Nr. 245. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monetlich ☐ Vorwärts 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste = für 1895 unter Nr. 7128. 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 ẞfg. Inserate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 19. Oktober 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " " " werden die Ausnutzung der Straßen und Pläge im nach einem städtischen Arbeitsamt zu fostenloser ArbeitsverFreifinnige Kommunalpolitik. Berkehrsinteresse Verkehrsinteresse das bleibt der Ausbeutung des Privat- mittelung gefällt der Freis. 3tg." ebenfalls nicht. Nach fapitals überlassen, damit die Dividendenschlucker recht fette diesem erleuchteten Organ genügt es, wenn die Stadt Die Freifinnige Beitung" tobt mit einer wahren Bissen erhalten. Echt manchesterlich, aber auch echt frei- private Bestrebungen dieser Art unterstützt und damit einigen Berserkerwuth über das sozialdemokratische Flugblatt zu finnig. Die Aktionäre der Pferdebahn und der Elektrizitäts- wohllöblichen Vereinsmeiern Gelegenheit giebt, sich als den bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen und über werke werden durch ihre Dividendenbrüder in der Stadt- Wohlthäter der Arbeiter aufzuspielen. Unsere Forderungen die Agitation, welche unsere Genossen treiben, um verordneten- Versammlung die Verleihung des Ehrenbürger- auf dem Gebiete der Schule werden von der Freisinnigen die freisinnige Kommunalwirthschaft an den Pranger rechts an Herrn Richter beantragen, denn einen so tapferen Beitung" heftig bekämpft. Unentgeltliche Lehrmittel und zu stellen. Der Höchstkommandirende des Freisinns, Prinz Schüter müssen sich die Goldsucher, die auf den Straßen ein warmes Frühstück für hungernde Arbeiterkinder ruiniren Eugen der edle Ritter, möchte die Sozialdemokratie wieder Berlins ihr Unwesen treiben, warm halten. Von gleichem nach Ansicht der Freisimmigen Zeitung" die bürgerliche einmal à la Bufunftsstaats- Debatte mit Stumpf und Stiel Kaliber sind die übrigen Einwendungen der Freisinnigen Gesellschaft und bilden den Anfang des Zukunftsausrotten und so löst er denn in seinem Leiborgan eine Beitung" gegen unsere Forderungen in der Ge- staates". Nebenher prahlt das Organ des unentLärmkanone nach der anderen, um die braven Fortschritts- meinde. Das Blatt stellt sich unseren Aeußerungen wegten Manchesterthums damit, daß die Stadt Berlin philister auf die Beine 311 bringen. Aber es bezüglich der Miethssteuer gegenüber dumm und jährlich 11 Millionen Mark für Gemeindeschulzwecke auss nüßt nichts. Auch die krampfhaftesten Anstrengungen der verkündet die Weisheit, daß die Miethssteuer durch das giebt, während der Zuschuß für die höheren Lehranstalten " Freifinnigen 8tg." können den politischen Leichnam, den neue Kommunalsteuergesetz beseitigt worden ist. Sehr richtig, kaum 2 Millionen Mark beträgt. Der Schlauberger der man Fortschritt alias Freifinn nennt, nicht lebendig machen. aber wenn es nach der Freisinnigen Zeitung" gegangen Freis. Btg." vergißt nur zu erwähnen, daß der Zuschuß, Wenn das Dreiklassen- Wahlsystem ihm nicht noch einige wäre, bestände die Miethssteuer noch heute, denn ein Zwang, welchen die Stadt für den Schüler der höheren LehrZuckungen gestattete und dafür sorgte, daß der Geldsack dieselbe sofort aufzuheben, enthielt das Kommunalsteuergesetz anstalten zahlt, etwa das vierfache beträgt, als die über Bildung, Intelligenz und Arbeit triumphirt, der Libe- nicht. Erinnert sich die Freis. 3tg." nicht mehr der Kosten, welche ein Gemeindeschüler ber Stadt ralismus in Berlin wäre schon längst vergessen und würde Petition, welche Magistrat und Stadtverordnete von Berlin verursacht. Wenn Herr Richter aber sich sogar dazu verhöchstens noch als Mumie im märkischen Museum dem im Mai 1893 an das Abgeordnetenhaus richteten, in steigt zu behaupten, daß der Arbeiter, welcher nur ein einBeschauer eine amüsante Viertelstunde bereiten. welcher diese freisinnigen Körperschaften lebhaft dagegen ziges Kind in die Schule schickt, hiermit das fünfzehnfache Um in der Gemeinde an der Herrschaft zu bleiben, protestirten, daß vom Jahre 1900 an eine Miethssteuer seines Steuerbetrages erfekt bekommt, so ist das nichts Klammert sich der Freisinn fast in allen seinen nicht mehr erhoben werden darf. weiter, als eine zirkusartige Spielerei mit Zahlen. Denn Schattirungen an das Dreiklassen- Wahlsystem und die Aus Angst vor der Sozialdemokratie hat man endlich unumstößliche Wahrheit und Thatsache ist es, daß die Arbeiter Freifinnige Zeitung" führt den Reigen für die Erhaltung dem Monstrum der Miethssteuer den Laufpaß gegeben, klasse nur um deswegen so wenig steuerfähig ist, weil die dieses Wahlrechts in der Gemeinde, weil nur durch die künst- und Herr Richter mag sich einmal bei seinen politischen Unternehmerklasse, d. h. die durch die Freis. 8tg." verliche Niederhaltung der Mehrzahl der Gemeinde- An- Freunden im Rathhause erkundigen, welche Anstrengungen tretene Bevölkerungsschicht, dem Arbeiter den über seinen gehörigen die erste und zweite Abtheilung die Majorität gemacht worden sind, um die Miethssteuer zu retten. Arbeitslohn geschaffenen Werth in Form von Profitrate und damit die Möglichkeit erlangt, die Gemeinde- Die Freifinnige Zeitung" bekämpft ärgerlich den An- vor dem Munde fortnimmt. So steht's, Herr Richter, verwaltung für die materiellen Interessen ihrer trag der sozialdemokratischen Stadtverordneten auf Ein- und nicht anders. Die Leistungen Berlins in bezug auf Klaffe auszunuzen. Herr Richter bestreitet, daß es für die führung der achtstündigen Arbeitszeit und meint, seine Sin- Schule und Armenpflege fommen hauptsächlich aus den Gemeinde vortheilhafter ist, Erwerbsunternehmungen in führung würde eine Erhöhung der Produktionskosten herbei- Knochen und damit aus den Taschen der Arbeiter. städtischer Regie zu betreiben; ihm ist der privatkapitalistische führen. Als ob es ein Unglück wäre, wenn die Stadt Berlin Als Haupttrumpf führt die Freifinnige Zeitung" einen Betrieb das Ziel seiner Sehnsucht. Das ist uns nicht neu durch eine geringe Erhöhung ihrer Ausgaben eine große Ausspruch des Genossen Dr. Quarck gegen unsere Agitation und wir wissen, daß nach des großen Sozialisten- Anzahl von Mitbürgern lebenskräftiger und zugleich auch für die Stadtverordneten- Wahlen ins Gefecht. Es ist eine tödters Meinung die Majorität der Menschen nur steuerfähig machte. Uns deucht, solche Ausgaben find harte Strafe für Quarck, von der Freifinnigen 8tg." dazu auf der Welt ist, um sich für die Minorität empfehlenswerther als die mit munificenter Hand votirten als Gewährsmann zitirt zu werden, aber unser zu schinden und zu Ehren des heiligen Privatkapitals zu sehr bedeutenden Summen für Fürstengeschenke, höfische Genosse wird sich leicht darüber hinwegsehen frohnden. Wenn Herr Richter also unsere Ansicht bezüglich Feste und dergleichen im Rothen Hause sehr beliebte Aus er daran denkt, daß die Freifinnige Zeitung" stets nach der Einrichtung und Verwaltung kommunaler Betriebe be- gaben. Die Anträge auf Arbeiterschutz und beffere dem Rezept klappern gehört zum Handwerk" arbeitet. Die fämpft, so verlieren wir darüber kein Wort, aber was wir Lohn- und Arbeitsbedingungen der in städtischen Be- beiden Epistel der Freis. Btg.", mit denen wir uns zur Eraus seiner neuesten Leistung auf diesem Gebiet feftnageln trieben, oder bei städtischen Unternehmern be- heiterung unserer Leser beschäftigt haben, sind nichts weiter wollen, das ist die Unverfrorenheit, mit welcher er schäftigten Arbeiter erregen namentlich den Zorn als der Ausdruck ohnmächtigen Zornes, über den wir mitleidig verkündet, daß unsre Kritik um deswegen ungerecht des Generalgewaltigen vom Freisin. Mit einer Fülle von lächelnd zur Tagesordnung übergehen. Der 8. November sei, weil die Stadt Berlin ja Kanalisation, Gas- banalen Redensarten drückt sich die Freifinnige Zeitung" wird zeigen, daß der Freisinn in Berlin auch auf komaustalten, Wasserwerke, Markthallen 2c. in städtischer um das einfache und von jedem anständigen Menschen be- munalem Gebiet bei der breiten Volksmasse keinen Kredit Regie betreibe. Hier tritt der Cynismus des fürwortete Verlangen, für die städtischen und von Privat- mehr hat und daß noch mehr Männer als Vertreter der Manchesterthums drastisch in die Erscheinung. Für alles, unternehmern auf Kosten der Stadt beschäftigten Arbeiter ver- arbeitenden Bevölkerung in das Rothe Haus einziehen, was den Steuerzahlern Lasten auferlegt, was keine oder nur nünftige Zustände in bezug auf Lohn und Arbeitszeit zu schaffen, welche der städtischen Verwaltung den Stempel des geringe Ueberschüsse bringt, dafür gestattet Herr Richter gnädigst sowie für geschlossene Räumlichkeiten zu sorgen, in denen die Sozialismus aufzuprägen bemüht find. Kommunalregie. Woran aber Hunderttausende verdient Arbeiter ihre Ruhepausen zubringen können. Das Verlangen 3 " wenn " Ja, g'wiß, so wie jetzt war's wenigstens ganz sicher Der Förster brummte einige unverständliche Laute. Ein Verrückter.[ Nachbr. verboten.net", bestätigte hastig der Wirth. " Ja, das is a groß Kreuz," fuhr der Wirth vorsichtig Kampf und Ende eines Lehrers. Der Förster strich über seinen Bart und sagte bedeutsam: fort, von unserm Herrn Förster will i noch gar nett amal Wenn i dent, wie i und mei' Frau selig ang'fangt haben, red'n, obwohl ja sein Vorgehen auch a schwere Versündigung grad jetzt vor dreizehn Jahr. Sie war zweiunddreißig und is, aber der Lehrer... der Lehrer! Wie er halt au alle ani dreißig Jahr alt; i hab warten müassen, bis s' mi schön Bläß, wo er bis jetzt scho war, net gut than bot, fo is halt langsam zum Forstwart g'macht haben, und nachher hab ia hier ganz dieselbe Leier: keine Ruh', kein' Gehorsam, erst amal an's Heirathen dent'n können." überall rabiat." Roman von Joseph Ruederer. Endlich aber setzte er die Pfeife ab und sagte scheinend ganz gleichgiltig: " " Das dauert jest scho lang mit dem Lehrer?" " O mein! In die vier bis fünf Jahr!" Und' s Madel wird alleweil no net g'scheidter?" Der Wirth zuckte verlegen mit den Achseln. " No, ja", fuhr der Förster fort, nachher können's halt alle zwoa zeitlebens de ewigen Hochzeiter bleiben, denn aus der Heirath wird nig, gar nig!" Geltens, Herr Förster? Wir glauben's bald selber scho, i und mei Frau." " Wie soll denn des was werd'n? Von nig kann der Mensch net leb'n, von der Luft a net guat', und a Hilfslehrer kann foa Familie ernähr'n, so viel woaß der alte Balder scho selber no mit sei'm eigensinnigen Schädel." " Ja, und trotzdem will halt unser Herr Förster net nachgeb'n, wie mir's scheint, er hängt viel z' viel an dem narrischen Lehrer." Mehrmals nacheinander schlug der Förster leicht auf den Tisch: " Ja, mein," sagte der Wirth sehr feierlich, und a Er wartete geduldig, ob man nichts zu erwidern Frau, wie die Frau Försterin, Ihre Frau Gemahlin, Gott wünsche. Da aber teine Antwort erfolgte, fab er sich erst hab sie selig! Was war das für a Frau! Alleweil hab'n ängstlich um und flüsterte dann geheimnißvoll zum Förster wir uns g'freut, wenn's a mal von Wallberg' rüber kommen hinüber: is mit de zwoa netten Mäderln auf B'such in unser Forsthaus." " " De G'schicht von der letzten Reichstagswahl werden der Herr Förster schon wissen?" Der Förster verneinte. Was ihm da von seiner schon sechs Jahre todten Frau vorgeschwärmt wurde, schien der Förster vollständig zu Verlegen fuhr sich der Wirth über das Gesicht und erüberhören. Er schwang die Pfeife in der Luft und neigte zählte erst stotternd, dann aber immer hastiger: sich näher zu dem runzeligen Gesichte des Wirthes heran: Das war also... so zirka... vor a drei Wochen, Und nix wird aus der ganzen G'schicht, gar nix! wo die Frau Försterin noch g'lebt hat. Der Herr Benefiziat I garantir' euk dafür: der Gattl triagt koa Anstellung sei war Vorstand am Wahltag, der Lehrer Schriftführer, und Lebtag net!" i und no a paar andere wir war'n Beisiger. Schon um Meinen S' wirkli net, Herr Förster?" fragte der zehn Uhr in der Früh, als die Sach' an'gangen is, hat der Wirth mit einem Schafsgesicht, aus dem die ausdruckslosen Herr Benefiziat, wie's halt so der Brauch is und alleweil Augen stier zu beiden Seiten der langen Nase hervorlugten. bis jetzt bei uns war, an jeden von uns sein Wahlzettel „ Er steht sich ja absolut net mit dem Benefiziaten, geben. Wie er aber dem Gattl, dem Lehrer, den sein' hinWeil er halt a verbissener, alter..., ach was! I und wie der alte Balder mit der Geistlichkeit steht, no, des strecken will, da fahrt der auf und schreit:" Ich hab' mein mag mi nimmer ärgern. I hab's ja kommen seh'n, wie's wißt's Jhr alle eh am allerbesten, moan i?" Bettel schon selber Hochwürden." Natürli verbitt' sich kommen is. A ganz a jung's Madel und so a herg'laufener," Ja, mei", sagte der Wirth und blickte seufzend zu den der Herr Benefiziat so ein'n Ton, aber der Lehrer wird verhungerter Lehrerg'sell' ohne an Pfennig Geld! Aber Fliegen empor, des wissen wir freili, darunter leidet ja alleweil gröber, er schreit wie b'sessen, bis schließli der Herr natürli! Verlobt wird glei, weil der notige Kerl ihr unser ganzes Dorf." Benefiziat- ja, i hab' seine Ruhe bewundert nachgeb'n Lehrer war, der ihr' n Schädel verdraht hat. So bal alle hat und nix mehr g'sagt hat. No, is gut also! Der anfangen wollten in der Welt, nachher gang's schief!" Lehrer wirft seinen Bettel ein, den er selber mitbracht hat, " Freili, freili" lachte der Wirth. wie er so großspurig g'sagt hat, und auf d' Nacht, wie die Stimmen gezählt werd'n, da hab'n dreiundzwanzig den Herrn Dekan von Mariatirchen, unseren langjährigen Verireter g'wählt, und eine einzige Stimme is auf den liberalen " Aber so san die jungen Leut' von heutzutag all miteinander", fuhr aufgeregt der Förster fort, früher war des scho besser." „ No also?" " Ja, ja, Sie hab'n nur zu sehr recht, Herr Förster, ' s is jammerschad! Und is der Herr Benefiziat so a seelen guter Mann, von dem man meinen sollt, daß nur das beste Auskommen mit ihm möglich wär. Wirtli, so a prächtiger, ruhiger Mann." Das Verbot des Volksfreundes. die worden. " sonderbare Begründung verständlicher. Wie ganz plausibelen Grund dafür angeben müssen, weshalb er die anders als in diesem Erlaß und in der kurz vorher Sache, die er einmal gegen Pfund" genannt hatte, Mühlhausen i. E., 18. Oktober.( Gig. Bericht.)( Db- ergangenen kaiserlichen Depesche erscheint die gleich dieser Bericht zum theil Bekanntes enthält, geben wir des Meyer an der Hand der von dem die Strafuntersuchung auf das Alphabet ist doch kaum schlüssig. Eine so mechaThat nachher plöglich gegen Die rl" nannte. Die Berufung ihn der Wichtigkeit der Sache halber doch hier wieder.) Die führenden Kriminalbeamten ausgehenden Mittheilung, der gegenamtliche Straßburger Korrespondenz", das ureigene Kind des in- wärtige Stand der Untersuchung mache einen Akt der Privat- nische Anordnung wäre hier auch um so sinuwidriger, als zwischen nach Berlin verzogenen Herrn von Köller, enthielt heute, rache des Meyer wegen früherer Mißhandlung durch den Fa- sie die Zeitfolge der Anklagehandlungen umkehrt. Der wie bereits telegraphisch angezeigt, folgende Ueberraschung: brikanten Schwarz wahrscheinlich! Der unabhängigen Presse Artikel vom 17. August, der erste der inkriminirt ist, wird " Durch Verfügung des Herrn Statthalters vom heutigen wird es zum Berbrechen gemacht, wenn sie über einen, von Pfund verantwortlich vertreten, und es macht sich Tage ist die in Offenburg erscheinende Zeitung Volts noch der Prüfung durch die Gerichtsbehörden unter in der Anklageschrift merkwürdig genug, daß der Voranstellung freund" für das Gebiet von Elsaß Lothringen verboten liegenden Fall eine Meinung zu haben sich haben sich erdreiſtet; Dierl's zu Liebe zuerst die Vorkommnisse vom 2. September, der Fall Meyer ist noch nicht über die Voruntersuchung hinaus, wofür Dierl verantwortlich ist, abgehandelt werden, und Der Offenburger Volksfreund" hat es unternommen, an stelle aber in elfaß lotbringischen Kreisen ist man mit dem Urtheil daß die Anklage dann plöglich den Zusammenhang unterder unterdrückten Elsaß Lothringischen Voltszeitung" in längst fertig und zieht aus der ersten, durch den bisherigen Gang bricht, um auf den Artikel vom 17. August zurückzugreifen, Mühlhausen für die Ausbreitung der sozialistischen Ge- der Untersuchung bereits desavouirten Auffassung ohne Bögerung der Pfund zur Last gelegt wird, daß fie dann aber wieder danken im Reichslande thätig zu sein. Dabei hat er sich aber die Konsequenzen. Und was für Konsequenzen! nicht darauf beschränkt, die wirthschaftlichen Verhältnisse und auf den gleichfalls von Pfund gezeichneten Artikel über die die Lage der Arbeiter in sachlicher Weise zu besprechen, sondern Vollsfreund" wird uns ferner von anderer Seite folgende kommt. Zur weiteren Beleuchtung des Vorgehens gegen den Kaiserrede aus der Nummer vom 4. September zu reden Sollte sich ein Staatsanwalt wirklich für verpflichtet interessante Reminiszenz mitgetheilt: Gesetze des Alphabets willen erstens die in eingetragene Bezeichnung nachträglich zu die logische und V = * zweitens auch noch über den Haufen zu Reihenfolge Wir Wie gestern berichtet, ist der„ Offenburger Volks halten, um der freund" der Fruktifizirung des Attentats Meyer zum Opfer seinen Akten gefallen. Das Blatt soll, wie es in der Motivirung des ändern und Statthalters von Elsaß- Lothringen heißt, hauptsächlich die chronologische Fabrikanten persönlich verunglimpft und verdächtigt haben." werfen? wissen nichts davon, daß das Die Attentatfruktifiziver fassen Pech an, wohin immer sie alte Praxis wäre. Man wunderte sich allerdings schon beim Gummischlauch Prozeß, daß die Staatsanwaltschaft alle angeklagten Redakteure zusammen vor Brausewetter brachte, indem sie die Sache„ kontra Adam" naunte, nach einem Angeklagten, der nicht erschien. Indessen führte die Sache damals den ominösen Namen von Anfang an. Von einer Umuenung haben wir noch nichts gehört. greifen. W die = Fatal ist an der ganzen Geschichte für die Staatsanwaltschaft jedenfalls, daß der unglückliche Zufall die Sache so geleitet hat, daß auch diese Anklage nun wieder von Brausewetter abgeurtheilt werden muß. feine Zwecke hauptsächlich dadurch zu erreichen gesucht, daß er die an der Spike bestimmter einzelner Firmen stehenden Industriellen persönlich verunglimpfte und verdächtigte. Ein derartiges Vorgehen ist nur zu sehr geeignet, den Ausbruch leidenschaftlicher Erregung gegen bestimmte Personen zu lenten. Der Arbeiter Meyer, der den Fabrikanten Heinrich Schwarz in Mülhausen meuchlerisch niederstach, ist, wie die Haussuchung ergeben hat, Leser des„ Volksfreundes" gewefen und hat den Entschluß zu seiner unseligen That zweifellos unter dem verwirrenden Einfluß einer planmäßigen Heße gegen die Fabrit befißer, gefaßt, ung, welcher ber Die Regierung, welcher der Schuß der persönlichen Sicher then GiderMan höre, was der Staatssekretär für das Innere für heit der Landesbewohner anvertraut ist, hat die Pflicht, mit Elsaß- Lothringen Herr v. Buttkamer am 30. Januar d. J. den ihr zur Verfügung stehenden Machtmitteln für diesen Schutz im Reichstag fagte, als es sich um den Antrag der sozialeinzutreten. Unter diesen Umständen hat der kaiserliche Statt demokratischen Fraktion auf Aufhebung des Diktatur ber das Verbot einer Zeitung verfügt, deren fernere Verbreitung famer über den Offenburger Volksfreund" folgendes: halter kraft der ihm verliehenen außerordentlichen Gewalten paragraphen handelte. Damals äußerte Herr von Puttim Lande eine fortgesetzte Bedrohung der öffentlichen Sicherheit dargestellt hätte." „ Seitdem die„ Elsässische Volkszeitung" nicht mehr existirt, Damit haben wir innerhalb nicht ganz zweier Jahre die lese ich z. B. regelmäßig den„ Offenburger Volksfreund". Herr zweite Staatsaktion gegen unsere Partei auf grund des Diktatur- Bebel wird wissen, daß dieses Blatt dazu dient, seinen paragraphen. Die erste richtete sich gegen ein in Elsaß- Lothringen Parteigenossen in Elsaß= Lothringen Ueberflüssigen Eifer in der Staatsrettung entwickelt unterdrückte erscheinendes Blatt und fußte auf einem Artikel, gegen den weder auf grund der allgemeinen Reichsgefeße, noch auf grund der Volkszeitung" gleichsam zu ersetzen. Ja, das ist ge- denn doch das Pindterblatt, wenn es schreibt: Eine Aktion, die den Gegner völlig niederwirft, kann in buntscheckigen, mit reaktionären Fußangeln überreich gespickten wiß ein Blatt, das mit Tapferkeit seine Interessen ver- der hat nur von einem Aufschwung des Volkes, indem es fich Landesgefeßgebung ein Staatsanwalt einzuschreiten vermochte. ficht; aber ich muß doch sagen: im Vergleich zur alten ermannt, sich fest um seine idealen Güter schaart und den VerDiesmal hat man es vermieden, einen bestimmten Artikel des todtgeschlagenen" Blattes als Ausgangspunkt der Maßregel" Elsaß Lothringischen Volkszeitung" ist das matte führer deutlich und empfindlich von sich stößt, erwartet werden; von jedem anderen Ausgangspunkt aus tönnen wir nur zu bezeichnen. Glücklicher ist man aber darum nicht gewesen, im Limonade, was darin steht." zu Stückwerk des Erfolges gelangen. Wie wären beiGegentheil! Also weil der Attentäter Meyer, der Zuhälter Meyer, Und dieses Blatt, das nach Herrn v. Puttkamer nur spielsweise Richtersprüche, die es mit der revolutionären, der Straßenräuber Meyer in seiner Wohnung einige Exemplare des matte Limonade verzapft, soll jetzt der moralische Urheber auf die Unterwühlung der Staatsautorität gerichteten Absicht " Volksfreund" liegen hatte, ist dieser Volksfreund" zweifellos(!) des Meyer'schen Attentats sein. Es muß doch immer ein leichter nehmen, auf die Dauer denkbar, wenn das Beschuld an der Ermordung des Fabrikanten Schwarz! Sat man je einen größeren salto mortale der Zogif erlebt? Ginen Sündenbock für die Fehler gewisser Leute gefunden werden. wußtsein und die Anschauungen des Volkes diese lare Auffassung Hat man je einen größeren salto mortale der Logit erlebt? Einen Schein von Berechtigung könnte die Behauptung des Regierungs- Herr v. Puttkamer wird Gelegenheit bekommen, sich im energisch zurück weiſen?" Die Richtersprüche zu leicht! Ja, wohin dachte sich erlaffes vielleicht haben, wenn der Nachweis geführt würde, daß speziell nächsten Reichstag näher auszusprechen. Der Antrag auf gegen die Person des Fabrikanten Schwarz vor dem Attentat Aufhebung des Diktaturparagraphen für Elsaß- Lothringen denn Pindter II, als er das schrieb? Da befand er sich doch mit seinen Gedanken nicht mehr in Deutschland! Angriffe erfolgt wären; dieser Nachweis jedoch wird nicht kommt wieder. geführt; er wird gar nicht versucht, denn er widerspräche den ThatGleichzeitig Richter und Offizier zu sein, verträgt fachen. Der Voltsfreund", welcher, wie der Regierungserlaß richtig sich nicht. Wir haben dieser Meinung oft Ausdruck gefagt, für die Ausbreitung der sozialistischen Gedanken im Reichlande geben. Jetzt ist ein thatsächlicher Beweis dafür aus der thätig war, hat sich ein einziges Mal mit der Person des Gerichtspraxis geführt. Die Strafkammer in Frankfurt a. D. Fabrikanten Schwart beschäftigt und zwar vor wenigen Tagen aus Anlaß des legten Textilarbeiterstreifs. Was sagte da der Der Septemberkurs hat im Oktober verstärkten sollte am Dienstag gegen den früheren Redakteur unseres " Volksfreund"? Er theilte kurz und bündig, ruhig und sachli Dampf aufgesetzt. Aus Dresden geht uns die Mel- dortigen Partei- Organs, Genossen Buder, u. a. wegen mit, daß Herr Henry Schwarz, in dessen Spinnerei ne en dung zu: der Veröffentlichung eines Manöverbriefes verhandeln, in Laederich die niedrigsten Löhne verdient wurden," eine Delegation feiner Arbeiter zu sich beschied und ihr das Versprechen gab, Monaten Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung deutschen Heeres gefunden haben will. Der GerichtsReichstags- Abgeordneter Horn wurde heute zu zehn dessen Schlußsaß der Kriegsminister eine Beleidigung der Offiziere und Unteroffiziere des. der geringste Lohn des Ansetzers solle bei ihm in Zukunft 36 Mart und der geringste Lohn des Spinners 56 Mart verurtheilt und sofort verhaftet. Gleichzeitig proflamirte hof erklärte sich jedoch zur Aburtheilung dieser Sache betragen; gleichzeitig babe Herr Schwartz das Garn von Läderich, das Gericht den Beschluß, daß Horn gegen eine Kaution von nicht für zuständig, da er aus mehreren inaktiven deffen Beseitigung die Arbeiter wünschten, wieder aus der Fabrit 10000 m. wieder auf freien Fuß gesetzt werden könne. Es ist Offizieren bestand. Die Verhandlung über diesen Punkt schaffen lassen. Herr Schwarz bewies bei dieser Gelegenheit ein dafür gesorgt, daß die Summe zur Verfügung steht. anerkennenswerthes Entgegenkommen; und weiter hat der„ Voltswurde deshalb vertagt. freund" nichts verbrochen, als daß er seinen Lesern von der entEs ist sehr anerkennenswerth, daß das Richterkollegium Zur Umnennung der Pfund'schen Sache bringt die gegenkommenden Haltung des Herrn Schwarz Kenntniß gab. Bei National- Zeitung" heut folgende Wittheilung: in Frankfurt die Schlußfolgerung aus der Offiziersqualität feiner weiteren Gelegenheit, das wiederholen Betreffs der Umnennung der Prozeßfache Pfundt und gezogen hat. Hoffentlich macht sie Schule in der Rechtswir nochmals, war von der Person des Herrn Genossen richtet der Herr Erste Staatsanwalt am Land- praxis. Für noch richtiger würden wir es allerdings halten, Schwarz in dem sozialdemokratischen Blatt gericht I ein Schreiben an uns, worin er erklärt, daß wenn ein für allemal die Stellung eines Richters für undie Rede. Wenn unfere Regierenden trotzdem in ihrem Organ er es sich zwar versagen müsse, öffentlich in den Blättern vereinbar erklärt würde mit irgend einer Beziehung zum die Behauptung aufstellen, Meyer habe aus der Lektüre des auf den Vorwurf eines inkorrekten oder tendenziösen Verfahrens Militär. Volksfreund" die Idee der Ermordung des Fabrikanten eingehend zu antworten; er glaube indessen, daß in dem„ bevorSchwarz geschöpft, so erschiene dies unbegreiflich, wenn nicht stehenden Hauptverhandlungs- Termin Gelegenheit sein wird, die Das Juterregnum in der konservativen Partei schon die kaiserliche Depesche dafür eine Erklärung böte. Der gewünschte Aufklärung all geben und den Nachweis zu führen, hat einige mehr gouvernemental als agrarisch gesinnte ParteiStatthalter reiste gestern Abend in Begleitung des Geheim- daß in der bezeichneten Strafsache durchweg ein dem Gesetz und mitglieder auf den Gedanken gebracht, den Herrn raths Munzinger und des Staatssekretärs nach Metz zum Kaiser, wo sich der letztere beim Offizier worden ist." v. Buttfamer der bisher üblichen Praxis entsprechendes Verfahren beobachtet v. Helldorf Bedra wieder ans Ruder zu bringen. Die Agrarier sträuben sich aber frampfhaft dagegen. Der torps des Regiments Nr. 145 zum Essen angesagt hatte. Um Der Herr Erste Staatsanwalt kann nicht bestreiten, Stöder ist noch nicht wieder reif dafür, trozdem er jetzt wieviel Uhr die Maßregel beschlossen wurde, steht nicht fest, daß die Sache in seinen eigenen Akten den Namen gegen endlose Artikel schreibt, um zu beweisen, daß er die Gunst schwerlich fann es aber früh gestern nämlich gewesen sein, denn die mit der Regierung in enger Fühlung stehende Straß- Pfund und Genossen geführt hat. Er mag zehnmal für des Hofes trotz einzelner vorübergehender Trübungen burger Post" enthielt in ihrer heutigen Morgenausgabe von dem sich das Recht in Anspruch nehmen, eine Sache zu nennen, eigentlich doch nie völlig verloren habe, weder unter Ereigniß noch keinen Vermert. Vielleicht machen diese Details wie er will, so wird er uns doch immer noch einen Wilhelm I., noch unter Wilhelm II., noch auch, was jedenfalls das schwierigste ist für ihn zu beweisen, unter Friedrich III. " Politische Uebersicht. Berlin, 18. Oftober. Gegenkandidaten g'fall'n, den s' in der Stadt d'rin aufzuflog. Haftigen Schrittes eilte ein Mann herein. Ohne g'stellt hab'n, von dem aber unsere Leut' glücklicherweise sich lange zu besinnen, ging er auf den Ecktisch zu und noch nie' was g'hört hab'u. Von wem war die Stimm'? nahm geräuschvoll Plaz. Bom Lehrer natürli! Unser Herr Förster hat ja net g'wählt, und außerdem hat's ja auch der Herr Benefiziat an der Schrift glei g'merkt, wie er mir nacher er zählt hat." 790 Zu den Versuchen, den Mörder Meyer als Sozialisten und seine Mordthat als eine politische auszus geben, wird uns aus Mülhausen geschrieben: Auf den ersten Blick hatte der Förster den Lehrer er kannt, dessen Nähe ihm sehr peinlich zu sein schien, denn er Durch die vorläufige Untersuchung ist ziemlich sicher festverlor angesichts dieser völligen Nichtbeachtung seiner Person gestellt, daß Meyer zu einer dritten Person einmal äußerte, er die wohlgefällige Ruhe, die er erst vor dem Wirthe und sei von Herrn Schwart geschlagen worden und werde ihm Und is de G'schicht nacher ausg'wesen?" fragte der den Bauern zur Schau getragen hatte. Aergerlich rückte das nie vergessen. Andererseits ist richtig, daß Meyer seit Förster, der mit sichtlichem Interesse zugehört hatte. er auf der Bank hin und her, oftmals griff er zum Kruge, Jahren nicht mehr bei Schwarz und schon mehrere Monate über" D, beileib net! der Herr Benefiziat hat sich beim nur um sich zu beschäftigen, und dann sah er auf den haupt nicht mehr arbeitete; bei seiner geistigen Verfassung indeß ist es wohl möglich, daß er den Gedanken der That jahrelang Herrn Dekan über das ungebührliche Benehmen vom Lehrer staubigen Weg hinaus, den verkrüppelte Obstbäume zwischen mit sich herumtrug und schließlich einer Art fixen Idee b'schwert, der Lehrer hat um Verzeihung bitt'n müssen, und grauen Holzplanken umgaben. Für den Lehrer, der ihn gehorchte. Jedenfalls, das steht heute ebenfalls feit, ging er das hat unsern Herrn Förster so g'wurmt, daß er wegen nur beim Eintritt flüchtig fixirt hatte, schien er nicht zu ganz planmäßig zu Werte, schaffte sich ein geeignetes Dolchmesser Wahlbeeinflussung oder, was weiß i, eine Anzeig' hat machen existiren. an, übte sich im Schießen mit dem Revolver und umlauerte wollen. Aber' s is glücklichlicherweis' net so weit gekommen, Man stellte eine Weißwurst und ein Glas Bier vor mehrere Tage die Fabrit Schwarz. Die Polizei war durch einen, denn mitten d'rin is nacher die arme Frau g'storb'n." den neuen Gast, der alles mit nervösen Bewegungen zum wenige Tage vor dein Attentat an Herrn Schwarz geDer Förster schüttelte heftig den Kopf: Roa Sinn Munde führte und eilig hinunterwürgte, als bange er, und toa Verstand in der ganzen G'sellschaft," murmelte er. daß man ihm etwas wegnehmen könne. " I begreif' den Balder net, wie er überhaupt das VerLöbniß hat zugeb'n fönnen, aber meinetwegen, mir kann's wurscht sein, i hab' toa Jnt'resse dran." Mit einer lebhaften Handbewegung wehrte der Wirth ab: " Onein, Herr Förster, erlauben Sie gütigst, da haben Sie schon ein Interesse d'ran." richteten Warnungsbrief, der natürlich keine Unterschrift trug, aufmerksam gemacht, ging aber offenbar etwas lässig zu Werke. Vom Fenster aus schielte der Förster zu dem Auf- Nun das Kind im Brunnen liegt, sucht sie das Versäumte nachzuholen und läßt Verhaftung auf Verhaftung folgen. Wer geregten herüber. Als aber dieser das schnell ausgetrunkene eine halbwegs verdächtige Neußerung thut, fliegt ins Gefängniß. Glas der bedienenden Dirne zur nochmaligen Füllung gab Unter den als mögliche Mitwiffer Verhafteten befinden sich und somit seinen Aufenthalt verlängerte, da litt es den mehrere Burschen, welche mit dem Mörder näher verkehrt Mißachteten nicht mehr an seinem Plage, und er verlangte mit unwirscher Stimme zu zahlen. Ein wißtrauischer Blick traf den Wirth, der sich vom Statt der Kellnerin tam eilfertig die Frau Wirthin, Stuhle erhoben hatte. Gleich darauf aber legten sich des eine dicke, rothbackige Person mit blauschwarzen Zigeuner Försters Züge in ihre gewohnte, trogige Selbstgefälligkeit haaren, stumpfer Nase und unverschämt blickenden Augen, zurück, als der Sprecher mit erhobener Stimme betonte, zum Tische geeilt und faßte den Förster beim Arme: daß diese Verlobung und ihre Mißstände bereits das all-" Ja, um Gotteswillen! Nehmen Sie's mir nur net gemeine Interesse beanspruchten. in Uebel, Herr Förster, i hab' net Beit g'habt. Na, na, i leid's net, daß Sie jetzt scho fort woll'n, Herr Förster, bitt gar schön, bleiben S' nur no a bissel da Man hatte von außen nach dem Wirthe gerufen, er empfahl fich mit vielen Entschuldigungen und versprach, bald wieder zu kommen. haben und wie er viel mit Dirnen zu thun hatten, zwei oder drei davon sind fertige Buhälter. Das Bestreben übrigens, den Meyer als em Opfer der sozialistischen Agitation darzustellen, erfährt seine gründlichste Widerlegung durch die Thatsache, daß er er in den Jahren 1883 und 1885 zu schweren Gefängnißstrafen verurtheilt wurde, zuletzt wegen Straßenraubes. Zu dieser Zeit war von einer sozialistischen Bewegung in Mülhausen noch so viel wie gar nichts zu spüren; die erste öffentliche sozialdemo fratische Versammlung fand 1890 statt. Deutsches Reich. Und mit einem Schwulst von Fragen und Redensarten Bom Sklavenhandel auf deutschen Schiffen. Die Er Der Förster tauerte allein in seiner Ecke und bestellte bestürmte sie den Bärtigen, der gereizt auf den Lehrer klärung unseres Kollegen Robert Schmidt, daß der im„ Vorwärts sich einen neuen Krug Bier. Was ihm der Wirth erzählt blickte, sich aber doch ganz gern überreden ließ und bei hatte, schien ihn lebhaft zu beschäftigen, denn manchmal einem Kruge Bier der schwaßenden Wirthin zuhörte. Das gegen Herrn A. Wörmann erhobene Vorwurf, er habe seine Schiffe verschob er haftig den Kopf und riß die Wundwinkel schief. unförmige Frauenzimmer sprach mit schnatterndem, frechem wissentlich zur Beförderung schwarzer Slaven hergegeben, unbes Angenehme Gefühle waren es daher wohl nicht, die ihn be Tonfall, und hatte die Gewohnheit, mitten in den Sägen wegten. ohne alle Ursache ordinär und schreiend zu lachen, daß es laut durch die Stube scholl. ( Fortsetzung folgt.) Eine gute Weile mochte er so gesessen haben, als die Thüre plöglich auf und unmittelbar nachher krachend' gründet set, wird von Blättern wie dem Kleinen Journal" und der " Post" gegen den ,, Vorwärts" ausgenutzt. Die Zeitungen stellen sich so, als ob durch die Erklärung des Kollegen Schmidt zurückgenommen würde, daß deutsche Schiffe Stlaven transportirten. Für jeden, Ungarn. der lesen kann, ist durch die Erklärung blos festgestellt, daß unser fals die Halme üppiger reifen zu lassen auf dem Felde der Sozial Kollege Schmidt zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß Herr demokratie. Wörmann persönlich von den Sklaventransporten nichts gewußt habe. Gerichtlich festgestellt bleibt, daß von Wörmannschen Schiffen Sklaven transportirt wurden. Nicht festgestellt fonte blos werden, daß Herr Wörmann persönlich davon gewußt hat. 21 Aus Erfurt erfahren wir ferner: Die Nummer der Thüringer Tribüne" und des Nordhäuser Volksblattes" vom 16. Oktober wurde Agram, 18. Oktober. Infolge des Beschlusses der Studentenversammlung, daß diejenigen, welche am Mittwoch an der Berbrennung der ungarischen Fahne theilgenommen haben, sich den Gerichten stellen sollten, meldeten sich bei der Polizei gegen 100 Studenten, von denen 30 in Haft behalten wurden. Die Stadt ist vollkommen ruhig; ein Haus, auf welchem die ungarische Fabne gehißt war, wurde in der vergangenen Nacht mit Tinte beschmutzt. Es bestätigt sich, daß die Studenten an den Minister„ daß der Staatssekretär in einer Zeit, wo über den Bankverkehr bedeutsame Entscheidungen zu treffen waren, von Großbankiers Summen entliehen hat, die er nach menschlicher Voraussicht niemals zurückzahlen tonnte", nur Klarheit über diese Angelegenheit erzielen wollte. Dann versichert er, nunmehr, da es zur Bertheidigung seines Verhaltens nöthig geworden sei, der Erklärung unserer Staatsminister die Ergänzungen folgen lassen zu müssen, die den Thatbestand erst wirklich lär en". Die Verantwortlichkeit dafür, daß er dabei genöthigt sei, einem Todten Uebles nachzusagen, falle denen " er= auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wegen angeblicher selben zu erklären, daß die gestrige Demonstration nicht eine zu, die den Versuch gemacht hätten, ihn amtlich und öffentlich Majestätsbeleidigung beschlagnahmt. Es ist dies nunmehr die elfte Konfiskation, die diese Zeitung in einem Zeit- Demonstration gegen den ungarischen Staat, sondern eine Re- zu widerlegen. Dann fährt Herr Harden fort: mehr die elfte Konfiskation, die diese Beitung in einem Beit- vanche für die Mißhandlung Frant's sein sollte; auch daß die die finanzielle Seite besprochen worden; es gab auch eine andere, raum von sechs Wochen erlebt hat. Auf telegraphische Anweisung wurde in Nordhausen das Packet mit der ganzen Auflage Deputation nicht vorgelassen wurde, bestätigt sich. des Nordhäuser Volksblattes" auf der Post tonfiszirt. In der Expedition der Thüringer Tribüne" wurden noch etwa 30 Exemplare vorgefunden. Seckt waren. eine strafrechtliche Seite. Es lagen Defekte vor, zu Frankreich. deren Beseitigung ungeheure Summen, sehr viel größere, als Paris, 16. Oktober.( Eig. Bericht.) 3um Attentat öffentlich bekannt geworden ist, nöthig waren; und diese auf Rességuier. Wie sehr das Attentat auf Refféguier Defette waren durch Handlungen herbeigeführt droht. Nach der ministeriellen Erklärung muß man ans Nur als interessantes Gegenstück zu all diesen und diesem wie der ihm zur Seite stehenden Regierung und deren worden, die das Gefes mit barten Strafen bes Sandlangern erwünscht kam, wie wenn es bestellt worden ähnlichen Vorkommnissen, die unsere Partei betroffen haben, wäre, das zeigt, wie sie dasselbe für sich auszubeuten fuchen. nehmen, daß dieser Thatbestand im Jahre 1886 zur Kenntniß theilen wir ferner folgendes Vorkommniß aus Burg So wurde noch gestern Abend gegen 11 Uhr das Attentat des Reichs Bankpräsidenten kam; wenn der Präsident dem städt mit: erfolgte gegen 9 Uhr bei dem Kassirer des Vertheidigungs- Staatssekretär, wie es nach dem Wortlaut der Erklärung scheint, Redakteur Nober vom tonservativen Water- Komitees der Glasarbeiter eine Haussuchung vorgenommen und eine Intervention angefonnen hat, so könnte diese nur die Anland", der wegen Beleidigung unseres Genossen Emil Land- die Streitkasse sowie die ganze Buchführung mit Beschlag belegt. zeige des Schuldigen bezweckt haben. Jeder, der wissentlich graf zu 40 Mark Geldstrafe und zur Veröffentlichung des Urtheils Nicht genug an dieser Schurkenthat, wurde bald darauf das gegen dem Thäter Beistand geleistet hätte, um ihn der Bestrafung zu im" Vaterland" verurtheilt wurde, hat um die königliche über der Glasfabrik gelegene Hotel Malaterre, in welchem die entziehen, hätte sich der Begünstigung schuldig gemacht, die bedroht ist; die BeBegnadigung gebeten. Der König von Sachsen sozialistischen Abgeordneten Jaurès, Gérault- Richard, Groussier im Strafgesetzbuch mit Gefängniß bedroht ist; hat hierauf Herrn Nober begnadigt. und Desfarges abgestiegen sind, unter dem Vorwand von günstigung bleibt, wo es sich um schwere Delikte handelt, straflos, wenn sie dem Thäter von Gendarmen zernirt, daß einige Leute den bekanntlich entDie beharrliche Strafverfolgung der kommenen Attentäter hineingehen gesehen hätten. Nur wurde einem Angehörigen gewährt worden ist, der diesen BeiSozialdemokraten durch die verschiedenen Regierungs- es nicht für rathsam gehalten, zu so später, ungesetzlicher Stunde stand nicht seines Vortheiles wegen geleistet hat. Das wäre der organe giebt den Grenzboten" Anlaß zu folgender Bemerkung: bei Abgeordneten eine Durchsuchung zu halten und so wurde& all des Herrn v. Bötticher gewesen: er konnte Minister Ein Trost bleibt ihnen bei aller Plage, daß sie von der denn bis zum Morgen gewartet. Als nun heute früh gleich nach bleiben, auch wenn sein Schwiegervater ins Gefängniß kam, preußische Staatsministerium erklärt, es sei unter seiner Würde, teine Spur von dem angeblich dahin geflüchteten Attentäter zu er die Vorgänge sofort melden mußte, sein Scheiden aus dem Regierung außerordentlich hoch geschätzt werden. Während das Sonnenaufgang das ganze Hotel durchstöbert wurde, war natürlich denn niemand ist für die Thaten seiner Verwandten verantwort Die Redakteure der Zukunft" und der Deutschen Tageszeitung" finden. Darum war es ja aber den Herren auch nicht zu thun, da sie ja Amt für nothwendig hielt. Deshalb ist die Frage so wichtig: wegen der gegen den Minister v. Bötticher gerichteten Ver- sonst, nachdem sie sich überzeugt, daß sich der Attentäter nicht im dächtigungen zu verklagen( die Hamburger Nachrichten" hat es Hotel befindet, wieder abgezogen wären. So wurden aber die Wann hat der Staatssekretär dem Kanzler anzuführen vergessen), hat der Ministerpräsident in die Ver- vier sozialistischen Abgeordneten sowie der Korrespondent der den Sachverhalt mitgetheilt? G3 ist nicht folgung des sozialdemokratischen Redakteurs Neukirch in Breslau Dépêche" und" Petite République", Herr Roché, nebst dem wahrscheinlich, daß das vor der Deckung der gewilligt, der das preußische Staatsministerium durch eine Kritik Advokaten der Glasarbeiter- Gewerkschaft, Herrn Andrieu, einer De fette geschehen ist, denn sonst hätte der Reichskanzler fich feines Verhaltens gegenüber den agrarischen Ansprüchen beleidigt Leibesvisitation unterzogen, was wohl nicht geschah, um des verpflichtet gefühlt, den Thäter zur Anzeige und zur Bestrafung haben soll. Das Staatsministerium mißt also dem Urtheil des Attentäters habhaft zu werden. Bei dieser Durchsuchung sind, zu bringen. Es ist vielmehr anzunehmen, daß der Kanzler erst Sozialdemokraten Neukirch ein bedeutend höheres Gewicht bei wie eine Depesche meldet, Genossen Jaurès mehrere Schriftstücke von der Sache erfuhr, als die Defekte ganz oder theilweise geals dem des Herrn Harden und der Herren von der„ Deutschen abgenommen worden, unter welchen fich u. a. mehrere Sigungs- Herr v. Bötticher, beschafft, und als deren Mittel nicht annähernd Die Deckung hatten die Verwandten, darunter auch Tageszeitung". protokolle des Gewerkschafts- Ausschusses der Glasarbeiter befinden Hoch lebe die Sozialdemokratie! So schrieb der Husar sollen. Gleichzeitig kommt aus Albi die Meldung, daß der ausreichten, waren die Chefs großer Bankhäuser und andere Kapitalisten hilfreich Brecht während des Manövers in Griesheim an eine Thür. Brecht Präsident des dortigen Gerichtshofes auf Verlangen einiger iprungen. Diese Hilfeleistung sah der Reichswurde vor ein Kriegsgericht gestellt und erhielt ein Jahr Festung. Streifenden von Carmaux, denen feitens des Ver Zur Verbüßung dieser Strafe wurde er nach Köln überführt. theidigungs- Komitees der Glasarbeiter die Unterstützung anzler als eine dem Staatssetretär gewährte an die Unterstützung und sie schien ihm ein Abhängigkeitsverhältniß zu begründen, Wir können unseren Genossen nur rathen, wenn fie genöthigt verweigert wurde, die Beschlagnahme der von der Petite Répu- wie es mit der amtlichen Stellung eines Mannes unverträglich find, des Königs Rock zu tragen, sich der möglichsten Vor- blique" zu diesem Zwecke gesammelten Gelder ausgesprochen habe.. war, zu dessen Kompetenz auch die Vertretung des Reichsficht zu befleißigen. Die Art und Weise, in der obengenannter Um dieses Erkenntniß gebührend zu würdigen, muß man wiffen, tanglers in wirthschaftlichen Fragen und in Bankangelegenheiten aber keinen Nußen gebracht und so ist es in vielen anderen wurde, Streitbrecher, b. h. Verräther an der Sache sind, gehörte. Die Unhaltbarkeit der Situation mußte auch der zu deren gunsten die Subffription eröffnet wurde und für die Staatssekretär empfinden, der von seinem Einkommen nicht einUeber den Freiherrn v. Langen, einem hervor- einzig und allein und keineswegs für die Lumpen, die sich an den mal die Zinsen für die nothwendig gewordenen Summen aufragenden Kämpfer für Ordnung, Sitte und Religion plaudert Gerichtspräsidenten wandten, die Arbeiterschaft so massenhaft ihre bringen konnte, und deshalb sah er sich veranlaßt, seine Bereitwilligkeit zum Rücktritt anzndeuten. Für den Reichsfangler lag die ein Antisemitenblatt folgendes aus: Als vermuthlicher Attentäter wurde heute Nachmittag Sache nun so: eine strafbare Handlung gab es nicht mehr, denn die Es hatte uns auch überrascht, daß beispielsweise ein uns ein Kolporteur der beiden anarchistischen Wochenblätter„ a Defekte waren gedeckt, und ein Strafverfahren hätte sich nur sonst in vielen Beziehungen sehr nahestehender und hochgeschätzter Gesinnungsfreund Freiherr v. L., der doch schon seit Soziale" und" Les Temps nouveaux", namens Guilhem, in Car- noch gegen etwa vorhandene Begünstiger richten können; der Jahren über das Privatleben Hammerstein's maux verhaftet. Ob er wirklich der Attentäter ist, bleibt natür- Rücktritt des Herrn v. Bötticher, der dann vielleicht auch finanziell zusammengebrochen wäre, schien im Staatsintereffe lich noch abzuwarten. unterrichtet war, sich in der legten Zeit doch wieder von nicht wünschenswerth, weil er zu Erörterungen geführt hätte, demselben soweit umgarnen ließ, daß er demselben nicht nur Paris, 18. Oftober. Vor dem Schwurgericht begann heute denen man den Schwiegerfohn des Stralsunder Bankdirektors, bedeutende Summen Geldes übergab, sondern auch mit Hammer- unter großem Zudrange des Publikums die Verhandlung mit Rücksicht auf seine langjährige amtliche Stellung, nicht ausstein zusammen in der Kreuz- Zeitung" feurige Artikel veröffent- gegen Magnier. Das Verhör Magnier's erstreckte sich zu setzen durfte. Der Reichskanzler war in einer Zwanglage: er lichte, welche zum Rampfe für Sitte und Ordnung" nächst auf die schwierige Lage seines Blattes" Evénement", welches durfte die Unanfechtbarkeit der preußischen Staatsverwaltung nicht aufriefen." in diesem Jahre fallit geworden ist. In betreff der Südbahn- gefährden und er durfte den Staatssekretär nicht in einem VerAlso schon seit Jahren war Herr v. 2. über Freund Angelegenheit behauptet Magnier, er hätte mit der Bahn- Gesell- hältniß lassen, das ihn von Bankmächten abhängig machen oder Hammerstein's Privatleben unterrichtet. Nur er allein? Nicht schaft einen Vertrag als Journalist abgeschlossen und sich nie an doch abhängig erscheinen laffen tonnte. Aus dieser auch andere Freunde, z. B. Freund Stöcker? Baron Reinach verkauft. 3 wangslage half die tönigliche Erlaubniß, die Von der internationalen Spionage. Die Pariser Blätter damals start angewachsenen Mittel des Welfenfonds melden die Verhaftung eines Deutschen Arthur von Stubenrauch zu benutzen. Weder der alte Kaiser noch Fürst Bismarck unter der Beschuldigung der Spionage. Die Post babe an ihn hätten sich jemals bereit erklärt, diese Mittel für Herrn Berg oder gerichtete Briefe aus Deutschland der Polizei ausgeliefert, auf für dessen Freunde flüssig zu machen. Der Kaifer bewilligte, auf den nachdrücklich empfehlenden Vortrag des Kanzlers, die Mittel, um das Ansehen der preußischen Staatsverwaltung vor boshafter Anfechtung zu bewahren und um einem geschickten Beamten die unerläßliche Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Ob der Welfenfonds damals richtig verwendet wurde, darüber hat der gewissenhaftefte Monarch entschieden; bei seiner Entscheidung fönnen auch wir uns beruhigen und froh sein, wenn dieser Fonds, der den preußischen Staat stärken sollte, später niemals unnütlichere Verwendung gefunden hat." Fällen auch. Sous beifteuert. Spanien. Dänemark. " Die Landtags- Wahlen im Königreiche Sachsen. Bei den 27 Wahlen zum sächsischen Landtag, welche gestern stattfanden, wurden 22 Mitglieder der Kartellparteien und 5 Sozialisten gewählt. Von den ersteren gehören, den die sie ihre Anklage gründe. Dresdener Neuesten Nachrichten" zufolge, 15 der konservativen, 5 der nationalliberalen Partei und 2 der Partei Madrid, 17. Oktober. Der Ministerrath beschloß, auf Kuba der Kammerfortschrittler" an. Die Konservativen ge- das Gefeß gegen Dynamit- Attentate zur Anwendung winnen somit einen Siz, die Nationalliberalen zwei Size; zu bringen. die„ Kammerfortschrittler" verlieren einen Sig; die Kartellparteien gewinnen also zwei Sige. Die Sozialdemokraten Kopenhagen, 18. Ottober. In der heutigen Sigung des gewinnen Dresden III.( Fräsdorf) und verlieren den Folkething führte der Konseilpräsident Baron v. Reedy- Thott 16. städtischen Wahlkreis( Crimmitschau), in dem Coldiß aus: Die Finanzberathungen erwiesen es und jeder erkenne es So wurde vom Fürsten Bismarck, dem der Staatssekretär kandidirt wurde; unsere Partei behält also ihren alten an, daß der Ausgleich den politischen Streit beseitigt habe. Das jetzt in Interviews höchst spaßhafte Borlesungen über den Umgang Besitzstand. Die deutschsoziale Reformpartei( Antisemiten) Minifterium habe eine freiere, unabhängigere Stellung dem mit Kaisern hält, dem Herrn von Bötticher das amtliche Leben gewann feinen Siz. Die Deutschfreisinnigen verloren jeßigen Foltething gegenüber, dessen Wiebrzahl sich thatfächlich gerettet. Ob Herr von Bötticher den Herren, die ihn zuerst aus zwei Sige und scheiden damit aus der sächsischen Kammer geneigt zeige, die Vermittelung des Ministeriums anzunehmen. Der Verlegenheit erlöften, länger als diesem Lebensretter die Das Programm des Ministeriums bestehe in seinen Gesetzes- Dankbarkeit bewahrt hat, das weiß ich nicht, darüber habe ich vollständig aus. vorlagen. auch nichts behauptet. Seine Chrenhaftigkeit bezweifle ich nicht, München, 17. Oftober.( Gig. Bericht.) Die Haltung. Die Rechtenpartei des Landsthings wählte heute den früheren wohl aber, daß er nach allem, was er durchgemacht hat, und der bayerischen Abgeordnetenkammer zum Antrag Konseil- Präsidenten Estrup zum Mitgliede ihrer Parteiverwaltung mit den gewandelten Ansichten, die er heute vertritt, auf seinem unferer Genossen, der Regierung die ernste Mißbilligung für ihr in der Absicht, ihn zum Präsidenten derselben zu ernennen.- Posten noch wohlthätig wirken kann. Das Moralische Verhalten vor, während und nach der Fuchsmühler Affäre auss versteht sich immer von selbst. Fürst Hohenlohe ist : zusprechen, ist dazu angethan, diesem Parlament des zweitgrößten Belgrad, 17. Oktober. Der König amnestirte alle gewiß ein untadelhaft vornehmer Mann und doch wird er, wenn wir je zu Rußland in ein schwieriges Verdeutschen Bundesstaates das letzte Restchen der noch vorhandenen Achtung zu rauben. Die aus dem Zentrum und den Gemischt oppositionellen Journalisten, welche sich wegen hältniß kommen, erfahren, daß ein deutscher Kanzler, dem der Bar Gefälligteiten erweisen oder Liberalen einschließlich der Freisinnigen!- bestehende Ma- Preßvergehen in Strafhaft befanden. jorität hat es flipp und klar ausgesprochen, daß die Kammer Unbequemlichkeiten bereiten fann, vor dem Volks. Türkei. fein Recht habe den Ministern ein Zadelsvotum zu ertheilen. Konstantinopel, 17. Oktober. Heute wurde ein Irade ver- bewußtsein einen sehr viel schwereren Stand hat als ein völlig Die von dem klerikalen Oberlandesgerichtsrath Geiger für diesen öffentlicht, welches den zwischen der Pforte und den Botschaftern unabhängiger Mann, der nirgends mit Zwirnsfäden angebunden Fall eigens und im Gegensatz zu den konftitutionellen Beftim- Englands, Rußlands und Frankreichs vereinbarten Reformist; Fürst Hohenlohe hätte es sicher abgelehnt, mit den Russen den Handelsvertrag abzuschließen, weil er begriffen hätte, mungen fonstruirte juristische" Deduktion ist die: Die Kammer plan genehmigt. daß er, troß seiner unzweifelhaft einwandfreien Persönlichkeit, ist den Ministern, den Dienern der Krone untergeordnet, die dazu nicht der geeignete Mann war. Und in den wirthschaftKammer hat daher kein Recht, die Minister zu tadeln; sie kann Rio de Janeiro, 17. Oftober.( Meldung des Reuter'schen lichen Kämpfen, die wir jetzt erleben, kann ein Minister, der, wie böchstens auf dem Wege einer Adresse an die Krone diese( die Krone) anflehen, sie möge den Ministern ihr Mißfallen aus Bureaus.) Der Senat nahm heute die ganze Amnestie. Herr v. Bötticher, als Vertreter der Regierung im Vordertreffen drücken. Es half nichts, daß Genosse Grillenberger wie der vorlage unverändert an, während die Deputirtenkammer ein steht, sicherlich nur dann Nützliches leisten, wenn er vom Vertrauen Bauerubündler Razinger fonstatirten, die Kammer begebe fich hellig einem Unterantrag auftimmte, welcher bestimmt, daß alle der schaffenden Stände getragen wird und nicht zu befürchten mit diesen Ansichten ihrer und der ihr vom Volke anvertrauten militärischen Führer und Offiziere, die an der Empörung be- braucht, hart angepackte Gegner fönnten, um ihn zu ärgern, seine Rechte, fie ftelle fich hinter das„ Parlament" in Mecklenburg. theiligt waren, erst nach zwei Jahren wieder in das brasilianische eigenen Angelegenheiten zur Sprache bringen." Nichts half der Appell an den gefunden Menschenverstand, die Be- Heer eingestellt werden dürfen. Dieser Antrag wird vermuthlich rufung auf die klaren Bestimmungen der Verfassung, nichts auch vom Senat genehmigt werden. Ostasien. die Konstatirung, daß das Vorgehen der beiden großen Parteien Serbien. Brasilien. * So Herr Harden, dessen Versicherung im Anfang seines Artikels, er hätte nur durch seine früheren Bemerkungen über die Affäre Bötticher- Berg Klarheit erzielen wollen, zu der Schlußfolgerung drängt, daß er erst neuerdings mit den von ihm in der Zukunft" bekannt gegebenen Thatsachen bekannt gemacht wurde. nichts sei als ein Mangel an Muth. Die Liberalen, mit ihnen Hongkong, 18. Oftober.( Reutermeldung). Einer Meldung der freisinnige" Dr. Günther, die Ultramontanen und Kon- aus Formosa zufolge haben die Japaner am 16. Oftober Tatas servativen majorisirten, wie bereits telegraphisch gemeldet, unsere an der Westküste Formosas eingenommen. Ferner waren alle Genoffen gegen die Stimmen der Bauernbündler und des Demo- Vorbereitungen zu der heute stattfindenden Beschießung der Stadt traten Wiesner. Die Triebkraft für diese Klubbeschlüsse der Thai- wan getroffen, welche sich im Besige eines Schwarzflaggen Ordnungsmajorität ist keine geheime, sie und ihre Herkunft sind Häuptlings befindet, der die japanische Forderung einer bedingungs dem Kundigen bekannt: Man weiß in den Lagern der strebsamen lofen Uebergabe der Stadt ablehnte. Ein heftiger Kampf steht ordens- und titelsüchtigen Herren von links und rechts, daß das zu erwarten. Beharrungsvermögen des altersschwachen Ministeriums ein so großes ist, daß es allen Mißtrauensvoten der Kammer Trok In Sachen Bismarck- Böfficher bietet. Da galt es für die bürgerliche Strebsamkeit, sich bei bom Ministerium in gutes Licht zu setzen. Was ist diesen Leuten liegen gleichzeitig zwei Kundgebungen aus dem Lager der Setuba- Bolt? Nichts, wo das eigene Jch Schaden leiden könnte. Bismarckfreunde vor. Nun, die Worte unseres Genossen Grillenberger werden nicht unIn der Zukunft" ergreift Herr Harden das gehört im Lande verhallen und das Volk draußen wird sich das volksverrätherische Thun der Kammerhelden ad notam zu nehmen Wort gegen die Erklärung des Staatsministeriums. In wiffen. Und es ist ganz zweifellos, daß diese Bankerotterflärung einer langen Bolemit versichert er, wie früher die ,, Deutsche der Ordnungsparteien in der bayerischen Rammer nichts bezweckt, Tageszeitung", daß er durch seine Frage, ob es wahr sei, heiten wohl unterrichtet gezeigt hat, erhalten wir die Mite Von einer andern Seite greifen die am burger Nachrichten" die Sache an, an, indem sie abermals über das früher schon behauptete behauptete UnterthänigkeitsVerhältniß des Staatssekretärs von Bötticher zu dem Reichskanzler v. Bismarck sich auslassen. In diesem Artikel, der sich gegen die Wittheilungen des Interviewers des Herrn v. Bötticher kehrt, wird im wesentlichen indeß nur das früher Gesagte wiederholt. Bon einem Korrespondenten, der sich in diesen Angelegen V Versammlungen. A theilung, daß wahrscheinlich eine neue Kundgebung die sie unterm Gindruck des Streits zuerst an die Ziegel- Arbeitsbedingungen. Darauf hat, nach bürgerlicher Angabe die des Staatsministeriums in der Sache des werks Gesellschaften stellte, leider später beträchtlich ge Fabrikleitung den ganzen Betrieb eingestellt. 800 Arbeiter seien Ministers v. Bötticher bevorstehe. mildert. So sollten die Gesellschaften anfänglich auch dadurch brotlos geworden. Im Zusammenhange damit geben wir ferner einer forgen. Dagegen erheben einzelne Gefellschaften mit der Angabe für genügende innere Einrichtung der Arbeiterwohnungen Berichtigung Raum, die das„ Berliner Tageblatt" auf Einspruch, daß sie nach ihren mündlichen Vereinbarungen und Wunsch der Familie des verstorbenen Bankdirektors Berg nach der bisherigen langjährigen Gepflogenheit nur zur Geder gestern auch von uns wiedergegebenen Mittheilung über währung bewohnbarer Räume, nicht auch zur Ausstattung der Reichstags- Wahlkreis Stralsund Rügen Franzburg hielt am Der Sozialdemokratische Agitationsverein für den die Sanirung der Berg'schen Verhältnisse hat nachfolgen lassen. selben verpflichtet wären. Den Wiener Magistrat, der Fleisch 13. Oftober seine Generalversammlung ab. Die VierteljahrsEs heißt da: von ihrem Fleisch und Bein von ihrem Bein ist, rührte das Abrechnung ergab einen Bestand von 12,42 M. Außerdem Von den Verwandten des Herrn Berg hat bewegliche Flehen seiner Klaſſengenossen. Er zog die ursprüng- wurden 54 Kilogramm Material( Beitungen und Broschüren) geniemand irgend welchen Ersatz des hergegebenen liche Forderung, daß jedes Bett mit einem abgesteppten Strohfact, sammelt. Aus der Vorstandswahl gingen hervor: Schulze Vermögens erhalten; nur die Freunde der Familie, welche einem Kopfpolster und einer Decke zu versehen sei, zurück. Dagegen und Schuldt als erster urd zweiter Borsitzender, Sump und bei der Angelegenheit mit eingegriffen hatten, wurden später war er so nobel, im Bezirke Bruck an der Leitha den Unternehmern W. Bieth als erster und zweiter Kassirer, Werner und schadlos gehalten." Ferner habe Herr von Bötticher im aufzugeben, daß jede Arbeiterwohnung mit einem Kleiderschrank R. Hansen als erster und zweiter Schriftführer; als Revisoren Jahre 1886 nicht nur das von seiner Gemahlin eingebrachte, und einem Waschbecken ausgestattet werde. Man sieht, der weißenstein und W. Hansen. Die Vereinssizungen werden sondern auch das von ihm selbst ererbte Vermögen für deren Wiener Magistrat zeigt sich sozialpolitisch wieder auf der Höhe jeden Sonntag nach dem 1. und 15. des Monats vormittags Bater hergegeben. der Situation; ein ordentliches Bett mag sich der Arbeiter selber 10 Uhr bei Linke, Jüdenstr. 36, abgehalten. beschaffen, und wenn er's nicht thut, ist's seine Sache. Die Partei- Nachrichten. Badische Landtagswahlen. Bei der Wahlmännerwahl in Forchheim wurden mit 96 gegen 60 Stimmen die Kandidaten unserer Partei gewählt. Zu wählen waren 7. Die Gegner brachten keinen einzigen durch. In Rintheim wurden 4 Sozialdemokraten gewählt. Die Gegner mußten sich mit 2 begnügen. Bei der Mannheimer Landtagswahl hat sich die Solidarität der Arbeiter auch in der Eisenbahn- Werkstätte glänzend bewährt. Kurz vor der Wahl lief, wie der Volksstimme" be= richtet wurde, ein Bureaudiener in den Werkstätten umher, um die Arbeiter zu fragen, wer wohl bereit wäre, sich zur Vertheilung nationalliberaler Stimmzettel am Wahltage zur Berfügung zu stellen. Von 200 Arbeitern fanden sich nur drei, die für fünf Mart Ehrensold" und eine Mark Zuschuß als Biergeld die Interessen der Arbeiterschaft hintansetzten. Todtenliste der Partei. In Bremen wurde am Montag der Werftarbeiter Wilhelm Meyer zur letzten Ruhe bestattet. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Italiener und Slovaken, die mit Vorliebe in den Ziegeleien be- Deutscher Holzarbeiter- Verband. In einer im Viktoria schäftigt werden, nehmen's ja auch nicht so genau, daß ein ehr- Salon, Perlebergerstr. 13, am 13. Oftober abgehaltenen Ver famer Magistrat der Stadt Wien nöthig hätte, es mit den armen sammlung des Bezirks Moabit der Zahlstelle Berlin hielt Biegelfabrikanten ganz zu verderben. Immerhin werden die Kollege Wiedemann einen Vortrag über die wirthschaftliche Wiener Ziegler jegt unter besseren Verhältnissen wohnen, und Lage der Holzarbeiter. Die Diskussion bewegte sich im Sinne das haben sie lediglich ihrem mit großer Opferfreudigkeit durch- seiner Ausführungen. Dann wurden die in den Werkstätten von geführten Ausstand zu verdanken, denn erst dieser brachte die Hergesell und Herzer herrschenden Verhältnisse einer Besprechung herrschende Klaffe zu der Einsicht, daß für die Ziegler etwas ge- unterzogen. Die dort arbeitenden Kollegen waren zu der VerSammlung besonders eingeladen, aber nur in geringer Zahl es than werden müsse. schienen. Man gab ihnen auf, dafür Sorge zu tragen, daß sie in jeder Vertrauensmänner- Sigung durch einen Delegirten ver treten find. Zum Beitragsammler wurde Kollege Wasserzier gewählt. Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. " Die Allgemeine Orts- Krankenkasse beendete am 13. Oftober in einer von etwa 800 Personen besuchten Versammlung die An die Organisationen der Holzarbeiter! Diskussion über die Frage der freien Arztwahl. Es wurde Der im August 1893 zu Zürich nattgehabte internationale folgende, vom Referenten Dr. Heymann gestellte Resolution Holzarbeiter- Kongreß beschloß mit Rücksicht darauf, daß die Ver- mit überwältigender Mehrheit angenommen: Die heute, am handlungen dieses Kongresses in hohen Maße beeinträchtigt 13. Oftober, im Lotal Königsbank" tagende Versammlung von wurden durch die Verhandlungen des gleichzeitig tagenden all- Mitgliedern der Allgemeinen Orts- Krankenkasse hält nach wie gemeinen Arbeiter Kongresses, indem die Verhandlungen des vor an der freien Arztwahl fest. Sie ist der Meinung, daß die ersteren nur in der Mittagszeit, sowie in den Morgen- und Schäden, die sich im vorigen Jahre gezeigt haben, bei einigen Dem Genossen Baumüller in Magdeburg, vettbendstunden geführt werden konnten, sowie aus anderen Er- guten Willen der maßgebenden Organe ganz gut beseitigt werden antwortlichem Redakteur der Volksstimme", ist jetzt die Anklage wägungen, daß in Zukunft der internationale Holzarbeiter können und erwartet daher von der Generalversammlung, daß fie wegen vierfacher Majestätsbeleidigung und wegen groben Unfugs Kongres zeitlich und räumlich getrennt vom allgemeinen nur mit dem Verein der frei gewählten Kassenärzte einen Vertrag zugestellt worden. Termin ist noch nicht angesetzt. Wir wollen Arbeiterfongreß abgehalten werden solle. Der Kongreß setzte den eingeht." Das Resultat der Abstimmung wurde mit lebhaftem hoffen, daß die Magdeburger Richter sich auf den Standpunkt unterzeichneten als internationalen Sekretär ein und beauftragte Beifall begrüßt. der Staatsanwaltschaft nicht stellen. Bei dieser Gelegenheit denselben, den Ort für Abhaltung des nächsten internationalen Stellungnahme zu den Delegirtenwahlen abermals vertagt werden. Wegen der vorgerückten Zeit mußte die sei erwähnt, daß die Summe, der feit dem Er- Holzarbeiter- Kongresses zu bestimmen, die Vorarbeiten zu treffen löschen des Sozialistengesetzes bis zum Herbst 1895 von und den Kongreß einzuberufen. Die Generalversammlung des Vereins aller auf deutschen Gerichten gegen Angehörige unserer Partei, so- Das Sekretariat schlägt nun vor, den nächsten inter- Holz und Kohlenplätzen beschäftigten Arbeiter und genannte Anarchisten, auf 416 Jahre 6 Monate und nationalen Holzarbeiter Kongreß eine Woche Kutscher, die am 15. Oftober tagte, nahm folgenden Kassen. 14 Tage Gefängniß, 18 Jahre 6 Monate Zucht vor dem im Jahre 1896 in London stattfindenden allgemeinen bericht entgegen: vom Mai bis September sind 80 Mitglieder haus( Schröder und Genossen) und 148 519 M. Geldstrafe Arbeiterkongreß, und zwar in Amsterdam, Holland, aufgenommen worden, wodurch an Einschreibegebühren 21,75 m. beträgt. Und trotzdem schreitet unsere Partei von Sieg zu Sieg! abzuhalten. Der Tag, an welchem der Kongreß eröffnet wird, einfamen; die Beiträge betrugen 122,60 m., macht in Summa Das sollte unsere Gegner lehren, daß auch heute noch das Wort und das Lokal, in welchem derselbe stattfindet, wird später be 144,35 M. Einnahme; davon ab die Ausgabe im Betrage von gilt: Ideen, die gut sind, können durch nichts ausgerottet fannt gegeben. 120,20 M., bleibt ein Kassenbestand von 24,15 M. Dem Kassirer Die Wahl des Vorstandes hatte Um nun sicher zu sein, daß der Kongreß diejenige Theil- wurde Decharge ertheilt. -Redakteur E. Wolfgang von der Branden.nahme findet, welche die Abhaltung eines solchen rechtfertigt, folgendes Ergebniß: 1. Vorsitzender Bentsch. 2. Vorsitzender burger Zeitung" sollte durch Veröffentlichung eines vom bittet der Unterzeichnete alle Organisationen um schleunigste olf, 1. Kassirer Pohl, 2. Kassirer Dobbrot, 1. SchriftLuckenwalder Bürgermeister Suchsland gegen den Hutmacher Mittheilung, ob dieselben die Abhaltung eines Internationalen führer Herbrich, 2. Schriftführer Jelesch. Auf Antrag Hellsinger gerichteten Strafmandats das Preßgesetz verlegt haben. Holzarbeiter- Kongresses im Jahre 1896 für nothwendig erachten erklärte sich dann die Generalversammlung mit großer Mehrheit Obgleich zur Zeit der Veröffentlichung des Strafmandats Wider- und ob sie gewillt sind, sich an demselben durch Entsendung von für den Anschluß an die Berliner Gewerkschaftskommission und spruch noch nicht erhoben war was erst später erfolgte, worauf Delegirten zu betheiligen. wählte Schubert als Delegirten zu dieser. Beschlossen wurde das Schöffengericht in Luckenwalde das Strafmandat aufhob behauptete die Anklage doch, daß die Veröffentlichung des Straf weiter die Veranstaltung eines Maskenballes; das Arrangement übertrug man den Kollegen Schubert, Ahrends, Po mandats der Veröffentlichung amtlicher Schriftstücke eines Straftrawsti, Kuhrmann und Schmidt. Kollege Ahrends. prozesses, bevor diese in öffentlicher Verhandlung fund gegeben schilderte dann die übeln Arbeitsverhältnisse bei einigen Firmen sind, gleich zu achten sei. Der Staatsanwalt beantragte wegen von Vergehens gegen das Preßgefeß eine Strafe von 10 M. Das Landgericht erkannte jedoch auf Freisprechung, weil ein polizeiliches Strafmandat erst dann den Ersatz einer Anklageschrift bilde, wenn Widerspruch eingelegt sei. Wäre die Behauptung der Anflage zutreffend, dann müßten auch Veröffentlichungen nach erst instanzlichem Urtheil, wenn später Berufung eingelegt wird, für strafbar erachtet werden. werden. " Münter lagt weiter! Gegen Dr. Bütgenau ist auf den 7. November vor der Straffammer des Dortmunder Landgerichts Termin wegen Münterbeleidigung angesezt. folgende Tagesordnung vor: Für die Berathungen des Kongresses schlagen wir vorläufig 1. Berichterstattung der einzelnen Länder bezw. Sekretariate. 2. Regelung der internationalen Verbindung und Aufstellung Normen für dieselbe. 3. Regelung der gegenseitigen Unterstützung bei Streifs. 4. Maßregeln zur Verkürzung der Arbeitszeit, Regelung des Arbeitslohnes und Beseitigung der Affordarbeit. Für weitere Berathungsgegenstände bitten wir uns Vor schläge zu machen, auch ist der Kongreß kompetent, die Tagesordnung durch andere Berathungsgegenstände zu erweitern. Mit kollegialem Gruß und Handschlag Das internationale Sefretariat der Holzarbeiter: Karl Kloß, Stuttgart, Böblinger Straße 127. -Wegen Beleidigung des anhaltischen Staatsministers v. Koserih wurde der frühere verantwortliche Redakteur des Der Streik der Bürstenmacher ist zu gunsten der Arbeiter Volksblatt für Anhalt", Genosse Otto Schwerdtfeger, entschieden; 27 Unternehmer haben die Forderungen bewilligt, Dom Dessauer Schöffengericht zu 100 M. Geldstrafe oder 16 Tagen folgende Unternehmer aber noch nicht: Neiße, Naunynstr. 73, Gefängniß verurtheilt. Löffler, Stralauerstr. 33, und Bischoff, Nixdorf, BerRedakteur Wetter von der Sächsischen Arlinerstr. 31. Es liegt jetzt an den Kollegen selbst, das Errungene beiterzeitung" hat einem Gendarm vorgeworfen, er habe fest zu halten; sollten Lohndrückereien vorkommen, dann wolle bei einer Aussage vor Gericht, die sich auf Wetter bezog, sein man sich sofort an die Kommission wenden. " " Gedächtniß nicht genügend angestrengt. Dafür verurtheilte ihn Für Sattler! Bei der Firma Jansen in Straßburg das Dresdener Schöffengericht wegen Beleidigung zu 4 Monaten haben 50 auf Militärarbeit beschäftigte Sattler die Arbeit Gefängniß, das Landgericht als Berufungsinstanz ebenfalls, und niedergelegt. das Oberlandesgericht bestätigte das Urtheil durch Verwerfung der Revision. Genosse Ga Im in Würzburg hat dieser Tage das dortige Gefängniß nach Verbüßung einer Strafe von 21/2 Monat verlassen, die ihm wegen Besprechung von Religion und wegen Offiziersbeleidigung auferlegt worden war. Soziale Meberlicht. Die Vertrauensmänner der organisirten Tabakarbeiter Bremens erflärten sich mit den streifenden holländischen Kameraden solidarisch und beschlossen zur Unterstützung ihrer Lohnbewegung eine Sammlung von 3 pCt. des Arbeitsverdienstes unter den Tabatarbeitern Bremens vorzunehmen. In Halle a. S. haben 9 Korbmacher der Firma Elisch u. Ro. die Arbeit niedergelegt, um auf diese Weise die geforderte Lohnzulage zu bekommen. Es handelt sich um Körbe Auch ein Kapitel vom Arbeiterschutz. Die gutgesinnte" für Del- und Säureballons, die für die chemische Fabrik in Presse Dortmund 3 war in der Lage mitzutheilen, daß in Westerhüfen bei Buckau gefertigt werden. Für einen solchen den nächsten Tagen eine polizeiliche Besichtigung Korb giebt es nur 21 Pf. Arbeitslohn; die Streifenden verlangen der gewerblichen Anlagen stattfinde, welche sich auf 25 Pf. Die Unternehmer wollten 23 Pf. zahlen, die Streifenden die Dauer der Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter, das Vor- bestehen aber auf voller Anerkennung ihrer Forderung. handensein von Arbeitsbüchern 2c. erstrecken werde. Selbst- Der Verdienst der Korbmacher ist sehr gering. Bei 13 stündiger verständlich wird nun die Polizei bei ihrer Revision alles in Arbeitszeit ohne Pausen verdienen selbst tüchtige Arbeiter wöchentschönster Ordnung finden. Daß aber Revisionen, von denen die lich nur 12 bis 15 Mart, bei günstigem Material bis 18 Mark. Unternehmer vorher Kenntniß bekommen fönnen, völlig werthlos Der 1889 geführte Lohnkampf war theilweise erfolgreich, doch find, bedarf keines Beweises. Es ist charakteristisch für die Ab- sind 1892 die Zohnsäge erniedrigt worden und seit dieser Zeit so hängigkeit der bürgerlichen Presse von den Interessen des Unter- niedrig geblieben. nehmerthums, daß sich überhaupt Blätter finden, die solche Nachrichten verbreiten. $ Verband der Vergolder. In der Filialversammlung im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c, wurde vom stellvertreten den Kassirer Krüger berichtet, daß die Einnahme im dritten Quartal 1086,31 M., die Ausgabe 1024,70 m., der Bestand somit 61,61 m. betrug. Der Kassirer wurde entlastet. Dann wurde beschlossen, beim Restaurateur Kummer in Rixdorf eine Bahlstelle zu errichten. Außerdem gab der Vorsitzende bekannt, daß für Berlin C. bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, und für Berlin SO. bei Strohmeier's Nachfl., Mariannen play 18, eine Zahlstelle errichtet ist. Hierauf hielt Genosse Hoffmann einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema: Was hat der Arbeiter von der heutigen Gesellschaft zu erwarten? Alt Glienicke. Am 13. Oktober hielt die hiesige Zahlstelle des Allgemeinen Arbeiter und Arbeiterinnen Vereins Berlins und Umgegend eine außerordentliche Generalversammlung ab, wo zunächst die Diskussion über den Antrag Me ße, die Zahlstelle in eine Lokalorganisation zu ver wandeln, fortgesetzt wurde. Da sich sämmtliche Redner gegen den Antrag aussprachen, wurde dieser von Mezze zurückgezogen. Hierauf beschloß man zur gegenseitigen Aufklärung in Gewerk schafts- Angelegenheiten Lese- und Diskutirabende einzurichten. Ferner soll im November in Adlershof ein Tanzvergnügen abs gehalten werden. In Charlottenburg tagte am 16. Ottober eine öffentliche Versammlung im Lokal Vismarckshöhe, in der Dr. Za det einen interessanten Vortrag über kommunale Mißstände hielt. Am Echlusse seiner Ausiührungen forderte er zur regiten Agitation für die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen auf. An der Diskussion betheiligten sich Siegerist, Flemming, Sellin und Scharnberg. Nach einem Schlußwort des Referenten wurde die Aufstellung der Kandidaten vorgenommen. Die Versammlung entschied sich für folgende 6 Parteigenossen: Buchtrucker Görke, Tischler Schnell, Tischler Scharn berg, Zigarrenhändler Sellin, Restaurateur Wolther und Gastwirth Wilke. Depelchen und lehte Nachrichten. Köln a. R., 18. Oftober.( B. H.) Nach dreistündigem Plädoyer beantragte heute im Mülheimer Krawall. Die Müller in Rosenheim in Bayern haben, nachdem prozeß der Staatsanwalt bei 4 Angeklagten Bejabung der ihnen die Mühlenbefizer eine fürzere, nämlich die zwölfstündige Hauptfrage, die auf Landfriedensbruch und Aufruhr lautet, unter Mit der Frage der Schneider Betriebswerkstätten Arbeitszeit bewilligten und das Schlafstellenwesen besser regelten. Bersagung mildernder Umstände, bei drei Angeklagten ebenbeschäftigte sich auch die volkswirthschaftliche Sektion des Hoch von der gewerkschaftlichen Durchführung der gesetzlichen Sonntags- falls Bejahung der Hauptfrage mit Bubilligung mildernder stifts in Frankfurt a. M. in einer Versammlung am ruhe abgesehen und dafür eine Petition an die Regierung ge- Umstände, bei drei weiteren Angeklagten Bejahung der Neben= 16. Oktober. Ein bestimmtes Programm wurde nicht aufgestellt. richtet, worin diese ersucht wird, die zuständigen Behörden zum fragen( Körperverlegung bezw. Sach beschädigung) unter mildernden Diejenigen Mitglieder, die mitarbeiten wollen, werden zunächst Eingreifen zu veranlassen. Hoffentlich geschieht das bald und Umständen, bei einem Angeklagten Freisprechung. Wie der zu einer Kommission gesammentreten, um sich über den Arbeits- mit Erfolg! Staatsanwalt ausführte, sei das stellenweise schroffe Auftreten plan zu einigen. Die Untersuchung soll gemeinschaftlich mit dem Verein für öffentliche Gefundheitspflege erfolgen. Ihr Hauptzweck Sörlein u. Dürt'schen Möbelfabrik wegen der In Reichenhall in Bayern fireifen elf Gehilfen der der Polizei durch die Verhältnisse geboten gewesen. Wien, 18. Oktober. Der Handlungsgehilfe Stanislaus ist, Material über die Wohnungs- und Werkstattverhältnisse 2c. Werkstattordnung. Wartawski, welcher seinerzeit als angeblicher evangelischer im Schneidergewerbe herbeizuschaffen. Pfarrer die Scheintrauung des Ritters von Czynski mit der Der Basler Posamenterstreif, der im Juni d. J. auß- Baronesse von Zedlitz und Neukirch aus München vornahm, Während die Errichtung von Gemeinde Arbeitsnachweisen selbst durch die württembergische Regie: brach und etwas über eine Woche dauerte, hat den Arbeitern wurde von dem hiesigen Erkenntniß gericht heute wegen Betruges rund 4200 Franken gekostet. 5000 Franken tamen ein. Der zu 8 Monaten schweren Kerkers mit verschärften Fasttagen verrung gefördert wird, hat der aus sogenannten" Demokraten" Streit endete bekanntlich durch einen von der Regierung verurtheilt. zusammengefeßte Gemeinderath des schwäbischen Städtchens mittelten Vergleich. Die Fabrikanten halten aber ihr gegebenes Venedig, 18. Oktober.( B.$.) Hier wüthet ein sehr starter Backnang die Errichtung eines solchen Instituts bis auf Wort so schlecht, daß der Streit jeden Tag wieder ausbrechen Ortan; die Temperatur ist beträchtlich gesunken. Biele Unweiteres abgelehnt. Schöne Demokratie", der unter Umständen tann. Eine Versammlung der Arbeiter beauftragte die Lohn- glüdsfälle sind bereits vorgekommen, so ftrandete u. a. ein öfter erst von oben befohlen werden muß, etwas für die Arbeiter kommission, die Vermittelung des Regierungspräsidenten nachzus reichisches Segelschiff und ein griechisches Schiff in der Nähe des zu thun, die doch die Mehrheit des Demos, des Volkes bilden. fnchen, damit mit den Fabrikanten über die Differenzen ver- Hafens. Die Mannschaften konnten sich nur durch Schwimmen Wie scheußlich die Wohnungsverhältnisse der Arbeiter auf handelt werden kann. retten. Eine große Zahl Barken sant und in der Stadt stürzten den Wiener Biegeleien gewesen sein mögen, worüber durch den großen Streit der Ziegler die Deffentlichkeit zuerst in La Villette die Arbeit niedergelegt haben, um eine Lohn- daß ein russisches Geschwader sich im Schwarzen Aus Paris wird telegraphirt, daß 400 3uderträger mehrere Schornsteine ein. London, 18. Oktober.( B. H.) Die„ Times" melden heute, Kunde bekam, das ergiebt sich daraus, daß allein die Wiener erhöhung durchzusetzen. berger Gewerkschaft die Kosten des behördlich angeordneten UmMeere befindet, das aus 4 Panzern und 8 fleineren Schiffen baues der Arbeiterwohnungen auf rund eine Million Gulden In Maastricht in Holland verlangten die Arbeiter der besteht. Gestern sind bereits zwei derselben von Odessa abgedampft, anschlägt. Dabei hat die Gewerbebehörde die Forderungen, Glas- und Krystallfabrik von Regaust bessere um am Bosporus zu kreuzen. " #M Verantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 245. An die Adrelle der„ Kreuz- Beitung". Das königliche Amtsgericht I zu Berlin, bei dem meine Klage gegen den Freiherrn von Hammerstein wegen Verleumdung und Beleidigung schwebt, giebt es auf, die Angelegenheit weiter zu verhandeln. Meinem Rechtsbeistand ist folgende Verfügung zugestellt worden: „ Auf Ihre Anzeige vom 19. v. M. gereicht Ihnen, Herr Rechtsanwalt, zum Bescheide, daß von dem Versuch einer Zustellung des Eröffnungsbeschlusses an den Angeklagten in Sistrans in Tirol Abstand genommen worden ist, weil inzwischen anderweit bekannt geworden war, daß Angeklagter diesen Ort bereits verlassen habe. Nach Auskunft der königlichen Staatsanwalt schaft bei dem königl. Landgericht I hier vom 9. d. M., welche von uns eingeholt worden, ist der Aufenthalt des Angeklagten nicht bekannt und wird er steckbrieflich verfolgt. Es ist hiernach auf grund des§ 203 Strafprozeß- Ordnung, da dem weiteren Verfahren Abwesenheit des Angeklagten entgegensteht, vorläufig Einstellung des Verfahrens beschlossen worden." Hiermit ist mir vorläufig wenigstens die Möglichkeit genommen, für die mir zugefügte Niedertracht Genugthunng zu erlangen und in öffentlicher Gerichtsverhandlung fest stellen zu lassen, daß der flüchtige Eigenthumsverbrecher v. Hammerstein die von ihm verantwortlich geleitete„ KreuzZeitung" zum Mundstück der niederträchtigsten Ehr abschneidereien und Verleumdungen gegen mich gemacht hat. Am 19. November vorigen Jahres veröffentlichte ich folgende " Erklärung! " " Sonnabend, den 19. Oktober 1895. = 12. Jahrg. Dr. Kropatscheck es dulden, daß in ihrem Blatte einem Neben als Schachfiguren in dem Spiel einiger Rapitalisten gegen andere menschen in ebenso boshafter, als schamloser und wahrheits- Kapitalisten hin und hergeschoben habe und daß ich der Auswidriger Weise die Ehre abgeschnitten wird, so müssen die Herren wucherung von Sozialdemokraten durch Sozialdemokraten es sich gefallen lassen, für diese Lügen und Verleumdungen ver- schuldig sei. antwortlich gemacht zu werden. Das alles will der Chefredakteur der Kreuz- Zeitung", der Wollen die Herren dies nicht, so fordere ich sie hiermit auf, Reichstags- Abgeordnete Freiherr von Hammerstein, vor Gericht entweder den Beweis für die mich betreffende Verdächtigung der beweisen. Gut, er soll die Gelegenheit haben ich habe heute Kreuz- Zeitung" zu erbringen oder der Wahrheit die Ehre zu meinen Rechtsbeistand beauftragt, die Verleumdungsklage gegen geben und die gebrachte Verleumdung rückhaltslos zu wider ihn einzuleiten." rufen." Der edle Freiherr hat sich aus dem Staube gemacht Am 23. November 1894 machte die„ Kreuz Zeitung" und sich damit auch der Verantwortung für das gegen folgende Bemerkung: mich gerichtete Bubenstück entzogen. Da die Verleumdungen ,, Berlin, 23. November. Der Vorwärts" setzt die Be- und Lügen jedoch durch die„ Kreuz- Zeitung" verbreitet schimpfungen gegen uns mit großem Eifer fort. Wir verweisen worden sind, richte ich nunmehr an die gegenwärtige ihn auf die Erklärung des Herrn Singer, der versprochen hat, Redaktion des Blattes die Frage, ob sie der Wahrheit die uns für unsere Mittheilungen verantwortlich zu machen. Herr Ehre geben und die in der Kreuz- Zeitung" am 18. NoSinger möge nur die nöthigen Schritte thun." Darauf erwiderte ich am nächsten Tage: vember vorigen Jahres gegen mich gebrachte Verleumdung Hieraus geht hervor, daß ich versprochen haben soll, die rückhaltlos wiederrufen will. Geschieht dies nicht, so möge Redaktion der Kreuz- Zeitung" für ihre in Sachen des Bierdie gegenwärtige Redaktion der Kreuz- Zeitung" den boykotts über mich gebrachten Mittheilungen zu verflagen. Das moralischen Muth haben, jenen Artikel neuerdings abist eine perfide Verdrehung meiner Worte. Ich habe in meiner zudrucken und damit die Verantwortung für denselben überErklärung vom 19. November( veröffentlicht in Nr. 271 des nehmen. Vorwärts") gesagt: Siehe oben. " Paul Singer. Ich gebe der Kreuz- Zeitung" die Versicherung, daß nur so verstehen, daß ich, falls die genannten Herren nicht be Jeder ehrliche Mensch wird diesen Theil meiner Erklärung weisen oder rückhaltlos widerrufen, sie mit dem Verfasser jenes für die Wahrheit des Artikels einzustehen. nur so verstehen, daß ich, falls die genannten Herren nicht be- fie in diesem Fall Gelegenheit erhalten wird, vor Gericht schuftigen Artikels identifiziren müsse. Die Herren Freiherr Berlin, 18. Oktober 1895. v. Hammerstein und Professor Dr. Kropatschet haben das, was jeder anständige Mann in ihrer Lage gethan haben würde, nämlich beweisen oder widerrufen, nicht gethan und ich bin nunmehr voll berechtigt, die Herren v. Hammerstein und Dr. Kropalschek persönlich für jenen in ihrem Blatte erschienenen mich betreffenden Artikel verantwortlich zu machen und sie hier mit als Verbreiter der niederträchtigsten Ehrabschneidereien und Berleumdungen zu bezeichnen. Brandmal tragen Wollen die Herren dieses ihnen öffentlich aufgedrückte mir fann es recht sein." Artikel: " : Lokales. Den Parteigenossen des IV. Reichstags- Wahlkreises zur Nachricht, daß die Listen zu den Kommunalwahlen bei folgenden Gastwirthen eingesehen werden können: für den 24. Kommunal- Wahlbezirk bei Albert Böhl, Rüdersdorferstr. 8 im Keller; für den 27. Kommunal- Wahlbezirk bei Schulze, Weberstr. 10. Die Kreuz- Zeitung" bringt in Nr. 542 vom Sonntag, den 18. d. Mts., in dem mit der Ueberschrift Wirthschaftlicher Wochenbericht" versehenen Artikel folgenden Satz: Die Vorkommnisse mit der Aktiengesellschaft Münchener Brauhaus" in Berlin, über die wir am Freitag berichteten, find weniger vom börsentechnischen, als vom politischen StandDie Kreuz Zeitung" brachte darauf nachstehenden punkte aus interessant. Aehnliche Schiebungen famen bei Sterbefälle in Berlin. 1894 starben in Berlin 30 946 vielen Attiengesellschaften vor, die in die Hände von Personen 18,16 Promille der mittleren Bevölkerung( ungerechnet Sanirungs" tünstlern fielen. Neu aber ist, daß eine ganze Berlin, 26. November. Herr Paul Singer erläßt 1610 todtgeborene Kinder= 0,95 Promille der mittleren Bevölke Aktiengesellschaft sich vollständig den Kommunisten ausliefert, eine Erklärung im„ Vorwärts", worin er versichert, er habe nicht rung). Die Sterblich leitsziffer geht seit den 70er Jahren und daß die ganze„ Arbeiterpartei" von ihren Führern dazu versprochen, uns wegen unserer Mittheilungen über die herab, von Schwankungen abgesehen. Diese Abwärtsbewegung gezwungen wird, in die Taschen von Börsenspekulanten Manipulationen mit Münchener Brauhaus- Aktien zu verklagen. hat auch in den letzten Jahren fortgedauert. Es starben( ohne zu arbeiten". Die gutgläubige Gefolgschaft des Herrn Er sucht sich durch die Beleidigung zweier Redakteure unserer Todtgeborene): Singer hat natürlich teine Ahnung davon, daß Zeitung zu rächen und verlangt von ihnen Beweis in der Zeitung 1894 1893 1892 1891 1890 1889 fie nur darum den ganzen Sommer und Herbst oder Widerruf. Herr Singer weiß doch wohl, daß eine Zeitung überhaupt 30 946 36 032 32 696 33 392 33 393 34 459 hindurch schlechtes Bier trinken und sich gegen die Bier öffentliche Mißstände überhaupt nicht besprechen könnte, wenn sie Promille 18,16 21,56 19,97 20,82 21,51 23,00 prozen" aufregen mußte, damit die Aktien des Münchener für jede ihr glaubwürdig gemeldete Thatsache den Beweis durch Das Sinken der Sterblichkeitsziffer erklärt sich keineswegs nur Brauhauses im Kurse stiegen und einigen Spekulanten großen Veröffentlichung von Attenstücken zu erbringen hätte. saus einer Besserung der Gesundheitsverhältnisse durch hygienische Gewinn einbrachten. Auch jetzt werden den für den Zukunfts- muß genügen, wenn die Urheber der Nachricht durch Zeugen Einrichtungen, sondern auch aus einem Rückgang der Kinderstaat zu erziehenden Arbeitern die Augen noch nicht aufgehen aussagen vor Gericht den Beweis der Wahrheit zu erbringen sterblichkeit, der seinerseits wieder vorwiegend durch das seit darüber, daß sie nur als Schachfiguren einiger„ Kapitalisten" und die gefeßliche Verantwortlichkeit zu tragen bereit sind. Ver Mitte der siebziger Jahre beobachtete Herabgehen der Geburtenim Spiel gegen andere„ Kapitalisten" hin- und hergeschoben sichtet Herr Singer in dieser nicht privaten Angelegenheit darauf, ziffer zu stande gekommen ist. Außerdem kommt in bewerden. Dies eine, zufällig bekannt gewordene, wenn auch uns vor Gericht zu zitiren, und beschränkt er sich darauf, gegen tracht, daß die einfache Vergleichung der Zahl der forgfältig mit allerlei Strohmännern fachirte" Beispiel der unseren Gewährsmann unverbindliche Erklärungen zu erlassen, Sterbefälle mit der Bevölkerung für große Städte eine Auswucherung von Sozialdemokraten durch Sozialdemokraten so steht eben Behauptung gegen Behauptung und wir haben um niedrigere Sterblichkeitsziffer ergeben muß, da hier die wird deshalb nicht das einzige bleiben. Börsenkundige sozial- so mehr Ursache, für die Mittheilungen unseres Gewährsmanned fräftigeren Altersklassen stärker vertreten sind. demokratische Führer werden solche Erfahrungen bald in noch " " " " Glauben zu beanspruchen. Herr Singer will die öffentliche und stellt sich denn auch die unter Berücksichtigung dieses Umstandes größerem Maßstabe verwerthen." politische Angelegenheit auf das rein persönliche Gebiet hinüber berechnete Sterblichkeitsgiffer viel höher. Das Statistische JahrEs ist selbstverständlich nicht meine Sache, die etwaigen spielen, indem er neben unserem verantwortlichen Chefredakteur buch der Stadt Berlin" theilt sie im letzten Jahrgange bis 1887 Börsenmanipulationen der Aktiengesellschaft Münchener Brau- auch noch einen anderen, zu dessen Ressort die Sache nicht einmal mit. Sie war 1887 27,44 Promille, während die einhaus" zu vertheidigen, aber ich darf das Recht für mich in Au- gehört, persönlich angreift. Dies Manöver richtet sich selbst." fache Vergleichung der Sterbefälle mit der Bevölkerung nur spruch nehmen, in der Sache das Wort zu ergreifen, weil die Am 27. November beantwortete ich diesen Artikel mit 23,11 Promille ergiebt. Der Unterschied betrug also 4,33 ProKreuz- Zeitung", und zwar heute nicht zum ersten Male, meinen folgender Erklärung: mille. Da nun aber die Zusammensetzung der Bevölkerung Namen mit jenen Börsenmanövern in Zusammenhang bringt. Die Kreuz- Zeitung" beantwortet meine Nochmalige Er- sich in Berlin in den letzten beiden Jahrzehnten immer mehr Diesem Umstand gegenüber erkläre ich, daß ich niemals weder klärung"( veröffentlicht in Nr. 275 des„ Vorwärts") in ihrer von dem Normalen entfernt hat, so ist auch die durch einfache direkt noch indirekt Aktien des Münchener Brauhauses" besessen, gestrigen Abendnummer und sagt u. a.: Vergleichung gefundene Sterblichkeitsziffer immer mehr hinter gekauft oder verkauft habe. Ebenso war ich niemals, weder Es muß genügen, wenn die Urheber der Nachricht der auf die andere Art berechneten zurückgeblieben. Die Differenz direkt noch indirekt, weder selbst noch durch Strohmänner" an durch Beugenaussagen vor Gericht den Beweis der Wahrheit zu ist z. B. in dem Zeitraum 1876-87 mit einigen Schwankungen Manipulationen, wie die„ Kreuz- Zeitung" schildert, betheiligt und erbringen und die gesetzliche Verantwortlichkeit zu tragen bereit von 1,61 auf 4,33 gestiegen. Von den 1894 gestorbenen habe niemals, auch nicht durch Zwischenpersonen, die geringsten find. Verzichtet Herr Singer darauf, uns vor Gericht zu zitiren, 30 946 Perfonen waren alt unter 1 Jahr: 10 641, 1-5 Jahre: Spekulationsbeziehungen zur Börse gehabt. Ebensowenig habe ich und beschränkt er sich darauf, gegen unseren Gewährsmann 4000, 5-10 Jahre: 1065, 10-15 Jahre: 367, 15-20 Jahre: 597, jemals irgend welche Beziehungen zu Brauereien gehabt. unverbindliche Erklärungen zu erlassen, so steht eben Behauptung 20-30 Jahre: 1812, 30-40 Jahre: 2314, 40-50 Jahre: 2518, Dies bezieht sich sowohl auf die„ boykottirten", als auch auf gegen Behauptung, und wir haben um so mehr Ursache, für die 50-60 Jahre: 2432, 60-70 Jahre: 2384, 70-80 Jahre: 2096, die ringfreien" Brauereien. Mittheilungen unseres Gewährsmannes Glauben zu beanspruchen." über 80 Jahre: 730. Von den Geschlechtern war das Der betr. Theil des Artikels, der mich als Helfershelfer der Hiermit bezeichnet die Kreuz- Zeitung" die in ihrem Artikel männliche zunächst an der Gesammitzahl stärker betheiligt von der Kreuz- Zeitung" geschilderten Vorgänge bezeichnet, und vom 18. d. M. ausgesprochenen ehrenrührigen Behauptungen als( 16 418 männliche, 14 528 weibliche); sodann im einzelnen: stärker mir imputirt, meine Parteigenossen als„ Schachfiguren" in dem gegen mich gerichtet und giebt mir dadurch die Möglichkeit, den in den Klassen 0-1 und 1-5 Jahre, schwächer in den Klassen Spiel einiger Kapitalisten gegen andere Kapitalisten hin und verantwortlichen Redakteur der Kreuz- Beirung" zu zwingen, 5-10 und 10-15 Jahre, erheblich stärker in den Klassen zwischen herzuschieben", und außerdem unter Bezugnahme auf mich diese Behauptungen gerichtlich zu beweisen. 15 und 60, besonders zwischen 40 und 60 Jahre, und erheblich von Auswucherung von Sozialdemokraten durch Sozialdemo Die Kreuz- Zeitung" erklärt sich durch ihren gestrigen schwächer in den Klaffen über 60, besonders über 80 Jahre. fraten" spricht, ist eine niederträchtige Lüge und gemeine Ver- Artikel bereit, vor Gericht den Beweis der Wahrheit dafür zu Zum Beispiel waren von den Gestorbenen 15-20 Jahre alt: leumdung. erbringen, daß ich der Helfershelfer der von der Kreuz- 330 männliche, 267 weibliche, 20-30 Jahre: 969 m., 843 w., Beitung" behaupteten Manipulationen mit Münchener Brau- 30-40 Jahre: 1270 m., 1044 w., 40-50 Jahre: 1540 m., haus Aktien gewesen sei, daß ich ferner meine Parteigenossen 978 w., 50-60 Jahre: 1446 m., 986 w., 60-70 Jahre: 1183 m., " Wenn die leitenden Redakteure der Kreuz- Zeitung", die Reichstags- Abgeordneten Freiherr v. Hammerstein und Professor Friedrich Engels und der Marxismus. ( Schluß aus Nr. 243.) B eigenthümlichen Form des Systems wenig oder gar nichts übrig Systeme? Haben wir denn andere? Daß der Marxismus bleiben. Andere wichtige Partien, so namentlich die materialisti diesen straffen, geschlossenen, einheitlichen Gedankenaufbau dar sche Geschichtsauffassung", die Lehre von der Gesetzmäßigkeit der stellt: Das möchte ich gerade als seine größte Bedeutung gesellschaftlichen Entwickelung, harren nur einer forretteren bezeichnen und dadurch wird er auch auf die Entwickelung Doch ich bin schon an der Grenze der streng fach- Fassung, um als unveräußerliches Inventar von der Sozialwissen- der Sozialwissenschaft meines Erachtens den dauerndsten Einfluß wissenschaftlichen Probleme angelangt. Wenn ich hier abbreche schaft übernommen zu werden: schon heute vollzieht sich, zum großen ausüben, daß er uns zwingt zu eigener Sammlung, daß er uns, und auf eine Darlegung des ökonomischen Systems des Marris- Theil unbewußt, die ernste historische und soziale Forschung immer wenn unser Geist zu irrlichteliren beginnt, in die spanischen mus verzichte, so werden meine Leser mir eher Dant wiffen. mehr in den Gedankenkreisen des Marxismus. Von der Theorie Stiefel einheitlicher Gedankenentwicklung zwängt. In unserer Zeit Denn die Nüsse, die dieses System auch den Fachleuten zu fnacken der fapitalistischen Entwickelung endlich werden große Partien der Thatsachen- Bergötterung, des rückgratlosen Gtlettizismus auf aufgiebt, sind so hart, daß sich die meisten bis jetzt daran die( Agraria!) sich nicht halten lassen und müssen über Bord gehen; dem Gebiet der Wirthschaft und Sozialwissenschaft dient uns der Zähne ausgebiffen haben. Ich selbst habe unlängst auf grund wie weit dann der Rest noch als einheitliche Theorie wird gelten Maryismus gleichsam als mächtige Drientirungs- und Warnungsdes nun vollständig vorliegenden Wertes zunächst einmal eine tönnen, läßt sich noch nicht übersehen. fäule. Weil wir uns mit ihm auseinandersetzen müssen, kommen wir um Darstellung des Systems versucht, die allen bisherigen Auffassungen Eine spätere Zeit erst wird die Bedeutung der engels- marrischen die Disziplinirung und Sammlung unserer eigenen Gedanken nicht schlechterdings entgegengesetzt ist und deshalb ein allgemeines Sozialphilosophie ermessen können. Und mich will bedünken: eine herum. Man kann es heute schon deutlich beobachten: alle sozialKopfschütteln hervorgerufen hat: dreißig Jahre fast, nachdem sich unbefangene, von der Parteien Haß und Gunst nicht mehr verwirrte wissenschaftlichen Forscher, die sich mit den marxistischen Lehren mehr die Kritik des marxischen Systems bemächtigt hatte. Zu meiner Würdigung wird diese Bedeutung sehr hoch anschlagen müssen. oder weniger intensiv befassen ich meine, in ihren Geist ein Genugthuung ist meine Auffassung von Engels in einem Briefe an Nicht, als hielte ich die marrischen Lehren für ewige Wahr- gedrungen sind, nicht blos darüber reden und Bücher schreiben mich als die im Prinzip richtige anerkannt worden. Ich führe heiten; sie sind echte Kinder ihrer Zeit, mit der sie vergehen haben eine gewisse theoretische Disziplin, weshalb denn auch in das an, weil es bezeichnend ist für die Schwerfälligkeit des werden; nicht, als glaubte ich an die Fabel, daß alle diese neuerer Zeit es viel mehr Philosophen von Fach sind, die marrischen ökonomischen Systems und für den Stand unserer Theorien aus den Häuptern der beiden Schöpfer hervorgesprungen Tüchtiges in der Kritik des Marrismus leisten; in dem Maße, theoretischen Nationalökonomie! wären wie Pallas Athene aus dem Haupte des Zeus; eine sorg- wie die Wege von dem Marrismus abführen, nimmt die PlanAber auch dem Gesammtsysteme des Maryismus gegenüber fältige Dogmengeschichte wird ergeben, daß vielleicht jeder einzelne lofigkeit, der Eklektizismus zu, wobei ich von den Ver steht die Kritik in den ersten Anfängen. Die meisten bisher Bestandtheil der marxistischen Doktrin fich schon vor Marx und tretern der österreichischen Schule absehe, die ihr beschränktes versuchten Widerlegungen" sind Galimathiasse. Einzelne Engels irgendwo nachweisen läßt; für die materialistische Geschichts- Forschungsgebiet haben und ihre eigenen Wege wandeln. Monographien haben manche Punkte aufgehellt. Aber das auffassung würde mir dieser Nachweis schon jetzt nicht schwer, Hierin äußert sich die große, ich möchte sagen: methodologische meiste bleibt noch zu thun und ich halte es für die nächste und und trotzdem ist die Bedeutung der marxistischen Lehren für die Mission des mary- engelsschen sozialphilosophischen Systems. dringlichste Aufgabe jeder ernsten Sozialwissenschaft, mit dem Sozialwissenschaft nicht leicht zu hoch zu veranschlagen. Haben Des mary engelsschen Systems, so müßte es forreft be Marrismus auf die eine oder andere Art sich auseinanderzusehen: die einzelnen Gedanken auch schon vor Engels und Marx zahl- nannt werden. Man hat sich gewöhnt, der Einfachheit halber möge man das gesammte System oder einzelne Theile, nachdem reiche Vertreter gefunden, so sind sie doch gleichsam von ihnen, vom Marxismus" zu sprechen, es ist aber jetzt gerade eine gute man sie richtig verstanden hat, als falsch erweisen; möge man wie Strahlen in einer Linse, gesammelt worden: auch Adam Gelegenheit, mit Nachdruck daran zu erinnern, daß Engels ent= die Form, in der uns die Theorien geboten werden, ablehnen, Smith hat vielleicht keinen einzigen neuen Gedanken gehabt und schieden mehr Antheil an dem Ausbau dieser Philosophie hatte, möge man unbewiesene Hypothesen durch unanfechtbare Beweise wird doch, in gewissem Sinne noch immer mit recht, als Be- als es seine Bescheidenheit ihm zuzugeben gestattete. Ich hatte stützen, möge man dann aber mit vollem Bewußtsein und vollem gründer der Nationalökonomie betrachtet. die Frage neulich nur zurückgestellt: Tassen sich die Antheile des Muthe das, was man als richtig erkannt hat, auch bekennen! Mögen auch noch so viele Lehren aus dem engels- marrischen einen oder des anderen auseinanderhalten? Ich selbst habe an verschiedenen Stellen schon meinen Stand- System sich als unhaltbar erweisen, mag die ganze Fassung Engels' Spuren begegnen wir überall in erster Reihe, wo punkt dem Maryismus gegenüber angedeutet und hoffe, bald fehlerhaft sein: an Tiefe in der Beurtheilung der Wesenheit der es sich um jene so oft übersehene positive Seite der kapitalistiGelegenheit zu finden, meine Auseinandersetzung mit ihm auf kapitalistischen Wirthschaftsordnung, an Kühnheit in der Konzeption schen Evolutionstheorie handelt: die Ausfindung dessen, was breiterer Basis zu bewerkstelligen. der sozialen Entwickelungstendenzen werden ihm nur wenige die Bedingungen des Kommunismus" genannt werden; das Wenn ich recht sehe, so wird, das sagte ich schon, von der Systeme zur Seite gestellt werden können. war eine Spezialität von Engels, scheint es. Marr hat " Witterungsübersicht vom 18. Oktober 1895, Rommission eingesetzt, welche im Verein mit dem Zentralverband Stationen. deutscher Uhrmacher bei den zuständigen Behörden die erforderWetter Temperatur ( 5°.= 4° R.) 1201 10., 70-80 Jahre: 868 m., 1238 m., über 80 Jahre: 1 Verbandstage deutscher Uhren- Grossisten wurden Fälle konstatirt, herabfallende, schwere Kiste getroffen und am Unterschenkel ver233 m., 497 w. Richtig beurtheilt können diese Zahlen nur wer- daß nach Deutschland kommende schweizerische Fabrikanten, legt. Auf einem Neubau in der Danzigerstraße stürzte ein den, wenn sie verglichen werden mit den mittleren Zahlen der welche den erhofften Absah ihrer Waaren nicht fanden, große Buyer infolge eines Fehltritts vom Gerüst und erlitt einen Lebenden des betreffenden Alters und Geschlechts. Für 1894 ist Posten von Uhren auf Leihhäusern zu Gelde machten. Auch Schädelbruch.- Abends fiel in einer Schlächterei in der Kanonierdas noch nicht möglich, weil die, Fortschreibung" der Bevölkerung einzelne Groffiften und Uhrmacher sollen, um sich über plötzliche Straße ein Wiegemesser von einem Fleischblock einem Schlächternach Alter und Geschlecht erst bis 1892 veröffentlicht ist. Bis oder chronische Geldkalamitäten hinwegzuhelfen, zuweilen neue gesellen auf das Bein und fügte ihm schwere Verlegungen zu. 1892 hat die Vergleichung regelmäßig ergeben, daß das männ- Uhren in großer Zahl versetzt haben, wobei es nicht Im Laufe des Tages fanden drei unbedeutende Feuer statt. liche Geschlecht in den meisten Altersklassen, besonders aber in inimer möglich gewesen ist, die Waaren wieder einden mittleren, ungünstiger gestellt ist als das weibliche. Zum zulösen. Dies wurde für unt so bedenklicher erBeispiel starben 1892 auf je 1000 Lebende des betreffenden Alters achtet, als das Publikum sich bereits vielfach darauf und Geschlechts: verlege, den Bedarf auf Leibhaus Auktionen Bu Decken. Alter: 30-35 35-40 40-45 45-50 50-55 55-60 Jahre Es hat nun der Verband deutscher Uhrengrossisten eine Männer 8,79 11,11 14,94 19,53 24,21 33,56" Frauen 7,04 7,98 9,16 10,51 14,58 17,84 Der Antheil der verschiedenen Todesursachen hängt zum theil davon ab, wie wie start die einzelnen Alters tlassen und die beiden Geschlechter in der Bevölkerung vertreten 1894 traten besonders hervor: Masern( und Lungenfind. entzündung nach Masern) 344, Scharlach( und Scharlach- Diphtherie) 443, Diphtherie 1860, Keuchhuften 845, Diarrhoe 1064, Brech durchfall 1821, Magen- Darmfatarrh 897, Lungenentzündung 2258 ( 1275 männlich, 983 weiblich), Lungenschwindsucht 3810( 2286 männlich, 1524 weiblich), Altersschwäche 1001( 319 männlich, 682 weiblich!), Selbstmord 483 Fälle. Die hohe Sterblichkeit einerseits an afuten Darmkrankheiten( besonders Säuglinge), andererseits an Lungenkrankheiten( besonders die mittleren Altersflaffen, und zwar das männliche Geschlecht) sind für Berlin als industrielle Großstadt charakteristisch. " lichen Schritte unternehmen soll, um eine Beseitigung dieses Unwesens" herbeizuführen und den in Frage kommenden Leihhäusern den Charakter von Lombardbanken nehmen zu lassen. Swinemünde Da die Uhren wahrscheinlich nur sehr selten zum Vergnügen ver- Hamburg fetzt werden, wird sich das„ Unwesen" schwerlich aus der Welt Berlin Wiesbaden. schaffen lassen. München Hermann Sudermann ist am 1. Oktober nach Berlin ge- Wien. 3ogen und hat die Wahl zum ersten Vorsitzenden des Vereins Haparanda. Berliner Presse angenommen. Betersburg • Barometerreduzirt auf stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Fallow colco( Stala 1-12) halb bedeckt wolkig halb bedeckt bedeckt halb bedeckt bedeckt Dunst 1 nah Celfius| ܗ ܥܡ vE[ def 773 NNW 775 Still . 774 NW 774 Still 773 NM 769 NNW 758 Still -3 772 GO 5 775 MSM 1 775 NND 1 halb bedeckt heiter wolkenlos 12 B 1 Lehmann's Nachlaß. Der Vorschußverein Wedding be- Cork ansprucht, wie hiesige Blätter zu melden wissen, von den Erben Aberdeen. seines früheren Kassirers Lehmann nicht weniger als 125 000 M. Paris. Lehmann erfreute sich des besonderen Vertrauens der Gesellschaft angesehen wurde. Nach dem Tode Lehmann's stellte sich aber ein und so kam es, daß die Raffe immer als ordnungsmäßig geführt Wetter- Prognose für Sonnabend, den 19. Oftober 1895. Kühles, trockenes und vielfach heiteres Wetter mit schwachen Manto von 125 000 m. heraus und der Vorschußverein Wedding nördlichen Winden, Nachtfrost. Berliner Wetterbureau. verlangt nun von den Erben Lehmann's Ersatz für diese Summe, die jedoch jedes Verschulden des Verblichenen und ferner jede Verpflichtung ihrerseits, für einen etwaigen Schaden aufzukommen, energisch in Abrede stellen. Jetzt schweben bei der zuständigen Bivilkammer des hiesigen Landgerichts I umfangreiche Beweiserhebungen durch Zeugenvernehmungen. Vom Submiffionsunwesen. Ein merkwürdiges Ergebniß hat, wie das„ Volt" meldet, die Ausschreibung der Malerarbeiten für das Hauptgebäude der Berliner Gewerbe- Ausstellung von 1896 gehabt. Die Arbeiten müssen bei einer Konventionalstrafe von 100 m. für jeden Tag über den Termin hinaus in sechs Wochen hergestellt werden. Auch sonst sind die Bedingungen sehr scharf, es gelten z. B. weder schlechtes Wetter noch Ausstände als fogen. höhere Gewalt, die von der Einhaltung der Frist entbände. Die Angebote haben ein Ergebniß gehabt, das für die öffentliche Ausschreibung bezeichnend ist. Tas niedrigste Gebot betrug 14 207 M. 4 Pf., das höchste 54 869 Mart; dazwischen find Gebote von rund 18 000 bis 25 000 Mart. Der Unterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten Forderung beträgt 40 662 Mart. Daß die niedrigste zu tief gegriffen ist, leuchtet ein, wenn man bedenkt, daß der Aufbau eines allen Anforderungen entsprechenden Malergerüstes nach dem Urtheil von Fachmännern allein schon rund 8000 Mart; foftet. Da blieben für den Maler noch 6000 Mart. Wenn er damit auf die Kosten geachtet wird. tommen könnte, so müßte der Höchstfordernde, wenn ihm die Auch ein Zeitbild. Nicht weniger als 16 SchankwirthArbeit übertragen würde, in sechs Wochen ein ansehnliches Ver- schaften sind seit dem 1. Oktober in der neuerbauten Lorkingmögen verdienen. Schließlich wird der Arbeiter, wie so oft, so auch hier die Beche bezahlen müssen. Das Loo8 der Wärterinnen in den Bedürfniß Anstalten. Von Herrn Subdirektor Rudolf Pro 3, Auguststraße 6, erhalten wir eine Zuschrift folgenden Inhalts: Es ist erst jetzt zu meiner Kenntniß gekommen, daß in Nr. 219 vom 19. September cr. ein Artikel enthalten ist, der das Loos der Wärterinnen in den hiesigen Bedürfnißanstalten doch gar zu traurig schildert. Einen charakteristischen Einblick in die Schiebungen Grundstücken gewährte eine Verhandlung, welche Donnerstag or dem Charlottenburger Schöffengericht stattfand. Auf der Anlagebank befand sich ein Mann, der in vier Jahren viermal den Offenbarungseid geleistet und in derselben Spanne Zeit für nicht weniger als 2 300 000 Mark Grundstücke in den verschiedensten Gegenden erworben hatte. Niedlich, wie die Heiligkeit des Eigenthums von den Interessenten der heutigen Weltordnung straße, welche die Swinemünder mit der Brunnenstraße verbindet und bis jetzt nur 22 Hausnummern zählt, etablirt worden; nicht mit eingerechnet sind hierbei 16 Wirthschaften von Kauf leuten, welche ebenfalls einen Flaschenbierhandel und Kleinverkauf spirituoser Getränke betreiben. Der erste Reif des Spätherbstes hat sich in der Nacht zum Freitag bei 0 Grad gezeigt. Gerichts- Beifung. Ein Berliner Kriminalbeamter. Eine Reihe schwerer Beschuldigungen, die in zwei Beschwerdeschriften an das Polizeipräsidium von dem Eigenthümer und Schankwirth Johannes May gegen den Kriminalbeamten Räthke erhoben worden waren, hat dem Beschwerdeführer eine Anklage wegen wissentlich falscher Anschuldigung eingetragen, welche gestern vor der dritten Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. May hatte behauptet, daß der Kriminalbeamte Räthke seine amtliche Stellung zu allerlei Willkür mißbrauche und besonders diejenigen Geschäftsleute mit seinem Haffe verfolge, welche sich nicht durch Verabfolgung von Geschenken um seine Gunst bewürben. Zu den letzteren gehöre auch er. Räthfe habe zweimal durch Verlegung der Eidespflicht des Beschwerdeführers Bestrafung herbeigeführt. Derfelbe habe ihn beim Reviervorstand als Anarchisten und Sozialdemokraten geschildert und ihn dadurch verleumdet. Räthke habe eine Stellung als Vizewirth bekleidet, sei aber entlassen worden, weil er von den Miethen 200 m. unterschlagen habe. Bei einem Kleiderhändler habe Räthte sich Als Zeug machen lassen, welches er nicht bezahlt habe. Entgelt habe der Beamte dann ein Auge zugedrückt, wenn der Händler sich Verstöße gegen die GewerbeOrdnung, gegen die Sonntagsruhe u. s. m. habe zu schulden Eine Hopfen- und Gerste Ausstellung ist am Mittwoch tommen lassen. Am 1. Mai habe ein Arbeiter bei dem Beschwerdeführer vorsätzlich ein Fenster eingeworfen. Räthte habe Ich habe darauf zu erwidern, daß in den Anstalten meist im großen Saale der Brauerei Friedrichshain eröffnet worden. dabei gestanden und anstatt gegen den Arbeiter einzuschreiten, alte Frauen angestellt sind, die sich zu schweren Arbeiten, Der Fernsprechverkehr mit Erfurt, Gotha, Friedrich- fich lachend entfernt. Pflichtverletzungen ähnlicher Art führte wie z. B. zum Waschen bei auch 14ftündiger Arbeitszeit, nicht roda, Eisenach, Arnstadt, Weimar und Jena, sowie mit Alten- der Beschwerdeführer noch in größerer Anzahl an. Jm eignen. Der Dienst in den Anstalten ist bedeutend leichter burg( Sachsen- Altenburg), Aue( Erzgebirge), Auerbach( Vogtland). Termine behauptete der Angeklagte, daß und muß den Frauen auch nicht unangenehm sein, denn ich habe Krimmitschau, Glauchau, Meerane( Sachsen). Plauen( Vogtland), Bunkte vont der er Wahrheit abgewichen sei, hoffe, Frauen, die den Dienst schon 15 Jahre versehen und sich noch Reichenbach( Vogtland), Werdau und Zwickau( Sachsen) ist er daß die Beweisaufnahme dies bestätigen würde. In den meisten niemals beschwert haben wegen Ueberanstrengung. öffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis Fällen ließen die Zeugen den Angeklagten im Stich. Der frühere Wie Sie ja auch richtig in dem Artikel eingestehen, zur Dauer von 3 Minute:. beträgt 1 M. Hauswirth des Räthte bekundete allerdings, daß eine Undrängen sich hunderte Frauen nach dem Dienst, die oft zu Hause länger wie 14 Stunden, für kaum 1 M. täglich, beim Plätten, Warum? Der aus Galizien stammende Kurzwaarenhändler regelmäßigteit vorgekommen sei, er habe aber Nähen 2c. arbeiten. Zur Richtigstellung bemerke ich noch, daß J. Strahl, Grenadierstr. 17 wohnhaft, seit zwei undzwanzig angenommen, daß der Fehlbetrag von 200 m. auf außer der 1 M. 40 Bf. täglich die Frauen noch für Handtuch, Jahren in Berlin ansässig, wurde vom Polizeipräsidium auf einen Irrthum des Räthke bei der Miethseinziehung Ramm, Seife und Bürste 5 Pf. für jeden Fall extra erhalten, grund des Freizügigkeitsgesetzes nebst Familie aus dem zurückzuführen fei. Räthke habe den Schaden gedeckt und daß ihnen ferner der Waschlohn voll und ganz vergütet preußischen Staatsgebiet ausgewiesen. Er hat um Frist damit sei die Angelegenheit erledigt gewesen. Allerdings habe er die Bizewirthschaft niederlegen wird, ebenso im Winter das Heizmaterial, daß sie gebeten. müssen. In betreff des Vorkommnisses mit der einferner alle 14 Tage einen freien Tag haben, den ich ihnen auch voll bezahle und daß ich ihnen zu Weihnachten Gratifikationen geschlagenen Fensterscheibe wies Räthke nach, daß er an jenem bis 15 Mart pro Person zahle. Eine Frau in meinen An Tage Dienst in der Hafenhaide gehabt. händler bestritt mit aller Entschiedenheit, daß Räthfe stalten verdient durchschnittlich 2,50 Mart und ist nicht auf Trinkgelder angewiesen; wollte ich dies, so haben sich Frauen in Menge angeboten, die den Dienst ohne Lohn über Das Loos der Frauen ist also gar nehmen wollen. nicht so schlecht, daß sich die Presse darüber erbarmen muß; dies bitte ich in einer der nächsten Nümmern Ihres Blattes zu fonstatiren. Zuschriften von Unternehmern, welche das elende Loos der Arbeiterinnen so überzeugend und unanfechtbar darlegen, wie es in der Mittheilung des Herrn Proß geschieht, werden selbstverständlich von einem Arbeiterblatt gern aufgenommen. Wenn wir einen Wunsch aussprechen dürfen, so sei es der, daß Herr Proz selber einmal versuchen möge, sich bei täglich vierzehnftündiger Arbeitszeit mit 2 Mart 50 Pfennigen zu ernähren. Findet er dann noch, daß er es gar nicht so schlecht" habe, so wollen wir uns gern für geschlagen erklären. Heute wird der an der Bergstraße in Rigdorf errichtete Personen Bahnhof dem Verkehr übergeben. Im Gipfel einer alten Fichte hat sich der Knecht Dehmel in Glasow erhängt. Er hatte bei einem Uhrmacher in Tempelhof eine Uhr gestohlen; als er Gewißheit erhielt, daß er als Dieb entdeckt worden war, beging er den Selbstmord. Man fand die Leiche im Walde am Fuße des Baumes; über ihr lag die Hälfte seines Leibriemens. Die andere Hälfte entdeckte man in der höchsten Spitze der Fichte. Dehmel hatte sich dort erhängt, war aber, da der Riemen riß, heruntergefallen und durch den Sturz getödtet worden. Wer begnadigt wird. Aus Plößensee ist der Telegraphen Er hatte dort Assistent N. als begnadigt entlassen worden. wegen Verbrechens gegen das keimende Leben neun Monate abzubüßen. Ein Drittel dieser Strafe hat N. absigen müssen. er in teinem Der Kleider= ihm etwas schuldig geblieben fei. Dagegen warf die Aussage eines Beugen, des Schantwirths Hahn, ein Licht eigenthümliches Kriminal beamten Räthke. Hahn bekundete, daß der Zeuge Räthke auf den ihn eines Tages um ein Darlehn von 200 m. gebeten habe mit dem Bemerken, daß er einen Fehlbetrag in seiner Miethetasse habe. Hahn habe es abgelehnt. Er habe nur eine beschränkte Konzession gehabt und durfte feinen Schnaps schänken. Vor der Abweisung habe Räthke ihm gesagt, er solle nur ruhig Schnaps verkaufen, von seiner Seite würde eine Anzeige nicht erfolgen; Räthke habe denn auch selbst manchen Kognak bei ihm getrunken ohne Zahlung. Von dem Augenblick der Abweisung ab habe Räthte ihn aber fortgesett angezeigt. Es traten noch zwei andere SchantDurch Sturz aus dem Bodenfenster hat sich Freitag 3 ahlung gegessen und getrunken habe. Morgen um 7 Uhr die 26jährige Frau des Postschaffners Volyir the auf, welche bekundeten, daß Räthke bei ihnen ohne in der Solmsstr. 10 getödtet. Die Frau litt schon seit längerer Beuge Räthte bestritt dies entschieden. Der Staats= anwalt nahm den so arg angegriffenen Beamten in Beit an nervösem Kopischmerz. Sch 11. Fast alle gegen ihn erhobenen Beschuldigungen seien widerlegt bezw. seien die Thatsachen höchst entstellt Ein Lieutenant ist am Donnerstag in der Reitbahn an der Ecke der Alten Jakobstraße und Ritterstraße mit seinem Pferde gefallen. Er schlug auf die Bande und erhielt eine Verlegung am Hinterkopf, den ein Heilgehilfe verband. Gegen das gewerbsmäßige" massenhafte Versetzen neuer ühren bei den Leihhänseru sollen von den organisirten Bolizeibericht. Am 17. d. M., nachmittags, wurde in der Uhreninteressenten Schritte unternommen. Auf dem stattgehabten Landsbergerstraße ein Rollkutscher durch eine von seinem Wagen feine Kunft und Wissenschaft. Der dagegen in der freiwilligen Arbeitstheilung die Ausarbeitung fungen, neue Hypothesen auf, die ihm eine Bestätigung feiner des ökonomischen Systems übernommen. Aber wir sollten eigenen Theorien zu sein scheinen, die aber noch keineswegs fest waren. So scheint mir nicht vergessen, daß des„ Kapitals" zweites und drittes begründete Wahrheiten Schiller Theater. Wie es den Anschein hat, wendet sich Buch von Engels auf grund eines überaus lückenhaften Nach- Schrift" Der Ursprung der Familie, des Privateigen- die Direktion mit erfreulicher Energie von den seichten Possen laffes herausgegeben sind. Stehen nun auch diese beiden Bücher thumes und des Staates", trotz ihrer mannigfachen Bor- ab, deren einige in der vorigen Saison das Repertoire verWas an neuem seit der Wiedereröffnung geboten an Frische und Ursprünglichkeit unter dem ersten, so bedurfte es züge, doch vielfach auf Hypothesen sich aufzubauen, die eine ungierten. doch einer sehr gründlichen Schulung und theoretischen Ver- tiefere Forschung als unhaltbar zu erweisen droht. Sein Talent, wurde, zeugt meist von bravem Streben, tüchtiger Erkenntniß tiefung, um sie in ihrer heutigen Form aus dem margischen die Springpunkte überall herauszufinden, das wesentliche vom und dementsprechend guter Auswahl. Wir nehmen an, daß das Manuskript herauszuarbeiten. Und diese Leistung vollbracht zu nebenfächlichen rasch zu unterscheiden, tam ihm bei seiner viel Publikum, das im Schiller Theater ganz besonders zufriedene, haben, ist Engels als um so größeres Verdienst zuzurechnen, als seitigen Beschäftigung entschieden zu Hilfe und ihm ver- fich bald völlig an diese Wendung zum besseren gewöhnen wir wissen, daß seine spezifische Begabung keineswegs auf jenem danken wir eine Reihe wichtigster Erkenntnisse, geistvollster wird. Gebiete, auf dem sich das Kapital bewegt, zu suchen ist. Hypothesen. Jedoch auch hier hatte die glänzende Medaille Wilhelm Tell" Die Donnerstags- Aufführung von Endlich aber verdanken wir Engels das meiste, was wir ihre Kehrseite: die Fähigkeit, zu generalisiren, dieses Haupt- zeigte vor und auf der Bühne guten Willen und braves Verüber die allgemein philosophischen Grundlagen des Marxismus wahrzeichen jedes eminenten Geistes, verführt nur allzu leicht zu ständniß. Das herrliche Schauspiel wurde, wenn auch nicht wissen. In einer Reihe von fleinen Schriften, vor allem aber in unwirklichen Kombinationen. Sie ist eine Tochter der Phantasie mustergiltig, so doch im ganzen zufriedenstellend gegeben; jeder seinem Buche Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissen- und darum geneigt, den Geist zu Phantastereien, zu abenteuer- einzelne that, was in seiner mehr oder minder tüchtigen Leistungsschaft", hat er in polemischer Form dem Dühring'schen System lichen Streifzügen zu veranlassen. Und in solchen fühnen Rom- fähigkeit stand, und die Regie hatte für ein gutes Zusammenspiel das eigene entgegengefeßt. Der Anti- Dühring ist daher als die binationen, im Aufstellen geistvoller Hypothesen, denen keine gesorgt. Herr Winterstein als Tell fehrte im ganzen mehr wichtigste Quelle für die Kenntniß des Gesammtsystems von Wirklichkeit entsprach, lag entschieden eine Eigenart der Engels'schen den Mann von Gemüth, als den abgeschloffenen, den eigenen Engels und Mary zu betrachten. Veranlagung dieser Zug war bei ihm zweifellos stärker aus- Weg gehenden Charakter des schweizerischen Woltshelden hervor und Man hat mit recht die Universalität" des Engels'schen geprägt als bei Marg. Mary war nüchterner, fühler. zeigte sich z. B. nach dem Vollbringen der herrlichen Befreiungsthat Wissens, wie sie in diesem Buche und in seinen anderen zahl---Diese eigenartige Veranlagung von Engels gewinnt in einer gerade nicht besonders heldenhaften Bose. Desto besser gelangen reichen Schriften sich äußert, rühmend hervorgehoben. In der erst ihre ernste Bedeutung, wenn wir bedenken, daß er durch seine dem Künstler die Familienszenen. Brav und bieder wußten die That erörtert er Probleme aus allen Wissenszieigen: von der zahlreichen populären Schriften ein Volkslehrer war, wie wenige Herren Pat egg als Stauffacher, Funk als Walter Fürst und Erfenntnißtheorie bis zur Chemie, von der Kriegswissenschaft vor ihm. Ein gut Theil Bildung, die die deutsche Arbeiterschaft Ba ch als Melchihal ihre Rollen zu gestalten; namentlich letzterer die sein Steckenpferd war und der seine beiden Broschüren Po und vielfach auch die außerdeutsche, ich weiß es z. B. von der fand stets den richtigen Ausdruck edler Leidenschaft. Etwas mehr und Rhein"( 1859); Savoyen, Nizza und der Rhein"( 1860) italienischen, in den letzten Jahrzehnten gewonnen hat, verdankt Energie und Kälte wäre dagegen dem Geßler des Herrn Froböse speziell angehörten bis zur Nationalökonomie und noch weiter fie Friedrich Engels. Doch verlasse ich mit diesem Gedanken zu wünschen gewesen; die Schneidigkeit dieses trefflichen Vers erstrecken sich seine Untersuchungen. schon das rein wissenschaftliche Gebiet und gehe auf das politische förperers der Reichsherrlichkeit erinnerte gar zu sehr an die gemeine Dabei soll man aber auch eingedenk sein, daß dieser hinüber, auf dem sich noch ein folgender Artikel bewegen soll Quälsucht ganz gewöhnlicher Büttel. Gar zu fraftvoll war Vorzug seinen Nachtheil hatte: der Univerfalität das ist Nicht in dem Sinne, daß ich politischen Erwägungen persönlich hingegen der Attinghausen des Herrn Pauly, der den neunzigheute fast eine unvermeidliche Begleiterscheinung entsprechen Raum geben wollte, sondern in dem Verstande, daß ich die Frage jährigen Greis mit einer Fülle der Stimme reden ließ, wie fie Gut auf gelegentlich Flüchtigkeit und Sorglosigkeit in der Behandlung untersuchen will: welche Bedeutung Engels und mit ihm der mancher Versammlungsredner sich wünschen mag. wichtiger wissenschaftlicher Fragen; von der mangelhaften Margismus für die soziale Bewegung gehabt hat. gehoben waren die Frauenrollen bei den Damen Detschy, Jiling, Lanius und Wolff. Das Publikum nahm die Erkenntnißtheorie sprach ich schon. Aber auch sonst bedauern Tell- Aufführung dankbar hin und ließ sich durch die wenigen wir oft, daß sich Engels zu Behauptungen, Schlüssen, Hypothesen Mängel, welche in der Darstellung hervortraten, seine gute hat hinreißen lassen, die einer ernsten fachwissenschaftlichen Kritik Stimmung durchaus nicht beeinträchtigen. nicht stand halten. Mit Enthusiasmus griff er neue Entwicke " " Uhr, bei Paris, Schachklub Springer, abends Sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeben Sonnabend öffentliche VerDeutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. wiedergegeben. Wenn auch als erwiesen angesehen werden müsse, gang nach Hause kam, stand der Angeklagte vor der Thür. I verein Stuf, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Sodtke, Inselstraße 1. daß Räthte sich in einzelnen Fällen habe trattiren lassen, Fl. Heffe ging wortlos an ihm vorüber. Als sie den Flur Bergnügungsverein 98 rubertette, Sigung abends Gleditschstraße 23. so sei dies noch immer keine Pflichtverletzung, denn erreicht hatte, hörte sie Tritte hinter sich, sie blickte sich um s uhr bei Wernau, Rosenthalerfir. 57. Bitherflub Erita, abends 9 Uhr ein Schuhmann könne ebenso gut die Gastfreundschaft und sah den Angeklagten. Dieser schlug sie dreimal mit der in Müller's Restaurant, Johannisstraße 20, Uebung. Gäſte willkommen. einer befreundeten Familie in Anspruch nehmen, wie Faust ins Gesicht. Im Termin behauptete der Angeklagte, er Tambourverein Moabit, uebungsstunden Mittwoch und Sonnabend von Geselliger Verein Sorgenfrei, Sigung bei Vogel, Görligerstraße 52. jeder andere Mensch! Er beantrage gegen den An habe sich darüber geärgert, daß die Zeugin an jenem Abend, 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, Berlebergerstr. 9. Verein ehemaliger geklagten, der fich nur von seiner Rachsucht habe leiten lassen, dem Sedanstage, nicht illuminirt habe. Die Zeugin Schüler der 7. Realschule, präzise im 9 Uhr Restaurant eine Gefängnißstrafe von neun Monaten und gab indeffen an, daß sie in einem Strafverfahren, welches im Nepomut, Neue Roßfir. 22: Sigung.( Wissenschaftlicher Bortrag. Literarisches.) Dansk Forening Freja, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus), ein Jahr Ehrverlust. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Heine, vorigen Winter gegen den Angeklagten wegen Vogelfangs ftatt- Módeaften hver Lòrdag Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser führte aus, daß durch die Verhandlung nichts erbracht sei, was gefunden hatte, als Belastungszeugin aufgetreten war. Der findes i Lokalet. für die Annahme sprechen könne, daß der Angeklagte seine Be- Staatsanwalt hatte keinen Zweifel daran, daß Rachsucht schuldigungen wider besseres Wissen erhoben habe. Im die Triebfeder zu der rohen That des Angeklagten gewesen sei Gegentheil. Er hoffe, daß der Gerichtshof ein freisprechendes und feineswegs verletztes patriotisches Gefühl. Er beantragte Erkenntniß fällen würde. Der Gerichtshof nahm zu gunsten gegen den Angeklagten einen Monat Gefängniß. Der des Angeklagten an, daß derselbe sich in betreff der in den Gerichtshof ließ es auf Bitten des Angeklagten bei einer Geld beiden Beschwerdeschreiben aufgestellten Behauptungen im strafe von 100 m. bewenden. guten Glauben befunden habe. Dagegen sei eine Be leidigung des Schuhmanns Räthke darin gefunden worden, daß der Angeklagte Aeußerungen wie„ brandschaßen" u. f. w. in seinen Beschwerdeschreiben gebraucht und außerdem demselben gelegentlich eines Zuſammentreffens den Vorwurf des Meineids gemacht habe. Es seien drei Fälle der Beleidigung angenommen und hierfür sei insgesammt auf eine Geldstrafe von 250 m. er tannt worden. Dem beleidigten Schuhmann Räthke sei die Publikationsbefugniß zuzusprechen. Nun wollte aber Gericke " London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Vermischtes. Aus Rom wird berichtet: Rom, 18. Oktober. Nach einer Die Staatsanwaltschaft in Prenzlau hat gegen das Urtheil des dortigen Landgerichts vom 19. September, welches die Beschlagnahme der von der Agitationskommission für die Meldung aus Avellino wurden Donnerstag Abend die tiefer geProvinz Brandenburg herausgegebenen Agitationsbroschüre: Sklaverei in Deutschland", aufbob, Revision einlegenen Theile der Stadt infolge eines Cyclons überschwemmt; gelegt. Beschlagnahmt wurde die Schrift seinerzeit, weil an mehrere Häuser wurden zerstört. Die Felder sind schwer begeblich in derselben die Thatbestandsmerkmale des§ 131 Str.-G.-B. troffen und viel Bieh ist umgekommen. Menschen sind nicht vers enthalten sind. Bei Ancona gingen in der vorlegten Nacht etwa JmAh unglückt. zwölf Fischerboote im Sturme unter; die Mehrzahl der Fischer wurde gerettet; man befürchtet jedoch, daß etwa zehn ertrunken find. Der Sturm dauert fort; eine Anzahl Fischerboote ist in großer Gefahr. Eisenbahn Unglück. Amtlich wird von Franks er Versammlungen. = Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-8 Uhr, in beg Dezeniber und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit 6 Sommermonaten von 9-8 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Die National: Gins der gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6 Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Uhr, im März und Ottober 12-6 Uhr, Februar und November 12 bis ur, Januar und Desember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- un ft gewerbeSonntags, April- September von 12-6 Uhr, Oktober und März 12-5 U Museum, Brinz Albrechtstr. 7. November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 ühr( unentgeltlich). Museum für Völtertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchsklosterfir. 35. Besuchszeit Gonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außerbem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für gewerbe- Museumí. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-8 Uhr. Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstausgewerbes, klosterfir. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse des von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., Bereine Conntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich sichtst hurm( ebenfalls unentgeltlich). Kunstausstellung Wir find gespannt, ob das Polizeipräsidium bezüglich der Gastfreundschaft, die ein Sicherheitsbeamter in Anspruch nehmen darf, dieselben milden Ansichten hegt, Die Stadtverordneten- Wahlen vom Interessen wie der Staatsanwalt in der gestrigen Gerichtssitung. standpunkt der proletarischen Frauen aus beGericke, der denunziant. Ein bezeichnendes Bild aus leuchtete am 17. d. M. Genosse Zubeil in der von der Ver- furt a. D. aus bekannt gegeben: Um 17. b. M., abends 11 Uhr dem Leben eines Erfinders entrollte vorgestern eine Vertrauensperson Frau Gerndt nach Cohn's Feſtsälen einberufen 9 Min., wurde auf dem Uebergange bei 128,8 Kilometer der gewefenen Volksversammlung. Redner wies nach, daß eine ganze Reihe Handlung vor der zweiten Strafkammer am Landgericht I. Der von Fragen das Interesse der proletarischen Frauen und Mädchen Strecke Frankfurt- Guben ein Fuhrwerk von dem Zuge 67 erfaßt. Chemiker und Fabrikant Deininger hat einen Trommel- erwecken müsse, und erinnerte dabei zunächst an die Verkehrs- Die beiden Insassen wurden von dem Wagen geschleudert und malzapparat erfunden und denselben in Deutschland, Desterreich, einrichtungen, speziell die von Frauen und Mädchen sehr viel dabei eine Person schwer, die andere anscheinend leicht verletzt. Ungarn und Amerika zum Patent angemeldet, auch mehrere Patente benußten Pferdebahnen. Die proletarischen Frauen und Mädchen Beide Pferde des Führwerks wurden getödtet. Der Schranken3. B. für Deutschland auf seine Erfindung erhalten. Er feßte fich hätten ein großes Intereſſe darau, daß die erheblichen Ueberschüsse wärter hatte die Handschranke nicht geschlossen. Die Unternun mit dem Gärtner Friedr. Gericke, welcher in der Colonnen- dieser Berkehrsinftitute nicht in private Taschen fließen, sondern ſuchung iſt eingeleitet. Straße 115 ein Grundstück befißt, in Verbindung und zwischen dem Gemeinwohle nußbar gemacht werden. Ein direktes Interihnen tam auch ein Vertrag dahin zu stande, daß Gericke effe hätten ferner die arbeitenden Frauen und Mädchen an der ein Fabrikgebäude errichten und dem Deininger 12 000. Errichtung eines städtischen unentgeltlichen Arbeitsnachweises, wie Vorschuß leisten sollte, damit die Erfindung in Betrieb gesetzt werden könnte. Sobald das Patent, welches dem Gericke verpfändet verordneten- Versammlung gefordert wird. Nicht gleichgiltig von den sozialdemokratischen Vertretern in der Stadtwar, an Amerita 2c. veräußert werden konnte, sollte aus diesem könne den proletarischen Frauen und Mädchen auch die Art und Gewinn an Gericke die Summe von 75 000 m. gezahlt werden. Weise der Lösung der Gingemeindungsfrage sein, da sie zum Die Fabrik wurde gebaut, die Maschinen wurden errichtet und theil auch hierbei direkt interessirt wären. die ersten Mälzungsversuche scheiterten an der Unerfahrenheit der Arbeiter. Als dann Deininger selbst die Sache in die Hand wichtigsten Gebiete für die proletarischen Frauen seien die Genahm, erzielte er in Gegenwart mehrerer Brauerei- Direktoren meindeschulen, denen sie ihre Kinder anzuvertrauen hätten. 4 so glänzende Resultate, daß sich sofort eine Gesellschaft zur Ver- demokratischen Forderungen bezüglich der Gemeindeschulen zu Hier hätten sie in erster Linie mitzuwirken, die sozial das ihm verpfändete Patent nicht freigeben und da die realiſiren. Der Referent behandelte diese in ausführlicher Weise Gesellschaft natürlich ohne das Patent die Sache nicht in/ und meinte zum Schluß, wenn es den Frauen auch verjag zeit wie im Kuns gewerbe- Museum( Unentgeltlich).- Hygiene Museum, die Hand nehmen fonnte, war absolut nichts zu machen. Obenein sei, ihre Stimme abzugeben, so bleibe ihnen doch ein ließ Gericke den Deininger ermittiren, dieser tlagte auf Immission großer Wirkungskreis in agitatorischer Beziehung und hier Fönnten sie mithelfen, dem sozialdemokratischen Prinzipe Es wurden in dem Hause alle Fensterscheiben zertrümmert, die Maschinen versteigert und Gericke erstattete gegen den Erfinder Fräulein Baader, Frau Forstmann, Frau Dimsch und zum Siege zu verhelfen.( Beifall.) Frau Fahrenweldt, auch noch Anzeige wegen Majestätsbeleidigung. Andere äußerten sich im Sinne des Referenten und brachten verDeininger wurde auch verhaftet und, wie er sich aus schiedene kommunale Uebelstände zur Sprache, dabei die Noth: drückte, in eine Mörderzelle gesperrt. Schon nach der ersten verantwendigkeit betonend, daß auch die Frauen sich ernstlich und mehr als wortlichen Vernehmung mußte er auf freien Fuß gesetzt werden, da bisher um öffentliche Angelegenheiten zu kümmern haben und fich für die Anzeige auch nicht der leiseste Beweis führen ließ. Deininger ist ein ruinirter Mann, obwohl er sich überzeugt war nicht nur bei bevorstehenden Wahlen, sondern zu jeder Zeit. Die Genossinnen versprachen, das ihrige zu thun, daß am hält, die sensationellſte Erfindung gemacht zu haben, die über- 8. November die Zahl der sozialdemokratischen Stadtverordneten haupt bis jetzt auf dem Gebiete der Brauerei gemacht worden eine Vermehrung erfahre. Von Frau Fahrenwaldt wurde dann ift. Gericke ließ es aber bei der einen Anzeige wegen Majestäts- beantragt, für die Vertrauensperson Frau Gerndt eine Revisions beleidigung nicht bewenden, sondern erstattete auch noch fommission zu wählen. In Rücksicht auf den Umstand aber, Anzeige wegen Betrugs und zwar sollte Deininger daß im Laufe der nächsten Woche eine Frauenversammlung statterklärt haben, habe ihm ein Amerikaner für seine finden wird zwecks Berichterstattung der Delegirtinnen vom Erfindung, wenn sie sich 50 000 bewähre, geboten; die Ehefrau sollte vorgespiegelt haben, daß sie eine Erb: Parteitage sowie zwecks Rechenschaftslegung der Vertrauens: fchaft in Höhe von 75 000 m. zu erwarten habe. Nur durch person, wurde dieser Antrag bis zu dieser Versammlung pertagt. diese unwahren Angaben sei er, Gericke, bewogen worden, sein Ju der Filiale I der Textilarbeiter und Arbeiterinnen schönes Geld, das nun verloren sei, zu opfern. Die Angeklagten hielt am 14. Oktober Dr. Moli einen beifällig aufgenommenen bestritten jede Schuld und der Vorsitzende, Landgerichts- Vortrag über Jrrenanstalten". Die Diskussion bewegte sich im Direktor Brausewetter, erklärte schon bei Beginn der Verhand- Sinne des Referenten. Beim Verschiedenen gab der Vorsigende lung, daß es ihm nicht möglich sei, trotz aller Bemühungen bekannt, daß die Sonntage zu den Vorstellungen in der Urania auch nur ein einziges Requisit des Betruges herauszufinden. dieses Jahr schon vergeben sind. Man beschloß hierauf, die Außerdem mußte Gericke sich sagen lassen, daß er doch nur Urania im nächsten Jahre zu besuchen. Ferner wurde der Auselbst eine Spekulation getrieben und am allerwenigsten Schaden trag angenommen, am 27. Oktober eine Herbstpartie per Bahn erlitten habe. Er sei im Besitze seines Grundstücks geblieben, nach Johannisthal- Schönweide, Restaurant Haberland, zu unterhabe das Fabrikgebäude, die Maschinen und auch die Patente nehmen. hinter sich und sei ja nicht einmal seiner Verpflichtung, baar 12 000 m. an Deininger zu zahlen, nachgekommen. Der Staatsanwalt selbst erklärte, daß von einem Betruge gar nicht die Rede sein könne, und der Gerichtshof erkannte dann auch, Dollars 11 bis 2 Uhr, Wochentags 10 bis 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Eternwarte. Aquarium: öffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienfiags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( Unentgeltlich). außer Tonnerstag und Freitag von 11-3 Uhr.( unentgeltlich). Ausdes Bereins Berliner Künstler, Wilhelmstraße 92. Sonntags Sternwarte, Enceplay sa. Mittwochs und Sonnabends von obte Invalidenfir. 67-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, Entree 60 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Schadowsir. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem testen Sonntag im Monat 25 f.- Caftan's Panoptitum, FriedrichBanoptitum, Banorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. uhr morgens bis 10 Uhr Abends. 300 verschiedene Reisen, LandschaftsSonntags 50 f. Moabit 85-86. Gintrittspreis 50 Pf. Geöffnet 10-10 Uhr. Gintrittspreis 50 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Passage= Marine= Entree 50 Pf. Kaiser: Panorama, Baffage( unter den Linden). Geöffnet von Jede Reise 20 Pf.- 3oologischer Garten, Lü owufer. Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt bilder. Briefkasten der Redaktion. mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprech st unde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. Rosenthalerstr. 38: Bortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über:„ Die Grund wäre eine Klage aussichtslos. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 20. Oftober, vormittags 834 Uhr, E. C. 66. Da Sie mit der Kündigung einverstanden waren Gaft 115. 1. und 2 Ja.. fäße und Bestrebungen der Gemeinde:" um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: V. B. 188, A. W. Ja. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" Simmel und Erde." Montag, den hat unrecht; Sie können feineswegs deshalb in Strafe ge= Hindenburg. Der Kirchenmann 21. Ottober, abends 8 Uhr, ebendaselbst: Beschließende Versammlung. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. S. nommen werden, weil Sie dem Manne gewisse Vorgänge ohne sich erst zur Berathung zurückgezogen zu haben, auf Frei- Nr. 29 Hamburg), Fittale& Berlin. Gonna ben b, ben 19. Ottober, abends sprechung 19. 8% Uhr Mitglieder- Versammlung bet S. Gorn, Kleine Markusstr. 10. Allgemeine Kranken- und Sterbehaffe der Metallarbeiter ober, nr. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 3. Sonnabend, abends 8% Uhr, Manteuffelstraße 46: Mitglieder- Versammlung. Sonnabend, den 19. Oftober, Nr. 29 Samburg), Filiale Berlin 5. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( G. S. Eine für Miether und Vermiether wichtige Entscheidung hat das Reichsgericht gefällt. Nach preußischem Landrecht hat der Miether nicht das Recht, ohne Genehmigung des Vermiethers Aftermiether aufzunehmen oder seinen Miethsvertrag abzutreten. Verweigert aber der Vermiether die Aufnahme eines annehmbaren Untermiethers, d. h. eines solchen, der weder ein unehrbares, noch ein dem Hause oder der Wohnung schädliches Gewerbe be treibt, so erwächst daraus dem Miether ein Recht zur Aufkündi gung der Miethe mit der Wirkung, daß der gekündigte Miethsvertrag mit dem Ablaufe der gefeßlichen Kündigungsfrist endigt. Was von der Aufnahme eines Untermiethers gilt, gilt auch von der Abtretung des Vertrages. Es war bisher streitig, ob dieses Kündi gungsrecht des Miethers im Falle der verweigerten Genehmigung auch dann besteht, wenn der Miethsvertrag die übliche Bestimmung enthält, daß der Vertrag an niemand ohne schriftliche Genehmigung des Vermiethers abgetreten werden kann und daß Chambregarnie und Aftervermiethungen nur nach schriftlich ertheilter Genehmi- chulze. gung des Vermiethers stattfinden können unter Androhung der Ermission für den Uebertretungsfall. Das Reichsgericht hat entschieden, daß auch in diesem Falle das Kündigungsrecht besteht. Die gesetzliche Kündigungsfrist, die in diesem Falle zur Anwendung kommt, ist eine vierteljährliche, M. H. 18. Die Einreichung vor der The verschwiegen haben, ber Beleidigungsflage und Stellung des Antrages auf Bestrafung bei Gericht innerhalb die Klage dem Beklagten zu. der dreimonatlichen Antragsfrist genügt, das Gericht stellt dann - T. 100. Verlangen Sie Erfah abends 9 Uhr, bei Diefe, Lothringer ftr. 67: Mitglieder- Versammlung. des Minderwerths. Putbuserstr. 44. Berlin bildet einen bes Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- Wahl- fonderen Verwaltungsfreis, gehört nicht zum Regierungsbezirk 10 1hr, bei inte, Jüdenstr. 36: Cigung. Tagesordnung: 1. Bortrag. licher Staatssteuern und Kommunalabgaben, die nicht länger kreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 20. Oftober, vorm. Potsdam. Klimann. Der Lohn darf wegen direkter persön2. Distuifton. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender ad. als seit 3 Monaten fällig sind, mit Beschlag belegt Neumann, afewalfeifir 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu werden. Legen Sie Beschwerde ein. 2. 10000. Niemals. then griebrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9-11 1hr Uel un gefunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein G. 2. 27. 1. Ja. 2. Keine. 100. Die Frau soll sich Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bei Laskowsky. Grüne Giche, an das Amtsgericht des Bezirks, in dem ihr Mann starb, mit berger Allee 156 bei Goebel.- Eanges G cho, Naunynftr. 86 bet Bubeil. Cifer. Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde geLyrania, Lands: dem Antrag auf Nachlaßregulirung wenden. E. S. D., Männer- Gefangverein Siebertranz in Brandenburg a. d. Savel, Mengert's Boltsaarten, legentlich vor. Wt. N. 39. Versuchen Sie's mit ToussaintBergfire- Deutsche Giche II, Brandenburg a. d. Savel, Hauptstraße, Langenscheidt. bei Atam. Frisch auf J, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 69 Hoffmann. Der Bescheid ist ordnungsmäßig. Gängerluft, Zuckerwalde, Beeligerstr. 34 bei Otto.9 N. N. 1. Es ist sowohl das Gericht, in dessen Bezirk der Hand in hand II, Friedrichsberg, Friedrich Kartfr. 11 Thäter wohnt, wie das, in dessen Bezirk die Strafthat begangen bet Emil Heinecte Männer- Gesangverein Immergrün, Tegel, Span: ist, für Strafsachen zuständig; das betreffende Gericht ist daher oauerfir. 15 bei E. Rentner. Freie Sänger, Schmargendorf, Wirths: zuständig. 2. Rechtsanwalt Heine wohnt jetzt Rathenowerſtr. 1. haus Friedrich. Hand in hand I, Reichenbergerfir. 16 bei Hoffmann. Gefangverein Frisch auf II, Echönwalde in der Wart.- Weiße Rose II, Stendalerstr. 6. Der volle, dem Eigenthümer entstandene Neu- Weißensee, Straßburger- und Elsaßstraßen- Ecke," Bum neuen Eifelthurm". Schaden muß ersetzt werden. Treue, Mariannen- Ufer 2a Restaurant Luschof. J. K. 142. 1. Wir weisen Aerzte, A. N. 63. 1 und Rirborf, Hermannstraße 197 bet Babenschneider. - Glü dzu, Pasewalterfir. 3 bei Neumann. Wintel's Calon. und zwar hat der Miether bis zum dritten Tage des Quartalé Alle Buſchriften, einen Arbeitervereine Berline und Umgegend barung mit dem betreffenden ab. 3. Ja. geselligen Rechtsanwälte u. f. w. nicht nach. 2. Hängt von der VereinZeit, zu fündigen. find zu richten an: P. Gent, Dresdenerstraße 107/108. Sonnabend: 2. Nein. Theaterverein Bavaria", Bernauerfir. 40/41 bet Bork. Rauchklub Theaterverein Blaue Briefkasten der Expedition. Hube. Melden Sie Ihren Anspruch auf Unfallrente Zum zweiten Male wurde gestern vor dem Schwurgericht ärtifdraut", Eisenbahnstr. 7 bei Bauer. bei der Berufsgenossenschaft an. R. 10. Die betreffenden des Landgerichts I gegen den Malermeister Robert Bläse ver-" elgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf. fönnen auf so lange Zeit auf ihrem Bachtlande bleiben, als nach Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Vereinbarung der Parteien das Land verpachtet sein sollte. Das handelt. Am 8. Mai d. I. war der Angeklagte wegen Ver Bereinstalender find zu richten an. Pflug, Breslauerstraße 9, teller. fcheint 1 Jahr vom 1. Oktober ab gewesen zu sein. brechens gegen die Sittlichkeit zu einem Jahre Gefängniß verSonnabend unverzagt", Lebuserstraße 13 bet Vogel. Ahunsval. urtheilt worden. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Fried. 28olte II, Weinstraße 22 bei Steuer. Ihre Forderung gegen die Miethsforderung aufzunehmen find Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein Sie berechtigt. mann, hatte mit Erfolg die Revision eingelegt, indem Fichte( Wiitgl. d. Teutschen Arb.- Zurnerb.) turnt: M. 20. Sie sind leider an den Vertrag ge1. Männer Abtheilung bunden und können ihn nur( falls er nicht günstigere Kündigungsdas Reichsgericht seine Behauptung, daß die Vertheidigung friedenir. 37, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 3. Männer beschränkt worden sei, für begründet erachtete. Die Beschränkung lings- Abth. Stalizerfir. 65-66, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 ubr. Abiht. Boechstr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 2. Lehr- bedingungen enthält) zum Ablauf eines halben Jahres( gerechnet wurde darin gefunden, daß die Stellung einer Frage an eine Vereinigung der vom Ende des Quartals ab, in dem der Tod erfolgt ist) tündigen. Turnfreunde turnt Mittwochs und SonnZengin nach ihrem Vorleben seitens des Gerichtshofes abgelehnt abends von 8%-10% Uhr abends Turnhalle Demminerftr. 56-57- Gemischter worden war. Zur gestrigen erneuten Verhandlung hatte der Ver- Bühnenverband Normania, jeden legten Sonnabend im Monat Sigung Chor Gleichheit, abds. 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. theidiger einen sehr bedeutenden Zeugenapparat aufgeboten, der aber bei G. Leichni B, Königsbergerjiraße 28. Privat Theater Gesellschaft nicht im stande war, den Angeklagten zu entlasten. Der Wahr- Schiller, Sigung abends 9 Uhr bei Linke, Puttbuserstr. 24. Nach der spruch der Geschworenen lautete wiederum auf Schuldig unter Sigung: Fidelitas. Theaterverein Bavaria, Aderstr. 17 bei Manfras. Privattheater- Gesellschaft Tont, abends 9% nhr bet Buleger, GwineBubilligung mildernder Umstände und das Urtheil wiederum münderstraße 144. Theaterverein Lustige Brüder II, Sigung abends auf ein Jahr Gefängniß. Der Angeklagte wurde sofort uhr, bei Reichelt, sasenhaide Nr. 45/47. Theatergesellschaft mmer in Haft genommen, nachdem eine von ihm angebotene Kaution verein Bohemia, abends 9 Uhr, Restaurant G. Wigel, Ackerstr. 145.Lustig, abends 9 Uhr, Sigung bei Ruhl, Ghorinerstr. 53. Theater: in Höhe von 5000 m. abgelehnt worden war. Privat- Theater- Gesellschaft Lilly, abends 9 Uhr Sigung, Schönh. Allee 185. Bergnügungstlub Oftend, Sigung abends 9 Uhr im Restaurant Rudolf Krautstraße 6. Geselliger Arbeiter- Verein Proletaria, Sonnabend nach bem 1. und 15. jeden Monats, abends 9 Uhr bei Sommer, Grünftr. 21. stattlub Blaue Blufe, bei Wuttke, Graudenzerstraße 2. Rauchtlub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennstraße 5. flub Revolution, Gigung abends 9 Uhr bei Hauptmann, Wienerfraße 1-6. Statflub Brüderlichkeit, abends von 9-11 Uhr Sigung Vergnügungsverein Alpen= veilchen, abends% 10 Uhr Gigung bei Ruppin, Blumenftr. 49.-Tambour in Broschürenform erschienen. Aus einem sonderbaren Grunde wollte der Portier Matwiz sich zu der Körperverlegung mittels hinterlistigen Ueberfalls haben hinreißen lassen, wegen der er sich gestern vor der 135. Abtheilung des Schöffengerichts zu verantworten hatte. In dem Hause Blücherstr. 5, welches der Argeklagte zu bedienen hat, wohnt die Schneiderin Frl. Auguste Sesse. Als sie am Abende des 2. September von einem Ausbet Wittwe Lebn Stat " Für die Familien der im Essener Meineidsprozek Verurtheilten gingen ferner ein: Vier nichtgetrunkene Landwehrtöpfe vom Gesangv. SangesEcho" 8,30. Vergnügungsverein" Flora", 1. Rate 3,-. Fritz 50. Ueberschuß von der Auktion bei dem Herbstvergnügen der Wagenbauer, Bezirk 4, 5,10. 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Der Verdienst ist in jeder Weise unauskömmlich( für Galanteriemaler; ein von Porzellanmalerei kommender kann nicht Maler 10-14 M. pro Woche) und dies für eingearbeitete soviel verdienen, und das bei den theueren Berliner Lebensund laßt Euch nicht durch glänzende Annoncen locken, nehmt in Darum nochmals: Achtung Kollegen! Beweist Eure Solidarität Berlin nur Arbeit durch Bermittelung des Arbeitsnachweises. Ihr tragt dann alle mit dazu bei, den Arbeitsnachweis zu einer hr tragt dann alle mit dazu bei, den Arbeitsnachweis zu einer Schneidigen Waffe für uns zu gestalten. Der Arbeitsnachweis befindet sich beim Kollegen Johann Richter, SO., Reichenbergerstr. 182." Versammlungen. Aus dem er fie. der Versammlung am 5. Oktober wurden die Uebelstände. Der Vorsitzende des Breslaner Arbeiter. Sänger: bundes, Handschuhmacher H. Scheerbaum, wurde am 17. Mai Schiffen. Eine äußerst ernste und traurige Geschichte aus dem Von den Qualen der Kohlenzieher auf deutschen einer eingebenden Kritik unterzogen, wobei interessante Details ans Licht gefördert wurden. dieses Jahres vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe verurtheilt, Seemannsleben ist es, welche den Stoff zu einer Verhandlung Konkurrenzgeschäfte. Herr Tausig will sich nun seine Malerinnen In nächster Zeit entstehen für Herrn Taufig einige neue weil er das Vereinsgesetz in zwei Fällen übertreten haben sollte. vor der Strafkammer des Landgerichts Bremen gegen den Ihm wurde zur Laft gelegt, die Generalversammlung des Bundes Maschinisten Ernst Martin Blanke, geboren am 9. September wurde ihnen ein Kontraft vorgelegt, nach welchem sie sich durch verpflichten, die gegenwärtig einige 30 im Hauſe arbeiten. 3. vom 25. März d. J. der Polizeibehörde nicht angemeldet zu 1864 zu Bremerhaven, wegen Mißhandlung eines Unterschrift verpflichten mußten, unter einem Jahre nicht haben. Im Gegensatz zu dem Angeklagten hielt das Gericht die Rohlenzieher3 bildet. Sängervereinigung für einen politischen Verein, dessen folgender: Der Koblenzieher Karl Röste war im März d. J. für schehen, so müßten die betreffenden Arbeiterinnen eine RonDer Sachverhalt derselben ist von der Firma Hahn wegzugehen; sollte dies geGeneralversammlung der Polizei hätte angemeldet werden den Lloyddampfer Kaiser Wilhelm II", welcher in ventionalstrafe von 75 Mart bezahlen, ferner dürfen müssen. In der Begründung wurde hervorgehoben, daß nach New- York lag, angeheuert und wurde mit mehreren anderen Leuten pentionalstrafe von 75 Mart bezahlen, ferner dürfen feinem Statut der Bund den Zweck verfolge, die Arbeiter- Gesang- mit dem Lloyddampfer„ Trave" dorthin befördert. Röske verbrannte sie weitere fünf Jahre für kein gleiches Geschäft vereine zu einem großen Ganzen zu vereinigen und in Gemein- fich auf der„ Trave" den Arm und hatte noch, als er zu seiner arbeiten. schaft Lieder freiheitlichen Inhalts zu beschaffen und ein- Arbeitsstätte fam, eine Binde um den Arm. Die Aerzte hatten daß er entweder keine Ahnung von der Gewerbe- Ordnung hat, Durch diese Maßregel hat uns nun Herr Tausig bewiesen, zuüben. Das Gericht gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß hier ihn sonst gesund geschrieben, aber befürwortet, daß man ihn oder daß er um 200 Jahre zu spät geboren wurde. Dem Unterdie Freiheit gemeint sei, wie sie die Sozialdemokratie verstehe. vorerst bei leichten Arbeiten beschäftige. Am 3. April, als sich Denn, führte es aus, die neun Vereine, aus welchen der Bund das Schiff bereits auf der Reise nach Genua befand, hatte nehmer ist wohl im heutigen Klaffenstaate eine viel größere bestehe, gehörten der sozialdemokratischen Partei an. Blanke, als dritter Maschinist, den Röske an die Maschine Arbeiter, jedoch soweit sind wir nicht mehr zurück, oder soweit Machtstellung eingeräumt, als dem alle Werthe schaffenden Dann inserire der Bund nur in der sozialdemokratischen kommandirt, wo er zuerst beim Aschenhieven half. Wie alle ist es noch nicht gediehen, daß ein Unternehmer ſeine ArVolkswacht" und betheilige fich an sozialdemokratischen anderen Arbeiter erhielt auch Röske feinen Schluck Schnaps. beiter ganz zu Sklaven machen kann. Festen; bei der Maifeier 1895 Darauf half Röske beim Herausschaffen von Kohlen aus den( Malerin) wurde entlassen, da sie sich weigerte, zum Beispiel hätten Bundesmitglieder in beiden Versammlungen in der für Bunkern. Plöglich wurde Röste frant und fiel um. Der vierte Kontrakt zu unterzeichnen, der feiner Malerin ein Hinderniß sein Breslau Ost und der für Breslau- West, laut Bericht der Maschinist Briesmeyer sprang ihm zu Hilfe, suchte ihn wieder auf- fann, troß ihrer Unterschrift die Arbeitsstelle zu verlassen, da er ,, Volkswacht" Lieder gesungen. Das Gericht zieht den Schluß, zurichten und goß ihm taltes Seewaffer über die Brust, um ihn daß der Bund nur eine Unterabtheilung des sozialdemo- aufzufrischen. Röste kam auch wieder zu sich und wollte sich er einfach ungefeßlich iſt. Die Maler mußten den Kontrakt auf fratischen Vereins für Breslau und Umgegend sei, welcher durch heben, das konnte er aber nicht, sondern wurde vielmehr immer vierwöchentliche Kündigung unterschreiben. das gesprochene und gesungene Wort, wie beim gemeinsamen fränter. Die Heizer Friedrich Ludwig und Carl Michaelis Turnen u. f. w. für die sozialdemokratische Partei neue Mit- schafften ihn an die Backbordseite, er fonnte schon nicht mehr glieder zu werben und ihr die alten zu erhalten suche. Der sprechen. Stach einiger Zeit trug Michaelis den Kranken in den Bunft Verschiedenes" der Tagesordnung hatte es dem Gericht Kohlenraum an der Steuerbordseite. In diesem Augenblick fam ebenfalls angethan. Diese dehnbare Bezeichnung laffe und Blanke herbei, dieser glaubte, wie er behauptet, der Mann solle seiner Meinung nach alle möglichen Erörterungen fei total betrunken und schleppte ihn in den Heizraum, wo zulaffen, auch folche, welche die Gesammtheit des er ihn auf die Beine setzte, dabei gab er ihm jedesmal einen Gemeinwesens und das gesammte öffentliche Intereffe berühren. Stoß in den Rücken, daß er nach vorn überfiel, dann warf Das Gericht nahm nun ganz einfach an, daß unter Verer ihn in den Bunker an Backbordseite und trat ihn wohl schiedenem" in jener Generalversammlung vom 23. März sechs Mal mit Füßen, so daß der arme tranke ganz sicher öffentliche Angelegenheiten zur Be- Mensch laut vor Schmerz aufschrie. Dann schleppte er sprechung gelangt wären, wenn ein Polizeibeamter die Ver- ihn bis an die Plattform im Maschinenraum, wo er ihn hin sammlung nicht schon gleich nach der Eröffnung aufgelöst warf und mit Seewasser begoß. Röste lag ganz behätte. Das Landgericht, bei welchem Rechtsanwalt Marcuse finnungslos da und starb am folgenden Tage. Nach den Angeklagten vertrat, wies die Berufung desselben insofern dem ärztlichen Gutechten stehen die Mißhandlungen in zurück, als es die Strafe nur von 40 M. auf 25 M. teinem ursächlichen Zusammenhang mit dem Tode, denn dieser ermäßigte. Es hielt Sch. ebenfalls für schuldig, jedoch trat infolge i schlages ein, sie waren aber gefährdend für nur in einem Falle. Das Berufungsgericht ging aber von das Leben des Mannes. Blanke stellt jede Miß= anderen Erwägungen aus, wie die Borinstanz. Es nahm an, handlung seinerseits in Abrede, gesteht jedoch, daß er dem daß in der fraglichen Versammlung öffentliche Angelegenheiten Röste, um ihn zu ernüchtern, einen halben Eimer Wasser durch gesprochene Worte nicht erörtert oder berathen werden follten. Auch die Nr. 4 der Tagesordnung, Verschiedenes", gewähre dafür keinen Anhalt, da man nur vermuthen, aber nicht für thatsächlich erwiesen erachten könne, daß unter diesem Punkte öffentliche Angelegenheiten zur Besprechung kommen sollten. Da gegen, führt das Landgericht weiter aus, sei kein Zweifel, daß der Verein als solcher bezwecke, auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken, indem er durch das Einüben von Liedern die Mitglieder in ihrer sozialdemokratischen Gesinnung bestärke. Dies ergebe fich daraus, daß nach dem Stutut Lieder freiheitlichen Inhalts beschafft und eingeübt werden sollten, wobei zweifellos die Freiheit im Sinne der sozialdemokratischen Anschauung gecher ein Sozialdemokrat besonders lesen solle. Nach einem meint sei. Der Verein habe nicht die Gesangskunst pflegen, furzen Streifzuge in die Gebiete der Nationalökonomie, der Gesondern hauptsächlich den Text, den Inhalt der Lieder als beschichte und der Völkerkunde empfahl der Redner am Schlusse sonders wirksam verwerthen wollen, wenn auch in Gesangsform. organ der Porzellanarbeiter, die" Ameife", veröffentlicht in dieser Wissensgebiete. Genoffe Mausolf vertrat jedoch die Ansicht, Ein Bild aus der keram schen Industrie. Das Fach- feines beifällig aufgenommenen Referats besonders das Studium Als Versammlung eines solchen Vereins sei die in Rede stehende Nummer 41 über die Firma Hahn( Inhaber Rosen und Tausig), daß ein Arbeiter alles lefen solle, was geeignet sei, feinen Geist Bersammlung aber anmeldepflichtig gewefen. Die hiergegen vom Berlin, Dresdenerstraße 82/88, eine Echilderung, die auch im zu bilden. Beim Punkt Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, Angeklagten eingelegte Revision, welche in der mündlichen Ver- Borwärts" wiederzugeben wir ersucht wurden. Wir kommen bald nach Gricheinen des Protokolls vom Breslauer Parteitag handlung vor dem Kammergericht vom Rechtsanwalt Gerhard dem Wunsche gerne nach. Die Schilderung, die, beiläufig vertreten wurde, führte gegenüber dieser Auslaffung des Be- bemerkt, vom zweiten Berliner Ortsverein der Porzellanarbeiter dieses an die Mitglieder zu vertheilen. Hoch gab bekannt, daß rufungsgerichtes folgendes an: Das Urtheil enthalte einen Widerspruch insofern, als zunächst festgestellt werde, daß in der durch C. Huhl vertreten wird und an die Ma l'er gerichtet ist, gehalten werden. Die Mitglieder wurden zwecks Aufnahme einer fraglichen Versammlung öffentliche Angelegenheiten durch„ Schon lange Zeit, durch viele Versammlungen hindurch, Statistik ersucht, bei der Zahlung der Beiträge Ort und Datum follten, während es weiter eine Feststellung vermissen lasse, daß waren es immer und immer wieder die traurigen Arbeits. ihrer Geburt sowie ihren Beruf anzugeben, ferner bei den Vorzur Kommunalwahl sich in den Dienst der Partei zu etwa in dieser Versammlung gesungen werden sollte. Weil und Verdienstverhältnisse bei der Firma Hahn, welche uns Stoff stellen. Schwarzenberg rügte, daß in den zum 15. Kommunaldiefelbe als eine Generalversammlung eine rein geschäftliche habe 8 ftundenlangen Erörterungen gaben. Wahlbezirk gehörigen Straßen, die im 3. Reichstagswahlkreis Im August vorigen Jahres war es, wo von dieser Firma liegen, am letzten Sonntag teine Flugblätter verbreitet worden sein sollen und die Tagesordnung gefangliche Vorträge nicht enthielt, hätte Sch. nach den Feststellungen des Vorderrichters frei- zwei Kollegen gemaßregelt wurden, weil sie eine 25 prozentige wären. Man erwiderte ihm, dies sei Sache des Wahlkomites Lohnerhöhung forderten, da es ohne diesen Zuschlag unmöglich gesprochen werden müssen, wobei es auf die Frage garnicht ankommen konnte, ob der Verein durch Lieder auf öffentliche sei, selbst für die bestens eingearbeiteten Kollegen einen unserem für den 15. Kommunal- Wahlbezirk gewesen. In einer großen öffentlichen Sattlerversammlung, die Angelegenheiten einwirken wollte. Aber auch die Feststellung des Normallohn nur annähernd entsprechenden Verdienst zu erzielen. In der Versammlung vom 11. August 1894 erklärten sich alle am 16. Oftober bei Brochnow in der Sebastianstraße abgehalten Berufungsgerichts, daß der Verein in dieser Weise habe wirken wollen, sei hinfällig, da Gesangsvorträge fich nur oder vor und wählten eine Kommission, welche mit den Inhabern der Mittel und Wege zur Verbesserung der Lage der Sattler, wobei wollen, sei hinfällig, da Gesangsvorträge sich nur oder vor Kollegen mit der Handlungsweise der Gemaßregelten einverstanden wurde, referirte Kollege Maurer unter reichem Beifall über wiegend an die Empfindungen der Menschen wendeten, das er zu dem Schluß kam, daß sich nur durch vereinigtes Auftreten Gesetz aber Erörterungen, also eine gedankliche Operation Firma Hahn in Unterhandlung treten sollte. Betreffende Kommission wurde von der Firma auf das der gesammten Arbeiterschaft gegenüber der geschlossenen Kapitalverlange. Auch die Annahme, daß die Mitglieder in ihrer entgegenkommendste empfangen. Herr Taufig erklärte fogar, er macht etwas Ersprießliches erreichen lasse. Den Hauptpunkt der sozialdemokratischen Gesinnung bestärkt werden sollten, reiche nicht sehe selbst ein, daß ein Maler unter 24 M. pro Woche in Berlin Verhandlungen bildete der gegenwärtige Stand des Streiks bei hin, um die Anmeldeverpflichtung für den Vorsitzenden des Ver- nicht existiren könnte, und brachte Lohnbücher angeschleppt von Scholz Nach fl. in Schöneberg. Kollege Börsch gab einen eins zu fonstruiren. Der Straffenat des Kammergerichts erkannte am 17. Oktober, daß das Berufungsurtheil aufzuheben Anno dazumal, aus welchen er festfiellte, daß bei ihm immer furzen Ueberblick über dessen Ursache und bisherigen Verlauf. Die und die Sache zu nochmaliger Verhandlung in die zweite Instanz noch schön verdient werde und derartig niedrige Löhne, wie sie Arbeit wurde niedergelegt, weil von den Firmeninhabern die Preise, zurückzuverweisen fei. Das Gericht trat der Ausführung der die die Elberfeld- Barmer Fabrikanten zahlen, nicht bewilligt worden sind. Durchschnittlich werden von dem Schöneberger Fabrikanten Vertheidigung über den erwähnten Widerspruch bei, welcher, wie für deutsche Tornister nur 4,50 M. gezahlt, für Patronentaschen es meint, eine nochmalige Erörterung der Thatsachen erforderlich im Verhältniß noch weniger. Im Ausstand befinden sich 37 Kollegen mache. Das Kammergericht führte dann noch weiter aus: 3war und 3 Kolleginnen; 20 find verheirathet und haben insgesammt könnten sehr wohl durch den Gesang eines Liedes öffentliche An25 Kinder; nur die Hälfte der Streitenden ist organisirt. Der gelegenheiten erörtert werden, aber die Thatsache, daß der Verein Es wurden ihm die auf ihn bezüglichen Punkte des gegenwärtige Streit steht im allgemeinen günstiger als seinerzeit freiheitliche Lieder beschaffen und üben wolle, reiche doch nicht zu einer so allgemeinen Feststellung aus, wie die des landgericht- Protokolls vorgelesen, wo es heißt, daß nicht ein einziger Maler der Streik bei Loh und Dotti, da fich, mit Ausnahme von lichen Urtheils fei. Selbst dann nicht, wenn es sich bei dem den Durchschnittsverdienst von 45 Pf. pro Stunde erreicht bei 2 oder 3, auch der größte Theil der Heimarbeiter an der Befreiheitlichen Inhalt der Lieder lediglich um Freiheit im sozial- Schrift; auf Flachmalerei sei überhaupt kaum die Hälfte zu ver- wegung betheiligt. In der Fabrik selbst hat gegenwärtig nur ein dienen. Einer der charakteristischen Aussprüche des Herrn Hahn Arbeiter angefangen, der aber aber voraussichtlich auch auch bald demokratischen Sinne handle. Es bedürfe immerhin der Prüfung, einem Maler gegenüber, der sich über die schlechten Preise be- wieder aufhören wird. Vortheilhaft für die ganze Situation ist welche Lieber im einzelnen in Frage kämen, d. h. welchen schwert, lautet:" Ich kann nichts zulegen, die Maler müffen eben noch, daß auch die Zuschneider mitstreiken. Bezeichnend ist, daß Juhalt diese hätten. mehr arbeiten, dann verdienen sie mehr." dem Firmeninhaber Herrn Delacroix polizeiliche Hilfe auf sein Ersuchen im reichsten Maße zu theil wurde; außer einer Anzahl Kriminalisten erschienen am Montag noch acht Mann in Uniform vor der Fabrik. Komisch erscheinen die Gründe, die zur Entlassung zweier Arbeiterinnen geführt haben. Eine soll die Arbeiter aufgewiegelt haben, eine andere hat sich Der Wahlverein für den dritten Kreis hielt am über den Kopf gegossen habe. Die meisten Zeugenaussagen lauten 16. Oktober im Märkischen Hof", Admiralstraße 18c, seine recht ungünftig für Blanke. Der Staatsanwalt führt aus, ordentliche Generalversammlung ab. nach seiner Ansicht seien die Fußtritte und auch die Behandlung von Kräter erstatteten Vorstandsbericht ist hervorzuheben, daß mit dem Schlauch bewiesen, und das seien Mißhandlungen; er im letzten Vierteljahr 70 neue Mitglieder aufgenommen wurden. beantrage daher das Schuldig und eine Strafe von 200' M. Den Kaffenbericht gab Kassirer Gottfried Schulz. Danach Rechtsanwalt Dr. Suling als Vertheidiger des Angeklagten betrugen einschließlich des Ueberschusses vom vorigen Quartal, will die belastenden Aussagen nicht gelten lassen und beantragt die Einnahmen im 3. Quartal 682,77 M.; nach Abzug der Ausdie Freisprechung des Angeklagten. Das Gericht spricht gaben im Betrage von 417,20. blieb ein Bestand von Blauke frei, der Mensch bleibt unbestraft. 265,57 M. Auf Antrag des Revisors Schölzel ertheilte die Versammlung dem Kassirer Decharge. Hierauf hielt Genosse Wit einen Vortrag über das Thema, welche wissenschaftlichen gesprochene Worte nicht erörtert oder berathen werden " Gewerkschaftliches. lautet im wesentlichen: angegeben, von 15-20 M. felten einmal vorkommen, und er sei gerne bereit, die schlechten Muster etwas aufzubessern. Schon in furzer Zeit wiederholten sich die Klagen über den unauslömmlichen Verdienst. Herr Taufig erschien auf eine Einladung hin selbst in einer Kommissionsfizung vom 1. Februar 1895 bei Streit. Nun folgen die Aeußerungen des Herrn Tausig, die in der betreffenden Kommissionssitzung gefallen: im Winterhalbjahr die Vereinsversammlungen alle 14 Tage abarbeiten Gegen den Redakteur der Frankfurter Volts: ft imme" den Reichstags- Abgeordneten Wilhelm Schmidt in Frankfurt a. M. war im Herbst vorigen Jahres ein Meine Herren, ich gebe zu, daß in meinem Geschäfte die Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet worden. Nachdem Preise auf Flachmalerei etwas schlecht sind, bei Schrift stellen sie am 25. November 1894 die letzte richterliche Handlung gegen ihn fich bedeutend besser. Ich kenne die Bedürfnisse der Arbeiter, kam erfolgt war, trat am 2. Dezember der Reichstag zusammen und auch nach Berlin mit leeren Taschen, und nun ist es mir gelungen, das fürchterliche Vergehen zu schulden kommen lassen, mit einem es fand dann erst wieder am 28. Mai dieses Jahres, also nach ein Geschäft selbst zu leiten, ich bin noch Arbeiter und weiß, daß streikenden Kollegen zu sprechen. Eine dritte Arbeiterin legte fechs Monaten und drei Tagen eine richterliche Handlung gegen man unter 24 M. in Berlin nicht existiren kann. Es soll mein Bewegen der Entlassung der beiden selbst die Arbeit nieder. Schmidt statt. Als es am 20. Juni dieses Jahres zur Haupt- ftreben sein, wo Mißstände sind, dieselben abzuändern. Wenn meine Die Stimmung der Streikenden ist siegesbewußt. verhandlung fam, erkannte das Landgericht Frankfurt a. M. alten erprobten Leute kommen und mehr wünschen, lege ich diesen ist gelungen, die zugereisten Kollegen auf Privatarbeit theilte unterzubringen. Zur Unterstützungsfrage wegen Verjährung auf Einstellung des Verfahrens. Das Gericht gerne das entsprechende zu. Börsch war der Ansicht, daß das Gesetz vom 28. März 1893 Ueberhaupt find schon viele dahingehende Aenderungen in den beantragten Beschluß der Ichten Vereinsversammlung ( lex Rintelen) nur dann Anwendung finde, wenn der meiner Fabrik getroffen und kommt es da überhaupt auf ein mit, wonach den verheiratheten Streifenden 12 M. und für jedes Reichstag die Sistirung des Strafverfahrens verlangt habe, paar hundert Mart nicht an, die ich auf Malerei zulege. Meine Kind 1 M. mehr, den unverheiratheten 10 M. und den Kolleginnen was hier nicht geschehen sei. Der Staatsanwalt legte Damen, die malen, sind ganz zufrieden und haben mich schon 7,50 M. wöchentliche Unterstützung gezahlt werden soll. Die Ver= Revision ein und vertrat die Ansicht, daß die Verjährung öfters ersucht, sie vor Zudringlichkeiten zu schüßen, da sie keinen sammlung änderte diesen Beschluß dahin ab, daß der höhere der von Reichstags. Abgeordneten begangenen Delikte überhaupt Grund zur Klage hätten, daher verbitte ich mir jede auf meine Unterstüßungssah so lange inne zu halten ist, als der Streit ruhe, wenn der Reichstag versammelt sei. Der erste Straf- Damen zielende Aufwiegelei." teine größeren Dimensionen annimmt; in Beziehung auf die Den Schilderungen des Herrn Tausig nach sind die Hahn'schen Arbeiterinnen Unterstützung sei fenat des Reichsgerichts verwarf die Revision als unbegründet. den beiden Stepperinnen Die Verjährung habe nur dann zu ruhen, wenn die Strafver- Malerinnen meistens Beamtentöchter u. s. w., die sich einbilden, der beantragte Satz zu zahlen, der Lohnarbeiterin das der Betrag ihres Wochenlohnes von 6 Mart. folgung noch nicht begonnen hatte oder nicht fortgesetzt werden nicht zu den Arbeitern zu gehören und zufrieden sind, wenn sie gegen fonnte auf grund einer gesetzlichen Bestimmung. Das treffe im nur einige Mark die Woche verdienen. Bur etwa nöthigen Abänderung dieser Unterstüßungssäge vorliegenden Falle nicht zu. Nur zur Einleitung des Straf- In diesem Tone ging es weiter; Herr Taufig überbot sich selbst wurde eine dazu einzuberufende öffentliche Versammlung iür verfahrens während der Session bedürfe cs der Genehmigung des in kaufmännisch glatten Redensarten. Er verstand unsere Bewegung, fompetent erachtet. Weiter beschloß die Versammlung, daß die Reichstages. Wenn wie hier der Reichstag sein Veto nicht er fühlte mit uns. Als aber zwei Kollegen die Malerinnen um ihre Unterstützung vom Tage der Arbeitsniederlegung an gezahlt 00 wird. Die Besprechung eines etwaigen Vorgehens betreffe der die am Löhnungstage mit 14 M. nach Hause gingen! Gerade vorderhand eine 25 prozentige Bohnerhöhung für die Ueberstunden. Privatarbeiten wurde bis zur nächsten öffentlichen Versammlung die älteren Kollegen, die da glaubten, in solch einer Fabrif eine arbeit durchgeführt werden müsse. Ergänzt wurden diese Ausvertagt. Zum Schluffe beantragten die Revisoren, dem Kassirer Lebensstellung zu haben, gerade diese sollten sich vor Augen führungen durch Brückner und Siebert. der Dotti'schen und Loh'schen Streifabrechnung, Kollegen halten, daß mit jedem dahingehenden Jahr ihr Ausnutzungs- Debatte tam zur Sprache, daß in der Fabrik von Brause, Sassenbach, Decharge zu ertheilen. Die Versammlung ent- werth für den Unternehmer sinke, der sich in der Regel über Gitschinerstraße, dem Arbeiter, der in der Saison die meisten sprach diesem Antrag. Einige persönliche Angelegenheiten und kurz oder lang der läftigen alten Arbeiter" einfach entledige. Ueberstunden macht, eine Prämie" in Gestalt eines doppelten Beschwerden wurden an die Agitations- und Lohnkommission Sie hätten demnach alle Ursache, der Organisation beizutreten. Wochenlohnes winkt; haben zwei Arbeiter die gleiche hohe Anverwiesen. Eine allgemeine Lohnbewegung sei, fährt Redner fort, im zahl der Ueberstunden erreicht, so erhalten sie wie geistreich! Gürtlergewerbe schon wegen der vielen Spezialfächer nicht nur die Hälfte der Prämie. Bei Petersfeld, Hollmanndenkbar. Er ffizzirte dann die Arbeitsverhältnisse in verstraße, ist es, wie ein Redner bekannt gab, gelungen, die Verkürzung 10 In einer baben einmal eine Moche biebschaffung der Ueberstubenud schiedenen Werkstätten. In einer davon habe einmal eine Woche die Abschaffung 90 Arbeitsstunden aufzuweisen gehabt. Redner forderte schließ der Arbeitszeit von 10 auf 91/2 Stunden durchzuführen. Die lich die Versammelten auf, dafür zu sorgen, daß möglichst in Bersammlung faßte einstimmig folgende Resolution:" Die Verjeder Werkstatt eine Vertrauensperson sei, die mit ihm in Ver- sammlung erkennt mit dem Referenten die Schädlichkeit der bindung trete und ihm ein Bild von den Arbeitsverhältnissen Ueberstundenarbeit an. Die Anwesenden erstreben zur Verbessegebe. So würde ein verständiges und erfolgreiches Vorgehen zur rung ihrer Lage und zwecks Schonung ihrer Gesundheit die gänz Abstellung von Mißständen ermöglicht. Heinrich's Adresse liche Beseitigung der Ueberstunden und beschließen, zunächst ist: Wienerstraße 61. Die Adressen der Werstätten- Ver- 25 pCt. Lohnerhöhung für die Ueberstundenarbeit zu fordern." trauensleute sind ihm sofort mitzutheilen. Alle übrigen Redner Es wurde eine Kommission von 14 Personen gebildet, der die erklärten sich mit dem angeregten Vorgehen einverstanden und Durchführung der Forderung übertragen ist. Einer öffentlichen wünschten, daß es bald beginne. Giner verwies hierbei Versammlung soll das Resultat in fürzester Zeit unterbreitet darauf, daß im Gürtler Gewerbe = feit Jahrzehnten werden. Nach Erledigung dieses Punktes erstattete der Ber feine so günstige Geschäftslage vorhanden gewesen sei, als jetzt. trauensmann Seltenborn seinen Bericht. Danach wurden Hierauf wurden folgende Beschlüsse gefaßt:" Die Versammlung eingenommen 135 M. und ausgegeben 127 M. Der gegenwärtige erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden Bestand beträgt 7,35 M. Ein Theil der Anwesenden ließ sich in und verpflichtet jeden Gürtler, der Organisation beizutreten. In die Organisation aufnehmen. jeder Werkstätte sind Vertrauensleute zu bestimmen, deren Aufgabe es ist, in Gemeinschaft mit dem Vertrauensmann der Steglig. Die am letzten Dienstag abgehaltene Versammlung Gürtler, Kollegen Heinrich, ein einheitliches Vorgehen zur Be- des Arbeiter Bildungsvereins für Friedenau feitigung der im Berufe herrschenden Mißstände herbeizuführen. und Stegliz erfreute sich eines ziemlich regen Besuches. Es Ueberall, wo die Kollegen einer Werkstätte einig und dadurch ist zu hoffen, daß immer mehr Genossen dem rüstig vorwärts stark genug sind, die Beseitigung der Ueberstunden durchzuführen, strebenden Verein ihr Interesse zuwenden und dies durch Beitritt sind sie verpflichtet, in Aktion zu treten." und fleißigen Besuch bekunden werden. Die Versammlung am Die Gürtler beschäftigten sich am 16. Ottober in einer sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung mit der Frage, ob es Beruf zur Gegenwärtige möglich sei, die gegenwärtige günstige Geschäftslage in ihrem Beruf zur Erreichung besserer Arbeits- und Lohnbedingungen auszuüben. Der Vertrauens mann der Berliner Metallarbeiter, D. Mäther, hielt das einTeitende Referat. Nach einer gemeinverständlichen Auseinanderfegung über die Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit trat er der obenerwähnten Frage näher, die seiner Meinung nach zu bejahen sei. Bedingung sei natürlich, daß sich die Kollegen beffer organisiren. Redner machte dahingehende Vorschläge. Als erftes sei dann die Regelung der Arbeitszeit, vor allem aber die Beseitigung der Ueberstundenarbeit zu fordern. Später werde sich weiter reden lassen. Da, wo sich die Ueberstunden nicht gänzlich beseitigen ließen, möge für diese ein Lohnzuschlag verlangt werden, natürlich nicht nur für Wochenlohn, sondern auch für Affordlohnarbeiter, die ja im Berufe die große Mehrheit bildeten. Mäther schloß seine Ausführungen mit einer feurigen Aufmunterung zur Agitation und Organi sation, die in der Versammlung begeisterten Wiederhall fand. Der Vertrauensmann Heinrich gab dann einen Ueberblick über die Organisationsverhältnisse. Von den 3000 Berliner Gürtlern seien leider nur 400 organisirt, das müsse anders werden. Am meisten rückständig seien die Berufsgenossen in der Spezialbranche für Beleuchtung, obwohl deren Löhne gerade nicht die höchften feien. Die betreffenden bildeten sich immer ein, sie Ueber die Abschaffung der Ueberstundenarbeit ver- Dienstag hörte eine Vorlesung aus Kautsty's Erläuterungen bedürften nicht der Organisation, weil in ihrem Fach noch so handelten die Graveure und 3iseleure in einer öffent- zum Programm", die eine interessante Debatte zeitigte. Heute einigermaßen das ganze Jahr durch Arbeit vorhanden ist. Sich lichen Versammlung am Donnerstag. Die Gründe, welche für wird im Schwarzen Adler", Steglit, Albrechtstr. 125, ein darauf zu stüßen, wäre aber ganz falsch. Was solle man dazu diese Maßregel sprechen, wurden von dem Referenten Bertram Familienfränzchen abgehalten, das recht zahlreich fagen, wenn es bei einer der für die Herstellung von Beleuchtungs- den Anwesenden vorgeführt. Er schilderte das Walten des zu besuchen die Parteigenossen von Steglig und gegenständen in Frage kommenden Firmen gelernte Gürtler gebe, Kleinmeisterthums im Gewerbe und fam zu dem Schluß, daß Friedenau hierdurch gebeten werden. Belle- Alliance- Theater Belle- Alliance- Strasse No. 7/8. Sonntag, den 20. Oftober 1895, nachmittags 3 Uhr: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk: 229/2 Bum ersten Male wiederholt: Ein Volksfeind. Schauspiel in 5 Aufzügen von Henrik Ibsen. Dr. Stockmann: Julius Türk; Bürgermeister: Wilhelm Ruff; Haustadt: Rudolf Hock; Johanna: Clara Margot; Petra: Marie Mosler. Eintrittskarten à 60 Pf. sind in den bekannten Geschäften zu haben. Die Verloosung beginnt um 2 Uhr. Die Herren, die am vorigen Sonntag in der Volksversammlung mitwirften, werden freundlichst gebeten, auch bei dieser Vorstellung zu erscheinen. Streng reelle Bedienung. 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Schönhauser Allee Nr. 28: Oeffentl. Versammlung für Männer und Frauen. Tages- Ordnung: Vortrag über: Die häusliche Erziehung im heutigen Klassenstaat." Referent: Schriftsteller Heinrich Schulz. E. Krutenberg's Restaurant u. Stehbierhalle, 13 Königsbergerstr. 13. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die jüngsten Vorgänge. 2. Wahl von zwei Mitgliedern zur Agitationsfommission für Brandenburg. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. 157/6 Achtung, Maurer! Mitgliederversammlung des Zentralverbandes Deutscher Maurer ( Bahlstelle II Berlin) Sonntag, den 20. Oktober 1895, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstraße 22. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom dritten Quartal, Bericht Der Vorkand. der Revisoren. 2. Vortrag. 3. Gewerkschaftliches. 136/6 Achtung! Rixdorf. 48-50: Grosse öffentliche Achtung! Sonntag, 26. Oktober, vorm. 11 Uhr, in den Victoria- Sälen, sozialdemokr. Partei- Versammlung. Zages Ordnung: = 1. Berichterstattung vom Breslauer Parteitag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Parteispediteurs. 203/8 4. Bericht und Neuwahl des Vertrauensmannes, sowie der Lokalkommission. Es ist Pflicht eines jeden Parteigenossen, in dieser Versammlung zu Die Vertrauensperson. erscheinen. Köpenick. Dienstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, im Restaurant Schulz, Schönerlinderstr. 9: General- Versammlung Nachdem Geselliges Beisammensein und Tanz. Zur Deckung Abendtisch. Ausschank von Münch. des Fachvereins der Färber und Berufsg. der Unkosten findet Tellersammlung statt. J. M. Ludwig. ando Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag, abends 8 Uhr, Andreasstrasse 26: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Vorz. Frühstücks, Mittags: und Brauhaus, Kulmbacher, Potsdamer Stangenbier, ff. Weißen 2c. Kleines Tages Ordnung: • 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Neuwahl des VorVereinszimmer noch mehrere Abende standes. 3. Verschiedenes. 35082* Der Vorstand. frei. 61/4 Arbeitsmarkt. Arbeiter- Bildungs- Schule. 1. Bericht des Vorstandes, Kassirers u. f. w. 2. Wahl. 3. Anträge. Achtung! 4. Verschiedenes. 145/18 Die Kollegen, welche noch vom Stiftungsfeft abzurechnen haben, werden erfucht, am Montag 7 Uhr bei Wilte zu erscheinen. Ferner sind bei der Verlosung drei Gewinne nicht abgeholt, dieselben können gegen Vorzeigung der Nummern 13, 66, 236 bei H. Schulz, Memelerstr. 60a, entgegen genommen werden. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Parquetbodenleger! feld& Cie. haben wegen LohnDie Kollegen der Firma Rosendifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Werkstatt- Kontrollkommission d. Deutschen Holzarbeiter Verbandes. Fachverein der Holz- und Bretterträger Schuhmacher Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 20. Oktober, vormittags 10 Uhr, bei Ballschuhe) finden in u. außer dem Kraatz, Schönleinstrasse No. 6: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1895. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 84/5 Der Vorstand. W. Kuhn. Verband aller in der Metallinduftrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Oktober, vormittags 10 Uhr, in der ,, Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57: Branchen- Versammlung der Former und Gießereiarbeiter. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Litfin über: ,, Was lebrt uns die legte Formerbewegung?" 2. Disfuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 111/11 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, auf gewendete Arbeit( Jahrschuhe u. [ H* Hause lohnende Beschäftigung. Schuhwaarenfabrik Heinrich Töpfer, Dresden- Neustadt, Magazinstr. 6. Balancier. Tücht. Arbeiter, der an Quadroniermaschine Bescheid weiß, verl. Silberwaaren- Fabrit Sebastianstr. 20.* Klaviaturmacher. Geübte Klaviaturmacher für Har monikas finden sofort dauernde und lohnende Arbeit bei Ch. F. Pietschmann Söhne, Berlin, Brunnenstr. 25. Marmorirer * Lehrplan für das Winterhalbjahr Südost- Schule, 1895 96. Waldemarstrasse No. 14. = Montag: Oeffentliche Gesundheitspflege. ( Boden, Trinkwasser Versorgung, Städtereinigung, Wohnungshygiene, Volksbäder, Nahrungsmittel 2c.) Herr Dr. Heymann. Dienstag: Rein Unterricht. Mittwoch: Dentsch,( Lektüre: Dühring's Umwälzung der Wissenschaft. Anfertigung von Aufsägen. Herr A. Witz. Donnerstag: Geschichte.( Mittelalter. Die alten Deutschen. Völkerwanderung. Kirche und Staat. Mohamedanisch- arabische Kulturperiode. Feudalismus und Zunftwesen. Herr Dr. Pinn. Freitag: Herr Heinrich Schulz. Sonnabend: Rede- Uebung. Nord- Schule, Müllerstrasse No. 179a Montag: Dentsch( wie in der Südoft- Schule). Herr A. Witz. Dienstag: d Rein Unterricht. Mittwoch: Nationalökonomie( wie in der SüdostSchule). Herr Dr. A. Bernstein. Donnerstag: Oeffentliche Gesundheitspflege( wie in der Südost- Schule). Herr Dr. Weyl. Freitag: Geschichte( wie in der Südoft- Schule). Herr Dr. Pinn. Sonnabend: auf Kontobücher verlangen Riefenstahl, National- Oekonomie.( Die Mary- Rede- Nebung. M* Zumpe& Co., Holzmarktstr. 67. Tücht. Rock- und Paletotschneider per sof. gesucht. M. B. Rosenthal u. Ko., Raiser Wilhelmstr. 48. Gürtler auf Brandrohre, Gürtler auf Gallerierohre = sucht die Brenner- Fabrik Köpnickerder Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. straße 154a, 3. Hof, 1. Etage. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 21. Oktober, abends 81/2 Uhr, bei Schmiedel, Alte Jakobstraße Nr. 32: Ordentliche General- Versammlung. felbſtändig gearbeitet hat. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom Sommervergnügen( Guter Montag). 2. Geschäfts- und Kassenbericht vom dritten Quartal. 3. Ergänzungswahlen zum Vorstand. 4. Verschiedenes. 17906 Wir suchen gegen hohes Gehalt einen tüchtigen Werkzeugschlosser, welcher bereits in unserer Branche auf Schnitte und Stanzen für Ziehpressen 785b Fabrit für Blechemballage D. F. Schäfer Nachfl., Dresdenerstr. 97 Farbigmacher auf Lohn verlangt Wafferthorstr. 46, 4 r. Lehrlinge 7866 784b Mitgliedsbuch legitimirt.- Neue Zahlstellen find errichtet bei Rummer, Rigdorf, Berlinerstr. 186; Gleinert, Müllerstr. 7a; Werner, Bülow- zur Kunstschlosserei verlangt straße 59. Um schleunige Abrechnung der Billets vom Sanssouci- Vergnügen ersucht Der Vorstand. Sonntag, den 3. November, findet eine Volksvorstellung im BelleAlliance- Theater unter Regie des Herrn Jul. Türk statt. Zur Aufführung gelangt:„ Ein Volksfeind". Beginn der Verloosung 11/2 Uhr, der Vorstellung 21/2 Uhr. Billets à 60 Pf. find im Nachweis und in den Zahlstellen gegen baar zu haben. D. D. 23/19 = 793b N. Pötzsch, Brüderstr. 24. Tüchtige Geldschrank Schloffer suchen für dauernde Beschäftigung bei hohem Lohne Emil May u. Herrmann, Hamburg, Neust. Fuhlentwiete 69. Tücht. Schleifer auf VersilberungsHenniger Cie, Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsg. befte finden bauernde Beschäftigung bei Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Oktober, nachmittags 5 Uhr, in den ,, OranienHallen", Oranienstr. 51( am Morihplah): 138/6 Versammlung Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Grünau. Der Vorstand. Sonntag, den 20. Oktober 1895, nachmittags 3½ Uhr: Große öffentliche Volksversammlung 203/9 bei Niggemann, Röpnickerstraße 108. Der Vertrauensmann. 7996 Alte Jakobstr. 106. Kartonarbeiterinnen finden dauernde Beschäftigung. Gebr. Stein, Neue Königstr. 30. Lehrlinge 787b zur Schriftmalerei verlangt R. Poetsch, Firmenschilder- Fabrik, Brüderstr. 24. Engel'schen Lehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Herr Dr. A. Bernstein. Herr Heinrich Schulz. Der Unterricht beginnt pünktlich um 9 Uhr abends und endet pünktlich um 10 Uhr. Die Schulräume find täglich von 8 Uhr abends an geöffnet( Sonntags 10-12 Uhr), um den Mitgliedern Gelegenheit zur Benutzung des Zeitungs-, Zeitschriften und Büchermaterials zu geben. Es liegen in beiden Schulen fast sämmtliche proletarischen, sowie die wichtigsten bürgerlichen Tageszeitungen, außerdem eine große Anzahl von wissenschaftlichen Revuen, Fachschriften, Gewerkschafts- und Wizblättern aus. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen Versammlungen abgehalten, in denen wichtige Fragen allgemeinen Interesses in populärwissenschaftlicher Weise erörtert werden. Unter sachtundiger Leitung werden ferner wissenschaftliche, künstlerische und gemeinnüßige Institute bes sichtigt, um neben der speziellen Ausbildung unserer Mitglieder auch für ihre allgemeine Bildung zu sorgen. Der Mitgliedsbeitrag, sowie das Unterrichtsgeld für jedes Unterrichtsfach beträgt monatlich je 25 Pf. Aufnahme neuer Mitglieder( am besten bei Beginn jedes Semesters) sowie die Zahlung der Beiträge erfolgt in beiden Schulen und in den nachstehend verzeichneten Zahlstellen: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. SW. Grabe, Mariendorferstr. 5, Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Owczarek, Langestr. 65. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Butbuferstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7a, Wernau, Rosenthalerstr. 57. NO. Mamlok, Barnimftr. 42. NW. Löffler, Stendalerstr. 12. W. Werner, Bülowstr. 59. Der Vorstand. NB. Alle Briefe, Anfragen und Zusendungen 2c. find an den Vors sitzenden, Schriftft eller Heinrich Schulz, Berlin SO. 16, Raiser- FranzGrenadierplay 7, zu richten. 4/15 Otto Zocher, Restaurant zum Marienheim, empfiehlt sein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal Vereinen und Gesellschaften. Köpenick, Caulsdorferstr. 5, 3266L Weg zur Pferdebucht. Für die hiengen Leſer liegt Kaiserhof", Cöpenick, Grünstrasse 35. der heutigen Nummer unseres Blattes die gefrige Gewinnliste der prenk. Lotterie bei. 33302* Endesunterzeichneter empfiehlt seine Säle Vereinen und Gesellschaften jeder Größe. Gute Küche, billige Preise. F. Golecki. Verantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.