Nr. 502 ♦ 44. Jahrgang Ausgabe A Nr. 255 Bezugspreis: W-tchentNch 70 Virnaia* menailüO 8,- Zieickism-irj voran» Mblbox Unter Streifband ÜB In.»nt Ausland SL0 Reich smart vro Monat. Der.Lorwärts' mit der«vftrier. tcn Sonntaasbeilage.Volt und Zeit' sowie den Beilaoev.Unierhaltuno und ZSisf-n'.An- der Mimwelt". .Iraucnstimme'..Der Ninder- freund'.Zuaend-üorwürt»'»Bliil in die Bückierwelt" und.»ultur. arbeit' erscheint wochentckglich»wei» mal. Sonntag» und Montags einmal. Teleoramm-Adreffe: »Sozialdomolral voran» Sonntagsansgabe ZZerlinev Volksblatt Groh-Berlin 1 8 Pfg. Auswärts 20 Pfg. mit„Volt und Zeit- Anzetgenpreiie: Die« i n i v a I t t« e Nonpareille. »eil« 80 Pfennig Rcklameeeil« 6,— Reichsmart..Rleive An, eigen' da» fettaedruckt» Wort 21, Ptcnnia (»uläflitt ,wei fettaedruckte Woriel. lebe» weitere Wort 12 Pfennig. Stellenoeiuch« das erste Wort 15 Pfennig iedes weitere Wort 1i> Pfennig. Worte Uber 15 Buch» stoben»äblcn fiir ,wei Worte. Arbeltsmarkt kieile K» Pfennig. Familienan, eigen fiir Abonnenten Reil« 40 Pfennig. Anzeigenannahme Im Kauplgeschiiit. Lindcnstraße Z, wochentäglich von Sil, bis 17 Uhr. Zcntralorgan der Sozialdcmokrattfcben parte» Deutfcblands Redaktion und Verlag: Verlin Ew. bS. Linöenstraße 3 �erufprechee: Dönhoff 2S2-2S7. Vonvärts-Verlag G.m.b.H., Serlin Ew. öS, Lindenftr.Z »ostfcheeNouwi Berti» I?»80-»anktonto, Bant der Arbeiter. Angestelte» »»» Beoaue»«vdftr.»5!»totonto-Selellchas». D-oosttent-II« Lindenftr. 8. Der Schieösspruch verbindlich. Zlnf Antrag der Bergarbeiter.— Die Bergarbeiterdelegiertenkonferenz hat ihn mit 381 gegen 36 Stimmen angenommen.— Montag Arbeitsaufnahme. 'ftCY tili* TColfommit ntrtitön Im»tiiff öf_ TOamm ft a ai» rU•«« Der zur Beilegung der Cohnftreifigfeifen im miffei- deulschea Braunkohlenbergbau am 2L Oktober gefällte Schiedsspruch ist vom Arbeitgeberverband abgelehnt und von den ArbeitnehmerverbLnden' angenommen worden. Die Arbeitnehmer haben die Der- bindlichkeitserktärung des Schiedsspruches beantragt. Dem Antrag ist vom Reichsarbeitsministerium entsprochen worden. Die Zustimmung der Sergarbeiter. halte, 22. Oktober. Noch mehr als zweistündiger Beratung hat die Funktionär. versaimnlung der Bergarbeiter den Schiedsspruch mit mehr al» Zweidrittelmehrheit angenommen. Die Abstimmung der Delegiertenversammlung über den Schiedsspruch ergab 351 Stimemo für und 3S Stimmen gegen die Annahme. Da» Ergebnis wurde dem Reichsarbeitsminister mitgeteilt. Die Konferenz war geleitet von dem Reichstagsabgeordneten Hufe- manu, das Referat hielt Schmidt- Bochum. die Eutsthließung Ser Vergarbeiter-deiegierten. halle, 22. Oktober. Die Bergarbeiterdelegiertenoersammwng nahm am Schluß sol- geud« Entschließung fast e'nstimmig an: .Di« am 22. Oktober 1027 in Halle a. d. Saale tagende Funk- tionörkonferenz der am mitteldeutschen Braunkohlentarif beteiligten Organisationen nahm Kenntnis von dem Ergebnis der am 20. und Zfl. Oktober in Berlin ftallgefundenen Verhandlungen in der Schlich- tungskammer zwischen den Tarifparteien. Die Erhöhung der Löhne um ULI Prozent bedeutet et neu großen Erfolg der Gewerkschaften. Wenn sie auch in Anbetracht des daniederliegenden Standes der mitteldeutschen Braunkohlenwerke keine volle Befriedigung auslöst. so spricht sich die Konferenz dennoch unter Berücksichtigung oller Um- stände für die Annahme des Schiedsspruches aus und beauftragt die Organisationsleitung, die Berbindlichkeitserklärung zu beantrage». Mit der zwischen den Tarifparteien getroffenen Vereinbarungen über Zurücknahme der Kündigungen, Maßregelungen, Konkrakt- bruchsstrafen und Wohnungskündigungen betreffend, erklärt sich die Konferenz einverstanden. Die Konferenz würdigt die aufopfernde Tätigkeit aller Funktionäre während des Kampfes und spricht ihnen dafür ihren Dank aus. Sie erwartet, daß die Kameraden überall für die Wiederaufnahme der Arbeit eintreten, wie sie für die Nieder- legung der Arbeit eingetreten sind. Erhaltet und erhöht die Schlag- kraft der Organisationen! Erhaltet die Disziplin! hoch die Arbeiter- bewegung! Erste ßoröerung auf Kohlenpreiserhöhung! Sie wollen abWalzen. Das Mitteldeutsche Braunkohlensyndikat und das Ost- elbische Braunkohlensyndikat haben die sofortige Einberufung einer gemeinsamen Sitzung des Reichskohlenverbandes und des großen Ausschusses des Reichskohlenrates mit der Tages- ordmxng„Neuregelung der Preise für den mitteldeutschen Braunkohlenbergbau� beantragt. Arbeitsaufnahme am Montag. halle. 22. Oktober. Die Bergarbeikerdelegierienkoufereuz hat nach dem Be- kauntwerdeu der Berbindlichkeitserklärung des Schiedsspruchs fast einstimmig die lviederanfnahme der Arbeil i a m Montag beschlossen. Der Dürgerblock auf öe�Zlucht. Keine Zeit für Arbeiter! Die Bürgerbiockmehrheit hat den Reichstag Programm- mäßig nach fünf Tagen vertagt. Sie hat sich n i ch t zum Kampf gestellt. Ergebnis des Fünftage- Reichstags: K eud eils Schulgesetz dem Schulausschuß überwiesen, die Besol- dungsvorlage dem Hauptausschuß. Beantwortung der Inter- pellation über den Bergarbeiterstreik abgelehnt, Behandlung der sozialdemokratischen Wirtschaftsinterpellation auf Ende November vertagt. Es bleibt dabei: die Parteien des Bürgerblocks haben keine Zeit für die Not der Arbeiterschaft. Sozialdemokratische Wirtschaftsinterpellation: das be- deutet Generalauseinandersetzung über den wirtschaftspoliti- schen Kurs des Büraerblocks, über sein innerstes Wesen als Sachwalter der Großinteressen. Sozialdemokratische Streikinterpellation: das bedeutet die Brandmarkung von Unternehmerübermut und Unter- nehmerwillkür. Der Bürgerblock hat die politische wie soziale Ausein- andersetzung gefürchtet. Er hat um seines Zusammenhalts willen das Schulgesetz ins Laufen gebracht und ist dann ge- flüchtet. Er hat den Mut zu volksfeindlicher Po- l i t i k, aber er hat nicht den Mut, sie vor dem Volke zu ver- treten. Seine Flucht in die Vertagung ist die Frucht des bösen Gewissens._ volkikbe volksfreunöe. Sie verhindern Hilfsmaßnahmen für 4KOOO Saar- ganger. Bei der Beratung des S a o r g ä n g e r, der eine 46 000 Sozialrentner bringen soll, erlaubte sich in s i tz u n g der Nationalsozialist S selbst für die Gewohnheiten seines Höchstleistung darstellt. Im Aeltestenausschuß war beschlosten worden, den Antrag ohne Aussprache im Plenum annehmen zu lassen. Die wegen ihrer Fraktionswinzigkeit im Aelteften- ousschuß nicht vertretenen Notionalsozialisten nahmen nun die Not von 46 000 armen Leuten zum Anlaß, dem Reichstag ihre Macht in Gestall eines riesigen Mundwerks fühlen zu lasten. Sie verlangten eine halbe Stunde Redezeit. Die Gesetzentwurfs zugunsten der Aufbesserung für etwa und Arbeiter im Saargebiet der gestrigen Reichstags- »röhr eine Perfidie, die Parteisplitterchens eine Reichstagsmehrheit bewillte eine Biertelstr benutzte nun Herr Stöhr zu einer höchst überflüssigen Rede. Als er geendet hatte, wollte man den Antrag gleich in dritter Lesung oerabschieden. Wütender Protest der drei Nationalsoziali st en. Die drei Männlein beantragten: Vertagung auf Montag. L ö b e, ruhig wie immer, redete dem wilden Manne Stöhr gut zu, er wisse doch, daß es um das Schicksal von 46 000 armen Volksgenossen gehe; es bestehe doch gar kein Grund, die Angelegenheit auch nur um 48 Stunden zu vertggen. Stöhr antwortete:„Was geht mich das an! Ich räche mich dafür, daß ich vorhin nur eine Viertelstunde reden durfte." Neuer Vorschlag Lobes zur Güte:„Na, Sie können ja jetzt bei der dritten Lesung eine halbe Stunde reden." Graf W e st a r p geht noch einen Schritt weiter, er beantragt eine Stunde Redezeit für Herrn Stöhr, wenn dieser seinen Widerspruch zurückziehe. Nun wurde selbst der Volksbeglücker Stöhr verlegen, aber seinen Widerspruch zog er nicht zurück. Wie man hört, will die Reichsregierung nun zu- gunsten der Saargänger eine Verordnung auf Grund des Ermächtigungsgesetzes erlassen. So ist die einzige Folge des Schauspiels der Fraktion von drei Nervenkranken eine Bloßstellung für diese selbst. Gegen den Widerspruch der Sozialdemokraten und Kommunisten, die oerlangten, daß der Meichstag zur Beratung seines großen Arbeitsstoffes zusammenbleibe, wurde schließlich entsprechend den Beschlüsten des Aeltestenrats die nächste Sitzung auf den 2 2. November festgesetzt. (Siehe 2. Beilage.) Köhler verhandelt mit Parker Gilbert. Eine offiziöse Erklärung. Wolss-Bureau meldet halbamtlich: Zu den verschiedenen Breffemeldungen über einen angeblichen Schritt des Generalagenten für Reparationszah- lungeu ans Anlaß der zurzeit dem Reichstag nnterbreilelen Gesetz es vorlagen erfahren wir folgendes: 3m Zuge der zwischen dem Reichsminister der Finanzen und dem Generalagenten für Reparationszahlungen seit längerem gepflogenen Erörterungen über die Finanz-, Kredit- und wirtschastslage w Deutschland In ihren Auswlrtnngen aus den Dawes-Plau Hot der Genrralagonl dem Reichsfinanzm'nister eine Darlegung feiner Austastung über da» össenlliche Finanzwesen und über die Sreditpolillt in Deutschland übersondl. Diese Darlegung liegt den weiteren Besprechungen zwischen dem Relchefinanzminister und dem Generalagenten zugrunde, die be- reit» begonnen haben. Sieg öer Organisation. Zum Abschluß des mitteldeutschen Bergarbeiterstreiks. Bon Friedrich Husemann, Vorsitzender des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands. Seit langem hat kein Arbeitskampf die Oeffentlichkeit so bewegt wie der Streik der 70 000 mitteldeutschen Braun- kohlenarbeiter. Für viele kam er überraschend, denn sie' glaubten, daß ein solcher Kampf nicht möglich sei. Andere wiederum rechneten damit, daß ein etwa ausbrechender Streit schnell zu kommunistischen Putschen und damit zu einem unglücklichen Ende führen würde. Alle, die so dachten, hatten die Stimmung der Arbeitermassen nicht richtig ge- würdigt, sie wußten auch nicht, daß die gewerkschaft- lichen Organisationen in diesem ehemaligen Wetter- winket Deutschlands in den letzten Jahren schwierige, aber auch erfolgreiche Aufklärungsarbeiten geleistet hatten. Besonders ist es der B e r g a r b e i t e r v e r b a n d ge- wesen, der, gestützt auf einen ausgezeichneten Stab von Funktionären, dafür sorgte,' daß die Arbeiterschaft in der Braunkohlenindustrie den Glauben an ihre eigene Kraft und an die Organisation wiederfand. Freilich haben die Gruben- gewaltigen in der Braunkohlenindustrie durch ihre kurz- sichtige Arbeits- und Lohnpolitik die Gewerkschaften ihre Aufklärungsarbeit wirksam unterstützt. Auch der blindeste Arbeiter mußte mehr und mehr erkennen, daß nur die g e- schlossene Front aller Arbeiter den Braunkohlenherren ein Paroli zu bieten vermochte. Die Spruch praxis der Schlichter des Reichsarbeitsministeriums in Lohn- und Arbeitszeitfragen hat aber auch das Ihre zu dieser Er- kenntnis mit beigetragen. Die Verhandlungen, die die Gewerkschaften mit den Braunkohlenindusiriellen in Arbeitszeit- und Lohnfragen zu führen hatten, zeigten jedesmal, daß diese Herren sehr weit davon entfernt sind, sozial eingestellte Unternehmer zu sein. Sie glaubten, daß sie sich auf ihre gelben Werkslieblinge, Knappenvereinler und Stahlhelmfreunde immerdar verlassen könnten. Sie ahnten nicht, daß Blut dicker ist als Wasser, und daß schließlich auch dem geduldigsten Arbeiter die Galle überläuft. Bei den Verhandlungen über die bescheidenen Forderungen der Arbeiter auf Erhöhung der Löhne um 80 Pf. pro Schicht wurde die Notwendigkeit der Lohn- erhöhung wohl anerkannt. Es wurde aber keine Lohn- erhöhung bewilligt, weil die Herren glaubten, daß ihnen erst die Kohlenpreise erhöht werden müßten. Ja, sie verlangten sogar, daß die Vertreter der Gewerkschaften sich vorher für eine Erhöhung der Kohlenpreise einsetzen sollten. Auch bei den Verhandlungen vor dem Schlichter am 14. Ok- tober, also unmittelbar vor Ausbruch des Streiks, glaubten die Herren sich noch aufs hohe Roß setzen zu dürfen. Sie glaubten auch nicht, daß in wenigen Tagen der Sturm durch Mitteldeutschland fegen würde. So kam der Streik am 17. Oktober, und er wirkte wie ein reinigendes Gewitter. Schon nach 48 Stunden stan- den die Betriebe still und mehr wie 65 000 Bergarbeiter im Kampf. Alle Arbeiter in dem weit ausgedehnten Braun- kohlengebiet von der Oberlausitz bis Helmstedt und von Kastel bis Frankfurt a. d. O. standen wie eine Mauer zu- sammen. Auch die schäbigsten Mittel der Unternehmer, die wirkliche Einheitsfront der Arbeitermassen zu durchbrechen, scheiterten an der klaren Erkenntnis, daß nur Einigkeit zum Ziele führen kann. Man muß in den Bergarbeiterorten ge- wesen und Teilnehmer der Streikversammlunaen gewesen sein, um den geradezu begeisterten Einsatz aller Kräfte richtig würdigen zu können. Mit der größten Geschlossenheit, Nüchternheit und Disziplin wurde gekämpft. Die Verleumdungen, die die Unternehmersyndizi der Presse übermittelten, erreichten keine Wirkung. Selbst aus- gesprochene Unternehmerorgane mußten die Besonnenheit und Disziplin der Kämpfer anerkennen. Diese Geschlossen- ?cit führte dann auch recht bald zu neuen Verhand- u n g e n und zum Schiedsspruch vom 21. Oktober. Er besagt, daß allen Arbeitern eine Lohnerhöhung von 11,54 Proz. ab Montag, den 24. Oktober, zugesprochen wird. Aus den etwa 5 Proz. Lohtierhöhung, die die Unternehmer am 14. Oktober gern durch Schiedsspruch festgesetzt gesehen hätten, wurden 11,54 Proz. Diese Lohnerhöhung ist für alle Arbeiter von großer Bedeutung. Noch größer ist aber der Erfolg, der in den freien Vereinbarungen zwischen den Gewerkschaften und den Unternehmern liegt. Mit der Anmeldung zur Arbeit gilt die ausgesprochene Kündigung als zurückgenommen. Auch diejenigen Arbeiter, die nicht gekündigt haben und doch in den Streik traten, werden restlos wieder eingestellt. Kontrakt- bruchstrafen dürfen nicht einbehallen werden. Dort, wo es bereits gescheHen ist. sind sie wieder zurückzuzahlen. Die aus Zurückkehrenden alle tariflichen Rechte in bezug auf Urlaub usw. gewahrt bleiben. Die Betriebsräte üben ihre Funktion weiter aus, sie werden die Belegschaften jetzt, wo der Schiedsspruch für verbindlich erklärt ist, wieder zur Arbeit zurückführen. Geschlossen ist die Arbeiter- schaft auf den Ruf der Organisationen am 17. Oktober in den Streik getreten. Ebenso geschlossen und ein- mütig kehren sie als Sieger am Montag zur Arbeit zurück... So hat der Kampf große moralische Erfolge gebracht. Er hat gezeigt, daß auch eine Arbeiter- schaft, die in den Iahren nach der Umwälzung sehr oft zu Putschen mißbraucht wurde, gewerkschaftliche Kämpfe zu führen vermag. Der mitteldeutsche Braunkohlenarbeiter- streik war ein Menetekel für alle Unternehmer im Berg- bau. Er hat bewiesen, daß die Arbeiterschaft im Bergbau sich wieder auf ihre Kraft besonnen hat und gewillt ist, nach gewerkschaftlichen Methoden für die Verbesserung ihrer Lage zu kämpfen. Möge diese Lehre in allen deutschen Berg- revieren verstanden werden, sie zeigt der Arbeiterschaft Wege des Aufstiegs!____ DieLiquiüationsgeschaölgten können warten Der Rcchtsblock zeigt ihnen die kalte Schulter. Der Reichstag ist bis zum 22. November in die Ferien gegangen. Für die Kriegs- und Liquidationsgeschädigten, die mit begreiflicher Ungeduld nach achtjähriger Wartezeit aus endgültige schnellste Regelung drängen, hat der Bürgerblock natürlich keine Zeit gehabt. Sie können sich zunächst auf Ende November vertrösten und, da es noch gar nicht sicher ist, daß das Liqutdationsschäden- geseg in den knappen vier Wochen bis zu den Weihnachtsferien ver- abschiedet wird, werden die Geschädigten bis zur endgültigen Rege- lung vermutlich bis 1928 warten müssen. Wenn der R e i ch s w i r t s ch a f t, der in dieser Frage der Reichsregierung ein Gutachten abgeben soll, einen Mehrbetrag von 300 Millionen zu der von der Regierung vorgesehenen einen Milliarde anfordert, und die Grundbeträge für eine 100prozen- tige Entschädigung von 2000 auf 5000 M. heraussetzt, so ist das im Interesse der am härtesten betroffenen Kleingeschädigten nur zu begrüßen. Dos Gutachten des Reichswirtschaftsrats sieht für die kleinsten Skalen der Geschädigten und Entwurzelten folgende neue Abstufungen vor: Bis zu ö000 M.... 100 Proz. Entschädigung für die folgende» 5 000,... 7ä. ... 10 000.... 50. ... 10 000....«0. Auch die Frage des Wiederaufbaus und der Entwurzelung wird entgegen dem Regierungsentwurf, der für die obigen Boll- entschädigungen Entwurzelung und künftigen Wiederaufbau zur Voraussegung machte, insofern gemildert, als das Guiachten des Reichswirtschaftsrats das eine oder das andere für ausreichend hält. Da über 90 Proz. der Geschädigten aus entwurzelten Ar- beitern, Kleinbauern und Gewerbetreibenden bestehen, die Schäden vis zu 20 000 M. angemeldet haben, so würden diese Verbesserungen der breiten Masse der Ä leingeschädigten zugute kommen. Den Kleingeschädigten droht Gefahr von der winzigen aber mächtigen Gruppe der G r o ß g e s ch ä d i g t e n. Diese, fast aus- schließlich aus geschädigten Industriellen zusammengesetzte Gruppe, die starken Einsluß in der Deutschen Bolkspartci und der Deutschnationalen Volkspartei besitzt, fordert zunächst die Beseitigung der mit sieben Millionen festgesetzten Höchstgrenze. Ihre skrupellose Agitation nennt diese Grenz- ziehung eine entschädigungslose Enteignung. Sie versitcht die wohl- vsgründeten Forderungen der darbenden und in neuen Berufen schwer ringenden Kleingeschädigten zu sabotieren, indem sie mit großartiger Geste feststellen, daß sie selbst bereit» einen großen Teil der Kleingeschädigten dadurch entschädigt hätten, daß sie ihnen in ihren Betrieben Brot und A r b e i t sgcgeben hätten. Abgesehen davon, daß diese Arbeitsverträge mit der Kriegsentschädigung nicht das geringste zu tun haben, können Zehntausende von den Klein» geschädigten ein Lied fingen, wie bitter dieses Brot schmeckt. In- geuieure wurden als Schlosser eingestellt, die freien Kleinbauern , Probleme öer Lanösthast. Bon Paul Gutmann. Das Verbundensein des Menschen mit der ihn umgebenden Landschaft ist ein Problem, das erst in neuester Zeit deutlich er- kennbar geworden ist. Ebenso wie das ästlietische Verständnis für die Landschaft erst seit etwas mehr als einem Jahrhundert lebendig und in steter Entwicklung begriffen ist, ebenso ist auch die wissen- schaftliche Erkenntnis ihrer Wirkung auf den Menschen erst in un- serer Zeit entstanden. Nunmehr hat sich ein ganzer Kongreß mit den hieraus erwachsenen Fragen beschäftigt, nämlich die vor kurzem abgeschlossene Tagung der Gesellschaft für Wetter- und Klimaforschung in Baden-Baden. Daß zwischen dem Menschen und der ihn umgebenden Natar ein Zusammenhang besteht, ist auch in früheren Zeiten geahnt worden, aber die Wissenschaft setzt ja immer erst dann ein, wenn die Ahnung ins hellere Licht des Bewußtseins getreten ist. Man unterscheidet ästhetisch zwischen gastlichen und ungastlichen Gegen- den, zu welch letzteren das Hochgebirge mit feiner schroffen, dem Menschen offenbar feindlichen Felsnatur gerechnet wurde. Noch Heinrich Hein« wußte über Innsbruck, das heute den Reisenden ent- zückt, nichts anderes zu berichten, als daß es eine unwohnliche und -blöde Stadt sei. Diese Stadt hat sich seither, namentlich in ihren charakteristischen Teilen, kaum verändert, aber unsere Augen find anders geworden. Um die Natur de, Harzes dichterisch lebendig zu machen, bedurfte Heine noch des romantischen Apparates der Ritter und verzauberten Prinzessinnen, der Wichtelmännchen und allerhand sonstigen mittelalterlichen Spuks. He�entanzplatz und Roß. trappe sind heute nur noch Reminiszenzen einer kindlichen Zeit, aus denen die Ansichtskartenindustrie ihren Vorteil zieht. Daß man ein« Felsgruppc, wie den sogenannten Hans H«iling in Böhmen, als versteinerte Hochzeitsgesellschaft erklärt, scheint uns als unerträglicher Kitsch. Di« Landschaft tritt uns nicht mehr alz Theaterdetoration entgegen, sondern wir fiihlen uns als einen Teil ihrer selbst. Auf der Tagung in Baden-Baden sprach der Nervenarzt Dr. Zahn über die Wirkung der Landschaft auf das Nervenleben de» Menschen. Er bemühte sich an dem tragischen Ende der Sän- gerin Inrjewskoja nachzuweisen, daß eine so erschreckend wilde Gegend wie die Reußschlucht sehr wohl den Entschluß zum Selbst- mord habe beeinflussen können, der vielleicht anderswo nicht erfolgt wäre. Wir alle wissen ja, daß wir uns an einem Ort wohlfühlen. am anderen nicht, ohne uns sogleich über die Gründe klar zu sein. Die Natur ist keineswegs die ewig lächeln�« Freundin des Menschen. Es kann lein, daß jemand, der auf irgendein« Emfehluvg hin beispielsweise an den Achensee in Tirol sich zur Sommerfrische begeben hat, sich dort kveuzelend fühlt, bi» er entdeckt, daß es keine absolute Schönheft gibt, und daß jene kahlen, grauen und monotonen Felswände, die ihm verftondesmäßig als merkwürdig erschienen, gingen als Knechte auf den Gutshof, und im Ausland hochbezahlte Oualitätoarbeiter mußten nehmen, was sie bekamen. Angesichts der brutalen Forderung der Großgefchädig- ten, das Gesetz so lange zu vertagen, bis das Reich in der Lag« sei, ihre„gerechten Ansprüche" zu befriedigen, mutet die jetzt erfolgte Verzögerung in der Behandlung dieses Gesetzes im Reichstag wie ein verabredetes Spiel an. Die Hunderttausende von früheren Ausländsdeutschen aber, die zumeist rein gefühlsmäßig und ohne viel Ueberlegung sich von den deutschnationalen Phrasen haben einsangen lassen, können jetzt die Probe aufs Exempel machen, wie weit die Sorge und das Sozialempsinden der Rechtsparteien geht, wenn es sich um Toten handelt. Stresemann gegen Westarps Parole. Crr verlangt Verhandlungen mit Polen. Liegnih. 22. Oktober.(WTB.) Anläßlich einer Wahlkreistoguna der schlesischen Wahlkreis- verbände der Deutschen Bolksparte» sprach Reichsminister des Aeußeren Dr. Stresemann heute abend hier über die politische Lage. In b-zug auf das R e i ch s s ch u l g e s e tz unterstrich der Reichs- minister die von Dr. Runkel im Auftrage der Gesamtfraktion im Plenum des Reichstages gemachten Ausführungen und erklärte: Die Deutsche Volkspartei wünscht, die freie Entwicklung aller Schul- arten sicherzustellen. Aber sie wird nicht die Hand dazu biete«, durch Forlsall der finanziellen Verantwortlichkeit einen Anreiz zur Bildung neuer Schulen zu geben, sondern ist der Meinung, daß die Umbildung von Schulen nur dann zu erfolgen hak. wenn sie unler voller finanzieller veranlwortlichkeit der beleiligien Länder und Gemeinden erfolgt. Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Fragen betonte Dr. Stresemann die Fortführung derHandelsverfrogs- Politik und wies dabei auf die Bedeutsamkeit de» Handelsvertrag» mit Frankreich hin. Auch die Verhältnisse mit Polen bedürf- ten nach mehr als zweijährigen Verhandlungen nunmehr der R e- gelung. Nachdem über das Niederlassung srecht eine Vereinba- rung möglich erschiene, müsse man jetzt an die Endverhandlungen über die wirtschastlichen Fragen denken. Ohne Zweifel würden diese Ber- Handlungen schwierig sein, da beide Länder in den für Polen in Be- tracht kommenden Agrarprodukten und Rohprodutten selbst Produ- zenten seien und da Rücksicht auf die Log« Ostpreußens geboten sei. Bei gutem Willen werde man aber auf beiden Seiten zu einer Verständigung kommen können. Nach Kennzeichnung der Grundlinien der deutschen Außenpolitik umriß Dr. Stresemann in seinen Schlußworten die Stellung der Deutschen Volkspartei zur politischen Entwicklung und kennzeichnete ihre Politik als eine zielbewußte, verantwortliche, nüchterne Mit- arbeit am Staat. Für die künftige Entwicklung in Deutschland werde nicht, wie Graf Westarp meinte, der Kampf ausge- fochten zwischen Deutschnationalen und Sozialdemo- l r a t i e. In dem neuen Deutschland sei die Entwicklung der Per- Hältnisse im wesentlichen und Jahre hindurch durch die Parteien der Mitte bestimmt gewesen. Von der Einstellung der Par- teien der Mitte habe es abgehangen, ob sie es sür richtig erachteten, mit einer der beiden Flüsielparteien zusammenzugehen. Die Deutsche Volkspartei werde auch innerhalb der Koalition frei und ungebunden für ihre Grundsätze eintreten, wie sie das auch bei den Beratun- gen des Schulgesetzes zum Ausdruck gebracht habe, für das sie positiv eintrete, wenn es in den entscheidenden Fragen die liberale Grund- aufsassung der Deutschen Volkspartei mitberücksichtige. Amtsblatt oüer tzetzblattl Preußcnrcgrerung und..Oberhessische Zeitung". Aus eine Meine Anfrage im Preußischen Landtag über die Lösung der amtlichen Begehungen zur ,�)b«rhessischen Zei- tung", die aus Anweisung des Kasseler Regierungspräsidenten durch den Landrat des Kreises Marburg erfolgt ist, beantwortet, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, der Minister des Innern die Frag«, ob die Meldungen über die Handlung?- weise de» Kasseler Regierungspräsidenten zutreffen und ob dessen Vorgehen gebilligt werde, wie folgt: „Die amtlichen Beziehungen zur„Oberhessischen Zeitung" sofort zu lösen, findet die Billigung des Ministers des Innern. Die „Oberhessisch« Zeitung" hat wiederholt in herabsetzender und be- eher häßlich sind, weil sie ungünstig auf sein seelisches Befinden wirken. Der Mensch früherer Zeiten mied instinktiv jene rauhen Gegenden, aber erkannte auch noch nicht die Großartigkeit der Gletscherwelt. Auf einer Fahrt durch das berühmt« Gesäufe be- merkte ich, wie völlig ablehnend auch heute der einfache Mensch jener Natur gegenübersteht, die der Bädeker für den Städter mit zwei Sternen ausgezeichnet hat. Auf mein« freudigen Ausrus« während der Bahnfahrt an den himmclragenden Felswänden ent- lang meinten ein paar steirische Bauern, daß sie das häßliche G'lump gar nicht ansähen, aber sie selber ließen einige Freudenlaut« ver- nehmen, als dos weite fruchtbare Tal von Admont sich öffnete. Be- greiflich, da der einfache Mensch die Natur nicht als Tourist und Liebhaber betrachtet, sondern sich mit ihr eins fühlt. Jenes Sicheinsfühlen oder wie die moderne Psychologie den entsprechenden Seelenvorgang bezeichnet: die Einfühlung ist es ja, die den Menschen im Sinne der Natur verändert. Daß der Mensch durch das Milieu geformt wird, hatte Tain« festgestellt, und sein Zeitgenosse Buckle wies in feiner Geschichte der Zivilisation in England auf den Einfluß der Landschaft als auf das wesentlichste Moment in der Geschichte hin. So erklärt« er den indischen phan- tostischen Kötterglauben aus der schreckenerregenden Gebirgswelt und die zwischen Lethargie pnd jäher Wildheit wechselnde Natur des Spaniers aus der Eigenart der Landschaft. Eine erschöpfend« wissen- schaftliche Darstellung der entsprechenden seelischen Vorgänge gab in neuester Zeit Professor Willy Hellpach in seinem Werk: „Geopsychische Erscheinungen". Er bestätigt, was die neuere Psychologie, so vor allem die Schule von Theodor Lipps, als Einfühlung zu erklären sucht. Der Rhythmus der Landschaft erzeugt in uns einen Rhythmus ähnlicher Art. Wir schweben tänzerisch über dem welligen Hügelland, das uns in sanfte Erregung versetzt, wir werden eng in der Enge und weit im Weiten, der Wechsel der Farben belebt uns, während die Monotonie unsere Tatkraft lähmt. Denn jeder Genuß der Landschaft beruht auf einer Art seelischer Arbeit. Deshalb ist die richtig« Wahl der Umgebung für den Erholungsuchenden ebenso wichtig wie die Wohl de» Klimas. Die Landschastskunie ist zu einem Bestandteil der Länderkunde ge- worden. Der geschärfte Blick wird unter Umständen in der schlichten Heimat Reize entdecken, die der berühmten Gegend fehlen, der Arzt wird andererseits bei dem Künstler lernen müssen. Die Neunte ohne dirigentev. Die Ausschaltung der Persönlichkeit aus der Kunst hat In Sowjetriihland auch dazu geführt, daß man den Kapellmeister ent- sernt und die Musiker..selbständig macht". Diese Versuche gehen sogar soweit, daß man Beethovens neunte Sinjonie ohne Dirigenten zu Gehör bringt. In seinem Skizzenbuch aus Sowjetrußlaud „Moskau", das soeben bei G. Broun in Karlsruhe� erschienen ist, schildert Karl Anton Prinz Rohan ein solches Sinfonietonzert: „Im ersten Moment faszinierte die artistische Leistung, dann schimpfender Form Kritik an den Maßnahmen der preußischen Staatsregierung geübt, ein Verhalten, das mit ihrer Eigenschaft als amtliches Kreisblatt und den hierdurch begründeten be- sonderen Pslichten unvereinbar ist. Inwiefern in der Lösung. des Vertragsverhältnisses mit der..Oberhessischen Zeitung" seitens der preußischen Regierung eine Verletzung der Pressefreiheit liegen soll, ist unverständlich._ Dawes-Diskustion. Kein Schweigen im Pariser Blätterwali». Paris, 22. Ottober.(Eigenbericht.) Zu der Warnung des Reporationsagenten an die deutsche Reichsregierung kann man an hiesigen Amtsstellen hören, daß sich die Reichsregierung in ihrer Finanzgebarung größere Spar- samteit angelegen lassen sein könnt«: man weist dabei auf die unverhältnismäßig hohen Ausgaben für Reichs- wehr und Reichsmarine hin. Die Presse der Rechten benutzt die Angelegenheit, um wieder einmal gegen Deutschland loszuziehen. Es ist bemerkenswert.. daß sich der„Temps" von dieser Kampagne ausschließt. Er erklärt, die Warnung des Generalagenten sei durchaus nornial und natürlich, nach den Bestimmungen des Friedensvertroges sei die Rheinlano- besetzung eine Garantie sür die Erfüllung der deutschen Verpflich- tungen und das bereits geräumt« Gebiet könnte wieder besetzt werden, falls sich Deutschland weigern sollte, den Dawes-Plan durchzuführen. Auf jeden Fall werde eine Kampagne zugunsten der Revision des Dawes-Plons Frankreich den Rückzug semer Truppen nicht erleichtern. Der„Jntransigeant" tut. als wenn der Dawes- Plan schon nicht mehr bestünde und Deutschland sich bereits offiziell geweigert hätte, ihn durchzuführen. Jedenfalls j« die über- trieben« A us g ab en p oli t i k des Reiches nur dazu be- st i m m t, die Durchführung des Dawes-Plans unmöglich zu machen. Die nationalistische„Liberte" schreibt ironisch, es genüge wirtlich nicht, daß man, wie Herriot gesagt habe,«inen Buchhalter neben die Kasse setze, denn Deutschland beweise jetzt wieder, daß es nur erfüll«, wenn es dazu gezwungen werde. Die sranzösifchen, belgischen und englischen Soldaten im Rheinland seien die beste Garantie dafür. Sobald sie verschwunden seien, würde Deutsch- land die Revision des Dawes-Plans verlangen. Der neue Gefanüte Zinnlanüs. Ein Sozialdemokrat. Die finnländische Presse meldet, daß Genosse Wäinö Wuolijoki. Verkehrsminister des gegenwärtigen sozialdemo- kratischen Kabinetts Tanner, zum Nachfolger des nach Paris ver- setzten bisherigen Berliner finnischen Gesandten Hoima bestimmt ist. Wuotijoti steht im 55. Lebensjahre und ist von Beruf Landwirt. Er hat 1901— 1903 in Deutschland studiert, wurde 1907 Abgeordneter und saß während der letzten Jahre mehrfach im Land- tagspräsidium. Das Zentralorgan der finnischen Sozialdemokrali« weist daraus hin, daß bisher noch kein Sozialdemokrat einer Gesandtschast Finn- land» angehört und derartige Posten bis jetzt lediglich mit Anhängern der Rechten besetzt wurden. Di« Rechte, deren Regierung vor Jahres- frist durch die Sozialdemokratie abgelöst wurde, hat sich deshalb in letzter Stunde mit allen Mitteln bemüht, di« Kandidatur Wuolijoki zu erledigen, indem sie den Berkchrsminister wegen einer Ressort- frage im Landtage angriff und zu verdächtigen suchte. Erfolg hatte sie damit nicht. Wir aber begrüßen diese Ernennung, freuen uns, endlich auch unter den Berliner Gesandten einen Parteigenossen zu haben und gedenken in Wehmut unserer verstorbenen Genossen Hartman n und Tu s a r, die Deutschösterreich und die Tschechoslowakei so vor- trefflich in Berlin oertreten haben, Die Reichsregierung hat beschlossen, m ihren festlichen Der- anstaltungen mehr als bisher die größtmögliche Einschränkung und Einfachheit anzustreben»nd ihre Teilnahme an feierlichen Ver- anstaltungen von anderer Seite aus das äußerste Mindestmaß zu beschränken. war der Eindruck so stark wechselnd, daß ich nach dem erstenmal eigenllich kein definitives Deutungsurteil abgeven möchte. Immerhin kann ich einiges erzählen. Jeder, der in seinem Leben Quartett gespielt hat, weih, was es heißt, kollektive Musik zu machen; und jeder, der als Flügelmann einer Eskadron zu Pferd exerziert hat. keimt die höchst relative Wirkung des Kommandos, sobald es sich um eine Leistung handelt, die sich in vorgeschriebener Ordnung voll- ziehen muß. Technisch ist es also durchaus möglich, die Neunte ohne Dirigenten aufzuführen. Das Interessante an diesem Experiment aber ist die musikalische Wirkung. Wir haben alle die gleichen Sinfonien oder Opern von verschiedenen Dirigenten aufgeführt gehört. Wir wissen, wie verschieden die Interpretierung ist und wie sehr sogar der tiefste Sinn der Werke sich unter dem Einfluß dev verschiedenen Dirigenten wandelt. Deshalb ist man versucht, das hiesige Experiment einfach als traurigen Witz sanatisierter Theore- tiker auszufassen. Und doch ist es nicht ganz so. Die Arabesken und Lyrismen treten in den Hintergrund, der große Rhythmus, die Hauptlinien des Werkes dominieren�.. Die kollektive Vision soll den Ebel d'Orebestre ersetzen. Das klingt abstrakt, hat aber kontrete Wirkung. Es kann nicht geleugnet werden, daß Leidenschaft jenseits der unterschlagenen Arabeske, jenseits von Lyrik, Gffühl und Seele sowohl in den dunklen wie auch in de» lichten Stellen mit un- geheurer Wucht aufbricht, die nur dem Ursprünglichen eignet. Der „kollektive Mensch", der den Spielern vorschwebt, den sie kollektiv verkörpern, ist, wenn er sich jenseits der Mechanistik sozusagen streckt, wenn er zu fürchterlichem Eigenleben erwacht, tatsächlich stärker als die meisten Dirigenten, brutaler, klobiger, leidenschaft» licher."_ 3n der Städtischen Oper erlebt« Glucks.Orpheus und E u r y d i k e" eine glänzende Aufführung. Es wurde ein Triumph für den Dirigenten Bruno Walter, der die mit dramatischer Kraft geladene Musik mit unendlicher Verinnerlichung gestaltete für die Sängerinnen Moria Müller, Sigrid Onegiu und Margue�ite Porras. Tes. Der Teapot-Skandal und Sinclairs„Petroleum". Nach amerika- nischen Pressemeldungen hat das Appcllationegericht dieser Tag« de» Kontrakt über die Pachtverhältnisse auf dos Teapot Doms Oelreser- voir der Marine in Wyoming aufgehoben. Diese Mitteilung bildet sozusagen das Schlußkapitel der geschichtlichen Unterlage zu Upton Sinclairs Roman„Petroleum", der jetzt auch deutsch vorliegt, und ist zugleich der Beweis dafür, daß Sinclairs Anschuldigungen aus Wahr- heit beruhen. Wahlen als'fiaaazquelle. Bei den Wahlen, die kürzlich in Neusüdwales staUfanden, konnte der Finanzminister einen erfreu» lichen Erfolg der Strafbestimmungen konstatieren, die im Wahlgesetz vorgesehen sind. In Neusüdwales besteht nämlich Wahlpflicht bei Nermeiduug einer Strafe von 40 Schilling für jede nicht abgegebene Stimme. Die Ztaatskass? konnte aus diesen» Anlaß einen Eingang von über 80 000 Pfund Sterling verbuche». Karl Avckmayer liest Im ersten diesjährigen Anlorenabenb der Volks- bübne am Mittwoch, dem 2S. Oktober, abends S Ubr. in der Aula des Gymnasiums zum Drauen«lost« 74. Ewlatzkarteu SB. 000. Der mexltanlfthe /lufftanö. Putschgeneräle im Kapitalsold. ZNexiko-TUy, im Ottober,(Eigenbericht.) Die schon laiige drohende„Revolution" ist mit Blitz und Donner zur Entladung gekommen. Am Abend des 2. Oktober, während eines Nachtmanöoers, an dem Präsident Calles teilnahm, begannen einzelne Truppenteile eine regierungsfeindliche, sichtbar drohende Haltung einzunehmen. Nur mit knapper Not gelang es dem Präsidenten, zu entkommen, während die aufständischen Truppen sich unter Mitnahme von Artillerie in Bewegung setzten und ungehindert nach P u e b l a abmarschierten. Mit größter Energie griff Calles in den folgenden dramatischen Nachtstunden ein. Es gelang, die anderen in der Hauptstadt liegenden Truppen, die treu zur Regie- rung hielten und den Rebellen zahlenmäßig überlegen waren, den Aufständischen nachzusenden. Inzwischen kamen Meldungen über Aufstände in den verschiedenen Bundesstaaten: Chiapas, Chihuahua, Beracruz, Morelos, Ialisco. Auch der wichtige Eisenbahnknoten- punkt Torreon war in den Händen aufständischen Militärs. An der Spitze dieser Ausstandsbewegung hatten sich die Generäle G o m e z und S e r r a n o gestellt. Aber schon zwei Tage vor Be- ginn der Aktion flüchteten sie aus der Hauptstadt. Gomez begab sich nach Veracruz und Serrano, der frühere Gouverneur der Hauptstadt, nach Morelos. Durch den militärischen Ausstand in den einzelnen Staaten sollte die Zentralregierung strategisch in die Mitte genommen werden, d. h. man wollte sie hilf- und widerstandlos machen. Den letzten Schlag wollten dann die Aufständischen in der Hauptstadt führen. Nur hatten die MUitärs vergessen, die veränderte geistige Richtung des Mexiko von tSZ7 gegenüber militärischen Handstreichen und die Zähigkeit Calles' in Rechnung zu stellen. Die Regierung gab den regierungstreuen Truppen Anweisung, die aufständischen Truppen in Torreon anzugreifen. Das geschah, und schon nach drei- stündigem schweren Kampfe wurde der Haupttrupp der sogenannten Revolutionäre entwaffnet. Das gesamte Offizierstorps der Rebellen hatte sich sofort nach der Gefangennahme vor einem Kriegsgericht zu verantworten und wurde geschlossen zum Tode verurteilt. Wenige Minuten später erfolgte die standrechtlich« Hinrichtung. Einen Tag darauf wurde Serrano mit seinem Stab und seinen Truppen gefangen genommen. Auch er wurde auf An- Weisung der Regierung mit 14 seiner Begleiter vor ein Kriegsgericht gestellt, des Aufruhrs für schuldig befunden, zum Tode verurteilt und erschossen. Gomez haust heute noch mit einem kleinen Teil seiner An- Hänger im Staate Veracruz. Er ist nebst seinen Anhängern davon überzeugt, daß die Aktion völlig verspielt ist und falls er dem Kriegs- gericht aus dem Wege gehen sollte, dürft« ihm nichts anderes übrig bleiben, als den Weg aller Feinde der mexikanischen Regierung zu gehen und das Asyl der vereinigten Staaten in Anspruch zu nehmen. Vorläufig hält er sich noch irgendwo v«r> bongen, um hier und dort mit kleineren Scharen wieder aufzutauchen. Die Regierung wird wahrscheinlich noch längere Zeit benötigen, um dies« kleinen Feuer zu löschen. Wo nun einmal Rebellen zu Hause sind, kommt es auf einen Trupp mehr oder weniger nicht an. Aber fest steht, daß die Präsidentschaft Gomez ein für allemal der Vergangenheit angehört. Die Furcht der Gomez und Serrano, ihr Spiel bei den kommen- den Wahlen gegen die überlegene Persönlichkeit Obregons zu ver- lieren, hat zu dem sinnlosen Putsch geführt. Ein Sieg dieser Leute hätte die Selb st zerfleisch ung der Führer unterein- ander gebracht, und das Dolk hätte das militärische Spiel bezahlen müssen. Vielleicht ist auch die Frage noch der Herkunft der Gelder, die zu dem mißglückten Aufstand gebraucht wurden, nicht ganz müßig. So manche Anzeichen weisen auf das in Mexiko arbei- tende internationaleKapital hin, das sich nur mißvergnügt mit der Stärke der- Calles-Regierung abfindet. Aber wen» die Ab- ficht war, das Calles-Regime zu schwächen und seine Stabilität durch den Aufstand zu unterhöhlen, so hat m.m sich gründlich gc- täuscht. Calles ist der Herr der Stund«, und Obregon der Herr der kommenden Tage. Das fürchterliche Gewitter hat die dumpfe Atmo- fphäre gereinigt. Sritisihe Gewerksih astler in Mexiko. Mexiko-City, 22, Oktober. Die englischen Arbeiterführer P u g h und Sherwood sind hier eingetroffen. Sie kommen von den Vereinigten Staaten, wo sie an der Arbeiterkonserenz teilnahmen. Sauernsieölung in Schlesien. Es geht vorwärts. Von Max Simon, Mitglied des Landtags. Die Mitglieder der parlamentarischen Ausschüsse für ländliche Siedlung waren in Schlesien, um sich vom Stand« des landwirtschaft- lichen Siedluirgswerkes*), besonders auf der rechten Oderseite, persön- lich zu überzeugen. Die Kosten solcher Besichtigungen bedingen«in gewisses Hetztempo von Objekt zu Objekt, und die Sachbearbeiter der Fraktionen, die nicht aus Schlesien stammen, werden gut tun, die einzelnen Siedlungen noch einmal persönlich in Augenschein zu nehmen. Es muß anerkannt werden, daß durch das Preußische Landwirtschoftsministerium im letzten Jahre eine intensivere An- kaufs- und Siedlungspolitik oerfolgt wird. In der Provinz Nieder- schlesien sind mit den Reichskrediten 38 500 Morgen für 8,767 Millionen Mark gekaust worden, der Morgen zu durchschnittlich 230 Mark. Bei einer 60.Morgen-Stelle kostet das nackte Land dem Siedler etwa 14 000 Mark. Dazu kommen Baukosten für Wohn- und Wirtschafts- gebäude, Vermessungskosten, die Kosten des notwendigsten lebenden und toten Inventars in Höhe von 20 000 bis 30 000 Mark. Der Siedler würde die Rente kaum aufbringen, wenn nicht mit Mitteln der preußischen Hauszinssteuer eingegriffen würde und jede landwirt- schastliche Siedlerstelle 6000 Mark daraus erhielte. Dazu kommt die billige Verzinsung der Reichskredite. Immerhin haben die neuen Siedler dann noch Renten aufzubringen, die sich zwischen 16 und 18 Mark pro Morgen bewegen. Die„S ch l e s i s ch e L a n d g e s e l l s ch a f t" ist nach den empfangenen Eindrücken sichllich bestrebt, ihre vielen Siedlungs- objekte rascher der Aufteilung zuzuführen Anerkennenswert ist, daß sie die Siedler nur mit voller Ernte und vollem lebenden und toten Inventar ansetzt. Auch der Boden wird schon vor der Uebernahme durch die Siedler durch Drainagen und Meliorationen verbessert. Durch eine bewährt« Ersatzbauweise sucht sie die Baukosten niedriger zu halten. S« hat einige Mustergüter, die einwandfreies Saatgut und Stammvieh liefern. Rund 9000 Hektar(dabei Waldbestände unter Staatsaufsicht) sind zurzeit noch in ihrem Besitz und werden noch aufgeteilt und besiedelt. Auch die Siedlungen der Landbank, der deutschen Ansiedlungsbank, aus Berlin im Kreise Namslau sind unter rationeller Verwendung vorhandener Gebäude vorbildlich erfolgt Interessant ist, daß siedlungslustige Badener, Württemberger, Hessen fast nur nach Schlesien wollen und Ostpreußen. Pommern und die Grenzmark ausschlagen. Da sprechen klimatische Verhält- nisse mit, die Möglichkeit, In Schlesien den gewohnten Obstbau weiter zu treiben, das etwas heitere Temperament der„gemütlichen" Schlefier, das zwischen dem herben Norddeutschen und dem froh- launigen Süddeutschen die Mitte hält. Zunächst sind die einheimischen Schresier den„Fremden" noch bös«, ihrer Meinung noch sind sie salbst zu wenig bei der Anliegersiedlung berücksichtigt worden, und der Gegensatz geht in manchen Orten so weit, daß die Gemeinde- Vertretungen sich weigern, die„Neuen" der aufgeteilten Güter ein- zugemeinden. Einen guten Eindruck hinterlassen auch die neuen Bauerndörfer und Siedlungen in den übrigen Grenzkreisen, die von den Ausschüssen besucht wurden. Einige Großgrundbesitzer, u. a. der Fürst Carolath. haben selbst, d. h. nur mit dem Kulturamt zusammen, in den Kreisen Sprottau und Freystadt gesiedelt, und zwar sind innerhalb eines Jahres Wohngebäude und Stallungen fisdlungsfertig entstanden. Falls die Rente sich hier nur auf 12 Mark belaufen sollte, die An- zahlung auf 5000 bis 6000- Mark, wäre der Beweis erbracht, daß ohne Siedlungsgesellschaften billiger gesiedelt würde. Es ist aber mit der berühmten Hessenansiedlung nicht viel geworden, es sind nur fünf Hessen angesetzt, und ein Vertreter der nassauischen Bezirksbauern- fchaft hat nach einer Besichtigung der Siedlungen tn Schlesien es cchgelchnt, nassauischen Interessenten den Ankauf von Siedlerstellen »vegen zu hoher Belastung zu empfehlen. Grundsätzlich zu kritisieren ist, daß außer ivenigen Gutshandwcrkern die Landarbeiter fast nir- gends angesiedelt wurden, obgleich man erfolgreich bestrebt war, sie auf ander« Güter zu bringen. Schärfstes Eingreifen oerdient ober das Gebaren der Siedlungsgesellschaft„Eigenheim", die Ritter- oüter, wie Woitedorf und Zucklau(Kreis Oels) und Tschirne(Kreis Bunzlau) für Siedlungszwecke erworben hat und im Großbetriebe weiter bewirtschaftet. Alles in allem: Es geht vorwärts, aber die Nachbarstaaten sind tms weit voraus, und dieser kolonisatorische Vor» sprung muß mit gleichen kolonisatorischen Mitteln eingeholt werdenl das Problem üer Demokratie. Bortrag des Genossen Professor Dr. Erik Nölting. Im Rahmen der Freien Sozialistischen Hochschule svrach gestern im großen Saal« des ehemaligen Herrenhauses der Genosse Professor Dr. Erik N v l ti n g- Frankfurt a. M. über „Die Demokratie als staatliches und soziologisches Problem". Der Redner ging von der Feststellung aus, da� der Staat, soziologisch betrachtet, kein Neutrum sei. Er muh wachsen wie ein Baum, und so wuchs auch der Staat einstmals über die Gesellschaft hinaus. Aber als das Echo dieses Kampfes „och nicht verklungen war, da kam es im Mittelalter zum neuen Streite zwiichen dem Staat auf der einen und der Kirche auf der anderen Seite. Erinnern wir uns an die Schwerteriheorie, an die Sonnentheorie, nach der die weltlichen Mächte ihren Glanz nur er- hielten von der Obermacht der Kirche. Daher rührt ja auch der Name: Heiliges Römisches Reich deutscher Nation. Dann ober trat etwas Neues in Erscheinung. Bon oben lvurde das Lehnprinzip, von unten dos Jrnrungsprinziv verfochten. Beides richtete sich gegen den Staat. Aber der Obrigkeitsstaat siegte: gegen Ritter» bürgen und Gesellenverein« setzte er sich durch. Nun kam der Widerstreit zwischen«öldnerheeren und Berussbeamtcntum. Schein- bar siegte der Staat über alle. Mag er sich liberal oder demo- kratisch geben, sein« Gewilt stand über den aefellschastlichen Mächten. Heber der Sphäre der Notdurft, um mit Hegel zu sprechen, blieb der Staat. Er war in der Zeit des Liberalismus in seinen Bürgern durch lockerste Derbindungssornien verknüpft. Es gab keine soziale Frage. Reale Spannungsverhältmsi« waren nickst möglich. Man wollte, um einen Vergleich zu gebrauchen, einen Staat aus Ziegelsteinen bauen, dt« alle gleich sind. So entstand ein Widerspruch zwischen der liberol-demokratischen Ideologie und dem soziologischen Realismus. Dem Rationalismus des 20. Ichrhundertz steht der ideologisch« Romantizismus des 19. Jahrhunderts gegenüber. Im vergangenen Jahrhundert call der Satz Luthers:„Man lasse die Geister aufein- anderplagen, damit die Wahrheit an den Tag komme." Pressefrei- heit, Redefreiheit, das war dos Ideal. Erst End« des 19. Jahr- bunderts kam der Auseinonderfall. Von oben wurde die Frage des Blutes, von unten dl« Frage der Klosse in die Debatte geworfen. Der Liberalismus operierte, wie Anatole France es ausdrückt, mit der These, daß dem Millionär und dem Bettler in gleicher Weise verboten sei, Semmeln zu stehlen und unter den Brücken zu schlajen. Die sogenannt« Gleichheit stand im Widerspruch zur Eigentums- *) Dergl. dazu den Artikel„Schlesien— Grenzland" in Nr. 493 des„Vorwärts", o r d n u n a. Und so begannen die Kämpfe um Nutzen, Kämpfe, die nur ausgeführt werden konnten auf der Grundlage von Oraoni- sationcn. Die Parlamente dienten nicht mehr dem Streit zwifchen Gesinnungen, sondern dem Kampf zwischen entgegengesetzten Interessen. Die Erkenntnis brach sich Bahn, daß der Staat kein Ziegelsteinbau, sondern ein Ouaderbau sein muß. Der Staat will an seiner Macht festhalten und bemüht sich, diese technischen Schwierigkeiten zu überwinden. Es darf aber nicht heißen: De- mokratie in Ermangelung eines Besseren, sondern man muß der Demokratie einen postiven Sin» geben. Heut« sind die gesellschaftlichen Möchte im Lordringen. Das zeigen Ge- werkschaften, Landbund und Unteniehmerorganisation, das zeigt auch eine Bereinigung wie die Wirtschaftspartei. Sie setzen sich dem Staate gegenüber immer mehr durch, was durch einen Rückblick auf das Jahr 1923 besonders bewiesen wird. Heute scheint der Sta, die Krisis überwunden zu haben, und es ist seine Ausgab«, die gesellschaftlichen Organisationen in einen-institu- tionellen Rahmen zu bringen. Der Vorzug des üemdkratischen Staates ist seine alleinige Fähigkeit, die soziale Problematik lösen zu können. Aber die Heranbildung einer organischen Demokratie ist nicht die einzige Aufgabe des demokratischen Staates. Er hat sich egoistischen Machtansprüchen entgegenzusetzen, er hat gegen dies« Unternehmerbureautratie anzukämpfen. Es darf kein bezichungsloses Nebeneinander und Gegeneinander von wirt- schastlicher und politischer Demokratie geben. Wenn der Staat in seiner demokratischen Form nicht zur Durchführung der wirtschaftlichen Demokratie gelangt, dann wird er zur plutokratsschen Fratze. Gelingt ihm dies aber, so gehört der Demo- kratie die Zukunft!_* Die wiener Soüensenkung. Keine Gefahr und keine Schadignng der Stadteassc. RUe«. 22. Oktober. Im Aemeinderat betonte Bürgermeister Seitz, daß die in der Oeffentlichkeit über die Bausentung verbreiteten Mitteilungen unrichtig seien. Stadtrat B r e i t n e r, der in Vertretung des schwerkranken Stadtrats Siegl das Baureferat leitet, teilte mit. daß das Stadtbauamt rechtzeitig die nötigen Dorteh- rungen getroffen hat, um die mit der zunehmenden Belastung natürlich stärker in Erscheinung tretenden Senkungen zu beenden. Die technischen Arbeiten seien seit Wochenfrist abgeschlossen. Es seien. bei den Bauten neue Senkungen oder sonstige Erscheinungen, die irgendwie zur Beunruhigung Anlaß geben können, nicht aus- getreten. Im Schlußwort betonte Stadtrat B r e i t n e r. daß von einer Schädigung der Gemeinde nicht gesprochen werden könne, da die Baufirmen bis zum letzten Augenblick und auch nach Ueber- gäbe noch weitere drei Jahre für alle Schäden hastbar seien. Die von der Opposition beantragte Einsetzung einer Untersuchung?- kommission wurde ein st immig beschlossen. Darauf nahm der Gemeinderat die Borlag« über die st ä d t i s ch e Ausfallgarantie für Rußlandlieferungen der Wiener Industrie an, wodurch die Stadt übernimmt, was der Staat bisher unterlassen hat. das Wachstum üer SozialKemokratie. wie«. 22. Oktober,(Eigenbericht.) Seit dem 1. Juli d. I. ist die Mitgliederzahl der sozialdemo- kratischcn Organisation Wien um 15 446 auf 378 307 gestiegen. Noch ein Justizskanüal. Vor dem Grazer Gewerbegericht sollte die Klag« eines Der- sscherungsangestellten gegen sein« Firma verhandelt werden. Kurz vor dem Termin teilte der Borsitzende, ein Berufsrichter, den beide» Beisitzern mit, der Termin sei abgesagt— hielt ihn ober dann mit zwei anderen Beisitzern ab. Diese soll er, wie Abg. Genosse Dr. Eisler Rn Nationalrat dem Iustizminister vorhielt, auf Vorschlag des Unternehmers yndikus berufen haben! In der Verhandlung lehnte der Kläger den Vorsitzenden und den Unter- nehmerbeisitzer ab. Der Vorsitzende erklärte, über seine Ablehnung könne nicht sofort entschieden werden, da dies Sache einer Kammer des Landesgerichts sei, die nicht sofort zusammentreten könne. Aber dieser abgelehnte Vorsitzende wies die Ablehnung des einen Bei- sitzers als ungerechtfertigt zurück, übte aiio eine richterliche Hand- ' lung aus, ehe über seine Ablehnung entschieden war! Der Minister antwortete, er habe den verlangten Bericht noch nicht, könne sich aber nicht denken, daß der Grazer Dorsitzcnde zur Belügung der gesetzmäßigen Beisitzer gegriffen habe, um oben- drein damit eine weitere Rechtswidrigkeit zu decken. Die Sache ist so, wie Genosse Eisler dargestellt hat und ein würdiges Gegenstück zu der Wiener Schösfenschiebung! Aarisches aus Sowjetrußlanü. Masfcnvcrhaftung in Leningrad! Die„Prawdo" meldet, daß in den letzten Tagen 350 Per» sonen verhastet wurden. Diese Verhaftungen sollen mit den Dynp mitsunden im Finnischen Bahnhos« im Zu- sammenhang stehen. Man nimmt an, daß der Sprengstoff anläßlich der Sowjetjubiläumsfeier Verwendung finden sollte. Oppositionelle Heheimzentrale aufgedeckt! Moskau, 22. Oktober. Wie die Sowjetpresse meldet, hat die Kontrollkommission der Kommunistischen Partei in Kiew ein« Geheimzentral« der Opposition entdeckt, die eifrig mit der Anwerbung neuer An- Hänger beschäftigt war und Flugschriften der Opposition vor- breitete. Dte Opposition ist hier nicht nur ganz besonder? rührig gewesen. Nicht nur sicherten die Kiewer Oppositionellen ihre geheimen Zusammenkünfte dadurch, daß nur die Kenner gewisser Losungsworte durch die Borposten hindurch- kommen konnten(was«inen„typisch verschwörerischen Charakter" beweist), sondern sie hatten bereits versucht,, durch anonyme Drohbriefe führende Persönlichkeiten der Partei einzuschüchtern und sogar innerhalb der Roten Armee Agitation getrieben. Ferner hätte die Opposition Trinkgelage veranstaltet, wobei d'« Arbeiter bewirtet und betrunken gemacht wurden.(!) Beim Ver- hör vor der Kontrollkommission benahmen sich die Oppositionellen sehr herausfordernd: die Disziplin ihrer„Fraktion" steh« ihnen höher, als die Parteidisziplick und sie erklärten sogar, daß sie die vorgelegten Fragen nicht wahrheitsgemäß beantworten würden.(Ob sie sich dabei auf Lenins Lügengebat beriefen? Red. d.„D.".) Die Kontrollkommission hat auch«ine Berbindyng m i t M o s k a u festgestellt und" infolgedessen das ganze Materiol der Zentralkommtssion der Partei übergeben. Die Hauptschuldigen sind bereits aus der Partei ausgeschlossen. Nenstbenraub in Marokko. Verwandte des französischen Statthalters verschleppt. Casablanca. 22. Oktober.(„Temps", Paris.) In der Gegend von Duara, 200 Kilometer südöstlich von Cosa- blanca, am Fuß« de» Mittleren Atlas, wurden vier Franzosen, die sich auf einem Iagdausflug befanden, von bisher unbekannten Tätern überfallen und verschleppt. Die Verschleppten sind nahe Derwondte des Generalresidenten Steeg, darunter sein Resse. Man nimmt an, daß die Banditen lediglich ein hohes Lösegeld erpressen wollen. Der Uebersoll hat. um so mehr Aussehen erregt, als erst vor kurzem«ine französische Familie bei Kenitra überfallen wurde und über das Schicksal der dabei oerschleppten beiden Töchter der getöteten Eltern noch immer nichts b« t o n n t ist. Aus dem Reichstag. An die Stelle des verstorbenen Reichstags- abgeordneten W o r m i t, Rettauen, Vertreter der Deutschnationalen Dojkspartei für den Wahlkreis 1, Ostpreußen, tritt in der Reihen- folg« des Wahlvorschlags der Deutschnationaken Volkspartei der Landwirt Alfred Pert, Diwitten b«i Allenstein. An abbaufähige» Gebiet. Di« Regierung von Panama beabsichtigt Ende Januar die Zurückziehung fast oller Gesandtschaften aus Europa, jedoch soll die Pariser auch für die übrigen Länder bestehen bleiben. Englisch-chlnesische Gefechte. Etwa 20 Kilometer oherhalb von Wuhn am Pangtsekiang wurde das englische Kanonenboot„Curlvw" von Chinesen mit Gewehr feuer beschossen. Es erwiderte sofort mit ganzer Breit seit«. Weiter unterhalb hatten zwei Kanonenboote mit südchinesischen, an Land befindlichen Truppen ein Gefecht. 3m Kreise kardial(Bulgarisch-Mazedonlen) sind sämtliche staatlichen und kommunalen Organe der Verwaltung: der Bürger- meister. der Polizeipräfekt, die Inspektoren und Kam- Mandanten der Gendarmerie wegen Unterschlagung von Staatsgeldern verhajtet worden. Lohnbewegung in der fiEG. Srunnenftraße ?lin Freitag wurde auf Beschluß der Fuuktionärkonferenz der LEG> Bruunenstraße über ein Lohnabkommen vor dem Schlich- twtffsaubschilß Groß-Berlin oerhandelt. Nach mehrstündigen Ver- Handlungen empfahl der Schlichtungsausschuß den Parteien folgenden Vergleich: „Da die VBMI.-Funktionärkonferenz es abgelehnt hat. einen Darifoertrag für die gesamte Berliner Metallindustrie abzuschließen, sieht die Kammer nicht die Möglichkeit, einen Schicos- spruch, der ein Tarifverbältnis herstellen soll, für die Belegschaft der Brunnenstraßc zu fallen. Er empfiehlt jedoch den Parteien, sich darauf �u einigen, daß die Löhne der männlichen Arbeiter, soweit sie nicht hinter ein Tarifoerhältnis fallen, um sechs Pfennige pro Stunde und die der Arbeite- rinnen um vier Pfennige pro Stunde erhöht werden. Für Zlkkordarbeilcr sollen sämtliche Akkordpreise un, 5 Pro, erhöht werden, lieber etwaige Lohnzulagen, die in der sichten Zeit gewährt worden sind, soll eine Verständigung der Parteien erfolgen, inwieweit dieselben zur Anrechnung kommen sollen. Erktärungsfrtst bis Dienstag. Das Abkommen soll bis zum 31. Januar 1923 Geltung haben." * Der Vorsitzende des Betriebsrats, Genosse Bernhard Krüger, schreibt uns hierzu: „Die„Rot? Fahne" knüpft an diese Tatsache einig« Bemerkungen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen. Obschon man im all- gemeinen mit Leuten, die von gewerkschaftlicher Taktik keine Ahnung haben, über solche Dinge nicht diskutieren soll, so sei dennoch fol- gendes festgestellt: Di« Funktionäre der AEG. Brunnenstraßc haben«in- stimmig, mit Einschluß der kommunistischen Funk- t i o n ä r e, den Beschluß gefaßt, den Schlichtungsaussch u tz a n z u ru f e n, um eine Regelung der Lohn- und Akkordoerhältnisse herbeizuführen. Wenn also die Taktik Bernhard Krügers falsch war oder gor sich arbeiterschädigend auswirken soll, so müßte die „Rote Fahne" sich deswegen auch an ihre Parteigenossen wenden. Dem Schreiber des Artikels müßte mindestens bekannt sein, daß es nach dem Beschluß der VBMI.-Funktionärkonferenz— der meiner Aiissassuna nach nicht so ausgefallen ist, wie es im Interesse der Berliner Metallarbeiterschaft liegt— jedem Betrieb freisteht, selb- ständig in die Bewegung einzutreten. Welche Taktik dabe: ange- wandt werden soll,— darüber entscheiden zunächst die Statuten des Metallorbeitcrverbandes und die Beschlüsse derjenigen Körper- fchasten, die in diejem Falle für den Abschluß des Abkommens in Frage kommen. Die Bstriebsoertretung tonnte nach dem Beschluß der Funktionärkonfermz nicht anders handeln, als es geschehen ist. Wenn die„lltote Fahne" nun weiter betont, daß in der AEG. Brunnenstraße„bekanntlich die niedrigsten Löhne" bezahlt werden. ko sei auch hierzu etwas gesagt, obschon man im allgemeinen der Direktion eines Betriedes nicht attestieren soll, daß sie besser« Löhne Die fortgesetzten aber dazu, zu er- ... stellt wurde, daß die Durchschnittsverdienste In der Brunnen st raste durchaus min- destens so hoch sind wie die Durchschnittsverdienste in den Betrieden des AEG.-Konzerns, in denen die Kommunisten die Führung haben, zum Teil sogar noch darüber hinausgehen. Es wäre dem Artikelschreiber ein Leichtes gewesen, sich bei seinen Genossen über die tatsächlichen Derhältnisie zu informieren." „Kranführerstreik AYG. Ackerstraße." Der Betriebsrat der AEG. Ackerftroße, Zählerfabrit, teilt un» mit: Unter obiger lleberschrist bringt die„Rote Fahne" in Ihrer Nummer vbm Freitag, dem 21. Oktober, eine Mitteilung, die für unser Werk in keiner Weise zutrifft. In der AEG. Ackerftroße sind zurzeit zwei Kranführer beschäftigt, welche sich nicht im Streik befinden. Streikbesthluß der Maßsthuhmacher. Der Tag des Streikbeginns noch unbestimmt. In einer gut besuchten Maßschuhniacheroersammlung an, 2l. Ok- tober berichtete H ö r tz über den Stand der Bewegung. Die Matz- schuhmacher hatten das Lohnabkommen zum 39. September gekündigt und eine Lohnerhöhung von 19 Pf. die Stunde ge- fordert. Die Arbeitgeber behaupteten, das Abkommen sei erst zum 31. Oktober kündbar. Die Gewerkschaft rief das Arbeitsgericht zur Entscheidung an, das in drei Terminen noch nicht entschied und die Sache erneut auf den 24. Oktober vertagt hat. Inzwischen war der Schlichtungsausschuß angerusen, der am 19. Oktober verhandelte. Hier erklärten die Arbeitgeber, auch n i ch t eineneinzigenPsennig bewilligen zu können. Dabei hatten die Innungen einer der letzten Nummern ihrer Zeitung ein P l a k a t zum Aushang« in den Läden beigegeben, daß die Preise auf Schuhwaren inn 10 P r o z. erhöht werden. Schon beute kosten ein Paar M o h s ch u h e in den für die Lohnbewegung in Betrocht kommenden Betrieben 99 bis 129 Mark. Bei diesen Preisen werden derart hohe Gewinne erzielt, daß die Lohnsorderung ohne jede Preiserhöhung restlos bewilligt werden kann. Aber die Arbeitgeber scheinen bewußt einen.Kampf heraufbeschworen zu wollen, sonst wären sie wenigstens auf den Vorschlag des Schlichters eingegangen und hätten sich zunächst einmal an den Verhandlungstisch bemüht. Den Verhandlungstisch schienen die Arbeitgeber aber zu scheuen, da ihnen dabei ihre Gewinne vorgerech- net werden kännen. Der Schlichter machte den Parteien von sich aus den Vorschlag, den Lohn ab 3. Oktober um drei Pfennige und ab 1. Januar 1923 um weitere zwei Pfennige zu erhöhen. Dieser Vorschlag solle die Grundlage von direkten Verhandlungen der Parteien sein. Sämtliche Diskussionsredner gaben ihrer Empörung über das Verhalten der Arbeitgeber Ausdruck und forderten sofortigen Eintritt in den Streik. In dem Vorschlag des Schlichters, ab 3. Ottober eine Erhöhung der Löhne, wenn auch in ungenügender Weife, eintreten zu lasien, erblicken die Dersammeltcn die Bcstätogung ihrer Auf- fosiung durch den Schlichter, daß das Lohnabkommen bereits zum 30. September abgelaufen war. Die Versammlung beschloß in geheimer Abstimmung mit Rcunzehntelmehrheit den Streik. Mit Rücksicht auf den angesetzten Termin am Arbeitsgericht wurde die Brai ch-mleitung ermächtigt.' den Zeitpunkt des Streits zu bestimmen. Weitere Infor- mationen und Anweisungen der Vranchenleitlmg werden in der Morgenausgabe am Dienstag, dem 2b. Oktober, erfolgen. Alle Kol- legen und Kolleginnen werden um strikte Befolgung dieser An- Weisungen ersucht._ Einigung in den mechanischen Schuhwerkstätten. Nachdem durch einen dreitägigen Streik mit drei Inhabern mechanischer Schuhreparaturwerkstätten ein annehmbares Lohn- abkommen erreicht wurde, haben sich nunmehr auch die Inhaber der Werkstätten von C. Stiller und L. V a l l a n d diesem Abkommen angeschlossen. Das Schuhwarenhaus Carl Stiller hat mit der Gewerkschaft vereinbart, den Mindestlohn der Zeitlohnarbeiter(Neueinzustellende) auf 1 Mark zu erhöhen.'Alle zurzeit im Betrieb« beschäftigten Ar- beiter erhallen aus ihren jetzigen Lohn eine Zulage von acht Pfennig pro Stunde mit Wirkung vom 1. November. Die Basis zur Be- rechnung der Akkordsätze wird auf 1 19 Mark pio Stunde erhöht. Die Firma L. B a l l a n d erhöht die Löhne mit Wirkung ab tz. Oktober für Zeitlohn- und Akkordarbeiter um fünf Pfennig, und ab 1. Januar 1928 um weitere drei Pfennig pro Stunde. Der Mindeststundenlohn für Zeitlohnarbeiter ist ebenfalls auf 1 Mark festgesetzt. Die Erfolge in diesen Betrieben sind ohne Streck erzielt worden. Der Mng schließt stch. .,Gefahren"-Aonds auch am linken Niederrhein. Wie„Der Deutsche" erfährt, hat auch die Organisation der Metallindustriellen am linken Niederrhein die Beschlüsse der Nordwestlichen Gruppe der Eisen- und Stahlindustriellen über die Ansammlung eines Streikabwehrionds durchgeführt. Die Antistreik- koste ist in einer Mitgliederversammlung einstimmig beschlosten worden. Die Beiträge von monatlich je fünf Mark pro Arbeiter, für je zehn Arbeiterinnen nur sieben mal fünf Mark, für Lehrlinge nichts, sollen fünf Monate hindurch erhoben werden. Allein schon die Machenschaften, um diese Bellräge ertra ans dem Mark der Arbeiter herauszupressen, sind geeignet, den wirt- fchastlichen Frieden zu gefährden, auf dessen Erhaltung die Unter- nehmer angeblich so hohen Wert legen. S-e haben ihrer Arbeiterschaft gegenüber kein gutes Gewissen, die Herren, wenn sie solche Rüstungen treffen. Sollten sie aber gar den Plan verfolgen, der Arbeiterschaft den Brotkorb noch höher zu hängen, nach dem Muster des Ruhrzechenocrbandcs, der das Der- langen auf Lohnausgleichsoerhandlungen mit Verhandlungen auf Lohnherabfegung beantworten zu können glaubt, dann werden sie keinen Boden unter ihren„Gefahrcn"-Fonds bekommen. ' Den einen Vorteil hat diese Fondsbildung schon jetzt sür die Gewerkschaften: sie zwingl sie. noch mehr als bisher am Ausbau ihrer Organisation zu arbeiten, an der Heranziehung der Unorganisierten. Was Sie Gewerksthafien le-'sten. Zahlen des holzarbeilerverbandes. Was freigewertschaftliche Verbände an Unterstützungen leisten, wird überaus anschaulich an den Zahlen des Holzarbeiter- Verbandes für die Jahre 192S und 192S veranschaulicht. In diesen Iahren hat der Verband lediglich an sozialen Unterstützungen. einschließlich Rechtsschutz 8399 999 Mark gezahlt. Der allergrößte Teil der Verbandseinnahmen geht den Mitgliedern wieder in Form von Unterstützungen zu. Der restliche Teil wird zur Ausklärung, Fortbildung und Schulung der Mitglieder verwandt. Nur ein Bruchteil wird sür Verwaltungsausgaben gebraucht, wie aus folgender Ausstellung für die Jahre I92S und 1926 hervorgeht: Von je 199 M Ausgaben der Verbandskasse entfielen auf Streik und Gemaßregeltenunterstützung im Jahre 1925 42,89 und 1926 — 5,40 M., auf sonstig« Unterstützungen und Rechtsschutz 35, 19, bzw. 76.60 M., aus Agitation 8 M. bzw. 6,69 M., auf persönliche Verwaltungskosten 3,89 bzw. 3,80, aus sachlich« Verwaltungskosten 1 M. bzw. 1 M., aus die Fachpress« 5,29 bzw. 3,90, auf Lohn- bewegungskonferenzen, Beiträg« an den ADGB. und an die Jnter- nationale Union 4,19 bzw. 3,79 M. Gewerkschaftsbekämpfung in der Türkei. Die türkischen Behörden in Konstantinopel haben fünf Haupt- quartiere von Arbeiterorganisationen geschlossen und sämtliche Papiere beschlagnahmt. Ein Grund für die Aktion der Polizei wird nicht angegeben. (Wozu denn auch? Man hat sa die Macht, mit der— auch ohne Belagerungszustand— jeder Esel Mißbrauch treiben kann.) Verantwortlich filr Politik� Dr. Cart Wirtschaft:®.«Itaaelhöferz Gewerkschastsbewonuna: Fr.»tztorn; genillelon Dr. Zol>o Titnlow»ki! Lotales: und Lonstiaes: Britz«»rftädt: ilnzeiaen: Td. Stalle! sämtlich in Berlin Brrlagi Borwärls-Verlag S m b H., Berlin. Druck: Bormärts.Buchdruckcre« und Berlaasanstal« Paul Tinaer„ Co Berlin SW«8. Nnd nNrad» 8. Hierzu 4»ell-sen,.Aua der gllm-Wett-,.Ullterdattung»ad Wisse»-. r e i d rainieldeier Crtp« Georgvtto kellen. dU.F»rb. . BERLIN C 2- SPAND'auER STRASSE"• KÖNIGSTRASSE'- Q E G R Ü N D ET 1 B>5 BAMEUkKXEIBPjyC} PEL.KWAREIV Jumperb lus triOgY Pia ID >llea Jumperbluse relnwolleaer Trtkouio« Kleid TorMsUeker reUaellleMr Crtpe Satte 69.- veridgl. Plaldsto l ___________ rrtta mit farbiger Oarnltur Kleid reinwollener K*»hasto« mit farbigem Band K l e i d relnwld. Crdpe de Chine, belle und dunkle Farben f. 8.5« 19.50 13.50 3o.00 Stilkleid-fl* k'aeid.Taft, helle Farben J. leDU Mantel aq Flauichstoffm. Pelzkrag. aut reinwoll. Ottomane, halb auf Futter, Kragen und Manschetten mit Pelzkravvatte* q � skunksfarb. Fehschwclf X v»0\/ Mantel-Garnitur Kragen u. Manschetten-— aus Elektric Seal-Kanin'» t-* AA oder Biberettestücken X VaW Pelz kragen echter Skunks, gute QQ AA Qualitlt u. Ausführung f/OaUU Pelz ma ntel r.�T. vi 195.00 Pelz betet ?! 39.00 KIMDERKLBIDÜNG vorzügl. reinwoll. Velour» de laine, halb auf Futter J fj /\ A mit Pelzkragen•U(r DAMEN- UND KINDERHÜTE S a m t h u t q ft/v mit Band g a r n i e r t O.efU Kinderhnti PIO aeb, mit Oummlzug 3.75 VeIourshutfrftA vorz. Qual. m. Band garniert 0«t/U Kinderhutj Velvetonem.Band.f. 2-12 J.(e.mO rar Mädchen Mädchen kleid rot oder bleufarbig. Waech-(! StK earatsSteig. l.ÖO)Lg. 60cm UtUO bleu Popeline, m. welBer.— CrSpe de Chine- Weste'I•) CA (Steig. 1.25), Lg. 60 cm lOeOU Toni kl e t d fflr Junge Mädchen.._ hellfarb. Taft(K'seide), 1 r, CA Länge 90, 95, 100 cm 1 eletlU «9.30 vorzügl. Cr�pe de Chine. P" K nilfarb�Lg-OO, 95, 100cm g O Für Knaben Knaben-Pyjack. marineblau, warm geiütl Amisticker., Qr. Of. ca. 1_„ marineblau, reine Wolle, mit A r m s 1 1 c k e re 1,•» w f /\ Größe 0 für ca. 2 Jahre Knaben-Ultzter gute Qualität. Fisch-, «"».»"."jtt; 19.00 Sport• A n z n g 17.00 WIRK- U Sf B S T R I CKW A R R JV Ünterzieh-Beinldeid 4ä qc weiBod. hellfarb. OröBe 4"»oö Pullover od. Westen Q 7c f. Damen,(arbig gestrickt V. I*1 Westen für Damen, gestrickt, J Q Reinwolle, ohne Aermel Xlfaf*ß Jacke für Damen, Reinwolle,"J d«c bunt m. Krimmerbesatz J.7C. 4 9 Blusenschoner für Damen, Reinwolle, QpJ weiß oder farbig Damenstrümpfe a Baumwolle farbig.......... vfeOvl Damenstrümpfe-g or Waschseide,(arbigJL.e/O Damenstrümpfe 9 nm Seidenflor, kräftig, farbig£,09 Rodel-Garnitur für Kinder, Steilig,-_ Flausch, Größe O"! ß CA Wiener Fa b r I k a t JL U.OU Herrensocken-j gestrickt, kamelfarb. J..UU Herren- Sportstrümi Reinwolle, get J!P.m3.75 w ö s t e n Q CA f. Herren, meliert, m. Krag, tf.ull Herren-Jacken««w ollgemischt. 4 Größen �.�9 Herren-Hemden« wollgcmlscht, Größe 4-6 äsOU H erren-Beinkleider normalfarbig, mit kamel- Q /| A farbigem Futter, Größe 4 SEIPEiySTOFFE KEEI l> iE R S T O F F E Kleiderstoff-Reste and-Absehnltte Damast K'teldem. Bmwollef.Jack.-O JA u. Manteifutter, ca. 85 cm U.4U Taft «r Sttlkleldef, ff«6« Aus- J ZA waM. apart. Farben, ea. 85cm Cr6pe de Chine gute Qualität, schwarz, weiflj AA u. viele Farben, ca. 100 cmt.DU Lin Jener Köpersamt/»«zv schwarz u. farbig, 70cmU»oU Tuch-Karos M u s t e r, ei."iSo c'm 3.75 K r e r_'' rel n c Wolle, a i "" L I I C a i d ----- neueste! Gewebe, aparte Farben reine Wolle, neuestes PT i-a den O.Oll Kannngarnstolfe einfarbig, reine Wolle, vor- J � zügl. Qualitäten, 130/140 cm V e 1 o u t i n ie Wolle m. Seide, d. modische � CA Kleiderstoff, ea. 100 em f Ktr. Barl* t . 2.45 Ufr. Serie D 1.95 Serie M Mtr. 1.35 Reit* bt» IRtr. Beat Seite IT 0.95 K'sBid. SpiUenstoff 0 r o 8 a A u s w a h I in J P?C modernen Farben. 60 cm t. 4 9 Gold u. Silberlaraö Vorzug. ich.�ua.Uät�lO.gj) Seiden- a. Samt-Reste u.-Absehnltte I 3*89 8«ite n 2.90 S«rte m 1.95 Sari* IT 1.45 HERRENKLEIDUNG UND-STOFFE IN GROSSER AUSWAHL Damenschirm Halba. schwara,(arb., 13 tl. 1! AA (fkr Herren: mit Futteral) U.9U Damenschirm reine Seide,»chwar�i 12 teil, Q HX. (fttr Herren: mit Futter«!) c7# i e) Beuteltasche uvettno, schlldpatlfarb. fj d. WWW Bügel, modeme' Farben Pelzbetzatzslreifen Kanin:»sal-elektrlc.inauiw � IJg bluerette.lcmLtderbr. Mtr. VEKE-V��EX SIE I) r.\ II EK ItST- RAT Vl.oc;• BEVER- IfAD IAA!» IUI SCIIMTTM IST E nr. z»,» 44.7°hrg-«g_!♦ t�DClDOCtS ennmag, i3. OtMec nu „Germany wants to see youl*„Deutschland wünscht Sie zu sehen!" So verkündet man bei der Propaganda für die Hebung des Fremdenverkehrs in Deutschland aller Welt. Nach dem Worte Mark Twains, daß eine Ferienreise durch Deutschland der Gipfel des Wundervollen ist, soll unser Heimatland wieder ein Mittelpunkt des Fremdenverkehrs werden, und was die Retchshauptstadt Berlin angeht, so kann gesagt werden, daß aus den Statistiken erfreulicherweise erhellt, wie sehr trotz aller ärgerlichen und zum Teil so unwahrhaftigen Kriegserinneningen von vorgestern Berlin gerode den Angloamerskoner heute wieder reizt und anlockt. In der Tat: Wir Berliner haben etwas vorzuweisen! Es kommt aber natür- lich darauf an, wie es vorgewiesen wird. Eine Rundfahrt durch Serlin. Da gibt es etliche Gesellschaften, die den auswärtigen Besucher einladen, im„überdachten, im Winter geheizten Luxus- ciuto unter sachverständiger Führung Fahrten durch Berlin zu unternehmend Hochinteressant und belehrend! Man wird also die größte Stadt der deutschen Republik gründlichst kennen lernen, diese Stadt, die erfüllt ist vom Drang zur Ausdehnung und Geltung, von dem Schwünge der Arbeit und der Begeisterung zu tommendem sozialen Wohlergehen! Zu diesem edlen Behufs begibt man sich zu einer der festgesetzten Ülbfahrtzeitcn an die berühmte Ecke Friedrichstraße. Unter den Lrnden. Dos Auto harrt, dos etwa dreißig Personen saßt. Sieht man sich i ntcr seinen„Mitreisenden" um, so entdeckt man den blasierten Snob l an der anderen Seite des Ozeans, die schöne schwarzhaarig-schwarz- nugige Slawin, den ewig im Führer blätternden Engländer, den leb- hasten, tausend Fragen stellenden Romanen und den dickbäuchig- pampigen rechtsradikalen deutschen Provinzler. Wenn man vom gelegentlichen Grunzen eines Ostelbiers absieht, benehmen sich alle höchst wohlanständig und sehr korrekt. Die Fahrt kann beginnen! „hier... vormals königlich.� Es geht die Linden in der Richtung des Schloßplatzes herunter. „Ich erkläre zuerst die rechte und dann bei der Rückfahrt die linke Seite," belehrt uns der Führer. Und er erklärt:„Hier ist die Staats- oper, vormals Königliches Opernhaus! Hier ist das Palais Kaiser Wilhelms des Ersten! Bon dem historischen Fenster an jener Ecke aus pflegte der Kaiser und König den Aufzug der Wachtparade anzusehen! Hier sehen Sie das vormalige Schloß des Kaisers Wilhelm II., in dem die hvhenzollern fünfhundert Zahre friedlich gewohnt haben."(Man denkt unwillkürlich bei diesen klassischen Worten an den alten Fritz, der in einem Brief selber zu- gab, den Ersten Schlesischen Krieg aus„Ehrgeiz und Eitelkeit" begonnen zu haben, und an die Königin Luis«, die 1805 und 1806 zum Kriege gegen Frankreich hetzte, um nach dem Zusammenbruch Preußens zwei Jahre später eine Luxusreise nach Petersburg anzu- treten!) Weiter hören wir:„Hier sehen Sie das Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm den Ersten!"(Nationaldenkmal? Weil das Volk die Kosten aufgebracht hat! Heute haben Nation und Dynastie Hohenzollern nichts mehr miteinander zu tun! Das hat Haus Doorn schon seit langem verscherzt.)„Hier sehen Sie das vor- malige Schloß des deutschen Kronprinzen, heitte ein Kunst- museuml"(Gibt es noch einen deutschen Kronprinzen?) ,Lier sehen Sie das welkberühmke Saiser-Friedrich-RIuseum, genannt zu Ehren des Vaters Kaiser Wilhelms des Zweiten, des Kaisers Friedrich III." (Was in dem Museum zu sehen ist. wird uns allerdings nicht verraten; daß Wilhelms Papa Friedrich hieß, ist ja auch viel wichtiger!)„Hier sehen Sie die Alte Wache, bei der vormals die Kaiserlichs Garde auf. zog. Der letzte Kaiser pflegte diesem militärischen Schauspiel oft zuzusehen! hier sehen Sie die wilhelmftraße. Dort wohnte... da und da der Prinz, da und da jener Prinz."(Man kann die Namen nicht alle beHallen, aber daß heute der Präsident der deutschen Repu- blik in der gleichen Straße wohnt, das wird nicht erwähnt.)„Hier sehen Sie das Brandenburger Tor. Die wltteldurchsahrt desselben war vormals königlichen wagen vorbehalten."(Eine Gemeinheit ohnegleichen, daß heute nicht nur jeder„Bürgerliche" mit seinem Kraftwagen, sondern sogar proletarische Lastautochosfeure diese Allerhöchst geheiligte Durchfahrt benutzen dürfen!) Unerwähnt bleibt natürlich, daß die Straße, die wir nun über- queren, zu Ehren des ersten Präsidenten der Republik, zu Ehren FriedrichEberts, umgetauft wurde, weil durch sie der Leichen- zug des Mannes ging, der alle die vorerwähnten Monarchen und Prinzen geistig um Haupteslänge überragte. Um so deutlicher aber wird betont:„Hier sehen Sie den Platz der Republik, vormals königsplah genannt." Und in der Siegesallee heißt es:„hier sehen Sie die Sieqesallee mit den Denkmälern der Herischer von Branden- bürg und Preußen, ein Geschenk des letzten Kaisers an die Stadt Berlin. Alle Denkmäler sind aus echt italienischem warmor und aus einem Skück verfertigt."(Sehr richtig! Aus einem Stück verfertigt sind diese Herrscher mit ganz vereinzelten Ausnahmen: Einer ebenso minderwertig wie der andere! Von den Denkmälern kann man übrigens das gleiche sagen. Der Berliner hat nicht umsonst das Wort von der Puppenallee erfunden!) Unseren Führer schert sowas nicht. Er plappert seinen Salm wester mit der ewig gleichen Wendung:„bormerly roval,,, vormals königlich". Das, /Arbeiterviertel'' öerlins. Aber plötzlich scheint ein Mißklang in den wilhelminischen Vortrag zu kommen. Wie wir an die Charlottenburger Chaussee kommen, wird plötzlich verkündet:„Dort driiben, wo Sie die Schorn- steine sehen, liegt das Arbeiterviertel Perlins!" Verwundert fragt man sich: Ja, ist denn diese schöne Wendung das Einzige, was über das„Arbeiterviertel" Berlins zu sagen ist? Weiterhin aber: Ist Moabit das einzige„Arbeiterviertel" Berlins? Ist nicht auch an den Osten und Norden der Weltstadt, ist nicht an den „Wer sebea Sie das Nationaldeakmal Kaiser WUbeimsl* (Die Nation hat es nämlich bezahlen müssen!) Bezirk Friedrichshain, an Neukölln und Lichtenberg zu denken? Seien wir doch ehrlich: Ohne dieses riesengroße, überheblich-erhaben von unserem Fremdenführer angekündigte„Arbeit e r vierte l". mag es nun in Moabit oder sonstwo liegen, wäre dieses wil- helminische Berlin, das den Fremden gezeigt wird, niemals möglich gewesen. Aber: in der Tat, unser Führer hat den Nagel auf den Kopf getroffen: Das Perlin Wilhelms und seiner Trabanten ist nicht das Berlin der Arbeit, und es charat- teristert nicht die Bevölkerung dieser Stadt, für die nicht die Woche aus Festtagen mit unaufhörlichen Empfängen und Denkmalsenthüllungen, sondern aus Alltagen des Schaffens und Wirkens ums tägliche Brot besteht. Aber schon werden wir gottlob von unserem Bärenführer von so trüben und dummen Gedanken befreit. Er ver- kündet uns nämlich:„Setzt kommen wir in den vornehmsten Westen. Hier wohnt das Highlise von Berlin, hier befinden sich die großen Vergnügungspaläste, die Riesenkinos, die weltbekannten Luxus- LOs �Zement. £Roman von Fjodor Gladkoro. „Oho! Und wir denken gerade jetzt daran, das Werk instand zu setzen. Werden die Dieselmotors und Dynamos laufen lassen, bauen Bremsberge zum Transport von Brenn- holz." „Ihr schwätzt immer ein und dasselbe. Mit Worten selb Ihr alle Riesen, und in Wirklichkeit ist euer ganzes Streben nur, wo man sich am bequemsten und wärmsten setzen kann und wie man am leichtesten zum Sowjetbourgeois wird.... Der Alltag ist hier sehr langweilig. In der Armee ist es bester. Ich habe schon gebeten, mich zu versetzen, aber man läßt mich nicht fort. Nur Ihre Frau empfindet diesen Alltag nicht und findet in jeder Kleinigkeit eine große Sache." Dascha stand an der Wand und lächelte spöttisch. Und in ihren Bewegungen war Ungeduld. „Ich verstehe euer Gespräch nicht, Genosten.... Wes- halb so ein Gespräch und wozu?... Geh, Krieger, du störst uns......Geh, so lange du noch heil bist." Und lächelte mit lustigem Spott. „Nun, seht Ihr? Das ist eine sachliche und strenge Frau." „Ja, das ist wahr. Dascha ist nie zu Hause und sabotiert gründlich." Die Mjechowa lachte und schüttelte ihre Locken. „Sie erfüllt nicht ihre ehelichen Pflichten? Was für ein Jammer! Ja, die Revolution hat die Frau ganz ver- dorbsn...." Dascha lachte auf, aber in diesem Lachen vermißte Gljeb wieder ihr früheres liebes, bräutliches Lachen. Und die Weiber lachten alle. Sie stießen Schul mit den Fäusten hinaus und schrien alle durcheinander:„Eure Herr- schaft ist vorbei, Ihr rasierten Ziegenböcke! Man hat euch die Bärte abgenommen, und Ihr seht wie Weiber aus. Und die Weiber kleiden sich wie die Männer. Ihr werdet nie mehr zu den alten, gewohnten Erfolgen kommen." Die Mjechowa schaute wieder Gljebs Gestalt scharf an und es schien ihm, als ob sie ihn gierig berieche. „Sie sind vorläufig noch gar nicht von unserem Klima durchdrungen. Sie sind noch ganz Krieg und Armee. Es scheint fast, als ob Sie schon morgen zu Ihrer Kampftruppe fortfahren würden. Erzählen Sie mir von Ihren Helden- taten. Wann haben Sie den Orden der roten Fahne be- kommen? Wenn Sie wüßten, wie ich die Armee liebe. Ich habe sogar eine Zeitlang in den Schützengräben gekämpft... das war vor Manytsch...." Sie lächelte vor sich hin, das Lächeln galt nicht Gljeb, und obwohl ihre Augen ihn ansahen, zuckte eine heimliche und stille Freude in ihnen und in den Augenbrauen. „Das war herrlich!... Das waren unvergeßliche Tage. ... Wie die Moskauer Oktobertage... fürs ganze Leben. ... Heroismus. Ja, das ist das Feuer der Revolution... „Das ist alles sehr schön, Genossin Mjechowa.... Aber hier, an der Arbeitsfront, muß man auch durch Heroismus wirken. Hier ist es schwer: Zerstörung, Hunger, Zerfall. ... Schon gut... der Berg ist niedergestürzt und hat den Menschen wie einen Frosch verschüttet. Nun, streng dich an, kriech auf allen Vieren, aber bring den Berg wieder auf seinen alten Platz. Das ist unmöglich? Das ist es eben. ... Heroismus ist eben das Unmögliche... „Ja, ja!... Ich will mit Ihnen sprechen, Genoste Tschumalow, das ist es eben. Heroismus ist gemeinsame An- spannung... dann gibt es auch nichts Unmögliches." Sie lachte wieder und die Fünkchen in ihren Augen und Brauen leuchteten greller. „Auf allen Vieren kriechen, ja? Ausgezeichnet! Was für Worte Ihr habt!... Alle Zellen des Körpers an- spannen.... Ich will mit Ihnen sprechen, Genoste Tschuma- low.... Ich wohne im Sowjethause...." Dascha lächelte und schaute forschend bald die Mjechowa bald Gljeb an. Dann trat sie zu ihm, nahm ihn an der Schulter und stieß ihn zur Tür.... „Nun geh von hier weg, Krieger! Du hast hier nichts zu suchen... Gljeb drehte sich um, packte sie in seine Arme und trug sie aus dem Zimmer. Die Weiber lachten; auch die Mjechowa lachte. Dascha schrie auf, durch Gljebs schamlose Liebkosung vor allen Leuten erschrocken, und umarmte ihn mit beiden Händen. Und für einen Augenblick fühlte Gljeb das alte Herz von Dascha und hörte das liebe Frauenlachen, das man nicht mit einem einfachen Wort beschreiben kann, weil es von Blut zu Blut geht. „Genosse Tschumalow, wisten Sie denn, was Ihre Dascha ist? Hat sie Ihnen nicht ihre Abenteuer erzählt? Biel hat sie erlebt, was Sie vielleicht selber nicht erlebt haben...." Dascha fuhr auf und riß sich mit einem Sprung aus Gljebs Armen. „Ich will es nicht, Genossin Mjechowa, daß du über mich Gutes oder Schlechtes redest. Mach keine Späße, Genossin Mjechowa. und beunruhige mich nicht." „Ach so? Und ich wußte gar nicht, daß das verboten ist." ... Warum ist sie so aufgefahren? Warum hat sie so erschrocken Mjechowas Mund zugehalten? Warum kennen alle die Jahre, die sie ohne Mann zugebracht hat... warum sagt sie ihm kein Wort? In der offenen Tür des Korridors stand Luchawa, sah Gljeb mit brennenden Augen an. Er ging an ihm vorbei, hatte Angst, ihn zu berühren. Luchawa zerdrückte den Aermel seines Rockes zwischen seinen Fingern und blieb plötzlich stehen. „Genosse Tschumalow, rufen Sie eine Extrasitzung der Zelle zusammen, ich werde kommen, um einen Bericht zu geben. Kommen Sie morgen zu mir in den Facharbeiterrat, wir schließen uns ein und beraten gemeinsam. So ein grandioser Plan verlangt vor allem genaue Details. Ich spreche nicht nur über das Holzmaterial, sondern über das Werk. Ich habe darüber nachgedacht, wir müssen mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, kämpfen. Vergessen Sie nicht, daß es ein Kampf sein wird und ein angestrengter Kampf. Und denken Sie auch daran, daß dieser Kampf ein wenig unzeitgemäß ist: das ist ein Kampf für die Zukunft. Darum scheint er utopisch und unsinnig Und wir wisten ja, daß die Zukunft durch Kühnheit und Kraft Gegenwart wird. Arbeiten wir also." Er drückte chm fest die Hand und verschwand in der Tür, die zur Frauengruppe führte. Im Vorzimmer holte die Mjechowa Gljeb ein. „Warten Sie, Genosse Tschumalow. Sie haben mir nicht gesagt, was Sie bei Schidkij ausgeheckt haben. Ich will sofort auf dem laufenden sein. In diesem Loch verschimmeln wir alle, und die alltägliche Arbeit macht aus uns allen Maul- würfe. Die Revolution erträgt das nicht. Wenn Sie erst anfangen werden, unsere Sowjet- und Parteimühle zu treten, so müssen Sie sich mst festen Zähnen wappnen. Ich gehe mit Ihnen, Genosse Tschumalow. Was Sie auch machen werden — ich bin mit Ihnen. Ich fühle, daß Sie nicht im Alltag untergehen werden: Sie waren in der Armee. Und noch etwas, Genosse Tschumalow, lasten Sie Dascha vorläufig in Ruh... ich habe was Dummes angestellt... sie wird von selber zu Ihnen kommen.... Sie werden sehen.... Was wollen Sie tun?..." „Alles, um das Werk in Bewegung zu setzen, alles! Wenn wir nur dabei unser Rückgrat nicht brechen." „Nun gehen Sie, ich will sonst nichts." Sie lächelte ihn mit chren goldenen Locken und den iri- sierenden Tröpfchen in den Augen an und ging mst raschen SchrMen zurück.(Fortsetzung folgt.) Nochmals öie gefährlichen Eisenbahnübergänge Auf unssren Artikel„Die gefährlichen Bahnübergänge� in der vorigen Sonntagsausgabe erhalten wir von der Fachgewerk- schast Deutscher Eisenbahn weichen st eller Mitteilun- gen. die sich mit der D i e n st z e i t und der Besoldung der Schrankenwärter beschäftigen. Dos Publikum glaubt, daß der Schrankenwärter lediglich seine Schranke und einige Signale iu bedienen habe. Damit sei sein Dienst beendet. Nach der Dienstanweisung obliegen dem Wärter folgende Tätigkeiten: Er muß den ihm zugewiesenen Weg. Übergang überwachen» beleuchten» unterhalten und die Weg- schranken bedienen, auf besondere Anordnung die Signallaternen in der Nähe des Postens richten, anzünden und löschen, bei der Gleis- Unterhaltung mithelfen, wobei aus die körperliche Eignung Rücksicht genommen wird; er muß auf seinein Posten die Bahnpolizei aus» üben. Es können ihm auch noch andere Dienstverrichtungen über- tragen werden, wie: Uebermlttlung von Befehlen in besonderen Fällen an die Züge, Ilmstellung entlegener chandwelchen, wenn sie zweckmäßig nicht öonr Rangierpersonal bedient werden können usw. Der Wärter ist auch zu außerordentliche» Dienstleistungen uird zu Arbeitsocrrichtungcn verpflichtet. Seine�oberste Pflicht ist, dafür zu sorgen, daß der II e b e r g a» g mit Sicherheit b e- s a h r e n werden kann. Wiederholt ist die chauptverwallung darauf aufmerksam gemocht morden, die Dienstzeit herabzusehen, bieder allerdings ohne Erfolg. Zu«rinnern ist hier an das Unglück bei Wunsdorf, bei dem ein Auto mit fkins Personen von einem di-Zuij ersaßt wurde. Auf den Schrankenwärter siel die Schuld. Man übersah dabei aber, daß der Mann täglich 12StundenDienst leisten, ferner eine�Stunde auf den Zug zur Heimfahrt warten und dann noch einen Fußweg von Ä Stunde bis zu seiner Wohnung zurücklegen mußte, zusammen also 15 Stunden Dienst hatte. In einem anderen Falle, in dem gkichfalls gegen den Schrankenwärter das Strafoersahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet war, äußerte sich der Angeklagte in folgender Weise: Er habe außer seinein zwölfstündigen Dienst täglich mehr ak eine halbe Stunde für Hin- und Rückweg bis zu seiner Wohnung zu verwenden und daheim nach arbeiten müssen, da er von dem Monatsverdienst bei der Reichsbahn, der etwa: 80 Mark beträgt, allein seine Mutter und seine kranke Schwester nicht habe unterhalten können. Die Strafkammer des Landgerichts in Paderborn kam zu einem srcisprechenden Urieil mir folgender beachtenswerter Begründung:„Berücksichtigt man weiter das kärgliche, zu der Ernährung des Angeklagten allein kauin aus- reichende Gehalt, das nach der Auffassung des Gerichts nicht genügt. um Beamte in derorklg verantwortunaevoller Stellung in der hierfür ersordsrlichen körperlichen und geistigen celstungssähigkei« zu erholten. ferner die für den Anzeklaaten ersorderliche außerordentliche Akehrarbell sowie die Länge des Dienste» an sich, fo kann dem Angc- klaaken ein Verschulden oder eine Vslichtvccnachlässigung nicht zur Last gelegt werden.-.... �. Aus diesen wenigen Beispielen dürste ersichtlich sein, daß durez Anerkennung des Dienstes als verantwortungsvoll seitens der Gerichte von einer nicht anstrengenden Tätigkeit keine Red« sein kann. Hinzu kommt, daß der Dienst der Schrankenwärter vor- wiegend von Kriegs- und Eisenbahninvaliden wahr- genommen wird. Besoldet werden sie äußerst kümmerlich, und zwar kommt für sie die niedrigste Besoldungsgruppe I» die die Befoldungsordnimg kennt, in Betracht. Wurde nun aber der Schrankendienst bisher vorwiegend von Beamten ausgeführt, so ist jetzt die Verwaltung dazu übergegangen. diesen verantwortungsvollen Dienst lediglich als A r b e i t e r d i e n st zu bewerten und ha: deshalb einen großen Teil der sich bisher in, Deamtenverhälinis beiundencn Sebrankenwärter durch Aufkündigung de, Benmtenverhällnisses in da? Arbeiteroerhältnis zurückbefördert. wrdurcl, die Schrankenwärter wirtschaftlich schwer geschädigt wurden. Pflicht der Oefsentlichkeit muß es sein, an der Senkung der sie selbst bedroheichcn Betriebsgesahren mitzuwirken und dafür ein- «treten, daß jegliche U c b e r l a st u n g im Betriebsdienst der Eisenbahn durch unsoziale Ausdehnung der Dien st zeit unterbleibt. lokal«. Hier rollt sich das Nachtleben von Berlin ab." Auf, auf. also! TutGeldineuren Beutel und stürzt ins weltbekannte Nachtleben von Berlin WV/I Ja, so wird den Fremden Berlin gezeigt! Die Kaiser-Wilhdm-Geöächtniskirche. Bot, einem Pariser Kollegen dieser Führer durch die königliche Residenz- und Bergnügungsstadt Berlin erzählt man sich diese Gc- schichte: Es ist verboten, vor dem Hause des französischen Prä- fidenten, dem Elysee, längere Zeit mit dem Auto zu halten, man tut c? aber doch, un, eine weihevolle Erläuterung abzugeben. Letzthin aber hat ein Ilcwime äe garcle einen Führer dieserhalb zur Rede gestellt, worauf der Wagen sich trollte. Ein neugieriger Engländer ieagtc nach dem Grund der Unterredung: der gewandte Führer aber erklärte seinen Gästen:„Der Wachmann sagte mir, daß der Präsident Dvumergue lebhast bedauert, die Herren und Damen nicht persön- lich empfangen zu können, Ihnen allen aber sein« herzlichsten Grüße übermittelt.- Allgemeines Entzücken! Herr Snob blinzelt beglückt seiner Gattin zu. Weniger Witz und Verstand zeigte freilich letzthin ein Bcr- l i n e r Führer, der die ausländischen Gäste von der Tagung des Internationalen Arbeitsamtes durch Berlin im Auto spazieren führte. Bei der Kaiser-Wilhelm-Gedöchtniskirch« sagte er: „Hier sehen Si? die kaiser-lvilhelm-Gedächtnisklrche. erbaut und genannt zu Ehren Kaiser Wilhelms." Der Rcichsarbeiisminister Dr. B r a n n s, dem man wahrhaftig keine überschwänglichen irpiiblitanisch-deinolratischen Leidenschaften vorwerfen kann, warf hier dazwischen:„Ra. sagen Sie den Herrschaften doch wenigstens. daß die Kirche vor dem Kriege erbaut worden Ist. Sonst könnte man ja glauben, die Republik hotte das gemacht.- Der Führer, mit Herrn Brauns weder verwandt noch verschwägert, hielt den Nejchsarbcits- minister wohl für einen sozialdemokratischen Revo- l n.z z er und dachte deshalb nicht daran, seine lichtvollen Aus- snhrungen korrigieren zu müssen. « Ja, so wird den Fremden nurWilhelms Berlin gezeigt! Wann weichen si« dazu kommen, da» Berlin der Repu- b l i k, das Berlin d«s Schaffens und Borwärtsstrebens, zu sehen? Das Eisenbahnunglück in Scbonwalöe. Keine ernsten Berletzungen. Di« eiste Meldung von dem schweren Jugzusammcnstoß auf der Station Schönwalde der Reinickendorf. Lieben. walder Kleinbahn(Heidekrautbahn), die von schwere» Ber- letzungen einiger Fahrgäste sprach, hat sich glücklicherweise nicht b« st ä t i g t. In den vier umgestürzten Wagen befanden sich an- nähernd 30 Fahrgäste, von denen insgesamt 22 zu Schaden gc- lammen sind. 18 Personen konnten noch ärztlicher Behandlung und Anlegung von Notverbänden wieder entlassen wenden. Die an- deren vier trugen außer«inigen Hautabschürfungen leichte Gehirn- erschütterunge» davon. Ihr Befinden war aber nicht derart, daß sich ihre Ileberführunq in das Krankenhau» als notwendig erwies. Der Materialschaden wird als sehr erheblich geschildert. Der Packwagen des von Berlin kommenden Personenzuges, der von cefi!gen Zusammenprall mit umkippten und mit den Dächern aus der Chaussee lagen, wiesen ebenfalls schwere Beschädigungen auf.— Die Aufräumung-or besten dauerten mehrere Stunden. Am Nachmittag waren die Gle'se so- weit freigemacht, daß der Zugverkehr in beiden Richtungen wieder fahrplanmäßig dwchgesührt werde» konnte. Die Schuldsrogc konnie noch immer nicht einwondsrei ge- klärt werden. Mit cin'ger Sicherheit scheint aber schon setzt festzu- stehen, daß nicht der starke Nebel, sondern die zu frühe Freigabe des Gleises die Ursache des Unglücks sein durfte. Der Zugführer des Basdorser Zuges hatte im letzten Augenblick noch sämtliche Bremsen in Tätigkeit gesetzt, um das nahende Unheil zu verhüten. Er konnte jedoch seinen Niedcrungsland handelt, offenbar dem mageren Boden die fehlenden Dungstoffe zugeführt— man sieht Kartoffeln von jener Größe, di, mit dem bekannten Sprichwort in Verbindung stehen. Nun, der Bauer und der klein« Siedler haben heute durchweg acht- bore Kenntnisse in bezug auf die Fortschritte der Landwirtschaft. Die Blatter fallen... nicht so stürmisch wie in Tagen nach scharfem Nachtfrcht, sondern leise, majestätisch, als müde Seelen, deren einstige rauschende Pracht uns im Sommer erfreut hat. Aber schon sprießt die neue Saat auf den Feldern empor— Ende und Anfang jener uralten Arbeit auf dem Boden reichen sich die Hände. Ein Geschwiftcrpaar überfahren. Am Kü striner Platz wurde gestern nachmittag der acht- jährige Walter Räuchler aus der Müncheberger Straße 32. der mit seinem vierjährige» Bruder Albert an der Straßenkreuzung Küstriner Platz— Fruchtstraße Hand I» Hand über den Fahrdanun ging,»on einem Fuhrwerk überfahren. Walter R. kam so un- glücklich zu Fall, daß ein Rad über seinen Kopf hinwegging. Der Tod tratauf derStelle ein. Dem vierjährien Bruder wurde ein Beinzermal in t. Das schwerverletzte Kind wurde durch das Städtische Rettungsamt in bedenklichem Zustande in das Kranken- baus am Friedrichshain eingeliefert.— Au der Unfallstelle hatte sich in wenigen Minuten eine große Menschenmenge angesammelt, die gegen den Kutscher, dessen Schuld keineswegs festgestellt ist, eine bedrohliche Haltung einnahm. Die Polizei mußte einschreiten und die Ansammlung zerstreuen. Schukkampf und Elternbeiräte. Mit dem Kampf um das Schulgesetz ist der Kampf um die Schule noch nicht beendet. Die Gründung weltlicher Schulen wird weitere Anstrengungen und Kämpfe kosten. Da gilt es, sich mit dene besten Rüstzeug zu positiver Arbeit zu versehen. Unsere EUernbei-' räte, die in erster Linie berufen sind, diese Aufgaben zu erfüllen. müssen daher schon jetzt nicht nur für den Kamps, sondern auch für die zukünftige Aufbauarbeit geschult werden. Die Arbeiterbil- dungsschule hat deshalb für die In der Elternbeirotsbewegung tätigen und an Schul- und Erziehungsfrogcn interessierten Genossen und Genossinnen einen Kursus„Der Kampf um die Schule' em- gerichtet. An 1 6 A b e n d e n werden die Teilnehmer unter Leitung des Genossen Richard Schröter sich vertraut machen mit den, Reichsschulgesetz und mit dem Aufbau und den Aus- gaben der weltlichen Schule. Schulbesichtigung u o. werden den Teilnehmern Gelegenheit zu eingehender Behandlung aller Fragen geben. Der Kursus findet jeden Dienstag von 20 bis 2VA Uhr in der Sophienschul«, Weinmeisterstraße 16/17. Oitober, 19 a. Übt. S. Jtreis Webding. Genoffi» Clara Zobm, Schlich:„Dir Verfassung der deutschen NevuMif, unier besonderer Verstcksichtiaung der Stellung der ffrau." Jeden Dienstag in der„Vorwi!rts*.Spedition lltrechier Ecke Müllerstrabe.— 1<. streis NeukSll». Genosse Jak. iNarschack:..Die beuiige Wirischasispolitik des Sozia» lismus." Jeden Dienstag in der Miidchen.Mittelschule Neukölln, Donaustr. 20. — Genosse Richard Schröter:„Der stampf um die Schule." stiirsus fiir Eltern- beiröte, gebe» Dienstag In der Schule Wcinmeisterstr. 10/17.— Genosse Dr. iur. Dalpert:„Rechtsfragen." sturfus sllr Schösse» unb Beisitzer. Jeden Dienstag im Schulsaal des Gemeinde» und Staatsarbeiterverdandes, Berlin N, Iohannisstr. 14/15.— Donnerstag, 27. vktober, 1914 Uhr. 7. Kreis Charlotten» durg. Genosse Dr. Hertneck:„Berkassungskunde." Irden Donnerstag im Jugendheim Charlottendurg, Rossnenstr. 4. -» Reben den Kursen, hie der politischen, wlrtschastlichen und kulturellen Schulung unserer Genossen dienen, hat die Schule diescsmal auch einen Kursus eingeridstet, der Rechtsfrage» behandelt. Kenntnis in diesen fragen zu per- mittein ist um so mehr nötig, als die Arbeiter, unser« Genossen, heute nicht mehr nur Dbjeli, sondern auch«ubjelt der Rechtspflege sind, b. h., bei der Ausübung der Rechtepflege mitwirken, wenn auch leider nur in geringem Maße als Sd>öffcn und Iugcndgerichtsbeisitzer. Rechtsanwalt Dr. Holpert spricht an zehn Abenden, jeden Dienstag, über das Etrafrecht. Der Kursus findet 19>i Uhr in her Schule des Staats, und Gemeindearbeiteroerbandes, Iohannisstr. 14/15, statt. Anmeldungen werden dort entgegengenommen. Das Sörgeld beträgt für den Kursus 2 M. Beginn des Kursus: Dienstgg,?!!. Dk» lober, 20 Uhr._ Skelettfund in Köpenick. Ein Skeletifund wurd« gestern nächmittaq wieder der Krimmal- polizei geyieldet. Ein Gelände in der Nähe der Köpenicker G a s a n st a l t, das früher mit Kiesern bestanden war, wird setzt zur Bebauung hergerichtet. Bei der Aushebung des Sandbodens fanden die Arbeiter in einer Tiefe von 1% Metern dos fast voll- ständige Skelett eines Menschen. Als man es bloßlegte und heraushob, fiel es auseinander. Es fehlen nur die Fußknochen. Reste von Kleidungsstücken, Knöpfe, Schnallen oder dergleichen, wurden nicht entdeckt. Das Skelett, das von Baumwurzeln durch- wachsen war, muß schon sehr lange in der Erde gelegen haben, all« Knochen sind ganz braun und nwrsch. Irgend eine Berletzung konnte weder am Schädel noch sonst festgestellt werden. Der Gcrichtsarzt Prof. Dr. Strauch wird den beschlagnahmten Fund noch weiter untersuchen._ Die S tadtverordnekenverfammlung hat in dieser Woche ihre Sitzung am Donnerstag um 16% Uhr. Auf der Tagesordnung steht an erster Stelle die Fortsetzung der Beratung des von den Deutschnationalen eingebrachten Mißtrauensantrages gegen Ober- bürgermeister Böß. Zirkus Kapitän Alfred Schneider ist mit seinen hundert Löwen und dem ganzen Unternehmen von der Kaiseralle»� noch der Prinzenallee, E ckn-'S old i n« r Straße, umgezogen, wo er in einem geheizten Holzbau jetzt Vorstellungen gibt. Hundert Löwen sind ja ohne weiteres überall, wo sie austauchen, Tages- gespröch. Doch ist bei dieser Löwengrupp« nicht allein die Masse interessanl; denn man hat in ihr stark ausgeprägt« Individlialitäten. Da ist z. B der Filmlöwe„Zar", der Hauptdarsteller in allen John Hagenbeckschcn Sensationssilmen. Dieses Tier hat nicht mir das Raubtierungehsucr verkörpert, sondern tatsächlich unter Sln- leitung seines Dompteurs Schneider schauspielerisches Können ent- faltet. Doch der Film wirkte ungünstig auf Zar's Eharakier, der Schauspielerlöwe wurde sehr ungemütlich und schließlich zog er sich von seiner Küiistlerlaufbahii zurück und führt jetzt als Zuchtlöwe das Leben eines recht glücklicken Familienvaters. Sehr interessant ist auch das ällest« Tier der Gruppe, eine 18jährige Löwin, die zwar aus einem Auge erblindete._ Die Löwin arbeitet jetzt nur noch sozusagen als preisgekrönte Statistin und kommt täglich in die Manege. Der Besitzer der Löwen, der in den 23 Iahren seiner Domptcurtätigkeit reiche Erfah-rungen sammelte, achtet vor allen Dingen darauf, daß seine Tiere Bewegung haben und das hohe Alter, das seine Schutzbesohlenen erreichen, stellt seiner Tierhaltung ein gutes Zeugnis aus. In der Freiheit werden Löwea wohl kaum so alt wie in der Gesangenschaft, weil sie bei zunehmendem Alter sich nicht genügend Futter verschaffen können. Lezirksbltbungsausschuß Groß-Berlin. Nächste Tbcateivoistellinia mn Sonntag, dem 6. November, nnchmiltagö 3 Uhr, im Stanllichen Sebillci- theatcr Cbarloltenburg. Zur Aufsührulig gelangt»Amphitryoii", Lustipiel von Heinrich von.gleist. Karten zum Preise»on 1,20 Marl find in den belamitcn Vcrkaussstcllen und im Bureau des BezirlsbildungSausschusseS, Lindcnstr. 3, 2. Hos II. Zimmer 8, zu baben.— Sternwarte-Treptow: Karlen zum Vorzugspreis von 60 Psennig sür alle Plätze sgüitig fiir einen beliebigen Vortrag oder Film) sind im Bureau des BezirlSbildungsaus- schusseS zu haben. wohin Sonntag»? Unter diesem Motto veranstaltet das Dezirlsamt Sckiöiie- berg im Okiober, November und Dezember folgende Führungen und Vesiazti- gungen:„In die ichöne Marl" 3 Wanderungen am 23. Lkiober,, 13 und 27. November.—„Eine Wanderung unter dem Ttraßenpslastcr' am 27. November.—-.Eine Führung durch daS ReichstagSgcbäude"ant 6. November und etile Voriübrung im Planetarium am 4. Dezember.— Nnfierdem werden jeden Sonntag„Führungen zu den vergessenen Winkeln d.cS älteslen Berlin" ueran- stattet. Näbcrcs wird stets einige Tage vorher in der Presse bekannl- gegeben. Man beachte die Anschlagsäulen. Telephonische Äuskunst: Rhein- galt 810, Leitung 9. Bühncnschau'uracn in lllchlerseide. Um in den westlichen Vororten sür Arbeitersportbewegung. zu werben, findet Sonntag nachmittag in Lichtersclde-West, Zehlendorfer Str. 3., ei» B ü imi e n s ch a u- turnen stall........." Beginn 17 Uhr. Eintritt 30 Pf. Anschiicßend gemütliches Beisammensein. AreirellglSs« Gemeinde Sonntag vorm. 11 Uhr, Pappelallec 15, Vortrag de» Herrn Dr. H. Hasse: Raum sür alle hat die Erde. Harmoniuirz: Andante aus der H-Moll-Sinsonie(Schubert).(Sä'ic willkommen. vlc Zuristische Sprechstunde sindel vom Montag, dem 24.. bis einschl. Freitag, dem 28. d. 211., täglich nur von 4— 6 Uhr statt. Spo?t. Die Union im Sporlpalasl! Ein gut besuchtes Haus konnte die Ortsgruppe Berlin der Deutschen Radsahrer-Union aip Freitag mustern! Das große Programm— Austrag der Bahnmeistcrschcist von Berlin, zwei 3V-Runden-Puntte-Fahren und schließlich ein Z-Stunden- Mannschaftsrennen— wurde flott abgewickelt. Die Bahn-- Meisterschaft holte sich ganz sicher K ä b c r(BRC. Semper 1923), während die beiden 3 V- R u n d e n- P u n k t e- F a h r e ii einmal von Laue(VRE. Semper 1925) und ein andermal von Lehmann(RBC.to 1912) gewonnen wurden. Gegen 9 Uhr ging dann der Start zum 3-Stunden-Rennen vor sich. Lebhafte Jagden und Vorstöße zeichneten dieses lange Rennen angenehm aus, so daß die Sportgemeinde wirklich nicht zu kurz kam. Die Sllberto-Leute H. Buse— M. Franke dominierten in dieser Slngelegenheit ganz hervorragend. Den zweiten Platz be- legten die nicht minder guten F. Schimming— K. Küber vom RBE. Semper 1923. In drei Stunden wurden 117 600 Kilometer bedeckt. Rennen zu Strausberg am Sonnabend, dem 22. Oktober. 1. R e n n e n. 1. Florida IKukuIies), 2. Bommerlund(Ackermann), 3. Svanabtld(Torfe). Toto: 28: 10. Platz: 18. 80, 90: 10. Feiner liefen: Brünne, Panne, FantaSca. Ocker, Blitzlicht, Norge, Fairtz. 2. Rennen.!. Fcnermal sLewickil, 2 Peer Ktznt sMenzs. Z..THeano (Schnitzer!. Toto: 100:10. P>atz: 23, IL. 23:10. Ferner liciep; Ardo- ritin, Filanda, Hllnenberg, Treuherz, Vatid, Mirabelle, Baitin, Er kann nicht.'.', 3. Nenne n. 1. Abteilung, t. sNeotgirittcr(Dreißig), 2. Ottsgebc kWenztss). 3. ProNamalion ssSrablch). Toto: 393: 10. Piaiz: 42, 14, 16; 10. Ferner liefen: Gechel, Rivalin, San Marco, Lanz, Hani:ar, KricgZgePinnler. — 2. Ableitung. 1. Maisnbrt(Müllers. 2. Cilh'(Schönflschs, 3 Mmlza sJcntzich). Toto: 20:10. Platz: 14. 24. 19:10. Ferner liesen: Trier, Semeie, McrcuriuS, Ejcu, Belisar, Leonarda, Valant. 4. R e n n en. 1. ThaleS(KohaMel), 2. Franzia(Kohls, 3. Durst iHeuers. Toto: 34:10. Platz: 16, 27. 25: 10. Ferner Uesen: Mccao, Mansbach, Falkner, Die Treue. Schwälbchcn, Arndt, Severa. 5. Zl e n ii e n. 1. Barfuß(Schnitzers, 2.-HuSdent(Biebig), 3. Phyllls (p. Götzs. Toto: 82: 10. Platz: 16. 16. 12: 10. Ferner liefen: Thalysta, Traumliese, Harzreise, Florefian. Heldrailein, Laurin. 6. Rennen, l. Quo vadis(v. Borcke), 2. Iilderim(Schüllers, 3. Laokoon< Walter Heuers. Toto: 32: 10. Platz: 17, 23, 66: 10. Ferner liescn: Fünl Uhr, Sturmnacht. Karrara, Hcliadc, Eherrh Brandy, Marke- lenderin, Lichtstrahl, Wetterscheide, Cäsar II, Parsisal. 7. Nennen. 1. Allradio(Hugueninl, 2. Mondnacht(Ludwig), 3. Oda ig(Zachmaim). Toto: 24: 10. Platz: 15. 25. 28: lO. Ferner liefen: Ping Pang. Piasli. Aase, Heiliger Narr, Sweet Hcart, Kronprinz, Escorial, Hamimnn, Elotbilde. Bettfedern anertanat bllllg und reell. Psd grau NI Bf..geschl S0Ps.. Rupf l 75. HaibdauneZ.75,4, weih DOllbaunigf 5, Daune 4. 7. weih 9—10, Schleihdaune 3.50—5. Oberhett la bldiles (Inlett 8 Psb schw. 1Z. l«. Kissen Z P'b. 5 50 5 50 au w.gkgen Nachn. Muster. sssreisl. frei. kein Risiko Richipassend zurück. 6öhm. ketlledernspesialliaus Sachsel& Stadler, Berlin<5 12, sianbebeeger Sir 43. HaMcnssö�e�DamptteiBiBuna- t a 1 1» /?• Egftaan�eiiofcl epps�ie Cloe Millfppt&fö Mw/m- and Tfididuken mit Fehlem DeaÄ TeüBidtos i wr Leffs »ÄW«. u Esnil @f@vre «. m. 0. UU Berlins Seit 1882 Mar eraiteir. 158 Hilf Min iieice fllitai! temaWlaileiloi. Bbendland und Mvrgenlcind Wie rffe ITlenscften In den Iroplschen Ländern per* schieden sind von uns, die wir Im mühlgen Klima leben, so sind es auch die Pflanzen. Die Cropen* pflanzen enthalten viellach 6lftslo!fe als Schuh vor zu schnellem Verfall oder Verderb. So auch der Kaffeestrauch(coffea arabica). Kein VierfQfjler, kein Reptil, kein Vogel beröhrt die sflfje Frucht der herrlich rot aussehenden Kaffeekirsche. Der mensch brach den Totenzauber, der Uber dem Kaffeestrauch lag. Die Cropensonne des morgen* landes sorgte för die notwendige Busscheidung des von der Tierwelt so sehr gemiedenen Coffeins. Das Bbendland mit seinem kälteren Klima griff begierig zu dem helhen. aromatischen Getränk. ohne zunächst den geringeren Stoffwechsel unseres sonnenarmen Landes zu bedenken. Crst der Kaffee ßag In Bremen blieb es oorbe* halten, den Kaffee so herzurichten, dah er sich für unser Klima eignet. Der ccffelnfreie Kaffee ßag Ist das Ergebnis hochwertiger Plantagenzucht und iile Köstlichkeit seines Bromas ist unübertroffen. |p Kaffee ßag schont üi ßerz und Nerven WERTHEIM Extra-preise l-viprlgei- Sti'.(Vv5sana»�dt.) i�önlssti-. k�ossnikslei- St»-. Moritzplatz Hontag, Dienstag, Mittwoch Soweit Vorrat Damen- Mäntel reinw. Velours de laine, Pelzkrag. u. Mansch., Gr. 40-48 Damen- Mantel reinwoll. Flausch, jugendliche Form, reiche Pelzimitat Sportkleid reinwollen. Rtpo. Plisseerock, Bus- Stepperei. 42 bis 46 Wollfrikot- kleid reich gesteppter Faltenrock, Cripe de Chine- Apphk t. Jumper, 42-48 tfr» eSi. I s65- VHpßkhi Divandecken Gardinen Kelimart 1053., C1S m. Franse iL CamihjPO. HaitworhangS.65 W�e�39.�Bendecke9�, Srwif&WvWftäSmM* waajMvVwtSEr, Verkauf nur C2. Spandauer Str. 32,\ Perisran-Tepoiche reine Woli? mir Handfranse, qerreue Kopien von orienf-Teooicnen 836" 859" äl19S03irs»�3Z- Mesched-Tep piche"Z™* Persermusfarausbesrem reinen Wollgarn mii Handfranse la Tournay-! Velour-Teppiche ss M isMM �«M «181: KW! Möbel ca. 2000 qm Ausstellungsräume| Ratenzahlung bis zu 2 Jahren ohne besondere Aufschläge oder Zinsen- .berechnung. Wir unterhalten ein jedem.| Geschmack Rechnung tragendes Lager' in handwerksmäßig hergestellten Speisezimmern Küdien. Klub- Herrenzimmern garnl~en.Elnzel Sdilafzlmmern möbejn Jeder Ar;| Möbel- Spezialhaus Berlin S 14, WallslrnBe 76.79. I.— a. Etage Untergrundbahn: Station Inselbröcke, Straßenb. | InselbrOcke. Stadtbahn: Bahnh. JannowitabrOcke Hadtclegaatn lugcndlfch fesches Nactimitta�kleid Wollkleid | aus best« m Crepe de Chine mit langen Aermeln. ' Das Kleid In seiner herrücken Linienführung 1 mit der modernen Bogcnstickcrel, der fein pUssierfen Crepe Georgetlc-Wesle, dem neuen Kragen mit Sckalbündern usw. ist von so besonderer 5ck6nhe!L da& jede Dame | von ihm entzückt sein wird. i In allen modernen Farben, I auch In den allergröbten 1 Welten nur aus reinwollenem Charmelalne mit plissierter Crepe Georgetie-Weste. Crepe Georgette-Kragen und-Manschetten. Das zu beiden Selten des Rodces und in der Mitte mit eingelegten Falten versehene Kleid Ist dank seiner vorzüglichen Verarbeitung streng modern und schlankmachend. in allen modernen Farben, auch In den gröbten Welten nur Konigstr* 55-<26 I.StocK dos SiBeziallaavss Ciar groOe Weifen verfagt aber eine ungeheure Auiwahl In miftnteln. Kleidern usw. in jeder Ausfahrung und jeder Preisloge. In Gröben, die 5ie vergeblich suchen. In Sdinlffen. die von Ions jährig erprobten Fochleuten ousgcführf, es ouefa der stärksten Dome ermöglichen, sich elegont noch der neuesten Mode zu kleiden. StricKKleider Hoci>«i«t..tcr Pu 1 1 o ve r Reinwolli prima Zephir- Material in den | neuesten und schönsten Dessins. z.T. m. Seide durchwirkt. In ele- | gant�usföhr. u. riesig. Ausw�nur Hocfa eleganter fforgenrodi ans ganz vorzügllckem. in den sckönsien und modernsten Mustern bedrucktem Satin, wann. auf elegantem Stepp- (utter gearbeitet, dezent vornehme und zweckentsprechende Ausführung(Taschen, Gürtel usw.). deren Schmuck In der reichen Stepparbelt m_ liegt. Auch In den aller- JUL FQ grölten Weiten nur\s> für Damen, aus prima reiner Wolle m. Kunstseide durchwirkt, in den modernsten u. schönsten Dessins, in riesiger Auswahl nur Das Allerneueste sind Regcnmanleli aus Imitiertem SälUiSdll0(i€21�.1 sickerer Schutz vor Wind und Wetter und besonders für die rauhe Jahreszelt geeignet. In elegantcsterAusführung mit Gürtel, Taschen etc In 15 modernen Farben und in allen Gröben (auch für die stfirkstc Dame) vorrStlg nur tfifac V-' Der iDröerae Mantel der Saison PM 01101« Wickelform, mit grobem Seal- Electric- Schalkragen(bis zum Saum herunterrelchend). Pelz- mansckelten usw. kostet in seriös geschmackvoller Ausführung, ganz auf Crtpe de Chine mit Zwischenfutter, in blau, schwarz u. farbig »;'Vv' vi. Strenjj moderne Herbstiiostünie aus vorzüglichen reinwollenen, englischen Charakter tragenden Stoffen In neuesten karierten Dessins. Die Jacke ist auf Seide gefüttert, hat einen wundervollen Pelzkragen aus Rlngtall- Blsamln. Hockelegante Varar- beltung(zweireihig, Taschen, breite Quetschfalte Im Rücken sowie aufgesetzter Gürtel). Der Rock Ist an den Selten mit je einer eingelegten. nach unten ausspringenden Falte gearbeitet auch in den gröbtea Welten I�'JÜf-Jllttdertag der Ihnen in M&dthen-M&nicln,'Kleidern, Knaben- Anzügen usw. sieis Außer gexvöhnlidics bietet j nur m aus prima Velours de laine mit wundervollem bis zum Saum herunterrelckendem Pelz- Schalkragen und Pelzmasscketten aus prima Wolfinette. Der ganz auf elegantem Putler gearbeitete Mantel kostet In allen modernen Farben, selbstrerstündlldi auch blau u. schwarz nur 59 a Nr.S»i»»».?a>>rga«» 2» �O8!it)OCt0«onntng, 43. 1»t7 völkisches Bubenstück im Reichstag. Hilfsmaßnahmen für 46 VOO notleidende Saarbewohuer vereitelt. Auf der weiteren Tagesordnung der gestrigen Reichstags- tz u n g stand die erste Beratung einer Abrede zwischen der deut- schen Regierung und der Regierungskommisston des Saar- gebiets über Angelegenheiten der Sozialversicherung des Saargebiets. Der Aeltestenrat hatte die debattelose Annahme vorgeschlagen. Abg. Slöhr(Rat.-Soz.) verlangt Jedoch die Zulassung einer Aussprache. Die Mehrheit erklärt stch schließlich damit einverstanden. Abg. Slöhr(Nat.-Soz.) kritisiert die Vorlage und erklärt, die Versicherten im Saargebiet würden dadurch ungerecht benachteiligt gegenüber den Versicherten im übrigen Reiche. Die Abgg. Janschek(Soz.) und hofmann-Ludwlgshafen(Z.) er- Nären, hier seien nicht lange Reden notwendig, sondern schnelle ch! l f e sür die Deutschen des Saargebiets durch Annahme der Vorlage. Abg. Rädel(Komm.) erklärt, die Kommunisten würden sich der Stimme enthalten. Die Vorlage wird in er st er und zweiter Beratung angenommen. Vis völkischen verhindern die Verabschiedung. Der dritten Beratung wird von dem Abg. Slöhr(Nat.-Soz.) widersprochen. Dieser Widerspruch, durch den die Annahme der Vorlage vor der vierwöchigen Sißungspaus« unmöglich gemacht wird. gibt Anlaß zu Entrüstungskundgebungen. Präs. Lobe: Mir wird soeben von einem Regienmgsvertreter mitgeteilt. daß die Sozialrentner des Saargebiets bis zum Januar aus die Erhöhung ihrer Bezüge warten müßten, wenn die Vorlage heute nicht angenommen wird. Ich weiß nicht, Herr Abg. Stöhr, ob Sie es oerant- warten können, durch Ausrechterhaltung Ihres Widerspruches diese Wirkung sür die notleidenden Sozialrentner zu erzielen. Abg. Slöhr: Sie können ja am Montag die dritte Beratung vornehmen. Ich halte meinen Widerspruch aufrecht. (Entrüstungskundgebungen.) Präs. Löbe: Gegen diesen Widerspruch können wir die Vorlage nicht annehmen. Ich muß aber bekennen: Es ist in der Geschichte dieses Hauses noch nicht vorgekommen. daß jemand ohne jeden Grund die Verabschiedung einer Vorlage vereitelt, die sür viele lausend Sozialrentner von so großer Bedeutung ist. Ohne jeden Grund, denn alles, was ein Abgeordneter sagen und erreichen will, kann er heute noch in der dritten Lesung erreichen. Wir haben vollkommen Zeit dazu.(Lebhafte Zustimmung.) Dem Wunsche des Abg. Stöhr noch Zulassung einer Aussprache ist statt- gegeben worden. Es ist unerhört in der Geschichte des Reichstags, daß durch«inen derartigen Widerspruch ein solches Gesetz vereitelt wird. Abg. Stöcker(Komm.): Das Arbeitsministerwm ist nicht ganz unschuldig an der Sache. Es hat den Reichstag viel zu spät unterrichtet. Präs. Löbe: Jetzt wird aber künstlich der Verabschiedung ein Hindernis in den Weg gelegt durch den Widerspruch des Abg. Stöhr. Ich kann nichts dagegen tun, wenn aus diese Weise die 46 000 Sozialrentner des Saargebiets geschädigt werden; ich kann nur die Oessenllichkeil als Zeugeu dafür anrufen. Abg. Koch-Weser(Dem.): Ich will nur feststellen, daß die über- aus große Mehrheit des Hauses es als einen unerhörten Miß- brauch der Rechte einer kleinen Minderheit ansieht, wenn das Recht zum Einspruch dazu benutzt wird, die Interessen der Vevölke- rung zu schädigen. Wir verurteilen dieses Lorgehen aus das schärfste. Abg. Leicht(Bayr. Vp.) betont, es sei ein Trauerspiel, das von einer verschwindend kleinen Minderheit des Reichstage hier aufgeführt werde. Den Schaden hätten die armen Saarleute zu tragen.' Abg. Dr. kahl(D. Vp.) verweist auf eine Bestimmung, wonach in außergewöhnlichen Fällen der Reichstag von der Gefchästsord- nung abweichen könne. Abg. Gras Westarp(Dnat.) schlägt vor, dem Abg. Stöhr eine weitere Stunde Redezeit zu bewilligen, wenn er seinen Widerspruch gegen die dritte Lesung zurückziehe. Abg. Stöhr(Rat.-Soz.) hält unter großer Erregung des Hauses trotzdem an seinem Widerspruch fest. Auch gegen den Vorschlag des Abg. Kahl erheben die Rational- sozialisten Einspruch. Damit ist diese Angelegenheit erledigt. Die dritte Lesung kann aicht ersolgen. Das Haus vertagt stch. Der Präsident schlägt vor, die nächst« Dollsitzung am 22. November abzuhalten. Die Völkischen, Kommunisten, Nationalsozialisten und Sozialdemokraten beantragen, die nächste Sitzung am nächsten Montag abzuhalten. Abg. Wels begründet den sozialdemokrati. schen Antrag unter Hinweis auf die Notwendigkeit, die fozialdemo- kratische Jntervellation über die Wirtschaftslage so schnell wie möglich zu besprechen und legt heftig Verwahrung gegen die Me- thoden der Vürgerblockparteien ein, im letzten Äugenblick das Parla- ment auszuschallen. Dieser Antrag wird nach l�haster Geschäftsordnungsdebatte abgelehnt. Zum Schluß der Sitzung macht der Präsident noch Mitteilung von dem plötzlichen Ableben des Abg. Wormit(Dnat.), der in Ost- preußen gewahll war. Schluß li'A Uhr. ■inftobirngai sür diese R-brlt stnd CO Ct. etntasfttabe i. parteinachrkchten für Groß-Serlin flei» an da, Beztrirsetrelarta». t. Hos, e Trep. recht»,»n richte» t. JUd, atitte. Dienstag, 25. Oktober, WH Übt im Zimmer des Bezirk». verordneten Vorstehers, RIostetsU. 6S, Sitzung der Stadt, und Bezirlsver» . ordneten. 2. Rrei» Tiergarten. Montag. 24. Oktober, 20 Uhr, bei Rrüger, Putlitzstr. 10, erweitert««reisoorstandssitzung. Achtung! Um 19 Uhr ebendort Sitzung der Selchüftaleitung. 2. Rrei» Tiergarten. Achtung! Mitglieder der ,., KL, 11., 12., 13. Ah. trilnug: Mittwoch, 28. Oktober, 19H Uhr, in den Arminiushallen, Bremer Strotz«, Reeismltgllederoersommlnng. Vortrag:„Die Stellung der Sozialdemokratie zum Wohnungsbau und zum Eiedlungswcsen*. Referent Landgerichtsrat Ernst Rüben. Di« Bbteilungsversammlungcn der genannten Abteilungen fallen au». All« Mitglieder stnd ver- pflichtet, die gemeinsame Mitgliederversaimnlung bestimmt zu besuchen. 1 p t— h i i' l: e- r l=f � 1-1� t M M I I Freie Schnlgemeinde Friedrich« Hai»<35. Abteilung). Meldestellen für die im Biehhofoiertel zu errichtende weltlich« Dopoelschul« bcsinden stch bei: Richard Rinilein, Gabelsbergerstr. 8. Fritz Ellert, Mirbachstr. 54. Adolf Biertcl, Echreinerftr. SS. Martha Schwersens, Pettenkoferstr. 28. Willi Riiseler, Rlgaer Str. SS. Albert Ulrich, Frankfurter Allee 2S7. Paul Fischer, Rigaer Str. 83. Reinhold Bauman». Frankfurter Allee 297. Paul Hanke, Echreinerftr. 18, Loden. Alle Mitglieder und Freund« der weit- lichen Schulbewegung werden dringend gebeten, ihr« schulpflichtigen Rinder bei den obengenannten Stellen zur Anmeldung zu bringen. tz. Rrei» Friedrickehain. Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr. Eomenius-Söle, Memeler Str.«7, Sitzung des engeren Rreisoorstande, mit den Abteilungs. leiter n und Frauenleiterinncn. 7. Rrei»«horlottenburg. Dienstag, 25. Oktober, 19H Uhr, im Zimmer 1 de, Rathauses, erweiterte Rreisoorstandssttzung.— Heute, Sonntag, 23. Oktober, Filmoorführuna im Deutschen Rronlcnkossenhaus, Berliner Stratze 137. Beginn 17H Uhr. Rarteu sind noch bei den Abteilungs- Bildungsoblcuten zu haben. g. Rrei» Wi'm-rsdors. Montag, 24. Oktober. 20 Uhr. bei Rroih«, Holsteinlsch» Strotz- 80, Sitzung de» erweiterten Rreisvorstonde». Erscketnen ist Pflicht, insbesondere mUffen unbedingt die Frauenletterinnen erscheinen. 11. Rrei» Schöneberg. Friedenau. Der Vortrag de» Genossen Studienrat Erwin Marquardt findet bestimmt«m-Montag, 24. Oktober, 20 Uhr, bei Will, Martin.Lucher.Etr. 89, statt. Thema:„Die Programm« der sozio. listischen Parteien,. 12. Rrei, Steglitz. Montag, 24. Oktober, 1»H Uhr, im Rathall«, Frakttong. sstzung.(Etatsberatung.) 13. Rrei, Tempclhos. Der Bsla-Reinihabend„D,, proletarisch« Lied� findet am Sonnabend, 2». Oktober, Im Festsaal de« Realgymnasium» Raiserin. Augusta-Stratze. statt. Mitwirkend« find neben dem Romponisten B«Ia Reinitz, die Opernsüngerin Sedda Grob und Opernsänger Fritz Lunzer. Eintritt 1 M. mit Programm und Texchuch.— Montag, 24. Oktober, WH Uhr pünktlich, bei Niendorf, Martendorf, Ehanfseestr. 19, Rrei«vor. 15. Rrei»'1 Zttpita. Dienstag, 25. Oktober, I9H Ubr, In vberschöneweide bei Imberg, Wilhelminenhofstr, 34, Rrei-delegiertenoersammwng. Bor- trag:„Wie lange noch Bürgerblock?" Referent Hans Bogel, M.». R. Porteiongelegenheiten. Auch nicht delegierte Stnossen haben gutritt. Die 103. Abteilung übernimmt die Saalkontrolle. 18. Rrei» Eöpeniik. Montag, 24. Oktober, 19H Uhr, in Döpenick, Schlotzftr. 27, Ärcisvorftandssitzung. Wegen wichtiger Informationen für die W-rbewoch« wird um vollzähliges Erscheinen sämtlicher Abteilungsleiter ersucht, II. Rrei» Paulow. Monioo, 24. Oktober, 1SH Uhr, Fraktionssttzung mit den Bürg-rdepuii-rlen Im Rathau» Pankow, Zimmer 17. Laut Beschlutz de» Rreisbildungsausschusse» beginnt der Rursu» über:„Probleme der Welt. wirlschaff, Leiter Dr. Gregor Bienstock, am Montag, 24. Oktober, WH Uhr, im Jugendheim, Rissingenstratze. Zahlreiche»et-iligung aller Genossinnen und Genossen au» dem Rrei» dringend erwünscht. 2«. Rrei»«-inlck-nd-rs. Mittwoch. 28. Oktober, in den Hnberw-Ml-n, Provinzstratze, Proletarischer Liederebend. unter Mitwirkung de, Velo. Reinltz.Ensemble». All- Genossinnen und Genossen, Eympathlfierende und „VorwSrts".Leser find heylichst eingeladen. Eintritt 50 Pf. Raiten find bei den Funktionären erhältlich. Heute. Sonntag. 23. Oktober: 33. Abt. Verschieden- B-zirksführer haben bisher da» Material noch nicht vom Genossen Paul B-y, Gotzlerstr. l, abgeholt. Dasselbe ist unbedingt heute vormittag dortselbst abzuholen..... 48.«bt. Die Genossen werden ersucht, umgehend dl« Bücher de« Bücher- kreises abzuholen. Rarten zum 6. November find noch zu hoben. 4S. Abt. HerbstnerguLgcn im„Alexandriner�, Alexandrinenstraße, Mit- wirkende: Arbeiter-Gefangverein„Solidarität", artistische Vorführungen. Alle Genossinnen und Genossen, Freunde und Eympathlfierende find freundlichst eingeladen. Morgen. Montag. 24. Oktober: 4. Abt. 19H Uhr autzerordentllche Funktianärsttznng bei Brandl», Stralauer Strotze 10. 7. Abt. WH Uhr bei Bärwalde. Echlegelstr. s, Funkttonärfitzung. 24. Abt. Die Funkttonärfitzung fällt aus. 29. Abt. 20 Uhr bei Burg, Prenzlauer Alle« 1S9, wichtige Funkt ionärfitzung. Alle Bezirksfllhrcr müssen unbedingt erscheinen. 45. Abt. 19 Uhr im Lokal Penski, Ralibor». Eck« Wiener Stratze, Funktionär- oersammlung. Vortrag:„Handelspolitik in der Republik". Referent Dr. von llngern-Sternbcrg, Alle Funktionäre werden gebeten, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. 87. bi» 73. Abt. Wilmeredors-Schmargeuders. Achtung! Siehe Rreisnach. richten. 116.«bt. Lichtenberg. WH Uhr bei Morr, Reue Bahnhofstr. 25, Funktionär- fitzung. Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. Dienstag, 25. Oktober: 8. Abt. 20 Uhr wichtige Funktionärsstznng bei Doirvhlaw, Swttmnlinder Stratze 11. 18. Abt. IsH Uhr bei Rrüger, Hussitenstratze, Ecke Scherinastratze, Mit» gliederversammlung. Bortrag des Genossen Stadtrat Ruitsch. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Gäste und Borwätsleser stnd willkommen. S5. Abt. Tempelhos. 20 Uhr bei Pinger, Dorfstr. 50, Mitgliederversammlung. Bortrag des Genossen Stadtverordneten Hermann Lempert. Alle Mitglieder müssen erscheinen. Mittwoch, 2S. Oktober: f Bezirkssithrer laden ein. 34. Abt. W Uhr Mitgliederversammlung in den Eomeniussälen, Memeler Straße 87, Bortrag:„BUraerblock und Sozialdemokratie". Referent Dr. Julius Moses, M. d. R. Gäste haben gutritt. Die Bezirksführer werden gebeten, bestimmt einzuladen. SS. Abt. 19H Uhr Werbeoer sammlung in Schmidt» Gesrllschastsdau», Frucht» stratzr SSa. Die Byirksführrr laden dazu«in. Eympathlfierende und Gäste willkommen. Filmvorführung: Aus der Wafirnschmiede der SPD. 138. Abt. Reinickendorf. Ost. Die Mitgliederversammlung am 28. Oktober fällt au» und findet dafür am Mittwoch, 2. November, statt. Me Mit- glieder besuchen am 28. Oktober den Proletarischen Liederabend. • 43.«bt Achtung! Die Mitgliederversammlung mutz umständehalber von Mittwoch, 28. Oktober,»ns D»n»er»tag, 27. Oktober, bei Rabe. Ficht«. strotz« 29, verschoben werden. Bortrag:„Wirtschaft und Politik". Referent Erich Ruttner, M. d. L. Ii. Abt. Reuköll». Achtung, Ubtrilnngefunktionärel Sofort alle Genossinnen und Genossen einladen znr Adteilungsvcrsammlung Mittwoch, 28. Oktober, pünktlich 20 Uhr, bei Rlein, Wildrnbruchstr. 15, Sek RSIlnisches Ufer. Genosse Heilmann, M. d. L„ spricht über:„Wahlparolen und Wahlziel«." Bezirksausschuß für ArbeNerwohlfahrt und Sinderschuh: 2» Rrei» Tiergarten. Dienstag, 25. Oktober, ISH Uhr, Gchnwnaetursu« im Bezirksamt Rlapstockstt. St Thema:„Anstaltspslege." Referenten Genossin Stadträtin Clara Wey!. 5. Rrei» Friedrichshain. Dienstag, 25. Oktober, ISH Uhr, Tchnlnnaeknrsu« bei Rostn, Gubener Str. 19. Thema:„Da« neue Gesetz über Arbettsver- mtttlung und Arbcitslofenverfichernng". Reserentin Gertrud Hanna, 8. Rrei» Rreuzberq. Dienstag, 25. Oktober, 19H Uhr pü»ltlich im Bezirks. amt, Zimmer»7, Ausschutzsttzung. Alle Ausschutzmttglteber und alle Ad. teilungen müssen unbedingt vertreten sein. 7. Rrei» Eharlottenburg. Freitag, 28. Oktober, 1IH Uhr, im Rathaus, Ber. Itner Ettatze, Sitzung der in der Wohljahrtspfl-g- tätigen Genossinnen und Genossen. U.�a. Referat der� Genossin Eeyger über:„Das Jugend» . pünttltch, Rreissitzung. Wohlfahrtspflege". Res«. renttn"Genossin Dr. Hellinger. 18. Rrei» Eöpeaick. Montag, 24. Oktober, 19 Uhr,«chnlnngrknrsu» im Stadt- verordnetensstzungssaal des Rathauses ELpenick. Thema:„Erholung». fürforge". Referent Genosse Stadtarzt Dr. Röder. 17. Rrei» Lichtenberg. Baäoersammwng am Donnerstag, 27. Ol. tvber, 20 Uhr, pünktlich im Rathau, Lichtenberg, Borttag:„Das Ar. beitslosenversscherunqsgesetz". Referent Genosse Franz Epliedt. Es ist Pflicht aller in dar Wohlfahrtspflege tätigen Genossinneu und Ge- nassen, unbedingt zu erscheinen. Zu den Schulungskursen und Vortragsabenden sind alle interessierten Genossinnen und Genossen herzlichst eingeladen! Arauen-Sreisveraustaltuugeu. 4. Rrei« Prenzlauer Berg. Der Rursusabend am Dienstag, 25. Oktober fällt wegen Verhinderung der Rcferentin aus und wirb auf Dienstag, 1. No- vember, verlegt. Dafür ISH Uhr pünktlich kurze Besprechung der Ab» teilungsleiterinnen im Bezirksamt Danziger Ett. 84, Zimmer Sil. 8. Rrei» Rreuzberg. Mittwoch, 28. Oktober, 20 Uhr, Funkiionärinnensttzung bei Wolf. Gräfeftr. Jede Abteilung mutz vertteten fein. 17. Rrei» Lichtenberg. Mittwoch. 28. Ottober. ISH Uhr, findet«In Rrelsfrauen» abend statt. Es wird über:„Montessori-Erzichung" ein Vortrag gehalten in der 34. Gemeindeschule, Echornweberstt., Zimmer 38. Daran anschließend Besichtigung des Montessari-Rindergatten». Frauen Veranstaltungen am Montag, 24. Oktober, Uhr: 8. Abt bei Dobrohlaw, Cwinemllnder Str. 11. Bortrag de« Genossen Dr. Adolf Broun über:..Frauenerwerbsarbcit". 15.«bt. bei Obiglo, Stralsunder Str. 11. Borttag der Genossin Dr. Bygod- zinski über:„Das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlecht-trankbeiten". 35. Abt. bei Otto, Rigaer Str. 35. Bottrag der Genossin Hedwig Schwor, über „Die Geschichte der Frauenbewegung". 38. Abt. bei Busch, Tilsiter Str. 27. Barttag de» Genosse« Ettch Fraenkel über: „Die Frau in der Politik". 8». Abt. bei Bartusch, Fried enstt. 58. Vortrag der Genossi« Götz übe«„Wiener Wohlsohttselnrichtungen". 42. Abt. bei Hählke, Bergmannstr. SS. Borttag der Genossin Dr. Räte Franken- thal über:„Das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten". 83. Abt bei Wolf, Gräfestr. 28. Borttag des Genossen Dr. Friedeberger über: .Da» Gesetz zur Bekämpfung der Seschlechtskrankhetten". mitdaWhrhdtL Zum Thema: Geschäftsmoral.- Firmen von Ruf haben längst mit veralteten Methoden gebrochen. Der Käufer tai 20. Jahrhundert will sich nicht mehr überreden lassen. Aber er läßt sich überzeugen.' Die Massary* Werbung kennt nur ein Ziel: jeder Massarry�Raucher soll aus innerster Überzeugung zufrieden sein. Wir drängen niemandem unsere Marken mit übertriebenem Selbstlob auf. Was in mühevoller, wohlorganisierter Arbeit geschaffen wurde, reichen wir mit- der schlichten Aufforderung dar: Urteilen Sie selbst! Mdssary'Perle 4 4 Mdssary'Del&BJt* Massary'PiüerbJ) «8. Sbt. itn'aieSOTiSttntr, Al-xandrinenftr. K«. Sotteaa der Srnossw®4ntfa- lowsii Uber: ,.®ic fftou im(Ebercdii*. � ttiiatroUfnbura: 51. Abt. bfi SAcKbod), fldnlnm-ffilifabrtbflt.». Literarischer Abend, äotttaflpubct Genosse Robert Reller.— KS. Abt. bei Liersch.«ant- slrasse«i?. Borirag der Genossin Dr. Lmse Morgenstern über:.Arbeiter- niohlftil)rr". 92. Abt. Neukölln bei Simon, Bertelsdorfer Str. 9. Vortrag der Genossin Scheibenduber über:..Die sfrau im Cbertcht". 1». Abt. Lichtenberg im Lok'l Rittergut- Ecke Molsenborfstraße. Vortrag der Genossin Haintc Über:.Das Heidelb-rger Programm". U9. Abt. Borsigwalde bei Aoitzoch, Ernststr. 1. Vortrag des Genossen Lehrer Langt über:„Das Reichsschulgeseti". Arauenveransiallungcn am Dienstag. 25. Oktober. 19)� Uhr: 1. Abt. bei Nchi-ssng. Ackcrstr. 1. Vortrag der Genossen Lisa Aldrecht über: ,.ASrpcrku!tnr und Gnmnasttt"..____ 20, Abt. bei Pose, Kolonie str. 15. Satirischer Abend. Vortragender Genosse Noli?rt Söller« 40. Abt. um 20 Vb Uhr im Rimmcr 37 des Bezircksamtes Porckstr. II. Bortrag des Genossen Adolf Soffmann„Bibclstundc". Um 20 Uhr Ansschubsstzung der Arbciterwohlfahrt ebenda.».„. 85. Abt. Tcmpe'.hof bei Primus, Werder- Ecke Friedrich-Sars�Strabe. Bortrag der Genossin Maoni. Gtiste willkommen. 97. Abt. Reulöbn bei Krüger. Emserstr.«« 87. Ecke Nerßeslraße. Bortrag des Genossen Dechen über:„Religion unb Sozialismus". 120. Abt.!sricdr!chsselde bei Kottke. Prinzen- Ecke Eaprivialle«. Vortrag der Genossin Scheibeuhubcr über:„Der Sinn der sozialistischen Kranen- bewegung". 131. Abt. Riederschiinhausen in ber Gemeinschaftsschule Vromarckstraße. Vortrag des Genossen Kudig über:„Welchen Einfluß hat die Sozialdemokratie auf die kommende Verwaltung". Wegen der bevorstehenden Wahlen Teilnahme dringend erwünscht. Gäste willtommen. 137. Abt. Reinickendorf. West im Voskshau-, Scharnweherltr. 114. Vortrag der Genossin Scnny Rcwald über:„Reue Menschen". Arauenveranstallungen am Mittwoch. 26. Oktober, 19 H Uhr: 24. Abt. Kursusa bend am Mittwoch, 2«. Oktober, über:„Die Bcrsassung des Deutschen Reiche»". Rcferentin Genossin Hedwig Wachenheim, fällt aus unb kindet am Donnerstag, 27. Oktober, bei Winzer, Ehristhurger- Ecke Wins- Araße. üatt. 2«. Abt. Kursusabenb„Die deutsche Reichsverfassung". Referentin Genossin Ellen Beidler, bei Seiles, Prenzlauer Alle« 239. 94. Abt. Reulölln bei Günther, Echillerpromrnade 11. Vortrag der Genossin Elfriede Rnneck über:„Die Aufgaben ber Krau nach ber Verfassung". 103. Abt. Oberschäncweidc bei Imberg, Wilhelminenhofstr. 42. Vortrag de« Ge» nassen Dr. Roeber über:„Das Geseß zur Dekämpfung ber Geschlechts- kraukbelten". IW. Abt. Zahannisthal bei Botba, Stubenrauchstr. 12/13. Vortrag ber Genossin Scheibenhuber Uber:„Die Krau im Wandel ber Iabrhunberte". 20. Kreis Reinickendorf. Donnerstag, 27. Oktober, Besichtigung de, Erziehungs- Heimes Linbenbof, Lichtenberg. Kriemhildstraße. Beginn ber Besichtigung um WH Uhr pünktlich. Alle interessierten Genossinnen und Genossen sind eingeladen. Zungsozialisten. Gruppe Reinickendorf-Ost: Montag, 24. Oktober. 20 Uhr im Jugendheim, Residenzstr. 49. Arheitsgemeinschast. Arbeilsgemeinschafk der Sinderfremide Groh-Verlia. Uebungsnachmittage für den Kindersrennde-Dprechchar zur Revolutionsfeier: Montag. 24. Oktober, 17—19 Uhr, im Jugendheim Lurdenstr. 3 für die Bezirke Kreuzberg. Neukölln. Tempelhof, Treptow. Steglitz. Köpenick.— Dienstag, 25. Oktober, 17'.4— 19 Uhr. in der Schule Putdusser Str. 3 für die Bezirke Wedding, Prenzlauer Berg, Reinickendvrf-Ost und-West. Tegel, Pankow, Weißensee.— Mittwoch, 2«. Oktober, 17—19 Uhr in der Schule Goßlerstraße sür die Bezirke ssriedrichshain, Mitte, Lichtenberg.— Freitag. 28. Oktober. 17— 19 Uhr, im Jugendheim Ehariottenburg, Rosinenstr. 4, für die Bezirke Ehorlattenburg, Epoudau, Wilmersdorf. Echönederg, Tiergarten.— Die Leitung der Eprechchorübungen hat Genosse Kelix Fechenbach übernommen. Alle Gruppen sind im Interesse der Bewegung verpflichtet, für pünktlichen Besuch Sorge ZU tragen. Der Kursus über„Psychologie der Altersstnsen" beginnt Dienstag, 2S. Ol- tober. 20 Uhr. in ber Geschäftsstelle Lindenstr. 3. Kursusleiterin Maro Loewenstei». Der Werbebezirk Süden, der die Kreise Kreuzberg, Tempelhof, Treptow mit Kaikenberg unb Renkälln umfaßt, beginnt mit dem Bastelkursus Sonntag, 30. Oktober, 9 Uhr, im Neuköllner Jugendheim, Steinmehstraße sUntergrund- bahnhof Beegstroße>. Koetsetzung 13., 27. November, 11. Dezember. Kreis Webding. Freitag. 28. Oktober, 20 Uhr. im Jugendheim Seestraße Kreishelfersitzung. Bericht von ber Reichskonferenz.— Sonntag, 30. Oktober, 15 Uhr, für alle Gruppen Kasperletheater Putdusser Str. 3. Kreis Feiedeickshain. Die Gruppe Stralaucr Biertrl veranstaltet mit ber SAI. Stralauer Viertel am Krcitag, 28. Oktober. 19',£ Uhr, in ber Aula Ehrenbergstr. 23 eine Iugendfeier mit besonderem Programm. Wir laben alle Kinder, Jugendliche, Eltern und Parteigenossen, ganz besonder» der 33. Abteilung, ein. Eintritt 25 Pf. Karten bei allen Funktionären erhältlich. 20. Kreis Reipickenbors. Montag, 24. Oktober, 20 Uhr, Kreishelfersitzung beim Genossen Finbeisen, Serbststr. 20. Bericht vom Reichskurfus in Sohnstein. 13«. Abt. Reinickenboes-Vst. Mo»tag, 24. Oktober, 19 Uhr, Helfersitzung beim Genossen Finbeisen. Siföneberg-Feiedena». Montag, 24. Oktober, 20 Uhr, Kreis-Helfersitzung bei Eschback. Kreis Mitte. Montag, 24. Oktober. 20 Ilhr, gemeinsamer Selferabenb mit der Arb-lteriugenb, Kebdenicker Str. 24/25. Donnerstag, 27. Oktober, 16 Uhr, Oberberg.-r Straße, Baden. Nord- und Ostk-eife. Am Sanntag,«. November, beginnt ber Bastelkursus im Seinl FehbeiEcker Str. 24(25 Alle beteiligten Kreise werben gebeten, am Dienstag. 25. Oktober, 19 Uhr, nach dem Heim Zehbenicker Str. 24/25 einen Vertreter zu einer kurzen Besprechung zu senden. Bezirk Keenzbeeg. Am Donnerstag, 27. Oktober, Kreishelfersitznng bei der Kreisleiterin M. Karisiinann, Koitbusser Ufer 37 IV. Anfang pünktlich 20 Uhr. Wegen d'r Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen aller Lelfer Pflicht. 82. Abt. Steglitz. Jeden Dienstag IS— 1« Uhr Spielen im Heim Alorecht. straße. Sterbetafel üec Groß-Serliner partei-Grganifation| 47. Abt. Am 21. Oktober verstarb nach kurzer Krankheit unser Genosse Julius Christian, Muskauer Str. 22, im 57. Lebensjahre. Wir werden sein Andenken in Ehren balten. Einäscherung am Dienstag, 25. Oktober, 19% Uhr, Krematorium Gerichtstraße. �6. Abt. Mariendorf. Unsere. Genossin Henschel, die Gattin unseres lang- jährigen Genossen Nichard Henschel, ist nach langem schweren Leiden verstorben. Ehre ihrem Andenken. Einäscherung am Dienstag, 25. Oktober, 16% Uhr, im Krcmatoxium Baumschulenweg. Wir bitten um rege Beteiligung. Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Herlin. heute, Sonntag, 23. Oktober: Schönhauser Vorstadt: Besichtigung der Konsumgenoss-nschast. Treffpunkt 8 Udr Bahnhof Schönhauser Allee. 20 Uhr Leimabend Schänfließer Str. 7.— Renkälln l: Besichtigung des Konsums. Treffpunkt 9 Uhr Rinabhf. Neukölln. — Neukölln Hz Besichtigung des Konsums. Treffpunkt 7'/i Uhr Bhf. Neukölln.— Tempelhos-Marienbors: 19 Uhr Heimabend.— JBebbing: Besichtigung der Konfumgenosienschait. Treffpunkt 8-*i Uhr Bahnhof Wedding.— Paakow-Rard »ad-Süd: Werbesonntag. 9 Uhr sämtliche Radfahrer unb Flugblaltverteiler Marktplatz. 14 Uhr Treffpunkt Anbreas-Hofer-Psatz zum Werbetanz. Tanz. Plätze: Berliner Ecke Kaiscr-Friebrich-Straße; Wollank- Ecke Kreutzstraße: Schloß» pari. 18 Uhr Heimabend Eörschstr. 14. Werbebezirt Krcuzberg: 19 Uhr„Das Wandern in der Dichtung", Linden. heim. Werbebezirk Schöneberg: 9 Uhr Funktianärkurfu» im Heim Bülowstr. 88, Zimmer 2. Alle Funktionäre müssen erscheinen. Werbebezirk Renkell»: Heimabend Wanzlickstr. 7. Wcrbebczirk Lichtenberg: 9 Uhr im Eitzungssaal de, Rathause» Möllendorf. sirasie Delegiertenkonferenz. Wichtige Tagesordnung. Mitglieder als Gäste willtommen. Morgen, Montag, 24. Oktober, 19)4 Uhr: Dingkrei«: Uebunasadend pünktlich IWt Uhr im Lindenheim. Moabit I: Heim Waldenserstr. 20.„Wir und unsere Segner."— Gesuud- brunnen: Probe:„Gendarm Schlund" im Ledigenheim.— Rosenthaler Vorstadt: Gemeinsamer Abend mit den Helfern der Kinderfreunde Im Heim Zrhdenicker Str. 25.„Die religiäsen Sozialisten."— Peteesburgee Viertel: Flngblattoerbreitung. Treffpiii.kt!?>//> Uhr beim Genossen Krause. Erscheinen eines jeden Genossen unbedingt notwendig. Mittwoch, 2«. Oktober, Mädel- arupvc:„Die Gleichoerechtigung des Mädels im heutigen Staat."— Tüdwesten: 20 Uhr Funktionarkariferenz beim Genossen Otto Scharmacher, Wilhelmstr. 13, Löf 1 7r.— Weißensee: Keim Parkstr. 36. Heiterer Abend.— Westen I: Heim Lzanpistr. 15.„Die Wirkung des Afkohols unb Nikotins im wirtschaftlichen und sexuellen Leben."—«Harlolteuburg-Rarb: Heim O Ibersstraße.„Ludwig chboma."— Tempelhaf-Marlendors: Dymnastilkursus. Treffpunkt 194b Uhr Dorf. Ecke Berliner Straße.— Ablershof: Leim Roonstr. 16.„Iugendschutz und Iugendrechi."— Friedrichshagen: Rathau», ffriedrichstr. 87.„August Bebel."— Panlow-Süd: Heim Schule Kaiser-Friedrich-Straße. Einführungs» abend. Werbebezirk Tiergarten: Grllndungsversammlung der Ortsgruppe Tiergart:» der Deutschen Jugendherberge» Igsh Uhr im Dorotheen-Lyzeum, Wilhelme >VoelieaproAramm des Berliner Rundfunks. Sonntas;, 23. Oktober: ?: Morgenfeier. 11.16: Ucbcrtragung Großes Schauspielhans: Populäres Orchesterkonzert 14.30: Stunde des Briefmarkensammlers. 15: Die Boden- benutzungserhebuing 1927. 15.30: Funkheinzelraann. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30: Als Tropenmaler durch unsere früheren Kolonien in Afrika. 19.05: Die Komik der Tiere. 19.30: Das Sphinx- und Pyramidcnrätsel. 20: Sichcrnngs- kontrolle im Luftverkehr. 20.30: Konzert. 22.30: Tanzmusik. Montag, 34. Oktober: 15.30: Frauenberufe. 16: Medizinisch-hygienische Plauderei. 16.30: Novelle«!. 17: Unterhaltungsmusik. 18.30: Vom Filmmanuskript bis zur Filmpremiere. 19.05: Einzelhandel uud Verbraucher. 19.30: Studienfahrt durch die amerikanische Versicherungswelt. 19.55: Berlin und seine Literatur vor 1848. 20.30: Richard Strauß(Musikvorträge). 21: Stunde der Lebenden: Maria Graf. 22.30: Tänze mit Gesang. Dienstag, 25. Oktober: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 16: Stunde mit Büchern. 16.30: Rezitationen. 17: Unterhaltungsmusik. 18J0: Technische Wochcnplauderei. 19.05: Schachstunde. 19.30: Erscheinungen und Theorien des Okkultismus. 20:„Samson", Oratorium in drei Teilen von Händel. Mittwoch, 26. Oktober: 13.45: Glockenspiel der Parochialkirchc. 15.30: Die moderne Frauenbewegung. 16: Das Flugzeug im Dienste der Luftpost. 16.30: Jugcndbühnc. 17; Unterhaltungsmusik. 18.30; Körperliche Uebcrempfindlicbkeits- Krankheiten. 19.05: Weltgeschichte in Anekdoten. 19-30: Rechtsfragen des Tages. 19.55; Der Aufbau der Materie. 20.30: Uebertraguog aus Stettin. 22.30: Nachtmusik. Aus den Linien der Hand glaubt man das Schicksal des Menschen zu lesen, aus seiner Schrift den Charakter. Dr. Nikolaus A r 0- n y 0 s i geht sogar so weit, daß er aus dem Gang und der Haltung auf gewisse, charaktereologische Eigenschaften schließen will. Ein- würtsgehen bedeutet etwa Dersunkenheit in eine Idee, langsame Gangart wird durch langsames Denken, Pflegma oder Melancholie verursacht, und hüpfender Gang ist ein Zeichen für Oberflächlichkeit. Ein Grübler oder eine feige Natur schleicht an den Häusern entlang, während der Selbstbewußte den Bordrand des Trottoirs bevorzugt. Die Gangart ist nichts Zufälliges, sie entsteht aus innerem Zwang heraus. Aber Aronyosi verallgemeinert zu stark, er konstruiert ein Schema und sagt doch selbst in der Einleitung, daß die Gangart eines Menschen nicht nur durch Charakter und Temperament, sondern auch durch die augenblicklichen Stimmungen und Triebe bestimmt werden. Dr. Werner M a h r h 0 l z beginnt seinen Zyklus„Die Grundlagen der deutschen Kulturpolitik" mit einer Untersuchung über die Zusammenhänge von Politik und Kullur. Er geht vom deutschen Humanismus, von He�el aus, der dem Staat nur Existenzberechtigung zusprach, weil durch ihn allein Kullur ermöglicht wird. Der Staat yemmt oder fördert die Kultur, er trägt und stützt sie, er beeinflußt sie durch seine Entscheidungen, aber der Staat kann nie eine starke, kulturelle Bestrebung völliq unterdrücken oder vernichten. Die Kultur- Politik des Staates beeinflußt alle politischen Bestrebungen. Politik und Kulturpolitik sind im modernen Staat auf das engst« oer- knüpft. Abends die Sendeoperette„W i e n e r Blut". Immer wieder faszinieren die Straußschen Melodien, auch wenn sie hier erst nachträglich zu einer Operettenmusik verknüpft wurden. Die Ausisllhrung unter Max Roth mit K u tz n e r und Hussa- G r« 0« in den Hauptrollen ist sprühend und voll Witz. Ein gutes Wochenende. F. S. Doaiierstas. 27. Oktober: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 16: Schädlinge In Haus und Speicher. 16.30; Berühmte Theaterskandale. 17; Konzert 18�0: Vom Bronze-.' schwert zum Alominiumkrenzcr. 19.05: Die Bedeutung der An gestellten ver- sicherungswahl für die Versicherten. 19.30: Ans dem Reich der Reklame. 19.55: Deutschland, das Herz Europas. 20.30: Operetten-Bilderbogen. 22.30: Funk' Tanzstunde. Freitag, 28. November: 15-30: Betrachtungen einer praktischen Hausfrau. Ii: Die Piulnis des ein: gelagerten Obstes und ihre Verhütung. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30: Hans Driesch, dem Begründer der neuen Metaphysik, zum 60. Geburtstag. 19: Italienisch. 19.25: Jüngste russische Dichtung. 19.50: Weltanschauung und Gesundheit. 20.20: Ren6 Schickele. 21: Kammermusik, 22.30: Lieder-«ad Musikvorträge. Sonnabend, 29. Oktober: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 16: Auslandstätigkeit unserer Reichsmarine und der bisherige Verlauf der Weltreise des Kreuzers„Emden'4. 16.30; Unterhaltungsmusik. 18.20; Großstadthunde und Maulkorbzwang. 18.50: Die Bedeutung des Photographenberufs für Wirtschaft und Kultur. 19.15: Die Kulturpolitik des Staates. 19.45: Neues vom Himmel und von der Erde. 20.30: Orchesterkonzert. 22.30: Funk-Tanzstunde. Königswusterhausen. Sonntag. 23. Oktober: Ab 9: Uebertragung aus Berlin. 18: Schach. 18.40: Erblichkeitsforschaag und Familie der Zukunft. 19.40; Die Tragik des Epigonentums. Ab 20: Ucber- tragung aus Berlin. Montag, 24. Oktober: 16: Das Ende der Jugendbewegung? IT: Deutsche Kultur des Mittelalters, 18: Frühmittelalterliche Musik in Deutschland. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Die Verwendung und Verwertung der Lupinen als Futtermittel. 19.20: Wirtschaftlichkeit im Betriebe, Ab 20.30: Uebertragung ans Berlin. Dienstag, 25. Oktober: 16; Das Berliner Abend gymnaslura. 16.30: Spanisch(Knltnrknndlich-lltera- rischc Stunde). 17: Deutsche Kultur des Mittelalters. 18: Jux istische Tagesfragen. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Tierdichtungen. 19.20: Mathias Claudius und seine Komponisten. Ab 20; Uebe: tragung aus Berlin. Mittwoch, 26. Oktober: 16: Erziehungsberatung. 16L0: Französisch(Kulturknndlich-literarlsche Stunde). 17: Einführung in die Geologie, 17.30: Kurt Walter Ooldschmidt. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter; Konstruktionselemente. 18.30: Französisch für Anfänger. 18 55; Private Banwirtschaft und Wohnungsfragen. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. Ab 20.30; Uebertragung aus Berlin(Stettin). Donnerstag, 27. Oktober: 16: Jugendpflege. 16.30: Das höhere Schulwesen New Yorks. 17; Uebertragung aus Berlin. 18: Deutsche Weltwanderer. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55; Gewässerpflege und Fisdhbestand. 19.20: Der' Einfluß der Dichtung auf das Kunstlied. Ab 20.30;.Uebertragung aus Berlin. Freitag. 28. November: 16: Allerlei hygienische Ungezogenheiten. 16.30: Sprechtechnik. 17: Die Anfänge des alten deutschen Kaisertums. 18: Wissenschaftliche Grundlagen der Luftfahrt. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Die prenßischc Elektrowirt- schaft. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Acrzte. Ab 20; Uebertragung aus Frankfurt. Ab 22: Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 29. Oktober: 16: Deutschunterricht In Zusaimncnarbeit mit den KunstfSchern. 17; Die Beamtenfachpresse. 17.30: Unternehmertum und Arbeitcrfraze. 18: Technischer Lehrgans für Facharbeiter: Konstruktionsclcmente. 1630: Französisch für Fortgeschrittene. 1835; Englisch für Fortgeschrittene. 10.20: Heinrich von Kleist als vaterländischer Dichter und Politiker, Ab 20.30: Uebertragung ans Berlin. harenet Str. 2. ffinwtmitBTlebcr nnb Vertretet her Abteilnnzrn Moabit I, II, Westen i und Tl müssen unbedingt erscheinen. Werbebezirk Reulölln: Heim Kanner Straße. Referat. Alle Kursusteil- nehrner von Zossen und die älteren Gennssen müssen erscheinen. * Technische« Ansbildnngsknesn, füe Fnnktianöe«. Die Lichtbilbabieilung brs Reichsousschnsses für sozialistische Bildunosarbeit veranstaltet in der Zeit vom 24. bis 2!>. d. M. im Berliner ssilmsemmar, Lüllicher Straße, einen Kursus zur Ausbildung von Interessierten Genossen an Lichtbildapparaten, Epibia- skopen und Bildbanbavparaten. Der Kursus findet von 16 bzw. 18 Uhr bis 22 Uhr statt. Die Teilnehmergebühr beträgt 20 M., zahlbar in Raten. Da nur noch einige Teilnehmer angenommen werben können, muß die Anmeldung sofort, evtl. lelephonisch(Dönhoff 8443), erfolgen. Vorträge, vereine und Versammlungen. Reichsbanner.Schwor,- Rok-Gold". Sefchästsstelle? Berlin S 14. Sebostianstr. 37/38, Pof 2 Tr Wassersportabt.: Die Stadtfahrt am Snntaa. b. 23., fällt infolge vorzeitigen Schlusses der Schleusen aus. Die Abteiluno beteiligt sich mit ihren Booten Uhr an dem Abrnbern der BBG. nach Ziegenhals sSporlrestaurant).— Zehlenbsrf: Mi., b. 26., 20 Uhr, Monatsversammlung bei Schnorre, Potshomer Str. 3. Neu zugezogene Kameraben melden sich dort.- Prenzlauer Berg: Sonntag, b. 30., Pflichtantreten zum Repnblikani. ldien Tag bot Ortsgruppe Friedrichshain. Presse beachtenl— Renkölln-Britz: Sanntaq, d. 23- für freiwillige Teilnehmer Ahrensdorf Sammelstelle Restaurant Stadt Berlin in Mlincheberg, 12% Uhr. Di- d. 23- Sanitäterübungsstunbe Sanderstr. 10 bei Gromeck.— Friehrick-shain: Kameradschaft Frankfurt: Di- d. 23- Sitzunq bei GöHring, Rigaer Str. 47. Erscheinen Pflicht. Arbeiter-Abstinentenbunb. 24. Oktober, 1S>4 Uhr, Sophien-Luzeum, Wein. meisterstr. 17/18, Gesangssoal, Ortsgruppen. Mitgliederversammlung. Referat Genosse Eiffert über„Kommunalpolitlsche Reiseeinbrllcke in Oesterreich." 18>-& Uhr am gleichen Ort: Funktionärsitzung. Verein selbständiger Handwerker isidischen Glanben, 8.?. Montag, 24. Ol. tobet, 20 Uhr, im Gemeindehaus Rosenstr. 2.4 Mitgliederversammwng. Refe. rat:„Kohle und das Bergwerk." Verband sozialdemokratischer Akademiker, Ortsgruppe Beeli». Nächste Zu- sammenkiinst der Mitglieder Dienstag, SS. Oktober, 20 Uhr, im Ingenieur, Haus, Fried rich-Ebert-Str. 27. Oberstubiendirektor Dr. Müller(Potsdam): „Entwurf zum Reichsschulgesetz." Wetterbericht der Sffenttiche« Wetterdienststelle verlln und Umgegend (Nochdr. verb.) EiwoS milder bei zunehmender Neigung zu Niederschlägen. mäßige bi» iriiche Winde.—?Sr veulichlan»: Im Süden bewölkt, aber ohne länger anhaltende Niederschläge, ssm westltchen Norddeuflchland�trübe mit Negensällen. im Osten noch meist trocken, von Westen nach Süden fortschreitende leicht« MUderung. Srieftasten öer Reöaktion. Die Juristische Sprechstunde findet vom Montag, dem 24., bis einschl. Freitag, dem 2S. d. M.. täglich nur von-t— V Uhr statt. K. 32. Eöpenicker Straße, mit E. Die Handarbeitslechnik der?7ähmaschine. Es ist nicht alles Gold, was glänzt, aber es ist auch nicht mehr alles Handarbeit, was einer solchen tatsächlich zum Berwechseln ähn- lich sieht. Der gewallige Aufstieg alles Schaffens mit seiner stetigen Vervollkommnung und Berbesserung jedweder Arbeitsleistung zum Zwecke der Kraft-, Knt- und Geldersparnis macht sich auch auf dem Gebiete der hausfraulichen und berufsmäßigen Näh», Stick- und Kunstgewerbearbeit bemerkbar. Im Rahmen eines P r e i s a u s- schreiben s, das die Singer Nähmaschinen A.-G. ver- unstaltete und das mit über 1500 Arbeiten der verschiedensten Art der Handarbeitstechnik beschickt war, konnte man prächtige Arbeiten, die sämtlich mit den Singer-Spezialapparaten hergestellt wurden. bewundern. Applikationsstickereien, Perl- und Nadelarbeiten, Grenierstich(eine Nachbildung der Silhouettenschneiderei), Wall- ansnäharbeit, Bastelarbeiten, dann auf dem Gebiete der Schneiderei Schürzen gleich fix unr fertig eingefaßt und gekräuselt, Blusenteile mit Säumchen und Hohlsaum usw.; Kissen, Teepuppen, Hand- töschchen und all die vielen Proben weiblicher Geschicklichkeit werden jetzt mit der gleichen, wenn nicht noch erhöhten Akkuratesse, auf der Nähmaschine hergestellt, einfach durch kleine, leicht zu handhabende Apparate, die an der Maschine angebracht werden und die ver- schiedenartigen Arbeiten rasch und sauber oussühren. Für die best- gelungenen Leistungen wurden ganze Nähmaschinen sowie einzelne Apparate zur Verteilung gebracht. Vo« Weihnachtsfest trennen uns ztpor noch viele Wochen, aber es gibt doch manches, bas zeitiger Vorbereitungen bedarf. Dazu gehören vor allem die Handarbeiten. Sdion zu Großmutters Zeiten machte es der Frau, dem jungen Mädchen, ja sogar dem Kinde viel Freude, ihre Angehörigen mit selbftoeferttg» ten Arbeiten zu beschenken. Ueberau» mannigfaltig sind die Dinge, d:e durch Handarbeit ausgeführt oder verschönert werden können. Ein gute- Bild gibt die Handarbeitsausstellung bei Wertheim, bi« in dieser Woche in den vier Geschäften veronstaliet wirb. Jede Interessentin konn hier da» Gewünschte finden, ganz gleich, ob es sich um die heule so moderne Seidenstickerei oder um die einfache Bändchenarbeil, die sogenannt« Dichtspitze, handelt,«tu» der die entzückendsten Decken, Läuser, Vorhänge und vieles andere beim gemütlichen Plauderstündchen hergestellt werben können. Da» älteste Berliner Tepvlchhan» Emil Lesdve« G.«. b. H- feit 46 Jahren einzigste Verkaufsstelle nur Oranicnstr. 158, Nähe Moritzplatz, bringt in dieser Woche Ricsenposlen Teppiche, Brücken, Vorleger, zum Teil mit kleinen Fehlern, Löufcr. unb Belagstoffe zu außerordentlich billigen Preisen zum Verkauf. Eornso bietet sich Gelegenheit, besonder» preiswerte Angebote in Diwandecke» mit passenden Tischbecken unb Rückwänden sowie die letzten Neuheiten in Gardinen, Stores, Bettbecken unb Möbel- unb Dekorationsstoffen zu erwerben. Sehenswert der neueröffnete Teppichsoall Füe jeden Kaushall von großer Wichtigkeit ist die Tatsache, baß das de- kannte Spezialgeschäft F A. Schumann, Berlin W 3, Leipziger Str. 103 die Anschaffung von Einrichtungsgegenftänben für Küche. Bad sowie Porzellan und Glasserviee, ferner auch alle übrigen Artikel wie Tischlampen, Kleinmöbel usw. durch Gewährung bequemer Ratenzahlungen bi, zu 12 Monat-n erleichtert Dadurch ist weiten«reisen die Möglichkeit gegeben, die preiswerten und dabei dach qualitativ hochwertigen Waren der Firma F. A. Schumann zu beziehen. Die näheren Bedingungen sind von der Firma anzufordern. Einen Staubsauger, klein, leicht und trotzdem von großer Leistung, stellt die Firma Theodor Paepno. W 3, Friedrich-Ebert-Str. 2/3, billig zum Verkauf. Sarophan-Rnsik, die letzte Neuheit. Die bei Heu Berliner Musikfreunden anhören muß. Beachte» Sie bitte das heutige Inserat dieser Speziasfirma. bekannte, iu Ehariottenburg. Winbscheidftr. 11 und Wilmersdorf«« Straße ,8,»ohnhofU Teppich, und Linoleumfirma Gustav Baraend« Komm.. Gel. veranstaltet in dieser Wache einen großen Herbswerkaiif. Große Mengen Teppiche stehen den Käufer» in jeder Qualität zu den billigsten Preisen zur Verfügung. Auch Lauferstofse In Koko», Boucle und Velour sind IN allen Oualitälen vorhanden. Als Spezialität hat die Firma Bargende eine be. sonders große Auswahl in Linoleum, einfarbigem, wie Granit und besonder» in gemustertem Linoleum. Seit vielen Jahren befaßt si» die Firma auch mit dem Verlegen von Linoleum und Läufern. Es steht ihr zu diesem Zweck« ein ausgezeichnetes Lagerpersonal zur Seile. ■■■g Einerlei, ot Sie ein Kleidungsstück tei uns für wenige Mark kaufen oder für meLrere Kundert, immer werden Sie sicK sagen können, dal? Sie den reicklicli vollen Wert für IKr Geld Kekommen Kaken. Oft werden Sie sicK sogar wundem, wie es möglicK ist, gute Kleidung zu derartig niedrigen Preisen zu verkaufen. Besonders oft in den etwas KöKeren Preislagen. Oranlenftr.40 Am Oranltnplats Chaunee*tr.113 Königstraße 33 Balm Statlinar ftaljnhof Am Bahnhof AJekanderpiau Ol« obigen Angebote stehen Ihnen ab Montag cur Verfügung!— Schrlftl. Bestellungen können nicht berücksichtigt werden! Volk s blTh ne Iheitn an Bülowolah z LThr Eio Somnißfnadifs- naam. 8 Uhr Male müMi Ilu an SdiiflliaoMiann 3 und 8 Uhr; Dafu Der ieBfllllefce KommUs&r Theater in der Kommandantenstraße Premiere am 28. Oktober 1927 der Henry Bender Berliner LokaURevue Schön seh'n wir aus! Vorverkauf: Theaterkasse 11—2 Uhr Wertheim' Kassen, Hotels, Invalidendank. Morden 10334— 37 U Ende 11 U. v.Gerh. Hauptmann tiait; Max Reinhardt |8«HoiniMlteOpcr8«| Neuartices Ravia••Stück I Alles Nacktil (Nach der gleichnamigen Pariser Revue„Tout nu"i 200 Mitwirkende! Original-Pariser KostQm« Sonnt 3'|Unr: Vollständige Vorstellg. zu kleinen Preisen Jeder Erwachs I Mrd frei Parkelt 3,10 Mk. | Theaterksps� urumtfpbr.geSfO UMAM vönendon 7360 Die Okiober- Varte�-Revne Sonnabends n. Sonntags se 2 Vorsleliumlen S30 u, 8 Uhr— 3 10*u ermäßigten Preisen das ganze Programm. Renaissance- Theater Steinplatz Opl.— TSgllch 8 Uhr: Giovanni».Annahella Kammerspiele Norden 10334— 37 i»', U. Ende lO1� U. Ihr Mann lishtiel rtn Paul Ctraldi öle Komödie Bismarck 24I4-7SI0 >/« Uhr, Ende 10'/, Zinsen KomOdie ron Beinard Shaw Blosses .Mssiemm. rtgi. «u Dia neue charell- Inaacnlemng m-t MaxPalM jaiauiiaisaM J»»S|3UI3(J3m ||b?ibis»>19*S unnitUBC Mopuag Sioao bjiö JadtsoaBoys Saasliine Gills 5>g. nachm. 3 Uhr ungekQtzte Vorst. zu halben Preisen Vorverkant 10-6 Obr Trlanon-Th. Tlgl. Uhr: Erika Glässner fmWliM Sonntag nachm. 4 U. Max und Moritz Vtrinr Unit, Kaiperih-ahr Emonkr-Bihnto rh.Königcraiz. St. Hasenh 2110. 8 U. Zum 25. Male: Oonnst. z. I. Male Gantav III von Sttindberg. Sizi» V.iht Ermwih: KemAdlenhaas Morden 6304.>>>/, Montg z. 25. Male Hokospokos Berliner Theater Dönhoff 170i 8U Löonie in Vorbereitung: Der Oeltterine STOFF SCHA BIRUN AUSSTEILUNGSHALLEN AM KAISERDAMM 220ßT0ßtR«»IS NOVEMBER Geöffnet: Tttglich von 9 Uhr vorniittaßs bin 10 Uhr abdn. Eintrittnkarten zum Preise von 1.50 M. sind an den AusstellunKskassen sowie an den Schaltern der Stadt- und Ringbahn, der Roch- undUntergiund- bahn und bei den Schaffnern der Straßenbahnlinien; 6S, 72, 75 und 03 zu haben. PiscalorbMne rheat. d. Holleadirfplati Kurfürst 2091,93 8 Uhr: hoppla, wir\M von Ernst Toller mz. Erwin Piscator «uhaita• Tneai Tfiglich 8>, Uhr: Um Eodesheiier SdiloG stellt eine lindE Parkett statt 4 Mk (Sgl. auch Sonntags nur 60 PI. Sonntagnachm.4 U. Dornröschen Parkett von 30 Pf. an Täglich 8 Uhr: Gesamlgastspieldes Mem-TIieateis m.d.3- Akt-Schlager Wer ist der Vater? Sonntag 4 Uhr: Sdmeewcitcben and Roaenrol Kleine Eintrlttapr. Rose-Theater lllbr: U d. Grete! 8',. Uhr: Die Maadünen- baizcr v. Berlin Lusisplelhaus 8',, Uhr MWantii" h. im Afmiralspalas Täglich 81', Uhr 2 Haute Sonntag Vorstellung. 3 Uhru.8'/4Uhr ilick». i»|uu(or- itilinn.» hall. Prtis. Ute neue 9AILER- REVDE „Wann ondwor ZD Sonntag, 23. Oktober nachmittags I Uhr Dir. Alex Braune ISnUioi Kleine Preise iitimniiiitnimmuiiiiniiuiiniiiiniiiiiiiiiiiMiiMifMtnMi Nen ab 11 Uhr ] Nen Metropo!- Diele 11 TANZ 2 Kapellan 2 Kapellen Gutgepflegte Biere Steiners Jonny spielt auf Montag, den 24. Oktober nadun. 12", cur URAUFFÜHRUNG DIE ELF TEUFEL H AU PT R.0 LLE N EVE t/N HOLT LISSI ARNA GUMFROHUCH• REG1E«Z0LTAM CDRDA CARLBOESE FILNf DER NATIONAL' FILM A-a 'AUENTZIEN PALAS1 VORSTELLUNGEN 4 6 8 lO cäsinOITHEATER Die Pania vom Metropol. AasMlinelden I Gutschein 1—4 Pers. Fameuil nur 1,10 M.. Sessel nur 1.60 M. Theater am Kottintsser Tor Kottbuaaer Straße 6. Täglich 8 U- u. Sonntagnehm. 3 U. Elite- Sänger in 4ro�cr Form in Ihrem Bombenprogramm! Votkspreise von 50 Pf. bis 2,50 M. Sonntaenachmittae: erote Familien-VorsteniiBg Volles Progr. Kl. Preise v. 40 PI. b. 1.7s M. Neues Theater am Zoo Beute GtuklnsiDiVorstilliin. raaua-Theater 8 Uhr Der rote Hahn Philharmonie 7'/, Uhr KONZERT das Philharm. Orch. mch. Prol. J Prflwer 8 Uhr; Gastspiel Prttal Mossary Eine Frau von Format KallM-Het Heute nachm. 3 Uhr Otto Laubinger V. Staatstheater in: Im Namen des Volkes Kleine Preise. ai.auch ohne Peis 228.« IM«- 150.- 125- 05.. 60.- 42«- 20.50 rioöe7l-§c«lpiüsdiman(ci Fabrik«. Ion. Unpiägnlert. engl, und deutsche la Quolltiten IBS.- ids.- no.- ss.- es., so.- Modell-Pelzmantel Seal DUom 150O.-« Maulvuri 500«-. Seal Elekirie 275.- Winler-HosfOrae, iflettf er In Crepe de CUne, F°cl" Wolle, veioouac»o. 72.-«.- ss.- 21.- Wert 1. Geschäft: Berlin W Mohrenstr. 37a s. Geschäft: Berlin NO Gr. Frankffurier Str. 115 !tr. 502 ♦ 44. Jahrgang A. Heilage öes Vorwärts Sonntag, 2Z. Oktober t«27 Die Gläubiger öer Welt. Weltwirtschaftliche Umschau. Die Aufnahme von Aussandsanleihen, die viel« Jahr« lang so h«iß begehrt wurden, soll in Deutschland durch die Beratungs- stelle gehemmt werd-rn. In früheren Zelten hätte man nicht ge- glaubt, daß es nötig wäre, ein Organ für Verhinderung der Kapital- « i n f u h r zu schaffen. Einleuchtender für das gewöhnliche Denken wäre es jedenfalls, wenn Beratungsstellen gegen die Kapital aus- fuhr bestehen, und solch« gibt es im Ausland in der Tat. Sie werden nur nicht als Beratungsstellen bezeichnet und gründen sich nicht auf Gesetze. Dennoch ist es sowohl in den Dereinigten Staaten als in England so, daß die Regierungen die Auflegung einer jeden fremden Anleihe verhindern köm,en. Diese Nachkriegserscheinung bedeutet eine grundsätzliche Aenderung in den inter- nationalen Kapitalwanderungen: was bei den Waren die Hochschutzzölle, könnten bei der Kapitolbcwegung die staatlichen Eingriffe bedeuten. Die Vereinigten Staaten als Gläubiger. Die Höh« der von den Bereinigten Staaten an ausländische Schuldner gegebenen Kapitalien läßt sich nicht genau feststellen. Die üblichen Aufstellungen, darunterauch die kürzlich erschienene amtliche Darstellung des Handelsministeriums, enthalten nämlich allein die öffentlich angebotenen langfristigen Anleihen. Außerdem werden aber Darlehen gewährt in Form von kurz fristigen Anleihen, welche in der erwähnten Statistik nicht festgehalten sind, und weitere Kapitolströme in Gestalt von Warentrediten, Beteiligungen an aus- ländifchSn Unternehmungen, Ankauf von ausländischen Wertpapieren usw. Selbst die Sumnre der öffentlich angebotenen Anleihen kann statistisch nicht mit Genauigkeit festgestellt werden. Die amerikanischen Kapitalsanlagen im Ausland wurden End« ll>26 auf 13 Milliarden Dollar geschätzt, außer den 11 Milliarden, die die europäischen Regierungen aus der Kriegszeit Amerika schulden. Wenn man bedenkt, daß bei Ausbruch des Krieges Amerika noch etwa Milliarden Dollar dem Ausland schuldete, so kann nian die Größe der Wandlung«rmefse». Di« von Ainerila gewährten Auslandsanleihen steigen von Jahr zu Jahr. Im Jahrs 1925 wurde bereits mehr als eine Milliarde Dollar öffentlich aufgelegt 1926 betrugen die ausländischen Emissionen nach amtlicher Schätzung 1134 Millionen Dollar. Die privaten Schätzungen sind noch um etwa 600 Millionen höher. Im laufenden Jahr ist die Stelgerung noch erheblich größer, wobei man allerdings berüeksichligen muß, daß nach den bish«ng.'N fremden Anleihen Zinsen in der Höhe von etwa 790 Millionen Dollar nach Amerika jährlich zurückfließen. Demgegenüber besteht auch eine Berschuldung der Bereinigten Staaten an das Ausland In zweierlei Form: die Anlagen der Ausländer in den Beveinigten Staaten werden auf 1.8 bis 2 Milliarden Dollar ge- schätzt, außerdem aber sind große Kapitalien kurzfristig in den Bcr- einigten Staaten angelegt Ende Dezember 1926 schaßte Staatssekretär Höver diese Anlagen aus 1,4 Milliarden Mark. Amerika gibt jetzt jahrlich vier' bis fünfmal so viel Darlehen an das Ausland, als England. Dsmoch wird gesagt, daß der Kapitalreichtum Amerikas noch größere Kapitalien abgeben könnt«. England hat vor dem Krieg etwa 40 Proz. seiner jährlich neugebildeten Kapitalien ausgeführt. Der amerikanische Prozentsatz der Ausländsanleihen im Verhältnis zur inneren Kapitabildung bleibt dahinter weit zurück. Was allein die öffentlich angebotenen Emissionen anbelangt, so gingen 1926 von der Gesamtsumme etwa«in Viertel nach dem Ausland, während drei Viertel der inländischen Produktion verblieben. Auch die Gewährung k u r z i r i st i ge r Anleihen seitens d« Beveinigten Staaten hat in letzter Zeit zugenommen. Vielfach dienen solche kurzfristigen Auslandskredit« der Exportförderung. Die Bereinigten Staaten wollen ihre Ausfuhr vergrößern, und dos können sie nur, wenn sie Aussuhrkredite geben. Wenn Amerika die über- fchüssigen Warenmengen nicht ausführen kann, nnissen die Jnlands- rretse fallen. Diese Gefahr ist für die amerikanischen Unternehmer, die die bereits bisher erfolgten Preissenkungen satt haben, Hrund genug, um sie auch zu Anhängern dieser Art von Ausfuhrförderung zu machen. England als Giäubigcrland: das große Rätsel. Eine der größte» englischen Zliüoritäten aus volkswirtschaftlichem Gebiet, Sir IosuaH Stomp, hat vor einigen Tagen die eng- tischen Kapitalanlagen im Ausland als ein Rätsel bezeichnet. Woher ist England heute noch in der Lage, dem Ausland Kapitalien zur Verfügung zu stellen? Seine Zahlungsbilanz sei nicht länger cktlv, deshalb könnte es eigentlich nicht dazn in der Lage sein. Aus- bmdskredite zu geben, es sei denn, daß es selbst Anleihen aufnehme, die es bann einfach weiterleite. Sir Josuah Stamp wollte damit die Meinung zum Ausdruck bringen, daß England seine langfristigen Anleihen in letzter Zeit aus kurzfristigen Darlehen, die es selbst auf- genommen und immer wieder verlängert hat(die aber statistisch Nicht in Erscheinung treten), bestritten habe. Diese Annahme ist nicht ganz von der Hand zu weisen, von den amerikanischen kurzfristigen Anleihen war oben schon die Rede, auch unterhält die französische Notenbank große Guthaben in England, die allerdings ursprünglich nach England geflüchtete französische Ka- pitalien und nicht eigentlich eine englische Verschuldung darstellen. Man braucht jedoch nicht zu den kurzfristigen Anleihen als alleinige Erklärung zu greifen. Abgesehen davon, daß es nicht ganz sicher ist, ob England in den letzten Jahren bereits eine passive Zahlungsbilanz hatte— sind dach dt« meisten Aisfern der Zahlungsbilanz nur Erklärung zu greifen. Abgesehen davon, daß es nicht ganz sicher ist. od England in den letzten Jal hatte— sind doch bte me�________ �_____ � schätzungsweise zu errechnen—, ist es wohl möglich, daß Ausländer englisch« Wertpapiere in demselben Umfang kaufen, als England selbst fremde Anleihen gewährt. Oder aber daß, während Ena- land neue Anleihen g i b t, alte englische Anleihen zurückgezahlt werden. All dies kann wohl möglich fein, entzieht sich aber einer statistischen Erfassung. Wie immer es sein mag, spiegelt sich in der Auffassung Stomps die schwer erschütterte Lage der eng- tischen Kapitalmacht wider. Bon den in England öffentlich angebotenen Emissionen geht oung nn Inland vieivr. tuta mieoen nur Proz. zu Hause, die übrigen Anleihen wurden im Ausland angelegt, 1924 verbleiben 43,7 Proz., 1925 74V Proz., 1926 52,7 Proz., in den ersten neun Monaten 1927 69 Proz. im Inland. In den letzten Iahren erhielten die Kolonien und das übrige Ausland jährlich etwa 199 Millionen Pfund oder 2 Milliarden Mark, was gegenüber der Borkriegszeit «ine erhebliche Verminderung bedeutet. Bezeichnend für die Lage ist, daß die Kapitolversovgung Australiens und zum großen Teil auch Japans, das früher von England aus versorgt wurde, auf die Bec- einigten Staaten überging, die erst kürzlich eine große Anleihe an Australien gewährten. Die kleinen Gläubigerländer. _ Neben den Vereinigten Staaten und England sind die kleinen Gläubigerländer Holland, die Schweiz und Schweden zu nennen. Ihren Anteil an der Kapitalversorgung der Schuldnerländer kann man noch viel weniger seststcllen, als dies bei England und Amerika der Fall ist, weil diese kleinen Gläubigerländer nur in ge- ringerem Umfang selbst Zluslandsrnikihen ausletzen als sich an den von 2lmerika oder England ausgegebenen beteiligen. Indessen sind in Holland auch die eigenen Emissionen sehr beträchtlich. Im Monat Juli dieses Jahres betrugen sie 39 Millionen, im August 16 Millionen Gulden, und es hat den Anschein, als ob sich Holland in der Gewah- ning von ausländischen Anleihen schon übernommen hätte, worauf die letzte Diskonterhöhung hinweist. Schweden ist als kapitalgebendes Land in letzter Zeit stark hervorgetreten. Die Internationalen Fi- nanztransaktionen des schwedischen Zündholztnists, des Erztrusts und der Telephonindustrie gingen mit umfangreicher Kapitalausfuhr einher. Die Schnldnerländer. Es wäre ein Irrtum, zu glauben, daß die amerikanischen Anleihen in erster Linie in die europäischen Länder fließen. An diesen Anleihen sind vor allem Kanada und die süd- amerikanischen Länder, die vor dem Krieg von Englopd mit Kapital versorgt wurden, beteiligt. Vor dem Krieg war der Anteil des englischen Kovitals in Kanada mehr als zweimal so groß wie der des mverikam'schen, heute ist das Verhältnis zugunsten Amerikas umgekehrt: der amerikanische Anteil dürste etwa dreimal so groß sein als der Englands. Aehnliche Aenderungen vollziehen sich auch in den südamerikanischen Ländern, wenn auch in Argen- tinien der Anteil Englands an den ausländischen Kapitalsanlagen weiter auf der alten Höhe geblieben ist. Mittelamerika und Brasilien werden aber in steigendem Umfang von Amerika versorgt. Unter den europäischen Ländern steht bekanntlich Deutschland als Anleihenchmer an der Spitze. Es erhielt im oergangenen Jahr fast 399 Millionen Dollar. Langfristige Anleihen in größeren Beträgen nimmt von Amerika auch Italien und in der letzten Zeit auch Jugoslawien und Polen. Polen gelang es erst kürzlich, zur Stabilisierung seiner Währung und für Investitions- zwecke«ine 79-Millionen-Dollar-Anlsihe aufzunehmen. Griechenland, Ungarn und Oesterreich erhielten vornehmlich vom englischen Geld- markt kleinere Anleihen. Oesterreich steht eben im Begriff, neue Anleiben aufzunehmen, nachdem die frühere Wlkerbundsanleihe oerbraucht ist. F ra n k.r« i ch hat als Kapitalnehmcr eine besondere Stellung. Solange es das Schuldenabkommen, das seine Kriegs- schulden an Amerika und England regeln soll, nicht unterschreiben will, darf das omerikoniische Kopital weder dem französischen Staat noch der französischen Jnditstric-foTrastiftige Kredite geben.' So strömt das ausländisch« Kapital teils auf Umwegen, teils i» Form von kurzfristigen Anlogen nach Frankreich. Die Vedeukuag der inleraollonoleu Aapilalüberlragurigen. Kapitalaussuhr bedeutet Uebertragung von Kaufkraft an dos Land, welchem das Kapital gegeben wird. Das kapstalempfangende Land kann aus dem Erlös d« Auslandsanleihen Lebensmiilol. Roh- stoffe, Maschinen usw. kaufen und seine Produktion«fweiiern bzw. verbessern. Das Auslandkapital kann freilich falsch angelegt werden. Dies ist ssine problematische Seit«. Eine solche falsche Ver» wendung wird aber sicherlich nur festen erfolgen, in den meisten Fällen wogen die Auslandskapitalien zur Steigerung der Produktinität des kroditnshmenden Landes bei. Wo dies der Fall ist, dann braucht man sich keine Sorgen wegen der Zahlung der Zinsen und der Tilgung der Ausländsanleihen zu machen, da sie au? dem gesteigerten Erlös der Produktion leicht erfolgen kann. Infolge der Kriegsverwüsstmqen und vornehmlich der Inflation besteht in vielen Ländern eine Kapitalknappheit, die allein mit Hilfe von Ausländsanleihen behoben werden kann. Es ist daher eine höchst einseitig« und unrichtige Vorstellung, ollein die Verschuldung eines Landes durch Ausländsanleihen hervorzuheben, und nicht auch deren Kehrseite, die Aussichten für eine verbesserte und ver- grötzert« Produktion Mit Hilfe der Ausländsanleihen. A.H. vor neuen Kämpfen. PreiserhShungc« für Braunkohle.— Die Ruhr erhöht die Umlagen.— Das Volk soll zahlen. Noch ist die Verbindlichkeit im mitteldeutschen Lohnkamps vom Reichsarbeitsminister kaum ausgesprochen, und die mitteldeutsche Braunkohlenindustri« hat beim Reichskohlenrat bereits Anträge zu einer Erhöhung der Braunkohlen- und Brikettpreise ge- stellt. Diese Erhöhung der Brikellpreise ist nicht notwendig. Trotz des neuen Borstoßes der Braunkohlenherren wird die Oeffentlich- (est auch in der Zukunft nicht müde werden, daraus hinzuweisen, daß durch die Rationalisierung im Bergbau selbst, durch eine Un- kostenverringerung in den Syndikaten und durch die rationelle Zu- sammenfasiung der Kohlenverteilunz nicht nur die Kosten für die Braunkohlenwerke gesenkt, sondern auch die Erlöse für die Werke gesteigert werde» können. Jedenfalls, nach den Lohn kämpfen stehen neue Wirtschastskämpfe um die wettere Niedrig- hallung der Kohlenpreise bevor. Im Ruhrgebiet sind Kämpfe um höhere Löhne noch nicht ausgebrochen. Höhere Löhne auch im Steinkohlenbergbau sind eins Forderung der Gerechtigkeit und eine Notwendigkeit. Die Zechen- Herren haben aber schon erklärt, daß eher Lohnherab- setzungen als Lohnerhöhungen in Frage kommen wer- den. Wenn aber Lohnerhöhungen, dann nicht ohne Erhöhung der Kohlenpreise. Mit den Lohnherabsetzungen wird gespielt, weil sich die Zechenherren in dieser Form nur die Durchführung auch der dreigeteilten Schicht vorstellen können, die durch Gesetz vorgeschrieben ist. Kämpfe im Steinkohlenbergbau sind bei dieser Haltung der Unternehmer unvermeidlich. Sie gehen zu ihrer Verantwortung, nicht zur Verantwortung der Bergarbeiterschaft. Die Herren an der Ruhr wollen die Verantwortung für die säkulare Kohlenkrise, die mit der Umstellung der Wärme- Wirtschaft allein zusammenhängt, nicht tragen. Sie wollen die großen Entwicklungsmöglichkeiten, die' auch für ihre Gewinne in der Veredelung der Kohle liegen, bei der Berechnung ihrer Erlöse nicht berücksichtigen. Nachdem der englische Dergarbeiterstreik vorbei ist, nachdem sie die Riesenvorteile daraus und aus der guten Inlands- konjunktur geschluckt haben, wollen sie von dem Thron ihrer Bomben- gewinne nicht herunter. Was die strukturelle Kohlenkrise ihnen an Lasten bringt, das soll das Volt wagen. Sett April dieses Jahres bis zum August wurde die Um- läge pro Tonne geförderter Kohle schon von 25 Pf. auf 1,25 M. erhöht, also versünfsacht. Die letzte Sitzung des Rheinisch-West-- fälischen Kohlensyndikats am 22. Oktober hat eine neue Er- höhung auf 1,38 M. gebracht. Diese Umlage wird erhoben, um den Export von Steinkohlen, das heißt in der Hauptsache den Kampf mtt den Engländern, zu finanzieren. Die Umlage wird selbstverständlich vom Inlandpreis getragen, so daß die deutschen Kohlenverbraucher den Ruhrherren ihren v c r l u st r c i ch e w Exportkampf bezahlen müssen. Daß tatsächlich die Eng- länder vordringen, beweist der Rückgang der deutschen Steinkohlen- ausfuhr: vom August bis September ist sie von 2,49 auf 2.98 Wik- lionen Tonnen zurückgegangen, das ist um etwa 15 Proz. in einem Monat. Die Quittung dafür präsentieren die Zechenherren dem deutschen Boll in der Forderung nach der Erhöhung der Kohlen- preise und in der Forderung nach niedrigeren Löhnen. Die Herren an der Ruhr mögen sich nicht einbilden, daß man dieses Spiel nicht durchschaut. Sie werden die Oeffentlich- t e i t g e r ü st e t f i n d e n. Die neuerlichen demonstrativen Eni- l a s s u n g e n von Bergarbeitern sollen die Oessentlichkeit irreführen und die Bergarbeiter einschüchtern. Diese Irreführungen und Ein- schüchterungen haben die Bcrgherren nötig, weil sie es nicht wie die Engländer auf den Berlust der Außenmärkte und eines großen Teils des deutschen Marktes ankommen losten wollen. Sie werden gut daran tun, nicht mit dem Feuer zu spielen. Erfolge im be- strittenen Gebiet entscheiden auch über die Frage, ob der Steinkohlenbergbau die Kohlenkrise endgültig zu seinem Erfolg wenden kann. Höhere Preise nutzen da nichts. Niedrigere Löhne zerstören auf die Dauer außerdem noch die Berbrauchsfähigkcit des Inlandes für Steinkohle. Höhere Prcise und niedrige Löhne können die Umwälzung in der Wärmewirt- schaft, die der Grund aller Schwierigkelten für den Steinkohlenbergbau sind, nur noch ver- stärken und beschleunigen. Oer �rbeitsmarkt Vieüer beffet. Der Rückschlag der vorigen Woche hat sich nicht fortgesetzt- Der Rückschlag auf dem Berliner Arbeits markt, der in der voriaen-Woche zu einer--Zunahm« der Arbettslostgkeitazesuhrt haiw. hat sich nicht fortgesetzt. In dar Wache zum 22. Oktober hat die Berliner Arbeitslosigkeit wieder leicht abgenommen. Das Ist?edeu- tungsooll, well d'.e Herbstarbeiten der Landwirtschast, bald abgeschlossen, die Bauarbeiten allmählich deschränkt werden und von dort Zuflüsse zum Arbeitsmorkt erfolgen. Das Landesarbeitsamt Berlin schreibt zur Loge: Der Ardettsmarkt zeigt gegenüber dem Rückschlag der Vorwoche wieder eine leichte Erholung Die Arheitslosigkell ist nicht weiter gestieMN, sondern weist wieder einen, wenn auch geringen Rückgang von 323 Personen auf Somit betrögt der Stand der Ar- bettslosigkeit zurzeit 1S7 759 Personen Bemerkenswert ist dabei, daß der Rückgang sich nur auf weiblich« Kräfte bezieht. Wesen»- liche Wirtschaftskämpfe, zum Beispiel die der Holzarbeiter und Brauer, sind zum Abschluß gelangt. Besonders in der Holz- indu st ri«setzte ein lebhafter Kräftebcdorf ein, der zum Teil zu einem Mangel an Spez'alklästen, hauptsächlich in der Möbelindustrie, führte. Dagegen ist der Stillstand in der Metall- i n d u st r i e auch für diese Woche anhaltend geblieben und zeigt sogar geringe Anzeichen einer sinkenden Tendenz, dasselbe tr'fft auch für das Baugewerbe zu. Der Beschäftigungsgrad im Spinnstoff- und Bekleidungsgewerbe kann nach wie vor als günstig bezeichnet wer- den. Der Stsllenmarkt für Angestellte entwickelie sich nicht einheitlich. Während bei den weiblichen Personen bereits eine aussteigende L'mc beginnt, sind für männliche Personen noch keine Anzeichen einer Besserung zu bemerken. Der Kräftebedars der Landwirt- schaft hat zwar nachgelassen, jedoch ist noch immer Nachfrage nach Arbeitskräften für die Hackfruchtcrnte. Auch für Erd- und sonstige Außenarbeiten zeigt« sich der Arbeitsmorkt gut aufnahmefähig. Es waren 137 759 Personen bei den Arbeitsnochweisen ein- getragen gegen 138 982 der Borwoche. Darunter befanden sich 93 653(93 462) männliche und 44 196(44 629) weibliche Personen. Unterstützung bezogen 65 722(65 915), davon Arbeitslosen» unter st ützung 36 482(35 949) männliche und 13 753(13 142) weibliche, zusammen 50 235(49 082), Krisenunter st ützung 19 980(11216) männliche und 4597(4717) weibliche, zusammen 15 487(15 933) Personen. Airßerdem wurden noch 23 616(23 582) Personen durch die E r we r b s l o s e n h i l s e der Stadt gemeinde Berlin unterstützt. Bei Notstandsarbetten wurden 4858(5148) Per- sonen beschöst'gt. ns BERLIN uipin«- Straft« 30-33 Qrünfeld's Damenwäsche 1003 tn Hoff und Zutaten hodtweriig, aber det Preis ist niedrig i Lnnderttufer Leinen- u. GebildwrbrreL GrCÖtfs Sonderbnu« für Leinen u.V&tdil Der Großhandelsindex. Die auf den Äichtaa des 19. Oktober berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 139,9 aelfen die Vorwoche unverändert geblieben. Von den chmiptgruppen weist die Indexziffer für A q r a>- sto f s e einen R ü ck g a n a um 9,6 Proz. auf. Die Indexziffer für Kolonialwaren liat um 9,7 Proz. angezogen. Während die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren unverändert lag, hat sich diejenige für industrielle Fertigwaren gegenüber der Vorwoche u«n 9,5 Proz. erhöht. Die Schwerindustrie vermittelt durch Liefergaranlien hohe Dividenden. Wie mitgeteilt wird, hat der Äufsichtsrat der Rheinisch-Weftfälischen Kalkwerke in Dornap für 1926/1927«ine Dioidendenerhöhunq von 6 auf 8 Proz. für das Aktienkapital von IS Millionen Mark vorgeschlagen Di« Rheinisch-Weftfälischen Äalkwerke befinden(ich in der Hauptsache im Besitz der Hütten- und Stahlwerke an der Ruhr. Mit zahlreichen Eisen- und Stahlwerk«» Rheinlands und Westfalens bestehen Lieferverträge, die dem großen Dornaper Werk den festen Absatz der gesamten Produktion laufend garantieren. Die Erhöhung d«r Dividende darf auch als Zeichen für die Investitutionskonjunktur angsseh«n werden, die bei der Schwerindustrie herrscht und die Be- schäftigung des Dornaper Werts vergrößert hat. Aus der mitleldculschen Papierindustrie. Nach der Ammen- dorfer Papierfabrik, die wegen des Braunkohlenstreiks ihre Betriebe schließen mußte, hat auch die Cröllwitzer Aktien- Papierfabrik in Hall« ihren Betrieb stark eingeschränkt. Dies« Maßnahme traf das Unternehmen bei vollem Betrieb. In der kürzlich abgehaltenen Generaloersammlung erklärte der Borstand, daß die Gesellschaft durch weitere Rationalisierung«ine Vcrbilligung der Produktion anstrebe, da die in der Papierindustrie erfolgten Neugründungen in Zukunft eine preissenkendc Wirkung ausüben würden. Der Abschluß für das Geschäftsjahr 1926/1927 entlpncht der seit dem vorigen Herbst anhaltenden Kon> junktur in der Papierfabrikation. Während in den letzten vier Iahren keine Dividende gezahlt werden konnte, werden jetzt auf die 1,35 Mil- lionen Mark Aktienkapital 19 Proz. ausgeschüttet. Außer den üblichen Abschreibungen, die mit 169 999 M. um etwa 4 0 Proz. höher sind als im vorigen Jahre, wurde die Beteiligung an der Braunkohlengrubc Ferdinande von 159 999 M. auf 30 090 M. herabgesetzt, da die Ausbeute der Grube unergiebig geworden ist. Da adergidl man nur Orm Rnckuvn« bn DklNlch'N Mulüervrrband?,. Bv»n. Kam- mand-ntenstr 63, W. Dönhoff 3277—78 vkichüitszeil 9—5. Sonntag» 10—2 Uhr Auf Wunsch: Vertreterbesuch, Bez'rksbildungsausschuß der SPD. Groß- Berlin Mittwoch, den 2. November-1927, abend«, Uhr, im Saale „Märchenbrunnen", Am Kriedrichshain 29- 52: Vortrags» und Liederabend für die sozialdemokratischen Frauen und Mädchen Eintrittspreis 50 Pfennig. Karten sind zu haben bei allen Abteilunosleiterinnen u.an der Abendkasse- diese Abschreibung zu Last«» des Dispositionsfonds ging, ermäßigten sich dementsprechend die in ihm liegenden Reserven um 120 000 M. auf 30 000 M. Auch finanziell steht die Gesellschaft auf festen Füßen. Während die Forderungen von 0,58 aus 0,83 Millionen Mark— darunter 190 000 M neue Bankquthaben— stiegen, konnten die Schulden von 0,50 auf 0,39 Millionen Mark zurückgezahlt werden. Obwohl die Käuf«r in letzter Zeit zurück- haltender geworden sind, sichert der vorliegende Auftragsbestlmd für die nächste Zeit noch volle Beschäftigung. Verfünffachte Texlilgewinne. Aber höhere Zölle gefordert. Die außergewöhnliche, seit über einem Jahr anhaltende Textilkonjunktur, die einzig und allein aus di« Stärkung der Mafsenkauftraft fußt, kommt in den Ablchlüssen der einzelnen Unternehmungen voll zum Ausdruck. Bon ganz wenigen und rein zufälligen Ausnahmen abgesehen, haben sich die Textilunternehmen der oerschiedenslen Fabrikalionszweige von der Krise 1925/1926 erholt und wieder ein« hohe Rente erzielt. So kann auch die Süddeutsch« Baum- wolle-Jndustrie in Kuchen, die Webereien und Spinnereien betreibt, für das am 30. Juni obgeschloss«»« Geschäftsjahr den Reingewinn von 0,4 Millionen Mark in fünf- sacher Höhe des Vorjahres ausweisen und davon eine Dividende von8Proz. auf das Aktienkapital von 4 Millionen Mark zahlen. Die an sich hohen Schulden von 5 Millionen Mark bestehen größtenteils aus langfristigen Krediten, die, wie aus den starken Vorräten von 5,2 Millionen Mark hervorgeht, für Rohstoffkäus« und Lagersüllung verwandt wurden. Die Erhöhung der Vorräte von 4,2 aus 5,2 Millionen Mark ist angesichts der jetzigen Baumwollhausse wichtig. Es geht daraus hervor, daß di« Gesellschaft sich mit Rohstossen noch vor der allgemeinen Preis- steigerung eingedeckt hat. Der Geschäftsbericht, der die Erhöhung der Baumwollpreis« von Dezember 1926 bis Juni 1927 mit 40 Proz. angibt, verschweigt natürlich diese Tatsache. Wie man es aus der Textilindustrie allmählich wieder gewohnt ist, spricht der Geschäfts- berlcht von unzureichenden Schutzzöllen und warnt auch vor dem Abbau durch H a n d e l s v er t r a g s o e r- Handlungen. Hoffentlich begreift di« Regierung diese Warnung in dem Sinne, daß sie nicht zu berücksichtigen ist: denn die Faul- heitsprämien für die Textilindustrie sind wahrlich groß genug. Rohlstahlgewinaung und Walzwerkleislungen im September.. Die Septemberzisfern für die Rohstahlerzeugung und die Produktion der Walzwerke, di« i«tzt in der Fachschrift„Stahl und Eisen' veröffentlicht werden, bieten allgemein ein sehr günstiges Bild- für den weiteren Fortlauf der Eifenkonjunttur. Die R o h st a h I erzeugung im September lag 57 588 Tonnen unter den August ergebnissen, wobei jedoch in Betracht zu ziehen ist, daß der August «inen Arbeitstag mehr(27) hatte, als der September. D-.e arbeitstäglichc Leistung hall sich mit 52 743 Tonnen fast aus der Höhe des' Vormonats. Die Produktion der Walzwerke be- trug 1,12 gegen 1,13 Millionen Tonnen im August, also nur 10 30<> Tonnen weniger. Die arbeitstägliche Leistung weist mir 43 159 Tonnen gegen 41 953 sogar eine weitere erhebliche Steigerung auf. Gegenüber dem September 1926 weist die arbe-.tsiägliche Leistung der Walzwerke eine Steigerung um 18 Proz. und die Rohstahlerzeugung sogar um 20 Proz. aus. Hochkonjunktur für Druckereimaschincn. Die Dresden- Leipziger S ch n e l l p r e ss e n s a b r i k A.-G., Naundorf in Sachsen, gehört mit zu den ersten Unternehmen in der Druckerei- maschincnindustrie Fast zwei Drittel sämtlicher in Deutschland fabn- zierten Offsetmaschinen entfallen auf die Produktion dieser einen Ge- sellschaft. Im Lauf« eines Jahres hat das Unternehmen fein Kapital zweimal und zwar von 0,6 auf 4 Millionen Mark erhöht und die neuen Mittel wesentlich zur Rationalisierung unp zur Erweiterung der Betriebe verwandt. In dem o!« 1. Juni laufenden neuen Geschäftsjahr war die Gesellschaft in d» Lage, auch ihr erhöhtes Aknenkapital nahezu einmal umzti- setzen, was einer Umsatzsteigerung von 35 Proz. entspricht. D�- die Betriebe bereits während des ganzen letzten Geschäftsjahres voll beschäftigt waren und eine lOprozentige Rente oü- warsen, ist diese weitere Produktions- und Absatzerhöhung von be- sonderer Bedeutung. Zurzeit werden in den Werken etwa 12 5 0 Mann beschäftigt, deren Vollarbeit bei dem vorliegenden Auftrags- bestand bis Jahresende gesichert ist. Wjsthmm�jzru. öjltlcL u. ftiiolrtrir aiqgpdft {W Qisz&en' QU£n>ahL vm vSPEI5E� MEDQEN ZIMMEQN KOCMEM TEPPICHEN bevOßiSi unssra 9ceisu2uzd54bzi| ÖetiS? E15A55EH5TR.32 BßUNNEN5Tß.33. Melallhellcn 10S0 Sctilafclia!S8lon5ues24. Plüschsofas 30 M., Ratenzahlung /QÄftp Berlin, Pappelallee 12 UVlII Pankow, Schmldtstr.1 |eder Bahnstation. frei Wandsehmuekbilder TEILZAHLUNG ohne Anzahlung kauft man direkt ab Fabrik Xnustbilder-». pjhmenfabrlk .Diamant", Prenzlauer Str. 27 Kalaleg graH». Im Aller von 47 Jahren schied nlöhlich und unerwartet unser lieber Miiardeiter und Kollege Hermanii Pannicke au4 dem Leben. Wir verlieren in ihm einen arbeilsomen.tretien ffreund. der sich durch sein immer ireundiichc» Wesen und seine sieie sziissberellicha I ein ehrende» Andenken gesichert hat (kschäftsieitung und Personal der Vorwärts-Buchtlruckcrei. Die Einäscherung findet am Dien«- tag. dem 25. Ottooer, 14 Uhr, tm Krematorium Baumschulenweg statt Am Freitag, dem 21. Oltober, eni- schlief nach langjährigem, ichwerem. mit größter Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Schwester. Schwägerin und Tante, Frau Minna Henschel geb. Flebeikorn fürs nach Bollen dung ihrer öS. Leben»- jähre». Dle» r eigen tiefbelriidt zugleich tm Namen der Hinterbliebenen an Rlebard Henscbel und Kinder Bln.-Mariendors. Shausseestr 30. Die Einäscherung findet am Diene'ag, dem 2S. Öftrer, nach- mlitags 4 7, Uhr im KimnaloriuM Baumschulenweg statt. Äf-** DasMeuesfefi SieuJhreKirxXi isfbeiunsvnW; froffen uhatre 7hrer3esiihf"" eiekhzeim. fen mrSieautun- Sere Riesen- werksamniadisn. A//e5äeofcdetf/ —'* 7.$chon. Rosenf haler-Str.�ft-A? ftkeMeucSthönhauser-Straanen I Si& HvMn, bedingt verpflichtet, in der Bersammlung zu erscheinen._ Olanalag, da» 29. Onobac, nachm. 5 Uhr. im„Ueichanbergar Hof". Ueichenderger Sir. 140:- Branchenversammlung der Metalldiücker und Polierer. Tagesordnung.-1 Beitcht 2 Branchen. angelegenheilen und Verschiedene» Wegen der Wid-tigfeil der Tage»ordnung erwarten wir. daß alle Kollegen r e st l o» erscheinen Di« Verlratiensleule sind vre- pflichtet für einen guten Besuch Sorge zu tragen Um! BananldHäger«jmi Äiioo (UiUuDas-.itmu» a.BeklamemarlieD legen Nachahmung gesetzi �esch. tertigtseit45 Jahr. als SpezInlltSt Conrad NOller Lcivslz- Schkeuditz Ii zur Niete W50, Ansbachersi r.t Ctcnstoo. b«n 25. Ottobar. obenbo r Uhr, Im verbonbihona, Linien. ftrnhe S3 6b: Branchenversammlung der Bauanschlägcr Tdgeaordnung!.1. Unser, Lohn- dewegung 2. Berdand». und Branchen- angelegenheilen. Ohne Mitgliedsbuch fein tzutrltf. In Anbetracht der wichtige» Tage,- ardnung werden die Kollegen ersucht. reftlo» diese Versammlung zu desudie» Nlennlog. den 29 Oktober, obenbo ? Ufer. Iir. Sitzungssaal be« Oetbanb«- Hanse», Linienstr. 59 59: WM" Konferenz derwriblichenvertrauensperjonen und velrlebsraie. Tagesordnung: Vortrag Uder „Dle wirlschaslliche Lage der Ardelierichasl und unser« Atilgaren" Ref.: gritz Ztilngulh. Da eo stch»m wichtige Fragen bändelt. muß jeder Betried verirrten teln. Die Funttlonärinnen lännen organistert» Kolie- ginnen ai» Gäste«inssthren. vienotog, den 29. orkober, abend« 7 Ahe. tm Zimmer 25 b»a Uerbanda» Hauses. Linienstr. SZ«5, Portal I, 4 Tr Branchenversammlung der Elek»romon»eure und Helfer. Tagesordnung: 1. Die Raiiona- Usterung in derEIekiroindustrie 2. Branchen- angeiegenheiten 3. Verschiedene». Zahlreicher Besuch wild ermattet WM! Mlevlildklkn UM! Dienstag dsu 25. Oft.« nachm. 5 Ahr im verbandshause, Ltnienskr. S3/S5: Wichtige"ML Branchenversammlung für olle in der Feileaindustrie beschäsiiglen Arbeiter. «w(Seaerflioetsflintnluns! Die«»narolaersammlnnu für da, 3. Quarta! findet am Montag, dem 12. De- zember, statt. Anträge dazu müssen dt» zum d.Rovewbrr bei der Ori«verwaltung eingereicht sem. Die wahItSrpee- Dersammlnngen werden in der Zeil vom 21. November bi» 3. Dezember abgehall-n. Reuanmelbnngen von Delezierten dt, zum S. Dezember. UAlWWNsWssllASW! EintrUtskarten«ir die wertstostschau tSnnen von den Milgliedern unsererBranche ab Montag, den 24. Ottoder, im Zimmer 2- III. Stock unsere» Verband»hauie». Linien- straße 33 8ö. bei dem Kollegen BarteletI in der Zeit von 4— S Uhr nachm. in Empfang genommen werden. Spielplan unserer ftnUncabtcilung: In der Dach« vam 24. bis 30. Oktober» 1. WUst» am Meer. 2. Herstellung vonDummiundSumnu- tsol. Drähten. 3. Blau« Adria du. 4. Peo>. Rehbein geht tanzen. In der Aodh« vom3l.vttbr. dta e.Noobr.: 1. Da» Wunderland Bali lExvediiion»- und Tierfilm vou Lola Kreuzderg). 2. Herstellung von Porzellan. 3. Ein heißer Endkampf. Zn der«»che vom 7. bi» 13. November: 1. Im Lande 6er Löwentiiter sau, den Erlebnissen eine» Weltreitenden). 2. Herstellung von lSigswändeit 3. Eine Seel-Drotesfc. Zn der Woche vom 14. dt» 20 November: 1. Snout. der Eisbärjäger lSltlen und Gebräuche der Eskimos). 2. S-drift- und Schrcidwertzeuge alter und neuer Zeit. 3. Lustige Hygiene Nr. 1. In der Woche vom 21. bi» 27. November! 1. Das Werden de» Menschen lvon der Empfängnis bi» zur Seburl). CIW Für Iugendiidie verboten. 2 HeUqnellen und Badekuren. 3. In einer SUderfuchsfarm. In der Woche»o» 2«. Rov. bi» 4. Dez.> 1. Liier durch da» Land Ad bei Krim» (eine Reife von Marokko di» zum Btt-nitfchen Ozean). 2. Kohlenftaubfeuenina. 3. Scherben bedeuten Glück(Humor) VOU- Dazu für jede Vorstellung di» neueste Wochenschau mit einer Etnlag«. Anfragen wegen Ueberlassung und Besuch der Abteilung sind lelephonisch oder schritt. uch an da« zu richten. Bureau, Kulluradleiiung, vi» orkovarmoltnng. Von dar liaioe rurilivh. SanitStsrat Dr. Bakofen StsllesaDseliüte 1 fioiKn In Vorwärts| MBeachüg l modiemie 80 Weiaenborder Str. 80 7V>— 10, Z-o. Humboldt 4297 M WDIimg! Oeulsche Teppiche, Lauser. Brücken und Diwandecke». Teilzahlung von monailich 10.— an. ohne Wech>el. Diskrete Adwicke- lung. Lagerkarte 388, Postamt V.>9. £sfkicr Hanewacker PPIMfl GgWSEFIDEBNI Ich empfehle: Dannlte Gänsefedern zun SelbatralBoa M. 1 J0-3.00| Kleine Rnptfedern, tüllfcrtig.......... M. 4JO-5.UO| i Welche Halbdauuen, wanderbar fflllend M. 6-50-6.«,! Elite 3/4-Daanen........................ ist. 8.50-7.001 I Oe-isseoc Federn, gut füllend, M. 3.50, 4.00, 4.50, 5.00 1 ; Schneeweiße, dannige.................. ist. 6.60-7.00 1 | Wunderbare Daunen.................... M.9.00-II.-I , Vor Ktuf rerUngen Sie Cratismuster unter Angabe ob ce- oder ungerissene. Versand per Nachnahme. f Nicntgefallendea nehme auf meine Kosten zurück I ' Emst Weinberg, Neu-Trebbin F2J jErate Odcrbrnctaer Beitfedcrn- Uarapfwiacherek 1 und Reinigungsanstalt. Sonntag 23. Oktober 1927 Äus öer �ilm-ÄVelt Seilage öes vorwärts Die Zilme öer Woche. »Vie große Parade." , der Regie führt, macht das so, daß er Witzblatt-Typcn in die Handlung einschaltet, er überspitzt die Zeichnung der Nebenrollen, er gefällt sich im Kari- katuristifchen. Von der Kleinstadt ficht man wenig, es seh't das Bodenständige. Auch vergessene Stationen sind schon wirklichkeitstreuer geschildert worden. Bleibt die Regie in d«r Milieuschilderung in gewohnten Geleisen, so arbeitet sie dock wenigstens mit den Schäuspielern. Maly D e l f ch a f t ist leider ohne individuelle Prägung, sie begnügt sich mit ihrer anziehenden Blondheit, doch Anton Edthojer, früher der Tarsteller verbummelter und überflüssiger Existenzen, gibt dem vflichttreuen Assistenten Gesicht und überzeugt auch im Affekt, und Hans Unterkircher ist mehr als der Verführer mit dem sacharinierten Lächeln. Zlm besten jedoch Hans M a r r in einer Episodenrolle. Er spielt einen braven Telegraphiste-n mit treuem Hundeblick, er ist ein Abseitiger, Stiller mit einer fiesen Sehnsucht noch Familienglück, knorrig, verstehend und groß._ F. S. »dle elf Teufel/ (Tauenstien. Palast.) Der Grundgedanke, einen Sportfilm zu drehen, in dem wirkliche Sportereioniss« die Hauptrolle spielen, ist gut.(Man erinnere sich nur an die vorzügliche filmische Berichterstattung von der Arbeiter- Olympiade, die wahrhaft schwungvoll sür den Arbeitersport warb.) Doch unsere Industrie macht scheinbar nur Filme sür den ameriko- nische» Geschmack. Was man vor Jahren in filmisch trauriger Sommersaison beim Baseballspieler erlebte, ist jetzt aus den Fußball- spieler übertragen worden. Tommy, ein Dreher oon Benif, ist ein hervorragender Fußballspieler. Er gehört der Linda an, einem Berein, in dem man nach Feierabend Sportsmann ist. Aber der Verein„International", eine Bsrussspieler-Bereinigung, will Tommy haben. Dank der Vcrführungskünste eines Weidchens und reich- licher Geldzuwendungen der Berufsspieler wird Tommy seinen Kameraden untreu, denen er vorher auch noch den Inhalt ihrer Vereinskasse genommen hat. Als dann der Tag der Entscheidunq herannaht, tritt er, nachdem er den Kontrakt mit den Bernfsspieleni zerrissen hat, bei seiner alten Mannschast an. Darob schwimmt alles in Wonne, da» Mädel, das von Tommy selbst verleugnet und verlassen war. wirft sich ihm an den Hals, und der Filmtext faselt von olles vereinendem Sportsgcist und dergleichen Dingen mehr. Also, ein Manuskript, wie man es sich unmöglicher kaum denken kann. Bezeichnend ist auch sür den Dersasscr, daß ausgerechnet der Dreher, also der Arbeiter, solch' wurmstichiger Charakter ist. Der Regisseur Zoltan-Corda erlaubt sich sehr viele merk- würdige Szenen. Di« Sportaufnahmen sind von hinreißendem Schwung, sie rechtsertigen wohl den Film, aber nie und nimmer da» Manuskript. Wunderbar sind Cinzelausnahmen von F r ö h° l i ch in ein regelrechtes Spiel hineinkomponiert worden. Wie er um den Ball läuft, wirkt, rein sportlich gesehen, einfach ineisterhait. Fröhlich bringt überhaupt für die Rolle des Tommy oft urstorke Frische mit.__«. b. »der Student/ (Eapltol.) Man kann sich ungefähr vorstellen, wa» für eine Figur Buster K e a t 0 n unter sportstüchtigen amerikanischen Studenten spielt, unter die er geraten ist, weil irgendein Mädchen es sich in den Kopf gesetzt hat, daß er, der bisher nur die Studien kannte und in ollen praktischen Dingen sich völlig lebensfremd benahm, ein Sportfer werden muß, um bei ihr Gegenliebe zu finden. Und nun geht das Märchen los: Buster Keaton ist ja nichts anderes als eine Märchen- sigur, die sich unter die Amerikaner verirrt hat und durch den Kontrast ihres eigenen Wesens mit den äußeren Berhältnissen die tomischsten Situationen heraufbeschwört Denn er ist ja ein Schle- mihl, der statt nach außen nach innen sieht— daher sein etwas schafsdämlicher Ausdruck—, und der im Alltagsleben alles verkehrt macht. Was gibt das zum Beispiel für groteske Wirkungen, wenn er es bloß mit einem Schirm zu tun kriegt, oder nun gar Barmixer oder Negerkcllner spielen will. Und nun erst seine Bemühungen um den Sport: wenn er die prächtigen Leistungen seiner Mit- studenten zu erreichen sucht und dabei regelmäßig daneben fällt. Doch seine Stunde kommt. Durch irgendein gütiges Geschick wird er zum Steuermann in der großen Ruderregatta bestimmt. Und mit einem Mal kann er olles das, was er bisher nie gekonnt hat, und hat außerdem die Phantasie der Initiative, als ihm fein Steuer kaputt geht: er bindet es sich einfach um den Leib. So erringt er sein Mädchen, nachdem er zuvor noch durch die tollsten Bravour- stücke bei der Besiegung des viel größeren und stärkeren Neben- buhlers feine Ucbcrlegcnheit bewiesen hat. Voran ging ein sehr instruktiver und gut unterhaltender Film über M i t t e n w a l d und seinen Geigenbau, der neuen herrlichen Landschaftsbildern Einblicke in die ganze Technik des Geigenbaues gewährte. r- «uksi'Sts Sparsamkeit u. allerbllligsta Preisstellung I sn so? Fehlfarben unserer bekannten Marken Tatkraft 10 Pfg., Juhitrumpf 10„ I Bertwina 15„»« Denkmünze 20„> Ersparnis Vom SO Stock an S*/*Rabatt( wen 30 Mark an frankOi Garantie und Zurücknahme. P.K.il.te au« garantiert nur autlandiachen Tabaken(Sumatra-Deckblatt und in der achmackhaslen Einlage- Miachung ein Zuaalz von würzig duftendem Havana) wacker gepudert ooeb �mauiert, unaortiert vom Ti.ch de. Arbeit.,, in Naturfarben verpackt. ZU haben* in unseren Filialen und ca. 2000 Zigarrengeschäften Kenntlich an unserer Schutzmarke(Eule) PAUL lUHL, BBRLIN-nANKOW Dar Ergebnis unsere« SehSnhells-Wettbewerbs hängt in unseren Filialen ab Mittwoch, den 26., Oktober aus. Gl«S „KSüfvlsberg",»eecMWee RotweinsSäser........... stoekSOpt Rheinweingääser..�....steekSS« Portweinsiäser.......... B»8«k45pt. Likörgläser................. B«*.k 40?«. BierbecheroTruiw,8tfiek 35n Sturzflaschen gMcui*«, B«««k6Spt Butterglocken r—.. ptark 1 35 Käseglocken KMehiia«B....BMci:13S Bierbecher«,» eoMru«..st*ct I8w, Kerllikör ni»............. 18« PveHsloBsevwMevßw' Ccmpots....... Black conÄSPt biß 1 35 Kompotteiler.......... �ttck 25«. Kuchenteüer______ �..si«-» 1 18 Käseglocken............... Bwckl28 ?ardinieren �»«1•«ia�.fwWj.sttekSSpj Bonbonnieren SS?«. Blumenvasen n»r,Mhrtic,stok.95«. NleikVMaN Xompottschelen«.a«»,»tok.l�5*' 3ar4inleren«. u«»____ eu«k645 Krüge c». h,....... Bta«k47S Vasen«.»««............... ewckw** Ukörflaschen-/.l.».».»»»-!.«« 6a* Dieser Sonderverkauf bietet eine seiten sQnttiseKaufselegenheit zur Ergänzung und Neuanschaffung Im Haushalt LNiviMattsiwiiSeß SchmOftöpfe kluxn� SSiaek, iBkord. 575 Eimer cer�ckt f cm.......... StQek 95« Wasserkessel xuafau., uv, stock 2** Le bwärmerGS, Wärm Nasch. 99p.. naschinentöpfe/uc>ic.st85l7Sv95p. Rosshaarbesenstack 95p1. I83 245 Schmortöpfe Rossh.«andfegers. 95?. 12n I45 Kasserollen Rmeuc.. stock 60, 7Spl Schrubber...... stock 28, 45, 85p. DurchschlägeRmtiuc. stock 65, 95... Scheuerbürsten stockl 8, 28, 35?. S.-S.-S.-KOnSOleam*UL.St.l45De;fi190 Hertie hop der«»«»•ifcs.SMC.m.Sli»!, St« 2®5 Brotkesten...... stock 245 2®" 430 Reibemaschinen...... stock! 85 275 Helschhackmaschinen st.379 55D Wandkaffeemühlen.stock 273450 Brotschneidemasch. iwoc«..ztL.7s878 Passiermaschinen.......... stock 47S Salonkohlenkasten........ stock 450 Ofenschirme............ stock 550 750 Kohleneimer.......... stock 2 23 27S Koh>enschUtter......... stock l88!88 Kohlenschaufeln....stock 18, 25« ©cgeftw«O Serde besonders vreiswerl! Bohner.......................... s.o«k238 Tabletts Hota............ stock 95«. 1 90 Garnitur i«uir*Rt,»«tbekwi«. n«i>*k. k»Ptcc................... zu*amnien95«. Besteckkasten. stock 45, 99« 1 33 Wäscheleinen......... stock 95?-. 1 90 Wannen s«a, st-k188«cm2®8 td«�0 Wasentöpfe �«« mit Einsäte v. Dcckrt, ßtftck � � Waschwannen a�o« so««so Zink, mit HoUboden..Stüct"'■■ iÖ" Waschzober zi.k.n.KciiMHi.stoicS80 1950 T«ll88hliiBg för Gasabnehrnffr der BcTÜner Stftdtisoheii Gatrwerke BacbondtrüDk 1668 Elche ginclac.. W J " 2,50 E-->»t»t Gardine, hier et pitKWl ßSckenckrM�llAj SsoÄttZÄ wcd. Ileae gebetet.. WO beiii.mUk(e- 4|ken Oardlac, Bleu* 1 Eft Ullplalteud IKJW poeeeed.........»fwv| Giackosten.. a kl RäCdlÜJvS Bebe gebet»t. ml, MecbicnL ». OlaskMI 25H Nur r.nipal�yT Stcaaac, ru t raTiV.ii.--'jc a.'.Vc-.nd Ch-n�cec�ra�c DeMeMon Kafteeserie„China blau" Kaffeekannen stck.,«» 285 m« 4so Teekannen...... stock 2203e5398 Milchtöpfe......... stock 79... bt* 1 1 0 Zuckerdosen.......... staek 1382 8 Tassen...................... stock 95« KCeesarle, Golrfband und Llala Kaffeekanne stock ,«95?.. bi-238 Teekanne......... steck 1 1- 1 45 1 88 Müchtöpfe......... stock 22 bis 68« Zuckerdosen.. stock 55, 65, 85« Tassen....................... stock 42« g- p-?*, a i%& n f r> T «TJflfTcCiCCvICW 5 teilig 1 73 6 teilig R9® 9 teilig E80 IttriPets.a ro/fablcu" lttr6PMe.tr Tassen 11 10«.yongoM-�O bt Ken e, StJfcl,»IÜPt henket, BlwUPt KUdtengamituren i750 mic Golcliloien...........| S «Ztswaut Steingutteller_.__ flsofl od. tief, platt. St.■ jeftppLSIck.• O« Satz Sslatieren«ei« steine 8(�.95« Wurstkasten.............. stock 95«. Waschgarnitureitetc«.,388m»1 950 Blumenkübel........ stock 95«! 83 Elektrische Artikel Em», MeMiBg rm V3® Vügeietisn--d.«»«., 678 fciMIHn jjirHc'ij.'iB.-ucS88 jfCdlCC 1 Idter Inhalt, 0 J. Gaxniitie 9T5 Swk NMS! ¥wßl MUMMI In allen Größeen und i? armen zu SuBserst vorteilhaften Preisan Giwdwe« Decken TOn-Haibvorhangeohumiteiied- 2, 90 Diwandecken qazlitftt. mit Fransen...................%r schwere QaAlit&f, i Schlafzimmergarnitur m-voiaot, Q50 In ,leie» Ecrbcu geetmlS,.............. v TA! Bettdecken sbetti»«eud« Q75 QodlUUen, aene Macter.......... tS,2S, dt Fiiaeea, Mbwere QoAlllit, pcreiech gemaetert Diwpndecken»»qae««, persisch und modern gemaelert..... Dhvondecken Gobciiogcvcb«, neue Master......................... 1325 48°° 1©M gifafeitueccn ESSlöffel dlpaka, 40 g SUhenoiL. St95pf. Kaffeelöffel U|niu.40gSlllutaa>g«,Bt 59« Alpaka-Essiöffei pemnetert..8t45p£. Alpaka- Kaffeelöffel gaiaM.at.22« ESSbeSteCkS Alpaha, gennitert, Pasrl 4j Fischbestecks*1*1».......««95« Tortenheber Aip«**..... stock 95« Bestecks tdnnn 65«, ttMik, P«Ar95pf. Tranchierbestecks......... I90 Geflügelscheren________ stock 225 Brotmesser................ stock 45«. In vnyerem tiau»c LEIPZIGER STRASSE nntcrfutlien m�'r eine grosse Auswahl 1 ORIENT- TEPPICHE SÄ j siaunlich billigen Preisen mm Vetkanf bringen. Elektrische Artikel NzAtMilkmre KlüSicrlamve................. 850 S»?eibiiW!smvs............. 5®° EseiiezikimerSuslamve ,«50 rait Öeideasfhirm............... SttMWilierkmiu'v-. 24®® SilMüMMMl».7b. 1250 farbenpr&chiigcr wätsäaw. er.e ZoUerm&sslgmg Pa. Velours Pa.Tournayd"'iitel« Gr. ca. 1.0x230 48°° Ta�%£ssi"bm mecnaniflcb Kewebter Gr. ea. T�OOO lencran Lrnyma mit Frans« 200X300/ A. rangen, Gr. ca. 4s � �(X) --------- lefBiteae�ÄÄ.�r! 16« Xeraseüe Ä46.t...i00.g..Fr!�:3fi« WatelenB�fiS&M�ÄSSpf :äi.SßiiHl8rseye.pM,�Ä;3j5 Fela.SellesßodteH 90,t 72°° 250X»So1g000 Gr. e».< 250X350 �miSHMaviKel Gr. c*. 200X 300 Gr ca. 67«MOS00 Gr. ca. �gOO 2511X330 Gr. ca i 800X400 Gr. ca. 800X400 Gr oa 260°° Gr<*• 14400 ..gett!ö-8e!!eUÄ?el" LNMS Sa'mlak-Tarpcatia CCl; m.pa.SaHenicbcii:. nr Ii«.» I-Pfd.-Pak üBPf(i6-(. l-«d. Paket ZUPt nUtpa-SeUenactmltrcb, J;3,«, I-Pfimd- qc Paktt.................................. iWr PB«er'mTSWÄSÄc� 4flpf BeslBolfflenjndis.ÄTOpt �.ILZ Mckslwaee« TeeglSser MaH.nni.st.45, 75, 95« KannenuntersätzeTcrsBaad.». 85« T Ortenplatten mltTCralck. Baad, St. 283 BrOtkÖrbe gehkamait, Raa darb. St. 2 33 Giäserteller HaaalsgTaraiekett... 18« GebäCkkaSten eckig edar«ral. 8t 288 Kakaokannen mcas-Tam-DackclSt S85 Aufschnittpiatten �,a.swuiu.s>».283 Krümelgarnitur jieaing anL.stck 2« Tee-Eier..................... staek 45« Teebrühiöffel............. Etack65« f A D 3 1 I 1 i i i i 1 1 % I 1 1 1 4 leiuzlser Strasse» Alexondeniiotz• Frankfarter ASiec» Belle-Alliance-Str.• Brannenstr.» Kottaaser Oanun» ilfümers�orfer Str.» Andreosstr.* Chaasseestr. ——--- UMI.Hl in na« m imai IIIIII— Uli IUI Uli l»........... III»»................. IIHIIII Hl I II I..... Hill t-'r. X '\-■''.. 4.■>.«•,•_ pa Tyc-a�_.vhr.~ Freitag, 28. Oktober, bis Hontag, 7. November 1927 in den gesamten Saalräumen des Berl. Gewerkschaftshauses, Berlin SO. 16, Engeluffer 24-25 WERBESCHAU MODEVORFUHRUNGEN» KONZERT» WARENAUSSTELLUNG I Erölfnung der Werbeschau am Freitag, dem 28. Oktober 1927, wachwntaBS 2 Uhr| Konsum-Genossenschaft Berlin u. Umgegend.©%?><. b'-M» r?'.w.,• \ Nr. 502 �»».Jahrgang 4� Sonntag, 23. Oktober 1927 /lngestelltenverflcherungswahl! Forderungen des AfA-Bundes. Ausbau der Angestelllenversicherung. Zlusdehnung der An- gestelltenoersicherung auf die Angestellten aller Berufe ohne Rück- ficht auf die höhe ihres Einkommens.— Erhöhung der Renten ohne Beitragserhöhung.— Steigerung des Grundbetrages von 480 auf 720 M. jährlich.— Anrechnung der geleisteten Beiträge lSteige- rungssatz) mit 20 statt bisher 15 Proz.— Verdoppelung des Kindergeldes von 00 aus 180 M— Aufwertung der früheren Beiträge in allen Gehaltskllifsen. Herabsetzung der Wartezeit für den Renten- bezug von 10 Jahren auf 5 Jahre.— Herabsetzung der Altersgrenze vom 65. auf das 60. Lebensjahr.— Bolle Anrechnung der beitrags- freien Zeiten bei Stellenlosigkeit.— Verhinderung willkürlicher Ablehnung von Heilverfahren durch gesetzlich gesicherten Rechtsanspruch. — Schutz der Versicherten gegen unsoziale Anlage ihrer Beitrags- geldcr.— Billige Darlehen an die Angestellten, insbesondere zum Wohnungsbau. Ausbau der Selbstverwaltung. Schaffung eines ehrenamtlichen Vorstandes, zwei Drittel Versicherte und ein Drittel Arbeitgeber.— Reform des Vertrauensmännersystems, keine Arbeitgeber als Ver- trauensmänner.— Entlastung der Vertrauensmänner von der Wahlmännerpflicht.— Erweiterung der Befugnisse der Vertrauens- männsr als Berater und Vertreter der Versicherten.— Auskunsts- Pflicht des Vorstandes an die Vertrauensmänner.— Abschaffung des indirekten Wahlsystems, Einführung von Urwahlen durch die Ber- sicherten. kaufmännische und vureauangestellle, Techniker. Werkmeister, Bankangestellte, poliere, Zuschneider. Bühnenangehörlge, sorgt dafür. daß diese Forderungen in den Kreisen der Angestellten bekannt werden. Hrofizügige 5inan?politik. Prämien an Lehrlinge sind steuerpflichtig. Es war lange Zeit zweifelhaft, ob die den Lehrlingen vielfach nach vollendeter Lehrzeit gewährten Prämien der Lohn st euer» Pflicht unterliegen. Diese Zweifel sind nun behoben worden durch einen vor kurzem erfolgten Bescheid des Reichsfinanz- Ministers Daraus ergibt sich, daß diese Prämien im Regelfall« lohn steuerpflichtig sind. Sie sind es immer, wenn sie auf Grund gewisser vertraglicher Abmachungen oder infolge be- stehender kaufmännischer Uebung den Lehrlingen gezahlt werden. Was wird mit den Streik-flrbektslofen! Die Frage, was mit den Arbeitern wird, die durch einen Streik, on dem sie unbeteiligt sind, arbeitslos wurden, ist durch den Streik im mitteldeutschen Braunkohlenreoier wieder akut geworden. Das Arbeitslosenversicherungsgesetz sieht vor, daß in Fällen, in denen die Arbeitslosigkeit durch Ausstand oder Aussperrung unmittelbar verursacht ist, namentlich bei Ausstand oder Aussperrung außer- halb des Betriebes, des Verufskreises oder des Arbeits- oder Wohn- orts des Arbeitslosen, die Arbeitslosen zu unterstützen sind, wenn die Verweigerung der A r b e I t s l o s e n- Unterstützung eine unbillige Härte wäre. Die Frage, was aus der Unterstützung der im Zusammenhang mit den Lohnbewegungen der letzten Zeit nicht nur in Mitteldeutschland, sondern auch in anderen Gegenden mittelbar arbeitslos gewordenen Arbeiter wird, ist also noch offen. Ihre Klärung muß so bald wie möglich erfolgen. Wie wir erfahren, wird sich der Vor st and der Reichs- a n st a l t in der nächsten Zeit mit diesem Problem beschäftigen. Zu den Beratungen, die die Unterstützungsfroge klären sollen, werden noch zwei unparteiische Beisitzer herangezogen. Der eine dieser Un- parteiischen wird von den Arbeitgebern, der andere von den Arbeit- nehmern vorgeschlagen werden. Auch die Profitgier macht„erfinderisch". Eine Weimarer Wollworenfabrik hat dieser Tag« folgende Bekanntmachung in ihren Berriebsräumen aus- gehängt: ./Da einige meiner Arbeiter nicht in der Lage sind, die Kosten für Heizmaterial aufzubringen sl), stelle ich die Betriebsräume in der Zeit von etwa 17 bis 20 Uhr der Bctegfchaft kostenlos als Wärmehalle zur Verfügung." Auf den ersten Blick scheint dieser Anschlag eine furchtbore Selbstbloßstellung der Firma zu bedeuten, da sie schriftlich ihrer Arbeiterschaft eingesteht, so wenig Lohn zu zahlen, daß sie sich kein Heizmaterial kaufen können. Aber die Vorgeschichte der Bekanntmachung enthüllt einen ganz anderen Plan: Da die Firma 65 und mehr Stunden arbeiten ließ, wurde ihr eine Verfügung zugestellt, in der es heißt, daß sie nicht mehr als 54 Stunden arbeiten lassen darf. Die verkürzte Arbeitszeit gefiel der Firma nicht, so daß sie auf die vom Unternehmerstandpunkt geradezu geniale Idee kam, in ihrem Betriebe„W ä r m e h a l l e n" einzurichten, in denen nach der offiziellen Arbeitszeit weiter geschuftet werden sollte. Also vom Unternehmer organisierte Schwarz- arbeit. Um den Schein zu wahren, wurde rasch ein„Betriebsrat" gewählt, der zu alledem seinen Segen gab. Der Unternehmer be- schwor die Arbeiter, die Sache geheim zu halten; aber einer plapperte doch und jetzt hat die Gewerkschaft diesem Ausbeuteridyll«in Ende bereitet. Vorschüsse im Saargebirt. Man market auf die Besoldungsregelung im Reiche. Die Staatsarbeiter des Saargebiets haben von der Regierung?- kommission einen Vorschuß in Höhe von 200 Franken(32,80 M. zurzeit) als Abschlagszahlung auf ihr« demnächstig« neue Lohnregelung erhalten. Eine ähnlich« Zwischenlösung hat die Regierungs- kommission für die Beamten getroffen. Sie hat an die Beamten- oerbände ein Schreiben gerichtet, worin darauf hingewiesen wird. daß, solange nn Reich die Befoldungsordnung nicht endgültig durchgeführt sei, irgendwelche Maßnahmen für die Einführung dieser Besoldungsordnung im Saargebiet nicht ge- troffen werden können. Sie könne somit auch keine Vorschüsse auf eine noch unbestimmte Besoldungsregelung leisten. Um jedoch der Beamtenschast entgegenzukommen, werde die Regierungskommission folgende Vorschüsse zur Auszahlung bringen lassen: Für etats- mäßige Beamte Gruppe I bis V 275 Franken, wenn oerheiratet: 220, wenn ledig: für die Gruppe VI bis IX 330 Franken, bzw. 270: für die Diätare Gruppe I bis IX 220 Franken ohne Unterschied, für Ruhestandsbeamte und Hinterbliebene Gruppe I bis IX 20 Proz. des Monatsbetrages unter Ausschluß der Frauen- und Kinderzulagen, für Lohnangestellte: Gruppe I bis V 220 Franken, wenn verheiratet: 175, wenn ledig. Für die Gruppen VI bis IX 330, bzw. 275 Franken. Die Auszahlung soll sofort erfolgen. Diese Regelung wird vor allem von der unteren und mittleren Beamtenschaft begrüßt. Der bedürftige Teil der Beamtenschast des Saargebiets hat nur den einen Wunsch, daß die Regierung in ihrem Vorgehen konsequent bleibt und die sozialen Ungerechtigkeiten, die in der Reichsbeamtenbesoldung des Rechtsbürgerblocks enthalten sind, für das Saargebiet ausmerzt. Angestellten.Persicherungswahl am 13. Rovember 1327. Betriebs- Vertrauensleute! Macht schon jetzt die Angestellten auf die Wahl aufmerksam und veranlaßt sie, das Wahlrecht auszuüben. Jeder Wähler muß sich seine Versicherungskarte verschaffen, die als Legitimation dient. SPD.- Schuhmacher Berlins!„Wie können und wollen wir in der Werbewoche für Partei und Presse wirken?" Mit dieser Frage beschäftigt sich unsere Zusammenkunft am Montag, dem 24. Oktober, um 17 Uhr bei Blawert, Weberstr. 24a Es wird erwartet, daß alle in Frage kommenden Genossen dort erscheinen und bereit sind, an- läßlich der Werbewoch« unseren Einfluß in der Berliner Zahlstelle zu stärken. Die letzten Wahlen beweisen die Werbekraft unserer Partei, wir dürfen nicht zurückbleiben und uns auf ewig dem Diktat der Kommunisten unterwerfen. Gleichzeitig weisen wir auf die Generalversammlung der Zahlstelle am kommenden Mittwoch um 18 Uhr bei Boeker, Weberstr. 17, hin. Der Werbeausschuß der SPD.- Schuhmacher. Achtung, Schilderanmacher und Helfer! Ein« nochmalige Fühlungnahme mit den Arbeitgebern hat ergeben, daß am D i e n s- tag, dem 25. Oktober, nochmals Verhandlungen statt- finden. Der Beschluß, die Arbeit am Montag früh einzustellen, wird dadurch bis ZNittwoch früh vertagt. Um das neue Verhandlungsergebnis entgegenzunehmen, versammeln sich die Schilderanmacher und Helfer am Dienstag um 20 Uhr im Lokal von Paul Prasser, Michaelkirchstr. 23a. Alle Betriebe müssen bestimmt oertreten sein. Deutscher Verkehrsbund, Sektion 5. AEE. Koloniestrahe, Friedenau, Rheinstrahe, Treptow, Sofsm-u». g g strahe. Morgen, Älontag, IS Uhr, im Lokal gschiestng, Ackerstr. 1, am g fei Koppcnplatz, wichtige Versammlung aller in den obengenannten Be- g [3 trieben bcschästigten Parteigenossen. Es wird vollzähliger Besuch er- m g wartet. Partciausweis ist mitzubringen. Der graltwusoorstand. jg 1 1! 1 1 1 i i i i i ii j pj. r' l» i �■--«=& Fbafti. Butad-Mitgliedcrnersammlung, Fachgruppe Metallindustrie, am Dienstag, 2S Oktober, WA Uhr, großer Saal gordischer Hos, Jnvalidrnstr. 126. ADSB.»llnteran»sch»ß Treptow. Am Mittwoch, 26 Oktober, 1614 Uhr, im Lokal Imberg, Obcrschöncweide, Wilhelminenhotstr. 81, gusammenkunst der Mitglieder des Unterausschusses mit den frciorganisterten Vertrauensleuten und Betriebsräten der Betriebe des Verwaltungsbezirks Treptow. Vortrag des Kol» legen Siegle vom Ortsausschuß Berlin Uber das Arbeitslosenversicherungsgesoß. Ausweis: Vcrbandsbuch und Funktionärkarte. Zahlreiches Erscheinen crwllnscht. Baugewerksbnnd, Fachgruppe de« Töpser. Dienstag, 25. Ortober, IVA Uhr, Versammlung der Funktionäre und Bauvcrtrauensleutc im Saal 11 des loe» werkschaftshauscs. Die F-chgruppenl-ltung. Iugcndgruppe de» ZdA. Morgen, Montag, 19% Uhr, solgcnde Veranstaltungen: Südost. Treptow: Jugendheim Reichenbergcr Str. 66. Berufskundlichcr Arbeitsabend(Schumann).— Tempelhos: Jugendheim der Schul- Germania- straße 4/6. Vortrag:„Gemeinschastsarbeit von Jungen und Mädel"(Weigelt). — Norden: Jugendheim Tanziger Str. 62, Baracke 7. Vortrag:„Aus dem Leben August Bebels"(Schütte). Freie Gewcrlschastsjugend Groß-Berlin. Heute, Sonntag, solgende Ber- anstaltungen: Treptow: Fahrt nach Nassenheide. Trefspunkt»14 Uhr Bahnhof Treptow.— Sp-eck, und Bcwcgungechor: Pünktlich um 19 Uhr UN Jugendheim des Deutschen Bcrkrhrebundes, Engcluser 24/25(Gewerkschastshaus), Probe.— Weißensce: Jugendheim Parkstr. Z«. Lichtbildervortrag:„Eine Wanderung durch die bayerischen Alpen und Südtirol."— Südkreis: Jugendheim Steinmeg- straße.„Hoppla— wir Mädels leben."(Ueberraschungen der Mädel-— ver- raten wird nichts.)— Morgen, Montag, Mädchen-Abeud um 19% Uhr im Jugendheim des DMV., Linienstr. 83/85, 1. Portal 2 Tr. Thema:„Bericht von der Internationalen Fraucnkonferenz." Berichterstattcriu Kollegin Luise Kähler. STAUBSÄUGER kleiriy leicht, billig und doch gro&te Leistung LADENPREIS Mk. 50.- LADENPREIS (ohne Ausstattungskdsten) kombiniert mit Luftdusche(kalt— warm) Desinfektor, Ozonator, Inhalator Mk. 65.— Afleinhersteller— Inhaber der Schutzrechto-. THEODOR PACYNA, BERLIN W? FRIEDRICH- EBERT- ST RASSE 2/3 »£0« v wie sie von de* WinW lüode vofi, g&schHeben mfd, zßiqmJknencm' sete$.iasGn'£ägatt cinfacha� und hocbßleqanle* Winkf'QafdQfüba JedQsSUkkpKisme�tundauf TOI* zämmm- roifei&ßjtfOanfcl. / atertmutaüQTMm� [ ßips.halb auffuifof- 1 . müHidwi1 Pehltnä l �esefyt' Iflu dlag.Pahfot sctivaKo.'inam,' \ ga, tadellose fSits, 'gute. Verarbeitung. �ANZAHLUNG MONATSRATEN au9 �uzug- und Ulsterstoffen bis zu den ***■*- l+t besten Qualitäten zu billigsten Preise» l-jojpimoftc iammß0tn• IUnalwg«. Mi, Qu-Iii. verren-öemdeu irorman»»,.»».«. ün�ee!' a?en Fuiiertrrlot....... llunitseidsne Schals Ä«r6 Mufitc mit Neinea Fehlern., I.— 0,75. Shidtchals«ra»........ stuu Ööcien-Üöüooer S.S Ä Ledmie' dinsen Samer.-Slcidjaden>-»«.-.ln- W°n. Mt ;cb. ti. Dt. marine, MnOer-Slrickmiinel"„"JS; SiiiöflB3äg0�rÄrs.a blau, rot, Dr. i............. UntetjleWfltfe« reib lg. grau unb b ann.«r.?...... Di>ttl.lt9n Mo.ian mit nerichted.«anien cut« CuolilBt..... SbtütJ öerren-Winierjoppen...... OOdPNtnantel wr Damen und Herren Serreu-Winteruliler....... knaven-Sporlanzilge �— ßnaOen-Schaltioicn........ herrev-Lreeches......... Jam?nw;mermSntel SÄKt ü.bü l.31 I.40 Z.'v 1.« o.?o 0.40 2.� 190 5.9' 3." 7.oc 3.» 2.®° 15.°° 18.°° 45.°° 50.°° 1 90 5> 52.« I v««Zl«», BMgBUgtoematf— tf| Uumoqe oon auoeiijaiD iverven qeg.■.Hactjnoijme auageiuoru Zreier üetionO o. JH. 2a— oi> »acr Salin Ä.-0., Scrlin N 4 "»w CfemossseesArcaile 29-30 Verkäufe Schnellnäliwaschlaen ohne Anzahlung znm Fabritprei». Z Mark Wachenrate. iiefert an Privat Pastlagerlarte 507. S-erlin il.' Häte»tragen durch Platte nanidau aus meine granen priina Leiter» unb itasten, roagcn selbst leicht herstellbar,[ Wagner, itliponitlerstra�e 71, Hos. reis«. Deorg itcin Ladzu/ daillr billigere Äähiuaschinen. Billige,«rstllasstge Fabrltaic illr Hausbedarf unb Dewecbe. tb achhutlich 3.—. Zische r. Potsdamer. strahe 103.* Dürtlibp-NShmaschincit, gegen Z-Marl» Liochenraten. Äloül, Brunnen, trage 185. zotilchen Tiosenthalcrolag und Inoali» bensirahc ülorden 118____ Stiesenumsag. Kinderwagen, Zwillings» »vagen, Klabvsportwaacn, ttinderbetten. Wilalldeticn.»ordinöbel, allerniedrigste Preise, allerkulantest« Teilzahlung. Fest. angestellte gegebencitsalls ohne Anzah» lung. Ball, Droste ssranksurterstraste<7. gegenüber Marknsstraste____• Beachteumvertl Deutsches Tenvichhaus DmU itcsüvre seit 1887 nur Oranien strafte>58. Keinerlei Beziehungen zur Firma gleiche» Ztameii» Poisdamer» strgfte___________ j* Thouias-Stähmaschiurü, erste Marlcii, Pfaff, Phönix, Adler, Mundlos, Hans» halt und Dewerbe, bequemste Zahliiiiqs- weise, Pexaraturen, Tleltroinatorc. iiothringcrstraste 80.__________ Kinderwagen, grast, gut erhalten, bil» lig zu verlausen. Neukölln, Smser- straste 78, vorn I links.__ Kranteiifttible, Zimincrstllhle, Seh. Mhle, ecldstfahrcr. Britisch. Krücken. Schmallenberg, Hagclbcrger Straste_16. Laube, Pankow, Esplanade, ertrag- reicher Baum- und Strauchbestand, um- zugshalbcr verkauft Hengst, Lauterbach- straste 4. Telephon Pankow 7432.__ Obstbäume. Offeriere zu billigen Preisen: Aepkel, Birnen, Kirschen, Pfsaunien, Pfirstch», Aprikosen sowie Iohoniiisbecien., Siachelbecren-, Zier- slräucher. Heckpflanzen und Rosen. Preisliste gratis. Nodcrt Dietrich, Baumschule, Zehdcnick in der Mark. r Leihhaus Spiegel, Chausseestraste 7. Deiegeiihritskäusc wenig getragener, auch neuer Herrengarderoben, Pelz- waren«elne Lomdardwarc.___* Boa»aoalicren wenig getragene so- wie neue Herrenanzüge, Ulster. Pale- rot», jede Figur passend. Sportpeize, Schpcsze, Dani»'npclz,nä»tcl, Pesziacken. Pelzkragen verkaust spottbillig Leihhaus. Fricdrie,, straste 2, Tclle-Alliance-Plat!. Keine Lombardware.__* Steppdecken 13,—, Daunendecken 39,— au Ausarbeitc» alter Decken Stepp- decken kabri! Endler, Landsdcrgerstr. 75, Fabrikocbaudc iAIerandervIat.)___* P-ttcnve-kans! Reue! 0,751 15,-, 19,3ü! Prachtvolle 27,50! Baucriibelten 32,-1 Da-nlx« 37,501 Kinderbcttcn 8.751 Bettwäsche! Inletts! spottbillig und gutl Keine Lomdardwaren. Leih- bau». Brunnenstraste 47-_* Wenig getragene Iackclianzüge, teils aus Seide,>8, Smokinganzüge, Bauch» anzüge. Tailleumänicl. Palelots stau- nend billig Delegeuheitskäuse in neuer Hecrengaroerode Leihhaus Pasenthaler Tor. Liaienstraste 203—204. Ecke Nosen. tdoler Siraft«__ Keine l'omdardwar»* Halddeunenbetten 26,—! Daunendstten 38/—! Pr;ma Halddaunen 3,50!%.®au- nen 5,751 Betteiiiabrik, Brunnen. straste 115, Hochparterre.__* Ohne Anzahlung Bettwäsche, Dar- dine», Steppdecken, Diwondecken, Tüll- deckcn. Mastncr, Elbingerstraste 47, l,* tfihdau« Moristplah 58a Pelzkragen 12,—, Pelzjacken 50,—, Pelzmäntel 100,—, Sportvelze 85,—, Dchpelzc 125,—, Kavallcrgardcrovc. teil» auf Seide: KavaHetanzfigfc wie neue, Jackett- anzüge. Dehrockanzügc. Frackaitzllge tauch leihweisei. Sommcrmänrel Summt. Mäntel verkauft spottbillig Alexander- straft»� 28a. Jjochparleire._____________• Staunencrrcgcndl Pelzmäntel 85,— s Pelziacken 40�-1 Edclfllchse sllnfzehnl Prachttcppiche 15,—! Federbetten, Stand 25,—! Diwandecken I Sardinenlager! Monatogattderobe! sKcine Verlatzwaie.) Teilzahlungl Pfandleib-Berkausdhau» Schonhau serallee 115 lNordring)._* Pelzwaren direkt vom Kilrfchner. meister. Droste Buswahl zu Ausnahme- preisen. R. Michaelis, Berlin«0 18, Droste Franksurterstrast« 00, 1. Etage. Ausnahme-Angebotel zu tatsächlich allnstiaen Preisen nur Mäbel-Magazi», Invalidenftrafte 131, Saltestelle Stettiner Bahndos� Stammhaus Rllgenerstraste 15. Polierte Schlafzimmer in Nußbaum, Goldbirle, Mahagoni»30,—, Eßzimmer in Birke, echt Eiche, Büfett, 250 grast, zerlegbar, ganz erstklassige Berarbei- tung, komplett 845,—. Möbel-Magazin, Invalidensirast« 131, Haltestelle Etetti. nerBahtihof._______ Schlasziinmer, 160 grost,- echt Eiche, mit Facette-Spiegel und echtem Mar- mor 385.—, Speisezimmer, echt Eiche, 285,—, Herrenzimmer, lamplctt, echt Eiche, 285,—, Anrichtekllchen, stedenleiltg, mil Linoleum, lästert und lackiert, 88,—. Möbel-Nlagazin, Invalibenstraste 131, Haltestelle Etetttner Bahnhof.__ Anltcibclchränlc. fournlerte, 150 breit, breitllrig, mit WSscheabteilung unb Spiegel 08—. Englisch« vLcttstellen, komplelt. 55,—. Waschlommoben mit Marmor unb Spiegel 78.—. lliachltische mil Arolhcten 27.—. Mokettefola 85/-. Chaiselongue t8,—. Etanbuhre» 88,—. Diplomaten 52,—, Bierzugtische 78,—, Riesenauswahl in Einzelmöbel, kam» plett« Einrichtiiiigcn, Renaissancemöbel. Fahlungserleichtcrung. Möbel-Magazin, Inaalidenstraste 131. Haltestelle Stetti- ner Bahnhof_• Gelegenheit. Büfett 75—. Umbauten 38,—. Rnstbanm-Schreibtische mit Aul- sah 35,—, Kleiberfchrank 18,—, Bcrtiko 15,-, Küchen 24.-, Bettstellen 15.- Waschtoilctten mit Marmor 14,—. Möbel-Magazin, Invalibenstraste 131, Saltestelle Stettiner Bahnhof.» Patentmatrahen,„Primilstma-.Metall- bette». Luflcaematrasten. Ehailelongue». Walter.«largarberstroste achtzehn. Den neue» Stil in Möbeln, einfach« aber schöne und zweckentsprechende Zoe. men, finden Sie dci den Modellen der Firma Julius Apelt, Adalbertstraß- 6, om«ottbusscr Tor. Altdekanstl« solide Arbeit bei billigsten Preis-n und de. auemstcn Raienzadlungen. Allen Partei- genossen bestens bekannt. Bestchtignng ohne jeden Kaufzwang lohnt auf alle Fälle.____________* leilzahlung zu Kassepreisen gewährt jetzt Sasenianns Mäbelfpcicher, Lathrin- ger Straße 24, 25, 28. Riestge Auswahl i» Schlafzimmern, Speilezimniern, Herrei-ziMinern, Küchen und Einzel- möbeln i» allen Holz- unb Etllarte». Stets Delegenhellskäufe, u. a. Vertiko 45,—, Sofa 45.—, Spiegel 0,—, Stichle 5,-, Vettstellen 28,-, Tische 20,-, Umbau 50,—, Schränke 68,—, Anrichte- Hiebe 118,—._______• Möbel- Wiateilelb. Nur bis Ende Oktober Ausnahme-Möbelangeboie. Trotz unserer stadtbekannt billigen Preise bis 24 Monate Zahlungserleichterung. Droste Franksurterstraste 20 unb Dein- bergsweg 24.____* Lintcrfeld. Möbel find gut und billig. Riefcnauswahl in i-oer Preislage. Seit über 20 Iahren bekannt für reell, ku- lant, billig. Droste Frankfurterstrastc 2» unb Weinbergsweg 24.____' Dleiscr-Möbel, Alexanderplatz, find gediegen und doch preiswert! ständige Ausstellung von 500 modernen Zimmereinrichtungen für Kleinwohnungeil, Siedlungen und aulbürgerlichc Räume. Sämtliche Cinzelinöbcl. Illustrierter Prachtkataloa 3.3 kostenlos. Albert Die!- sei, Möbelfabrik.Akt..Nes., Alexander- platz, Alexanderftrast« 41 ,_42, 43._ rellzahlnug. Komplette Zimmer, Ein- zelmädel billig. Wenger. Marsslius- liraste 8. Große Frank- »urteestrafte lechsunblünfzia.» telt imailUnl We Lotldien... 42M. BOÜ HOdieCbtistinain.Anr. 75 M. 125 M. RIESINAUSWAHL roher, lackierter, lasiert. Küchen, einz. Kleider- u. KQchenschrankc in ca. 135 Mustern. HIMMEL Hauptgeschäft: Filiale: 6r.Fraik!ofterStr.4flbm|cÄ: Schallplatte» und Roten, auch anti quarische, bei Boie und Bock, Leipziger- straste 37, Tauentzlenstraste 7d. Gute Apparate, Abzahlung. Preisliste v portofrei.„Das Wort zum Lied" ent- hält 2000 Texte beliebter Konzertlieder zum Mitlesen beim Rundfunk oder Schallplatlen spiel. Leincnband 4 Mark portofrei.' Kau sm ufti auf Kredit. Frenophon der neue Spre-Iiavvarat mit Bollklang, direkt ob Fabrik ohne jeden Kmifchenhairdel. Tilibapparole 25,—.35.— Mark. Schrank- apparate 82,—, 85.— Mark. D-rlngste Anzabluna, kleinste Abzahlung, von 1.- Mark an. Langjähriae Garantie. Ein Plattenfortinrent nach Wahl. 20 Stücke, 10.50 Mark. PorfUbrungsränme nur in der Fabrik, bis 7 Uhr aeölfnet. Epreeliavparate-Van-Desellfchaft Freier u Co„ 31 4. ChaussceNrast- 46, eine Treppe. valt-N-lle Echwartzkopffstrafte. Markenpiaua», gebrauchte. 375/-, 485/-. 525/-, 550.—. Pianolager Alexanderstraste 14c, Iannawitzbrück«. _ leilzahiung, kuIant�Mäbel-Milch.__* iiilz-HInng, billig, Möd-l-Milchs' Spezialgeschäft Metallbeiten, Ehalselonoues, Auflege- matratzeu, Kinbrrbctten, Kinderwagen. Teilzahlung zu Kassaprelfen. Speztal- nefchält, Schönhauser Alle« 5. Schön- haufertor,__________ Fünfundsicbzia Speisezimmer, Stand- Uhren. Dobelinsosas Herabgesetzte Preise, Zahlungscrlcichterung. Kam er- ling, Kastanienallee 58___* ___________________»a« Aigen Preisen U. a,: elegantes Speise -immer. Bülctl l.80 breit mit grsster 23,—, Paletots 30,—. ardware 0ed An- Keine Low- Obctbctt, 2 Kissen, mit rotem Inlett. für 22,—. Kl, Roscnthalcrstraste 11, I link». «nllcideschränle, Zlustbaum, mit Spiegel, Oö,— Cchlalzimincr 365—. Speise» zimmer 485.— Bettstellen 45,— Ein- izelnibbel. große Auswahl. Anrichte- käme» 68.—, Zahlungserleichterung jüiofcnbcrg. vberbaumstratz, 1. am Schle- fischen Tor.___________ i«elle-ASIanre. Möbelhaus, Friedrich. � straste 246. nur Etage Seltenes An- i gebot, ein großer Posten gebiegcner Zimmcreiiirlchtunaen zu labelbalt bil- , ir-. eltija-'--<=-■'- 1 WDWW Mahagoni-KristallvilrinlT�lderrliche In. iarsiciiarbelt nur 3L5—. EHIppendale- Sp-ilc-immer, Künstlerentwurl. Bülett 2.10 breit. 450.—: daslksbe Zimmer mit 2,50 breitem BUielt 875,— Herren- -immer von 205.- an Darunter»in schweres Herrenzimmer m:t Bibliothek, 2.10 breit, nur 850,-. Schlafzimmer in lauberstrr Verarbeitung, Eiche und Mahagoni, von 400.— on. Trotz de» ! billigen Angebotes beaucmc Zahlung». rrlcichteruna Langlährige Daranti»« j Möbel. Ldelsmanu. nur Lausttzer. i strafte-'6. Ecke Wienorstraste. liefert zu . bekannt billigen Preisen Schlafzimmer, iSpeisez'Ntmrr 855.—, Ankleideschränke 75,—, Bettstellen 45,—, Sofa». Ruhe- betten 30,—, Einzelmöbel, Küchen. emailliert unb roh, von 38,— an, Zahlungserleichterung.' Teilzahlung, reell. Möbel• Milch. Drohe Frantiurterstratz» 45148._• Möbellredlt bis 20 Monatsroten, Schlafzimmer, Speileztmmcr. Einzel- möbel. Küchen. Metallbeiten, Möbel- Haus Luiscnstadl. Kövenickerstraste 77/78. Ecke Brückensttaste__________• Möbelsabrik Georg Tennigkeit, Oranien- straste 172/173. Eonberangebot: Schlaf- zimmer von 450.—, Speisezimmer 550,—. Herrenzimmer 410,—. Nußbaum- An- klcibclchrant 125,—. Ruhebett 85,—. Bettstelle, komplett, 00,—. Anrichteküche 125,— Auch Teilzahlung,' Metallbetten mit Auslagen 21,—. Schl-ischaisclongnes 22,—. Chaiselongue. decken 6,—. Wandbehänge 3,—. Pqi tentmalratzen 0,—. Polsterauflogen Wochcnabzahlung S,— Göhr. Pappel. alle«>2: Pankow SdimiblfttaSe J___• Moebel-Boebel, Moritzplatz. Fabrikgc. bäude. Kein Laden, ünsterst billige Prelle für gediegene Schlafzimmer, Speisezimmer, Herrenzimmer, Kllchcn. möbel. Einzelmöbel.. Beftchtigung er. beten. Weitgehendste»Zahluiigseclelch. terunch__' Wohnnng- fuchende können durch uns zu günstigen Bedin- gungcn Reubau-Wohnungcn, auch EigenheLme in Berlin und Bororten ohne Bau- kostenzuschust— micisweise zu normalen Rieten— erhalten. MWklLall'UlZiZ SMvmZv Selchäft» stelle»! Berlin E. 2, Breite Straste 22, Berti» W. 30, Hohenstaufenstraste 23, Berti»<273. 11, Grostbeerenstraste 7. Bureanzcit von 9-8 Uhr. Baugelder für Eigenheime zu 5 Proz. Jahreszinsen, iangsriiiige und bequeme Amorlisatlvn Deutscher Bau- und Sparoereia. Geschäftsstellen: Berlin E. 2. Breite Siraste 22,. Bertin W. 30, Hoqcnftaufeusrraste 23. Äeriin 3S9. 11, Srostdeerenstragc 7. Bnreauzett von 0—8 Uhr. Anklcidelcheänle mit Spiegel 85,—, große>05,—, Walchtailetten, Sojas. Ruhebetten. Küche». Zahlungserleichte- rung. Stein, nur Anklouierstraste 20.< Möbel-Udclsmanu, nur Holzniarki straste achtundfechzig. Trotz bedeutender Preissteigerungen»sch immer alte Lagerdeständc zu Spsttpreiseiil Schlaf zimmer, Mahagoni, Birke, Zlustbaumi Eiche, 495,—. Speisezimmer mit Kristall- Vitrine 385,—. Herrenzimmer 815,—. Aiiklcideschrituke 85,—, mit Spiegel 08,—, Sofas, Ruhebette», Walchtoilcttcn, Bett- stellen 38,—. Nustbaumbüfetls, Stand- iihrcn, Küchen, weist, lästert und bunt, 85.—. Langlährige Sarantie! Zohlungs- erleichtern ng. PraiLtplairss! verkauft billig Hahn- feldt, Finowstraste 15._ Richt der Preis machts. bcsschtigt unsere eleganten, sabrikneuen Pianos. Eiche 480/-/ schwarz 500,—. 650,—. Langjährige Garantie. Zohlungserieich- terung. Voigt, Schönleinstraste 6, am Koiläusserdamm. Rossien-Röbel Ncscrt seit L2 Jahren die Qualitätsmöbel. Wünschen Sie auch solche, so kommen Ei« zu uns; selbst weitester Weg lohnend. Große Lager In Speisezimmern, Herrenzimmern, Schlafzimmern enthalren auch das Ihrem Geschmack Entsprechende bei zurzeit noch nicht erhöhten Preisen. Achten Sie auf die Hausnummer: Kostanicnallce 57. Rossieu-Möbel. Beispiele der Leistung». sähigkeit: Speisezimmer, moderne Bü». illhrun«, komplett 462. Schlafzimmer lomplett 580. Herrenzimmer komplett 485. Klubsessel 85. Schreiben Sie an uns, Sie erhalten Mitteilung Uber beste Fabroerbinbung zwecks unverbindlicher Besichtigung der Lager van über 200 Einrichtungen. Achtung, Hausnummer: Kastaniknallee 57.__ Aeustcrst wichtig für jedermann. Die Preise sind bei Möbel-Schraaer die gleichen geblieben. Ankleibeschränke Ruftvaum, dreiteilig, mit Spiegel und Wälcheeinrickstung, 05,—. Trumraus 35.—. Nuftbauinbüfett 250,—. Sckzlaf. zimmer. Eiche, 550/—. Kllchcn, sieben. teilig. komplett nur UZ,—. Darum eile solort zu Möbel. Schräger, Kastanien alle- 45-40.' Piano, gebraucht, 175.—. Teilzahlung. ,.Porwäits".Les«r Radait. Pianohaus, Alt-Moabit 86c. Rur 480, 500 bis 850 losten fabrik. neue Pianos In Eiche und schwarz, �drei dämm._ Oualitätspiauo, vornehmes, bestgebautes, eventuell Teilzahlung. Enlauer- straste 10 Ul, kreuzberggegend, Sewbl. fahrtäder Fahrräder, erstklassig» Markenräder. Teilzahlung. Fahrradhaus Eentrum. Liuii»ürast«�iicu»zcbii.________* 2.50 wöchenlliche Teilzahlung Erst. klassige Fahrräder. Fahrradhaus Elch. Thausseestraste Ol. Zahngebill«. Silbersachen. Zinn, Blei Queckfiiber, iSoldlchmeize Ehristlonai Kövenickernratz� 30 lAdaldertstratztl_' ZahngehH». Edelmetallbruch. Queck' Zmn. HubertuslSl«. Schönholz. Im größten, über 1000 Personen lassenden Ballsaal der elegante Rundtanz._* «bitur sür Berufstätige. Lagerkarte 36. Postamt 87._____ Wäsche nach®«»rtd)t. Halbtrackcn zu- rück per Psund nur 20 Psg., trocken zurück nur 25 Psg. Dampswälchere: „Merkur". Frankfurter Allee 307. An- dreas 2820____________* Pertravcnsvolle Auskunft. Unter. suchung larztlich). Frau Erdmann.»övc. nickerstrafte 151. rechter Dorderaulaang. 1 Trenne. Nähe Schlesischer. Görlitzer Babnboft___________ Dctekti-bureau Stalchel. Chaussee- strafte 7? Fernsprecher Norden 7888. Beobachtungen. Ermittelungen Aus- kllnlte allerorts._____ 10»00 Reklamezettel 3,—. Buchdruck:- tei Sch im R Rom i nie ncrstra ftc 20._* Wäscherei»ubasch, Köpenick. Grünauer- straste 45, llelcrt in erstklassiger«US- fllhrung Bettbezüge 30. Laken 25, tabcl- lo» gerollte Leibwäsche 15. Schonendste Behandlung. Abholung Donnerstag. (M. SPD.) VermieUingen Mietgesuche Gut möblierte» Zimmee von Gcwcrl. schaftsangestellten zum 1. November. möglichst Osten, gesucht. Angebote unter Z. 2 an dir Hauptexpcdittvn de».Bor- wärts". QrdeitimsrHt Sletlemengehete Möb-tlacki-ree in Dancrstellung von 'her küchenmöbelfadrik sosorr - richten unier silber. WM Slsherschmel»» Cbrisiionat. Köpenickerstraft« 20»(Man Blei. teulielstreftel.__ Klaviere lauft Halenheide 530?� lasset" von privat Schreib»>alckine, gebraucht, von Prl. rat. kauft sotoei Otto Scharmachcr, Wilhelmstrastc 138. Unterricht Berlitz School. Fremde Sprache». Leip- zigcrstrast« 110. Tauentzlenstraste 10a. Einzel, und girkewnterricht. Eintritt jederzeit._* Einzelunterricht, Kurz- schreiben, BuchlüHrr Aulich. Sepdelltraste ostpreustischer«Uännmöbe gesucht Osferten sind zu Ar. W. 2 an die Expediti xpeditlon des„Bor- erftklassiae Ausbildung, ' e Preise. Fahrmeiftcr Tempelhof, Berliner» wärt»". Autokursc, Lehrfilm, mäßige Prefsi Woller Cohn' straft» 50_.__;_ I Hausverwaltung oder Porlicrstelle m t Wohnung übernimmt iunges Ehepaar. Aiigebotc unter U.'ch erbeten.______' Maschincnarbcitcr, geübte, zum Schnei- de» und Lochen von Eisentonstruktionen sowie Hofarbeiter ftesit ein Scheibe, Britz, Nudowechiraste 25/28.____ Rahmenwaeber! Tüchtiger Zusammen. setzer für geoste Rahmen sofort gesucht. Gebr. Schnitzer, Berlin SW 68, Ritter- strastc�75/_____._ Junge«ädche» zum Liesern, die sich auch zum Nähe» eignen, verlangt Fim ke,_Ä ottbufl erd amm 83/8.").______ SchraübenbreHe»innen, perfelte, bei gutem Verdienst gesucht. SriJu.ann U. Groß«.-G., Bcrlin-Rieterschönhausen, Buchholzerstraste 50/54. )?i(t?•ifafdz'inefdzccibtn, Buchführung lchrist. Bücherrevisor Evittelmartt Ente Möbel wr billiges Selb! Wir verkaulen zu bekannt hilligen Preisen: Speisezimmer, schwer Eiche, innen Ma- agoni. rund vorgebaut, mit schwerem Oitrinenaufsatz. aparte Kredenz, großer Auszugtisch, 8 Rindlederstühle, komplett rcbeizt, 405.—. Desgleichen schwerere Aus- /Uhrung, reich geschnitzt, apartes Modell, 605,—. Schlalzimmer, e cht Eich-, elegante Ausführung, komplett 5(5,—-. Desgleichen schwerere Ausfsthriing ln Eiche, Birke. Kirlchbauni 605—, 375,—, 975,—. Herren- zimmer, schwere Bibliothek. Diplomat l.60 breit, ksiiiplett 505.—. Große Aus- wabl. Speise-. Herren-, Schlafzimmer. Kücheneinrichtungen und Einzelmöbel. Trotz niedrigster Preise bequeme Zah. liingsbebiiigiii'.qen! Dembitzcrs Möbel- niederlageii, Alachlolgcr. Große Frank, lurtcrstraste 55. Eingang Waftmann- strafte, nur erste Etage. Aiiguststraste 47/47». Rolenthaler Tor. Friedrichstr. 7. am Halleschen Tor. ■W rrr Ttciubergpiano», ausgezeichnete Ouali- tät, bcqueuistc gahlweisc. 3!eue 000/- an.__________* Steinbergpiano», viele ilneriennun- geii. langjährige Fabrikgarantie.__* Steinbergpianss, günstige Gelegen- heitskäufe stets am Lager._ Steinbergpwnos, Berkaui NU- Haupl. fabrik, Frankfurter Alle« 12. Ohne� Anzahlung. Planss in arvftrr Auswahl, neue und aebrauchte. mil berr. lidicr Tonsülle. Lanoiähriaer Garantie- s-hcin. kleine Ralcnzahluna. Scrcr Brunnenli-aft- 101. 1 Treppe, am«0!-». ibalervlatz._ M. Strahlipdorfs Koch- und Haus- haltungslchule mit Töchterheim, Berlin, Königgrätzcrstraste 44. Gewlsseiihafte Aus- bilduno in allen Fächern der Hauswirt. schalt. Prospekt lrei. Beamte erhalten Erziehungszuschust._* Ttchuische Privotlchule Dr. Werner. Regierungs-Paumcister, Berlin, Neon- derstraste 3. Maschinendou, Eleklrotech- ulk. Hochbau. Abendlehrgäng«. Tages- lehrgong-_____________: Kinovorlüheer. AusbNduna durch In- genicur Kaildizba, Friebrichstraste em- undzwanzig._______ Abiturienten-, Primaner-, Einjähri- generamen, Porbereitung lllr Berufs- tätige in Abendkursen. Dr. Dr Krü- ger. Real- und Stud.-Porber-itunge- anstalt, Mcndelstohnstrast«� 7._ Fröbel Oberltn-Institut, Prlvat-Haus- hattsschule. Hcnrl-tt- Pollak, Berlin. Wilhelmstrafte 10. erteilt sorgfältige Aus. bildung in Kochkunst und Sauswirtsckfast, Kinderpsleae, in fernen Umgangsformtn, Nähen, Schneidern, Handarberten, All- gemeinbildung. Tages- und Abend- kurfe Beginn allmonatlich. Beamte erhalten Erziehungsbcihilse.» Ver�cKieciene, Teilhaberfi») mit komplett eingerich- tctem Bureauraum(Telephon, Schreib- Maschine) für kaufmännischen Betrieb lOieklamcbetrieb) gesucht. Eilofferten an Lagerkarte«2» Berlin O I7. Für die Redaktion unserer Zeitung suchen wir zum sofortigen Eintritt einen Redakteur, der in allen redaktionellen Zweigen große Erfahrung bc sitzt nnd vor allem auf kom- munalpolitlschem Gebiet umfassende Kenntnisse aufzuweisen hat. Jüngere, unverheiratete Personen erhalten den Vorzug wegen vorhandener Wohnungsschwierigkeiten-Aus- tührllche Angebote mit Zeugnisabschriften etc. spätestens bis 15. November erbeten an Msieitssg liJ.tilJaiQz mm sm-s! von mittlerer Ortskranlenlasie Gr-Berlins gesucht. Kenntnis der einschl. Gesetze der Soiialversicheruna Bedingung. Oz-zahlung nach Gruppe V. Bei guler Leiliung späicre Ansielluna Bewerbung m. Ledenslo»! u. Zeugnis-Abschrilten sind«luzureicheu bis 5. Zlovcmber unier A. S. postlagernd Postami 54. Lothringer Str für Qed üsedi'enno»' uo«! �uohers- .Apparate jccsucht. Berliner Gasapparate-Vertrieb Elbinger Stralle 55._ Linlpiano». überaus preiswert. labrik Link Brunnenstraste 35 Piano- Preiswert«, gebrauchte, neue Pianos. Langjährig« Earantic. Wunschgemäfte Teilzahlung. Herer, Prinz-nstrgst- neunzig, Biorltzplatznäbe.__* Sie zahlen Raten nach Wunsch, ohne Anzahlung für Pianos, neu und gc- braucht, große Auswahl. Pianohous. Königgrätzerstroste 81._* Rietpla»»». teilweise kausanrechnuna d-na Bahrt. Lauptltrafte 1. Eck« SruliewglhsivoKe.* Welcher Genosse oder Genossin nimmt einen 70jähriaen Hospitaliften noch hillsbereit in Pflege? Zuschriften unter B. 3 an den„Borwärts".Verlag. Prachtlälc de, Osten», Frankfurter Alle» 48. Säle frei 250 bi» 800 Per- sonen Anrut Andeea» 4208 Heb- Vertzanensvolle amme krieften. Reue Alcxanderplatz Untersuchung. Königstrast«' 57, Schueeweist wäscht ZLeife. Köpenick, Lindenstraste 0. Telephon 1235. Leib- Wäsche 15, Betlwäsche 25. Abholung Mittwoch. �_____* Liebevolle Äustunll, 2 Mark.(Aerztlich Rothe. Warlchauerstr Boxhagenerstraste. Auch Sonntag». Untersuchung _../.>. geprUlt.) Frau Warschauerstrafte 82. Eingang l-itchlls«' ttlngers,' ttukkatsur der ziehen u. Kernlormen wachen kann, wird lllr Dauerstellung sofort eingestellt BErllBerRBüstJleliiwßrkeflalülergSCfl. Timpelhof. SlraSe ao der Rim bahr, 25. O Strickerinnen auf grolle Maschinen und Helmar« balicrlBiten auf Pullmaschinen finden Beschäftigung bei Felix Lande, Markusstr. 13 f nserate im llorwöris sichern erfolg! EQiz&r 5 auch etwas Mchlert unb liefert pesucklt. Möbelhaus Aczel, CliirÄj.Krmmnestt S�. Sonntag 23. Oktober m? s Unterhaltung unö ÄAissen öelloge ües vorwärt» So kommt man in ües Teufels Küche. von Erich Gotlgelreu. Leppäoirta— das ist«in schöner Name. Den ganzen Morgen schon liegt Leppavirta auf dem Wasser, sonnt sich, sammest Kräfte. Mittags um eins stampft sie auf, tutet sich Bahn, verläßt den Hafen von Savonlina, dem winzigen bunten Tupfen auf der blauen Seen- platte Mittelfinnlands: alle Städte dieser Republik sind sehr Nein, und Helsingjors— der Name ist schwedisch, eigentlich soll man ja Helsinki sagen— ist die einzige, die mehr hat als hunderttausend Einwohner: dabei ist dieses Land so groß wie Deutschland. Das schafft einen besonderen Maßstab, und man kann sich denken, was das alles für„Stationen" find, an denen wir anlegen, ein« Kuh, ein Pserd, manchmal auch einen Menschen an Bord nehmen, was das für ein stilles Leben sein muß aus den zahllosen Schären, deren Namen kaum eine Landkarte, aber jedesmal am Landungssteg eine weiße Tafel mit gotischen Schriftzeichen oerkündet. Jrooinen, Rautasalmi, Pitkählati— fast ostpreußisch klingt das. Abends kommen wir nach Varkaus. Mitten im Farbfeft der Natur steilt sich da die fabrikne Schwarzwelt der Technik hoch: hier wächst Papiermasie. Riesige Schornsteine und zwei Turmhäuser greifen schlankfingrig in den Himmel, und wenn dann die irdischen und firmamentnen Lichter anspringen, ergibt das in dieser Seenwell eine sagenhaft schöne Kombination von Havellandschaft und Ruhr- siadtschaft. Man erschauert vor Gewaltigem. Bis morgens um vier geht der Dampfer vor Anker, die Dunkel- hcit macht die schnialen Fahrrinnen der doch nur seichten Gewäsier gefährlich. Wie sich der Schiffsleib mit dem ersten Morgenbleich wieder ins Leben zittert, ist er nicht mehr leer: jetzt füllen ihn und die Kasse seiner Gesellschaft die Marktleut«, die nach Kuopio wollen. Diese Fahrt machen sie nun Jahr um Jahr außerhalb des Eis- wimers an sedem Morgen, und in jedem Ort kommen noch zwei, drei Kollegen Hinz«: man begrüßt sich und— schweigt. Der Hund kommt jedesmal mit bis zum Landungssteg, sieht sich interessiert dos Getriebe an. muß zurückbleiben, wundert sich, ist beleidigt— Schachteln, Körbe, Kisten, Kannen werden mftgenommen, er nicht... Nein, von so einer Schäre, an der winters monatelang überhaupt kein Dampfer anlegen kann, kommt ebenso schwer etwas hinunter wie auf st« hinauf, sie bildet«in« gefchlosiene, reich um- wässerte Welt, die des Nachbarn ist höchstens noch kleiner— man muß sich das mal von oben ansehen. Wir beten deshalb auch, wie wir um acht Uhr morgens endlich und leider schon nach Kuopio kommen, Pujo möge sein Haupt nicht wolkendüster verhängen— er erhört das Gebet. Pujo ist kein Gott. Pujo ist ein Berg. Pujo huckeft sich aus der Ebene hoch wie«ine Katze aus einem Speicherboden. Pujo sträubt borstig das Gebäum— wie jene dos Haar. Pujo! Pujo! Pujopujopujopujo! Das Biest kommt nicht. Do müssen wir also schon selbst hinauf- klettern. Uns Finnen macht das gar nichts aus, wir sind spart- gestählt, und dann tragen wir ganz lange Schaststiefel, deren vordere Spitzen steil in die Höhe ragen,'als wären sie etwas Besseres als die Absätze— warum wohl? Oben aiigekommen, sehen wir nun in weitem Umkreis Suomi, das Finnenland, seine Seensprenkel, seine Waldstreife», wieder Seen, wieder Wald. Ein Blühen, ein Blauen, ein Grünen. Ein Paradies. Immer, wenn man irgendwo in Finnland ist, denkt man: hier ist es am allerschänsten. Bis zum nächsten Tag. Da findet man noch Schöneres. Aber vom Pujo aus kann es wohl keine Steigerung mehr geben. Unten liegt Kuopio, die Stadt. Da ist jetzt Marktgetriebe, das Geschäft lohnt auch, denn in Läden wird hier weniger gekauft als bei uns. und Grünkramhändler kennt man in unserem Sinne über- Haupt nicht. Das Fernglas gibt natürlich vom Markt keine Einzelheiten her, und ein Ohrcnglas habe ich nicht mit, höre aber doch: „Acht Mark das Kilo von den Fischen? Na hörnse, das letztemal warnsc viel größer und kosteten nur sieben fünfzig."„Im Gegen- teil„ Frau Kari, im Gegenteil, sehnse sich die Tiere mal an so etwas ist international. Daneben hätten wir das Rathaus, die Kirche, dos Lyzeum, gleich drei große Bankgebäude— was machen die unreichen Finnen mit so vielen Banken? Dann kommt wieder ein Stück Natur, endlich. Kuopios Stolz, die Zündholzsabrik— es ist die größte der Welt. Do wollen wir mal alle aufstehen und uns den Namen merken: O. P. Sova: außer nach Deutschland schickt sie ihre Streichhölzer so ziemlich in die ganze Welt. Wenn die Bosheit größer wäre als der Ernst, könnte es in die Feder fließen: Wir machen unseren Dreck alleen«— tatsächlich aber zeichnen sich die finnischen Streichhölzer. was man ja beim Gebrauch merkt, durch ganz besondere Qualität aus. Wenn man das Werk besucht— selbst vom Pujo muß man ja mal Abschied nehmen—, sieht man die,: den ewigen Holzausmarsch aus unendlichen Wäldern, maschinelle Hackerei, maschinelle Sägerei — der reichliche Absall dieses und des übrigen Produktionsprozesses speist die Maschinen, Kohle wird überhaupt nicht gefeuert. Bald ist das Holz so dünn wie Nudelteig, es werden gleich zwanzig, dreißig Lagen übereinander geschichtet, mft Ouasi-Mesiermaschinen in Hölzchen gesplittert; dann beginnt deren lange Wanderung: in Körben taucht man sie unter Wasser, in Riesentrommeln trocknet man sie, jede, hat 1 WO 000 Kollegen in der Stunde. Maschinen schütteln den Haufen in Ordnung. Maschinen parassinteren, träufeln die Zündmasse auf die Köpfe, endlos ist die Streichholzparade aus dem laufenden Band. Maschinen fabrizieren die Schachteln, etiket- tieren, füllen, kleben: die Arbeit der Menschen an den Maschinen ist entsetzlich mechanisch. Dreißig Pfennig verdienen pro Stunde im Durchschnitt die Frauen, siebzig die Männer; die Lebenshaltung ist wohl um ein Drittel billiger als in Deutschland. Die Frauen sind weit in der Mehrzahl, sie arbeilen alle in Rejormhosen. Wenn sie durch die Fenster ihrer langen Säle sehen würden, erblickten sie die Szenerie einer herrlichen Landschaft: davon hoben sie wenig. Bleibt auch kaum Zeit. Es wird rasend fix gearbeitet. Die Produktion des ochistündigen Arbeitstages beträgt 750 000 Schachteln. „Was ist denn das da, Herr Direktor, gehört dos auch mit zu Ihrem Betrieb?" „Ja und nein. Das ist die Sauna: da gehen die Arbeiter oft und gern hin, die Angestellten auch, die Arbeit macht müde, das Bad erfrischt.. Davon haben Sie schon mal was gehört. Die Sauna ist das finnische Bad, aus dem Lande hat fast jeder Bauer sein eigenes, wenn auch primitives, und in den Stödten gibt es mehrere und große. Hier ist also eins in der Nähe der Zündholzsabrik. Feier- ahend ziehen ihre Arbeiter und Angestellten dorthin— da zieh ich mit. Links ein Eingang, rechts ein Eingang, einer jür Männer, einer für Frauen. Unter uns bleiben wir natürlich nackt, wir Finnen_ jind gut gebaut und haben voreinander nichts zu oerbergen. Wir j Sonntagsreiter v. Kendel!. Mir scheint, ich habe mich vergallopiert!" haben uns nur zu schlagen. Aber das besorgt jeder für sich und an sich allein, und zwar mit einem Bündel getrockneten Birkenreisig— das duftet. Das Reisig muß natürlich naß sein, wir weichen es ein in unserer Waschschüssel, dem zweiten Ausrüstungsgegenstand. Und dann steigen wir ein Treppchen hoch, lausen auf einem steinernen Herd herum,„tummeln" uns— das muß der Teufel selber sein, der unten drunter das Feuer schürt. Das dampft. Und brauset. Und zischt. Wie wenn einer den„Taucher" plagiiert. Schweiß fließt aus allen Poren, und Hitze dringt in einen ein, als ob man ein Kartoffelpusfer in der Pfanne wäre. Schüchtern blick ich zu den anderen, um den Moment zu erleben, wenn sie anfangen richtig- gehend zu brotzeln— von mir selbst bin ich überzeugt, bereits eß- fertig zu sein. Die anderen, ach, die sind beneidenswert, sind saunische Fachmänner, und ich stehe so hilflos unter ihnen wie ein Schulbub im Lehrerkollegium. Dann ihre Technik mit dem Birten- bündel. Muß doch mal sehen wie das ist... Es ist, schlägt man etwas derb, als ob schon das Feuer nach einem leckte. So muß dem Kartofselpufjer zumute sein, dem Plötz- lich Fett auf Bauch und Rücken geträufelt wird. Glücklicher Kar- toffelpusfer! Du hast wenigstens nicht Augen, Ohren, Nase und Mund, in die es so bösartig erstickend hineindampft. Leb ich denn noch...? Treppchen hinunter. Große Wäsche. Eine uralte Bedienerin, Lappin, häßlich wie des Teufels Großmutter, kommt auf mich zu- gestürzt, besorgt das, schrubbelt an einem herum mit der Fertigkeit, den Blicken, der Liebe einer Mutter: die Hölle ist mit dem Himmel vertauscht. Ist es vielleicht der Himmel? Nein, man zahlt ja, gibt der Lappenmutter ein Trinkgeld, das sie gesetzlicherweise gar nicht vertrinken darf, man geht, die Türe knarrt, dann klingest sie, als gab's hier Milch zu kaufen, das Auge entdeckt rückblickend das Schild„Sauna". Beim lieben Gott steht sicher was anderes dran. Was eigentlich? Das mächt ich wohl wissen. Sauna— heißt das Jungbrunnen? Bei allen Gebrüdern Grimm: man fühlt sich, als ob man dem entstiegen wäre. War man erst vom vielen Herumlaufen wie gesteinigt, kommt man sich jetzt gesteinacht vor. Wenn das so weitergeht, wird die Anschaffung eines Kinderwagens notwendig werden. Wird man im Lande der Trockengelegten trockengelegt werden müssen. Wird man wieder anfangen, sprechen zu lernen. Gedanken über Gup de Maupassant. Don Henri Barbusse. Dem Literaturkritiker fehlt es gewiß nicht an aktuellem Stosf. Gerade in unserer Zeit, die wenig Wertvolles hervorbringt, türmen sich um ihn die Neuerscheinungen zu gewaltigen Stößen. So un- angenehm es dem Kritiker auch sein mag: es ist ihm völlig un- möglich, einen nennenswerten Teil der literarischen Produktion zu lesen: es bleibt ihm nichts weiter übrig, als selne Auswahl auf gut Glück zu treffen. Was wird er erst tun müssen, um den Teil unserer Kultur, der sich in Büchern ausdrückt, besprechen zu können, wenn die innige Liiening des Handels mit der Literatur anhält. Doch möchte ich heute von einem Autor einer vergangenen Zeit reden, von einem großen bedeutenden Schrijtsteller, der noch in Mode ist. vielleicht seiner etwas snobistischen Bissigkeit wegen: ich meine Guy de Manpassant. Dieser Schriftsteller sollte uns mehr bedeuten als ein bloßer Begriff, selbst mehr als die Feststellung: er ist ein rein bürgerlicher Schriststellcr. Unendlich viel ist über ihn geschrieben worden.— Maupassant wurde in dem kirchlichen Konvikt zu Joetot erzogen: hier lernte er das AutoritatsgesLhl und d-ie Tradition— die alte Tradition des Adels— kennen. Doch der wilde Knabe konnte sich den klösterlichen Sitten nicht anpassen und mußte eines Tages das Konvitt verlassen. Seine Mutter, die entscheidenden Einfluß aus ihn hatte, veredelle seine literarischen und dichterischen Neigungen. Ihr standen Loui» Boullhet, Gustave Flaubert, sein geistiger Vater und das Siebengestirn von Möran, dessen bedeutendster Kopf Zola war. zur Seite. Später wurde Moupasiant in einem Ministerium angestellt. In seiner Freizeit ruderte er und genoß auch sonst sein Leben, vor allem arbeitete er aber an seinen schriststellenschen Aus- gaben, die er jeden Sonntag Flaubert zeigen ging. Den Krieg von 1870 machte er als Nationalgardlst mit. Ganz plötzlich, durch Der- öffentlichung der Novelle„Bcrnle de Suis" in dem Buche„stes soiröes de Medan" erlangte er mst einem Schlage Ruhm und Un- nvhängigkeit. Er hat ein umfangreiches Werk zustande gebracht: acht Romane und zweihundertfünfzig Novellen und Erzählungen, ohne die Theaterstücke und die Essays zu rechnen. Ein großes Können jpridst aus seinem Werk. Ich will hier keine genaue Analyse seines Schaffen» anstellen, weil es mich zu weit führen würde. Ich will nur davon sprechen, wie Maupassant über das rein Literarijdie hinaus das Leben beurteilte. Natürlid)- keit und Klarheit verHelsen seinen Beschreibungen, seinen Gestalten, seinen Komödien und Dramen mit einfachen Mitteln z» formaler Bollendung. Bon der ersten bis zur letzten Seite seiner Werke wer- den wir von einer unwiderstehlichen Bewegung gefangen und mit- gerissen. Wenn kritische Bemerkungen über diese» Schriftsteller sollen, hört man gewöhnlich, er sei ost zu flüchtig, sei mehr„Journalist" als Schriftsteller. Häufig machen seine Erzählungen nicht den Ein- druck von durchgearbeiteten Kunstwerken, sondern von prächtigen, ein wenig oberflächlichen Reportagen. Mit wieviel Gedanken mußte er sich— auf diesen Punkt möchte ich besonders hinweisen— vertraut machen, ehe er sie mit groß- artiger Feinfühligkeit und unendlicher Zartheit verwertete. Mehr als einmal erfüllt sein Werk ein tiefes Mitleid(eine Mischung von Herz und Hirn) für Menschen, Tiere und Dinge. Seine Gedanke», die stets klar und eindeutig sind, macht er uns im Laufe seiner Erzählungen und Romane folgerichtig bekannt: jeder Gedanke zeugt von seinem bedeutenden Geist. Bewunderswcrt und aufrührerisch hat er die Sdfleber, die Börsenspekulanten und die gesellschaftlichen oder polittschen Emporkömmlinge gegeißelt. Sein Roman„Le bei arni* ist eine der stärksten Satiren aus die Fäulnis gewisser journalistischer Kreise und Angelegenheiten.(Diese Zustände haben sich erst durch die Fortschritte unserer kapitalistischen Zivilisation entwickelt.) Er zeichnet gerade in diesen, Buch die Ausbeuter großen Formats(die Propheten sind nur sehr scharfsich- tige Beobachter), die sich den Kops darüber zerbrechen, wie sie einen Marokkoirieg anzetteln können, um dabei durch geschickte Börsen- geschäste einige 10 Millionen zu verdienen. Cr läßt sich nicht von dem falschen Prestige der Geschästemacher umgarnen wie so viele Leute: er stellt diese„Fürsten des Geldes" aus den gebührenden Platz:„Sie haben keinen Geist, aber in ihrem Herzen eine gemeine Sucht, Geschäfte zu machen" Keine Gelegenheit läßt er vorübergehen, ohne die Wahrheit über den Aberglauben und die Religion festzustellen. Er gesteht, seit seiner Kindheit habe er die religiösen Riten und Zeremonien nur lächerlich gefunden. Aud, den Glauben an einen Gott hält er nicht für heilig. Im Gegenteil, er beschimpft dieses sogenannte„göttlich? Wesen", das Leid und Unglück über die West bringt, und auch das schltnmiste Uebel, den Tod. Auf dem letzten, nicht mehr vollendeten Blatt seines letzten Romans„LÄngölus" finden wir am Ende die Schmähung:„Gott, ewiger Mörder, du liegst unablässig aus der Lauer...." Er spricht von der furchtbaren Unterdrückung der Kolonialvölker und den gransamen Kolonisierungsmethaden Frankreich», die er an Ort und Stelle auf seiner Reise nach Afrika kennengelernt hat. Endlich hat Maupassant die besten Setten, die es überhaupt gibt, gegen den Krieg und seine Hintergründe, gegen die Gutmütig- keit der Völker, die sich das gefallen lassen, gegen den Patriotismus, der eine neu« Religion ist, und auch gegen die Dummheit bürgcr- licher Denkungsweise geschrieben. Man hat den Eindruck, dieser Schriftsteller hätte sich durch die Art seines Denkens van selbst den großen sozialistischen Strömungen nähern müssen, die diese» Denken in ein System bringen und es.zusammenfassen. Aber dies geschah nicht; Maupassant botte sich niemals über den proletarischen Klassenkampf ausgelassen, weder mit Zustimmung, noch mit Abneigung. Er ist bei Berührung sozialer Probleine trotz seines ausgesprochenen Wirklidikeitssinncz immer in einer Art aristo- kratisch-anarchischcr Isolierung geblieben. Da er sich im Grunde über den gesellschaftlichen Aufbau nicht klar war. sah sein scharfes Auge nur einig« besondere Ausnahmen. Trotz oller Lebenskenntnis konnte er sich deswegen von gewissxn grundlegenden Ansichten und ideologischen Begriffen seiner Klosie nicht freimachen. Unter dem starten Einfluß Flauberts wurde feine Kunst ganz individualistisch, war nur um ihrer selbst willen da und blieb der Menge fremd. Dieser Individualismus ließ ihn mit allen Problemen fertig werden. Daß der Krieg eine Verrücktheit ist und die Religion eine Albernheit, gutl Aber er durfte die Tatsache nicht aus den Augen verlieren— und da beginnt erst das Problem—, daß diese Dummheit und diese Verrücktheit Mittel von großer Scharfsinnigkeit in der Hand der Machthaber sind und sozial gesehen andere Namen verdienen. Dieser Mangel an sozialem Sinn, diese Nichtanerkennung kollektiver Bindung, diese Weigerung, am sozialen Leben teilzunehmen oder sich wenigstens eine Einstellung dazu zu bilden: das alles zerstückelt die kritischen Gedanken im Werke Mau- passonts und inocht sie unfruchtbar. Ihn selbst hindert es, eine ge- schlossene Persönlichkeit zu sein: es macht einen Amateur aus ihm. Der den Götzendienst verachtet, schafft sich selbst aus dem Nichts Götzen, um sie anzubeten oder zu verfluchen, wie.das Schöne", .die Dummheit", oder„die Unabhängigkeit der Kunst". Da er nur diese abstrakten Angelegenheiten beachtet, verliert er den Blick für die Masse der Menschen. Er ist nur empfänglich da- für, ein Moralprinzip mit Fleisch und Blut zu verkleiden oder eine ideale Handlung zu gestalten. Und nachdem er die himmlische Glorie zerstört hat, ist er von Mißmut erfüllt, der nur das Gegenteil einer Hoffnung ist: denn er erkennt nicht den Fortschritt in der großen Geschichte der Menschheit. Wie alle ausgeprägten Individualisten sieht er um sich nur Schmerz und Tod. Wie alle, die zittern und bangen, sich ober nicht der Masse der„Anderen" anzuschließen vermögen, irrt er ewig fruchtlos, ist zur Verzweiflung verurteilt. Seine hoffnungslos« Klage verweht in dem großen einheitlichen Wind der Zeit, die vorüberzieht. (Berechtigte Uebcrtregung von Otto Flechsig.) Schneegänse. Auf unserer spätherbstlichen Streife nach Champignons— dieses an sich so pilzarme Jahr hat gegen Schluß der„Saison" an manchen Stellen eine überraschende Fülle jenes köstlichsten aller Speisepilze gebracht.— Eben hat die Sonne das Trübgrau des Tages durch- brachen: aus Milliarden Regentropfen blinkt und blitzt es bunt vom grünrasigen Boden empor. Des Laubwaldes brennend rote Wand tvird unterbrochen von dunklem Tannendickicht. Einzelwolken über- ragen das zeitweilig blau« Firmament. Der regelmäßig um diese Zeit passierende Flieger surrt von Westen heran. Kaum ist er vorüber, da erhebt sich In den Lüften ein seltsames Geschrei. Ein fernes„Gekeif" möchte man es nennen. Woher kommt es? Wo stecken die Schwadronneure? Endlich hat einer von uns sie er- späht. � Schneegänse sind es, die sich da oben— einen, anderthalb Kilometer hoch— im Luftmeere herumtreiben. Sie haben den Weiher erspäht, tief, tief unten. Er hat sie offenbar in gewisse Auf- regung versetzt, denn Wasserflächen sind in unserer weiteren Gegend bekanntlich sehr selten. Man beratschlagt dort oben im Aether. Der Zug hat sich aufgelöst, seine 28 Teilnehmer bilden mehrer« teils kon- zentrische, teils übereinander gestellte Gruppen, die sich einander nähern, auseinanderfliegen und wiederum zusanunentreffen. Wovon mögen die weißen Langhäls« dort oben reden? Ob das Naß, das sie da schauen, sie zur„Landung" reizt? Sie an grünblaues, fernes Nordmeer entfernt erinnert? Ob sie Schneefelder vermissen? Eises- bänge? Fjoriyaubcr? Kalbende Gletscher? Polorene, bunte Früh- lin-gsflora? Silberleuchtende Fische und schnaubendes Walroß? Die Flugoer fammlung ist vorüber. Schon formierten sie sich wieder. Das stärkste Tier ist bekanntlich Führer. Noch ist die be- kanntlich der Ziffer 1 gleichende Flugform nicht erreicht. Der lange Strich zählt drei„Mann" zuviel. Sie werden auf die andere Seite geschickt, so daß der kürzere Strich nunmehr aus acht Vögeln besteht. lind mit überragender Eleganz strebt die„Eins", noch ununter- krochen schnatternd, nach Südwesten. Es scheint aus den Atlantischen Ozean zuzugehen. Glückliche Reise! Den luftigen Reisenden nachschauend, bis sie sich als winzige Punkte überm Wakdhorizont verlieren, stellen wir die in solchen Fällen sich gebieterisch aufdrängenden Betrachtungen über den Orts- sinn der Zugvögel(wie auch der Brieftauben) an. Wie mögen die „Wellen", wie der Empfangsapparat, wie die Sendesubstanz be- schaffen sein, welche es den gefiederten Luftwanderern ermöglichen, ohne„Karten", ohne direkte Sicht, ohne uns wahrnehmbare äußere Hilfsmittel ferne, ach so unendlich ferne Ziele mit geradezu mathema- tischer Genauigkeit zu erreichen? Wie mag ferner die unbedingt vorhandene Verständigung unter den Gemeinschastsfliegern erzielt werden? Ja, wir Menschen machen es uns vielleicht recht bequem: sprechen dem Tiere jede Spur von Verstand ab, billigen ihm ein nötigenfalls hohes Maß eines an sich durchaus undefinierbaren„In- stinktes" zu und tun obendrein vielfach so, als ob so manche oer- standesähnliche oder gar übermenschlich erscheinend« Vorgänge im Tierleben uns gar nicht in rätselndes Erstaunen versetzten oder zu versetzen brauchten. Wir betrachten uns halt so gern als„Herren der Schöpfung". Und der Rest ist— Schweigen. Neue Ergebnisse öer Norüiichtforstbung. Die Frag« nach der Entstehung des Nordlichtes, dieser auf. fallenden und prächtigen Naturerscheinung, beschäftigt die Wisien- schaft seit längerer Zeit. Man hat zunächst Beobachtungen über Häufigkeit und Gesetzmäßigkeiten seines Auftretens aufgestellt, und wurde dabei zu der Annahme geführt, daß es von der Sonne aus- gehende Strahlen sind, die das Leuchten verursachen. Der bekannte skandinavische Gelehrte V e g a r d hat sich nun besonders mit der Frage besaßt, welcher Art diese Strahlen sind und wie von ihnen das Nordlicht hervorgerufen wird Er derichtet soeben in den„Naturwisienschaften" wieder über Untersuchungen, die ihn an- scheinend einer völligen Klärung dieser Probleme bereits recht nahe geführt haben. Das Nordlicht hat bekanntlich einen seiner Hauptreize im Wechsel und im Durcheinander seiner Farbtönungen. Es besteht also nicht nur aus Licht einer Farbe. Man kann in ihm vielmehr durch spektrale Zerleguna«ine größere Anzahl von Farbtönen fest- stellen, die sich als ebensoviele Spektrollinien darbieten. Man fand als charakteristischen Repräsentanten der Farbe des Nordlichtes eine grüne Linie, die den Namen Nordlichtlinie erhielt. Außerdem werden blaue und rote Farbtöne von größerer Intensität gesunden. Die Aussendung jeder Art von Licht ist nun an Materie ge- Kunden und als solche bietet sich den von der Sonne kommenden Strahlen zuerst die Atmosphäre dar Di? einfachst« Annahme ist also die, daß die Strahlen auf die Bestandteil« unseres Luftmeeres treffen und sie beim Zusammenstoß zum Leuchten anregen. Vegard suchte nun im kleinen die Richtigkeit dieser Annahme nachzuweisen, indem er Strahlen verschiedener Art auf die Bestandteil« der Lust, also Sauerstoff, Stickstoff und Edelgase einwirken ließ. Es ergab sich, daß der Stickstoff, wenn er mit Strahlen negativer Elektrizität, sogenannter Kathodenstrahlen bombardiert wird, Lichtstrahlen aus- strahlt, die sich auch im lstordlicht finden. Leider kehlte aber gerade die charakteristische grüne Nordlichtlinie. Die Tatsache nun, daß das Nordlicht in Höhen bis zu 75 Kilometer über dem Erdboden auftritt,— in Höhen also, die man bereits dem eisigen Wellraum zugehörig nennen muß, in dem alles— selbst die Lust— erstarrt. legte den Sckiuß nahe, daß dort der Stickstoff nicht mehr als Gas, sondern als fester Stoff auftritt, nicht etwa aber als feste Kruste, sondern als feinster Staub. Untersuchungen am festen Stickstoff die im berühmten Tiesteinperaturlaboratorium der Welt, in Leiden, bei Temperaturen von 250 Grad unter Null ausgeführt wurden, ergaben, daß in der Tat fester Stickstoff, der sich in der Form eines äußerst feinen Staubes befindet, beim Bombardement mit Strahlen negativer Elektrizität eine Strahlung aussendet, die fast völlig der des Nordlichts gleicht, die insbesondere auch die Nordlicht- linie enthält. Nach diesen Untersuchungen entsteht das Nordlicht also durch die Einwirkung von elektrischen Strahlen, die ihren Ur- sprung in der Sonn« haben, auf einen Staub von Stickstoff, der die äußerste Hülle der Erde bildet. Zugleich folgt m» ihnen, daß dort oben, also etwa 8l) Kilometer über dem Erdboden, ein« Temperatur von 250 Grad unter Null herrscht. Zuckerkrankheit— ein Leberleiden? Der Grazer Pharmatologe, Professor Loewi machte auf der Wiener Oktobertagung der Stoff- wechselforscher Ausführungen über seine Leberuntersuchungen, die die bisherigen Anschauungen über die Entstehung der Zuckerkrankheit völlig umwälzen. Bekanntlich wird sie als Folge eines Mangels an Insulin erklärt, das für die Aufschließung der Kohlehydrate(Mehl, Zucker usw.) im menschlichen Organismus unentbehrlich ist. Nur mit seiner Hilfe z B. kann der im Blutwosser gelöste Zucker vom Körper genützt werden. Nun berichtete Prof. Loewi, es sei ihm ge- lungen, in einem von ihm„Glykämin" genannten Stoffe eine Ab- sonderung der Leber zu isolieren, die damit fortan zu den Organen mit einwandfrei festgestellter innerer Sekretion zu zählen wäre. Das Glykämin hat die Eigenschaft, die Wirkungen des Insulins im Orga- nismus auszuheben, es zu neutralisieren. Demnach wäre die Zucker- krankheit nicht allein eine Folg« des Versagens der das Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüse, sondern im gleichen Maße eine durch die Absonderung überschüssigen Glykämins hervorgerufene Stoffwechselftörung. Es erscheint sogar als möglich, daß eine zu starke Glykäminerzeugung der Leber als eigentliche Ursach« der Er- scheinungen der Zuckerkrankheit angesprochen werden muß, während der Mangel an Insulin bzw. ein Versagen der Bauchspeicheldrüse erst die Folg« davon ist. Man hätte es also bei der Zuckerkrankheit weniger mit einer Entartung der Bauchspeicheldrüse als einer solchen der Leber zu tun, so daß die Zuckerkrankheit eigentlich ein Leber- leiden wäre.— Es leuchtet ein, daß die Loewifchen Entdeckungen in bezug auf die Bekämpfung der gefährlichen Zuckerkrankheit zu wich- tigen Aenderungen in der Heilmethode führen muß, ganz abgesehen davon, daß auch die Diabetes-Forschung selbst«in wichtiges und zukunftsreiches neues Mittel an die Hand bekommen hat. Ganz offenbar aber handelt es sich bei der Entdeckung Prof. Loewis um einen neuen Triumph der ganz modernen medizinischen Lehre von der ausschlaggebenden Bedeutung der inneren Sekretion im menschlichen Organismus. „Schwein haben." Wie ist das Schwein zum Sinnbild des Glücks geworden? Warum schreiben wir dem sonst so wenig geachteten Rüsseltier eine so wunderbare Wirkung zu? Di« Herleitung der magischen Kräfte des Schweins aus irgendwelcher uralten Tieroer- ehrung ist nicht geglückt. Doch hat die heute so allgemeine Redensart vom„Schwein haben" immerhin eine Vergangenheit, die bis in die Zeiten des Mittelalters zurückführt. Man oermutet, daß die Redens- art ihren Ursprung von den alten Schützenfesten hat. Bei diesen gab es natürlich Preise für die besten Schützen, aber der Humor, der unser« Altvorderen auszeichnete, vergaß auch den nicht, der an, wenigsten getroffen hatte, und gönnt« ihm einen Preis. Der schlechteste Schütze bekam anfänglich ein Schwein, und zwar in der Regel ein recht lunges, das ihm unter vielen Spottreden überreicht wurde. Der also Beschenkte mußte dann seinen Preis unter dem Spott der Mitbürger und dem Hallo der Jugend durch die Stadt führen. War es ein Ferkelchen, so zog er es vor, es im Mantel oder auch in den sehr weiten Aermeln des damaligen Oberkleides unbe- merkt nach Haufe zu tragen. Darauf bezieht sich eine Stelle in Brants„Narrenschijf":„Wer schießen will und fällt des rain(fehlt die Scheibe), der dreit(trägt) die su(Sau) im Aermel heim" Auch beim Pferderennen zu Ulm wurde im Jahre 1468 dem Reiter des langsamsten Pferdes eine Sau gestiftet, die mit einer Leine an das Pferd gebunden und so zur Stadt geführt werden mußte. Als später die Geldpreise auskamen, führte der„Trostpreis", den der schlechteste Schütze erhielt, den Namen„Schwein". Daher mag die Redensart stammen, die sich bis auf den heutigen Tag erhallen bat. Ihr Sinn war zunächst, daß man noch eines Glückes teilhastig wird, auch wenn man es nicht oerdient hat. Eine andere Erklärung weist daraus hin. daß im Kartenspiel das Aß früher die Sau hieß. Danach würde die Redensart zunächst bedeutet haben, daß man die höchste Karte in, Spiel hat, und sie ist dann später verallgemeinert ward«». isi unser Geschäftsprinzip. Was wir in unseren Anzeigen anbieten, was wir in unseren Schaufenstern mit Preisen ausstellen, ist am Lager, Die Preise der angebotenen Waren sind keine Ausnahmepreise, sondern unsere üblichen Ladenpreise, Bei uns findet der Käufer eine Auswahl, wie sie nur wenige Berliner Geschäfte zeigen können. Zu unseren billigen Kassepreisen ohne Aufschlag verkaufen wir mit il 4 flnsafrlung u. 3 Monatsraten, bei Käufen über iOO Mark il 4 ftnzajjlung u. 5 Monatsraten. Damen- Hüte Wäsche Herren- Wollwaren Gardinen Kinder- Stoffe Teppiche Konfektion Schuhwaren Lederwaren Schirme* Uhren» Sprediapparaie Guter moderne Befle-Älltanceßr. J-10 ÄS* 6.25 Mergrundbahnhof IjemMJk Singer ttusßeüung derlüett hewerbsarbeiten vom gwßmSreisaiisfdireiben LEIPZIftBRITItM Näherei, Stitkem.Kunß- gewerbpin Taufenden von ä aus fmnen arbeiten. SINGER NÄHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT.