Nr. 11. 12 Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin! Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. 11 Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 14. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Zur Frage der Neuregelung der Einzelstaaten, daran werden auch die Beschlüsse des Reichs- Da sie aber die ihnen als solchen obliegende Aufsicht nicht Gewerbe- Inspektion in Preußen. denn eine einheitliche Durchführung der Arbeiterschutz- ergiebt sich die Nothwendigkeit, eine zweite In diesen Blättern mußten wir alljährlich, nachdem Leitung des Beamtenkörpers zur Voraussetzung. Die bestimmte Bezirke den Aufsichtsdienst unter ihnen wahrdie preußischen Gewerbe- Inspektorenberichte erschienen sind, heutige Stellung des Reichsamts des Innern zu den zunehmen haben. Diese Beamten würden als Gewerbeüber die Mangelhaftigkeit dieser Institution Klage führen, Fabrikinspektoren kann ihren Zweck nicht erfüllen. Inspektoren anzustellen sein; ihre amtliche Stellung oft hatten wir Gelegenheit, auf die besseren Leistungen Die reichsgesetzliche Regelung der Materie bei Durch- und ihre Dienstbezüge würden gleich denjenigen der Kreisauswärtiger Fabrikinspektionen hinzuweisen. Was wir führung derselben durch zwei Dutzend Handelsminister Bau- Inspektoren zu regeln sein. Dem Bedürfnisse, solche auszusehen hatten, läßt sich kurz zusammenfassen. Es kann nur Ungleichheit zur Folge haben. Während heute Gewerbe- Inspektoren in ausreichender Bahl war die geringe Anzahl der Inspektoren, ihr mangelhaftes Preußen daran geht, etwas für die Fabrikinspektion zu und für nicht zu große Bezirke anzustellen, wird ohne Verständniß für die Aufgaben ihres Berufes, die einseitige, thun, halten dies andere Staaten nicht für nöthig. Werfen übermäßige finanzielle Opfer entsprochen zu unternehmerfreundliche Stellung zwischen den Arbeitern wir doch einen Blick in die Alpenrepublik, wo troy Mangels werden können, wenn die Revision der Dampfund Unternehmern, die zu geringe Unterstützung der anderen Behörden, die mangelhafte Autorität der Beamten knöcherten Staatsmänner, die Fabrikinspektion sofort bei Bauverwaltung wahrgenommen ist, mit der Gewerbeanderen Behörden, die mangelhafte Autorität der Beamten jeder bureaukratischen Tradition, des Stolzes der ver- tessel, soweit sie bisher von den Beamten der and anderes mehr. Einführung des Fabrikgesetzes zur Bundessache gemacht Inspektion verbunden wird. So sehr empfehlenswerth tags nichts ändern. Und doch wäre dies unbedingt nöthig, in deren ganzem Umfange selbst wahrnehmen können, so Bestimmungen hat als erste Voraussetzung eine einheitliche Klasse von Beamten zu schaffen, welche für Obgleich man unsere Kritik nicht widerlegen konnte, wurde, was sich in mehr als 13jähriger Erfahrung wir das englischem Muster des Inspectors Juniors nachobgleich die unabhängige Wissenschaft zu ganz gleichen ebensosehr bewährt hat, wie die deutsche Form sich nicht geahmte System halten, so sollte man aber dann ebenso Resultaten bei Besprechung der Fabrik- Inspektorenberichte bewährt hat. weitherzig und anständig sein, wie in England und so kam, so blieb doch alles beim Alten. Der bismarckischen Doch betrachten wir jetzt näher, was in Preußen in wie dort die Institution des Inspectors Juniors dazu Sozialpolitik und ihren Anhängern war der eigentliche Aussicht genommen wurde. In unserer letzten Nummer benutzen, Arbeitern den Weg in das Gewerbe- Inspektorat Arbeiterschutz unsympathisch, daher konnte für eine Ein- haben wir schon darauf hingewiesen, daß dem geſtern ver- zu ebnen, wie das dort mit bestem Erfolge gerichtung, wie es die Gewerbe- Inspektion ist, in den theilten Etatsentwurses eine Denkschrift angefügt ist, in schehen ist. Dieses Entgegenkommen der englischen Releitenden Kreisen kein Interesse vorhanden sein; eine gute welcher größere Geldmittel für die preußische Gewerbe- gierung hat das Vertrauen der Arbeiter zur Inspektion Gewerbe- Inspektion ist eben nicht nur eine Garantie für Inspektion gefordert werden. gewaltig erhöht und gleichzeitig einen vollauf berechtigten die Durchführung der bestehenden Arbeiterschutz- Bestim Die Dentschrift anerkennt das Bedürfniß zunächst nach Wunsch der Arbeiter erfüllt. Jedenfalls sind die Arbeiter mungen, sondern sie muß auch naturgemäß zu weiterem Vermehrung der Aufsichtsbeamten, hält aber gleichzeitig mindestens so geeignet, Fabrik Inspektoren zu werden, Eingreifen der Staatsgewalt im Interesse der Arbeiter eine Neuregelung des Dienstzweiges für erforderlich. Sie wie pensionirte Offiziere, ausrangirte Beamte anderer anregen, da eine richtig durchgeführte Fabrikinspektion zu fährt dann wörtlich fort: Die Anforderungen, welche an Ministerien und Juristen. Die Verbindung mit der einer fortdauernden sozialen Enquête der Verhältnisse der die Ausbildung dieser Beamten gestellt werden müssen, Dampffessel- Kontrole schränkt, wie wir schon gestern ausarbeitenden Klasse werden muß und die Erkenntniß der und das amtliche Ansehen, dessen sie zu einer erfolg geführt haben, den Kreis der Anwärter auf FabrikLage der Arbeiter und des Arbeitsverhältnisses leicht erreichen Thätigkeit bedürfen, machen es erforderlich, Inspektorenstellen gewaltig ein, macht diesen Beruf zum möglicht, die in unserer heutigen Gesellschaftsordnung durch- ihnen die gleiche amtliche Stellung zu geben, Monopol der Techniker, was wir nach allen Erfahrungen führbaren Verbesserungen anzuregen. wie den übrigen bei den Regierungen angestellten tech- für schädlich halten. Ein Kollegium von sich ergänzenden Mit dem Falle des bismarckischen Regimes schienen nischen Räthen. Dies würde unseres Erachtens besser Männern scheint uns die beste Einrichtung zur Beaufsichsich die Aussichten für cinen frischeren Zug in der Sozial- möglich sein, wenn man den Inspektoren größere Un- tigung der Gewerbebetriebe. Wollte man hier überhaupt sparen, politik zu bessern. Waren doch dem Abgange Bismarcks abhängigkeit und größere Selbstständigkeit garantiren würde. so hätte man den Berufsgenossenschaften, die doch an der die Erlasse des deutschen Kaisers vom 4. Februar, die Um ihrer Aufgabe entsprechen zu können, müssen, heißt es Unfallverhütung das höchste Interesse haben, die DampfErnennung eines neuen Handelsministers, die Wahl eines in der Denkschrift weiter, diese Beamten aber nicht nur kessel- Inspektion ruhig überlassen können. anderen Parlaments vorangegangen. Aber die Zeichen durch längere Wahrnehmung des Aufsichtsdienstes aus- Ueber die Form der Regelung der Gewerbe- Intrügten, wenn auch nicht ganz, so doch fast ganz. Der gebildet sein, sondern diesen Dienst auch noch fortdauernd spektion führt die Denkschrift Folgendes aus: Arbeiterschutz- Gesetzentwurf der Regierung überraschte bei in möglichst weitem Umfange wahrnehmen. Nur hierdurch Danach soll der neue Dienstzweig so geregelt werden, den Unternehmern freudig und die Arbeiten der Arbeiter können sie sich die Vertrautheit mit den gewerblichen Ver- daß 1. in der Regel bei jeder Regierung schutz- Kommission störten wenig diese Freude, ja, sie erhältnissen des Bezirks und die Fühlung mit den ein Regierungs- Gewerberath angestellt erhöhte sich zum Theil sogar. Die Fabrikinspektion fand Arbeitgebern und Arbeitern erhalten, deren wird, 2. jeder Regierungsbezirk in Innicht die Reform, die nöthig war. Mit Rücksicht auf die sie für eine erfolgreiche Mitwirkung bei den Geschäften spektionsbezirke eingetheilt und für partikularistischen Velleitäten der Bundesregierungen konnte der Gewerbeverwaltung bedürfen. jeden der letteren ein Gewerbe- Inman sich nicht zu einer Inspektion der Gewerbebetriebe Demnach werden die bei den Regierungen anzu- i pettor angestellt wird. Dem verschiedenen durch Reichsbeamte entschließen, man beließ es bei der stellenden Räthe sogleich als Aufsichtsbeamte im Sinne Bedürfniß hoch und minder entwickelter Industriegegen den alten Form, die Gewerbe- Inspektion verblieb Aufgabe der des§ 139 b der Gewerbe- Ordnung angestellt werden müssen. soll dadurch genügt werden, daß in Regierungsbezirken Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. [ 11 akkurat mein Branntwein!" Noch eine ganze Reihe anderer sie, nie mehr von ihr wegzufahren, phantafirte von dem sonderbarer Redensarten hatten sie mitgebracht. Fanny großen Schaukelstuhl, den Mama einmal bekommen sollte; konnte nicht auf den Zusammenhang kommen und am ärger- plößlich fragte sie:„ Soll ich denn heute Abend nicht das lichsten war, daß sie ein paar Mal, mitten im besten Ge- Vaterunser beten, Mama?" spräch, mit Aufträgen in die Stadt gesendet ward. Jedoch so viel glaubte sie zu verstehen, daß Mama und Onkel Solum eine Zeit lang auf dem Lande draußen beisammen gewesen sein mußten. Nachdem Onkel Solum sich entfernt hatte, fragte sie: Du, Mama, hat Lehnsmann Berg eine Maschine, welche Roman von Arne Garborg. Jedoch Fanny wollte sich allein ankleiden. Sie ging und zögerte und zauderte bis spät am Vormittag herum, fragte nach Mama und suchte nach ihren Sachen; was Alt- Thaler legt?" Kari ihr davon brachte, war niemals das richtige; denn sie Was..... was schwätest Du da?" fragte Mama vermochte es nicht anzuziehen. Kari probirte es schließlich verwirrt. mit Gewalt; allein Fanny war so start, daß Alt- Kari nach„ Onkel Solum sagte, Ihr hättet eine Maschine gesehen, einer Reihe von Versuchen es aufgeben mußte. Fanny kam welche Thaler legte." an diesem Tage nicht in die Schule. erkannte. Mama faßte sich. Ja, ja," fuhr Mama empor,„ vergiß es nicht, Krausköpfchen! Du muß selbst daran denken, wenn Mama Dich nicht erinnert; bete fleißig zum lieben Gott, Du, die Du so klein und unschuldig bist!" VII. Frizz und Fanny waren noch immer ein Liebespaar. Sobald die Ferien kamen, nahmen sie ihre Landpartien und ihre Spiele wieder auf und besonders in der Zeit, während welcher Mama zu Besuch in Kristiania weilte, waren sie beständig beisammen. Allein dann brach der Herbst aut. Fritz, welcher sich schon dem neunten Jahre näherte, be gann in die Bürgerschule zu gehen. Dort wurde er mit Gelächter und Hohn aufgenommen. Die langen Bursche in den Oberklassen schnitten ihm Grimassen und deuteten mit den Fingern nach ihm. Mama blieb lange aus. Erst am vierten Tage ,, Ah", versetzte sie ,,, das, was er von seiner Kongsberger gegen die Mittagsstunde kehrte sie sonnverbrannt und Reise erzählte? Ja, dort giebt es eine Maschine, welche frisch wieder heim; sie trug einen neuen Sommerhut Thaler legt. Dort macht man nämlich das Geld, mußt Du und einen eleganten Sonnenschirm, so daß Fanny sie kaum wissen. Ich habe es nicht gesehen... nicht jetzt gesehen früher einmal... ich war mit Deinem Papa droben„ Ha! Ha! Ha! er treibt sich mit einem Mädchen herum, D, wie schön Du bist, Mama!" jubelte sie auf und... Du wirst auch einmal die Maschine sehen, Strauskopf, der da! ha! ha! ha!" lief ihr entgegen; Mama nahm sie in ihre Arme empor... sobald Du groß wirst .. sobald Du groß wirst... wenn Du ein artiges" Frizz Johannesen, Stockfisch- Geschau. und füßte sie:„ Ach, mein kleines Hühnchen, mein lieber Mädchen bist. So, und nun kleiden wir uns aus " Sie, die Fanny Holmsen, wird Deine Frau!" Engel, Du, wie ist es Dir ergangen?" " Ha! Ha! Ha!"" D. Wie war's zu Hause, kleines Närrchen? ist die alte Kari oh!" Mä Frik äh!" Am nächsten Tag fam Solum. Es gab Freude und mit Dir gut gewesen? War Lundström da? Warst Du in Pantoffelheld!" Friß Schürzenband!"- Bähäh!" Herrlichkeit, gutes Essen und gute Laune; Mama und Onkel der Schule?" Frizz hörte all' dies mit finsterem Schweigen an. Solum waren ordentlich lustig. Sie redeten eine Menge Sie gingen zu Bett; Fanny fand ihr gewohntes Als er jedoch das nächste Mal Fanny traf, prügelte er Sachen, die Fanny nicht verstand; man sprach von einer Plätzchen in Mama's Arm und seufzte vor Glückseligkeit. sie durch. Eisenbahn, einem Wasserfall, entzweigeschlagenen Flaschen, Ach, wie gut ist's, bei Dir liegen, Mama!" Sie lag eine Fanny verstand nicht sogleich die Situation. Sie einem Hotel, von betrunkenen Handlungsreisenden, von einer Weile und plauderte, streichelte Mama die Wangen, lieb- glaubte, das müsse Spaß sein. Allein bald merkte sie, daß Maschine, welche Thaler legte; so oft sie tranten, sagten sie: foste Nacken und Brust, kroch dicht, dicht heran an sie, bat die Sache ernst genug sei und so riß sie sich los und rettete " mit hoch entwickelter Industrie den Regierungs- Gewerbe-| Diese Beantten sollen an Besoldung neben den gesetzlichen Jedenfalls aber haben wir das beruhigende Gefühl, räthen Hilfsarbeiter aus der Zahl der Gewerbe- Inspektoren Wohnungsgeld- Zuschüssen erhalten, die ersteren 4200 bis daß keine alte Raketenkiste" in der Nähe ist, welche den zugeordnet werden, andererseits für mehrere Regierungs- 6000, durchschnittlich 5100 M.; die Gewerbe- Inspektoren Vorgang zu irgend einem artistisch- diplomatischen Feuerbezirke mit schwach entwickelter Industrie ein Gewerbe- 3600 bis 4800, durchschnittlich 4200 M.; die Assistenten werksgeknatter benutzen und um nichts und wieder nichts, rath angestellt wird, der bei der Regierung, an deren Siz Remunerationen von 2400 bis 3600 M., durchschnittlich auf einige Zeit in Angst und Schrecken versehen konnte. blos zur Befriedigung ihres Radaubedürfnisses, die Welt er seinen Wohnort hat, die gesammten Geschäfte wahr 3000 M. Für Reisekosten und Diäten durchschnittlich je auf einige Zeit in Angst und Schrecken verſeßen konnte. zunehmen hat, dagegen bei den übrigen Regierungen in 3000, 3000 und 1500 M. Der Konflikt wird in Güte beigelegt werden- kein den laufenden minder wichtigen Geschäften durch einen heller Wasserstrahl wird über den Ozean gespritzt werden, Wir würden einer Erhöhung der Gehälter das Wort und wenn auch Herr von Caprivi langweiliger ist als Hilfsarbeiter aus der Zahl der Gewerbe- Inspektoren ver- reden. In England sind die Fabrikinspektoren weit sein Vorgänger, so wird er uns dafür doch auch keine zweite treten wird. Für besonders industriereiche Bezirke werden höher bezahlt, was ein entschiedeneres und durchaus un- Samoa- Blamage bescheeren. Dafür bürgt die disAssistenten als Hilfsarbeiter beizugeben sein. abhängiges Auftreten den Unternehmern gegenüber frete Behandlung der Sache. 1 Hilfsarbeiter( Gumbinnen). V Auf Grund dieser Neuordnung und unter Berück- garantirt. Die Zahl der Inspektionsbeamten erscheint uns sichtigung der Größe der Regierungsbezirke, unter Berück- zwar nicht genügend, doch muß anerkannt werden, daß behandelt gleich in seiner ersten Sizung nach den Ferien Der Reichstag ist heute wieder zusammengetreten und sichtigung ferner, daß die Zahl der Anlagen 1882: nach Durchführung der Regierungsvorlage in diesem Punkte die Frage der Getreidezölle, deren Abschaffung be451 453, die Zahl der darin beschäftigten Arbeiter ein bedeutender Fortschritt gemacht sein wird. Leider heißt kanntlich ein sozialdemokratischer Antrag fordert. Die De2 369 980 betrug, worunter 408 137 Anlagen mit 1 bis es aber weiter: Die Organisation kann selbstverständlich batte wird voraussichtlich mehr als einen Tag dauern. 5 Gehilfen und 1078 198 Arbeitern, 43 316 mit mehr nur allmälig durchgeführt werden. Es kommen dafür Nach Beendigung derselben soll sofort die zweite Lesung des als 5 Gehilfen und 1291 782, und daß rund 36 000 folgende Gesichtspunkte in Betracht. 1. Die aus der Ge- Etats beginnen. Dampftessel der Revision unterliegen, schlägt die Denk- werbe- Ordnungs- Novelle resultirenden Arbeiten erfordern, Juzwischen wird auch der Bericht der Arbeiterschrift 26 Bezirke vor mit folgender Vertheilung: daß allen Regierungen sofort eigene gewerblich- technische hub Rommission fertig gestellt werden, so daß im 1. Bezirk Proving Ostpreußen 1 Regierungs- Gewerberath, Beamte überwiesen werden. 2. Die Ueberweisung der Laufe des Monats auch noch die zweite Lesung des Arbeiter2. Bezirk Provinz Westpreußen 1 Regierungs- Gewerberath, zirken, für welche sie überhaupt in Angriff genommen Dampftessel- Revision muß sofort vollständig in den Be- schutz- Gesetzes beginnen kann. Im preußischen Abgeordnetenhause hielt gestern 3. Bezirk Berlin 1 Regierungs- Gewerberath, 1 Hilfsarbeiter. wird, durchgeführt, somit die dem Plane ent- Miquel seine Etatsrede, welche die ganze Sigung in An4. Bezirk Regierungsbezirk Potsdam 1 Regierungs- Gewerbe- sprechende Zahl von Beamten zur Verfügung gespruch nahm. rath, 1 Hilfsarbeiter. stellt werden. 3. Jm übrigen muß auf Verstär Wir entnehmen ihr die erfreulichen Thatsachen, daß die 5. Bezirk Regierungsbezirk Frankfurt a. D. 1 Regierungs- fung des Personals zunächst möglichst für die Be- Zahl der Fabrikinspektoren in Preußen vers Gewerberath, 1 Hilfsarbeiter. 6. gewerb- Heilmittels demnächst der Deffentlichkeit über6. Bezirk Provinz Pommern 1 Regierungs- Gewerberath, zirke Bedacht genommen werden, in denen das gewerb- mehrt und daß die Zusammensetzung des Koch's che n liche Leben schon am meisten den Charakter der modernen geben werden soll. Beides hat sich als unabweisbare 7. Bezirk Provinz Posen 1 Regierungs- Gewerberath, 1 Hilfs Industrie angenommen hat. Der Plan soll in vier Nothwendigkeit herausgestellt. Was die Vermehrung der arbeiter( Bromberg). Jahren durchgeführt werden. Der Gesammtaufwand nach Fabrikinspektoren betrifft, so wollen wir nur wünschen, daß 8. Bezirk Regierungsbezirk Breslau 1 Regierungs- Gewerbe- vollständiger Durchführung wird auf 758 720 M., nach fie auch eine genügende, und mit einer Verbesserung 9. Bezirk Regierungsbezirk Liegnitz 1 Regierungs- Gewerbe- Abzug der gegenwärtig erforderlichen 184 000 M., mithin des Instituts nach allen Richtungen hin verbunden sein 574 720 M. betragen. 1 Hilfsarbeiter( Mariemverder). 2 Hilfsarbeiter( Cöslin u. Stralsund). rath, 1 Hilfsarbeiter. rath, 1 Hilfsarbeiter. 10. Bezirk Regierungsbezirk Oppeln 1 Regierungs- Gewerbe- Wir erachten die Gründe nicht für stichhaltig, welche rath, 1 Hilfsarbeiter. 11. Bezirk Regierungsbezirk Magdeburg 1 Regierungs- Gewerbe- die Regierung dafür anführt, daß ein Zeitraum von vier rath, 1 Hilfsarbeiter. Jahren vor Durchführung der Neuregelung der Gewerbe12. Bezirk Regierungsbezirk Merseburg 1 Regierungs- Gewerbe- Inspektion verstreichen soll. rath, Hilfsarbeiter. rath, 13. Bezirk Regierungsbezirk Erfurt 1 Regierungs- Gewerberath, Beamtenzahl und die nun verlangten Geldsummen einen Erkennen wir gerne an, daß die Vermehrung der Hilfsarbeiter. 14. Bezirk Provinz Schleswig- Holstein 1 Regierungs- GewerbeHilfsarbeiter. 15. Bezirk Regierungsbezirk Hannover- Osnabrück- Aurich 1 Regierungs- Gewerberath, 1 Hilfsarbeiter( für Osnabrück u. Aurich). 16. Bezirk Regierungsbezirk Hildesheim- Lüneburg- Stade 1. Regierungs- Gewerberath, 2 Hilfsarbeiter( für Lüneburg und Stade). rath, rath, sehr entschiedenen Fortschritt bedeuten gegen den bisherigen Zustand, so müssen wir, ganz abgesehen von den Aussehungen, welche wir schon gemacht haben, abwarten, welcher Geist der neu organisirten Fabrik- Inspektion innewohnen wird. Werden die neuen Schläuche mit altem, verdorbenem 17. Bezirk Regierungsbezirk Münster 1 Regierungs- Gewerbe- Wein gefüllt, dann zahlen sich die großen Ausgaben nicht Hilfsarbeiter. 18. Bezirk Regierungsbezirk Minden 1 Regierungs- Gewerbe- aus. Eine gründliche Säuberung des jetzigen BeamtenHilfsarbeiter. personals ist ebenso dringend erforderlich, wie eine ge19. Bezirk Regierungsbezirk Arnsberg 1 Regierungs- Gewerbe- fchickte Auswahl der neuen Beamten, wie ein tüchtiger, rath, 1 Hilfsarbeiter. 20. Bezirk Regierungsbezirk Wiesbaden 1 Regierungs- Gewerbe- frischer, wirklich sozialpolitischer Geist in den Köpfen und Herzen der Beamten. Werden alte Bureaukraten und 21. Bezirk Regierungsbezirk Kassel 1 Regierungs- Gewerbe- Polizeiseelen zu Fabrikinspektoren ernannt, dann werden rath, Hilfsarbeiter. sie das nicht erringen, was die Vorbedingung einer er22. Bezirk Regierungsbezirk Koblenz 1 Regierungs- Gewerbe- sprießlichen Fabrifinspektion ist: Hilfsarbeiter. rath, Hilfsarbeiter. rath, 23. Bezirk Regierungsbezirk Düsseldorf 1 Regierungs- Gewerberath, 1 Hilfsarbeiter. 24. Bezirk Regierungsbezirk Köln 1 Regierungs- Gewerberath, rath, rath, Hilfsarbeiter. das Vertrauen der Arbeiter. 25. Bezirk Regierungsbezirk Aachen 1 Regierungs- Gewerbe- Politische tebersicht. Hilfsarbeiter. 26. Bezirk Regierungsbezirk Trier 1 Regierungs- GewerbeHilfsarbeiter. Zusammen 26 Regierungs- Gewerberäthe, 17 Hilfsarbeiter. Berlin, den 13. Januar. Von einem etwas räthselhaften Konflikt zwischen deutschen Schiffsoffizieren und nordameris Für den Regierungsbezirk Sigmaringen werden kanischer Polizei erfahren wir jetzt nachträglich. Die die Geschäfte des Regierungs Gewerberaths im Neben- Sache hat sich schon Anfangs Oktober im Hafen von Newamte von dem Regierungs- Baurath vorgenommen werden York zugetragen und soll jetzt erst zur Erledigung ge können. langen. So seltsam der Vorgang selbst, so seltsam sind auch Die Denkschrift berechnet, daß jährlich im Ganzen alle begleitenden Umstände. Warum ist die Angelegenheit 45 000 Revisionen gewerblicher Anlagen vorzunehmen sein so lange verschwiegen worden? Warum hat es so lange würden, demnach wären ca. 150 Beamte nothwendig gedauert, bis sie zur Erledigung kommt? Das sind Fragen, die man sich nicht zu beantworten vermag- ebensowenig und zwar, nach den Anlagen, 26 Regierungs- Gewerberäthe, wie die Frage, welche Veranlassung die amerikanische Polizei 97 Gewerbe- Inspektoren, 40 Gewerbe- Inspektionsassistenten, gehabt haben kann, über deutsche Schiffsbeamte so brutal die nicht fest angestellt werden würden. herzufallen. Irgend etwas ist hier noch unaufgeklärt. sich durch die Flucht. Heulend kam sie zu ihrer Mutter heim und hier bekam sie die Ruthe, weil Friz ihr Kleid zerfetzt hatte. Außerhalb des Bodens wurde es nur immer langweiliger, schien es ihnen. Besonders mit der Schule sah es troftlos aus. So oft Damit war Fannys Verlobung vorbei. Und eigent- fie in eine neue Klasse emporrückten, wurden die Lektionen lich hatte sie gar nichts dagegen. Es hatte keinen Sinn, blos größer und die Aufsicht stets firenger. mit so einem kleinen Jungen verlobt zu sein; sie wollte Gott mochte wissen, wozu man eigentlich so viele lieber warten, bis sie konfirmirt war; dann konnte sie sich einen ordentlichen Bräutigam nehmen. " Aber vor Frizz Johannesen mußte sie von nun an auf der Hut sein. Er gerieth in Berserterwuth, schon wenn er sie sah. Du Bettelding!" rief er, häßlich bist Du und zerfekt bist Du und sollst Schläge kriegen, hei!" Und sich knabenhaft kühn aufbäumend, fiel er seine vormalige Braut mit geballten Fäusten an. " fade" Sachen zu lernen brauchte; Fanny begriff es jedenfalls nicht. Wir müssen es lernen, weil es alle Damen lernen," sagte" Gina, denn sonst wären wir nicht besser, als die ordinären Mädchen, die in die Volksschule gehen," fügte Ebba hinzu. möge.In Bezug auf die Affäre Lukky" wird uns geschrieben: " Ich habe in der Wiener Neuen Freien Presse" vom 4. d. M. einen sonst ausgezeichneten Artikel:" Qugfy's Entführung" gelesen; nachdem ich aber in Konstantinopel eine genügend lange Zeit gelebt habe, um die dortigen Verhältnisse kennen zu lernen; nachdem ich ein intimer Freund, des durch die türkische Polizei noch heute in Haft ge haltenen Georgianers, Prinzen Milton Nataschiß, wie auch des russischerseits entführten Wladimir Lutzky war und bin; nachs dem ich auch die Verhältnisse und Bestrebungen der im Auslande verweilenden russischen politischen Flüchtlinge von Grund aus und vollends kenne; nachdem mir zuletzt auch das verzweifelt tolle Wühlen der ausländischen russischen Polizisten nicht eben unbekannt ist; so erlaube ich mir die geehrte Redaktion um die Entgegennahme einiger Richtigstellungen der in obengenanntem Artikel von mir bemerkten Mängel, wie auch einiger Erweiterungen höflichst zu bitten. Zu der ganz richtigen Bemerkung der N. Fr. Presse", daß das Eisenbahnunglück von Borki seitens der russischen Behörden selbst nicht als ein verbrecherischer Anschlag, sondern als ein gewöhnlicher Zufall anerkannt und also Niemand, folglich auch nicht Lubky, als Mitschuldiger angeklagt werden kann, fehe ich mich genöthigt, im Vorübergehen beizufügen, daß ich mit Lutzky eben in derselben Zeit( Oktober 1888) in Konstantinopel verweilte, wo Luzky ausschließlich mit seinen technischen Arbeiten beschäftigt war, und sich mit dem Generalagenten des österreichischen Lloyd's, Herrn Forny, bemühte, eine Gesellschaft zur Hebung der versunkenen Schiffe was im dortigen Hafen sehr oft sich nöthig macht zu stiften; und daß also das jetzt herumlaufende Gerücht über seine Theilnahme am Borki- Zufalle nichts weiter als eine patente und zielbewußte Lüge der russischen Polizisten ist. I In dem genannten Artikel finde ich weiter gesagt, daß „ Lutky sich mit den in Bulgarien herumbummelnden Nihilisten, bie nichts weiter als verkappte und gut bezahlte Spione Rußlands sind, zu feinem Schaden in bedenkliche Verbindungen eingelaffen hätte." Wollen Sie mir nun erlauben zu erzählen, woher die Meinung von von verkappten Nibilisten herrührt? Denn diese Meinung ist nicht nur die der Neuen Freien Presse", sondern wir finden sie seit einer gerbiffen Zeit fast in allen Zeitungen der Welt, und von Mund zu Mund wird sie auch verbreitet und verdient also erklärt zu werden. Um die politischen Flüchtlinge besser zu bewachen, um fie sicherer in's Garn zu locken, um sie endlich auch vor den Regierungen der fremden Staaten zu kompromittiren, auf daß ihnen nirgends ein Zufluchtsort gestattet und der gestattete entzogen werde schuf ihrer Zeit die weltbekannte britte " 1 und war von nun an so unartig wie möglich in ihren Stunden. Ohne Frau Kahrs wäre die Schule absolut nicht auszuhalten gewesen. Jedoch Frau Kahrs war beständig liebenswürdig und das that gut. Ihr Gegenstand war auch leichter, als der der Anderen. Sie lehrte in den unteren Klassen biblische Geschichte und erzählte dabei unaufhörlich; merkte man es sich nicht, so wurde sie nicht böse, sondern erzählte es noch einmal. Es war so angenehm, bei Frau Kahrs brav zu sein; ein wenig Lob von ihr war angenehmer, als eine ganze Eins ins Klassenbuch. Gegen Fanny war sie besonders freundlich. Oft, wenn das in die Schule mitgebrachte Frühstück etwas " Ja, das weiß ich wohl," sprach Fanny. Aber dadurch knapp aussah, nahm sie die Kleine in ihr Zimmer hinauf wurde es nicht minder langweilig. und gab ihr zu essen, und da war sie besonders gütig mit Nach und nach wurde er eine Gefahr und eine Fanny lernte ihre Lektionen fast niemals zu Hause. ihr und redete so schön mit ihr, sagte, sie sei brav und sie Plage, nicht blos für Fanny, sondern auch für deren Sie war nicht im Stande, lange still zu sizen; sobald sie müsse ihrer Mutter Freude machen; denn dieselbe hat Freundinnen, ja, für die kleinen Mädchen der Stadt auf irgend welche Art von Wiama los fam, ließ sie die niemand Anderen als Dich, Krausköpfchen." Frau Kahrs im Allgemeinen. Gs bildete sich um Friz, welcher der Bücher liegen und ging ihres Weges. Sie half sich, indem war viel angenehmer als Mama, meinte Fanny; jedenfalls Führer war, in der Bürgerschule eine Bande von kleinen sie in den Pausen die Aufgaben überlas oder indem sie war Mama nicht zu jeder Zeit so angenehm, wie Frau Burschen, die sich Indianer nannten; diese Bande zog schwindelte; es geschah nicht selten, daß sie nachsitzen mußte, Kahrs. verheerend in der Stadt herum und prügelte und ärgerte besonders in Fräulein Malthes Geographieſtunden. In der dritten Klasse erhielten sie zum Rechenlehrer die kleinen Mädchen überall, wo sie sie treffen konnte. Als Dies Fräulein Malthe fonnte Fanny nicht leiden und einen Adjunkten Bryn von der Bürgerschule; auch er war der Winter kam, wurde es für die Kinder bald gefährlich, einmal geschah etwas, das sie wirklich mit ihr verfeindete. angenehm, jedoch in anderer Art. Er war so, daß man hinauszugehen; heimtückische indianische Schneebälle kamen Fanny mußte eines Tages da bleiben. Als die Schul- beständig über ihn lachen mußte. Er war ein kleiner, von den Straßenecken geflogen, sobald sie sich zeigten, und zeit vorbei war, schloß Fräulein Malthe die Thür ab und dünner, unruhiger Mensch mit feurig rothem, kurz gediese Schneebälle waren oft recht solider Art. Bei den Eis- ging zum Mittagessen nach Hause. An Fanny aber schnittenem Haar, das von seinem Kopf wegstand und sich bahnen gab es auch keine Ruhe für sie. Heulende Indianer vergaß sie. Der Krauskopf saß und brütete Stunde um sträubte wie Borsten; ein kleines galliges Gesicht hatte er warfen sie und ihre Schlitten in den Schnee, so oft sich Ge- Stunde im abgesperrten Klassenzimmer; der Hunger kam und seine Augen tanzten wie verrückt in allen Winkeln legenheit bot. und die Dunkelheit kam, jedoch das Fräulein war und blieb herum. Und dann war er so nervös, uh! Kinder, bin 1 Die Drei Feinen aus der Kahrs'schen Schule hatten fort. Frau Kahrs, die im oberen Stockwerk wohnte, hörte ich nervös!" et fonnte niemals ruhig sein, immerfort schließlich den Einfall, sich, wenn sie Frieden haben schließlich Fanny's Schluchzen und befreite sie; jedoch da war er in Bewegung, herab vom Katheder und hinauf aufs wollten, auf den Lehmann'schen Heuboden zu flüchten; war die Kleine ganz verwirrt vor Angst und Schrecken. Katheder, zur Thür hinab und zur Landkarte von Europa Niemand kam auf den Gedanken, sie hier oben zu suchen. Am nächsten Tage erhielt Fräulein Malthe in Fanny's hinauf, überall hin und her, den Staub von den Bulten, dem Allmälig begannen sie sich da wohl zu fühlen Sie Beisein einen Verweis und mußte um Verzeihung bitten. Ofen, den Wänden blasend- puh! puh! sich die Hände rei waren hier so ungeniert, wie Gina sagte; sie zogen mit Das ist eine sehr ernste Geschichte, Fräulein," sagte bend, sich die Rockärmel bürstend, sich hinter den Ohren ihren Puppen und ihren Spielen herauf und richteten sich die Vorsteherin;„ Sie begreifen?" fragend, so- o, so- o; nun werden wir still sein, Kinder, daselbst für eine längere Zeit ein. Der Boden wurde ihre Fanny war so entzückt von Frau Kahrs, daß sie sie nun werden wir st... still sein;" er stammelte auch, beständige Zuflucht und feste Burg; sie huschten und wisperten hätte füffen mögen. Auf Fräulein Malthe jedoch machte jie der Adjunkt. Es war schrecklich luftig, ihn zu ärgern. hier oben im Halbdunkel, wie drei kleine Mäuse, die sich denselben Tag noch einen Spottvers:" Fräulein Malthe, Wegen Nichts und wieder Nichts ward er böse, und vor der Kaze versteckt halten. der arme Tropf,- ist ein wenig schwach im Kopf," wenn er böse war, stotterte er, daß er kein Wort hervors Sektion des garen Nihilisten eigener Art, die wirklich nichts weiter als gut bezahlte Spione waren. Diese verkappten Mih: listen stifteten auch schließlich himmelfchreiendes Unheil -so in Rußland eine Unzahl von Verhaftungen und Berurtheilungen, und im Auslande, unter vielen andern, die letzte Bombenaffäre in Paris, die von ben Polizisten selbst eingeleitet und von der französi schen Polizei, welche die Wahrheit kannte, schändlichst bald hätte glauben ausgebeutet wurde, so daß man den Hasen ungestört verlassen, wurde aber trotz der englischen Flagge von dem russischen Stationsdampfer strenge überwacht und bis jenseits der Dardanellen begleitet. Auf diese Art entfam Burgen mit knapper Noth den Händen der Russen, die Dank dem immer geöffneten Geldbeutel und der bekannten Räuflichkeit der türkischen Behörden, zu allen Zeiten einen viel festeren Fuß in Konstantinopel, als in einem anderen europäischen Staat, haben werden. Die obige Information gebe ich hier als absolut wahre, wie auch die, daß Burhew vor vier Tagen Gibraltar passirte, also in völliger Sicherheit sich befindet.-" seine, der heutigen Zeit entsprechende Lebensstellung hinzuweisen, auf geordnete Arbeitszeit, auf gute und höchst reinliche Wohnzimmer, auf sehr saubere, geordnete, von den Ställen getrennte Schlafzimmer, gute Kost und in letzter Linic erst der Lohn, denn die obigen Forderungen höherer Ansprüche an das Leben bedingen von selbst schon den Lohn; freilich muß der Knecht sich auch befleißigen, sich den Ansprüchen würdig zu zeigen. Der Knecht muß öfters Flugblätter, in denen obige Lebenshaltung gefordert wird, zugeschickt bekommen, auch müssen in solchen Orten, wvie dem unsrigen, mit der Zeit Versammlungen, abgehalten werden mit obigem Thema. Dem Schreiber dieses scheint die ländliche Agitation nicht so schwierig, wie das Die Tageblatt" und seine Gesinnungsverwandten meinen. große Kluft zwischen Knecht und Bauer fällt so eklatant ine Auge man vergleiche nur die Arbeitszeit, die Kost, die Wohn- und Schlafverhältnisse des Bediensteten mit denen feines Gutsbesitzers, und sage dem Knecht, daß er auch da ist, um ein menschenwürdiges Dasein zu führen dort das Herrschaftshaus, hier die Gesindewohnung. Welche Jronic!" " önnen, die heutige Pariser Präfektur sei eine Hilfstruppe der Petersburger dritten Sektion des Zaren geworden. Der Krug geht aber zu Wasser bis er bricht, und die vertappten Durch vorsichende Korrespondenz werden auch unsere Nihilisten konnten ihr Wert nur so lange treiben bis die Angaben über den Fall Luzky in manchen Punkten be politischen Flüchtlinge, durch traurige Erfahrung belehrt, nicht nur vorsichtiger, sondern auch gewandter als ihre Feinde ge- richtigt. In der Hauptsache aber hatten wir Recht: es worden waren und sich überall so eingerichtet haben, handelt sich um Infamien der russischen Polizei und um daß ihnen von nun fan fast fein einziger Spion völkerrechtswidrige Handlungen der russischen Spitzelunbekannt bleibt. Nun hieß es im feindlichen Lager diplomatie. auf eine andere Weise für das Wohl des Baren zu operiren, und zu diesem Zwecke haben die russischen Der Ausgang der Bochumer Wahl verursacht der Polizisten sogleich eine neue, diesmal aber eine wirklich höllische Kreuz- Zeitung" noch immer heftige Beklemmungen. Daß Wenn es so aussieht, wo es vergleichsweise gut steht, Taktik eingeschlagen, denn es hieß und es heißt: fämmtliche Die Kohlenbarone vor den sozialdemokratischen Bergarbeitern dann kann man sich einen Vers machen, wie„ idyllisch" es bekanntesten und tüchtigsten Persönlichkeiten unter den auf die Knie gefallen find, das erscheint dem Junkerblatt in den meisten anderen Drten auf dem Lande aussehen mag. politischen Flüchlingen als verkappte Nihilisten, also als als ein höchft bedenkliches Ereigniß. Es ersieht daraus, daß und man begreift die Angst der Reaktionäre vor den Spione des Zaren vor der Welt zu denunziren! Die die Kohlenbarone im Besonderen und die Bourgeoisie im Sozialdemokraten, die ihnen in ihr Paradies hineinschauen, Waffe ward kurzweg umgekehrt! So gab sich diesen Sommer ein gewisser Bukowineanu, Allgemeinen der Sozialdemokratie gegenüber nicht die nöthige ja sogar„ einfallen" wollen. der als rumänischer Advokat im Dienste der russischen Gesandt Widerstandskraft haben und es zieht den Schluß, daß die „ Der Wir danken Gott, daß wir nicht sind wie diese ver schaft zu Bukarest steht, alle mögliche Mühe, um den ersten gefährliche Zuversicht der Arbeiter wachsen muß. Redakteur des Telegraful", Herrn 3. Arbore, als Spion moralische Erfolg der Wahl ist, daß die Bergleute gelernt fommenen Franzosen, sagt sich angesichts des neuesten der Deffentlichkeit durch russisch gesinnte Zeitungen zu haben, ihre Gegner zu verachten, während ihr Selbst- französischen Skandalprozesses die deutsche Pharisäergesellschaft, denunziren, und ging die Sache so weit, daß ein Ehren- bewußtsein üppig gewachsen ist. Fortan werden sie unter andern auch der Pariser Korrespondent der„ KreuzSchiedsgericht der hiesigen Presse zusammengerufen werden mußte, nur um so nachdrücklicher singen: Zeitung", der seinen neuesten Brief also beginnt: durch welches der 3. Arbore rein und frei von jedem Verdacht gefunden wurde. So war auch vor Kurzem Burhew, eine sehr tüchtige Persönlichkeit in Sofia als Spion ausgeschrieen und sogar genöthigt, das Land zu verlassen, weil die bulgarische Regierung in diesem Falle sich durch die geheimen russischen Polizisten hat irre führen lassen. Nein! Die vertappten Nihilisten haben sich stets recht weit von einem Manne wie Luzky gehalten, und gewiß Reiner von den bekannten politischen Flüchtlingen wird je eine derartige Verbindung eingehen, denn das ist schon ein zu ver brauchtes Manöver der Polizisten. Gefährlicher ist ihre neue Taktif; nistischen Pläne der franzöfifchen Politiker zu erbettelu. Etelhaft ist wirklich das geistige Glend und der moralische Ver fall nicht der Franzosen aber der gegenwärtig leitenden französischen Herren Republikaner! Wir sind die Macht! wir hämmern jung Das alte morsche Ding, den Staat, Die wir von Gottes Zorne find Bis jetzt das Proletariat." " Ja, ja, auf diese Weise werden die Sozial. Demokratensiegen. Stimmt! Die Kreuzzeitung" hat wenigstens noch Augen, die sehen können. In dem gleichen Artikel meint die„ Kreuz- Zeitung":" Rein Konservativer hätte jemals in ähnlicher Weise das Programm seiner Partei verleugnet und sich vor politischen Gegnern gebeugt." Das Ergebniß des Skandalprozesses Fouroux in Droguignon ist Ihnen bereits durch den Telegraphen übermittelt worden. Dieser Prozeß ist von sympto matischer Bedeutung für die französisch en Sittenzustände." Soll heißen, das ist kein vereinzelter Fall, sondern ein Geschwür, das auf die Verseuchung des ganzen Organismus chließen läßt. Und das ist auch wahr. Kaum ist nun aber dieses wahre Wort der Feder kommt ihm ein schrecklicher Gedanke, und kleinlaut fährt unseres christlich germanischen Pharisäers entflohen, da er fort: " gefährlicher find allerhand Lügen, die in Telegrammen und Artikeln, seitens der durch Rußland besoldeten fremden, und besonders der russisch- freundlichen reaktionären französischen Presse in alle vier Enden der Welt geschleudert werden. So Na! Na! Wir kennen Erempel von Beispielen, wo Dergleichen- nämlich daß man die Frauen von 3. B. wäre" Le Temps" vom 2. bis 3. Januar zu nennen, tonservative Herren, sehr konservative Herren, kon- Freunden verführt, die Folgen" gefezwidrig zu beseitigen der sich von seinem wißigen Korrespondenten aus Konstanti nopel eine ganze Reihe von erbärmlichen Lügen und ſervative Politiker von Namen, ganz so wie Herr Müllen- sucht, kurz die freie Liebe" in des Wortes verwegenster ,, dergleichen kommt leider auch Fälschungen der Wahrheit über die Entführung Lugly's vor- fiefen, um sozialdemokratische Gunst gebettelt und den Bedeutung übt wie in allen Ländern vor, wenn auch plauschen läßt, einzig in der Absicht, auf die russischen politischen Sozialdemokraten vielleicht noch zärtlichere Liebeserklärungen bei uns Flüchtlinge ein möglichst ungünstiges Licht zu werfen und da gemacht haben. nicht so häufig".( Hm! Herr Pharifäer?) Da gegen durch das Wohlwollen des nordischen Despoten für die chauvi- Und nun ein Wort: Für die„ Kreuz- Zeitung" haben und nun hebt unser Pharisaer sich auf die Höhe der wir eine gewisse Sympathie, weil sie sich vor den meisten Situation dagegen ist das Aufheben, welches Beitungen durch eine relative Konsequenz auszeichnet und nicht die Presse davon gemacht hat, echt franfelten den Muth einer eigenen Meinung hat auch auf die 3ösisch." diese Stufe der Verkommenheit. Daß man solche Was den unglücklichen Lutzky anbelangt, so ist noch hinzu Gefahr hin ausgelacht zu werden. Das Heucheln steht ihr zufügen, daß unter allen die beste und die richtigste In deshalb ganz besonders schlecht. Wir werden sie noch zehn- Dinge thut je nun das geschieht auch bei uns und formation über dessen Entführung der N. Fr. Presse" mal mehr schätzen, wenn sie, statt fromm die Augen zu ver- in allen Ländern aber daß man so viel Aufsehen macht, von ihrem Korrespondenten aus Sofia in einem Briefe drehen und sich ihrer Tugend zu rühmen, hübsch gottes- d. h. daß man die häßlichen Dinge nicht hübsch säuberlich vom 30. Dezember mitgetheilt ist. Dort ist klar und gewiffen fürchtig und dreiste der Wahrheit die Ghre giebt:„ Wir vertuscht daß ist das Sündhafte! Und das fehlte haft gesagt, wie Luyty durch zwei, seitens des russischen Ge Junker sind auch Menschen, wie die andern, und von den gerade noch, um den Kreuz- Zeitungs"-Pharisäer zu einem neralfonsulats zu Konstantinopel gefälschten Telegrammen ge lockt, am Bahnhofe von der türkischen Polizei arretirt, großen Lastern der Zeit ist keines uns ferngeblieben. Wir klassischen, vollkommenen Mustereremplar des Typus Pharidann von find Mamimonsdiener, umtanzen das goldene Kalb und säer zu stempeln. zwanzig Individuen, unter denen zwei hohe Und nun noch Eins. Die Urheber und Theilnehmer Beamte der russischen Gesandtschaft und ein treiben, um an die Klinke der Gesetzgebung zu kommen, Pope, überfallen, gebunden, mißhandelt und zu dem unfittlichsten Wählerfang- gerade wie alle andern des jüngsten französischen Standals, obgleich den höchsten Schiffe fortgeschleppt wurde, welches alsogleich in der Richtung a l'ten Parteien." und einflußreichsten Gesellschaftsschichten angehörig, sind mit nach Batum in See ging. mehrjährigem Gefängniß bis zu fünf Jahren bestraft worden. Findet die Kreuz- Zeitung" die Strafe nicht etwas hoch nach deutschen Begriffen? Glaubt sie Hand aufs Herz- daß ein deutscher Ober- Bürgermeister und eine deutsche Baronesse unter ähnlichen Umständen mit kapitalistischen Systems anf die Landwirthschaft werden recht hätten? Zur Grund- und Bodenfrage. Die Wirkungen des der freien Liebe gleich schlechte Erfahrungen gemacht schlagend gekennzeichnet in einer Korrespondenz aus Liebertwolkwitz( bei Leipzig), die wir in unserem Chem- Es scheint wirklich, daß die Gerüchte vom demnächstigen uizer Parteiorgan finden. Um die mitgetheilten Thatsachen Rücktritt Gladstone's nicht ganz aus der Luft gegriffen ihrer ganzen Tragweite und Bedeutung nach würdigen zu waren. Und zwar ist es, wie wir schon früher vermutheten, können, muß man wissen, daß in Sachsen, Dank einer klugen die irische Frage, die ihn von der politischen Bühne Gesetzgebung im Interesse des Bauernstandes, die Lage der verdrängen wird. Er hat soeben zwar erklärt, mit Bezug Bauern eine vergleichsweise günstige ist, so daß auf Frland nehme er und seine Partei genau die alte Sachsen als Musterland für Bauern gilt. Die Korrespondenz Stellung ein, allein die Frländer nehmen nicht mehr die alte Stellung zu ihm ein. Mag der Parnell- Skandal, Siebertwolf wit. Bezüglich des Verschwindens des der noch nicht zu Ende ist dafür sorgen schon die Herren Kleinbauernstandes fann auch von unserem Ort ein hübscher Tories zu der Ernennung dieses oder jenes Führers der Beitrag geliefert werden. Unser Ort zählte vor ca. 20 Jahren Homerule Partei führen, die Homerule- Partei bei einer Einwohnerzahl von ungefähr 1600 Seelen 40 Bauern- elbst ist in der Auflösung begriffen güter, die wohl mehr oder weniger alle bei Fleiß und das ist eine Thatsache, an der sich nichts mehr Sparsamteit ein leidliches Austommen hatten; bei dieser ändern läßt. Damit verliert verliert aber Gladstone einen Gemeinderathswahl, also nach 20 Jahren, wurden nur noch Burze w im Gegentheil, hat ein wirklich feltenes Glück gehabt. Von Bulgarien tam er nach Rumänien, wo er sich in Galatz auf dem englischen Dampfer Ashland"( Kapitän Reed) einschiffte und in etlichen Tagen in Ronstantinopel anlangte. Dort harrte seiner schon eine ganze Schaar Polizisten, die auf türkischen und russischen Booten den englischen Dampfer sogleich umringten, worauf ein hoher russischer Beamter den Dampfer bestieg und die Auslieferung Burhew's, als angeblichen Mörders und als Fälschers von russischen und türkischen Staatsnoten, verlangte. Nachdem aber der Kapitän die Forderung abgewiesen, kam der russische Gesandte Herr Nellidoff in eigener Berson und bot dem Kapitän 25 000 Franks an, und fügte ganz keck bei, daß er den Burkew todt oder lebendig haben müsse, und haben wolle. Darauf die Möglichkeit eines ernſten Konflitis befürchtend, erwiderte der Kapitän, daß er nur gescherst, aber keinen russischen Flüchtling an Bord habe, worauf der Herr Nellidoff mürrisch abgehen mußte und der Kapitän sogleich seiner Mannschaft befahl, Burzew in dem Kohlenзи verstecken. So fonnte Der Ashland" raum " brachte. Er rollte nur mit den Augen und pfauchte: ... L... Lumpen!" sagte er. Lumpen!" sagte er. Es war auch sehr komisch, daß er Mädchen Lumpen nannte. Jedoch gleich war er wieder freundlich, sobald er sah, daß er mit Schelten nichts erreichte. Ebba und Fanny waren im Allgemeinen feine Lieblinge; aber manchmal erzürnte ihn Fanny, weil sie nicht a- a- artig war. Er nahm es nicht sehr genau mit seinen Stunden. Manchmal redete er vom Kochen anstatt von der Multiplikation, oder er verwendete eine KopfrechnenStunde zu einem Vortrag über Damenkleidung. Diese fand er fürchterlich lächerlich; besonders unerträglich schien es ihm, eine Dame mit einem Sonnenschirm zu sehen. „ Könnt Ihr Euch etwas A- a- a- affektirteres denken, als eine Dame mit einem G- S- Sonnenschirm?" eiferte er. Jede Veränderung in der Mode brachte ihn in Harnisch und verschaffte den Mädchen eine Freistunde. Er konnte sich arg vergessen. Es endet, Gott steh' mir bei, noch damit, daß sie nadt einhergehen," meinte er eines Tages, .. ,, mit einer großen Straußfeder rückwärts!-Ah, hm! Pardon, hm, hm, hm! Nun also, sechs mal sechs, Fanny-?" Die kleinen Mädchen lachten über ihn und hatten ihn lieb; er war im Grunde so gut. Allein sie hatten ihn nur ganz wenige Stunden in der Woche und Frau Kahrs auch; diese unterrichtete zumeist in den Oberklassen. In der Regel mußten die Mädchen in Fanny's Jahrgang sich mit den gewöhnlichen Fräulein begnügen, welche die Lektion abfrugen und mürrisch waren, und da wurden die Stunden so lang, daß man sie kaum aushielt. " Sie waren nicht blos langweilig, diese Fräulein; sie waren auch dumm. Es war in der That keine Kunst, um alles Bescheid zu wissen, wenn sie die ganze Stunde über das Buch aufgeschlagen vor sich liegen hatten; man sollte dasselbe ihnen wegnehmen und sehen, wie es da ginge; es würde Fanny unterhalten, das zu wiffen. Da wären die Fräulein vielleicht auch nicht viel klüger als wir. ( Fortsetzung folgt.) Das wäre wahr. Und wenn die Kreuz- Zeitung" es offen zugäbe, würde sie nicht blos einen Beweis von Charakter geben, sondern sie hätte auch den Vortheil, einmal nicht ausgelacht zu werden. lautet: 9 20 Gutsbesitzer aufgezählt, soweit ist der ländliche Besi Hauptstützpunkt ganz abgesehen von der persönlichen innerhalb 20 Jahren in die Hände Weniger übergegangen Blamage, die sehr groß ist denn Parnell bemüht sich und in furzer Zeit, darauf kann man mit Bestimmtheit jetzt mit wahrhaft raffinirter Rachsucht, Gladstone als einen rechnen, werden noch 4 bis 5 kleinere oder überschuldete doppelzüngigen Intriguanten hinzustellen, der die Irländer Güter in den Besitz des Großkapitals übertreten. Schon nur für die Zwecke seines persönlichen Ehrgeizes habe bcseit Jahren werden einige Güter wegen Ueberschuldung nutzen wollen, und es dabei mit der Wahrheit nicht zum Kauf ausgeboten, wieder andere würden längst nicht mehr im Stande sein, zu vegetiren, wenn die Inhaber nicht noch genau genommen habe. Und Herr Parnell giebt Thatsachen Nebenverdiensten nachgingen. Von den verschwundenen an, die allerdings, wenn Herr Gladstone sie nicht gründlich Gütern ist der größte Theil in den Besitz der hiesigen Groß- widerlegt, Herrn Gladstone in einem höchst sonderbaren Lichte Grundbesitzer übergegangen. Um unsere Lefer nicht im Un- erscheinen lassen. flaren zu lassen, als wären die früheren 20 Besizer Rentner geworden, so sei bemerkt, daß wohl der größte Theil sich als Die Arbeiterorganisationen Portugals hielten in Tagelöhner, Knechte oder Bauhandwerker einen frei voriger Woche, wie in Kürze telegraphisch gemeldet wurde, willigen Beruf erwählt hat; wie in der Industrie in Lissabon den ersten portugiesischen Arbeiterkongreß ab. der Kleinhandwerker dem Großkapital weichen muß, so Es liegen uns bis jetzt die Berichte über die ersten fünf in der Landwirthschaft der kleine Bauer, wie schon oben be- Sitzungstage vor, aus denen zu ersehen ist, daß die Arbeiter merkt; 6 bis 8 schleppt man noch so mit, indem sie Portugals in dem großen Emanzipationskampfe des nur noch den Namen Bauer haben, und nicht viel besser ist es Broletariats mit ihren Genossen der übrigen europäischen auf den umliegenden Dörfern Güldengossa und Wachau. Nur ausgeholte Gutshöfe und ausgeholte Tagelöhner und Knechte, Länder durchaus gleichen Schritt halten. In Anbetracht wohnend in traurigen Lehmbuden, sind dort anzutreffen, und dessen, daß eine zielbewußte Leitung der Arbeiterbewegung die paar Bauern, welche noch existiren, kann man mit Portugals erst seit kurzem zu verzeichnen ist, darf man sogar Recht Hypothekenbauern nennen. Der größte Landbesitzer is die in so kurzer Zeit geschaffene Organisation und die bisder Fürst von Schönburg- Waldenburg; derfelbe hat großen Be herige Thätigkeit der Partei als eine außerordentliche befit in Belgershain, Fuchshain, Pomßen, Eicha. Auf diesen Gütern zeichnen. Auf dem Kongreß, der von etwa 230 Delegirten sollen die Tagelöhner noch geringere Löhne bekommen als bei den der Gewerkschaften in Lissabon, Oporto, Evora und Bauern. Die Wohn- und Lebensverhältnisse dieser Bediensteten find ebenfalls nicht die besten zu nennen. Die sogenannten Gesinde Setubal besucht war, zeichneten sich als Redner besonders stuben sehen häufig genug Ställen ähnlich, ebenso ist es noch die Genossen Luiz Soares, Costa Leite und Luiz sehr Sitte, daß sich der Knecht sein Bett im Stalle aufsuchen de Figueiredo aus. Der wichtigste Gegenstand der muß. Die Beföftigung des Gefindes darf sich keiner in Kalbs Berathungen war die Frage der Feier des 1. Mai, welche foteletten, Schinken und Knackwürsten vorstellen; dieselbe ist man durch die einstimmige Annahme einer Resolution enteinfach so, daß die Kohlrüben, das Weißkraut und die Kartoffeln schied, in der dieser Tag als allgemeiner Arbeiter- Feiertag faum ausreichen wollen. Fleisch bekommen die Leute den Sommer bestimmt wird. Derselbe Beschluß stellt zugleich den achtdrei Mal alle sieben Tage, im Winter zwei Mal. Das Schlimmste, stündigen Maximal- Arbeitstag als das zunächst zu er den Knecht in seiner Ehre Herabwürdigendste ist das mit Duftrebende Ziel der Arbeiterbewegung auf. Ein weiterer Betiteln; nicht vertraulich flingt es sondern althergebracht despotisch, das Du beruht feineswegs auf Gegenseitigkeit; der wichtiger Beschluß verlangt die sofortige Konstituirung von Herr, die Mamfell, die Kinder, alles redet den Knecht in dieser Arbeiterkammern für Lissabon und Oporto, für deren ÜnterWeise an. Das erste, was in dieser Beziehung zur ländlichen bringung und Unterhaltung von den beiden Stadtgemeinden Agitation gethan werden könnte, wäre wohl, den Knecht auf Geldmittel und Baulichkeiten gefordert werden. Der dritte handlungen zur Herbeiführung eines Handelsvertrages mit| Bismarck über Nacht allesammt aus der Welt geschafft Desterreich in's Treffen. Nun, je langsamer diese Maßregeln vor sich gehen, die nialen Experimente und alle schutzzöllnerischen Sonder- daß man umkehren müsse. Da gilt es denn nun, mit festem werden können. bemerkenswerthe Beschluß besteht in der Annahme eines parteitaktischen Programmes, welches bestimmt, daß sich die Arbeiterorganisationen nur an solchen politischen Be wegungen betheiligen sollen, welche in unzweideutiger Form obendrein nur bruchstückweise die Folgen der Bismarck'schen In der„ Vossischen Zeitung" vom 24. Dezember 1890 die materielle Hebung der arbeitenden Klaſſen erstreben Politik vernichten, um so schwerer werden die herrschenden wird der Verfasser eines bei Brasch u. Rothenſtein er oder das Maß der dem ganzen Volke zu gewährenden Parteien die Nachwirkungen verspüren. Das Geständniß schienenen englischen Führers durch Berlin, Herr Theodor politischen Freiheiten zu vergrößern suchen. Vor Allem liegt bereits in der Erklärung des Reichskanzlers, daß die Reuß, als hiesiger Vertreter des Londoner„ Daily Chronicle" seien alle chauvinistischen Tendenzen, alle folo- bisherige Politik verhängnißvoll für das Volk war und bezeichnet. Es ist dies derselbe Herr Reuß, der vor mehreren interessen zu verwerfen, da das kämpfende Proletariat Griff und kühnem Schnitt alles abzutrennen, was plump, Jahren als Spion im Dienst verschiedener Polizeien aus nur durch die Kampfesgemeinschaft mit den Genossen aller fehlerhaft" u. s. w. war. Diplomatisiren heißt hier das der Londoner Socialist- League ausgestoßen, in Nummer 52 übrigen Länder voranschreiten könne. In diesem Sinne Leiden verlängern. Die Einfuhrverbote für Vieh, Fleisch zc.( 24. Dezember 1887) des" Sozialdemokrat" neben Schröder, wurden Deputationen erwählt, welche den einzelnen Ministern bestehen noch fort mit ihnen! Denn das Volk hungert. Haupt, Trautner, Nonne, Oberwinder und anderen in jener die Proteste des Kongresses gegen die Vertheuerung des Wenn geldgierige und begehrliche Parteien die für sie bekannten Liste aufgeführt( sein Bezug wurde auf 450 M. Brotes, gegen die Zölle auf nothwendige Konsumartikel und daraus quellenden Vortheile nicht fahren lassen wollen-monatlich angegeben), und endlich von seinem Mitspiel gegen die Monopole einzelner Aktien- Gesellschaften über- fort mit ihnen! Ein Appell an das Volk segt sie hinweg. Max Trautner in einer Broschüre:" Wie John Neve ver bringen sollten. Eine andere Kommission wurde zum Minister- Der 20. Februar spricht jetzt noch eine laute Sprache, so haftet wurde" direkt als beim Verrath Neve's thätig betheiligter präsidenten entsandt, um die Beseitigung eines Paragraphen eindringlich, daß, wie aus den heutigen Verhandlungen» Londoner Bekannter des Herrn von Mauderode" bezeichnet des Straf- Gesetzbuches zu fordern, welcher den Streit als hervorgeht, auch die Regierung vor dieser Sprache Respekt wurde. ein strafbares Verbrechen bezeichnet. Andere Kommissionen zeigen muß. Denn ohne das Wahlresultat des 20. Februar Da„ Daily Chronicle" von allen Londoner Tages wurden ernannt, welche Gesetzesanträge, betreffend die Kinder- richtete die alte Raketenkiste" jedenfalls noch manches blättern die besten und vollständigsten Berichte über die und Frauenarbeit, die Sonntagsruhe, das Fabrikinspektorat Unheil an. Arbeiterbewegung bringt, war es Pflicht, hier Klarheit zu und den Minimallohn ausarbeiten werden, um diese später durch die zu errichtenden Arbeiterkammern der Regierung zu übermitteln. Die Sitzungen, welche in durchaus wür diger Weise verliefen, fanden im Sizungssaale der Lissaboner Stadtverordneten- Bersammlung statt. Unsere Partei hat heute wieder gezeigt, daß sie die schaffen. Interessen der bedrückten Klassen zu wahren weiß. ( Näheres siehe Parlamentsbericht.) Dr. Edward Aveling legte also der Redaktion obige Notiz der Vossischen Zeitung" und obige Nummer des " Sozialdemokrat" vor und erhielt darauf augenblicklich die Zusicherung, daß genannter Herr Reuß zwar derzeitiger Berliner Korrespondent des„ Daily Chronicle" sei, nunmehr aber seine Entlassung erhalten werde. Parlamentarisches. Die Freifinnige Zeitung" schweigt zwar hartnäckig über den Wäschediebstahl", weiß dafür aber etwas von Aus dem Reichstage. Die Bismarcksche Politik hat einer Spaltung unter den sozialdemokratischen hat auch in Bezug auf die Zollfragen vollständig abge- Maurern zu erzählen. Nun ein Streit hat unter den wirthschaftet und muß Stück für Stück von der heutigen deutschen Maurern allerdings bestanden und zwar ist die Regierung preisgegeben werden. Von der heutigen Debatte Sache schon vier bis fünf Jahre alt wir über die sozialdemokratischen und deutschfreisinnigen An- fönnen dem Organ des Herrn Eugen Richter aber die er Das Zentrum wird gegen die Wahl Müllensiefen's Protes träge auf Abschaffung der Lebensmittel- Bölle, erklärte der freuliche Mittheilung machen, daß da Sozialdemokraten erheben. Die Anfechtung der Giltigkeit stützt sich auf die Kon Reichskanzler von Caprivi, daß der Regierung die Sorge keine Fortschrittler sind, die sich durch die Bänkereien einiger fiszirung ultramontaner Wahlflugblätter in Hattingen, Langen für Erleichterung der Volfsernährung ebenso sehr am Herzen Führer" veruneinigen lassen- daß der Streit unter den dreer und Witten und ferner auf eine Anzahl Fälle angeblicher Liege, wie irgend einer Partei." Als Beweis führte der Waurern seiner gütlichen Erledigung zueilt. Der Streit ist Wahlbeeinflussung. Reichskanzler die seit einigen Monaten zur Erleichterung beiläufig eine Hinterlassenschaft des Sozialistengesetzes, dessen der Fleischeinfuhr getroffenen Maßregeln, sowie die Ver- Wirkungen eben so wenig wie die übrigen des Systems Theater. Mittwoch, den 14. Januar. Opernhaus. Marie, oder: Die Tochter des Regiments. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Lessing- Theater. Ohne Ideale. Berliner Theater. In der Mark. Deutsches Theater. Die Kinder der Excellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Wallner- Theater. Talmi. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Mein Freund Lehmann. Ostend- Theater. Vor Sonnenaufgang. " Circus Renz. Wiegenfefte ein donnerndes Hoch.( 54.J Karlstraße. Mittwoch, den 14. Januar 1891, Abends 7 Uhr: 3um legten Male: Deutsche Turner. Große nationale Original- Pantomime u. f. w., neu arrang. u. in Szene geM Unserm rothen G. W. zu seinem Die Konservtv. aus Friedrichstr. 24. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß meine Frau, Marie Linde, geb. Sebastian, Große öffentliche Volks- Versammlung am 11. Januar, Nachts i uhr, ver- im fett v. Direktor E. Renz. Außerdem: storben ist. Die Beerdigung findet Great Steeple Chase von 6 englischen Donnerstag, den 15. d. M., Nachmittags Vollblut Springpferden, in Freiheit 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen 66 J dressirt u. vorgef. v. Hrn. Franz Renz. Jakobikirchhofes aus statt. Dié trauernden Hinterbliebenen Schulpferd Old Sport, ger. von Frl. Oceana Renz( Enkelin). Ein Mexikaner R. Linde und Familie Schmidt. Manöver, ger. v. 12 Herren. Auftreten Danksagung. des berühmten Saltomortale- Reiters Mr. Alex. Briatore. Pas de deux Für die vielen herzlichen Beweise der Adolph Ernst- Theater. Unsere auf 2 Pferden v. Mm. u. Mr. Brad- Theilnahme bei der Beerdigung unseres Don Juans. Thomas- Theater. Schuhe. bury. Miß Zelia Zampa, amerikani- einzigen Sohnes und Bruders Erust am Freitag, den 16. Januar, Abends 8 Uhr, großen Saale der Brauerei„ Tivoli". Tages Ordnung: 1. Die Lebensmittelzölle, Referent Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. NB.: Es wird dringend ersucht, vor Eintritt in den Saal da Rauchen einzustellen. Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein 836 Drei Paar sche Luftgymnaſtikerin." Miß Lillie Borchert sagen wir allen Verwandten, für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Kaufmann's Variété. Große Spe. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangsfomifer. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Meers, Jockeyreiterin 1. Ranges. Frl. Freunden und Bekannten, dem FachNatalie, Parforcereiterin. Mr. B. Fillis verein der Stuckateure und Berufsin seinen Vor- u. Rückwärts- Salto- genossen, sowie dem Herrn Prediger General Versammlung am Donnerstag, den 15. Januar, Abends 8 Uhr, mortales auf ungesatteltem Pferde. von Soben für die trostreichen Worte im Lokale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee No. 10-11 Komische Entrees und Intermezzos von sämmtlichen Klowns. Morgen Vorstellung. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Große Vorstellung mit neuem, vorzüglich gewähltem Programm. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Reger- Grcentric.hers, Amerikan. Eine ländl. Hochzeit, Gebr. Willmo, musikalische Glowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Bf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sensationelle Walerpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Morgen Abend: Große Vorstellung mit neuem Programm. Eine ländliche Hochzeit. am Sarge des Entschlafenen unseren tiefgefühltesten Dant. 55 J Die trauernden Hinterbliebenen. Große öffentliche Versammlung fämmtl. in der FirmenschilderBrande beschäftigten Arbeiter am Mittwoch, den 14. Januar 1891, Abends 8 Uhr, Tagesordnung: 1. Raffenbericht und Wahl der Revisoren. 2. Di bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie. Referent Herr Krause 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 340 Der Vorstand. Bildhauer! Oeffentl. Versammlung aller arbeitslosen Kollegen in Scheffer's Salon, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Wahl eines Delegirten zur Berliner Streif- Kontrol im fommission. 2. Vortrag des Stadtverordneten Herrn O. Klein. 3. Dis tuſſion. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, wegen am Donnerstag, den 15. Januar, Abends 10 Uhr, Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstrasse No. 16. Tages Ordnung: 1. Die jetzige wirthschaftliche Krise und die damit verbundene Arbeit losigkeit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. zwang Jeder arbeitslose Rollege ist doppelt verpflichtet, zu erscheinen, da Bier Der Einberufer. berichtigkeit der Tagesordnung recht 117ng und Tellersammlung nicht stattfindet. pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 58 J Der Einberufer. Zentralkaffe der Maler( Filiale Berlin 2, Osten). Mitgl.- Versamml. am 15. Jan., Ab. 8 Uhr, bei J. Henke, Achtung, Metallarbeiter Alle Diejenigen, welche vom Stiftungsfest( 15. November 1890) 10 Sonntag, den 18. Januar 1891: Blumenstr. 38. T.- D.: 1. Kassenbericht. Billets in Händen haben, werden ersucht, so schnell als möglich abzurechne Zwei große Vorstellungen. Nachmit- 2. Wahl von Verwaltungsbeamten und Etablissement Buggenhagen tags 3/2 hr und Abends 7½ Uhr. Krankenbesuchern. 3. Verschiedenes. am Moritzplatz. Täglich: HAF Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Entrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweilige Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. Kaiser Panorama. Passage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 2. Wanderung d. Rußland. 1. Cycl. Pariser Weltausstellung. Hertha- Reise. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mr. In beiden Vorstellungen: Circus unter 56 J Wasser. PassagePanopticum. 100 uene Die Ortsverwaltung. Am Sonnabend, den 17. D. M.: Grosser 59 J 224 Wiener Maskenball des des Gesang Kornblume" vereins 390 in Breuer's Ball- Saion, Gruppen und Figuren. Große Frankfurterstraße 74/75. Spezialitäten Siehe Sprechfaal. Vorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Der Vorstand. Cöpenick. Vorm. b. 11. Ab. Lese- und Diskutirklub Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. K a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. Amazonen- Truppe eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Zukunft. Jeden Donnerstag Abend Sigung im Lokale des Herrn Schmidt, Gasthof zu Das Vergnügungs- Komitee. J. A.: N. Zalejski, Oranienstr. 187. Bereins zur Wahrung der Interessen der Gast- u Mitglieder- Versammlung Schankwirthe Berlins und Umgegend am Freitag, den 16. Januar, Nachmittags 41/2 Uhr, im Lokale des Kollegen Nürnberg, Schönhauser Allee No. Tages Ordnung: 28 1. Vortrag über: Wie organisiren wir uns? 2. Diskussion. 8. Raffe bericht. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Fortsetzung des Kommissions berichts. 6. Vereinsangelegenheiten. 7. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen bittet 159 Der Vorstand. Deffentliche Versammlung sämmtlicher Metallarbeiter den drei Linden, Grünauerſtraße. Gäfte in Gas-, Wasser- n. Dampf- Armaturen willkommen. Der Vorstand.[ 53 J Jede Uhr zu repariren und zu reinigen kostet bei am Donnerstag, den 15. Januar, Abds. 8 Uhr, im Lokale des Herrn Zemter, Münz- Strasse No. II. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Delegirtentage der Provinz Brandenburg, und uns unter Garantie des Gutgehens nur Pommern. 2. Wahl eines Vertrauensmannes für die Branche. 3, Vers 1 M. 50 f.( außer Bruch), kleine schiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Reparaturen billiger. Lager aller Arten zahlreiches Erscheinen bittet neuer und gebrauchter Uhren. Verkauf 227 erstaunlich billigen 42L Der Einberufer. . Rothert& Stolz, formager Restaurant zum„ Bukunftsplaat" Uhrmacher. Andreasstr. 62, Chaufferstr. 78, Alte Schönhauserstr. 25. Die Beleidig., die ich Fr. Wussmann zugef, nehme ich zurück. Fr. Vierk.[ 62J Adolph Scholz, Kastanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur infl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 28 L Hierzu eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 11. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 42. Sigung vom 13. Januar, 2/2 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: v. Caprivi, v. Bötti cher, v. Heyden, v. Marschall, v. Malzahn. Präsident v. Levehow: Ich eröffne die Sigung mit dem besten Neujahrsgruß an die Herren Kollegen. Das Haus tritt in seine Tagesordnung, die erste Berathung der Anträge Auer und Richter, ein. Der erstere, von der fozialdemokratischen Partei unterstützt, verlangt die Aufhebung aller 3ölle auf Getreide, auch gemalztes, auf Hülsenfrüchte, Butter, auch künstliche, auf frisches und zubereitetes Fleisch, Geflügel, Wild, Fleischertrakt, Tafelbouillon, Fische, gesalzene Heringe, Muhlenfabrikate aus Getreide und Hülsenfrüchten, nämlich Graupen, Gries, Grüße, Mehl, Bäckerwaare, auf Schmalz von Schweinen und Gänsen, Stearin, Eier, lebendes Zug- und Schlachtvieh. In Verbindung mit diesem Antrage steht der der deutschfreisinnigen Partei unterstützte Antrag des Abg. Richter zur Berathung:" Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, im Interesse der minder wohlhabenden Volksklassen und behufs Anbahnung einer gerechteren Besteuerung durch geeignete Borlagen 1. die Kornzölle zunächst auf die bis 1887 bestandenen Säge zu ermäßigen, sodann eine allgemeine Revision des Zolltarifs einzuleiten, welche unter gänzlicher Beseitigung der Zölle auf Korn, Vieh und Holz auch eine Entlastung des Verbrauchs der Landwirthschaft herbeiführt; 2. die Aufhebung der Zuckermaterial- Steuer und der damit zusammenhängenden Ausfuhrprämien für Zucker zu veranlassen; 3. die Privilegien der bisherigen Brenner bei der Verbrauchsabgabe für Branntwein in Fortfall zu bringen." Mittwoch, den 14. Januar 1891. 8. Jahrg. beitet haben, haben am allerwenigsten Ursache, sich zu beklagen. Königreich Sachsen. Es scheint sich nun auch in jenen Kreisen, Ich erinnere Sie daran, wie sehr der Werth des Grund und die fortwährend für die Zölle gearbeitet haben, allmälig ein Bodens seit dem vorigen Jahrhundert gestiegen ist. Die nota- Umschwung geltend zu machen. Die Zeitung Die Post" riellen Aften würden uns darüber überraschende Aufschlüsse geben. brachte neulich einen Artikel, in welchem sie lebhaft bedauerte, Im Rheinlande ich gebe zu, daß es sich da um abnorme Ver- daß im Jahre 1881 der Handelsvertrag mit Desterreich nicht zu hältnisse handelt wurden in der unmittelbaren Nähe von Köln Stande gekommen sei. Unser Antrag geht dahin, daß man ebenso 300 Morgen für 25 000 Fr., d. h. der Morgen für 831/3 Fr. ver- wie mit Desterreich auch mit Rußland, Frankreich und Amerika tauft. Heute kostet der Morgen 250 Thaler. Leute, die solche Verträge abschließt, damit die Zölle schließlich ganz aus der Geschäfte gemacht haben, können wohl zufrieden sein. Grund Welt geschafft werden. Differentialzölle würden uns noch größezur Klage haben die Pächter, die sehr hohe Pachtpreise bezahlen res Unglück bringen, als die anderen Zölle. Der Artikel der und sich schinden und abrackern müssen, und der kleine und" Post" zeigt, daß man sich in gewissen Kreisen bereits schämt über mittlere Bauer, der feine Viehzucht hat und gezwungen ist, Futter das früher Verbrochene. Der Abg. v. Frege hat früher einmal und Korn zu kaufen. Ein Bauer der Eifel, der 20 Morgen besitzt und für den Verlust unserer bisherigen Absatzgebiete auf unsere fünf Kinder hat, kann vom Getreidebau gar nicht leben. Er muß Kolonien hingewiesen und das Beispiel der ostindischen Kompagnie schon früh sein Getreide zu einem billigen Preise verkaufen und herangezogen, die für England bedeutet habe, was etwa Kamerun es später zu einem viel höheren Preise kaufen. Man sagt, daß für uns bedeuten wird. Das sind doch nur leere Ausflüchte. die Getreidezölle die Lage der ländlichen Arbeiter gehoben haben. Allerdings muß, wenn die Zölle aus der Welt geschaffen werden, Ein Beweis hierfür ist bisher nicht erbracht worden. Der Guts- für Ersak gesorgt werden. Das kann geschehen durch Verminde besitzer mit seiner Familie lebt bei guter oder schlechter Zeit ganz rung der hohen Militärlasten. Wir haben die stärkste Armee und gleich, seine Frau trägt deshalb keinen Hut oder Schleier weniger. Können einmal sagen: Rüstet einmal ab! Wenn Sie unseren Die Gutsbesizer der ölichen Provinzen beklagen sich darüber, Antrag annehmen, haben Sie sich wirklich einmal um das Vaterdaß ihre Arbeiter zuviel verdienen, sie sagen aber nicht, ob die land verdient gemacht!( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Arbeiter auch damit auskommen können. Wenn die Arbeiter zu- Abg. Richter: Unser Antrag bezweckt, was wir in den viel verdienten, würden sie nicht nach dem Rheinland und nach Wahlkämpfen für die Reform der Zoll- und Wirthschaftspolitik Sachsen gehen. Ein Ochsenknecht verdient jährlich mit Naturalien vertreten haben, in präziser Form hier zu wiederholen. Er erschöpft 384 m. 80 Pf., ein Schäferknecht 396 M. 80 Pj. und ein Pferde nicht Alles, was wir überhaupt an Reformen anstreben, sondern fnecht ebensoviel. Auf den Dominien im Kreise Neisse erhält hebt nur die Beseitigung derjenigen Privilegien des Großgrundbesizes eine Frau einen Tagelohn von 40-50 Pf. und ein Mann einen und Großkapitals hervor, die in weitesten Kreisen als besonders von 60 Pf. bis 1 M. ohne Koft. Immer wieder wird behauptet, ungerecht und drückend empfunden werden. Daß dies in immer daß der Getreidezoll vom Auslande getragen wird. Es ist aber weiteren Kreisen des Volkes der Fall ist, beweisen die Wahlen. statistisch nachgewiesen worden, daß der Roggenpreis in Köln Im letzten Reichstage konnten wir höchstens darauf rechnen, daß durchschnittlich um den Betrag des Bollsatzes höher steht als in 8 der Mitglieder mit den Grundanschauungen unseres Antrages Reichskanzler v. Caprivi: Auf der heutigen Tagesordnung Rotterdam und Brüssel. Das Nämliche gilt in Danzig, Stettin einverstanden war; jetzt dürfen wir mindestens 1/3 der Mitglieder stehen die beiden Anträge, berührend Fragen, deren Bedeutung und Königsberg. Wenn lediglich die Bäcker das Brot vertheuern, des Hauses als solche annehmen. Daß wir ihn in Uebereinfür das wirthschaftliche Leben der Nation die verbündeten dann würden die Leute z. B. an der holländischen Grenze nicht ſtimmung mit den Sozialdemokraten im Juni v. J. zurückstellten, Regierungen nicht verkannt haben. Die Anträge sind über die Grenze gehen, um billigeres Brot zu kaufen. Nein, den weil damals gerade die Militärfrage im Vordergrund des öffentim Mai und Juli vorigen Jahres eingebracht worden; Zoll tragen wir, das Inland. Es scheint, als ob heute das lichen Interesses stand, haben wir nicht zu bedauern, denn ininzwischen ist ist Deutschland wie den Herren bekannt Gegentheil von dem maßgebend ist, was wir früher in den Schulen zwischen haben sich die Verhältnisse für den Antrag erheblich ist, mit Desterreich- Ungarn über den Abschluß eines neuen gelernt haben. Da lasen wir in unserem Lesebuch von einem günstiger gestaltet. Die Macht der Verhältnisse hat auch ihre Handelsvertrages in Verhandlungen getreten, und es steht zu er- Kornwucherer, der im Hungerjahre 1817 gelebt hat. Er schrieb Einwirkung auf die Regierung nicht verfehlt, insofern das warten, daß diesen Verhandlungen solche mit anderen Staaten, mit Kreide an seine Thür:" Nur für den und den Preis wird Zuckersteuergesetz vorgelegt ist und der Reichskanzler wiederdie ebenso wie wir das Interesse nach wirthschaftlicher An- das Korn verkauft." Dann heißt es weiter: Die Vorsehung holt Mittheilungen über das Schweben von Verhandlungen näherung haben, folgen werden. Wir können uns der Hoff hat den Mann bestraft; Haus und Hof sind ihm abgebrannt." zum Abschluß von Handelsverträgen machte. nung hingeben, daß die Verhandlungen mit Desterreich zu einem Heute wird es in unseren Gesetzbüchern festgelegt: Das Brot muß demokratische Antrag hat die Form eines G.-E., der unsrige die beide Theile befriedigenden Resultate führen werden.( Bravo!) möglichst vertheuert werden." Friedrich II., gewiß fein Frei einer Resolution. Initiativanträge, wenn sie nicht von vorn Nähere Mittheilungen darüber zu machen, sind wir zur Zeit händler, hat in Bezug auf Getreide- und Viehzölle ganz anders herein einer großen Mehrheit sicher sind, gelangen in Form von nicht im Stande; wir können uns weder über den bisherigen gedacht. Nachdem die Einfuhr des amerikanischen Specks, an- Gesetzentwürfen infolge der drei Lesungen viel schwieriger zu Verlauf, noch über den gegenwärtigen Stand der Verhandlungen, geblich der Trichinen wegen, verboten worden ist, ist dem armen positiven Ergebnissen, als eine einfache Resolution. Unsere Resonoch über die endlichen Ziele, welche die verbündeten Regie Manne auch der billige Speck entzogen worden, und die Pferde- lution betrifft nicht bloß die Zölle, sondern auch die Verbrauchsrungen verfolgen, zur Zeit äußern. Wir müssen uns heute auf mezgerei fommt immer mehr in Aufnahme. Es ist von unserer steuern, denn eine Beseitigung der Einfuhrprämien bei der Zuckerdie Bemerkung beschränken, daß die Sorge für Erleichterung der und von fortschrittlicher Seite wiederholt darauf aufmerksam ge- steuer und des Privilegiums der Brenner bei der Branntweinsteuer Voltsernährung den verbündeten Regierungen ebenso sehr am macht worden, daß durch Schutzölle des Auslandes gewisser- ist ebenso dringend wie die Zollreform. Unser Antrag betrifft Herzen liegt, wie irgend einer Partei in diesem Hause, und wir dürfen maßen zu Gegenmaßregeln provozirt worden ist. Wir haben es nicht nur die Produkte des Ackerbaues, sondern auch die inals Bekräftigung hierfür Bezug nehmen auf diejenigen Maßregeln, denn auch erlebt, daß uns der amerikanische Markt abgeschnitten dustriellen Erzeugnisse. Es ist falsch, zu glauben, daß wir aus die seit einigen Monaten zur Erleichterung der Fleischversorgung in worden ist. Wenn wir jetzt nicht dafür sorgen, daß die Zölle er- Rücksichtnahme auf die Industrie des Westens einer Reform der Deutschland eingeführt worden sind. Zugleich aber erkennen wir mäßigt werden, wird es später kaum mehr möglich sein. Gerade Industriezölle anders gegenüberstehen, wie einer solchen der Agraran, daß wir die Pflicht haben, für die Entwickelung derjenigen die reicheren Fabrikanten haben im Auslande noch besondere zölle. Die Industriezölle schaden zum großen Theil der Industrie wirthschaftlichen Erwerbszweige zu sorgen, die für die Erhaltung Fabriken angelegt, und bei den jezigen des Staates von hoher Bedeutung sind, wie in erster Linie die ist es deshalb hohen Zöllen selbst, namentlich leidet die Kleineisen Industrie unter den den kleineren deutschen Fabrikanten nicht Eisenzöllen und den Ringbildungen. Wir fordern allerdings Landwirthschaft.( Bravo! rechts.) Wir erkennen an, daß eine mehr möglich, vortheilhaft in jene Länder er nicht die sofortige Beseitigung der Nahrungsmittel- Zölle auf eingedeihliche Landwirthschaft über diejenigen Zahlen hinaus, die in portiren, fie find vom Auslande völlig ausgeschlossen. mal, aber nicht weil wir die Aufrechterhaltung eines Theiles derBezug auf ihre Produktion sich feststellen lassen, für die Erhaltung So wird durch unser Schuzzollsystem unser eigener Mittel- felben etwa für gerechtfertigt hielten. Die Ausführungen meines des Staates vom höchsten Werthe ist. Treten die Herren heute stand geschädigt. Troß des heutigen niedrigen Zinsfußes Vorredners theile ich in jeder Beziehung, aber unter den ge= in eine Diskussion über die beiden vorliegenden Anträge ein, so müssen doch gerade die kleinen Leute noch immer recht hohe gebenen parlamentarischen Verhältnissen halten wir den Weg werden die Vertreter der verbündeten Regierungen, angesichts der Zinsen tragen. Daß unsere Industrie, als Gesammtheit auf- unseres Antrages am meisten für gangbar. Man wirft uns vor, schwebenden Verhandlungen, sich darauf beschränken müssen, an gefaßt, in ihrem Export in den letzten Jahren Schiffbruch ge- wir forderten eine theilweise sofortige Aushebung der Nahrungsdieser Diskussion theilzunehmen, wenn etwa bedenkliche Irrthümer litten hat, zeigen deutlich die amtlichen Zahlen über Einfuhr mittel- Zölle, nicht aber der Industriezölle, obwohl sie beide gleichüber thatsächliche Verhältnisse klar zu stellen wären. und Ausfuhr. Seit 1886 ist das Verhältniß von Ausfuhr und zeitig eingeführt seien. Aberdings sind beide gleichzeitig 1879 Abg. Schumacher( Soz.): Es freut mich, daß auch die Einfuhr ein immer ungünstigeres geworden. 1888 betrug das eingeführt, aber die Getreidezölle uur in Höhe von 10 M. pro Regierung dafür Sorge tragen will, daß eine Erleichterung der Minus der Einfuhr 52 Mill. Mart, 1889 bereits 808 Millionen Tonne. 1883 sind die Getreidezölle für sich auf 30 M., 1887 auf Volfsernährung eintritt. Ueber die Nothwendigkeit dieser Maß- Mark. Wie können wir bei unserer Schutzzollpolitik den Ameri- 50 M. erhöht worden, ohne entsprechende Erhöhung der Industrieregel fann hier kein Streit sein. Mit Unrecht hat uns die schuß- fanern ihre Mc. Kinley- Bill übelnehmen? Die Kölnische Zeitung", zölle. Deshalb müssen wir nach dem Gesetze, daß die Geister auf zöllnerische Presse vorgeworfen, es handle sich bei unserem An- die schon lange nicht mehr auf dem Boden des absoluten Frei- demselben Wege verschwinden müssen, auf dem sie gekommen sind, trage auf Aushebung der Getreide- und Bichzölle mehr um eine handels steht, brachte zwar einen von dem Generalsekretär die Agrarzölle zunächst herunterseßen, nachdem sie zuletzt allein erhöht Demonstration und um die Erzeugung neuer Unzufriedenheit, als Dr. Beumer in Düsseldorf unterzeichneten lebhaften Nothschrei sind. Wir bedaueru nicht, daß unser Antrag erst heute verhandelt wird um das eigentliche Wohl des Volkes. Für die Neuerzeugung unserer rheinisch- west älischen Industriellen; die Amerikaner denn gleichviel, welches Schicksal er hat, können wir seine Forde von Unzufriedenheit ist gerade die gegnerische Seite verantwort- aber können sich es leisten, auf das Ausland keine rungen an drei Stellen wieder aufnehmen. Das Zuckersteuer-; lich. Gewiß beruht auf dem Bauernstande, auf der Landwirth- Rücksicht zu nehmen, während wir das größte Inter- Gesetz ist vorgelegt, allerdings bepackt mit einer Erhöhung der schaft unser ganzes Staatswesen; wir müssen aber entschieden esse an der Erhaltung des Friedens haben. In den Verbrauchsabgabe, welche dasselbe in den Abgrund ziehen kann. bestreiten, daß die Getreidezölle für den eigentlichen nothleidenden letzten drei Monaten find infolge der Mc. Kinley- Bill Anstatt den Schwanz der Ausfuhrprämien stückweise von Jahr Bauer ins Leben gerufen sind. Der Bauer hat von den Getreide- allein von Solingen aus für 42 Millionen Mark weniger zu Jahr abzuschneiden, sollte man die Zuckerindustrie lieber da= zöllen absolut keinen oder nur sehr wenig Nuzen. Die Noth der Messerwaaren nach Amerifa exportirt worden als im Vorjahre. Durch entschädigen, daß man den Konsum des Inlandes wohlLandwirthschaft kann nicht bestritten werden. Diejenigen aber, die Für einen Ort wie Solingen bedeutet ein solcher Ausfall schon feiler macht, wenn der Konsum des Auslandes nachlassen sollte. hier für die Einführung der hohen Getreide und Viehzölle gear- sehr viel. Aehnlich aber liegen die Dinge in Thüringen und im Bei der Novelle zum Branntweinsteuer- Gesetz könnten wir auch Rothenburger Tage. Roman aus der Zeit des großen Bauernkrieges von 1525. Von Wilhelm Blos. liegt er?" ( 35. Fortsetzung.) In dem Hause schien es völlig öde und still. Rein Lichtschimmer fiel durch die runden Fensterscheiben. Der Schäferhans schlug mit seiner Hellebarde an die alte Hausthür, daß es durch das ganze Gebäude dröhnte. Kein Laut. " Beim höllischen Feuer," schrie der Schäferhans, wo Nichts regte sich. Er schlug ein zweites und ein drittes Mal an die Thür. " Erst reicht mir einen Schluck Weins," sprach der Spion. Gerichts in die Ohren schmettern möchten," schrie der Söldner " Daß Euch da drinnen die Posaunen des jüngsten Ich hab' genug laufen und schnüffeln müssen, bis daß ich wüthend. Sprengt die Thür." die rechte Kunde vernommen." Bug. Man reichte ihm eine Kanne und er that einen langen _!" Eichenbohlen und mit Eisen beschlagen. Zu den Fenstern aber konnte man auch nicht hinein; es waren starke Eisensitter davor. Das war nicht so leicht, denn die Thür war von starken Endlich erschien eine weiße Haube am Fenster; es war die alte Wirthschafterin. Ah, das thut gut!" sagte er. " Der Doktor, wo ist er?" schrie jetzt Schäferhaus, sein Schwert ziehend. Antwort oder Er hob drohend die Klinge. " Nur Geduld," sprach der Spion. Der Doktor liegt in einer Kammer verborgen in dem Hause, das neben der alten Burg nördlich dicht an der Stadtmauer steht." " Ha!" rief nun der Thürmer, gewiß will er in dieser Nacht entweichen. Nun könnet ihr wissen, was das Licht bedeutet, das ich geseh'n hab'. Denn dort war's, gerade Söldner. dort!" い Der sozialleuchteten Stube angelehnt. Als sie eindringen wollten, flog die Thür auf und sie sahen Agnes von Badell am Fenster gegen die Stadtmauer zu; unter der Thür aber warf sich ihnen Jörg Spelt mit gezücktem Schwert entgegen. Zurück!" rief er. Die Söldner standen; Schäferhaus aber rief: Wo ist er, der meineidige verrätherische Doktor?" ,, Suchet ihn draußen!" rief Spelt. " Rettet Euch, Herr Jörg!" rief mun Agnes ,,, der Doktor ist über den Graben!" ,, Soll ich Euch jetzt verlassen?" rief Spelt. ,, Kümmert Euch nicht um mich und rettet Euch," schrie sie ,,, rettet Euch, sonst geht es Euch an den Kopf!" Sie löschte das Licht aus. Ein Schlag fiel und ein Schrei ertönte, ein wildes Getümmel und Geschrei dann eilte der Schäferhans nach der Thüre um Niemand herauszulassen.. " Deffnet," schrie der Schäferhans, sonst werden die Thür und Euer Schädel in Stücke springen!" Es ward wieder Licht gemacht. Da sah man den GalgenHier giebt es nichts aus Krügen zu trinken," sagte die martin in einem Strom von Blut am Boden liegen; Jörg halbtaube alte Frau. Im Namen des Raths, macht auf!" brüllte der Hausflurs kauerte die zum Tode erschrockene Wirthschafterin Spelt hatte ihn über den Kopf gehauen. In einer Ecke des Hier wird nicht geschenkt und ist weder Tag noch bei dem Lärm. Spelt fand man nicht; er war in der Dunkelund rührte sich nicht; ihr Herr lag im Bette und schlief ruhig Die halbtrunkenen Stadtknechte erhoben sich auf ein Nacht auf," sagte die Alte mit unerschütterlicher Ruhe. heit und im Getümmel entkommen. In der Stube aber Zeichen des Schäferhans nur mürrisch von den Weinfannen. Mag auf, Dein Getränk wollen wir nicht, alter Essig stand hochaufgerichtet Agnes von Badell, ihre Augen 28as ging sie heute der Doktor Karlstadt an; sie hätten krug," rief muu der Galgen- Martin. funkelten und ihre Wangen waren geröthet. Ihr Glaub's wohl, Ihr habt auch noch nicht gezecht genug," goldig schimmerndes Haar wogte gleich einer Mähne um " Habt Ihr schon solch einen Nebel vor dem Hirn, antwortete die Alte.„ Aber bleibet mir nur draußen, wüster den stolzen Nacken. Sie hielt ein dickes Seil in der Hand, daß Ihr vergessen möget, wie ein hoher Rath Euch einen Gesell!" Trunk aus dem Rathsteller zugesprochen, so Ihr den Doktor der Schäferhans; sprenget die Pforte." das zum Fenster hinaushing. Der Schäferhans riß das ,, Mit dieser alten Here giebt's kein Verständniß," rief Seil an sich und zog es herein. An seinem Ende hing ein Karlstadt greifet," rief der Galgen- Martin. Das wirkte. großer Korb. lieber weiter gezecht. Die Halbtrunkenen fuhren empor und wurden mit einem Male ganz munter. Sie schwärmten gewappnet aus und rückten vor dem Hause neben der Burg auf. Einer der Knechte hatte eine Art herbeigeholt; nach" Straf' mich Gott," schrie er, Ihr habt den verruchten mehreren mächtigen Schlägen gab die Thüre nach und der Doktor hinausgelassen." Schäferhans stieß sie vollends ein, so daß sie krachend ins Darüber hab' ich Euch nicht Rede zu stehen," sprach Haus fiel. Mit vorgehaltenen Spießen und Helleparten Agnes mit Hoheit. brangen die Söldner ein. Sie sahen die Thür einer er" ( Fortsetzung folgt.) Horrespondenzen und Parteinachrichten. -Mit Bezug auf das Kongrek Protokoll ersucht und Genosse Ridt in Heidelberg zu konstatiren, daß die dort auf Seite 191 angeführte Aeußerung:„ Ich bin ein Feind des Freidenkerthums" ungenau wiedergegeben und in dieser Form nicht von ihm gefallen sei. * # unferen betreffenden Antrag weiter verfolgen. Dieselbe berührt an deren Stellen verfolgen. Die Macht der Verhältnisse ist stärker, Abg. Richter( persönlich): Der Abg. Buhl hat bedauert, zwar nicht das Privilegium der Brenner, aber es wäre ein Wider- als der Wille der Menschen, und ich hoffe, daß für manches von daß ich die Verdienste des Fürsten Bismarck als Gründers spruch, wollten wir dabei Mücken feihen und an dem großen Elephanten Demjenigen, was unser Antrag erstrebt, sich auch schon der deutschen Ginheit herabgefekt hätte. Ich habe nicht des Privilegiums der Brenner stillschweigend vorübergehen. Ferner jetzt eine Mehrheit des Hauses finden wird.( Beifall bei den Frei- die Verdienste des Fürsten Bismarck in der Vergangenheit tönnen wir beim Stat Anträge auf Abänderung des Zolltarifs unab- finnigen und Sozialdemokraten.) herabgesetzt, sondern sein Leben in der Gegenwart bedauert, hängig von diesem Antrag stellen, ebenso auch, wenn uns Handels- Abg. Lutz( deutschkons.): Im Namen meiner politischen welches mir gerade mit seiner politischen Vergangenheit verträge vorgelegt werden. Wir vernehmen mit Befriedigung, Freunde kann ich erklären, daß wir uns dem vorliegenden An- nicht im Einklang zu stehen scheint. daß die Verhandlungen mit Desterreich- Ungarn einen günstigen trage gegenüber auf das Entschiedenste ablehnend verhalten. Wir Abg. Buhl: Ich habe nur die Form beklagt, in welcher der Verlauf nehmen; hoffentlich wird noch in dieser Session ein halten an den Zöllen fest, die eine Grundlage für das Gedeihen Abg. Richter in diesem Hause über den Begründer des Deutschen solcher Vertrag uns vorgelegt werden. Mit Recht ist vor Kurzem unserer Volkswirthschaft gewesen sind. Wir treiben keine Reiches sprach.( Sehr richtig!) von hoher Stelle ausgesprochen worden: Die Welt am Ende des Interessenpolitit, teine einseitige Politit, sondern glauben, daß es Abg. Richter: Meine Form entsprach nur der Form der 19. Jahrhunderts steht unter dem Zeichen des Verkehrs, der Ver- nur dem Schutz der Zölle zu danken ist, wenn heute der Land- Angriffe, die Fürst Bismarck hinter dem Bretterzaun der Hamfehr durchbricht die Schranken, welche die Völker trennen und wirth seine Arbeiter einigermaßen gut lohnen] kann. Wir sind burger Nachrichten" aus dem Busch heraus auf seinen Nachfolger Enüpft zwischen den Nationen neue Beziehungen an. Das ist uns bewußt, im allgemeinen vaterländischen Interesse an den gerichtet hat. Sein Bedauern hätte Herr Buhl also nach einer richtig in Bezug auf jede Verkehrserleichterung, Eisenbahn, landwirthschaftlichen Zöllen festhalten zu müssen.( Beifall.) Die anderen Seite richten sollen.( Sehr richtig!) Dampfschiffverbindung und dergl. Was wollen aber Handelsver- Schutzölle kommen nicht allein dem Großgrundbesitzer zu Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. träge anders? Sie wollen die künstlichen Hindernisse beseitigen, Gute. Es ist die eigenthümliche Taktik der Sozialdemokraten,( Fortsetzung der Berathung.) welche das selbstische Interesse der beiden Wölfer sich aufzurichten in industriellen Bezirken von einer Blutsteuer, einer Verbemüht. Wenn Zarifverträge im Stande wären, einen Tribut theuerung der Lebensmittel zu sprechen, während man dem kleinen aufzuerlegen, dann würde man dasselbe von wirthschaftlichen Grundbejizer fagt, daß die Getreidezölle das Korn doch nicht Verträgen aller Art behaupten können, und dann dürfte theurer gemacht hätten. Man verschweigt den Umstand, daß ein man überhaupt feinerlei wirthschaftliche internationale Wegfall der Schutzölle den Getreidebau überhaupt unmöglich Verträge abschließen, denn sie legen der wirthschaftlichen Autonomie machen würde. Das Verfahren der Sozialdemokraten ist ebenso, jedes Staates besondere Beschränkungen auf. Ja, wenn diese als wenn Jemand sich als Freund des fleinen Beamten hinstellt Theorie richtig wäre, dürfte man wirthschaftliche und Tarif- und dann dafür eintritt, daß dessen Gehalt verringert wird. Der verträge nur abschließen nicht mit befreundeten, sondern allein Großgrundbesizer wird die Schinälerung des Einkommens nach mit wilden, oder politisch gleichgiltigen Völkerschaften. Nein, Herabsehung der Zölle durch vermehrte Sparsamkeit, durch Abdie politische Freundschaft wird durch solche Verträge nicht beein- fchaffung von jeglichem Luxus noch einigermaßen ertragen fönnen, trächtigt, sondern gestärkt; sie erzeugen ein schärferes Bewußtsein dem Bauer nehmen Sie mit Ihrem Antrage das tägliche Brot. der Solidarität der Interessen der Völker hüben und drüben. Dem kleinen Landwirth, der gar keine Arbeiter beschäftigen kann, ( Sehr wahr!) Sie ermöglichen, daß jedes Volk für den Welt- wollen Sie geradezu den saueren Verdienst seiner Arbeit verringern. Bernau. Am 9. d. M. Hatten sich unsere Stadtväter mit marft produzirt, was seiner Eigenart entspricht; sie fördern die Wenn man wirklich die Absicht hat, den Großgrundbesiz zu einer Petition des Arbeiter- Bildungsvereins zu beschäftigen. In nationale Entwickelung der Völker und zugleich eine internationale ruiniren, so wird man zu gleicher Zeit auch den Bauernstand derselben wurde sie ersucht, das Bürgerrecht, eventuell das WahlArbeitstheilung, bei welcher alle Völker sich am besten stehen. vernichten.( Sehr richtig! rechts.) Gleichzeitig mit dem Angriff recht auf alle Arbeiter, auch wenn sie nur die erste Steuerstufe Die Verträge binden der Form nach die einzelnen Staaten; auf die landwirthschaftlichen Zölle hat man einen solchen gegen zahlen, zu erstrecken. Begründet wurde genannter Antrag durch die letzteren verpflichten sich aber nur dazu, wozu das die Grenzsperre gerichtet. Eine Versammlung von über 200 Thier- unseren Genossen, den Stadtv. Schmoll. Die Antwort, welche eigene Intereffe gegenüber den Konsumenten schon Ver- ärzten hat sich dahin ausgesprochen, daß eine Milderung oder derselbe vom Vorsteher, sowie vom Bürgermeister erhielt, war anlaffung giebt. Dann hat ja doch Fürst Bismarck selbst gar Aufhebung der Sperre absolut unthunlich ist. Den Werth eine recht sonderbare. Sie meinten, die Arbeiter müßten erst die gerade in der ersten Periode feiner Regierung, seiner jugend- des gesammten deutschen Viehstandes kann man auf 5000 Geseze lernen, denn ein solcher Antrag sei ganz ungefeßlich und kräftigen Periode, diese durchgreifende Tarifreform im Wege der Millionen Mark anschlagen, er bildet neben dem Ge- so weiter. Man glaubte sich schon sicher, da o weh! meldet sich Handelsverträge eingeleitet, auch mit Desterreich. Er hat solche treidebau den hervorragendsten Zweig der nationalen Pro- der Stadtv. Richter, welcher nicht zu unserer Partei gehört, dem zweimal, im Jahre 1865 und 1868 abgeschlossen. Es ist durch- duktion, der nicht in so unverantwortlicher Weise hätte wohl aber die Sache zu bunt wurde, zum Wort und weist nach, aus unwahr, daß ein solcher Vertrag irgendwie nachtheilig auf der Gefahr ausgesetzt werden sollen, trotz des Gutachtens der daß die Arbeiter zu dieser Forderung berechtigt sind. Bei jeder Stadtdas Bundesverhältniß einwirten fann. Im Gegentheil, die Sachverständigen und troß der bisherigen Erfahrungen. Die verordneten- Wahl dürfen alle Briefträger, Nachtwächter und BahnGeschichte zeigt, daß gerade der Tarifvertrag mit Desterreich, verbündeten Regierungen werden sich gegenüber den Kämpfen beamten wählen, wenn Gefahr im Berzuge ist. Er forderte die welcher zehn Jahre in Kraft gestanden hat, wahrscheinlich viel gegen die Schuhmaßregeln für unsere Landwirthschaft ihrer vollen Stadtverordneten auf, sich in den Listen von der Wahrheit seiner einschneidender als der jetzt beabsichtigte, unmittelbar vorher Verantwortung bewußt bleiben. Wenn ihnen an der Erhaltung Aussagen zu überzeugen. In scharfer Weife griff er nun die gegangen ist dem Abschluß des Bündnisses. Er hat also erst die der Landwirthschaft nichts gelegen ist, so mögen sie immerhin Behörden an und meinte, daß, wenn die Forderung des ArbeiterStimmung hervorgebracht, aus der heraus man nachher zu den größten Frevel begehen, den man an der Landwirthschaft Bildungsvereins ungefeßlich sei, man selber keine Ungefeßlich politischer Vereinbarung gelangte. In dem gleichen Sinne begehen kann, und die Zölle aufheben. Wenn aber die ver- feiten begehen solle. Denn alle diese Personen seien sonach nicht spricht sich die Adresse des Zollparlaments gleich nach bündeten Regierungen in der Erhaltung eines fräftigen wahlberechtigt, da sie weder selbstständige Handwerker sind, noch feinem erstmaligen Zusammentritt über den Werth den Werth der Bauernstandes, in gefunden, auskömmlichen Verhältnissen die zweite Steuerstufe zahlen. Anstatt sich nun gegen diesen Handelsverträge aus. Ich hielt mich verpflichtet, Ich hielt mich verpflichtet, wegen einen Haupt aktor der nationalen Wohlfahrt erblicken, dann Angriff zu vertheidigen, wurde schnell beschlossen, über diesen Ser Beachtung, die jene Aeußerung des Fürsten Bis- halten sie die jetzt bestehenden Zölle in ihrem vollen Um- Punit zur Tagesordnung überzugehen. Nun, der Arbeitermarc im Auslande gefunden, einige Worte zu fagen. fange aufrecht. Ohne dieselben ist der Bauernstand ruinirt: Bildungsverein, welcher bei dieser Sigung den Zuhörerraum einIm Inlande hat sie diese Beachtung nicht gefunden. Im Gegen- nicht langsam und sicher, sondern schnell und sicher.( Lebhafter, nahm, wird diesen Herren für ihr Handeln die gebührende Anttheil, derartige Bestrebungen, wie sie von Friedrichsruh verlaut anhaltender Beifall rechts und im Zentrum.) wort geben. bart sind, sind eher geeignet, die Sache, für die sie eintreten, in Abg. v. Schalfcha( Zentr.): Die sozialdemokratische Partei der öffentlichen Meinung zu schädigen, als zu träftigen. Ich hat die Parole ausgegeben, die Agitation auf das Land zu führen Magdeburg. Das Elend in Magdeburg hat heute in der würde es verstehen, wenn Fürst Bismarck von seinem Rechte Ge- durch Leute, die mit der Landwirthschaft Bescheid wissen. Ich Versammlung der Arbeitslosen, welche im Kontordia- Theater brauch machte und seine Ansicht öffentlich verträte in dem Herren- fann nicht behaupten, daß der erste Reduer zu diesen Sach- tagte, eine Illustration erhalten, welche ein eindringliches Fragehaus, in dem er durch das Allerhöchste Vertrauen Friedrich verständigen gehört. Dann sprach der Abg. Richter, dessen zeichen hinter der heutigen privat- fapitali lischen Produktionsweise Wilhelm IV. einen lebenslänglichen Sig erhalten hat. Aber ich Partei auch heute noch nicht ein besonderes Interesse für die ist. Der geräumige Saal war dicht gedrängt voll und während verstehe es nicht, wie er aus dem Dickicht, aus dem Busch von Landwirthschaft hat. Gins hat mich gewundert. Während die Klassengenossen der Anwesenden in allen Betriebswerkstätten Friedrichsruh, hinter dem Bretterzaun der„ Hamburger Nach- wir früher Herrn Richter immer nur Tadel nach dem Regierungs- der Magdeburger Peripherie zu einem großen Theile vielleicht richten" Steine werfen kann auf feinen Nachfolger, um die Vertrags- tisch hin richten hörten, haben wir heute mit Erstaunen schon den Ueberstundenzettel" zum heutigen Abend in Händen politik und dessen Verhandlungen mit dem Auslande zu stören. wahrgenommen, daß er eigentlich recht unverblümt den hielten, ertönte hier aus der Mitte der industriellen, Reserve( Beifall links.) So lange Fürst Bismarck hier in Macht und An- Handeisvertrag mit Desterreich gut geheißen hat, ob- armee" ein Nothschrei, den wir hier nur flüchtig registriren, um sehen stand, habe ich ihm gegenüber niemals ein Blatt vor den gleich er ihn noch nicht fennt.( Heiterkeit.) Das ist den ausführlichen Bericht in der morgenden Nummer zu bringen. Mund genommen( Heiterkeit), Darum halte ich mich eine merkwürdige Veränderung, und ich möchte mit Herrn Nachstehende Resolutionen mögen schon heute den Geist ebenso berechtigt wie verpflichtet, in dem Augenblick, wo Richter sagen: was man nicht Allies erlebt! Ich habe stets zu bekunden, welcher die Versammlung beherrschte: solcher publizistischer Unfug von Friedrichsruh veranlaßt wird, Denjenigen gehört, welche die Getreidezölle nicht als Schuh, Dagegen aufzutreten.( Beifall links.) Würde er sich selbst mit sondern lediglich als Finanzzölle angesehen haben. Die von mir dem Privatleben begnügen, so würde ich ihn nicht vor die Kritit vorgelegte Tabelle beweist, daß die Bewegung des Roggenpreises ziehen. Da er sich aber selbst ins öffentliche Leben einmischt, im Wesentlichen abhängt von der Bewegung des Rubelpreises. muß er sich auch diese Kritik gefallen lassen.( Beifall links.) Die Während der Rubel von 1868-78 gefallen ist von 280 auf 203, Rakete ist aufgeftiegen, hat gezischt, ist aber bald verpufft( Heiter- fiel der Roggenpreis in Kiew von 1081/2 auf 75, genau in der keit und Beifall links), erleuchtet hat sie Niemanden mit Ausnahme selben Proportion. Ich habe nun die Jahre 1884,85 und 1887 des Herrn v. Kardorff.( Große Heiterkeit.) Herr v. Kardorff bis 1888 herausgegriffen und gefunden, daß 1884 der Rubelpreis hat nämlich in diesen Tagen in einer von ihm veröffentlichten schwankt von 214 auf 197 M. und der Roggen von 157 auf Erklärung der Post" sich zu derselben Ansicht bekannt, die Fürst 114 M., im Jahre 1885 der Rubel von 192 auf 165, der Bismarck in den„ Hamburger Nachrichten" hat vertreten lassen. Roggen von 134 auf 118 9. Der Preis des Roggens Indessen hat Herr v. Kardorff sich mit dem Vertragsabschlusse hat sich also zu dem des Rubels bis auf eine unbe einverstanden erklärt, wenn gleichzeitig die Währungsverhältnisse deutende Schwankung in dem Verhältniß von 1,4 erhalten. in feinem Sinne geregelt werden. Wie kann er sich aber diese Dieses Verhältniß ist nicht alterirt worden, obgleich zweimal der Aenderung denken ohne internationalen Vertrag? Und kann Zoll wesentlich erhöht worden ist. Für mich geht daraus zur man nicht einem solchen Vertrage, ebenso entgegenfeßen, daß er Evidenz hervor, daß der Zoll auf die Preisbildung einen Einfluß geeignet sei, die wirthschaftliche Freiheit der betheiligten Nationen nicht gehabt hat. Trotz des Zolles sind die Preise heruntereinzuschränken und zu schädigen? Aber einen mildernden Um- gegangen. Wenn ich nun auch die Getreidezölle nicht für Schuhstand muß ich gegen Herrn v. Kardorff gelten lassen. Es war das zölle betrachte, so möchte ich sie andererseits als bedeutende Eineigenthümliche Verhalten der" Post" in der Getreidezollfrage, nahmequelle nicht aufgeben. Es wäre ein wunderbarer Standwelches Herrn v. Kardorff zu seiner Erklärung veranlaßt hat. punft, wenn man Ginnahmen, die vom Auslande bezahlt werden, Ja, was man nicht Alles erlebt! Diese" Post" war seiner Zeit so ohne Weiteres preisgäbe, Einnahmen, die in Preußen in der von dem Fürsten Bismarck ausersehen, den Segen der Schutzzoll- lex Huene einem erheblichen Theile des Landes zu Gute kommen. politik zu offenbaren, diefelbe" Post", in der Frhr. v. Barnbüler,( Buruf links: verdoppeln!) Alles hat seine Grenzen! Meine der Präsident der Schutzzollkommission von 1879, den Schutzoll politischen Freunde stehen also beiden Anträgen sympathisch uns: pries, das Leiborgan der Magnaten von Schlesien, die mit ihrem nicht gegenüber. 1. Die heutige Versammlung der Arbeitslosen hält es unter ihrer Würde sich in Petitionen um Abhilfe des Nothstandes an die Behörden zu wenden, da von den Letzteren durchgreifende Maßregeln doch nicht zu erhoffen sind. Diese Resolution soll auf Antrag Berger dem Stadt verordneten Klees übermittelt werden, um durch dessen Mund dem Stadtverordneten- Kollegium die Meinung, welche die arbeitslose Masse von den Maßnahmen der Kommunalvertretung hat, zur Kenntniß zu bringen. bo 2. Die heute Vormittag im Concordia- Saale abgehaltene Versammlung beschließt den Ausführungen des Genossen Schulz mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu ihrem Recht zu verhelfen, um so die Arbeitslosigkeit der Magde burger Arbeiter zu beseitigen. Sie erklärt es für Pflicht eines jeden Arbeiters dem Allgemeinen Arbeiterverein beizutreten. 3. Die Versammlung beschloß, zu einer demnächst abzuts haltenden Versammlung arbeitsloser Magdeburger auch die arbeitslosen Frauen und Mädchen einzuladen, damit auch nach dieser Richtung hin festgestellt werden kann, wie weit das Elend unter der heimischen Bevölkerung schon ge diehen ist. Ostrowo( Provinz Posen). Ein alter Parteigenosse schreibt " Sch " Der p. Blum ist durch Lungenkatarrh und Mustel schwäche, seine Ehefrau durch Muskelschwäche in ihrer Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt. Erst zu vier Jahren Gefängniß wegen angeblicher Majestäts Geldbeutel an diesem Schutzoll am meisten interessirt waren, Abg. Buhl( nat.- lib.): Durch die Getreidezölle war diese beleidigung verurtheilt, wovon einundeinviertel Jahr verbüßt schreibt den Satz, daß es ein plumpes Mittel sei, durch Verkaufsmöglichkeit den kleinen Leuten in außerordentlicher, wurden, dann wegen sozialistischer Umtriebe( ich hatte das ver Einführung von Getreidezöllen der Landwirthschaft zu viel weiter gehender Weise gegeben worden, als früher der Fall botene Offene Antwortschreiben" und das Arbeiter- Programm helfen und daß solche Mittel auf die Landwirthschaft wirken wie war; insofern haben die Getreidezölle den fleinen Bauern außer von F." Lassalle verbreitet) auf zwei Tage eingesteckt; furz nachdie Einsprißung von Morphium, eine Kur, die, je öfter man sie ordentlich viel mehr genutzt, als den Großgrundbesitzern.( Sehr dem mich alten Sünder, der ich mich nicht beugen wollte, Schlag braucht, um so sicherer den Organismus der deutschen Landwirth richtig!) Man fürchtet in Arbeiterfreifen gewiß nicht mit Unrecht, auf Schlag getroffen, war ich so weit gesunken, daß ich den hies schaft ruiniren muß. Mir ist im Leben noch niemals ein solcher daß, wenn die Landwirthschaft noch weiter herabgedrückt wird, sigen Magistrat um laufende Unterstützung ersuchen mußte. Purzelbaum vorgekommen, mit dem sich Einer aus dem einen der Zuzug der ländlichen Arbeiter nach den Städten immer reichte dabei folgendes Attest ein: politischen Lager in das andere begiebt.( Beifall links.) Es größer und die Löhne infolge dessen immer geringer werden. deutet dieses darauf hin, daß auch im freifonservativen Lager die Es wäre für Deutschland ein noch viel größeres Unglück, Auflösung in Bezug auf unsere bisherige Schutzzollpolitik schon als für England, wenn sich das Verhältniß zwischen weiter vorgerückt ist, als wir annehmen konnten. Der dort ge- Stadt und Land zu Ungunsten des letzteren noch mehr Ostrowo, den 19. September 1884. machte Vergleich mit der Morphiumspriße ist gang vortrefflich. Es verfchöbe. Um nun zu beweisen, daß die Getreidezölle nicht blos Dr. Landsberger, Kgl. Kr.- Phyf. tritt auch in unserer Schutzzollpolitik die Behandlung von den paar Tausend Großgrundbejißern zu Gute kommen, habe ich Hierauf wurde uns vom 1. Oftober 1884 ab eine monatliche Symptomen an die Stelle der Behandlung des wirklichen Uebels. in meiner Heimath, der Pfalz, Untersuchungen über die land- Unterstützung von 2 Martin Worten zwei Mark gewährt. Giner augenblicklichen Stärkung folgt um so gewisser eine wirthschaftlichen Verhältnisse angestellt. Wir haben dort lauter Diese Unterstügung bezogen wir sechs Jahre lang. Lähmung und Erschlaffung, die geeignet ist, den ganzen Organis- fleine Landwirthe, nur 1/10 pet. hat über 100 Hektar Land. Da brachte in der Magistratssigung vom 29. Oftober 1890 mus zu zerstören. Wir müssen also wünschen, daß die Regierung Redner führt eine Reihe von Zahlen an, nach welchen selbst fleine ein Herr den Antrag ein, den Blum'schen Eheleuten die zwei sobald wie möglich jene Kur aufgiebt, einen anderen Kurs ein- Gemeinden in der Pfalz nach Abzug des eigenen Bedarfs noch Mart Unterstühung zu entziehen. schlägt und zu der alten 8oll- und Handelspolitik von vor 1879 bis zu 10 000 Zentner Getreide in einem Jahr verkaufen. Diese Und es geschah also. zurückkehrt. Gerade die Jeztzeit ist geeignet, die Wendung herbei Zahlen sind typisch für große Theile Deutschlands. Unter diesen Der Antragsteller hat ein jährliches Gehalt von 4200 Mark. zuführen. Die Konsumenten verlangen danach unter dem Druck Verhältnissen bin ich, zwar nur persönlich, nicht im Namen Weil aber Miethe und Lebensmittel theurer geworden sind, bean der hohen Preise der Lebensmittel, die Produzenten sind genügend meiner Partei, gegen die Anträge. Es ist auch noch etwas au- tragte er, sein Gehalt auf jährlich 5400 Mart zu erhöhen. gefräftigt, den Uebergang zu ertragen, die Finanzlage des Reiches deres, Zölle zu bewilligen und bestehende Zölle abzuschaffen. Am 11. November v. 38. erhielt ich folgendes ausgefüllte ist die allergünstigste. Der Staatssekretär von Malzahn hat die( Sehr richtig! rechts und im Zentrum.) Ich habe seiner Zeit Formular: Mehreinnahme aus Zöllen gegen den Etatsansatz im laufenden gegen die Erhöhung der Zölle gestimmt, trete aber jetzt mit demJahre auf 641/2 Millionen Mart geschätzt. Inzwischen ist der selben guten Gewissen gegen die Anträge ein. Wie weit die GeNovemberausweis publizirt worden, und es ergiebt sich nun, daß treidezölle auf eine Vertheuerung des Brotes direkt einwirken, die Zolleinnahmen in den letzten acht Monaten des laufen lasse ich unentschieden. In Heilbronn sind die Brotpreise seit den Etatsjahres um 2312 Millionen Mark höher sind, Jahren stationär geblieben. Bei der Preisbildung wirken auch als im abgelaufenen Etatsjahre. Wenn in den noch ausstehen: andere Faktoren mit. In meiner Heimath kostet in einer den vier Monaten auch nur der Ertrag des Vorjahres erreicht Stadt das Pfund Schweinefleisch 60 Pf., in einer bewird, können wir also auf ein Plus von 88 Millionen rechnen. nachbarten 75 bis 80 Pf. Derartige Preisschwankungen kommen Man kann daher ohne Hinzuziehung von neuen Steuern große selbst an einem und demselben Ort vor. Das ist schwer, zu " Ostrowo, den 29. Oftober 1890. Sie werden hierdurch benachrichtigt, daß Ihnen durch Magistratsbeschluß vo 29. d. M. die bisher bezogene Unterstüßung von 2 M. monatlich vom 1. t. M. ab entzogen worden ist. Gegen diesen Bescheid steht Ihnen die Beschwerde beim Kreisausschuß des Kreises Ostrowo, zu Händen des Herrn Landrath, zu. Der Magistrat. J.-Nr. 7241/90. Schuder. An den Pantinenmacher Herrn Johann Blum hier. Reformen einführen. Verweisen Sie unseren Antrag an die entscheiden, wie weit die Zölle preissteigernd wirken. Deshalb ausschuß, um zu erfahren, weshalb mir die ohnehin schon dürftige Budgetkommission, so werden wir dort an der Hand des Etats haben die gefeggebenden Faktoren mit besonderer Sorgfalt zu und der Zollrechnungen neue Belege für unsere Ansichten vor- prüfen, wie weit unter diesen Umständen bei den entgegenstehenden bringen tönnen. Lehnen Sie unseren Antrag ab, so beneiden wir Interessen auf die Erhaltung des Bauernstandes Rücksicht geSie nicht um das Odium, das Sie der öffentlichen Meinung nommen werden kann. Und darum haben wir alle Veranlassung, gegenüber auf sich nehmen, wir aber können die Materie, die die Anträge abzulehnen.( Beifall rechts.) unferem Antrage zu Grunde liegt, noch in dieser Session an drei l Ein Vertagungsantrag wird angenommen. Gegen diese Verfügung erhob ich Beschwerde beim Kreis Unterstüßung entzogen ist. Die Antwort lautet wie folgt: Kreisausschuß des Kreises Ostrowo, den 27. November 1890. J.-Nr. 729. K. A. 90. Ihre Beschwerde gegen die Verfügung des hiesigen Magistrats vom 29. v. M. ist in der am 25. d. M. ftatt gehabten Kreisausschuß Sizung als unbegründet zurüc gewiesen, weil sowohl Sie als auch Ihre Ehefrau noch oder die Aussicht auf eine einträgliche Rarrière ihrer politischen| sinuation, daß er sich gegen seine Partei vergangen habe, keinestheilweise erwerbsfähig sind und, nach den Ueberzeugung geopfert haben. Den blödsinnigen Auge jener wegs angenehm; seine Freunde halten ihn einer solchen Handlung angestellten Ermittelungen, durch Anfertigen von Pantoffeln rauflustigen Herren erscheint die Sozialdemokratie als ein großes auch nicht für fähig. Aus dem Sachverhalt, wie ihn das Ernoch soviel verdienen, als zum nothdürftigen Lebens- Sammelbecken, das alle Heruntergekommenen in sich aufzunehmen fenntniß feststellt, ergiebt sich, daß Genosse N. Flugblätter ohne unterhalt erforderlich ist." hat. Aber vor diesen Freunden sind wir nun glücklicherweise die erforderliche Erlaubniß vertheilt hat;" dafür ist er verurtheilt Aus diesem Bescheide geht hervor, daß, je älter der Mensch sicher, denn sie werden hoffentlich die Mahnung des Konf. worden nach dem bekannten Verfahren, daß vor dem 1. Oktober wird, er, nach Ansicht des Magistrats und des Ausschusses, um Wochenbl." beherzigen. Sie werden sich nach wie vor vollzählig begangene Zuwiderhandlungen gegen das Sozialistengesetz auch so kräftiger wird. den Antisemiten anschließen. Die nothwendigste Vorbedingung nachher noch geahndet werden. Was den Herren so schwer im Magen liegt, ist, daß der der Zugehörigkeit der Partei der Urgermanen", nämlich gealte Blum ein Sozialdemokrit von reinstem Wasser ist, der sich machte und nicht bezahlte Schulden dürften sich ja bei Allen vornicht beugen will. Und er wird sich nicht beugen. Wir arbeiten finden. hier trotz alledem tüchtig weiter. 1887 hatten wir in Ostrowo 18, auf dem Lande 22 Stimmen; 1890 aber 117 Stimmen.„ Vorwärts" ist die Losung. * ausEin in Brand gerathener Damenschleier versetzte am Montag die Vorübergehenden am Morigplay in Aufregung. Der Schleier, einer jener bekannten langherabwallenden Trauer- Crepes, war vom Winde einem Herrn ins Gesicht geweht worden, der Ein eigenartiges Bild bietet jetzt jeden Morgen in der elften Stunde einer der weniger besuchten Theile des Thiergartens, die sogenannte Freiarche", wo durch einen lauten Ueber kolossale Miethssteigerungen, die zu Neujahr schrillen Pfiff reges Leben entsteht. Von allen Seiten schwirrt es stattgefunden haben, gehen uns von allen Seiten Mittheilungen und über die schneeige Flur und die hartgefrorene Gisdecke fliegen zu. Ziemlich arg, aber vielleicht noch nicht am ärgsten, scheint zahlreiche Wildenten herbei, um an der hier offenen Stelle des Ludwigshafen, 11. Januar. Wie man sich an maßgebender es der Hauswirth Mar Häusler getrieben zu haben. Derfelbe Thiergartensgewässers die gewohnte Fütterung, Brotfrumen, zu Stelle auch ohne Sozialistengesetz zu helfen weiß, davon hier ein hat im Oktober v. J. die Häuser Gubenerstr. 61 und Frankfurter empfangen. Die Zahl der Wildenten ist in diesem Jahre Beispiel. Heute Nachmittag sollte Genosse Ehrhart in dem be- Allee 111 gekauft. In diesen Häusern wohnten die Miether bis im Thiergarten eine recht große. Man hat am Fütterungsplatz nachbarten Bobenheim einen Vortrag halten. Derselbe war bei dahin zu Miethspreisen, die als den Berliner Verhältnissen im schon bis 170 diefer Thiere gezählt. Für die kleine Vogeldemi dortigen Bürgermeisteramt als Polizeibehörde ordnungs- Allgemeinen entsprechend gelten konnten. Herr Häusler hat welt sind in diesem harten Winter im Thiergarten dreißig gemäß angemeldet. Diese hat nach dem bayrischen Vereinsgesch diese Miethspreise doch auch sicher dem Kaufpreise, den er für Futterplätze errichtet. G3 werden hier große Mengen von die Verpflichtung, sofort an das Bezirksamt( hier Frankenthal) zu das Grundstück zahlte, zu Grunde gelegt, denn Niemand kauft Hafer, Hanf, Spitsamen und französische Hirfe berichten. Bis Ablauf des Sozialistengesetzes wurden hierüber ein Haus, das sich nicht rentirt, am allerwenigstens in der dortigen gestreut. Unterhaltend ist es, die munteren Finken und Meisen, genaue Instruktionen an die Ortsbehörden ertheilt. Unser Herr Gegend. Herr Häusler ist jedenfalls ein sehr tüchtiger Geschäfts- den gelben Zeisig und den bunten Stieglitz mit dem dreisten Bürgermeister jedoch, ein sehr eifriger Zentrumsmann, that dies mann; er sandte zu Neujahr feinen Miethern eine schlanke Spatz um die Futtertörner sich streiten zu sehen. Raubzeug, nicht, ließ vielmehr die Anmeldung ruhig liegen. Um 3 Uhr Kündigung als Neujahrs- Gratulation und deutete darin gleich welches der Vogelwelt nachstellt, ist zur Zeit im Thiergarten die Zuhörer hatten sich massenhaft eingefunden und die Ver- an, daß diejenigen, welche wohnen bleiben wollen, wegen des nicht mehr vorhanden; früher gab es hier noch Jltisse, auch sie fammlung sollte eben ihren Anfang nehmen erklärte der Miethspreises mit dem Hausverwalter Rücksprache nehmen fönnten. sind jetzt ausgerottet; nur zuweilen erscheint noch der ThurmGendarmeriewachtmeister aus Frankenthal, dieselbe könne nicht Diese schamhafte Anwandlung des uneigennütigen Hauswirths ist falte, der aber nur Mäuse fängt. Die massenhaft vorstattfinden, weil sie nicht angemeldet sei". Ehrhart verfügte sich begreiflich, wenn man folgendes erfährt: Für eine im Quergebäude handenen Eichhörnchen haben jetzt Schonzeit, werden aber als fofort zum Bürgermeister. Derselbe hatte eine Reise gethan", des Hauses Frankfurter Allee 111 vier Treppen hoch belegene schlimme Feinde der gefiederten Sänger im Frühjahr auch abgewar also nicht zu sprechen, um so gesprächiger aber war seine Wohnung, bestehend aus einfenstriger Stube und Küche, bezahlt schossen. weise Hälfte, die erklärte, daß ja auf der Anmeldung, welche die gegenwärtige Inhaberin, eine Wittwe mit ihrer Tochter, fie vorlegte, fein Auftrag stehe, dieselbe an's Bezirksamt au 180 Mark Jahresmiethe, ein ganz gewiß nicht zu niedriger Satz. übermitteln. Das Bezirksamt in Frankenthal also wußte nichts Diese Wohnung soll vom 1. April d. I. ab 90 Mt. mehr fosten, von einer Versammlung, trotzdem beorderte es einige Gen- also im Ganzen 270 mt., mithin eine Steigerung um darmen in dieselbe. Auch nachdem Ehrhart dem gewaltigen Ver- 50 Prozent. treter der heiligen Hermandat nachwies, daß, wenn eine Gesetzes- Ein anderes Beispiel: Eine in demselben Hause, Quergeb. eine Bigarre rauchte. Der wehende Schleier warf dem Raucher verlegung vorliege, fie unter allen Umständen den Bürgermeister eine Treppe hoch belegene Wohnung, bestehend aus einer Stube, Funken von der Zigarre ins Gesicht und begann dann zu selbst treffe, bestand diefer wie Shylock auf seinem Schein. Er in welche niemals die Sonne scheint, und einer Küche, die so glimmen. Sofort ergriffen einige Vorübergehende den Schleier ist nämlich selbst auch ein ganz famoser Gesetzeskenner, denn er glücklich gelegen ist, daß man vom Fenster den entzückenden An- und rissen ihn der nicht wenig überraschten Dame vom Hut, die behauptet, daß jede Versammlung 48 Stunden vorher angemel- blick einer Müllgrube, einer Dunggrube, und, wenn man das von dem Vorgange nichts bemerkt hatte. Der rauchende Herr det sein müßte. Diese totale Unkenntniß der gefeßlichen Bestim Fenster öffnet, auch den Duft von Schweine- und Kuhställen ge- erlitt von den ihm ins Gesicht gewehten Funken einige kleine, mungen seitens der vollziehenden Organe sind an und für sich nießen kann, fostete bisher 216 Mt. In Zukunft soll diese Woh- aber recht schmerzhafte Brandflecken. schon zu bedauern, mehr aber noch, wenn Staatsbürger in der nung 280 Mt. fosten; allerdings hat der Miether eine Art von Ausübung ihrer Rechte in derart kleinlicher Weise geschmälert Jagdrecht. Im Sommer kann er nämlich von den Millionen hierdurch uns die Agitation zu verleiden. Die begeisterte zu wickeln, so viel erlegen, als ihm beliebt. Der großmüthige Wirth Bielleicht glaubten auch die Herren von Bobenheim von Fliegen, welche sich in den Ställen und Gruben ent stimmung auf die Ansprache Ehrhart's bewies jedoch, daß auch hat einstweilen auf eine besondere Entschädigung für dieses bei unseren Bauern unsere Idee auf fruchtbaren Boden fällt. Jagdvergnügen verzichtet. Sollte die Jagd indessen sehr ergiebig ausfallen, so ist doch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß im nächsten Jahre abermals 50 Prozent der Miethe als Jagdzuschlag erhoben werden. Dabei hat das Gebäude nicht einmal Kloset anlagen; ein besonderes Abortgebäude im Hofe wird von allen 39 Miethern des Hauses benugt. Die Steigerungen sämmt licher Wohnungen betragen etwa 50 Prozent durchschnittlich. Wer unter Ausnutzung der Nothlage eines Andern sich un= verhältnißmäßig hohe Vortheile versprechen läßt, soll wegen Polizeibericht. Am 12. d. M. brachte sich ein unbekannter, Wuchers bestraft werden. Ist für einen Familienvater eine etwa 35 Jahre alter Mann im Thiergarten, in der Nähe des größere Nothlage denkbar, als gegenwärtig gekündigt zu sein? Ahornsteiges, zwei Revolverschüsse in die Brust bei. Er wurde Frankenthal, 11. Januar. Nachdem bereits schon vor Eine Familie kann eher einen Tag hungern als einen Tag ohne noch lebend nach der Charitee gebracht. Zu derselben Zeit 14 Tagen der Oberlehrer der hiesigen Kreis- Taubstummenanstalt Wohnung sein. Das Gespenst der Wohnungsnoth schafft für fielen in Folge der entstandenen Glätte zwei Männer in der Cadner gefänglich eingezogen wurde, so folgte ihm heute jeden Gekündigten ohne Weiteres eine Nothlage und wenn unter Allegandrinenstraße und in der Großen Frankfurterstraße zur Erde morgen sein Kollege Lehrer Heuerich. Gestern Abend noch solchen Verhältnissen sich ein Hauswirth nicht scheut, Steigerungen und erlitten Beinbrüche, so daß ihre Ueberführung in Krankendirigirte er in Gegenwart des Herrn Kommerzienrath Karcher um 50 Prozent vorzunehmen, so ist er ein Wucherer, wenn nicht häuser erforderlich wurde. In der Nacht zum 13. d. M. fiel und der ganzen hiesigen Elite der Bürgerschaft ein Konzert, heut im juristischen, so jedenfalls im moralischen Sinne. ein Mann gegenüber dem Hause Schiffbauerdamm 22 in die morgen schon öffnete Vater Matern ihm seine Pforten. Die Was will es denn solchen unerhörten Vorkommnissen gegen Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und Presse, welche sonst jeden armen Teufel, der sich ein Stück Brot über, wo ein einzelner Mensch, der Hausbesitzer ist, 30, 40 und nach dem Krankenhause Moabit gebracht. Am 12. d. M. und fiehlt, mit dem Namen festnagelt, ist hier sehr menschenfreund mehr Familien einfach vergewaltigt, bedeuten, wenn die Arbeiter in der darauffolgenden Nacht fanden vier kleinere Brände statt. lich und berichtet nur über die Verhaftung eines angesehenen sich bessere Löhne und Arbeitsbedingungen schaffen, die in ihrem hiesigen Bürgers auf Grund des§ 174, I. Wollen wir es vollen Werthe auf den Preis des hergestellten Arbeitsproduktes beim richtigen Namen nennen; dieselben haben Unzucht getrieben abgewälzt werden? Solche Arbeiter nennt man Revolutionäre; mit ihren armen taubstummen Schülern, also mit Kindern. Hauswirthe vom Schlage des Geschilderten sind oft die festesten Stützen des modernen Staates. werden. * Markkleeberg( Sachsen). Gemeinderaths- Ergänzungswahl. Die von den Sozialdemokraten ausgestellten Kandidaten sind mit großer Majorität gewählt worden. Von 21 abgegebenen Stimmen der Hausbesizer erhielt unser Kandidat 20. Unser Kandidat für die Unangesessenen erhielt 29 Stimmen, sein Gegenkandidat( Militärvereinler) erhielt im Ganzen 3 Stimmen. Ebenso ist im Nachbarorte Grostewiß der Militärvereinler unserem Kandidaten gegenüber unterlegen. " * Tokales. Alle im Anfange der siebziger Jahre die Wohnungsnoth drohte und Hauswirthe à la Häusler sich fanden, da legten einige Preßorgane schwarze Listen an, in welcher die Namen solcher Leute veröffentlicht wurden. Es scheint an der Zeit, ein ähnliches Verfahren auch gegenwärtig in Erwägung zu ziehen. Eine Aerztin, Dr. med. Agnes Bluhm, die in der Schweiz praktiziren jetzt hier im Ganzen drei Aerztinnen. approbirt worden ist, hat sich im Zentrum Berlins für Frauenund Kinderkrankheiten niedergelassen. Wenn wir nicht irren, " Druckfehler- Berichtigung. In der gestrigen Kritik der Einsamen Menschen" von G. Hauptmann muß es in Spalte 2, Beile 12, feiner" nicht feiner"; in Spalte 5, Zeile 25, Bühne", nicht Löhne"; in Spalte 6, Beile 21, „ Niegeschen" und in der vorletzten Zeile derselben Spalte„ den" Nietzscheschen" nicht nicht dem" heißen. Außerdem ist überall" Bockerat"" nicht ,, Vockerath" zu lesen. Gerichts- Beitung. ehler schlimmer ist als der Stehler berichteten wir jüngst Zur Illustration für die alte Thatsache, daß der über eine Verhandlung gegen zwei Hausdiener und einen Probuttenhändler, welche vor der II. Straffammer hiesigen LandUnser nenester Gegner. Seit der Bourgeoisie aus ihrer eigenen Mitte der warnende Zuruf gekommen ist, daß die sozialgerichts I sich abspielte. Die bis dahin unbescholtenen Hausdemokratische Bewegung so lange wachsen werde, als die" Der Arbeitgeber" betitelt sich ein hier unter Ausschluß diener behaupteten, beim Verkauf von altem Backpapier an den bejizenden Klassen ihre Sinnesart nicht ändern, macht sich bei der Deffentlichkeit erscheinendes Blättchen, das den weiteren Zu- Produktenhändler deyer von demselben dazu überredet worden diesen von Zeit zu Zeit das instinktive Bedürfniß geltend, sich faz führt:" Unabhängige Zeitung für die Interessen von Arbeit zu sein, mit diesem alten Papier und unter demselben verborgen, felbft einen Spiegel vorzuhalten und ihr Gesicht zu betrachten. und Kapital, insbesondere zur Bekämpfung der gemeingefährlichen zugleich Waaren aus dem Geschäft mit hinauszuschmuggeln und Das thun sie aber nicht, um in sich zu gehen und sich, jener Bestrebungen der Sozialdemokratie". Wir haben dem kleinen an ihn zu verkaufen. Der Produktenhändler Leyer stand unter Mahnung eingedent, zu bessern, sondern nur, um zu prüfen, ob Wochenblättchen mit dem langen und blödsinnigen Namen bereits für geboten, die Verhandlung zu vertagen und durch weitere Beder Anklage der einfachen Hehlerei, der Gerichtshof hielt es aber die Folgen ihrer Genußsucht sich bereits so sichtbar hervordrängen, einmal die vielleicht allzu große Ehre einer Erwähnung angethan. Wenn die beleidigte Natur sich rächt, und bösartige Krankheiten Redakteur, Herausgeber und Drucker, Alles in Einem. Da das fofort ins Buchthaus zu schicken fei. In der gestrigen Berhanddaß ernstlich daran gedacht werden muß, sie zu unterdrücken. Herr C. Behrens in Berlin( am Grünen Weg 9 und 10) weiserhebung die Frage zu entscheiden, ob hier nicht gewerbsan dem durch Ausschweisungen zerrütteten Körper zum Ausbruch Blatt hauptsächlich Auszüge aus sozialdemokratischen Blättern lung ist diese Frage bejaht worden und der Gerichtshof verurkommen, dann sucht man sie erst zu verdecken, und wenn alles bringt und seine eigenen Zusäße(„ Na, na" und ähnlich) meist theilte den Angeklagten ey er zu einem Jahr Buchthaus. nicht mehr hilft, so versucht man es mit Quacksalbereien. Die harmlos oder aber Schimpfereien sind, die unmöglich die von Die beiden Hausdiener tamen mit 8 und 6 Monaten Gefängniß Quacksalbereien, mit denen man den Zerfegungsprozeß des ver- C. Behrens und seinen Mitarbeitern beabsichtigte Wirkung davon. morschten Gesellschaftskörpers aufzuhalten sucht, führen den wohl haben, so ist die Lektüre des Blättchens gar nicht so tlingenden Namen„ Reform", zu Deutsch:„ Umbildung", oder auch, schädlich. Im neuen Jahre das Blättchen hat schon Von Herrn F. Sinz erhalten wir folgende Berichtigung wörtlich und mehr seiner gegenwärtigen Bedeutung entsprechend den zweiten Jahrgang fordert es zum Abonnement Der Bericht in der Nummer 8 Ihrer geschäßten Zeitung über übersetzt: Rückbildung". mit der Bemerkung auf:" Da auch die Geistlichen, Lehrer und die Verhandlung in meiner Privat- Klagesache wider Harwis Eine neue„ Reform" wird geplant, uns fällt das Herz in Beamten mehr und mehr verpflichtet werden, sich mit den Irrläßt gerade diejenigen Umstände unerwähnt, welche die Beweisdie Hosen, wenn wir nur daran denken. Als vor einigen Wochen lehren der Sozialdemokratie zu beschäftigen, so sei besonders aufnahme zweiter Instanz von derjenigen vor dem Schöffeneine von„ alten Herren" herausgegebene Denkschrift erschien, in diesen unser Blatt empfohlen, zumal es das Halten gegnerischer gericht unterscheiden. Die Darstellung fehrt sogar einen der welcher die im Storps- Studententhum herrschenden Mißstände be- Blätter erspart." Der Arbeitgeber" erspart das Halten wesentlichsten Bunfte ins Gegentheil um. Nach Aussage des leuchtet wurden, da ahnten wir gleich, daß die studentischen Korps gegnerischer, d. h. sozialdemokratischer Blätter. Das Geständniß Herrn W. Schimmelpfeng, welcher in erster Instanz wegen Abgegen uns mobil gemacht werden sollten; denn wenn die Herren ist naiv, aber es ist wahr. In den Händen von Arbeitgebern wesenheit nicht hatte Zeugniß ablegen können, hat p. Harwiz von der Bourgeoisie sich einmal gegenseitig die Maske vom Ge- und von Gegnern ist das Blatt am Ende gar nicht unnütz. ihm gegenüber nicht behauptet, mir Tags zuvor 10 m. gegeben ſicht reißen und auf die Versuchung hinweisen, die unter ihnen Arbeiter und Parteigenossen halten es indeß nicht. herrscht, dann kann man sicher sein, daß wieder etwas gegen die zu haben, um die ich seiner anderweiten Angabe nach ihn angegangen haben sollte, sondern vielmehr bekannt, daß er es geSozialdemokraten im Werte ist. Und, siehe da! jezt tritt das als Gäste in den sozialdemokratischen Leseklubs. Da die Arbeiter von mir abgelehnt worden ist. Predigtamts- Kandidaten erscheinen in letzter Zeit häufig wesen ist, der mir 10 M. angeboten hat und daß deren Annahme „ Konservative Wochenblatt" thatsächlich mit einer Mahnung an mit einem Gegner, der die anständige Form wahrt, gern disdie Korpsstudenten hervor, in der es unter anderem heißt: Wenn futiren und da gerade die Polemik am meisten anregt und zu 18. Juli v. J. außer der Beschuldigung, ich hätte 150 M. von ihm die Korps sich sonst als treueste Diener ihres Kaisers betrachten, Auch ist es unwahr, daß der Beklagte im Termin von so mögen sie auch seinen Mahnruf auf sich beziehen, mit Hand schärferem Denken zwingt, so sind die Mitglieder der Lesellubs verlangt, auch die anderweiten in dem Bericht erwähnten Beanzulegen zur Bekämpfung der umstürzenden Ideen der Sozial- über solche Besuche recht erfreut. Auch ist die Wirkung eine hauptungen aufgestellt hat. günstige. Entweder stellen die angehenden Prediger ihre Versuche Ich ersuche Sie ergebenst, diese Berichtigung in die nächste Daß der Feldzug gegen die Sozialdemokratie so schnell auf bald ein, mit Bemerkungen wie:" Ich sehe, Sie sind doch über- Nummer Ihres Blattes aufnehmen zu wollen. das Gebiet der unfreiwilligen Komit gerathen würde, hätten zeugt", oder sie bekennen, daß sie einiges gelernt und ihre Anwir selber nicht geglaubt. Es wäre interessant, zu erfahren, wie ſichten berichtigt haben. sich das„ Konf. Wochenbl." die Bekämpfung der Sozialdemokratic durch die Korpsstudenten eigentlich vorstellt. Sollen die um- beutung giebt dem Fachverein der Lederarbeiter hierselbst mit Der von uns mitgetheilte Fall von Lehrlingsansstürzenden Ideen" vielleicht dadurch ausgerottet werden, daß der gutem Recht Veranlassung, auf den hier bestehenden ArbeitsBruder Studio mit dem Paradeschläger auf den Tisch schlägt, nachweis für Lederarbeiter hinzuweisen, der es sich auch angelegen eine schneidige Bierrede hält und ehliche Schoppen Echtes fein läßt, Gltern, die ihre Söhne zu Lederarbeitern ausbilden 12. Januar, in der Knopffabrik von E. H. Röhl, Thaerstr. 21, auf das Wohl des Vaterlandes leert? Möglich, daß die Korps- lassen wollen, mit Rath beizustehen und in der Wahl eines stattgefunden, die in so recht drastischer Weise zeigt, wie dem studenten durch diese„ staatsrettende" Thätigkeit wieder etwas zu geeigneten Lehrherren behilflich zu sein, bei dem aller Voraus Kapitalisten unorganisirten Arbeitern gegenüber der Kamm schwillt, Ehren kommen. Unter uns gesagt: die Hanswürste haben es ficht nach eine rücksichtslose Ausbeutung des Lehrlings nicht statt- wenn er einmal aus einem Streit siegreich hervorgegangen ist. nöthig, denn im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sie doch recht finden wird. Auch über Lehrherren, welche die Eltern selbst für In genannter Fabrik hat nämlich im vorigen Jahre ein Streik an Ansehen verloren. In größeren Universitäten vermögen sie den Sohn gewählt haben, ertheilt der Arbeitsnachweis Auskunft. stattgefunden, der für die Streitenden verloren ging. Infolge nicht einmal mehr dem Nachtwächter Respett einzuflößen, und die Derselbe befindet sich Louisenuser 22, Restaurant Sperling, und dessen verlangte der Fabrikant von seinen Arbeitern, daß, wer Musikmappen tragenden Backfische in halblangen Kleidern und ist täglich Abends von 8-912 Uhr, Sonntags aber nur von wieder in Arbeit treten wolle, einen Revers unterschreiben müsse, Hängezöpfen sind jetzt so ziemlich die einzigen Menschenkinder, 10-11 Uhr Vormittags geöffnet. Die Auskunftertheilung er nach welchem er keinem Fachverein angehören dürfe. Alle diedenen sie noch imponiren. Eigentlich hatten wir bisher immer gefürchtet, daß sich folgt unentgeltlich. jenigen, welche zur Zeit in der Fabrik beschäftigt sind, haben den dieser oder jener verbummelte Korpsstudent der Sozial Revers unterschrieben. Nun hatte der Vecein zur Wahrung der demokratie Wegen Vergehen gegen die Sozialdemokratie ver- Interessen der Berliner Knopfarbeiter am Sonnabend, 10. Januar, anschließen würde. ein Lagedieb wirthschaftlich, Wenn sich nämlich solch urtheilt. Der Drucker N. war eines Vergehens gegen die So- zur Feier seines dritten Stiftungsfestes einen Wiener Maskenball förperlich, ſittlich und geistig zialdemokratie angeklagt, was uns insofern überrascht, als wir veranstaltet, an welchem auch zwei Arbeiter und vier Arbeiterinnen ruinirt hat, so daß er nicht mehr im Stande ist, ein Gramen zu feither nicht wußten, daß die Sozialdemokratie einen solchen der Röhll'schen Fabrit theilnahmen. Trotzdem kein Verbot vorlag, machen und sich einen Platz an der großen Staatstrippe zu Schuß seitens des Klassenstaates genießt. Er ist denn auch wegen wurden dieselben doch heute Morgen vor Antritt der Arbeit entsichern, dann stellt er sich ganz auf eine Stufe mit solchen Vergehens gegen die Sozialdemokratie verurtheilt worden. Das lassen. Der eine der Arbeiter ist ein Krüppel, er hat vor Jahren Studenten, die es wegen Mittellosigkeit zu Nichts gebracht haben Erkenntniß fagt zweimal wörtlich so: Herrn N. ist die In- beide Füße verloren, auch er wurde entlassen. Nun, hoffentlich demokratie." Soziale Uebersicht. Eine gewiß feltene Maßregelung hat am Montag, den nehmen sich die Berliner Knopfarbeiter des Mannes an. Zu be- zu betrachten sind und verweisen unsere Leser auf die ausführ Brüderstr. 26. Zitherklub„ Alpenveilchen", Abends 8% Uhr Kaisers dauern ist hierbei, daß wir den Angeber noch nicht kennen. lichen Berichte der morgigen Nummer. Vielleicht gelingt es noch, und dann werden wir nicht versäumen, Versammlungen. an. straße 25b, Ecke Alexanderstraße. Gäste willkommen.- Tambourverein„ Echo" ( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9. Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Turnfaale des Königstädt. Gymnas.", Elisabethstr. 57–58. Berliner Turngenossenschaft, 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenſtr. 49-50. Pollack- Klub,& ustige Brüder", Abends 8%-10% Uhr im Restaurant Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, mariannenſtr. 46. Geselliger Klub Hoffnung" bei Feige, Markusstr. 31. Koppenſtr. 43e. - Verein der Soldiner", Abends 8½ Uhr bei Wutte, Friedrichsberger straße 24. Verein Kreuzfidel", Sizung mit Damen bet Doberstein, Mariannenstr. 31. Rauch Rauchklub ,, Nordstern" in Friedrichsberg. Orientalischer flub„ Vulfan", Abends 9 Uhr bei Ahmer, Gräfeftr. 82. Rauchklub, Abends 9 Uhr, bet Hartmann, Manteuffelstraße 71. Gäste will fommen.- Rauchtlub Frisch gewagt", Abends von 9-11 Uhr, Posenerstr. bei Rockendorf. Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzus geben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Sntereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit best Inhalt desselben identifizirt zu werden. ihn öffentlich zu nennen. Noch eine Frage müssen wir vorlegen: Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher au HolzWas haben wohl die übrigen Arbeiter gedacht, als 6 ihrer Kollegen bearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter tagte am und Kolleginnen wegen einer Angelegenheit außerhalb der Fabrik 11. d. M. unter dem Vorsitz des Kollegen Stein. Der Referent, Herr gemaßregelt wurden? Werden sie künftig nun ihren Fabrikanten Dr. Lütgenau, sprach daselbst unter lebhaftem Beifall über das fragen, welche Vergnügen sie besuchen dürfen oder nicht? Alters- und Invalidenversicherungs- Gesez und gelangte zu dem Bernh. Weisfluck, Vorsitzender des Vereins zur Wahrung der Schluß, daß genanntes Gesez in der jetzigen Fassung den Arbeitern irgend welchen Vortheil nicht gewährt. Hierauf folgte Interessen der Berliner Knopfarbeiter. eine rege Diskussion, an welcher sich die Herren Rühl, Koch, Stabernack, Kobold, Jungblüdt, Rieß, Weigmann, Ott, Mille, Binte, Steinborn und Buchholz betheiligten, die sich sämmtlich im Sinne des Referenten aussprachen. Endlich wurde folgende Resolution von Kollege Rüh I eingebracht und einstimmig anGestern fanden zwei kolossal besuchte Versammlungen genommen:„ Die öffentliche Versammlung sämmtlicher an Holzvon arbeitslosen Männern statt. Die eine fand in der Lips- bearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter erklärt sich mit den Brauerei, die andere in der Bockbrauerei statt. In der Brauerei Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden und Friederichshain, wo Wilhelm Werner referirte, wurden folgende erkennt das Gesetz als dem Arbeiter mehr schädlich als förderlich Resolutionen und Beschlüsse angenommen: Sie verspricht sich davon die einzige Folge, daß sehr viele Die am 13. Januar 1891 in der Brauerei Friedrichshain Militär- Anwärter in Stellung gebracht werden und würde Allen Genossen und speziell den Vereinen des Arbeiter versammelten Arbeitslosen Berlins erheben hiermit Protest gegen nur einem Alters- und Invalidenversicherungs- Gesetz zustimmen, die Einrichtungen einer Gesellschaftsordnung, die es einer großen wenn es von der Vertretung des Proletariats eingebracht würde." Sänger bundes zur Mittheilung, daß das Lokal des Herrn Breuer, Anzahl im besten Alter stehender kräftigen Personen unmöglich Darauf erstattete Kollege Pantnin den Bericht über die Große Frankfurterstr. 74/75, zu Arbeiter- Versammlungen jederzeit machen, Arbeit und damit Brot für sich und ihre Familie er- Thätigkeit der Werkstatt- Kontrolfommission, welcher einen Ueber- unentgeltlich zu haben ist. Der betreffende Besizer hat es uns werben zu können. Die Versammlung weiß wohl, daß die Ar- schuß von 93 M. 10 Pf. aufwies. Davon wurden auf Antrag auf unser Ersuchen bereitwilligst durch seine Unterschrift ver beitslosigkeit nicht herbeigeführt wird durch die Ungunit vorüber- des Kollegen Rühl 60 M. dem Vorstand des Zentralverbandes sichert. Berlin, den 13. Januar 1891. gehender Verhältnisse, sondern daß sie eine dauernde Begleit- sämmtlicher in Holzfabriken und Holzplätzen beschäftigten Der Vorstand erscheinung der heutigen privatfapitalistischen Wirthschafsweise Arbeiter Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin, zur Verfügung des Gesangvereins„ Kornblume". ist und sein muß, daß also schon aus Gründen der Selbstgestellt resp. geschenkt. In die Agitationskommission wurden die ( Die Erklärung des Herrn Breuer hat Herrn Infinger, Mits erhaltung der Arbeiterklasse die Umwandelung der heutigen Kollegen Stein, Simpel und Ott, zur Ueberwachungskommission Gesellschaftsordnung in die sozialistische gefordert und vor die Kollegen Kobold, Pantnin und Köppen einstimmig gewählt. glied der Lokalkommission, vorgelegen. Die Redaktion.) bereitet werden muß. Für den Augenblick richtet die Versamm- Die Kollegen Stein und Rühl erstatteten ferner Bericht über die lung an die öffentlichen Behörden die dringende Aufforderung Thätigkeit der Berliner Streif- Kontrolkommission; Kollege Stein Schritte zur Milderung der Kalamität zu thun; sie weist von übte an den Handlungen der Berliner Streif- Kontrolkommission, vorn herein jedoch jedwede Hilfe, die den Charakter einer Armen- in verschiedenen Punkten herbe Kritik, so unter Anderm in der Kellnerfrage. Redner führte aus, daß der leitende Ausschuß unterstützung tragen könnte, energisch zurück. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Ein zweiter Beschluß ging dahin: sich den bestehenden Ar- unter sich Beschlüsse faffe, welche die Versammlung der Paris, 13. Januar. Von Buenos- Ayres eingegangene Mel beiter- Organisationen anzuschließen, für bessere Löhne und Ar- Streik Kontrolkommission dann akzeptiren müsse, während eigentlich bei überzeugungstreuen Sozialdemokraten dungen über die Lage in Chili besagen, daß lediglich das chilebeitsbedingungen einzutreten und ihre Freude über die Demon- doch und daß er, Redner, nische Geschwader von einer aufständischen Bewegung ergriffen, stration der arbeitslosen Brüder in Mailand auszusprechen. Das Umgekehrte richtig wäre, einer diesbezüglichen Einwendung vom Vor- die chilenische Armee aber dem Präsidenten Balmaceda treu ge Sodann wurde unter anderem noch beschlossen, die sozial- wegen demokratische Fraktion aufzufordern, für die Beseitigung der ſizenden in schärfster Weise zur Ordnung gerufen worden sei. blieben sei. Die Bevölkerung verhalte sich ruhig. Die Regierung Lebensmittelzölle einzutreten und den Magistrat aufzufordern, den Kollege Rühl bestätigte und erweiterte noch die Angaben des habe energische Maßregeln zur Unterdrückung der aufständischen Rotespreis herabzusetzen. Abgelehnt wurde fast einstimmig Vorredners. Daraufhin wurde Kollege Stein von der Versamm Bewegung ergriffen, es sei der Belagerungszustand proflamirt. der Antrag, eine Deputation Paris, 13. Januar. In dem heutigen Ministerrathe unter Polizeipräsidenten lung beauftragt, wenn nicht in fürzester Zeit eine öffentliche zu senden um die Erlaubniß zu einer großen Straßen- Gewerkschaftsversammlung sich mit dieser Frage beschäftigte, selbst zeichnete Präsident Carnot die Vorlage betreffend die Genehmi demonstration zit erbitten. Dagegen sollen die eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Gewerkschaften einzu- gung der in der internationalen Telegraphenkonferenz in Paris faßten Beschlüsse dem Bundesrath eingereicht und ferner sollen in berufen, um Stellung zu dieser Frage zu nehmen. Unter Berau 22. Juni 1890 festgesetzten Telegraphentarife und der mit nächster Zeit weitere Versammlungen arbeitsloser Arbeiter und schiedenem wurde der Antrag gestellt und angenommen, den Vor- Deutschland, Rußland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden Arbeiterinnen einberufen werden. Gegen 2 Uhr erfolgte der stand einer öffentlichen Versammlung der Holzbranche, welche und der Schweiz getroffenen bezüglichen speziellen Abkommen. In Schluß mit einem Hoch auf die Internationale. Der Saal leerte feiner Zeit im Lokale Sanssouci tagte und ein Defizit von der Deputirtenkammer gelangt heute der Gesezentwurf zur Ver sich in guter Ordnung. 22 Mark aufwies, 5 Mark aus dem Ertrag der Tellersammlung theilung, durch welchen das am 14. Oktober 1890 in Bern Auf dem Bock sprach Genosse Alwin Gerisch. Hier wurde zu bewilligen. Als dann noch der Fragekasten erledigt war, zwischen Frankreich, Deutschland, Desterreich- Ungarn, Belgien, folgende Resolution angenommen: schloß der Vorsitzende mit einem dreifachen Hoch auf die inter- Italien, den Niederlanden, Luxemburg, Rußland und der Schweiz abgefchloffene Uebereinkommen über das Eisenbahn- Frachtrecht nationale, völkerbefreiende Sozialdemokratie die Versammlung. genehmigt wird. an ge= Die Versammlung erkennt, daß infolge der Lage der privattapitalistischen Produktionsweise eine Besserung des Looses der Arbeiter gar nicht zu erwarten sei. Keins der gesetzmäßigen Mittel könnte Abhilfe schaffen. Nur eine thatkräftige ArbeiterschutzGesetzgebung fönne die Geister des werkthätigen Volkes neu be leben. Obgleich fast unterliegend in dem Drange der heutigen Verhältnisse, verschmähen es die Anwesenden, von den jetzt herrschenden Klassen Almosen anzunehmen. Sie versprechen sich nur von ihren Vertretern im Parlament eine durchgreifende Besserung. Straße 11. = Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29 und 89 Hamburg). Versammlung der Ortsbeamten der Filialen Berlins und umgegend am Donnerstag, den 15. Januar, Abends 9 Uhr, bet zemter, MünzDer Vergnügungsverein„ Nordlicht", welcher jeden Dienstag tagt, hat sein Vereinslokal von der Wrangelstr. 65 nach der Görligerstr. 89 bei Herrn S. Sperling verlegt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs.„ Vorwärts", Depeschen. Paris, 13. Januar. In der heutigen Sitzung der 9. Kammer des Buchtpolizeigerichts wurde der wegen Begünstigung der Flucht Padlewski's in contumaciam zu 8 Monaten Gefängniß ver urtheilte Journalist Grégoire mit 4 Monaten Gefängniß bestraft. Madrid, 13. Januar. Eine neue Untersuchung der in Olot Abends 8 Uhr Stzung im totale des Herrn köhn, Naunynſtr. 83. Basté verhafteten Persönlichkeit hat ergeben, daß lettere dem Signale Internatioment von Padlewski nicht entspricht. Der Mörder des General baben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. nale", Abends 8 Uhr bet Delze, Kl. Andreasstr. 19. Gäfte haben Zutritt, Seliverstoff trug ein künstliches Gebiß, während der Verhaftete - Nord", Abends 8% Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46.- Gleichheit". natürliche Zähne besitzt. Eine zweite Resolution, die vom Genossen Wilschte einge- abends 8% Uhr, bet Bilgenfeld, Bergstraße 60. Gäste haben Zutritt. New- York, 13. Januar. Ein Privattelegramm aus Val Emanzipation", Abends 8% Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89.. Gäste bracht wurde, hatte folgenden Wortlaut: willkommen.„ Kuitur", Abends 8% Uhr bei Steuer, Weinstr. 22. paraiso meldet, die chilenische Marine hätte revoltirt, indem Die Versammlung richtet in Anbetracht der durch die Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mit two ch, Arbeitslosigkeit und durch die strenge Kälte hervorgerufenen allge- 9 uhr, uebungsstunde( Aufnahme von Mitgliedern). Gesangverein unversich gegen angeblich willkürliche Handlungen des Präsidenten B Gesangverein Freya",( Gemischter maceda erklärt habe. meinen Noth an die städtischen Gemeindebehörden die Forderung: zagt", Restaurant Köpnickerstr. 127 a. Männer Gesangverein hilaritas", Die jetzt außer Arbeit befindlichen 62 000 Arbeitslosen bei der Thor) bei Zemter, Münzstraße 11. Hochstr. 32 a bei Wilte. Gesangverein Bregelschluß", Ohmgaffe Nr. 2 städtischen Straßenreinigung zu beschäftigen und, sowie es die bei Krebs. Arbeiter- Gesangverein ,, Vorwärts", Schönhauser Allee 28 bei Gesangverein Liedesfreiheit", Blumenstr. 38 bei Hente. Briefkasten der Redaktion. Witterung erlaubt, denselben Arbeit zu geben, und möglichst viel Nürnberg. Gefangverein der Stein mesen", Johannisftr. 21 bei Müller.- Gefang Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefli öffentliche Bauten zu diesem Zweck in Angriff zu nehmen. Ferner verein" Deutsche Eiche", Blumenftr. 46 bei Went. Arbeiter Gefang verlangt die Versammlung, daß die Schuldeputation angewiesen verein" Ech o", Bantow bei Borchardt, Schulzeftr. 27. M. in Trier und vielen Anderen. Ihre Mittheilungen wird, jedem Schulkinde täglich zwei Portionen warme Speisen zu er che", Abends 9 Uhr bei Zimmermann, Brunnenstr. 119. verabreichen, was ebenso gut geschehen kann, wie man fremden gefangereineteit lebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Reſtaurant sind zu unbedeutender Natur. Der Raum des Zentralorgans g Hämmerle, Bülowstr. 59, part. Personen Straßen auspußt, Festessen und Innungsklimbim ver- Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch stattet nicht Angelegenheiten von lokaler Natur zu bringen, aud Gesangverein nicht unter der Voraussetzung, daß dadurch Abonnenten in diesen anstaltet und Unsummen verschleudert, wogegen die Arbeiter als auf", Abends 8-10% Uhr bei Haller, Naunynstr. 70. ,, Pausebeutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstr. 106. Gesangverein oder jenem Orte gewonnen werden dürften. Die Aufgabe des Steuerzahler protestiren." " Hoffnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Jlges, Wilsnackerstr. 63. Wir betonen, daß die obigen Angaben nur als Vorberichte Männergesangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, Zentralorgans ist eine andere wie die der Lokalpresse, „ Arbeiterstimme" 99 Die Arbeiterstimme" ist das Organ des Schweiz. Gewerkfdjaftsbundes( 5000 Mitglieder) und der sozialdemokratischen Partei der Schweiz. Sie bringt durchaus selbstständige sozialwissenschaftliche und politische Leitartikel, kurze Betrachtungen über die Tagesfragen, eine kritische ausgewählte sozialpolitische Rundschau des In- und Auslandes, Einsendungen aus allen Kreisen des arbeitenden Volkes der ganzen Schweiz und ein gediegenes Feuilleton. 39 J Abonnementspreis: Fr. 1,50 pro Quartal; bei Bezug von mehr als fünf Exemplaren Fr. 1,25 pro Quartal und Eremplar. Insertionsgebühr: 20 Cts. die einspaltige Petitzeile. Administration der ,, Arbeiterstimme", Zürich. " Die Ausgabe der Zeitung Die Arbeiterin" findet statt Sonnabends früh in der Expedition des Vorwärts" und der„ Berliner VolksTribüne". Spediteure, welche Abonnenten haben, werden ersucht, Die Arbeiterin" dort in Empfang zu nehmen. " Die Kollegen und Kolleginnen werden gebeten, Abonnenten zu sammeln und diese den Spediteuren des Vorwärts", der Berliner Volks- Tribüne", sowie 47 L der Expedition des Vorwärts", Beuthstraße 3, anzugeben. " A. Wabnitz, Landwehrstr. 26/27, 2 Tr. I. Fr. Schumme, Christinenstr. 5, part. verlange man Tobias flüssige Frucht- Syrup. Butter!!! Gesangverein Arbeiter " In 5 Kilo- Posttisten liefert billigst und in bester Qualität Landwirth. Verkehrs- Bureau Chroustow P. Bohdalau via Polna Preise auf Verlangen gratis. Böhmen. Solide Bedienung wird zugesichert. Eigene Zucht. 2250 Eier!!! Bei der heutigen Theuerung ist der beste Ersatz für Butter und Zucker Stuttmeister's Frucht- Syrup. Besonders zur Bereitung aller Speisen geeignet. Wirksamstes Mittel gegen Husten. Zu haben in sämmtlichen Kolonialwaaren- Handlungen Berlins und Umgegend, sowie im Verkaufslokal der Ersten Berliner Frucht- Syrup- Raffinerie von Hugo Stuttmeister, Grüner Weg 43. Man verlange ausdrücklich Stuttmeister's Frucht- Syrup. Jede Uhr zu repariren und zu reinigen ( außer Bruch) kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens 1,50 Mark. Lager aller Arten Uhren und Gold: waaren zu den billigsten Preisen. 1736 Gust. 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