�benSausgabe Nr. 149 4 44. Fahrgang Ausgabe g Nr. 74 ve,ita»ded!n VSrihoN 292— 29» �entralorgan cler SosiMckmoKratilcben Partei Dcutfcblands Mbbau öer Erwerbslosenfürsorge? Die Regierung des Bürgerblocks will sparen. Durch Verordnung' vom 24. März ist die Geltungsdauer des Gesetzes über eine Krisenfürsorge bis zum 30. Juni 1927 verlängert worden. Gleichzeitig wird in der Verordnung er- klärt, daß das Recht der Reichsregierung, mit Zustimmung des Reichsrats einzelne Berufe oder Bezirke von der Krisen- fürsorge auf einzelne Bezirke oder Berufe zu beschränken und die Fürsorge zeitlich zu begrenzen, unberührt bleibt. Es wäre richtiger gewesen, die Geltungsdauer des Gesetzes über die Krisenfürsorge uneingeschränkt bis zum Inkrafttreten des Gesetzes über..ine Arbeits- losenverficherung zu verlängern» um von vornherein die notwendige Beruhigung und Sicherheit zu schaffen. Für eine Herausnahme einzelner Berufe oder Bezirke aus der Krisenfürsorge besteht bei der immer noch anhaltenden äußerst schlechten Lage des Arbeitsmarktes nicht der gerinaste Anlaß. Der Ausschuß für Erwerbslosenfürsorge des Ver- waltungsrats des Reichsamtes für Arbeitsvermittlung hat deshalb auch eine allgemeine Verlängerung der Krisen- fürsorge gefordert. Der Reichsarbeitsminister versucht nunmehr zu seinem Ziele auf einem Umwege zu kommen. Der Verwaltungsrat des Reichsamtes für Arbeitsvermittlung hatte sich auch für die Beibehaltung der gegenwärtigen Bezugsdauer in der Erwerbslosenfürsorge ausgesprochen. Diese Beibehaltung ist deshalb von großer Bedeutung, weil die Krisenfürsorge nur solchen Erwerbslosen gewährt wird, die 52 Wochen hin- durch Erwerbslosenunterstützung bezogen haben. Der Reichs- arbeitsminister hat jedoch die Geltungsdauer seiner gegen- wärtigen Bestimmungen über die Bezugsdauer für die Er- werblosenunterftützung nur bis zum 30. April verlängert. Er begründet das wie folgt: „Da sich der Arbeitsmarkt inzwischen in einzelnen Teilen wesentlich gebessert hat, behalte ich mir vor, einzelne Berufe oder Bezirke von der Verlängerung der Bezugsdauer auszunehmen, so- bald sich diese Besserung auf Grund der bisher noch fehlenden Zahlenunterlagen genügend übersehen läßt. Das wird Ansang April der Fall ein Ich werde zu diesem Zeitpunkt aus die Bemessung der Bezugsdauer zurückkommen.* Es ist also geplant, für einzelne Berufe oder Bezirke die Bezugsdauer für die Erwerbslosenunterstützung zu ver- kürzen. Zweierlei erreicht damit die Regierung des Bürgerblocks: die Inanspruchnahme der Erwerbslosenfür- sorge wird eingeschränkt: die Inanspruchnahme der Krisen- fürsorge wird für die betroffenen Erwerbslosen unmöglich gemacht, denn die Krisenfürsorge tritt nur für Erwerbslose ein, die 52 Wochen hindurch Erwerbslosenunterstützung be- zogen haben und diese Unterstützung deshalb nicht mehr er- halten können. Zwar fehlen nach den Erklärungen des Reichsarbeitsministers noch die Zahlenunterlagen, das hindert ihn jedoch nicht, von einer wesentlichen Besserung des Arbeitsmarktes in einzelnen Teilen zu sprechen. Wie es in Wirklichkeit mit dem Arbeitsmarkt bestellt ist, zeigen die 1661090 Hauptunter st ützungs- e m p f ä n g e r in der Erwerbslosen- und Krisenfürsorge. Diese Zahl ist immer noch wesentlich höher als bei Schaffung des Gesetzes über eine Krisenfürsorge für Erwerbslose. Das Gesetz wurde am 19. November verabschiedet, am 15. No- vember hatten wir 1 316 758 Hauptunterstützungsempfänger. Es kann also von einer wesentlichen Besserung des Arbeitsmarktes ernsthaft gar nicht gesprochen werden, vielmehr muß mit allem Nachdruck die Verlängerung der gegenwärtigen Bezugsdauer und die uneingeschränkte Verlängerung d Geltungsdauer der Krisenfürsorge verlangt werden. er Kein KreüZt für Moloya und Ufa. Tie Auffassung der Reichsregierung. Wie der Soz. Pressedienst meldet, hat sich die Reichsregierung gestern mit dem Stand der deutsch-französischen Handelsvertrags- Verhandlungen beschäftigt. Außerdem hat sie sich mit den S u b- oentionsanträgen der Mologa und der Ufa besaßt. Ein«icdgültiger Beschluß wurde zwar nicht gefaßt, aber es besteht nach der allgemeinen Auffassung innerhalb der Reichsregierung kaum ein Zweifel darüber, daß sowohl ein Kredit für die Ufa als auch für die Mologa nicht in Frage kommt. Zu den Beratungen über die Mologa-Angelegenheit erfahren wir noch: Das Reichskabinett hat sich gestern mit der Angelegenheit der Mologa-Gesellschaft beschäftigt, an der deutsches und russisches Kapital beteiligt ist. Es handelte sich um die Frage einer Beteiligung des Deutschen Reiches an der Sanierung der Mologa. Eine solche Be- telligung ist am 11. März von der Erfüllung gewisser Bor- bedingungen abhängig gemacht worden, die ein« rationelle Arbeit der Mologa in Zukunft sicher» sollen. Es handelt sich um eine finanzielle Entlastung von bisher bestehenden Verpflichtungen, um eine Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen und um eine Prii- fung des Statuts der Mologa durch Sachverständig«. Dies« Vor- ausjetzungcn wären zum Teil von russischer, zum Teil von dcu.,.�r Seue zu erfüllen. Bis zum 31. März müßte eine Einigung erfolgt sein, da die großen russischen Wechselforderungen an die Molaga bis zum 31. März prolongiert worden sind. Diese Einigung ist bisher nicht erzielt und es ist sehr fraglich, ob sie bis zum 31. März «rreicht fein wird. Darum ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß eine Liquidation der Mologa eintreten wird. Der yaushalt öes Reiches. DaS Kompromiß des Bürgerblocks angenommen. Der Beratung des Haushalts der allgemeinen Finanzoerwaltung wurde vom Ausschuß für den Reichs- Haushalt in der Sitzung vom Montag begonnen und am Dienstag beendet. Zu diesen Sitzungen lagen die Anträge der Re- gicrungsparteien für die Balanzierung des Etats vor. Aus ihnen erhellt, daß durch die bisherigen Beschlüsse des Reichstages eine Mehrbelastung des Etats von 729 Millionen eingetreten ist. Diese sollen gedeckt werden teils durch Erhöhung der Einnahmeschätzungen bei der Einkommen- und Körperschojtssteuer und Einsetzung des U« b« r s ch u s s e s aus dem Jahre 1326 und des Bctriebsmittelfonds, teils durch Kürzung von sozialen Jlucgaben. darunter von 5 Millionen für die Kinderspeisungen. Im Laufe der Beratung nahm der Reichssinanzminister dos Wort, um sich dagegen zu verwahren, daß er irgendetwas verHeim- lichen oder retuschieren wolle. Er werde dem Parlament steis mit größter Offenheit gegenübertrsien. In eine Polemik mit feinem Amtsvorgänger Dr. Reinhold werde er nichr eintreten, es erschiene ihm ein unmöglicher Zustand, daß der frühere Minister Zeitungs- artikel gegen ihn erscheinen last«, auf die er dann im Parlament antworten solle. Genosse Dr. Hertz erkennt mit den übrigen Diskussionsrednern den großen Ernst der Finanzlag« an. Ja, er sehe noch schwärzer als die Vorredner, denn es stehen große Ausgaben im außerordentlichen Haushalt, die aus den ordentlichen Etat ge- hören, und daher nicht aus Anleihemitteln, sondern aus laufenden Mitteln bestritten werden müßten. Er nenne die Kreuzerbauten, Erwerbslosensllrsorge. Ferner seien mindestens auf drei Gebieten Forderungen zu er- warten, für die keinerlei Deckung vorhanden ist. Die notwendige Er- höhung der Beamten-, Kriegsbeschädigten-, Liquidationsbefchädigten- bezöge werde mindestens 200 bis 300 Millionen erfordern. Don der Mitteilung des Ministers, daß ein Aufkommen von 120 0 Mit- lionen Mark die Höchstgrenze für die Lohn st euer sein soll, nehme er Kenntnis, ebenso daß ein Mehr zur Senkung der Lohnsteuer Verwendung finden solle. Di« Ausrechterhaltung der Zuckersteuer sei aber sehr bedenklich. Die Notwendigkeit zur Drosielung der sozialen Auggaben müsse er bestreiten. Man hätte solche Streichungen nicht nötig gehabt, wenn man die Garantie des Reiches für die Länder und Gemeinden hätte wegfallen lassen. Die dadurch freigewordenen 65 Millionen hätten gerade genügt, um die 16 Millionen für die gestrichenen sozialen Zwecke und die gestrichenen 50 Millionen für Erwerbs- losensürsorge flüssig zu bekommen. Die Kinderspeisung sei früher unzweifelhaft Reichsausgabe gewesen. Gerade die Streichung dieser 5 Millionen werde im In- und Auslande den denkbar ungünstigsten Eindruck machen. In der Abstimmung wurden sämtliche Anträge der Dllrgerblockparteien angenommen, die der Opposition abgelehnt. Ruhe in Schanghai. Die amerikanische Kreuzermannschaft wieder eingeschifft. Washington, 29. März.(MTB.) Das Marincdepartement hat die Meldung erhalten, daß die gestern in Schanghai gelandeten Mannschaften des Kreuzers„Pittsburgh* an Bord des Schiffes zurückgekehrt sind, da heute in Schanghai Ruhe herrscht. Neue amerikanische und japanische Truppentransporte. Washington, 29. März.(MTB.) Admiral Williams teilte dem Flattendepartement mit. daß Japan das Kriegsschiff.Hirado* und acht Zerstörer nach Schanghai entsendet und daß fünfhundert wettere lapanische Soldaten gelandet worden sind. Die Mobilisierung weiterer Marinceinheiten in den Vereinigten Staaten geht rasch vor sich. Die 1500 Mann Marinctruppen, die am Sonnabend Befehl erhalten haben, nach China zu gehen, werden jetzt in Philadelphia, Quantico und anderen Plätzen mobilisiert und werden wahrscheinlich Anfang nächster Woche von San Diego ab- dampfen. Diesem Transport wird ein Marinelustgeschwader bei- gegeben, das aus zwölf Bombenflugzeugen und Kampf- slugzeugen besteht. Der deutsche Gesandte in Warschau. Genosie Ulrich Rauscher, ist am Montag in Beilin eingetroffen Der polnische Gesandte in Berlin hat sich nach Warschau begeben. Die Rasen der beiden Diplomaten st ehen mit der Wiederaufnahme der deutsch» polnischen Handelsvertragsverhandlungen im Zusammenhang. Es ist anzu- nehmen, daß diese Verhandlungen noch per Rückkehr Rauschers end- lich wieder in Gang kommen. Standgerichte in Ungarn. Der Budapester Kommunistenprozest. Don Otto Landsberg. Wir Sozialdemokraten verbinden mit der Liebe zum eigenen Volke die für alle anderen Nationen. Stets, wenn einem Volke unrecht geschieht, treten wir als Anwalt in die Schranken. Unser internationales Denken gibt uns auch das Recht, wenn irgendwo ein Staat seinen Bürgern Unbill zu- fügt, uns dieser anzunehmen. Gegen 53 ungarische Männer, Zoltan, Szanto und Ge- Nossen, ist ein standgerichtliches Verfahren wegen Auf- r u h r s eingeleitet worden. Urteile eines ungarischen Stand- gerichtes, die die Schuld des Angeklagten bejahen, können nur auf Todesstrafe lauten. Die Möglichkeit der Verhängung von 53 Todesurteilen muß das Herz jedes Menschen erheben machen. Was wird den Angeklagten zur Last gelegt? Das Ge- wicht der Anklagepunkte steht zu der drohenden Strafe in einem Mißverhältnis, das zum Lachen anreizen könnte, wäre die Sache nicht in der vollsten Bedeutung des Wortes blutig ernst. Der Staatsanwalt wirft den 53 vor, daß sie in Ungarn eine kommunistische Partei organisieren, Parteischulen er- richten, daß sie für den Jahrestag der Ausrufung der un- garischen Räterepublik eine Demonstration vorbereiten, daß sie sich mit dem Plane getragen haben, zum Zwecke der Herstellung von Flugblättern eine Druckerei zu er- richten. Das ist alles, was Polizei und Staatsanwaltschaft zusammengetragen haben. Mir wird versichert, daß etwa 20 von den um chr Leben kämpfenden nicht Kommunisten, sondern Angehörige der Aagn-Partei sind, die mit der ehemaligen deutschen Unabhängischen Sozialdemokratischen Partei verglichen werden kann. Sie unterscheidet sich von der ungarischen So- zialdemokratie gewiß in vielem, nicht aber in der Grund- anschauung, die streng demokratisch ist. Es ist ausge- schlössen, daß die Vagy-Partei sich an einer Propaganda zur Förderung kommunistischer Bestrebungen beteiligt hat. Aber dies nebenbei. Wenn selbst alle 53 Angeklagten Bolschewisten sein und an den den Gegenstand der Anklage bildenden Handlungen teilgenommen haben sollten, ist die Anschuldigung nicht zu begreisen. Ein Blick in das u n- garische Strafgesetzbuch läßt ihre Unbegründetheit sofort erkennen. Nach den 152 und 153 dieses Gesetzes ist Aufruhr eine Zusammenrottung zu dem Zweck: 1. den Reichstag, eines seiner beiden Häuser oder einen seiner Ausschüsse, 2. die mit der Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten (das Gesetz stammt aus der Zeit der österreichisch-ungarischeu Union) betrauten Delegationen, eine von ihnen oder einen De- legationsausschuß, 3. die ungarische Regierung gewollsam oder durch gefährlich- Drohung in der freien Ausübung ihrer Wirksamkeit zu hindern oder zu einem Beschluß, einer Verfügung oder einer Unterlassung zu zwingen. 4. irgendeine Klasse der Bürgerschaft, eine Nationalität oder Religionsgemeinschaft bewaffnet anzugreifen. Mau sieht, daß der Aufruhrbegriff des ungarischen Strafgesetzbuches ungefähr dem Begriff des H o ch o e r r a t s im deutschen Strafgesetzbuch entspricht. Das Verbrechen des Aufruhrs setzt nach ungarischein Recht genau so ein konkretes Unternehmen zum gewaltsamen Sturze der Verfassung voraus wie der Hoch- verrat nach deutschem Recht. Es ist unfaßbar, wie man in den den Angeklagten vorgeworfenen Handlungen auch nur das Unternehmen eines Aufruhrs erblicken kann. Wenn die politische Betätigung der Angeklagten unter die ljtj 152 und 153 des ungarischen Strafgesetzbuches fiele, so würde gar nicht abzusehen sein, weshalb Ungarn sich im Jahre 1921 ein Gesetz gegeben hat, das mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren einen jeden bedroht, der eine auf den gewaltsamen Umsturz oder die Vernichtung der gesetzlichen Ordnung des Staates oder der Gesellschaft abzielende Bewegung oder Organisation an- regt oder leitet, und mit Gefängnis bis zu 3 Jahren einen, jeden, der an einer solchen Bewegung oder Organisation. tätig teilnimmt oder sie fördert. Wenn eine Ausdehnung des Begriffs des Aufruhrs, wie sie die Anklagebehörde im Prozeß Szanto versucht, zulässig wäre, so hätte es jenes Gesetzes offenbar nicht bedurft. Das wirksamste Zugeständnis der Unmöglichkeit der An-» klage liegt aber in der Stellung der Angesagten vor das Standger ich t, denn sie läßt klar erkennen, daß die für das Verfahren verantwortlichen Behörden von einer mit den Garantien der Strafprozeßordnung umkleideten Verhand- lung sich die Erreichung des gewünschten Erfolges nicht ver- sprechen. Dos standgcrichtliche Verfahren ist zum Uebersluß ge« setzlich unzulässig. Denn durch ein ungarisches Gesetz vom Jahre 1922 sind alle Sondergerichte aufgehoben worden. Eine spätere Verordnung von 1925 erklärt zwar die Ein- a nur Dann gerechtfertigt wäre, wenn der„Aufruhr* der 53 sich gegen die Interessen der Krieaführung gerichtet hätte, und Ungarn ist gegenwärtig von einer Kriegsgefahr nicht bedroht. Der Vollständigkeit halber sei noch angeführt, daß das Standrecht vor der Erhebung der Anklage gegen Szanto nicht verkündet worden ist. Die Menschheit kann dem, was in Ungarn geschieht, nicht interesselos zuschauen. Mögen aus allen Ländern Stimmen sich vernehmen lassen, die die ungarischen Machthaber darüber belehren, daß das von ihnen geleitete Land in der Gefahr steht, den Namen eines Kulturgebietes zu verlierenl Bismarck hat einmal gesagt, daß im Kriege das Wohlwollen des kleinsten neutralen Staates den Wert zweier Armeekorps ersetzt. Dieses Wort gilt nicht nur im Kriege, und auch die Zu- oder Abneigung von Parteien hat ihre Bedeutung. Der * Verlust der Sympathien der Demokratie der ganzen Welt ist für ein Volk, das ihn ertragen muß, ein Unglück. Möge die ungarische Regierung daran denken und ein Verbrechen verhüten, das, mögen die Angeklagten was immer getan haben, größer wäre als das ihrige. Sürgerblockzentrale im Zentrum. Scharfe innere Auseinandersetzungen. In der„German! a" setzt sich der Reichstagsabgeord- nete I o o s zur Wehr gegen eine anonyme Schriftenzentrale in Bonn, die Aufsätze mit folgendem Begleitschreiben ver- schickt: „Gegen das heutige M.«Hkadbacher„Zentrum", gegen seinen Terrorismus, feine Verlogenheit und Gehässigkeit ist keine mildere Kampfwelse möglich. Wir werden uns erlauben, Ihnen, wie auch zuweilen bisher schon, so auch in Zukunft regelmäßig, jedesmal streng vertraulich. Artikel zur Information und ent- sprechenden Publikation ohne jede Quellenangabe zu überreichen. Unsere vor vier Monaten gegründete Zentrale für den Zu- sammenschluß und zielbewußten Kamps de» deutschen katholischen Volksteils im Sinne des deutschen Bürgerblocks und Bürgertums hat sich höchst segensvoll entwickelt. „Gegen M. �Gladbach, Severing,„Berliner Tageblatt!"„Für Glaube, Volk und Vaterland!" „Christlich, sozial, vaterländisch!" Zusammenschluß aller derer, denen Glaube, Volt und Heimat das Höchste ist: aller in Stadt und Land, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, katholisch und evangelisch. Unter dieser Parole Ist jetzt im schweren Kampf das Reich croberti Preußen muß folgen! Mit treu christlichem und treudeutschem Gruß." Zoos weist deutlich auf den inneren Zusammenhang der Leute dieser Zentrale mit den„Integralen" von ehedem hin, die im Gewerkschaftsstreit das Wort führten. Dief« Zentrale gehört zu jenen Kräften, die das Zentrum endgültig und prinzipiell auf den Bürgerblock festlegeu wollen. Die Flucht in die Oeffentlichkeit, die I o o s antritt, läßt scharfe innere Gegensetze und Auseinandersetzungen ahnen. kampfmethoüen der Reaktion. Zusammenbruch einer nationalistischen Hetze. Wie erinnerlich wurde im Mai vorigen Jahres nach zehn- tägiger Verhandlung vom großen Schöffengericht in Nordhausen der Landrat de» Kreises Nordhausen, Genosse Knodt, und seine deiden Sparkassendirektoren zu empfindlichen Geldstrafen ver- urteilt, weil man glaubte, ihnen Untreue im Sinne des Z 266 1 1 StrG. nachgewiesen zu haben. Die Berufungskammer hob in diesen Tagen das Schöffengerichts urteil auf, sprach die Angeklagten frei und legte die ganzen Kosten des Verfahrens der Staatskasse auf. Dazu wird uns aus Nordhausen geschrieben: Zur Vorgeschichte des Prozesses fei kurz folgendes geschildert. Der Landrat Genoste Knodt wurde wegen seiner politischen Ein- stcllung, trotz anerkannter objektivster Amtsführung, mit einer Leidenschaftlichkeit bekämpft, die mit einem anständigen po- litis ch«n Kampfe nichts mehr gemein hatte. Der Vertreter der Regierung,»in Londrat des alten Regimes, muhte dem Genossen Knodt vor Gericht be. zeugen, daß er in den Sturmzeiten 1923/24 sein A m t voll und Es kommt üer hugenberg-Zilm! Von Hans Bauer. Mit Geld kann man alles machen. Mit Geld kann man sich einen Waggon Heringe kaufen, kann man ein Schmierseifengeschäft eröffnen, kann man sich Druckpapier und den dazugehörigen Redokteurstab anschaffen. Mit Geld kann man Film» drehen. Herr Hugenberg besitzt Geld. Ursprünglich hat er sich, als Vorsitzender des Krupp-Direktoriums, industriell betätigt. Dann ist er zum Verlagswesen übergeschwenkt und hat sich durch die Veröffent- lichungen über Anastasia ein bleibendes kulwrelle» Verdienst um da» deutsche Volt erworben. Nunmehr oerlegt sich Hugenberg auf das Kino--— und es ist kein Geheimnis, wohinaus er damit will. Wir haben selbstverständlich nicht zu gewärtigen, daß die Ufa- Produktion sich von nun an In Militär-, Adels-, Oberschlestenfilmrn erschöpft. Ein Trops ist der Hugenberg nun auch nicht gerade, und wenn er sich seine politisch« Propaganda auch«was kosten lassen dürfte, so wird er nicht zugrunde gehen wollen an ihr. Nein, Hugenberg wird bedächtig sein. Sein Einzug in die Ufa wird sich nicht so sehr im positiven Sinn« einer Attacke aus das Kinopubllkum mit„Berlin« Lokal-Anzeiger"-Themen auswirken, als im negatwen Sinne ein« weiteren Versimpelung des Spielplanes. Gar so viel zu verderben ist Ja nicht mehr. Für ein paar schöne, starke Filme wollen wir dem größten deutschen Filmkonzera immer dankbar sein: für„den letzten Mann" etwa, für„den müden Tod". Die i'berwältigende Mehrheit seiner Produttion ober besteht aus Nichtig- ketten oder wie„Metropolis" aus rasfinlertem Ob«kitsch. Hugen- derg wird das nun alles noch ein wenig ins Politisierend» abbiegen— nicht zu(ehr, daß man» nicht so merkt, aber dafür um so be- ständiger, um so nachhaltiger. Welches Mittel wäre denn heute auch geeigneter, auf Massen zu wirken, ol» der Film! Zunächst einmal ist dos Volk im Kino überhaupt zu erfasien. Man trifft es dort an. Das Kino ist längst der abendliche Aufenthaltsort der Hunderttausende geworden, die sich entsponnen wollen. Dann wird ober vor allem im Kino nicht allzuviel nachgedacht. Bilder tröpfeln viel müheloser als Wort« in die Menschenseel«. Hier gibt» nicht viel zu überlegen. Den Film nimmt man ziemlich passiv in sich auf. Er spült sich von allein hinunter. Der Primitivste versteht seine Sprache Hugenberg ist der Herr dieser Sprach« geworden. Kraft seine« Geldbeutels bestimmt fürderhln ein erklärter Feind der deutschen Republik, ein Arbeiterverächter, ein Putschistensreund und Feme- b:-b«nbcschützer in hohem Grade die deutsch« Filmproduktion. E» wäre eine ewig« Schmach und Schande für alle Menschen, die es ernst meinen mit ihrer Freiheits-, Friedens- und Fortschritts« gestnnung, wenn sie in dieser Situation Hcrrn Hugenberg kampflos das Feld räumten und sich in ihr Schicksal willenlos ergäben, und ganz ausfüllte. In wenigen Tagen wurde er damals, es war im August 1923, der Lebensmittelunruhen Herr, die in seinem Kreise von Kommunisten angezettelt worden waren. Durch Bewilligung eines zweiten Martenbrotes für alle Brotkarten- cmpfänger wurde den Unruhen der Nährboden entzogen. In den kritischen Tagen der Höchstinflation sichert« der sozialistische Land. rat Knodt, der in kluger Boraussicht der Entwicklung der Dinge schon Monat« vorher sein Kreisnotgeld geschaffen hatte, Tau- senden von Arbeitern, Beamten, Angestellten und Rentnern Lohn und Gehalt. Das Wirken des Landrats wurde damals allgemein anerkannt. Da kam die Stabilisierung der Währung. Seine Spar- kassendirektoren, insbesondere der Leiter der Bankabteilung, oerstanden es nicht, sich schnell genug umzustellen. Sie nahmen teuere Gelder herein, mußten sie hereinnehmen, weil das Vermögen der Kasse von der Inflation aufgefressen worden war, um mit den Zinsgewinnen ollmählich wieder eigenes Betriebskapital zu schaffen. Um K u n d s ch a s! für die neue Bant zu werben, gaben die Direktoren nicht genügend gesicherte Kredite und erlitten in- folge des Wirtschoftszusammenbmchcs Verluste. Zwecks Geldbeschaffung wurde ein Wechselgeschäft eingegangen, das dem Kreise Schaden insosern brachte, als die spätere Kreisverwattung sich trotz eines günstigen Kammergerichtsnrteils entschloß, die Wechsel, die auf eigenartig» Weise in den Besitz der Preußischen Staatsbank gekommen waren, für 175 000 M. zurückzukaufen. Für all diese Verlustgeschäste sucht« man den verhaßten sozialistischen Landrat verantwortlich zu machen, der sich durch die Gründung des Reichsbanners und fein mannhaftes Eintreten für die republika- nisch« Staaisform im Kampfe gegen Stahlhelm und sogenannte vaterländische Verbände noch besonders verhaßt gemacht hatte. Monatelang tobte eine schwere Pressefehde. Mit den gemeinsten Verleumdungen wurde gegen den Landrat gearbeitet, um ihn seelisch zu zermürben. Das Vertrauen zur Kreissparkasie war in- folge der öffentlichen Hetze mit einem Schlag« dahin, der Sturm aus die Kasse begann, der Zusammenbruch kam. obgleich er sich bei ruhiger Behandlung der Angelegenhett hätte vermeiden lassen. Der deutschnationale Rittergutsbesitzer Römer, der früher erklärt hatte,„daß der Londrat Knodt seine ganz« Kraft eingesetzt Hab«, die Kreissparkasse zu heben, daß die unter seinem Beisein vor. genommene Revision der Kasie zu keinen Beanstandungen Anlaß gegeben habe", stellte sich min an die Spitze der Hetze. Sie ist nun zusammengebrochen. Landrot Knodt wurde damals von der preußischen Staats- rcgierung zur Disposition gestellt. Die Berufungsoerhandlung hat ihn mit dem. Freispruch rehabilitert. Ob die politischen Gegner aus dem Zusammenbruch ihrer demagogischen und gemcinschädlichen Hetze, die ja nicht vereinzelt dasteht, lernen werden? die Köttewih-R�sare. Tie AuSsage BurtscherS im Barmat-Prozest. Im Barmat-Prozeß wurde heute der Sohn des che- maligen Inhaber der Köttewig-Fabrik, B u r t s ch e r. vernommen. Aus seinen Aussagen geht hervor, daß zunächst sein Voter wußte. daß es sich bei den Geldern der rheinländischen Käufer um Postgelder handette. Sein Dater hatte auch den Eindruck, daß Lange-Hegcr- mann, der Vertrauensmann sein sollte, Teilhaber war. Vor dem Rechtsvertreter der Familie in Leipzig hat sich Lange-Heeger- mann als Partner ausgegeben. Positiv ergab sich das dann aus der Eintragung ins Handelsregister. Auf Deranlasiung von Rechtsanwalt W y g o d z i n f k I«klärte der Zeuge noch, fein Vater habe sich im Juli 1924 in Dresden an den Prälaten Schreiber gewandt, daß das Kaufgeld später so spärlich fließe. Prälat Schreiber habe darauf gesagt:„Wieso so spärlich, da, Geld kommt dach von der Post." R.-A. Wygodzinski wies daraus hin, daß Prälat Schreiber demnach in dieser Frage, ober auch in anderen, sich bei seinen Aussagen zuungunsten des Angeklagten Lange-Hegermann geirrt habe, denn Prälat Schreiber habe vor einigen Tagen vor Gericht bekundet, er habe erst bei der Erörterung der Barinat-Angelegenheit erfahren, daß das Geld von der Post komme. schließlich kann ein polttisches Bekenntnis sich begraben lasien, dos zu nichts anderein taugt als zu unverbindlichem Stammtischgerede, einem gelegentlichen Demonstrationsmarsch und der Stimmzettel« abgab« am Wahltag. Es gitt, auch im Alltag Charakter zu zeigen, mit der Betätigung seiner Gesinnung kurz noch dem Aufstehen zu beginnen. Gewiß kann man ein« Konzernproduktion nichi in Bausch und Bogen boykottieren, wie etwa die Lektüre des„Berliner Lokal-Anzeigers". Aber man kann Obacht geben. Man braucht nicht jedem Dreck des Hugenberg aufzusitzen. Hugenberg ist viel mehr angewiesen auf uns als wir auf ihn. Es gilt, ihm zu beweisen, daß wir auf Bürgerblockfilm« verzichten, daß die überwältigende Mehrheit Deutschlands sich den Inhalt seiner Erholungsstunden nicht von Finsterlingen vorschreiben läßt. Resistenz deshalb gegen das limo- nadige Laulingszeug mit dem Ps«defuß, das wir zu erwarten haben. B«eitschast zur Opposition! Wir wären verächtlich, wenn wir eine neue Welle von Emden-, Fridericu»-, Potsdammachwerk in Treu« stark ertrügen, wenn wir wahllos alles genössen, was ein Hunde» schnäuziger Mach« uns vorsetzt. Aufklärung von Haus zu Haus, von Treppenflur zu Treppenjlur! Es muß durchsickern, daß Film Kunst sein kann, daß aber von Herrn Hugenberg nur die Ver- fvlgung seiner Interesien zu erwarten steht. Seinen Leib muß der Arbeiter dem Kapital ausliesern. Mit seinem Geist braucht er das nicht ohne weiteres zu tun'. Der„Lokal-Anzeiger" kommt zurecht. wenn ihn die geistig Zurückgebliebenen der Reichsfoiuptstadt lesen. Di« Ufa kommt mit diesen Leuten allein nicht zurecht. Sie braucht mehr. Sie braucht den Slrbeit«, den Handwerter, die Hausfrau. Ohne sie sind Hugenberg und Baueback aufgeschmissen. E, müßte mit dem Teufel zugehen, wenn das Proletariat Deutschlands, dos «Ine Zukunft nach seinem Willen zu schmieden gedenkt, vorerst nicht wenigstens in der geistigen Kost seinen Geschmack durchzusetzen verstünde. Augen aus. Sozialisten. Republikaner! Hugenberg hat euer Geld.... jetzt soll er ober nicht auch noch euch selber bekommen! Theodor väubler sprach aus Einladung der hiesigen griechischen Gesandtschost über sein« in vierjährigem Ausenthalt in Griechen- land gewonnenen Eindrücke. Den demokratischen Grundzug. der heute das griechisch« Volt bewegt, wollte der Redner bereit« im antiken Mythos erkennen. Gerechtigkeit und Nächstenliebe enthüllen sich dem Beobachter in bemerkenswerten Zügen. Ein Vorgang von klosiischer Größe war beispielsweise der freiwillige Auszug von Tausenden von Schiffen au» allen Häsen de« Lande», um die anderthalb Millionen von den Türken vertriebenen Griechen in da» Mutterland zurückzuführen. In dichterischer Sprache schildert« Däubler die Gastfreundschaft, die das griechische Volk jenen grle- chischen Opfern des Weltkrieges bewiesen hat. Dos noch in den Ansängen industrieller Entokicklung stehend« Land zeigt auch sonst. in Baustil und Lebensaewohnhcitcn. Spuren der alten einfachen Großzügigkeit. Das Volk ist friedliebend(wie übrigens jedes andere Der Genfer flbrüftllngstampf. Bcrnstorff für Einbeziehung der Reserviftenzahlen. Genf. 29. März.(Eigener Drahtbericht.) In der Montag-Noch- miüagssitzung der vorbereitenden Abrüstungskommifsion traten der holländische Delegierte R u t g e r e und Graf B e r n st o r f s aus- führlich der französischen These über die Nichteinbeziehung der N e s e r v I st e n in den Abrüstungsplan entgegen. Die aus- gebildeten Reservisten bildeten die größte Angrifsskrast, was auch von den hohen Militärs in Versailles bewiesen worden sei, indem sie. um die deutsche Wehrkraft zu brechen, deren Reserven gänzlich unterdrückten. Ein Ausgleich für die ausgebildeten Reserven könne erzielt werden durch Verkürzung der Dienstzeit und Ver- kleinerung der Rekrutenkontingente, was durch Verschärfung der ärztlichen Ausmusterung sowie durch das Los erreicht werden könnte, ohne das Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht zu durch- brechen. Auf eine Bemerkung de Brouckeres, daß der Ver- trag von Versailles hier nicht zur Diskusston herangezogen werden könne, erwidert« der deutsche Delegierte, daß der D e r s a i l l e r V e r t r a g und Artikel 8 des Völkcrbundpaktes gerade die G r u n d- läge des Abrüstungsproblems bilden könnten» was nicht übersehen werden dürfe. Im übrigen sei er mit de Broucköre einverstanden, daß die Deutschland auferlegte Abrüstung die denkbar schlechteste sei. weil sie mit großen Kosten die geringste Auswirkung erreiche. Gras Bernstorsf erinnerte zum Anschluß an ein französisches Zitat, welches lautet:„Meine Herren! Run ist die Abrüstung an euch!" Die verkalkte Sowjetbureaukratie. Auffrischung sogar durch„Parteilose" notwendig. Moskau. 29. März.(O.E.) Das Zentralkomitee der Kam- muniftischen Parte! der Sowjetunion beschäftigt sich mit der Durch- führung einer Maßnahme, die dem herrschenden Regime in den breiten Volksmassen Anhang sichern soll. Es ist dies die Aus- sonderung von Arbeitern und Dauern aus der großen Masse. die in mehr oder weniger verantwortliche, in einzelnen Fällen auch leitende Stellungen in der Staatsverwaltung und Industrie berufen werden. Diese Maßnahme wird offiziell mit dem Wort ,�)eraushebung" bezeichnet. Die Sowjets, die verschieden- artigen Staatsbehörden und Betriebe werden von der KP. nach- drücklich an ihre Pslicht erinnert, in ihrem Apparat Raum zu schaffen für befähigte Vertreter des Proletariats. Besonders wird die Notwendigkeit betont, neben Kommunisten auch parteilos« Arbeiter heranzuziehen. Da die Erfahrung gezeigt hat. daß die „Herausgehobenen" von den Leitern der Behörden und Unter- nehmungen meist ungern gesehen werden, wird letzteren die Verantwortung für eine zweckmäßige Beschäftigung dieser de», Proletariat und der Bauernschaft entnommenen Beamten auferlegt. Ja die Verbannung. Mussolinis Gewaltherrschaft gegen Wissende. Au» Mailand wird uns berichtet: Der bekannte Journalist Carlo S i l v« st r i. früherer Redakteur de»„Corriere della Sera", der seit einiger Zeit im Gefängnis von Como inhaftiert war, wurde zu fünf Iahren Verbannung auf eine der berüchtigten Deportationsinseln verurteilt. Im Verlauf der Affäre Matteotti hatte SUvestri ohne Scheu Musiolini der T e i l n e h m e r s ch a s t an der Ermordung des sozialistischen Abgeordneten beschuldigt. Er empfing vom Abge- ordneten F i n z i. damals Unterstoatsfekretär im Ministerium des Innern, genau» Nochrichten über die Existenz der faschistischen T s ch e k a und die bestimmte Versicherung, daß der„Duce" sich der Tscheka bedient halt«, um die Sekretäre der italienischen sozialistischen Partei verschwinden zu lassen. Man wird begreifen, daß Mussolini ein starkes Interesse hat, einen so unbequemen Journalisten zu entfernen. Dem sozialistischen Bezirkstag des Seine-Dcpartements werden vier Resolutionen zur Parteipolitik vorgelegt, da die Resolutions- kommission sich nicht einigen konnte. Volk), und seine angeborene Intelligenz läßt noch eine reiche Ent- Wicklung erwarten. Der mit vielem Beifall aufgenommene Vortrag war ein schätzenswerter Schritt auf dem Wege zur Verständigung unter den Völkern. g. Beethoven-Literalur. Die Stadt Berlin widmet Beethoven«in besonderes Gedächtnis- und Festprogrammheft, in dem Dr. Kurl Singer eingehend die Lezichimgcn Bcothooenszu Berlin schildert. — In knapper Form fast P. Wie gl er alles Wesentliche aus den Briefen. Gesprächen, Erinnerungen Beethovens in seinem Beethoven- Büchlein zusammen, das im Propyläen-Verlag erschien.—„Der junge Beethoven" ist Titel und Inholt eines Romans von Felix Huch, der Beethovens Jugend eindringlich und beseest behandelt(Verlag Wilhelm Longewiesch«- Brandt. Eben hausen bei München).— Paul Friedrich widmet in den„Ewigen Machten"(Concordia, Berlin) zwei Künstlernooellen von dreien Beethoven(„Giuletta Guicciardi" und„Der Tod eines Helden"). Senkrecht landende Flugzeuge. Technilck, am wenigsten vervollkommnet und dem Ldeolzustand genähert sind die Landungseigen- schoflen der Flugzeuge. Ja. da» Landen ist auch heute noch immer ein« umständliche Sache, die nur aus großen und gut«Ingerichteten Flugplätzen bequem zu machen ist. Solche Flugplätze sind aber recht teuer, und solange man nicht überall glatt landen kann, ohne eine große Fläche zu brauchen, ist das Flugzeug kein ja allgemeines Verkehrsmittel wie das Auto. Geläng» es, senkrecht landende Flug- zeuge zu konstruieren, so wäre das Problem gelöst. Schon vor dem Kriege versuchte man e» vergeben» mit Schraubenfllegern. Neuerdings baut man nun tn England«In Windmühlenflugzeug, „Autogiro", da» allen Anforderungen eines modernen Flugzeugs entsprechen und nahezu senkreicht landen soll. Im regelmäßigen Flugverkehr ist der Typ allerding, noch nicht erprobt und auch über die Wirtschaftlichkeit liegen keine Meldungen vor. Schavspiel«rv»rt»ell»«g l«, kleine« Theo«er. Für die WohllahrlSkaslen der Bübner.genolsenschaft gelangt Donnerstag,< Ubr..Die golden» Galeere- in der Preniicrenbesetzung zur Aufführung. Sartca nur im Bureau Keilhstratz, lt. „Hall«? flet Bepublik!- lli der Titel der Nachtrevue, die am t. April. abend» 11,15 Uhr, im Neuen Theater am Zoo zur Uraufführung kommt. «Da» schaffende Amerika", der auSge-eichnete Dmerikafil«. den Ober. Ingenieur Treger mit Hilfe de» Nordd. Lloyd geschaffen bat, wird in der Urania täglich bi» zum 10. April mit dem begleitenden Vortrag de» Schöpfer» Wiederboll. Der Film sührl wie teia zweiter un» in da» Dirtichaftsleben Amerikas ein. ViflenschasNIchee verein. Mittwoch 8 Ulr spricht Georgenftraiie Sl-Z« 8err Fischer v. Poiurzyn über.Forschritte i« Lustvertehr". Rlt Lichtbildern). Karten am Saaleingang. Botlcsnn«. Der Nrbeiterdlchter Heimich L e r s ch«trd Dien»tag. 8 Uhr. im Meiftersaal in Gemeinschast mit Ernst Jünger au» eigenen' Werten vorlesen, auch Unveröffentlichte«. Karten bei Bot«& Bo-k und A. Wertheim. Verlhoven. Sliiwna. Der Rat d-r Stadt Leipzig bat mt» Zustimmimq der Stadtverordneten eine SeetbovenMstung mit einem Kapital von 50000 M errichtet, deren Erträgnisse den Nachwuchs sflr Orchestermustkrr fördern solle», berliner in Potsdam unerwünftht. Aber Stahlhelmer find angenehm! Daß der Potsdamer M a g i st r a t bei der Pflege des Fremdenverkehrs seine eigenen Weg« geht, tonnten wir verelts in der Abendausgabe des„Vorwärts" vom Sonnabend feststellen, in- dem wir eine Anfrage unseres Potsdamer Parteiorgans mitteilten, in der der Oberbürgermeister von Potsdam gefragt wurde, ob es wahr fei. daß er die Teilnehmer der Stahlhelmtagung im Mai begrüßen wolle und ob tatsachlich ein Mittagessen sür die Hakenkreuzler auf Kosten Potsdams gegeben werden soll. Daß der Potsdamer Stadtverwaltung an einem Besuch der in ihrer großen Mehrheit republikanisch gesinnten Berliner Bevölte- mng nichts gelegen ist, ergibt sich auch aus der Stellungnahme, die der Magistrat gegenüber der vom Berliner Messeamt im April vcr- anstalleten Wochenendaus st ellung«innimmt. Dem Charakter der Ausstellung entsprechend, hatte das Messeamt den größten Teil der Brandcnburgischen Proninzstädte zur Beteiligung aufgefordert, und eine Konferenz der Bürgermeister dieser Städte hatte sich in voller Würdigung der für die Provinzstädte heraus- springenoen Vorteile f ü r eine Beteiligung ausgesprochen. Auch Potsdam stellte, wenn auch zögernd, seine Beteiligung in Aussicht. Mittlerweile scheinen aber dem Potsdamer Magistrat doch Bedenken wegen des Zuzuges der Berliner Ausflügler gekommen zu sein. Es erfolgte kurz und bündig«in« Absage. Da dem Messeamt der Sclbstausschluß Potsdams nicht recht begreifsich erschien, da sich ja immerhin kleine und kleinste Provinzstädte an der Auestellung beteiligen, wurden Potsdam sogar finanziell« Erleicht«- r u n g e n zugestanden, um zu verhindern, daß die Berlin am nächsten gelegene Stadt auf der Ausstellung nicht vertreten sei. Die Potsdamer Stadtverwaltung aber erklärte ganz einfach, daß ihre Vertretung auf der Wochenendousstellung endgültig abgelehnt wäre und daß Potsdam daraus verzichte, als wocHenendausflugsort für die Berliner angesehen zu werden. Potsdam erklärte das sogar als ein«„Prestigefrage" für die Stadtverwaltung. Die Potsdamer Stadtverwaltung scheint demnach also der Meinung zu sein, daß sie auf das Geld des republikanifchen Berlin verzichten könne. Die Berliner sollten daraus die einzig mögliche Schluhfolgerug ziehen und Potsdam aus grundsätzlichen Erwägun- gen heraus meiden. Einen bequemen Alllaß dazu bietet die im Mai ftattündende, mit hervorragender Unterstützung des Potsdamer Magistrats arrangierte, Wassersportaus st ellung auf dem Gelände des Luftschiffhafens. Vielleicht gelingt es. den Veranstaltern unter Verzicht auf den Besuch der Berliner die 14 Tage währende Ausstellung täglich mit mir Potsdamer Besuchern zu füllen. Die Berliner sollten di« Potsdamer mit ihren Stahlyelmern und chakenkrcuzlern unter sich lassen. deutsche Stuöentensthast. » Torsos entserm lagen etwa 35 Schritte von der Südkurve der Avusbahn mehrere Sachen: zwei braune, einmal besohlte Halbschuhe mit gelben Metallipangen und in Filz eingefaßten Korkeinlagen von der Firma Stiller, ein Taschentuch mit Preßrand, ein gut erhaltener rotbrauner T u ch m a n t e l. der mit schwarzem Pelz besetzt ist und dessen Seitcnfalten mit Spangen zusaminengehallen werden. Zwei Knöpfe dienen zur Verzicnmg. Die Acnnel haben Manschetten mit je einem Knopf. Weiter log da ein schwarzer Filz- topfhut mit schwarzem Ripsband und«iiiein Kniff an der rechten Seit«. Alle diese Sachen wurden für die weiteren Ermittlungen sichergestellt. Di« Höhe der Belohnung, di« ausgeschrieben werden wird, ist noch nicht festgesetzt. Das Absuchen des Geländes ist noch mcht beendet. Der Presseverband hat eS anders gemeint! Zu dem Bericht über den Fall des Pfarrers Schnoor teilt oer Evangelische Presseverband für Brandenburg folgendes mit: Durch di« Schnelligkeit der Berichterstattung ist fast der gesamten Presse ein Fehler in der Darstellung der Angelegenheit des Pfarrer« Schnoor unterlaufen. Der Generalsuperinteiident hat zu dem, was Gemeinde und Pfarrer in den letzten Togen betroffen hat, erst nach dem Gottesdienst Stellung genommen. Er hat nicht davon g e- sprachen, daß der Schwager des Pfarrer» Schnaor van Kom- munisten erschossen worden sei, sondern er führte u. o. aus: Die Sistierung eines Pfarrers kommt im Urteil einer Land- gemeinde einer Verhaftung gleich. Di« Polizei mußte sich ihrer Verantwortung bewußt sein, daß»« einer genauen Nachprüfung bedarf, eh, man einen evangelischen Geistlichen des Mordes be- schuldigt. Nur ganz außerordentlich« Umstände konnten es rechtfertigen, wenn die Polizei einen Geistlichen nach Berlin brachte. um ihn dort wegen tiner derartigen Anklage zu verhören. Zum Schluß sprach der Eeneralsuperintendent die Erwartung aus, daß die Pollze das Amt eines evangelischen Geistlichen respektiere. Die in der Presse sich findenden Nachrichten, daß der Generalsuper- intendent an die öffentliche Meinung appelliert habe und erwarte, daß die Sistierung zu einer Besprechung im Landtage führen werde, sind nicht Ausführungen des Generalsnperintendenten, sondern K o m in e n t a r des Evangelischen Presseoer- b a n d e s für Brandenburg. Von einem Cingriss in«in schwebendes Verfahre» kann deshalb nicht die Red« sein. Es scheint den, noch, als ob sich der Evangelische Presseverband der Presse gegenüber nicht unmißverständlich ausgedrückt hat, was man von einem Presse- verband eigentlich nicht erwarten sollte. Einbrecher und diebesgesinüel im Gsten. Unsicherheit in de« Siedlungen. In einem Kamps mit Einbrechern murde heule früh der Polizei- oberwachtmcister Rusch vom 242. Revier in Eöpcnick durch Messerstiche am Kopf, den Händen und Oberarmen so schwer verletzt, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. In der Villa des Gehoimrats T. in der Ahornallec 10 zu C ö v e n i ck wurde bereits vor zwei Monaten ein Einbruch verübt. Die Vcr- brecher machten damals erhebliche Beute. In der vergangenen Nacht geschah der zweite Einbruch, wahrscheinlich von derselben Kolonne, die wohl ausgekundschastet hatte, daß die GehcimrStin etwas schwer- hörig ist. Die Verbrecher drangen sogar in das Scissafzimmer der Hausfrau ein und stahlen u. a. einen großen Teppich und Pelz waren und Wäsche, die sie in einen braunen Reisekvfser packten. Als man i» der Behausung aufmerksam wurde, verschwan- den dl« Diebe mit der Beute. Man benachrichtigte das Uebcrfoll- kommando. Oberwachtmeister Rusch fuhr nach Hirschgarten. Dort wurde auf dem Bahnhof von den Eisenbahnbeomien bereits ein Mann mit einem großen Kofser und einem Paket an- gehalten. Er riß sich aber wieder los und entfloh über die Schienen hinweg in den Wald. Dort müssen seine Komplizen auf der Lauer gelegen haben, um zu beobachten, ob er mit der Beute entkommen werbe. Als sie sahen, daß ihm da» nicht gelungen und daß ihm der Polizeibcamte aus den Fersen war, eilten sie ihm zu Hille und zogen ihre Messer. Der Beamte gab mehrer« Schüsse ab, traf auch«inen der Verbrecher am Kopfe, erhielt selbst aber mehrere Stiche, die ihn am Kopf, an den Händen und den Oberarmen erheb- lich oerletzten. Die Verbrecher entkamen in den Wald hinein und sind noch nicht ermittelt. Koffer und Paket enthielten den Teppich und die andere» Beutestücke aus der Villa. * Unsicherheit In Johannisthal. In Johannisthal ist gegenüber der Königsheid« eine neu« Siedluna entstanden. Auch sonst hat der Ort eine erheblich« Zunahme an Einwohnern z>» verzeichnen. Seit etwa 14 Tagen häufen sich, insbesondere in der S i« d l u n g. die Diebstähle an den Häusern. Alles, wes nicht niot- und nagelfest ist, die Dachrinnen, Regen röhre, Wasser- hähn« und ähnliches wird in den dunklen Nächten gestohlen. Die Polizei erklärt, daß sie für regelmäßigen Pa- t r o u« l l e n d«« n st in ausreichender Wesse hier nicht sorgen könne, da«» ihr an Mannschaften fehl«. Da auch wiederhast abend« helmkommend« Bewohner von zweifelhaften Ele- menten belästigt worden sind, scheint es in der Tat an- gebracht, daß das Polizeipräsidium dafür sorgt, daß hier wie in anderen Ortsteilen Berlin» für einen ausreichenden Schutz der Bewohner genügend Beamte zur Verfügung stehen. Zamilientragööie in öerlin N. Gastod einer Mutter mit ihren Kindern. Als der Postschaffner M. heute früh vom Dienst heimkehrend, d!« Tür seiner in der Eoldiner Str. 40 gelegenen Wohnung ausschloß, ström!« ihm Gasgeruch entgegen. Nichts Gutes ahnend, be- trat er das Schlafzimmer, wo er seine 27iährige Frau Martha und die beiden Kinder Hellmut und Robert im Alter von sechs und zwei Iahren in dem völlig mit Gas gefüllten Raum leblos auffand. Ein sofort herbeigeholter Arzt konnte nur noch den bei allen drei Per- sonen vor mehreren Stunden eingetretenen Tod feststellen. Die Leichen wurden beschlagnahmt. Wir In so vielen Fällen sollen auch hier die wirtschaftlichen Sorgen und Nöie die Triebkräfte zu der unseligen Tot gewesen sein. lieber die Tragödie können noch folgende Einzelheiten noch- getragen werdcn: In dem gemeinsamen Schlasziininrr lagen die El>efrau und die beiden Knaben regungslos in den Betten, auf dem Fußboden lag verendet die Katze. In einem hinterlassenen Briefe batte Frau M von ihrem Manne Abschied genommen. Sie litt an Schwermut. Wirtschaftlich« Sorgen, die sie besonders auch der Kinder wegen hatte, drückten sie besonders. Deshalb hoste sie den Entschluß gesaßt, mit ihnen aus dem Leben zu scheiden. Als ihr Mann gestern abend weggegangen war, hatte sie die beiden Knaben zu Bett gebracht, dann den Brenner von der Lampe abgeschraubt, so daß das Gas in großer Menge frei ausströmen konnte und sich hingelegt, um den Tod zu erwarten. Die Leichen wurden beschlag- nahmt._ Empfang der amerikanische» Akademiker. Aus Anlaß der Anwesenheit der amerikanischen Professoren und Studenten in Berlin verairstalteten Magistrat und Stadt- verordnete gestern abend im Festsaal des Stadthauses ein Konzert. Aus der Höhe des Saale» grüßt« das Sternenbanner der Dereinigten Staaten und das Berliner Stadtbanner. Vom Dache des Stadthauses wehte die städtische und die Reichsfahne. Unter den Gästen sah man neben den SOO amerikanischen Professoren, Studenten und Studentinnen Vertreter der amerikanischen Botschast. des Auswärtigen Amtes, des preußischen Staatsministeriums, des Amerika-Instituts und der Berliner Hochschulen. In seiner De- grüßung-ansprachc führte Oberbürgermeister Böß etwa folgendes augl Wir bieten Ihnen in Berlin zum Empfang kein rauschendes Fest, aber wir begrüßen diiLertreterdesgeisti- gen Amerikas aufs freundlichste durch die Kunst und durch unsere Jugend. Der Besuch von Volk zu Volk schafft wertvoll« Er- kenntnisse. bringt die Völker einander näher, und es wird die Fest kommen, da man kela« Kriege mehr führt und man eine Kultur erreicht, von der wir noch nichts ahnen. Nach lebhaftem Hände- llatschen sprach der Dekan der Unioersuät New Park. Lough. herz- liche Dankeoworte, und der Wiener Universstätsprosessor Dr. Eugen O'oerhummer, der einzige Reisebegleiter der amerikanischen Aka- demiker aus einem anderen Lande, betonte in seiner Red« dos einige Deutschtum in Reich und Oesterreich. Der Schwarzmelcrsche Kinderchor umrahmt? die schöne Feier mit stim- mungsovllen deutschen Volksliedern. Ein Erfolg der Einheitsstcnographie. Am Sonntag fand in der Aula des Französischen Gymnasiums die Preisverteilung für das mit Unterstützung der Stadt Berlin für sämtliche Berliner Schulen in Einhcitskurzschrist veranstaltete Preiswettschreiben statt. Die Beteiligung an dem Preisschreiben war über alles Erwarten groß gewesen. Schulen aller Kategorien be- teiligten sich, Gymnasien und Realschulen, Mittelschulen und Volks- schulen, Handelsschulen und Berufsschulen. Es wurde in zwei großen Abteilungen geschrieben, die nach dem Alter geschieden waren. Im ganzen konnten 229 erste, 80 zwestc und 37 dritte Preise, zu- sammen 346 Presse verteilt werden. Durch die hervorragenden Lei- stungen der jugendlichen Schüler und Schülerinnen ist die Brauch- barkeit der Einheitsturzschrift durchaus bewiesen worden. HesihSstHche Mitteilungen. 9)a< SahtBareiUjaus Sri,»barg Achslg. in€4äneS«ig, SauptfiraZe 17, rtcanftaUcl au« Anlaß fetnea ZZiahrigan Bcslehan» mdjcfxe Iubiläuma-Bkr. faufstatjr. Di» Firma hat für ixsandtr» Urb-rraschungen ihrer fluRdfcha-t <5or.ee getragen. Jeder Käufer erhält beim Sinkauf van ZK. 5,~ en ein praklisihes Geschenk? außerdem wird während der Iubiläumstsge«in Zi adelt. van 10 Proz. gewährt. Nach einem Krankenlager van 8 Tagen ist Wilhelm Claus im 38. Lebensjahr gestorben. Er trat im 21. Lebensjahr m die frei- gewerkschaftliche Organisation der Hotrlangestellten ein und stand bereits im 30. Lebensjahr in den vordersten Reihen. Im Jahre ISIS wählte ihn der Essener Zwcigverein zum leitenden Beamten. Im Jahre 1921 trat Claus als�Beanstcr des Berliner Zwcigvereins sein« Stellung in Berlin an. Seine glänzend« rednerische Begabung und seine Fähigkeit, sich aui die Psyche der weiblichen Mitglieder des Verbandes einzustellen, brachte dem Zweigverein Berlin große Erfolge. Cr hat bis zum letzten Augenblick ferne Pflicht gegenüder seinen Kollegen und Kolleginnen erfüllt, rastlos bemüht, für die Interessen der gostwirtschoftlichen Arbcstnehmer einzutreten. Die Einäscherung findet am Freitag, dem 1. April 1927, abends 6 Uhr, im Krematonum Gerichtstraß« statt. vie Metallieaasportarbeiter zur Lohnvereinbarung. Volles Vertrauen für die Verhandlungskommission. Am Sonntogvorinistag fand in den Andreasfestsälen eine gut besuchte Delegiertenversammlung der Transportarbeiter der Berliner Metallindustrie statt, die zu der L o h n v e r e i n- barung mit dem VBMI. Stellung nahm. Der Sektions- leiter, Genosse F r o m t e. wies zunächst darauf hin, daß sich das D e l e g i e rt« n s y st c in in der Organisation gut he- währt hob« und gab der Haffnung Ausdruck, daß sich die Delegierten auch im tammenden Geschäftsjahr bei ihren Eni« Ichcidungen von gewerkschaftlichen Grundsätzen leiten lassen mögen. Fromte berichtete dann ausführlich über die Lohn- Verhandlungen mit dem VBMI., die mehrmals völlig zu scheitern drohten. Nach mehreren gänzlich unzulänglichen Angeboten der Unternehmer kam es schließlich zu einer freien Vereinbarung über die Transport- und Hilfsarbeiterlöhne. Danach tritt ein« Erhöhung der Löhne um etwa 714 Prozent ein. lieber das Ergebnis ist im„Vorwärts" bereits eingehend derichtet worden. Nach reiflicher Erwägung kam die Lohntommisston einmütig zu der Ueoerzeugung, daß es der richtige Weg sei, einen Vergleich abznschließen. Frvmke schloß seine Aussührungen mit einem Appell zu reger Pro» paganda sür di« Organisation, um für kommende Kämpfe gerüstet zu sein. Nach kurzer, sachlicher D i s k u s s t o n wurde folgende Eni» schließung«in st immig angenommen: „Die am 27. März in den Andreassestsälen tagend« Voll- Versammlung der Betriebsdelegierten der Sektion V nimmt Kenntnis von dem Bericht über die Verhandlungen, die zum Abschluß eines Lohnabkommens sür die Mitgliedschaft der Ber- liner Metallbetriebe geführt haben. Sie erblickt in den erlangten Lohnzulagen keinen Ausgleich für di« gesteigerten Lebenshaltungskosten und ist über die niedrigen Lohnzugeständnisse enttäuscht. Schär st en Prot« st er- heben die Bersammetten gegen di« long» Laufzeit des Abkommens bis zum 31. Dezember 1927, ohne doh kom- wende Teuerungssteigerungen greisbare Berücksichtigung gefunden haben. Der Verhandlungstommission wird volles Vertrauen ausgesprochen, weil die Ver- sammlung des guten Glaubens ist, daß die Kommission dos denkbar Beste für die Kollegenschoft gewollt hat." Ein« wettere Entschließung wendet sich gegen einzelne Paro- oraphen des A r b e i ts s ch u tz g e s e tz e», die ein« Entlohnung sür Arbeitsbereitscbast unberücksichtigt lassen. Ferner wurde die Her- absetzung der Grenze sür die Altersversicherung auf 60 Jahre gefordert, well es immer schwieriper werde, ältere Kollegen in den Betrieben unterzubringen. Für di« Herab» setzung der Altersgrenze müßten sich auch die Arbeiterparteien energisch einsetzen. Schließlich wurde noch zu restloser Be- teiligung an der Maifeier aufgefordert, um m einer machtvollen Kundgebung dem Gedanken des Weltfeiertages Aus- druck zu verleihen. Die Gewerkschaften als Vertreter der breiten Masten der Arbeiterschaft sind dazu in erster Linie berufen. Diese Entschließungen wurden ebenfalls ein st immig angenommen. Tie Handelsarbeiter im Margarinegrohhandel. Die in den Berliner Margarine-Niederlagen beschäftigten chandelsarbeiter hatten ihre Organisation, den Derkehrsbund, be- auftragt, das bestehende Lohnabkommen zum 2. April zu kündigen und eine der Teuerung entsprechende Lohnerhöhung zu fordern. In den Verhandlungen haben sich di« Unternehmer bereiierklärt, den Arbeitern eine Lohnzuloge von 1,25 M. pro Woche und dem Fahrpersonol eine etwas höhere Zulage zu gewähren. Die Arbeiter werden heute abend zu dem Angebot der Unternehmer Stellung nehmen und über seine Ablehnung oder Annahm« ent- scheiden. Um die Transportarbeiterlöhne in den Buchdruckereien. Der Verkehrsbund hatte sich vor kurzem an den Derein Berliner Buchdruckereien gewandt,»m für die m den Buchdruckereien be- fchäftigten Transportarbeiter einen Lohntarif abzuschließen. Di« Unternehmer haben jedoch jede Verhandlung darüber abgelehnt. Di« Berliner Buchdruckereibesitzer haben vom Toris- gedanten eine ganz eigenartige Auffassung. Mit den Buch- d r u ck e r n schließen sie Tarife nur unter dem Druck der Organisation ab. Bei den graphischen Hilfsarbeitern fügen sie sich nur der Allgemeinverbindlichkeitserklärung des Schlichters. Mit der Minderheit der Beschäf. igten, den Transportarbeitern, lehnen sie„grundsätzlich" jede tarifliche Regelung der Löhn« ab. Nunmehr wird der Schlichtungsausschuß darüber zu befinden haben, ob die Transportarbeiter in den Buchdruckereien minderen Rechtes sein sollen als die übrigen Arbeiter. Nachher können die Buchdruckereibesitzer nicht genug klagen über die„Lohn- diktatur" der Schlichtungsbehörden, obwohl sie es selbst in der Hand haben, durch freiwillige Vereinbarung diesem„Diktat" zu entgehen. Der Schlichlungsausschuß dürste noch Lage der Dinge nicht umhin können, nachdem für di« Mehrheit der Arbeiter in den Luchdruckercien die Löhne tariflich geregelt sind, auch ein« tarifliche Regelung der Löhne für die Minderheit der Beschäftigten herbeizuführen. EchieSsspriich für die Aigarreninüustrie. Immer noch lleberstunden ohne Zuschlag. Für die Zigarrenindustrie wu:d? ein S ch l e d s s p r u ch ge- fällt, durch den die zurzeit gültigen Löhne ab 1. April um 10 Proz. erhöht werden. Damir gilt die Mietpreissteigerung von AprU und Oktober als abgegolten. Di« wöchentliche Arbeitszeit soll grundsätzlich 48 Stunden betragen. Für die ersten drei lleberstunden wird kein Zuschlag, für die weiteren drei ein solcher von 10 Proz. und für all« weiteren lleberstunden ein solcher von 25 Proz. bezahlt. Erklä- rungsfrist bis zum 4. April._ Belricbsratswahlerfolge in Hamborn. TU. berichtet: Be» einer Wahlbetelligung von 73,8 Prozent wurden bei den Letriebsratswahlen auf der August-Thysten-hütte für die Freien Gewerkschaften 5114, für die Christlichen Gewerkschaften 1701, für die Polen 292 und für die Liste der Jubi- lare 449 Stimmen abgegeben. Die Freien Gewerkschaften erhöhten ihre Mandatszisser von 15 auf 16, die Christ- lichen Gewerkschaften erhalten wie bisher 5 und die Jubilar« ein Mandat, während die Polen das innegehabte einzige Mandat ver- licrcn. Im Gegensatz zu dem Uebergewicht der Freien Gewerk- schosten bei der Arbcitergruppe steht das Wahlergebnis bei der Angesielltengruppe. wo die Chri st lichen Gewerk- f ch a f t e n vier und die Freien Gewerkschaften nur ein Ma n d a t erreichten. Auf der Zcdje Neumühl wählte am Freitag die Belegschaft ihren Betriebsrat. Als Stimmungsbarometer der Berg- a r b e i t e r kommt dieser Wahl eine erhöhte Bedeutung zu. zuinal sie unter dem Eindruck der Berbindlichkeitserklärung des von den Gewerkschaften abgelehnten Schiedsspruchs steht. In dem Wahl- ergebnis zeigt sich ein erheblicher Fortschritt der Radikalisierung der Bergarbeiter, der in dem Anwachsen der Stimmenzahl der S'indi- kalisten um über 60 Proz. von 388 auf 643 zum Ausdruck kommt. Der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter hat sich mit 420(409) Stimmen und der Alt« Bergarbciterverband mit 1618 (1395) Stimmen gehalten. Die Polen, di« bei der letzten Wahl nicht vertreten waren, erhielten 116 Stimmen. Mehrheit für den Buchdruckertarif im Gau Leipzig. Die Urabssimmung der Buchdrucker des Gaues Leipzig über den abgeänderten M a n t e l t a r i s hatte, wie uns aus Leipzig gedrahtet wird, folgendes Ergebnis: Von rund 6500 Stimmberechtigten haben sich 5560 oder rund 85 Proz. an der Urabstimmung beteiligt. Von den 5456 gültigen Stimmen lauteten 3174 für Ja und 2282 für Nein. Der neu« Manteltaris stt damit angenommen. Die fünftägige Arbeitswoche in Amerika. - Das Arbeitsstatistifche Anll In den Vereinigten Staaten hat im Anschluß an den Versuch Henry Fords, die Fünftage-Woch« einzuführen, Feststellungen über den jetzigen Umfang der Fünftage-Woch« angeregt, die sich aus 66 Orte und 764 596 Arbeiter erstreckten. Dabei wurde festgestellt, daß von allen ein- bezogenen Arbeitern 85 689 oder 4,7 Proz. das ganz« Jahr hindurch die Fünftage- Woche hatten. Am häufigsten ist sie in der B e k l e i d u n g s i n d u st r i e, wo sie für s a st«in Drittel der Arbeiter gilt._ Tagung des anglo- russischen Komitee». Moskau. 29. März.(OP.) Die Delegation des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion, die zur Teilnahme an der am 29. März in Berlin beginnenden Tagung des anglo- russischen Komitees gewählt worden ist, bat sich nach Deutschland begeben. Mitglieder der Delegation sind T o m s k i. D ogadow, A n d r e j e w u»»d Melnitschanski. Vor der Abreise der De- legation gab Dogadow den Vertretern der Sowjetprefse einig« Er- klärungen über die bevorstehende Tagung und wies dabei auf fol- geirdes hin: Di« bevorstehend« Sitzuno des Komitees»ft d i e« r st« nach einer sehr langen Pause. An ui»d für sich �n»d die Sitzungen des anglo-russifchen Komitees nicht an bestimmte Termine gebunden und»»erden von Fall zu Fall etnvenisrn, diesmal sei di« Paule ollerding» ungeinöhnlich lang gewesen. Der Grui»d se» in den Meinungsverschiedenheiten zu suchen, die zwischen dem Zentralrat und dem Generalrat der eng- tischen Gewertfchasten in Sachen des englischen Bergarbeiter st reiks entstanden waren. Jetzt scheim es nach Dogadows Meiimng, als ob man der Einigkeit iim mehrere Schritte nähergekommen ist. Um die Sprachenfrage. Morgen, Mittwoch, den 30. März, beginnt in Gens die 35. Tagung de» Verwaltungsrates des Inter- nationalen Arbeitsam:« s. Gleichzeitig tagen einig« Aus- schösse, u. i. der Haushaltsausschuß, der Geschästsordnungsausschuß und der Ausschuh für die Arbeit im Kohlenbergbau. Neben der Beratung des Hzushalts, für den insgesamt ruird 7,25 Millionen Scha>eizer Franken angesetzt sind, wird bei dieler Tagung der Sprachenantrag der Reichsregierung ein« sehr rvcsent- liche Rolle spielen. In diesem Antrag wird bekanntlich aefor» »tri, daß in Zukunft bei den von deutschen Delegittten in devl- scher Sprache gehaltenen Reden sofort eine amtlich« llebersetzurg durch dos Arbeiteamt vorgenommen wird, und daß die samt- lichen Beschlüsse künftig außer in englrscher und sranzösischer auch in deutscher Sprache veröffentlicht werden. Aussperrung im dänischen Saugewerbe. Kopenhagen, 28. März.(Eigener Drahtbericht.) Die dänische Arbeitgebervereinigung hat nunmehr den Beginn der A u s s p e r- r u n g i m B a u f a ch des ganzen Landes auf den 1. April sesteesetzt. Die Schiedsgerichtsinstitution will vorher noch einmal versuchen, den Arbeitsf'rieden zu bewahren. Im ganzen vmrde die kanimmbe Aussperrung 18000 Mann umfassen. SMBWzmiMMWlMMW morgen, Mittwoch, den 30. März: T'/t Ahr, In den prachtiSIen am Märchenbrunnen(früher Schweizergarien Am Friedrichshoin, unweit Sönigstor. Referentinnen: Frau P e l e ti e r- Amsterdam und Marie I»i cd a e z. M. d R. ES wirkt mit: Der Männerchor Prenzlauer Berg. Aufmarsch derFrauen: 4. SreU. pccmlaoet Berg: Tiefipunkt: 5'/, Uhr, Tanziger Strafte Ecke Prenzlauer Ällee(Bezuktamt). EJ ichliezen sich an(ab BezlrlSam»): . tlret, Älitle, kdeihenfee, kie nickendors. 5. Krei» Zrled ich»«ialn: Trestpunlt: 6'/, UKr, Wcberwiese. Von dort auS Slbrnarlö nach den Prachtiälcn am Marchenbrunnen. IT. flrel». Cichienoeig: Tlefjvnnlt: llß Uhr. Miltelpromenade Frankfurter Allee Ecke Kronp' inzenarafte. ver Schiedsspruch in Lodz hinterhältig. Dodz. 29. März.(Eigener Drahtbericht.) Der Regierungs- f ch i e d s f p r u ch, der am Montag im Lodzer Textilarbeiterstreik gefällt wurde und für die Arbeiterlöhne eine Erhöhung von 5 bis 12 Proz. vorsieht, erregt große Unzusriedenhett. Der Grund ist insbesondere darin zu suchen, daß Angestellte und Wertmeister, die mitstreikten, von der Er- höhung ausgeschlossen wurden. Rückgang der Arbeitslosigkeit in Frankreich. pari», 29. März.(Eigener Drahtbericht.) Die Zahl der Ar- beitslosen in Frankreich ist in den letzten Wochen an- dauernd zurückgegangen. Das ist zum Teil aus ein starkes Nachlassen der Einwanderung ausländischer Arbeits- kräfte zurückzuführen, andererseits sind zahlreiche auslän- difche Arbeiter über die französische Grenz« ab. geschoben worden. Die Einwanderungszahl belief sich in der ersten Februarwoche nur noch auf 146 gegen 986 in der Weihnachts- woche. Bis zum 20. März find außerdem rund 22 500 aus- ländisch« Arbeiter aus Frankreich in ihre Heimat a b g e- schoben worden. parteinachrichten Cintcakitngca fftt biete Sabril gab »erlia SW 68. Ltadealtraft» 3. Acht»»», ba«f, th-rlotl N»«ii»S.» für Hroß-Serlin Net» oa da» eczizlslclrctarlct 3. Hol. 3 Irtv- recht»,«u richte» � Seaosfiaaeat Uni» fflilmenborf, Schlweb-rg, Sieglitz, gehlea- •tteabaro: tag, de» t. Aaril,«»«ad, t Uhr,«asmotsch mit Kahdea aad Bann»» »» ffliittnbttBPlaz(ffit©tnoflfn, bic«l» Fahnen, und SaanrrtrSaee mit- •Thea, ig Sorg« ,» trag«»).—»>/« Uhr«biaarsch nach bta Spichrraiätca. Die Fahakaträg«» o«rt«ilea sich im So»! Lb«r di«»Sal«rir, dir Panaeritägct a«bm«a««cht»»ab llal,»»« Podium Aafstellaag. Di« Mibtlgrappra tntra geschl»6«a»« Sltt«abergpl»tz»». 2. Xtti« SI«rg»rtra. Dienstag, ben 29. MSrz, Sitzung bec Elternbeiräte bei A. fttUget, Putilitzstr. 10. abends 8 Uhr. I. Kreis Friebrichrhaia. Mittwoch, ben 30. März, Treffpunkt abends 6(4 Uhr Wederwiese zum Abmarsch nach ben Prachtsälen am Marchenbrunnen.— Achtung! Dir Kassierer der 32. und 34. Abteilung künnen die Maifeier- Siietts und Plakate vom SenoiTcn Paul Ben.(Soglerftr. 1, abholen. II. Kni» Treptow. Die Abteilungen NiederschSneweide, Oberschöneweibe, Johannisthal, Adlershof, AIt.®lien!cke, Baumschulenwrg fahren am Donnerstag, den 31. März, mit brm Zuge nachmittags Z Uhr 22 Minuten ab Nirderschöneweide nach dem Eiirlitzer Bahnhof. heule, Dienstag, den 29. März: Bezirksführer, welche noch nicht abgerechnet Hab' die oerkaulten Marken beim Kassierer Karl Höhn«, LhN' 17.»bt. Dielenigen nrrben gebeten. 1 strafte 14, spätesten» bis Mittwoch, den 30. März, abzurechnen. en, gnar- 34. Abt. Die Funktionäre, die noch nicht bie Flugblätter abgeholt haben von 9 osin, Gubener Str. 19, müssen bica heute abend unoetungt erleb. gen. 38. Abt. 7Zh Uhr bei Bartusch, Frichenstr. 88, Fuuktionärsitzung.— Wichtige Tagesordnung. Grscheinen ist Pflicht. Gharlotlcoburg. 52. Abt. Zur Flugblattverbreitung treffen sich die Gcnvsstnnen und Genossen abends 6 Uhr bei Pade, Ka.serin-Augusta-MIee 52. Die Bezirksfllhrre werden ersucht, ihr« Listen dort abzugeben.— 58. Abt. fflugblattverbreitung für die Frauenknndgebung. Abzuholen von 5 Uhr ab bei Hinrichsen, Bayreuther Str. 25». 78. Abt. Schbaeberg. Die Bezlrksführcr werden dringend gebeten, bis späte» sten» 81. März mit dem Abteilungskassierer bestimmt abzurechnen. Realiila. 89. Abt. 6 Uhr ssivgblattverteilung von solgrnden Lokalen aus: 1. bis 4. Bezirk: Eommeck, Sanderstr. 10.— 5., f., 8. Bezirk: Wiikc» Reuterstr. 47.— 9., 10., 18., 19. Bezirk: Fischer. Hobrechistr. 64.— 6.. 11., 12. Bezirk: Gläser, Pannierstr.— 91. Abt. 7 Uhr Flugblattverbreiwng von den Bezirkslokaien aus. Jeder Genosse ist verpflichtet zu erscheinen. Lichtenberg. 114. Abt. Die Genossen und Genossinnen treffen sich zur Flug. blattverbreitung bei Echwar-rr, Gabriei.Mais.Str. 17 heut« abend 7 Uhr. — 119. Abt. 6 Uhr Flugblattvcrbreiiiina für den interna! onaicn Frauen. tag bei Meye, P ittergut. Ecke Möllenboristr. Es ist Pflicht, daft alle Genossinnen und Genossen sich zur BerkUgung stellen. 128. 130. Abt. Pankow. Die Eruvpeusührcr holen abends von der Svrd't'on Riftmann, Mlldlenstr. die Flugblätter zur Frauenkundgrbung ab. Alle Genossinnen und Genossen werden gebeten, sich recht zahlreich an der Flug» blattverbreitung zu beteiligen. Morgen, Mittwoch, den 30. März: tl. Abt. I Uhr treffen sich sämtliche Bezirksführer bei Berger, Leveftowsir. 21, zur Gmpsangnahmc von Flugblättern. 19. Abt. 7 Uhr Flugblattverbrcitung bei Schrepel, Grünthalersir. 13. Alle Genossinnen und'Bezirksführer müssen best-mmt anwesend fein. 38. Abt. 7H Uhr bei Barius», Fr'edenstr. 88, Sitzung der Bezirksführer mit den Revisoren. Abrechnung sämttichen Mater als. Mitgliedsver-eichn sse (Karten) mitbringen. Jeder Bez'rk muft unbedingt vertreten fein. Sharlottenburg. 53. Abt. Sämtliche Genossinnen und Genossen treffen sich zur fflugblattverbreitung in den bekannten ssahlabend'okalen um 61h Uhr.— 34. Abt.». Gruppe. 7 ZHUHr ssahlabend. Bortrag:„Sor'alismus als KvlturbeweauNg". Rifereut Snnon Kaftenstein. Die Bezirksführer msiG-n bestimmt erscheinen.— 55. Abt. 8 Uhr �ahlabende. 8. Gruppe: Eggert, Wallstr. 90.— 10. Gruppe: Bohne, Schlosistr. 45. Tagesordnung: Bortrog: ..Ebar'ottenburger Mobnungs» und Siedelungsfragen�. Beferent Bez'rks» verordneter O"o He brich.— 67. Abt. 8 Uhr bei Thunack, Wielandstr. 4, wütige Tnukbon5rsttzvnq. Schlrebera. 77. Abt. 71h Uhr bei Will. Mart-n.Lutber.Str. 69, MitgUeber- versgmm'una. Portrag:„Gewerklchass-komvfe der Gegenwart". Bekerent Genoßt Or-mann.— 78. Abt. 8 Uhr bei"osenthal. Ebcrsstr. 66. am Bingbabnhof, Mitgliederversammlung. Borttaq:.Kommunismus und So>ial!smus. Beferent Artur Er'svien. M. d. B. Sämtliche Genosstnnen und Geuoss-N werden gebeten, bestnmnt zu erscheinen. Gäste und Por. wärts'eser sind herzlichst eingeladen. 83. Abt. Litfitee'elbe. 8 Ubr bei Kattum, Bäkestr. 7. Mitgliederversammlung. Bprtrag:„Politik und Gesellschaft Im Sviegel der Satire. Referent Bobert Keller. Parteianaelegenhrten. Berschiedenes. Alle Genossinnen und Ee» noicn werd-n gebeten, z» erscheinen. 85. Abt. Te-npelbof. 8 Ubr bei Stuhlmann, Dorfstr. 2, Mitqlledernersamm» lung. Bor-rag:.Aktuelle Wirtschaftsfragen". Referent Kurt Heinig, M. d. B. Gäste willkommen. 183. Abt. vber!chlaew»ide. 71? Uhr>m Lokal Sisner, Kaifer-Wilhelm-Str. 3, Boesta-rdssibuna mit sämtlichen Bezirksstibrern. 128.— 130. Abt. Va-Iow. 7'~j Uhr im Tllrk scheu Zelt. Breit« Str. 14. M't. gltedervcrkommlung. Bortraa:„Wie siebt es mit dem Mieterschutz?� Referent Ernst Buben. Sämtliche Genossinnen»nb Genossen müssen er. scheinen. Borwärtslescr und Snmpathisiercnde sind eingeladen. Jungsozialisten. heute. Dienstag, den 29. März: Gruppe Süden. 8 Uhr Gruppenabend in der Juristischen Sprechstunde, LIndenstr. 3, Diskussion: Jugend und Partri.— Gruppe Lichtenberg. Wir be. teiligen uns heute geschlossen an der Veranstaltung der Sozialistischen Arbeiter» lügend in der Schule Marktstrafte, Zeichenlaal. Reserentin Clora Böhm» Sibuch, M. d. R.— Grupve Schäneberg. 8 Uhr im Jugendheim. Sauptstr. 15, Ostmarkzimmer, Gesamtdiskussion über die Vortragsreihe:.Politik der jungen Generation". Frauenveranstaltungen. heute, Dienstag, den 29. März: 88. Abt. AeukMa. 71$ Uhr b«t Lohann, Wivprrstr. 18119, Bortrag:..SoziaN- stische Gesinnungspflcge in der Familie". Reserentin Helene Michaeli». Arauenveranfiattungen am Mittwoch, den 39. März: B. Abt. Der Frauenabend fällt au». Die Genossinnen beteiligen sich restlos an der Temonstrat on. Treffpunkt nachmittags 5)h Uhr Danziger Stt. Eck« Prenzlauer Allee. 7. Abt. Die Genossinnen treffen sich nachmittags t'U Uhr Garten. Ecke Znvalihenstr. zur Demonsttation. Abfahrt 5 Uhr. 37. Abt. 8 Uhr treffen sich d'e Genossinnen bei Baschke. Matternstr. 14. Abmarsch Websrwiese H* Uhr nach den Prachtsälen am Märchenbrunnen. Lichtenberg. 114. Abt. Die Genossinnen treffen sich zum Abmarsch nach den Prachtsäten am Märchenbrunnen um 65) Uhr Krvnprtnzenftr. Eckr Frank. surter Allee.— 11«. Abt. Die Genossinnen treffen sich zur Demonsttation um 5H6 Uhr Mittelpromcnade Frankfurter Allee Ecke Kronprinzcnstr. • 183. Abt. vbeeschlaeweide. Die Genossinnen ttesfen sich am Donnerstag, den 81. März, pünktlich nachmittags 5 Uhr am Königplatz. Abfahrt 5,22 Uhr ab Görlitzer Bahnsteig zur Frauendemonstration. Sterbetafel der Groß-Serliner Partei-Grganifation 45. Abt. Unsere Genosstn 9! e u m a n n. Slogauer Stt. 28, ist plötzlich verstorben. Ehre ihrem Andenken. Die Einäscherung hat bereits am Montag, den 28. März, in Baumschulenweg stattgefunden. Berantwortlich für Politik: Birtoe«chifst Wirtschaft: G. Kliogelböscr: Gewerkschaftsbewegung: Fr. Etzkor»: ssenilleion De. Zahn Schitowsti: Lokales: und Sonstiges: Fritz Karstadt: Anzeigen: Th. Glock«: samtlich in Berlin. Verlag: Borwärts-Vcrlag G. m. d. H.. Berlin. Druck: Porwärts-Buchdruckeret und Derlagsanstalt Paul Eingcr u Eo., Berlin EW 68, Liudrnstrafte 3. Unser JubiMam Sllm Mittwoch, den 3C. März beginnen unsere AubiläUMs- Vevtaufsiase Für diese Tag« haben wir für wunderbare Aeberraschunge» Sorge getragen. Es erhält jeder Käufer beim Einkauf von 5 Mark an tto schöott. veakttschtt Stfcheuk. Modewamilstws M. Allnberg Rachfl. Schöneberg. Sauvtstraße l7. Während der ■Itthiläuimfafl« Hj/oJ\QOQll 1« Kredit sehr Künstig bei SdiSah. Allee 82,1 ia Ualibbf. lerfi'U. s, � Contoniia-Palatt. Aoilreantraae 64 Dienstag d.29. bis Donnerstd.Sl.Märr Die Villa im Tiergarten Mal- u. Zeichen- Bedarf L-juergens Alexanderplate Siumenspeaäen |«der Ari Ite-ett v r»>»wer» l'anl GeUetz. norm, kiten«na MariannensirxOe 3, Cd« Raunnnstraft« Amt Mctir,»1.10303 üflniiioldt-Theater. 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