Ur. 222. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuze band: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr Nachmittags in. ber Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Parteigenossen! Laut Beschluß des vorjährigen Parteitags findet der diesjährige in Breslau statt. Sonntag, den 22. September 1895. Auf grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der Parteiorganisation beruft die Parteileitung hiermit den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 6. Oktober, nach Breslau in das Lokal zum ein, ,, Deutschen Kronprinzen", Kurze Gaffe 50/52, Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 6. Oktober, abends 7 Uhr, Vorversammlung. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der- Mandate. Montag, den 7. Oktober, und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Die Anträge müssen bis spätestens den 20. September in Händen des Parteivorstandes Berlin SW., Razbachstraße 9, I " 2 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Abs. der Parteiorganisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegenzeichnung des Vertrauensmannes, sollen sie zur Veröffentlichung und Berathung gelangen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der wahre Grund. Was ist denn nun der wahre Grund für die lärmende Heße, die seit Anfang September unser öffentliches Leben durchtoft hat, zwar schwächeren Geheuls jetzt als im Anfang, aber noch immer mit der alten Bosheit nach Zwangsmaßregeln keifend? Was ist der wahre Grund für die neue Staatsrettungskampagne? Unsere Kritik der Entstehungs- und Entwickelungsgeschichte des Reichs der Gottesfurcht und frommen Sitte? Unser Spott über den bombastisch von byzantinischen Lakeienseelen aufgepäppelten Heldenruhm unbedeutender Paradefiguren? Wir haben in Erörterung der Frage Woher der Lärm?" bereits nachgewiesen, wie fadenscheinig dieser Vorwand für Zwangsgesetze gegen die Sozialdemo Die Adresse des Lokalkomitee's ist: tratie sich ausnehmen würde, selbst wenn das Urtheil der Julius Bruhns, Breslau, Gabit str. 86, I. ordnungswüthigen Kartellorgane über die Verwerflichkeit Die Parteigenossen, die zu dem Parteitag kommen, unserer Anschauungen zutreffend wäre, und die Betroffenen werden ersucht, von ihrer Delegation dem Parteivorstand haben durch die üblichen Entstellungsversuche bereits in ihrer Weise quittirt. in Berlin und dem Lokalkomitee in Breslau rechtzeitig Oder hat die ohnmächtige Wuth über unsere EntMittheilung zu machen, damit dieses in bezug auf hüllung des geheimen Treibens der ordnungsretterischen Quartier 2c. die nothwendigen Vorbereitungen treffen kann. Auguren ihnen die Zunge gelöst? So etwas tann Mandatsformulare, mit deren Versendung Mitte wohl der Anlaß, aber nicht die Ursache für das weithin im Deutschen Reiche erhobene Angstgebrüll 8. Berichterstattung über die parlamentarische Thätigkeit. September begonnen wird, sind durch das Parteibureau, nach Ausnahmegesehen sein. Es sind immer nur einzelne Berichterstatter: E. Wurm. Personen, die sich getroffen fühlen, wenn man ihnen die Heuchlermaske vom Gesicht reißt und die dahinter verborgene lächerliche Frage dem Lichte preisgiebt. Die persönlich Blamirten machen keine Bewegung; dafür erregt ihre Blosstellung zu viel offen ausgesprochene oder heimlich grinsende Schadenfreude. Berichterstatter: W. Pfannkuch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. 4. Die Maifeier 1896. Berichterstatter: A. Bebel. 5. Der internationale Arbeiter und Gewerkschaftskongreß Berlin S.W., Razbachstr. 9, I, zu beziehen. Die Genossen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genoffen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Partei6. Die Vorschläge der Agrarkommission zu dem Partei- tage entweder persönlich zu vertreten, oder durch befreundete in London 1896. Berichterstatter: A. Bebel. programm. and Berichterstatter: Dr. M. Quard. 311 Zweiter Berichterstatter: May Schippel. 7. Schwitzsystem, Hausindustrie und Arbeiterschuh. Berichterstatter: J. Timm. 8. Anträge zum Parteiprogramm und Organisation. 9. Sonstige Anträge. 10. Wahl der Parteileitung. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen, insbesondere die Wahl der Delegirten und Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Skizzen Hinterlande. aus dem füdamerikanischen " 46 Genossen vertreten zu lassen; außerdem aber empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammentritt des Parteitages in der Parteipresse zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen Rücksichten und um der damit verknüpften un vermeidlichen Wiederholungen willen. Berlin, den 22. August 1895. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. neueſte Patriotenhat? Steckt dahinter irgend eine Macht mit weithin verzweigten Tastern und Organen? Was ist denn nun aber der wahre Grund für die Gewiß! Es wäre Selftbverblendung, wollten wir uns einreden, daß all dieses Geschrei nur ein hohles, schnell verpuffendes Aufwallen sei. Gewiß haben wir es zu thun mit einer Macht, die zitternd vor Angst und zähneknirschend vor Wuth mit allen Fibern sich danach sehnt, auf die Sozialdemokratie sich zu stürzen, oder vielmehr anderen Gewalten den Impuls zu einem solchen Ueberfall zu geben, wie ihr das schon wiederholt gelang. Diese Macht bilden die großindustriellen Unternehmerkreise, gewiffe Kapitalistengruppen, deren Spezialfunktion die uneingeschränkte Ausbeutung des Industrieproletariats ist. Es ist der Gegner, mit dem die Klassenorganisation des Proletariats zuerst in Kampf gerathen war, mit dem sie seit Jahren ringt, den sie Fuß vor Fuß zurückgedrängt hat, dem längst die Hoff[ Nachdruck verboten. Hauptstadt anzusiedeln beabsichtige. Deshalb erwarb ich umgänglich nöthig halten, Licht zu sehen, ich glaube nicht, den Besitztitel von Cerro Desgracias. Meine Pläne daß Donna Maria es Ihnen abschlagen würde. Sie würden find alle im Gange, es ist schwer für mich, die meiner Meinung nach sich aber selber durch den plötzlichen Sache rückgängig zu machen, und der Boden in der Wechsel von Licht und Dunkel schaden. Ihre Augen dürften Nähe von Asuncion ist in vielen kleinen Stücken an so etwas nicht gewöhnt sein. alle möglichen Leute verzettelt, die zusammenzukaufen Sie haben mich durch Ihre früheren Worte nur gejedenfalls viel Zeit kostet, die ich nicht habe. Der Cerro zwungen, das zu sagen, was Sie eben gehört haben.." Desgracias ist der einzige zusammenhängende Kamp, der in" Oder ich habe es Ihnen erleichtert, das zu sagen, was der Nähe Asuncion zu haben wäre, und weiter in's Land Sie zu sagen hergekommen sind... gut, sprechen wir nicht gehen, heißt die Kolonie sofort illusorisch machen... Sie mehr unflar einer zum andern... sagen Sie mir zum werden gehört haben, wie viele Unternehmungen im Innern Beispiel, wie Sie Licht machen wollten in dieser Angelegen= zu grunde gegangen sind.. heit n& Hm... gekauft..." antwortete Matias. Wir haben ebenfalls feinen Grund, Herrn German Winterfeld vor dem Prozeß darüber aufzuklären, daß in unsern Händen ein Titel aus der Zeit von Francia sich befand... noch weniger den Banquier Winterfeld darauf aufmerksam zu machen, als er in Buenos Aires einen Kamp kaufte, ohne ihn gesehen zu haben... zudem zudem sind wir in einem Lande, wo sich jeder seiner Haut wehrt, wie er tann... wir überlassen Ihnen und müssen Ihnen überlassen, sich auf eine Ihnen gut scheinende Art in den Besitz eines Gegenstandes zu setzen, den Sie gekauft haben... uns müssen Sie ein ähnliches Recht zugestehen... Das ist alles und sehr einfach..." Also es dreht sich bei Ihnen nur um Land zu einer Kolonie in der Nähe von Asuncion," sagte der Richter in einem eigenthümlichen Tone, Ackerbaukolonien, sagten Sie..." Ackerbaukolonien, ganz recht." " ,, Kennen Sie einen Eura namens Aguilar, Nicolas Aguilar..." Wie sollte ich ihn nicht gekannt haben " Pfarrer von San Fernando..." 11 Der Arme ist nie Pfarrer eines Fleckens gewesen " Sehr gut... und Ihre Angaben sind nicht unzu- er war dem Herrn Bischof nicht fromm genug, war aber Was Sie da sagen, ist eine Kriegserklärung in aller treffend, was Kolonien im Innern des Landes angeht. doch ein richtiger katholischer Geistlicher. Er schläft schon Form, Don Matias; aber ich bin der Meinung, daß wir Seßen wir nun den Fall, daß ich, oder vielmehr die wie die unter den rothen Kreuzen, Don German uns in einem einfachen Kampgeschäft nicht zu ereifern Sennora, der ja die Erbschaft des Dr. Wilson gehört, ,, Also der Pfarrer von San Fernando hat Frau Maria brauchen. Ihnen rundweg jede Verhandlung über den Gegenstand ab- Wilson nicht getraut mit dem Dr. James Wilson..." Wie Sie es halten wollen... gestatten Sie mir schlägt. Ist Ihr Interesse für Ihre Kolonie dann so groß, Nicht..." aber, Ihnen zu autworten, daß ich Ihren Besuch nicht daß Sie einen anderen Weg suchen würden, um zu Ihrem gerade als einen einfachen Höflichkeitsbesuch auffasse, den Biele zu gelangen... antworten Sie mir ohne jede UmSie einer Dame machen; oder wären Sie ebenso gekommen, schreibung .. Der Alte ging augenscheinlich auf das Ziel los und das schnurstracks. wenn Sie den Prozeß wegen des Kampes gewonnen hätten," Ja..." antwortete Winterfeld kurz. Es ärgerte oder sind Sie gekommen, um sich unser Beileid ausdrücken ihn, daß der Indianer den Nagel auf den Kopf traf. zu lassen?" " Ich danke Ihnen für Ihre Aufrichtigkeit... und wollen Sie mir auch sagen, welchen Weg Sie einzuschlagen gedenken..." Gewiß... wenn die Sennora es hören will " Sprechen Sie, was Sie meinen, mein Herr... Gut denn... ich würde zunächst aufstehen, um diese Jalousien zu öffnen, um etwas Licht in unser Zimmer zu " · ,, Und würden Sie sich erinnern, wie Frau Wilson vor ihrer Verheirathung hieß. „ Nein... oder vielmehr, ich will mich nicht er" innern Und mir sagen, warum niemand weiß, daß James Wilson verheirathet gewesen ist..." Ich weiß nicht..." „ Nun.. " Ich muß gestehen, daß mich der Kamp außergewöhn" Ich sehe, Sie sind ein überlegender Mann, Don lich interessirt, Sennora," und Winterfeld wandte sich nach German. Wir haben uns also in dieser kleinen Ausder Gegend, in der Frau Wilson saß. Ich will ganz einandersetzung rasch genug verständigt. Sie glauben die außer acht lassen, daß ich durch den Kauf eines falschen Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß Frau Maria Wilson Titels petuniär benachtheiligt geworden bin; das käme lassen. und der alte Richter Matias Patino in betreff des hinterschließlich bei der Angelegenheit für mich erst in zweiter Sie würden dadurch einer kranken Dame nur schaden," lassenen Testamentes von James Wilson eine etwas dunkle Linie. Aber ich habe ein großes Interesse an ihm aus sagte der Indianer ruhig, und das können Sie als guter Rolle spielen und glauben dank dieser Ueberzeugung, auf folgendem Grunde. Ich bin der Regierung gegenüber ernste Kavalier deutscher Abkunft doch nicht wollen. Uebrigens, uns einen Druck ausüben zu können, nicht wahr? Gut.. Verpflichtungen, betreffend die Gründung einer Kolonie mein Herr," und er stand von seinem Stuhl auf, und gab jeder Mensch hat mancherlei Dinge zu verbergen. deutscher Einwanderer, eingegangen, die ich in der Nähe der den Blak an dem Fenster frei, wenn Sie es für un( Fortsetzung folgt.) mung auf einen Sieg aus eigener Kraft dahingeschwunden Auf die nicht erwartete Weigerung des Papstes Leo XIII. 1 thätigung des freien Gedankens" gegenüber dem Dogmen ist, der, die Augen nach Hilfe umherrollend, stets den Mund hat Crispi mit dem anscheinend vom Parlament, in Wahr- zwang einer Kirche oder einer Gesellschaftsklasse wäre. offen hat, um sein" Drauf auf das umstürzlerische Gesindel"! heit aber vom Ministerium ausgehenden Gesetz, das die Die Regierung, die das Gesetz zur Feier des herauszuröcheln, sobald ihm ein Bundesgenosse in den glanzvolle Feier des 25. Jahresfestes des Falles der weltlichen 20. September aus Bosheit" und zur Einschüchterung Gesichtswinkel geräth. Macht des Papstes verfügt, geantwortet. Damit folgte er der klerikalen Partei hat vorschlagen lassen, wird eine voll" Daher rührt der Unterschied zwischen der Haltung theils feinem impulsiven und wechselnden Temperament, theils ständige Amnestie nicht gewähren, obgleich sie in der Thron ter industriellen und der der grundbesitzenden Unterfeiner alten Liebe für die Freimaurer und die antiklerikale rede dei Eröffnung des Parlaments im vergangenen Juni nehmergruppe gegenüber der Sozialdemokratie, daß Partei, mit denen er im Jahre 1889 das Denkmal Giordano dieselbe versprach. versprach. Sie wird nur( was inzwischen gedem Großgrundbesitz die proletarische Gefahr lange Bruno's in Rom eingeweiht hatte, von denen er aber nach schehen ist. R. d. B.) eine theilweise Amnestie gewähren, nicht so nahe auf den Leib gerückt ist, wie dem der klerikalen Rede von Neapel im Juli 1894 erkommuni- und auch das nur mit Widerstreben- aber die Amnestie wird industriellen Kapital. Kaum die äußersten Schaum- zirt worden war. zu heftig von der öffentlichen Meinung verlangt, als daß wellen der wachsenden sozialistischen Hochfluth spülen bis Unter den überlebenden Vertretern der italienischen das Verlangen ganz zurückgewiesen werden könnte. Freilich an die junkerlichen Hochburgen im Osten heran; den Revolution sind viele, die naiv genug sind, den Faden nicht die theilweise Amnestie wird zur Beruhigung der Gemüther Schlotbaronen des Westens geht sie häufig schon bis an zu sehen, welcher die Marionetten, d. h. die Heerde der Ge- nicht ausreichen. den Hals. dankenlosen bewegte. Und noch leben die Abkömmlinge Viele sogenannte Liberale und sogar Konservative, die ein Die Großgrundbesitzer, mag ihr Blut nun blauer oder jener alten Römer, welche panem et circenses- Brot Bündniß mit dem Papst und den Katholiken sehr gern sehen sonstiger Färbung sein, sind keinesivegs von geringerer Ab- und Spiele!- forderten und zufrieden damit waren, würden, haben nicht den Muth, ihre Meinung frei auszusprechen neigung erfüllt gegen die Ansprüche des Proletariats auf wenigstens Spiele zu haben, und sie freuen sich viele und entfalten einen Antiklerikalismus( Pfaffenhaß), der nur Menschenrecht und Menschenwürde als die Großindustriellen. aufrichtig, viele andere sehr heuchlerich- des Scheines eines bei den naivsten von ihnen aufrichtig ist und zwar mehr Persönlich behandeln sie ihre demüthigen Hintersassen sogar liberalen Patriotismus und eines Sieges des freien Ge- aus alter Denkgewohnheit oder richtiger Nicht- Tentnoch weit geringschäßiger, als ein industrieller Ausbeuter dankens gegen das Dogma". gewohnheit, als aus vernünftiger Ueberzeugung. sich das heutzutage noch erlauben darf, aber an ihren eigenen Nur die erklärten Reaktionäre, welche der Bourgeoisie Interessen haben sie die Kraft des jungen Riesen noch kaum All dieses erklärt sehr wohl die Haltung der ver- die Rettung versprechen durch eine plötzliche Kursänderung gespürt. So befinden sie sich denn für etwaige Bündnißabschlüsse schiedenen politischen Parteien gegenüber der Feier des durch die Rückkehr zu der Autorität Gottes, des himmimit der Interessentengruppe der industriellen Unternehmer 20. September. lischen Staats- und Gesellschaftswächters, der seines Amtes in der günstigeren Lage. Dazu kommt, daß sie über noch Als man über den Entwurf des Gesetzes vom Juli vermittelst der irdischen Staats- und Gesellschaftsretter ſeges vom Juli mehr Zugänge zur Klinke der Gesetzgebung gebieten, als 1895 debattirte, waren sich die meisten nicht klar. Nur Gendarmen, Polizisten, Soldaten, Staatsanwälte, Richter zc. die industriellen Konkurrenten. Besonders auf Hintertreppen die außerhalb des Parlaments stehenden Parteien hatten waltet nur sie haben den Muth der Ehrlichkeit: sie wissen sie geschickter emporzuschleichen. Das macht die ein klares Bewußtsein von der politischen und sozialen Be- halten sich der Feier fern. längere Erfahrung und Tradition. Und so hat der Junker deutung des Gesetzes. Die moralische und politische Logik findet sich allein ring auch seinen motorischen Nervenapparat durch den Nur einige Vertreter der katholischen Reaktion vollkommen in dem Verhalten der sozialistischen Partei. Staatsorganismus weit feiner und ausgiebiger verzweigen und darunter war einer, der Komödie spielte sprachen Es ist nicht das erste Mal in unserer Zeit, daß, wie können. Kurz, der Junkerring hat mehr Macht und vor sich offen gegen das Gesetz aus, welches beim Namensaufruf Friedrich Engels kurz vor seinem Tode sagte, die Geschichte läufig weniger Noth, d. h. weniger Sozialistennoth; der mit dreihundert Stimmen gegen etliche dreißig angenommen den Sozialisten die Mission gegeben hat, die Gesetzlichkeit Schuh drückt die edelen Korn, Kartoffel und Rüben- wurde. zu vertheidigen dadurch, daß sie die Achtung der politischen Interessenten ganz anderswo. Die sozialistische Partei übte mit der Erklärung Costa's Freiheiten fordern, welche die Bourgeoisie des achtzehnten Die Sozialistengefahr liegt für sie in weiterer Ferne. einen entscheidenden Einfluß aus; diese Erklärung gab dem und neunzehnten Jahrhunderts dem Feudalismus, der hier Sie können sich darüber noch cavalièrement hinweghelfen mit Befremden Ausdruck, daß die Bourgeoisie in einer Frage, und da noch mehr oder weniger am Leben ist, abeinem Nach uns die Sintfluth!" Was sie im Augenblick we alle frei denkenden, die Freiheit des Gedankens er- gerie Sozialisten, die in Italien wie in den brauchen, sind Liebesgaben aller Art, Ausquetschung des strebenden Menschen einig sein müßten, schwächlichen Und " 10119 Der 20. September in Rom. Von Enrico Ferri. II. 982 Staatssäckels in ihre Taschen. Zu diesem löblichen Zweck Bauderns sich schuldig mache; jeder ehrlich freisinnige anderen Ländern verlangen, daß die Grundgeseze der Verwäre ihnen allerdings die Beihilfe der industriellen Mensch müsse die Feier des 20. September wollen. Die fassung geachtet werden, welche die Preßfreiheit, das VerAusbeutergenossenschaft recht angenehm. Dieser wiederum Erklärung schloß damit, daß dieser„ Tag des Triumphes sammlungs- und Vereinsrecht, die Wahlfreiheit und alle kann der Staat wenig direkte Vortheile durch seine Gesez- der Freiheit des Gedankens" feinen Italiener sehen dürfe, sonstigen Bürgerrechte und Freiheiten Freiheiten gewährleisten, gebung noch bieten. Die Industrie- Schutzölle haben sich der wegen seines Denkens und wegen überzeugungstreuen ſte erkennen auch voll und ganz die geschichtlich und als taube Eier erwiesen, außer für einzelne günstig fituirte Sandelns im Gefängniß oder in der Verbannung zu menschlich hohe Bedeutung des 20. September an. Riesenbetriebe; die Nuhlosigkeit der Kolonialspielerei für schmachten habe. Aber die Sozialisten, welche mit der wissenschaftlichen den Absatz deutscher Industrieprodukte ist sogar dem Die Erklärungen der sozialistischen Kammerfraktion Bussole des Klassenkampfes und der materialistischen Geblödesten Auge klar geworden. Was die Großindustriellen fanden den lebhaftesten Widerhall im ganzen Land, und die schichtsauffassung die Dinge überschauen und in ihr Wesen vom Staat verlangen, ist gegenwärtig fast nur noch die Wirkung war sogar nach einer Richtung hin eine allzu gute: eindringen, enthüllen erbarmungslos das unehrliche Spiel Knebelung der Industrie- Arbeiter. sie wurden von der ministeriellen Bresse als eine Art Sanktion der herrschenden Klasse oder besser: ihrer geriebensten und Nun schneiden die zahlreichen Ordnungsstricke dem der Regierungspolitik hingestellt, und es war nothwendig, gewiſſenloſeſten Führer, um der ungeheueren Zahl der Industrieproletariat zwar scharf genug ins Fleisch und das Prinzip in aller Schärfe zu betonen, damit ein Theil Naiven oder Gleichgiltigen das k flare Bewußtsein des hindern es, Arme und Füße zu gebrauchen. Aber dem der sozialistischen Arbeiter sich nicht von dem Gift der frei- 20. September 1870 und seines von Amts wegen gefeierten Unternehmerthum haben die Arbeiter noch immer viel zu denkerischen, antiklerikalen Phrase anstecken und in den 25. Jubiläums zu geben. viel Bewegungsfreiheit und viel zu viel Rechte. Geknechtet Strudel ber patriotisch- gouvernementalen Begeisterung hineinFiesole, 16. September 1895. müssen sie werden bis zur Bewegungsunfähigkeit; des reißen ließen. Wahlrechts, der Presse, der Versammlungsmöglichkeit gänz- Der Nationalrath der sozialistischen Partei Italiens, lich beraubt, wenn König Stumm und seinesgleichen be- zu dessen Mitgliedern auch die sozialistischen Deputirten Politische Uebersicht. friedigt sein sollen. gehören, faßte in seiner Sizung vom 4. August folgenden Berlin, 21. September. Das ist der Grund, weshalb das industrielle UnterBeschluß: Emfer Depesche. Durch deutsche Zeitungen geht die nehmerthum und seine Drgane stets auf der Lauer liegen, Unter Zustimmung zu den Erklärungen der sozialistischen Mär, Benedetti habe in seinem neuesten Buch über die ob sich nicht andere Mächte aufheben laffen können gegen Kammergruppe in bezug auf die Feier des 20. September, Emser Vorgänge Bismarck von der Anklage, die Enfer die Klaffenorganisationen des Proletariats; das ist der soweit dieselben den Triumph des freien Gedankens und Depesche gefälscht zu haben, entlastet. Das ist Grund, weshalb sie auch jetzt wieder früher und lauter als der Gedankenfreiheit gegenüber dem Zaudern der Bour- unwahr. Benedetti führt aus, daß jede Gefahr die Junkerpresse ihr ödes Geschrei angestimmt haben nach geoisie betreffen, die in dem Kampfe um die Geistesfreiheit eines Krieges infolge der Hohenzollern- Kandidatur Zwangsmaßregeln gegen die Sozialdemokratie. ebenso wie in dem Kampfe um die politische Freiheit that für den spanischen Thron beseitigt war, als Gramont sächlich ein Hinderniß des Fortschritts geworden ist und mit der unsinnigen Forderung kam, der König von Preußen nur noch an die Behauptung und Verstärkung ihrer solle für alle Beiten auf jede Hohenzollern- Kandidatur für Macht denkt erklärt der Nationalrath: daß die den spanischen Thron verzichten. Diese Forderung, die sozialistische Partei, von einer platonischen Betrachtung nicht angenommen werden konnte, verwickelte sofort die Der Verlust des Kirchenstaates, hauptsächlich aber der der unabänderlichen Vergangenheit absehend, an- Lage. Verlust von 600 Million Grundeigenthum hat naturgemäß gesichts des Elends der Gegenwart und in anbetracht, daß zwischen der italienischen Bourgeoisie und der klerikalen die Ideale der sozialistischen Partei ganz andere sind als die" Die Sache war erledigt, aber die Leichtfertigkeit Bartei einen Abgrund geschaffen, der, wenn diese sich auch der herrschenden Klassen in keiner Weise an Festen theil- Gramont's gab Bismarck die Gelegenheit und Freiheit, von der Politit fern hält, bei der Verwaltung von 8000 Ge- nehmen kann, die einen mehr oder weniger offiziellen Cha- sich einzumischen. Gegen 3 Uhr nachmittags( den 13. Juli) meinden des Königreichs Italien eine zwar versteckte, aber rafter tragen und nur dazu dienen sollen, die Sünden ver- schickte der König Wilhelm jene berühmte Depesche nach darum nicht minder bedeutsame Rolle gespielt hat. Und gessen zu machen, welche die Bourgeoisie gegen dasselbe Prinzip Berlin, die dem deutschen Kanzler die Sache in die Hand mit dem zunehmenden politischen Verständniß des Proletariats begangen hat, das angeblich am 20. September verwirklicht legte. Aber Bismarck, Moltke und Roon wollten den und seiner von Tag zu Tag wachsenden Macht und Disziplin und anerkannt worden ist." Krieg. Die Sache durfte nicht im Sand verlaufen. hat der Widerstand gegen die Bourgeoisie eine immer größere die noch übrigen Vertreter der republikanischen Partei im wei Im Gegensatz zu der sozialistischen Partei beschlossen Man weiß, was der Reichstanzler mit Kraft erlangt. oder drei Federstrichen aus der Die italienische Bourgeoisie, die wie ein verschwenderisches Einklang mit ihrer Stellung als politische Revolutionäre Depesche des Königs machte. Durch die Kind die ökonomische und ideale Erbschaft der nationalen und wirthschaftliche Konservative, an der Gedenkfeier am neue Redaktion, welche er ihr gab, ge= Er warf Revolution rasch aufgezehrt hat und angesichts des Proletariats, 20. September theilzunehmen, jedoch der offiziellen Feier staltete er sie vollständig um. das mit klarem, sicherem Klassenbewußtsein zur Ver- fernzubleiben, und die Jahrestage der Schlachten Garibaldi's das Feuer ins Pulverfaß." einigung mit dem Weltproletariat voranschreitet, jetzt bei Mentana und Villa Glori feierlich zu begehen, die zwar Wir zitiren hier nicht direkt nach Benedetti's Buch, begreiflicherweise verwirrt ist, gab sich einen Augenblick der materiell unglücklich aussielen, aber im Jahre 1867 die ruhm- sondern nach den Auszügen, die der" Temps" in seiner Täuschung hin, die Vergangenheit vergessen zu können und vollen und fruchtbaren Vorläufer des 20. September 1870 Nummer vom 16. d. M. giebt. mus von der katholischen Partei vergessen zu lassen, damit diese waren. Dieser Beschluß der republikanischen Partei gefiel Benedetti widerlegt nicht, sondern bestätigt sich mit ihr verbinde und sie unterstütze zur Bekämpfung indessen dem alten Republikaner Crispi nicht, und er ließ nur, was wir, und, was Fürst Bismarck selbst des voranschreitenden Sozialismus. in der vergangenen Woche mit einem seiner Gewaltstreiche, über die Emser Depesche gesagt. Die beiden Parteien der Rechten und der Linken, die an welche die Italiener nunmehr ganz gewöhnt sind, die Daß Gramont tölpelhaft vorging, war übrigens bein Italien, wie in anderen Ländern, durch die Konflikte der wenigen republikanischen Vereine der Romagna auflösen. kannt, und mit Ausnahme unwesentlicher Thatsachen zwei besigenden Klassen: der Besizer des Grund und Bodens Die katholische Partei endlich, die dieses Jahr zahlreiche bringt die neue Schrift Benedetti's wenigstens nach allen und des Kapitals bestimmt werden, wozu in Italien noch die Siege in den Kommunalwahlen errungen hat, hat natür über sie gemachten Angaben nichts Neues. Verschiedenheit in der Methode, das patriotische Ideal zu lich beschlossen, sich von der Feier fernzuhalten, und in verwirklichen, hinzukommt diese alten Parteien haben einigen Gemeinden hat man sogar gegen dieselbe protestirt, einerseits durch den 20. September 1870, nachdem Rom mit wie z. B. in Neapel; doch welch jammervolles und lächer Italien vereinigt worden ist, ihre Existenzberechtigung ver- liches Schauspiel! wenige Tage nachher hat der Geund auf der anderen Seite begreifen sie, daß meinderath in Neapel, dessen Mehrheit klerikal ist, unter die Besonderheiten und Unterschiede der industriellen dem Drucke Crispi's eine Zahl von Stimmen zusammen und agrarischen Interessen einem höheren Intereffe, dem gerafft, die genügte, um... die Theilnahme an der Feier Interesse: das Monopol des Privateigenthums zu erhalten, des 20. September zu billigen! weichen müssen. So führte in Italien die Morgenröthe Toren * des internationalen Sozialismus die ersten Versuche dieses Kurz und gut, der Gesammteindruck, den man von all Barteifonglomerats, oder Parteimischmasches herbei, welcher diesen Manifeftationen Italiens bei Gelegenheit des 20. Sep die Farbe der klerikalen und reaktionären Partei an- tember erhält, ist, daß die Bedeutung dieses ruhmvollen nehmen sollte. Tages durch den Mangel an Ehrlichkeit und Charakter Dies ist der Grund, warum im Juli 1894 Crispi von verringert worden ist, und daß dem zufolge die Feier gar Neapel aus die Einladung zu einer Berbindung und Ver- feine thatsächlichen Folgen für das politische und soziale söhnung mit dem Papst ergehen ließ und sie im Mai 1895 Leben des Landes haben wird. bei Gelegenheit der allgemeinen Wahlen erneuerte. Gerade die, welche am meisten schreien, um für die Der Papst aber nahm die Einladung nicht an: die Freimaurerei im Namen des freien Gedankens Reklame zu Bresche des Heiligen Thores und besonders die Konfiskation machen, wollten nicht, daß den durch die Militärgerichte der 600 Millionen der religiösen Körperschaften sind der von Sizilien und Lunigiana) unter dem Ausnahmegesetz katholischen Partei noch zu sehr in der Erinnerung, als daß Verurtheilten eine ausnahmslose und vollständige Amnestie sie Knall und Fall nachgeben könnte. Andererseits denkt die zu theil würde, welche die beste und allein wahrhaftige Befatholische Partei, daß, wenn die Fäulniß der herrschenden Hören wir nun Benedetti: Zu den Krifengerichten meldet der Berliner Korrespondent der Münchener Neuesten Nachrichten": . Die von den Münchner Neuesten Nachrichten" gebrachte Notiz, betreffend eine momentane Verstimmung zwischen Kaiser und Kanzler, war, wie mir in eingeweihten Kreisen bestätigt wird, richtig. Der Kanzler hat es verstanden, den Kaiser von der Nuglosigkeit eines Ausnahmegesetzes völlig zu überzeugen. Der gewiegten Diplomatie des Fürsten Hohenlohe ist es daher zu verdanken, daß wir von einer neuen Auflage der vorjährigen Umsturzvorlage verschont bleiben. Der Zwiespalt der Meinungen zwischen Raiser und Kanzler war thatsächlich vorwill des Kanglers oft erprobten Rath nicht entbehren, so lange handen, ist jedoch glücklich wieder gelegt worden. Der Kaiser derselbe seine Dienste dem Vaterlande widmen tann und will. Der Reichskanzler ist, wie er betont, für eine Uebertragung des bayerischen Vereinsgesetzes auch auf Preußen. Ueber Terrorismus beflagen sich unsere Gegner, weil unsere Genossen in einzelnen Orten Gelegenheit nehmen mußten, ihre Vertrauenspersonen wegen Bewilligung von Geldern zur Sedanfeier zu fritisiren. Unsere Gegner in der Presse haben aber über den Fürsten von Reuß ä. L., die Stadtverordneten von Frankfurt a. M. und andere, die nicht bereitwillig in den von einstimmten, in der allerschärfsten Weise abgeurtheilt. War das der Großbourgeoisie gewünschten Jubel und Geldverschwendung nicht auch Terrorismus? Würde blos der Fürst von Reuß ä. L. die Verfolgung seiner Kritiker anläßlich der Sedanfeier von den Klassen noch etwas zunimmt, sie selbst mehr Aussicht hätte,*) Lunigiana( spr. Lunidschana) Stadt in der italienischen Staatsanwaltschaften fordern, so hätte manch' Dußend nationalsich den Löwenantheil im Falle des Sieges der Reaktion Provinz Massa Carrara der Landschaft Toskana, wo die Kriegs- liberaler und freitonservativer Journalisten Aussicht auf Freis gegen den Sozialismus zu sichern. gerichte mit verzehrendem Eifer" arbeiteten. o o quartier. " " Herr von Plög sagt anläßlich des Falles Hammerstein in der„ Korrespondenz des Bundes der Landwirthe":" Wir bleiben die Alten, d'rauf mit Gott für König und Vater fand im Interesse der Landwirthschaft und aller nothleidenden Produktivstände!" bleibt die Parole." Der ehemalige Führer der konservativen Partei hat nun auch sein Landtagsmandat niedergelegt. " zu Serbien. Rußlaud. ' Indien. Zur Stöcker Hammerstein Sache liegt heute eine]- Bei den Landtags Wahlen in Reuß j. 2.1 Wunden geschlagen, welche auch der Handelsvertrag nicht ganz bemekenswerthe Aeußerung der Nordd. Allg. Ztg." vor, erhielt Genosse Leven 692, der Kartellkandidat Feuerstein 751 zu heilen vermochte. So ist der Antheil Deutschlands an der in der die Herrn Stöcker seitens seiner intimen Partei- Stimmen. Lehterer ist somit gewählt. Einfuhr von unbearbeitetem Metall nach Rußland, welcher im freunde gewordenen Vertrauensvoten abfällig beurtheilt Der nationalliberale Wahlaufruf 3" gesunken ist, im Jahre 1894 wieder geftiegen, aber nur auf Jahre 1892 58 pCt. betrug und im Jahre 1893 auf 41 pet. irerden. Das offiziöse Blatt beginnt seine Abrechnung mit den sächsischen Landtagswahlen ist ebensoweit vom 56 pt. und der Antheil Deutschlands an der Einfuhr von folgenden Säßen: Liberalismus entfernt, als er die Furcht vor den Sozialisten offen Wenn die Zurückweisung der Bemühungen, den Fall zur Schau trägt. Wir heben aus dem Aufrufe die folgende Metallprodukten nach Rußland, welcher im Jahre 1892 44 pt. betrug und im folgenden Jahre auf 33 pet. gesunken ist, in Hammerstein gegen die konservative Partei auszubeuten, nur als Stelle, die sich auf das fächsische Juwel( Bereinsgesetz) bezieht, betrug und im folgenden Jahre auf 33 pet. gesunken ist, in Jahre 1894 nur auf 40 pCt. gestiegen. berechtigt anerkannt werden kann, so muß andererseits doch hervor: bezweifelt werden, ob der Versuch, Herrn Stöcker aus der Ver- Um wenigstens das nachwachsende Geschlecht vor der AnUngarn. öffentlichung seines Briefes vom 14. August 1888 auch noch ein be- steckung mit dem Gift, das von sozialdemokratischen Führern Bei der Reichstagswahl in Ezegled siegte fenderes Piedestal zu errichten, auf Erfolg rechnen darf. Wie im ausgestreut wird, nach Möglichkeit zu bewahren, erscheint der Regierungskandidat. Unsere Genossen hatten in letzter Morgenblatte mitgetheilt, hat der Parteirath des deutschkonservativen es geboten, jüngere Leute, mindestens bis 8ur Stunde die Kandidatur des Genossen Botanyi zurückgezogen. Wahlvereins Berlin aus dem bezeichneten Anlaß eine Erklärung Bolljährigkeit, von der Theilnahme an politibeschlossen, die Herrn Stöcker für seinen gegenwärtig wie früher schen Versammlungen auszuschließen. In dieser gegen die verderbliche mittelparteiliche Politik geführten Kampf" Hinsicht zeigt das sächsische Gesetz über das Vereins- und Ver- Königlos für einige Tage ist das arme serbische Volk. volle Anerkennung und Zustimmung ausspricht. In der Ersammlungsrecht eine Lücke, die zur Zeit des Erlasses nicht als Der alte König Milan weilt seit längerer Zeit in Paris, wo er flärung wird weiter zum Ausdruck gebracht, daß der Berliner solche empfunden werden mochte. Andererseits tönnte man das die Gelder seiner Unterthanen, seiner geschiedenen Frau und fonfervative Parteirath in dem Herrn Hofprediger Stöcker zu Verbot der Bildung von Zweigvereinen und des Verkehrs der seiner russischen und österreichischen Gönner- denen er abgeschriebenen Brief aus dem Jahre 1888 nicht die Absicht Vereine unter einander getrost fallen lassen; die sozialdemokrati- wechselnd die Pistole auf die Brust seßt, ein echter Revolvererfennt, Kaiser und Kanzler von einander zu trennen". schen Umtriebe hat es nicht zu hindern vermocht, wohl aber tönig mit Lustigen Weibern und am Spieltische vergeudet. Das ist nun leider eine unhaltbare Behauptung. Ganz hemmt es empfindlich die Entfaltung der staatserhaltenden Kräfte. Und Milan's Sohn, der blutjunge König Alexander, ist jetzt auch abgesehen von der Tendenz, die uns in dem Brief so Eine Petition um Abänderung des Gesetzes in diesem Sinne ist nach Paris gereift, um sich von seinem würdigen Bater in die klar wie nur denkbar entgegentritt, spricht dieser auch nach dem Beschlusse der vorjährigen Generalversammlung an die Geheimnisse des Königshandwerks und des Pariser Lebens einausdrücklich aus: Merkt der Kaiser, daß man zwischen ihm und Regierung gerichtet worden; Sache unserer Abgeordneten wird es weihen zu lassen. Bis zum 1. Oftober bleibt er seinem, gewiß Bismard Zwietracht säen will, so stößt man ihn zurück". Es sein, diese Anregung weiter zu verfolgen." darob unglücklichen Land sern; dann aber find große Manöver, wird also nicht in Abrede gestellt, daß Zwietracht gefäet werden soll, sondern nur davor gewarnt, diesen Willen merken zu lassen. Zu einem Referate über das Thema„ Was kann zur Hebung der fehlen. - Die Agrarier von Pastoren beurtheilt. und bei dieser echt töniglichen Arbeit will Alexander nicht leberhaupt wird der unbehagliche Eindruck sich nicht aus der Sittlichkeit auf dem Lande geschehen", führte Pastor WittenbergMelt reden lassen, den der Brief hervorruft!" Liegniß auf der siebenten allgemeinen Konferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine u. a. folgendes aus: Die Unfittlichkeit auf vom vorigen Sonntag eine Notiz. betreffend das Blatt Aus Rußland brachten wir in unserer Nummer dem Lande wird durch eine ganze Reihe Umstände, die in unserem" Russische Zustände". Die Richtigkeit dieser Notiz ist firchlichen, wirthschaftlichen und sozialen Leben vorhanden sind, von verschiedenen Seiten, namentlich auch von der Redaktion hervorgerufen und genährt. Da sind zunächst und vor allem jenes Blattes energisch bestritten worden, und in Zürich ist es die sozialen Unterschiede zwischen Kapital und Arbeit. infolge der Notiz sogar zu persönlichen Zusammenstößen ge Herr von Plöz sollte doch nicht so selbstbewußt auf- Derjenige Stand, in welchem der weitaus größte Theil aller geschlecht kommen, bei denen ein an der Sache ganz unbetheiligter mißtreten. Wie es mit der Königstreue der Agrarier aussieht, ist der Arbeiterstand. Auf grund der von der Konferenz verlichen Unfittlichkeit auf dem Lande zur Erscheinung kommt, handelt wurde. hat, abgesehen von anderem Material, der Abgeordnete anstalteten Enquete stellt sich das Verhältniß der unehelichen Ge- daß wir die uns zugegangenen Erklärungen" nicht aufnehmen Wir haben unsere Mittheilung aus einer so guten Quelle, Schippel im Reichstage mit intereffanten Zitaten aus ihren burten ungefähr so: auf die höheren Stände entfallen bei 100 tönnen, ehe vollständige Klarheit in die Sache gebracht ist. Und Zeitschriften belegt, die hier zu wiederholen uns die Rück- unehelichen Geburten überhaupt keine( die in diskreten An- das wird hoffentlich recht bald geschehen. R. d.„ V.". ficht auf den Majestätsbeleidigungs- Paragraphen hindert. stalten" des In- und Auslandes vorgekommenen Fälle scheinen Herr v. Plöz soll doch auch nicht meinen, daß es schon ver- nicht mitgezählt zu sein. Red.), auf den Bauernstand 8,5 pGt. gessen ist, daß am 29. März dieses Jahres der Frei- und auf den Arbeiterstand der Rest. Ich bin jedoch weit ent-- Ueber die Meuterei der portugiesischen herr von Hammerstein der Hauptvertheidiger des Antrages fernt, dem Arbeiterstande nun auch die ganze Schuld für das Soldaten in Goa wird heute telegraphirt: Kanit im Reichstage war, daß die Kreuz- Zeitung" unter theil, die beiden anderen Stände tragen daran in völlig Bureaus.) Nach den legten Nachrichten aus Goa waren feine in ihm zu tage getretene Uebel aufzubinden, im GegenBombay, 21. September.( Meldung des Reuter'schen Leitung des nun nach Korfu verdufteten Freiherrn am ent gleicher Weise mit. Jur Arbeiterstande muß naturgemäß die Offiziere an der gestern gemeldeten Meuterei betheiligt, welche schiedensten für die weitgehendsten Forderungen des Bundes unfittlichkeit am größten sein, weil das Ehrgefühl des Arbeiters lediglich aus dem Widerwillen der Mannschaften gegen den der Landwirthe eingetreten ist. systematisch zerstört wird. So ist z. B. das Ehrgefühl des Ar- Dienst in Afrita herrührt. Große Aufregung herrscht in Banjim, beiterstandes im Osten, mit dem wir uns hauptsächlich zu be- wo zur Sicherung der Hauptstraßen Geschüße aufgefahren sind. faffen haben, durch seine ganze geschichtliche und wirthschaftliche Der General- Gouverneur ist dort eingetroffen; die meuternden Gesinde behandelt, abhanden gekommen. Entwickelung, 3. B. auch durch das Gesetz, das ihn als Truppen halten die Festung Naruz beseßt, sie haben jedoch schon Man klagt dar um Pardon gebeten unter der Bedingung der Auslieferung von über, daß das alte alte patriarchalische Verhältniß zwischen Waffen und Munition. Der Gouverneur hat sie abschläglich Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf dem Lande gänzlich ver- beschieden. schwunden ist. Allein daran ist der Großgrundbesitz selbst schuld. Er hat den Arbeiter nicht nur enteignet und proletarifirt, sondern auch durch den immer ingedehnte Anwendung der Maschine den Arbeiter auf dem Lande, tensiveren Wirthschaftsbetrieb und die damit verbundene aus der bis vor kurzem wenigstens das ganze Jahr hindurch noch Berdienst hatte, zum großen Theile im Winter ar beitslos gemacht. So ist der Arbeiter allmälig von der Scholle losgelöst und vertrieben worden, Das Telegramm tommt allerdings über Petersburg, was es und das Freizügigkeitsgesetz wurde ihm eine etwas verdächtig macht; aber fest steht doch, daß die Japaner zu Wohlthat. Ehe man daran geht, dieses Gesetz wieder starken Seerüstungen entschlossen sind, weil sie noch nicht genügend aufzuheben, schaffe man dem Arbeiter erst wieder einen festen Schiffe haben, um der russischen Flotte in den asiatischen Meeren Halt, gebe ihm Antheil an dem Boden, den er bearbeitet, dann die Spiße zu bieten, während sie zu Land den Russen überlegen wird überhaupt kein Bedürfniß mehr nach diesem Gesetz vor zu sein glauben und es wohl auch sind. Madagaskar hat jetzt für die Franzosen denselben Klang, handen sein. Nicht der Arbeiter ist schuld wie vor 6 Jahren Tontin. Es ist das Grab der daran, wenn er unstät und flüchtig ist, französischen Soldaten die Franzosen siegen und siechen unschuldig trägt er das furchtbare 2003, - sie überwinden spielend die eingeborenen Truppen und sterben und das ist eine himmelschreiende AnI am tödtlichen Klima, dem sie schußlos preisgegeben sind. flage gegen die bestehenden Verhältnisse. Der Nie ist eine Expedition leichtsinniger, kopflofer in Szene besiglose Landarbeiter von heute lernt übergesetzt worden. haupt kein Heimathgefühl mehr kennen, und Wegen öffentlicher verleumderischer Beleidigung des RomNichts vorbereitet. Nirgends Ueberlegung. Und nun noch diese entsetzliche Heimathslosigkeit ist die mandos vom deutschen Kriegsfahrzeug Friedrich der Große" ist zum Schluß die unbegreifliche, verbrecherische, mörderische Thor. Grundkrantheit unseres 2andarbeiterstandes, der Maschinist Adolf Riemschneider in Hamburg anheit, die allen bisherigen Thorheiten die Krone auffeßte: daß die Ursache vieler Schäden und auch die Hauptursache seiner geklagt. Die Beleidigung wird in einem Sprechfaalartikel der man die armen fieberkranken Soldaten statt nach der nahen Unfittlichkeit. Es ist ein Unrecht, daß der Stand der befitlosen Nr. 239 des Hamburger Echo" vom 11. Oktober 1894 mit der Insel Réunion, in endloser Fahrt durch fieberbrütende Himmels- Landarbeiter theils in praxi, theils de jure nicht vertreten Ueberschrift Bustände in der Marine" gefunden. Es ist deshalb striche nach Marseille schickte, wobei ein großer Theil der un- ist in den Organen der kommunalen Selbstver- auch der damalige verantwortliche Redakteur des„ Echo", Genosse glücklichen Opfer den Tod fand. waltung, dem Reichstag, dem Landtag, bei dem Karl Heine, mitangeflagt, jedoch nur wegen einfacher Beleidi Die Aufregung ist groß, und gegen die jetzige Regierung Schöffen und Schwurgericht, bei dem Gemeinde- gung durch die Presse. Vor der Straffammer III des hiesigen zieht sich ein Sturm zusammen, ähnlich wie weiland gegen Kirchenamt und auf der Synode. Unser ganzes öffent Landgerichts steht erst heute in dieser Sache Verhandlung an, Ferry den Tonkinesen", der an Zonfin zu grunde ging. liches, politisches, soziales, tirchliches Leben weil es außerordentlich viele Schwierigkeiten gemacht hat, die Zeugen, Daß die Franzosen Madagaskar erobern werden, ist wahr- thut, als ob es von einem vierten Stande gar die meist zur See fahren, aufzufinden und zu vernehmen. In scheinlich; ob sie es behaupten fönnen, ist sehr ungewiß; gewiß nichts wisse, wenigstens nicht, wo es sich um Gegen- dem betreffenden Artikel, der mit der vollen Adresse des aber ist, daß sie für ihre Kolonialpolitik in Madagaskar furcht leistungen und seine Rechte handelt; wo er Berpflichtungen Riemschneider unterzeichnet war, führte derselbe aus, bar bestraft worden sind. der Mannschaften die Behandlung der hat, da weiß man ihn schon zu finden. Das ist nicht Bei der Erbitterung, die in Frankreich herrscht, ist mit recht. Jeder Arbeiter ist seines Lohnes werth und dem vierten unwürdig und die gegen sie verhängten Strafen so grausam seien, ziemlicher Bestimmtheit zu erwarten, daß Madagaskar, bas Grab Stande kommt heute seine Selbständigkeit, seine Organisation als daß durch sie jedes Menschengefühl erstickt werden könne, daß sie vieler tausender französischer Soldaten, auch das Grab der fran- ein Recht der geschichtlichen Weiterentwickelung zu. Nostra res auf beide Theile, den leidenden und den handelnden, demoralisirend zösischen Regierung sein wird. wirkten, und daß man ihre Anwendung im 19. Jahrhundert für agitur. Es geht auf unsere Kosten, wenn wir es ihm vorenthalten. Machen Sie den Landarbeiterstand ansässig unmöglich halten sollte. Ehrentitel" wie„ Dreckfäue"," Schweineund er wird sich entwickeln, im Besitz ist ihm seine bunde"," großschnäuzige Esel" und Redensarten wie wenn Ihr gegeben, denn der Besiz reißt ihn Köln( b. h. auf die Festung)", sollten danach zu die Schnauze nicht -Der Feldzug gegen den Tabat wird wieder er Entwickelungsfähigkeit gegeben haltet, kommt Ihr bald alle nach den öffnet. Es scheint allmälig zur Gewohnheit zu werden, all heraus aus seinem Landstraßenleben. Er läßt ihn den auf Schiffen der Marine jährlich mit den bekannten Steuerplänen der Regierung zu operiren, damit die Tabakindustrie, die sich bislang noch ziemlich Da aber selbst bei der besten Ordnung dieser Angelegenheit ein und Unteroffiziere scheuten sich nicht, sie in zähe gezeigt, fyftematisch zu grunde gerichtet, und so für das wenn auch geringer Theil der Landarbeiter besiglos bleiben wird, Gegenwart von Offizieren zu gebrauchen. Nachdem dann noch Genickstöße" und Biel all dieses Strebens, für das Monopol reif gemacht werde. so muß der ganze Stand organisirt werden, um gefagt ist: Berren an den Ohren", Die" Post" meldet: Gewöhnliches bei der Behand Reichstags- Nachwahl. Amtliches Resultat der am 17. d. M. im Wahlkreise Groß- Wartenberg Dels statt gehabten Reichstags- Ersazwahl. Abgegeben wurden insgesammt 13 254 Stimmen. Hiervon erhielt v. Kardorff ( deutsche Reichspartei) 6873, Buchstein( deutsch soziale Reformpartei) 3865, Dr. Doormann( freis. Volksp.) 2306 und Gießmann( Sozialdemokrat) 206 Stimmen. Bersplittert find 4 Stimmen. Kardorff hat somit einen Pyrrhussieg erfochten, er hat 1199 Stimmen gegen die Hauptwahl verloren, der Verlust der Freifinnigen beträgt sogar 2211 Stimmen, das Zentrum, das diesmal keinen Kandidaten aufstellte, hatte am 15. Juni 1893 1907 Stimmen zu verzeichnen, die Antisemiten gewannen 2707 Stimmen und unsere Stimmenzahl ging von 395 auf 206 zurück. $ 16 B Deutsches Reich. Japan. - Das japanische Parlament hat, wie ein Zele für die Flotte einen Kredit von 200 Millionen Den zum sogramm heute meldet, neben anderen außerordentlichen Ausgaben fortigen Bau neuer Kriegsschiffe bewilligt. Es wurde beschlossen, die Flotte um 4 Hochseepanzer, 10 Küstenpanzer, 30 Torpedofreuzer und 50 Torpedoboote zu vergrößern. und flüchtig ist, trafen und Strafvollstreckung in der deutschen Marine. Uns wird aus Hamburg vom Sonnabend berichtet: daß " Inhalt des Wortes Heimath" und des zu Haufe" erfabren. berechtigten Eigenthümlichkeiten gehören, = der Marine Die Regierung ist von der Nothwendig in der Organisation das reale und ideale Heimaths-" Fußtritte" fei etwas feit einer Reform auf diesem Gebiete als der Grundlage für gefühl zu gewinnen. Mit dem Besitz und mit der Dr- lung der Soldaten, führt der Verfasser drei Beispiele eine Reichs Finanzreform feft überzeugt. Die Besprechungen, ganisation erst kommt dem Landarbeiter neben mancher grausamer Bestrafungen an, die er nach seiner Angabe während die Graf v. Posadowsky mit den Ministern der süddeutschen anderen bürgerlichen Tugend vor allen Dingen auch das einer vierwöchentlichen Uebung an Bord des Fahrzeuges Bundesstaaten gepflogen hat, sind für die Angelegenheit fitttliche Ghrgefühl und damit haben wir erreicht, was wir" Friedrich der Große" theils selbst beobachtet, theils von Kollegen in sofern von sehr großer Bedeutung gewesen, als sich der wollen, eine fittlich- deutsche Landbevölkerung! Aber zur Durch erfahren haben will. Ein Matrose sei täglich vier Stunden Staatssekretär davon überzeugt hat, daß er auf eine zustimmende führung dieser Wünsche gehört überall eine nicht geringe An- mittels um das Handgelenk geschlungener Stricke unter Deck aufHaltung in Süddeutschland rechnen tann, wenn er den Forde- strengung und ein Aufraffen zu großen Thaten und eine Umkehr gehängt und zwar so, daß er mit den Fußspizen eben den Boden rungen der dortigen Interessenten bis zu einem gewissen ganzer Stände zu sozialer Einsicht und zu gutem Willen au stelle berührt habe. Der dabei stehende Posten habe darauf zu achten Grade entgegenkommt. Wie wir hören, hat man ins Auge der vorigen Schlaffheit und Gleichgiltigkeit und deshalb arbeiten gehabt, daß der Delinquent nicht zu laut winsele. Ein zweiter gefaßt, eine Fabrikatssteuer für die billigeren Zigarren Sie vor allem auch in diesem Sinne und wenn nicht schon wir, all sei der, daß ein Heizer, welcher wegen eines geringfügigen forten( etwa bis zu 6 Pfennig) nicht zu fordern und den so werden doch unsere Nachkommen die Früchte dieser segens. Bergehens zu drei Tagen strengen Arrestes verurtheilt sei, von 7 bis 112 Uhr beim Reinigen des Schiffes habe helfen, von dadurch zu erwartenden Ausfall von etwa 8-10 Millionen reichen Thätigkeit ernten können. durch eine entsprechend höhere Besteuerung der importirten 12 bis 4 Uhr bei einer Temperatur von 40 bis 45° C. im - Deutsch russische Handelsbeziehungen. Seizraum arbeiten und dann von 41/2 bis 71/2 Uhr die obige Tabake wieder einzubringen. Gin Gefeßentwurf in diesem Sinne mie aus der von dem russischen Zolldepartement veröffentlichten Prozedur habe durchmachen und schließlich nachts noch 4 Stunden wird, wie man uns versichert, bereits im Reichsschaamt aus Uebersicht über den auswärtigen Handel Rußlands zu ersehen die Refsel bedienen müssen, worauf dann wiederum dieselbe gearbeitet." ift, hat Rußland in jenem Jahre für 86 Millionen Rubel mehr grausame Strafe an ihm vollstreckt sei. Drittens fei ein Matrose, Diese Mittheilungen werden der Volts- 3tg." aus guter Getreide ausgeführt, als im vorangegangenen Jahre. Der Ander die Strafe des Aufhängens habe durchmachen müssen, nach Quelle bestätigt mit dem Bemerken: theil Deutschlands an der Getreide- Ausfuhr Rußlands, welcher drei Viertelstunden losgebunden und in das Lazareth geschafft. Der Zeitpunkt der Einbringung des neuesten Tabaksteuer- in den Jahren 1888 bis 1892 24,2 pet. betrug und im Der Strafatt sei hinten im Zwischendeck vollzogen, aber ganz gefeßes ist noch nicht festgesetzt, und zwar aus dem ein Jahre 1898 unter dem Einflusse der Kampfzölle auf 20,5 pt. vorn im Schiffe habe man das Jammergefchrei des Unglücklichen fachen Grunde, weil man zur Zeit teiner Deckungsmittel bedarf. gesunken ist, ist nach Abschluß des deutsch russischen Handels gehört. Auf seine Bemerkung hin:" Diese Ungerechtigkeiten Diese letzteren dürften aber nothwendig werden, wenn Heeres vertrages wieder gestiegen und zwar auf 29 pCt. müffen einmal an den Reichstag", fei er, Riemschneider, zu fünf wie Marineverwaltung mit neuen Forderungen hervortreten Der Handelsvertrag und die gute Ernte in Rußland hatten Tagen Arrest verurtheilt. Die Staatsanwaltschaft nimmt an, werden. Die Reichs Finanzverwaltung wird jedenfalls für auch zur Folge eine Erhöhung der Einfuhr nach diesem Lande daß Riemschneider diese Behauptungen, trotzdem er gewußt habe, Deckung wenigstens der ersten Raten der neuen Forde- und zwar sind im Jahre 1894 mehr eingeführt als im voran- fie seien unwahr, in der Absicht aufgestellt hat, das Kommando rungen für Heer und Flotte sorgen." gegangenen Jahre: Baumwolle für 242/3, Wolle für 41/3, Seide des fraglichen Schiffes in der öffentlichen Meinung herabzuAlso wieder eine neue Beunruhigung der Tabakindustrie, für 1/2, Farbestoffe für 22, unbearbeitete Leder für 5%, würdigen. Dem Angeklagten Heine glaubt sie jedoch, daß er die und, was bemerkt werden muß, wieder eine neue Gelegenheit für Eisen und Stahl für 14 und Metalprodukte, Maschinen Angaben des Riemschneider für wahr gehalten habe. die Unternehmer in derselben, die Arbeiter durch Lohnreduktionen und Apparate für 27 Millionen Rubel. Deutschland, welches In seiner verantwortlichen Vernehmung erklärt der Ans zu schröpfen. jol vor dem Zollkriege die erste Stelle in der Einfuhr nach Rußland geklagte Riemschneider, daß er den Artikel selbst geschrieben habe. Wieder ein Spionage Prozeß. In Köln einnahm und zur Zeit desselben diese Stelle an England abtreten Heine habe an dem materiellen Inhalte nichts geändert, sondern wurde ein französisches Ehepaar unter dem Verdacht des Landes- mußte, hat sie nach Abschluß des Handelsvertrages zwar wieder nur grammatikalische und orthographische Fehler ausgemerzt. verraths verhaftet. ¡ eingenommen, aber doch hat der Zollkrieg der deutschen Industrie! Nach der Redigirung habe er den Artikel aber nochmals gelesen " 式 = hierdurch eine Geldstrafe von dreißig Mark und Bezahlung der erwachsenen Verläge mit der Maßgabe festgesetzt, daß im Falle der Uneinbringlichkeit der Geldstrafe an deren Stelle Haft in der Dauer von 10 Tagen zu treten bat. und um Abdruck gebeten. Hierbei bleibt er troh mehrfachen| 18 Versammlungen erhoben, wobei eine allerdings die hielten, austragen lassen und durch diese die politische Meinungseindringlichen Fragens des Vorsitzenden, Direktors Dr. Burchard. Beibringung von Agitationsmaterial nicht ausdrücklich von der freiheit anders gesinnter mißachtende aufdringliche, an Haus Weiter befundet R., daß er seine Bebauptungen auf Rommiffion, sondern eventuell auch vom Parteivorstand ver- friedensbruch grenzende Verbreitung aufreizender Schriften die recht erhalte. Er habe selbst gesehen, daß dem Matrosen langte. Eine Partei Versammlung, die beider Wahlkreise Bewohner ganzer Ortschaften empfindlich belästigt und die Echweers die Hände, so weit es ging, über dem Kopfe Münchene, verlangte, daß die Kommission fortdauernd über ihre Sonntagsruhe erheblich gestört, fonach groben Unfug verübt. angebunden waren, so daß Sch. nur mit den Fuß weiteren Arbeiten berichte, während zwei Versammlungen, die Auf grund von§ 360 3iffer 11 des Str.-G.-B. spizzen den Boden berührt habe. In dieser Stellung des Wahlvereins in Ludwigshafen und die Konferenz für den wird daher gegen pp. Richter habe er vier Stunden zubringen müssen. Ein Posten ersten Pfälzischen Wahlkreis Speier, die Vorlegung eines anderen habe dabei gestanden und einmal zu dem winselnden Agrarprogramms übers Jahr verlangen. Schweers gesagt:" Gei ruhig, es fommt einer!" Bezüglich des zweiten Falles könne er nicht genau sagen, ob er sich nicht mit dem ersten Fall decke. Im dritten Falle handelte es sich seiner Meinung nach um die Bestrafung des Matrosen Appelgrün, dessen Geschrei er selbst durch das ganze Schiff hindurch gehört habe. Auf seine Bemerkung, daß die Mißhandlungen dem Reichstag mitgetheilt werden müßten, habe er fünf Tage Arrest erhalten. Wenn er in dem Artikel gesagt habe, daß die Mißhandlung von höheren Beamten der Marine ausgingen, so nehme er an, daß die Offiziere einverstanden gewesen seien mit der Handlungsweise der Unterbeamten, denn bei den Revisionen hätten fie die Ungerechtigkeiten unbedingt bemerken müssen. Der Angeflagte Heine erklärt, daß er Riemschneider eingehend gefragt habe, ob die aufgestellten Behauptungen erweislich feien. Riemschneider Dasselbe verlangte auch eine Parteiversammlung in Neusalz, während die Konferenz für Hof, Bayreuth, Kronach- Lichtenfels fordert, daß die Kommission übers Jahr die Resultate ihrer erneuten Arbeit einem Parteitage vorlege, und der Kreistag für den zweiten anhaltischen Wahlkreis den Entwurf an die Kommission zurückverweisen will. " Parteiversammlung spricht sich entschieden gegen den Entwurf der " Die am 18. September im Deutschen Kronprinzen" tagende Agrarkommission im ganzen und in seinen Einzelheiten aus. Nach der Auffassung der Versammlung widerspricht der Entwurf in seinen Grundlagen wie in seinen Konsequenzen dem sozial revolutionären Charakter der Partei. Zudem würde seine Durch führung unter allen Umständen seinem Zweck, die Bauernschaft zur revolutionären Partei zu machen, nicht entsprechen, sondern durch künstliche Konservirung des Bauernstandes noch auf unvielmehr geeignet sein, die heute bestehende Gesellschaftsordnung absehbare Seiten hinaus aufrecht zu erhalten und damit den hemmen. Die Versammlung geht von der Voraussetzung aus, natürlichen ökonomischen und politischen Entwickelungsprozeß daß der Sozialismus nicht treibhausmäßig gezüchtet werden kann, und hält die bestehenden Forderungen des Erfurter Programms für ausreichend, um die sozialdemokratische Agitation erfolgreich auf das platte Land zu tragen." Man kann somit in Zittau durch polizeiliche Strafverfügung jede politische Meinungsäußerung, die von der der Polizeigewaltigen abweicht, unmöglich machen. Gewerkschaftliches. B Töpfer. Zuzug ist fernzuhalten nach München, Geschäft von Hausleiter, für Werkstuben- Arbeiter wegen Maßregelung nach Elstra, ferner wegen Lohnabzug nach Hildesheim, Hamburg, Tilsit, Königsberg i. Pr. und Zürich( Schweiz). In Bukarest ist nur die Firma Beege gesperrt. Neue Filialen find gegründet in: Tirschenreuth, Borsitzender Kollege Michael Pöllmann und Schmidt, Kassirer; Rothenburg Vertrauensmann Paul Tix, Schlachthof 329; Ziegnitz, Paul in Schlesien, Vorsitzender Paul Hänchen, Brunnengasse; Glaz, Urbanet, Ritterstr. 11. Zu erwähnen ist ferner noch, daß in 6 Versammlungen die Wiederaufnahme der unter Nr. 91 des Frankfurter Parteiprotokolls befindlichen Anträge( Forderung voller Berantwortlich- Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über feit der Beamten, Aufhebung der Gesetzesbestimmungen, welche Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden die Ausübung des Schankgewerbes und die Abhaltung öffentOrganisation tragen. licher Luftbarkeiten einschränken, Aufhebung der Ausnahmegeseze Achtung! Alle in der Firmenschilder- Brauche beschäftigten gegen ländliche Arbeiter und gegen das Gesinde) verlangt wird. Arbeiter treten am Montag wegen Einführung der neunstündigen fischen Reichstag 3- Babitreis( Schneeberg- Stollberg) Agrarprogramm. Eine Parteiverfammlung im 19. fäch. Arbeitszeit in den Generalstreik ein. Wie verlautet, wollen die deutschen Kriegsschiff berichtet habe, hätte er kein Bedenken ge- doch das Fortbestehen der Agrarkommission, damit dieselbe die 11. Dltober die Kieler Zeitung" ähnliches von einem anderen erklärte sich gegen den Agrarprogramm- Entwurf, sie wünscht je Blätter( in- und ausländische) werden um Abdrud gebeten. tragen, die Mittheilungen aufzunehmen. Aus den Eisen- und Metallgießer. Zuzug ist fernzuhalten von Aus den„ Strafbestimmungen für die deutsche Marine" wird sodann der§ 7 landwirthschaftlichen Verhältnisse untersuche, Thatsachenmaterial Krefeld, Bielefeld, Beiß, Bieliz Biala, Komotau( Böhmen), verlesen. Derselbe besagt, daß schwere Arreststrafen, wenn nicht §7 beibringe, auf grund dessen die Agitation unter der Land- Odensee und Kopenhagen. genügend Arrestzellen vorhanden sind, in der Weise vollstreckt werden bevölkerung praktisch betrieben werden kann. Die Breslauer Parteigenossen stimmten folgender Reso- G. Klevenhusen die Arbeit nieder. Tabakarbeiter. In Bremen legten die Arbeiter der Firma sollen, daß die Arrestanten unter Heranziehung zum Dienst an einem Der Streit der Zigarrenlution 11: abgelegenen Plage unter Aufsicht eines Postens täglich 2 Stunden so angebunden werden sollen, daß die Handgelenke in Brusthöhe arbeiter in Ohlau dauert fort. angebunden werden sollen, und zwar so, daß keine Blutstockung in den Armen eintreten kann und der Körper gut auf dem Boden steht. In der Zeugenvernehmung wird zuerst die Aussage des vom Amtsgericht in Aurich vernommenen Zeugen Schweers verlesen. Derselbe hat befundet, daß er am 4. September v. J. an Bord des Friedrich der Große" zu 10 Tagen Arrest verurtheilt sei. Die Strafe sei am 4. September, abends von 6 Uhr 30 Minuten bis 8 Uhr 30 Minuten folgendermaßen vollstreckt: Ihm seien die Handgelenke zusammengeschnürt worden. Zwischen den Händen sei sodann ein Strick durchgezogen, der durch einen Ring an der Decke des Zwischendecks so angezogen sei, daß der Körper mit hochgehoben wurde und die Hacken ungefähr 3 Zentimeter von der Erde entfernt gewesen wären. Er habe Dabei Schmerzen in der Brustgegend gespürt. Angebunden habe ihn der Wachtmeisters- Maat Schmutzler. Am 5. September sei er genau so angebunden und zu derselben Zeit, und wiederum habe er Brustschmerzen gehabt. Epäter habe ihn der Wacht- Die letzte Mannheimer Parteiverfammlung erklärte, sie vermeisters- Maat Schiemann angebunden und immer so, daß er fenne zwar die Nothwendigkeit nicht, der mißlichen Lage des habe stehen können. Er habe während aller 10 Tage feinen leinen Bauernstandes und namentlich der Landarbeiter die volle regelmäßigen Dienſt thun müssen, sei aber nie über 2 Stunden Aufmerksamkeit der Partei zuzuwenden, fann sich aber mit dem angebunden gewesen. Auf die letzte Bemerkung hin entgegnet zur Zeit vorliegenden Programmentwurf der Agrarkommission der Angeklagte Riemschneider, daß die Aussage, die nur eine nicht einverstanden erklären. Wenn sie auch die Thätigkeit der eidliche Anerkennung des militärischen Protokols sei, unbedingt Rommission in ihrem vollen Umfang anerkennt, so ist sie doch Porzelliner. Die Sperre ist bis auf weiteres über folgende von dem Vorgesetzten des Schweers beeinflußt sein müßte, denn der Ansicht, daß es weniger die Aufgabe der Kommission war, Drte verhängt: Albersweiler, Köppelsdorf( Dressel und Koch), Schweers habe ihm selbst gesagt, und zwar in Gegenwart von einen fertigen Programmentwurf auszuarbeiten, als vielmehr Rönigszelt, Sorgau, Sophienau( Charlottenbrunn), Schweidnig 2 Beugen, daß er täglich 4 Stunden angebunden gewesen sei. Der durch Sammlung, Sichtung und übersichtliche Zusammenstellung( Majolitafabrit von Krause), Stanowiß, Grohn- Vegesad. MitVertheidiger Dr. W. Peppler stellt deshalb den Antrag, die Sache des Materials über die Agrarfrage einen Untergrund zu schaffen, glieder, welche in diesen Orten in Arbeit treten, werden vom zu vertagen und den Schweers persönlich zu laden. Nach einiger auf dem sich die Berathung der Frage auf dem Parteitag Verbande ausgeschlossen. Berathung beschließt das Gericht, in der Verhandlung fortzu- aufbauen konnte. Leider ist das Material der Kommission Für die streifenden Porzellanarbeiter in Altwasser, fahren und sich die Abgabe eines Beschlusses über den Antrag weiteren Parteitreisen nicht zugänglich gemacht worden, so daß die bekanntlich den Widerstand aufgegeben haben, wurden vorzubehalten. Zeuge Obermaschinisten Maat Schiemann, der an einen ersprießlichen und abschließenden Erfolg der Berathung 44 126,84 M. gesammelt. Zuzug von Porzellanarbeitern nach persönlich erschienen ist, hat keine Ausschreitungen bemerkt! auf dem diesjährigen Parteitag kaum zu denken ist. Aus dieser Altwasser ist auch fernerhin zu meiden. Die Leute feien bei strengen Arrest eine Stunde angebunden ge- Erwägung stellt die Versammlung an den Parteitag den Antrag, wesen und zwar in der vorgeschriebenen Weise. Auch Schweers den Agrarausschuß zu beauftragen, die ländlichen Verhältnisse fei nicht im geringsten mißhandelt worden. Unter der Mann noch eingehender zu untersuchen und das Ergebniß seiner schaft des Schiffes sei von einer Mißhandlung irgend welcher Thätigkeit durch rechtzeitige Veröffentlichung in der Presse der Leute nichts bekannt gewesen. Gesammtpartei zu unterbreiten, so daß es die Grundlage für die Agrarberathungen auf dem nächstjährigen Parteitag bildet und es den Einzelorganisationen ermöglicht, ihre Delegirten mit genauer Instruktion über die Stellungnahme zu jedem einzelnen Punkte zu versehen. Partei- Nachrichten. " Bromberg und Kaiserslautern find Filialen gegründet worden. Maler. Nach Leipzig ist der Zuzug fernzuhalten. In Die Zahlstelle Reichenbach i. S. ist wegen des Indifferentismus der dortigen Kollegen aufgelöst worden. In der Eisengießerei- Aktiengesellschaft in Zeit sind die Former mit der Fabrik in Differenzen gerathen, weshalb sie um Vermeidung des Zuzugs bitten. Glasmaler. Zuzug ist fern zu halten nach Dresden Löbtau, Hörstel, Teplit- Waldthor, Stadthagen, Carmaux, Antonienwald in Böhmen, Hüttmann's Söhne. Achtung, Schlosser! Zuzug nach Rosenheim ist weiter treng fernzuhalten. Die dortigen Kollegen verlangten die zehnstündige Arbeitszeit unter Beibehaltung des bisherigen Lohnes bei 10 Stunden pro Tag.. " Bureauaugestellte. Die durch Wegzug des Genossen F. Schulz erledigte Redaktion der Fachzeitung Der Bureau Angestellte" hat vom 1. Oktober d. J. an Genosse Adolf Kempf. Alexandrinenstr. 116 a, übernommen, woselbst sich auch die Er pedition befindet. Achtung! Parteigenossen von Wilmersdorf, Halensee und Rheingan. Die Petitionslisten, welche die Errichtung eines Genosse Quarck bittet uns, einer Andeutung der SächGewerbegerichtes befürworten, liegen aus: für Wilmersdorf sischen Arbeiter- Zeitung" gegenüber, festzustellen, daß er nicht Der Streik in der Kammgarnspinnerei Laederich u. Cie. bei A. Stabin3ty, Badenschestr. 18; W. Tepper, Uhland- der Urheber der Einleitungsworte des Landprogramm- Entwurfs und Günzelstraßen- Ecke; und H. Klingeberg, Berlinerstr. 44. ist. Das thun wir hiermit. in Mülhausen i. E. dehnt sich aus. Nachdem sich auch die Nachtarbeiter angeschlossen haben, ist der Ausstand im SpinnereiFür Halensee bei K. Wünsche, Westfälische Straße 44. Delegirte zum Parteitag. Danzig: Berger und damit 300. In Arbeit stander: heute noch etwa ebenso viel saal vollständig. Die Zahl der Streifenden erreicht Wir ersuchen die Genossen, sich recht zahlreich einzuzeichnen. Die Lipinski. Kommission: J. A.: Nerre, Uhlandstr. 68. Perfonen, vorwiegend Frauen und Mädchen, die in den Nebens Aus Pößneck wird berichtet, daß der Vorsitzende der zweigen( Carderie, Zwirnerei 2c.) thätig sind. Hält die ArbeitsZusammenstellung der Parteibeschlüsse über den Agrar- Zentral- Agitationskommission für Meiningen und Koburg, Gerosse ruhe in der eigentlichen Spinnerei an, so müssen auch diese feiern, programm- Entwurf. Soweit bis jetzt Berichte vorliegen, haben Baul Seige, verhaftet wurde. Ueber die Gründe der Verhaftung Um die Arbeiter einzuschüchtern, hat die Fabrikleitung heute eine sich die Genossen in 176 Versammlungen mit dem Agrarprogramm ist uns bis jetzt nichts gemeldet. Ankündigung angeschlagen, wonach die kontraktbrüchigen Arbeiter beschäftigt, wovon 39 Provinzial- Parteitage, resp. Kreis- oder Landeskonferenzen waren, während von den übrigen 78 auf Wahl von Mitgliedern zum Kreistage wurden vom Gemeinde auf die Streifenden umsoweniger gemacht, als bei den niedrigen Kreistagswahl. Bei der am Donnerstag vorgenommenen entlassen" sind. Einen Eindruck hat diese papierne Rundgebung Partei- resp. Volksversammlungen und 59 auf Vereinsversamm: rath in Saalfeld a. S. die Genossen A. Hofmann, P. Sanger- Löhnen der Firma ein Dazwischentreten von Streikbrechern lungen famen. Ein Beschluß wurde nur in 124 dieser Versammhausen und Fr. Rödiger gewählt. Auch den vierten Sig nicht zu befürchten ist. Unterstützungsbeiträge für die lungen gefaßt; in den übrigen fand zum theil eine Vertagung der Debatte statt, zum theil begnügte man sich mit einer Be hätten die Genossen befeßen können; um aber die städtische Ver- Streifenden, unter welchen sich 35 Verheirathete mit 140 Kindern sprechung des von der Agrarkommission vorgelegten Ent- waltung im Kreisausschusse nicht unvertreten sein zu lassen, befinden, nimmt entgegen: Jean Martin, Korrespondenz sprechung des von der Agrarkommission vorgelegten Ent- wählten die Genossen den ersten Bürgermeister mit. Bisher bureau des„ Volksfreund", Schulgasse 2 zu Mülhausen i. E. wurfs. So nahm der Parteitag für Schleswig- Holstein und Hamburg lediglich das im ganzen den Entwurf faßen die Redakteure der beiden hiesigen gegnerischen Blätter Ju Carmang hielten die Aus ständigen am 18. d. M. rechtfertigende Referat Moltenbuhr's, welcher Mitglied der Agrar von Saalfeld mit im Kreisausschuß; die beiden Blätter speien eine Versammlung ab, welcher der sozialistische Abgeordnete barum heute Gift über unseren Sieg. tommission ist, entgegen, und sah dann ausdrücklich von einer Jaurès beiwohute. Derselbe erstattete über die bisherigen Samm Beschlußfassung ab. Die Besprechungen in zwei Versammlungen Zum Stuttgarter Liederhallen Boykott wird berich tet, lungen Bericht und theilte mit, daß bis nun 80 000 Franks beiwaren theils zustimmend, theils ablehnend, vorwiegend zustimmend daß von 33 Stuttgarter Gesangvereinen 28 die Erklärung ab- sammen seien. Jaurès hat an den Bautenminister ein waren nur die Besprechungen in zwei Bersammlungen in Mainz, gaben, fich von allen Arrangements, die gelegentlich des Schreiben gerichtet, worin er sich über die Weigerung der dortigen während in 33 Versammlungen der Entwurf durchaus abfällig im nächsten Jahre stattfindenden deutschen Sängerbunds Festes Bergwerks- Gesellschaft beschwert, die den Arbeiter Galvignac fritisirt wurde, zum theil, nämlich viermal, nachdem ein dem geplant sind, zurückziehen zu wollen, so lange der Liederkranz nicht für einen Tag zur Theilnahme an den Kongreß in Limoges Entwurf freundliches Referat eines Kommissionsmitgliedes voraus- feine Unduldsamkeit übe. beurlauben wollte. gegangen war. Von den 124 Versammlungen, in welchen ein Beschluß gefaßt wurde, nahm der Parteitag für Gotha teine Stellung zu dem Entwurf, sondern verlangte, daß auch in Breslau die endgiltige Entscheidung noch auf ein Jahr verschoben würde; ähnlich ertlärte die Parteikonferenz für Reuß ä. Linie, eine abwartende Stellung einnehmen zu wollen, weil die Gründe der Agrar tommission noch nicht genügend erklärt seien. Der Parteitag der Sozialdemokratie Kroatien- Bergarbeiterausstand im Borinage( Belgien). Die in Slavoniens findet gemäß einem Beschlusse der am, 8. und Mons erscheinenden Blätter kündigen einen allgemeinen Berg9. September 1894 in Agram stattgehabten Vertrauensmänner- arbeiterausstand im Borinage an. Ronferenz am 3. und 4. November in Agram statt. Die Tages- Aussperrung der Genter Banarbeiter. Aus Gent wird ordnung lautet: 1. Bericht des Partei- Ausschusses. 2. Bericht telegraphirt: Morgen wird in allen hiesigen Werkstätten eine der Delegirten über den Stand der Bewegung. 3. Ausarbeitung des Parteiprogramms. 4. Organisation und Agitation. 5. Wahl der Parteileitung. 6. Die Presse. 7. Gewerkschaftliche Organi fation. 8. Der 1. Mai. 9. Der internationale Sozialisten- und Arbeiterkongreß in London 1896. 10. Eventuelle Anträge. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Benachrichtigung angeschlagen werden, daß die Arbeitgeber be schloffen haben, nachdem die von den Ausständigen der Bandenkerchove'schen Werkstätten vorgebrachten Beschwerden von dem Industrierathe als unbegründet erklärt worden sind, sämmt. liche Bauwerkstätten in Gent am 28. September geschlossen werden. telegraphirt: Aus Anlaß eines Ausstandes in der Carrbrok'schen Englischer Druckerausstand. Aus Staleybridge wird Druckerei kam es zu Arbeiterunruhen, infolge deren berittene Schußleute in die Stadt einrücken mußten. Der Minister des Innern wurde um Gewährung weiteren polizeilichen Schußes ersucht. Die Unruhen sollen dadurch veranlaßt sein, daß die Ausständigen die Neuangestellten zu arbeiten verhinderten. In 122 Versammlungen wurde ein bestimmter Beschluß über den Programmentwurf gefaßt. Ganz und gar angenommen wurde er in feiner einzigen, jedoch der Hauptsache nach in sechs, nämlich Todtenliste der Partei. In Offenbach a. M. starb im Wahlverein in Gießen, im Wahlverein Hanau, welcher zum nächsten Genosse Karl Sergel, dem die Parteigenoffen eine impofante Jahre eine eingehende Broschüre über die Agrarfrage verlangt, und würdige Todtenfeier bereiteten. von der Konferenz für den zweiten hessisch- nassauischen Wahlkreis, welche jedoch hinzufügte, daß unsere Biele auf keinen Fall ver schleiert werden dürfen, ferner von der hessischen Landeskonferenz, Die Breslauer Staatsanwaltschaft läßt es von einer Parteiverfammlung in Marburg und vom Wahlverein auch nicht an Eifer fehlen. Dem verantwortlichen Redakteur der in Kassel, welch letztere drei den Entwurf für eine geeignete Bolte wacht" Genossen Jahn sind eine Reihe Anklagen, die sich zum Grundlage zur weiteren Berathung halten. theil auf Artikel, die schon vor mehreren Monaten veröffentlicht Zum Streit in Bialystok. Ueber die Streits wagt die Die anderen 116 Versammlungen lehnten den Entwurf wurden, beziehen, angekündigt worden. Er soll in seinem Blatte russische Presse selten zu berichten, daher finden wir in den be= ab, wovon 11 sich immerhin dafür aussprachen, daß einzelne den Nixdorfer Gendarm Höppner, die Berliner Staatsanwalt- deutenden russischen Blättern teine Erwähnung des großen Streits Punkte wohl annehmbar seien, während die anderen 105 schaft, den Minister v. Köller, und den Kaiser beleidigt, Gott in Bialystok. Nur in der Nedelja" finden wir eine furze die einfache Ablehnung des Entwurfs in allen allen seinen gelästert haben. Notiz, in welcher hervorgehoben wird, daß troß der großen AusTheilen verlangten; neun dieser Versammlungen ver: An Hausfriedensbruch grenzend! Die dehnung des Streits in Bialystok die Ruhe und die Ordnung warfen überhaupt grundsäglich die Forderung eines beson- Bittauer Amtshauptmannschaft hat am 12. September d. J. von den Arbeitern selbst musterhaft aufrecht erhalten wird. deren Agrarprogramms, während auch von den übrigen 11 folgende Strafverfügung erlassen: " betonten, daß das Erfurter Programm in seiner gegenwärtigen Laut Anzeige des Gendarm Schulze in Olbersdorf vom Depelthen und lehte Nachrichten. Fassung vollkommen auch zur Landagitation, wenigstens für jetzt, 11. d. M. ausreiche. in Lückendorf hat der Gutsbesizer Theodor Hermann Richter Wien, 21. September. Bei der heutigen Stichwahl im Gegen das Weiterbestehen der Rommission sprach sich eine dritten Gemeinderaths- Wahlkörper im zehnten Bezirk wurden die Parteiversammlung in Lennep und die Parteikonferenz für die durch seine beiden schulpflichtigen Töchter am Sonntag, den beiden deutschnationalen Antisemiten Schrabauer und Sauerborn Provinz Brandenburg aus; doch wurde in einer Parteiversamm 8. d. M., vormittags von 8-12 Uhr in Lückendorf und nach gewählt. lung des fünften Berliner Wahlkreises dieser leytere Bunti miß- mittags von 2 Uhr an in Dybin und Hain ohne Unterschied Cofia, 21. September. Der Gerichtshof erster Instanz ver billigt und die Delegirten angewiesen, in Breslau für Beibehaltung sozialistische Flugblätter, die eine gehässige und aufreizende Beurtheilte heute den Redakteur der„ Narodna Swoboda", Mittatow, der Kommission zu stimmen, damit sie Material für die Land- schimpfung der politischen Gegner der Sozialdemokratie und eine wegen wiederholter Beleidigung des Prinzen Ferdinand durch agitation fammele. Diese Forderung wurde im ganzen von für den öffentlichen Frieden gefährliche Klassenverheßung ent- die Presse zu 5 Jahren Gefängniß. Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von May Vading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 222. Das Gewerbegericht Sonntag, den 22. September 1895. Lokales. Die neue Lokalliste erscheint am Dienstag, den 1. Oktober. Aenderungen und Neu- Aufnahmen müssen bis zum 27. d. M. bei dem Unterzeichneten angemeldet werden. Die Lokalkommissionsmitglieder der Umgegend Berlins werden nochmals ersucht, ihre Adresse einzusenden. Im Auftrage der Lokalkommission: Karl Scholz, Berlin, Wrangelstr. 32.. Die Parteigenossen im zweiten Reichstagswahlkreise werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Kommunalwählerversammlungen für den fünften, siebenten und elften Bezirk am Donnerstag und Freitag stattfinden. Näheres wird durch Jaserat bekannt gegeben. Die Vertrauenspersonen. " 12. Jahrg. " tirche. Der zweite Antrag ist eingereicht von den Stadts verordneten Schwalbe, Rosenow, Reiß, Gerstenberg, Herbig, Salge und Reichnow und lautet dahin: Die Unterzeichneten ersuchen den Magistrat um Auskunft, in welchem Stadium ſich die Angelegenheit, betreffend die Uraniasäulen, befindet, der Uraniasäulen, welche ein öffentliches und wissenschaftliches und welche Schritte der Magistrat gethan hat, die Einrichtungen Interesse haben, zu erhalten." in seiner Eigenschaft als Einigungsamt war von den streikenden Militäreffekten- Arbeitern( Sattlern 2c.) der Firma Loh Söhne angerufen worden und die genannte Firma hatte sich mit dem Einigungsversuch vor demselben einverstanden erklärt. Am Donnerstag trat das Einigungsamt zur Verhandlung der Angelegenheit zusammen. Es war zusammengesetzt aus dem Ziemlich thener soll den Berliner Steuerzahlern das VerMagistrats Affeffor von Schulz( Vorsitzendem), dem Schrift gnügen zu stehen kommen, den Botanischen Garten als feger Stößel, dem Tischler Millarg, dem Fabrikanten Bartanlage in städtischem Besitz zu sehen. Wie einem biesigen Weigert und dem Lederhändler Meyer. Bevoll Lokalblatte gemeldet wird, geht die Absicht des Magistrats dahin, mächtigten der streifenden 35 Arbeiter gaben zunächst die Kosten der Erwerbung des Gartens entweder durch eine Auskunft über die Ursache des Ausstandes. Hervorzuheben Anleihe zu decken oder die Gemeinde Einkommen ist daraus folgendes: Die Firma Loh Söhne bezahlte für TorAchtung! Parteigenossen des 6. Wahlkreises! steuerbis um 10 pCt. nister, welche von den Arbeitern als spanische bezeichnet In allen Zahlstellen und Lokalen, wo Zahlabende im sechsten Nachricht sich bestätigt, läßt sich vorläufig nicht beurtheilen. Zu zu erhöhen. Wieweit diese werden, aber für Chile bestimmt sind, pro Stück anfänglich Wahlkreis abgehalten werden, liegen Liſten aus zur Aufnahme bemerken ist hierbei, daß die städtischen Behörden darin wett1,60 m., ging dann jedoch auf das Drängen ihrer Werkstatt von Abonnenten für die Parteifpedition. Alle Vertrauens- eifern, für Kirchenbauten 2c. Plätze zu verschenken, wogegen der arbeiter nach und nach mit den Stückpreisen bis auf 2,30. personen sowie folgende Parteispediteure nehmen Abonnements Staat sich die Plätze, die ihm die Stadt zu gemeinnützigen Zwecken hinauf. Hiervon gehen etwa 10 bis 12 Pf. für Materialien ab, auf den Vorwärts", den„ Sozialdemokrat" und den abkauft, immer heidenmäßig theuer bezahlen läßt. welche sich die Arbeiter selbst beschaffen müssen. Der erhöhte Wahren Jacob" u. f. w. entgegen: Preis erschien den Arbeitern immer noch viel zu niedrig. und Oranienburger Borstadt: Stolzenburg. Wiesenstr. 14, p.; notiz betreffend die Verbilligung des Gases durch Gasglühlicht, Für Moabit: Hempel, Lübeckerstr. 16, Hof p.; für Wedding Zur Gasglühlicht Frage. In unserer neulichen LokalIhr Hauptredner Dor dem Einigungsamt, der fich für einen der tüchtigsten Tornisterbauer erklärt, hat für Gesundbrunnen: Gaßmann, Grünthalerstr. 67, H. p.; für haben wir der städtischen Beleuchtungsdirektion den Vorwurf genach seinen Angaben 8 volle Tage an 12 Tornistern ge- Rosenthaler Vorstadt: Rosenthal, Granseerstr. 6, im Keller macht, daß sie noch kein Gasglühlicht- System für die Straßenarbeitet, wobei ihm noch etwas geholfen wurde. Dieser Arbeiter für Schönhauser Vorstadt: Mars, Kastanien- Allee 96, part. beleuchtung anzuwenden versucht hat. In dieser Allgemeinheit hatte ausgerechnet, daß es mindestens für das Stück 2,75 M. ist der Vorwurf nicht richtig. Charlottenburg. Anläßlich des stattfindenden Umzugs länger als Jahresfrist ein Versuch mit Auerlicht gemacht worden Wie wir erfahren, ist schon seit geben müsse, wenn man auf denselben Verdienst kommen wolle, machen wir schon jetzt darauf aufmerksam, daß die neuen Adressen und es sind auch gegenwärtig in einem Theil der Stralauer- und wie bei den preußischen Tornistern, während seine Kollegen der Abonnenten unserer Parteiliteratur rechtzeitig beim Spediteur Holzmarktstraße ganze 55 Auerbrenner eingerichtet, von denen 3,10 für angemessen hielten. Als die Firma sich weigerte, mehr Scharnberg angemeldet sein müssen, wenn eine Verzögernng in der 20 bis Mitternacht, 35 die ganze Nacht hindurch in Betrieb als 2,30 M. zu zahlen, traten die Werkstattarbeiter bis auf zwei Lieferung des Vorwärts"," Voltsblatt f. T.-B.-St." 2c. vermieden stehen. Warum die Sache nicht weiter in Fluß tommt, zumal und schließlich noch zwei Heimarbeiter am 2. September in den werden soll. Gleichzeitig aber auch ist es die Pflicht jedes Parteigenossen, die Nachbargemeinde Charlottenburg mit der Aufstellung von Streit ein. Sie stellten die Forderung auf, daß der Stückpreis auf wo es nicht bereits geschehen, den Bezug seiner Literatur vom 500 Auerbrennern gute Erfolge erzielt haben soll, bleibt unseren 3,10 M. erhöht werde. Auf Befragen erklärt der erwähnte 1. Oktober ab bei unserer Parteispedition zu bewirken. Bevollmächtigte, daß er, also einer der schärfsten" Arbeiter, in follte es für selbstverständlich halten, wenn von Parteigenossen langsam voran. Man Laienverstande unerfindlich. Bei uns heißt's wohl: Immer der Woche bei zehnstündiger Arbeitszeit und größter Anspannung ein Institut, wie das unserer Spedition, geschaffen wurde, das feiner Kräfte 10 spanische Tornister fertig bekommen, also 23 M. felbe auch von jedem einzelnen zu unterstützen ist. abzüglich der Material- Unkosten, verdienen könnte. Ein anderer richten wir nochmals das dringende Ersuchen an alle, die es an Deshalb Bevollmächtigter, ein Heimarbeiter, giebt ebenfalls auf Befragen geht, zum 1. Oktober rechtzeitig ihre Bestellungen an den Gean, daß er zur Anfertigung von 12 Tornistern a cht Arbeits noffen Scharnberg, Wilmersdorferstr. 124, Hof 3 Tr., eingehen tage gebraucht habe, und dabei hätte er noch spät abends zu lassen. Die Vertrauensleute. arbeiten müssen, seine Frau hätte ihm hilfreich zur Seite gestanden. Herr Schmidt, der Inhaber der Firma Loh Söhne, behauptet, nicht mehr wie 2,30 M. geben zu können und begründet das damit, daß er die Ordre, die in Paris zu vergeben war, unter dem Drucke der Konkurrenz von Paris, Wien und London zu einem sehr billigen Preise übernommen habe. Dazu wäre dann noch das ktoloffale Aufschnellen der Lederpreise gekommen. Seiner Ueberzeugung nach könne ein schlechter Arbeiter in der Woche 10 Stück, ein mittlerer 12 Stück und ein guter Arbeiter 14 Stück fertigen. Die Streifenden hätten, wie das immer Don den Akkordarbeitern bei der Uebernahme eines " " Die Polizei trat am legten Donnerstag in einer Verin der Restauration von Wernau, Rosenthalerstr. 57, abhalten sammlung in Aftion, welche der Lokalverein der Konditoren wollte. Vor Eröffnung der Versammlung wurde dieselbe näm lich verboten, weil angeblich das Lokal nicht den baupolizeilichen daß die Polizei ein gleich fleißiges Augenmerk auf die gesundheitsAnforderungen entsprach. Die Konditoren wünschen allgemein, gefährlichen Schlafstellen richten mögen, welche ihnen im Hause ihrer braven Meister oft angewiesen werden. Die Kriegervereine verlangen als erste Bedingung von ihren Mitgliedern monarchische Gesinnung, das heißt ein unbegrenztes Vertrauen und treue Liebe zum Herrscher hause, die feste Ueberzeugung, daß das Heil des Volkes Der Arbeiternothstand in Spandau wird in einem einzig und allein in den monarchischen Einrichtungen bürgerlichen Blatt, dem" B. B.-E.", in folgenden Darlegungen des Staates unter einem thatkräftigen Fürsten beruhe. geschildert: Nachdem die Arbeiter Entlassungen in den MilitärEin monarchisch gesinnter Mann kann deshalb nichts gemein Werkstätten zu Spandau jetzt abgeschlossen sind, läßt sich überhaben mit solchen, die ihres Fahneneides und ihrer darin sehen, in welchem Maße die Betriebe eingeschränkt worden. geschworenen Treue nicht eingedenk sind, sie sind die Das Feuerwerks- Laboratorium hat seinen Arbeiterbestand um entschiedenen Gegner derer, die darauf ausgehen, die Hälfte verringert; statt dreitausend sind nur noch eintausenddie Treue aus des deutschen Volkes Herzen herauszureißen fünfhundert Personen darin beschäftigt. Die Munitionsfabrik und den Geist der Empörung, des Aufruhrs und der hat von dreitausendfünfhundert Arbeiterinnen gegen achthundert 3 wietracht dafür hineinzubringen." " Verfasser der Agitationsschrift aber noch nicht alle Hoffnung auf: Im Angesichte dieser traurigen Zustände giebt der anonyme Wenn auch heutzutage vaterlandslose Leute daran find, Vaterlandsliebe zu untergraben, der Kern unferes Boltes hat sich nicht verführen lassen, ihm gilt noch die Treue als erstes Gebot der Ehre, ihm ist noch der Glaube ein Heiligthum, das niemand ihm antasten darf." entlassen, dazu etwa hundert Männer, meist Handwerker. In fünfhundert auf neunhundert herabgesetzt worden. Die Gewehrder Artillerie- Werkstatt ist die Arbeiterzahl von zweitausendfabrik arbeitet schon seit der Fertigstellung des jetzigen Jufanteriegewehrs( 1892) mit schwachem Betriebe( ungefähr tausend Arbeiter). Ginen beständigen, ziemlich lebhaften Betrieb hat die Geschützgießerei nebst Geschoßfabrit, während die beiden Pulverfabriken( für altes und neues rauchloses Pulver) schon seit langer Beit mit wenigen hundert Leuten arbeiten. E8 lebe der Reservemann! Das bekannte Soldatenlied, das anläßlich der um diese Jahreszeit erfolgenden Entlassung der ausgedienten Mannschaften gar häufig erflingt, scheint von seiner bisherigen Harmlosigkeit ein gut Theil einbüßen zu sollen. Der Um st urz, der die Grundvesten der göttlichen Weltordnung Aus der Magistrats- Sigung am Freitag. Der Arerschüttert, bringt es einmal so mit sich, daß die politische adenbau durch die sogenannte Alte Post" wird nicht Agitation ihre Angeln schon nach den noch unter der Fahne erfolgen; das Magistratskollegium hat in seiner gestrigen Sitzung stehenden Mannschaften auswirst, eine Erscheinung, für die aus beschlossen, seinen früheren Beschluß, wonach der Straßendamm in der Königstraße von der Kurfürstenbrücke bis zur Poststraße früheren Zeiten wohl jedes Beispiel fehlt. Uns ist dieser Tage ein Flugblatt zugestellt worden, bis an die jetzige bestehende Bauflucht verbreitert, der Weg für das, wie in einem Begleitschreiben att wie den äußgängerverkehr aber durch die gofalitäten des interneuen Auftrages gemacht werde, in der ersten Zeit wenig mannschaften des Gardekorps noch während der geschofses der Alten Post" durchgeführt werden sollte, aufzuheben, gethan, absichtlich langsam gearbeitet und sonst viel Zeit Zeit ihrer Aktivität vertheilt worden ist. Das Flugblatt, dessen dagegen den Verkauf des ganzen Grundstücks durch öffentliches vertrödelt. Die Arbeiter verwahren sich energisch gegen diese Verfasser sich in Anonymität hüllt, trägt die Ueberschrift: Ausbieten zu bewirken. Der Direktor des Schiller. Anschuldigung. Das Einigungsamt feßte zum Freitag einen Mein lieber junger Kamerad!" Es enthält, nachdem dem Theaters hat beim Magistrat den Antrag gestellt, auch in neuen Termin an und beschloß, Gutachten zu hören. Gleich ver- Reservisten in Poesie und Prosa eine Reihe Schmeicheleien ge- diesem Jahre ihm den Bürgersaal für fünf Sonntage zu seinen nommen werden die anwesenden Herren Backhaus von der Firma sagt worden sind, eine eingehende Empfehlung der Krieger Vorstellungen zu bewilligen. Das Magistratskollegium hat beWunderlich, und Schulz von der Firma Dotti, die ebenfalls vereine; diesen müsse der zur Reserve entlassene, treue und schlossen, den Antrag zu genehmigen. chilenische Tornister anfertigen. Backhaus erklärt 2,30 M. für brave Soldat" beitreten, um Das von der Berliner einen hohen und guten" Lohn und hält es für möglich, daß natürlich, um gegen den inneren Elektrizitäts- Gesellschaft an den Magistrat gerichtete Gesuch, die Erweiterung ihrer Kabel behufs Kraftabgabe zu ge= ein schlechter Arbeiter 10, ein mittlerer 12 und ein guter Feind gefeit zu sein. 14 chilenische Tornister in der Woche, statten, hat das Magistratskollegium genehmigt, jedoch den weiteren das heißt in 60 Stunden fertigbringt. Antrag der Gesellschaft, auf die zu zahlende Abgabe von 10 pCt. Schulz von der Firma Dotti, bei welcher Theilarbeit eingeführt ist, äußert sich dahin, daß des Brutto ertrages zu verzichten, abgelehnt. die Arbeiter bei dem Preise 25 bis 30 m. verdienen könnten, ,, wenn sie wollten". Am Freitag wurden gutachtlich gehört die Sattler J. Sassenbach und Br. Pörsch, sowie Obermeister Robau, Fabrikant Ph. Hoffmann und Werkführer Bar 3. Die letzten drei stimmten darin überein, daß ein tüchtiger Tornisterbauer in 60 Stunden 14 und auch 15 chilenische Tornister, und ein mittlerrr etwa 12 schaffen könne, während die von den Arbeitern vorgeschlagenen Gutachter Pörsch und Sassenbach aussagten, ihres Dafürhaltens bringe es eine mittlere Arbeitsfraft nur auf 10 und eine gute auf 2 oder 3 mehr, wenn der betreffende nicht allzusehr hinterherschuffte. Pörsch wie auch Saffenbach haben längere Zeit Tornister gebaut. Rabau und Hoffmann erklären auf Befragen, daß sich ihr Gutachten auf Leute beziehe, welche dieselbe Arbeit etwa drei Wochen hintereinander gemacht und so Zeit gehabt hätten, sich einzuarbeiten. Die Arbeitsbücher der Streifenden weisen aus, daß dieselben je nach ihrer Leistungsfähigkeit 8, 9, 10, 10/2 und 11 Tage, jeder Tag zu 10 Stunden gerechnet, zur Herstellung der ersten 12 Tornister brauchten, welche sie in Arbeit bekamen. Nach längerer längerer Berathung schlug das Einigungsamt den Parteien vor, sich auf 2,50 Mart pro Stück zu vergleichen. Magistrats- Assessor v. Schulz führte aus, man habe erwogen, daß die Militäreffekten Arbeiter lediglich Periodenarbeiter feien, daß sie sich infolge dessen nicht in der Lage befänden, sich so einzuarbeiten, daß sie durchschnittlich 12 der chilenischen Tornister liefern können. Andererseits glaubte das Schiedsgericht die ganze Forderung der Streifenden nicht unterstüßen zu fönnen; unter anderem hätte es berücksichtigen müssen, bei uns: Gewehr in die Hand! Das heißt vor allem: Unbemittelte Leute dürften nicht allzuoft in die Lage kommen, daß nach Uebernahme der Lieferung durch die Firma Loh Söhne die Lederpreise um 50 bis 60 pct. in die Höhe gegangen seien. Hoch die Waffe des Beispiels, hoch die Fahne unerschütter- für ihren Hausbedarf die Koulanz des geschäftskundigen Poeten in Anspruch zu nehmen. Herr Schmidt, der vorerst höchstens 5 Pfennig pro Stücklichen Festhaltens an unserem Soldateneide!" Hu, hu! zulegen wollte, versprach schließlich, noch mal mit den Vertretern Ob die guten Leute, die mit derartigen Mitteln unter den bezirk Berlin( Vorortverkehr), welcher am 1. Oktober in Kraft Der neue Winter- Fahrplan für den Eisenbahn- Direktionsder Firmen Wunderlich und Dotti Rücksprache zu nehmen. Im ausgedienten Soldaten für ihre Zwecke agitiren, denn garnicht tritt, weist außer den für die Winter- Verkehrszeit regelmäßig einneuen Termin am Sonnabend fam nach langem Markten folgentretenden Zugverschiebungen wieder noch einige weitere wichtige der Vergleich zu stande: Veränderungen auf. So werden auf dem Südring der RingDer bevollmächtigte Vertreter der Firma A. Loh Söhne, bahn zwischen dem Schlesischen Bahnhof und Nixdorf neu einProkurist Penz, erklärt namens des Inhabers der Firma, Kaufgelegt: ein Zug ab Schlesischer Bahnhof 11,11 abends nach mann Schmidt, den von ihm beschäftigten Tornisterarbeitern für je einen chilenischen Tornister als Arbeitslohn 2,45 M. zu Nixdorf und ein Bug Uns muß es schon recht sein, wenn unsere Feinde völlig mit dem ab Rigdorf 11,39 abends nach zahlen. Der Lohn versteht sich für die Fertigstellung ohne Kreuz. Blindheit geschlagen sind! Schlesischen Bahnhof. Ferner werden auf der Für die Anfertigung des Kreuzes wird ein besonderer Lohn von Wannseebahn zwischen Berlin und Zehlendorf neu ver15 Pt. wie bisher gezahlt. Ferner erklärt der Herr VerUnzucht und Hurrahpatriotismus. Schon oft haben kehren die Züge; ab Berlin morgens 8 Uhr und 8,20 Uhr, treter namens der Firma, daß sie die im Ausstande wir darauf aufmerksam gemacht, daß man sich nirgendwo inniger abends 8,40 und 11,10 Uhr; ab Zehlendorf morgens 8,47 und befindlichen Arbeiter, soweit diese nicht anderweitig Stellung an alles was mit dem modernen Afterpatriotismus zusammen- 9,07 Uhr sowie abends 9,07 und 11,47 Uhr. Dagegen fallen gefunden haben, sei es in der Fabrik, sei es als Haus- hängt, auſchmiegt, als an den Stätten der Unzucht. Diese auf derselben Strecke aus die für den Sommer eingelegt arbeiter beschäftigen werde. Es soll dabei ohne jede bie männiglich an den Ladenfenstern des albekannten Café und von 8,30 bis 9 Uhr. Auf der Anhalter Bahn wird der leidige Thatsache wird aufs neue gestützt durch eine Beobachtung, gewefenen Fünf- Minuten- Züge abends in der Zeit von 7 bis 8 Maßregelung verfahren werden, und es wird die Austellung der Arbeiter nach Bedarf erfolgen. Sie wird derart National machen kann. Patriotische Geschäftsleute und ge- bisher um 10,18 abends von Berlin nach Groß- Lichterfelde ab= stattfinden, daß in erster Linie die in der Fabrik am längsten schäftskundige Patrioten suchen zur Zeit vielfach dadurch die gelassene 3ug 20 Minuten später, um 10,40 Uhr abends von Beschäftigten und die Verheiratheten Beschäftigung finden. daß fie fortlaufend täglich eine Kriegsdepesche aus Aufmerksamkeit des neugierigen Publikums สิน erregen, Berlin abgehen. Und endlich wird auf der Nordbahn der bisher So lange wie die ausständigen Arbeiter nicht wieder eingestellt Jahre 1870 an ihr Schaufenster Kleben. Während andere Leute um 10,50 abends, und der vom Stettiner Bahnhof nach Oraniendem vom Nordbahnhof um 10,25 abends abgelassene Vorortzug erst find, finden neu hinzuziehende Arbeiter keine Verwendung. Bis zur Beendigung der Lieferung der chilenischen Tornister ver- sich aber mit der jeweiligen Ausstellung eines derartigen Gytra- burg jekt um 11,38 abends abgehende Bug erst um 12,05 Uhr blattes begnügen, hat der patriotische Inhaber des berüchtigten abends zur Beförderung kommen. pflichtet sich die Firma, Lohnreduktionen nicht eintreten zu die Herren Dawes, Häckel und Matheus, erklären namens ihrer Kollektion von etlichen zweihundert offiziellen Kriegsdepeschen im Garnisonkirche 2, beginnt der Unterricht für das Winter- Halbjahr laffen. Die bevollmächtigten Vertreter der ausständigen Arbeiter, Fleischmarktes in der Friedrichstraße gleich mit der ganzen Mitarbeiter und für sich, daß sie die übrigen Ausständigen und Facsimile seine Spiegelscheibe verschönert. am Mittwoch, den 9. Ottober. Es bestehen hier neben sich verpflichten, bis zur Beendigung der chilenischen Arbeit Lohn- Ordnungsstüßen nicht heranzieht, was soll dann noch helfen? den Kursen für Deutsch und Rechnen im allgemeinen Rahmen erhöhungen nicht zu fordern. An die Stadtverordnetenversammlung sind zwei Anträge Kurse für Buchführung und kaufmännischen Briefftil, für kaufgestellt worden. Der eine, von den Stadtverordneten Hugo männisches Rechnen, für Französisch, Englisch, Geschichte, Geos Sachs II, Jakobi, Deter, Riemann und Jordan gestellte, betrifft graphie und Gefeßeskunde. Im Zeichenunterricht bestehen neben die einheitliche Ausschmückung des Blazes um die Marien den Abtheilungen für Körper, Ornament und Zirkelzeichnen Aber brenzlich ist die Sache doch. Die revolutionäre Gefahr ist zu groß und zu weit verbreitet, als daß nicht wenigstens die Kriegervereine auf dem Posten sein müßten: Gedichte auf Abzahlung sind das neueste auf dem Gebiete " Die alten Soldaten in den Kriegervereinen sind das der Abzahlungspraxis. An einem Hause in der Chausseestraße wiederhole ich die Armee des Kaisers im Bürgersteht auf einem Pappschild folgende Ankündigung zu lesen: rock, sie sind zum Schutze des Vaterlandes gegen innere Um auch den unbemittelten Leuten zu dienen, fertige ich Feinde berufen. Erfüllt es uns nicht mit tiefer Trauer, gern allerhand Gedichte und Tafellieder einfach und schwungvoll, wenn wir sehen, wie so viele tausende unserer deutschen je nach Wunsch. Dieselben werden auch von mir selbst in entBrüder von gewissenlosen Agitatoren versprechender Toilette vorgetragen, wenn es verlangt wird. Das blendet und verführt, alles über den Haufen Honorar für meine Gedichte kann in Raten gezahlt werden, werfen wollen, was uns heilig ist? Da heißt es wenn eine genügende Anzahlung geleistet ist." merken, wem eine derartige Agitation zu gute kommt? Wissen sie wirklich nicht, daß sie mit der Ausmalung des Wauwaus nur gar zu oft in dem bisher politisch harmlosen Mann den Gedanken anregen, sich denn doch einmal die bitterböse Sozialdemotratie bei Lichte zu besehen? Wenn das die In der 3. städtischen Fortbildungsschule, Hinter der besondere Fachzeichenkurse für Baubeslissene, Schlosser, Maschinen-| welche die für derartige Fälle mit einem Handkarren versehene spiel, Gräfin Friki" und Zwar am näd, fcn bauer, Mechaniker und Lithographen. Potsdamer Feuerwehr requirirte, die Wilhelm zunächst nach dem Sonntag, heute Nachmittag:„ Der Geizige", in Verbindung Endlich sei noch hingewiesen auf den Modellirkursus Bolizeigewabrfam brachte, wo er so lange Unterkunft erhält, bis mit Ludwig Fulda's Lustspiel Ünter vier Augen"; abends und und auf die Abtheilungen für Physik, Chemie, Geometrie und feine Heimathsbehörde die Reisekosten für die Rückfahrt nach Mittwoch;" Der große Komet"; Montag: Die Maus", nach Algebra. Helmstedt eingesandt hat. Auch dieser traurige Vorfall giebt her„ Die Welt, in der man sich unterhält"; Dienstag, DonnersDer Unterricht in Deutsch, Rechnen, Zeichnen, einfache Buch- Veranlassung, die Mahnung zu wiederhohlen, niemals in der tag und Sonnabend:" Madame Sans- Gene"; Freitag:„ Der führung, Geometrie, Algebra, Physik und Chemie ist unentgeltlich. Absicht, den Kaiser zu sprechen, auf gutes Glück hin nach Potsdam Veilchenfresser"; nächsten Sonntag Nachmittag: Heimath". Für Französisch, Englisch und Fachzeichnen ist ein Schulgeld von zu reisen. Die Reisekosten sind in den meisten Fällen fort- Das Neue Theater bringt die ganze Woche Frau 4 M., für doppelte Buchführung von 2 M. und für Modelliren geworfenes Geld und häufig haben die arg Enttäuschten noch Müller", Schwant in drei Atten von Gustav v. Mofer und von 1 M. zu zahlen. andere Unannehmlichkeiten durchzumachen." Thilo v. Trotha. Vorher:„ Der Eisbrecher". Am Berliner Anmeldungen vor Beginn der Unterrichtsstunden beim Leiter Herrn Rektor Drehmann daselbst. Um besondere Wünsche Ginbrecher, der 18 jährige Butas, entwichen. Lukas war Mittags holt. Dienstag, Freitag und nächsten Sonntag abends:" Aus dem Polizeigewahrsam ist am Mittwoch Abend ein Theater wird Anzengruber's Pfarrer von Kirchfeld, Montag, Sonnabend und nächsten Sonntag Nachmittag wieder berücksichtigen zu können, sind Anmeldungen möglichst zeitig vorum 1 1hr bei einem Einbruch in der Admiralstraße erwischt Journalisten". Mittwoch:„ Peuthefilea". Die Erstaufführung Die zunehmen. und festgenommen worden. Abends um 63/4 Uhr zwängte er sich Journalisten". Mittwoch:" Peuthefilea". Die Erstaufführung Das Berliner Aquarium hat von der Biologischen durch die 21 Zentimeter von einander abstehenden eisernen Gitter- des vieraftigen Schauspiels Der Pfennigreiter" von Wald- ZedtStalion auf Helgoland verschiedene Exemplare hochintereffanter stäbe der Detentionszelle der Revierwache in der Kottbuser wiß und Sawersty ift auf Dienstag, den 1. Oktober, feſtgefekt. Quallen erhalten. Von der Station in Novigno ist eine reiche Straße 4 b hindurch, rutschte an der Wand auf den Hof hinab Theater 3, geht im Laufe der nächsten Woche bereits zum Paradebummler", die Repertoirpoffe des Adolph ErnstSendung Weichthiere und Fische der südeuropäischen Meere ein- und lief davon. Obwohl Beamte und Publikum den Flüchtling 25. Male in Szene. gelaufen, in der sich neben anderen ein Wloschuspolyp und der verfolgten, so entkam er doch im Menschengewühl. durch sein wundervoll himmelblaues Auge auffallende ZwergSägebarsch befinden. Am 20. d. M. vor " Die 67. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, die dieser Tage in Lübeck abgehalten worden ist, ist am Freitag geschlossen worden. erachtet wird. Gerichts- Beitung. In Schöneberg ist am Donnerstag ein Briefträger verhaftet worden, der namentlich Soldatenbriefe, in denen er Geld verIn Kaufmann's Variété sind dieser Tage verschiedene muthete, vernichtete oder ihres Inhalts beraubt haben soll. Eine neue Spezialitäten aufgetreten, die auf ihrem Gebiete erstaunliche Anzahl Briefe, die man in der Belzigerstraße hinter einem Zaun Leistungen vollbringen. Zu den noch nicht dagewesenen" Künsten fand, sollen auf die Spur des Thäters geführt haben. dürften vor allem bie Kraftproduktionen zu zählen sein, die eine Dame Mary Arniotis zum besten giebt. Wer in der Seinen Verlegungen ist das Kind der Wehlau'schen Ehe- Der Chef" des Bankhauses J. Scholl, der frühere vulgären Vorstellung lebt, daß ein Kraftmensch, gleich, ob männ- leute aus der Hagelsbergerstraße Nr. 28 erlegen, das vorgestern Webergefelle Jofeph Scholl, der erst am 10. d. M. lichen oder weiblichen Geschlechts, sich durch stroßende Körper- aus einem Fenster der im vierten Stock gelegenen elterlichen zu 11/2 Jahren Gefängniß und zu 1500 M. Geldbuße verurtheilt fülle auszeichnet, erfährt hier eine angenehme Enttäuschung. Wohnung hinabgefallen war. wurde, stand heute wieder vor der I. Straffammer des LandEine Gestalt von ebenmäßiger Schönheit, hebt Mary Arniotis Entwischt ist nach der Meldung eines Berichterstatters gerichts II, um sich wegen Betruges in etwa 30 Fällen, wegen mit ihren schlanken Armen ein Meublement in die Höhe, auf ein Knabe, welcher am Freitag Nachmittag in der Barnimstraße Veranstaltung öffentlicher Lotterien und wegen Verkaufs von dem zuleht nicht weniger als fünf kräftige Männer Play ge- überfahren wurde! Der etwa zehnjährige Knabe lief vor dem Lotterieloosen auf Abzahlung zu verantworten. Das Urtheil nommen haben. Auch mit den Zähnen werden von der Dame Frauengefängniß in der erwähnten Straße über den Fahrdamm lautete diesmal auf 1 Jahr und 1 Monat Gefängniß, Kraftübungen vollführt, die ans unglaubliche grenzen; blindlings gegen das Pferd einer Droschke erster Klasse, deren abgerundet auf 1 Jahr, wovon 4 Monate auf die Unterund, was selbst denjenigen, die sonst an Künsten dieser Räder ihm über die Brust gingen. Als Passanten den an- suchungshaft angerechnet wurden, so daß der Angeklagte in dieser Art wenig Gefallen findet, den Vorstellungen der scheinend Schwerverletzten aufheben wollten, sprang der Junge Sache noch acht Monate zu verbüßen hat. Die erbetene HaftArniotis in Kaufmann's Variété versöhnt: Sämmtliche empor und lief, so schnell er fonnte, nach der Weinstraße, wo er entlassung wurde abgelehnt. Der Angeklagte kündigte die Kraftproduktionen wurden mit einer Grazie vollführt, die vermuthlich in einem Eckhause verschwand. Die Furcht vor Revision an. geradezu Bewunderung erregen muß. Aus dem übrigen Pro- der Polizei und dem Krankenhause scheint den Knaben, der nach Gegen den Dichter Strindberg. Vor der neunten Strafgramm ragen namentlich die seltsamen musikalischen Leistungen Lage der Dinge innere Verlegungen davongetragen hat, unter fammer des Landgerichts I. stand gestern wiederum Termin zur des Clowns Agoston, sowie die realistische Pantomime der Aufwendung aller Kräfte bewogen zu haben, flüchtig zu werden. Hauptverhandlung gegen den Dichter Strindberg an, dessen Leonardys,„ Die Vagabunden- Hochzeit" hervor. Polizeibericht. Am 19. d. Mts. abends wurde in der Werk Die Beichte eines Thoren" bekanntlich als eine unzüchtige Neuer Frühling. Die Septemberwärme hat in diesem Luisenstraße ein 5jähriges Mädchen durch eine Droschte über- Schrift im Sinne des§ 184( St.-G.-B.) von der Anklagebehörde Jahre ganz besondere Natur- Abnormitäten zu Wege gebracht. fahren und am Fuße bedeutend verlegt. Es ergab sich die Nothwendigkeit, das StrindSo hat in Werder ein Gärtner jetzt zum zweiten Mal eine ziem- mittags stürzte auf einem Neubau in der Bredowstraße beim Ver- berg'sche Wert ganz zu verlesen und da eine solche Vorlesung liche Anzahl reife Erdbeeren geerntet. In vielen Gärten blühen legen von Balfenträgern im zweiten Stocke infolge Busammen- etwa 8 Stunden in Anspruch nehmen dürfte, so beschlos die Obstbäume, namentlich Alepfel, zum zweiten Mal und sogar bruchs des anscheinend zu schwachen Gerüstes ein Maurer auf der Gerichtshof in Uebereinstimmung mit dem Rechtsanwalt sehr reich. Dr. R. Grelling als Vertreter Strindberg's, die Verhandlung Und ebenso ist blühender Flieder keine Seltenheit, den Bürgersteig hinab und erlitt schwere innere Verletzungen. während frisches Laub an den Bäumen ganz allgemein zu Mittags sprang unterhalb der Freiarche ein Mann in der zu vertagen und demnächst einen besonderen Sigungstag dafür beobachten ist, so daß man sich in den Lenz versetzt glauben Absicht, sich das Leben zu nehmen, in den Landwehr- Kanal; zu bestimmen. tönnte, wenn nicht doch gar zu viele andere Zeichen rings er wurde jedoch, ohne Schaden erlitten zu haben, aus dem Um verwerfliche Ausbeutung zweier armer Soldaten in der ganzen Natur uns sehr unzweideutig zu Gemüthe führten, Wasser gezogen. Nachmittags wurde ein Raufmann in seiner handelte es sich in einem Prozesse, welcher gestern vor der vierten daß wir zunächst erst noch die Zeit der Eisblumen vor uns Wohnung erhängt vorgefunden. Von der Sandkrugbrücke stürzte Straftammer des Landgerichts I stattfand. Die Kasernenwärter haben. sich ein Drehorgelspieler in selbstmörderischer Absicht in den Paul Jakob und Johann Borgmann hatten sich wegen Spandauer Schifffahrts- Kanal, wurde jedoch noch lebend aus schwerer Urkundenfälschung und Betruges zu verdem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Ein antworten. Die Angeklagten waren in der Kaserne des zweiten Mann erschoß sich in seiner Wohnung in der Noftigstraße.-Garde Dragonerregiments angestellt. Im Sommer 1892, während Gegen Abend wurde an der Ecke der Friedrichsfelder- und der Manöverzeit, erhielt der Kaserneninspektor Colell den AufFruchtstraße ein 13jähriger Knabe durch einen Kohlenwagen trag, die Roßhaar- Matraßen aufpolstern und das dazu nöthige überfahren und am Unterschenkel erheblich verlegt. In Zupfen der Roßhaare besorgen zu lassen. Colell beauftragte die der Bergmannstraße wurde eine alte Frau von spielenden Knaben beiden Angeklagten mit dieser Arbeit. Zur Bedienung der Zupfumgerannt; fie erlitt dabei bedeutende Verlegungen an der Hüfte. maschine waren 2 Mann erforderlich, die sonst aus dem Zivilnande -Abends gerieth An der Stadtbahn ein Droschtenkutscher infolge genommen und mit 25 Pf. pro Stunde bezahlt wurden. Diesmal Scheuens seines Pferdes unter die Städer seines Wagens und gestattete Colell aber den beiden Wärtern, Soldaten zur Betrug anscheinend schwere innere Verlegungen davon. Im dienung der Zupfmaschine zu verwenden. Die Wärter wandten Laufe des Tages fanden sechs unbedeutende Feuer statt. sich an ihnen bekannte Unteroffiziere, welche ihnen die beiden Dragoner Witucky und Regler zur Verfügung stellten. Diese Witterungsübersicht vom 21. September 1895. hatten von morgens 5 bis 8 Uhr Stalldienst zu thun und dann unter Aussetzung von zwei Mittagstunden bis abends 6 Uhr die schwere Zupfmaschine zu drehen. Die Arbeit dauerte 2 Wochen. Die Dragoner erhielten dafür keine Vergütung, nur etwa drei Malen einen Schnaps. Als die Arbeit beendet war, übergab der Inspektor Colell den beiden Wärtern eine Quittung, in der die gesammte Arbeitsleistung auf 260 Stunden berechnet war, wofür 65 M. aus der Staatskasse zu entrichten waren. Dies Papier follten die beiden Wärter mit den Unterschriften der beiden, bei der Arbeit betheiligt gewesenen Soldaten versehen lassen und dann zurückbringen. Die Wärter erschienen auch bald wieder mit der vervollständigten Quittung, die dann von dem Juspektor Colell bezahlt wurde. Die Unterschriften der beiden Dragoner waren gefälscht, lettere verließen im September das Regiment, ohne einen Pfennig für ihre Arbeit erhalten zu haben. Die beiden Angeklagten hatten sich den ganzen Betrag getheilt. Die Angeklagten bestritten die Fälschung und behaupteten, daß sie die Quittung durch Kameraden den beiden Dragonern hätten vorlegen lassen; sie hätten annehmen müssen, daß diese selbst unterschrieben hatten. Die Gutachten des Schreibsach verständigen Langerbruch und des Gerichtschemifers Dr. Jes erich fielen zu ungunsten der Angeklagten aus. Der Staatsanwalt beantragte je 4 Monate Gefängniß und einjährigen Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte auf je 2 Monate Gefängniß. Gesperrt ist für Fuhrwerke und Reiter die Landsberger Allee von der Virchowstraße bis zur Tilsiterstraße vom 23. d. M. ab. Markthallen- Misère. In der XII. Markthalle an der Grünthaler Straße sind gegenwärtig nur noch 15 Stände besetzt, Deren Inhaber dieselben infolge des unlohnenden Geschäftsganges lieber heute als morgen, wie sie meinen, aufgeben möchten. In militärischen Kreisen erregt, wie der„ Berl. Lok.- Anz." meldet, der Selbstmord des Direktors der Militär- Eisenbahn, Oberstlieutenants Bahr vom Eisenbahnregiment, sehr großes Aufsehen. Der Offizier erschoß sich in seiner Wohnung zu Schöne berg, Kaiser Wilhelmplatz 2. Die Ursache des Selbstmordes soll in unglücklichen Familienverhältnissen zu suchen sein. Erschossen hat sich am Freitag Nachmittag 5 Uhr der frühere Magistratsbeamte Wilhelm Riese in der Nostizstraße 40. Familienzwiftigkeiten sollen den Mann zum Selbstmord ge trieben haben. " " Stationen. • Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung WNW 770 773 NW • 771 MNW 772 N 772 NO 770 NW 762 N 753 NW 771 N 770 SSW 770 NO • . Windstärke ( GT- 1) B1213223222 Wetter Temperatur ( 5°.= 4° R.) 10 beiter wolfig 12 heiter wolkenlos bedeckt Nebel heiter bedeckt 11 wolfenlos 11 wolkenlos 08 11 3 5 14 12 wolfenlos 8 Wetter- Prognose für Sonntag, den 22. Sept. 1895. Ruhiges, trockenes, vorwiegend heiteres Wetter mit etwas niedrigerer Nacht- und höherer Tagestemperatur. " Berliner Wetterbureau. zu Wieder eine Hinrichtung wird dieser Tage hier vollzogen werden. Die Abendblätter melden: Der Schlächter- Swinemünde geselle Otto Müller, welcher am 10. Mai d. J. von dem Schwur- Hamburg gerichte des Landgerichts II. wegen Mordes, schweren Raubes Berlin und versuchten Mordes zum Tode und 5 Jahren Zuchthaus ver- Wiesbaden urtheilt wurde, hat an den Raiser ein Gnadengesuch ein- München gereicht. Der Verurtheilte, welcher am 27. Juni 1876 zu Terne Wien. geboren wurde und feit Dezember vorigen Jahres beim Haparanda Schlächtermeister Berg zu Charlottenburg als Gefelle beschäftigt Petersburg war, hatte am 15. März dieses Jahres die Ehefrau des Cork Juwelier Mewers in der Ulmen- Allee 44 auf Westend Aberdin ermordet und den Versuch gemacht, den hinzukommenden 69jäh- Paris. rigen Ehemann ebenfalls zu tödten. Müller wurde schon 24 Stun= den nach der That gefaßt und legte nach kurzem Zeugnen ein offenes Geständniß ab, welches er in der Schwurgerichts- Sihung mit den Worten wiederholte: Ja, aber ich weiß nicht, wie ich dazu gekommen bin". Das Gnadengesuch des Raubmörders, welcher während der sechsmonatlichen Haft eine große Reue an den Tag legte, fand aber kein Gehör; der Kaiser hat von Kunst und Wissenschaft. dem Begnadigungsrecht teinen Gebrauch gemacht. Auch ein Widerstand gegen die Staatsgewalt! Das Der erst 19jährige Verbrecher dürfte daher in den nächsten Die Polizeizenfur. Uns wird berichtet: Das seitens des tam in einer Verhandlung vor der 184. Abtheilung des Schöffen Verhalten eines Schumannes bei einer Sistirung Tagen in der Strafanstalt zu Plößensee hingerichtet werden. Berliner Polizeipräsidiums erlassene Verbot des sozialen Dramas Flüchtig nach Unterschlagung von 24 M. ist der Sünder und Gerechte" von Eugen Löwen ist durch den Ober- gerichts zur Sprache. Angeklagt waren der Schlächtermeister Paul Ladewig und der Kellner Karl Oppermann wegen öffent Kaufmann N., Neue Königstraße wohnhaft, der in einem Engros- Präsidenten der Provinz Brandenburg bestätigt worden und zwar licher Beleidigung. Unfugs und Widerstandes. In der Nacht geschäft des Zentrums angestellt war. Am Mittwoch ließ sich aus Sittlichkeitsgründen". Im Mittelpunkte des Stückes steht ein R., der als Stadtreisender thätig war, 50 M. Borschuß von sehr ungleich geartetes Schwesternpaar, von dem die Aeltere, ein zum 14. Mai hatte der erste Angeklagte, als er sich mit mehreren feinem Chef geben, tafsirte alsdann bei einem Kunden 24 M. felbstloses liebevoll sich hingebendes Geschöpf in Noth und Glend Kollegen auf dem Heimwege von der Markthalle befand, am ein und ist seitdem verschwunden. Es wird jedoch an- geräth, während es der Jüngeren, einem falt berechnenden Rüstriner Platz ein durchgegangenes, führerloses Fuhrwert unter genommen, daß der polizeilich Gesuchte eine große Schuldenlast Wesen von niederen Instinkten gelingt, sich wenigstens vorüber- Lebensgefahr zum Halten gebracht. Natürlich sammelte sich um hinterlassen und sich anderer Strafthaten schuldig gemacht hat. gehend eine sichere Position zu erringen.- Es wird nunmehr dasselbe sofort eine große Menschenmenge und es erschien auch der Durch den Rechtsanwalt Dr. Neiche die Meinung des Ober- Schuhmann Richard Seiffert, der das Gefährt zur Vom Tode wurde am Freitag Abend um neun Uhr der verwaltungsgerichts darüber eingeholt werden, ob ein derartiges Wache bringen wollte. Ladewig rieth dem ab, da das Fuhrmerk erst 44 jährige Tapezierer Friedrich Steinbach aus der Stegligerstraße Stück wirklich geeignet sei, die sittlichen Begriffe zu verwirren" wieder in ordnungsmäßigen Zustand gebracht werden müsse; es fei Nr. 96 in der Gastwirthschaft von Ayt in der Wilhelmstraße 40 und Anstoß zu erregen". rathfamer, bis zur Ankunft des Eigenthümers zu warten. Als überrascht. Der Mann war faum eingekehrt und hatte eben an der Beamte sich hierauf nicht einlassen wollte, soll Ladewig ohne einem Tische Platz genommen, als er vom Stuhle fiel und auf Theaterchronik. Wochenrepertoire der Oper bei Kroll: Veranlassung ihm drei Faustschläge gegen die Brust gegeben und der Stelle verstarb, noch ehe man einen Arzt herbeirufen konnte. Sonntag, den 22. September: Die Hugenotten. Anfang als er nach der Hinzukunft eines zweiten Schußmannes von 7 Uhr. Montag, den 23. September: Lohengrin.( Lohen Seiffert zur Wache gebracht wurde, sich widerspenstig gezeigt und Geflügeldiebe. Von einer Diebesbande wird gegenwärtig grin: Herr Emil Göße als Gast.) Anfang 7 Uhr. dem Beamten zugerufen haben: Sie sind ja besoffen, daß werde wieder einmal die Umgebung Berlins heimgesucht. In den letzten Dienstag, den 24.: Der Prophet. Anfang 7 Uhr. Mittwoch, ich in die Zeitung sehen lassen, daß Sie mich, einen anständigen acht Tagen sind in den Dörfern der südlichen Umgebung Berlins den 25.: Hänsel und Gretel. Carneval. Donnerstag, den 26.: Schlächtermeister, anfassen." Bei der Beweisaufnahme schilderte ca. 300 Hübner gestohlen worden, so in Schönfeld in einer einzigen Der Evangelimann. Die Puppenfee. Anfang 7 Uhr. Freitag, eine ganze Reihe von Augenzeugen den Sachverhalt ganz anders, Nacht allein 50 Stück. In Lichtenrade, Buckuw und Groß den 27.: Margarethe.( Faust: Herr Emil Götze als Gast.) als der erwähnte Schuhmann. Sie gaben fast sämmtlich Ziethen wurden innerhalb weniger Nächte dieser Woche 250 Stück Sonnabend, den 28.: Die Hochzeit des Figaro. Sonntag, den an, daß der Beamte auf sie den Eindruck eines BeHühner, Enten und Gänse entwendet und zumeist auf der Stelle 29.: Cavalleria rusticana. Alessandro Stradella.( Stradella: trunkenen gemacht habe, es feien aus diesem Grunde geschlachtet. Herr E. Göze als Gast.) Anfang 7 Uhr. Montag, den 30: auch wiederholt die Rufe aus dem Publikum ertönt: Er wollte den Kaiser sprechen. In der Berliner Falstaff. Im Schauspielhause: Sonntag, den 22.: Das Leben Der Schußmann ist ja besoffen, so etwas muß in Zeitung" lesen wir:„ Um den Kaiser zu sprechen war am ein Traum. Montag, den 23.: 1812". Dienstag, den 24.: Wie die Zeitung!" Die beiden Angeklagten hätten Dienstag der invalide Schiffer August Wilhelm aus Helmstedt die Alten fungen.( Annalise: Frau Klara Meyer.) Mittwoch, jedoch diese Aeußerungen nicht gethan. Gleich in Potsdam resp. beim Neuen Palais eingetroffen. Der Mann den 25.: Wohlthätige Frauen. Donnerstag, den 26.: 1812". beim erantreten an den Wagen habe der Beamte ift ein bejammernswerther Krüppel, der angeblich infolge eines Freitag, den 27.: Halali. Die stille Wache. Sonnabend, dem Angeklagten einen Stoß verseßt, daß derselbe auf Falles auf dem Kahn total gelähmt ist und sich an zwei Krücken den 28.: 3um 1. Mal in der Bearbeitung von Emil Pohl: das Trottoir taumelte, und als dieser sich eine derartige Benur ganz langsam fortbewegen kann. Er hatte seine letzten Mittel Mirandolina und Der Diener zweier Herren. Sonntag, den handlung verbat und feinen Namen nannte, habe Seiffert gesagt, dazu benutzt, um, unter Zurücklaffung seiner Familie nach Botsdam 29.: Mirandolina. Der Diener zweier Herren. Montag, der Angeklagte wäre nicht Schlächtermeister, sondern Geselle und zu fahren, denn er hatte auf den Kaiser seine lehte Hoffnung 30.: Der Kaufmann von Venedig.-Im Deutschen sei nicht Ladewig" sondern Ludewig". Auf dem Wege behufs Erlangung einer Unfallrente gefeßt. Am Neuen Palais Theater geht Georg Hirschfeld's Schauspiel Die Mütter" zur Wache sei dem Beamten zweimal fein Gäbel an die angelangt, wurde dem Manne bedeutet, daß der Kaiser nicht zu in dieser Woche sechsmal in Szene und zwar außer Erde gepflogen. Selbst die Kollegen Seiffert's, welche bei sprechen und daß er sein Gesuch schriftlich einreichen solle. Betrübt am Sonntag Abend noch Montag, Mittwoch, Donnerstag, der Sistirung auf der Wache anwesend waren, äußerten schleppte er sich nach der Wildparfitation zurück, wo man ihm Sonnabend und nächstfolgenden Sonntag Abend. Sonntag sich dahin, daß derselbe dort furchtbar laut ge. für 10 Pf. ein Billet löste, damit er bis Potsdam fahren könne. Nachmittag:" Don Carlos", Dienstag:" Der Widerspenstigen ich impft habe, Der Widerspenstigen schimpft habe, so daß ihn der Telegraphist zur Dort faß er, ohne einen Pfennig Geld, von 4 Uhr nachmittags Rähmung", Freitag: Romeo und Julia", fünftigen Sonntag Rube weifen mußte. Durch fein übermäßig lautes Echreien bis zum Abend im Wartesaal und lamentirte. Es blieb schließlich Nachmittag Die Weber".- Das Lessing Theater will er fich einem Taub stummen, der als Benge mit zur uichts weiter übrig, als den Mann der Polizei zu überweisen, I brinat als nächste Novität Detar Blumenthal's Luft- Wache gekommen war, verständlich zu machen versucht haben. " " " . " " F.sigestellt wurde noch, daß Seiffert schon einmal eine Straf-| voll. Das neue foll Platz für ebensoviel Aschenurnen ent- Inahm eine unerwartete Wendung. Der Polizeirichter eröffnete versehung wegen Beleidigung des Publikums erhalten hat. Er halten. Die Kosten sind auf 50 000 Franks veranschlagt. Im zunächst dem Grafen, daß die deutschen Reichsbehörden den gegen behauptete, vollständig nüchtern gewesen zu sein, da er Krematorium die Leichenverbrennungsstätte des Kirchhofs ihn in Frankfurt erlassenen Verhaftsbefehl aufgehoben und die während des ganzen Nachmittags nur eine kleine Weiße getrunken Pére Lachaise werden das Jahr durchschnittlich 200 Leichen ver- Anklage gegen ihn zurückgezogen hätten; es liege jedoch noch eine habe. Der Staatsanwalt hielt nur den Schuhmann für brannt. Nur etwa ein Drittel der Aschenurnen wird von den andere Sache gegen ihn vor, wegen welcher er sich zu verant glaubwürdig, während bei allen anderen Zeugen Familien reklamirt und aufgestellt. worten haben werde. Der Graf wurde hierauf entlassen und Animosität" vorläge. Er beantragte gegen Ladewig Der Preis einer Leichenverbrennung beträgt 50 Franks, was verließ das Polizeigericht. Kaum war er jedoch draußen an60 M. Geldstrafe, gegen Oppermann 10 M. Der Gerichtshof unseres Wissens viel billiger ist als in Gotha. Die Selbstkosten gelangt, so verhaftete ihn Detektivinspektor Bartels aufs neue, erkannte gegen Ladewig auf 15 M., gegen Oppermann auf 10 M. belaufen sich auf 30 Francs. und zwar auf eine Anklage hin, die ihn beschuldigt, Lisette Geldstrafe. Zum Andenken an Santerre, den berühmten Revolutions- Schweighofer zum Zwecke der Kuppelei nach England angeworben Ein sauberer Aufseher. Von der Straftammer Stutt helden, der übrigens als Brauer mehr taugte, denn als General, zu haben. gart wurde der 27 jährige Aufseher Huppenbauer der ist an dem Haus 11 Rue de Reuilly, das er 15 Jahre lang be Rettungsanstalt Paulinenpflege in Winnenden( Württem- wohnte, eine Gedenktafel errichtet worden mit der Inschrift: berg) wegen elf Vergehen wider die Sittlichkeit(§ 176) zu 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Wie man sieht, hat Santerre, der ein sehr guter Geschäftsmann 16. März 1752 6. Februar 1809. 10 Böglinge der Anstalt, Knaben im Alter von 7-14 Jahren, war, es auch fertig gebracht, im gefährlichen Jahr 1794 seinen traten gegen den sauberen Patron als Belastungszeugen auf. anallow foxin Vermischtes. Ueber ein Liebesbrama berichtet die Breslauer Beitung": Der 21 Jahre alte Schreiber Ernst Scholz hatte seit 3/4 Jahren ein Verhältniß mit der 19jährigen Gertrud Friedrich, der Pflegetochter eines Schriftsezers. Der junge Mann war in letzter Zeit außer Stellung und auch das Mädchen hatte wegen Arbeitslosigkeit nicht im besten Einvernehmen mit ihrer Mutter gelebt. Wie Scholz aussagt, habe ihn seine Geliebte schon wochenlang gequält, mit ihr in den Tod zu gehen, was er bisher abgeschlagen hatte. Am Freitag früh zwischen 8 und 9 Uhr kam das Mädchen wie schon öfter in die Wohnung des Scholz und hier brachte sie ihn durch Bitten soweit, daß er mit einem Revolver, den er von früher her schon besaß, sie erschoß. Darauf schoß Scholz sich selbst unter halb des Herzens in die Brust, ohne jedoch dasselbe zu treffen. Bei der Ankunft des Arztes lebten beide noch. Das Mädchen ist noch im Laufe des Vormittags im Allerheiligen- Hospital gestorben, dagegen ist die Verwundung des Scholz nicht tödtlicher Art. Kopf zu behalten. Santerre Zur Bahukatastrophe bei Dederan. Gine amtliche Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bohl) anzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag Brandenburg. Der Spruch lautet: Schafft hier das Leben J. M. Wir danken Ihnen für die freundliche Gesinnung, Meldung, die am Sonnabend Abend eintrifft, berichtigt zum theil aut und schön, fein Jenseits giebts, kein Wiederseh'n. die Mittheilungen, welche wir in der 3. Beilage der heutigen die sich in Ihrem Artikel ausspricht. Von einer Veröffentlichung Nummer bringen: Die fönigliche General Direktion der sächsischen Staats- muß aber abgesehen werden. Näheres eventuell mündlich. bahnen in Dresden theilt nämlich folgendes mit: Die gestrigen erwünscht. A. Sailer. Gelegentliche persönliche Rücksprache wäre uns Mittheilungen über das Eisenbahnunglück bei Dederan beruhten auf den Angaben der Organe, die an Ort und Stelle in werden? In Wasser gelegt geben sie demselben eine schöne 2. fragt uns, ob die Tannenzapfen zum Färben benutzt Thätigkeit waren und von denen man annehmen konnte, braunrothe Farbe. Vielleicht kann ein Leser die Frage beantdaß sie hinreichend unterrichtet waren. Nach genaueren worten. Erhebungen stellt sich nun heraus, daß glücklicher Weise die Opfer des Unfalls weniger zahlreich sind, als in jener Mittheilung angegeben war. Nach diesen Erhebungen, mit deren Ergebniß auch die Angaben der Militärverwaltung im wesentlichen überein stimmen, sind von den Soldaten 7 Mann getödtet und einer nachträglich noch gestorben; 3 sind schwer und 34 leicht verwundet worden. Von dem Personal ist 1 Bremser tödtlich verletzt und 2 Schaffner und 1 Bremser leicht verwundet. Briefkasten der Expedition. Verurtheilten gingen bei uns ferner ein: Für die Familien der im Essener Meineidsprozek " Unbekannt 1,-. Genosse Alphons 10,-. Eine verrottete Schaar Von den Bossener Genossen durch Frau Mehnert 12,-. Lithographen und Steindrucker 3,50. Spar- Agnes, Bezirk 113, IV. Kreis 6,-. Expedition des Sächs. Voltsblatt", Zwickau, Ein Edelfter und Bester als Kuppler. Aus London, 66,22. Gesammelt von der Rotte aus der Admiralstraße 3,25. 20. September, wird berichtet: Die nach mehrfachen Vertagungen J. S., Buchdrucker, 1, Ein neues Kolumbarium soll in Paris erbaut werden. heute vor dem Polizeigericht verhandelte Auslieferungstlage Summa 102,97 M. Bereits quittirt 8600,98 m.; in Summa Das alte, welches für 850 Urnen eingerichtet war, ist nahezu des Deutschen Reichs gegen den Grafen Leiningen- Westerburg 8703,90 m. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 22. September. Volks- Vorstellung( BelleallianceAlexanderplatz- Theater Alexanderstr. 40. Direktion: Max Samst. Um 812 Uhr: Pikante Novität! Pikante Novität! Ein Kind der Liebe. Sittenbild in 4 Aften v. Max Halftern. Vorher um 71/2 Uhr: Theater). Die größte Sünde. Wahn und Wahnsinn Rassen- Eröffnung 2 Uhr. Anfang der Vorstellung 3 Uhr. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Die Hugenotten. Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Traum. Montag: 1812. Das Leben ein Berliner Theater. Der Schlagbaum. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Deutsches Theater. Die Mütter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing Theater. Der große Komet. Montag: Die Maus. Die Welt in der man sich amüsirt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nenes Theater. Frau Müller. Vorher: Der Eisbrecher. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Göz von Berlichingen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Baradebummler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Ein Kind der Liebe. Vorher: Wahn und Wahnsinn, oder: Sie ist wahnsinnig. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Der Obersteiger. Montag: Diefelbe Vorstellung. Theateruter den Linden. Pagliaci. Cavalleria rusticana, Montag: Dieselbe Vorstellung. American Theater. Bulgarien in Berlin. Die Millionenerbin von Rixdorf. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag Nachmittag: Minna von Barnhelm. Abends: Götz von Berlichingen. Montag: Göt von Berlichingen. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Zum 18. Male: Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 7/2 Uhr. oder Sie ist wahnsinnig. Schauspiel in 2 Aften von Melesville. Bearbeitet von W. Lembert. Regie: May Samst. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nachmittags 31/2 Uhr: Kinder- Vorstellung. Schneewittchen und die sieben Bwerge. Märchen in 8 Bildern v. G. Zimmermann. Adolph Ernst- Theater. Paradebummler. Gesangsposse in 4 Atten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow. Rouplets von Ed. Jacobson und Gustav Görß. Musik von Gustav Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anna Bäckers, Josefine Dora, Jda Schlüter, Adolph Ernst, Guido Tielscher, Karl Weiß, Georg Worlitsch. Anfang 7/2 Uhr. Kein Aufgeld. Concerthaus Sanssouci Kottbuserstrasse 4 a. Sonntag, 22. September: Grosse Eröffnungs- Soiree der allbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Großartiges Eröffnungs- Programm. Von nun finden die Soireen der Stettiner Sänger jeden Sonntag und Donnerstag in Sanssouci statt! Montag, den 23. September: Victoria- Brauerei. Dienstag, 24. September: Erste Soiree im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee. Mittwoch, 25. September: Erste Urania Anstalt für volksthümliche Schweizer Garten. Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenftr. 42/43 ( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt! 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Alle anderen Zweige der Verwaltung sind bei uns übergehende Arbeitsunfähigkeit veranlaßt worden?" Im Juni noch viel zu rückständig, als daß sie auch nur daran dächten, die hieß sie: Ob außer Stellung wegen vorübergehender Arbeits- Volkszählung für ihre Zwecke zu benutzen, z. B. die Alters- und Wie wir schon mittheilten, hat die statistische Deputation der unfähigkeit?" und ließ somit offen, ob nur die am 14. Juni franken Invaliditätsversicherung, wieviel Versicherte es giebt u. s. w. Stadt Berlin beschlossen, die Dezemberzählung wieder durch das oder ob auch diejenigen Arbeitslosen hierunter fielen, die vor Außer der Frage nach städtische Bureau vornehmen zu lassen und daher noch besondere 2 Monaten vielleicht wegen Krankheit ihre Stellung verloren, die Busabfragen zu stellen. Und in der That, vergleicht man das inzwischen längst gesund geworden trotzdem keine Arbeit finden ziemlich dürftige Formular, welches die Regierung erheben will, fonnten. Diesmal ist es wenigstens me thodisch klar, es sind mit dem von der Stadt Berlin geplanten, so ist der Unterschied beide Gruppen gemeint; materiell ist die Frage ohne allen handgreiflich. Das Regierungsformular enthält 11 Fragen oder Werth, da sie zwei gänzlich verschiedene Gruppen nach einem mit den Unterfragen 15 und macht durchaus den Eindruck, äußerlichen Gesichtspunkt fonfundirt. Es hat doch gar keinen als sei es nur aufgestellt, weil nun einmal eine Zweck zu wissen, so und soviel Leute haben aus Krankheit ihre Zählung fällig ist, und weil der böse Reichstag Stellung verloren, wenn man nicht weiß, wie viel von Interesse bietet. im letzten Winter auf die Vornahme derselben bestanden und für die Aufnahme der Hauptfragen nach der Arbeitslosigkeit und dem Beruf von der Regierung gleich bindende Erklärungen verlangt hat. Wie anders das Formular der Stadt Berlin! Es enthält 14 oder mit den Unterfragen etwa 30 Fragestellungen und zeigt, wie man bemüht gewesen ist, nicht nur das unvermeidliche Uebel der Zählung zu absolviren, sondern mit Hilfe dieser Zählung auf allen möglichen Gebieten zahlenmäßig gesicherte Klarheit zu schaffen. Und dieser Standpunkt ist nur anzuerkennen. Wenn man von der Bevölkerung einmal die große Arbeit einer Formularausfüllung verlangt, dann soll man das Formular auch so einrichten, daß man nutzbare Aufschlüsse erhält. Ob die Beantwortung sich nun auf ein paar Fragen mehr oder weniger erstreckt, ist ganz gleichgiltig. Zunächst tommen die üblichen Fragen nach Namen und Geschlecht. Fortgeblieben ist diesmal die sonst ebenfalls übliche Stellung der Frage nach der Verwandtschaft oder der sonstigen Stellung zum Haushaltungsvorstand, eine Thatsache, die im Interesse einer guten Arbeitslosenstatistik zu bedauern ist. Denn es ist doch ein bedeutender Unterschied, ob der Arbeitslose ein Familienrater ist oder об er feine Kinder hat, ob ein alleinstehender Mann arbeitslos ist, oder ob es ein Kind ist, das für seine kranken oder altersschwachen Eltern den Unterhalt mit verdienen muß. Auch eine Frage nach der Zahl der Angehörigen wäre wohl am Blaze gewesen. Es folgt nun die Frage nach dem Alter: geboren den.. im Jahre Hier tritt die Ueberlegenheit des Berliner Formulars besonders klar zu tage. Das königliche statistische Amt fegt nämlich noch hinzu: oder in vollen Jahren... Jahre alt", obwohl es ein längst allgemein anerkannter ErfahrungsGrundsatz statistischer Methodik ist, daß man nur auf genaue Fragen sichere Antworten erhält. Fragt man nach dem Alter in Jahren, so schreibt der Beantworter, mag er 29, 30, oder 31 Jahre alt sein, einfach hin 30 Jahre, denn natürlich denkt jeder, so genau kommt es ja nicht darauf an, woraus dann das ganz falsche Bild entsteht, als ob die runden Altersjahre ( 30, 40 u. f. 1v.) ausnehmend start besetzt sind. Aber um solche theoretischen Dinge, wie statistische Methodit, fümmert man sich in der Lindenstraße nicht. Ja, als der geniale Ernst Engel dort noch waltete, der bekanntlich von Bismarck 1882 weggegrauelt wurde...! heute hat man dort wichtigere Aufgaben, wie z. B. epochemachende Abhandlungen über die Verbreitung der stenographischen Systeme zu schreiben. Blind auf beiden Augen? taubstumm? geistestrant? Ist das Gebrechen angeboren oder später entstanden?( Bu treffendes ist zu unterstreichen!)" findet sich, wie seit 1885, die ausführliche Frage nach der Ernährung der Kinder im ersten Lebensjahre, nur noch detaillirter wie sonst, die in dieser Ausführlichkeit fast nur für Mediziner ihnen am 2. Dezember krank sind und aus diesem Damit ist der Fragebogen erschöpft. Die Zusatzfragen der Grunde arbeitslos sind, und wieviel schon lange wieder Stadt Berlin, die Wohnung betreffend, sind fast in allen acht gesund sind und aus Mangel an Arbeit auf dem Punkten wörtlich mit denen von 1890 gleichbedeutend, bleiben Pflaster liegen. Hieraus muß unbedingt eine Trübung des also ebensoviel hinter den Anforderungen einer guten WohnungsResultates entstehen, die auch durch die Berliner Zusatzfrage statistik zurück. Vielleicht kommen wir gelegentlich noch einmal nach den sonstigen Ursachen der Arbeitslosigkeit( Krankheit, darauf zu sprechen. eigene Kündigung, Kündigung durch die Arbeitgeber, Streifs, Geschäftsstille, Aufhören der Saisonarbeit 2c.)" nicht aufgeklärt werden kann. Versammlungen. Hiermit eng zusammen hängt die Frage nach dem Beruf und der Stellung im Beruf, die in Berlin seit 1867 bei jeder Volks- Berliner Gewerkschafts Kommission.( Sigung vom zählung erhoben und ausgezählt ist, eine statistische That, vermöge 20. September.) Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Millarg deren Berlin der einzige Ort im Deutschen Reich ist, wo man den Delegirten Kenntniß von den Verleumdungen, welche der von fünf zu fünf Jahren einen Einblick in die Berufsverhältnisse bekannte Sparr über die letzte Sigung in die Welt gesetzt hatte. der Bevölkerung gewonnen hat. Die 1890 gestellte Unterfrage nach der Gine Diskussion über diese Angelegenheit fand nicht statt. Die Zugehörigkeit zu einer Innung und leider auch die nach der Tagesordnung war eine sehr reichhaltige. Die Berichterstattung Bahl der beschäftigten Arbeiter" ist diesmal fortgefallen, eine von den in letzter Zeit ausgebrochenen Streits bildete den ersten Lücke, die durch die Berufsstatistik vom Juni dieses Jahres nur Gegenstand der Verhandlungen. Ueber die Lohnbewegung der unvollkommen ausgefüllt werden kann. Dafür ist folgende Frage Zimmerer berichtete Obst, daß die Gewerkschaft die Sache bis eingeschoben: auf zwei Platzsperren ohne fremde Hilfe erledigt habe. Die GeBei Hausindustriellen und Heimarbeitern: werkschaftskommission nahm diesen Bericht zur Kenntniß; eine Sind Sie in eigener Betriebsstätte oder Wohnung im Diskussion knüpfte sich an denselben nicht. Der Bertreter der Auftrage und für Rechnung anderer Gewerbtreibender mit Steinbildhauer legte in eingehender Weise die Berechtider Hestellung und Bearbeitung gewerblicher Erzeugnisse gung des Vorgehens der genannten Gewerkschaft dar. Die höchst beschäftigt?( auch dann zu bejahen, wenn Sie die Roh- ungesunde Arbeit der Steinbildhauer müsse ihr Streben nach und Hilfsstoffe selbst beschaffen, und wenn Sie vorüber- möglichster Verkürzung der Arbeitszeit begreiflich erscheinen lassen. gehend für eigene Rechnung arbeiten). Von 128 Streifenden sind bisher noch keine Ueberläufer zu verSo anerkennenswerth der Versuch auch ist, hinsichtlich der zeichnen gewesen; 18 find abgereist. Die Gewerkschaft unterstützt Hausindustrie ein wenig Klarheit zu schaffen, so muß doch gleich in den ersten 8 Wochen die Ausständigen aus eigenen Mitteln. wohl betont werden, daß man mit dieser Frage nur einen Theil, Wenn wider Erwarten der Streit sich weiter ausdehnen sollte nicht aber die ganze Hausindustrie umfaßt. Das ganze bei den einem Gericht zufolge sollen einzelne Behörden die LieferungsZwischenmeistern beschäftigte Personal fällt nämlich heraus, und fristen zu gunsten der Unternehmer auf 2 Jahre hinausgeschoben das sind gerade die Personen, auf denen die hausindustrielle Form haben wird die Hilfe der anderen Berufe in Anspruch der Betriebsweise am schlimmsten lastet. So einfach und durch genommen werden. Die Gewerkschaftskommission war damit sichtig ist die Hausindustrie aber nicht, wie man in der statisti- einverstanden und erkannte im übrigen den Streit als berechtigt schen Deputation zu glauben scheint; und mit einer einzigen an. Sattler Börsch berichtete namens seiner Branche, daß zu Frage, und wenn sie auch noch so lang und schön gedrechselt ist, den 32 streifenden Arbeitern der Firma Loh Söhne noch die von wird man hier keine Klarheit schaffen. den Firmen Dotti und Wunderlich beschäftigten hinzugekommen sind. Es bleiben uns noch die bekannten Fragen nach dem Religions- Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegericht sind bisher ergebnißbekenntniß, der Staatsangehörigkeit, denen Berlin noch die Frage los gewesen. Auf Antrag Busse's santtionirte die Kommission nach der Geburtsgemeinde und dem Zuzugsjahr und Monat diesen Streik. Von dem Delegirten der Vergolder, Höpfner, hinzufügt. Die Bedeutung der beiden Zusatzfragen für Berlin wurde die schlechte Lage der im Gewerbe thätigen Personen liegt auf der Hand, da ja nach der Zählung vom Dezember 1890 hervorgehoben. Bei den Löhnen von 8-12 M. pro Woche nur etwa ein Drittel der Berliner Bevölkerung aus geborenen mußte eine Lohnausbesserung erfolgen. Der Redner ersucht um Derselbe methodische Fehler begegnet uns übrigens nachher Berlinern bestand. Ferner findet sich hier noch der Zusatz: thatkräftige Unterstüßung. Von den 400 Streifenden find an noch einmal diesmal auch in dem Berliner Formular- bei der Für nicht in Berlin Wohnhafte: seit wann in Berlin einem Tage sechzehn Mann abtrünnig geworden, aber Frage nach der Dauer der Arbeitslosigkeit. Schon an sich ist( Monat, Tag): nach einigen Stunden traten fie schon wieder au es eine zu weit gehende Zumuthung an das Publikum, wenn die ja nur den Zweck haben kann, die vorübergehend Anwesenden den Streifenden über. Der Streit wurde gleichfalls man vou ihm verlangt, daß es die Dauer der Arbeitslosigkeit zu ermitteln. Das königliche Bureau hält es nämlich diesmal fanttionirt, ebenso wie der Lohnkampf in der Ledernach Tagen ausrechnen soll, also eine dem Statistiker zufallende für überflüssig, die vorübergehend Anwesenden und die vorüber zurichterei von Steinlein, über den Busse berichtete. Der Arbeit diesem abnehmen soll. Budem weiß der Arbeitslose den gehend Abwesenden zu erkunden; solche Sachen fümmern die Herren Streit steht gegenwärtig sehr günstig, da in der Branche die Tag, an welchem er seine Arbeit oder Stellung verloren hat, bort nicht. Sonderbar bleibt nur, daß die Stadt Berlin nicht für sich flotteste Geschäftsperiode und feine Arbeitslosigkeit vorhanden ist. meift ganz genau und sofort, dagegen wie viel Tage seitdem allein eine Karte für die vorübergehend Abwesenden beilegt, wie In der Diskussion des Berichts wurde von dem Delegirten der verflossen sind, weiß er nicht ohne weiteres und muß es erst es sonst stets üblich war. 1890 wurden in Berlin gezählt 18051 Hausdiener mißbilligend bemerkt, daß man mit lauter unmühsam ausrechnen, daher begnügt er sich mit runden Zahlen- vorübergehend Abwesende und 7538 vorübergehend Anwesende. organisirten Leuten in den Kampf eingetreten sei. Die angaben und schreibt 14 Tage, 2 Monate u. s. w. Daß der- Das sind doch immerhin schon ins Gewicht fallende Bruchtheile folgenden Redner hielten die Ansicht, daß man nur dann eine artiges nicht dazu beiträgt, den Werth der Statistik zu er der Bevölkerung. Die vorübergehend Anwesenden wird man ja Aktion beginnen könne, wenn alles organisirt sei, für hinfällig höhen, versteht sich am Rande. Hier hätte die statistische durch diese Frage erhalten, aber die Abwesenden? Und wie will und in manchen Fällen geradezu gefährlich. Deputation fonfequent sein sollen und ebenso wie sie oben nach man dann die Wohnbevölkerung von Berlin herausrechnen? Der zweite Punkt, Stellungnahme zu den Streits, dem Geburtstag fragte, hier fragen sollen nach dem Datum, Die beiden Fragen über das Militärverhältniß bieten wurde von Massini eingeleitet. Der Redner folgert aus den seit welchem der Arbeitslose außer Stellung ist. weiter fein Interesse. Charakteristisch für Preußen und Ereignissen der letzten Zeit, daß die Berliner Arbeiter im allDa wir nun gerade bei den Fragen hinsichtlich der Arbeits- bezeichnend für die Thatsache, daß das Kriegsministerium weitaus gemeinen schlechte Tattiter auf gewerkschaftlichem Gebiete find, losigkeit sind, so wollen wir anerkennend hervorheben, daß für die beste und fortgeschrittenste, Verwaltung bei uns ist, bleibt es da sie ohne genügende Geldmittel sich in Lohnkämpfe einlassen. Sonntagsplauderei. an der Bahre der Geliebten verzweifelt ausbricht. Nun entzündeten Scheiterhausen ergößen dürfen, dann braucht es tann gar oft ein richtiger Philister alle Ausschwizungen seiner feiner weltmännischen Verkleidung mehr bei ihm; dann Es war zur Zeit, da um die Frage eines Heine eigenen schönen Seele in Künstlerphantasien hineinlegen und kehrt er seine inneren Passionen vor. Er ist ein tüchtiger Denkmals zu Düsseldorf großes Lärmen in deutschen Landen sein: Pfui darüber! ausrufen. Aber wie der große Kezer- Hasser, das muß ihm der Neid lassen; und er kennt die begann. Auch der strenge Hofprediger, der niemals fehlt, richter Philisterhaftigkeit der Anschauung benußte, um sich Wollüfte eines rachedürftigen Temperaments in ihren Tiefen. wo man Echeiterhaufen anzündet, war dabei. Noch sonnte und den Zuhörern fanatischen Abscheu vor der Infamie Wenn er selbst hätte ableugnen wollen, daß der vieler sich damals im überſtolzen Machtbewußtsein; und seine der Verderbten einzuflößen, das war in seiner Art ein besprochene StöckerB- rief echt sei, wider ihn hätte das GleichDonnerstimme hätte nicht erdröhnen sollen, da zu ewiger Meisterstück. Als stiege der Geruch der Verwesung vor niß von den angezündeten Scheiterhaufen, dies Bekenntniß Echande fürs große Deutschland ein Gedenkbild des ruch- ihm auf, so hielt sich der eherne Kämpe für deutsche Sitte einer harten, skrupellos eigensüchtigen Seele, Zeugenschaft losen Heine geschaffen werden sollte? Als er in die großen die Nasenflügel zu. Als versagte ihm vor Efel über leichen abgelegt. Ihn macht das Alter nicht milder; von jenem Versammlungsräume in der nördlichen Friedrichstraße trat schänderische Buhlgelüfte die Stimme in der Kehle, so begann Priesterschlag, der zu ruhiger Beschaulichkeit gelangen kann, und durch die dichtgedrängten Reihen seiner Getreuen er zu stottern und zu stocken, wie jemand, der Rauch ist er weit entfernt. Zu sauer- süßlichem Lächeln muß er marschirte, da war es, als nähme ein Souverän eine geschluckt hat. Die Höhe der Bühnenkunst ist erreicht, wenn sich zwingen, wenn er segnen soll; wo er die Hände Parade ab. Held Stöcker überschaute die Kolonnen von ein Schauspieler vergessen macht, daß er Komödie spiele drohend ballen darf und fluchen, da fühlt er sich des Rekruten, die gekommen waren, die Blüthe der Berliner und in den Zuschauern so die Illusion geweckt wird, ein Zwanges ledig. Studentenschaft. Ein kameradschaftlich herablassendes" Guten Stück wahrhaften Lebens miterlebt zu haben. Auf solcher Man hat, seit Hammerstein's und Stöcker's Wirken Abend" und, wie die Truppen den traulichen Gruß ihres Höhe stand in jenem Augenblick des Hofpredigers Kunst. durch die Veröffentlichungen im Vorwärts" in so grelles Kommandanten in hundertfachem Echo zu erwidern pflegen, Und wie grimmig wußte er hernach zu schüren. Als Licht gerückt wurde, in den Reihen der Kartell- Lustigen so war es auch damals, als über Heine's Angedenken hoch hätte sich das Grauen von seiner Brust gelöst und als hätte mannigfach von den Katilinariern gesprochen, die die Kon nothpeinliches Gericht gehalten wurde. Ich hatte den Hof- ihn erst voll der heilige Eifer gepackt, die Scheiterhausen servativen von sich abschütteln sollten. So trefflich sich der prediger manchmal schon bewundert; ich wollte ihn auch anzuzünden, also predigte er seinen Kreuzzug. Wo er sich Hammersteiner trotz seiner Lebemannsweise auf Stöcker vereinmal in der Rolle des Kultur- und Literarhistorikers frauenzimmerlich und zartnervig giebt, da muß der hart- stand und umgekehrt; so willig auch Stöcker seinem theueren studiren. tnochige Mann, auf dessen Antlig alles andere eher ge- Freund zuliebe auf die Laune eingehen mochte, sich gemeinWelcher Steinhagel praffelte da hernieder! Es giebt eine schrieben steht, als scheue Empfindsamkeit, sich zur Komödie sam mit dem Chef der„ Kreuz- Zeitung" porträtiren zu ergebene Gläubigkeit, die sich in der Massenphysiognomie einer zwingen. Als die übeln Dünfte der Hammersteinerei ihm lassen, so wenig er vielleicht den Spaß übelnahm, gläubigen Versammlung wie stumpfe Resignation ausprägt. in die Nase zogen, da hat er nicht gleich gerufen: daß dies Porträt der holden Flora Gaß dedizirt wurde, Hier aber roch es nach Rowdythum und nach thatenluftigem Nachbarin, euer Fläschchen! und in Ohnmacht ist unter den Sammelbegriff Katilinarier" fällt Stöcker nicht. Fanatismus. er ebenfalls nicht gefallen. Seine Erscheinung ist wohl das Katilinarier sind stets unzufriedene Gesellen gewesen, " Als irgend ein naiver Mensch aus der Mitte der gerade Gegentheil von den Typen jener einflußreichen Stegreifritter zur Revolte geneigt, weil sie Deklassirte Versammlung einen schüchternen Widerspruch gegen das Abbés an den französischen Königshöfen, die mit pikanten waren. Den Katilinariern allen ist ein chratteristisches große Keßergericht wagte, und in Heine wenigstens den Sänger Frauen pikant sich zu ergößen wußten. Er ist kein Gourmet Merkmal aufgeprägt. Sie pflegen 3yniker zu sein und süßer Lieder anerkennen wollte, wie wurde da der Arme schlag- wie der Hammersteiner; vielleicht zieht er selbst bei Ge- in ihrem Zynismus vernichten sie die Regeln der wohlfertig von dem Inquisitor auf der Rednertribüne abgethan! nüssen des Gaumens nach seinem gedrungen- bäuerlichen anständigen Gesellschaft und mit einer gewissen burschikosen A: tch solche Heine- Verehrer verdienen ausgehauen" zu werden, Habitus das Derbe dem Raffinirten vor. Aber er wird Leichtigkeit setzen sie über sie hinweg. Der pedantische hieß es, und ein wildes Gejohle bewies dem Volksredner, nicht, wie ein eifernder Mönch, gegen die Genußwuth der Bourgeois hat stets für diese undisziplinirbare Raffe eine wie sehr man den prächtigen Wit" begriff. Nun aber Großen losdonnern. Er wird zu verstehen suchen und duld- feine Witterung gehabt und an ihren ärgerlichen Anredete sich der Hofprediger in immer größere Wuth hinein. sam sein; und wenn er seinem Freunde, dessen tragisches stößigkeiten hat er sie herausgekannt, selbst wenn sie wie Härter und gereizter wurde der Klang seiner Stimme. Geschick er heute noch bejammert, seinem guten Hammerstein echte Kavaliere einherstolzirten, so wie die Fromnien den Vom lüsternen jüdischen Frevler Heine sprach er. Von ins Gewissen geredet hat, so wird er nicht verfehlt haben, Satan am Schwefelgestant erkennen, selbst wenn er sich als der finnlichen Begehrlichkeit, die in ihren wüsten Phantasien ihn kameradschaftlich zwischen die Rippen zu stoßen, ihn Junker verkleidet. Das hat der Altvater bourgeoismäßiger nicht einmal vor den Gräbern Halt mache. Und zum verschmitt dabei anzublinzeln und anzudenten:" Du bist Empfindung schon bewiesen, der gute Cicero, als er im Beweis dessen zitirte er das bekannte Gedicht doch ein nichtsnuzer loser Schäfer gewesen, Du!" höchsten sittlichen Pathos wider das Urbild aller Katilinarier Heine's, in dem stürmische Leidenschaft noch einmal Wenn indessen des Hofpredigers Phantasien sich an Jagd machte. Wenn der altklassische Redner für Bildung und Man müsse dahin trachten, einen Foud zu schaffen, aus dem die! Firmenschild Arbeiter. Die in der Firmenschild- Branche J ohne Geld gekämpft um die Erringung des 50 Pfennig- Stundentleineren Ausstände unterstützt werden können. Die Inanspruch beschäftigten Arbeiter hielten am 15. Geptember eine öffentliche lohns, 1889 ebenso lange zu gunsten der neunstündigen nahme anderer Gewerkschaften bei jedem kleinen Streit sollte Versammlung bei Gründel, Brunnenstr. 188, ab. Diefelben be- Arbeitszeit. Wie ist es möglich, daß nach solchen endlich aufhören; das Geld in der eigenen Kasse dürfe nicht schlossen, am 1. Oktober in ihre Lohnbewegung einzutreten und schweren Kämpfen heute solche Zustände zu verzeichnen sind. zu Ende gehen. Der Redner bringt folgenden Antrag ein: ihren Chefs folgenden Beschluß zur Kenntniß zu bringen: In Er kritisirte die verwerfliche Affordarbeit, mit welchem Die heutige öffentliche Versammlung der Delegirten zur Erwägung, daß sämmtliche Maler, Lackirer und Vergolder den Ansinnen der Spandauer Unternehmer auch schon an die Maurer Berliner Gewerkschaftskommission spricht sich dahin aus: Neunstundentag haben, und die Firmenschild- Branche nur theil- herangetreten sein soll. Dadurch sind dann erst die leitenden 1. Die Mittel zu partiellen Streits müssen von den im weise, beschließt die heutige Versammlung, den neunstündigen Personen, welche ja meist nur theoretisch ausgebildet find, in der Streit befindlichen Gewerkschaften selbst aufgebracht werden; Arbeitstag bei den jetzt bestehenden Löhnen per 28. Eeptember Lage, den Maßstab über die Leistungsfähigkeit ihrer Arbeiter erst wenn durch den Ausstand die Arbeiter oder Arbeiterinnen einzuführen. Sollte uns derselbe von unseren Arbeitgebern ver- anzulegen. Die hiesigen Kollegen müßten selbst mit gutem Beimehrerer Fabriken oder Werkstätten mit verwickelt und ebenfalls weigert werden, so wären wir gezwungen, in den Ausstand zu spiel vorangehen und sich organisiren, dann würden auch die zur Arbeitsniederlegung gezwungen werden also der Ausstand treten. Spandauer Kollegen und alle anderen von außerhalb diesem größere Dimensionen angenommen hat tann die Ge wertschaftskommission bei anderen Gewerkschaften Versammlung der Parquetbodenleger tagte am 16. September Maurer als Strolche bezeichnet hat, so weist die heutige Ver Deutscher Solzarbeiter Verband. Beispiele folgen. Einstimmig wurde folgender Antrag an= Gine Branchengenommen: Da der Bau Unternehiner Müller Berliner Unterstügung für die Streifenden nachsuchen. erklärt. = Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( G. H. Filiale Berlin 9.) Mitgliederversammlung am Sonntag, den 22. September, vormittags 9 Uhr, bei Biect, Siemensstr. 17. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGesellschaft. Heute Zahltag: Acterstr. 123 bei Marten und Oranienftr. 25a bet Butow. user 2" Bum Lurhof":" Gigung und Theaterprobe. 2. Die Unterſtüßung durch die Gewerkschaften hört auf, so bei Schöning, Stallschreiberstraße 29. Beschlossen wurde, für sammlung diesen Vorwurf zurück. Im weiteren beschließt die bald die Gewerkschaftskommission einen Ausstand als aussichtslos Arbeiten, welche nicht anders als im Lagelohn herzustellen sind, Bersammlung, den Bau des Herrn Müller so lange zu meiden, einen Minimalsatz von 6 M. pro Tag, bei gewöhnlicher wie dieser den Bau führt." zu verlangen. 3. Gelder, die auf Listen gesammelt werden, müssen so schnell Arbeitszeit, bei Die Kollegen, welche Vater, Steglit, arbeiten wie möglich in die Hände der im Ausstande befindlichen geladen sind, haben es nicht für nöthig gehalten zu erscheinen. Zentralvereins der Bildhauer Deutschlands, Verwaltungsstelle und einzur Versammlung Bildhauer. In einer außerordentlichen Versammlung des Gewerkschaften gelangen, wenn sie ihren Zweck nicht vollständig Der Kollege Günther, welcher den Kollegen Hofmann beschuldigt Berlin, die am 19. September in der Annenstraße 16 tagte, verfehlen sollen. 4. Die Gewerkschaften haben dahin zu streben, daß sie im hatte, derfelbe sei Streifbrecher beim Zimmererstreit Simon u. Gie., erklärten sich die Holz, Gipsbildhauer und Modelleure mit den Falle eines Streits partiellen und Generalstreits zunächst Saidestraße, geworden, muß mangels jeglicher Beweise seine Bestreifenden Steinbildhauern solidarisch und befchloffen, den in selbst für Geldmittel zu sorgen haben, um ihren Verpflichtungen schuldigung als unwahr zurücknehmen. Zum Schluß wird Arbeit stehenden Kollegen wöchentlich eine bestimmte Beitragsden Ausstehenden gegenüber nachzukommen. der Antrag angenommen, die regelmäßigen Versammlungen alle leistung für die Streifenden aufzuerlegen. Beantragt waren Infolge der Massini'schen Anregung entwickelte sich eine vier Wochen, und zwar jeden ersten Montag im Monat, ftatt- 50 Pf. pro Woche, die Modelleure dagegen haben einen höheren lebhafte Diskussion. Börsch( Sattler) sprach seine Freude finden zu lassen. Der Vorsitzende giebt bekannt, daß jeden Beitrag zu leisten. Kollege Donath wurde in den Zentrallebhafte Diskussion. Börsch( Sattler) sprach seine Freude Dienstag eine Sigung der Werkstatt- Kontrollkommission bei vorstand gewählt, Zum Schluß wurde der Arbeitsnachweis und darüber aus, daß dieser so nothwendige Antrag endlich ge- Bubeil, Lindenstraße 105, stattfindet; alles auf die Branche das Verhalten der Prinzipale zu der Einführung der verkürzten kommen sei. Der Zerfahrenheit betreffs der Geldsammlung müsse Einhalt gethan werden. Er wünscht, daß man mit den bezügliche Material ist dort vorzubringen. Die Sammlung für Arbeitszeit besprochen. Streits nur in dem Falle beginne, wenn die wichtigste Vor- die Opfer des Effener Meineidsprozesses ergab den Betrag von bedingung: eine kräftige Organisation, vorhanden sei. Ia ber 15,45 M. ( Goldschmied): Aehnliche Beschlüsse haben wir schon gefaßt, es Metallarbeiter. Für die Metallarbeiter im Norden Berlins liegt nur daran, daß sie nicht durchgeführt sind. Bons werden war seitens der Agitationskommission des Deutschen Metall fast garnicht mehr gekauft. Bei partiellen Streits müßte doch arbeiter- Verbandes eine öffentliche Versammlung zu Montag, den eine Ausnahme gemacht werden; es giebt partielle Streifs, die 16. September nach dem Cösliner Hof einberufen, in welcher eine einzelne Gewerkschaft nicht allein halten kann. Man sollte Breder- Augsburg über das bereits schon einmal behandelte einen bestimmten Zeitpunkt festsetzen, wo man allgemein das Thema sprach: Welche Organisationsform, ob zentral oder lokal, ist Bonssystem einführt. Lauschke( Hutmacher) erklärt, daß seine bei der gegenwärtigen Wirthschaftslage für den Metallarbeiter die Gewerkschaft dafür nicht zu haben sein wird. Die übrigen beste". Das sehr eingehend behandelte Thema wurde mit großem Gewerkschaften sollten deren Beispiel nachahmen und sich einen Beifall aufgenommen. In der Diskussion, die sich äußerst rege Fonds für Unterstützungszwecke anlegen. Buchbinder I o st findet, gestaltete, vermißte Loewy( Hirsch- Dunckerianer) die Arbeitslosendaß der Wirrwar in Sammelwesen so lange besteht, so lange Unterſtützung bei dem Deutschen Metallarbeiter- Verband, desgleichen der Kampf um die Organisationsform tobt, dieser Streit müsse versetzten seine weiteren Ausführungen die Versammlung in ziemlich vorerst ausgefochten werden. Körst en( Former) hält es für richtig, heitere Stimmung. Näther und Stär ptädirten für Lokalverbände. daß die Gewerkschaftskommission eine Garantie bezüglich der an die Gutheit, Hofmann und Rohrlack für die Zentralisation bez. den Gewerkschaften geliehenen Gelder übernimmt. Er stellt den An- Busammenschluß. In einem kurzen Schlußwort ermahnte der Refetrag, daß Gelder von einer Gewerkschaft an eine andere zwecks rent die Berliner Metallarbeiterschaft, auf die in diesem AugenDeckung irgendwelcher Verpflichtungen nur mit Geneh blick die Provinz mit Spannung fehe und die als die Elite der migung der Gewerkschaftskommission gegeben deutschen Metallarbeiterschaft gehalten werde, daß sie die offenwerden dürfen. Für das Bonssystem ist der Redner nicht zu stehende Frage der Einigung in bälde zum Nuzen der deutschen haben; er möchte, daß jede Branche ihrer Größe entsprechend Metallarbeiter- Bewegung und dem Unternehmerthum zum Truze prozentuale Beiträge abführt. Millarg betont, daß die regeln möge. Gewerkschaften ihre verschiedenen Sammelsysteme wohl schwerlich so kurzer Hand aufgeben werden. Der Unfug, daß man Listen einer Gewerkschaft bei anderen Branchen vertreibt, müßte aber aufhören. Arbeiter- Sildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Bühnenverband Preziosa". Sonntag nachmittags 5 Uhr Mariannen Verein deutscher Schuhmacher. Bersammlungen Montag, den 23. Gept., abends 8% Uhr: Bahlsielle i bei Wilte, Andreasstr. 26; Bahlstelle 2 bei Gründet, Brunnensir. 188; 3ahlstelle 3 bei Werner, Bülowftr. 59. Müllerstr. 179a, und Südost- Schule, Waldemarsir. 14: Lektüre( unentgeltlich). Natur- Erkenntniß.( Fällt bis zum 7. Ottober aus.) Südost- Schule: wolksthümliche Medizin.( Bau und Lebenserscheinungen des gefunden und franten Menschen. Theil II. Wärme, Stoffwechsel, Bewegungsapparat, Nerven, Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Sinneswerkzeuge.) Damen und Herren, jederzeit aufgenommen Lese- und Diskutirklube. Karl Marr, Montag, abends 9 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 6." Aufklärung" jeden 1. Montag im Monat tzung, jeden 3. Montag im Monat Bücherwechsel bet Ferger, SebastianStraße 78. Mar Kayfer, jeden Sonntag vormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Heimsir. 16.- Franz. Buchholz, jeden Montag abends 9 Uhr bei Lange, Sauptstr. 59. Montag, abends 7-8% 11hr: Leftüre. 8%-10% Uhr: Nord- Schule find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, D. 1 IT. 1 Lieder: Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Vorsitzender: Ad. Neumann, Pasewalferstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Liedertafel der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. Der Verband der in Buchbindereien und verwandten steder ball, Köpenickerstr. 191 bei Foge. 3utunft I, Stegliz, AhornGewerben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen( Mitglied- ftraße 15a, Schelhose's Gambrinus. Arbeiter- Gesangverein Borwärts III, schaft Berlin) hielt am Montag, den 16. September, eine gut weig, Waldmannsluft, Berlinerstraße bei Berbe.-Liebesfreiheit II, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bei Karl Schulz. besuchte außerordentliche Generalversammlung ab. Die Gr Strausberg, Rosenstraße i bet Brammbach.- Glodenrein( gem. Chor) Kaufmann Hinze stellt den weiteren Antrag: Es dürfen richtung eines ständigen Bureaus war der erste Punkt der Schönhauser Allee 46 bei Höhne.- Arbeiter- Gefangverein der Enterbten, bei allen Streiks nur Listen der Gewerkschafts- Rom Tagesordnung, zu welchem Kollege Briffe als Referent das Wort Tenblüthe, Beughofstr. 8, Restaur. Behlendorf. Gesangverein Liberte: Ewinemünderstr. 49. Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelstr. 39. mission zur Verbreitung gelangen und hat diese die Gelder erhielt. Durch das große und schnelle Anwachsen der Mit Wrangelfir. 84 bet Redanz. Männerchor Sangeslust II, Bajewalterstr. s zu vertheilen. Der Redner meint, durch diese Form der Auf- gliederzahl ist es den Kassirern nicht bei Ad. Neumann. mehr mögGesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, bringung der Mittel ließen sich alle Wünsche befriedigen. lich, die Kaffengeschäfte ordnungsgemäß zu führen. Hussitenstraße, Elysium". armonie 2", Wetnstr. 11, Restaurant Des Feindt. Die Debatte wird nachdem durch einen dahin zielenden wegen sei es nothwendig, das Bureau " Einigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amaltenstr. bei E. Senger. zu errichten, itaria, Blumenstr. 46 bei Tomatschect. Klingmüller'sches Antrag geschlossen und werden sämmtliche Anträge dem Ausschuß welches dann zu gleicher Zeit auch überwiesen; derselbe soll in nächster Sigung einen Antrag, der Arbeitsnachweises führen soll. Dem Referat folgte nun eine rege mischter Chor, Lindowerstr. 26 bei Sachfe. Zeit auch die Geschäfte des 2oppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansfiraße bei Ww. Busch. Süd- Ost 11, Faltensteinstr. 7 bei Trittelwig.- Alpenveilchen, ge= möglichst alle Wünsche berücksichtigt, vorlegen. Solidarität, OranienDiskussion, an welcher sich die Kollegen Jost, Paul Schneider, firaße 109 bei Greiser. Freya 2"( gem. Chor), Nixdorf, Hermannstr. 45 Sailer, Wunschet, Wittrisch it. f. w. betheiligten. Die Ab Bittoria Säle". u. Wacht auf II, Ertner, Restaurant Geebad am ftimmung ergab 47 Stimmen für und 107 gegen den Antrag. Dämmerizſee. unter Mitgliedschaftsangelegenheiten wurde befannt gegeben, daß( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. die Bibliothek vom 5. bis 19. Oftober geschlossen ist; die Mit- richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Vergnügungsverein glieder werden aufgefordert, die entliehenen Bücher bis zum von 4-6 uhr. Helgoland II", Rüdersdorferfir. 45, Gesellschaftshaus Ostend", nachm. 5. Oktober zurückzuliefern. Montag: Pfeifentub Felsen fest, Andreasstraße 26 bei Wilfe.- Vergnügungsperein Felsen fest, Rirdorf, Hermannstraße 21 bet Hornburg.. Kartentlub Lustige Brüder, Krautstraße 48 bei Rattle. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bet Wolf. Arbeiter Bitherverein Ginigteit, abends 9 Uhr, Uebung bei Nowact, Manteuffelstr. 9. Theaterverein Liebesglück, Große Frankfurterstraße 74 bet Breuer, an jedem 1. und 3. Gonntag im Monat. Der nächste Gegenstand: Stellungnahme zur Gewerbe Inspektion, wurde auf spätere Zeit vertagt. Millarg gab dann bekannt, daß nächstens Bogen für die Statistik der Gewerkschaftskommission verausgabt werden. Nät her be tonte, daß der beste Zeitpunkt zur Aufnahme der Statistik Frühjahr oder Herbst sei; man solle nicht zum Jahresschluß damit kommen. Der Vertreter der Musiker richtet die Bitte an die Delegirten, die Abonnementskonzerte der Musikervereinigung durch regen Besuch zu unterstützen. Von Millarg wurde den Delegirten empfohlen, die Filiale der ausgesperrten Schuhmacher, Ecke der Invaliden und Chauffeestraße, zu berücksichtigen. In der Sizung fehlten die Vertreter folgender Gewerkschaften: Anschläger, Bäcker, Bilderrahmenmacher, Brauerei Hilfsarbeiter, Dachdecker, Drechsler, Einsetzer, Filzschuharbeiter, Gärtner, Knopfarbeiter, mech. Schuhfabrikation, Schuhmacher, Schirmmacher, Schlächter, Stereotypeure, Xylographen." = Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Karl Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. ontag, abends von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub Ambalema, Grünauerstr. 3 bet Golz.. Eldorado, Pallisadenstr. 66 bei Geyer.- Morgenroth, Landsberger Allee 44 bet Rohland. Die Maurer Berlins hielten am 17. d. Mts., abends, in Kliem's Volksgarten, Hafenhaide 14/15, im Anschluß an die am Freitag voriger Woche dort abgehaltene Versammlung eine weniger start besuchte Versammlung ab, welche sich lediglich mit den mißlichen Zuständen des Kasernenbaues auf dem Tempelhofer Felde beschäftigte. Pfeil als Leiter der Versammlung berichtete, daß einige Kommissionsmitglieder ihren Auftrag nicht in der Weise erledigt hätten, wie sie eigentlich verpflichtet waren, indem fie einzeln an die Unternehmer herangetreten wären. Er war jedoch der Meinung, daß das Resultat vielleicht dasselbe gewesen wäre, wenn sie insgesammt ihr Anliegen vorgebracht hätten. Betreffs der Baubuden sei das Versprechen gegeben worden, Besitz eintrat wider den infamen Katilina und seine Genossen, den Wünschen der Kollegen Rechnung zu tragen. In bezug von 50 Pfennig pro Stunde, so brach immer zugleich auch der Merger des gesetzten, anständige Behandlung und Bezahlung des Sedantages hat sich wohlhonorig nationalliberalen Bürgers über die Männer der Herr Unternehmer jedoch in einer Weise geäußert, die er durch, die sich keiner Lebenspedanterie fügen mochten. Das aufs schärfste verurtheilen müsse. Dieselbe sei nicht nur entmachte den alten Cicero so nervös. schieden abweisend ausgefallen, sondern der Herr habe es für Wenn man Herrn Stöcker nun in die Sippe dieser angebracht gehalten, von Strolchen zu reden( Entrüftung.) Troß Katilinarier einreiht, so thut man ihm bitter Unrecht. Vor dieser unwürdigen Behandlung hätten die Spandauer Kollegen allem ift er eine Emporkömmlings- Natur und durchaus durchweg am Montag wieder angefangen, welche Handlungsweise nicht ein Deklassirter. Die Katilinarier sind geborene Redner scharf tadelte. Diese Kollegen feien aber auch danach, sie Hazard- und Vabanque- Spieler. Wenn Stöcker sich manch- lieferten fast durchweg ungenügende Arbeit; so hätte er mit noch Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnstr. 9. auf von geſehen, so schief, das Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- Theatergesellschaft Satur" abends 349 Uhr, bet Specht, Markgrafenfir. 88.- PrivatTheatergesellschaft Immer Lustig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Rubl Andree, Chorinei str. 58: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft privat- Theater- und Bergnügungsverein Morgenstern. Gigung jeden Minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Martthallen- Reſtaurant, Wörtherstraße 45, bei F. Tarey. Theater und Vergnügungsverein regiofe jeden Montag 9 Uhr Sigung bei Pommer, ReichenbergerSchlesischefstr. 38.straße 19.-- Rauchtlub Brüderlichteit jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Theater- und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden Gonntag taligen ftr. 54 bei Gente. Anfang 6 Uhr.- Arbeiter- Stenographte= bei Nothes, Buttmannstraße 17. Verein Eintracht", Unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8% hr hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 6 Uhr nachmittags bet Privat- Theaterverein FretheitsBaumann, Lychnerstr. 2-3.- Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr, nachmittags an Gigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelbahn, Dresdenerstr. 68. Vergnügungsverein Fiducia. Jeden Sonntag von 3-6 Uhr nachmittags Sigung. Nachdem Fidelitas im Reſtaurant Janz, 4 Uhr VerRosenthalerstr. 57. Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 8 Uhr an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenfeeer Weg bei Niche. Roßstr. 3: Sibung und Tanz. Gäste sehr willkommen. gnügungsflub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue Besuchszeit Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Die National: und bucklich gemauert sei, daß man bequem einen Filzhut hindem Wett- und Wagemuth von Leuten, die nichts durchziehen könne, wenn man ein Nichtscheit an die Fläche zu verlieren haben; die Erfolge vielmehr hatten brücke, wovon sie sich überführt hätten.( Lautes Gelächter.) ihn übermüthig gemacht und wie der erfolggekrönte Schüler, ebenfalls Kommissionsmitglied, bestätigte die AusEmporkömmling leicht dazu neigt, seine Bedeutung, führungen Pfeil's, und theilte noch mit, daß der Oberpolier seine Weltklugheit, ja selbst die Kraft seiner persön- Möwes gesagt hätte, daß er jeden, der dort gearbeitet hätte, lichen Beziehungen zu überschätzen, so traf es gleich denunziren werde, sobald er sich auf dem Kasernenbau wieder verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. falls mit Stöcker zu. Wer sonst Macht gewinnt, freut bätte, er werde mit seiner Entlassung direkt gemaßregelt. Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-8 Uhr, in den sehen ließe. Rourad erklärte, daß der Polier zu ihm gesagt Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit sich ihrer und schweigt flüglich. Dem Bürgersmanu, der Blaurock meint, die jetzige Situation erinnere so recht an alle 6 Sommermonaten von 9-8 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis durch sein Amt, seine reiche Heirath, sein demagogisches anderen bisherigen Stämpfe. Die Kollegen belästigten niemand,& uhr, Ottober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Geschick und anderes mehr zu Macht gekommen, schmeichelte trotzdem halte es die Polizei für erforderlich, zahlreiche Polizei- atterie in der Museumsstraße. Befuchszeit Wochentags von 10-3 1hr es, ganz nach der Art des Emporkömmlings, sich mitunter beamte, fogar einige berittene, auszubieten. Die Baubuden-( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis unvorsichtig seines Machteinflusses zu rühmen. Er sprach forderung sei nur in gesundheitlicher Beziehung geschehen, uhr, im März und Oktober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- KunstgewerbeVerhalten ebenfalls nicht umhin, einst von seiner hohen Freundin". Selbst die Treue, mit er fönne der museum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags tadeln. Die ausgenommen) im Sommer von 9-8 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, der er zu Hammerstein hält, ist wohl auf die behagliche, jetzt dort wieder arbeitenden Kollegen zu dankbare Erinnerung jener Zeit zurückzuführen, da der Kommissionsmitglieder im besonderen sollen nicht wieder Sonntags, April- Eeptember von 12-6 Uhr, Oftober und März 12-8 Uhr, geltlich). Museum für Völtertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchss Hofprediger Arm in Arm mit einem unzweifelhaften alt- angenommen werden, sie werden jedenfalls auf jede Anovember und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 1hr( Unent: Er meinte ferner, daß zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). Hygiene- Museum, adeligen Kavalier seine Zeit in die Schranken rufen durfte. augenblicklich, wo die Maurer ungenügend organisirt find, Kloſterſtr. 55. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Muſeum. AuberDer Hammersteiner freilich ist aus anderem Zeig gefnetet. nicht viel andres übrig bliebe, als daß die dortige Bau- dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( Unentgeltlich). Museum für Besuchszeit Sonntags wie im Kunft: In ihm stecken fatilinarische Büge genug. Sein Leben ist behörde zur schärferen Kontrolle der Meister angeregt werde. gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. ein Wett- und Wagespiel aus dem Stegreif gewesen. Selbst Knöpchen hätte nach den Beschlüssen vom Freitag geglaubt, museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes, Klosterstr. 86. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs feine äußere Erscheinung verräth weit mehr Bynismus, als der ganze Kasernenbau läge noch still, er wünschte, die Kollegen von 11-2 Uhr geöffnet. Gintrittsgeld: Grwachsene 50 Bf., Kinder 25 Pf.. die Stöckers. Eine kalte Stirne, eine Hakennase, ein genuß- ließen es eventuell auf eine Klage beim Gewerbegericht Vereine Gonntags 10 f. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge= süchtiger Mund mit einer Unterlippenbildung, wie sie kommen und bittet schließlich die Anwesenden, einen Beschluß zu außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr.( unentgeltlich). Aus= wegen Verlust des Arbeitsverdienstes vom Eedanstage an- öffnet Gonntags 12-2 11hr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich Karrikaturenzeichner zu erfinnen pflegen, wenn sie raffgierige, faffen, wonach die Arbeit dort so lange au meiden ist, bis ichtsthurm( ebenfalls unentgeltlich). Kunstausstellung Lüfterne semitische Typen darstellen wollen. Ein Schnapp- die Bauverwaltung den Meister zwingt, bessere Zufände des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmstraße 92. Sonntags hahn, der als Mittel zu seinem Lebenszweck mit vollkommenster einzuführen. Hanisch bedauert ebenfalls, daß die Kollegen Sternwarte, Endeplas sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 11 bis 2 Uhr, Wochentags 10 bis 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. Mimicry neupreußische Schneidigkeit zur Virtuosität ent- untreu geworden sind und warnt die Anwesenden, daß 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. wickelt, gefliffentlich blasirt völlige Wurstigkeit gegen An- sie sich nicht erst dann wehren sollen, wenn ihnen die Kehle schon halb Invalidenftr. 57–62. Geöffnet von 6 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, griffe und Anzapfungen von Gegnern äußert, ein moralischer durchgeschnitten ist. Er fordert energisch auf zum Anschluß an Schadowfir. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem Dickhäuter von robustem Gewissen, der mit tausend Freuden die Organisation. Behrend weist auf die früheren Jahre hin, legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptikum, Friedrichlebt und burschikos schließlich auch gerne leben läßt. So wo es große Opfer gekostet hat, etwas zu erringen, die Kollegen firaße. Geöffnet 10-10 10-10 haben diese nicht geschent und es ist ihnen gelungen, die elf panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. verwandt oft das politische Thun des Hammersteiners und stündige Arbeitszeit abzuschaffen. Oberstaatsanwalt effendorf 60 Pf. Kaifer- Panorama, Paffage( Unter den Linden). Geöffnet von des Stöcker war, ihre Individualitäten sind verschieden. versuchte durch drakonische Maßregeln die Organisationen zu zer- 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 300 verschiebene Reisen, LandschaftsFarbiger ist Hammerstein's Charakterbild, als das grau- stören, trotz Cozialistengesetz sind die Arbeiter von ihren Bahnen Sonntags 50 Pf.- Borfig's Garten mit Balmenhaus, Altgehaltene, eintönige unseres Hofpredigers. Alpha. nicht abgewichen, 1885 haben die Maurer acht Wochen lang fast moabit 85-86." Eintrittspreis 60 Pf. Naturkunde, Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium: Panoptitum Uhr. Eintrittspreis 50 Bf. Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Paisage= Marine Entree bilder. Jede Reife 20 f. 80ologischer Garten, Lüßowufe. Photographies Atelier, Kommunal- WählerKeller's Festsäle, Koppenstrasse 29. Solmart. 71, a. d. Jannowißbr., Dienstag, den 24. September: 1. Abonnements- Konzert ( Gesellschafts- Abend) der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Bur Aufführung gelangt i. a.: Ouverture zur Oper Oberon" von Weber; Robespierre- Ouverture von Litolff; Die Schmiede im Walde, Idylle;" Jahrmarkt in Krähwinkel", Tongemälde in 12 Bildern; ferner Solis u. 1. 1. Orchester: 50 Musiker. Dirigent: 6. Graj. Anfang punkt 812 Uhr. Programme à 5 Pf. Schluß des Konzerts 12 Uhr Abendkasse 25 Pf. pro Person( Nichtabonnenten). Nach dem Konzert: Familien- Kränzchen. 5016 Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Abonnementskarten à 1 Mark für beliebig 5 Konzerte ( eventuell Familienvillets) in allen mit Plakaten versehenen Geschäften, sowie bei: Musikalienhandlungen Brunnenstr. 170 und Rosenthalerstr. 64; Neumann, Basewalterstr. 3; Gleinert, Müllerstr. 7a; Walter, Usedomstr. 14 und Hussitenstr. 35; Blanchefsky, Stralsunderstr. 36; Brückner, Gartenstr. 77; Stein, Gartenstr. 44; Schonert, Borsigstr. 13; Wernau, Rosenthalerstraße 57; Gartmann, Weberstr. 58; Vogel, Lebuserstr. 13; Lorenz, Roppenstraße 37; Lod, Friedrichsbergerstr. 11; Kirsten, Koppenstr. 28; Sch mager, Landsberger Allee 45; Böhl, Rüdersdorferstr. 8; Henke, Sipke, Streit, Naunynstr. 27, 30, 78; oppe, Reichenbergerstr. 158; Buckow, Dranienstr. 23a; 3ubeil, Lindenstr. 106 2c. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. NB. Bitten das Verkaufsstellen Verzeichniß aufzubewahren. Typographia hält sich bestens empfohlen. Theilzahlung gestattet.[ 30542* Möbel- Gelegenheitskauf Bum Umzug Granien- Straße 78, Hof I., Versammlung für den 30. 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September, abends 8 Uhr, Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Pflichten und Aufgaben der Frauen innerhalb der Arbeiterbewegung. Referent: Genosse Schöpflin. 2. Berichterstattung der Revisoren in Sachen der Genossin Wabnik. 3. Der Breslauer Parteitag und wie stellen sich die Frauen zur event. Wahl von Delegirtinnen. Neferentin: Frau Ihrer. gefchäft: pünktlich eröffnet. Ackerstr. 28, Ecke Invalidenstraße. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 3. Geschäft Kurfürstenstr. 25. 4. Geschäft: Reinickendorferstr. 64c. 1/3 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird die Versammlung Die Vertrauensperson. Frau Gerndt. Sozialdemokratischer Wahlverein Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser.setifedern Pfund 50 n. 75 f. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. M. d. A.-S.-B. Dirigent: W. Bölke. Hej Sonntag, den 22. September 1895: Großes Vokal- Konzert in Louis Keller's Fest- Sälen, Koppenstraße 29. Nach dem Konzert in beiden Sälen: Tanz. Arbeiter- Radfahrer- Verein! 65/12 Am Sonnabend, den 28. September d. J., in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstraße 32: Halbdaunen. " 1,00-1,50 M. Graue Daunen ,, 2,00-2,50 ,, Südosten. Fertige Betten, Oberbett, Water- Dienstag, 24. Sept., abends 8 Uhr, bei Herrn Brüder, bett, zwei Riffen 10 Mark, mit guten Inletts n. neuen gereinigten Federn, bessere Sorten: Stand 12, 15-18, 24 Mark. Hochfeinste Brautbetten 30-45 Mark. Große Volkerbeitstellen Stück 8 Mark, Prima 10 Mark. MöbelBaufgelegenheit Feier des zweiten Stiftungs- Festester as in subelbestehend aus Tanz und humoristischen Vorträgen, unter Mitwirkung der Duettisten Geschwister Hiutsche. Billets für Herren inkl. Tanz 50 Pf., Damen 30 Pf. find im Vereinslokal bei Wilke, Andreasstr. 26, und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Anfang 8 Uhr. 262/14 speicher, Waldemarstr. 75: Versammlung. Tages Drdnung: = demokratie durch die Schule. 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten. 1. Vortrag des Genossen Wagner über: Die Bekämpfung der Soziale Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Osten. Dienstag, 24. Sept., abends 8½ 1hr, in Fiebig's Salon, Gr. Frankfurterstr. 28: zc. im Möbel17218* Rosenthaler Strasse 13, I. Daselbst stehen täglich zum Verkauf: 3. lich billigen Preisen, gebrauchte und neue gediegene Möbel zu außergewöhn verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Theilzahlung gestattet. Kleiderschränke 15, KüchenOeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Paul Singer. 2. Diskussion. Verschiedenes. 242/8 Gäste, Damen und Herren, haben freien Zutritt. Schloss Weissensee: Bum Sternecker" spinde, Kommoden 12, Sophas 15, Bettſtellen imit Matragen 18 Mart, für Sonntag, den 22. September 1895: Grosser Doppel- Revanche Ringkampf, 9 Uhr, zwischen Forre Nußbaum- Kleiderschränke, Vertifows 30, Rabason, gen. der Teufel von Brüffel, und M. 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Nieft's Fest- Sale, Umstände halber sind noch Sonn17 Weberstr. 17, 30352* abende frei, empfehle dieselben unter Sonntag, den 22. September, abends 7/2 Uhr, im Saal des Herrn foul. befant. Bedingungen zur baldigen Buske, Grenadierstraße Nr. 33: Bestellung. Alles übrige bekannt. B. Nieft. Versammlung. Bortrag des Genoffen Heinrich Schulz über:„ Das heutige tlassenstaatliche Albrecht's Ballsalon, " Schulwesen und die Jugenderziehung der Zukunft". Nachdem Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren sehr willkommen. Nach dem Vortrag er halten nur noch Mitglieder Zutritt. Der Vorstand. Achtung! 55/12 Achtung! Montag, den 23. d. M., abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung der in der Memelerstr. 67.[ 2875L Empfehle meinen Saal, 500 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Versamm lungen. Sonnabende noch frei. Empfehle allen Genossen, Freunden Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. und Bekannten mein 29762* August Reyher, Pallisadenstr. 62. Damen- u. Kinder- Konfektion besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Neues Club- Haus in Keller's Festfälen( gr. Saal), Koppenstr. 29. Tages- Ordnung: 1. Das Vorgehen des Vereins selbständiger Schneidermeister der Damen Ronfektion bei Fiebig, Referent Rollege Schmidt. 2. Diskussion. 3. Die sanitären Zustände und Lohnverhältnisse verschiedener Werkstätten. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Agitations- Kommission 262/18 der in Damen- u. Kinder- Konfektion befch. Arbeiter n. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Achtung! Tapezirer! Achtung! Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend.. Dienstag, den 24. September, abends 8 Uhr, im Neuen Clubhaus, Kommandantenstr. 72: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Heinrich Schulz über: Darwin'sche Wahrheiten und soziale Narrheiten. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Vereinsangelegenheiten. 179/5 Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten., Gäste Der Vorstand. haben Zutritt. Achtung, Lackirer! Montag, den 23. September 1895, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung 72. Kommandantenstrasse 72. Jeden Sonntag: BALL. Empf. meine 4 Säle zu Festlichkeiten u. Bersammlungen gratis. Noch einige Sonnabende frei. H. Ebert. Königstadt- Kasino, Spiegel u. Polsterwaaren. Reelle Waare in Nußbaum u. Mahagoni. Küchenmöbel. Berlin SW., Franz Tutzauer, Blücherstr. 14. Wegen ganz enormer Miethssteigerung verlege ich mein bisher Annenstr. 42( City- Passage) belegenes Weiß- u. Bairisch- Bierlokal nebst Destillation nach Rixdorf, Hermannstr. 53, Ede Herfurthstraße.[ 32892* Ich bitte meine werthen Gäste, daß mir entgegengebrachte Wohlwollen auch ferner zu bewahren. Achtungsvoll Wilhelm Artner, Schankwirth. Gr. Frankfurterstr. 73, Franke's Volkskaffee und Speisehaus, an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier, 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Reichenkron. Volkskaffee u. Speisehalle Rosenthalerstraße 60, Ecke Steinstraße. 8121L* Größte Auswahl höchst sauber und schmackhaft bereiteter Speisen. Täglich 8 bis 10 Gerichte im Preise von 10 bis 30 Pf. Eugen Schultz. Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3. Inhaber: H. Birk. 22812* Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleiner Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben „ Märkischer Hof“, Admiralftr. 18 c. Jeden Sonntag im prachtv. Spiegelfaal: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr.- Ende 2 Uhr. Große Horn- und Streichmusik. Empfehle meine beiden Säle Holzmarktstr.72, Alexanderstr.21. zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Vereinszimmer mit Gr. u. fl. Säle, 400 Pers. fassend, Piano und zwei Kegelbahnen sind noch frei. Die Restaurationsräume sehen den geehrten Familien unentgeltlich zu Feſtlichkeiten u. Verf., 3 Vereinsz., zu vergeben. Metzner. Sonntags zur Verfügung. F. Nagel's Festsäle, Schwedterstr. 23| 24. Gr. Saal mit Bühne( 400 Pers.) Kl. Saal mit Bühne( 200 Pers.) Kleine und große Vereinszimmer. Fey's Gesellschaftshaus Brunnenstraße 184.[ 3127L* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Donnerstags: Tanz für Bäcker. Empfehle meinen Saal, 500 Personen faff, zu Bersammlungen u. Festlichkeiten. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Neu renovirte Säle mit Bühne für 1. Die wirthschaftliche Umwälzung und die Entwicklung der Gewerkschafts: 20-500 Perf. Tanzunterr. j. Sonntag bewegung. Referent: Genosse Paul Litfin. 2. Diskussion. 3. Be v. 4-6 U. nachm., Donnerstag v. 8-11 U. rathung über die im Frühjahr 1896 zu stellenden Lohnforderungen.-abds. Jeden Sonntag Ball. Montags 4. Verschiedenes. 104/4 Frei- Theatervorstellung. der Lackirer und der in diesem Gewerbe beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen im Englischen Garten", Alexanderstrasse 27 c. Tages- Ordnung: Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen dringend erwünscht. Achtung! Die Agitations- Kommission. Neu! 3150L Neu! Achtung! Cösliner Hof Große öffentliche Versammlung der Lederarbeiter n. Arbeiterinnen ( Portefeuiller) Montag, 23. September, abends 81/2 Uhr bei Rautenberg, Oranienstr. 180. Lages- Ordnung: 235b 2. Wie stellen 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Metzner. fich die Kollegen zu den Zuständen der Heinemann'schen Fabrik? Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Montag, den 23. September, abends 81/2 Uhr: Zahlstelle I bei Wilke, Andreasstr. 26. ( Vortrag des Genoffen Hoffmann.) Zahlstelle II bei Gründel, Brunnenstr. 188. Zahlstelle III bei Werner, Bülowstr. 59. Um zahlreiche Betheiligung bitten Von 8 Mark. 5 M. an Die Bevollmächtigten. 167/9 Billight. Detailverkauff. deutsche u. engl. eis. Bettstellen. Patent- Matratzen- Fabr. Wedding Cöslinerstr. 8 wedding Jeden Sonntag: Grosser Ball. Grösster und schönster Saal des Nordens( 1000-1500 Personen) mit sehr gr. Orchester. Anf. 4 Uhr. Ende Uhr. Für Vereine stehen noch einige Sonnabende zur Verfügung. Die Direktion. Vom Dienstag, den 24. September, ab befindet sich das Kassenlokal der Ortskrankenkasse d. Mechaniker, Optiker und verw. Gewerbe, Klosterstraße 65-67,§. 1. Schneider's Festsäle Belforter- Straße 15. اوو Baster's Gesellschaftshaus Neue Königstrasse 7. 8288L* Jeden Donnerstag: Gr. Gesellschafts- Abend. Entree mit Tanz frei. Garderobe: Herren 30 Pf., Damen 10 f. 466 Vereinshans, Waldemarstraße 75. Restaurant ( 500 Personen fassend) und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. Jeden Sonntag: Grosser Ball bei guter Musik. Anfang 4 Uhr.[ 2974L*] Hermann Brüder. „ Süd- Ost.( Speisen à la carte) mit Billard und Kegelbahn. Saal Wilh. Groth's Danziger Volksgarten Danzigerstr. 50/51, Haltestelle der Pferdebahn Moltenmarkt- Weißensee. Jeden Mein Lokal ist tägl.( auch SonnSonntag: Freikonzert. Freitanz. tags), an Vereine zu vergeben. Kaffeeküche geöffnet. W. Groth, Gastwirth d. Menseeländer Ackerpächt. Jägerhaus Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Bers. fass.) gr. Tanzsaal, 4 Regelb., Kaffeek. v. 2 Uhr ab, Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin Jeden Sonntag u. Montag: Frei- Konzert. Jeden Mittwoch: Gr. Volks- Kinderfest. Linden Nieder- Schönhausen. Linden- Garten, r. 25. Einziges freies Lokal mit großem schattigem Vor und Hintergarten. Gr.Tanzsaal. Kaffeeküche. Regelbahnen. Jed. Sonntag, Dienstag, Freitag: Gr. FreiKonzert ut. Tanz. Gr. schatt. Garten. Saal mit Bühne, 500 Pers. fassend. Kaffeeküche. PP Alte Taverne" Stralan, Dorfstraße 25, Während des Stralauer Fischzuges: Große Dampferstation.) Budenstadt. Chr. Schröder. Treptow. Ausschank der Bock- Brauerei, Köpenicker Landstraße. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. 4/10 Ltr. f. Lagerbier 15 f. 10 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. Variété- Theater, Rixdorf, Hermannstrasse 20. Wissmannstrasse 17. Jeden Sonntag: Gr. Konzert, Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Entree 20 Pf., refervirter Play 40 Pf. Kaffeeküche geöffnet von 2-6 Uhr. Britz A. Bethge's Concert- und Theaterpark. Jed. Sonntag: Gr. Garten- Konzert. TheaterChauffeeßtr. 39. Vorstellung. Ball im großen Saale. Entree für Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf. Kinder in Begleitung Ers mit Dampfbetrieb.( Preiskourant gratis.) Empfehle meine Säle zu Festlichkeiten wachsener sind frei. Volksbeluftigungen aller Art. Vereinen, Gesell strasse 127, H. pt. Berlin. Sonnabende und Sonntage frei.[ 237b| Lofalitäten sind elektrisch beleuchtet. Endstation der Pferdeb.: Moritzplatz- Britz Verantwortlicher Redakteur: Frių Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, E. Sass, 127, 5. pr. Berlin. Cohnathan Lungen, habe noch einige fchaften ze. ſteben meine Zotalitäten unter günſtigen Bebing. zur Verfüg. Sämmtl 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt Ur. 222. welche nicht nur B Sonntag, den 22. September 1895. " 12. Jahrg. Gerichts- Beifung. fondere der Kanzleirath Kron, der Militär- Intendant Anders bei 24 von den 112 Berufsgenossenschaften solche Revisionen und der Registrator Lück beleidigt sein, welch' letzterem ein stattgefunden, darunter 5 im Jahre 1894. Vergegenwärtigt man Kartellträgerei. Wir erhalten folgende Zuschrift: Die Defekt in der von ihm verwalteten Kaffe nachgeredet wurde sich den Umfang des Verwaltungsapparates der BerufsgenossenNummer vom 19. d. M. enthält einen in mehrfacher Beziehung Eine Beleidigung des Geheimen Kriegsraths Merlicker ist von schaften, deren einige allein an Bureaubeamten 50 und mehr thatsächlich unzutreffenden Bericht über eine Anflage gegen den der Anklage nicht behauptet worden. Der Angeklagte be- Bersonen beschäftigen, so drängt sich die Frage auf, wie ist ein Lieutenant a. D. Julius Ohlenschläger wegen Kartell- hauptete, daß alles, was in seinen Eingaben berührt worden, Revisor des Reichs- Versicherungsamts- und nehmen wir auch trägerei. Bunächst war der Fordernde nicht der frühere nackte Wahrheit sei. Er sei ein pflichttreuer, vielfach belobter einmal eine Revisionsthätigkeit von drei Tagen oder gar einer Lieutenant, sondern der aktive Premierlieutenant der Landwehr Soldat gewesen, der sich vor dem Feinde ausgezeichnet habe. vollen Woche anim stande, sein Amt so auszuüben, daß er Wagner. Sodann war die Forderung nicht wegen einer angeb- Er habe geglaubt, bei seinem Uebertritt zur Intendantur auch im Brustton der Ueberzeugung sagen kann: Es ist bei dieser Berufslichen Aeußerung des Born, wonach Wagner sich als moralisch seinen Mann stehen zu können, habe aber dort sehr bald ein- genossenschaft alles in schönster Ordnung! Im geohrfeigt betrachten möge, sondern wegen einer anderen schweren gesehen, daß er in ein Wespennest gestochen habe. Auf Schritt günstigsten Falle wird er doch sein Urtheil nur dahin zusammenBeleidigung und wegen eines von Born in Gemeinschaft mit und Tritt sei er auf Liederlichkeiten und Ungehörigkeiten ge- faffen können: Ich habe nichts gefunden, was zu Bemerkungen einem gewissen Stauber von langer Hand vorbereiteten thätlichen stoßen und als er sich bemüht habe, dagegen aufzutreten, sei er Anlaß giebt! Derartige Revisionen sind vom Reichs- VersicherungsUeberfalls erhoben und richtete sich demgemäß nicht nur gegen ein Opfer der Intriguen geworden und man habe ihm amt gewiß gut gemeint, aber im Grunde genommen nur so zu Born, sondern auch gegen Stauber, welche indessen beide die ver- sein Lebensglück geraubt, indem man ihn fortgesetzt verstehen, daß das Kind einen Namen haben", der§ 88 zu langte Satisfattion verweigerten. Endlich haben die Geforderten im Avancement übergangen habe. Er habe schließlich freiwillig seiner Anwendung kommen soll. Die Revision hat nur dann die Sache nicht dem Militär Ehrengericht unterbreitet, sondern seinen Abschied genommen und es nun für seine Lebensaufgabe einen Zweck, wenn sich aus der Praxis, also besonders aus der gegen Wagner beim königlichen Bezirkskommando II Berlin gehalten, sich zu rehabilitiren und zu diesem Zwecke die Eingaben Rechtsprechung oder aus sonstigen Umständen der Verdacht ergiebt, denunzirt, welches die Denunziation jedoch zurückwies und wegen an die vorgesetzten Behörden gerichtet. Er mache darauf auf daß bei dieser oder jener Berufsgenossenschaft irgend etwas faul" der zweimaligen Herausforderung lediglich auf eine Strafe von merksam, daß er selbst seinerzeit darum gebeten habe, die Be- ist. Die Prüfung von Kassenbüchern und Belägen nimmt die bei drei Tagen Stubenarrest erkannte. Berlin, den 20. September leidigungsklage gegen ihn anzustrengen, damit er in die Lage jeder Berufsgenossenschaft bestehende und alljährlich mehrmals, 1895. J. Ohlenschläger. tomme, den Wahrheitsbeweis zu führen. Er sei auch heute noch im eigenen Interesse auch unvermuthet, ihres Zum Koye- Skandal meldet nunmehr ein Berichterstatter: I. Armeekorps Zustände herrschten, die er nur als Korruption und gründlicher vor, als dies ein Beamter des Reichsder Meinung, daß in der 4. Abtheilung der Intendantur des Amtes waltende Kassenrevisionstommission besser In der Angelegenheit des Zeremonienmeisters v. Rohe gegen bezeichnen könne. Herrn v. Schrader liegen die Dinge augenblicklich so: Herr Intendant Der Geheime Kriegsrath, spätere Versicherungsamts und noch dazu ein Regierungsrath v. Roze hatte unter dem 17. September v. J. bei dem Ersten Intendant Anders. Die Anklage ist auf grund des§ 185 und lediglich auf Stichproben M. ist inzwischen verstorben, ebenso der je thun kann. Selbst diese Kommission ist in vielen Fällen Staatsanwalt am Landgerichts I eine Strafanzeige erstattet, 186 erhoben worden, der Vertheidiger Rechtsanwalt Buka be- des Reichs= Versicherungsamtes angewiesen. Der Revisor sollte auf andere Sachen - wie der die Privatklage abweisende Amtsrichter irrthümlich annimmt die gegen den Zeremonienmeister heitsbeweis nicht abzuschneiden, da es für die etwa zu be beschäftigten antragte jedoch, dem Angeklagten seinen umfangreichen Wahr sein Augenmerk richten, 3. B. ob Die Anzahl der v. K. vor dem 17. Juni v. I. gerichteten Verleumdungen, messende Strafe doch wichtig sei, festzustellen, in welchem Um Beschleunigung in Entschädigungsfachen zu Beamten ausreicht, um die nothwendige sondern sämmtliche Beleidigungen bis zum Tage der Straf anzeige betraf. Die Abweisung seitens der Staatsanwaltschaft fange wirklich Unregelmäßigkeiten stattgefunden haben und sichern; welcher Beitraum zwischen Eingang und erfolgte nicht aus Gründen der Verjährung, sondern ließ den welche Intriguen gegen den Angeklagten ausgespielt worden Bearbeitung von Schriftstücken liegt; wie lange Zeit die Weg der Privatklage offen. Dieser wurde befchritten, und zwar heben und eine Reihe von Zeugen kommissarisch zu vernehmen. braucht; wie die Zahlung von Vorschüssen auf Entseien. Der Gerichtshof beschloß, den Wahrheitsbeweis zu er Ausfertigung der Entschädigungsbeschlüsse wiederum wegen aller Vorgänge bis zum 17. September 1894. Nach diesen Erwägungen dürfte die kompetente Straffammer, deren Entscheidung angerufen ist, die Verfügung des Amtsgerichts Straffenats des Kammergerichts von großer Bedeutung sein, die Gin offenbarer Fehler ist es ferner, die Vornahme der Re Für Zeitungsverkäufer dürfte eine Entscheidung des schädigungen gehandhabt wird, und auf ähnliches. Gerade das sind Punkte, in denen überaus viel gesündigt wird. als irrthümlich bezeichnen. am 19. September gefällt wurde. Der Frau des ZeitungsIm Meineidsprozeß Leuß hatte der Anwalt des händlers Lüßow war zur Last gelegt worden, daß sie Druck- ision anzukündigen. Eine Berufsgenossenschaft, die sich Dr. Schnuh, Rechtsanwalt Dr. Nack, gegen eine Einstellungs- schriften im Umherziehen feilgebolen habe, ohne im Besitz eines nicht in die Karten sehen lassen will, hat dann allerdings verfügung der Staatsanwaltschaft Beschwerde erhoben und darin Wandergewerbescheines gewesen zu sein. Die Angeklagte hatte Beit genug, dafür zu sorgen, daß alles in schönster zum Schlusse bemerkt, er werde, wenn seiner Beschwerde nicht auf dem Bahnhof Karlshorst bei Berlin neben ihrem Manne und ganzen bisher nichts besonders Belaftendes ergeben und Ordnung" ist! Thatsächlich haben die Revisionen im großen stattgegeben und das Meineidsverfahren gegen Leuß erhoben Posto gefaßt und Zeitungen an Räufer gegeben, auch werde, die ganze Angelegenheit in der Presse veröffentlichen. Der das Geld dafür genommen. Obgleich sie auf dem Wander- doch weiß alle Welt, daß hinter den Kulissen so manches Erfolg dieser Beschwerde ist bekannt. Leuß wurde zu 31/ 2jährigem gewerbeschein des Gatten als dessen Begleiterin fungirte, sprach vorgeht, was der näheren Beleuchtung werth ist und verdient, Zuchthaus verurtheilt. In dem Schlußpassus erblickten aber fie die Straffammer schuldig, gegen das Gesetz vom 3. Juli 1876 an die Deffentlichteit gezogen zu werden. Auf walt zu 14 Tagen Gefängniß. Im Gnadenwege ist Dr. Nack stoßen zu haben. In ihrem Gebahren auf dem Bahnhof zu Entschädigung und schnelle Entschädigung, das sind die fämmtliche Instanzen eine Nöthigung und verurtheilten den An- und die einschlägige Bestimmung der Gewerbe- Ordnung ver- ünstliche Weise ist das Vertrauen zur berufsgenossenschaft. lichen Selbstverwaltung nicht zu züchten. Ausreichende jetzt diese Strafe erlassen worden. Karlshorst erblickte das Gericht die Merkmale eines selbständigen Kardinalpunkte! Gewerbebetriebes. In der gegen das Urtheil eingelegten ReEine Reihe schwerster Beschuldigungen gegen höhere vision machte Frau Lützow geltend, sie haben keinen selbständigen und untere Intendanturbeamte wurden dem Intendantur- Registr.- Gewerbebetrieb inne gehabt, dagegen spreche vor allem, daß sie letzte Breslauer Parteiversammlung stimmte folgendem AnErhebungen über die gewerbliche Frauenarbeit. Die Assistenten a. D. Carl Bock zur Last gelegt, der gestern vor der das Fortgeben der Zeitungen und das Einnehmen des Erlöses trage zu: II. Straftammer hiesigen Landgerichts I zur Verantwortung ge- dafür nur im Interesse und zum Nutzen ihres Mannes zogen wurde. Der Parteitag der deutschen Sozialdemokratie wolle be Die Beschuldigungen hatte der Angeklagte in besorgte, der neben mehreren Eingaben an das Generalkommando vorgebracht. Er alles der Mann bekommen. ihr gestanden. Das Geld habe schließen, in Erwägung, daß die Arbeits-, die Lohn- und behauptete darin u. a., daß bei der Garnison- Berwaltung einer Begleiterin geübt. Das Kammergericht erkannte auf und Frauen immer jämmerlicher werden: daß die Zahl Sie hätte nur die Befugnisse Lebensverhältnisse der zur Erwerbsarbeit gezwungenen Mädchen in Königsberg i. Pr. Kohlendefekte vorgekommen seien und Aufhebung der Vorentscheidung und wies die Sache der weiblichen Arbeiterschaft beständig wächst und die der Geh. Kriegsrath Merlicker Kohlen aus föniglichen Beständen in die Vorinstanz zurück. Wenn der Wandergewerbeschein des Konkurrenz der Frauen auch die Lohnverhältnisse der männlichen für seinen Haushalt entnommen habe. Die Kohlen feien von Mannes der Angeklagten ihren Namen als den seiner Begleiterin Arbeiter fortschreitend verschlechtert, sowie die Männer aus einem Manne zugefahren worden, der alsdann Bureaudiener aufweise, dann wäre dieselbe nur strafbar, wenn sie Zeitungen weiten Kreisen der Industrie immer mehr verdrängt werden, bei der Verwaltung des 17. Armeekorps in Danzig geworden auf eigene Rechnung feilgeboten hätte und der Erlös in ihre fordert der sozialdemokratische Parteitag die Genossen, ins. Der Geh. Kriegsrath M. habe sich auch bei der Revision eigene Tasche geflossen wäre. Die Straffammer hat nunmehr besondere die Vertrauenspersonen und Agitatoren der Partei der Kaffe 2c. Durchstechereien zu schulden kommen lassen, Bahl- festzustellen, ob die darauf bezüglichen Behauptungen der Ange- auf, durch möglichst vielseitige Feststellung über die unausgesetzte meister und Verwaltungsbeamte angeborgt und sich aus Ber- flagten der Wahrheit entsprechen oder nicht. Ist es der Fall, Bunahme der gewerblichen Frauenarbeit und über die für das waltungskassen unbefugter Weise Borschüsse zahlen lassen. Die muß sie freigesprochen werden. Eingaben enthielten noch weitere Anzeigen über angebliche Untommende Geschlecht so verhängnißvolle Lage der Arbeiterinnen regelmäßigkeiten bei der Intendantur des 1. Armeekorps und in den einzelnen Industriezweigen und Gewerbebetrieben die helle behaupteten u. a., daß in den Bureaus eine entsetzliche Bummelei Beleuchtung und die scharfe Kritit allseitiger Oeffentlichkeit au geherrscht und daselbst ein schwunghafter Handel mit Schnaps verbreiten." und Zigarren sich etablirt habe. Die Beamten hätten den Tag Die Revisionen bei Berufsgenossenschaften, welche das Das Nullen ist im rheinisch- westfälischen Kohlenrevier über Stat gespielt und es sei„ ein förmlicher Schwindel" Reichs- Versicherungsaint seit einiger Zeit vornehmen läßt, stüßen wieder flott im Schwunge. Auf der Zeche„ Tremonia" bei mit Reftnummern in Anwendung gebracht worden. Dortmund wurden am Montag 32 Wagen, am Dienstag Er sich auf die Bestimmung des§ 88 des Unfall- Versicherungs- 53 Wagen und am Mittwoch 50 Wagen allein den Arbeitern felbft jei gegen diese Unordnungen und Unregelmäßig- Gesezes, wonach die Vorstandsmitglieder, Vertrauensmänner und feiten aufgetreten, die Folge aber sei nur die gewesen, daß er Beamten der Genossenschaften auf Erfordern des Reichs- Ver- der Morgenschicht gestrichen! In drei Schichten 135 genullte fortgesetzt im Avancement übergangen worden sei, während der sicherungsamts zur Vorlegung ihrer Bücher, Beläge und ihrer Wagen, deren Inhalt die Bergleute umsonst gefördert haben. Intendant Anders die von ihm angegriffenen pflichtvergessenen auf den Inhalt der Bücher bezüglichen Korrespondenzen, sowie Ein Streiflicht auf die Lohnverhältnisse der österBeamten noch zur Ordensdekoration und zum Avancement vor der auf die Festsetzung der Entschädigungen und Jahresbeiträge reichischen Arbeiter. Es betrug der durchschnittliche bei der geschlagen habe. Der Angeklagte hatte diese Eingaben auch bezüglichen Schriftstücke an die Beauftragten des Reichs- Berechnung des Versicherungsbeitrages angerechnete, tägliche Aran die betr. Abtheilung des Kriegsministeriums und an den Versicherungsamts ober an das letztere selbst ver- beitsverdienst eines Versicherten( in Gulden ö. W.) im Bezirke der Kriegsminister selbst gerichtet. Durch diese Eingaben sollen be- pflichtet sind. Bis Ende Bis Ende des vergangenen Jahres haben| Unfallversicherungs- Anstalt: fei. Der Takaienfinn. " ,, Spotten ihrer selbst und wissen nicht wie," fann man zu dem Versuch eines Patrioten" sagen, der dem„ Osnabrücker Anzeiger" ein Beispiel kriecherischen Lakaienfinns aus dem Jahre 1811 ausgräbt, um seinen und anderer Reichsbürger Patriotismus" daran zu stärken. Der Wackere mertí es natürlich nicht, daß Beispiele gleichen Lakaienfinns man auch im neuen Reiche der Gottesfurcht und guten Sitte ausgraben könnte, wie sie vor der napoleonischen Zeit ja auch gegenüber jedem Fürsten gang und gäbe waren. Dieser jahrhundertelangen Züchtung des Lakaiensinns in Deutschland ist es zu danken, daß das Philisterthum sich vor Napoleon platt auf den Bauch warf, wie es das gewohnheitsgemäß vor jedem Machthaber thut, um die üblichen Fußtritte bequemer entgegennehmen zu können. Es werden befannte Phrasen sein, die unsere Leser in folgendem vor die Augen bekommen: unter Papenborg. Der 31ste März war für Papenborg ein Jubelfest. Die glücklichste Entbindung unserer erhabendsten Kayserin, Marie Louise, die Geburt des von Europa ersehnten Prinzen, des Königs von Rom, wurde mit dem größten Enthu fiasmus gefeyert, gefeyert, des Tages vorher hatte die provisorische Mairie gleich nach erhaltenen Nachrichten des glücklichsten Ereignisses der Welt felben am Vorabend des Festes, am 30. März, durch Abfeuerung der Böller, dem Geläute aller Glocken angekündigt. Am 31ſten begaben sich sämmtliche Beamten von der Mairie aus zur Kirche, wo ein feyerliches Hochamt gehalten wurde, unter welchem die zur ersten Communion gelassenen Kinder, nach von dem Herrn Pastor Gründer gehaltenen rührenden Anrede an dieselben, ihr Dankgebet und den Lobgesang wegen der glücklichen Entbindung Ihrer Majestät der Kayserin zu dem höchsten Wesen erhoben.(!) Nach dem Hochamt hielt der Herr Pfarrer eine auf die erste Communion der Kinder und das Fest passende, schöne und ganz gefühlvolle Predigt; demnächst wurde das feyerliche te deum, ut salvum fac Jmperatorem, unter dem Donner des Geschüßes abgefungen. Von allen im Canal liegenden Schiffen von den Häusern weheten die Flaggen. Des Mittags war bey dem Herrn Maire, Carl Giese dinée für die Beamten, während welchem die Gesundheiten Ihrer Majestäten des Kaysers, der Kayserin und des Königs von Rom unter Abfeuerung der Böller ausgebracht, und die von dem Herrn Friedensrichter Bueren verfertigte Obe zur Entbindungs- Feyer Ihrer Maieftät abgesungen wurde. und Soziale Uebersicht. Diese der Landesmutter" aus loyalem Herzen gewidmete Ode lautet: B „ Ode zur Entbindungs Feyer Ihrer Majestät der erhabensten Kayferin Marie Louise am 20. März 1811, von Gottfried Bueren, Friedensrichter zu Papenborg. Erschienen ist der Stern der Nationen, Europa's Heil und Glück; Erfüllt der Wunsch von tausend Millionen In einem Augenblick. Als segnend Gott herab von Azur- Höhen Sah auf Napoleon; Es werde, sprach sanft zu Louisens Wehen, Dein Erstgebohrner Sohn!-! Die Herrlichkeit des Herrn umgab Louise, Der Glanz vom Sternenzelt; Da ward das Wort, da ward zum Paradiese Sein Tempel diese Welt. Sein Gloria erschallt von Land zu Meeren Durchs frohe Weltgebieth; Der Himmel borcht! Die Harmonie der Sphären Tönt in sein Wiegenlied. Dem Sohne rolln in Harmonie der Sphären, Die auf des Schicksals Ruf, Aus Chaos Nacht, noch wogen und zerstören Der Vater neu erschuf. Ha! schrecklich ging der Kampf der Elemente Der neuen Schöpfung vor; Es zitterten der Himmel Firmamente Zu Gottes Thron empor. Als gegen Völker, die sich mächtig dachten Der Mächt'ge sich erhob. Sie unter Sturmgeläut in Riesenschlachten Zur ew'gen Nacht begrub. Noch fämpften zwey der Mächtigsten der Sphären Um ihres Daseyns Loos; Ob beyde seyn, ob eine sich zerstören? Dies galt den letzten Stoß. Da sprach der Herr der Himmel und der Erden: Ihr sollt bende seyn, " Send's beyde werth, noch herrlicher zu werden " Durch Eurer Kraft Verein, Nicht länger sollt ihr Sphären euch erschüttern " Harmonisch sey der Lauf " Aus Euren todt- beschwängerten Gewittern " Geh Lieb und Leben auf!" Gott sprachsda scholln des heiligen Sehers) Lieder Es stieg, wie er geschaut, Zur Erd' ein neu Jerusalem hernieder, Dem Mann geschmückt als Braut. Als Braut geschmückt im Reiz der Paradiese Stieg von den Azur- Höhn, Urania, die himmlische Louise, Bestimmt dem Göttlichen. Bezaubert stand, der Held gewöhnt der Siege, Besiegt Napoleon! Als Siegespalm, o blüht in schönster Wiege Dem Gott ein gleicher Sohn! Drum tönt Ihm sanft der Harmonie der Sphären Ein himmlisch Wiegenlied, Sein Gloria erschallt von Land zu Meeren. Durchs frohe Welt- Gebieth. In Liebe neigt sich über Ihn der Himmel Und füßt des Säuglings Mund. Da schweigt des Krieges tod- umrauschendes Getümmel Zum ew'gen Friedensbund. Daß süß Er ruh' am schönsten Mutter- Busen Bedeckt von Gottes Schild, Im sichern Arm der Grazien und Musen Des Vaters Ebenbild. Daß Jbn umblüh das Glück der Nationen] Als schönes Paradies. Was Gott zum Heil von tausend Millionen Jm Säugling werden ließ, Daß sich erfüll' in himmlischer Louise Der Heilgen Seher- Traum; Daß wachs' und blüh' in Frankreichs Paradiese Der Herrscher Lebens- Baum; Ein Lebens- Baum blüh den Napoleonen Der ewiglich gedeih! Daß Ihres Stamm's, vor End der Welt- Eonen, Und Reichs kein Ende sey. So dachte und schrieb ein, deutscher" Mann im Jahre 1811!" bemerkt dazu der entrüstete Patriot in Osnabrück. Ja, so denkt und schreibt so mancher, deutsche" Mann noch heute, nur daß er den neuen Fügungen der göttlichen Weltordnung gemäß die Adresse ändert. *) Bezieht sich auf die Offenbarung Johannis. Mühlen Eisenbahnen • Betriebsgruppe Hüttenwerke und deren Nebenbetriebe Steine und Erden Metallverarbeitung Maschinen, Werkzeuge, Apparate, Instrumente. Chemische Industrie Heiz und Leuchtstoffe, Dele, Beheizung und Beleuchtung Textilindustrie Papier, Leder und Gunimi Holz und Schnitzstoffe Nahrungs- und Genußmittel Bekleidung und Reinigung. Baugewerbe Polygraphische Gewerbe. .. . • . Berufs genossenschaftliche Anstalt der österr. Eisenbahnen Alle Anstalten und Gepäckstücke. In einem fast völlig gusammengebogenen Helme fleben Fleischtheile und die Gehirnmasse eines Todten. Das Jammern der Verunglückten war herzzerreißend. Hauptmann von Schweinit ergriff als erster eine Art, um einen zwischen Buffer geklemmten Soldaten zu befreien. Mehr als zwei Stunden hatte der Offizier mit den seinigen zu arbeiten, um den Unglücklichen, der fortwährend siöhnte, aus der eisernen 1,27 0,98 0,83 0,91 0,86 1,04 0,58 0,58 0,87 umflammerung zu retten. Und als dies gelang, als man den 1,69 1,59 0,91 1,46 1,60 Berunglückten hervorzog, that derselbe seinen letzten Athemzug 1,71 1,39 1,57 1,75 1,70 1,02 0,88 1,61 und verstarb! 1,18 1,18 1,03 0,89 1,05 1,13 0,61 1,59 1,14 1,20 1,13 1,35 1,08 0,94 1,93 1,94 1,55 1,44 1,66 1,59 1,23 1,03 1,10 0,89 0,93 0,75 1,74 1,31 1,01 1,18 1,21 1,28 1,11 0,90 0,85 0,78 0,77 0,66 1,23 1,14 0,98 0,85 0,95 0,75 0,53 1,50 1,09 0,99 0,79 0,92 0,96 0,77 1,37 0,92 0,92 0,84 0,94 0,81 0,57 1,35 1,15 0,90 1,03 1,35 0,74 0,70 1,25 1,11 1,01 0,91 1,05 1,16 0,74 2,12 1,67 1,45 1,25 1,79 0,89 1,17 1,05 Der Unteroffizier Sachsenhausen wurde unter einer Wagens 1,39 decke hervorgeholt; ihm waren beide Füße zerquetscht und 1,70 der Tod des Unglücklichen erfolgte bald nach der Auffindung. 1,05 Einem anderen Soldaten wurde der Kopf zerdrückt und todt zog 1,38 man ihn aus den Trümmern hervor. 1,70 1,04 1,23 1,66 0,89 0,88 1,77 0,82 0,86 1,29 1,26 1,45 1,75 Mit der Aufsuchung der Verunglückten hatte man bis 1,02 reitag früh zu thun, obwohl von Dresden, Chemnih und Die Vers 0,99 Dederau schnell und viel Hilfe zur Stelle war. 0,92 wundeten und Todten wurden in zwei Zügen Freitag Vor1,09 mittag nach Chemnitz überführt. Es sind im Ganzen 1,06 9 Soldaten todt; es sind dies Unteroffizier Sachsenhausen, 1,73 Musketiere Neßmann, Wiese, Schneider, Jung, Opis, Franke, Best und Seiffert II, Schwerverlegt find 19 Mann, unter diesen die Sergeanten Lösch und Zahn und der Unteroffizier Stanz. Ferner befinden sich unter den Schwerverletzten zwei Brüder. Die Todten und Schwerverletzten gehören sämmtlich der ersten Kompagnie des 183. Infanterie- Regiments, die Leichtverletzten der ersten und zweiten Kompagnie an. Minimallohn bei öffentlichen Arbeiten in Ostflandern. Izum ersten, Kurt Fendius zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Der Provinzialrath von Ostflandern hat einen Beschluß gefaßt, Das Amt des ersten Bibliothekars wurde dem Kollegen Otto welcher die Unternehmer verpflichtet, bei Ausführung öffentlicher übertragen. Einige Streikbrecher wurden aus dem Verein ausArbeiten für die Provinz den Arbeitern einen den Orts- geschlossen. verhältnissen entsprechenden Minimallohn zu zahlen. Der Beschluß hat folgenden Wortlaut: Metallarbeiter. Am 18. September cr. fand die Bezirksversammlung für Moabit und Charlottenburg des Verbandes 1. Der Unternehmer hat in seinem Angebot das Lohn- aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und minimum anzugeben, daß er verpflichtet ist, seinen Arbeitern zu umgegend in der Kronenbrauerei statt. Genosse Waldeck Manasse bezahlen. 2. Wird der Lohn für ungenügend befunden, so referirte über das Thema Krieg dem Kriege". Sein Vortrag fann die Kommission das Angebot des Unternehmers zurück- wurde mit großem Beifall aufgenommen. Unter Verbandsweisen. 3. Jede Verlegung der eingegangenen Verpflichtung angelegenheiten wurde mitgetheilt, daß am 20. und 27. Oktober seitens des Unternehmers hat dieser mit einer Strafe von 50 Fr. Urania- Vorstellungen stattfinden; näheres erfolgt später. zu büßen. 4. Jm Wiederholungsfalle hat die Kommission Lithographen. Die hiesige Filiale des Vereins der das Recht, den zeitweiligen Ausschluß des betreffenden Unter- graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen( Lithographen, Steinnehmers von der Bewerbung um öffentliche Arbeiten zu verfügen. 5. Für die Dauer der Arbeit hat der Unternehmer den Arbeiter Drucker und Berufsgenossen) hielt am 19. September eine Mit gegen Unfälle zu versichern. 6. Ueber die Höhe des Minimal- glieder- Versammlung bei Boly, Alte Jakobstr. 75 ab. Bunächst gab Kollege Schöpfe die Abrechnung vom Leipziger Streit, den lohnes entscheidet die Provinzialverwaltung unter Hinzuziehung Urania- Billets und den Maimarken. Auf Antrag der Revisoren des örtlichen Industrie- und Arbeitsrathes. Wir marschiren zwar an der Spitze der Sozialreform und wurde ihm einstimmig Decharge ertheilt. Bezüglich der noch Sozialistenausrottung und bei uns werden jährlich über die außenstehenden Streiklisten, Billets und Marken kam man Reform des Submissionswesens zahllose Reden gesprochen und Artikel geschrieben, daß aber die Interessen der Arbeiter bei Vergebung öffentlicher Arbeiten zu berücksichtigen sind, das ist unseren weiſen Sozialpolitikern noch nie eingefallen. dahin überein, gegen die betreffenden Kollegen nach nochmaliger energischer Mahnung den Klageweg zu beschreiten, sowie deren Namen gleichzeitig öffentlich bekannt zu machen, um ev. weiteren Machinationen derselben gegen andere Gewerkschaften vor zubeugen. Sodann referirte Genoffe Pinn über„ Das Bildungsmonopol der heutigen Gesellschaft", welcher Vortrag von der Versammlung mit Interesse verfolgt und mit Beifall aufgenommen wurde. Die Abrechnung vom Sommerfest ergab eine Einnahme von 410 M. und eine Gesammt- Ausgabe von 302,35 m., sodaß 107,65 M. als Ueberschuß verblieben, während die Matinee Kommission inkl. ihres Bestandes von 331,35 m. eine Einnahme von 713,35 M. und eine Ausgabe von 282,85 m. hatte, fodaß 430,50 m. als Unterstüßungsfonds verblieben. " Der Veteranenschirm. Aus der Feuerwerksbegeisterung, in der sich das Bürgerthum am St. Gedantage ausgetobt hat, bringt wenigstens eine Stimme der Vernunft, der kühl und be dächtig abwägenden, hervor. In der letzten Nummer der Deutschen Tageszeitung" finden wir eine Korrespondenz aus Meiningen, in der, bezeichnend genug, eine kleine thüringische Gemeinde gegen den Vorwurf in Echutz genommen werden muß, an den Veteranen von 1870 nach den Prinzipien einer praktischen, werkthätigen Nächstenliebe gehandelt zu haben. Das Blatt läßt sich, indem es plump andeutet, daß seinem Korrespondenten Nacken figen foll, folgendes melden: der Schalk im kürzlich war als„ Kuriosum" erwähnt worden, daß die Gemeinde Herpf ihren Veteranen je einen Regenschirm ge fchenft habe. Das ist der Gemeinde gewaltig in die Krone ge fahren und sie erläßt eine geharnischte Abwehr. heißt da:„ Wir bedauern, daß von einer gewissen Kategorie Menschen das durchaus praktische Geschenk unserer Gemeinde an die hießgen Veteranen zum Gegenstand des Wizes aus gemünzt worden ist. Man sollte meinen, die Idee, die Veteranen, die einst im Kriege Wetter und Sturm genug ertragen, im vorgeschrittenen Alter mit einem Schirm zu ehren, der sie hinfort vor derartigen Unbilden schüßen soll, wäre keine so schrecklich sonderbare, daß man sie als Kuriosum zu publiziren nöthig hätte. Jedenfalls halten wir einen solchen Gegenstand, den wohl selbst ein früherer Kriegsheld im Frieden nicht verschmähen wird, für besser, als den kurz vorübergehenden Genuß eines Festessens, mit dessen Darbietung so manche Stadt- und Landgemeinde sich begnügt hat, oder als so manch anderes Geschenk von zweifelhaftem Werthe. Wer an obiger Ehrengabe Anstoß nimmt, Lebensverhältnisse versteht, wo fast alles nach seinem praktischen Werthe geschätzt wird, als auch ferner, wie viel ihm der gute Sinn einer Gemeinde, der sich in dieser Ehrung doch ausspricht, als die Befriedigung seines spottluftigen Herzens." Unseres Erachtens muß der Regenschirm auch durchaus nicht so werthloß sein. Wie könnte er sonst ausgemünzt nicht so werthlos sein. Wie könnte er sonst aus gemünzt Die Kellner in den großen Pariser Restaurants müssen bekanntlich die Erlaubniß, die zahlreichen in- und ausländischen Gäste bedienen zu dürfen, mit schwerem Gelde erkaufen. Im Café Riche" auf dem Boulevard des Jtaliens, wo das berühmte Münchener Hofbräuhaus- Bier verschänkt wird, bezahlen bie" Garçons" 5 pet. für Bier- und Speiſemarken im Werthe von 100 Fr., also 105 Fr., eine bei der außerordentlichen Frequenz dieses Restaurants erhebliche Summe. Außerdem hat jeder Kellner wöchentlich 2,50 Fr. für das Auskehren des Lokals und 1 Fr. für Zahnstocher und Briefpapier zu entrichten. Bei den Mahlzeiten geben die Kellner ihrerseits dem Haus- Die in der Lohgerberei und Lederzurichterei bezeigt, wie wenig er überhaupt von der Beurtheilung ländlicher burschen, der ihnen aufwartet, 10 Cts. Trinkgeld. Diese dürfen schäftigten Arbeiter hielten am 19. September im Hensel'schen nicht länger als 1/2 Stunde dauern. Im übrigen bekommen die Saale eine stark besuchte Versammlung ab. Nach dem Vortrag Kellner dort für von ihnen konsumirte Getränke im ganzen nur des Genossen Nät her über das Thema:" Haben die Arbeiter 20 Cts. vom Hause entschädigt. Sie dürfen sich, so lange sie höheren Lohn zu verlangen?", der beifällig aufgenommen wurde, bedienen, weder sehen noch lesen, noch sich mit ihren Kollegen ging die Versammlung zu einer Besprechung des Streits in unterhalten. Im Café de la Paix" entrichten die Kellner eben- Der Steinlein'schen Fabrit über. Perche gab befalls für die von ihnen verabreichten Speisen und Getränke fannt, daß keine Veränderung der Situation eingetreten ist. 5 pCt., früher sogar 6 pet. Bei" Pouffet" geben sie nur Troß der aufgewandten Mühe ist es dem Inhaber des Be4 pCt. ab und erhalten täglich 5 Bock" gratis geliefert. triebes, Herrn Meinecke, nicht gelungen, gelernte Arbeiter als Streifbrecher heranzuziehen. Busse sprach seine Ueberzeugung Der Verein der Pariser Kloakenarbeiter hielt in dieser dahin aus, daß, weil der Unternehmer mit den paar Hilfs Woche feine Generalversammlung ab. Aus den auf derfelben arbeitern feine Arbeiten fertig stellen und den Termin für die stattgefundenen Debatten heben wir das folgende hervor: Im ihm übertragenen Militärlieferungen nicht inne halten könne, der Jahre 1894 waren die Kloakenarbeiter 995 Mann start, auf die Streit in furzer Zeit mit dem Siege der. Arbeiter enden müsse. 24,424 Rrantheitstage tamen. Die häufigsten Krankheiten,( Beifall.) Arndt und Mäther munterten gleichfalls zum an denen fie leiden, find Bronchitis, Rheumatismus Aushalten auf und sagten materielle Unterstützung zu. Der und Tuberkulose. Den größten Werth legen die Kloaken folgende Gegenstand der Tagesordnung betraf den Bericht der arbeiter auf das Privilegium unentgeltlicher Bäder, welches Revisoren vom Römer'schen Streit. Dem Kassirer Böhm in den Spitälern bereits allen Arbeitern, die mit giftigen wurde Decharge ertheilt. Stoffen zu thun haben, zuerkannt ist. Der Pariser Kloaken Vermischkes. werden? Der rothe Drache. In der Königsberger Hartung'schen Beitung" lefen wir: Privaten Mittheilungen zufolge schwebt die Neger republik Haiti in entsetzlicher Gefahr. In Port de Paix waren in mehreren Nächten verschiedene Einbrüche verübt worden, deren Urheber man nicht zu entdecken vermochte. An demselben Ort lebt ein ehrsamer Bäckermeister, ein englischer Neger namens Kings, der ruhig seinem Gewerbe nachgeht und ordentlich und fleißig ist. Plöglich wird er eines Morgens von den schwarzen Schergen des noch schwärzeren Plakkommandanten scheinbar ohne jeden Grund verhaftet, ins Gefängniß ge steckt und sogar in die Jfolirzelle gesperrt, ohne daß er eine Ahnung hat, welchen Verbrechens man ihn beschuldigt. Nach langem Weigern gestattet man ihm endlich, einen Boten an den Chef der Firma J. Tischer& Co., den deutschen Konsularagenten, zu senden. Dieser bringt folgendes in Erfahrung: Bäckermeister Ring besitzt ein Buch:" Le véritable Dragon rouge", zu beutsch In Spoleto in der italienischen Provinz Perugia fanden in der Nacht zum Sonnabend fortdauernd starke Gid= erschütterungen statt. Die Panit ist allgemein; die Bevölkerung verließ ihre Behausungen. Der Schaden ist bis jetzt gering; die Erdstöße dauern fort. arbeiter ist von der Gesellschaft ausgeschlossen. In vielen Biesdorf. Am Sonntag, den 15. d. M., fand in Biesdorf Vierteln der Hauptstadt wollen ihn die Hausbesitzer nicht als eine öffentliche Versammlung statt, welche sich einer ganz beMiether aufnehmen und findet er Wohnung, so dauert es oft fonderen Beachtung der überwachenden Beamten erfreute. Genosse nicht lange, bis sich die Mitbewohner über sein Dasein be- Rohrlack aus Berlin referirte über das Thema„ Der Fortschritt schweren. Ja selbst die Wirthe der kleinen Wirthschaften und der der Zeit und das Glend der Arbeiterklasse". Während des Vor- etwa" Der kleine Zauberer oder Bosco in der Westentasche". Schnapskneipen sehen ihn, besonders wenn er Kinder hat, trages, dem die Zuhörer mit großem Interesse folgten und zu Dieses Buch jagt den Behörden der Stadt Angst und Schrecken nicht gern in ihren Lokalen. Denn die Stadt Paris besitzt noch dem sie häufig durch Beifall ihre Zustimmung zu erkennen gaben, ein, denn", so bemerkte weise der Playkommandant, mit Hilfe feine Dertlichkeiten, wo diese Arbeiter ihre tothigen Stiefel aus verlangten die überwachenden Beamten zuerst die Schließung dieses Buches fann der p. p. King zaubern und alles thun, was ziehen und ihre Kleider wechseln können. Der Aufenthalt in eines Fensters des an den Saal stoßenden Garderobenzimmers. ihm beliebt. Er fann Thüren öffnen, Menschen und Dinge ver der verpesteten unterirdischen Atmosphäre und die schlechten, Nachdem dies geschehen, verlangten sie die Räumung eines schwinden lassen, sogar den Präsidenten stürzen, wenn er will welcher zum Saal führt, start rußenden Lampen, deren sich ter, Egoutier" bedienen muß, Ganges, in welchent sich ergo ist das Subjekt Kings gefährlich und muß außer Landes bedingen hauptsächlich Lungenkrankheiten. Hierin auf Abhilfe ein paar Zuhörer aufgestellt hatten. Auch dieser Wunsch geschafft werden." Infolge der Vorstellungen des deutschen zu bringen, war ein Hauptgegenstand auf der Tagesordnung der wurde erfüllt. Nun wurde an den Leiter der Versammlung Konsularagenten hat man zwar den armen Kings schließlich laufen die Forderung gestellt, die Personen mit Stöcken Klootenarbeiter. aus laffen, aber heute noch zerbrechen sich die Bäter der Stadt ihre Zur Lohnftatistik in England und Nordamerika. Die Zur Lohustatistik in England und Nordamerika. Die dem Saal zu entfernen, weil sie( die Beamten) die Stöcke als bornirten schwarzen Wolltöpfe über den„ véritable Dragon rouge" gegenwärtig in Ipswich tagende britische Naturforscher- Versamm affen ansahen. Der Vorsitzende wies auf das angesetzliche und wollen allen Ernstes den unschuldigen Bäckermeister gewaltdieser Forderung hin, indem er noch bemerkte, daß die Leute sam nach den Bahama- Inseln bringen. Inng, die fast alle Disziplinen der Forschung vor ihr Forum zieht, blos Spazierstöcke, wie sie allgemein getragen werden, bei sich beschäftigte sich in der ökonomischen und statistischen Sektion mit hätten. Er fönnte darin feine Waffen erblicken. Auch wären Aehnlichkeit mit der Furchtsamkeit der bürgerlichen Sieben Die Furchtsamkeit der dummen Neger hat eine verteufelte einem intereffanten Erturs über 2öhne in Großbritannien und die Anwesenden, wie aus dem aufmerksamen und begeisterten gescheidten unter dem Bolte der Denker. Auch bei diesen guten Nordamerika. Der Hamburg Korresp." berichtet hierüber das folgende: Mr. A. 2. Bowley theilte eine Statistit des Steigens zuhören deutlich zu erkennen sei, gekommen, um den Vortrag mit Leuten schnappt der Verstand völlig über, wenn es gegen den der Löhne in den beiden verglichenen Staaten während der anzuhören, nicht aber einen Kampf mit Stöcken zu inszeniren. rothen Drachen losgeht. Nun löste der Beamte die Versammlung auf. Gen. Rohrlack Periode von 1860-92 mit. Die Statistit gründet sich auf den hatte zur Zeit seinen Vortrag fast beendet. So hat die Auflösung 1893 erschienenen Bericht des nordamerikanischen Senats über Engrospreise, Löhne und Transportwesen" einerseits und auf nur noch zu unserem Nutzen gewirkt. des Vortragenden eigene Arbeiten andererseits. Namentlich diente die im Juni 1895 im Journal der Königlichen Statistischen Gesellschaft erschienene Monographie über die Durchschnittslöhne im Vereinigten Königreich als Unterlage. Die amerikanischen Die Wartesäle erster und zweiter Klasse müssen, wie Angaben erklärte der Vortragende für sehr ungenügend, da auf die Boss. 3tg." mittheilt, infolge höherer Anordnung jetzt die die Verschiedenartigkeit der Beschäftigung bei den Betrachtungen ganze Nacht geöffnet sein; die Bahnhofswirthe find angewiesen der Lohnstala gar keine Rücksicht genommen sei. Trotzdem sei worden, Erfrischungen u. f. w. auch während dieser Zeit zu verdeutlich erkennbar, daß die Löhne in den beiden Ländern genau abreichen. Sollen denn die Passagiere dritter und vierter Güte dieselben Kurven zeigten. Ihr Maximum erreichten sie 1873, von die Nacht hindurch hungern und dürften? Da bis 1880 erhält sich eine fallende Tendenz, dann hebt sich die Kurve langsam und 1891 sind dieselben Höhen erreicht wie 1873. Die Löhne im Wollhandel zeigen von diesem Gesetz eine Ab- Das Unglück ereignete sich etwa 1500 Meter vor dem weichung. In England gingen sie nur langsam hinauf, während sie Bahnhof Dederau dicht bei der Blockstation. Dortselbst mußte in Amerika nach 1873 rapide aufschnellten. Im ganzen läßt ein Güterzug, der keine Einfahrt hatte, halten, um den Dresdener fich als sicheres Zahlenergebniß festhalten, daß im Bereinigten Schnellzug vorbei passiren zu lassen. Dies war kurz vor 8 Uhr Königreich eine ununterbrochene langsame Steigerung der Löhne abends, und eben hatte der Güterzug das Signal zur Einfahrt erfolgte, dergestalt, daß 1891 die Löhne mehr als 70 pet. höher erhalten und sich langsam fahrend in Bewegung gesetzt, als der waren als 1860, während in der Union ein lebhaftes Auf- und Militär- Extrazug, bestehend aus zwei Lokomotiven, einem Gepäck Niedergleiten erfolgte, bis 1873 allerdings mit Großbritannien und 17 Personenwagen mit ziemlicher Geschwindigkeit herangebrauft in einer steten Aufwärtsbewegung verharrend, dann aber bis tam und auf den letzten Wagen des Güterzuges auffuhr. Die 1880 ein unftätes Hinabschnellen in unregelmäßigen Pulsen und Wirkung des Zusammenstoßes beider Züge war eine ganz entfehliche; dann wieder ein Aufschwung bis 1891, der gegenüber den Säßen die erste Lokomotive des Militärzuges sprang aus dem Geleise von 1860 eine Erhöhung um 70 pCt. bedeutet. Diese Statistik und bohrte sich tief in den Sand, die zweite Maschine legte sich verliert freilich dadurch erheblich an allgemeinem Werth, daß die halb auf die Seite, der Gepäck und ein Personenwagen dritter landwirthschaftlichen Betriebe dabei dabei gar nicht berücksichtigt klasse wurden zertrümmert, von dem Güterzug drei Wagen worden sind. vernichtet. Von einem Waggon wurde der Kasten völlig abgerissen, bei einem anderen Decke und Breitwände zertrümmert; Die Achsen find theilweise verbogen und losgerissen, die Puffer zerbrochen und an im übrigen sonst unbeschädigten Wagen wie Blech gebogen. Versammlungen. " Ueber die Vahukatastrophe bei Cederau erhalten wir aus Chemnitz folgende Privatmittheilungen: Chirurgische Branche. Am 16. b. M. hielten die Arbeiter der chirurgischen Branche bei Gründel ihre regelmäßige Die Unglücksstätte bot das Bild der grauenhaftesten VerMitgliederversammlung ab. Genoffe Joel referirte fiber: Religion wüstung; zwischen Holztrümmern und Eisentheilen liegen Helme und Sittlichkeit im Lichte der Naturwissenschaft. Trapp wurde und Mützen, Uniformfeßen. Seitengewehre, zerbrochene Flinten Sprechlaal. Die Redaktion ftellt die Benugung des Sprechiaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereſſes zur Verfügung: ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Erklärung. Von verschiedenen Seiten darüber interpellirt, wie meine sonstige, im Interesse der freien Arztwahl" sich bewegende Thätigkeit mit der nur" Formfragen" behandelnden Durchführung eines mir in der Orts- Krankenkasse für Handlungs. gebilfen und Lehrlinge" übertragenen Korreferats( Bersammlungsbericht des Vorwärts" in Nr. 220) vereinbar wäre, habe ich zu erklären: 1. Aus der Thatsache, daß überhaupt ein Rorreferent bestellt wurde, geht allein schon hervor, daß eine dem ausführlichen, mit reichlichem Zahlenmaterial belegten Referat des Borsigenden der Kaffe" entgegengesezte Darstellung nicht nur möglich, sondern nothwendig war. 2. Aus prinzipiellen Gründen bin ich noch nie auf„ reichliches Zahlenmaterial" in der Erörterung der Aerztefrage ein gegangen, da ich die finanziellen Ergebnisse, besonders unter Berück fichtigung der Unkontrollirbarkeit ihrer Zusammenstellung, nicht als ausschlaggebend und ein Operiren mit denselben in der mündlichen Debatte als direkten Bauernfang, anſehe. 3. In Wirklichkeit habe ich in meinem Korreferat wohl alles erschöpft, was sich zu gunsten der freien Arztwahl" und zur Entlastung der gegen sie erhobenen Vorwürfe fagen ließ und wäre eher zu der Feststellung berechtigt, daß in besagter General versammlung von den Gegnern der freien Arztwahl" sachliche Bedenken nicht gegen diese selbst, sondern gegen ein Zerrbild derselben erboben wurden, das in der Wirklichkeit nie bestanden hat. Berthold Heymann, Grenadierstr. 8. Ein maßgebendes Urtheil für streng reelle und billige Bedienung wird uns durch unfere täglich zunehmende Kundschaft aus allen Gegenden zu theil. Wir offeriren: Damen- Kleiderstoffe alzu allerersten Weberei- Preiſen. Rheinische Warp- Stoffe für Hauskleider, Doppeltbreit Meter 25 Pf. Cheviot- Lamas für Morgenkleider, nur neue Muster, doppeltbreit Meter 32 Pf. Velour- Flanelle für Hauskleider, neue türkische Muster, Meter 42 Pf. 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