Nr.lZS ♦ 44.?ahrg. Musgade A Nr. HS Bezugspreis. Wöchentlich 7V Pfennia. m-nallich z.- Zielchzmart oorans»adltxlr. Unter ktreiudand tili Deutlchlan». Dc�U/iia. Saar» und Mcmelaediet. Oellrrreich Litauen� Luicmdur« «.ö« Reichsmart, kür da, lldria« Ausland 5L0 Reichsmari vra Munal. Der»Borwörts� mit der Mustrier. ten Sonntaasbeilag«.Doli und Zeit� lawie den Beilagen»Unlerdalluns und Wisten".Aus der!silmwelt�, .irrauenstlmmr".Der ltinder» kreund'..Iugend-Lorwäris' und .Blick in die Bllcherwelt� erscheint wochentäqlich zweimal. Sanntag, und Montags einmal. Telearamm-Adresse: „SojinlOemolrat Berlin' Morgen ansgake (10 ) Anzeigenpreise: vi««lulvaltt«» Ronvareille. »eile 8» Vkennia. Retlameieile K<- Reichsmart,.ktleine Anreisen� das kettgedruckte Dort 25 Bkenni» klulSMa»wei kettaedrucktr Wort«), ledes weitere Wort 12 Btennig. rtellenaeluch» da» erst« Wort 15 Vkennia. ledes weitere Wort II Vkennia. Worte über 15 Buch» stoben eäblen für»wei Wort«. Arbeitsmartt steile II Vkennia. Samilienanreiaen kür Abonnenten steil« tl Vkennia. Derlinev VolKsblatt Zcntralorgan der Sozialdemohratifcbcn parte» Deutfcblands VnMiocn für die nöchste Nummer müssen bis»>» Ubr nachmittags im Kauvlaekchäft. Berlin CW 18. Linden» straste». abgegeben werden.,9 Millionen Mark. Und der kleine Kreuzer C mit 24,5 Millionen Mark ist um 5 Millionen kostspieliger als die gesamten sortdauernden Ausgaben Schwere Kämpfe vor Nanking. Noch keine Entscheidung.- Verunglückter Generalstreikaufrnf in Schanghei. London, 17. März.(TU.) Wir der Schanghaier verteidi- gungskommissar mitteilt, sind im Aionlabschu.lt von Ranking, ungefähr 150 Meilen nordwestlich von Schanghai, schwere kämpfe im Gange, die jedoch noch zu keiner Enlschel. dung geführt haben. Aus Grund von Nachrichten, daß Nanking gefallen sei, hat der chinesische Gewerkschaftsrat in Schanghai heute srüh den Gene- r a l st r«> k ausgerufen. Der Aufforderung sind bis zum Augen- blick jedoch erst 13 000 Arbeiter nachgekommen, nach einem späteren Wahlreform als Auftakt zum Linkskartell? Bcrhandlunge« zwischen Tozialisten und Radikalen eingeleitet. Paris. 17. März.(Eigener Drahtbericht.) Die s o z i a l i st i- sche Kammergrupp« hat am Donnerstag in einer Sitzung mit Befriedigung von dem Beschluß der Radikalen Partei Kenntnis genommen, die Regierung zu ersuchen, mit möglichster Beschleunigung die W a h l r e f o r m, d. h. die Rückkehr zur Kreiswahl noch vor den Kammerferien auf di« Tagesordnung zu setzen. Zwischen den Linksparteien sind gegenwärtig, um einem evtl. Wider- stand von Regierung und Reaktion vorzubeugen, Verhandlun- gen im Gange. Sie bezwecken,«in gemeinsame» Vor- gehen über die Taknk bei der parlamentarischen Debatte über die Wahlresorm zu verabreden. Bericht der„British United Preß" beginnen die Schanghai ver- teidlgenden Streitkräfte General Tschangtsuntschangs offenbar dem Druck der vorrückenden Kantoneser bereits nachzugeben. Die britischen Militärbehörden haben einen Sikh und zwei Mohammedaner verhaftet, weil sie die indischen Truppen zur Meuterei ausforderten. Die englischen Behörden haben zurzeit ihre ganze Aufmerksamkeit auf eine, wie man annimmt, geheime kam- munistisch« Organisation zur Untergrabung der Disziplin der indi- schen Truppen gelenkt. Die Lage in Schanghai. London. 17. März.(WTB.) Reuter meldet aus Schanghai: Die Agitation unter den Arbeitern nimmt immer mehr zu. Von der Bewegung find 20000 Arbeiter der Spinnereien ergriffen. Das letzte Opfer der Terroristen wurde die Gattin des chinesischen Inspektors der Straßenbahnen, die in ihrer Wohnung durch Reoolocrjchüsse getötet wurde. Die Mörder sind entkommen. Verhandlungen über kampflose Uebergabe von Schanghai. Schanghai. 17. März.(Reuter.) wie gemeldet wird, ver- handelt der Führer der Schantungtruppen General p I s ch u l s ch e n und der Oberbefehlshaber der Kantonarmee Tschangkaifchek über die Möglichkeit eine» Abkommens, durch da» den Ratio- nalisten die friedliche Lefehung der Stadt ermöglicht werden fall. dks«eichshaushalis für das Ministerium des Innern.(Hört, YSrtk) Zur Rekompiung der Streiks(Technifck;« Nothilfe) sind 2% Millionci! Mark annesetzt, für das Reichs gesundhelts. amt nur t,i Millionen Mark.(Hört, hört!) Leider ist unser Drängen, für Stndcntenhäuser 1 Million einzusehen, von den bürgerlichen Parteien nicht berücksichtigt worden. Wenn man die 2'A Millionen Mark für die Technische Rolhilse streichen und sie für Stndeotenhäuser und Erziehungsbeihilse» an befähigte Arbeiter ausgeben würde, wäre ein gutes Werk getan. Sluch die Sorge für das Grenzlanddcutschtum und das Auslandsdcutfchtum findet unsere Unterstützung. Iedxn Mißbrauch solcher Fonds aber zur Störung unserer Außenpolitik lehnen wir ob. Für bedenklich hallen wir. daß anöden höheren Schulen Vereine des Deutschtums im Auslände gekündet werden. Bei dem Geiste, der leider noch immer viele Lehrer- kallegien beherrscht, ist die Gefahr eines politischen Mißbrauchs der Kinder gegeben. Reichsministcr Dr. Külz ist vor einem Jahre mit einem großen Programm vor das Haus getreten. Verwirk- licht ist avher dem Schund- und Schmußgesetz nichts.(Ge- löchter.) Herr v. Keudell aber zeichnet sich durch eine allzu große Bescheidenheit ans. Sein Programm ist vollkommen nichtssagend. Freilich hat er nun wiederholt schon Beteuerungen seiner republikanischen Treue abgelegt. Rur merkt man noch nicht einmal einen Ausatz von Tat. Wir fordern von ihm und der Reichsregierung schleunige Stellungnahme zum Ablauf des R e p u- blilschutzgesetzes am 1. Juli d. I. Die Zeit drängt. Die Repnbtit muß dem ehemaligen Kaiser auch nach de« 1. 3ttU die Rückkehr unmöglich machen, weniger aus Gründen der Slaalssicher- heit, sondern aus denen der Slaalsmcral. Wilhelm ll. hat nichts umgelernt Wird Herr v. Keudell seinen, Reichskommissar für öffentliche Ordnung auch anweisen, seine deutschnationalen Gestrnmgsge- noffen zu überwachen, die als Konservative erneut die Losung «Mit Gott für König und Vaterland, und Mit Gott für Kaiser u n d R e i ch* ausgegeben hoben? Herr o. Keudcll ist auch Beamten- minister. Im Hauptousschuß hat er erklärt, daß er ebenso, wie er mit allen zu Gebote stehenden Mitteln für den Schutz und das An- sehen der Versastung eintrete, dieselbe Eiuschlossenheit auch ocn den Beamten erwarte. Dieser klaren Formulierung fleht das zweideutige Gerede seines dcuischnationalen Iraklionssreur.des Dr. Lerndt gegenüber, der da sogt, daß Slaalsbejchusig nicht dasselbe sei. wie Bejahung der Stoalsjorm. Bon dem Beamten könne alchl verlang! werden, daß er dle Slaaksform bejahe. Das ist ein unwürdiges Spiel mit Worten zur Ber- wirrung der Bennitenschoft. Ein Beamter ist nie ganz Privat- mann. Die Republik muß einen anderen Beamtentyp entwickeln als der privilegierte Staat der Monarchie. Kommandogeist, Kastenstolz und Abgeschlossenheit des höheren Beamtentums paffen nicht mehr in diese Zeit, die die Beamten als Diener des Bolksstaates sehen will. Wir kommen nie zu einem Volksstaate, wenn dir Beamten sich als Diener des Obrigkeitsstaates fühlen. Der haushoitsausschuß hat einige unserer Aniräac aagenomracu, die den republikanische» Antercicht in der Schule der Ausbreitung und der republikanischen Symbole und der veranstaliung würdiger Dersassvngsseiera dienen wollen. Es ist bezeichnend, daß die dcntschnationale Regierungspartei gegen diese Anträge gestimmt hat. Da» von allen Reichsmnenministern der letzten Jahre angekündigte Aueführungsgesetz zum Artikel 48, dem Diktaturparographen der Reichsversaßung, liegt noch immer nicht vor. Wen» Herr v. Keudell schweigt, solle Dr. Külz reden, der ja wissen muß, welche Borbereitungen getroffen sind. Wir verlangen dies Aus- sührungsgesetz. Aber wir wollen die Lehren des Jahres 192? nutzbar gemacht wissen. Einen militärischen Ausnahme- zustand darf es nicht mehr geben. Die Sonderrechte der Länder müssen möglichst eingeengt werden. Di« ganze Berant- wortung muß bei der Reichsregierung liegen. Als Exekutive darf nur die Polizei herangezogen werden. Selbst wenn m seltensten Ausnahmefällen militärisch« Hilfe für notwendig erachtet wird, darf das Militär nur unter der Leitung von Zioilbeauftrogten handeln. Militärischer Ausnahmezustand und seibständiges militärisches Ein- greifen vertragen sich nicht mit dem demokratischen Grundgesetz der Verfassung. Die Frage des Reichskonkordais bewegt große Teile de» Volkes. Wir beurteilen diese schwierige Angelegenheit durchaus mit dem Respekt, den die große kulturelle Weltmacht des Vatikans verdient. Wir bedauern aber, aus innen« Lobes Genesung. Ter RerchStagsPräfidewt kehrt in seine Wohnung zurück. Nach der schweren Operation, der Genosse L ö b e am 24. Fe. bruar sich unterziehen mußte, hat sein Befinden sich langsam aber beständig gebessert. Gestern nachmittag konnte er endlich die Klinik verlassen und wieder seine Wohnung an der Friedrich-Ebert-Straße aufsuchein Noch freilich bedarf er längerer Zeit der Erholung, um wieder In den vollen Besitz seiner Kräfte zu gelangen. Aber wir hoffen, daß der Tag nicht mehr fern ist. an dem er seines Amtes im Reichstag wieder walten kann. und außenpolitischen Gründen, daß das Reich sich die F ü h r u n g der Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl anscheinend ganz aus der Hand nehmen läßt. In Bayer» hat der Vatikon schon ein Konkordat erreicht, das wir für verfassungswidrig hasten. In Preußen sollen die Verhandlungen sehr weit ge- dichcn sein. Das sind neue Hindernisse gegen ein ein- heitliches Reichsrecht. Gerade aus den protestantischen Teilen der jetzigen Rcgierungskoalition kommen leidenschaftliche, zum Teil höhnische und respektlose Angriffe gegen das Konkordat. Ein vor mir liegendes deutsch national-prote st antisches F l u g b l a t t ist auf den Vers von Goethe abgestimmt: «Ist Konkordat und Kirchenplan Nicht glücklich durchgeführt? Ja, fangt einmal mit Rom nur an, So seid ihr angeführt!" Dir fordern eine Erklärung vom Negierungstische zur Konkordatsfrage. Es ist bekannt, daß wir eine Trennung zwischen Kirche und Staat anstreben, wie sie zu allen Zeiten gerade aus Gründen religiöser Reinheit von viele» Gläubigen gefordert worden ist. Jedenfalls wollen wir peinliche Beachtung der Reichs- Verfassung und keine Preisgabe von Staatsrechten. Ungelöst ist noch immer das bayerische Problem. Obwohl die Bayern alle ihre Friedensfreuden wieder haben, Bockbier, Starkbier, Märzenbier, Oktoberfest und Fasching, sind mindestens die bayerischen Monarchisten noch immer recht ungemütlich. Der bayerischen Regierung scheint es unangenehm zu sein, daß sich die Reichsoerfassung als Blatt Papier zwischen sie und ihr Volk schiebt. Immer wieder wird gegen den Geist dieser Berfasstmg verstoßen. Der Kommunistischen Partei ist jede, auch jede gesetzliche Betätigung verboten. Die Regierung in Regensburg verbietet Berufsschülern bis zu l8 Jahren die Mitglied- schasi in der Arbeiterjugend, die zu den van der Reichs- regierung ansrtannten Reichsspitzenoerbänden gehört. Dagegen wird die monarchistische Propaganda gestützt und unterstützt. Unter den Augen der bayerischen Regierung feiert das Noch- richtenblatt des bayerischen Heimat- und Königsbundes im Oktober dieses Jahres«Bayerns rechtmäßige Königin" und wünscht, sie bald als Königin und Londesmutier walten zu sehen. (Hört, hört!) Diese bayerische Monarchistensehnsucht wirkt grotesk, wenn man sich erinnert, daß gerade die bayerische Regierung ani 25. Okiober 1918 die erste deutsche Regierung war, die den Sturz des Kaisers aus außenpolitischen Rücksichten gefordert hat. Der bayerische Ministervräslden! irrt, wenn er am 15. Dezember 1925 sogke:..Letzten Endes hat allein das bayerische Volk darüber zu enitcheidcn, welche Slaolssorm es haben will." ?tach Artikel 17 der Reichsversastung muß jede» Land ein« freistaalliche versafsuna haben. Auch die T i t e l v e r l e i h u n g ist ein Verstoß gegen die Aer- faisung. Man scheint in Bayern das Weihnachtssest zu einer Feier für politische Kinder machen zu wollen. Die bayerische Regierung sollte am Weihnachtsabend, wenn sie hundertweise Gewerbe-, Oeko- nomie- und Pharmazierate ernennt, anstimmen lassen:»Ihr Kinder- lein kommet, o kommet doch oll.. Auch«in Zentrumsblatt, die .Kölnische Bolkszeitung". wendet sich gegen Titel und Orden, weil diese bösen Unwillen erregen müßten. Der Reichs- innenminister hat von den bayerischen D e n t s ch r i s t« n. die gegen die Reichsregierung gerichtet sind, im Haushallsausschuß gesagt, daß die darin enthaltene Fülle von beachtenswerten Anregungen von den zuständigen Ressorts geprüft werden. Das ist ein gefährliches Wort. Diese bayerischen Denk- schriften bestreiten die Rechtsgülligkeit der Reichsversastung, in dem sie das Derhällnis Bayerns zum Reich auf die Fürst envertrage des Jahres 1871 zurückführen wollen. Das Ziel dieser Denkschriften ist Schwächung der Reichsgewalt, Wiedererstehung der Bundesstaaten, Schaffung einer ersten Kammer, Aushebung des demokratischen Grundcharakters der Verfassung. Diese verfassungsseindlichen Verstöße Bayerns darf der ver- sassungsrninisler nicht begrüßen. Seine Pflicht ist. sie zu bekämpfen. Der Staatspräsident von Württemberg hat Herrn Mussolini als Ideal gefeiert. Der Ministerpräsident Bayerns hatte die Kühnheit, bayerische Kommunalbeomte. die un Geiste der Reichsoerfassung für die Enhvickluna zum Elnheltsstaat eintreten, als gemeine Landesverräter zu beschimpfen. 7Lir verlangen durch einen Antrag, daß die Reichsregierung die Meinungsfreiheit der Beamten auch in Bayern schützt. Jede Berwal- tungsreform wird in Acußcrlichkeiten stecken bleiben, solange wir achtzehnsackze Zentrolverwaltungen in Deutschland Hadem Der Zentrumsredner hat im Haushaltsausschuß mein stürmisches Tempo gerügt. Ich halte es mit Goethe: »Die Zeit zum Handeln sedesinal verpassen, Nennt ihr: die Dinge sich ernwickeln lassen. Was hat sich denn entwickelt, sagt mir an, Daß man zur rechten Stunde nicht getan?" Welch«ine Reichsgliederungl Dem Lande Preußen mit 88 Millionen Einwohnern stehen die Dorfstaaten Wal deck mit 57 000 und Schaum burg-Lippe mit 11 000 Einwohnern gegenüber. Di« Rhcinprovinz mit 7llt Millionen Einwohnern ist volkreicher als 12 deutsche Länder mit Parlamenten und Ministcrn zusammen.(Hört, hört!) Nämlich: Waldeck, beide Lippe� Lübeck, Bremen, Anhalt, Braunschweig. Oldenburg. Mecklenburg-Schwerin, Hamburg, Hessen und Thüringen. In Berlin residieren nach dem letzten Gotha 28 Diplomaten deutscher Länder. In München unter- hält sowohl Preußen wie das Reich eine Gesandtschaft. Bayern hat Gesandlschaften in Berlin und Stuttgart und beim päpstlichen Stuhle. Auch Sachsen und Württemberg unterhalten noch Gesandt- schoften in Berlin und München. welch eine Verwirrung! Das Reich kommt mU 493 Abgeordnelea aus. die Länder brauchen 2069 Abgeordnete. Das Reick» hak 11 Minister, die Länder haben S3. Der Reichstag kostet 6,6 Millionen Mark, die Läitderparlomenle ausschließlich der Provinziallandtage 10,5 Millionen.(Hort, hört!) In Deutschland sind seit dem Umsturz rund 100 Negierungen ver» braucht worden davon 14 Reichsregierungen. Das alles ruft doch nach einer Rationalisierung der Gesetzgebung der Verwaltung. Es ist ein Spott auf das politische Genie�Bis- marcks, wenn man ihn immer als Kronzeugen für diele Art„Föde» ralismus" anführt. Er würde heute ganz anders handeln, nachdem der Widerstand der Dynastien gebrochen ist. Wirtschoftspolitiich, verfassunyspo'itisch, kulturpolitisch, finanzpolitisch, verkehrspolitisch, außenpolitisch bedürfen wir der Einheit des Reiches. Es ist antinalional zu verlangen, daß die deutsche Landkarle so bleiben soll, wie sie von Napoleon aus Gründe» sranzösischer Politik geieichncl ist und wie sie durch verhängnisvolle deutsche Bürgerkriege geschasscu wurde, wir danken der großen Volksbewegung des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, daß sie den republikanischen Gedanken zum groß- deutschen Gedanken ausgeweitet und auch iu die herzen der deutscheu Arbeiter gebrocht hat. Eine deutschnationale Interpellation be» hauptet, das Reichsbanner treibe Vorübungen zu Schlachten gegen die Reichswehr. Ich oersage es mir, auf diesen lächerlichen Unsinn auch nur ein Wort zu verschwenden. Ausgabe des Reichsbanners ist nicht der Kampf gegen Organe des Derfassungsstaates. Da» Reichsbanner betreibt die Wehrhaslmachung der deukschen Republikaner gegen die inneren und äußeren Feiade der deutschen Republik. Nachdem die letzte große Partei des Reichstages sich zur Republik bekennt, sollte nian nicht mehr soviel von dem Schutze der StaaiS-». form reden. Nicht die Staatsform, der Staotsinholt ist das entscheidende. Erobern wir unsere Republik für soziale Gedanken und soziale Arbeil. Schon Karl Marx hat als Lehrer der Revolution von 1848 verkündet, daß eine Demokratie sich nicht auf die Staatsfinonzen beschränken dürfe. Damit be» gnügen sich die Aolksmassen nicht, und sie tun recht daran. Die Rcvubllk darf nicht ein Klassenstaat bleiben. Unsere Volksgenossen iordern nicht ein republikanisches Klassenregimcnt, sondern einen demokratischen und sozialen Wohlfahrtsstaat. Und so gilt unsere Arbeit, ob wir auf den Rogierungsbönken sitzen oder in der Opposition kämpfen, immer dem einen Ziel: Ein Deutschland, feiertägliche Musik. Konzertumschau vou Kurt SiaZer. Die Musik Ist in Rußland zu einem großen und entscheiden- den Faktor der Volkserziehung geworden. Wir können viel daraus lernen. Alle En�herzigteit vaschwindet dort unter dem Gefühl jener Verantwortlichkeit, die dem Volk das beste an musikalischen Werten vermitteln will, einerlei, ob eo zum politischen System paßt, oder nicht. Was kulturell« Bedeutung hat, was wejcnhazt mit Volkskunst zutun hat, dos find« in Moskau und Leningrad wärmst« Förderung. In diesem Sinn arbeitet crzieherssch auch das Moskauer Staats- k o n s e r o a t o r i u m, das in diesen Togen sein OOjähriges Be- slchen feiert. An der Spitze des Jubilämnsausschusscs steht der Volkskommissar Lunasscharjki. Auch wir wollen nicht verfehlen, über die Grenzen hinweg dem mustergültig geleiteten Institut, das so viel zur Veredlung des Geschmacks und noch mehr für die Stär- kung des künstlerischen Bewußtsein« im Volt pemn hat. unsere Glückwünsche zu senden. Ich glaube nicht, daß in Rußland die Ar- beiterchöre in Kirchen singen, glaube aber auch nicht, daß sich ein rrinzipieUer Streit darüber erheben könnte, ob große musikalische Werk«, die textlich oder nach ihm Zweckbedeutung mit der Kirche zu tun haben, einfach aus dem Schatz der Musikwerke ausradiert werden. Die Musik, auch wenn sie in einer Messe zu uns spricht, hat so viel Macht aus ihrem eigenen Charakter heraus, daß sie die rein lituresschen Empfindungen gar nicht auskommen läßt,«o ist es auch nur richtig, daß man Aach in seinen Kantaten dem Volk vor- führt. Im musttalUchen Ausdruck geht der Sinn für den Text oft ganz verloren. Auiy den deutschen Arbetter-Sänacr-Chären darf es nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn sie allmählich von Ten- denz- und Volkegefängen weg zur Pflege älterer, vorklassischer Werk« schreiten, die ab und zu einmal kirchlich gedacht waren. Sie zu umgehen, hieße oerkennen, daß ein paar Jahrhunderte überhaupt nur von der Kirchenmusik künstlerisch genährt wurden. Gewiß soll es nicht zu einer Gewohnheit fuhren, aber«in Messensatz, ein Choral oder ähnliches stört die feierliche Stimmuna auch in einem Arbeiter. konzert nicht. Dies alles sei gesagt im Anschluß an ein Kon.Z«rt des M ä n n e r g e s a n g v e r e i n s ,N a m e n l o s". Er musizierte unter der straffen und geschmackvollen Leitung des jnneen Chor. lciters Schumann sehr ausdrucksvoll. Geistliche und weltlich« Lieder standen auf dem Programm. Besonders feierlich klangen die einander recht ähnlichen Beethoven-Gesänge»Gott in der Natur" und„Opferlied". Der Organist Prieb« und andere Instru- inentolisien unterbrachen das Programm durch solistischc Vorträge. Eine sehr schöne, wenn auch wohl kaum gewollte Beethoven- Ehrung war die Aufführung des Requiems von Berdi durch Kittel. Berdi hat in dieser Totenmesse, die er einst für seinen Freund Alesiandro Manzoni komponiert hat, nicht ganz und nicht überall den Aida-Kompvnisten, den Kenner und Dolmetsch des sinn- lichen Essckts vergessen lassen. Im Recordare-Duetr der zwei Soprane tönt die theatralische Äairtilene, und in dem süßen Largo des Lacrimosa bestärken die Wiederholungen des sanglichen Themas, das Zusammenschreitcn zweier und mehr Stimmen, das Hineinwerfen Innkopierter schluchzender Töne und Vorschläge nur das gefährlich EingLnxioe dar Musik Außerhalb dieser Partien aber, denen mir ein charokterooller Ausdruck des Sängers jede Theatralik nehmen kann, ist der gesangliche Effekt geadelt in weltlicher Textdurchdringung, geläutert in liturgischem Ernst, beschwingt durch italienisches Temperament und letzten Endes von einer uneihörten, ergreifenden Wirkung durch die Klarheit und das transpareme Leuchten des vo- kalen Satze-.-. Das ist der Lorzug eines Meisters, der weder Rasse noch künstlerische Hcriunst verleugnet und dennoch unter dem er- schlitternden Erlebnis des Schmerzes als künstlerisch Reiser sich reli. giöser Macht unterwirst. Tiefste Empfindung strahlt diese echte Verdi- Partitur aus. Ohne Zwiespalt einen sich, ergänzen und oer. binden sich begleitendes und selbständiges Orchester, Pzalmodie und lyrischer Einfall, dremmtisch vorwärts gcpeitjchle Vision und feierlich gedämpfte Reflexion. Der große Effekt, einst bei Verdi das Ziel seines Schaffens, ist hier zum Mittler geworden zwischen Wechsel- vollem Einfall eines Genius und einheitlichem Miterleben eines Zuhörers. Dieses Werk klingt uns jedesmal wie ganz neu. Im.Elias" von Mendelssohn, den Georg Schumann mit seinem höchst ausdrucksvollen Chor zu Gehör brachte, sind Längen und Gleich- Mäßigkeiten der Faktur, die einen sanft veralteten Eindruck machen. Striche täten gut. Die Köstlichkeit einiger Sopran- und Baßarien aber ist unerschütterlich geblieben. Das Gefühl eines liederartigen Gebildes wie„Es ist genug" trägt so starU daß man überhaupt nur ein« Vorstellung von der Schönheit des Stückes hat, niemals ober die Empfindung, daß die Darstellung an die Grenze der Vollendung gekommen wäre. Immerhin dürfen Albert Fischer und Eininy von Stetten, sowie vor allem Frau Neu sitzer. T h o e n i s s e n mit Ahrem lieblichen, sinnlich gefcirbien Sopran als berufene Vertreter ihrer Partien angesprochen werden. Auch die kleineren Partien sind solistisch gut besetzt, und in ihrer Arie»Sei still dem Herrn" konnte Paula Werner. Jensen Geschmack und musikalische Kultur verraten. Die Auslese der solistischen Abende war, von dem Meistergeiger Hubermann und dem längst akkreditierten, seinen Ruf immer wieder bewährenden Bruno Eis»er abgesehen, nicht groß. Der Zufall bescyerte uns Begegnungen mit last lauter Mittelmäßigkeiten. Fritz D e t t m o n n scheint auf einer absteigenden Linie zu sein. Was «r da an Bearbeitungen alter Italiener vorführte, mar weder im Stil noch in der etwas nonchalanten Art der Vorführung preisens- wert. Gertrud B a m b e r g e r ist ein iunge«. temperamentvolles, auch begabtes Geschöpf, das mit einer Ruhe sondergleichen Fehler inachl. Ihr Gesamtspiel ist monoton und unc riebt, die Technik und Grifssicherheit noch unabgeschlossen. Theresa Dichn-Slattko verdient lobend genannt zu werden, weil sie eine starke Empfindung mit einer Madulaiionssähigkcit des Klaviertons verbindet. In Be- gleitung des Geigers Alexander V e t s ch n i t o f f tritt sie unter sehr weiser Abgrenzung des Wesentlichen vom Unwesentlichen deutlich als stärkere Kraft hervor. Pesschnikofi selbst ist in den langen Jabren seiner Abwesenheit von Berlin als Künstler nicht gewachsen. Sein Ton hat Risse bekommen und seine Technik zeugt nicht mehr von der alten fulminanten Sicherheit. Aber vielleicht ist das ein Ueberggng zur absoluten Reife, die wir in Erinnerung an den großen Künstler gern noch erleben möchten. Zu ber Raliaualgalerie wird Dr. B. Daun, Dczernen! jör.Kunst im Pollseipräsidium, am 20. dorm."sttO Mr über die dortigen Meister- werke der modernen Malerei Vortrag halten. Siebenbürgssthe volkskunftausftelloag. Im Saale des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht wurde die vom Zeiitralinsritut für Erziehung und Unterricht und dem Deutschen Kulturamt in Rumänien veranstaltete Siebenbürgische Aolkskunstansstellung durch den Kultu s m i n i- ster Becker eröffnet. In seiner Begrüßungsansprache führte der Minister u. a. aus, das Zeniralinstitut sei durch seine Auslandsob- teilung mit Siebenbürgen durch eine Studienreise im Sommer de» verflossenen Jahres in enge Slrbeitsbeziehung getreten. Der Leiter der Studienfahrt sei dabei auf die reiche Volkstultur Siebenbürgen» aufmerksam geworden und habe den Plan gesaßt, seine Erkenntnisse weiteren Kreisen fruchtbar zu machen. Bor ollem habe dos Zentral- institut an die Jugend der Berliner Schulen gedacht. Ihne» sollte zu klarer Vorstellung gebracht werden, wie in einem Lande noch der innige Zusammenhang zwischen Kunstschöpfung und naiürlichem Ge- stallungsdrang des naiven Volksgemüts vorhanden ist, wie das Kunstwerk so organisch in das Volksleben hineingestellt und mit allen Aeußcrungen des Alltagslebens innigst verwachsen ist. Die Aus- stelluyg gebe als Ergänzung auch einige Proben des siebenbürgi- fchsn zeitgenössischen Kunstschaffens auf dem Gebiete der Literatur. der Maleroi und der Musik. Möge die Ausstellung als ein Symbol für den Willen der beteiligten Völker erscheinen, sich mittels der Kunst über die Landesgrenzen ergänzend zu verbinden. Hierauf nahm Dr. Ileus als Vertreter des rumänischen Killturvereins Astra das Wort zu einer Ansprache, in der er aus- führte, es fei ein schöner und edler Gedanke, wenigstens einen kleinen Teil jener Erzeugnisse von Volkskunst und Geruerbetütigkeit, die dem transilvanijchen Volke, den Deutschen. Ungarn und Rumänen,«igen sind, in einer übersichtlichen Sammlung zu vereinigen und in der deutschen Reichshauptstadt auszustellen.— So- dann hielt Professor Dr. E s a k i, der Leiter des Deutschen Kultur- omtes in Rumänien, den Festoortrog. Siebenbürgen sei von jeher ein Land gewesen, in dem verschiedene Völker in unmittelbarer Nachbarschaft miteinander lebten. Die stebenbürgische Volkskultur und damit ihr sinnfälliger Ausdruck, die Volkskunst, sei ein Ergebnis des.Hineingestelltseins in die geschichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West.— In Vertretung des verhinderten Dr. Stresemann sprach darauf Gesandter F r e y t o a. der auf die reichen Schätze Siebenbürgens hinwies, das durch die Arbeit der Menschen wohlhabend geworden sei, die dort seit Jahrhunderte» gesiedelt und ihr Erbe treu bewahrt und weiterentwickelt hätten. Die Ausstellung möge völkerverbindend und völkerversöhnend wirken. An die Ansprachen schloß sich ein Rundgang durch die Aus- stellung, die Stickereien, Webereien, Holzmalereicn. Keramik. Gold- schmiedearbcitcn und andere Schöpfungen der verschiedenen sieben» bürgischen Stämme zeigt._ jafnb Schaff- er spricht auf dem Sersel- Abend deS verbandet deutscher Erzähler am 20.. abends 8 Ubr, im Reichstage, cinlübrend« Worte.— Franz Derfel lieft aus der Novelle»Der Tod deS Kleinbürgers'. veretnlguag für kansipflege. Am SS., 8 Uhr, ündet in der Aula de» LbzeumS tu Eharlottenburg, Kcharrenstr. 25. ein Lichtbildvortrag de» Maler» Friedrich Seuermann»Eine Wandoruna von Parten- tu che» über den Ortler nach dem Gardasce und Venled ig" statt. Dazu eine Schuhplattlgruppe dcS Deussch-Oester- reichische» illpenoeremS. Säst« willlonuncn. Saarländer und Genfer Kompromiß. Zentrnmsproteft.— Rechtsparteilicher Glückwunsch. Daß das Genfer Konipromiß die Saarbevölterung enttäuscht hat, ist verständlich. In der Personenfrage ist kein Wechsel erreicht worden und in der Bahnschutzfrage ist der Rechtsstandpunkt. verlassen worden. Die Sozialdemokratische Partei an der Saar hat bereits als erste zu den Ergebnissen der Genfer Tagung Stellung genommen und dabei mit Recht die Tatsache in den Vordergrund geschoben, daß die ungünstige Regelung der Saarfroge nur ün Rahmen der allgemeinen Verschlechterung der deutsch-fran- zösischen Beziehungen zu erklären ist, die durch den deutschen Rechts- Umschwung eingetreten ist. Am schärfsten hat die Zentrumspartei des Saargebiets noch einem Referat ihres Delegierten L e v a ch er das Genfer Er- gebnis kritisiert. Seine Ausführungen richteten sich besonders scharf gegen die Nachgiebigkeit Strescmanns, der eine klare Rechtslage aus Gründen, die nicht überzeugen könnten, preisgegeben habe. Auf diese Zentrumskritik antwortet die„Tägliche Rundschau", in d i c s em Falle zweifellos als unmittelbares Sprachrohr des Außenministers mit einem derben Hinweis auf die Haltung des saarländischen Mitgliedes der Regierungskommission Dr. C o ß- mann, der selbst der Zentrumspartei angehört und der durch seine eigene Haltung eine energischere Verteidigung des deutschen Rechts- standpunktes von vornherein unmöglich gemocht habe. In auffallendem Gegensatz zur Haltung des Saarzentrums hat eine Versammlung der SaarländischenVolkspartei, d. h. der Vereinigten Rechtsparteien, nach einem Referat des Delegierten Schmelzer, in dem zwar das Ergebnis für unbefriedigend erklärt und doch die Notwendigkeit eines Kompromisses„aus höheren Gründen" anerkannt wurde, ein Glückwunschtelegramm an Stresemann gerichtet. Darin rgird dem Reichsaußenminister „für die nachdrückliche Vertretung der Saarländischen Interessen vor dem Völkerbundsrat der herzlichste Dank" aus- gesprochen. Es wird ferner das gewürdigt, was im Rahmen des möglichen erreicht worden ist. Diese Dissonanz zwischen Zentrum und Saarländischer Volks- parte! in der Bewertung der Genfer Lösung ist aus zweierlei Gründen auffällig: einmal, weil beide Parteien eine gemein- s o m e Delegation bildeten, ferner aber auch, weil Schmelzer und vor ollem Röchling diejenigen Mitglieder der bürgerlichen Delegation waven, die gegenüber der deutschen Delegation am meisten scharfgemacht haben. Es scheint, daß die beiden Rechts- parteiler ihre Zentrumskollcgen zunächst im Sinne der Unnachgiebig- kcit wild gemacht haben, um sich nachträglich mit Eleganz aus der Affäre zu ziehen. Was zwischen diesen beiden bürgerlichen Saar- Parteien eigentlich gespielt wird, ist nicht klar zu erkennen, uirs genügt die Feststellung ihrer absoluten Verwirrung. Meinungsverschiedenheiten auch in Qstobcrschlefien. Breslau, 17. März.(Eigener Drahtbericht.) Die Beurteilung des Schulfragenkompromisses für Oberfchlesten ist in den Kreisen des o st oberschlesischen Deutschtums nicht einheitlich. Während der„Deutsche Boltsbund für Obersthlesien"(gez. U l t tz) Srresemann seinen Dank ausgesprochen hat, erklären mehrere deutsche Zeitungen verschiedener Richtungen, daß zwar gegenüber dem gegenwärtigen tatsächlichen Zustand in Genf eine gewisse Per- besserung erreicht worden sei, aber der deutsche Rechts st and- punkt doch nicht gewahrt werden konnte. Nicht einmal die Rechtsansicht, die in dem Gutachten Calonders ausgesprochen wurde, sei zur Geltung gekommen. Polnische Pressxstimmen nennen die cberschlesische Regelung von Genf einen polnischen Erfolg zu 90 Proz. Wird Abgeordneter Mich ausgeliefert? Kattowih, IT. März.(MTB.) Die Geschäftsordnungskommission des schlcsischen Sejm hat mit Stimmenmehrheit beschlossen, dem An- trag des Staatsanwalts auf Auslieferung des Abgeordneten Ulitz. des Geschäftsführers des Deutschen Volksbundes, stattzugeben. Ob sich eine Mehrheit im Plenum für die Auslieferung finden wird. kann erst die nächste Plenarsitzung ergeben, die voraussichtlich Ende März stattfinden wird. * Abg. Ulitz hat erst kürzlich in Genf als berufener Vertreter der deutschen Minderheit mit den zuständigen Völkerbundsbehörden vor- handelt und sich durch feine Objektivität allgemeine Wertschätzung in allen neutralen Kreisen gesichert. Seine Verfolgung würde dem polnischen Ansehen in Völkerbundskreisen schwersten Schaden zu- fügen. das beherrscht und beseelt wird von der sozialen Demokratie. (Stürmisches Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Zlbg. Mumm(Dnat.) erklärt, daß feine Partei sich stets gegen Vergewaltigung der Beamtenschaft und ihrer verfassungsmäßige» Rechte und ihrer politischen Freiheit wenden werde. Das Gesetz zum Schutze der Jugend gegen Schund und Schmutz werde seine reinigende Wirkfamkelt bald zeigen. Das Dringendste, was noch zu schaffen sei, sei das Reichsschulgesetz. Den christlichen Millionen, die es fest sechs Jahren unausgesetzt fordern, wäre es unerträglich, wenn der Reichstag bis November in die Ferien gehen sollte, ohne das Schulgesetz in Angriff genommen zu haben. Vizepräsident Dr. Rießer teilt dem Hause mit. daß Präsi- d e n t L ö b e wieder in sein Heim zurückgekehrt ist, er fügt hinzu: Wir teilen mit der Familie die Freude über seine sortschrcitende Genesung. Abg Dr. Schreiber(Z.) spricht seine Freude darüber aus, daß sich wieder die Ueberzeugung durchsetze, wonach die Kräfte des Staates nicht nur aus den politischen Faktoren, sondern auch auf dem Volkstum beruhen. Man solle die Kritik on der Staatssorm nicht dauernd fortsetzen, viel mehrjnusse die Republik jetzt mit oller Kraft bejaht werden. Eine Staatsform auf Kündigung müsse abgelehnt werden. vom Ministerium des Innern ist zu verlanaen, daß Ihm der republikanische Gedanke kein bloßes Firmenschild ist. Auch von den Beamten muß die Republik rückhaltlos anerkannt werden. Den Zentralismus, wie er in Frankreich verwirklicht sei, lehnt dos Zentrum für Deutschland ob. Den Ländern müssen wesentliche Kulturkompetenzen zugebilligt werden, das Reich hat führend voranzugehen. Eine Ehrenpslichi des Reiches ist es. das Reichs- schulgesetz und das Lehrerbildungsgesetz zu schaffen. Vor einer Ueberspammng des staatlichen Schulmonopols ist zu warnen. Großer Wert muß auf eine Regelung des Privotschulwesens zu- gleich mit dem Reichsschulgesetz gelegt werden. Ein Konkordat hat noch niemals in Deutichland die Geistesfreiheit gefährdet. Wir er- kennen den Takt an, mit dem Abgeordneter Sollmann diese Frage behandelt hat. Zlbg. Dr. Eremer(D Vp.): Die Acußerung des Ministers von der Souveränität der Länder reizt zum Widerspruch: wir leben in der Zeit der Souveränität des Volkes. Wir haben uns die Verfassung van Weimar als Rechisnorm gcschasseu und schützen den Slaak ia seiner Heuligen Form in seinem Bestände. Er muß auch in seinen äußeren Erjcheivungs- formen respektiert werden. Aber das ändert nichts an unseren persönlichen Anschauungen über die Notwendigkeit von Verbesserungen dieser Verfassung und an der Forderung, unsere Vergangenheit zu ehren. Unerhört ist es, daß beim Finanzausgleich z. B. Lippe-Detmold 1,4 Millionen bekommen soll, nur damit dos Ländchen weiterbestehen kann. Vor den jetzigen Zuständen darf die Verwaltungsreforin nicht haltmachen. Wenn es im Zeitalter der Vostkulsche möglich gewesen ist. 350 Slaaten zusammenzufassen, wenn es im Zeitaller der Elektrizität gelungen ist. die thüringische Kleinstaaterei zu beseitigen, so kann man erwarten, daß jetzt endlich die deutschen Staatswesen aus einen cinhestlichen Nenner gebracht werden. Gegen 8 Uhr vertagt das Haus die Weiterberatung auf Freitag »achniittag 1 Uhr. Der Ctat öes Eruährungsm'nistermms. IN der fortgesetzten zweiten Lesung des Haushalts des Reichsmini st eriums für Ernährung und Land- Wirtschaft werden von mehreren Rednern Interpellationen be- gründet, und zwar zur Kennzeichnung ausländischer Eier im deut- ichen Handel, zur Bereitstellung von Mitteln zur Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung besonders bei den bäuerlichen und Kleinbetrieben, für Förderung des Weinbaues und für Verbesserung des Milchtransportwesens. RciÄzservährvngsminisker Schiele tekst hierauf in bezug auf den von der Sozialdemokratie ein- gebrachten Gesetzemwurf zur vorübergehenden Suspen- dierung der Getreide zolle mit, daß nach der Vorrats- statistik des Deutschen Landwirtsckiaftsrats am IS. Dezember 1926 noch 22 Proz. der Gesamternte an Roggen zum Verkauf zur Vcr- sügung gestanden hätte. Gehe man davon aus, daß in diesem Jahre von der gesamten Roggenernte etwa 40 Proz., höchstens 45 Proz. zum Verkauf kommen werden, so würden diese 22 Proz. der Gesamtmenge etwa S0 Proz. der Gesamtverkauszmenge aus- machen. Das entspreche fast genau den Porkriegssätzen. Der Schluß sei nicht gerechtfertigt, daß die Roggenversorgung Deutschlands für den Rest des Wirtschaftsjahres nicht mehr sichergestellt sei, oder daß man gar in kurzer Zeit eine Roggennot erwarten müsse. Nach einer sorgfältigen Untersuchung über den Mehlverbrouch seien im Jahre 1 9 2 6 trotz der reichlichen Ernte des vorhergehenden Jahres 11 Kilogramm Roggen weniger je Kopf verzehrt worden, als jetzt zur Deriiigung stehen. Man könne also mindestens annehmen, daß wir noch mit einem bescheidenen Vorrat in die neue Versorgungsperiode eintreten würden. Die Roggenprcisc im laufen- den Jahre waren zwar ungleich höher als die des Vorjahres, sie ieien aber im Durchschnitt nicht höher als die des Wirtschaftsjahres 1924/23. Die Steigerung de s Brotpreises für Roggen- und Wei.)engebäck betrage durchschnittliä) 7 Pfennig je Kilogramm und ergebe eine Mehrbelastung auf den Kopf der Vevälkerung von 8,40 M. im Jahre. Abg. Obendieck(Komm.) schildert die schlechten Verhältnisse der Landarbeiter aus pommerschen Rittergütern. Abg. Schmidt-Köpenick(So;.) weist die Behauptung des Ministers, daß er nur einen Versuch gemacht habe, die Not der Landwirtschaft zu bezweifeln, zurück. Er habe sich bei seinen aestrigen Darlegungen des Materiols bedient, das aus den dem Minister nahestehenden Kreisen stamme. Bei seinen Ausführungen über den Z u ck e r z o l l hat sich der Minister in Widerspruch mit dem gesetzt, was der R e i ch s w i r t» schaftsmini st er hier gesagt hat. Es wäre doch endlich not» wendig, daß in der Regierung Einstimmigkeit über ihre Absichten bergestellt wird, und daß der Reichskanzler die Richtung der Politik des Kabinetts bestimmt. Im Ausschuß ist versprochen war- den, daß man sich bemühen werde, eine Einwirkung aus die Roggen- preise zu gewinnen. Diese« Versprechen ist aber, wie so viele andere, die in den Ausschüssen abgegeben werden, nicht erfüllt worden. Die Abslimmuagea zum Landwirtschastvelat. Damit ist die Auesprache geschlossen. Es beginnen die Ab- st i m m u n g e n. Eine Reihe von Titeln werden zurückgestellt. Der Rest des Haushalts wird angenommen. Der Betrag zur Förderung der londwirtschastlichen Erzcuguna wird aus Antrag des Ausschusses von 1,93 Millionen auf 2H Millionen, die Beihilfen zur bäuerlichen Wirtschaftsberatung von 1,9 Millionen auf 2 Millionen, der Fonds zur Schädlingsbekämpfung von 600 000 aus 800 000 Mark erhöht. Der sozialdemokratische Antrag auf vorübergehende Suspendierunq der Roggenzölle wird dem Handelspolitischen Aus- schuh überwiesen._ Das Reichskabrnekt lehnte am Donnerstag den von den Sparervsrbänden gestellten Antrag auf Anrufung des Volksentscheids in der A u f w e r t u n g s f r a g e ab. Das gleiche Schicksal hatten die AufwerLungsaniräge der Bayerischen Volkspartei. Die Ab- lehnung erfolgte auf Borschlag des deutschnationalen Innenministers. wie war es? Das Genfer Eraebms im Kabinett.— Ein Dementi bei Huaenbera. Man liest im Hugenbergschen„Nacht-Tag" das folgende Dementi: „Ueber den K a b i n e t t s r a t» der vorgestern abend stattfand, sind verschiedene unrichtige Nachrichten verbreitet worden. Inzwischen wird offiziös noch einmal ausdrücklich fest- gestellt, daß eine im„Berliner Tageblatt" enthaltene Mit- teilung, wonach der Reichskanzler bei Schluß der Sitzung fest- gestellt haben sollte, daß das R e i ch s k a b i n e t t einstimmig und einmütig die Haltung der deutschen Delega- tion gebilligt und von dem vorliegend en Ergebnis mit Befriedigung Kenntnis genommen habe, ein« reine Erfindung ist. Der Reichskanzler hat ein« derartig« Feststellung nicht gemacht und auf Grund des Verlaufes der Verhandlungen des Kabinetts auch nicht machen können." Die amtliche Mitteilung über das Ergebnis der Kabi- nettssitzung, die sich mit der Genfer Tagung beschäftigte, lautete: „In dem heutigen, unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten ab- gehaltenen Kabinettsrat berichtete Reichsaußenminister Dr. Strese- mann über die außenpolitische Lage und die Verhandlungen des Völkerbundsrates in Genf. Nach eingehender Aussprache, bei der insbesondere die Rechtsausfassung geteilt wurde, wie sie der Außenminister in Genf bei den Deutschland berührenden Fragen vertreten hatte, stimmte das Kabinett dem vorliegen- den Ergebnis der Genfer Tagung einmütig zu." Also: das Kabinett hat dem Ergebnis einmütig zugestimmt. Es hat die Haltung der deutschen Delegation gebilligt. Was wird dementiert? Nur die Befriedigung? Oder soll das„offiziöse Dementi" bei Hugenberg den Eindruck erwecken, daß sich die deutschnatio- nalen Minister ausgeschlossen hätten? Es wird sehr leicht sein, heute im Auswärtigen Ausschuß authentisch festzustellen, wie es in der Kabinettssitzung war. Hilfloflgkeit. Der Biirgerblock sozialpolitisch aktionsnnfähig. Aus den, Reichstag wird uns geschrieben: In einem Zeitpunkt, in dem eine Reihe großer sozialer Fragen brennend geworden ist, zeigt sich täglich immer deut- licher die vollkommene Hilflosigkeit des Lesitzbürgerblocks. Der Kuhhandel über das Arbeitszeitnotgesetz findet kein Ende, die dringliche Vorlage zur g n v a l i d e n v e r s i ch e- r u n g wird täglich weiter verschleppt. Der innere Wirrwarr dieser Reichsrcgierung zeigt sich aber am allerdeutlichsten� bei den Behandlungen des Sozialen Reichstagsausschusses über die Arbeitslosenversicherung. Der Gefetzxntwurf ist, abgesehen von allerlei Fußangeln. auch rein versicherungstechnisch vollkommen unzulänglich vorbereitet, so daß es fast immer wieder den SoziaDemokraten im Ausschuß vorbehalten bleibt, durch entsprechende Berbesserungsanträge diese Mängel aus- zugleichen. In diesen Ausschußvcrhandhrngen werden die Unternehmerwünsche restlos durch die Abgeordneten der Deutschen Bolkspartei wahrgenommen, wobei meist ArbeUnehmervertreter, wie der Abg. Thiel, das Wort nehmen. Bei dem Zentrum ist erkennbar, daß es unter dem Druck der Christlichen Gewerkschaften Verbesserungsanträge zu stellen gezw, mgen ist. In diesem Ringen.zwischen Zentrum und Deutscher Volkspartei verhalten sich die Deutschnationalen vollkommen passiv, und es fällt auf, daß in der letzten Zeit bei der Beratung der Arbeitslosenversicherung die Deutsch- nationalen gänzlich teilnahmslos bleiben. Die Vertreter der Fraktion wechseln fast in jeder Sitzung, zeitweise sind überhaupt nur ein oder zwei Abgeordnete von deutsch- nationaler Seite anwesend, und sie nehmen.zu den wichtigsten Streissragen überhaupt nicht das Wort Die deutschnationale Fraktion im Sozialen Ausschuß beschränkt sich zurzeit darauf, bei den Abstimmungen die nötige Zahl von Mitgliedern her- bcizurusen, um dann jeweils, ohne vorlier an der Debatte beteiligt gewesen zu sein, für den reaktionären An-> trag zu stimmen. Das Bild im Sozialen Ausschuß entspricht sicherlich der ganzen Struktur der heutigen Regierung überhaupt, und die nächste Zeit dürfte bestätigen, daß der Besitzbürgerblock aus sozialpolitischem Gebiete vollkommen aktionsunfähig ist. Amerikas Doppelspiel. Gegen internationale Kontrolle der Rüstungs- industric. Gens. 17. März.(Eigener Drahtbericht.) Der Sachverständigen. bericht über die Vergleiche der Militärbudgets und die Ausstellung eines allgemeinen Budgets ist vom Ausschuß L der Vor. bereitenden' Abrüswngskonnnission ebenfalls ohne Diskussion dieser Überwiesen worden. Von besonderem Interesse für die nächste Woche beginnenden Abrüstungsberawngcn ist eine am Donnerstag veröffentlichte A«t. wort der Regierung der Vereinigten Staate» auf die Anträge des sogenannten Gemischten Ausschusses(mit Dertre- lern des Internationalen Arbeitsamtes) über die Wirtschaft» lichen Rückwirkungen einiger Abrüstungsmaßnahmen. Darin wird sowohl jede Kontrolle der Rüstungs. industrien wie auch die Bindung derselben durch gegenseitig« Abkommen abgelehnt und insbesondere auch jede kontrvllmaß. nähme zur Sicherung eines eventuellen interuatlonalea Verbots der chemischen kriegsmiltel, das gerade von amerikanischer Seite aus der Konferenz für die Konirolle des Waffenhandels nachdrücklichst gesor. deri worden war, als praktisch undurchführbar bezeichnet. Man findet, daß diese Auffassung in starkem Gegensatz zu der grundlegenden Forderung der amerikanischen Regierung steht, nach welcher der gute international« Glaube und die Achtung vor den Verträgen die sicherste Grundlage eines Abrüstungs» abkmnmens bilden müßte. Neue amerikanische Konferenzcinladung an Frankreich. Paris, 17. März.(Eigener Drahtbericht.) Das Auswärtige Amt veröffentlicht am Donnerstag die amerikanische Not«. in der Frankreich eingeladen wird,„sich in irgendeiner Form' an der Abrüstungskonferenz des Präsidenten Coolidge zu beteiligen. Die Note wiederholt die bekannten Argumente, nach welchen die von Amerika beabsichtigte Konferenz in keiner Weise das Prestige des Völkerbundes und der von diesem bc- obsichtigten Abrüstungskonferenz beeinträchtigen soll und behauptet weiter, daß die amerikanische Initiative dem Völkerbund große Dienst« insofern leisten werde, als sie die Erfassung des schwierigen Problem, der Slbrüstung beschleunigen würde.„Wie die französische Regierung bereits weiß," schließt das Dokument,„hat die amerikanische Re- gierung keinerlei Vorurteil in bezug auf«inc Formel, die zur Dcgrenzung der französischen Tonnage zu finden wäre. Sie wünscht, keineswegs die bereits durch Verträge gelösten Fragen wiederaufzurollen, möchte aber betonen, daß all« anderen mit der Abrüstung zusammenhängenden Fragen offenstehen und in der be- absichtigten Besprechung jede Macht die Möglichkeit haben wird, die Stellung einzunehmen, die sie als Verhandlungsbasis am besten mit ihren Interessen in Einklang bringen kann." Die Nichtlinien-Republikaner. Die preußische Fraktion der Deutschnationalen Volkspartei hat für den 22. März ihre Mitglieder zu einem Abendessen in der Wandelhalle des Preußischen Landtages eingeladen„zum Ge- denken des 13 0. Geburtstages des alten Kaisers." Guten Appetit, meine Herren deutschnationalen Republikaner! Die sozialdemokratisch verwaltele Stadl Wien hat ihre neuesten Wohnungsvauten nach Pestalozzi und Bebel benannt. In Mussolinie«. und zwar in Livornn wurden 80 Anhänger umstürzlerischer Parteien verhaftet, die»unter dem Deckmantel einer Konsumgenossenschaft" Versammlungen abhielten. Lohn und Leistung in den stäötisthen Setrieben. Senkung der Belegsckiaft und des Reallohns, Steigerung der Leistung. Di« Berliner Gemeindearbeiter, sowohl die der Kämmerei- betriebe, der städtischen Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke als auch der Charlottenburger Wasserwerke und der Gasbetriebsgesell- schost haben zum 31. März ihre Lohntarife gekündigt und«in« generelle Erhöhung ihrer Stundenlohne um zehn Pfennig gefordert. Ln einer unverbindlichen Aussprache ist von den Vertretern des Magistrats erklärt worden, daß sie die Not- wendigkeit einer Lohnerhöhung für die städtischen Arbeiter einsehen. Jedoch muß sich zunächst noch der Stodtverordnc.enaiisschuß und die Stadtverordnetenversammlung damit beschäftigen. Es erscheint da- her angebracht, einmal die Löhne der städtischer, Arbeiter mit ihren V o r t r i e g s l ö h n e n zu vergleichen urrd auch die wirtschaftliche Lage der städtischen Betrielr« und ihre Entwicklung in den letzten Iahren einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Eine Gegenüber st ellung der Verdienste der Kännnerei- arbeiter in der Vorkriegszeit mit den jetzigen Verdiensten zeigt, daß nicht nur der Reallohn bedeutend niedriger ist als der Lohn von 1Zl4, sondern daß auch die nominalen Nettoverdienste säst die gleichen sind wie die in der Vorkriegszeit. So oerdiente z. B. ein ungelernter Kämmerei- arbeiter niit Frau und einem Kind 1V14 wöchentlich 28.7l> M. bis 33,95 M., ein angelernter Arbeiter 30 45 bis 37,45 M. und ein Handwerter 30,?4 bis 43,20 M Dieselben Arbeiter haben jetzt, da die Abzüge für Steuern und Sozialoeisicheruna heute bedeutend höher sind als vor dem Kriege, ein nominales Nettoein. kommen im Vergleiche zu 1914: -n-, ino-r ReaNolm«cofnöber lal4 11W/ 1911— 100«/„ Ungelernt« Arbeiter 27,37—32,63 26,76-83.60 68V3— 73<>/<> Angelernte. 29.12—35,79 29,00—35,50 70— 6S'/z° o Handwerker 58.91-41,54 33 90—41,78 83-/,—70% Der amtliche Lebenshaltungsindex stand im Februar auf 145,4. Hierzu kommt die Erhöhung der Verkehrstarif« ab 15. März und die Erhöhung der Mieten um 10 Pro.z. ab 1. April. Dabei ist gmz davon abgesehen, daß die amtliche Index- zahl der wirklichen Lebenshaltung der Arbeiterschaft nicht Rechnung trägt. Uebcr die glänzende Entwicklung der städtischen Betriebe äußerte stch der frühere Berliner Kämmerer Dr. K a r d i n g im Februar- hest des„Magazin für Arbeiterrecht", u. a. wie folgt: Seif der Bildung der Elnheitsgemewde konnten sieben selb- ständige Gaswerke, sechs selbständige Elektrizitätswerke(von 11), sieben ebensolche Wasserwerke stillgelegt werden, weil die übrigen moderner ongelcg en oder moderner ausgebauten Werke ihre Arbeit mit zu übernehmen vermochten. Der Umfang dieser Verbesserung ergibt sich aus einem vergleich der Zahl der beschäsliglen Personen und der Jahresleistung der Werke. Gaswerke: 1SZ2: 1925; perionalstäike........(2 6f0 7 500 Gaserzeugung cbm..... 409 000 000 427 000 000 Wasserwerke: Per ona stärle........ 1 500 1 Z50 wassersörderung cdm..... 119 000 000 137 000 000 Elektrizitätsw erke: Personalstärke........ 3 500 4 800 Stromerzeugung au« eigen. Werken Kilowattstunden..... 170 000 000 365 000 000 Stromoerkauf im ganzen Kilowatt- stunden........ 430 COO 000 662 000 000 Die Zahlen sprechen für sich selbst. Bei den Gaswerken hat die Gaserzeugung um 4 proz. zugenommen, während das Personal sich um 40 proz. verringert hat; die Wasserwerke förderten 15 Proz. mehr Wasser mit einem um 10 Proz. geringeren Personal: bei den Eleklrlzl Stswerkea hat der Slromveibrauch im ganzen um 54 Proz. zugenommen, die Stromerzeugung aus den eigenen Werken sogar um 115 Proz., während die Personalstärke nur um 37 Proz. ge- wachseu ist. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, daß auch die Ar. beitszeil für das Personal gegenüber 1922 länger geworden ist: im allgemeinen um die vierielsländige Paus:, die 1922 noch in die achtstündige Arbeitszeit eingerechnet wurde: bei den Schlchla.bii ern der Gaswerke(d. h. bei etwa 15 Proz. der Grsarbeiter) um mehr." Diese Dahlen haben stch im Jahre 1926 weiter zugunsten der städtischen Werke oerändert. Für die Kämmerei- und Regiearbeiter liegen die Verhältnis�! ähnlich wie bei den Arbeitern der städtischen Werke. Auch hier ist trotz ein�r erheblichen Vergrößerung des Ar- beitsgsbietes gegenüber 1914 keine en sprechende Erhöhung der Ar- beiterzahlen eingetreten. Die Berliner Kämmereiarbeiter stehen im Reichsdurchschnill mit Ihren Löhnen an vierter bzw. fünf- ter Stelle. München, Nürnberg, Mannheim, Ham- bürg und Stuttgart. Bei einer Beurteilung dieses Materials wird kein Mensch be- hauvten wollen, doß die Forderung der Berliner städtischen Arbeiter zu hoch seien. Die restlose Bewilligung ihrer Forderungen würde nicht viel mehr bedeuten als einen Ausgleich für die Teuerung und der bevorstehenden Mieterhöhung, ohne daß damit die außer- ordentliche Leistungssteigerung abgegolten wäre. Die städtischen Ar- beiter glauben auch, daß d!« maßgebenden Körperschaften durch ver- nünftige Beschlüsse zu der so dringenden notwendigen Hebung der Lebenslage von etwa 30 09V Arbeitern beitragen werden. Um öie Arbeitszeit im öäckergewerbe. Die Bäckereiarbeiter lehnen den Schiedsspruch ab. Die Ortsverroalwng des Verbandes der Nahrungs- und Genuß- mittelarbetter hatte zu Mittwoch abend nach den Eermaniasälen eine Versammlung der Bäcker einberufen, die einen sehr starken Besuch aufwies. Zunächst behandelte Genosse Hetzschold den Entwurf eines Arbeitsschutzgesctzes unter besonderer Berücksichtigung der Forderung der Bäckermeistcrinnungen, die an die gesetzgebenden Körperschaften den Antrag gestellt haben, in dem neuen Arbeitsschutz- gesetz für ihre Betriebe die 60stündige Arbeitswoche festzulegen. In einer einstimmig angenommenen Entschließung protestierte die Dersammlung gegen diese unerhörte Forderung der Bäckermeister und sprach die Erwartung aus, daß die gesetzgebenden Körpcrschastcn dem Verlanocn der Bäckermeister nicht nachkommen, sondern viel- mehr ein Gesetz schaffen werden, das auch für die Arbeiter in den Bäckereien den?l cht stunden tag festlegt. Anschließend daran entwarf der 1. Bevollniöchligte, Genosse Schumann, ein Bild von den Dcrhandlungcn mit den Berliner Bäckermeistern über den Abschluß eines neuen Manteltarifs für die Berliner Bäcker, die sich nun schon ein Jahr hingehen. Die Bäckermeister hatten jetzt den Schlichtungsausschuh angerufen, der am 16. März einen Schiedsspruch fällte, der den letzten Mantel- tarif, der vorläufig noch weiter gilt, in vielen Positionen oerschlcch- tcrt. Genosse Schumann ging aus die einzelnen Bestiinnumgen des Schiedsspruches ein, worauf die Versammlung nach kurzer Diskussion in geheimer Abstimmung fast einstimmig die A b- lehnungdes Schiedsspruches beschloß. Gegen den Dorschlag, nach der zum 2. Aprll nach Leipzig ein- berufenen Reichskonferenz zwei Delegierte der Amsterdamer Richtung zu entscaden, wandten sich die Kommunisten und stellten zwei Kandidaten ihrer Fakultät aus. Die ebenfalls durch Stimm- zeltet oorgcnommeiic Wahl ergab mit überwältigender Mehrheit die Annahme des Lorschlages, die Konserenz mit zwei Delegierten der Amsterdamer Richtung zu beschicken. Lohnerhöhung in üer Metallinöustrie. Im oberen kreis Solingen. Köln. 16. März.(WTB5 In der Lohnfrace in der Metallindustrie des oberen A.eifes Solingen ist es zu einer Einigung gekommen. Der Arbeitgeberverband hat nach der Streichung einer Bestimmung des jüngste» Schiedsspruches, wonach den in Kündigung stehenden Arbeitern einzelner Firmen eine bescheidene Lohnerhöhung zuteil werden soll, seine» Einspruch gegen diesen Schiedsspruch zu- rückgezogen. Die Arbeiter erhalten eine Lohnerhöhung von 8 bis 12 Proz. auf den Stundenlohn, während die Akkordlöhne um 5 Proz. erhöht werden. In der A r be l t s z e i t f r a ge hat jetzt der S ch l i ch t e r die Entscheidung zu treffen. Gehaltserhöhung der Frankfurter Angestellten. Durch eine Vereinbarung zwischen dem Kartell der Arbeitgeber- verbände und den Angestellteltorganisationen wurde der Tarifvertrag. der die 2lrb-itcbedinqungen für 25 000 kaufmännis�e und t'cki- nische Angestellte in Frankfurt a. M. regelt, bis zum 31. Marz 192? verlängert. Die Gehal ssätze werden mit Wirkung ub 1. März 19-7 eine Erhöhung um 8 Proz. erfahren. Achtung SpD.-Velrlebsfunklionäre! Di- Raimarreu für 1027 kosten wieder 20 Ps. und find den Safficictn der AbteiUinge» bereits angestellt worden. Wir ersuchen unser« politischc» Tcrtrnucnslcnte, sich d e sur den Dcirieb notwendig« Anzahl Marien bei dem zuständigen ttasficrer der Abteilung adzuhole» und eisrig zu ocrt reiben. __ Da» Äetriebssctre.ariat. Achtung, Zimmererl lDoranzeiae.) Verbandskameraden, unsere Zentral- instanzcn geben in dem für diese Wochen ersehe.»enden„Z.mmercr/ aelannt- das etn Auficrorbeutlicher Verbat. doiag am Montag, 28. März, in Leipzig statt- sendet. Der Nerbandstag lall llocr Annahme oder Ablehnung des u.e.ehs- tarifvcrtrages entschctden. Damit die Zahlstelle Berlin und Umgegtnd h-.erzu noch uorber Etelluiia nehmen kann, finden folgende Citzunacu und Bersamm- »ezirlsocrsammtunaen finden tn der Zeit vom Mittwoch, 2Z.. bis tzre lag. 2ö. Marz, statt. Die Zahlstelltnoersammlung tagt am Sonnabend,'2(5. März, 8 Ii Uhr, in Havellands Fcstsälen. Tagesordnung:„Stellungnahme zur iir:- liehen Lohnbewegung»nd zum Neichstar fvertrag." Alle Kameraden haben die Pflicht, für guten Besuch dieser Beranstaltungcn Sorge zu tragen. Die Be- zirksleitung-n haben die Pflicht, sofort dem Bureau mitzuteilen, wann der Bezirk tagt, zwecks Vcrvfscntlichung. Zentralverband der Zimmerer Deutschlands, Zahlstelle Berlin u. llmg. Borgand. s Uhr, Fitmadend in der Kulturabtctlung des Deutschen Metallarbeltervcr- dandcs, Linicnstr. 197. Sonntag, 20. März. Besichtigung der«onsumgenossen. schaft. Zugendgruvvc de» ZdA. Heule, Freitag, 7% Uhr, finden folgende Ber- anstaltungcn statt: Spandau: gugendhelm Lindenufer l. Bortrag Uber..Frei- dtnlertnm."— Siidmcst und Lichtenberg: Die heutige Veranstaltung fällt aus. Wir beteiligen uns an der Kundgebung der arbeitenden Jugend. Trcffpunkl 7 Uhr Platz am Märchcnbrunnen lkönigstor). Das Arbeiter-Kulturlartcll Srotz-Berlin veranstaltet heute, Freitag, 714 Uhr, in den Prachtsälen am Märchcnbrunnen, Am Fricdrichshain 28— 31,«ine Knrdgcbung der arbeitenden Jugend gegen das Gesetz zum Schutze der Jugend bei Lustbarkeiten. Redner Dr. Kurt Lowenstein, M. d. R. Lichtbilder und Darbietungen der Iugendgruppm. Preis 10 Pf. Alle Iugendmitglieder des ZdA. beteiligen sich gn dieser Kund- gebung. Treffpunkt 7 Uhr Platz am Märchcnbrunnen lkönigstor). Bcrantwsrtlich Illr Politik: Bictor Schisf: Wirtschaft:®. Klingeldöser: Gcwcrlichastsbcwegung: Fr. Stzkorn: Feuilleton Dr. John Schikowski: Lokales: und Sonstiges: Fritz Karftodt: Anzeigen: Th. Glocke: sämtlich in Berlin Berlag: Borwärts-Berlog s. m. b. H.. Berlin. Druck: Borwärts-Buchdruckerer uud Lerlagsonltalt Paul Singer u Co.. Berlin EW 63. LiudenstraKc 3. Hierzu 3 Beilagen uud»Unterhultnug uu» Bifleu". WERTHEIM Leipziger Str. Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz � W fr-w Obst, OemU*e, Fleisch und Fische werden nicht zugesandt. Frisches Fleisch Kalbskamm u. Brust____ nund 70*. Kalbsnierenbraten...... pt™.< 75*. Kalbskeule ganz und fcMU..... Ptund 90*. Schmorfleisch"■ R"'*br� m"hn�uz 90*. Suppenfleisch...........**** 75* Schweinebauch 80* Schweinekamm u. Blatt*und SO*. Kaßler, Speer u. Kamm*und 1* Liesen*d. 80*. Behacktes*d. 70*. Prima Ochsenfieisch, gefroren Suppenfleisch...........*m.d SO*. Kamm u. Brust..........*und 55*. SchmOr t le ISCh mU Knodten.. Pltuid 80*. Kalif orn. Aepfel... 3 p'u-1 SS«" Smyrna-Feigen Pfund 32pi. Jamaika-Bananen P« 55Pf. Zitronen.... Duhend IgPü Weißkohl dänischer. Pfund 7 p>. Apfelsinen vh 35, 55, 85 Pf. Rot- � ��'"önand�Vfund 10 Pf Blutapfelsinen d«. 70, 95p(. Blumenkohl Kopivon iSPf an Ananas.. fnadic. Pfund 95 pi- Schwarzwurzeln«»ct 2 5 Pf- Messina-Blufiorangen lOso Rügenwalder Landleber- u. Rotw. pw 1.10 Mettwurst grobe. Pfund 1.30 Mortadella.... fwnd 1.30 Speck fettPid. 1,20 ntager 1,45 Jagdwurst...- Pfund 1.45 Schinkenwurst Pfund 1.45 Teewurst Iso Mettwurst A%fnÄ 1.50 Filetwurst.... Pfund 1,50 Bier-u Leberw.feinetpfd 1.60 Schinkenspeck Pfund 1.65 Zervelat u. Salami 1.75 Nußschinken i.gs Konserven Schnitt-UiBrechbohn.'� �rikosen 82Pf- Gemüseerbsen.. 62 Pt Ananas Hnwuii.ca.sscheib.l.eo Kaiserschoten''j87 Pf. 1.58 Gewürzgurken 3.60 Jg. Erbsen 84 Pf. Rote Rüben iO0p™d- 2.30 Gemischt.Gemüse'ein 1.40 Bismarckheringe, Roll- Pfefferlinge...... 82Pf. mops, Hering in Gelee, Slangenspargel�JJJ ift1.75 Brathe; inge 68Pt Pflaumen ntit tc,,, ohne«m Oeisardinen_ h«__ r uaumen ste|n 7 5 p,. äl8|n 1 m Kiubdosc 48p/- oo�78Pf. KonfitQren, 2 Pkund-Eimer Ananas 1,65 Orangen 1.15 Pflaumen 1.10 Erdbeeren, Aprikosen, Kirschen, Himbeeren 1.45 Pflaumen(Helvella) 3 Pfund Eimer 2 50 lO Piund- Elmer 4.50 Kakao Holländ. Kakao Marke„Kamphuys- 1. Bledid, Pfd. 1.60 LPld- 2.90 Marzipan-Pralinen p,� 58 Pf. Fruchtpasten-Bruch 17 pi. Camembert 60«. Limburger.. Pfund 55pl Tilsiter»oiiiett, pw. im 1.15 Allgäuer p» 62 Pf voHfeti 1 m Schweizer JJJ; 1.10 � 1.45 Holländer....Pfund 75Pf Margarine...piund 53 Pt Edamer... Pfund 75 Pf Tafelbutter...Pfund 1.90 Steinbuscher. Pwnd 95 Pf. OZnischs Butter Pfund 2» Wild u. Geflügel Junge Hühner ÄÄ'eble!lu»g soll am lg. März ihre Wethe ei halten. AnS diciem Anlah findet im Restaurant»Zum Echultbeih am Rreuzbera*(früher Tivoli), Lichterse der Ttrahe II, eine Feier mit kiwstlerilchem Programm ilait. Eintrittskarten mm'Preise von 60 Pf.(einschlietzlich Steuer und Tanz) find auch am Saaleingang zu haben. Typogrophia. Achtung, Sänger! Die für Sonntag, 20. März, vorm..'/,t0 Uvr, angesetzte tNcneralprobe findet n ich t in der Hoch- schule, landern tn der Aula Mariannenplatz 27/28-um g Uhr statt. Erscheinen aller Sänger ist Pflicht. Der Bor st and. l»e Ordner der Droletartschen Fei erstanden treffen sich am Sonntag, dem 20. März, vormittags 8';, Uhr, im Großen Schauspielhaus zum Dienst für die Jugendweihe.» "W"Inser neuer Mhjahrskatalog bl endiienent 3V verschiedene Modelle stehen darin zur Auswahl, die alle die dm'\ t K bekannten MIFA- Vorzüge aufweisen: Erstklassige QuatitSt. billigen Preis, günstige Zahlungsbedingungen. Die durch W'C Verveendung von nur bestem Material und modernster Fabrikation bedingte MIFA- QualUÄt Ist altbekannt und wird tmmer wieder durch sahireiche MIFA- Siege bewiesen. Untere Preise konnten wir trotz unverSnderter Qualität dadurch abbauen, daß wir direkt ab Fabrik liefern. Verkauf durch unsere über ganz Deutschland verbreiteten lOO Fabrikverkaufstellen oder tu gleichen Pretzen frachtfrei direkt von unseren Zweigniederlassungen Im Versandwege. Die durch Ausschaltung aller unnötigen Zwischengewinne ermöglichte Prelsverbllllgung kommt restlos dem Publikum zugute. Durch Einkauf eines M/FA- Rades sparen Sie, ohne Ihre Ansprüche an beste QualilSt herabmindern tu müssen. IVochenraten von 4 Mark an. Versäumen Sie nicht, eine unserer lOO MIFA- Fabrikverkaufstellen zu besichtigen! Jede Verkaufstelle unterhält eine fachmännisch geleitete Reparaturwerkstatt. Sie finden dort sachverständige Beratung und ein reichhaltiges Lager in Ersatz und Zubehörteilen. Verlangen Sie sofort unseren netten Katalog, der erneute Preisermäßigungen, auch für Ersatz- und Zubehörteile, enthält, von der unten- etehenden VerkaufsieUe oder direkt von unterer Zweigniederlassung f. Nord- 0. Ostdeutschland, Berlin 5 IV0 1, Belle Alliancestr. 0. Unsere Räder werden kompl. m. Torpedofiellauf(*außer den Mod. für 59 a. 64 M), pa. Gummi, Pumpe u. Glocke geliefert Herrcnr&dcr!> Damenräder II Rennräder Mifa-Gummi 848 Uhr, im Jugendheim Lindcnstr. 3. Kundgebung gegen das Gesetz zum Schutze der Zuzend bei Lustbarkeiten heute, Freitag, 18. März, 7>b Uhr, ia den Prachtlälea am Rärchenbruuue», Am Frlcdrichshain ZU— 31. Ledner Z-r. fiart Löwensteiu, M. d. Zt. Tresfpunlt der Sesamtorganifatiou 7 Uhr Landaberger Plag. Treffpunkte der Abteilungen zur Kundgebung.. Sefuudbrunnen! S Uhr Ehristianiastraße, Ecke Prinzenallee!>47 Uhr Lortzing-, Ecke Swincmllnder Straße, mit der Abt. Norden.— galtplaa- Vi? Uhr Schönhauser Allee, Ecke Sontianslraße.— Schiinhaufer� Porstadt: 6 Uhr Dhf. Schönhauser Allee.— Weißensec: 6 Uhr Antonplaß.— Neulöllu V:"Zii Uhr Kcrtzberqplaß.— Lichtenbcrg.Mitte! Uhr Bhf. Frankfurter Allee.- Relnickendert-Ost: 6 Uhr Seebad.— Weebebczirl Prenzlauer Berg!>47 Uhr Banzigcr Slraße, Eike Prenzlauer Allee.— Werbcbrzlrk«renzberg!>:? m>r M irlannenplatz.— Wcedcbczir« Siböncbcrg:' 7 Uhr BKi. Bil'owftraße eSäule „Erste Hilfe").— Werbcbczirt Rcuköll«:'■ i7 Uhr Bhf. Neukölln. Vorträge, vereine und Versammlungen. Reichsbanner»Schwär,- Rot-Gold". (Zeschäfts stelle: Berlin 6 11 Eetastianstr. 87/38, Hos S St. Freitag, 18. Mär». Tleeaart»»: Natfahrer-Abteilung 7>4 Uhr bei Trllmper, Flenzburger Sir. Z.— Preuzlaner Berg! Die Monat». Versammlungen der Kameradschaften Arnowalder und Humannplatz finden im Anschluß an die Miirzacfallenen. Kundgebung in den bekannten Lokalen statt. Wilmersdnrs! 714 Uhr llebungsstunde de» Tambaurkorps bei Funk, Holsteinische Straße. Tempelhos» Ä Uhr Fcstball in drei Lokalen. Treptow sftrei»): Antreten vorm. 814 Uhr am Bhf. Bdiershof zur Kranzniederlegung. Weißeusee: Mittags 12 Uhr Antreten Srllncr Baum. Pflichweranstaltung nach Tempelhof. Nachzügler Bhf. Tempel» bof 114 Uhr. Pankow: Pflichtveranstaltung. Antreten 1214 Uhr mit Tambour. korp» und Fahnen Bornholmer, Ecke Schönhauser Allee. Nachrichtendienst ladet «in. Reinickendorf! Nachm. 1 Uhr Unterarundbhf. Tempelhofer �eld. Antreten aller Kameraden. Pflichtveranstaleung. Adl«r»h»f: Bonn. 814 Uhr Bhf. Adlers- bof Antreten znr Scdcnkieier sKapp.Opicr). Neb«: Stadtobersekretär Sillmeister. Bflichtveranstaltung. Ricderbarnim.Rord sKrei»): Bormittag» 10 Uhr wichtige Krcissitzung bei Müller, Uferstr. 12»—-w-_ tuna gegen Wilmersdorf in Lichterfelde. Potsdam gegen Nowawes m Pots- dam, Bornstcdtcr Feld. Zchlendorf gegen Lindcnhof in Zehlendorf, Spandauer Straße. Reukölln-Britz gegen Frisch-Auf in Neukölln, Dammweg.— Beginn der Spiele nachmittags 4 Uhr.____ Handballspiele am 20. März. dem 19. Miez, um 146 Uhr igen Neukölln 2. Ein Teil der finden folgend« Spiele statt: Luckenwalde empfängt Spandau 1. und 2. Männer und Frauen. Niederschöne- weide spielt in Gosen gegen Erkner. Kupferhammer spielt gegen Droß-Berlin- Friedenau, Männer und Jugend, welche auch gleich noch gegen Eberswald« fpiclt. Belten spielt in der Gcrmcndorfer Straße mit der Zugend gegen Ober- fprce um 2 Uhr und mit den Männern gegen Ficht« 8 um 4 Uhr. Bornstedt fpielt um 3 Uhr gegen Fichte Z ll auf dem Bornstedter Feld. Aus dem Kartell- > 2 U gej Uhr. In Uhr, die legen Branden. Tegel, Graf. Frauen gegen platz in Friedrichsfclde, Trcskowallee, spielen Lichtenberg 2 bürg 1 II um S Ubr und 3. Abt. gegen Biesdorf um 4 Rödern-Korfo, spielen die Jugend gegen Schönow um 10„_ Schönow um 2 Uhr, die 1. Männer gegen Schönow I um 3 Uhr, Groß-Berlin. Wedding III gegen Schönow II um 4 Uhr und Tegel ll gegen Steinfurth I um b Uhr. Groß-Berlin-Wedding hat in Reinickendorf, Scharnweberstraße, folgende Spiele: Um 12 Uhr 3. Jugend gegen Steinfurth l, um 1 Uhr die Frauen gegen Fichte 1, um 2 Uhr 1 Jugend gegen Schöneberg 1. Sportler, um 3 Uhr 2. Männer gegen Neukölln 2 ll und um 4 Uhr die gleichen 1. Mannschaften. Oberspree spielt gegen Neukölln Bereinsmannschaft, die 2. Männer um 2 Uhr und die 1. Männer um 3 Uhr. AIt,Slienicke spielt in den Äiesbergen gegen Fichte S; die Jugend um 12 und die Männer um 1 Uhr. Weißensee hat auf der Rennbahn folgende Spiele, die Männer gegen Sparta I um 3 Uhr und '~-----"'— Auf den Fichte.PIätzen finden folgend« um 10 Uhr die 1. Zugendabt. gegcn gegen Sparta, um 11 Uhr 3. Frauenabt. 1 gegen 5. Frauenadt. I, 3. Frauenabt. II gegen Lichtenberg 2, um 12 Uhr 3. Jugend- abt. I gegen Wildau I, um 1 Uhr 3. Männerabt. III gegen Wildau I, 3. Zugendabt. I gegcn Wildau I, um 3 Uhr 3. Männerabt. I gegen Schöneberg Turner, um 4 Uhr 7. Männerabt. I gegen Velten II, um 5 Ubr 3. Schülerabt. gegen Hennigsdorf: in Mariendorf, an der Renndadn» 19 Uhr 19. Männer, abt. I gegen Brandenburg 1 I, um 11 Uhr die gleichen 2. Mannschaften, um 3 Uhr 20. Frauenabt. gegcn 4. Abt., um 4 Uhr 20 X Männerabt. l gegen 4. Abt. 41. Köpenick spielt im Stadion, Marienstrasie, mit der 1. Jugend gegen Groß-Berlin-Wedding U um 2 Uhr und den Männern gegen Schönebcrg 2. Sportler um 3 Uhr. In Hohenschönhausen, Sommerstraße, spielen Fichte 22 Zugend gegen Fichte 8 um 9 Uhr und die Schüler gegen, Adlershos um 10 Uhr. In Wildau, Friedricd.Ebert-Straße, spielen die 1. Jugend gegen Pankow I um 2 Uhr und die Schüler gegen Fichte 21 um 3 Uhr. Stralau spielt gegen Nowawes, die Zugend um 12 Uhr und die Männer um 1 Uhr. Weitere Spiele sind: Männer: Fichte 4 I gegen Freie Kanufadrer um 3 Uhr auf dem Wasser- fportplatz Plötzensee, Spandau III gegen Neukölln 3. Bereinsmannschaft um 3 Uhr in Spandau. Falkenhagener Chaussee! Kaulsdorf l gegen Pankow I um 142 Uhr in Kaulsdorf, Köpenicker Stroß«: Bohnsdorf I gegen Sparta II um 5 Uhr in Bohnsdorf. Schulzcndorfer Straße! Neukölln 2 I gegen Steinfurth in Niederschöneweide. Berliner Straße(Gasanstalt): Schönholz l gegcn Aerms- darf I um 10 Uhr in Schönholz, am Wasserturm. Jugend: Groß-Berlin- Norden 2 gegen Snarta um 10 Ubr auf dem Crcrzierplatz Schönhauser Alle«: Fichte 20 0 ocgen Fichte 4 um 2 Uhr in Lichtenrade: Schöneberg 2. Sportler gegen Neukölln Bereinsmannschaft um II Uhr aus dem Dominicusplatz und Rofenthal Schüler gegen Lichtenberg 2 um 10 Uhr in Rosenthal, Hauptstraße. Arbeiter-Radfahrerbund„Solidarikät". Touren für Sonntag, 20. März: Ortsgruppe Berlin, 2. Abt.: Früh 714 Uhr Nauen(Funkstation). Pro Perlon 50 Pf. 1 Uhr Pichclswcrder. Start Dieffendachstr. 26.— 12. Abt. Motorfahrer: 1 Uhr Wandlitz(Bünger). Start Mcmeler, Ecke Pillauer Straße. Gäste auf jeder Tour willkommen.— Bez. 2, Ortsgruppe Neukölln: 1 Uhr Wilhelmshagen. Start: 1. Abt. Hertzbergplatz, die sich nicht daran beteiligen, nehmen an dem Umzüge für teil. Treffpunkt 2 Uhr am Bahnhof ohne Räder.— Ortsgruppe Eck e Märzgefallenen ______________._____»gruppe Echönebeeg: 1 Uhr nach Trcptow-Baumschulcnweg zum Stiftungsfest. Start Stubenraui straße de.— Ortsgruppe Steglitz: 1 Uhr Anfahrtstour nach Zehlcndors(Mick- ieo)7— Ortsgruppe Treptow-Baumf ck nlenweg: 27. Stiftungsfest bei Nilsche, Biktoriagartcn, Am Treptower Park. Start zum Korso 2 Uhr Bereinslokal.— Ortsgruppe Charlottenburg: Anfahrt llber Kundekehlc, Paulsborn, Fischerhütte. Start 1 Uhr Galoanistr. 13.— Ortsgruppe Wilmersdorf: 2_llht Zedlendorf. Chan Kastanienwäldchen am Startplatz, Restdcnzstraß«, Ecke Pankower Allee. Gemüt- liches Beisammensein.— vttsgrnop« Lichtenberg: 1214 Uhr Anfahrtstour nach Ahrensfelde(Schneider). Start Bereinslokal. Touristenvereia„Die Raturfreunde". Zeakrale Wien. gebung des Kulturkartell, in den Prachtsälen am Märchenbrunnen(Am Fried- richshain) ssreitag, 18. März, 143 Uhr. Erscheinen aller Genossen ist Pflicht. Photo-Gemeinschaft: Sonnabend, 19. März, in Heinrichs Festsälen, Groß« Frankfurter Str. 30, Wochenendfest auf der Frohwihmalm. Eintrittskarten »IM. bei den Funktionären. Montag, 21. März, Borsatzlinsen und Weich- zeichner(Ausstellung Schnee).— Abt. Gesundbrunaen! Sonntag, 20. März, Hennigsdorf— Spanbau. Abf. 7.86 Bhf. Gefbr.— Abt. Prenzlauer Berg: iNnabcnd/Sonntag, 19.120. März, Nauen. Abf. Sonnabend, 19 März, 148 Uhr, Montag, 21. März, 8 Uhr, im Heim Stralauer Str. Mi. �Atmung und Er. nährung der Planze*— Abt. Schöneberg! Montag, 21. März, 8 Uhr, im Heim Hauptstr. 16, Heimabend.— Abt. Steglitz: Montag, 21. März, 8 Uhr, im Heim Kniephof-, Ecke Jeverstraße.„März." Mannschafls-SchachwetlkSmpfe. Am Sonntag, 20. März, 10 Uhr, finden dir Wettkämpfe des Berliner Arbeiter-Schach-Klubs ihr« Fortsetzung. Es spielen in der C-Gruppe: Ostkap I in Gesundbrunnen TT, Nsgaer Str. 87; Friedrichshain I— Nordwest I, Elbsitger .. � phie-Chorlotte-Str. 88; Wedding III— Hum» Meisterturnier(Endrunde) Straß« 8; Westend I— Osten II, Sophie boldthain II, M-xstr. 12. Alle Teilnehmer. treffen sich Montag abend 8 Uhr(pünktlich) im Roten Stern, Dessauer Str. 2. Die Epieltechnikcrsitzung wird vom 26. März verlegt. Neuer Termin wird an dieser Stelle bekanntgeaeben.„.. «rbeiter.Sch-ch.Klui. Abt. Osthafeu, spielt letzt Stralauer Allee 22- bei ...Darias. Spielabend jeden Dienstag 148 Uhr. Eä fänger und Jugendliche Unterricht gratis. Säfte willkommen. Für An- Zacharias. Epielabend jeden Dienstag 148 Uhr. fänger und Jugendliche Unterricht gratis. Verschiedenes. Arbeltee-Spsrt-»ad Knlturlartcll Tegel. Sonntag, 20. März, auf dem Tegeler Friedhof, Gefallenen-Gedächtnisseier. Erscheinen der dem Kartell an. geschlossenen Vereine wird zur Pflicht gemacht. Abmarsch 2 Uhr Sporthaus Tdrnow. Tegel, Schlieperstr. 64. Arbeitcr-Sportlartell Wedding. Hiermit werden all- Mitglieder der Ad- tellung W-dding des Arbeitcr-Samariter-Bundes zu einer kurzen Besprechung am Mantag, 21. März, 8 Uhr, im Lokal Schwedcnstr. ISd, eingeladen. Jeder Verein oder Abteilung muß vertreten sein. freier Kanu-Berein Stralau. Anläßlich des Anpaddelns am Sonntag, lärz, nach Köpenick, Restaurant G. Heue, Gartenstr. 23(Frauentrog), und der um 1 Uhr stattfindenden Wimpelweihe veranstalten wir auf den, van Askania verschiedene Sportspiele. Freunde unserer Sport- ewegung werden gebeten, unsere Veranstaltung unterstützen zu wollen. Arbeiter-Radsahreroereia Groß-Berlin. Sonnabend, 19. März, 8>4 Uhr, Kostümfest In Treptow, Zäqerhäuschen. Sonntag, 20. März. 114 Uhr, Adlers- Hof. Restaurant Ziege. Start Waldcmarstraße, Ecke Mariannenplatz. Gäste j willkommen.», Berliner Schwimmverein„Welle". Wir machen ausdrücklich darauf auf- merksam, daß der Zutritt zu unserem Badcabend, ebenso Sonntags vormittags, in der Badeanstalt an der Schillinasbrücke nur gegen Vorzeigung des Mit- gliedsbuche» zulässig ist. Besucher ohne diesen Ausweis werden ohne weiteres zurückgewiesen. �____„.. Freie Turnerschast Groß-Berlin, Bezirk Süden. Sonntag, 20. Marz, Parti« der Männerabteilung nach Großbesten— Griebendorf— Teuselssec—Neiherdorst— S roßbesten. Treffpunkt 147 Uhr Görlitzer Frrnbhf.(Wiener Straße). Sonn- tagsrllcksahrkarten löfen nach Großbcsten(1,40 M.). Athletik-Sport-Clud, e.«. Sonntag. 20. Marz, Abteifungstreffahrt nach Hangelsberg. Treffvunktt Männer und Jugend 149 Uhr, Frauen 9 Uhr mit Fahrkarten nach Erkner auf dem Bhf. Stralau-Rummelsburg. Sport. Revuen zu Marieadorf am Donnersiag. dem 17. März. 1. Rennen. 1. Lonpe(A. MU!�), 2. Einsicht(W. Lemzer), 3. Kletier- rose(D. Zouienberper). Toto: 3S: 10. Platzt 27, 31, 70: 10. Ferner liefen: Po'Sdam, Lachmuskel, Propeller, Edelstein» Sohn, Konstanz, Oft- mark, Str Caid, Esst, Cirano. 2. Rennen. 1. Alpengeier(Jauß jun.), 2. Magotvan jun.,(Eh. Mill»), 8. Ratali»(Heim. Schleusen er). Solo: 40: 10. Platz: 15, 12, 19: 10. Ferner liefen: Tudora, Invasion, Konlul, Flamingo. 3. Rennen. 1. Die Pupp«(Cb. Mill»). 2. Fredegundi»(F. Mills), 3. Wagner(E. Elia»). Toto: 14:10. Platz: 11. 14. 11: 10. Ferner liefen: Dolman, Ingelinde, Meisterlänger, Marl) Salle, Vitar, Wichtelmann, Quintessenz, Malteser, Regend'gen, Minni Halle. 4. R e n n e n. l. Kluck(S Mill»), 2. Willi A.(Jauß jun.), 3. Denk- münz-(Roll). Toto: 86:10. Platz: 16, 12, 23:10. Ferner liefen: Kapellmeister. SvnntagSprinz, Mr§. BoSwortb. Quisi quasi. Jeanette, Cotta. 5. R e n n e n 1. Prinz kkuckuck(Riekei. 2.-jLangemann(Korzenick), 2.-fFranziSko(v. Sotohl). 3. Hersteller(A. Rückert). Toto: 364:10. Platz: 101. 33. 63: 10. Ferner liefen: Mantua, Baron Trcgantle. Ilona W, Interessent.(SoudsterS Gloria. Mailönlgin I., Heldeprinz I., Petronella IL, Tasna. Nolula, Altgold. Cariolanu», Radiola, Jimiene, Erdgraf, Blaumeise, Albatro», Stapellaus. 6. R e n n e n. 1. Karreval(I. Mill»), 2. Native Forde»(M. Ringiu»), 3. Harr« W.(Jauß jun). Toto: 75: 10. Platz: 15, 12, 21: 10. Ferner Uesen: Kammersänger, Cadiac Axwortbh, Interpellant. Roordwhl. 7. R« n n e n. 1. Möglich(F. Bobr). 2. Osiri»(I. Mill»), 3. Benedikt (E. Ringiu»). Toto: 47:10. Platz: 15, 16. 50:10. Ferner lieten: Punier, Dele Marion. Casanova, Abdulah Siwer, Peter Hall, Crispa, Natal, Trau- ring. Lebemann. 8 Renne». 1. Eraimn»(Eh. Mill»), 2 Koblenkönigin(B. Hecker t), 3. Livlu« IM. Ringiu»). Toto: 18:10. Platz: 16. 25. 59: 10. Ferner liesen: Quitte B., Paula Bingen, Arnsried, Olley B., Kinostern, Heidesee. Wetterbericht der öfsentstcheu Wetterdienststelle sür Berlin und Ilmgegend (Nachdr. verb.). Borwiegeud beiter, nach lühler Nacht am Tage miid, leine Niederschläge. Alle Deutschland: Heiter, bt«weilen bewölkt, nachts ziemlich kühl, am Tag« ansteigende Temperaturen, überall trocken. Das Ende der Magenbeschwerden Chronische Mägenleiden entstehen häufig aus beständiger Ver- nachlässigun�. Wenn Sie bei den ersten Anzeichen nach.den Mahl- Zeiten Biserirte Magnesia einnehmen, so haben Sie es selbst in der Hand, vielen höchst unnötigen Beschwerden vorzubeugen. Der An- fang«ine» Magenübels hat meistens seine Ursache in übermäßiger Säuresekretion der Magensäfte. Biserirte Magnesia wird diese Säure schnell neutralisieren und Ihnen Blähungen, Magenschwere, Sod- brennen und andere Krankheitserscheinungen ersparen, die, vernach- lässigt, in schwere Leiden ausarten können. Vergessen Sie nicht, der ersten Warnung der Natur Beachtung zu schenken. Nehmen Sie Biserirte Magnesia, welche in jeder Apotheke erhältlich ist, und machen Sie sich die außerordentliche Wirksamkeit dieses Mittels zunutze. Zu jeder Apotheke in Pulver- und Tabletleuform zu 7R. 1,50 und M. 3.— die Flasche. IfeAn xahhmg �Moni DicSchcnswürdigkelt: Dös alte Geschäft | im nwen modernen Rahmen| DulMIInlasfrikjiftii AnxOgm, Mp' mit tlkwer I f?rKrtä' -rs Elnsfi6iiaB«s-iueiuu< ftr Kiubta>»< MMah««. bBtfrfihjabn-IUmao NM lulu- KlBlei, Damau«-NM Hk]a]inUaMtn.««ni lMG Intfino, ConmlBtt' Suiaivttiei« tfammi nem« Neu aafgenemuieni leib-, Bett- nl TlickvIidH lltzeNlsmiiss. UM 'dickt. IcUnnt, InmMu HObel-Einrichbinga) vtoftia. SMB. I«ilU «s In der GctamuuSntc de>.Vorwärts* sind besonders«trkseas sehrbUlUtl eee€««e>«sssssssA Unserem verehrten Onkel kösltioli! Xlong unij fsgii i zur uold«»«» yochzetk die(p herzlichste»«lackevünlche.(p fzullic Senniu l Qsnld Ubier. SSSSSS0» eeeeeei Riesenbrille SO u. 60 Pf. Viele Schert- Neuheltenl Mützen Dutzend von 20 Pf. an. Alle Pest- und Vereins- Artikel sehr billig. Ma«ksr»ea»traSe84 an der Undenstraste Wir suchen per sofort: Geübte 100 Kleider- Plätterinnen 40 Bügler 30 Oberhemil-Plätterinnen und Detacheusen die bereits in Färbereien und ehem. Waschanstalten tätig gewesen sind. W. Spindler A.-G. 1 Spindlersfeld. Zum Schulanfang Matrosenanzllge au« sarvigm swssm. 4.90 viele................... 9 60. 7 iu Orlg. Kieler Anzug«»« Cbeoiomoss» mtt wvr oder langer Hoie, ie nach QuaNlä. 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Dabei ergab stch die Tatsache, daß an diesem Tage allein in Sachsen über 10 MO zweiköpfige, 8240 drei- und mehrköpfiae Familien g e- trennt leben, weil sie keine Wohnung finden. Ueber 28 9M zwei- köpfige und über 36 600 drei- und mehrtöpsige Familien wohnten in Untermiete, Zivileinquartierung oder bei Verwandten, well sie keine eigene Familicnwobnung haben. Insgesamt waren demnach allein in Sachsen rund 8Z000 Familien ohne «igeve Wohnung. Dieses Beispiel aus Sachsen mag eine Andeutung dafür sein, was wir bei der in diesem Jahre statt- findenden Reichswohnungszählung zu erwarten haben. Das Wohnungsslend in Deutschland ist unbeschreiblich und es ist toll. dgK im kapitalistischen Deutschland der chauptkampf und die Hauptsorge in der Wohnungsfrage viel mehr darauf gerichtet sind, wi? der Hausbesitz seine Rente steigert, als darauf, den menschenunwürdigen Wohnungsverhältnisfen von Millionen ein entschlossenes Ende machen. Der Surseinbruch au der Börse, der sich in den letzten sechs Wochen allmählich, aber fühlbar durchgesetzt hat, kommt deutlich in den Kursstatistiken zum Ausdruck, die die Deutsche Bank regelmäßig veröffentlicht. Jni Märzhest ihrer �Wirtschaftlichen Mitteilungen� wird für die an der Berliner Börse gehandelten Aktien ein Rück» gang de» Durchschnittskurses von 177,7 Pro,z. am S. Februar auf 168,6 Proz. am 0. März festgestellt. Der Wert der an der Berliner Börse gehandelten Aktiengesellschaften hat also in einem Monat 9,1 Proz. des Rominalkapitols verloren Dabei ist es beachtlich, daß die Bankaktien die schärfsten Rück» g ä n g e zu verzeichnen haben, nämlich um 21,3 Proz., während die Industrie- und Schisfahrtsaktien im Durchschnitt nur um 7,7 Proz. zurückgingen. Auch der Bericht der Deutschen Dank weist nachdrücklich darauf hin, daß die Spannung aus dem Geldmarkt, die der Haussespekulation ein Ende gesetzt hat, fortbestehen werde, da sdurch die Zinssenkungs der Zufluß von Auslandsanleihen aufge» hört habe und(infolge der ansteigenden Konjunktur) die bisher nicht verwendeten Teile von Ausländsanleihen allmählich wirtschaftlichen Zwecken zugeführt würden. 21 Proz. Dividende. Das Doppelte wäre mögNch gewesen. Diese große Dividende verteilen die Bereinigten Stroh» stoffabriken in Dresden, die in ihren drei Fabriken zur Erzeugung von Strohzellstosf für Feinpapiere über 600 Arbeiter beschäftigen und für 1024 und 102S auch schon Dividenden von 18 und 16 Proz. auf das 1,6-Millionen-Kapital verteilt haben. Der Gesellschaft scheint selbst Angst davor zu sein, dauernd mst so Hohen Dividenden an die Oessentlichkeit zu treten. Denn einmal wird sie ihr Kapital auf 3,2 Millionen verdoppeln, mit anderen Worten verwässern, und zum anderen sagt sie mit Nachdruck. daß sie eigentlich nur 7,2 Pro� Dividende verteile, wenn man da» Bortriegs kapital von 4 Millionen zugnmd« lege. Aber es hilft nichts. Die Gesellschaft hätte sogar das Doppelte, also über 40 Proz. Dividende verteilen können. Denn einmal erhöht sie ihren Reservefonds(ohnehin schon 26 Proz. des Aktienkapitals) weiter um 100 000 M., dann steigert sie ihr Werkabnutzungskonto— trotz der großen stillen Reserven— um 0,17 Millionen Mark, und endlich hat sie weitaus den größten Teil ihrer Obligationsschulden aus laufenden Einnahmen, also aus Gewinnen, tilgen können. Di« Gesellschaft hat also mit der ausgesparten Dividende neue offene und stille Reserven geschaffen. So kommt in dem ausgewiesenen von 0,27 auf 0,47 Millionen Mark erhöhten Rcingewimi auch nur ein kleiner Teil der Gewinne zum Ausdruck, die tatsächlich vorliegen. wieder keine Dividende bei Daimler-Benz. Di« seit Mitte vorigen Jahres fusionierten Daimler- und Benz-Gesellschasten sind bekanntlich, wie die Usa, ein Sorgenkind der Deutschen Bank. Beide Gesellschaften haben im Jahre 1926 mst einem Verlust ab- geschlossen, nachdem insbesondere die Daimler A.-G. vor dem Kriege und im Krieg« riesige Dividenden abgeworfen haste. Wie aus der Aussichisratssitzuna der neuen Daimler. Benz A.-G. mit. geteilt wird, zeigt der erst« aemeiniam« Abschluß für 1926 einen kleinen buchmaßiqen Ueberschuß von 478 000 M., und zwar einschließlich des Vortrages von 367 000 M. Der Rein- gewinn des vergangenen Jahres beziffert sich also auf rund 121 000 Mark, der bei einem Aktienkapital von über 36 Millionen natürlich minimal ist und jede Dividende ausschließt. Wie bekannt, wird demnächst das Aktienkapital um 14 auf 6 0 Willionen erhöht: die fremden Mistel find außerdem kürzlich durch eine 20-Millionen-Obligationsanleihe erweitert worden, aus denen die Bankschulden zum größten Teil abgedeckt werden sollen. Man darf gespannt darauf sein, wie die Daimler-Benz A.-G. dieses noch beträchtlich erhöhte Kapital im lausenden Jahre renta- bllisiersn will, für das übrigens ein befriedigender Geschäftsgang gemeldet wird. Großfusion in der Dachpappenindustrle. Der Konzern der Oberschlesischen.Kokswerke und Chemischen Fabriken A.- G., Berlin, setzt die betriebliche Verschmelzung seiner Beteiligungen(wir berichteten kürzlich über die Fusion zwischen Schering und Chemische Fabriken Kahlbaum) energisch fort. Jetzt er- folgt unter der Führung der C. F. W e b e r- A.- G., L e i p- z i g- P l a g w i tz, die seit 1922 vom Oberkotskouzern beherrscht wird, die Zusammenfassung von rund 20 Dachpappensabriken und Handelsgesellschaften, die mit dem Oberkokskonzern betrieblich durch die Lieferung von Teer- und Jmprägnicrstoffen schon verknüpft sind. tum Zweck der Fusionierung erhöht die C. F. Weber-A.-G. ihr apital van 1 Million bis zu 9 Millionen Mark. Der Hauptzweck der Fusion dürste die Ersparung von Steuern sein. Die Berliner hoch- und Ualergrundbahn wird für 1926«ine Dloldeudc von 5 Proz. verteilen. (Eine englische Filmdeballe. aus der man lernen sollte. Auch in England betreibt die Filmindustrie eine Kampagne zun, Schutz des englischen Marktes. Dem englischen Umerhau» lag eine Gesetzesoorlage vor, die die Kinotheater verpflichten soll. wenigstens 7 Ii Proz. der gespiesten Filme der englischen Film« Produktion zu reservieren. Sämtliche Partelen des eng» tischen Unterhauses haben sich selbst gegen diesen im Vergleich zu Deutschland minimalen Schutz erklärt. Ramsay Macdonald forderte für die Arbeiterschaft die Verwerfung der Borlage mst der Begründung, daß die außerenglischen Filmhersteller über d i e Engländer lachen müßten, wenn sie mit einer solchen Vorlage ihre Leistungsunsähigkeit zugeben. Der Konservative Sir Robert Horn« sprach von der Herabwürdigung des Ansehens der westlichsn Völker des Orients durch die Aufführung von Filmen, die sie in den Augen der Filmgöste blamieren. Der Liberal« Run» cimon endlich erklärte, die Borlage sei Schutzzoll mahn- sinnigster Art. Nachdem andere Abgeordnete sich in ähnlicher Weise geäußert hatten, wurde die Debatte vertagt. Ob die deutschen Filmprodu, zenten daraus� lernen werden, daß kein Schutz und keine staatliche Förderung, sondern nur die höchst« Oualitätsleistung die Filmindustrie auswärts führen kann? ClafestoBsai fftt diel« Sairil sind «•tlia 69«8. eiateaftrasi* 3. parteknachrkchten für Groß-Serlia ilet» aa da« StztrlsItfretarteL 2. Kol. 2 Zettl- rechts, da richte» Z«Ria Tierz-etea. Hrvi«. Krettag. IS. Mär«. V* Uhr, f itaxnfl der Vertreter der Vbteilungrn des nreile» de, sirLger, Putlisirr. iv. 7.«reis gharl-tte-liurg. Aeitungstommisstonssisiung beule, Fttitag,� 8 Uhr, bei Reimer. Wilmcrsdorfrr, Ecke Ronowi iraße. Beamten. _____ 18. März, (Sämtliche Rom. — Eonnadcnd, der Jugend- 4. ftreia Prentzl»«« Werg. Arbeiterwahlfahrt! Tonnsbend Besichtigung des Erziehungsheim, Lindenho punst nachmittags S Ufr pllnktlich vor der Stadtbahn i Friedrichsfeldc; Straßenbahn: 18, ______ 19. Miu. In Lichtenderz. Treff- nstalt. Fahrvcrbindung: US, SS. 11.«reis«ieglih, Lankwitz. Lichterselde..Heut», Freitag, 1». Marz, okol Schelltzose, Sil poli.. 4 Uhr ebenda Sitzung vorstände». Wir»rwarteu voltzühligr» Erschein heute. Arcltag. 18. März. Z VM. TH Uhr wichtige Funtttonärsitzung bei Dobrohl-w, Swinemitnder 47. Avt?�Mt Bezirkskassierer wollen umgehend die Malmarken beim Äi- teilungsiossicrrr. Genossen Iacobi, in Empfang nehmen. Morgen. Sonnabend. 19. März: «dt. ttZ» staatsdors-GIid. 8 Uhr im Restaurant Sanssouci, MoUkesirasie, Mit. alieberversammiung. Borlrag:»Rommunistische Fragen." Aescrent Stab!. verordneter Franz Raming. Erscheinen aller Genossinnen und Genossen ist Vilich:.»Borwärts".fieser und Snmpathisierende sind willkommen. Beter» Hagen. 8 Uh- Ronatsversommlung im. Alien Dessauer". Dagesord- nung: 1. Bortrag des ProvinziaNandtogsabgeordneten E. Gierie:»Die Sozialdemokratie in der Opposition." 2. Diskussion. 8. Berschiedcne». Anhänger als Sasie willkommen. «Z«tzl.«peak«. Sonntag, ist. Msirz, stranznlederlegung tmf»an Frtehh»? hei den Opfern des Rapp-Pulsches. Treffpunkt vormittoos 9 Uhr auf dem Rollnischen Platz,.zahlreich« Beteiligung wird erwartet. Iungsozialisten: Eesamtveraustaltuna beute, Freitag, 18. Marz,,-4 Uhr. am Marchenbrunnen, Am Friedrichshain 29— 81. Protest. "--. �et fc.j Lustbarkeiten. Alle Grupp-n beieiligen sich Prachtsitlcn am Marchenbrunnen, Am F kundzrbung gegen das Gesetz zum Schutze Reserent Dr. Ruri Löwenstein, M. d. pt. geschlossen an dieser Veranstaltung. Gesamt»» raastaltung der»ärdtichra Krappe» am Sonnabend, 19. Marz,>>.8 Uhr, im Zugendheim de, Ledigenheims am Brunnenplatz, Eingang Orthsir. 10. finden. Fortsetzung der am vorigen Sonnabend begonnenen Aussprache über den Vortrag:»Demokiotie und Diktatur de, Genossen Franz Leninsti. Vollzähliges und pvnktliche,«rscheinen aller am vergangenen Sonnabend anwesenden Genosiurnen und Genossen ist undedingt nötwendig. stillt Sir WWWWMW gemeinsame Mörzscier—..- Grupyenabcnd am Dienstag, 22. März, fällt au».- W. � 8 Uhr, Juristische Sprechstunde. Bortrag de« G-nossen Dr. Bernfeld:.,Eoz:a. listische Erziehung und Pstzchoanaspse." Genossen au, anderen Gruppen und der SAI. sind willkommen.— Gruppe Mitt«! Der Gruppe nadend käiu heute. chäiäZ WMi-»»»'U' I> ei-»»a•• f-V» I»»»»»».**————— �—-—--—-— selbe.— Gruppe Tiergarten: Sonnadend. 19. Mar,. 8 Uhr, im Jugendheim Bremer, Ecke WieleistraKe, Jimmer«. Sruppenneransi-ltung. Drskulfio nsabend. Alle Mitglieder müssen erscheinen. SPD.-Zraklkon Berliner Stadtbank und Sparkasse: nachmittag» m Uhr. i»»lestaaraa»»Zu» 'eatrvmspolitik aad Rlofterlebeu." Der Fraktioasaoryaatz! Löhne?.. Keutc, Freltai Schlrnse", Arn«I Referent P-osesssr ihlendamm�'.»ortrag: �gsat-vmspollttt aad stlofteeted Aa �" äaton Zische». Alle Weit ist darin einia, dass die Verwendung der Feinkost- Margarine„B'auband, frisch gekirnt" zum Backen, Kochen, Braten und aufs Brot viel Geld spart. Güte und Geschmack der Speisen bleiben die gleichen wie bei Butter. Blauband ist unübertroffen an Wohlgeschmack, Nährwert und Reinheit Vz 9(4.50 Jfuwif Bcaditen Sic unseren Wcfl&cwcrb( in den Filialen 100 Preise L Preis@00 M.) 1. Alexanderputz(Lehrer- vcreinshausi 2. Dorotheenstr. 11 Z Friedrichstr. 99 4. Invalidenstr. 128 .4. Joachlmsthaler Str. 1(Zoo) 6. Reinickendorfer Str. 16 7. Scblesische.Str. 29,40 8. Schönhans. Allee(Vordring) 9. Seydelstr. 32(Spittelmarkt) 10, Stromstr. 67 11. Tempelhofer Ufer la. 12 Friedenau-Wannsccbahnh. 13. Weißenburger Str. 7 14. Groß-Lichterfelde.-West, Hans-Sachs-Str. i 15. GroB-Uctitertetde-West, Knesebecksir. 1 1 16. Kaiser-Friedrich-Str. 247-248 (NeukAIIn, Hermännplatz) 17. Pankow, Berliner Str. 31 18. Pankow, Wollankstr. 131 19, Steglitz Albrethtstr. 19? 20. V/eißeii5ee,BerlinerAllec2C' Ireltag IS.März 1927 Unterhaltung unö Wissen Sellage Aes vorwärts ?m Schuppen. Von Anton Tschechow. Gegen 10 llhr abends. Der Kutscher Stepan, der Hausknecht Michael, der Enkel des Kutschers, Aloschta, der beim Großvater zu Besuch ist, und Mkandcr, ein siebzigjähriger Greis, der jeden Abend auf den Hof kommt und Hering« oerkauft, fitzen im Wagenschuppen um die Laterne herum und spielen Karten. Durch die offene Tür kann man den weiten Hof und dos Haus überblicken. Draußen ist olles in nächtliches Dunkel gehüllt, nur vier Fenster im linken Seiten- flügel sind hell erleuchtet. Die Schatten der Wogen und Schlitten mit den in die Hohe gerichteten Deichselstangen ziehen sich von der Wand zur Tür und kreuzen die zitternden Schatten, welche die Laterne und die Spieler werfen... Hinter der dünnen Bretter- wand, welche den Schuppen vom Stall trennt, stehen die Pferde. Es riecht nach Heu, und vom alten Nikander geht ein unangenehmer Heringsgeruch aus. Der Hausknecht gewinnt. Er nimmt eine stolze Hallung ein. wie sie seiner Meinung nach einem Sieger zukommt, schnaubt ge- räuschvoll in ein rotgewürselles Taschentuch und sagt mit Ge- nugtuung: „Das wird sich wohl auch so gehören!" Aloschka, ein achtjähriger Knabe mit flachsfarbenem, lange nicht geschnittenem Haar, der beinahe gewonnen hätte, blickt den Haus- Inecht böse und neidisch an, dann wirst er die Lippen auf und macht ein finsteres Gesicht. «Großvater, jetzt komm' ich zum Anspielen," sagt er, nachdenkllch in die Karten blickend. ,Lch weiß, du host Korodame..." .„Na, du Närrchen, vielleicht täuschst du dich? Spiel' doch mal an!" Aloschka spielt zaghaft den Karobuben an. In diesem Augen- blick ertönt die Hofglocke. „Ach, daß dich..." brummt der Hausknecht und erhebt sich. Als er eine Weile später zurückkommt, hat Aloschka schon die Partie gewonnen. „Die Sache steht faul", sagt der Hausknecht und fetzt sich.„Eben sind die Aerzte gegangen. Haben die Kugel nicht rausbekommen..." „Wie können sie auch! Habens wahrscheinlich nur noch schlimmer gemacht. Wenn die Kugel im Kopf sitzt, was können da die Aerzte..." .Liegt ohne Bewußtsein", fährt der Hausknecht fort.„Wird wohl sterben... Aloschka, mein Iungchen, sieh anderen Leuten nicht in die Karten, sonst bekommst du was hinter die Ohren!.. Ja. als die Aerzte gingen, kamen seine Eltern... Sind eben ge» kommen. Das Geschrei, das Weinen— Gott soll mich bewahren! Es ist der einzige Sohn... schrecklich!" Alle, außer Aloschka. der sich in seine Karten vertieft, betrachten die hellerleuchteten Fenster des Seitenflügels. „Ich soll morgen zur Polizei komme»", sagt der Hausknecht, „zum Verhör... Wer was weiß ich? Habe ich vielleicht was gesehen?. Ruft mich heute morgen rein, gibt mir.'ne» Brief und sagt: ,T)a! Steck' den in den Briefkästen!" Und hät dcchei. solch verweinte Augen. Frau und Kinder waren nicht zu Hause, waren spazieren gegangen... Na, ich ging mit dem Brief, und inzwischen schoß er sich'ne Kugel in den Kopf. Wie ich zurückkomme, schreit schon die Köchin über den ganzen Hof." „Eine große Sünde!" beginnt der.Heringshändler mit heiserer Stimme und schüttest mißbilligend den Kopf.„Eine sehr große Sünde!" „Es war ein studierter Herr", sagt der Hausknecht und zähll seine Stiche.„Ist mit einmal übergeschnappt. Sah ganze Nächte lang und schrieb immerfort... Spiel' an, Aloschka!.. Ja, aber ein guter Herr, ein anständiger Mieter." „Wird wohl wieder ein Weib dahinter stecken", sagt der Kutscher, mit der Trumpfneun den Korokönig stechend.„Soll eine fremde Frau geliebt haben, seiner eigenen überdrüssig gewesen sein. Kommt schon vorl" In diesem Augenblick ertönt wieder die Hosglocke. Der Haus- knecht spuckt ärgerlich aus und geht öffnen. An den hellen Fenstern des Seitenflügels huschen, tanzenden Paaren ähnlich, Schatten vor- über. Dom Hose ertönen unruhige Stimmen, eilige Schritte. „Gewiß sind wieder die Doktoren gekommen", sagt der Kutscher. „Unser Michael muß sich heute müde lausen.. Eine sonderbar heulende Stimme ertönt einen Augenblick in der nächtlichen Stille. Aloschka blickt erschreckt seinen Großvater, dann da» Fenster an und sagt: „Gestern hat er mir am Torweg über, den Kopf gestrichen. „Du", sagte, er,.Lunge, woher bist du?".. Großvater, wer hat da eben geheult?" Der Großvater antwortet nicht, sondern macht sich mit dem Licht in der Laterne zu schassen. „Hat sich und die Kinder unglücklich gewacht", sagt er nach einer Welle und gähnt.„Und die Kinder müssen die Schande ihr ganzes Leben lang tragen." Der Hausknecht kehrt zurück und setzt sich. „Tot!" sagt er..Man hat schon nach den Leichenwöscherinnen geschickt." „Ewige Seligkeit! Ewige Ruhe!" flüstert der Kutscher und be- kreuzigt sich. „Für solche darf man nicht beten!" sagt der Hering-händler streng. „Warum nicht?" „Es ist Sünde!" Mikander hat recht", pflichtet der Hausknecht bei.„Seme Seele fahrt jetzt geradewegs in die Hölle, zum Teufel..." „Sünde.. wiederhost der Heringshändler.„Solche beerdigt man nicht, man Höst keine Totenmesien für sie: sondern wie'n tre- piertes Dieh, ohne jede Feierlichkeit..." Der Greis setzt die Mutz« auf und erhebt sich. jDa war bei unserer gnädigen Generalin", sagt er, die Mutze tiefer drückend,—„wir waren damals noch Leibeigene— also da war bei unserer gnädigen Generalin der jüngste Sohn gestorben... Auch so'n Ueberstudierter... mit der Pistole in den Mund, ver- steht ihr? Nach dem Gesetz müssen solche ohne Popen, ohne Seelen- messen hinterm Kirchhof verscharrt werden. Wer die gnädige G«- neralin bestach die Polizei und die Aerzte, damit bei den Leuten kein Gerede entstände, na und dann sagten sie. der Sohn hätte es im Nervenfieber, in der Bewußtlosigkeit getan. Für Geld bekommt man alles. Man begrub ihn also mst dem Popen, mit Musik, mit allen Ehren dicht bei der Kirch«, die der verstorbene General hatte erbauen lassen, da. wo alle seine Verwandten beerdigt wurden. Schön! Eine» Monat, zwei Monate geht alle« gut. Im dritten kommen die Kirchhoswächter zur Generalin.„Was wollt ihr?"„Exzellenz, wir können nicht länger", sagen sie,„Sirchhojsdlenst tun.. Suchen Sie sich andere dazu. Uns haben Sie die Gnade zu entlassen."„Aber warum denn?"„Nein", sagen sie,„es geht nicht. Ihr Sohn heust die ganze Nacht um die Kirche" Aloschka zuckt zusammen und versteckt, um nicht die Fenster sehen zu müssen, das Gesicht hinter dem Rücken des Kutschers. „Die Generalin wollte zuerst nichts davon bören", fährt der Greis fort.„Solch dummes Volk!" sagte sie.„Das alles", sagte sie,„ist nichts als Aberglauben. Ein toter Mensch kann nicht heulen." Wer nach einiger Zeit kommen die Wächter wieder und dieses Mal auch der Küster. Also der Küster hat ebenfalls gehört, daß da etwas heult. Di« Generalin sieht, die Sache steht schlecht; sie schließt sich mit den Wächtern in ihr Schlafzimmer ein und sagt: „Da hobt ihr 25 Rubel, Freunde. Dafür werdet Ihr nachts ganz im stillen, so daß niemand etwas steht und hört, meinen unglücklichen Sohn ausgraben und ihn", sagt sie,„hinterm Kirchhos oerscharren." Hat ihnen wahrscheinlich noch ledcm ein Gläschen gegeben... Und die Wächter taten so. Der Grabstein mit der Inschrift liegt noch heute neben der Kirche, aber er selbst, der Generalssohn, liegt hinterm Kirchhof...„Ach Gott, verzeih' uns Sündern!" seufzt der Herings» Der Finanzausgleich. Müller Germania:„Und well mein bayerischer Bub immer so schön artig zu mir ist, bekommt er diese schöne Extrawurst!" Händler.„Im ganzen Jahre gibt's bloß einen Tag. wo man für solche beten darf: den Sonnabend vor Pfingsten... Auch den Armen darf man nichts für sie geben— Sünde! Wer die Vogel kann man füttern für die Ruhe ihrer Seelen. Die Generalln ging alle drei Tage an den Kreuzweg und fütterte die Vögel. Aber einmal, wie aus der Erde gewachsen, stand da am Kreuzweg ein schwarzer Hund, sprang zu und schnappte ihr das Brot weg; das war so einer... na, man weiß schon, was für ein Hund das war! Die Generalin war halbtot vor Schreck, konnte fünf Tage nichts essen, nicht» trinken... Fällt auf einmal im Garten auf die Knie und betet, betet... Na adieu, Bruder! Gott gebe euch ewigen Frieden! Komm, Michaluschka, mach' mir die Tür aus!" Der Heringshändler und der Hausknecht gehen hinaus. Der Kutscher und Aloschka folgen ihnen, um nicht im Schuppen bleiben zu müssen. „Heute lebt ein Mensch, und morgen ist er tot!" philosophiert der Kutscher und blickl nach de» Fenstern, an welchen noch immer Schatten vorüberhuschen..Heute morgen ging er noch hier auf dem Hofe herum und jetzt ist er tot!" .Lammt die Zeit, sterben auch wir", sagt der Hausknecht, sich mst dem Heringshändler entfernend. Der Kutscher und Aloschka treten zaghaft an die erleuchteten Fenster. Eine sehr blasse Dome mit großen, verweinten Augen und ein ehrwürdiger Herr rücken zwei Spieltisch« in die Mitte des Zimmers, wahrscheinlich um die Leiche darauf zu legen. Auf dem grünen Tuch der Tische sind noch mit Kreide geschriebene Ziffern zu sehen. Die Köchin, welche morgens schreiend auf den Hos gestürzt war, steht auf einem Stuhl, reckt sich in die Höhe und bemüht sich, mit einem Laken den Spiegel zu verhängen. „Großvater, was wn die da?" fragt slüfternd Aloschka. „Sie werden ihn gleich auf den Tisch legen", antwortet der Großvater..Lamm, Kindchenl Zeit, schlafen zu gehen." Der Kutscher und Zlloschka kehren in den Schuppen zurück. Sie beten und ziehen sich aus. Stepan legt sich in einer Ecke auf die Erde. Aloschka in den Schlstten. Die Tür des Schuppens ist ge- schlössen, und es riecht unangenehm noch der ausgelöschten Laterne. Noch einer Weile erhebt Aloschka den Kopf und blickt sich um: durch die Türspalten kann«r die vier erleuchteten Fenster sehen. „Großvater, ich habe Angst!" sagt er. „Ach, schlaf' doch..." „Aber ich habe solche Angst!" „Was brauchst du Angst zu hoben? Solch ein Hasensuh!" Si« schweigen. Plötzlich springt Aloschka aus dem Schlitten und läuft, laut weinend, zum Großvater. „Was Host du? Was fehlt dir?" erschrickt der Kmscher, eben- salls aufstehend. „Da heult was!" „Wer heust?" ,Lch habe Angst, Großvater... Da... hörst du?" Der Kutscher horcht angestrengt. .T>a weint jemand. Nu geh', du Närrchen! Sie sind traurig... na und weinen." ,Lch will ins Dorf zurück..." fährt der Enkel fort, schluchzend und am ganzen Körper zitternd.„Großvater, komm, wir wollen in» Dorf zur Mutter fahren. Komm, Großvater, lieber'. Soll wird dir dafür die ewige Seligkeit schenken!" „Solch ein Schafskopf!.. Na. sei still, sei still... sei still! Ich werde die Laterne anstecken. Schafskopf!" Der Kutscher tastet nach den Streichhölzern und zündet die Laterne an. Aber das Licht beruhigt Aloschka nicht. „Großvater Stepan, wir wollen ins Dorf fahren!" bsttet er weinend..Lch habe Angst hier... solche Angst! Warum hast du mich überhaupt aus dem Dorf fortgenommen, Bösewicht?" „Wer ist hier Bösewicht? Darf man zu semem Großvater so sprechen? Durchhauen werde ich dich!" „Hau', Großvater, hau', soviel du willst, nur bring' mich zur Mutter! Habe die göttliche Gnade!" „Na. na. Enkelchen, na..." flüstert freundlich'der Kutscher. „Fürchte dich nicht... Ich selbst habe auch Angst... Betel" Die Tür knarrt, und der Hausknecht erscheint auf der Schwelle. „Schläfst du, Stepan?" fragt er.„Die ganze Nacht keine Ruhe. Die ganze Nacht bloß Tür aus. Tür zu!.. Du. Aloschka, warum weinst du?" .Hat Angst"... antwortet der Kutscher für den Enkel. Wieder hört man das Heulen. „Da weinen sie", sagt der Hausknecht.„Die Mutter kann es noch immer nicht glauben... Schrecklich, wie sie sich grämt!" „Und der Vater?" „Der Vater?.. Na, der ist nicht so. Sitzt im Winkel und schweigt. Die Kinder hat man zu Berwand.'en gebracht... Was meinst du, Stepan? Wollen wir wieder'ne Partie machen, was?" „Meinetwegen!" willigt der Kutscher ein..Llber du, Aloschka, geh' schlafen. Kann bald ans Heiraten denken und fürchtet sich! So'n Schafskopf! Na geh, Enkelchcn, geh..." Die Gegenwart des Hausknechts beruhigt Aloschka. Er geht langsam zum Schlitten und legt sich hin. Und während er ein- schlummert, hört er noch:„Ich steche deinen König..." „Och steche deinen König..." wiederHoll der Hausknecht. Am Tor klingelt es. Die Tür knarrt, und auch sie scheint zu wiederholen:„Ich steche deinen König.:.* Als Aloschka im Traum den toten Herrn aus dem Seiten- flügel stehtt fährt er zusammen, beginnt zu weinen und— erwacht. Es ist bereits Morgen. Der Großvater schnarcht, und der Schuppen erscheint gar nicht mehr schrecklich (Aus dem Russischen von I o s e p h s o h n.) Theaterfltten von �lnno Kazumat. , Von I. Kliche. Den Theaterbesucher von heut«, der nicht nur an die Aufführun- gen, sondern auch an den Zuschauerraum und das ruhige Verhalten des Publikums die höchsten Ansprüche stellt, mutet es seltsam an, gelegentlich ans einer zeitgenössischen Ehronik zu erfahren, daß es noch vor einem Jahrhundert mit der Kullur des Zuschauerraums zu- weilen sehr gute Wege hatte. Wir hören da, daß man nicht nur während der Aufführungen seine mitgebrachten Butterbrot« in aller Gemütsruhe verzehrte, sondern sich auch in mancherlei Unterhaltungen erging, ohne aus die übrigen Theaterbesucher die geringste Rücksicht zu nehmen. Mit andächtiger Hingabe läßt der Kunstenthusiast unserer /Tage eine Klassikeraufführung an sich vorüberziehen. Wie aber war «s in der Enlstehung-zeit dieser Werke? Als in Hamburg Lesfings Minna von Barnhclm" und der„Nathan" aufgeführt wurden, wollte_ dos Theaterpublikum diesen Stücken gar keinen Geschmack abgewinnen, und die Stücke der Iffland und Kotzebus waren ihm, von sonstigem Hokuspokus abgesehen, entschieden willkommener. Hätte deshalb der Theaterdirektor nicht zwischendurch ein wenig für kurzweilige Unterhaltung gesorgt, so wären am Ende des nächste Mal seine Gäste überhaupt nicht wiedergekommen. So geschah es denn, daß während der„Na!haa"-Aufiühcung das Publikum in den Pausen zwischen den einzelnen Akten durch Trapez- und ähnliche Barietekünste unterhalten wurde. Hier und da trollte sich auch ein Spaßmacher herum. Man wollte doch etwas davon haben, wenn man ins Theater ging, und der Theaterdirektor und sei» Kassenver- walter wußten, wie man das Publikum zu behandeln hatte. Dergleichen Dinge passiemn aber nicht nur in Hamburg. Auch selbst in Weimar rissen die Zwischenfälle im Theater nicht ob, sogar unter des Ministers Goethe Augen. Hier sorgten besonders die Studenten während der Borstellung für Abwechslung und Kurzweil. Daß die Studenten ans der benachbarten Landesunioersitüt Jena während der„Räuber"-Lufkühr!ing das Räuberlied bei offener Szene regelmäßig mitsangen—«ine Sitte, die sich übrigens noch bis zum Wellkriege bei der in jedem Winter einmal offiziell von Jena aus unternommenen„Räuber"-Fahrt erhalten hat—, war schon nichts Besonderes mehr und wurde im Interesse des Hausfriedens und der Kassenverhaltnisse geduldet. Schlimmer war es schon, wenn einzelne der jungen Gäste sternhagelvoll betrunken ins Theater kamen. Da ging es denn feilen ohne allerlei Zicken ab. Die Weimarer Philister wagten nicht zu mucksen, und die Studenten wurden immer dreister. Sie behielten ihre Mützen auf, zogen bei allzu warmem Hause ihre ülöcke aus und ließen schließlich auch die mitgebrachten Wein- und Bierflaschen von Mund zu Mund gehen. Wie für manchen anderen Theaterbesucher war das auch für Goethe ein Greuel. Ehe die Studenten sich diese Weimarer Vorrechte herausgenommen halten, war es in dem kleinen Hofthenter ganz manierlich zugegangen. Zwar hatten die Hausfrauen von Anfang an ihr Strickzeug mitgebracht, dos sie mährend der Aufführung fleißig und fingerfertig handhabten, jedoch Rüpeleien hatte es nicht gegeben. Bei kaum hörbarem Kloppern der Stricknadeln folgte man den Borgängen auf der Bühne, und waren gar erst Goethe und der Herzog im Theater, dann war man doppelt andächtig, d. h. wie man eben dazumal die Andacht im Theater auffaßte. Wurden die Studenten gar zu frech, d. h. sangen sie während der ofsenen Szenen ih-'e Sauslieder oder machten unpassende Zwischenrufe, dann rief ihnen der ergrimmte Goethe zuweilen von seiner Loge aus«in verärgertes. Won zu. Doch denen da unten im Parkett imponierte das keineswegs. Sic trieben ihren Unfug weiter, und der sonst Allmächtige in seiner Loge war froh, daß die Ungeratenen ihn nicht noch persönlich anulkten. Auch der Landes- voter Karl August sah sich gelegentlich genötigt, den Studenten sein« Mißbilligung zuzurusen, was in der Regel auch nicht viel fruchtete. einmal aber sogar zur Folge hatte, daß einer der Jenaer Studenten, ein Graf Plattenberg, dem Herzog eine Forderung wegen Beleidigung übersenden ließ! Rur infolge der Nochsicht des Herzogs wurde nichts weiter daraus. Zu den wenig beliebten Personen am Weimarer Theater gehörte die Schauspielerin Karoline Iagemann, die Geliebte des Herzogs, und ihr gegenüber glaubte man schon wegen ihrer B«- ziehungen zum Herzog durch gelegentliches Randalieren rüpelhast austreten zu dürfen Solche nicht gerade erfreulichen Theatersitten gab es im ffloctljefchen Weimar. Der fürstliche Absolutismus steckte hier einen Pflock zurück, denn die skandalsüchtigen Jenaer Studenten brachten GÄd nach Weimar, und das wurde durchaus geschätzt. Schließlich muß man auch berücksichtigen, daß die studentischen Sttien damals an und für sich äußerst rüpelhaft waren, ferner, daß der Dichter Goethe bei oller Verehrung und Wertschätzung, die er zu seinen Lebzeiten genoß, für seine Zeitgenossen im allgemeinen eben noch nickt das war. was er für die Nachwelt wurde. Nur LEIPZiCE* STRASSE ALEXANDSRPLATZ FRANKFURTER ALLEE «viktbes.«-letttk Berliner Sehlachtheueware Pa. Schweineschinken pki.PSp). Pa. Schweinekotelett. Pa.Schw.-Kamin». sehn«,«.b-.piiI00 Pa. Schweinebauch«.&. pu. 84pl Pa.Schw.-'Schulterblattpid SSpt. Pa. Kassler Kamm ml00 Pa. Schwelnellesen.prond 74p». Pa.BUckenfettbratiertii!, nd. 30 t EiSbeinmDd Bepak.,«.spitibel«,p/d. 62 P(. Schmorfleisch Ileele,°.�Q°edE°1� Pa. Rouladen........... ptanal28 Suppenfleisch.......... pw»d76p,. Gulasch gea. Kid, hlh, Sek*� Ptl 84pt. Schabefleisch(T«t»r)..... piundV6 Hammelfleisch o>«ii.i»ppe.ptd. 96?». Hammelrücken........ 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Das PtXttdiaiB and die Geich Aftiführrmd des ArbelterfOriorgcamtes der Füditchcu Organfi aHonen Dentsdilands, Km 15. Mörz errftart im 50. Sc- tmijahr« nach langem, schwerem Seiden meint lieb« Frau, Schwefirr, Schwägerin und Taxi, Martha Meissner gD. Klzna Karl M»issa»r. #i« swsscheeuna erfclgi am Sann* abmb. beut II. Msrz. sarmittag« II V. Uhr, im Attmatarmm Saum. Ichulenweg. Verkäufe UroK IcilKchlann(«fori Ainberwaacn. Alssmmiatn. Atxöacbetten, Metalltciiea AorbmBkcl. SoB 9 rohe Hran»fuc!«f fttoftc 47.' Sriicrmnstn, Schudtarreu, Einzelräber, «chfen, Federn, Srnsrn, Eichein. Fa. Iirlt Drcibenerstraßr ZZ. 12 78». f" Roritzpla� Einzrlsti 90 Sr». Sotfauf, fiimmttslra! 8»«i Teppich«, wenig gebraucht, sowie Einzelstiilie mit tieinen«ebefeHIern, azeni ermäßigt. Fabrik, eppich. Frirbrichstraße Sit. 205, Ecke raßr. Biei Höferwanrn duech Piatienaufb»» aus eine graßen»rim»»eiie». nnb Aasten. wagen selbst leicht herstellbar. Searg Wagner, Aöpenickerstraß« 71, H»f. 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In den heutillen Generalversammlungen wurde de- schiessen, für des GcsmaUslabr 1020 eine Dividende von 8''/, zu verteilen, deren Auszahlung gegen Rückgabe der mit dem Flrmenitempet oder dem Kamen des Einreichenden zu versehenden Dividendenscheine Vom 11. MBn ah. unter Abzug der 100/,igcn Kapilalertrags- steuer, an den Kassen der Gemeinschaftsbanken stattfinde« Die Dividendenscheine lauten, soweit sie zu ehemaligen Papiermark-Aktien gehören, im Text auf das Geschäftsjahr 12»; soweit sie zu neuen Reichsmark-Aktien gehören, tragen sie bei 1 die Nr. 20, bei Ii die Nr. 39, bei III die Nr. 4. bei IV die Nr. 4. bei V die Nr. 58. bei VI die Nr. 54, bei VN die Nr. 4 und bei VlII die Nr. 33. Wir machen bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam, daS jeder Aktionär, der die entsprechende Anzahl von Aktien über RM 20, RM 60 oder RM 120 bei einer Gemeinschafts. bank einreich« verlangen kann, daü ihm diese Aktien gegen Stücke zu RM 100»der— soweit verfflglich— einem.Mehrfachen von ,00 im gleichen Qesamtnennbetrage umgetauscht werden; Spitzenausgleich bereitwilligst Melnlngen, Prankfurt n.M.. Leipzig, Schwerin, Weimar, Berlin. Breslan, Köln, den 15. März 1927. 1 W»? kleide ich mich Kol QDd UHU bei bequemster eilzahiDDi? Nur in der liMM für elegante Herren- u. Damen-Kieldung fettig und na di Mafc. J. Kurzberg Orautcnstradc 160, l. CltoKäsecslraOc l Einband El$3«'er Gräfte. 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Bei der Abstimmung finden alle Resolutionen auf erhöhten Schutzzoll mit den Stimmen der Rechten und des Zentrums Annahm« gegen die Stimmen der Linken, darunter auch der Antrag auf einen Kartoffelmindestzoll von 2 Mark In namentlicher Ab- ftimmung mit 171 gegen 1S2 Stimmen. Mit den Stimmen de» Zentrums und der Linken werden gegen die Rechtsparteien angenommen die sozialdemokratischen Anträge ans Verbesserung der Laodarbeitxrwohnungen und verminderte Zu- losiung der ausländischen Wanderarbeiter. Annahme findet auch der sozialdemokratisch« Antrag, den Forslarbeitern die ihnen bisher vorenthaltene Weihnachtszulage der Beamten zu gewähren in namentlicher Abstimmung mit 322 gegen 22 Stimmen. Auf Antrag des Geschäftsordnungsausfchusses hob der Landtag gegen die Stimmen der Sozialdemokraten die Jmmu- nität des kommunistischen Landtagsabgeordneten Lademann auf, der wegen des bekannten chundegedichtes unter der Anklage der Be- leidigung des Reichspräsidenten von chindenburg steht. Die übrige Sitzung wurde zur Weiterberatung des Kuktusetat»»«rwendet, die auch am Freitag fortgesetzt wird. Dabei sprach Genossin Jensen-Kiel geschickt und wirksam für die Verlängerung der Schulpflicht bis zum IS. Lebensjahr« und für eine stärkere Förderung der Er- wachsenenbildung. insbesondere auf dem Gebiete der Voltshoch- schulen und der Volksbüchereien. Die übrigen Reden wiederholten meist nur bekannte Argument« aus dem Streit um das kommende Reichsschulgesetz. Der Arbeitsplan ües Lanötags. Zurückziehung des Grund» und Gebäudesteuergesetzes Im Aeltestenrat des Landtages machte Präsident Bar- t« l s Mitteilung von dem Entschluß des pre.ißischen Finanzministers. das Grund- und Gebäude st euergesetz zurückzu- ziehen. Es sei beabsichtigt, die bisherigen Bestimmungen auf ein weiteres Jahr zu verlängern: das Reich werde eine Vorlage machen, die den Ländern ein« solch« Verlängerung ermöglicht. Im übrigen wurde mitgeteill, daß die Landgemeindeordnung nicht mehr vor Ostern zur Plenarberatung gestellt werden soll, so daß voraussichtlich noch ein größerer Etat, vielleicht der des Innenministeriums, in zweiter Beratung erledigt werden kann. Die Osterferien sollen am 3. April, wie bereits beschlossen war< beginnen, und bis zum 26. April andauern. • Der �auptausschußdes Landtags stimmte am Donnerstag einem Antrag de» Unterausschusses auf Erhöhung der Mittel fürdieJunglehrervon 11,1 Millionen auf 13,1 Millionen zu. Um Sie Senkung üer Realfteuera. Die Stellungnahme der Länder und Gemeinde«. Die Regierungsparteien wollen durch den Finanzausgleich eine Senkung der Real st euer» der Länder und Gemein- den erzwingen. Da diese Steuern aber nicht der Zuständigkeit des Reiches unterliegen, so entHallen die Anträge der Regierungs- Parteien nur eine Ausforderung an die Länder und Gemeinden, in dieser Richtung zu wirken. In der Sitzung des Steueraus- MeiiMlie der MeiterWsl M-Bnllns am Sonntag, dem 20. März 1927, vormittag» 11 Ahr. im Großen Schauspielhau», karlstraß« Mitwirkende: verllner Volkschor: Leitung vr. Zander» An der Orgel: wwl Zaezer• Cello. Irlo: Armin Liebrrmoun, Arih Hoppe. Sari LeozewsN• weihered«: vr. Lohmaan• Oer Sprechchor der Vrole- »arischen Zeierslunde, Leitung Alb.Zloralh und Einzelsprecher he.ur. will« Eintrtltskartea find an der Sasse erhältlich. schusses vom Donnerstag haben die Vertreter der Länder zu diesem Verlangen Stellung genommen. Für Preußen erklärte Finanzminister höpker-Aschhofs, es werde vom 1. April 1927 ab die Gewerbesteuer um 50 bis 60 Millionen senken. Das sei bereits durch eine Novelle zur Gewerbe- steuerordnung beschlossen. Die Staatsregierung würde es nicht zu- lassen, daß diese Senkung durch eine allgemein« Erhöhung der gemeindlichen Zuschläge zur Gewerbesteuer wieder ausgeglichen werde. Der dem Landtag vorliegende Entwurf eines Grund- und Gebäude st euergesetzes bringe einen Einnahmeausfall für Staat und Gemeinden von 36 Millionen. Ministerialdirektor von Leyden vom preußischen Jnnenministe- rium fügte hinzu: Auch für die Gesamtheit der Gemeinden könne erwartet werden, daß die Senkung der Gewerbesteuern sich praktisch auswirke, wenn den Gemeinden die Belastung durch die Erwerbslosenfürsorge abgenommen und nicht auf dem Umwege über die Krisenfürsorge wieder auferlegt werde. Auch bei Erfüllung dieser Voraussetzungen werde jedoch in einzelnen Gemeinden eine Erhöhung der Realsteuern eintreten müssen, wenn ihnen die Getränke st euern genommen werden. Der Vertreter Württemberg» erklärt, seine Regierung werde die Grundstückssteuer ab 1. März ausheben und die Summen, die Württemberg aus der Erhöhung der Garantie erhält, den Gemeinden zur Senkung der Realsteuern zur Verfügung stellen. Der Vertreter Laden» erklärt, man werde die Realsteuern nach Möglichkeit senken und habe bereits entsprechende Schrille getan. Der Vertreter Loyerna teill mit, daß der Ertrag der Gelverbe- steuern auf 24 Millionen begrenzt sei. Die Steuer solle weiter gesenkt werden, wenn der Ertrag diesen Betrag übersteige. Bei Fortfall der Gctränkesteuern müßten die Gemeinden aber die Steuer- zuschlage erhöhen. Der Ausschuß nahm diese Erklärungen zur Kenntnis, wird aber erst am Freitag die ollgemeine Debatte beenden. Kanalprosekte X Lustfahrtwefen. Die Beratungen im Haushaltsausschutz. Die Beratung des Ausschusses für den Reichshaushall über die neuen K a n a l p r o j e t t e, für die die Reichsregierung im Etat des Reichsverkehrsministeriums Mittel anfordert, konnte auch in der Donnerstagsitzung noch nicht zu Ende geführt werden. Die ganze zur Verfügung stehende Zeit wurde aus- gefüllt durch die Debatte über einen zweiten Teilbetrag von 600 000 Mark, den die Reichsregierung zu Vor, und Entwurssarbeiten zur Prüfung der Bauwürdigkeit des chansa-Kanals in den Etat eingestellt hat. Deutschnationale und Zentrum sprachen sich scharf gegen die Bewilligung aus, trotzdem im Nachtragsetat 1926 für diesen Zweck bereits 200000 M. bewilligt worden waren. Durch solche Bewilligungen würden In den interessierten Kreisen Hoffnungen erweckt, die zu erfüllen das Reich später außerstande sein könnte- Don anderer Seite wurde die Bewilligung befür- wartet,' um es dem Reichsverkehrsministerium zu ermöglichen, so genaue Kalkulationen anzufertigen, daß die Reichsbahn sie als richtig anerkennen und bei der Festsetzung neuer Eisenbahntarife sie als Grundlage nehmen müsse. Mit schwacher Mehrheit wurde bei der Abstimmung die Position bewilligt, von ollen Seiten aber her- vorgehoben, daß es sich nur um die Prüfung der Bauwürdig- keit des Hansa-Kanals handele, das Schicksal des Kanals selbst aber dadurch in keiner Weis« entschieden sei. Zur Förderung der dem regelmäßigen öffentlichen Verkehr dienenden Luftfahrtunternehmungen werden rund 20 Millionen angesordert. hierzu hatte das Reichsverkehrs- Ministerium dem Referenten, Abg. Dr. Ouaotz, den Wunsch unter- breitet, seinerseits zu beantragen, diese Position um 1,8 Millionen zu erhöhen, um mit diesen 1,8 Millionen in Südamerika zu begründende deutsche Luftreedereien zu unterstützen. Dr. Ouaotz gab zwar diesen Wunsch des Ministeriums bekannt, erklärte aber, daß er es ablehnen müsse, den erbetenen Antrag zy stellen, da die gegebenen Unterlagen durchaus ungenügend seien. Auch wisse er nicht, wie das Reichsfinanzministerium zu dieser nicht unbeträcht- liehen Erhöhung stehe. Sosort erhob sich ein Vertreter des Reichs- finanzministeriums, um zu erklären, sein Ministerium stelle die 1�8 Millionen zu dem genannten Zweck zur Verfügung. Genosse Heimann nagelte diese Erklärung des Finanzministeriums fest, fragte, ob wir denn in Deutschland wirklich keine dringenderen Sorgen hätten, als das Luftfahrtwesen in Südamerika zu fördern, und kontrastierte die Freigiebigkeit des Reichsfinanzministeriums in dieser Sache mit der schroffen und konsequent ablehnenden Haltung, die das Reichsfinanzministerium jeder, auch der kleinsten sozialen Forderung gegenüber, bei dieser Etatsberatung befolgt habe. Zu einer Abstimmudg kam es noch nicht. 5«Kniiptei«, Grippe, Katarrhe verhütet und heilt man sicher durch Spülen und Gurgeln mit Chinosol. Verlangen Sie in Apotheken und Drogerien kostenlosen Prospekt mit Anwendungsvorschriften. 'LQ. J�QLC/ das Cantrum intanfivQ/1 JJpboit, verlangt befände ns Leichte dgamtien. UNSERE SLEIPNERSPf ift mLLd und doch, nicht fade, voUaroma ti/ch und doch leicht A BATSCHARI CIGARETTEN FABRIK. A-G EESC& ClOPPENBUft Mfi» 5 dle Sergarbeitesknternationale. Abrücken von Cook. Die Exekutive der Vergarbeiierinkeruaiionale beschästigle sich am zweiten Tage ihrer Sihutig mit den vorliegenden und mündlich ergänzten Berichten über die Lage des Bergbaues und seiner Arbeiter in den verschiedenen Ländern. Bon England wurden interessante Einzelheiten über das Ergebnis des letzten Kampfes gegeben. Aus verschiedenen anderen Ländern konnten erfreulicherweise Mitteilungen über Verkürzung der Arbeitszeit oder Lohnverbesserungen gemacht werden. Zn Deutschland, Holland und Polen sind Bewegungen in dieser Frage im Gange. Die Abhaltung des nächsten Internationalen Kongresses wurde, entsprechend dem Wunsche der englischen Delegierten, aus das Jahr 1928 verschoben. Der gestern eingesetzte Antersuchungsausschutz, der die Frage prüfen soll, ob die Haltung des internationalen Sekretärs Hodges während des englischen Bergarbeiterslreiks und die Uebernahme einer Stellung im Elektrizitätswerk mit seinem Amte als internationaler Sekretär vereinbar seien, wird zur Prüfung des Materials am 28. und 29. April in London zusammentreten und dann der nächsten Konserenz Bericht erstatten. Von allen nichlenglischen Organisationen wurde eine Erklärung abgegeben, in der scharf gegen die Angrisse Eooksin Moskau auf die Bergarbeilerinteruakionale proleftierk und der britische verband ersucht wurde, aus die Einstellung solcher Angriffe hinzuwirken und zu den Angriffen selbst noch vor der nächsten Konferenz Stellung zu nehmen. Der Präsident Smith sicherte zu, datz er diese Frage dem Vorstand des britischen Verbandes vorlegen und über dessen Stellungnahme der nächsten Konferenz berichten werde. Darüber hinaus aber erklärte Smith, wenn die Angaben über die Ausführungen Eooks in Moskau auf Wahrheit beruhen, stehe er nicht an, zu er- klären, daß solche Reden besser nicht gehalten werden. wenn man führende Persönlichkelten in der Bewegung her- unlerreitze, so reihe man damit die Bewegung selbst herunter. Er sei mit hodges in manchen Fragen auch nicht einverstanden, aber es würde ihm nie einfallen, öffentlich und noch dazu in beleidigender Form dazu Stellung zu nehmen. Rücksicht aus die Bewegung müsse unter allen Umständen matzgebend sein. Die Tagung ging nachmittags um s42 Uhr zu Ende. ch Cook erklärte�der„Trud" zufolge, in Moskau u. a.. er persönlich sei der Auffassung, datz die alte Bergarbeiter-Znternationale keine Lebenskrast mehr habe. Sie fei durch und durch faul. Man müsse sie auflösen und eine neue Bergarbeiter-Internationale gründen, die die Bergarbeiter oller Länder umfasse. In anderen Artikeln und Interviews machte Cook der Bcrgarbeiter-Internationale sowie eng- tischen Gewerkschaftsführern in beleidigender Weife den Borwurf des Verrats und der Käuflichkeit durch das Unternehmertum. vke verhanölungen für öie Reichsarbetter. Fortsetzung Ende März. Bei den am Dienstag im Reichsfinanzministerium stattgefun- denen Lohnverhandlungen für die Reichsarbeiter beantragten die Arbeiterorganisationen Einführung der achtstündigen A r b e i t s z eit und entsprechenden Lohnausgleich, Erhöhung des Grundlohnes des ungelernten Arbeiters um 8 Pf. pro Stunde, entsprechende Gliederung für die einzelnen Lohngruppen und Festsetzung der Löhne für die A r b e i t e r i n n e n von 73 Proz. der jeweiligen Lohngruppe der vergleichbaren Arbeiter. Die zzor- derungen wurden von den Arbeitervertretern in längeren Ausfüh- rungen und unter Beibringung einschlägigen Materials begründet. Di« Regierungsvertreter erklärten nach kurzer Beratung, datz sie. bevor das Arbeitszeitnotgesetz im Reichstag verab. schiedet sei, keine endgültige Erklärung abgeben können. Die Der- Handlungen wurden daraufhin auf Ende März vertagt. Der Kampf!a See Textilsnöustrie. Tariskündigung in Südbayera. Augsburg. 17. März.(MTB.) Der Lohntarif, das Arbeitszeit. abkommen und der Manteltarif der südbayerischen Textilindustrie sink» von den Arbeitern auf den 26. März gekündigt worden. Die For. derungen der Arbeiter beziehen sich aus eine fünfprozentige Lohn- erhöhung und sonstige Verbesserungen im Mantellarif. Die Lohn. forderunq wird damit begründet, datz im vergangenen Jahr einem grohen Teile der At bester der Lohn abgebaut wurde. buh ne Iii. aüi Sduffbaoerdarciii 8 Uhr: Das Giatmal lies unbekannten Soldaten. Tbeatei am Bülowplali 8 Uhr Traumspiel Morgen 8 Uhr Tra umspiel Komische Opeir Allabendiich SV* Ulir: Bünden den Welt Die weltstädtische j iames» Klein- Revue Sonntags nachm. 1 Kind frei bei halben Preisen. I Theatcrkassa ab 10 Uhr onnntfrbrodieB geüffpgt. Wallner- Theater TSgnd» SS Uhr: bßsse in der Kadil Lustspiel mit Musik und Tanz von Sachs u. Tauislein— Musik von üyjacco Sountag nachmittag i'l, Uhr: vor«Luv der Saaclnerlnnen Neues Theater am Zoo Qroßberliner Schauspiele Uraufführung Gonya- die Enkelin des Königs Lear v. Carl Leyst— Regie: Hanns Marland Mitwirkende II!» Herdmcneer Maria Riesenberg Eva Niese Ernst Wendf Otto Egperth Adolf Reh ach Vi olfg. Hausmann Ernst Salzmann Fritz Halber, Sonntag vormittas Billett-Vorbesteirung Amt Oliva 160. Karl Hellmer Emst Neuhoff Harry. Schönborn Werner Hinzelmann Sigismund Keisicr Woifgang Wen dt Hans Jenkncr Herbert Bach 11'/. Uhr, 20. März ;• A Staats-Theater Deotsdies Theater Norden 10331— 37 8 Uhr Bonaparte Opernhaus a. Platz d.Republ. 8 Uhr: Pedros Puppenspiel Royal Palacc Schauspielhaus 7 U.: Ein besserer Herr Schiller« Theater 8 Uhr: Razzia «w Gpm Charlotienburg 6 Uhr Tosca Abonn.-Turnus I. " i entral- Theater Täglich 8 Uhr D» blonde Zigeuner linireiti na Mtdia Koopt. AHerman. Klaig, Halniidi. Ichwarr. Vilfan, Röhn« scaia Katnmerspiele Norden 103�4— 37 8 Uhr. Toni Die Komödie SismarcK 2414, 7516 8", Uhr: Letzte iutfübmnp Die Perle Hcote, Sonnabend und Sonntag .Nachtvorstellung 11 Uhr: Basen ein Kind P reise 2, 3 u. 4 Mark snvCcAs Qms! und lasse micTi oTine jede Zutaten 20 Minuten in Wasser koclien. Alsdann verwandle ick micK in 6 Teller KocKfeme, scKmackKafte Erbsensuppe. Aucb angfebroeben halte ichmicb gut. leb mut?also nicht auf einmal gegessen werden. Tfchevi und anccrc Suppen in Wurstform, wie Blumenkohl, Ochscnschwanx, Spargel, Grunkcrn usw. SaitEnburg-Bütincn Ois. Künstler-Th Richard Tauber, Rita Georg 3 JerZarewltsch Lcsslng-Theatcr 8 U.: Der Patriot Fortner Lusispielhaus 1 8'/« Uhr: Gaido Thielsther Hurra- ein Junqel jMf——»»»d drnows.'.yJliner Th. König rätz St. Hasenheide 21 10 8 Uhi: Die treue Nymphe Elisabeth Kergner KomOdlennau« Norden 6304 8 Uhr: letitt AolfUhiungenl! Täglich 8 Uhr ZlikusCarl Bosdi-Ceb HAGENBECK Der Mensch als Granate Eid ltbtDd:gu Mensch wird aus eine: I Riesennubitr i dnrdi a. Zirkos gesebessza Aulerdan: das giaamln Zirkos-Pn; r. Sonntag auch 3 Uhr. (Kinder h a I b e Preise.) 1'Duilag vonnittaq 10-1 Uhr liersdiao CASINO-THEATER � Das erste Volkssück in dieser Spielzeit Familse Habenichts! Acssc&neideil Gutschein I— 4 Pers. Fauteuil nur I Mlu Sessel 1.50 Mk- rvaua-tneaier 8 Uhr Reichshalien-Theater Abends 8 Unr u. Sonntag nachm. 3 Uhr Stettiner Sänger Das neue Programm I nadimittnis: halbe Inist. volles Proiuanii kiönhoff.Bretl'l Varleiö, Konzert, Tanz. OMH-Ulait llB"l""Sa"ta' �oberh, Thallmann. Wa tiaiia-Tneai Weinbergsweg Täglich 8'/, Uhr: Ben Hur üi.SematisiisstidnD I ülldaru Parkett nur 60 Pf. Sonntag, nehm. 4 U.; Ben Hur Evn traulicher Abend aucb atn Waschtag- durch keine Sorge und Müdigkeit gestört— dieses Glück ist auch Ihnen beschicdcn, wenn Sie sich die schwere Wascharbeit durch Suma erleichtern. Suitta gibt Ihnen ohne viele Mühe eine blendend weiße Wäsche. Es entwickelt im Kochen einen lebendigen Strom von Millionen Seif cnbläschen, welche die Wäsche durchdringen tmd den hartnäckigsten Schmutz behutsam lockern, erfassen und emportragen. Diese Eigenart von Suma steigert seine Wirksamkeit auf das Vielfache. Suma macht jedes harte Reiben oder Bürsten überflüssig und auch bei hundertmaligcm Waschen bleibt die Wäsche wie neu, denn Suma enthält nichts Scharfes. Frei* SO Pitf. issty