Nr. 228. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg- fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt.proQuartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Zum Parteitag. Sonntag, den 29. September 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Die zum Parteitag in Breslau gewählten Delegirten, sowie die Kontrolleure und Reichstags- Abgeordneten, welche den Parteitag besuchen wollen, werden dringend ersucht, sich umgehend beim Botalt omitee in Breslau anzumelden. Die Adresse des Romitees ist: Julius Bruhns, Breslau, Gabigstr. 86, 1 Tr. Diese Anmeldungen sind unbedingt nothwendig, da sonst das Komitee nicht in der Lage ist, für geeignete Wohnungen zu forgen. " Koalition wie das Kabinet Windischgrät, auf Polen, I auf Seite der Regierung den Polen gegenüberstanden, so Konservative und Liberale, nur mit dem Unterschiede, muß man es als eine der bemerkenswerthesten Thats daß Windischgräß den Liberalen noch Einfluß auf die Re- sachen betrachten, daß nunmehr die auswärtige und die gierung durch Ueberlassung zweier Ministerien einräumen innere Politit Desterreichs hauptsächlich vom polnischen mußte, der polnische Graf Badeni dies aber nicht mehr Adel bestimmt werden soll. sie haben sich ebenso unfähig zur Regierung wie zur Oppo Abel Desterreich nicht regieren können, so versklavt ist das nöthig hat. Die Liberalen sehen sich vom Volke verlassen, Freilich so leicht wie Galizien wird der polnische sition gezeigt, ihnen bleibt nur noch der eine Ausweg, fich deutsch- österreichische und böhmische Volk denn doch nicht, unter den Schuß jeder Regierung zu stellen, sich auf Gnade daß es sich ein despotisches Regiment und eine korrupte und Ungnade derselben zu überantworten. Verwaltung bieten lassen wird wie die armen Polen Während der Liberalismus in Desterreich sich selbst und Ruthenen, die sehnsüchtig über die Grenze aufgiebt, hat die polnische Adelspartei die Herrschaft nach Rußland sehen, weil sie unter der russischen Knute Desterreichs angetreten. In vier Wochen werden es noch mehr Schuß vor Ausbeutung und Unterdrückung sich Den Parteitagsbefuchern diene zur Notiznahme, daß sowohl 100 Jahre, daß das Königreich Polen aufhörte, ein selb- erhoffen als unter der Herrschaft des polnischen Adels. am Sonnabend, den 5., wie Sonntag, den 6. Ottober auf allen ständiger Staat zu sein, und wenn die Polen das Jubiläum Man lese nur, um dies zu begreifen, einige Bilder aus dem Bahnhöfen Breslaus und zu allen Zügen Genossen zum Empfang hierüber nicht zu trauern. Nein, er kann stolz darauf hinbegehen, so braucht ihr Adel wenigstens in Desterreich Wahlkampfe bei den galizischen Landtagswahlen, die das Volt" aus polnischen Zeitungen zusammenstellt, so z. B. der ankommenden Delegirten anwesend sein werden. Die weisen, daß der Unterdrückte zum Unterdrücker geworden diefe: Delegirten des Empfangskomitees tragen weißrothe Rosetten. ist, daß polnische Schlachzyzen heute in einem der größten Aus der Tschortkower Umgegend berichtet der Dim" un Auf dem Zentralbahnhof( Oberschlesischer Bahnhof) werden sich Reiche der Welt mächtiger und einflußreicher sind als die glaubliche Szenen bei der Durchführung der Wahlen, von denen die Mitglieder des Empfangskomitee's der Bahnsteig- Sperre Deutschen, die das Reich gegründet haben, daß er, der wir bloß den einen Fall der Wahlen zu Ulaschkowce anführen halber nicht in der Perronhalle, sondern in der Bahnhofs- Halle Adel eines in Desterreich blos drei und dreiviertel Millionen wollen. Dort waren die Wahlen auf den 11. b. M., um 7 Uhr vor dem mittleren Ausgangsportal aufhalten. Die Delegirten zählenden Volksstammes, den mehr als 24 Millionen Ein- früh, angesetzt worden, obwohl sie nicht rechtmäßig veröffentlicht werden sich von den resp. Bahnhöfen aus zunächst in das wohnern Gisleithaniens Gesetze giebt. Der Einfluß des gannen eine förmliche Jagd auf die Wähler, die zur Organisation Empfangslotal Hotel aum blauen Hirsch", Ohlauer- mente, er hat das Dhr des Monarchen, der Chef der ge- Gaffe, die andern im Hause verhaftet und auf Wagen zur Empfangslotal Hotel zum blauen Hirsch", Ohlauer: polnischen Adels ist maßgebend im österreichischen Parla- der Wahlen beigetragen haben. Die einen wurden auf der straße 7, begeben, um dort ihre Quartierkarten 2c. entgegen- meinsamen Regierung von Desterreich- Ungarn, der Minister Bezirkshauptmannschaft nach Tschortkow abgeführt. Man hieft des Auswärtigen ist ein polnischer Graf: Goluchowski, der Chef fie dort so lange internirt, bis die Nachricht anlangte, daß die Die Borlagen und sonstigen Drucksachen für den Parteitag der cisleithanischen Regierung wird ein polnischer Graf: Wahlen schon durchgeführt und die von Oben bestimmten Wähler tommen im Laufe der nächsten Woche und zwar so rechtzeitig Badeni, in den höchsten Beamtenstellen, in den höchsten Gerichts gewählt feien. Man reichte einen Protest ein, aber man hofft zur Versendung, daß die Delegirten sie noch in ihrem Wohnorte höfen haben polnische Adelige in von Jahr zu Jahr faum auf eine Erledigung, empfangen. Aus der Tarnopoler Umgegend führt das Blatt die Wahlen fteigender Bahl die alte deutsche Bureaukratie ver- im Dorfe Ladzayn an, wo die Wähler für den 12. d. Mts. für Berlin, 27. September 1895. drängt, in Galizien herrschen sie unumschränkt, keine Bentral- 2 Uhr nachmittags zur Wahl eingeladen wurden. Die Wahlregierung hat seit 1867 gewagt, den polnischen Adel in der männer sammelten sich schon vor 11 Uhr vormittags und erSelbstverwaltung Galiziens, in der Unterdrückung der Ruthenen fuhren, daß die Wahlen schon durchgeführt seien. Die Wahlen zu stören, in jedem Ministerium hat er seine Vertreter neben waren in der Schule durchgeführt worden, in die der Kommissär Die Tage in Gefferreich. Fachministern, sogenannte Minister ohne Portefeuille, die sich durch eine Hinterthür begeben hatte, während die Gendarmen teine andere Aufgabe hatten, als die speziellen Interessen den vor der Kanzlei Bersammelten fagten, daß der Kommissär In wenigen Tagen wird das provisorische Beamten- der Schlachta zu wahren; diese Interessen waren aber nicht und sich in die Schule begaben, erklärte der Kommiffär, daß die ankommen werde. Als trotzdem die Wahlmänner etwas merkten minifterium Rielmannsegg von dem hocharistokratischen die nationalen, denn in dieser Richtung hat der Wahlen schon geschlossen sind, obwohl es noch nicht einmal 12 Uhr Rabinet Badeni abgelöst sein. So politisch farblos das ab- polnische Adel alles erreicht, nur fordern war. Die erbitteeten Wahlmänner übersandten sogleich ein Telezunehmen. " = Der Parteivorstand. wurden. Um 6 Uhr kamen vier Gendarmen in den Ort und betretende Minifterium war, so deutlich ist die politische fonnte, es waren die wirthschaftlichen Juteressen, die gramm an den Statthalter." Stellung des neuen Ministeriums durch die Namen diese Sippe sich besonders wahren ließ, und auch hierin An die höchste Macht ist nun der polnische Adel, der der Portefeuille Inhaber charakterisirt. An die hatte sie vollen Erfolg. Galizien ist nächst Dalmatien die den anderen Adel im Schlepptau führt, gelangt. Auch Spize des Kabinets tritt der Führer der polnischen Adels- passivste Provinz Desterreichs, d. h. seine Einnahmen bleiben hier wie in Preußen das merkwürdige Bild: Erben partei Graf Badeni, ihm werden zur Seite stehen ein anderer stets weit hinter den Ausgaben zurück, in allen möglichen Formen des Feudalismus fast ausschließlich an der Herrschaft in polnischer Parteiführer Herr v. Bilinski, dann zwei Ge- mußten da die aktiven Provinzen, vor allem Wien und Böhmen, unserer bürgerlichen Gesellschaft! nerale, ein viertel Dugend Großgrundbesizer ohne weitere mit ihren Steuerüberschüssen die leeren polnischen Kassen Ob es den polnischen Adel nicht schwerer werden wird, Bedeutung als ihren Besitz, Gautsch, der Unterrichtsminister füllen; aber dafür einen politischen Einfluß auf die feine außerordentliche Machtstellung in Desterreich zu bedes Ministeriums Taaffe, ein persönlicher Vertrauter galizischen Verhältnisse zu fordern, war ihnen versagt. wahren, als sie zu erringen, wird die nächste Zukunft des Kaisers, und endlich als Handelsminister Erwägt man, daß die zweite Hauptstadt Desterreichisch- lehren. ein Beamter des Auswärtigen Amtes. Von den Polens, Krakau, noch nicht ein halbes Jahrhundert zu Schwere Aufgaben sind dem neuen Ministerium gestellt. Ministern ist faft keiner Mitglied des Abgeordneten- Desterreich gehört, daß noch im Jahre 1846 ein polnischer Die Wahlreform läßt sich nicht mehr aufschieben, eine hauses, ihrer Parteistellung nach sind sie Schlachzyzen oder Aufstand in Galizien mit Waffengewalt niedergeschlagen Steuerreform wird für nöthig gehalten, der AusgleichsFeudale, stügen wollen sie sich auf die gleiche werden mußte, daß in den Jahren 1848/49 die Ruthenen vertrag mit Ungarn, der stets auf 10 Jahre geschlossen wird, Skizzen[ Nachdruck verboten. aus dem lüdamerikanischen Hinterlande. 52 blindem Glase und unzähligen Sprüngen, und er lachte er ihr selber gegeben hatte. Dann glitten seine Gedanken, schwach über die Einbildungskraft seines damaligen jugend- ohne daß er ihnen hätte Einhalt gebieten können, in eine lichen Hirns. Es war immer und von jeher ein alter andere dunkle Ecke, wo noch viel Uurath aufbewahrt lag; garstiger Spiegel gewesen aus irgend einer Humpelkammer, all der Unrath, der in den letzten Jahren aufgehäuft war, dieser sogenannte Spiegel der Ideale, der ihm einst zu und wer diese Ecke hätte ansehen können, hätte sich wundern Die ganze Vergangenheit steigt auf, grau, aschgrau, feiner Toilette gedient hatte. Wie konnte das Spiegelbild da mögen, was in einem so reinen und saubern Hause, in dem schwarz, grün, blau oder roth; je nachdem sie gewesen ist. rein sein! Ob es überhaupt in der Welt Reinheit, Tugend nur Geldmänner und der Präsident der argentinischen ReSünden und Fehler, gute Thaten und schöne Erinnerungen, und Edelmuth giebt in idealer Gestalt; und ob nicht einer publik, Exzellenz in Person verkehrten, für Unrath und all' das, was man niemals, auch nicht dem ver- den anderen nur betrügt und sie zu erblicken vorgiebt, zusammenkommen kann. Da waren Fälschungen dabei, trautesten Menschen beichtet, nicht der geliebtesten Gattin; während er vor demselben alten zersprungenen Spiegel steht Betrügereien, Diebstähle, Morde, Vergehen und Vernoch viel weniger dem Priester; jene dunkeln Regungen, die und genau dasselbe sieht, wie der, dem er es weismachen brechen gegen alle Gebote und Gesetzesparagraphen; zwar Geheimniß bleiben in der einzigen Menschenbrust, in der sie will! Herrn Winterfeld's Gedankengänge nahmen ihren feine, die das Gesetz bestraft mit Haft und Kerker und aus der unbekannten Tiefe tauchten, und die der Tod ver- Lauf in düstere Ecken; in jene Ecken, in denen man nicht beren brave und fromme Christen sich auch selber ver Gott hüllt für immer. Was man wollte und konnte und was gerne umher zu stöbern pflegt. Er begann sich eines nicht anzuflagen pflegen; aber doch Fälschungen und derlei man wünschte und nie erreichte, das ganze Meer der Hoff jungen schönen Mädchens zu erinnern, die er einst Dinge, wenn man sie beim falben Kerzenlicht einer nungen mit seinen unbegrenzten Ufern, die ewig fernbleiben im Stiche gelaffen hatte. Es war eine garstige, schmutzige, Träumerei betrachtet. Da gab es Thränen von Waisen und ewig erstrebt werden auf der gebrechlichen Lebensbarke, stinkende Ecke, in denen er seine Ideale gelaffen hatte. Es und Wittwen, Hunger und Elend von armen Handwerkern, und nach denen das Kind auslugt und der altersschwache lohute sich zwar nicht mehr, sie da heraus zu ziehen. Sie Jammer und Noth von vielen, vielen Menschen; mancher Greis mit der ewigen stets getäuschten und doch wieder mochten schon lange in dieser Ecke selber schmutzig geworden von ihnen mochte schon verdorben und gestorben sein auf erwartenden Ausdauer. Herr German Winterfeld begann sein. Ein junges, schönes Mädchen, die niemand weiter ge- den weiten Kämpen und in den schweigenden Wäldern des sich selber zu beurtheilen und zu charakterisiren in habt hatte auf der Welt, als seine einzige Person, und die großen Südamerika; mancher mochte sich gerade zur selben seinen Träumereien; was er war und was er sich ihm hingegeben hatte mit Leib und Seele, und die Stunde zu Tode quälen und stammelnde Flüche über den nicht war. Er war so wie eine unendliche Anzahl hatte er verlassen, schmählich, wie ein Dieb ein beraubtes unbekannten Räuber und Dieb ausstoßen, der ihn betrogen anderer Menschen, die er kannte oder nicht kannte. Viel Haus verläßt, ohne noch einen einzigen Blick darauf zu an der Hand von einer Menge von Dingen, die man nennt leicht war er so wie überhaupt jeder andere beliebige werfen. Es mischte sich etwas Bitteres in diese Gedanken Diskont, Provision, Kurtage, Hausse, Baisse, Spekulation, Mensch, sagte er sich, wenn er zurückdachte und den matten hinein, er ertappte fich auf einem Gefühl, das ihm herb Kurs, Wechsel und wie sonst noch bezeichnet. Und wie viele Reflex besah, den er jetzt zurückstrahlte in dem Spiegel, der vorkam.. warum, wußte er sich nicht zu sagen, aber es mochte es noch geben, die heute in allem Frieden ihre ihm wie jedem andern vorgehalten wird, der Spiegel des war so. Es waren ja auch nur Träumereien schattenhafter Hentersmahlzeit hielten, ohne zu wissen, daß in demselben Jdeals. Hatte er eigentlich Schuld, daß der Reflex nun Art, denen er nachhing und keine strengen Gedanken. Denn Augenblicke Herr German Winterfeld mit seiner Speku matt war! Man hatte ihn ihm vorgehalten in der Jugend ein strenger logischer Gedankengang eines Mannes, wie lation auf vorübergehendes Fallen des Goldes ihren Lebenss und ihm erzählt, daß er ein einziges Stück reinsten Krystall- German Winterfeld einer war, hätte sofort beweisen faden abschnitt. Herr Winterfeld schüttelte sich unruhig glases sei, und er hatte es damals geglaubt, wie jeder müssen, daß ein armer, bankerotter Advokat auch in Süd- zwischen seinem halben Wachen und halben Schlafen. Daandere dumme Junge, der wunder was zu sehen glaubt, amerifa nicht zusammen bleiben könne mit einem kleinen bei verschwanden wie durch einen Bauberschlag die dunkeln wenn ihm irgend ein glitzerndes Spielzeug vorgehalten wird. braunen Mädchen, die nichts war, als das wenige, was Ecken und er sah plöglich nichts weiter als sein eigenes Heute fam er ihm aber vor, wie ein blinder Spiegel mit er aus ihr gemacht hatte, und weniger besaß, als Abbild, sich selber in Person, wie er leibte und lebte, Politische Uebersicht. Berlin, 28. September. Elektrizitätsunternehmens für Rußland in Frage kommen. An den Verhandlungen nimmt der russische Finanzminister Witte, dessen Ankunft auf Gesundheitsrücksichten zurückgeführt wird, wenigstens direkt keinen Antheil. nun läuft im Jahre 1897 ab, dazu kommt, daß die Volksmassen in höchstem Maße aufgeregt sind, die alten Parteien sich auflösen, neue übermächtig werden, die Gruppirung der Parteien im Parlament jede Beschlußfassung erschwert. Engels' Asche wurde gestern wie wir in einem spät Hierzu kommen noch andere Sorgen: der Ausnahmezustand in abends angelangten Telegramm noch mittheilen konnten auf die Prag, der auf die Dauer nicht aufrecht zu erhalten ist, das der Höhe von Eastbourne, wo der Verstorbene seit vielen Ergebniß der Wiener Gemeinderathswahlen, das die Regie: Jahren im Spätsommer zu weilen pflegte und wo er auch noch rung schon in den nächsten Wochen zwingen muß, Liberale turz vor seinem Tode Kräftigung suchte, in das Meer versenkt, oder Antisemiten vor den Kopf zu stoßen. Das neue Rabinet wird ständig nicht blos auf die fo baß der letzte Wille unseres Freundes und Rather3 nun auch Parteigruppirung im Parlamente, sondern auch auf das Er- in diesem Punkte erfüllt ist. Weiteres mitzutheilen sind wir gebuiß von Neuwahlen Rücksicht nehmen müssen, die sich einstweilen nicht in der Lage. Wir müssen das denen überlassen, vielleicht recht bald als unumgänglich nöthig erweisen wer die bei diesem Afte der Pietät zugegen waren. den. Deshalb darf es nicht entschieden gegen Antisemiten und Jungczechen vorgehen. Es wird nicht umhin können, Lueger als Bürgermeister von Wien zu bestätigen und den Ausnahmezustand über Prag aufzuheben. Damit wird es aber die Liberalen und den böhmischen Feudaladel nicht erfreuen. So wird das Ministerium blos laue Freunde, halt besitzen. gewandtere Geschäftspolitiker find, stets darauf bedacht sind, die gleichen Rechte in der Verwaltung der gemeinsamen Angelegenheiten eingeräumt zu erhalten, dabei aber möglichst wenig zu den finanziellen Lasten beitragen wollen. Diejenigen, welche vor einigen Monaten durch fenfationelle Nachrichten die Genossen aufzuregen versuchten, werden zugestehen müssen, daß sie aus sehr trüben Quellen geschöpft haben. dauernder als Erz -O steht in Ropf und Herz jedes tlassenbewußten Arbeiters und edeldenkenden " Augen geftrent werden. Durch diese Notiz soll dem Publikum offenbar Sand in Rußland bekommt in Frankreich nicht mehr genug Geld, will es Deutschland die Taschen leeren. Das ist alles!( Siehe auch die Notiz Ostasien).Maßregelungen amerikanischer Versicherungsgesellschaften. Zur Zeit des Abschlusses der Handels verträge regte ein konservatives Blatt an, den Geschäftsbetrieb der amerikanischen Versicherungsgesellschaften in Deutschland möglichst zu erschweren, um dadurch die nordamerikanische Union zu zollpolitischen Zugeſtändnissen zu zwingen. Juwieweit diese Anregung auf fruchtbaren Boden gefallen ist, wissen wir nicht. Merkwürdig ist es aber, daß seitdem Herr v. Köller, der ganz spezielle Vertrauensmann der Agrarier, die entscheidende Person in Preußen in Sachen des Versicherungswesens wurde, schon drei der größten amerikanischen Versicherungs- Gesellschaften, zuerst Equitable", dann Mutual" und in diesen Tagen New- York" ihren Geschäftsbetrieb in Preußen einstellen mußten. " " Beschlagnahmt wurde am Donnerstag Nachmittag die Nr. 225 der Thüringer Tribüne", in welcher aus geblich eine Beleidigung enthalten sein soll. In welchem Artikel dieselbe gefunden wird und gegen wen fie fich richtet, das ist vorläufig noch Geheimniß des Staatsamtsrichters. anwalts und des untersuchung führenden Amtsrichters. Die Zahl der seit dem Septemberfurs gegen die ,, Thüringer Tribüne" verfügten Beschlagnahmen hat damit ein halbes Dutzend erreicht. Namentlich halten wir es für unsere Pflicht, festzustellen, aber außer in den Polen nirgends einen entschiedenen Rück, daß die Verwandten in Deutschland sich der Erfüllung des Wunsches unseres Friedrich Engels nicht widersetzt haben. Die Schwierigkeit für das kommende Ministerium wird So hat denn das weltumspannende, die Bölker verdadurch erhöht, daß es nicht blos mit den Schwierigkeiten bindende Weltmeer das was übrig ist von dem Körper unseres in Desterreich rechnen muß, sondern auch mit der anderen großen Todten. Reichshälfte, mit Ungarn, den Ausgleichsvertrag auf Sein Denkmal zehn Jahre verlängern muß. Derselbe muß im nächsten Jahre abgeschlossen werden, und die Verhandlungen Menschen; und die unvergängliche Saat, die er zusammen mit werden wie in früheren Fällen zum Anlaß vieler Angriffe feinem und unserem Karl Marx ausgestreut hat unter den gemacht werden, da die Ungarn, denen der Kaiser wegen ihrer der Krone gegenüber stets eingenommenen selbständigeren auf der Beiden Ruf geeinten Proletariern aller Länder, sie Haltung mehr Rechnung tragen muß wie den Defterreichern, spriest herrlich empor und reift zur Ernte, ander, Krisengerüchte schwirren wieder durch die Luft. So lange die Hofjagden dauern, auf denen heutzutage auch Minister, Kanzler- und Portefeuillejagd getrieben wird, Vou noch größerer Bedeutung als diese Frage wird werden die Krisengerüchte nicht verstummen. Jetzt wird der das heißt die deutsche Sozialdemokratie im allgemeinen und Ein fürchterlicher Schlag hat uns getroffen, uns: aber für das Ministerium die nun nicht mehr aufzuschiebende Bimetallismus als die Reckstange bezeichnet, um den den Vorwärts" im besonderen. Und das fürchterlichfte ist, Reform des Wahlrechts werden. Der Kaiser hat sie feier die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Staats- wir hatten von dem Schlage gar nichts verspürt, obgleich er lich zugesagt, alle Ministerien seit Taaffe haben das Ver- männer" mit Gänsefüßchen- herumturnen. Nun diese sprechen wiederholt, die bürgerlichen Parteien haben die Stange ist brüchig und wer an ihr den Riesenschwung ver- geschlagen ohne es zu wissen. Ja, am Ende find wir uns schon vor längerer Zeit getroffen. Wir waren also Reformbedürftigkeit des Wahlrechts zugestanden, die Arbeiter sucht, läuft Gefahr, elend auf die Nase zu fallen. find in hohem Maße ungeduldig, und fordern stürmisch gar todt und haben keine Ahnung davon! Welch' schauder ihr Recht. Windischgräz stürzte, weil er den Pelz Ueber nationale und internationale Geschäfts- hafter Gedanke. waschen wollte, ohne ihn Das Entsetzliche wurde uns kund durch nachstehende naß zu machen. Wire Politik und politische Geschäfte schreibt man uns: Badeni diesem Muster folgen wollen? Will er am Ruder Die Verhandlungen, welche hier zwischen der Diskonto Notiz der Konservativen Korrespondenz": 10201607 Eine sehr anerkennenswerthe Neuerung ist bleiben, dann muß er die Lösung der brennendsten Frage, Gesellschaft und dem Direktor der Bank für auswärtigen die Desterreich seit der Frage der Offupation Bosniens und Handel in Petersburg, Herrn Rothstein, geführt werden, be in aller Stille feit einiger Zeit im Reichs- und Staatsder Herzegowina bewegt, ernstlich in Angriff nehmen. ziehen sich angeblich auf die Gründung einer großen Elektrizi Anzeiger" zu beobachten. Während der Aera Caprivi" Er würde sich den Ruf eines Staatsmannes erwerben, täts- Gesellschaft in Rußland. Bei dem Projekt ist die hiesige haben wir wiederholt Gelegenheit genommen, auf die bedenkliche Es finden, wie wir Behandlung der Arbeiterbewegung" in dem amtlichen Regierungs tönnte er die Majorität des Parlaments zu einer Wahl- Gesellschaft Union hauptbetheiligt. Es finden, wie wir organe hinzuweisen. Damals war nämlich tonsequent bie reform veranlassen, die die Arbeiter einigermaßen hören, daneben noch Verhandlungen über eine neue russisch sozialdemokratische Bewegung mit der Arbeiter. befriedigt. Wir fürchten, daß ihm dies nicht gelingen chinesische Anleihe statt. Als vor einigen Monaten die Bewegung identifizirt und der„ Vorwärts" als Hauptquelle für wird. Leidet aber auch sein Ministerium an der Wahl- große( 600 Millionen) russisch- chinesische Anleihe heraustam, die betreffende Rubrik benutzt worden. Auf diese Weise wurde reform- Frage Schiffbruch, dann geht Desterreich sehr schweren wurden die Verhandlungen der deutschen mit den russisch im Reichs Anzeiger" über die sozialdemokratische ParteiBeiten entgegen. französischen Bankiers nach einigen Angaben durch die ge- bewegung stets fehr ausführlich berichtet, während das Blatt Noch nie stand ein Ministerium in Desterreich vor schraubte Haltung und die Ansprüche des Herrn v. Hanse- den übrigen politischen Parteien teine Beile widmete. Dieses denn einer so schwierigen Situation, wie das Kabinet Badeni. mann gestört; nach anderen Angaben soll die Schuld für doch ein wenig zu weit gehende Bugeftändniß an die Gleichberechtigung der Sozialdemokraten, die die Arbeiterbewegung Das Parteienwesen in Desterreich ist dabei in vollster die Kaltstellung der deutschen Finanz bei Herrn nur als Deckmantel für ihre revolutionären Bestrebungen bes Rothstein Bersetzung begriffen, wie schon ein Blick auf die Schluß Schwerpunkt nach Paris legte. Dieses Mal hofft man, Staats- Anzeiger", der früher beispielsweise zu gunsten der Sozialliegen, welcher in Stunde den nußen, ist nun glücklicherweise aufgehoben. Der Reichs- und zahlen der Wiener Gemeinderathswahlen beweist. In Wien, einer Stadt, die noch vor wenigen Jahren daß es gelingen werde, die deutsche Gruppe an der zu er demokratie sogar die evangelische Arbeiterbewegung ignorirte, nur liberal vertreten war, wurden gegenüber 43 776 wartenden russisch- chinesischen Anleihe zu betheiligen. Es ignorirt heute die rein sosialdemokratische antisemitischen blos noch 22 868 liberale Stimmen ab- ist dabei zu beachten, daß gleichzeitig Nachrichten auf Bewegung, und die früher fast allein mas Vorwärts". Wir gegeben. Die Jungczechen, die erst vor kurzem die Alt- tauchen, welche von der Wiederverbreitung russischer gebende Autorität des n fönnen diese zeitgemäße Neuerung nur mit großer Beczechen aus dem politischen Leben verdrängt haben, sehen Anleihen in Deutschland reden. Diese Aussicht ruft friedigung begrüßen und schließen aus diesem Symptom, daß es eine noch radikalere Opposition, die Omladina, gegen fich die Kölnische Zeitung" auf den Plan, welcher es nicht un- ber feste Wille unserer Obrigkeit ist, die Gleichberechtigungserstehen und selbst in Galizien erhebt sich gegenüber der bekannt ist, daß ein großer Theil des deutschen Publikums Legende nun endlich fallen zu laffen. bisher allmächtigen Adelspartei eine selbständige Bauern- vielleicht lieber russische als italienische und gewisse andere Als wir diese Notiz gelesen hatten, war uns, als sei Papiere tauft. Die ganze Angelegenheit schließt also nicht eine Dynamitbombe vor uns geplaßt. Wir befühlten Kopf, Während alles in Umbildung und Bersetzung begriffen allein politische, sondern auch börsenspekulative Gesichts- Beine, Arme- ob wir nicht zerschmettert seien. Aber wir ist, steht fest und sicher blos die österreichische Sozial- punkte ein, zu deren Betrachtung man sich unwillkürlich fühlten nichts. Jedenfalls weil wir zu zerschmettert sind, demokratie da, sie geht unbeirrt durch alle Chikanen und angeregt fühlt. fo zerschmettert, daß wir es gar nicht merkten, wie weiland Verfolgungen fest und sicher ihren Weg, vermehrt Der Hamburger Korrespondent", dessen ministerielle nach Napoleons Urtheil die Engländer bei Waterloo, die stets ihre Anhänger und zeigt sich allein der Situation ge- Beziehungen kein Geheimniß sind, schreibt über dieselbe nach allen Regeln der Kunst windelweich geschlagen waren, wachsen. Sie ist der Faktor, mit dem am sichersten gerechnet Angelegenheit: in ihrer absoluten Zerschmettertheit dies aber so wenig werden kann, mit dem auch in Desterreich jeder im öffent in der Hauptsache auf die beabsichtigte Konvertirung der Die Anwesenhett Rothstein's in Berlin dagegen bezieht sich merkten, daß sie den Zerschmetterer aus Rock und Kamisol lichen Leben stehende Mann rechnen muß. Deshalb find 5 prozentigen Rybinst Bologoye- Eisenbahn Obligationen, das schlugen. wir sicher, daß unsere wackere Bruderpartei trotz aller heißt auf die Uebernahme einer neuen Anleibe Wirrnisse den Weg zum Ziel finden wird. von 150 Millionen durch die Berliner Bant häuser. Daneben mag denn auch die Gründung eines großen bewegung. letter " Roufervativen Korrespondenz" zu Gesicht gekommen ist, Ein Glück, daß uns durch einen Zufall die Notiz der wir hätten sonst niemals die raffinirte, sicher tödtende Strafe und an seiner Seite eine reizende junge Frau, die Hirngespinnste, wenn sich irgend ein Narr mit einer leeren Theater- Wochenchronik. Oper beikroll. Sonntag: genau 10 aussah wie die entzückende Juanita Tasche einbildete, daß erlaubte Börsenspekulationen im Ramirez. Sie befanden sich zu zweit in einem ganzen genommen Pflanzen seien, die auf stinkendem Boden Göze). in einem ganzen genommen Pflanzen seien, die auf stinkendem Boden Göße). Montag: Hänsel und Gretel". Die Puppenfee". tostbaren Haus, wo alle Ecken peinlich sauber wuchern. waren, wo alles blitte von reinem echten Golde; Fräulein Er stand auf und ergriff ein Buch aus einem Bücher. Emil Göte.) Anfang 62 Uhr.- Mittwoch: Bum 1. Male: f Bremer " " " Cavalleria rusticana". Allessandro Stradella".( Stradella: Emil Dienstag: Die Meistersinger von Nürnberg".( Stolzing: Herr Ein treuer Schelm". Phantasien im Bremer Rathsteller" Juanita trug Diamanten vom allerreinsten Wasser in den schranke. Es war ein altes Reisehandbuch über Ober-( Ballet). Donnerstag:" Falstaff". Freitag: Sinfonte der Ohrgehängen und an ihren rosigen Fingerchen und sagte Italien, dessen Decken längst alle rothe Farbe verloren töniglichen Kapelle". Sonnabend:„ Ein treuer Schelm". Phanihm dabei, daß sie ihn über alles in der Welt lieb habe. hatten und dessen Ecken abgestoßen waren. Er hatte taften im Rathsteller." Sonntag: Mars Da trieb sich auch auf einmal ein kleiner Bengel unter des Buches Leitung vor vielen Jahren als blutjunger garethe".( Faust: Herr Emil Göze.) Schauspielbau 3. umber, bildhübsch, ebenso hübsch wie Fräulein Lieutenant einmal eine Reise nach Italien gemacht und Sonntag: Mirandolina"," Der Diener zweier Herren". Mons Juanita und Don German zusammengenommen und hinterher hatte sich das fahlrothe Büchelchen mit ihm mit- tag:„ Der Kaufmann von Venedig". Dienstag:" Mirandolina", Der Diener zweier Herren". Mittwoch:" Wie die Alten ein Kind, das schon seinem äußeren Aussehen geschleppt auf allen seinen Wegen bis über den atlantischen fungen". Annalise: Frau Klara Meyer. Donnerstag: Mirannach ein Ausbund von Ehrlichkeit und Tugend Ozean und bis hierher. Er blätterte hin und her und ver- dolina"," Der Diener zweier Herren". Freitag: 1812". Sonnfein mußte... ein deal. Und Herr Winterfeld sab sich tiefte sich am Ende in die Erinnerung an die schöne abend: Othello". Der Mohr von Venedig". Sonntag: Die selber wieder in diesem seinem Abbild, und er wuchs vor Gegend der oberitalienischen Seen, wo reiche Leute in Welt, in der man sich langweilt".- Im Deutschen feinen Augen zum Knaben, vom Knaben zum Jüngling, schönen Landhäusern wohnten, denen es genau so ge- Theater fommen auch in dieser Woche Georg Hirschfeld's vom Jüngling zum Mann und alles das that er in dem gangen war in ihrem Leben, wie Herrn German Winter- Mütter" viermal zur Aufführung: nämlich heute, Sonntag, Abend, schönen reinen Hause ohne dunkle Ecken. Er brauchte nicht feld oder am Ende noch schlimmer. An einem Punkte sowie am Dienstag, Freitag und nächstfolgenden Sonntag herausgehen, um sich seine Hände zu besudeln mit dem blieb er lange stehen. Hier hatte er die schönste Villa zu Die Weber"; Mittwoch:" Der Widerspenstigen Bähmung"; Abend, heute, Sonntag, Nachmittag und am Donnerstag: womit sich sein Vater Ja sein Vater hatte also Geficht bekommen, die er auf der ganzen Reise gesehen, mit" Sonnabend! Don Carlos"; nächstfolgenden Sonntag Nach. zu guter Letzt doch noch den wirklichen, wahr einem reizenden Ausblick auf einen blauen See und präch mitag:" Weh" dem, der lügt!" Am Montag ist die vorläufig haftigen Spiegel des Jdeals gefunden, in den sein Sohn tige Felsabhänge. Drinnen hatte er schöne Weiber erblickt legte Aufführung van" Romeo und Julia" mit Agnes Sorma. schauen konnte. Ja wohl; wenn Herr Winterfeld ein neues mit wunderbaren Augen und einen alten weißhaarigen Die Erstaufführung des„ Meister von Palmyra" ist auf Dienstag, Leben beginnen wollte und sein Sohn ganz vollendet wer- Herrn mit einem milden Gesicht, den Besitzer der Villa, den 8. Oftober, festgesetzt. den sollte, um nie und nimmer es nöthig zu haben, Unrath den notorischen und allverehrten Wohlthäter der Im Lessing Theater wird heute, Sonntag, zum in schmutzigen Ecken aufzuhäufen, dann mußte Herr German ganzen Umgebung auf viele Meilen in der Runde. ersten Male Oskar Blumenthal's Lustspiel Gräfin Frigi" Winterfeld noch einmal, das allerletzte Mal, seine Hand Nur ein zwirnsdünner Tourist mit einem neidischen aufgeführt, das sodann am Dienstag, Mittwoch, Donners tag, Sonnabend und nächsten Sonntag wiederholt hineintauchen in den großen schmutzigen Topf der argen- gelbbraunen Gesicht und stechenden Augen hinter bösartigen wird. Montag und Freitag: Madame Sans- Gene". tinischen Spekulation, um den ganz großen Diamanten hin- Augengläsern hatte mit schneidender Stimme an der Wirths als Nachmittagsvorstellung gelangt heute Heimath", am auszuziehen, nicht für sich, nur für seinen Sohn. Man tafel laut erklärt, den gerühmten großen Wohlthäter mit nächsten Sonntag„ Das Bild des Signorelli" zur Aufführung. tonnte diesen Diamanten ja so sauber abwischen. daß dem milden Blick habe er, Sprecher selber, vor mehreren Am Berliner Theater" wird bas vieraftige Schauspiel es ihm niemand ansah, daß er einmal schmutzig geweſen Jahren noch als Sklavenhändler an der afrikanischen Küste Der Pfennigreiter" von G. von Wald- Zedtwik und G. Sawar, und sein Sohn würde es nie wissen und zu wissen gesehen und eine Unmenge von schwarzen Mitmenschen wersty am Dienstag zum ersten Mal aufgeführt und Mittwoch, Freitag und Sonntag wiederholt. Montag: Die Journalisten" brauchen, daß man die geschliffenen feinen glänzenden Dia- hätten ihn nicht anders geheißen, als den weißen Teufel. Sonnabend: Benthefilea". Goethe's Göz von Berlichingen" manten aus den schmutzigsten Töpfen herausfischt. ( Fortsetzung folgt.) mit Arthur Kraußnect in der Titelrolle soll Dienstag, den 8. Oftober, zum ersten Mal in Szene gehen. Im Neuen Theater tommt von der Sonzogno- Truppe am Montag die Oper Festa a Marina" erstmalig zur Aufführung. Im Schiller. Theater werden Wilbrand's" Maler" am Donnerstag zuerst aufgeführt. Als Herr Winterfeld aus solcherlei Träumen urplöglich auffuhr, schalt er sich selber einen abgeschmackten Faselhans und Träumer. Ganz sicher! Er hatte niemals Kunft und Wissenschaft. etwas gethan, was mit dem Moralkoder der Gesell. schaft und dem Roder des Strafgesetzbuches sich nicht in Andrens Achenbach, der bekannte Landschafts- und Marine Einklang zu bringen vermocht hätte; und es waren thörichte| maler wird heute 80 Jahre alt. " 1 11 erfahren, die der Reichs Anzeiger" über uns verhängt hat.| Kopf. Im Gegenwartsstaat besteht eine Klassenherrschaft.| Frankreich ist und seinen Wohnsiz in Paris hatte. In den Tagen Ignorirt"! Todtgeschwiegen. Luft" für den Reichs. Der Sozialismus will diesen unerträglichen Zustand be- nach dem 18. September hätten dann noch auf grund des in Anzeiger"! Armer Jäger, vor dem der pfiffige Strauß feitigen, um einer tlaffenlosen Gesellschaft Bahn dem beschlagnahmten Gepäck des Franzosen vorgefundenen den Kopf in den Sand steckt! O wir Armen! Und zu brechen. Und sobald jeder Arbeiter eingesehen Materials vier weitere Berhaftungen und zwar deutscher Reichsohne jenen glücklichen Zufall wären wir unser Leben hat, daß er gegenwärtig feine Arbeit fast bandele sich in der Hauptsache um Beichnungen u. a. m. von angehöriger in Effen, Magdeburg und Berlin stattgefunden. Es lang in der Lage des Meßbudenbesizers in Eugen immer nur für andere Interessen thut, Gefchüßtonstruktionen. Der in Effen Verhaftete soll Site's Martin, das Findeltind" gewesen. für welches Bugeständniß wir dem Reichsboten" nach einer Mittheilung der Köln. Volkszeitung" früher auf der Dieser Meßbudenbesizer hatte verschiedene Spezialis aufrichtigen Dank zollen, ist unsere Aufklärungsarbeit be- Krupp'schen Fabrit beschäftigt, aber schon vor längerer Zeit täten", darunter einen heruntergekommenen Gelehrten, endet; mit jenem Zeitpunkt tritt der Sozialismus in Wirt- entlassen worden sein. " " und die Konservativen sich in bie Haare gerathen. Sie -Im Königreich Sachsen sind die Antisemiten haben sich gegenseitig Absagebriefe geschrieben und wollen bei den Wahlen gesondert vorgehen. der für einen Frank den Tag eine Fischhaut anzog, samkeit, der von keinem Menschen verlangt, daß er für die Riel, 26. September.( Eig. Bericht.) Haftentlassung und, in einer Bütte mit Wasser herumplätschernd, Interessen irgend einer Ausbeuterklasse" arbeitet. Ver eines Marinebeamten. Zu dem Kapitel der Verhaftungen den biederen Vorstadt- und Dorfbewohnern als Fisch hungern" könnten dann höchstens diejenigen, die verlangten, fozialdemokratischer Redakteure dürfte das Verfahren der Staatsmensch vorgestellt ward. Der Fischmensch hatte einen daß sie, wie in der Gegenwart, als Gesellschaftsdrohnen anwaltschaft in Sachen der Untersuchung, betreffend die Kieler ingrimmigen Haß auf seinen Ausbeuter", und einmal, als durch die Arbeit einer ausgebeuteten Arbeiterklasse ernährt Brückenkatastrophe nicht ohne Interesse sein. In voriger Woche er seine Wuth nicht mehr zurückdämmen konnte, raffte werden müßten. wurde auf der Germaniawerft in Riel der Obermeister Ehr er sich zu der fühnen That empor, seinem Beiniger, Wenn ferner der Reichsbote" sich aufregt über die born, welcher start beschuldigt wird, die Katastrophe, wobei während derselbe einmal die Augen wegwandte in die frivole Frechheit" des Vorwärts", von den Stellvertretern als befannt wurde, daß er beabsichtige, nach Budapest zu reisen. 13 Arbeiter ihr Leben einbüßten, verursacht zu haben verhaftet, Euppe zu spucken. Der beklagenswerthe Meßbudenbefizer Goties auf Erden" zu reden, so wendet er sich an die falsche Jetzt ist er, nach fiebentägiger Haft, gegen eine Raution von hat von dieser grauenhaften Bestrafung nie etwas erfahren. Adresse. Wie die Gänsefüßchen in unserm Artikel andeuten, 5000 m. auf freien Fuß gejezt. Gleiches Recht für alle! Und ebenso wäre es uns ergangen, wenn nicht wie ist das ein ironisches Bitat der Worte eines Zentrumsgefagt ein Zufall die Konservative Korrespondenz" mitgliedes, eines Mannes mindestens so fromm wie Pastor uns in die Hände gespielt hätte. Nun kennen wir unser Engel selbst, der auch die Unteroffiziere damit über die geEchicksal und verneigen uns geknickt und zerknirscht wöhnliche Unterthanenschaft emporheben wollte. Oder dürfen vor dem Fisch menschen des Reichs- Anzeiger".- Sozialdemokraten auch diese Worte nicht zitiren? München, 28. September.( Offiziöfes Telegramm.) Das Kartell gegen Kartell. Das eine ist ein Kartell Abgeordnetenhaus trat heute zur ersten Sigung z11der Mittelparteiler bis in die Reihen der KonserEine interessante historische Reminiscenz zitirt fammen. Finanzminifter v. Riedel legte das Budget vor. vativen hinein, soweit sie vor der Umgarnung durch die die Leipziger Volkszeitung" aus des erzpatriotischen Ge- Das Jahr 1892 habe geschlossen mit einem Ueberschuß von agrarischen Katilinarier" zu retten sind, das andere ist ein schichtsschreibers Heinrich v. Treitschte's Deutsche Geschichte" 15 176 080 M., das Jahr 1893 mit einem Ueberschuß von Kartell des Zentrums und der Konser( IV. Band, S. 528). Im Jahre 1819, als die erste 4981 087 M. Da die zweijährige Periode 1894/95 eine Heranvativen gegen die Mittelparteiler. Die Konservativen Reaktionsepoche nach den Freiheitskriegen über das gezur außerordentlichen Schuldentilgung verwendet. Das Budget ziehung der Ueberschüsse nicht erforderte, werden dieselben sind dabei Fronie des Schicksals in ihrer kazenjämmer- täuschte deutsche Volk hereinbrach, begleitete Wilhelm I., 1896/97 balanzirt mit 842 930 240 Mart, ohne daß eine lichen Stimmung doch in der glücklichen Lage der Kurfürst von Hessen, der so gerne König der Katten" ge- Steuererhöhung oder eine außerordentliche Anleihe nöthig wäre. von beiden Seiten umworbenen Schönen, oder, wenn heißen hätte, die gegen die Demagogen von 1819 gerichteten Für die Matrikularbeiträge find 500 000 M. vorgesehen. Der man die Sache von einer anderen Seite betrachten will, des Karlsbader Beschlüsse mit folgender grimmigen Drohung", Minister bob alsdann hervor, daß ein Beschluß auf Konvertirung Grauthieres zwischen zwei Heubündeln. Für das recht wie Treitschte es nennt: der 4 proz. Anleihe bisher nicht gefaßt worden sei. Die Maßgläubige Kartell wären die Zentrumsleute konservativer Ich erkläre hiermit denjenigen meiner Unterthanen, welcher regel wäre von so tief einschneidender Art, daß die Regierung Färbung gern bereit. Sie würden sogar den Stöcker her- der Theilnahme an jenen aufrührerischen Verbindungen schuldig nicht ohne Einwilligung des Landtages vorgehen könnte. Die unterwürgen. Dieses Liebeswerben hat die Vollblutagrarier erklärt werden sollte, des Namens eines Hessen für unwürdig, Vorarbeiten für die Reform der direkten Steuern näherten sich schon wieder in eine etwas gehobenere Laune versetzt. mithin für immer ausgestoßen aus der Mitte meines biederen dem Abschluß. Die gesammte Lage der Finanzen sei bes So erklärt denn das Agrarierorgan, die„ Deutsche Tages- Volkes und der bürgerlichen Rechte in seinem Vaterlande ver- friedigend und ermögliche das Weiterarbeiten an der Wohlzeitung" mit Genugthuung: fahrt des Voltes unter gleichmäßiger Berücksichtigung aller luftig.Interessen. Schweiz. " " Die Leipziger Neuesten Nachrichten" treten für ein wirthschaftliches Kartell" ein, das die Verlassenschaft der Unfähigen" Oftafien. Zwei bedeutsame Nachrichten, die wir in antreten werde, falls der natürliche Prozeß der Trennung" der unserer gestrigen Nummer schon brachten, müssen wir hier Hofleute von der fonservativen Partei, die im Lande wurzelt, wiederholen und, zusammenfassend furz besprechen. Unter eingetreten sein werde. Dieses neue Kartell" werde durch festere den Telegrammen, die nach Redaktionsschluß eintrafen, war Knüpfung des Bandes der jetzigen wirthschaftlichen Vereinigung zu erreichen sein und sich nothwendig an die einzige jezt be folgendes: stehende, feste wirthschaftliche Organisation, an den Bund der Landwirthe" angliedern müssen. Wie man sieht, liegt hier im wesentlichsten die Idee des von uns seinerzeit geträumten" Kartells auf wirthschaftspolitischer Grundlage vor." Wir haben daher keinen Grund, uns erneut mit jener Idee zu beschäftigen, hatten wir damals recht, so werden sich die Verhältnisse auch ohne unser Buthun in der Richtung auf das gedachte Biel entwickeln. Wir fühlen uns bei der Propagation oer Jdee jedenfalls nicht als die Bedürftigen." " London, 27. September. Die Pall Mall Gazette" meldet aus Shangai vom 27. d. M., es feien Anzeichen vorhanden, daß die britische Regierung in China endlich Ernst mache. fünf britische Kriegsschiffe feien gegenwärtig auf dem antsetiang; wie verlautet, werden sich denselben morgen vier weitere anschließen. " Die Pall Mall Gazette" hat Beziehungen zur englischen Regierung und diese ist sehr gut unterrichtet. " Bürich, 26. Septbr.( Eig. Bericht.) Das Bündhölzchen. Monopol. In den lezten Tagen haben zahlreiche Bersamm lungen zur Besprechung des Bündhölzchen- Monopols stattgefunden, für dessen Annahme fast allenthalben die beste Stimmung herrscht. Einzig in Genf hat sich eine tonservative Parteiversammlung für Verwerfung ausgesprochen. Jm Kanton Zürich ist die ganze Preffe mit Ausnahme der Büricher Freitagsztg.", dem Organ des Eidgen. Vereins, für Annahme des Monopols. Der„ Grütlianer" veröffentlicht ein Flugblatt des Eidgen. Vereins aus dem Jahre 1881, in dem er für Einführung des Zündhölzchen- Monopols Das ist tapitalistische plädirt. Heute verwirft er dasselbe. Obstruktionspolitit. Die zweite Nachricht, die wir unter der Politischen Die Schweizerischen Blätter für Wirth. Uebersicht gaben, betraf die Vermehrung der russischenschafts- und Sozialpolitit" veröffentlichen zwei Artikel Artillerie im Amurgebiet. über das Zündhölzchen- Monopol. Herr Dr. E chmid, Direktor des Gesundheitsamtes in Bern, sagt am Schluffe feiner Ausführungen über Zahl und Verbreitung der Nekrofefälle, es wäre ein Hohn auf die humanitären Bestrebungen unserer Zeit, dem gegenwärtigen Bustande in unserer Zündholz Industrie mit verschränkten Armen noch länger zuzusehen. Herr Dr. Geiser in Bern macht auf einen Umstand aufmerksam, der in der Diskussion zu wenig beachtet wurde, auf die Ueberanstrengung und zu früh zeitige Berwendung der Kinder in der Frutiger Hausindustrie. Die Folgen derselben sind für den physischen Zustand der Be völkerung in den Zündhölzchen Fabriken auf die Dauer kaum weniger schlimm als diejenigen der Phosphorvergiftung. Gegen die Berkümmerung der Kinder in ihrer Entwickelung könnte ein Verbot des giftigen Phosphors allein wenig nügen. im Für das Mittelparteiler Kartell fechten mit unermüdlichem Eifer die nationalliberalen und freifonservativen Organe. Sie haben es auf eine Säuberung" der Nehmen wir hierzu als dritte, schon vor einigen Tagen fonservativen Partei abgesehen. In ihrer Wolkenkucuks- besprochene Nachricht, daß die Japaner zu See und zu heimerei erkennen sie nicht, daß nach einer Abstoßung der Land gewaltige Rüstungen machen und sich zu einem Agrarier einerseits, der Chriftlich- Sozialen Stöcker'scher Obser- Waffengang mit Rußland vorbereiten so haben vanz andererseits von der ganzen konservativen Partei nichts wir ein Bild der Lage in Ostasien. Der übrig bleiben würde als ein Haufen abhängiger Ver Frühjahr beendete Krieg zwischen Japan und China waltungsbeamter, die vielleicht einmal noch eine Wahl war nur die Duverture der großen internationalen Aktion, machen" fönnten, aber nicht zum zweiten Male. Mit die in Ostasien bevorsteht. Dem Provisorium, das durch Eifer fallen die Mittelparteiler jetzt über den Naumann den Frieden von Schimonoseti geschaffen wurde, muß eine und den Kößschke her, die als abschreckende Beispiele dafür endgiltige Abrechnung folgen. Und die verschiedenen hingestellt werden, wohin der„ chriftliche Sozialismus" einen Mächte treten bereits in die Schlachtlinie ein hier die Ronservativen führen könne. So sagt die" Post": Engländer und Japaner, dort die Ruffen und als theilweises Kampffeld und ganzes Beuteobjekt das chinesische Riesenreich. Auch die Entsendung deutscher und französischer Schiffe nach den ostasiatischen Wäffern wird gemeldet. Desterreich. So lange der von der Kreuz- Zeitung" als fonservativ bezeichnete christliche Sozialismus die Gemeinschaft mit Pastor Naumann und ähnlichen Schwarmgeistern unverändert fortsetzt, wird junge Leute( italienische Frredentisten), die der Theilnahme an Trieft, 27. September. In dem Prozesse gegen elf er fich gefallen laffen müssen, mit dem gleichen Maße wie jene gemessen zu werden, und zwar von Rechts wegen. Mit schwächlicher Wo Was ist, sammeln sich die Raben. Soll der Widersetzlichkeit gegen die Wache angeklagt waren, wurde einer der Demonstration am Vorabend des 20. September und der Halbheit ist hier nichts gethan, in dem Kampfe gegen die Sozialdemokratie muß auf der ganzen Linie Stellung genommen werden, asiatische Dreibund erneuert werden? Soll das freigesprochen, die übrigen wurden zu Freiheitsstrafen von zwei auch gegen diejenigen, welche unter angeblich christlicher Fahne Deutsche Reich den Russen und Russen und Franzosen Heeres Monaten bis zu zwei Wochen verurtheilt. folge leisten, wie vor einigen Monaten? Nach Frankreich. in Wirklichkeit deren Geschäfte machen." Dem Organ des Herrn v. Stumm ist es natürlich bei den Erfahrungen der letzten Zeit müßte man es allen diesen Treibereien nur darum zu thun, etwas gegen für unmöglich halten. Aber für ben Zickzack- Paris, 27. September.( Eig. Bericht.) Minister. die Sozialdemokratie zu stande zu bringen. Daß die furs giebt es fein unmöglich. Und die finanzielle präsident Ribot und die Bündholzarbeiter. Sozialdemokratie vernichtet werden möge, ist ihr Ceterum Hilfe, die unsere Regierung den Russen zu theil werden Nachdem aus fachmännischen Kreisen schon zu wiederholten censeo, und diesen löblichen Zweck zu erreichen, scheut sie läßt,( siehe die obige Notiz über ,, nationale und internationale malen auf die Gifthöhlen hingewiesen wurde, welche die Zündtein Mittel. Geschäftspolitik") liefert den Beweis, daß in Berlin Juchten holz- Manufakturen von Aubervilliers und Pantin bilden, hat sich wieder einmal Trumpf ift. endlich Ministerpräsident Ribot gestern bewogen gefühlt, diese beiden Staatsfabrifen, die eine Brutstätte der Nefrosis bilden, Da die schlechte Be" " Sollte Ein unfreitvilliges Eingeständniß ist dem, Reich 3boten" entschlüpft. Unser geftriger Leitartikel hat das Es wird gut sein, wenn das deutsche Volk der Politik brave Pastorenblatt sehr aufgeregt. Es meint, wir scheuten unserer Regierung Rußland gegenüber scharf auf die Finger selber in Augenschein zu nehmen. schaffenheit dieser beiden Gebäude aber nicht mehr wegdie Konkurrenz der Quidde und Közschke. Da es sich aber sieht. Das Wettkriechen vor dem Zarenthum hat uns genug zuleugnen ist, hat er denn auch bei seinem Besuche bekannt persöhnlich getroffen fühlt wir wissen nicht, weshalb geschadet seien wir auf der Hut, daß wir nicht in die gegeben, daß er gleich bei dem Wiederzufammentritt der burch unsere Bemerkung, daß deren Gesinnungsgenossen sich Katastrophe verwickelt werden, der Rußland durch seine Rammer einen auf die Rekonstruktion der Fabrik von Auberdahin schleichen, wo ihnen die kapitalistischen Fleischtöpfe maßlose Ländergier unaufhaltsam zutreibt. villiers und eines Theiles der Fabrik von Pantin bezüglichen Ges winken unter der fürsorgenden Obhut der Stellvertreter Der chinesische Bismarck, der Vizekönig Li- Sung- febentwurf vorlegen werde. Bei dieser Gelegenheit hat auf VorGottes auf Erden"," so versichert es feierlich: Tschung, soll einer Behauptung des Pester Lloyd" zufolge Ministerpräsident in bezug auf die Berarbeitung des so gefähr stellung des Vorstandes der Zündholzarbeiter Gewerkschaft der Wenn viele den Bestrebungen zur Gründung einer spezifischen es verstanden haben, sich zum reichsten Manne der Welt empor. lichen weißen Phosphors erklärt, daß er vorgestern mit einem Arbeiterpartei nicht folgen, so geschieht das nicht aus Mangel zuwirthschaften, reicher noch als die Rothschilde Europas, die lichen weißen Phosphors erklärt, daß er vorgestern mit einem betreffs einer Lieferung von phosphorlosen an Intereffe für das Wohl der Arbeiter, sondern aus der Er- Rockefeller Amerikas. Er verfügt über eine eigene Privatarmee Fabrikanten betreffs fenntniß, daß es zum Verderben aller Stände gereichen muß, von 10 000 Mann, was ihn davor schüßte, um einen Kopf auch dieser Versuch gleich den vorhergegangenen fehlschlagen, Zündhölzchen einen Bertrag abgeschlossen habe. wenn die Stände sich in dieser einseitigen Weise in eine politische fürzer gemacht zu werden", fintemal ihm am kaiserlichen Hofe dann werde er untersuchen, ob es denn doch nicht, troß des Klaffenlampf- Organisation gegeneinander stellen... Das Faliche viel Argwohn geschenkt wird, als strebe er noch höher hinauf". dann werde er untersuchen, ob es denn doch nicht, troß des des letzteren( des Sozialismus) besteht eben darin, daß er den Sein Vermögen beläuft sich auf 100 Millionen Pfund Sterling. Widerstandes des Publikums gegen die amorphen Zündhölzchen, ganzen Staat nach den Interessen einer Klasse einrichten will, Außer unermeßlichen Reisfeldern zählt er tausende von Pfand- angezeigt sei, diese an stelle der bisherigen zu erzeugen. Gleichdenn das muß zur Revolution führen, und wenn leihgeschäften sein eigen. Der Mann hat's aber aus geitig hat Herr Ribot die schon vor Monaten verlangte leichte auch der sozialistische Staat durch die letztere auf den Ruinen dem ff verstanden, die Klinke der Staatsverwaltung zu hand. Erhöhung gewisser Löhne zugesagt und auch bestimmt, daß den des Bestehenden aufgerichtet würde, so würde er nur sehr kurze baben, um seine Laschen zu füllen. Und die souveräne Gleich- infolge ihrer Beschäftigung ertranften Arbeitern täglich ein Liter Beit dauern; denn es ist einfach unmöglich, alle Jntereffen giltigkeit für die Hertunft seines Geldes, die selbst vor der Milch verabreicht werde. Es ist dies alles recht schön, hätte aber einem einzigen zu unterwerfen, ohne dieselben zu ruiniren. Des- Pfandleibe en gros nicht zurückscheut, ist wirklich eines Heros Herr Ribot dies schon zu Beginn des Jahres gethan, wäre der monatelange Streit und damit den Arbeitern so manches Leid halb ist der sozialistische Arbeiterstaat der Sozialdemokratie nur des Jahrhunderts" würdig. erfpart worden. Es ist freilich besser spät als gar nicht. eine Luftspiegelung, welche den Arbeitern zwar goldene Berge verheißt, aber thatsächlich ihnen nur Unheil und Verderben bringen würde. Das muß jeder Arbeiter einsehen, sobald er -3um Essener Meineidsprozeß. Der Termin seine Arbeit betrachtet; denn er thut diefelbe doch fast immer nur für andere Interessen, und nur so vor dem Reichsgericht zur Entscheidung über die anlange diese blühen, kann auch seine Arbeit gedeihen. Deshalb gemeldete Revision ist zum 8. Oktober anberaumt. ist es die größte Thorheit, wenn die sozialistische Arbeiterpartei Ueber die geplante Revision des preußidie anderen Interessen todt schlagen will, um sich zum Herrn schen Vereinsgesetes bringen sowohl die offiziösen Madrid, 27. September.( W. Z. B.) Sämmt der Welt zu machen. Sie würde verhungern müssen Berl. Pol. Nachr.", wie die" Post" Andeutungen, daß Frauen, liche in Madrid wohnenden Land- und Seeoffiziere bei ihrer Herrlichkeit. Das Interesse der Arbeiter fann nur ge- Lehrlinge und Schüler nicht nur von den politischen, sondern wählten heute durch das Loos einen Offizier, welcher von dem deihen im Zusammenhang mit dem Gedeihen der anderen Inter- auch von den nichtpolitischen Vereinen ausgeschlossen werden Berfaffer eines im Journal Madrid" veröffentlichten Artikels effen und es darf deshalb nicht die Aufgabe sein, diese anderen sollen. Der nämliche Buntt sei auch bei der im vorigen Jahre über die spanische Marine Genugthuung verlangen soll. Interessen zu schädigen im vermeintlichen Interesse der Arbeiter, vorbereiteten Revision des preußischen Vereinsrechts in betracht Der Verfasser des Artikels befindet sich in Oviedo und der gesondern beide Interessen in einer solidarischen Verbindung zu er gekommen. wählte Difizier mit zwei Kollegen begaben sich heute Abend von halten. Und das ist die Aufgabe des Staats." Zu der sogenannten Landesverrath3 Madrid nach Oviedo. Die Auseinandersehung über die Gefahr der Klassen affäre veröffentlicht die Leipziger Gerichts- Zeitung" eine In Spanien thun fich solche militärische Rowdy- Sitten immer herrschaft, die durch den Sozialismus heraufbeschworen Mittheilung, wonach der in Köln am 18. September zusammen noch am offenherzigften fund. Am morgigen Tag wird wohl merde, zeigt nur, daß der Reichsbote" das Wesen des mit einer Frau Verhaftete von Geburt Luxemburger und Ber- abermals ein offizielles Telegramm über das geplante Gemezzel Cozialismus nicht versteht. Er stellt die Dinge auf den treter eines großen deutschen industriellen Gtablissements in von Oviedo die näheren Einzelheiten bringen. " * Deutsches Reich. " 0 -Im Budgetausschuß wird heftig über die Frage der Kolonialarmee diskutirt. Die Aufregung wegen Madagaskar dauert fort. Die Beschwichtigungsnachrichten, welche die Regierung verbreitet, finden keinen Glauben. Spanien. Rußland. Die Städtische Wohnungspolitik in London. Der Londoner I auf dem Limoger Rongreffe nicht vertreten. Auf der Tagesordnung - Ueber die Verhaftungen, welche in diesem Grafschaftsrath hat, wie wir den Mittheilungen des Dresdner stehen folgende Punkte: 1. General- Berufsorganisations- Entwurf: Sommer in Odessa vorgenommen wurden, wird einem Londoner Miethervereins entnehmen, beschlossen, auf dem ihm gehörigen Thätigkeit und Befugnisse der verschiedenen bestehenden BerufsBlatt das folgende mitgetheilt: In der Nacht vom 11. auf den Baugrunde in Boundary Street in eigener Hegie mit Ausschluß organisationen; 2. die Agrarfrage; 3. Errichtung von Pensions12. Juli fanden massenhaft aussuchungen und Ver von Mittelspersonen Wohnhäuser für Arbeiter zu errichten. tajjen; 4. Vorkehrungen betreffend die Durchführung der Kongreßhaftungen statt. Der größte Theil der Verhafteten sind ArObgleich in der Wohnungspolizei die städtischen Organe und die beschlüsse; 5. Ausarbeitung eines Munzipalprogramms für die beiter, welche in Massen von den Arbeiterkasernen ins Ge- Sanitätsbehörden gerade in London eine besonders anerkennens- Gemeinderathswahlen von 1896; 6. Organisation eines interfängniß abgeführt wurden, so daß wohl die Sälfte werthe Thätigkeit entwickeln, hat sich daneben noch eine frei- nationalen Gewerkschaftskongresses; 7. Bericht über die Thätigvon ihnen teine Ahnung hat, wofür sie eigentlich verhaftet willige Gesellschaft, Mansion House Council, mit ganz bedeuten feit des Organisationskomitees des Generalitreits; 8. Beträftigung worden sind. Bei den Haussuchungen wurden in den Arbeiter- dem Erfolge der Sache angenommen. Durch ihre für die einzelnen der auf den vorhergegangenen Kongressen gefaßten Beschlüsse. tafernen ein gewiffer Bron, welcher die mathematische Fakultät Stadttheile bestellten Inspektoren das sind Vereinsmitglieder, Für jeden Punkt der Tagesordnung wurde eine besondere Komder Universität absolvirt hat, der ehemalige Gymnasiast welche diese Thätigkeit unentgeltlich ausüben- läßt die mission gewählt und mit den nöthigen Vorarbeiten beziehungsMeyer und noch einige Intelligente" von der Polizei Gesellschaft die Gebäude der Armenviertel fortgesetzt auf weise dem Referate über den betreffenden Punkt betraut. angetroffen und auch mit verhaftet. Zur gleichen Zeit das Eingehendste untersuchen, bringt die gefundenen Miß- erste Frage, mit der sich der Kongreß beschäftigte, betraf die zur Anzeige oder sorgt oder sorgt auch selbst gleich für Pensionskassen, die zweite die Agrarfrage, doch liegen hierfür biswurden auf dem Bahnhof ein gewisser Scholttewitsch, stände wo nachweislich durch 100 ungesunde her nur noch unvollständige Berichte vor und behalte ich mir welcher im Begriff war, abzureisen, und die Bekannten, welche Beseitigung derselben; ihm das Geleit gaben, verhaftet. Bur Charakteristik des Eifers Einrichtung der Wohnung bez. Vernachlässigung derselben Krant- daher vor, nach Abschluß des Kongresses über die Gesammt der Polizei fei auch erwähnt, daß die 14- und 15jährigen heiten entstanden, sucht sie die Hauswirthe auch zur Entschädi- verhandlung zu berichten. Von anderer Seite wird geschrieben: Die erste Frage, Schwestern Steinreich, deren Verbrechen darin bestand, daß gung heranzuziehen; sie nimmt auch sonst allgemeine Anzeigen über sie bei dem genannten Scholtkewitsch Privatunterricht nahmen, schlechte und ungesunde Zustände in den einzelnen Wohnungen welche die Delegirten des Kongresses in Limoges aufnachträglich verhaftet wurden. Gleichzeitig mit diesen Ver- oder sonstige Mängel derselben entgegen, um dann die Beseitigung warfen, war die Altersversicherung der Arbeiter. jammlung hat zwar noch teinen beſtimmten Beschluß dies= haftungen hat die Polizei drei Restaurationen und ein Wirths- ins Wert zu setzen.. bezüglich gefaßt, sich jedoch mit großer Mehrheit zu gunsten eines haus, in welchem Arbeiter verkehrten, geschlossen. Projektes ausgesprochen, welches dem Arbeiter mit 50 Jahren eine staatliche Pension sichern soll. Beschlossen wurde auf dem Rongreffe u. a., daß die Sachverständigen bei den gewerblichen Schiedsgerichten aus beiden Geschlechtern angehörigen Personen Kuba. Afrika. Zum Aufstand auf portugiesischem Gebiet wird aus Sansibar unter dem 24. d. M. gemeldet, daß eine neue Strafexpedition von Mombasa gegen den Häuptling M'Barut und die versammelten Rebellen in Takaungu abgegangen ist. Partei- Nachrichten. Delegirte Eberle. Gewerkschaftliches. Cämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Organisation tragen. Achtung, Gewerkschaften Berlins! Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A. R. Millarg. B . Gerichts- Beitung. Die Ver - Martinez Campos scheint sich überzeugt zu haben, daß seine Streitkräfte zur Niederwerfung des Aufstandes nicht ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden bestehen könne. ausreichen. Er ist in Unterhandlungen mit den Infurgentenführern eingetreten und hat ihnen weitgehende Bersprechungen( Autonomie der Insel u. s. w.) gemacht. Ob die Insurgenten auf den Leim gehen werden? Die Nachgiebigkeit Das Auskunftsbureau der Berliner Gewerks und das Entgegenkommen des spanischen Blut- und Eisen"-schafts- Kommission befindet sich seit Sonnabend, den Ein Meineidsprozek, der lebhaft an die Affäre des uns Marschalls verräth ja falls sie es nicht vorher schon wußten 28. September 1895, in der Annenst r. 16, vorn parterre. glücklichen Ahlefeld aus dem Gummischlauch- Prozeß erinnert, hat - daß ihnen der Sieg wintt. Sprechstunden morgens von 9 Uhr bis mittags 1 Uhr und von sich gestern vor dem Schwurgericht am Landgericht I ab 6 bis 8 Uhr abends. Telephon Amt VII Nr. 3733. Auskunft gespielt. in gewerkschaftlichen Fragen, Gewerbegerichts, Krankenkassens, Unter der Anklage des wissentlichen Meineides Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherungs- Sachen. In stand der Arbeiter Gustav Adolf Eduard Schulze. Der AnGewerbegerichts- Sachen werden die Arbeiter aufgefordert, fich geklagte soll am 26. Mai cr. in der Prozeßfache Nickel- Schneider nur an dieses Bureau zu wenden. als Zeuge aufgetreten sein und seine gänzliche Unbescholtenheit beschworen haben, obgleich er in Wahrheit schon fünfmal und Dem damaligen zum theil recht erheblich vorbestraft ist. Prozeß lag folgender Thatbestand zu grunde. Der Zahntechniker Aufruf an die Schneider und Näherinnen aller Schneider hatte eine Forderung an einen gewissen Döpfe, welche Brauchen! Mäntel näherinnen, Bügler, Stepper, er schließlich durch den Gerichtsvollzieher geltend machte. Nach Zuschneider, Kinderforfettions, Blousen, und der Pfändung wurde er von dem Schwiegersohne des Döpke, dem zum Breslauer Parteitag. Destl. Tritottaillen Näherinnen, Herrentonfettions- Kellermeister Nickel auf Herausgabe der gepfändeten Gegenstände Waldenburgischer Kreis: A. Pieschel; Barmen: Schneider und Näherinnen u. s. w. Eine öffentliche verklagt unter der Behauptung, daß Nickel schon vor der Pfändung Bersammlung, in der die Frage der Betriebswerkstätten und die die Sachen pon seinem Schwiegervater zu Eigenthum erworben habe. Parteipresse. Das in Bant erscheinende Norddeutsche Stellung der Zwischenmeister erörtert werden soll, tagt am Bum Beweise dieser Thatsache schlug der Kläger den Arbeiter Schulze Dienstag, den 1. Oftober, abends 81/2 Uhr, in Louis Keller's vor, welcher nun wie die Anklage behauptet- bei seiner AusBoltsblatt", das zuerst wöchentlich, dann dreimal wöchentlich er- eftfälen( großer Saal), Koppenstr. 29. In den Zwischenmeister- fage seine Vorstrafen verschwieg, um dadurch einen glaubwürdigen schien und seit April 1893 täglich herauskommt, hat seinen Um- freisen wirbelt diese Frage gegenwärtig viel Staub auf. Mehrere Eindruck zu machen. Der Prozeß selbst ist bis jetzt noch nicht fang bedeutend erweitert. Versammlungen, welche sich damit befaßten, sind der Auflösung entschieden. Der Angeklagte bestritt im gestrigen Termine, fich durch den Tumult der Zwischenmeister verfallen. Eine ein eines Meineides schuldig gemacht zu haben. Der damalige, den gehende sachliche Begründung unserer Forderung erscheint daher Borsiz führende Amtsrichter habe ihn nur gefragt, ob er und wegen Meineids vorbestraft sei, er habe nothwendig. Wir fordern deshalb alle Kollegen und Kolleginnen schon mit auf, für diese Versammlung rege zu agitiren, damit den Zwischen- darauf der Wahrheit gemäß Nein" geantwortet. meistern die Möglichkeit genommen ist, die Versammlung zu stören. Demgegenüber behaupteten sowohl der damalige vorfigende Die Agitation3 Rommission der Schneider Amtsrichter als auch ein als Gerichtsschreiber fungirender und Schneiderinnen Berlins. Aftuar, daß der Angeklagte wie jeder andere Beuge ganz all. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. gemein nach seinen Borstrafen gefragt worden sei. Die Ges schworenen hielten den Angeklagten für überführt. Der Staats Achtung! Metallarbeiter! Chirurgische Branche. anwalt beantragte 3 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust Der Streit bei der Firma Dewitt u. Herz ist aufgehoben. Die und dauernde Unfähigkeit, als Beuge oder Sachs Sperre ist aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht verhängt. Der Ver- verständiger aufzutreten. Der Gerichtshof erkannte auf trauensmann. 11/2 Jahre Zuchthaus, 3 Jahre Ehrverlust und dauernde Unfähigkeit, als Zeuge oder Sachverständiger aufzutreten. Während die im Zuhörerraum befindliche Ehefrau des Angeklagten mit einem Schrei ohnmächtig zu Boden fant und hinausgetragen werden mußte, betheuerte lekterer weinend feine Unschuld. Wegen Fluchtverdachts wurde der unglückliche Mann fofort in Saft genommen. Hier drängt sich wieder die Frage auf, ob es denn wirklich für einen Beugen feinen Mittelweg aus dem Dilemma giebt, entweder durch öffentliche Nennung der Vorftrafen sich einer moralischen Folter oder durch Verschweigung derfelben sich einer Zuchthausstrafe auszusehen. Auch diese tief traurige Meineidsaffäre sollte zum Nachdenken über die Bwed mäßigkeit der modernen Beugenvernehmung anregen. Aus Pößneck wird uns geschrieben, daß die Nachricht, unferer Partei seien die größten Versammlungslokale abgetrieben, unrichtig sei. Blos dem Vereine Bürgschaft" sind die Ver sammlungslokale abgetrieben worden. " Aus Winterthur wird uns geschrieben: Die hier organisirten ausländischen Genossen haben in ihrer legten Ver fammlung folgende Resolution beschlossen: Die deutsche sozialdemokratische Mitgliedschaft in Winterthur spricht den Genossen in Deutschland ihre begeisterte Anerkennung und ihren Dank aus für ihr muthiges und mannhaftes Verhalten allen den von der Sedanfeier ausgegangenen Heßereien und Verfolgungen gegenüber und giebt der Hoffnung Ausdruck, daß in absehbarer Zukunft die Sozialdemokratie über ihre verbündeten Gegner fiegen möge. Wir unsererseits versprechen zur Ausbreitung unserer Jdeen und zur Stärkung unserer Reihen nach Möglichkeit zur Erreichung des gesteckten Bieles mitzuwirken. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Genosse Seige wurde, wie uns aus Pößneck geschrieben wird, auf grund einer erfolgreichen Beschwerde beim Jenaer Ober- Landesgericht aus der Untersuchungshaft entlassen, in der er vom 17. bis 26. September internirt war. Hierfür giebt es in Deutschland feine Entschädigung, die zehn Tage hinter schwedischen Gardinen hat unser Genosse nun weg. Darüber werden sich gewiffenlose Reaktionäre vom Schlage der Hinter männer der Schlesischen Zeitung" weidlich freuen. " = NB. Listen find abzuliefern an R. Johl, Restaurant Richter, Georgenkirchstr. 49 und bei G. Schuster, Streligerstr. 30 III., Sonnabend bis Abends 10 Uhr. Löbtau, Glasmacher. Buzug ist fernzuhalten: Nach Dresden Hörstel, Stadthagen, Nienburg ( Wilhelmshütte), Teplit- Waldthor, Antonienwald, in Böhmen( Hüttmann's Söhne), Uranesau( Glashütte Neufattl), Carmaux. Porzelliner. Die Sperre ist bis auf weiteres über folgende Orte verhängt: Albersweiler, Röppelsdorf( Dreffel 11. Koch), Rönigszelt, Gorgau, Sophienau ( Charlottenbrunn), Schweidnis( Majolikafabrit von Krause), Stanowis, Grohn Vegesad. Genosse Rauch, der verantwortliche Redakteur des Hannoverschen Volkswillen", der den Bürgermeister Stahn in Stockdrechsler. Zuzug nach Wien ist fernzuhalten. Nienburg angeblich beleidigt haben soll, wurde fostenlos freiLohnbewegung in der Schweiz. Die Eisenbahnarbeiter gesprochen. Der Staatsanwalt hatte 150 M. Geldstrafe be in St. Gallen haben unter Beibehaltung der 10/2 stündigen Genosse Eugen Steiner, der Redakteur des Arbeitszeit Lohnerhöhungen zugestanden erhalten von 10-30 Cts. ungarischen Schuhmacherblattes, wurde wegen eines An die pro Tag und zwar für die gesammte Arbeiterschaft der Gesell- herzustellen. Unterdrücker" überschriebenen Artikels zu drei Monaten" Staatschaft, sodaß die organisirten Arbeiter wie gewöhnlich auch für Unterdrücker" überschriebenen Artikels zu drei Monaten Staats- die nichtorganisirten Verbesserungen errangen. Auch die Ueber gefängniß und 20 Gulden( 34 M.) Geldstrafe verurtheilt. antragt. Soziale Uebersicht. stunden werden entsprechend bezahlt. 200 Züricher Glasergehilfen fireifen seit Montag. Sie fordern Aufhebung der schwarzen Liste und Anerkennung des Fachvereins Arbeitsnachweises. 20 Meister haben bewilligt. Die Weiterarbeitenden zahlen einen täglichen Streitbeitrag von = " Die heftige Gaseutzündung, welche am Vormittag bes 5. Januar d. J. im Hause Röpeniderstraße 85 stattfand, follte auf die Fahrlässigkeit des Schlossermeisters Adolf Frey, sowie seine beiden Gesellen Friedrich Sperling und Theodor Pobl zurückzuführen sein, welche sich deshalb gestern vor der vierten Strafkammer des Landgerichts 1 zu verantworten hatten. Der Angeklagte hatte die Gaseinrichtung in dem genannten Hause Gasanstalt die Anzeige, daß am folgenden Tage die Aufstellung herzustellen. Am 4. Januar d. J. erhielt er von der städtischen des Gasmessers stattfinden solle. Bei dieser Arbeit müssen die Leute, welche die Rohrlegung ausgeführt haben, zugegen sein, da fie für die Dichtigkeit der Leitung aufzukommen haben. Da Frey am folgenden Tage verreisen mußte, schickte er seine beiden Gesellen Sperling und Bohl hin. Nachdem die Verbindung zwischen Gasmesser und der Leitung hergestellt war, zeigte sich, daß die lettere Das Streben der Arbeiter nach ordentlichen Woh- 50 Cts. nicht dicht war. Man fand mehrere Stellen, die Gas ausströmen nungen. Bekanntlich erklären die Hausbesitzer Vereinsvertreter ließen, der Uebelstand war aber nach Verschließung derselben noch fortwährend, daß die ärmeren Volksklassen zu wenig auf gute Streiks und Lockouts in Frankreich. Wie uns aus Wohnungen gäben, daß sie in denselben keine Ordnung Paris unterm 27. September gemeldet wird, sind die in dem nicht gehoben. Mehrere Personen begaben sich nach einer im Erdgeschoß belegenen, bis dahin verschlossen gewesenen Roll hielten, dieselbe verwahrlosen ließen und dadurch zum großen Theil Braunkohlenwert von St. Julien de Peyrolas( Gard Departe tammer, um hier die Leitung zu prüfen. Giner von ihnen selbst schuld an Mißständen seien. In der Vereins- Zeitung" der ment) beschäftigten Grubenarbeiter in den Aussiand getreten. wer, hat fich nicht ermitteln laffen beging bie Königsberger Wohnungsmiether" lesen wir in dieser Beziehung: Sie verlangen eine Lohnerhöhung von 25 Centimes pro Tonne. Unvorsichtigkeit, mit einem Zündholz in die soeben geöffnete Thür Ich habe häufig die mir unterstellten Arbeiter besucht, wenn sie In St. Hippolyte, das gleichfalls im Gard Departement des dunklen Raumes hineinzuleuchten. In demselben Augenblick frant waren, aus menschlichem Interesse, um zu erfahren, wie liegt, befinden sich die von der dortigen Spinnerei- Attiengesell erfolgte eine Explosion, die das Haus erzittern machte. Zwei 120 an der Zahl im Streit. es ihnen geht, und aus geschäftlichem Interesse, um zu erfahren, schaft beschäftigten Arbeiterinnen ob sie bald wieder zur Arbeit kommen würden, oder ob ich mich Sie fordern eine gleichmäßigere Vertheilung der Löhne; Be- mit Gas angefüllt gewesen, welches aus einem starten Rohre drang, nach einem Erfagmann umsehen müsse. Da lernt man die Ar- feitigung der Tafel, auf der die Namen derjenigen Arbeiterinnen welches mit der übrigen Leitung gar nicht verbunden und auch beiter von einer sehr günstigen, die Wohnungen aber von einer verzeichnet werden, deren Arbeit als eine ungenügende betrachtet nicht mit einem Verschlußstopfen versehen worden war. Diesen sehr ungünstigen Seite kennen. Da ist z. B. eine Dachwohnung, wird; Abschaffung der Geldstrafen und endlich die Entlassung Theil der Leitung hatte der Angeklagte Sperling hergestellt. Er bie nur aus einem kleinen Stübchen besteht; eine Küche ist nicht einer Aufseherin, über die sie sich besonders zu beklagen haben. entschuldigte sich damit, daß er von der Arbeit abgerufen worden vorhanden, der Heerd steht im Flur. In dieser Wohnung In dem Hüttenwert von Pamiers( Ariège- Departement), das war, er habe annehmen müssen, daß sein Nachfolger den weiteren Unwohnen zwei Familien, zusammen 6 erwachsene Menschen; wenn zirka 350 Arbeiter beschäftigt, hat die Direktion zuerst einen war, er habe annehmen müssen, daß sein Nachfolger den weiteren Anschluß bewirken würde. Der Eachverständige, Ingenieur Peschke, abends die drei Betten für diese sechs Menschen aufgeftelt find, Streik provozirt und hierauf die Arbeiter ausgefchloffen. begutachtete, daß alle drei Angeklagte sich der Fahrlässigkeit der Entlassung von fann taum fein Mensch einen Schritt gehen, so eng ist der Raum. Sie begann nämlich mit fünfzehn schuldig gemacht hätten. Ein Rohrleger dürfe niemals, und wenn der Puddel- und Walzabtheilung beschäftigten Hilfs die Unterbrechung auch nur turze Zeit dauere, eine Leitung verUnd doch, wer am Tage dorthin fommt, der findet alles sauber in der und nett eingerichtet, alles schön aufgeräumt, und nicht bloß die arbeitern, und als die übrigen Arbeiter diesbezüglich vor- laffen, ohne sie vorher verschlossen zu haben. Nach dieser Nichtung Hausfrauen, nein auch junge Männer geben etwas auf ihre stellig wurden, sprach sie von der Nothwendigkeit, eine Ver- hin treffe den Angeklagten Sperling ein Verschulden. Wohnung, scheuern Stuben und Treppen am Feierabend, wo sie fürzung der Löhne vorzunehmen. Daraufhin hatten die Arbeiter Bohl habe gefehlt, weil er den Gasarbeitern die Leitung nach meiner Meinung ein gutes Recht hätten müde zu sein und den Streit erklärt, waren aber bald wieder davon abgekommen. als dicht bezeichnet habe, ohne sich vorher von der Wahrheit zu Bett zu gehen. Sie verwenden den Lohn, welcher ihnen bei Auf Intervention des Präfekten haben sie nämlich die Wieder- dieser Angabe überzeugt zu haben, welches mittels eines Anverlängerter Arbeitszeit zufließt, zur Anschaffung von Gardinen, aufnahme der Arbeit mit Einstimmigkeit votirt. Das paßte aber Möbeln, Bildern, obwohl man es als ein großes Opfer be- der Direktion nicht in den Kram und sie verweigerte darum, die fauge- Apparats leicht hätte geschehen können, und den Meister trachten muß, für einen so entbehrlichen Besitz wie die Gardinen Defen wieder anzünden zu lassen, was der offenbarste Beweis grey treffe ein Vorwurf, weil und Bilder eine so schwere Laft wie die Ueberstunden nach dafür ist, daß der Streit ein von ihr gewollter war und so ein Beaufsichtigung seiner Leute und ihrer Arbeit habe fehlen lassen. Der Gerichtshof hielt die Fahrlässigkeit des Angeklagten vollendeter zehnstündiger Arbeit zu übernehmen. Da muß man Seitenstück zu dem Streit der Glasarbeiter von Carmaux bildet. Pohl, der den Meister vertreten sollte, am schwersten und ver es bedauern, daß die Großstädte( das gleiche gilt von den urtheilte ihn zu einer Woche Gefängniß, während die Angeklagten Frey und Sperling mit Geldstrafen von bezw. 30 und 10 t. -S Mittel- und Kleinstädten und auch von den ländlichen Orten. Arbeiteraussperrung in Gent( Belgien). Eine Werkstätte Red. des„ Vorw.") dem Wunsche unseres Voltes nach behaglichen für Baumaterialien wurde gestern geschlossen und mehr als Wohnungen so garnicht entgegenkommen. Die meisten Menschen 300 Arbeiter entlassen. Heute werden wahrscheinlich noch eine müssen eine so fleine und so unzweckmäßige Wohnung miethen, Reihe weiterer Werkstätten geschlossen. von den Leuten erlitten schwere Brandwunden. Der Raum war davontamen. er es an der nöthigen daß sie in wirthschaftlicher und gesundheitlicher Beziehung nicht Paris, 27. Sept.( Eig. Ber.) Der Landes- Gewert: entfernt ausreicht, und in gemüthlicher Beziehung nur durchschafts- Rongres von Eimage 8. 31 Limoges( ob Depelchen und lehte Nachrichten. Limoges. In( Obergroße Opfer der Einwohner ausreichend gemacht werden kann.vienne- Departement), dessen Gemeinderath seit kurzem ganz in den Petersburg, 28. September.( W. T. B.) Wie der„ Swjet" Kommunale Müllereien und Bäckereien in schweizerischen Händen der Sozialisten ist, tagt gegenwärtig der 7. Landestongreß aus zuverlässiger Quelle meldet, werden die Petersburger höheren Dörfern. Im Kanton Wallis wurden drei Gemeinden mit der französischen Gewerkschaften. Derselbe ist von ca. 100 Dele: Frauenfurse, welche den Kern der höheren russischen Frauen= tommunalen Müllereien und Bäckereien entdeckt, girten besucht. Der Nationalverband der französischen Gewerk bildung darstellen, in nächster Zeit eine weitere Ausgestaltung Die kommunalen Hilfskräfte der größeren Städte deren Leiter wie der Bürgermeister alle drei Jahre von den schaften, der auf dem vorjährigen in Nantes abgehaltenen Kongreß erfahren. Gemeindegenoffen gewählt werden. Dieser Gemeinde- Sozialismus fich wegen der Frage des Generalftreits von demselben trennte Rußlands werden zur Bildung provinzialer Filialen der geoll recht gut prosperiren. und erst kürzlich seinen Rongreß in Troyes abgehalten hat, ist nannten Kurse vereinigt werden. Berantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: 2h. Glocke in Berlin. Truck und Berlag von Diaz Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 228. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 29. September 1895. 12. Jahrg. Es folgt in der Anweisung natürlich noch die Hausnummg Inhalts nicht getroffen. Irgend eine andere Stelle fann aver und ein Verzeichniß der im Hause zu unischleichenden Einwohner. über den Schreiblohn der Kanzleigehilfen überhaupt nicht Der uns vorliegende Fragebogen, der das Haus einer Straße Bestimmung treffen. Die entgegengesetzte Mittheilung des Vorim hohen Norden der Stadt betrifft, ist bereits ausgefüllt und wärts" ist, wie hiermit nachdrücklichst nochmals erklärt wird, Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Quartal und zwar von einem recht unbeholfenen Geist in ziemlich schablonen- ihrem ganzen Inhalte nach unwahr. Daß bei einem eröffnen wir ein neues Abonnement auf den hafter Form. Die Signalements der Hausbewohner lauten im Kanzleigehilfen, der nicht den ganzen Monat September gearbeitet Durchschnitt" gut"," zweifelhaft" und" roth". hat, der Berechnurg der auf den Sedantag entfallenden Ents schädigung ein anderer Divisor als die Zahl der auf den ganzen Monat entfallenden Werktage( 24) zu grunde gelegt werden muß, ist selbstverständlich, zum Ueberfluß aber auch in der Ministerialverfügung vom 9. September d. J. ausdrücklich bestimmt worden. Die in dieser Richtung vom Vorwärts" erhobenen Bemängelungen sind also gleichfalls thatsächlich unrichtig." „ Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Da man nicht wissen kann, zu welchen unlauteren Zwecken diese Konduitenlisten etwa sonst noch verwendet werden, so sei man den frommen Spionen gegenüber vorsichtig und weise ihnen erforderlichenfalls energisch die Thür. " " und Magen- Darmkatarrh liegen jetzt für den ganzen Ueber die Sterbefälle an Brechdurchfall, Diarrhoe Diesem Dementi gegenüber wiederholen wir nochmals die Sommer( den die Meteorologen nicht vom 21. Juni bis Aufforderung an den Redakteur der„ Berliner Korrespondenz", 21. September, sondern vom 1. Juni bis 1. September rechnen) sich in der Jüdenstraße zu erkundigen, ob dort die in betracht Wochenberichte des Statist. Amts der Stadt Berlin" vor. In kommenden Kanzlisten nicht mit eigenen Ohren von Verfügungen den 13 Wochen vom 2. Juni bis 31. August 1895 starben in der Art, wie sie von uns gekennzeichnet worden sind, Kenntniß Berlin( nach Ausweis der eingegangenen Meldungen) an: genommen und sie genau in dem von uns wiedergegebenen Sinne verstanden haben. Der Herr wird dann, wie wir schon am Brech Magen26. d. M. fagten, unsere früheren Mittheilungen aufs Wort beDiarrhoe durchfall Darm fammen stätigt finden. fatarrh Woche Die Weltlage ist so bewegt, daß sie mehr und mehr das Interesse jedes denkenden Menschen in Anspruch nehmen muß. Die Umsturzvorlage ist zwar gefallen, allein der Umst urz von oben wird eifrigst fortgesetzt Namentlich richten die Anstrengungen der reaktionären Parteien sich gegen das allgemeine Wahlrecht und das gleiche Recht der proletarischen und besitzenden Staatsbürger. Das deutsche Volk, die deutsche Arbeiterklasse soll politisch entrechtet werden. Und der Kampf um das allgemeine Wahlrecht, um die Rechte des Volkes muß vor allem in der Presse geführt werden. Die Presse ist die mächtigste Waffe des Volkes und diese Waffe zu stärken, ist Pflicht des Volkes. Wir fordern die Genossen auf, nach Kräften für die 14.- 20. Juli Verbreitung des Vorwärts" thätig zu sein. " 2.- 8. Juni. 9.- 15. Juni. 16.- 22. Juni 23.- 29. Juni 21.- 27. Juli 19 38 24 81 27 45 24 96 23 64 29 116 31 85 31 147 30. Juni bis 6. Juli. 7.- 13. Juli 52 139 48 239 66 150 53 269 45 169 65 279 69 195 50 314 82 230 59 371 98 194 50 342 73 194 64 331 90 156 62 308 70 128 42 • 745 1787 601 240 3133 • • 727 1775 588 3090 Nach Beendigung unseres gegenwärtigen Feuilletons: der Skizzen aus dem südamerikanischen Hinterlande", die ebenso spannend als belehrend find, werden wir eine kurze, mit packender Realistik geschriebene Stizze aus dem legten Türkenkrieg bringen und dann mit dem Abdrucke des in der Gegenwart spielenden, hochinteressanten Romans:„ Der Verrückte" beginnen, welcher die Vernichtung eines Hoffnungsvollen Menschenlebens durch kirchlichen Fanatismus dar stellt und ähnliche Zustände beleuchtet, wie sie jüngst durch einen sensationellen Prozeß aufgedeckt worden sind. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, wie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen gegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für die Monate Oktober, November und Dezember entgegen.( Eingetragen in die Post- Beitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Redaktion und Expedition des„ Vorwärts". Lokales. 28. Juli bis 3. August 4.- 10. Auguſt 11.- 17. Auguſt. 18.- 24. August. 25.- 31. August. Im ganzen. Kinder unter 2 Jahren davon: Der Kultusminister gegen die Schneidigkeit der Bougeoisjugend. Das vom Kultusminister erlassene und von uns früher bereits turz erwähnte Zirkular an die ProvinzialSchulkollegien wegen Verhütung von Unglücksfällen unter Schülern lautet nach der„ National- Zeitung" wörtlich wie folgt: Durch Erlaß vom 21. September 1892 habe ich das königliche Provinzial- Schulkollegium auf den erschütternden Vorfall aufmerksam gemacht, der sich in jenem Jahre auf einer Gymnasial Bade- Anstalt ereignet hatte, daß ein Schüler beim Spielen mit einer Salonpistole von einem Kameraden seiner Klasse erschossen und so einem jungen, hoffnungsreichen Leben vor der Zeit ein jähes Ende bereitet wurde. Ein ähnlicher, ebenso schmerzlicher Fall hat sich vor furzem in einer schlesischen Gymnasialstadt zugetragen. Ein Quartaner versuchte mit einem Tesching, das er von seinem Vater zum Geschenk erhalten hatte, im väterlichen Garten im Beisein eines anderen Quartaners Sperlinge zu schießen. Er hatte nach vergeblichem Schusse das Tesching geladen, aber in Versicherung gestellt und irgendivo augelehnt. Der andere ergriff Die Sommermonate haben diesmal bedeutend mehr Opfer und spannte es, hierbei sprang der Hahn zurück, das Gewehr gefordert, als seit mehreren Jahren. Es starben an Diarrhoe, entlud sich und der Schuß traf einen inzwischen hinzugekommenen, Brechdurchfall und Magen- Darmkatarrh im Juni, Juli, Auguſt ganz nahe stehenden Seytaner in die linte Schläfe, so daß der 1895: 3133, 1894: 2462, 1893: 2692, 1892: 2473, 1891: 2290. Snabe nach drei Viertelstunden starb. In dem erwähnten Er Bei der Sterblichkeit an diesen Krankheiten sind die Sommer- laffe hatte ich das königliche Provinzial- Schulkollegium angewiesen, monate von wesentlichem Einfluß auf das ganze Jahr, wenn sie den Anstaltsleitern seines Aufsichtsbezirke aufzugeben, daß sie auch feineswegs immer den Ausschlag geben, da infolge be- bei Mittheilung jenes schmerzlichen Ereignisses der ihrer so- sonderer Witterungsverhältnisse die akuten Darmkrankheiten auch Leitung anvertrauten Schuljugend in ernster und nachent- schon im Frühjahr oder noch im Herbst stark auftreten können. drücklicher Warnung vorstellen sollten, wie unheilvolle In diesem Jahre dürfte allerdings doch wieder der Sommer den Folgen ein frühzeitiges, unbesonnenes Führen von SchußAusschlag geben. Die Sterbefälle an Brechdurchfall, Diarrhoe waffen nach sich ziehen kann, und wie auch über das Leben u. f. w. belaufen sich nun für Januar bis Ende August 1895 be- des zurückgebliebenen unglücklichen Mitschülers für alle Zeit reits auf 3434, was der für das ganze Jahr 1894 ermittelten ein düsterer Schatten gebreitet sein muß. Gleichzeitig hatte ich Bahl( 3682) schon recht nahe kommt. Daher dürfte der seit darauf hingewiesen, daß Schüler, die, sei es in der Schule oder einer Reihe von Jahren in Berlin beobachtete Rückgang beim Turnen und Spielen, auf der Badeanstalt oder auf gemeinSterblichkeit an der atuten Darmkrankheiten, der zum famen Ausflügen, furz, wo die Schule für eine angemessene Betheil auf hygienische Verbesserungen, zum theil auch auf aufsichtigung verantwortlich ist, im Besitze von gefährlichen Abnahme der Geburten zurückzuführen ist, durch das Waffen, insbesondere von Pistolen und Revolvern, betroffen Jahr 1895 eine Unterbrechung erleiden. Die an werden, mindestens mit der Androhung der Verweisung von der afuten Darmkrankheiten Sterbenden sind beinahe ausnahmslos Anstalt, im Wiederholungsfalle aber unnachsichtlich mit VerKinder unter 2 und meist sogar unter 1 Jahr. Natürlich sind weisung zu bestrafen sind. Auch an der so schwer betroffenen es vorwiegend die Kinder des Proletariats, unter denen Gymnasialanstalt haben die Schüler diese Warnung vor dem der Tod in jedem Sommer seine furchtbare Auslese hält. Das Gebrauche von Schußwaffen, und zwar zuletzt bei der Eröffnung ist bekannt und wird jedes Jahr aufs neue ersichtlich aus der des laufenden Schuljahres durch den Direktor erhalten. Solche Warungleichen Vertheilung der Sterbefälle auf die Stadtiheile, die nungen müssen freilich wirkungslos bleiben, wenn die Eltern Stockwerke 2c. Auch für 1895 läßt es sich wieder aus den vor selber ihren unreifen Kindern Schießwaffen läufig erst vorliegenden Angaben über die Vertheilung auf die ich enten, den Gebrauch dieser gestatten und auch nicht einmal Stadttheile wenigstens annähernd nachweisen. Wieder sind die überwachen. Weiter jedoch, als es in dem erwähnten Erlasse Stadttheile mit vorwiegend reicher Bevölkerung sehr schwach, die geschehen ist, in der Fürsorge für die Gesundheit und das Leben mit vorwiegend armer Bevölkerung fehr start betheiligt. 3. B. der Schüler zu gehen, hat die Schulverwaltung kein Recht, will tommen auf die Standesamtsbezirke Xa und b( Rosenthaler sie sich nicht den Vorwurf unbefugter Einmischung in die Rechte Vorstadt, südlicher und nördlicher Theil), XI( Oranienburger Vor- des Elternhauses zuziehen. Wenn ich daher auch den Versuch stadi) und XIII( Wedding), die man als Berlin Nord" be einer Einwirkung nach dieser Richtung auf die Kundgebung meiner zeichnet, allein 1298 Fälle; dagegen auf die Bezirke 1( Berlin innigen Theilnahme an so schmerzlichen Vorkommnissen und auf Cöln Dorotheenstadt), 11( Friedrichstadt), Ill( Friedrich- und den Wunsch beschränken muß, daß es gelingen möchte, der Wieder Schöneberger Vorstadt) und IVa.( Friedrich- und westliche Tempel holung solcher in das Familien- und Schulleben so tief eingreifenhofer Vorstadt), die eine nicht viel fleinere Fläche bedecken und den Fälle wirksam vorzubeugen, so lege ich doch Werth Den Parteigenossen von Steglitz Friedenau zur Nach aus dem Westen, sowie Theilen des Zentrums und des Süd- darauf, daß dieser Wunsch in weiteren Kreisen und insbesondere richt, daß der Arbeiter Bildungsverein wieder mit westens bestehen, zusammen nur 134 Fälle.( N. B. Fälle aus den Eltern bekannt werde, die das nächste Recht an ihre feinen regelmäßigen Diskutir und Lese Abenden beginnt. Die Krankenhäusern werden da gemeldet, wo der Verstorbene wohnte.) Kinder, zu ihrer Behütung aber auch die nächste Pflicht erste Versammlung tagt am Dienstag, den 1. Oktober im„ Kur: Auf den Norden kommen also beinahe 10 mal soviel Fälle als haben. Je tiefer die Ueberzeugung von der Ersprießhause" zu Friedenau. Zur Vorlesung gelangt der zweite Theil auf den Westen. Allerdings hat der Norden eine zahlreichere lichkeit einmüthigen Zusammenwirkens vonl Elternhaus des Erfurter Parteiprogramms. Der Vorsitzende E. Sucrow, Bevölkerung und namentlich mehr Kinder als der Westen. Aber und Schule dringt, um so deutlicher werden die Segnungen eines Stegliz, Düppelftr. 12. das allein erklärt den Sterblichkeitsunterschied nicht. In Xa und solchen bei denjenigen hervortreten, an deren Gedeihen Familie b, Xl und Xlll wurden 1892 nur 24/5, 1893 nur 3, 1894 nur und Staat ein gleiches Interesse haben. Das königl. Provinzial. Fromme Spionage. Von dem Christensinn, wie er sich 314 mal soviel Kinder lebend geboren als in 1, 11, 11 und IVa, Schulfollegium wolle den Anstaltsleitern seines Aufsichtsbezirkes bei Kirchenwahlen äußert, haben wir gestern an der Hand und für 1895 wird man höchstens das 3/ 2fache erwarten dürfen. aufgeben, diesen Erlaß im nächsten Anstaltsprogramin unter der eines der Kreuzzeitung" entnommenen Versammlungsberichtes Die Verhältnißzahl steigt von Jahr zu Jahr, weil das Ver- Rubrik VII Mittheilungen an die Schüler und deren Eltern" ein anschauliches Bild gegeben. Ebenso moralisch vollwerthig hältniß der Bevölkerung des Nordens zu der des Westens zum Abdruck zu bringen. wie die Manier, in der sich in der Friedensgemeinde die Meinungen befundeten, ist die Art, wie die Frommen Agitation infolge größeren Ueberschusses der Zuzüge über die Abzüge von Diese Verfügung wirft ein sehr bezeichnendes Licht auf die treiben und Anhänger zu werben suchen. Da wird nicht im ehrlichen Jahr zu Jahr größer wird. Auch die Differenz zwischen mit Sitten, die im Beitalter der Schneidigkeit zum theil in der bürgerKampfe mit dem Gegner gestritten. Man fundschaftet und forscht zu und mit abziehenden Kindern ist im Norden größer; lichen Jugenderziehung bei den besten Familien" maßgebend find. und sucht von hinten herum die Gesinnung des Mannes zu er- och dürfte dieser Umstand, da hier ja auch ein stärkerer Abgang Und da wird pharisäisch über die Werderbtheit der Arbeiter spähen, an den man sich vielleicht herauwagen dürfte. Denn durch Tod stattfindet, das Verhältniß zwischen den im Norden jugend gezetert. weit entfernt, im Vertrauen auf eine ehrliche Sache es mit jedem lich verschieben. Man darf also annehmen, daß im Sommer Welch unverschämten Ton die österreichische Judenpresse liebt, bezw. Westen gleichzeitig vorhandenen Kindern kaum wesentDas„ Volk" des Herrn Stöcker entrüstet sich wie folgt: aufzunehmen, scheiden diese Frommen, die wir evangelische 1895 im Norden nur 3/2, höchstens 4 mal soviel Kinder zeigt so recht deutlich die nachfolgende, Wiener Blättern entJesuiten nennen möchten, wenn wir nicht wüßten, daß wir die unter zwei Jahren vorhanden waren, als im Westen, Jesuiten mit diesem Ausdruck zu unrecht beleidigten, von vorn- während, herein einen jeden aus ihrem Agitationsbereiche aus, der im Geruche wie gesagt, dort beinabe 10 mal soviel stammende Notiz:„ Aus Peſt wird uns gemeldet: Der hiesige Arzt Dr. Alex. Morgenstern(!) hat Fräulein Antonia Classen Darmkrankheiten starben. Aehnliche Untersteht, Sozialdemokrat zu sein. Haus für Haus wird vorsichtig beschnüffelt, und erst nachdem über einen jeden Ein- schiede ergeben sich, wenn man den Westen mit dem Südosten geheirathet, deren Mutter die Schwester von Professor v. Esmarch in Kiel ist. Da letterer eine Tante der deutschen Kaiserin zur wohner ein politisches Signalement aufgestellt ist, sucht man die- vergleicht. Es wäre gut, wenn sie sich daraus erklären ließen, Gemahlin hat, ergeben sich nunmehr verwandtschaftliche Bedaß ein Theil der besser fituirten Bevölkerung die SommerDr. jenigen, die„ würdig" befunden wurden, für die Sache des monate auf dem Lande oder im Bade zubringt. Aber dazu sind ziehungen zwischen der deutschen Kaiserfamilie und positiv- orthodoxen Christenthums zu gewinnen. Doch laffen wir die Unterschiede denn doch zu groß! Die Hauptursache Morgenstern." das Attenstück, auf dem die Spionirmethode vorgezeichnet ist, der in den ärmeren Stadttheilen größeren Sterblichkeit an meint. Leute mit gewöhnlichem Begriffsvermögen werden nicht Das„ Volk" hat vergessen, genau zu sagen, was es eigentlich aruten Darmkrankheiten ist leider die, daß die Kinder der Armen nothgebrungen mangelhafter ernährt und schlechter verstehen, warum in diefer geleckt höfifchen Mittheilung denn gepflegt werden als die der Wohlhabenden. gerade eine Unverschämheit liegen soll. Den Parteigenossen des sechsten Reichstags- Wahlfreises zur Nachricht, daß die Listen für die Kommunal wahlen bei folgenden Parteigenossen eingesehen werden fönnen: Für den 88. Kommunal- Wahlbezirk bei Wigel, Acer straße 145, für den 35. Kommunal- Wahlbezirk bei Rosenthal, Granfeerstr. 6, für den 42. Kommunal- Wahlbezirk bei Tauschel, Grenzftr. 4, Raschke, Hochstr. 32, Haferland, Bellermannſtr. 87, Wolframm, Prinzen- Allee 21. Der Vertrauensmann; C. Helbig. Die Wohnung des Vertrauensmannes St. Friß ist jetzt Dranienstr. 157, 4 Treppen. felber reden: Nr. .. Streng vertraulich! Untenstehende Personen sind aufzusuchen und ist bei jedem einzelnen festzustellen: 1. ob die Wohnung noch daselbst belegen ist, 2. welche firchliche Gesinnung derfelbe besitzt, an afuten oder nicht. " Sedanfeier in der Justiz. Die„ Berliner Korrespondenz" vertretung legte der Vorsigende, Amtsvorsteher Boddin, ein In der letzten Sihung der Rigdorfer Gemeindes dementirt weiter. In ihrer Ausgabe vom Freitag Abend Schreiben der bisherigen sieben sozialdemokratischen GemeindeIn ihrer Ausgabe vom Freitag Abend 3. wie derselbe bei den letzten Kirchenwahlen gewählt hat, schreibt sie: 4. ob derselbe, wenn Gegner, zu gewinnen ist. Der Vorwärts" sucht in der Nummer vom 26. d. Mts. verordneten Müller, Schenk, Schröder, Hesse, Fricke, Schimkäse Gesinnung haben dürften, sind unterstrichen. Die Auskunft Ranzleipersonal der Berliner Gerichte für den Sedantag gewährt vertretung beschloß darauf, in nächster Sigung darüber Beschluß Die Namen derjenigen Personen, welche eine positiv- kirchliche feine früheren Mittheilungen über die Vergütung, die dem und Schulze vor, in welchem dieselben erklären, infolge der befannten Vorgänge ihre Mandate niederzulegen. Die Gemeinde. ist mit größter Vorsicht und möglichster Genauigkeit zu wird, trot der Berichtigung in der Berliner Korrespondenz" zu erforschen. Dieselbe, nebst etwaigen besonders geltend gemachten aufrecht zu erhalten. Dem gegenüber muß auf das be- 34 faffen, ob die Mandatsniederlegung genehmigt werden soll Einwänden gegen unsere Sache sind bei jedem stimmteste wiederholt werden, daß eine Verfügung, derzufolge Namen einzuschreiben. Auch ist die Lage der Wohnung die Kanzleigehilfen ohne Mindesteinkommen eine Vergütung für Der Rigdorfer Gemeinde- Arbeitsuachweis ist jetzt im ( Borderhaus, Seitenflügel, Quergebäude 2c. und das Stockwerk) den Ausfall des Schreiblohns an jenem Tage nicht erhalten Hause Steinmeßstr. 3 eröffnet worden. An der Leitung liegt es anzugeben. Der Bettel darf niemand gezeigt sollten, niemals erlassen worden ist. Von dem zur Ent- nun, sich das Vertrauen der Arbeiterschaft zu erwerben, das durch werden und ist ausgefüllt sofort zurückzugeben. scheidung der Frage übrigens allein zuständigen Justizminister die Zurückweisung der von einer Volksversammlung präsentirten Ist das nicht Geist von Stöder's Geist? Blickt aus sind andere als die in der Berichtigung angeführten Arbeitervertreter für das Kuratorium freilich stark erschüttert diesen Anweisungen nicht ganz diefelbe intriguante Heuchelei hervor, Verfügungen in der Sache nicht ergangen. Auch worden ist. die in dem berühmten Brief an Hammerstein den theuren Gottes- den Präsidenten des Kammergerichts, des Landgerichts I Elektrische Vorortbahu. Denjenigen Gemeinden, welche mann und feine Mitstreiter so drastisch kennzeichnet? und des Amtsgerichts I ist eine Anordnung dieses von der südlichen Vorortbahn berührt werden sollen, liegen jcgt von bis an die Spree. vier unbedeutende Brände statt. Im Laufe des Tages fanden Witterungsübersicht vom 28. September 1895, Barometer= stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 111 Stala 1-12) Wetter Temperatur nach Celsius ( 50.4° R.) 770 MNW Nebel 13 . 771 Still 770 Still Nebel wolkenlos 13 12 769 Still wolkenlos 12 770 Still wolfenlos 12 769 Still wolkenlos 10 758 Still 764 NNW Regen wolfenlos 7 5 768 WSW 1 heiter 16 770 NW • 768 NNO 1 heiter wolkenlos 13 16 die bezüglichen Verträge zur Genehmigung vor. Danach wird Aus dem Berliner Aquarium. Die Familie der Drachen-| Landpartie gemacht hatten, durch einen Polizeilieutenant und die Genehmigung für folgende Straßenbahnlinien nachgesucht: fische, deren Angehörige durch nahe beisammen stehende und in 6 Schuhleute sämmtliche Gäste, 15 Personen, zur Wache fiftirt, 1. Die Ringbahn a) in Schöneberg: Tempelhofer Weg der Regel nach oben gerichtete Augen auffallen, lieferte dem von denen 7 wegen verschiedener Delitte in Haft genommen Königsweg Torgauerstraße- Sedanstraße- Kolonnenstraße- Aquarium den im Mittelmeer heimischen Vipersisch, einen ziem- wurden. Die zweite fand Freitag Abend in der achten Stunde Wilhelmplak Siegfriedstraße und Monumentenstraße; b) in lich kleinen, aber wegen der bei Berührung heftig schmerzende statt in einem Schanklokal in der Zimmerstraße nahe der Berlin: Von der Kreuzbergstraße über den Blücherplah nach dem und leicht entzündliche Wunden hervorrufenden beweglichen Friedrichstraße und erregte naturgemäß einen großen Auflauf. Hermannplay; c) in Rigdorf: Kaiser Friedrichstraße- Play T.- Stachein der ersten Rückenflosse sehr gefürchteten Knochenfisch, In dem Lofal befanden sich 18 Personen, welche alle den gemeinStraße 40- Richardplay- Kirchhofstr.- Bergstr. und Walterstraße; der gern still am Grunde rüht und auf vorbeischwimmende samen Gang zur Polizeiwache antreten mußten. An der Char d) in Brig: Rudowerstraße- Plantagen- Chauffee- Dorfstraße- Krebsthiere 2c. Iauert. Mit einer Sendung der Adria- Station lottenstraße fam es zu einem fleinen aufregenden Zwischenfall, Chausseestraße und Tempelhofer Weg; e) in Tempelhof: Rovigno tamen zwei Bitterrochen hier an und von diesen hatte da ein Kellner, welcher mit sistirt worden war, zu entwischen Chauffee nach Brig- Play D- Dorfstraße- Platz A- und Schöne der eine unterwegs sieben etwa handflächengroße Junge geboren. versuchte, jedoch noch von einem der Schuhleute wieder berger Weg. 2. Zweigstrecke von Schöneberg nach Berlin- Das ist umso interessanter, als die naheverwandten echten eingefangen wurde. Von den Sistirten wurden fünf in Haft Potsdamer Play: a) in Schöneberg: Wilhelmplatz und Bahn- Rochen, wovon man sich im Aquarium wiederholt überzeugen behalten. straße; b) in Berlin: vom Bahnhof Großgörschenstraße durch konnte, Gier legen, in denen sich erst nach und nach das Junge Polizeibericht. Am 27. b. M. nachmittags wurde eine Manstein, Bülow, Dennewig, Flottwellstraße, Schöneberger entwickelt. Frau in ihrer Wohnung in der Reinickendorferstraße durch KohlenUfer, Königin Augusta Brücke und Linkſtraße. 3. Zweigstrecke Ein Schwindler, der, ähnlich wie im Sommer der Lehr- bunst betäubt aufgefunden, bald darauf jedoch wieder ins Leben von Tempelhof nach Lankwitz und event. Groß- Lichterfelde hauer" Pietsch, auf das Mitleid der Leute rechnet, treibt schon zurückgerufen. Es liegt Selbstmordversuch vor.- In der a) in Tempelhof: Schönburgstraße( oder Straße 15 und Friedrich Franzstraße), Blumenthal, Werder-, Friedrich Karl- einige Wochen lang in Berlin fein Unwesen. Er benutzt zur Anklamerstraße gerieth ein zweijähriger Knabe unter die Räder straße und Lankwizer Chaussee; b) in Lankwiz: Dorfstraße Ausbeutung das tragische Geschick der Landwehr eines Geschäftswagens und erlitt so schwere innere Verlegungen, und Lichterfelder Weg. 4. Zweigstrecke von Nixdorf nach Treptow Leute, die in der letzten Zeit der Regierung Wilhelm I auf daß er bald darauf starb. In der Bülowstraße wurde ein und Lichterfelder Weg. 4. Zweigstrecke von Rigdorf nach Treptow dem Bahnhofe zu Querfurt sich weigerten, Viehwagen sechsjähriger Knabe durch eine Droschke überfahren und erheblich a) in Rigdorf: die Straßen 15, 34, 22 und 53 und der zu besteigen, und deshalb zum theil zu langjährigen Zuchthaus- verlegt. Gegen Abend wurde ein Tischler in seiner Wohnung Play S; b) in Treptow: der Kiefholzweg. 5. Zweigstrecke strafen verurtheilt wurden. Am 16. d. M. erschien der Mann in der Brizerstraße erhängt vorgefunden. Abends fand in der von Nixdorf nach dem Görlizer Bahnhof a) in Berlin: von in einem Schanklokale der Ritterstraße, knüpfte mit dem Wirth Brückenstraße ein Zusammenstoß zwischen einem Pferdebahnder Thielenbrücke nach dem Görlizer Bahnhof; b) in Rixdorf: und den übrigen Gästen ein Gespräch an und erzählte, daß er wagen und einem Mörtelwagen statt, wobei der Fahrer des Straße 5( oder 12) und Thielenbrücke. 6. Verbindungsstrecke von Lankwitz über Mariendorf nach Brit. 7. Verlängerung der von der Festung Spandau komme und in Berlin Arbeit suchen letzteren von seinem Siz herabgeschleudert wurde und einen In der Nacht zum wolle. Er gehöre zu den Landwehrleuten, die die schwerste Strafe Bruch des Unterschenkels davontrug. Strecke sub 4 über die Görlizer Bahn bis Treptow und von 10 Jahren„ Festung", wie er sagt, bekommen hätten, und sei 28. 6. M. wurde ein Mann in seiner Wohnung in der BlumenAmnestie aus Anlaß der 25. Wiederkehr thalstraße erhängt vorgefunden. über Kolonie Marienfelde nach Dorf Marienfelde. Das Kon- belge von Geball am 15. b. Wt. mit 111 Genossen von fortium verpflichtet sich, die 1-5 genannten Linien 15 Monate Spandau entlassen worden. 7 Jahre habe er bei schwerer Arbeit nach ertheilter Genehmigung dem Betriebe zu übergeben. Nach dort zugebracht, 8 Jahre seien ihm und anderen durch die 50 Jahren sollen die Bahnen unentgeltlich in das Eigenthum der Amnestie erlassen worden. Man fragte den Mann nicht weiter betreffenden Gemeinden übergehen, nach 30 Jahren von den Gemeinden käuflich erworben werden können. Soweit Berlin in aus, zumal er nichts forderte, schenkte ihm aber die Zeche und betracht kommt, hat das Polizeipräsidium erklärt, erst dann mit ein Frühstück. Am Dienstag, den 24. d. M. kam derselbe Mann dem Konsortium in Berhandlung treten zu können, wenn die Ver- in die Destillation an der spigen Ecke der Staliger- und Reichen- Stationen. träge mit sämmtlichen Vororten perfekt geworden seien, was in bergerstraße. Hier berichtete er ähnlich, nur daß er erst am Tage vorher entlassen war und nur fünf Jahre abgesessen hatte. Die den nächsten Tagen zu erwarten steht. 111 Genossen waren auch hier dabei. Einen Erfolg hatte der Dellampen werden noch immer zur Straßenbeleuchtung in alte Landwehrmann in diesem Lokale nicht. Besser ging es ihm Swinemünde Berlin benugt; wer dies nicht glauben will, der begebe fich ein- in dem Garderobengeschäft von N. in der großen Frank- Hamburg er im Laden, ob nicht im Berlin Hier fragte mal nach dem Norden, und zwar zur Grünthalerstraße. Dort furterstraße. Der Geschäfts- Wiesbaden fann man noch manche andere Beobachtungen anstellen, die nicht aufe eine Modiftin Schmidt wohne. darauf schließen lassen, daß diese Straße im Weichbilde der inhaber bejahte diese Frage dahin, daß zwei Modiftinnen München Reichshauptstadt liegt. Kanalisation ist nicht vorhanden. Der dieses Namens dort wohnten und gab zugleich deren ungefähres Wien. Fahrdamm ist mit schlechtem Feldsteinpflaster versehen; das Alter an. Anscheinend etwas enttäuscht bemerkte der Mann, Haparanda Trottoir aber entbehrt jeden Pflasters. Da eine Reinigung der daß keine der beiden Damen die von ihm gesuchte sei; dann kam Betersburg Rinnsteine nur selten vorgenommen wird, entstehen oft er wie in den vorherigen Fällen auf die Querfurter Affäre zu Cort Nachdem er so seine Geschichte erzählt und Aberdin Gerüche, die selbst wenig empfindliche Nasen beleidigen. sprechen. An der einen Seite der Straße erblickt man einen noch reichlich mehr als den gewünschten Obolus erhalten Paris. verwahrloften Zaun, in der Mitte desselben befindet sich ein hatte, machte er sich auf den Weg nach Pankow, um mit Hilfe Durchbruch, der zur Bellermannstraße führt. Diesen Durchbruch eines dort wohnenden Schwagers seine Frau wiederzufinden. hat der Volkswitz„ Eselsbrücke" getauft. Besonders reizend ist Wie oft er den Schwindel seit dem 25. d. M. nach wiederholt es, wie das„ Grundeigenthum" schreibt, in der Grünthalerstraße bat, ließ sich nicht ermitteln. Daß es purer Schwindel ist, was nach einem tüchtigen Herbstregen. Dann bilden Straße und Um- er treibt, geht schon daraus hervor, daß die Kommandantur von gebung einen See, aus dem scheußliche Miasmen aufsteigen. Spandau von einer Amnestie und Entlassungen nichts weiß. Wie lange soll dieser Zustand noch dauern? Beim Einsammeln von Kastanien ist der 13 jährige Sohn Die Winteransgabe des Berliner ,, Verkehrs- Allmanachs" enes Arbeiters Schulze verunglückt, welcher in Berlin an der Weidendammerbrücke wohnt. Der Knabe war mit mehreren Was alles mit dem groben Unfngsparagraphen gemach wird von der Verlagsbuchhandlung Hans Baake, Berlin C., City- Schulkameraden nach Treptow gegangen und kletterte in der wird. Am 6. Juni brachte der„ Berliner Börsen- Courier" Baffage vorbereitet. Dem Wunsche des Verlegers, die Vorstände Nähe des Parkes auf einen Kastanienbaum, um die begehrten eine Notiz des Inhalts, daß am 5. Juni auf dem Wörther Plaz Der Arbeiterorganisationen, Krankenkassen 2c, auf die rechtzeitige Früchte herabzuschütteln. Hierbei brach jedoch ein Ast und der einem 81/2 jährigen Knaben von einem größeren Jungen Jod Ausfüllung des Frageſchemas( Siehe Inserat in der letzten bedauernswerthe Snabe stürzte aus beträchtlicher Höhe so un- tinktur in den Mund gegossen und eine gefährliche Dienstagsnummmer hinzuweisen, kommen wir hiermit nach. glücklich auf die Erde, daß er mehrere schwere Knochenbrüche durch das rechtzeitige Eingreifen Die Antworten find spätestens zum 1. Oktober Herrn Baake erlitt. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde der Ver- tes veruntliche Bolizeibericht diese Notiz bestätigte, worden sei. Dbgleich zwei Tage zuzusenden. unglückte mittelst Droschke nach der elterlichen Wohnung gebracht. indem er seinerseits den Unfall registrirte, wurde dennoch Der erste Reif ist bereits in der Nacht zum Donnerstag gefallen; feine Folgen zeigen sich schon. In den Vororten sind Aufsehen erregt, wie die National- Beitung" schreibt, in der verantwortliche Redakteur des Berliner Börsen- Couriers" vom Amtsanwalt mit 10 mt. Geldstrafe belegt, minder wiederstandsfähige Blumen vom Frost so mitgenommeniers Gruft Gehrte, welcher sein Geschäftslokal vor da er sich durch Veröffentlichung besagter Notis eines groben faufmännischen Kreifen das plötzliche Verschwinden des Ban- Bo worden, daß sie eingehen. wenigen Wochen von der Dennewißstraße 19 nach Rochstraße 59 Unfug 3 schuldig gemacht habe!!! Es wurde behauptet, daß ein Mit Gefährdung feines eigenen Lebens hat, wie uns verlegt hatte. Im letzteren Hause batte G. auch eine Wohnung derartiger Vorfall sich nicht ereignet habe. Redakteur Bormann berichtet wird, ein braver Eisenbahnbeamter eine für eine Jahresmiethe von 3000 Mart gemiet het, welche jetzt beantragte richterliche Entscheidung, welche gestern mit der Rechtsanwalt Ratastrophe verhindert, welche in ihren Folgen noch weit bezogen werden sollte. Der Miethszins für das erste Quartal reisprechung des Angeklagten endigte. unheilvoller hätte verlaufen können, als das Unglück in Dederan. war bereits bezahlt. Vor mehreren Tagen hat Gehrke, der in Träger als Vertreter des Angeklagten legte eine Nummer vom 8. Juni Die durch die Stadt geleiteten Fernzüge der Görlitzer Bahn müssen einer bei Potsdam belegenen Villa wohnte, seine Familie plöglich des Berliner Intelligenz- Blattes" an der Warschauerstraße die sämtlichen Geleise kreuzen um das verlassen und an seinen Anwalt ein Schreiben gerichtet, in welchem vor, welche im amtlichen Polizeibericht gleichfalls von einem Ringbahngeleise zu erreichen, auf welchem sie über die Stationen er diefem seinen Entschluß mittheilt und anheimftellt, Frau Gehrke Unfall auf dem Wörther Play sprach. Eine vom Vorsitzenden Stralau- Rummelsburg und Treptow nach der Görlitzer zur Anstellung der Chefcheidungsklage zu veranlassen; er überlasse eingeholte amtliche Auskunft des Polizeipräsidiums bestätigte die Stammbahn hinüberfahren. Zwischen den beiden genannten ihr die Potsdamer Villa, sowie einen erheblichen Baarbetrag. Richtigkeit der Notiz. Unter diesen Umständen erkannte der Bahnhöfen befindet sich die Blockstation T, welche am Mittwoch Die heimliche Entfernung Gehrkes von seiner Familie erregt um so Gerichtshof nach dem Antrage des Amisanwaltes auf FreiAbend von dem Blockwärter Belz, Memelerstraße 80 mehr Befremden, als er erst vor etwa Monatsfrist im Kreise der sprechung.. wohnhaft, bedient wurde. An jenem Abend um Seinigen das Fest der silbernen Hochzeit feierte. Fortgesetzte Die Behauptung, Antisemit zu sein, hat der Hotelbefizer 7 Uhr hatte der mit Passagieren gefüllte Nordringzug 1677 Streitigkeiten in der Familie scheinen den leicht erregbaren Mann Friz Walterstein als eine Beleidigung aufgefaßt und deshalb die Blockstation passirt nnd blieb gleich hinter dem Wärter- zu dem seltsamen Entschlusse getrieben zu haben. Gehrke ist über eine Privatflage angestrengt, welche gestern vor dem Schöffen häuschen liegen, weil vom Bahnhofe Stralau- Rummelsburg her 50 Jahre alt, der Ghe sind mehrere Kinder entsprossen, von gericht erledigt wurde. Der deutschfreisinnige Arbeiterverein die Geleise noch nicht freigegeben waren. Der Bahnwärter gab denen eine Tochter bereits verhetrathet ist. Vor Ausführung hatte im Juni d. J. im Hotel des Klägers( Altstädter Hof) eine nun sofort für den 4 Minuten später fälligen, gleichfalls start feines Planes hatte Gehrke allen feinen zahlreichen Kunden, Versammlung abgehalten, wobei es zwischen dem Wirth und den besetzten Görlizer Fernzug 305 G. Haltesignal. Zu seinem Ent- welche Depots bei ihm hatten, mittheilen lassen, fie möchten ihr Gästen zu einem heftigen Streit tam, der noch ein Nachspiel vor feßen fab aber der Beamte bald darauf, daß der letztere Bug Guthaben abheben, was sich auch in vollster Ordnung vollzog dem Schöffengericht haben wird, denn Walterstein hat auf dem stark abschüssigen Bahndamm vom Schlesischen Bahn- Am Freitag verursachte die Intervention des Hauswirthes, Strafantrag wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs hofe aus mit voller Geschwindigkeit angebraust kam und, das Halte- welcher die Entfernung einiger bereits in der Gehrke'schen gestellt. Am 1. Juli tagte der genannte Verein in fignal nicht beachtend, auf den Nordring- Bug losfuhr. Die Katastrophe Wohnung befindlichen Gegenstände mit Hilfe eines Schußmanns der Ressource, wobei die Angelegenheit mit Walterstein war unvermeidlich, so schreibt der Berichterstatter, da sprang verhinderte, vor dem Hause Kochstr. 59 einen kleinen Straßen- erörtert wurde. Eines der Vorstandsmitglieder des Vereins, der Bahnwärter Pelz, die rothe Fahne entfaltend und schwenkend, auflauf. auf das Geleise, um durch Winken und Zurufe den Lokomotiv= führer des Fernzuges 305 G. auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Der Brave wich und wankte nicht von seinem gefährlichen Posten, wiewohl der Zug näher und näher Da endlich etwa 20 Meter entfernt, beugte sich der Maschinist des nahenden Trains heraus und sah, was vorging. Schwell wurde nun Kontredampf gegeben und dicht vor dem Nordringzuge, etwa 8 Meter entfernt, gelang es nun, den Görlitzer Zug zum Stehen zu bringen. fam. Es ist dies übrigens schon das zweite Mal, daß Lokomotivführer an jener Stelle durch Nichtbeachtung des Haltesignals Eisenbahn- Transporte gefährdet haben, Gefahren, die nur durch die Aufmerksamkeit der Stadtbahn Beamten der Station Warschauerstraße verhindert wurden. " Wetter- Prognose für Sonntag, den 29. September 1895. Ruhiges, zeitweise etwas nebeliges, vorwiegend heiteres, trockenes Wetter mit hoher Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. Verletzung " " Gerichts- Beitung. Vermischkes. eines Cr. der Schriftsteller Wohlberg, äußerte bei dieser GeFrühreife Jugend. Aus Liebesgram hatte sich, wie wir legenheit, daß das Verhalten des Walterstein auf dessen antiberichteten, in Groß- Lichterfelde der 16jährige Kunsteleve 2. zu semitische Gesinnung zurückzuführen sei. Diese Aeußerung ging erschießen versucht. Diese Liebesgeschichte ist, wie jetzt bekannt dann in die Presse über. Im gestrigen Termin tam es zu einem wird, recht bezeichnend. Die 15jährige Grethe S. hatte in dem vorläufigen Vergleich. Der Vertreter des Beklagten erklärte sich eine Erklärung zu ver Hause, wo W.'s Onkel wohnte, eine Freundin und fam infolge bereit, in einem hiesigen Blatte dessen öfter dorthin. So traf der Kunsteleve wiederholt mit dem öffentlichen, dahingehend, daß seine Aeußerung, Kläger sei AntiMädchen zusammen und spielte wohl auch mit ihm und versemit, auf unrichtiger Information beruhe. Kläger zog darauf schiedenen anderen Kindern Croquet. Dabei verliebte er sich in die Klage zurück. die Fünfzehnjährige, und als diese seine Liebe verschmähte, ging Der Gründer von Westend", Heinrich Anistorp. er hin und versuchte sich zu erschießen. hatte sich am Mittwoch in Prenzlau vor dem Schöffengericht Wegen Krankheit nud Stellenlosigkeit hat sich der Stall- wegen zweier Bechprellereien zu verantworten. Quistorp stand meister Emil Greube aus der Blumenthalstraße 13, ein Mann deswegen bereits im Juni vor Gericht, es war aber damals von 51 Jahren, das Leben genommen. Man fand ihn in seiner beschlossen worden, ihn auf sechs Wochen einer Frrenanstalt zur Da die Ueber die Beschaffenheit des Pferdemateriale im Wohnung erhängt auf. Wiederbelebungsversuche blieben er Beobachtung seines Geisteszustandes zu überweisen. Aerzte den Angeklagten für zurechnungsfähig erklärten, wurde er öffentlichen Fuhrwesen Berlins ist schon wiederholt geklagt folglos. zu einer Woche Gefängniß verurtheilt, die auf die erlittene worden. Wenn es in der legten Zeit in einzelnen Zweigen auch Aus Abneigung vor dem Soldatenstande erschoß sich Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. besser geworden zu fein scheint, fo kommen doch noch Dinge vor, Freitag Abend in Spandau ein junger Mann, Arbeiter in denen ihre Aufmerksamkeit zu schenken eine dankenswerthe Auf- einem Bierverlag. Er sollte im nächsten Monat bei einem gabe für die Polizei und den Thierschutzverein wäre. Vor einem Regiment eintreten. Omnibus des Fuhrwesens Thien auf der Linie Potsdamer Bahnhof- Schlesisches Thor bezw. Treptow lief, wie ein Bericht- Räumung von Wohnungen. Die Räumung der Wohnung Ein großes Haberfeldtreiben hat in Peiß in Obererstatter meldet, vorgestern ein Schimmel, der so matt war, daß seitens des abziehenden Miethers muß beendet sein: bei kleinen, Bayern in der Nacht zum legten Sonntag stattgefunden. Der er jeden Augenblick ganz zu versagen drohte. Trotzdem war das das heißt aus höchstens Wohnzimmer und Zubehör bestehenden Spektakel war um Mitternacht sehr groß, denn es mochten wohl Thier heute wieder eingespannt, aber schon morgens brach es in Wohnungen am 1. Oftober, bei mittleren, d. h. aus 3 bis 4 gegen 150 Personen an dem Treiben theilgenommen haben. Der Königgrägerstraße vor dem Gebäude der Militär- Pensions- Wohnzimmern und Zubehör bestehenden Wohnungen am 2. Oktober In Genua erfolgte am Sonnabend die Betriebseröffnung tasse auf der Straße zusammen und blieb liegen. Es machte um 12 Uhr, bei großen, d. h. mehr wie 4 Wohnzimmer um- der Theilstrecken der von der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesell einen jämmerlichen Eindruck, und die Szene erregte den leb- faffenden Wohnungen am 3. Oktober um 12 Uhr mittags. Jedoch schaft" in Genua erbauten elektrischen Bahnen, und zwar nach haftesten Unwillen des Publikums. Die Thien'schen Pferde dieser muß bei Wohnungen, welche aus 3 Wohnzimmern und Zubehör dem Camposanto und nach dem Thal des Bisagno, sowie der Linie sind überhaupt zum theil in einem Zustande, der einem bestehen, 1 Wohnzimmer, bei Wohnungen von mehr als 3 Wohngroßen Verkehrswesen der Hauptstadt nicht entspricht. zimmean und Zubehör 2 Wohnzimmer schon am 1. Oktober voll- gleichfalls elektrisch betriebenen Drahtseilbahn nach Bel Regardo. ständig geräumt und dem beziehenden Miether für die Unter- Raoul Pictet hat bekanntlich durch Erzeugung außerordent Als ständiges Museum für Unfallverhütungen wird bringung seiner Möbel zur Verfügung gestellt sein. Unter" Bu- lich niedriger Temperaturgrade es dahin gebracht, nicht blos Saueram 1. Oktober d. J. die im Jahre 1887 angelegte und seitdem behör" find Alkoven, Kammern, Küchen, Bodenräume, Verschläge stoff und Stickstoff, die Grundstoffe der atmosphärischen Luft, tropfbar flüssig zu machen, sondern es ist ihm gelungen, das wesentlich bereicherte Sammlung von Apparaten, Modellen, und Vorrathsteller zu verstehen. spezifisch leichteste Wasserstoffgas in Flüssigkeit zu verwandeln. Zeichnungen, Schriften 2c. für Unfallverhütung eröffnet werden. Von dem Wirken der Kriminal- und Sittenpolizei giebt Es ist anzunehmen, daß in nicht ferner Zeit die Technik großen Zirkus Renz wird Anfang Oktober eröffnet werden. Die folgende Meldung ein Bild: Zwei polizeiliche Razzias wurden Nutzen aus diesen wissenschaftlichen Versuchen ziehen wird, indem ganze Front nach der Karlstraße ist in einen für ca. 2000 Per- am Freitag in Lokalen der füdlichen Friedrichstadt vorgenommen. bei der Ausströmung dieser sehr start tomprimirten Gase, d. h. sonen Raum bietenden, als Foyer und zu Festzwecken dienenden Bei der ersten wurden früh um 6 Uhr im Restaurant von 2. in bei ihrer Rückverwandlung vom tropsbaren Zustand in den gasglänzenden Prachtsaal umgewandelt, der sich über die volle Breite der unteren Friedrichstraße, in welchem kürzlich eine beabsichtigte förmigen, große Kraftäußerung erzeugt wird. In New- York hat sich der Einfahrishalle erstreckt. Siftirung vereitelt wurde, da sämmtliche Stammgäste" eine schon eine Gesellschaft zum Betrieb von Straßenfuhrwert mittels " flüsüger Kohlensäure, die unter einem Drucke von 35 Atmosphären flüssig wird, gebildet. Pictet hat nun, wie das Patentbureau Betche mittheilt, gefunden, daß es äußerst gefährlich ist, mit der bloßen Haut mit flüssigem Sauerstoff oder Wasserstoff, oder auch mit den Gefäßen, in denen die Verdichtung stattfindet, in direkte Berührung zu kommen, indem die hierdurch erzeugten Brandwunden weit schmerzhafter sind und einen viel schlimmeren Verlauf nehmen, als dies bei durch hohe Wärmegrade erzeugten Wunden der Fall ist. Während leichte, durch Hize verursachte Brandwunden meistens in 8 bis 14 Tagen heilen, nimmt der Heilungsprozeß hier wenigstens 4 bis 6 Wochen in Anspruch, es tam aber auch ein Fall vor, wo durch Berührung der Haut mit einem Tropfen flüssiger atmosphärischer Luft eine Brandwunde erzeugt wurde, die 6 Monate zu ihrer Heilung brauchte. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 29. September. Volks Vorstellung( BelleallianceTheater). Die größte Sünde. Raffen- Eröffnung 2 Uhr. Anfang der Vorstellung 3 Uhr. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Cavalleria rusticana. Montag: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Mirandolina. Der Diener zweier Herren. Montag: Der Kaufmann von Venedig. Deutsches Theater. Nachmittags: Die Weber. Abends: Die Mütter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Nachmittags: Die Journalisten. Abends: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Die Journalisten. Leffing Theater. Nachmittags: Heimath. Abends: Gräfin Friz. Montag: Madame Sans- Gêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nachmittags und Abends: Die Reise nach dem Mars. Montag: Diefelbe Vorstellung. Neues Theater. Frau Müller. Montag: Sonzogno- Gastspiel. Schiller- Theater. Nachmittags: Göt von Berlichingen. Abends: Die Journalisten. Montag: Diyab, der Narr. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Montag: Dieselbe Vorstellung. 2691 Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Briefkasten der Expedition. Für die Familien der im Effener Meineidsprozek Vernetheilten gingen ferner ein: Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Baht) Die juristische Sprechstunde findet am Montag Eid's Tischgäste, Restanten 3,75. Die Rotte der Liedertafel Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. der Maler 5,- Blauäuglein Ständchen einer Rotte in der Elmshorn. In der Partei ist uns keine derartige Gin- Jungfernhaide 2,20. Eine vergnügte Rotte für einen Rollmops richtung bekannt. Wenden Sie sich vielleicht an Rechtsanwalt der Firma Rudolf Schubert 1,50. Beim Umzug einer Rotte Gerhard, Berlin W., Mohrenstr. 41, den Leiter einer Frei- Lese- in Rigdorf 1,48. Zerschmettert 30. Messing- Abtheilung Wöllmer 2. Rate 4,20. Ein klassenbewußter Maler in P'3 Gust. Diedrich. Wozu der Lärm? Wir wissen nichts von Werkstatt, Große Frankfurterstraße 1,-. A. G. 50. GE. P. dem Empfang Ihrer Zusendung. 1,-. Gefangverein Baget nicht", Steglitz 9,-. Ein RechtsP. B., M. Gladbach. Heft 5 der Broschüre können Sie anwalt 10,-. Noch ein Rechtsanwalt 20,-. Summa 59,93 M. Bereits quittirt 9876,38 M.; in Summa gegen Einsendung von 15 Pf. von uns beziehen. 9436,31 M. halle in Berlin N. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Novität! 3um 26. Male: Novität! Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. In Szene gesezt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Bum 27. Male: Gine tolle Nacht. Sanssouci, KottbuserStr. 4a. Heute, Sonntag, 29. September: ( sowie jeden Sonntag u. Donnerstag) Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Urkomisches Sonntags- Programm! Montag: Victoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute, Sonntag, Eintrittspreis: 25 Pf. E Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. Tintenfische etc. war's das Der größte Tip!! Mannweib zu engagiren. Mlle. Mary Arniotis Das schöne Modell 1 Weib gegen 7 Männer jeden Abend 9½ Uhr. Kaufmann's Variété Theater Königstrasse, Kolonnaden. Ferner 18 Capacitäten. ed det.§. 594. Zur Kontrolle. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuthstrasse 2. Soeben erschien zur Maffenverbreitung: Der Essener Meineidsprozess. Von Dr. Franz Lütgenau. du48 Seiten großoftav. Preis 15 Pf. Porto 5 Pf. Weit hinein in die bürgerlichen Kreise hat dieser Prozeß durch seine Ginleitung, seinen Verlauf und das Geschworenen- Urtheil Aufregung getragen und auch dort offene Mißbilligung gefunden, die in der Schrift durch die Stimmen aus der gegnerischen Preffe für spätere Zeiten registrirt ist. Erst durch die Schilderung der tiefen Klassenscheidung und Klassengegensätze in der rheinisch- westfälischen Industriehölle, aus denen der Verfasser den Prozeß erklärt, wird dieser verständlich und begreift man es, warum der Staatsanwalt durch den Hinweis auf die Streits zc. so offen an die Klaffeninstinkte der Geschworenen appellirte. Auf diesem Boden ist auch der Zenge Münter eine. typische Erscheinung. Aus den Verhandlungen, denen der Verfasser selber beiwohnte, erbringt er den Beweis für die Unschuld der Verurtheilten. Wir empfehlen die Schrift zur weitesten Verbreitung. Ich wohne jetzt: Lindenstraße 7 423b ( Eing. Neuenburgerstraße) Dr. Ernst Gebert Spezialarzt für Hautkrankheiten. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten theile ich mit, daß meine liebe Frau und unfere gute Mutter 876b Auguste Prochnow Gröffnungs- Anzeige 233/10 450b meines neuen Lokals Marienstr. 26. Lade Freunde und Bekannte ein A. W. Lorenz, Restaurateur, fr. Rostocker- u. Wittstockerstr. Ecke. 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Sonntag Nachmittag: Gök von Berlichingen. Abends: Die Montag: Diyab, der Narr. Journalisten. Der Friedrich Wilhelmstädt. Theater 25/26. Chaufferstr. 25/26. Vorletzter Sonntag des Gastspiels der Liliputaner. Heute 2 Vorstellungen. Nachmittags 3 und abends 71/2 Uhr: Die Reise nach dem Mars. Kinder nachmittags auf allen Plägen halbe Preise. Alexanderplatz- Theater Alexanderstr. 40. Direttion: Max Samst. Um 7½ Uhr: ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen, Badßtr. 56/57. Direktion: Max Samst. Sonntag, den 29. September 1895: Nachmittags Vorstellung im Garten von 2-7 Uhr. Durchgegangene Weiber Große Poffe mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Eduard Jacobsohn. Regie: May Sam st. Ref.- Play 30 Pf. Kaffeneröffnung 2 Uhr. Abendvorstellung im Saale: Entree 20 Pf. Die Grille. Schauspiel in 5 Akten von Charlotte Birch Pfeiffer. Regie: Frit Schäfer. Preise der Pläge: Sperrjih 75 Pf. I. Parquet 50 Pf. Gallerie 30 Pf. Rasseneröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung im Saale 71/2 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Fern- Palast Burg- u. Wolfgangstr.- Ede. Heute: Eröffnung. Grosse Gala- Vorstellung. Barbara. Gebr. Görs. Victor u. Magda. Nappo Trio. 2 Bonos. Aranta- Kassai. 3 Plöz. Wilh. Fröbel. Alma Peroni. Stephan u. Olivier. Miß Jessy. Scheffler Truppe( 5 Pers.) 2c. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang Sonntags 6, Wochentags 71/2 Uhr. Alles Nähere durch SäulenAnschlag. 8337b W. Noack's Pikante Novität! Pikante Novität! Konzert- und Gesellschafts- Säle Ein Kind der Liebe. Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag Sittenbild in 4 Aften v. Max Halpern. und Donnerstag: Zum Schluß: Große 42 Mädchen vour andern Ende der Welt ( Sampa). Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. ! Salambo? Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Vornehmster Familienaufenthalt! RiefenSpezialitätenProgramm. Eine Partie Scat. Bosse von Adler. Musik von R. Thiele. Regie: E. Stempel. Auf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Entree 10 Bi., 30 Pf. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Direktion: R. Winkler. " Schweizer Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Sonntag: 33092 Walin und Wahnsinn Extra Theater Vorstellung. Gr. Extra- Vorstellung. oder Sie ist wahnsinnig. Schauspiel in 2 Aften von Melesville. Bearbeitet von W. Lembert. Regie: Mar Samft. Morgen: Dieselbe Borstellung. Schmeichelkätzchen. Lebensbild in 1 Aft von Kläger. Des Löwen Erwachen. Komische Operette in I Aft v. Brand'l. Auftreten neuer Spezialitäten. Nach der Vorstellung: Tanzfränzchen. Theater. Spezialitäten Adolph Ernst- Theater. Cireus Jansly- Leo. Entree 30 Pf. Ball. Paradebummler. Gesangsposse in 4 Atten von Eduard Friedrich Karl- Ufer. Sonntag, den 29, September: Volksbeluftigungen aller Art. Die Beerdigung findet Sonntag Nach- 3u vergeben Friedhofe, Pappel- Allee, statt. Oscar Kraatz, Schönleinstr. 6. felbst angefertigt, bill. Der trauernde Gatte nebst Kindern. Küchenrähme, zu verkaufen. Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten theile ich hierdurch mit, daß meine Tochter Ida Leifer im 19. Lebensjahr nach zweitägigem Krantenlager am 26. d. verstorben ist. Beerdigung findet Sonntag, 29. d. Wi., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Zionsgemeinde aus statt.[ 500b Die trauernden Eltern und Geschwister H. Leifer. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege Gustav Bredereck am 27. d. m. verstorben ist. firs Die Beerdigung findet Montag, den 30. September, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth- Kirchhofes in der Prinzen Allee( Gesund4916 brunnen) aus statt. B 498b Walz, Veteranenstr. 16, v. II. Ladeneinrichtung. 32832* Romptoir, Material, Butter, Vor toft, Restauration. Treitel, Michaelbrücke 1, an der Holzmarktstraße. Möbel zu Fabrikpreisen. Dresdenerstr. 49. Zur Mittheilung, daß ich BeuffelStraße 88 ein Bigarrengeschäft ere öffnet habe und bitte um gütigen Zuspruch. Paul Drucker, Zigarrenm. Betten, schöner Stand, 22 M., fof. zu vert. 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Für die rege Theilnahme und vielen Kranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes Wilhelm, sagen wir allen, besonders den Kollegen vom Gauverein Berliner Bildhauer, unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Eltern W. Richmanu nebst Frau. Jedem Genossen, der seinen Bedarf Anzügen, Sommer- Paletots, einzelnen Hüten, Stiefeln 2c., ferner Betten, Wäsche, Waschteffel, Koffer, Schirme billig und gut taufen will, empfehle mein reichhaltiges Lager in alt u. neu. A. Wergien, Schneidermeister und ParthiewaarenHändler, 4656 127 Stalizerstraße 127. Achtung! Schneider! Das Bureau des Kranten= Unterfügungsbundes der Schneider wird Vom 1. Oktober von der Schüßenstraße 18-19 nach der Alten Jakobstraße 83, Restaurant Pasch, Garten rechts, verlegt. Das Auskunftsbureau und der Arbeitsnachweis der Schneider und Schneide von Ed. Jacobson und Gustav Bör 2 gr. Vorstellungen 2 Meine Beftillation, Bier- u. Früh- rinnen befinden sich ebendafelbſt. Musik von Gustav Steffens. Görß. 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Der Vorkand. 4/11 Allgemeiner Deutscher Lapezirer- Verein, Filiale Berlin. Achtung. Die Versammlung am Montag, den 30. September, fällt Umständehalber aus, dafür Mittwoch, 2. Oktober, abends 81/2 Uhr im Restaurant Zubeil, Lindenstraße 106: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Megner. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten und Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. 177/8 Gegründet 1891, Berlin. Baer Sohn 24a Chausseestrasse 24a zwischen Invalidenstraße und Friedrich Wilhelmstädtische m Theater. 11. Brückenstrasse Il und Ecke Rungestraße 28. 16. Gr. Frankfurterstrasse 16 Schrägüber des National- Theater. Eigene Fabrikation Unsere steten Grundsäge: im großen Maßstabe. 1. Baarverkauf zu streng festen, billigsten Preisen. 2. Alle Preise sind in Zahlen an den Waaren ausgezeichnet. 3. Groß- Bezug aller Waaren aus ersten, sehr bewährten Häusern des Jn- u. 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Oktober 1895, abends 9 Uhr, im Restaurant Rautenberg, Oranienstraße Nr. 180. Tages- Ordnung: 1. Die Misstände in unserem Gewerbe und wie ist denselben zu steuern? Referent: A. Sailer. 2. Diskussion. Das Erscheinen aller Branchenangehörigen erwartet 23/16 Der Vertrauensmann. R. Wunscheck. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., 3ahuschmerz beseitigt, schmerzKünstl. Zähne, ohnziehen. Zheilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 128 G.Superczynski, fünftliche Zähne, Juvalidenstr. 105, II. Geschäfts- Anzeige. Allen Genossen, Kollegen, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Schwedterstr. 23 ein Schankgeschäft eröffnet habe und bitte, mich in meinem Unternehmen unterstüßen zu wollen. Richard Burgold. Genossen! Holet Granat OstseeKrabben 3. Selbstkostenpr. A. G. Goltz, Schlegelstr. 24. 356b Auf Theilzahlung! Schlag- Regulator 14 Tage geh. 452b 18 M. Silb. Her.- Remont. Uhr 15 2jähr. Garant. Charlottenstr. 15. Mehlhandlung L. 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Bauern und arme Leute zur Zeit der deutschen Reformation. Bon Manfred Wittich. Ewigkeit. Gebicht von Ludwig Lessen. Ein Bild aus dem Londoner Flüchtlingsleben. Bon W. Liebknecht. Am Meer. Gedicht von Jenny Colm. Johanna's Erfahrungen. Erzählung von Allerlei Elise Langer( mit Illustrationen). Geschichtliches und Sozialwissenschaftliches über die Japaner. Bon Bruno Geifer. Die Schlacht am Morgarten. Gedicht von Rob. Schweichel( mit Illustration). Das Licht der Zukunft. Von Dr. H. Eur( mit Illustrationen). Die Gefundheitspflege des Kindes. Bon Dr. Swoboda. Irdifche Höhen- u. Tiefenverhältnisse. Bon G. Faltenhorst( mit Illustration). Das neue Reichss tagsgebäude. Bon L. Schönhoff( mit Illuftra tionen). Ein Kapitel Kriegsgeschichte. Von M. Wittich. Die gute, alte Beit. Eine fulturhistorische Stizze von A. Bolter. Saat und Ernte. Gedicht von Jenny Colm. Aus der Geschichte der preußischen Ein Volksschule. Bon Bauermeister. Sohn des Volkes. Von W. Liebknecht( mit Porträt). Die drei Rosse. Russische BoltsWir parabel, erzählt von W. Braunsdorf. sind nicht freundlos. Gedicht von A. M. Fliegende Blätter. Räthsel 2c. 2c. Hierzu vier Kupfer: Studienkopf. Das Lied der Stlavin. Japanische Mädchen bet der Thee- Ernte. Renovirungsversuche. Ein farbiges Bild: Verlassen( mit Gedicht). Ein Wandkalender. 1 Preis 40 Pfennig. Bu beziehen durch die Buchhandlung des„ Vorwärts" Möbel, Handlung Rosenthalergebraucht, tauft MöbelStraße Noch nie dagewesen! 18. Schweiß füße, Schock 25 Pjennig. 10 Dragonerstr. 10, Roh Raffee, ausgesucht, hochfeine besonders empfehlenswerth gegen Waare, à Pfd. 1,10 bis 1,30 m. Malz- Kaffee, feinsten, à Pfd. 0,20. Gebrannte Gerste u. Roggen, à Pfo. 0,13 M. Feinsten deutschen Cacao, 1/4 Psd. 0,60 m., 1 Pfd. 2,80 m. Cacao I, 1/4 Pfd. 0,50 M., 1 Pfd. 1,90 m. Banillepulver, à Pfd. 0,80 M. Gewürzpulver, à Pfd. 0,60 M. Albertcafes, erste Qualität, à Pfd. Biscuit Mixed I à Pib. 1,20 M. II à 1, Echt Potsdamer Zwiebac à Pfd. 0,95 M. An 100 Liter, verbund. m. 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Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit tagt gegenwärtig im Raufmännischen Vereinshause in Leipzig. Am Mittwoch Abend fanden die Sitzungen des Zentralausschusses und des Ortsausschusses statt. Sonntag, den 29. September 1895. 12. Jahrg. Es wurde folgende Resolution des Landrichters AschrottBerlin angenommen. Sie lautet: Eine Kommission wird beauftragt, Grmittelungen darüber anzustellen, ob sich die BeStimmung des§ 361 3iffer 10 des Str. G.-B. als ausreichend bewährt hat und unter gleichzeitiger materieller Prüfung des Gegenstandes über denselben zu berichten." in gesundheitlicher Beziehung zu thun. Wenn von verschiedenen Ausführung Brinkmann's und wünscht eine Erweiterung der vorSeiten befürchtet wird, daß durch die soziale Gesetzgebung die zunehmenden Zählung, ist auch der Meinung, daß nicht die ZwangsBegehrlichkeit der unteren Klassen gesteigert werde, so habe er arbeitsanstalt letztes Mittel gegen derartige Entziehungen der gegen diese Begehrlichkeit von seinem Standpunkt nichts einzu- Verpflichtungen sei. wenden. Man werde nur zu prüfen haben, ob im einzelnen Falle die Begehrlichkeit eine berechtigte oder unberechtigte ist. Er glaubt seine Ausführungen mit denselben Worten wie fein schriftliches Referat schließen zu können:" Fürwahr durch diesen Einfluß auf die Entwickelung der gesammten Armenpflege Am Donnerstag wurde in die eigentlichen Verhandlungen ein- auf die Lebenshaltung der breiten Massen der Bevölkerung getreten. Nach dem von Stadtrath Ludwig Wolff- Leipzig ge erhält unsere Sozialgesetzgebung eine ungeahnte kulturelle Die Verhandlungen wurden am Freitag, den 27. Sepgebenen Bericht hat der Verein 414 Mitglieder, nämlich 180 Ge- Bedeutung. Deutschland ist auf dem Wege, mit Hilfe tember wieder aufgenommen. Die Zahl der Theilnehmer ist auf meinden, 26 Landarmenverbände, 44 Wohlthätigkeitsvereine und dieser Gesetzgebung in furzer Zeit einen Kulturfortschritt 150 gestiegen. 164 Einzelmitglieder. Der Bestand der Kasse betrug im Anfang zu machen, wie er in der Weltgeschichte wohl einzig dasteht." Er Ueber die Fürsorge für Obdachlose in den des Geschäftsjahres 8889,93 M., die Einnahme im Laufe des stellte folgenden Antrag:„ Der deutsche Verein für Armenpflege Städten referirte Dr. Münsterberg Hamburg. Redner Jahres 5963,36 M., so daß ein Bestand von 14 853,29. zu und Wohlthätigkeit erachtet es für dringend erforderlich, daß die hat an 60 Städte Fragebogen zu dieser Frage versandt und verzeichnen ist. An Ausgaben sind 1779,87 m. zu verzeichnen, deutschen Armenverbände fortlaufend die Einwirkung der Arbeiter- das gewonnene Material verarbeitet. Er ist zu dem Resultat zu denen noch 2100 M. tommen werden, so daß ein Kassenbestand versicherungs- Gesetze auf die öffentliche Armenpflege sorgfältig gekommen, daß man bei den Versuchen, diese Frage zu lösen, von 11 000 m. verbleiben dürfte. nach Maßgabe des in dem Rundschreiben des Vereins vom Juni mehr die Mittel, als die Personen, auf die man einwirken will, 1893 nebst Anlagen hervorgehenden Gesichtspunkten beobachten berücksichtigen muß. Er fomint schließlich zu wesentlich folgenden und die Resultate dieser Beobachtung alljährlich zusammen- Thesen: stellen." Dr. Freiherr v. Reißenstein gab darauf eine Uebersicht über die neueren Bestrebungen auf dem Gebiete der Armenpflege in Desterreich, der Schweiz, England, Amerika, Frankreich, Belgien und Italien. Aus den Ausführungen ist zu entnehmen, daß in Desterreich, Italien und England Fortschritte nicht zu verzeichnen find, was in Italien namentlich auf die politischen Wirren zurückzuführen fei; in Amerika, Frankreich und Schweiz sind einige Verbesserungen getroffen worden. Der Vorsitzende der Invaliditäts- und AltersversicherungsAnstalt in Berlin, Dr. Freund, sprach über die Einwirkung der fozialen Gesetzgebung auf die Aufgaben der Armengesetzgebung und Armenpflege. " Für die seßhaften Obdachlosen sind angemessene Unterstüßungen, Uebernahme einer Miethsgarantie und zur Anschaffung von Hausrath zu gewähren. Anstaltspflege hat er gänzend da einzutreten, wo der Eintritt einer strengeren Zucht und Aufsicht erwünscht ist. unverschuldeter Obdachlosigkeit bildet die Schaffung eines geordneten Arbeits- Nachweises, wobei die Arbeitsverschaffung für einheimische Personen zu begünstigen und im übrigen eine Ausgleichung des Arbeitsangebots zwischen größeren Gebieten auzustreben ist. Der Korreferent Geh. Reg.- Rath v. Massow- Potsdam kommt zu demselben Resultat und regt er an, ob nicht das Umherwandern insoweit zu verbieten ist, daß Personen, die mit dem Strafgesetzbuch in Konflict gekommen oder der Armenpflege wiederholt zur Last gefallen sind, der Heimathsbehörde überwiesen werden. Professor Böhmert bedauert, daß der Referent nicht die Resultate der sächsischen Statistik verwendet habe. In Sachsen habe man seit zehn Jahren jeden Unterstützungsfall durch Individualkarte festgestellt und dadurch ermittelt, daß die Unterstügungsfälle von 93 699 im Jahre 1880 auf 80 896 im Jahre Für die nicht ansässigen Obdachlosen hat ebenfalls die 1890 zurückgegangen sei. Eine neuere Zählung sei bei der Ueber- Fürsorge aus armenpflegerisch individualisirenden Gesichtspunkten, häufung dieses Jahres mit Zählungen nicht vorgenommen worden, d. h. unterPrüfung des Einzelfalles nach seinen Ursachen und näheren es fann somit der Einfluß der Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung Umständen stattzufinden. Das Prinzip absoluter nicht festgestellt werden. Er ist der Meinung, daß im Versiche Anonymität ist daher unbedingt zu verwerfen. Er führte aus, daß er bereits in seinem in Nr. 21 der rungswesen noch vielmehr gethan werden müsse und daß Staat, Die Fürsorgmaßregeln sind unter angemessener Betheiligung der Schriften des Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit Regierung, Kirche, Kommunen, Vereine zusammen arbeiten müssen, Armenverwaltung und der Polizeibehörde der Privatwiedergegebenen Referate das von der Kommission gesammelte um einen Weg zum besseren zu finden. wohlthätigkeit zu überlassen. Der Armenpflege Material furz und objektiv zusammengestellt habe und daraus Geheimer Regierungsrath von Kelch erklärt, daß die ge- find die Fälle zu überweisen, in denen sich dauernde Bedürftigzu dem Ergebniß gekommen, daß eine viel zu kurze wünschte Wiederholung der Reichs- Armenunterstützungs- Statifiit, feit wegen Krankheit, Gebrechen oder Alter herausstellt, der Zeit verstrichen sei, um über den Einfluß der Arbeiter- so wünschenswerth sie sei, in den nächsten Jahren nicht zu Polizeibehörde die Fälle, in denen es sich um gewerbsversicherungs Gesetzgebung auf die Armenpflege ein Ur- erwarten sei. mäßige Bettelei, Landstreicherei, Unzucht, Trunksucht und theil abzugeben, Denn man fann bei der Arbeiter= Dr. Freund wendet sich gegen einige gemachten Ein- Liederlichkeit handelt. Die Voraussetzung erfolgreicher Für versicherungs- Gefeßgebung nicht mit Jahren, sondern nur wendungen und bedauert, daß die Krankenunterstützung nur bis forgethätigkeit mit Generationen rechnen. Die Folgen können sich erst zeigen zur 13. Woche gezahlt wird und dann der Kranke sich selbst in der Generation, in der die Geseze geschaffen sind und die mit überlassen wird. den Gesetzen groß geworden ist. Die indirekte Einwirkung wird Der Antrag des Dr. Freund wird mit einem Zusabantrag sich aber erst voll zeigen nach Generationen und Generationen. des Regierungsrath v. Blent angenommen. Dieser lautet: Er glaubt, daß die Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung einen ganz Die bestehende oder eine neu zu wählende Kommission würde anderen Einfluß auf die Armenpflege als bisher üben wird. Schon zunächst zu erörtern haben, in wiefern die bisherigen Ertas Krankenversicherungs- Gesetz zeigt, daß die Armenpflege neben fahrungen es geboten erscheinen lassen, die Art und den Umfang der Versicherung eintreten muß. Zur Beurtheilung der Arbeiter der von den Armenverbänden zu gebenden Nachweise ander rersicherungs- Gefeßgebung müsse man berücksichtigen, daß die Geseze weitig fortzusetzen." in ungünstigem Jahre geschaffen worden sind und daß sie mit Ueber die Stellungnahme der Landesgesetzgebungen zu den einer wirthschaftlichen Krise zusammenfiel, die große Entlassungen gegen alimentationspflichtige Angehörige zu treffenden Zwangs Stadtrath Dr. Flesch Frankfurt am Main tritt für das von Arbeitern brachte. Daneben war eine Wertheuerung der maßregeln referirt Stadtrath Jack stein- Potsdam. Redner Prinzip der Anonymität ein und verwirft die Anregung von Lebensmittel und ein ftrenger Winter zu verzeichnen. Die bedauerte, daß eine von der Reichsregierung in Aussicht ge- Massow. Professor Böhmert Dresden unterstützt die AusArbeiterversicherungs- Gesetzgebung besteht während einer fünf- nommene Aenderung des§ 361 d. St.-G.-B. und die vorgelegten führungen von Flesch, während Pfarrer Schloffer- Gießen jährigen wirthschaftlichen Krise und hat sich glänzend bewährt. Vorschläge als Bufah des Paragraphen, der die Landes Gesetz glaubt, daß durch die Anregung Massow's den Wandernden Während andere Versicherungsklassen durch die Krise erschöpft wur- gebung insofern begünstigen sollte, daß durch sie solche pflicht eine Wohlthat erwiesen wird, die von ihren hartherzigen Armenden, hat die Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung verhindert, daß vergessenen Personen nicht nur zu Haftstrafen verurtheilt, sondern verwaltungen so schnell als möglich abgeschoben werden. noch schwerere Krisen eingetreten sind. Die Angst zahlreicher Ver- auch der Landespolizei- Behörde überwiesen werden können, nicht Folgende Resolution des Dr. Münsterberg wurde anbände, daß die günstigen Erfolge die Regierung veranlassen die Zustimmung des Reichstages gefunden habe. Er hält eine genommen: 1. Die Fürsorge für Obdachlose in den Städten können, den Kaffen noch größere Lasten auszulegen und dadurch die erneute Anregung nach dieser Richtung hin für nöthig und ist unter Scheidung zwischen Seßhaften und Nichtseßhaften nach günstigen Resultate beeinflußt werden könnten, theile er nicht. glaubt, daß es auch nöthig sei, die Einbringung eines neuen individualiſirenden Grundsäßen zu handhaben. In Ansehung Um einen Anhalt zu gewinnen, inwieweit die Arbeiterversicherungs- Truntsuchtsgesetz- Entwurfs zu veranlassen, denn gerade durch die feßhafter Obdachloser ist die Fürsorge in erster Linie Sache der Gesetzgebung auf die Armenpflege einwirke, müsse in jedem Trunksucht werden viele Familien des Unterstützungspflichtigen geordneten Armenpflege, wobei der offenen Armenpflege der einzelnen Falle geprüft werden, ob der Versicherte dadurch beraubt. Er schlägt eine Ermittelung durch Zählkarten in Borzug vor der geschlossenen zu geben ist. 2. Für nichtseßhafte der Armenpflege entzogen worden ist. In Berlin hat eine Städten mit über 30 000 Einwohnern vor. Obdachlose ist regelmäßig an der Forderung einer Legitimation einzelne Krankenkasse der Stadt 3 000 000 m. für Verpflegung Bürgermeister Brintmann- Königsberg bedauert lebhaft, bezw. deren Ersatz durch Arbeitsleistung festzuhalten. Der Grund. in Krankenhäusern erstattet, welcher Betrag zweifellos die Armen- daß die gesetzlichen Bestimmungen zur Anhaltung Alimentations- faz vollständiger Anonymität ist als unvereinbar mit dieser pflege zu tragen hätte. Ueberhaupt übt die Krankenhauspflege, pflichtiger nicht der Armen-, sondern der Polizeibehörde über- Forderung zu verwerfen." die Gewährung freier Medizin und Arzt auf die Erfolge der tragen sind und so für Königsberg wenig Erfolg gehabt haben. Ueber die Frage, in welchen Fällen die AbVersicherungsanstalten einen großen Einfluß aus. Er hält es Er wünscht, daß die Reichsregierung darum ersucht werde, so- na h me Kindern Der Gewährung DON aber für verfehlt, daß die Krankenkassen in der ersten Beit pro- bald als möglich eine Aenderung des§ 361 des Str.-G.-B. her- Familienunterstützung vorzuziehen ist? referirte visorisch die Unfalltasse vertreten müssen. Hingegen hält er es beizuführen, daß der§ 362 des Str.-G.-B. auf Zuwiderhandelnde Stadtrath Dr. Flesch Frankfurt a. M. und kommt zu dem für eine große Entlastung der Alters- und Invaliditäts- Anwendung findet und daß die Armenbehörde des Wohn- bez. Resultat, daß die einheitliche Lösung dieser Frage unmög versorgung, daß die Krankenkassen die Verwaltungsgeschäfte über- Aufenthaltsortes als zuständige Behörde bezeichnet werde und lich ist. Er hat die gewonnenen Erfahrungen wesentlich in nommen haben. Der Wust der verschiedenen Organisationen im ob nicht anheim zu stellen wäre, den§ 361 Absatz 10 des folgenden Leitsätzen zusammengefaßt. Deffentliche Unterſtügung. Versicherungswesen verhindert, daß die guten Kräfte in die Er- Str.-G.-B. auf nährpflichtig vergessene Mütter und Bäter ein durch Abnahme von Kindern soll nur erfolgen, wenn das Verscheinung treten können. Er glaube, daß gerade das gesteigerte zuschränken. weilen der Kinder in ihrer bisherigen Umgebung aus objektiven Maß der Fürsorge die Lebenslage der unteren Klassen Regierungsrath Dr. Ke I ch hält es für zweifelhaft, daß bei der Gründen und dauernd unmöglich ist. Wo die Bedenken gegen das gehoben habe und die Armenpflege beeinflussen werde. jetzigen Zusammensetzung des Reichstages einer neuen Initiative Belassen der Kinder in der bisherigen Umgebung subjektive Gerade das Krankenversicherungs- Gesez geben den Ar- nach dieser Richtung Folge gegeben werde. Gründe haben, d. h. in der Abneigung der Eltern gegen die Kinder, beitern die Möglichkeit, für sich und ihre Familie Privatdozent Dr. Jastrow- Berlin wendet sich gegen die in der Faulheit und der Liederlichkeit der Eltern, der dadurch Sonntagsplandevei. Als der nationale Jubelrausch in den heißen Septembertagen dieses Jahres seinen Hochstand erreicht hatte und als jeder glückselige Patriot seinen Nachbar, der keine Freuden- Luftsprünge thun fonnte, grimmig anfahren durfte, da ward seltsamerweise überall ein Unternehmen vergessen, das über die Reichshauptstadt zum Andenken an Deutschlands Siege und Deutschlands Einigung ungeahnten Glanz hätte ausbreiten sollen. ist es selbstverständlich, daß die Augen der Welt unaus Jahre aller Welt hätte verkündigen sollen:" Seht, wie gesetzt auf dem Bürgerthum Berlins ruhen. Er zweifelt überglücklich wir sind", unterblieb. Und man mußte abernicht, daß die Schaffenstraft der Berliner Bourgeoisie un- mals einen Pflock zurückstecken; aus der nationalen Schau übertroffen dastehe auf allen Kulturgebieten. wurde eine Berlinische Ausstellung. Man genoß das widerDie Einbildung dieser Leute, die naturgemäß den wärtige Schauspiel, daß rein- kapitalistische Mächte mit einHurrahpatriotismus am willfährigsten stützen, heißt es ander wie Hunde um einen fetten Brocken stritten, wer schonen. So kam es, daß niemand sich der großen Aus- diese Ausstellung schaffen und wo sie erstehen durfte. Das stellungspläne erimierte, die zum Andenken an Deutschlands häßliche Gezänke ist verstummt. Treptow hatte gesiegt und Erhebung gegen den Uebermuth des Erbfeindes" in Berlin ein Winter nur trennt uns noch von dem großen Moment, hätten verwirklicht werden sollen. Illuminationen, Paraden, da im Osten der Reichshauptstadt die„ Gewerbe- Ausstellung Noch immer haben die sommerlichen Gluthausbrüche nicht die Einweihung der Gedächtnißkirche, sie konnten gewiß das Berlin" feierlich eröffnet wird. herbstlicher Erwägung Platz gemacht. Noch immer bringt Herz eines wackeren Berliner Bürgers höher schlagen machen. Hätte sich das Ausstellungswert auf idealerem Grunde es das Geschäft der Hypernationalen mit sich, daß Aber all die Herrlichkeiten sind hier nichts neues mehr. Um aufbauen können, als heute, dann wäre es sicherlich einer man jeden, der in den Sedantagen nicht Hurrah zu schreien wie viel höher und selbstbewußter hätte derselbe Berliner freudigeren, herzlicheren, volksthümlichen Theilnahme bevermochte, erbost anschreit: Lump, Du unterstehst Dich, um sich gesehen, wenn es gelungen wäre, 1895 in der Reichs- gegnet als jetzt. Der Reklamen- Apparat fungirt bereits nicht glücklich zu sein;" und ein Ende des Entrüstungs- hauptstadt eine Weltausstellung aufzubauen und die inter- aufs beste. Angestellt sind die dienstbeslissenen Leute, die rummels ist nicht abzusehen. nationale Welt zu einem echten Friedenswerk zu laden. durch die Presse dem Publikum einflüstern, welche HerrlichSchwer ist es, an die Aufrichtigkeit einer seelischen Es ist nicht dahin gekommen. Das ursprüngliche feiten wir zu erwarten haben. Ihre Rollen sind vertheilt. Empörung bei Leuten zu glauben, die nun schon seit Wochen Projekt mußte fallen gelassen werden. Nichts vielleicht be- Aber das intime, herzliche Gefühl der Spannung, mit der in ewig gleichem Gezeter ein einzig Sprüchlein hersagen leuchtet den Gegensatz zwischen der Ueberschwänglichkeit unserer eine ganze Bevölkerung dem Gelingen eines Unterund ihre Deklamationen immer mit der gleichen drohenden Chauvins, zwischen der künstlich geschaffenen nationalen nehmens auf volksthümlicher Grundlage entgegensieht, Geberde begleiten. Aber etwas Gutes hat die muthschnaubende Ueberhigung und der nackten Wirklichkeit, als die kagen- will sich nicht einstellen. Wie sollte es auch? Sozialistentödterei doch. Etwas Gutes nämlich für die jämmerliche Geschichte der großen Berliner Ausstellung. Wie Fast ausschließlich durch den Willen der Großbourgeoisie Freunde und Stüßen des allheiligen Besizes. Die ewigen ein schöner Traum um den andern schwand! Schon geschieht, was draußen im Park von Treptow vorbereitet Alarmrufe: haltet und bindet die niederträchtige Sozial- schwelgte man im Vorgefühl einer internationalen Weltschau, wird. Die Hochfinanz führt die Regie und als fruchtbarer demokratie, üben wenigstens die Wirkung, daß sie den die an Großartigkeit alles schlagen werde, was die Erde Geist über den Wassern taucht der Geist des Geheimen ängstlichen Pfahlbürger beschäftigen und vor aller Nach- jemals gesehen. Aber alsbald erstarben die allzu frühen Kommerzienraths Goldberger auf, eines Mannes, dessen denklichkeit bewahren. Hoffnungen unter frostigen Erwägungen. Die große Un- Vater durch die Spekulation mit einem Geheimmittel, den " Von Alters her sagt man dem Reichshauptstädter nach, sicherheit der Weltlage hieß es, rufe Bedenken hervor; Gichtketten, Millionen zusammengerafft hat. Ja, ja, seltsam er neige leicht zur Selbstironie, zur Selbstbespöttelung. Das und dann hat der Name Berlin bei so vielen Völkerschaften sind manchmal die Mittel, durch die die Großmillionäre geist eine Eigenthümlichkeit, die ihren Grund in den beengten einen unfreundlich harten Beiklang. Die Berlinischen züchtet werden. Als Goldberger Vater einst von einem Verhältnissen Alt- Berlins hat. Man wollte hinauswachsen Enthusiasten waren betrübt. Aber was ließ sich anderes naiven Manne gefragt wurde: Helfen Ihre Ketten denn aus den kleinlichen Zuständen der preußischen Residenzstadt machen? Man steckte einen Pflock zurück und klammerte auch wirklich gegen die Gicht?" da soll er in echtem und konnte nicht. Das Wort in einer Berlinischen Posse: sich an den Trost: Mag uns, die Bourgeoisie Berlins, Bynismus geantwortet haben: Mir haben sie geholfen!" Berlin wird Weltstadt", war in jedermanns Munde und die Welt gleich verkennen, die Nation wird mit tausend Doch die heutige Welt fragt nicht nach dem Ursprung der es war ironisch gemeint. Die alte Ueberlieferung vom Freuden herbeiftrömen, wenn wir rufen." Aber vergebens Millionen, der Erbe ist im Recht und Goldberger's geistiger Berliner, der sich selbst zum besten hat, ist inzwischen erschollen die süßesten Lockrufe. Südwärts vom Main und Einfluß lenkt die Puppen, die auf dem Schaumarkt im längst durchbrochen. In Nen Berlin ist ein Philisterthum auch nordwärts war das Liebeswerben nicht recht erhört kommenden Sommer tanzen werden. entstanden, das es in stockernster Selbstbewunderung worden. Es wollte der ersehnte Enthusiasmus sich nicht getrost mit jedem anderen Philisterium aufnimmt. Ihm einstellen, und die Friedensdemonstration, die in diesem Für die tragikomische Geschichte der Ausstellung, die einstmals als besonderste Kulturweihe des deutschen Jubel abzusehen sein 1. bei unehelichen Kindern, unverheiratheten tann." herbeigeführten Gefahr der Verwahrlosung der Kinder belegen gebracht, sich in Vereine zusammen zu thun, welche dann gleich- Ilichen Geftant belästigt werden, danach wird nicht gefragt, sind, kann die öffentliche Armenpflege nur ausnahmsweise ein falls durch einen Verband zusammengehalten werden können, wem's nicht paßt, der fann ja gehen. Der„ St. Sedanstag" treten. Regelmäßig nothwendig und zweckmäßig wird die Ueber- wenn es wünschenswerth erscheint. ist auch bei den Arbeitern und Arbeiterinnen dieser Branche nahme von Kindern in die Fürsorge der Armenverwaltung, wenn nicht spurlos vorübergegangen; viele Fabriken ließen feiern, Wohnungsverhältnisse der Wanderarbeiter. Der die Eltern des Kindes nicht im stande sind, ihm diejenige Ver- Regierungspräsident Dr. v. Heydebrand und der Lasa in Breslau das Bezahlen vergaßen sie aber. Nachdem der Vorsitzende pflegung, Ausbildung und Erziehung zu geben, die im Intereſſe hat den Landräthen seines Bezirks anheimgestellt, tort, Ordnung bezüglich ihrer Arbeitszeit bekannt gemacht hatte, die Arbeiterinnen mit einigen Bestimmungen der Gewerbedes Kindes liegt. Anderseits wird von der Abnahme regelmäßig wo sich Uebelstände betreffend die Wohnungsverhältnisse der erfolgte Stellungnahme zu einem einheitlichen Tarif. Hierzu Müttern, falls die letztern gesund und erwerbsfähig sind, 2. bei Wanderarbeiter herausstellen sollten, diesen durch besonders zu hatte Frl. Mentow das einleitende Referat übernommen. unehelichen, erstehelichen und vorehelichen Kindern verheiratheter erlassende Kreispolizei- Berordnungen entgegen zu treten. Das Die Versammlung war mit ihren Ansichten einverstanden und wird wohl sehr wenig fruchten. Personen, sowie 3. bei Kindern deren Eltern beide noch leben. wählte in eine Kommission zur Ausarbeitung des Tarifs neun Folgender Antrag des Freiherrn von Reihenstein Arbeiterschutz in der Schweiz. Der 3üricher weibliche und vier männliche Kollegen. Mit einem Hoch wurde angenommen: ,, Abnahme von Kindern, für die Kantonsrath hat am Dienstag bei der Revision des Wirth auf die Arbeiterbewegung erfolgte hierauf der Schluß. Armenunterstüßung gewährt werden muß und die sich im Haus schaftsgesetzes beschlossen: dem Wirthschaftspersonal ist jede halt der Eltern oder eines Elterntheils befinden, durch die Armen- Woche zur Tageszeit eine ununterbrochene Freizeit von sechs Zimmerer. Die Platdeputirten der Berliner Zimmerer verwaltung zu eigener Erziehung ist nur insoweit und folange Stunden, ferner eine Nachtruhe von 8 Stunden und Feierabend hatten sich in ihrer am 27. September stattgehabten öffentlichen für zulässig zu erachten, als den Erfordernissen der Pflege und spätestens nachts 12 Uhr zu gewähren. Das Minimalalter für Bersammlung mit der Frage der Aufhebung der noch bestehenden Erziehung dauernd im elterlichen Haushalt nicht genügt werden männliche Bedienstete wurde auf 16, für weibliche auf 20 Jahre Playsperren für dieses Jahr zu beschäftigen. Gesperrt sind festgesezt. Die Einführung der Polizeistunde wurde abgelehnt, bislang noch gewesen die Plätze Küster, sowie Stiebig Damit war die Tagesordnung erschöpft. jedoch den Gemeinden die Kompetenz hierzu eingeräumt. u. Köbte. Nach eingehender Berathung dieser Frage, in deren Verlaufe auch erwähnt wurde, daß die Firma Pumplun 40 3immerleute( welche f. 3. die Lohnforderung in Treptow mit unterschrieben hatten) entlassen und dafür 37 andere„ von der Straße" eingestellt habe, sowie daß am Sonnabend, den 28. September, noch weitere 20 Mann entlassen werden würden und daß die Eingestellten für 50 Pf. pro Stunde arbeiten, kam die Versammlung zu dem Beschlusse, die bestehenden Sperren aufzuheben. Die Vertreter der Zimmerer sind aber der Meinung, daß damit der Kampf mit dem Kapital nicht beendet ist. empfehlen daher Zimmerleuten, überall da, wo Aussicht auf Erfolg vorhanden ist, nach wie vor gegen Lohnreduktionen 2c. ganz energisch Front zu machen, sowie sich einer der bestehenden Organisationen anzuschließen," Die günstigen Erfolge der Plaksperren wurden allerseits anerkannt. Eine weitere Frage war die, wie die fernere Agitation zu gestalten sei. Auch hierüber entspann sich eine gründliche Aussprache und wurden viele praktische Vorschläge gemacht, die geeignete Berücksichtigung in der ferneren Tattit wohl finden dürften. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Die Nothwendigkeit einer energischen Agitation für Organisation leuchtet aus der Thatsache hervor, daß von gegen 7000 Berliner Zimmerleuten nur etwa 1000 in beiden Organisationen( lokal 700, zentral 300) organisirt sind. Diejenigen Deputirten, welche die Plätze wechseln, ohne Ersatz für sich zurückzulassen, wurden ersucht, ihre Karten an den Vertrauensmann abzuliefern. Soziale Mebersicht. Gewerbegerichte. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht in seiner Nummer vom 28. September eine Uebersicht über die Size und Zuständigkeitsbezirke der Gewerbegerichte in Preußen. Danach giebt es 176 preußische Gewerbegerichte und 5 Berggewerbe gerichte.Versammlungen. " Cie Hierauf referirte Kollege Höppner über das Thema: Wie verhalten sich die Kolonnenführer gegen ihre Kollegen". Unter anderem machte derselbe die Kollegen darauf aufmerksam, daß der Kolonnenführer durchaus kein Arbeitgeber, sondern nur eine Stütze des Poliers sei und den mitarbeitenden Kollegen nicht nach seinem Ermessen auszahlen darf, daß er vielmehr das verdiente Geld reell unter Kollegen zu theilen habe. Der Vorsitzende sprach dann noch den Wunsch aus, daß sich die Kollegen recht zahlreich in die Vereinigung möchten aufnehmen lassen. Sprechlaal. abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Die Erwerbsthätigkeit des weiblichen Geschlechts in Nordamerika ist nach dem erst jetzt erschienenen Bericht über das Jahrzehnt 1881-1890 um 49 pet. gegen das vorhergehende Jahrzehnt gestiegen, während die in irgend einem Beruf thätigen Männer nur um 27 pet. zugenommen haben. Annähernd sind vier Millionen Frauen und Mädchen am Erwerb betheiligt. Der Bericht erstreckt sich auf 221 Berufsarten, und in allen diesen bis auf zwei( Soldaten und Offiziere der Armee und Flotte) finden wir erwerbende Frauen. 700 000 solcher find als landwirthschaftliche Gewerbegerichts- Angelegenheiten beschäftigten am 26. d. Arbeiterinnen aufgeführt, wovon freilich nur wenige um Lohn abends 8 Uhr eine in Leipzig zusammengetretene Anzahl Bearbeiten, denn es sind meist Frauen und Töchter von Farmern. theiligter des Verbandes deutscher Gewerbegerichte. Am 8. Of Unter den eigentlichen Lohnarbeiterinnen stehen der Bahl nach tober findet in Frankfurt a. M. eine Sigung des Verbands- Aus- obenan 288 000 Kleidermacherinnen, dann folgen 145 000 Nähe schusses statt, zu welchem gestern Material gesammelt wurde. rinnen, 63 000 in Baumwollfabriken Beschäftigte, 60 000 Buß Der erste Punkt der Tagesordnung:„ Die Petitionen für Gin- macherinnen, 28 000 Zabat- und Zigarrenarbeiterinnen, je 36 000 führung der Berufung an den Gewerbegerichten und gegen in Wollen- und in Echuhfabriken Beschäftigte, 13 000 in Pappdie vorläufige Vollstreckbarkeit ihrer Urtheile" fand allseitige Ab- schachtelfabriken, je 11 000 in Buchbindereien und Teppich lehnung. Dieser Ansturm gegen die Existenz der Gewerbegerichte webereien Angestellte u. f. w. An diesen Ziffern ist nichts wird nicht zum erstenmale versucht. Er geht aus vom Verein der auffallendes, denn das sind Beschäftigungen, welche dem Arbeitgeberbeifiter des Berliner Gewerbegerichts und von noch weiblichen Geschlecht auch sonst zugekommen find. Mert einem andern starken Berliner Bourgeois- Verein, welcher Verwürdiger sind schon die folgenden Zahlen. Es giebt nämlich bindungen bis in die leitenden Kreise der Reichsregierung auf weiter 219 Kohlengräberinnen, 134 sonstige weibliche Bergleute, 30 weist und deshalb für seine Beschlüsse mit größtem Nachdruck Steinbrecherinnen, 32 Holzhackerinnen, 3949 Schauspielerinnen, agitiren kann. Anerkannt wurde seitens der anwesenden 10810 Rünstlerinnen, 2725 Schriftstellerinnen, 888 Journalistinnen, Gewerbegerichts- Vorsitzenden die objektive Haltung der 34519 Musiklehrerinnen und Musikantinnen, ferner 24 Architek Arbeiter Beisizer. Die Herren sahen keinerlei Ver- tinnen, 1235 Predigerinnen, 337 Zahnärztinnen, 208 Advoka Nixdorf. In der am 22. b. Mts. abgehaltenen öffentlichen anlaffung, irgendwelche reaktionäre Aenderung des Gewerbe- tinnen, 4555 Aerztinnen, 634 Theater- Direttrizen, 47 Maschi- Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Don gerichts zuzulassen, da ja dadurch fast ausschließlich die niftinnen, 30 Küsterinnen, 2083 Nachtwächterinnen. Die Zahl der Rixdorf und Umgegend wurde Kollege Roloft als Delegirter zum Rechte der Arbeiter beeinträchtigt würden. Es sind jetzt Elementar- Lehrerinnen beträgt 245 230, die der Professorinnen Gewerkschaftskartell gewählt und Kollege Kuhnert zu seinem 84 Gewerbegerichte im Verband, welche als Verbandsorgan die an Colleges und Universitäten 735. Dann folgen die Zahlen der Stellvertreter bestellt. Hierauf machte Kollege Höpper bekannt, Soziale Praxis" benußen. Nun soll aber, um auch den Arbeiter- in faufmännischen Geschäften, in Gewerbe und Handwerk, sowie daß der Neubau des Bauunternehmers Müller in der Elbingerbeisigern ein leichtverständlich geschriebenes Blatt zur Belehrung im Verkehrswesen beschäftigten Frauen. Endlich führt der Straße 28 wegen Lohnforderungen von sämmtlichen Kollegen ge und Aussprache zu bieten, eine Ausgabe geschaffen werden, welche Bensus- Bericht 788 000 Dienstmädchen auf, deren Zahl jedoch mieden werden soll. Dem wurde einmüthig zugestimmt. pro Jahr ca. 1,50 M. toften wird und es einem jeden Beisiger weit hinter derjenigen der industriellen Arbeiterinnen zurücksteht. ermöglicht, dasselbe zu halten. Das Blatt soll völlig unparteiisch redigirt werden und die Verbindung zwischen den Gewerbe gerichten und ihren Angehörigen wesentlich fördern. Ferner wird der Ausschuß des Verbandes über einen später abzuhaltenden Delegirtentag der Gewerbegerichte Deutschlands( auch der Nichtverbändler) berathen, wo Arbeitgeber und nehmer vertreten sein Der Verband der Möbelpolirer, Filiale Süd Dst, hielt sollen. Die mehrfach erwähnte Ausschuß- Sizung wird sich ebenfalls mit der Frage der Ausdehnung der Gewerbegerichte auf Kauf- am 23. September eine Versammlung ab, die leider sehr schwach Teute, landwirthschaftliche Arbeiter und Dienstboten, sowie mit besucht war. In derselben hielt Genosse Trittelwit einen sehr dem Schuh der Bauarbeiter 2c. zu befassen haben. Erwähnt interessanten Vortrag über:" Die Elektrizität im Dienste der wurde noch, daß dieses alles sehr wichtige Punkte feien, Menschheit." Kollege Suitner machte sodann bekannt, daß in werth, einen Delegirtentag zu beschäftigen.- Im übrigen nächster Zeit Fragebogen ausgegeben werden und ersuchte, diewird diese stattgehabte Besprechung für die auch von die Bersammlungen in einem anderen Lokale stattfinden zu laffen. selben gewissenhaft auszufüllen. Im weiteren wurde beschlossen, fernher gekommenen Arbeiterbeifizer von großem anregenden Die Bersammlungen werden infolge dessen jezt bei Streit, Die Redaktion fiellt die Benuzung des Sprechfaals, ſoweil der Raum dafür Nußen sein. Pflicht aller Arbeiter ist es, Mann für Mann ihre Stimme abzugeben, um damit gegen das Unter- Naunynstr. 86, abgehalten werden. fangen der Reaktionäre, die Gewerbegerichte illusorisch zu machen, Firmenschilder Arbeiter. In der öffentlichen Versamm zu protestiren. Und für die Beisiger der einzelnen Gewerbe- lung aller in der Firmenschilder- Branche beschäftigten Arbeiter, In Nr. 220 des geschätzten Blattes befindet sich ein Aufruf gerichte erscheint es angesichts der Thatsache der Vereinigungen die am 24. September bei Gründel, Brunnenstr. 188, tagte, wurde der Lohntommission der Konfettions: und der Vorsitzenden und theilweise der Arbeitgeber- Beisitzer an- über das Resultat des glücklich durchgeführten Streits debattirt. Maaßschneider. Zu diesem Aufruf erläßt die Agitations Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 15. September kommission des deutschen Schneider- und Schneiderinnenverbandes sollten die Arbeitgeber die gestellte Forderung des neunstündigen durch den Vertrauensmann Kollegen Timm eine Erklärung, der jahres 1895 gedacht war, hatte man nirgend mehr in den Arbeitstages durch ihre Unterschriften bestätigen. Da dies aber wir folgendes entgegenzusetzen haben: Die Lohnkommission iſt Reihen unserer Musterpatrioten ein aufmerksames Gedächtniß zum großen Theile nur mündlich geschah, entspann sich eine feine Neugründung, sondern besteht bereits faft drei Jahre. gehabt. Darum ist es vielleicht nicht unnüß, wenn man längere Debatte, welche durch folgenden Antrag beendet wurde: Die Neuwahl derselben geschah genau wie die der Agitationsdort, 100 sich ihrer inmitten des wilden, reaktionären Gebelfers" Die Versammlung möge beschließen, die kommission in einer öffentlichen Versammlung. Dieselbe hat nicht unserer Tage wieder einmal erinnert; und wenn sie zur neunstündige Arbeitszeit, ganz gleich ob schriftlich oder den Zweck, den bestehenden Wirrwar zu vergrößern, wie Zeit nur ein sekundäres Interesse hat, ein charakteristisches mündlich, bewilligt ist, den Streik als beendet zu erklären, Kollege Timm sich ausdrückt, sondern verfolgt lediglich und über sämmtliche Werkstätten, wo derselbe nicht eingeführt, den Zweck, die Kollegen zum Anschluß an eine Organisation zu Kulturdenkmal bleibt sie doch. Auch auf die vorgebliche die Sperre zu verhängen." Dieser Antrag wurde einstimmig an bewegen, um dadurch beffere Lohn- und Arbeitsbedingungen erzielen Glückseligkeit, in der das deutsche Volk in seiner genommen. Sämmtliche Firmen, mit Ausnahme Koch u. Bein zu können. Gegen den Vorwurf der Quertreibereien müssen wir Gesammtheit heute schwelgen müßte, wäre es nicht so und Heinicke, deren Arbeiter sich zu der Sache passiv verhalten entschieden Verwahrung einlegen, wir könnten wohl mit demselben gräßlich undankbar und von schmählichen Hezern ver- haben bewilligt. In anbetracht des günstigen Ausganges Recht den gleichen Vorwurf dem Kollegen Timm machen. Würde führt, wirft sie ein scharfes Licht. Warum die Bedächtig- unseres Streits forderte der Vorsitzende die anwesenden Kollegen, die Agitations- Kommission seinerzeit mit praktischen Bordie gekommen fein, feit, warum der Unmuth und das Mißtrauen, wenn die welche dem Fachverein der Firmenschilder- Branche noch nicht an- fchlägen Lage der Konfektionsoder nur den Willen gezeigt Reichshauptstadt zu einer nationalen Jubel- und Friedens- gehören, auf, dieſem beizutreten. Die Versammlung wurde mit Schneider zu verbessern, einem Hoch auf den Fachverein geschlossen. haben, für die Interessen der Schneider zu arbeiten, so fundgebung geladen hat? Es ist möglich, daß das Unternehmen der Groß- Halzeriunen. In einer öffentlichen Versammlung der in würde jedenfalls diese Neugründung, wie sie Kollege Timm zu bourgeoisie im Park von Treptow zu einem blendenden Buchdruckereien und Buchbindereien beschäftigten Falzer und nennen beliebt, unterblieben sein. Da sie aber besteht, soll sie Glanz- und Schaustück gedeihen werde. Es ist möglich, Falzerinnen, die am 26. September im„ Louisenstädtischen Klub- auch zum Wohle der Kollegen und Kolleginnen lange bestehen. daß die Schwierigkeiten, die sich jest nach günstiger und haus" stattfand, beleuchtete Frau Greifenberg in einem aus. Daß diefe Neugründung nicht nutzlos war, beweist das Bestehen des Fachvereins der Konfektions- und Maaßschneider, in welchem zureichender Kommunikation zwischen Berlin und Treptow führlichen Vortrage die traurige Lage der in dieser Branche be- eine nennenswerthe Bahl der Kollegen organisirt sind, was schäftigten Arbeiterinnen. Von den hierbei besonders namhaft dem Verband bisher zu erreichen nicht möglich war. Außerdem entgegenstellen, glücklich überwunden werden. Die voraus gemachten Firmen, bei denen entweder die Löhne erbärmliche ist die Lohnkommission gewillt, mit der Agitations- Kommission eilende Reklame nimmt es als gewiß an. Sie erzählt find oder die Arbeitsverhältnisse sonst nach irgend einer Richtung in Aktion zu treten, um gemeinschaftlich einen bessern Lohntarif auch, daß das Ausstellungsterrain zu Treptow den Umfang hin einer gründlichen Besserung bedürfen, find hervorzuheben: ausarbeiten zu wollen. aller, selbst der internationalen Ausstellungen überbiete. tte, Feilchenfeld( Kommandantenstraße), Haman, Sie weiß zu berichten, mit welcher Neugier man im Aus- Berger, Schwarz, Hermann, Reimann, Werner, lande dem Berliner Unternehmen folge. Selbst die Ja- Regenhardt, Schmieder, Mosse, Wittenburg, paner, die Preußen des Drients", bereiteten eigene Ver- Schreiber und Reiß. Die Zustände in den Arbeitsgnügungsfahrten nach Berlin vor! Wenn da der gute stätten mancher Berliner Firmen feien faſt unerträglich. So Reichshauptstädter nicht gleich um ein paar Boll wächst! 3 Mart entlohnt, um nach 3 bis 4 Wochen entlassen zu werden. würden zuweilen Lehrmädchen eingestellt und für die Woche mit Die Reklame schildert bereits die Wunder und Märchen Dann Neuengagement, abermalige Entlassung und Fortsetzung Es tommt so wie es fommen mußte, und wie wir es ausführlich, die dem staunenden Zuschauer als" great des frivolen Spieles nach Belieben. Manche Leute sind so naiv vorausgefagt haben. Es bilden sich soviel Kommissionen und Fachvereine unter den Schneidern und Schneiderinnen, welche attraction", als Hauptanziehung des gewaltigen Jahrmarkts oder dreist, vom Arbeitsnachweis der Buchbinder einen jungen verschiedenen Richtungen huldigen, daß die Arbeiter nicht mehr vorgeführt werden sollen. Dies alles in Ehren! Gesetzt, Gehilfen bei 10-12 Mark Lohn zu verlangen. In einzelnen wissen, wem sie sich anschließen sollen." daß es guten Glauben verdiene. Eines fällt dennoch in Werkstätten macht sich eine unglaubliche Unfauberkeit geltend. Wir denken, diese Stimme aus gegnerischem Lager genügt. diesem Getriebe merkwürdig auf und es ist gleichfalls für In solchen Räumlichkeiten arbeiten Falzerinnen von 6-10 Uhr Wer überhaupt keiner Belehrung mehr zugänglich ist, der möge die tragikomische Geschichte des ganzen Unternehmens be- Die Schuld der Gesetzesübertretung wälzt der Unternehmer geweiter wursteln. An der planlosen Berliner Schuhmacher- Belegentlich von sich auf seinen getreuen Werfführer ab. Viele zeichnend. Da es von keiner volksthümlich schaffenden Fabrikanten oder Unternehmer mögen sich nicht nach den Bewegung hat man treffende Beispiele, wohin diese Wurstelei Kraft getragen wird, so fehlt auch jeder originelle ſtimmungen der Gewerbe- Ordnung richten; sie lassen ihre Ar- schließlich führt. Die Kosten solcher Quertreibereien, die sich ja Einfall. beiterinnen länger als 11 Stunden täglich, Sonnabends be- nur um Personen drehen, zahlt die Arbeiterschaft im allgemeinen. Nichts wird der Schaulust der Maffen geboten, was deutend länger als gefeßlich zulässig ist und auch Sonntags arbeiten. Wir halten es für nöthig und an der Zeit, daß ebenso wie in nicht eine Ropie nach anderen Ausstellungen wäre. So ist Bei einem Unternehmer muß der Lehrling( eine Waise) in der politischen auch im wirthschaftlichen Kampfe den Onertreibern es mit den Straßenbildern von Kairo, einer Idee aus Wertstube unter dem Falztisch schlafen. Häufig wird dort des durch die Parteipresse etwas mehr auf die Finger geklopft wird. Die Agitations Rommission der Schneider. der Wiener Weltausstellung von 1873, so mit dem Haupt- Nachts gearbeitet, und wenn dann der arme Junge infolge und Schneiderinnen Berlins. stück„ Alt- Berlin, der Nachbildung einer Idee aus der des unvermeidlichen Geräusches doch nicht schlafen kann, wird J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. jüngsten Wiener Theater- Ausstellung im Prater. Selbst er zum Drehen der Schleifmaschine benutzt. Durch Einmüthigkeit der Kollegen wurden schon verschiedene Mängel das Theater Alt- Berlin" fand sein Vorbild im Theater beseitigt und so kam die Referentin zu dem Schluß, daß aus der Die Redaktion des Vorwärts" bebauert, wie Genosse Timm Alt- Wien". Gewiß, man soll brauchbare Einfälle benügen, Blüthenlese von Mißständen, die bei weitem noch nicht erschöpft nicht unbekannt sein dürfte, den Zwiespalt unter den Schneidern wo man kann. Was will man schließlich thun, wenn jede sei, auch für die Arbeiterinnen sich die Nothwendigkeit ergebe, und sieht hierin blos einen Vortheil für die Unternehmer. Sie eigene schöpferische Kraft versagt? Daß man aber in allem, zunächst der Organisation, dem Verband aller in Buchbindereien, hat es nie unterlassen, daß Uebermaß von Organisationen, das nur was Glanz und Farbe der Ausstellung bedeutet, so un- Album- und Lederwaaren- Fabriken 2c. beschäftigten Arbeiter zur Desorganisation führt, zu tadeln. Wie uns von zuverlässiger fruchtbar blieb und seinen Ehrgeiz höchstens darin sucht, und Arbeiterinnen" beizutreten.( Großer Beifall.) In der Dis Seite berichtet wird, plant man in maßgebenden gewerkschaftlichen die vorhanden gewesenen Muster an Massigkeit zu über- tussion wurden die Ausführungen der Frau Greifenberg Kreisen den Versuch, der Zerfahrenheit unter den Berliner noch verschiedentlich ergänzt. Ein Redner bezeichnete die Schneidern ein Ende zu machen. Bei den Schneidern und bieten; auch das ist symptomatisch für das ganze Unter- Arbeitsstube seines Prinzipals als die reine Menagerie; der Schneiderinnen, die sich bewußt sind, daß Organisationen keine nehmen, das als Volksschöpfung geplant war und heute Fabrikant züchtet Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Tauben Spielerei sind, sondern den Zweck haben, die Lage der Arbeiter den Tamtamschlägern der Berliner Bourgeoisie und Hoch- und sonstiges Viehzeug, und da er es recht bequem haben will, zu verbessern, werden diese Bestrebungen nicht auf Schwierigs finanz preisgegeben ist. Alpha, sperrt er dieses zu seinen Arbeitern. Ob diese durch den fürchter- keiten stoßen können. " " " = J. A. der Lohntommission. M. Emmerich, Schönhauser Allee 174. 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September, abends 72 Uhr, im großen Saale des ,, Englischen Garten", Aleranderstr. 27c, 1: Versammlung. Vortrag des Genoffen Waldeck Manasse über: Glaube und Wissen". Nachdem Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren sehr willkommen. Nach dem Vortrag er Der Vorstand. halten nur noch Mitglieder Zutritt. 55/13 Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen.( Zahlstelle Berlin.) Mitglieder- Derlammlung am Montag, den 30. September, abends S/ 2 Uhr, im Lokale, Annenstraße 16. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein:„ Die moderne Gesundheits71/6 pflege und das Proletariat." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste, sowie unsere Berufsgenossen stets Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Brauerei Friedrichshain( früher Lips) Vor dem Königsthor. Vor dem Königsthor. Sonnabend, den 5. Oktober 1895: Gardinen ..Süd- Ost 66 Vereinshaus, Waldemarstraße 75. Restaurant ( Speisen à la carte) mit Billard und Kegelbahn. Saal ( 500 Personen fassend) und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. Jeden Sonntag: Grosser Ball bei guter Musik. Anfang 4 Uhr.[ 2974L*] Hermann Brüder. denkbar grösste Auswahl Wegen ganz enormer Miethssteigerung in den neuesten Mustern zu bekannt billig. Preisen. Reste zu 1, 2 bis 4 Fenster passend bedeutend unter Preis. Carl Schloss, Waarenhaus ,, Süd- Ost", verlege ich mein bisher Annenstr. 42( City- Passage) belegenes Weiß- u. Bairisch- Bierlokal nebst Destillation nach Rixdorf, Hermannstr. 53, Ecke Herfurthstraße.[ 32892* Ich bitte meine werthen Gäste, daß mir entgegengebrachte Wohlwollen auch ferner zu bewahren. Achtungsvoll Wilhelm Artner, Schankwirth. Kaiser Wilhelmstraße 18 M, 22. Vaicmer- Strasse 22, R. Buske( seefeld) 2. Ging. Grenadierstraße 33. Grünauerstr. 1, a. Görlizer Bahnh. 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Vereinszimmer für 30-100 Personen, sowie der große Saal bis 1000 Per: fonen fassend sind unentgeltlich an Vereine zu vergeben. 3341L* Gleichzeitig empfehle ich mein Tages- Restaurant ſowie meinen Landsberger Allee 40-41. Elysium Landsberger Allee 40-41. großen Frühstücks-, Mittags- und Sonnabend, den 5. Oktober 1895: Zehntes Stiftungsfest der Bereinigung aller in der Schmiederei beschäftigten Bersonen, arrangirt von den Mitgliedern der Filiale Berlin Ost, unter gütiger Mitwirkung der Arbeiter Gesangvereine: der Kupferschmiede, Ihn'scher Humor, Berliner Kürschner und Liedes- Echo( fämmtlich Mitglieder des Arbeiter Sängerbundes) unter Leitung des Dirigenten Herrn E. Beutner. Festrede, gehalten vom Stadtverordneten G. Tempel. Während der Kaffeepause: Humoristische Vorträge. Anfang 8 Uhr. Billets: Herren 50, Damen 25 Pi. Arbeitslose Mitglieder erhalten freien Gintritt. Um recht zahlreichen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. Billets sind bei allen Vorstandsmitgliedern sowie in allen mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. 176/3 Louis Keller's Festsäle, Roppenstraße 29. Sonnabend, den 5. Oktober, abends 81/2 Uhr: 4. Stiftungsfest bes Verbandes aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäft. Hilfsarbeiter Berlins u. Umgegend. Concert- Gefang- Prolog- Ball. 99 Zur Aufführung gelangt: Vor 25 Jahren", dargestellt in vier lebenden Bildern vom Verein für volksthümliche Kunst( Mitgl. des B. d. g. A.-V.). 1. Bild: Der Abschied. 2. Bild: Die Heimkehr. 3. Bild: Der Empfang. 4. Bild: Die Verbrüderung. Festrede, gehalten vom Genoffen Adolf Hoffmann. Die Gesänge werden vom Gesangverein Liederlust( Mitglied des A..S.- B.) unter Leitung seines Dirigenten Herrn Pieth ausgeführt. Die Concert- und Ballmusik wird von einer 40 Mann starken Kapelle der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusifer unter Leitung des Herrn Gustav Graß ausgeführt. Festzeitung am Eingang gratis. Mitglieder und deren Damen frei, Gäste 50 Pf.( mit Tanz). Eintrittsfarten sind zu haben im Bureau Neue Grünstr. 10( Telephon: Amt I 810), sowie in allen Zahlstellen. 75/7 Gardinen- Dampfwäscherei von G. Pittack Köpenickerstr. 33a. Telephon: Amt VII 3294. Gardinen aller Art werden in einigen Tagen wie nen hergestellt und Abendtisch zu soliden Preisen. Neu! Neu! Cösliner Hof Wedding Cöslinerstr. 8 wedding Jeden Sonntag: Grosser Ball. Grösster und schönster Saal des Nordens( 1000-1500 Personen) mit sehr gr. Orchester. Anf. 4 Uhr. Ende 1 Uhr. Für Vereine stehen noch einige Sonnabende zur Verfügung. Die Direktion. Buss' Ballsäle, Sonntag, den 29. September 1895: Grosser Doppel- Revanche Ringkampf, 9 Uhr, zwischen Forre Rabason, gen. der Teufel von Brüssel, und H. Niemann, Champion aus Hamburg, in 3 Gängen 2 entscheidend, zwischen dem Preisringer Otto WiesnerWeißensee. Sensationell! 6 Uhr. Sensationell! Menschenkraft gegen Pferdekraft. Forre Rabason läßt sich an jedem Arm ein Pferd spannen, dieselben sind nicht im stande, die Arme des Athleten loszuziehen. Treptow. Treptow. Ausschank der Bock- Brauerei, Köpenicker Landstraße. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. 4/10 Ltr. 15 Pf. ff. Lagerbier 10: 10 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. Alte Taverne" Stralau, Dorfstraße 25, Dampferstation. 14 Jed. Sonntag, Dienstag, Freitag: Gr. FreiKonzert u. Tanz. Gr. schatt. Garten. Saal mit Bühne, 500 Perf. fassend. Kaffeeküche. Chr Schröder. Cöpenick. Gasthof zum goldenen Hirsch" 3334L* empfiehlt sein Weiß- und Bairisch Bierlokal Friedrichshagenerir. Nr. 1, A. Dalbritz. Köpenid W. Gaerisch's Restaurant 33352* empfiehlt den Vereinen und Gesellschaften sein Weiß- und Bairischbier- Lokal zur gefälligen Benuhung. Britz A. Bethge's Concert- und Theaterpark. Jed. Sonntag: Gr. Garten- Konzert. TheaterChauffecr. 39. Vorstellung. Ball im großen Saale. Entree für Erwachsene 15 Bf., Kinder 10 Pf. 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Jahrg. in anstalt vorhandenen Orts-, Betriebs-, Bau- und Innungs- Krankenfassen, Knappschaftskassen, Seemannskassen gewählt, so zwar, daß die Vertreter der Gewerbe- Inhaber die eine, die Arbeiter die Da die Die Zahl der Vertreter muß der Zahl der von den Be- andere Kategorie der Ausschußmitglieder wählen. triebsunternehmern in den Vorstand der Sektion, beziehungs- Funktionen des Ausschusses sehr weitgehend sind, derselbe hat weise der Genossenschaft gewählten Mitglieder gleich sein." unter anderem das Statut der Versicherungsanstalt zu beschließen, Man hat mit recht darauf hingewiesen, daß die soziale FürDie Art und Weise, wie die Wahl zum Schieds: daß seinerseits die Zusammensetzung des Vorstandes regelt, die forge, wie sie besonders in den Arbeiter Versicherungsgefeßen gerichts- Beisitzer vollzogen wird, ist durch den§ 42 des U.-W.-G. Publikationsorgane nominirt, die Zahl der Schiedsgerichts. hat ferner Die Bei zum Ausdruck kommt, dem flarren Prinzip des" Gehenlassens" geregelt. Hiernach bildet der Bezirk einer Genossenschafts- Beisitzenden bestimmt; derselbe unheilbare Wunden geschlagen hat. Die ganze soziale Gesetzgebung Sektion bezw. einer Genossenschaft einen Wahlkreis, in der die fizer Schiedsgerichte zu wählen, die Geschäftsdes Vorstandes bedeutet eine Konzession an den Sozialismus, wenn sich auch die Vorstände derjenigen Drts, Betriebs( Fabriks-) und führung aut überwachen 2C. so die daß nur soziale Gesetzgebung, rein äußerlich betrachtet, nur als ein Geschenk der Innungskrankenkassen, die in diesem Bezirk ihren Siz haben, ist es flar, erlesene Männer ganz mitleidigen" Kapitalistentlasse an die Arbeiter darstellt, und wahlberechtigt sind. Ausgeschlossen sind jedoch die Vertreter Ausschüsse der Versicherungsanstalten hineingewählt werden wenn sowohl in den Leistungen der sozialen Gesetzgebung als der Gewerbeinhaber in den Vorständen der Krankenkassen, und dürften. Da die Wahl der genannten Ausschußmitglieder aber auch in der Organisation ihrer Rechts- Institutionen diese Fiktion Voraussetzung für die Wahlberechtigung der betreffenden ebenfalls ausschließlich von den Krankenkassen- Vorständen geimmer mehrfach unterstrichen wird. Der Arbeiter hat jedoch Krankenkassen- Vorstände ist, daß den betreffenden Kassen schieht, so ist bei der Wahl dieser der Anfang zu machen. natürlich nicht den geringsten Anlaß, seinerseits diese mindestens 10 Mitglieder angehören, die int Betrieben Gar mancher zielbewußte Arbeiter hält es vielleicht Fiktion aufrecht zu halten, er hat vielmehr die Pflicht, der Genossenschaftsmitglieder werden. beschäftigt Die für eine kleinliche und untergeordnete Bethätigung seiner mit aller Schärfe den sozialistischen Kern der Versicherungs- Wahl selbst erfolgt in den einzelnen Kassen unter Leitung Emanzipationsbestrebungen, an den Vorstandswahlen der KrankenGesetzgebung zu betonen und den Geist der sozialen Geseze durch des Vorsitzenden des Vorstandes und unter Benutzung tassen theilzunehmen, aber seine Theilnahme hier hat eine die thatkräftige Ausnutzung seiner Nechte in der Organisation eines Wahlzettels, der jeder Vorstandschaft der bezeichneten mindestens ebenso einschneidende Bedeutung als seine Theilnahme ihrer Institutionen zu beleben, um die soziale Fürsorge" zum Kassen von dem Leiter der Wahl( Regierungsbeamten) zugestellt an Kommunalwahlen 2c. Wohl sind die sozialen Gesetze in jeder Schuß des Schwachen nicht zu einer bloßen Farce herabsinken wird und an diesen nach erfolgter Wahl wieder zurückzusenden Beziehung unzulänglich, aber daß wenigstens im Rahmen dieser zu lassen. Weniger bei der Krankenversicherung als bei der ift."- Die Wählbarkeit beschränkt sich auf männliche großjährige Gesetze alles gethan werde, was geleistet werden kann, daß Unfalls und Altersversicherung ist dies aber thatsächlich auf grund des U.-V.-G. versicherungspflichtige Kaffenmitglieder, in zwar bescheidener, aber doch nicht gänzlich unbedeutender Weise bereits der Fall. Wir haben Urtheile von Schiedsgerichten die in Betrieben der Genossenschaftsmitglieder und im an der Hebung der Klassenlage der Arbeiter gearbeitet werden kann, erlebt, die dem Geist der Unfallversicherung geradezu ins Gesicht Bezirk der Sektion bezw. der Genossenschaft beschäftigt sind, daran muß jeder zielbewußte Arbeiter denken, wenn es sich um set, lagen, Urtheilssprüche, die nicht zu stande hätten fommen fich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befinden und die Wahlen zu den Krankenkassen- Borständen handelt. Mag der fönnen, wenn die Arbeitervertreter der in Frage kommenden nicht durch richterliche Anordnung in der Verfügung dadurch erzielte Nutzen auch noch so geringfügig sein, jedenEchiedsgerichte energisch genug den rein fapitalistischen Interessen über ihr Vermögen beschränkt sind. Es ist jedoch nicht falls ist der Schaden, der eventuell durch seine Indolenz entder Unternehmerbeifizer entgegen getreten wären, und wenn nöthig, daß jede Vorstandschaft nur mit stehen fann, unberechenbar groß. Schon diesen Schaden verhütet sie andererseits den Vorsitzenden des Schiedsgerichtes, gli ed er der eigenen Krankentasse zu wählen zu haben, ist soziale Realpolitit. der den gewerblichen Verhältnissen doch mehr oder habe. Dieser Punkt scheint auf den ersten Blick von nur geweniger als Laie gegenübersteht, die nöthigen thatsächlichen ringer Bedeutung, aber doch wird durch die Wahl von VerAustlärungen gegeben hätten. Der Grund, weshalb dies nicht tretern nur aus der eigenen Kasse bewirkt, daß schließlich nur Soziale Rechtspflege. geschehen ist, ist darin zu erblicken, daß in zahlreichen Fällen die großen Kassen und naturgemäß in erster Linie die großen Gewerbegericht. Wiederum hat die Kammer 6 unter dem gerade solche Arbeitervertreter in den Schiedsgerichten fitzen, die Betriebs Krankenkassen in die Arbeitervertreterschaft hineinBetriebs- Krankenkassen Lieb Rind" bei ihren Unternehmern sind, und daß die Arbeiter gewählt werden. Sitzt dann schließlich der eigene Unternehmer Vorsitz des Herrn Assessor Unger mit der bisher geübten Praxis schaft selbst, aus Indifferentismus oder aus Untenntniß, mit dem Arbeiter in einem Schiedsgericht, so kann man sich leicht gebrochen. Und zwar betrifft es diesmal die Frage der Zuständigkeit hinsichtlich derjenigen Dienstmädchen, die der ihr zuſtehenden Rechte, nicht für eine Vertretung eine Vorstellung von der Unparteilichkeit der Schiedssprüche auch im Gewerbebetrieb ihrer Dienstherren verwendet werden. durch zielbewußte Arbeiter Gorge trägt. Die im ganzen machen. recht guten Erfahrungen, die mit den Gewerbegerichten Die aus der oben beschriebenen Wahl hervorgegangene Ar- Bisher hat das Gericht, und speziell die gerade hierbei hauptgemacht worden sind, zeigen, daß auch die Unternehmer- beitervertreterschaft wählt dann ihrerseits die Arbeiterbeifiter des fächlich in Frage kommende Kammer 6 unter dem Vorsitz des beisiger der Belehrung durch die Arbeiter nicht durchweg unzu- Schiedsgerichts, das für jede Genossenschaft bezw. jede Sektion Assessors Leo in ständiger Praxis an der Auffassung festgehalten, gänglich sind, wenn die Arbeiterbeisiger nur das nöthige Ver- errichtet wird; die Wahl dazu erfolgt am Drt des Schieds- daß Dienstboten dann als Gewerbegehilfinnen zu betrachten ständniß, aber auch Energie und guten Willen besigen, den gerichtes, wohin die Arbeitervertreter berufen werden, unter seien, wenn zu ihren fortlaufenden, sich täglich wiederholenden Obliegenheiten auch die Verrichtung von solchen Arbeiten geden Arbeitern gewährten Rechten Geltung zu verschaffen. Vorsitz eines Regierungsvertreters. Die den Arbeitern in bezug auf ihre Vertreterschaft zu- Weiterhin aber ist die genannte Arbeitervertreterschaft, indem hörte, die im Intereffe des Gewerbebetriebes Davon ist nun die gegestandenen Rechte sind freilich so verklausulirt, die einschlägigen hier das Reich einen einzigen Wahlbezirk bildet, der Wahl- des Arbeitgebers auszuführen waren. Gesetzesbestimmungen sind so unklar abgefaßt, daß es gar fein förper für zwei nichtständige Mitglieder des Reichs- Versicherungs- nannte Kammer am 26. September in der Entscheidung abge= Wunder nehmen kann, wenn die Mehrzahl der Arbeiter sich amtes. In derselben Weise werden die nichtständigen Mitglieder gangen, durch welche die Klage des sogenannten Dienstmädchens in absoluter Unkenntniß über die ihnen zustehenden Rechte be- zu den Landes- Versicherungsämtern derjenigen Länder gewählt, P. gegen den Molkereibefizer Schuhmann erledigt wurde. hatte bei Schuhmann die Kühe gemelft, für die ein Landes- Versicherungsamt errichtet ist( Bayern, Sachsen, Klägerin ausgetragen und die erforderlichen häuslichen Am einfachsten liegen die Verhältnisse bei den Kranken- Württemberg, Baden, Hessen, beide Mecklenburg, Reuß ält. Linic. Milch geleistet. Unter folgender Begründung wurde tassen. Wenn diese Verhältnisse auch allgemein bekannt sein Geseßlich unterstehen den Landes Versicherungsämtern nur die dürften, so halten wir es doch für nöthig, darauf näher ein- jenigen Berufsgenossenschaften, die ihren Bereich nicht über die sie wegen Unzuständigkeit abgewiesen: Nicht um eine Gewerbegehilfin handele es sich im vorliegenden Falle, sondern zugehen, weil von der Art der Vertreterschaft in den betreffenden Landesgrenzen hinaus erstrecken.) 11111 eine Person, die häusliche Dienste und daneben Krankenkassen die Art der Vertretung in den Unfalls- u. f. w. Damit es in der ganzen Organisation aber ja nicht an Schiedsgerichten und im Reichs- Versicherungsamt abhängig ist. Buntscheckigkeit fehle, kommt noch die Bestimmung des§ 51 gewerbliche Arbeiten verrichtete. Sie hätte unbeschränkt ihre Für den vorliegenden Zweck kommen nicht in betracht die des Gesetzes betreffend die Unfall- und Krankenversicherung der Arbeitskraft zur Verfügung gestellt und sei mit häuslichen Arfreien Hilfskaffen, es kann also füglich von ihnen hier abgesehen in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Per- beiten nicht nur nebenbei beschäftigt worden, sondern hätte die sonen hinzu, nach welcher für die bezüglichen Schiedsgerichte jeweilig vorkommenden übernommen. Klägerin sei Melkerin und Für die Orts, ebenso für die Fabrik- Krankenkassen ist die zwei dem Arbeiterstande angehörende Personen seitens der Vor- Dienstbote zugleich gewesen. Der Gerichtshof habe sich nun einer: Generalversammlung der Versicherten die höchste Instanz. Die stände derjenigen Orts- und Betriebs- Krankenkassen gewählt Entscheidung des Ober: Landesgerichts München angeschlossen, Generalversammlung wählt den Vorstand, ihr steht die Abnahme werden( in Wahrheit handelt es sich hier leiglich um Gr- wonach in diesem Falle die Beschäftigung als Melferin für under Jahresrechnung, die Verfolgung von Ansprüchen der Kasse nennungen), welche im Bezirk der Genossenschaft bezw. Sektion erheblich zu erachten gewesen sei. Als Dienstmädchen müsse sie gegen Vorstandsmitglieder, die Beschlußfassung über Statuten- ihren Sitz haben, und welchen mindestens 10 in Betrieben der ihren Anspruch vor dem ordentlichen Gericht geltend machen. Das tägliche Zuspättommen eines Hausdieners änderungen zu. Die Generalversammlung besitzt also Rechte von Genossenschaftsmitglieder beschäftigte nach§ 1 des Gesetzes fah das Gericht als beharrliche Verweigerung der demselben obeinschneidender Bedeutung, die zu gunsten oder zu ungunsten versicherte Personen angehören. Befinden sich jedoch der Arbeiter ausgenutzt werden können, je nachdem die General- im Bezirk der Genossenschaft bezw. Settion liegenden Verpflichtungen an und erklärte deshalb unter Ab= versammlung aus zielbewußten Arbeitern oder aus Mit- teine Orts und Orts- und Betriebs- Krantentassen, weisung seiner Lohnentschädigungs Klage, seine ohne vorausläufern zusammengefeßt ist. Die Betheiligung der Kaffen- fo werden die Arbeiter Beisiger furzer gegangene Kündigung erfolgte Entlassung für gesetzlich gerechtmitglieder an Der Generalversammlung müßte demnach Hand von den Vertretungen der betheiligten fertigt. Wie hoch ist die Invalidenrente und wie hoch ist die geradezu eine Ehrenpflicht sein. Die Generalversammlung besteht Gemeinden ernannt. Für das Reichs Versicherungsfinden. werden. M Während rente: +50 X 2 Pf.= +70 X 6 200 X +30 X 13 110 Mart 1" 4 " # 20 Pf. 9 18 " " " 90 " " " +10 X6 + 60 " " " 4 X 6 24 " " Die Arbeiter nun entweder aus sämmtlichen Kassenmitgliedern oder aus Ver- amt werden zwei nichtständige Arbeiter Mitglieder vom Altersrente? Wie vielfache Anfragen beweisen, sind diese tretern, die von den Kassenmitgliedern in geheimer Wahl gewählt Bundesrathe ernannt. In den beiden letzten Fragen noch in weiten Kreisen unbekannt. Wir bringen deshalb sind. Bei Kassen mit mehr als 500 Mitgliedern muß die Fällen ist der Wille der Arbeiterschaft also durchaus nicht die Antworten auf diese Fragen aus dem 7. Heft des Generalversammlung aus gewählten Vertretern bestehen. Die bestimmend für ihre Vertretung in den Schiedsgerichten und im rechts" von Stadthagen mit dem Wunsch zum Abdruck, daß dieweitaus meiste Zahl von Krankenkassen hat aber mehr als 500 Mit- Reichs- Versicherungsamte; wohl aber für die Arbeiter im jenigen, die es angeht, diese Antworten ausschneiden und aufglieder, es ist also flar, welche Bedeutung die Wahl der Vertreter zur Geltungsbereich des Unfallversicherungs- Gesetzes, des Bau- Unfall- bewahren mögen. Wie hoch ist die Invalidenrente? Generalversammlung haben muß. Wie vorsichtig bei der Wahl dieser versicherungs Gesetzes und des See Unfallversicherungs- Die Höhe der Invalidenrente richtet sich nach der Anzahl und Vertreterschaft vorgegangen werden muß, erhellt am besten daraus, Gesetzes. im Bereich des letztgenannten der Höhe der geleisteten Beiträge. Sie wird in folgender Weise daß die Gewerbe- Juhaber das Recht haben, bis zu einem Drittel Gesetzes die Versicherten oder befahrenen Schifffahrts: berechnet: Zu einer Summe von 110 M. werden soviel mal der Stimmen in der Generalversammlung und ebenso im kundigen die Beisitzer zum Schiedsgerichte direkt wählen 2, 6, 9 oder 13 Pf. addirt, als in der I., II., III. oder IV. LohnVorstande durch ihre eigenen Vertreter für sich in Anspruch und die Schiedsgerichts- Beisitzer zwei nichtständige Mit- flaffe Beiträge entrichtet sind. Ferner wird die Wochenzahl zu nehmen. Besteht dann auch nur ein Bruchtheil der Arbeiter: glieder des Reichs- Versicherungsamtes wählen, sind in allen der Zeit, innerhalb welcher der Juvalide bescheinigte Krankheiten Vertreterschaft aus Indifferenten oder gar aus solchen In übrigen Fällen die Vorstände der Krankenkassen die Wahlorgane. oder militärische Dienstleistungen nachweist, mit 6 Pf. multidividuen, die für ihre Unternehmer durch Dick und Erinnert man sich aber der Thatsache, daß zahllose Arbeiter von plizirt und der Summe zugefügt. Beispiel: Es wird Jemand Dünn gehen, so ist die betreffende Krankenkasse voll- den Arbeiter- Versicherungsgesehen kaum einen leisen Schimmer Invalide, der insgesammt 50 Beiträge in Lohnklasse I, ständig dem Unternehmerthum preisgegeben. Denn in haben, wird man erkennen, mit welcher Vorsicht die Arbeiter zu 70 in Lohnklasse II, 200 in Lohnklasse III, 30 Wochen in Der Generalversammlung haben dann die zielbewußten Weike gehen müssen, um in die Krankenkassen- Vorstände Personen Lohnflaffe IV gesteuert hat und 10 Wochen lang trank, 4 Wochen Arbeiter nicht Macht genug, um offenbar arbeitsfeindlichen Be- hineinzuwählen, die energisch und gewissenhaft die Rechte der zum Militärdienst eingezogen war. Dann beträgt die Invalidens schlüssen des Vorstandes oder auch der Generalversammlung die Arbeiterschaft zu wahren bereit sind. Epiße zu bieten. Ohne hier auf die Frage der freien Hilfs- Auch zur Theilnahme an den Unfall- Untersuchungsverhandtassen näher eingehen zu wollen, erscheint uns doch unter diesem lungen sind Vertreter der Arbeiter nach§ 45 des Gesetzes beGesichtspunkte die Thatsache erklärlich, daß bei dem Schwer- rufen. Es sind aber nicht dieselben Vertreter, die in den punkte, der ursprünglich zunächst auf die freien Schiedsgerichten, bei dem Erlaß der Unfall- Verhütungsvorschriften Hilfskaffen gelegt worden war, so viele und dem Reichs- Versicherungsamt zu funktioniren haben. Zur Fabrik und Orts Krantentassen zur Domäne des Theilnahme an den Unfall Untersuchungsverhandlungen Unternehmerthums geworden sind, in denen der Arbeiter nichts werden vielmehr besondere Vertreter( Bevollmächtigte der ,, tau seggen het". Bei der Gemeinde- Krankenversicherung, die Krankenkassen) gewählt, deren Wahl in mehrfacher Hinsicht der der Zahl nach unmittelbar hinter den Orts- Krankenkassen rangirt, von Wahl der für die sonstigen Funktionen hat der versicherte Arbeiter überhaupt nicht mitzureden. gewählten Vertreter abweicht. Die Abweichungen bestehen in 3Wie hoch ist die Altersrente? Die Höhe der Die Gefahren, die aus der Indifferenz der Mitglieder bei besondere in folgendem: Wahlberechtigt sind hier die Vorstände der Wahl zu den Kassenvorständen, bezw. zu den Vertretern für aller Kategorien von Krankenkassen einschließlich der Altersrente richtet sich nach der Anzahl und der Höhe der gedie Generalversammlung entspringen, wirken aber nicht blos Hilfstassen ohne Beitrittszwang, sofern sie den An- leisteten Beiträge. Sie wird in folgender Weise berechnet: zu innerhalb der Krankentasse, sondern darüber hinaus: bei der sprüchen des Krankenversicherungs- Gesetzes entsprechen; wählbar einer Summe von 50 M. werden so viel mal 4, 6, 8 oder Unfall, Altersund Invalidenversicherung und bis zu einem sind in diesem Falle auch die Mitglieder von Hilfskassen; die 10 Pf. addirt, als in der I., II., III. oder IV. Lohntlasse Beigewissen Grade selbst im Reichs- Versicherungsamte noch. Seinen Wahlperiode beträgt zwei Jahre, während sie in den anderen träge entrichtet sind.*) Beispiel: Es begehrt jemand Altersrente, Grund hat dies darin, daß das Gesetz nur eine einzige Fällen vier Jahre beträgt; die Wahl erfolgt weiter nur der 100 Wochen zu Lohuklasse I, 1200 Wochen zu Lohnklasse II, Art der Arbeiterorganisation, nämlich die Krankenkassen die für den Bezirk einer oder mehrerer Ortspolizeibehörden; 10 Wochen zu Lohntlasse III, 95 Wochen zu Lohntlasse IV ge freien Hilfskaffen natürlich ausgeschlossen respektirt. jede wahlberechtigte Kasse wählt hier ihre Bevollmächsteuert hat und 5 Wochen Krankheit nachweist. Dann beträgt In allen den aufgeführten Institutionen sollen gesetzlich in tigten nur für Unfalluntersuchungen bei Verlegung ihrer dessen Altersrente: den Schiedsgerichten bezw. bei dem Reichs- Versicherungsamte eigenen Kassenmitglieder. Kassen mit weniger als zehn verunter der Kategorie der nichtständigen Mitglieder, die Hälfte der sicherten Mitgliedern, sowie auch Gemeinde- Krankenversicherung Mitglieder aus Gewerbe- Juhabern, die andere Hälfte aus sind auch hier nicht wahlberechtigt. Wie wichtig die Theilnahme von Arbeitervertretern bei UnArbeitern bestehen. Uns interessirt hier die Wahl der Unternehmer- Beisitzer nicht, desto mehr aber die Wahl der Arbeiter- fall- Untersuchungsverhandlungen ist, braucht wohl nicht erst noch Beifizer. besonders hervorgehoben zu werden. Zunächst fommt§ 41 des Unfallversicherungs- Gesetzes( bezw. die korrespondirenden§§ 49 des Landwirthschaftl. Unfallgesetzes, 35 des Bau Unfallversicherungs Gesetzes, 49 des See- Unfallversicherungs- Gefeßes) in betracht. # § 41 des Unfallversicherungs- Gesetzes lautet: 3um Zweck der Wahl von Beisitzern zum Schiedsgericht, der Begut achtung der zur Verhütung von Unfällen zu erlassenden Vorschriften und der Theilnahme an der Wahl zweier nicht ständiger Mitglieder des Reichs- Versicherungsamtes werden für V also: 131 Mart 94 Pf. Ist der Jnvalide Ausländer, so kann er mit dem dreifachen Betrag der Jahresrente abgefunden werden. 50 Mart +100 X 4 Pf. +1200 X 6 " = 72 " " 10 8 " " 80 Pf. 95 10 9 50 " " + 5 X 6 " " " 30 136 Mart 60 Pf. Bereits bei den Schiedsgerichten können verständige Arbeiter- Beisitzer außerordentlich segensreich wirken, noch wichtiger Für alle diejenigen, die vor dem 1. Januar 1851 geboren aber ist ihre Thätigkeit in den Versicherungsanstalten, sind, ist eine Abweichung von dieser Art der Berechnung erforderlich, wo sie als Verwaltungsbeamte einen bestimmten Einfluß auf die weil seit dem 1. 1. 1891( dem Tage des Inkrafttretens des Organisation derselben haben. *) Höchstens werden aber 1410 Beiträge angerechnet. Hat Für jede Versicherungsanstalt wird nach§ 48 des Invaliditätsund Altersversicherungs- Gesetzes ein Ausschuß gebildet, der aus der Versicherte mehr Beiträge geleistet, fo tommen so viel mindestens je 5 Unternehmern und 5 Arbeitern bestehen muß. Diese von den Beiträgen zur niedrigsten Lohnklasse in Wegfall, als Vertreter werden von den Vorständen der im Bezirke der Versicherungs- 1410 überschritten ist. -V Gesetzes) 1410 Beitragswochen noch nicht geleistet sein können. die Noth dazu getrieben, oder aus Unkenntniß darüber, was zu zur Kenntniß. 5. Anträge der Freien Vereinigung von Drts. 1 Es wird bei der Berechnung dieser Renten wiederum geschieden seiner Wiederherstellung erforderlich sei, durch mehr oder minder Krankenkassen in Elsaß- Lothringen: a) Einführung einer Kontrolle zwischen solchen, die vor und solchen, die nach dem 1. 1. 1831 anstrengende Arbeit einen Tagelohn verdienen sollte, der mit der durch die Regierung für die versicherungspflichtigen Mitglieder. geboren find. Schätzung nicht im Einklang zu stehen scheine. Selbstverständlich b) Aufhebung der Betriebs- Krankenkassen und Befreiungen. c) AusBei der Berechnung der Altersrenten für die vor dem werde mit dem Schwinden der Lungenaffektion eine bedeutende dehnung der Versicherungspflicht auf versicherungspflichtige Mit1831 Geborenen find folgende Grundsätze maßgebend. Zunächst Besserung eintreten. Das Reichs Versicherungsamt entschied glieder, welche freien Hilfskassen angehören. 6. Antrag der Freien kommen 50 M. und die nach dem 1. 1. 1891 geleisteten Beiträge zu gunsten des Klägers infolge dieses, in mancher Beziehung höchst Vereinigung von Krankenkassen im Regierungsbezirk Wiesbaden: in derselben Art wie oben angegeben in Anrechnung. Dann zutreffenden Gutachtens, jedoch wurden dem Kläger nicht 75 pCt., Die Versammlung wolle beschließen, bei dem Reichstag vorstellig tommt der an 1410 Wochen fehlende Rest nach dem durchschnitt- sondern nur 20 pCt. zugesprochen. Handelte es sich doch nur zu werden, daß die Worte des§ 46 K.-V.-G., innerhalb des Belichen Jahresarbeitsverdienst der 141 Wochen in Anrechnung, die um den Rekurs gegen ein Urtheil, das 10 pet. für angemessen zirks einer Aufsichtsbehörde, gestrichen werden. 7. Anträge der der Versicherte als vor dem 1. 1. 1891 versicherungspflichtige nach erklärte, und um die Entscheidung der Frage, ob seit dem Freien Bereinigung von Orts- Krankenkassen in Rheinland- Westgewiesen hat. Beispiel: Schultz ist am 1. Oktober 1825 geboren. Für rechtsträftig gewordenen Bescheid der Genossenschaft, falen: a) Streichung des§ 4 der Satzungen; b) Stellungnahme 1: ihn sind seit dem 1. 1. 1891 geklebt: 200 Marken für die der 20 Prozent festsetzte, eine Besserung im Bu zur freien Aerztewahl. Lohutlasse I, 10 für die Lohnklaffe II und 40 für die Lohn- stande des Klägers eingetreten war, welche die Herab- Am 27. September wurde der Vorsitzende des Zentralver klasse III. Der Durchschnitts Jahresarbeitsverdienst für die sehung auf 10 pet. rechtfertigte. Das Rekursgericht ver- bandes von Ortskrankenkassen im Deutschen Reiche, Verlags141 Wochen, die er als versicherungspflichtige vor dem 1. 1. 1891 mochte eben eine solche Besserung nicht einzusehen. Der Kläger buchhändler Schnegelberger in Wiesbaden, im Auftrage nachgewiesen hat, betrage 700 t.( also Lohnklasse III). Reichskanzlers, Fürsten Dann hätte im vorliegenden Falle nicht nur den Instanzenweg gegen des zu Hohenlohe, Don würde Schulz 250 Wochen für die Zeit nach dem 1. 1. 1891 die Genossenschaft beschreiten dürfen, sondern hätte auch bei der Unterstaats- Sekretär im Reichsamt des Innern, Dr. nachgewiesen haben; für ihn fämen also 1410 250 1160 Berufsgenossenschaft beantragen müssen, sich zu der Verschlechte von Rottenburg, und heute von dem Präsidenten Wochen für die Zeit vor dem 1. Januar 1891, und zwar zur rung seines Zustandes der Veränderung in den Verhält- des Reichs Versicherungsamtes, Dr. Bödiker, empfangen Lohntlasse III, in Anrechnung. Demnach beträgt die Nente des nissen 2c. in einem Bescheide zu äußern. zwecks Ueberreichung und Erörterung zweier Petitionen des geSchult: nannten Verbandes. Die eine derselben betrifft das KrankenVersicherungsgeseß, die andere die Novelle zum Unfall- Versiche rungsgesetz. Beide Eingaben sind gleichzeitig dem Reichstage zu gegangen. = 50 Mart 8 " " " 60 Pf. 3 20 # " " 92 80 " " " +200 X 4 Pf. + 10 X 6 + 40 × 8 +1160 X 8 +282 x 4 Pf. +188 +94 ++ 423 " 154 Mart 60 Pf. 50 Mark 11" 28 Pj. 11 28 " " 7 52 " " 16 92 " " " = 16 92 " " = 11 28 " " " Gerichts- Beitung. " M dem Ein bemerkenswerther Majestätsbeleidigungsprozeß wurde am 27. September vor dem vierten Straffenate des ReichsAmerikanische Seumaschinen- Statistif. Der deutsche wie gerichts verhandelt. Vom Landgericht Breslau ist am 16. Mai der englische Buchdruckergehilfen Verband Amerika's haben vor der Redakteur der Volkswacht", unser Parteigenoffe Emil furzem eine Statistik über die Eehmaschinen und die Verhältnisse Bei der Berechnung der Altersrenten für die zwischen dem neukirch, wegen Majestätsbeleidigung zu 2 Monaten Ge- des an diesen beschäftigten Personals in Angriff genommen, die 1. 1. 1831 und 31. 12. 1850 Geborenen find folgende Grundsäße, unter der verantwortlichen Redaktion des Angeklagten im März Druckereien vor, die über die in deutschen Anstalten vorhandenen fängniß verurtheilt worden. Inkriminirt war ein Artikel, der jetzt beendet ist. Vorerst liegen die Resultate über die englischen die von den eben angegebenen etwas abweichen, maßgebend. Bu nächst kommen gleichfalls 50 M, und die nach dem 1. 1. 1891 dieses Jahres in der„ Volkswacht" erschienen war. Derselbe Maschinen und ihr Personal werden später veröffentlicht. Von geleisteten Beiträge, so wie oben angegeben, in Anrechnung, entstammte dem„ Vorwärts" und führte die Ueberschrift: Wie 304 Zweigvereinen, die der englische Gehilfenverband umfaßt, Dann kommt der an 1410 Wochen fehlende Rest nach dem Ver- man Sozialisten verurtheilt." Erzählt wurde darin, daß ein haben 289 Berichte eingesandt; von 15 waren solche nicht zu erhältniß der Zahl der in den einzelnen Lohntlassen seit 1891 ent- Genosse P. in Sachsen wegen Majestätsbeleidigung zu sechs langen; leider ist New- York darunter, wo allein gegen 300 Setrichteten Beiträge in Anrechnung. Beispiel: Müller ist am Monaten Gefängniß verurtheilt worden sei. Der Artikel maschinen in Betrieb sein dürften; die anderen 14 fehlenden Zweig1. Oftober 1882 geboren. Für ihn find seit dem 1. 1. 1891: follte zum Beweise dafür dienen, daß man auch ganz gut ohne vereine sind ohne Bedeutung. Von den 289 berichtenden Städten 282 Marken der Lohnklasse I, 188 der Lohuklaffe II und 94 der die Umsturzvorlage, die damals lebhaft diskutirt wurde, aus- baben in 155 die Setzmaschinen ihren Einzug gehalten. Ihre Lohnklasse III, insgesammt also 564 Marken geklebt. Dann sind kommen könne. Das Landgericht Breslau erblickte in der Wieder- Bahl beträgt 2094; an ihnen sind 2327 männliche und 145 weibfür die Zeit vor dem 1. 1. 1891: 1410 564= 846 Marfen gabe der von dem betr. sächsischen Gerichte als Majestäts- liche Operators" beschäftigt. Von den letzteren gehört die knappe zu rechnen, und zwar, da 282 31 188 zu 94 sich wie beleidigung angesehene Aeußerung gleichfalls eine Beleidigung Sälfte( 71) zur Union( Gewerkschaft); von den männlichen 3/6 zu 2/6 zu 1/6 verhalten, für Lohutlasse I 423, für Lohntasse II des Kaisers und verurtheilte den Angeklagten Neukirch zu der Maschinensegern gehören 2260 der Gewerkschaft an und nur 67 weil es in ihm als verantwortlich stehen ihr fern. Die große Mehrheit der Maschinenseher steht 282 und für Lohntlaffe III 141 Marken. Demnach beträgt die angegebenen Strafe, zeichnendem Redakteur den Thäter erblickte. Altersrente für Müller: Besondere im Wochenlohn, , nur in 30 Städten wird berechnet, und in Umstände, welche feine Thäterschaft ausschlössen, fo 17 Städten gilt der Stundenlohn( 1,60 m. bis 2,20 m. per hieß es in dem Urtheil, lägen nicht vor. Der An Stunde). Die höchsten Wochenlöhne, nämlich 30 Dollars( sirfa getlagte hatte nämlich behauptet, er habe den Artikel erst 120 m.) per Woche von 48 Stunden, werden im Staate zu Gesicht bekommen, als er schon in der„ Volkswacht" erschienen Montana gezahlt, wo die Lebenshaltung sehr theuer ist. In war; an dem Tage, der in Frage komme, sei er durch die Re- New York und San Francisco beträgt der Wochenlohn für daktion der Wochennummer der, Bolkswacht" so sehr in Anspruch 48 Stunden 108 resp. 96 M. Die niedrigsten Wochenlöhne zahlt genommen worden, daß er sich mit dem eigentlichen Blatte nicht Canton, D.( 44 M. für 53 Ston.). Jm Berechnen( Atford) differiren babe beschäftigen fönnen. Als widerlegt hat das Gericht diese die Sagpreise zwischen 40 und 68 Pf. per 1000 Buchstaben. Behauptung nicht angesehen. In der Revision rügte der Die Arbeitszeit beträgt zumeist 48 Stunden, doch sind auch Angeklagte Verlegung des Strafgesetzes. In dem inkriminirten einige kleinere Städte mit 60 Stunden verzeichnet. Eine Reihe Artikel habe man es mit einer vielleicht scharfen, aber von Orten, wie Boston, Baltimore, Louisville, haben 42stündige Kritik zu thun. nicht beleidigenden Der Vertreter Arbeitszeit; von Providence und Fort Worth werden gar nur der Reichsanwaltschaft, Herr Ober- Landesgerichtsrath Heine- 39, respektive 36 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit angegeben. Zurückerstattung auf grund des Klebegesebes mann, erklärte das Urtheil in mancher Beziehung für Im allgemeinen haben die Maschinenseger eine fürzere Arbeitsgeleisteter Beiträge. Wir wiederholen den vielfachen bedenklich. Wenn das Landgericht einfach sage, derzeit als die Handsetzer. Nur Tacana im Staate Washington Anfragen gegenüber eine Darlegung dieser für viele gemachte Vorwurf sei schon für jeden gewöhnlichen macht eine Ausnahme; hier arbeiten die Operators", sämmt wichtigen Frage. Beiträge, die auf grund des Klebegesezes ge- Manu beleidigend, wieviel mehr nicht für den Kaiser, lich Nichtorganisirte, 56 Stunden per Woche, während die der leistet sind, giebt der Staat im allgemeinen nicht zurück. Nur so scheine er allzu sehr zu generalisiren. Das wesent Union angehörigen Handsetzer nur 48 Stunden arbeiten. in drei Fällen wird die Hälfte der für den Versicherten ge- lichste Bedenken rufe aber die Feststellung hervor, daß leisteten Beiträge zurückerstattet, falls mindestens 5 Beitragsjahre der Angeklagte der Thäter sei. Wenn das Gericht dem hindurch( also 235 Wochen hindurch) Beiträge geleistet find( also Angeklagten glaube, daß er den Artikel erst nach dem Erscheinen frühestens vom 25. Juni 1895 ab): zu Gesicht bekommen habe, aber gleichwohl seine Thäterschaft Ju einer Kommunal- Wählerversammlung für den annehme, weil er der verantwortliche Redakteur sei, so liege 7. Kommunal- Wahlbezirk in der Kurfürstenstr. 31 bei hierin ein Widerspruch und man müsse den Verdacht hegen, daß Saß wurde nach einer furzen entsprechenden Einleitung des Gedas Gericht den Plenarbeschluß des Reichsgerichts vom Juni 1891 nossen Antric der Genosse Fris 3ubeil als Kandidat verkannt oder sich zu ihm in Widerspruch gesetzt habe.- Das für den 7. Bezirk ernannt. Die zur Wahlagitation nöthigen Reichsgericht erkannte in Uebereinstimmung mit diesen Aus- Arbeiten übertrug die Versammlung dem Genossen Kleinert. führungen auf Aufhebung des Urtheils und verwies Bum Schluß empfahl Genosse Werner regste Betheiligung an die Sache an das Landgericht zurück. den Sammlungen für Deckung der Wahlagitationskosten. +282 x 6 +1418 125 Mart 20 Pf. Erhält ein Ausländer eine Rente, so kann er mit dem dreifachen Betrag der Jahresrente abgefunden werden, wenn er seinen Wohnsitz in Deutschland aufgiebt. 1. Frauen können die Erstattung verlangen, wenn sie eine Ghe eingehen, bevor sie in den Genuß einer Rente gelangt sind. Der Anspruch muß binnen 3 Monaten nach der Verheirathung geltend gemacht werden. Hat die Heirath am 30. September stattgefunden, so muß also der Antrag spätestens am 30. De zember bei der Behörde eingelaufen sein. Mit der Rückerstattung erlischt der durch die Zahlungen erworbene Anspruch auf Alters- und Invalidenrente. 2. Die Wittwe und, falls eine solche nicht vorhanden ist, die hinterlassenen ehelichen Kinder unter fünfzehn Jahren, haben einen Erstattungsanspruch, wenn der Ehemann, beziehungsweise der Vater, gestorben ist, bevor er in den Genuß einer Rente gelangt ist. Außer diesem Antrag fann gegebenenfalls natürlich auch ein Antrag auf Unfallrente gestellt werden. 3. Einen gleichen Anspruch auf Erstattung der für ihre verstorbene Mutter, die noch nicht in den Genuß einer Rente gelangt war, entrichteten Beiträge haben deren hinterlassene vaterlose Kinder. " Ju der Straffache gegen den Genossen Vogtherr wegen der Rede bei der Beerdigung des Genossen Kohlhardt( welche letztere als eine unangemeldete Versammlung unter freiem Himmel" angesehen werden sollte), ist die gegen das von der Berufungsinstanz gefällte freisprechende Urtheil vom Staatsanwalt eingelegte Revision wieder zurück. genommen worden. = Versammlungen. Bühnenverband Preziosa". Sonntag, den 29. September, nachmittags 5 Uhr, Mariannen üfer 2, Bum.Lurhof. Sigung. Privat- Theatergesellschaft, rene 2". Sizung am Sonntag, nachm. 4 uhr, bei Großmann, Fehrbellinerjir. 46. Arbeiter- Sildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179a, und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Lektüre( unentgeltlich). Montag, abends 7-8% Uhr: Leftüre. 8%-10% Uhr: Nord- Schule Natur Ertenntniß.( Fällt bis zum 7. Oftober aus.) Südost Schule: Voltsthümliche Medizin.( Bau und Lebenserscheinungen des gefunden und franten Menschen. Theil H. Wärme, Stoffwechsel, Bewegungsapparat, Nerven, Sinneswerkzeuge.) Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklubs. Kari Marg, Montag, abends 9 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 5. ,, Aufklärung" jeden 1. Montag im Monat Mar Kayser, jeden Sonntag vormittags 10% Uhr im Restaurant Schömann, Heimsir. 16. Franz. Buchholz, jeden Montag " Soziale Uebersicht. Die Anträge auf Erstattung von Beiträgen find nicht wie die auf Rentenzahlung bei der unteren Verwaltungsbehörde, 23. November v. J. in Frankfurt a. M. ins Leben getretene Gigung, jeden 3. Montag in Monat Bücherwechsel bei Ferger, SebastianZentralverband der Orts Krankenkassen. Der am sondern bei dem Vorstand derjenigen Versicherungs- Anstalt anzubringen, an welche zuletzt Beiträge entrichtet worden sind. Dem Zentralverband von Orts- Krankenkassen im Straße 73. Antrage sind die zur Begründung des Anspruchs dienenden Be- Deutschen Reiche, derzeitiger Vorort Wiesbaden, abends 9 Uhr bei gange, Hauptstr. 59. weismittel beizufügen. Das Verfahren ist, falls der Antrag Vorsitzender Verlags- Buchhändler Schnegelberger daselbst, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: Alle Aenderungen im Vereinstalender ganz oder theilweise zurückgewiesen wird, das gleiche wie das hält am 29. September in Leipzig im Theatersaale des ad. Neumann, Pasewalterfir. 3. für den Fall der Nichtanerkennung einer Rente. Kristallpalastes, vormittags 10%, Uhr beginnend, seine erste sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 2 Tr. ordentliche Versammlung ab. Die für das Krankenkassen- Biebertafel Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. Reichs Versicherungsamt. Daß eine wesentliche wesen sehr wichtige Tagesordnung lautet wie folgt: wiederball, köpenickersir. 191 bei Foge. Butunft I, Stegliz, AhornArbeiter- Gesangverein Vorwärts III, Veränderung in den Verhältnissen, welche für die 1. Berichterstattung des derzeitigen Vorsitzenden über die Aus- firaße 15a, Echelhose's Gambrinus. Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bet Karl Schulz. Lieder Feststellung der Höhe einer Unfallrente maßgebend waren, das führung der in der konstituirenden Versammlung in Frank- weig, Waidmannsluft, Berlinerstraße bei Berbe.- te desfreiheit II, Verlangen einer anderweitigen Feststellung derselben gefeßlich furt a. M. gefaßten Beschlüsse. 2. Kenntnißnahme von dem Strausberg, Rosenstraße 1 bei Brammbach. Glodenrein( gem. Ghor) Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, rechtfertigt, wird vielfach von den Rentenempfängern nicht be- ministeriellen Erlaß betr. die Verwendung von Kassengeldern für Echönhauser Allee 46 bet Höhne. Eminemünderfir. 49. Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39. achtet. Und das sehr zu ihrem Schaden, wie folgender Fall be- 3wecke der Provinzialverbände und des Zentralverbandes, enblüthe, Beughoffir. 8, Restaur. Behlendorf.- Gefangverein 2i berte: weist. Der Stallknecht Adames hatte sich im Betrieb der Kalfer event. Berathung über die zur Beseitigung desselben zu rangelfir. 84 bei Redanz. Männerchor Sangeslust II, Basewalterstr. 3 Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, Brauerei- Aktiengesellschaft eine Quetschung der linken Hand, unternehmenden Schritte. 3. Erledigung des übriggebliebenen bei Ad. Neumann. Suffitenstraße, Elysium". Harmonie 2", Weinftr. 11, Restaurant verbunden mit Bruch des Mittelhandknochens, zugezogen. Nach Theiles der Tagesordnung vom 25. November 1894 als: Feindt. ,, Einigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amaltenstr. bei E. Senger. Beendigung des Heilverfahrens gab ihm die Mälzerei- und a) Antrag der Freien Vereinigung von Krankenkassen im Re- ilaria, Blumenfir. 46 bei Tomaischeck. Klingmülle r'sches Brauerei- Berufsgenossenschaft auf grund eines Gutachtens des gierungsbezirk Wiesbaden: Die Versammlung wolle beschließen, Doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansstraße bet w. Busch. Süd- Ost 11, Faltensteinfir. 7 bet Trittelwig. Alpenveilchen, ge= Dr. Firnig 331/8 pt. der Nente für volle Erwerbsunfähigkeit. bei der Reichsregierung dahin vorstellig zu werden, daß Ver- mischter Chor, Zindowerfir. 26 bei Sachse. Solidarität, OranienNach drei Monaten wurde die Rente, wieder auf grund eines träge, welche von Krankenkassen und Krankenkassen Verbänden straße 109 bei Greiser. Freya 2"( gem. Ghor), Urbanstr. 61 bei Wulle. Gutachtens des Dr. Firnig, auf 20 pet. herabgesetzt. Adames abgeschlossen werden, stempelfrei sind. b) Antrag der Wacht auf II, Grtner, Restaurant Seebad am Dämmeritsee. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ließ sich die Herabsehung ruhig gefallen, weil er, wie er später Freien Vereinigung von Orts Krankenkassen in Elsaß:( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu behauptete, der Hoffnung sich hingab, es würde schon wieder mit Lothringen: Wegen unrichtiger Angabe des Lohnes auf richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Vergnügungsverein der Hand gehen, wenn er nur erst wieder hinter einander ar- der Anmeldung müßte unbedingt in einem Erkrankungs- belgoland II", Rüdersdorferfir. 45, Gesellschaftshaus Ostend", nachm. von 4-6 Uhr. Montag: Pfeifentub Felsenfest, Andreasstraße 26 bei beite. Als man ihm die Rente nach mehreren Monaten aber gar falle der Arbeitgeber für den Differenzbetrag zwischen witte. Vergnügungsverein e Isen fest, Rigdorf, Hermannstraße 21 bei auf 10 Prozent herabsetzte, machte er doch dagegen der richtigen und unrichtigen Klasse haftbar sein. c) Antrag Hornburg. Kartentiub Lustige Brüder, Krautstraße 48 bei Rattte. Arbeiter ZitherFront, indem er Berufung einlegte. Er machte derselben Vereinigung: Wegen der Nichteinzahlung von Kranken- Gefelliger Verein Fridolin, Brunnenjir. 35 bet Wolf. verein Einigteit, abends 9 Uhr, Uebung bei Nowack, Manteuffelstr. 9. gegen das auch diesmal maßgebend gewesene Firnig'sche Gut- taffenbeiträgen durch zahlungsunfähige Arbeitgeber, welche jedoch Theaterverein sie b'esglüd, Große Frankfurterstraße 74 bei Breuer, an achten geltend, daß seine Arbeitsfähigkeit thatsächlich eine mini- dem Arbeiter zwei Drittel derselben in Abzug gebracht haben, jedem 1. und 3. Sonntag im Monat. male sei, und zwar infolge des Unfalles vom 26. August 1893. müßte der Arbeitgeber unbedingt wegen Betrug firafbar gemacht Nach wenigen Tagen der Arbeit schwelle die Hand an und werden. d) Antrag derselben Vereinigung:§ 55 Abfah 2 des schmerze dann sehr, auch werde sie steif. Auf die in der Hand Krankenversicherungs- Gesetzes müßte folgenden Zusatz erhalten: von jenem Unfall zurückgebliebene Schwäche führte der Kläger Die rückständigen Eintrittsgelder und Beiträge und die eine im Mai 1894 und eine weitere am 30. November desselben aus§ 50 3iffer 1 des Krankenversicherungs- Gesetzes entJahres erlittene Verlegung zurück. Die erstere hatte ein Lungen- stehenden Ersayforderungen haben das Vorzugsrecht. e) Antrag leiden zur Folge gehabt und die zweite in einer Zerrung der derselben Vereinigung: Die vom Beginn der Konkurs Muskeln der im Jahre 1893 verlegten Hand bestanden. Das eröffnung eines Arbeitgebers bis zu dem durch das Amtsgericht Schiedsgericht sah aber darin selbständige Unfälle, welche die festgesetzten Anmeldetermin seitens einer Orts- Krankenkasse gestellten Brauerei und Mälzerei Berufsgenossenschaft nichts angingen, Forderungen sollen nicht allein bevorzugt werden, sondern auch weil sie in Fuhrbetrieben, nicht in einem bei ihr versicherten Be- diejenigen Forderungen, welche noch im Laufe sind und nicht triebe passirt seien. Die Herabsetzung der Rente auf 10 pCt. bis zum festgesetzten Termin angemeldet werden tönnen. hielt es für berechtigt. Das Reichs Versicherungsamt, bei dem f. Antrag derselben Vereinigung: Vollstreckbarkeit von EntKläger Rekurs erhob, holte ein Gutachten des Kreisphysikus Dr. scheidungen der Aufsichtsbehörde über Unterstützungsansprüche. Esch- Wultaupt ein. Dieser gab der Auffassung des Klägers g) Antrag des Ausschusses der Freien Vereinigung von Krankenrecht, daß die zuletzt erfolgten Verlegungen mit dem tassen im Großherzogthum Hessen: Die Versammlung wolle beUnfall, welchen die Brauerei= Berufsgenossenschaft zu entschließen, daß die in Hessen seitens verschiedener Krankenkassen schädigen verpflichtet ist, in ursächlichem Busammen- an deren Kaffenärzte in Druck ausgegebene Anleitung zu bedeutender hange ständen. Dr. Wultaupt resumirt: Hiernach schäße Verbilligung der Arzeneien dem angestrebten Zentralverband von er den Adames, der sich behufs Heilung seines Lungen- Krankenkassen- Vereinigungen im Deutschen Reiche bezw. den betr. leibens einer bestimmten Lebensweise befleißigen müsse, in Vorständen demnächst zur Anschaffung und geeigneten Verwendung folge des Unfalls vom 26. At g u ft 1898 in seiner empfohlen werde. 4. Eingabe des Verbandes der VerwaltungsErwerbsthätigkeit um 75 pt. beschränkt. Dies beamten der Orts- Krankenkassen und Berufsgenossenschaften halte er auch dann nicht für zu hoch geschäßt, wenn A., durch Deutschlands über die Bestrebungen des genannten Verbandes Vereinskalender sind zu richten an Karl Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Montag, abends von 9-11 Uhr: klub Abend und Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub Ambalema, Grünauerstr. 3 bet Golz. Eldorado, Pallisadenstr. 66 bei Geyer. Morgenroth, Landsberger Allee 44 bet Rohland. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- Theatergesellschaft Satur" abends 49 Uhr, bet Specht, Martgrafenftr. 83. PrivatTheatergesellschaft Immer 2uftig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Ruhl Andree, Chorinei str. 53: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Gigung jeden Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, Wörtherstraße 45, bei F. Tarey. Theater- und Vergnügungsverein weiße Rose jeben Montag 9 ühr Gigung bei Pommer, Reichenbergerftraße 19.- Rauchtlub Brüderlicht eit jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Theater und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden Schlesischeſtr. 38. Sonntag Staligerstr. 54 bei Hente. Anfang 6% Uhr.- Arbeiter- StenographieBerein Eintracht", unterricht und Nebungsstunde Montag abends 8% ühr bei Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Freiheits: hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bei Baumann, Lychnerfir. 2-3.- Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr, nachmittags an Gigung mit Fidelitas im Caale des Reſtaurants Kiefelhahn, Dresdenerstr. 68. Bergnügungsverein Fiducia. Jeden Sonntag vou 5-6 Uhr nachmittags Sigung. Nachdem Fidelitas im Restaurant Janz, Blumenstr. 64. Vergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4% Uhr Sigung, nachdem Fidelitas im Reſtaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9. tattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau Turnverein Fichte. Jeden Conntag von 3 Uhr an Rosenthalerfir. 57. voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bei Asche. Ver anügungsflub A bler. Seben Sonntag, abends& Uhr, Guglischer Hof, Neue Roßstr. 3: Sibung und Lanz. Gäſte ſehr willkommen. Gründung der Fabrik 1764. Jacob Doussin& Co. Tabak- u. Cigarren- Fabrik Zur Abwehr! Berlin C., Heiligegeiststrasse 21 an der Gründung der Fabrik <- 1764. Königstr. 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