zu werfen. Er gewinnt, wenn er mehr Augen Seiten das Verfahren der Heimarbeiter( Sackreißer) scharf gewirft, wie der Bankhalter. Daß dies Spiel als Glücksspiel zu rügt, die sich junge Leute von den Herbergen und von betrachten ist, war der Angeklagten flar, sie hatte es deshalb auberhalb holen, die keine Ahnung von den hiesigen Verhält ihren Gästen verboten. Die lekteren spielten dann mit Karten nissen haben; diese schlafen bei den Zwischenmeistern auf primi Vierblatt, Zwanzig und ein", und„ Meine Tante, deine Tante". tiven Hängeböden, bekommen kaum satt zu essen und gehen Dies will die Angeflagte nicht beobachtet und überhaupt keine des Sonntags unter Aufsicht ihrer Meister aus, Karten gekannt haben. Da die Zeugen nichts anzugeben ver- daß ihnen schwer beizukommen ist. Nachdem schließ mochten, was gegen die Behauptung der Angeklagten sprach, so lich noch die eigenthümliche Berichtigung der Gebrüder 14 erzielte der Wertheidiger, daß die Angeklagte unter Aufhebung des Loh im Vorwärts" und auch in bürgerlichen Blättern ersten Urtheils freigesprochen wurde. Stationen. Barometer reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke (- 5541522132 Wetter Temperatur FOR CARE nach Celsius ( 50.= 40R.) Swinemünde 757 MSM Hamburg 759 WSW • Berlin 759 wolfig wolkig bedeckt 13 12 13 Wiesbaden 764 SW wolkig 14 München 766 SA bedeckt 12 Wien. 763 23 Haparanda. 752 ED wolfig bedeckt 15 Petersburg Cort 770 M 12 Aberdin Paris. 767 • 768 NW WNW 10 heiter bedeckt bedeckt Wetter- Prognose für Sonnabend, 14. September 1895. Ziemlich fühles, zeitweise heiteres, vielfach wolliges Wetter mit etwas Regen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. W 10Berlin, Verlag von E. Rengel. Le magazine international. Organe Trimostrice de la société interBriefe des Grafen v. Chesterfield an seinen Sohn. Herausgegeben von nationale artistique. Nr. 3. Paris, 3. Place Wagram. Leipzig, Dieckmann. Vermischtes. als durchaus nicht der Wahrheit entsprechend scharf getadelt Arbeiter Friedrich Matthes beschuldigt, der gestern der dritten Aussprache der Streitkommission mit den Kollegen der in betracht Eines Diebstahls von besonderer Schändlichkeit war der worden war, wurde angeregt, daß allwöchentlich Dienstags eine Straffammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Matthes kommenden Werkstellen stattzufinden hat, um stets von dem hatte eine gemeinsame Schlafstelle mit dem 70jährigen Dienst Laufenden unterrichtet zu sein. Außerdem wurde bekannt gegeben, mann Haußmann inne. Der letztere hatte von seinem geringen daß die Wiener Kollegen 150 M. Unterstützung angekündigt Kunst und Wissenschaft. Verdienst durch vieljähriges Sparen gegen 150. erspart. Er haben, und daß von den Filialen die gleiche Summe eingegangen bewahrte das Geld in drei Portemonnaies in einem verschlossenen fei. Schließlich erfolgte die Aufforderung zu reger Betheiligung Ein Theater nach Art des Schiller Theaters will ein Holzkoffer auf. Er gab im Termine an, daß er gehofft habe, es an der am Sonnabend im King'schen Ausschant, Alte Jakobstr. 83, Ronsortium im Westen Berlins errichten. Profeffor Döpler soll würde sich ein Dieb mit einem der drei Portemonnaies begnügen. stattfindenden Mitgliederversammlung. Urheber dieses Projektes sein. Der Angeklagte hatte ihm alles genommen, der Bestohlene Veränderung der Erdoberfläche. Bekanntlich wird durch war nun in seinem hohen Alter ohne einen Nothgroschen. Die die großen Flußläufe und durch die großen Ozeane das Erd. Behauptung des Angeklagten, daß er die Gelegenheit benußt eine Aufgabe für die europäische Presse. Eingelaufene Druckschriften. profil beständig verändert; die Flüsse tragen den Sand und die habe, als Haußmann einmal den Schlüssel im Koffer hatte stecken Gesteinstheilchen, die sie fortwährend abspülen, an die Küste, laffen, konnte nicht widerlegt und der Angeklagte deshalb nur lagern sie dort ab und bauen auf diese Weise den Kontinent in wegen einfachen Diebstahls verurtheilt werden. Der Gerichtshof das Meer hinein, während die Ozeane ihrerseits durch die ewige ging über den auf ein Jahr Gefängniß lautenden Antrag F. Streißler, Leipzig, Schnurpfeil. Brandung an bestimmten Stellen die Küste allmälig abnagen des Staatsanwalts aber weit hinaus, indem auf 8 weienenworts an Menschen. Bon Gustav Buhr, Karlsruhe, und hierdurch das Meer in den Kontinent hinein vermehren. Jahre Gefängniß und fünfjährigen Ehrverlust erkannt Fr. Gutsch. Während aber hierdurch eigentlich nur die Grenze zwischen Fest- wurde. land und Meer stetig verändert wird, die Gestalt unseres Pla- Von dem für die Angehörigen anderer Kulturstaaten neten im großen und ganzen jedoch unverändert bleibt, ist vor nicht geradezu unfaßbaren Schuh, den deutsche Gerichte den Behörden langer Zeit entdeckt worden, daß es Einflüsse giebt, welche, all angedeihen lassen, giebt folgende Mittheilung wieder ein angebrochen. Es wird darüber vom Freitag berichtet: Das vom Ein Schiffsbrand ist gestern im Hafen von Marseille ansmälig wirtend, im Laufe der Jahre die Gestalt der Erde selbst schauliches Beispiel: nicht unbeträchtlich verändern. Der französische Geologe Die Androhung, daß man sich über einen Beamten 20, September nach Tontin abgehen sollte, ist in Brand gerathen Staate gecharterte Transportschiff, Comorin", welches am de Lapparent hat vor kurzem in Paris einen Vortrag gehalten, beschweren wolle, ist nicht ungefährlich, denn wie aus einer Die Feuerwehr ist bei der Arbeit. Menschen sind nicht zu der sich mit der Thatsache beschäftigte, daß die Höhe der Gebirge in der Juristischen Wochenschrift" veröffentlichten Entscheidung Schaden gekommen. Das Feuer tam in der Leichenkammer aus durch die von den atmosphärischen Niederschlägen, also haupt- des Reichsgerichts ersichtlich ist, fann eine solche Androhung und verbreitete sich derartig schnell, daß die Besayung keine Zeit fächlich Regen und Schnee, bewirkte Abtragung stets abnimmt, unter Umständen unter den§ 114 des Strafgesetzbuchs( Nöthis hatte, ihre Habseligkeiten zu retten. 2 Offiziere und 16 Matrosen während die Tiefebenen der Erde sich durch Aufnahme des von gung eines Beamten zur Vornahme oder Unterlassung einer Amts- waren an Bord, sie retteten sich durch einen Sprung von der den Bergen abgetragenen Gesteins allmälig aufböben. Durch handlung) fallen. In dem bemerkenswerthen Erkenntniß heißt Berschanzung. Der Kommandant Perinon, der schnell hinzu ziemlich komplizirte und natürlich nur annäherude Berechnungen es: Es ist allerdings nicht ohne weiteres anzunehmen, daß eine geeilt war, verließ das Schiff erst in der höchsten Gefahr. Ein hat Lapparent unter Bugrundelegung der Geschwindigkeit dieser Behörde es als ein Uebel anfieht, wenn über sie Beschwerde Theil der Ladung konnte gerettet werden. Trotz der Anstrengung Nivellirungsvorgänge herausgefunden, daß die Erde nach Ablauf geführt wird; vielfach, insbesondere wenn die Behörde vorschrifts- der Feuerwehrleute erfaßten die Flammen bald das ganze Schiff. von 4 500 000 Jahren zu einem vollständig glatten Körper mäßig gehandelt hat, wird dies nicht der Fall sein. Die An Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränker, bie Nachbarschiffe umgestaltet sein müßte. Unseren Bergferen ist somit vorläufig bringung einer Beschwerde bei der übergeordneten Instanz tann zu schützen, welche alsbald in die offene See gingen. Die Funken noch für einige Beit das Fortbestehen ihres Sports gesichert. aber für den bedrohten Beamten oder die bedrohte Behörde ein wurden durch den starken Nordwest- Wind weit fortgetragen und Ein südamerikanisches Pompeji. Manuel E. Alverado, Uebel sein und zwar selbst dann, wenn das in der Beschwerde verbreiteten das Feuer auf verschiedene Punkte des Quais und der Besitzer einer an den Abhängen des Bultans Agun in Guate angegriffene Verfahren als forrett anerkannt werden muß; denn auf ein in der Abtstelung begriffenes Panzerschiff; die Besatzung mala gelegenen Plantage hat, veranlaßt durch die zufällige Ent- auch durch völlig grundlose Angriffe und Beschwerden kann der des" Cheribon" löschte jedoch schnell dieses Feuer. Die in deckung einiger altindischer Gefäße und Waffen, auf seinem Schein eines Unrechts hervorgerufen oder eine empfindliche Marseille an Bord des" Comorin" genommene Ladung bestand Grund und Boden weitere Ausgrabungen vornehmen lassen und Belästigung herbeigeführt und demzufolge die Beschwerde als nur aus 200 Ballen Hen und 1000 Tonnen Kohle. dabei die ausgedehnten Ruinen einer alten Stadt entdeckt, welche, ein Uebel empfunden werden. Ob die Ankündigung eines Uebels ähnlich wie Pompeji, durch den heftigen Ausbruch eines Feuer in der Androhung einer Beschwerde zu finden ist, hängt somit Tage ein reicher Jude, von dem die freisinnige Breslauer Eine merkwürdige Militärschwärmerei bekundete dieser Speienden Berges plöglich, mitten im Leben und im städtischen von der Beschaffenheit des einzelnen Falles ab und einer Beitung" das folgende berichtet: Getriebe, verschüttet worden sein dürfte. Für diese Annahme Prüfung nach dieser Richtung hin darf sich der Richter nicht spricht die Thatsache, daß nicht nur viele Häufer aufgefunden enthalten." In dem betreffenden Sonderfalle hatte der erfte der mit zu den Höchstbesteuerten gehört, erhielt aus Riel von „ Ein Görlizer sehr ehrenwerther Kausherr jüdischen Glaubens, wurden, sondern auch in denselben und in den Straßen der Richter ohne weiteres ein freisprechendes Urtheil gefällt, dieses einem Komitee zur Errichtung eines Seemannshauses, dessen Stadt zahlreiche Stelette in solchen Stellungen, als wenn die ist aber auf Revision des Staatsanwalts vom Reichsgericht auf Ehrenvorsitzender Prinz Heinrich von Preußen, einen Aufruf Bewohner der Stadt vom plöglichem Verderben überrascht gehoben worden. worden wären. Sehr groß ist die Ausbeute an vortreffzugesandt, worin um Gewährung eines Beitrages gebeten lich gearbeiteten Waffen, Schmuckfachen, Vasen und Bild zu stehen kommen, wie folgende Mittheilung beweist: lebereilte Verfprechungen können mitunter etwas theuer wurde. Der betreffende Kaufherr, der sich stets durch eine werken. Unter den letzteren befinden sich solche, bei denen sich offene Hand ausgezeichnet und schon sehr viel Gutes Der Vertreter einer großen Tuchfabrit 2. u. P. in Aachen, gestiftet hat, war nicht abgeneigt, auch dieser Bitte zu willfahren; die Vertheidiger offenbar bestrebt haben, eine Porträtähnlichkeit Herr W., war bei einem Kunden in Hannover und verkaufte er machte sich sofort an die Ausfüllung des dem Aufruf bei hervorzubringen. Einige dieser Porträtfiguren tragen unverkennbar ihm mehrere Stück Tuche. Der Sohn des betreffenden Kunden gelegten Fragebogens. Die erste Frage: Wie hoch beziffern indianischen Typus, während andere derselben europäische und fragte Herrn W., ob er ihm nicht von einem bestimmten Muster Sie den zu spendenden Betrag? beantwortete der Rausherr mit wieder andere mongolische Gesichtszüge aufweifen sollen. einen Roupon zu einer Hose ablassen möchte. Herr W. er der Zeichnung von 10 000 m., während er für die anderen Der Erfinder des Holzpapierstoffes, der Mechaniker widerte, daß seine Firma niemals Roupons abgebe, sondern nur Fragen:" Verlangen Sie Zinsen oder Dividende?" nur ein Friedrich Gottlob Keller, ist, der Boff. 3tg." zufolge, in Krippen ganze, resp. halbe Stücke. Darauf erwiderte der betreffende Nein" hatte. Bei der letzten Frage aber: Wann gedenken Sie bei Schandau im Alter von 80 Jahren gestorben. Vor einigen Kunde, daß ihm viel daran gelegen sei, da er von diesem wenig den bezeichneten Betrag auszuzahlen?" schrieb er:„ An dem Fahren soll sich eine Anzahl hilfsbereiter Großindustrieller der gangbaren Muster nur Stoff zu einer Hose brauche und für ein Tage, an welchem der erste Jude als Offizier in die Marine Bapierbranche zusammengethan haben, um Keller im Alter vor größeres Quantum teinen Gebrauch habe, er erinnere fich auch, oder Linie eingestellt wird." Das Schriftstück wurde nunmehr großer Bedrängniß zu schützen. Der Verstorbene hat daß die Firma ihm schon vor einigen Jahren Stoff zu einer Hose ge- versiegelt und nach Kiel zurückgesandt. 50 Jahre in Krippen gewohnt. Wenn man bedenkt, daß die Er- geben habe. Herr W. erklärte darauf wörtlich: Wenn Sie mir Unter der göttlichen Weltordnung. Der Sohn des findung des Holzpapierstoffes den Industriellen Millionen ein- das nachweisen fönnen, zahle ich Ihnen 1000 m." Herr W. reifte früheren Generalpoftmeisters der Vereinigten Staaten Rodman gebracht hat, so muß man sich wirklich über solche tapitalistische lab, der betreffende Kunde suchte in den Briefen nach und fand Wanamaker, der Besitzer der großartigen Bazare in Philadelphia, Großmuth wundern. i eine Rechnung aus dem Jahre 1890, auf welcher thatsächlich, I veranstaltete kürzlich im Pavillon d'Ermenonville im Bois de Bou " " Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine 8ah Togne in Paris ein Gasimahl, welches 4000 Pfund Sterling gekostet| Papier her, indem man dies um ein festes Kernstück wickelt und geschlossen haben und noch nicht zugezogen sind, so sind Sie au hat, obwohl sich nur 22 Personen zu Tische setzten. 22 prächtige jede Windung in geschmolzenen Asphalt taucht, wodurch die den Vertrag nicht gebunden. A.. 100. Nein. M. 115. Karossen brachten die Geladenen zum Rendezvous. Strahlende Röhren für Gas und Wasser vollkommen undurchlässig und für E3 giebt für die Invaliditätsversicherung 4 Lohnklassen. Der Fontänen, die sich auf Eisblöcken befanden, erhielten die Luft einen starken Druck widerstandsfähig werden. Die Rohrstutzen, Wochenbeitrag beträgt für Lohnklasse I: 14 Pf., für Lohntühl. Jeder Gast bekam außer dem Diner einen ganzen Salmen, mittels welcher die einzelnen Röhrenstücke verbunden werden, flasse II: 20 Pf., für Lohntlasse III: 24 Pf., für Lohneine Hammelsteule, einen getrüffelten Vogel, einen Korb Pfirsische, werden ebenfalls aus Papier hergestellt und mit Asphalt über- tlasse 30 f. 27 Bf.- Marken giebt es nicht. einen Korb Champagner und weitere zwölf mit auserlesenen Weinen zogen. Man erhält so leichte, unzerbrechliche, billige Röhren, C. X., Muskauerstr. 14. Fordern Sie den Wirth auf, gefüllte Flaschen. Nach Beendigung des Mahles wurden kostbare welche sich vor den jetzt gebräuchlichen durch große Widerstands innerhalb etwa 8 Tagen die Wohnung in einen brauchbaren ZuJuwelen als Liebeszeichen unter die Anwesenden vertheilt. Und nun fähigkeit auszeichnen sollen. stand zu sehen, insbesondere die Nässe und die Thierchen zu entdie Rückseite des Bildes! Das New- Yorker„ New Age" stellt die fernen, theilen Sie ihm mit, daß Sie, falls er dieser Aufforderung Frage: Woher ist nur das Geld zu dieser Prasserei gekommen? Von nicht nachkommt, entweder das Nothwendige auf seine Kosten den abgerackerten, todtmüden und erbärmlich bezahlten Angestellten herstellen lassen oder ziehen würden, und handeln Sie Ihrer der Firma Wanamaker, die sich fast in offenem Aufruhr befinden, Mittheilung entsprechend. H. W. 58234. Was Sie er weil sie mit den Löhnen nicht mehr Leib und Seele zusammenhalten haben, ist eine Klage. Gehen Sie zum Termin, bestreiten halten können. Außerdem wird ihnen wegen des geringsten Sie, daß der Sachverhalt richtig von Klägerin dargestellt ist und Fehlers noch etwas vom Lohne abgezogen. Aber Rodman Wanamaker ist trohdem ein ehrenwerther Mann und ehrenstellen Sie unter Beweis, daß und seit wann Ihr Sohn selb= werthe Leute sind sie alle. Er hält eine Sonntagsschule, hält ständig war, daß Exekution gegen ihn nicht fruchtlos ausfallen würde und daß er in Noth sich nicht befunden Ansprachen an christliche Jünglingsvereine und gehört zu den das, was Ihrem Kinde zu den nothwendigsten und drin habe. Sie haften als Vater erst in zweiter Reihe für Frommen im Lande. gendsten Bedürfnissen des Lebens von Dritten gegeben ist. 3. 100. 1. Wegen jedes Vergehens oder Verbrechens ist der Erlaß eines Steckbriefs zulässig. 2. Die Strafverfolgung von Unterschlagungen verjährt in 5 Jahren. Jede gegen den häter gerichtete Handlung, z. B. der Erlaß eines Steckbriefs, unterbricht die Verjährung. Von der Unterbrechung ab läuft eine neue 5 jährige Verjährungsfrist. 3. Eine Mutter ist nicht verpflichtet, irgend etwas gegen ihr Kind auszusagen, kann vielmehr jede Aussage verweigern. F. R. 100. Die Kündigung Briefkasten der Expedition. anzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. M. 68. Das Jahr 1900 ist kein Schaltjahr. X. X. Wir können Gedichte nur ganz ausnahmsweise veröffentlichen. Ihr formgewandtes Gedicht würde uns mit dem Strafrichter in Konflikt bringen. A. D. 100. Einen Zivil- Versorgungsschein erhalten die Vom Absturz des Altelsgletschers. Eine Depesche aus als dauernd versorgungsberechtigt anerkannten Invaliden, wenn Bern, die wir gestern schon theilweise gebracht haben, fie sich gut geführt haben. Die Ganzinvaliden erhalten diesen meldet: Die in dem Trümmerfeld auf der Gemmistraße Schein neben der Pension, den Halbinvaliden wird derfelbe nach aufgefundenen Leichen sind schrecklich verstümmelt. Die abgestürzte ihrer Wahl an stelle der Pension verliehen, jedoch nur, wenn sie Masse des Altelsgletscher wird von einem Ingenieur auf den zwölf Jahre gedient haben. Die Invalidenpensionen zerfallen in dritten Theil des Gletschers geschäßt. Der Schaden an Vieh be- fünf Klassen. Die Säge für Gemeine betragen in 1. Klasse: 30, trägt etwa 100 000 Franks, der an Grund und Boden auf der in 2.: 21, in 3.: 15, in 4.: 9 und in 5. Klasse: 6 M. monatlich. Spitalmatte- Alpe etwa 400 000 Frants. Der Korrespondent der Anspruch auf Klasse 1 hat, wer durch Dienstbeschädigung gänzlich " Frankfurter Zeitung" besichtigte am Donnerstag das Trümmer-F. Frankfurter Zeitung" besichtigte am Donnerstag das Trümmer erwerbsunfähig geworden ist und ohne fremde Wartung und feld der Gemmiſtraße, welches einen schauerlich großenartigen Un Pflege nicht bestehen kann. Silasse 2 steht den durch Dienst blick darbietet. Die Gemmistraße ist auf einer langen Strecke mit unfähigkeit gänzlich erwerbsunfähig gewordenen, Klasse 3: Ganz ist zulässig. haushohem Schutt bedeckt. Aus der eine Stunde breiten und eine invaliden, die durch Dienstbeschädigung größtentheils erwerbs. Stunde langen Wüstenei ragen mächtige Eisblöcke empor. Durch unfähig, Klaffe 4: Ganzinvaliden, die durch Dienstbeschädigung den Luftdruck wurden auf den bis auf zwei Stunden entfernten theilweise erwerbsunfähig geworden find, Klasse 5 solchen zu, die Waldabhängen die Bäume vollständig entwurzelt. durch Dienstbeschädigungen zum Feld- oder Seedienst untauglich geworden sind. Darüber, ob und in welchem Grade eine Dienstunfähigkeit vorliegt, liegt leider der Militärbehörde die Entscheidung ob. Ob der infolge des Hitschlages so mitgenommene welche, ist demnach zweifelhaft. Vaterlandsvertheidiger eine Pension erhalten wird, und eventuell ABC. Im Jahre 1878. 2. K. 2. 100. Die Beantwortung Ihrer Fragen hängt Gazglühlicht. Seit das Auer'sche Gasglühlicht so erfolg von dem Inhalt der uns nicht mitgetheilten Statuten ab. Wie reich und mit so großem Gewinu für die Unternehmer eingeführt es scheint, ist der Anspruch der Gemeinde gerechtfertigt. wurde, versuchten viele Kapitalisten, in den Spuren der Auer- Krosse. Für Preußen sind die Pflichten unehelichen Kindern Gesellschaften zu wandeln, so daß gegenwärtig die Glühkörper gegenüber durch das Gesetz vom 24. April 1854 festgesetzt. beinahe wie Pilze aus der Erde schießen. In neuester Zeit soll B. J. Jastrow. 1. und 2. Nein. 3. Wie jeder andere. 4. Die Berichtigung. In Nr. 213 befindet sich ein Druck in Paris ein von de Mare erfundenes Gasglühlicht dem Auer- Kinder von Dissidenten werden in derselben Schule wie andere fehler. Es muß heißen: 6037,77 m.( nicht 6097,77 m.); hierzu schen starke Konkurrenz machen, bei demselben liegt der Glüh- Kinder unterrichtet. 5. Den Fahneneid muß auch ein Dissident in Nr. 214 58,85 M., und in heutiger Nr. 215 183,70 m., törper wagerecht über der Flamme; er fann ferner ohne Zylinder leisten. Nehbein. Ihre Anfrage ist unverständlich: Die also in Summa 6280,32 M. Ferner wurden in Nr. 212, Die oder Glasglocke benutzt werden, wodurch seine Brauchbarkeit ver- Kommunalsteuer richtet sich ebenso wie die Staatssteuer rothen Buchbinder in der Kurfürstenstraße 4,- M." zweimal mehrt wird. nach der Höhe des Einkommens und wird nicht quittirt, während nur einmal 4 M. einbezahlt wurden. Es Gasleitungsröhren aus Papier werden in England gegen- nach der Verschiedenartigkeit der Beschäftigung berechnet. haben daher abzugehen noch 4 M., so daß heute 6226,32 m. in wärtig vielfach verwendet. Man stellt sie aus gutem Cellulose-- 20. G. 11. Wenn Sie lediglich mündlich den Miethsvertrag Rechnung zu stellen sind. Die Cholera. Aus Madrid wird gemeldet: Da die Cholera in Tanger immer mehr um sich greift, traf die spanische Regierung neue Maßregeln, um die Einschleppung zu verhindern. Ans London wird berichtet: Nach einer Meldung aus Little Rock ist daselbst das Arsenal zum theil niedergebrannt. Für deuJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 14. September. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Die Nibelungen. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die Journalisten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater) 25/26. Chauffeeftr. 25/26. Sonnabend, den 14. September: Zwei Vorstellungen der Liliputaner. nachmitt. 3 Uhr und abends 71/2 Uhr: Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Die Reise nach dem Mars. Täglich Vorstellung im wissenschaftKinder nachmittags auf allen Plägen halbe Preise. Sonntag 2 Vorstellungen: Die Reise nach dem Mars. Leffing Theater. Die Maus. Die Adolph Ernst- Theater. 4 Welt, in der man sich unterhält. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Frau Müller. Vorher: Der Eisbrecher. Schiller Theater. Ultimo. Residenz Theater. Fernand's Che fontrakt. Adolph Ernst- Theater. Paradebummler. Central- Thrater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Thenter. Ein Kind der Liebe. Vorher: Wahn und Wahnsinn, oder: Sie ist wahn finnig. National Theater. Rund um wien. Theater Unter den Linden. Die American- Theater. Bulgarien in Berlin. Die Millionenerbin von Rixdorf. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend: Ultimo. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Gök pon Berlichingen. 8 Uhr: Die Journalisten. Abends Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Bum 11. Male: Paradebummler. Gesangsposse in 4 Atten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow. Kouplets von Ed. Jacobson und Gustav Görß. Musik von Gustav Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anna Bäckers, Josefine Dora, da Schlüter, Adolph Ernst, Guido Tielscher, Karl Weiß, Georg Worligsch. Anfang 7/2 Uhr. Bein Aufgeld. Paffiren denn noch Wunder! Ja! Kommt und seid überzeugt! Ein dunkles Geheimniß ist der Singhalese Rannin jeden Abend 9/2 Uhr präzise in Kaufmann's Variété Königstrasse, Kolonnaden. Ferner 24 Novitäten- Nummern Mlle. Arniotis kommt!!! Eine tolle Nacht. Castan's Panopticum. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesezt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 71/2 Uhr. Alexanderplatz- Theater Alexanderstr. 40. Direktion: Max Samst. Um 812 Uhr: Ein Kind der Liebe. Sittenbild in 4 Aften v. Max Halftern. Vorher um 71/2 Uhr: Wahn und Wahnsinn oder Sie ist wahnsinnig. Schauspiel in 2 Aften von Melesville. Bearbeitet von W. Lembert. Regie: Max Samft. Friedrichstr. 165. ! Salambo? lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Sonnabend, 15. September: Letzte Sonntag- Soiree der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) in der Victoria- Brauerei Likowstr. 111-112. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Grandioses Programm. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Montag( sowie nun an jeden Freitag und Soiree Stettiner Sänger in der Victoria- Brauerei. 155 | " Für die Familien der im Effener Meineidsprozek Verurtheilten gingen bei uns ferner ein: Schreiber 2, Geb. Deutsche Leopold 20,-. Benjamin 20,-. Auch Rotte 3,-. Gesammelt von den Stammgästen von M. Muchow, Schwedterft. 28, 5,30. Geburtstag im Verein Liedes Echo" 2,50. Gesammelt in der Versammlung des D. M. Arb. Verwaltungsst. Spandau 2,30. Verband der Bauarbeiter, Zahlstelle Berlin 10,-. Vaterlandsloser ohne ausländische Orden 5,-. Limbach i. S. 49,95. F. N. 8,65. ArbeiterBitherverein Einigkeit 5,-. In Summa 138,70. Circus Jansly- Leo. Unserem Ehrenmitgliede Frau Louise Gehlhar zum heutigen Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. 58b Friedrich Karl- Ufer. Die Mitglieder Sonnabend, den 14. September 1895, des Vergnügungsvereins Flora". abends 8 Uhr: Allen Freunden und Bekannten die Grosse Monstre- Vorstellung. traurige Nachricht, daß meine liebe 3fache Fahrschule. Doppel- Kon- Tochter kurrenz. Jockey, Les Alexandro, Sytta Cella, span. Schönheit mit dress. Hundemeute, Sonntag nachmittags 4 Uhr ein Kind frei. Abends 8 Uhr: Hauptvorstellung. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Anna Jost geb. Halle am 12. September, abends 103 Uhr, fanft entschlafen ist. Um Die trauernde Mutter, Geschwister stilles Beileid bitten und Tante. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 8 Uhr, vom Trauerhause Reichenbergerstraße 20 aus nach dem Neuen Thomaskirchhof statt. freundl. Wohnung 1u.28im., Küche 2c. Vornehmster Familienaufenthalt! Grünauerstr. 25 fuzz Bogens. RielenSpezialitätenProgramm. Mampe's Flitterwochen. Bourlesque von Waldau. Musik Don R. Thiele.Regie: E. Stempel. Anfang Wochentags 8, Sonntags 6 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Direktion: R. Winkler. elena Montag): Gofret der Verband der Sattler Sonntag, 22. Eeptember: Erste Soiree im Konzerthaus SansSonci. Passage- Panopticum. Letzte Woche! n. Tapezirer. Filiale Zentrum. Mitgliederversammlung Sonnabend, den 14. d. M., abends 81/2 Uhr, bei Pasch, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: " zu vermiethen. 506* Rostockerstraße 14 find freundliche Wohng., 1, 2 u. 8 3., fof. u. spät. 3. vm. Schlafft. Prinzenstr. 111, v. 2 Tr. I. Arbeitsmarkt. Achtung! Achtung! Chirurgische Branche! Dewitt Herz, Georgenti bei & Georgenkirchstr. 24, dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten für Gürtler, Schleifer Dreher und Galvaniseure. Achtung! Parquetbodenleger! 48/8 1. Vortrag des Genossen Frik Die Kollegen der Firma RosenHansen über die christlich- soziale Befeld& Cie. haben wegen Lohnwegung der Gegenwart." 2. Ver- differenzen die Arbeit niedergelegt. schiedenes. 156/17 Buzug ist strengstens fernzuhalten. 76/ 17* Sonntag, den 15. d. M., abends 6 Uhr, Die Werkstatt- Kontrollkommission Tunesische gemüthliches Beiſammenſein d. Deutschen Holzarbeiter Verbandes. Schlangenbeschwörer, Arabische Schule, Bauchtänzerinnen, Derwische etc. Ecdeftillation sofort preiswerth zu verkaufen Rheinsbergerstr. 51. 546 Italien in Berlin. Heute: Vorletzter Tag der Ausstellung. Entree 50 Pf. pro Person. Kinder unter 12 Jahren frei. Morgen: Diefelbe Vorfellung Nordhäuser Genosse fann mit einwohn. Admiralstraße 84, Hof 2 Tr. I, bei Cohn, Beuthstr. 20-22. Die Ortsverwaltung. Stimmbegabte Herren, die geneigt sind, einem älteren Arbeiter- Gesangverein beizutreten, wollen sich melden bei Hobet, Chorinerstr. 55, Mittwoch abends 9 Uhr. Reell und billig 52b Achtung, Klavierarbeiter! Der Streit in der Piano- Fabrik von Jul. Pfaffe, Landsbergerstr. 109, dauert unverändert fort. Buzug ist strengstens fernzuhalten. 141/ 15* Die WerkstattKontroll Kommiffion. Bugharmonika. 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Theodor Adolph, Korn( verschied. gemischt) Ltr. 45 Pf. ohne Fl., Litöre, Cognac, Rum, Ungarweine 2c. 49b Rummelsburg, Hauptstr. 12. Tücht. Bügler w. mit Zuschneid. a. g. 55b Sach. verl. Hasse, Plantagenstr. 41 III Mehlwürmer, Schock 10 Pf., Küraffier Carl Schindler, Chausseestr. 55. Istraße 20. Sedanfeier und Sozialdemokratie. Achtung! Bildhauer aller Branchen! Ausserordentliche Sonntag, den 15. September, abends 7 Uhr, im Lokale des Herrn Keller, Koppenstraße Nr. 29: Ein Rede von J. Auer. Soeben erschienen. Preis 10 Pf. Porto 3 Pf. Für Partienbezug großer Rabatt. Das alberne Geschwäß der Ordnungspresse von der reichsfeindlichen Sozialdemokratfe, mit welcher die Gier nach neuen Knebelgesehen für die Arbeiterklasse bemäntelt wird, zerfetzt Auer an der Hand der historischen Entwicklung der Partei; er giebt in knapper Darlegung eine Darstellung der wirklichen Vorgänge von 1870| 71, belegt durch zahlreiche unwiderlegbare Geschichtsdokumente, und fennzeichnet die Stellung der Sozialdemokratie zur Entstehungsursache des Krieges, der Emser Depeschen- Fälschung wie zur Annexionsfrage. Buchhandlung des Vorwärts". General- Versammlung der Vertreter Oeffentl. Bildhauer- Versammlung mit Frauen. der Arbeitgeber u. Arbeitnehmer Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Ronventionelle Lügen". 2. Verschiedenes. 20/18 Nachher: Gemüthliches Beisammensein verbunden mit Tanz. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Kommission. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 15. September, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Lange, Stromstraße 28: Bezirks- Versammlung für Moabit. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Wiedemann über: Die wirthschaftliche Lage der Holzarbeiter. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Bürstenmacher und Drechsler sind besonders eingeladen. der Orts- Krankenkasse der MaschinenbauArbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin am " Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 16. Septbr., abends 8½ Uhr, bei Schmiedel, Alte Jakobstr. 32: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berathung und Beschlußfassung über Errichtung eines ständigen Bureaus, event. Wahl eines besoldeten Beamten. 2. Beschlußfassung über Erhebung eines Extra- Beitrages. 3. Sonstige Mitgliedschafts- Angelegenheiten. = Der Wichtigkeit der Tages Ordnung wegen wird um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht. In dieser Versammlung gelangen die Billets zur Extra- Vorstellung in der Urania" zur Ausgabe, doch können dieselben nur gegen Baar abgegeben werden. 28/13 Sonntag, den 22. September, Sonnabend, 21. Sept., abends 8½ Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, vormittags 9 Uhr, Rottbuserstr. 4a: im Reſtaurant Brüning, Große humoristische Soiree der berühmten Stettiner Sänger Rosenthalerstraße 11/12 ( oberer Saal.) Tagesordnung: Vertrauensmänner- Versammlungen. 1. Antrag des Borstandes, auf VerWesten und Südwesten: Montag, den 16. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn 2. Zubeil, Lindenstraße 106. Tagesordnung: Arbeits- und Lohnverhältnisse in verschiedenen Werkstätten des Bezirks. Wedding und Gesundbrunnen: Montag, den 16. September, abends 8½ Uhr, im Colberger Salon, Colbergerstraße 23. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Hierzu werden die Tischler, Drechsler und Bürstenmacher aufgefordert, aus ihren Werkstellen einen Vertrauensmann zu entsenden. Bezirk Südosten: 77/10 Montag, den 16. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180. Tagesordnung: 1. Besprechung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 2. Stellungnahme zu den Werkstätten, welche keinen Vertrauensmann entsenden. Friedrichsberg- Rummelsburg: Montag, den 16. September, abends 8½ Uhr, im Lokale des Geren Heinicke, Friedrich- Karlstraße 11. Zagesordnung: Besprechung von Werkstattangelegenheiten. Die Vertrauensmänner werden dringend ersucht, zahlreich zu erscheinen. mit fast durchweg neuem Programm. Nach der Vorstellung: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Billets à 30 Pf. längerung des Vertrages mit dem sind in der Versammlung und in sämmtlichen Zahlstellen zu haben. Verein der freigewählten Kassenärzte. Antrag Jos. Meyer und Genossen auf Abänderung des§ 62 des Statuts. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Herren Vertreter sehr Das Mandat legitimirt. Berlin, den 12. September 1895. Der Vorstand. erwünscht. 51b Carl Thieme. H. Steinfeldt. Außerordentliche GeneralVersammlung Textilarbeiter- Verband. Filiale I, Berlin. Sonnabend, 14. September, abends 8½ Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstr. 21: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Entwickelung des Kapitalismus. Referent Genosse Rokke. 2. Distussion. 3. Kassenbericht. 4. Wahl des Bibliothekars. 5. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Köpenick. Der Vorkand. Deffentl. Versammlung des sozialdemokrat. Arbeiter- Vereins der Ortskrankenkasse am Sonntag, den 22. September cr., der Gelbgiesser vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Mölling, Neue Friedrichstr. 44, wozu fämmtliche Herren Arbeitgeber, welche ein Drittel aus eigenen Mitteln zur Vortrag. jährigen Raffenmitglieder hiermit ein 75 (§ 47 des Statuts.) Quittungsbuch legitimirt. 566 Tagesordnung: Montag, den 16. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rasse zahlen, und sämmtliche großSchöning, Stallschreiberstraße 29: Versammlung der Parquetbodenleger. geladen find. Lages Ordnung: Stellungnahme zum Lohnsystem." Die Kollegen der Herren Vater und Rumpf sind hiermit besonders eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Orisverwaltung. Heute Abend, bei Wörner, Kürasserstraße 10a: Bihung der Grksverwaltung. Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag, abends 8 Uhr, Andreasstraße 26: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Welche Forderung müssen wir stellen, um unsere Lage zu verbessern? Referent: Rollege Weber. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Dienstag, den 17. September, abends 8 Uhr, im Vereinslokal, Restaurant Schulz, Schönerlinderstraße 4. Zages Ordnung: Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, möglichst viel Gäste einzuführen. Der Vorkand. Bellealliance- Theater. Volks- Vorftellung 1. Wahl von 15 Vertretern der Morgen, Sonntag, den 15. Septbr. 1895, nachm. 2½ Uhr: Arbeitgeber. 2. Wahl von 33 Vertretern der Arbeitnehmer. 3. Verschiedenes. Berlin, den 13. September 1895. Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Buchbinder etc. Auf grund des Vorstandsbeschlusses vom 9./9. 95 ist das Rassenlokal, Luisen145/11 Ufer 11, in dem Winterhalbjahr vom 1. Oktober bis 31. März geöffnet von Der Vorstand. 8-1 Uhr, außerdem Sonnabends von 6-8 Uhr abends. An Sonn- und Feiertagen geschlossen. 23 12 Der Vorstand. Morgen, vormittags 10 Uhr, Naunyustr. 27: Oeffentliche Versammlung. Der§ 18 Abs. 3 des Statuts erhält Tages- Ordnung: Die jetzige Lage der Möbelpolirer und warum organisiren wir uns? Referent: Sollege Reuter. Speziell die Polirer und Polirerinnen in der Nähmaschinen- Branche find hiermit eingeladen. Der Vertrauensmann. Metallarbeiter a.-Arbeiterinnen von Berlin und Umgegend. 3 große öffentliche Versammlungen. 1..Sonnabend, den 14. September, abends 8 Uhr: für Süden, Often, Centrum und Rixdorf im Louisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tages Ordnung: Welche Organisationsform ist bei der gegenwärtigen Lage der Metallarbeiter die beste? 2. Sonntag, den 15. September, vorm. 10% Uhr: für Moabit und Charlottenburg im gr. Saale der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 48/49. Tages- Ordnung: Die Lage der deutschen Metallarbeiter und ihre Organisationsbestrebungen. 3. Montag, den 16. September, abends 8½ Uhr: für den Morden im ,, Cösliner Hof", Cöslinerstraße Nr. 8. Tages Ordnung: Welche Organisationsform ist bei der gegenwärtigen Lage der Metallarbeiter die beste? Referent in allen drei Versammlungen: Kollege Carl Breder aus Augsburg. Kollegen, kommt alle, Mann und Weib, nicht Einer darf fehlen. Die Agitationskommission des deutschen Metallarbeiter- Verbandes. NB. Die Mitglieder Versammlung für den Osten am Sonnabend fällt aus. 113/14 dieses Jahres ab folgende Fassung: ( als zweiter Nachtrag) vom 22. April vom dritten Tage nach dem Tage der 3. im Falle der Erwerbsunfähigkeit Erkrankung ab für jeden Arbeitstag einschließlich der in die Woche fallenden unter Regie von Julius Türk. Zur Aufführung gelangt zum zweiten Male: Die größte Sünde. Drama in 5 Aufzügen von Otto Ernst. Preis jedes Plates an der Kaffe 75 Pf., im Dorverkauf à 60 Pf. Karten sind in den mit Blakaten belegten Geschäften zu haben. Sämmtliche Pläge werden verlooft. Die Verloosung beginnt um 12 Uhr. Den Besuchern der Volks- Vorstellung steht an diesem Tage der Eintritt in den Sommergarten des BelleallianceTheaters frei. Achtung! 228/11 Achtung! Aktien- Brauerei Friedrichshain Am Königsthor. Am Königsthor. Sonntag, den 15. September 1895: Fefitage ein Krankengeld und zwar: Grosses Vocal- Concert Für die I. Klasse Mark 1,35, " II. III. " 27 " IV. " 0,75, " 0,65, BA 0,50, " Letzteres wird hiermit auf grund der Verfügung des Herrn Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg vom 10. Juli dieses Jahres nachträglich bekannt gemacht. gez. C. Hoffmann, gez. W. Kuhne, Vorsigender. Schriftführer. Feste Preise. No. 57. der 125 Mann starken IV. Sänger- Abtheilung des Arbeiter- Vereins aus Leipzig und des Berliner Gesangvereins ,, Schildhorn"( Mitgl. des Arb.-S.-B.). Direktion P. Michael( Leipzig) und P. Kurz( Berlin) unter Mitwirkung einer 25 Mann starten Kapelle der Freien Vereinigung der Bivil- Berufsmußker. Anfang 5 Uhr. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Entree 30 Pf. Avis: Bestellungen auf Billets bitte an Iböter, Usedomstr. 33 ( Vereinslokal) gelangen zu lassen und werden solche, wenn Bestellkarte mit Vereinsstempel versehen, den geehrten Vereinen franko zugesandt. D. Perleberg Feste Preise. No. 57. Chausseestr. 57, Ecke Liesenstrasse. Größtes Etablissement des Nordens in Herren- n. Knaben- Garderoben erlaubt sich sein großes Lager, ausgestattet in den neuesten Erzeugnissen zur Herbst- u. Winter- Saison, hier: mit in empfehlende Erinnerung zu bringen. 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M. bei Gründel eine öffentliche Kommunalwähler- Vers Mitte der zwei Bäume nochmals durch Trempel gestützt, die aber sammlung statt, in welcher Stadtverordneter Herzfeldt über Der Zentralverband der Maurer Deutschlands hat bekannt. mangels guter Befestigung zu oft locker werden und dann die die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen referirte. Derselbe lich eine Kommission niedergesezt, die den Auftrag hat, die auf Sicherheit des ganzen Gerüftes in Frage stellen. Die Aborte be- erinnerte daran, daß sich am Tage der Wahl in beiden Bezirken den Bauten Deutschlands herrschenden Arbeitsverhältnisse zu fanden sich fast überall dicht bei den Baubuden, so daß die dort wiederum drei Parteien gegenüberstehen werden, die freisinnige, untersuchen und dus gewonnene Material in einer Denkschrift zu sich aufhaltenden Arbeiter durch den Geruch der Fäkalien beläftigt die antisemitische und die sozialdemokratische Partei und daß die verwerthen, die an Reichstag und Regierung gefandt werden wurden. Zum Austrocknen der Bauten werden sehr häufig beiden anderen Parteien es an nichts fehlen lassen würden, die foll Die Maurer Fachzeitschrift Der Grundstein" bringt nun Roatstörbe aufgestellt, wobei dann auch gearbeitet werden muß. Arbeiterschaft durch Vorspiegelungen aller Art zu födern, wie Auszüge davon, die zum theil hier wiederzugeben auch für die Von den Behörden soll hiergegen noch nichts unternommen Redner erwartete, allerdings erfolglos. Diese seine Erwartung Leser d.s Vorwárts" von Interesse sein wird, die nicht im worden sein. Baugewerbe beschäftigt sind. $ " Versammlungen. fußte auf der Haltung, welche die gegnerischen Parteien im rothen Hause unseren Vertretern und deren auf das Wohl der arbeitenden Klaffen gerichteten Anträgen gegenüber eingenommen haben, welche Redner in längerem Vortrage an vielen Beispielen präzisirte. Alle Anträge seien konsequent abgelehnt worden. Unsere Ver Den Anfang mag die Stadt Braunschweig machen. Der dortige Beau tragte theilte der Kommission u. a. mit Der Gerüstbau weist große Mängel auf. Was mir bei vielen Bauten auffiel, war, daß die Standbäume( Aufrichter) 3 bis Das Märchen von der Unabhängigkeit der Nichter" treter hätten sich dadurch indessen nicht abhalten laffen, 4 Wieter von einander entfernt stehen, obgleich die Vorschrift nur beschäftigte am 10. September eine vom zweiten Berliner Wahl- programmgemäß weiter zu wirken, auch er gab die Versicherung zwei Meter zuläßt." Der Berichterstatter sah Gerüste, die fort- freis in das Lokal von Reinhard in der Hasenhaide einberufene ab, in demselben Geiste wie bisher weiter wirken zu wollen, während hin und her schwankten; die Arbeiter erwiderten aur Bersammlung. Ueber dies Thema hielt Genosse Stadthagen fofern er der Ehre theilhaftig werden sollte, als Kandidat aufdie Frage, ob sie sich nicht ängstigten, auf so einem Gerüst zu einen äußerst interessanten Vortrag. Im Anschluß an den Essener gestellt und als solcher gewählt zu werden. Der 33. Kommunalarbeiten: wer etwas dagegen einwende, müsse sofort die Arbeit Prozeß, führte der Redner aus, habe es angebracht erschienen, Wahlbezirk wird gegenwärtig vertreten durch den Obermeiſter verlassen. Durch Einsturz eines solchen Gerüftes find im vorigen in dem Wahlverein die bestehenden Bestimmungen über Schöffen der Klempner- Innung angenbucher, der 35. Kommunal Herbst zwei Menschenleben vernichtet worden. Mit den Gerüsten und Geschworene unter Berücksichtigung der historischen Ent- Wahlbezirk durch den Genossen Herzfeldt, welcher in der im Innern der Bauten ist es nicht besser bestellt. Weiter heißt wickelung unserer Rechtsprechung und der wirthschaftlichen Ent- Stichwahl über den Antisemiten Redakteur Dr. Bachler stegte.es, daß auf vielen Bauten die Arbeiter in der Gefahr leben, wickelung zu erörtern. Diese zeige aufs Klarste die völlige Ab- In der Diskussion nahmen das Wort die Genossen Gnadt, wegen Mangels von Schuhvorrichten durch die aus den oberen hängigkeit jedes Richters, auch des Laienrichters, von seinem Guttmann, Stadtverordneter Borgmann und andere. Theilen des Baues herabfallenden Steine verletzt oder ge- Klasseninteresse. Die„ gelehrten Richter", die trotz der gegen. Der Versammlung wohnten auch Angehörige anderer Parteien tödtet zu werden. Fensterverglasungen finden, wenige Aus- theiligen Versicherung im Gerichtsverfassungsgesete vielfach ab- bei, welche zum theil auch in die Diskussion eingriffen. So nahmen abgerechnet, vor Beendigung des Baues nicht statt, das hängig feien, wolle er für heute wegen der Reichhaltigkeit des machte Herr Beyer feinem bedrückten Herzen Luft, nachheißt, alle inneren Arbeiten( der Buzer, Stuckateure, Maler, materials ausscheiden. Redner legte nun in etwa 1/2 stündiger dem er anderwärts fein Entgegenkommen gefunden hatte, Ofenseher c.) müssen in der den ganzen Bau durchfegenden Zug: Rede, deren Wiedergabe in einem furzen Referat bei der Fülle und " legte es den sozialdemokratischen Stadtverordneten luft ausgeführt werden. Ebenso schädlich wie das Arbeiten bei des Stoffs unmöglich ist, die geschichtliche Entwickelung und Ver- ans Herz, für beffer vorgebildete Steuer EinschäßungsZugluft ist das Arbeiten bei offenen Koatsöfen. Auch in Braun- fümmerung der Laiengerichte bar, wies auf den steten Zusammen- tommiffionen Gorge zu tragen, was Veranlassung gab, schweig wird davon Gebrauch gemacht; die Behörde schreitet hang der Gesetzgebung auch nach dieser Richtung mit den Pro- die Miquel'sche Steuerreform, mit der sich der Herr Beyer im nicht nur nicht gegen diese Leben und Gesundheit schädigende buktionsverhältnissen und mit den Machtverhältnissen der um die allgemeinen einverstanden erklärte, etwas näher zu beleuchten in Arbeitsweise ein, nein, fie ertheilt sogar, wenn darum nach Macht ringenden Klassen hin. Auf die Gegenwart übergehend ihrer Verbindung mit dem bestehenden Wahlgefeße, der einzigen gesucht wird, die Erlaubniß dazu. Die Unfallverhütungs- führte Redner etwa aus: Die Produktionsverhältnisse er- Stütze des Freisinns, dessen Beseitigung prinzipiell erstrebt. vorschriften sind auf den meisten Bauten ausgehängt, jedoch fo, forderten allmälig eine größere Sicherheit und höheren Schutz werden müsse. Nach Beendigung der Debatte nominirte die Versammlung wurde. daß sie nicht zu lesen sind. In den Klempnerwerkstätten des Privateigenthums gegenüber dem feudalen Großgrundbesiz. die Kandidaten für beide Bezirke. Als solche wurden einstimmig werden nach Bersicherung mehrerer dieser Berufsgenossen In der fonftitutionellen Monarchie ist auf vermögens Die Unfallverhütungsvorschriften überhaupt nicht ausgehängt. rechtlichem Gebiet die Kabinetsjuftiz, der direkte Eingriff für den 33. Kommunal- Wahlbezirk Otto Näther, für den Baubuden sind im allgenieinen vorhanden, genügen jedoch keines des Herrschers, und die Patrimonialgerichtsbarkeit beseitigt, weil 35. Kommunal- Wahlbezirk Herzfeldt gewählt. Letterer hat wegs. Die Aborte spotten in gesundheitlicher und sittlicher Hin- sie mit den Interessen der Bourgeoisie und der besigenden Klasse das Stadtverordneten Mandat für den 35. Bezirk seit 6 Jahren sicht jeder Beschreibung. Als bezeichnend für die Bau- nicht mehr zu vereinbaren ist. Unders liegt es auf strafrechtlichem inne. Die Wahlausschüsse wurden gebildet durch die Genossen Beaufsichtigung der Bau- und Sanitätspolizei führt der„ Grund- Gebiete. Die Kabinetsjuftig ist hier zwar abgeschwächt, aber näther, Wigel, Guttmann, Völkner, Neubrink stein" an, daß, nachdem der Braunschweiger Gewährsmann in nicht beseitigt. Sie besteht in der Form des Begnadigungsrechts für den 33. und die Genossen Rosenthal, Schumacher, einer öffentlichen Bauhandwerker Versammlung die Uebelstände fort, an dessen Erhaltung die besitzende Klasse ein lebhaftes Marzillier, Jost und Kaste für den 35. Kommunal fritifirt hatte, am anderen Tage sämmtliche Bauten von der Interesse hat. Die Justiz der Großgrundbesitzer hat sich in der Wahlbezirk. Behörde kontrollirt und verschiedene Bestimmungen erlassen Uebertragung polizeilicher und strafrechtlicher Befugnisse auf diese Eine wurden, wodurch wenigstens den gröbsten Uebelständen abgeholfen Klasse lebendig erhalten, dem Bedürfniß der Zeit entsprechend 42. Kommunal Wahlbezirk( Gesundbrunnen) tagte an Kommunalwähler Versammlung für den fann sich aber auch die besitzende Klasse der Forderung nach 10. d. Mts. in Ulit' Salon und beschäftigte ich mit den bevorAehnlich sind die Arbeitsverhältnisse in fast allen anderen Rechtsprechung durch Laien nicht ganz entziehen. Denn die stehenden Stadtverordnetenwahlen. Der Referent Gishoit Orten. Um Wiederholungen zu vermeiden, seien deshalb nur di. gänzliche Abweisung dieser Forderung widerstreitet ihrem eigenen hob in seinem Vortrage einleitend hervor, daß, wenn auch durch auffälligsten Beispiele angeführt. Interesse, da bei den verschiedenen Schattirungen der besigenden die Betheiligung an der städtischen Verwaltung nicht viel erreicht, In Bremerhaven werden an den Gerüsten Schuhdächer Klasse nicht mit Sicherheit vorauszusehen ist, welcher Schattirung doch aber viel verhindert werden könne und daß es von großer hergestellt, damit die Passage vor dem Bau nicht gefährdet gerade die Regierung und die durch sie ernannten Richter freie Bahn Wichtigkeit sei, die Interessenpolitik der Gegner kennen u lernen. wird; auf die Arbeiter, welche die Aufmauerung besorgen, schaffen wollen. Die theilweise Erfüllung der Forderung entspricht Redner verbreitete sich über die Kommunalsteuer- Refort und die nimmt man feine Rücksicht weiter. Nur höchst selten wird an überdies der wachsenden Macht des mobilen Kapitals gegenüber Kunst der Hausbesitzer, sich erfolgreich ihnen zugedachte Steuern der Außenseite des Gerüstes ein Brett hochgestellt, damit das dem Großgrundbesitz. Das Strafrecht ist vielfach, aber vom Halfe zu halten, wie auch über die Fürsorge, welche die ve Werkzeug und das Baumaterial nicht hinabfällt. Regelrecht ge- nicht ausschließlich gegen die besitzlose Klasse gerichtet. Die be- fitzenden Klassen ihrem eigenen Nachwuchs angedeihen ließen, zimmerte Gerüste fand der Beauftragte gar nicht. Die Aufgänge sigende Klaffe sucht die Verwirklichung der Forderung, daß nie- indem ein Volksschüler 64 W pro Kopf and Jahr, ein Kind, an den Putzgerüften find außerordentlich lebensgefährlich, mand verurtheilt werde, der nicht nach dem durch Volksrichter das höhere Schulen besuche, dagegen 174 M. Zuschuß erfordere. sie werden von Leitern gebildet, welche mit einem Leiter ausgesprochenen lebendigen Rechtsbewußtsein des Volkes straf- Redner zeigte weiter, wie die Vertreter der besigenden Stlasjer im baum an der Außenseite der Gerüstbäume anliegen. Wer bei würdig ist, oft zu hindern und nur soweit zu erfüllen, wie es ihrem Rothen Haufe ganz offen und sugestandenermaßen Interesserwirth, etwaigem Unglück, z. B. beim Bruch einer Leitersproffe 2c., nicht Klasseninteresse entspricht. Das Klasseninteresse bleibt auch bei schaft treiben. Der Referent wies ferner nach, daß unsere Gegner in so glücklich ist, sich mit den Händen festhalten zu können, was der Justiz das Ausschlag gebende, die Justiz war immer und is Rathhause es vortrefflich verständen, alle ihnen nicht genehmen, besonders bei den Kalkträgern nur höchst selten möglich ist, der noch heute eine Klassenjustiz. Die besigende Klasse strebt dahin, ozialdemokratischen Anträge unter den Tisch fallen zu lassen. Dieses stürzt vielleicht ohne weiteren Anstoß bis auf den Erdboden herab. daß die Laienrichter nicht vom Bolk gewählt und daß sie mög- Schicksal habe auch den Antrag, betreffend die Erhebung einer Während des Ausbauens werden häufig Koakskörbe zum Trocknen lichst aus der Klasse der Besitzenden entnommen werden, ferner Arbeitslosenstatistit, die Einführung des achtstündigen Arbeitsverwendet, wobei dann gearbeitet werden muß; dies ist sogar dahin, daß der Kreis ihrer Thätigkeit eingeengt und dem Laien tages in städtische Betriebe für Arbeiter, den Antrag betr. Verbei kaiserlichen Arbeiten beobachtet worden. Die Unfallverhütungs- lediglich eine Mitwirkung bei der Urtelsfindung eingeräumt mehrung der Wärmehallen 2c., ereilt. Redner gab der Meinung vorschriften wurden ausgehängt nur auf den Bauten des Bau- werde. Der wachsenden politischen Macht der befitlosen Klasse Ausdruck, daß so manche maßgebende Person in der Stadtvereins bemerkt; Umfragen ergaben, daß auf anderen Bauten und der Gleichheitsidee wird das Scheinzugeständniß verwaltung lieber die Armenlaften bedeutend erhöhe, al3 Mehre das nicht vorkommt. Uebrigens sind die dort geltenden Vor- gemacht, daß e3 an sich zulässig fein fein soll, auch ausgaben im Interesse der Arbeiter aufwende, möglicherweise, schristen nirgends zu haben; der Vertrauensmann der Berufs- aus den Kreisen der besitzlosen Klasse Richter zu um durch Vergrößerung der Armenlasten die Ausübung des genossenschaft befundete, daß er nur ein Exemplar zum eigenen wählen. Die Art der Wahl und die Diätenlosigkeit der Wahlrechts zu vermindern und dadurch den Arbeitern die VerGebrauch im Besitz habe. Laienrichter löst dies Zugeständniß in eine leere Phrase auf. tretung im Rothen Hause zu erschweren. Unzweifelhaft sei, daß In der Stadt Oldenburg find mit Ausnahme der Vor- Redner legt nun eingehend die für die Wahl von Schöffen und von der städtischen Verwaltung viele Gelder verwendet werden richtungen zum Schuß der Straßenpassanten an den Gerüsten Geschworenen bestehenden gesetzlichen Bestimmungen dar. An sich für Zwecke, die nicht den allgemeinen Interessen entsprechen. in der Regel feinerlei Schuhvorrichtungen angebracht. Eogar wählbar ist auch das Mitglied der besitlosen Klasse. Aber die Redner erinnerte nur an die zur Sedanfeier wieder bewilligten an großherzoglichen Bauten wurde dies beobachtet. Die Güte an sich zum Schöffen oder Geschworenendienst Fähigen siebt erst 50 000 m. und die 6000 M. für die Schulen extra und folgerte aus der Oldenburger Bauten scheint nicht sonderlich zu sein. Tem ein aus einem Amtsrichter, einem Verwaltungsbeamten und sieben alledem, daß es durchaus nothwendig sei, daß die Arbeiterschaft immer Beauftragten der Kommission ist die Schwäche der Mauern, Gemeindevertretern bestehender Ausschuß. Die Geschworenenliste mehr Bertreter in die städtische Verwaltung entfende und auch welche die Balken zu tragen haben, und der außerordentlich wird dann gar nochmals von fünf Landrichtern gesiebt. Und der 42. Kommunal- Wahlbezirk endgiltig erobert werde. Dies sei leichte Dachverband aufgefallen. Baubuden wurden nur selten es läßt sich leider Besangenheit im Klassenintereffe erwarten, so sehr wohl möglich, wenn jeder seine Schuldigkeit thue, da bereits angetroffen und die wenigen, die angetroffen worden sind, bildeten bald der Angeklagte Kämpfer der besiglosen Klasse ist und sobald bei der norigen Wahl Gen. Gründel 14 Stimmen Majorität erhalten mehr Aufbewahrungsorte für Baumaterialien; zum Aufenthalt der Klasseninstinkt und das Klasseninteresse der Geschworenen durch habe, dessen Wahl allerdings annullirt worden sei. Jeder Parteis für Menschen eignete fich faum eine. Die Aborte spotten meist Maßnahmen des Gerichts und der Staatsanwaltschaft genährt genosse habe für den sozialdemokratischen Kandidaten einzutreten. jeder Beschreibung. Nur ein Beispiel zur Charakteristik: Auf wird. Redner illustrirt nun an den Magdeburger Fällen Wierrowski Als solcher wurde von der Versammlung mit allen gegen eine einem Bau war der Abort von zwei Seiten mit Brettern umstellt, und Genossen, Fritsche und Genossen und an dem Essener Fall Stimme Genoffe Jacobey proflamirt. Derselbe nahm die hinten, vorn und oben war er offen. Eine zugesetzte Seite befand Schröder und Genossen die Richtigkeit seiner Darlegungen. Er plä Kandidatur dankend an und gab das Versprechen ab, sich die fich nach der Straße hin, die andere nach der angrenzenden Wiese dirt dann für allein unabhängige, aus und vom gesammten Volk ge- größte Mühe zu geben, schleunigst Hausbefizer zu werden, was zu. Den Frauen, die auf der Wiese das Vieh warten, und wählte Richter unter Darlegung der Begriffe Recht und Gesetz. zu seiner eventuellen Wahl nothwendig sei. Das Wahlfomitee Kindern, welche dort spielen, war es nicht immer möglich, die Das natürliche Ergebniß der Klassenjustiz und der wachsenden wurde gebildet aus den Genossen Brintmann, Raschke, Stellen der Wiese zu meiden, von wo aus man auch von hinten politischen Macht und Einsicht der besiglosen Klaffe ist eine Ver- Haferland, Tauschel und Wolfram. Die Versamms in den Abort sehen konnte. Die Unfallverhütungsvorschriften breiterung der Kluft zwischen der Rechtsprechung durch die Tung erklärte fich nach dem Bericht des Stadtverordneten hängen nur auf ganz wenigen Bauten aus; Umfragen ergaben, Klaffenjuftig und dem Rechtsgefühl des Volfes. Dies Ergebniß Gießhoit mit der Thätigkeit der sozialdemokratischen Stadts daß sie, wo sie wirklich ausgehängt werden, nach Vollendung des ist selbst der besitzenden Klasse nicht erwünscht; schwindet das verordneten einverstanden und versprach, energisch für den Kaas Rohbaues verschwinden. Andere Arbeiterschutz Anordnungen Vertrauen des besiglosen Theils der Bevölkerung zur Klaffen- didaten Jacobey einzutreten. bestehen einfach nicht. justiz, so liegt darin ein deutliches Zeichen, daß die Macht der Graveure und Ziseleure. Am 3. d. M. hielt die Freie Aachen. Irgend welche Schutzvorrichtungen am Neußeren besitzenden Klasse überhaupt im Sinken begriffen ist. Dies Vertrauen der Bauten wurden nicht bemerkt, nur in einer etwas belebten ist vielfach geschwunden. Welchen Weg auch immer die besitzende Vereinigung der Graveure und Biseleure" ihre ordentliche MitKlaffe versuchen mag, das durch die wirthschaftlichen Bedürf- gliederversammlung ab, in welcher Gencffe Dr. S. Joël über Im Innern der Bauten sah es noch windiger aus. Echuh Rechtsbewußtsein des werkthätigen Volkes wird auch auf diesen wurde der Antrag des Kollegen Siewert, welcher lautet: Straße waren zum Schuße der Paffage Vorkehrungen getroffen. niffe und durch die Produktionsverhältnisse ständig genährt: Religion und Sittlichkeit" im Lichte der Naturwissenschaft sprach. Der Vortrag wurde sehr beifällig aufgenommen. Angenommen gerüste für Dachdecker und Klempner existiren folche werden nicht einmal beim Eindecken der steilen Macht erobern und an stelle des heutigen Märchens von erflärt die heutige Versammlung, daß vom 5. August cr. ab die eriftiren nicht, Gebiete den Sieg erringen. Das Proletariat wird die politisch der Antrag vom 16. Juli vielfachen Mißdeutungen unterliegt, Kirch thürme angebracht. Baubuden find unbekannter als der Unabhängigkeit der Richter" eine wahrhaft unabhängig böhmische Dörfer. Aborte gab's nicht überall, und wo sie vorhanden waren, entsprachen sie meist in keiner Weise den An nur dem Allgemeinwohl dienende, gerechte Rechtsprechung schaffen. Beiträge pro Woche 20 Pf. betragen. Da einige Kollegen vor forderungen. Die Folge ist. daß sobald der Bau einigen Schub Referent, ich habe versucht, eingehend die heutige Nothwendigkeit eines Berliner Kollegen aus Wien wird vor einer Firma Szan Nun verehrte Rotte", schloß unter stürmischem Beifall der diesem Termine 20 Pf.- Marken geklebt haben, erklärt die Ver vor neugierigen Augen gewährt, die Nothdurft in iegend welchem Referent, ich habe versucht, eingehend die heutige Nothwendigkeit fammlung, diese Mehrleistung zu gestatten." In einem Briefe vor neugierigen Augen gewährt, die Nothdurft in iegend welchem de bhängigkeit auch der Laienrichter von ihrem Klassen brick( Oberungarn), Post Hodrasbanga, gewarnt. Dieselbe vers Winkel im Innern des Baues verrichtet wird. intercije darzulegen. Sind Sie mit mir eines Sinnes, so ver Da Cottbus. Frgend welche Schuhvorrichtungen, mit Aus- breiten Sie in den weitesten Kreisen, jeder da wo er kann, durch spricht in Annoncen in deutschen Blättern hohen Lohn, hält aber nahme der zum Schutz der Passage auf belebten Straßen, waren praktische Beispiele die Ansicht, daß das Märchen von der Ungewöhnlich ihre Versprechungen nicht ein. Meist bietet sie 20 fl. an der Außenseite der Bauten nicht vorhanden. Die Leiter abhängigkeit der Richter ein Märchen ist." Zur Diskussion und zahlt nachher nur 10 oder 11 fl. G3 wurde dann noch der aufgänge ließen viel zu wünschen übrig. Baubuden für die meldete sich niemand. Zum Schluß forderte der Vorsitzende die Antrag gestellt, eine namhafte Summe für die Essener VerArbeiter wurden nirgends angetroffen, Aborte in der Regel Mitglieder auf, ihre Mitgliedsbücher umzutauschen gegen die urtheilten aus der Vereinskasse zu geben. Aus pekuniären Grüne ebenfalls nicht, und wo sie bestanden, glichen sie den schon be- durch die Reorganisation und damit verbundene Statuten den wird dies aber abgelehnt, dafür soll in Kollegenkreisen tüchtig schriebenen. Die Unfallverhütungs- Vorschriften hingen nirgends änderung nothwendig gewordenen neuen Mitgliedsbücher. Eben- gesammelt werden. Hierzu werden Listen beschafft werden. aus; Umfragen ergaben, daß sie nur vor Jahren einmal aus- falls erging die Aufforderung zur Meldung noch einiger Bezirks Graveure und Ziseleure. Mit den Junungsbestrebungen gehangen haben, dann ist es nach und nach unterblieben; wenn führer, die die Reorganisation des Kreises erforderlich macht. befaßte sich eine öffentliche Versammlung der Graveure und jetzt wirklich einmal ein derartiges Plakat ausgehängt wird, Der Vorsitzende forderte zur recht regen Agitation für den 3iseleure, welche am Mittwoch Abend in der Ressource abs dann befindet es sich in ganz unleserlichem Zustande; der Zahn Verein auf, stellte für den kommenden Winter einen Zyklus von gehalten wurde. Nach einem Referat des Genossen Timm, der der Zeit hat's gernagt. Vorträgen zur Aufklärung und Belehrung der Genossen in Aus die Wirksamkeit" der Innungen in längerer Rede beleuchtete, Guben. Die Gerüste waren alle äußerst mangelhaft, mit sicht und schloß mit dreifach.m Hoch auf die zielbewußte Sozial- sprach sich die Versammlung in einer Resolution dahin aus, daß Zauen zusammengebunden; nirgends befinden sich knaggen an demokratie. die Versammelten sich entschieden gegen die in neuester Zeit an gefündigten obligatorischen Janungen aussprechen und ihrer Obst und Fischer ermahnt, nochmals die bei der Firma ganisation verpflichtet. Sierauf erfolgte die Bekanntgabe der Meinung Ausdruck geben, daß eine Befferung der mißlichen Ver- Küster Beschäftigten zum Anschluß an die Lohnbewegung auf heute über acht Tage bei Röllig stattfindenden Vereinshältnisse im Genverbe nur durch den Anschluß an eine zielbewußte zurütteln, fand eine Resolution Annahme des Inhalts, daß versammlung. Organisation die Freie Vereinigung für die gewerblichen Die Sperre über die Firma Küster bestehen Lederbranche. Die öffentliche Versammlung Interessen der Graveure und Ziseleure erreicht werden fann. bleibt; einerseits weil die Zimmerer dies den Kameraden aller in der Lederbranche beschäftigten Ar Sievert und Geisler fritisirten die traurigen Zustände schuldig feien, welche dort die Arbeit niederlegten, andererseits beiter( Lohgerber, Lederzurichter, Weißgerber, Färber 2c.) hatte in einigen Werkstätten. Bei dem Unternehmer Förning, weil man glaubt, daß die Firma mit den jetzigen Arbeitern den Fey'schen Saal in den Brunnenstraße völlig gefüllt. Dies Oranienstr. 150, soll ein Arbeiter mit 9 M. Wochenlohn an- nicht bis zur gegebenen Zeit die Arbeiten fertigstellen fann. gestellt sein! Bergener forderte, daß der Unterricht in den Am nächsten Sonntag findet in Cohn's Festsaal, Beuth- felbe fand am 11. d. Mts. statt und beschäftigte sich zunächst mit dem Streit in der Steinlein'schen Lederfabrik( Inhaber Meinide). Fortbildungsschulen an den Wochentagen ertheilt wird. Eine straße 22, eine öffentliche Generalversammlung der Zimmerer Der Streit ist am Montag ausgebrochen und hat diese That Besprechung der Lehrlingsfrage zeitigte folgenden Antrag: tatt, in der unter anderm der Vertrauensmann Abrechnung fache, wie Busse ausführte, feineswegs überrascht. Man müsse Die Versammlung beauftragt den Bertrauensmann, in nächster legt und Bericht erstattet über seine bisherige Thätigkeit. sich vielmehr wundern, daß die dort beschäftigten Arbeiter fich Beit eine öffentliche Versammlung einzuberufen, um Stellung zu linge halten und ihre Ausbildung vernachlässigen. Kleiner Vortheil herauskommt. " nehmen gegen diejenigen Meister, welche zehn und mehr Lehr bei Lange in der Stromstraße tagte, beschäftigte sich mit der Berlins und beschäftigt 115-118 Arbeiter. Zu unterstüßen find Eine Zimmerer- Versammlung, die am 12. September erst jetzt dazu ermannt haben. Die Fabrit ist eine der größten Sperre über die Firma Stiebig ut. Röppchen, Birken- 102 Arbeiter mit 100 Rindern. Die bisher gezahlten Löhne Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. In einem straße. und dem Verhalten der bort arbeitenden Kameraden waren, den gemachten Mittheilungen zufolge, für Arbeiter fängeren Vortrage besprach Genosse G. Keßler das eben er gegenüber den Beschlüssen, welche in öffentlichen Versammlungen 15 bis 18 M., für Gefellen 18 bis höchstens 22 m. 50 Pf., schienene Buch der Frau A. Gerhard über„ Konsumgenossenschaften gefaßt wurden. Der Referent Obst legte dar, daß an der Auf- für Kaltfalzer 25 M. 50 Pf., für Gerbergesellen 24. und Sozialdemokratie". Redner betonte, daß die Konfum hebung der Sperre im Interesse der Bewegung nicht gedacht werben Gefordert werden von den Streifenden folgende Mindeſt genossenschaften auf politischem Gebiete nichts schaden, aber auch könne, wenn auch der Polier Neumann, seine Arbeitgeber mit Arbeits- löhne: für Arbeiter 18 M., für Gesellen 21 M., für nichts nutzen, und auf wirthschaftlichem Gebiet wären sie dasselbe fräften versorgt habe. Uebrigens sei man auch die Aufrecht- Tafelarbeiter 24 M., für Falzer und Blanchirer 24,50 m. wie jedes andere Privatunternehmen, in denen jeder seine wirth- erhaltung der Sperre den Meistern schuldig, welche die Forde- Ferner wird gefordert die Bezahlung jeder Ueberstunde mit schaftliche Lage zu verbessern den Versuch machen kann. Die Verrung des Stundenlohues von 521/2 Pf. bewilligt hätten. Rebner 40 bezw. 50 Pf. und die Giuſetzung eines Arbeiterausschusses. faſſerin ist der Aufsicht, daß die Konsumgenossenschaften dem Arbeiter geißelte die Gleichgiltigkeit derjenigen Zimmerer der genannten Die Kommission der Steinlein'schen Arbeiter, welche Herrn bessere und reelle Waaren liefern und auch durch den Baareinkauf zur Firma, welche ruhig weiter arbeiteten, als etwa 29 ihrer Arbeits- Meinicke diese Forderungen vortrug, ist rundweg abgewiesen Ordnung im Haushalte beitragen. Redner wies nach, daß der fameraden in Befolgung der Versammlungsbeschlüsse die Arbeit worden mit dem bekannten Bedeuten, daß ein jeder gehen könne, artige Einrichtungen nicht im stande sind, die wirthschaftliche niederlegten, um für einen höheren Lohn einzutreten; ebenso dem es in der Fabrik nicht paffe. Daraufhin haben 102 ArLage der Arbeiter zu verbessern, wenn auch für einzelne ein unterzog er das Verhalten der neu eingetretenen Streitbrecher beiter die Arbeit verlassen, was von der Versammlung freudig Dem intereffanten Vortrage folgte eine lange und rege Dis- einer herben Kritik. Fischer, Schmolinsti und andere schloffen begrüßt wurde, da die Steinlein'sche Fabrik die maßgebendste ist fich den Ausführungen des Referenten an. Schmolinsti fenn- und ihren Einfluß sehr zum Nachtheil der Arbeiter bisher geltend kussion, in welcher die Redner für und gegen die Konsumgenossen- zeichnete besonders das arbeiterfeindliche Betragen des Poliers gemacht hat. Eine Reihe Steinlein'scher Arbeiter ließ sich über schaften eintraten. Neumann. Von den Streitbrechern war, abgesehen von einem die Fabrikverhältnisse aus. Beschwerde wurde geführt über die Die Abrechnung vom Sommerfest ergab eine Ausgabe von jungen Manne, der jetzt nicht mehr bei St. u. S. ist, niemand Meister, über das herrschende rigorose Strafsystem, über das Ge542,93 M., eine Einnahme von 514,70 M., mithin eine Mehr- erschienen. Von Beschlüssen wurde abgesehen, nachdem allseitig heimniß, das die Verwendung der Strafgelder umgiebt, über ausgabe von 28,23 M.; dagegen stehen noch 375 Billets aus. die Aufrechterhaltung der Sperre befürwortet worden war. die Verwaltung der sogenannten Sechsertaffe", die Unter Das Stiftungsfest findet am Sonnabend, den 12. Oktober, ftigungszwecken dient und zu welcher jeder Arbeiter wöchentlich im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, statt. Metallarbeiter. Der Verband aller in der Metallindustrie feinen Sechser" beizusteuern hat und insbesondere über die beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am 9. d. M. niedrigen Löhne, welche die Arbeiter der Organisation fern Bei den Musikinstrumenten- Arbeitern referirte am im Marienbad, Gesundbrunnen, feine Nordbezirks.Bersammlung halten, wozu auch das theilweise gegensägliche Verhältniß 9. September Genosse Mäther über die Frage: Wie be- ab. Genosse Pinn hielt einen lehrreichen, mit lebhaftem Beifall zwischen gelernten und ungelernten Arbeitern beitrage, was streng tommen die Kollegen ihren 2ohu für den ihnen aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Die Geschichte als gerigt wurde. Die Versammlung erklärte einstimmig aufgedrungeuen Gebanfeiertag? Besonders zahl- Lehrmeisterin", und bewies hierbei durch verschiedene Beispiele, den Streit und die gestellten Forderungen voll und ganz reich vertreten waren die Arbeiter der Pianoforte Fabrik von daß die Geschichte, wie sie in unseren Schulen gelehrt wird und für berechtigt, sich mit den Streifenden solidarisch und sicherte Bechstein, die sonst eine ziemlich isolirte Stellung in der wie dieselbe der großen Masse des Volkes zugänglich ist, nicht denselben thatkräftigste finanzielle wie moralische Unterstügung Branche einnehmen. Die Angelegenheit Bechstein wurde nach der Wahrheit entspricht resp. entstellt und einseitig abgefaßt ist. zu. Zur Führung der Streitangelegenheiten wurde eine Lohnder mit lauten Beifallsäußerungen aufgenommenen Rede des Die besonders eingeladenen Kollegen verschiedener Firmen fommission gewählt, bestehend aus Kühne, Lerche und Vortragenden zunächst verhandelt. Durch eine Tafel ist dem wurden aufgefordert, sich zahlreicher der Organisation an- Weiß. Die Unterstützungssäge wurden für jeden Streifenden Bersonal angezeigt worden, daß am Montag gefeiert wird; die zuschließen, vor allen Dingen aber dafür zu sorgen, daß ihre wie folgt festgesezt: Für den Unverheiratheten 9 M., für den Lohnarbeiter haben den Zwangsfeiertag nachdem bezahlt erhalten; Werkstellen durch einen Vertrauensmann vertreten werden. Verheiratheten 12 M. mit einem Zuschlag für jedes Kind von nicht so die Akkordarbeiter. Von den Rednern in der Distusfion wurde den Arbeitern nahegelegt, den Herrn Rom- auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und 50 Pf. pro Woche. Die vorläufige Abrechnung über die Liftensammlung zum merzienrath auf dem Gewerbegericht zu verklagen; einige traten Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale Berlin I, hielt Römer'schen Streit gab Böhm. Danach wurden vereinnahmt dafür ein, daß eine Kommission in dieser Angelegenheit ver- am 9. September feine regelmäßige Mitgliederversammlung bei 382 M. 95 Pf., verausgabt 305 m. 20 Pf. Die verbleibenden handeln soll. Schließlich wurde der Antrag angenommen, witte, Andreasstr. 26, ab. Der Genoffe Wagner hielt einen 77 t. 75 Pf. wurden den Steinlein'schen Streikenden überDie Regelung dieser Angelegenheit den Bechstein'schen Arbeitern selbst zu überlassen. Vortrag über das Thema:" Voltsbildung und Klassenbewußtsein". wiesen und zu Revisoren Buste, Haferland und Moh. berechtigte Mahnung an dieselben, sich der Organisation anzu- Arbeiter dem Klassenbewußtsein des modernen Proletariats gegen richtete bie sehr Nachdem der Vortragende den Indifferentismus der früheren haupt bestellt. schließen, damit ihnen bei ihrem Vorgehen der Rücken gedeckt sei. über geschildert hat, ermahnte er die Anwesenden, kräftig für die fonen besuchte öffentliche Versammlung tagte am 11. September Maler und Berufsgenossen. Eine von über 300 PerBon einer Seite wurde hervorgehoben, daß die Kistenmacher in Organisation zu wirken, um dadurch den elenden Verhältnissen in Cohn's großem Saal in der Beuthstraße. Geladen zu der= dem Betriebe des Herrn Bechstein jüngst einen ziemlich hohen ein Ende zu bereiten. Nach einer kurzen Diskussion wurde die selben waren die Kollegen aus den Werkstätten: Richter, HedeAbzug hätten über sich ergehen lassen, ohne auch nur den Ver- Abrechnung vom II. Quartal verlesen. Der Vorsitzende Koboldt mannstraße; Lange, Elsasserstraße; Norsheim, Richter, Invaliden= fuch eines Widerstandes zu machen. Die Verhältnisse bei den ersuchte die Kollegen, ihm die Werkstatt- Vertrauensleute bekannt straße; Anger, Teltowerstraße; Sobotta, Geßler, Ratzbachstraße; Firmen: Quandt, Schmidt u. Sommerfeldt, Nieber zu geben, um dieselben zu einer gemeinsamen Sigung zu laden. Bodenstein( Maximilian Thiele). Dieselben waren auch zum Firmen: Quandt, Schmidt u. Sommerfeldt, Nieber u. Ro., Schwechten, Gerhardt und Pietschmann, Nächste Versammlung am 7. Oktober in dem oben genannten theil erschienen. wo gleichfalls eine Bezahlung für den Sedantag geleistet ist, gofale. Es handelte sich darum, sich schlüssig zu wurden einer scharfen Kritik unterzogen. Angenommen wurde werden, ob die, durch die Arbeiten an der Gewerbe- Ausnachstehende Resolution: Die Versammlung erhebt entschieden Der Fachberein der Bäter erörterte in seiner am 10. b. M. ftellung sich nächstes Frühjahr bietende günstige Gelegen Proteft gegen die zwangsweise Feier des St. Sedan- im Lotale des Herrn Buste, Grenadierstr. 33, abgehaltenen regel- beit zu benützen sei, um in eine Lohnbewegung für Eintages seitens der Arbeiter einer Reihe von Pianoforte Fabriken. mäßigen Monatsversammlung die Frage: Wie fördern wir führung eines Minimallohnes im Malerberufe einzutreten. Die Sie erklärt eine derartige Handlungsweise der Fabrikanten als unfere Organisation?" Das Endresultat der nahezu zweistündigen recht rege, ausführliche Diskussion hierüber leitete Rollege& int überaus bezeichnend für deren Patriotismus. Man erwartet, Distuffion war, den Berliner Bäckereien in bestimmten Zwischen ein, indem er einen turzen Rückblick auf die 1889er Bewegung daß der Sedantag den Arbeitern noch nachtväglich bezahlt wird; räumen gedruckte Einladungen zu den Vereinsversammlungen in warf, deren Errungenschaften heute längst verloren feien, da ein sehr patriotischer Fabrikant Hekson in der Dresdenerstraße Kartenbriefen der Packetfahrt A.-G. zu schicken. Da der Verein nicht nur die Löhne mit der wirthschaftlichen Entwickelung und hat feinen Arbeitern den Tag mit 8 m. vergütet; das bedeutet Fragebogen ausgearbeitet hat, in denen nach allen im Gewert mit den Ansprüchen, die Staat und Kommune an die Arbeiterimmer noch einen Schaden für den Arbeiter von ca. 2 M. vorhandenen Uebelständen gefragt wird, wurden die Kollegen schaft stellen, nicht nur nicht Schritt gehalten haben, sondern Die Barbiere ehrten in ihrer am 5. d. M. abgehaltenen aufgefordert, an der Ausfüllung derselben sich recht rege zu be- mertlich heruntergegangen find; er hielt es für eine ernste Pflicht, Bersammlung die verstorbenen Vorkämpfer in der üblichen Weise. ruhe, die leider nicht von allen Unternehmern innegehalten wird, zu lassen. In der ausgedehnten Diskussion waren mit einer theiligen. Zur befferen Durchführung der Kontrolle der Sonntags- die fich bietende Gelegenheit nicht unbenutzt vorübergehen Starosson besprach den Effener Meineidsprozeß, worauf eine bewilligte der Verein für die dieser Mühe sich unterziehenden Lohnbewegung zum Frühjahr so ziemlich alle Redner einResolution angenommen wurde, Würdigung des Prozesses im Vorwärts" entsprach. Das Er wurde Barth, als deffen Stellvertreter Arnick gewählt. die im wesentlichen der arbeitslosen Kollegen allmonatlich 5 M. Zum Schriftführer verstanden, nur herrschte Meinungsverschiedenheit über die zu stellenden Forderungen. Ein Theil der Redner trat für gebniß der Tellersammlung soll den Familien der Verurtheilten Einführung eines Minimal- Wochenlohnes ein, über dessen Höhe durch die Expedition des Vorwärts" übermittelt werden. Zum Holzbearbeitungsarbeiter. Die Versammlung der in ebenfalls Borschläge gemacht wurden, ein anderer Theil der Vorsitzenden wurde Meyer gewählt. Hierauf folgte eine Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Are Redner verlangte Verkürzung der Arbeitszeit, wieder andere Kritik über das Fachorgan, sowie die Regelung der Bibliothets- beiter der Filiale II N. wählte am 10. September zum ersten schlugen an ftelle der gegenwärtigen variirenden Lohnfkala Festverhältnisse. Kassirer den bisherigen zweiten Kassirer, Kollege Heffe und den fegung eines Minimal- Stundenlohnes vor; lebhaft wurde außerdem Kollegen Jaffte zum zweiten Kassirer. Auf Anregung des ersten die Einführung des Achtstundentages vertreten. Nachdem die Vorsitzenden wurde auch der zweite Borsitzende wegen zu unregel verschiedensten Meinungen dargethan waren und neue Gesichtsmäßigen Besuches der Vorstandsfizungen sowie der Versamme puntte nicht mehr erschlossen werden konnten, schloß man die lungen feines Amtes enthoben, und an dessen Stelle der Kollege Debatte. Das Ergebniß derselben war die fast einmüthige BuSonntag gewählt. Außerdem wurden noch verschiedene Vereins- ftimmung zu folgender Resolution:" Die heutige Versammlung angelegenheiten besprochen. Desgleichen wurde von der Fabrik erklärt nach Anhören der verschiedenen Ansichten folgendes: In des Herrn Hellmich, Bergstraße, mitgetheilt, daß die Kollegen Erwägung, daß unsere wirthschaftliche Lage eine ungemein dort am Sedantag von 2 Uhr ab feiern mußten, ohne eine Entschlechte ist, daß diefelbe vor der Hand aber nicht anders ge= schädigung dafür zu bekommen. Bei dieser Gelegenheit erklärte der Zwischenmeister Kopplow, daß man teinen Lohn beanspruchen fönne, wenn man nicht arbeite. Der Arbeitsnachweis und das Berkehrslokal befinden sich bei Nehliz, Bergstr. 12. " 9 Bimmerleute. Der Verband deutscher Zimmerleute, Bahlftelle Berlin, hielt am Sonntag, den 8. September, feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab, welche sehr stark befucht war. Die Abrechnung vom 13. Stiftungsfest ergab einen Ueberschuß von 224,19 M. Hiervon wurden 50 M. für die Familien der im Effener Meineidsprozeß Verurtheilten bewilligt. Nach einer Längeren Diskussion über" Die Stellung der Mitglieder zur Lohnbewegung" wurde folgender Antrag angenommen: " Die Versammlung erklärt sich bereit, zu den Kosten, welche bessert werden kann, als daß vor allem eine einheitliche Lohndem Bertrauensmann burd, Ausfall seines Lohnes entstehen, zur regulirung ftattzufinden hat, beschließt die Versammlung, zunächst im Hälfte, und zur Kontrolle, sofern dieselbe von Mitgliedern aus. fommenden Frühjahr in eine Lohnbewegung zur Einführung eines Minimal Wochenlohnes einzutreten. Ferner verpflichten geübt wird, ganz beizutragen, bis die Kontrolle des Vertrauens. sich sämmtliche Anwesenden, soweit sie noch nicht der Organi manns überflüffig wird." Die Mitglieder, welche von den jetzigen Fensterputzer. Eine Boltsversammlung, ein- fation angehören, derselben unverzüglich beizutreten, da nur durch Playfperren mit betroffen worden sind und noch keine Unter- berufen von dem Vertrauensmann der allgemeinen Arbeiter und eine straffe Organisation unsere Forderungen durchzuführen find. fügung bekommen haben, haben sich bei dem Rassirer zu melden Arbeiterinnen, sollte den Zweck einer Aussprache der Geschäfts- Des weiteren verpflichten sich die Anwesenden, nach Kräften für und ihre Unterstützung in Empfang zu nehmen. Diejenigen Mit inhaber mit den Arbeitern der Glas- und Fensterreinigungs- den Streiffonds zu sammeln." Zwei Stimmen waren dagegen. glieder, welche ferner bei Playfperren gemaßregelt werden, sollen Institute haben; dieselbe tonnte aber infofern ihren Bwed nicht Einmüthig stellte sich die Bersammlung auf den Boden eines fich melden und vom Vertrauensmann, bei Blaurock, Gipsstr. 16, erfüllen, da gerade die Geschäftsinhaber, mit denen verhandelt Antrages, welcher eifrige Werkstätten Organisation und Ertontrolliren laffen. Befannt gegeben wurde noch, daß die Bimmerer bei der werden sollte, nicht anwesend waren. Genoffe 3ubeil schickte nennung von Vertrauensmännern empfahl in allen Werkstätten, Bekannt gegeben wurde noch, daß die Bimmerer bei der als Grund hierfür seinem Referate die gewiß zutreffende Bemerkung in denen eine dahingehende Agitation bisher noch nicht von Firma Stievit u. Röpchen der Mann 100, und einige fogar voraus, einmal, daß die Einberufung der Bersammlung zu einer Erfolg begleitet war. 105 Stunden pro Woche gearbeitet haben, und daß die Firma Stunde geschah, in der die Klein- Geschäftswelt, auf die überhaupt nur Bumplun doch nur 50 Pf. Stundenlohn ausbezahlt hat. Als zu rechnen war, ihre Geschäfte noch nicht gefchloffen haben, und Die Steinmetzen und Bildhauer hielten am 12. September Revisor wurde Dreyhaupt, Höchsteftr. 21, Quergebäude 2 r., weiter hielt er es im Interesse der Sache für nicht rathfam, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 20, eine start besuchte öffentgewählt. einen ausgesprochenen Sozialdemokraten zum Referenten zu be- liche Versammlung ab, um zunächst zu berathen, welche MaßZimmerer. Um den bei der gesperrten Baufirma Küster stimmen. Im Vortrage selbst schilderte der Redner noch einmal nahmen zu treffen sind, die Forderung der Steinbildhauer sur ( Greifswalderstraße) weiter arbeitenden Zimmerern Gelegenheit in Kürze die ganz unhaltbaren Zustände, die sich in diesen Durchführung zu bringen". Nach dem Bericht der Kommission des Streits unverändert, die zu einer Aussprache über ihr Verhalten gegenüber den in öffent- Instituten herausgebildet haben, wie sie bereits an anderer Stelle ist der Stand lichen Zimmerer- Bersammlungen gefaßten Beschlüssen zu geben, des Vorwärts" ausführlich behandelt worden sind. In der Forderung der siebenstündigen Arbeitszeit wird von den Brinzipalen hatte der Vertrauensmann am Mittwoch, den 11. September Diskussion wurden neue Momente nicht angeführt, indeß als frivol bezeichnet, was indeß die Streifenden nicht hindert, eine Versammlung in nächster Nähe der Bauplätze, im ,, Danziger aber bittere Klage geführt über das Kontrattwesen, über im Bewußtsein ihres guten Rechtes mit aller Zähigkeit daran Boltsgarten" einberufen; der Besuch derselben entsprach jedoch allzu mangelhafte und niedrige Bezahlung, über ganz festzuhalten. Streitbrecher haben sich bisher nicht gefunden. feineswegs den gehegten Erwartungen. legte welchen bedeutende Strafen, über unwürdige Behandlung und über Die öffentliche Steinarbeiter, Versammlung Gründen, fei dahin gestellt, faft sämmtliche zur Zeit lange Arbeitszeit. Um sich aller diefer allgemeinen Chitanen ebenso auch die Berliner Gewerkschafts- Kommission dort arbeitenden Zimmerer benutzten die Bahn oder sonstige Um- zu entledigen, denen sich je nach Laune und Willkür der einzelnen fennen den Streit als berechtigt an, um so eigenthümlicher wege, nur um nicht an der Danziger Straße vorbeizugehen und Institutinhaber noch eine Reihe spezieller anfügten, hat sich eine erscheint daher die Haltung der Baubehörden, welche direkt eventuell Don den übrigen Kollegen zum Besuch der Anzahl Glas- und Fensterpußer selbständig gemacht. Wie fich gegen die streikenden Arbeiter Partei ergreifen, indem sie die Bersammlun eigeladen zu werden. Der Referent, Herr diesen gegenüber die Geschäftsinhaber stellen, konnte jedoch wegen Lieferungsfristen der Unternehmer verlängern. Der Streit fommt Ernst Obst, geißelte ein derartiges Gebahren in gebührender Fehlens der letteren nicht besprochen werden. Der Referent den Steinmez- Innungsmeistern natürlich recht ungelegen und fo Weise; er sette den paar Erschienenen auseinander, wie sehr sie empfahl im Schlußwort dringend, recht rege Agitation für die laffen sie kein Mittel unversucht, ihn zu Fall zu bringen. Sie durch ihren Indifferentismus nicht nur die Gesammtheit der Ber- Organisation, um bald als achtunggebietende Masse operiren mit schwarzen Listen", was daraus hervorgeht, daß liner Zimmerer, sondern ihre eigensten Interessen aufs schwerste ben Unternehmern erfolgreich entgegentreten zu können. einigen Firmen, die bewilligt haben, dennoch keine Streifenden verletzten. In ähnlicher Weise äußerten sich auch Th. Fischer Man wählte einem Vorschlage gemäß sieben Vertrauens- einstellen, sondern sich Arbeitskräfte von außerhalb heranzuziehen und andere Kameraden. Schlender suchte sein Fernbleiben leute, denen es obliegt, eine thatfräftige Agitation zu bewirken. suchen. Ein weiteres Kampfesmittel der Unternehmer ist die von der Organisation, sowie fein jetziges Verhalten zu recht- Es wurde beantragt, in der Elisabeth- und Petristraße Lotale zu Heranbildung von Steinmetz Lehrlingen zu Bildhauerfertigen und verlangte Aufhebung der Sperre, da die Firma doch bestimmen, in denen des Sonnabends Kassirer anwesend zu sein arbeiten, welche die Steinmetzgesellen zurückweisen. Die Firma genug Arbeitskräfte für 50 Pf. Stundenlohn erhielt. Unter haben. Zum Schluß gelangte eine Resolution zur Annahme, Wimmer suchte sich dadurch aus der Patsche zu ziehen, daß sie Hinweis auf die vier größeren Firmen der Ausstellung, welche, die ihre gerechte Entrüftung über die unverantwortliche Weise einigen Streifenden das Anerbieten stellte, größere Arbeiten Durch die Einmüthigkeit ihrer Arbeiter imponirt, diesen eine der Ausbeutung der Fenster- und Glasputer ausdrückt und mit als Unternehm er" zu übernehmen; diese sollten dann eventuell Rohnerhöhung bewilligten, wurden seine wenig stichhaltigen Rücksicht darauf, daß nur ein geschlossenes Vorgehen Verbesserung die untergebenen Kollegen nur sieben Stunden arbeiten lassen. Argumente als Ausreden" hingestellt. Schließlich, nachdem der Lage derselben herbeiführen kann, zum Beitritt in die Dr- Auf diese Weise glaubte die Firma die Beschlüsse der Innung " Aus ber Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis Straluns- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 15. September, vormittags 10 Uhr, bet Linte, Jübenstr 36: Sigung. Tischler- Verein. Sonnabend, den 14. September, abends 9 Uhr, Melchiorftr. 15, Versammlung. 1. im gotale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20: Vortrag des Genossen Waldeck Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 15. September, abends 7% uhr, Manasse über: Es geht alles natürlich zu"; 2. im Lokale des Herrn Buste, anschauung". Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz. Die Bibliothet befindet sich bei Gärtner, Moltenstraße 12, geöffnet Sonnabend abends von in 9-10 Uhr. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( G. H. Nr. 29, Hamburg, Fil. 7.) Sonntag, den 15. September, vormittags 9 Uhr, bericht und Berschiedenes. bei Scheps, Gerichtstr. 10, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Kaffenmittags 5 Uhr, Mariannen- Ufer 2, Bum Burhof", Sigung und Theaterprobe. Bühnenverband Preziosa". Sonntag, den 15. Geptember, nachNachdem: Fidelitas. Privat- Theatergesellschaft Billy". Sonnabend, den 14. September, Sigung mit Damen, Schönhauser Allee 185, bet Ramlow. Gäste willkommen. Nord- Schule, 8% ühr: Zeftüre. 8-10% uhr: Diskutir Uebungen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, 7. September, abends 7% bis Müllerstraße 179a.( Thema: Die Programmvorschläge der Agrarkommission. Referent: Herr Reinecke.) Süd- Ost- Schule, Waldemarftr. 14.( Thema und Referent werden erst an demselben Abend bestimmt.) Neue Theilnehmer, Damen und Herren, werden jederzeit aufgenommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends umgehen zu können und ihre dringendsten Arbeiten fertiggestellt, Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand Pro- 1 zu bekommen. Der schlau angelegte Plan wurde jedoch durch grammbesprechung. Die Einleitung dazu gab Genosse Siegerist, chaut und das Anfinnen von den Kollegen rundweg zurück- derselbe führte in großen Zügen aus, daß, nach Vorkommnissen gewiesen. Weiter wird von den Polieren und sonstigen Wert à la Stegmüller u. f. w. der erste Absatz des zweiten Theiles zeugen der Unternehmer versucht, ihre Steinmegen aufzuklären: unseres Programms dahin abgeändert werden müßte, daß ein daß die Forderung der Bildhauer doch ein Unrecht sei, denn sie jeder Abgeordneter, gleichviel ob derselbe in den Reichstag, Land( die Steinmetzen) müßten bedeutend länger arbeiten. Mit der- tag oder in die Gemeindevertretung gewählt ist, gehalten sein Grenadierstr. 33: Vortrag des Herrn S. Joel über:" Unfere heutige Naturartigen Ueberredungskünften, die doch nur den Zweck haben muß, sein Mandat auf Verlangen seiner Wähler niederTönnen, den Bildhauern die Sympathie und das Solidaritäts- zulegen. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion, gefühl der Steinmeßen zu rauben, haben die Unternehmer bisher deren Verlaufe folgender Antrag einging: Sämmtliche Mandate, wenig Glück gehabt, nur vier Steinmegen arbeiten an Bild- gleichviel zu welcher Körperschaft, find widerruflich. Dieser hauer Arbeiten. Ueber den Stand der Bewegung sind seitens Antrag wurde nach lebhbften Für und Wider abgelehnt. Unter der Kommission die Bildhauer in den Steinbrüchen und auch Verschiedenem bezeugten die Anwesenden ihre lebhafte Sympathie fonst im In- und Ausland unterrichtet und liegen bereits den zu Zuchthaus verurtheilten Bergleuten Schröder und Genossen. Solidaritätsbezeugungen aus Bunzlau, Pirna, Budapest, Haag, Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Der Volksaus Böhmen und Italien vor. Nicht nur wollen die dortigen Bildungsverein von Brih ist der Ueberzeugung, daß die Schröder Kollegen Zuzug fernhalten, sondern auch materielle Hilfe und Genoffen keinen Meineid geschworen, daß trotz des Spruches senden; auch sie halten das Vorgehen der Berliner Steinmetzen der Geschworenen die Verurtheilten keine Einbuße an ihrer Ehre für berechtigt, zumal bereits in vier Städten Deutschlands erlitten haben. Gleichfalls einstimmig wurden den Opfern des die siebenstündige Arbeitszeit durchgeführt ist. Einzelne Firmen Meineidsprozesses 10 M. aus der Vereinskasse bewilligt. find bereits schwankend; die Firma Plöger hat mit ihren Adlershof. Eine gut besuchte öffentliche Versammlung für Ausständigen schon Unterhandlungen anzuknüpfen gesucht, indeß Männer und Frauen fand am 5. September in Wöllstein's Lotal hält die Kommission an dem Grundsay fest, daß die Pläße nicht statt. Eine ernste, feierliche Stimmung durchwehte den Geift einzeln vorgehen sollen, sondern daß nur mit ihr und nicht der Versammlung als Genosse 3ubeil in feurigen, zündenden anders als auf der Grundlage der Forderung der Morten über das Wirken für die Arbeiterklasse der drei, nicht ſiebenstündigen Arbeitszeit verhandelt werden darf. von einander zu trennenden Vorkämpfer, Marx, Engels und Für das Verhalten der Steinmetzen, welche sich auf allen Lassalle's sprach. Dann besprach der Vortragende die innerPlätzen mit den Bildhauern solidarisch erklären und sich politischen Vorgänge weigern, angefangene Bildhauerarbeiten mit Hilfe der Poliere über die verurtheilten Effener Genoffen gab die Versamm der lezten Wochen. Ihrer Meinung fertigzustellen oder neue auszuboffiren, übermittelte der lung durch folgende Resolution Referent den Dank der Streifenden; der Ansicht jedoch, einstimmigen Ausdruck: Die heutige Volksversammlung spricht den, ihrer UeberDas zwecks einer schnelleren Durchführung der Forderung die geugung nach unschuldig verurtheilten Bergarbeitern Schröder Steinmetzen ebenfalls die Arbeit niederlegen müßten, widersprach und Genoffen ihre volle Sympathie aus und erklärt, dieselben er auf's entschiedenste. Hielten die Steinmetzen nur das, was sie trotz des Urtheils voll und ganz als Ehrenmänner zu betrachten." in ihrer letzten Versammlung versprachen, so genüge das, denn Zum weiteren Verhandlungspunkt gab die Bildhauer feien start genug organisirt, um den Troh der Schimansty, Mitglied der Gemeindevertretung, seinen der Genoffe Innungs- Steinmetzmeister zu brechen.( Beifall.) In der Dis- Wählern in Kürze eine Aufklärung über die Art und Weise, wie fuffion forderten mehrere Steinmeßen zur thatkräftigen Unter die Bewilligung der 200 M. für Fackeln u. f. w. zum Sedanftügung auf. Vom Berichterstatter der Kommission wurde noch rummel zu ftande fam. Der Mehrheit der Gemeindevertretung nachgetragen, daß in den nächsten Tagen ein Schreiben an die wurde ein von der Mehrheit derselben Gemeindevertretung unter Baubehörden zur Versendung gelangt, welches diesen die Ver- zeichneter Antrag unterbreitet, dem Protest der Genossen gegen hältnisse der Bildhauer klarlegen und die Berechtigung der diesen Antrag wurde die unzweideutige Entgegnung:" So lange Forderung auf Verkürzung der Arbeitszeit nachweisen soll." wir die Macht in Händen haben, werden wir thun, was wir für gut finden. Gegen den Versuch bürgerlicher Blätter, die Demolirung einiger Bildhauerarbeiten auf dem Play Nickel( Lehrter Güterbahnhof) den Streifenden aufzuhalsen, protestirte der Referent namens der felben auf das entschiedenste fie führten ihren Kampf nur mit den durch Gesetz gewährleisteten Mitteln. Uebrigens habe der betreffende Unternehmer die Forderung bewilligt, somit läge für die Streikenden nicht der geringste Anlaß vor, ihm irgend wie Schaden zuzufügen. Folgende zwei Refolutionen fanden einstimmige Annahme( die Bildhauer enthielten sich der Abftimmung): " In der Diskussion wurden Belege für die Ansicht, daß der Krieg verrohe, angeführt. Von einigen Rednern wurde Herr v. Oppen bewundert ob seiner naiven Erwartung, durch Inferate den Besitzer der hoch oben flatternden rothen Fahne zu faffen. Auch die Sedan- Festrede des Herrn v. Oppen wurde hauptsächlich wegen der Stelle kritisirt, in der das deutsche Volt mit einem Hausen verglichen wurde, in dem Ungeziefer fei, dem man die Giftzähne herausbrechen müsse. Ferner wurde die allzu eifrige Bettelei gerügt, mittels der die Sammlung zu dem I. Von der Erwägung ausgehend, daß durch eine allge- Sedantamtam inszenirt wurde. Wie gründlich diese Sammelet meine Arbeitsniederlegung der Steinmezen in denjenigen Gebetrieben wurde, zeigt der Umstand, daß in Fällen, in denen die schäften, welche die Forderungen der Bildhauer nicht bewilligt um Beiträge Angegangenen dazu momentan nicht in der Lage haben, zur Zeit eher ein größerer Nachtheil als Nuken entstehen waren, diese erst in der Nachbarschaft auf Pump gehen mußten, fann, " da die Fertigstellung der Bildhauerarbeiten dadurch noch Polizeistunde( 11 Uhr) herangerückt war, erklärte der Vorsitzende während der Sammler so lange wartete. Da unterdessen die weiter hinausgeschoben werden könnte und die materielle Hilfe der Versammlung dem hierauf aufmerksam machenden überder Steinmetzen fortfallen würde, da ferner die in den Brüchen wachenden Beamten, daß die Versammlung nicht an dieselbe beschäftigten Steinmegen noch nicht vorbereitet sind und die gebunden sei und er weiter tagen laffe. Raum tonnten Bildhauer durch ihre Organisation selbst in den Stand versetzt bie find, den Streit allein durchzuführen, einmüthiges Einverständniß mit einer Resolution bekunden, die entschieden gegen den Sedan rummel, sowie gegen jeden brudermordenden Krieg protestirt, die Bewilligung öffentlicher Gelder zur Gedanfeier verurtheilt, die Solidarität des deutschen und des französischen Proletariats befräftigt und zu eifrigem Gintreten für die Idee des Sozialismus verpflichtet, als auch schon der betreffende Beamte mit seiner Auflösungsformel auf grund der Polizeiverordnung" auftrat. n aller Ruhe entfernten sich darauf die Versammlungstheilnehmer. beschließt die heutige Versammlung der Steinarbeiter, von einer Arbeitseinstellung auf Verlangen der Bildhauer Abstand zu nehmen, aber die Streifenden auf jede andere Weise moralisch und materiell zum Siege zu verhelfen." II. " Die Versammlung erwartet von allen Berliner Steinmegen, daß kein Kollege in den Geschäften, welche die fiebenstündige Arbeitszeit für die Bildhauer nicht bewilligt haben, Bildhauerarbeiten fertigt. Sie erwartet auch, daß, wenn Steinmegen, welche sich weigern, Bildhauerarbeiten fertig zu stellen, aus diesem Grunde gemaßregelt oder entlassen werden, die arbeitenden Kollegen in den betreffenden Geschäften sich mit den Gemaßregelten solidarisch erklären und die Wiedereinstellung des Betreffenden nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung eventuell durch Arbeitsniederlegung zu erreichen suchen." Ferner gelangte in dieser Angelegenheit noch ein Antrag zur Annahme, der besagt: " Da die Steinbildhauer auf die Arbeitseinstellung der Stein mezzen verzichten, erwartet die Versammlung von den Steinarbeitern, daß diefe pro Mann und Woche mindestens 50 Pf. zu dem Streitfonds der Bildhauer steuern." genommen: 〃 Versammelten ihr Arbeiter Bildungsverein für Reinickendorf" seine regelmäßige Reinickendorf. Am Sonntag, den 8. September, hielt der monatliche Versammlung ab. Genosse Knauf hielt einen lehr reichen Vortrag über die Macht des Wissens, welcher mit großem Beifall aufgenommen wurde. An der Diskussion betheiligten sich wurde als 2. Vorsitzender gewählt. Zum Schluß machte der Vermehrere Genoffen im Sinne des Referenten. Genosse Berner trauensmann bekannt, daß am Sonntag, den 22. September, eine öffentliche Wolfsversammlung in Hohen- Neuendorf im Lofale des Herrn Jwert stattfindet. Charlottenburg. man er Neumann, Pafewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Esmeralda, Königsbergerstr. 5 bet Rastowsty. Grüne Eiche, Nixdorf, Hermannstr. 48. Ecke Herrfurthfiraße, bet Heickaus. Zyrania, Lands: berger allee 156 bet Goebel.- Ganges:& co, Naunynftr. 86, bét Zubeit. männer chor, Prinzen- Allee 10 bei Bergmann Glückzu, Pasewaltersir. 3 bei Neumann. Gesundbrunner Männer- Gesang= Wintel's Salon. Frisch auf 1, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 69 verein Siebertranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Boltsgarten, Bergfir. 6. Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptstraße, bei Adam. Gängerluft, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bet Otto Echulze. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 bet Emil Seinecke. bei Leichniß. Hand in hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 oauerfir. 15 bei C. Rentner. Männer- Gesangverein Immergrün, Tegel, Span Gefangverein Frisch auf II, Schönwalde in der Mart. Freie Sänger, Schmargendorf, Wirths= haus Friedrich. Hand in hand I, Admiralstr. 38 bet Tuyauer." Weiße Rose II, Neu- Weißenfee, Straßburger- und Elsaßfiraßen- Ecke ,,, Bum neuen Eifelthurm". Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend ne Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Theaterverein Beffing, Raupach fir. 6, Restaurant Felsengrotte( feden 2. find ธน richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: und 4. Sonnabend). Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenberungen im Unverzagt", Lebuserstraße 13 bei Vogel. Blaue Nach der Theaters Vereinstalender find au richten an 8. Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Sonnabend: wolte II, Weinstraße 22 bei Steuer. ihte( Mitgl. b. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer Abtheilung Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein Friebenstr. 37, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 3. Männer Abthl. Boeckhstr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 2. Lehrings- Abth. Stalizerftr. 55-56, Witwoch und Sonnabend von 8-10 hr. abends von 8%-10% Uhr abends Turnhalle Demminerftr. 56-57Bereinigung der Zurnfreunde turnt Mittwochs und SonnGhor Gleichheit, abds. 9 Uhr, Embenerstraße, Restaurateur Schirmer. Gemischter Bühnenverband Normania, jeben letzten Sonnabend im Monat Sizung Schiller, Gigung abends 9 Uhr bei Linte, Buttbuferstr. 24. bet G. Leichnis, Königsbergerstraße 28. Privat Theater-Gesellschaft Sigung: Fidelitas. Theaterverein Bavaria, Acterstr. 17 bei Manfras. Privattheater Gesellschaft Toni, abends 9% Uhr bei Buleger, Swine9 Uhr, bei Reichelt, Safenhaide Nr. 45/47.-münderstraße 144. Theaterverein uftige Brüder II, Sigung abends & u ft t'n, abends 9 Uhr, Sigung bei Ruhl, Chorinerstr. 58. Theatergesellschaft mmer verein Bohemia, abends Uhr, teftaurant G. Bibel, Ackerftr. 145. Bergnügungsklubb stend, Sigung abends 9 uhr im Restaurant Rudolf, dem 1. und 15. jeben Monats, abends 9 Uhr bet Sommer, Grünftr. 21. Geselliger Arbeiter- Verein Proletarta, Sonnabend nach Stattiub Blaue Bluse, bei Wuttte, Graubenzerstraße 2. Rauchflub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennstraße 5. Rauchflub Märkisch kraut, Gisenbahnstraße 7 bei Engelhardt. flub Revolution, Gigung abends 9hr bet Sauptmann, Wienerfraße 1-6.- Statklub Brüderlichkeit, abends von 9-11 Uhr Sigung bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19. 8% uhr bet lein, Wienerstraße 31. Stattlub 50. Jeden Sonnabend Vergnügungsverein Alpen= vettchen, abends 10 Uhr Sigung bei Ruppin, Blumenstr. 49. Tambour verein Ruf, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Godtke, Inselstraße 1. Bergnügungsverein Bruderfette, Sigung abends 9' Uhr, bei Bavis, s uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. Glebitschstraße 28. Gäste willkommen. Schachflub Springer, abends in Müller's Restaurant, Johannisstraße 20, ebung. Gäste willkommen. Bitherflub Grita, abends 9 Uhr Tambourverein Mo a bit, uebungsstunden Mittwoch und Sonnabend von Geselliger Berein Sorgenfret, Sigung bei Vogel, Görligerstraße 52. 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, Berlebergeritr. 9. Krautstraße 6. Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. Stat Dansk Forening Freja, Oranienstrasse 51, Módeaften hver Lòrdag Dentscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Rue St. Sonore 814, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Verfammlung: reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. Sprechlaal. Die Rebattion ftellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikunt zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Besuchszeit Altes und Neues Museum am Luftgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Gonntags im April- September 12 bis Dezember und Januar 12-8 Uhr( unentgeltlich). Die National wärts" unter Sprechsaal erklärt, daß ihm nach seiner Annahme Herr Waldeck Manasse hat in gestriger Nummer des„ Bordurch ein Versehen seitens der die Feier veranstaltenden Ge= Weißenfee. Der Sozialdemokratische Arbeiterverein von nofsinnen nicht rechtzeitig Mittheilung über den Stand der Der zweite Punkt der Tagesordnung betraf die„ Stellung- hausen im Lokal von Jänide( Bum Paradies) eine öffentliche wäre. Aus feiner Erklärung ist nicht zu ersehen, ob er überWeißenfee und der Umgegend hielt am 9. d. M. in Meu- Hohen- Schön- Dinge bei der Denkmalsfeier für Agnes Wabniß zugegangen nahme der Berliner Steinmeßen zur Einführung des Volksversammlung ab. Die vor etwa 14 Tagen einberufene Verhaupt keinen Bescheid erhalten haben will. Achtstundentages". Was letzteres sammlung, welche diefelbe Tagesordnung haben sollte, wurde betrifft, so sehen wir uns veranlaßt, zu erklären, daß dies ge= Der Referent war der Ansicht, daß die Steinmetzen, sobald durch den Amtsvorsteher Dubic inhibirt; indem derselbe die Be- schehen ist. Die rechtzeitige Mittheilung anlangend, sagt die Geschäftskonjunktur es geftatte, in eine Bewegung zur Er- scheinigung der Anmeldung verweigerte. Die fehr zahlreich be- Herr M. selber, daß er am Mittwoch auf die Eventualität ringung des Achtstundentages" einzutreten hätten, schon um fuchte Versammlung nahm den etroa 11/ 2ftündigen Vortrag des eines polizeilichen Verbots aufmertfam gemacht worden sei und deswillen, weil dann den Unternehmern der Einwand genommen Genossen Waldeck Manasse über Krieg dem Krieg" mit großem erst näheren Bescheid erhalten sollte. Am folgenden Tage, alfo wäre, fie( die Steinmegen) arbeiteten unter denselben Verhältnissen Beifall auf. Da mehrere der Anwesenden sich gleich bereit er am Donnerstag, nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr, ist bei weitem länger als die Bildhauer. Jedoch sprächen auch fanitäre klärten, dem Verein beizutreten, so kann man daraus schließen, Herrn M. der definitive Bescheid telephonisch übermittelt worden. Gründe und die fortschreitende Maschinentechnik für diese Forde wie nöthig eine Agitation an diesem Orte ift. rung, die übrigens von den aufgeklärten Arbeitern aller KulturOb das nun rechtzeitig genug war oder nicht, ift Sache länder erhoben wird. Eine Versammlung von Kommunal des Herrn M.; wir glaubten es annehmen zu können. Herr M. ( Beifall.) Mehrere Diskussionsredner wählern der Bezirte ber 8. Abtheilung erstattete Genosse Beyer hat bei der telephonischen Unterhaltung seine erinnerten daran, daß zu diesem Vorgehen auch eine Revidirung am Dienstag Abend im Lokal Bismarckshöhe Bericht über die Busage gegeben; was ihn abgehalten, am Sonntag nicht des am 1. März nächsten Jahres ablaufenden Tarifs gehöre, Thätigkeit der beiden gegen die Forderung des achtstündigen Arbeitstages erhob sich städtischen Parlaments. Es war dem Redner möglich, nach richtig, daß Herr M. teinen refp. nicht rechtzeitigen Bescheid erbeiden sozialdemokratischen Mitglieder des zu erscheinen, fönnen wir nicht wissen. Jedenfalls ist aber nicht feine Stimme; einstimmig wurde nachstehende Resolution anzuweisen, daß eine ganze Reihe von Verbefferungen kommunaler halten haben will. Natur auf die Jnitiative der Sozialdemokraten zurückzuführen " Die pp. Versammlung erkennt die Nothwendigkeit einer ist. Die Einführung( unentgeltlicher) Bedürfnißanstalten ist auf Der mit der Erledigung des Bescheides Beauftragte: baldigen Einführung des Achtstundentages im Steinmezgewerbe ihren Antrag beschloffen worden. Zu dem Standpunkt, daß die Karl Mars, Kastanien- Allee 96. an, und zwar aus denselben Gründen, welche die Steinbildhauer städtische Verwaltung den Betrieb dieser Anstalten selbst in die veranlaßten, die Verkürzung der Arbeitszeit zu fordern, nämlich: Sand nimmt, hat sich die Mehrheit des städtischen Parlaments um einerseits den auf der Straße liegenden Kollegen mehr Ge- aber doch nicht Tegenheit zur Arbeit zu geben, andererseits um die große und Anstalten nicht aufschwingen fönnen; hat die frühzeitige Sterblichkeit in diesem Berufe zu mindern. Die Ver- beschäftigten Frauen in der Weise ausbeutet, einem Unternehmer übergeben, der die dabei daß fammlung beauftragt hiermit den Geschäftsleiter der Organisation pro Tag bei 14 stündiger Arbeitszeit! gange 1,40 m. br. Oftober und März 12-8 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Der Steinarbeiter, zu diesem Zweck sich sofort mit den Stein- zahlt. Auf das Betreiben der Genossen ist auch der Beschluß gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 übr megen derjenigen Brüche, welche mit den hiesigen Geschäften in gefaßt, mit der Errichtung einer Volks- Badeanstalt vorzugehen.( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis Verbindung stehen, zu verständigen, um über den geeigneten Zeit- u gleicher Weise sind sie bei den Beschlüffen, betreffend 4 uhr, Januar und Dezember 12-8 Uhr( unentgeltlich).- unit gewerbepunft zur Erringung der achtstündigen Arbeitszeit eine Einigung Schaffung einer Volksbibliothek und Anbringung von Rettungs Museum, Bring Albrechtfie. 7. Geöffnet an ben Wochentagen( Montags herbeizuführen." gürteln an den Brücken thätig gewefen. Die Versammlung nahm ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, In der öffentlichen starkbesuchten Versammlung der es mit der gebührenden Aufmerksamkeit entgegen, als der Redner November unb Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( UnentGonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und Mä. 12-5 Uhr, streifenden Vergolder und Berufsgenossen, welche am erwähnte, daß für die durch die Kameel- ,, Scherze" berühmt gewordene geltlich). Museum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. BesuchsDonnerstag in der" Ressource", Kommandantenstr. 57, stattfand, Kirche zur Grundsteinlegung 2000 m., bei anderer Gelegenheit eit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).- Hygiene- Museum, erstattete Sch norre ben Situationsbericht. Die Sachlage ist 40 000 und 2500 M. und zur Einweihung 5000 m., im bem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Klosterstr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer Museum für unverändert. Die Fabrikanten hatten am Tage vorher ebenfalls ganzen alfo 49 500 m. aufgewendet sind. Aufsehen Naturkunde, invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunsteine Versammlung abgehalten und beschlossen, nur mit ihren erregte auch die Mittheilung, daß der Ehrenfold von 20 m., gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-8 Uhr. Museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse bes Arbeitern, nicht aber mit der Streitkommiffion zu verhandeln; den die Stadt Charlottenburg anläßlich der Sebanfeier ausgewerbes, klosterstr. 36. Jeden Tag init Ausnahme des Mittwochs indeß haben auch diese Rücksprachen zu feinem Resultat ge- für die Veteranen gespendet hat, auch von gutfituirten Fabrik- von 11-2 Uhr geöffnet. Gintrittsgeld: Grwachsene 50 Pf., Kinder 25 Bf., führt, nur einzelne tleine Zwischenmeister haben die Forde- direktoren, Hausbesitzern zc. abgehoben" wurde. Der Redner Vereine Conntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge= rungen bewilligt. In einer Resolution erklärte fich erwähnte zum Schluß, daß nächstens der Antrag eingebracht öffnet Sonntags 12-2 ihr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich die Versammlung für Aufrechterhaltung des General: wird, der Einwohnerzahl( 134 000) entsprechend die Zahl der außer Donnerstag und Frei tag von 11-3 Uhr.( Unentgeltlich). Aus= ftreifs, damit es den Fabrikanten nicht gelingt, mit Hilfe Stadtverordneten von 54 auf 60 zu erhöhen. fichtsthurm( ebenfalls unentgeltlich). se unstausstellung der Kleinmeister ihre dringlichen Aufträge fertig zu stellen und Genosse Siegerist richtete in der Diskussion den Appell 11 bis 2 Uhr, bes Vereins Berliner Künstler, Wilhelmstraße 92. Gonnton 3 Wochentags 10 bis 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. so den Streit in die Länge zu ziehen bezw. illusorisch zu machen. an die Anwesenden, dafür einzutreten, daß bei den Wahlen im Sternwarte, Endeplay sa. Mittwochs und Sonnabends von bis Die Streifenden haben sich täglich zweimal im Streitbureau, November die 3. Abtheilung lauter Sozialdemokraten ins städtische 11 Uhr Bormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Annenstr. 16 bei Bergner, zu melden. Die Arbeiterpresse des Parlament entfende. Die Vorarbeiten zur Wahl hat der Wahl- Entree 60 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Invalidenfr. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, In- und Auslandes wird ersucht, von Zeit zu Zeit aufmerksam verein, wie der Vorsitzende Scharnberg mittheilte, in die Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an ebon zu machen, daß Buzug streng fernzuhalten ist. Die nächste Hand genommen. Die nächste Versammlung, wo Genosse legten Sonntag im Monat 25 Pf. Gastan's Panoptikum, Friedrichstraße. Geöffnet 10-10 Uhr. öffentliche Versammlung der Streifenden findet am Montag Wernicke seinen Bericht giebt, findet in Triefethau's Salon statt. Banoptitum Eintrittspreis 50 Pf. Paifage= 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Marine ftatt; Zeit und Lokal wird durch Inserat im Vorwärts" bekanni Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 15. September, vormittags 834 Uhr, Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree gegeben. Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Die Grund- 50 f.aifer- Panorama, paffage( Unter den Linden). Geöffnet von fäße und Bestrebungen der Gemeinde." um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 300 verschiedene Neisen, LandschaftsBortrag des Herrn Waldeck Manaffe:" Giniges über ten Kampf ums Dasein". bilder. Jebe Reife 20% f.80 ologischer Garten, Lüßewuser. Montag, den 16. September, abends sx ühr, ebendaselbst: Beschl teßende Sonntags 50 Pf. Borsig's Garten mit Palmenhaus, it Bersammlung". Moabit 86-86. Eintrittspreis 60 Pf. " Brig. Der fozialdemokratische Volksbildungs- Verein für Briz und Umgegend hielt am 2. September feine regelmäßige 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis MACHT STARK GESCH Arbeiter Parteigenossen, Maur. u. Zimm. Volier- Schule : nur Hüte mit Kontrollmarke. Herren Hüte 2,-, 2,50, 3,- u. s. w. ff. Saarhüte von 5,- an. Cylinderhüte von 4,- bis 12,-. Knabens Hüte von 1, an. Betrug ausgeschlossen, da ich nachweislich nur Hüte mit Marke führe. Sonntg.8-12. Mittw. 8-10. Triftstr. 5. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten ma sonst Guckel, Lausitzer Plaz 2. ElsasserOtto Gerholdt, Dresdenerstraße 2, traße 12. Ecke Skalikerstraße. Größtes Lager in Damen- u. Herrenschirmen. Arbeiter Berlins! 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