Mr. 235. Erscheint täglich außer Montags Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mf.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr Abends, an Soun und Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Juffix Dienstag, den 8. Oktober 1895. angestiftet zu haben. Alle Angeklagte wurden von dem Friedensrichter freigesprochen, da er es nicht für erwiesen hielt, daß der Zweck der Arbeitseinstellung eine Aenderung der Vertragsbestimmungen gewesen sei. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Politische Uebersicht. im Dienste des Kapitals. Berlin, 7. Oktober. Rußland ist jung in der wirthschaftlichen Entwickelung, Die rechtliche Sonderstellung der Sozialdemo alt in der Beamtentorruption. So erklärt es sich, daß Nach diesem Urtheil hatten die Behörden Bedenken, kratie wird durch den jüngsten Prozeß, der mit der Verdort, trotzdem der Kapitalismus sich noch in seinen Kinder- ob eine weitere strafrechtliche Verfolgung aus Anlaß der urtheilung unseres Genossen Dierl zu sechs Monaten Geschuhen befindet, ihm mit der Naivetät alter Verderbtheit Arbeitseinstellung auf dem Bahnhofmöglich ist, denn der§ 1358 fängniß wegen Majestätsbeleidigung endete, in das hellste von dem kaiserlich russischen Beamtenthum ohne Scham und spricht nur von Arbeitseinstellungen auf einer Fabrik oder Licht gerückt. Nach der Auffassung des erkennenden Gerichts Schen Schergendienste geleistet werden. Manufaktur, der Bahnhof in Omst ist aber weder das eine noch war unserem Kollegen seiner politischen Ueberzeugung halber Was da jezt in einem Prozeß in Omst wegen einer das andere. Doch wurden diese Bedenken zerstreut durch eine zuzutrauen, daß er durch die Wiedergabe einer GerichtsArbeitseinstellung unter den Augen der schielenden Göttin Depesche des Justizministers folgenden Inhalts:" Der§ 1358 verhandlung wegen Majestätsbeleidigung selbst eine russischer Gerechtigkeit vorgekommen ist, hat unseres Wissens ist auch auf den Streik der Eisenbahnarbeiter anwendbar. Majestätsbeleidigung begehen wollte. Nur ein Sozialdemokrat, in anderen Ländern noch kein Gegenstück gehabt. Erheben Sie Anklage." Diese Depesche, in welcher der wohlgemerkt, setzt sich diesem Verdacht aus. Deshalb haben Man kann daraus ersehen, wohin es schließlich kommen Justizminister sich ohne weiteres über das Gesetz hinweg- denn auch wohl bürgerliche Blätter, nicht aber der muß, wenn sich die Justiz rückhaltlos in den Dienst des setzt, wurde vorgelesen in der Sigung des Kreisgerichts in" Vorwärts" jetzt einen vollständigen Bericht über Kapitals stellt. Wie wir russischen Zeitungen entnehmen, Omst, in welcher die Sache nunmehr am 26. Juli auf grund des eben jene Verhandlung gegen Dierl bringen können. spielte sich die Sache in Omst, der Hauptstadt des west- Protestes des Staatsanwalts gegen das freisprechende Urtheil Wir würden uns nach Auffassung der Brausewettersibirischen Steppengebiets, ab. des Friedensrichters verhandelt wurde. Das Kreisgericht Kammer, hätten wir dasselbe geschrieben wie jene Blätter, Ein gewisser Morosow hatte zur Ausführung von hielt es für erwiesen, daß der Zweck der Arbeitseinstellung ja abermals einer Majestätsbeleidigung schuldig machen Schreinerarbeiten beim Bau des Bahnhofes eine Anzahl eine Lohnerhöhung war und verurtheilte drei von den an- können. Schreiner aus Nischni- Nowgorod hergeführt. Die Arbeiter geklagten Arbeitern zu einer Haft von einem Monat und Braucht es noch eines Beweises dafür, zu welch abs waren unzufrieden, weil sie zu früh zur Arbeit geweckt wurde die sechs anderen zu einer Haft von drei Wochen. surden Konsequenzen es führt, wenn die politische Tendenz und weil die Mittagspausen zu kurz waren; dann waren Milonow, der Rechtsanwalt der Arbeiter, wurde eines Angeklagten oder der von ihm redigirten Zeitung für die Geldstrafen, welche ihnen für die geringsten Bergehen gleichfalls für schuldig befunden. Seinen Einwand, er könne seine Verurtheilung den Ausschlag giebt? auferlegt wurden, so hohe, daß sie kein Geld nicht der Anstister zur Arbeitseinstellung gewesen sein, da Herr Stöcker als Profeffor der Ethik. Zum nach Vollendung der Arbeit in ihre Heimath mit er von derselben erst nachträglich Kenntniß bekommen Märtyrer hat die Post" den theuren Gottesmann mitsammt zubringen hofften. Zudem erfuhren sie, daß derselbe habe, als die Arbeiter ihn mit der Führung ihres Pro- dem Hammerstein erhoben. Eine nicht minder geschmac Morosow den Handlangern, welche er in Omet mit dem zeffes gegen Morosow betrauten, beautwortete das Gerichts- volle Berherrlichung läßt ihm ein Superintendent HolzAusladen der Barten beschäftigt, einen viel höheren Lohn, urtheil mit der Erklärung, es sei nicht nur die Anheuer angedeihen. In der„ Evangel. Kirchenzeitung" nämlich 3 Mark pro Tag bezahlt, während sie im Durchschnitt stiftung zum Beginn eines Streits, sondern auch schreibt diese Leuchte der protestantischen Gottesgelahrtheit: 11 Mart bekamen. Nachdem Morosow ihnen ihr Ersuchen, die Anstiftung zu einer Weiterführung desselben ein Die Sorge, es würden unter den im geistlichen fie auch mit dem Barfenausladen zu beschäftigen, abschlug, Verbrechen. Die Pflicht Milonow's sei gewesen, den Ar- Amte wirkenden Theologen nicht Persönlichkeiten in ausstellten am 28. Mai von den 483 Arbeitern, die bei dem Bau des beitern die Wiederaufnahme der Arbeit anzurathen. Statt reichender Anzahl vorhanden sein, die berartig in Bahnhofes beschäftigt waren, 19 Schreiner die Arbeit ein dessen hätte er beim Friedensrichter eine Verurtheilung wissenschaftlicher Arbeit stehen, um die theologische und verlangten von dem Morosow ihre Pässe zurück, um Morosow's zur Auslieferung der Pässe. erzielt, was zur Wissenschaft auf einer Universität vertreten zu fönnen, nach der Heimath zurückkehren zu können. Als Morosow Folge hatte, daß einen Tag nach dieser Verurtheilung 100 ist nicht begründet. Um ganz Einwandsfreie zu nennen, verdie Päffe nicht herausgab, erhoben die Arbeiter durch den andere Arbeiter von Morosow die Arbeit eingestellt weisen wir nur auf Männer wie Kögel und Stöcker. Würde Rechtsanwalt Milonow bei dem Friedensrichter eine Klage und ihren Arbeitgeber dadurch genöthigt haben, ihnen den" Fachmann" in irgend einer theologischen Disziplin gelten lassen nicht Kögel, den die zünftige Wissenschaft vielleicht nicht als gegen Morosow wegen Verlegung fremden Eigenthums. Der Lohn zu erhöhen. Dieser letztere Streit sei daher auch auf wird, seinerzeit nebenamtlich in der neutestamentlichen Gregese Friedensrichter sprach Morosom zwar von dieser Anklage das Schuldkonto des Rechtsanwalts Milonow zu setzen. und in der Dogmatik akademische Vorlesungen haben halten frei, verurtheilte ihn aber doch zur Auslieferung der Passe Sein ferneres Vergehen bestehe darin, daß, obwohl er sich tönnen, von denen die Studenten in ganz anderem an deren Eigenthümer. in der ersten Gerichtsverhandlung bei dem Friedensrichter Maße etwas gehabt hätten, als von diesem oder jenem " Darauf erhob die Eisenbahn- Gendarmerie Berwaltung hätte überzeugen müssen, daß die Arbeiter vertragsbrüchig vollgiltig im Ring ſtehenden Vertreter der betreffenden bei dem Friedensrichter gegen 9 Arbeiter Anklage auf feien, er doch Berufung eingelegt habe gegen denjenigen thit, um nur die zu erwähnen, in einer Weise befähigt, daß Fächer? Ist nicht Stöcker zu Vorlesungen über grund des§ 1358 des Strafgesetzbuches, welcher lautet: Theil des Urtheils des Friedensrichters, durch welchen diese Disziplin, von ihm gelehrt, alsbald ein Brennpunkt thit, um nur die zu erwähnen, in einer Weise befähigt, daß Für eine Arbeitseinstellung auf einer Fabrik oder Wiorosom von der Anklage des eigenmächtigen Verfahrens der gesammten theologischen Ausbildung auf Manufaktur, welche verabredet worden ist mit mit fremdem Eigenthum freigesprochen wurde. Als An- der Universität werden würde, in deren Lehrkörper er, wenn auch den Zwecke, die Fabrik- oder Manufakturbesitzer zu einer stifter zum Streit wurde Milonow zu einer Haft von fünf ebenfalls nur nebenamtlich, eintrete? Erhöhung des Lohnes oder zu einer Aenderung anderer Wochen verurtheilt. Der Stöcker ebenfalls nur nebenamtlich" als Professor Bestimmungen des Miethsvertrages vor dem Ablaufen Ter geistreiche Einfall der Behörden und des Gerichtes der Ethik im Brennpunkt der theologischen Ausbildung"! der Frist dieses letzteren zu zwingen, werden die Schuldigen in Omsk, den Anwalt von Angeklagten, die den Be- Wir gratuliren den Theologie- Studenten der Zukunft. folgenden Strafen unterzogen..." hörden mißliebig sind, für die gewissenhafte Ausführung Um Mißverständnissen vorzubeugen, erklären wir Die Anklage wurde aber nicht nur gegen die Arbeiter, seiner Anwaltspflichten als Mitschuldigen seiner Klienten übrigens hiermit feierlichst, daß der p. p. Holtheuer kein sondern auch gegen ihren Anwalt Milonow er auf die Anklagebank zu sehen und zu verurtheilen, dürfte von uns erfundenes Phantom, sondern ein leibhaftiger hoben, welcher angeklagt wurde, die Arbeiter zum Streiken die Bewunderung auch der deutschen Reaktionäre hervorrufen. Superintendent und daß die Proklamirung Stöcker's zum Skizzen[ Nachdrud verboten. aus dem füdamerikanischen Hinterlande. 59 ich heute auch so. Francia hielt jedenfalls einen echten Respekt vor jedem beschriebenen Blatt Papier und glaubte, Indianer für die geeignetste Person, seine blutigen Befehle daß es eine Art Fetisch sei und viel zu bedeuten habe. auszuführen, da sie sich meist gegen Mischblut und Fremde Lesen und schreiben hat die Alte nie gefonnt. richteten; denn der Indianer hat immer einen Haß gegen Gut also; Francia starb auch; ich war ein großer das europäische Blut, zwar nicht von Hause aus, aber von Bursch mittlerweile geworden. Der alte Lopez folgte ihm und Sie müssen mir jetzt erlauben, ein wenig über mich dem Augenblicke an, da er den Europäer kennen gelernt regierte in genau derselben Weise, wie sein Vorgänger. selber zu sprechen, und ich muß dazu sogar ein wenig weit hat. Genug, mein Vater folterte, marterte, erschoß, erftach Uns fümmerte das sehr wenig in unserem Kamp; wir ausholen. Dafür verspreche ich Ihnen ziemlich interessante und erdrosselte in aller indianischen Ruhe und Kaltblütigkeit lebten unser Leben weiter, wie wir es von jeher gewöhnt Dinge zu erzählen; so wenig sonst die Person eines alten alle die ihm Francia überlieferte und bewahrte sich bei waren, einen Tag um den anderen, und meine ganze BeJudianers interessantes für einen Europäer haben mag. dieser Beschäftigung sein reines Gewissen und die Zu- schäftigung bestand darin, die kleine Pflanzung für unseren Ich bin also ein Indianer von ganz reinem Blut, wenn neigung von Francia bis zu seinem Tode. Er starb schon Unterhalt zu besorgen. ich auch auf der östlichen Seite des Rio Paraguay ge- vor dem Tode des Francia an einem kleinen Lanzenstich, Im übrigen vergnügte ich mich nach der gewöhnlichen boren bin; aber mein Vater und meine Mutter sind und dieser blieb seitdem ohne speziellen Henker; sei es, daß Art; ging auf die Jagd, schlief, rauchte und tanzte. Ich im Chaco geboren, und man hat sie dazumal dort er meinen Vater für unersetzlich hielt, sei es aus einem war ein echter Judianer geblieben in allem meinem Thun eingefangen und nach Asuncion gebracht, wie man anderen Grunde. und Treiben, und bin es auch heute noch und werde cs wilde Thiere einzufangen und in Käfige zu sperren pflegt. Gab es später irgend etwas bei ihm zu lanziren bleiben bis zu meinem Tode. Warum, das will ich nicht Wer das gethan hat, das war der Tyrann Francia, von an der Nische auf der Plaza San Francisco, wo derlei des längeren erörtern; das eine will ich nur sagen, daß dem Sie manches gehört und gelesen haben mögen, und Sachen abgemacht wurden, so ließ er es durch seine nach meiner Ueberzeugung alles Schlechte, was in das Land über den Sie noch heute viel hören können, da es ja noch Soldaten besorgen, die es auch leidlich genug abmachten. gekommen ist, von den Europäern stammit. Das sei genug. genug Leute giebt, die ihn von Angesicht zu Angesicht ge- Meinen Vater belohnte der Tyrann für seine Dienste mit Ich habe sie gehaßt und hasse sie. Also von meinem dasehen haben. Francia, der, wie Sie wissen, sein Land vor der Estanzia Cerro Desgracias, und ließ ihm den Titel maligen Leben ist nichts Absonderliches zu sagen. Ich war allen Fremden verschloß, war, obwohl er kein echter Indianer ausfertigen, den Sie selber gesehen haben. In jener Zeit ein kräftiger Mann, als Francisco Solano Lopez seinem war, denn er hatte französisches Blut in seinen Adern, legte man aber feinen großen Werth auf einen Landbesitz, Vater folgte und als der Krieg ausbrach, steckte man mich nicht einmal Freund der Mischlinge. Er hatte eben alle wie man es heute thut, da man zu jener Zeit weder wie alle übrigen unter die Soldaten. Wir fochten wie Justinkte eines Indianers, und das Blut seiner indianischen Käufer noch Verkäufer fand. So war die ganze die Löwen; thaten blind alles, was man 11113 Mutter mag deshalb im Uebergewicht gewesen sein gegen Sache damals nicht der Rede werth, und So befahl, eine lange Reihe von Metzeleien. Kurz, alles das, über dem europäischen. Von seinen Grausamkeiten, und wurde später, als niein Vater starb, nicht einmal was Sie von dem Kriege gehört haben bis zu dem Lager was alles damals sich ereignete, will ich Ihnen hier nicht daran gedacht, daß meiner Mutter Mutter Campo Cerro bei San Fernando, habe ich mitgemacht und kam immer erzählen; das wissen Sie selber, und vielleicht wissen Sie Desgracias gehörte; umsoweniger, als wir nur unserer davon mit meinem Leben. Nicht immer mit ganz heiler auch, daß sein Helfer und Henker dabei sich Patino nannte, zwei Personen waren, die zusammen in einem kleinen Haut; ich wurde manches Mal verwundet, bekam die und eben dieser Batino war mein Vater. Natürlich Rancho wohnten, Bataten, Mais und Maniok bauten, Cholera, wurde aber immer wieder hergestellt und hatte er damals noch keinen Namen gehabt, wie man gerade soviel, als sie zu ihrem Leben nöthig hatten und trotte Hunger und Noth. Lopez begann es sehr ihn aus dem Chaco brachte, sondern Francia ließ ihn erst nichts weiter. Doch hat die Mutter das Dokument immer schlecht zu gehen. Der Untergang lag vor seinen danach auf den Namen Batino tausen, und deswegen heiße bei sich behalten; denn sie hatte einen abergläubischen Augen und auch von den unsrigen; aber wir waren ge Weil er Bemerkenswerth ist, daß Stöcker kein Wort der Verurtheilung Münster i. W., 6. Oftober. Die hier wegen der Polizeiverordnung auf Schließung der Gastwirthschaften um 11 Uhr abends vorgekommenen Ruh estörungen wiederholten sich gestern in verstärktem Maße. Zahlreiche weitere Verhaftungen sind vorgenommen worden. Professor der Ethik diesem Superintendenten bitterer einer halben Million bis zwei Millionen Mark Leinen seiner Ansicht nach die Angellegten wissentlich falsch Ernst ist. Pfennig Einkommensteuer zuzahlen brauchten, denunzirt. Ihre Freisprechung müsse erfolgen. Nach weil sie nachweislich ihrer Wirthschaftsbücher keinen Pfennig längerer Berathung verkündete der Vorsitzende die Frei41/2 Jahre geistig gefund im Irrenhause en einnahmen, vielmehr jedes Jahr zusehen müßten." sprechung der Angeklagten. Nicht weil der Belafiungszeuge für gesperrt war nach Mittheilungen, die der„ Voss. 8tg." zu Ich meine nun, das ist ein werthvolles Eingeständniß, wie unglaubwürdig gehalten und nicht, weil das„ Echo" die Frei Gebote gestellt wurden, ein junger Mann Namens Josef das Einkommensteuer- Gefeß den Wohlhabenden, ja Millionären fprechung vorausgesagt bätte, sei dieselbe erfolgt, sondern aus Weber. Nach den Angaben, die von einem Better des gegenüber gehandhabt wird. Es folgt daraus, daß selbst anderen Gründen. Dem Gericht sei es zweifellos, daß nicht nur Weber herrühren, sollen andere Verwandte desselben ihn die Einkommensteuer absolut keinen Maßstab für die wirt an dem fraglichen Tage, sondern schon früher unliebsame Aeußeaus eigennützigen Gründen in die Provinz- Frrenanstalt liche Reichthumnsvertheilung liefern kann und daß es wohl rungen über den Kaiser gefallen feien. Bei den schwankenden zu Andernach gebracht nicht zu viel ist, wenn gebracht haben. man den Reichthum der Reichen Aussagen des Belastungszeugen hätten dieselben indeß nicht festein-( d. h. von etwa 4 pCt. der Steuerzahler) mindestens um das gestellt werden können und so mußte die Freisprechung mal, um dem Begräbniß seines Vaters beiwohnen Doppelte höher einschäßen muß, als nach den nackten Zahlen der erfolgen. zu können, aus der Jrrenanstalt entwichen war, wurde der Einkommensteuer gerechtfertigt erscheinen tönnte. Unglückliche, nachdem ihn seine Verwandten ausgeliefert hatten, auf 12 Tage in die schmutzige Station ein gesperrt, wo er unter den dort internirten schmutzigen" Irren vor Ekel fast verkam. Diese schmutzige Station" scheint also nicht nur bei den Alexianerbrüdern in Mariaberg, sondern auch in anderen rheinischen Jrrenanstalten zu den Hausmitteln zu gehören. Als Weber sich in dieser Station befand, soll auläßlich einer Revision der Anstalt durch den Ministerialdirektor Bartsch im Juni d. J. eine große Anzahl Juternirter, darunter auch Weber, in einem Haum zusammen getrieben worden sein, wo der revidirende Beamte sie nicht zu Gesicht bekam. Alle diese Angaben machen eine gerichtliche Untersuchung um so mehr erforderlich, als ein ärztliches Zeugniß eines erfahrenen Frrenarztes, des Geheimraths Finkelnburg in Bonn, über den Gesundheitszustand des Josef Weber folgendes Urtheil fällt: für diese von der Regierung genehmigte Steuerbinters iebung( ein Armer, der sein bischen Sapital aufgehrt, muß itets Steuer zahlen) fand, sondern nur Worte des tiefsten mit gefühls für die Noth der Reichen. eTi༥9. Tge Die Einberufung des Reichstags. Endgiltige Bestimmungen darüber sollen, wie die„ Bossische Zeitung" hört, noch nicht getroffen sein. Stuttgart.( Eig. Bericht.) Die Steuertommiffion welche seit 2. Oktober ihre Sigungen aufgenommen hat, an der württembergischen Abgeordnetenkammer, ertannte das Bedürfniß einer Reform der direkten Steuer und 200 Hammerstein Briefe sollen nach einer Mit- sprach sich für das Prinzip der allgemeinen Gintommen theilung der Nation" demnächst im Reichstage eine Rolle steuer als Hauptsteuer aus und event. zur Ergänzung eine spielen". Die"" Frankfurter Zeitung" bemerkt hierzu: Vermögenssteuer. Für die Uebergangsperiode soll die " Hiernach steht zu erwarten, daß noch mancher Pfeil aus Ertragssteuer beibehalten werden mit ermäßigten Steuerdem" sozialdemokratischen Lager auf die Konservativen ab- fäßen, doch soll dieselbe die Frist von 4 Jahren nicht übersteigen. geschoffen werden wird, und man hat allerlei Enthüllungen In der Sonnabend Sigung, in welcher Minister v. Pischek an wird, un wesend war, nahm die Kommission einen Antrag an, in welchemi entgegenzusehen." Die Franff. 3tg." irrt; diese Briefe werden nicht im die Regierung ersucht wird, rechtzeitig einen Gefeßentwurf über " Nach des Unterzeichneten, auf grund eigener Beobachtung unseres Wissens in Kreisen, die den Redakteuren der Nation" zeitig mit der Staatssteuer- Reform berathen werden kann. sozialdemokratischen Lager in Bereitschaft gehalten, sondern Gemeinde steuer- Reform einzureichen, damit derfelbe gleichund unter Einsicht der Andernacher Anstaltsakten gewonnenen Ueberzeugung leidet Weber weder an Alkoholismus noch an Schwach- nahe ſtehen. Darüber sollte doch eigentlich die Frauts. 8tg." finn, noch an irgend welcher anderen Form von geistiger Störung von ihrem Berliner Korrespondenten unterrichtet sein. ..... Er ist in seinen physischen Fähigkeiten nicht erschüttert, Heiteres aus der Manöverzeit. Vor einigen und gegenwärtig ein in geistiger und körperlicher Hinsicht ge- Wochen manövrirte sächsisches Militär in der Gegend von sunder Mensch. Er ist daher auch weder anstaltsbedürftig, noch Baußen. Eines Tages fommen Quartiermacher zu dem Besitzer befindet er sich in einem Zustande, welcher die Fortdauer der der Untermühle in Malschwitz und kündigen ihm an, er werde Entmündigung irgendwie rechtfertigen könnte. Die Aufhebung einen Feldwebel, einen Oberjäger und einen Gefreiten in 1893: 9416 ultramontane, 669 volksparteiliche und 442 sozialder letzteren kann daher ärztlicherseits nur dringend befürwortet Quartier bekommen. Der Mühlenbesiger der Parteigenoffe demokratische Stimmen( 1890 fiel noch keine sozialdemokratische erklärt, er werde die Einquartirung mit Bergnügen Stimme). Württemberg steht somit vor drei Reichstags- NachLäßt sich auch nur das beweisen, daß ein junger Mann empfangen und gut aufnehmen. Aber er halte sich verpflichtet wahlen und es wird daher in nächster Zeit an Verleumdungen 4/2 Jahre lang geiftig gesund im Frrenbaus festgehalten werden zu sagen, daß er Sozialdemokrat sei und viele sozialistische und Berdächtigungen gegen die Sozialdemokratie nicht fehlen. kann, so darf die Reform unserer Irrengesetzgebung un- Schristen besitze. Die Quartiermacher saben ihn etwas betreten möglich länger hinausgeschoben werden. an und nächsten Tages blieb die Einquartirung aus. werden." Eine Vergrößerung von Togoland bewirkt zu haben, rühmt sich eine Expedition, die unter Führung des Dr. Gruner nach dem Nieger zu aufgebrochen und vor kurzem zurückgekehrt war. Frgend welchen Werth haben diese Erwerbungen" nicht, da sowohl die Franzosen wie die Engländer ältere Rechte", das heißt frühere Be schwatzungen von Negerhäuptlingen für sich aufweisen tönnen." Deutsches Reich. fei, noch offen. Die Mittheilung eines bayerischen Blattes, es fei eine enderung des preußischen Vereinsgesetzes nach dem Muster des bayerischen geplant, ift unzutreffend. Auch für den Fall, daß der Ministerrath sich für eine Verschärfung des Vereinsgeseyes grundsätzlich schlüssig machen sollte, dürfte das bayerische Bereinsgesetz faum als Muster dienen." Wir tönnen es ruhig abwarten, was der Berg gebären wird. iſt -Aus dem 15. württembergischen ReichstagsWahlkreis. Da der ultramontane Landrichter Gröber zum Landgerichtsrath befördert worden ist, ist infolge dessen sein Mandat im 15. Reichstags Wahlkreis( Blaubeuren, Ehingen, Laupheim, Münsingen) sowie sein Landtagsmandat erloschen. Der 15. Reichstags- Wahlkreis ist dem Zentrum sicher, es fielen Desterreich. Wien, 6. Oktober. In liberalen Kreisen verlautet, die deutsch- liberale Linke werde morgen zu einer Konferenz 311= sammentreten, um gegen das neue Ministerium Stellung zu nehmen. Die Partei beabsichtigt, in die Opposition einzutreten, weil Graf Badeni bisher keine Annäherungsversuche an die Partei unternommen hat. Wir zweifeln, daß die liberale Partei zur ernsten Uppofition noch genug innere Kraft beszt. Und vor Drohungen fürchtet sich ein Badeni nicht. Ungarn. B " Altona, 5. Oktober.( Eig. Bericht.) Unter der Antlage wegen Majestätsbeleidigung standen heute vor der Straffammer I des hiesigen Landgerichts die Tischlergesellen Schütt, Strack und Maß. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Auf grund der Denunziation des Tischlergesellen Bittensöldner ist die Anlage erhoben worden. Nach der Anklage haben die Angeklagten am 19. Juni anläßlich des Kaiserbesuchs in Hamburg zu drei verschiedenen Malen in ihrer Werkstatt in Ottensen- Opposition gegen das Zivil- Ehegeset. Aeußerungen gethan, wodurch das Reichsoberhaupt beleidigt Im Arvaer Komitat finden fortwährend zahlreiche Renitenzen sein soll. Die Angeklagten, welche sich als Sozialdemokraten be- gegen die firchenpolitischen Geseze statt, zahlreiche Gemeinde- Berschärfung des Vereinsrechts in Gicht? fannten, bestritten, die inkriminirten Aeußerungen gethan zu vorsteher wurden suspendirt und viele Verhaftungen mußten vorDie Voffische Zeitung" theilt mit: Nachdem der Reichskanzler haben und behaupteten, der Denunziant babe sie aus Rache genommen werden. Der fatholische Pfarrer Sabo in Gsieser trat und" Ministerpräsident Fürst Hohenlohe nach Berlin zurück- fälschlich denunzirt, weil sie mit ihm auf gespanntem Fuße ge- von der katholischen zur reformirten Kirche über und übernahm gekehrt und auch der Urlaub fast aller übrigen preußischen standen hätten. Dieser erklärte, daß er von seinen Arbeits- die Seelsorge desselben Bezirks, wo er bisher als katholischer worden sei und er Geistlicher amtirt hatte. Minister abgelaufen ist, dürfte demnächst ein Ministerrath tollegen vielfach gehänselt daß Dieselbe entspreche jedoch stattfinden, der sich mit der Frage beschäftigen wird, ob in deshalb Anzeige gemacht habe. Schweiz. den Thatsachen. Seine Preußen eine Verschärfung des Vereinsgefeges in in heutigen Aussagen wichen Zürich, 3. Oftober.( Eig. Bericht.) Zur Abstimmung die Wege geleitet werden soll oder nicht. Bisher ist diese einigen Punkten von den früheren ab. Auf Befragen erklärte über das 3ündhölzchen Monopol. Diese Woche Frage, wie gegenüber anders lautenden Meldungen festgestellt er, daß er einmal wegen Unterschlagung und einmal wegen vers widmet die schweizerische Presse den Betrachtungen über die Arbeitskollegen der Angeklagten, die an dem fraglichen Tage in Verwerfung des 3 und hölzchen Monopols, wobei es an leumderischer Beleidigung bestraft worden sei. Eine Anzahl Zünd hölzchen- monopols, der Werkstelle zugegen gewesen sind, erklärten, daß die inkrimi- Bolemit nicht fehlt. Die bürgerlichen Blätter, welche für Annahme der Vorlage eingetreten waren, erklären die Verwerfung nirten Aeußerungen nicht gefallen feien. Wären sie gefallen, derfelben durch die Mehrheit der Stimmenden badurch, daß so hätten sie sie hören müssen. Von anderen Zeugen wurde dem die einen absolut kein Monopol wollen, andere aber nur Denunzianten nachgesagt, daß er verschiedentlich Arbeitskollegen dieses Monopol nicht wollten in der Meinung, man könne verklatscht und sich sonstwie auch Handlungen schuldig gemacht die Netrofe auch ohne Monopol aus der Welt schaffen, und hätte, die von einem guten Charakter bei ihm nicht zeugten. in der That fordern nun Blätter, welche das Monopol befämpfen, Der Staatsanwalt hielt den einzigen Belastungszeugen für jetzt das Phosphorverbot. Sehr unangenehm ist der bürgerlichen Zur Beurtheilung des preußischen Ginglaubwürdig und beantragte gegen Strack 1 Jahr und gegen Bresse die Art, wie sich der Baseler Vorwärts", unfer Parteitommensteuer Gesetzes wird uns geschrieben: Schütt und Maß je 6 Monate Gefängniß. Der Bertheidiger Organ, die Verwerfung erklärt. In Stöcker's Rede vom 4. d. M. fam der Satz vor: Dr. Suse dagegen hielt den Wittensöldner, der schon vor dem bürgerlichen Parteien und ihre Presse die vielen Jahre hindurch Er weist darauf hin, wie die " Ich habe in Ostelbien Grundbesitzer und sogar Landräthe 19. Juni gedroht habe, die Angeklagten denunziren unabläffig gegen die Sozialdemokratie und ihre Bestrebungen gesprochen, die mir sagten, daß sie bei einem Gutswerthe von zu wollen, für vollständig unglaubwürdig. Derselbe hätte gehegt, wie sie jederzeit das rothe Tuch geschwenkt haben, um das Volk zu schrecken, wie sie die Privatthätigkeit auf allen Gebieten wöhnt, das zu thun, was man uns befahl. Hier hatten dabei. Lopez hatte niemals gerne Mitwisser seiner Ge- in den Himmel gehoben und den Sozialismus identisch mit dem wir im Jahre 1868 unser Lager aufgeschlagen, als alle heimnisse. Gut, ich war einmal dabei und that, was mir Buchthaus dargestellt und nun am Sonntag in der Verwerfung Hoffnung schon hin war, und ich lag mit hier in der befohlen worden war. Die ganze Nacht hatten wir mit über- des Zwerg- Monopols geerntet, was sie gefäet haben. Es weist Wildniß. Sier entfaltete sich auch die Wuth und der menschlichen Kräften gearbeitet und als der Morgen kam, waren ferner darauf hin, daß die meisten der Volksvertreter, welche Blutdurst des Tyrannen gegen alles, was menschliches wir richtig fertig. Das seichte Wasser lief über den Kies. in Bern für das Monopol gestimmt, es nicht der Mühe werth Antlig trug; hier sah ich hunderte foltern, erschießen und und niemand hätte geahnt, was in der Tiefe verborgen bringend nothwendig war, mündlich und gründlich zu belehren, hielten, unter das Volk zu gehen und es, was in diesem Falle verhungern lassen, ganz so wie es Francia seinerzeit gethan. war. Ich hatte mich an den großen Stein gelehnt, um den und daß endlich gar viele Angehörige der liberalen( freisinnigUnd jede Minute mußte ich mir sagen, daß vielleicht die wir die Kisten vergraben hatten, und wischte mir den demokratischen) Partei selbst mit Nein gestimmt haben. Im Annächste mein Ende bringen würde; denn Lopez verschonte Schweiß von der Stirn, neben mir lehnte ein Sargento, schluß daran giebt der Vorwärts" der Neberzeugung schließlich niemand mehr. Doch traf es mich immer noch ein blutjunges Bürschchen, das kaum fünfzehn Jahre alt und dem Wunsche Ausdruck, daß nun am 3. November auch die nicht. Ich that meinen Dienst wie eine Maschine, erschoß war, ein reines Kind; denn damals waren die erwachsenen Militärartikel( Bentralisation des Militärwesens) in der Volkss und erstach, wie man es mir befahl, und brachte es dabei Männer schon sehr stark auf die Neige gegangen und abstimmung werden verworfen werden. Der„ Grütlianer" führt zum Kapitän. Mit meinen Augen habe ich es angesehen, man steckte schon Kinder in das Heer ein. Das Kerlchen ebenfalls die Angst vor dem Sozialismus an und meint ferner, wie Lopez seinen Bruder und seine Schwäger erschießen, fing an zu erzählen, was er alles thun werde, wenn der daß die Verwerfung direkt gegen die foziale Gefeßgebung ges seine Schwestern und seine anderen Brüder foltern ließ Krieg zu Ende sein würde; eine Mutter hatte er noch; demokratischen Blätter stimmen im allgemeinen in diese Berichtet sei. Auch die übrigen Parteien sowie die linksstehenden in der uruguayischen Folter, und wie er seine Mutter seine Brüder und sein Vater waren alle schon gefallen. Ich urtheilung ein. Die liberale Presse aber ist über diese zu prügeln befahl. Was vergangen ist, liegt hinter hörte ihm zu und dachte mir mein Theil. Meine Mutter Sprache, welche ihr wieder einmal unverhüllt die mir; auch all' das. Lopez war schließlich von hatte ich, seitdem ich unter den Soldaten war, nicht mehr Wahrheit sagt, fehr unwillig und fällt namentlich über allen Seiten umftellt; nur eine kleine Lücke hatten ihm zu Gesicht bekommen. Ich hatte nur gehört, daß sie mit den wackeren Vorwärts" her. Vielleicht sagen sich aber die die Alliirten gelassen, den Weg nach dem Piraya- Thal, unter dem großen Zug von Weibern gewesen Herren unter sich: Recht hat er doch! Und er mußte sich beeilen, diesen Weg zu benutzen; denn sei, die Lopez nach dem Innern des Landes Zu der Abstimmung in Frutigen ist eine Erklärung erdie Kugeln der Brasilianer fingen schon an, bis in unser treiben ließ, in die Kordilleren hinein. Ich schienen, wonach in der Gemeinde Frutigen 185 Ja und 152 Nein, in der Gemeinde Reichenbach 105 Ja und 74 Nein Lager zu fallen. Er that's denn auch. Aber vorher wenig Hoffnung mehr sie wiederzusehen. Jedenfalls war in die Urne gelegt wurden; beide Gemeinden sind die Hauptfige galt es für ihn und seine Maitresse, die Madame Lynch, sie auf dem Marsche gestorben vor Hunger oder sie war der Bündholz- Fabrikation und sie haben also mit Mehrheit das was anderes zu thun, was mehr werth war als ein niedergestochen geworden, wenn sie vor Ermüdung nicht 3ündholz Monopol angenommen, was ihnen sehr zur paar Bataillone unserer verhungerten Soldaten, und weiter gefonnt, wie man es damals eben zu thun pflegte. Ehre gereicht. Dagegen haben vier andere, dort bedas war, wie Sie schon ahnen werden, die Verbergung seines und für mein Leben, was sollte ich da noch groß geben. nachbarte Gemeinden das Monopol verworfen, und zwar, Echages, den er bei sich führte und den er bei seiner Flucht Als der kleine Sargento geendet hatte, gab ich mit schwerem wie erklärt wird, deshalb, weil in denselben über unmöglich mit sich führen konnte. Einiges von seinem Gelde Herzen den Befehl zum Rückzuge. Wir nahmen unsere 1800 Personen mit der Herstellung von Zündholzschachteln hatte er wohl mit fremden Schiffen nach dem Auslande leeren Karreten in die Mitte und marschirten langsam als Hausindustrielle beschäftigt sind und sie befürchteten, bei Angeschickt und dort in Sicherheit gebracht; aber der größere nach dem Lager zurück. Nun und da passirte unsnahme des Monopols ihre Arbeitsgelegenheit zu verlieren. Die Phosphornekrose ihrer Mitbürger fümmert sie natürlich nichts, Theil war noch im Lager, und die Brasilianer paßten etwas was damals auch nicht zu selten war. in der fapitalistischen Gesellschaft ist sich jeder selbst der Nächste höllisch auf, damit die Fremden nichts mehr durch ihre Wir hatten unsere Dienste gethan, und Lopez dachte nicht und die Devise: Einer für alle, alle für einen, ist ein leerer Linien bringen könnten. Also beschloß er, ihn zu ver- daran, uns am Leben zu lassen. Er wollte sich unserer Schall. 311 ( Fortseyung folgt.) hatte " graben, und ich war die Person, die er mit diesem Geschäfte entledigen um keinen Mitwisser zu haben, der den Ort ver- Bemerkenswerth ist noch das Resultat aus zwei Vorortsbeauftragte. Sie wissen, wie blind wir ihm gehorchten, und rathen könnte, wo er sein Gold vergraben hatte. Wir gemeinden von Winterthur: Beltheim lieferte 449 Ja, 14 Nein, so gehorchte auch ich und that ganz genau so, wie er es waren noch gar nicht weit gezogen, als uns auf dem Töß 634 Ja, 80 Nein; die Stadt Winterthur 2566 Ja, 194 Nein! mir aufgetragen hatte, obwohl die Sache gefährlich genug aus- engen Waldwege ein großer Trupp Soldaten, der uns Die fürchteten sich vor dem„ Monopölchen" nicht. sah für mich, nicht wegen des Feindes, sondern wegen Lopez erwartet hatte, umringte und mit dem Schrei:„ Auf die selber. In einer Nacht schickte er uns weg mit dem verrätherischen Ueberläufer!" auf uns eindrang, um uns Rarretenzug, mich und einen ganzen Trupp Soldaten. Am niederzumachen. Alle bis auf den letzten Mann. Abend vorher hatte er mich rufen lassen, und mir ganz genau angegeben, wie ich den Schatz zu vergraben habe und wo. Er schärfte mir noch absolutes Stillschweigen ein für mich und meine ganze Truppe. Berichtigung. Zu unserem gestrigen Feuilleton 3wei Er hätte es gar nicht schiffe ist nachzutragen, daß die widerlegung der Sybel'schen nöthig gehabt; denn von uns wußte jeder, was er zu er- Darstellung einer intereffanten Schrift des Dr. Max Sch asler warten hatte, wenn ein einziges Wort über unsere Lippen entnommen ist:" Ueber ein halbes Jahrhundert. tam. Wir traten also den Marsch an. Er sah aus wie Erinnerungsbilder aus dem Leben eines alten Burschenschafters." ein großer Leichenzug und ich hatte trübe Gedanken genug Jena 1895. Berlag von Bernhard Bopelius. England. Stolybridge, 7. Oftober.( Streittrawalle.) Die Lage des Ausstandes der Kattundrucker ist sehr ernst geworden. 500 den Gewerkvereinen nicht angehörige Arbeiter, welche von auswärts hierher geholt wurden, sind in den Fabriken zernirt. Volkshaufen umzingelten die Polizei- Esforte, welche die nicht den Gewerkvereinen angehörigen Arbeiter zur Fabrik geleitete. Die Polizeimannschaften wurden mit machten von ihren Knütteln Gebrauch. Bei dem Handgemenge Steinen beworfen wurden mehrere Personen ernstlich verlegt. Es ist eine be= deutende Verstärkung der Polizeitruppe, mehrere hundert Mann, hier eingetroffen. und Die Streitbrecher waren wahrscheinlich von dem Bund für Cin wegen seiner Strenge weit bekannter Offizier würde für fleichtern. Dieser Parteitag wird uns ein kräftiger Anfporn zu freie Arbeit" gestellt. diejenigen Distrikte, in denen das Haidukenwesen sich immer erneuter Thätigkeit sein. Wir in Breslau sind nicht weich geDänemark. mehr ausbreitet, mit außerordentlichen Vollmachten zum Prä- bettet; harte Verfolgungen haben wir zu bestehen, aber unermüdmehrerer Dörfer, in welchen die Haiduken besonders stark hausen, die gesammte Arbeiterschaft Breslaus der Fahne der Sozildemo= feften ernannt. Er hat bereits die Umsiedelung der Einwohner lich sind wir thätig und bald wird der Tag gekommen sein, wo angeordnet.tratie folgt. Mit einem dreimaligen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie, das begeisterten Wiederhall findet, schließt der Redner. Kopenhagen, 7. Oktober. Der Reichstag wurde heute in üblicher Weise eröffnet. Beide Thinge wählten ihre bisherigen Präsidenten und Vizepräsidenten wieder. Im Folkeihing kündigte Krabbe einen Antrag zu den Grundgeseh- Bestimmungen an, be treffend die Bewilligungsgesetze, die Mitgliederzahl des Follethings und die Zusammensetzung des Reichsgerichts, nebst einem Antrag betreffend ein Gesetz über die Ministerverantwortlichkeit. Italien. Türkei. - Die Unruhen in Konstantinopel scheinen vorläufig beendet zu sein, die Aufregung hat sich aber noch nicht gelegt, die Furcht der Christen ist noch sehr groß. Aus Nonstantinopel liegen die folgenden Meldungen vor: Aus einigen Provinzen Taufen Meldungen über Unruhen ein, denen man indessen keinen Glauben schenkt. bierber geflüchtet sind. Das Wort nimmt hierauf Liebknecht: Genossinnen und Genossen! Indem ich hiermit im Auftrage des Vorstandes den sechsten Parteitag der deutschen Sozialdemokratie seit dem Falle des SozialistenRom, 3. September.( Eigener Bericht.) ( Eigener Bericht.) Die verviele verhaftet worden sein. Bei dem Dienstag nachts in dem sammlung hier so zahlreich besucht ist. Darin, daß die Zahl der Nach türkischen Angaben sollen 60 Soitas verbannt und gesetzes eröffne, gebe ich der Freude Ausdruck, daß diese Verfolgung der politischen Vergeben in Italien. armenischen Stadtviertel der Vorstadt Kassimpafcha größtentheils Delegirten eine so große ist, zeigt sich, wie sehr die SozialNeber die Ausführung des Freilassungsbefehls bezüglich der von lezischen Barkenführern und kurdischen Tagelöhnern ver- demokratie den Ernst des Stampfes verstanden hat, in dem wir wegen der fizilischen Unruhen Verurtheilten und auläßlich der übten Gemezzel follen über 100 Armenier getödtet worden sein. jetzt begriffen sind. Es ist von mir, als ich vor einem Jahre in Septemberfeste Begnadigten enthält ein angesehenes konservatives Blatt, der Mailänder" Corriere", höchst bezeichnende Angaben. faltigkeitskirche zu Bera 1200, in der Georgskirche zu Galata daß wir auf gefchichtlichem Boden tagten. Aber, soweit die Sonnabend Mittag befanden sich in der armenischen Drei Frankfurt den Parteitag eröffnete, darauf hingewiesen worden, Die Begnadigten sind keineswegs, wie es das natürlichste ge- 500, in der Kathedrale von Kum- Kapu 600 Flüchtlinge. Einzelne Parteigefchichte ins Spiel fommt, ist Breslau noch denkwürdiger, wesen wäre, am Tage der Begnadigung ohne weiteres auf freien neue Antömmlinge berichten von neuen Gewaltthaten; die als es Frankfurt gewesen ist. Heute tagen wir in der Stadt, Fuß gefeßt, sondern aus den norditalienischen Strafanstalten, in Prüfung dieser Nachrichten ist bisher jedoch noch nicht möglich wo Ferdinand Lassalle geboren wurde, der Mann, von dem die denen sie sich befanden, gefesselt und unter starkem Aufwand von gewesen. Die Aufregung unter der türkischen und armenischen moderne organisirte deutsche Arbeiterschaft ihren Ausgang ges Bedeckungsmannschaften durch ganz Italien geschleppt worden, Bevölkerung dauert fort. Daß es in Nodosto( in der Nähe von nommen hat. Wir tagen in der Stadt, welche die Gebeine um nach ihren Heimathsorten verbracht zu werden. Unterwegs find sie zum Uebernachten in Gefängnissen untergebracht worden. Ronstantinopel) zu blutigen Vorfällen größeren Maßstabes ge- Ferdinand Lassalle's birgt, welche bie Gebeine anderer tommen ist, bestätigt sich. Die meisten der in Palermo gelandeten Freigelassenen hatten seit Vorkämpfer unserer Partei, eines Reinders, eines Kayser, Biz Sonnabend Abend wurden von der Polizei 38 Leichen, eines Kräcker birgt. mehreren Tagen nichts genoffen; man hatte wohl für ihre Be darunter die einer Frau, dem armenischen Patriarchate über. Sauptstadt derjenigen Proving, welche den ersten KlassenWir tagen aber in auch der wachung, aber nicht für ihre Ernährung gesorgt. Der Advokat geben. Gegenüber der von armenischer Seite in der letzten Beil lampf erlebt hat, in welcher der Gegensatz der Klassen früher Montalto aus Trapani war in dieser Weise neun Tage unter- auf 700 angegebene Zahl der Opfer, ist festzustellen, daß dieselbe als in irgend einem anderen Theile Deutschlands zu tage getreten wegs; er war mit gemeinen Verbrechern an die felbe Rette gefesselt transportirt auf grund genauer Recherchen nicht 200 bis 300 übersteigt. Bei ist, in welcher ein Kampf gefämpft wurde, ähnlich wie wir ihn trug 1833 worden und noch die Spuren der Handschellen. Alle Freigelassenen, welche gehörigen als vermißt angemeldet. Das Portal der Kathedral- Reichen. noch die Spuren der Handschellen. Alle Freigelassenen, welche dem Patriarchate ist eine beträchtliche Bahl von Familien- An- 1888 und 1889 in Lyon hatten, ein Kampf der Armen gegen die in Balermo antamen, zeigten die Spuren der im Gefängniß aus firche in Stum- Sapu ist im Auftrage des Patriarchen schwarz brach in Schlesien der Weberaufstand aus, der so blutig unterEs sind jetzt 51 Jahre und einige Monate her, da gestandenen Leiden. Unter ihnen befanden sich viele Frauen; umflort. beiläufig bemerkt, ein Zeichen dafür, wie tief die sizilianische Be= drückt wurde, der Weberaufstand, welcher der modernen Ge wegung in das Volk eingedrungen war. sellschaft ihre Sünden vor Augen geführt hat, und der noch Das Gefängnißwesen ist einer der wundesten Punkte der heute das Gewissen dieser Gesellschaft so schlagen läßt im Anöffentlichen Verwaltung in Italien. Reform des Gefängniß Konstantinopel herrscht hier fieberhafte Aufregung, welche fort hat, das blaffe Abbild, welches von diesem Aufstand für die Aus Athen wird telegrapirt: Jufolge der Vorgänge in gesicht ihrer ungefühnten Sünden, daß man nicht einmal gewagt wesens" ist seit Jahrzehnten ein ständiger Artikel in den Pro- während neue Nahrung erhält durch Gerüchte über bevorstehende Bühne gegeben wurde, aufführen zu lassen. Es ist der Kampf, grammen aller Ministerien gewesen, aber niemals feit dem Be englische und russische Flottendemonstrationen. stehen des Königreichs ist eine Hand zur Besserung angelegt Blätter bringen abenteuerliche Gerüchte und übertriebene Nach lied der deutschen Nation, zu seinem Weberliede, begeistert Die hiesigen der einen Heinrich Heine zu dem vielleicht größten Revolutions worden. Es geht mit dieser Frage wie mit den berühmten richten. Unter anderem wird gemeldet, im Biräus seien arme hat. Das Elend dieser Provinz an der Geite des Fragen der Austrocknung der pontinischen Sümpfe und der nische Flüchtlinge angelangt, welche über die Konstantinopeler größten Reichthums hat einem Ferdinand Freiligrath fein Kultivirung der römischen Rampagna; auch diese Gegenstände Unruhen schreckliche Einzelheiten berichten. Es soll sich aber nur unsterbliches Gedicht von Nübezahl eingegeben. Der Rübe werden wohl noch Jahrzehnte lang in den politischen Programmen um zwei Armenier handeln, welche wegen der Ausschreitungen zahl, den das arme Proletarierkind anrief, bas war ein paradiren. Das italienische Gefängnißwesen trägt demzufolge noch einen Geist der Vergangenheit; der hat das Kind nicht retten können, völlig mittelalterlichen Charakter. Wenn dafür gesorgt ist, daß der hat die Eltern nicht retten können vor dem Hungertode. der Gefangene nicht entfliehen kann, glaubt man alles Nöthige Bewegung hat der Same des Sozialismus und, wie man es Aber es ist ein neuer Geift gekommen. Anknüpfend an jene gethan zu haben. Ob der Gefangene im Schmutz ver damals nannte, des Kommunismus, in Schlesien Boden gefaßt. tommt und seine Gesundheit für immer zu richtet, danach wird nicht gefragt. grunde Schlesien ist noch früher als das Rheinland, wo ebenfalls die diesen Umständen von selbst, daß an eine räumliche Scheidung Es versteht sich unter Klaffengegenfäße auf deutschem Boden zum ersten Male, ohne der politischen Gefangenen von den gemeinen Verbrechern nievon Frankreich oder England importirt zu sein, aufeinandermand denkt. Wenn die am 20. September Begnadigten, die sich platten, das Land, wo der kommunistische Gedanke aufgetaucht rechtlich schon auf freiem Fuße befanden, auf dem Rücktransport ist. Wir haben zuerst in den 40er Jahren Kommunisten hier in der angegebenen Weise behandelt worden sind, so kann man Opfer dürften dem italienischen Volke durch die Kolonial- umher, hier spielten sich die Prozesse gegen Schlöffel und andere Italienische Rolonialfreuden. Neue schwere gehabt, hier wandelte der berüchtigte Stieber als Maler Schmidt" fich leicht vorstellen, wie es ihnen während ihrer Strafzeit er Abenteuer aufgebürdet werden. Auf dem Gebiete der erythräischen ab. Und seitdem ist niemals der Sozialismus hier verstegt. gangen sein wird. Kolonie bereiten sich wieder triegerische Ereignisse vor, die große Hier wurde am 19. Juli 1848 von einer Volksversammlung Die Begnadigung wegen der Unruhen in Sizilien und in Opfer an Gut und Blut fordern dürften. Der Hauptgegner der Beschluß gefaßt, den Provinzen Massa und Carrara ist bekanntlich, trotz des Italiens, Nas Mangascha, rückt mit mehr als 5000 modern be- Lehrstuhl des Sozialismus zu errichten und der Mann, der Universität Breslau einen gegentheiligen Versprechens, feine vollständige gewesen: die zu waffneten Soldaten gegen die italienische Kolonie vor. den höchsten Strafen Verurtheilten sind noch nicht begnadigt der hier am thätigsten war für die Sache des Sozialismus, worden. Aber selbst wenn die durch die Militärgerichte Ver Vom Kongosta a t. Gin Antwerpener Blatt meldet, Nees v. Esenbeck, ein Mann der Wissenschaft, war der Vorurtheilten sich alle auf freiem Fuße befänden, würde noch ein man gehe am Kongo mit der Aushebung von 6000 eingeborenen fißende des sozialdemokratischen Kongresses, der im September Bestand von politischen Gefangenen übrig bleiben, der an Bahl Soldaten Dor, die ein von Baron Dhanis befehligtes und Oktober 1848 in Berlin tagte. Niemals ist die Saat des die Zahl der begnadigten Sizilianer bei weitem übersteigt. Es Expeditionskorps bilden sollen, zu dem Zwecke, die gegenwärtig Sozialismus hier erstickt worden, und daß Ferd. Lassalle auf find dies die zu dem sogenannten Zwangswohnsitz verurtheilten leicht( 1) erschütterte Autorität des Unabhängigen Kongostaates dieser historischen Stätte des Sozialismus Sozialist werden Mitglieder sozialistischer und anarchistischer Vereine aus ganz an den Ufern des Kongo zu befestigen. Baron Dhanis werde sich mußte, ein Bahnbrecher des Sozialismus, das war nicht ein Italien. Das Crispi'sche Geseh, durch welches sich alle Klippeninseln mit dem nächsten Dampfer nach dem Kongo begeben. Der General Bufall. Was Lassalle war, habe ich hier nicht hervorzuheben; der mittelländischen und der adriatischen Küfte mit Verbannten dieser gouverneur des Kongostaates de Wabis sei bereits mit der wir sind keine Männer des Personenkultus. Lassalle hat Fehler Art gefüllt haben, war angeblich nur gegen gewaltsame an Bildung des genannten Expeditionstorps beschäftigt. begangen, sich getäuscht, aber das Verdienst bleibt ihm, daß er archistische Attentate gerichtet; aber seine absichtlich unklare Wenn man 6000 nene Soldaten am Kongo braucht, um die die moderne Arbeiterbewegung in Fluß gebracht hat. Er war Faffung erregte selbst in der gefügigen Abgeordnetenkammer leicht erschütterte Autorität zu befestigen, dann möchten wir ein Schüler von Mary und Engels, die nun auch beide jetzt ge= Bedenken und Crispi sah sich zu der ausdrücklichen Erklärung wohl wissen, wie viel nöthig sind, wenn die Autorität schwer er storben find. Engels ist erst vor jest zwei Monaten gestorben. ger.öthigt, daß er keine Ausdehnung der angedrohten Strafen schüttert ist. Wir glauben, der Echaden, der durch den Tropen- Diefe drei Männer sind es, benen das Proletariat vor allen auf andere Parteien beabsichtige. Anstatt deffen ist die lange foller der Beamten angerichtet wird, kann durch noch so viele anderen Dank schuldet. Als Lassalle, der Denker und Kämpfer, Bertagung des Parlaments von ihm benutzt worden, alle Mit Soldaten nicht reparirt werden. starb, da war die Sozialdemokratie, soweit fie organisirt ist, glieder sozialistischer und republikanischer Vereine und alle rein noch schwach; sie bestand aus kaum mehr Tausenden, als heute - Madagastar. Die Londoner Pall Mall Gazette" die Partei Millionen zählt. theoretischen Anarchisten einem Strafverfahren zu unterziehen, veröffentlicht folgende Depesche aus Antananarivo vom 25. Sepwelches sich nur auf gewaltsame thätliche Umsturzversuche beziehen tember: Gine wüthende Menge drang in den englischen Kirchhof fehen wir so recht, daß diefe Partei nicht wurzelt in Persönlich Wenn wir zurückblicken auf die Geschichte der Partei, dann follte. Das Strafverfahren ist sehr einfach eine administrative ein, zerbrach die Särge und verstümmelte die Leichname. Kommission konstatirt, daß jemand Mitglied eines Vereins ist, in malagassische Armee in Ambohimanga ist von der französischen Als Agitator in Wort und Schrift, da wird keiner der heutigen Die feiten von Talent, Genie, sondern wurzelt in den Verhältnissen. deffen Programm revolutionäre Redewendungen vorkommen; Streitmacht hart bedrängt. Die französischen und malagassischen Agitatoren mit Lassalle sich vergleichen wollen. Wir haben heute dies genügt, um den betreffenden aus seinen Nahrungsverhält- Truppen sind jetzt von der Hauptstadt aus sichtbar; Kanonen- Millionen von Anhängern gewonnen und Lassalle hatte deren niffen herauszureißen und zum Zwangswohnsit an einem be- donner wird deutlich hier vernommen. ftimmten Orte zu verurtheilen. Bon der Begnadigung der vielen diplomatische Mission abging, um mit den Franzosen zu unter- waren, weil der Kapitalismus noch neu war, weil er feinen ver Es verlautet, daß eine nur wenige, weil damals die Verhältnisse noch nicht entwickelt hunderte solcher Verbannten ist bisher nicht einmal die Rede handeln. gewesen. Es geht aus dem Gesagten hervor, welch' ungeheuren Aufwand von Gendarmerie die Verfolgung der politischen Bergehen in Italien erfordert. Und eine solche Kraftvergeudung gestattet fich ein Land, in welchem gerade in legter Zeit die öffentliche Sicherheit durch die Zunahme der gemeinen Verbrechen in einer Weise kompromittirt ist, daß nur die Konzentration der gesammten Polizeimacht Abhilfe schaffen könnte. vier Mann verwundet. Spanien. Wäre diese Nachricht richtig, dann hätte die spanische Regierung es wahrlich nicht nöthig, demnach 25 Bataillone als Nachschub nach Kuba zu entsenden. reichung einer Verbalnote an die Pforte, in welcher angefragt Die Botschafter beschlossen am Sonntag die kollektive Ueber wird, welche Vorkehrungen die Pforte zur Beschwichtigung der Erregung unter den Mohamedanern und Armeniern und zum Schuße der Christen und Ausländer zu treffen gedenke und fordert wird. worin ferner eine strenge Untersuchung der letzten Vorgänge ge1 Afrika. Parteitag der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Breslau, den 6. Oftober 1895. Vorversammlung. " an " heerenden Rundgang durch Deutschland noch nicht vollendet hatte, weil man damals noch an das Evangelium SchulzeDelitzsch's glauben konnte, der da sagte, daß jeder sparfame Mann noch zu Bildung und Wohlstand gelangen tönne. Heute glaubt das niemand mehr. Es ist nicht die sozialdemo fratische Agitation allein, es sind die Verhältnisse, es ist die Logit der Thatsachen und das Entwickelungsgeset der Gesellschaft, welche den Kapitalismus gezwungen haben, das Privateigenthum an den Produkten, an den Erzeugnissen der Arbeit zu zerstören, die Masse des Mittelstandes zu vernichten, In dem festlich geschmückten Saale zum Deutschen KronRuba. Könnten die tubanischen Schwierigkeiten durch prinzen" traten nach 7 Uhr abends die Delegirten zur Vor- das fleine Eigenthum zu vernichten und die Masse des Bolts zu Madrider Siegesbepeschen aus der Welt geschafft werden, so versammlung zusammen. Etwa 200 Delegirte sind erschienen. proletarisfiren. Die Sozialdemokratie hat gefät in die Furchen, wäre der Aufstand sicherlich längst beendigt. Gestern wurde aus erweist sich als viel zu flein. Bodium, Rednertribüne Die Machthaber haben alles versucht, die Bewegung nieder wäre der Aufstand sicherlich längst beendigt. Gestern wurde aus Der für die Zuhörer zur Verfügung stehende Raum welche durch den Kapitalismus der Gesellschaft eingezogen sind. Havannah telegraphirt: An dem Flusse Guayabal schlugen am 25. v. M. 1800 Spanier und Gallerie sind mit rothem Tuch ausgeschlagen zuschlagen. Trotz aller Verfolgungen von den Zeiten Lassalle's unter dem Oberbefehl des Generals Echague 3800 Aufständische, und mit Guirlanden geschmückt. Die Büften von Laffalle und ab bis heute haben sich die Sozialdemokraten von Jahr zu Jahr die von Antonio Maceo befehligt wurden. Antonio Maceo soul Marx und das von einem Lorbeerkranze umrahmte Bildniß vermehrt; die Partei hat immer festere Wurzeln geschlagen in mit mehreren anderen gefallen sein. Der Feind floh unter Hinter- Friedrich Engels blicken auf die Delegirten herab. Die beiden den Stürmen der politischen Kämpfe. Deutschland ist das Land laffung von Waffen und Munition. Auf spanischer Seite wurden Büsten der großen Vorfämpfer verbindet eine breite Schleife mit der Denker, aber auch gewissermaßen das Land der Gemüthlichdem alten Rampfeswort: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! feit, aber die deutschen Sozialdemokraten haben trotzdem den Darüber weht die rothe Fahne der sozialdemokratischen Arbeiter nöthigen Kampfesmuth, die Entschlossenheit. Unsere Partei ist zu Breslau" aus dem Jahre 1873 mit der Juschrift: Freiheit, also nicht nur eine Partei der Wissenschaft, sondern auch des Gleichheit, Brüderlichkeit! Einigkeit macht start. Kampfes, und so können wir unseren Feinden nur dankbar dafür Aus Kuba wird ferner mitgetheilt, Marschall Martinez seien folgende genannt: Freiheit und Wahrheit, das sind die geseze immer nur genügt haben. Von den zahlreichen Sinnsprüchen, die die Wände schmücken, sein, daß sie uns durch die Verfolgungen, durch ihre AusnahmeCampos habe einem Journalisten erklärt, seiner Ansicht nach sei die Einführung der Autonomie auf Kuba sehr schwierig, da die Stüßen der Gesellschaft"( Ibsen). Von allen Beschuldigungen, Als wir vor einem Jahre in Frankfurt zusammentraten, Autonomisten unter sich vollständig uneinig feien über seine Führer die man gegen den Sozialismus anführt, ist nicht eine, die man war uns ein Umfturzgesetz angekündigt. Wir fagten, möge ein die Mittel, welche zur Unabhängigkeit Kubas führen sollen. nicht auch gegen das Christenthnm erhoben hätte."( St. Mill).„ Die solches Gesetz kommen, es wird vielleicht Manches und Manchen Andererseits sei aber auch die Unterdrückung der Revolution Sache der Arbeiter ist in Wahrheit die Sache der gesammten umstürzen, aber niemals die Sozialdemokratie!( Lebhafter sehr schwer und könne nur dadurch erzielt werden, daß die Insel Menschheit."( Lassalle). Jede große Reform hat nicht darin be- Beifall.) Und was ist aus dieser Bewegung geworden? Der vollständig militärisch besetzt werde. etwas Neues zu thun, sondern das alte abzu- Mann, der die Hand dazu lieh, das Gesez vor den Reichstag zu Da dazu die Mittel Spaniens und trotz des größten Steuer- fchaffen".( Buckle). Mag es oder nicht gefallen, jedes wahre bringen, Caprivi, wurde gestürzt, und sein Nachdruckes auch die Kuba's nicht ausreichen können, so heißt dies freie Wort eine Wohlthat ist es allen, und so wirkt folger, Herr von Hohenlohe, der die Erbschaft übernichts anderes, als daß mit dem Verzicht auf Kuba von den und lebt es fort."( Lingg.) Die deutsche Arbeiterbewegung nahm und das Gesetz durchzubringen versuchte, mußte spanischen Staatsmännern schon ernstlich gerechnet wird. ist die Erbin der deutschen klassischen Philosophie."( Engels.) die Erfahrung machen, daß man, um die Sozial" Gleichheit ist immer der Probstein der Gerechtigkeit, und beide demokratie zu vernichten, Wissenschaft und Kunst angreifen und Serbien. machen das Wesen der Freiheit."( Seume.) Ohne Leiden die Kultur zerstören müßte. Damit ist anerkannt worden, daß - Die Haiduken, die den spanischen Guerillas ent- fchaft ist teine einzige jener Befreiungen ausgeführt worden, deren die Sozialdemokratie, die ja auf dem Boden der Wissenschaft sprechen, waren, so lauge es dem Kampfe gegen die türkische Aufeinanderfolge die Weltgeschichte bildet."( Lassalle.) Die steht, diejenige Partei ist, welche die Errungenschaften unserer Fremdherrschaft galt, der Gegenstand dichterischer Verherrlichung, Frage nach der Länge des Arbeitstages ist die Frage nach dem Kultur zu vertheidigen hat in der Zeit des Zusammenbruchs der sie waren die Helden des Volksliedes, bewundert von der ganzen Stand der Zivilisation."( Brentano.)„ Gefährlich ist nur das kapitalistischen Gesellschaft, die, wenn sie zum Ziele fäme, uns Nation. Jezt, wo die türkische Fremdherrschaft durch die um unterdrückte Wort; das verachtete rächt sich, das ausgesprochene der Barbarei zuführen würde. Denn sie kann nicht befein Haar bessere Willkürherrschaft der Obrenowitsch abgelöst ist nie vergebens."( Börne.) ftehen mit den Gefeßen der Zivilisation, fie muß die ist, wo die einzige volksthümliche Partei Serbiens, die radikale, Der Arbeiter Sängerbund begrüßt die Erschienenen mit mächtigste Partei Deutschlands außerhalb des Gesetzes erklären, unterdrückt wird, regen sich wieder die Haiduten in den serbischen einem schwungvoll vorgetragenen Liede. Dann heißt im Namen fie muß die Geseze doppelt anwenden, anders gegen SozialGebirgen. Mit derselben Grausamkeit und Hartnäckigkeit, mit des 2okalkomitees Genosse Bruhns den Parteitag will- demokraten, anders gegen andere; sie muß bekennen, daß die der die Haiduken von den türkischen Paschas verfolgt wurden, tommen: Grundlagen des heutigen Staates nicht ausreichen, obgleich sie werden fie jezt von der„ nationalen" Regierung, die zum großen Wir wissen die Ehre zu würdigen, den Parteitag in unseren felbst die Gesetze gemacht hat. Um die Sozialdemokratie niederTheil ihnen die Griftens verdankt, drangsalirt. Eine Depesche aus Mauern zu haben und werden mit Eifer bemüht sein, unseren zuwerfen, muß fie die Reichsverfassung zerstören und das Belgrad meldet hierüber: Freunden und Gästen ihre schwere Arbeit nach Kräften zu er allgemeine Wahlrecht vernichte. Nun, fie möge es verstanden, " Gewerkschaftliches. Eämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Organisation tragen. Metallarbeiter und Tischler! Der Streit der gesammten Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Welles in Berlin, Engelufer 1 a, dauert unverändert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. fuchen! Das allgemeine Stimmrecht wird von der Sozial-| Wir fordern beständig die Neuregulirung der Wahlkreise und- In Faltenau in Böhmen standen sechs Polizisten vor Demokratie vertheidigt werden. Der Denker und Kämpfer, wir wissen, weshalb sie uns verweigert wird. Wir würden dann dem Bezirksgericht, um sich gegen die Anklage zu verantworten, der hier auf dem Friedhofe begraben liegt, Lassalle, hat das un- auf unsere Kongresse von Berlin 51 Delegirte senden tönnen. Arbeiter aus nichtigen Gründen arretirt und auf der Polizeisterbliche Verdienst, die deutsche Arbeiterklasse den Werth des Der Vorschlag, den wir bringen, ändert wenig. Er ist nur wachtstube mit Ochsenziemern braun und blau geschlagen z allgemeinen Wahlrechts gelehrt zu haben. Die Sozialdemokratie dazu bestimmt, eine gerechtere Art der Abstimmung anzubahnen. haben. Das Gericht sprach fünf dieser sauberen Sicherheitswar von allen Parteien die erste, die diese Waffe benutzt hat, Moltenbuhr bittet, den Antrag abzulehnen; ob die wächter frei, weil ihre Missethat verjährt war. Der sechste fam fie hat sie benutzt, ehe die kapitalistischen Parteien Verständniß Berliner mit ihren Forderungen bescheiden oder unbescheiden mit zwei Tagen verschärften Arrest und der Bezahlung der Kosten dafür hatten, und die Taktit der deutschen Arbeiterpartei in der feien, kommt nicht in betracht, sondern nur der Umstand, daß davon. Benutzung des Wahlrechts ist schließlich von allen Parteien in durch Annahme des Antrages mit dem bisherigen System geallen übrigen Ländern, in Belgien, Frankreich, Italien brochen wird. Außerdem würden dadurch Unzuträglichkeiten und überall übernommen worden. Denn wir haben, hervorgerufen, ferner würde der Delegirte einfach dazu herabbelehrt von Lassalle, diese Wasse zu schwingen gewußt, so daß gedrückt, seine Stimme abzugeben, eine Debatte wäre dann überalle größeren Parteien fich uns nicht gewachsen gefühlt haben flüssig, und man könnte ja schriftlich abstimmen. Die Wahlkreise Ausstände oder Aussperrungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden Die Umsturzbewegung hat in jammervoller Weise Schiffbruch ge- feien jekt nach ihrer Stärfe vertreten. litten, aber jetzt fängt ja wieder eine neue Bewegung an; unter Stadthagen betont, daß der Antrag in Berlin in feiner dem Schuße der Staatsmacht beleidigt man die Sozial- einzigen Versammlung vorgebracht, sondern nur von den demokratie, unter dem Schutze dieser Staatsmacht ist Delegirten berathen sei. Der Antrag müsse aus Gründen der der Partei der Fehdehandschuh hingeworfen worden zum Kampf Gerechtigkeit abgelehnt werden. Jeder Delegirte habe die Interauf Leben und Tod. Wohlan, was die Beleidigungen unserer essen der Gesammtpartei, nicht die eines bestimmten Wahlkreises Partei betrifft, so stehen wir zu hoch, als daß sie zu vertreten( Beifall), gleich viel ob hunderte oder tausende hinter uns erreichen könnten.( Lebhafter Beifall.) Und wenn man ihm stehen. Man solle nicht den Mangel an Gründen durch uns den Kampf anbietet, so stehen wir und fämpfen.( Beifall.) eine schlechte Geschäftsordnung zu verdecken suchen. Der Bürstenmacherstreit ist zu gunsten der Arbeiter entWir werden kämpfen auf dem Boden, auf dem wir jetzt vor- Hoffmann- Bielefeld hält den Antrag geschäftsordnungsschieden. Es befinden sich nur noch wenige Kollegen im Aus. gedrungen sind. Die Dinge sind heute, wie Engels trefflich mäßig nicht für zulässig, da der jetzige Parteitag noch auf grund Unternehmern schon in der ersten Woche bewilligt worden. Nur stand. Die Forderungen der Arbeiter sind von den meisten nachgewiesen hat, soweit gediehen, daß der Kapitalismus mit der alten Geschäftsordnung gewählt sei, und beantragt deshalb bei folgenden Unternehmern wird noch gestreift: Löffler, seinen eigenen Gesetzen die Herrschaft nicht mehr behaupten Uebergang zur Tagesordnung. fann; daß diese Gesetze vertheidigt werden müssen Nachdem Timm- Berlin den Uebergang zur Tagesordnung Stralauerstr. 35; Neiße, Naunynstr. 72; Schmalbach, von der Sozialdemokratie. Das Grundgesetz, das all- bekämpft hat, beschließt der Parteitag, über den Antrag Arons Röpnickerstr. 175; Santte, Angermünderstr. 5; Bischof, gemeine Wahlrecht, es wird von unserer Partei vertheidigt werden. und Genossen zur Tagesordnung überzugehen. Eine am nächsten Sonntag stattRigdorf, Berlinerstr. 131. Die Macht des Deutschen Reiches und seine Lebensfähigkeit Zu Punkt 8 des Geschäftsordnungs- Entwurfs liegt ein An- den Streit für beendet erklären und über die genannten Werkfindende öffentliche Bürstenmacher- Versammlung wird jedenfalls beruht nicht auf den Bajonneten, darauf kann kein Gemeinwesen trag der Parteigenossen des 14. hannoverschen Kreises vor, stätten die Sperre verhängen. Es ist nun Aufgabe der Bürstenberuhen, sondern auf dein allgemeinen Wahlrecht. Das Deutsche welcher eine Verlesung der Präsenzliste zu Beginn jeder Sizung macher, das Errungene festzuhalten, der Organisation treu zu Reich hat den deutschen Arbeitern das Wahlrecht gegeben, und eine Namhaftinachung der Fehlenden im Protokoll bezweckt. bleiben und den Zuzug nach den vorgenannten Werkstätten zu welches die Einzelstaaten und der frühere Deutsche Bund ihnen Nach kurzer Debatte, an welcher sich hoch- Berlin, versagt hatten. Darin liegt der Werth des Reiches, und wenn meiner Berlin, Fülle Würzburg, Gehrke- Charlotten- unterlassen. Der Vertrauensmann: H. Wiedemann. man der Arbeiterklasse, ohne welche das Reich nicht be- burg betheiligen, wird der Antrag abgelehnt und Punkt 8 des stehen kann, das allgemeine Wahlrecht nimmt, so geht entweder Entwurfs, sowie der Entwurf in seinem Gesammttheil andas Deutsche Reich zu grunde, oder aber die Sozialdemokratie genommen. fiegt.( Beifall.) Oder, ich brauche lieber einen anderen Gegensay, denn die Sozialdemokratie kann nicht erliegen, aber das Deutsche Reich in seiner jebigen Gestalt fann erliegen, wenn es diejenigen, auf die es sich zu stützen hat, von sich stößt und be tämpft. Aber wie dem immer sei, wir werden den Kampf führen; jeder von uns weiß, worum es sich handelt, jeder von uns ist erprobt in der Schule des Kampfes und entschlossen, seine Schuldigkeit zu thun. = Nunmehr wird die Tagesordnung festgestellt. Punkt 1 Geschäftsbericht des Parteivorstandes, 2. Bericht der Kontrolleure, 3. Berichterstattung über die parlamentarische Thätigkeit, werden an ihrer Stelle behandelt werden. Dagegen erhebt sich eine längere Debatte über die Stelle, an der Punkt 6, die Vorschläge der Agrarkommission zu dem Parteiprogramme, behandelt werden soll. Fülle Würzburg, Metzger Hamburg, Bebel u. a. wünschen, daß die Agrarfrage als 4. Punkt auf die Tagesordnung gesetzt werden soll, da es sonst möglich sei, daß die Behandlung dieser so wichtigen Frage, ähnlich wie im vorigen Jahre in Frank furt a/ M., übers Knie gebrochen oder doch nicht so vollständig, wie nöthig ist, erörtert werden kann. Nach einem Antrage auf Schluß der Diskussion wird beschlossen, Punkt 6 der provisorischen Tages ordnung als vierten Punkt zu behandeln. Punkt 4, die Maifeier 1896, und Punkt 5, der internationale Arbeiter- und Gewerkschaftskongreß in London 1896, rücken so nach an die fünfte resp. sechste Stelle. Puntt 7, Schwißsystem, Hausindustrie und Arbeiterschutz, 8. Anträge zum Partei- Programm und Organisation, 9. sonstige Anträge, 10. Wahl der Parteileitung werden an ihrer Stelle behandelt. Die Arbeitszeit des Kongresses ist die übliche von 9-1 Uhr und 3-7 Uhr. Damit ist die heutige Tagesordnung erledigt. Schluß 834 Uhr. ( Fortsetzung in der 1. Beilage.) Partei- Nachrichten. Die streifenden Vergolder hielten am 6. Oktober in der Ressource eine gutbesuchte öffentliche Versammlung ab, um zu dem Schiedsspruch des Gewerbegerichts Stellung zu nehmen, durch den die Forderung der Streifenden nach einem Minimallohn zurückgewiesen worden ist. Eine sehr lebhafte Debatte ent wickelte sich über die Verhandlungen vor dem Einigungsamt, deren Einzelheiten fritisch beleuchtet wurden. Einige Redner erklärten sich nicht zufrieden mit dem Auftreten der Bevollmächtigten Der Arbeiter, denen fie zu geringe Borbereitung und schwache Haltung vorwarfen. Einig war man sich darüber, daß die Fabrikanten nicht auf die Was nun den Kongreß betrifft, so habe ich nicht nöthig, Forderung nach Wochen lohn eingehen würden. Es wurde Sie zu mahnen, den Gegenständen, die wir zu verhandeln haben, dann mitgetheilt, die Lohnkommission habe sich an das GewerbeIhre volle Aufmerksamkeit zu widmen. Ein Gegenstand, der uns gericht, beziehentlich an dessen Vorsitzenden Magistrats assessor am meisten beschäftigen wird, ist in der Presse in der gründlichvon Schulz, mit dem Antrage gewandt, weitere Einigungs ften Debatte monatelang vorher diskutirt und behandelt worden. versuche anzubahnen, diesmal auf der Basis der Forderung Da plazen denn, wenn wir Prinzipientämpfe führen, die Geister einer prozentualen Erhöhung der Affordsätze, steigend bis zu aufeinander, und unsere Gegner glauben, daß die Partei aus331/3 pt. Zu Bevollmächtigten hat die Kommission vors einandergeht. D, wie schlecht sie die Partei kennen! Durch die geschlagen Schnorr, Nary und Driebe; als Erfazrücksichtslose Kritik, die wir üben nach dem Beispiel wirklich freier mann Beermann. Die Versammlung erklärte sich mit dem Staaten, klären wir die Luft, dadurch üben wir uns im Kampf, Vorschlage wie überhaupt dem Vorgehen der Lohnkommission einwir schaffen Klarheit und Kraft für die Partei, und das per verstanden und sprach sich dahin aus, daß feiner der Bevollsönliche Moment, welches vielleicht in der Hiße der Debatte mächtigten auf etwaige Beanstandung durch die Vertreter der hervortritt, tlärt sich sehr bald auf, und diejenigen, die vielleicht wild Unternehmer zurücktreten dürfe. In diesem Falle soll Herr auf einander losschlugen, reichen sich nachher wieder die Bruderhand. Meyer von der Firma Methlow durch die Arbeiter als Ver Auch auf diesem Kongreß werden die Geister aufeinander plazen, treter der Unternehmer abgelehnt werden. Allerseits wurde das aber die Klarheit unserer Prinzipien wird dadurch nur gewinnen. Beweismaterial der Fabrikanten, wodurch diese bei der vorigen Ich schließe mit dem Wunsche, daß dieser Kongreß so wie die Einigungsverhandlung dem Richterkollegium zu imponiren früheren die Partei stärken möge nach innen wie nach außen suchten, als einseitig verworfen und man gab den Beund sie vorbereiten helfe zu den neuen Kämpfen, die uns vollmächtigten für die fommenden Verhandlungen die erwarten. Für uns ist die Logik der Thatsachen, welche Weisung mit auf den Weg, beim Einigungsamt unter steht über der Kraft jedes einzelnen Menschen und habe Von der Agitation. Anläßlich der bevorstehenden sächsi Umständen die Borlegung sämmtlicher Lohnbücher zu er Millionen von Bajonneten. Der Kampf erschreckt schen Landtagswahlen hielt Genosse Bebel in Limbach beantragen und energisch darauf zu bestehen. Eine Anregung, uns nicht. Je rücksichtsloser er geführt wird, defto und Pirna zwei Wahlversammlungen ab, die so start die Firma Rubik und Imberg in das Einigungsverfahren hinein rascher wird er beendet. Daß wir fiegen, wissen wir. Der Sieg besucht waren, daß viele Hunderte keinen Zutritt mehr zuziehen, wurde nach einer kurzen Auseinandersetzung durch liegt in unserer Hand, wenn wir nicht selbst uns preisgeben! fanden. Den gleichen Erfolg hatten zwei große Volts: Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Somit bleibt die Firma ( Stürmischer Beifall.) versammlungen in Görlig und Breslau, wo Bebel unberücksichtigt. Zu erwähnen ist noch, daß Unterstützungen von Ich ersuche Sie nun um Vorschläge für die Wahl der ebenfalls sprach. Ueber die letztere Versammlung, die am der Kommission jetzt nicht mehr täglich, sondern alle Präsidenten. Sonntag stattfand, berichtet der Telegraph: Wegen des enormen Andrangs hatte die Polizei den Saal schon eine wei Tage ausgezahlt werden, natürlich für beide Tage. BahlZu Vorsitzenden werden auf Vorschlag Buchwalds- Alten- Stunde vor Beginn der Versammlung gesperrt. Bebel sprach in tage sind Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. burg Singer und Segiz- Nürnberg durch Zuruf gewählt. 13/ 4stündiger Rede über Handwerk und Sozialdemokratie. Er Der Streit in der Lederfabrik von Gebrüder Singer nimmt die Wahl dankend an. Ich danke schilderte die traurige Lage des Handwerks und wandte sich gegen Steinlein( Inhaber Meinke) in Berlin dauert unverändert fagt er für die Ehre, die mir nun schon mehrere Male er die zu deffen Hebung geplanten gesezgeberischen Maßnahmen. fort. Zuzug ist fern zu halten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter wiesen worden ist. Ich kann meinen Dank für Ihr Ver- Der Kaiser habe seinerzeit einer Deputation versprochen, nach werden um Abdrnck gebeten. Briefe und Geldsendungen sind zu trauen nicht besser entsprechen, als indem ich Sie versichere, daß Kräften dahin zu wirken, daß das Handwerk, wie früher, goldenen richten an Frizz Lerche, bei A. Vogel, Restauration, Elbingers ich mit Eifer meine Pflicht thun werde. Wir wissen uns der Boden habe. Dies könne jedoch kein Kaiser und König. Redner griff straße 9. Unterstützung aller Genossen sicher und was Liebknecht aus- alsdann die Schutzzollpolitik an, die nicht dem Handwerk, sondern gesprochen hat, wird sich erfüllen. Ich schlage vor, daß der den Großkapitalisten auf die Strümpfe geholfen habe. Den Parteitag dem tiefen Schmerze und der Trauer, von der die Rückgang des Handwerks bewies Bebel durch umfangreiches Depelchen und letzte Nachrichten. internationale Sozialdemokratie am 5. August d. I. betroffen statistisches Zahlenmaterial. Die Sozialdemokratie wolle nicht, worden ist, Ausdruck giebt. Friedrich Engels ist gestorben; seine wie die Gegner behaupten, mittelalterliche Zustände zurück haben, Köln, 7. Oftober.( W. Z. B.) Die Kölnische Zeitung" Leistungen für die Partei, seine bahnbrechende Thätigkeit in sondern sie wolle auf der Bahn des Fortschritte weiterfchreiten. meldet aus Münster: Die Unruhen wegen der frühen Polizeis wissenschaftlicher Beziehung sind bereits gewürdigt worden. Die Handwerker und Arbeiter müßten sich zusammen organisiren, um stunde haben in vergangener Nacht zu weiteren und zwar sehr Partei hat da, wo sie auf einzelnen Parteitagen zusammenfam, dem bessere Verhältnisse zu schassen und energisch und freudig kämpfen groben Ausschreitungen geführt. Die Polizisten wurden mißGefühl der Dankbarkeit bereits Ausdruck gegeben, aber doch wird um zu siegen. Redner erntete nach Schluß seines Vortrages handelt, worauf einige derselben von der blanken Waffe Gebrauch jeder zustimmen, wenn ich sage, daß nach dem Tode Friedrich frenetischen Beifall. machten. Engels' heute fein höherer Wunsch bestehen wird, als auch Ihrerseits dem Gefühl der Verehrung, des Schmerzes um den großen Dahingegangenen Ausdruck zu geben. Ich bitte Sie, daß Sie sich von den Plägen erheben.( Geschieht.) Es wird zur Wahl des Bureaus geschritten. Es folgt die Wahl der Schriftführer. Auf Vorschlag von Bogeniz- Altenburg werden durch Zuruf gewählt: Bruhns= Breslau, Feldmann Langenbielau, Fischer- Dresden, Koblenzer Berlin, Frau Geiser- Breslau und Stolten Hamburg. Zur Stadtverordnetenwahl in Koburg, die in diesen Tagen vor sich geht, sind zum ersten Mal sozialdemokratische Kandidaten aufgestellt. beiterstimme" in ein Tageblatt verwandelt werden. In Zürich soll die jetzt wöchentlich erscheinende„ Ar Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Unterm neuesten Kurs. Redakteur Baumüller in Magdeburg bleibt in Haft, da die Beschwerde gegen den Für die Mandatsprüfungskommission werden vorgeschlagen: betreffenden Beschluß des Amtsgerichts zurückgewiesen worden ist. Antrick Berlin, Berger Danzig, Bamberger Hameln, Gewehr-- In Dortmund hat Redakteur Dr. Lütgenau betreffs - Elberfeld, Haugh- Freiburg, Kleemann- Leipzig, Martikke- Hamburg, der angeblichen Majestätsbeleidigung jetzt die Anklageschrift erMichaelis- Waldenburg und Frau Bettin- Stuttgart. Da Berger, Frau Bettin und Michaelis nicht anwesend find, werden Kiefel- Berlin, Stolpe- Glogau und Frau Kähler- Hamburg vorgeschlagen und die so vervollständigte Liste durch Zuruf angenommen. Der Geschäftsordnungs- Entwurf ist der gleiche, wie in den Vorjahren geblieben. Hug Bant beantragt dazu, die Redezeit auf 20 Minuten statt auf 10 festzusetzen, zieht den Antrag aber, nachdem Mehner Berlin dagegen gesprochen hat, zurück. Vogeniz Altenburg beantragt, die Nedezeit des Referenten der Agrarkommission auf 2 Stunden statt einer festzusetzen.( Widerspruch.) Singer: Darüber zu reden ist Zeit, wenn wir zu dem Buntte tommen. $ über Wien, 7. Oktober.( W. Z. B.) Die„ Politische Korre spondenz" veröffentlicht den Text der am 2. ds. Mts. von dem Doyen der Botschafter an die Pforte gerichteten Verbalnote. Derselbe lautet:" Der Doyen der Botschafter und feine Kollegen erhielten theilweise vonl Augenzeugen Nachrichten die gestrigen und vorgestrigen Vorfälle in Stambul, aus denen hervorgeht, 1. daß Privatpersonen von Polizeiagenten geführte Gefangene gefchlagen und getödtet haben, ohne daß die Polizeiagenten sich solchem Vorhaben widersetzten; 2. daß Privatpersonen vollständig ruhige Leute angegriffen haben; 3. daß verwundete Gefangene in den Höfen der Polizeistationen und Gefängnisse falten Blutes getödtet worden sind. Da die Botschafter be halten. Ebenfalls wegen vorgeblicher Majestätsbeleidigung ist fürchten, daß eine Fortdauer derartiger Exzesse zu einer Gefahr gegen die Parteigenoffen Baerer und Persiehl in Harburg für die öffentliche Sicherheit und für die ihnen anvertrauten werden Interessen tönnte, eine Untersuchung eingeleitet. glauben fie die ernsteste -Im Gefängniß empfing der im Essener Prozeß wegen Aufmerksamkeit der faiserlichen Regierung auf diese Zustände angeblichen Meineides verurtheilte Parteigenosse Johann lenten zu müssen und ihr, da es ausschließlich Sache der BeMeyer die Trauernachricht, daß sein jüngstes Kind gestorben sei. hörden ist, Unruhen zu unterdrücken, zu rathen, Privatpersonen Im westfälischen Amt Aplerbeck hatte die Polizei die Theilnahme an der Unterdrückung von Ruheſtörungen das Vertheilen von Wahlflugblättern während des und an Massenexzessen zu verbieten, sowie die noth Sonntags- Gottesdiensies verhindert, weil durch die wendigen Maßregeln zu ergreifen, um so rasch als möglich die Vertheilung die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntags- Ordnung wieder herzustellen, damit unnüßes Blutvergießen ruhe verlegt würden. Die dagegen eingelegte Beschwerde hatte vermieden werde. Erfolg. Da die Staatsanwaltschaft die Vertheilung nicht für strafbar erklärte, gab der Landrath den Polizeibehörden seines Bezirks entsprechende Weisung. " Brüssel, 7. Oftbr.( W. T.B.) Der Eisenbahnunfall bei Ottignies wird dem Umstande zugeschrieben, daß an dem Orte der Katastrophe zwei Eisenbahnlinien sich befinden, von denen die eine dem -Wegen der nach Ansicht weiter Kreise ungefeßlichen Auf- Staat e, die andere der Eisenbahngesellschaft Grand Zentral Zu Punkt 7 des Geschäftsordnungs Entwurfs bringt lösung von Wolfsversammlungen in Elberfeld hatte deren Belge" gehört. Man sagt auch, der Bahnwärter an dem Dr. Arons Berlin den Antrag der Parteigenossen des ersten Einberufer Strafantrag gegen den Kommissar Kammhoff gestellt, äußeren Posten wäre wegen der Sonntagsruhe durch einen VorBerliner Wahlkreises ein: Betheiligung an den Parteitagen und der die Auflösungen vornahm. Die Staatsanwaltschaft lehnte den arbeiter der Eisenbahnarbeiter, der mit dem Dienst nicht recht den Abstimmungen daselbst. Die einzelnen Wahlkreise können ohne Strafantrag als unbegründet ab. Dagegen leitete sie das Straf- vertraut war, vertreten worden. Der Eisenbahnminister Vauden= Rücksicht auf die Stärke ihrer Wählerzahl vertreten sein, jedoch verfahren gegen die Parteigenossen Gewehr und Naumann peerebom, der von den Festlichkeiten in Nivelles zurückkehrte, be= gelten bei allen wichtigen Abstimmungen folgende Beschränkungen: und, wie es heißt, auch gegen Frau Schneider aus Köln ein, fand sich beim Abgange des verunglückten Zuges in demselben, Kreise, die bei der letzten allgemeinen Reichstagswahl bis weil diese in einer Versammlung bei der Kritik der Ver- hatte aber auf der vorhergehenden Station einen anderen Zug 4000 fozialdemokratische Stimmen aufgebracht, haben 1 Stimme, sammlungsauflösungen die Staatsanwaltschaft und die Polizei genommen. 4-10'000 haben 2 Stimmen und jedes weitere 10 000 je beleidigt haben sollen. Die Sache ist für die jeßigen politischen Konstantinopel, 7. Oftober.( W. T. B.) Auf die von den 1 Stimme mehr auszuüben. Verhältnisse charakteristisch. Botschaftern gestern an die Pforte gerichtete gemeinsame Verbals dieselben von - Der Parteigenosse Mondry aus Harburg wurde in note erhielten Dertel- Nürnberg: Auf 5 Parteitagen find wir mit dem von letzterer die Zusicherung, einer baldigen Beruhigung mit bisherigen Modus ausgekomiuen. Ich bitte den Antrag der Ostrowo von der Anflage der Gotteslästerung und der Be- daß die Herbeiführung schimpfung der evangelischen Kirche freigesprochen, dagegen wegen ernſten angestrebt werden wird. Zur Ver Berliner abzulehneu. Dr. Aron 3 Berlin: Es handelt sich um eine bescheidene Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 6 Wochen Gefängniß stärkung der Polizei, welche sich in wiederholten Fällen als Berliner. Forderung der Berlin fönnte gegenwärtig verurtheilt, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. zu schwach erwies, um Ausschreitungen der Bevölkerung zu ver drei auf Delegirte entfenden, jeden Dolus eventualis Nr. 6. In Harburg ist hindern, werden seit zwei Tagen Truppenabtheilungen heranWahlkreis. unferen Vorschlag würde Durch Berlin 24 Stimmen gegen Verleger, Drucker und Redakteur des Boltsblatts" gezogen. Die Kirchen sind immer noch mit Flüchtlingen angeerhalten. Berlin Sie sollen sich wieder der füllt, welche offenbar diese Asyle nicht vor dem Eintritt voller hat eine Bevölkerung von 1 700 000. eine neue Untersuchung eingeleitet. Beruhigung zu verlassen wagen. Es müßte also eigentlich aus 17 Wahlkreisen bestehen. öffentlichen Beleidigung schuldig gemacht haben. Verantwortlicher Redakteur: Kris Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 18 Witteln 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 235. Parteitag der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Breslau, den 7. Oftober 1895. Erster Verhandlungstag. Montag, den 7. Oftober 1895, morgens 914 Uhr. Vormittags Sigung. Den Vorsitz führt Singer. Als Vertreter der österreichischen Sozialdemokratie ist Dr. Ellenbogen aus Wien, für die rumänische Partei ist Dr. Stinca aus Bukarest erschienen. Ginger heißt sie herzlich willkommen. Dienstag, den 8. Oktober 1895. 12. Jahrg. Die Presse im allgemeinen ist sonst an Umfang und Inhalt sondern eben die Antwort eines Bayern sei( große Heiterkeit), beffer geworden. Unsere Preßorgane werden von unseren Gegnern nochmals den Vorstand um offizielle Antwort ersucht. gefürchtet, weil ihnen ihr Spiegel vorgehalten und ihnen die Der dritte Punkt der Beschwerde fonnte nicht erledigt werden, Maste vom Gesicht gerissen wird. wei! Auer noch nicht anwesend ist, dessen Anwesenheit dazu nöthig ist. Unter den eingelaufenen Anträgen befinden sich eine Anzahl alter Bekannter. So die Wünsche auf die bessere Organisation des Nachrichtendienstes für die Parteipresse, auf Errichtung eines Korrespondenzbureaus. So gut gemeint diese Anträge auch sind, fürchte ich doch, daß auf ihre Realisirung in der nächsten Zufunft nicht zu rechnen ist. Forderungen gestellt werden, die über ihre Kräfte hinausgehen. Wenn sie nicht alle Obliegenheiten ausfüllen können, so muß durch Busammenfassung der anderen vorhandenen Kräfte Abhilfe gefchaffen werden. Auf diesem Wege wird jene Nörgelei vermieden, die an einzelnen Partei- Orten zu unerquicklichen Gegen fäßen der Genossen führt. Außerdem ist noch eine Beschwerde aus Stralsund eingelaufen; sie fonnte ebenfalls nicht erledigt werden, weil sie den Kontrolleuren überhaupt nicht rechtzeitig vorgelegen hat. Im Namen der Kontrolleure ersuche ich Sie um Decharche für den Parteivorstand. " " Antrag 46 findet nicht die nöthige Unterstügung. Die Debatte wird eröffnet. Aus den eingelaufenen Anträgen ist zu schließen, daß die Singer schlägt vor, auch die Anträge 68( Die Parteileitung Genossen mit der entfalteten Agitation im allgemeinen zufrieden Vorstand und Kontrolleure]: Das Erscheinen des Wochenblattes sind. Befassen sich doch nur wenige Anträge mit der Agitation. Der Sozialdemokrat" vom 1. Januar 1896 ab einzustellen) und Begrüßungsschreiben und Telegramme find zahlreich aus Ein alter Bekannter unter ihnen ist nur der, der die Agitatoren 76( Von den Kontrolleuren: Der Beschluß des Frankfurter dem In- und Auslande eingetroffen. So liegen Kundgebungen im Lande, in den kleinen Städten seßhaft machen und sie so Parteitages: den Vertrauenspersonen ist auf ihr Gesuch hin bis sie sich aus eigener der Vorwärts gratis auf Parteitosten zu liefern" wird aufder Sympathie vor von Leßner- London, einigen Zweigen lange unterstützt sehen will, fönnen. der Kraft erhalten der sozialdemokratischen Föderation in London und Es ist richtig, daß diejenigen gehoben) bei diesem Punkt zu erledigen. Der Parteitag ist damit ,, Unabhängigen Arbeiterpartei Londons", von der sozial- Genossen, die ihre Kraft der Partei in vollem Um einverstanden. remokratischen Arbeiterpartei Italiens durch Turati, von schaftlich selbständige Stellung erringen können. Ich rathe des- 48, 49, 50, 63 und 76. fange zur Verfügung stellen, sich nicht nebenbei eine wirth- Antrag 36 wird unterstützt, ebenso die Anträge 43, 44, 47, Der dänischen Sozialdemokratie durch Knudsen, von dem sozialdemokratischen Kongreß zu Alais in Frankreich, halb, daß an die Parteigenessen an leitender Stellung nicht von der rumänischen Arbeiterpartei, von den Sozialdemokraten Sofias und von den Sozialdemokraten in Santos( Brasilien). Antrag 36 wird von Eberle Barmen begründet. Der Dr. Ellenbogen- Wien. Von der österreichischen ParteiAntrag ist in Frankfurt a. M. und in Köln abgelehnt worden, leitungen wurde ich beauftragt, Ihren Parteitag herzlich zu beweil ihn der Vorstand aus geschäftlichen Gründen nicht gebilligt grüßen. Nicht eine leere Formsache, sondern der Ausdruck der hat. In diesem Jahre ist es aber ganz gut gegangen, engsten Antheilnahme an den Fortschritten der Partei ist es, der nach elf Monaten schon das Geschäftsjahr zu schließen. Damit uns hierher führt. Wir nehmen den regsten Antheil an Deutschland, ja Am Parteivorstand wird in den vorliegenden Anträgen keine ist derjenige Grund, der bisher gegen den Antrag geltend ge= es ist uns nicht einmal gleichgiltig, welcher Kurs in Deutschland Kritik geübt. Sollte sie im Laufe der Debatte noch erfolgen, so macht wurde, widerlegt. Ich bitte, den Antrag deshalb nunmehr herrscht, weil Desterreich, ein politisch armes Land sich darnach werden wir selbstverständlich Rede und Antwort stehen. anzunehmen, da es durchaus erforderlich ist, daß der Geschäfts. richtet. Ebenso wie jetzt bei Ihnen wieder Verfolgungen Auf einen Antrag möchte ich noch mit ein paar Worten zu bericht des Vorstandes und wohl auch der Bericht über die an der Tagesordnung sind, so wird auch bei uns von sprechen kommen. Es ist der Antrag aus Berlin I, der eine parlamentarische Thätigkeit der Kritik der Parteigenoffen im dem Ministerpräsidenten ein scharfes Vorgehen gegen die besondere Agitation für das allgemeine gleiche Wahlrecht Lande schon drei Wochen vor dem Parteitage ausgesetzt wird. extremen Parteien in Aussicht gestellt. Die österreichische in Staat, Land und Gemeinde wünscht. Ich erinnere Sie an Kräcker Berlin führt zur Begründung des Antrages 43 Koalition ist lächerlich geworden und zusammengebrochen, und die gestrigen Worte Liebknecht's: Unsere Partei ist die einzige aus, daß die Genossen, die einen Durchschnittslohn von 18-20 m. dieses ihr Schicksal ist ihr geworden durch die österreichische Schüßerin des allgemeinen Wahlrechts! Aber diese Pflicht er beziehen, ihre Opfer für die Partei ohne Engelt bringen. Um Sozialdemokratie, durch diejenigen ihrer Eigenschaften, die füllen wir im vollen Umfang. Jederzeit sind unsere Genossen somehr könnten Beamte mit hohem Gehalt auf Diäten ver sie von der deutschen Sozialdemokratie gelernt hat. Ich auf der Wacht, um das allgemeine Wahlrecht zu vertheidigen. zichten. Wer 3000 m. Gehalt bezieht, brauche im Reichstage bitte Sie, mit mir einzustimmen in ein dreimaliges Hoch Dieser Gedanke ist uns in Fleisch und Blut übergegangen, er feine Diäten. auf die internationale Sozialdemokratie.( Lebhafter Beifall.) gehört zum eisernen Bestand unseres Arsenals. Durch einen beDer Parteitag tritt sodann in die Tagesordnung ein. Punkt fonderen Antrag brauchen wir daher wohl kaum darauf hinzuweisen. Die Agitation der österreichischen Genossen für das allgemeine derselben bildet der Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Wahlrecht wird rückwirkend auch uns Deutsche zu neuer Thätig Hierzu liegen die Anträge vor: 36. Der Parteigenossen in Barmen: Den Geschäfts- feit anregen. bericht des Parteivorstandes drei Wochen vor dem Beginn des des Vorwärts" an die Vertrauensmänner giebt zu recht un Der im vorigen Jahre gestellte Antrag auf Gratislieferung Parteitages zu veröffentlichen. Stadthagen Berlin belont bei der Begründung des 43. Der Parteigenossen des 1., 2., 3., 4. und 6. Berliner erquicklichen Verhältnissen Anlaß. Die entstehenden Schwierig Antrages 47, daß dadurch der Frage, ob eigene Regie oder nicht, sowie des Kreises Teltow Beestow Storfow: feiten würde man am besten dadurch beseitigen, daß an Orten, nicht vorgegriffen werden solle. Er sei entschiedener Gegner des Parteibeamte und Redakteure, die Reichstags- Abgeordnete sind wo jene Gratislieferung wirklich nöthig ist, die Parteigenossen Gedankens, die Drucksachen in eigene Regie zu nehmen, stimme und deren Gehalt 3000 m. und darüber beträgt, erhalten feine dieser Orte selbst den Vertrauensleuten das Zentralorgan liefern. aber trotzdem für den vorliegenden Antrag, weil dadurch Die Agitation unter den Seeleuten ist durch die von uns Klarheit geschaffen und die Frage erörtert wird, ob nicht vielleicht 44. Der Parteigenossen in Altona: Personen, die in der herausgegebene bekannte Broschüre gefördert worden. Leider ist ein größerer Nutzen zu erzielen sei. Es werde also vollkommen Partei ein austömmlich besoldetes Amt bekleiden, dürfen einen aber der Genosse, der uns das Material zu unserer Agitation freie Hand gelassen Auch in Hamburg scheine, wie aus dem zweiten befoldeten Posten in der Partei nicht annehmen, und lieferte, Genosse Steiner, weil er Desterreicher war, aus- Antrage 49 hervorgeht, derselbe Gedanke lebendig zu sein. Es dürfen auch für weitere Geschäfte, die sie für die Partei besorgen, gewiesen worden. Wir haben ihn schmerzlich von uns scheiden wird sich lediglich darum handeln, wie am besten unter Berück sehen; aber er wird Ansprüche auf Extrahonorirung nicht machen. in ficher der österreichischen sichtigung der bestehenden Parteidruckereien ein größerer Vortheil Bruderpartei sein Werk fortsetzen, und dann wird wieder ein- erzielt werden kann. treffen, was oft gesagt worden ist, daß durch Maßregeln unserer Behörden die Bewegung nur gefördert wird. Diäten. F = wenn I Namens der Kontrolleure berichtet Aber Charakter hat. Redner Lesche Altona begründet den Antrag 44, der sich direkt gegen die Honorirung des Genossen Auer richtet, also weniger einen allgemeinen selbst tönne den Antrag nicht befürworten, er fei ein schlechter Begründer und Empfehler des Antrages, dennoch aber bitte er, denselben zu berücksichtigen.( Heiterkeit.) Rölle Hamburg II begründet den Antrag 48: Da wir in unserem Programm zum Schutze der Arbeiterklasse die Be= seitigung der Nachtarbeit fordern, so ist es nothwendig, diese Forderung zunächst in unseren Parteigeschästen durchzuführen. Dies ist aber nicht überall der Fall, so 3. B. nicht in der arbeit wird sich wohl ermöglichen lassen, ohne daß dadurch eine Kürzung des Lohns eintritt. Mit der Verwirklichung unserer Forderung müssen wir in erster Linie in Parteigeschäften vorgehen. = 46. Der Parteigenossen des 6. Berliner Kreises: Den vorjährigen Parteitagsbeschluß, betreffend die Abschaffung der Akkordarbeit in Druckereien, in denen Arbeiterblätter hergestellt werden, hat der Vorstand zur Durchführung zu bringen. Welche Bedeutung man dem Parlamentarismus innerhalb 47. Der Parteigenossen des Nieder barnimer Kreise3: unserer Partei als ein die Agitation förderndes Moment beilegt, Der Parteitag wolle eine Fünferfommission einsetzen und dieselbe das beweisen die zahlreichen zu diesem Punkte vorliegenden beauftragen, Erhebungen darüber anzustellen, ob und inwieweit Anträge. Wir betrachten die Parlamentstribüne als einen Druckerei von Auer u. Cie. Auch die Abschaffung der Afforddie Druckarbeiten des Vorwärts" und der sonstigen bei wesentlichen Faktor, von dem aus man die Agitation im Lande Bading gedruckten Parteiliteratur mit für die Partei größerem betreiben kann. Ohne auf die einzelnen Anträge, die in dieses Nußen als bisher hergestellt werden können. Die Kommission Gebiet fallen, einzugehen, will ich nur darauf hinweisen, ein wie hat dem nächsten Parteitag Bericht zu erstatten. großes Interesse unsere Freunde im Lande an dem Barla Zur Begründung des Antrages 49 spricht Grünwaldt. In den Parteigeschäften die Nacht- und Affordarbeit abfächlichen Verhältnisse, wenn die Genossen glauben, daß die Hamburg: Wir haben in Hamburg ein großes Parteigeschäft, 48. Der Parteigenossen des 2. Hamburger Kreises: mentarismus nehmen. Aber es ist ein Verkennen der thatReichstagsfraktion mit Stellung von Initiativanträgen alles mög- und da ist es doch nicht richtig, das Drucksachen, die da anzufchaffen. 49. Der Parteigenoffen des 1. Hamburger Kreises: lich machen und alle Wünsche und Forderungen auf diesem Wege gefertigt werden können, in anderen Druckereien hergestellt werden. Die Parteidrucksachen in einer Parteibruckerei anfertigen zu zur Geltung bringen können. Geben Sie die eingereichten An- Das Geld für die Arbeit soll nicht privaten Taschen, sondern laffen. Die für Hamburg nothwendigen Protokolle müssen in träge als gute Rathschläge der Fraktion mit auf den Weg, und der Partei zufließen. Sie fönnen versichert sein, daß diese überall, 100 Hamburg bei Auer u. Ko. gedruckt werden. Antrag 50 begründet Kölle Hamburg: Wir wollen, daß was unser Programm vorschreibt, Parteiliteratur ausschließlich in Parteigeschäften hergestellt 50. Der Parteigenossen des 2. Hamburger Wahl= es thunlich ist, das, freises: Die Parteiliteratur soll ausschließlich in Partei- zur Durchführung zu bringen versucht. Die Anträge wären nur werde. dann angebracht, wenn die Fraktion nach der einen oder geschäften hergestellt werden. Antrag 66 ist im Referate Pfannkuch's begründet worden. Berichterstatter Pfannkuch Berlin beschränkt sich mit anderen Richtung hin ihre Pflicht versäumt hätte. Sie werden Zum Antrag 76 spricht lees- Magdeburg im Namen der wohl alle überzeugt fein, daß die frage auf wenige Erläuterungen des gedruckt vorliegenden Bewußtsein, ihre Schuldigkeit gethan zu haben. Der Bericht der erlegt werden. So viel Opfermuth muß vorhanden sein, daß die Rücksicht auf die bevorstehenden Verhandlungen über die Agrar- Reichstagsfraktion sich Ihnen präsentiren kann mit dem Kontrolleure: wir gehen von der Annahme aus, daß durch die Versendung des Borwärts" der Parteitasse zu viel Portis aufVersendung des Vorwärts" der Parteitasse zu viel Portis aufBerichts. Die Agitation ist im abgelaufenen Jahre durch die Partei wesentlich gefördert worden; Fraktion liegt gedruckt vor, und wir wünschen, daß Sie freie fie auch jetzt nicht mehr wie früher ausschließlich von der Partei- Kritik üben. Hede und Gegenrede ist es, die unsere Partei aus- Parteigenossen der einzelnen Kreise die Kosten des Abonnements leitung aus besorgt wird, so erwächst dem Vorstande doch noch zeichnet. Nachdem wir uns ausgesprochen, auf Fehler aufmerksam aufbringen. In anbetracht der hohen Summe der Portis bitte immer eine große Arbeit, um überall helfend einzugreifen. Es gemacht und uns vorgenommen haben, die Fehler nicht zu wieder- ich Sie, dem Antrage der Kontrolleure zuzustimmen. Die Anträge sind begründet. find 52 000 M. für die Agitation ausgegeben, wovon ein wesent- holen, werden wir wie bisher mit erneuten Kräften in der geZu Antrag 68 ist ein Amendement gestellt worden: entweder licher Theil infolge der nothwendigen Nachwahlen auf die Wahl- gebenen Direktive unsere Pflicht erfüllen. die Neue Zeit" in eine wissenschaftliche Monatsschrift um= agitation tommt. Erfreulicherweise ist es der Partei gelungen, den Meister Hannover: Wir haben im verflossenen Jahre zuwandeln und daneben den Sozialdemokrat" als Wochenblatt Wahlkreis Dresden- Land zu erobern, der heiß umstritten bis- vier Revisionen vorgenommen, sowohl beini„ Vorwärts" als zu erhalten, oder das Erscheinen des„ Sozialdemokrat" einher Sig der Antisemiten war. zustellen. Anstelle des Antrags 43 stellen Timm und Genossen folgenden Leider ist ein Wahlfreis, Lennep- Mettmann, verloren ge- auch bei der Buchhandlung des Vorwärts und beim„ Sozialdemokrat". Die rechnerischen Resultate, die Ueberschüsse, Antrag( 108): den Anspruch auf Diäten haben nur diejenigen gangen, wenn auch die erworbene Stimmenanzahl gewachsen ist; welche der Vorwärts" und die Buchhandlung ergeben die vereinigten Kapitalistenparteien haben uns besiegt. haben, find gewiß erfreulich. Bezüglich des„ Sozial- Mitglieder der Reichstagsfraktion, die ein jährliches Einkommen An Agitation haben wir viel geleistet; es wäre aber zu Demokrat" liegt die Sache leider etwas anders. Der wünschen, daß die Parteigenossen in der Nachfrage nach Agitation Sozialdemokrat" hat sowohl im Inlande als auch im Aus- Diäten haben die berechtigten Mitglieder bei Beginn der Session bescheidener werden; besonders unerfüllbar ist der Wunsch nach lande die Erwartungen nicht erfüllt, die man auf ihn setzte; be- eine diesbezügliche Erklärung dem Fraktionsvorstand abzugeben. Reichstags- Abgeordneten. Freilich sind die Forderungen nach Zu Antrag 43 und 44 beantragt Hülle Erfurt Uebergang Agitatoren ein gutes Zeichen unseres Wachtsthums, überall will ſonders das Ausland hat uns ganz im Stiche gelassen. Die Tagesordnung. man durch Autoritäten in der Partei die gemad, ten Fortschritte Opfer der Partei für das Blatt sind so hoch, daß sie den geDie Unterstüßung reicht aus. vergrößern. Aber mehr als bisher hat die Partei in organisa- wonnenen Resultaten nicht entsprechen und daß wir dieses Blatt torischer Beziehung zu leiſten; wo man meint, die Bewegung stehe werden eingehen lassen müssen. Bei dieser Gelegenheit will ich noch erklären, daß wir den Still, muß man in stiller Arbeit die Organisation der Genossen fördern. Die mündliche Agitation hat nicht mehr ihre Beamten der Parteibuchhandlung, des Vorwärts" und des frühere Bedeutung; da tritt unsere Presse ein, Die Sozialdemokrat" das Zeugniß ausstellen können, daß sie ihre Timm Berlin( gegen den Uebergang zur Tagesordnung). mehr und mehr die Hauptarbeit in der Agitation leiftet; Schuldigkeit vollkommen gethan haben. Ein Ausgleich muß gefunden werden. Ich will keine einzelnen 43 000 m. haben wir an Presse- Unterstützung gezahlt; aber es Der Gesammtvorstand hat zwei gemeinsame Sigungen ab- Personen nennen, aber wer ein Einkommen von 5000 M. und ist Pflicht der Genossen, mit ihren Blättern sich auf eigene Füße gehalten; die Kontrolleure haben fünf Extrafikungen abgehalten. mehr hat, kann auf die Diäten verzichten. Um Zeit zu sparen, zu stellen. Im großen ganzen ist die Warnung vor Neu- Drei Beschwerden liegen vor: aus Görlitz, Kassel und Karls- tönnen wir die Frage ja in einer Kommission besprechen. gründungen beherzigt worden; nur an einzelnen Orten ist das rube. Die Görlitzer und Kaffeler Angelegenheiten sind privater Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung wird ab nicht geschehen. Die gegenwärtige Situation ist nicht dazu an- Natur und wir haben uns nicht veranlaßt gesehen, in gelehnt. Die Diskussion über den Geschäftsbericht des Vorstandes, gethan, die Parteigenoffen zu Neugründungen zu begeistern. die Behandlung der Materie einzutreten. Anders liegt es mit Wir müssen heute unsere Mittel flüssig haben, um die Schläge, der Beschwerde aus Karlsruhe. Zunächst haben die dortigen den Bericht der Kontrolleure und die Anträge wird eröffnet. die gegen uns geführt werden, zu pariren. Wir müssen im Parteigenossen sich darüber beschwert, daß ihnen der Vorstand Bérard Hamburg: In meiner doppelten Eigenschaft gegenwärtigen Augenblick alles vermeiden, um etwa Partei die Mittel zur Gründung eines neuen Blattes und zur Anschaffung als Parteigenosse und Buchdrucker möchte ich zu dem Eigenthum durch Konfiskation in die Hände der Polizei gelangen einer eigenen Druckerei nicht zur Verfügung gestellt hat. Antrag 48 meine Ansicht äußern. Die Abschaffung der Akordzu lassen. Die nicht eingeweihten Genossen werden sich ver- Hierüber sind wir freilich anderer Ansicht als die Karls arbeit ist zur Doktorfrage geworden. Die Fachleute sind nicht muthlich darüber wundern, daß eins unserer bedeutendsten Preß- ruher Genossen. Was aber den zweiten Punkt der Beschwerde einig. Der letzte Buchdruckertag in Breslau hat die Frage als organe, die Wochenschrift Der Sozialdemokrat", die erst vor betrifft, so stehen wir völlig auf dem Boden der Beschwerde noch nicht spruchreis bezeichnet. Ein großer Theil der Buchdrucker zwei Jahren ins Leben gerufen ist, jetzt wieder von der Bild- führer. Es handelt sich um den beleidigenden Ton, in dem Auer, ist gegen die Abschaffung der Akkordarbeit, weil er eine Herabsehung fläche verschwinden soll. Aber die an die Gründung diefes der die Korrespondenz in dieser Angelegenheit geführt hat, ge- der Lebenshaltung dadurch befürchtet. Unsere Erfahrungen in Organs geknüpften Hoffnungen haben sich nicht erfüllt, und wir glaubt hat, antworten zu dürfen. Die Kontrolleure mißbilligen Hamburg, wo auf Beschluß der drei Wahlkreise die Affordarbeit find nicht gesonnen, uns fernerhin in das eigene Fleisch zu ganz entschieden die Art und Weise, wie Genosse Auer gegen die in der Parteidruckerei abgeschafft wurde haben folgendes schneiden. Wenn wir die Ueberzeugung gewonnen haben, daß Karlsruher Genossen vorgegangen ist. Die Kontrolleure machen den ergeben. G3 tonnten statt 24 Setzer allerdings 30 beschäftigt eine derartige Position unhaltbar ist, so fönnen wir Gesammtvorstand dafür verantwortlich; er hat darauf zu achten, daß werden, die einzelnen verdienten aber statt ca. 50 M. ca. 38 M. getroft, pochend auf unsere sonstige Stärke, den über die Korrespondenz zwischen den Genossen und dem Vorstande in wöchentlich, hatten also eine Einbuße von 5-600 M. jährlich. Nun fiffigen Ballast von ung Die abschütteln. Partei anständiger Weise geführt wird. Die Karlsruher Genossen haben wird eingewandt, viele Arbeiter bätten ein viel geringeres Einwird auch auf anderem Wege ihre Aufgaben erfüllen. in der richtigen Meinung, daß Auer's Antwort nicht die offizielle, I kommen, als die Buchdrucker, die im gewissen Gelde stehen. Das " von weniger als 3000 m. verſteuern. Zwecks Erlangung der zur B Hülle Erfurt: Beide Anträge sind von früheren Parteitagen abgelehnt worden. Geben wir nicht wieder der Welt das Schauspiel, daß ein sozialdemokratischer Parteitag zwei Tage lang über Lohnreduktionen beräth.( Beifall.) " " = " " " " ist gewiß richtig und bedauerlich. Allein, wenn die Buchdrucker die badischen Parteiverhältnisse, die Sie ja kennen, von außen beamten hängen mehr an ihrem Gehalte als an der Sache. es fertig bekommen haben, eine bessere Lebenshaltung zu erringen her neuen Zündstoff. Das ist um so bedauerlicher, als sich der Andere Parteigenoffen bringen Opfer, alle anderen arbeiten für und festzuhalten, so sollten wir sie in diesem Bestreben Karlsruher Wahlkreis bisher von dem Bazillus des herrlichen die Partei. Ich hatte gemeint, daß diese Arbeit für die Partei unterstützen und sie nicht herabdrücken. Weiter habe badischen Diosturenstreites frei gehalten hat. Wir erwarten die auch von mir geleistet wird. In der Umgegend von Berlin sich herausgestellt, daß die Einführung des gewissen Abhilfe narürlich nicht dadurch, daß wir den Genossen Auer der werden die Reisen zu Versammlungen und kleinere Kosten Geldes dem Geschäft 10 000 Mart jährlich gefoftet hat. ethischen Gesellschaft" überweisen( Heiterkeit); aber wir fordern nie bezahlt; was die Parteigenossen thun, thun auch Es wird eben nicht mehr mit demselben außerordentlichen Gifer vom Parteivorstand, daß er die Briefe, die vom Sekretariat die Abgeordneten. Wenn man sagt: die Abgeordneten gearbeitet. Dazu kommen die bedeutenden Aufschläge für Afford- ausgehen, durchlieft und unterzeichnet. Er ist mitverantwortlich und Parteibeamten leben von Arbeitergroschen, so lehne ich das arbeit. Eigentlichen Vortheil hat von der Einführung des ge- dafür. ab; ich thue meine Arbeit und erhalte meinen Lohn, weil meine wiffen Geldes also niemand, von dem kleinen Vortheil abgesehen, Koenen Hamburg: Der Antrag 36 ist, so sympathisch Arbeit ihren Lohn werth ist. Da hat niemand ein Recht, von daß 6 neue Setzer eingestellt wurden. Ich glaube, wir können er erscheint, unannehmbar. Die Kontrolleure müßten dann Arbeitergroschen zu sprechen. Mein Lohn ist nicht ein Geschenk die Sache ruhen lassen. Anders läge es, wenn die Buchdrucker schon fünf Wochen vor dem Parteitag revidiren, und von Arbeitern, und wenn sich Jahr für Jahr derartige Redens in ihrer Gesammtheit die Akkordarbeit abschaffen wollten, dann das muß zu Unzuträglichkeiten jühren. Was tann in arten wiederholen, wie bis jetzt, dann sehe ich mich würden wir sie natürlich unterstügen. fünf Wochen in unserer raschlebigen Zeit nicht geschehen? Eine veranlaßt zu geben. Die Sache liegt so: entweder hat meine Rie- Berlin: Zu dem Parteibericht habe ich nur zu Reichstagsauflösung oder andere wichtige politische Aktionen Arbeit Werth, und dann muß sie entsprechend entlohnt werden, fagen, daß ich mich dem Wunsche des Referenten, die Genossen können geschehen und würden im Bericht dann nicht berührt oder sie hat keinen Werth, dann jage man mich zum Teufel! mögen in der Forderung von Rednern bescheidener sein, voll- werden können. Ich bitte den Antrag abzulehnen. Ebenso Man laffe also derartige Argumente anstands- und geschmackstommen anschließe. Ich weiß aus Erfahrung, wie bitter die ist das Amendement überflüssig, wonach die Fünfer- halber aus der Diskussion heraus. Genossen enttäuscht sind, wenn ihren Wünschen nach einem be- kommission, die Da gewählt werden soll, auch tas Anders wäre es, wenn die Partei nicht in der Lage wäre, stimmten Redner nicht Rechnung getragen wird. Was Hamburger Parteigeschäft zu kontrolliren habe. Das Diäten zu zahlen, dann wäre nicht einer unter uns, der die Frage der Aktordarbeit betrifft, so ist die von dem Hamburger Geschäft wird von den Hamburger Genossen das Maß seiner persönlichen Opfer nicht noch weiter anVerbandstag der Buchdrucker gefaßte Resolution doch nur eine kontrollirt und eine Prüfung durch auswärtige Genossen ist über- spannen und auf die Diäten verzichten würde. Aber sie ist in Verlegenheitsresolution. Ja, ein Redner hat sogar betont, daß flüssig und unnüße Zeitvergeudung. Was die Abschaffung der der Lage. Die Ueberschüsse des" Borwärts", des„ Echo" und die Versammlung in dieser Frage gar nicht kompetent sei. Ich Nachtarbeit anlangt, so haben wir sie in Hamburg abgelehnt, der Buchhandlung sind allein viel höher, als die Summe der bedauere überhaupt, daß daß diese Frage heute erörtert weil fenst das„ Echo" zum Abendblatt werden und mit den Diäten. Soll denn der einzelne, der ein Mandat hat, Opfer wird, aber das liegt nun daran, daß der vorjährige Parlamentsberichten nach hinten müßte. Es empfiehlt sich, bringen, oder nicht vielmehr die Gesammtpartei, die er repräsentirt. Beschluß nicht durchgeführt wurde. Wäre mehr guter den Sozialdemokrat" eingehen zu lassen. Das Blatt hätte Die Konsequenz dieser Widerfinnigkeit wäre, daß jeder Parteigenosse, Wille seitens der Geschäftsleitung und weniger Egoismus mehr ein Kampfblatt sein müssen. Das ist dem Redakteur der ein Einkommen von über 3000 m. hat, alles was über auf Seiten der Kollegen vorhanden gewesen, so wäre die Frage auch gesagt worden, aber der Ton ist der alte geblieben. 3000 Mart ist, abzuliefern hat an die Parteifaffe.( Heiterkeit.) aus der Welt geschafft worden. Durch Berechnen wird heute, Thomas Rigdorf: Wenn auch heute ein Antrag vorliegt, Auf dem Wege dieses Antrages wird das Mandat zu einer wenn man von wenigen Zeitungsdruckereien absieht, kein hoher die Gratislieferung des Vorwärts" an Vertrauensmänner einzu Geldstrafe. Wenn wir jedes Jahr solche Debatten, AnschuldiLohn mehr erreicht, ja es giebt sogar Sezer, die nur 12-18 m. stellen, so ist der Vorstand doch nicht berechtigt gewesen, die gungen, Infinuationen zu erleiden haben, dann danke ich für die verdienen. Ich bitte deshalb den Antrag 48 anzunehmen, aber Vertrauensleute, die sich an ihn gewandt haben, abzuweisen und Ehre, Abgeordneter zu sein, dann stelle ich mich wieder in die über die Akkord- und Nachtarbeit getrennt abzustimmen. ihnen, wie es in Rixdorf vorgekommen ist, zu empfehlen, sie Reihe derjenigen Genossen, die blos das Recht auf Räsonniren Ebenso bitte ich, Antrag 50 anzunehmen. Was den Antrag 43 mögen sich das Blatt von den Parteigenossen an ihrem Orte haben( Heiterkeit) und höre auf, Stichblatt für jede dumme Bebetrifft, so haben wir uns aus Sparsamkeitsrücksichten zur Ein- bezahlen lassen. So lange ein Beschluß besteht, muß er auch aus- merkung zu sein.( Lebhafter Beifall.) bringung desselben verleiten lassen. Ueber furz oder lang muß geführt werden. Zu der Diätenfrage haben wir das Amendement Reil- Mannheim: Die Bemerfung des Berichtes über die diese Frage geregelt werden und wenn Sie hier nicht über den gestellt, daß diejenigen Parteibeamten, die Reichstags- Abgeordnete friedlichen Beziehungen der Genossen trifft auf Baden leider Antrag debattiren wollen, so überweisen Sie denselben wenigstens find, ihren Wohnsiz in Berlin haben und 3000 m. beziehen, keine nicht zu. Sie wissen, daß der letzte Parteitag Dr. Rüdt vers einer Kommission, die hoffentlich die richtigen Mittel und Wege Diäten bekommen. Wir sprechen ferner den Wunsch aus, daß urtheilt hat, aber dieser fügte sich nicht, er trat aus der Partei finden wird. auch auswärtige Genossen, die hohe Gehälter beziehen, im Inter- aus, und fein ehrlicher Genosse hat ihm eine Thräne nach Inzwischen sind folgende Anträge bezw. Amendements ein- effe der Partei auf die Diäten verzichten mögen. Trotzdem ich geweint. Aber bald darauf erschien er wieder in einer Versammgegangen: Antrag 43 und 44 zur Berathung einer Kommission also den Antrag der Berliner mit unterschrieben habe, empfehle lung mit dem Rufe: Das Volt hat mich gerufen!" Es waren zu überweisen. lieber In Antrag 49 hinter Partei Drucksachen" ich Ihnen doch, statt dessen das von uns nämlich zwei Mitglieder des Vereins in Heidelberg auf seine das Wort„ möglichst" einzuschalten. Antrag 49 und 50 der gestellte Amendement anzunehmen. Was die Affordarbeit Bestellung des Morgens zu ihm gekommen und hatten ihn eindurch Antrag 47 geforderten Fünfer- Kommission zu überweisen. betrifft, so haben wir als Arbeitgeber die Verpflichtung, geladen.( Heiterfeit.) Auf unserem badischen Parteitage wurde Antrag 76 so zu fassen: Den Vertrauensmännern ist das für die Abschaffung derselben einzutreten, um nicht die Löhne ein Antrag gestellt, Dr. Rüdt aus der Partei auszuschließen, Zentralorgan Borwärts" auf Kosten der Genossen am Drte herabzudrücken und die Nefervearmee zu vergrößern. Mit dem aber der Antrag wurde abgelehnt. Bei den badischen Wahlen gratis zu gewähren." Antrag 49 Il fann ich mich aus Sparsamkeitsgründen nicht ein- hat sodann eine große Versammlung beschlossen, Dr. Rüdt nicht Sonnenburg Niederbarnim: Der Antrag 63, den verstanden erklären, den ersten Theil desselben halte ich für über- wieder als Kandidaten aufzustellen. Infolgedessen agitiren ,, Sozialdemokrat" eingehen zu laffen, ist recht bedauerlich. Auf flüssig, da die darin gestellte Forderung ja heute schon erfüllt Dr. Rüdt und seine wenigen Anhänger dafür, daß dem Berliner und dem Kölner Parteitag hat man sich mit diesem wird. Dem Antrage 63 auf Einstellung des Sozialdemokrat" feiner unserer Genossen gewählt werden soll. Auch in Organe beschäftigt, und noch der Geschäftsbericht des vorigen stimme ich zu, da uns das Blatt ungeheure Opfer auferlegt und anderer Weise wird von Rüdt dabei gewühlt und den Genossen Jahres sagt, daß der Sozialdemokrat" berufen ist, eine empfind- feinen Zweck verfehlt hat. gewerbsmäßig die Ehre abgeschnitten. Der Verdacht liegt liche Lücke auszufüllen. Der Berichterstatter der Kontrolleure Förster Hamburg: Ich wende mich zu Antrag 43; die wenigstens nahe, daß auch die gemeinen Verdächtigungen der sprach sich ebenfalls rühmend über das Blatt aus. Es Antragsteller scheinen von den Parteiverhältnissen nicht viel nationalliberalen Badischen Landes- Beitung" von ihm stammen. war wohl zu hoffen, daß die Zuschüsse mit der Zeit Kenntniß zu haben. Ich persönlich muß ein Einkommen von Dr. Rüdt ist zum Delegirten gewählt, aber er verzichtet darauf geringer werden würden. Nun hat aber der gegenwärtige 17 300 M. besteuern; dieses Einkommen fließt aber doch größten zu erscheinen, weil er gesagt hat, er habe schon längst Bericht festgestellt, daß die Abonnentenzahl von 5700 auf 4300 theils der Partei zu, wie soll da der Antrag auf mich angewandt mit dieser Gesellschaft gebrochen. Jezt sollten wir endlich gesunken ist. Die Zahl der ausländischen Abonnenten ist dagegen werden? mit Dr. Rüdt aufräumen, und wenn der Parteitag nicht, wie Meister sagt, gefunten, sondern von 529 auf 780 ges Sollte das Echo" ein Abendblatt werden, dann würden selbst sich nicht mit der Frage beschäftigen und nicht über stiegen. Ich ersuche Sie, das Blatt auf seiner Höhe zu erhalten, wir von unserer Agitationskraft gegenüber den anderen Blättern einen Abwesenden zu Gericht fißen will, so soll wenigstens der ich arbeite selbst als Seher in der Druckerei des Blattes.( Bu- viel verlieren. Vorstand die Sache reiflich erwägen, sobald durch die von ruf: Aha!) Nur einmal im vorigen Jahre ist eine Agitation für Moo3 Leipzig: Betr. Anträge 43, 44 bitte ich, diese einer Dreesbach gegen die Badische Landes- 3tg." angestrengte Klage daffelbe durch eine größere Auflage vorgenommen worden. Der Kommission zu überweisen. Thatsächlich ist eine toppelte Nenu Nüdt's Handlungsweise auch gerichtlich flargestellt ist. Wir haben Vorwärts" ist mehr ein Berliner Lokalblatt, für die auswärtigen merirung von Parteibeamten vorbanden; diese Angelegenheit muß feinen Grund, länger Nachficht zu üben. Genossen ist es besser, den„ Sozialdemokrat" zu halten. Viel endlich erledigt werden, die Sache aber ist zu schwierig, als daß leicht ist auch der Rückgang des„ Sozialdemokrat" durch die Ver- sie ohne Kommissionsverhandlungen befriedigend erledigt werden minderung des Umfanges von 8 auf 6 Seiten bewirkt worden. fann. Der Sozialdemokrat" kann erhalten bleiben; bisher hat man zu wenig für ihn gewirkt. Die Neue Beit" monatlich als wissenschaftliches Organ erscheinen zu lassen und den Sozialdemokrat" auszugestalten, wird nichts nühen. Fischer Berlin: Unter den Anträgen befinden sich einige, bezüglich deren ich meine Meinung als Leiter der ParteibuchhandEs ist beantragt, alle Parteiliteratur in Parteigeschäften her- lung Ihnen zur Erwägung anheimstellen möchte. Sie haben zuzustellen. Allerdings will jeder leben, wir wollen niemand nächst einen Antrag aus Hamburg II, die Parteiliteratur aus. drücken, aber der Unternehmer- Gewinn soll doch nicht zu hoch schließlich in Parteigeschäften herzustellen, und fo= ( Privat- Depeschen des Borwärt3".) sein; über diesen wollen die Parteigenossen Aufklärung haben. dann einen Antrag aus Hamburg I, die Partei= Druck- Antrick Berlin erstattet namens der Mandats- PrüfungsDer Antrag auf Abschaffung der Akkordarbeit in Partei- sachen möglichst in einer Partei Druckerei anfertigen kommission folgenden Bericht: geschäften ist bereits in Erfurt gestellt worden; erst jetzt tommen zu laffen. Ich bitte, beide Anträge abzulehnen, da sie an dem Durch 190 Delegirte und Delegirtinnen sind 219 Kreise ver wir zur gründlichen Diskussion. Alle Affordarbeit ist schädlich, gegenwärtigen Zustande der Dinge nichts ändern. Der Antrag 50 treten. Zwei Mandate werden beanstandet. Göbel- Mainz ist in das weiß ich aus Erfahrung. Die Generalversammlung der besonders ist absolut undurchführbar, oder aber Sie müßten in einer Vereinsversammlung, nicht in einer öffentlichen Versamm= Buchdrucker hat eine Resolution angenommen, daß sie mit dem Berlin ein Parteigeschäft errichten. Denken Sie 3. B. an die lung gewählt. Ein Protest, der gegen ihn aus Mainz eingelaufen Prinzip des Antrages einverstanden ist, aber sie hat auch aus- Broschüre über die Umsturzvorlage, wo man vernünftiger Weise ist, hebt dies hervor. Es wird beantragt, das Mandat für ungesprochen, daß jetzt die Verhältnisse nicht so günstig sind, daß nicht erst auf die stenographischen Berichte warten und dann in giltig zu erklären. Ferner wird das Mandat für Hansen- Berlin man dafür in eine Bewegung eintreten fann. Ich erkläre mich Hamburg drucken lassen kann, wo man durch Versendung der aus Friedeberg- Aruswalde beanstandet. Das Mandat ist nur also grundsäglich mit der Abschaffung der Affordarbeit in Partei- Korrekturen u. dergleichen sehr viel Zeit verlieren würde. Wer von einzelnen Genossen ausgestellt, mit denen Hansen auf dem geschäften einverstanden. bei der Stellung des Antrages von dem Gedanken aus Brandenbarger Parteitage wegen der Vertretung des Kreises Timm Berlin: Ich möchte die Haltung des Vorwärts" gegangen ist, daß die Partei dabei besser fährt, der irrt sich. auf dem Breslauer Parteitage Rücksprache genommen in prinzipiellen Fragen etwas fritisiren. Im Streit Bebel- Die Forderung des anderen Antrages, Parteidrucksachen mög- hat. Eine Wahlversammlung hat in Kreise Friedeberg- ArneWollmar hat sich der Vorwärts" offiziell nicht entschieden aus- lichst in Parteibruckereien anzufertigen, wird heute schon erfüllt. walde überhaupt nicht stattgefunden. Einstimmig beantragt die gesprochen; eine sogenannte objektive Stellungnahme ist ja ge- Fast alle im letzten Jahre erschienenen Broschüren find bei Auer Mandats- Prüfungskommission, das Mandat für ungiltig zu erlegentlich sehr gut, war aber hier nicht am Blake. Ebenso liegt in Hamburg hergestellt worden, nur bei einer Lieferungsausgabe tlären. Sie erfucht gleichzeitig den Kongreß, gegen das Verfahren, es mit der Agrarfrage; auch hier hat der Vorwärts" nicht war das nicht thunlich, und ebenso wenig bei der Bebel- das im Friedeberg- Arnswalder Kreise schon einige Male vorfelbständig Stellung genommen. Auch sonst hat der Vorwärts" schen Schrift über das allgemeine Stimmrecht und der gekommen ist, scharf zu protestiren. Drei weitere Protefte lagen oft nachgehinkt oder am unrichtigen Blaze geschwiegen. Broschüre von Reßler: Die Ziele der Sozialdemokratie", gegen die Mandate von Noste- Brandenburg, Kaufhold- Chemniz Der finanzielle Stand des„ Sozialdemokrat" ist ja bedauerns weil hier der Preis sehr billig gestellt werden mußte. Bezüglich und Wolny- Breslau vor. Die Kommission hält die Bedenken werth, aber das Eingehenlassen dieses Blattes ist damit noch des heutigen Protokolls soll ebenfalls der Versuch gemacht gegen diese Mandate nicht für stichhaltig, räth aber, was das nicht begründet. Man sollte das Blatt heben und erhalten; die werden, dasselbe schon im Laufe der nächsten Woche er dritte Mandat anlangt, den polnischen Genossen Breslau's, sich Genossen im Auslande wollen ein Bild von unserer Bewegung scheinen zu lassen. Würden wir das in Hamburg drucken lassen, bei der Wahl zum Parteitage enger an die deutschen Parteihaben, das geschieht am besten durch ein Zentralwochenblatt. so würde mehr Zeit gebraucht werden. Es kommt ferner genossen anzuschließen. Das Mandat des Dr. Rüdt beantragt Es muß eine größere Agitation für den Sozialdemokrat" ent- in betracht, daß die Matrizen für die Maschinen in Hamburg nicht faltet werden. passend sind. Sollen aber Platten genommen werden, so stellt Ferner ist zu wünschen, daß und die Genossen aus Polen fich der Preis so hoch, daß das Buch für 25 Pf. nicht geliefert öfter als jetzt Nachricht von ihrer Bewegung geben. werden kann. Wenn Sie verlangen, daß die Literatur verbilligt Bezüglich der Diäten wünsche ich, daß eine Kommission gewählt wird, so ziehen Sie doch auch die Konsequenzen! wird, die die dazugehörigen Anträge behandelt; sie wird hoffentlich einen gerechten Ausgleich finden. In betreff der Gehälter der Parteibeamten stehe ich auf dem Standpunkte, daß wir alle Arbeiter sind. Es ist nicht richtig, daß ein Parteibeamter, der 3000 M. Gehalt bezieht und in Berlin wohnt, noch Extradiäten bezieht. Auf dem Lande ist der Opfermuth der Genossen größer, als bei den Parteibeamten, von denen ich sprach. " " Singer: Ich habe den Nedner nicht unterbrochen, weil wir an harte Worte gewöhnt sind. Ich bitte aber die nächsten Redner, sich in ihren Austrücken zu mäßigen. Ein Wort des Genossen Baerer, das Wort„ Schmach", muß ich aber entschieden als ungehörig bezeichnen.( Beifall.) A " Poliz Berlin: " = Wir haben zwar fein Interesse daran, Privatgeschäften viel zuzuschanzen, aber in den Parteigeschäften fommen wir immer theurer weg als in Privatgeschäften. Ich habe deshalb gegen den Antrag 47 gar nichts. V " Deppe Langenfelde bekämpft die Anträge 43 und 44. Auch die Abschaffung der Nachtarbeit in den Druckereien werde sich nicht durchführen lassen. Es empfehle sich nicht, wie die Anträge 47 und 48 wollen, die Frage der Herstellung der Parteiliteratur in Parteidruckereien generell zu regeln; das müsse dem Vorstand in jedem einzelnen Falle überlassen bleiben. Das Eingehen des„ Sozialdemokrat" sei zur Nothwendigkeit geworden. Nach der Verlesung eines Begrüßungsschreibens tritt die Mittags. pause ein. Nachmittags- Sihung. " die Kommission als nicht vorhanden zu betrachten. Dr. Rüdt ist regelrecht gewählt, wird aber, wie er schreibt, durch Gesundheitsrücksichten( Heiterfeit) am Erscheinen verhindert. Er schreibt, daß er sein Mandat dem Genossen Geck übertragen wolle. Die Kom mission hält dies Verfahren für gänzlich unzulässig. Die Dis= fuffion wird eröffnet.; Der Parteitag erklärt die 188 unbeanstandeten Mandate debattelos für giltig. in Baerer Harburg: Es ist eine Schmach, daß wir uns Müller Darmstadt: In Mainz ist die Partei in dem wieder mit dem Berliner Antrag befaffen sollen der fozialdemokratischen Verein verkörpert, nach dessen Statuten jeder wieder von den Gegnern als Berliner Mist" bezeichnet Wenn der Antrag 44 angenommen würde, so würde durch das Wahlrecht für die Mandate besitzt, der nicht mit feinem werden wird. Wo 20 bleibt die Gerechtigkeit bei diesem die Abschaffung der Nachtarbeit der Borwärts" einfach ruinirt Beitrag im Rückstande ist oder Stundung nachgesucht hat. Antrage? Wer ein Einkommen von 3200 M. 3. B. hat, werden; er würde ein Abendblatt werden müssen und die Bericht- Dieser Verein nimmt alle Wahlen vor. Auch der Genosse müßte aus seinem eigenen Einkommen zulegen, wenn er in den erstattung vom Reichstage käme um 24 Stunden später als in Göbel ist in einer solchen Sigung gewählt worden. Auf seine Reichstag geht. Die Berliner thäten beffer, nicht immer leeres bürgerlichen Blättern. Das würden sich die Arbeiter nicht ge- Veranlassung wird noch heute Abend eine Voltsversammlung in Stroh zu dreschen. Wir wollen uns nicht immer mit ihren fallen lassen. Die Buchdrucker wollen von dem Antrage gar Mainz stattfinden, in der er unzweifelhaft wiedergewählt werden Phrasen befassen.( Oho! und Unruhe.) Ich ersuche Sie, mit nichts wiffen; sie haben es, besonders in Hamburg, am eigenen wird. Ich bitte deshalb, sein Mandat nicht zu beanstanden. großer Majorität den Antrag abzulehnen. Leibe gespürt, wie die Abschaffung der Akkordarbeit wirkte. Be- Wenn wir so rigoros vorgehen, so müßten viele Mandate für denten Sie, welche Folgen der Ausfall von 500 Mart ungiltig erklärt werden.( Na! na!) Wir in Hessen sind alle auf die Wohnung, Lebensweise, Kinder- nicht Ginkommen öffentlicher Versammlung gewählt, weil wir erziehung einer Arbeiterfamilie haben muß. In bürgerlichen dadurch mit der Polizei nicht in Konflikt kommen können; Geschäften wird nur dann Akkordarbeit in Geldarbeit um im Organisationsentwurf, steht nichts davon, daß die Wahl gewandelt, wenn die Durchschnittsleistung des Affordarbeiters in öffentlicher Versammlung vorgenommen werden soll. Ged Offenburg: Ich habe über die Karlsruher Angelegen Durchschnittsleistung des gewissen Geldarbeiters wird. Wir sind Wenn Sie die Wahl von Göbel nicht für giltig erklären wollen, heit zu sprechen. Es ist eine recht unliebſame Sache, und ich nicht dazu da, bloße Grundsätze auf Kosten der Partei durch so warten Sie mit der Abstimmung wenigstens bis morgen, bis halte es für angemessen, auf die Einzelheiten nicht einzugehen. zuführen. Die bürgerliche Gesellschaft beruht mit auf der Ron- der Bescheid aus Mainz da ist. Genosse Auer hat sich in einem Briefe schwere Beleidigungen frenz, und inmitten dieser Gesellschaft müssen wir uns nach eines Karlsruher Parteigenoffen zu schulden Tommen laffen, der thren Grundsägen einrichten, um bestehen zu können. leidend ist und auf deffen Gesundheit die Beleidigungen einen Was die Anträge 43, 44 betrifft, so gehöre ich ja auch zu ungünftigen Einfluß geübt haben. Mit dem fachlichen In den Leuten, gegen die fie fich richten. Ja, wenn ich Rothschild's halt des Briefes hat sich der Parteivorstand in rührender Sohn wäre( Heiterkeit), dann würde ich umsonst arbeiten; ich Uebereinstimmung solidarisch erklärt, nachdem es uns zuerst so wäre dann vielleicht auch angesehener in der Partei, denn der Reerschienen war, als sei der Brief eine rein persönliche Leistung spekt vor meinem vermeintlichen oder wirklichen Geldsack ist jetzt schon Auer's. Wir erhoffen vom Parteitag einige Genugthuung. Als sehr groß.( Sehr richtig.) Ich freue mich über diese Anträge umfomehr, Schwarzwälder fönnen wir ja etwas vertragen( Heiterkeit), aber als dabei hervortritt, daß die Berliner Genossen heute einen ganz der Ton, der diesmal von dem Grunewald nach dem Schwarz- anderen Ton angeschlagen haben, als in den Berliner Versammlungen. wald brang, paßt uns doch nicht. Auf diese Weife trägt man in Dort hagelten die Schlagwörter; man sprach davon: die Parteis Göbel Mainz schließt sich den Ausführungen des Vorredners an. Antric begründet nochmals den Protest der MandatsPrüfungskommission. Die Abstimmung über den Antrag der Kommission wird bis morgen vertagt. Riesel Berlin befürwortet die Aberkennung des Mandats für Hansen- Berlin und meint, daß dieses Mandat entschieden ungiltig fei. Durch Beschluß des Parteitages wird es für mugiltig erklärt. Geck Offenburg spricht zur Aberkennung des Mandats des • Dr. Jüdt. Er ist der Ansicht, daß die Uebertragung dieses Mandats an ihn unanstößig sei, überläßt aber dem Parteitage die Entscheidung. Stubenreich Dggersheim meint, daß es richtiger gewesen märe, wenn Dr. Rüdt bereits vorher erklärt hätte, daß er das Mandat nicht annehmen werde. Um Präzedenzfälle zu vermeiden, werden wir die Uebertragung des Mandates an Gect als ungiltig erklären müssen. Nach einem Schlußworte Antrick's wird das von Rüdt an Geck übertragene Mandat für ungiltig erklärt und damit prinzipiell erklärt, daß derartige Mandatsübertragungen unzulässig sind. Knoop- Frankfurt a. M. frägt zur Geschäftsordnung, ob Rüdt fein Mandat noch ausüben könne, wenn er nachträglich Singer( als Vorsitzender): Gewiß. einträfe. wie sie die Anträge wollen, würde unsere Geschäfte alle bankrott mehr als früher in den Vordergrund getreten, im übrigen vermachen. Ich bitte sie daher dringend, diesen Antrag abzulehnen. dient doch die„ Neue Zeit" gewiß das Beugniß, daß sie auf der Ich komme nun auf den unglückseligen Antrag betreffs der Diäten. Höhe der Situation bisher gestanden hat und heute noch steht. Es ist recht bedauerlich, daß die Berliner in den letzten Jahren Block Dortmund beschwert sich darüber, daß in dem gefeine besseren Anträge gestellt haben. Wenn man schon gerecht druckten Bericht nicht verzeichnet ist, welche Summen die früher sein will, so sei man auch ganz gerecht. Dieses ist aber hier unterstützten Partei- Organe an die Partei zurückgezahlt haben. nicht der Fall, denn der Antrag ruft die größte Ungerechtigkeit Es sei doch wichtig, zu erfahren, ob die Zuschüsse sich rentiren unter dem Schein der Gerechtigkeit hervor. Der Antrag kann oder ob sie in ein Danaidenfaß fließen. sich, obgleich das nicht darin steht, nur auf Berlin be- Gewehr Elberfeld befürwortete den Antrag 36, die ziehen. Aber wie immer sie auch den Antrag ge- Delegirten müßten Zeit haben, sich eingehend mit dem Bericht italten, mit jeder Verbesserung schaffen Sie auf der andern zu beschäftigen. Was den Diätenantrag betrifft, so thäten die Seite eine Verschlechterung. Sie verlangen, daß die Berliner Antragsteller besser besser daran, sich einmal mit den GeRedakteure und Parteibeamten, die doch für ihre Thätigkeit hältern derjenigen Beamten zu beschäftigen, die weniger bezahlt werden, ein erhebliches Opfer bringen, was audere nicht als 2000 m. beziehen. „ Sozialdemo " H " " zu tragen haben. Sie vergessen dabei, daß wir doch auch frat" beseitigt werden solle, hänge nicht mit der Umwandlung Reichstags- Abgeordnete haben, die aus ihrer Arbeit in der der Neuen Zeit" zusammen. Beide Anträge müßten getrennt Knoop: Dann beantrage ich, daß Rüdt's Mandat über Partei erheblich mehr als 3000 m. verdienen. Diese sollen aber behandelt werden. Der Antrag betr. den, Sozialdemokrat" werde haupt für ungiltig erklärt wird. nicht von dem Antrage getroffen werden.( Sehr richtig!) wohl angesichts der Thatsachen nicht abgelehnt werden können, Singer: Das gehört nicht zur Geschäftsordnung. Die Sathe Wenn der Antrag gerecht wäre, so müßten Sie auch bestimmen, aber auch nach Eingehen dieses Blaites sei es wünschens ift erledigt. daß jeder, der in der glücklichen Lage ist, ein Privateinkommen werth, daß die Neue Zeit" in eine Monatsschrift verwandelt Die übrigen Proteste werden ohne Debatte gemäß dem An- von 3000 m. und noch mehr zu beziehen, feine Diäten selbst zu wird. Ferner möge der Vorstand genau prüfen, ob das trage der Kommission für erledigt erklärt. Hierauf wird in die tragen hat, Leute mit hohem Privateinkommen sollen Diäten was für die Rheinische Zeitung" geleistet wird, im Einklang Tagesordnung eingetreten und die Berathung über den Geschäftsbeziehen, aber die armen Parteibeamten nicht. Eine fernere Un- mit den Leistungen dieses Blattes steht, damit nicht unnüt Geld bericht fortgesetzt. gerechtigkeit liegt darin, daß jemand, der drei, vier verschwendet wird. meister verlieft zur Ergänzung seines Berichtes folgende ober fünf Kinder hat, und zufällig Abgeordneter Ein erneuter Antrag auf Schluß der Debatte wird, nachdem Erklärung:„ Nach eingehender Untersuchung erklären die Kon- wird, Opfer bringen soll, während ein anderer, der feine ihn Börner Berlin bekämpft hat, angenommen. trolleure zum Punkt 3 der Beschwerde der Karlsruher Partei- Kinder hat, diese Opfer nicht zu tragen hat und unbedeutend sind Hülle zieht seinen Antrag auf Rommissionsberathung der genoffen folgendes: Genosse Auer hat die beanstandeten Mit diese Opfer nicht. Die Berliner Abgeordneten müssen in erster Anträge 43 und 44 zurück. Er habe damit nur bezweckt, daß theilungen über den Genossen Kallenbach in gutem Glauben an Reihe in Kommissionen arbeiten und es entstehen große Aus- der Antrag in der Kommission hinterrücks abgemurfft wird. die Richtigkeit seiner Informationen gemacht. Da sich die letzten gaben, wenn man sechs Monate hindurch täglich zwei bis vier-( Heiterkeit.) Dieser Zweck sei doch nicht erreicht, denn es habe als unzutreffend herausstellten, sprach Genosse Auer dem Genossen mal Pferdebahn zu fahren, im Reichstage Mittag zu speisen und eine lange Distusfion stattgefunden. Kallenbach bereits sein Bedauern über den Vorfall aus und dergleichen weitere Auslagen nothwendig hat. Ich komme ja Hoch Berlin nimmt den Antrag wieder auf. wiederholt dieses den Kontrolleuren unter dem Ausdruck des glücklicherweise hierbei nicht in betracht. Aber ich habe als Bérard( in persönlicher Bemerkung): Fischer hat gesagt: Bedauerns, daß er das Opfer falscher Informationen ge ordnungsliebender Mensch über alle Ausgaben, auch über die Bérard reiße sich gar nicht nach den Druckarbeiten für den wesen sei." Ausgaben infolge meiner Thätigkeit als Reichstags- Abgeordneter Parteiverlag. Das ist richtig, aber Fischer drückt auf die Preise Fülle Würzburg: Wir waren in der Lage, den Partei- genau Buch geführt und gefunden, daß jede Session mich mehrere in nicht mehr schöner Weise. vorstand um ein geringes Darlehn von 2000 m.( Heiterkeit) hundert Mart gekostet hat. Lehnen Sie den Antrag ab und anzugehen. Die Antwort war, wie ich das voraussah, da ich überlassen Sie alles der Opferwilligkeit und Fähigkeit des die Leute kenne( Heiterkeit), abschlägig. Die Antwort erhielten einzelnen.( Beifall.) wir zwei oder dreimal. Da sollten die Genossen die Garantie über diese Summe übernehmen. Wenn nun sonst nicht alle Barteigelder aus Würzburg gekommen sind, so hätten wir doch 2000 m. erhalten sollen. Auch wir haben Geld nach manchen Gegenden geschickt. Nun profperirt das Unternehmen. Die Aufregung zu schildern, die bei uns über die Berliner Antworten herrschte, will ich unterlassen, aber es gereicht dem Parteivorstande entschieden nicht zum Vortheile, solche Aufregungen durch seine rein geschäftlichen Rücksichten zu verursachen. Wenn man Auer kennt, so muß man fagen, daß Darwin's Theorie von der Abstammung des Menschen vom Affen nicht richtig ist, sondern daß der Mensch vom Fische abstammt, so ruhig ist Auer.( Stürmische Heiterkeit.) Wie falsch es ist, sich vollständig auf den geschäftlichen Standpunkt zu stellen, hat Ihnen doch der amerikanische Genosse Hepner in der„ Neuen Beit" durch seine anschauliche Schilderung von den ehemaligen Leipziger Verhältnissen bewiesen. = F A Martitte Hamburg erklärt sich gegen die Anträge 43 und 44, weil sich doch kein gerechter Ausgleich dadurch schaffen läßt. Die Akkordarbeit und die Nachtarbeit läßt sich von uns nicht in der bürgerlichen Weltordnung abschaffen. Die Hamburger Parteidruckerei ist nicht genügend beschäftigt, das große Kapital, das dort investirt ist, darf nicht brachliegen. Deshalb sind die Anträge 49 und 50 gestellt. " " = " " " Fischer: Ich stelle nur fest, daß wenn ich Preise herabdrücke, fie sich in der Grenze des Tarifs halten. Ich bin durch die Pateitagsbeschlüsse, die immer billigeren Preise für die Broschüren verlangen, in einer Zwangslage. Das Schlußwort wird ertheilt. Meister verzichtet. " Pfannkuch: Die Diskussion hat die Stimmung des Parteitages gezeigt. Ich habe nur Einzelheiten noch zu berühren. Genosse Gewehr räth der Parteileitung bei der Unterstützung von Blättern nicht nur die Genossen des Ortes, sondern die des Peus Dessau: Der Antrag 36 ist möglich und praktisch, Kreises zu fragen. Das hat der Vorstand gethan. Ich fürchte, besonders für die Parteipresse. Mit den Anträgen 43 und 44 Genosse Gewehr sieht in der Unterstützung der Rheinischen ist man dagegen offenbar auf falschem Wege. Für uns allein Beitung" ein klein wenig die Unterstützung eines Konkönnen wir in der gegenwärtigen Gesellschaft nicht eine furrenzunternehmens, das ihm vielleicht unbequem sein Gleichheit des Einkommens herstellen. Wir müssen gegen unsere mag. Die Unterstützung der Rheinischen Zeitung" erfolgt auf Arbeiter bürgerlich- anständig verfahren, auch gegen die, die gewohne grund des Kölner Beschlusses. Selbst wenn sie noch höher wäre, heitsmäßig besser entlohnt werden. Aus diesem Grunde sind auch müßte sie geleistet werden. Wir haben die Genugthuung, daß die Anträge über Atford- und Nachtarbeit verkehrt. Die die Zuschüsse wesentlich zurückgegangen und sich, wie uns ver Gründung des Sozialdemokrat" halte ich für verfehlt. Ich sichert wird, in nächster Zeit noch wesentlich weiter verringern Rern Schweinfurt glaubt, dieselbe Angelegenheit, die Fülle stimme seinem Eingehen zu. werden. Was den Vorwurf gegen Hirsch betrifft, so muß ich unter großer Heiterkeit behandelt habe, ernsthaft besprechen zu Lande Elberfeld: Die Gründe des Mißerfolges des erklären, er hat nur flug und vorsichtig gehandelt. müssen. Vom unterfränkischen Agitationskomitee habe er den Sozialdemokrat" liegen darin, daß er die Konkurrenz Es ist eine grundverkehrte Ansicht, daß die Genossen von Auftrag, dafür zu sorgen, daß der Mißgriff des Parteivorstandes der Neuen Zeit" nicht aushalten kann. Die Neue Zeit" allen Beschäftigten der Parteigeschäfte eine hervorragende wieder gut gemacht werde. Seit zwei Jahren mache die Be- hat wesentlich den gleichen Juhalt wie der Sozialdemokrat" agitatorische Thätigkeit zu verlangen haben. Jeder an wegung im schwarzen Unterfranken außerordentliche Fortschritte, Naturgemäß tönnen in der Neuen Zeit", die vielmehr Raum seiner Stelle; wer ein täglich erscheinendes Blatt redigirt, Diese ganze Bewegung hänge vom Bestehen des Würzburger hat, alle Fragen eingehender und tiefer behandelt werden. Dabei fann am Abend nicht bis spät in die Nacht hinein Parteiblattes ab, das zu grunde gehen müsse, wenn profperirt auch die Neue Zeit" nicht. Die Zuschüsse würden an allen Parteiveranstaltungen theilnehmen, ohne an seine der papierne Beschluß des Frankfurter Kongresses bestehen bleibe. viel geringer werden, wenn sie wieder Monatsblatt würde. Das Arbeitsfraft, an seiner geistigen Frische Einbuße zu erleiden. Das Würzburger Parteigeschäst, das zu gründen wir gezwungen würde auch ihren Artikeln zu gute kommen, die früher noch Fülle meinte, daß er die Aufregung der Würzburger Genossen waren, dürfe nicht fallen gelassen, sondern müsse unterstützt bleibenderen Werth hatten. Der Sozialdemokrat" würde dann noch gar nicht schildern könne. Nun hat uns Genosse Gewehr werden. gediegenere Artikel über die Tagesfragen erhalten können bei einen Hath gegeben, und den haben wir befolgt: Wir Bebel: Nachdem zwei Nedner den Vorstand so heftig an- alledem kommen Fragen in betracht, die sich hier nicht abmessen haben im Falle Würzburg in der Umgegend von Würzgegriffen haben, muß ich die gegen uns erhobenen Angriffe laffen. Ich bitte deshalb dem Vorstande die Entscheidung anheim- burg genaue Erkundigungen eingezogen, nicht nur in einem zurückweisen. Ich bitte den Vorsitzenden, daß das, was ich zur zustellen. größeren Umkreis, sondern auch in einem Orte, mit dem die Wertheidigung des Vorstandes zu sagen haben, mir nicht zur Redezeit Schneider Berlin wendet sich gegen die Ausartung in Würzburger Genossen liirt sind. Es wurde uns dabei nahe hinzugerechnet wird.( Heiterkeit.) In erster Linie muß ich Verwahrung der Gründung von landsmannschaftlichen Vereinen und billigt gelegt, unter feinen Umständen 2000 m. zu bewilligen. Bei dieser gegen einige Aeußerungen des Genossen Fülle einlegen, die so gellungen die Haltung des Vorwärts" in dieser Frage. Redner vertheidigt Sachlage hat der Vorstand sich bewogen gesehen, das Gesuch abbaben, als hätte dieser schon von vornherein gewußt, daß sein den Antrag 36. Die Aeußerung Baerers laffe die Berliner falt. zuschlagen. In dem Briefe aus Würzburg wurde darauf hinBesuch abgelehnt würde, weil er ja, wie er sagt, die Leute kenne. Die Nachtarbeit könne in den Parteibruckereien nicht gewiesen, daß es die Genossen im Würzburger Geschäft felbft Ich weiß nicht, wie Fülle zu einer solchen Auffassung tommt. abgeschafft werden. Die Opfer, die der Sozialdemokrat" toste, waren, deren Stellung von der Bewilligung der ge= Dazu liegt doch wirklich keine Ursache vor. Wir handeln im könnten nicht länger gebracht werden. Lande's Amendement ver- forderten Summe abhing. Uebrigens wären die Würzburger Interesse und im Namen der Partei, aber niemals aus diene Beachtung. Genossen mit 2000 Mart noch lange nicht über alle Berge ge= persönlichem Interesse. Wir haben vor allen Dingen Hering Flensburg bedauert, daß die Hoffnungen, wesen. Es mußten neue Verlegenheiten entstehen. Wir als den Eindruck gehabt, daß die Genossen in Würz die fich an die Gründung des Sozialdemokrat" geknüpft, Partei tönnen mit Gewerkschaftsorganisationen auch gar nicht in burg es auf eine Art Art Provokation abgesehen hatten. nicht in Erfüllung gegangen sind. hatten. nicht in Erfüllung gegangen sind. Bedeutendes habe dieses Verbindung treten. Wenn auch eine Gewerkschaft eine Garantie Das war bestimmend für die Ablehnung des Gesuches. Nun hatte Blatt besonders dadurch geleistet, daß es wichtige Fragen übernehmen wollte, wer bürgt dafür, daß nicht morgen diese aber der Parteivorstand bereits früher den Würzburgern Gelder erörtert hat, für die sonst fostspielige Broschüren nöthig Gewerkschaft in eine Lohnbewegung eintreten muß, in der bewilligt, einmal 500 M., ein anderes Mal 600 M. Alles half gewesen wären. Man möge sehen, ob es nicht doch sie nicht nur ihre Mittel aufbraucht, sondern sogar auf die nichts, genügte nicht. Da kamen wir schließlich zur Ueberzeugung, möglich sei, den Sozialdemokrat" zu halten, zumal da die Solidarität der Genossen angewiesen ist. Die Behauptung, daß wir nicht helfen könnten und dürften. Wir fürchteten, daß Artikel in der Neuen Beit" oft schwer verständlich seien. daß jetzt das Würzburger Unternehmen gut besteht, ist nur ein neues Geschäft entstehen würde, das uns immer mehr Hierauf wird ein Antrag auf Schluß der Debatte, nachdem eine leere Behauptung. Erst nach einiger Zeit wird es sich belasten würde. Fülle hat erklärt, er sei nach Berlin gereift, um Thiele- Halle dafür, Drescher Berlin dagegen gesprochen zeigen, ob das Unternehmen geht. Der erste Schritt im Gelddurch persönliche Intervention beim Parteivorstande einen besseren hat, abgelehnt. geben hätte neue Schritte erzwungen. Bei dieser Gelegenheit Bescheid zu erwirken. Nun habe ihm aber Auer eine Antwort Schaal. Solingen macht die Mittheilung, daß die Streitig will ich den Dortmunder Genossen mittheilen, daß wir Ihrem gegeben, nach der er seinen Muth völlig verloren habe. Auer feiten in Solingen so gut wie beigelegt sind.( Beifall.) Es gebe Wunsche nachgeben werden. In Dortmund steht das Geschäft aber ist doch nicht der Parteivorstand. Auer hat ihm aber nur noch wenige Glemente, die den Streit fortschüren, aber diese auf einer Grundlage, die es ermöglicht, Rückzahlungen zu machen. außerdem noch den Rath gegeben, bis auf eine Gesammtfißung tommen faum in betracht. Was die vorliegenden Anträge be- Leider stehen die Dinge nicht überall so wie in Dortmund, vor des Parteivorstandes zu warten. Er hat freilich bald hinzugefügt, trifft, so sei das Eingehen des„ Sozialdemokrat" zu bedauern. allem wohl nicht in Würzburg. Wenn die Würzburger ihren daß das auch nicht viel nützen würde. Aber trotzdem, Ferner fragt Redner an, ob die ihm gewordene Mittheilung Antrag wiederholen, so werden wir uns wieder gehörig informiren. war Fülle nun schon einmal in Berlin, so hatte er richtig sei, daß der Redakteur der Rheinischen Zeitung", Hirsch Der Parteivorstand muß sich aber auch, wenn er einen Beitrag die Pflicht, alles zu versuchen, um den offiziellen Bescheid eine schriftliche Erlaubniß von den Kölner Genossen verlangt und gewährt, einen bestimmenden Einfluß auf die Geschäftsleitung des Parteivorstandes abzuwarten. Uebrigens haben die Würz- erhalten habe, daß er sich an Versammlungen und Partei- fichern. Was Neuerungen in der Herstellung der Parteiliteratur burger die Kontrolleure mit ihrer Angelegenheit nicht behelligt, veranstaltungen nicht zu betheiligen brauche. Dies dürfe ein betrifft, die mit den Forderungen des Arbeitsschutzes zusammenfie haben sofort, ohne den Instanzenweg zu beachten, eine Parteibeamter mit 5000 Mart Gehalt nicht verlangen. hängen, so werden wir, wo es irgend möglich ist, sofort fulminante Beschwerde gegen den Parteivorstand losgelassen. Stolten Hamburg: Die Anträge auf Abschaffung der ohne fremde fremde Anregung solche Neuerungen gern eint= Wollen die Würzburger jetzt noch einmal an den Parteivorstand Akkord: und Nachtarbeit und die Anträge auf Herstellung der führen; wo es nicht geschieht, liegen schwerwiegende Gründe herantreten, um einen günstigen Bescheid zu erlangen, dann werden Parteiliteratur in Parteidruckereien haben einen Zusammenhang, der dagegen vor. Was die Diätenfrage betrifft, so hat Bebel wir sachlich wie immer die Angelegenheit prüfen. Kommen wir zu noch nicht beleuchtet worden ist. Einerseits zeigte sich, daß man von es dem einzelnen anheimſtellen wollen, wie er sich dazu einem andern Bescheide als bisher, gut, wenn nicht, dann müssen sich der Partei immer neues verlangt, andererseits aber kommen verhalten will. Er selbst giebt jährlich mehrere hundert Mart die Würzbürger bescheiden. Viele Redner traten nachdrücklich Klagen über die theuren Preise in Parteidruckereien. Ich zu, andere sind nicht in dieser Lage und können nicht auf dagegen ein, daß der Antrag der Parteileitung, den Sozial empfehle Ihnen auf die genannten Anträge nicht einzugehen, Diäten verzichten, wohl aber kann durch solche Anträge bewirkt demokrat" eingehen zu lassen, angenommen werde. Wenn einer wir fönnen Nacht- und Akkordarbeit nicht abschaffen, ohne uns werden, daß vermeintlich sehr reiche Genoffen aus Solidaritätsfür den Sozialdemokrat" eingetreten ist, so bin ich es. Ich bin kampsunfähig zu machen. Wir verlangen eine gewisse Opfer- gefühl ebenfalls nicht auf Diäten verzichten. Das giebt mit aller Macht für seine Gründung eingetreten und habe ihm willigkeit von den Genoffen, aber auch die in Parteigeschäften zum Nachdenken Anlaß. Im allgemeinen glaube ich, daß gegen die größte Bedeutung beigemessen. Wäre das Blatt zwei Jahre thätigen Personen müssen sich manche Unannehmlich die Thätigkeit des Vorstandes nichts wesentliches vorgebracht ist. früher gegründet woren, dann wäre es besser gewesen. Nun aber haben feiten gefallen lassen. Weil wir in Hamburg mit der Die Frage Auer ist ja schon geregelt, er hat die Gewohnheit, sich unsere Hoffnungen nicht erfüllt. Von vorn herein erwarteten Abschaffung der Nachtarbeit üble Erfahrungen gemacht haben, eine Form zu wählen, die manchem nicht genehm ist, aber sein wir allerdings, daß uns das Blatt jährlich 5-6000 Mart kosten deshalb sind dort alle diese Anträge abgelehnt worden. Dort Herz ist gut.( Lebhafte Heiterkeit und Beifall.) würde. Diese Summe ist indeß weit überschritten worden. Zwar war der Beschluß gefaßt worden, das„ Echo" als Abendblatt er- In bezug auf die Anfrage über den Genoffen Hirsch von hat der Sozialdemokrat" anfangs eine bedeutende Abonnenten- fcheinen zu lassen; aber dieser Beschluß ist wieder umgestoßen worden. der Rhein. 3tg." erklärt Meist Köln, der Vorwurf gegen zahl gehabt aber diese ist fortgesetzt zurückgegangen, erst rapide Was die Akkordarbeit betrifft, so ist das gar keine prinzipielle Frage. Hirsch beruhe auf einen Irrthum. Hirsch hat nur Befreiung bann langsamer. Es ist feine Aussicht mehr dafür, daß sich unsere Feindschaft gegen dieses Arbeitssystem besteht nur darin, von der Theilnahme an Versammlungen mit Rücksicht auf seine das Tefizit verringern wird. Da wäre es Thorheit, wenn wir daß wir die ungehörige Anspornung der Kräfte und die darauf Redaktionsthätigkeit gewünscht. bei den gehörten Klagen noch weiter viel Geld hinauswerfen folgende Herabfegung der Löhne bekämpfen. Davon tann in wollten. Der Antrag Landé will eine Art Vermittlung mit Barteigeschäften feine Rede sein; es wird ja dort nach dem der Neuen Zeit". Wie man die Neue Zeit" verbessern will Tarif gearbeitet. Es handelt sich noch darum, ob die Abschaffung zu dadurch, daß man sie in eine Monatsschrift umwandelt, ver- der Affordarbeit praktisch möglich ist. Wir Hamburger baben stehe ich nicht. Wenn durch Abschaffung der Nachtarbeit darin Erfahrungen. Für die Herstellung großer Zeitungen ist die Die Anträge 43 und 44 sowie die hierzu gestellten Amendements der Vorwärts" ein Abendblatt werden sollte, dann würde er Abschaffung der Affordarbeit ein großes Unglück. Wir haben jetzt werden abgelehnt. ganz tebeutend verlieren. Betreffs des Antrages 46 hat ja bereits viel größere Schwierigkeiten in der Herstellung des Blattes; wir Antrag 47 wird auf Anregung von Fischer Berlin den Fischer eine gründliche Widerlegung vorgebracht. Glauben Sie haben 6 Sezer mehr, aber diese toften uns zirka 10 000 W. jähr neugewählten Kontrolleuren zur Ausführung und eventuellen ater übrigens doch nicht, daß wir die Partei Institutionen zuni lich. Mit der Künstlerischen Ausgestaltung der alljährlich wieder: Berichterstattung an den nächsten Parteitag überwiesen. Experimentirfeld unserer Grundsäge machen könnten. Wenn wir fehrenden Maifest Zeitung ist man in Hamburg start Antrag 48 und Theil 2 des Antrages 49 werden abgelehnt, die Akkord- und Nachtarbeit abschaffen könnten, dann würden unzufrieden gewefen, und das gerade bei jenen Ge- Theil 1 des Antrages 49 mit dem Amendement möglichst die Die Beschwert. Ja in von allen Seiten noffen, die darüber ein Urtheil haben ist bere, hinter dem Mort„ Parteidrucksachen" angenommen. Dadurch ist tommen, find daher unberechtigt. Ja in Hamburg fann dante angeregt worden, den Parteivorstand zu ermahnen, Antrag 50 binfällig. man wohl die Affordarbeit abschaffen. Dieses Geschäft für die künstlerische Ausstattung der Mai Festzeitung ein Preis- Das Amendement, den Antrag 49 einer Kommission zu überiit sehr groß und kann trob höherer Roften existiren. ausschreiben zu veranstalten. Der Sozialdemokrat" ist un- weisen, wird abgelehnt. 2... dere Geschäfte tönnen das aber nicht. Die Abschaffung der haltbar. Wenn es wahr ist, daß die Neue Zeit", seitdem sie Bu Antrag 63 hat Dertel infolge des oben mitgetheilten Amende fford- und Nachtarbeit vertheuert auf der einen Seite die Druck- Wochenschrift ist, nicht mehr auf der wissenschaftlichen Höhe ments and é beantragt, die Frage, ob die„ Neue Zeit" in eine erzergniffe, auf der anderen Seite aber will man billigere Breise wie früher steht, so liegt das in der Veränderung der Verhältnisse. Monatsschrift verwandelt werden soll, dem Parteivorstande zur für die Blätter. Die Ausführung derartiger neuer Einrichtungen, mit dem Wachsen der Partei sind auch die politischen Tagesfragen Erledigung zu überweisen, da ein solcher Beschluß nicht ohne " " wir es thun. V M " B & Die nunmehr vorgenommene Abstimmung ergiebt die Ans nahme des Antrages der Kontrolleure, dem Vorstande Decharge ertheilen. Ebenso wird der Antrag 36 angenommen. " werden kann. Antrag 76 wird unter Ablehnung des hierzu vorliegenden Amendements angenommen. 150,00 M. " weiteres gefaßt, sondern erst nach Einvernehmen mit der Re- J Jahren die Absicht der Regierung, ihre Beamten etwa 4 Jahre Münzstraße ein Mädchen durch einen Pferdebahnwagen überdaktion und dem Verlag der„ Neuen Zeit" definitiv entschieden nach dem Gramen anzustellen. Bei der Justiz erfolgt indessen fahren und an der Schulter sowie am Oberschenkel erheblich verdie Anstellung erst 10-12 Jahre nach diesem Zeitpunkte.[ etzt. Am 6. d. M. vormittags wurde im Hause Wilhelmstr. 32 Da Antrag 63 in der von der Parteileitung gestellten Gewissermaßen als Entschädigung hierfür hat die Verwaltung beim Anbringen eines neuen Taues am Fahrstuhl ein Arbeiter Fassung angenommen wird, zieht Landé sein Amendement zurück, vor nunmehr 2 Jahren unter den Attuaren drei Altersstufen durch das plötzlich herabfallende sogenannte Kontregewicht er wodurch das Amendement Dertel hinfällig wird. eingeführt, nach welchen dieselben schlagen. Ein Mann vergiftete sich in einem Schanklokale in der Köpnickerstraße. In der Chausseestraße wurde ein Mann durch einen Pferdebahnwagen überfahren und so schwer verletzt, daß seine Ueberführung in ein Krankenhaus erforderlich wurde. In der Nacht zum 7. d. M. wurde in der Beuthstraße ein Kellner mit bedeutenden Verlegungen im Gesicht aufgefunden. Wetter Prognose für Dienstag, den 8. Oktober 1895. Mildes, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit etwas Regen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Singer: Jch bitte im Anschluß hieran noch über einige Anträge zu entscheiden, die im Falle ihrer Annahme eine Kommissionseinsehung nöthig machen. Die Danziger Genossen verlangen die Einsehung einer Kommission mit der Aufgabe, den in absehbarer Zeit nicht zu schlichtenden Streitigkeiten in Danzig ein Ende zu machen. die morgen gewählt wird. Die Genossen Berger- Danzig, Braun- Königsberg und Lipinsky Danzig stellen die Danziger Zustände dar, die allerdings sehr mißlich sind. Sie betonen insbesondere, daß durch die Danziger Zustände nicht in Danzig allein, sondern in ganz Westpreußen die politische und gewerkschaftliche Agitation lahm gelegt wird. Nach dieser Darstellung ist Genosse Jochem- Danzig an der ganzen Verwirrung schuld. Der Vorschlag, diese Angelegenheit der Mandats Prüfungskommission zu überweisen, wird abgelehnt. Die Angelegenheit geht an eine Neunerkommission, Es folgt die Besprechung des Antrages 114, der sich mit der Angelegenheit Dr. Rüdt- Dreesbach befaßt und verlangt, daß der Parteitag die Handlungsweise Rüdt's als Herabwürdigung der Partei erkläre und die Ausschließung Rüdt's aus der Partei ausspreche. Dazu ist ein Amendement von Heidelberger Genossen gestellt worden, die beantragen, daß die badische Angelegenheit hier nicht verhandelt, sondern den badischen Genossen selbst zur Entscheidung überlassen wird. Reil- Mannheim giebt eine gedrängte Schilderung der Fälle Rüdt und Stegmüller. Dr. Rüdt habe, abgesehen von allem anderen, sich den Beschlüssen der Partei nicht gefügt und schon deshalb müsse der vorliegende Antrag angenommen werden. Eine Ueberweisung an eine Kommission sei nicht nöthig, da es sich ja nicht mehr darum handelt, zu prüfen, ob die Gründe richtig sind, sondern nur, ob sie ausreichen. Ged Offenbach bekämpft den Antrag, weil man den Angeklagten erst hören müsse. Emmel- Saarbrücken: Es handelt sich gar nicht um eine Berurtheilung. Rüdt hat mit dem Augenblick aufgehört Parteigenoffe zu sein, wo er erklärt hat, sich den Beschlüssen der Partei nicht zu fügen. Damit schließt die Debatte. Antrag 114 wird mit großer Mehrheit unter Ablehnung aller übrigen Abänderungsanträge angenommen. Rüdt hat danach aufgehört Parteigenosse zu sein. Eine umfangreiche Beschwerde aus Berden gegen den Parteivorstand wird der Neuner- Kommission überwiesen. Damit ist die heutige Tagesordnung erledigt. Zahlreiche Zustimmungsadressen sind eingetroffen. Schluß 7 Uhr. Tokales. Das Duell des Herrn Dr. Leipziger. Eine sehr fomische Geschichte sollte am gestrigen Montag vor sich gehen. Held der Historie ist der vielberühmte Herr Dr. Leipziger, ChefRedakteur des Kleinen Journals", und das Objekt der Affäre sind, wie früher schon, wenn von Herrn Dr. Leipziger in der Deffentlichkeit die Rede war, Prügel. " aufgefaßt wurden. 4 " 5 Jahre nach dem Examen .. 137,50 und Sie übrigen". 125,00 monatliche Diäten erhalten sollten. Hiernach sind nisse damals auch geregelt worden. Sie Verhält Sonderbarerweise jedoch ist es bei der einmaligen Regelung verblieben. Alle Beamten, welche seitdem die oben erwähnten Dienstjahre zurückgelegt haben, sind in ihrer Hoffnung auf Erlangung der resp. höheren Diätenklasse getäuscht worden, denn teiner hat dieselbe erhalten. Es beziehen also nur diejenigen die höheren Säge, welche bei der Regelung vier resp. fünf Jahre nach dem Examen hinter sich hatten. Der Fistus spart fogar die höheren Diätenzahlungen, welche durch die definitive Anstellung der einzelnen Diätare frei werden, da auch ein Aufrücken jährigen Saison emer Umwandelung entgegen. Direktor Adolf Das Adolf Ernst- Theater, sieht nach Ablauf der dies nicht stattfindet. Kunst und Wissenschaft. Wenn man erwägt, daß es sich zum größten Theile um Leute Ernst hat, wie er uns mittheilt, sein Bühnenhaus an Wilhelm handelt, die Ende der zwanziger und Anfangs der dreißiger Basemann, den früheren Direktor des Wallner- Theaters, in Jahre stehen, denen bei ihrem ohnehin schmalen Einkommen die Pacht gegeben. Seinen plötzlichen Entschluß begründet Herr Diätenzuzahlungen vorenthalten werden, so wird man die Bitter- Ernst mit Rücksichten auf den Gesundheitszustand seiner Galtin. feit, die unter diesen Beamten angesichts der ungeheuren Aus- Diese Begründung wird man schwerlich als stichhaltig hinstellen fönnen. In Theaterkreisen weiß man seit langem, daß die ehegaben für Heer und Marine herrscht, wohl begreifen. malige Adolf Ernst- Posse sich überlebt habe. Adolf Ernst, der in Das Reichs Versicherungsamt hatte am lekten Sonn- der Theatergeschichte Berlins trotz der faftigsten Schmeicheleien abend französischen Besuch. Eine Kommission, der die Herren seiner Freunde in der bürgerlichen Presse gewiß nicht die Rolle Prof. Blondel, Senatssekretär de St. Croix, Brouilhet, Quesnel eines Förderers der Kunst spielen wird, mußte es erleben, daß und Julhiet angehören, wohnte den Verhandlungen der ver- feine Spekulationen auf das Banaufenthum von rücksichtsloseren Präsident des Reichs- Versicherungsamtes Dr. Bödiker, unter dessen Berliner Possenbühne auf die Pfade der Tingeltangelei, er schiedenen Senate bei. In ihrer Begleitung befand sich der Nachfolgern noch übertrumpft wurden. Er führte zunächst die Zeitung die Herren einen Rundgang durch die Bureaus, das machte den Ausstattungskram, die Aufzüge kostumirter Damen, Unfallmuseum, die Bibliothek 2c. machten, um alle Einrichtungen die unter hyper- patriotischem Brimborium vor sich zu gehen des Instituts fennen zu lernen. pflegten, zur Hauptfache. Er brachte es darin zu einem gewissen Herr Alfred Bender hat manches Jahr hindurch Ruhm Raffinement; aber schließlich wurden die Sinne des Publikums und Lorbeerkränze im American- Theater erworben, und neben dagegen doch abgeſtumpft. Man wandte sich von Adolf Ernst Herrn Bendix war cr der treue Hüter altberlinischen Wort- ab und jauchzte nunmehr der blanken Tingeltangelei im PoffenWie Herr Hasemann das Adolf Ernstwizzes an der dieser Spezialität geweihten Kunststätte. Wir waren theater entgegen. daher baß erstaunt, als wir urplötzlich von diesem Künstler die Theater zu leiten gedenkt, wissen wir nicht. Den Adolf Grust- Stil, Einladung bekamen, uns das Walhalla Theater anzu der für das Philifterium, das nach den siebziger Jahren entsehen. Gar mancher Leser wird fragen, wo denn dieser Tempel standen war, so ungemein bezeichnend ist, wird er nicht mehr zu erstanden und erst erleichtert mit einem bedeutungsvollen Ah" neuem Leben erwecken können. antworten, wenn ihm erklärt wird, daß das alte Parodie- Theater tätte erforen und tiefsinnig umgetauft worden ist. in der Dranienstraße jetzt von Herrn Bender zur WirkungsWas Stätte erforen und tiefsinnig umgetauft worden ist. der schlagfertige Humorist in dem Prolog, mit dem er Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich, wie aus Sonnabend seinen Musentempel persönlich einweihte, versprochen, Brüssel berichtet wird, am Sonntag Abend zwischen Wavre nämlich es sei Berliner Wizz hier Matador", das hat er für und Ottignies durch den Zusammenstoß einer Lokomotive mit seine Person getreulich gehalten. Nichts konnte drastischer wirken, einem von Reisenden vollbesetzten Zuge. Dabei sind 10 Personen als wenn der Künstler z. B. den dekorirten Herrn Goldstein er getödtet und 40, darunter mehrere schwer, verwundet worden. zählen ließ, daß sein Magen vom letzten Ordensfest her verdorben Hilfe tam alsbald von allen Seiten zur Stelle. sei, weil er mit„ ä Gier" gegessen habe. Aber mit diesen Perlen Zu dem Eisenbahnunglück bei Ottignies wird weiter gemeldet: und allenfalls mit den Künsten der Gesangskomiter Frey und Der frühere Premierminister Beernaert befand sich in dem ersten Rohr war der Wih des Walhalla- Theaters auch vorbei. Was Waggon mit sieben Familienangehörigen. Seine Schwägerin, nachdem kam, nämlich das Ausstattungsstück Weibliche Mai- Frau Mourlon, die Gattin eines bekannten Ingenieurs, wurde fäfer" war, ganz abgesehen von seiner bödsinnigen Militär- auf der Stelle getödtet, Frau Beernaert leicht an der Brust verfrömmigkeit, so ledern anzuschauen, daß selbst das flotte Spiel letzt, der Staatsminister selbst nicht verwundet. Zwei Waggons der ausgezeichneten Soubrette Emmy Hintsche nichts Rechtes aus rannten ineinander. dem Zeug zu gestalten vermochte. Hoffentlich bringt die an Das Unglück stellt sich als viel verhängnißvoller heraus, als gekündigte Juschriftenkomödie„ Die Kameeldame von Berlin" im ersten Augenblick angenommen wurde. Eine Depesche vom haltbaren Ersatz für die verunglückten Maifäfer. Montag Nachmittag meldet: " Dem Privatnachtwächter G., der ein Geschäftshaus 8% am = Vermischtes. Nach jetziger Feststellung beträgt die Zahl der bei dem In dem Kanaerzthale hat sich, wie aus Graz berichtet wird, ein bedeutender Felssturz ereignet; die Straßen find mit Felsstücken bedeckt. Vor einiger Zeit brachte das Kleine Journal" einen Artikel Eine moderne Ehe". In dem Aufsatz waren über eine hiesige Familie allerhand Geschichten ausgepackt worden. Die Familien- der Chausseestraße bewachen soll, ist, wie die„ Deutsche Tages- Eisenbahn- Unglück von Ottignies Getödteten 18; verwundet ſind mitglieder strengten eine Beleidigungsklage gegen das Blatt an und betrauten den Rechtsanwalt Dr. X. hierselbst mit der Ver- Beitung" meldet, in der letzten Nacht, als er übermüdet auf der etwa 100 Personen, darunter etwa 30 schwer, von denen mehrere tretung ihrer Sache. Außer dem verantwortlichen Redakteur wurde Treppe des Hauses eingeschlafen war, seine silberne Remontoir- den Tag nicht überleben werden. Unter den Todten befindet auch noch der Chef des Blattes, Herr Dr. Leipziger, als vermuth- uhr und sein Schafpelz, mit dem er seine Füße bedeckt hatte, sich ein Arzt und ein Vikar, die übrigen sind Kaufleute und licher Verfasser des Artikels verklagt. In dem Klagefchriftfay, gestohlen worden. Der freche Dieb hatte dem Wächter der Nacht andere Bewohner der Umgegend. Die Entstehung des Unglücks der Herrn Dr. Leipziger vom Rechtsanwalt der Kläger zugestellt auch das Schlüffelbund fortgenommen, die Hausthür von der ist folgende: Eine von Ottignies in voller Schnelligkeit dahertommende Lokomotive fuhr im Bahnhofe von Mourtry gegen wurde, sand der Bellagte nun diverse Stellen, die von ihm mit Straße aus abgeschlossen, die Schlüffel von außen stecken lassen einen in Bewegung befindlichen Zug. Drei Wagen fuhren buchmehr oder weniger Recht als schwere Beleidigungen seiner Person und sich so den Rückzug gesichert. Der verschlafene Nachtwächter stäblich einer auf das Dach des andern und zermalmten die Inist natürlich" sofort seines Postens entsetzt worden; wie lange Das erheischte Sühne und zwar blutige Sühne. Herr er tags über beschäftigt ist und ob in seinem Etat überhaupt eine faffen in fürchterlicher Weise. Hilfe wurde unmittelbar von Dr. Leipziger schickte kurzer Hand eines Tages wei Beit zum schlafen festgesetzt steht, wird natürlich nicht gemeldet. Ottignies und Brüssel gesandt; die Aufräumungsarbeiten wurden fogleich eingeleitet. Herren, nämlich den Schriftsteller Stowroeck und den Bei der Sonntagsarbeit in der Druckerci de3,, NeichsRechtsanwalt Merlecker zum Rechtsanwalt Dr. X. Die anzeiger" ereignete fich vorgestern ein tödtlicher Be Herren hatten den Auftrag, von den angeblichen Betriebsunfall. Opfer des Unglücksfalles ist der 37jährige leidiger entweder volle Abbitte zu erzwingen oder Arbeiter Jädicke, der in der Norddeutschen Buchdruckerei in der Ein Sonnabend Nacht in den Bahnhof von 3 ellino( Italien) ihn zum Pistolenduell mit Herrn Dr. Leip- Wilhelmstr. 32 seit zwanzig Jahren dort thätig gewesen ist. Er ziger einzuladen. Herr Dr. X. ging wirklich des Spaßes war Sonntag Morgen 834 Uhr damit beschäftigt, an dem Fahr einfahrender Eisenbahnzug stieß mit einem dort haltenden halber auf die Geschichte ein( und vereinbarte mit den Kartell- stuhl eine kleine Ausbesserung vorzunehmen. Der Fahrstuhl be- Buge zusammen. Hierdurch wurde der Zugführer getödtet und trägern, daß am Montag die Schießerer vor sich gehen sollte. fand sich dabei in der Höhe des dritten Stockwerts. Als sich drei Bahnbedienstete leicht verwundet. Einige Waggons wurden Bis halb zwölf Uhr mittags sollte Bescheid bei Dr.., sein, an nun unversehens eine Schraube löste, sauste er hinunter, während beschädigt. welchem Ort und zu welcher Stunde dieser sich am Nachmittage zum das Gegengewicht ebenso schnell emporstieg. Der Arbeiter, der Schwebebahn zwischen Leipzig und Halle. Die KonDuell einzufinden hätte. Nachdem Herr Dr. X. sein Testament außerhalb des Fahrstuhles gestanden hatte, sah diesem in die tinental- Gesellschaft für elektrische Unternehmungen zu Nürnberg durchgesehen hatte, harrte er in Geduld der Botschaft, die da Tiefe nach. Während er so vornüber gebeugt dastand, schlug im beabsichtigt nämlich, wie die Deutsche Straßen- und Kleinbahn fommen sollte. Es schlug halb zwölf und zwölf; es verrann vierten Stock das Gegengewicht über die Welle, kam herabgesaust Beitung" berichtet, die Errichtung einer elektrischen Schwebenoch eine Stunde in den Nachmittag hinein, aber feine Nachricht und traf Jadide gerade ins Genic, so daß es ihm die Wirbel- bahn zwischen Leipzig und Halle. Diese soll die reichlich 38 Kilotam über den Ort, wo denn endlich der Zweikampf mit tödtlichen fäule zerbrach und ihn auf der Stelle tödtete. Der Todte wurde meter lange Strecke, für welche der Schnellzug jetzt eine Fahrzeit Waffen vor sich gehen sollte. Es blieb dem Geforderten nichts übrig, nach Aufnahme des Thatbestandes einige Stunden später durch von 35 Minuten braucht, in nur 15 bis 20 Minuten durchlaufen. als ohne Duell sein Mittagessen einzunehmen; Herr Dr. Leipziger einen Leichenwagen der Polizei abgeholt. Ob der arme Jädicke Der Betrieb soll zunächst in Einzelwagen erfolgen, die in möglichst hatte offenbar in Erinnerung an die bekannte Ohrfeigenaffäre fich auch, wie am vorigen Sonntag die Arbeiter im„ Bolt", ohne furzen Zwischenräumen, etwa alle 10 Minuten, auf einander folgen. sich das Dichterwort gemerkt, daß Vorsicht namentlich für den Wissen der Unternehmer an die gefährliche Sonntagsarbeit ge- Man will die Bahn vom bayerischen Bahnhof in Leipzig ausgehen Chefredakteur des„ Kleinen Journals" der beffere Theil der macht hat? laffen und über den dortigen Dresdener, Magdeburger und Zapferkeit ist. Thüringer Bahnhof weiter über Möckern und Schkeudig und Auf dem Tanzboden ist in der Nacht zum Montag die Halle führen, wo sie zunächst auf dem Riebeckplate münden und Die 7. städtische Fortbildungsschule für Mädchen 33jährige Berkäuferin Klara Schaller gestorben, die in der dann bis zur neuen Promenade weitergeführt werden soll. Die und Frauen, welche ihr Wintersemester am 9. Oktober beginnt, Friedrichstraße 249 bei Krüger wohnte. Das Mädchen Pläne für die Schwebe- Schnellbahn- Anlage sind von dem Geh. arbeitet seit 13 Jahren. Die Unterrichtsfächer find: Deutsch war in der Porzellanhandlung von König in Der Kommerzienrath Eugen Langen in Köln ausgearbeitet worden. inkl. Schönschreiben, praktisches Rechnen, Buchführung, gewerb- Jerusalemerstraße beschäftigt. Der Pförtner dieses Hauses feierte Als besondere Vorzüge dieser neuen Bahnanlage wegen außer liches Zeichnen, Gefang, Turnen, alle Arbeiten weiblicher Hand gestern Abend bei Zimmermann in der Mohrenstraße seine Hoch ordentliche Betriebssicherheit, Bulässigkeit einer sehr hohen Fahrarbeiten, Maschinenähen, Plätten, Schneidern und Puhmachen. zeit, zu der auch die Schaller mit ihrem Bräutigam eingeladen geschwindigkeit und die außerordentlich einfache Gestaltung der Auch im mündlichen und schriftlichen Gebrauch des Französischen war. Das Mädchen, daß in der letzten Zeit unter mißlichen Weichen hervorgehoben. Wenn sich dieses Projekt verwirklichen und Englischen sowie in der Stenographie wird unterrichtet. persönlichen Verhältnissen litt und sich nicht ernähren konnte, sollte, so würden wir damit in der That vor einer grundstürzenDas Schulgeld beträgt monatlich nur 50 Pf. resp. 1 M. An hatte sich wohl im Essen etwas übernommen, was ihr um so den Umwälzung des Personenverkehrs stehen. meldungen neuer Schülerinnen werden entgegengenommen nach schädlicher wurde, als sie zu fest geschnürt war. Während sie bei mittags von 6 Uhr ab im Amtszimmer der 42. Gemeindeschule, ihrem Bräutigam stand, der Klavier spielte, forderte ein Herr sie Naunynstr. 68, nahe der Adalbertstraße, beim Rektor Zander. zum Tanze auf. Kaum hatten sie eine Runde gemacht, so brach sie zusammen und war eine Leiche. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben ein Ende gemacht. Ans New- York liegen zwei Meldungen über bedeutende Einer dort eingegangenen Meldung aus Unglücksfälle vor. Havana zufolge wurden in dem Ueberschwemmungsgebiete der Provinz Pinar del Rio fünfundvierzig Leichen aufgefunden. Der Schaden beziffert sich auf Millionen. Die Eisenbahnen haben start gelitten. Dak die Dummheit mit Geld vertilgt werden kann, hat bislang auf den ersten Blick für ziemlich unwahrscheinlich gegolten. Eine Anzeige, die sich im Inseratentheil der bürgerlichen Mit schweren Verlegungen am Kopf wurde Sonntag Blätter findet, belehrt den Laien jedoch, daß es bei genügend Abend eine unbekannte Frau in das städtische Krankenhaus Moabit In Lorain am Griesee in Ohio brach während der GrundAsche möglich ist, aus dem dümmsten und trägsten Esel binnen eingeliefert. Die etwa 30jährige Tame wollte in der Nähe des steinlegung einer Kirche eine Tribüne zusammen, auf welcher sich ganz furzer Zeit einen grundgescheidten Kerl zu machen. Kriminalgerichtes von einem Pferdebahnwagen, der sich in voller gegen 1000 Zuschauer befanden. 5 Personen sollen dabei zu Tode Ein kluger Mann in einem westlichen Vororte sub T. G. 296 Fahrt befand, absteigen, stürzte dabei zu Boden und wurde von gekommen sein, viele sollen verletzt sein, davon 11 tödtlich. Auch an die„ Boff. 3tg."" preist seine Kunst, die Dummheit zu heilen, einer nachfolgenden Droschfe, deren Führer in der Dunkelheit die bei der durch den Unfall entstandenen Panik sollen einige Perin folgendem Inserat an: Söhne wohlhabender Eltern, die durchaus die durchaus auf dem Fahrdamm Liegende nicht sehen konnte, überfahren. Die fonen ihren Tod gefunden haben. feine Aussicht haben, auf der Schule fortzukommen, Bewußtlose wurde sofort nach dem nächstliegenden obenerwähnten und wegen zu hohen Alters selbst befürchten müssen, das Krankenhause geschafft. auch 9 Briefkasten der Redaktion. Zwei Streitende. Die Leiche wird mit dem Sarge ver brannt. Hoffnung. Die Stadtbahn, welche 1882 dem Verkehr übergeben wurde, ist 14,3 Kilometer lang und hat etwa 75 Millionen Mark gekostet. W. H. Wien XVII. Wir bedauern, auf Ihr Anerbieten nicht eingehen zu können, da wir mit Berichten aus Wien versorgt find. Die Sammelliste Nr. 2556 für die Essener Ver. Einj. Freiw. 3eugniß nicht mehr zu erhalten, über- Durch Ueberfahren wurde am Sonnabend an der Ecke nimmt ein Dr. phil. in einem Jahre 2--3 Klassen höher zu der Zimmer- und Friedrichstraße die Frau des Pförtners bringen. E3 ist mir bisher gelungen einen jeden, Lipensky aus der Zimmerstraße 13 schwer verletzt. Die 50 Jahre den unbegabtesten, wenigstens bis Prima alte Frau tam, als sie den Fahrdamm der Friedrichstraße übervorzubereiten. Während meiner langjährigen schreiten wollte, auf dem Asphalt zu Falle und gerieth so unter Thätigkeit habe ich noch einen Mißerfolg aufzuweisen; so eine Droschte 2. Klasse, ohne daß dem Kutscher eine Schuld haben jetzt alle vier 3öglinge, die für die Prima angemeldet trifft. Sie wurde, namentlich am Knie, bedeutend verletzt und waren, das Examen glänzend bestanden. Zahlreiche mußte mit einer Droschke in ein Krankenhaus gebracht werden. Empfehlungen aus den ersten Kreisen sowie Referenzen von Nach Veruntreuung einer größeren Geldsumme ist seit Gymnasial- Direktoren." Diese Anzeige wird die begehrliche Arbeiterschaft hoffentlich dem 5. d. M. der 22jährige Buchhalter Karl Fischer verschwunden, urtheilten ist in Berluft gerathen. Wir bitten, dieselbe bei schlagend davon überzeugen, daß die heutige Weltordnung dem der in der Kunstschlosserei von A. Kahlberg in der Manteuffel- uns abgeben zu wollen. W. B. Ein Paar sind zwei zusammengehörige Dinge. Reichthum auf jeden Fall auch eine geistige Ueberlegenheit straße 87 im Romtor angestellt war. fichert. Polizeibericht. Am 5. d. M. vormittags gerieth in der J. Schultheiß, Ludwigshafen. Wenden Sie sich in der Zur Lage der Justizaktuare im Bezirk des Kammer- Friedrichstraße eine Frau unter die Räder einer Droschke und Sache an den Rechtsanwalt Marcuse zu Breslau, gerichts erhalten wir folgende Buschrift: Wie bekannt, ist es seit erlitt schwere Verletzungen am Kopfe. Abends wurde in der Hummerei Nr. 1. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 235. Gerichts- Beitung. er Dienstag, den 8. Oktober 1895. Die 1 12. Jahrg. Die Resolution wurde einstimmig angenommen; es soll in den Versammlungen der einzelnen Berufe diese Frage noch weiterhin erörtert werden. Vereins- Bersammlung. Tagesordnung: Geschäftliches, Angelegenheiten der stunde bei Streit, Naunynſtr. 86. straße 18. Werner. 1 Straße 33. Freiheit II, Adlershof, Wöllstein's Lustgarten. Myrthenblätter, Brenzlauer Allee 6 bet Stein. Ihn'scher Humor Männer Gesangverein orbeertranz II Unverzagt II, Lessings Blumenstraße 32 bei Reich. ( 79), Oranienstraße Nr. 190 bei Schaye. die Ausgabe betrug 1299,45 M., so daß ein Bestand von 1702,67 M. Abort; die Arbeiter sind genöthigt, die umberliegenden Felder verblieb. Die Richtigkeit der Abrechnung wurde von den Revisoren aufzusuchen. Aus Hamburg wird uns vom Sonnabend geschrieben: bestätigt, der Vertrauensmann Buchmann entlastet. Die Neuwahl Stehr betont, daß es den am Bahnbau bei der Station Ein Aufsehen erregender Bankprozeß wurde heute unter Vorsitz des Vertrauensmannes, die ausnahmsweise durch Stimmzettel Grunewald beschäftigten Arbeitern hinsichtlich des letzten Punktes des Landgerichts- Direktors Dr. Föhring vor der Strafkammer I erfolgte, ergab die Wiederwahl Buchmann's. Nachdem die Ver- nicht besser ergeht; bei staatlichen und Gemeindebauten seien die des hiesigen Landgerichts verhandelt. Angeklagt sind die früheren fammlung noch die Wahl der Revisoren vollzogen hatte, erörterte gleichen Mängel wie bei denen, welche von dem profitwüthigsten Direttoren der Hamburger Matlerbaut Julius Cohn gen. Würz- sie die Frage der Aufhebung der 10 Pf.- Kasse. Diese Kasse ist Unternehmer ausgeführt werden, anzutreffen. burg und Siegmund Heckscher, und zwar wegen Untreue und eine Einrichtung der Immung. Diese zieht den Gesellen pro Verschleierung des Vermögensstandes der Bank. Die Makler- Monat 10 Pf. vom Lohne ab, wofür die in Krankenkassen aus bank ist eine Aktiengesellschaft, die vorzugsweise durch ihren gesteuerten eine Extraunterstützung bekommen. Seit dem Monat Eintritt als Mitkontrahentin oder durch Uebernahme der Garantie Juni find indessen keine Beiträge mehr erhoben worden. Die Arbeiter- Bildungsschule. Während der Ferien vom 1. bis intl. 15. Ofdie Erfüllung von Fondsgeschäften zu sichern bezweckt. Auf das Stasse soll nun ganz eingehen, nachdem seitens der Innung tober fällt der Unterricht in beiden Schulen aus. Die Bibliotheken und LeseAttienkapital von 3 Millionen Mark waren im Jahre 1894 eine bereits die Herberge gekündigt worden ist. Die Kasse hat simmer sind jedoch allabendlich von 7%-10% Uhr geöffnet. Dieselben befinden fich Waldemarstr. 14 und Müllerstr. 179a. Million zweimalhunderttausend Mark eingezahlt. Nach einem jetzt einen Bestand von ungefähr 980 M., wozu die Bildhauer. Dienstag, den 8. Oftober, abends 9 Uhr, Annenstraße 16: vom Aufsichtsrath aufgestellten Regulativ hat jeder mit der Bank Meister monatlich 10 Pf. beigetragen haben. Die Versammlung Modelleure und Gipsbildhauer, Streit der Steinbildhauer, Verschiedenes. arbeitende Makler eine der Bestimmung der beiden Direktoren erachtete es für zweckmäßig, einen Ersatz für diese Kasse zu Theater- Verein Tata- Toto. Dienstag, den 8. Ottober, Bersammlung. der Bank überlassene Sicherheit in Effekten oder durch Bürgschaffen und zwar seitens der Organisation. Eine Kommission Arbeiter- Bither- Verein. Jeden Dienstag Abend regelmäßige lebungsschaft zu stellen. Außer in dem erwähnten Regulativ waren die wurde mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Planes bebeiden Direktoren auch durch mündliche Instruktion des Aufsichts- auftragt. Im Bonentarif" Verein für Eisenbahnreform, wird am Donners raths auf das bestimmteste angewiesen, den mit der Bank ver- Bildhauer Winkler berichtete sodann über den Streit tag, ben 10. Oftober, abends 8½ Uhr, im Leipziger Garten, Leipzigerfir. 132, ,, Die Unhaltbarkeit des Berliner Fünfstationen- Tarifs" besprochen werden. fehrenden Maklern nur bis zur Höhe der von denselben gestellten der Steinbildhauer. Von den Streikenden sind 55 ab- Bezirksverein ,, Moabit" des Berliner Sentralvereins für StenoSicherheit Kredite zu gewähren. Dieser Bestimmung entgegen gereift, zu unterstützen bleiben 90. Entgegen einem gefaßten Be- graphie. Dienstag, den 8. Oftober, abends 8% Uhr: Beginn eines unentgeltlichen Unterrichtskursus in der Stenotachygraphie. Vortrag des haben die Angeklagten jedoch einer großen Anzahl von Maklern schlusse haben bei der Firma Zeidler 2 Polure, Brasche und Ott, Barlaments stenographen J. Dahms über das Wesen und die Bedeutung der ungedeckte Kredite gewährt, und zwar dem Maller Joseph Ballin und ein Bildhauer, Eduard Klein, selbständig Arbeit Stenographie. für 470 119 M., Makler Jacobsohn für 100 000 M., Makler übernommen. haben sich mit den Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, Löwenberg für 423 558,20 W., Waffer Camter für reichlich Streikenden, solidarisch erklärt. Die Innungsfirmen Mißing den 8. Ottober, abends sy lby, im Reſtaurant Shi 8% Uhr, Stühler, Neue Grünstr. 38: 29 000 M., insgesammt ungefährt für 1 Million Mark. Im und Schleicher haben ihre Bewilligung zurückgezogen. Geselliger Verein Frohsinn". Dienstag, den 8. Ottober, abends Dezember 1894 fahen die Direktoren ein, daß ihnen die Die zwei bei Mitzing beschäftigten Arbeiter haben sich den Uhr, Brunnenstraße 89, bei Schlez: Sizung mit Damen. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Dienstag: Guta Geschichte über dem Kopf zusammenschlug. Sie gingen deshalb Streifenden angeschlossen, von den zwei bei Schleicher beschäftigten gesinnte Freunde, Georgenfirchstr. 65 bei Spät. Angler= zu dem Bankier Warburg, einem Aufsichtsrathsmitgliede der ist einer bis jetzt entlassen worden. Auf den Ausgang des Streits auch flub I, Stallschreiberstr. 10 bei Zenz. Rauchklub Eldorado, Rauchttub„ Grüne Giche", Gräfe Bank und meldeten ihm, daß sie den Aufsichtsrath schon seit ist das ohne Einfluß. Wie mitgetheilt wurde, sollen an der 8% Uhr bei Gaier, Pallisadenstr. 66. - Rauchtlub Deutsche Flagge", Wrangelstr. 32 bet Butas. einer langen Zeit hintergangen hätten. Eine von einem beeideten Schöneberger Kirche Steinmeyen Bildhauerarbeiten ausführen, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender: Ad. NeuBücherrevisor vorgenommene Revision ergab dann, daß die was streng gerügt wurde und untersucht werden soll. Um mann, Pafewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten Lage der Bank eine äußerst ungünstige war. Die Bank war derartigen Vorkommnissen vorzubeugen, sollen die organisirten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Steinetche durch die Unrechtfertigkeiten der Direktoren um 1 134 937 M. Steinmege, die wegen Verweigerung der Anfertigung von Bild-( Böttcher), Neue Friedrich fir. 20 bei steller. Senefelder, Rosenthalers 74 Pf., also um nahezu das gesammte eingezahlte Attienkapital bauerarbeit gemaßregelt werden, unterstützt werden, und zwar straße 57 bei Wernau. Gerechtigkeit Westen, Bülowstraße 59 bet Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstraße 58. geschädigt. Die Motive der Angeklagten für ihre Handlungs- die Ledigen mit 3 M., die Verheiratheten mit 4 M. pro Tag. Echo II, Linienstraße 19 bei Neumann. Schildhorn, usedont weise waren die, daß sie die Bank in einen scheinbaren Flor Wie angeführt wurde, zirkulirt die schwarze Liste" der Herren bringen wollten. Während in Wirklichkeit das Vermögen der Meister, die die Namen der Streikenden enthält, in allen GeIm ganzen arbeiten in Berlin nur Attionäre schon seit geraumer Zeit verloren war, bewilligten sie schäften Deutschlands. instruktionswidrig den Maklern bedeutende Kredite und 5 Mann. 13 fraße 28 bei Roch. Eängerchor der Töpfer, Neute Friedrichstr. 44 möglichten denselben dadurch, große Geschäfte zu machen b. Röllig.- Arbeiter Gesangverein Arbeiter- Maibund, Nowawes b. Potsvon denen die Bank, einerlei wie sie ausschlugen, dann Nixdorf. Die verschiedenen Branchen der Bau Industrie bam, allfir. 55 b. Gärtner. Freies died, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstraße 11 bei Heinecke. Männerchor Nord- Ost, Landsberger Allee 152 bet ihre Garantiepointe bezog. Hierdurch brachten es bie( Maurer, Zimmerer, Töpfer, Maler, Dachdecker, Stuckateure 2c.) Göbel. Gesangverein Rothe Melte II, Ruppiner- u. SchönholzerstraßenAngeklagten dahin, daß die in Wirklichkeit halbruinirte Bant, hielten am Sonntag in den Viktoriasälen" eine öffentliche Ver- de. Alte Linde, Admiralstr. 21 bei Schnteber. Arbeiter- Gesango. die mit großem Verlust arbeitete, immer noch eine Dividende von sammlung ab, die sich mit den Mißständen im Bau- Borwärts III, Rathenow, Restaurant zur Erholung" bet Friefecte. Alpenglockte, Große Frankfurterstraße Nr. 33 bet Gold. 10 pet. zahlen konnte. Von diesem scheinbaren Verdienste be- berufe befaßte. Referent war Zimmerer Stehr, der sich sich en franz, Brenzlau, Stettinerjiraße, Kaisergarten". Einig zogen Cohn und Heckscher nicht nur eine Tantième von seiner Aufgabe zur Zufriedenheit aller Anwesenden ent- teit II, Weinstraße Nr. 11 bei Feind. Weddinger Harmonie, Vorwärts VIII, Marwin i. b. Mart, 21/2 pCt., sondern auch ihr Gehalt von je 15 000 m. jährlich. ledigte. Er erwähnte, daß sich auf Veranlassung der in Reinickendorferfir 2a bei Schulz. bei W. Mölte. Wach' auf, Pantow, Wollantstr. 122 bet Klemens. Ihre schwindelhaften Manipulationen haben hauptsächlich darin Hamburg domizilirten Kommission zwecks Erforschung und Be Concordia, Eimeonftr. 23 bei A. Flict. Frete Sänger III, Seegerbestanden, daß sie allerhand Schiebungen vornahmen. Eigene feitigung der Mißstände auf den Bauten eine Subkommission in mühle bei Gberswalde. Gesangverein Acacie( gemischter Chor), BeugWilmersdorfer Liedertafel, DeutschEngagements und solche verschiedener Makler ließen sie auf den Berlin gebildet hat, der es gelungen ist, auf 368 Bauplägen in boffir. 8 bei Behlendorf. Gesangverein Arion, Wittenberge, Thurmstraße 23, Namen anderer durchhalten und wickelten dieselben nicht ab, und um Berlin Erhebungen anzustellen. Das Material wird Wilmersdorf, Bad. Bentralhalle. Wacht auf I, Wörther und Nytestraßen Ecke trozdem dieselben fortwährend Verluste brachten. Von den Auf dem Publikum in kurzer Zeit ausführlich zur Kenntniß gebracht Harmonie III, Mirtorf, Bergstr. 142 bei Schimtäse. Sangestuft. sichtsräthen scheint niemand von den Manipulationen der An- werden; es ist derart belastend für die Unternehmer, Butbuferstr. 30 bet Reimann. Alpenglühen, Manteuffelftr. 9 bet Nowack, - Edelweiß I, Melchiorstr. 15 bei Stehmann.- Waldtapelle, Neichen, Ter Redner geklagten gewußt zu haben, denn, wie durch die Beweiserhebung wie es kaum für möglich gehalten wurde. bergerstr. 16 bei Hoffmann. Gesangv. Myrthe, Alte Jakobstr. 68 bei Dieffenfestgestellt wird, sind bei der Revision der Schuldkonten durch macht im weiteren Verlauf seiner Auslassungen einige bach. Gesangverein Kreuzberg, Echönleinstr. 6 bei seraat.- Gesangverein Gefang den Aufsichtsrath wegen der ausgedehnten Geschäfte der Bank Angaben, die das illustriren. Auf 16 Bauten fand Der Enterbten, Swinemünderftr. 55, bet Franz Schmidt. ftets nur Stichproben vorgenommen und durch den Zufall hat man man teine, auch noch so primitiv eingerichtete Baubude. verein Deutsche Liedertafel, Blumenstr. 38 bet Wiedemann. niemals eins der regulativwidrigen Konten zu Gesicht bekommen. Der Mehrfach war der Abort direkt neben der Baubude oder in der Gefangverein Frohsinn 1, Nummelsburg, Göthestraße, Ede Kantpraße Gefangverein Metallarbeiter Osten, Blumenstr. 46 erste Buchhalter der Bank, Wrede, der die Eintragungen in die selben. An manchen Stellen war der Abort nach allen bei Tomaschat. Arbeiter Gesangverein Olympia, Adalbertstr. 8 bet Cauermann. Seiten offen Bücher vorgenommen hat, will, wie er bezeugt, angenommen Gefangverein Abendroth, Deutsch Wilmersdorf, Berden Blicken der umwohnenden Hausinsassen linerstraße 40 Boltsgarten". Wilmersdorfer Liedertafel, haben, daß der Aufsichtsrath mit den eigenen Spekulationen und preisgegeben; öfters auch im Keller, wo eine Grube für die Aufnahme Badenfchestr. 18 bei Stabinsky. Deutscher Männersang, BelKornblume, Große Frankfurterstraße 133 den Kreditüberschreitungen der Direktoren einverstanden gewesen der menschlichen Extremente bestimmt ist. Meist wird diese Grube, forterstr. 15 bei Schneider. bei Gold. Handschuhmacher- Gesangverein Arion III, Brandenburg a. H., fei. Die Angeklagten bekennen sich schuldig, erklären aber, sie wenn sie dem Bedürfniß genügt hat, nicht geleert, sondern einfach zuHauptstraße, Wintel's Salon. Männer- Gesangverein Adlershof in hätten nicht anders handeln können, um die in Frage kommenden geschüttet; die Bewohner dieses Kellerraumes haben dann unter Adlershof, Grünauer Chauffeeſtraße bei Schubert. Makler der Bank und damit diese selbst zu halten. Die Ver- dem pestilenzartigen Gestank lange, zu leiden. Bei 68 Bauten Friedenau, im Kurhaus, Ring- und Rheinfir.- Gde. – Gefangy. B öfterGefangverein Freiheit III in theidigung der Angeklagten, die sich seit Dezember v. I. in Haft fehlten Schußdächer, wie überhaupt genügende Echuk- frühling, Echüßenfr. 33 bei Otto. Weißensee, König- Chauffee 38 bei Pfeifenmüller. Freter Sängerchor Alt= befinden, führt Rechtsanwalt Dr. R. 2. Oppenheimer. vorrichtungen felten angetroffen würden. Die Gerüste im innern tienide, Köpenickerstr. bet Karl Witte. Bau waren gleichfalls äußerst mangelhaft und den gesetzlichen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und gegend Bestimmungen widersprechend. Auf einer Reihe von Bauten Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an. Gent Dresdenerftr. 107/108. Dienstag. Mufitverein Hoffnung, Görlitzerstr. 63 bet suchte man vergebens die gedruckten Unfallverhütungsvorschriften. Meter. Musikverein Münstermann, Hochstr. 32a bei Schmidt. Ber= Der Referent besprach in eingehender Weise, wie eine Nenderung Theatergesellschaft iberté, Reichenbergerfir. 54 bei Schafter. dieser mißlichen Verhältnisse herbeigeführt werden könne und anügungsverein Nordwacht, Perlebergerstr. 28 bei Hermerschmidt. Theatergesellschaft 8ielbewußt, Frankfurterfir. 133 bei Gold. Berein für sching den Anwesenden folgende Resolution zur Annahme vor: voltsthümliche Kunst, Blumenstr. 32 bei Reich. Theaterverein Der falscheidige Reserve- Offizier. Großes Aufsehen macht Theaterverein Die Versammlung der Bauhandwerker von Rigdorf er reier Wille, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. in der ganzen Pfalz eine Affäre, die dieser Tage vor dem flärt, daß die deutsche Reichsregierung und der Reichstag verpflichtet untere Geister Brunnenſtr. 62 bet Raschte. Schwurgericht in 3 weibrücken ihren Abschluß fand. Auf sind, im Interesse der baugewerblichen Arbeiter eine Ausgestaltung Unter uns, Beusselsir. 66 bei Fischer. Gesang-. Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gesangs der Anklagebank saß der 28 Jahre alte Gutsbesitzer und des Unfallversicherungswesens nach Maßgabe folgender Forderungen verein Gangestreue, abends von 8-10% Uhr bei Proz, Annenſtr. 9. Gefang Reserve Offizier Karl Wolf aus Mußbach, einer reichen durchzuführen: 1. Aufhebung der jetzigen, absolut zweckwidrigen Musikverein„ Frisch auf Steichenbergerfit. 24 bet auf Familie entstammend, dem zur Last liegt, im Frühjahr dieses Organisation der Unfallverhütung und der Feststellung durch die Annenstraße 16 bet Bergner, früh. Ehrenberg.- Theaterverein Tata Loto, verein Anafreon, abends von 9-11 Uhr imBoutsenstädtischen Klubhaus, Jahres vor dem Landgerichtsrath und Untersuchungsrichter Berufsgenossenschaften; 2. Einführung einer obligatorischen, durch Sigung abends 9 Uhr, bet W. Achsel, Prenzlauer Allee 224. Kanyler in Neustadt auf dem Rathhause dadurch einen Meine id das Gesetz ausdrücklich vorgeschriebenen und zu regelnden Unfall bei W. Richter, Bülowstr. 65 am Dennewitz- Play. Arbeiter Sithertlub Freiheitstiänge, abends von 8 bis 11 Uhr Bithertlub Ipen= geleistet zu haben, daß er wider besseres Wissen beschwor, er habe verhütung; 3. in Verbindung damit Einführung der obliga- gruß, abends 9 Uhr in den Oranienballen, Oranienſtr. 51. Theaters in der Wirthschaft von Grünenbaum, nördlich des Gesellschafts- torischen und regelmäßigen Ueberwachung und Kontrolle verein Freundestrets um 9 Uhr bei Raporte, Solmsstraße 1. hauses Neustadt nichts Unfittliches bemerkt, auch selbst nichts sämmtlicher Baubetriebe durch aus öffentlichen Mitteln Gäste willkommen. Bergnügungsverein Gemüthlichkeit, abends Derartiges gethan. Diesen Eid leistete er 9 Uhr, Langestraße 24 beim Gastwirth Jeratsch. Gäfte willkommen. in einer Bor besoldende, mit entsprechenden Befugnissen ausgestattete und Berliner Dilettantenbühne Rheingold II, abends 10 Uhr im untersuchung, welche damals gegen die betreffenden Wirthsleute wie die Fabrikinspektoren Gefelliger von Unternehmerthum unabhängige Borstädtischen Kasino, Aderfiraße 144, nebst Fidelitas. wegen Ruppelei eingeleitet worden war. Die Deffentlichkeit Beamte. Mindestens die Hälfte dieser Beamten ist( nach gesetzlich verein Brüderschaft Berlin Nord- West, Berlebergerein' ret= war während der Verhandlung ausgeschlossen. Die Geschworenen vorzuschreibendem Modus, welcher jede Beeinflussung durch Unter- laurant Dittmann, abends 9 Uhr, darauf Fidelitas.- Tambourverein Fretverneinten die Frage nach meineid, bejahten aber die Frage nehmer unmöglich macht) vom der baugewerblichen Arbeiterschaft Stattub schlechte arte", abends von nach fahrlässigem Falscheid. Dementsprechend ver- in freier Wahl zu ernennen, während die übrigen von den zu Schlesischestraße 38. Gäfte willkommen. urtheillte das Gericht, der Pf. Presse" zufolge, den Angeklagten ständigen Behörden zu bestimmen sind; jedoch mit der Maßgabe, zu dem Strafmaximum von einem Jahre Gefängniß daß die Ueberwachung und Kontrolle sowie die Feststellung der unter Anrechnung der Untersuchungshaft in der Dauer von drei Ursachen und Folgen des Unfalles von beiden Beamtenkategorien Monaten. gemeinsam ausgeübt wird." Der Staatsanwalt beantragte, wie wir bereits meldenten, gegen Cohn und Heckscher je drei Jahre Gefängniß und 1500 MM. Geldftrafe oder noch 150 Tage Gefängniß und fünf Jahre Ehrverlust. Erkannt wurde für jeden auf zwei Jahre Gefängniß und 3000 M. Geldstrafe oder weitere 200 Tage Gefängniß. Versammlungen. " 1 311 In der Diskussion tam zur Sprache, daß die Unternehmerkreise ständig die Mär verbreiten, die Arbeiter erleiden freiwillig(!) Unfälle, um in den Besitz der„ Rente" zu gelangen und daß die Steinarbeiter. Mit der Abrechnung und der Neuwahl des polizeilichen Vorschriften, betreffend die Koaksfeuerung auf Vertrauensmannes beschäftigte sich am 6. Oftober eine öffentliche Bauten, vielfach nicht innegehalten werden. Für die Resolution Versammlung der Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Dem traten ein Töpfer Pannide, Hennoch, Bothmig, Holz Berichte zufolge sind bisher auf den von der Bildhauer- und A. Lange, der letztere führte aus, daß für die Arbeiter, Kommission ausgegebenen Sammellisten 335,05 M., auf eigenen welche bei der Kanalisation in Rixdorf beschäftigt sind, gleich Listen 306,50 M. eingegangen. Die Gesammt- Einnahme belief falls eine Baubude vorhanden ist; die Kleider müssen in sich in der Zeit vom 1. Juli bis 5. Oktober d. J. auf 3002,12 m., leeren Zementtonnen aufbewahrt werden. Ebenso fehlt der Freiwillige Versteigerung. B. Günzel, Lothringerstraße 52. Spezialität: Porträts sozialistischer Führer, Wegen Todesfall werde ich am Lassalle, Mary 2c. in Cigarrenspißen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten Mittwoch, den 9. Ottober, vormittags Bildern u. dgl. sowie jede Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preiskourant. 10 Uhr, auf dem Grundstück Scharnstraße 4, die Werkzeuge eines Gelbgießerei- u. Gürtlergeschäfts, darunter: Max Richter, Berlin O., Grüner Weg 65, Hof I. De Vereins- Geschäft. E 3 Drehbänke, 1 Schleifanlage, fünf Bilder und Büsten( Mary, Lassalle 61/2 cm hoch) nebst Bildereinrahmung. Schraubstöcke, 1 Schnitt, 1 Posten Saaldekorationen, Stocklaternen, Knallbonbons 2c. Solideste Preise. 3315L* Modelle für Thür- und Fensterbeschläge, mehrere Dutzend Formtasten, 1 Posten diverser vorräthiger Waaren, 1 Dezimalwage, 1 Handwagen u. verschiedene andere Sachen öffentlich meistbietend gegen sofortige 33902* Baarzahlung versteigern. Potsdam, den 2. Oktober 1895. Kohlbach. Gerichtsvollzieher in Potsdam. Achtung! 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SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Friedrichstr. 165. ! Salambo? Friedrich Karl- Ufer. Dienstag, den 8. Oktober, abends 8 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung. Freunden und Bekannten hiermit zur Nachricht, daß unser Kollege Paul Hähnel am Freitag, den 4. Oktober, gestorben Danksagung. Reichenhalle des Kirchhofes Dorf lieben Mannes sage ich allen Freunden Reinickendorf aus fiatt. 622b Die Arbeiter der Bechstein'schen Hof- Pianofortefabrik. Für die vielen Beweise herzlicher ift. Die Beerdigung findet Dienstag, Theilnahme sowie die zahlreichen Kranzden 8. Oktober, nachm. 5 Uhr, von der spenden bei der Beerdigung meines und Bekannten, besonders den Mitgliedern des Sozialdemokr. Wahlvereins für d. 6. Reichst.- Wahlkreis, den Kollegen der Allgemeinen Elektrizitätswerke, den Mitgliedern des Metallarbeiter Verbandes, dem Gesangverein, Epheu", den Kollegen der Gummifabrit G. Schwanit u. Co., sowie dem Gefangverein, Deutsche Linde" für den schönen Gesang meinen 629b aufrichtigen Dant. Für die rege Theilnahme und Kranz spenden beim Begräbniß meines lieben Mannes, des Schlossers Chr. Brüffle, sage ich meinen besten Dant, nament. lich dem Herrn Chef, sowie den Herren Kollegen der Firma Leander und der Firma Nielboock u. Hees. 625b Helene Brüstle. Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß wir infolge der liebenswürdigen Behandlung unseres Generalpächters, des Restaurateurs C. Wanzlick, Görligerstraße 35, leichten Herzens von unserer Kolonie, Lohmühlenstraße 18-22, scheiden. 626b Pflanzer- Verein ,, Süd- Ost." = Die trauernde Wittwe A. Kretschmar. Kranken- und Sterbe- Unterstüzungskasse der Berliner Hausdiener. Nachruf. Am Donnerstag verstarb unser lang jähriges Mitglied Gustav Dempwolff. Ehre seinem Andenken! Berlin, den 7. Oftober 1895. Der Vorstand. 623b Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. I M., wird abgeholt. 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Oktober 1895, mittelst Sonderzuges mit meiner Gesellschaft von Hamburg hier eintreffen und meine diesmalige Saison am 12. Oktober, abends 72 Uhr, mit einer Elite- Vorstellung eröffnen werde. Das Programm derselben weist die ersten Koryphäen der modernen Reitkunst, unübertroffenen Pferdedressur u. s. w., sowie ein weiteres KünstlerKontingent allerersten Ranges und der verschiedensten Fächer auf. Besonders zu beachten sind die Schulreiter: Mr. James Filles, Mons. G. Gaberel, Herr Ritter von Renroff; die Schulreiterinnen: Miss Rita del Erido, Mlle. Dudley, Frau Robert Renz, Frl. 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Kommunalwähler- Versammlung am Mittwoch, den 9. Oktober, in Henke's Lokal( Renz), Naunynstr. 26. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent Stadtverordneter Bernhard Bruns. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten für den 13. und 15. Kommunal- Wahlbezirk. 4. Wahl zweier Komitees. Die Vertrauenspersonen. Achtung, Goldschmiede Berlins! Mittwoch, den 9. Oktober, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung " 20, abiki. 39, F. Barth. Alexandrinenstr. 35, Lahn. 116, Arnhol3. bolfftr. 5, Drescher. " 9, Rusch. 12a, Willud. Albrechtstr. 4, Bähmann. Arndtstr. 26, Schmidt. Rürassierstr. 4, Neumann, Langestr. 11, A. Kothe. " 56, Schunke. 96, W. Palleit. Laufigerstr. 20, Röhle. " 38, Behliz. Lessingstr. 32, Barth. Linienstr. 65, Geigalz. " 68, Greiffenberg. 111, Lieser. Lindenstraße, Martth., Stand 236/237, Scherzer. Andreas- Markthalle, Stand 46, R ei- Liebenwalderstr. 50, Schönfelder. mann. Bandelstr. 20, Nicola. Barnimstr. 3, Hof part., Rahner, liefert frei Haus. 46, Lange. Belforterstr. 6, Pethold. 17, Fleischmann. Belle- Alliancestr. 88, Böttcher. Besselstr. 4, Steinbiß. Beuffelstr. 29, H. Kabeliz. 52, H. Koschinsky. 58, F. Teßmann. " " Biesenthalerstr. 17, D. Tanzti, liefert frei Haus. Blankenfeldestr. 5, Jurt. Boyenstr. 9, J. Kroll. sämmtlicher in der Gold- und Silberwaaren- Industrie Bremerstr. 62, 2in neden, liefert beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in Cohn's Festsälen, Beuthstraße Nr. 20. Zages Ordnung: 1. Besprechung und Beschlußfassung über ev. aufzustellende Forderungen. 2. Gewerkschaftliches. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen. Die Neuner- Kommission. 71 Sattler! Mittwoch, den 9. Oktober, abends 8 Uhr, bei Herrn Brochnow, Sebastianstraße 39: frei Haus. Brunnenstr. 61, Gebert. " " 93, Körner. 165, Jung. Buchholzerstr. 6, Stenigt. Brizerstr. 38, H. Meyer. Büschingstr. 15, Kernchen. Brandenburgstr. 11, uhm. Christinenstr. 6, Schirmacher. 35, Griepen trog. Göslinerstr. 11, H. Knorr. Colbergerstr. 28, Müller. Cuvrystr. 32, Wesch. Danzigerstr. 97, Fischer. Demminerstr. 51, März. Große öffentliche Versammlung. Dennewigstr. 4, 3. malide. Zages Ordnung: 1. Die Antwort der Fabrikanten betreffs der deutschen Militärarbeit. 2. Verschiedenes. Die Agitationskommission. J. A.: Bruno Pörsch, Rixdorf, Steinmeßstraße 24. Orts- Krankenkaffe Dessauerstr. 37, Hilliges. Diedenhofenerstr. 4, Blantenburg. Dieffenbachstr. 29, 3iesete, liefert frei Haus. für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. l. 11, ped Nach§§ 44 und 45 des Kassenstatuts besteht die Generalversammlung aus Vertretern der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber derart, daß die Wahl derselben in Abtheilungen erfolgt. Es bilden die Mitglieder der ersten und der zweiten Klasse je eine Abtheilung. Die Kaffenmitglieder haben die Vertreter aus ihrer Mitte zu wählen, während die zu Beiträgen verpflichteten Arbeitgeber auch Geschäftsführer oder Betriebsbeamte zu Vertretern wählen können. Die Zahl der zu wählenden Vertreter ist nach Feststellung des Mit gliederstandes folgende: Es sind zu wählen pro 1895/96 in der ersten Klasse( männliche Mitglieder über 16 Jahre) 214 Vertreter, zweiten von den Arbeitgebern "" " ( weibliche O " 47 " " " " 128 . " Der Vorstand ladet zur Vornahme der Wahl der Delegirten die Mitglieder der ersten Klasse auf Sonntag, den 20. Oftbr. c., vormittags 10 Uhr, nach dem Luisenstädt. Concerthaus, Alte Jakobstraße 37, die Mitglieder der zweiten Klasse auf 69, J. Schilt. Dresdenerstr. 105, ähnelt. Dunckerstr. 8, Hilger. Elbingerstr. 10, 3euge. Falckensteinstr. 29, C. Scholz. Feldstr. Specht. Fehrbellinerstr. 36, Liesegang. 49, Deichmann. Fidicinstr. 16, Burisch. Forsterstr. 17, Hinsch. 21, Böttcher. Franseckistr. 25, M in ch. Frankfurter Allee 103, abian. Friedenstr. 80, Klingbeil. Friedrichsbergerstr. 24, Bernhagen. Fürstenbergerstr. 13, Müller. Fürstenwalderstr. 6, Rintisch. Gartenstr. 43, Schade. Gerichtstr. 5, Krause. Georgenkirchstr. 3, Gollèe. 14, Vogler. Gitschinerstr. 81, Minnemann. Gozkowskystr. 36, A. Mann. Gubenerstr. 12, Krebs. " Sonntag, den 27. Oftbr. C., Gneisenauftr. 28, Purrmann. vormittags 10 Uhr, nach Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstraße 32, ( Wahlakt präzise 11-12 Uhr)( Wahlakt präzise 11-12 Uhr) ergebenft ein und ersucht um zahlreiche Betheiligung. Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kassenmitglieder, welche großjährig und im Besiz der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Zur Legitimation dient das Quittungsbuch und werden die Herren Druckereitassirer gebeten, dasselbe quittirt den oben aufgeführten Mitgliedern behufs Theilnahme an der Wahl auszuhändigen. Ohne Quittungsbuch ist die Theilnahme an der Wahl ausgeschloffen. Die Arbeitgeber wählen in ungetheilter Wahlversammlung am Freitag, den 25. Oktober c., abends 8 Uhr, im Restaurant Th. Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75, und ladet der unterzeichnete Vorstand ebenfalls zu zahlreicher Betheiligung ein. Berlin, den 23. September 1895. 6186 Der Vorstand der Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Paul Magnan, Rendant. Gustav Günther, Vorsitzender. Metallarbeiter und Tischler!| Verein der Arbeiter und Infolge von Lohndifferenzen haben Arbeiterinnen der Wäsche- und fämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen Kravattenbranche. der Firma Welles, Engel- Ufer la, Mittwoch, 9. Oftober, abends 81, Uhr, die Arbeit eingestellt. bei Buske, Grenadierstr. 33: Zuzug ist fernzuhalten. Der Vorstand 111b des Verbandes aller in der MetallIndustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob- Strasse 75. Dienstag u. Donnerstag: SpezialitätenVorstellung. Empfehle meine Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Telephon Amt I, 1082.[ 3294L 83, Klinge. Graudenzerstr. 14, Benice. Gräfestr. 8, Eckner. Großbeerenstr. 10, Faltenthal. Grünauerstr. 3, F. Golz. " 14, 3 urte. 25, Müller. " 33, Pott. Höchftestr. 18, A. Krüger. Hagelsbergerstr. 5, Kert. Hagenauerstr. 12, Rammer. Heiligegeistſtr. 37, 2. Werner. Hochstr. 43, Molec. Neue Hochstr. 16, Wörpel. 55, Abraham. Hollmannstr. 2, Rießenhain. 10, Günther. Hochmeisterstr. 31, Clement. Huttenstr. 4, Müller. Hussitenstr. 12, Köhne. 22, 3abel. " 31, Scholz. Jasmundstr. 18a, Menzel, Jägerstr. 65, 3iersch. Invalidenstr. 33, 2ange. 146, Sassiad. Rastanien- Allee 12, Sonntag, liefert frei Haus. 49, Rößling. Rolonieftr. 148, A. Di Dio. Liegnigerstr. 3, Görsch. " 17, Kästner. 39, Keil. 12 Stephanftr. 23, Rlatt, Steinmetstr. 52, Hannemann. 58, Baulid. Stromfir. 43, Pohl. " Strausbergerstr. 39, Knauerhase. Stralsunderstr. 54, Matthes. 64, Neumann. Stettinerstr. 42, Weise. Teltowerstr. 41, Mannsfeld. Tilsiterstr. 79, 3 ander. Tiedftr. 6, Stahlberg. Urbanstr. 36, Berger. 124, Gerhard. Usedomstr. 1, Gasser. " " 9, Lehmann. 23a, ohberg. 42, Haase, liefert frei Veteranenstr. 2, 2öwe. Haus. Lortzingstr. 1, Wunderlich. 10, Nawrodt. Lübbenerstr. 12, Stolze. Vinetaplah 3, 3immermann. 26, Schneider. Lübeckerstr. 8, Reul. 17, Röseler. " Manteuffelstr. 2, Schulz. 8, Hamann. " " 25, Klotsche. 37, Rey. " 61, Schlicht. " 84, Reinhardt. " Mariannenstr. 4, Kliesche. 37, Ehrhardt. Kleine Markusstr. 3, Neuendorf. Mezerstr. 15, Bodenstedt. 23, Jkes. Memelerstr. 60a, Dannenberg. Melchiorstr. 5, Homack. 8, Knappe. Mittenwalderstr. 57, Schäfer. Müllerstr. 7a, Gleinert. 163a, Krüger. Mustauerstr. 47, Jerofte. " 49, Grim pe, liefert frei Haus. Naunynstr. 9, Fiedler. 11a, Günther. " 65, Krachel. " 80, Meier. Neanderstr. 9, Herrmann. Oderbergerstr. 16, Meyer. Ohmgaffe 3, Reich. Oppelnerstr. 30, Mittmann. Pantstr. 31a, Herrmann. Bappel- Allee 22, Masuch. 28, Haut cf. Pallisadenstr. 21, Seegert. 91, Füllert. Perlebergerstr. 18, Weber. 28, Hermerschmidt. Plan- fer 15, Frehse. Prinzen- Allee 52, Stein. 62, Tie. Prinzessinnenstr. 29, Klies ch. Puttligstr. 4, Gluth. Putbuserstr. 32, Gnadt. Quißowstr. 137, 2. Schulz. Raumerstr. 23, Paulsen. Ratiborstr. 7, Dietrich. " 17, Hoffmann. Reichenbergerstr. 85, Winkler. 95, Fritsche. 123, Schlicht. 149, Raiser. Reinickendorferfir. 28b, Kumm. 46e, Freyer. 56, Wendler. " " Ritterstr. 9, Gläser. 14, Faßhauer. Rostockerstr. 4, Franke. 44, A. Row arid. 50, Pohlmann. H " Rheinsbergerstr. 6, Kulisch. Rüdersdorferstr. 8, Böhl. Rügenerstr. 1, Harder. " 14, Brußhaver. Ruppinerstr. 11, Roht. Rytestr. 12, Ewald. Solmsstr. 18, Piste. Sorauerstr. 24, Radau. 29, 3 old au. Soldinerstr. 39, Fierig. Schlesischestr. 42, Beyer. Schliemannstr. 25, Krause. Schönleinstr. 25, Diedrich. 30, Hannemann. 33, 3immermann. Schönhauser Allee 68, Schulz. Schwedterstr. 33, 2iette. " 266, Iafe. Stalizerstr. 20, Hartmann. 24a, König. " 59, Hallmann. " 66, Kerzel. " 146, Sabisch. Versammlung. Rottbuferstr. 11, Konsumgenossenschaft Swinemünderstr. 8, S ch u 1 z. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über:" Der Kampf ums Dasein." 2. Diskussion. 3. Viertel jahresbericht. 4. Unsere Vergnügen und Billetausgabe. 5. Verschiedenes. P Befreiung". 18, R. Halfpapp. Königsbergerstr. 11, 5. Tiede. Röpnicerftr. 126 a, 2egeler. Koppenstr. 30, 2uß. " 62, Galleiste. 71, Schönfelder. " 79, Rebfeld. " 121, Peters. Stallschreiberstr. 8, Sepprich. Stephanstr. 13, Bülow. 85, Teichert. Weitere Niederlagen werden auf Verlangen errichtet und beliebe man Telephon- Amt Moabit Nr. 644. Die Bibliothek befindet sich beim Rollegen Schüßler, Griebenowstr. 20. straße 84, zu wenden. Sonntag, den 13. Ottober, bei Keller, Roppenstraße 29: Vortrag des Herrn R. Gerling über;„ Die Gefahren der Brochnow's Ballsäle Sypnose und das hypnotische Veran der Jakobftrahe. Jeden Sonntag, Montag u. Dienstag: Groker Ball. Mittwoch, Donnerstag u. Freitag zu Bersammlungen zu vergeben. Einige Sebastianstraße 39 152/3 J. A.: C. Hergt, Landwehrstr. 1. Kränze, Schleifen, Guirlanden, Blumen, empfiehlt den Parteigenossen J. Springwald, Sonnabende find noch frei. 3327L Gärtner, Berlin O., Blumenstr. 68. Paster's Gesellschaftshaus Neue Königstrasse 7. 3288L* Jeden Donnerstag: Gr. Gesellschafts- Abend. Entree mit Tanz frei. Garderobe: Herren 30 Pf., Damen 10 Pf. Waldstr. 32, Rothmer. 57, Klatt. Waldenserstr. 21, Drenbel. Waßmannstr. 17, Jeste. Weberstr. 59, Lubasch. Wendenstr. 4, A. Lange. Wittstockerstr. 4, Röppens. 6, Steinberg. Weißenburgerstr. 3, C. Münch. 26, Wiegand. Wienerfir. 31, W. Ferratsch. Wiesenstr. 14, Stolzenburg. Wollinerstr. 15, Heinke. " 17, Ronnepasch. 27 a, Seidel 36, Rutsch. Wöhlertstr. 8, Krey. Wrangelstr. 74, a ft. " 88, Möride. Zehdenickerstr. 12, 25 we. Binimerstraße, Markthalle, Stand 144 Höse. Markthalle, Stand 196, Krumpte. Zionsfirchstr. 32, Weiß. Bossenerstr. 37, Mir. Borndorferstr. 14, Miglei Zwingliftr. 16, Sels. 25, Märten. Charlottenburg. Cauerstr. 19,& inde Christstr. 1, Rose. Rantstr. 108, Raasch. 113, Krausnid. Passauerstr. 41, Ronneberger. Pestalozzistr. 3, Mende. " 11, Aust. " 65, Schädler. Potsdamerstr. 19, Wunsch. " 31, Schima d. 47, Bohnholzer. Sophie Charlottenstr. 27, Marth. Schlüterstr. 67, Hoeft. 69, Prößdorf. Schillerstr. 92, Pierow. Straße 6 an d. Cauerstraße, Wendt. Tauroggenerstr. 12, Ruff. Wilmersdorferstr. 108, ubat. 152a, Sonnenburg. Friedrichsberg. Gürtelstr. 29, Jachmann. Scharnweberstr. 41, Pahl. Rummelsburg. Kantstr. 9-10, Polig. Schillerstr. 13, Barsdorf, Rixdorf. Berlinerstr. 103, or st. Faltstr. 3a, Homuth. Hobrechtstr. 2, Busch. 11, Homuth. Kaiser Friedrichstr. 241, Manglus. Jägerstr. 2, Hellwig. Lessingstr. 14, F. Liebscher. 27, Kerstian. Mühlenstr. 15, Wagner. Prinz Handjerystr. 41, Saffe. 58, Krüger. Biethenstr. 38, I, Stantfe. Stralau Markgrafendamm 16, Wittwer. Schöneberg. Bahnstr. 44, Schröder. Colonnenstr. 38, Hoffmann. Frankenstr. 7, Eichler. Grunewaldstr. 10, Wulffen. 48, Wellnig. Herbertstr. 3, Werner. Hohenfriedbergstr. 7, Hannemann. Kyffhäuserstr. 17, Mosch. Nollendorfstr. 38, chiller. Sedanstr. 14, Albrecht. Stubenrauchstr. 2, Steinbach. Neue Winterfeldstr. 51,& inke. Ziethenstr. 15, Hübner. Weissensee. Elsaßstr. 3, Adler. Kronprinzenstr. 9, Guda p. Lehderstr. 3, Leuchtenberger. sich deshalb an den Vorstand, MüllerDer Vorstand. FPfandleihe 38/5 0 514b von F. Hagen jezt Dresdenerstr. 38. Einem Theil der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Firma Kirschner, Belle- Alliancestraße, hier, bei. Verantwortlicher Redakteur: Frių Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin.