Nr. 224. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter fereuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Soun und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 25. September 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Unser Profeff auch Blöglichkeiten ausgesetzt. Und damit müßten wir somit mehr| englischen Seite" zu studiren. Uns Deutsche geht rechnen als je. Wir hoben schon jüngst hervor, daß uns die die Sache viel mehr an. Von England hat Frankreich gegen den Sedanlärm Gefahr der Lage darauf zu beruhen scheint, daß in Petersburg nichts zu fürchten. In Rußland hat es vor der Hand erhält heute eine glänzende Rechtfertigung von einer Seite, Wahrscheinlichkeit steigt, daß die Entscheidung über Krieg und die Zügel in schwächeren Händen liegen und daß damit die einen guten Freund. Direkt bedroht aber ist wo umstürzlerische und vaterlandslose Gedanken und Be Frieden nicht wie bisher in Petersburg, sondern in Paris Deutschland. strebungen sicherlich, wenigstens seitens unserer Staats- liegt. Trägt auch das Zusammentreffen von Dragomirow und Und wir sollten ein Nationalfest zu Ehren einer Politik lenter nicht gesucht werden, nämlich in der Kreuz- Sauffier, Lobanow und Hanotaur keinen mehr demonstrativen begehen, die diese Gefahr heraufbeschworen hat? So schlechte Zeitung". Das Zentralorgan der„ Edelsten der Nation" Charakter als jene französisch russische Flottendemonstration vor Patrioten sind wir nicht. beginnt seinen Leitartikel über die äußere Politik der Woche dem Kieler Fest- beides nicht ohne einen Beigeschmack des wie folgt: Romischen, wie er nun einmal allen Ueberschwänglichkeiten anhaftet, so ist doch kaum daran zu zweifeln, daß niemand die Russen zurückhalten wird, wenn ihnen Paris einmal das Signal zum Vorrücken gegeben hat... = So die Kreuz- Zeitung". Bis auf unwesentliches fönnen wir den Artikel Wort für Wort unterschreiben. Kein Zweifel, die Machtverhältnisse haben sich in den Die Trade- Unions und die Reaktion. Der bekannte französische Historiker Ernest Lavisse schließt feinen gedankenreichen Abriß der politischen Geschichte Europa's mit der folgenden Betrachtung:" Bu Ende des vorigen Jahr hunderts unterschieden wir in Europa drei Regionen: Zentrum London, 22. September. und Ofzident, England, Rußland, und wir haben gefehen, wie Der Wahlsieg der konservativen oder unionistischen die endlosen Kriege innerhalb der ersten Region den beiden Partei hat auch den reaktionären Bestrebungen gegen die andern zum Glück gereichten. Im Lauf der gegenwärtigen letzten 25 Jahren ganz außerordentlich zu gunsten Rußlands Trade- Unions wieder einen neuen Anstoß gegeben. Geschichtsperiode hat England sein Kolonialgebiet wesentlich verschoben. Kein Zweifel, daß die Frage von So haben Vorkommnisse der neuesten Zeit die Gewerks erweitert, und jeder Tag bringt neues Wachsthum... Auch Elsaß- Lothringen für Rußland so viel schaften der Londoner Bauarbeiter genöthigt, Rußland wächst und wird stärker. Jedes Jahr zeigt es in neuem Fortschreiten: Die Felder geben reichere Frucht, der Wein- Werth ist, wie eine Verdoppelung seiner Stellung zu nehmen zur Frage der Arbeit an der Seite von neuem Fortschreiten: Die Felder geben reichere Frucht, der Wein: Armee." Aber wer hatte denn das von jeher behauptet? organisirten Antigewerkschaftlern. Wie in der Rhederei, so stock mehr Trauben; und fruchtbar wie das Land ist der Mensch Die Industrien bürgern sich ein und gedeihen; der Kredit des War es nicht die Sozialdemokratie? Das Braunschweiger spielt auch in den Baugewerben die sogenannte„ Free Labour Staates feftigt sich, und das alles geschieht regelmäßig, Manifest, der Brief von Karl Marx und unsere Reichstags- Association") die Rolle einer Lieferantin von Streits ohne Lärm, mit der Ruhe, die den Naturkräften eigen. reden über die Folgen der Annexion von Elsaß- Lothringen brechern. Dieses von Kapitalisten aller Art unterstützte Nun giebt es feine 3 wietracht des Kontinents, aus dem Jahre 1870 sind geschichtliche Dokumente, aus Institut, das im nächsten Monat in Newcastle einen Kondie nicht England und Rußland zu gute käme. denen hervorgeht, daß unsere Partei von Anfang an die greß abhalten will, der angeblich 120 000 Arbeiter vertreten Der Konfliktawischen Frankreich und Deutsch- Dinge richtig aufgefaßt hat. Iand und die Mißverständnisse zwischen Frankreich und Italien Es ist anzuerkennen, daß die„ Kreuz- Zeitung" den ſichern den Engländern ihre Herrschaft. Die Frage des Muth gefunden hat, zu erklären, daß die Auffassung der Elsaß ist Rußland soviel werth, wie eine Ver doppelung feiner Armee. Es sollte doch für Deutsch- Sozialdemokratie gegenüber der Annexion von Elsaß- Loth land mindestens ein Gegenstand der Ueberlegung sein, wenn es ringen die richtige war. Es ist anzuerkennen, daß die feinan Nachbarn im Osten immer weiter anwachsen sieht. Krenz- Zeitung" den Muth hat, den Kopf aus dem Sande Wenn es noch eine Philosophie der Politik in Deutschland giebt, herauszuheben und mit der konventionellen Lüge zu brechen, fände sie im Werdeprozeß" Rußlands einen schönen Stoff: das es gebe keine elsaß- lothringische Frage. " Phänomen einer so großen Nation, in welcher Reichthum und Uns hat man es als eine Art von Vaterlandsverrath moderne Kräfte wachsen, während die Richtung des Geistes die ausgelegt, daß wir von einer elsaß- lothringischen Frage ſelbe ist, die einst das Abendland zur Zeit der Kreuzzüge besprechen. Die„ Kreuz- Zeitung" tritt auf unsere Seite und selbe ist, die einst das Abendland zur Zeit der Kreuzzüge beherrschte. Das verdiente doch studirt zu werden. = soll, hat sich die Bekämpfung der Tyrannei der Gewerks schaften" zur Aufgabe gestellt und in der That schon wiederholt gewerkschaftliche Aktionen durchkreuzt. Neben einem Mitglied dieser Assoziation für freie Arbeit" zu arbeiten, heißt also nicht etwa, neben einem Arbeiter zu stehen, der fich von der Gewerkschaft fernhält, weil er nicht oder noch nicht von ihrem Nußen überzeugt ist, sondern neben einem Feind und voraussichtlichen Verräther. Kein Wunder, daß die Gewerkschaften sich weigern, solche auf Bauten oder Bauplätzen, die sie besetzt haben, neben sich zu dulden. Eine andere Frage aber ist, ob die Maurer noch die Kraft dazu haben, Es verdiente vielleicht dasselbe Problem, zumal nach seiner spricht nicht nur aus, daß es eine elsaß lothringische den Kampf durchzuführen. Vor einigen Tagen hat eine englischen Seite hin, von den Franzosen studirt zu werden. In Frage giebt, sondern sie sagt auch, daß diese Frage jeßt große Firma in London, die bisher Gewerkschaftsleute beden vier Jahren, welche hingegangen sind, seit Lavisse jene Be- die Politik beherrscht und daß die Gefahren, schäftigte, ein Mitglied der" Free Labour Association" eins trachtungen niederschrieb, hat sich das Problem nicht abgeſtumpft, welche dem Weltfrieden drohen, aus dieser Frage gestellt, worauf sämmtliche der Gewerkschaft angehörenden sondern vielmehr zugespitzt. Die alliance oder entente Franco- hervorquellen. Maurer die Arbeit einstellten. Die Föderation der Russe ist zu einer politischen Thatsache geworden, welche, wie fie in Demonstrationen und öffentlichen Versicherungen ihren Und wenn unsere Auffassung in der elsaß Londoner Bauhandwerker hat diese Aktion gutgeheißen und lärmenden und wie ein„ Hört, hört!" in die Welt hinaus Lothringischen Frage richtig war und ist, dann ist auch den Bauplatz von Pickets bewachen lassen. Die Firma daflingenden Ausdruck findet, über Nacht einmal zu einer anderen unsere Haltung gegenüber der Annexionsfrage und der *) Wir wollen bei dieser Gelegenheit erwähnen, daß für Thatsache führen kann, zu jenem allgemeinen Kriege, dessen Sedanfeier, die thatsächlich nur eine Feier der Kommen alle Spaßen vom Dach pfeifen und der uns wie durch Annexionspolitik ist, ebenfalls richtig und un- Free Labour Association" die finngemäße Uebersehung: Bund für freie Arbeit" sein würde. Die Gründer ein Wunder Gottes bisher erspart geblieben ist. Während unsere anfechtbar. Armeen bis an die Zähne gerüstet nach allen Seiten hin sprung- Wer so über die Annexion denkt, wie die„ Kreuz- ienes Streitbrecherbundes fußen auf dem manchesterlichen Ariom, bereit stehen, ob Tags oder Nachts das Wort ihnen zugeht, Zeitung", tann den Sedantag nicht feiern oder er macht und daß von einem freien Arbeitsvertrage nur dann die Rede daß die gewerkschaftliche Organisation die Arbeit unfrei" mache, welches sie in Bewegung feht, gewöhnen sich die Völker an den sich einer schmählichen Heuchelei schuldig. Zustand jenes bewaffneten Friedens, als sollte er immer währen... sein könne, wenn der einzelne Arbeiter frei und ungehindert mit Sehr naiv ist es, wenn die Kreuz Zeitung" vor dem liebevollen Unternehmer sich über denselben gemüthlich verallem den Franzosen empfiehlt, das" Problem" der ständigt. Diesen idealen Zustand herbeizuführen, gründeten sie russischen Präponderanz-wenn auch zumal nach der den Bund für freie Arbeit". Heute ist das System des gegenseitigen sich Ueberbietens und die Anerkennung der scheinbaren Harmlosigkeit militärischer Maßnahmen auf die Spize getrieben; aber eben deshalb ist die Welt Skizzen Hinterlande. [ Nachdruck verboten. aus dem füdamerikanischen 48 M kannt hatten und nie zu kennen brauchten... die ganze rechte Seite haben sie schon und strömen immer mehr hinzu, wie die Heuschrecken... einer ruft den anderen fressen sich voll an unserem Blut... jetzt nehmen sie auch den Chaco... sie haben ihn ja schon vertheilt unter sich Der Alte schaute eine lange Zeit nach dem Chaco und verhandeln die Erde unserer Heimath, ohne sie gesehen hinüber. zu haben... die letzte Zuflucht unserer Stämme... hei, " Unsere Heimath," sagte er dann mit einem finstern wie man die braunen Brüder jagen wird mit Flinten, um und rauhen Ausdruck." Unsere schöne Heimath... Wie sie zu erschießen, und mit Rum, um sie zu vergiften glücklich lebten wir dort, ehe die Spanier kamen, wie zu-| wie man die braunen Schwestern und Töchter stehlen frieden in jenen weiten Triften... Civilisation nannte wird... ich bin ein Feind der weißen Gesichter, wenn ich man es und Kultur, was sie uns brachten, die Fremden... auch nur ohnmächtig meine Hand ballen kann Lüge und Trug nenne ich es... Dort liegt Ihr Und die englische Flagge hier, die über Ihrem Kopfe Wald... ich rechne ihn von heute als Ihren Besiz... flattert..." sagte Winterfeld, dem die Lage, in der er sich dort fließt der Arroyo Tacuaras, den Sie dort sehen... die befand, peiulich vortam. Des Richters Miene zeigte keine Einbuchtung.. Sie sehen dort jene gebrochene und sich Erregung, obwohl er sehr aufgeregt war, was eigenthümlich schlängelnde Linie, wo die Baumwipfel niedriger erscheinen und schrecklich erschien. " " " Zeit, daß man sich schlafen legt... es war doch noch besser, als ich mit Ihnen durch den weiten Kamp ritt im Chaco nehmen Sie es nicht übel, was ich schwaze... Sie sind unterdessen ein reicher vornehmer Herr geworden, wie ich höre... wollte aber mit Ihrem Leben nicht tauschen, was Sie mir auch bieten möchten.. Gaucho bleibt Gaucho... Sie waren damals auf dem besten Wege. wären beinahe einer mit geworden... Entschuldigen Sie was ich sage was ich sage... Leben Sie wohl..." German Winterfeld blickte noch einmal nach dem Hause zurück; der Richter stand noch in der Thür. Hinter dem einen Fenstergitter, wo die Jalousien aufgezogen waren, schien sich ein menschlicher Kopf zu bewegen, der sofort verschwand mitsammt dem ganzen Haus, als der Gaul die Schenkel des Reiters an seinen Weichen spürte. Mit einem guten Theil leichteren Herzens, als er gekommen war, ritt er den Heimweg. Er dachte daran auf dem ganzen Ritt, als die ihrer Umgebung... Eine bequeme Straße, wenn Ich wollte, alle Fremden wären so wie der Dr. Wilson wie er geschäftlich das große Depot in englischen Pfunden, Sie etwas wegzuführen haben aus der Kolonie Es... laffen Sie uns heruntersteigen ich wollte Ihnen das der Arroyo Tacuaras in seinem Schooße wie in einem tostet nur noch etwas Geld und Mühe, um das Bett zu ja nur Ihr Besitzthum zeigen.. großen und festen Geldschrank verwahrte, verwerthen könne, reguliren... Finden Sie nicht auch, Don German, daß Sie stiegen hinunter. Eine Einladung des Richters, bis ihm die goldnen Münzen von heut über ein Jahr in uns alles das gehören müßte, was Sie dort sehen, soweit mit ihm zu essen, schlug er aus. Wenn er zeitig zu Hause Wahrheit durch die Finger laufen würden. Dem lumpigsten KaufIhr Auge reicht in der Runde und weiter bis sein wollte, war es Zeit, sich auf den Weg zu machen, mann konnte es nicht unklar sein, wie man das zu machen habe, Gesehen habe ich es nie, aber darum verabschiedete er sich und fragte nach seinem Pferde. um wie viel weniger einem Herrn, dessen Namen bei der man hat mir erzählt, daß bis dorthin die Indianer Auch Frau Wilson ließ er sich empfehlen. Er schritt durch Geldwelt zu Buenos Aires den ersten Rang einnahm und gewohnt haben uns gehören... uns, den Ur- den Garten nach der Thür des Grasparkes zu, wo der dessen Wechsel man annahm, ohne recht hinzusehen, was einwohnern... alles das ... wo unsere Väter einst über Gaucho mit dem Pferde hielt. Der Alte hatte ihn nur bis darauf geschrieben stand. Die Nacht kam über seinen Ritt, ehe er es recht merkte. blieben, um zu sehen, wie er aufstieg. Haben Sie gute Geschäfte gemacht, Patron?" fragte ermeßliche Fäden über seine Vergangenheit und Zukunft Gaucho, ihm den Zügel haltend und er lief immer hastiger und eifriger auf ihnen umher, Dante, Bonifacio, ich habe den Wald gekauft von wie eine Spinne, die ihr Netz baut. Der Gaucho Cerro Desgracias hatte ihn an den Chaco erinnert, an die Zeit, wo ans Meer die Steppe raften, um den flüchtigen Strauß zu fangen, und zur Thüre des Hauses begleitet und war dort stehen ge Seine Gedanken gingen von hier nach dort, sparven un der " wo sie in den Wäldern hinter dem Hirsch her waren und dem großen Thier, dem Tapir... Wie ein gehetztes Rebhuhn werden wir gejagt und flattern von Ort zu Ort, bis uns endlich der Hund packt und uns den Garaus macht... Von hier kamen fie ins Land", und er hob seine Faust nach dem Paraguay- Flusse, die Abenteurer, die weißen Gesichter," Immer Geschäfte... kaufen und verkaufen.ge- er als armer Feldmesser unter den halbwilden Menschen um uns zu vergiften mit ihren Krankheiten und Lügen, kauft und verkauft werden... man wird wirklich alt, sein Leben verdienen mußte, von der Laune irgend eines mit ihren Meineiden und Göttern, die wir nie ge- Patron... die neue Zeit will mir nicht gefallen, es ist iplecuigen Engländers abhängig, der mit der Arbeit, die er Politische Uebersicht. Berlin, 24. September. Aber gegen behauptet, schon vollauf Ersatz für die Ausständigen einen politischen Ueberläufer auf diese Weise prämiirt. I zugegen ist und Aufsicht führt, das genügt ihr nicht. Sie verlangt zur Hand zu haben- natürlich mit Hilfe der Free Labour Und wie gering muß er erst von den organisirten auch Zutritt zu Vereinen und Gesellschaften, die mit Politik gar Association". Wie viel daran richtig, bleibt abzuwarten, Arbeitern denken. Würde er es gewagt haben, nichts zu thun haben. Wir Sozialdemokraten haben nach dieser jedenfalls ist die Krisis ernsthaft und kann leicht die Ge- ihnen diesen Schlag ins Gesicht zu versehen, wenn Richtung hin schon gar wunderbare Dinge erlebt. stalt der Frage des. Sein oder Nichtsein für die Bauarbeiter- nicht die Wahlen ihm eine so große Mehrheit in die Hand mit dem Essen wächst der Appetit und die Polizei macht vereine annehmen. gespielt hätten! Es sieht wirklich nicht danach aus, als ob ihre Allgegenwarts- Bestrebungen jetzt auch anderen Parteien Bezeichnend ist, daß auf dem erwähnten Kongreß der der Ausgang der Wahlen ein so günstiges Ereigniß für die gegenüber und auf zweifellos ganz unpolitischem Gebiet " Free Labour Association" u. a. Resolutionen beschlossen Sache der Arbeiter und des Sozialismus gewesen, wie er geltend. So besteht z. B. in Hannover eine werden sollen, die die ,, Arbeiter von Großbritannien dazu beglück- unter anderen auch dem„ Clarion" im ersten Moment er, Philosophische Gesellschaft", die sich mit wünschen, daß sie eine feste Regierung gewählt haben", schienen ist. praktischen und materiellen Dingen gar nicht beschäftigt, mud den Premierminister auffordern, seinen Ansichten über zu deren Sizungen aber die Polizei das Recht des die Arbeiterfrage Gesetzesform zu geben, um so die InterZutrittes beansprucht, obgleich der Oberpräsident essen der Arbeiter zu schüßen, die sich nicht dazu zwingen von Bennigsen den unpolitischen Charakter der Gesellschaft lassen wollen, sich den tyrannischen und sozialistischen Geausdrücklich anerkannt hat. werkschaften anzuschließen." Ferner soll der Kongreß von Ist das Wort Rotte" für Sozialdemokraten Wenn die oberste Behörde sich nicht ins Mittel legt, Cardiff u. a. dafür verurtheilt werden, weil er die tabu? In einer Betrachtung über sozialdemokratische so wird die Polizei demnächst auch das Recht beanspruchen, Regierung dazu drängen wolle, die( von der liberalen Re- Provokationen", die die„ Kreuz- Zeitung" im Anschluß an jederzeit in Privatgesellschaften, ja in den gierung vorgelegte) Haftpflichtgesetz- Vorlage mit dem Verbot die Konservative Korrespondenz" austellt, stoßen wir auf Schooß der Familien einzubringen. Und wir Der Nebenkontrakte wieder einzubringen," und dem Earl of folgende Denunziation: tommen dann wohl auch soweit, daß, wie in Rußland, Dudley dafür der herzlichste Dant" ausgesprochen werden, In jeder Quittung, durch die über sozialdemojeder Portier( Hausmann) als Polizist vereidigt und mit meil derselbe diese Haftpflichtvorlage zu Fall gebracht. tratische Sammlungen Ausweis geführt wird, finden sich Ueberwachung aller Familien in seinem Hause betraut wird. Mehr faun man von freien Arbeitern" wirklich nicht ver- Bezeichnungen wie: Vaterlandslose Rotte bei Babel 7,-". Viel fehlt schon jetzt nicht an dieser Krönung des langen. Verrottete Schuhmacher 1,-". Statklub" Vaterlandslofe deutschen Polizei- Tempels. Aber was früher nur lächerlich gewesen wäre, ist doch, Rotte" 1,65".( Diese Beispiele stammen aus dem„ Borwärts" wie das obige Beispiel zeigt, nicht ganz ohne ernsthafte Be- unseres Kaisers anknüpft, sollte doch nicht geduldet werden! Ber. 219) u. f. w. Dieser offene Hohn, der an einen Ausdruck deutung. Daß sich eine nennensiverthe Zahl von Arbeitern Sollte der Versuch des Hintertreppen- Organs, die ohne Scheu zu solchem Werk hergeben kann, zeigt, wie viel Adoptirung des Wortes„ Rotte" durch Sozialdemokraten noch auf dem Gebiet der Organisation zu thun ist und daß zu einer strafbaren Handlung zu stempeln, von Erfolg geGewerkschaftler und Sozialisten besseres zu thun haben, als frönt werden, so sähe sich Deutschland um eine Rechtssich im mörderischen Bruderzwist gegenseitig zu befehden. institution bereichert, die unter den Südsee- Jusulanern ihre vollkommenste Ausbildung erlangt hat. Man nennt sie dort T a b u. = Der ,, Reichs- Anzeiger" und die Gießener ScharfSchieß- Uebungen. In unserer Sonnabendnummer legten wir Verwahrung dagegen ein, daß der Reichs- Anzeiger" aus dem angeblich irrthümlichen Bericht des sozialdemokratischen Landboten" in Magdeburg gegen die Sozialdemokratie die Anklage auf planmäßige Verhegung erhob". Jetzt tommt eine Aufklärung über die ganze Angelegenheit, durch die das Verhalten des Reichs- Anzeigers" in ein recht übles Licht gesetzt wird. Die Hessische Landeszeitung" schreibt nämlich am 22. September zu den Angaben des Reichs- Anzeigers": " 1 " " Kammer die Weil ich gerade den Earl of Dudley erwähnt, so sei hinzugefügt, daß dieser, einer der reichsten Kohlengruben- Besizer in England, im jeßigen Ministerium dieselbe Stelle erhalten hat, die im letzten liberalen Ministerium Th. Burt, einer wir folgendes: Aus einem Bericht über diese Einrichtung entnehmen der anerkannten Vertreter der Bergarbeiter, bekleidete. Das .... Der Häuptling war tabu, heilig und unverlegbar, und Diese Berichtigung" ist allerdings ein starkes Stück, sie illustrirt die Stellung der Regierung den Gewerkschaften ebenso alles, was er berührte; daher er in fein fremdes Haus ging, schickt sich eigentlich nicht für das höchste amtliche Organ; denn gegenüber. Und nicht minder bezeichnend ist, daß vor weil sonst niemand es wieder hätte benutzen können. Selbst der fie gehört zu jener Art Verlegenheitsberichtigungen, die sich wenigen Tagen Herr Arthur Balfour einem weiland radikalen Becher, woraus er getrunken, wurde sogleich zerstört. Aber auch allenfalls untergeordnete Organe gestatten dürfen, wenn und jetzt konservativ gewordenen Geistlichen 200 Pfund die Priester sprachen das Tabu über Gegenstände und Orte aus, fie in größter Noth sind. Die Berichtigung stellt den SachSterling aus der Staatskasse hat spenden lassen aus die dann niemand berühren oder betreten durfte, ja über gewiffe verhalt auf den Kopf. Zunächst ist die Adresse falsch! Die planmäßige Verheyung" in Sachen der Scharf einem Fonds für verdiente Schriftsteller 2c.- für seine werth- Speisen, deren man sich dann enthalten mußte.. vollen Schriften zur Unterstützung der Prinzipien der Die Kreuz Zeitung" geht noch etwas weiter. Ginge schießerei ist garnicht das Verdienst der Sozialdemo Regierung und zur Bekämpfung des Sozialismus." Hier es nach ihrem Wunsche, so müßte in das Strafgesetzbuch ein ratie, sondern das der deutschen Reformpartei, speziell des Abgeordneten Röhler. Wie jedermann, einige Stellen aus den so belohnten Schriften des Reverend Paragraph eingefügt werden: Einen Ausdruck, den der Kaiser oder ein Bundesfürst auf außer dem Verfasser der Berichtigung" wissen müßte, hat der Einen Ausdruck, den der Kaiser oder ein Bundesfürst auf G. Brooks: einzelne oder mehrere Reichsangehörige angewandt hat, um 2bg. Röbler gegen die vorjährigen Scharffchieß= in der hessischen uebungen Die meisten der großen Streits der letzten Jahre, ihnen dadurch Höchstihr Mißfallen über ihre politische Thätig- fch är f sten Angriffe gerichtet. Und diese Angriffe wurden der Dockerstreit, die verschiedenen Kohlenarbeiterstreiks, die keit kund zu thun, darf von den Bezeichneten oder ihren Ge- chärfsten allseitig als berechtigt anerkannt. Der deutsche Eisenbahnarbeiterstreits zc. sind alle schamlose, unverschämte sinnungsgenossen nie mehr auf ihre eigene Person angewandt Bauer wird es sich merken, daß der„ Reichs- Anz." die energische Ver Versuche gewesen, Arbeitsherren zu Handlungen zu treiben werden. Zuwiderhandelnde werden mit..... bestraft. tretung seiner berechtigten Intereffen als planmäßige Vernicht die ihre Pflicht waren, sondern von denen ein Vorläufig aber sind wir noch nicht so weit. Vorerst hegung" bezeichnet. Die Rede des reformparteilichen Abgeord paar Gewerkschaftskommandirer meinten, daß sie deren kann den Sozialdemokraten niemand verwehren, irgend neten Köhler hat auch für dieses Jahr seine guten Wirkungen Pflicht seien. Kein treuer Freund der Freiheit kann welche auf sie angewandte Ausdrücke des Mißfallens ein- gehabt. Trotzdem erschien plöglich jene amtliche Kundgebung, dem Trade- Unionismus Unterstützung leihen.. die Macht fach zu adoptiren, falls sie das für zweckmäßig halten. welche die Scharfschießübungen mih in die Erntezeit verlegt. des Trade- Unionismus ist nichts sehr Furchtbares; sicherlich Sie folgen damit einem alten geschichtlichen Brauch. So Darauf wurde zuerst in der Hessischen Landesnichts, wovor Angst zu empfinden, trok seiner Aufschneidereien, sind die englischen Parteinamen der Wighs und Tories zeitung" und, wenn wir nicht irren, gleichzeitig in dem Prahlereien und Drohungen; und selbst den Mantel nach entstanden; so vor allem der Ehrenname der niederländi hessischen Organ der Reformpartei gegen diefe Anordnung eine fräftige Scharfschießübung vorgenommen, die denn auch Erdem Winde hängende Politiker würden gut daran thun, zu schen Geusen, der Bettler". folg hatten. Der Artikel der Hessischen Landeszeitung" bedenken, daß auf einen Wähler, der in einer Trade- Union Aus den Fährnissen des Septemberkurses be- erschien am 15. Juli. Am 23. Juli, alfo 8 Tage später, fonnten ist, wenigstens sieben kommen, die draußen sind... Gines richtet der Bolt 3 wille" in Hannover: In Sachen wir mittheilen, daß unser Artikel gegen die Scharfschießübungen ist sicher, daß keine zivilisirte und fortschreitende Nation unseres Genossen Rauch hat das Oberlandesgericht in den erfreulichen Erfolg gehabt habe, daß die Uebungen vereine so antisoziale, zerstörerische Kraft, als die sich der Celle der gegen die erfolgte Verhaftung eingelegten Be- schoben seien. Die Militärverwaltung hatte also die Berechtigung Trade- Unionismus jetzt erweist, hegen und pflegen oder schwerde stattgegeben und angeordnet, daß Genosse Rauch unseres Artikels um eine theilweise Benutzung dieser Artikel handelt es sich anscheinend in dem vom Reichsanzeiger" sitirten auch nur dulden kann oder wird." ohne Kaution aus der Haft zu entlassen Blatt- voll zugestanden. Was soll man nun dazu fagen, wenn „ Geehrte Herren Arbeiter," bemerkt dazu das„ Clarion", sei. Derselbe ist Sonntag Mittag wieder in Freiheit der„ Reichsanzeiger" dann des breiteren sich darüber ausläßt, dem ich den Auszug entnehme, das sind die Ansichten, gesetzt. daß die Scharfschießübungen die verschobenen, wohl welche die Regierer, die ihr gewählt, zur besonderen An- Dagegen fand dann am Montag früh gegen 11 Uhr verstanden!- keinen Schaden hervorgerufen haben. Das erkennung, auserwählt haben. Die Trade Unions, diese schon wieder einmal eine Haussuchung und Beschlagnahme glauben wir herzlich gern, ja so weit wir unterrichtet sind, ist die grausamen Organisationen", wie Lord Salisbury sie ge- in den Geschäftsräumen des Blattes statt. Es handelte sich Entschädigung in der That loyal gehandhabt worden. Was aber nannt hat, müssen unterdrückt werden", erklärt Herrn um einen Artikel in Nr. 212 vom 11. September. in aller Welt hat dieses spätere Verfahren zu thun mit der Balfour's Schüßling rund heraus. Worauf Herr Balfour Die Haussuchung erstreckte sich auf die Redaktions-, vorher geschriebenen Kritik gegen den Termin der Scharfschießübungen. Nach der Verlegung des Termins hat unsere ihm 200 Pfund zum Bräsent macht." Expeditions, Setzer- und Druckerräume. Von der" gefähr Kritik aufgehört, und es hat niemand mehr die Militärverwaltung lichen" Nummer ward weiter nichts gefunden, als unsere angegriffen. Der Reichsanzeiger" vertheidigt also die MilitärBelagsnummer". Der verantwortliche Redakteur, Genosse verwaltung gegen Vorwürfe, die niemand erhoben, und er ver hielhorn, ward an Ort und Stelle durch den die wischt in jeder Beziehung den wirklichen Thatbestand. Haussuchung leitenden Amtsrichter zu Protokoll vers Reichsanzeiger", als höchftes amtliches Organ, hat nun mehr die Pflicht, seine Berichtigung den Thatfachen entsprechend zu berichtigen!" Blatt. " " " " " " " Der Das Clarion" ist ein Organ der Independent Labour Party", nicht etwa ein liberales oder radikales Die radikale Parteipresse must selbstverständlich diese, in der That sehr starke Verfügung des Herrn Balfour nach Kräften Kräften aus. Herr Balfour muß sich sehr nommen. ficher im Sattel fühlen, wenn er ohne Umschweife Beschlagnahmt wurde gestern ferner die Nr. 214 Also auch dieser offiziöse Versuch, der Sozialdemokratie der Brandenburger Zeitung" vom 13. Septbr. leistete, ihn ganz gekauft zu haben meinte; heute nach einer Angeblich soll ein Artikel eine Majestätsbeleidigung ent- eins auszuwischen, ist auf eine Blamage hinausgekommen. Langen Reihe von Jahren, allerdings von Aufregung, von halten. 24 Exemplare der betreffenden Nummer fielen der Wirklich traurig für die Staatsretterei! Es gelingt nichts mehr, nicht einmal eine reichsanzeigerliche Berichtigung".Haft und auch von dunkeln Geschäften und ihren Praktiken Polizei in die Hände. fonnte er sein Haupt erheben als unabhängiger Mensch, Hofprediger a. D. Stöcker und die Hintertreppen- ,, Die ersten Soldaten der Welt" hat ein russischer keines Menschen Diener, vieler Herr und allgemein be- politif. Ein neuer langathmiger Artikel des Hofpredigers und griechischer Prinz( russisch und griechisch ist hier eins) neidet. Er wird jetzt anfangen, seine Geschäfte ab- a. D. in der„ Evangelischen Kirchen- Zeitung" beschäftigt sich die französischen Soldaten genannt; und ein engzuwickeln... .. Der Schaz des Lopez war das letzte mit der Walderseeversammlung und ihren Folgen. Wiederum lischer Lord hat die deutschen für die ersten der Welt Unternehmen, er wird sich mit dem schönen jungen sucht man vergeblich darin einen Rechtfertigungsversuch der erklärt. Wer hat nun recht? Hoffentlich beide. Und Mädchen verheirathen, das er seine Braut nennt, und Hintertreppenpolitik. Herr Stöcker redet beständig um den hoffentlich werden die Menschen allmälig so klug, daß sie wird eines Tages mit ihr erscheinen bei seiner alten Mutter Kern des gegen ihn erhobenen Vorwurfs herum. Dafür fich über solche kulturwidrige Kindereien nicht streiten. Das in Deutschland mit ihrer zusammengekrümmten Gestalt schimpft er aber wieder um so deutlicher auf seine Gegner, überlasse man den Schulknaben der untersten Klassen. und ihren schneeweißen Haaren, an die zu schreiben er seit insbesondere die Liberalen: einem Jahrzehnt weder Zeit noch Ruhe fand. Ein Kuß und eine Umarmung einer alten treuen Mutter ist heiliger wie der Kelch in der Kirche, und fühnt alles wie ein heiliges Satrament, auch das, was German Winterfeld in diesen Jahren in Amerika begangen hatte. Vorwärts, Gaul... Du trägst einen, der in Amerika sein Glück gemacht hat, einen von den wenigen unter den vielen, die auszogen, um es zu suchen. Eben jetzt wieder, wie im Jahre 1887 zeigt es sich in den Angriffen der Presse, besonders der Kölnischen Zeitung" und des Hannoverschen Kuriers", daß der Liberalismus, der politische und noch mehr der religiöse, seine Anhänger in einen geistigen und geistlichen Zustand versetzt, den der Engländer als moral insanity( sittlichen Wahnsinn) bezeichnet. Deutsches Reich. -Wie es bei Manövern hergeht, erfahren wir aus einen Bericht der Kölnischen Beitung" über die Kaisermanöver bei Stettin. Es heißt da: o ,, Auf jeder Seite waren je zwei Armeekorps sowie eine Nun haben wir ja teinen Anlaß, uns in den Zwist Kavalleriedivision. Ein Armseftab, um auf diese Weise eine feste Leitung für jede Armee zu schaffen, war nicht vorgesehen. Der zwischen Herrn Stöcker und den Kartellorganen einzumischen. Uebernahme der Leitung bei jeder der Armeen durch den Kaiser Die Versöhnung Herrn German Winterfeld's mit seiner Es macht aber entschieden den Eindruck des bekannten würde dadurch nichts im Wege gestanden haben, die Leitung wäre auch schönen Braut war nicht allzu schwer. Ganz besonders, als Diebskniffes, in der Gefahr selbst" Haltet den Dieb!" 31 in diesen Fällen beffer. gewährleistet worden. Der 10. September er ihr fagte, daß seine Geschäfte in Paraguay vorläufig rufen, wenn der theure Gottesmann in seiner schwierigen entschied nach der angegebenen Darstellung glänzend zu gunsten beendet seien und daß er den nächsten Dampfer benutzen Lage jetzt andere Personen des sittlichen Jrrsinns" bezichtigt. der Nordpartei, welche sich unter dem Oberbefehl des wolle, um in Buenos Aires nach dem rechten zu sehen. Wenn man ihm nicht schlimmeres, irgend einen bewußten Grafen Waldersee befand. Die Nordpartei hatte am Schluß des So geschah es auch, nicht ohne daß die dankbare Gesellschaft Dolus nämlich, zutrauen will, kommt man zu der Ansicht, Tages die Südpartei vollständig durchbrochen. Daß ein MaHerrn Winterfeld und seiner Braut noch zuvor ein solennes daß der beklagenswerthe Mann selber an sittlichem Frrsinn növer im Fluß erhalten werden soll, ist vielfach die Ursache Diesmal ging Herr laborirt. Bis jetzt hat er noch nicht herausgefunden, was großer unnatürlichkeiten. Für den 11. September überAbschiedsbankett gegeben hätte. den Oberbefehl über die nahm der Kaiser Für diesen Tag dirigirten die Winterfeld nicht so einsam und still und ohne Klang für ein sittliches Verschulden in der Güthlein Affäre oder Südpartei. ihm zur Last fällt. Zur Schiedsrichter die Sache so, daß die Nords davon nach dem Hafen, wie seiner Zeit vor Jahren, als in dem Hintertreppenbriefe ihm zur Last fällt. er seine Siebensachen auf einer Karrete verladen Illustration dieses lettern Beispiels der Stöcker. Moral partei zurückgeben mußte, obwohl sie völlig hatte und niemand sich um ihn bekümmerte. Heute bringt die Bossische Zeitung" heute völlig zutreffend in Herr der Lage war. Der 12. September( an welchem der Kaiser den Oberbefehl über die Nordarmee führte) wurde schätzten die Herren Minister Paraguays und der Erinnerung: Herr Präsident in Herr Stöcker ist noch in diesem Jahre nach Friedrichsruh ge- tünstlich geschaffen, um die Manöver fortzusehen und dabei die eigener Person es sich zur pilgert, um dem greifen Staatsmann seine Huldigung darzu- Südpartei in eine nahezu unmögliche Lage ges Ehre, ihm auf dem Dampfer zum Abschied die Hand bringen, er hat seinen Freunden schwärmerischen Bericht über bracht. Nur eine energische Offensive tonnte sie herausreißen. zu drücken, und Fräulein Juanita hatte die ganze Schiffs- das schöne Fest" erstattet, er hat sich an den Aeußerungen der Die Südpartei tam aber zu nichts Ganzem. Die Führung er fabine voller prächtiger Bouquets. Es ist ein schönes Ge- Entrüstung über die Parteien betheiligt, die dem Fürsten Bismarc mies sich hier augenscheinlich nicht auf der Höhe. Bei den Unterführern machte fich bald Unsicherheit geltend. Vielleicht fühl, reich zu sein. Wenn es Herr Winterfeld vielleicht den Glückwunsch versagten. nicht dachte, so mögen es doch alle die gedacht haben, die Dieses Verhalten des Hofpredigers a. D. wird angesichts wäre der Verlauf besser geworden, wenn ein Armeestab vorihn zum Schiff begleitet hatten, und alle die, die am des bekannten Hintertreppenbriefes ein jeder, der nicht selbst banden gewesen wäre." In der Landesverrathssache, die zur Vers selben Abend den Nachruf lasen, den ihm die Zeitungs- in seiner Moral durch und durch verstöckert ist, nur noch baftung eines Kaufmannes in Köln führte, sollen auch noch in schreiber in ihren Zeitungen widmeten. Er war mehrere mit moral insanity entschuldigen können. Magdeburg, Braunschweig und Essen Verhaftungen Spalten lang und begann mit seiner Jugend. Allgegenwart der Polizei. Daß die Polizei überall in itattgefunden haben. Die Magdeb. 3tg." schreibt nun aus ( Fortsetzung folgt.) öffentlichen Orten und in öffentlichen Versammlungen amtlich Magdeburg:" Wegen Verdachts des Landesverraths ist ein " " hiesiger Sfcmfmnnn vorgestern hier verhaftet worden. Vor einigen Tagen sind in Köln znzei Personen wegen gleichen Verdachts an- gehakten worden; die Mutter des einen dieser Verhafteten, die in Magdeburg wohnte, ist ebenfalls festgenommen worden.— — I m Reichstags-Bureau wird an der Herstellung eines G e n e r a l r e g i st e r s zu den stenographischen Berichten und Drucksachen gearbeitet, das die Arbeiten des Reichstages vom Zusammentritt des konstituirenden Reichstages, dem 24. Februar 1867, bis jetzt umfaßt. Im Laufe der nahezu W Jahre sind die Drucksachen und stenographischen Berichte des Reichstages zu einer so ungeheueren Zahl angewachsen, daß es selbst alten Parlamentariern schwer wird, sich schnell zurecht zu finden. Das in Aussicht stehende Generalregister wird nun jeden in die Lage versetzen, sofort zu wissen, in welchem Jahre und an welchem Tage eine Vorlage oder ein Antrag eingegangen und zur Verhandlung gekommen ist. Das General- register soll vor Weihnachten noch zur Vertheilung an die Mit- glieder des Hauses gelangen und wird alsdann auch in den Buchhandel gebracht werden. — Der Verbandstag Deutscher Gewerbe- vereine in Kassel beschloß gestern eine Resolution, daß durch eine mehr planmäßige Vergebung der öffentlichen Arbeiten der Arbeitslosigkeit gesteuert werden könnte. Weiter wurde als Ort für den nächstjährigen Verbandstag Stuttgart ge- wählt und danach der Verbandstag geschlossen.— — Ueber den Bauschwindel veröffentlicht der„Ver- band deutscher Schlosserinnungen" soeben neues Material, welches durch die Handels- und Gewerbekammer des Bezirks Dresden gesammelt worden und sich auf sämmtliche Innungen von Dresden und 14 umliegende Orte, sowie einige Großbetriebe er- streckt. Die Verluste der Innungen durch unreelle oder be- trügerische Bauunternehmer bezifferten sich danach insgesammt auf 243 681,94 M. Außerdem verloren Einzelfirmen noch 162 762,22 M., sodaß sich also der Gesammtverlust auf 416 844,16 M. belauft. Wie der„Verband deutscher Schlosser- Innungen" noch hinzufügt, dürfte>diese Aufstellung kaum mehr als den dritten Theil aller wirklich erlittenen Schäden repräsentiren, da noch nicht alle befragten Innungen resp. Einzelfirmen ihre Verlustziffern mitgetheilt haben.— — Das Versammlungsrecht in Hessen ist durch einen Erlaß des Kreisamts Erbach i. Odenw., welcher den Antisemiten eine Versammlung unter freiem Himmel in König verbot, in einer Weise beschränkt worden, daß im nächsten Land- tag auch von feiten der Antisemiten dem Ministerium darüber die Meinung gesagt werden wird.— — Aus Elsaß-Lothringen wird uns geschrieben'• Ein großer Entrüstungsrummel ging vor einigen Monaten durch die katholische Klerisei des Elsasses. Es war bekannt geworden, daß die Regierung einen Antrag auf Wiederzulassung der R e d e in p t o r i st e n in ihren Niederlassungen zu Bischen- berg(Unter-Elsaß) und Teterchen(Lothringen) abschlägig beschieden hatte. Die klerikale Presse wimmelte von Protest- schreiben Geistlicher an den Bischof, man schwur hoch und heilig, nicht eher zu ruhen, bis die Sache der Ge- rechtigkeit und Freiheit gesiegt— denn nie ist die Freiheitsbegeisterung der Geistlichkeit so ungeheuchelt, als wenn ihre Freiheit angetastet wird—— kurz, man bauschte die Affäre zu einer Haupt- und Staatsaktion auf, wie eine zweite in Elsaß-Lothringen noch nie dagewesen. Vor einigen Tagen nun ließ sich die„Kölnische Volkszeitung" ans Straßburg telegraphisch melden, die Redemptoristen seien nunmehr in Bischenberg und Teterchen zugelassen. Der Straßburger katholische„Elsässer" druckte das Telegramm nach mit der Bemerkung, die Nachricht„scheine begründet" zu sein, denn auch die„Straßburger Post" habe sie ohne Dementi mitgetheilt, und andere katholische Blätter meldeten seither aus Teterchen, es verlaute dort mit großer Bestimmtheit, daß die Niederlassung der Redemptoristen in dem Kloster„b e- reits seit längerer Zeit" genehmigt worden sei. Nach der tönenden Sprache während der frühsommerlichen Protest- bewegung wirkt diese Unsicherheit über den Erfolg ungemein komisch. Aber die Sache hat auch ihre ernste Seite. Kann es eine bessere Kritik des politischen Lebens in den Reichslanden und zugleich eine schärfere Verurlheilung der dortigen Ausnahme- Verhältnisse geben, als sie hier in Erscheinung tritt? Die Presse der stärksten und ältesten Partei des Landes schwebt wochen- ja monatelang im Unklaren über die Lösung einer Frage, welche die ganze Partei aufs tiefste erregt und zu den lautesten Kund- gedungen iu der Oeffcntlichkeit geführt hat. In welchem Bundes- staate des Deutschen Reiches wäre ähnliches möglich? Das Zentrum, als politische Interessenvertretung der katholischen Klerisei Gesammtdeutschlands hat allen Grund, zu Nutz und Frommen seiner elfässtschen Freunde für die baldige Aufhebung der dortigen Ausnahmezustände sich nachdrücklich ins Zeug zu legen. Mehr als die sozialdemokratische Partei, welche die Regierung mit Hilfe des Diktalurvaragraphen vergeblich unter dem Daumen zu halten versucht, steht die weniger lebenskräftige katholische Bewegung unter dem lähmenden Einfluß der preußischen Polizeidiktatur. Oesterreich. — Ueber die letzte Wiener Wahlrechts- Demonstration schreibt unser Wiener Korrespondent unterm 22. d. M.: Heute Vormittag fand die am vorigen Sonntag wegen strömenden Regens verschobene Massenversammlung im Prater statt. Sie gestaltete sich zu einer wahrhaft großartigen Demonstration für das Wahlrecht, und mit ihr hat die neue Kampagne, die uns bevorsteht, in der imposantesten Weise wieder eingesetzt. Die Feuerwerkswiese war von einer Menschenmenge besetzt, die nach den niedrigsten Schätzungen 36—46 666 zählte. Genoffe Reu mann führte das Präsidium, Genosse Adler referirte deutsch. Gen. Rem ec czechisch. Die Stimmung der Versammlung war eine begeisterte und entschlossene. Die Redner führten aus, daß, so ungewiß die nächste Zukunft sei, eines sei sicher, daß die nächsten Wahlen nicht mehr unter dem heutigen verrotteten Wahlgesetze vor sich gehen werden, und daß, mag kommen was inimer, die Arbeiterschaft sich das nicht gefallen lassen werde. Sollte Graf B a d e n i polnische Regierungs- gewohnheiten nach Wien mitbringen, so fühle die Arbeiterschaft Kraft genug in sich, auch an ihm das Erziehungswerk zu voll- bringen, das sie an so vielen Beamten leisten mußte. Mit uu- geheurem Enthusiasmus und nicht endenwollenden Hochrufen wurde die Erklärung angenommen, daß sich das österreichische Proletariat solidarisch fühlt mit der Rotte der deutschen Genossen. Eine mächtige Wirkung machte es, als zwei ruthenische Bauern, angethan mit den nationalen Schafpelzen, dem Meeting vorgestellt wurden. Sie erzählten von den brutalen Vergewaltigungen, denen die Bauern bei den Landtagswahlen in Galizien aus- gesetzt seien unter der Regierung desselben Badem, der nun Minister werde. Sie waren nach Wien gekommen, sich im Ministerium zu beschweren, waren aber nicht vom provisorischen Minister Kielmansegg, sondern nur von einem Sektionschef empfangen worden. Die Bauern, deren einer gebrochen deutsch, der andere ruthenisch sprach, erklärten, daß sie von der Arbeiterschaft auch für ihre Roth Hilfe erwarten. Genossin Nötscher wendete sich an die zahlreichen Frauen in der Versammlung und erklärte, die Frauen seien bereit, wenn es nöthig werden sollte, für das Wahlrecht in den General st reik zu treten, niit aller Auf- opferung den Männern zur Seite zu stehen. Nach der Versammlung kam es zu zahlreichen, durch die Polizei muthwillig provozirten erregten Szenen. Am Ausgange des Praters, am„Praterstern". verhinderten etwa 866 Wachleute zu Fuß und zu Pferde, daß die Leute ruhig ihres Weges zogen, und suchten sie in die Seitengassen mit brutaler Gewalt abzudrängen. Die Wachleute ritten mit gezogenem Säbel in die Menge und zahlreiche flache Hiebe fielen; eS law dort und später auf der Ringstraße, soweit jetzt festzustellen, zu etwa 20 Verhaftungen. In der Praterstraße verfolgten Wachleute mit gezücktem Säbel ein Individuum bis in die Einfahrt eines Hauses; Berittene stürzten säbelschwingend nach und als sie den Mann glücklich hatten— legitimirte er sich als Polizei-Agent.— Der ganze Stadttheil vom Prater bis zum Parlament bot bis Nachmittag den merk- würdigsten Anblick. Abtheilungen von 66—86 Berittenen sprengten im Galopp die Ringstraße aus und nieder zur größten Ver- wunderung harmloser Spaziergänger; so wurden auch die oberen Zehntausend, die von der Wahlrechtsdemonstration nichts wußten, davon gebührend in Kenntniß gesetzt. Nur der er- probten Kaltblütigkeit der Wiener Arbeiter ist es zu danken, daß es trotz der Provokationen der Polizei nicht zu ernsten Zwischen- fällen kam.— — Die Wahlreform des Grafen Baden i. Das neue Ministerium, das anfangs Oktober ins Amt treten wird, läßt nun etwas über seine Wahlreform-Pläne verlauten. Dem- nach soll zu den gegenwärtigen Kurien, deren Abgeordnete von privilegirten Wählern entsandt werden, eine weitere Kurie kommen, in der die Wähler ziemlich allgemeines Wahlrecht haben sollen und die 86 Abgeordnete ins Parlament entsenden soll. Demnach sollen die Millionen bisher nicht Wahlberechtigter bei- läufig eben so viele Sitze im Parlament haben als einige hundert Großgrundbesitzer.— Frankreich. — Der sozialistische Deputirte Mir man ist am 23. September definitiv aus dem Militärdienst entlassen worden.— — In L i m o g e s wurde am 23. September ein So- zialistenkongreß eröffnet, der der bedeutendste des Jahres zu werden verspricht. Er wurde auf dem vorjährigen Kongreß in Nantes beschlossen, au welchem ich 1432 Arbeitervereine be- theiligtcn. Voraussichtlich werden auf dem Kongresse in Limoges etwa 2666 Arbeitervereine vertreten sein.— Bulgarien. — Aus Sofia wird dem„Wiener Fremdenblatt" heute telegraphirt: Metropolit K l e m e n t(der Führer der Russenpartei) zele- brirte ein Requiem für den verstorbenen Führer der makedonischen Bewegung Trajko Kitantschew. Nach Beendigung der Zeremonie hielt Klement eine Ansprache von den Stufen des Altars herab; er sagte:„Der frühe Tod Kitantschew's, wie auch anderer für die Nationalidee Verstorbener, die wir beweinen, er- heischt von uns gebieterisch, diese Idee zu unterstützen! Selbst der Stärkste muß sich's überlegen und weichen, wenn er sieht, daß wir alle einmüthig unsere wahrhastigen, nationalen Interessen vertheidigen und bereit sind, für das All- gemeinwohl und das Vaterland unsere persönlichen Vor- theile und unsere Ruhe zu opfern. Die uneigen- nützigen und theueren Opfer sollen uns als Vorbild und Auf- munterung dienen. Die Todten werden ihren Peinigern ver- zeihen. Sollen sie aber auch nns Verzeihung gewähren, so müssen wir ihrem Beispiel folgen!"— Von der Kathedrale fuhr Klement unter großer geistlicher Assistenz und von einer großen Menge von Bürgern begleitet, nach dem Friedhof, wo eine Todtenmesse auf den Gräbern Kitantschew's, des Majors Panitza, Jmilaow's, Keragjulow's, und Konstantin Popow's abgehalten wurde. Die Rede Klement's wird als Vorläufer neuer Kämpfe aufgefaßt. So das Telegramm. Herr Metropolit Klement, ein in russischem Solde stehender Hetzpfasse, der neulich in Petersburg war, um vor„Väterchen" zu katzbuckeln und sich von ihm Ver- haltungsbefehle zu holen, hat durch das gestrige Requiem die Maske abgeworfen und den russischen Ursprung des„makedonischen Aufstands" anerkannt. Dieses Eingeständnisses bedurfte es frei- lich nicht, aber daß es so rückhaltlos erfolgte, hat immerhin eine gewisse Bedeutung, insofern damit erklärt ist, daß die russische Diplomatie die für kurze Zeit unterbrochene Aktion gegen die Türkei fortzusetzen entschlossen ist. Es hängt dies ohne Zweifel mit der Entwickelung der Dinge in O st a s i e n zusammen, wo ein Konflikt sich vorzubereiten scheint. Die Russen wollen offenbar den Engländern in Europa einige Beschäftigung geben. Nachdem obiges geschrieben, kam ein neueres Telegramm, demzufolge Herr Klement seine gestrige Rede etwas abzuschwächen sucht. Es lautet: Dem„Fremdenblatt" wird aus Sofia gemeldet: Die Oppositions- Parteien betrachten die gestrige Rede des Metropoliten Klement als Kriegserklärung gegen das jetzige Regime. Klement erklärte jedoch dem Korrespondenten des„Fremdenblatts" gegenüber, seine Rede sei falsch verstanden worden; sie beziehe sich nicht auf die jetzige Politik; sie habe, da der Prinz und die Regierung den Wünschen der Nation Rechnung tragen wollen, lediglich den Zweck kirchlicher Erbauung gehabt. Tie orthodoxe Taufe des Prinzen Boris sei für das Wohl der Nation und der Dynastie unumgänglich nöthig. Ferner bestätigte Klement, daß die Worte des Kaisers an die bulgarische Kranzdeputation, betreffend die Hoffnung der baldigen Wiederherstellung guter Beziehungen zwischen Rußland und Bulgarien, authentisch seien. Das Dementi ist offenbar von Petersburg aus veranlaßt, weil der Herr Metropolit etwas zu geschwätzig aus der Schule geplaudert hat. Uebrigens ist es ganz gleichgiltig, ob er die jetzige Politik gemeint hat, und welche„jetzige", denn es giebt in Bulgarien verschiedene„jetzige" Politiken. Was der fromme Herr hat fördern wollen, ist jedenfalls die russische Politik.— Griechenland. Die Griechen waren allezeit sehr eifrige Politiker und eine der angenehmsten Bcschästigungen für sie das Wühlen. Sie suchen sich dieses Vergnügen deshalb möglichst oft zu ver- schaffen. Wählen sie nicht für die Kammer oder für einen Pro- vinzialrath, so wählen sie für die Gemeinde. Und regelmäßig gewinnt dann die Partei, welche gerade an der Regierung ist, und dann so lange an der Regierung bleibt, bis sie über irgend eine Apfelsinenschaale zu Fall kommt. Jetzt waren Gemeinde- r a t h s w a h l e n. Ein Telegramm meldet darüber: Athen, 24. September. Das Gesammlresultat der Gemeindewahlen ist überall, namentlich in den größeren Städten, für die Regierungspartei überaus günstig ausgefallen. Nur in Misolunghi, der Vaterstadt des früheren Ministerpräsidenten Trikupis, wurde der Trikupist Macris mit großer Majorität gewählt.— China. — Die Chinesen quittiren bereits über Deutschlands Intervention gegen Japan. Wie die„World" aus Shanghai meldet, wurde die deutsche M i s s i o n s st a t i o n in der Nähe von Swatan geplündert.— Z�iU'ket �Ncrrhvichten. Der ausgelöste sozialdemokratische Verein in Wilkau in Sachsen hat sein kleines Vermögen dem sozialdemokratischen Landtags-Wahlfonds überwiesen. Zweiter pfälzischer Wahlkreis. In Lambrecht tagte am 22. September eine sehr gut besuchte Konferenz der Parteigenossen des zweiten pfälzischen Wahlkreises, welche Stellung zum Agrarprogramm- Entwurf und zum Breslauer Parteitage nahm. Nach einer sehr eingehenden Diskusston, in welcher sich eine ab- lehnende Meinung gegen den Entwurf der Agrarkommission in allen seinen Theilen breit machte, wurde als Resümee eine Resolution mit über Zweidrittelmajorität angenommen: „Die Konserenz des zweiten pfälzischen Wahlkreises ist der Ansicht, daß das von der Agrarkommission herausgegebene Pro- gramm in seiner jetzigen Gestalt nichtgeeignetist, dassel<» anzunehmen, glaubt vielmehr im Weiterbestehen der Agrar« kommission eine Gewähr für bessere Vorschläge dieser Konrmission an künftigen Parteitagen." Auf eine Delegation zum Breslauer Parteitage wurde des hohen Kostenpunktes wegen verzichtet. Polizeiliches, Gerichtliches ec. — Preßprozesse der„Fränkischen Tages- p o st". Genosse O e r t e l, der Verleger der„Fränkischen Tages- post", ist in Untersuchung gezogen, Genossen Oehme, dem zur Zeit zeichnenden Redakteur, sind zwei Anklagen und dem eben aus dem Gefängniß entlassenen Genossen Gärtner eine An- klage zugegangen. — Genosse Leven wurde wegen Beleidigung eines in der«Reußischen Tribüne" weder mit Namen noch mit Beruf ge- nannten Gendarmen zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. — In Straßburg i. Elf. ist eine auf Montag den 23. d. M. anberaumte öffentliche Parteiversammlung ohne Angabe von Gründen durch das Bezirkspräsidium des Unter-Elsaß verboten worden. Die Tagesordnung handelte von der Beschickung des Breslauer Parteitages und von der Diskussion über die Beschlüsse der letzten elsaß-lothringischen Landeskonferenz; eine Versammlung mit ganz ähnlicher Tages- ordnung hat in Straßburg vor etwa 14 Tagen unbeanstandet und ohne jeden Zwischenfall stattgefunden. Warum also dieses plötzliche Verbot? Sind die„maßgebenden" Behörden des Unter- Elsaß erst inzwischen von dem Geist der kaiserlichen Sedanrede ergriffen worden?— Die Genossen werden nun von Straßburg regelmäßig nach dem badischen Neumühl pilgern. — Amtsrichter Dr. Becker ist nicht befangen, so hat denn nun glücklicherweise auch das Dresdener Oberlandesgericht entschieden in der von uns schon mehrfach besprochenen Sache gegen den Vorsitzenden der Turnerschast Pieschen, den Genossen Emil Lungwitz. Auf seine Beschwerde gegen den ablehnenden Beschluß des Landgerichts erhielt er folgenden Bescheid: Das königlich sächsische Oberlandesgericht hat nach An- hörung der Staatsanwaltschaft die nach tz 23 der Straf- Prozeßordnung als sofortige zu betrachtende Beschwerde des Zigarrenarbeiters Emil Lungwitz in Pieschen gegen den Beschluß der Strafkammer des Landgerichts Dresden, wo- durch in der wider ihn bei dem Amtsgericht Dresden anhängigen Strafsache wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz vom 22. No- vember 1856 das von ihm gegen den Amtsrichter Dr. Becker als Vorsitzenden angebrachte Ablehnungsgesuch für unbegründet erklärt worden ist, da den für diese Entscheidung in dem an- gefochtenen Beschlüsse geltend gemachten Gründen bei- zupflichten und zu deren Widerlegung etwas Beachtens- werthes nicht vorgebracht worden ist, sowie in betracht, daß Wechsel der Entscheidung noch keineswegs Miß- trauen gegen die Unparteilichkeit des Richters zu be- gründen geeignet ist, welcher an der abgeänderten Ent- scheidung theilgenommen hat, und daß endlich das Anführen des Beschwerdeführers: Amtsrichter Dr. Becker habe bei Gelegenheit einer Verhandlung gegen den Stellmacher Gruner nicht zur Sache gehörige Bemerkungen über die Sozialdemokratie gemacht. woraus seine Voreingenommenheit gegen diese Partei, welcher der Angeklagte angehört, hervorgehe, theils thatsächlich zu un- bestimmt ist, theils der nach Z 26 der St.-P.-O. erforderlichen Glaubhaftmachung entbehrt, als unbegründet verworfen und dem Beschwerdeführer gemäß§ 565 der St.-P.-O. die Kosten des Rechtsmittels auferlegt. Die„Sächsische Arbeiter-Zeitung" bemerkt hierzu: Also der„Wechsel der Entscheidungen", die Masse der von Lungwitz in seiner Beschwerdeschrift angeführten kasfirten Urtheile des Amtsrichters Dr. Becker sind nicht geeignet, Mißtrauen gegen die Unparteilichkeit des Richters zu begründen. Auf den Um- stand, daß Amtsrichter Dr. Becker Waldschlößchen- Aktionär ist und von Lungwitz während des Waldschlößchen- Boykotts in seinem Geschäft als solcher geschädigt wurde, ist das Ober-Landes- gericht überhaupt nicht eingegangen. Kopsschüttelnd muß man sich fragen, welchen Lebenszweck der§ 23 der St.-P.-O. eigentlich zu erfüllen hat. Trotz dieses Ausganges möchten sich aber die Parteigenossen nicht abhalten.lassen, vorkommendenfalls den Amts- richter Dr. Becker abzulehnen. — Genosse Wu lisch leger, Redakteur des Basler „Vorwärts", wird wegen Majestätsbeleidigung von deutschen Ge- richten verfolgt. Unser Basler Bruderorgan ist in der Lage, aus Nr. 219 der vom großherzoglich badischen Korpskommando der Gendarmerie ausgegebenen Fahndungsblatte(datirt Karlsruhe 26. September 1895) folgendes zu veröffentlichen: „Kreis Lörrach. Nr. 4945. Gr. Amtsgericht Lörrach. 14. IX. 95.(Nr. 19 631.) Gegen Redakteur E. Wullschleger in Basel, welcher als Aus- länder fluchtverdächtig erscheint, ist wegen Majestätsbeleidigung die Untersuchungshaft verhängt. Es wird ersucht, denselben beim Betreten im Inlands zu ver- haften und in das hiesige Amtsgesängniß einzuliefern." Da Majestätsbeleidigungen, von Ausländern im Auslande ver- übt, im Deutschen Sieiche nicht strafbar sind, so haben wir es wohl wieder mit einer merkwürdigen Auslegung deutscher Strafgesetze zu thun._ SoMle Lleberflchk. Landarbeitcrverhältnisse i» Mecklenburg. Von zwei Gütern Mecklenburgs sandten uns Landarbeiter Schilderungen des H o f g ä n g e r l e b e n s. Die Angaben sind im wesentlichen gleich und dürften daher auf das Hofgängerwesen wenigstens eines großen Theils des Obotritenlandes zutreffen. Danach hat der Hofgänger jede vorkommende Arbeit, sei sie landwirthschaft- lich oder anderer Art, zu verrichten. Die Arbeit beginnt früh 6 Uhr und dauert bis abends 3 und 9 Uhr, in der Ernte auch noch länger. Der Inspektor sorgt durch strengste Kontrolle dafür, daß immer aufs flottste gearbeitet wird. Thätlichkeiten des In- spektors gegen die Arbeiter sind nichts Seltenes, ebenso wenig Strafabzttge vom Lohn. Die Geldstrafen werden um so schwerer empfunden, als der Hofgänger jährlich nur 72—75 Mark Lohn bekommt. Neben freier Station allerdings, aber diese ist auch danach. Kartoffeln, Speck, grobes Brot, Mehlsuppen, Kaffee, mitunter Hering— das sind die Hauptbestandtheile der Kost. Sonntags ist, wenn der Hofgänger nicht dem Tagelöhner helfen muß, Arbeitsruhe. Der Hofgänger hat dann Gelegenheit, die einzige geistige Nahrung, die es für die Proletarier auf dem Gute giebt, entgegenzunehnien; sie wird in Gestalt der religiösen „Erbauung" durch den Gutsgeistlichen gespendet, und zwar in ausreichendster Weise. Daß der Hofgänger fein ruhig, ohne Mucksen, sein Joch ertrage, dafür ist durch das ritterschastliche Polizeiamt gesorgt. Kurz, der Hofgänger führt ein Dasein, dessen Trübseligkeit im schneidendsten Gegensatz zu dem Wohlleben der Herren Grundbesitzer steht. Zur Einführung des NormalarbeitStagcS in Nußland. Nachdem die Lodzer Sektion des„Vereines für die Förderung der russischen Industrie" die Frage über die Normirung des Arbeitstages angeregt hat, hat sich der Moskauer„Verein für die Förderung und Entwickelung der Mannfaktur-Industrie" auch mit dieser Frage befaßt. Im Auftrage der Abtheilung dieses Vereins für die Textilindustrie hat der Vorsitzende der- selben, Aljantschikoff, 77 Fragebogen an Mitglieder des Vereins, welche Beziehungen zur Textilindustrie haben, wie auch an zwölf andere Personen(Fabrikdirektoren, Fabrikärzte und-Inspektoren) versandt und über die 36 eingelaufenen Antworten berichtet er jetzt in den„Rußkija Wedomosti" das folgende: Von den Antwortenden(welche Unternehmer oder meistens ihnen nahe stehende Leute sind) sagten drei, die Frage über den Normalarbeitstag sei überhaupt grund- und zwecklos ausgeworfen worden; die Antwortenden meinten, das An- egen dieser Frage sei ein schlaues Manöver der Fabri- " nur = fanten in Lodz gewesen, welche in der Normirung auch wir seit sechs Jahren eine Organisation, ben 3entral- fich zu Hause allerdings für einen anderen Schuhmacherdes Arbeitstages ein Mittel erblickten, ihre Konkurrenten in verein der Gärtner, aber der geringste Theil von gearbeitet habe und bei der Kasse überhaupt nicht anges Mittel- Rußland zu ruiniren, indem sie glaubten, daß dort die Euch hat es bisher für nothwendig gehalten, sich demselben anmeldet sei. rückständigere Industrie bei einem kürzeren Arbeitstage leiden zuschließen. Theils aus Gleichgiltigkeit, theils aus Vor Der Bezirksausschuß verurtheilte die Krankenkasse aus den würde, während er der fortgeschritteneren Industrie in Russisch- eingenommenheit und theils aus anderen Gründen bliebt Ihr eingangs angeführten Gründen zur Zahlung der Kurkosten, wobei Bolen nicht schaden könne. Die meisten Antwortenden erklärten unserer Bewegung fern und habt es auf diese Weise dahin ge- der Vorsitzende ausdrücklich betonte, daß das Versicherungsaber, daß eine Normirung des Arbeitstages im Interesse der bracht, daß unsere Organisation in den letzten Jahren nennens verhältniß rechtlich mit dem Vorhandensein des die VersicherungsGesundheit der Arbeiter und ihres ungestörten Familienlebenswerthe Attionen nicht mehr in Szene setzen konnte. Wohl haben pflicht begründenden Thatbestandes perfekt, und nicht etwa erst nothwendig sei, wobei mehrere außerdem noch darauf Nachdruck wir einen Sturmlauf gegen die Gewerbeordnung unternommen, durch die Anmeldung oder durch Beitragszahlung begründet legten, daß das Intereffe der Industrie eine solche Normirung wohl haben wir mit aller Energie daran gearbeitet, den Be- werde; die Anmeldung habe nur eine ordnungspolizeiliche Beerfordere, denn erschöpfte Arbeiter könnten keine gute Waaren stimmungen der Gewerbeordnung unterstellt zu werden, aber deutung. Zum Schlusse machte der Vorsitzende den Vertreter der produziren und das Ausland habe eine bessere Industrie, weil was will das heißen, wenn nur ein geringer Prozentsaz| Stadt Berlin noch darauf aufmerksam, daß es bei der großen es intelligentere Arbeiter habe; diese könne aber Rußland bei der Kollegen daran theil nimmt, während die übrigen Wichtigkeit der Angelegenheit wohl angezeigt wäre, wenn der dem gegenwärtig im Durchschnitt Durchschnitt 12-13 Stunden be: in Gleichgiltigkeit versunken, mit offenen Augen ihr Magistrat die Krankenkassen auf diese zur Sprache gekommene tragenden Arbeitstage nicht haben. Einer von den Antworten Leben verschlafen. Kollegen! Die Zustände in unserem durch das Gesetz vom 10. April 1892 geschaffene Aenderung des den meinte, das Interesse des Staates, welcher selbst für die Berufe find wahrlich nicht dazu angethan, diese Schlaf- alten Krankenkassengesetzes durch Zirkular hinweiſe. Veredelung der Pferderasse sorge, erheische auch eine Fürsorge müßigkeit noch länger fortdauern zu lassen, denkt an die Dauer für die industriellen Arbeiter. Entschädigungsberechtigte können auch nach Ablauf unserer Arbeitszeit, denkt an unseren Lohn und an die schimpfDie größte Bahl der Antwortenden hat sich für die Festlichen Arbeitsbedingungen, denen wir auf grund der Gesinde der zweijährigen Frist Ansprüche auf Unfallrente geltend fehung des Arbeitstages auf 11 Stunden, einzelne haben sich für Ordnung unterstellt sind und erwacht aus Eurem geistigen Schlaf; machen, wenn sie glaubhaft darthun können, daß sie von der den Achtstundentag ausgesprochen, doch soll der Uebergang zum wenn Ihr noch eine Spur von Menschenwürde in Eurer Brust Verfolgung des Anspruchs durch außerhalb ihres Willens liegende fürzeren Arbeitstag fiufeniveise vollzogen werden. Die Frage, hegt, wenn Ihr noch fähig seid, Euch zu schämen, dann vereinigt Verhältnisse abgehälten worden sind. Eine diesbezügliche Beob die Normirung von den Fabrikanten selbst oder von der Re- Euch mit uns zu gemeinschaftlichem Handeln. Wir haben in ftimmung enthält§ 59 des Unfallversicherungs- Gesetzes vom gierung besorgt werden soll, wurde zu gunsten der ersteren nur diesem Sommer eine Agitationsbroschüre über ganz Deutschland Juli 1884. Hinsichtlich der Anwendung dieser Bestimmung iſt von drei Antwortenden entschieden. Die meisten meinten, daß verbreitet und sind noch einige Exemplare vom Hauptvorstand ein Fall von Interesse, den das Reichs- Versicherungseine Durchführung dieser Maßregel ohne gesetzlichen Zwang nicht zu beziehen. Eine Gemeinde, die ihrer Wegeami türzlich erledigte. baupflicht zu genügen hatte, beschäftigte mit dem Brechen zu erwarten ist. Der Hauptvorstand des Zentralvereins der Gärtner, und Verladen von Steinen auch einen gewissen Martin. Die Frage, ob die Normirung des Arbeitstages mit einem Hamburg, Uhlenhorst. Derselbe erlitt hierbei einen Unfall. Als sich die Folgen Schaden für die Industrie verbunden sei, wurde nur von wenigen Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Der erit nicht sehr beachteten Verlegung in unangenehmer Weise bejaht, und diese sprachen von einem Schaden für die kleinen Fabriken, für die großen erwarten sie einen Schaden nur bei Die außerordentliche Generalversammlung des auf bemerkbar machten, wandte sich Martin an den Bürgermeister, rafchem, unvermitteltem Uebergang zu einer furzen Arbeitszeit. gelöften Berg- und Hüttenarbeiter Verbandes, welche am fich zu erkundigen, wie es mit der Unfallanmeldung sei. Das Die meisten meinten aber, der momentane Schaden würde 22. d. M. nachmittags auf der Zeche" in Hohenstein- Ernstthal Gemeindeoberhaupt hatte nun derzeit zwar mit der Tiefbauwegen der Versicherung der Steindurch Besserungen im Betriebe, zu welchen die Fabrikanten stattfand, nahm einen äußerst günstigen Verlauf, da alle Anträge Berufsgenossenschaft 2C. Unterhandlungen angetnüpft, aber infolge durch die Verkürzung der Arbeitszeit veranlaßt würden, wie des Vorstandes angenommen wurden. Das für die neue Be- träger Mißverständnisses von der thatsächlich erforder= auch durch die Erhöhung der Jntelligenz der Arbeiter behoben. gräbnißkaffe entworfene Statut wurde vorläufig gut geheißen, eines Versicherung Abstand genommen. Der Bescheid, Aljantfchikoff berichtet auch über die auf seine Anregung in nur soll es der Liquidationskommission, welche bis zur ersten lichen dem Verein für den Schutz der Volksgesundheit"( dessen Bor- Generalversammlung der neuen Kaffe, in Gemeinschaft mit dem welchen Martin erhielt, fiel dementsprechend aus, und ver die Berufsgenossenschaft unbehelligt sitzender Professor Wirenius ist) stattgefundene Besprechung des gestern ebenfalls ernannten Bevollmächtigten P. Horn, die Ge- anlaßte denselben, Normalarbeitstages. In der Resolution, welche in der Sigung schäfte führen wird, gestattet sein, redaktionelle Aenderungen zu lassen. Nach geraumer Zeit theilte der Bürgermeister dent dieses Vereins vom 12. Mai dieses Jahres angenommen worden vorzunehmen. Das Vermögen der alten Kasse wird laut Be- Martin mit, daß die Gemeinde jetzt der Genossenschaft Beiträge ist, wird erklärt, daß die gegenwärtige unbeschränkte Arbeitszeit schluß auf die neue Kasse übergeführt und alle Mitglieder der zahle und forderte ihn auf, nun nachzusehen, wie es mit einer für die Arbeiter äußerst schädlich sei, daß der normale von der alten Kaffe treten mit ihren Rechten und Pflichten der neuen Rente fei. Der Verletzte ließ sich das natürlich nicht zweimal Gesetzgebung festzusetzende Arbeitstag der achtstündige sei, da die Kasse bei. Zu liquidiren wäre also eigentlich nur das Verbands- sagen. Sein Rentenanspruch wurde jedoch wegen der inzwischen 30 000. beträgt. Bur eingetretenen Verjährung zurückgewiesen. Das Schiedsgericht Arbeiter 8 Stunden für den Schlaf und 8 Stunden für die Ruhe vermögen, welches ungefähr das Reichs- Versicherungsamt hielten aber den Beund Befriedigung ihrer geistigen und physischen Bedürfnisse haben Liquidations Kommission wurden vier Mann gewählt, unter und müßten. Die Nachtarbeit sei den Frauen und Kindern unbedingt ihnen auch der frühere Vorsitzende H. Sachse, welcher in scheid der Berufsgenossenschaft nicht für begründet, die Bezu verbieten. Auf die Frage, ob es jetzt in Rußland nicht zu drei Wochen seine einjährige Gefängnißhaft verbüßt haben wird. rufung des Klägers hatte Erfolg und der dagegen eingelegte viel Feiertage gebe, wurde von dem Verein verneint; er fand, Gine oppositionelle Liste, an deren Spiße der Vorgänger Refurs der Genossenschaft erlitt das Schicksal der Abweisung. daß 280 Arbeitstage im Jahre zu 8 Stunden das Normale feien, Sachse's, Karl Ebert stand, brachte es nur auf 1000 Das Rekursgericht sprach aus, daß gerade in diesem Falle die nur sollen sich die Feiertage gleichmäßiger im Jahre vertheilen, Stimmen, während die Gewählten ca. 3000 Stimmen auf sich an sich zu spät erfolgte Anmeldung des Unfalles im Sinne des als dies bis jetzt der Fall ist. vereinigten. Die Zeitung, Glückauf" und die Verbandsbibliothet§ 59 des Gesetzes von 1884 entschuldigt erscheine, weil die vom wurden für einen mäßigen Preis an vier bekannte Mitglieder Kläger und Refursbeklagten in Anspruch genommene Behörde verkauft. Das Abonnement beträgt bei wöchentlich einmaligem eben diejenige gewesen sei, welche die Versicherung der fraglichen Erscheinen in der Hauptexpedition und bei den Filialen 30 Pf. Arbeiter in die Wege zu leiten hatte. Die Antwort des Bürgerpro Monat. Die Abonnenten sollen Anspruch auf Gewährung meisters habe Martin als diejenige der befugten Autorität er von Rechtsschutz haben, Berufungsschriften werden ihnen im scheinen müssen. Bureau der Zeitung unentgeltlich ausgefertigt, in besonderen Fällen soll auch Unterstüßung aus der Zeitungstaffe gewährt werden. Es handelt sich darum, die Bergleute zusammen zu halten und sie nicht schuhlos dem Grubenkapital preiszugeben. Auf welchen Friedhöfen darf der Laie Grabreden Die Herren Grubenbefizer scheinen wirklich zu glauben, sie könnten bald die Erbschaft des aufgelösten Verbandes in ihrem Sinne halten? Den schlesischen Genossen Püschel und Wunder war ein großes Staatsverbrechen zur Last gelegt worden, dasjenige antreten, fie wollen ,, fönigstreue Knappenvereine" und Beerdigungstassen auf den einzelnen Werken gründen. Die Ver- nämlich, bei der Beerdigung eines verstorbenen Mitkämpfers am fammlung muß ihnen aber wieder gezeigt haben, daß der Liebe Grabe desselben eine Rede" gehalten und damit gegen die Regierungsverordnung vom 31. März 1855 verstoßen zu haben, Müh umsonst ist und die Bergleute auf diesen Leim nicht nach welcher es nur Geistlichen gestattet ist, auf Kirchhöfen Reden gehen, das bewiesen schon die Wahlen. vom Stapel zu lassen. Die Angeklagten hatten dem dahingegangenen Streik französischer Eisenbahnarbeiter. Wie aus Gesinnungsgenossen thatsächlich nur ein kurzes Lebewohl vergönnt. Carcassonne gemeldet wird, haben die im Streit befindlichen Während die Staatsanwaltschaft durch alle Instanzen die AufEisenbahnarbeiter der im Bau begriffenen Eisenbahnlinie fassung vertrat, die Verordnung von 1855 beziehe fich auf sämmtQuillan- Rivesaltes die ihnen von den Bauunternehmern an- liche Kirchhöfe, erkannten Schöffengericht, Straffammer und gebotene Lohnerhöhung ausgeschlagen, weil ihnen dieselbe nicht Kammergericht unter der Begründung auf Feisprechung, daß von hoch genug war und setzen den Ausstand fort. der Verordnung nur diejenigen mit firchlicher Ordnung, nicht aber die der politischen Gemeinden gemeint seien, zu welch letzteren der in Frage kommende Begräbnißplaz gehört. Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. An die Puzzer Berlins und der Umgegend. Kollegen! In der öffentlichen Versammlung am 23. September habt Ihr den Beschluß vom 16. September, wonach überall da, wo die Abschlagszahlungen von 7 M. pro Tag bei neunstündiger Arbeitszeit nicht pünktlich jeden Sonnabend gezahlt wird, die Arbeit einzustellen ist, aufrecht erhalten. Kollegen, wir sind der Ansicht, daß Ihr alle zu der Ueberzeugung gekommen seid, daß der fortwährenden Lohn- und Preisdrückerei in unserem Gewerbe endlich ein energisches Halt entgegengerufen werden muß. Wir fordern Euch alle, die organis firten und unorganisirten, auf, obigen Beschluß stritte zur Durchführung zu bringen. Kollegen zeigt, daß Ihr Männer seid. Dann, aber auch nur dann, wird es uns möglich sein, einen Erfolg zu erzielen. Alle arbeitslosen Kollegen werden ersucht, sich täglich vormittags bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44, einzu finden. Donnerstag, den 26. September, vormittags 10 Uhr, finbet eine Versammlung aller arbeitslosen Buzzer statt. Gleichzeitig ersuchen wir die Kollegen über freie Arbeitspläge Mittheilung an die Kommission bei Röllig gelangen zu lassen. Mit follegialischem Gruß: Die Kommission. V Aus anderen Gründen Englische Streifstatistik. Im Mai und Juni( die ein geklammerten Zahlen beziehen sich auf letzteren Monat) brachen von der„ Labour Gazette" 84( 65) neue Streits in England aus, nach denen entfielen: Jufolge v. Streitigkeiten in Betreff in Sachen des Lohnes TradeUnions Mai Juni Mai Juni gewerbe.. 18 Achtung, Vergolder! Der Generalstreit dauert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. Das Streitbureau befindet sich Annenstraße 16; in Rixdorf bei Kummer, Berlinerstraße; in Weißensee bei Fren, Königs- Chaussee und Lehderstraßen Ecke; im Norden bei Gleinert, Müllerstr. 7a, geöffnet von 9-12 und von 2-5 Uhr. In der Neanderstraße sind zwei Auf das BauListen 1021 und 1022, eine Streitkarte und ein Verbandsbuch auf den Namen Jähde verloren gegangen. Wir bitten, dieselben im Auf die BeStreitbureau, Annenstraße 16, abzugeben. Die Agitationstommission. 3 = werte ( Arbeitszeit, Jm Ganzen Arbeitsart 2c.) Mai Juni Mai Juni 8 3 2 5 4 26 14 Kleidungsindustrie.. 3 Auf die Metallindustrie.. Auf die Berg1 3 4 4 6 1 2 3 7 5 10 6 3 4 7 20 12 1 3 3 6 10 7 industrie.. 4 Industrien 5. 8 3 1 2 9 14 4 50 27 3 3 1 8 9 14 12 20 21 84 65 Aufruf an die Schneider und Näherinnen aller Brauchen: Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Zuschneider, Rinderkonfettions-, Blousen- und Tritottaillen Näherinnen, HerrenkonfettionsSchneider und Mäherinnen u. s. w. Eine öffentliche Auf den Schiffs Versammlung, in der die Frage der Betriebswerkstätten und die bau, Docks2c. 4 Stellung der Zwischenmeister erörtert werden soll, tagt am Auf die TextilDienstag, den 1. Oktober, abends 82 Uhr, in Louis Keller's Festfälen( großer Saal), Koppenstr. 29. In den Zwischenmeister- Auf verschied. treifen wirbelt diese Frage gegenwärtig viel Staub auf. Mehrere Versammlungen, welche sich damit befaßten, sind der Auflösung durch den Tumult der Zwischenmeister verfallen. Eine ein- Von 76( 53) von diesen Streifs, von denen genauere Daten gehende sachliche Begründung unserer Forderung erscheint daher bekannt sind, waren 20 457( 8549) Personen betroffen. Am Ende nothwendig. Wir fordern deshalb alle Kollegen und Kolleginnen des Monates waren 33( 34) in diesem Monate und 30( 14) auf, für diese Versammlung rege zu agitiren, damit den Zwischen- ältere Streifs, von denen 6700( 8100) Arbeiter betroffen waren, meistern die Möglichkeit genommen ist, die Versammlung zu stören. nicht ausgeglichen. Die Agitationstommission. der Schneider und Schneiderinnen Berlins.. J. A.: J. Zimm, Vertrauensmann. Gerichts- Beitung. " Der Premierlieutenant a. D. Harry Wendling, expedirender Sekretär und Kalkulator in der physikalisch- technischen Reichsanstalt, zuleßt in Berlin wohnhaft, stand gestern vor dem Schwurgericht am Landgericht II, um sich wegen Verbrechens im Amte zu verantworten. Der Angeklagte wurde durch die Anflage beschuldigt, durch fortgesetzte Unterschlagungen den Fistus die um Summe von 16 000 17 000 Mart geschädigt und außerdem in mehreren Fällen die seiner Führung anvertrauten Bücher gefälscht zu haben. Aus der Untersuchungshaft vorgeführt, in welcher sich Angeklagter seit Mitte Juli d. J. befindet, legte derselbe ein volles Geständniß ab und schilderte die Art und Weise, wie er zum Verbrecher ge= worden sei, in folgender Weise: Er sei früher Offizier gewesen, habe den französischen Krieg mitgemacht und das eiserne Kreuz zweiter Klasse erhalten. Nach dem Kriege habe er im 56. Res giment weitergedient und sei Premierlieutenant geworden. Die aus der Kriegszeit stammenden rheumatischen Leiden zwangen ihn jedoch, im Jahre 1881 seinen Abschied zu nehmen. Er erhielt nur 600 Mart Pension pro Jahr und mußte sich einen anderen Erwerb suchen. Er bewarb sich bei allen Staatsbehörden um eine Anstellung, im ersten Jahre fonnte er nirgends alt= tommen, im zweiten Jahre erhielt er Beschäftigung, doch nur mit einem Monats- Einkommen von 75 M. Um eine feste Anstellung mit besserem Gehalt zu bekommen, ging er von einer Behörde zur anderen, bis er endlich am 1. April 1890 in der physikalisch- technischen Reichsanstalt angestellt wurde, anfangs mit einem Gehalt von ca. 2500 M.( intl. Wohnungsgeld- Zuschuß), zuletzt mit ca. 3600 M. Im November 1893 habe er die Unterschlagungen begonnen. Er hatte die Bücher zu führen und die Gelder Soziale Rechtspflege. einzuziehen bezw. zu vereinnahmen, welche vom Publikum für die amtliche Prüfung von optischen und physikalischen Instrumenten Heimarbeiter und Krankenversicherungspflicht. Daß zu zahlen waren. In jedem solchen Falle erhielt er eine AnMaler und Lackiver. In Leipzig hielten die Maler- und Lacirergehilfen am Sonntag eine Versammlung ab und be- auch diejenigen Personen, welche von den Gewerbe- weisung mit der Angabe des Betrages, welchen er in seine schloffen, der„ Leipz. 3tg." zufolge, daß die noch ausständigen treibenden außerhalb ihrer Betriebsstätten be Bücher unter„ Soll" einzutragen hatte. Bahlten die Auftragschloffen, der„ Leipz. 3tg." zufolge, daß die noch ausständigen schäftigt werden, der Krankenversicherungspflicht geber die Gebühren freiwillig oder mußte er die Einziehung 25 Gehilfen im Ausstande zu verharren und nur solche Arbeit 25 Gehilfen im Ausstande zu verharren und nur solche Arbeit unterliegen, ist eine sehr wichtige durch das Krankenversicherungs: bewerkstelligen lassen, hatte er die eingegangene Summe unter anzunehmen hätten, die nach dem geforderten Tarif bezahlt Gesetz vom 10. April 1892 herbeigeführte Aenderung des Gefeßes Jst" zu buchen. Die Unterschlagungen hatte er nun in der werde. Der Ausstand soll erst dann für beendet erklärt werden, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter vom 15. Juni 1883. Beise verübt, daß er zahlreiche Beträge weder unter das wenn der letzte Ausständige untergebracht worden ist. Ueber Umsomehr ist es zu bedauern, daß die Krankenkassen von diesen Soll" noch unter das Ist" buchte und die Gelder einfach Wertstellen, die den Tarif nicht einhalten, soll die Sperre ver- enderungen bislang noch keine Notiz genommen haben und daß in seine Tasche gleiten ließ. Das war ihm um so leichter möghängt werden. lich, als er nur allwöchentlich die vereinnahmten Gelder abzuliefern hatte und der abnehmende Revisor nur die unter" Jit" eingetragenen Beträge notirte und damit das abgelieferte Geld verglich. Eine weitere Kontrolle fand kaum statt. Erst zu Aufang d. J. wurde eine andere Einrichtung getroffen. Angeklagter mußte das„ Soll" unter Aufsicht des Direktors ausfüllen, doch nun fälschte der Angeklagte die Bücher, indem er die eingetragene Bahl reduzirte, z. B. aus einer dreistelligen nur eine zweistellige Zahl machte. Diesen verkleinerten Betrag trug er dann auch Diese Ausnahme ist im neuen Krankenversicherungs- Gesez unter„ Ist" ein, und die Differenz fiel wieder in seine Tasche. vom 10. April 1890 durch einfaches Weglassen beseitigt, und Der Angeklagte gab auf Befragen des Präsidenten, LandgerichtsAu die Gärtner Deutschlands. Kollegen allerorts! diesem Umstande ist es auch wohl zuzuschreiben, daß sich die Direktor Magnus, an, er habe mit den unterschlagenen Summen Ueberall, wohin wir blicken, gewinnt die Arbeiterbewegung an Krankenkassen um die Verpflichtung der Arbeitgeber, auch die einen Theil der Schulden gedeckt, die er als Offizier gemacht Ausdehnung, in den entlegensten Gegenden und in den kleinsten außerhalb der Betriebsstätten Beschäftigten zu versichern, nicht hatte, der Vorsitzende hielt ihm aber vor, daß er sehr verOrten schaaren sich die Arbeiter um das Banner der Sozial- gefümmert haben. schwenderisch gelebt und namentlich mit Damen und in Lokalen demokratie. Die Angehörigen aller Berufsarten organisiren sich, Eingehend zur Sprache kam obige Angelegenheit kürzlich mit Damenbedienung viel Geld verbraucht hat, was der Anweil sie erkannt haben, daß nur in Form einer Vereinigung ein in einer Sigung des Bezirksausschusses, bei welchem die Stadt geklagte nicht völlig bestreiten konnte. Die Geschworenen votirten Vorgehen gegen die Macht des Kapitals möglich ist, und fast Berlin die Ortskrankenkasse der Schuhmacher wegen Bezahlung im Sinne der Anklage für schuldig, sie verneinten auch die Frage alle Gewerkschaften besigen deshalb festgefügte Organisationen. von Rurkosten für einen im städtischen Krankenhause verpflegten nach mildernden Umständen und demgemäß lautete das Urtheil Nur wir Gärtner stehen noch immer abseits von der und behandelten Schuhmacher verklagt hatte. Die verklagte Stasse auf vier Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehr. großen Echaar der aufgeklärten Arbeiterschaft; zwar besigen verweigerte die Zahlung, weil der betreffende Schuhmacher bei verlust. Die Sattler der Militäreffekten- Fabrik von Gammersbach in Roisdorf bei Bonn haben die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Achtung, Tabakarbeiter! Die F. Leopold'sche Fabrik in Haynau in Schlesien ist in den Besitz der Firma Deter übergegangen. Sofort wurden die Löhne bei den Rollern sowie Wickelmachern reduzirt. Deshalb legten sämmtliche Zigarren und Wickelmacher die Arbeit nieder. Zuzug ist streng fernzuhalten. alle Arbeiter und Arbeiterinnen, welche im eigenen Heim für andere Gewerbetreibende arbeiten, ihr Anrecht auf Mitgliedschaft bei den zuständigen Krankenkassen nicht geltend machen. Durch§ 2 Nr. 4 des Gesetzes vom 15. Juni 1883 waren om Versicherungszwange allerdings ausgenommen und dem selben nur durch statutarische Bestimmung zu unterstellen: " Personen, welche von den Geiverbetreibenden außerhalb ihrer Betriebsstätte beschäftigt werden." Verantwortlicher Redakteur: Fri Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Vading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 224. " Lokales. schreibt Herr v. Gerlach, " Mittwoch, den 25. September 1895. zur Schande des evan= gelischen deutschen Volkes sei es gesagt! der Nichtprotestanten" wesen sein." " Auch die sonstigen Bemühungen, Geld auf jeden Fall zu sammenzuholen, werden anschaulich geschildert: „ Ein Landrath der Provinz Sachsen erzählte mir, man hab ihm von oben" nahe gelegt, feinen Kreistag dazu zu bringen aus den lex- Huene- Geldern einen beträchtlichen Betrag für den Kirchenbau zu gewähren. Natürlich müsse dies unter der Hand geschehen, d. h. ohne die Quelle anzugeben, aus der man die Gelder schöpfe, da nach der lex Huene jede andere Verwendung dieser Gelder als für Schulen, Armen und Gemeinde zwede ungefeßlich sei." Das ist ja sehr niedlich! Auch die Art, wie Herr v. Mirbach seinem Zorn gegen die Zeitung Das Volk" freien Lauf ließ, als diese am 17. Mai 1893 einen großen Theil derartiger Machenschaften aufgedeckt hatte, wird an drastischen Beispielen dargethan: 3wei Geistliche einer Berliner Vorortgemeinde famen zu Freiherrn v. Mirbach, um ihn für die kirchlichen Bedürfnisse ihres riesig anschwellenden, von der Sozialdemokratie völlig be herrschten Dorfes zu interesfiren. Auf einmal, wiederum ohne jeden Anlaß, fängt der Herr Oberhofmeister an, gegen die eigentlichen Verleumdungen des Volls" zu polemisiren. Der eine der beiden Geistlichen ist ein Mitarbeiter des Volks". Er mußte schweigen, um nicht seiner Gemeinde das Wohlwollen der auf firchlichem Gebiete übermächtigen Persönlichkeit zu entziehen." " wird. " " Die Benutzung der Pferdebahn durch Offiziere 12. Jahrg. ver BeBevorzugung von Offizieren auf der Pferdebahn. geringen Pflichteifer bekunden, maßen sich an, die sozialdemo Der Berl. 3tg." wird geschrieben, auf der Strecke nach Tegel fratische Partei zu vernichten, deren Anhängerschaft trotz des Die Erfahwahlen zur Stadtverordneten- Versammlung unterbleibe Offizieren gegenüber die Billetkontrolle, während sie Elends, in dem sie lebt, bislang geradezu beispiellose Beweise finden statt für die dritte Abtheilung Dienstag, jedem Zivilisten gegenüber streng durchgeführt werde. Die Frage opfermuthiger Pflichterfüllung gegeben hat. den 5. November, für die zweite Abtheilung Mittwoch, eines Passagiers nach den Gründen dieses Verfahrens sei weder Schämen sollten sich die reichstreuen Mastbürger. den 6. November und für die erste Abtheilung Donnerstag, den vom Kontrolleur noch vom Kondukteur beantwortet worden. 7. November. Als Neuerung ist, wie die„ Volts- Zeitung" meldet, Diese Klage erinnert uns an eine ähnliche, die vor drei Jahren miethers, die feit 1. Oktober 1894 besteht, bezeichnet der neueste Die Einschränkung des Retentionsrechtes des Verdurchgängig eine Theilung der zweiten Abtheilung eingeführt in der Presse auftauchte. Offiziere sollten soviel wir uns er worden, um die räumliche Ausdehnung der Wahlbezirke zu be- innern, war es gleichfalls auf der Tegeler Linie, die wegen des Magistratsbericht über das städtische Obdach als vortheilhaft für schränken. Auch die dritte Abtheilung werde in zwei oder mehr Schießplates viel von Offizieren benutzt wird als Ueberzählige die Stadtgemeinde. Ermittirte Familien seien nun nicht mehr Distrikten wählen, die unter Vermeidung früher gemachter Fehler aufgestiegen und vom Kondukteur nicht zurückgewiesen worden genöthigt, von allen Sachen entblößt das Obdach aufzusuchen, diesmal durch die zusammenliegenden Stadtbezirke gebildet seien. feien. Auch damals wurde, wie es jetzt in der oben erwähnten fondern könnten im Besige ihrer Mobilien eher eine Wie man in Byzanz Kirchen bant. In der konservativen Buschrift an die B. 3." geschieht, die Frage erörtert, ob etwa Wohnung finden. Die Unvollständigkeit des Berichtes, der obdachWochenschrift, Sozialreform" finden wir aus der Feder eine Bestimmung der Direktion bestehe, Offiziere anders zu be- wirft, gestattet nicht, genau zu ermitteln, wie weit die obige loſe Berliner und obdachlose russische Auswanderer durcheinander handeln als gewöhnliche Sterbliche, oder ob es sich nur um andes Herrn H. v. Gerlach einen ganz erbaulichen Artikel, der gedrillten Respekt der Kondukteure handle. Jemand, der sich Behauptung durch die Obdach- Frequenz feit Oktober 1894 diese Ueberschrift trägt. Die ursprünglich völlig freiwilligen Sammlungen für die darüber Gewißheit verschaffen wollte, fragte bei der Direktion bestätigt wird. Da jedoch vom 2. März 1895 ab teine Russen dem Andenken des alten Kaisers geweihte Kirche brachten", sobie Dienst vorschriften auf alle Fahrgäste gleich stellen, daß wenigstens in dieſem Monat noch nichts von schriftlich an und erhielt den Bescheid, daß die Schaffner mehr im Obdach verpflegt worden sind, so läßt sich festeiner günstigen Wirkung des das Retentionsrecht einschränkenden mäßig anzuwenden haben." Bezüglich des Verhaltens Es wurden vom Familiennur klägliche Erträge. Da berief der Oberhofmeister der Kaiſerin Dann würde es sich also nur um eine besondere, aber in- Obdach im März 1894( nach Abrechnung der Ruffen und der der Kontrolleure würde die Antwort wahrscheinlich ebenso lauten. Gesetzes zu merken gewesen ist. die Berliner Kollektanten und hielt ihnen eine kleine, eindringliche ſtruktionswidrige Coulanz der Kondukteure und Kontrolleure als Ralfaktoren beschäftigten Arbeitshäusler) 7604 VerpflegungsRede. Es handle sich darum, möglichst viel Geld zusammen handeln. Man darf jedoch vermuthen, daß diese Dienst Auch in den Miethsunterstützungen an entlassene Obdachlose zubringen. Wenn sie auch Juden und Katholiten auf- bandeln. Man darf jedoch vermuthen, daß diese Diensttage, dagegen im März 1895 8858 Verpflegungstage geleistet. suchten und von ihnen Geld bekämen, so schade das nichts. Die vorschrifts- Verlegung von„ oben" nicht ungern gesehen fommt die behauptete Besserung nicht zum Ausdruck. 1893/94 Rollettanten ließen sich das natürlich nicht zweimal sagen. Ich habe damals es war Anfang 1893 eine Reihe von Fällen die z. B. den ordinären Omnibus nie benußen und, wenn wir wurde für 2674, 1894/95 für 2915 entlassene Familien oder festgestellt, wo sie an die Thüren wohlhabender Juden Gaben nicht irren, auch nicht benutzen dürfen) ist für die Pferdebahn- Einzelpersonen die erste Miethe bezahlt. Dagegen hat sich allerdings die Zahl der Fälle bedeutend vermindert, in heischend anklopften. Theils bekamen sie in der That Geld, theils gesellschaft sehr werthvoll. Sie hebt die Pierdebahn auf ein denen die wegen Miethsrückstand einbehaltenen Sachen wurden sie unsanft aus der Wohnung gewiesen. " höheres" Niveau, indem sie ihr in den Augen des„ soliden durch das Obdach ausgelöst werden mußten, Jedenfalls ist ein ganz Theil„ unchriftliches Geld- der Bürgerthums" don Charakter eines„ vornehmeren" Beförderungs- 310 auf 203. Andererseits ift die Zahl der von Obdachlosen offiziöse Kirchenbaubericht, den Frhr. v. Mirbach übrigens auch bahn vielleicht doch Unrecht, wenn man annimmt, daß sie nur Bei Besprechung der Retentionsfrage weist übrigens der Bericht mittels verleiht. Deshalb thut man den Beamten der Pferde- mitgebrachten Möbel und Kleidungsstücke bedeutend gestiegen. dem Berliner Tageblatt" der Herren Mosse und Levysohn hat aus angedrilltem Respekt die Offiziere instruktionswidrig höflich auf einen Umstand hin, der das Berliner Hausagrarierthum in zugehen lassen, spricht euphemistisch von 50 000 M. Beiträgen behandeln. Pferdebahnbeamte dürften kaum den Muth finden, einem eigenartigen Lichte erscheinen läßt. Das Gesetz habe auch dem Kirchenbaufonds aus diesen Bemühungen zugefloffen. Einer der ersten Geldspender Instruktionswidrigkeiten au begehen, die nicht- erlaubt sind. dem Treiben derjenigen Hauswirthe ein Ziel gesezt, bie notorisch Die Bevorzugung der Offiziere mag für manchen Zivilisten ver= soll der in Berlin wohlbekannte Herr Goldberger gelegend sein. Aber die Mehrzahl der Berliner Spießbürger, die mit Vorliebe an solche Familien vermietheten, welche eben aus sehen, fühlt sich ganz kolossal dadurch geehrt, daß die Offiziere ſei gewesen, diese Familien unter Einbehaltung ihrer Sachen sofort den patriotischen Koller bekommen, wenn sie eine Uniform dem Obdach kamen. Zweck dieses ungewöhnlichen Verfahrens egmittiren, die Pferdebahn benutzen, und dürfte den Kondukteuren und nach kurzer Zeit wieder zu worauf dann Kontrolleuren sowie der Direktion der Pferdebahn eher dankbar zubekommen, die Miethe zu zahlen hatte. Das heißt: Die Obdachlosen die Obdach- Verwaltung, um die Sachen wieder herausdafür sein, daß sie bestrebt sind, dem Publikum die Freude zu mußten dazu dienen, den Hausbefizern den ausgefallenen erhalten Miethsertrag ihrer unvermiethet gebliebenen und wegen Städtisches Obdach. I. Familien Obdach. Im schlechter Beschaffenheit wahrscheinlich oft überhaupt unvermiethVerwaltungsjahr 1894/95, über das jetzt der Magistratsbericht baren Wohnungen durch unfreiwillige Vermittelung der Obdachvorliegt, wurden im Familien- Obdach 1792 Familien mit 6004 Verwaltung zu verschaffen. Eine saubere Gesellschaft! Köpfen und 2096 Einzelpersonen, zusammen 8100 Obdachlose verpflegt, gegen 1952 Familien mit 6656 Köpfen und 1834 Einzel- Junungswirken. Bekanntlich ist von den Sattlergehilfen personen, zusammen 8490 Obdachlofe in 1893/94. Den Frequenz- eine Petition an die verschiedenen deutschen Kriegsministerien rückgang erklärt der Bericht aus der Minderaufnahme russischer gerichtet worden, in welcher unter eingehender Begründung Auswanderer und aus dem am 1. Oktober 1894 in fraft ge- ersucht wird, bei Vergebung von Militärarbeiten die Untertretenen Gesetz, das dem Vermiether nicht mehr gestattet, dem nehmer, welchen Lieferungen übertragen werden, zu zahlungsunfähig gewordenen und daher exmittirten Miether pflichten, die betreffenden Arbeiten nur in eigenen Werkstätten selbst das Unentbehrlichste zurückzubehalten. Von der anfertigen zu lassen, dieselben aber nicht an Hausindustrielle oder strengeren Handhabung der Geschäfts Ordnung", die Heimarbeiter zu vergeben. Wir wir nun erfahren, bereitet die im vorigen Bericht als Mittel Herabminderung Sattler, Riemer- und Täschner- Innung eine Gegenpetition vor, der Frequenz gepriesen wurde, wird diesmal geschwiegen. Doch welche bezweckt, die Kriegsministerien zu veranlassen, die Petition ist diese Maßnahme erziehlicher Natur und Absicht", wie sie der Sattlergehilfen abzulehnen. Die fulturfeindlichen damals genannt wurde, schwerlich schon wieder beseitigt; der strebungen der Innungen offenbaren sich hier wieder offenBericht würde sich sonst wahrscheinlich darüber äußern. Die Un- fundiger Weise. die Vergleichung der Frequenzen der letzten Jahre. Will man scheinen es auf den Radau abgesehen zu haben, nachdem sie fontrollirbarkeit des Einflusses dieser Maßregel erschwert leider Die Herren Zwischenmeister der Konfektionsbranche Ein recht mannhafter Verkünder von Gottes Wort"! eine solche trotzdem versuchen, so muß man nicht nur die russischen gemerkt haben, daß man ihnen ernstlich zu Leibe zu gehen gewillt ist Besonders schmerzt es Herrn v. Gerlach natürlich, daß Herr Auswanderer ausscheiden, die für die Beurtheilung des Um- und es mit ihrer Fettböckigkeit etwas windig zu werden anfängt. v. Mirbach sich der Kirche wegen an Singer, den un- fanges der in Berlin herrschenden Obdachlosigkeit nicht in Erst lehthin hatten wir Gelegenheit, über einen Strauß zu be angenehmsten Typus der Sozialdemokraten", gewandt hat. betracht kommen können, sondern auch die bis 1893/94 als Kal- richten, denn diese Herren mit einer hiesigen Konfektionsfirma ob Schon im vorigen Jahre hörte ich in angesehenen politi faktoren im Obdach beschäftigt geweſenen Arbeitshäusler. Dann deren Einrichtung einer Betriebswerkstätte in etwas lebhafter" schen und firchlichen Kreisen diese Nachricht besprechen, die ergiebt sich für 1893/94 eine Frequenz von 7850 Personen mit Weise ausfochten und bereits wieder können wir über eine Radauübrigens nur uneingeweihten unglaublich scheinen konnte. Die 85 505 Verpflegungstagen, pro Tag durchschnittlich 234 Personen, Versammlung berichten, wie sie seit langer Zeit in Berlin nicht Blätter unserer Richtung mochten damals die Meldung pro Person durchschnittlich 11 Verpflegungstage; für 1894/95 mehr gesehen worden ist. Es war am Montag bei Keller in der nicht bringen. Man überließ, wie gewöhnlich, den eine Frequenz von 7884 Personen mit 80 295 Verpflegungstagen, Koppenstraße, wohin die Agitationskommission der Arbeiterinnen der fetten journalistischen Bissen dem Vorwärts". Der meldete pro Tag durchschnittlich 220 Personen, pro Person durchschnitt- Konfektionsbranche eine Versammlung einberufen hatte, um gegen dann glücklich vor einigen Wochen, Freiherr v. Mirbach habe lich 10 Verpflegungstage. Die Zahl der überhaupt Verpflegten das Vorgehen des Vereins der Konfettions Schneidermeister feinerzeit mit Singer und dem sozialdemokratischen Hutmacher- war also 1894/95 noch größer als 1893/94. Aber man hat die Stellung zu nehmen. Die in ihren Intereffen bedrohten Zwischengesellen Borgmann wegen Bewilligung der 300 000 m. verhandelt. Aufgenommenen fürzere Beit im Obdach behalten, man hat sie meister warenr in hellen Haufen erschienen und ließen sich auch hier Da die Nachricht im Vorwärts" stand, fonnte also wahrscheinlich noch mehr als im Vorjahre angehalten, das die willkommene Gelegenheit nicht entgehen, thatkräftigst ihre man sie ohne weiteres für wahr halten. Denn Obdach nicht als eine Versorgungsstätte für die Dauer, sondern Interessen zu wahren". Wie die Herren dies auffassen, das in allem, was amtliche Dinge anlangt, unterscheidet sich das nur während augenblicklicher Noth als Durchgang zu erneuter lehrte der mordsmäßige Nadau, den sie in der Versammlung sozialdemokratische Organ nur dadurch vom Reichs- Anzeiger", selbständiger Verwerthung der eigenen Arbeitskraft zu be- vollführten, sowte etliche Prügelszenen, welche fie arrangirten. daß es mit seinen Meldungen etwas früher zu kommen trachten", wie der vorige Bericht so schön sagt. Dadurch ist Augenscheinlich sind sie Freunde von schlagenden Beweisen und pflegt." aber die durchschnittliche Tagesfrequenz und auch die Gesammtzahl mancher Konfektionsarbeiter und manche Näherin soll in dieser Wir sind Herrn v. Gerlach sehr verbunden für die Reklame, der Verpflegungstage erheblich vermindert worden. Die Frequenz. Beziehung in etlichen„ Schneiderbuden" schon recht eigenthüm die er für den Vorwärts" macht. Doch das nebenher. Hören Verhältnisse lagen also 1894/95 feineswegs so günstig, wie sie sich liche Erfahrungen gemacht haben. Die Allerweltshelferin, die wir den gut konservativen und faiſertreuen Mann weiter: im Bericht auf den ersten Blick präsentiren. Die übrigen An- Polizei, mußte schließlich auch hier wieder helfen und dem „ Eine eigene Fronie der Thatsache wollte es, daß die Be. gaben des Berichts über Geschlecht, Alter, Beruf, Vertheilung Schneiderkampfe ein Biel feßen.- Nette Ordnungskämpfer, diese siehungen des Oberhofmeisters der Kaiserin zu dem auf die Monate 2c., werden entwerthet, und ihre Vergleichung Herren! fozialdemokratischen Häuptling in dem Augenblick mit den Angaben des Vorjahres wird verhindert dadurch, daß leber die geplante Verlegung der Sternwarte nach bekannt wurden, als von höchster Stelle alle guten Deut- die Russen nicht gesondert behandelt sind und daß ihre Zahl, dem Grunewald wird berichtet: Das für die Gewerbeschen zum Kampfe gegen die vaterland3lose sowie ihr Antheil an der Gesammtzahl 1894/95 viel geringer war Ausstellung 1896 angefertigte Riesen- Fernrohr soll nach Rotte aufgerufen wurden, deren Führer eben dieser Singer als 1893/94( 216= 2/3 pet. gegen 640= 72 pt.) Nach Schluß der Ausstellung nach der Kolonie Grunewald kommen. ist. Raum hatte der„ Vorwärts" seine schamlosen Beschimpfungen Nationalität bezw. Geburt waren 1894/95 unter den 7884 Nicht Auf dem Forstacker der Kolonie wird ein großer Kuppelbau des alten Raisers verübt, da konnte er urbi et orbi verfünden, russen 7852 Deutsche, darunter 7656 Preußen, und unter errichtet, dessen Ausführung durch zahlreiche freiwillige Beiträge daß man feinen Chef, einen republikanischen, atheisti diesen 3842 Berliner, das heißt in Berlin Geborene, der dortigen Willenbefizer gesichert ist. Auf diesem Bau wird nicht ausschließt, schen Juden, um die Förderung der dem Andenken des was meisten der 4000 das Riesen- Fernrohr Platz finden. Dieser Plan ist nur der Anfelben Raisers gewidmeten Kirche ersucht habe. Alle anderen Deutschen ebenfalls seit langem in Berlin wohnten. In fang eines weitergehenden Planes, für dessen Verwirklichung der guten Deutschen sollen zusammenstehen im Kampfe 1294 von 1792 verpflegten Familien war ein Vater vorhanden, Direktor der Berliner Sternwarte, Geheimrath Prof. Dr. Förster, Sozialdemokratie. Aber einer der( der jedoch nur in 622 Fällen mit aufgenommen wurde,) darunter eintritt und der darauf hinausläuft, die Berliner Sternwarte höchsten Sofbeamten durfte mit dem obersten der waren 564 Arbeiter"( ohne nähere Angabe), 666 Handwerker" nach der Kolonie Grunewald zu verlegen. Diese Verlegung ist Sozialdemokraten unterhandeln. Es ist für das deutsche Volk( wohl meist Gehilfen), 56 Kaufleute 2c., 7 Beamte 2c., 1 Almosen- fchon längst ein Wunsch der maßgebenden wissenschaftlichen sehr schmerzlich, zu wissen, daß dem Kaiser die" That" empfänger. Unter 2096 verpflegten Einzelpersonen waren 1363 Kreise, um das Institut aus dem Bereich der Stadt und den die des Frhrn. v. Mirbach unbekannt geblieben ist. Denn daß Männer, unter diesen 482 Arbeiter", 718 Handwerker", astronomischen Beobachtungen erschwerenden Dünsten und Erer nichts davon weiß, geht daraus hervor, daß aus Anlaß der 95 Kaufleute 2c., 29 Beamte 2c., 39 Almofenempfänger 2c.( Doch schütterungen des großstädtischen Verkehrs zu entfernen. Einweihung der Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche dem Freiherrn beziehen sich diese Berufsangaben, wie gesagt, auch auf die Russen v. Mirbach das Kreuz und der Stern der Komthure mit.) Obwohl es der Arbeiterbevölkerung angeblich so sehr gut des Hausordens von Hohenzollern verliehen geht, sind es einstweilen immer noch die Arbeiter und Handwerksworden ist." gehilfen, die das Obdach füllen. Herr v. Gerlach hat ein kindliches Gemüth. Zum Schluß faßt der noch aufrichtig religiöse Herr seinen Schmerz in fol- bekannt, im Bunkte pekuniärer Leiſtungsfreudigkeit oft von recht Die reichstrenen Staatsstüten find, wie insgemein gender Betrachtung zusammen: zweifelhaftem Kaliber. Ein an sich unbedeutender, aber dennoch „ Ein Berichterstatter hat die wenig harmonischen Töne er- recht charakteristischer Belag für diese Eigenthümlichkeit, durch wähnt, die das noch ungewohnte Geläut der prächtigen Glocken die viele Männer der Ordnung sich sehr unvortheilhaft von der der Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche am Einweihungstage den revolutionären Rotte armer Arbeiter unterscheiden, wird uns Wölfen des Zoologischen Garten3 entlockt habe. aus Sprottau zugestellt. Es ist dies eine Drucksache Wollte Gott, daß die Geschichte dieser Kirche keine schlimmeren folgenden Inhalts: Disharmonien aufzuweisen gehabt hätte.". In der am 30. September 1893 vom Gesammtvorstand der Viehwagen als Personenbeförderungsmittel sind nach Angesichts der troftlosen Kümmernisse, die Herrn v. Gerlach reichstreuen Parteien des Wahlkreises Sagan- Sprottau zu berühmten Mustern auch bei der bekanntlich von der Nordbahn durch die Schäbigkeit seines evangelischen Volkes bereitet worden Sagan abgehaltenen Sigung ist beschlossen worden, fortan von abzweigenden Linie Berlin Tegel- Cremmen in Gebrauch. Die sind, wollen wir ihm die paar ruppigen Ausfälle gegen die So- den Parteigenossen jährlich feste Beiträge zur Wahlkasse zu er eifernen Ringe, an denen das Vieh befestigt wird, sind eine zialdemokratie gern zu gute halten. heben. Ew. P. P. werden zum dritten Mal ergebenst unerschöpfliche Quelle des Berliner Wizes, der feinen Höhepunkt Warum find auch die zahlungsfähigen evangelischen Christen ersucht, für das Kalenderjahr 1895 einen Jahresbeitrag von erreicht, wenn Station Dalldorf in Sicht kommt. Galgenhumor! so elende Geiztragen, wenn Herr v. Mirbach einige 0,50 M. gefälligst binnen 14 Tagen an den Kassenführer des Entsprechend ist auch die Beleuchtung; in Glasbehältern brennen Mark zum Kampfe für Ordnung, Religion und Sitte von Vereins, Herrn Kreisausschuß Sekretär Glang, ein wirkliche Talglichte. Bei starkem Verkehr ist das Publikum ihnen haben will? senden zu wollen. Sprottau, den. 1895. Der Vorstand ja schließlich froh, wenn es nur mitkommen kann; aber eine des Vereins der reichstreuen Parteien. J. A.: Graf Stofch. andere Frage ist die, ob der Preis der dritten Wagenklasse mit Um einen Jahresbeitrag von fünfzig Pfennigen drei so elenden Beförderungsmitteln in Einklang steht. Die ViehMahnschreiben! Organisationen, beren Mitglieder einen derart wagen finden sich selbst bei schwachem Verkehr eingestellt; aus gegen Die " " " " Dämmert vielleicht gar selbst in diesen Kreisen und bei den frommen Kommerzienräthen 2c. die Erkenntniß auf, daß doch kein Mittel mehr nüßt, dem Volke die Religion" zu erhalten? daß " die " Von der Ringbahn wird geklagt, daß in vielen Wagenabtheilen noch der alte Situationsplan aushängt, auf dem die längst dem Verkehr übergebenen neuen Haltestellen Prenzlauer Stationen gilt, so kann das Publikum leicht in Ungelegenheiten Allee und Landsberger Allee nicht verzeichnet sind. Zehnpfennig- Fahrkarte bekanntlich für fünf hintereinander liegende gerathen, wenn es in gutem Glauben sich nach dem alten Plan richtet und nicht die Haltestellen zählt. Für Uebertretungen haben in erster Linie dafür gesorgt werden, daß nicht die Bahndie Bahnpolizei- Beamten wahre Luchsaugen. Dann soll aber einrichtungen selbst das Publikum zu Frrungen verführen. der Noth wird also offenbar die Regel gemacht. Wenn nicht alles trügt, ist die Rückverlegung des Personenverkehrs von der Bernauerstraße nach dem Stettiner Bahnhof beschlossene Sache. Hoffentlich werden damit auch die Viehwagen als Personen beförderungsmittel von der Nordbahn verschwinden. Tödtlicher ufall. Im Kaiser und Kaiserin Friedrich Kinder- Krankenhause brach am Montag eine Diakonissin beim Reinigen der Oberlicht- Fenster des Operationssaales mit einer Glasplatte durch, stürzte in den Raum hinab und starb bald darauf infolge eines Schädelbruchs. Die Das Schwurgericht hiesigen Landgerichts I. verhandelte damit nicht zufrieden, weil er auf die Tasche des Mädchens 1 spekulirte. Am Sonntag Abend bei Geschäftsschluß lauerté er eine Anflage wegen Münzverbrechens. Auf der Anklagediesem auf und versette ihm, als seine Bemühungen, wieder an- bank saßen: 1. Der Schlosser Paul Friedrich Wilhelm Lorenz; zuknüpfen, ohne Erfolg blieben, mit einem stumpfen Werkzeug 2. der Arbeiter August Leopold Szameit; 3. der Schraubeneinen Schlag ins Gesicht, der die Oberlippe zerriß und den Ober- dreher Richard Tolksdorf; 4. der Arbeiter Wilhelm Chri. Im Alter von 99 Jahren 5 Monaten) und 9 Tagen tiefer zerschmetterte. Die Schwerverletzte mußte zu einem Arzt stall; 5. der Schraubendreher Richard Lösch und 6. das Szameit. gebracht werden. Dienstmädchen Elisabeth Sza meit. Sie wurden beschuldigt, ist am 23. d. M. die Schriftstellerin Frau Mühling, die Mutter des bekannten Hoteliers Unter den Linden, in ihrer falsche Ein- und Zweimartstücke, sowie Thalerstücke angefertigt in der Mittelstraße belegenen Wohnung gestorben. Die Greifin, und in den Verkehr gebracht zu haben. Lorenz stand schon vor die am 15. April d. J. ihren 99. Geburtstag erlebte, feierte den einiger Zeit in dem Verdacht des Münzverbrechens, es gelang felben unter Anrechnung des Tages der Geburt als" hundertsten" aber nicht, ihn zu überführen; er konnte vielmehr nur wegen Verausgabung falschen Geldes zu fünf Monaten Gefängniß mit der Motivirung, Jch will meinen 100. Geburtstag feiern verurtheilt werden. Nach seiner Abführung in das Geund weiß doch nicht, ob ich noch ein Jahr lebe!" Die hoch begabte Frau, die Uebersezerin des Scribe'schen Lustspiels Frauen= Vermißt wurde seit dem 19. d. M. der 44jährige Arbeiter fängniß erstattete die sechste Angeklagte eine Anzeige, die kampf" und anderer französischer Autoren, vermählte sich als Robert Heffner aus der Wrangelfir. 51. Jetzt hat ihn der Haus- den damals erhobenen Verdacht durchaus bestätigte. faum Siebzehnjährige mit dem Tenoriften Mühling. Es war verwalter, der endlich die Wohnung öffnete, dort an der Thür Elisabeth Szameit hatte Kenntniß davon, daß in ihrer mit ihrem ihr vergönnt, mit dem Gatten die diamantne Hochzeit zu be- erhängt aufgefunden. Die Leiche muß hier schon mehrere Tage Bruder getheilten Wohnung ein geheimnisvolles Treiben sich entwickelte; die Untersuchung hat ergeben, daß dort allerdings gehen. Kurz vor ihrem Tode schrieb die Hundertjährige, wie gehangen haben. das falsche Geld fabrizirt wurde, es fonnte aber gleichzeitig feftberichtet wird, noch Briefe, verfertigte Räthsel, furz, sie war von Mit schweren Verletzungen am Ropfe wurde gestern Nach- gestellt werden, daß die Elisabeth Szameit wacker mitgeholfen solcher lebendigen Frische, daß jedermann, der ihre Unterhaltung genoß, von der Liebenswürdigkeit der Greisin entzückt war. Vormittag in der Potsdamerstraße ein etwa 12jähriger Knabe be- hat, die Falschstücke durch Berausgabung bei Kleinhändlern, einigen Tagen erfrankte Frau M. an Luftröhrenkatarrh, der wußtlos aufgefunden. Der Kleine, der in einem Hausflur in Budikern, Bäckern u. f. w. in Verkehr zu bringen.- Die Vers trotz der forgfältigsten ärztlichen Pflege einen mit rapider einer Blutlache lag, erhielt zunächst einen Nothverband und handlung, welche unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand, Schnelligkeit eintretenden Kräfteverfall zur Folge hatte, sodaß am wurde dann mittels Droschke nach einem Krankenhaufe überführt. endete damit, daß die Angeklagten Lorenz und Szameit zu Montag Morgen der Tod erfolgte. Todt aufgefunden wurde in einem Hotel zu Jauer der zu je 2 Jahren Gefängniß, Lösch zu 1 Monat und Prof. Dr. von Bardeleben, Direktor der chirurgischen Schuh- und Schäftefabrikant Robert Teltow aus Berlin, der die Szameit zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt wurde. Klinit der Charitee, ist in dem hohen Alter von 76 Jahren dort seine Kundschaft besucht hatte. T., der angeblich in sehr gestern, Dienstag, Nachmittag in seiner Wohnung in der Friedrich- guten petuniären Verhältnissen lebte, hatte sich an dem im Wilhelmstraße 2a gestorben. Heinrich Adolf von Bardeleben Bimmer befindlichen Ofen erhängt. Außer verschiedenen Werthift am 1. März 1819 zu Frankfurt a./D. geboren und wirkte, fachen wurden bei dem Selbstmörder noch 250 M. in Baar auf Versammlungen. der öffentlichen Versammlung am Montag Abend im LouisenLohubewegung der Puker. Ueber 500 Bußer waren in nachdem er in Berlin, Heidelberg und Paris studirt hatte, seit gefunden. städtischen Konzerthaus versammelt und immer noch strömten 1843 zunächst als Assistent und Prosektor am physiologischen In- Polizeibericht. Am 23. d. M. morgens versuchte ein Kauf- neue Massen hinzu, so daß bei Eröffnung der Saal kaum im stitut in Gießen, wo er sich auch an der Universität als Privatdozent mann in seiner Wohnung in der Birkenstraße sich durch einen stande war, alle zu fassen. Bereits vor ihrer Gröffnung bot die habilitirte. 1848 zum außerordentlichen Professor ernannt, folgte Schuß in die Brust zu tödten. Er wurde noch lebend ins Kranken- Versammlung ein äußerst lebhaftes Bild emfigster Geschäftigkeit. er schon im nächsten Jahre einem Rufe an die medizinische haus gebracht. Vormittags wurde ein Arbeiter auf dem Boden Es galt die sofortige Ausfüllung der eben eingehändigten FrageFakultät zu Greifswald, wo er die ordentliche Professur für eines Hauses in der Schönhauser Allee und ein anderer in seiner bogen, deren Gesammtergebniß einen genauen Ueberblick Chirurgie übernahm und die chirurgische und augenärztliche Wohnung in der Wrangelstraße erhängt vorgefunden. Jm über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf den Bauten ge= Klinik leitete. Bald nach seinem Amtsantritt übernahm er auch Lustgarten fiel ein Arbeiter in Krämpfen zu Boden und zog sich währen foll. Bei Eröffnung der Versammlung waren als deren Direktor den Vorsitz in der medizinischen Prüfungs- erhebliche Verlegungen am Kopfe zu. In der Potsdamerstraße nach der Einleitung Dähne's Mittheilungen von 2 Bauten tommission der Universität. Zwanzig Jahre lang hat der Ber fuhr gegen Abend ein Fuhrherr mit seinem Arbeitswagen gegen eingegangen, auf denen Lohnzahlungen unter 7 M. Tagesstorbene in Greifswald seines Amtes gewaltet, bis er 1868 auf einen von einem Arbeitsburschen geführten Handwagen, dessen berechnung ausgezahlt worden sind. Nach den während der den Lehrstuhl für Chirurgie an die Friedrich Wilhelms- Universität Deichsel dabei zerbrach. Das abgebrochene Stück wurde dem Tagung der Versammlung eingegangenen ausgefüllten Frageund als Direktor der chirurgischen Klinik in der königlichen Knaben gegen den Kopf geschleudert und verletzte ihn bedeutend. bogen waren es zum Schluß 58 Mittheilungen über Bauten, wo Charitee nach Berlin berufen wurde, wo er bis zu seinem Ab- In der Nacht zum 24. 5. M. sprang ein Handelsmann an der unter 7 M. bis herab zu 4 M. gezahlt werden. In der mehrleben wirkte. Badbrücke in die Panke, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden stündigen recht regen Debatte, in der ja auch theilweise Abgenommen zu haben, herausgezogen. Im Laufe des Tages weichungen von der direkten Tagesfrage nicht ausblieben, wurde immer wieder von neuem betont, daß es auf dem gegenwärtigen fanden sieben unbedeutende Feuer statt. Wege nun und nimmermehr weiter gehen tönne. Alle gaben sich Witterungsübersicht vom 24. September 1895. das Gelübde, fest und einig zusammenzustehen um die, in der in voriger Versammlung angenommenen Resolution niedergelegten Forderungen: neunstündige Arbeitszeit und eine Abschlagssumme von 7 M. täglich, die allwöchentlich zur Auszahlung gelangen muß, strikte durchzuführen. Von seiten einiger Kollegen kam der Vorschlag, sofort das ganze Akkordsystem abzuschaffen und dafür die neunstündige Arbeitszeit, 7 M. täglich Lohn und selbstverständlich wöchentliche Lohnzahlung zu verlangen. Nach längerer Debatte stellte sich die Versammlung einstimmig auf den Boden der Resolution, die vor 8 Tagen in der öffentlichen Versammlung gefaßt wurde, verpflichtete die auf denen ge= sämmtliche Kollegen auf Bauten, stellten Forderungen nicht autreffen, sofort anderen Zags das Ergebniß alt ihre Unternehmer heranzutreten, und wählenden der dieser Unterhandlungen schleunigst Fünf- Männer- Kommission zu eventuell nothwendig werdenden weiteren Schritten zu unterbreiten. Ueberall, wo auf dem Wege der Unterhandlung die geforderten 7 M. nicht zu erzielen sind, haben die Kollegen die Arbeit zu verlassen. In dem neuen Arbeiterviertel von Spandau, das in folge der vielen Entlassungen in den Militärwerkstätten start entvölkert worden ist, hat Sonnabend Abend wieder ein umfangreicher Brand gewüthet, der den Dachstuhl und das oberste Stockwert eines großen Wohnhauses zerstörte. In große Lebensgefahr geriethen dabei Oberbürgermeister Koelge und mehrere andere Personen. Um Material zur Ermittelung des Brandstifters, denn zweifellos liegt wieder böswillige Brandstiftung vor, zu beschaffen, wollte sich der Polizeichef mit Feuerwehrleuten und Polizeibeamten noch nach dem Dachboden begeben, wo das Feuer ausgekommen war. Als sie oben angekommen waren, brachen die Flammen plötzlich durch. Alles eilte in wilder Flucht die Swinemünde Treppen hinab; ein Feuerwehrmann kam dabei zu Fall und zeg Hamburg sich eine schwere Verletzung am Kopfe zu. Stationen. Berlin Wiesbaden. München Wien Haparanda. Petersburg. Aberdin. Paris. In einer Musterheilaustalt muß ein Dienstmädchen untergebracht gewesen sein, über welches ein Berichterstatter folgendes meldet: Schwer leidend brach am Montag gegen 4 Uhr das Dienst mädchen Emma Rasch in der Karlstraße nahe der Friedrichstraße vor Schwäche auf dem Pflaster zusammen. Vorübergehende Cork nahmen sich der Leidenden an. Das Mädchen konnte sich nur schwer verständlich machen. Soviel ging aus seinen Mittheilungen hervor, daß es in einer Krantenanstalt eine ärztliche Operation durchgemacht habe und wenige Stunden später wegen Playmangels von dort entlassen worden sei. Näheres war nicht zu ermitteln, auch die Art der Operation fonnte nicht festgestellt werden, da die Kranke die Besinnung verlor und bisher nicht wieder vernehmungsfähig geworden ist. Das Publikum äußerte fich über die Härte, die in dem von dem Mädchen behaupteten Verfahren läge, nicht gerade billigend und sorgte dafür, daß die Leidende wieder in ein Krankenhaus gebracht wurde. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke -A|||| N-( Stala 1-12) Wetter Temperatur PER DARRS nach Celsius ( 5° C. 4° R.) 769 SW 770 Q 2 wolkenlos wolkenlos 10 12 770 Still wolkenlos 12 771 Still wolkenlos 12 773 Still wolfenlos 12 773 Still Nebel 756 NW wolkenlos 757 WNW 1 wolkenlos 765 3 wolfig 16 767 1 .• 769 1 heiter wolkenlos 12 15 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 25. Sept. 1895. Trockenes; meistens heiteres Wetter mit schwachen südlichen Winden und hoher Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. Runft und Wissenschaft. Ju Dresden tagt gegenwärtig ein internationaler lite Kunstwerken ant Man ging fofort an die Einsetzung der Fünfer- Kommission durch Ernennung der Kollegen: Vogel, Herrmann Neut mann, Nitschke, August Neumann und Staats, beauftragte dieselben mit der Leitung der Lohnbewegung und den dazu erforderlichen Arbeiten, bestimmte Röllig's Lokal, Neue Friedrichstraße 44, als Ort für den Siz der FünferKommission, wohin alle Mittheilungen sofort auf dem schleunigsten Wege zu richten sind, und wo sich täglich vormittags 10 Uhr alle arbeitslosen und ausständigen Kollegen zu versammeln haben. Gs gilt hier angesichts der günstigen Situation schleuniges, wie Schnorre anführte, noch unverändert; rund 400 Streikende In der königlichen Fabrik für ranchlofes Pulver in rarischer Kongreß. In der am Montag Vormittag unter Spandau war anfangs, wie wir früher bereits mittheilten, der dem Vorsige Bouillet's- Paris begonnenen Berathungen erregten energisches, thatkräftiges Handeln, dann ist bestimmt in ganz Betrieb ungemein gesundheitsschädlich. Die Arbeiter, welche viel die Mittheilungen der Vertreter der der literarischen Ron- turzer Zeit der Erfolg gesichert. mit den zur Bereitung des Pulvers dienenden Säuren zu vention noch nicht beigetretenen Länder Desterreich Ungarn, Die Lohnkommission der Vergolder hatte am Montag hantiren hatten, wurden besonders start mitgenommen. Die Dänemark Schweden und Norwegen besonderes Inter- Abend eine öffentliche Versammlung einberufen, in der ein Leute bekamen eine erdfahle Gesichtsfarbe und verloren die Zähne. effe. Nach Nach dem Berichte Vaunois über das Urheber- Situationsbericht über den Streit gegeben wurde. Die Lage ist, Nach und nach ist es den Technikern gelungen, mittels eines recht wurde folgender Antrag an= Kostenaufwandes von einer halben Million Mark Einrichtungen an fich Die Entäußerung eines Kunstwerkes genommen: zu treffen, durch welche dem Betriebe die Gefahr für die Gesund soll nicht die Entäußerung des ausschließlichen Nachbildungs- stehen den Fabrikanten gegenüber, die jedwede Verhandlung mit heit der Arbeiter genommen sein soll. rechtes in sich schließen, in dieser Hinsicht bleibt das Eigenthums- der Kommission ablehnen. Sie sind der Einladung zu einer BeJu Oranienburg ist am Sonntag vor acht Tagen ein recht des Künstlers am Kunstwerke bestehen. Es ist wünschens- fprechung am Sonnabend Abend wiederum nicht gefolgt. Der fatholisches Fest, nämlich die Einweihung einer neuen Kirche ab- werth, daß in allen Unionftaaten dieser Punkt eine gleichmäßige Redner empfiehlt auszuharren und sich auf keinen Fall in Unterhandgehalten worden. Hat diese Feier an sich, so wird uns ge- Lösung finde. Daran schlossen sich, weitere Berichte über das Lungen ohne Mitwirkung der Sohnkommission einzulassen.( Beifall). es rathsamer sei, statt des Minimallohnes einen prozentualen schrieben, die Dranienburger auch nicht besonders aufgeregt, so Urheberrecht in Mittel- und Südamerika, sowie über die Ver- In der Diskussion wurde von einem Redner die Ansicht verfochten, daß ist ein Umstand von den ortseingesessenen Gastwirthen doch übel ver- hältniffe in Desterreich- Ungarn. merkt worden. Von den katholischen Vereinen, die aus Berlin Späthe, Mary, Auf dem Kongreß sprachen nachmittags Halberpine- Kaminsky Aufschlag auf die Attordarbeit zu fordern, dafür würden die gekommen waren, hatte nämlich einer einen fliegenden Budiker und der russische Staatsrath Issakow über den Anschluß Ruß- Fabrikanten leichter zu haben sein. aus der Ackerstraße mitgenommen und somit den Verdienst, den lands an die Konvention, welche erfolgen soll, wenn Rußland Gerndt und andere traten entschieden für Aufrechterhaltung die Oranienburger Wirthe aus dem Verkaufe geistiger Getränke feine innere Gefeßzgebung auf diesem Gebiete geordnet habe. der alten Forderung ein. Die Versammlung beschloß demgemäß. zu erzielen hofften, ziemlich geschmälert. Darob einige Ent Profeffor Dorp und Hoehl sprachen über den Anschluß Dänemarts In einer Resolution wurde der Lohnkommission Vollmacht gerüstung unter den Restaurateuren. Bei der Heimkehr passirte und Norwegens und stellten denselben in Aussicht. Lermina- geben, einen ihr gut dünkenden Vergleich mit den Fabrikanten dem Leiter eines Berliner Jünglingsvereins leider das Malheur, Paris referirte über die Schaffung eines universellen Katalogs anzubahnen. Die andere mit großer Mehrheit angenommene ein größeres Schaufenster einzuschlagen. Der Mann, der das fämmtlicher geistigen Erzeugnisse. Hierauf wurde die Sigung auf Resolution lautet: Da mit den Fabrikanten bisher keine Einigung zu erzielen war, indem dieselben jede Untermorgen vertagt. Unglückt anrichtete, soll selber feine Verlegungen erlitten haben. der Lohnkommission ablehnen, beschließt handlung mit die Versammlung das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts d zur Vermittelung zwischen den Fabrikanten und den Streifenden anzurufen. Es wurde noch bekannt gegeben, daß die Streifenden der Kommission Lohnbücher zur Verfügung stellen sollen, damit dieselbe bei den Verhandlungen vor dem Einigungsamt statistische Nach einigen weiteren Bekanntmachungen. Unterlagen hat. wurde die von 500 Personen besuchte Versammlung geschloffen Gerichts- Beifung. Durch ein zersprungenes Weißbierglas fam vor einigen Tagen der Buchdrucker Wilhelm Maser aus der Urbanstraße 83 schwer zu schaden. Das Glas hatte einen großen Sprung von oben nach unten, wurde aber von dem Wirth trotzdem weiter Der Staatsanwalt, die Ruhe des Hof- Schauspielers gebraucht. Als nun Maser seine Weiße anfaßte, brach das Glas und das öffentliche Intereffe. In eine ungebühr ftra fe vollends entzwei. Dabei glitt Mafer's Hand derartig in den von 50 M. wurde gestern der Rechtsanwalt on a 3 durch Beeinen scharfen Rand hinein, daß ihm der Daumen bis auf den schluß der 138. Abtheilung des Schöffengerichts genommen. Der Knochen abgelöst wurde. Er erlitt einen so starten Blutverlust, Genannte vertheidigte eine Frau Schmidt, welche der Bedaß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Diese Unfitte, leidigung des Hof Schauspielers Hofbaur beschuldigt war. beschädigte Gläser zu verwenden, wird bekanntlich viel von spar- Der Knabe der Angeklagten hatte trotz wiederholter Verwarnung samen Wirthen geübt. die Ruhe des Herrn Hofbaur dadurch gestört, daß er unausgefeßt Keine Hinrichtung in Sicht? Ein hiesiger Gerichts- mit seiner Beitsche knallte. Herr Hofbaur hatte den Jungen darauf Berichterstatter meldet: Wie aus amtlicher Quelle mitgetheilt geschüttelt, die Mutter des Knaben hatte dann ihrem Aerger gegen Herrn wird, soll gegen einen hiesigen Berichterstatter ein Ermittelungs- Hofbaur in beleidigender Weise Luft gemacht. Die Verfolgung verfahren eingeleitet werden, um festzustellen, auf welchem Boden dieser an sich höchst nebensächlichen Sache erschien dem die Ente gezüchtet worden ist, daß der Kaiser das Gnadengesuch Staatsanwalt im öffentlichen Interesse ge= des Schlächtergesellen Otto Müller abgelehnt habe und demgemäß Legen und er hatte demzufolge von Amts wegen eine Andie Hinrichtung des Müller unmittelbar bevorstehe. Von Müller klage gegen die arme Frau Schmidt eingeleitet!!! foll gar kein Gnadengesuch eingereicht sein. Auch wir hatten die Nachricht aus einem bürgerlichen Blatt entnommen. Der Vertheidiger gab natürlich seiner Verwunderung dar. über Ausdruck, daß in der vorliegenden Bagatellfache die Einen tödtlichen Ausgang hat der erste Unfall auf der Staatsanwaltschaft ein öffentliches Intereffe für vorliegend erachtet hatte und gegen die Angeklagte eingeschritten sei, anstatt elektrischen Straßenbahn zwischen dem Gesundbrunnen und Pankow Herrn Hofbaur auf den Weg der Privatllage zu verweisen, genommen. Die dreijährige Adelheid Bräter, die am 21. d. M. wie es in anderen viel schwerer liegenden Fällen ge mittags um 12 Uhr in der Prinzenallee von einem Wagen der schehen sei, beispielsweise in einem Falle, als ein RechtsBahn überfahren und in das Kaiser und Raiserin Friedrich- anwalt während der Verhandlung in ehrverletzender Weise von Krankenhaus an der Reinickendorferstraße gebracht worden war, einem Zeugen angegriffen worden sei. Der Vertreter der Staatsist dort inzwischen an einem Bruch der Schädelbasis gestorben. anwaltschaft beftritt, daß dem Vertheidiger ein Recht zu= Brutal mißhandelt hat am Sonntag Abend ein Buhälter ste he, die Amtshandlungen der Staatsanwaltschaft in solcher feine frühere Geliebte, weil sie nichts mehr von ihm wissen Weise zu kritisiren; der Vertheidiger beharrte auf seinem wollte. Die 24 jährige Kellnerin Anna 2. aus der Wrangelfiraße Standpunkt auch dem Vorsitzenden gegenüber und so kam es zu unterhielt seit ungefähr einem Jahre ein Liebesverhältniß mit ziemlich lebhaften Auseinandersetzungen. Der Gerichtshof ereinem jungen Mann, das sie vor einigen Wochen aufgab, nach- blickte in dem Verhalten des Vertheidigers eine Ungebühr, dem sie wahrgenommen hatte, daß ihr Geliebter zur niedrigsten die wie oben erwähnt mit 50 M. geahndet wurde. Menschentlasse herabgesunken war. Der Bursche gab sich aber geklagte wurde zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. Landemannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Garten, Kommandantenstr. 10/11. den 25. September, abends 8% Uhr, Sigung im Vereinslokal, kommandanten= Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, abends 7-8% Uhr: Lektüre 8%-10% Uhr: Nordschule, Müllerstraße 179 a: Nationalötonomte.( Die Grundformen der Manufaktur; Entwickelung der Maschinen und die nächsten Wirkungen des maschinenmäßigen Betriebes auf die Arbeiter.) Südost= schule, Waldemarstraße Nr. 14: Geschichte.( Cäsarismus im alten Rom, Bei allen Entstehung des Christenthums, urchriftlicher Kommunismus.) Mittwoch: Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. unterrichtsfächern werden Damen und Herren jederzeit aufgenommen. Artona", Foifterfir. 36 bet Wiect. Gemüthlichtett", Admiral,, Sumatra SO.", Siegnigerfir. 18 bei Müller. Gemüthlichkeit II". ftraße 18 bei Bergmann. ,, Waldesgrün", Forsterfir. 19 bei Strüger. Glühlicht"," Weißensee, Charlettenburgerstraße 50 bei Irrgang. Berliner Radfahrer Genoffenschaft ,, Golibarität", abends Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frig Gleichbett, abends 8% ubr bei Stramm, Theater Köpnickerfir. 171 bei Schmidt. Uhr, im Restaurant Roll, Waldemarstraße 61: Mitgliederversammlung. stegte, Schwebterstraße 83. Gesundbrunnen, abends 8% Uhr, bei Saferland, Bellermannſtr. 87. Ritterstraße 128. Seine, Nixdorf, abends 8½ Uhr, Brinz- Handjeryftr. so, und gefetlub morgenroth, abbs. 9 uhr, im Reſtaur. Dtere, Lothringerſtr. 67. Neumann, Bafewalterstr. 3. Alle Aenderungen in Bereinstalender sind zu parterre. Ginigteit, abends 8% Uhr bei Beige, Triftstr. 1. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorstzender Adolf richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Mittwody. UebungsStedesfreiheit 1, fiunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Norddeutsche Schleife, Dranienstr. 190 Freya I, Andreasstr. 26, bei Wilfe. Unverzagt 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowad. Lorbeer, ( Gemischter Chor), Rosenthalerstraße Nr. 57 bei Wernau. bei Schaye. bet Späth. Deutsche Eiche 1= Große Frankfurterstraße Nr. 133 bei Gold. Echo 1, Pantom, MühlenFreundestreue( gemisch. Chor), straße, Störr'sches Gesellschaftshaus.- Gefangverein Arion III, Rigdorf, HerrDie Anmann- u. Herrfurthstraßen- Ecke bei Weiß. Große Frankfurterstr. 133 bei Gold. Einigkeit( Hutmacher), Rosen thalerstraße 12 bei Brüning. Allegro, Wrangelfir. 141 bet W. Schmidt. trang 1, Weinstraße Nr. 28 Fretheit 1, Bülowftraße 65 bei Richter. " abends 7% Uhr Geebab Reinickendorf, Uebungsstunde. Anna- Marie, abends 9 Uhr, im Reftaurant Roll, Adalbertftr. 21, Sigung. Eisenbahnunglück bei Dederan herbeigeführt wurde, ist am SonnGefelliger Verein| Bahnwärter Wolf, durch dessen verhängnißvolles Signal das Stattlub Die Lustige 8wölf, im Restaurant Ruhl- Andree, Choriner= straße 53. Stattlub 50, 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wienerstraße 50. tag auf Anordnung der kgl. Staatsanwaltschaft verhaftet worden." raft- und Artistentlub& ich e", Mittwochs von 9-11, Sonntags von 11 bis Das, Dresdener Journal" theilt nicht mit, wieviel Stunden Dienst 1 Uhr, bei Augustin, Kastanten- Allee 11.- Artisten- und Ringsport- Berein der Bahnwärter Wolf täglich hatte. Bereinte raft. Mittwoch abends von 9-11 Uhr, Sonntag vormittags 10-11% Uhr bei Herrath, Plan- Ufer 92a. Vergnügungsverein Fortuna, abends 8% Uhr, Sigung bei Schulz, Weberstraße 10. Vergnügungsverein Bioletta, Sigung mit Damen 8% Uhr bei Meßner, Chauffeestraße 72. schreibt Agitationsflub Osten, abends 8% Uhr bei Jauer, Fruchtstr. 52.- Theaterverein Variété, gegründet 1876, bei Weigt, Markgrafenftr. 87. MufitDilettanten- Berein st naatsch, abends 9 Uhr bet Steffens, Rolbergerstr. 2, Steinnette, Base: walfe iftraße 3 bei A. Neumann. Süd- Ost, Faldensteinftr. 7 bet Trittelwig.iebeslust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret.- Freter Männerchor Nord West( früher Klempner) Moabit, Embener- und Siemensfiraßen- Ecke 14.- Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Rothe Melt e 1, Schöneberg, Golzstr. 43 bei Klaute.- Appolonta, Rosenthalerstr. 57 bet Wernau. Freiheitsgruß, Cremmenerstr. 1 bei Mathies. Schneeglöckchen 1, Nixdorf, Hermann- und Karlsgartenfiraßen- Ecke bei Hilpert.- Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Rommunitation 16 bet Glaser. Matengruß 3, Friedrichshagen, Rundtheil, bet Lerche. Unverdrossen, Lindowerstraße 26 bei Sachs. Felfenburg, Langestraße 65 bei Dwezarec. Vorwärts 7, Rummels burg, Göthe und Kanistraße Gcte bet Greinert Hoffnung 3, Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Freiheits- Bereinsabend. tlänge 1, Stauschreiberfir. 29, Bum eichenen Stabe" bei Schöning. Urb eitergefangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn. Seegerfcher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Göbel. Matengruß 2, Charlottenburg, Wallstr. 96 bei Beyer. Dämmerlicht, Borndorferfiraße 17 bet Hoffmann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger Kom munitation 16 bei Glaser. Heimathtlänge, Köpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. Männer- Gesangverein Geduld, Gesundbrunnen, Buttmannstraße 17 bet Mohes. Gesangverein Frethettstlänge II, Chorinerstr. 55 bei Hobeck. Männer- Gesangverein Pa Ime, Belten i. d. M. bet Bemlin. Weiße Rose, Neinickendorf, Residenzsir. 101 bei Malchin... Männer- Gefangverein iederlust, Adalbertstr. 21 bei Roll. blüthen, Stralauer Play 10-11 bet Poppe.- Gleichheit, Schönhauser Allee 135 bei Ramlow. Gesangverein Frohsinn II, Friedrichsberg, Wartenbergftr. 67 bei Lange.- Sängerchor der Maler, Annenstr. 9 bet Prog. Männer- Gefangverein 8ielbewußt, Beughofstr. 8 bei Behlendorf.- Arbeiter- Gefangverein„ Einig", Blumenftr. 32 bei Reich.- Arbeiter Gesangverein Neue Zeit", Wollinerftr 36, Sperlingsluft bei Sperling. Ar= Männer- Gesangverein Silaritas, Hochstr. 32a bei Schmidt. beiter Befangverein 8ufunft II Nieder Schönhausen, bei Gettekorn, Lindenstraße. Bruderherz, Bernauerstr. 40-41 bei R. Bort. " Edison als Novellift. Thomas E. Edison, der Erfinder, eine Novelle. Amerikanische Blätter bemerken dazu: Wenn uns jemand mitgetheilt hätte, daß Herr Edison eine Maschine erfunden hat, welche ihm eine Novelle schreibt, so wäre uns das weit glaublicher erschienen." Briefkasten der Redaktion. bergerstraße 24 bei Tauschte. Rauchklub Frisch gewagt, abends 9 Uhr Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. Ein Hamburger Genosse. Wir wissen nicht, wo hier das Auskunft ertheilen. - Sanges Rauchflub Virginia, abends 9 Uhr bei Schnieber, Admiralstraße 21," amburger. Echo" aufliegt. Vielleicht kann einer unserer Leser Roller'scher P. S. 100. Während der Session haben die Reichstags= Abgeordneten freie Fahrt zwischen ihrem Wohnorte und Berlin. Briefkasten der Expedition. Rauchfluh Grüne Quaste, abends 9 Uhr bei Siederer, Holzmarktstraße 48a. Rauchklub Granate, Forsterstr. 40 bet Tuguntte. Rauchklub Artona, abends 8% Uhr bet Herrn A. Wick, Forsterfiraße 36. Orientalischer Rauchtlub, abends 9 Uhr, Reichenbei F. Rockendorf, Posenerstraße 5. Rauchklub Noochloch, Admiralstr. 33 im Restaurant abends% 9 Uhr. Rauchklub Messa= tina, bei H. Wuttte, Graudenzerstr. 2. Stat- Klub Treff, Frankfurter Allee 90 bei D. Babel. Rauchtlub Ohne 8wang, Weinstr. 28 bet Späth. Rauchtlub Die Dampfenden, Langeftr. 24 bet Jeratsch. Rauchflub Humoristische Pfeifenbrüder, abends 9 Uhr bei Salzwebel, Klosterfir. 83. Rauchtlub Sumatra Süd- Ost, abends 8% Uhr bei Müller, Liegnigerstr. 18.- Rauchflub Gemüthlich feit II, abends 9 Uhr im Lokal Schmidt, Köpnickerstr. 171. Rauchflub Waldesgrün, bei Tilgner, Forsterstr. 22. Rauchtlub Schmotes Werte, jeben Mittwoch Krautstr. 39. Neue Freie Vereinigung der Kaufleute, im Englischen Hof, Neue Roßstr. 3, gemüthliches Beifammensein. Arbeiter- Stenographenverein und der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 8u- intracht, Unterricht und Uebungsstunden abends 8% Uhr in den Reftaurants Owczaret, Langeſtr. 65 und Seidler, Ratiborstr. 16. bar die Familien der im Essener Meineidsprozek fchriften find zu richten an B. Gent, Adalbertstraße 95. Mittwoch: Stenographenverein Pionir, Hussitenstr. 9, Restaurant Rausch, abends Verurtheilten gingen bei uns ferner ein: Sumoristischer Rauchklub, Görligerstraße 42 bei Picht. Ge- 8 Uhr, Unterricht und Fortbildung. 2 Schneider aus der Seydelstraße 2,-. Geburtstagsfeier felliger Verein Brüderlichteit Georgenkirchstraße Nr. 65 bet Spät. German- American Klub„ Uncle Sam". Meets at 9 o'clock p. m. Frieboe's Treschowstraße 2,20. Gesammelt von der rothen Rotte in der Verein Rhetorit, Naunynfir. 86 bei Zubeit Abends 8 Uhr.. Geselliger Restaurant, Münzstr. 17. Every Wednesday. Guests welcome. Verein offnung, Lebuserstraße Nr. 5 bei Nemiz( alle vierzehn Tischler- Werkstatt von Gebr. Schimming, Röpnickerstraße 154, Tage). Theaterverein Proletariat, Naunynftr. 83 bet Köhn. darunter vom Budifer Schözel 1,-, 6,-. May und Moritz 1,10. Edhafstopfflub Spar- Agnes, Krautstr. 36 bei Infinger. Geselliger Verein Alpenrose, Brizerstraße 22 bet Graf. Privattheater- Gesellschaft Die Rotte des Kreises Oberbarnim 1. Rate durch SalomonRomelia, Pücklerstr. 2 bet Müller.( Außerdem alle 14 Tage SonnWriezen 70,30. Von etlichen Rottenbrüdern aus Dahme 2,40. Gine tags.) Bergnügungsverein Amor 2, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Der Herr von Köller- Banner. Der Stettiner Boltsbote" rothe Geburtstagsfeier v. 14 Metallarb. d. A. E. G. Ackerstr. 10,-. Geselliger Verein Freundschaft, Simmerstr. 89 bet Engel. RauchIlub Rothe Fahne, Guvryfir. 48 bei Liebs.- Geselliger Verein Deutsche schreibt: Das Amtsgericht in Kammin erläßt einen Steckbrief Rottenbrüder vom Dönhofsplatz 2,-. Von einer Rotte Sänger Etche, Fürbringerstr. 7 bet Grothe.-Bühnenverband Apollo, Brinzen gegen den früheren Gutsbesitzer v. Köller- Banner. Derselbe ist in Isenburg durch Klein 2,23. Richzenhain durch H. Baier 6,75. Allee 10 bet Bergemann. Mundharmonita- Verein Vorwärts, Belle- am 1. Juni d. J. vom Schöffengericht in Kammin 20. unter den organisirten Buchdruckern und Berufsgenossen RuhrM. Rothe Verlobung in Rigdorf, Steinmeßstraße 2,15. Sammlung allianceftr. 74 bei Kizing. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Arbeiter: Geldstrafe eventuell 20 Tagen Gefängniß verurtheilt Gefang Berein Hoffnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde abends Die Geldstrafe ist nicht beizutreiben gewesen und der Verbüßung orts 9,75. Bon Stadtilmer Genossen 4,45. Von den Partei9 Uhr, Restaurant D. Echulze, Friedrich Karisiraße 34. Privat- Theatergesellschaft Heimath lust, Uhr Sigung im Vereinslotal bet Lange, der Gefängnißstraße hat sich Herr v. Köller- Banner, ein Neffe genoffen in Gera u. Umg. 60,-. Marburg a. d. Lahn, von Etiomfir. 28. Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit des Ministers des Juneru, durch die Flucht entzogen. Vielleicht Sozialdemokraten und Nicht- Sozialdemokraten d. J.B. 1. Rate 40,-. Tamen, abends 9 Uhr, Beughofstraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer ist er Herrn v. Hammerstein nachgereift. Herr v. Köller trat vor Gesammelt an einem Geburtstage von einer Rotte Seiler und Mitglieder. Theaterverein unitum, abends 9 ühr bei mehreren Jahren den Genossen Herbert, als dieser die erste deren Freunden 7,-. Ueberschuß vom Erntefest einiger LaubenAlte Jakobstraße 96/97: Sigung mit Damen. Turnverein Fichte. 1. Männer Abtheilung turnt Mittwoch und Sonnabend von 8 bis sozialdemokratische Versammlung in Kammin abhielt, entgegen befizer durch G. Baier 7,-. Von den verrotteten Tapezirern 10 Uhr, Turnhalle Friedenstraße 37. 3. Männer Abtheilung turnt Mitt- und vertheilte Geld unter die Leute, um diese für sich günstig Wilhelmstraße, I. Rate 3,25. Vom Rottenbudiker G. Beyer und woch und Sonnabend Abend DOR 8-10 Uhr, Turnhalle Böchstr. 27. 2. Lehrlingsabtheilung turnt Mittwoch u. Sonnabend 8-10, Gralizerfir. 56-57 und gegen die Sozialdemokratie zu stimmen. Nun, die Sozial- feinen Gästen in Charlottenburg gef. bis am 22. September 1895 Vereinigung ber Turnfreunde. Mittwochs und Sonnabends demokratie hat troy alledem in Kammin festen Fuß gefaßt. Herr 7,45. Ges. von etlichen Genossen in Lindau am Bodensee 5,-. Turnen von 8-10 Uhr abends in der Turnhalle, Demminerftr. 56-57, v. Röller aber wird das Geld vielleicht noch einmal bedauern, Summa 251,03 M. Bereits quittirt 8904,72 M.; in Summa Geselliger Verein unter uns, Sigung 8 Uhr bet Fischer, 9155,75 M. Beuffelstr. 66. Mufifbilettanten- Berein Preciosa abends 8 hr bei das er damals zum Fenster hinauswarf." Geisler, Jenn- und Tegelerstraßen- Ece, Uebungsstunde, Aufnahmen. R. Tieh, Juvalidenstraße. 20,40 m. Musit- Dilettanten- Berein Nordische klänge, bet tenter, Swinemünders Das Eisenbahnunglück bei Dederan soll die übliche gestraße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr. Schwimm verein Nord, richtliche Sühne finden. Das„ Dresdener Journal" meldet:„ Der T Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. hall Mittwoch, den 25. September. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Hänsel und Gretel. Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Berliner Theater. Benthefilea. Deutsches Theater. Die Mütter. Adolph Ernst- Theater. Paradebummler. " Gesangsposse in 4 Atten von Eduard Jacobson u. Leon Treptow. Rouplets von Ed. Jacobson und Gustav Görß. Musik von Gustav Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anna Bäckers, Josefine Dora, Jda Schlüter, Adolph Ernst, Guido Tielscher, Karl Weiß, Georg Worlitzsch. Anfang 7/2 Uhr. Rein Aufgeld. Teffing- Theater. Die Schmetterlinge Alexanderplatz- Theater Schlacht. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Frau Müller. Vorher: Der Eisbrecher. Alexanderstr. 40. Direktion: Max Samst. Um 8½ Uhr: Pikante Novität! Pikante Novität! Vermischtes. Donnerstag, 26. September: Erste Donnerstags- Soiree der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, do Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a ( n. Kottbuferpl.) Anfang präc. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. bei Kessler, Rottbuser Play. Schiller- Thenter. Minna von Barn- Ein Kind der Liebe. Großartiges Eröffnungs- Programm. helm. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ghe! Adolph Ernst- Theater. Barabe bummler. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplatz- Theater. Ein Kind der Liebe. Vorher: Wahn und Wahnsinn, oder: Sie ist wahnsinnig. National- Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Miß Helyett. American- Theater. Bulgarien in Sittenbild in 4 Aften v. Max Halftern. Vorher: Wahn und Wahnsinn oder Sie ist wahnsinnig. Schauspiel in 2 Atten von Melesville. Bearbeitet von W. Lembert. Regie: Mar Samst. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Urania Berlin. Die Millionenerbin von Anstalt für volksthümliche Rixdorf. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. Central- Theater. Alte Jakabftr. 30. Emil Thomas a. G. Bum 21. Mate: Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesett v. Dir. Richard Schultz. Anfang 72 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 25/26. Chauffeeftr. 25/26. Letzte 3 Wochen des Gastspiels ber Liliputaner. Jeden Abend 71/2 Uhr: Die Reise nach dem Mars. Sonnabend, den 28. und Sonntag, den 29. 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Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. 2. Aufstellung der Kandidaten. 3. Wahl eines Wahlkomitees. Achtung! Die Vertrauenspersonen. 270/2 Achtung! Genossinnen und Genossen! Mittwoch, den 25. September, abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Volks- Versammlung. Zages Ordnung: Referent: Genosse Schöpflin. 0 1. Die Pflichten und Aufgaben der Frauen innerhalb der Arbeiterbewegung 2. Berichterstattung der Revisoren in Sachen der Genoffin Wabniz. 3. Der Breslauer Parteitag und wie stellen sich die Frauen zur event. Wahl von Delegirtinnen. Referentin: Frau Ihrer. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird die Versammlung pünktlich eröffnet. Achtung! Die Vertrauensperson. Frau Gerndt. Falzerinnen. Achtung! 1/3 Donnerstag, 26. September, abends 81/2 Uhr, bei Bergner, Annenstr. 16: Große öffentliche Versammlung der in Buchdruckereien und Buchbindereien beschäftigten Falzer und Falzerinnen. Tages- Ordnung: Belle- Alliance- Theater Belle- Alliance- Strasse No. 7/8, Sonntag, den 29. September 1895, nachmittags 3 Uhr: Lekte öffentliche Aufführung unter Regie von Julius Türk. L. Jüngel nebst Frau. Hierdurch die traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau 3236 Ernestine Grünewald, geb. Zilske, auf der Reise zur Beerdigung ihrer Karten Mutter plöglich auf der Eisenbahn am Schlaganfall gestorben ist. Der tiefbetrübte Gatte F. Grünewald, Mariannenstr. 14.. Bekanntmachung. In Gemäßheit des§ 66 des Reichsgesetzes betr. die Gewerbegerichte vom 29. Juli 1890 und§ 75 des Drtsstatuts für die Stadt Berlin betreffend das Gewerbegericht zu Berlin vom 26. Oktober 2. November 1892, wird hiermit be= Die größte Sünde. 999 Drama in 5 Aufzügen von Otto Ernst. 228/14 Sämmtliche Pläge werden verlooft. in den mit Plakaten belegten Geschäften à 60 Pf. Beginn des neuen Cyclus: Sonntag, den 13. Oktober. D. R.-P. No. 71373. Bestes Röstverfahren der Welt. Unbedingte Garantie für feinste Qualität. Hansa- Kaffee Möbel, Verband Deutscher Kaffee- Importeure und Kaffee- Rösterei- Besitzer ,, HANSA". Stellung fannt gegeben, daß vor dem in dem Ausstande der Tornister Arbeiter der Firma August Loh Söhne hier als Einigungsamt angerufenen Gewerbesucht Parteigenosse, der in Bureau gerichte zwischen dem Inhaber vorge- gebraud te und neue in größter Aus- arbeiten erfahren und Gewerkschaftsselbst und den ausständigen Tornister: Prenzlauerstr. 37, am Alexanderpl. leitet hat, ebenf. in d. Exped. thätig dachter Firma, Herrn Schmidt hier wahl in Hoppe's Möbelspeicher, blätter längere Zeit selbständig geArbeitern in der Sizung am 21. plüse garnituren, Kleiderspind., Wäsche- gew. ift. Offert. unter K. 10 besorgt September cr., an welcher theilgenommen spinden, Sovhas, Marmortoiletten 2c. Die Exped. d.„ Vorwärts". haben: $ 1. Magistrats Assessor von Schulz als Vorsitzender, 2. Kaufmann Mayer, 3. Metallwaarenfabrikant Weigert, Arbeitgeber, 4. Tischler Millarg, 5. Buchdrucker Stößel, 5. Größel,} Arbeit nehmer, als Beifizer, nachstehender Bergleich geschlossen worden ist: 1. Die traurige Lage der Falzerinnen und der in Buchbindereien Tornister- Arbeitern für je einen chileni Referentin Kollegin Frau Greifenberg. beschäftigten Arbeiterinnen. 2. Stellungnahme zu einem Zarif. 3. Verschiedenes. 23/15 Zu dieser Versammlung sind auch besonders die Kolleginnen der Firmen von Feilchenfeld, Kommandantenstraße; Agte, Potsdamerstraße; Berger, Naunynstraße; Wittenburg, Wilhelmstraße eingeladen. Der Einberufer. Achtung! Achtung! Maler u. Berufsgenossen. 1. Der bevollmächtigte Vertreter der Firma August Loh Söhne, Herr Profurist Penz, erklärt namens des Inhabers der Firma, Herrn Kaufmann Schmidt, den von ihnen beschäftigten schen Tornister an Arbeitslohn 2,45 M. ( zwei Mark 45 Pfennige). zu zahlen. Der Lohn versteht sich für die Fertig stellung des Tornisters ohne Kreuz. Für Anfertigung des Kreuzes wird ein Extralohn von 15 Pfennigen wie bisher bezahlt werden. Ferner erklärt der Herr Vertreter der Firma namens der felben, daß die Firma die im Ausstand befindlichen Arbeiter, soweit dieselben nicht anderweitig Arbeit gefunden haben, sei es in der Fabrik, sei es als Donnerstag, 26. Sept., abends 8 Uhr, in der Ressource, Seimarbeiter, beschäftigen werde. Es Kommandantenstr. 57: Oeffentliche Versammlung. A Zages Drdnung: 1. Die jetzige Situation in den Werkstellen, Aufstellung eines Minimal Wochenlohnes und, aller anderen nothwendigen, Forderungen. 2. Diskussion. 126/5 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Besonders eingeladen werden die Kollegen der Werkstätten Bodenstein, Richter, Schmidt u. Bochels, Schmieder u. Bai, Guthemann u. Kellner, Maximilian Thiele, Lange, Koch, Sobotta, Geßler, Zahn, Estorf, Hartung. Heinr. Tornow, Am Ostbahnhof 3, Vertrauensmann der Berliner Maler. Puher. Achtung! Achtung! Puher. Oeffentl. Versammlung der arbeitslosen Putzer Berlins und Umgegend am Donnerstag, 26. Sept., vorm. 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Wir ersuchen die arbeitslosen Kollegen pünktlich zu erscheinen. Die Kommission. 131/11 Für die ,, Brauerei des Verbandes der Gast- und Schankwirthe für Berlin und Umgegend" ( Bürgerliche Brauerei) werden Bestellungen entgegen genommen auf dem Komptoir der Brauerei Am Tempelhofer Berg 6, sowie bei den Herren Robert Brunzlow, Landsberger Allee 28; Otto Deneke, Müllerstraße 182; Carl Ebel, Schönhauser Allee 79; Albert Henke, Alexanderplatz 4; Carl Klugmann, Neue Friedrichstraße 20 a; Carl Lange in Friedrichsberg, Kronprinzenstraße 16; A. Löbel, Lehrterstraße 48; H. Nümann, Eldenaerstraße 7; Wilh. Schmidt, Schönhauser Allee 103; Otto Schulze, Colbergerstraße 17; Otto Wegener in Weißenfee Lothringerstr. 39; A. Zöls, Röpnickerstr. 62. [ 3064L* Echt Stonsdorfer Likör, à Liter 1,20 M., 5 Liter 5,50 M., 10 Liter 10 M. 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