Mr. 220. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. proQuartal. Unter freuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwürts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Jubiläum der Befihergreifung von Rom. Rom, den 16. September.*) Freitag, den 20. September 1895. flerikale Partei an vielen Orten, wenn sie wollte, die Gemeindevertretungen völlig in ihre Hand bekommen könnte. zu Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Das Minifterium Badeni. Mit den flerifalen Wahlerfolgen bei den Gemeindewahlen, Wien, 17. September. hat sich in diesem Jahre auch die Kühnheit des Auftretens der Das Juterim ist zu Ende, in zwei Wochen werden wir wieder Die vom italienischen Parlamente beschlossene staatliche Heritalen Partei auf den in Italien abgehaltenen katholischen im glücklichen Befiße einer" definitiven" Regierung sein. Als die Feier des 25. Jahrestages der Besetzung von Nom durch die Kongressen gesteigert. Die Italiener waren bisher gewohnt, die Koalition aller befizenden Parteien zur Abwehr gegen den Ansturm der Besiglosen" schmählich zusammengebrochen war, wurde italienischen Truppen fällt in eine Zeit, welche im ganzen Wünsche für die Wiederherstellung des Kirchenstaates nur aus ein Verwaltungsbeamter, Graf Kielmann3 egg, bestimmt, Gebiete des Königreichs eine außerordentlich beträchtliche München und Köln erschallen zu hören; dieses Jahr aber haben sich die dringendsten laufenden Geschäfte der Regierung zu besorgen, Erstarkung der klerikalen Partei aufweist. Mie- fatholische Kongresse in Mailand und Turin in demselben das Budget zu erledigen und in wilder Gile das Haus nach Hause mals seit der Begründung des Königreichs Italien hat Sinne ausgesprochen und ein Kardinal hat dort das bekannte au ſchicken. So endete der zweite Versuch der österreichischen Bourgeoisie, die kirchliche Partei mit soviel Siegesgewißheit das Haupt Woit des Königs Humbert von der„ Unantastbarkeit Roms als an der Regierung Desterreichs theilzunehmen, mit einem kläglichen erhoben wie gegenwärtig. Die Feier des 20. September, der Hauptstadt Italiens" perfiflirt, indem er sagte, für ihn gebe Krach. Die Liberalen waren traurige Helden, als sie in die weit entfernt, den Sieg über einen gänzlich niedergeworfenen es nur ein Rom, das nicht angetastet werden dürfe: das Rom Roalition gingen, sie kommen lendenlahm zerschlagen, jedes Gegner zu bedeuten, kann nur als ein Mittel zur Weiterführung der Päpste. Aus diesem neuen Aufschwung der klerikalen Be- die alle verachten und feiner bemitleidet. Restes von Ansehen verlustig, aus ihr heraus als eine Partei, Gewiß, bei den eines in neuer Heftigkeit entbrannten Kampfes gelten. wegung dürfte es sich auch erklären, daß der General Cadorna, Konservativen sowohl wie bei den Polen ist auch die Zersehung In Rom selbst haben die Gemeindewahlen, welche bei der welcher vor 25 Jahren die berühmte Bresche in die Stadtmauer deutlich sichtbar; bei den einen der Klerikalismus, bei den andern Enthaltung der Klerikalen von den Parlamentswahlen den eine von Rom schießen ließ, die Einladung des römischen Bürgermeisters der Nationalismus langt keineswegs mehr aus, um feudale und kleinbürgerliche respektive kleinbauerliche Elemente zusammenzigen Maßstab für die Stärke der Parteien abgeben, von jeher zum Jubiläum mit einem Schreiben beantwortet hat, das eher zuhalten und mühsam suchen die Führer die Riffe zu vergezeigt, daß die italienische und die päpstliche Partei einander an den Papft als an den Bürgermeister von Rom gerichtet zu fleistern. Den Liberalen ist aber der Boden vollständig unter nahezu bie Wage halten. Auch in einzelnen Provinzstädten hat sein scheint, indem es den damaligen Vorgang, anstatt ihn zu den Füßen weggezogen; fie find politisch fertig, das es schon früher ab und zu Wahlsiege der Klerikalen gegeben. preisen, durch allerhand mildernde Umstände zu ent haben erst gestern die Wiener Gemeinderathswahlen gezeigt, deren vorläufiges Resultat ist, daß das Kleinbürgerthum in allen Aber niemals vorher sind die Wahlerfolge der Klerikalen so schuldigen sucht. seinen Schichten sich von den Liberalen abgewendet hat. Die zahlreich und so durchschlagend gewesen, als bei den Gemeinde- Der hauptsächliche und dauernde Grund der Erstarfung der Koalition hinterließ somit ein zu Tode erschöpftes, sich selbst zum wahlen in diesem Jahre; und es sind nicht Kleine Landstädte, terifalen Bewegung in Italien liegt in der Unzufriedenheit der Ekel und zum Gelächter gewordenes Parlament; ihre Regierung, sondern gerade die größten Städte, Venedig, Turin, Mailand, italienischen Bevölkerung mit ihrer wirthschaftlichen Lage, in der die die vereinigte, Quintessenz der Staatsweisheit aller großen Barteien sein wollte, entzündete durch ihre Doppelzüngigkeit und Neapel, in welchen die Kandidatenlisten der päpstlichen Partei Enttäuschung der meisten Hoffnungen, welche man auf den neuen Echwäche ten Nationalitätenhader von neuem und brachte gefiegt haben. In der größten Stadt des Reiches, in Neapel, italienischen Staat gefeßt hatte. Wie wenig die liberalen es zu wege, die ältesten Staatsgäule der Liberalen zu hat die neugewählte Gemeindevertretung sich offen geweigert, eine Parteien zur Hebung der arbeitenden Klassen gethan haben, geht zwingen, wieder einmal als nationale Heißsporne zu posiren; Bertretung zu der Septemberfeier nach Rom abzuordnen und nur daraus hervor, daß die Klerikalen schon dadurch, daß sie in sie übernahm die Erbschaft des Prager Ausnahmszustandes und hette die Czechen durch die grausamste Behandlung der Omladinadurch Ueberrumpelung und in ungefeßlicher Weise ist es später Oberitalien die Raiffeisen'schen Darlehnskassen auf dem Lande Knabenstreiche, die Graf Thun durch Lockspiel gezüchtet, in einen gelungen, diefen ablehnenden Beschluß rückgängig zu machen. einführten, einen wahren Schrecken im liberalen Lager hervor- erneuerten Anfall von nationalem Fanatismus hinein und nichts Diese Siege der Klerikalen bei den Gemeinde- und Provinzraths. rufen konnten. gelang ihr, als die Verhinderung der Wahlreform, deren Durch Wahlen würden noch viel entscheidender sein, wenn nicht den Ein besonderer Grund für die Klerikalen Erfolge liegt in dem führung fie als ihre erste und wichtigste Aufgabe erklärt hatte. Gerade diese Perfidie aber war es, die ihr den Klerikalen selbst daran läge, einen völligen Sieg zu vermeiden. langen Verbleiben des tief in die Bankskandale verwickelten Crispi Rest gab und zwar nicht nur nach unten, sondern, Die klerikale Partei will nämlich nicht die Verantwortlichkeit am Staatsruder; dieser Umstand hat es den Klerikalen ermög- was in Desterreich weit mehr sagen will, als irgendwo, für die Verwaltung der Gemeinden übernehmen, was sie thun licht, die Bankskandale als eine wesentliche Eigenschaft des auch nach oben. Der Kaiser hatte sein Wort verpfändet für die Taaffe'sche Wahlreform und diese„ parlamentarische Remüßte, wenn sie die Majorität in den Gemeinderäthen erhielte. italienischen Staates hinzustellen. Ueberdies ist Grispi, der einst gierung", die erste, zu der er sich seit Dezennien bequemt, verSie stellt daher in der Regel nur eine beschränkte Anzahl das Denkmal Giordano Bruno's in Rom errichten ließ, zum Zweck hinderte, daß sein Wort verwirklicht wurde. Nicht als ob der von Kandidaten auf, um starke Minoritäten zu bilden der Verheirathung seiner Tochter an einen sizilianischen Principe Kaiser ein Fanatiker des allgemeinen Wahlrechts wäre; aber welche ausreichen, die gegnerische Verwaltung zu kontrolliren( Fürst) genöthigt gewesen, die Intervention der Kurie anzu- unrechtes in Desterreich bei weitem nicht in dem Grade interdie Krone ist thatsächlich an der Erhaltung des grotesken Wahlund zu lähmen; aber die Stimmenzahlen, mit welchen diese be- rufen, um seine eigene zweite, bei Lebzeiten der ersten Frau ge- esfirt, wie die kleinen Kliquen der Bourgeoisie und des Adels. schränkten Listen fast überall gefiegt haben, beweisen, daß die schlossene Ehe firchlich legitimiren zu lassen, und er hat dieses Die Ginbringung der Wahlreform durch Taaffe war Zugeständniß durch eine in Neapel in Gegenwart des Erz- nichts weiter als die Konstatirung dieser Thatsache. " Der obige Artikel ist von einem seit vielen Jahren in bischofes abgegebene kirchenfreundliche Erklärung erkaufen müssen Auf der anderen Seite gehört nicht viel politische Weisheit Italien ansässigen Landsmann. dazu, zu erkennen, daß die politische Rechtlosigkeit des gedienten Morgen bringen wir einen ein Vorgang, der ihn für die Fortsetzung des Kampfes gegen Soldaten ein unerschöpfliches Agitationsmittel für alle„ Umsturzweiteren Artikel über das gleiche Thema aus der Feder des die Kirche jeder Autorität berauben mußte. italienischen Abgeordneten Enrico Ferri. parteien" sei... Aber die Koalition besaß nicht einmal dieses Minimum von Klugheit; sie kompromittirte die Krone, wie sie Treten Sie näher, Don German Der Angeredete sah überrascht in das Gesicht des Sprechenden. Wie, kennen Sie mich...?" Skizzen[ Nachdruck verboten. aus dem füdamerikanischen Hinterlande. 44 " B Sollte es meinen, daß ich Sie kenne... steigen Sie ab und binden Sie Ihr Pferd vorläufig an den Baun. ich werde einen Knecht schicken, der es absattelt und ihm Wasser giebt Unterredung mit ihr zu bewerkstelligen. Im schlimmsten Falle wollte er eine solche erzwingen, da er sich einmal vorgenommen hatte, sie unter allen Umständen zu sprechen. Gewiß würde man ihn, so wie man seinen Namen hörte, einfach abweisen, oder Matias Patino würde ihn abfertigen, ohne daß er sie zu Gesicht bekam. Wie er es Am andern Tage war Fräulein Juanita noch un- eigentlich in diesem Falle anstellen wollte, im Grunde auch gehaltener über ihren Bräutigam, als sie hörte, daß er in nur, was er ihr eigentlich sagen sollte, da es wohl kaum aller Frühe, noch vor der Sonne, weggeritten sei, ohne sich möglich war mit der Thür ins Haus zu fallen, wußte er Winterfeld studirte aufmerksam die Züge des Mannes, von ihr zu verabschieden. Allerdings hatte sie noch bis in am Ende ebensowenig wie am Anfang, auch dann nicht, doch ohne jedes Ergebniß. Er erinnerte fich nicht seiner. den Tag hinein geschlafen, aber was hatte das zu sagen! als schon das Gebäude der Estanzia vor ihm lag. Das Sie mögen mich in Asuncion gesehen haben," sagte Jedenfalls konnte kein Geschäft so wichtig sein, daß es langgestreckte Haus sah aus wie ein großer Mensch, der er dann mit seiner gewöhnlichen kalten Stimme. Er dachte Herrn Winterfeld hätte hindern können, seiner Braut einen sich im Kamp zur Siesta niedergelegt hatte. Die Sonntags- in diesem Argenblicke daran, daß er der reiche Gutenmorgenfuß zu geben, wenn er ein feuriger und gefühl- stimmung, die auf dem Kamp ruhte, hatte etwas Stilles Bantier Winterfeld war und daß ihn füglich jeder voller Bräutigam gewesen wäre. Der Mann war alt. Er und Einschläferndes an sich; keinen Menschen erblickte man, kennen mußte und zu kennen hatte. War sein Bild doch hatte ja schon lichte Haare an den Schläfen und dabei war wohin man auch seine Augen wenden mochte. Das Licht auf seinen Banknoten schon in vielen Händen. er ein pedantischer Deutscher. Und Herr Ramirez that der prallen Sonne stand auf der hellen Mauer und leuchtete" In Asuncion und sonstwo... Aber treten Sie gar nichts, um seinen Liebling milder zu stimmen. weit voraus auf den Weg, und die Augen des Hauses, näher... Ich nehme an, daß Sie gekommen sind, die Er hörte mit halbem Dhre zu, als sie sich über ihn zu be- die Fenster waren geschlossen, wie die Lider eines Sennora zu sprechen... flagen anfing, gab weder ihm recht noch ihr. Er dachte Schlafenden. Hinter den engen Fenstergittern sah man Die Sicherheit verließ ihn, und während er an der natürlich an ganz etwas anderes. So blieb die schöne überall heruntergelassene Jalousien. Das Haus, war weit Seite des Begleiters unwillkürlich langsam dahinschritt, Dame heute tagüber in einer sehr erregten Stimmung. ausgestorben und hatte etwas Verstecktes an sich, als wenn studirte er noch einmal das Gesicht desselben. Ein alter Wären die paraguayischen Stuter nicht gar so armselige es ein großes Geheimniß zu verbergen hatte. Gaucho, nichts mehr und nichts weniger. kleine Leute gewesen und nur ein ganz klein wenig denen Winterfeld ritt an das äußere Thor der Drahtumzäunung" Ja, man wird alt, Don German; der eine wird von dem Pflaster von Buenos Aires ähnlich, so hätten sie heran, wo er anhielt und einige Male laut in die Hände rascher alt im Gesicht und der andere im Gedächtniß. Das heute bei der entzückenden Portena wohlfeile Triumphe feiern flatschte. Fast in demselben Augenblick öffnete sich die ver- letztere ist bei mir allerdings noch eben so jung geblieben, fönnen. Aber es waren zu fade Bursche, und wußten den Vor- schlossene Thür des Hauses, und ein Mensch in der gewöhnlichen als wie bei unserem Zuge durch den Campo malo im Chaco, theil, der sich ihnen bot, nicht zu schätzen, und so mußte vorläufig paraguayischen Tracht tam heraus, der garnicht auf den wo Ihr die kleine Indianerin mitbrachtet ist wohl Sie junge Dame sich begnügen, in ärgerlicher Stimmung an Reiter zu achten schien, der da draußen hielt. Er hatte seinen gestorben das kleine Thier ja so was, was gewöhnt ist das schöne und aufregende Buenos Aires zu denken und sich Kopf etwas vor sich gesenkt und schien den Weg zu mustern; in der Wildniß zu leben, hält sich nicht in der Gefangendabei vorzunehmen, ihrem Bräutigam seine Sünden nicht und so schritt er langsam unter der Weinlaube hindurch, schaft... Ihr seid jung geblieben an Rörper, aber alt so leicht zu vergeben. durch den Blumengarten und über die Wiese des äußeren geworden am Gedächtniß... habt wohl viel in Eurem Herr Winterfeld befand sich unterdessen auf dem Wege Partes, bis er vor Herrn German Winterfeld anhielt und Kopf... will's Euch glauben..." und hatte wirklich alle anderen Gedanken, als die an seine die Thüre öffnete. Es war ein älterer Mann, der nichts Bonifacio.. Braut im Kopfe. Er meinte von Hause aus, daß es ihm Auffallendes an sich hatte und den Winterfeld nur obergroße Schwierigkeiten machen würde, mit der Wittwe des flächlich musterte. Doch bevor er noch seinen Mund zu Dr. Wilson sprechen zu können und deswegen sann er über der Frage geöffnet hatte, ob Frau Wilson zu sprechen sei, alle Möglichkeiten nach, die ihm gestatten konnten, eine sagte dieser kurz und ruhig: " Habt Ihr es endlich gefunden... nun Euer Gedächtniß kommt wieder Und Ihr reist nicht mehr im Chaco umher, wie früher..." " " Politische Webersicht. int Der Minister des Junern, v. Köller, hat einer Korrespondenz zufolge in einem Erlaß an die Polizei behörden diese angewiesen, ihm über jeden größeren Streit direkten Bericht zu erstatten.- Also Köllerthaten auf allen Gebieten in Aussicht! Die Lügner an der Arbeit. In der National Beitung" von heute Abend lesen wir: " Das Volk verhöhnte. Unter ihrer Herrschaft wuchs die Wahlan allen unseren Staatseinrichtungen, an allen Gesellschaftsrechtsbewegung, auf deren Führung die Sozialdemokratie ihre einrichtungen der Masse klarmachen, daß Staat und Gesellschaft Kraft tonzentrirte, zu in Desterreich unerhörten Dimensionen Berlin, 19. September. ihrem Wesen nach widerspruchsvoll sind, in dem Maße werden und Formen. Für Wien war das Kampieren der Polizisten auf den Straßen und die Bereitschaft des Militärs in den Kasernen zur der Weitere Verhaftungen. Genosse Güldenberg, aus umzugestalten nothwendig ist, und eines Tages haben wir wir der Masse flarmachen, was in ihrem Interesse von Grund Alltäglichkeit geworden. Dabei waren diese verdammten Sozialverantwortliche Redakteur der Thüringer die Köpfe für uns und mit den Köpfen alles übrige. Talleyrand, demokraten aus der„ Legalität, die tödtet", nicht herauszubringen. Tribüne", wurde, wie uns eine Privatdepesche meldet, der berühmte französische Staatsmann, hat sich einst geäußert, man So viele politische Prozesse gemacht wurden, so viele Säbelhiebe heute verhaftet. Das Landgericht zu Erfurt hatte bekannt- fann mit Bajonneten vieles machen, nur eines fann man nicht, es regnete, die öffentliche Meinung war auf ihrer Seite und lich die Verhaftung abgelehnt. Auf die Beschwerde der man kann sich nicht daraufsetzen. Nun liegen die Dinge heute fo, mußte es sein. Die Koalitionsregierung verstand es, eben so Staatsanwaltschaft hat das Naumburger Ober- Landesgericht daß die Sozialdemokratie gar nicht die Möglichkeit dumm als brutal zu sein und sich stets ins Unrecht zu sehen; dieselbe nun angeordnet. besikt, die Bajonnete in ihre Gewalt zu Hohulachen und Flüche folgten ihr, als sie fiel. Das alles muß man sich vor Augen halten, um zu verstehen, der Leipziger Volts- Zeitung", In Leipzig wurde Genosse Katzenstein, Redakteur betommen; also muß sie die Köpfe derjenigen, was jetzt in Desterreich vorgeht. Das Ministerium, das sich vorwelche die Bajonnete zu tragen haben, in ihre Bengnißver wegen Gewalt bekommen. läufig als fröhliche Tischgesellschaft dem Publikum vorgestellt hat weigerung ( Stürmischer Beifall.) Und in dem einer Privat Beleidigungsklage fiſtirt. Augenblick, Parteigenossen, wo Ihr die Köpfe für Euch habt, da - ein echter Austrianismus- wird anfangs Oktober offiziell Es handelte sich um die Feststellung der Verfasserschaft schießen die Flinten nicht mehr.( Stürmischer Beifall.) Daz ernannt werden. Sein Chef und Schöpfer ist Graf Badeni, eines Artikels. Da sich Genoffe Schoenlank hierauf als ist die Macht, welche wir zu erobern haben. bisher Statthalter von Galizien und berüchtigt durch die durch Verfasser dem Gerichte nannte, wurde Katzenstein aus der Dahin zu gelangen, muß unsere Aufgabe sein, und je energischer greifende Energie, will sagen brutale Rücksichtslosigkeit, mit der Haft entlassen. wir es betreiben, desto mehr nähern wir uns dem Ziele. Und da er jeden Versuch der ausgebeuteten Bauern und Arbeiter dieses haben wir nun doch die erfreuliche Genugthuung, daß es armen Landes, sich ihren Beinigern zu widersetzen, niederschlägt. Er zum Glück nicht blos von unserer Energie, unserem guten Willen, macht" soeben die Landtagswahlen und jeder Tag bringt Nachrichten unserer Einsicht abhängt, wie und wann wir die Masse für uns über freche Fälschung der Wählerlisten, Berhaftung der Wahlmänner erobern, sondern daß die Aufklärungsarbeit auch unsere Gegner durch Gendarmen, Gewaltthaten jeder Art, die im Namen des wider ihren Willen besorgen durch die Art und Weise, wie sie Statthalters begangen werden. Corriger la fortune, das Schicksal regieren, wie sie ausbeuten, durch die Methode, wie sie wirthtorrigiren, wie Riccant de la Marlinière, war von jeher der schaften, und daß sie durch die Unzufriedenheit, den Unmuth, den Anfang und das Ende der Regierungskunst der polnischen Kava- Den Appell an die Waffen versuchen unsere Gegner Born, den sie in immer weitere Kreise des Volkes tragen, das liere. Graf Badeni ist zwar polnischer Kavalier, aber zugleich der Sozialdemokratie beharrlich anzulügen, um ihrerseits Gefühl hervorrufen, so kann es auf die Dauer nicht mehr weiter ein emporgekommener Bureaukrat. Jedenfalls ist er der Mann für die Staatsretterei einen Vorwand für Gewaltmaßregeln gehen, das ist unmöglich länger zu ertragen. Je mehr sich unsere des Kaisers, der dessen unbedingtes Vertrauen genießt. Er ist in der Reichspolitik ein neuer Mann und in der Zeit der an der Hand zu haben. Da werden allerhand zu irgend einer sozialen und politischen Verhältnisse entwickeln, welche den Menschen in immer schiefere, unhaltbarere und immer unzufriedener heillofen Schwäche aller bürgerlichen Parteien wird seine starke Beit gefallene Aeußerungen sozialdemokratischer Wortführer machende Stellung bringen, je mehr wir andererseits die uns zur Hand" von ihnen als Erlösung begrüßt. Badeni seinerseits aus dem Zusammenhange geriffen zugeftutzt und dann Verfügung stehenden Mittel benügen, um das Aufklärungsscheint nicht nur als Vertrauensmann des Kaisers der Erbe dem deutschen Philister servirt, damit er das Gruseln geschäft zu betreiben, um so schneller wird der Zeitpunkt Taaffe's zu sein; er gleicht ihm auch in der Verachtung der nicht verlernt. So hatte das Bismarckorgan in Hamburg herankommen, wo wir auf der ganzen Linie als Sieger dastehen. parlamentarischen Komödie, die er benutzt, aber gering- aus einer Auslaffung Bebel's in Wien am 13. September Die Auftlärung muß also unsere Hauptaufgabe schäßt, wie es die Träger des österreichischen Parlamentarismus 1893 einen Appell an die Bajounete herauszudenteln ver- fein." verdienen. Er läßt offiziös verkünden, er habe nicht nur feinen sucht. Um diese Märchenbildung im Reim zu zerstören, Die Wiener Arbeiter- Zeitung" bemerkt dazu mit Parlamentarier zum Minister gemacht, sondern er vermeide es veröffentlicht die„ Wiener Arbeiter- Zeitung" nach einer recht: Was also die verlogene Bismarck- Bresse als einen und werde es vermeiden, mit den Parteien auch nur zu ver- stenographischen Aufnahme den Theil der Rede Bebel's, in" Appell an die Bajonnete" denunzirt, iſt in Wahrheit handeln. Er ist ihrer Unterwerfung sicher, wenn er die Fauft zeigt. dem die Mittel zur Durchführung der sozialdemokratischen genau das Gegentheil gewesen." Daß die HamDas ist das Regime, das verkünden läßt, seine erste Handlung Ideen erörtert werden. Bebel sagte demnach wörtlich: burger Nachrichten" eine solche Deutung vorgenommen werde die Einbringung einer Wahlreform sein. Daß das nicht" Parteigenossen! Wenn in einem Punkte der Beweis geführt haben, zeigt, daß sie ihre gegenwärtige Schule nicht ohne freiwillig, nicht aus Spontaner Gerechtigkeit und Er ist, wie richtig im Augenblicke die österreichischen Genossen vor- Nußen durchgemacht haben. Sie wissen jegt, wie man aus fenntniß der Ansprüche der Rechtlosen geschieht, ist gehen, indem sie überall in ihren Ländern die Stimme nach dem einer Chamade eine Fanfare fabrizirt. flar. Kein Hahn würde nach der Wahlreform krähen, wüßte in allgemeinen Wahlrecht erheben, dann ist der Beweis ohne große Desterreich nicht der erste wie der letzte, daß die Arbeiter- Beweisführung erbracht durch die Haltung unserer Gegner, welche schaft entschlossen und im stande ist, ihr Wort wahr zu machen: fich hartnäckig weigern, das allgemeine Stimmrecht zu gewähren Keine Ruhe in Desterreich, bis das allgemeine Wahlrecht er-( Stürmischer Beifall), aus Angst, weil sie genau wissen, daß das Der„ Vorwärts", der jüngst zu leugnen versuchte, daß in fämpft ift." Badeni anerkennt mit dieser Ankündigung einfach a Ilgemeine Stimmrecht das revolutionär ste dem Zukunftsprogramm der Sozialdemokratie die Diktatur des die Thatsache, daß die Wahlreform, die die Sozialdemokratie Mittel ist für das Proletariat, die Kraft und Macht des Proletariats die erste Stelle einnimmt und daß die Pariser auf die Tagesordnung gefeßt hat, nicht zu umgehen ist, auch Geldsackes und der Bajonnete niederzuschlagen.( Stürmischer Kommune das Vorbild dieser Dittatur ist, kehrt jetzt wieder zu für den Mächtigsten nicht. Welcher Art seine Wahlreform sein Beifall.) Diejenigen, welche auf die Gewalt hinarbeiten, ver- der älteren Tattit der Verherrlichung der Kommune zurück; Herr wird, ist freilich eine andere Frage. Die offiziösen Aeußerungen geffen ganz und gar, daß wir nicht am Ende des 18., nicht in Bebel hat bekanntlich seinerzeit erklärt, sie habe sich einer laffen leider vermuthen, daß Badeni thöricht genug ist, nicht auf der Mitte des 19., sondern am Ende des 19. Jahrhunderts Mäßigung befleißigt, welche man in Deutschland gegebenenfalls den Antrag Taaffe zurückzugreifen, der politisch der einzig ver- leben, die vergeffen ganz und gar, daß wir in der Aera des nicht nachahmen werde, und der Vorwärts" wagt heute, zu nünftige und parlamentarisch der einzig mögliche ist. Es scheint, Militarismus, in der Aera der Repetirgewehre uns befinden, schreiben: daß er eine Rurie hes allgemeinen abre ch't's an und vergeſſen weiter, daß das Proletariat, Die Kommune hat das ist eine Thatsache, die durch die heutige Interessenvertretung anflicken will. Dieser Plan, diese Macht kämpfen will, wenn es den Straßen- feine Verleumder- Armee erschüttert werden fann die von allen Kurienplänen allerdings der relativ am tampf, den Barrikadenkampf will, Waffen Kommune hat außer im Kampf feinen Tropfen Menschenwenigsten verwerfliche, ist zuerst von den Deutschnationalen nothwendig hat, welche wir nicht wissen, wo blutes vergossen sie hat keinen Pfennig geraubt sie hat vorgebracht, dann von Sozialfonservativen, wie Professor fie zu holen sind.( Ein Genosse ruft: Wir wissen's sogar das Privateigenthum ihrer Feinde sorgsam behütet. Philippovich aufgenommen und sogar von den Liberalen durch schon.) Ja, verehrtester Genosse, wo sie liegen, Die Kommune begann mit der Ermordung der Generale den Mund Chlumecky's akzeptirt worden. Er besteht in dem wiffen Sie, wie Sie sie aber friegen, wiffen Thomas und Lecomte; sie endete mit der Ermordung des Widersinn, aus der Vertretung der gesammten Wählerschaft, die Sie nicht.( Stürmische, langanhaltende Heiterkeit.) Ich denke, Erzbischofs Darboy und der anderen Geißeln", deren die allein das Parlament ausmachen sollte, ein Anhängsel an die wenn man, wie ich, ein volles Menschenalter in der Bewegung Kommunarden sich bemächtigt hatten. Wie die Bank von Frankprivilegirten Rurien zu machen. Das allgemeine Wahlrecht steht und gekämpft hat, hat man das ganz natürliche Verlangen, reich gemäßigt" gebrandschaht wurde, haben wir vor einiger wird gewährt, aber zugleich feine Vertreter majorifirt endlich auch den Sieg in der Hand zu haben. Wer ist unter Zeit dem Vorw." gegenüber festgestellt. Das für die Vertheidi= Budem, wenn uns, der nicht wünschte, daß wir nicht erst morgen, sondern wo- gung völlig nutzlose Anzünden ganzer Straßen, als die Versailler die neue Kurie je zwei alte Wahltreise in einen zusammenfaffen möglich heute siegen? Den Wunsch haben wir alle. Aber als Truppen heranrückten, gehört wahrscheinlich zu dem Schuß des und also etwa 120 Mandate zählen würde, gäbe das noch immer fluge und vernünftige Leute haben wir uns unsere Gegner, die Privateigenthums, welchen der Vorw." der Kommune nachWahlkreise von unmöglicher Größe. Schließlich aber braucht gesammte Situation und die eigene Macht vor Augen zu halten rühmt. Von den zahllosen persönlichen Ausschreitungen der jede Kurien- Wahlreform eine Zweidrittelmajorität im Hause, und zu fragen, was uns zu Gebote steht. Wie kommen wir über- hohen und niederen Gewalthaber derselben gegen das Leben und findet also große Schwierigkeiten, die muthwillig heraufbeschworen haupt zur Macht? Die Masse der heutigen Staatsbürger ist Eigenthum der Bürger zu schweigen. ihrem inneren Interesse nach auf die Sozialdemokratie angewiesen, So die„ National- Zeitung". Falle nun die Wahlreform Badeni aus, wie immer, sicher sie sollten sozialdemokratisch sein. Warum sind sie es nicht? Weil Der Vorwärts" wagt" nur die Wahrheit zu ist, daß auch ihre Gestalt und ihr Schicksal von größtem Einfluß unsere Gegner nicht nur alle Machtmittel, sondern auch alle Bil- sagen, was heutzutage allerdings ein Wagniß ist. Die fein wird, wie sich die Wahlrechtsbewegung weiter entwickelt. dungs- und Erziehungsmittel in Händen haben, um die Massen zu National- Zeitung" aber wagt" tausendmal widerlegte Nur unter dem Drucke der rechtlosen Massen, die die Wahl- bearbeiten und in Unwissenheit zn erhalten. Wir haben also die Rügen zu kolportiren, wozu allerdings auch ein gewisser reform selbst einem polnischen Junker unabweisbar erscheinen erste Aufgabe, das Aufklärungsgeschäft in die Hand zu nehmen Muth gehört, freilich ein trauriger. läßt, wird sie endlich vollendete Thatsache werden. Die auf allen Gebieten. Wir haben die Parteigenossen und die InDie Nationals Sozialdemokratie weiß das und überall rüstet sich nach der differenten zu unterrichten, wie die heutige Gesellschaft beschaffen Beitung" tennt das einschlägige Material und fie weiß, Pause, die das Interim nöthig machte, wieder die klassenbewußte ist, wie ihr politisches Werkzeug, der Staat, beschaffen ist, welche daß die Kommune noch nicht bestand, als die Generale Arbeiterschaft, um die Wahlrechtsbewegung energisch und un- Machtmittel ihm zur Verfügung stehen, welche Unterdrückungs- Lecomte und Thomas von ihren eigenen erschrocken weiterzuführen. Am 22. September wird eine Maffen- mittel, wie er die Machtmittel benützt, um die Masse auszubeuten, Soldaten getödtet wurden, und daß sie nicht mehr versammlung im Prater zu Wien das Signal geben zur Wieder- auszunüßen, zu unterdrücken, in Unwissenheit und Abhängigkeit bestand, als die Geißeln getödtet wurden. Was aufnahme des Kampfes, der geführt werden wird bis ans Ende. zu erhalten. In dem Maße, wie wir an der Hand der Thatsachen die angebliche Brandschahung der Bank durch die Kommune betrifft, so ist sie weiland vor dem Kriegssauber angefertigt und, wie es schien, von der Hand des gericht in Versailles von dem Direktor der Bank Doktor Wilson, da einzelne Namen auf auf ile in selbst als Verleumdung bezeichnet worden. Und der englischer Sprache geschrieben waren, statt in spanischer. Direttor der Bank wird es wohl besser wissen als die Die Kampfläche war gelb gehalten, der Wald grün, und Gelehrten der National- Zeitung". Die Anzündung von die einzelnen Bäche schlängelten fich als dünnere oder Stadttheilen betreffend, so haben die Kommunarden nachdickere rothe Linien über die Leinewand. Unwill- gewiesenermaßen und nach dem Zeugniß gegnerischen kürlich suchte er die, welche den Arroyo Tacuaras darstellte. Militärs weit weniger Gebäude zerstört, als bei Da war sie ja mit ihren Windungen. Wie sauber und einer fachmilitärischen Vertheidigung geschehen wäre. Und genau die Karte war. Er verglich den Marsch, den er desgleichen steht fest, daß ein großer, wo nicht der größere Theil gemacht hatte, um mit seinem Schwiegervater zusammen der damaligen Brände durch Versailler Brandgeschosse den vergrabenen Schahz zu suchen; beinah jeder Schritt war verursacht wurde. Was die zahllosen persönlichen Ausgenau angegeben. Er verweilte längere Zeit auf dem schreitungen" angeht, so sind sie auf demselben Miste geFleck, unter dem die Kisten mit ihrem goldenen Juhalt wachsen, wie voriges Jahr die Lüge, Liebknecht habe in ruhten. Wenn der Zeichner geahnt hatte, was hier wenig Stuttgart zur Ermordung Cafimir Perier's aufgefordert. Varen unter ihm ruhte, als er die Gegend auf seinen Das Lügen gehört eben zum Handwerk der NationalMeßtisch brachte! Jedenfalls hatte die Anfertigung dieser Beitung" und ihrer Leute. Karte Herrn James Wilson eine Menge Zeit gekostet. Dann blieb sein Blick auf einer Anzahl von Kreuzen haften, die mit rother Dinte gemacht waren und sich sämmtlich im Walde befanden. Eins dieser Kreuze war nicht weit von dem Drte, wo man nach der Schlucht des Arroyo abstieg. Sie hatten keine weitere Bezeichnung bei sich und Winterfeld fann vergeblich darüber nach, was sie eigentlich zu bedeuten hätten. werden. " Man wird alt und damit auch zahm.... schließlich zieht auch ein Gaucho eine Brotstelle allem anderen vor..." Ihr seid also bei der Frau Wilson... Ja jett... früher bei dem Dottor Winterfeld wollte noch etwas fragen, aber sie waren eben vor dem Hause angekommen, und der Gaucho öffnete die Thür. Einen kleinen Augenblick wollen Sie warten, ich will mich nur erkundigen, wohin ich Sie führen soll... Woher wissen Sie denn, daß ich die Sennora sprechen will..." Weshalb follten Sie denn sonst kommen..." sagte der Gaucho, ohne eine Miene zu verziehen. Er legte aber eine etwas stärkere Betonung auf das" Sie", die Winterfeld gemerkt hätte, wenn er nicht außergewöhnlich überrascht gewesen wäre. Es sah beinahe so aus, als wenn man sein Erscheinen hier erwartet habe. Der Gaucho ging ins Haus und er blieb draußen stehen, musterte die Umgegend und schlug leicht mit seiner Reitgerte vor sich hin. Nach ganz furzer Zeit fam Bonifacio zurück. Wenn Sie hier eintreten wollen," sagte er, indem er die nächste Thür öffnete. Er ging voran, schob die Jalousien in die Höhe und verschwand dann wieder aus dem Zimmer. and " Schloß. " " " Reden wir nicht darüber! Das ist der Kehrreim allerhand weltschmerzlicher Betrachtungen, denen wir in der ordnungsschußerischen Presse begegnen. Reden wir nicht darüber! Nicht über die Hammersteinereien, nicht über die Stöckereien, nicht über die Kameel- Inschrift, kurz über keine der Blamagen, die sich die Stützen der Gesellschaft fortlaufend zuziehen und denen folgt ein Zornerguß über die Ein wenig Geduld," sagte er, indem er die Thür Ich sehe, Sie sind in meine Karte vertieft," sagte da Sozialdemokratie, die dies Gerede verursache und allein Nuzen eine Stimme hinter ihm, und als er sich hastig umwandte, daraus ziehe. Nun sind wir doch sicher unschuldig daran, daß Es war ein großes geräumiges Zimmer, eine Art stand der alte Mann vor ihm, den er gestern an der Kasse sich unsere Gegner fortgesetzt bis auf die Knochen blamiren, Bibliothekzimmer, in dem sich Winterfeld befand. An den seiner Bank gesehen hatte Billets umwechseln. aber dafür zu sorgen, daß alle die Vertuschungsversuche Wänden zogen sich große Schränke hin, die Bücher und" Ich bin Matias Patino, der Richter von San Fer- dieser Blamagen fruchtlos bleiben, das ist unsere Pflicht. eine Menge zugebundener Mappen bargen. Die Bücher nando," fuhr der Alte fort; ich glaube, Sie haben von mir Im übrigen fönnen wir dabei auf die Unterstützung des waren wissenschaftlichen Inhalts in allen möglichen schon gehört... Sie waren so vertieft in die Karte, daß Publikums rechnen, das es den bürgerlichen Zeitungen Jdiomen, wie Herr Winterfeld feststellte, als seine Blicke fie mein Hereinkommen nicht hörten, und ich habe zudem schön eintränken würde, wenn sie den Bertuschungsrath bes über die Einbände flogen. In den Mappen befand sich das den Gang des Indianers an mir, den man nicht hört, wie folgen sollten. Wenn nun aber obendrein die Nordd. Herbarium des Verstorbenen. Man ließ ihn eine zeitlang den Tiger im Chaco, der seine Beute beschleicht. Ich habe Allgemeine Zeitung" einer Zuschrift einer sehr geschäzten warten, ohne daß sich jemand um ihn fümmerte und er die Ehre, Ihnen einen guten Tag zu wünschen... Be- konservativen Seite" Aufnahme gewährt, in der unter hatte Muße genug, sich überall umzusehen. halten Sie vorderhand Plah albernen Verdächtigungen der Redaktion des Vorwärts", Das Zimmer war ganz europäisch eingerichtet und Herr Winterfeld war sehr überrascht. Die Jdentität gegen die wir uns nicht zu vertheidigen brauchen, darüber die Büchersammlung entschieden sehr werthvoll und kost- der Person, die er gestern in der Bank einen Narren geflagt wird, daß wir die Hammerstein- Briefe überhaupt bar. In der Mitte stand ein großer Tisch aus edlem genannt hatte, mit dem Richter von San Fernando, und veröffentlicht hätten, so wollen wir dem gegenüber nur Holze mit kunstvoll geschnitten Beinen. Ein großes Schreib- die geläufige und gefällige Form, mit der sich dieser Alte konstatiren, daß wir sicher niemals unsere Hand zur Verzeug stand darauf und an seiner Seite lag eine weitläufige ausdrückte und benahm, machte ihn verwirrt. Karte der Estancia Cerro Desgracias. Da niemand kam, begann Winterfeld dieselbe zu studiren. Sie war sehr! • ( Fortsetzung folgt.) " öffentlichung von Briefen bieten würden, die auf solche Weise in unsere Hände gekommen wären, wie z. B. die Briefe des Thierarztes Antoine, die in Mez polizeilich bes schlagnahmt waren, oder die Briefe verschiedener sozial- einen Knebel in den Mund. Nun war er still. Und als H # 119 Holland. demokratischer Abgeordneter, die bei einer Haussuchung in man nach einigen Stunden ihn losband, blieb er still, thur Ander 3erbröckelung des 3entrums. den Räumen der„ Volks- Zeitung" polizeilich beschlagnahmt er war gestorben sei es am Knebel, oder am Sonnen- Paul Majunke nicht mehr. In den„ Hiſtoriſch- politischen der Germania- Redakteur waren und die dann alle plötzlich das Licht der Deffentlich- stich, oder vor Aufregung, das wurde nicht festgestellt. Der Blättern" findet er sich jetzt mit der Möglichkeit ab, daß die feit erblickten in den Spalten der-" Nordd. Allgemeinen Offizier, welcher die Strafe verhängte und dem Un- werden. Da wird er wohl bald in Grund und Boden dementirt und dem Un- wirthschaftlichen Fragen die Spaltung der Partei herbeiführen Zeitung". glücklichen den Knebel in den Mund stecken ließ, werden von den Parteileitern. Den früheren Einfluß der beiden Hintertreppen- ein Schrei der Entrüstung geht durch das Land. Einist vom Kriegsgericht freigesprochen worden. Und politiker zu desavoniren bemüht sich in kläglicher stimmig fordert die sozialistische, die demokratische und Weise eine Erklärung der„ Norddeutschen Allgemeinen radikale Bresse die Abschaffung der barbarischen Soldaten- miniſter der Kammer vorgelegte Budget für 1896 ſchäßt bit Haag, 19. September. Das heute von dem Finanzdie Zeitung". Es heißt darin: " Der Hannoversche Courier" bringt in seiner strafen und überhaupt eine Revision des Militär Straf Staatsausgaben auf 138 Millionen Gulden, und berechnet einen Fehlbetrag der Einnahmen von 71/2 Millionen. Der Abendausgabe vom 16. d. M. einen„ Hammersteins Ende und die gesetzbuchs, das in Frankreich zum theil noch härter ist als Fehlbetrag auf die ordentlichen Ausgaben beläuft sich auf Tonservative Partei" überschriebenen Artikel, der nach heftigen An- in Deutschland, und insbesondere die Todesstrafe viel 2 Millionen Gulden, wird sich aber wahrscheinlich infolge von griffen gegen die konservative Partei am Schlusse zu einer sehr häufiger verhängt. Steuererhöhungen und Ersparnissen in einen Ueberschuß verauffälligen Wendung über die bevorzugte und maßgebende wandeln. Zu passendem Zeitpunkte soll eine Anleihe von Etellung gelangt, welche Herr v. Hammerstein und Herr 15 Millionen Gulden behufs Deckung der Fehlbeträge der vorausStöcker mit ihrer Gefolgschaft namentlich auch bei Hofe eingegangenen Jahre aufgenommen werden müssen. genommen haben sollen. Derartige Behauptungen müssen nachdrücklich zurückgewiesen werden. Insbesondere ist zu bemerken, Italien. daß die genannten beiden Persönlichkeiten niemals eine Stellung eingenommen haben, wie sie der Verfasser des Artikels voraussetzen zu können glaubt, und daß sie abgesehen von den früheren amtlichen Funktionen des Herrn Stöcker bei Hofe faum unverständlich." Da der Militarismus sich jeder solchen Milderung widersetzt und seiner Natur nach widersetzen muß, so wird eine durchgreifende Reform nicht so bald erfolgen, allein die ohnehin große Abneigung der Franzosen gegen den Mili tarismus wird wesentlich verstärkt werden.- Gu- Allgemeine Begeisterung wird aus Rom Wie wir erfahren, werden unsere Genossen die Ange- telegraphisch gemeldet. Natürlich- Begeisterung, wie am deutlegenheit in der französischen Kammer zur Sprache bringen. schen Sedanfeft. Crispi darf doch nicht hinter seinen deutschen zayn jemals geſehen worden ſind. Insofern aber die Andeutung dieser Tage Jaurès eine Rede über den Streit von sonstigen Talenten auch das der Nachahmung beſißt, so hat er Unsere Gegner. Jn Toulouse( Frankreich) hielt Sollegen zurückbleiben; und da er neben seinen zahlreichen sich auf eine Gefolgschaft derselben beziehen soll, erscheint sie Carmaux, dessen Geschichte er den Hörern klar vorführte, Sozialistenbat zu benußen. Zu den gestern gemeldeten Ber es nicht unterlassen, seinen Sedantag ebenfalls zu einer zu einer Andern Leuten werden die Andeutungen von einer mit der ihm eigenen Macht der Beredsamkeit die Urheber haftungen sind neue hinzugekommen. Man kann sich also denken, „ Gefolgschaft" vollständig klar sein. geißelnd. Wohlan die Gezüchtigten konnten nicht leugnen, wie groß der Jubel" in Italien ist. Sehr charakteristisch für Reizend ist auch, daß die amtliche Leipziger Zeitung" daß Jaurès die Wahrheit gesagt. Und da verfielen sie das Wesen des Nationalstaats", der heute vergöttert wird, ist Herrn v. Hammerstein vorwirft, er habe das konfervative Pro- denn darauf, ihm anzulügen, daß er zu seiner Rede fich es, daß das 25jährige Jubiläum des italienischen Nationalgramm mit unerfüllbaren Versprechungen belastet, um die Land- mit Austern, Rebhühnern und feinsten Weinen vor- ftaats", ebenso wie das des deutschen unter der Herrschaft wirthe, Handwerker und sonstigen„ Mittelstände" seinen Herr bereitet habe, was gewiß für die armen Streifenden liegreicher Reaktion stattfindet.— schafts- Gelüsten dienstbar zu machen. Er habe zu diesem Zweck sehr tröstlich sei. Von den Demagogen von Beruf ein Schlagwort nach dem andern abgelauscht und hätte als gewandter Agitator auf dem abschüssigen Wege zum Demagogenthum auch der Basis nicht entbehren gemocht, ohne die eine solche Diktatur auf die Dauer nicht haltbar sei, des allgemeinen Wahlrecht 3. Also ein neuer Grund zur Beseitigung des allgemeinen Wahlrechts ist Herr v. Hammerstein. Der Junkerring bleibt der alte. Wir haben uns nicht in ihm getäuscht. Die Erklärungen gegen das Kartell und für Hochhaltung der alten Fahne, die den Greiffingern des Ritters Hammerstein entsunken ist, mehren sich ringsum im Lande. Das freut uns. Wir lieben flare Gruppirungen im öffentlichen Leben. So veröffentlicht jetzt in der Deutschen Tageszeitung" einer der Vorsitzenden des Bundes der Landwirthe, Dr. Rösicke- Görsdorf, eine stramme Erklärung, deren Schluß lautet: " Nein, der Weg des Antrags Kanit und daneben die Erstrebung möglichst obligatorischer Kornhäuser, das allein kann unsere Forderung sein! Wir dürfen und wollen uns nicht zer splittern lassen. Wie wir einig im Bunde zusammenhalten, so halten wir auch fest an unseren Zielen. Die Frrungen und unser Wirrungen, durch die man unsere Sache treiben will, flares Wollen muß sie zerstreuen. Mögen andere untreu werden ihrem Ziele! Der Bund hält fest an dem, was er für recht erkannte: Furchtlos und treu! Dr. Rösicke Görsdorf. Doch nicht nur an der Sache auch an Per - " einem der Theilnehmer des Rußland. sozialistischen Schwelgermahls" wurde sofort berichtigt, Die Knebelung der Presse. Der Vorwärts" daß dasselbe ein ganz gewöhnliches Mittagsessen gewesen brachte seinerzeit eine Mittheilung über die Petition, welche sei. Allein die Bourgeoisblätter fümmern sich nicht um 70 russische Schriftsteller dem Zaren Nikolaus eingereicht haben. die Berichtigung, und das sozialistische Schwelgermahl" Dieser Petition war eine Denkschrift beigefügt, welche den Zaren des Jaurès wird eine zeitlang ständiger Artikel der fran- über die gegenivärtigen Preßverhältnisse in Rußland aufklären zösischen Bourgeoispresse sein, wie das Landgut Bebel's, sollte. Außer dem Hinweis darauf, daß die Gesetze der das 300 Mark- Kleid der Frau Liebknecht und das Austern- Administration einen zu großen Spielranm für eine willkürliche banket Geyer's eisernes Inventar der deutschen Bourgeois- Behandlung der Presse laffen, beschwert sich diese Denkschrift, presse geworden sind. Das sind die letzten geistigen Waffen" welche von dem Londoner Fonds der freien russischen Presse der Bourgeoisie. Deutsches Reich. nunmehr vollständig vorliegenden Bählung erhielten: von Reichstags- Erfahwahl in Del3. Nach der Kardorff( Reichsp.) 7126, Puchstein( Antis.) 3751, Doormann( freif.) 2274, Gießmann( So.) 198 Stimmen. Somit ist Herr v. Kardorff wiedergewählt, aber mit verringerter Stimmenzahl, während der Antisemit bedeutend gewonnen hat.-sonen halten die Leute Leute vom Ringe fest, sofern es eben noch zu gehen scheint. Da hatten wir sie sogar unterschätzt. Wir meinten der Ring und seine agrarisch- antisemitischen Nebenringe brauchten nicht nur sucht hat." einen neuen Geschäftsführer, sondern auch einen neuen Gottesmann" für Kirche und Volksversammlung. So heikel sind sie indeß nicht. Die bewährte Kraft ihres Stöcker laffen sie nicht fahren. Selbst die„ Konservative Korrespondenz" versichert jetzt feierlich: Herr Hofprediger Stöcker ist bekanntlich Mitglied des ge schäftsführenden Ausschusses unserer Partei; daran, ihn aus diefer Stellung zu verdrängen, denkt niemand, ebenso wenig denkt Herr Hofprediger Stöcker selbst an ein Ausscheiden." veröffentlicht worden ist, auch darüber, daß selbst diese Geseze, welche die Presse schon ohnedies äußerst drücken, zudem noch von den Regierungsorganen zu ungunsten der Presse übertreten werden. So ist nach dem Gesetz bei dem Uebergang einer Zeitschrift Uebergangs erforderlich, das Ministerium des Innern verlangt von einem Verleger an einen anderen nur eine Anmeldung dieses aber bei Grtheilung der Erlaubniß zur Herausgabe einer Zeitschrift von dem Verleger einen Revers, daß er ohne Grlaubniß des Miniſte= riums die Zeitschrift einem neuen Verleger nicht übergeben darf, und gestattet alsdann in vielen Fällen den Uebergang der Preßorgane - Die Konservative Rorrespondenz" verwahrt sich da- an neue Verleger nicht. Gin grober Mißbrauch wird von dem gegen, daß aus dem von uns mitgetheilten Briefe des Herrn ihm auf grund des§ 140 des Preßgesezes zusteht. Dieser ParaMinisterium des Jnnern auch mit dem Rechte getrieben, welches Dr. Griesemann an Herrn v. Hammerstein ein Schluß auf die heutige Zeitung der„ Konservativen graph lautet:„ Wenn aus höheren Rücksichten für die Regierung die Veröffentlichung Korrespondenz" geschlossen werden dürfe." Sie schließt eine lang von Staatsinteresse in der Presse auf eine gewisse Beit ober die Besprechung einer Thatsache athmige Erklärung mit den Worten: Wir erklären hiermit auf das bündigste, daß Herr Freiherr der zensurfreien Preßorgane auf Befehl des Miniſters für unangebracht befunden wird, werden die Redakteure für diese Befugniß erloschen war, niemals und in keiner davon benachrichtigt." Bespricht ein Preßorgan eine Frage gegen v. Hammerstein seit 1887, nachdem sein rechtmäßiges Mandat des Innern von der Hauptverwaltung in Preßangelegenheiten Form einen Einfluß auf die Redaktion der„ Konservativen Kor- bas ministerielle Verbot, so tann sein Erscheinen von dem respondenz" ausgeübt, auch einen solchen auszuüben niemals ver- Minister des Innern bis auf ein halbes Jahr verboten werden. Statt nun, daß die Verbote, gewisse Thatsachen in der Presse zu Indem wir diese ganz überflüssige Versicherung gebührend besprechen, auf die in dem Gefeße erwähnten Thatregistriren, wollen wir nur betonen, das uns bei jener Ber- fachen von Staatsinteresse( wie zum Beispiel Mobilifirungs. öffentlichung es nur darauf ankam, zu beweisen, wie wenig Herr pläne und dergleichen) beschränkt wären, erstrecken fie Zeitung" und wie viel Herr v. Hammerstein jener Zeit für die heiten. So zum Beispiel wurde verboten, einen großen Berlust Griesemann, der heutige Leiter der Norddeutschen Allgemeinen sich auf tausenderlei, oft ganz unbedeutende Angelegenhatte. Diesen Nachweis vervollständigt sogar die„ Kon erwähnen. Es kommt auch vor, daß verschiedene Privatpersonen amtlichen Aeußerungen der konservativen Partei zu bedeuten beim Kartenspiel und eine Streitigkeit im Adelsflub zu fervative Korrespondenz" selbst, denn in der obigen langathmigen das Verbot solcher Erörterungen in der Presse bewirken, welche Erklärung heißt es: ihr Interesse schädigen könnten. So gelang es z. B. einem " Bu der Zeit, aus der die Griesemann'sche Erklärung nur Kandidaten für den Posten eines Oberbürgermeisters, die Be datiren kann, bestand der engere Ausschuß des konservativen sprechung der Wahl zu verhindern, was ihm den Sieg über Parteivorstandes aus den Herren v. Helldorff- Bedra, v. Levehow und Frhr. v. Hammerstein. Laut der das seinen Gegenfandidaten erleichtern sollte. Auch setzten Direktoren maligen nunmehr in allen Stücken außer Geltung gesetzten ihrer Unternehmungen durch und lockten gleichzeitig dem Publikum von Aktiengesellschaften das Verbot der kritischen Besprechung durch schwindelhafte Annoncen das Geld aus der Tasche. Dem Gefeße, welches von einem Verbote der Veröffentlichungen nur auf eine gewisse Zeit spricht, widerspricht es auch, daß that fächlich diese Verbote auf unbeschränkte Beit, ohne jemals später widerrufen zu werden, erlassen werden, so daß die Redakteure, denen die betreffenden Vorschriften der Hauptverwaltung in Breßangelegen heiten nicht ausgehändigt, sondern nur von Beamten vorgelesen werden, bei dem massenhaften Aufhäufen dieser Verbote gar nicht in der Lage sind, im Kopfe zu behalten, über was alles ihnen zu schreiben verboten ist. Instruktion war hervorgerufen Natürlich denkt er nicht daran. Das ist ein„ Kleber" von außergewöhnlicher Ausdauer, wie er damals bewiesen hat, als er als Hofprediger vor die Alternative: Reden und Gehen, oder Schweigen und Bleiben gestellt wurde. Da blieb der zweite Luther im Amt. Jetzt hat er's ja noch weit leichter. Es kommen ihm schon Vertrauens „ der geschäftsführende Ausschuß und in dessen Aufkundgebungen aus dem Lande zu. Allen voran hat der trage das belegirte Mitglied zur Zeit Frhr. deutsch konservative Verein zu Elberfeld v. Hammersteinberechtigt, jedes Manuskript des an Hofprediger a. D. Stöcker folgende Zuschrift gerichtet: geschäftsführenden Redakteurs sowohl, wie des Mitredakteurs vor dem Drucke einzusehen, bez. darüber zu Nach einer Besprechung der bekannten Veröffentlichung des disponiren." Vorwärts" und Ihrer Erklärung im„ Bolt" vom 15. September gestattet sich der unterzeichnete Verein, Sie seines unbedingten Das genügt uns vollkommen. Freundlichen Dank! Bertrauens und seiner vollen Unterstüßung im Kampfe gegen - Der Oberlehrer Eickhoff in Bielefeld, das Spekulantenthum und die Presse des übersättigten der in einem der von uns mitgetheilten Hammerstein- Briefe geund daher mehr anmaßenden als träftigen Bürger- nannt worden, hat in der Westf. 3tg." folgende Erklärung ver- Einen widergesetzlichen Mißbrauch treibt das Ministerium thums von Bildung und Besitz" zu versichern. Es wird Sie öffentlicht: des Innern auch mit einer im Gesetze vorgesehenen Beschränkung das Bewußtsein trösten, daß Ihr Kampf gegen die selbst-" In der Sammlung Hammerstein'scher Briefe, die vor des Buchhandels. Das Ministerium hat nämlich das Recht, süchtigen, das Vaterland schädigenden Interessenkreise Ihren furzem veröffentlicht ist, befindet sich in einem Antwortschreiben bei Ertheilung der Erlaubniß, auf Straßen, Eisenbahnund anderen Gegnern die loyalen Mittel nimmt und sie auf illoyale be- des Herrn von Hammerstein an einen Briefschreiber in Biele- Stationen öffentlichen Orten und in schränkt; daß diese Mittel immer gröber und unreiner werden, feld folgende Stelle:" Der Verrath, der aus dieser( Ver- Handlungs Etablissements Bücher und Zeitungen zu ver verräth die Verzweiflung im gegnerischen Lager. Eine Gesell trauens-) Versammlung heraus geübt worden ist und die scham- kaufen, von dieser Erlaubniß gewisse Bücher und Zeitungen schaft von„ Vernunftmonarchisten", stets bereit, ihre mon- lofen Intriguen, welche auf diesen Verrath geftüßt, bis zu der auszunehmen. Diese Beschränkung des Buchhandels nüht das archistische Gesinnung zu revidieren", aber von absolutistischen Person des Kaisers gesponnen wurden, haben allein die tiefe Ministerium aus, um als Strafe für einen scharfen Artikel in Regungen befeelt, wenn es sich um Schuh ihrer eigenen König- Spaltung Hätte Herr Eickhoff einer Zeitung den Detailverkauf derselben auf ein paar Monate reiche und Geldjagdgebiete handelt, muß man abstoßen und so nicht die Versammlung bei Ditfurth oder Hinzpeter denunzirt zu verbieten, und zwar überall, auch in ihren Expeditionsräumen, Tange hell beleuchten, bis sie verschwinden. In diesem Streben 1. f. w." Da, wie ich höre, dieses Märchen hier in der welche von dem Gesetze garnicht erwähnt werden. wissen wir uns mit Ihnen einig." Stadt vielfach geglaubt wird, so sehe ich mich zu der Erklärung Auch erlaubt sich der Minister des Innern, für die gesetzlich Bravo! veranlaßt, daß ich der betreffenden Vertrauensmänner- Versamm von der Zenfur befreiten Preßorgane in gewissen Fällen ohne lung nicht beigewohnt habe, mithin auch nicht in der Lage ge- jede gefeßliche Berechtigung die Zenfur wieder einzuführen. So Die Frage der Soldatenmishandlungen, die vom wesen bin,„ denunziren" zu können. Ich habe von der Versammlung wurde im Jahre 1894 von den in Petersburg erscheinenden Militarismus unzertrennlich ist, beschäftigt jezt aufs leb- damals erst durch die Zeitungen erfahren." Die" N. Weſt Beitungen verlangt, daß alle Artikel über die Thätigkeit der hafteste die französische Presse infolge eines Bolts- 3tg." setzt noch hinzu, daß man konservativerseits niemals Sanitären Polizei im Kampfe gegen die Cholera der Zensur des Prozesses, der sich soeben vor einem französischen Kriegs- der Meinung gewesen ist, daß Herr Oberlehrer Eickhoff jiene Petersburger Polizeipräsidiums vor ihrem Erscheinen vorgelegt gericht in Afrita abgespielt hat. In der französischen Vertrauensmänner- Versammlung in Schildesche denunzirt" habe. werden sollen. Armee waren, da die Prügelstrafe seit über 100 Jahren Wie Hammerstein zu solcher Meinung gekommen war, ist ihr Wie bekannt, beschloß Kaiser Nikolaus, die Petition der Schriftsteller ohne Folgen zu lassen". Abgesehen davon, daß er verboten ist, gewisse Strafen eingeführt worden, die im nicht bekannt. es für unvereinbar mit der Autokratie hielt, die Existenz einer Uebermaß angewandt, noch weit grausamer sind als die Ganz im Stile des Herrn von Hammer von den Verwaltungsbehörden unabhängigen Presse zu gestatten, Prügel. Namentlich gilt dies von der sogenannten Crafte in ist es, daß er sein Mandat nicht niederlegen will. Bu fand er es auch ganz in der Ordnung, daß seine Minister sich paudière eine Strafe ähnlich dem polnischen Bock", der Mittheilung der Kreuz- Zeitung", daß Herr v. Hammerstein der Presse gegenüber selbst direkte Uebertretungen des Gesetzes wobei das Opfer derart gefesselt wird, daß es blos kriechen merkt das„ Stolper Wochenblatt":" Nach Erkundigungen, die selbst in einem Lande, wo die Gefeße ohne Mitwirkung der sein Mandat als Landtags- Abgeordneter niedergelegt habe, be= erlauben. Die Gesetzlichkeit tödtet uns", meint die Regierung kann, wie eine Kröte( crapaud daher der Name). So wir eingezogen haben, scheint sich diese Nachricht nicht zu be- Boltsvertreter von ihr allein geschaffen werden. eingespannt ist der Mann ganz hilflos und und muß ftätigen." wir eingezogen haben, scheint sich diese Nachricht nicht zu be- selbst in einem Lande, wo die Gesetze ohne Mitwirkung der warten bis er erlöst wird. Liegt er dabei in der -Dem Verfasser der auch von uns besprochenen, die Qualen aus Sonne, so hat er die entsetzlichsten Qualen zustehen. Für die französische Armee in Frankreichendes Glend", dem bayerischen Premierlieutenant a. D. Monaten gewartet haben, ist nun auch plötzlich wieder da. Seit des Offizierſtandes behandelnde Schrift:„ GlänDie tretenfische Frage, auf die wir schon seit ist die Crapaudière deshalb auch abgeschafft worden, aber krafft, ist nach der Meldung Münchener Blätter von einem etwa 30 Jahren stellt sie sich regelmäßig ein, wenn auf der nicht für die französischen Truppen im Auslande, Offiziers Ehrengericht der Titel Offizier abgesprochen worden. Balkanhalbinsel irgend eine der verschiedenen Fragen", welche namentlich in Afrika. Vor einigen Wochen kam nun aus Bei dem außerordentlichen Unterschied, der zwischen der die russische Diplomatie dort auf Lager hat, brennend" wird. Tunis die Nachricht, ein französischer Soldat, namens Offiziers- Ehre und der gemein menschlichen Ehre besteht, fann Es leben auf Kreta Chriften und Türken letztere bei Chadel, der wegen eines geringfügigen Disziplinfehlers die Nachricht uns nicht wundernehmen. Uebrigens erfahren 300 000 Einwohnern etwa ein Drittel bildend nebeneinander, zur Crapaudière verurtheilt war, sei unter entsetzlichen wir durch das" Bayrische Baterland", daß Krafft sich durch die und selbstverständlich kommt es mitunter zu Reibungen, die einen Qualen in der fengenden Sonnengluth gestorben. Die Entziehung des Offizierstitels durchaus nicht beleidigt fühlt, und ernsthaften Charakter haben. Und da es an russischen Agenten öffentliche Meinung alarmirte sich, und ein Kriegsgericht eine neue Broschüre verfaßt hat, die binnen 14 Tagen erscheinen nicht fehlt, so wird zu geeigneter Zeit dafür gesorgt, daß wird. Sie behandelt die Verhältnisse der Unteroffiziere und„ tretensische Greuel" mit obligatem Aufstand" in Szene gefeßt mußte zusammentreten. Die Verhandlungen bestätigten die Mannschaften", und verspricht noch interessanter zu werden als werden. Jetzt wird wieder tüchtig gewühlt. Ein Wolff'sches schlimmsten Gerüchte. Chadel war hilflos in die Sonnen die Schrift über die Offiziere. Freilich von glänzendem Telegramm und ein Privattelegramm der Bossischen Zeitung", gluth gelegt worden, und als er schrie, stopfte man ihm Elend wird sie nicht handeln. das derselben Quelle entstammt, melden von zahlreichen " Türkei. " Merdthaten in der Nähe von Canea,( eine der wichtigsten Städte der von den Gewerkschaften aufgenommenen Lohnstatistiken. Es Abgeordneter, dem Treiben der anderen hätte wehren müssen, Kreta's), und von großer Aufregung der christlichen Bevölkerung", ist unter dem Material, das gesammelt werden soll, nur solches statt sich daran zu betheiligen." da die Ermordeten meist Christen sind. Die Christen haben verstanden, was sich auf den Wortlaut von Kontrakten zwischen Genosse Leuterih, verantwortlicher Redakteur der Versammlungen" gehalten, und beschlossen, die Sache im Tagelöhnern und Gutsbesitzern bezieht. „ Sächsischen Arbeiter- 3tg." wurde am 18. d. M. von drei An,, tretensischen Parlament" zur Sprache zu bringen es geht auf der Insel nämlich etwas demokratisch zu. Außerdem haben Stadt und Land: Johannes, Kleemann, Mohs und Schie öffentlichen Kreistonferenz des 16. hannoverDelegirte zum Breslauer Parteitag. Leipzig- flagen wegen Privatbeleidigung freigesprochen. Die Frauen wurden von der Polizei aus der sich einige Christen auch an den russischen Konsul ge- mann; Saar- und Lothringer Revier: 2. Emmelichen Wahlkreises ausgewiesen. Es wird dagegen Bewandt, der ein russisches Kriegsschiff kommen ließ." Dem Kurz die Frage" ist fertig, und die Zerstückler der Türkei schicken sich an, einen neuen Schnitt zu machen, und Kreta noch Direkter als es bisher der Fall war, unter die Kontrolle der europäischen Mächte" zu bringen. Ob die Kretensen dabei ihre Rechnung finden werden, ist freilich eine andere Frage. Allein darauf kommt es den biederen Herren Diplomaten auch nicht an. China. = russischen Kriegsschiff folgen zwei englische auf den Fersen. Darmstadt- Großgerau: Philipp Müller- Arheilgen. schwerde erhoben. Zum Vertrauensmann für die Provinz Pommern- Die Arbeiter- Turnvereine und das preußiwurde auf dem Provinzial- Parteitag Genosse Knappe gewählt. fche Juwel". Eine für Sonntag Vormittag in Frankfurt fammlung für den Wahlkreis Alzey- Bingen findet fom- und zu welcher die benachbarten Turnvereine ebenfalls eingeladen Eine sozialdemokratische Vertrauensmänner Ver- am Main einberufene Konferenz all' derjenigen Turnvereine, welche sich dem Arbeiter- Turnerbund bereits angeschlossen haben menden Sonntag im Gerhardt'schen Lokal zu Wörrstadt statt. waren, wurde polizeilich untersagt bezw. verhindert, da die BeWahlkreis- Konferenz für Darmstadt- Großgeran. Am hörde eine voranzugehende Anmeldung verlangt. Da sich die Sonntag fand zu Bischofsheim a. M. eine Konferenz der Turnvereine, welche dem Arbeiter- Turnerbund( mit seinen etwa Vertrauensmänner des Wahlkreises Darmstadt: Groß- 15 000 Mitgliedern) angehören, jeder Politik fernhalten und gera u statt. Vertreten waren Darmstadt, Eberstadt, Pfung- ihr einziger Zweck die Hebung und Förderung des Turnstadt, Arheilgen, Trebur, Ginsheim, Griesheim, Bischofsheim wesens auf volksthümlicher Grundlage, als Mittel zur und Crumstadt. Wurm Darmstadt führte den Vorfiz. Es förperlichen und geistigen Ausbildung seiner Mitglieder" wurde beschlossen, in furzem eine rege Agitation zu entfalten ist und deshalb nach dem Vereinsgesetz eine polizeiliche Anund alles daran zu sehen, daß in jedem Orte des Kreises eine meldung dieser Versammlung nicht verlangt werden kann, so Organisation besteht. wird der Arbeiter- Turnverein in Frankfurt a. M. gegen das Vorgehen der Polizei den Beschwerdeweg betreten. Die Konferenz soll auf die Denunziation eines staatserhaltenden Turnvereins" inhibirt worden sein. Aus Shanghai wird den Londoner Times" gemeldet: Der Kaiser genehmigte den sofortigen Bau einer Eisenbahn von Shanghai über Futschau und Tschintiang nach Nanting, um den Forderungen Japans zuvorzukommen. Nun, bis jetzt ist es den Chinesen noch niemals gelungen, den hurtigen Japanern zuvorzukommen".= Partei- Nachrichten. # Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. Im Saar- und Lothringer Revier faßten die Genossen in einer Parteiverfammlung folgende Resolution: In anbetracht Friedrichshagen. Die Parteigenossen werden besonders der Vorkommnisse auf dem vorjährigen Parteitage sprechen die auf die am Sonnabend, den 21. September, abends 82 Uhr, Parteigenossen ihrem Parteitags- Delegirten 2. Emmel ihr vollstes im Gesellschaftshaus stattfindende Versammlung des Vertrauen aus. Sie erwarten, daß dies auf dem diesjährigen Arbeiter Bildungsvereins aufmerksam gemacht. Den Vortrag Parteitage gewürdigt werde und nur solche Genossen zu Vorhält Schriftsteller Georg Ledebour über" Unser Programm mit fißenden gewählt werden, die im stande sind, vorkommende besonderer Berücksichtigung unserer Beziehungen zur ländlichen Injurien gebührend zurückzuweisen.( Uns erscheint dieser Bes Bevölkerung". Ferner zwei Anträge des Vorstandes: 50 m. schluß sehr unmotivirt. Auf dem vorjährigen Parteitag sowohl dem Vertrauensmann und 20 M. den Opfern des Effener wie auf allen früheren ist seitens der betreffenden VorAchtung, Töpfer! Wie schon in Nr. 37 des„ BauMeineidsprozesses zu überweisen. Betreffs des ersten Punktes sitzenden die Geschäftsordnung so gehandhabt worden, daß jeder handwerker" bekannt gegeben ist, haben die Kollegen der Firma ist ein zahlreiches Erscheinen von großer Wichtigkeit und liegt Delegirte zu feinem Rechte kam. Wenn unsere reichsländischen Sohr in Königsberg wegen Lohndifferenzen die Arbeit niederes im Interesse jedes Genossen, für diese Versammlung kräftig Genossen und hiervon speziell wieder die Meyer durch Personen gelegt. Es wurde ihnen ein Lohnabzug von 1-9 M. pro Stück zu agitiven. vertreten waren, denen jeder parlamentarische Tatt fehlte und unter dem ortsüblichen Tarif angekündigt. Die Zahl der streifendenen ihre persönlichen Stänkereien über der Parteisache standen, den Kollegen beträgt 18. Als weiterer Grund zu dieser so wurde das allgemein bedauert, konnte aber von der Partei- Arbeitsniederlegung ist die Behandlung von seiten des tagsleitung nicht geändert werden. Mögen die in Frage Werkmeisters zu verzeichnen, so daß Kollegen, welche schon stehenden Genossen in Zukunft für eine geeignetere Vertretung neun Jahre im Geschäft thätig waren, einmüthig mit den sorgen, das ist das einzige Mittel, um solche Szenen zu vermeiden, anderen Kameraden die Arbeit niederlegten. Zur Unterstützung der wie sie in Frankfurt zum allgemeinen Aergerniß von ein paar Streikenden find ca. 160 M. wöchentlich nöthig. Kollegen! Es ist unsere Leuten aufgeführt wurden. N. d. V.) Pflicht, unsere kämpfenden Brüder schnell und thatkräftig zu unterstützen, denn ihr wißt aus eigener Erfahrung, schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe. Sammelt auf jedem Bau, sammelt so schnell wie möglich. Da wir schon oft in solcher Kampfeslage uns befanden und jedesmal schnelle Hilfe erhalten haben, ist es unsere Ehrenpflicht, hier ein gleiches zu thun. Sammellisten find in den bekannten Zahlstellen zu haben. Alle zur Zeit flüssigen Gelder bitten wir sofort zu senden an den Vertrauensmann = Die fozialdemokratischen Landtags Abgeordneten, welche den bevorstehenden Parteitag besuchen, werden gebeten, zwecks einer Besprechung sich während des Parteitages mit Genosse Kloß( Stuttgart) ins Benehmen zu sehen. Von der Agitation. Genosse Stolle sprach in Würzburg über die Sozialdemokratie und ihre Gegner, über ihre Bestrebungen im Reichstag und in den Einzel- Landtagen und in Randers acker über„ Die Agrarverhältnisse in Deutschland und die deutsche Schutzzollpolitik". Agrarprogramm. Die Parteiversammlung der Genossen von Leipzig Stadt und Land lehnte die von der Agrarkommission dem Parteiprogramm eingefügten Busäße ab und erwartet, daß der Parteitag ebenfalls den Programmentwurf der Agrarkommission ablehnt. Die Parteiversammlung für den Kreis Reichenbach Neurode lehnte das Agrarprogramm ab und sprach sich für die folgende Resolution aus: Iution an: " Fusion ungarischer Parteifraktionen. Die Népszava", das in Budapest in magyartscher und deutscher Sprache erscheinende Parteiblatt, bringt die Mittheilung, daß sich die beiden, bis dahin getrennt marfchirenden Frattionen der Partei vereinigt haben. Der Volkswille", das jüngst gegründete Wochenblatt der„ Krankenkassler", wird als Partei Organ anerkannt. Genoffe J. Silberberg. der bisherige Herausgeber und Leiter der Népszava", hat seine Stellung zum 1. Oftober gekündigt. " " G. Melzer. Achtung, Holzarbeiter! Zuzug ist fernzuhalten: Von Parquetbodenlegern nach Berlin( Rosenfeld u. Ko,); von Tischlern nach Hemelingen bei Bremen( Werkstätte Brandt); von Tischlern, Stellmachern und Drechslern nach Peine; von Korbmachern nach 3eiß( Pfeifer's Werkstatt); von Tischlern und Parquetbodenlegern nach Ansbach in Bayern( Firma Konrad Roderer); von Tischlern auf photographische Apparate nach Dresden( Juhaber E. Wünsche); von Drechslern nach Geising i. S.( Firma Anton Görner). Zur Arbeiterbewegung in Australien. Die australischen Arbeiterblätter berichten über eine fürzlich in Sidney abgehaltene Konferenz von Gewerkschaftsvertretern, welche einen Generalrath Der Parteitag wolle beschließen: Um die Landagitation für den Australischen Arbeiterbund wählte. Die endliche Kon mehr zu fördern, ist die Agrarfommission resp. der Parteivorstand ftituirung dieses Generalraths bedeutet einen wichten Fortschritt verpflichtet, aus amtlichen Statistiken, Nachweisen, Zeitungs- in der Konsolidirung der gesammten Arbeiterbewegung Australiens berichten 2c. dasjenige Material zu sammeln, welches zeigt, wie zu einer zielbewußten und einigen Kampfgenossenschaft. der Kleingrundbesitzer vom Großgrundbesitzer ausgenutzt wird Der Australische Arbeiterbund( Australian Labour Fede( Wegebau, Steuern, Bertretung, Renten 2c.) und welches über- ration)- schreibt die New- Yorker Volkszeitung" besteht dem haupt ein Bild von der Lage der ländlichen Bevölkerung giebt. Namen nach schon seit 1890. Nach dem Generalstreit von 1889, Achtung, Zimmerer! Zuzug ist fernzuhalten: Von Dieses Material ist kurz gefaßt den Vertrauensleuten, Redaktionen welcher alle Arbeiterorganisation Australiens in Mitleidenschaft Berlin, in Wandsbek vom Rod'schen Plaze und Bauten; zugänglich zu machen, damit bei der Landagitation in Neden und zog und dessen verhängnißvoller Verlauf die klägliche Unzuläng in Mannheim von dem Luz'schen Play; in WilhelmsFlugblättern mehr praktische Gedanken, als die bloße Theorie lichkeit des alten Gewerkschaftswesens bewies, Gewerkschaftswesens bewies, wurde die burg von Böhring's Platz und Bauten. zur Anwendung kommen." Arbeiterbewegung auf grund des Prinzips der Solidarität Maurer! Der Zuzug ist fernzuhalten von Flensburg, Eine Parteikonferenz von Reuß ä. 2. faßte folgende der gesammten Arbeiterklasse reorganisirt. Mit dem Einzug Resolution: Die heute in Naitschau stattgefundene Parteikonferenz dieses neuen Geistes in die Bewegung entstanden auch Be- Rellinghusen, Walsrode, Lehe, Halle a. G., erklärt, in der Agrarfrage eine abwartende Stellung einzunehmen, strebungen, die Organisationen der verschiedenen Kolonien Herne und Minden i. W. da die Gründe, welche die Agrarkommission zu ihren Beschlüssen Generalrath entwarf ein Programm und Statuten und sandte der Firma Holzmann u. Co. in München 11 Steinmetzgehilfen in einen Verband zu vereinigen. Der provisorisch gebildete Steinmegen. Am Montag, den 16. September haben bei führte, noch nicht genügend erklärt worden sind." Der 6. pommerfche Parteitag nahm folgende Reso- Das Programm, das heute noch als Prinzipienerklärung der heim und München ist streng fernzuhalten. diefelben zur Ratifizirung an die verschiedenen Zentralförper. Die Arbeit niedergelegt. Der Zuzug von Steinmezen nach KelDer Parteitag erwartet von dem Parteitag in Breslau, daß selbe nirgends auf entschiedene Opposition stieß, fand es nicht Föderation dient, war ausgesprochen sozialistisch. Obwohl dasderselbe alle Verfiche, das Programm der Partei zu gunsten eine genügende aktive Unterstügung, um dem Föderationsplan einiger Stände zu ändern, wie es z. B. durch das sogenannte einen unmittelbaren Erfolg zu sichern. Agrarprogramm geschieht, ganz entschieden zurück weift. Solche Maßnahmen verlegen das, ein Aufhören aller davon entfernt, von einem flaren Verständniß des Klaffenkampfes Die politische Bewegung in Australien war eben noch weit Stände, in der Art wie sie heute vorhanden sind, erstrebende geleitet zu sein. Ihre Taktik wurde durch kleinbürger- Sämmtliche Weißgerber Neumünsters legten am 16. SepBrinzip unserer Partei, beengen dasjenige Maß von Freiheit liche und fapitalistische Interessenfragen, wie Steuer- und tember die Arbeit nieder. Grund zu dieser Arbeitsniederlegung find bezüglich der individuellen Anschauungen der Parteimitglieder, 3ollfragen, beeinflußt. welches nothwendig für eine gesunde Weiterentwickelung der die Arbeitervertreter die Schutzzollpartei, in der anderen den Zuzug nach Neumünster fernzuhalten. Es geschah, daß in einer Kolonie Lohndifferenzen. Die Kollegen werden gebeten, bis auf weiteres Partei vorhanden sein muß, und bergen die Gefahr in" sich, un- die Freihandelspartei unterstüßten, und daß sich die Ar fere Partei von einer nach großen Gesichtspunkten geleiteten beiterpartei Dem Streif der Ansetzer in der Firma Landrich u. Cie. Politit hinweg allmälig in das Fahrwasser der bürgerlichen tungen spaltete. Diese Entwicklung der Dinge hat die einsichtigen Spinner angeschlossen. Die Zahl der Ausständigen beträgt in schutzöllnerische und freihändlerische Rich zu Mülhausen i. Elf. haben sich am Mittwoch auch die Interessenpolitit hineinzuleiten und auf diese Art den revolutio- Elemente in der australischen Bewegung mit Recht beunruhigt nun 130-140 Personen( 90 Anseher, 28 Spinner und einige nären Charakter desselben zu beseitigen. und eine Richtung geschaffen, welche durch Benutzung des Charakter aufzudrücken sucht, um damit die Gefahr einer Föderationsplanes der Bewegung einen entschieden sozialistischen Taglöhner). Der Anschluß der Nachtarbeiter an die Bewegung ist zweifellos. Hält die bisherige Einmüthigkeit unter Spaltung durch Nebenfragen ein für alle Mal zu beseitigen. den Streifenden vor dieselben sind leider noch - so unorganisirt fann ihnen, bei der Mäßigkeit bis jetzt die Zentralverbände von Queensland und New- South- welche heute schon fast vollständig ist, kann dem Fabrikanten in Das Zustandekommen des Australischen Arbeiterbundes, dem der Forderungen, der Sieg nicht fehlen, denn die Arbeitsruhe, Wales und zwei lokale Zentralförper in Südaustralien an der jetzigen Saison der Ueberarbeit nicht erwünscht kommen. gehören, ist deshalb nicht nur ein Fortschritt im Ausbau der Borläufig zeigt sich die Fabrikdirektion noch durchaus unOrganisation, sondern ein prinzipieller Fortschritt. Das sozia- zugänglich. listische Programm wird anerkannt als die wahre Basis der Einigkeit in der Arbeiterbewegung. stalten, wäre ein genaueres Studium der bekanntlich in den Um jedoch unfere Agitation auf dem Lande wirksam zu ge. einzelnen Landestheilen so verschiedenartig ländlichen Verhältnisse, sowohl der Boden- und Kreditverhältnisse, sowie der persön lichen Verhältnisse der Besitzer und auch der Arbeiter sehr erIn dieser Beziehung zuverlässiges statistisches Material zu beschaffen und den Genossen zur Verfügung zu stellen, muß Sauptaufgabe einer Agrarkommission sein." wünscht. Die Parteifonferenz des 16. hannoverschen Wahlkreises erklärt( einstimmig) die von der Agrarkommission vorgeschlagenen Einschaltungen zum Parteiprogramm in ihrer vorliegenden. Fassung für unannehmbar. " Die von der Die Streiffommission. Nürnberg für Schmiede und Kesselschmiede verhängte Sperre Schmiede. Die über die Fabrik von Scharrer u. Groß in bleibt aufrecht erhalten und wird ersucht, Zuzug streng fern zu halten.. Depeschen und lehte Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Aufgehobene Beschlagnahme. Frankfurt a. M., 19. Sept.( V. H.) Die„ Frants. 3tg." Agitationskommission für Brandenburg herausgegebene Broschüre meldet aus Budapest: Die begnadigten Rumänen beschlossen, Sklaverei in Deutschland", in der die Rechtlosigkeit des Gefindes weder dem Ministerpräsidenten noch dem Justizminister einen und der, ländlichen Arbeiter in scharfer Weise gegeißelt wird, war Dank für ihre Begnadigung auszusprechen. Sie werden an den von der Staatsanwaltschaft in Prenzlau beschlagnahmt worden. Kaiser eine Depesche richten, und eine Audienz in Klausenburg Gestern stand nun in dieser Sache Termin vor der Straffammer nachsuchen. Die Idee, an den König von Rumänien eine in Prenzlau an, die, wie uns durch Telegramm berichtet wird, Depesche zu senden, wurde fallen gelassen. nach dreistündiger Verhandlung die Beschlagnahme aufhob und die Kosten der Staatstaffe auferlegte. Bertheidiger war Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, Berlin. Trient, 19. September.( B. H.) Der Marktflecken Mezzotedesco brennt seit gestern Abend. Es ist wenig Hoffnung auf Rettung eines Theiles der Gebäude vorhanden. Neben manchem Ueberflüffigen enthalten die Zusätze auch einzelne Punkte, die geeignet erscheinen, den Charakter des Klaffenkampfes unserer Partei zu verwischen, denn es ist entschieden nicht Aufgabe der Sozialdemokratie, durch Palliativ. mittel zur Erhaltung des Privateigenthums beizutragen. Andere Zusäte wiederum führen in ihren Konsequenzen zur Stärkung des heutigen Staates und sind daher unbedingt verwerflich. Der Rest muß, um sich dem bestehenden Partei programm harmonisch einzufügen, eine andere Textirung erfahren. Hierbei muß der Gedanke allein zur Richtschnur dienen, daß die Die Saalsperre in Magdeburg war Gegen- London, 19. Sept.( W. T. B.) Das, Reuter'sche Bureau" meldet Sozialdemokratie die Partei des arbeitenden und Werthe stand eines gerichtlichen Verfahrens wegen groben Unfugs vor aus Kairo: Als gestern ein entlassener türkischer Soldat schaffenden Proletariats ist und bleiben muß, wenn sie ihre hehre dem Magdeburger Schöffengerichte. Am 3. Mai und 5. Juli in einem hiesigen Café erzählte, wie er an den Grausamkeiten Mission erfüllen will, und das ist die Befreiung der Menschheit dieses Jahres wurden Genosse Lankau zu vier Wochen Haft, gegen die Armenier theilgenommen habe, hörten zwei an aus den Fesseln der kapitalistischen Lohnsklaverei. Reichstags- Abgeordneter Genosse Albert Schmidt zu 150 M., wesende Armenier gerade zu, als der Türke die Ermordung ihrer Genosse H. Gärtner zu 50 M. und Genosse Baumüller zu 100 M. Stammesgenossen beschrieb. Die Armenier schlossen sich der Die Genoffen des Saar- und Lothringer Reviers nehmen Geldstrafe verurtheilt. Gegen diese Urtheile hatten unsere Ge- Unterhaltung an und luden den Türken ein, mit nach ihrem zu dem von der Agrarkommission aufgestellten Programmentivurs nossen wie die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Das Hause zu gehen; daselbst angekommen, erdrosselten sie denselben. im allgemeinen eine ablehnende Stellung ein und beauftragten Gericht gab der Berujung nicht statt und begründete dies Die Armenier sind verhaftet. ihren Delegirten, wenn bei Berathung des Entwurfs auf dem folgendermaßen: London, 19. September.( W. T. B.) Nach einer Meldung Barteitag sich nicht wesentliche, für die Partei von greifbarem Die Handlungen von Lankau und Baumüller erfüllten des loyo" aus Plymouth tollidirte während eines dichten Nuzen erweisende Argumente ergeben, gegen denselben zu stimmen. den Begriff des groben Unfugs, denn wenn die kontrolle, Nebels der Dampfer„ Edam" auf der Fahrt New- York-- Amster Reinesfalls aber erachten sie es für angebracht, schon in diesem wie die Beweisaufnahme ergeben habe, in nicht belästigender dam 1 Uhr Morgens mit dem Dampfer Turkistan" 50 Meilen Jahre das Agrarprogramm oder Theile desselben in das Partei weise ausgeführt sei, so sei doch das Bestehen und Bekanntgeben füdlich Start- Point. Edam" ging unter. Der„ Turkistan" blieb programm aufzunehmen, erwarten vielmehr, daß ein event. ber Kontrolle selbst eine Beläftigung des Publikums. Der an der Stelle bis alle gerettet waren. Die gesammte Mannschaft von dem Parteitage aufgestellter Programmentwurf den Genossen Gerichtshof habe auch angenommen, daß sich die Artikel nicht und die Passagiere des Edam", 93 an der Zahl, wurden von wieder zur Begutachtung vorgelegt und erst im tommenden Jahre über dessen Aufnahme in das Parteiprogramm beschlossen wird. an die Parteigenossen allein, sondern an die ganze Arbeiter dem Fischerboot„ Vulture" aufgenommen und sind in Plymouth schaft gewendet hätten und ein derartiger Boykott sei vom angekommen. Material zur Landagitation. Der Parteitag für beide höchsten Gerichtshof stets als grober Unfug angesehen worden. Konstantinopel, 19. September.( B. H.) Wie aus Angora Mecklenburg und Lübeck verpflichtete alle Delegirten, sich das Was Schmidt und Gärtner anbetreffe, so seien diese zwar weniger gemeldet wird, hat daselbst ein Erdbeben stattgefunden. Der Sammeln von statistischem Material über Lohn- und Arbeits- dabei thätig gewesen, hätten aber zur Lokalkommission gehört angerichtete Schaden ist jedoch nur gering. verhältnisse auf dem Laude auf das eifrigste angelegen sein zu und das Vorgehen Lantau's gebilligt, feien also als Mitthäter anzu- New- York, 19. September.( W. T. B.) Nach einem Telelassen; der Parteitag ermächtigte den Vertrauensmann für beide sehen, Schmidt aber nicht derart, daß seine Strafe erhöht werden gramm aus Havanna ist der spanische Kreuzer Barcaiztegui" Mecklenburg, für die Sammlung derartigen Materials eventuell müßte, aber immerhin tönne fie troß seiner häufigen Abwesenheit um Mitternacht nach einem Zusammenstoß mit einem Handelss Geldmittel aus der Agitationskasse zu entnehmen. Es handelt auch nicht herabgesetzt werden, da er bei seiner höheren Bildungs- schiffe im Eingang des Hafens gesunken. Vier Offiziere und sich dabei nicht um die Aufnahme einer Lohnstatistit im Sinne stufe, seiner Eigenschaft als Schriftsteller und Reichstags- 136 Mann sollen ertrunken sein. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glecke in Verlin. Tunck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 220. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Freitag, den 20. September 1895. 12. Jahrg. seien und die Versammlung mit derartigen grundsätzlichen" Zu- Partei gegen die Politik der Regierung als Verbrechen brandstimmungen sehr vorsichtig sein müsse. Außerdem hält er die in marken; wenn diese Liberalen" wochenlang bemüht sind, Rede stehende Stelle zur Anlage von Arkaden, der stillen Sehn- jenes Verbrechen" den leitenden Kreisen auch gebührend zu Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 19. Sept., sucht des Magistrats, für so ungeeignet wie nur möglich und Gemüthe zu führen und sich selbst als die artigen Kinder in nachmittags 5 Uhr. Stadtv. Bulle hat sein Mandat niedergelegt. In den Ausschuß zur Vorbereitung der Neuwahl von 11 Stadträthen sind auch die Stadtvv. Singer und To Its dorf gewählt worden; Vorsitzender des Ausschusses ist der Vorsteher Dr. Langerhaus. " fürchtet schließlich, daß, wenn es vorkommen kann, daß empfehlende Erinnerung zu bringen?! In vollem Einklange mit selbst in Kirchen die Mitglieder dieser Ver- dieser noblen, freiheitlichen Gesinnung steht die hündische werden( Ünruhe), sich auch bei dem Arkadenbau ein Un- Dentsteine sehen läßt, ohne den Muth zu finden, diese öffentliche sammlung durch lügenhafte Inschriften beschimpft Demuth, mit der man sich als ruppige Kameele" berufener finden könnte, der seinen Gefühlen in ähnlicher Weise Insulte, die sich überdies als frivole Entweihung des Luft machte. Heiligthums und Parodirung der Heiligen redners gehen wir wohl am besten mit Stillschweigen hinweg. Sprache zu bringen! Aber man fönnte ja anstoßen" Stadtv. Kyllmann: Ueber die letzte Aeußerung des Vor- Schrift darstellt, in öffentlicher Versammlung auch nur zur ( Zustimmung.) Die Vorlage halte ich im Gegensatz zum Vor- und man möchte gewisse Beziehungen" zu gewiffen„ maßredner für sehr erwägenswerth; sie hat auch in der Bau- gebenden Kreisen" um alles nicht in Frage stellen. Und so ergreift deputation allseitige Zustimmung gefunden. Es handelt sich um man mit Begeisterung die unpassendste Gelegenheit, um sich der Was uns vorgelegt ist, betrachte ich als die Bauskizze, der gegenüber ja sonst so geschwätzigen Lippen zu setzen. Wie recht hatte eine wohldurchdachte, der Dertlichkeit durchaus angepaßte Anlage. Gummipfropfen mit der Milch frommer Denkungsart an die wir im Ausschuß ganz selbständig sind. Die Hauptsache ist der Fuß- doch der Vorwärts", als er die verwegene Ankündigung gängerweg. Der Kostenpunkt bleibt zwar vorbehalten, doch giebt der einer Aktion im rothen Hause mit einem äußerst skeptischen: Magistrat einen ungefähren Anhalt; die in der Vorlage erwähnte„ Na, na!" begleitete! Kaum war bekannt geworden, daß BauSumme von 290 000 m. sehe ich als Maximum an. rath Schwechten selbst der Urheber des famosen„ Architektenhätten, da erschien die greuliche Miffethat urplötzlich als scherzes" sei, und daß auch andere Herren sich daran erlustirt rührend harmlos, und die sittliche Entrüftung" schmolz dahin wie Schnee im Märzen. Kein Wunder, haben doch die auch eine feine Witterung"! freisinnigen Helden meist sehr entwickelte Riechorgane und daher " Mahlzeit beim Herabwürgen dieses gepfefferten Bissens! Wir wünschen den liberalen Herrschaften eine gesegnete Die Angelegenheit, betr. die Eingemeindung der Vororte, war im Mai bis Ende September vertagt worden. Auf Vorschlag des Vorstehers beschließt die Versammlung eine weitere Bertagung bis in die zweite Hälfte des Ottober, wo der Oberbürgermeister von seinem Urlaube zurückgekehrt sein wird. Infolge des Ausscheidens des Dr. Alexander Meyer ist je eine Stelle in vier Ausschüssen, Deputationen und Kuras torien frei geworden. Durch Akklamation wird in den Wahlprüfungsausschuß Stadtv. Sa ch& II, in die GesundheitspflegeDeputation Stadtv. Sa ch 3 I gewählt. Für die Ersatzwahl zur Schuldeputation haben sich Streitling und Singer gemeldet; außerdem wird Stadtv. Borstell vorgeschlagen. Die Wahl ließe sich über den Antrag auf Ausschußberathung sprechen; dem Stadtv. Singer: Wenn uns blos eine Stizze vorläge, fällt auf den Stadt. Kreitling, der 49 Stimmen erhält, ist aber nicht so, der Magistrat verlangt unsere Zustimmung zur Stadtv. Borstell erhält 22, Stadtv. Singer 11 Stimmen, Anlegung eines Arkadenganges und behält das Projekt und die 2 Stimmen zersplittern, 2 Bettei sind unbeschrieben. Die Stadtvv. Rosenow u. Gen. haben den Antrag ge- ich vollauf die Anschauung des ersten Redners. Mit den sog. Kosten späterer Beschlußfassung vor. In dieser Beziehung theile stellt, die Versammlung wolle den Magistrat um Auskunft er- prinzipiellen" Zustimmungen haben wir recht bittere Erfahrungen suchen, ob es wahr ist, daß der Fahrdamm der Schlesischen gemacht; ich brauche wohl blos an das famose Projekt der VerStraße vor dem Heckmann'schen Grundstücke, also unmittelbar breiterung der Königstraße zu erinnern, das zuerst mit 1-2 Millionen vor der neu erbauten Schlesischen Brücke, bei der jetzigen zu machen sein sollte, während heute die erforderlichen Millionen Regulirung der Bürgersteige schmäler hergestellt wird, als er sich wohl kaum an den Fingern einer Hand herzählen lassen bisher gewesen ist, ob der Magistrat wegen Abtretung des zur dürften. Diese und andere Vorlagen müssen uns veranlassen, zu Straßenregulirung erforderlichen Terrains vor den Grundstücken verlangen, daß wir bei derartigen kostspieligen Anlagen stets die Schlesischeſtr. 26-34 mit den Besitzern der Cuvry'schen Erven, vollen Konsequenzen von Anfang an übersehen können. Aber Heckmann und Kahlbaum in Verhandlung getreten ist, und wo auch materiell bin ich ein Gegner der Vorlage. Wir haben den" her es kommt, daß diese wegen der Gewerbe- Ausstellung von Mühlendamm abgerissen; wollen wir ihn an anderer Stelle 1896 so überaus bringliche Angelegenheit noch nicht zum Ab- wieder herstellen?( Bustimmung und Oho!) Ich bringe allen Der Antragsteller weist darauf hin, daß die neue, auch solche sein, sie müssen Luft und Licht bringen, nicht rauben, Verkehrsanlagen das wärmste Interesse entgegen, aber es müssen 25 Meter breite Schlesische Brücke durch das Heckmann'sche Grund- sie müssen den Verkehr fördern, nicht ihn stören. Wie solche ſtück in einer Strecke von 4 Metern völlig verdeckt wird, sodaß Durchgänge für Fußgänger sich manchmal präsentiren, können die städtischerseits im Hinblick auf die Ausstellung mit erheblichen Sie an dem abschreckenden Beispiel des Köllnischen Rathhauses Geldopfern beschlossenen Kommunikations- Verbesserungen an dieser studiren. Lehnen Sie daher die Vorlage ohne weiteres ab. Stelle anscheinend nicht durchgeführt werden können. Trete der Stadtv. Wohlgemuth ist ebenfalls ein Gegner des Berliner Familien, ernsthaft heran, so würden diese wohl soviel der Baufluchtlinie der Wallstraße zu thun, und diese Frage lasse Magistrat an die genannten Befizer, alte, angesehene, reiche Arkadenbaues. Man habe es aber auch mit einer Veränderung Bürgerfinn zeigen, dem Verlangen des Südostens und der ge- sich sehr wohl im Ausschusse berathen. Auf den Fußgängerweg sammten Bürgerschaft nachzukommen. an sich könne man wohl eingehen. Stadtbaurath Hobrecht verneint die erste Frage, der Stadtbaurath Hobrecht: Der Zustand, wie er jetzt an Fahrdamm ſei wie bisher durchweg 12 Meter breit gehalten. Der Gertraudtenbrücke und der Wallstraße sich darbietet, ist unter Dagegen sei ihm von der Absicht einer Expropriation der Vor- allen Umständen unhaltbar. Gegen den Antrag auf Ausschußgärten auf der Nord feite nichts bekannt; es sei mit den ge- berathung kann doch nur stimmen, wer wie Herr Singer die Aunannten Besitzern nicht in Verhandlung getreten und es be- lage materiell verwirft. Von einer Wiederbelebung des Mühlenstehe auch keine dahingehende Absicht. Würde man hier Terrain dammes kann keine Rede sein; wer die Hamburger Alsterartaden zur Straßenverbreiterung ankaufen wollen, so möchte ein Kosten- gesehen hat, wird diese Meinung auch nicht hegen. Mit den aufwand von mehreren 100 000 m. herauskommen( hört, hört!), wenn man die Forderung zu grunde lege, die für die Abtretung einer kleinen Ecke dicht an der Brücke von Heckmann gefordert worden sei. von feiner Heldensöhne ehrt. Anläßlich des diesjährigen Sedan. Wie das ,, daukbare Vaterland" die Hinterbliebenen rummels haben sich die sogenannten" Patrioten" im gesammten Deutschland förmlich darin überboten, in schwulstigen Phrasen diejenigen ihres Dankes zu versichern, welche 1870/71 deur Vaterlande" Gut und Blut opfern mußten. Wie es aber in Wirklichkeit mit dieser Dankbarkeit den armen Opfern jenes Krieges oder deren Hinterbliebenen gegenüber bestellt ist, dafür geben nachstehende Zeilen ein klassisches Beispiel. lassen mußten, um dem Rufe zu den Waffen zu folgen, gehörte geben nachstehende Zeilen ein klassisches Beispiel. Zu den Familienvätern, welche 1870 Weib und Kind vers auch der Schuhmachermeister Friedrich S., welcher einige Jahre Industriestadt übergesiedelt vor Ausbruch des Krieges von Preußen nach einer sächsischen war, als preußischer Gardes Landwehrmann aber nach Berlin eingezogen wurde. In blühender in seinem Leben noch keine Stunde frant gewesen war, aus der Gesundheit war S. in den Feldzug gegangen; unverlegt zwar, aber frank und siech fehrte der vorher fraftstrogende Mann, dem Kriege heim. Nun galt es, sich eine neue Existenz zu schaffen, da der Krieg die frühere ja vernichtet hatte, und da ihm dies in seiner neuen Heimath nicht gelingen wollte, ging S. nach Berlin, wohin die Familie später nachfolgen follte. Aber schon nach furzer Zeit machten sich die Strapazen des Feldzugs geltend, S. erkrankte schwer und starb in der Charitee. Ihres Ernährers beraubt, gerieth die in Sachsen hinterbliebene Wittwe mit ihren zwei kleinen Kindern bald in bitterste Noth. Ihre Versuche, eine langweiligen geraden Straßenfaçaden ist die architektonische Auf- Feldzugstheilnehmern bereitgestellten Mitteln zu erhalten, waren Unterstützung aus den für die Hinterbliebenen gabe für Berlin nicht gelöst. Es giebt freilich einen guten und vergeblich und erst nach vielen Gesuchen und Verhandlungen einen schlechten Geschmack, wir halten den unsrigen noch lange wurde der unglücklichen Frau aus irgend einem sächsischen Staatsnicht für den schlechtesten. Wittwe mit ihren Kindern nach einem Dorfe O. in der Kreisfonds eine laufende Unterstützung gewährt, welche die Familie wenigstens vor dem Hungertode bewahrte. Inzwischen war die hauptmannschaft Leipzig verzogen, woselbst sie Verwandte besaß, Der Stadtrath Dr. Krause hat aus Gesundheitsrücksichten konnte, da die Verwandten mit sich selbst zu thun hatten. So war von denen sie Hilfe erhoffte, die ihr jedoch nicht gewährt werden sein Amt niedergelegt. Bekanntlich hat der Magistrat in Sachen des Wahlrechtsarbeiten sich und ihre Kinder zu ernähren. Es waren qualvolle Jahre die schwächliche, fast immer kränkliche Frau gezwungen, mit Nähderjenigen Berliner Bürger, welche Krankenhausschulden voll harter Entbehrungen, Kummer und Noth, welche die be= Stadtbaurath Hobrecht bleibt bei seiner Ansicht stehen, an die Stadt haben, unter Ignorirung des auf eventuelle Er dauernswerthe Wittwe in der Folge verlebte, bis die Kinder während Stadtv. Rosenow sich für seine gegentheilige Be- örterung der Frage in gemischter Deputation gerichteten Wunsches einigermaßen im stande waren, selbst etwas zu verdienen. Mit hauptung ebenso wie der Stadtbaurath auf den Wortlaut der der Versammlung das Verwaltungsstreit- Verfahren gegen den früheren Verhandlungen und auf die Akten beruft, zugleich aber Versammlungsbeschluß( welcher den Betreffenden das Wahlrecht Eintritt dieses Zeitpunktes wurde der armen Frau aber auch die auch seinem Erstaunen Ausdruck giebt, daß von den Besitzern beließ) anhängig gemacht. Zur Beantwortung der auf Auf- Unterstützung bis auf einen winzigen Betrag gekürzt. der Versuch einer so exorbitanten Forderung( von 120 M. pro hebung dieses Beschlusses gerichteten Klage des Magistrats be- Berlin über, wo er eine Stellung fand, die ihn in den Stand Unterstützung bis auf einen winzigen Betrag gekürzt. Der älteste Sohn siedelte Mitte der achtziger Jahre nach Quadratmeter) gemacht worden ist, und es für unmöglich erklärt, stellt die Versammlung auf Vorschlag des Vorstehers den Justiz setzte, seine alte Mutter, deren schwächliche Gesundheit durch den daß der Magistrat einen Zustand verewigen will, daß eine schöne rath Meyer als ihren Vertreter. neue städtische Brücke zum theil durch einen in schiefem Winkel Schluß 71/4 Uhr. jahrelangen, schweren Kampf ums Dasein gänzlich zerrüttet war, vorspringenden Zaun verdeckt wird. wenigstens vor Noth zu schüßen. Vor zwei Jahren wollte der Sohn feine alte Mutter gänzlich zu sich hernehmen, um ihr den Lebensabend wenigstens zu einem sorgenfreien zu gestalten. Es tam jedoch anders; mitten in den Vorbereitungen zur Reise nach Den liberalen Stadtverordneten, die sich anläßlich der Berlin wurde die alte Frau von einem Herzschlage getroffen und Beschinipfung durch die Kameel- Inschrift wieder einmal so tapfer statt ihrer traf die Nachricht von ihrem Tode bei dem tiefgezeigt haben, widmet das Deutsche Adelsblatt" die folgenden erschütterten Sohne ein. Letterer eilte sofort nach D. und Schmeicheleien: bereitete der theueren Todten auf seine Kosten ein einfaches, aber Ist es nicht geradezu erbärmlich, wenn Leute, die mit würdiges Begräbniß. Wie erstaunte er aber, als er, im BeMännerftolz vor Königsthronen" prunken, die Opposition einer griffe, die wenigen Habseligkeiten der Verstorbenen als theures Ein Laube Denkmal ist am 18. September in Sprottau, Idee. Andererseits hat man vielfach die Empfindung einer Geburtsstadt des Dichters, enthüllt worden. Improvisation, einer im unaushaltsamen Sturme der augenblick lichen Begeisterung zu Papier gebrachten Gefühlseruption. Die Berse lauten: Stadtv. Lüben befürwortet nach dieser Auskunft nur noch bringender die Annahme des Antrages. Die Versammlung habe s. 3. beschlossen, die Schlesischestraße zu verbreitern und eine bezügliche Vorlage vom Magistrat erbeten; damit fei natürlich Nord- und Südseite der Straße gemeint gewesen. Jetzt stehe man vor dem Faktum, daß von einer Verbreiterung der Schlesischenstraße an den betreffenden Stellen überhaupt nicht die Rede sei. Der Antrag Rosenow wird darauf nahezu einstimmig an genommen. Die Vorlage betr. die Anlage eines überbauten Fußweges ( Arkadengang) längs des linken Ufers des SpreeschleusenKanals von der Wallstraße bis zur Gertraudten brücke wollen die Stadtvv. Kyllmann und Wohlgemuth durch einen Ausschuß vorberathen wissen. Stadtv. Sa ch 3 II befürwortet die unbedingte Ablehnung der Vorlage, weil noch feine finanziellen Unterlagen gegeben Kunst und Wissenschaft. Residenz Theater. Eine harmlose Schnurre, aus Reminiszenzen an Pariser Schwänke und deutsche Kleinstädtereien, wie sie so gerne in unserer Bossenliteratur wiederkehren, gewoben; und eine aufdringliche Kopie der scharf gepfefferten Pariser Komödien, die zugleich zynische Sittenschilderungen sind, das sind die beiden Novitäten, die am Mittwoch im Residen 3 Theater aufgeführt wurden und von deutschen Autoren herrühren. Eine Ausnahme übrigens im Residenztheater. " Bergemann für die Anträge Sylmann- Wohlgemuth plaidirt Nachdem noch die Stadtvv. Scheiding, Mentel und haben, wird die Vorlage einem Ausschuß von 15 Mitgliedern überwiesen. der Lokales. " Richard Wagner als Sänger der Revolution. Die bürgerliche Welt fennt Richard Wagner nur als den Schöpfer der herrlichen Musikdramen und nebenher als den Mann, der durch die Gnade eines königlichen Freundes erst das geworden, was er der Welt ist. Ueber Wagner's Wirken in der deutschen Revolution von 1848-49, an der er gleich den meisten bedeutenden Männern von Ehre und Gewissen tapfer theilnahm, und über die langen Jahre des Elends, die er im politischen Eril Die zynische Betrachtung der Berliner Frau und der Berliner erduldete, huscht die ästhetische Moral scheu hinweg; die ErCheverhältnisse, die Komödie„ Aber die Ehe" ist von einem innerung an diese Zeit wird dem Proletariat überlassen, dem jungen Mann Paul Linsemann geschrieben, der an der Wagner ja wesentlich durch Bebel bekannt geworden ist. Das hochBörsen- Zeitung" thätig ist, einem Blatt, das alltäglich wider interessante Werk des Schriftstellers Wagner Die Kunst fränkische Sittenlosigkeit und für deutsche Tugend eifert. Wenn und die Revolution" findet in dem Buche Die Frau und der nun derlei am grünen Holze geschieht, und wenn der fromme Sozialismus" bekanntlich eine eingehende Würdigung. In diesen Deutsche im brennenden Eifer gallische Zynismen noch über- Tagen ist Wagner auch als Revolutions Dichter entdeckt trumpit und den Typus der Berliner Bürgergattin, wie den worden und z າ war von Dr. Wilhelm Kienzl, der in einer Dirne faßt, ist das nicht schaudervoll, höchst schandervoll? der Neuen Deutschen Rundschau"( Verlag von S. Fischer, Die zweite Novität ist eine Posse: Der Rabenvater"; fie Berlin) ein bisher unbekanntes Gedicht Wagner's ist mit unleugbarem Theatergeschick von zwei Berliner aus dem Jahre 1849 veröffentlicht. Es trägt den Titel„ Die Schauspielern, den Herren Fischer und Jarno, zurecht- Revolution". Um die Echtheit der Dichtung zu beweisen, gezimmert. Der lockere Beisig in dem Stück ist nur führt Dr. Kienzl folgendes an: " " " ein armseliger Philister in Bernau etwa oder in Ebers- Als Richard Wagner am 7. Mai 1849 aus Dresden fliehen walde. Er seufzt arg unter dem Pantoffel und um zu mußte, übergab er dem ihm befreundeten Kammerdiener N. N. Zeiten einmal in Berlin einen lustigen Tag zu verleben, hat er einen Koffer, in welchem verschiedene dem Meister am Herzen mit List von seiner strengen Gattin sich ein Taschengeld erobert. liegende Schriftstücke, theils von seiner, theils von anderer Hand Er hat ihr vorgelogen, er müsse für ein Kind sorgen, das die geschrieben, enthalten waren. Unter diesen befand sich auch Frucht eines Verhältnisses sei, das er vor seiner Ehe eingegangen das folgende Gedicht, und zwar in Wagner's eigener Handwäre. Es war eine bittere Pille für die eifersüchtige Frau, aber schrift. Es ist nicht anzunehmen, daß Wagner ein fremdes sie mußte schließlich mit dem Monatsgeld herausrücken, das ihr Gedicht, welchem an und für sich feine überragende Bedeutung Mann regelmäßg in Berlin verjubelte. Eines Tags aber die zugeschrieben werden kann, abgeschrieben habe. In der Eheleute feierten ihre silberne Hochzeit bekam es die Frau Form ist das Gedicht durchaus nicht musterhaft. Es springt von mit der Sentimentalität und sie wünschte das uneheliche Kind einem Versmaße ins andere, fügt fünffüßige an vierfüßige ihres Gatten in die Familie aufzunehmen. Wie sich nun der Trochäen, Jamben an Daktylen, bringt männliche und weibliche Mann aus der Klemme ziehen wollte, wie er von Verlegenheit Endungen in buntem Wechsel, ja enthält sogar einige völlig unzu Verlegenheit stürzt, das ist der Inhalt der Posse, in der Herr flare Stellen. Die Unruhe der Bersebehandlung, die Kumulation Alexander in seiner nervös- zappligen Komit die Hauptrolle von überschwenglichen Attributen, die fühnen Bilder, alles dies spielte, den Rabenvater mit dem fingirten Kind. entspricht gar wohl dem tumultuösen Charakter der besungenen Schenen Blickes durch die Gassen Schleicht das Volt, und ohne Gruß Geht der Nachbar an dem Nachbar, Geht der Freund am Freund vorbei, Einen Blick verstohl'nen Grimmes Rasch hinauf geschickt zum Thurm, Wo die Männer eingeferfert, Die ein glühend Wort gesprochen, Und dafür verdammt, zu seh'n Erd' und Himmel eingegittert, Nicht hinein mehr in die gold'ne, Gold'ne Gotteswelt zu strecken Ihre Hand, zu fassen nur Eine schweißestalte Mauer. " " Giebt's denn Recht? Es spricht so laut die Stimme Mir im Innern und ich horche, horche " Nach dem Echo. " Giebt es einen Gott? Die Sterne zogen " Gestern noch gen West ich frage, frage! Keine Antwort! " Keine Antwort? Dann erlahme Stimme! " Brich, du stolzer Nacken, nicht mehr aufwärts Trag' die Stirne! Hoffen, Wünschen, Streben " ' s ist doch alles, alles nur die Mutter " Trüber Zweifel, Dunstgewölt des Wahnes." Weg ist der Trug! Es verstummen die Leugner, Welche die Menschen scheu von den Menschen Arges erdichtend Fremde(?) vertrieben: Weinend am Halse, Auge in Auge Findet der Bruder wieder den Bruder. Lächelnd zur Erde schauen die Götter; Alte Erzeuger glücklicher Menschen Kehren zurück fie, die Hütte zu theilen Friedlich vereinter lieblicher Kinder. würden." " In der Fabrik des Herrn Karl Otto, Gitschinerstr. 64, Bermächtniß mit nach Berlin zu nehmen, die Mittheilung erhielt, des arbeitenden Volkes nichts wissen wollen. Aus den Kreisen Die Frage des Umbaues der Berliner Charitee ist, daß der Gemeindevorsteher den Nachlaß für dieser„ nothleidenden gebildeten Frauen" rekrutirt sich denn auch wie jetzt offizios mitgetheilt wird, soweit abgeschlossen, daß dem den sächsischen Staat mit Beschlag belegt habe, der Stamm jener verschämten Armen", die alle möglichen Landtage in der nächsten Tagung darüber eine Vorlage zugehen weil die Verstorbene aus einem Landesfonds Vereine anschnorren und von dem Ertrag ihrer Bettelbrief- wird. Bei den in Aussicht genommenen Neubauten handelt es Unterstützung bezogen habe! Da aber der junge schreiberei manchmal sogar ganz behaglich leben. Mann sich um keinen Preis die einzigen Andenken an seine sich, wie dargelegt wird, einmal um zeitgemäße Einrichtungen Eltern nehmen lassen wollte, reichte er bei der Regierung ein Sedan in der Justiz. Den noch nicht fest angestellten für die Krankenpflege, aber auch nicht minder um eine ausGesuch um Freigabe des Nachlasses ein, wobei er u. a. auch Ranzleibeamten 2c. im Gerichtsdienst ist es mit dem Sedantage Dem Institute gestellt sind. Es dürfe nach den Plänen als sicher angedehnte Berücksichtigung der wissenschaftlichen Aufgaben, welche ähnlich ergangen, wie vielen Arbeitern: Sie mußten am„ natioangab, daß sein Vater ein Opfer des Feldzugs gegen Frankreich nalen Festtage" zwar feiern, doch ein Lohn für den heiligen Tag gefehen werden, daß nach Durchführung der Bauten die Charitee für geworden und alles Glend, welches die Hinterbliebenen zu erit ihnen nicht zu theil geworden. Der Ausfall trifft diese Kategorie medizinische Kreise eine der Reichshauptstadt würdige Bildungsanstalt Sulden gehabt, diesem Umstande zuzuschreiben fei. Und wie der im Justizdienst Angestellten um so unangenehmer, als sein werde. Die Baukosten sind auf 10-12 Millionen ver lautete die Antwort des sächsischen Ministeriums des Innern? Sehr einfach:„ Es tönne na ch ihnen von den vier Verfügungen, von denen sie im ganzen in anschlagt. Jedoch wird jede Inanspruchnahme der Staatsfinanzen Lage der Sache keinen ausreichenden Grung Sachen des Sedantages Kenntniß zu nehmen hatten, eine im zur Deckung der Kosten vermieden werden können, weil die Abfinden, dem Gesuche um Herausgabe der be- Gedächtniß ist, in der nach ihrer Auffassung mitgetheilt stand, daß sicht besteht, die Erträge aus dem Verkaufe von Gelände des schlagnahmten Sachen stattzugeben, doch den Kombattanten großmüthig der ganze Sedantag und den Nicht- jezigen Botanischen Gartens dazu zu benutzen. Der Botanische wolle es geschehen lassen, daß dem Gesuch tombattanten wenigstens der halbe Tag entschädigt werden sollte. Garten soll bekanntlich nach der Domäne Dahlem verlegt werden, steller die Nachlaßgegenstände im ganzen oder Dieser Tage aber mußten diejenigen Nichtkombattanten, denen wo für die Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben weit aus. ist, zu ihrer Betrübniß aus auch im einzelnen zum Tagwerthe überlassen einer neuen Verfügung wahrnehmen, daß ihre bisherige Auf- Berlin. Die Verhandlungen mit der Stadt Berlin über diese Die hierauf von dem Gemeindevorstand in D. eingeforderte fassung irrig war; für den Sedantag foll ihnen auch nicht ein Seite der Angelegenheit schweben noch. Taye war jedoch so hoch, daß S. den gesammten stellen, daß die betroffenen Angestellten nicht gerade mit be in der durchlochte Bleche hergestellt werden, ist am Donnerstag Nachlaß nicht erwerben fonnte, sondern sich auf den fonders freundlichem Empfinden an den heiligen Sedantag dieses morgen 11 Uhr ein junger Arbeitsbursche von 15 Jahren bas Ankauf eines Theiles desselben beschränken mußte. So fosteten 3. B. eine alte Nähmaschine 25 M., ein alter Tisch 4,50 m., Jahres zurückdenken. Opfer eines furchtbaren Betriebsunfalls geworden. Er gerieth ein Deckbett 6,50 M., ein altes Kleiderspind 12 M. 2c. Der Gemeindevorstand wollte eben alles zu Geld machen, selbst Jordan. Aus den Kreisen der in den Geschäftsräumlichkeiten wurden ihm bis zum Handgelenk abgequetscht. Man brachte Von der Sedanfeier im Haufe der Firma Heinrich bei der Arbeit mit den Händen ins Walzwerk, beide Hände einige Flickflecke, die 30 Pf., und eine alte Familienbibel, die dieser Firma arbeitenden Plätterinnen 2c. geht uns die folgende den Verunglückten nach der Unfallstation I in der 40 Bf. foften sollten. Die letteren Sachen, sowie vieles andere Mittheilung zu:" Die Berichtigung, welche Herr Holſte in Menschenleben bestenfalls Wilhelmstraße. Der furchtbare Vorfall, der ein blühendes werthlose Zeug überließ S. dem fächsischen Staate. Manches Nr. 216 des Vorwärts" abdrucken ließ, bedarf einer Ergänzung. macht hat, wird zum wesentlichen dem Umstande zugeschrieben, für immer zum Krüppel ge andere mußte er demselben überlassen, weil er nicht die Mittel Serr Holfte hat bekanntlich erklärt, daß nicht die Firma daß an der Maschine fast alle Schuhvorrichtungen gefehlt haben. zum Ankauf besaß. Heinrich Jordan, sondern er selber, als Zwischenunternehmer Jedenfalls zeigt aber dieses Beispiel, wie man in Sachsen die der Dampfwäscherei die Schuld daran trage, daß den Plätte- Ferner wird es für einen unverantwortlichen Leichtsinn gehalten, Hinterbliebenen derjenigen zu behandeln pflegt, die ihr Leben rinnen 2c. der schuldige Lohn für den Gedantag nicht ausbezahlt junge Leute überhaupt bei einer derart gefährlichen Arbeit zu dem Vaterlande opfern mußten; und wir glauben nicht, daß der worden sei. Herr Holste erklärte ferner, daß die Blätterinnen mit beschäftigen. Es sei zum Schluß noch bemerkt, daß in der Fabrik beschäftigen. G3 sei zum Schluß noch bemerkt, daß in der Fabrik Fall einzig dastehen wird. Daß aber die hier geschilderten Bor- dieser Kundgebung feines Patriotismus einverstanden gewesen des Herrn Otto, in der etwa 12 Arbeiter thätig sind, die Arbeitsgänge nicht nur den schwergeprüften Sohn des Veteranen, wären. Ueber die Ursachen dieser Großmuth, die arme Arbeite- seit auch für die jugendlichen Arbeiter neuerdings oft von sondern auch viele andere, welche bisher davon Kenntniß er- rinnen an ihrem wohlhabenden Prinzipal übten, zerbricht sich nur morgens 6 Uhr bis abends 10 Uhr gedauert haben soll. Eine bielten. zu eifrigen und treuen Sozialdemokraten machten, wissen der den Kopf, der die Wertheilung des Machtverhältnisses zwischen Revision der Fabrik seitens der Gewerbepolizei erscheint dringend wir aus eigener Erfahrung. Unternehmer und Arbeiter im Großbetriebe nicht kennt. Doch sei erforderlich. Das Seim für nothleidende gebildete Frauen", für Herrn Holste über die Frage, wie die Sedanfeier eingeleitet wurde, Der Anarchist Wiesenthal soll der Meldung bürgerlicher deffen Begründung seit längerer Zeit ein„ christlich" gesinntes das folgende zur Auffrischung seines Gedächtnisses in Erinnerung Blätter zufolge am Sonntag verhaftet worden sein. Angeblich Komitee agitirt, soll nun wirklich zu stande kommen und schon gebracht: Herr Holste hat acht Tage vor dem Sedanfest angekündigt, haben Aeußerungen, die Wiesenthal in einer Versammlung gethan, am 1. Oktober eröffnet werden. In einer vor einigen Tagen daß am 2. September nicht gearbeitet werden solle. Auf die zur Verhaftung geführt. vom Komitee abgehaltenen Versammlung, die sich mit der AnFrage nach dem Grunde dieser Anordnung antwortete Herr gelegenheit beschäftigte, wurde, wie wir aus dem Bericht eines Holste den Arbeiterinnen, daß das Geschäft unten geschlossen ein Arbeiter Lange, der auf einem Neubau im Stadttheil Eine traurige Kunde erhielt am letzten Mittwoch Mittag bürgerlichen Blattes ersehen, wieder auf die Noth hingewiesen, werde; daher könne man auch oben nicht thätig sein. Moabit arbeitete. Derselbe lebte mit seiner Frau in glücklichster in der sich alternde Lehrerinnen, Gesellschafterinnen u. s. w. Zum Schluß sei noch auf folgende Vergeßlichkeit aufmerksam Ghe und täglich trug die Gattin das Mittagessen auf die Arbeitsbefinden. Es wurde zum so und so vielten Male darüber gemacht, die Herrn Holfte in seiner Berichtigung unterlaufen ist: stätte ihres Mannes, um mit demselben während der Pause zu gejammert, daß auch diesen Damen für Handarbeiten, mit 16 Blätterinnen, welche im Lohn arbeiten, sowie 9 Waschfrauen, plaudern. An dem gedachten Tage wartete 2. vergeblich auf das Es haben nicht nur die 25 Affordplätterinnen, sondern auch denen sie ihr Leben fristen wollen, die erbärmlichsten Preise gezahlt werden, 15 Pf. für 1 Meter Perlenborte welche 2 M. täglich erhalten, den Sedantag nicht bezahlt be- Erscheinen seiner Frau, bis er wenige Stunden darauf die Nachvon 5 Zentimeter Breite, 55 Pf. für 1 Duhend Schürzen 2c. richt erhielt, daß die Aermste für ihn gestorben sei. Frau 2. Der Vericht sagt jedoch nicht, ob man wiederum vergessen hat, hatte sich mit der Zubereitung des Mittagsmahles etwas Berichtigung. In unserem Artikel vom 15. September verspätet, und suchte die verlorene Zeit durch eiliges auch darauf hinzuweisen, daß gerade die Frauen und Mädchen sagten wir, daß die Firma Heinrich Jordan ihre Wäsche Gehen nach dem Bau wieder einzuholen. Am Nordhafen wollte dieser Gesellschaftsschicht vielfach mit dazu beitragen, die Preise fabrikation im eigenen Haufe von Zwischenunternehmern be- die Frau vor einem in mäßiger Gangart sich bewegenden, mit für Näharbeiten erst herabzudrücken. So lange eine solche Dame treiben lasse. Diese Notiz ist, wie uns von der Firma Petroleumfäffern beladenen Fuhrwert den Fahrdamm übernoch jung ist und aus der Tasche des als Beamter in Staats- mitgetheilt wird, nicht zutreffend. Die Firma Jordan be- schreiten; sie fiel dabei zu Boden und wurde von den Rädern diensten stehenden Vaters leben darf, gilt Mäharbeit zum Erwerb treibt ihr Gesammtgeschäft, also auch ihre Wäschefabrikation, des Fuhrwerts so unglücklich über den Leib und den Hals ge= des Lebensunterhaltes als nicht schicklich, selbst in den Kreisen ausschließlich für eigene Rechnung und Gefahr und ohne jeden fahren, daß der Tod der Aermsten auf der Stelle eintrat. Den mittelmäßig bezahlter Beamten. Sie wird höchstens gestattet Zwischenunternehmer. Die in ihrem Geschäftshause befindliche Kutscher soll an dem Unfall keine Schuld treffen. als Mittel zur Erhöhung des Taschengeldes. Für Putz Dampfwäscherei hat die Firma einem Wäscher zum selbständigen Es ist eine der bekannten herrlichen Ergebnisse unserer Weltund Bergnügungen dürfen die jungen Damen arbeiten; Betrieb verpachtet und kann also für dessen Geschäftsgepflogen- ordnung, daß sehr oft der Arbeiter sein Effen im Kreise der für den nothwendigen Lebensunterhalt zu sorgen, zu sorgen, ist heiten nicht verantwortlich gemacht werden. für den Vater Pflicht und„ Ehrensache". Da kann man sich Familie bei Strafe der Arbeitslosigkeit nicht verzehren darf. In denn freilich billiger anbieten, und man muß es ja auch, wenn ist die staatserhaltende Presse mit Eifer dabei. Zu dem Aus- oder dem Kinde an die Arbeitsstätte gebracht werden. So fördert Wenn es gilt, andständigen Arbeitern eius auzuhängen, tollster Hah muß ihm das färgliche Mittagsmahl von der Frau man bei der großen Zahl von Frauen und Mädchen, die für stande der Bauarbeiter bei den Kasernenbauten in der Hafenhaide Geschäfte arbeiten" wollen, berücksichtigt werden will. Zahlreiche der Kapitalismus das Familienleben. Arbeiterinnen, die von der Näharbeit leben müssen, werden worden, daß bei einem Zusammenstoße zwischen der Polizei und Adalbertstr. 21 bei Roll seine Uebungsstunden abhält, theilt uns war u. a. von der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" berichtet Der Männer Gesangverein Waldesgrün, der in der durch solche billiger arbeitenden Damen in ihrem Verdienst be- den Streifenden mit Steinen nach den Beamten geworfen und mit, daß er mit dem Verein gleichen Namens, der in Moabit in einträchtigt oder ganz verdrängt. Aber die noblen Damen fümmert das wenig. Sie freuen sich, daß sie sich von dem dabei ein Knabe Karl Borcherdt aus der Arndtstraße schwer einem boykottirten Lokal ein Vergnügen arrangirt hat, nicht Berdienst mehr puzen und amüsiren können, und schimpfen nebenbei getroffen worden sei. Die polizeilichen Untersuchungen haben identisch ist. auf die nie zufriedenen Arbeiterinnen, die sogar besser bezahlt werden ergeben, daß überhaupt nicht mit Steinen geworfen ist und daß Heberfahren wurde am Mittwoch die 78 jährige Wittwe wollen als Beamtentöchter. Doch hinterher, wenn die jungen Damen je zehn Schuhleute vom 47. und 85. Revier, haben zwar die war auf dem Pferdebahn- Wagen Nr. 821 vom Lüzowplaze nach der angeblich verletzte Knabe garnicht existirt. Die Polizeibeamten, Henriette Schultz aus der Wienerstr. 9. Die alte Frau alt werden und nun, ledig geblieben oder verwittwet, die Arbeit Streifenden vom Platze zurückgedrängt, zu einem schärferen dem Schlesischen Thor zu gefahren. Auf dem Laufizer Plate mit der Nadel auch einmal als Broterwerb betreiben sollen, Widerstande und einem schärferen Einschreiten ist es jedoch nicht sprang sie dicht vor der Haltestelle von der hinteren Plattform dann ernten sie die traurigen Früchte dieser Unterbietungen. Mitleid verdienen höchstens die, welche Jahrzehnte lang die gekommen. Gestern Vormittag sind die" vorsichtshalber" hinaus ab und kam zu Falle. Dabei brach sie sich das Schlüffelbein Misere der Thätigkeit im Erziehungswesen und in der Haus- geschickten Beamten schon um 9 Uhr wieder eingezogen worden. und zog sich auch an der rechten Schulter so erhebliche Verwirthschaft durchkostet haben und, nachdem sie alt geworden und Die Schulden des Freiherrlich v. Hammerstein'schen legungen zu, daß sie in das Krankenhaus Bethanien gebracht durch jüngere Kräfte verdrängt worden sind, zu jenen wenig Grundstücks betreffend, weiß die Bolts Zeitung" folgendes zu werden mußte. einträglichen Handarbeiten ihre Zuflucht nehmen müssen. Sie melden: Das im Wege der Zwangsvollstreckung am 23. Sep- Unglückliche Liebe gab als Motiv ihres Selbstmordverdienen Mitleid trotz des verblendeten Dünkels, mit dem die tember d. J. beim Amtsgericht I Berlin zur Versteigerung versuches ein junges Mädchen an, die sich am Mittwoch Mittag allermeisten von ihnen selbst in der größten Noth die Zu gelangende Grundstück Zimmerfir. 92/93, ist hypothetarisch be- von der Jannowißbrücke in die Spree stürzte. Man warf der muthung zurückweisen, sich zu den ausgebeuteten Proletarierinnen lastet wie folgt: 580 000 M. Bank in Braunschweig, 11 600 M. Selbstmörderin einen Rettungsball zu, an welchem sie sich auch zu rechnen. Aber mit den ehemaligen Lehrerinnen u. s. w. ist Rautions hypothek für dieselbe, 100 000 m. für Frau Marie Ester festhielt; als aber mehrere Männer in einem Boot sich ihr Der Kreis der nothleidenden gebildeten Frauen" feineswegs Gräfin Walderfee, geb. Lee, in Altona, 40 000 M. für Frau näherten, stieß das Mädchen den Rettungsball bei Seite und erschöpft. Wie viele sind darunter, die nie einen Beruf Pauline Heinicke und deren Kinder. Die legtgenannte ist die entzog sich den mehrfachen Versuchen der Retter, sie aus dem ausgeübt, niemals ernsthaft gearbeitet oder überhaupt ernsthaft Wittwe des ehemaligen Druckers der Kreuz- Zeitung", Heinicke. Wasser zu ziehen, durch Untertauchen in die Fluthen. Erst als arbeiten gelernt haben! Nach dem Tode des Vaters oder Das Grundstück ist mit 23 000 M. Nuzungswerth zur Gebäude- das Mädchen total erschöpft war, gelang es, sie in den Kahn Mannes, der sie ftandesgemäß" ernähren mußte, gerathen auch steuer veranlagt. Jm Vorverfahren, welches bereits im Dezember aufzunehmen und nach der Dampferstation zu schaffen, woselbst fie, wenn kein Vermögen da ist, in Hilflosigkeit. Ihnen würde vorigen Jahres anhängig war, betrug der amtliche Nußungs- sie sich schnell wieder erholte. Auf der Polizeiwache gab die es auch nichts nüßen, wenn die Näharbeit besser bezahlt würde; werth nur 18 900 M. Man sieht, Herr v. Hammerstein hat es Lebensmüde, in welcher die 23 jährige Arbeiterin Clara M., in fie tönnen eben gar nicht arbeiten. Für sie bleibt wirklich blos verstanden, denselben um 4100 M. zu erhöhen, ohne bauliche der Großen Frankfurterstraße wohnhaft. refognoszirt wurde, als die Wohlthätigkeit" übrig, von der die Mädchen und Frauen Veränderungen auf dem Grundstück vorzunehmen. Voraussichtlich Motiv zur That unglückliche Liebe an, da sie von ihrem Bräutigam wird Frau Heinicke das Grundstück erstehen müssen, wenn sie ihr betrogen und verlassen worden sei. Geld retten will. Jubelnde Grüße ihnen entgegen Schallen aus wehrhafter Männer und Streiter Tönenden Chören. Lieblich dazwischen, schüchtern nur wagend, Schmiegen sich hellere, weichere Stimmen. S Wie von den Thälern, Wänden und Schluchtenbe Mächtig erwidert Schlagen des Wetters, Blasen der Winde, Stöhnen der zähen Ringenden Tanne weit in das Flache Tönet, wie wilde Griffe der Orgel, Also empfänglich ist auch die Welle Heimlichen Sees, die mit den Kiefeln, Die mit den Rohren schwesterlich flüstert. Alle sie dienen großem Empfinden Jener geheimen, wirkenden Kräfte, Deren melodisches, tlagendes Sehnen Zwischen den Saiten goldener Harfen Bitternd hervorschlüpft. D'rum, was auch immer Männer erfasse, Thaten erheischen, Leiden bereitend, Alles es findet, auch in der Kinder, Auch in der Jungfrau prophetischen Stimmen Seinen melodischen lieblichen Ausdruck. Doch hemm't die Lust! Ich seh' ein ernst Gepränge. Es sind die Brüder, die mit uns gefochten. Die Brüder, die an uns'rer Seite fielen, Die Brüder, deren Blut als schweres Siegel Dem Bergamen( t) der Freiheit aufgedrückt, Ostört sie nicht! Sie träumen kommendes. Dämpft Eure Klagen, mäßigt Euren Jubel! Laßt sie, begleitet von den Freiheitstönen, Jus Reich der Geister sanft hinüberschweben: So nehmen sie das seligste Erinnern Von irdischem Bestreben mit hinüber. Und nun, ihr freien Bürger, senkt die Fahnen, Schwört bei den frischen Hügeln, hebt die Rechte: Zu dulden nicht mehr Herren oder Knechte, Als Menschen jeden Menschen gleich zu achten, Als Bruder jeden Menschen zu betrachten. tommen. Ueber den Konkurs, welcher über die Ausstellung Italien in Berlin" eröffnet worden ist, geht uns folgende Mittheilung zu: Witterungsübersicht Swinemünde Hamburg Wiesbaden München Haparanda. vom 19. September 1895. Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung ៩៩៩E| reduzirt auf Windstärke ~ NN|||| w( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 50.4° R.) 757 WSW Dunft 15 760 Q wolfig 14 760 M 765 Still 767 • SW 765 Still 749 Still heiter 11 wolkenlos wolfenlos 14 Nebel wolfenlos 15 15 4 768 • NND 2 Aberdin Paris. 763 M 2 • . woltig halb bedeckt 13 14 766 ° MO 1 wolfenlos 9 Die Schuld an dem Zusammenbruch des riesigen Unter Stationen. nehmens ist lediglich darin zu suchen, daß die Herstellung des Fundus, d. h. des Aufbaues der italienischen Paläste eine außer ordentlich kostspielige war und die Höhe von ca. 600 000 m. erreichte. Bereits am Ende der vorigen verregneten Saison war ein erhebliches Defizit vorhanden, das etwa 200 000 m. betragen mochte. Die diesjährige sich etwas günstiger stellende Saison minderte den Verlust wesentlich herab, so daß die Gläubiger jett etwa noch fünfzigtausend Mark zu fordern haben mögen. Dies sind die Gesammtschulden der Aus- Wien stellung Italien, doch verlieren noch die Juhaber der Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht ihre gesammten Einlagen. Betersburg Freilich ist die riesige Ausstattung und der Fundus vorhanden, Cork für den, falls fich der Verkauf in günstiger Weise realisirt, ein Kapital herausgeschlagen werden dürfte, das völlig ausreicht, umi alle Forderungen zu decken. Wäre es möglich gewesen, mit dem Hauptgläubiger der Masse sich zu einigen- Derselbe hatte Wetter- Prognose für Freitag, den 20. September 1895. vor etwa 3 Wochen einen Theil der Gebäude gepfändet dann wäre es schon jetzt gelungen, die fleineren Gläubiger voll und Wetter mit etwas Regen und ziemlich frischen nordwestlichen Ein wenig fühleres, vielfach heiteres, zeitweise wolkiges ganz zu befriedigen. Die Künstler und Angestellten der Aus- Minden. Berliner Wetterbureau. stellung haben stets pünktlich ihre Gehälter empfangen, nur konnte die September- Rate nicht mehr ausgezahlt werden. Es ist jedoch gegründete Hoffnung vorhanden, daß auch diese Beträge bis auf den letzten Pfennig getilgt werden. Die traurige Lage der Künstler haben wir bekanntlich erst in diesen Tagen geschildert. Polizeibericht. Am 18. d. M. vormittags stürzte ein vierjähriges Mädchen aus einem Fenster der im fünften Stock in der Hagelsbergerstraße belegenen Wohnung seiner Eltern in den Garten hinab und erlitt so schwere Verlegungen, daß es bald darauf im Krankenhause starb. An der Ecke Asphaltpflaster. Einen wichtigen Beschluß hat die der Fennstraße und der Straße Am Nordhafen gerieth städtische Baudeputation gefaßt. Sie hat beschlossen, zunächst für eine Frau unter die Räder eines Arbeitswagens und die im Etatsjahre 1896/97 mit definitivem Pflaster zu versehenden wurde auf der Stelle getödtet. Bei der Freiarche Straßen überall Asphaltpflaster zu wählen und Steinpflaster nur sprang ein Mädchen in der Absicht, sich das Leben zu nehmen, da zu verwenden, wo genügende Gründe, etwa die Steigungs- in den Landwehrkanal, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden verhältnisse der Straße oder ein erheblicher Güterverkehr, eine genommen zu haben, aus dem Wasser gezogen. Einen solche Art des Pflasters geboten erscheinen lassen. Ferner soll für die Zukunft die Herstellung des Asphaltpflasters im Wege der öffentlichen Ausschreibung, mcht wie bisher, im Wege der engeren Submission vergeben werden. gleichen Selbstmordversuch machte eine unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frauensperson, indem sie sich an der Jannowigbrücke in die Spree warf. Es gelang jedoch, sie zu retten. Nachmittags wurde in der Schönholzerstraße ein Knabe durch Von cine Droschte überfahren und im Gesicht bedeutend verlegt.-Strafgesetzbuches, die als Schuß für die sogenannte" Freiheit p In der Mariannenstraße gerieth ein Mädchen unter die Räder der Arbeit" gelten, Eine Explosion fand am Donnerstag in der Sprengstoffeines Arbeitswagens und erlitt erhebliche Verlegungen am Arm Freibrief für Streifbrecher im Grunde aber nichts als ein fabrik zu Budapest statt. Ein Magazin wurde vollständig find, aufgehoben werden zerstört, doch ist kein Menschenleben zu beklagen, da zufälliger und an den Füßen.- In der Nacht zum 19. d. m. verlegte in sollen und schließlich, daß die Arbeiter, die Arbeiter, sollen ihre Weise die Arbeiter noch nicht in der Fabrik waren. der Beusselstraße ein Maler einen Arbeiter ohne jede Ver- Forderungen zum Durchbruch gelangen, bei allen Wahlen nur anderer Seite wird der Unglücksfall wie folgt dargestellt: In anlaffung durch einen Messerstich in die Brust. Im Hause für solche Kandidaten ihre Stimmen abgeben, welche die Beschlüsse Altofen explodirten in dem Magazine der Petralit- ExplosivstoffLangestr. 21 fiel ein Klempner aus dem Flurfenster im zweiten der Arbeiterfongresse afzeptiren und sich verpflichten, die Aus- fabrit zwei Doppelzentner Betralit. Die Wände des Magazins Stock auf den Hof hinab, er zog sich anscheinend innere Ver- gebeuteten jederzeit gegen die Provokationen der Kapitalistentlasse wurden zerstört; da die Arbeiter noch nicht angetreten waren, legungen zu. Im Laufe des Tages fanden zwei Feuer statt. zu vertheidigen. wurde niemand verletzt. Gerichts- Beitung. Zu einer längeren Diskussion führte auch der folgende Punkt Ueber den Stand der Cholera wird aus Konstantinopel der Tagesordnung: die Groberung der Stadt Berberichtet: Mittwoch ist in Pera die französische Oberin des Spitals waltungen durch die Arbeiterklasse. Doch waren Jeremia an der Cholera gestorben. Seit dem 1. d. M. find in Unser Parteigenosse, Reichstags- Abgeordneter Arthur klasse erheische, sich überall, wo alle Redner darüber einig, daß es das Interesse der Arbeiter Galata 11 Cholerafälle vorgekommen, von denen sieben tödtlich nur irgendwo möglich, verliesen. Da die Epidemie lokalisirt zu sein scheint, beschloß der Stadthagen wurde gestern aus dem Untersuchungsgefängnisse der Munizipalitäten zu bemächtigen. Es wurde dabei Sanitätsrath, das Ende der Woche abzuwarten und vorläufig der ersten Straffammer am Landgericht II vorgeführt, wo sich besonders hervorgehoben, daß derfelbe in Gemeinschaft mit dem Uhrmacher und Bigarrenhändler täten stets auf Seite des Ausbeuterthums stehen, daß sie sich daß die Bourgeois Munisipali- teine Schiffspatente auszustellen. Wartmann in Friedrichshagen wegen Beleidigung der Ge- allen Forderungen der Arbeiter entgegenstemmen, bei Streits den dem Kap Charles am nördlichen Eingang zur Mündung der Ein neuer gewaltiger Leuchtthurm ist vor kurzem auf meindeverwaltung von Friedrichshagen verantworten Unternehmern gleich Gendarmen und Polizisten zur Verfügung Chesapeake- Bai in Amerika errichtet worden. Seine Laterne besollte. Am 10. November v. I. fand in Friedrichshagen eine stellen, die bedürftigen Familien der Arbeiter, sobald diese nicht findet sich 60 Meter über dem Erdboden; sie strahlt Licht von öffentliche Versammlung statt, in welcher Stadthagen über die zu den Anhängern der herrschenden Klasse zählen, von jeder folcher Fülle aus, daß man bis 30 Kilometer Entfernung Einzelörtlichen Schulverhältnisse sprach, während Wartmann sich an Unterstützung ausschließen und den Gewerkschaften die Lokale heiten auf den herannahenden Schiffen erkennen kann. der Diskussion betheiligte. Beide Redner sollen mit der Gemeinde- und sonstigen Mittel verweigern, sich zu versammeln, die Arbeits- Linsen der sich drehenden Laterne sind so angeordnet, daß in verwaltung in einer Weise ins Gericht gegangen sein, die die vermittlung zu organisiren 2c. Auf dieses Verhalten der Bour- 3wischenräumen von 30 und 30 Sekunden eine Gruppe von vier lettere als Beleidigung auffaßte. Die Verhandlung fam aber geois- Munisipalitäten hinweisend, hat denn auch der Kongreß und eine von fünf Lichtstrahlen ausgeworfen wird; der ersten über die Anfangsstadien nicht hinaus, denn Stadthagen erklärte, eine Resolution votirt, in der er das organisirte Proletariat auf- Gruppe folgt eine drei Sekunden lange, der zweiten eine 16 Sedaß er durch seine ganz unerwartet erfolgte Bestrafung mit drei fordert, bei den im nächsten Jahre stattfindenden Gemeinderaths- tunden währende Dunkelheit, worauf das Licht von neuem zum Tagen wegen Ungebühr vor Gericht verhindert sei, seine Verwahlen sich der Munizipalitäten so weit als möglich zu Vorschein kommt. theidigung zu führen. Er habe seine Handakten nicht bei sich bemächtigen und dabei gleichzeitig das von der französischen Arund fönne sich in dieser Zwangslage auf nichts einlaffen. Da beiterpartei auf deren Kongreß zu Lyon( 1891) aufgestellte Gedieser Einwand nicht abzuweisen war, mußte der Gerichtshof die meinde- Programm zu dem seinen macht. Verhandlung vertagen. In bezug auf den im nächsten Jahre in London stattfindenden internationalen Arbeiterkongreß wurde die Bestimmung getroffen, den Nationalverband der französischen Gewerkschaften durch den Nationalrath vertreten zu lassen. Eingelaufene Druckschriften. Die Ver= Zum Generalsekretär des Verbandes wurde Genosse Pédrou gewählt, der sich um die Organisirung des Proletariats im Aube= Departement besonders verdient gemacht hat. Was die übrigen von der Ueuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Die t' Verlag) iſt foeben das Mitglieder des Nationalraths anbelangt, der nach den Verbandsbestimmungen an dem Orte seinen Siß zu nehmen hat, wo der letzte Kongreß getagt, wurde es den Gewerkschaften von Troyes überlassen, die geeignete Wahl zu treffen. Der Schuhmachermeister Hoffmann aus Berlin, welcher nebst seiner Ehefrau des Mordes an ihrem beiderseitigen Sohne beschuldigt wird, sollte einer Lokalforrespondenz nach bereits vor Wochenfrist aus der Untersuchungshaft entlassen und auf freien Fuß gesezt worden sein. Diese Nachricht ist unrichtig. Hoffmann befindet sich heute noch ebenso wie seine Ehefrau im Moabiter Untersuchungsgefängnisse und hat auch gar feine Aussicht, vor dem entscheidenden Richterspruch die Freiheit wiederzugewinnen. Stadtrath Isaac in Charlottenburg. Bekanntlich hatten zu Ende Februar d. J. erschienene Zeitungsreferate über die Raffenführung des Rendanten des Charlottenburger Vereins unter den Rufen:„ Es lebe die Einigkeit der Arbeiter!"" Es Damit war die Tagesordnung erledigt und der Kongreß gegen Verarmung, Stadtrath a. D. Rudolf Isaac, Beranlassung lebe die soziale Revolution!" geschlossen worden. dazu gegeben, daß ein Ermittelungsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Nach einer sehr umfangreichen Beweiserhebung hat die 1. Straftammer des Landgerichts II in ihrem Beschluß vom 24. v. M. ausgesprochen, daß eine strafbare Handlung des Stadtraths a. D. Rudolf Ifaac nicht vorliege, derselbe außer Berfolgung zu sehen sei. Die Schwurgerichts- Verhandlung gegen den Alegianer Bruder Frenäus am 4. Oktober statt; beide find bekanntlich des Bruder Heinrich findet in Aachen am 2. Oktober, gegen den wissentlichen Meineids angeklagt. Gewerkschaftliches. Der Gewerkschaftskongres von Troyes. Man schreibt uns aus Paris unterm 16. September: Dem in Romilly stattgehabten Kongreß der französischen Arbeiterpartei folgte in Troyes der Kongreß des Nationalverbandes der französischen Gewerkschaften, an welchem ca. 100 Delegirte theilnahmen, die zusammen 750 Gewerkschaften und Gewerkschaftsverbände beziehungsweise Arbeitsbörsen vertraten. Als Einleitung zu seinen eigentlichen Arbeiten nahm der Kongreß mittels Attlamation eine an die Glasarbeiter von Carmaux gerichtete Adresse an, in der er ihnen für ihre Haltung in dem von Ressegier provozirten Kampf feine Bewunderung ausspricht und fich ber immer wachsenden Ausbeutung des organisirten Kapitalismus gegenüber mit allen Ausgebeuteten solidarisch erklärt. Gleichzeitig wurde unter den Delegirten eine Sammlung zu gunsten der Streifenden vorgenommen. Hierauf erstattete der Generalsekretär Coulet namens des Nationalraths seinen Bericht über die Thätigkeit des Nationalverbandes der französischen Gewerkschaften im ab gelaufenen Jahre. Der Bericht, der mit Einstimmigkeit an genommen wurde, spricht sich besonders energisch gegen den allgemeinen Streif aus. Ein Streik in Rußland. Vor kurzem war in der Stadt Wilna( im westlichen Rußland) ein Streit von Tabatarbeitern ausgebrochen, an dem sich 216 Mann betheiligt haben. Der Streik ist dadurch veranlaßt worden, daß für eine Arbeit, welche früher nur von Männern ausgeführt wurde, nämlich das Anfüllen der welche sich mit einem geringeren Affordlohn begnügten. Die ArZigarettenhülsen mit Tabat, auch Frauen angestellt worden sind, allen drohende Ersetzung durch billigere weibliche Arbeitskräfte beiter haben eingesehen, daß sie sich gegen die mit der Zeit ihnen ganz energisch wehren müssen. Wie wir nun erfahren, ist der Streit jetzt beendet, und zwar mit einem vollständigen Siege der Arbeiter, welchen es gelungen ist, alle von ihnen auf gestellten Forderungen durchzusetzen. Der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Inhalt der Nr. 37: Wochenschau. Der Parteitag der französischen Sozialdemokratie. Der Trade Unions- Kongreß zu Cardiff. Neue Vorschläge zum Agrarprogramm. Zur Entgegnung. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt. Todtenliste. Die Entwürfe der Unterausschüsse der Agrarkommission. Große und Kleine in der Landwirthschaft. sammlungsstimmen zum Agrarprogramm. Die deutschen Gewerkschaften im Jahre 1894. Arbeiterorganisationen. 51. Heft des 18. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Kleine Bantäpfel. Die Bleiarbeiter. Von Heinrich Vogel. Der Trade Unionsfongreß von Cardiff und seine Bedeutung Von Ed. Bernstein. Der landwirthschaftliche Realkredit und der Agrarprogramm- Entwurf. Von E. Nöller. Notizen. Feuilleton: Lebensbilder aus England. Bon Andreas Scheu. Soziale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitit", enthält in ihrer neuesten Nr. 51 folgenden leitenden Aufsatz: Die Sauberkeit in deutschen Bäckereien und Konditoreien. Bon Privatdozent Dr. R. Oldenberg. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Vom deutschen Genossenschaftstage. Von Dr. Hans Crüger. Konsumvereine und Sozialdemokratie in Deutschland.- Sentralamt für Arbeiterstatistik in Frankreich. Berbot christlich- sozialer Vorträge in der sozialwissenschaftlichen Studentenvereinigung in Greifswald. Arbeiterforderungen in bezug auf die Vergebung städtischer Arbeiten in Altona. Arbeiterausschüsse Das englische Gemeindegesez von 1894. in preußischen Fabriken. Das erste deutsche Schulsparkassen- Gefeß in Herzogthum Braunschweig. Von Finanzrath Dr. F. W. Bimmermann. Lohnstatistit der Leipziger Ortstrantentaffe. euriches Seb öffentliches Leben" Neue Revue" veröffentlicht in Seft Nr. 88( VI. Jahrg.) Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und vom 18. September 1895 folgende Auffäße: E. Ehrlich: Arbeitende Damen; S. Richard: Boltsernährung und Eheschließung; H. Schmidkunz: Dichtung und Neuropathie; J. Lippau: Die Studentenschaft und die soziale Frage; Ch. Krogh: Aufgepaßt! Theater; Miniaturbilder aus alter Beit. OWAS! 18 Versammlungen. WAS von der Wiener Wochenschrift ,, Die Zeit" ist soeben das 50. Heft erschienen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Der 20. September. Bon Rugghiero Bonghi. Die Stanczyken. Von Stanislaus von Rozmian. Die Bergwerts- Inspektion in England und die Zustände im österreichischen Bergbaue. Von Dr. Benno Karpeles. Der internationale Kongreß der genossenschaftlichen Allianz in London im August 1895. Von H. Minos. Ueber das Realprinzip der Moral und die Palingeneste. Von F. v. Feldegg. Ethnologie und ürgeschichte. Von Dr. Moritz Hoernes. 6. Wahlkreis. In dem in gestriger Nummer enthaltenen Friedrich Bericht über die Parteiversammlung des 6. Wahlkreises findet Smetana. Bon May Graf. Laube. Von Hermann Bahr. Die Woche. sich eine Stelle, die der Berichtigung bedarf. Es heißt da:" Au Bücher. Revue der Revuen. Der Weg zum Himmel. Von Archag Tchobanian. genommen wurde ferner ein Antrag des Genoffen Schmidt, welcher Volks- gerikon, die Hefte 85, 36, 37 und 38, herausgegeben von Emanuel die Abschaffung der Akkordarbeit in allen Druckereien, die sich mit der Herstellung von Parteizeitungen und-Literatur befaffen, verlangt." Hiernach hat es den Anschein, als habe man es mit einem der Full. Es handelt sich vielmehr um den auf dem vorjährigen neuen Antrag zum diesjährigen Parteitag zu thun. Da ist nicht Parteitag angenommenen Antrag Greiner- Aschersleben, der im wesentlichen das Obige besagt. bis jetzt nicht überall, so auch nicht bei unserem Zentralorgan, Da diesem Parteitagsbeschluß dem Vorwärts", nachgekommen ist, beschloß die Versammlung auf Anregung des Genossen Schmidt, daß der Breslauer Parteitag dem Beschluß zur vollständigen Durchführung verhelfen soll, und protokoll der ersten internationalen Bildhauer- Konferenz zu Nürnbeauftragte die Delegirten des 6. Kreises, hierfür thatkräftig einzutreten. Vermischtes. 18 In o Wurm, Verlag von Mörlein u. Comp., Nürnberg, find erschienen und enthalten folgende größere Artikel: Europa( Geographie, Geologie. Klima, Pflanzenwelt 2c.), Fabrit, Familie( Che, Einehe, Ehebruch, Prostitution, Vielehe, Vielweiberei, Vielmännerei, Morgan's Forschungen 2c. 2c.), Familienrecht( Einkindschaft, Schwägerschaft, morganatifche Ehe, Morgengabe, Abschluß einer Ghe, Ghehindernisse, Chefcheidung, fatholisches Gherecht, protestantisches Cherecht 2c.), Färberei, Ferien, Feftungen, Feuerschutz ( Feuerwehr, ihre Entwicklung u. ihr jeßiger Stand), Fideikommisse, Finanzwirthschaft( Finanzgeschichte, Finanzwissenschaft), Fische, Fistus, Fletscher, Former, Forstwirthschaft, Fortschrittspartei, Die Geschichte Frankreichs ( Anfang). Alle 14 Tage erscheint ein Heft. Das Volts- Lexikon kann durch alle Buchhandlungen, Kolporteure 2c. und auch durch jede Postanstalt bezogen werden. Es ist im deutschen Postzeitungs- Katalog unter Nr. 7089 im bayerischen Postzeitungs- Katalog unter Nr. 772 eingetragen. berg. Berlin, M. Prehn. Währung und Landwirthschaft. Von Dr. R. Helfferich. Stuttgart. A. Bonz u. Komp. Der innere 3erfall der Sozialdemokratie. Bon Fiedel. Leipzig. Fiedel. Glänzendes Elend? Von E. Goldbed. Berlin. Fußinger. Kärnthuer Volkslied und Kofchat. Von M. Marold. Leipzig. Leuckardt. mein dreijähriger Prozeß gegen die„ Victoria" u Berlin. Bon Dr. med. D. Bringt, Berlin, Rosenberg( Teltowerstr. 22). Preis 1 M. Elfan- gothringen und der Krieg. Ein Friedenswort von A. S. Fried, Leipzig, A. Dieckmann. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Bohr) anzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. E. A. in 2. Die Zeitschrift Free Russia"( Frei- Rußland) beschäftigt sich ausschließlich mit russischen Angelegenheiten. Ihre Vermuthungen sind nicht begründet. Der nächste Punkt der Tagesordnung handelte von den Mitteln und Wegen, dem Nationalverbande eine größere AusFür die Arbeiter und Arbeiterinnen der Kürschner dehnung zu geben und seine Aktionsfähigkeit zu erhöhen. Die brauche fand am 16. September in Cohn's Saal, Beuthstraße 20, eine öffentliche Versammlung statt, in der Genosse Diskussion hierüber schloß mit Annahme folgender Resolution: In Erwägung, daß die gewerkschaftliche und korporative Millarg einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die Organisation fich den Arbeitern der verschiedenen Erwerbszweige technische Revolution" hielt. An der Diskussion betheiligte sich behufs der Vertheidigung ihrer mehr oder minder angegriffenen Riem. Bei dem 3. Punkt der Tagesordnung:" Werkstattoder bedrohten Löhne aufdrängt; daß, soll die Thätigkeit der Angelegenheiten" beleuchtete Regge die Verhältnisse in der Gewerkschaften thatsächlich eine wirksame sein, dieselben nicht Hausindustrie, hierbei gleichzeitig bes schier unverständlichen blos einen Theil, sondern die Gesammtheit der Arbeiter eines Dünfels der Zwischenmeister gedenkend. Aus den speziell einjeden Berufes umfassen müssen; in Erwägung ferner, daß, um geladenen Werkstuben der Firmen: Wolf, Singer, Segall, bem nationalen und internationalen Einverständniß der Unter- Mannheimer, wo die Lohn- und Arbeitsverhältnisse durch nehmer entgegenzuwirken, die Gewerkschaften aus ihrer örtlichen aus teine glänzenden find, war recht bezeichnend für den InIsolirung heraustreten und sich sowohl national wie international differentismus der dortigen Arbeiter und Arbeiterinnen niemand in der Versammlung erschienen. Peters ersuchte, in verbünden müssen, fordert der in Troyes tagende 7. Landes oben genannten Wertstuben mehr wie bisher agitatorisch einzu tongreß des Nationalverbandes der Gewerkschaften und forporativen Gruppen Frankreichs 1. die Arbeiter- Gewerk- greifen und die dort Beschäftigten zum Anschluß an den Verband schaften, forporativen Gruppen und Berufsverbände auf, sich zu bewegen. dem Nationalverbande anzuschließen; ferner wünscht er 2. daß die Gewerkschaftsverbände ihre Kongresse so viel als möglich mit denen des Nationalverbandes zusammenfallen laffen, um solcherart die von den Gewerkschaften zu tragenden Kosten zu erleichtern; 3. beauftragt er den Nationalrath, ein in Donnerstag berichtet wird, auf dem Suldner Ferner in der diefem Sinne abzufassendes Birkular an alle Gewertschafts- Ortler- Gruppe ab; der Berunglückte riß auch seinen Führer mit, verbände zu richten; 4. fordert er vom Parlament die Aufhebung sodaß beide sich in großer Lebensgefahr befanden. Der auf dem des Gesetzes von 1872, das die internationalen Verbindungen Rückwege befindliche Führer Gruber eilte zu Hilfe und rettete verbietet; 5. fordert er für die Gewerkschaftsverbände die beide. Rechte der juristischen Person." Gleichzeitig beschloß der Kongreß Wie man baut. Aus Guben wird berichtet: Beim Um die von den Gewerkschaften an den Nationalrath zu leistenden bau eines Hauses in der Klosterstraße sind am Donnerstag sämmt: des Antrags bei Gericht erklärt werden. An Kosten werden nur schluß daran, daß der Nationalrath bei Ausbruch eines Streits Bisher sind drei Personen todt aufgefunden, sieben sind verlegt, in der juristischen Sprechstunde vor. Beiträge von 1 Frank auf 50 Centimes herabzusehen und im An- liche Decken vom obersten Stockwert bis zum Keller eingestürzt. Abschriftsgebühren und baare Auslagen( Porti) in Ansatz gebracht. C. S. 105, H. B. 17. Sprechen Sie mit dem Vertrag A. E. 0. Die an alle dem Verbande angehörigen Gewerkschaften einen Aufruf die meisten schwer. Mehrere Personen sind noch verschüttet. Vorbildung genügt, die Annahme und Art der Bezur Unterstübung der Streifenden ergehen lasse und die dies- Sämmtliche Verunglückte sind Bauhandwerker. A.. 35. Ja. bezüglichen Fonds und Subskriptionen zentralisire. Ferner sprach Ju Leipzig ist am Mittwoch der Rechtsanwalt Dr. Konrad schäftigung ist nicht einheitlich geregelt. P. 2., P. P. 25, 2. B. 1.: Nein. 21. N. 26. sich der Kongreß zu gunsten der obligatorischen Gewerkschaften Friedrich wegen Verdachts und zwar in demfelben Ginne wie der Kongreß von Romilly aus, und fein Bureauvorsteher Dennbarbigung unexpreffung nach der Gesinde- Ordnung haftet das Gesinde für den daß nämlich ein Gesetz geschaffen werde, welches die von den haftet worden. Friedrich soll seine Frau veranlaßt haben, ihm der Herrschaft zugefügt hat. Da der Richter zu entscheiden Schaden, den es aus groben oder aus mäßigen Versehen Gewerkschaften eines Berufszweiges gefaßten Beschlüsse, betreffend das beträchtliche Vermögen zu überlassen. Er strengte später hat, ob folch Wersehen vorliegt, ihm aber die Kenntniß, daß die Arbeitsbedingungen, für alle Arbeiter desselben Berufes bindend Scheidungsklage an und soll versucht haben, einen Herrn, der auch ohne irgend welches Versehen Porzellan zerbrochen werden hat, ob folch' Versehen vorliegt, ihm aber die Kenntniß, daß macht, gleichgiltig, ob nun die Arbeiter Gewerkschaftsmitglieder mit seiner Frau während der Scheidung verkehrte, zu ver- fann, aus eigener Wissenschaft selten beiwohnt, so wird das anlaffen, einen über eine beträchtliche Summe lautenden Wechsel Die Bandarbeiterfrage, die hierauf zur Diskussion zu akzeptiren, indem er ihm in seinem verschlossenen Bureau die Gesinde in einem Prozeß über seine Schadensersatzpflicht fast stets gelangte, führte zur Annahme einer Resolution, in der sich der Pistole auf die Brust feßte, während sein Bureauvorstand die den Kürzeren ziehen. Ueber Gesindestreitigkeiten entscheidet das Amtsgericht, nicht das Gewerbegericht. Klagen aus dem Gesinde Rongreß für das Agrarprogramm der französischen Arbeiterpartei Bureauthüre abgeschlossen hatte. ausspricht, das auf dem Kongreß von Marseille( 1893) geschaffen Ueber ein größeres Brandunglück wird aus Olden vertrag find gegen den Ehemann, nicht gegen die Ehefrau zu richten. und auf dem Nanter Kongreß( 1894) ergänzt wurde. Hervor burg im Großh. vom Donnerstag berichtet: In Wildeszuheben wäre da nur noch, daß der Kongreß zudem noch ver- hausen sind heute Nacht 47 Gebäude niedergebrannt. Der langt, daß es den Militärbehörden untersagt werden soll, den Schaden ist bedeutend. Ueber 40 Familien find obdachlos.- Die Grundbesizern Soldaten zur Verfügung zu stellen, weil deren Frants. 3tg." meldet aus Karlsruhe: Durch eine Feuersdurch nichts gerechtfertigten Anwendung nur zur Herabdrückung brunst wurden in dem Drte Geschwend innerhalb drei der ohnedies niedrigen Löhne der Landarbeiter führt. Stunden 14 Gebäude eingeäschert. Die Schule, die Kirche und Es kam sodann das famose Gesetz Trarieur zur Sprache, das Rathhaus sind niedergebrannt. Das Feuer wurde durch das den Eisenbahn- und Staatsarbeitern das Koalitionsrecht zu starken Wind verbreitet, so daß zu gleicher Zeit sämmtliche entziehen droht, sowie alle die seitens der Regierung wie des Häuser brannten. Ausbeuterthums auf die Arbeitergewerkschaften gerichteten An- Aus Laibach wird berichtet, daß dort in der letzten 3 eit griffe, die natürlich aufs schärfste verurtheilt wurden. In einer fast täglich unbedeutende Bodenschwankungen stattgefunden haben; Resolution, mit der die Diskussion hierüber schloß, verlangt der in der Nacht zum Donnerstag 12 Uhr wurde ein ziemlich Kongreß, dak die Unternehmer veranlaßt werden sollen, alle heftiger von unterirdischem Getöse begleiteter Erdstoß verspürt, Arbeitsgesehe und insbesondere das Gesez, betreffend die Gewerk- deffen starke Erschütterungen etwa 4 Sekunden währten. Viele schaften, zu befolgen, ferner, daß die Artikel 414 und 415 des Personen verließen ihre Wohnungen. P. K. Uns ist davon nichts bekannt. Vor allen Dingen ist größte Vorsicht am Play. Scharf. Nicht für die Deffentlichkeit geeignet. A. V. u. G. J. Der Austritt aus der jüdischen Kultusgemeinde Ein Berliner Tourist stürzte, wie aus Bozen vom Betreffende muß vor dem Richter seines Wohnorts den Ausfindet in ähnlicher Weise wie der aus der christlichen statt. Der tritt unter Hinzufügung der Versicherung erklären, daß der Austritt auf religiösen Bedenken beruhe. Der Aufnahme der Austrittserklärung muß ein hierauf gerichteter Antrag vorauf gehen. Die Austrittserklärung zu gerichtlichem Protokoll muß Wochen nach Eingang sodann innerhalb 4, aber nicht nach sind oder nicht. Beihilfe verT Briefkaffen der Expedition. Für die Familien der im Essener Meineidsprozek Verurtheilten gingen bei uns ferner ein: Vergnügte Rotte Wasserthorstr. 27 1,50. Krieckel aus Kremmen 2,10. Gine Rotte von Damen einer Schneiderbude Lottumstr. 15 durch Fischer 2,65. Ueberschuß von der Kranzspende des verstorbenen Genossen Karl Kaut 9,25. Ginige Kravattenarbeiter Nr. 11 1,80. Schneiderwerkstatt Rosmarinſtr. 4 5,-. Bei einer Kindtaufe von W. K. B. 1,-. Bambo Baborilla 1,65. Den Opfern der Klassenjustiz 6,40. Rotte Geburtstag feiernder Rother, Zionskirchstraße 8,- 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis, ft 800,-. Summa 834,35 M. Bereits quittirt 7704,93 M.; in Summa 8589,28. Billige Ausgabel Billigstes Todenblallery Sell ( mit bunter Fächer-Vignette) Verlag: JOHN HENRY SCHWERIN. 75PF. Verlag: JOHN HENRY SCHWERIN. CROSSE MODENWEL vierteljährlich. mit bunter Fächer- Vignette GR Alle 14 Tage: in Grossfolio- Format 8 Seiten Moden- u. Handarbeiten, Genrebilder, erste Pariser Modelle, sowie alle 14 Tage: doppeltseit. Schnittmuster- Bogen; vierteljährlich vielfigürliches Stahlstich- Modencolorit. Die 1 Mk.Ausgabe, welche bestchen bleibt, enthält ausserdem alle 14 Tage reich illustr. 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Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Sittenbild in 4 Atten v. Max Halftern. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater Vorher um 71/2 Uhr: Wahn und Wahnsinn oder Sie ist wahnsinnig. 25/26. Chauffeeftr. 25/26. Jeden Abend 71/2 Uhr: Gastspiel der Liliputaner. Leffing- Theater. Madame Sans- Schauspiel in 2 Aften von Melesville. Die Reise nach dem Mars. Gêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Der natürliche Sohn. Schiller- Theater. Göz von Ber lichingen. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Aber die Ehe! Adolph Ernst- Theater. bummler. Parade Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplath- Theater. Ein Kind der Liebe. Vorher: Wahn und Wahnsinn, oder: Sie ist wahnsinnig. National- Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Martire. American- Theater. Bulgarien in Die Millionenerbin von Berlin. Nixdorf. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Reichshalleu- Theater. SpezialitätenBorstellung. A Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Buni 16. Male: Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesett v. Dir. Richard Schultz. Anfang 71/2 Uhr. Bearbeitet von W. Lembert. Regie: Mar Samft. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Heute, sowie jeden Freitag u. Montag: Victoria- Brauerei Lühowtr. 111-112 ( nahe Potsdamer Brücke. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf., im Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate). Großartiges, stets wechselndes Programmi. Sonntag, 22. September: Erste Soiree in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Dienstag, 24. September: Erste Soiree im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee. Mittwody, 25. September: Erste Soiree im prächtig renovirten großen Konzertsaal der Tonhalle, Friedrichstraße 112( nahe Oranienburger Thor). W. Noack's Adolph Ernst- Theater. Konzert- und Gesellschäfts- Säle Paradebummler. Gesangspoffe in 4 Atten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow. Kouplets von Ed. Jacobson und Gustav Görß. Musit von Gustav Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anna Bäckers, Josefine Dora, Jda Schlüter, Adolph Ernst, Guido Zielscher, Karl Weiß, Georg Worlitsch. Anfang 72 Uhr. Rein Aufgeld. Brunnenstr. 16. Eröffnung der Winter- Saison. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Groke Extra Theater Vorstellung. Schmeichelkätzchen. Lustspiel in 1 Att von Kläger. Des Löwen Erwachen. Komische Operette in 1 Att v. Brandt. Auftreten neuer Spezialitäten. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Sonnabend, den 21. und Sonntag, den 22. September, nachm. 3 Uhr: Nachmittags- Vorstellungen. Die Reise nach dem Mars. Kinder nachmittags auf allen Plägen halbe Preise. Alcazar. Variété- u. 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Besonders' falle ins Gewicht, daß die AnEin Krankenkaffen Schwindler vor Gericht stalt zur betreffenden Beit nicht den Anforderungen Mainz wird uns berichtet: Vor den Schranken der hiesigen Ein Musterinstitut scheint die Heilanstalt des Herrn an die Reinlichteit entsprach, welche zu stellen feien. Straffammer stand am Dienstag der Gerbergehilfe Friedrich Dr. Hönig in der Wilhelmstraße 111 zu sein. Der Sicher hätten die Wanzen dem Kläger wie anderen die NachtArbeiter Glockmann, den die Steinbruchs- Berufsgenossenschaft in ruhe geraubt, auch wäre bei Beurtheilung der Sache zu be- Steinmetz und der Dienstmann Wilhelm Giffel, ersterer Anwendung des§ 7 des Unfallversicherungs- Gesetzes von 1884 rücksichtigen, daß die Kost thatsächlich damals ungenügend ge- angeklagt des Betruges und der Urkundenfälschung, letzterer der dem Dr. Hönig zur Behandlung überwiesen hatte, fand es in wesen sei, während die Räumlichkeiten ebenfalls nicht genügt Hehlerei und der Anstiftung zum Betrug. Steinmez roar fieben dessen Anstalt nicht ganz geheuer und verließ das Institut, ob- hätten. Jahre lang Kassirer der hier bestehenden Ortsverwaltung der wohl der genannte Arzt die Kur für noch nicht beendet erklärte. Die amtlich festgestellten Thatsachen enthalten für einen be: Hirsch- Duncker'schen Krantentasse des GewerkDaraufhin lehnte die Berufsgenossenschaft jede Rentenzahlung trächtlichen Theil der Arbeiterschaft, und namentlich für die vereins deutscher Schuhmacher und Lederarbeiter. an Glockmann ab. Dr. Hönig hatte dem Kranken in meisten Invaliden der Arbeit, welche von der Berufsgenossen. Steinmetz war geständig, in den letzten drei Jahren durch falsche zum Beispiel Frechheit, Trunksucht und dergleichen Wie aus früheren Mittheilungen, die der Vorwärts" brachte, M. einem Gutachten allerlei schöne Eigenschaften zugeschrieben, schaft in dieser Art untergebracht worden sind, nichts neues. Gintragungen in den Büchern und durch Führung von Kranken, die gar nicht trant waren, sich etwa mehr. Auf grund des Gutachtens nahm die Genossenschaft ersichtlich, ist das Institut des Dr. Hönig auch durchaus nicht 640 m. erschwindelt zu haben. Der Angeklagte behauptele, von als ganz sicher an, daß G. vollständig austurirt worden wäre, das einzige, in dem franke Arbeiter derart skandalös behandelt dem Vorsitzenden und Mitangeklagten Gissel angeftiftet worden wenn er sich länger in der Anstalt des Dr. Hönig aufgehalten wurden; man fann wohl im Gegentheil sagen, daß der Devise zu sein; dieser habe auch einen Theil der Beute erhalten, während hätte. Glockmann legte nun beim Schiedsgericht Berufung ein„ billig und schlecht" kaum anderswo leichtherziger gefolgt wird, iffel behauptete, er habe zwar Geld von Steinmez geliehen, doch habe er nicht gewußt, daß dasselbe der Kasse entnommen und machte zur Rechtfertigung seines Handelns folgendes geltend: als in manchen Zweigen der herrlichen Sozialreform. Der Aufenthalt im Institut des Dr. Hönig sei ihm durch worden sei. Es wurde konstatirt, daß die Kontrolle äußerst Vielleicht begreifen unsere staatsstüßenden Biedermänner, mancherlei Uebelstände verekelt worden. Das Effen sei äußerst wenn sie lesen, wie man mit franken Proletariern umgeht, mangelhaft gewesen, daß Steinmetz selbst Revisionsbemerkungen schlecht gewesen, die Wanzen wären in Schaaren über die warum die königlich preußische Sozialreform nicht vermocht mit dem Namen des Revisors in die Bücher eingetragen und armen Insassen hergefallen und hätten ihnen eine furchtbare hat, auch nur einen Arbeiter der Sozialdemokratie zu ent- daß er sich Blankoscheine von dem Kassenarzt Dr. Gartenfeld verschafft hatte, welche er mit seinen angeblichen Kranken Pein verursacht, und zuguterlegt habe noch der gräßlichste Radau, reißen. ausfüllte. der aus einem Lokal unter der Anstalt allnächtlich ertönte, das Als im April d. J. der Vorstand neu gewählt wurde, ents feine dazu beigetragen, daß man um die Nachtruhe stand bei Uebergabe der Bücher Verdacht. Man erkundigte sich gekommen sei. Das Schiedsgericht erkannte zu bei den angeblich als frank geführten Rassenmitgliedern, und sn tam der Schwindel ans Tageslicht. Der Staatsanwalt beantragte gegen Steinmetz 1 Jahr, gegen Giffel 6 Monate Gefängniß. Das Gericht verurtheilte Steinmetz wegen Urkundenfälschung und Betrug zu acht Monaten Gefängniß und sprach Giffel wegen mangelnden Beweises frei. Soziale Rechtspflege. gunsten des Klägers, indem es ausführte, hier stehe Be- Gewerbegericht. Im Gegensatz zu der bisherigen hauptung gegen Behauptung, und da Dr. Hönig bei der Sache Praxis des Gerichts steht eine den Arbeitern günstige Entinteresfirt sei, tönne fein Gutachten nicht als entscheidung, welche dieser Tage von der Kammer VI unter dem scheidend angefehen werden. Die Berufsgenossenschaft war der Vorsitz des Assessors Unger gefällt wurde. Das Waschmädchen entgegengesetzten Meinung; sie legte deshalb Rekurs ein und be- W. hatte sich berechtigt gefühlt, ihre Stellung bei der Restaurateurin antragte, Dr. Hönig seine Angaben beschwören zu lassen. Das Bauer ohne vorherige Kündigung aufzugeben, weil sie von derReichs- Versicherungsamt ließ es sich jedoch angelegen sein, über selben geschlagen worden war; außerdem war Fräulein W. aber Die Auflagefache gegen den Restaurateur Otto Denete die Zustände in der fraglichen Anstalt aus anderen Quellen Auf- noch flagbar geworden, in der Ueberzeugung, Anspruch auf eine wegen Beleidigung des städtischen Gasinspektors John wurde flärung zu schöpfen. Zunächst wurden einige Leute vernommen, Entschädigung zu haben. Das Gericht stellte folgendes fest. gestern noch einmal vor der zweiten Straftammer des Landdie ebenfalls bei Hönig untergebracht waren. Dieselben be- Bereits am Tage nach dem Engagement überhäufte die Beklagte gerichts I verhandelt, nachdem das frühere auf zwei Monate stätigten sowohl sowohl die Behauptungen des Klägers hin- das Mädchen mit Vorwürfen über ihre angeblich zu geringen Gefängniß lautende Urtheil wegen eines formellen Fehlers vom sichtlich des Essens, das öfter verdorben und Leistungen und ließ dabei die Aeußerung fallen, sie hätte dasselbe Reichsgericht aufgehoben worden war. Der Angeklagte hatte in mangelhaft gewesen sei, sowie auch bezüglich der Störung sicher nicht angenommen, wenn sie gewußt hätte, was für eine einer Beschwerdeschrift den Gasinspektor John grober Pflichtder Nachtruhe durch die Wanzen und den Lärm im faule Here sie sei. Natürlich hatte die Klägerin darauf gedient und widrigkeiten beschuldigt, die besonders darin gipfelten, daß Parterrelokal. Außerdem ließ sich das Gericht aber noch die in ihrer Empörung über die ihr zutheil gewordene Beschimpfung John Arbeiter, welche vom Magistrat befoldet wurden, Aften über eine Untersuchung kommen, welche der Stadt sich dazu verleiten lassen, von der großen Schnauze der Beklagten zu Privatzwecken beschäftigen sollte. Außerdem hatte physikus im Auftrage des Polizeipräsidiums auf zu sprechen, die auch noch mal kleiner werden würde. der Angeklagte ehrenkränkende Behauptungen über das eine frühere Beschwerde unternommen hatte. Da wurde denn Hierauf war die etwas exaltirte Bauer über die Klägerin Gheleben des Inspektors John aufgestellt. Seitens der auch festgestellt, daß der städtische Arzt zur betreffenden Zeit hergefallen und hatte dieselbe geschlagen und zu Boden Vertheidiger, Rechtsanwälte Schöps und Cassel, war ein so die Roft für nicht genügend und den vorhandenen Luft- gerissen; grob mißhandelt, wie der Vorsitzende für erwiesen er- umfangreicher Wahrheitsbeweis angetreten worden, daß die Verraum für zu gering befunden hatte. Ferner, daß Bade- flärte. Das Gericht hielt die gegenseitigen Beleidigungen der handlung acht Stunden in Anspruch nahm. Das Ergebniß derräume überhaupt fehlten und daß nicht selten die Nacht Parteien für ausgeglichen und sprach der Klägerin eine Ent- felben war, daß der Angeklagte diesmal zu einer Geldstrafe von ruhe der Patienten durch Wanzen und Musik gestört wurden. schädigung für vierzehn Tage unter der Begründung 300 m. verurtheilt wurde, da der Gerichtshof zu seinen Gunsten Das Reichs- Versicherungsamt sprach dem Kläger nicht das Rentenzu, daß fie infolge der groben Mißhandlung zum annahm, daß er sich in verschiedenen Punkten im guten Glauben bezugsrecht ab, wie die Genossenschaft beantragt hatte, es ermäßigte Berlaffen der Arbeit berechtigt gewesen sei und auf die befunden habe. Die. Verhandlung fand unter Ausschluß der aber die ihm vom Schiedsgericht zugesprochene höhere Rente auf Entschädigung Anspruch habe. Die Entscheidung widerspricht Deffentlichkeit statt. 20 pCt., und zwar lediglich, weil es auf grund des Gutachtens insofern der bisherigen Juditatur, als nach derselben ein gesetzeines namhaften Arztes ihn nur in diesem Grade für noch er- licher Grund zum sofortigen Verlassen der Arbeit lediglich zu werbsunfähig zu erachten vermochte. Im Prinzip siegte also diefem, nicht aber noch zu einer Entschädigungsforderung berechder Kläger auch in letter Instanz. In der Begründung des tigen sollte. Mit Freuden wäre es zu begrüßen, wenn obige EntUrtheils verwies der Vorsitzende, Geh. Regierungsrath Stolzscheidung nicht vereinzelt bliebe, wäre doch damit den Untermann, darauf, daß bei der Behandlung im Krankenhause, nehmern das beliebte Mittel aus der Hand gewunden, sich durch in die sich zu begeben die Genossenschaften von den Ver- fortlaufende Drangfalirungen, Beschimpfungen 2c. unbeliebter letzten verlangen dürften, immer Voraussetzung fei, ob fie Arbeiter bequem und ohne Nachtheil zu entledigen. auch den Heilungsprozeß begünstige. Während des Aufenthaltes des Klägers im Hönig'schen Institut hätten nun Neuestes allein wirksames Gefek zum Schuh des Handwerks. II. III Artikuln, das Lehrlingswesen betreffend. § 1. Welcher Meister einen Jungen empfänget in die Lehrjahre, der soll darnach sehen, daß er recht sei von Vater und Mutter, daß er gefirmt oder confirmieret sei und daß er sich fleißig halte zum Hause und Tische des Herrn.) § 2. Niemand darf einen Jungen aufnehmen, dessen Eltern unehrliche Leute sind.2) § 3. Die Lehrzeit beträgt mindestens drei Jahre, doch kann sie auf Veranlassung des Meisters noch länger ausgedehnt werden.3) § 4. Welcher Junge das Amt lernen will, der soll dem Meister Lehrgeld geben 75 Mart, und soll geben dem Amt( also der gesammten Meisterschaft) eine halbe Tonne Bieres.4) § 5. Wäre es, daß ein Junge die Lehrjahre würde anfangen und dann entliefe seinem Meister binnen dem ersten Jahre, so soll der Meister das Lehrgeld behalten.5) § 6. Welch Junge seinem Meister entläuft aus dem Dienst, der soll das Meisterrecht im Amte niemals erhalten.6) 1) In unserer Vorlage aus dem 15. Jahrhundert wird unbegreiflicherweise nur auf die eheliche Geburt Werth gelegt. Im Zeitalter der Kirchenbauten und der Religionserhaltung muß natürlich auf Kirchlichkeit ganz anderes Gewicht gelegt werden, hieraus erklärt sich der sinngemäße Zusatz. Vielleicht dürfte es fich empfehlen, die Lehrlinge erst auf ihre spätere Militärtauglichkeit untersuchen zu laffen, und nur taugliche aufzunehmen, da ja die Erhaltung des Handwerkerstandes doch auch im Interesse unseres stolzen Kriegsheeres gefordert wird. 2) Im Mittelalter verstand man unter unehrlichen Leuten Abdecker und dergleichen, heute in der Maienblüthe Stumm'scher Sozialreform ist natürlich unehrlich gleichbedeutend mit sozialistisch, und Grundbedingung für einen Lehrling ist, daß seine Eltern weder Hezer noch sonstige Angehörige der sozialdemokratischen Rotte sind. IV. Artikuln, so die Handwerkerknechte?) betreffen. § 1. Erstlich sollen hinfüro mehr keine Handwerkerknechte sich zusammen verbinden, vereinen noch verheften, noch keine Bündnisse machen, noch keinerkei Umlage und Steuer erheben, noch keinerlei Gebot und Verbot untereinander haben, es sei denn mit Urlaub und Verlaubung ihres Meisters, des Rates und der Polizeis) einer jeglichen Stadt, darinnen sie gesessen sind.9) Soziale Meberlicht. Krankenkassen. Den nachbenannten Krankenfassen: 1. Bera einigte Sterbe- und Krankenkasse zu Franzöfifch- Buchholz, 2. Hetlinger freiwillige Krankenkasse( E. H.). 3. Krantentaffe des Kaufmännischen Vereins zu Hannover( E. H.), 4. Kranken- und Sterbekasse zu der allerseligsten Jungfrau Maria und zum bl.Rilianus ( E. H.) in Lechenich, 5. Kranken- und Sterbekasse von Baumberg, 6. Algemeine Handwerker Kranken- und Unterstützungskaffe § 5. Es sollen auch nach dieser Zeit alle Knechte in keinem Wirtshaus, noch Kasino oder Garten nicht zehren oder trinken, noch zusammenkommen; und wer das verbräche, der bessert 50 Mart u. f. w. wie in§ 4. § 6. Es sollen auch alle Wirte und die solche Häuser haben nicht zulassen, daß solches geschähe; nnd wer das thäte, der bessert 30 Mart. Doch geht alles dies nicht an Kaufleute, Meister und Bürger, so ehrliche, redliche Leute sind. 13) § 7. Es soll niemand den Handwerkerknechten mehr Lohn § 2. Darauf sollen hinfüro alle dienenden Knechte, sie geben als 2 Mark und 6 Pf. Biergeld. Die Knechte dürfen dienen dem Ritter oder dem Bürger, und alle Handwerkerknechte nicht denn beim Meister hausen. Der Meister soll ihnen geloben und schwören, Bürgermeister, Polizei und Rat derselbigen gäben Kochspeise und Kuhfent( Hausbier mit sehr reichlichem WasserStadt gehorsam zu sein, ihren Nußen und ihre Ehre zu fördern, zufah) nach alter Gewohnheit. Gäbe jemand darüber, der soll ihren Schaden zu verhüten und zu wenden nach ihrem besten es büßen bei 5 Mark und 1 Tonne Bier für die Meisterschaft.14) Vermögen getreulich und ohne alle Gegenrede.10) § 3. Hat ein Knecht mit seinem Meister oder der Meisterschaft oder mit einem anderen Knechte irgend etwas zu schaffen oder abzumachen, das soll er austragen vor der Meisterschaft seines Handwerks und nirgend anderswo und halten, was von denen beschlossen wird.11) § 8. Es soll weder Meister noch Knecht länger arbeiten des heiligen Abends im Winter als nach 3 und im Sommer als nach 4 Schlägen; des Werkeltages Winter und Sommer des Morgens nicht vor 4 und des Abends nicht nach 7 bei Strafe von 2 Mark. § 9. So ein Knecht mit Unwillen oder Unfrieden sich scheidet von seinem Meister, den soll kein Meister nehmen binnen Jahr und Tag. § 4. Es sollen alle Knechte nachts nicht auf Sonderwegen gehen, es sei denn er ginge im Dienst seiner Herrschaft oder Meisterschaft. Und wer sonsten dabei betroffen wird. der bessert Es folgen nun noch viele schöne Paragraphen, die wir aber ( bezahlt) 30 Mark; welcher aber des Geldes nicht hat, der nicht alle abdrucken können. Wir geben daher nur noch den soll 4 Wochen dafür im Turm( zu Plößensee) liegen und Schlußparagraphen. dem nichts anderes gegeben werden soll, denn Wasser und Brot.12)§. Und welcher Knecht sich wider diese verschiedenen Stück Punkte und Artiful setete und ihnen nicht nachgehen wollte, den sollen alle andern Meister in diesem Kreise, Stadt und Handwerk nicht aufnehmen zum Knechte und ihn weder hausen noch höfen; und welcher Meister das verbräche, der büßt vier Gulden. 16) 7) Es empfiehlt sich, das patriarchalische Verhältniß, dem die neuere Handwerker- Gesezgebung wieder zusteuert, gleich in der Wahl des Titelwortes anzudeuten, und so das moderne vom Klassen: bewußtsein durchwehte Wort, Arbeiter" durch den dem Zukunftsideal der Zünftler entsprechenderen Ausdruck Knecht" zu ersetzen. In unserer Vorlage aus dem 15. Jahrhundert fehlt natürlich die Polizei, da man im dunklen Mittelalter die segens reiche Bedeutung dieser in modernen Großstädten allmächtigen Berbotes Institution noch keineswegs erkannt hatte. Leider ist jene Kommune auf halbem Wege stehen geblieben und hat nur eine geringe Strafe auf die Uebertretung dieses gesetzt, während doch jeder human Denkende zugeben muß, daß für ein so schweres Vergehen, 9) Hiermit wäre jede politische oder gewerkschaftliche Orga- wie das Ausgehen eines Handwerkerknechtes nach Dunkelnisation der„ Handwerkerknechte" im Reime erstickt, so daß es werden, 4 Wochen„ Turm" bei Wasser und Brot wirklich nicht erst eines neuen Sozialistengesetzes gegen diese Rotte von nur eine milde Strafe bedeutet. Menschen bedürfte. 13) Eine sehr verständige Verordnung! Die Handwerkerknechte müssen im Winter um 9, im Sommer um 10 nach Hause gehen, damit sie am nächsten Tage ordentlich schuften können. Die Meister und Bürger haben dann das Reich für sich und können in arbeiterreinen Lokalen in ehrlicher und redlicher Leute Gesellschaft feine Polizeistunde. 10) Selbstverständlich ist es ein völlig unleidlicher Zustand, wenn, wie in Berlin z. B., die Meister eine freisinnige Stadt verwaltung wählen, und die Handwerkerknechte einen sozial3) Diese Bestimmung wird niemand ungerecht finden, der demokratischen Stadtverordneten; denn lettere werden natürlich bedenkt, daß der Lehrling in erster Linie für die Frau weder den Nuzen noch die durch Kameel- Inschriften beglaubigte der schweren Aufgabe des Biervertilgens obliegen, ihnen schlägt Meisterin das Dienstmädchen ersetzen muß, und wie Ehre des Rathes derselbigen Stadt fördern. Falls man den sehr es zur Bequemlichkeit des Meisters beiträgt, nicht fort Handwerkerknechten also überhaupt noch ein Wahlrecht zugestehen 14) Gegenüber der ausschweifenden Forderung eines Minimalwährend neue Dienstboten beziehungsweise Lehrlinge anlernen zu will, müssen sie gehorsam, getreulich und ohne alle Gegenrede so lohnes, wie sie heute vielfach erhoben wird, ist es sehr angebracht, müssen. wählen, wie der Rath befiehlt. den in den alten Zünften üblichen Maximallohn versteht sich 4) Wenn ein Meister die Freude hat, einen Dienstboten zu 11) Einer der größten Uebelstände für die heutigen Unter- möglichst niedrig bemessen wieder zu neuem Leben zu erwecken. erhalten, der ihm nichts kostet, sondern ihm sogar noch Lehrgeld nehmer ist das Gewerbegericht, bei dem die Handwerkerknechte 15) Die Durchlöcherung der Sonntagsruhe stimmt so sehr mit gugiebt, so ist es nur gerecht, daß auch den übrigen Meistern an der Rechtssprechung theilnehmen. Das muß natürlich wegfallen. dem augenblicklich herrschenden Prinzip unserer Gesetzgebung mit Freibier eine kleine Freude bereitet wird. Doch dürfte Bei der sprüchwörtlichen Unparteilichkeit der Innungsschiedsgerichte überein, daß wir darüber nichts zu sagen brauchen; und wie heute bei dem infolge des Kulturfortschritts entwickelteren Durst und bei der großen Beliebtheit, deren sie sich auch in Arbeiterkreisen wohlthuend steht der Forderung des Achtstundentages hier ein der Meister eine halbe Tonne entschieden zu wenig sein. erfreuen, dürfte eine Ausdehnung derselben und damit eine 15 stündiger Normalarbeitstag gegenüber! 5) Natürlich! Wenn der Meister durch Entlaufen des Lehr- Wiederbelebung der alten Zunftgerichtsbarkeit sehr am Plaze jungen gezwungen ist, sich einen Dienstboten zu verschaffen, so muß er sich mindestens doch am Lehrgeld schadlos halten können. 6) Strafe muß sein. Wie könnte auch die väterliche Zucht und das sittliche Moment, das beim Lehrlingswesen immer be tont wird, zur Geltung fommen, wenn sich ihnen der Junge" ohne weiteres entziehen könnte! 16) Den Handwerkerknechten ist in§ 1 jede Koalirung, sein. Wenn damit von vornherein auch nur garantirt wäre, jeglicher Streit, Boykott und dergleichen aufs strengste untersagt. daß die Meister nie unrecht haben, so wäre doch auch hiermit Den Meistern müssen derartige Kampfmittel nicht nur erlaubt schon viel gewonnen- versteht sich, für die Meister. sein, ihnen werden sie geboten; ja es wird sogar auf die strenge 12) Eine ihrer Zeit vorauseilende ostelbische Kommune hat Einhaltung eines Lockout eine hohe Konventionalstrafe gesetzt. in diesen Tagen den Arbeitern verboten, nach 10 Uhr auszugehen. Derartiges sollten sich doch unsere Sozialistenfresser nicht entgehen Eine Verallgemeinerung diefes Ntases ist dringend erforderlich. I laffen. ( E. B.) zu Mülheim a. b. Ruhr, 7. Landesrechtliche Hilfskaffe genommen wird. Daß in solchen Fällen von den Kindern auch Achtung, Metallarbeiter Schönebergs und der UmArbeiterverein zu Eisleben", 8. ber Krankenkasse Sansa" in moralisches Gift geathmet wird, ist flar. Gin ähnlicher Zustand gegend! Am Sonntag, den 22. d. M., findet eine FlugblattHaniburg, 9. der Allgemeinen Arbeiter Krantentaffe Sülfe" herrscht für die Gewerbsgehilfen und Dienstboten. Meist sind Bertheilung des Metallarbeiter- Verbandes in Steglitz, Friedenau ( E. H.) in Hastedt, ist auf grund des§ 75a des Kranken- hier die Schlafstätten in den Werkstätten und Zehlendorf statt, um die Indifferenten zur Arbeiterorganiversicherungs- Gesetzes in der Fassung vom 10. April 1892( R.- oder in dazu gehörigen Nebenlokalen, wo 2uft fation heranzuziehen. Wir hoffen, daß sämmtliche Mitglieder G.-Bl. S. 379) die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vor- und Licht nur wenig Zutritt haben. Die Sanitäts- der Verwaltung Schöneberg sich daran betheiligen werden. behaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des polizei wird übrigens in den industriereichsten Gegenden Böhmens Treffpunkt früh 6 Uhr Schöneberg Haupt- und Tempelhofer§75 a. a. D. genügen. Die auf grund des§ 75a des Kranken- nur schlecht gehandhabt, von welcher Behauptung man sich be- straßen- Ecke. Ferner bitten wir die Sammellisten des deutschen versicherungs- Gesetzes der Allgemeinen Kranken- Unterstüßungs. fonders in den Städten Eger, Falkenau, Dux, Brüy u. f. w. Metallarbeiter Verbandes abzugeben. Die Ortsverwaltung des und Sterbefaffe zum Bunde" in Frankfurt a. M. ertheilte Be- überzeugen fann. Im allgemeinen könnte sich also, so bemerkt deutschen Metallarbeiter- Verbandes. scheinigung ist widerrufen worden. die Wiener Arbeiter Zeitung" Graf Thun noch von so manchem überzeugen. Bux Invaliditäts- und Altersversicherung hat das Reichs ersicherungsamt entschieden, daß die Fortsetzung eines durch den Tod des Rentenbewerbers unterbrochenen Verfahrens ohne ausdrückliche zustimmende Erklärung der Erben nicht statthaft ist. Auch sind nicht nur sämmtliche Erben gleichzeitig berechtigt, das unterbrochene Verfahren weiterzubetreiben, sondern es steht jedem einzelnen von ihnen dieses Recht zu. " Der Verband der französischen Bündhölzchen Arbeiter bemüht sich energisch für ein gesetzliches Verbot der Verwendung des weißen Phosphors in der ZündhölzchenFabrikation. Von seiten des Ministeriums wurde ihnen in diesen Tagen die Zusicherung gemacht, daß vom nächsten Jahre ab in den Fabriken der Zündhölzchen- Monopolverwaltung fein weißer Phosphor mehr verwendet werden soll. Die Glashütten- Befizer von Charleroi( Belgien) haben beschlossen, wegen fehlen von Bestellungen den Betrieb zeitweise einzustellen. Gewerkschaftliches. Sattler. Der Zuzug ist fernzuhalten von Berlin, Köln und Roisdorf bei Bonn. Wer in Elberfeld- Barmen Arbeit zu haben wünscht, hat sich an die dortigen Ortsverwaltungen zu wenden; das Nachfragen in den Fabriken ist streng untersagt. Militärarbeiten es vor allem nothwendig ist, daß bestimmte Sattler und Tapezirer! Da in der jetzigen Zeit der Bekanntmachungen schnell verbreitet werden, die nur 14tägig erscheinende Sattler- und Zapezirer Beitung" dazu also nicht ausreicht, beschlossen Vorstand und Ausschuß des Verbandes in gemeinsamer Sigung, an den Sonnabenden, an denen keine Fachzeitung erscheint, unter dem Titel: Mittheilungen an die Mitglieder des Verbandes der Sattler und Tapezirer" ein Flugblatt herauszugeben. Auf diese Weise erfahren die Berufsgenossen allwöchentlich, wie die Angelegenheiten im Beruf stehen. Die Mitglieder des Verbandes erhalten die„ MitSämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über theilungen" umsonst; für Nichtmitglieder beträgt der Bezugspreis während der ganzen Zeit des Erscheinens 3 M. Redaktion, Organisation tragen. Verlag und Expedition befindet sich in Händen von Johann Achtung, Schneider Berlins! Die Lohnkommission des Saffenbach, Berlin N., Invalidenstr. 145. Fachvereins der Konfektions- und Maaßschneider Berlins und Die Tapezirer Münchens bitten wegen Lohnbewegung der Umgegend, hat sich konstituirt. Eventuelle Borkommniffe den Zuzug fernzuhalten. zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wolle man an den Streiks in der Metallindustrie. Zuzug ist fernzuhalten: Vorsitzenden der Kommission, Herrn Muzick, Chriſtinenftr. 40, Leipzig- Eutritsch( Motorenfabrik Grob u. Co.); Schläger von oder an den Schriftführer Herrn Otto Stegemann, Belforterstr. 25, Hof parterre, berichten. Es wird unser Be: Fürth i. B.; Klempner von Königsberg i. Pr.; Feilenhauer von Arbeiterrifiko. Das Salzbergwert drich- Gleichzeitig erfuchen wir die Schneider und Schneiberinnen Feilenfabrik von Gebr. User); Messerschmiede, chirurg. Instru streben sein, jedes Vorkommniß so gut wie möglich zu schlichten. Erfurt und Ludwigshafen( Renner u. Siegwart); Magdeburg Hall bei Jagftfeld in Württemberg wurde am 16. d. M., Berlins, fich dem Fachverein resp. dem Verband der Schneider mentenmacher von Berlin( Dewitt u. Herz), Tuttlingen( A. morgens von einem schweren Unglück heimgesucht. Unter erd- und Schneiderinnen Berlins und der Umgegend anzuschließen, da Storz); Schmiede und Reſſelſchmiede von Nürnberg( Scharrer bebenähnlichen Bewegungen drang sogenanntes Wildwasser in es nur möglich ist, mit einer starken Organisation im Früh- und Spengler von Offenbach( Emballagefabrit von Hermann); Früh-". Groß); Bauschlosser von Kassel und Freiburg i. B.; Gürtler die Grube ein, so daß sich das Gelände sentte, 1000 Rubikmeter jahr 1896 in eine Lohnbewegung einzutreten. Waffer drangen in der Stunde ein, so daß die Maschinen das- Stegemann. Klempner von Mülhausen im Elsaß; Dreher und Schlosser von selbe nicht mehr auspumpen tönnen, das Bergwerk gilt daher als Mannheim( Reuling); Schloßschmiede von Schwelm( Bever u. verloren. Menschen sind dabei nicht verunglückt. 150 Berg: Fachvereins der Konfektions- und Maaßschneider Berlins ift eine Ropenhagen( Dänemark); Emaillirarbeiter von Brünn, Knittelfeld Zu diesem Aufruf ist zu bemerken: Die Lohnkommission des Klopphaus); Schlosser und Maschinenarbeiter von Aarhus und Leute sind auf längere Zeit oder dauernd Neugründung, zunächst mit dem löblichen Zweck, den bestehenden und St. Michael. Wirrwar zu vergrößern. Die Aufforderung zu einer starten Erhöhung der Schuhpreise. Eine Versammlung felb: Organisation wird solange ohne Wirkung bleiben, bis die Die Glasperlenarbeiter des Jsergebirges, deren Elend ständiger Schuhmacher von Mainz beschloß, in anbetracht betheiligten Personen zur Einsicht kommen und ihre Quer- durch die Hungerrevolte vom Jahre 1889 weltbekannt ist, stehen der teloffalen Steigerung des Lederpreises eine Preiserhöhung treiberei aufgeben. Diese Einsicht kommt in den meisten verlangen fie? Die Einhaltung eines Minimallohnes, nach welchem Diese Einsicht kommt in den meisten schon seit einigen Wochen im Kampfe mit den Exporteuren. Was für sämmtliche Neuarbeiten und Reparaturen vor 10 pCt. ein Fällen ja leider erst erst dann, wenn die betreffenden treten zu lassen. Die Erhöhung findet sofort statt. So zahlt durch sie bei täglich 14stündiger Arbeitszeit kaum 50 fr. verdienen! ihre unsinnige Taktik alles zerstört haben. Für wieder wie immer das konsumirende Publikum die Kosten der die Kollegen und Kolleginnen, welche fein Interesse daran Die Exporteure weigern sich, diesen horrenden Minimallohn von den Lederbaronen in Szene gesetzten Hauffe. haben, zu ihrem eigenen Schaden und zum Vortheil der Unter- 8 zahlen, und halten in der Abficht die Bestellungen zurück, Die öfterreichischen Krankenkassen im Jahre 1893. nehmer die Quertreiberei mitzumachen, geben wir bekannt, daß diese Aermisten aller Armen zur Anerkennung ihres verbrecherischen Der amtliche Bericht über das Krankenkassenwesen in Defter- lich in öffentlicher Versammlung vollzogen wird, woran alle Branchen Arbeit und Brot, und wenn es ihnen gelingt, noch vier Wochen nur die unterzeichnete Agitationskommission, deren Neuwahl jähr. Hungerlohnes zu zwingen. Dadurch sind 560 Glasperlenarbeiter schon wochenlang ohne reich theilt folgende Statistit mit: Durchschnittliche theilnehmen und wozu alle, die es angeht, eingeladen werden, auszuhalten, ist der„ Sieg" auf ihrer Seite, wenn man überhaupt Mitgliederzahl befugt ist, die Angelegenheiten der Kollegen und Kolleginnen bei Erreichung eines Schandlohnes von 50 tr. per Tag von einem zu vertreten. Ebenso hat nur sie die öffentliche Agitation zu Siege sprechen fann. leiten. Alle diesbezüglichen Wünsche und Anregungen find an unser Zentral- Arbeitsnachweis- und Auskunftsbureau, Schüßen- Unterstützung der Streifenden auf und bittet, Geldsendungen an Die österreichische Gewerkschafts- Rommission fordert zur ftraße 18/19, Adr. A. Zander, zu richten. Die nach den Beschliffen des Halberstädter Gewerkschafts- Anton Hüber, Wien VI/ 1, Kopernikusgasse Nr. 12 richten zu Kongresses und der stattgehabten Schneiderkongreffe zulässige Organisation ist der Deutsche Schneider und Der 2. Kongreß der Gastwirthsgehilfen findet vom Schneiderinnen Verband. fationen sind Neugründungen, die den einheitlich gefaßten BeAlle anderen Organi- 22. bis 25. Oktober in Hamburg statt. Jnvalidenrenten Ansprüche werden vielfach aus den Folgen von Betriebsunfällen hergeleitet. In der Regel wird es dann der Fall sein, daß die gewährte Unfallrente mehr beträgt, als die aus demselben Anlaß zu gewährende Invalidenrente; die lettere wird also nicht ausgezahlt. Umgefehrt ist es aber auch schon vorgekommen, daß die Unfallrente weniger betrug als die Invalidenrente. In folchen Fällen haben verschiedene Bersicherungsanstalten es abgelehnt, den Differenz betrag zur Auszahlung anzuweisen. Das Reichs- Versicherungsamt Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden ist dieser Ansicht nicht beigetreten. Wenn im allgemeinen auch zugegeben sein mag, daß die Gewährung einer doppelten Fürforge für die gleiche Beit nicht den Absichten der gefeßgebenden Faktoren entspricht, so habe doch andererseits der Invalide ein unbedingtes Unrecht darauf, für seine Erwerbsbeschränkung entsprechend entschädigt zu werden. Soweit das UnfallversicherungsGesetz hierzu teine Hand bietet, wüsse also außerdem noch die Invaliditätsversicherung eintreten. brotlos. 552 Bezirks- Krankenkassen 1425 Betriebs- Krankenkassen 7 Bau- Krankenkassen . 0 787 Genossenschafts- Krankenkassen 105 Vereins- Krankenkassen. 2876 . 685 778 548 215 1 845 302 173 607 077 1840 048 J..: Otto Keller tagende Versammlung von den Quertreibern Gubela'scher Richtung einberufen ist. Der Bericht fonstatirt eine Zunahme der Bezirks- und Genossenschafts- und einen Rückgang der Betriebskassen; natürlich wird hierdurch die Bersplitterung nicht wesentlich gemindert. Bonfationen schlüssen zuviderlaufen. ben 802 178 Mitgliedern der 787 genossenschaftlichen Kassen ent- Wir bemerken noch, daß die am Montag, den 28. d. M., bei fielen nicht weniger als 167 011 auf die Genossenschaftstassen in Wien. Die finanzielle Situation der Rassen hat sich auch in Jahre 1893 wieder verschlechtert; die Zahl der mit Gebahrungsdefizit Behafteten stieg von 734 auf 840, und immer geringer wird die Zahl jener Kaffen, welche ihren Reservefonds in der gefeßlich vorgeschriebenen Höhe dotiren tönnen. Charakteristisch für die Durchführung des Kranken- Achtung, Vergolder! Der Generalstreit in Berlin dauert versicherungs- Gesetzes ist die relative Höhe der uneinbringlichen fort. Buzug bitten wir streng fern zu halten. Die Arbeiterpresse Raffenbeiträge, welche etwa 2,3 pot der vereinnahmten Beiträge des In- und Auslandes wird um Abdruck gebeten. Montag ausmachen; die Höhe der Rückstände ist nicht angegeben. Die Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. Abend 8 Uhr findet in der Ressource, Kommandantenstr. 57, eine öffentliche Vergolder- Versammlung statt. Wir erwarten den Besuch aller an dem Generalstreit Intereffirten. Die Agitationskommission. werden." u. wollen. In Mülhansen i. Elf. ist am Dienstag, den 17. b. M., ein partieller Textilarbeiter Streit ausgebrochen. Der Ausstand beschränkt sich auf die Kammgarnspinnerei Bäderich u. Cie., wo zur Seit die vergleichsweise niedrigsten Löhne gezahlt werden. Von ca. 90 in der Fabrik über Tag beschäftigten Anfegern streifen 50, etwa 15 haben im Wege der Kündigung die Arbeit verlassen und der Rest wird voraussichtlich alsbald folgen, was den Stillstand der ganzen Spinnerei zur Folge hätte. Die Anseher verlangen, um ihren Kameraden in anderen Fabriken gleichgestellt zu werden, einen Minimallohn gefunden Trinkwassers, da in der letzten Zeit infolge des Gevon 36 M. pro Babltag( 2 Wochen) und die Einführung eines musses verdorbenen Wassers mehrere Arbeiter erkrankt sind, was weder die Fabrikleitung noch die Polizeibehörde zum Einschreiten veranlaßt hat. Versammlungen. Die Orts Krankenkaffe für Handlungsgehilfen und Lehrlinge hielt am 13. d. M. ihre Generalversammlung ab, um sich darüber schlüssig zu machen, ob mit dem Verein der freigewählten Kaffenärzte" oder dem„ Berein Berliner Kaffenärzte" abgeschlossen werden sollte. Nach einem ausführlichen, mit reichem Bablenmaterial belegten Referat der Vorsitzenden der Kaffe und einem längeren Korreferat des Herrn Heymann, das sich weniger mit dem vom Referenten vorgebrachten Material, aber desto eingehender mit Formfragen beschäftigte, und nach dem noch ein Vorstandsmitglied der Arbeitnehmer gesprochen hatte, wurde der Antrag auf Schluß angenommen. Mit großer Mehrheit wurde hierauf der Vorstand beauftragt, mit dem Verein Berliner Kassenärzte" einen Vertrag für das Jahr 1896 abzuschließen. Textilarbeiter. Am 14. d. M. hielt die Filiale I der menen Vortrag über„ Die Entwickelung des Kapitalismus" hielt. Textilarbeiter und Arbeiterinnen ihre Versammlung ab, in der Genoffe Rozke einen von der Versammlung beifällig aufgenom menen Vortrag über„ Die Entwickelung des Kapitalismus“ hielt. Hierauf erstattete der Kassirer Bericht über das II. Quartal 95. Die Einnahmen mit Einschluß des Kassenvortrages betrugen 708,37 M., die Ausgabe 368,71 M. Somit verbleibt ein Be" Die gesammten Einnahmen beliefen sich auf 15 062 557 fl. ( bavon 14 100 906 fl. laufende Beiträge), die gesammten Ausgaben auf 13 865 353 fl.( davon 12 230 879 fl. Raffenleistungen), die Gebahrungsüberschüsse auf 1 197 704 fl., die gesammten Refervefonds auf 9001 014 fl. Von den 1840 043 Mitgliedern An die klaffenbewußten Arbeiter! erfrankten 697 404 in 864 122 Fällen; die Inanspruchnahme der der Berliner Vergolder hat am 9. September 1895 ihren Anfang Die schon seit Jahren in Aussicht genommene Lohnbewegung Kassen durch die Mitglieder war sonach eine starke. Die verhältnißmäßig geringe Sterblichkeit( 1 pct. der Mitglieder) erklärt genommen. Auf sich und die übrigen Arbeiter angewiesen, stehen fich aus dem Umstande, daß die alten gebrechlichen Arbeiter in die Arbeiter der Berliner Goldleisten- Industrie im Kampfe um ber Regel aus der Beschäftigung ausscheiden und dadurch die die Abschaffung der Akkordarbeit. Die am 9. September cr. ber Regel aus der Beschäftigung ausscheiden und dadurch die stattgefundene Versammlung der im Bergolder- und verw. GeMitgliedschaft bei der Kaffe verlieren. Schließt man von den baar gezahlten Krankenunterstützungen werben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins faßte auf den Lohn( das Krankengeld beträgt 60 pCt. des ortsüblichen, folgende Resolution: „ Die pp. Versammlung beschließt, das Akkordsystem ab50 pet. des wirklichen Tagelohnes), so ergiebt sich ein Jahreslohn von 148 f.; nach den Beiträgen zu schließen, ein solcher zufchaffen; die Fabrikanten werden aufgefordert, das Lohnsystem von 260 fl. jährlich oder 70 kr. täglich. Bei 15 Millionen Krank: von 260 fl. jährlich oder 70 kr. täglich. Bei 15 Millionen Krank einzuführen, sowie 9½½ stündige Arbeitszeit und einen Minimalheitstagen refultirt ein Verdienstentgang von 10,5 mill. Gulden, John von 21 M. zu bewilligen. Der Generalstreit ist so lange auf recht zu erhalten, bis die Fabrikanten sich mit der Kommission dazu Beiträge der Mitglieder 9,8 Millionen Gulden, zusammen in Unterhandlungen eingelassen bezw. von letterer die einzelnen 20,3 Mill. Gulden. Da die Mitglieder blos 12,2 Mill. Gulden in Form von Kaffenleistungen erhielten, verbleibt ein Verlust von Werkstellen, wo diese Forderungen bewilligt wurden, freigegeben 8,1 Millionen Gulden. Man ersieht daraus, daß die Krankenversicherung den wichtigsten Zweck, Ersatz des Verdienstentganges, lohn, ist das Unternehmerthum nicht gewillt, diese allermindesten Trotz dieser bescheidenen Forderung von 21 M. als Minimalnicht entfernt erreicht, daß sie zum großen Theil eine Versicherung und gerechtesten Ansprüche der Arbeiter irgendwie auch nur in Eindruck wird verstärkt durch die Thatsache, daß das Kranken- Erwägung zu ziehen, viel weniger sie zu erfüllen, falls es nicht gelb( 7 175 000 fl.) nur 50 pCt. der Beiträge, hingegen die ärzt- durch einen äußeren Druck dazu gezwungen wird. Kaffelbe gilt von der Forderung der 91/2 stündigen Arbeitszeit. Je schneller lichen Kosten( 2,25 Millionen Gulden) 15 pCt., die Apothekertoften die Berliner Kollegen diese Forderungen durchsehen, um so stand von 339,66 M. ( 1,65 Millionen Gulden) 11 pCt., die Spitalverpflegungskosten Zum Bibliothekar wurde Kollege Rohl einstimmig wieder( 773 000 fl.) 5,5 pCt. und die Verwaltungstoften( 1 098 130 fl.) Schneller werden die Kollegen der anderen Städte diesem Beispiel gewählt. Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit des Ueberfolgen. Daher die Golidarität des Unternehmerthums. Nicht 8 pCt. der laufenden Beiträge ausmachten. aus Eigennutz haben die Berliner Kollegen die Arbeit schusses vom Stiftungsfest, worauf das Vergnügungskomitee entlastet wurd. Ferner wird der Antrag angenommen, voi Böhmische Wohnungsverhältnisse. Als deutlicher Be- niedergelegt. Nicht leichtsinnigerweise verließen solche, welche Ueberschuß des Stiftungsfestes( 98,60 Mart) dem Bibliothekar weis für den bedenklichen Zustand der Wohnungsverhältnisse das ausnahmsweise Glück hatten, 10 bis 15 Jahre in einem 30 m., das übrige dem Vertrauensmann zu überweisen. Ueber in vielen Orten Böhmens darf wohl ein Erlaß des Statt- und demselben Geschäft für einen weit unter den orts- den Antrag, eine Partie nach Nowawes zu veranstalten, wird halters an die Bezirkshauptmannschaften betrachtet werden. Der üblichen Tagelohn gestellten Verdienst gearbeitet zu haben, Statthalter erklärt, daß er sich selbst von dem unzureichenden ihre Arbeitsstätte. Nicht aus Uebermuth griffen die Berliner sur Tagesordnung übergegangen. Ferner wird noch bekannt geBauzustande zahlreicher Wohnungen überzeugen konnte; ganz be- Kollegen zur Waffe des Streiks. Nur die systematisch betriebenen geben, daß am 23. d. M. eine öffentliche Versammlung stattsonders seien es die in ihren Dimensionen unzulänglichen, feuchten, Lohnherabsehungen der Unternehmer, deren Sucht nach Gewinn, findet. Nachher fand ein gemüthliches Beisammensein mit Licht und Luft entbehrenden Souterrain- sowie die hierdurch bedingten Entbehrungen zwangen die Arbeiter, Tanz statt. und Reller wohnräume, welche besonders anläßlich der den Kampf aufzunehmen. An sämmtliche Kollegen, Arbeitsgenossen Eine Mitgliederversammlung der MusikinstrumentenHochwasserkatastrophe in Roschir und Slubocep seine Aufmerksamkeit aller Länder, richten wir die dringende Aufforderung, durch Arbeiter für den Norden fand am 14. September in der Ackererregten. Der Erlaß richtet sich an den Landesausschuß mit Veranstaltung von Sammlungen sowie durch Zuwendungen aus ftraße 145 bei Wizzel statt. Genosse Sassenbach hielt einen mit der Aufforderung, alle ihm unterstehenden Organe zur ftrengen Vereinsmitteln die fämpfenden Goldleiften- Arbeiter Berlins zu Beifall aufgenommenen Vortrag über die Währungsfrage. Kollege Durchführung der Bauvorschriften anzuhalten. Diese bedent- unterstützen. Wenige Wochen nur vermag die mächtige Gold- Drabnick theilt mit, daß in der nächsten für den Süden einlichen Zustände hätte der Statthalter freilich nicht nur in leisten- Industrie Berlins den Streit auszuhalten und müssen die berufenen Versammlung der Antrag des Vorstandes, die Unterder Nähe der Landeshauptstadt, sondern mehr noch in Vergolder Berlins, unterstüßt Ihr fie, fiegen. Das Kapital, ftügung an Streifende pro Person auf 15 M. und für jedes den größeren Provinzstädten finden können. Nicht nur welches ohne die Arbeit anderer sich selber auffrißt, muß nach Kind auf 1 M. festzusetzen, zur Diskussion steht. Ueber den daß der Großtheil aller von den Arbeitern bewohnten geben. Die Kollegen und Arbeitsgenossen in allen Orten find Pfaffe'schen Streif fand eine längere Diskussion statt. Neu aufWohnungen aus einem einzigen, oft fehr schmalen und knappen ersucht, schnellstens das erforderliche zu veranlassen und die genommen wurden 4 Kollegen. Raum besteht, spielen Schmuß, Ungeziefer und Baufälligkeit Arbeiter der anderen Berufe für die Unterstützung der Berliner eine hervorragende Rolle. Am traffesten tritt aber der Goldleisten- Arbeiter zu intereffiren. Die Zahl der zu UnterMangel an ungenügenden Wohnungen bei den Bergarbeitern, ftüßenden beträgt ca. 600 Personen. die in Werkskolonien wohnen müssen, zu tage. Diese Den Ertrag der gesammelten Gelder beliebe man an den Wohlfahrtseinrichtungen" sind meist Räume, faum hinreichend Hauptkassirer des Verbandes der im Vergolder- und verwandten für zwei Personen, in denen jedoch sechs bis zehn Personen, Er- Gewerben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, wachsene und Kinder durcheinander, untergebracht sind, da die Heinrich Späthe, Berlin- Moabit, Wilsnackerstraße 39, einzusenden. meisten verheiratheten Arbeiter auch noch Koftleute aufgenommen Der Hauptvorstand haben. Wo dies der Fall ist, dort werden am Abend eine Reihe von Strohsäcken hergerichtet, auf welchen nebeneinander Plaz des Verbandes der Vergolder usw. Franz Nary, Vorsitzender, Oppelnerstr. 43, vorn 4 Tr. Die Bildhauer hatten sich am Sonntag, den 15. September, recht zahlreich mit ihren Angehörigen im Keller'schen Saale" in der Koppenstraße versammelt, um einen Vortrag des Genossen Pinn über Nordans:„ Konventionelle Lügen" zu hören. Dupont forderte zur thatkräftigen Unterstützung der streikenden Dresdener und Berliner Steinbildhauer auf. Koswig giebt noch bekannt, daß die nächste Vereinsversammlung nicht Tienstag, sondern Donnerstag, den 19. d. M., stattfindet. Nach Echluß der Verfammlung hielt noch ein Tänzchen die Anwesenden einige Stunden in fröhlichster Stimmung beieinander. Der ihr den " und eingenommen. Gesangverein Rheingold, Gollnowsir. 40 bet Miegel. Fris= Naunynfiraße 86 bei Fritz Zubeil. Brandenburger Männer= int Gefangverein Freya II( gemischter Chor), Rirdorf, bet Dantel Böttcher. Freie Liebertafel, Schuhmacher. Eine öffentliche Versammlung aller in der Dienstag, den 24. b. M., findet bei in u. Ro.. Alte Jakobftr. 88,1 genoffenschaft Befreiung" gebildet, welche am 1. Ottober in Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand am eine Sigung der Vertrauensleute der Militäreffekten- Fabriken Thätigkeit treten werde. Die erste Filiale soll in Moabit er16. d. M. im Saale von Joel, Andreasstr. 21, statt. In der statt, in dieser soll eine nähere Aussprache vorgenommen werden richtet werden. Redner forderte zum allseitigen Beitritt zur felben erfolgte die Abrechnung der drei Agitationskommissionen und hat dann eine spätere Versammlung das weitere zu be- Konsumgenossenschaft auf. von den letzt verflossenen Streiks. Die Abrechnung vom Streit schließen." Korreferent war Hofmann, welcher dem Referenten nach bei Bergschmidt u. Lange schloß mit einem Bestande von 70,37 M. Unter Punkt Verschiedenes" beleuchtete Tannhafen jeder Richtung opponirte. Das Resultat der folgenden Diskussion, ab. Die weiteren Abrechnungen betrafen die Streits bei Müller zunächst die grausigen Zustände in der Dotty' schen Werkstatt. deren Kosten hauptsächlich die beiden Referenten trugen, war die u. Schleißweg und Rosenthal u. Groß. Die letteren Ab- Seit 1890 fet, so viel er weiß, kein Fabrifinspektor dort gewesen mit schwacher Mehrheit erfolgte Ablehnung einer Resolution, rechnungen gaben wieder zu lebhaften Auseinandersetzungen und spotte daher beispielsweise die Beschaffenheit der Klosets welche sich gegen die Konsumgenossenschaften als Kampfmittel Veranlassung. Es folgten die Abrechnungen noch weiter statt- jeder Beschreibung. Sassenbach, Pörsch und Münde des Proletariats aussprach. gehabter Streifs, sowie die Abrechnungen der Agitations- rügten die überlange Arbeitszeit, welche sich viele Sattler aus Schöneberg. In der Arbeiter Bildungsvereins komissionen der Filzschuharbeiter, der Schuhmacher und der Anlaß der gegenwärtig günstigen Konjunktur fe I b ft auferlegen, mechanischen Schuharbeiter. Die Abrechnung von Bergschmidt ohne dabei zu bedenken, wie sehr sie damit sich und die Gesammt. Bersammlung am 16. d. M. fand eine durch das Agrarprogramm u. Lange wurde gleich in der Versammlung geprüft und der heit der Berufsgenossen schädigen.( Sehr richtig.) Diesem Ver- angeregte Diskussion über das Thema: Sozialdemokratie und Kassirer Schulz entlastet. Bezüglich der sonstigen Abrechnungen halten soll entschieden entgegengetreten werden. Landbevölkerung statt. Alle Redner hoben hervor, daß wir wurde eine Revisiouskommission gewählt, welche einer späteren ebenso mit unserem jezigen Programm auf dem Lande Versammlung Bericht zu erstatten hat. Die geplante VerEine öffentliche Schneider- und Näherinnen Versamm- wie in der Stadt agitiren, daher das Agrarprogramm entbehren schmelzung der drei bisherigen Agitationskommissionen wurde lung, zu der die Kollegen und Kolleginnen aller Branchen ge- fönnen. Unter Vereinsangelegenheiten wurde auf die am 7. Otdarauf vollzogen. Die bisherigen Agitationskommissionen wurden laden waren, tagte am 16. September in der Berliner Resource. tober stattfindende Generalversammlung hingewiesen, in der die aufgelöst und an deren Stelle eine einheitliche Kommission für Bur Tagesordnung stand ein Vortrag des Schriftstellers Hein- neue Broschüre zur Verlesung, wie auch die Gestaltung der neuen rich Schulz über die deutsche Dichtkunst vor und während der Mitgliedsbücher zur Berathung gelangt. Weiter sind die MitBerlin und die Umgegend gewählt. In dieselbe wurden ent- 1848 er Revolution. Der Redner wußte durch Vortragsweise glieder gehalten, dem Kassirer ihre eventuelle Angehörigkeit fandt Nauer, Rott, Willner, Niederauer, Schulz, Weber, Kerwin, Bock und Lange. und Inhaltsreichthum seines trefflichen Referats ein ganz be- einer Gewerkschaftsorganisation anzugeben behufs Aufnahme einer Restbestand der von den Filzschuharbeitern veranstalteten Mai und bis zum Schluß äußerst rege zu erhalten. fonders lebhaftes Interesse seiner Zuhörerschaft zu erwecken Statistit. fammlung wurde der Gewerkschaftskommission überwiesen. Die Beifall wurde dem Vortragenden zu theil. Reicher Berliner Zentralverein für Stenotachygraphie( Bezirk West"). Außer einigen Jeden Freitag abends 8% Uhr: Uebung im Restaurant„ Lemm", Steinm: BWahl von Delegirten zu dieser wurde bis zur nächsten Versamm: Beifall wurde dem Vortragenden zu theil. lung vertagt, ebenso die Beschlußfassung zur Deckung des Defizits, Anregungen zu dem Vortrage seitens des Kollegen Timm fraße 76. Gäste willkommen. fand keine Diskussion statt. Hierauf unterbreitete der Kollege 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179 a: Geschichte( Bäsarismus Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, abends von 7-8% Uhr: Lektüre. welches durch unzureichende Eingänge für die Delegirtenkoften 3ander den Versammelten die halbjährliche Abrechnung im alten Rom; Entstehung des Christenthums; unchriftlicher Kommunismus.) nach Erfurt entstanden ist. der Agitationskommission, der er die dort init inbegriffenen Ab- Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen UnterCattler." Die gegenwärtigen Lohntämpfe, rechnungen vom Weihnachtsvergnügen und vom Maskenball richtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufder Streit bei Dotty und Festsetzung der Preise voraussandte. Das Weihnachtsvergnügen zeitigte einen lleber Lese- und Diskutirklub, Westen". Jeden Freitag, abends 8% Uhr, für die deutschen Militärarbeiten" bildeten die schuß von 135,60 m., der Maskenball einen solchen von bei Hermann Werner, Bülowfir. 59. Borsigender 97,50 M. Mit diesen beiden Ergebnissen Arbeiter Sängerbund Berlins und Untgegend. Tagesordnung einer öffentlichen Sattlerversammlung, welche am Ad. Neumann, Pasemalterstraße 3. Alle Aenderungen im Vereins18. September in Brochnow'3 Festsaal, Sebastianftr. 39, schließlich dem Bestand vom vorigen Halbjahr, bestehend in talender find zu richten an Fried. Kortunt, Manteuffelfir. 49, v. 2 2. Freitag. ftattfand. Der Referent Saffenbach ging zuvörderst auf die 829,20 m., betrug die halbjährliche Einnahme 1413,89 M. uebungsfiunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Goltegia, Kaiser'scher Männerchor, Schönhauser Organisationsfrage ein. Obgleich in den letzten Wochen durch die Ausgaben dagegen betrugen 1126,45 M., somit bleibt ein balbertfir. 21 bei Roll. Allee 28, bei Kelle. Arbeiter Gesangverein Nord, Usedomstr. 33 bet die Organisation vieles Gute geschaffen wurde, bliebe das Gros Bestand von 287,44 M. zu verzeichnen. Nach der von den Revi- Dlböter Buchbinder Männerchor, Holzmarttfir. a bei Deter. der Berliner Sattler in unverzeihlichem Reichtsinn on lebhaften Appell an die Kollegenschaft, für recht rege Betheiligung Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Gohn's reſtaurant( berrabe 30 foren beantragten Entlastung des Kassirers richtet dieser einen Gesangver. Maiglödchen I, Sindowerstr. 26 b. Sachs.- Gemüthlichkeit, Neue Friedrichstraße 44, bet Nöllig. Typographia, Gefangverein dennoch fern; trog eifrigster Agitation feien legten Wochen faum 50 neue Mitglieder dem Verbande an den Sammlungen auf den Agitationslisten zu sorgen. Hierzu Beuthstr. 20. Gesangverein Swinemünderstraße 35 hinzugetreten. Besonderen Vorwurf treffe die Taschenarbeiter; nahm Kollege Timm Veranlassung scharfe Kritit zu üben an bei Sübner. nachdem ihr Verdienst sich etwas gebessert, seien sie sofort wieder dem indifferenten Verhalten der großen Mehrzahl der Herrmann Gefangverein Melodia, Nigdorf, Bergfir. 142 bet Schimtäfe. in den früheren Indifferentismus zurückverfallen. Redner er- Hoffmann'schen Kollegen gegenüber ihrer Drganisation und Gefangverein Brandenburg a. S., Mengerts Boltsgarten, mahnte die Versammelten eindringlichst, endlich der Organisation anderseits an dem Eifer derfelben Kollegen, als es galt, dem reichen Bergstraße. Germannfir. 140, mehr wie bisher Aufmerksamkeit zuzuwenden und sich, soweit es Herrn Hoffmann ein Jubiläumsgeschenk in Gestalt einer Denkschrift Gr. Frankfurter ftr. 74 bet Breuer.- Nordwacht, Chauffeeſtr. 72 bet Meißner. noch nicht geschehen, ihr anzuschließen, sonst sei der gegenwärtige zu übermitteln. Ganz besonders tadelnd. wandte sich Timm gegen Frete Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei M. Schulze. Sängertreis( Weißensee), die Faßteffel- u. Müntmann'schen Kollegen, die, mit einigen Aus- Arbeiter Gesangverein Weißenburger= Erfolg auf die Dauer nicht festzuhalten. Elberfeld- Barmen sei firaße und Gedanstraßen- Ede bei Brennert. Loreley, Gründer beste Beweis, welchen Werth eine gute Organisation habe, nahmen, nicht in der Organisation, sondern außerhalb derfelben( halerstraße 4 bet Hämmerling. Lustige Sänger, Potsdam, BranBieber's cher Männerdort hätten die Fabrikanten derselben sogar die Besetzung stehen, also unsere Gegner sind, und sich dennoch gestatteten, der denburger Kommunikation 16 bei Glafer. der offenen Arbeitsstellen übertragen. Geselligtett, Hennigsdorf, todten Kollegin Agnes Wabnitz einen Kranz an ihrem Todestage hor, Rofenthalerfir. 57 bei Wernau. Anders die Berliner Orante, Weißensee, Königschaussee 41 bei Fabrikanten, diese erlassen in allen Provinzialblättern zu widmen. Kollege Stubbe schloß sich der Meinung Timm's Böhmert's Gas haus. Frenfe. Gesangverein Vereinte Sangesbrüder, Moabit, Inserate voll und ganz an. Es folgte nunmehr die Ergänzung der Agi- Berleberger firaße 28 und leider verlangen Arbeitskräfte, und fet bei Hermerschmidt. Sängerverein Sorgen die Organisation in der Provinz noch nicht genügend ausmann, Göy und Frl. Lift aus der Knabenkonfektion. Zum praße 19 bet echmidt. tationskommission durch Wahl der Kollegen Hennig, Rutsch fret, Admiralstraße 18 c, Märkischer Hof. Gangesfreund, Dragonerstr. 32 bei Stamlowsky. Gesangverein Wacht auf I, Wörther gebaut, um dem Zuzug von Streitbrechern nach Berlin gebührend Gesangverein Stralauer& iedertafel, entgegentreten zu können. Zur Lage der Dinge übergehend, gab Schluß machte Kollege Haase bekannt, daß das Herbstvergnügen Rummelsburg, Prinz Albertstraße bei Geitat. · Gefangverein Treu und Redner bekannt, daß in Berlin dem Streit bei der Firma oh am Sonntag, den 29. September, bei Gründel in der Brunnen- Einigkeit, Rigdorf, Prinz Handjernstraße Nr. 58 ein solcher bei der Firma Dotty gefolgt ist. Diese Firma bat straße stattfindet. in der vorigen Woche die spanischen Tornister in Arbeit gegeben und will nur 2,20 m., also noch 10 Pf. weniger als die Firma oh bezahlen. Da alle Unterhandlungen resultatlos verliefen so haben am 16. d. M. 16 Arbeiter der Firma Dotty bie Arbeit eingestellt, nur einige ältere Arbeiter blieben figen. Die Aussichten stehen für die Streifenden günstig, sobald es gelingt, Streifbrecher fern zu halten. Leider hat hier die Polizei fich in unerfreulicher Weise zu gunsten des Unternehmers eingemischt, indem sie vor der Fabrik patrouillirende Streifende fortwies. Gegen einen speziell bezeichneten Lieutenant wird Beschwerde bei der vorgesetzten Behörde erhoben werden, um zu hören, ob es Leuten mit solchem Bildungsgrad gestattet ist, ihre Anreden an friedliche Bürger mit Namen aus dem Thierreich zu beginnen. Die Streifenden der Firma 2oh haben sich am 14. b. an das Berliner Gewerbegericht gewandt, einen Einigungsversuch vorzunehmen. Die Firma ist auf diesen Vorschlag eingegangen und öffentlicher Termin in dieser Angelegen heit fand am Donnerstag statt.( Siehe den Bericht darüber an anderer Stelle.) Auch in Roisdorf bei Bonn beginnt es sich unter den Sattlern zu regen, obgleich die dortige Militäreffekten- Fabrik schon 1/2 M. mehr für den einzelnen Artikel zahlt, als die Ber Die Möbelpolirer( Filiale Often) hielten am 16. b. Mt3. liner Fabrikanten; die Roisdorfer Sattler verlangen die von den ihre ordentliche Versammlung bei Genossen Wilke, Andreasfir. 26, Elberfelder Fabritanten bewilligten Preise. Die spanischen ab. Rollege Weber hielt ein Referat über das Thema: Wie Arbeiten sind nun bald fertig, doch dann würden die Streitig verbeffern wir unsere Lage im Möbelpolirer- Gewerbe", das bei keiten bei den deutschen Militärarbeiten beginnen. Deshalb sien fällig aufgenommen wurde. Nach längerer Debatte wurde foldie Sammlungen unbedingt fortzusehen und für den Anschluß an gender Antrag angenommen: Die Filiale Often stellt den Antrag, die Organisation zu agitiren. Es werde nothwendig sein, jede die Kommission aufzufordern, eine öffentliche Versammlung einWoche wenigstens eine Versammlung abzuhalten; es bleibe noch zuberufen und die Lohnfrage auf die Tagesordnung zu sehen. ein großes Feld der Thätigkeit, auch die Wagen- und Treibriemen Sämmtliche Kollegen waren sich darin einig, daß in den Werkarbeiter sollen von der Bewegung Vortheil haben und ihre Verstätten, die die schlechtesten Löhne zahlen, schon in diesem Herbst hältnisse ausbessern. Doch dazu sei einiges Busammenstehen in der eine Lohnaufbesserung durchgesezt werden müsse. Vom Vertrauens Organisation nothwendig. Um den Sattlern den Anschluß an mann M. Richter wurde darauf hingewiesen, daß die Vergolder den Verband zu erleichtern, sollen von jetzt ab die Vertrauens- petuniär unterstützt werden müssen, was als selbstverständlich Teute der Fabriten und Werkstuben mit Mitgliedsbüchern und angenommen wurde. sonstigem Material versehen werden. Wenn die Kollegen auch Die Gewerkschaften Moabits waren für den 18. d. M. dann noch der Organisation fern bleiben, würden wesentliche nach dem großen Saale der Kronenbrauerei entboten, um über Vortheile kaum zu erreichen sein.( Beifall.) In der Debatte die Konsumgenossenschaften als Kampfmittel des Proletariats zu wurde allseitig beklagt, daß die Heimarbeiter, die sogenannten diskutiren. Der Versammlung wurde fein großes Interesse ent Sackreißer" den streikenden Werkstubenarbeitern als Streit gegengebracht, denn nicht einmal 150 Personen waren zu der brecher in den Rücken fallen. Festgestellt wurde, daß selben erschienen. Referent über das zur Tagesordnung stehende deutsche Arbeiten schon vielfach in Angriff genommen Thema war Otto Steinbart, welcher in längerem Vortrage worden sind, so bei de la Croix in Schöneberg, bei seine Theorien entwickelte, die darauf hinausliefen, den Arbeitern Gitan, Thieme, Hoffmann 2c. 2c. Der Schöneberger zu empfehlen, große Konsumgenossenschaften zu gründen, um das Briefkasten der Redaktion. Fabrikant habe, so wurde berichtet, Plakate anheften lassen des durch dem Kapital zu Leibe zu gehen, und zwar wirksamer, als wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Sabl) Inhalts, daß er wegen der rheinländischen dies durch die bisherigen Mittel, Streits, Boykotts, Produktivanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. chmuskonkurrenz nicht mehr als 75 Pf. für eine Genossenschaften geschehen könne. Als klassisches Beispiel führte G. 141. Die Heirath mit seiner Halbschwester ist unPatronentasche mit Nieten zahlen könne; demgegenüber wurde der Referent die jeßige Parteifpedition an, welche er als eine zulässig. Der geschlechtliche Verkehr mit der Halbschwester ist mit betont, daß die Elberfelder Fabrikanten bedeutend höhere Preise Konsumgenossenschaft für geistige Nahrung hinstellte. Würden Gefängniß bis zu zwei Jahren und mit Ehrverlust bedroht. Eine zahlen und daß somit dieser Trick" des Herrn de la Croix diese Konfumgenossenschaften gleichzeitig die Waaren zugeheirathete Schwester, die eine andere Mutter und einen feinen Zweck kaum erreichen werde. Folgender Antrag fand ein- produktion für die Bedürfnisse der Genossen übernehmen, so würde anderen Vater als der Bruder hat, gilt nicht als Halbschwester stimmige Annahme: es ihnen möglich sein, die sozialistische Waarenproduktion und in vorstehendem Sinne. O. 156b. Es ist keineswegs strafDie Versammlung beschließt: für die deutschen Arbeiten die Bertheilung allmälig durchzuführen. Diese Theorien ins prat bar, einem Kunden mehr anzurechnen als einem anderen. selben Preise zu fordern, die in Elberfeld gezahlt werden. Am tische Leben zu übertragen, habe sich hier in Berlin eine Konsum- In Ihrem Falle ware Ihre Forderung jedoch unberechtigt. Todes- Anzeige. Allen seinen Kollegen, Freunden und Bekannten zur langjähriger Freund, der Zimmerpolier Deutscher Nachricht, daß mein Holzarbeiter Karl Michaelis am 16. d. Mts. sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des alten Louisentirchhofes aus, statt. 167b H. Jüling. Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter Filiale Berlin 8. Mitgliederversammlung bei Reden. Gesangverein Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantstraße, bet Mertens. Gesangverein der Metallarbetter( Dft), Blumenstr. 46. nofenthaler Borstadt, Bernauerstr. 47. Frohoffnung Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarcftr. 74 bei Krause. ( Berlin W.), Grunewaldstraße 110 bei Keßner. Brüderschaft, Alte Jatobfir. 87-88 bei Lamprecht. Freiheitsglocken, Wörther= Rosalia, Blumenstr. 46 bei Tomatscheck traße bei Buchholz. Syrene, Rosenthalerstr. 57 bet Julius Wernau. Eintracht III, Eberswalde, Freienwalderfir. bet Weber.- Fortschritt, Melchiorfstr. 15 bei tehmann. Die Puter( Maurer) beriethen am 16. September in öffent licher, gut besuchter Versammlung bei Cohn, Beuthstraße 20, wie dem oft unqualifizirbaren Betragen der sogenannten Pußmeister am wirksamsten entgegenzutreten ist? Fast alle Redner sprachen sich für ein sofortiges Vorgehen gegen die einreißenden Uebelstände im Gewerbe aus. Schließlich fand folgende Resolution einstimmige Annahme: Die 2c. Versammlung beschließt, jeder Buyer alle Buschriften find zu senden an P. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: ift verpflichtet, nicht unter einer Abschlagszahlung von 7 M. bei einer Staittub ka iro, Abends 8 Uhr bet Fr. Bothe, Restaurateur, Ritterfir. 32. täglichen Arbeitszeit von 9 Stunden zu arbeiten. Dem Liefern von Mufitverein Hoffnung, Große Frankfurterite. 183 bei Gold. Rüstzeug 2c.( von anderer Seite als der des Bauunternehmers) webbing, abends 8% Uhr, bet Schafer, Steue Hochstraße 49. Gesang-, Turn- und gesellige Hereine. Freitag. Quartettverein Gesangs ist ganz energisch entgegen zu wirken. Um das Puzmeister- verein sitaria, abends 8% Uhr, Sigung Blumenftr. 46 bei Tomasched. Eystem nachdrücklichst befämpfen zu können, ist die Zugehörigkeit arthaus'fer Gefangverein. Uebungsftunde: abents» Uhr Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. " der Buzzer zu ihrer Organisation eine Nothwendigkeit, und er. Woltewig), bei G. Gomoll, Waldemarstr. 38, abends 9 Uhr. bei Wiedemann, Blumenftr. 38. Bithertlub pengruß"( Direktion wartet daher die Versammlung, daß sich die noch unorganisirten Kollegen sofort derselben anschließen." In einer am nächsten Montag stattfindenden Versammlung sollen die weiteren Maßnahmen gegen diejenigen Bauten bezw. Unternehmer getroffen werden, welche die in der Resolution niedergelegten Boraussetzungen nicht einhalten. Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) " Privats heaterverein Grescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Puubuserstr. 35. Vergnügungsverein husnelda, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Sindenstr. 106. Große Frankfurterstraße 133 bet Gold. Musikverein Hoffnung( ft), abends von 9-11 Uhr. Uebungsstunde Tambourverein Frei- weg, uebungsfiunde bei M. Rabbat, Elsafferstr. 11. Bithertlub Waldrose, abends 9 Uhr, Manteuffetfir. 86, Parterre- Reſtaurant. Verein Grüne Zanne, abends 9 Uhr, bei Kaifer, Martusstraße 8.- Vergnügungsverein Gefang Im Brand, Sigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. verein der Bauanfchläger Berlins, abends 9 Uhr bet J. Wernau, Rosenthalerstr. 57. Zitherklub Frohsinn, abends 8% Uhr bei Retch, Blumenftr. 32. Gäste willkommen. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Freitag: ApfelTurnverein Fichte. 2. Männerabtheilung turnt Dienstag und turnt Dienstag und Freitag abends von 8 5. Diännerabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von in bis blüthe, Hochstädterstr. 30 bei Graminsty. Freitag abends von 8-10 Uhr in der Turnhalle Stalizerſtraße 55-56. 4. Männerabtheilung 10 Uhr in der Turnhalle, Stefanstraße 8. Dienfiag und Freitag abends von 8-10 Uhr in der Turnhalle, Ackerstr. 6 bis 7. 1. Behrlingsabtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Friedenstr. 37. Boechstraße 27.- Damen- Abtheilung turnt Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr Mariannen- Ufer 1a. erfte Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- Kraft- und Artisten lub Berolina jeben Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Waldemarstr. 42. Kraft- Turnverein offnung, abends von 9-11 Uhr bei Nowak, Manteuffelstraße 9. Stattlub Schnitt, abends 9 Uhr, bet Trittelwis, Faltensteinstr. 7. Zanzlehrer- Verein Solidarität, im Restaur. Grauer, Oranienstr. 121. uebungsstunde und Sizung. Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's 3. 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Elsasserim Lokale des Herrn Hoffmann, Englischer Garten, Alexanderstr. 27c: straße 12. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuthstrasse 2. Soeben erschien zur Maßenverbreitung: Deffentl. Versammlung für Frauen u. Männer. Möbel- Kaufgelegenheit. Der Essener Meineidsprozess. = Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Georg Wagner über„ Klassenkämpfe". Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 f. Textilarbeiter. 166b Große öffentliche Versammlung sämmtl. Textilarbeiter Berlins ( Weber, Wirker, Posamentiere, Färber u. Appretur- Arbeiter u. Arbeiterinnen) am Montag, den 23. September, abends 82 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27. Zages Ordnung: 1. Wahl eines Agitationskomitees für die Provinz Brandenburg. 2. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 3. Bericht des Vertreters vom Gewerkschaftskarrell und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. G. Lehmann. Achtung! Zimmerer. 1686 Verein der Zimmerer Berlins u. Umgeg. Sonntag, 22. September, vormitt. 10 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 21-22: Mitglieder- Versammlung. Bon Dr. Franz Lütgenau. Zum Umzug passendste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer, Pensionate 2c. In meinem entschieden größten Möbelspeicher, Neue Königstraße 59, I., sollen sofort circa 300 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene 48 Geiten großoktav. Preis 15 Pf. Porto 5 Pf. und neue, nur gediegene Möbel zu jedem anWeit hinein in die bürgerlichen Kreise hat dieser Prozeß durch seine nehmbaren Preise vertauft werden. Ganz be- Einleitung, seinen Verlauf und das Geschworenen- Urtheil Aufregung getragen sonders zu empfehlen ist der große Vorrath und auch dort offene Mißbilligung gefunden, die in der Schrift durch die verltehen gewesener Möbel, welche noch faft Stimmen aus der gegnerischen Preffe für spätere Zeiten regiſtrirt ist. Erst neu sind, und zum halben Preise abgegeben werden. Durch sehr große Gelegenheitstäufe durch die Schilderung der tiefen Klassenscheidung und Klassengegensätze in der zu fabelhaft billigen Preisen ist es mir möglich, rheinisch- westfälischen Industriehölle, aus denen der Verfasser den Prozeß schon ganze Wohnungs- Einrichtungen für 90, erklärt, wird dieser verständlich und begreift man es, warum der Staats150, 300 mt. zu liefern, ebenfalls hochfeine, anwalt durch den Hinweis auf die Streits 2c. so offen an die Klasseninstinkte herrschaftliche Einrichtungen von 500-5000 Mt., der Geschworenen appellirte. Auf diesem Boden ist auch der Zeuge Münter also billiger als jede Concurrenz und billiger eine typische Erscheinung. Aus den Verhandlungen, denen der Verfasser selber als in jedem Ausverkaufsgeschäft wegen Umzugs, Hausabriß 2c. Theilzahlung gestattet. beiwohnte, erbringt er den Beweis für die Unschuld der Berurtheilten. Beamten ohne Anzahlung, ohne Preiserhöhung. Wir empfehlen die Schrift zur weitesten Verbreitung. Kleiderspind 12 Mart, Kommoden 6, Küchenspind 12, Stühle 2 Mart. Neue NußbaumKleiderspinden und Verlicows 30 Mir., Muschelspind und Verticom 35 Mr., Bettstellen mit Säulen Kleiderspind, hochelegant 56 Mart. Trumeaug mit Säulen und Krystallglas 60, 233/10 Verein der Schäftebraucht. Sonnabend, 21. Sept., abends 9 Uhr, bei Matragen und Ketltiffen 18 Mt., Sophas 18, Verein Wernau, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. 2.- D.: 1. Bortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt ge Cylinderbureaur, Herrenschreibtische, Damen- macht. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse 173/6 Tagesordnung: 1. Bereinsangelegenheiten. 2. Vortrag des Schrift Chaiselongues, Salongarnituren, portièren, der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. ftellers( früheren Boltsschullehrers) Heinrich Schulz über: Die häusliche Erziehung im heutigen Klassenstaat. 3. Gewerkschaftliches. 257/4 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht. Der Vorstand. Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend. schreibtische, Schreibsecretaire 30 Mt., Plüschgarnituren 60 und 100 Mt., Pianinos, Paneel: sophas 75 Mart. Bücherspinden, Antleide: schränke mit Spiegelthüren, Frifirtoiletten, Steppdecken, Tischdecken, Gardinen, Fenster 5 Mt. Empfehle allen Herrschaften, vor Eintauf von Möbeln mein entschieden größtes und billigstes Möbellager zu besichtigen und von den staunend billigen, aber festen Zarpreisen Sonnabend, den 21. September 1895: Vill. Stiftungs- Fest in Buss' Salon, Grosse Frankfurterstr. 85, zu überzeugen. Nur Ueberzeugung macht wahr unter Mitwirkung des Gesangvereins Hängerchor der Töpfer( M. d. A.-S.-B.). das Ansehen fostet nichts. Getaufte Möbel tönnen 3 Monate toftenfrei auf meinem Auf: bewahrungsspeicher lagern, werden durch auch nach außerhalb. Sonntag, den 22. d. M., vormittags 9½ Uhr, bei Lang, eigene Gespanne transportirt und aufgestellt Anfang 8 Uhr. Lothringerstr. 41: Versammlung. Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Schriftstellers Fr. Hansen über: Modernes Jnnungswesen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. 1594 Achtung! Putzer! Achtung! Montag, den 23. September, abends 6 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37: Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend. Zages Ordnung: 131/10 1. Bericht über die Folgen der am 16. September gefaßten Resolution. 2. Welche Maßnahmen gedenken wir in der Folge zu ergreifen? Kollegen, da wo Ihr die Abschlagszahlungen von 7 Mart pro Tag und neunstündige Arbeitszeit nicht erhalten habt und Ihr gezwungen worden seid, die Arbeit niederzulegen, bitte sofort am Sonntag, vormittags von 10-12 Uh, bei Gabriel u. Jäger, Zehdenickerstr. 10, dem Vertrauensmann A. Vogel zi Der Vertrauensmann. melden. Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. Sonntag, den 22. September 1895, vormittags 11 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstrasse 44: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Millarg über: Die Gewerbe- Ordnung und ihre Bedeutung für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Vorstandsantrag. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Der unentgeltliche Arbeitsnachweis des Vereins befindet sich im Verein3lokal, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig, Wochentags abends von 8-9, Sonntags vormittags von 10-12 Uhr. Gäste haben Zutritt. 59/4 Achtung! Rixdorf! Der Vorstand. Achtung! Teltow- Beeskow- Charlottenburger Wahlkreis. Sonntag, den 22. September, vorm. 10½ Uhr: Oeffentliche Kreis- Versammlung in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. 48-50. Tages Ordnung: 203/3 1. Stellungnahme zum Parteitag. Referent: Reichstags- Abgeordnete: Fritz Bubeil. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten. 4. Berichterstattung der Delegirten der Brandenburger Konferenz. Die Parteigenoffen der einzelnen Kreise sind verpflichtet, in dieser Verfammlung recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Achtung! Achtung! Bauarbeiter Schönebergs. Mitglieder- Versammlung Obst's Jophastoff S Reste = in Rips, Damak, Crêpe, Großer Ball. 190/1 Entree inkl. Tanz 30 Pf. Der Vorstand. Hierzu ladet freundlichst ein Billets sind in sämmtlichen Zahlstellen sowie Gipsstraße 16( Restaurant) und in sämmtlichen mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. D. D. Liedertafel der Maler. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Phantaste, Gobelin und Sonnabend, 21. Septbr., in Fiebig's Salon, Gr. Frankfurterstr. 28: Plüsch spottbillig! Läuferstoffe Proben franko! in allen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Emil Lefèvre, Berlin S., Oranienstraße 158. Nur mit Oswald Nier's Hauptgeschäft Berlin reinen, ungegypsten Natur- Tisch- u. Kneipweinen werden( bester Beweis ihrer Güte!) in Frankreich solche Wunderweine hergestellt, wie: Oswald Nier's Antigichtwein durch Duflot- Paris zubereitet( in 24 Stunden keine Gicht noch arthritische, rheumat. Schmerzen mehr, Brochure bei mir gratis n. franco) und Oswald Nier's Kraftwein zubereitet durch ( No. 13) C. 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Kleiderspind, Sopha 18 Mart, Kommode, Küchenspind, Waschtoilette 12 Mart, Stühle 3 Mart, Bettstellen mit Federmatraße und Reiltiffen 18 Mart, elegante Nußbaum- Kleiderfpinde und WäscheSäulen- Kleiderspinde und Bertitows, hochspinde 30 Mart, Muschelspinde 40 Mart, plüschgarnituren 60 und 100 Mart, Paneelelegant 46 Mart, Trumeaug mit Stufe 55 Mart, garnituren, Paneelsopha 80 Mart, Muschelgarnituren, Chaiselongue, Schlaffophas, Schreibtische, Koulissentische, Buffets, Schreibfefretäre, Tische, Spiegel 2c., alles ftaunend billig, sowie fertig dekorirte Salons, Speise- und Schlafstimmer. Besichtigung erbeten ohne Kaufzwang. Gekaufte Möbel tönnen drei Monat toftenfret lagern und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. 3109 L* am Sonntag, 22. Sept., vorm. 11% Uhr, in Ooir's Salon,!! Teppiche!! Grunewaldstr. 110. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Stiftungsfest. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Hohen- Neuendorf a. d. Nordbahn. Sonntag, 22. 5. M., nachmitt. 3 Uhr, im Reft. Iwert: Gr. Volksversammlung für Männer und Frauen. Referent Reichtags- Abgeordneter Stadthagen.- Entree 10 Pf. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Eine große Partie Teppiche mit kleinen Farbenfehlern in Germania, Brüssel und Plüsch zu spottbilligen Preisen. Größe 138X200 cm 3,-, 5-, 8,50 m. " " 170X250= 5,75,11,50,13,50 " 200X300= 8,50,13,-, 17, " 2,00 M. " Portieren in reiner Wolle, das Stück Steppdecken in allen Farben, reine Wolle, 160 X 200 cm, das Stück 5,50 M. Otto Büchler, Berlin C., Königstr. 26, Klosterstr. Ecke Versand- Abtheilung D. IX. Stiftungs- Fest. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert. Auftreten des beliebten Volkshumoristen Herrn Otto Koch. Anfang präzise 8 Uhr. 124/7 Programm 25 Pf. Nach dem Konzert: Groker Ball. Der Vorstand. Achtung! Vereine! Adhtung! Sämmtliche für die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" bes stimmten Mufitaufträge sind nur an den unterzeichneten Arbeit nachweis zu richten. Kein Vorstandsmitglied, auch kein Vertreter der GewerkschaftsKommission, ist berechtigt, Musikaufträge für den Arbeitsnachweis entgegenzunehmen. Arbeitsnachweis: Rosenthalerstr. 57. A Telephon: Amt III, 1296. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins. J. A.: Der Vorstand. G. Schonert, 1. Vorsitzender. Arbeiter, Parteigenossen! 50/8 Die ausgesperrten Schuhmacher Burgs haben hier Invalidenffraße Nr. 112, Ecke Chauffeestraße, eine Verkaufsstelle errichtet und führen nur gute und reelle Waare zu billigsten Preisen. 3202L* Wir bitten die Genoffen, uns durch reichliche Einkäufe zu unterstützen. Burger Genossenschafts- Schuhfabrik. Verein der Wasserfreunde. Kur- und Bade- Anstalt 3252L* 7-9 Kommandanten- Straße 7-9. Die Bade- Anstalt sowie die russisch römischen Bäder und die vier Schwimmbassins sind für das Publikum geöffnet. Der Vorstand. Echt Bfonsdorfer Likör, à Liter 1,20 m., 5 Liter 5,50 M., 10 Liter 10 m. Echten alten Nordhäuser, à Liter 1,- M., 5 Liter 4,50 M. Ingber, Getreidekümmel, Wachholder, à 2. 1 M., 5 2. 4,50 m. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 m. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 m. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co., 3104L* 6a Bellealliance- Platz 6a. 81 Neue Friedrichstrasse 81. 29 Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. 8 Oranienstr. 8. Kaufen Sie nicht anderwärts, bevor Sie sich nicht überzeugt haben, dass bei mir die ,, billigste Bezugsquelle für Hüte" ist, und nur streng reelle Waare bei reichhaltigster Auswahl geführt wird: Herrenhüte steif und weich. do. in ff. 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