Hr. 514 ♦ 44.?ahrgaag Ausgabe ü Nr. 261 Bezugspreis: SMtntlidi 70 SftnnUt, monatliA JUiÄtBtflTt OOTClIf MblbOT Utda Streifban» ia Jn. onk Ausland 5 JO Zieichsmarl BT* Monat. ®rr ,SatsSr<«*«it der fflufltut- ten Sonntagsbeilage.Boll and Reit* sowie ben Beilagen.Unterhaltung und Wilsen'.Aus der ffllmwelt*. .Fraucnllimme'.Der»Inder. treund'..Iugend-BorwSrts'.Blick in die Bilcherwelt' und.»ullur. nrbeif erscheint wochentäglich twei. «ai.Eonntogo und Montags einmal. Zelearamm.Abresse: .Sajial«*maltaf Berlin- Konntagsansgabe �#> � Verliner PalkBlrlall Groß-Berlin 15 Pfg. Auswärts 20 Pfg. mit«Volt und Zeit- Anzeigenpretie: »te oinivalttae Ronparewe. geile 80 Bfennia. Reklameteile t/— Reichsmark,.»leine Anteigen' hos kettaedruckie Wort iS Bkennla, (tuläffla twei kettaebruckte Wortes. sedes weitere Sari lZ Dkennia. Eiellenaesuch« das erll« Bari lZ Pkemtia lebe»«eitere Wort 10 Pfennig. Worte über 1b Buch» stoben t üblen für twei Worle. Arbeitsmarkt»eile 00 Pkennlg. llamilienanteiaen kür Abonnenten »eile« Diennia. Anteigenannabme im Lauvtgeschält. Üindenstrahe 0, wochentäglich von m bis 17 Übt. Zentralorgan der Sozialdcmokratifchen partei Dcutfchlands NeSaktion und Verlag: Serlin Sw. 64. LinSenstraKe Z Fernsprecher: Tönhoff 292—297. Sonutag, best 30. Oktober 10A7 Vonvärts-Verlag Serlin EW. 65, �inöenstr.Z Poltichecktontoi Berlin(7 IM- BonRonto: Baal»er Arbeiter. Angeftelten nn» Beamten,«aftftr.«t»io�nto-Sesellchast.«enofttenkaft,«indeuftr.». Der Wiener Parteitag. Referate von Bauer und Renner. Wien. W. Oktober.(Eigenbericht.) Im Arbeitetheim Ottokring(16. Stadtbezirk) hat heut« der Par- teitag begonnen. In seiner Eröffnungsrede erklärte Parteivor- sitzender Bürgermeister S e i tz, auf dem Parteitag würde ein Streit der Meinungen entbrennen, aber wer aus Uneinigkeit und Spaltung hoffe, dürfte schwer enttäuscht werden.„Wir werden— so schloh Eeitz— eine Partei der inneren Geschlossenheit bleiben, mit u n- erschütterlicher Einheit und Tatkraft!" Der Vormittag war ausgefüllt mit Begrühungsreden der aus- wärtigen Gäste, darunter für Deutschland Adolf Braun. Es folgten die Referake von Bauer und Renaer über die politische Lage, die auch den Nachmittag ausfüllten. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen stand die Frag« der Koalition. Bauer erklärte, die Genossen, die von einer Koalition sprechen, tun das offenbar in übergroßer Aengftlichkeit um die Partei. Aber die uns diesen Rat geben, so fuhr Bauer fort, können sich nicht darüber täuschen, welch furchtbares Opfer sie den h e i l i g st e n Gefühlen der Arbeiterschaft zumuten: gerade jetzt nach dem Gemetzel vom IS. Juli, wonach die Mörder dekoriert wurden, mit Parteien uns zusammenzuschließen, die den Mördern applaudiert haben. Das Bürgertum ist jetzt in höchstem Selbstbewußtsein. Der Bundes- tanzler hat jeden Gedanken einer Koalition schr.yss.aba«> wiesen. Das beweist zwar nicht, daß selbst Dr. Seipel nicht Biel- leicht doch einmal ein« Koalition wird schließen müssen, aber es beweist, wie sich jetzt' die Christlichsozialeti verhalten würden, wenn um Deratungstisch über ein Koalitionsprogramm gesprochen werden würde. Ein« Koalition wäre jetzt nicht eine Koalition gleich starker Parteien. Ehe wir daran denken, müssen wir erst durch Kamps so stark werden, daß die Koalition für uns keine Gefahr bedeutet. Bor allem müsien wir auf das Land hinausgehen und den Bauern sagen, daß wir nicht gegen sie, sondern mit ihnen gegen das Kapital kämpfen wollen und nicht eine Koalition mit den Führern der Bauern, sondern«inen Zusammenschluß mit allen werk- tätigen Menschen gegen das Kapital erstreben. Renner führte einleitend ebenfalls aus, daß kein Mensch a n ein« Spaltung auch nur denke-, auch im Streit der Meinungen werde vollst« Disziplin gehalten. Wenn heute— so fuhr er fort— viele noch die Koalition verurteilen, so sind das N a ch w e h e n aus alten Zeiten. Eine Koalition muß nicht das Proletariat hemmen, st« muß sein ein versuch, die Reaktion zu binden. daß sie uns nicht in den Abgrund reißt. Ich habe nicht an Seipel die. Frage gestellt, ob er sich mit uns koalieren will. Ich habe mich auch nicht an die Christlichsozialen gewandt. Ich weiß, daß sie alle an dem gegenwärtigen Zustand ein Interesse haben, aber wir wisien, daß hinter Seipel nicht eine einheitliche Bourgeoisie steht. Die ganze Bourgeoisie ist es nicht, die diesen häßlichen Komps mit un» führen will. Wir haben ein Recht, unsere Macht auszunutzen, um die Wirtschaft in Ordnung zu bring« n. Wir wollen das Recht und wir wollen den Frieden. Wir habe« nicht um«ine Koalition gebettelt. Aber-laßt die an» deren das Zusammengehen ablehnen. Laßt die anderen schuldig werden und überlaßt ihnen die geschichtliche Verantwortung."— Sonntag beginnt die Debatte.' Kein Nachlassen üer Konjunktur. Weitere« Rückgang der Arbeitslofigkeit. Die Zahl der hauptu nlerst ü hung»ew psäuger in der Arbeitslosenunterstützung betrug am IS. Oktober lSZ? rund A2S000(männlich 265 000, weiblich 64 000) gegenüber 355000 (männlich 286 000, weiblich 69 000) am 1. Oktober 1927 und 381 000 (männlich 303 000, weiblich 78 000) am 15. September 1927. Der Rückgang in der Zeit vom 1. bi» 15. Oktober 1927 beträgt rund 26 000, gleich 7,3 Prozent. Die Zahl der Zuschlagsempsänger(unter- stühungsberechligte Familienangehörige) ist im gleichen Zeitraum von 406 000 aus 369 000 gesunken. Auch die Zahl der haupkuuterstühungsempsänger in der ftriseuullkerstuhuug ist in der Zeit vom 15. September bis zum 15. Oktober 1927 weiterhin zurückgegangen, und zwar um rund 23 000. Ihre Gesamtzahl betrug am 15. Oktober 1927 rund 113 000 (mSuulich 90 000, weiblich 23 000) gegenüber 136 000(männttch 108 000, weiblich 28 000) am 15. September 1927. Die Gesamtzahl der uolerstühten Arbeitslosen hat sich dem- nach in der Zeil vom 15. September bis zum 15. Oktober 1927 von 517000 aus 442 000. also um rund 75 000. gleich 14,5 Prozent, vermindert. Zu den kommenden Wochen wird die Zahl der unierstühteu Arbeilsloseu infolge saisonmähiger Einflüsse möglicherweise wieder steigen. Ein Reparationskommissar! Zur Gntlastnng des Reichssinanzministers. Innerhalb der Reichsregierung wird zurzeit die Schaffung des Amtes eines Reparationskommissars erwogen. Es soll sich dabei— wie der„S o z i o l i st i s ch e Pressedienst" erfährt— um«in Amt handeln, das vor allem«ine Entlastung des Reichsf, nanzminlsters herbeiführt. Eine selbständig« Instanz kommt hierfür nach den oorläusigen Plänen der Reichsregierung nicht in Frage. Der sogenannt« Reparationskommissar soll vielmehr dem Reichsfinanzminister unterstellt sein und die Ausgab« haben, die in nächster Zeit zu behandelnden Reparationsprobleme unter Berücksichtigung der in den zuständigen Ministerien vertretenen Auffassungen nach einheitlichen Gesichtspunkten v o r z u b e- reiten. Die letzt« Entscheidung über diese Fragen soll Icksiießlich dem Reichsfinonz minister überlasten bleiben. Reparatiousogent aad Auswärtiges �lmt. Im Reichsfinanzministerium fanden am Eonnabend zwischen dem Außenminister Dr. Stresemann, dem Reichs- finanzminister Dr. Köhler und Papier Gilbert längere Verhandlungen über die Denkschrift des Reparationsagenten statt. Danach hat also da» Auswärtige Amt seinen Standpunkt, an den Verhandlungen mit dem Reparationsagenten beteiligt zu werden, trotz de» energischen Widerspruchs der deutsch» AAtionalen P r e s s e, durchgesetzt. Es gibt kein Tanger-problem. So behaupten Pariser Blätter. pari», 29. Oktober.(Eigenbericht.) '. Die italienische Flottendemonstration vor Tanger beginnt jetzt auch diejenigen ernstlich zu beschäftigen, die bisher die Methoden des italienischen Faschismus als Quintessenz der Staatskunst priesen. Der„Intranstgeani" schreibt, daß ein solches Regime gezwungen werde, seinem Volk„nationale" Kompensationen für die verlorenen Freiheiten zu bieten. Das tue Mustolini durch die Tanger-Demonstration. Es frage sich nur, ob ihm daraus ein wirtlicher Vorteil werden könne. Auch die Entsendung des „Panther" nach Agadir sei ein Scheinerfolg gewesen, der zum Schluß dem kaiserlichen Deutschland sehr bittere Früchte ge- tragen habe. Der durch die Ftottendemonstralion unterstrichene Versuch Italiens, sich zwischen Frankreich und Spanien in Marokko einzuschieben, sei angesichts der außerordentlich geringen italienischen Interessen in Marokko aussichtslos. Das Blatt ist überzeugt, daß Mussolini im Einvernehmen mit England handele. Der„Temps" meint, die italienische Geste müßte jeden unpar- teiischen Beobachter überraschen. Das Tanger-Problem sei 1923 durch die drei direkt beteiligten Mächte England, Frankreich und Spanien endgültig gelost worden. Von der Einberufung einer neuen inter- nationalen Konferenz könne gegenwärtig keine Rede sein, es liege nicht der geringste Anlaß dazu vor; außerdem haben am 29. Oktober 1912 Frankreich und Italien einen Vertrag unterzeichnet, in dem Italien ausdrücklich gegen französische Zugeständnisse in Lydien sein Desinteressement an Marokko erklärt hat. Die spanische Zone und das Tanger-Statut seien in dem sranzösisch-spanischen Der- trag vom 27. November 1912 festgesetzt worden. Italien könne also nicht den zeitlich später liegenden Vertrag mit Spanien heut« zum Borwand nehmen, um eine neue Ein- Mischung in Marokko zu versuchen. Die Rechtslage sei so klar, daß sie keinerlei Zweideutigkeit gestatte. die französischen Raöikalen. Wahl des Partcivorfihende«. s pari». 29. Oktober. Der Kongreß der Radikalen befaßte sich mit der Sozialpol-ti? der Partei. Der ehemalige Arbeitsminister Durafour, als Referent, sprach sich u. a. für die Verstaatlichung der In- Kustrse, besonders der Bergwerk« und Petroleumraffinerlen, der Zuckerindustri« und des Versicherungswesens au». Seine Anträge wurden unter großem Beifall ohne Diskussion angenommen. Di« Sitzung schloß mit einer Aussprache über dle rechtliche Stellung der verheirateten Frau und über die Wohnungsfrage. Die Nach- mittogssitzung begann mit einem Bericht des Abg. Rogaro über die Währung.— Zum Parteioorfitzenden wurde Abg. Daladier gewählt. Allerlei Jubiläen. Moskau und Rom. Launiges Spiel des Zufalls: Aus Rußland und aus Italien dröhnen zugleich Festfanfahren. In dem einen Lande feiert man den zehnjährigen Bestand der Sowjetmacht,- im anderen die fünfjährige Dauer der F a s ch i st e n- Herrschaft. Zufall ist, daß die beiden Feste zeitlich zusammenfallen. Kein Zufall ist jedoch, daß der italienische Faschismus erst ein paar Jahre nach dem Bolschewismus kam. Hier besteht ein ur- sächlicher Zusammenhang. Ohne den Sieg der Bolschewiti in Petersburg und Moskau im Herbst 1917 kein Marsch nach Rom im Herbst 1922. Erst die Verwirrung, die durch die russischen Ereignisse in der italienischen Arbeiterbewegung hervorgerufen wurde, hat M u s s o l i n i und seinen Schwarz- Hemden den Weg zur Macht geöffnet. Erst als die Arbeiter Italiens vergessen hatten, was die politische Freiheit für den Kampf ihrer Klasse bedeutet, wurde es möglich, die politische Freiheit in Italien zu vernichten. Beide Systeme, das bolschewistische und das faschistische, nehmen für sich in Anspruch, gegenüber dem demokratischen System eine höhere Stufe der Entwicklung darzustellen. Beide befinden sich im Irrtum. In beiden Fällen handelt es sich um eruptive Massenbewegungen, die eine Partei mit Gewalt an die Macht gebracht haben, und um die Erhaltung dieser Macht mit den Methoden der Gewalt. Wenn in anderen Ländern fortgeschrittener Kultur ähnliche Versuche nicht gemacht wur- den oder in ihren Anfängen steckenblieben, so darf man das auf den höheren Stand ihrer P o l k s b i l d u n g, insbeson- dere auf die größere politische Reife ihrer Arbeiterklasse zurückzuführen. ' Rußland und Italien haben die politische Ciitwicklungs- stufe, auf der sich Staaten wie Deutschlands Frank- reich und England befinden, nicht hinter sich, sondern erst vor sie'... * Man darf diese beinahe selbstverständliche Tatsache aus- sprechen, ohne sich des Chauvinismus schuldig zu machen, der nach außen hin das hervorstechende Kennzeichen sowohl des Moskauer als auch des römischen Regierungs- systems darstellt. Würde sich Moskau nicht einbilden, an de.' Spitze der Zivilisation zu marschieren, so wäre das Verhält- nis zwischen der russischen Kommunistenpartei und der euro- päischen, ganz besonders der deutschen Arbeiterbewegung viel besser als es in Wirklichkeit ist. Die deutsche Sozialdemokratie kann die politischen Herr- schaftsmethoden des Bolschewismus nicht billigen, aber sie kann seine kulturellen und ökonomischen Leistungen vor- urteilslos würdigen. Sie verwirft jeden Versuch, ihn von innen oder von außen mit Gewalt zu stürzen, sie stellt sich also keineswegs auf den Standpunkt, daß sein Sturz für Rußland und die übrige Welt ein Glück wäre. Wenn trotzdem zwischen ihr und der russischen kommunistischen Partei eine Art dau- ernder Kriegszustand besteht, so kommt das nur daher, daß sich der russische Kommunismus gegenüber der sozialistischen Arbeiterbewegung der Welt ein Lehr- und Herrscher- a m t anmaßt, das ihm auf keinen Fall zusteht. Wenn die Wellen der Festbegeisterung verrauscht sind, wird man in Moskau vielleicht Zeit finden, über diese Fragen ernstlich nachzudenken. Auf die Dauer ist es doch kaum ein haltbarer Zustand, daß eine Regierung, die die„Diktatur des Proletariats" zu verkörpern vorgibt, mit den reaktionärsten Regierungen Europas und mit den übelsten Kapitalisten- klüngeln immer noch besser steht als mit dem Gros der europäischen Arbeiterbewegung. Aendern wird sich das aber erst dann, wenn die Russen einsehen werden, daß ihr auf- dringliches Lehrmeistertum zu nichts anderem führt, als zu einer Spaltung und Schwächung des europäischen Sozialismus. Sie haben— man muß nur an den Kampf mit ihrer Opposition und ihre sonstigen inneren Schwierig- leiten denken— in ihrem eigenen Lande Sorgen genug. Mögen sie uns die unseren überlasten. * Der Faschismus hat sich nicht damit begnügt, semen fünften Geburtstag durch Musik und laute Reden zu feiern, er hat ihn vielmehr mit einer militärischen Geste begangen, durch die er die Welt an sein eigentliches Wesen erinnern will. Die italienische Flottendemonstration von Tan- g e r weckt allüberall die fatale Erinnerung an den wilhelmi- nischen Panthersprung nach Agadir. Gleichzeitige Unter- drückungsmaßnahmen in S ü d t i r o l mag man mit dem Treiben der.altpreußischen Bureaukratie im polnischen Sprach- gebiet vergleichen, obwohl das, was jetzt in Südtirol ge- schieht, noch schlimmer ist. Auf alle Fälle aber bleibt die Aehnlichkeit frappant: das Talent, sich durch demonstrative Brutalität in aller Welt Feinde zu machen, ist im neuen Italien nicht weniger entwickelt, als es im alten Deutschland war. Man wagt freilich kaum, den Gedanken zu End« zu denken. Soll das alles schließlich auch in einem Hineinschsin- in einen Weltkrieg seinen Ausgang sinden? Eine so unheilvolle Entwicklung ju hindern, gibt es nur ein Mttel, t>os in der Idee des Völkerbundes ange- deutet ist, aber durch seine Organisation noch nicht ver- wirklicht worden ist: Dem Friedensstörer muß eine solche ge- schlossene und zur Wahrung des Friedens entschlossene Macht gegenüberstehen, daß er aus Furcht vor der sonst sicheren Niederlage gar nicht erst anfängt. Wer ihm einen Zweifel daran ermöglich und ihn dadurch ermutigt, macht sich zu seinem Mitschuldigen. Frankreich. Deutschland und England sind zusammen stark genug, um den Frieden Europas unter allen Umständen zu schützen. Dieser Frieden kann nicht ge- stört werden, ohne daß mindestens eine der Regierungen dieser drei Länder versagt. Damit ist die Verantwortung des fran- ' höfischen, des deutschen und des englischen Volkes, die alle drei in freien Wahlen sich ihre Regierungen selbst geben, und die Bedeutung des kommenden großen Wahljahres für das Schicksal Europas klargestellt. Ein Satyrspiel v o r der Tragödie: BernardShaw. der englische Dichter und Sozialist— wie er den Sozialismus auffaßt— fährt fort, in der englischen Presse für den Faschismus Lanzen zu brechen. Wir haben gestern seine Ant- wort an S a l v e m i n i und an den„Vorwärts", die er im„Manchester Guardian" gibt, in telegraphischem Auszug veröffentlicht. Die Antwort zeigt in geradezu erschreckender Weise, wie wenig Bernard Shaw uns verftandsn hat. Seine dichterische Intuition hat nicht ausgereicht, den Sinn des Auffatzes zu erfassen, den wir unter der Ueberschrift:„Wer nicht weiß, der schweige!" veröffentlichten. Dieser Aufsatz war nicht die Arbeit einer besser wissen wollenden Redaktion. Er war ein Aufschrei aus der Tiefe der ge- knechteten sozialistischen Arbeiterbewegung Jtalie>ns, eine Stimme der Rot, des Leides, des Wiffens aus eigener furchtbarer Erfahrung. Im Lichte dieser Er- fahrung verlieren die glitzernden Sophismen Bernard Shaws ihren Glanz, und was bleibt, ist schales Possenspiel. Bernard Shaw stellt seine Antwort auf die These, Musso- lim habe recht, die Freiheit als„oerfaulenden Kadaver" zu be- zeichnen, denn für Menschen, die acht bis zehn Stunden am Tage arbeiten, habe die Frei- h e i t keinen Wert. Don besitze sie nur für nichtstuende kapitalistische Rentiers. Erst wenn man einmal dazu kommen werde, die Halbtagsarbeit einzuftchren, dann werde die Frei- heit auch für die Arbeiter Bedeutung gewinnen. Shaw unterzieht sich nicht der Mühe darüber nachzu- denken, wie der Arbeiter zu oiner�so paradiesisch kurzen Arbeitszeit kommen kann, wenn er nicht einmal mehr den Mund auftun darf, um sie zu verlangen. Dürfen wir ihm— vielleicht doch aus etwas besserer Kenntnis— etwas über das Wesen der deutschen Arbeiterbewegung sagen? Nun, der deutsche Arbeiter hat nie nur ran kürzere Arbeitszeit und höhere Löhne gekämpft, sondern auch und vor allem um die Achtung seiner Menschen- würde, um sein gleiches Bürgerrecht, um das Recht, sagen zu dürfen, was er denkt, die Zeitung zu lesen, die ihm ge> sällt und sich der Organisation anzuschließen, von der er die Förderung seiner Interessen erwartet. Der deutsche Arbeiter hat stets für die— von Shaw, Mussolini und den Bolschewiften so sehr verachtete— Freibeit gekämpft, und sich in diesem Kampfe mit allen Unterdrückten der Erde ver- Kunden gefühlt. Auch und vor allem mit denen, deren Schrei der witzige Poet lächelnd überhört. Reichsdeutsche Demokraten bei Poincarc. Der französische Ministerpräsident hat die Reichstagsabg. Ludwig Haas und Erkelenz sowie den ehemaligen Reichstagsabg., Heile«mpfan- gen, die zum Internationale» demokratischen Friedenskongreß in Paris sind. flus Keuöells Reich. Hetze gegen republikanische Bcaintc. Die„Deutsche Allgemeine Zeitung" hat eine kleine Hetze gegen Frau Ministerialrat Dr. Gertrud Bäumer er- öffnet, die zugleich demokratische Reichstagsabgeordnete ist. Sie opponiert als Demokratin im Reichstag gegen das Keudellsche Schulgesetz. Herr v. K e u d e l l kann sie nicht wie den Genossen Schulz oder den Ministerialdirektor Brecht ohne weiteres auf Wartegeld setzen, da sie kein politischer Beamter ist. Man liest in der„Deutschen All- gemeinen Zeitung": .Wie weit will Frau Abgeordnete und Ministerialrat Dr. Ger- trud Bäumer die Geschmacklosigkeit noch treiben« m i t der sie in össentlicher R e i ch s to g s s i tz u n g gegen ihren Chef Stellung nahm? Wie lange will der Reichs« minister des Innern noch geduldig zusehen, daß eine ihm unter st ellt« Beamtin in hervorragender Stellung gegen da» Ministerium, dem sie ange- hört, öffentlich Sturm läuft? Schon die Reichstags» rede der Frau Abgeordneten und Ministerialdirektor war nicht sehr taktvoll, ganz gleichgültig, wie man ihre Argument« ein» schätzen mag. Daß sie sich aber dann von ihrer Partei auch noch in den Bildungsausschuß hat entsenden lassen, um möglicher- weis« von Paragraph zu Paragraph dem ihr vor- gesetzten Minister zu opponieren, das ist ein Be- weis seltsamer Auffassungen von Beamten- pslicht. Was würde wohl der preußisch« Minister des Innern sagen, wenn der Leiter einer seiner Ministeralobteilungen sich in den Preußischen Landtag wählen ließe und dort bei einer ganz wichtigen Vorlage systematisch gegen das preußische Mini- sterium aufträte? Wenn Frau Dr. Bäumer so großen Wert auf die Betätigung ihrer Abgeordnetenpflichten legt, und wenn es ihr nicht gelingt, ihre Abgeordneten- und Beamtenpflichten in Tin- klang zu bringen, dann ist offenbar ein« Lösung d«s Konflikts denkbar einfach: Es zwingt sie doch niemand, Ministeria l- rat im Reichsmini st erium des Innern zu bleiben: «s wäre vornehmer, sich für das eine oder andere zu ent- scheiden." Wenn man republikanische Beamte nicht hinauswerfen kann, so sucht man sie h i n a u s z u h« tz e n. Immerhin hätte sich die Schristleitung der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" daran erinnern können, daß es zum guten Ton deutschnationaler Beamten in Preußen, die zu- gleich Landtagsabgeordnete sind, gehört, im Parlament Hetz- reden gegen die Regierung zu halten. Hat man die letzte fabelhafte Hetzrede des Herrn Bachem, hat man den Bachem-Brief vergessen? Es ist allerdings ein Unterschied: da handelt es sich um monarchistische Beamte, die gegen eine verfassungstreue repu- blikanische Regierung ankämpfen, Fra« B ä u m e r aber ist Republikanerin, sie kämpft für die Respektierung der Ver- fassung, und ihr„C h e f", Herr v. Keudell, ist monarchistischer Minister der deutschen Republik. verfassungsrechtlich äußerst beüenklich. Scharfe Erklärung Preußens gegen Keudell. In der Sonnobendsitzung des Bildungsausschusses des Reichstags gab Ministerialdirektor Kaeftner als Vertreter der preußischen Regierung eine entschiedene Erklärung gegen die Ausfuhrungen des Reicheinnenministers vom Freitag ab. Im Verlauf dieser Erklärung führte Ministerialdirektor K o est ner u.a. aus: 1. Der Herr Re»chsminrster des Innern hat in seiner Erklärung gegenüber dem Bildungsausschuß des Reichstags den Standpunkt oertreten, es fei nicht feine Aufgabe, zu den besonders auch von Preußen hier erörterten Meinungsverschiedenheiten über WortlaiU und Entstehungsgeschichte des Artikels 146 kritisch Stellung zu nehmen. Di« preußische Unierrichteverwoltung muß im Gegensatz zu dieser Auffassung den Bildungsausschuß des Reichste�- erneut bitten, daß er in feine« Verhandlungen z« den«ch.- liehen Grundlagen des von der Reichsrcgierung vertreleuen Gesetzentwurfs und zu den ihnen gegenübergestellte« Rechtsanssuhruagen Preußens derart Stellung nehmen«iod, daß ein« fachkch ergiebige Auseinandersetzung über diese sür den Aufbau des Gesetzes.auf den Bestimmungen der Reichsverfossung entscheidende» Fragen er- möglicht�wlrd. wanölungen ües Negieruagseutwurfs. 2. Wenn der Reichsmimfter des Innern von der.i e w eil» neuesten Auffassung Preuße«»" sprachen zu müssen glaubte, so übersah er anscheinend die völlig verschieden« Rowr der jeweiligen Reichsentwürs« zum Schulgesetz. Dem Entwurf von IstZI, der die Borzugsstellung der Gemeinschaftsschule anerkannte, dem von 1 9 2 3, der die Gemeinfchistsschule unterdruckt«, und dem von 1927 gegenüber, der die Frage des Ranges der Gemeinschafteschiile umgehen will, war allerdings Me verfchiede»« Stellungnahm« angebracht. Im übrigen hält die preußisch« Unter- richtsoerwaltung eine dauernde erneute Prüfung dieser schwierigeir und für die Rechlsgültigkeit des Gesetzes entscheidenden Fragc.r für sachlich notwendig und scheut auch nicht dos Eingeständms, in diesen Fragen neue und wesentliche Gesichtsp u n k t e erkannt zu haben. Eine Umgehung dieser Fragen durch den Bildungsausschuß des Reichstags entgegen der von der Alehrzohl der Länder geäußerten rechtlichen Auffassung erscheint im Hinbli�. auf die Artikel 13. 15 und 19 der Reichsverjassong äußerst bedenklich. Mit See �eichsverfaßung unvereinbar. 3 Der Reichsmimster des Innern hat erneut, und zwar mit der ausdrücklichen Unterstelluno. daß die preußische Auffassung von der bedingten Vorzugsstellung der Gemeinschaftsschule zutreffend sei. die Interpretation des Artikels 146 den Ländenr überlassen, denen bei etwaiger Verabschiedung des Gesetzes nach der Befreiung von Artikel 174 nicht verwehrt sei, nun selbstän- dig den Artikel bezüglich der G-meiiffchaffsschule auszuführen. D:e preußische Unterrichtsverwaltung muß erneut erklären, daß eine derartige Stellungnahme mit den Bestimmungen der Reichsversassung über die Grundsahoesetzgebnng des Reiches unvereinbar ist, und daß sie darum bittet, daß'diese wesentlichste Grundsatzfrage des Ar- titels 146 in den Verhandlungen des Bildungsausschusses zum Rcichsvolksschulgesetz eine klare Lösung findet. konfejßonelle Seunrvhiguag. 4. Di« preußische Uebergongslösnng wirb von der preußischen Unterrichtsverwallung gegemibcr dem§ 18 des Reichsentwurfs nach wie vor gerade zur Vermeidung der Beunruhigung tvnfessivntll nberfichtlich zusammen- gefaßter Landesteile unter möglichster Berücksichtigung des aus die Erhaltung konfessioneller Schulen gerichteten Eltsrnwitlens sür di- besser vertretbare und mit der Reichsverfassung vereinbare geHallen. § 18 des Reichsentwurfs scheint mit ß 2 nicht vereinbar und bevor- zugt die bestehende Schulform über die rechtlich vertretbaren Gren- zen hinaus. Gerade noch dieser ganz unklaren Bestimmung werden die vom Reichsministerium de» Innern bei der preußischen Lösung mit Unrecht erwarteten Schulkämpse einsetzen. Inwiesern die sonst bisher in den Verhandlungen des Bildunqsausschuffes von der ReichsveMerung wenig erörtert« Kostenfrag« gerade diesem preußffchen Borschlag gegenüber in den Vordergrund gerückt wird, bleibt unverständlich, da gerade der preußische Vorschlag die Erhaltung der bestehenden organischen Entwicklung des Schulwesens möglichst sichern will und in seiner Ausführung denkbar einfach und mit besonderen Kostenfolgcn nicht verbunden ist. Sie pariser Prozesse wegen der Ereignisse bei der Eacco-Ben undgebung am 23. August sind mit der Verurteilung der fünf letzten Angeklagten zu Gefängnisstrafen von 6. 12. 13 und 18 Monaten beendet. Die kattowitzer Stadtverkretuug ist ausgelöst, weil die Polen bei der Wahl zu schlecht abgeschnltten haben und es ist eine kommissarische Derwallung eingesetzt. Sie umfaßt 13 Mitglieder, von denen zehn den polnischen und fünf den deutschen Parteien(drei Deutsch« Wahlgemeinde, zwei Sozialdemokraten) ange hören. Den Vorsitz führt der frühere Landrat Dr. Domdrowski. sein Stellvertreter ist der deutsche Stndtverordnet« Schmi�zel. »Der Geisterzug." Erstaufführung im Berliner Theater. „Der Geisterzug" ist der Zug der Alkohalschmuggler. Sie sind tüchtig organisiert. Unter einer Decke steckt der Stationsvorsteher an der amerikanisch-kanadischen Gran�ze mit Gentlemenspitzbuben und einer famosen Hochstaplerin. Sie haben die Geschichte ausgeheckt, daß es hier um Mitternacht spukt. Der Geisterzug kommt vorüber, und die Leute, die die Ecspenstereisenbahn sehen, kommen'ums Leben. Sie kommen vorläufig bei der Station an, weil ein Luftikus unter- lvogs die Notleine gezogen hatte, natürlich in dem wirklichen Zug, der nicht aus der Gespensterwelt herandampfte. Das flotte, groß- schnäuzige Kerlchen hotte die Notleine nur gezogen, weil ihm der Wind den Hut vom Kopfe" wegtrug. So wurde der Anschluß an den Erpreß verpaßt. Man kann sich denken, mit welchen Gefühlen die Leute in dem gottverlassenen Stationshaus erscheinen. Das schnäbelnde Hochzeitspärchen, das seine erste Nacht verpaßt, die älteren Eheleute, die noch ein wenig Zank hinter verschlossenen Türen austragen wollen, und die alte Jungfer, die untröstlich ist, da ihr Reisegefährte, der Kanarienvogel, nun kein ordentliches Obdach findet. Dazu noch die Angst vor dem Geisterzug, der nach der Drohung des Stationsvorstehers bald heranstampfen wird. Und es wird auf den Nerven des Mcnjchenhäufleins, dos die Bühne füllt, und auch auf den Nerven des einpsänglichen Parketts herumgetrommelt, bis der Luftikus sich als ein sanwscr Detektiv entpuppt, der die Schmuggler- bände fesseln und abführen läßt. Man ahnt zwar schon im zweiten Akt, wie es kommen muß, doch der Dramatiker hat noch allerhand hübsche Kriminalesfokte, mit denen er die Maulsperre der Der- wunderung unterhält. Der Verfasser R i d l e y, der auch manche Humore spielen läßt, wirkt, ohne daß er allzu grob wird. Es gibt Amüsements auch für die besseren Köpfe. Den Detektiv, der zunächst als Lümmel tituliert wird, spielt C u r t B o i s mit all der kaltblütigen Zappligkeit. deren Virtuose er ist. Eine famose Type als alte Jungfer mit dem Pips auf ihren piepsenden Kanarienvogel ist Rosa B a l c t t i. Frau Fein mischt das Trogische mit dem Grotesken und mimt«ine falsche Wahnsinnige drei Akte lang sehr sicher. M. H. « Film und Theatefftück„Der G e i st e r z u g" erlebten an demselben Tage ihre Berliner Erstausführung. Der Film im Marmor- Haus. Es handelt sich um einen Detsktivfilm und das Hauptmoment jedes Detektiosilms liegt in der Spannung. Diese ist hier erreicht. Allerdings auf andere Art als bei üblichen Kriminalgeschichteii. Das Publikum kennt die Verbrecher, kennt ebenfalls von der ersten Szene ab das Geheimnis des Geisterzuges. Es kommt also nur aus die Entlarvung der Schuldigen durch die Geschicklichkeit- des Detektivs an. Der Regisseur Geza van Boloari-Zahn weiß dadurch Soanrninq zu erzeugen, daß er in den Ablauf der Handlung Epi sogen einjügt, die mit der Tat in so gu> wie gor keinem Zusammen- bang stehen. Es ist anzunehmen, daß diese Szenen direkt aus dem Theaterstück übernommen sind. Ueberhaupt ist die Filmszene beinahe wie eine Bühnenszene aufgebaut. Der Schauplatz ist hauptsächlich das Stvtionshoiuz. Doch Film und Bühne sind nicht dasselbe und so muß im Grund« jeder Versuch, Bühnenmäßiges in den Film zu übertragen, scheitern. Die Regie Hilst sich durch überreichlich« Textein- schaltungen. Die Episoden im Stationshaus sind außerordentlich witzig. Vor allem durch Ilse Bois' genial groteske Gestaltung. Und dann tritt ein prachtvoller Detektiv aus, den Guy Neoall nicht mit der üblichen mondänen Gentlemon-Miene spielt, sondern er wählt die Maske des ewig lächelnden Blödions. Ieoensalls lang- weill der Film keinen Augenblick und damit hat er seinen Zweck erreicht. P. 8. Gesamlsitzung der Sektio« für Dichtkunst der Atademi« der Künste. In der Akademie der Künste fand an zwei Tagen«ine Gesamtsitzung der Sektion sür Dichtkunst statt, an der auch ein« größere Zahl von auswärtigen Mitgliedern teilgenommen hat. In der Sitzung wurde über die bisherige Arbell berichtet und«ine Aus- sprach« über den künftigen Arbeitsplan der Sektion und über wich, tige organisatorische Fragen gehalten, über die eine vollkommene Uebereinstimmung der Teilnehmer erziell wurde. Für weiter« K'reiseüst zunächst von Interesse, daß auch die Sektion der Dichtkunst, ähnlich wie die beiden älteren Sektionen für bildende Künste und für Musik, mit eigenen Veranstaltungen in Form von Bor- trägen an die Oesfentlichkeit treten wird. Auch die Heraus- gab« von Veröffentlichungen der Akademie ist geplant. Lustspiclousgrabung nach 130 Jahren. Im Braunschweigischen Landestheater(Kammerspielbühne) wurde unter Julius Cserwinkas Regie ein einaktiges Lustspiel von Theodor v. Hippel„Der Mann nach der Uhr" der Bergesienheit entrissen und in neuer Bearbeitung Cserwinkas wieder bühnenfähig gemacht. Es hondell ssch um ein unter Molicres Einflüssen entstandenes bürgerliches Lustspiel, das ein allzu ordnungsbesessenes Familienoberhaupt Anno 177V ironisiert. Das Stück, das schon Lessing in seiner Dramaturgie als„reich an drolligen Einfällen" nennt, hatte bei seiner Wiedererweckung in den Braunschweigischen Kammerspielen einen herzlichen Erfolg. Tschechische Sullurpropaganda. In das tschechoslowakische Budget sind 13 Millionen Kronen, das sind fast dreimal so viel wie im vorigen Jahr, für Schul- und Kulturbeziehungen mit dem Ausland eingestellt. Neben den Beziehungen mü den slawischen Bölkern, sür die Millionen vorgesehen sind, nehmen die Be- Ziehungen zu Frankreich mit 3 Millionen Kronen die erste Stelle ein. Für die Aufsicht über die tschechoslowakischen Schulen und Kulturanstalten im Ausland sind 22VOV Kronen, für die Förderung der Verbreitung der tschechoslowakischen Sprache, Literatur, Wissen- schast und Musik IVVVVV Kronen bestimmt. Tod durch Kopfhörer. Das„British-Medicin-Iournal" berichtet von dem eigenartigen Fall des Todes einer Frau beim Rundfunk. Die 6ljährige Frau hatte sich beim Schlafengehen die Kopfhörer ihres Radioapparates aufgesetzt und dann die Tischlampe auf dem Nachttisch berührt. Wie die elektrischen Sachverständigen feststellen, war je ein Drabt in der Lampenlcitnng wie in der Kopfhörer- leitung von der Isolierung entblößt. Durch das unglückliche Zu- sammtntresfen dieser beiden Fehler erstand ein doppelter Kurzschluß, und der vollständig« Strom von 24V Volt traf die im Bett liegende Frau und tötete sie sofort. Dieser Fall steht nicht einzig da. Auch in Deutschland ist es bereits einmal vorgekommen, daß ein« Frau beim Anhören des Rundfunks plötzlich getötet wurde. Die Ursache liegt aber nicht in dem Rundsunkapparat, sondern fies in einer fehlerhaften elektrischen Leitung. Dadurch wirkt der Rund- funkopparat al« Leiter und der Tod erfolgt in ähnlicher Weise wie ein Mensch stirbt, wenn er in einen sehr starten elektrischen Strom eingeschaltet wird. Es ist also durchaus erforderlich, daß man es streng vermeidet,«ine elektrische Leitung zu berühren, wenn man den Kopfhörer umgeschnallt hat. Da man nie weiß, ob die elektrische Leitung nicht schadhaft ist. so setzt man sich immer einer schwere» Gefahr aus, wenn man mit dem Kopfhörer am Körper«ine Leitung berührt. Eine mikroskopische Schreibmaschine. Die Londoner„Mikro- skopische Gesellschaft" hatte jüngst Gelegenheit, ein Wunderwerk der Feinmechanik kennen zu lernen, wie es bisher enizig in der Welt dasteht. Es Handell sich um eine Schreibmaschine, die in allen Einzel- teilen vollkommen den gewöhnlichen Schreibmaschinen entspricht und auch absolut gebrauchsfähig ist, dabei aber nur die Größe einer Männerfaust hat. Diese mikroskopische Schreibmaschine, die eine mikroskopisch kleine Schrift aufweist, ist nicht nur der Arbeit nach sehr wertvoll, sondern auch durch dos Material. Sie ist ganz aus Gold gearbeitet, das Radwerk ist aus feinstem Silber hergestellt, so fein wie ein Haar. Die Stange, welche die Abstände zwischen den einzelnen Buchstaben herstellt, ist so dünn, daß man bei oberslöch- lichem Hinsehen vermeint, daß sie aus einem einzigen Stück bestehe. Die Schrift selbst wird vermittels eines Diamantstistes hergestellt, und die Buchstaben sind nur durch ein Mikroskoo sichtbar. Für die Größenverhältnisse der Schrift dieser Schreibmaschine sind folgende Angaben bezeichnend: Shakespeares Werte und Walter Scotts „Ivauhoe" tonn man auf 3% Quadratzentimeter schreiben. Es hon- bell sich allerdings hierbei um eilten Schlager der Technik, der nur Kuriositätswert hat. Denn man kann nicht gut unseren jungen Damen zumuten, daß sie mit einem tausendfachen Bergrößerungsglase be- woffnet„tippen". Volkszählung in der Türkei. Dieser Tage fand in der gesamten Türkei die erste Volkszählung statt. Auf Anordnung der Regierung mußten in Konstantinopel sämtlich« Einwohner den ganzen Tag über in ihren Wohnungen bleiben. Di« Stadt glich infolgedessen einer Stadt der Toten. Dn Zahlungsbeamten wurden von Polizei und Soldaten unterstützt. In Konstan- tinopel allein waren 63VV Zählungsbeamte tätig. Im INetrapole-Iheater finden heute zwei Vorstellungen der .Tugendptinzcjsin* stall, und zwar um 1» Uhr und um 30*/, Uhr. Einen Vottsllederabend, an dem deutsche und russüche Volks» und jkinderlleder zu Gebör gebracht werden, oeranitallet der Jung« Chor /, Dtz."»4t' bpchstabewtCcher Hdksbatla« mit Rsbladam Da mentaeherAAr »ntwad 11.95 Harren Mndges tickt Dntcrad' t ü e h e r-f >/. Dntacnd I.UU Kindertaeher/|/»» ti. färb. Buchstaben,*/, Dt». DAM EN WASCHE EINFACHE Taghem 4oka mit r» i e k« r. 1 a.Ull T a g h e m de mit Ein- und Antatr'e.OU Nacht he m d q aa mit Stlckarei O. tf" H e m d h o s e a-- mllStic karai A.« 0 HemdhoBea aa farbiger Batist, mit Spitze DAMENWÄSCHE _ ELJOANTj: T a g h e n) dr-- ,handge*L,Haadheli]s.cl* I 9 KLEIDE BSTOFFE DAMEN KLEIDUNG HERRENKLEIDÜN6 Hemdhose tarbtfQne Cltpe de Chine, mit Spitze 9.< O Betlat, mit Spitze.'S S AA reich(• r n I e r 1 1 l.UU Nachthemd{K'io CrtpedeChlpe.m. Spitze JLOc, V Schlaf- Anzug«7 aa B e m b e r g- Kunstseide w I•Vif Pullover- Stoffe strickart.gewcbt.m.K'scide| flK aparte Farben und M#uster Kasha-toile reine Wolle, in einfarb. Me- Q RJ/v langen, apart. Karos, 100cm OeUU Jumperblu sc heltge�trellter�Fl erteil 2.50 Büstenhalter Trikot, venchied. Farben 0.95 Strumpfhaltergürtel � mit 4 auswechselb. Haltern SONDERANGEBOT Gabardine reine Wolle. marine, eehwarz n.»o- Ude Farben. 130 ora Reinwolh Rips gehwere Winter-Qual., marine, schwant und farbig, ca. 130 cm 3� 44« WIRK- END STRICKWAREN'SEIDENSTOFFE K'1 e 1_ rtirrw. Rlpo, SJumchen"1? CA u. Tresse Rock m. Falten X I.Ulf vonügl. KBpervelvet, 4Q AA mit iarbiger Oarnlerung M a n t e I reinwoll. Ottomane, ganz PJQ AA gefütt. reicher Pelzbesatz Cf" Da raen hutQ ijc K'seldensamt.Reihergamit. 1 O Ein Posten Garniert« Filzhüte riele Formen und Farben. � v" mit kleinen Fehlern TISCH- UND Hausjoppe dklbraun. Flausch, grtn. Bea., VerachnO rg-Agratfe dklgrtn. Flausch, braun. Bes.,Verschnürg. Agraffe dklgrau.FlauKh, kariert. Bes.,Verschnürg..Agraffe braunmelierter Flauach, m. Vcrschnürg. u. Agraffe S c h 1 a f rock dunkelfarbiger Stoff mit Verschnümng u. Agraffe farbiger Flausch, hochgeschlossene Form mit Verschnürung u. Agraffe 14.50 19.50 29.75 33.00 21.00 eschiossene Form mit 50 HAUS WÄSCHE Herren- Socken-i eK Wolle, Jacquard kariert J..9w Herren- Dein kieider-« om wollgem lacht, Gr. 4.1..90 U nterj ack en-g 0(t f. Herren, echt Mako, Gr. 4 JLaOO Trikot- Hemden 4 c- t. Herren, karierte Elnsit« 1.80 Damen-Strümpfe reinwoll. Kaechmir, farbig oder t c h w a r i Damen Strümpfe Bemberg-K'aelde, firblg Schlupf- Beinkleider K'seide einfarb. inn. gerauht Hemdhosen f.pamen, echt Mako, Or. 4-6 2.85 2.85 2.85 2.85 F n u r a n t e l g _____ t.- OL. wollc.lcucht.Farb., ca.85cm( Damast hochglänz. IC Seide m._Bm- 0�5 a m a s ____ ide m.Bmwll.fap.Mi elcg. Mantelfutter, ca. 85 cm K'seide m.Brnwll.fap.Must., Unterzieh-Schlüpfer Reinwollt, fein genuckt, 4 Q t weiSoderhelllerb.Miitelg!~Ke80. (Jnterklei der fOr Damen, K'teide einfarb. /| OK mit|e rauhte r Innenseite flEeCNW HERRENWÄSCHE Ohe rhemd 3.90 4.90 3.50 7.90 gestreift od.kariert Perkai gefütt. Fattenbm&t, Krag. u KlappfTianschettcn wHfi. in sieb wfli kariert. Batiiteinsatz und Umlegemanscbetf�n.: .'lewaschen u. geplättet Nachthe m d n». färb. Besatz, Oeishaform xl. m. Krag. lang geschnitt. f Schlaf a n z ug Plznell od. Perkai/ mit farbiger Verschnürung Krawatten viele Farben und Muster reine Sold« Serie I 1.75 Seriell 2.73 Bin seil schöner I0r Damen, Reinwolle, ,1 OK fein gestrickt, geatreift teOu P u 1 I o» e r für Damen. Trikot, J OK gemustert. Or. 43— 4oG m.6Serv. ÄJ.efd Einzelne Jacq.-Tisch tücher 160 /lb), Hiiblcinen Einzelne Teedecken weiß m. Indanthren Kanten oder einfarbig Jacquard 130/160 4.9o 110/110 Stuben Handtücher Gerstenkorn, 48/100, Reinloin. Ie4:0 Halblein. Küchen Handtücher Gerstenkorn, 48/100 Reinlein. 1*10 Halblein. El. Posten Frottie welO-bnnt gemnatert mit J 6.25 2.95 0.95 ___ 0.80 rliandtftelier. acqoard Kanten. SS/IIS l«*rO BETTWÄSCHE GARDINEN. Deckbettbezug n KA starktädig. Linon, 1307200 0*0 U Kissenbezug4 starkfädiger Linon, 80/80 Linon, m. reich. Maschinen- Wickel ä jour-Arbeit in den_ Stoff gearbeitet, 80/80 cm Q PJ e* N E U U E f TObIO L a k e n pr Oaulas. 146/225 emOtUV L a k' e n«; Halbleinen, 150/225 cm D.UU Garnitur Vollvoiieaa. mdanth.bedruckt.ca.l 10cm u*'TÖ Filetnetz- Halbstore| A o k reich gestopf t, modefarb. 1 Faltenstore In schwerem Filettüll,'! H AA mit Lei nenf ranse 1 f»VV Etamine-Garnftar m. reich. Filet-Ornament.■■ 1 414k und Klöppel- Einsätzen i K.v" fettreift Satin_. Deckbettbezug 130/200"1 J KA 2 Kissenbezüge, 80/80 Art.»)*' Tüllbettdecke gewebt, schwere Qualität, moderne Zeichnung Letten 14.00 iV 7.75 a c r l. i n o a SPANOAUER STRASSE KÖNIG- STRASSE QEGRUNDET iaia flr. 514 ♦ 44. Fahrgang J ♦(10� �0(100�0 Sonntag. 30. Oktober 1457 Finnland hat Alkoholoerbot, und eine Unterredung mit dem sozialdemokratischen Sozialminister Dr. H e l o gibt interessante Auf. schlüsse über seine Wirkungen: „Auf dem Lande wird heute kaum weniger getrunken als früher/ führte er aus,„aber indem wir jetzt im Reichstag ver- suchen, eine Verschärfung der gesetzlichen Maßnahmen gegen den Schmuggel und die täuschenden Handlungen von Aerzten und Apothekern zu erreichen, hoffen wir, dem verbotenen Gebrauch mehr als bisher beizukommen. In den Städten wird wenig getrunken, die Bevölkerung findet sich gut mit dem Verbot ab; und besonders für die A r b e i t e r f ch a f t ist dos Gesetz ein Segen. Früher wurde jeden Sonnabend das Geld in die Kneip« getragen, jetzt steigen die Sparkasseneinlagen. Der allge- meine Wohlstand ist größer, die Jugend gesünder: ich habe selbst früher in den proletarischen Vorstädten gewohnt und kann das gut beurteilen." Technik öes Schmuggels. ... Ain späten Nachmittag verläßt die„N o r d v a k t e n" auf ungefähr eine Woche den herrlichen Hafen von Helsingfors. Die „Nordvakten" Ist ein zwar fünfzig Jahre aller Dampfer, aber dafür euch wohl schon etwa fünfziginal erneuert worden, so ein Staats- schiff mit hübschen Kabinen und Salons, mll allen Bequemlichkellen moderner Zivilisation ausgestattet. An Bord sind drei Motorboote. ein Kapitän, vierzehn Mann Besatzung, zwei Haushällennnen und ein deutscher Journalist. Es wird Abend, langsam stampft der Motor, das Schiff bahnt sich zwischen den Lichtern der zahllosen Schären den gischtigen Weg, kleiner werden und blasser am Ufer die russischen Türme von Hessing- fors. Nicht beim Grog, wie es auf der Nordsee wäre, sondern beim Kaffee erfährt man jetzt dies und jenes aus dem betriebsamen L c b« n d e r S ch m ü g g l e r. Lohnt eigentlich dw Geschäft im Verhältnis zum Risiko, das cs mit sich dringt? Es lohnt! Das Quantum Sprll, das ein Schmuggelschisf, ein gewöhnlicher Frachtdampfer meistens, an Bord bat,, ist beträchtliche im Durchschnitt 60000 Liter in 6000 K n n n e n, die natürlich nicht auf einmal gelöscht werden können. Es handelt sich häufig um finnische Dampfer, die sich wo anders, etwa in Estland, einregistrieren ließen. Diese Schiffe fahren nur bis zur Zwölsmeilengrenze, bleiben also aus i n t e r t e r r i- lorialem Gebiet, hissen, wenns nötig ist, natürlich auch eine Handelsflagge und gern eine falsche: einmal bekamen die er- staunten Zollbeamten die ö st e r r e i ch i s ch e zu sehen... Im Schutz der sturmfreien Herbst- und Winternächte pirschen sich Schärensischer und waghalsige Küstenbewohner in ihren kleinen Motorbooten an die Spritschisse heran, übernehmen die Fracht— nnlohnend ist die Methode, mit Spritkannen gesüllt« Torpedos, die mau im Falle der Gefahr leicht abschneiden kann, hinter sich herzu- ziehen, aber auch das kommt*>r!—,»ersuchen an Land zu kommen, meistens— gelingt die heimliche Reise. Autokolonnen, bis zu zwölf Autos lang, übernehmen jetzt die Ladung, befördern sie etappenweise ins Innere des Landes, auch dieser Dienst ist glän. zend organisiert., Die Schmuggler bhaben fürb den Sprit 6— 8 Fmk. bezahlt: 1 Fmk.— 10 deutsche Pfennig. Ihr letzter Inlandsverkaufs- preis beträgt 80— 120 Fmk. wenn man die hohen Transportkosten bedenkt(ein Automobil führt zirka 500 Liter mit sich und kostet für eine Etappe von 80 Kilometer 2000— 3000 Fmk.: dann sind oft Schweigegelder und Lagergebühren zu zahlen), so bleibt doch noch gut ein verdienst von 500 ißroz.! Das lohnt um lo eher, als der Hauptoerdienst ja gar nicht immer den Leuten zufällt, von denen die wirtliche Arbeit besorgt wird, die aber auch, wenn sie Pech haben, erwischt werden, Strafe zahlen oder gar ins Gefängnis wandern müssen, sondern, soweit es sich nicht eben um selbständige Schären- fischer oder Küstenbewohner handell, den Hintermännern. den.Geschäftsleuten". Die sitzen auch in den kalten Nächten auf Polstern und in Sicherheit. Nach dem finnischen Gesetz, das viel weniger rigoros ist als das amerikanische, kann der Besitzer des Bootes nur dann bestraft und sein Boot nur dann beschlagnahmt werden, wenn er vorher von der Schmuggelfahrt gewußt hat. Er weiß n i e etwas. Man hat ihm immer das Boot geklaut. Wacht auf üen Schären. Kaum mehr als zehn Seemeilen von Helsingfors entfernt, ziem- lich oersteckt, geht die„Nordvakten" vor Anker. Am schwarzen Himmel sieht man eine weiße Stelle im Norden— das ist der Wider- schein der Lichter von Helsingfors, und eine weiße Stelle im Süden— das ist der Widerschein der Lichter von Reoal. Zu übersehen ist das Kriegsgelände nicht. Eher schon zu überhören. Die Motorboote machen einen Heidenkrach, und den können die Schmuggler nicht dämpfen. Unser Packardmotor, der mit seinen beiden Kollegen gegen zehn Uhr abends das Mutterschiff verlassen hat. liegt irgendwo ruhig auf dem Wasser— obschon das Irgendwo ein sehr bestimmtes ist, denn man kennt genau den von Tiefe und Untiefe bestimmten Weg, den die anderen machen müssen. Vom Feuerschiff Aeransgrund empfing der Telegraphist die Radiomeldung an Bord, daß draußen. außerhalb der Zwölsmeilengrenze, zwei Sprttdampfer liegen. Nach zwei Stunden surrt verdächtig ein Motor, wird lauter, bricht plötzllch wieder ab, ist wohl wieder hinter einer Insel verschwunden und somit unauffindbar. Unser Motor brummt an, bringt uns nach einer Schäre, wir steigen aus, nach oben— die Radiomeldung bestätigt sich: auf See liegen zwei Schmuggeldampfer und verstauen ihre Ladung in die Boote, von denen hin und wieder eins von großen Oberlampen stüchtiq erhellt wird. Nur stürmische Nächte machen die Uebernahm« von Sprit unmöglich. Jetzt liegen wir auf hartein Stein, frieren, sehen nur das„feindliche" Licht, wissen aber nicht den Moment des gegnerischen Porstoßes und horchen. Nach einer Stunde knatterts irgendwo auf. Man ahnt die Richtung. Ein leiser Pfiff ruft alle zusammen und läßt sie ins Boot springen. Der Vogel schießt ab, lichtlos und krachend wie immer, Spritzer rechts und links, Sprudel am Heck. Stop! Neues Horchen! kein Tsiolor- gcknatter mehr, aber ein Plumpsen, als ob ein schwerer Gegenstand ins Wasser geworfen würde. Das Geräusch wiederholt sich. Die Schmuggler fühlen sich entdeckt, mit ihrem schwächeren Motor ver- loren,"machen höchstens zwanzig Knoten, wir dreißig— schnell werfen sie die Spritkannen ins Meer. Stopp! Geschwindigkeit ist alles. Sind wir zu spät da, streiten die Schmuggler den Spritwurf ab, merken sich die Stelle durch Bojen an, die, zugeseift oder zusammengeleimt, erst n a ch z w ö l f S t u n» d e n in die Höhe steigen, holen sich die Kannen später wieder heraus. unsere Leute sind um den Erfolg ihrer Arbeit gekommen, um die Prämie. Unser Boot saust mll dreißig Knoten ab. Der Kapitän steht am Steuerrad, die anderen, in Spannung, haben auch keine Ruhe zum Sitzen, und wie endlich der volle Lichtkegel unseres jetzt eingeschalteten Scheinwerfers das Schmuggelboot trifft, springt dieses Bild aus der Nacht: Drei Männer fühlen sich geblendet, im Sekundenblitz fahren drei rechte Arme vor drei Augenpaare. Die uns dann, halbwütend, halb ängstlich, ansehen. Wir versuchen längssell zu kommen, Fre- diechson steht schon am Heck, um hinüberzuspringen, da macht der Gegner. einen letzten, natürlich ganz aussichtslosen Fluchtversuch. „Stopp— oder ich schießet" ruft unser Kapitän, zieht den Browning aus der Tasche und gibt drei Warnungsschüsse ob.„Scharfschießen dürfen Sie ja gar nicht." schreien die andern. Sie haben recht, stoppen aber doch! Die Boote kommen nebeneinander zu liegen, wir werfen eine primittve Boje ins Meer, Stein. Seil, Blech- büchse, haben also«inen Anhalt für die Stelle des versenkten Sprits, nicht eine Kanne mehr ist im Schmuggelboot, und überhaupt: „Wir haben keinen Sprll ins Meer geworfen." Natürlich nicht. Die Namen werden in schwedischer Sprache festgestellt. Denn die drei jungen Sünder, vierundzwanzigjährige Burfchen. sind Schwedofinnen aus einem der kleinen Schärendörfer hier, das dem Zolldampfer sonst Butter, Milch und Eier liefert. Nach fünf Minuten ist das Verhör beendet. Das Schmuggelboot wird verankert. Fredrechson bleibt mll den Schmugglern, die sich in ihr Schicksal fügen, ollem zurück. Wir anderen holen vom Dampfer ein H i l f s- Motorboot. Mit allen möglichen Manipulationen wird der Versuch gemacht, die ins Meer geworfenen Kannen wieder nach oben zu bekommen. Der Versuch gelingt. Fünfundzwanzig glänzende Kaimen werden an Bord gezogen! Das trockne Land See taufend Seen. Motorboot, Hilfsboot und Beutebvot treffen morgens um fünf am Zolldampfer ein. Nach einem zweiten Verhör werden die drei Schmuggler wieder von uns auf der heimatlichen Schäre ob- gesetzt, zurück bleiben Kannen. Kahn und Adressen. Prompt wird die gerichtliche Vorladung eintreffen, ziemlich ebenso prompt die Verurteilung erfolgen— in unserem Fall wahr- scheinlich nur zu einer G e l d st r a f e, da es sich um Neulinge handelt. Unser Kapitän glaubt alle Schmuggler der Schären seines Bezirks zu kennen, die hier sah er zum erstenmal. Ob das Boot beschlagnahmt wird? Der Staat bekommt im Jahr eine ganz ansehnliche K o l l e k- tion von Motorsahrzeugen zusammen. En» behält jedes ein Jahr, dann verkauft ers, manches fand so wieder den Weg in den Hafen seines Herrn. Alte Liebe und ein vom finnischen Staat gepflegter Motor rosten nicht! Seinen möchte der Besitzer oft gleich zurückhaben, bietet eine hohe Kaution, darauf läßt sich die Behörde denn doch nicht ein. Sie verdient ja an den Booten und am beschlagnahmten Sprit auch so genug. Die Zollflotte soll jetzt vergrößert werden. Immerzu gibt es Reparaturen. Ersatzmotore sind not. Es ist anzu- nehmen, daß die Bcschlagnahnieziffer noch weiter st eigen wird, daß der Sprit noch teurer und daß Suomi, das herrliche Land der tausend Seen, noch trockner werden wird. 26] �Zement. £Komatr von Ffodor® labfotv. „Ach. das ist eine lange Geschichte. Es wird schon eine Zeit kommen, wo ich dir alles bis zu Ende erzählen werde. Letzt ist anderes zu tun, Gljeb, ich kann nicht so plötzlich... Und sie ging auf die andere Seite und ihre Schritte wurden rascher. Und in diesen schnellen Bewegungen fühlte Gljeb Daschas Unruhe. Erinnerte sich: so ging auch Dascha auf dem Weg zum Kinderheim. „Ach. Daschok, ich fühle es. du atmest irgendwie nicht mit derselben Nase.... Irgendein Herzweh plagt dich. Hat dich nicht zufällig so ein Müßiggänger verdreht?.. Euch Weibern ist doch nicht schwer was vorzumachen... „Gljeb, du bist doch kein schlechter Mensch, wie ich mich erinnere?... Du hast das jetzt aus Dummheit gesagt... aber hüte ein andermal deine Zunge, Gljeb.... Und im Zimmer, das ungemütlich war und nach Schimmel roch, setzte sie sich an den Tisch, nahm aus einem in Zeitungen eingewickelten Paket Bücher heraus, suchte sich eines heraus, rückte die Lampe zurecht und stützte ihren Kopf auf die Hände. „Schau her, das ist tüchtig!... Was liest du denn dort für eine Weisheit?"/ Ohne vom Buche aufzuschauen, sagte sie zwischen den Zähnen:„August Bebel..... Die Frau und der Sozialismus." „Kolossal! Und die anderen Bücher?" „Die sind vom Genossen Lenin.... Wenn du willst, nimm sie. Wir Kommunisten müssen uns schon mit dem Lernen plagen." Dascha las voller Eifer: flüsterte, schluckte den Speichel, kämpfte mit den schweren Worten, hüpfte rasch über die leichten Stufen hinweg.... Stolperte, dachte nach, kratzte mit den Fingern die Augenbrauen und las wieder weiter. Durch das offene Fenster flogen nächtliche Mücken hin- ein, spielten, banden lebendige Fäden um die Flammen, ver- brannten sich am Glas und säten sich selber wie Getreide auf den Tisch. Durch das offene Fenster flogen auch die Sterne wie Mücken vom schwarzen Himmel herein, und die ängstliche Frage des Käutzchenschreis drang tropfenweife ins Zimmer. Ja— nein? Ja— nein? Ins offene Fenster leuchtete ein- ladend ein verwaschenes, dunkles Licht aus dem offenen Fenster Sawtschuks herein. Gljeb stand auf und ging ohne Helm aus dem Zimmer. Die Sawtschuks legten sich schon schlafen. Auf dem Tisch Speisereste. Man mußte noch alles abräumen, das Geschirr waschen und es wegstellen. Motja, ohne Jacke, im Hemd, machte sich am Tisch zu schaffen. Sawtschuk, barfuß, zerzaust wie immer, trug angestrengt seinen schweren Körper, öffnete Gljeb die Tür und stampfte neben dem Bett herum. „Was für ein Teufel hat dich in dieser späten Stunde hergetragen, du Scheusal. Am Tage bist du ein Hund und in der Nacht springst du wie ein Floh herum." Sawtschuk bellte in sanfter Erregtheit. Motja bedeckte schamhaft ihre Brust mit dem Hemd, aber die Brust war breit und üppig. „Du bist doch bei uns wie zu Haufe, Gljeb.... Ich bin schon für die Nacht... wirst nicht schimpfen...." „Schäm dich nicht, Motja, ich weih auch so, daß du eine Frau bist. Und Sawtschuk werde ich nichts nehmen. Saw- tschuk ist eine gute Festung, die schießt man nicht mit einer Kanone zusammen. Nun, Motja, wie steht's mit dem Frieden mit Sawtschuk, erzähle." „Ach was, Sawtschuk. Er ist ein böser Kerl.... Er ist hier unter meinem Pantoffel...." „Lüge nicht, du zottige Hexe.... Wessen Knochen habe ich gestern geknetet? Hast vergessen?" Motjas Augen blitzten, sie sprang wie eine Katze auf. „Du lüg nicht, du zerzauster Bär, du. Denk nur nach. Wer hat dich über die Fresse gehauen...." Gljeb lachte. Lustige Menschlein, diese Sawtschuks.... „Nun, was ist mit dir, Sawtschuk?... Von heute ab ist es dir streng verboten, deine Hände auf TKotja zu betätigen: bereite deine Hände für andere Arbeit vor.... Motja stöhnte auf und lief, ohne sich ihrer nackten Brüste zu schämen, voller Freude zu Gljeb. .La, ja, Gljeb.... Ach, wie sehr man die Arbeit braucht. Wenn nur schon Arbeit wäre.... Gljeb, lieber, würden wir nicht dann ruhiger und gesünder sein?... Als Arbeit war, da hatten wir auch unsere Küchlein, und als die Arbeit starb, starben uns auch die Küchlein weg...." Sie wandte sich zum Tisch, die Augen voller Tränen. „Du niederträchtiger Gljeb, du!... Wenn diese Hände nur ins leere Loch stoßen werden, dann werde ich dich erschlagen! Morgen gehe ich in die Böttcherei, werde mal wieder hören, was für Lieder meine Mädeln singen.... Du. deine Frau ist ein Teufelsweib, wie sie die ganze Zelle gedrechsell hat...." Motja blitzte wieder mit ihren Augen und sah Gljeb an, l bis ms tiefste Innere sah sie(nur Weiber können sich so ins Innere hineingraben). „Ich weiß nicht, was Dascha ist.... Aber wie konnte nur Dascha Njurka so von sich stoßen, rdie ein Hündchen, in fremde Hände? Ein Weib ohne Kindchen und ohne Nest ist ein wildes WeW.... Sie hat mich auch gerufen, wollte mich in ihrer Bande haben, aber ich... nein... bin ich denn ganz dumm? Ich werde lieber krepieren, als daß ich meine Brüste zum Fenster hinauswerfe." Sawtschuk schlug mit der Faust aufs Knie. „Ein Teufelsweib, deine Frau!... Wie sie die Zelle herumgekriegt hat, hoho.. Und Gljeb klammerte sich an Motja. Gerade diese Worte hatte Gljeb von Motja erwartet. Hatte Motja ihn verstanden, kannte sie den Umschwung in seinem Leben und diese letzten, mit Dascha verlebten Tage(nur Frauen können sich so ins Innerste hineinbohren)? Sie sah ihn mit aufflammenden Augen, in denen eine halbverstandene Anspielung war, an. Und er antwortete Sawtschuk, so, als ob er Motjas letzte Worte nicht gehört hätte:„Das ist wahr: Daschka ist ein Prachtkerl in meiner Abwesenheit geworden. Und wodurch sie ohne mich so geworden ist, weiß ich nicht. Sie ist stolz und will sich nicht mit ihrem Schicksal brüsten...." In den Augen Motjas flammt wie ein Zündholz eine Wut auf, und sie blieb verschlossen� „Komm nicht mit solchen Worten, Gljeb. Mach keine Kunststückchen.... Du hast Dascha hier in Leiden und im Tod zurückgelassen und kannst sie jetzt nicht so mit nackten Händen wiedernehmen. Quäl sie nicht, du quälst sie doch, nicht wahr? Ich bin doch nicht so dumm.... Wenn sie so ist, nicht deine ist— so ist es ihr Wille. Du hast sie aber gequält.... Ihr seid doch alle Bösewichte.... Und hast dich verbrannt, nicht wahr? Und ich, ich werde dir nichts erzählen, wenn sie dir selber poch kein Wort gesagt hat. Man darf die Seele nicht mit Krallen kratzen, wenn die Hand nicht lang genug dazu ist...." Gljeb wurde verlegen und lachte, um seine Verlegenheit zu verbergen. „Bist du aber ein schlaues Frauenzimmer, Motja!... Was wahr ist, ist eben wahr: die alte Dascha ist nicht da. und wie und weshalb sie sich so verändert hat— das weiß ich nicht. Ich fühle, es ist etwas Undurchdringliches in dieser Frau. Vielleicht ist sie in einer Weiberangelegenheit aus- gerutscht?... Dann sollte sie es sagen, ich bin doch kein Bösewicht!.*." (Fortsetzung folgt.) Gedenktafeln für Marx und Lajfalle. Sine Ehrenpflicht der Stadt Berlin. Zm Dezember vorigen Jahres stimmke die Skadlverord- neienoersammlung dem von der sozialdemokrolifchen Jraf- Hon eingebrachten Antrag zu. dafz die Stadt verlin die Pflicht der Ehrung von Karl Marx und Aerdlnond Caffatle durch Anbringung von Gedenktafeln an zrvei Käufern Berlin», in denen sie gewohnt haben, erfüllen soll. Jehl teilt der Magistrat den Stadtverordneten mit. daß er dieser Aufforderung nochkommen will und doh die Durchführung des Antrage» baldigst zu erwarten ist. iierhandlungen wegen Anbringung eines Gedenktafel für Karl Marx am Haufe Alte Leipziger Sirahe l find mit dem Eigentümer geführt worden und haben Erfolg gehabt, so dah die Tafel demnächst angebracht werden kann. Vegen einer Gedenktafel für Ferdinand Lasfalle am Hause velleouestrohe 13 sind glcichsalls Verhandlungen mit dem Eigentümer geführt worden und sie schweben noch. Der Magistrot rechnet damit, dah auch diese Tasel noch im lausenden hausholtjohr wird angebracht werden könne iz. Kein lo-Uhr-tzäuserschluß! Der Wunsch, dah in Berlin die Häuser wieder, wie e» vor dem Kriege war, bis 10 Uhr offen gehalten werden, hat in der Bevöl» kerung sich immer lebhafter geregt. Am 6. Oktober dieses Jahres saht« die Stadtverordnetenversammlung einen Be> fckluh, der den Magistrat ersuchte, auf Wiedereinführung des IfMlhr-häuserschlusses hinzuwirken. Jetzt macht der Magistrat den Stadtverordneten die Mitteilung, dah die Offcnhaltung der .häufer bis zu irgendeiner bestimmten Stund«„mangels g e s e tz. l i ch e r Unterlage" nicht erzwungen werden kann. Es bestehe daher, stigt er hinzu, keine- Möglichkeit, diese Angelegenheit darch ein« Polizciverordnung oder durch andere behördlich« Dar, schriften zu regeln. Dcrhanidlungen hierüber hoben bereits im März IstR zwischen dem Polizeipräsidenten, einein Vertreter der Mieter und Vertretern der Haus- mrd Grundtxsitzervereinc stattgefunden, um auf gütlichem Wege«ine Vereinbarung herbeizuführen. Diese Verhandlungen seien, sagt der Magistrat, infolge der ablehnen« den Haltung der Vertreter des Haus- und Grund- besitze» ergebnislos geblieben. Man fieht, wie die Berliner Hauswirte es verstehen, alte Bechte der Mieter einfach zu beseitigen. Durch die Schlietzung der Häuser bereits um 8 Uhr, die zum Aweck der Gas- ersparnis im Kriege angeordnet wurde,«rsparsii die Hauswirte die Kosten von zwei Stunden Treppenbeleuchtung. Sie verschassen sich also einen Prosit, der im Lauf« eines Jahres ein ganz hübiche» Sümmchen betrogen dürste. Da? ist der Grund, aus dem sie den frühzeitigen häuserschlutz. der im Kr-ege als Zwangsmahregel«in, geführt wurde, nach dem Kriege ,zu einen,„Gcmohnheits- r»(t,t* de» Hauswirtes hoben werden lassen. An dielem Dri. spiel kann man»rmeflen, was eist di« Mieter zu erwarten hätten, menn di« Wolinungszwanasw-rtschalt beseitigt würde und hiermit auch für den Schutz gegen Mietesteigerungen imd Wehnuiigskündlgungen die„gesetzliche Unterlage" wegfiele. Di« Hauswirte schreien über den Zwang, wo er ihnen Zügel ort- legt, und verwandeln ihn in ein„brecht", wo es ihnen Vorteil bringt. Der Ranbiiberfakl in Schoneberg fingiert! (Sine unerwartet schnelle Aufklärung fand der Raubüberfall, der. wie mitgeteilt, gestern in einer Filiale der Färberei von Engelhardt in der Lsohenftausenstraße l3 oerübt worden sein fällte. Die Filiolleiterin, ein Fräulein Wehndorss, meldete, datz unter der Maske eines Kunden ein junger Mann im Laden erschienen sei, sie niedergeschlagen habe und mit 250 M. aus der Ladenkoss« trotz ihrer 5)!lferufc geflüchtet sei. Di« Verkäuferin wurde dem Polizeipräsidium eingeliefert und hier noch einmol gründlich ins Gebet genommen. Als sie einsehen mußle, daß alle Aucslüchte nicht mehr halsen, gab sie endlich zu, den Raubüber- f u t l erfunden zu haben, um eine Veruntreuung zu verschleiern. Im Lause des letzten Jahre» hotte sie etwa 240 M. aus de? Gc- fchäftskasse entnommen und für sich verwendet. Als der Geschäfts- inhaber zum 1. November ein« Revision ankündigte, war sie nicht imstande, das veruntreut« Geld zu ersetzen. Das Lied des Volkes. De» Lied«» tiefster Sinn ersahte wohl all« die zahlreich erschienenen Zuhörer, die in der Kirchner-Oberreolschufe, Zwingli- stratze, dem Konzert-Zyklus von B ela R e i n i tz.„das proletarisch« Lied", beiwohnten, das der Bezirtsbildungsausfchuß hart und auch in anderen Bezirken veranstaltet«. Bela Nemitz, ein ungarischer Emigrant, der während der Revolution aus der Heimat flüchten mußte und bei Wiener Gesinnungsgenossen herzlichste Auf- nähme gefunden hat, oertonte Dichtungen von Li-tai-pe(üb-ersetzt von Klabund), Dehme!, Mühsam. Pottier, Tiger, Clement u. a. Ungemein weich, stark lyrisch könnte man die Tonführung der meisten Kompositionen bezeichnen, die oft im starken Gegensatz zum Worte stehen! aber gerade das Kontrastische, dos gewisse Fallenlassen der Pointen, löst manchmal starke Wirkungen au». Am stärksten kam dies in seiner Vertonung des D«hmelschen„Ernteliedes" und im„Bergmannslied" von Tiger zum Ausdruck. Des Chinesen Li-tai-pe zarte, blumenhaste Poesie„die weiße und di« rote Rose" und„Krieg in der Wüst« Gobi", dann„der Tod und die Mutter" von Luitpold liegen ihm an, besten. Besonderen Beifall errangen Das Urteil gegen öen Gattenmöröer. Zehn Jahre Zuchthaus für den Heizer Buchholz. Nach fast zweistündiger Beratung verkündete Landgerichts, direktor Dr. Bombe in der Totschlagsantlage gegen den Heizer Wilhelm B u ch h o l z von der 43. Gemeindeschule am herthaplatz das Urteil: Der Angeklagte wird unter Verweigerung mildernder Umstände zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehroerlust verurteilt! sechs Monate Untersuchungshaft wurden ihm angerechnet. Die Tat des Sstjährigen Heizers Wilhelm Buchholz hat einiges Aufsehen erregt. Die Art ihrer Ausführung, dos Verhalten des Totschlägers nach der Tat— die Verm'htenanzeige, die Besicht!. gung im Leich«nschauhaus— ließen oermuten, daß man auf der Anklagebank einen ebenso rabiaten wie abgefeimten und hinterlistigen Menschen sehen würd«. Man war oerwundert, einen Mann zu finden, der vor Weinen kaum ein Wort hervorbringen tonnte und der nichts weniger als einen durchtriebenen Eindruck machte. Noch erstaunlicher war es, dah die Leute, die ihn kannten, ihn als ruhigen und gutmütigen Menschen schilderten, den sie nun bedauerten. Ein Zeuge, der ihn seit Jahren gut kannte, meinte, „wir sind alle daran mitschuldig, es hätte alles vermieden werden können". Und die Stimme des Schillbademeisters zitterte vor Mit- gefühl für den Angeklagten. Im krassen Gegensatz zu diesen Aus- sagen standen aber die Bekundungen der Verwandten des Angeklagten, besonders seiner Tochter. Jedes Wort war Gehässigkeit. Man glaubte die Tote vor sich zu sehen und verstand nun, wie da? Unheil gekommen sein konnte. Ts kann unmöglich wahr fein, daß dieses Eheleben, wie die Tochter es behauptet«— und di« Urteilsbegründung wiederholte es—, glücklich war. Eine Ehe, in d«r 27 Jahr« long der Man» von der Frau unterdrückt und vernachlässigt wird, kann nicht glücklich sein: sie bedeutet ein« Kette ununterbrochener Demütigungen für den männlichen Ehepartner. Trotzdem hätte dieser Mann gleich vielen anderen neben seiner all» gemein unbel-ebten Frau als Dulder fem L«ben beendet, wenn nicht die Frau S. in sein Dasein getreten wäre. Er kannte sie bereits 4'A Jahre, und als er in die 43. Gemeindeschule strafversetzt wurde, kam er als keizer mit ihr. die Badefrau war, in näher« Berührung. Da« Verhältnis zu Frau S. wurde immer inniger. Sein« Frau wußte es und duldete es anfangs, dann wurde sie eifersüchtig und kontrollierte die W«ge chres Manne». Später begann er mit dem Gedanken zu spielen, seine Frau zu beseitigen. Seinen Kindern sagt« er:„Ihr bekommt bald eine junge Mutter." Zur S äußerte er:„E s p a s s i e r t w a s." Und am 4. Februar passierts es wirtlich! Als er aber feine Frau getötet hatte, suchte er in ihrem Unterrock nach dem eingenähten Geld, ja, die ganz« Wohnung durchstöbert« er danach. Weshalb aber mußte das gerode diefein Maii» passieren? Darüber gaben die psychiatrischen Gutachter Aui> schluß.„Ein minderwertiger Mensch," sagt« Professor Strauch.. Ein veripindert Zurechnungsfähiger," meinte Dr. B ü r. a e r. Sein Vater war Trinker. Er selbst erl:tt im Gefängnis einen Depressionszuftand. verbunden mit einer H a f t p s y ch o s e. Auch in den Schulen, wo er arbeitete, nahm chn niemand für voll; selbst die Schulkinder nahmen ihn nicht für voll. Und tatsächlich mutet sein Geständnis dem Vater gegenüber jungenhaft an: er küßt« ihm die Hand und sagte:.Vat«r, i ch habe mein« Frau getötet." Borher schrieb er noch einen Brief an Frau S..Liebe Else, ich war Dir gut uhd bin es auch nach dem Tode, denn Du hast keine Schuld an unserem Unglück, ich habe Dir viel Schande bereitet. ab«r mit meinem Leben.jnach«>ch für Dich gut. Geh doch zu meinen Kindern und sage, tyjß ich der Mörder meiner Kinder Mutter bin und oerzeih mir. was ich gemacht habe, nur aus Liebe. Geh zur Polizei und melde. Mit bestem Gruß D«in Wilhelm. Ich sterbe für meine Liebe." Der Mann hott« Jahrzehnt« di« Liebe seiner Fron entbehrt, hier glaubte er. sie gefunden zu haben. Die Urteils. begründung hatte unrecht, wenn sie das Verhalten des Ange- klagten als Simulation bezeichnete. Es war zweifellos echte Reu«. Er behauptete, sich der Tat nicht«ntflnnen zu können, weil er sie als nicht gesehen betrachten wollt«. Er hätte wohl mildernde Umstände verdient. Ist ha» Sprichwort richtig..Dolkesstinnn« ist Gottesstimme". so wird die Aufnahme, die da» Zuchthausurteil bei den Zuhörern gefunden hat. nachdenklich stimmen müsien. Di« Tochter, bis ungünstig über ihren Dater ausgesagt hatte, wurde auf der Straße nicht allein beschimpft— sie wurde sogar bedroht. Das Urteil war als zu hart empfunden worden. Die Empörung der Zuhörer sucht« ihren Ausdruck! Mühsams„An die Soldaten" und das„Anaelus" von Element. Unter persönlicher Begleitung des Komponisten brachten H«dda Grab und Fritz Lunzer. beide aus Wien. i)ie schönen Lieder mit angenehmer Stimme und feinem Empfinden wirkungsvoll zu Gehör. Schwere Verkehrsunfälle. Drei Personen getötet.— Mehrere schwer verletzt. Im Laufe de» gestrigen Nachmittages ereignete sich«in« groß« Zahl oonfchweren Zusammen st ößen und Verkehre- u n s ä l l« n, bei denen drei Personen getötet und mehrere mit schweren Verletzungen in die Krankenhäuser«ingeliefert werden mußten. Vor dem Hause Schloß st rahe 5 2 in Tegel verlor«in von dem ZZjährigen Ingenieur Paul Rosczynialski au» der Kopfstr. 12 gesteuerter Rennwagen daslinkeHlnterrad. Der Wagen überschlug sich mehrmals. In diesem Lugenblick nahte aus entgegengesetzter Richtung ein Autobus der Linie Tegel- Hermsdors und schleuderte den zertrümmerten Wagen gegen die Bordschwelle. Während R. mit schweren Ver- letzungen noch lebend aus den Trümmern hervorgezogen werden konnte, wurde sein Beolelter, ein 22jähriger Kaufmann Walter G u t s ch c aus der L e s s i n g st r. 9 zu Neukölln nur noch a l s Leiche geborgen. R. wurde durch das städtische Rettungsamt in das Dirchowtrontenhaus übergeführt. Die Leiche des tödlich Ver- uirglückten wurde nach der Tegeler Friedhofshalle geschafft.— Ein anderer schwerer Zusammenstoß trug sich gegen 14 Uhr auf dem Mittelfahrdomm vor dem Hause Kaiserda mm 13 zu. Der 20jährige Praktikant Hans K l e i s s e r aus der H a b e r l a n d- st rahe 11 stieß mit seinem Motorrad in vollem Tempo mit einem P r i v a t a u t o zusammen. K. zog sich einen schweren Schä- delbruch und innere Verletzungen zu. Sein Begleiter, der lvjährige Es wäre schön gewesen, wenn man aus diesem vierten G e- burtstag des Rundfunks einen Festtag gemacht hätte, mit mustergültigem, verheißungsvollem Tagesprogramm. Die Nach- mittagsunterhaltungsmusik hätte mit vorbildlich zusammengestellten Darbietungen aufwarten können, und außer den laufenden Vortrags- Zyklen wären einige Einzelvorträg« vpn besonders hoher Qualität an diesem Tage denkbar gewesen. Aber von oll dem war nichts zu spüren. Einzig Bruno Seidler-Wintlers Orchesterkonzert am Abend bemühte sich erfolgreich, eine Feststiinmung zu wecke», mit Darbietungen, die in ihrer musikalischen Qualität, wie der Ausführung »ach Glanznummern waren. Die Solisten des Abends, Cornelis Bronsgeest und Berta Kiurina trugen wesentlich dazu bei, dem Abendtonzert eine festliche Prägung zu geben. te». Praktikant Ernst Albert, aus S i e m e n» sts d t IS, der aus dem Soziussitz saß, wurde gleichfalls schwer verletzt. Beide wurdeiz in das Westender Krankenhaus gebracht. Bor dem Haufe Beuffelstraße 31 wurde aestern nach- mittag ein etwa 12- bis lIjähriger Knabe, dessen Personallen noch unbekannt sind, von einem Prioatauto uberfahren und schwerverletzt. Dos Kind wurde in das Moabiter Krankenhaus überführt, wo e, kurze Zeit nach feiner Einlieferung starb. Di« Leiche wurde polizeilich befchlagnahmt und in das Schauhaus ge- bracht.—In der Bahnhof st raße in B e r l i n- B u ch h o l z geriet der 2� jährige Hellinut Geschwind aus der Pank, st r a ß c 1 zu Blankenburg beim Spielen unter einen L a st k r a f t« wagen. Der Kleine wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Pankower Krankenhaus gebracht, wo di« Aerzta nur noch den inzwischen eingetretenen Tod feststellen tonnten. die detämpfung See Gesthlechtskraukheitea. Die„Deutsche® escllsckjaft zur Bekämpfung, de» Geschlechtskrankh e-et e n" hielt gestern in Berlin ihr« 2 5. Jahresversammlung ab. Den Hauptgegenstand dee Verhandln»gen bildet das Gesetz zur Bekämpfung de« Geschlechtskrankheiten, das unter wesentlicher Mit, Wirkung der Gesellschaft zustande kam. Den einleitenden Vortrag hielt der amtliche Ressortreserent, der Ministerialdirektor im Reichs» Ministerium des Innern, Dr. Dammann. Er schildert« die Schwierig- keiten, unter denen das Gesetz geschaffen wurde. Oberregierungsrot Dr. B reg er vom Reichsgestindheitsamt beleuchtete hierauf dis Auswirkungen des Gesetzes vom hygienischen Standpunkt aus uni» legt« vor allen Dingen di« Verantwortung des Kranken selbst dar. Frau Anna Papritz sprach sodann als Der- treterin der abolitionistifchen Föderation und des Bundes deutscher Frouenoereine und begrüßte das Gesetz als Fortschritt. Di« Fran Hobe am schwersten unter den Folgen der Geschlechtskrankheiten ge» litten. Der Präsident des Reichsversicherungsamtes S ch a f e r beleuchtete das Thema vom sozialpolitischen Gesichtspunkt.� Di« Sozial- Versicherung sei von jeher ein Hauptfaktor im Kamps« gegen die Geschlechtskrankheiten gewesen. Der Beigeordnete des Deutschen und Preußischen Städtetages Dr. Memelsdorss sprach sodann über das Gesetz vom kommunalen Standpunkt aus. Die Polizei solle nach Möglichkeit bei der Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten ausgeschaltet werden. Gänzlich könne man auf sie freilich auch nicht verzichten. Geheimer Medizinalrat Dr. Schäfer vom Reichsjustiznnnisterium sprach über die suriftische Seite des Gesetzes. Er betonte, daß durch das Gesetz zwar alle Gebote durch Straf- drohungen gesichert seien, daß ober doch der Gedanke vorherrsche, nicht möglichst oft zu strafen, sondern durch Stellung von Straf- drohungen das Gewissen zu schärfen. Zum Schluß behandelt« der Redner»och die Neuregelung der Vorschritten über die Prostitution, und er erklärt«, erst die Zukunft werde lehren, wie die Vorschristen sich auswirken. � Oraurot Inlett ZK ßißfa, Minosnabflibt I vorbehalte. Fertige Betten mit grauen Federn Oberbett.......... 9.95 Unterbett......... 8.90 Kiesen........... 3.65 Monopoldaunen- Oberbett echt tOrVisch rat oder gold, lila, freie« Inlett, Inden- A&__ threntarblg, 130X200..41:/-00 Fertige Inlette ret gnent Oberbett...'tV.. 1190 8.55 Unterbett. T» 9J0 6.75 Kissen.-VrT.V. ÄJO 2.45 „___ Languetten- ZXSSSf I Kisaenbezuge 1.35 Bettbezüge Hemdentuch, stsrklädig Oberbett, ca. 120 x 200..... 4.75 Kissen, 80 x 10....... V." 1.60 D i m iti- Oberbettbezug Bandstreifsn, zum Knäpfen, A ne 130 X 200....... V.S5 Bettlaken_ Wfteehestoff, stsiktidig...«S. 45 Ueberlaken Guter Wisoheetoff mit Hohl- S ne saum yerzlert, 160x260..... vJ.95 Binzeine Kissenbezüge in Dsmist und Oimiti C>C> nA baden u. Stenge, 192 cm hoch U�r-vlU Nachttisch mit Tür u. Schubkasten 16.50 veutsthe Sergbahnen. Es kst jedermanns Sache, die Landschaft von hoch oben gesehen zu bewundern, indem man viele Hunderte von Metern bergauf kraxelt. Eiüweder man kann nicht, oder man mag nicht den absoluten Touristen spielen, hat aber trotzdem den Wunsch, auf Höhen zu wandeln. Auch hierfür ist gesorgt, und alle Höhengegenden Deutsch- lands find auf bequemste Art mit den Touristenbohnen zu erreichen. Im Nachfolgenden eine Schilderung von Bergbahnen im Harz, Schwarzwald und in Oberbayern, über die uns Karl Lütge allerlei Interessantes zu erzählen weiß. Ben Wernigerode oder Nordhausen bis zum 1142 Meter hohen Brocken sind rund 1000 Meter Höhenunterschied! Schnaufend, tutend und bimmelnd, windet sich der vier, fünf, oft sechs Wagen lang« Zug durch alle Felsspalten. Senkungen, rasselt über 4l)0 Brücken, durchschlüpft den kuriosen, 7l) Meter langen Tunnel, der darum„Renommiertunncl" heißt, und schafft sie jeden- falls ganz ahne Zahnrad oder ein sonstiges Behelfsmittel der Berg- bahnen in die höchst achtbare Höhe von 1142 Meter über Normalnull. Die B r o ck e n b a h n ist, abgesehen von den kleinen Zahnradbahnen der„Sieben Hügel am Rhein"(Drachensels und Pctersberg), die älteste Bergbahn Deutschlands. Sie entstand in den Jahren IKSö bis 1899 und wurde von vornherein als gewöhnliche Zldhästonsbahn erbaut. Sie brinat das Kunststück und einstige technische Rätsel. rund 1999 Meter Höhe ohne Zahnrad zu erklimmen, aus verblüftend einfache Weis« fertig. Di« Bahn umkreist mit einer Steigunq bis zu 3% Proz.(39; 1) erst den Königsberg, dringt zum Lrockenaipfel vor und umkreist ihn noch eineinholbmal, bis st« nach ungewöhnlich eindrucksvoller Spiralfahrt in 1139 Meter Höh« den Brockenbahn- Hof erreicht. Bei der Fahrt der schneidigen Bahn bieten sich uns die großartigsten Bilder durch den unaufhaltsamen Wechsel bei der Rundfahrt, die durch w'lden Wald, Steinchans und Moore geht. Da man sagt, der Deutschs heqe zwei Wünsche besonders, näm- Iich den Rhein gesehen und den Brocken besucht zu haben, so kann man ermesten, daß im Sommer auf dem Gipfel des Brockens täglich mit oft zehn bis zwölf Zügen gefahren wird. Daß die traditionelle ..W a l p u r g i s z ü g e" am 1. Mai Anziehungetrost im ganzen Reich« ausüben, ergibt sich von seihst. Die Höllentalbahn im Schwarzwald löst sich aus der Eng« des vcrkehrsvollsn Bahnhofes der Schwarzwaldmetropol« F r e i b u r g und entnimmt ihre Fahrgäste den großen Zügen, die Schilder tragen: Berlin. Köln, Hamburg. Ventimiglia, Rom, Zürich usw. Mit der Eleganz dieser Züge kann sich die Höllentalbahn nicht messen. Die Fenster sind jedoch groß genug, um die Bilder, den der heranrückend« Schwarzwald bietet, zu erschauen. Das tföllentor ist fürwahr eine Pforte, d'e den Eingang zur Hölle nicht eben übel darstellt. Durch Tunnels steigt der Zug hinan. In Hirschsprung bo- ginnt die Zahnstange. Und dann kommt die Ravennoschlucht, die einfach Rabenschlucht zu heißen hat: über sie führt für die Höllental- bahn eine schwindelnd hohe, großartig kühne Brücke, ein Bauwerk, das der berühmten Brücke bei Filisur an der Bahnlime Davos— St. Moritz wenig nochsteht. Bei Hinterzarten endigt die Zahnrad- st recke. Titisee und Neustadt heißen hier die Stationsschilder. Der Zug rollt leichter. Das Tal weitet sich, Vieh weidet hier wieder. Höfe liegen breit in praller Sonne am blumigen Hang. Dann folgt die Fortsetzung der 1884/87 erbauten Bahn, di« 1992 vollständig eröffnet wurde: Fahrt durch bergigbunte Schwarzwaldlandschaft bis gen Donaueschingen, dos als gewichtiges Ausrufezeichen am End« der Höllentalbahn steht: mit der Donauquell«, dem Schloß der Fürftenberger und berühmten großen Sammlungen. Aus der grünen Talwcite des deutschen Alpenweltplatzes Garmisch-Partenkirchen schießen jäh Berggjganten aus. Sie haben die großen Züge abgehalten, hier übers Gebirge nach Innsbruck zu sireben. Erst die kurz vor dem Krieg begonnene M I t t e n w a l d» bahn holte Versäumtes nach: Eine Alpenübergangsbahn wie Brennerbahn, GoUhardbahn und wie sie alle heißen. Die Züge fahren elektrisch, ohne Getuf, Geschnouf und Gebimmel. Die Stei- gung ist fühlbar. Es geht von Garmisch-Partenkirchen, das 798 Meter hoch liegt, bis Mittenwald schon auf 913 Meter lünauf. Ein knappes halbes Stündchen dauert die Fahrt bis zu dem berübmten Geigenbauer und Sommerfrischenort unterm Karwendel- aebirg«. Wald und Wiesen laufen neben dem Zug her: die Wiesen find eigenartig bucklig, blumengesprenkelt. Aber man merkt ihnen die Höhe von rund 1999 Meter an! Hinter Mittenwald zieht di« Bahn der jungen Isar entgegen zur Grenze bei Scharnitz. Nun wird es gleich tirolisch. Di« Fahrgäste, die einsteigen, sprechen österreichisch, di« Bauart der Häuser ändert sich und überhaupt der ganz« Landschastscharakter. Der Atem spürt„Hochland". Bis Ssefeld, nur 19 Kilometer von der Grenze, muß sich der Zug bis auf 1176 Meter hinaufarbeiten und zwischen Seefeld und Reith ist mit 118.6 Meter dann der höchste Punkt der Mittenwaldbahn erklommen. Hinter Reith, wenn sich die Bahn weiter gesenkt hat, gibt es bald einen wundervollen Blick ins Jnntal: Die Bahn fährt hochübsr dem Tal, durchschlüpft Tunnel auf Tunnel, rasselt über Madukte und Brücken und kriecht durch Ecken und Winkel, um hinab zum Inn zu gelangen und Inns- druck, dos nur 574 Meter hoch liegt, zu erreichen. Ein Raubikberfall anfgeklLrt. Vor acht Tagen wurde spät abends ein hiesiger Kaufmann in der Linienstraße von einem Mädchen angesprochen, das ihn zum gemeinsamen Besuch eines Lokals veranlaßte. Dann fuhr das Paar init einem Auto nach der Rochstraße und kehrte nochmals ein. Als es hierauf kaum den Flur des Hauses, in dem dos Mädchen wohnt, betreten hatte, tauchten plötzlichzweiMänner auf. fielen über den Kaufmann her, schlugen ihn zu Baden und raubten ihm di« Brieftasche und die goldene Ii h r mit Kette. Ebenso schnell, wie sie gekommen waren. Lesen die Räuber mit der Beute davon, und auch das Mädchen verschwand. Den Beamten der Dienstelle A. 5 gelang es, zunächst dos Mädchen festzustellen. Es ist eine 26 Jahre alte Elisabeth. Prinzheim. Gestern abend wurde sie in einem Lokal in der Münzftraße ermittell und festgenommen und mit ihr«in 28 Jahr« alter Karl Zehmk«, einer der beiden Räuber. Beide geben den U eberfall zu. Der zweit« Mann,«in 27 Jahre alter Bäcker Emil Mohrun, wird noch gesucht. Dies« drei bildeten eine Lande, die Ueberfälle dieser Art gewerbsmäßig betrieb. Dezirfsbildungsausfchuß der SPD. Groß-Verlin . Mittwoch, den 2. November 1927, abends 71/, Uhr, im Saale „Märchenbrunnen", Am Zriedrichshain 29-32: Vortrags- und Liederabend für die sozialdemokratischen Frauen und Mädchen Eintrittspreis 30 Pfennig. Karien sind zu haben bei allen Abteilungsleiterinnen u. an der Abendkasse. Republikanischer Fackelzug im Bezirk Friedrichshain. Heute findet im Berliner Bezirk Friedrichshain auf der Weber- wiese ein RepublikanischerTag statt, und ein imponieren- der Austakt dieser Kundgebung war der Fackelzug, der gestern abend von, Ortsverein des Reichsbanners Schwarz-Rot-: Gold unter sehr starker Beteiligung der republikanischen Bevölte- rung veranstaltet wurde. Auf der Weberwiese wurde der Zug aus- gelöst, und hier richtete der Reichsbannerkamerad F r a« n k e l einen starken Avpell an alle Republikaner. Jeder möge, so führte er aus, die Kampftront der Republik durch seinen Beitritt zum Reichsbanner stärken. Denn 1928 wollen wir so viel Republikaner in den Reichs- tag schicken, daß endlich die Macht aller Gegner der Republik ge- brachen und die Republik von Republikanern regiert wird. Schorf ging Kamerad Fraenkel auch mit den K o m m u- nisten ins Gebet, denen er nachwies, daß sie S cb ö d l i n g e einer wirklich freiheitlichen Entwicklung sind. Kommunistische Störung?- versuche blieben unbeachtet. lieber„Reichsschulgeseß, Bürgerblock und Sozioldemkoratje" referierte in gutbesuchter Versammlung in Britz Reichstagsobgeord- neter und Stadtschulrat Genosse Dr. Löwen st ein. In ausführ- licher Werse ging er auf die Schulgcfetzgebung ein und wies im einzelnen den vollständig reaktionären Charakter diefes Gesetzwerkes nach. In der Diskussion wurden mehrere Fragen an den Referen- ten gestellt, u. a. auch, inwieweit der Plan der Errichtung einer neuen Schule in Britz der Verwirklichung nahesteht. Genosse Löwenftein berichtete, daß die neue Schule von den städtischen Kör- perschoften genehmigt und daß auch bereits die erste Baurate bewilligt sei. Mit einem Appell des Genossen Günther als Der- sammlungsleiter zum Eintritt in die Sozialdemokratisch« Partei und zur regen Mitarbeit der Genossen in der kommenden Werbewoch« wurde di« eindrucksvolle Kundgebung geschlossen. Englischkurfus für Anfänger. Bekanntlich wird die Ausnahme von Bewerberinnen mit Bolksfchulbildung in die Kindergärtnerinnen- und Hortnerinnenseminare vom Bestehen der fchulwissenschaftlichen Prüfung mit einer Fremdsprache abhängig gemacht. Es ist dem Be- zirksaiisfchuß für Arbefterwohlfahrt gelungen, das Provinziolfchul- kollegium zu veranlassen, vorläufig diese Prüfung auf Wunsch in zwei Teilen ablegen zu lassen. Es kann zuerst die Prüfung ohne Fremdsprache und später eiye Ergänzungsprüfung in der Fremd. spräche gemacht werden. Deshalb laufen ab Anfang Novem- b c r d. I. zwei getrennte Kurse der Arbeiterwohlfahrt. die jedoch in Ausnahmefällen im gleichen Halbsahr besucht werden können. Neben dem Kursus der Arbeiterwohlfahrt zur Vorbereitung auf die schulwissenschaftliche Prüfung ohne Fremdsprache— für Aufnahme in die Wohlfahntsschulen oder in dos Sozialpolitische Se- minor der Hochschule für Politik ausreichend— beginnt also auch ein Englischkursus für Anfänger mit wenige» oder ohne Vorkennt- nisse. Die Teilnehmer sollen soweit gefördert werden, daß sie vor- aussichtlich schon im Frühjahr die fremdsprachliche Engänzungs- prü-ung bzw. beide Prüfungen ablegen können. In den Englisch- tursus werden auch Teilnehmer ausgenommen, welche die Prüfung nicht mitmachen wollen, sondern nur eine Einführung in die eng- tische Sprache wünschen. Der Unterricht findet zweimal wöchentlich von 17)4 bis 19% Uhr im Jugendheim, Lindenstr..3, statt und kostet monatlich 8 Mk.. für Partei, und Iugendgenossen bzw. -genossinnen 3 M. Schriftliche oder mündliche Anmeldungen haben baldmöglichst an den Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfohrt, SW. 68, Lindenstr. 3, 2. Hof 2 Tr„ zu ersolgen. .Obst-«ad Chrysavlheme«««»stelluas". vom 6. bi« 8. November wird da» Berliner NatbauS, Koniqslrahe. wieder erfüllt sein von Blumen und Pflaneen, die mit ibreiraiüinivracht da» Grau der Novemberslimmung vergessen machen wollen. Die stolze Chrysantheme wird zusammen WWWW.>...RAchmfWtz Ungunst der Witterung hervorzuzaubern vermochte. Die Ausstellung der Deutschen Gartenbau-Geiellschast wird am Sonnabend, dem 5. November, miltagz 1 Uhr. durch ibrcn Proteklor, Herrn Oberbürgermeister Bon, er- issnel. Pom K. bi» 8. November wird sie ab S Uhr morgens dt» S Uhr abend» geöffnet sein. Der hauplousschuß für ArbeNerwohlsahrl ED. veranNaltet bei ge- nügcnder Beteiligung auch in bielemIabr wieder einen NachschuIungS- lehrgang für männliche WohIfahrtSbeamte. Zum Beiuch de» NachlchuIungslehrgangS sind berechtigt: möiinlichc«vhlsahrlSbeamte, die drei Jahre hauptberuflich in der Woblsabrl»pflege tätig waren. Di« Bewcibunge» sind umgebend an den HauplauStchusz sür Arbeirerwohlsahrt SV.. Berlin SW«1, Lelle-Alliance-PIatz 8. zu richten. Der Kurlu» findet in Berlin am Seminar für Jugendwohlsahrt an der Hochlchule sür Politik. Schinkelplatz i, statt. Beginn des Ledrgang» elwa am l0. November d. I. Straßenbahnunglück bei dresüen. Acht Schwerverletzte. Gestern nachmittag gegen 4 Uhr ereignete sich auf der S e r p e n. tinenstraße nach der Vorstadt L o s ch w i tz ein schweres Straßenbahnunglück. Ein Stroßenbahnzug der Linie 15 fuhr in schneller Fahrt talabwärts. In einer scharfen Kurve bremste der Wagenführer zu stark, so daß der Anhänger au» den Schienen sprang und in voller Fahrt gegen einen Leitungsmast rannte, von den Insassen des vollbesetzten Wagens wurden acht schwer und zwölf leichter verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Einige von den Verletzten liegen sehr bedenklich danieder. Als ein besonderer Glücksumstand muß es angesprochen werden, daß der Leitungsmast nicht brach, sonst wäre der Wagen die hohe und steile Böschung hinab. gestürzt, wodurch das Unglück zweifellos noch weit schwerer« Folgey gehabt hoben würde. Schluß mit Konnersreuth. Zlus München wird gemeldet, daß der Weihbischof der Diözese Regensburg der Therese Neumann von Konners- reuth, deren Eltern und dem Pfarrer gegenüber den dringenden und ernstlichen Wunsch ausgesprochen hat, in Zukunft im allge- meinen kirchlichen Interesse und mit Rücksicht auf die Gesundheit der„Therese" alle Empfänge einzustellen. Dieser Wunsch wurde in Ausführung einer Kundgebung der Freisinger Bischofskonferenz zum Ausdruck gebrocht. 3« de« Alovopol-LIchlsplelen, Petersburger Straße 20, laust zurzeit die neue AuZgabc der Bollswochenjchau. Sie bringt in gewohntec Reichballigkeit und Aklualilät Aufnahmen von der ReichSbannerboolSlaui« in Köpenick, von der Springflulkatastrophe in Japan: zeigt in bunter Folg« Bilder von Ipanneuden Flug- und Sporlereignisscn, reizende Tier- ausnahmen, intdress-lnke Ausnahmen von Versuchen mit lZIellrodüngung au» der Landwirtschaft und andere» wehr. vortrage, vereine unü Versammlungen. Reichsbanner.Schwarz- Rot-Gold". Sischilttestelle: Berlin£ 14, Eedaliianstr 87/38. Bot 2 St. tstand. Achtung, Funltiontire! Donnersiag, Z. Zlooember, 20 Uhr. ssunllionSroersammlr, ng in den Sephien-ELIen. Vortrag des pameraden Minifterialdireltor Dr. ftaXt Tbemo:„Wege zum Einheit». staat." AI» Ausweis gilt die Funltionärkarte in Verbindung mit der Mit- gliedskarte.— Dienstag, 1. Zlooember, 19'i Uhr, Sitzung sämtlicher Jugend- und Svortleut« im Gaubureau.— Connabcud, 5. November, 18 Uhr, Sitzung j sZ Minuten vom Schleiischen Bahnhofs. Sämtliche Vrtsvereine werden um Unterstützung gebeten, soweit st, nicht schon zugesagt haben,«reuzderg: Radfahrerzug 8 Uhr Tressen in Reichsbannerkleiduna und Wimpel am Prters- borget Platz. Lichtenberg nebst Untergrupprn: 12's, Uhr Dambourkorp, bei Eeipke, Krongrinzen., Ecke Scharnmeberltrahe, zum Morsch nach Friedriche Hain.— Montag, II. vltober. arenzberg: Funktivnlrtonferrnz mit erweiter- tem Borstand bei Mendler, Dlessenbochstr. 84, um 20 Ufte. Iungmännschast 8: Äetmabend i« Jugendheim Wrangelstr. 128. Vortrag Neun. Gerber. Witwer»- dors: 20 Uhr Versammlung der stamcrodschaft Weit bei Lohmann, Uhlant. straß« 114 saegenüder der Post). Wahl des KameradschaftsNlhrer,. Aeinickcn. dors-Scst: Piiichtantrcien der Schutztamcradschaft 19■4 Uhr am Außenspiel. platz iZugendhau»).— Dienstag, I. November. Mitte, 1. und 8. Kamerod- schalt: Kameradschaftsversammlung Gartenstr. 8. d. Komeratschast Mcnerbeer. strafte 7. Ätenzbetg: Abteilungsversammlungen: Abt. 2 bei Pöttger, Bagel. berger Str. 0. Abt. 4 im Restaurant„3ur Linde", Kallesche» User 14. Abt. 7 bei Guder, Sebostianstr. l. Portrog Kam. Reurnann. Abt. 8 bei Fuhlbrügge. Zkpstizstr. 29. Vortrag Kam. Sager. SchSneberg.ZrIedeM«! Achtung. Zun». bannet! 20 Uhr tzusammenlunft im Rheinlandzimmer. Kouptstr. I«. Tempel- hol: 20 Ubr Sitzung aller Funktionäre bei PrlMll», Werder-, Ecke Friedrich- Karl-Strafte. NeuIZlin. Britz, Eanitäterllbungsabend bei Groitimek, Sander. straft« 10, Ecke Kobrechtstrafte. 8. Kameradschaft sIunabanner): 19'� Uhr Mit. glieberversammlung bei Balewsk», Boddinstr. 87. Aufterst wichtige Tages, artmung. Teltow: Dersammluna im„Weiften Schwan' Portrag:„Reichs- banner und Wahlen 1928."— Mittwoch. 2. November. Mitte: Kameradschaftsnersammlungen: 8. Kameradschaft Gewerkschaftshau». 4. Kamcradsckaft im br- kanntrn Lokal. Krenzberg: Abteilungsversammlungen: Abt. 3 bei Brnunsdors. «roftbeere nstr. 28. Abt. 9 bei Krepp, Pialu fer 73. Vortrog Kam. Keck. Abt. u bei ckwalb. Skälitzrr Stri 12». Abi. 18'bei Eichholz. Envrnstt: 28. Abt. 14 bei Wiencziers, Rcichenbcrge» Str. 108. Vortrag Kam. Rrumonn. Ra»»felder Kelmatoerein Berlin(Gebirgs- und Seekreis). 20 Uhr Schult. heift.Patzenhofer Brauerei, Ehonfleestr. 64. Portrag:„Unsere Keiniat.' Ortsgruppe Berlin de» Reichsschutzverbandes der SchwrrhSrigc». Sonntag, 3. November, 17 Uhr. Armin. Sälen. Kommandantenftr. Vi— 59, 15. Stiftungs- ?«st. Karten l M. hei Gustav Vogt, Berlin-Neukälln, Ionasstr. 32, Sof vort. 11—17 Uhr). Der elektrische Vielhärerapparot ist aufgestellt und übermittelt ebem schwcrhSrlgen Ohre laut die Vorträge, Gesang», und Instrumental- darb�ewngen. Nachher Tanz Moabit. i.......... dardietunaen. Nachher Tanz._„_.. Reichsbnnd stidischrr Froutsoldate»,-. vrtsgrnppe Berlin. Bezirk Moabit. Dienstaa. l. November, Vortrag de» Prediger» Hr. Karl Stafenlhal: �Deutschtum und Judentum" im Roten Saal des lllap, Alt.Moabit 4—10. Beginn 8 Uhr. Gäste willkommen. �.... Reichsbnnd d«r 5triegsbes»ädigte«.»rieg-teilnehmL, vnd«riegerdintnr. blieben en. Ortsgruppe«ordeu l4. Montag, ZI. Oktober, 20 Uhr, im Leb'gen. heim Äipperalle« IS, große Sff-ntNchs Versammlung. Referent Gauleiter«am. Baul Mende. Thema:„Tic Kriegsopfer und die 5. Novelle. örieftasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet vom Alonlag, dem 31. vtiober d. 3, ab wieder«SgNch von 3—6 Uhr, Tonnabends von 3-S Uhr statt. «. g. 41. I. Dollmetall ist an sich widerstandsfähiger, aber für gewiss, Belastungen genügt Metastrohr. 2. Beide». Wellerberich« der«ftentiichen wellerdieoststell«»erlla und Umgegend (Nachdr. verb.) Bieisoch heiter bei nur wenig veränderten Temperaturen, abflauenden Winden au« westlicher Richtung.— Zar veatschland: Im Nordet, «in wenig kühler, mit Ausnahme de» Nordwesten» weilerhin wolkig, im Lüden keine Aendernng. /fiemtee&ü Blanckert?. Betlin m WffauM ECHTE PERSER Mahal, Joraqhan, Tabris, Sumak, 5chiras,biS280t)reii-abts ITOlonq NIM Austzuchen�Q� MOSSUl, BRÜCKEN bis Imrr.breik u.bis lKlang aimAussuchen Dekorationssroffe Ifunsfseide co. 130 cm. breit i mit kleinen weburreqeimäßiqkeifert Meten Prima Veloun gute Persermusrer K 34- 43 47- K 62- K HZ- Axminstere»ra eroroübe» Fabrikat B 91.- K 59.- N W- aH9.- Divandecken Ifelimarrrn. Franse 1 �50 MohairolüschO-l. in vielen forden fwl. vvoiimokerfa�. Persermustei» kJ/, Mokeft Hochglanz 6,"" Prima Boucle ffioderne Musrer « 42- m 62- � 93,-«12% SSO Penis tan qes qesch. reine waiie m. Handfranse ls 198; K 210- m 232,- M 278- Tournay extra gute Perser musrer' & 45" ü 12� M131.- �249 Brücken Peristan aoniolS.� VVbl!oIüsch Qo*ioo 1?,�° Smyma n«n.9o*«i2,1. 50 Tournay«»wo 2� 50 Oardin en Halbvorhanq ß.65 Garnitur SJß BerrdecUe 9. 75 Gardinensfoff-1 TS ca 130 cm. breit Mir. 1, SderbOdscksn in allen Farben HolbwoUfüllung Sofin Hoehqiam Beider wand künsiierTeDDiche m.Rpanse 200* 320 2�sQ Vorleger ä �75 Betrvoriaqen Po. Boucle»>100 3.®° Pa Velour 40*100 4. 90 Peristan»o«uo 9, 50 Smyrno 68*110 OQJO bette m.QuaiirQt LÄUFER STOFFE Cocosläufer streik �2.�-U* MslourläuferstÄliw �990«�590 Mottled-Tapeslrie Jaquard-Boud6 90 790'20-1-1. cm. drt T. cm B>» Herrensocken 1 n K reine Wolle, farbig gemustert oder grau, mit I y O Patentschaft, Ersatz rür Handarbeit.... Ein Posten Kinder- Trikotagen Trikots, Schlüpfer und Höschen 35 pf- Trikotbeinkleid 1.,. für Herren, wollgemfscht 100 Normalhemd Q» für Herren, woflgemfsckt Vz DU Herren-Garnitur R � Jacke und Beinkleid, echt Mako, 3 Größen y U 3 Damen-Pullover Qft mit Kunstseide, gemustert y U Damenwesten RQr. Ö7R mit Kunstseide, gemustert& U/ O Sdilupfbeinkleid RR für Mädchen, innen angerauht, Länge 30-55 5 für Mädchen, innen angerauht, Länge Kinder-Pullover original englisch, 4 Größen Ein Posten Trikotagen Damenschlüpfer Henenbeln klclder und Jochen 130 Damen-Sf rickrock R7~ reine Wolle, moderne Farben f O Damen-Kleid 11 � Pullover und Rock I I OU Leopold i. Stock Eingang Im Hause der Konditorei Oumpert, direkt unter der senkrechten Lichtreklame Men uoran! Ja Preisen, formen unä Uno Ii täten nnerreiihl! i a I h tum RoduuueH«nilmifen. Deeondcre le<* let der moderne Weeeerfall. der bl» Aber de» Rotk- Mora reldit mm Teil sind dlere Kleider mit kleinen Volonte mit»ander- »oller Perlcnetlckerei enege- c mattet In engebanerer farbenennrohl .25.- Hochelegante NaduniM-Kleider ans TorzflgUefaem Vdontoc mit langen Ärmeln. Kragen und Mazucheften mit Crepe de Chine belegt Einsatz ebenfalls aus Crepe de Chine plissiert oder tu feine FAItchen gelegt welche flbersteppt sind. Die Wirkung der neuen Linie des Rodtes wird ebenfalls durch Feiten* oder Pllssc« teile errlelL Bei der Auswahl der modernen Formen wurde besonders Rtkkslcht auf die Kleldsamkelt für starke und stfirkste Figuren genommen. In riesiger AuswahL In allen modernen Farben, auch blau und schvan. und in�en allcrgröiten Velten! .39.- Hochelegante Winfer-Mänfel für starke und stÄrkste Damen aus prima reinwollenem Ottomane. Diese MÄntel sind mit breitem Feiekragen oder Feieschalkragen und Feiern anschetien versehen. teilweise unten herum mit einem ca. 15 bis 25 cm breiten Feiestreifen garniert e-T. auf Crepe de Chine und anderem seidenen Futter gearbeitet und mit breiten angeschnittenen Besitzen. Durch die entzückende Verarbeitung des hochwertigen Stoffes wird eine vornehme und feine Reliefwirkung erzielt Die Mäntel sind In vielen modernen Farben In aller- größter Auswahl vorrätig und kosten .129; Keine Dame»erUnme diese seltene Gelegenliattl .;C*5;' T" V■"l V.,-..■ i Jugendiichcs Kompost Kleid aus. ein wollenem Crepella In Jwmperform m. spitzem Ausschnitt, derselbe Ist mit Crepe de Chine unterlegt. Kragen. Manschetten u. Gürtel sind m. ein. Sllberpaspel verziert Der Rodt zeigt vom tief eingeLFalt. ". fesche Kleid kostet nnr 30 'iVv''; � V1-v ■• Reinwollene Stridüdeider prima Zepblr-Mafe- rial in den neuesten u-schönsten Dessins z.T. mit Seide durchwirkt. in eleganter Ausführung u. riesiger Auswahl nur Nodi nie � Nodell-Abfellang mit einer so überragenden Auswahl erlesen schöner Gcscllsdiafls-Tollellen, r»im November die Läget in sämtlichen Artikeln relchbaltiger und vollständiger zu sein pflegen. Darum soll jeder, dessen Zeit und dessen Mittel es erlauben, den Rat der Firma Tepplckl» Burfch befolgen, der in den sich» Worten gegeben ist:„Schon im November muß man kaufenl" 'Mark der gute reinwollene I�Palehf/fof Kothu.Jeeland Oertmudtenrtr. 2(�21****** Wir wicdcrhokn- Hervorgegangen aus den Beobachtungen und Erfahrungen des engeren Haus- und Familiengebrauchs ist Massary- Privat OHNE MUNDSTÜCK eine besonders feine 4* Pfg.« Zigarette, an der die Raucher viel Freude haben werden. VERKAUFSPREIS: Stüclt 4 4 FOR M AT: rund und flßdt ART: au* gesprochen mild, blumig Daj btTkhaU! i Urteilen Sic aclhöt!) Zum Ultimo MKMW Unübersehbar ist die große Schar der Träger des guten ConradTack- Sdiuhcs. Alle sind sie zufrieden. Kein Wunder bei der guten Qualität, den gefälligen Pa$« formen u. der Preiswürdigkeit der guten Conrad Tack-Schuhe. «cfauh mit Komtefe-Absatz Damen-BrokalipanSen- O 90 > cfauh mit L.-XV.-Absatr. O Damen-edü-Boxkali- Spangenicfauh, prima|*� 50 Qual, m. Trotieur-Absatz Damen- felnf Spangen- g A 50 , 1730 15.50 1* Herren- SdinarzHefeL 4 250 p Rindbox m.Doppelsoh e A wT Herren- Lack- Halb- «cfauh. eleg. Form, weife 1 50 gedop.»»».««.» Herren-«bwarz V/Ud- leder-Scbnürithoh mit"g �50 Lackkombioation....* fcvCieA-iO. C Sp ttclmorkf 15 C Roseathftier Strebe 14 V. Schllislrabe 16 V, Potsdamer Straße 50 (an der Kurfürsien- straße) 130 dgene Verkaufsstellen, davon 20 In Grofe-Bcrlln und Potsdam; NW, Turmstrafie 41 N, Friedrichstraße 130 N, Dandger Straße 1 SO. Oranienstraße 2a Neukölln, BeTgstreßc 30/51 Charlottenburg. Wllmcrs- NW. Witsnacker Striße 22 N, Müllerstraße 3 O, Andreasstraße 50 SO. Wrangelstraße 49 Potsdam, Brandenburger dorter Straße 1 22/23 NW, Beusselstraße 29 N. Brunnenstraße 37 O, Frankfurter Allee 22 SW, Frledridistroße 240/41 Straße 54 Friedenau. Rheins iraßc 6/7 Deutscher Metallarbeiterverband Ortsverwaltung Berlin Am Freitag, dem 2?. Oktober, verstarb unserer früherer Angestellter und späterer Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Neu salz a. d. O., der Kollego Fritz Carl Sein aufrechter Charakter und seine reichen Kenntnisse der Gewerkschaftsbewegung haben ihm stets die Achtung seiner Kollegon gesichert. Solange es ihm gesundheitlich möglich war. Hat er stets seine ganze Kraft in den Dienst der Organisation und der Arbeiterbewegung gestellt. Wir werden ihm ein dauerndes und ehrendes Andenken bewahren. Die Ortsverwaltang. Die Einäscherung findet am Mittwoch, dem 2. November, 18 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Blnmenspenden irtcr Art üclrrt p t« i s»ett Panl Golletz. oorm. Robrrt Meret MariannenstraBe 3, Ecke Aaumrnfttafjt Amt AloritmLlOS 03 WM Metallarbeier-VeM Xachrnf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Äollege, her Klempner August Wolfgramm am 21. Ottobcc gestorben ist. Ehre seinem Andent«»! VI« Orlsocrtoaltung. Noch langem, schwerem Leiden»er- starb am 28. Ofiobtr l!)27 mein lieber Manu, unier guter Vater, der Gkwerlschaftoselrelär Fritz Carl Die trauetubrn ktnlrrbliebenen ?ran Emilie Carl u. Kinder Btn.-Vritz, Triftstraße III. Die Einäscherung, stnbet am Mittwoch, dem 2. November IS27, abends 8 Uhr, im Krem. Gcrichtstr. statt. Erfinder dieneue.wlrklich gute Erfindungen zu per» lauten haben, bitten I wir zunächst mit um Abressenangabe unt C. 3 an die Haupl- expeditton des»Vor- wärts". Linbenftr 3 «s !tn der Gesamtauflage de»»Vorwörts* sind besonders wirksam und trotzdem sehr billig! InniiDgsMßnto der Juweliere, (iold-D.lilliersc!iiiede(ZwaD9!ioDDDg) zu Berlin. Bekanntmachung Die zum Montag, dem 14. November, angeseßle Wabl sitr die Vertreter des Kassenausschufics findet nicht statt. Fttr die Vertreter der Ardeitgeber und für die Vertreter der Versicherten ist nur je eine Vorschiagsliste eingereicht worden. Die in den Listen genannten gelten da- her als gewählt sfi 8 der Wahlordnung). Der vorstand Maxjlost, Vors. Hugo Hern. Echrlfifl! lirer Belfledern, Daunen dirett aus der stabrit an Private. Weich« graue Rupifedern. Pfund von ■|0 VI. an. Steine Säiiseiedem zum Seldstschleißen. Piund von 3» Ps. an »eMeaernlsvrih Sdnvsn «rvao«:a»»r. 152 Fadritgedäude parterre recht». Utoknungs- Inhaber verbessert Eure Wohnung und deren Komfort durch eine elektrische Lichtanlage und verwendet im Haushalt elektrische Beleuchtungskörper und elektrische Hausmaschinen(Staubsauger, elektrische Plätteisen, Koehapparate usw.). Mäßige Teilzahlungen. Vertreterbesuch, Kostenanschlag und Prospekt sind unverbindlich. Eleklro Inslallafioiis Zenlrale Leipziger Straße 119-120. Tel. Zentrum 7111. 7112 Einige Bezirksleiter sowie mehrere Abschlußbeamte, Werbebeamte und Verkaufsdamen finden gegen Fixum und Provision erstklassige Existenz. JCfSkiex Hanewacker Berliner Yolkschor. Auf dem Wege zur Generalprobe unseres Konzertes verunglückte am 23 Oktober unfire langjährige liebe Sanget-schwefter Anna Schiefner Sie ist an den ffolge» dieses Ungliids- (alles am Mittwoch, dem 28. Ottoder, gestorben. Die Verschiedene wird als ein Vorbild ireuester Pflichterfüllung in unserer Erinnerung fortleben ver Berliner Volkachor. Die Beerdigung findet am Montag. dem Zt. Ottober. Uhr. NculdUn, Thomassriedhof, stall. in Die Firma(S. So biet, Dcriin-Borfig walde. hat die nachträgliche Genehmigung zur Errichtung des auf dem Grundilüae Breiienbachitr. S/10 zu Beriin-Borfigwalde bereits in Betrieb befindlichen Lust- Hammer« beantragt. Elwaige Einwendungen gegen diese Anlage sind bei dem unterzeichneten Stadl auSfchuß binnen 14 Togen, Pom Tage nach der Beräffenllichung ab gerechnet, Ichrmiich In doppelter Ausser! ig ring oder zu Prolololl anzudringen. Räch Ablauf dieser Frist tonnen Einwendungen nicht mebr erHobe» werden. Beschreibung und Zeichnungen der geplanten Anlage liegen in unserem Bureau. Berlin E 2, Waisenstraße 27. ) Treppe. Zimmer Nr. SO. an den Seidiäcks tagen in der Zeit von« bis 2 llhr während der oben bezeichneten Frist zur Ernstchi aus. Zur mündlichen Erärleiung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird vor unserem Kommissar. Stabtoderinspettor Senst, au Dienstag, den 15 Rooemdrr IS27, vormittags 830 Uhr. in unseren! Eitzungslaai, Waiienstr. 27. 1 Treppe, ein Termin anberaumt, zu dem die Untre- nehmerin sotvi» die Widersprechenden uuler der Eröffnung geladen werden, daß auch bei ihrem Ausdieiben mit der Erörterung der Sinweu»ungcn ootgegangen wird. Berlin, den 25. Ottodcr 1027. Oer Stablausschnb verlln, Abt. l Schnei der. iPRm* GÄNfEFIDERWl [ich empfehle: Datmlge Gänsefedern zum ScIbatrelBeo M. 1.80-2.00 1 I Kleine Rupffedern, füllfcrtig.......... M. 42)0-5.00 1 I Welche Halbdannen, wonderbar füllend M. 5.50-6.00 1 ! Elite 3/4-Daiinen........................ ist. 6.50-7.00 1 {Gerissene Federn, gnt füllend, Ist. 3.50, 4.00, 4 A0, 5.001 {Schneeweiße, daunige.................. Ist. 6.50-7.00 1 i Wunderbare Daunen.................... M. 9.00-11.-1 (Vor Kauf verlangen Sie Cratlsmuster unter Angabe! {ob ge- oder ungerissene. Versand per Nachnahme. 1 [ Nichtgefallendes nehme auf meine Kosten zurück.! | Ernst Weinberg, Neu-Trebbin F2c| [Erste Oderbrocher Bettfedero- Dampf wflsclierei! und Reinigungsanstalt. DenlsdieilletiillaMtn-VtiH yeute, Sanntag. ben 30. Otfobet, DOtmlffags 10 Ahe, Im Catal von St ring, Zlaunynstr. 27 wr Versammlung' aller in$ pr i b g u b betrieben Leichästiglen. Tagesordnung: Bericht über Lahnverhandlungen. Montag, den 31. vtlabae. und Dienstag. den 1. Tlooember, abend» S Ahr. In unserer»nltnrablellnag. Linien- strah« IST (gegenüber dem Berdandshause): Zrauenveranstaltungen Filmvortäge Au» dem Programm: 1. Das Wunderland Bali(Erpedition«- und Tierfilm von Lola Kreuzderg). 2. ficrfleBun. von Porzellan. 3. Wochenschau. Humoreste Zahlreicher Besuch wird erwartet. Dienstag, den 1 Itaverader, abend» T Ahe. Im Cafal von C i c I a g. Aaanynstr. ZT Branchen Versammlung der Metallformer und Berufs- genossen. Tagesordnung: Bortrag des Gladtrat» Fadlunkc über:.Arbeits- oermittelung und Ardeltslofenverfiche- rungs-Gefetzg 2L> 7 �dctoW. Daftfeues/e SieaJhrelOi} isfbeiunsvn&' frofienulwrt \ ihrerBesicM"' sere i ftöbel-Lader \inA-eia&nart 1 merksemm��1 Alles r�rrrni/.scAo« wOtäT i}faji4eteewSu'3hwn nmm. '■'(Uchw RE134 SkrZrf&ig Lut iX&M�rcLionMvdi! ÜFUÜREN Achtnng! S. bezirk Achtuna! Die vertranenslente- Sanferenz füllt diesen Monat a u«— Die Monat»- berichte werden bei der Kinovorsührung (Da» Werden des Menschen) am 25. Na- vember. abend« 6 Uhr, in der Kultur- adleilung. Linienstr. 107, ausgegeben. Gleichzeitig teilen wir mit. daß am 8. Dezember, abends 8r< Uhr. für den Bezirk der Film„Die Beber" acqeben wird Einlaßlatten find beim Kollegen Zögling. Brißer Straße 43, und im Bcedandshaus beim Kollegen Hoff mann zu haben. jik05enshglsrSfl'4A-�7 i! fcke Meue S thönhauser-itc msss- 1 lalhtrabfeilnng; »Zl.vNbr. bls6.Niwbk.: Spielplan unserer»altaradtsll! Zu der Boche» 1. Da» Wunderland Bai!(Erpedition».! und Tierfilm von Lola Kreuzberg).| 2. Herstellung von Porzellan. 3. Ein heißer Endtamvs. Zu der Woche vom 7. bis 13. November: 1. Im Lande der Löwenlöter(aus den Erledniffen eine» Weltteiienden) Z. Herstellung von Givswänden. 3. Eine Seei-Ktoteste. Zn der Woche vom 14. bis 20 November: 1. Snouk, der Eisdärjäger(Sitten und Gebräuche der EstimoS). 2. Schrift- uud Echreidwertzeuge alter und neuer Zeit. 3. Lustige Hygiene Nr. 1. In her Boche vom 21. dl» 27. November: 1. Das Werden de» Menschen(von der Empfängnis bis zur Geburt). MW Für Jugendliche verboten Hersteller Eod-Ftlm, Kurfllrsten- dämm 14/18 2. Heilquellen und Badekuren. 3. In einer Eildersuchsfarm. In der Woche»om 28. Nov. bis 4. Dez.: L Quer durch das Land Ab bei Krim» (eine Neiie«on Marotto bis zum Anomischen Ozean). 2. Kohlenstaubfeuerung. 3. Scherben de beulen Glück(Humor) MM- Dazu(ür lede Vorstellung die neueste Wochenschau mit einer Einlage. Anfragen wegen Uederlasinng und Besuch der Abteilung find telephonisch oder schrift- hch an da» Bureau. Knimrabieilung, zu richten. Dl« Octsoraoalhing. /Möbel ca. 20 00 qrn Ausstellungsräume Ratenzahlung bis zu 2 Jahren ohne besondere Aufscbiäge oder 7-insen- berechnong. Wir unterhalten ein jedem Geschmack Rechnung tragendes Lager I in handwerksmäßig hergestellten Speisezimmern Herrenzimmern Sdilafzimmem KOdien, Klub- flanilturen.Elnzel möbeln jeder Art Möbel- Spezialbaus Berlin S 14. Wallslrafie 76-79. I.— 3. Etage 1 Untergrundbahn: Station Inselbrückc, Straßenb.| InselbrUcke, Stadtbahn; Bahnh. Jannowitzbrücke Die Stfiallplaften der Gewerksdialtsmltqlieder Weiters tiee-ilüfDaliraßn von üm lies Urlieiter-läDgerliDOiles, Hoinoloiil-Eiectrg-FeroaatDatiQieD Freie Chorverelnignitä üftin Mitglied des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes Dirigent: Musikdirektor HEINRICH NICOLIN Berliner Sehnbert-cnor Mitglied des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes Dirigent: WALTER HANEL 4-2349 Tordfoleson 19407 (aus d. Norwegischen des Per Silve) (O. Ad. Uthmann) Brüder zur Sonne 19408 (Rotgardistenmarsch)(H.Scherchen) ........ Homocordplatten überall Homophon-Company?: Berlin SWes.Alexandrlnenstr.KW 4-2405 HanlOlt 19392 (Mus. Gottfried Angerer, Text Siegben Salter)(Op. 140) Frültlldies Rbeinland 19391 (Walter Ohrem) erhültllch, nonst schreiben an—— bereiten Sie Ihre Liköre noefa nlifal selbst 7 Mit Reidtel-Effenzen können Sie fidt Ihre Liköre oder Ärannl weine für halben Preis selbst herstellen. So spart und geniefei man zugleich. Erhältlicfa In Drogerien u. Apolh. Or. Reichels Rezeptbürfalein daselbsl umsonst oder kostentrei durch Otto. Reichel, Berlin SO, Elsenbahnstr. 4. Gutes Gelingen und ftets gleiche Güte aber nur bei V erwendung d. ECHTEN Tlokfißl tsseu�ea iu sein ist sicLerlicli auck Dir �Vunsek. Lassen Sic«las Vorurteil, man könne für wenig Geld mckts Gutes bekommen, d.er Erfüllung Ikres Wunsches nickt Weg Uefeearzcugeat Sic«ad»! Okne jede V erkindlickkeit zeigen wir Iknen gern alles, was Sie zu seken wünschen. Prüfen und vergleichen Sie ganz genau— den Stoff— die V er- arkeitung— den Sitz usw. Ihre Einsicht wird Ihnen hald sagen: Hier kannst Du in der Tat Dich hesser kleiden, und noch dazu Oranienstr. 40 Chausseestr. 113 Am Oranlen-Platz Beim Stettiner Bahnhof Könisstraße 33 Am Bahnh. Alexanderplatz Machdruck von Wort und Bild verboten! PI«""igf- An«ebate stehen ihnen ab Montag zuj Varffifunal- Schriftliche Bestellungen können nicht berücksichtigt werden) \ für ihre Meider VogueSchnllfmusfer: DsrHom« WMM !m Wesfen-Kurfursfendomm Ecke Rankesfr-Sfeglifz!>chlos5-Stp-54 burgl* für Qualilafy- Wai«! Seide Wollstoffe Wollrips IQr Kleider in mo-«»a dornen Farlisortlmenten, reine KW "1*0 Baumwollstoffe Wolle . ca. 130 cm 6.90* CiCd* Georgette scnwan dJSO u.vlelomodorn.F.ib.n.djpp.-brt Crftpe de Chine grebe. Färb-«"90 .ortlm.nt u. schwarz, dopp.-brt 10 Crtpe Serin r.leh.Farb.rt- M f*90 auswahl u.»chwarz. dopp.-brt|V Eleg. Stickerei vordoren auf C ftp. da China u. Oftorgatt«. C�SO doppetbreit.......... Futterdamast(B.woii. mit m 30 K.Seide) dopp.-brt 3.9S, 2.6S J, Mantelrips schwer, rein- wollene Strapazier» Qua« Uta t.m.angerauhtPückscite, aBA gangbare Farben, besond.r« � •chwarz u. marine ca. 140 cm■ 6» Samt Waschsamt In all. gangbaren FHZO Farben, ca. 70 cm, 3.60, 3.00 � Köoer-Velvet in vi.i.n mo- C80 dernan � erben, ca. 70 cm breitet Kreielder Seiden-Samt � Q50 für Abendkleider, doppelbreit>aV z« Engl. Mako-Zephir t ober- �K2C hemden u. Pyjamas, ca.80 cm, von dm an WoSlfnuSSlin* bedruckt, nur � q«* beste Qualität, in reicher Au«- � wähl. ca. 80 cm...... von■ an Kunsts.FaconnE(K'Saida m. B'wolle). Herrl ehe Kleiderware, schöne Farben, ca. 100 em, von Spitzen waschespitxen..vonlSPtan Hand-Klfippeltpltzen». 40 pt an Kielderspltxen In vielen med.__n Farven, 45/90 cm b'eit. von 370 I Große Auswahl in allen Preislagen: Länder, Krawatten, Strümpfe,.Schal«, Wäsche aus Kunstseide und reiner Seide, Ansteckblumen. Möbelstoffe an Nieliclt Quesiildton- bllliq und qut! Wir wollen, dmrauchfie ffändiqcr1 Kunde von uns werden! 6 mmmmm des bekannte Berliner Möbelbaus, liefert auch Ihnen gediegene und schöne Schlaf-, Speise- u. Herrenaimmer»owie Küchen- und Einzelmöbel jeder Art in bekannten Qualitäten auf Kredit bis zu 24Monaten auch bhne Anzahlung Bitte, besuchen Sie uns, wir passen uns Ihren besonderen Wünschen gern an. Ihr Helm sei achßn durch.DRIHA*- ELSASSER STRASSE 37 nahe Oranienburger Tor BRUNNENS TRASSE BS nebe Inyalidenatmü« Warnm mehrbcifliileo! leb ite ore(cht bod bctünnie Stcrn-rtolitrab. Modell 5, hergeslcllt auft deNem üatertal. non lelditem Lauf, In eleganter«u»l>l!ir»ng. oon langer Leben« baucr. mit modernstem mastrnenbau auft nagtlolem Siablmbr, mit«»Id. Ilnlen abgefehl. mit... Tiefe Maschinen stnd fäotiäsr. Garantie lOF Pia.©8.-. nabc und iliiWlrltlbremi«, rostfreien Speichen, prima Beicllung(rot ober grau), BZ-Lentev mit frafltger Hauddruerbremfe-atustblechen. prima fiel e uns'fetalen mit gelbem Lc&enaiieL mit vernickelten iVebetn gelber r'edenasche mit fompt.©eefteng. em'chließlich toaipL elellrlscher Ignamo- lampe und Tchlost mit HufchlUBtinc. Sadlungsrn leichte, ung gestattet. Versand nach außerhalb. ei pptdetlger efmfendung beft Betrages erfolgt Lieferung frachtfrei I.(Zangefvel seder«fatmstatlen Teutschlands. Jugendräder gt und größte »17»-, verp.aung-tret seder Bahnftail Auswabl. filnderrüder Mb.6— bis 2S,—. Kompl. Rahmen Mk. 17,—. 1«.—. SV, FahrradanbehOrtalle noch bllllgerl Ständige» Lager In Rrenn»hor-, Aren»»-,«6rtek«-, BT. 8. II.-, cMraeon-. Opeträdern UIW. Ter neue fiatnlog Nr. d über Spreehmnnehtnen,»»die und SuhekSr- teile, Uhren,«oldvare», ZKnelklnetrumente, Qeder- und VakttlHrareu,«evehenk- uns IVIrtsehaft-artlkel Ist erschienen und wird nach außerhalb gratis und sronto jageinnbl Ernsi raaclBnow.wl>ei.meutI.»t�i4 OrOBtes Fahrradhaus Deutschlands. Filiale: Ckarlo'tenbnra, Wllmeradorler Str. 46-47. BANK DER ARBEITER, ANGESTELLTEN u.° BEAMTEN, A.-G. BERLIN S14, WALLSTRASSE 65 POSTSCHECK- KONTO: BERLIN 3898 FILIALEN; BREMEN, BRESLAU. DRESDEN, FRANKFURT A.M., HAMBURG ZINSSÄTZE AUF SPAREINLAGEN: 5% BEI TÄGLICHER KÜNDIGUNG 6'/.°/» BEI MONATLICHER KÜNDIGUNG 7 a/o BEI VIERTELJÄHRLICHER KÜNDIGUNG SPARKASSENSTUNDEN: VON 9 BIS 3, 4 BIS 6 UHR SONNABENDS VON 9 BIS 1 UHR iOllM iarpüSll üGiianonenburg Steinplatz 4194, 5835, 5836 WindscheldstraQo 11 Wi!mor5doiferStr.79 Nähe Bahnhof Charlottenburg Nähe Kurfürsten dämm Großer Herbstverkauf »'söt. Perser EeitTorle�er M. s.—.Telour Bri;»orleaer M.«.s« vi,«, Perser ßrüdten wibo M. b-, Velour Brurtten f*i lao M. II.- Uudr.PcrserTepplöieitio/äooM.l«.— ,Veiourleppl«le200A!ooM.6J.— Sorlierles Lager PlUsch Qobelln Boielum der neue rußbadenbeioi} Läufer 67 cm br, per m Kl. 1.70— Ausleneveare Z>0 cm br, per qtn M. 2.10 LlDOlCBinlttUlcr in allen Bieilcn— Line c um- leppl«, 150,'2ÜU M, II— Kokosiamer. 67 CM br, von M. I 19 an BoucieiGuier, 67 cm dp. ÄSSS" 7 M!'er.vi? TiscD- unä DiuiandscKen, sowie UMeDänge L"°'n Verlegen von Linoleum aul Flechen und Treppen Fachmännische Deratung kostenlos 4U Wirklieh gut. und doch billixe BETTFEDERH —— keine Rohwere, sondern haltbere, gründlich gereinigte(ga- weschenel, ditiar garantiert staub- und kelrafrale Sorten. MflsSrKifcwas Weich, graue Rapltedeni per Pfund Mk, 0*50, hellere Mk. O-SS, Rnpfhalbdaanen Mk. 1*40, Velber dauniger Rupt Mk. I'BO. wrlDe Rnpfhalbdaanen Mk. 9-80, welfie Praehthalbdannen Mk 5 40, tnilkrfitllgc Dannen Mk. 5 80, weiOe Dannrn Mk. 7—, wrlOe Primadaunen Mk 9-SO, welBer(gerlssenar, SehlelOhalbllanm Mk. Ü-. a-50 und 5-50. Fertlne netOIIte«her» betten I Mk 8--. 9-30, 11-40 und 14*70, Unterbetten, gut getollt. Mk.«-80, 7-45, 9-20 und 11-85; qrlOllte Kiesen Mk. 1-65, 8-05. 8-95 und 5-80. qanzea Gebett fOberbett, Untarbett und Klaecn) von Mk. 15 95 anfw. Beitelluneen von Mk SO-- eufw. portofrei. Umtaaich gestettet Praislieta HmNNCMRNN und Mus,er kostentreL . öHllilCniinile Berlin N.. Rosenlhaler Strafe 0 1,. für Oesterreich: Wien XIV., Ullmannstr.67, für Tschechoslowakei: plana ,17. Möbel-Sonderangebot auf lellzalilung! Sdllafzlmmcr kompl., Anzahlung V. M 40.* an Speisezimmer.•. 50.-. Herrenzimmer.... 30.-. Hfldien, weis u. lasiert,... 15.-« Große Auswahl in Einzelmöbeln Standuhren, Klubgamiiuren, Rohrmöbel, Rauchtische. Teewagen etc. Teppldie. WOUperter Anzahlung v. M 8.-an OariUnen, Stores» Belfdedtcn Aniöhlung vjjM. 4«*äo Slcppdeäseii.Dlvan-iLTlsdidcdien, Anzahlung v.M. Z- an LangfrMige Abzahlung mit Rücksicht auf das Einkommen des KSa/ers. Beamte und Festangestellte ohne Anzahlung! * Waren' und HObeMCredllhaiis IEBERMANN 1 Mlnulc vom Bahnhof BOraa fit. 514» 44. Jahrgang 3. Seilage öes vorwärts Sonntag. ZH. Oktober 1927 Wirtschaftslage unö Wirtschaftspolitik. Von Fritz Naphtali. Di« große Debatte. d!e in der vergangenen Woche im Haushalts- ansschuß des Reichstages stattfand und in deren Mittelpunkt die Reden des Genassen Dr. 5) i l f e r d i n g, des Reichswirtschafts- Ministers Dr. C u r t i u s und des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht standen, hat sich zwangsläufig von dem Ausgangspunkt der Kritik der Finanzpolitik entwickelt zu einer allgemeinen Debatte iiber Deutschlands Wirtschaftslage, ihre Aussichten und ihre Beein- flussung durch die Wirrschaftspolitik. Aus der Fülle der Gesichts- punkte, die bei dieser Aussprache in Erscheinung traten, scheint es uns wichtig, einig« Kernprobleme noch einmal zu beleuchten. Wo steht die Konjunktur? „Cornelias Geschäfte gingen, wie die Geschäfte samtlicher Kauf- leute des Erdenrundes, heutzutage immer außerordentlich schlecht. Im letzten Jahr nkir der Reingewinn der Firma nur einhundertzehntausend Pfund gewesen." Mit diesen Worten, die den Autor Wilhelm Speyer als einen guten Kenner der Unternehmer- Psychologie zeigen, wird in einem vielgelesenen Bertiner Roman die ollgemeine Neigung zum klagen verspottet, der wir immer auch dort begegnen, wo die Geschäfte gut gehen. Daß die deutsche Wirtschaft seit Jahresfrist einen starken Ausschwung erfahren hat. ist angesichts der stark steigenden Zahlen der Produktion, des Verkehrs und des Beschäftigungsgrades beim besten Willen auch voy den Praktikern der Wirtschaft nicht zu leugnen. Um sich aber die Möglichkeit zum Anstimmen von Klageliedern, insbesondere bei Lohndebatten und Erörterungen über«teuern und soziale Lasten, angesichts dieses Aufschwungs nicht verkümmern zu lasten, ist ein neues Schlagwort populär geworden. Man anerkennt die Mengenkonjunktur. d. h. die Steigerung von Produktion und Absatz und klagt darüber, daß diese Mengenkönjunktur keine Prciskonjunktur sei, d. h., daß die Preise, die zwar auch aufwärts tendieren, in vielen Fällen nicht so gestiegen seien, daß sich daraus erhöhte Gewinnspannen ergeben. Indem man nun-über die fehlende Preiskonfunktur klagt, erweckt man den Anschein, als ob die Entwicklung de. Gewinne unbe- sriedigend sei. Diese Auffassung ist aber ganz falsch. Nehmen wir einmal ruhig an. daß die Angabe, daß eine Steigerung der Gewinn- spanne durch Preisbewegungen nicht eingetreten sei, allgemein richtig wäre— sie ist es bestimnit nicht auf allen Gebieten—, ja selbst, daß auf manchen Gebieten sich die Gewinnspanne pro Einheit verringert habe, so unterliegt es doch gar keinem Zzveisel, daß die größere Menge der Produktion und des Umschlages bei gleichbleiben- dem Aufwand an stehendem Kapital, bei besterer Ausnutzung der vorhandenen Anlogen zu einer erhöhten Gewinnrate ouf das Kapital geführt hat: daß also die Mengenkönjunktur ohne Pretskonjunktur durchaus ci»ze ausgezeichnete Periode der Gewinn- entwicklung darstellt. Die ganzen letzten Jahr« der amerikanischen Hochkonjunktur standen ja sogar im Zeichen sinkender Preise, und bei voller Auswirkung des gesunden Geschäftsprinzips„Großer Umsatz, kleiner Nutzen" muß die Konjunktur ihren Ausdruck in der Mengen- beweguno und nicht in der Preisbewegung finden. So inenschlich begreiflich es ist, daß der Bcrkäufer die erzielten Preise immer unzulänglich nennt, so wenig Berechtigung hätte.es also, aus der c-U'gcniifcerskllung von Mengentonsiinktur und Pmskcmsunkwr den- Schluß zu ziehen, als ob der Konsünkturaufschwung der deutschen Wirtschaft irgendwie unecht und nicht mit GewiNnfteigerungen ver- banden wäre. Seit die Konsunktnrforschung populär geworden ist, besteh» die Neigung, vor allen Dingen den Blick auf dz« nächst« Phase der Entwicklung zu richten und in manchmal allzu vereinfachter Form den Gleichlauf der Entwicklung mit früheren Perioden zu erwarten, ohne sich die Frage vorzulegen, aus welchen Gründen denn die Hochkonstmktur in die Krise umzuschlagen vflegt und ob diese b-.'sonderen Gründe schon vorliegen, um einen oerartigen Umschlag als nah« bevorstehend und als unvermeidlich erscheinen zu last ein Zwei HiMplgründ« bedrohen de« Fortgang einer Sonstmkkur: ersten, die Entwicklung eines Mißverhältnisses zwischen Produktionserweiteruny und Absatzmöglichkeit der Endprodukte aus Grund eines Zurückbleibens der Mastenkauf- kraft, zweitens Schwierigkeiten in der Kapitalbe» ersten Seite her ist gegenwärtig schoft in«ine Gefahrenzone wohl nicht erkennbar. Die Auf- saugung von zwei Millionen Arbeitslosen und damit die Verbesserung ihres Einkommens, die Erhöhung der Beamtengehälter und die an vielen Stellen durch den gewcrkfchoftlichen Kampf erreichten Lohn- Erhöhungen lasten mindestens eine Aufrechterlialtung der Absatz- Möglichkeiten für die wichtigsten Güter des Mastenbedarfs vorläuftg erwarten. Biel eher scheinen Gesahrenr.wmente auf der Seile der Finan- zierung vorzuliegen.; Das Steigen der Zinssätze deutet hier aus das Vorhandensein van Spannungen hin. Da aber die deutschen Zins- fätzc wesentlich über das Niveau der internationalen Zinssätze ge- stiegen sind, wäre hier ein« Milderung der Spannungen und ieden- falls eine Hinausschiebung des Termins, iy dem sie zu einem Kon- lunkturumfchwung führen mühten, möglich durch verstärkten Ein- stromoonKapitoloonaußen. Bei der Frage des Schwer- gewichts, das den Schwierigkeiten der Kapitalbeschaffung für die Konjunkturentwicklung zukommt, ist aber weiter zu berücksichtigen, daß in der deutschen Wirtschast aus zahlreichen Gebieten trotz der erhöhten Aktivität der letzten Monat« die Grenz« der Produkttons- Möglichkeiten im Rohmen der vorhandenen Anlagen keineswegs erreicht ist, daß also auf vielen Gebieten noch Ausdshnungsmöglichkeiten bestehen, ohne den Zwang, Kapital für die Erweiterung von Anlagen zu beschaffen. Es gibt keinerlei Möglichkeit, die Termine eines Konjunkturver- lauss, die stark abhängig sind von den Stinkmungen und Handlungen der beteiligten Menschen, und die von öcn verschiedensten politischen Maßnahmen beeinflußt werden können, zuverlässig vorauszusagen: aber soviel kann man, ohne in gefährlichen Optimismus zu oerfallen, «ms Grund der Betrachtung der gegenwärtigen Lage der deutschen Wirtschaft wohl sagen: eine Notwendigkeit für«inen Abbruch der guten Konjunktur ist nicht gegeben, und die Anstrengung aller Stellen, die einen Einfluß auszuüben ver- mögen, muß heute nicht nur auf die Derhütung der Entwicklung einer Ueberspekulation gerichtet sein, die sich bisher nirgends in wefent- lichem Umfange zeigt, sondern vor allem auf die Erhaltung des guten Gefchästsgonges durch entsprechend« Verteilung der Einkommen in der Richtung einer Stärkung des Mastenoerbraucyes und Erleichte- rung der notwendigen Kapitalzusuhr von außen. Dähruagspolilik und Soujuokturpolitik. Der Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat in seiner Rede vor dem Haushattungsausschuß mit einem gewisten Stolz darauf hinge- wiesen, daß die Reichsbank keine Konjunkturpolitik treibe, sondern daß st« sich in ihren Maßnohnien, im besonderen in der Diskontfestsetzung, nur von den Gesichtspunkten der Währungspolitik leiten laste. Soweit damit gesagt sein sollte, daß für die Reichsbonk die Pflicht, die Währung zu schützen, den Vorrang vor allen anderen Aufgaben hat, ist dem unbedingt zuzustimmen. Di« In- slationejchre sind uns noch in viel zu frischer Erinnerung, als daß wir die Wichtigkeit einer gesunden Währungspolitik unterschätzen würden. Wir wisten auch, daß ein« Jnslationsgesahr, von der zu unrecht sc oft bei allen möglichen Gelegenheiten gesprochen wird, in WirNickkeit nur von einer mißbrauchten Notenbank bei schlechter Finanzpolitik drohen kann, und wir wissen uns mit dein Reichs- bankpräsidenten einig in der Parole:„Nie wieder Inflation." Aber bei aller Anerkennung des Vorranges der Währungs- Politik glauben wir, daß der Notenbank in der modernen Wirtschaft auch gewisse konjunkturpoiitische Ausgaben zusallen. In Wirklichkeit liegen ohne Zweifel auch der Reichsbonk bei ihrer Diskontpolitik derartige konjunkturpoiitische Erwägungen nicht so fern, wie es Herr Dr. Schacht in seiner Rede dargestellt hat. Die Diskont- Herabsetzung Anfang 1927 war sicherlich mit durch den berechtigten Wunsch beeinflußt, die Aufwärtsbewegung der Konjunktur zu er- leichtern, und wenn man heute vor dem Problem einer etwaigen neuen Diskonterhöhung steht, so unterliegt es gar keinem Zweifel, daß die sorgfältigste Prüfung über ihre Vermeidbarkeit oder Notwendigkeit auch die schädlichen Folgen, die für die Kon- junkturlage aus ihr erwachsen könnten, berücksichtigen muß. Die Zeniralnotenbank hat die Aufgabe, die Entwicklung der Kredite und des Geldumlaufs möglichst so der Entwicklung der Produktion cknzu- passen, daß keine Ucbersteigerung, aber auch keine Hemmung in der Entfaltung der produktiven Kräfte eintritt. Bei diesem Streben nach einer Erhöhung der Stabilität der Wirtschaft kann selbstverständlich der Diskontsatz der Reichsbonk nicht stabil sein. Die Schwankungen des Diskonts sind durchaus kein Unglück, sondern nur ein Spiegelbild der inzwischen eingetretenen Veränderung der Wirtschaftslage. In den Iahren vor dem Kriege waren Diskontveröndeningen von drei- bis fünfmal jährlich keine Seltenheit. Der Reichsbankpräsident sollte also die Konjunktur- polltik nicht so verleugnen, als ob sie eine Mistetat wäre: sie Ist eine gute Sache, wenn sie vernünftig gehandhabt wird. Deutschlands Verschuldung und die Gegenforderung. schoft die ___________... weiter bleiben, ist in ber Reichstagsdebalie erfreulicherweise von allen Seiten, auch von Herrn Dr. Schacht, anerkannt worden. Zwischen dem Reichswirtschaftsminister und dem Retchsbonkpräsi- denten, deren Würdigung der Bedeutung der Auslandstredite immerhin verschieden bleibt, hat es eine kleine statistisch« Debatte ge- geben, die nach Aufklärung einiger Mißverständniste wohl ungefähr daraus hinauskommt, daß Herr Dr. Curtius die Gesamtoerschuldimg Deutschlands an das Ausland auf rund 8 Milliarden Mark, Herr Dr. Schacht st« auf rund 10 Milliarden Mark schätzte. Viel tptchtiger für eine nüchterne Betrachtung des Problems als diese Differenz scheint uns der Hinweis beider Redner auf die Tatsache, daß es sich hier um Bruttozahlen der Verschuldung Handell, d. h.. daß diesen Schulden deutscher Unternehmungen und deutscher Körper- jchasten im Auslande auch Forderungen an das Ausland und Kapitalanlagen von Deutschen im Ausland« gegen- überstehen. Die deutsche Kapitalanlage im Ausland« wurde vor dem Kriege auf mindestens 20 Milliarden Mark geschätzt. Davon mögen schätzungsweise drei Viertel durch Kriegs- und Nachkriegsereigmste verloren gegangen fein. In der Inflationszeit sind etliche Milliarden in das Ausland verschoben worden. Bon diesen �ist«in Teil in der Deflationskrise zurückgeflossen, auf der anderen Seite haben in den Jahren des Ausschwungs seit 1924 die privaten Kapitalanlagen im Ausland« auch wieder einen Zuwachs erhallen und besonders im letzten Jahre dürfte zum Beispiel die Summe der von Deutsäzen er- wordenen ausländischen Wertpapiere keine ganz geringe sein. Dazu kommen noch erhebliche, teils kürzer, teils länger befristet«, von Deutschland gewäh.t« Exportkredite. Wir wollen mangels zuver- lässiger stattstisck)«r Unterlagen hier keine zahlenmäßige Schätzung vornehmen, aber, olles in allem genommen, ist die Möglichkeil, daß die Gesamtsumme der deutschen Kapitalanlage im Ausland und der deutschen Forderungen an das Ausland nicht allzu weit von der Gesanüsummc der deutschen Verschuldung an das Ausland entfernt ist, wie uns scheint, nicht von der Hand zu weisen. Und wenn man das bedenkt, so erscheint doch dos Jammern über das Unglück der Verschuldung als Zentralproblem noch weniger berechtigt, als es ohnehin für denjenigen ist. der Schulden an sich nicht für einen Uebelstand hält, wenn die aufgenommene Schuld eine produktive Anlag« gefunden hat. Die Größenordnung der Reparationen. Genoste Dr. Hilserdlng hat in der Reichstaqsdebatte mit Recht darauf hingewiesen, daß die Revision des Dawes-Planes von jeder verantwoitlichen deutschen Stelle angestrebt werde, daß aber die Finanzwirtschast so eingerichtet werden müsse, daß die Lasten restlos aufgebracht werden, und daß dje Revision heute noch keine aktuelle vol tische Fraa« sei. Es ist ganz selbstverständiich. daß eine jährliche Zahlungsverpflichtung von 2� Milliarden Mark einen Druck auf den Volkswohlstand bedeutet, und daß dieser Druck nicht auf unbegrenzte Zeiten dem deuflchen Volke auferlegt bleiben kann. Aber für die Frage, inwieweit es angängig ist, die Einstellung auf die Reparationsdebntte zum Zentrolproblem der ganzen deutschen Wirtschaftspolitik zu machen, ist es doch nicht unwichtig, sich einmal zu vergegenwärtigen, wie groß die Schwankungen im Werte der Gesamtproduktion der deutschen Wirtschast zwischen Krisen- Perioden»nd Perioden guter Konjunktur zu veranschlagen sind. Geht man von einem Unterschied der Beschäftigung von zwei Millionen Menschen aus und schätzt deren Iahreslohnsumme auf 4 Milliarden Mark, dazu einen Mehrwert von 1 bis 2 Milliarden Mark und ein« Erhöhung der Produktivität der auch früher be- schäftigten Arbeitskräfte ebenfalls um 1 bis 2 Milliarden Mark, so kommt man zu der Aufsassung, daß zwischen KriseundHoch- konjunktur Unterschiede des Iahresgesamtpro- d u t t e s liegen, tue mit 7 bis 8 Milliarden Mark wohl keinesfalls überschätzt sein dürften. Vergleicht man nun diese beiden Zahlen miteinander, so ergibt sich, daß bei aller Würdigung der Reparatwnssragen es doch eine unsinnige Politik ist, wenn man um der Reparationsdiskussionen willen bereit ist, in eine vermeidbare Krise hineinzuschlittern. Ge- nosse Hilferding hat das auf die Formel gebracht:„Wir dürfen aus Furcht vor dem Tod« nicht etwa Selbstmord verüben." Unsachlich und schwach! Die Antwort der Sparkasse« und die Replik der Bankett. Der Deutsche Sparkassen- undGiroverband kann mit der Antwort, die er auf den Ueberfall der privaten Banken in der letzien Nummer der„Deutschen SparkastenzeituH>� gegeben hat, keine Ehr« einlegen. Die Antwort ist unsachgemäß und schwach- lich. Sie steht im Widerspruch mit der großen Kapitalmacht, die hinter den Sparkassen steht und die drei Viertel derjenigen der gx- samten deutschen Privatbanken erreicht. Sic schätzt die Bedeutung des Weltspartages für die Sparkasten absolut falsch ein. wenn die Sparkassen, osfenbar mit Rücksicht auf den morgigen Weltspartag. den Fehdehandschuh nicht ossen aufnehmen, den ihnen die Banken hingeworfen haben. Was haben die Sparkossen den Privatbanken zu antworten? Sie fragen die Banken, ob sie die von ihnen gegen die Ausgabe von Sporbüchern aufgenommenen Spargelder auch sparkasjen» mäßig verwalten wollen. Und sie begehen den törichten Fehler, die sparkassenmäßige Berwaltung im Sinne des Ge- s e tz e s auszulegen, woran sich die privaten Banken absolut nickst zu kehren brauchen, weil sie keine Sparkassen im Sinne des Gesetzes sind. Die Banken haben absolut nicht nötig, wie der Deutsche Sparkassen- und Girooecband unterstellen möchte, die Spargelder de- zentralisiert den gleichen Einlegcrkreise» auch wieder als Kredite zur Verfügung zu stellen, daraus langfristige Hypothekarkredite zu gewähren, sich den Zwangsanlagebestimmungen des preußischen Anlage- gesetzes von 1912 zu fügen oder gar die Staatsaufsicht hinzunehmen. Man braucht keineswegs gespannt zu sein, was die Banken auf solche Fragen antworten werden, denn die Fragen tressen die Banken nicht. Das Ansehen der öffentlichen Banken wird geradezu geschädigt, wenn wewerlich gefragt wird, ich denn zur' MM- rung Westjpäxtogcs-und' du: SypualhiÜuipa sich nicht ein on-' derer Weg hätte finden lasten können,«ls' die einfache Kopie der Ew- richtungen der Sparkassen. Bei einem solchen Stand« der Dinge. wie ihn die Banken geschassen haben, schließlich zu sagen, daß die Banken die Verantwortung für nunmehr auftretend« Schwierig- ketten bei der Fortführung der Verständigungsver- Handlungen(!) zu tragen hätten, ist geradezu kläglich Wenn die Sparkossen, wie sie sagen und was sie wirklich dürfen, dem Dur- gehen der Privatbanken mit Ruh« entgegensehen, dann hätten sie eine andere Antwort geben müssen. Die auf die Veröffentlichung der deutschen Sparkasten sofort er- folgende Replik des Zentralverbandes dos Deut« scheu Bank- und Bankiergewerbcs sagt leider sehr klar, daß es der Aerständigungswille der Sparkasten gewesen ist, der ihnen die Aktionsfreihett genommen und ihnen auch jetzt noch den Mund verbunden hat. Ossen wird gesagt, daß.man die ganze Hand haben wollte, nachdem die Spartasten den Finger gereicht hatten und daß man die volle Konkurrenzoffensivc ergrissen habe. nachdem die Sparkassen nicht dje ganze Hand geben wollten. Und nicht ohne Hohn wird schließ'ich hinzugefügt, daß der Zcntrolver- band des Deutschen Bank- und Bankiergswerbes nach wie vor aber bereit sei, die Perstündigungsverhandlungen fortzusührenl Der Seriiae? flrbeitsmarkt weiter leicht gebessert. Als vor zwei Monaten unter der Auswirkung größerer Streiks m Berlin und des drohenden Ausbruchs des mitteldeutschen Berg- arbeiterstreiks die Arbeitsmarktlage in Berlin sich leicht oerschlechterlr, kamen gewisse Befürchtungen für den Umschlag der Konjunktur auf. Diese Befürchtungen waren nicht berechtigt. Der Besse- rung in der vorigen Woche ist auch zum 29. Oktober wieder ein« leichte Entlastung des Berliner Arbeitsmarktes gefolgt. Dabei hat schon ausfallend früh in diesem Jahre der Rückfluß von in der Land- Wirtschaft beschäftigten Kräften nach Berlin eingejetzt. Das Landes- arbeitsamt Berlin schreibt zur Lage: Der Arbeitsmarkt weist in der Gesamtzahl der Arbeitsuchenden gegen die Vorwoche keine wesentliche Veränderung auf. Der Rück- gang betrögt nur lök Personen, so daß sich der Stand der Arbeits- losigkeit zurzeit auf 137 603 Personen belauft. Die Entwicklung der Be- schä-tigungsverhältniste für männliche und weibliche Personen ver- läuft nicht einhoitlich. Während bei den männlichen Arbeitslosen ein Zugang von 300 Personen zu verzeichnen ist, hat bei den weiblichen eine Abnahme von 456 Personen stattgesuitden. Bemerkenswert ist, daß auch die Zahl der Unterstützungsempfänger (Arbeitslosenunterstützung, Krisensürsorge und Erwerbslosenhilfel eine st eigende Tendenz aufweist, woran männliche und Prüfung. (Die dem Kpeditnehmei» enfsfehenden Kosten befragen nup 5% der» Kpediisumme. MAUnttICDITiteä. Zweigmedeplgssung ßeplin• W8• Mgpkgpafensipai5e 23.- p-- � Warenhäuser der Finna] Ä�IS�I�MeWaren Sie kaufen*iL ��«n Preisen -,,., d• r b• r i a h I«n d e K u« d• und zahlen beim Kauf 25 Prozent de» Kaufbetraaea bar an� Inden Waranhiutarn HMM Art H TIlTX.AIanaadärbU. Franklurtar Allaa, Wllmaradoröar*.r. und Chaueaeeatr. 27:•■ V>.- der betreffenden Fabrik den Käufern ganz naio geantwortet 'de, daß man jetzt zu einem kartellmäßigen Zusammenschluß der weibliche Personen verhältnismäßig gleichmäßig beteiligt sind. In der Metallindustrie haben sich die Anzeichen einer Der- fchlechterung des Arbeitsmarktes verstärkt, so daß ein« weitere Ab- nahm« der Arbeltslosigkeit nicht mehr in Erscheinung getreten ist. Allerdings bleiben Spezialkräfte für den Kroßmafchinenbau und die Elektroindustrie weiter gesucht, jedoch Hot der Bedarf an weniger qualifizierten Kräften bedeutend nachgelassen. Auch im Baugewerbe bewegt sich die Entwicklung in absteigender Linie, von der Steinsetzer bisher noch unberührt blieben. Nicht unwesentlich wirkt sich auf dem Arbeitsmarkt auch der Zustrom landwirt- schaftlicher und solcher Arbeitskräfte aus» die vor- übergehend außerhalb Berlins beschäftigt waren. Auffallend ist, daß dieser Zugang in diesem Jahre schon zu einer verhältnismäßig frühen Zeit erfolgt. Nach wie vor gut beschäftigt ist die Bekleidungsindustrie und teilweise das Spinnstoffgewerbe. Auch in der Zellstoff- und Popierhwstellung und-Verarbeitung macht sich ein erhöhter Bedarf an Arbeitskräften bemerkbar. Im Holz- und Schnitzstoffgewerbe steht die M ä b e l industrie im Zeichen der Hochkonjunktur. Hier mag nicht unwesentlich die Fertig- stellung von Wohmingsbauten mit eine Rolle spielen. Eine Besse- rung der Befchäftigungsoerhältnisse setzt auch für Buchdrucker, namentlich Handsetzer und Maschinenmeister, ein. Im allgemeinen kann gesogt werden, daß sich bisher Besserunos- und Berfchlechte- rungserfcheinungen auf dem Arbeitsmarkt die Wage halten. Es waren 137 603 Personen bei den Arbeitsnachweisen e i n g e- tragen gegen 137 759 der Dorwoche. Darunter befanden sich 93 953(93 653) männliche und 43 650(44 106) weibliche Personen. Unter st ützuna bezogen 66 170(66 722), davon Arbeitslosen- Unterstützung 36 541(36 482) männliche und 13 993(13 753) weibliche, zusammen 50 534(50 235), Krisenunterstützung 11 231 (10 980) männliche und 4405(4507) weibliche, zusammen 15 636 (15 487) Personen. Außerdem wurden noch 23 714(23 616) Personen durch die Erwerbslofenhilfe der� Stadtgemeinde Berlin unterstützt. Bei Notstandsarbeiten wu-rden 4821(4858) Personen beschäftigt._ Kartellwucher. Es wirh jetzt ein Fall von Kartellwucher bekannt, der wirtlich zum Himmel fcht�si. Es handelt sich um einen Massenartikel, der in jedem Geschäft eine Rolle spielt, nämlich um Kassenblocks. Schon im Vorjahre bis Mitte 1927 war der Preis von 5,25 auf 6,25 Mqrk gestiegen, auch das schon ohne ersichtlichen Grund. Nach den ganz kürzlich herausgegebenen neuen Angeboten werden aber plötzlich nicht weniger als 11,20 M. für dieselben Blocks verlangt. Und das Beste daran ist. daß auf Anfrage bei wurde. ganzen Branche gekommen sei und daß die jetzt' geforderten Preise die neuen, vom Verband festgesetzten Einheitspreise seien. Der Fall ist lehrreich wie kein zweiter. Einsach die Tatsache des Zusammenschlusses rechtfertigt eine Preissteigerung um 80 Proz. Das ist die Meinung der Kartelleitung und offenbar auch der Mitgliederfirmen. Die Sache ist natürlich ein Skandal, aber man wird allmählich müde, die Behörden zum Eingreifen bei solchen Skandalen zu veranlassen, denn es geschieht einfach nichts, so sehr sich auch die Kartellstandole in der letzten Zeit häufen. Laut wird proklamiert, daß man mit allen Mitteln Preissteige» rungen verhindern will. Das Reichswirtschaftsministerium fcheint ober tatsächlich keine andere Weisheit zu kennen, als ihre sagenhafte Stabilisierung der Preis« durch die Niedrighaltung der Löhne möglich zu machen. � Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 26. Oktober berechnete Großandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts be- trögt 139,4 gegen 139,9 in der Dorwoche. Die Gefamttndex» z if f e r ist demnach gegenüber der Dorwoche hauptsächlich infolge faifonmähig bedingter Preisrückgänge landwirt- fchaftsicher Erzeugnisse um 0,4 Proz. gesunken. Don den Haüptgnippen weist die Indexziffer für A g r a r st o f f e einen Rückgang um 1,3 Proz. auf. Die Indexziffer für Kolonialwaren hat um 0,4 Proz. angezogen. Während die Indexziffer für industrielle Rohstoff« und Halbwaren um 0.1 Proz. zurückg«»' gangen ist, hat sich diejenige sür industriell« Fertigwaren gegen- über der Dorwoche um 0,5 Proz. weiter erhöht. Werbelätlgkeik der Konsumvereine. Der Jahresbericht der Kon- fumgenofsenfchaft Berlin ist jetzt auch im Druck erschienen. Heber die wirklich schönen Erfolge des am 30. Juni abgeschlossenen Ge- schästejahres haben wir schon ausführlich berichtet. Ems der G e» h e! m n i f j e, mit denen die gegen die früher bedeutsam gesteiger- ten Erfolge erzielt wurden, wird in den Mitteilungen über die ent- faltete Werbetätigkeit klargelegt. 1659 Personen, natürlich noch immer nicht genug, waren ehrenamtlich werbend tätig. Die„Kon- sumgenosfenschast" wird mit 95 000 Exemplaren verbreitet; weit über 8000 Personen wurden genossenschaftliche Filme vor- geführt. Die Einladung zur Besichtigung der Lichtenberger Betriebe führte an 5 Sonntagen 10 000 Menschen zur Besichtigung. 45 000 Besucher stellten sich auf der..W e r b e f ch o u"' im Herlbst 1926 und auf der„F r ü b l i n g s s cha u* Ende März 1927 ein. Und die Hausfrauen endlich wurden in den Ferienmonaten des ver- gangenen Jahres zu sogenannten„K a f f c e k o ch e n" eingeladen, an denen sich über 8000 Frauen beteiligten. Daneben liefen Borträge, Lehrkurse und Frauenkonferenzen. Kein Zweifel, daß die Er- folge der Konsumgenossenschaften im wesentlichen darauf beruhen. daß man bei der vernünftigen und systematischen Werbung nicht spart. Bieltausendsältig sind die Früchte, die der Bewc- gung dabei zuwachsen. Das ist nur natürlich. Der arbeitende Mensch will in der Oeffentlichkeit, in Zeitungen und Plakaten der van ihm aufgebauten Selbsthilfe begegnen, er will die Werke sehen, damit er sich freuen kann an dem, was die organisierte Arbeiterschaft sich selbst geschaffen hat. Sieht er aber, daß sein Licht nicht unter den Scheffel gestellt zu werden braucht, so wächst auch fein Ver- trauen, sein Selbstbewußtsein und sein Interesse. ver westdeutsche Waggontrust perfekt. Die lange laufenden Berhandlungen zwischen den Waggonfabriken van der Zypen u. Eharlier, Düsseldorfer Eisenbahnbedarf, sowie Killing u. Sohn in Hagen haben endlich zur Fusion geführt. Die drei Gesellschaften gehen in der Vereinigten Westdeutschem Waggonfabriken-A.-G. Köln auf, die ein Kapital von 11 Millionen M. und einen Anteil an den Waggonaufträgen der Reichsbahn von 13,5 Proz. haben wird. Die Mafchineneinfuhr na polnische Handelsminister hat gestellt, die bemerkenswertcrweife nicht nur gegenüber denjenigen Ländern gelten sollen, die schon Handelsvertroge mit Polen haben, fondern auch gegenüber Deutschland, mit dem Polen immer noch im Zollkrieg steht. Hoffentlich versteht man in Deutsch- land diese Gest«, die nur ats weitere Ermunterung zu dem endlich vom Reichsaußenminifter angekündigten Beginn der Berhandlungen verstanden werden kann. Reue Arbeit sür deutsche Wersten. Die Deutsch« Werk« Kiel A.- G. hat von der norwegischen Reederei B. Wilhelmsen in Oslo den Bau von zwei Motorfrachtschiffen oon�je 9500 Tonnen übertragen bekommen. In Arbeit befinden sich außerdem zwei Motorfrachtschiffe von je 10 000 Tonnen für die Londoner Reederei Furneß Wicht) u. Co.. die im Frühjahr zur Ablieferung kommen sollen. Für di« deutschen Werften, deren Beschäftigung in der letzten Zeit wielder etwas abgenommen hat, ist da» eine erfreulich« Bereicherung ihrer Auftragsbestände. Polen soll erleichtert werden. Der ollermäßigunaen in Aussicht nub, °>'»raun mm, mir«m»»eitweto bn TOnWenHcbanb»«,«frtln, ttetn- rnonbantenftt. 63,64. Dönhoff 3277-71 »eichiM»««U*-*. Sonntag» lo— 1 Uhr Vitt Wunsch.- Sertitttcbefuch. Wochenprofframtn des Berliner Rundfunks. ....—* Knnlo-swustertaausen* Sonntag, 30. Oktober: 9: Morgenfeier. 12i Uebcrtragimg aus dem Herrenhaus. 14.3«: Stunde des Briefmarkensammlers. 15: Bodenbearbeitung und Fruchtfclge vom Standpunkte des Pflanzenschutzes. 15.30: Für unsere Kleinen. 16.30; Unterhaltungsmusik. 19.05: Sparen— ein moderner Oedanke. 19.30: Besuche bei der Bildhauerin Pente Sintenis und dem Zeichner Rudolf OroOmann. 20: Des wilden und des zahmen Tieres Gefühlsleben. 20.30: Berliner Schauspieltheater. 22.30; Tanzmusik. Montag. 31. Oktober: �.. 15.3«: Frauenberufe in der Hauswirtschaft. 16: Der Sternenhimmel Im Monat November. 16-30: Novellen. 17: Unlerhallungsmnsik. 18.20; Das Interesse der Elektroindustrie an der Werkstofflagung. 18.50: Berlin und seine Literatur nach 1848. 19.20: Vom Handel mit Krokodilen. Riesenschlangen und anderen Reptilien. 19.53: Die Bedeutung der Krankenversicherung für die Volksgesundheit 20.30: Martin Luther(Vortrag,. Lieder). 22.30: Mandolinen- orchester-Konzert. Dienstag. 1. November; 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 16; Praktische deutsche Jugendarbeit. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.45: Stunde mit Büchern. 19.10: Das Museum der Vergangenheit. 19.40: Erscheinungen und Theorien des Okkultismus. 20.16: Uebertragnng aus Leipzig. Mittwoch, 2. November:„,,■ 15: Jugendbübne. 18.20: Setbstertebtes aus Chinas Freiheitskampf. 19: Uebertragung aus der Staatsoper:„Doktor Faust", Dichtung und Musik von Ferrucclo Busoni. Danach Nachtmusik. Donnerstag, 3. November: 12.30: DSe Viertelstunde für den Landwirt. 16: Dichlkunslstücke. 16.30: Verschollene Dichter der Vorrnirzzeit. 17: Alte Musik. 18.20: Rundachau lür Blumen- und Gartenfreunde. 18-45: Aus der Oeisteswerkstatt de, Ingenieurs, 19.10: Fremdsprachliche Vorträge. 19.40: Deutschland, das Herz Europas. 20.10: Sendespiele:„Mascoltchen", Operette von Waller Brumme. 22.30: Funktanzstunde. Freitag, 4. November: 15.30: Die Frau im ältesten Berlin. 16: Im Frachtdampfer um Europa. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30; Die deutsche Angestelltenversicherung. 19.05: Italienisch. 19.30: Jüngste russische Dichtung. 19.55: Weltanschauung und Oesundheil. 20-30: Orcheslerkonzert. 22.30: Lieder, Musikvorträgc. Sonnabend, 5. November: 11.45: Die Viertelstunde für den Landwirt. 12.06: Uebertragung der Jahresfeier der Deutschen Hochschule für Politik. 16; Jugend und Bühne. 16.30: Plaudereien. 17; Unterhaltuagsmusik. 18.30: Medizinisch-hygienische Plauderei. 19: Die Kulturpolitik der Geaellschaflen. 19.30: Drahtlose Telephonle und Rundfunk im Dienste der Kriminalpolizei. 19.65: Selbstsucht und Menschenliebe. 20.30; Lieder- und Musikvonräge. 22-30: Funktanzstunde. Königswusterhaasen. Sonntag, 30. Oktober: 4b 9: Uebertragung aus Berlin. 14-30: Schachfunk. Ab 18: Uebertragung aus Berlin. 18: Natur und Gott. 18.45: Vergangenes und Gegenwärtiges aus dem Berliner Zoo. 19.45: Weltspartag. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. M0°6�,clfuVku?dnlhl,eFragen. 16-30: Aus dem Zentralinstitiit für Ergiebunc und Unterricht. 17: Frühmittelalterliche Mnsik in Deutschland. 18: Arnold Böcklin. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Landwirtschaft und Eisenbahn- tarifreform. 19.20; Wirtschaftlichkeit im Betriebe. Ab 20.30: Uebertraiuns aus Berlin.' Die|nfi�aSpa�sci?V toufrkundlicb-literarlsche Stande). I6J0: Das JungstB Frankreich. 17: Die weltgeschichtliche Bedeutung der Vorgänge in s-hina. 18- Juristische Uebungen. 18.30: Spanisch für Anfängen 18.55: Znm 100. Todestage Wilhelm Hauffs. 19.20: Tierdichlungen. Ab 211: Uebertragung aus Stuttgart. Mi"6�0AmirfkaNiraVeslpi«�' seiner Sehnten. I6J0: Französisch(kulturiund- lich-literarische Stunde). 17: Friedrich der QroBe. 17.30: Die Violuisonate. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter: Konstruktionselemente. Französisch' für Anfänger. 18.55: Vortrag. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Tierärzte. Ab 20: Uebertragung aus Langenberg. Ab 22; Uebertragung aus Berlin. Donnerstais, 3. November:. 16: Erziehungsberatung. 16.30; Aus dem Zcntralmstitut für Erziehung und Unterricht. 17: Uebertragung aus Ö�riin. 18: Weltpolitische Stunde. 18J0: Spanisch für Forlgeschrlllene. 18.55: Die Jagd im deutschen Walde. 19.20: Das Volkslied. Ab 20.10: Uebertragung aus Berlin. Freitag, 4. November:„„. 16: Weiche Bedeutung hat das neue Gesetz zur Bekämpfung der Ge- schlechtskrankhelten füi| die Allgemeinheii. I6J«; Sprechtechnik. 17: Die wellgeschichtliche Bedeutung der Vorginge h» China. 17.30: Hauptfragen der Ethik. 18: Wissenschaftliche Grundlagen der Luftfahrt. I8JO: Englisch für Anfänger. I8..5S: Grundbegrille der Handelsventragspolitik. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. Ab 29.30-. Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 5. November:„ m... 16: Aus dem Zentralinstitol für Erziehung und Uiterricht. 17: Die wirf. schaltliehe Bedeutung der Beamtenbesoldungserhöhmi«.>7 30: Die Arbeiterschaft und ihre Stellung zur modernen Schule. 18: Tnpbnischer Lehrgang für Facharbeiter: Konstruktionselemente. 18.30: Französisch fük Fortgeschrittene. 18 55: Englisch für Fortgeschrittene. 19.20: Die Geschichte der deutschen Sprache. Ab 20; Uebertragung aus Berlin._ ynqtnaixhtT Bümo&m« ___ RipvMWW H-khaliorm. SSgÄS Ära- itaßzoitPlusdk iimiAfion.Qaai imrbramixnq qarrdtur gefüttert#eal-£letrik PUielet Gr.FranWDrtorStr.iO�g.�Pi: vaudParzellenZWÄM □ m 0�0 Sl, monatlich 20 M. ättsahlung, oerfault«ei», vötzewst«. 30. Künstlergamitur. i1 Etamln«, m. Volant u. Moüren jt Künstlergamitur.£«0 engl. TQU mit Volant 0 Bettdecken nn 1 belüg, Etemtne, reich gernlertf Halbstore mit breitem_ Eiletsodiel. Spitze und Fron sc.|1" moderne Zeichnung....J Madras-Gamitur moderne Veraibeltung m. Tx, Seidenfrense....... t/\3* Bern hard Berlin, Wallstr. 13 Filiale: Friedenau, Rheinstr. 62 Diwandcckcn 790 PhenleslegewtbemJranMBv.l an Bettvorlagen Ors Tapestry. la sdtAeea Moste roj Lauferstoffe|7s 65cm.........von{an Steppdecken Ars Oberseite Sehn. 150700.. 7 472 Daunendecken V0» TCiMMCfOC \ . 2hU» MSM=£r!2'3;�r- Zü***, ÄÄ'&JSi m Dr. lacebson M' Emmmk SS Wei/fcnDoräcr Sä*. SS l'u— 1®. 3—.. Uaoiuoltlt 4337 {•M hm»sch�»rn ohne Anzahlung zum'ffabcttptel-j,!> Mar! Wochcnrote, lirsrrt an Privat Pofllagerlarie dtl?. «erlui 21.______________' Talctwagca. Drzimalivagri,, wcmidjte preiswert. tScvrg Wagner, Köpeniltcr. »traße aar it, Hol. i>em Laden, dalür völligere Preise_____* Nähmaschinen. Billige, erstklassige Fadrilalc sur Hausbedarf und inewerve. Wöchentlich 3. F»'a)cr, Potsdamer- stragc luz.___________* Dnetopp-Nöhi.iajännen gegen Z-Äar!» Woch:»raten. WIvll!, Prunnenstraste liiö, zwiliye» Nasen thaeerptad und iinvali» densteaze.__ Nordcii 118.____ Riesenumlah. Ainderivagen, Awillinq». wagen,«taapsvoetwagen. stinderdctteu. Mctallbetten, üardmööcl, allerniedrigste Pceise, allcrlulantcste aeilzahliing. ffeft- augejiellte gegebencnsalln ohne Änzuy» lunz. Ball, weohe ssra»!surtcrstras;e 47, gegenüber Markusstraße. J_____* Bracht.?»wert! Deutsche» Tepoichba»» Emil Leiinre seit 1882 nur Oranien strafte täei. Keinerlei Beziehungen zur ssirma gleichen Namens Potsdamer, strafte___________' Oderirucher Gänseseoern. prima, mit vielen Daunen, dvpoelt gereinigt, ün» terissen Pfand ch8l), stillfcrtig 4ülu, k>,—, Beste Inletts. Lerlaufsstclle Pineuft, HolMarltstraß« 88 ll, Ianno »itzvruckr.__■___ Thouins-Rätunaschiüea, beste Faßri- kate, Psass, PH dum, Adler, Mundlos. Haushalt, Gcwerve, neue, gebrauchte, Teilzahlungen. Clektrvmotvre, Sieparn- tureu._ Loihringcrstraße 80.__ Lhue Anzahlung Schnellnilher zum Fabritvreis an Private, kleinste Woafen» rate, liefert Postlagerkarte titl, Berlin 38. Bdrötoaijjj&strlt». Wüdfnfctiiw Leihhau» Spiegel,>! Hanls ecstraße /. iLelegcr.hestskäuse wenig getragener, auch neuer Herrengarderoben. Pelz- «aren� Keine-Lombardwore.___• Saa Kavalieren wenig getrogen« so- wie neue Herrenanzüge, tllfter. Pale- täte, jede ffigrr passend, Lpvrtpclze, !?I»f»n»sI'»,!g««sfeM»». Stand. uhren, Evdeilnfofa«. Herodgesegte Preise.. Kahlungserlrichternng. kamer» ling. Kastanienaüee SS.__• Den neuen Stil in Möbeln, einfache aber schöne und zweckentsprechende Fvr» men, finden Sie bei den Modellen der Sirmo Julius Apelt, Adalbrriitraße 8, am Kcttbnsser Tor. Altbekannte solide Arbeit bei dilligsten Preisen und de. guemsten Ratenzahlungen. Allen Partei. genossen besten» bekannt. Besichtigung ohne jeden Kaufzwang lohnt aus alle Fälle.____* Teilzahlung ,» Kafiev reise» gemährt jeftt Hasemanns Möbklfpelcher, Lothringer Strafte 24, A, 28. Riesige Auswahl in Schlafzimmern, Speisezimmern. Herrenzimmern, Kllchen.»nd Einzel. nivbeln in all?» Solz» und Slilarten. Stet» ibelegenheitskäuse, n. a. Pertiko ab,—, Sofa 48,—, Spiegel Z.—, Stühle 5,—, Bettstellen 28,—, Tische 20,—, Umbau 50,—, Schränke. 88,—, Anrichte. iüchc 115,-.' «»ehpctze. Domenpelzmäutel, Pelzmücn. Pelzkragen verkauft spotlbrllig Lechhau», Jriedrichstraße 2, Belle-Alliancr-Piaß. »eine Lomdardwar«._• Steppdecken 13,—, Taunendecken 89,— an. Ausarbeiten alter Decken. Stepp» decken iabril Endler, Landsbergerslr. 75, süavrikgebäude iAleranderplas»____* tSetteuvcrkaus! Reue! 9,751 15,—, 12,501 Prachtvolle 27ch0! Bauernbetten 32,— 1 Dannige 872-0! Kinderbetten 8,751 Bettwäschel Inletts! spattbillig und gut! Keine Lomoardwaren. Leihhaus, Drunuenstraße 47.__* Wen-« getragene Iackcttanzllge, teils auf Seide, 18,—, Smckinganzüge. Bauch» «nzstge, Taillenniäulel. Paletois. stau» rund billig Geleger.heitskuuse in neuer Hcrrcngarderabc. Leihhaus Rosonthaler Tor, LlNieuftraße iM— 204, Ecke Rosen» thaler Strafte Keine Lombardwgre Halbdaunenbett»» 28,-1 Daunen betten 35,— 1 Prima Halbbaunen S�Of sti-Dau- uen 5,751 Bette nsaltik, Brunnen. straft« 2115. Hochparterre.___"* Leihhaus Woriftplaß Ssä. Pelzkragen 12.—, Pelzjackcu 50,—, Pelzmantel 300,—, Sportpelze 85,—, Gehpelze 125,—/ Kanaliergarderooc, teils auf Seide: An- e gc 25,—, Paletots 80.- rdware. Keine Lom> Kanalieranztig«, wie neue, Jackett- --»-- nckanziia» I Gummr. ........._ Alexander» strafte 28a, Hochparterre. Staunencrregend! Pelzmäntel 85�-1 Pclzjackcn 40,—! Edeliilchse sünszehnl Prachtteppiche 15,—! Federbetten, Stand 25,—! Diwandeckcn! Sardinenlagerl Monatsgardcrobe!(Keine Bersatzware.) Teilzahlung! Psandleih-Verkaufshaus Schönhauserallee 115(Nordring)._* Pelzware» direkt vom Kürschnrrmeister. Roch nie dagewesene Auswall!. Mäntel. pel.zoesatzgarniture» 18,— Mark, Pelz» müntel. Pelzjacken, Sportpelze. Skunks» kragen 80,—. Skunksvpoftum 40,—. Amerikanischer Opossum 30,—. Stunks» kanin, breite Form, 15.—. Kreuz», Silder». Fodel», Alaskafuchs Z»,—. Wolfs» siegen, alle Farben, 15,—. Muffen, Pelzhüte 15,— Mark. Pelzoorlcgee bis zur besten Qualität. Reparaturen. Katalog! R. Michaelis, Berlin NO 13, Große Frankfurterftrafte SS,!. Etage.• Malcrwerkstatt vorkaust billig Libon, Heimstraße 10. Rossien-Möbel liefert feit 32 Iahren die Qiialitätsmööel. Wünschen St« auch solche, so kommen Sie zu uns! selbst weitester Weg lohnend. Erohc Lager tu Speisezimmern. Herrenzimmern, Schlafzimmern enthalrcn auch dos Ihrem Geschmack Entsprechende bei zurzeit noch nicht erhöhten Preisen. Achten Sie auf die Hausnummer: Kustantenallee 57.* Rosiien. Möbel. Beispiele der Leistung». uihigieit: Speisezimmer, moderne Aus- sthrung, komplett«82. Schlafzimmer ikomplert 580. Herrenzimmer komplett 485. Klubsessel 85. Schee iben Sie an Uns, Sie erhalten Mitterlung Uber beste Fahrverbindung zwecks unverbindlicher Bestchliguug der Lager von über 2t« Esnnchinngen. Achtung, Hausnummer itastauieiiallee 57.> Patentmateafte».„Primi'b ma".iKe!all- delteu. Apilcgeniatraßen/ Ehaiselongues. Walter, Stargardcrstrafte achtzehn Spezialgeschäft.__• Metallbetrcn, Chaiselongue», Auflege» malraßen, Kinderbctteu, Kinderwagen. ng zu«assapreiscn. Spezial Schönhauser Allce 5, Schön «leisereMobel. AlexanderpIaH. sind gediegen und doch preiswert! Ständige Anssi-llung von 500 modernen Zimmereinrichtungen. füe Kleinwohnungen, Siedlungen und gutbllrgerliche Räume. Sämtliche Einzelmöbel. Illustrierter Prachtkatalog 33 kostenlos. Albert Gleiser. Mvbelfabrik.Akt.-Ges., Alexander- plaft�AIixanderstrafte 4t, 42, 43.__ Teilzohlnn». Komplette Zimmer. Ein» «etmödel billig. Wenger. Maeülius» strafte 8(Aleranderp'ahl. Grofte Frank» stirterstrafte fedisundfünfzia._• «ueaahme.AngeHote! zu iaisSchlich gllnstiaen Preisen nur Möbel-Magazin. Inoatldcnstraße 131, Hasteslelle Stett'ner Bahnhos, Stammhaus Rügencrstraße 13. Polierte Schlafzimmer in Birke, Eiche, Nußbaum, Mahagoni 630,—, eichene Eßzimmer, 250 breit, klalstge Pcrarbeitun! Magazin, zerlegbar, ganz erst. Hg, 645,—. Möbel- mvalidenstraße 181, Haltestelle Jnoali I Stettiner Bahnhof. Sällafzimwee. 180 breit, hreitllrig, schwere Ausführung, mit echtem Marmor und Spiegel 885,—, Speisezimmer, Herrenzimmer, komplett, echt Eiche. Zl5,—, Anrichtekllchrn, siebenteilig, mit Linoleum, lasiert und lackiert, 95.—. Möbel-Magazin, Invalidenstrafte 131, Haltestelle Stettiner� Bahnhos.____ Anlleibeschränke, Nußbaum sournlert, 350 breit, auf-Pianobank, breitürlg, ertra Wäsche-Abteilung und Spiegel» IS,—. Englische Betistellen, komplett, 55,—. Waschkommoden mit Marmor und Spiegel 73,—. Nachttische mit Apotheken 27,—. Mokettrsofa 65,— Ghaisetongue 18,—. Standuhren 68,—. Diplomaten 52,—. Pierzugtische 78,—. Riesenouswahl in Einzelmöbel, kom- plette Einrichtungen. Renaissance Möbel. Zahlungserleichterung. Möbel-Magazin- Invalidenstraße 181, Haltestelle ner Bahnhof ötelti- Gelegenheit. 38.—. Rußbaum-Schreibtische Büiett 75.—. Umbauten IWWWU._ mit Ans- sgft 35.—, Kleiderschrank 18,—. Vertiko 15,—. Küchen 24.—, Bettstellen 15,— Waschtsilette» mit Marmor 14,—. Möbel-Magazin, Invalidenstrafte 131, Haltestelle Stettiner Bahnhof._* SAK Wöbe! für billige« Gelb! Mr verkauirn zu bekannt billigen Preisene Speis�immer, schwer Eiche, innen Mo- hugong, rund vorgebaut, mit schwerem Vitrinenaufsoß, aparte Kredenz, großer Auszugltisch, 6 Rinblederstühle. komplett gebeizt, 495,—. Desgleichen schwerere Aus- f.ibruiggg, reich geschniftt, apartes Modell. 695,—. Schlafzimmer, echt Eiche, elegante Aussllhxuna, komplett 505/—. Desgleichen schwerrele Ausführung in Eiche, Birke, Kirschbaum 895.—, 875,—, 975,—. Serren. zimmer, schwere Bibliothek, Diplomat 1.80 breit, komplett 595,—. Große Auswahl, Speise., Herren-, Schlafzimmer, Kücheneinrlchtungev und Einzelmöbel. Troß niedrigster Preise bequeme Zah» lungsbedinaunaenl Dcmbitzers Möbel. niederlogen, Rachsolger. Große Frank- furterstraße 55, Eingang Baftmann» strafte, nur erste Etage, Auguststraß» 47/47a, Roscnthaler Tor. Friedrichstr. 7. am Hallesche» Tor__ Roebel-Voedel, Morißplaß, Fabrikge- bände. Kein Laden, äußerst billige Preise für gediegene Schlafzimmer. Speisgzimnur, Herrenzimmer, Küchen. möbel. Einzelmöbel. Besichligunq er» beten. Weitgehendste Zahlungserletch. terung.____• Einige aste MZHel, Scheank, Betten usw. zu veekonfen. Neukölln, Weser- strafte 28. Olio.______ Metaäbetteu mit Auflagen 21/—. Schlaschaiselongue» 22,—. Ehaiselongue- decken 6,—. Wandbedänge 3.—. Pa. tenfmatroften 9,—. Polsterauflagen Wochenabzahlung 3,—. Göhr. Pappel- allce 12; Pankow. Echmidlstraße L" r Musiklitslrumenle' Pleno«, Flügel. Herer. Prinzcnstr. Barankauf, Privat. 90. MoriHvlag 2132. Linipianos, überaus preiswerl. Piano- (abrik Link. Brunnenstraße 35 Preiswerte, gebrauchte, jicut Pianos. Langjährige Garantie. Teilzahlung. Hercr, Prinzenstra' unzig, Morl' Keankemststhle, Zimmerstühse, Geh. slüble, Selbstfahrer, Bettisch, Krücken. Schmallemberg, Hagelberger Strafte 16» Möbelkredit bis 20 Monatsraten. Schlafzimnoer. Speisezimmer. Einzel. möbel. Küchen, Metallbetten Möbel» haus Lniseastadt. Köpenickerstraße 77/78. Eck» Brückenstecfte._« neunzig, Morißplaßnähe. Ohne Anzahlung. Piano» in großer Auswahl, neue und oebeauchte, mit herrlicher Tonfülle Longjährlaer Garantie- ichein, kleine Ratenzahlung. Lerer Brunnenstraße 191. 1 Treppe, am Rosen- tbalerolaft.* Sie zahlen Raten noch Wunsch, ohne Anzahlung für Pianos, neu und gebraucht, große Auswahl. Pianohaus. Königgräßerstraße 81.___ 1 SS 50 H e r r e n- H o s e n mit Überschlag, wollßomis cht, gute Qualität,' QröSe 4, 5 und 6 Herren-Hemden mit doppelter Brust, wolige-( mischt, 6röße Nr. 4, S und 6 i Einsatz- Hemden mit ganz mod. 40�0-0 Einsätzen, BTlgÄW gute Qualität, Größe 4,5 u. 6 Herren- Socken grau, remeWolie,'-j«er 2:2 gestrickt, haltbare Qualität H 1.75■ Herren-Pullover reine Wolle, mod. Farben und Muster, gute Qualit Obe rh e m de n prima Popeline elegante Muster Oberhemden weiß, prima Popeline m. Ersatz- Manschett Einstoff-Kragen gute Qualität, tadelioserSitz 3 St 1.80. St Damen-SchlQpffer gerauht, sollda �• VV''Vi* i. v �■.-*.-3»''v. NÄ?' h Tl? tb.OWH>D 2 .ndho. 7. NM UT warme Winter- qualität.II.Wahl Damen-Hemdhose aus bester reiner Wolle, fein gerippt, mit Träger Damen- Strümpfe rssne Wolle m. Dö ppelsohle ITJIDU schwarz, grau, mode...... Blusenschoner reino Wolle, ten 75 t einfarbig 'schl\ipfhosen für Kinderei AB künstliche Seide, warm.. örööa 1 Kinder- Strümpfe reine Wolle, MQQ schwarz ü. braun, M Größe 1 Kinder-Pullover reine Wolle, crig. englisch, alle Größen Steinbergplana». ausgezeichneie Quasi tät, bequemste Zaylweise. Reue 90(V-_an.______' Steiaberapiana», riete Änerkennun. gen, langsiihrige Fabrikgarantie._ Steinbergpianos, günstige heitskäufe stets am Lagec. Gelegen» Steinbergpianos, Berkauf nur Haupt» fabrik, Frankfurter Allee 12.' Piano«, aebraucht und neu, preiswert Beiges, BLIowstraße 108._____' Grammophone aus Teilzahlung von 1 Mark wöchentlich an. Fahrrad hau« Elch, Chausseestraße 91. Hanswnstk auf Kredit. Frevvpbon der neue Epreckiavparat mit Bollklang. direkt ab Fabrik ohne jeden Kwischenhandel. Tlschaovanat« 25.-�5.- Mark. Schränk. apporat« 82,—. 35— Ma-ck. Derinast« Anzahlung, kleinste Abzahlung, van 1.— Mark an. Langt ähriae Garantie. Ein Plattensortiment nach Mahl, 20 SIllcke. 19.50 Mark. Borfstbrungsräume nur in der Fab'ik. bis 7 Ubr«ötinet. Svrechavvarule-Bau-Gesell'choft Freier u Co.. R 4 Ehausseestraße 48 eine Trevve. Soltestelle Schwarttkopfsstraße. Mietplauo», teilweile Kaufanrechnuno Te-liadc. na Bahrt. Hauptstraße 1 Ecke Gninewaldstrafte.' Stsh-Umlsgekragsn Mako, garan. eKlei riert 4 fach," 3 St 2.-. St Unterzieh- Strümpfe reine Wolle, nicht auftragend, ohne Naht Kinder-Pullover re i n e Wo i I a, 0� TB mit Kragen, 2p£ 10.75. 9.75 Gamaschen-Hosen reine Wolle, m aa weiß, grau,*»*» schwarz, mode, i Größe t... Piano«, Harmoniums, Eprechapparate, Teilzahlung. Hebron, Tempelhofer Ufer In._____• Sverchmoschinen, größte Auswahl, Heroorragende Tonfülle, Kasten, und Schrankanparat«, 3,— Ancglhlung, 1,— Wochenraten an. Ständige Auswahl der beliebtesten und neuesten elektrisch aufgenommenen Platten. Pgrführung ohne Kaufzwang. Nelson, Schöneberg, Hauplstegße 98, und Berlin, Ehausseestraße 84.______________| Keine Ladenpreise. Ab Lager sabrik- neue Pianos, Eiche 188,—, schwarz, dkei Pedale, 590/— bis 858,—. Laaglährige äxirautie. Frau Noigt. Schönlein- straße 8,«m«ottbuss-rdainm._ vnolitSt,pian,. vornehmes, best- geboute», eventuell Teilzahlnng. Cnlauer. ftraße 19 171, Kreuzberggegend, Gewdl. „ Fahrräder Reu eeäffnet. Fahrräder, erstklassig, auf Teilzahlung von 2,50 Mark wöchentlich an. Grammophone von I Mark wöchentlich an. ffabrrabhana Elch. Reu. kölln. Perünersteaße 11' Frlbel-VberNn-Institut, Privo i-Hou«. Hallsschule Henriette Potfck, Berlin, Wilhelmstraße 10, erteilt sorgfältige Ausbildung in Hochhmst und Hauswirtschaft, Kinderpflege, in feinen Umgangsformen, Nähen, Schneidern, Handarbeiten, All» genieinbildung. Tages» und Sbend- tnrse. Beginn allmonatlich. Beamte erhalten Erziehungsdeihilfe._- Kinovorführer. Ausbildung furch In» gcnieur«andyba, gricdrichstraße ein- undzwanzig.�___* Fröbel-SSerli», Institut Privathaus- baltsschulc Pollak. Berlin, Wilhelm- straße 10. Sorgfältigste Ausbildung irr Küche, Haushalt, Nahen, Kinderpflege, Umgangstormen. Tages- und Abend» kurse. Beamten Kindcrdeihitse. Ein- tritt jederzeit. Verscfeiedenes Prachtsäle des Ostens, Franksurtcv Allee 4b. Säte srei 250 bis 800 Per. fönen Anrus Andreas 4208._ Bertranensoolle Uniersuchung. Heb- amme üriesten. Neue Königslraße 57. Alrxanberplaß Schneeweiß wäscht Welke, Köpenick. Lindenstraße 9. Telephon 1235. Leib- wasche 15, Bettwäsche 25. Abholung Mittwoch._ �_* £ic5eBoi» Auskunft, Untersuchung 2 Mark.(Aerztlich geprüft.) Frau Rothe, Warschaucrstraße 82, Eingang Boxhagenerftraße. Auch sonntags_* K»b«rt»»söle. Schönholz. Im größlen, über 1000 Personen tassenden Ballsaal der elegant» A und tanz.__ � Bäsch« nach Gewicht. Halbtrdcken zu- rück per Pfund nur 20 Pfz., trochue zurück nur 25 Pfg. Dampfwälcherei ..Merkur". Frankfurter Allee 307. An» dreas 2820�_______• Bertrau«n»»oste Auskunft. Untersuchung(ärztlich). Frau Erdmann. Köoe- Nickerstraße 151. rechter Borderausgang, I Trevve. Rahe Echlestkcher. Sörlifter Bahnhof._* Detektinbneeau Ctaschel, Chaussee- strafte 77 Fernsprecher Norden 7888. Beobachtungen. Ermitlelungen Aus» tllusre ollervrt».__* 10 608 Reklamezesicl 3.—. Buchdruck» res Sdimift Aomintenerstcoß: 20._* Wäscherei Kubasch, Köpenick, Grünauerstraße 45, liefert in erstklassiger Aus. führung Bettbezüge 30, Laken 25, ladcl- los gerollt« Leibwäsche 15 Behandlung. Abholung ■*/ 1 Schonendstq Donnerstag. fM EBD.) Ehrenerklärung. Sie Beleidigung voni 10. Sevtemäer 1927 gegen Fräulein Ge» trud NUHI, Utrecht« rstraße 5. nehme ich Fahrräder, erstklassig» Warirnrädrr. TeU-.ehlung Fahrradhuus Erntrum, üinicnstraße neunzehn.__* 2.51 wöchentliche Teilzahlung Erst. klassioe Fahrräder. Fahrrahhaus Elch. Cbausseestraße 91. zurück. Frau Anna Stahldusch, Brüfse- Icrstraße 25. �___ Coicdri-Säl«, Martin-Luther-Straße 89. Heute in zwei großen Sälen altdeutschev Ball und moderner Tanz. 2 Ksvellen. Tanzleitung: Reinhold und Ottchen. Mittwochs Walzerahend, Donnerstags. Eonnabend» und Sonntags Elite-Ball. Aueknnst. vertrauensvolle, Hebamme Witwe Hildesheim, Bülowstrafte 82.' Celdverkehr Köchstbelelhung aller Wertgegenstänbe, Gold», Eildersachen. Aktien, Wert. papiere, Pionderverkouk Psandleiha Lange. Morißplaß, Aschlngerhuus.__" Höchste Beleihnng: Herrengaederols-, r, sämtlich« Wei t, c Bettwäsche, Fo lachen. Leih ho FahrrZ US «gel, Auguststr. 19. Mern etungen z 'X Hictgesuche Junge» Ehepaar Kochgele MM Sessonsahrräder,??öftie Auswahl in Touren.. Salbrenn. und Rennmaschinen, 5,— Anzahlung, 2T0 Wochcnratrn an. Nelfvn. Fohrrodvertrreh, Schöneberg, Sauptltroße 08, und Derlen, Chaussee. hcraße 84.. Ksufgesucke mit strafte 7. elegenhett. sucht Leerzimmca Ifelske, E ad tu er. Möblierte» Atuuuer billig zu vermieten. Sletn, Neukölln, Emserstrofte 29 ll. &rbe\\smark\ ' StellengesucHc o..- i Zutelligeutr», gewandter iungeu Edelmetallbruch.. Oueck- Inende Beschäftigung. Kadnaetisse. sslber. Kinn. Blei. Silberschmelze Cbriscionat Köpenickerüraße 20a(Man» teusfelstroße). Klaolere sofort von privat kaust Lasenheide 5307 gabngeblss«, �llbersachen, Finn. Blei, Luecksslder. Goldschmelze, Christionat, Köpealckerstr. 59(nahe Adalbertstrafte). Unterricht Beelitz School. Fremde Sprachen Lcip- ziqersträfte 110, Tauentzienstrafte 19». Einzel, und girkelunterricht. Eintritt jederzeit' Techaisch« Briooischule Dr. Werner. Schgierungs-Baumeister. Berlin. Neon. Herstraße 3. Maschinenbau. Elektrotechnik. Hochbau, Abcndlehrgänge. Tage». lehrgänge' Kurz. AnIIeidescheänke. Nußbaum, mit Spce» gel, 95,—. Schlafzimmer 385,—. Speise- zimmer 485/—. Bettstellen 45/—. Ein- z.imllbel, grofte Auswahl. Anrichte» kitchea 88,—. stahlunaserleichterung. Rotenberg, Oberbaumstraße l, am Schle- sifchen Zoe,__* Teilzahlung zu Kassapreiscn. Spezial- geftKst.''—'' hausertor. �________ WInterfeld-Mabel nd gut und billig. Riesenauewahl iu jeder Preislage. Seit »über 20 Jahren bekannt für reell, kulant, billig. Gräfte Frankfurterftrafte 29 und Weinbergsweg 24. �• ' Röbel- Wiuterleld. Rur bis En»« Vklober A'isnahme.Möbelangeb»««. Trotz unserer stadtbekannt billigen Preise bi» 24 Monaie stahlungserleichterung. Grifte ssrankfurteestraße 29 und Wein- beraoweg 24. Möbel- Ldel,mo»n, nur Laussßee. strafte 5<«, Ecke Wienerstrafte, liefert zu bekannt billigen Preisen Schlafzimmer. Speisezimmer 355.—. Ankleideschränke 75,—, Bettstellen 45,—. Cosas, Ruhebetten 80,—, Einzelmöbel, Kstcven, emaiMert und roh, von 38,— an. gahlungserletchlerung.' Belle-Allianee. Möbelhaus, Friedrich- straft« 248, nur Etage. Seltenes An» acvol. ein großer Posten gediegene« .ftimmereinrichlunqen zu iadelhasl bil» liaca Pressen. U. a.: elegantes Epessei zimmer. Büfett lB0 dreit mit grat cßer IN» Mahagani-Kristallpitrine. herrliche. tarifenarbeit nur 395.—.. Chippendale. Sveisezimmer KUnstlerentwurs. Büfett 2,19 breit. 450,—: dasselbe Simmer mit 2ch0 breitem Büfett 675,—. Herren. zimmer oon 295,— an Darunter ein schweres Herrenzimmer mit Bibliothek, 2,10 breit, nur 850.—. Schlafzimmer in sauberster Verarbeitnng, Eiche unll Mahagoni, von 490.— an. Trotz de» billigen Angebotes bequeme Sahlungs» rrlelchteruna Langsährtge Garantie* Aeufterst wichtig säe Preise stnd bei MS gleichen geblieben. ßüo >.',l» sederman». Die ädel-Schrager die alelchen geblieben. Ankleideschränke, Nußbaum, dreiteilig, mit Spiegel und Wäscheeinrichtung, 95/—. Trumeau» 35,-. Nußbaumbüfctt NO,—. Schla'» zimmer, Eiche, 550/ � Küchen, sieden. teilig. komplett nur 115,—. Darum eile so'ort zu Mäbel-Echrager, Kastanien alle« 45—49. � Röbel-lldelema»», nur Hol, markt» rafte achtunhsechzig. Trotz bedeutender lrecssteiaerungen noch immer atte ägerdestände zu Spottpreisen! Schlaf» zimmer, Mahagoni, Birke, Nußbaum, Eiche, 495,—. Speisezimmer mit Kristall. Vitrine 385,-. Herrenzimmer 515/—. Ankleideschränke«5,—, mit Spiegel 98,—. Sofas. Ruhebetten, Waschtsiletten, Bett. stellen 58.—. Nußbaumbllfett», Stand» uhren, Küchen, weift, lasiert und bunt, 85,—. Langjährig« Garantie! Zahlungo» eeleichterung. Wegra Raummangel billig zu orr» kaufen: l Schrank, 1 Bertiko, 1 Sofa und 2 Gaskronen. Näheres zu erfahren im Milchgeschäft, Graetzstrafte 51._ _ Teil�chlan«. kulant. Möbel-Misch,« Teilzahlang, billig. Mäbel-Misch.» Teilzahluag, reell, Möbel Misch. Groß» Fraakrurtersteaft» 45/48._• AnNeideschriok« mit Spiegel 3k,—, toftt 105,—, Waschtoiletten, Sofas. uhebelten, Küchen. Sahlunoserleichte» rang. Stein, nur Anklainerstroße 20.* Mibeliabrck Georg Tcnnlgkelt, vranlen» strafte 172/173. Sonderangebot: Schlaf. immer von 450.— Speisezimmer 550,—. Herrenzimmer 410,—. Nußbaum» An» eibeschrank 125,—. Ruhebett 3?,—. Bettstelle tomplett. 90,—. Anrichteküche 125,—. Auch Teilzahlung.* Svittelmarkt__ M. Strahlen»»»!» Koch, und Haus» baltungsfchule mit Töchterheim, Berlin, Läniggrätz-rstrafte 44. Gewissenhafte Aus» bildung in ollen Fächern der Hauswirt. schalt. Prospekt frei. Beamte erhalten Erziehungszuschuft._• Eiajähriaen.»dlluranstalt(DolkS- kchüler). Direftor Dr. Fackelmann __ Hobenzollernoamm 138.______ ♦ Vollständig perfekte Mztigs- Rep aratnr- Ktontenre bei hAchsteni Lohn stell« ein Otis Aufzugswerke G.m.b.H. _ Alte Jakobstrale 23/24._ Tüchtige Jüngere Kassiererinnen u. Kassen kontroilen sucht per sofort Hennann Tietz, indreasstra&e 46 Meldg. von 9—11 vörm. und 4— 5 nachm. Lampesschlrm' nihci innen, nur feObte, in u außer em Hause. Schäfer- Ms:h eus'raße 17. Armebote L. K. 212 Vorwärts, Belziger- strafte 27. Ausbitdung/ Fad'meistev Tcmvelhot. Berliner» Autoiurle, erstklassige Lehrfilm, mäftige Presse. Walter Sohlt. M m ftraße 3»_ Maschinen bauce fjlr. nendau sucht Maschinensabrit Lichtenberg/ Kietzerweg 15.____ B.atkutschee, mehrere süchtig« Liers. und solide, für Lieferauws gegen guten Lohn und Provisson, auch solche, die für eigene Rechnung arbeiten, von Brot. sabrik gesuch- Offerten unter Z. 3 au hin.Vorwärts"«Hcten�__ Hobler und Fräser, jüngeren, für Vor. richtunnen und Formen gesucht. Mo» schinensadrlk Liers, Lichtenberg,«ietzer» weg 15�____ eiiltt».9Sonif.ite ivr Licht, und Kraftanlaaen sucht sofort Aucrgrsell» sschaft, Rotherstrafte 8—7._________ Lehrmädchen sucht �Bettenhau» Dohr» mann, Wrangelstraße 17. gsusekloszerei ölt. mittelgr.. sucht Fachmann, d m Katstlla». vollst, neetr. u des ist. Kund- 'chalt zu des. Snäteee Beteilig. eo:> nicht ausgelchl Aus» Osscrt»» Gr-, hactsang u. U. Z a d �Borwaeter Für unsere Abteilungen Stisuhwaren, Hsudsdinhe« Parffimcrlt Spielwaren, HaudarPeifen, suchen wir per sofort töchtiK«i iimgor:, branebekor. dijxa Verkäuferinnen die in errböeren SpW.i'Ugeschäftcn oder Warenhäusern mit Erfolg tälig waren Hermann Tietz, iedreasstraße 46 Meldg. von 9—11 vorm. und 4—5 nachm Nr. 514 ♦ 44. Jahrgang 4. Seilage ües vorwärts Sonntag, 30. Oktober 1927 Parteinachrichten CintnbBBgca(St diese Sabril find verli» TB««. Lindenkteaße 3. für Sroß-Serlln Ret*t"°20 Uhr bei Goldschmidt, Stolpisch« Str. 3«, Funktionärsitzung. Er. scheinen unbedingt erforderlich. Abteilungsvorstand 14 Stunde früher. Abt 2914 Uhr Funklionärkonserenz bei Valentin, Krautstr. 38. Wichtige Tagesordnung. Sämtlich« Funktionäre müssen erscheinen. Abt. 1914 Uhr bei Wcrtalla, Hohenlohestr. 3, wichtige Sitzung de» Ab. teilungsvorstandes. Abt. Pünktlich 29 Uhr ffunktionärfitzung bei Otto. Rigaer Str. 85. Tagesordnung:.Unsere Werbewoche." Alle Funktionäre müssen anwesend sein, evtl. Vertreter schicken..„ Abt. 1914 Uhr bei Busch, Tilflter Str. 27, ffunktionärfitzung. Sämtliche Funktionäre sind verpflichtet, zu erscheinen. Abt. 20 Uhr bei Lipfert, Moriendorfer Str. 6, Sitzung sämtlicher Funktio. näre. Tagesordnung:„Vorbereitung zur Wcrbewoche. Abt. 1914 Uhr bei Wiersdorfs, Urbanstr. 8, Funktionärfitzung und Ab. rcchnung der B-zirksführer. Um 20 Uhr Funktionärsitzung ebendort. Er. scheinen unbedingt erforderlich. 12. 14. 18. 19. 2t. 2«. 28. 27. 29. 20. 21. 22. 22. 25. 38. 41. 42. 43. Abt. 1914 Uhr bei Krüger, Grimmstr. 1, Funktionärsitzung. Jeder Bezirk muß unbedingt vertreten sein. 47. Abt. 20 Uhr wichtige Funktionärsitzung bei Linke, Waldemarstr. 85. Die Bezirkssiihrer werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. 82.«dt. Steglitz. Pünktlich 20 Uhr�itn Lokal Schulz, Bergsir. 92, Funktionär» sitzung. Wichtige Tagesordnung. 98. Abt. Neukölln. 19 Uhr pünktlich bei Teich, Knefebeckstr. 135, wichtige Funktionärsitzung. Die Bezirkssührer müssen unbedingt erscheinen. Für den 2. November ist ebenfalls einzuladen.» 141. Abt. Rosenthal und Riederschönhausen-West. 19 Uhr bei Frische, Nieder. straße, wichtige Funktionärsitzung. Unbedingtes Erscheinen aller Funktio. näre ist Pflicht. 5 Dienstag, 1. November. 17. Abt. 1914 Uhr bei Döhle, Nordhofen 8, Funktionärfitzung. 34. Abt. 1914 Uhr wichtige Funktionärsitzung im Vercinszimmer der Co. lneniussäle, Mcmeler Str. 87. Erscheinen aller Funktionäre, Bezirksfllhrer und Betriebsvertraucnsleutc dringend erforderlich. 12. Abt. Charlottenburg. 20 Uhr im Lokal Reis, Kaiserin.Augusta-Allee 81, gemeinsamer Iahlabend. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. 88. Abt. Schöneberg. 20 Uhr bei GUrlich, Begasstr. 1, Funktionärsitzung. Alle zur Werbewochc verpflichteten Genossinnen und Genossen müssen erscheinen. RenkZlln. 81. Abt. 1914 Uhr bei Stahmann, Reuter. Ecke Mllnchener Straße, wichtige Borstandssitzung.— 95. Abt. 1914 Uhr bei Hürtler, Prinz. Handjery-Str. 34, außerordentliche Funktionärsitzung.— 98. Abt. 1914 Uhr Bezirkszahlabende der Bezirke 101, 102, 103 bei Zilliner, Nogatstr. 56. Tagesordnung:„Kultursragen." Referent Bezirksverordnetcr Bartels. Die Bczirksabende der übrigen Bezirke finden Mittwoch, 2. November, statt. Mittwoch, 2. November. 8. Abt. Die Bezirksführer wollen sämtliche Genossen für den Ertrazahlabend am 2. November nach dem Dresdener Garten, Dresdener Str. 45, einladen. i i i i i=t=l=t=t=1=fc-L l I l-l-l l l l 1 1j=J=l=s=i=l=LX-LJ-X:J=! 7. Abt. Oeffentliche Werbeversammlung Mittwoch, 2. November,% 1914 Uhr, in Eorni» Festsälen, Gartenstr. 8. Tagesordnung:„Was will Mi die Sozialdemokratie" Äeferent Robert Breuer. Freunde,„Vorwärts". IM Leser und Svmpathisierende sind herzlichst eingeladen. Männer und N Frauen, erscheint in Massen! «-ZZfen. 8. Abt. 9 25. Abt. Achtung, Genossinnen und Genossen! Donnerstag, 3. November, finden außerordentliche gahlabende statt, die jeder besuchen muß. Lokale werden noch bekanntgegeben. 67. Abt. Grunewald. Die Mitglieder werden ersticht, die Veröffentlichung über den Extrnzahlabend in der Dienstag-Morgenausgabe des„Vorwärts" zu beachten. 72. Abt. Schmargendorf. 20 Uhr Mitgliederversammlung im Forstbaus, Warne. münder Straße. Wichtige Tagesordnung. fWerbcwoche.) Die Bezirks. führer laden schriftlich ein. Achtung! Vorstand und Funktionäre tagen bereits um 7 Uhr ebendort. Krelsfrauenveranstaltungen. 2. Krei» Tiergarte». Montag, 31. Oktober, 1914 Uhr, Kreisfrauenabend in den Moabiter Bierhallcn, Kirchstr. 13. Thema:„Die Weber" von Gerhart Hauptmann. Vortragend« Genossin D. Hilde Vielhader. 4. Krei, Prenzlauer Berg. Dienstag. 1. November. 1914 Ubr. Abrechnung der Karten für den"Vortrags, und Liederabend am 2. November. Die Ab. teilunasseiterinnen müssen vollzählig erscheinen. 20 Uhr. 4. Sursusabend: Einführung in die Sozialpolitik. Referentin Luise Schröder. 7. Krei, Charlvttenburg. Mittwoch. 2. Rpvember. 1914 Uhr. im Fugendheim, Rostnenstraße 4, Kursus über„Wirtschaftspolitik". Referent Genosse Iachuczinskt. 13. Krei, Tempelhos. Dienstag,.1. November, 1414 Uhr. Besichtigung her Haushaltungsschule„Henri ettenhaus", Morienfelde. Treffpunkt 14'4 Uhr vor dem Bahnübergang Marien seid e. Linie 199. Gäste willkommen. 14. Krei, Nenköllu. Dienstag. 1. November, im stdeal-Kasino. Weichselstr. 8, Kursusabend: Einführung in die Gedankenwelt des Sozialismus". Rcfc. rentin Genossin Minna Todenhagcn. Frauenveranstallungen am Moniag, 31 Oktober, 19)4 Uhr. Bei Brandis. Stralauer Str. 10, Bortrag des Genossen Adolf tonn über:„Die Giftpflanzen im Irrgarten der Liebe". Bei Rickert, Steinmetzstr. 38», Bortrag des Genossen Dr. Norbert Marx über:.Frauenkrankheiten". 14. Abt. Bei Leiser. Ramlerstraße 8. Ecke Putbusser Straße. Vortrag de« Genossen Kamm über:„Bolkshumor im Klassenkampf". 18. Abt. Bei Müller, Uferstr. 12. Vortrag der Genossin Schenkalowski über: „Das Gefetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten". 22. Abt. Bei Bartfch, Fchmarnstr. 1, Ecke Fährer Str.„Ein Abend der Satiren". Bortragender Genosse Robert Keller. 25. Abt. Im„Wcrncuchener Schloß". Elbinger Str. 87. Thema:„Schellen» geläut". Zcitfatiren. Vortragender Genosse Theo Morel. 27. Abt. Bei Wooßmann» Glcimftr. 10, Vortrag über den Reichsfchltlgefetz» «ntmurf-_ 31. Abt. Funktionärinnenkonferenz bei Goldschmidt, Stolvische Str. 38. Die Funktionärinnen rechnen die Eintrittskarten zur Deranstaltung am 2. No- vember im Schweizergarien ab. 34. Abt. Bei Rosin, Gubener Str. 19, Vortrag der Genossin Erna Kresse über: „Arbciterwohlfabrt". 41. Abt. Bei Bader, Iütcrboger Str. 7, Bortrag der Genossin Michaelis über: „Sozialistische Gessnnungspslege in der Familie". 44. Abt. Bei Ewald, Ekalitzer Str. 128, Vortrag der Genossin Kennt) Rewald über:„Sozialistische Gesinnungspflege in der Familie". Gäste herzlich will» kommen. 47. Abt. Waldemarstr. 77, Bortrag der Genossin Johanna Kühn über:„Welchen inneren Anteil nimmt die Frau' und Mutter in der StrlUrechtsresorm". Die Mütter der Hortkinder sind eingeladen. 58. Abt. Charlottenburg. Bei Schütt, Kurfllrstenstr. 75, Ecke Lallvgrafenstraße, Vortrag des Genossen Lewin-Dorsch über:„Die Stellung der Sozialdemo- kratie zur Todesstrafe". Einführung von Gästen erwünscht. 87. Abt. Grunewald. Im Bahnofs-Restaurant Grunewald, Wurzbacher Str.. Vortrag der Genossin Dr. Maria Krische über:„Die Frau im Wandel der Jahrhunderte". 89., 70. Abt. Wilmersdorf. Pünktlich 1914 Uhr. bei Kraiß. Halsteinlfche Str. 80, Vortrag der Genossin Lisa Albrecht::„Körvcrpsicge und Gpinnastik". 74./78. Abt. Zehlendvrf. Bei Schnorre, Potsdamer Str. 3. Kurlusabond:..Ein- fllhrung in die Wirtschastsvolitik". Referentin Genossin Mbtbilde Wurm. 80. Abt. Schäneberg. Bei Ellrlich, Begasstr. 1,„Heiterer Abend". Vortragender Genasse Däring. Außerdem Besvreckrang wichtiger Varteiangelegenbeiten. Erscheinen aller Mitglieder erforderlich. Gäste willkommen. 8l. Abt. Friedenau. Bei Älabc, Handiervstr. 80/81. Vortrag des Genossen Gerhardt Busch über:„Berufswahl und Berufsberatung". Reukälln. 89/90 Abt. Bei Wiike. Reuterstr.. 47, Ecke Leuanstraße. Vortrag des Genossen Stein über:„Die Frau in der Politik".— 9t. Abt. Im„Karls- garten" fLllddecke), Ecke Fontanestraße, Beginn der Vortragsreihe des Genossen Arthur Rachow über:„Besuche in der Werkstatt der Seele". Die. Genossinnen werden gebeten, sich zahlreich zu beteiligen.— 95.Abt. Im Lokal Lessing» Ecke Kopfstraße, Lichtbildervortrag:.Die vraleiansche Frau — das vroletarische Mädchen" Vortragende Genossin Hertha Sotthels.— 96. Abt. Lei Lohan, Wippcrstr. l8, Vortrag des Genossen Dr. Schütte über: „Erlebnisse eines alten Sozialisten".— 98. Abt. Bei Teich. Knesebeck- straße 135. Vortrag des Genossen Iudrian über:„Kamvf der Frau in der heutigen Wirtschaft". Sämtliche Genossinnen sind herzlichst- eingeladen. 191. Abt. Treptow. Bei Ianke, Kiefhoizstr. 21, Genosse Feliz Fechenbach wird über:„Klassenjustiz" sprechen und aus seinem Zuchthausduch vorlesen. Die Genossinnen werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. 139. Abt. Tegel. Im Jugendheim. Bahnhofstr. 15. Hof pari., Vortrag de« Be- zirksverordnetcn Genossen Rotzolk über:„Das Arbcitsloscnversichcrunas» gcsetz". Frauenveransiallungen am Dienstag, 1. November, 19)4 Uhr. 18. Abt. Bei Krüger, Huisitenstr. 35, Vortrag des Genossen Heinz Bartbels. 21. Abt. Bei Kroll, Utrechter Str. 21, Bortrag des Genossen Kamm über: „Alt-Berliner Humor". 33. Abt. In der Schule Hohenlohestr. 10. Bortrag der Denofstn Kennt) Rewald über:„Reue Menschen". 38. Abt. Die Konsumbestchtigung sindet umständehalber erst am Dienstag. 8. November, statt. 53. Abt. Cbarlvttenburg. Bei Schweikert. Erasmusstr. 2, Vortrag der Genossin Erna Kresse Uber:„Kommunale Woblfahrt". 99. Abt. Britz. Im Buschkrug, Rudower Straße: Prvsessor Bernstein svricht über seine Erlebnisse in Rußland. Wegen Umbaues des Jugendheims muß der Frauenabend im Lokal Buschkrug stattsinden. Die Genossinnen werden gebeten, sich recht zahlreich zu beteiligen. 123». Abt. Kaulsdors-Süb. Die Genossinnen treffen sich zur Konsum-Werbeschau um 1 Uhr bei der Genossin Bock. Frauenveranstaltungen am Mittwoch, 2. November, 19)4 Uhr. 77. Abt. Schöneberg. Die Genossinnen treffen sich zur Konsum-Werbeschau am Mittwoch, 2. November, im Gewerkschaftshans, Engelufer. Fahrverbindung Linie 3. 94. Abt. Reukälln. Die Genossinnen besichtigen am Mittwoch. 2. November, die Konsumausstellung. Treffpunkt 13% Uhr, Engelufer, Eingang Gewerk» 105. Abt! Adlershof. Bei Bogel. Bismarckftr. 74. Lichtbildervortrag:„Die ge- sundheitlichen Einrichtungen des Bezirks Treptow". Bortragender Stadt- arzt Genosse Dr. Roeder. Um rege Beteiligung wird gebeten. 123». Abt. Kaulsdorl-Lüd. Die Genossinnen beteiligen sich an dem Vortrag ,n Mahlsdorf-Süd:„Die Frau in Palältina". Treffpunkt 1914 Uhr. Ulmen- straße. Ecke Seebaditraße. 124». Abt. Mahlsbors-Süd. Bei Dietz. Mahlsdorf-Süd, Ublandstr. 18, Vortrag der Genossin Irma Fechenbach über:„Die Stellung der Frau in Paläftma, Bezirksausschuß für Arbeiterwohlsahrt und Kinderschuh. Montag, 31. Oktober, 20 Uhr pünktlich, Schu- unqssaal des Rathauses in Köpenick. Thema:„Erwerbsbeschränkten» und Wandererfürsorge." Referentin Ge. 16. Kreis Köpenick. lungskursus im Stadtverordneten sitzung no'ssin Wronskq. Alle Genossinnen und Genossen sind herzlichst ein. geladen. Gehetzter Saal! Iungsozialisten. Gruppe Wilmersdorf. Montag, 31. Oktober, Gruppenabend bei Echäfer. Augustastr. 81. Vortrag:„Arbeitsgerichte." Referent Genosse Echönbeck. Alle Mitglieder werden erwartet. Arbeitsgemeinschast der kinderfreunde. Die Kelserversammlnug muß der verlegten gahlabende wegen vom Mitt. woch auf Freitag, 4. November, verschoben werden. Sie findet im Friedrich. Wilhelm-Gymnasiitm, Kochstr. 13, um 191A Uhr statt. Tagesordnung: Bericht von der Reich-arbeitswoche und der Reichskonserenz. Verschiedenes. Dir dttten pünktlich zu erscheinen, da wir die Aula um 22 Uhr räumen müssen. Die Kreisleiter werden gebeten, die Treffpunkte zur Revolutionsfeler rechtzeitig mit. " �Griamtsprechchorprobe zur Revolutiansseier Montag, 31. Oktober, 17 Uhr, in der Schulaula des Friedrich.Wilhelm.Gnmnasium-,»ochstr. 13, nicht in der Lindenstraße. Keiner darf fehlen.-„, Werbe bezirk Süden: Heute beginnt pünktlich 9 Uhr der Bastelkursu« im Neulollner Jugendheim, Steinmetzftraße.„.. � � � werbebeziri« Norden und Osten: Wir bitten, Sonntag, 8. November, für den Bastelkursus freizuhalten. Näheres zu erfahren durch Amandus Prietzel, Stettiner Str. 22, und Bekanntmachungen nächsten Sonntag beachten. «reis NankAl»! Montag, 31. Oktober, pllnltliä) 1914 Udr, in der Barocke Ganghoierstraße, Vorstandssitzung mit reichhaltiger Tagesordnung.— Gruppe Birke: Jugendheim Steinmetzstr.- 114. Von 17-19 Uhr Montags und Freiwgs Basteln und Bauen, Dienslags Spiel, Gelang und Aussprache. Krei» Pankow. Gruppe Pankow: Mittwoch, 2. November, Basteln im Jugendheim Kissingen., Ecke Granitzftraße. Beginn 18 Uhr Sonnabend. 3 November, im Zugendheim, Zimmer 3, Liederabend und Gesellschaftssptele.' Zimmer 5 Brettspiele. Die Zusanunenkunst der Ardeitsgemcinschast wird IM Heim perabrcdit.— Gruppe Rtederschönhausen- Montag, 31. Oktober, in der Gemeinschaftsschule, Msmarckstr. 11. von 18-20 Uhr. gemeinsames lustiges Monatsende, Donnerstag, s. November, Gemcinschaftsschulr, BlSmarckstr. 11, von 18—2« Uhr für beide Abteilungen Basteln, 82 Abt. Steglitz. Jeden Dienstag von 18 bis 18 Uhr rm He>m Spielen. Sterbetafel öer Groß-öerliner Partei-Grganifation 52. Abt. Charlottenbnrg. Unsere Genossin Anna Ramin ist verstorben. Ehre ihrem Andenken. Einäscherung Montag, 31. Oktober, 1814 Uhr, im«re- matorium Wilmersdorf. Wir bitten um rege Beteiligung. Kostenlosen Hanaarbcits- Unterricht erhalten Sie während meiner Handarbeits- Ausstellung vJl.lO.-S.ll. BERLIN Leipziger Strafe 20-3: twttffi'aBl Landesbutcr Leinen- a. Gdblld wcbcrel. Größtes Sonderhaus für Leinen u-Wfladio tdMwiU L E I PZ I G E R-STR. 42 ' 0 ß A Kl I E N ST R.165 kr warmen Äeidung! Die farbigen Schals, die bun- ten Wolljacken. Strickkleider und Mützen werden wieder hervorgeholt. Und es macht gar keine Mühe, sie zu neuem Glanz erstehen zu lasten! Etwas Perfil, etwas kaltes Wasser — das ist alles» was nötig ist. $a alter Frische leuchten die Farben, duftig und schön ist jedes gewaschene Stückt Wollene Unterkteidung vertiert alles Rauhe und Spröde; sie wird schmiegsam und weich; selbst die empfindlichste Haut verspürt keinerlei Reiz. Lernen Gl« endlich erkennen, daß es für Wollsachen kein vorteilhafteres Waschmittel gibt als Perfil, und ler« nen Sie vor allem verstehen, wie billig dieses Wasche« tfti EwittM Waschanlettuag versendet kosten- Nt N» Verla, Hagel 4«e. 7U9* DüH«ttor{% Ist das ideale lvasthmittel fLie wolle Sonntag 30. Oktober 1027 Die Zilme öer Woche. »König öer Könige.� (Tauenhienpalasl.) Dieser Christus�ilm, m»es Ehegatten Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Er läßt sich scheiden, er heiratet Blanche, die Braune. Nun steht er zwischen beiden, findet aber im ländlichen Idyll zur Blonden zurück. Die ganze Handlung ist nicht der Wirklichkeit, sonder» der Phantasie und dem amerikanischen Geschmack entsprossen. Der Re. gisseur Richard R o s s o n wollte keine Probleme behandeln, sondern nur liebenswürdig sein und durch Ausnutzung komischer Situationen die Zuschauer zum Lachen bringen. Sein Vorhaben gelang ihm. Die schöne Arlette M a r ch a l spielt zurückhaltend die Blanche. Greta Nissen ist die Blonde, sie hat Momente, wo sie al» weibliche Schönheit wahrhaft große Triumphe feiert. Die durch die wunder- bar tief« Erfassung ihrer Mutterrollen weltberühmte Mary Carr spielt eine Großmutter. Adolphe M» n j o u ist die männliche Haupt. rolle übertragen worden. Wir verstehen es zuweilen nicht, was die Amerikaner an diesem Darsteller finden, da wir den Liebhabe? und Weltmann ost etwa» ander» zu sehen wünschen. Diesmal aber ist der sarkastische, jeder Situation gewachsene Mensou auch wirklich unser Mann.__ e. b. »vie tolle Lola.' (Ufapalast am Zoo.) Li Ii an Harvey ist dos brav«, gesittet« Haustöchter- che» und die berühmte spanisch« Tänzerin Tornero in einer Person. Sie wurde auf. der Pyrinäcnhalbiirsel erzogen, während sich ihre Mutter in Berlin zum zweiten Male verheiratete. Der Siefvoter ist gleichzeittg Direktor des Darietetheaters, an das die Cornero zu einem Gastspiel ver- pflichtet wurde. Daraus erwachsen fürchterlich« Irrungen und Wir- rungen, besonders da sich dos Haustöchterchen mit dem Kompagnon verlobt hat, der außerdem gern die Spanierin besitzen möchte. In St. Moritz, in sehr mondänem Milieu, wird der Knoten gelöst. Kurz vorher bringt die Szene des Erkennens die nötige Dosis Sentimen- talität. Der Film steht und fällt mit der Hauptrolle. Lilian Harvey ist dieses Mal tatsächlich eine Künstlerin von Format. Ohne Pose und falschen Ton spielt sie die beiden Rollen, die eigentlich nur eine sind. Sanft und schüchtern als Haustochter, entwickelt sie als Tänzerin echtes Temperament, Charme und Grazie. Und diese Schauspielerin steht in einem Film, der feinem Sujet nach durchaus nicht originell ist, den ober der Regisseur Richard E i ch b« r g über das Durchschnittsniveau hebt. Man bearbeitete dos Kadelburgschc Lustspiel„Der Weg zur Hölle". Eine dünne' Handlung wird mit Episoden gefüllt. Aber das reine Episodische styrt nicht, da es filmisch empfunden ist. Und weil alles filmisch gearbeitet ist, über- sieht man Längen, Intermezzi, die im Grund« wenig mit der Hand- lung zu tun haben. Der Witz liegt in der Situation und nicht im Wart, im Text wie sonst. Gut wie immer Iunkermann. wäh- rend Harry Halm manchmal ungelenk bleibt. F. S. „die weiße Spinne.' (Phoebuspalast.) In Paris häufen sich die rätselhaften Einbruchsdiebstähle. Den Gaunern, den skrupellosen Geldverdienern wird auf geheimnisvolle Weise Hob' und Gut genommen, den Armen werden auf ebenso geheimnisvolle Weise Wohltaten erwiesen. Man ertappt den Täter nie, er selbst nennt sich die weiße Spinne. Sie ist das Schreckgespenst für die Polizei, sie ist das Tagesgespräch von ganz Park. Es wird immer toller, es wird immer sinnverwirrender, denn man weiß es, die weiße Spinne ist eine Dam« der Gesellschaft. Sie kamt die Diebstähle mit Leichtigkeit vollbringen, da sie ein« Zwillingsschwester hat, von der»riemand etwas weiß. Und weil die Spielfilme ohne Liebespaar kaum dstckbar sind, endet dieser nicht mit gerichtlicher Sühne oder dem Ertapptwerden der Täterin, sondern mit einer Doppelverlobung. Seilage des vorwärts Das Manuskript schrieb Franz Rauch, Karl Boese aber führte die Regie, das muß besonders betont werde». Dieser Regisseur hat nämlich Geschmack und ist stets auch im Alltäglichen originell. Er machte sich diesmal insonderheit Alfred H a n s e n s artistisches photogrophisches Können zunutze, um seine Einsälle zur Geltung zu bringen. Liebevoll, feinsinnig malte er Kleinigkeiten aus, lenkte aber durch sie nicht ab, sondern brachte es fertig, gerade durch sie dem ganzen Werk den letzten Schliff z» geben. Uwe Jens Kraff» war gar köstlich als Polizeipräsident: man schmunzelte, man lachte, man amüsierte sich immer über ihn. Walter R i l l a holt« sich als Lord Barrymore einen großen Erfolg dank seinem vornehmen Spiel und seinem fast uinibertrejslich guten Photo- graphiergesicht. Maria Pa Udler sah man in einer Doppelrolle, die für sie zur Bombenrolle wurde. Man stellt wirklich diese sympathische Darstellerin in letzter Zeit sehr zu Recht in den Border- grund. e. b., »das Jelögericht von Sorlice.' (Primuspalast.) Ein polnischer Bauer wird dem österreichischen Feldgericht in Gorlice eingeliefert, weil er im Verdacht steht, Leichenfledderei be- trieben zu haben. Es soll an ihm ein Beispiel statuiert werden. So wird er zum Tode verurteilt. Aber die Schloßhertin, in deren Haus die Vorgänge spielen, ein« Gräsin Oglowska, nimmt sich des Armen on, denn sie weiß, daß er unschuldig ist und daß nur die äußeren Umstrntde gegen ihn sprechen. Der Bauer hat ihr Kind, das bei ihm in Pflege war, retten wollen und ist dabei in den Verdacht geroten. Auch der Hauptmann Hoefer, der das Todesurteil aussprechen mußte, hat Bedenken: ober er muh sich dem Gesetz fügen. Da koimnt der Feldturat Schmitz dazu. Auch er gewinnt den Eindruck, daß der Bauer unschuldig ist, und er will ihn um so mehr retten, als er der Schloßherrin gegenüber vor Iahren eine schwere Schuld auf sich geladen hat, indem er sie veranlaßt«, sich von ihrem Geliebten zu trennen. Dieser Geliebt« ist der jetzige Hauptmann Hoeser. Der Feldkurat jagt zum Divisionskommando, und wir haben so Gelegen« hcit, echte und gestellte Kriegsbilder vorgesetzt zu bekommen. Die Oesterreicher müssen zurückweichen. Das Schloß wird geräumt. Die Gräfin findet noch Zeit, den Bauern zu befreien. Dann tomint es zur großen Aussprache zwischen den Liebcsleuten von ehemals. Der Hauptmann erfährt, daß er der Vater des Kindes ist, dos der Bauer gerettet hat. Die Gräfin entgeht dem Kriegsgericht, vor das sie gestellt werden soll, nur dadurch, daß sie mit Hoefer in russische Kriegsgesangenschoft gerät. Dieses lebhaftere Miltolstück der Ijandlung ist umrahmt von einer Dar- und Nachaesckicht«, in der der Kaplan Schmitz im Mittel- punkt steht. Er ist m den Verdacht geroteu, für einen Geistlichen nicht zulässige Beziehungen zu einem jungen Mädchen zu unterhalten. Do erzählt er dein Dechanten die Vorgänge der Haupthandlung und deren Vorspiel, die Liebesgeschichte zwischen Gräsin und Hoefer und erklärt seine Beziehungen zu dem jungen Mädchen, der Tochter der beiden. Zum Schluß kehren die beiden inzwischen Pcnnähllen aus der Kriegsgefangenschast zurück und werden von dem Pfarrer und ihrer Tochter ain Bahnhof abgeholt. So Hot die große und die kleine Verwicklung einen guten Ausgang genommen. Es ist nicht recht ersichtlich, warum diese Gartcnlaubengeschicht« mit dem Kriegs- «rlebnis zusammengeschweißt wurde. Vielleicht wollt« der Regisseur und Mittextvcrfasser Hans Otto dem Ganzen dadurch mehr Leben und Farbe geben. Das Hauptinteresse der Darstellung tonzentriert sich auf Dagny S e r v a e s, die die Gräfin sehr schön, aber auch sehr ungleich gibt und den sehr sympathischen Hans M a r r als Haupt- mann. Ais Feldkurat ist Igo S y m in allen Sätteln gerecht. Er gibt die geistliche Würde, wie die Menschenfreundlichkeit gleich gut wieder und sitzt vortrefflich zu Pferde. Zu nennen wären noch Christa T a r d y als Dienerin und Karl Noll als polnischer Bauer..___ r. »Jfinf Miauten �agst.' (Alozarksaal.) Eine glückliche Ehescheidung und eine glückliche Eheschließung wüsten ziistande gebracht werden. Und in diese Handlungen hinein werden Ideen geslachten, die man tatsächlich nur jenseits des großen Teichs haben kann, wo Technik und Trick sie in das Bereich des Möglichen zwingen. Man lacht des öfteren herzlich und laut, denn es handelt sich hier in der Tat um einen Blödsinn, der entwaffnet. Dennoch setzt sich bei.» Publikum die einmütige Ansicht fest, man kommt dem Zuschauer im großen und ganzen ein bißchen zu blöde. Eddie C a n t o r, dem die Gelenkigkeit eines Schlangenmenschen eigen ist, spielt die Hauptrolle. Er benutzt di« starre Maske und die grotesken Gliederverrenkungen eines Manegeclowns. Da tauchen sogleich— und nicht nur, wenn man Frank T u t t l e s Regie- orbeit betrachtet— zwei Fragen aus. Wandern die wirklichen Manegcclowns(sie sind im Zirkus fast ausgestorben) zum Fil.n ab? Oder verbrauchen die Amenkaner schauspielerisch hochbegabte Komiker als Clowns? Das erstere wäre uircrsreulich, das zweite! müßte nahezu traurig stimmen. Gegen Eddie Cantor mußten alle anderen Darsteller verblassen, da sie nur die üblichen Filmschön- Helten zu sein hatten. An alle, die es angeht, aber.nuß man die alte Mahnung richten, überfüttert das Publikum nicht mit den Amerikanern dieses Schlages.— g. SS WmterMantsS zu außergewöhnlich billigen Preisen! hochelegaate, gaoz eatzückenöe, vornehme LNodett-Kleider«.«tüntel au» öea herrllchslea uuö neueste» Steffen gearbeitet, von ganz alleerlesener Pracht, öem verwöhntestra Geschmack gerecht werten», l» cm erreicht großer stuewatzl. zu staunen» billigen preisen. .------------ tspipenver« artelte». nur Itflft(Et);na. oött «-»rerttt.arrpp mit l»r„n,»d-r langem»ermel in e» Utt' »ielMiger Auisghr. WV.2V 45.- Kaufhaus LanüsbergerStr.SO'HZ fim Mexanöerplah N»ad«»» «»Mg« UINNlkl 6t»tV, j. k war« g, füttert oü.angeDibtcignltcr, in altn Farbe» "X'l 24.- 17 .75 tit modernen ffarbpellun- gen..... „•SÄ. Westen mit»ragen und llüiUX in vor. «üglicher DuotitSt....... Pullover Rein««Zolle � M 14m 15.25 Zr.yahn Sonntg., 30. 10.27 Staats-Oper AmPl.d.Republ. Anf. 7 Uhr Sinti. Stepielh. Aa GnAiraaavU 8 Uhr Pen W Sonntg., 3a 10 27 Bismarckstr. Ab.-Toni. Alf. 8 Staat!. Schillert)). Charlottenburg 8 Uhr- Fünf von der Volks büh ne fbuliT in eaiowplitiTli. im SdüfDintrdsniii 3 Uhr: 7'/. Uhr Peer W 3 und 8 Uhr; Darn: Der gemflilldie KommUsSr Theater in der Kommandantenstr. Täglich 8 Uhr i Der große Lacbertolg! |,Sch5n sehn wir ans!'| 26 lustige Bilder mit Henry Bcnflcrl | Vorverk.- Theaterkasse 11-2 Uhr| Dönhoff 5083. r SONNTAG NACHMITTAG 1 ICE Neidhardt v. Gneisenau I ▼on W. Goets. Jeden Mittvoc)!. Sonn-l 3 Uhr abend und Sonntag/ nachmittag| KLEINE PREISE 6roftes Sdiausplemaas Grosses saaDspielbans TSglieh 8 Uhr, Kode 11 Uhr- "'.Chareil 1 j 1 1 SSk iitaanlernna mit Nu Pnilirterf Rita Georg iBendnn Jankuhn. SzOke Sza- kall I Werkmefstor Wotlormeier Jaekssn Boys tfunshlna Blrla inaut. Prot. Stern/ Dirlg. Dr. RSmer Mittwoch, Sonnebend and Sonntag nachm. 8 0.: Neldhardtyon Gnolatnau mit Werner Kraust. Vorrerkaul Zu kleinen Freie. 10» Uhr. DeDtsdiesTlieater Norden 10334—37 • U. Ende 11 U. v. Gerh, Hauptmann ligii: Max Reinhardt Kammerspiele Norden 10334— 37 7'/, U-. Ende 10 U. „Haya" fduuiiil in Sibug Giofllln Regie: Gaston Bat}- Die Komödie Bismarck 2414/7516 •!'/. Uhr, Ende 10»/, Zinsen Komödie von Bernard Shaw Plscatorbfllme tbiit l lolliidorfptiti KurfOrst 2091/93 8 Uhr: fioppla. wir lelieD von Emst Toller Inz. Erwin Plscalor 8inmkr4llbni Th. Königerdtz. St. Bergm. 211a 8U. Gustav III von Strindberg. Baromky Regit;(khrl Komödlenhaoe Norden 6304. 8»/« Hoknspokns Berliner Theater Dönhoff 17a 8'/, Der Geittemd DER TIERA\EK>CH Eis FTte B»a PaaJ Vsleacr■od Carl J. Draaw»ach data SchaaißUI vom Hai Mohr IM DEN HAUf TROtLEHe PAUL WEGENER MARY fOHNSON/ KURT GERRON REGIE: MAX REICHMANN URAUFFÜHRUNG MORGEN WAW --." MMK Nenes Theater am Zoo Täglich 8 Uhr Die Hotelratte Operette v. Bromme A.lte Hedir, Pul rieideminn. WOCHENTAGS /X /Ak VOKTERKAUr TACL AD II UHR INHADER: HERDERT POIKE SONNTAGS A A A JDefina, CASINO-THEATER«uhr: Die Paula vom Metropol. Aoaedmelden! Gutschein 1—4 Pers. Fauteuil nur 1,10 IIA, Sessel nur 1,60 M. S�KomlsdieOperSM Neuartiges Revue-Stflek (Alles Nackt II (Nach der gleichnamigen Pariser Revue„Tout nu") 200 Mitwirkendel Original-Pariser Kostüme Trianon-Th. T1|L r/. Uhr: Erika Glässner in FlZMIW» Heute nachm. 4 U. Klostler-KaspeiletlL darauf Max und Moritz tiMerg-Bibiin Bis. Kflnstler-Th 8 Uhr Justiz Sonnt 3', Uhr: Vollständige Vorstellg. zu kleinen Preisen, Jeder Erwachs I Kind frei fit., WM..... Theaterkasse ununterbr.geöffn.| arkett 3, SU Mk. Nollendon 7360 Die Okiober- Varietö-Bevue Sonnabends d. Sonntags le 2 VorsteUimgen 3» n. 8 Ubr— 3» zu ermflBigten Preisen das ganze Programm. Renaissance-Theater Steinplatz 901.— Täglich 8 Uhr: Giovanni n.Aiinabella Montag, den 31. Oktober iR'f, Uhr MM REVUE Muirta�mo* THEATER« ADMIRALSPIUST Heule: Sonntags- Isorsteä. J a.«S'j« Uhr NadirrL die gante Vorstellung xu Qalben Preisen Theater am Kottbnsser Tor Kottbasser Straße 6. Täglich 8 U. u. Sonntagnehm. 3 U. Elite- Sänger in grober Form in Ihrem Dombenprogramm I Volkspreise von 50 Pf. bis ZJ0 M. äonntag nachmittag: '«roß« FamiUen•Vorstellnng Volles Progr. KL Preise v. 40 Pf. b. 1,75 M. Reichshallen-Theater Anfang 8 Uhr u. Sonntag nachm. 3 Uhr Stettiner Sänger Zum Schluß: Eine Hochzell . � in der Mülleratraße Nachmittags: Halbe Preise, volles Programm. Dönhoff» BrettM: VarigM, Konzert, Tanz Vlinte� Cdrieti RaucSlr tattet Ihdmondt- üuy Ernest van Büren I Enoch Ught's Columbia-Orchester| lIng-Thc 8 Uht Täglich 8 Uhr: Oesamtgastspiel des Bernileld-Tbeateri m.d3-Akt-Schlager Wer ist der Vater? Sonntag 4 Uhr: Sdaneewei�chen and Rosenrot Kleine Eintrittspr. wauiaiia>TBcai Täglich 8'/. Uhr: Hin Rmfesheimer SdiloB steht eine linde Parkett statt 4 Mk tägl. auch Sonntags nnr 60 PI. Sonntag 4 Uhr. Aschenbrödel Parkett von 30 Pf. an Lustspielhaus 8»/, Uhr .Filmroinantik" rnaiid 8 Uhr Der rote Hahn Theater des Westens 8 Uhr Gastspiel Prltzl Mnssary Eine Fran von Format Jlose-Theater 1 Uhr: Hansel o.liretel 8»/. Uhr CharleysTante Planetarinm am Ion lirliag. Judiiasttalii Stnlt Noll. 1578 Der Stsmenlilnnialtut der Reiec von Berlin nach dem Aeguater Vorführungen; 41/a 6, 7>/> 9 Uhr. Eintritt I M. Oihnnt. II Jah/tn 0.10 U. König5 Platzl Ecke Friedrich- und Mittelstra�e Wer nldü IdCllI beKomml sein GClCl ZUfttdi (Nat nur den Musikanteil seiner Consumation.) E inhaltspreise i* Pt Kuchen Torten Schinkenbrötchen Käsebrötchen 80 PI. Gr. Tasse besten Bohnenkaffee V» Hell Portwein Kuchen mit Schlagsahne 71 PI. Portion Eis Eis-Schokolade Bockwurst mit Salat Bratwurst mit Sauerkohl Mk. I.— 1 Ung. Goulasch Eisfrüchte Sherry Cobler 1 Glühwein Warme Punsche Prominenten Dir. Alex Braune 1 0 Weltattraktionen Kleine Preiset Neu! Ab ii Uhr; Neu! Metropol-Diele Nachtkabarett Tanz x 2 Kapellen. Gutgepflegte Biete. Moerc..JonDy spielt auf" Rennen h Kartshorst Sonntag, den 30. Oktober mittags 13 Uhr Parforce-Jagdrennen. XQche* /fjHöfwwrufeh Glrcus Busch TägL 8 Uhr: Paula Bosdi in Vicki wettet am die Weit Sonntag nehm 4 U. Die gaaz« Vorstellung zu halben Preisen Circusprogramm u. unwiderruflich letzte Aufführung Das Mädchen a. Wild- West! Sprccb Maschinen� Sonder � verkauft Wir fabrizier. wieder In großen Serien u. sind hierdurch In der Lage, unsere bisherig, billigen Preise nochmals bedeutend h erabzusetzen. Wir bieten hierdurch Gelegenheit, zu diesen günstigen Sonderpreisen sich ein Qualitäts-Musikinstrumenl zu wohlfeilen Bedingungen anzuschaffen. In unserem Katalog finden Sie die billigsten bis zu den elegantesten Instrumenten mit neuester Tonfübrung. Modell 1928. aMr* v—t— g— Sie sofort Katalog gratis I Sdiulz i Gundladi, Berlin, fffiazsir.ts (Ol dtl Aiexaßderpiatz) üebr 25 Jahn besleheail. Btsiditiiiiig ohne lufivnf. Virtrelei gisoiW. w&jlte8 -■.> . i*-># .''•' ,»Tt-f:■*> ,W mm -w.•'f.• 1•; t- A**■' tS-i- EIN FILM VON CECIL&deMILLE MANUSKRIPT// JEANIE MACPHERSON fUENIZIEN PA LAS" ILUDWIG KLOPFERI VORSTELLUNGEN 5,7�IOUHR 741' PWIharmonle 7'/, Uhr KONZERT des Philharm. Orch Hin,. Prol. J. Prüwer ■elropole-The«L Tägl.S'I, Uhr Der gr. Operettenerfolg!— Die TDBtütilpfiiizKtin Ueber 200 Auffflhr. Martin Kettncr mrfyjalati. fill, bytn a.i Circus 100 LOwen Kapitän Schneider PrmzenaUee Ecke Soldiner Str. Td HsiL 4121. Ant nachm. 3 Uhr und abends 8 Uhr. Ab 10 Uhr vorm. Tierschau, Proben und Raubtier- fütterung. H4M t& NACHMITTAG»'/, UHR: VIEßKOTTER DAS EREIQNS»S IM Der Heutigen Tt-btanffag, Hegt cta tßrofpelt bec Firma Hermann Tie a bei. betreff..Wohlfeile Woche", mornaf mit unfere Sefee befonbets htaauffen. Sonntag 30. Oktober 1027 C Unterhaltung unö AAissen Settage öes vorwärts Sang im herbst. Der Herbst fängt schimmernde Fäden ein, Denn der Sonnenschein Zerflaklert in lachendem Sinken.» Und wir wollen dem herbstwind Gespielea sein Und den Lecher der Freude trinken. Dir Armen müssen wie Sturm geschwind Mit dem hellsten Dind Die prangenden Früchte begehren. Denn die krank und wund und gefangen sind. Sind Kraft in wirbelnden Heeren. Dir säen Sturm und wir hegen den Brand. lieber Land, über Land Geht werbend der Liebe Frohlocken. Läute, du Volk, mit befreiter Hand Die heiligen Mitternachtsglocken. Franz Rothenfelde r. Der Menfthenverbesterer. Von Haffe Zetlerström. (Deutsch von ZlgeAoen st rupundElisabethTreitel.) Ez gibt Worte und Sätze, die ich nicht leiden kann, die ich ent- schieden mißbillig«, ja, die mich in schlechte Laune versetzen. .Haben Sie vielleicht eine Briefmarke bei sich?" Kennen Sie die Frage und den Mann, der mit einem Brief vor Ihnen steht? Der nochlässig«, unordentliche Dutzendmensch, der nie cn« eigene Briefmarke für sein unnötiges und dummes Geschreibsel hct, der sein Leben lang mit der arroganten Frage herumläuft: .Haben Sie vielleicht eine Lries marke bei sich?" Ich habe so einen Briefmarkenmenschen gekannt. Als«r zum siinszigsten Male mit seinem unfrankierten Brief vor mir stand, sagte ich: .Du gehörst zu den gefährlichsten Mitgliedern der Gesellschaft, zu den unordentlichen und nachlässigen. Durch eure Schlamperei ver» neint ihr die hohe und goldene Regel der Ordnung, den fundamen- talen Satz, auf dem olles Leben und alles Gemeinwesen aufgebaut werden müssen. Ihr existiert ausschließlich von unserer Güte— unserer Gutmütigkeit. Das gilt nicht nur von der Bummelet mit der Briefmarke, es gilt auch vom Geld—„Rönnen Sie mir vielleicht Kundert Mark borgen?" Es gilt von allem anderen— Zahnbürste, Seife, Kragenknopf." Der junge Mann sah mich mit dem blöden Lächeln der Jugend an, das außer Dummheit auch ausdrückte, daß er kein Wort ver» standen hatte. Dann sagt« er: .Haben Sie vielleicht eine Briefmarke bei sich?" .Was für eine?" .Eine Fünfzehnpfennigmarke, wenn Sie eine haben." .Bitte, hier haben Sie eine Fünfzehnpfennigmarke. Sie kostet dreißig Pfennige." .Wieso denn? Sie kann doch nur fünfzehn Pfennige kosten?" .Am Postschalter, ja. Gehen Sie doch hin und kaufen Sie sie da. Ich nehme dreißig Pfemrge. Für meine Mühe und für meinen Ordnungssinn. Zehnpfeimigmarken kosten fünfundzwanzig Pfennige. denn die Mühe ist dieselbe. Fllnfpfennigmarken kosten zwanzig Pfennige." Der junge Mann bezahlte sein« dreißig Pfennige und sagte: „Wenn man einen ganzen Bogen kauft, dann sind sie wohl billiger?" Gr war nicht so dumm wie ich gedacht hatte. Unordentliche Menschen sind leider oft witzig und intelligent. Das ist ihre Rettung. „Diese wird sehr gern gekauft." Es ist die Berkäuferin eines Herrenartikelgeschäfts, die von einer Krawall« spricht, die sie mir aufreden will. Ich sehe ihr gerade in ihre holden, blauen Augen und sage: „Es ist vieles im Leben schlecht eingerichtet. Sie sollten nicht hier stehen und Herrenartikel verkaufen. Sie haben nicht die ge» ringst« Ahnung von solchen Sachen. Ein Mann kann wohl Damen- art'kel verkaufen und sie auch anfertigen, Kleider, Kostüme. Hüte, Pelze. Schuhe— wo gibt es aber die Frau, die die Psychologie eines Kragenknopfs begreift? Ein Kragenknopf— ein Mann kann sein ganzes Leben dem Suchen nach dem richtigen Kragenknopf widmen. Oft findet er ihn n'«. Eine Krawatte— eine Frau kauft eine Krawatte für ihren Verlobten, ihren Gellebten, ihren Mann, ihren Vater. Die armen Männer bekommen immer die Krawatten» die Sie mir aufreden wollen. Sie bekommen die Krawatte, die sehr gern gekauft rvird. Gern gekauft— glauben Sie, daß ein Mann je etwas haben will, weil es gern gekauft wird, es mag sich um Krawatten, Zigarren, Bauchbinden oder Frauen handeln? Ein Mann will schon von Geburt an immer das haben, was ihm selber gefällt, das, wovon er glaubt, daß es nur ihm in der ganzen Welt gefällt. Aber Sie drängen ihm das auf, was Sie wollen, daß er nehmen soll Sie und die anderen Frauen, mit denen Sie im Kom- plott sind. Wonim sind die meisten Männer so schlecht gekleidet? We'l sie von Frauen gekleidet sind. Sie dürfen sich nicht selber kleiden. Sie fangen bei den Windeln an, die Sie in der Wiege um ihn wickelst, und Sie fahren mit den Kragcnschonern, Krawatten und der Unterwäsche jort. Ein Mann ist oft w'e eine Kokotte unter dem Anzug gekleidet— rosa Wollhemd und lila Unterhosen. Denken Sie, daß er sich selber derart anziehen würde? Niemals. Seine Frau hat es getan. Nach Beratung mit Ihnen. Er trägt ein Wollhemd, das gern gekauft wird, und Unterhosen, die gern gekaust werden. Wenn Ich im Echlafcoupe. bin, kann ich am Pyjama meines Miireiscnden genau ausrechnen, wie lange er ver- heiratet ist, und wie seine Frau aussieht. Wenn er Sprungriemen an den Hosen hat, denn ist sie eine Frau, vor der ich den Hut z'ehe, ober in die ich mich absolut nicht verliebe." .Tja, der Geschmack ist so oerschieden," sagt« die junge Dan« mtt der Krawatte.»Vielleicht möchte der Herr lieber eine Schleife— diese werden sehr gern..." Da war ich schon über alle Berge. „Bisher hat sich niemand über den Lach» be» schwert." Es ist der Kellner eines Restaurants, der spricht und auf eine mild« Bemerkung von meiner Seite erwidert. Ich antworte: „Kein Gast hat bisher diesen Lachs gegessen, hoffe ich, dieses Fehn �ahre Diktatur. Tcotzki(1017): .dieser Käfig muß errichtet werben. Stalin(1027): .... um Sie, Verräter Trotzki, darin einzusperren Stück von einem Lachs. Kein Mensch, mißer mir, hat Gelegenheit gehabt, seine Meinung über diese Scheibe Lachs zu äußern. In der ganzen weiten Welt habe nur ich allein dieses Recht. Mir gefällt dieser Lachs nicht, jedenfalls nicht so, wie er hier ist." „Es ist derselben Lachs, von dem wir das ganze Mittagessen serviert haben, und bisher hat sich niemand beschwert." „Derselbe Lachs! Wie verschieden im Geschmack ist ein Lachs und hat das Recht, es zu sein. Ein Mensch ist ja auch verschieden— mancher hat einen schlechten Kopf, aber ein Herz aus Gold.— Ein Lochs— ich kenne nichts aus dem Kapitel Lebensmittel, das so viele Geschmockssensatioi«n bereiten kann Der Rücken, der Schwanz, schmecken verschieden, auch wenn sie gleich zubereitet worden sind. Der Lachs mag ausgezeichnet sein, aber dieses Stück hier ist schlecht. Niemand hat sich bisher beschwert— was hat dos zu sagen? Ihre Gäste sind gutmütig, eingeschüchtert, durch schlechtes Essen ge- schwächt, sie hoben keine Kraft zu protestieren." Der Kellner sieht mich an, und mit einer Stimme, deren arktische Kälte mit keinem Instrument der Welt gemessen werden kann, sagt er: „Generaldirektor Schnellhaas hat eben von dem Lachs gegessen und hat sich nicht beschwert." Da faßte ich Messer und Gabel und vertilgte die Lachsscheibe mit Haut und Haaren und Graten und Kartoffeln und Mayonnaise. Wenn ein Generaldirektor von einen: Lochs gegessen hat, ohne sich zu beschweren, dann ist er eben untadelig. Streifzüge in einem Wafferttopsen. Von R. H. Francs. Wer hat schon einmal einen Tropfen Sumpfwasser unter einem starken Vergrößerungsglas gesehen? Wenn sich die Schulreform nach meinen Vorschlägen einrichten würde, dann käme in jeder Voltsschule einmal eine Stunde, in der man schon den Zehn- und Zwölfjährigen auf dem Wandschirm die Welt im Wassertropfen zeigte, was man ganz leicht durch«in Mikroskop schon mit einer mittelmäßigen Lampe erreichen kann. Man mühte dazu den Kieinea etwa folgendes sagen: Ihr könnt jetzt sehen, wie wenn euer Aug� alles tausendmal größer anschauen würde, als die Dinge wirklich sind. Ihr könnt daraus sehen, daß es viel mehr gibt, als man so im alltäglichen Leben zu sehen glaubt, daß also die Welt ganz anders ist, als man zunächst steht. Bor allem ist sie viel lebendiger. Denn in jedem Tropfen Wasser sind, wie ihr hier seht, taufende von lebendigen Geschöpfen, die ganze Lust, die ihr einatmet, ist voll von ihnen, in jedem Körnchen fruchtbarer Erde leben sie. � Würde man das alles zusammenrechnen und abwiegen, dann würde dieses Klein- leben zusammen einen riesengroß« ä Berg bilden gegen einen viel kleineren, auf dem die bekannten Pflanzen und Tiere zusammen- gehäuft sind. Es ist also das Kleinlebey bedeut- samer als das G r o ß l« b e n. Die kleinen Geschöpfe ersetzen durch ihre Zahl da?, was ihnen an Kraft und Größe im einzelneu abgeht. Ihr könnt hier das verschiedenste Kleinzeug buntfarbig durcheinander wimmeln sehen und werdet finden, daß da gar nichts an die bekannten Tiere und Pflanzen erinnert. Nur daraus,'daß manche von diesen Geschöpfen grün gefärbt sind, wird man an Pflanzen gemahnt, aber mit dein Unterschied, daß diese grünen Dinge oft umherlaufen, was nicht der Pslanzen Art ist Diele andere sind gelb oder braun, manches rot, mehrere blau oder blougrün, und die meisten so durchsichtig wie aus Glos. In die Durchsichtigen kann man hineinsehen und bemerkt dann, daß sie im Innern andere Klein- aeschövfc haben, aber in einem getöteten und zerstörten Zustand. Die Großen im Wassertropfen fressen ossenbar die Kleinen, und die Größten sind offensichtlich auch die größten Räuber. Jetzt werdet ihr auch verstehen, warum diese Geschöpfchen durch- einander lausen. Die«inen sind auf der Flucht, die a.zderen auf der Jagd. Eine wunderbare Urwelt ist das, was man ha in dem lebenden Bild gespiegelt sieht. Man braucht dazu nicht wett zu- fahren, der Froschgraben vor unserein Garte» ist eine solche Urwelt, und der Tropfen stammt von seinem grünschlawmigen Grund. Furchtbar und wild geht es darin zu, Iagdabenteuer, kühn« Flucht, Seltsamkeiten, Leben und Erstaunliches, auch Schönes gibt es darin in Hülle und Fülle. So sind die allereinfachsten, die Urpflanzen und Urtiere beschaffen. Und sie sind von allergrößter Bedeutung für die andere» Geschöpf«. Die in der Erde leben, machen den Boden fruchtbar und rein, weil sie die toten und verwesende» Dinge verzehren und Nah- ningsmitte! vorbereiten für die Wurzeln der Waldbäume, der Wiesen- gräser und der Feldfrüchte. Die im Wasser leben— auch das ganze Meer ist in den oberen Schichten erfüllt von ihnen— dienen den größeren zur Nahrung in einer langen Kette, die im Fischreichtum der Gewässer endet. Auch sie halten alle Flüsse, Seen und Meere rein durch Derzehren der Änkstofse. Die Bedeutung des Kleinen im Haushalte von Natur und Mensch kann also nicht genug hoch ein- geschätzt werden. So würde ich im ersten Naturkundeunterricht sprechen und nun alle Bildung über Natur auf dieses erste Erlebnis aufbauen. Denn in Wirklichkeit baut sich ja auch dos Naturleben so aus, daß überall. Im Meer und aus dem Festland, auf der ganzen Erde von Nord bis Süd durch die Luft verbreitet einfachste und kleinste Geschöpfe vor allen Pflanzen und Tieren da sind, die gar nichts zum Leben brauchen, als was das Wasser, die Luft und die nackte unbelebt« Erde bieten. Bon ihnen, den absolut Bedürfnislosen, lebt dann die ganze übrige Welt in vielen Stufen, bis zum Menschen hinauf. Es ist ungemein merkwürdig, wenn man darauf einmal auf- merksam geworden ist, diese verborgenen Erhalter der lebendigen Welt auf Schritt und Tritt überall wiederzufinden. Natürlich nur mit Hilfe eines starken Vergrößerungsglases, unter das man so wenig von der Substanz, die man untersuchen will, bringen muß, daß es durchsichtig ist. Der Staub unserer Stube enthüllt sich dann als ein ganzer Tierparrk von Wundergeschöpfen, der Straßenstaub, den wir mit Kleidern und Schuhen hereintrugen, nicht minder, woraus sich dann das erster« ungezwungen erklärt. Auch in i«dem Tropfen Faulschlamm und Sumpfwasscr wirbelt und tanst es von Leben, und ich habe in jahrelanger Arbeit Teiche untersucht, in denen sechs- bis siebenhundert verschiedene Arten von kleinsten Lebewesen ihren Unterhalt finden. Nur begehe mo» nicht den Irrtum, zu glauben, man schlucke im Trinkwasser ganze Welten von Infusorien hinab. Em solches Trinkwasser wäre unrein im gesundheitlichen Sinne und gefährlich. Das von den Gesundheit?- behörden zugelassene Wosserlcjtungs- und Brunnenwalser enthält harmlose Bazillen und kaum da und dort einmal ein Keimpflänzchen oder Tierchen. Aber schon im Fluß, namentlich wenn sich die Ab- wässer eines bewohnten Ortes in ihn ergossen haben, da wimmelt es wieder, und fischt man mit einem Netzchen mit feinsten Maschen aus einem noch so kristallklaren See oder aus dem Meer«, scrn von ollen Küsten, dann bleibt im Netz bald eine Art durchsichtiger Gallerte zurück, die sich unicr dem Ve'rgrößerungsglao auslöst in die ent- zückendste Vielheit schöner Kleinlebewesen Auch der Wald- und Ackerboden lebt. Um so inehr Geschöpfe sind in ihm da, je mehr Humus er eiUhäli. mit anderen Worte», je fruchtbarer er ist. Ich habe aus ollen süns Weltteilen viele hundert Erdp'obcn daraufhin untersucht und kenne nur«inen einzigen Ort: dessen Boden säst so arm an Kleinlebewesen ist wie das Trinkwasser. Das ist die Sand- wüste. Es gibt einen guten Maßstab, um das auf den ersten Blick zu beurteilen. Je weniger Pflanzen auf einem Boden wachsen, desto weniger Lebewesen birgt auch er. Alleben ist also im ganze» genommen auf der ganzen Erde. Und es gibt zweierlei Arten von Naturkunde. Eine, don der jedermann mehr oder minder weiß, von ihren Bäumen und Blumen, dem Wild und den Haustieren, dem Getreide, den Vögeln und Insekten, den Würmern und Korallen. Und eine andeve, nur den Eingeweihten bekannte, die dem Auge des Alltagsmenschen verborgen ist ob der Kleinheit der Geschövf« und uns manchmal sichtbar wird als grüne Farbe in einem Teich oder See oder als grüner oder gelber Anflug aus Mauern und Bäumen, is Trübung im Wasser oder auch als ansteckende Krankheit, wenn jich die Kleinwelt eimnal gegen uns kehrt und versucht, in unserem Körper auf unsere Kosten zu leben. Denn auch das gibt es. Nicht alles, was da im Unsichtbaren kreucht und fleucht, ist harmlos, son- dern es find die allerwichtigsten und allerschädlichsten Wesen darunter. Von Bazillen hat schön jeder gehört und denkt bei dem Wort automatiisch gleich an Tuberkulose, Cholera. Influenza und Pest. Tatsächlich werden diese auch durch eine kleinste Art von pilzartigen Pflanzen verursacht, die so leicht sind, daß der Wind sie in der Lust umherwirbelt, daß sie in alle Getränke hineingeraten können, ohne daß man es beiwrkt, iinb_l>ie darum auch im Menschkörpcr unbemerkten Einzug halten. Sie nähren sich dadurch, daß sie ihn zer- setzen. Das merkt man dann gründlichst als Erkrankung, Dahin- schwinden und Lebensgefahr Man muß an die Kleinheit und Allverbreitung dieser Krankheits- er reg er denken, um zu verstehen, warum der beste Ratschlag der Aerzte im Kamps gegen die ansteckenden Krankheiten lautet: Vor- beugen durch Vermeidung der Ansteckung ist leichter als Heilen. Darum muß man solche Kranken absondern, darum darf man sie nicht besuchen, darum ist es unter Umständen, wenn eben alle Vor- ficht und alle Reinlichkeit außer Acht gelassen war, möglich gewesen, daß sich Epidemien über Städte und Länder ausbreiten konnten und Millionen von Menschen dahinrafften. » Zum Glück aber hat man die Gefährlichkeiten dieser Bazillen in der ersten Aufregung bei der Entdeckung übertrieben. Die Ba- zillen, zum Beispiel die der Lungenschwindsucht, sind zwar tatsächlich überall im Staube da. Jeder Luftzug wirbelt sie auf, und man atmet sie aus Schritt und Tritt ein. Aber nicht jedermann erkrankt, der sie einatmet. Nur diejenigen, die auf irgendeine Weise dazu vorbereitet sind. Durch einen ererbten, schwächlichen Körperbau, durch Alkoholmißbrauch, durch ungenügende Ernährung, überhaupt durch die Nachteile, welche Armut mit sich bringt. Nur in einem zur Krankheit geneigten Körper vermögen die Bazillen Fuß zu fassen. Und ganz falsch wäre es, nun diese ganze Rotte zu verdammen. Gprade unter den Spaltpilzen, wie man die Bazillen deutsch de- nennen sollte, befinden sich die wichtigsten und nützlichsten aller Geschöpfe. Man kann keinen Bissen verdauen ohne sie. Im menschlichen Darm leben welche, die völlig unentbehrlich sind, namenttich bei der Fleischverdauung. Man kann kein Brot backen ohne sie, denn Spaltplize sind ein wesentlicher Teil des Sauerteiges. Die Getreideernte, überhaupt jeder Pflanzenbau, würde ohne die im Ackerboden lebenden Spalt- und Bodenpilze ein Ding der Unmöglich- keit sein. Schon diese drrei Beziehungen— gar nicht zu gedenken mancher anderer zweiten Ranges— erheben die Kleinlebewelt zu einer Großmacht. Man hat also einen ganz schiefen Begtiff von der Natur und den Widerlichkeiten des Lebens, wenn man diese Dinge nicht weih. Auf einem noch trotz allem Wissen und Forschen in vielem geheim- nisoollen Untergrund baut sich die sichtbare Welt auf. Sie aber ist nur Blüte, während es auf die Wurzeln ankomint, soll das Ganze gedeihen. Noch lange nicht werden wir alle diese Wurzeln und vielverschlungenen Zusammenhänge kennen, darum ist es auch lange nicht möglich, auf alle Fragen über die Entstehung und Entfaltung des Lebens Antwort zu geben. Im Einfachsten steckt das tiefste Geheimnis.__ Spielbälle öes herbstes. von Lola Landau. Als ich die Tür des Landhauses öffne, um in das Freie zu treten, schlägt«in Wirbel dürrer glitzernder Blätter in den Flur. Mit goldenen raschelnden Füßen jagt der Herbst tief in unser Haus hinein: die Landschaft stürzt durch Türen und Fenster in das Heim, das uns nicht kindisch vor der Erde behüten will. Welches Glück, wieder einmal ein paar. Tage nicht Mauern und Gitter zwischen sich und den großen weisen Herbftwolken zu haben. Das?t keine Straße, keine Steinschlucht, die ich setzt hinunter. gehe. Braun und rissig läuft der Weg im Zickzack den Schritten voran, ein täppischer Pudel: hier und da schießen wie bunte Pilze die kleinen Häuser aus der Erde hervor. Wer zu ihnen will, muß sich jeden Tag neu seine feste Straße treten. Ein Mensch kommt mir entgegen und grüßt. Es ist der Briefträger, der am Nachmittag die erste Post bringt. Aus den blanken Knöpfen feiner Uniform lacht und funkelt uns die groß« Well an, die er in die schüchternen Häuser trägt. Ein Briefträger auf dem Lande ist der Bote der Welt. Er weiß alles von uns. Schon nickt er mir zu:„Einholen?" Weiß er doch zu gut. daß ich für heute abend«in Festmahl für meine Gäste einholen will, reif und süß gemischt wie dieser späte Oktober- tag. Die letzten Tomaten des Gartens müssen'hr Rot hergeben: aber Aepfel und Laub, vor allem Aepfel werden der Schmuck des Tisches sein. Ihre goldenen und roten Kugeln sollen über die Tafel rollen, Spielbälle des Herbstes. Ich poche an ein kleines Haus, dessen blaue' Laoendelfarbe schon fahl und verblüht ist. Aus dem niedrigen Fenster steckt eine alte häßliche Frau ihren Kopf heraus. Man nennt sie heimlich die Hexe des Dorfes, läßt das kranke Vieh bei ihr besprechen und traut ihr übernatürliche Kräfte zu. Vier Männer hat sie in die Ehe gelockt und sie alle vier überlebt, deren Gräber auf dem Friedhos in einer geheimnisvollen Efeuecke nebeneinander liegen. „Haben Ei« Aepfel?" frage ich behutsam. Wie immer, wenn man sie anspricht, legt sie den Kops wie eine Dohle tief auf die Seite, als wolle sie mit einem plötzlichen Stoß ihrer blinzelnden grauen Augen das Innerste des Menschen erspähen und heraushacken. „Aepfel? IaI Wenn Sie mir helfen wollen, sie vom Baum pflücken?" Durch den Flur, an dessen Wand ein finsterer Herd raucht, trete ich in den freien Hof. Da steht ein Baum über und über beladen mit den herrlichsten Aepfeln, deren Wangen in einem unnatürlichen und verführerischen Rot glühen. Ist es vielleicht ein Zauberbaum und sind seine Früchte verwunschen? Als ich den ersten Apfel vom Zweig löse, fährt mir ein leiser körperlicher Schmerz des mütter- lichen Stammes bis in die Hand hinein, während die Alte mit grau- samen unbekümmerten Fingern Frucht um Frucht vom Baume reißt. „Kosten Sie?" sagt die Hexe und hält mir in ihrer gelben verschrumpelten Hand einen Apfel hin. Ist es der Apfel des Bösen, den sie mit ihren listigen glitzernden Augen mir Zur Versuchung reicht? Ich zögere einen Augenblick: dann beiße ich in das süße Fleisch und schmecke nichts, was nicht in mir war. Das Böse ist ja wie Haut an unseren Händen festgewachsen. Ist es nicht Sünde schon, die Kinder der Bäume zu unserem Genüsse zu quälen? Da zerrinnt der Spuk. Vor mir steht keine Hexe, sondern eine arm« Greisin, deren zitternde Finger sich mit der kleinen Münz« trösten. Und ich verlasse das fahle Haus mit meiner Beute von Aepfeln, gehe quer über das Feld, um mir bei dem reichen Bauern ein Huhn zu dem Festmahl zu holen. Obwohl es Spätnachmittag ist, fast Dämmerung, käuern auf dem Acker Männer und Frauen, stoßen ihre Hände wie Schaufeln tief in die Erde und wühlen Kartoffeln heraus. Wie sie so in stummen Reihen aus den Knien liegen, ohne Sprache, versunken, sehen sie aus wie Beter, die nicht zum Himmel, aber zu dem mächtigen Geist der Erde ihre Bitten und Klagen stöhnen. Stunde um Stunde laufen die erdfarbenen Früchte, ein ewiger Rosenkranz der Arbeit, durch ihre Hände. Ein junges Mädchen erhebt sich mühsam, als klebten ihre Knie an der Erde fest. Ich bitte sie, mir«in paar Kartoffeln in meine Tasche zu schütten: nun prassein sie mit den Aepfeln zusammen. Wenn heute die Kartoffel aus den Tisch kommt, wird sie nicht nach Mühsal und Andacht schmecken wie die mystische schwarze Perle des Gebets! Gleich hinter dem großen Acker liegt das neue Steinhaus des Bauern, schmucklos und frisch gekalkt wie«in schneeweißer Meilenstein. �vse junge Frau mit kleinen zerdrückten Zügen streckt kaum die Hand unter der Schürze hervor, als ich sie ihr entgegenhalte. „Können Sie mir«in Huhn geben?" frag« ich. „Ein junger Hahn ist noch übrig zum Schlachten!" sagt sie gleich- mutig.„Wollen Sie ihn gleich mitnehmen?" „Ja. Ich warte vor der Tür, bis es geschehen ist." Feige ziehe ich mich zurück. Eben habe ich das Todesurteil über ein lebendes Wesen ausgesprochen, das um meinetwillen sterben muß. Eben noch scharrte das funkelnd« Geschöpf im Sande, plusterte sich mit Jugend und Lebensfreude auf: es wird nie mehr krähend dos erste Licht grüßen. Das furchtbare Geheimnis des Lebens, in das ich frevelhaft eingreife, erfüllt mich mit Schauder und Schuld. Da höre ich schon die Schreie der furchtbaren Todesangst, ein lang- gezogenes Gellen. Auch Menschen schreien nicht anders. Es ist der- selbe Laut der vergewaltigten Kreatur. Als ich das Zimmer betrete, liegt das tote Tier blutig auf der Wage. Plötzlich hebt es einen Fuß mit der drohenden Kralle hoch. Gräßklches Entsetzen schlägt mich taumelnd zurück. Nur Reflex," sogt die Bäuerin überlegen.„Es lebt nicht mehr. Können Sie so etwas nicht sehen? Tiere sind schließlich dazu da." Den toten Hahn zwischen Laub, Aepfeln und Erdfrüchten ver- hüllt, schleiche ich wie ein heimlicher Mörder über dos Feld zurück. Die ersten Sterne blinzeln, als schüttle sie ein leichter schauriger Wind, und dabei strahlt eine so schneidende grausame Stille von diesem Herbsthimmel, der keine Antwort auf alle die unruhigen Fragen geben will. Warum müssen wir töten, um zu leben? Warum ist das Böse in uns festgewachsen? Vor der Tür ihres fahlen Hauses steht die Hexe und scheint mir im Dunkel lautlos mit offenem Munde »achzulachen wie die Finsternis selber, die ihr schwarzes Maul zu stummem Gelächter aufgerissen hat. Ich beginne zu laufen. Aber da umfängt mich schon das Haus mit seinem weißen Tisch, über den die Aepfel wie goldene und rot« Spielbälle rollen werden,— das Haus, in dem man sich vor allem Schrecken birgt, zwar keine Wand. aber«ine papierfeine zerreißliche Hülle zwischen uns und den schönen furchtbaren Geheimnissen der Erde. Eine neue Farbenpholographie. Es gibt schon«n« ganze Reihe von Verfahren, in natürlichen Farben zu photographieren, aber alle haben noch ihre Schwierigkeften und sind vor allen Dingen in der Ausführung nicht vollkommen zuverlässig. Nach einem Bericht von Reclams Universum soll nun der in München lebende russische Chemiker Dr. Boris Loundine ein Verfahren entwickelt haben, nach dem eine Farbenausnahme auf die gleiche einfache Weise wie eine schwarzweiße hergestellt werden kann. Die Loundine-Platte wird wie eine andere photographische Platte behandelt, belichtet und ent- wickelt. Statt in ein Fixierbad wird sie jedoch in ein Umkehrbad gelegt, da sonst die Farben des belichteten Gegenstandes in den Komplementärfarben erscheinen würden. Dazu ist aber auch ein einfaches Kopieroerfohren entwickelt, indem aus einem Kopierpapier, das die gleiche Zusammensetzung wie die Platte enthält, beliebig viele farbige Abzüge hergestellt werden können. Voltszählung bei den Seerobben. Längs der Küste von Kali- formen soll jetzt eine Volkszählung im Reiche der Seerobhen statt- finden. Anlaß dazu bieten die Klagen der Fischer, daß diese Tiere sich in einem Maße oermehren, daß eine ernstliche Bedrohung des Fischereigewerbes bedeutet. Die staatliche Fischerei- und Iagdkom- Mission soll daher die Erlaubnis erteilen, diese Küstenbewohner so- weit abzuschießen, daß ihre Zahl auf einem zu bestimmenden Stande erhalten bleibt. Um die Angaben nachzuprüfen, wird eine Expedi- tion ausgerüstet, die sich auf das Randgebiet bis nach Oregon er- strecken wird, einen Staat, der bereits diese Gefahr für die Fischerei erkannt und Jäger angestellt hat, die Seerobben auszurotten. Eine große Anzahl von Siedlungsplätzen, die früher unbekannt waren, sind schon gemeldet worden, aber da sich viel« dieser Behausungen aus dem Schutzgebiete von Leuchttürmen befinden, bedarf es zu der Jagd der Erlaubnis der Regierung. Wahrheit in der MJame isi unser Gesdi äftsprinzip. Was wir in unseren Anzeigen anbieten, was wir in unseren Sdiaufensiern mit Preisen ausstellen, isi am Lager. Die Preise der angebotenen li�aren sind keine Ausnahmepreise, sondern unsere üblichen Ladenpreise. Bei uns findet der Kaufer eine Auswahl, wie sie nur wenige Berliner Geschäfte zeigen können. Zu unseren billigen Kassepreisen ohne Aufschlag verkaufen wir mit <-"».«tn«»»n» Kinder Slrlctmänlel Unterzlehiaclev SÄl&Ä reihig, traun, ö>r. 8........... kiichevhandNicher("m7u�Vt£ Stabrabflnöiaibet�iÄ'srl Lettbeziige Letidezilge Bcltlolen M°»o», JOO/UO,»nzelSum, «oHlrtfotl Slbuto" mit ottlchttb, Kanten OclIlUlCll oute Cualität.....(stUct Senen-Molerjoppea...... COÖrntNSntel Gr Damen und Herren Herreu-winlerMer....... kuadeu-SpoNanzüge v.... knadeU'SchMosen........ Serrev-Breeches......... BflraenroitfetniänfdSCurtÄ l.'O 0.80 0.40 4." 2.1° 5.93 3.M 3.30 0.50 0.60 9." II.95 2.6° 2.6c 15.°° 18.°° 45.°° 10.°° I.90 5.90 R30 C ] -UuritOge van augeryaiv werben geg. �tacynahm» auogeiUyn. Freier OenonO o. Jli, Ju— tu Bacr Sohn A.-6.. Berlin M 4 ....... n«««* Clmaussff-estfmffc«» iKO.HKM________ TRAURINGE | oes. pscuotet Hermann Wiese, Berlin Stimtlg ca. 3000 fugenlose Trauringe am Lager. Preisliste gratis! I Ring Dukatengold<900 geat) zum Reklamepreis von.... Mk. 18.— Gediegen und modern.,.. Mk. 2Z.— Schwere Ausführung..... Mk. 28.— > Ring(388 geat.) Gediegen und modern.... Mk. 12.— Schwere Ausführung..... Mk. IS.— 8 karat. Ringe v. Mk. 4- bis t.— p. Stück. Gravieren gra is rum Mimehmen N 24, Artillerlestr. 30 W, Passauer Str. 12 Pfänder a I die In den Manalen 3anuoi. Februar und MSez 1927 hr unseren Adteiiungen verirtzl unk nicht erneuert wurden, lamme.. tur Versteigerung ad 7. Na» oemder d. Zs. und laigend« Tage. IägerstraßeKt Beginn 9 Uhr vorm. z8laaMihezI.elhaml§