�benöausgabe Nr. 319 ♦44. Jahrgang Ausgabe B Nr. 157 Stzuasbedwzungen tntb anjtigenpiath finb in der Morgenausgabe angegeben tUftaffion: StD. 68. Cinben(trage 3 Z-rnsprecher t SSngoff 292— 29t leL-ttOreff«: Sozialdemokrat Verlin sw Devlinev Vollisblnkt flO Pfennig) Ireitag S. Juli 1927 Verlag and Anzeigenabteilung, Selchäftezeit S�> die S Uhr Verleger: DorwSrts. Verlag a n n e r" gemeint und Vereinsfarben genössen keinen strafrechtlichen Schutz.... Das ist dieselbe Gedankenwelt, aus der das Urteil„Im Namen des Königs"... gegen den„Vorwärts" entsprossen ist. Die F a r b e n der Republik— nun ja, das sind Vereins- färben, die beschimpft werden dürfen. O f f i z i e r e der Re- publik— wie die zu den Reichsfarben stehen,„wissen Sie ja selbst ebensogut", um mit dem Kapitän Groß zu sprechen. Bleiben die Richter der Republik, die aus Versehen„im Namen des Königs" Recht sprechen. Schließlich eine große Regierungspartei, die die Achtung vor der republikanischen Staatsform und Ajren Symbolen zu wahren verspricht, aber nur Haß oder Hohn und Spott für diejenigen aufbringt, die mit heißem Herzen und ernstem Wollen für den demokrati- schen Volksstaat kämpfen. Man muß die Dinge im Zusammenhang sehen, um allerlei verdächtige Zusammenhänge zu erkennen. Die Eintracht im Dürgerblock. „Wenigstens nach dem Bericht Stresemauns." Der„Tägliche Dienst für nationale Zeitungen" behandelt den Beschluß der Mandatskommission. Er stellt fest, daß stch„die V«r. treter Englands, Frankreichs und Belgiens" gegen die Aufnahme eines deutschen Mitgliedes gewandt haben. Er entdeckt dabei„den sehr merkwürdigen Widerspruch, daß die drei Außen- minister dieser Staaten wenigstens nach dem Bericht des deutschen Außenmini st ers in der vertraulichen Rats- sitzung sich gerade dafür eingesetzt haben, daß Deutschland Mitglied der Mandatskommisston werde". Ein gewisser Teil dieses Widerspruchs klärt stch nun zwanglos daraus, daß die Pressekorrespondenz der Deutschnationalen nicht weiß, was unsere Leser längst wissen: Daß nämlich die Mitglieder der Mandatskommission nicht die Vertreter ihrer Regierungen sind. Rur deshalb hat es ja zu den bekannten schweren Auseinander- setzungen zwischen den Regierungen und der Mandatskommission über ihre Zuständigkeit kommen können. So freut sich, wad ein rechter Nationalist ist, auch nicht etwa darüber, daß einmal„den beiden Hauptbedrückern Deutschlands, den Großmächten England und Frank- reich in der Mandatskommission von den anderen Mächten eine schwere diplomatische Niederlage beigebracht worden ist". Ihn interessiert der parteipolitische Gesichtspunkt. Mit den Worten: „wenig st ens nach dem Bericht des deutschen Außenmini st ers, unterstellt es diesem, daß er gelogen hat, als er in Berlin berichtete, Englands und Frankreichs Außen- m i n i st e r hätten im Rate der Mitgliedschaft eines Deutschen z u- g e st i m m t. Eine kleine, aber echt nationalistische Gemeinheit gegen � den Außenminister der eigenen Regierung! Eine kleine, spitze Nieder- trachk des Hauses Westarp gegen Stresemann, dem Westarp seine Regierungsmacht verdankt!— Eine Anfrage wegen üer Reichswehroffiziere Englands Luftminister wird darauf gestellt, ob er die deutschen Offiziere eingeladen hat. London, 8. Juli.(Eigener Drahtbericht.) Der Arbeiterabgeord- nete David K i r k w o o d hat den Lustminister davon verständigt, daß er angesichts der widerspruchsvollen Nachrichten über die Vorgeschichte der Anwesenheit deutscher Offiziere bei den Luft- Manövern in Henley bei nächster Gelegenheit an die Regierung im Unterhaus folgende Fragen stellen wird: Waren deutsche Offiziere anwesend: wenn ja, wieviele und welchen militärischen Ranges? Auf wessen Einladung waren sie anwesend? » Diese Nachricht läßt es erkennen, daß auch der englischen Ar- beiterpartei es nicht gleichgültig ist, ob deutsche Offiziere an englischen Manövern teilnehmen. Sie will den Minister zwingen, amtlich etwas zuzugeben, was bisher eine noch unbestätigte Behauptung ist: daß nämlich die Einladung vom konservativen Luftfahrtminister ausgegangen ist. Damit fft zugleich ein Vorgang, der noch hinter den Kulissen der Bureaukratie im Dunklen blieb, auf die helle Bühne gezogen, auf der sich der Kampf zwischen Opposition und Regierung abspielt. Eine entsprechende deutsche Anfrage würde etwa an den Außenminister gestellt werden, und um Auskunft darüber ersuchen, ob die Reichswehrofsiziere als Offiziere in Henley gewesen sind, ob ihre Reise seine Zustimmung gefunden hat, und ob er derartige Be- such« sür politisch zweckmäßig halte. Die Einrichtung der „Kleinen Anfragen" im Reichstag ist jedoch durch die Sabotage der Bureaukratie auf der einen Seite und durch den Mißbrauch der Kommunisten und Völkischen auf der anderen seit Iahren außer praktischen Gebrauch gekommen. Der Bericht unseres eigenen Berichterstatters betont aber noch etwas anderes, nicht minder interessantes. Im Unterhaus wird nicht, wie früher im Reichstag und noch heute im Landtag, die Frage selbst schriftlich eingereicht und dann schriftlich oder mündlich beantwortet. Sondern der Abgeordnete kündigt nur an, daß er eine Frage stellen werde, der Minister stch also auf ihre Antwort vorbereiten möge. Der Abgeordnete wird sich also in einer der nächsten, für.Kleine Anfragen" In der Woche mehrmals reservierten halben Stunde stellen und die Anfrag« an den Minister stellen. Dieser selbst oder als fein Stellvertreter— stets der parlamentarische Staatssekretär, und nicht ein beliebiger Geheimrat— erhebt sich dann zur Antwort, die dann je nachdem aus a" oder„N ein", oder aus der gewünschten Auskunft oder ihrer Verweigerung besteht. So hat sich das Unterhaus das Recht der Anfragen an die Minister gewahrt. Es vollzieht sich dort in der lebendigen Form des parlamentarischen Frage- und Antwortfpieles. parlamentssthlacht gegen poincarö. Das Linkskartell hält für die Wahlreform zusammen. Paris, 8. Juli.(Eigener Drahtbericht.) Di« Kammer hat am Freitag nachmittag und die ganze Rächt hindurch die Debatte über die Wahlreform fortgesetzt. Die Sitzung dauert auch in den frühen Morgenstunden noch an. Die Rechte, in vier aufeinander sol- genden Abstimmungen über von ihr eingebrachte Abänderungs- antrüge geschlagen, flüchtete sich in ihrem aussichtslosen Be- mühen, die Wahlreform trotzdem zum Scheitern zu bringen, in die Obstruktion. Si« verlangte von jetzt an bei jeder Abstimmung namentliche Abstimmung, wodurch die Debatte die Nacht hin- durch kaum vom Fleck kam. Jedoch wurde die Abstimmungs- disziplin der Linken aufrechterhalten. Der gefährliche Antrag der Rechten, der ans Einführung der reinen Verhältaiswahl, wurde mit 255 gegen 175 Stimmen abgelehnt. Auch die Sozialisten haben sich, obwohl natürlich grund- sätzliche Anhänger des Proporzes, gegen den Antrag der Rechten gewandt, der nur ein Manöver darstellte: die reine Verhältnis- wähl wäre im Senat b e st i m m t abgelehnt worden, und ihre An- nähme in der Kammer hätte also lediglich die Beibehaltung des jetzigen Systems zur Folge gehabt. Die Debatte führte zeitweise zu lärmenden Zwischenfällen und wüsten Tumulten. Die Stimmung der Rechtsparteien gegen das Ministerium hat sich verschärst, weil mehrere Minister Anhänger der Verhältniswahl sind. Das zeigte sich zum Beispiel am Schluß der Freitagnachmittagsitzung. Ein sozialistischer Abgeordneter hatte den Kolonialminister über Grausamkeiten befragt, die beim Eisenbahnbau in Französisch- Kongo gegen Neger vorkamen. Der Kolonialminister wollte die Eisenbahngesellschaft verteidigen. Er konnte jedoch wegen desungeheurenLärmens derRechts- parteien nicht antworten. Er verließ, ohne ein Wort zu sagen, die Tribüne. Poincare mußte persönlich eingreifen und, unter Stellung der Vertrauensfrage, die Vertagung der Jnter- pellation herbeiführen. Diese Schlappe des Kolonialministers folgt auf die anderen, die sich in den letzten Wochen der Handelsminister Bokanowski, der Justizminister B a r t h o u und die anderen Minister holten. Das Ansehen des Kabinetts poincarä ist bei den Rechfsparkeien mehr mh mehr hn Schwinde«. Di« Wahlreform wird sehr wahrscheinlich trotz ihrer Obstruktion zur Verabschiedung gelangen. Das können die Rechtsparteien dem Ministerium nicht vergeben. Sie werden die erste Gelegenheit ergreifen, es zu Fall zu bringen. Amnestie für die Heimatbündler? Paris, 8. Juli.(Eigener Drahtbericht.) Poincare hat der Kammer angekündigt, er werde am Nationalfeiert ag zu- gunsten der wegen des Elsässischen Manifestes bedrohten elsäfsischen und lothringischen Beamten Begnadigungen erlassen. Turatis Zreunüen üroht öas Zuchthaus. Seine Fluchthelfer vor Gericht. Rom. 8. Juli.(TU.) Die Strafkammer in Savona verhandelt« wegen Begünstigung der Flucht des sozialistischen Abgeordneten T u r a t i, der im Dezember mit einem Motorboot von Savona nach Korsika geflohen ist. Angeklagt ist der frühere Redakteur des „Corriere della Sera", P a r r i, und einige Mitarbeiter des „Avanti". Auch der Unternehmer aus Savona, der das Motorboot zur Verfügung stellte, ist angeklagt. An eine Verurteilung ist nicht zu zweifeln, nachdem die Strafkammer von Zondrio die Fluchthelfer des Abgeordneten M i g l i o zu hohen Gefängnisstrafen verurteilte. Der römische Sondergerichtshof verurteilte den früheren Di- rektor der Agrarbank von Cividalc, Sanuttini, wegen Bei- Hilfe zum Zaniboni- Attentat zu einer Zuchthausstrafe von acht Jahren und zwei Monatert. Sanuttini hatte für die Aus- führung des Attentats 10 000 Lire zur Verfügung gestellt. Natürlich Regierungsfieg in Rumänien. Wahlgesetz und Rcgierungsapparat haben funktioniert. Bukarest. 8. Juli.(WTB.) Obgleich die Ergebnisse der Wahlen in Rumänien noch nicht vollständig vorliegen, steht doch heute vor- mittag bereits fest, daß die Regierung in den Gebieten des alten Königreichs, Bessarabien und der Bukowina eine große Mehrheit erzielt hat. Die Oppositionspartei der nationalen Bauern hat in Transsylvanien bessere Ergebnisse erreicht. Die Regierungsmehrheit beläuft sich auf etwa 60 bis 65 Proz. der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen, während die nationale Bauernpartei 20 bis 25 Proz. der Stimmen für sich buchen kann.' Es ist fraglich, ob, abgesehen von der Gruppe der nationalen Minderheiten, die anderen Parteien die Quote von 2 Proz. der Gesamt st immenzahl erreicht haben, die er- forderlich ist, um überhaupt Sitze im Parlament zu erhalten. Die Wahlen verliefen völlig ruhig und ohne jeden Zwischenfall. Zusammengebrochene f>etze. Altenburg(Sachsen), 8. Juli.(Eigener Drahtbericht.) Der sozial- demokratische städtische Finanzkämmerer Danz, gegen den feit '/> Jahren ein Verfahren wegen fahrlässigen Falscheides schwebte, wurde am Donnerstag vom Schöffengericht Altenburg freigesprochen: die Kosten des Verfahrens wurden der Staats- lasse auferlegt. Bürgerliche Jntriguen und die persönliche Hetze einen deutschnationalen Oberstadtsekretärs hatten zu dem Verfahren geführt, das nunmehr endgültig zusammengebrochen ist. Reue Lmidesverralsversahren. Wie die„Rote Fahne" mitteilt, sind gegen ihre verantwortlichen Redakteur« insgesamt fünf neue Hoch- und L a nd e so e r ra t sv e r j a h r e n vom Oberreichs- anwalt eingeleitet worden. Ein Maffenprokest für Sacco und Vanzetti. In New Park streikten etwa 300 000 Arbeiter eine Stunde lang, um gegen die Verurteilung der beiden Anarchisten Sacco und Vanzetti zu pro- testieren. In mehreren Massenversammlungen wandten sich die Redner in englischer, französischer, spanischer, italienischer und deut- scher Sprache gegen das Urteil. In einer Versammlung kam es zu einem halbstündigen Tumult mit der Polizei, die den Redner am Sprechen verhindern wollte und drei Verhaftungen vornahm. Till Eulenspiegels Vermächtnis. Von Peter Polier. Als anno 1350 zu Mölln, der guten Stadt, der wackere Schalks- narr Till, genannt Eulenspiegel, sich endgültig zum Sterben legte, kam ihm, nebst anderen gottlosen und schelmischen auch der Gedanke, daß er dieser W«lt keinesfalls Valet sagen dürft«, ohne ihr ein seiner würdiges Vermächtnis zu hinterlassen. Zwar war er arm wie eine Kirchenmaus, doch glaubte«r immerhin, einige Dinge zu besitzen, die alten damit Bedachten von sinnreichem Nutzen sein sollten., So ließ er denn kurz vor seinem Tode zu dem BeHufe der Testament-aufsetzung den herzoglichen Notarius der Stadt zu sich berufen, und als dieser, mit Tintenhorn, Feder und Pergament wohlversehen, an sein Lager trat, redete er ihn folgendermaßen an: „Lieber Meister! Seit mehr denn fünfzig Iahren haben Fürsten, Pfaffen und Bürgersleute mich als den größten Narren des heiligen römischen Reiches deutscher Nation verschrien. Dies war ein großes Unrecht, das man mir zugefügt hat! Ich war kein größerer Narr als jene, so mich verklagten, denn nie habe ich andere Narrheiten begangen, als ich täglich in meiner Umgebung hundertfältig ge- schehen sah! Mein einziges Unglück war, daß ich in meiner Narr- heit stets noch größere Narren fand, die mich für ernst nahmen. Aber statt aus meiner Torheit Lehre und Nutzen zu ziehen, fühlten sie sich von mir betrogen, und statt die eigene Narrheit im Spiegel der meinigen zu erkennen und sich zu bessern, gingen sie hin und verklagten mich wegen des Schadens, der ihnen aus meiner Wahrheit erwachsen! Sehet, so habe ich mich zeitlebens fruchtlos zum Narren ge- macht, indem ich mich wider besseres Einsehen gab wie die andern, und keinerlei Nutzen gestiftet denn Aerger und Aufruhr. Dies will ich gut machen im Tode und meinen Freunden und Gegnern nur ein paar Dinge vermachen, die sie nach Art ihres Verstandes wie ihrer Aemter und Würden schon von jeher sinnreich zu brauchen gewohnt sind, ohne es zu wissen.— So schreibet denn sorgsam nach meinen Watten Till Eugenspiegels letzten Willen und seid gewiß, daß Ihr im Verlauf Eures Amtes schon größere Narrheiten aufgezeichnet habet als diese. Testamentum. Ich, Till Culenspiegel, berühmter Schalksnarr und Bürger zu Mölln im Lauenburgischen, woselbst ich am heutigen Tage ge- starben, vererbe nachstehenden hohen und ehrwürdigen Personen aus meinem genügen Nachlaß zu ihrem Nutzen und Frommen folzende Dings: .Acl 1. des Kaisers Majestät, meinem gnädigen Herrn: Ein Schwert ohne Klinge— ein Szepter ohne Griff— und ein Heer ohne Führer und Soldaten! Ad 2, allen Fürsten und Herren in Deutschland: Einen Beutel ohne Geld— einen Kopf ohne Verstand— und ein Schabeisen zum gewohnten Schinden ihrer Völker! Ad 3, allen Pfaffen und Pfafsendienern der Welt: Einen Glauben ohne Gott— eine Bibel ohne Text— und ein Gebet ohne Inhalt! Ad 4, allen Richtern und Vögten des Landes: Einen Verstand ohne Herz— ein Gesetzbuch ohne Recht— und ein Urteil ohne Einsicht und Ueberlegung! Ad 5, allen Bürgern und Wuchern In unrechtem Besitz: Einen Geldkasten ohne Boden ohne Schloß— ein Kapital ohne Zins— und ein fröhlich Gedeihen im sauren Schweiße der Armen! Ad 6 aber, allen Unterdrückten und Ausgesogenen der Menschheit: Soviel Narrheit als man benötigt, um alle Plagen und Lasten eines armseligen Lebens immerdar geduldig zu ettragen und sich niemals dagegen aufzulehnen! Alles dieses vermache ich meinen Erben zu freiem Gebrauche bis an der Welt Ende, da sie«inander glücklich aufgefressen haben werden!— Sela." ... Till schwieg. Kopfschüttelnd schrieb der Notarius. Doch ehe er Schlußsatz und Datum unter das Dokument setzte, fragte er den sterbenden Narren:„Und ist dies alles?" „Ja," nickte Till,„und glaubet mir, hierin ist alles enthalten, dessen die Menschen zur Fottsetzung ihrer Narrheit und ihres Jammers bis zum jüngsten Tage bedürfen! Alles weitere wäre von Uebel.... Gebt mir nunmehr die Feder, auf daß ich unter- zeichne." Und mit zitternder Hand malte der Schalk seine Eule unter das Schriftstück. Dann aber drehte er sich zur Wand und sagte kein Wort mehr, denn er war fettig mit aller Narrheit der Welt— der eigenen wie jener der andern.... Szöke Szakall-Abend. Abend? Nein, es war eine wirkliche Nachtvorstellung. Denn als ich nach 1 Uhr das„Theater am Kurfür st endamm" verließ, stand noch die größere Pause und der dritte Einakter bevor. Ezakall hat sich in Taggers Revuen be- merkbar gemacht. Jetzt will er ganz allein das Theater erfüllen: er schreibt sich seine Szenen selber, gibt den Mitspielern die Stichworte für sich selbst und hat selber soviel Spaß an leiner breiten, saftigen Art, daß er kein Ende findet und alles überdehnt. Also: los- gelassenes Theater. Der Mime, als Erbe des antiken Mimus und seiner Nachkommen, der vielbenannten, aber im Wesen immer gleichen lustiqen Person, steht im Mittelpunkt, wird Selbstzweck. Was spielt Szakall? Den jüdischen Handlungsreisenden, der sür 24 Stunden der Stellvertreter des Prinzregenten wird, oder den frechen Eindringling, der um der Frau willen den Ehemann als angeblichen Telepath betölpelt. Im Grunde spielt er immer sich selbst wie Pallenberg, mit dem er einige Züge der südöstlichen Her- kunst teilt. Seine Komik liebt das Auftragen, die Wiederholung, die Steigerung, manchmal ist sie penetrant wie der Charakter der dargestellten Person. Die Skala der Töne und Tönungen ist um- fangreich: vom schlau sich anpassenden Furchtfamen bis zum impo- sank sich gebärdenden Frechling. Dazwischen sehr viel Erfreuliches. Das Genre— erhöhtes Herrnfeldtheater— mag überaltert, die Degradierung des Stückes und der Mitspieler— nur Hanni W l i s s e wäre zu nennen— beklagenswert fein, Szakall ist eine Nummer für sich. Gebt ihm die Stück«, die er braucht.— r. Rußlands Eisenreichtum. Auf der russischen Naturforscherwoche in Berlin wurden sehr interessante Mitteilungen über die erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschast und Technik gemacht. Insbeson- dere die Geophysik hat große praktische Erfolge aufzuweisen. So konnte man z. B. in den südöstlichen Randgebieten Rußlands auf Grund sorgfältigster Erdbebenforschung die Eisenbahn Turkestan— Sibirien mitten durch das Bebengebiet auf die bebensichere Querzone oerlegen. Noch zukunftssichere Erfolge aber konnten bei der Durch- forschung der Abweichungen erzielt werden, die schon seit langem in dem Verhalten der Magnetnadel in großen Teilen des Kursker Ge- bietes unweit Moskau beobachtet worden waren. Es gibt eine ganze Anzahl von Punkten der Erdoberfläche, an denen eine um ihren Schwerpunkt drehbare Magnetnadel Abweichungen vom Normalen in ihrem Aufschlag zeigt. Schon früher vermutete man, daß diesem seltsamen Verhalten ein besonderer Reichtum der Orte an Eisenerzen und sonstigen magnetischen Mineralien entsprechen müßte. Der russische Physiker Lasarew hat nunmehr in mehrjährigen Unter- suchungen das Geheimnis der berühmten Kursier Abweichungen der Magnetnadel aushellen können. An rund 20 000 Punkten wurden magnetische Messungen neben solchen der Schwerkraft ver- anstaltet. Bohrungen, die nebenher gingen, machten aus den wissen- schaftlichen Vermutungen, daß unter der Oberfläche des Kursker Gebietes gewaltige Eisenerzlager vorhanden sein mühten, zur Ge- wißheit. Nach der vorläufigen Schätzung handelt es sich um ein Erzvorkommen vdn rund 15,5 Milliarden Tonnen mit einem Eisen- gehalt von mindestens 30 Proz., also um rund 5 Milliarden Tonnen Reineisen. Die gesamten Eisenerzvorkommen Europas sind ins- gesamt nicht so umfangreich wie dies nunmehr endgültig festgestellte Kursker Lager, so daß Rußland fortan zu den reichsten Erzgebieten der Erde gezählt werden muß. Mit der Ausbeutung wird es freilich noch gute Wege haben. Konstanlinopel heißt jetzt Rkustapha kemal! Der Besuch, den der Präsident Mustapha Kemal Konstantinopel abstattet, soll dadurch verewigt werden, daß die alte türkische Hauptstadt umgetauft wird. Es wird ein Gesetz der Nationalversammlung unterbreitet werden, nach dem Konstant'inopel von jetzt an Mustapha Kemal heißen soll. Diese Taufe auf den Namen des jüngsten Beherrschers des Landes ist der dritte Namenswechsel der alten Stadt. Zuerst hieß sie Byzantium nach dem Namen des Gründers, der hier eine griechische Kolonie im 7. vorchristlichen Jahrhundert schuf. Als Konstantin der Große nach der Teilung des römischen Reiches seine Residenz dahin verlegte, wurde die Stadt ihm zu Ehren Konstantinopel genannt, und nach ihrer Eroberung 1553 durch die Türken Stambul. Zm coslsplelhau» findet Sonnabend die Neuinszenierung deZ dreiaktige» Schauspiels„Die Frau von vierzig Jahren" statt. „Der fröhliche Weinberg" von Karl Zuckmayer wird im Walhallatbeater von Sonnabend, abends 8 1lt in Szene gehen. Die Leser dieses BlalleS zahlen für Parkett anstatt Mt. 4.— 60 Pf.(auch Sonntags). Kasjcneröffnuna vormittags 11-2 Uhr und abends ab 6 Uhr/ Preußen, Reiche Severing unö Abegg t Im Femeausschuß bes Reichstags wurde heute vormittag Severing und Abegg vernommen. Vorher antwortete Gen. Londsberg auf eine kürAich erfolgte Erklärung des deutfchnatio- nalcn Abgeordneten Schaeffer. Er stellte fest: Abg. Schaeffer habe seinerzeit vor seiner Reise nach München Anspruch auf Be- vorschussung angemeldet. Darauf komme es an. Damit stehe fest, daß Schesfer angesichts einer Reise, die er zum Zweck des Akteiistvdiums machen mußte, erklärte: Es fällt mir gar nicht«in, die Reise zu machen, wenn mir nicht vorher die Diäten zugestanden werden. Genosse Landsberg stellte fest, daß der Vor- sitzende in dieser Auffassung mit ihm übereinstimmte. Die Kommunisten hatten den Antrag gestellt, daß die Leichen- funde unter dem Stadtbahnbogen vom Ausschuß unter- sucht werden sollten. Am Schluß der Sitzung ist dieser Antrag vom Ausschuß abgelehnt worden, weil er den Austrag des Aus- schusses überschreite. Genosse Severing wurde zunächst als Zeuge um Auskunft ersucht, über die Zusammen- arbeit des preußischen Innenministeriums mit den Wehrbehörden in Sachen der Arbeitskommandos und ob darüber schriftliche Auf- Zeichnungen bestünden. Severing erklärte, daß eine Zusammen- arbeit nicht stattgefunden habe, wobei der Nachdruck auf das Wort„Zusammenarbeit� zu legen sei. 1923 ist es zu VerHand- lungen mit dem Reichswehrministerium gekommen und anschließend daran zu Vereinbarungen, die die Erfassung von Heeres- gerät zu Mittelpunkt hatten. Der Zweck war die Verbindung osfi. zieller Stellen mil privaten Organisationen zu verhindern, die neue Repressalien herausbeschwören. Uebcr diese Dinge ist nicht schriftlich verhandelt worden, weil es am andern Tage in der Zei- tung zu stehen pflegt«. Später ist eine Korrespondenz ent- standen, weil die Zusage der Unterbindung der Zusammenarbeit mit den privaten Organisationen vom Reichswehrmini st erium nicht erfüllt wurde. Das preußische Innenministerium ist beim Reichswehrministerium und bei anderen Stellen schriftlich vorstellig geworden, diese Verbindungen zu trennen. Das sogenannte Seeckt-Se- vcrina-Abkommen. nach dem der Abg. kreuhburg(komm.) sich erkundigt, ist am 30. Zum 1923 abgeschlossen worden. Sein Zweck war wiederum, die Reichewehr von den privaten Or- ganisationen vollständig loszulösen. Darunter wurde alles verstanden, was illegal war, auch die Arbeitskommandos. Die Verhandlungen mit dem RWM. bezogen sich aus den beim Innenministerium bestehenden Verdacht, und zwar handelt es sich um begründeten Verdacht, daß die Reichs- wehr mit strafbaren Organisationen die Verbindung aufrechterhielt. Abg. Schaeffer weist auf die Aussagen des Oberst Schleicher hin, wonach im Reichswehrministerium auch über die Möglichkeit des Selbstschutzes gesprochen worden sei. Severing: Ueber die Motive, die das Reichswehnninisterium geleitet haben, kann ich keine Auskunst geben. Das RWM. war de? Auffassung von 1929 bis 1923, daß mit P o l e n e i n f ä l l e n zu rechnen sei. Ich hätte jedenfalls die Abwehr ganz anders organisiert, als das Reichswehrministerium. Der obelschlesische Selbstschutz barg zu große Gefahren in sich, daß dieses Experiment nicht nochmals wiederholt werden durste. Ich wollte bei neuen Konflikten die Schutzpolizei an die Grenze stellen, nicht den Selbstschutz, der seinerzeit in Schlesien wie in Feindesland gehaust hatte. Wenn es schon nötig war, Reservoire von Waffen zu schassen, so mußten sie zu Händen der Reichswehr sein und allen privaten Organisationen und ihrer Kontrolle entzogen bleiben. Abg. Schaesser: Sollten die Arbeitskommandos nicht im äußersten Fall den Grenzschutz bilden? Severing: Die Arbeitskommandos hatten ihrer Natur nach keinen anderen Wert, als allmählich eine illegale Truppe heraus- zubilden. Wenn sie nur Waffen erfasien sollten, dann wäre kein Exerzieren nötig gewesen. Das ist mir aber berichtet worden, und es bestand nicht der geringste Anlaß für die Behörden, an diesen Berichten zu zweifeln, zumal feststand, daß die Arbeits- kommandos auch andere Leute ausbildeten. Schaeffer: Haben Sie selbst nicht einmal die Arbeitskommandos besichtigt? Severing: Ich hatte die Absicht. Aber niemand wollte die Garantie übernehmen, daß ich wieder lebend herauskomme. Als Abg. Schaeffer einen Widerspruch zwischen Severings Aussage und der Aussage des Abg. Schleicher zu erblicken vermeint, stellt Se- vering nochmals fest: Aufgabe der Reichswehr war der Landesschutz. Mein Eingreifen war nötig, weil die Einwohnerwehren sich po- lizeiliche und militärische Aufgaben gestellt hatten. Es ging mein Ressort an, das in den Satzungen der verbände davon die Rede war. in Anlehnung an die Reichswehr, aber auch aus eigenem Entschluß gegen den inneren Feind zu kämpfen. Dies zu verhindern, war meine Pflicht als Minister, zumal sie Waffen bekamen. Mein Bestreben war, die preußischen Behörden «inzuschalten und die anderen auszuschalten. Deshalb hat die preußische Regierung ihren Apparat zur Verfügung gestellt, um die Mitwirkung privater Organisationen bei der Sicherung der Grenzen und der versasiungsmäßigen Zustände im Lande auszuschalten und die Verbindung der Reichswehr mit diesen illegalen Organisationen zu stören. Wehr unö J.-K. or dem Femeansschntz. Abg. Laecker(Dnat.): Waren die Arbeitskommandos nach Ihrer Meinung keine legale Organisation? Severing: Wenn es sich um Arbeitskommandos mit seckzs Personen gelzandelt hätte, die wirklich Massen empfangen, dann wären sie freilich nicht illegal gewesen. Wenn aber diese Ausgabe vorgeschützt wird, um große Formationen aufzuziehen, dann handelt es sich um illegale Organisationen. In der Tat sind die Arbeitskommandos so gewesen. Im September 1923 saßen in küstrin und in den Forts viele hundert, ja an Tausende von Leuten, und sie drohten jeden zu erschießen, der zur Kontrolle erschien. Damit ist die Vernehmung Severings in der Hauptsache beendet. Es folgt Staatssekretär Abegg, damals Ministerialdirektor. Er sagt aus: Das preußische Innen- Ministerium hat sich ständig mit der Einwohnerwehr bejassen müssen, weil sie kein Selbstschutz waren, sondern politische Wünsche und Ziele verwirklichen wollten. Deshalb wurden sie ständig durch Beamte beobachtet. Im Zusammenhang damit wurde mit der Reichswehr von Fall zu Fall oerhandelt, was Ende 1922 immer dringender nötig wurde. Schließlich wurden die B e- Ziehungen mit dem Reichswehrmini st erium aus verschiedenen Gründen sehr gespannt. Die Besprechungen führten zu Vereinbarungen im Januar 1923. Als sie nicht eingehalten wurden, erfolgten nach neuen Besprechungen die Vereinbarungen vom 30. Iuni 1923, in denen u. a. fest- gelegt war, das verbot der Betrauung solcher Persönlichkelten mit der Verwahrung von Heeresgerüt, die eine gewaltsame Aenderung der Verfassung anstrebten, ferner das verbot der Ausbildung von Freiwilligen und die lisienmäßige Erfassung von Zivitpersönilchkeiten. Unter keinen Umständen durften Organisationen privater Art daran beteiligt seien. Die Arbeitskommando- sollten nur zum Waffen, reinige», nicht darüber hinaus zur Ausbildung herangezogen werden, Die zahlreichen Verstöße gegen diese Vereinbarungen haben zu Er» örterungen und zu Schriftwechsel mit dem Reichswehrministeriurn geführt. Abg. Schaeffer: Bezogen sich die Besprechungen nicht auch aus die Verstärkung der Reichswehr? Abegg: Ueber die Verstärkung der Reichswehr und ihren Um, fang ist bei diesen Verhandlungen mit dem preußischen Innen» Ministerium niemals gesprochen worden. Das preußische Innen. Ministerium hat auch stets auf dem Standpunkt gestanden, daß solche Maßnahmen die schwersten Gefahren in sich bergen, bei gleichzeitig geringsten Ersolgsmöglichkeiten. Was den Osten angeht, so war das preußische Innenministerium allerdings der Ansicht, daß die Grenzbeoölkerung den Eindruck eines sichtbaren Schutzes bekommen müsse, vor allem aus psychologischen Gründen. In diesem Sinne war auch etwas vorgesehen. Aver nichts sollte ohne, alles durch die Zivilbehörden geschehen, unter keinen Um- ständen sollte Ausbildung erfolgen. Die Vorbereitungen sollten sich nur auf die Erörterung von Maßnahmen erstrecken. Ein dcutschnationaler Zwischenfall. Als Abgeordneter Schaeffer in seinen weiteren Fragestellungen den ossenkundigen Versuch macht, aus der Aussag« Abeggs Wider» spräche zu der Aussage Severings herauszuholen, kommt es zu einem heftigen Zusammenstoß mit dem oolksparteilichen Abg. Dr. INittelmann. der energischen Einspruch gegen diese Art der Fragestellung erhebt. Er wüniche nicht, daß«in Zeuge gegen den anderen ausgespielt werde.' Abg. Rönneburg(Dem.) schließt sich dieser Ausfassung an. Bei der Vernehmung Severings seit das Beweisthema viel enger ge- zogen gewesen. Die Vorwegnähme der materiellen Erörterung ist unzulässig. Dr. Levi: Auch ich muh sagen: Was sollen diese Fragen?. Ueber den Verbleib der Akten können sie keinen Aufschluß geben. Im weiteren Verlauf der Geschäftsordnungsdebatte schließt sich auch der kommunistische Abg. Kreuzburg dem Protest gegen das Verfahren des Herrn Dr. Schaeffer an. Auch die Kommunisten müßten sich dagegen verwahren, daß hier bewußt ein Widerspruch konstruiert werden soll«, um draußen damit politische Geschäfte zu machen. Di« Debatte endet mit dem Abschluß der Vernehmung Dr. Abeggs, der in«inigen Schluhbemerkungen noch einmal den Standpunkt des preußischen Innenministeriums präzisiert. Das Reichswehrministerium habe sich darauf bezogen, daß die Reichs- regierung. gewiss« Anordnungen getroffen habe. Da war es die Ausgabe des preußischen Innenministeriums, daß bei der Durch- führung jegliche Gefahr ausgeschlossen wurde. Die Haltung der Wehrverbände und der Organisationen war derart geworden, daß es das preußische Innenministerium als seine Aufgabe betrachten muhte, die Fülle der Unzuträglichkeiten zu vermindern und Maß, nahmen zu treffen, die die schwersten Gefahren ausschlössen. In diesem Sinne sind die Erörterungen mit dem Reichswehrministerium aufzufasien. Der Ausschuß beschließt, von Preußen das Akten- Material anzufordern, in dem das Abkommen Geeckt-, Severing und der daran anschließende Schriftwechsel wegen Zu- widerHandlungen gegen die Abmachungen und die Ausdehnung der Tätigkeit der AKs. enthalten ist. Auf die Vernehmung des Dr. Weiß in Berlin wird verzichtet. Ein gemeingefährlicher Schwerverbrecher. Karl Spang vor Gericht. Unter den schärssten Vorsichtsmaßnahmen und unter starker Bewachung wurde heute früh der durch seine Ein- und Aus- bräche und insbesondere durch seine letzte Flucht aus dem Ge- fängms während der gegen ihn schwebenden Hauptoerhandlung „berühmt" gewordene Mechaniker Karl Spang zusammen mir den Mitbeschuldigten und deshalb ebenfalls vom Gericht Abgc- urteilten der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts III, deren Vorsitz vertretungsweise Landgerichtsdirettor Ohnesorge vom Schöffengericht Spandau hat, vorgeführt. Spang ist ein äußerst gemeingefährlicher Schwer- verbreche? und hat noch einen Teil der über ihn zuletzt ver- hängten Gesamtstrafe von mehr als 5 Jahren Zucht- haus zu oerbüßen. Diese Strafvollstreckung wurde dadurch unter- brachen, daß es Spang gelang, aus dem Zuchthaus zu entweichen und, nachdem er wieder ergriffen war, zum zweitenmal aus dem Untersuchungsgesängnis zu fliehen. Die auf diese Weise wieder- erlangte Freiheit hat er benutzt, um mit den jetzigen Mitangeklagten Otto Müller und Fritz Marschall gemeinsam am 5. De- xember ins Finanzzcugamt einzubrechm und für 499 999 Mark Tabak st euerbanderolen zu stehlen. Der Plan war von dem Angeklagten Alfred Enders ausgeheckt worden, der auch die drei Schweroerbrecher zu dem Unternehmen anwarb. Spang war heute zum Teil in Gefängniskleidung, um dadurch ein neues Entweichen schwieriger zu machen. Dagegen erhob gleich vor Ein- tritt in die Verhandlung Rechtsanwalt Dr. Frey Einspruch und fragte, ob sich das Gericht das eigenmächtige Vorgehen der Ge- fängnisoerwalning gefallen lassen wolle. Oberstaatsanwalt- schaftsrat Steiner erklärte, daß er selbst an die Gefängnis- Verwaltung zurückgeschrieben habe, daß Spang in Anstaltstracht vor- oesührt werden müsse, um eine neue Flucht zu vereiteln. Der Prozeß wurde jedoch wegen des Fehlens wichtiger Zeugen schließ- lich aus unbestimmte Zeit vertagt. Schwejlerntragöüie in Zrieürichshagen. Zwei Vermißte aus der Mnggel geborgen. Ausflügler machten heule vormittag in der Röhe des Restaurants Müggelschlöhchen eine grausige Entdeckung. Aus der Oberfläche des Müggelsees trieben dicht nebeneinander zwei menschliche Körper. Der Reichswasserschuh wurde alarmiert. der zwei Leichen aus dem Masser bergen konnte. Die polizeilichen Feststellungen haben ergeben, daß es sich um die 17jährige Berta und deren zojährige Schwester Franziska hallwig aus Friedrichshagen handelte, die beide feit neun Tagen vermißt wurden. Es war bisher noch nicht möglich, das Motiv zu dem Selbstmord— denn um einen solchen Handell es sich zweifelsohne— sestzustellen. Die Leichen wurden beschlagnahmt und nach der Leichenhalle in Köpenick gebracht. Der Tod im Wasser. Die Wasserläufe und Seen der Umgebung Verlins, die bei der Hitze von Tausenden aufgesucht werden, fordern täglich ihre Opfer. Wie wir heute morgen mitteilten, fanden allein gestern beim Baden infolge eigener Unvorsichtigkeit drei Personen den Tod in den Fluten. Diese Zahl erhöht sich, wie jetzt bekanntgeworden ist, a u f s e ch s. So wurden am Ufer des Teufelssees gestern abend gegen 9 Uhr von Ausflüglern die Kleider des sechzehnjährigen Kellncrlehrlings Fritz Wolf aus der Tiete-Wordenberg-Straße 25 ausgcsunden. Zweifellos ist der junge Mann beim Baden unbemerkt ertrunken. Bergungsversuche der Feuerwehr blieben ohne Erfolg. — I n der Havel in unmittelbarer Nähe der Sacrower Fähre ging gestern am Spätnachmittag derGefreiteSchwarz von der 1. Schwadron des Reiterregiments 4 in Pots- dam beim Schwimmen in der Mitte des Wasserlaufes plötzlich unter. Sosort eingeleitete Rettungsversuche blieben«rfolglos: dem alar- mierten Reichswasserschutz gelang es, die Leiche des Ertrunkenen zu bergen.— Beim Beiden im Flußgraben an der Schle- fischen Brücke ertrank heute früh gegen%4 Uhr der 44jährige Tapezierer Hugo Sommer aus der Reichenberger Straße 115. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Amtsenthebung des fliegende» Pastors. Das evangelische Konsistorium hat den Berliner Pfarrer T e i ch m a n n von der Osterkirche vorläufig seines Amtes enthoben, weil Teichmann sich bereitgefunden bat, eine Doppel- trauung im Flugzeug zu übernehmen. Es handelt sich um die Doppelhochzeit, die vor einigen Tagen in den Lüsten voll- zogen wurde. Wir berichteten darüber. Man sieht also wieder ein- mal, daß technische Fortschritte, weil sie nicht in den fünf Haupt- stücken stehen, für die evangelische Kirche nicht existieren. Und«in Pfarrer, der einmal hoch hinaus wollte, wird mit um so mehr Nach- druck auf die nüchterne Erde zurücktransportiert. Freilich— mag nian die Trauung in den Lüsten für geschmackvoll halten oder nicht, die evangelische Kirche wird sich noch an ganz andere Dinge ge- wohnen müssen. Wenn sie sich aber auf die Zeitentwicklung nicht einstellt, wird sie bestimmt keine Lorbeeren ernten und keine neuen Anhänger gewinnen. Propagaudafahrt der Arbeitersegler. Am Sonnabend nachmittag wird sich auf der Spree auf ihrem Lauf durch Berlin ein farbiges Bild entfalten. Hundert Segel- boote der Freien Segler werden von Oberspree nach dem Tegeler See geschleppt, wo am Sonntag, dem 19. Juli, die Sommcrwettsahrten beginnen. Der Schlepp- zug wird gegen 14 Uhr die Schillingsbrllcke, Iannowitzbrücke und Waisenbrücke passieren und gegen 14 Uhr an der Mühlen- dammschleuse sein. Gegen 15)4 Uhr wird der Schleppzug am Dom und Zirkus Busch vorbei seinen Weg über Humboldthafen und Nordhafen fortsetzen, bis er gegen 21 Uhr in Tegel eintrifft. Die hohenneuendorfer Einbrecher Wiktrack und Wicker wurden gestern dem Untersuchungsrichter vorgeführt, der sofort einen Haft- b e f e h l gegen sie erließ. Damit sind aber die Untersuchungen der Kriminalpolizei noch nicht abgeschlosien. Es wird noch nachgeforscht. ob die Verhasteten noch für andere Einbrüche in Frage kommen und ob sie Helfershelfer gehabt hoben und wer dies« sind. Der Erkennungsdienst ist damit beschäftigt, die Identität des Wittrack, an der noch Zweifel bestehen, in allen Einzelheiten nachzuprüfen. Das Hedwigs-Krankenhaus, über dessen Erweiterung wir in Nr. 318 berichteten, wurde im Jahre 1846 in der K a i s e r st r a ß e eröfsnet, nicht in der Waisen st raße, wie infolge eines Druckfehlers in unserem Bericht zu lesen stand. Eisenbahnunglück in Argentinien. Zahlreiche Opfer. London. 8. Juli.(TU.) In Argentinien hat sich ein schweres Eisenbahnunglück ereignet: Zwei Personenzüge stießen zusammen. die Kessel der Lokomotiven explodierten, wodurch Feuer ausbrach. Dem Unglück sind hauptsächlich Insassen des mit chilenischen Kadetten besetzten Zuges zum Opfer gefallen. Unter den Toten soll sich auch der Direktor der chilenischen Militärakademie besinden. Räch der Unglücksstelle, die(520 Meilen von Buenos Aires und 100 Meilen von der chilenischen Grenze entfernt ist. wurde sofort ein h i l f s z u g abgesandt. Die Angaben über die Zahl der Opser gehen sehr erheblich auseinander. Während ein De- richl von 3 0 T o t e n und etwa 80 verwundeten spricht, gibt Reuter die Zahl der Toten mit 10 und die der verwundeten mit 40 an. ein weilerer Bericht spricht dagegen von 13 Toten. Welthö'henrekorü mit zehn pasiagieren. Im Dornier-Merknr das Matterhorn überflogen. Der bekannte Schweizer Flieger M i t t e l h o l z e r hat mit einem normalen deutschen Verkehrsflugzeug eine neue bemerkenswerte Höchstleistung vollbracht. Mit einem Dornier-Merkur(Motor BMW. 6), in dem 19 Fluggäste Platz genommen hatten, hat er von Zürich aus in einstündigem Fluge das Matterhorn in 4899 Meter Höhe überflogen, eine Leistung, die hinsichtlich der Zahl der Fluggäste und der erreichten Höhe zwestellos einen Weltrekord darstellt. Dabei handelt es sich nicht um eine besonders hergerichtete Rekordmaschine, sondern um den nor. malen Dornier-Merkur, wie er auch im Stveckenbetricb der Deutschen Lufthansa eingesetzt ist._ Die Gpfer vom Chumkulental. Endgültige Feststellungen. Wernigerode, 8. Juli.(TU.) Die Direktion der Harzquer- bahn teilt mit: Es kann nunmehr als feststehend angesehen werden, daß das Eisenbahnunglück im Thumkulental sechs Opfer ge- fordert hat. Es sind dies außer den vier Angehörigen des Unter- nehmen? Frau Hedwig Zehms-B«rlin und Frau Emma Bi«r mann-Bremen. Ein Berliner Blatt brachte die Meldung, daß außer den vier Bahnbeamten und zwei Frauen weiterhin zwei Frauen und ein zehnjähriges Mädchen den Tod gefunden hätten und vermutlich auch der B«sitzer eines aufgefundenen Motorrades ein Opfer der Unwetterkatastrophe im Harz geworden sei. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, treffen diese Nachrichten nicht zu. Wie die Direktion der Harzquerbahn mitteilt, schreiten die Auf- räumungs arbeiten rüstig vorwärts. Zugzusammenstoß in Bayern. Zwiesel(Bayer. Wald), 8. Juli.(TU.) Auf der Station Gottes- zell der Strecke Eisenstein— Plattling ereignete sich gestern abend ein schwerer Zusammen st oß zweier Güterzüge. Der mit zahlreichen schwerb«landenen Waggons gefahrene Eisen st einer Güterzug fuhr mit voller Wucht auf einen in Gotteszell ran- gierenden Güterzug auf. Die Wucht des Zusammenpralls war so heftig, daß sänitliche Wagen des ausfahrenden Zuges sowie alle drei Lokomotiven der beiden Güterzüge zur Ent- g l e i s u n g kamen und über die Böschung hinobsielcn. Ein Heizer wurde schwer verletzt. Der Materialschaden ist sehr groß. Sport. Oänderwellsireit im ZNelropol-Variels. Am Mittwoch reichten sich als erstes Paar N a b c r- Ostpreusien und Philipp- CharloUendura die Sande. Der leichte Charlottenburger erlag schon nach l2>,, Minuien durch Untergriff von vorn. M o» b u»» Berlin muhte abermals das ditiere einer Niederlage hinnehmen. Dem Dortmunder Mcqerhan» konnte er wohl 20 Minuten lang standhallen, dann muhte er doch durch Oberarmgriff mit Schleuder auf beide Schullern. Die beide» Berliner Pietro Scholz und Willing trennten sich nach erditteriem Kampf ohne Resultat. RestrSm» Estland hatte mit dem Hannoveraner Schopp« nicht viel zu tun. Durch Plötz» lichen Kopszug brachte er diesen nach 7 Minuten aus die Matte.— Donner». tag: Der Finntiinder Tornow und W t l l in a. Berlin ttennten sich nach S!i Minuten Kampidaucr ohne eln Ergebnis; R e st ro m- Estland und Monbus- Berlin begannen sehr ffolt. Der gute Berliner konnte den schweren EstlSnder nicht ernstlich gefährden. Nach 14 Minuten erlag er durch Kopshllftschwung. Das erste Treffen Kochhanski- Berlin und T u r o f f- Rußland paarte zwei gleichweriige Gegner, die den besten Kamps des Abend» lieicrten. Der Russe, der ei» guter Tcchnilcr ist. fand in dem ASIuer seinen Mann, kam aber innerhalb der vorgeschriebenen Zeit nicht zu Rande. Die Fortsetzung diese» Kamvle» wird sehr interessant werden. Den ersten Entschridungskamps trugen Pietro Scholz-Bertin und O m e I c z« n k o-Ulraine au«. Beide setzten ihr ganze« Können ein an diesen Kampf, der wtrNlch Gute» zeigte. In einer Gesamtzeit von SS Minuten ging der Beritner als Sieger hervor. Omelezenko erlag elnem blendend geführten Hüftschwung. Die Paarung der heuttgen Kämpfe verspricht edenfalls ausgezeichneten Sport. � ßefchäfa-Jlnjeiger (Qezitfo$üden~'Wefien. •— geo—— f Grofj- Destillation zum m m Wilhelm Reimann sz» Kottbuscr Damm 21 � Spree-Ieii Alfred Otpaltki Hinter den Zeiten an der Spree Während der Sommermonate täglldi erstklassiges Karten««merl GulRepüeRle Biere und vorzügliche Küche Solide Preise[60 Hauptverkeiirslokal des Reidtsbanners; August Strunk � Charlotlenburg Spree- Eike Wailslr. su onn isus nax....... (Inhaber Georg Hirschteld) Z 9 GrUnslr. 23-24 K<5 P Oi N I C K am SchloBplalz«J « Das Haus der guten Qualitäten[� Z •oaooopdaoaeoooo&froooftop••••••••••••••oa# Cafe Schöneberg Bierhaus /// Cafe /// Conditorei /// Festsäle Maut>tstraße 23-24 Inb.: Wolfgang Orange // Telephon: Stephan 8618 4 Vtrbandskegetbahnen 4 Verbandskegelbahnen Tägl. erstkl. Künstlerkonzert/ Treffpunkt der Schöneberger Bürger " e Berllnfer m0S!«"f"■ Oefcn jeder Art für Wochenendhäuser ife�Shende Oefen und Kachelherde, führt sämtliche Reparaturen und Töpferarbeiten aus.— Kostenlose heiztechnische Beratung 52] und Vorschläge. Berlin SO 36, Waldemorsir. 14* Morilzplatz 9314 Ausführung sämtlicher Glaser arbeiten sowie Glas- u. Kittlieferungen bestellen die Genossen vorteilhaft nur bei der Glaserhütte G.m.b.H. © Tel.: Nord. 10698 u. Moritzpl. 12978 Juliuspark Rudow, Bahnhofstr. Endstalion der Linien 47 und 147[70 und Schlohbranerei-Aussdianh Schöneherd Hauptsirafte 132 23 mit.: Fron MarBareie firflmmer empfiehlt in beiden Lokalen seine großen und kleinen Säle, sowie die herrlichen Naturgärten zu allen Veranstaltungen. In beiden Lokalen Kaffeekochen Stadtbad Kreuzberg BaerwaldslraBe 64 67.[? Aller Art medizinlsclie Bäder für Herren und Damen. Geöffnet täglich von morgens 9 Uhr bis abends 7 Uhr Kassenschluß 6 Uhr" Zugelassen bei sämll. Krankenkassen. Schwimm-. Wannen- und Brausebäder. Schlüler-Vollkoriibrol Verkaufsstellen gibt auf is Schlüterbrotfabrik Hansa 998 |«EG. M. d.U. Genossensiliafts-Tis(i)lerei,Jdeal fTiscfkSerei für Jttöbcl, (föau u. JTnnencausdfiau fos Neukölln(Hermannshof) Hermannstr. 43> Tel. F2 Neukölln 2444 „Zum Sdiuifiieif " Hasenheide 22-31 (frfiUer Cnionsüranerei) Jeden Sonntag: Großes Extra-Konzert und Solisten-Vorträge Die Kaffeeküche ist e r S f f n e t.— Der Beginn der ständigen Wochentagskonzerte wird noch bekanntgegeben. Doaerkarieii fflr de öanze Saison pro Person i.SO M. imiL«leaer. Orpheum HASEHHEBDE 32-38 Ecke GraefcstraQe Telephon: Hasenheide 8526— 8528 Säle für Vereinsfestlichkeiten jeder Art. Dienstag und Donnerstag für Gartenbesucher Freiianz. Sonntags: Varletä und Tanz. Etablissement Straudiwlese Inhaber: Wilhelm Lubosch meOersßiüaSieaseiLSmioftallee 1-2 Jeden Sonntag Rlcsen-Fenenverlf Konzert—- Tanz[89 Vo'ksbelustigungen— Kasperle-Theater Das Gebot der Stunde ist der Eintritt in den Erd- und keuer- Bestattundsvereln Groö-Berlln& \V35, Steglitzer Straße 66 Fernsprecher: Nollendorf 4168/69 Gebrüder Groh Gegründet 1882 55 eigene Verkaufsstellen in allen Stadtteilen Groö-Berlins[6 �10 eigene Dampfmolkercicn � Wochenende erst richtig mit Sökelands Pampernfckel SÖkelandS BoggensdiroUirol Diese sind überall zu haben, aöer beachten Sie den Namen SÖKELAND" Max Geist Tabakfabrikate 29 Engroslager: Stallschrciberstr. 23a Filialen in Groß-Berlin Frankfurt a. d. Oder und Stargard i. Pommern Kaufhaus Felix Richter Neukölln � Hermannstrasse 161 Restaurant"• Belle-Alliance Belle-Alliance-Platz 8 (t *« Restaurant Zum Löwen am Kottbusser Tor Reichhaltige Küche Täglich Konzert gel 10, Gr. SeEdei 13 Pf. Große Molle 23 Pf.[71 ViKloria-GarlenTreptow inh. Franz Nitschke Am Treptower Park IS— 26 88] Tel. Moritzplatz 10 609 Verkehrslokal der organisierten Arbeiterschaft— Großer Konzertgarten für 2000 Personen r KaffeekUche-WB Kinderbelustigungen aller Art Arbeiler und HändSer kaufen nur „Zanta Zigaretten billig und gut.[49 Zanta-Zigarette n fabrilL „fredy"-S(hiifi#a Nnr Gr. FranKfurler Str. 87 Eigene Fabrik! Spezialität: Handarbeit Vorzeiger: 5 Proz. Rabattl[3 FAHRRÄDER SPRECHMASCHINEH PHOTOAPPARATE MUSIKINSTRUMENTE WANDUHREN USW. Cerin�e AmohlunQ'.niedrige' Vfcchenroien von V MIc on. totolog" kostenfrei und fronb OeufscheWorenkredit GjrvbH BBH BERLIN W.35.EBE3 Friedridi Braune BrunnenstraBe 32 ChausseestraBe 77 KottbusserDamm 9[zs AllenOrganisationen e m m langen See. vit-ä-vis Sdunöckwitz Treffpunkt der ürbeiterorganisationen Gate Küche/ Solide Preise Tel. Köpenick 227. Jobs. Stibbe MAURER& DIMMICK. BUCKDRUCKEREI BERLIN SO 1 6, KOPENICKER STRASSE 36 38 Diekmann A.- $diwar!erJldier,MrlerAileg99 Vorn 8. bis II Juli\9Z1 Das Rätsel der Fledermaus Ferner; Bühnenschau Vom 8. Ms II Juli 1927 Primanerliebe Ferner: Bühnenschau Mia- Palast, flatesüaSe 64 Vom 8. bis II. Juli 1927 Primanerliebe Ferner: Bühnenschau PasaiMidii»i!l8.B.Ä%r.2 Vom 8. bis 11. Juli 1927 Dirnen tragödie Ferner: Buhnenschau MM Lesdau's Korbmöbel Iilitniilt Formn Aparte Muster Mäßige Preise Vtrlillltnin. fntiit; Neukölln limirrbmtr. 20»«I Hermannstr. 10 lTel.Neuk.1759) 9—•9*9—9*9— Gerhard Holmen Das Haus für Volkskleidung und Berufskleidund NEUKÖLLN Hermannskraffe 16-12 | bduaiiiiiimer Spelsezfiniuer Herr« Auf Tejlzahlung Herren-, Damen-Garderobe Anzüge, Qummi-Mäntel, Kleider MOSEL bis 18 Monatsraten Schlaf-, Speise-, Herrenzimmer Küchen, Einzelmöbel, Federbetten nn|fb| 6r. Frankfurter Str. 34 nIZaavB(Strausberger Platz). 4tO.-M.| azo,-» iferrenzünmer. 288,—„ WoUnummrr..219.-. liaridilMiüdtsn.110,-. smreUitisdie.. 08,-. AnMieidtsdu-jinKe 18.—, tiaadanren... es.—. Auf Teilzahlung fiöbellians Knnfoft Neukölln, Prinz-Handjerystr. 2 Restaurant Nflddeiwerder Telephon; Friedrichshagen 217 Einzige Insel auf d. Müggelsee Eigene Dampfer-Verbindung vom Spittelmarkt;>/,19 u. 3 Uhr ra's mm Sehenswert! Sehenswert! Sehenswert! Sie finden eine Sie kaufen sehr schöne und enorme Auswahl sehr preiswerte Waren Sie freuen* sich, weil Ihr Kauf Sie nicht enttäuscht, sondern befriedigt hat Das reizende Voile-Kleid s»"»«,»»« Q75 ir entzackendea Farbstellnngen............ 15.75 � ara.deracbBii. Crepe-de-Chine-KIeid J975 Die schönsten Brautkleider Der wunderschöne Mantel aas gutem Herrcnstoff.............. 29.75 X Der reizende Seidenmantel 1 1 75 ...................... 24.75, 15.75 J. i Große Auswahl in Trauerkleidung Kostüme 1075 Gummi- Mäntel 1 Q75 30.75 29.75 AO......... 29.75 X.✓ W. Bernhard Nachfg. SW, Belle- Alüance-Str. 105 u. 101, am J. BAER BflDSTR. 26 ECKE PUiWXtWALLEE Fertige Herren- u. Knaben-Bekleidung in nur anerkannten Qualitätenifür jede Figur Die HalSabteilung unter Leitung bewährter Zuschneider, bringt das Geschmackvollste hervor UroBe Auswahl in Oabardlne-, Gummi- und Lodenmantel, Wind- Jacken, Sport- und Berufskleidung Sie ahnen es nicht.. Teppiche,» Möbelstoffe Gardinen, verblüffend herabgesetzt im | Verkauf im Lichthof S Nur soweit Vorrat! Ein Posten langer Gardinen-Sclials zum Aussuchen Serie 1 Serie 11 1.95 1.25 Haben Sie schon � so billig gekauft- ■In Poston Künstler-Gardinen passend bis 4 Fenster, zum Teil leicht angestaubt 4.50 1.90 früher e rr jetzt Seriell bis 1U.- ntir früher ni_ jetzt bis �' nur Serie III Etamin 150 cm breit Ein Posten GartlMiistii Serie I 3.90 7.90 darunter la Filet- Antik Handarbeiten 4.50'£'1.90 früher Q 7c jetzt 9 AC Seriell... bis 7. /O nur«S.VS . ,füb�er 14.50 je,It früher . bis- Serie III Serie IV Scheibenschleier 4 K abgep., z. Aussuchen St I ch zum Aussuchen Serie Serie III 75 35 Serie -d 11 50 5 K C Gardinen-Mull 7 II . Mtr. doppcltbreit,., Mtr. m 2 S&tFÜfpM' teils angestaubt, teils mit kleinen Fehlern: darunter la Filet- Antik- Handarbeiten #■#*90 rtatMa.- MV 90»fctt 10.50£90-tatt 7.90 4�9 1%� nur M nur nur : statt 10.» ooooooooo.oooo.oooo*. Serie rv '4«v WtJ Zll!!!lI!il�I»Ml!!i!lllIiWiIIjtI>ItlII!!MI!WlltjiWWMWMM ALoseph& Ein Posten Teppiche Decken Läufferstofffe mit kleinen mm 4m A/ Fehlern 50% teilweise bis berab- Q gesetzt Ein Posten Linoleum Reste Dm■