Kr. 712 ♦ 44» �ahrg. Musgabe A Nr. 57 Bezugspreis. Wöchentlich 70 Dknut«. monatlich ö.- Zieichsmart voran-«adltxir. Unter Ztreiudand für Deutlchlan», Doniiia Saar- unt> MemeUedirr. Oeilerretch Litauen� Luremdur, «�0 Rcichsmarl. wr ixi, üdri«« Ausland S.M Reichsmart uro Monat. Der»Vorwörts� mit der Ivullrier- ten Sonntagsdeilag«.Boll und sjeit� sowie den Beilagen.Unlerhalluns und Wissen".Au» der ikilmwelt", .ffraucnssimme".Der ltinder- freund"...Zugend-Borwärts" und .Blick in die Blich erwelt" erscheint wochentäglich zweimal. Sonntag» und Montags einmal.> Telearamm-Adresse: .Sozialdemotrol Berlin- Morgenansgalre W H. Devliner Volksvlskt (10 pksnnis) Anzeigenpreise: Die«inivoltia» Nonvarelssc- »eile 80 Pfennig. Reklamezeil« Reichsmarl..RIeInc Anzeigen" tos fettgedruckte Wort W Pfennig szulölssa zwei fettgedruckt Wort«), sede» weiter« Wort 12 Pfennig. Etellenaekuch« das erst« Wort li Pfennig, jede» weiiere Wort IV Pfennig. Worte Ober 15 Buchstaben zählen für zwei Wort«, Ardeitsmarkt steile 80 Pfennig. lkamilienan, eigen fstr Abonnenten «eileme sich zu schneidender Schärfe steigern kann, zog die ganze Zuhörerschaft in den Bann seiner Beredsamkeit. Zum ersten Male seit langem mochte der Rat den Eindruck eines regelrechten internationalen Tribunals. Dem Redner antwortete im Namen Un g a r n s in sehr ruhiger Weise der ungarische Delegiert« G a j e z o, dem der anwesend« un- garische Außenminister Valko die Vertretung des ungarischen Stand- Punktes überließ. Rein rechtlich betrachtet scheint die rumänische Stellung sehr stark zu sein. Fraglich ist nur, ob di« Sache selbst aus- gerollt werden soll. Hier spielen auch polrtlsche Moment« eine Rolle. Wenn man den Angaben Tituleseus Glauben schenkt, dann würde die Agrarreform unterschiedslos gegen a l t r u m ä- nische und gegen ausländ isch« Besitzer, nicht nur gegen un- garische Optanten angewandt; er selbst bezeichnete sich als ein Opfer seines Gesetzes. Was die Ungarn verlangten, sei in Wirklichkeit eine Sonder st ellung zugunsten ihrer Staatsangehörigen, durch die sie bessergestellt werden sollen als die Rumänen. Nun wird von Kennern der rumänischen Verhältnisse.— auch von Franzosen— behauptet, die ganze rumänische Agrarreform sei ein schamloser Schwindel gewesen, durch den Brmianu nicht nur Ungarn, son- d«rn auch seine innerpolitischen Gegner drangsaliert hätte. Während die regierungstreuen Madjaren systematisch geschont worden seien. Wenn dem so ist, dann war Tituleseus Wädoyer eine einzig« Dreistigkeit und die Sache verdient« eine neue unparteiische Prüfung. Auf der anderen Seite spekuliert die ungarische Regierung an- scheinend auf die kollegialen Gefühle der Hüter des Privateigentums gegenüber„bolschewistischen" Enteignungsmoßnahmen. Aber sowohl Chamberlain wie Stresemann, Seialojo und andere Regierungen, bei denen der Grundsatz des Privateigentums besonders für den Groß. g rundbesitz heillg gehalten wird, fürchten Rückwirkungen der rumä- nischen Enteignung auf die heimische Bodenreform- bewegung und können sich nur schwer entschließen, den Ungarn Unrecht zu geben. Stresemann führte am Schluß der Debatte die Vertagung der Entscheidung herbei. Indem er die Ernennung eines Spezialberichter st alter», und zwar Chamberlains, vor- schlug. Der englische Außenminister war sichtlich unangenehm de- rührt, nahm aber den unerwünschten Austrag an, bat jedoch um Zu- teilung zweier Beisitzer. Dazu wurden Jshii-Japon und Villegas- Chile auf Vorschlag Stresemanns bestimmt. Vermutlich wird nun Stresemann bestrebt sein, die Hauptarbeit auf diese beiden Kollegen abzuwälzen. Der Kampf um Schanghai. Konflikt in der Kantou-Bewegung? London, 7. März.(Eigener Drahtbericht.) Die Meldungen über die militärische Lage Schanghais bleiben Widerspruchs- voll. Einige Nachrichtenbureaus melden nach wie vor di« bereits erfolgte Einnahme von Sutjchau durch die Kanlon-Armee. Das würde heißen, daß Tschangtschungtschang von der Eisenbahnverbindung mit Schanghai bereits a b g e s ch n i t t e n ist. Er würde in diesem Falle nach der übereinstimmendn Meinung der militärischen Sach- verständigen in London vom Schicksal der Russen in der Schlacht von Tannenberg unmittelbar bedroht sein. Von anderer Seite wird diese Meldung wieder als ein Trick der Kuomintang- P r o p a g a n d a bezeichnet, der nur zum Zwecke der Verteidigung der Eisenbahnlinie Schanghai— Nanking von Tschang gemeldet werde. Sämtliche aus Schanghai hier vorliegende Meldungen geben aber die wachsende Nervosität der europäischen Kolonie doriselbst wieder und machen«inen stark gefärbten Eindruck. So meldet die britische halb- amtliche Korrespondenz, daß die Gewerkschaftsleitung in Schanghai an einer Aktion arbeite, durch di« Schanghai schon vor der Einnahme der Stadt durch die Kanton-Armee für die Kanton-Regierung ge- wonnen werden solle. Diese Aktion soll in Form eines General st reiks erfolgen. Gegenwärtig würde von den Ge- werkschajten u. a. auch für den Ankauf von Waffen gesammelt. Di« Gewerkschaftsleitung Schanghais habe an alle ihr angeschlossenen Verband« bereits die Weisung ergehen lassen, sich für diese Aktion bereit zu halten. Das Signal hierfür würde von den Gewerkschaften gegeben werden, sobald zuverlässige Nachrichten über einen ent- scheidenden militärischen Sieg der Kanton-Arme« in Sutschau vor- liegen. Ferner wird au» Schanghai gemeldet, daß die Uneinigkeit zwischen dem bolschewistensreundlichen Flügel der Nationalistenpartei und den militärischen Führern der Kanton-Arme«, insbesondere Schiangkaischek bereits zu einem endgültigen Bruch geführt habe. Schiangkaischek soll in Nantang eine Rede gehalten haben, in welcher er betont, daß die Wirtschaftsordnung des Kommunismus nicht für alle Länder brauchbar sei, der Kommunismus würde den Zusammenbruch Chinas und«ine Verewigung des Bürgerkrieges bedeuten. Das in Hongkong gegenwärtig stationierte britisch« Soldstream- Regiment ist am Montag nach Schanghai abgegangen, um da» dort stehende Euffolk-Regiment, das nach Hongkong zurückkehren soll, abzulösen. vie mobiliflerte Nation. Die französische Kammer nimmt das Kriegsorgani- sationsgesetz an. Paris, 7. März.(MTV.) Die Kammer nahm heute nach- mittag den Gesehenlnrnes über die Organisierung der Ra- lion in Kriegszeilen mit 500 gegen 31 Stimmen der Kommunisten au. Zu Z 25 des Gesetzes wurde noch einem Ergänzung». antrage des Abg. Magio« zugestimmt, daß sich ein im Feld« stehen- der Abgeordneter durch einen nichteingezogenen Kollegen vertreten lassen kann. Bemerkenswert ist, daß der letzte Paragraph die G e l l u n g des Gesetzes auch für die sr au zSsi scheu Kolonien vorsieht. Parlament. Von Franz Josef Furtwängler. Delhi, im Februar 1927. Delhi, der Sitz der Zentralregierung mit seinen 259 090 Einwohnern, hat ebenso wie Agra zahlreiche Bauten aus der Glanzzeit der Mogulkaiser im 16. und 17. Jahrhundert und hat in den Tagen der Islamherrschast seine Bedeutung erlangt. Dieser nördliche Test Indiens hat heute noch ein be- deutendes islamisches Volkselement, dessen Sitten sich zum Teil sogar bei der Hindubevölkerung durchgesetzt haben. Das verrät bereits das Straßenbild durch die fast völlige Abwesen- heit brauner Weiblichkeit. Die Mohammedanersitte des Bur- dah, der Isolierung der Frau im Hausbezirk, haben sich hier, anders als im Süden und in den Zentralprovinzen, auch die Hindu zu eigen gemacht. Wohl erstreckt sich dieser Brauch den ganzen Ganges entlang bis nach Kalkutta, wo die Muselmanen ebenfalls zahlreich sind, allein dort und in anderen Industrie- städten wie Cawnpur wird er durch das weibliche Fabrik-- oroletariat und andere weibliche Erwerbstätige viel stärker durchbrochen. Große und gutgepflqgte Parkanlagen zeichnen wie Kalkutta so auch Delhi aus. Jetzt ist reges Leben in der Stadt, und die Hotelpreise sagen einem, ehe man die Zeitung liest, daß gegenwärtig das Parlament tagt: zum erstenmal in dem neuerrichteten Bau. Dieser liegt meilenweit vor der Stadt draußen und ist wohl als Kern und Zentrum eines zu bildenden offiziellen Viertels gedacht. Bis jetzt findet sich in der Nachbarschaft erst der große massive Gebäudekomplex der Ministerien oder„Depar- tements". Ein neuer Palast für den Vizekönig in gleichem Stil ist erst bis in halbe Höhe errichtet. Nach der anderen Seite stehen in ziemlicher Entfernung Gruppen zweistöckiger Wohn- Häuser für Regierungsbeamte. Schneeweiß aus dunklen Baum- reihen guckend, bieten sie ein frohes Bild. Das Parlamentsgebäude selbst, rund wie ein Zirkus, ist wahrscheinlich das größte der Welt. Noch wird an dem Werke gearbeitet und der Anblick- von Rudeln weiblicher Steinträgerinnen und Handlangerinnen gemahnt mich daran. daß auch hier das„Burdah-Syftem" nicht hundertprozentig waltet. Stierkarren transportieren wuchtige Steinblöcke und lassen einen an den Pyramidcnbau der Pharaonen denken. Das Parlament sieht aus wie eine kunstvoll gesonnte Sandtorte. Aus dem Unterbau steht, ein wenig eingerückt, ein Ring von hohen Säulen, welche die Außenseite einer um die ganze zweite Etage führenden breiten Promenade bilden. Das Parterrewerk ist aus blaßrotem, der Oberbau samt Säulen- kreis aus weißem Sandstein, und oben in der Mitte klebt ein kleines, graues Marzipantürmchen, das der Torte den Ab- schluß gibt und als Bibliotheksraum dient. Der Bau wirkt schön durch Proportionierung und wohldurchdachte Einfachheit. Auch die Jnnenornamentik ist schlicht vornehm, das Treppenwerk großzügig, die Räume luftig und freundlich. Der große Plenarsaal, halbrund, holzgetäfelt und mit Galerie, ist dem Sitzungssaale des Preußischen Landtags nicht unähnlich. Weiter umschließt das Haus einen Tagungssaal für den Staatsrat, und einen für die Fürstenversammlung der Maha- radschah. Letzterer ist nur eine Art Gaststätte, weil diese Kon- ferenzen mit der Verfassung nichts zu tun haben. Die sonstigen Räume unterscheiden sich in nichts von denen anderer Parla- mente: nur daß dieses hier— der Berschiedenheit der Diät und religiösen Riten der Abgeordneten halber— drei Restaurants hat: eins für Hindu, eins für Mohammedaner, eins für Euro- päer. Denn man kann dem Hindu nicht zumuten, daß er beim Essen mit ansieht, wie fein weißgehäuteter Nachbar den duftenden Sauerbraten einer heiligen Kuh schmatzt, noch dem An- Hänger des Propheten, daß er sich inmitten der Wohlgerüche von Brandy und Whisky bewege. Der Abgeordnet« bezieht pro Sitzungstag 20 Rupien Diäten gleich 30 M., sowie Freifahrt von seinem Wohnort zur Tagung nach Delhi und zurück. Daneben erfreut er sich einer — noch einmal zu besprechenden und recht fraglichen— Jmmu- nität. Ist das schön« Haus dieser Volksvertretung vermutlich das größte der Welt, so ist die darin behauste Bertreterschast die an Kopfzahl kleinste und die machtloseste von allen erwähnen?- werten Körperschaften dieser Art.„Gesetzgebende Bersamm- lung" heißt sie wohl des Eindrucks nach außen wegen, denn die Gesetze gibt der Generalgouverneur oder Bizekönig auch dann, wenn diese Versammlung noch so laut Rein dazu sagt, wenngleich sie andererseits das Recht hat, auch mit Ja zu stimmen. Gewiß hat dieses Haus auch sehr einflußreiclze Mit- glieder: weiße Juteherren und Baumwollkönige: aber die haben meist den geschossenen Vogel schon in der Tasche, wenn hier die Worte gefeuert werden. Insgesamt besteh, dies Redemeeting aus 140 Personen, worin auch die Mitglieder der Regierung und die von dieser ernannten, vom Volke nicht gewählten Abgeordneten errthalten sind. Fünf-ein derart Ernannter sollen die verschiedenen Berufs» und Standesinteressen wahrnehmen. Darunter ist ein einziger, nämlich Joshi, der ausdrücklich als Sprecher der Arbeiterschaft von der Regierung ernannt ist, da für dieses Parlament, da? zum Recht des Wählens 2000 Rupien Jahreseinkommen erfordert, die Arbeiter sonst keine Stimme haben. Unter den Gewählten endlich findet sich abermals eine statt- liche Zahl von Engländern, die, auf Grund des Vesttzzensus gewählt, englische Handels- und Kapitalsinteressen vertreten, an der Spitze der Häuptling der Baumwollindustriellen und Multimillionär Victor Sassoon. Unter diesen Jndustriever- tretern sind auch Inder, die jedoch ganz am Schiffieil der weißen Baumwollmaharadschahs gondeln. Was dann an ge- wählten indischen Abgeordneten oerbleibt, ist nicht viel über die Hälfte der ganzen Körperschaft und zerfällt in drei Parteien. Das Prinzip der Gliederung dieser Parteien ist ebenso einfach wie aufschlußreich. In freien Ländern mit wirklicher Volksvertretung zählt diese Repräsentanten der Industrie, des Handels, des Bankkapitals, Wortführer der Agrarinteresien, Vertreter der Lohnarbeiter, Sprecher religiöser und kultureller Sondergruppen. Nichts von alledem hier! Im Grunde gibt es nur eine Partei, die sich stuft und zweimal spaltet: „nccordmx to the dcgree of anti-British Feeling"(nach dem Grade der antibritischen Stimmung), wie Joshi sagte— oder nach den Meiimngsverschiedenheiten über antienglische Taktik, wie man es auch nennen könnte. Da ist zunächst die radikalste Linke und stärkste Partei, die Swarajisten(Unabhängigkeitsleute, Homeruler), mit 49 Abgeordneten und dem ehrwürdigen Pandit Motilal Rehru an der Spitz«. Zu ihr gehört der Multimillionär Goswami, der ökonomisch bestimmt andere Interessen hat, als die beiden Madrasfen S. und A. R. Iyngar, die nächst ihm als Führer in Betracht kommen. Das Hauptorgan der Partei und eine der angeseheitsten Zeitungen Indiens ist der„Forward"(Vor- wärts) in Kalkutta, in dessen Redaktionsstab so ziemlich alle Temperamente und Interessenrichtungen des deutschen Reichs- tages durch das Band scharfer antienglischer Gesinnung zusammengefaßt sind. Nächst den Swarajisten kommen nach Zahl und Ein- stellung im Parlament die„N a t i 0 n a l« st e n", die unter Lala Lajpat Rays Führung neunzehn Mitglieder zählen. Von den Swarajisten unterscheiden sie sich durch Abkehr von der strikten Obstruktion, die sie angesichts der Machtvollkommen- heiten des Generalgouverneurs für unzweckmäßig halten. Trotz dieses Meinungsunterschiedes führen die beiden Par- teien den gemeinsamen Namen der„K 0 n g r e ß l e u t e"', weil aus ihren Anhängern im Lande sich der alljährlich tagende Avindische Nationalkongreß zusammensetzt, in welchem die Swarajisten die Mehrheit, die gemäßigteren Nationalisten die Minderheit ausmachen, wie einst'„Bolschewisten* und „Menschemisten" auf den Tagungen der alten russischen Sozialdemokratie. Etwas schwerer durchsichtig und wohl am meisten von persönlichen Motiven bestimmt ist das dritte, fünfzehn Mann starke Fraktionsgebilde der„3 n d e p e n d e n t s"(Unabhängigen) unter der Führung Iinhas. Obgleich auch in dieser Partei Hindu wie Mohammedaner vertreten sind, scheint doch hier das islamitische Element an Einfluß und Führerzahl zu überwiegen. In ihrer Einstellung zum antienglischen Unab- hängigkeitskampfe unterscheiden sie sich wenig von den ihnen verwandten Nationalisten, von denen sie sich einst trennten. Gelten sie zuweilen für noch gemäßigter als jene, so haben sie andererseits in ihrer Fraktion noch eine dreiköpfige Sonder- gruppe, die„Responsivs Co-operators", welche bedingungsweise, d. h. jeweils gemäß dem Verhalten der Regierung, obstruieren oder sich an der Mitarbeit beteiligen. So stellt sich das gesamte Indertum in diesem Parlament (soweit es sich um Gewählte und nicht um ernannte Abge- ordnete handelt) als eine einzige antienglische Partei dar— nicht sehr in Uebereinstimmung mit der in Europa viel kolportierten Erzählung, daß das indische Volk die räumenden Engländer zurückbitten würden, ehe deren vorüber die Sülle! Von Jodok. Rosenmontag, Fastnacht, Aschermittwoch.,. Bums, nun ist olles vorüber, lieber Arbeitsloserl Hat sich was mit der Beständig- keit des Glückest Ja, ja, der Kalender ist launisch. Es soll nicht sein, daß der Himmel für länger als für ein paar tolle Monate auf die Erde niedersteigt! Nun beginnt so richtig der graue Alltag wieder: mit seinen lahmen Kinoabenden, den etepetetigen Theaterbesuchen, den stinklangweiligen Abendgesellschaften, die Justiz, und Kom- merzienrats geben. Man muh sich abfinden. Man muß es zu er- tragen suchen. Der Mensch muß sich fügen, was will er machen! Na schließlich, er hat natürlich auch sein Gutes, der Schluß der Saison! Keinen Morgen vor fünf zu Bett— Sie werden das aus der Lektüre der vielen Witzblätter kennen, auf die Sie abonniert sein werden, lieber Arbeitsloser!—, wer hält denn das auf die Dauer aus! Acht Pfund habe ich abgenommen... ja gewiß, es bleiben noch genug, aber immerhin: hat man das nötig? Dann die vielen anderen Sorgen! Die eine Freundin darf selbstverständlich immer von der anderen nichts wissen. Schlängeln Sie sich da mal monatelang durch, lleber Arbeitsloserl Da gehört Diplomatie dazu. So was will gedeichselt sein! Da gibt's manchmal Situationen... nun, auch darüber werden Ihre Witzblätter Sie ja unterrichtet haben, Sie natürlich, Sie haben das alles mit äugen- zwinkerndem Schmunzeln zur Kenntnis genommen, weil Sie keine Ahnung haben, wie die Wirklichkeit ist, wie sie voll versteckter, pein- licher Momente steckt, wie man tatsächlich manchmal nicht ein noch aus weiß. Die neuen Tänze! Das ist auch so ein Kapitel für sich. Witze kenn' ich einhundertzweiunddreißig auf den Charleston... es hat sich ja in dieser literarischen Branche eine ganze Industrie aufgetan. Danach ist er so'ne sinnlose Beinverrenkerei, identisch mit den Be- wegungcn beim Ausgleiten und beim Ausbruch eines Erdbebens. Liest sich alles so schön, lieber Arbeitsloser, und Sie werden auch hier eines herzhasten Lachens nicht immer sich haben erwehren können, und doch will der Charleston gelernt sein. Auch hier fallen die Meister nicht vom Himmel, auch hierbei bringt man's nur mit Liebe zur Sache, mit Arbeit an sich zu vollendetem Können: Just wie im Berufsleben. Aber das gehört schließlich nicht hierher. Endlich die ominöse Geldfrage! Sie. lieber Arbeitsloser, stellen sich vielleicht vor, daß unsereins aus dem Dollen schöpfen kann, daß es uns nur so zufließt, daß wir', danach haben. Nicht doch! Werfen Sie nur einmal einen Blick hinter die Kulissen. Die Realität nimmt sich denn doch anders aus, als unangebrachte parteipolitische Der- blcndung sie zuweilen wahrhaben will. Da heißt es nur zu oft: die Gläubiger vertrösten, die Wechsel prolongieren, immer nach einmal um Stundung bei der Steuer einkommen. zuschauen, daß man sich Patt des teuren Personals billiges verschafft, um halbwegs durch- Schiffe die Straße von Aden erreichten. Es bleibt zu fragen: Wie würde nun dieses Fraktionsleben aussehen, wenn ein Trupp direkt erwählter Vertreter der Arbeiter- und Bauern- schaft hinzutreten würde? Nach unserer Erfahrung im Lande — in Dutzenden von Versammlungen und Hunderten von Ge- sprächen— ist mir dies nicht zweifelhaft. Die Bänke der radikalen Linken würden sich um fast ebensoviele Neulinge bevölkern, allein das verbreiterte Bild würde dem Wesen nach das gleiche bleiben. Auch die Vertreter der Arbeiter und Bauern würden, wie die Dinge liegen, zunächst nur S w a r a- j i st e n p 0 l i t i k, Freiheitspolitik, antibritische Politik machen, und zwar mit voller Zustimmung ihrer Wähler im Lande. Denn auch jede indische Gewerkschaft, die den Namen verdient und nicht ein Schaustellungsunternehmen weißer Fabrikanten ist� hat politisch eine ganz entschiedene Linie und steht entweder zu Gandhis völliger Xon-co- Operation oder zum Swarajismus. Und ebenso deutlich ist dl« historische Parallele: Auch Irland erhielt bekanntlich erst eine strikt ökonomisch gerichtete Arbeiterbewegung als die Kräfte frei wurden, welche bis dahin im nationalen Be- freiungskampfe aufgingen. Bernard Shaw, der Dichter, sagt In seinem aus Irland bezüglichen Bühnenstück„John Bulls other Island" dem Sinne nach etwa dies:„Ein unterdrücktes Volt gleicht einem Manne, der an Krebs leidet. Der denkt nur noch an seine Krankheft und begibt sich in die Hände eines jeden, der den Krebs zu heilen versucht oder zu heilen vorgibt— auch wenn er ein Quacksalber ist." Er fährt dann fort zu beschreiben, wie unter der Leidenschaft des nationalen Kampfes jeder Hauswinkel zur politischen Tribüne, jede Kirche ein Rebellenplatz und„every School a recrmting Station"(jede Schule eine Rekrutierüngsstation) wird. Die Sätze könnten Gandhi oder Tagore über ihre Heimat geschrieben haben.__ Mit verteilten Rollen. Wie ma» Richtlinie««nterschreibt und sich von der Verpflichtung drückt. In der r e u z- Z e i t u n g" erläutert Herr E v e r- l i ng die Kundgebung der Deutschnationalen Partei. Mit einer gehörigen Dosis Zynismus. Er setzt auseinander: .Es Handell sich nicht um ein Doppelspiel, aber um eine doppelte Aufgabe. Die deutschnotionale Fraktion hat im Parlament die politische Tagesarbeit unter Teilnahme an der Regierung unter Verzicht auf anerkannte Grund- s ä tz l i ch k e i t wahrzunehmen. Die Arbeit Im Lande für die alten Ideale und die letzten Ziele will an seinem Teil der .Hauptverein der Deutsch-Konservative n7 übernehmen. Unzählige werden ihm dafür danken. Möge er begeisterte Helfer finden. Der beutschnationole Sprecher tm Houptausschuß des Reichs- tages hat die Verantwortung für die konservative Entschließung den Konservativen überlassen— die sie gern übernehmen. Herr v. Koudell hat die um fremdes Seelenheil besorgten Opposittonellen darüber beruhigt, daß er seit ihrer Begründung nur noch der Deutschnationalen Partei angehört. Die Arbeit des.Hauptvereins der Deutsch-Konservatioen" im Lande berührt die Koalition nicht und geht, parlamentarisch betrachtet, die Gegner nichts an." Spiel mit verteilten Rollen, die einen schwören die Eide, und die anderen halten sie nicht. Die einen verzichten aus Grundsätzlichkeit, die anderen predigen sie. Herr E 0 e r l i n g aber ist der Virtuos des Spiels mit verteilten Rollen. Herr E 0 e r l i n g, der Reichstagsabgeordnete, erkennt feier- lich die Richtlinien an, Herr E v e r l i n g, der Konservative, pfeift darauf, Herr E 0 e r l i n g, der Deutschnationale, oer- zichtet auf Grundsätzlichkeit, Herr E v e r l i n g, der Konser- vative, pocht auf.Grundsätze. Er macht in Person alles zu- gleich: er schwört die Eide und hält sie nicht. Zweiseelen- theorie? O nein, nur besonderes deutfchnattonal-deutsch- konservatives Verhältnis zur Ehrlichkeit. hatten zu können. Er kostet, er tostet, so ein Fasching. Da muß man balancieren, da muß man kalkulieren. Die Zeiten sind schlecht ... geschenkt bekommen wir alle nichts. Der Pleitegeier hockt auf den Dächern: aber den Sektkellner kümmert das einen Schmarren. Er oerlangt sein'Geld und wenn wir vor die Hund« gehen. So. da hätten Sie nun einmal eine Keine Lektion über die Kehrseite des Faschingsbetriebes erhalten, lieber Arbeitsloser. Nimmt sich von außen alles so schön aus— und steht doch schief darum. Nehmen Sie die Lektion zur Kenntnis. Ich weih: es geht Ihnen schlecht, Sie darben— und doch und doch: auch unsereins hat's nicht leicht! 24 Stunden Schlaraffenleben in Ascona. Einige Tage vorher großes Plakat in Ascona(Tefsin) in itattenischer und deutscher Sprache: 100 Frank Geldbuße für alle, die am Faschingsdienstag zu Hause Mittag essen werden! Ein jeder ist oerpflichtet, mit Teller und Löffel Punkt 12 Uhr am Platze zu erscheinen. Risotto, Salametti und Wein für alle frei!! Im Namen seiner Majestät Re Conduttore. Den ganzen Nachmittag spielte die Musik auf der Piazza am Seeufer— in mehreren Riesenkcsseln, von hiesigen Fischern in Koch- kostüm mit Rudern ununterbrochen gerührt, um das Anbrennen zu verhüten, brodelt der Risotto, in anderen Würste(Salametti) und saftige Stücke Schweinefleisch. Man erblickt ein großes Faß, gefüllt mit Vino Nostrano(Tessiner dunkler Rotwein) und eine An- zahl ansehnlicher Körbe mit Semmeln. Jetzt werden Seile gezogen und ein Raum in einem Ausmaß von 100 Quadratmetern begrenzt. Die Einwohner, nicht nur Tessiner, sondern auch viele der hier wohnen- den Deutschschwiezer und Ausländer, auch meist Deutsche, warten schon mit ihren Tellern, Milch- und anderen möglichst großen Ge- säßen. Sie reichen sie den Köchen, die sie mit Risotto. Wurst oder Fleisch und Semmeln, erstere oft mehr als 1 Liter fassend, wieder- bringen. Der Wein wird in Gläser oder große Schalen gefüllt. Es geht ein allgemeines großes Schmausen an. Leute mit gesundem Appetit wiederholen den Vorgang.— Die belustigenden Veranstal- tungen beginnen. Mit im Sack steckenden Beinen und verbundenen Augen wird gehüpft und nach hängenden, mitunter mit Asche ge- füllten Töpfen mit Stöcken geschlagen, Treffer mit Preisen, einer Flasche„Nostreno" oder anderem belohnt— und an einem schwingen- den Balken emporspringend ein lose hängendes Huhn als Preis zu erwischen getrachtet.— Großes Hallo bei Treffern und schallendes Gelächter bei Fehlgriffen oder gar ungewollten Purzelbäumen. Es folgt noch fteies Wettlaufen und noch manche andere Belustigung. Alles ist fröhlich, es gibt aber weder Roheiten noch derbe Scherze oder dumme Witze, auch keine Betrunkenen— es ist nur der richtige. lustige, fröhliche Karnevalsschluß: Maskenzug und abends Masken- bälle in verschiedenen Gasthäusern. Syphiliserreger gegen Gehirnerweichung. Die Gehirnerweichung, die Paralyse, ist eine syphilitische Späterkrankung des Nervensystems. Zwischen dem Termin der Ansteckung und dem Beginn der geistigen I Ein bunt bewegtes 6U6. Die„Völkische Arbeitsgcineinschaft" als Kaleidoskop. Es gibt ein nettes Spielzeug. Man schüttelt und sieht in eine Röhre und erblickt gegen das Licht Figuren aus bunten Teilchen. Man schüttett wieder und erblickt neue Figuren. Man setzt das Spiel beliebig fort und erlebt bunten Wechsel. Das Kaleidoskop. Man blickt auf die„Völkische Arbeitsgemeinschaft" und meint eine Reichstagsfrckktion zu sehen. Man sieht einen Augenblick weg. und schon erkennt man sie nicht mehr. Jeder Augenblick ein neues Bild— ein buntes Durcheinander. Soll man den Augenblick fest- halten? Heute, am 8. März 1027, sieht das Bild so aus: lö Reichs- tagsobgeordnete und S Gruppen: Deutschvölkische Freiheitsbewegung: v. Sraefe, Henning, v. Ramin, Weidenhöfer und Schröder. Nationalsozialisten: Feder, Dr. Frick, Strasser, Dietrich. Reventlow, Stöhr. Voltsrechtspartei(Aufwertung): Dr. Best, Seissert. Knüppelkunze-Partei: Kube. Fall für sich: Ludendorff. Morgen wieder anders Ein Kaleidoskop. Nicht ernster zu neh- men als ein solches Spielzeug. �volkstümliche Rechtspflege'. Einführung des neuen preußischen Juftizmintsters. Wie der Amtliche Preußisch« Pressedienst mitteill, stellte sich am Montag, den 7. März, der neu« Iustizminister Dr. Schmidt den Beamten und Angestellten seines Ministeriums vor. Er wurde in ihrem Namen vom Staatssekretär Dr. Fritze begrüßt. Der Staats- sekretär gedachte zunächst des nach fast achtjähriger Tätigkeit aus dem Amte geschiedenen Vorgängers, Dr. am Z e h n h 0 f f, und sprach dann die Ueberzeugung aus, daß der neu« Minister, der aus seiner richterlichen Stellung das volle Bewußtsein von der Bedeutung einer im guten Sinn« volkstümlichen Rechtspflege mit- bringe, zum Wohle des Staates seines Amtes walten werde. Der Iustizminister dankte für die Begrüßungsworte und er- Härte, feine Einstellung zu den großen Problemen der Iustizver- waltung sei aus seiner Tätigkeit als Abgeordneter be- kannt. Er rechne auf die tatkräftige Unterstützung aller Beamten des Ministeriums: keinesfalls dürfe die in letzter Zeil so lebhast erörterte„sogenannte Vertrauenskrise in der Justiz" bi» in den Bereich des Ministerium» vordringen. Er erwarte mit Bestimmtheit, daß ihm die Beamten mit vollem Vertrauen begegnen und daß sie ihre Pflicht nach dem allgemein anerkannten Grundsatz über die Pflichten des Berufsbeamtentums im modernen Dolksstaat und so, wie es Gesetz, Recht und Verfassung entspreche, erfüllen würden. Die Beamten dürften versichert sein, daß er sie vor un- gerechtfertigten Angrissen schützen werde. Sog an ZSbt. Oberbürgermeister B ö ß hat an den Genossen Löbe nach- stehendes Schreiben gerichtet: Sehr geehrter Herr Präsident! Herzlichst beglückwünsch« ich Sie namens der Stadt Berlin zu der glücklich überstandenen Operation. Ich darf dem Wunsche Ausdruck geben, daß Ihre Genesung weiter gute Fortschritle machen möge, damit Sie Ihrem verantwortungsvollen Amte bald wieder w gewohnter Umsicht und Frische vorstehen können. In ausgezeichneter Wertschätzung 1 Ihr sehr ergebener Böß.-. � Genosse Löbe wird nach seiner Genesung noch einiger Er- holung bedürfen, so daß er sein Amt im Reichstag voraussichtlich in diesem Monat noch nicht ausüben wird. Rumänisches Recht. Ministerpräsident Aoerescu hat die Akten des Prozesses gegen den Mörder T 0 t u eingefordert: man glaubt, dem Protest der Kulturwett gegen diesen Mördersreispruch doch irgendwie Rechnung tragen zu sollen. Schon damit die Auslands- juden dem Progromstaat wieder Geld leihen. Umnachtung liegt meist ein« Zeitspanne von vielen Iahren. Erst in neuerer Zeit ist es gelungen, die Paralyse, der die Aerzte bis dahin machtlos gegenüberstanden, mit Hilfe von Malaria-Impfun- g e n in einer stattlichen Zahl von Fällen günstig zu beeinflussen. Ein Teil der Kranken wurde wieder voll arbeitsfähig, ein anderer wesentlich gebessert: aber es blieb immer noch ein gewisser Prozent- satz durch die Malariakur unbeeinflußt.— Vor nicht allzu langer Zeit wurde nun aus der staatlichen Heil- und Pslegeanstalt Arnsdorf in Schlesien berichtet, daß es bei anscheinend unheilbaren Paralytikern durch Impfungen mit lebenden, abgeschwächten Syphiliserregern(Lpirocdaeta palHda) gelungen ist, auch hier noch recht beträchtliche Heilerfolge zu erzielen. Man ging bei dieser Impfung von dem Gedanken aus, die Haut zu einer aus- giebisten Neubildung von Abwehr- und Gegenstoffen anzuregen, die den im Gehirn des Kranken sich abspielenden Kampi gegen die Spirochaeta pallida zugunsten des Paralytikers entscheiden sollten. Die Erwartungen wurden weit übertroffen: von 10 Fällen sind 7 weitgehend gebessert worden, davon 2 derart, daß sie zur Entlassung kommen konnten.— Bestätigen sich diese Angaben der Heilanstalt bei der Nachprüfung an anderen Kranken, so werden wir im Kampfe gegen die Geißel der Menschhett wiederum eine gewaltige Bastion eingenommen haben.» Abschaffung der Schulplätze. Der Amtliche Preußische Presse- dienst teill aus einem Erlaß des preußischen K:Utusministers mit: „Eine Rundfrage bei den zuständigen Stellen hat nunmehr er- geben, daß die Ansichten über den Wert einer Rangordnung jetzt so- weit geklärt sind, daß die Aushebung dieser Einrichtung an allen höheren Schulen und in jeder Form als zweckmäßig erscheint. Die von einzelnen Lehrerkollegien für die Beibehaltung der Rangordnung noch angeführten Gründe sprechen tatsächlich für ihre A b s ch a f- f u n g. Denn die Rangordnung gibt den Eltern kein klares Bild von Leistung. Fleiß und VersetzungsfähiAett-des Schülers. Sie ist auch für die Lehrer ein durcbaus ungeeignetes Mittel zur Beurteilung de» Klassenstandes: der durch sie angeregte Ehrgeiz ist erzieherisch ebenso bedenklich wie die Uebertragung des Wettkampfgedankens auf da» geistige Gebiet. Die erzieherischen Grundsätze der Schulreform, die von ihr geforderte Wertung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers. die jugendpjychologssche Einstellung bei der Beurteilung von Eni- Wicklungserscheinungen des jungen Menschen sind mit der mechanischen Wertrechnung einer Rangordnung nicht vereinbar." Kultusminister Dr. Becker hat daher angeordnet, daß von Ostern 1027 an k e» n e r l e i R a n g 0 r d n u n g der Schüler, auch nicht sür den innerdienstlichen Gebrauch, festgestellt werden darf. tw» veetho»«n-wo»e im»audluvk. DI« Berliner Funk-Stunde»er. anstaltet zum 100. Todestage Beethoven» eine Beetboven-Woch« vom 2t. VIS 26. Marz mit der.C-dur-Mefle', der S. Symphonie und einer Reihe anderer Werte. Auch verschiedene Briese Beethoven» und das Hellt genstädter Testament kommen zum Bortrag. Der Canada-JUrn wird in der U r a n l a am 8.,»., 11.»nd 1Z. Mür, wiederholt. JJcof. Dam low ernstlich erkrankt. Au» Leningrad wird gemeldet, dak Prof. Bawlow«rnsttich erlranit lei. Dte Sowjctregterung beabsichtigt, th,, sobald es möglich ist. nach Deutschland zu einer Kur zu entsenden. Profelior Pawlow ist der bedeutendste Physiologe Rußland». SozialöemokratieunöZmanZausgleich Leitsätze der Fraktionen und des kommnnalpolitischen Beirats. Eine der wichtigsten Aufgaben der großen Steuerreform des Jahres 1925 war die Neuregelung des Finanzausgleichs zwischen Reich, Ländern und Gemeinden. Zur Lösung dieser Aufgabe zeigte sich der Rechtsblock nicht imstande. Er verschob sie aus das Jahr 1927. Aber auch jetzt soll die stets von den bürgerlichen Parteien und allen Reichsfinanzministern angekündigte.endgültige" Regelung des Finanzausgleichs nicht vorgenommen werden. Dem Reichstag liegt ein Gesetzentwurf vor. der wiederum nur«ine auf ein Jahr begrenzt« Uebergangsregelung vorschlägt. Sowohl in Länder- als auch in Gemeindevertretungen hat diese dauernde Ungewißheit schwere Bedenken ausgelöst. Sie wurden verstärkt durch die gefährlichen Absichten, die die Unternehmer aller Schattierungen beim endgültigen Finanzausgleich zur Herabminderung ihrer Lasten planen. Wie diese Gefahren abgewehrt werden können, und welche Haltung bei dem endgültigen Finanzausgleich im Interesse der Ar- beiterklasse einzunehmen ist, wurde daher auch innerhalb der Sozial. demokratischen Partei eingehend diskutiert und oftmals recht ver- schiedenartig beantwortet. Um diese Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen und eine ei n- heitliche Stellungnahme der S o zi a l de m o t ra- tischen Partei im Reich, in den Ländern und in den Gemeinden zu den Problemen des Finanzausgleichs herbeizuführen, fand am 29. Januar in Berlin eine Konferenz von Vertretern der sozial- demokratischen Reichstagsfraktion, der Ländervertretungen und der Gemeindevertretungen statt. Es gelang im Laufe einer mehrstündi- gen Aussprache, die an ein Referat des Genossen Dr. Hertz an- knüpfte, trotz Meinungsverschiedenheiten in Einzelfragen eine Ueber- einstimmung in den Grundfragen zu erzielm und diese Ueberein- stimmung in Leitsätzen programmatisch zu formulieren. Diese Leit- sätze, deren endgültige Fassung der sozialdemokratischen Reichstags- fraktion überlassen wurde, haben folgenden Wortlaut: l. Die Schwierigkeiten des Finanzausgleichs zwischen Reich, Ländern und Gemeinden bestehen seit der Gründung des Reichs und hängen mit der staatsrechtlichen Konstruktion des Reichs zusammen. Sie sind gesteigert worden durch die Aus- Wirkungen de� Krieges, der Inflation und der Wirrschastskris«, die zur Bermindening der Steuertraft und zur Vermehrung der öffent. lichen Lasten geführt haben. Sie werden weiter verschärst durch eine von den Klasseninteressen des Besitzes beherrschte Steuerpolitik, die eine gleichmäßige Ausschöpfung der Steuerquellen verhindert. Ein für die Dauer bestimmter Finanzausgleich erscheint erst möglich, wenn durch Wiederherstellung normaler Wirt- sckastsverhältnisse die Steuerkrast der deutschen Wirtschast gestärkt und die Härte durch die augenblicklichen Notzustände ver- ursachten öffentlichen Lasten herabgemindert, wenn durch eine e n d- gültige Regelung der Reparotionssrage die Lasten des Friedensvertroges übersehbar und vermindert worden sind und wenn eine Berfassunas- und Verwaltungsreform zu einer organischen Vereinfachung und Berbilligung der gesamten öffentlichen Verwaltung geführt hat. Bei der Neuregelung des Finanzausgleichs ist von folgenden Grundsätzen auszugehen: I. Ausrechlerhaltung der Reichehoheil in der Sleuergefetz- gebnug und Steuerverwaituag im vollen Umfange. II. Erfüllung der Uerpsichtungeu de, Reichs. Befriedigung der sozial-, wirtschasts. und kulturpoli.ischeu Bedürs. nisse der Länder und Gemeinden. III. Verminderung, nicht Erhöhung de» von den min. derbemitlelten Volksschichten bisher getragenen An. t e i l s an den ösfentlichcn Lasten. II. Geleiket von diesen Gesichtspunkten bekämpft die Sozialdemokratie: 1. Die von den Unternehmerorganisationen verlangte z w a n g s- weise und schematische Herabdrückung der ösfent- lichen Ausgaben ohne vorherige planmäßige und allgemeine Vereinfachung und Verbilligung der öffentlichen Verwaltung. Hierdurch würde die soziale Fürsorge für die durch Krieg, Inflation und Wirtschajtskrij« in ihrer Existenz erschütterten Volksschichten und der notwendig« Ausbau der deutschen Sozialpolitik gefährdet. 2. Die auf dem Umwege über den Finanzausgleich erstrebte Ernräßigung der auf dem Besitz und dem Unter- nehmereinkommen aus Industrie, Landwirtschast und Handel ruhenden Steuerlasten unter Steigerung der Steuerlasten des Arbeitseinkommens oder des Verbrauchs. 3. Jedes Zuschlagsrecht zur Einkommen- und Körperschaftssteuer. Das unbeschränkte Zuschlags. recht ist selbst bei allerstärkster Anspannung für zahlreiche Arbeiter- mahn- und Landgemeinden, deren unerträgliche Notlage aus der ge- ringen Steuerkrast ihrer Einwohner herrührt, keine Hilse. Es schajit steuerliche Verschiedenheiten in größtem Ausmaß. Auch kann sich der Besitzend« der Wirkung hoher Zuschläge entziehen, wodurch die Lohn. und Gehaltsempfänger doppelt belastet würden. Das von den Unternehmern geforderte beschränkte Zu- schlagsrecht bring! keine wesentliche Aenderung der bisherigen Er- tragsbeteiliaung. Es bedeutet für die Gemeinden keinen Vorteil: Selbstverwaltung und Selbstverantwortung werden nicht gefördert, die Beweglichkeit der Finanzverhältniss« wird nicht vergrößert. Entschieden abzulehnen ist die Besteuerung der reichs- steuerfreien Einkommensteile durch die Gemeinden. Die Besteuerung des Existenzminimums ist die Besteuerung der Armut. Sie würde die finanzielle Verantwortung der Gs- meinden nicht stärken, ihre soziale Verantwortung aber erheblich schwächen. Das Mitbestimmungsrecht darf um so weniger von der Leistung direkter Steuern abhängig gemacht werden, als oje kleinsten Einkommen verhältnismäßig am höchsten mit Verbrauchssteuern be- lastet sind. 4. Das Anhörungs- bzw. Einspruchsrecht der Interessenver- ttetungen der Unternehmer bei der Steuerfestsetzung. Ein solches Vorrecht ist unvereinbar mit den Grundsätzen der Selbstverwaltung und der Demokratie.' III. Die Sozialdemokralle fordert dagegen: 1. Ausreichende Befriedigung des Finanzbedarfs der Länder und Gemeinden. Hierzu ist notwendig: a) Schärfere Heranziehung des Besitzes zu den allgemeinen Steuerlasten durch Ausgestaltung der Vermögenssteuer und der Erbschaftssteuer, sowie Erhebung der Vermögenszuwachssteuer: b) Beseitigung der ungerechten Bevorzugung einzelner Gruppen der Besitzenden, z. B. durch Steuerfreiheit' der Speku- lationsgewinne und Schonung des Großgrundbesitzes; c) Steigerung des Steuerertrags durch wirksamer« Durch- führung der Veranlagung,'Insbesondere Offenlegung der Steuer- listen; obligatorischen Buch- und Betriebsprüfungsdienst, Beseiti- gung der Jnteressentenwirtschaft bei der Vermögensbewertung; ä) Vervollkommnung des Ueberweisungssystems durch Ver- besierung der Verteilungsschlüssel. 2. Reichsrechtliche Regelung der Realsteuern unter Beschränkung auf eine Rahmengesetzgebung. 3. Der Ertrag der H a u s z i n s st e u e r ist zur Förderung des Kleinwohnungsbaues zu verwenden. Sie ist nach Maßgabe der Eni- schuldungsgewinne der Gebäudebesitzer unter Beseitigung bestehender Härten weiter zu erheben und möglichst in eine ablösbare Reallast umzuwandeln. Gebäude, die landwirtschaftlichen oder gewerblichen Zwecken dienen, sind der Steuer zu unterwerfen. Die Träger kleiner Einkommen sind von der Steuer zu befreien. Dies« Regelung muß durch ein Reichsgesetz erfolgen. 4. Von den Besitzern unbebauter, durch die Geldentwertung entlasteter G r u n d st ü ck e ist eine der Hauszinssteuer entsprechende reichsrechtlich geregelte Sondersteuer zu erheben, die den Kleinbesitz schont und deren Ertrag zur Förderung der landwirtschaftlichen Bodenkultur zu verwenden ist. S. Die verschiedenartige Leistungsfähigkeit der Geineinden kann nur durch die Schaffung eines L a st e n a u s g l e i ch s berücksichtigt werden. Er muß die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen der Gemeinden auf den Gebieten der sozialen Fürsorge, des öffentlichen Volks-, Berufs- und höheren Schulwesens und der Sicherheit ohne eine überdurchschnittliche steuerliche Belastung der ortsansässigen Be- völkervng gewährleisten. Der Lastenausgleich muß auf der Ueber- nähme eines ausreichenden Kostenanteils durch das Reich beruhen. » Die Leitsätze enthalten keine Stellungnahme zu der provisorischen Regelung des Finanzaus- g l e i ch s, mit deren Beratung der Reichstag in' der nächsten Woche beginnen wird, um sie noch im März abzuschließen. Die Konferenz billigte die 5)allung der sozialdemokratischen Reichsiagsfraktion zu diesem Provisorium. Sie sah aber von einer formulierten Stellung- nähme ab, weil es sich nur um eine Neuregelung in Einzelfragen handelt, deren letzte Entscheidung man der politischen Stellungnahme der Reichsiagsfraktion überlassen müsse. Di« Leitsätze beschäftigen sich infolgedessen nur mit jenen großen Fragen, die bei einer endgültigen Regelungdes Finanz- a u s g l« i ch s Gegenstand erbitterter Auseinandersetzungen sein werden. Denn nur äußerlich handelt es sich in diesen Auseinandersetzungen um die Verteilung der Steuereinnahmen auf Reiche- Länder und Gemeinden, tatsächlich geht der Kampf um die Eni- lastung der Besitzenden und die M e h r b e l a st u n g der Besitzlosen. Nach den eingehekiden Diskussionen der letzten Monate kann auch kaum noch ein Zweifel daran bestehen, daß von Großindustrie und Großagrariern das Z u s ch l a g s r e ch t zur Einkommen- und Körperschaftssteuer nur erstrebt wird, um die Lastenverteilung zu- gunsten des Großbesitzcs zu beeinflussen. Diese Haltung hat wesent- lich zur Klärung der Auffassungen über das Juschlagsrecht innerhalb der Sozialdemokratie beigetragen. Auch mancher Sozialdemokrat ist für das Zuschlagsrecht eingetreten, weil er von ihm die Wiederhcr- stellung der Selbstverwaltung der Gemeinden und ihrer Selbstver- antwortung erhoffte. Jetzt ist eine einheitliche Auffassung darüber erzielt, daß jedes Z>>fchlagsrecht ein« Gefahr für die unteren Volks- schichten ist, die die Sozialdemokratie bekämpfen muß. Die wirkliche Bedeutung der Leitsätze ober liegt in dem Ab- schnitt III über die Forderungen der Sozialdemo- kratie zum Finanzausgleich. Es sind zwar nur Grund- sätze, die hier aufgestellt werden, aber sie zeigen den Weg, auf dem eine befriedigende Lösung des Finanzbedorfs sowohl für das Reich als auch für die Länder und Gemeinden möglich ist. Der Ertrag des deutschen Steuersystems läßt sich auch ohne Erhöhung der Steuer- sätze erheblich steigern, wenn die Begünstigung einzelner Gruppen des Besitzes aufhört und die Veranlagung wirksamer durchgeführt wird. Ist dieser Zustand einmal erreicht und sind die Folgen von Krieg, Inflation und Wirtschaftskrise überwunden, dann ist die aus- reichende Befriedigung des Finanzbedarfs aller öffentlichen Körper- fchaften in Deutschland keine unlösbare Aufgab«. Die leipziger Nesse weiter günstig. Große Verkänfe von Maschinen. Leipzig, 7. März.(Eig. Drahtber.) Der weitere Verlauf der Leipziger Frühjahrsmesse brachte vor allen Dingen ein außer- gewöhnlich gutes Geschäft in Maschinen. Im Mittel- punkt der Nachfrage standen Fertigwarenmaschinen, automatische Maschinen und Automaten. Das Ausland scheint stark zu kaufe». So haben rheinische Fabriken bereits in den ersten Tagen der Mesie große Abschlüsse in schweren Werkzeugmaschinen gemacht. Der Verlauf der Leipziger Messe dürfte der deutschen Maschinenindustrie unbedingt einen reichlichen Auftragsbestand für die nächsten Monate sichern. Auf der Mustermesse setzte sich die Belebung in Textil- w a r en fort. Das Ausland hat zahlreiche Offerten für Oualitäts- artikel aufgegeben. So zum Beispiel hat die Gardinenindustrie zahlreiche Aufträge hereinnehmen können. Die Chemnitzer Fabriken machten ein gutes Geschäft in Strümpfen. Vom Inland wird vor allem Stapelware verlangt. Die Preise zeigen ansteigende Tendenz. Im Grunde genommen geht das außerordentlich gute Geschäft in der Textilmesse auf den steigenden Baumwollpreis zurück. Die Bewegung übertrug sich dann auf alle anderen Sparten der Textilindustrie. Das gute Frühjahrswetter hat-vch vor allen Dingen das Geschäft in Frühjahrs- und Sommerartikeln belebt. In den anderen Abteilungen, besonders für Porzellan und Steingut, sind größere Aufträze hereingenommen worden. Engländer und Ameri- kaner kaufen stark Kunstporzellan, während Steingut besonders von Deutschen verlangt wird. Auch die Gold- und. Iuwelenindustri« scheint gute Abschlüsse gemocht zu haben. In Lederwaren wird ebenfalls gutes Geschäft gemacht, vor allem sind die Offenbacher Artikel gefragt. Sehr gut abschneiden wird wahrscheinlich auch die Süßwarenmesie. Stahl- waren konnten besonders an Einkäufer aus Britisch» Indien abgesetzt werden. Ehre. Was ein völkischer Landtagsabgeorbneter darvntcr versteht. Der völkische Landtagsabgeordnete gehört zu den Leuten, die den Wohlfahrtsprinifter Hirtsief er gehässig oerlemndeten. Ein völ- bischer �Redakteur wurde deswegen verurteilt, Herr G i e s e l e r mutzte un Landtag de. und wehmütig Abbitte tun. Da Gieseler aus dem Kreise Osterode in Ostpreußen stammt und dort als Forstmeister seinen Wohnsitz hat, hielt sich die„O st e r o d e r Zeitung", die sich selbst als.national" bezeichnet, für oerpslichtet, ihren Lesern Kenntnis von den Vorgängen zu geben, indem sie den Bericht des Parlamentsdienstes und den amtlichen Bericht des .Deutschen Reichsanzeigers" abdruckte. Daraus schickte Gies«ler eine „Berichtigung". Die Zettung gab diese„B e r i ch t i g u ng" wieder, zitiert« aber gleichzeitig die betreffende Stelle des amt. lichen Landtags st«nogramms und wies nachz daß die in der Berichtigung von Gieseler behaupteten Angaben nicht mit seiner Erklärung im Landtag übereinstimmten. Gieseler schickte darauf dem verantwortlichen Redakteur der „Osteroder Zeitung" eine Pistolenforderung, die natürlich abgelehnt wurde. Daraus lassen sich die Ehrbegriffe des völkischen Gieseler ab- testen: Es ist ehrenhast, einen polstischen Gegner zu verleumden. Es ist ehrenhaft, das Eingeständnis des eigenen Unrechts hin- weglügen zu wollen. Es ist ehrenhaft, in Berlin anders zu reden als in Osterode. Es ist ehrenhaft, dem der die Wahrheit sagt, vor die Pistole stellen zu wollen. Ehrenrührig aber ist es, begangenes Unrecht öffentlich einzu- gestehen._ Mißlungene kommunistische Aellenarbeit. Zu den Ausschlüssen aus der SAJ. Mit großem Lärm hat die kommunistische Presse von einer angeblichen„Spaltung" in der Soziali st ischen Arbeiter- j u g e n d berichtet. Hunderte von Mitgliedsbüchern sollen im Berliner Jugendsekretariat zurückgegeben worden sein, weil die Generalversammlung der Berliner SAJ. die kommunistische Zellen- arbeit zurückgewiesen hat. In Wirklichkeit ist auch nicht ein einziges Mitgliedsbuch abgeliefert worden.-Bisher haben sowohl die Vertrauensleute dieser Zellenarbeit— die inzwischen ausgeschlossen wurden— als auch die kommunistischen Zeitungen geleugnet, daß irgendwelcher Zusammenhang zwischen der versuchten Z e l l e n b i l d u n g in der SAJ. und einer kommu- nistischen Parteiinstanz bestehe Als aber auf dem kommunistischen Parteitag in Essen über die geeignetsten Methoden diskutiert wurde, die sozialdemokratischen Arbeiter für die KPD. zu gewinnen, da brüstet« sich der Ver- treter des Zentralkomitees des kommuni st ischen Iugendverbandes mit seiner„e r f o l g re i ch e u" Zellen- arbeit in der SAJ. Nach dem Bericht der„Roten Fahne" führte er u. a. aus: „Eine weitere wichtig« Frage ist unser Verhältnis zu den jugendlichen Arbeitern, die den sozialdemokratischen Organi- sationen angehören. Aus diesem Gebiete kann der Jugend- verband gute Erfolge feststellen. Wir sind dort als Jugend- verband und Partei planmäßig an die Mitglieder dieser Organisationen herangetreten. Wir haben einige Rußlanddelegationen organisiert, wir haben zahlreiche Iungarbeiterkongresse— von Mitgliedern dieser Organisationen beschickt— gehabt. Wir konnten in den Einheitskomitees und den Ausschüssen der arbeitenden Jugend mit den Mitglievern und unter Funktionären dieser Organisationen Verbindung bekommen. So ent- stand diese Opposition, die sich von allen„Oppositionen" der SPD. durch ihre klare eindeutige Forderung nach Zusammen- arbeit mit den Kommunisten unterscheidet. Diese Erfahrungen zeigen, daß es möglich ist, durch gute Arbeit und sachliche Agitation an die sozialdemokratischen Arbeiter heranzukommen. Darum müssen sie für die praktische Arbeit der Partei im ganzen Reiche verwertet werden." Hier wird also prahlend erzählt, daß der kommunistische Iugendverband planmäßig in der SAJ. kommuni st ische Zellen organisiert und sich dabei der„Ausschüsse der arbeitenden Jugend" bedient habe. Man vergaß nur mitzuteilen, daß die Zellenarbcit mißlungen ist und das Häuflein der kommunistischen Trabanten bereits völlig isoliert dasteht. In der gleichen Ausgabe der„Roten Fahne", die den zitierten Bericht vom Parteitag verössentlicht, wird behauptet, der kommu- nistische Vertrauensmann Goldenbcrg fei nur deshalb aus der SPD. ausgeschlossen worden, weil er eine von der offiziellen Parteilinie abweichende Meinung ha($. Uns scheint, daß der Vertreter de» kommunistischen Iugendverbandes auf dem Essener Parteitag deutlich genug gezeigt hat, wi« berechtigt der Ausschluß war. Der gesunde Sinn der Sozialistischen Arbeiterjugend hat rechtzeitig die kommunistischen Zerstörungs- obsichten erkannt, und wenn es noch eines Beweises bedürste für die Rolle, die Herr G oldenberg gespiett hat, so sei nur die Tatsache erwähnt, daß er wenige Tage nach seinem mißlungenen Zerstörungsversuch in der SAJ. bereits sein kommuni st isches Mitgliedsbuch erworben hat. Schluß ües Kpd.-parteitages. Wahl der Zentrale in geheimer Tihnng. Essen, 7. März.(TU.) Der letzte Verhandlungstag begann mtt dem Schlußwort des Reichstagsabgeordneten Heckert zur Gewerk- schaftsfrage. Darauf wurde der Antrag gegen nur acht Stimmen an- genommen, worin der Sprecher der Masww-Gruppe, Landtags. abgeordneter Bartels und die Reichstagabgeordneten Schlecht und G r i l e w i tz aufgefordert werden, sofort ihre Man- date niederzulegen. Ihre Funktionen wurden ihnen auf ein Jahr aberkannt. Zur Wahl des Zentralkomitees teilte der Vorsitzende Pieck mit, daß die Wahl in geschlossener Sitzung erfolgt sei. In einer Zett, wo der Oberreichsanwalt allein die Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei als einen Hoch- verrat ansehe, wolle das Zentralkomitee der Justiz keine Gelegenheit geben, die Partei der Führung zu berauben. Mit der Mitteilung, daß zum ersten Male seit dem Bestehe» der Partei nun auch eine Kommission mit der Zersetzunasarbeit innerhalb des Zentrums be- traut worden sei, und mit einem Appell, für die Kommunistische Partei und die Presse zu werben, wurde der Parteitag durch ein dreifaches Hoch auf die Sowjetunion, auf die Weltrevolution, ge- schlössen. die probe aufs Exernpel. Aufgaben für den Bürgerblock. Der Bund Deutscher Bodenresonner hat in einer Eingabe an den Reichstag gefordert, daß der Drohenden GesahrderBoden- s p e k u l a t i o n an den Ufergeländen der projektierten neuen Kanäle rechtzeitig vorgebeugt werde, etwa durch ein Reich-gesetz, wie das über die Enieignuna von Grundeigentum und über die Beitrags. leistung bei der Kanalisierung des Neckars und des Mains sowie zum Ausbau der Donau vom 3. August 1929. Diese Forderung ist auch sämtlichen Fraktionen des Reichstags vorgelegt worden. Der Reichstag hat darauf(am 19. Januar d. I.) beschlossen, die Petition des Bundes Deutscher Bodenreformer der Reichsregierung zur Erwögung zu überweisen. Die neue Regierung hat nun Gelegenheit zu Seigen. ob sie An- sprächen des spekulativen Bodenkapitvls mit der nötigen Tatkraft entgegenzutreten vermag. Zoröerungen öer Seamtenjchast. Der Allgemeine Deutsche Beamtenbund hat ge- meinsam mit den Organisationen der am Reichstarisvertrag beteiligten Behördenangestellten(AsA-Bund, Gesamtverband der deutschen Angestelltengewerkschaften, Gewerkschaftsbund der An- gestellten) die Forderungen der Beamtenschaft dem Reichstag in einer ausführlichen Eingabe unterbreitet. Die Bezüge der Beamten sind, wie in der Eingabe betont wird, abgesehen von der Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses, die die eingetretene Miet- steigerung aber nicht ausglich, seit Dezember 1S24 auf der gleichen Höhe geblieben. Die Stetgerung der Lebenshaltungs- kosten beträgt nach dem Reichsindex vom Dezember 1924 bis Februar 1927 7,38 Prozent. In dieser Zahl kommen jedoch die wirklichen Verhältnisse nicht ausreichend zum Ausdruck. So sind im Laufe des Jahres 1926 in Berlin die Kleinhandelspreise bei Brot um 16,6 Prozent, Erbsen um 63 Prozent, Kartoffeln um 21,4 Prozent, Rindfleisch um 4,8 Prozent, Hammelfleisch um 16,8 Prozent, Zucker um 16,1 Prozent, Milch um 11,5 Prozent gestiegen. In der- selben Zeit stieg die Wohnungsmiete im Reich durchschnittlich um 15,2 Prozent. Das Gehalt eines ledigen Beamten der Besoldungs- gruppe 3(Anfangsgehall) befaß im Januar 1927 im Vergleich mit der Vorkriegszeit nur noch eine Kaufkraft von 65,8 Prozent, Besoldungsgruppe 3(Endgehalt) 69,3 Prozent, Besoldungsgruppe 5 (Anfangsgehalt) 68,5 Prozent,(Endgehalt) 65,8 Prozent, Besoldungsgruppe 7(Anfangsgehalt) 86,4 Prozent,(Endgehalt) 61 Prozent. Angesichts der geschilderten Verhältnisse wird der Reichstag ersucht, bei der Beschlußfassung über Z 11 Absatz 2 des Gesetzentwurfs über die Feststellung des Reichshaushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1927 ein« Erhöhung des Zuschlags zum Grundgehalt für die unteren und mittleren Gruppen(1— 9) in der Weise vor- zunehmen, daß für die genannten Beamtengruppen eine fühlbare Erleichterung ihrer wirtschaftlichen Notloge und eine Annäherung an die Vorkriegskaufkraft der Gehälter eintritt. Zur Angleichung des Wohnungsgeldzuschusses an die Mietzinsbildung wird eine Er- höhung des zur Auszahlung gelangenden Betrages des Wohnungs- geldes um über 25 Prozent über die Tarifsätze gefordert. Protest öer Säcker und Konditoren. Die Kleinbetriebe über dem Gesetz. Der Deutsche Nahrung?- und Genußmittel- arbeiteroerband hat in seiner jüngsten Beirotssitzung nach einem Referat des Borsitzenden D i e r m e i e r über die Regierungsentwürfe zum Arbeitsschutzgesetz und-Rot- g e s e tz einstimmig eine Entschließung angenommen, die sich scharf gegen die bedeutenden Verschlechterungen der geltenden Be- stimmungen wendet. Durch die Ausschaltung der Klein- betriebe bis zu drei nicht mit den Unternehmern verwandten Arbeitskräften würde für etwa zwei Drittel aller Bäckereien und Konditoreien im Reiche keine g e- fetzliche Regelung der Arbeitszeit erfolgen und den Unternehmern die Freiheit zur Einführung unbegrenzter Arbeitszeit cingeräumt werden. Es würde ein Zustand geschaffen wie vor dem Jahre 1896, als erstmals durch eine Verordnung die tägliche Arbeits- zeit auf 12 SUinben beschränkt wurde. Am 3. April findet in Leipzig ein« Reichskonferenz der Bäcker- und Konditorengehilfen statt, die ebenfalls zu dieser unerhörten Herausforderung der Regierung Stellung nimmt. hanöwerk unü ftrbeitszeit-Notgesetz. Wenn es nicht gelingt, die wirtschaftlichen Vereinigungen der selbständigen Handwerker von der begrifflichen Gleichsctzung mit sozialer Rückständigkeit zu trennen, dann sind es eben dies« Organisationen, die dies durch ihr Verhalten bei jedweder Ge- lsgenheit verhindern. Auch zum Arbeitszeitnotgesetz meldet sich jetzt „das Handwerk", d. h. der Reichsverband des deutschen Handwerks. Das Notzesetz werde den allgemeinen wirtschaftlichen Erforder- nissen nicht gerecht und auch denen der Handwerkswirtschaft nicht. Die Bindung der Arbeitszeitbeftünmungen an den Tarifvertrag drei Monate nach seiner Kündigung leg«„der Wirtschaft" eine zu weitgehcilde Einengung auf. Grundsätzlich abzulehnen sei auch eine gesetzliche Festlegung eines Lohnzuschlage» für Mehr- arbeit in einer bestimmten Höhe. Gerade für das Handwerk ujerde häufig ein« tarifliche Abniachung fehlen(!). so daß hier mindestens ein Zuschlag von 25 Proz. durch behördliche Festsetzung in Frage käme. Nicht tragbar sei die gänzliche Streichung des Z 11 Absatz 3 betreffs freiwilliger Mehrarbeit, da viele Handwerkszweige für plötz- liche Reparaturarbeiten auch nach Ablauf der regelmäßigen Arbeits- zeit in Anspruch genommen werden, für die eine behördliche Genehmigung nicht mehr eingeholt werden könne. Eine gänzliche Ab- stellung auf die tarifvertragliche Regelung müsse abgelehnt werden. Aus dieser Erklärung spricht außer der von dieser Seite nicht überraschenden Gegnerschaft gegen das Notgesetz auch eine beachtcns- werte Gegenstellung zum Tarifvertrag„Das Handwerk" laßt sich durch seinen Reichsoerband vor den Karren der Industriellen spannen. Womit nicht etwa behauptet werden soll, der sozial« Gegen- satz gegen die Arbeiterschaft sei aus dieser Seite wesentlich geringer als aus jener Seite. Das Argument der„plötzlichen Reparaturarbeiten" darf man auch mcht ernster nehmen, als es ist. Mehrarbeit ja, Mehrbezahlung aber— um Himmels willen!_ Gegen öen �rbeitszeit-Schieösfpruchskanöal. Zn der sächsischen Textilindustrie. Der Gesamtvorstand des Deutschen Textil- arbeiteroerbandes wendet sich mit einem scharfen Protest fegen die Regelung der Arbeitszeit in den west- und mittel- ächsischen T.extllsabriken an die Oessenilichkeit. Fünf Stunden Mehrarbeit pro Woche wurde, wie in dem Protest hervor- gehoben wird,«inseitig mit den Arbeitaeberbeisitzern vom vor- sitzenden Schlichter Tausenden und aber Tausenden Textilarbeitern aufgebürdet. Der Reichsarbeitsminister zwingt mit der Verbind- lichkeitserklärung hunderttausende Frauen und Mädchen zu SZstün- diger Arbeitsfron pro Woche. Der Mangel an gewerkschaftlicher Kraft der Frauen und Mädchen in der Textilindustrie gestatte dem Reichsarbeitsministerium die Verbindlichteits«rklärung eines Spruches, der für die Leipziger Metallindustrie trotz Verlangens der Metallindustriellen nicht für verbindlich erklärt wurde. Der Vorstand des Deutschen Textilarbeiteroerbandes fordert daher die deutsche Textilarbeiterschaft auf, aus diesem Spruch die Konsequenzen zu ziehen. Die Konsequenz lautet: Steigerung der gewerkschaftlichen Kraft durch festeren und umfassenderen Zusammenschluß! Wie gespart wkrö. Die Arbeiter der Aronwerk«, Zählerfabrik, Charlottenburg, Wilmersdorfer Straße 39, gehören der Ortskrankenkasse Charlotten- bürg an, in der sie teilweise seit Iahren in einer ihrem Lohnein- kommen entsprechenden Stufe versichert sind. Im letzten Jahre wurde nun in den Aronwerken Kurzarbeit eingeführt-v Di« Firma machte von ihrem Recht Gebrauch. dieArbeiterbeiderKasse jede Woche umzumelden, je nach der Zahl der Arbeitsstunden bzw. dem Arbeitslohn. Bei einer Belegschaft von durch- schnittlich 566 Mann spielt bei umfangreicher Kurzarbeit die Er- sparnis durch entsprechend geringere Krankenkassenbeiträge Zweifel- los eine gewisse Rolle. Allein der Schaden, der jeden ein- zelnen Arbeiter im Krankheitsfalle daraus erwächst, wiegt für die Arbeiter weit schwerer als der Borteil für die Firma. Arbeiter, die jahrelang ihre vollen Kranken- kassenbeiträtze gezahlt und auf die vollen Leistungen der Orts- krankenkasse sich ein Anrecht erworben haben, werden bei Kurz- arbeit nicht nur zu einem wesentlich geringeren Einkommen ver- urteill, sondern auch in ihren Rechten als Kassenmit- glieder wesentlich beeinträchtigt. Sie haben zwar den zweifelhaften Vorteil, daß ihnen als Kurzarbeiter wöchentlich 56 bis 86 Ps. an Krantenkossenbeitrag weniger abgezogen werden, erhallen aber im Krankheitsfalle nur die Hälfte an Krankengeld, da dessen Höhe sich noch dem Durchschnittsbellrag der letzten vier Wochen richtet. Die Arbeiter stehen dieser Schädigung m a ch t l os gegen- über, da die F i r ma sich auf ihre gesetzliche Befugnis stützt, ihre Belegschaft je nach der Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit wöchentlich umzumelden und die Ortskrankentasse sich an ihre Satzungen halten muß. Dem müßte abgeholfen werden, einmal dadurch, daß der Arbeitgeber er st nach einer bestimmten Dauer der Kurzarbeit zur Ummekdung in eine niedrigere Beitragsklasse berechtigt ist, weiter aber, auch d i e Krankenkassen bei vorübergehender Kurzarbeit, die vor- aufgegangenen Jahre der Vollbeitrasleistungen berücksichtigen müßten. Es geht nicht an, daß die Arbeller zum S p i e l b a l l der sozialgesetzlichen Bestimmungen werden in dem Augenblick, in dem sie ohnehin als Kurzarbeiter zum Spielball der wirtschaftlichen Verhältnisse werden. Jubiläum der Berliner Maschinisten und Heizer. Die Berliner Ortsverwaltung des Zenrraloerbandes der Ma- schinisten und He'zer feierte am Sonnabend im«aalbau Friedrichs- Hain chr 56. Stiftungsfest. Neben den zahlreicheu roten Fahnen sah man im Hintergrund der lorbeerumsaßten Bühne das Grün- dungsbanner des damaligen Berliner Lokaloereins. Nach einigen musikalischen und Gesangsdarbietungen hielt Genosse R e i n e f e l d die Festansprache. Er schilderte das Werden und Wirken der Organisatiou und be- sonders die hingebungsvolle Arbeit der Jubilar«. Von den Grün- dern der Organisation konnte leider nur noch einer, und zwar der Genosse Hermann Holz, sein 56jähriges Iublläum in körperlicher und geistiger Frische feiern. Man hatte dem alten Kämpfer einen besonderen, grünumrankten Ehrenplatz eingeräumt. Das große Streichorchester des Deutschen Musikerverbandes, der Berliner Uth- mann-Chor, der Organist Johann Götz und der bekannte Rezitator Alfred B e i e r l e vom Deutschen Theater gaben chr Bestes her zum Gelingen des Festes.«- Anschließend an das mit geschickter Hand zu- sammengestellte rein künstlerische Programm blieben die Festteil- nehmer noch einige Stunden zwanglos beisammen. Ter Lobnkonflikt im Saargebiet. Saarbrücken, 7. März.(Eigener Drahtbericht.) Am Dienstag werden in Paris Verhandlungen über die Löhn« der Saarbergleute stattfinden. In der Schwerindustrie des Saargebietes sind direkte Verhandlungen zwischen Arbeitgeberverband und Gewerkschaften gescheitert, so daß im Laufe dieser Woche über die Lohnfragc vor dem Schlichtungsausschuß verhandell werden wird. Textilarbciterstreik in Pole». Warschau, 7. März.(Eigener Drahtbericht.) Die Textilarbeiter in ganz Polen haben beschlossen, wegen Nichterfüllung ihrer Lohnforderungen ab Dienstag in den Streik zu treten. Die Arbeller oerlangen eine 25prozentige Lohn- erhöhung, während die Industriellen eine Erhöhung von 1!4 bis 6 Proz., jedoch lediglich für diejenigen Arbeiter, die weniger als 5 Zloty(ungefähr 2,36 M.) täglich oerdienen, bewilligen wollen. Der bisherige Verlauf der Verhandlungen zwischen den Vertreiern der Arbeiter und der Industriellen läßt befürchten, daß der Streik von längerer Dauer sein wird. Deutscher Baugewerksbund. Fachgruppe der Töpfer, lieber die Ofenfabrik Mar Wallnig in Vehlefanz bei Vellen und das Ofensetzgeschäft desselben in Berlin, Nürnberger Straße 23. wird wegen Differenzen die Sperre verhängt. «fU-ZIIitgNcdcr der Gesunddeitsindustri«, erscheint zu der heute nachmittag llhr im Nordischen Hof, Znvalid.'nsir. 12S, stattfindenden Versammlung, zu der bereit» direkt«ingeladen worden ist. Butab. DWB. ZdÄ. Freie IScwerischast-jugend. Heute, Dienstag, tagen die Gruppen: Frank. furter Alle«: Sruppculielm(Städtisches Jugendheim Tilsiter Str. 4/3, 1 St. Liederabend.— Loudsbergee Plag: Gruppenheim Diestelmeperstr. 3. Bunter Abend.— Lichtenberg: Gruppcnheim Jugendheim Dossestr. 22. Brettspiciad.'ud < Schachlehrabend).— Treptow: Druppenheim Schule Wildenbruchstr. 33/54(Hort» zimmer). Bortrag:„Arbeitsgerichtsgesetz", 2. Abend.— Brid: Gruppeuheim Chaiissce. Gele Hanuemannstraße. Lichtbildervortrag:.Die Sächsisch« Schweiz"; als Borbereitung fllr Hohnstein.— Spandau: Jugendheim Lindenuser l. Zu- sammenkunft.— Oberschäacweibe: Jugendheim Riederschäneweide. Berliner Siraße. Heiterer Abend.— Zugendabtcilung de» Deutlcheu Beriehrsbundcs: Jugendheim Engelufer 24/25, Ausgang B. parterre. Vortrag:„Sachsen(Land und Leute)"; al» Auftakt zu dem gewerkschaftliche» Jugendtreffen Berlin und Dresden ln Hohnstein. Verantwortlich ssir Politik: Victor� Schiff; Wirtschaft: Gewerkschaftsbewee und Sonstiges: Berlag: Vorwärts»?_. W_________________ und Verlagsanstalt Paul Singer u Co., Berlin SW 68, Lindenstrah« 3. Hierzu 2 Beilagen,.llluterhaltuug»ud Willen". WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz Künstler, Pappenspiele Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 1li4— 1liO Uhr Zutritt von Kindern nur in Begleitung Erwachsener Für die Kinder im Erfrischungsraum 1 Tasse Schokolade und 1 Windbeutel mit Schlagsahne JU PI- h K yhUHUty Extra-Preise Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, soweit Vorrat KinHprld aIH Waschsamt, Köpcr-VaJ- rVinaerKieia Vgl,"Od. Indaniiirrn- färben, hübsche Perm, Lünge 45-80, Lg. Oedt weitere QröSc TS PI, mehr) jl 490 Mfidchenkleld �SÄbe». neue Muster, Länge 80-85 cm, Länge 50 (Jede weitere Größe 50 PI. mehr) 465 Mädchenkleid Äedn« ßcm form. LMnge»0-90 cm. Lange 60 cm V-J (jede weitere Größe 75 Pf. mehr) Backfischkleid SSÄ IQ 7= moderne Farben. Länge 90-106 cm. Lg. 90 I w' (Jede weller« OröSe 1.28 M mehr) Leibchenrock Ö.CÄ,Ä Lange 4:-80 cm. Lange 48 cm Oedt weitere Größe 50 PL mehr) 475 Kindermantel Lg�Ä« 10cn (Jede weitere 5cm 1.28 M mehr) Oü Backfischmantel ahetlandarllg. Stoff, m. Scllcngamterung 15 M Kinderstrümpfe 7A_. stark, guier Schulstrumpf, Oiöß« 1# W rx (Jede wettere QrtJBe 10 PT. mehrt Spielhose Wasdtsamt (gerippt Velveft )firt/g, lg. COSO durchwi Spotianzug gemastert Stoff ranz ge/ättert Tu Jahre,}, 4 J. ElnknSpf- Anzug blaa Cheviot f JS Jahre.). 21. Backflsth- Kteid WasMmnstsetd. Lg.9S-I05.Lg.95 MSddien- Khid retnw. Popeline Lg. 60-55, Lg. 60 Kinderkleid Waschhunstsetd. moderne Master Lg. 45-65, Lg. 45 Grs 1325 1475 12s0 490 (J. w. Gr. J.— i/l)(J.w. Gr. 125 m.)(J.w. Gr.].— m.)(7. w. Gr. l.—m.)(7. w. Gr. 0.75 /n.) Kieler Pyjack SÄtM ß7c Qttjc wettere QröDe 78 PL mehr)\J I O Sportanzug SSÄ10' kragen,(Ur ca. 5 bis 14 jähre, (Jede weitere Grübe 1.— M mehr) lot, ganz Ars . Schiller- T O Crt LS Jährt I�OÜ Kinderhüte aus bunter Sorte, mft Q q/* Seidenkrempe oder Bandgamilur O Kinderhüte 490 Mädchenhemden QRPf-Oon Stickerei o. Besät, Lg. 40-90 cm 5?«J bl« /I Knabenhemden oKft Ausschn. u. halb. Arm, 40-85 cm ItU»IS � OL) Spangenschuhe Q5Q gula PaOtorm, JI/36 4.93, 28/10 4.2.5, 25/24 sj 0! Schule Wiesen» Ecke Pankstrnhe, Fohrtenbericht.— Sesund- brnnneu: Schul» Eote, iburger Str. 2.'.Wir und die Dewerlschaften.— Wedding-Ziord!' Jugendheim Turincr Ecke Scesteahe.»Jiete der ArbeUerjugend und ihre Perwirllichung",— Hnmonnolah! Schul« Schcrendergstr. 7..Zweck und Wesen der. weltlichen Schule�— Ptosen"■~~..... mann» El' Vorstadt! viertel: Schule Donziger Str. 2Z..fröhliches Wandern'.— S-senheide! Pade. anstnlt värwaldftr, 04.»Wie und wen werben wir?'— Südwesten: Jugend- heim Bellc.Alliancc.Platz l.„Worum Norpertultur?"— Schöncbcrg I: Iug?nd- heim Hauptstr. IS.„Der Sozialismus in der fnmili«',— StcgI'h 1: Jugend- heim Albrcchtstr. 41.„Volkslied und-tanz".— Rcinickendork-Ost:„Seebad", Residenzsir. �6.„Was ist Sozialismus?"— Bnchholz: Schule Berliner Strohe. „Körpcrpfleiff und Rocktlnltur".— ipanlow! Jugendheim Dörschstr. 14.„Ge. ckichofirn und ihre Bei.........' Werbcbezirk Renlölln: Versammlung. wcrkschaftcn und ihre Bedeutung für die arbeitende Jugend". kbcbezirl Renlölln! Jugendheim Etcinmetzstr, Il4. Werbebezirtsmitgsieder- Bortrag: Evesen und Inhalt der EAJ." Vorträge, vereine unü Versammlungen. # Reichsbanner.Schwarz Rot-Gold", Seschllstsstell«: Berlin S 14. Srbastianstr. Z7/ZZ> Hol 2 Tr. Wassersportabteilung: Just Havel Di., d, 8., 8% Uhr, findet ein zwangloses Beisammensein im Ealino.Rcstaurant Wilmersdorf, Kalseralle» ISI, stall, stamrraden und Döste willkommen,— Prenzlauer Berg: itameradschnft galkr Do„ d. 10,, 8 Uhr, Versammlung bei Zeuge, Milastr. S,— «rturr: MitgUvers. Do., d, 10., 8 Uhr, Sesellschaftshaus(Jnh. Sorbe). März, einen itbUdern). Sumboldt-Hochschnle. Regierungsbaumeiste: Dr. Ewald hält am 9. 3)1 Uhr, Srorgenstr, 30131, im Rahme» der Vorlesungsreihe„Cuslfahrt" Vortrag:„Das Luftbild und seine Verwendungsmöglichkeiten"(mct Lichtbi Karten in den Geschäftsstellen und an der Adendkaste. Arbeiter-Radioklub. Eharlottenburg: Jeden Donncrswg Wielandstr. 4.— Fricdrichshain: Jeden Mittwoch Etrausbcrgcr Str. Z, Der Vortrag am IK, März Uber.Meßinstrumente" fällt au». Am 23. März Bastclabend,— Kottbnsser To«: Jeden Donnerstag Adalbertstr. 21.— Lichtenberg: Jcdgn Dienstag Kronprinzenstr. 47.— Lichterfcldc-Ost: Jeden freilag Lankwihstr. Ist. Am II. März Vortrag iibrr.Audion".— Rculclln: Jeden freitag Prinz-Sand- sery-Str. 70. Am II. März Vortrag Uber:„Was ist Radio?"— Prenzlauer vrrg: Jeden Donnerstag Schönhauser Alle« lZ4d, Am 17, März Bortrag Kruppa über:„Audion mit RUckkopprlung", Am 24, März Vortrag Leister iibrr: „Neutrodnne".— LchSneberg: Jeden Donnerstag Sedanstr, 53.— Südost: Jeden Dirnstag Liegnitzer Str. 10h bei Th'elert,— Wcdd-ng: Jeden Donnerstag vnie. wglker Str. 3,— Wilmersdorf: Jeden freitag Augustastr, 18. Am 11. Mär» vortrug de» funkgenossen Hentschk« über:„Lautsprecher",— Gäste überall willkommen, Aebeitsgemeiuschast entschiedener AepublNaaer. Seschäst-steN«: Berlin 9! 20, Brinzc Nolle« 69. Donnerstag, 10, März, 8 Uhr, in der Dönhosskonditorei, Kommandantenstr. 84, öffentlich« Sitzung de, Arbeitsansschustes. Thema:„Die Karlsbader Beschlliste und 1927— ein vergleich". Referent Herr Rechtsanwalt H. Preuß, Republikaner aller Parteien willkommen. SIeichsbnnd der«ricgsbeschödigtea, Kriegsteilnehmer und Krieqcrhlnter- dliebenea. vrtsgruppe Norden 14: Donnerstag, 10. März, 8 Uhr, Mitglieder- oersommlnng lm Ledigenheim Pappelallee 15. Vortrag über:„Der Kriegs- beschädigte im Verhältnis z» Staat und Gesellschaft". Referent Kamerad NLIte. «rbcitcroercin für Biochemie und Lcbensrrsörm l. B. V. Allgemeine funk- tionSrnersammlung Graß-Berlin Freitag, ll. März,)!» Uhr, Lokal Reniwich, Linirnstr, 195. Ertraeinladungrn rrgehrn nicht, Stellungnahme zur General- rersammlung. Berschiedcne», funktionärkartr 1927 legitimiert, Geschäftliche Mitteilungen. Da, Bügeleisen Ihrer Schnhel«leider können Sie bllgeln, Ihre Schuh« mllssen Ei« auf den Leisten spannen, nur müssen diese noch warm com Fuß auf den Leisten kommen, damit fie ihre Paßform behalten. Es ist nur ein Triff, aber wie anders sehen Ihre Echlihe in der Früh ausl Nicht mehr schrumpslig, traurig und eingesunken. Mit straff gespannter Haut erwarten ste dir morgendliche Toilette. 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Wir haben uns erneut entschlossen, jedem Ginsender des nebenstehenden Abschnittes(als Drucksache mit, 6 Pfennig frankiert) eine Probc-Lcktion portofrei, kostenlos und ohne irgendwelche Im Verbindlichkeit„Vorwärts*' senden.— Zögern angebotenen Sie daher nicht Probelektion der lange, sondern sohretben Sie unbedingt Sprache, koatenlo», poe- nooh heute. tolrel und unrsrWndltek, Langenscheidttche Vcrlagabucfahandlang (Prof. O. Langenscheidt) G. m. b. h. Berlin-Sdiönebcrg, Bahmirafe 24-30 Gegründet Im Jahre 188» Name; sr 1 Ort u. Str.:. Internationales vom Arbeitersport. Zu Brooklyu(Amerika) trafen sich vor kurzem zahlreiche Arbeitersportler. um die bestandenen Zwistigkeiten zu besprechen und eine Zusammenarbeit herbeizuführen. In der Diskussion wurde von den Aktiven besonders in» Feld geführt, daß sie sich aus Gründen der Konkurrenz an den Veranstaltungen der bürgerlichen Verbände be- teiligt hätten. Von anderer Seite wurde betont, daß die Arbeiter und die bürgerlich- Bewegung zwei ungleiche Ziele verfolgen, und daß jede die Vorteile ihrer eigenen Klasse verfechte. Es wurde bekannt- gegeben, daß die Arbeitersportler jetzt auch in Amerika einen eigenen Sportbund, den„Labor Spor.t Union"' haben, dem sich jetzt alle Arbetiersportler anschließen könnten, welcher politi- schen Richtung sie auch seien. * Die argentinische Zeitschrift„Sozialistische Aktion" veröffentlicht einen Aufruf zur Bildung einer Arbeiter sportorganisation. Es wird für Anfang Februar«in Kongreß einberufen, der die Statuten eines Verbandes der sozialistischen Jugend Argentiniens festlegen soll, mit dem Ziel, die Jugend der Arbeiterparteien dem Sport zuzuführen. * Finnische Schlittschuhmeifierjchasten. Di« Austragung der Schlitschuhmeisterfchaften in Tampere, die kürzlich stattfand, hatte trotz der ungünstigen Witterung gute sportliche Ergebnisse Im einzelnen wurden erreicht: 500 Meter I. Friman, Tampere. in 40,2 Sekunden(neuer Tulrekordi 1500 Meter: Virtanen in 2.37,2(neuer Tul- rekord): 5000 Meter: Virtanen in 9.25,3(neuer Tulretord): 10 000 Meter: Virtanen in 19.36,5. Iugendkonkurrenzen: 500 Meter N Alander, Tampere, in 49,4(neuer Tulvekord); 2500 Meter: Alander in 4.44,8.— Ein internationaler Eislauf wird vom„Iyry" in chelsingfors zum Austrag gebracht, zu dem sich fünf russisch« Wettkämpfer angemeldet haben. Das interualionals Arbeilsamt und der Arbeitersport. Auf der internationalen Technikerkonserenz in Leipzig wurde be- schlössen, mit dem internationalen Arbeitsamt in Genf in engere Fühlung zu treten. Der Präsident dieses Amtes in Genf, Genosse Thomas, gab dieser Tage einem französischen Pressevertreter einige Auktlärungen über die Beziehungen des Arbeitsamtes zum Sport:„Das internationale Arbeitsamt hat der Frage der Leibes- Übungen und des Sports schon im Jahre 1923 seine Aufmerksamkeit geschenkt und das Ergebnis einer Rundfrag« bei den verschiedenen Ländern in einer Broschüre zusammengefaßt. Es heißt darin an einer Stelle,„daß es überall ein« Fülle von sportlichen Organi- lationen gibt, denen sich die arbeitende Masse zuwendet, um ihre freie Zeit dem Sport zu widmen. Besonders in England und Amerika haben die Arbeiterorganisationen selbst die Initiative ergriffen und Sportorganisationen geschaffen." Das Arbeitsamt selbst hat«in« Empfehlung an die Nationen herausgegeben, warin die Betätigung der jungen Arbeiter beim Sport als wirksames Mittel gegen die oft körperlich und geistig einseitige Berufsarbeit erklärt wird. Das Amt hofft auf ein dauerndes, unzerreißbares Band, das durch diese inter- nationale sportliche Tätigkeit geschaffen werden könnte." InlernaNonale Schwlmmwe.tkämpfe 1927. Die Liste der Schwimmwettkämpf« der belgischen Arbeitcrschwimmcr für das laufende Jahr enthält einen Länderkampf Belgien— Frankreich und einen Städtekampf Gent— Köln.— Der neugegründete belgisch« Bundcsousschuß für den Schwimmsport will in einer Reihe belgischer Städte Arbeiterschwimmvereine gründen. Leichtathletie zum halleusportfest im Sportpalast. Für das am 27. März im Berliner Sportpalast statt- findende Kartell- challensportfest sieht die Sparte Leicht- a t h l e t i k folgendes Programm vor: Es finden Einzelläufe über 60 Meter für Frauen, Männer und die Jugend statt. Bei den Männern stellen je einen Läufer die Dereine ATE., Lichtenberg, Fichte-Südost, Fichte-West, Adlershof und Berolina. Bei den Sportlerinnen treten zu demselben Lauf je ein« Sportlerin von Fichtc-Südost, Groß-Berlin-Wedding, Friedrichshagen, Fichte-Nord, Fichte-Süd und Schöneberg an Die Jugend ist mit je einem Läufer vertreten von Fichtc-West, Schöneberg, ATE., Groß-Berlin-Wedding, Fichte-Südost und Sparta. Zu dem 1000-Meter-Lauf der Männer melden ebenfalls je einen Läufer ATE., Lichtenberg, Nordost, Berolina, Weißensee, Fichte-West, Fichte-Süd, Fichte-Südost, Groß- Berlin-Wedding und Schwimm-llnion. Die Staffelläufe in der Klasse A 2V mal 2 Runden(Runde 165 Meter) werden besetzt von je einer Mannschaft ASC,, Nordost, Fichte-Südost, Lichtenberg, Fichte-Süd, Groß-Berlin-Wedding, Fichte-West, Moabit, Sparta und Schöneberg. Klasse B Schwedenstaffel: Adlershof, Berolina, Fichte- Nord, Weihense«, Schönow, Spandau und Köpenick. Klasse C 10 mal 50 Meter Pendelstaffette: Es starten: Friedrichshagen, Eiche, Tegel, Fichte 3, Fichte 16 und Johannisthal. Klaffe V und E Olympische Staffel(800, 200, 200, 400): Es treten an: Zehdenick, Schwimm- Union, Eichwalde, Pankow, Charlottenburg, Wilmersdorf, Friedenau und Fichte 21. Die Sportlerinnen laufen mit je einer Mannschaft 10 mal 1 Rund« mit den Dereinen: Groß-Berlin-Wedding, Lichten- berg, Fichte-Süd, Weißens««, Fichte-Nord, ASC. und Fichte-Südost. Auch die Jugend läuft 10 mal 1 Rund« mit Fichte 16, Sparta, Fichte-Südost, ASC., Schönow, Johannisthal, Groß-Berlin-Wedding, Nordost und Schöneberg. Für Turner, Fußballer, Turnspieler und Wassersportler sind folgende Slaffetten ausgeschrieben: 10 mal 1 Runde für Fußballer und Wassersportler: 10 mal 50 Meter Pendelstaffel für Turner und Turnspieler: 10 mal 50 Meter Pendel- staffel für Turnerinnen und Wassersportlerinnen. In der Runden- stafsel kommen 8, in der Pendelstaffel 5 Mannschaften in Frag«. Der Meldeschluß ist auf den 11. März festgelegt. Sämt- liche Meldungen, Angabe der Läuser und Staffettenmannschaften müssen bis zu diesem Tage an E. Lippert, Berlin-Rummelsburg, Mozartftr. 7, eingereicht fein. Der übliche Einmarsch zu Beginn der Veranstaltung fällt fort, dafür findet ein Figurenlaufen statt, das in der Ausstellung„Frei ch«il"«ndet. das Programm. Die Rettungsvorführungen fanden ebenfalls viel Anklang. Den Schluß bildete ein Wasserballspiel der Gruppe, in dem die �.-Mannschaft über die B-Mannschaft mit 7:5 Toren siegte._ ?aternationaler Soxkampf. Schweiz gegen Lurich 02. Der„SC. Lurich 02" hat für seinen ersten inter- nationalen Boxkampf die Schweizer Landesmannschast ver- pflichtet. Am Mittwoch, 9. März, 8 Uhr, treten die Mannschaften m folgender Ausstellung am Fliegengewicht: Karl Müll«r (Schweizer Meister 1923 und 1924) gegen Herbert Kraft(Lurich). Bantamgewicht: Fritz Minder(Meister von Zürich) gegen Walter Zimmermann(Lurich). Federgewicht: Ernst Grollt- mund gegen Walter Konieczny I(Lurich). Leichtgewicht: Mario(Zürich) gegen Valentin Czeika(Lurich). Weltergewicht: Werner Döbeli gegen Willi Schlößmann(Lurich). Mittel- gewicht: Danny Altdorfer(Zürich) gegen Karl Kosthner(Lurich). Halbschwergewicht: Paul Antener gegen Alfons Radtk« (Lurich). Kampfftätte sind die„Prachssäle am Märchenbrunnen", Am Friedrichshain 29—32._ Bahnrennen de» ARB.„Solidarftäk". Das bereits am 27. Februar fällig gewesene Bahnrennen des ARB..„Solidarität", da» des Regens wegen ausfallen mußte, kam vorgestern bei strahlendem Sonnenschein auf der Olympia-Radrenn- bahn zum Austrag. Etwa 600 bis 700 Besucher hatten sich einge- funden. Das Programm nahm mit einem 5-Kilometer-Einzelsahren in der Hauptklasse um die Bezirksmeisterschaft des 1. Bezirks seinen Anfang. 9 Bewerber stellten sich dem Starter. Das Rennen wurde in zwei Vorläufen und einem Endlauf ausgefahren. Erster und so- mit Bezirksmeister wurde B i e n i ck e(8. Abt.) in 9: 27. In der Altersklasse um die Bezirtsmeisterschaft �über 5 Kilometer, an dem vier Konkurrenten teilnahmen, siegte L u b a s ch(6. Abt.) in 9,21 vor M u st r o p h. Das 2-Kilometer-Iugendrennen hotte sich H a b i (8. Abt.) in 3,42. Im Rennen über 5 Kilometer um die Meister- schaft des 2. Bezirkes(Lichtenberg) in der Hauptklasse gewann Dampfschneider in 9,45 sicher vor Otto Weih. Ein Vorgabe- fahren, das vier Fahrer des 1. Bezirks an den Start brachte, könnt« B i e n i ck e(8. Abt.) in 3,55 überlegen nach Haufe fahren. Zwetter wurde E i ch l e r(6. Abt.). Dos Punktefahren über drei Läufe (83 Bahnrunden) sah E i ch b e r g(8. Abt.) mit 15 vor S t r e i m e r (6. Abt.) mit 7 Punkten als überlegenen Sieger. Ein Rodballspiel, das viel Beifall fand, zwischen einer kombinierten Mannschaft der 8. und 3. Abteilung gegen die 6. Abteilung konnten letztere mit 6:0 für sich überlegen entscheiden. Freier Segler-Verband. Anfragen und Zuschriften sind an die nachstehende Geschäftsstelle, 1. Vorsitzenden Karl Pähl, Neukölln, Fuldastraß« 14/15, zu richten._ Werbefest der männlichen Jugend. Siuch die Turnvereine haben ihre Torgcn, ganz besonder» mit den an. gehinden junIen Männern. Wenn die Knaben mit 14 Iahren au» der Schule kommen, stehen st« ror dem Hauptproblem, sich einen Lebeniberuf zu wählen. Wer vorwärts strebt, muh viel lernen, und das macht nicht nur den Eltern, sondern auch den Jugendlichen viel Kopfzerbrechen. Dazu kommen die be. ginnenden Pubcrtälojahre, die den Menschen geistig und körperlich vollständig verändern. In dieser wilden Sntwicklungsperiode treibt da» natllrliche Be. diirfnis zum sportlichen Weitkampf, um die/sich entwickelnde, schier unermeßliche Kraft m.t den Altersgenossen zu messen. Wettlauf, Fußball, ueuerdings Hand. ball. Springen, Turnübungen aller Art passen vorzüglich in diese Sturm- und Drangpcriode. Trotzdem ist in neuerer Zeit der Sport der männlichen Jugend gegenüber dem der weiblichen Jugend ins Hintertreffen getreten. Während die lungen Mädchen seit Iahren große öffentliche Wcrbesest« veranstalten, hat es oci den jungen Männern bisher dazu noch nicht gereicht. Nun will dt« Frei« Turnerschaft Groß. Berlin am kommenden Sonntag nachmittagvon 3—6 Uhr in der Zentralturnballe Prinzenstraße zum ersten Male«in Wcrbesest für die männliche Jugend abhalten. Das Programm ist sehr vielseitig, zahlreicher Be» such der arbeitenden Jugend und aller Sportfreunde daher erwünscht. Zur Unkostendeckung wird ein Eintrittsgeld ron so Pf., einschließlich vierseitigem Programm, erhoben. Kinder zahlen 10 Pf. Aussballresulkake vom S. März. Bei schönstem Fiißbaüwetter gingen die Spiele am letzten Sonntag vor sich. Im Osten ist in Abteilung A das eingetreten, was von verschiedenen Seiten schon lange erwartet und gefürchtet wurde. Lichtenberg l mußte gegen Treptower Ballspielklub eine 3:0. Niederlage einstecken. Wenn der Sieg in dieser Höhe von den Treptowern auch nicht ocrdicnt war, so trägt doch die Haupffchuld Lichtenderg selbst. Der Sturm der Lichtenberg«! vermochte nur selten wirklich Schwlmmscst de» Schwlmmoerein»„vorwärts". Gruppll Lichtenberg. Am Sonntag, 20. Februar, wurde bei sehr gutem Be- such das diesjährige Schwimmfest der Gruppe Lichtenberg im Stadtbad Friedrichshain mit einem Aufmarsch und einem Prolog eröffnet. Ein gut geschwommener Kinderreigen erfreute sich ebenso wie der Frauenreigen großen Beifalls. Spannende Staffel- und EinzelwetÜämpfe wechselten miteinander, Zeugnis ablegend von der geleisteten Arbeit. Ein Kunst- sowie Scherzspringen vervollständigten jeder Stellung geschossen. Gleich nachdem Treptow da» erste Tor errungen halte, bekam Lichtenberg einen Elfmeter zugesprochen, der aber vom Torwart Treptows in blendender Weise gehalten wurde. Ander» sei» Gegenüber. Ebsiifalls einen Elfmeter ließ er dicht neben sich in« Tor lausen, ohne sich zu rühren. Ungefähr 20 Minuten oor Schluß gelingt dann den Treptowern, au» einem Gedränge da» dritte Tor einzusenden. Damit war da» Schicksal Lichten. bcrgs besiegelt. Durch diese Niederlage stehen sich Lichtenberg I und Stralau punktgleich.— Britannia konnte wieder einen schönen Sieg an sein« Fahnen heften. Askania wurde mit 4:1 geschlagen. Im Rorde» ist in Abteilung C die Entscheidung gefalle». Pankow 03 gelang es, seinen Widersacher Adler 12 mit 3: 2 au» dem Feld- zu schlagen. Einen richtigen Maßstab über die Stärk« der Mannschaften gab dieses Spiel allerdings nicht, da beide Bereine wenig zeigten._ Handballbericht vom 6. März. Am Eonnabend, b. März, standen sich in Reinickendorf die Städtemann. �-—---—'"" gleich in der Spandauer »irmannschaft nicht. Der _______________„______, V___ len Tor verwandeln, dem Spandau nach fünf Minuten den Ausgleich entgegenfitzen konnte. Gleich nach dem Wiederanpsiff kann der Mittelftürmer durch einen Rückhortdwurf da, dritte Tor einsenden. Da» bald daraufsolgende vierte Tor wurde ohne jede Abwehr erzielt. Spandau setzte all« Segel auf, um noch etwas herauszuholen, ader es scheiterte an der guten Berteidiguna. Aus der Städtemannlchaft konnten der rechte Stürmer und Läufer nicht gefallen. Bis zum Schluß konnte die Städte- Mannschaft noch zwei Tore erringen. In Neukölln sand da» Bereinsderby zwischen der«ereinsmannschaft und der 2. Abteilung statt. Di« 2. Mann. slhaften trennten sich 3: 0<3: 0) für die Bereinsmannschaft. Hier war es die Verteidigung der 2. Abteilung, welche nicht auf dem Posten war. Bei den Frauenmannschaften war die 2. Abteilung die Glückliche mit 2: 0(2; 0). Die 1. Mannschaften waren sich tn der ersten Haldzeit vollständia ebenbürtig, und es gelingt vorläufig bei einem schönen und flotten Spiel keiner Rannschaft etwas Zählbares. Erst 10 Minuten vor Schluß kann die 2. Abteilung da» erste Tor erringen, dem ö Minuten später die Pereinsmannschast den Ausgseich entgegensetzen konnte. Bei beiden Toren war-die Abwehr gut, ader sie waren unhaltbar. Erst mit dem ersten Tvr fing da» Spiel an, sein» bisherig« Bahn zu verlassen, aber die Schiedsrichter gaben sich all« Mühe, UM es wieder dahin zurückzuführen._ Hockey vom Sonntag. Bon den mit gleicher Punktzahl an der Spitze stehenden Mannschaften der Gruppe A ist nun auch die Freie Turnerschaft Schönholz ausgeschieden. Schön» hol, mußte sich dem technisch besseren Gegner EpB. Fichte-West 0: 2 beugen. gegen Wind und Sonne spielend, drängte in der ersten Hölfte und konnte die« auch di» zur Halbzeit durch ein Tor zahlenmäßig ausdrücken. Kurz nach Wiederbeginn rannte West durch ein Ueberraschungstor 2: 0 herstellen, und dabei blieb es trotz aller Anstrengung der Schönholzer. Schönholz bröngt Mitweff« stark,«der«llzn großer kledereiler Keß manch« ckhance an», nnd das wenige, was geschossen wurde, hielt in sicherer und feiner Art der Torsicher. Schönholz' Mitteiläuser war immer wieder die Triedsrder, gab dem Elurm undenkliche Vorlagen, aber er verstand es nicht, mit der guten Verteidigung der Westrr fertig zu werden. Im anderen Spiel konnte der Arbeiter. Turn» verein Panlow mit 4: 0 den ASC. überrennen. Vis zur Pause hielt sich »SC. leidlich 1: 0, klappte aber nachher zusammen. Troxdcm war das Spiel sehr schnell und bi» zur Halbzeit sehr Osten. BSC. lag immer wieder vorn, aber ein Torerfolg blieb au». Die drei Tore in der zweiten Halste fielen kurz nacheinander. Der Arbeücr.Turnrcrein Pankow hat sich in der kurzen Zeit des Bestehens der Hockepabteilung bis zur Spitze durchgespielt und wird nun gegen EpB. Fichte-West zum Entscheidungsspiel anzutreten haben. Weitere Resultate: SvB. Ficht» 1Y gegen Schmargendorf 4:4<2:v). SpV. Fichte 1 gegen Fichte 12 3: 3. ASC. 3 gegen Nordost 2 2:0. ASC. 2 gegen Arbeiter. Turnverein Pankow 2 1:1. Die Freie Turnerschaft Groß-Berlin nutzte den spielfteieu Sonntag zu Freundschaftsspielen. Di« erste Mannschaft konnte gegen Lichtenderg 1 unentschieden 1: 1 spielen. Während dt» zweite Mannschaft gegen SpV. Roland 1 ö: 1 besiegen konnte. Der Kartellverband ftt» Arbeitersport und Körperpflege bittet uns mitzu. teilen: Das Arbeiter-Eport- und Kulwrkartell Eroß-Derlin(Kartellvcrband) hat letzt sein« neue Geschäftsstelle bezogen. Diese befindet sich Berlin C 2Z, Lands- berger Str. 82, Hof recht» 1 Tr. links. Telephonischer Anruf ist jetzt König. Nadt 304. Persönlich« Sprechzeit in allen Angelegenheiten nachmittags von 2—0 Uhr. Wir bitten da» besonders zu bcachten. Da hlnsichtllch de» Stellen» von Anträgen an die staatlichen und städtischen Behörden noch«ine groß« Unklarheit bei den Lerelnsvorständea herrscht, auch die Unfallmelbi:nc,en in der durch den Kartelle«rdand für seine sämtlichen Sport treibenden Mitglieder abgeschlossenen Unfallversicherung nicht richtig ausgeführt werden, findet zur Information in diesen Dingen am Sonnabend, lg. März, in der Geschäftsstelle de» Kartrllverbandeo, Berlin C 23, Landsberger Str. 82, Hof rechts 1 Tr., eine Zufammeuiunst aller Vcreinsvorsitzenden oder deren Stellvertrcirr statt. Jeder Vereinsvorsitzende oder Etellvcrtreier hat seine Adresse, mit V-reinsstempel versehen, als Legitimation abzugeben. An alle Ortskartelle der Provinz Brandenburg! Am 24. April, vormittags 10 Uhr, findet im großen Eaal der Geschäftsstelle des Arbeiter-Eport- und Kulturkartells Groß-Berlin, Lanbsbcraer Str. 82, die Kartcllkonfcrenz der Vor- sitzenden(oder Vertreter) aller Ortsrartelle der Provinz Brandenburg statt. Jedes Ottskartill sendet ivorläufig noch auf eigene Kosten) seinen Vorsitzenden oder dessen Vertreter. Mandat muß mit Kartcllstempel und Unterschrift des Kassierer» versehen sein. Kartelle, die für das Jahr 1220 den Jahresbeitrag von 3 M. noch nimt an Fritz Sommerfeld, Berlin-Iohannisthal, Friedrich. ftraße 8-, eingesandt haben, sind nicht stimmberechtigt. Dieser Beitrag kann noch am Tage der Zusammenkunft abgeführt werden. Di« Abfahrtzeit ist so einzurichten, daß pünktlich am Sonntag vormittag 10 Uhr mit der Sitzung de- Hnnen werden kann. Tagesordnung betrifft nur unser« Kattellangelegen- iten und zwei Vorträge(Wildung und Oehlschlägerj darüber. Kein Orts- rtell darf fehlen. Auch dle kleinsten Kartelle müssen vertreten fein. I. A.: Robert O-Hlschläger, Vorsitzender. Kattellbezitt Vrenzlanee Berg. Di« Eintttttskarten für da» Kartellsvorifesi am 27. Mär, sind Mittwoch, S. März, von 0—8 Uhr beim Genossen Berger, Etarqarder Str. 3, In Empfang zu nehmen. Lichtbildervortrag»Schweizer Alpen" bei der AWI. sArdriter-Dintersport. Interessengemeinschaft) Donnerstag, 10. März, 7)4 Uhr, auf dem Ftchtcplatz in .r-- sie n- Ilko-nmen Krelssckmle. Der Vortragsabend für die Kreisschulklassen findet Mittwoch, ». Mörz, 8 Uhr, in der KartellgefchSstsstelle Landsberger Str. 82 statt. Dr. Berg. mann spricht über»Die Einwirkungen der Leibesübungen auf den menschliche» Körper�. Rndemrel» Collegia 1825 t.«. All- Teilnehmer an der gemeinschaftlichen Osterfahrt nach Brandenburg«ollen sich umgehend beim Kollegen Zinck melden. Vi» dahin müssen alle Arbeiten im Vootshaule und auf dem Vorplatz erledigt sein: daher ist die Teilnahme an den kommenden Ardeitslonnwgen Pflichr! Am 1. April Vortrag des Kollegen Fritz Ebert über„Wandcrruderet" im Sttzungslokal Thunack, Charloitendurg, Wi-landstr. 4. Neue Mitglieder können sich jetzt noch jeden Freitag dort anmelden. T-nttftenveeei»»Die Naturfreunde"(Zentrale Wien). Att. Fttedeickshala: Dienstag, 8. Mär», 0 Uhr. im Heim Ebertnstr. 12 Lichtbildervorttag:.Italien" sGenosse Hofmann).— Abt. Friedenau: Dienstag, 8. März, 8 Uhr, ,m Heim Offrnbacher Ett. 3»«eschästliche,.—«dt. Norden: Dienstag, 8. Mär,, 8 Uhr, im Heim Sonncnburger Str. 20 Leseabend.— Abt. Wedding: Dienstag, 8. März, 8 Uhr, im Heim Luxemburger Str. 7 Geschäftliches.— Abt. Treptow: Dienstag, 8. März. 8 Uhr, im Heim Elfcnstr. 3 Gesangsgruppe.— Abt. Pankow! Diens- tag, 8. März, 8 Uhr, im Heim Görschstr. 14 Geschäftliches.— Mnsikgemeinschaft Skoetze»! Mfttwoch, 9. März, 448 Uhr, Schönhauser Allee 100»(110. Gemeinde- schule).— Abt. Friedrichshag«»: Donnerstag, 10. März, 8 Udr, im Seglerheim See/ Ecke Bellevuesttaße Geschäftlich-s.— Abt. Vrenzlanee Bern: Donnerstag, 12. März, 8 Uhr, im Heim Danziqer Str. 23 Geländekunde.— Abt. Neinickeu. dorf: Dannerstag, 12. März, 8 Uhr. im Heim Reinickendorf»�, Seebad,»Von den alten Perseririegen".— Abt. Lichtenberg: Donnerstag, 12. März. 8 Uhr, im Heim Parkaue 12 Heiteres.— Faltbootgruppe: Donnerstag, 12. März, 8 Uhr, im Hrin Klofterstr. 73 Abteilungsversammlung. Mitglieosiattcn mit. »ringen.— Abt. Renkölln: Donnerstag, 12. März, 8 Uhr, Eteiiunetzstr. 114 »Entwicklung des Lebens"._ Wetterbericht der«ffenMchen Wetterdienststelle für Srrfio und Umgegend Siachdr. verb.). Borübergebrnde Eintrübung mit Regemällcn. Zeitwelse usbeiter im» Temperaturen wenig verändert. Von Süden nach Westen drehende auffrischende Wind«.— Fttr veuffchland: In West- und Mittel- deufichland stärkere Bewölkung und vielfach Regenfäll«. Int übrigen Deutschland trocken und ziemlich heiter. Vewinv.Aoözog 5. Klaff« 28. Preahisch-Süddeuische(254. Preuß.) KlassenloNerl« 22. Ziehungstag 9. März 1927, nachmittag« Huf>«»« gezogene Rummer find zwei gleich Hobe che» wt»«e aefallea. und zwar le einer ans die Los« gleicher Rummer tu de« beide»«btetlunge» 2 und 2 Ohne Gewahr Nachdruck vrrbvten Et wurden Gewinne über 150 Mark gezogen 7«ewinnc zu je 10C00 l»l. 04087 2 Gewinne zu je 5000 Mk. 34 11 36 2 Inn« zu je 3000 Mk. 265934_ 14«.Winne zu s, 2000«t. 13773 137321 1721SS 182786 214263 260500 873011 34«ewinne ,» 1000 Mk. 7289 11882 24883 84489 78328 1,2116 160883 182883 182407 200840 225829 248188 288020 289099 284438 328833 348703 98«-Winne zu je 500 Ml. 14423 18889 17743 22928 28288 31883 31759 40792 81096 80424 82880 86040 32319 3418, 127384 140205 ,40249 148433 ,478,7 ,50,33 ,54552 184882 178,29 18,720 137370 18542, 20049, 20,443 209535 2,2354 215890 223802 237897 239970 245400 249482 258759 283238 283425 275299 29,048 284345 299050 30,943 337248 337734 342329 843458 348833 208 Gewinne zn le 300 Mk. 344 1344 8149 7,42 7498 11687 13,79 20756 2,005 33992 38034 41379 4,553 42882 4284, 48720 56,08 57,0, 5780, 58,38 88524 73506 75420 78488 83008 83092 86297 920,3 95747 98330 ,00273 100354 ,020,8 1,3327 ,18846 1,3859 120,75 ,27929 ,28853 135843 ,38300 ,38939 ,40358 ,4,840 143329>43912 152253 ,80503 ,83434 ,873,7 187837 17024, 1710,8 178,7, ,78,53 189131 ,83207 134880 135002 136705 200723 20,028 202333 202707 20350« 205833 2,0785 225400 234076 24,945 244307 25,34, 267283 273,48 278330 2o-z820 288886 2633,0 295538 298499 301464 302863 306,27 3,0390 3,290, 3,5682 3,6397 317763 320709 322652 322828 323622 327098 33,489 33,510 334883 335906 3371,0 338488 338803 338952 3397,9 345893 23. ZiehungSkag 7. Marz 1927, vormittag» ES wurden Gewinne über 120 Mark gezogen 2 Gewinn« zu I« 75000 v». 58540 2 Gewinne ,» je 3000 Mk. 40835 28 Gewinne zu je 2000 Mk. 38813 48833 43738 87578 87348 128335 166239 206655 209289 2,7067 2,9583 288,42 34324, 30 Gewinne zu je ,009 mk. 28374 387,5 42,8, 107715 ,11280 119682 1278,5 ,82865 172482 17323, 200448 2256IS 230906 252226 337522 78«-Winne IN le 500 Mk. 8782 6742 ,075ö ,72,4 2,356 27630 48504 5431, 86137 78034 609,8 88764 90938 9236, 99643 ,16,37 ,294,1 ,34670 ,46,72 ,72069 ,75209 ,8337, ,84678 208,21 2,3343 2,6419 220223 243663 252,66 263899 288456 292723 295499 299,20 305720 307959 324732 333974 334642 184 Gewinne ,» I- 300 Mk. 17932 2,529 2,580 2,308 24283 25841 »3544 3482» 375�3 81348 62056 59,46 8,645 6,975 82693 67935 73249 74490 79686 83287 89948 65462 ,02388 ,03,87 ,08762 '0997« 110688 113858 1146,0 115277 ,,946, ,28683 ,29194 'IZ'Z? 139270 ,4,383 142894 ,45229 ,5,487 ,5893, 164619 168358 ,68792 ,72594 ,78493 ,82046 183084 18496« 187333 ,87643 ,87957 ,90899 ,99495 205898 2,1829 2,8963 217948 22,780 222277 22245, 222485 2243,1 225049 235487 239,33 247883 25,337 258022 274432 275939 284232 285666 296035 299038 29959, 300875 303699 3,3,52 3,4842 lÄ 34247» 348667 �2° 32'893 327656 330773 333411 Hahn-Maccaroni werden nach einem jahrzehntelani; bewährten Verfahren aue reinem auaerleeenen HartweizengrieB hergestellt. Wenn man sie nach der jedem Paket aufgedruckten Vorschrift mit reichlich Wasser kocht, wird man erstaunt sein, wie stark sie aufquellen, wie ausgiebig sie sind und wie gut sie schmecken. Ein Mittagessen, wie es preiswerter, wohlschmeckender und nahrhafter kaum gedacht werden kann. Nr. 112 ♦ 44. Jahrgang 2. Heilage öes Vorwärts Dienstag, S. März 1927 Das Volk öer SroMaöte. Ans den Burgen des Proletariats.— Dreiviertel schaffendes Volk. In den Großstädten pulsiert am stärksten das moderne Leben, sie sind das Schlachtfeld der großen politischenKämpfe. Die statistischen Forschungen, die uns«inen Querschnitt der Struktur der Großstädte liefern, fordern für die bewußte Organisation des Kampfes für die soziale Demokratie deshalb die größte Beachtung. Fünfzig Jahre Grofzsladkentivicklung. Im Jahr« 1871 entfielen in Deutschland auf die Großstädte (Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern) 4,8 Proz. der Bevölkerung, im Jahre 1835 13,3 Proz., im Jahre 1310 schon 21,3 Proz. Diese Entwicklung wurde auch von dem Kriege nicht aufgehalten: nach der Zählung des Jahres 1925 umfaßten die Großstädte bereits 26,7 Proz. der Bevölkerung des Reiches. Dieser Prozentsatz ist nur von Großbritannien überschritten <38,1 Proz.), in Frankreich ist er dagegen bedeutend niedriger <15,4 Proz.). Es gibt in Deutschland zwei Städte, deren Einwohnerzahl eine Million übertrifft(Berlin und Hamburg), fünf Städte, deren Be- völkerung zwischen 500 000 und 1 000 000 liegt(Köln, München, Leipzig, Dresden und Breslau) und noch 38 Städte mit mehr als 100000 aber weniger als 500 000 Einwohnern. Das Statistische Reichsamt hat im letzten Heft der„Wirtschaft und Statistik" die Ergebnisse der letzten Zählung veröffentlicht, die über die Gliederung der Bevölkerung von 20 dieser Großstädte Aufichluß geben. Freilich bleibt noch eine ganze Reihe wichtiger Städte unbe- rückstchtigt(unter anderen Köln, Breslau, Esten, Frankfurt a. M., Düsseldorf, Hannover, Dortmund). Die ermittelten Daten umfasten jedoch etwa 62 Proz. der großstädtischen Bevölkerung Deutschlands. Der Prozentsatz der Erwerbstätigen ist in den deut- schen Großstädten erstaunlich hoch: in dieser Beziehung stehen die sächsischen Städte Plauen(5 6,2 Proz.) und Chemnitz (5 5 Proz.) an der Spitze, in denen die Frauenarbeit eine große Anwendung in der Textilindustrie findet. Es folgen Stuttgart <54,4 Proz.), Berlin(54,3 Proz.), Nürnberg(53,5 Proz.), Leipzig (52,8 Proz.), München und Dresden(52,6 Proz.). Die Großstädte als Industriezentren. Fast alle deutsche Großstädte sind vor allem Industriemittel- punkte: Hamburg und Königsberg i. Pr. sind die einzigen, wo Handel und Verkehr eine größere Zahl von Menschen beschäftigen, als Industrie und Handwerk. Ordnet man die Städte nach der Größe des Anteils der in der Industrie Tätigen an der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung, so erhält man folgendes: Don i« Iv« EnoerbStiillgm ent'allm auf: s» 3 S Flr «32« V I. 1,7 8,1 0.7 1.9 2,8 7,6 1,9 2,8 7,6 2,1 3.0 11,7 1,9 8,0 8,9 2,1 4,2 7,0 2,4 2,8 9,8 2,5 8,4 12.6 2,6 8,4 11,7 2,6 4.5 9,6 2,7 4,8 9,1 2,4 4,0 12,5 3,1 4,9 10,5 2,8 8,8 10 4 2,8 4,0 8,3 2,5 4,3 9.4 2,9 4,8 14,0 2 6 3,9 11,9 8,6 4.1 9,1 3,1 4,5 14,1 Dem allgemeinen Eharakter der deutschen Wirtschaft ent- sprechend, ist in den Großstädten die M e t a l l i n d u st r i e de- sonders stark oertreten: in Chemnitz, Nürnberg, Kiel, Mann- heim ist jeder Vierte unter den Erwerbstätigen Metallarbeiter: in Augsburg und Braunschweig jeder Fünft«. in Lübeck, Berlin, Stuttgart jeder Sechste usw. Trotz der üblichen Vorstellung über die übermäßige Entwicklung der Bureaukratie in Deustchland spielt das V e r wa ltungspersonal in den Groß- stüdten zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle: es macht in Berlin 8,3 Proz. der erwerbstätigen Bevölkerung aus, steigt aber über 10 Proz. hinaus in München, Königsberg, Kiel und Karlsruhe und sinkt bis auf 5,1 Proz. in Chemnitz und sogar bis auf 4,4 Proz. in Ludwigshafen a. Rhein. Dem Anteil des Handelsgewerbes nach stehen die allen Seehandelsstädte Hamburg und Bremen an der Spitze: hier ist jeder vierte Erwerbstätige im Handel tätig. Das Bankwesen beansprucht jedoch am meisten Kräfte in Berlin (2A Proz. der Erwerbstätigen), an zweiter Stelle kommt München (1,7 Proz.), ihm folgen Hamburg und Bremen(1 Proz.). Das llebergewichl der prolekarifcheu Massen. Was die soziale Gliederung der Bevölkerung an. betrifft, so ist sie durch das starke Uebergewicht der proleta- rischen Elemente gekennzeichnet. Am stärksten ist die i n d u st r i e l l e Arbeiterschaft in Ludwigshafen a. Rh. und Chemnitz(43,3 Proz. und 48V Proz. der erwerbstätigen Bevölkerung), diesen rein industriellen Städten, vertreten. Nach dem Grad der Pro« letarisierung geordnet, bilden die zwanzig in Frage kommenden Großstädte folgende Reihe: Don I« 100 ErwerbstStigm mtfaHen auf Arbeiter, Angestellte, Beamte und Hauspersonal machen mehr als 75 Proz. der erwerbstätigen Bevölkerung in drei Städten aus (Ludwigshaufen, Mannheim und Chemnitz). In den meisten anderen Städten(darunter Berlin) schwankt ihre Zahl zwischen 70 und 74 Proz. Berlin mit seinem 72.6proz«ntigen Anteil des Proletariats an den Erwerbstätigen scheint eine typische deutsche Großstadt zu sein— so eigenartig es, infolge des Uebergewichts der industriellen Arbeiter, unter den anderen Hauptstädten Europas aussieht. Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisie der Zählung losten an- nehmen, daß der Prozentsatz der Proletarier unter der Bevölkerung der deutschen Großstädte seit der Zählung des Jahres 1307 zu» genommen hat. Diese Zunahme darf jedoch nicht überschätzt werden: die relative Bedeutung des Proletariats in den Städten steigt nur sehr langsam. Schon heute aber haben die pro- letarischen Elemente in allen Berufen ein starkes absolutes Ueber- gewicht. Aber nicht auf diese« mechanische Wachstum stützt die Arbeiterschaft ihre Zuversicht, mit der Zeit die bestimmende Macht in allen großen Städten und im ganzen Lande zu werden, sondern auf die bewußte und planmäßige Arbeit, die sich die Sammlung und Vereinigung aller proleta- rischen und h a l b p r o l e t a r i sch e n Element« unter der Fahne der sozialdemokratischen Partei zum Ziel setzt.__ M. W. preußenkasse- Rentenbankkreüktanftalt. Erstarkte Genossenschafte«.- Preustenkastenabschluh. Die Preußisch« Zentralgenostenschaftskaste(Preußen taste), an der der Staat mit etwa drei Viertel de» eingezahlten Stammkapitals (rund 45 Millionen Mark) beteiligt ist, bildet die finanzielle Zentral- stelle für die überwiegend« Mehrheit der ländlichen und für einen großen Teil aller sonstigen Genostenschaften. Wie au» dem Jahresbericht für 1926 hervorgeht, hat sich die wirtschaftliche und finanzielle Lage der angeschloflenen Genostenschaften in erheb- lichem Umfange gebestert. Besonders in Süd- und Mitteldeutsch- lond und im übrigen überall dort, wo die Genostenschaften neben rein landwirtschaftlichen Kreisen auch gewerbliche Mitglieder zu- sammenfasten, hat sich die Bildung von Eigenkapital in beträcht- lichem Umfange vollzogen. Bei der Preußenkaste wirkt« sich das in einem starken Rück- g a n'g der Kreditinanspruchnahm« durch die angeschlostenen Organi- sationen aus. Im Zusammenhang damit ist die gesamte Bilanz- summe um rund 11 Proz., d. h. um 120 Millionen auf 945,7 Mil- lionen Mark zurückgegangen. Zum Teil beruht die geringere Kreditbeanspruchung auch daraus, daß in wachsendem Maße Per- sonalkredite in Realkredit« umgewandelt wurden. Dies« Bewegung dauert jetzt noch an und wird nach der Ansicht der Verwaltung jedenfalls dem ganzen Jahre 1927 den Stempel auf- drücken. Voraussichtlich werden 1927 weitere 320 Millionen Mark an Krediten zurückgezahlt werden: davon machen die Rentenbank- Abwicklungstredit« den größten Teil aus. Di« letzteren stellen sich in der Bilanz aus 227V Millionen Mark gegen 380,75 Millionen Mark im Vorjahre, weiter beiragen Psandderlehen 126,3(im Vor. jähr 112,5) Millionen Mark und Sonderkredite an die Landwirt- schaft 38,7(73,2) Millionen Mark. Im Zusammenhang mit den sehr beträchtlichen Engagements der Preußenkasse bei landwirtsch astlichen Genossenschaf- t e n fordert der zwischen der Preußenkasse und der R e n t e n b a n k- kreditanstalt ausgebrochene Streit über den Plan der letzteren, von den Ende November fälligen 293 Millionen Mark Rentenbonkwechseln einen Betrag von 100 Millionen Mark aus eigenen Mitteln in langfristige Hypotheken umzuwandeln, die b e- sondere Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit. Di« Preußenkaste steht demgegenüber, wie auch die Mehrzahl der land- wirtschaftlichen Genossmschasten, auf dem Standpunkt, daß die Real- kreditinstitute die Umwandlung der eingefrorenen Wechselkredite in Hypotheken aus eigener Kraft vornehmen sollten und daß es hierzu nicht erforderlich sei, den bisher nur in beschränktem Umfange vorhandenen Apparat der Rentenbonkkreditanstalt weiter auszubauen. Vor allem oerweist die Preußenbank daraus, daß die geplante Umwandlung für einen sehr großen Teil der Kredit«, nämlich für etwa drei Viertel, überhaupt praktisch nicht in Betracht komme, da es sich um nur ganz geringe Schuldbeträge handelt (unter 3000 Mark), für die die Umschuldung in Hypothekenkredite zu kostspielig und zu schwierig sei. Auch müsse berücksichtigt werden, daß für viele Schuldner ein Hypothekenkredit deshalb nicht in Frage kommt, weil bei ihnen bereits crststellig« Hypotheken be- stehen. Man müste daher die Schuld im Wege des Personalkredits (Schuldscheinkredit) bei den Kleinschuldnern verlängern. In diesem Streite zwischen Rentenbankkreditanstalt und Preußenkasse, also zwischen zwei öffentlichen Instituten, stehen übrigens die Hypothekenbanken und auch die Preußische Zentralboden kreditanstalt, die ein« Verewigung der Rentenbankkreditanstalt in Form eines konkurrierenden Instituts befürchten, auf dem gleichen Standpunkt wie die Genostenschaften und die Preußenkasse, während die agrarkapitalistisch eingestellten Kreise des Großgrundbesitzes, deren Einfluß auf die Verwaltung der Rentenbankkreditanstalt gegen die Mitglieder der Genossenschaften ausgenutzt wird, naturgemäß die Partei der Kreditanstalt ergreifen. Das Gewinnergebnis der Preußenkasse für das letzte Jahr stellt sich, da die Gewinnspanne im Gegensatz zu dem Verfahren von Privatbanken möglichst niedrig gehalten wurde, auf nur 13V Millionen Mark Bruttogewinn gegen 17,1 Millionen Mark im Vorjahre. An die besondere Rücklage werden diesmal nur 3 Millionen Mark gegen 7 Millionen Mark im Vorjahr überwiesen. so daß bei steigenden Ausgaben für Gehälter, Steuern. Abgaben usw. nur ein Üeberschuß von 4,8(5V) Millionen Mark verbleibt. Hieraus werden wieder 6 Proz. Dividende oerteilt, 2,8(2,6) Millionen Mark als Zinsen für die Darlehen des Staates und der genossenschaftlichen Zentralkast« gezahlt und 2,6 Millionen Mark zur Reserve gestellt. In dem Geschäftsbericht heißt es weiter, daß die Sonderkredit- aktionen(Düngemitteltredite, Mittelstandskredite) erfreulicher- weise nunmehr eingestellt würden: man verweist darauf, daß die Finanzierung des großen Düngemittelgeschäfts jetzt aus eigener Kraft erfolgen kann. Die Getreidelombardie- r u n g s a k t i o n hat im abgelaufenen Jahr« keine größere Be- deutung erlangt: es wurden lediglich 800 000 Mark Lombardkredite in Anspruch genommen, die jetzt soft völlig abgewickell sind. Die Verwaltung begrüßt es, daß die Inanspruchnahme des Wechsel- k r e d i t s seitens landwirtschaftlicher Kreditnehmer, für die der Wechsel nicht die geeignete Form der Kreditbeschaffung darstelle, bereit» im Abnehmen ist, ohne daß man in dieser Richtung einen Zwang hätte ausüben müsten. Man spricht die Hoffnung aus, daß ein« weitere Einschränkung der landwirtschaftlichen Wechfelkredite erfolgen werde. Aus der deutschen Elektrlzilätswirtschaft. Die Bereiyigung der Clektriziätswerke gibt eine Statistik über die Verteilung der Kraft- erzeugung in Deutschland auf die einzelnen Gröhenklasten der Elektrizitätswerke bekannt, von denen fast sämtliche in der Statistik berichtet haben. Danach erzeugten tm Jahre 1325:_• MMiarde» KWH 24 Werke mit je über 50000 Kilow. Maschinenleist. 7.24 od. 61 Proz. 29.„ 25000— 60000.. 2,00, 18, 46.. 10000—25000,, 1,48 289. unter 10000,. 0,95 Aus dieser Tabelle ergibt sich die Tatsache, daß in 53 deutschen Werken, die man als Großkraftwerk« bezeichnen kann, rund 79 Piozent oder fast vier Fünstel der gesamten deutschen Krasterzeupung oereinigt sind. Es darf also festgestellt werden, daß der Grad der Konzentration der deutschen Krafterzeugung ein sehr erheblicher ist. Allerdings ist es unoerkennbar, daß die große Masse kleinster Werke naturnotwendig einen viel größeren Ein- fluß aus die Preise für elektrische Krast haben muß. als es ihrem außerordentlich geringen Anteil an der gesamten Krast erzeugung entspräche. Für die schwebende gesetzliche Regelung der Elektrizitäts- Wirtschaft dürste diese Statistik von nicht unerheblicher Be- deutung sein. Da» Relchskuratoriom für wirkfchaftllchkeik veranstaltet am 15. März 1927, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaal des Langenbeck- Virchow-Hauses. Luisenftraße 58/59 seine diesjährige Tagung. Das Programm enthält Vorträge über die Rationalisierung in der Motorenindustrie, im Einzelhandel, im Bauwesen und anderen Industrien. Der Ausschuß für wirtschaftliche Ferti- g u n g wird seinen Fördersilm vorführen. Hingewiesen sei auch auf die mit der Tagung verbundene Ausstellung von Ratio- nalisierungsarbeiten. die ab 9 Uhr vormittags geöffnet sein wird. »«oiun-rmi»* Schwan- Rot KARTON: Vlolatt wimwwwwy* V i..Vi In neuer Packung hcISI: Die Holle wurde dem wertvollen Inhalt angepaUl Die altc-Moilem-helM: Die seil(ahriehnten best- bekannte Kons um-Clgar eitel Moslem PROBLEM Cinltnbungcn fSx diese Rubrik sind «erlt» SW 08. Liudeustraße 3. partemachrkchten für Groß-Serlin Net» au da» Bezirkiselretaria! Hos, 2 Step, recht», ,u eichten. 2. Kreis Tiergarten,»rdeiterwahlsahrt.«m Donnerstag, 1». MZr, 1327, 7!A Uhr, im Artushof, Perlederger Str. 2», Wohlfahrtsionferenz. Tages- ordnung: 1..Bedeutung der Arbeiterwohlsahrt für ösfentlichr Wohlfahrt und Partei/' Referentin Ecn. Minna Todenhagen. 2. Diskussion. S. Per- schiedencs. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist vollzähliges Er- scheinen Pflicht. 3. ftrei» Wilmersdorf. Achtung, Adteilungsleiterl Die In den gahlabenden etira angenommenen Anträge zum Be,irksparteltag müssen dem Genossen Brendler bis spätestens 12. März zugestellt werden. heule. Dienskag. 8. März: 3. Abt. 8 Uhr bei Richert, Gteinmetzstr. 36», wichtige Funklionärfitzung. z». Abt. 7# Udr bei Bartusch, Ariedrnstr. 88, wichtige Funktionärsitzung. Die Sammellisten für die weltlich« Schule sind unbedingt mitzubringen. 38. Abt. Reulölln. 8 Uhr bei Teich, sinesebechstraße, Funltionärsitzung. Er- scheinen sämtlicher Funktionäre ist Pflicht. ZNilgliederversammungen und Zahlabende Mittwoch, g. März: Alle Versammlungen sind wichtig und müssen von den Genossinnen und Genossen besucht werden.„Born)ärte"-Cefct und Freunde der SPD. sind eingeladen. Beginn der Versammlungen abends 7X Uhr. 1. Abt. Echulaula, Auguftstr. 68, Vortrag:.Da» Arbeitsgerichtsgesetz." Referent Hans Gottfurcht. 2. Abt. Ohngemacki, siommandanlenstr. 88, Vortrag:.Die politische Lage." Referent Eduard siachert, M. d. L. Z. Abt. Gewerkschastshaus, Gugelufer 24 25, Saal I, Vortrag: �tommuual. politisches." Referent Bürgermeister Ostrowski. Wahl von« Dele- gierten zum Bezirksparteitag. 4. Abt. Schwarz, Blankenfeldestr. 3. Vortrag:.Die Richtsregierung." Referent Dr. Carl Mierendorfs. 6. Abt. Rosenthaler Hos, Rosenthaler Str. 11/12- Vortrag:.Die lkntwilk» lung der Lebewesen, insbesondere de» Menschen." Referent Wilhelm Miethke.. 3. Abt. Büttner, Schwedter Str. 2», Vortrag:.Werkspolitik und Werk». sportvereinr. Referent Fritz Wildung. 8. Abt. 8 Uhr gahlabende bei Rirlert, Steinmetzstr. 36»: Seiler, Eiein. metzstraße: Meier- Lützowstr. 7. Achtung! Außerdem wird vom heutigen Tage ab für die Bezirke nördlich des Landwehrkanal» gnd westlich der Magdeburger Straße ein neuer gahlabend eingerichtet. Lokal Frey, M�deburger Platz, Ecke Magdeburger Straße. Erster Iahladend um 3. Abt. Artushof, Perleberger Str. 22, Vortrag de» Genosse» Franz von Putlkamer. 10. Abt. Schulaula, Alt.Moabit 23, Vortrag:.Sozialdemokratie und Bürgert) lock." Referent Willy Rogge. 11. Abt. Berger, Levetzowstr. 21. Vortrag: �Berliner Wohnungspolitik." Referent Genosse Bublitz. Bericht vom Kreisvertretertaa. 12. Bit. Lokal Probst, Beusselstr. 32, Vortrag:.Das rote Wien." Referent Otto Meier, M. d. L. 13. Abt. Artushof, Perleberger Str. 23, Vortrag:.Die politisch« Lage." Referent Dr. Julius Moses, M. d. L. 14. Abt. 8 Uhr Iahlabende bei«ottschalk, Putbusser Str. 24: Stark, Putbusser Str. 14: Bank, Graun-, Ecke Lortzingstraße. 13. Abt. Zahlabend bei Schmiedl, Vinetaplatz 7 und Schmitt, Ackerstr. 33. 16. Abt. Gruppenzahlabende bei Döhling, Brunnenstr. 73; Robert Leuschner, Ackerstr. 110. 17. Abt. Zahlabende bei Gerth, Tegeler Str. 50; Bade, Triftstr. 49 und Schreiber, Triftstr. 63. 18. Abt. gahlabende in den bekannten Lokalen. 13. Abt. Gemeinsamer Iahlabend in der Grauen Schule,«otenburger Straße 2. Tagesordnung: 1. Bericht vom klreisvorstand. 2. Bericht vom Kreisvertretertag. 8. Fortsetzung der Aussprach« über:„Virkehrspolitik." 20. Abt. Iahlabende in den bekannten Lokalen. 21. Abt. Iahlabende bei Dammer, Echulstr. 24; Kroll, Utrechter Str. 21; Scholz, AdoUitr. 12; Schrepel, Antonstr. 8; Senkel, Utrechter Str. 13. Tagesordnung: Bericht von der Kreisvertreterversammluna. 22. Abt. 8 Uhr Iahlabende bei Scholz, Fehmarnstr. 3; Radzay, Brüsseler Straße 4; Kerms, Miillerstr. 26. 23. Abi. Zahlabende bei Tietze, Barfußstr. 3; Taube, MWerstr. 62»: Lewandowski. Eerstr. 104: Grunwaldt, Kameruner Str. 13. 24. Abt. Iahlabende: 1. Gruppe: Rösner, Immanuelkirchstr. 26. 1» Gruppe: Schmidt, Morienburger Straße. 2. Gruppe: Schlerff, Winsstroß«, Ecke Ehristburger Straße. Bortrag:.Chinas Befreiungskampf." Referent Georg Raible. Alle Funktionäre der 2. Gruppe mllssea unbedingt er- scheinen. 3. Gruppe: Köhler, Schwelzerhäuschen, Greifswalder Str. 80b. Vortrag:.Die Rationalisierung und Wirtschaftskrise." 23. Abt. Zahlabende bei Gott, Knipeodestr. 6; Kästner, Elbinger Str. 24»; Baronski, Pafteurstr. 6. 2«. Abt. Beinlich, Weißenburger Str. I, Vortrag:„Wohnungsbau und Mtetersragen." Referent Genosse Steinert. 27. Abt. Zahlabende bei Mehlberg, Gaudystr. 6; Bogdanowitz, Eonnenburger Straße l: Bezirke Troemel und Rothschild bei Schwarz, Gleimstr. 61; Bezirke Unfug und Plalh bei Siewert, Kopenhagener Str. 42. 28. Abt. gahlabende in den bekannten Lakaien. Der Bezirk Reckzeh bei Kemper, Prenzlauer Allee 232. 2». Abt. Altersheim. Tanziger Str. 62, Dortrag:.Leben wir in einem Rechtsstaat? Reierent Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee. Wahl der Del«. gierten zum Bezirksparteitag. 33. Abt. gahlabende: Bezirk 03, 34: Pohst, Lycheu« Straße, Ecke Star- f arder S:raße. Bortrag:.Die Arbeiterschaft und ihr« wirtschaftlichen Organisationen." Referent Genosse Kothe.— Bezirk 93 bi» 37: Schröter, Pavpelallee 34.— Bezirk 100: Pappelallee 81. Portrag:„Neuzeitliches Arbeitsrecht." Referent Genosse Reich.— Bezirk 101, 102: Hoffmann, Lychener Str. 8, Vortrag:„Radio und Arbeiterbewegung." Referent Genosse Gegall.— Bezirk 117 bis 123: Hilgenfeldt, Carmen. Sylva. Str. 3, Vortrag:„Reichswehr und Republik." Referent Genosse F. Krüger. Bezirk 124 bis 127: Seitler, Kanzowstr. 10, Vortrag:„Partei und»e. werkschakt." Referent Genosse Picht. 31. Abt. Zahlabende bei Goldlchmidt, Stvlpische Str. 36; Meißner, Schtvel- betner Etr.»4: Ritz, Schivelbeiner Str. 24. 32. Abt. gahlabende: Gruppe Kluge bei Schmidke, Krautstr. 44, Bortrag: „Aus den Erinnerungen eines alten Sozialisten." Referent Dr. Riax Schütte. Sonst Gruppenzahlabende in den bekannten Lokalen. 33. Abt. gablabende bei Kienitz, Simon. Dach. Etr. 24; Hoffmann, Stralauer Allee 17 und Wegner, Slralauer Allee 31. 34. Abt. Eomeniussäle, Memeler Str. 67, Vortrag:„Das Arbeitslosenver- sicherungogesetz." Referent Stabtrat Eorl Fadiunke. 33. Abt. Iahlabende: Gruppe Toepper, Rigarer Str. 83, Vortrag:„Kom. muuale Fragen." Referent Genosse Oppenheimer. Gruppe Bombe, Voigt- straße 25. Vortrag:„Politische Solire." Referent' Hanns Kamm. Gruppe Borlowsli, Schreiner Str. 82, Vortrag:„Berkehrsprobleme." Reserent Genosse John. Gruppe Schule, Samarlterstr. 20, Vortrag:„Sewerk- fchaften und Rationalisierung." Referent Robert Goertz. 36. Abt. gahlabende: 1. Gruppe: Dusch. Tilsiler Str. 27. 2. Gruppe: Höhne, Richthofenstroße, Ecke Löwestraße, Vortrag:„Die Frau in der Sozialdemokratie." Referentiu Luise Köhler, M. d. L. 3. Gruppe: Witt- schuß, Petersburger Str. 3. 37. Abt. Zablabenbe: 1. Bezirk: Iepke, Ebertystr. 6, Bortrag:„Das Ar. beitsgerichtsgefetz." Referent Karl Schade.— 2. u. 3. Bezirk: Ierafch, Ebernistr. 10, Vortrag:„Die Politik der englischen Arbeiterpartei." Refe- rent Genosse Krause.— 4., 3., 6. Bezirk: Köhler, Matternstr. 14, Vortrag: „Iollvertrog mit Polen." Reserent Genosse Wiloch. Die Funktionäre treffen sich zu einer wichtigen Besprechung um Osh Uhr bei Iepke, Ebertystr. 6. 38. Abt. Zablabenbe in den bekannten Lokalen. Vorträge: I.„Der 20- Pfennig-Taris." 2.„Das Wohnungsbauprogramm der SPD." 33. Abt. Juristische Sprechstunde. Lindenstr. 3, Vortrag:„Die politische Lage." Re'crent Waldemar von Puttkamer. 43. Abt. Lokal„Zum Kreuzderg", Kreuzberg., Ecke Möckern straße, Vortrag: „Die politische Lage." Referent Siegfried Aufhäuser, M. d. R. 41. Abt. Iahlabende bei Veinhoff. Velle-Allianee-Straße 74; Schuster, Chamissoplatz 4: Lutze, Verginannsir. 03: Mende, Gneisenaustr. 6«. 42. Abt. Zoblabende bei Wagner, Blllcherslr. 61; Wiersdorfs, Urbanstr. 6; Buhr, Büicherstr. 38: Vogeler, Mittenwalder Str. 16; Seehaak, Willibald. Alexis-Straße 5; Höhlke, Bcrgmannstr. 69. 43. Abt. gablabende in den bekannten Lokalen. 44. Abt. Schulaula Zteichenderger Str. 44 45, Bortrag:„Rationalisierung und Sozialdemokratie." Referent: Dr. vo» Ungern.SIernberg. 43. Abt. 8 Udr Gruppenzablabende bei Minnig, Luusitzer Str. 44: Matfchenz, Forster Str. 3; Bertsch, Wiener Str. 83: Wienziero, Reichenberger Straße 104. Bericht pon der Kreispertrctervesammlung. Stellungnahme zum Bezirksparteitag. 44. Abt. Burckhardt, Görlitzer Str. ,52, Bortrag:„Wohlfabrtspflege." Refe. rent Elaölrat Zachow. Diskussion. Parteiangelegenheiten. 47. Abt. Zahlabende bei Timpe. Raunynstr. 60. Referent Lehrer Woedke. Lier, Raunynstr. S. Referent Lehrer Thaus. Siedentopf, Muslauer Straße 35. Reserent Dr. Schult. Lehmann, Muskauer Str. 1. Referent Lehrer Mäcke. Tagesordnung in allen Zablabenden:„Die weltlich« Schule." S'ericht vom Kreisvertrelertag und Verschiedenes. 48. Abt. 8 Uhr in Gliesing» Feftsälen, Wassertorsir. 68, Bortrag:„Die Internationale, und ihre Stellung zu den Kämpfen in China." Referent Gustav Eckhardt. Eharlattenburg. Zt. Abt. Schevbach, Köiiigln.Elisabeth.Slr. 6. Vortrag: „Partei und Bürgerblock." Referent Paul Iudrian.— 52. Abt. Bllttner, Kaiserin.Augusta Allee 81, Vortrag:„Die Kriegsschuldlllae." Referent Dr. Kawerau. Die Genossen werden ersucht, auch ihre Fronen mitzu. bringen.— 53. Abt. gablabenb fllr den oberen Bezirk bei Lux. Hutten. straße 26. fllr den unteren Bezirk bei Echweikert, Erasmus str. 2.— 54. Abt. Jugendheim, Rosinenstr. 4, Vortrag:„Mieter, und Wohnung«. fragen." Referent Etodtv. Map Kemnitz.— 55. Abt. 8 Uhr bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Vortrag:„Politik»nd Gefellschalt im Spiegel der Satire." Referent Robert Keller. Berschiebenes. Beiträge werden in der Versammlung entgegetigenommen.— 56. Abt. 1. und 3. Gruppe: Zahlabend bei Liersch, Kantstr. 62. Vortrog:„Der Entwurf eines Agrar. Programms." Referent Hans Willige. 2. Gruppe: Ioskowiack, Soltzen, dorffsiraße 20, Vortrag:„Faschismus." Referent Genosse Eeigewasser.— 57. Abt. Iahlabende: 1. Gruppe: Arndt, Kantstr. 51, Vortrag:„Der Kapp. Putich und feine Bedeutung." Referent Joses Ernst. 2. Gruppe: Thunack, Wiclandsir. 4, Vortrag: Da« Großkraftwerk in Rummelsburg." Referent Stadtrat Rudolf Echlichting.— 38. Abt. Im Rankehaus, Rankestr. 4. vorn 4?r., Bortrao:„Eoziafdemolrni!» und Staat in der Verganaenhcit und Gegenwart." Referent Dr. Adolf Braun, M. d. R. 67. Abt. Grunewald. 8 Uhe im Bahubofsrestaurant Grunewald. Vortrag des Genossen Erich Kuttuer, M. d. L. 68. Abt. Kolenfee. 8 Uhr bei Sandmann. Westfälische Str. 42, Vortrag: „Was kann man von einem remiblikanischen Beamten verlangen?" Refe- rent Genosse Albinu». Beamte als Gäste willkommen. Wilmersdorf.«3 Abt. 8 Ahr bei Andreas, Psalzburger Str. SB, Vortrag: „Micterhöhung und Mielernot." Referent Hermann Lüdemann, M. d. 2. — 70. Abt. 8 Uhr goylabend bei Kroihs, Holsteinische Str. 60, Vortrog: „Die Borteile der Arbeiterbank für die Arbeiterschaft." Referent: Ge- nasse Rutkart.— 71. Abt. 8 Uhr Zahlabend bei Jonas, Durlacher Straße. Ecke Bruchsaler Straße, Bortrag:„Die Freie Echulgemeinde." Referent Eduard Hahn.— 72. Abt. Zahlabend bei Schäfer, Augusta» Üraße 31. Tagesordnung: Parteiangelegenheiten. Nachdem gemütliche, Beisammensein. <4. Abt. Zehlendoef. 3 Uhr bei Mickley, Potsdamer Str. 25, Vortrog: ..Das Rationalisierungsproblem." Referent Knoblauch.„Die Entwickelung der Arbeitstechnik und das Proletariat." Freie Aussprache. Wahl der Delegierten zuui Bezirksparteitag. Parleiangelegenheiten. Schönebeeg. 77. Abt. Iahlabende. t Bezirk bei Milde. Nollendorsstr. 16. Bortrag:„Der 18. März." Referent Bernhard Göring. 2. Bezirk bei Jürgens, Barbarossaftr. 5». Vortrag:„Das rote Wien." Referent Genosse Flatau. 3. Dezirk bei Ieugner, Srunewaldstr. 36. Vortrag:„Das fafchi- stische System des Arbeitslebens." Referent Genosse Joachim. 4. Bezirk bei Will, Martin-Lutber-Str. 60.— 79. Abt. Iahlabende. 1. Bezirk bei Arndt. Bautzener Str. 10. Vortrag:„Die Weltlage." Referent Ferdinand Baubrff. 2. und 3. Bezirk bei Grunow. Geßlerftr. 18. Vortrag:„Sozialpolitik und Partei." Referent Rudolf Karsten. 4. bis 6. Bezirk bei Groß. Eedanftr. 17. Vortrag:„Die programmatischen Forderungen der Partei." Referent Erich Fraenkel. 7. Bezirk bei Podszus, Sachsendamm Ecke Reichardtfiraße. Bortrag:„Sozialpolitik und Partei." Referent Genosse Eschbach. 8. Bezirk, Siedlung Lindenbos. bei Achtenbagen, Röblingstraße. Bortrag:„Die englische Arbeiterbewegung." Referent Wilhelm Floerte. Wir ersuchen die Iungsozialisten und die Arbeiterjugend, die Iahlabende bestimmt zu besuchen.— 80. Abt. Selmholtz-Gymnasium, Rubensslraße. Portrag:„Wohnungs. und Micterfragen." Referent Stadt- rat Georg Mendt. 81. Abt. Friedenau. 8 Uhr Iahlabende. 1. bis 3. Bezirk bei Klabe. Sand» ierystr. 60,61. Bortrag:..Auswärige Politik." Referent Genosse Paulus. 4. bis 6. Bezirk bei Baginski, Stubenrauchstraße Ecke Taunusstraße. Vortrog:„Die amerikanische Arbeiterbewegung." Referent Genosse Wendel. 32. Abt. vteglitz. Iahlabende. 1 und 2. Bezirk bei SeficiHjafc. Thornstraße. 8. und 4. Bezirk. Der Ioblabend fällt aus. 7. Bezirk. Slidende-Lichter. selbe. Der Zahlabend fallt aus. 8. Dezirk bei Thiel. Ringstraße Ecke Albrechtstraße. 3. Bezirk bei Wernicke, Bcrlinickcstraße Ecke Rugcstraßc. Lokal Schulz. Birkbuschftr. 30. Vortrag:„Erziebungssragen." Referent Bruno Theek, Erziebunasinspektor. Lokal Selir, Bismarckstr. 65. Vortrag: „Proletariat und Verfassung." Referent Eugen Lewin-Dorsch. 83. Abt. Lichterfelde-West. 8 Uhr im Lokal Reinh. Schmidt, Hindenburgdamm Ecke Roonstraße. Vortrag:„Die politischen Wirren in China."— Lichtee- selb«'Süd. All« Mitglieder treffen stch zum Zablabend beim Genossen Karl Soffmann. Berliner Str. 131 Ecke Osdorfer Straße. Vortrag:„Die Wirtschaftskrise und die Gemeinschaft." Referent Genosse Buchbolz.— Lichterselde-Oft. 8 Uhr Zahlabend im Lokal Heinersdorier Straße Ecke Kaiserstraße. Bortrag:„Erziehungsfragen." Referent Kurt Lücke. 84. Abt. Lankwitz. 8 Ubr bei Lebmann. Kaifer-Wilhelm-Str. 23)31. Vortrag: „Kultursragen der gegenwärtigen Reichsregierung." Referent Stadtrat Euaen Rosemann. 85. Abt. Tempeltzos. Iahlabende. 1. Bezirk: Lokal Mendt, Borussiastraße. Vortrag:„Die Arbeit der sozialdemokratischen Fraktion im Rathaus." Referent Stadtverordneter Robert Rohde. 3. und 4. Bezirk: Lokal„Zur Linde". Werderstraße Ecke Friedrich-Karl. Straße. Vortrag:„Als deutsäier Techniker im aufständischen China." Referent Alois Hartig. 7. Bezirk bei Havvcldt. Gottlieb.Dunkcl.Stroße Ecke Germaniaftraßc. Referent Genosse Braun. 86. Abt. Maeiendorf. Zahlabende. 1., 2. und 7. Bezirk bei Neumann, Schein» bergerftraße. Bortraa:„Einführung in die Arbeit und Organisglio» des des Reichstags." Referent Genosse Günther. 3. bis 6. Bezirk bei Rien- darf, Chausseestr. 19. Vortrag:„Was muß der Arbeiter vom Krankenkassen» wrsen wissen?" Referent Richard Senschel. 8. bis 10. Bezirk bei Schräder, Friedrichsir. 6. Vortrag:„Die große sranzösische Revolution." Referent Fritz Lubn. 87. Abt. Marienfcld«. 8 Uhr Zahlabend bei Schuster, Kirchstr. 68. Wichtige Tagesordnung. Reulölln. 83. Abt. Iahlabende. 1. bis 4. Bezirk bei Grommek, Sanderstr. 10. Vortrag:„Die politische Lage." Referent Genosse Niemann. 3., 7. und 8. Bezirk bei Wille. Reuterstr. 47. Vortrag:„Politische T-gesfragen." Referent Arno Scholz. 6.. 11. und 12. Bezirk bei Gläser, Panniersiraße Ecke Pflllgerstroße. Vortrag:„Reichswehr und Sozialdemokratie." Refe- rent Kurt Großmann. 3.. 10.. 18. und 13. Bezirk bei Fischer, Lobrccht» straße 64. Vortrag:„Der Städtebaugesetzentwurf." Referent Regierung«» rot Otto Albrecht.— 33. Abt. 7fz Uhr Mitgliederversammlungen in folge». den Lokalen: 13. Bezirk bei Rüdiger. Lohmiihienstr. 26: 13. und 26. Bezirk bei Jahn, Fuldastr. 43, Referent Adolph Holtmann: 16. und 23. Bezirk bei Ianicke, Iansastr. 11, Reserent Arndt: 17. und 24. Bezirk bei Lehmann, Tellstr. 3, Referent Kunze: 22., 23. und 36. Bezirk bei SGabeiko, Weichfel» straße 3. Referent Waldheim: 34. und 43. Bezirk bei Kleistner. Münchener Straße 53, Referent Buck: 35. Bezirk im Idealkasino, Weichselstr. 8,'Referent Felgentreu.— 3t. Abt..Bergschloßhöhe". Karlsgartenstr�ill. Bor- trag. Der Referent wird in der Versammlung bekanntgegeben.— 92. Aöt. 8 Uhr Zahlabende. Bezirke 14. 23, 30 bei Gauter. Harzer Str. 88. Bor» trag:„Das lonimende Reichsfchulpefetz." Rekrent Genosse Weigelt. Bezirkt 27, 28, 32, 33 bei Ewald. Elbestraße Ecke Weserstraße. Portrag:„Verkehrs- fragen." Referent Genosse Reuter. Bezirke 21, 44, 45. 55 bei Wolfs, Kaiser- Friedrich-Str. 173. Vortrag:.Wohnung», und Miete rfragen." Referent Franz Gutfchmidt. Bezirke 46. 47. 43 bei Kanserstein. Richardsir. 108. Vortrag. Bezirke 72, 73 bei Schneider. Rosen str. 8. Vortrag. In ollen Iahlabenden Bericht von der Kreisvertreterversammlung. Bezirk Siedlung Dammweg. Iahlabenb. Vortrag:„Deutschland und der Dölkerbund." Referent Otto Bach.— 33. Abt. Zahlabende. Bezirke 56. 58. 81. 85 bei Thormllhlen. Hertzbergllr. 22. Vortrag:„Der Parteitag in Kiel." Referent Robert Breiler. Bezirk 37 bei Belger. Trsvtower Str. 23. Bortrag: ..Arbeitsrecht". Bezirke 82, 37 in der„Sturmccke", Kaiser-Friedrich» Straße 143. Vortrag:„Geschichte und Entwicklung der bürgerlichen Par- teien." Referent GcnoKe Fechenbach. Bezirke 33. 34 bei Wagner. Böh- mische Str. 33/44. Vortrag:„Eozialistlsche Gemeinschaftsarbeit." Referent L. Reinhard. Bezirk 35 bei Pritzkow. Richardstr. 53. Bezirke 96, 98 bei König, Kanner Straße Ecke Elsterftraße. Bezirk 39 bei Warnstedt. Thtt- ringer Str. 22. Bezirk Siedlung im Bärwinkel. Vortrag:„Kommungl. Politik." Referent Genosse Fechner.— 94. Abt. Iahlabende. Bezirke 51, 52, 68, 76 bei Schröder, Steinmetzstr. 52. Bezirke 64, 65, 66, 67. 77. 78 bei Gstntber, Schtllervromenade II.— 93. Abt Iablabende. Gustmann, Steinmetzstr. 78. Bortrag:„Die volitifche Lage." Referent Willi Groß. mann. Sllrtler. Prinz.Sandicry»Str. 34. Grieger, Lessinaftr. 9. Bortrag: „Sozialismus und Zeitgeist.: Referentin Margaret» Schentalowsky.-. 36. Abt. Wolf» Gesellschaftshaus, Kirchhofstr. 41. Vortrag:„Die politische Lage." Referent Genosse Klaußner. M. d. L.— 37. Abt. Rudolf. Kneke- bcckstraße Eck« Hermannstroße. Vortrag:..Konlumgenossenschakt und Partei." Referent Genosse Michaeli».— 38. Abt. Teich, Knesebcckstr. 135. Vortrag:„Politische Tgoesfragen." Referent Atta Anst. 33.«bt. Britz-Buckow. 8 Uhr Ighlgbende. 1. Bezirk bei Mienfch, Chaussee. straße 13. 2. und 4. Bezirk bei Kovlow. Rudower Str. 56. 3. und 5. Bezirk bei Lllbke. Chausseestr. 66. 7. Bezirk, Groß-Siedlung, Lokal Bufchkrug. Rudoner Str. 43. 1«.»bt. Iahlabend im Lokal Palm... � 102. Abt. Baumlchulenweg. Borgmann. Baumschulenstraße Ecke Kieknoiz straße. Portrag:„Der kommende Reichsparteitag." Referent Karl Litke. Die Bezirlsführer laden zu dieser Berlammiung ein. 103. Abt. Oberschölleweide. Imberg, Wilbelminenhofitr. 34. Bortrog:„Wob- niingsfragcn." Referent Kurt Gärtner. Wahl der Delegierten zum Bezirkstag.__ 134.«bt. Riederfchöneweid«. Raethel. Prllckenstr. 15. Vortrag:„Wollen wir den Abbau des Mieterschutzes?" Referent Dr. Echeinemann. 103. Abt. Adlershof. Bogel, Bismarckstr. 74. Portrag:„Meine Palästina. reife." Referentin Irma Fechenbach. 106. Abt. Ioliannisthal. Botha. Stubenrauchstraße. Bortrag:„Verkehr-. Politik Eroß-Berlins." Reserent Stadtverordneter Karl Klose. 107. Abt. Alt-Glienicke. Thieme. Schirnerftraße. Vortrag:„Politische Aus, blicke." Referent Genoffc Klodt, M. b. L. Parteiangelegenheiten. Ber- fchiedenes. 108. Abt. Cipeuick. Da die MitglieberverfammUing am vierten Mittwoch im Februar stattgefunden hat, finden die Zahlabende in diesem Monat nicht statt.__. 110. Abt. Grüna». 8 Ubr bei Werner. Cövenicker Str. 123. Mitglieder. Versammlung. Lichtenberg. 114.«dt. Schentke, Crossener Str. 14. Vortrag:„Die politische Lage." Referent Willielm Landa.— 1l3. Abt. Seiple. Kronzrin.,enstratze Ecke Sckiarnwcberstraßc. Bortrag:„Bilrgerblack und Sozialdemolratie." Referent Bernhard Krüger.— 1l6. Abt. Lokal Albrecht, Boxhagener Straße 62. Vortrag:„Die wirtschafttiche Organisation des Friedens." Referent Albert Failenstein, vom Allgemeinen Deutschen Beamtenbund.— 117. Abt. Schule LUckstr. 60. Tortrag(Fortsetzung):„Demokratie und Diktatur." Referent Franz Lipinski. Sichtige Parteiangelegenheiten.— 118. Abt. Zahiabend bei Tempel, Gudrunstr. 7. Wichtige Tagesordünng. Bericht vom Kreisvertretertag. Stellungnahme zum Bezirksparteitag.— 110. Abt. Im Ieichensaal des Cecilien-Lyzeums, Rathausftr. 8. Borttog: „Politische Taqesfragen." Referent Theodor Kotzur. vom Allgemeinen Deutschen Beamtenbund. Wahl der Delegierten zum Bezirksparteitag." 120. Abt. F-iedriibsselde. Temvel. Prinz-nallee. Bortrag:„Groß-Berliner Berkchrsvrobleme." Referent Stadtrat Ernst Reuter. 124. Abt. Mahlsdorf. Die Mitgliederversammlung fällt au». Dieselbe findet Mittwoch, 16. März, statt.— Achtung! Die Delegierten zur Kreisoertreter. Versammlung treffen sich heute, Dienstag, 8. März. 6,40 Uhr am Bahnhof zur Fahrt noch Lichtenbera....„ 125.«bt. Weißcnfee. 8 Uhr Iahlabende. 1. Bezirk bei Nagel, Straßburger Straße«6: Referent Genosse Heymuth. 2. Bezirk bei Gallas, Greifswalder Straße Ecke Lchderftroße: Aekerent Wilhelm Reimann. 3. Bezirk bei Pohl» mann, Lanabansstr. 102: Referent Genosse Schwarz. 4. Bezirk bei Jockel, Berliner.Allee 220; Referent Genosse Echmidchen. 3. Bezirk„Grüner Baum, Berliner Allee 204: Rcicrent Genosse Rsicker. Wichtige Tagesordnung. 128./130. Abt. Pankow. Iahlabende. 1. Bezirk bei Roack, Kaiser-Friedrich. Straße 33. Vortrag:.Sozialdemokratie»nd Landwirtschaft." 2. Bezi'i „Schweizerbütte", Marimilianstr. II». Bortrag:„FUrsorge fllr Schul- entlassene." Referent Genosse Keller. 2a. Gruppe bei Meehs. Berliner Straße Ecke Lindenpromenade. Vortrag:„Reichswehr und Sozialdenio- kratie." Referent Polizeioberst a. D. Dr. Hermann Echlltzinper. 3. Bezirk bei Dreyer. Kissingenstr. 4. Bortra«:„Micterfragen." Referent Genoste Krüger. 4. Bezirk„Türkische- Zelt". Breite Str. 14. Bortrag:„Kirche und Schule." Referent Genosse Kloslermann. 5. Bezirk Lokal Florastr 73. Bortrag:„Kommunalvolitisches." Referent Stadtverordneter Gustav Hädicke. 6. Bezirk fällt aus. 7. Bezirk Lokal Eängerheim. Florastr. 33. Bortrag:.A'.'öknvoUtisches." Referent Gerbard Kramer. 8. Bezirk Lokal Forsthaus. Wollankstr. 115. Portrag:„Kommunale Gefundheit-volitik." Referent Stadtarzt Dr. Boeder. 9. Bezirk bei Dohnte. Wollankltr. 31. Vortrag:„Dos Leidolberger Programm." Referent Martin Stein. Seinersdorf. 8 Uhr im Lokal Raddatz, Tiniusstr. 56. Bortrag:„Die politische Lage." Referent Gustav Fuhs.____ 131. Abt. Riederfchönhaufen. Lokal Wilhelmshok. Koiser-Wilhelm-straße Bortrag:„Die drohende Mieterhöhung und die Hirtstefer-Verordnung." Referent Willv Drügemiisser. M. d. L._ 132. Abt. Blankenburg. 8 Uhr im Lokal Klug. Dorfstr. 2. Vertrag:„Chinas Pekriiiinoskampf." Referent Wilhelm Richter. 133. Abt. Buchholz. 8 Uhr im Lokal Rossack, Hauptsir. 71, Vortrag:„Bürger. block und Sozialdemokratie". Referent Ftlir Müller. 134. Abt. Buch. 8 Uhr im Lokal Göpfert, am Bahnhof, Bortrag:„Die Ratio- nalisierung". Referent Franz Kotzkc, M. d. R. 135. Abt. Karow. 8 Uhr Iahlabend bei Klir, Pankgrafenstr. 3. 137. Abt. Reinickendorf-West. 8 Uhr gemeinsamer Iahlabend fllr alle Bezirk« im Volkshaus, Echarnweberstr. 1X4. Bericht v. d. Kreisgeneralversammlung. 133. Abt. Hermsdorf. 8 Uhr im Lokal„Zur scharfen Ecke", Bahnhof. Ecke Berliner Straße, Bortrag:„Kirche und Freidenkertum." Referent Otto Roth. 133. Abt. Tegel. 8 Uhr Im Lokal Otto Schade, Berliner Etr. 17, Ccke Beit, straße. Portrag:„Jung und Alt in der Arbeiterbewegung". Referent De- nasse Weber. Verschiedenes. 140. Abt. Borfigwalde. Lokal Woitfchach- Crnststr. 1, Zablabend. Bortrag: „Allgemeines über soziale Gesetzgebung". Referent Franz Zanke. 140». Abt. Witteuau. Lokal Schulz, am Bahnhof, Bortrag:„Außenpolitisches". Referent Genosse Waldmann. 141. Abt. Zlofentbal und RiederschS»b»»fe».West. Iahlabend bei Echwesig, Waldcrseestr. 5. Bericht von der Kreisvertreterversammlung. Die Bezirks» führer laden ein. 143. Abi. Waidneannskust. 8 Uhr Iahlabenb bei Dreißig, Waidmannstr. 4. Bor- trag:„Was muß man von de: Krankenversicherung wissen?" Referent Cmil Lüdke. Araueaveranstallungen. 2. Krei» Tlergnrte». Donnerstag, 10. März, pünktlich t\i Uhr, im Artushof, Perlebcrger Sir. 20, Funktiouärinnenkonferenz. Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreunde. Krei» Reukölln: Dienstag, 8. März, tzi6 Uhr, wichtige Helferbefprechung in der Schule Rütlistraße, Hof rechts 3 Tr., Zimmer 53. Iungsozialisten. heute, Dienstag. 8. März: Grppe Lichtenberg: 7'« Uhr im Jugendheim Pariaue 10 Satirischer Abend. — Gruppe Tempelhss.Marier.dorf: 8 Ubr im Jugendheim Tsmpefhof, Germania- straße 5/7, Portrag:„Pestalozzi. Referent Genosse Kirsch.— Gruppe Schönebeeg! Der Bortrag fällt au«. Wir besuchen die Veranstaltung der erwerbslosen Schauspieler in der Schloßbraucrei:„Die Weber". Beginn 8 Uhr. | Sterbetafel der Groß-Serltner partei»G?ganisation! 14. Abt. Am Donnerstag. 3. März, verstarb unsere Genossin Sermine Kofel. Einäscherung am Dienstag, 8. März, nachmittag» VA Uhr, im Krematorium verichtstraße. Die Genossinnen und Genossen, die daran teilnehmen, treffen sich nachmittags 1251 Uhr bei Eottfchalk, Putbusser Str. 24. 43. Abt. Am Donnerstag, 3. März, verstarb unsere Genossin Rück- h a r d t im 85. Leden-fohre. Einäscherung am Mittwoch, 3. März, nachmittags gfst Uhr, im Krematorium Baumfchulenweg. Wir erwarten zahlreiche Be- teiligung. Am Freitag, dem 4 März, abends 8 Uhr. verschied nach kurzem, schwerem Leiden im 67. Lebensjahr mein lieber guter Mann, unser herzensguter Pater und Großvater, der Schristictzer Hermatm Böhme In tiesstem Schmerz »attk» Bfihme, e-b. Lichtenberg nebst Kindern. Tie Einäschcruna sin de! am Don- nerstag, dem 10. März, na m: ans um 8", Uhr, im Krematorium Baum. tchulenweg, Kiesholzltraße, üaii. mmguurrv-Asi vouksagung. Für die vielen Beweise berzl. Teilnahme beim Begräbnis nnseres lieben Sohiies kictto?«! vorcttsLi sogen wir hiermit allen Verwandten und Belannten. dem ReichsbannerSchwari-Rat. Gold. Ortsoerein Weißenfee, dem Rauch. klub„Alles roocht", den Kollegen der Firma Warnecke u Böhm, den Sängern und vor allem dem Redner. Gen. Richard Barth, für seine trostreichenWorte den herzlichllenDant. Verlin-Weißenfee. den 6. März 1327. Dustao.Adoif.Str. 150. lliaulra»oraieri und Frau AeHtElü geb. di»u. WWefUIMS-WA!! livriisiiz LsilllMs! kliitmi?! HWlMvve l? 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Berlin, den 1. März 1927. Sprucbstelle beim Kammergerichf. rZichungschon II u. 12 Mä7r i92<| Naturschutzpark« Geld- Lotterie 4�63 Geldgewinne und I Prämie RAPIOGit; StSdM W 50»USPOKSTENOAMM O 130 OOO M. 75 OOO M. 50000M. | 25 OOO M. i 10000M. lose 3 iL i Lose einschl. Liste UslaM Staat!. rSaaSsIf Lotterie-Einnahme Berlin S.«4, Primenstr. 79, | Postscheckkonto Berlin 31 131 U vkeastag S.NSrz 1927 Unterhaltung unö �Bissen Seilage ües vorwärts Mann über Sorö. Von Hermann Horn. Einmal hatte es geregnet, vor acht Tagen. Eine pechschwarze Wand war aufgezogen, all« Segel bis auf Untermars waren fest- gemacht worden, und dann waren die Flämmchen des Elmsfeuers die Raa entlang geglitten..Kick/ sagte der Matrose Fritz zum Jungen, und strich seinen blonden Schnurrbart mit dem Handrücken einmal rechts und einmal links,.chat sind die Elmsfür. Da sagen de ollen Lüd von. dat sei de Klabautermann. Aber bat's man bloß Elektrizität." Karl, der andere Matrose, der dabei stand, hob sein dickes. melancholisches Gesicht auf, daß es in der fahlgelben Dämmerung leuchtete, und nickte dazu. An ihm war alles wellenfaltig. Die blauen, englisch-ledernen Hosen, das wollene Hemd und das traurige Gesicht. Er hatte schon an Land gelebt und hatte heiraten wollen. Aber am Abend vor der Hochzeit hatte die Braut nicht mehr wollen. obwohl der ganze Hausstand schon six und fertig beieinander gewesen mar. Da war er wieder zur See gegangen. Sie sprachen flüsternd über drahtlose Telegraph« und flüssige Luft, während der Alte, in der unheimlichen Dämmerung kaum zu sehen, auf Achterdeck hin und her ging, die Bangbüx angezogen hatte und nach seinen Raaen und Wanten guckte. Plötzlich löste sich die Fahlheit in Dunkelheit, und es regnete bei völliger Windstill« in gewalligen Strahlen aus den schwarzen Wolken. Man spanirte Segel aus, um das Wasser zu fangen. Die Mann- schiift lief nackt umher und zerrte ihre Wäsche an Deck in den Regen, daß das Salz ausgespüll werde. Gegen Abend hörte es auf, und am Horizontrande brachen rote Gluten hervor, die lange Zeit bis in die Nacht hinein glühten. Dann wurde es ganz still und in der Frühe lag dos Meer spiegelglatt. Auf der Morgenwache, als er auf dem Klüverbaum zu tun hatte, sah der Junge tief hinein. Das Wasser brach sich ein wenig am Steven, und tief unten sah man es blau leuchten. Weiter vorn, un- erreichbar der Harpune, ruhten, von demselben dunklen Blau um- geben, ein paar Fische: und als er genau guckte, hing an der unter- sten Kette des Stammstocks ein schwarz- und gelbrotcs Schlänglein. Das holte er mit dem Wassereimer geschickt herauf und warf es vor die anderen auf Deck. Da lag es anzusehen in der Farbe wie«in Feuersalamander, und alle betrachteten es, was es wohl sei. Bis der Koch kam. Junge, solche hatte er im indischen Ozean knäuelweis« verstrickt gesehen. Und ob man auch hier an der Westküste von Zcntralamerika sei, die seien sicher so gifttg, wie die im indischen Ozean, und er nahm die Feuerzange und warf das Tier damit über Bord. Tag und Nacht blieb das Meer glatt und still. Die Bark kam nicht vorwärts, die weißgebleichten Segel schlugen an den leise schaukelnden Raaen hin und her. Manchmal sah man einen Wal, einmal erhob sich ganz in der Ferne ein ungeheures schwarzes Tier, breit und slach, schlug wie mit Flügeln um sich und versank wieder in die Tiefe. Fritz rief ausgeregt die anderen zusammen. Da» müsse einer von den Teufelsfischen sein, von denen er erzählen gehört habe. Aber gelesen hatte keiner von so etwas, selbst nicht der hochdeutsche ?unge, der das Einjährige hatte. Und sie sahen nach dem Essen und zersannen sich den Kopf. Der Kapttän fluchte und suchte nach neuer Arbeit. So strich man das Schiff von außen an. Fritz und der melancholische Karl malten die Verzierungen am Achterschiff und saßen auf einem Brett, das über dem Heck hing. Es war eine schöne Ar bell und forderte Kunst und Aufmerksamkeit, das schöne Gelb gleichmäßig über die Holzschnitzereien aufzutragen. Fritz sang dabei. Auf einmal hörte man einen Plumps ins Wasser. Fritz börte auf zu singen und zog sich ängsllich, mit den Händen das Hanf- soll fassend, an Deck. Dort sah er mit verstörten Augen um sich. Dann schrie der Junge, der am Ruder war:„Mann über Bord!" Sie ließen das Schifs in den Wind laufen, der zweite Steuermann kam gesprungen, schnitt die beiden Rettungsboote am Heck ab und warf sie in weitem Schwung ins Wasier, daß es aufklatschte. Die Leute braßten das Schiff bock: einige schnitten die Strick« ab, mit denen die kleine Gig a» Deck gebunden war, brachten sie zu Wasser, sprangen hinein und stießen in langen Schlägen im Halbkreis vom Schiffe ab.'* Der Junge am Ruder sah, als fei er vom glatten Meer ab- geschnilten, den Kopf des Matrosen Karl auf dem Wasier schwimmen. Es mußte ein geheimnisvoller Strom fein, der ihn langsam vom Schifs entfernte. Die Augen waren geschlossen und schienen quer im Gesicht zu sitzen, der ganze Ausdruck lag in den dicken, in Angst und Oual schiesgezogenen Lippen. Die glatte Fläche in ihrer ehernen Ruhe schien den Kopf immer weiter wegzuschieben. Am End« be- oann der Junge, als der Kops immer weiter getrieben wurde, nach dem Fernglas zu greifen, wie, wenn er sich ihn dadurch wieder näher bringen könnte. Als er das Glas aber einstellen wollte, war der Kopf weg, nur die zwei kleinen Bojen schivammen: und die Gig steuette darauf zu. Nun schwenkte sie. der zweite Steuermann bohrte cinen Riemen tief ins Wasier, daß er ihm aus den Händen entglitt und in die Tief« schoß, stumm wieder auftauchte und sich neben die Bojen legt«. Sie fuhren immer wieder im Kreis umher, guckten, ob sie nichts in der Tiefe sahen, und wollten nicht weichen. Der Kapitän sah ihnen mit dem Fernglas zu dann hiell er die Hände vor den Mund und rief mit seiner schlechten Stimme:„Komm' an Bord!" und als sie nicht kamen, noch einmal, schon wieder ärger- lich:„An Bord, an Bord!" Da kehrten sie plötzlich um und ruderten in Angst davon, daß das Boot starke Fahrt lief. „Verdammt," rief der zweite Steuermann,„die Viftbojen haben wir vergessen, wir müssen zurück!" Aber keiner tat, als hör« er etwas. Und so ließ man sie schwimmen. Der Kapitän sagte nichts, denn er brauchte die Leute, daß sie ihm nicht schlecht aussagten wegen dieses Unfalles. Man brachte die Raaen wieder an den Wind, und keiner sagte einen Ton dabei. Gegen Abend bedeckte sich das Meer mit riesigen Schildkröten, die langsam vorübertrieben. Alle lagen still eingebettet m der Ruhe des Wassers, wie riesige, oerkrümmte Herbstblätter aus der Tiefe des Meeres. Man stand vor der Reeling, blickte hinab, und jedem war die Stille des Meeres angefüllt mit ausgebreiletem Schmerz, gegen den es kein Wehren gab. Der Koch, der ein kleiner Mann mit hervorstehenden Adern und keuchendem Wem war, schleuderte die Harpune nach einer Schild- kräte. die dicht an die Schifsswand kam. Der Speer schlug dumpf krachend ans Mb durchbohrte beide Panzer. Dann überkam jedeinen die Mordlust. Sie eillen nach den Harpunen, allerorts hörte man die Würfe dumpf aufkbachen, und sie töteten mehr als zwanzig. Als die schwarze Dunkelheit der Nacht kam, hörte das Morden erst auf, und die Leute standen noch immer und lauschten, ob kein Geräusch mehr zu vernehmen wäre. An anderen Morgen, auf der ersten Wache, als der Junge auf den Klüverbaum zu klettern hatte, da sah er nicht mehr das ttefe Blau am Kupfer des Steven ahnungsschwer leuchten. Schaum wir- belte, die Segel begannen sich zu füllen: und als die neue Wache an Deck kam, da zogen sich kräuselnde Tiefen in die weite Fläch« des Wassers, und schon leuchtete ab und zu eine weißkämmige Woge auf. Es war die höchste Zeit! Stresemann in Genf. „hier reden Sie deutsch, Herr Stresemann,— in Berlin tonnten Sie mit Herrn v. Keudell nicht deutsch rcdeni" Die Zukunft des Lustschiffes. Zum 10. Todestage des Grafen Zeppelin am S. März. Als Graf Zeppelin am 8. März 1917 in Berlin-Eharlottcnburg die Augen schloß, stand der Augenblick bevor, in dem sein Werk begann, von dem höchsten Gipjel langsam abzusinken. Als mili- tärische Waffe überflügelte das Großflugzeug den Zeppelin, der in den ersten Kriegstagen bei der Eroberung von Lütttch ungeahnte Erfolge gehabt hatte. Die ständig sich steigernde Schnelligkeit des Flugzeuges konnte bereits befürchten lassen, daß die Tage des Zeppelin als Luftverkehrsmittel überhaupt gezählt seien. Trotzdem konnte 192S, zum 2Zjährige Jubiläum der Zeppelin-Luftfahrt, der Z. R. III noch seinen berühmten Flug von Deutschland nach Amerika durchführen, und die Frage der Bcrwendung eines Luftschiffes für die Erforschung der arktischen Regionen trat in ein höchst aktuelles Stadium, ohne daß vorerst in Deutschland die Mittel aufgebracht werden konnten, die großen Pläne zu verwirklichen. Anders entwickelten sich die Fragen des regelmäßigen intcr- nationalen Luftverkehrs. Hier wurde die leidenschaftlich umkämpfte Frage: Flugzeug oder Luftschiff zunächst entschieden zugunsten des Flugzeuges beantwortet. Die Lösung ist durchaus erklärlich und wird voraussichtlich auch endgültig bleiben in den Grenzen, für dje sie aufgestellt wurde. An die Ausdehnung des internationalen Luft- verkehre über die Ozeane hinweg konnte in den ersten Nachkriegs- jähren zunächst nicht gedacht werden. Auch schied das rissige russische Reich vorerst aus. Für die in Europa vom Luftverkehr zu über- windenden Entfernungen von durchweg weniger als 2909 Kilometern ist aber das Flugzeug unbedingt das rationellere Verkehrsmittel. Es ist schneller, leichter beweglich, sein Einsatz kann der Nachfrage ver- hältnismäßig leicht angepaßt werden, und vor allem braucht es nicht im entferntesten jene höchst umfangreichen und kostspieligen Anlagen, die für den Luftschifsoerkehr unerläßlich sind. Die rapide Entwicklung der Flugzeugbautechnik führte erklär- licherweise zu der Hoffnung, in absehbarer Zeit den Zeppelin auch hinsichtlich seiner Tragfähigkeit für Nutzlast schlagen zu können. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß dieses Ziel kaum zu erreichen sein wird. Das Flugzeug ist von der Leistungsfähigkeit und dem Kraftüberfchuß seiner Motoren unvergleichlich viel abhängiger als das Lustschiff. Infolgedessen ist seine Belastung mit Brennstoffvorrat bei Flügen über größere Entfernungen sehr erheblich. Bei Flügen über den Kontinent, die naturgemäß in ziemlich regelmäßigen Zwischenräumen durch Zwischenlandungen unterbrochen werden, wobei Neuauffüllung des Brennstoffvorrates möglich ist, tritt diese Erscheinung jedoch für die Wirtschaftlichkeit des Flugzeuges nicht in erheblichem Maße in die Erscheinung. Anders bei den riesigen Distanzflügen ohne Zwischenlandungs- Möglichkeit, die über den Ozean führen. Hier ist und werden auch in Zukunft für den Zeppelin und verwandte Typen das naturgegebene Arbeitsgebiet im Rahmen des Weltluftverkehrs sein. Bei Luft- schiffen ist tatsächlich durch bloße Vergrößerung der Abmessungen eine erheblich Erhöhung der Nutzlast zu gewinnen. Es kann also keine Rede davon sein, daß das Luftschiff als über- host oder überlebt anzusehen sei. Zwar wird es noch eine� geraume Zeit dauern, bis die internationale Organisation des Weltluftverkehrs genügend fortgeschritten ist, daß sich die Lufffchiffe mit ihren großen Ansprüchen bei der Landung ohne allzu schwere Belastung der Wirffchaftlichkeit des Luftverkehrs in den Rahmen des Ganzen einfügen lassen werden. Dann wird auch die Zeit gekommen fein, wo das von dem. Grafen Zeppelin geschaffen« Werk neuen Auf- schwung nehmen wird. Unteriröische Slüten. Von Dr. W. Wächter. Es hört sich wie ein Witz an, wenn man von Blumen spricht, die sich wie Maulwürfe unter die Erde verkriechen. Die Begriffe Blüten und Blumen sind für uns fo an die Vorstellung von Licht, Sonne und Luft gebunden, daß wir ganz instinktiv stutzen, wenn uns jemand erzählt, daß es auch Blumen unter der Erde gibt. Wurzeln sucht man unter der Erde, Zwiebeln und Knollen, aber keine Blüten und Früchte. Und doch kennt jedermann die in den letzten Jahren so verbreiteten Erdnüsse. In süddeutschen Städten. besonders in München, sieht man im Winter auf der Straße alle paar Schritte einen großen Ofen in einem Torweg oder in einer Hausnisch« stehen, auf dem echte Kastanien geröstet werden. Seit- dem es nach dem Kriege wieder Maronibrater gibt, pflegen diese jetzt auch Erdnüsse zu rösten, die den Kastanien stark« Konkurrenz machen, da sie vielen Leuten besser munden als die im Geschmack immer etwas an süße Kartoffeln erinnernden Maronen. Diese Erdnüsse, die zu den Hülsenfrüchllern gehören, aus Afrika zu uns kommen und deren Oel dem Olivenölverbrauch starken Abbruch getan hat, sind die bekanntesten unterirdischen Früchte. Wenn die oberirdische Blüte befruchtet ist, bohrt sich der Blütenstiel in die Erde, und hier reift dann die Frucht. Diese Tatsache hat nicht nur die Laien, sondern auch immer die Forscher interessiert: denn auch diesen scheint das„Anormale" vielfach rätselhafter als das„Normale". Den Botaniker ist die Tatsache merkwürdig, daß ein oberirdischer Pflanzenteil plötzlich seine normale Reaktion auf den Schwerkraftreiz ins Gegenteil verkehrt, und er sucht zu er- gründen, worauf diese„geottopische Umstimmung" beruht, oder er sucht hinter den„Sinn", den Zweck dieser Maulwurfsgelüste zu kommen. Dieser Zweck interessiert natürlich den Laien ganz befouders, denn er denkt sich unwillkürlich in die Pflanze hinein und begreift nicht, wie man ohne Not seine Tage unter der Erde zubringen kann. Man hat im Laufe der wissenschaftlichen Forschung eine ganze Anzahl Pflanzen kennen gelernt, die unter der Erde blühen oder fruchten, und es scheint, daß die Liste dieser lichtscheuen Pflanzen noch nicht geschlossen ist. Neuerdings veröffentlicht der russische Botaniker N. Troitzky in der Zeitschrift der russischen botanischen Gesellschaft wiederum zwei Fäll« von unterirdischen Blüten, die er im Kaukasus gefunden hat. Die eine Pflanze ist eine Wickenart, also auch wieder ein Hülsenfruchtgcwächs, aber der interessantere Fall bezieht sich auf ein Zwiebelgewächs, Lternderxia colcbicillora, also ein« Pflanze, die, wie der Beiname sagt, unserer Herbstzeitlose ähnlich ist. Die normalen Pflanzen haben denn auch oberirdische Blüten wie unser« Krokus oder Herbstzeitlosen, aber sowohl im botanischen Garten zu Tiflis, wie an den natürlichen Standorten in der Umgebung der Stadt beobachtet« unser Forscher ein« ganze Anzahl von Pflanzen, die innerhalb ihrer unterirdischen Zwiebel kleine geschlossene Blüten besitzen, und zwar im September, wo keine Spur von oberirdischen Pflanzenteilen zu bemerken ist. Denn normalerweis« erscheinen die Blätter im Frühling und sterben im Sommer ab: die Früchte, die aus diesen kleinen unterirdischen Blüten entstehen, treten im Frühling mit den Blättern an die Oberfläche, wie bei unseren Herbstzeitlosen. Wir haben hier also genau den entgegengesetzten Vorgang vor uns wie bei der Erdnuß: Blühen unter der Erde und Fruchten über der Erde.„GesntKesis" nennt der Gelehrte diese Erscheinung, d. h. zu deutsch nichts weiter als Erdblühen, womit natürlich weder über die Ursache noch über den Sinn etwas ausgesagt wird. Vermutlich finden sich, wenn man sucht, unter den Frühlings- oder Herbst- Zwiebelgewächsen noch weitere Beispiele für das unterirdische Blühen. Daß ein Russe der Sowjetrepubliken sich mit solchen rein wissen- schoftlichpn Dingen, also mit völlig„brotlosen Künsten" beschäftigt, wird vielleicht manchen wundern, der gehört hat, daß im neuen Rußland alles auf das Praktisch«, dem Mensclzen direkt Nutzbare gerichtet ist. In der Tat ist es erstaunlich, zu sehen, mit welchem Eifer, mit welcher Energie und welchem Idealismus dort in den letzten Jahren, wenigstens auf botanischem Gebiet, wissenschaftlich gearbeitet wird. Die wissenschaftlichen Arbeiter in Rußland sind sehr schlecht bezahlt, und den wissenschaftlichen Instituten steht noch sehr wenig Geld zur Verfügung. Das hat nur zur Folg« gehabt, daß meistens auf Gebieten gearbeitet wird, die keine kompliziert« Apparatur nötig machten, aber der Forschungstrieb ist keineswegs untergegangen. Man bevorzugt die Pflanzengeographie, die biologischen oder ökologischen Gebiet«, wo die Beobachtung in der freien Natur oder die rein mikroskopische Arbeit vorwiegt. Wenn man das Verhältnis der russischen Arbeiten zu denen d«r Weltliteratur ihrer Zahl nach erkennen will, dann braucht man nur die wöchentlich erscheinenden Berichte über dies« Weltliteratur zu durchmustern. Diese Zahlen kennen zu lernen, hat für jeden, den die russische Entwicklung interessiert, mag sie ihm gefallen oder nicht, einiges Interesse. In einem beliebig herausgegriffenen Wochen- Heft des botanischen Zentralblattes fand ich über 52 Arbeiten Deutscher, über 44 Arbeiten von Russen, über 28 englische und amerikanische, über 18 französische, 8 argentinische und über je eine japanische, holländische, italienische, peruanisch« und belgische Arbeit berichtet. Diese Stichprobe hält natürlich einer Kritik in statistischer Hinsicht nicht Stand, denn die Referenten berichten nicht regelmäßig und die Autoren sorgen auch nicht immer dafür, daß ihre Arbeiten bekannt werden, was bei der Massenproduktion oft notwendig ist. Es ist z. B. aus den angeführten Zahlen nicht ersichtlich, daß in Japan und Italien sehr viel gearbeitet wird: auch ist es erklärlich, daß die deutsche» Arbeiten in einem deutschen Blatt überwiegen, woraus nicht geschlossen werden darf, daß in Deutschland am meisten gedruckt wird.______ Warum stirbt die gefangene Biene? Es ist eine bekannt«, aber bei genauem Zusehen doch recht merkwürdige Tatsache, daß einzelne gefangene Bienen schnell eingehen. Dasselbe läßt sich bei gefangenen und einzeln gehallenen Ameisen beobachten. Man kann den Tieren Nahrung usw. reichen, man kann sie unter die günstigsten Bc- dingungen bringen: sie kommen doch recht schnell um. Ganz anders verhalten sich Bienenarten, die im Freien einzeln leben, die also nicht an das Zusammenleben in größeren„Staaten" gewöhnt sind. Sie lassen sich unter geeigneten Bedingungen wc>chf»Icng am Leben erhalten. Diese Beobachtung deutet darauf hin, daß sich staatenbildende Insekten so stark an das bunte Leben in ihrem Stock gewöhnen, daß sie allein, also ohne ihre sozialen Betätigungen, nicht mehr existieren können. Der Lebensrhythmus des Staates hat sich ihnen so stark eingeprägt, daß dessen künstliche Unterbrechung, wie sie ja das Gefangenhalten darstellt, sofort zu schweren Schädigungen und schließlich zum Tode führt. In ihrem Staat stellt ja die einzelne Arbeitsbiene nur ein„Organ" dar, das bestimmte Funktionen zu vollbringen hat. Wird dieses„Organ" nun aus dem gewohnten Zusammenhang herausgerissen, dann fehlt diesem hochentwickelten Tier« gewissermaßen Sinn und Zweck des Lebens; es kann sich nicht wie sonst betätigen, der Lebensrhythmus ist unterbrochen. Es geht daher unter, genau wie ein aus unserem Körper herausgenommenes Organ zugrunde geht. Daß die Störung des gewohnten Rhythmus tatsächlich zu einer Schädigung führt, beweisen die jungen Tiere, die noch nicht an das Leben im Stock gewöhnt find: sie lassen sich in der Emzclgefangsnschaft lange am Leben halten, da sie ja nicht aus dem gewohnten Milieu gerissen werden. Die Gewohnheit spielt also auch im Leben geistig hochentwickelter Tiere, wie es die sozialen Insekten sind, eint bedeutende Rolle. Die Todesursache der ge- fangenen Biene ist mithin die Unterbrechung des gewohnten Leben». Billige Angebote L Herren �ta«ett-AriiSd I HERREN-BEKLEID UNG B�Srawinniiiiiiiiiiiiiiipii�HiiiiiiMiiiiiihiiiiiifliiiiiiiiiiiffliOTiiiiiHHniiiiiii g Nur: CUpzigtr Str., jlexaaäerplßtz, ftaakfmter fittee, WUmusäottetSh Oberhemden ä. A80 1 Brnst. mit 2 Krag«n.................... 0,90 Oberhemden ä.„. ß7' 1 einHatz und Manse�ttte i......................>«aF 8soi einsatz Oberhemden mit kragen, elntarbl Tricolln«, Nachthemden A®0 mit Krage* oder aeishaform.................. 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