Nr. 135. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Sonnabend, den 13. Juni 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Oesterreichischer Kurs. tönnten, dazu sind sie längst allzu ſehr ſozialdemokratisch aller Behörden nicht einschüchtern und nicht hemmen ließ " ,, verseucht", aber wir können der Regierung doch die und daß wir trot Ausnahmszustand und Kujonirung heute Was wir vor wenigen Tagen voraussagen konnten, Anerkennung nicht versagen, daß sie ängstlich besorgt war, in Desterreich und insbesondere in Wien eine Arbeiterist nunmehr wirklich eingetreten. Der Ausnahms- ja kein derartiges Mißverständniß aufkommen zu lassen. bewegung haben, so mächtig und zielbewußt wie nie zuzustand ist aufgehoben. Eine Verordnung des Man überlege: Montag, am 1. Juni, bringt Graf vor. Gegen die„ Anarchisten" erwies sich der AusnahmsGesammtministeriums" hebt hebt sämmtliche Bestimmungen Taaffe ein Sozialistengeset ein, welches gegen zustand als überflüssig, denn es giebt deren keine; jener Verordnung vom 30. Januar 1884, welche den sozialistische Bestrebungen gerichtet ist, welche den gegen die Sozialdemokraten als gänzlich erfolglos, denn sie Ausnahmszustand über Wien, Korneuburg und Wiener- gewaltsamen Umsturz der bestehenden wissen mit ihm fertig zu werden. Neustadt verhängte, auf. Staats oder Gesellschaftsordnung an- Freilich darf man nicht etwa glauben, nunmehr sei Freilich ganz gesetzlich und vernünftig zu sein, konnte streben", und erklärt in den Motiven des Entwurfes kurz Wien das Eldorado der politischen Freiheit geworden. Graf Taaffe nicht über das Herz bringen und so enthält aber sehr kategorisch, daß die bestehenden Gesetze gegen Es handelt sich noch immer nur um die Freiheit wie in die neue Verordnung die Bestimmung, daß die bisher be- jene sozialistischen Bestrebungen nicht ausreichen." Desterreich". Nur so viel ist im Wesen geändert, daß reits Ausgewiesenen ausgewiesen bleiben und Dienstag, am 2. Juni, läßt er in der Kommissions- Sigung von nun an allgemein zugängliche Vers ihnen die Rückkehr nur über ihr Einschreiten von Fall zu durch den Statthalterei Rath Czapka und den Polizei- sammlungen( Volksversammlungen, öffentliche VerFall bewilligt wird. So lächerlich und kindisch diese Direktor Kraus diesen Ausnahmszustand auf Leben und einsversammlungen) wieder abgehalten werden können, Politik ist, welche von der Rückkehr der Aus- Tod im Schweiße ihres Angesichts vertheidigen; läßt sie wenn fie nicht verboten werden; gewiesenen( im Ganzen 418 Personen) eine Gefahr für Schaudergeschichten aus der ,, Autonomie" und" Freiheit" vor- daß Vereinsgenehmigungen nicht mehr Monate und Jahre die„ Ordnung" fürchtet, so bezeichnend diese Engherzigkeit lesen oder vielmehr dieselben hineinlügen, läßt sie erklären, lang verschleppt werden können; daß Blätter nicht mehr für die österreichische Polizei ist, so ist dieser Punkt doch daß ohne Ausnahmszustand in Wien auch nicht einen Tag ohne richterliches Urtheil, nur auf dem Polizeiwege untervon wenig praktischer Wichtigkeit. die öffentliche Ruhe und Ordnung" zu sichern sei- und drückt und daß schließlich Parteigenossen nicht auf Grund " = -Die Ausweisungen haben seinerzeit, insbesondere 1884 nachdem er seinen Beamten so ausreichende Gelegenheit der Ausnahms- Verordnungen, sondern höchstens auf Grund und 1885( seitdem hat sich ihre Bahl sehr verringert) über gegeben hat, sich gründlich zu blamiren, thut er schon der Vagabunden- Gesetze, was umständlicher ist, abgeschoben Hunderte von Familien namenloses Elend gebracht, sie in sechs Tage später, was seine Gewährsmänner für werden können. Man sieht, es ist noch Raum genug für Die Fremde gejagt, beladen mit dem Kainszeichen, das unmöglich erklärt haben. So gelingt es der hochwohl die staats- und gesellschaftsrettende Thätigkeit der Polizei, ihnen die Brutalität der Polizei aufgedrückt hat. Heute weisen Regierung, sich in einer Woche zweimal und zwar und sie wird ihn ausnutzen. Aber der moralische Erfolg aber hätte für die Wenigsten von ihnen die Rückkehr sehr durch ganz entgegengesetzte Maßregeln unsterblich lächerlich ist durchaus nicht zu unterschätzen und auch praktisch wird viel Verlockendes. Die Meisten sind da draußen im zu machen; durch das Einbringen des Sozialistengesetzes die Arbeit für die österreichischen Genossen leichter. Im Elend verdorben, gestorben, Andere, Glücklichere, haben im und durch die Aufhebung des Ausnahmszustandes. Wer Uebrigen wird es auch von der österreichischen Polizei fernen Westen ein gaftlicheres Heim gefunden, Manche sogar aber einzig den Vortheil von beiden Maßregeln hat, ist die heißen: Neuer Kurs ist alter Kurs!" reichliche Gelegenheit zu eifriger Arbeit für die Partei. Sozialdemokratie. Worauf die ruhige und keineswegs von dem jungen Glück Am meisten gilt das letztere von einer ganzen Anzahl von In der That, die österreichische Sozialdemokratie berauschte Antwort in Desterreich wie in Deutschland aus Wien ausgewiesenen Parteigenossen, die in verschie- darf den heutigen Tag als einen wahren Siegestag feiern. lautet: denen Provinzgegenden Desterreichs die sozialdemokratische Sie ist es, welche den Ausnahmszustand ad absurdum Organisation mit großer Energie in die Hand nahmen geführt und welche seine weitere Aufrechthaltung zu einem und bis dahin ganz brach gelegene Gegenden wirksam Ding der platten Unmöglichkeit gemacht hat. Sie hat ,, aufwühlten". erstens durch unermüdliche Aufklärung das Zurücktreten Daß diese braven Genossen nun nicht zurückkehren und allmälige Verschwinden des Anarchismus in " " ,, Wir bleiben die Alten." " Berlin, 12. Juni. dürfen, iſt ein Akt barbariſcher Willkür, thut aber schließlich reich bewirkt, und verhindert, daß auf die tägliche Brovo- Politische Itebersicht. der Regierung, die sich dieses Verbrechens schuldig macht, fation von Seite der Polizei durch aussichtslose Butsche mehr Schaden als der Partei oder selbst den einzelnen von Seiten wohlmeinender Hitköpfe geantwortet werde; Die Beschuldigungen gegen Baare sind so schwer Personen. sie hat den engen Zusammenhang zwischen der Wiener wiegender Natur, daß es unbedingt auffallen muß, daß Ueberhaupt hat es Herr Graf Taaffe verstanden, Polizeidirektion und einer gewissen Sorte von sogenannten gegen ihn noch keine von den Maßregeln ergriffen find, die vernünftige Maßregel der Aufhebung des Ausnahms- Anarchisten" unnachsichtlich aufgedeckt und die unzähligen wie sie bei weniger schwer gravirten Angeschuldigten gang zustandes in so bodenlos dummer Weise ins Werk zu Konfiskationen der Arbeiterblätter konnten nicht hindern, und gäbe find. Die Persönlichkeit des Mannes setzen, daß er es glücklich verhindert hat, daß sich irgend daß endlich jeder Mensch wußte, daß es in Desterreich fann doch jetzt nicht mehr so ungeheuer zu seinen Gunsten es ins Gewicht fallen, da schon die durch sein eigenes Geein naives oder kurzsichtiges Gemüth zu dem leisesten Ge- zwar sehr wenig wirkliche, ehrliche Anarchisten, dafür aber ins Gewicht fallen, da schon die durch sein eigenes Geständniß erwiesenen Thatsachen im Steuerprozeß ihn von danken unverdienter Anerkennung dieser Maßregel verleiten Lock spitel im Ueberfluß gebe. der unantastbaren Höhe des uneigennützigen, idealen Staatslassen kann. Es ist heute zwar gar keine Gefahr vorbürgers herabgezogen haben. Er ist im besten Falle ein handen, daß die Arbeiter von Wien und Umgebung auf Mann wie andere auch, und„ verdienen" ist bei ihm ein das Eis höchst unverdienter„ Dankbarkeit" geführt werden Hauptwort. Ucberdies belasten Herrn Baare seine eigenen Vielleicht ge Feuilleton. Nachdruck verboten.] [ 83 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Zweitens aber hat die sozialdemokratische Arbeiterschaft den Beweis geliefert, daß sie sich trotz aller Erschwerungen, trotz der raffinirtesten Chikanen von Seiten Ja, es ist viel Schreckliches geschehen, seitdem wir uns Herr Hannes," versetzte die Schwester. auf der Waldwiese gesprochen haben", versetzte er leise. Länge es mir noch, wenn Gott den Jerg am Leben erhält." Wenn der Mensch wie das Thier einzig und allein dem" Lisei, Lisei!" rief Hannes betroffen. Ich bitte Dich, Triebe seiner Selbstsucht folgt, dann kann Unheil nicht aus- was geht in Dir vor? Woran denkst Du?" Und die Treue, die Du Wolf gelobt hast?" bleiben." Mir bangt, daß auch ich durch meine Selbstsucht zu ,, Wie Sie neulich im Wald droben gepredigt haben, da dem Unglück beigetragen habe," seufzte Lisei. Ich muß ist mir ganz deutlich geworden, was alles zwischen dem mir immer vorstellen, daß Ambros die That nicht begangen Wolf und mir liegt," ſagte Lifei, dem Bruder mit einem hätte, wenn ich mich nicht geweigert hätte, den Jerg zu trüben Lächeln anschauend. All das Leib und Uebel, nehmen." wie Sie es dargestellt haben, liegt zwischen uns. Der Haß reißt uns auseinander. Wie ein wilder Bergstrom geht er zwischen uns durch und duldet nicht Brücke noch Steg von Herzen zu Herzen." Lifei ging traurig in das Haus. Traurig stumm reichten Ihre Worte fielen dem Bruder schwer auf die Seele. die Geschwister einander die Hand; dann ging Lisei auf den Wenn sie sich darum verklagte, so mußte er sich selbst einer Fußspizen zu der Kranken und Hannes setzte sich wieder auf viel größeren Schuld zeihen. Daraus, daß er gegen seine den Strohstuhl in der Nähe des Fensters, von dem er sich innere Ueberzeugung und mit Nichtachtung der bestehenden Arme Schwester," sagte Hannes bewegt. Lechner ist bei Lisei's Eintritt erhoben, und öffnete wieder sein Brevier, Gesetze Stasi und Ambros vermählt hatte, war ja alles Un- ein ehrenhafter Mann; aber es ist leider wahr, das Elend in dem er vorher anscheinend gelesen hatte. Er las auch glück gefolgt. Er sprach diesen Vorwurf, der ihn oft genug unseres schönen Vaterlandes liegt zwischen Euch. Und wenn jetzt nur Worte. Alles in der Stube war für ihn voll gequält hatte, jetzt öffen aus. Du auch muthig den Strom durchwaten wolltest, Du dürftest Sinn und Bedeutung und dort war die Schwelle, auf die Ach ja, es ist wohl Reiner unter uns von Schuld ganz eines Mannes, dessen Landsleute Tyrol knechten und mißschwerlich glückliche Tage in der Fremde finden, an der Seite Frau Larseit ihren Fluch gelegt hatte. Ambros war nicht darüber gestolpert und sein Fuß hatte Stafi's ganzes Lebens- rein", kam es traurig über Lisei's Lippen. " Und dafür müssen wir jetzt büßen in Leid und handeln, den Glauben in dem Du erwachsen bist, verfolgen Lisei kehrte nach einer Weile von dem Krankenbette Schmerzen", murmelte er. Er würde das Leben für mich lassen, wenn es sein zurück. Stafi lag im Paroxysmus des Fiebers und dazu Freilich, aber Sie, herzliebster Bruder, hatten die beste müßte, und ich ließe es für ihn," versetzte Lifei mit aufherrschte in der Kammer eine Bruthize. Lisei schob sich Absicht, als Sie den Ambros und die Stasi zusammen- wogender Brust. Auch er wird es sich längst deutlich ge= einen Stuhl zu ihrem Bruder heran. gaben." macht haben, daß wir nimmer zu einander kommen können. glück zertreten. geschlagen. . und höhnen." Ich fürchte, sie übersteht es nicht", sagte sie nieder-" Und geschah es etwa aus unlauteren Beweggründen, und ich hab' jetzt oft an das denken müssen, was Sie mir daß Du Dich weigertest, den Willen des Vaters zu thun?" einmal bei dem Bildstöckel auf dem Jöchl erzählt haben. fragte er, ihre Hand ergreifend." Ich sehe nicht ein, wie Ach liebster Herr Hannes, sollte ich denn die Schuld, in Du das Unglück hättest verhüteu können, wenn Du Dich die der Vater und Ambros gefallen sind, nicht sühnen dem Eigennuße des Vaters aufgeopfert hättest." tönnen, wenn ich mein Kreuz auf mich nähme, wie Sie es Vater gethan haben? Wenn ich jetzt dem Jerg seine Hand aus liebster| freien Stücken annähme, hab' ich mir vorgestellt. Hannes legte sein Brevier auf das Fensterbrett und ſtrich sich langsam über das hagere Gesicht, das einen bleichen Goldton hatte. Er blieb stumm. " Ach, wie schrecklich ist dies alles", begann Lisei wieder mit bebender Stimme. „ Vielleicht wäre es mir dann gelungen, den mit Ambros auszusöhnen und auch mit ihnen, " 1 Aeußerungen, als die von Fusangel erhobene Beschuldigung Das preußische Abgeordnetenhaus sette heute seine klopfte der Wirth den dritten auf die Schulter und erklärte: ihn überraschte. Das Material, welches letzterer vor Getreidezolldebatte fort. Die freisinnigen Redner Brömel, Da können Sie am Ende auch Recht haben." In den brachte, ist äußerst umfangreich. Die Gefahr der Kollusion, Ridert und Richter sprachen vor tauben Ohren, Grundsäßen ist das Bentrum durchaus konservativ, konservader Verdunkelung des Thatbestandes durch Herrn Baare während die Redner der anderen Parteien Graf Ranib tiver als alle anderen Parteien." Wenn man dafür sagt: liegt sehr nahe. Man ist sonst nicht so schwierig, wenn es( tonservativ), v. Eynern( natlib.), v. Schalsch an den Grundsägen ist das Zentrum durchaus reaktionär, gilt einen Angeschuldigten zu verhaften, Haussuchungen vor-( Bentrum), in Verbindung mit dem Reichskanzler reaktionärer als alle anderen Parteien", so stimmt's uns zunehmen, die Geschäftsbücher zu beschlagnahmen u. s. w. Wir v. Caprivi die Schuld der Brotvertheuerung auf alles gefähr oder vielmehr auf den Kopf. In der politischen berühren dieses nicht als Vorwurf der Unterlassung seitens der andere schoben, nur nicht die Kornzölle an derselben Schuld Methode, d. h. in der Frage, wie für die konservativen Staatsanwaltschaft wir sind immer aufgetreten gegen den tragen lassen wollten. Der Nothstand wurde von ihnen( richtig: reaktionären) Anschauungen Propaganda zu machen geringen Schutz der persönlichen Freiheit und Ehre, wohl Allen geleugnet. Graf Kanig schob die Brotvertheuerung ist, steht das Zentrum auf liberalem Boden." aber fönnen wir das Verhalten gegen Baare in Gegensatz den Bäckern in die Schuhe, der Reichskanzler den statt liberal" lieber: demagogisch und skrupellos," und stellen zu den vielen Fällen, in denen um viel geringfügigere etwaigen Nothstand den Beunruhigungen durch die frei- es stimmt wieder." Das Zentrum unterstützt die KonDinge von den schärfsten Maßregeln, welche die Straf- finnigen Agitationen. Der Antrag Rickert und Geservativen nicht, wenn sie die Volksrechte zu beschneiden Prozeßordnung gestattet, Gebrauch gemacht ist. nossen wurde mit 223 gegen 20 Stimmen abgelehnt.- trachten." Sozialistengesetz, Militarismus und Getreidezoll berühren demnach wohl nicht die Volksrechte? Das Sagen wir " Auch in der Frage des Zeugnißzwanges ist der Fall Baare von Interesse. Wiederholentlich verweigerte Herr Aus Angst vor dem Er- Reichstanzler soll Bentrum kämpfte wider die Nationalliberalen gegen Baare bestimmte Aussagen unter Berufung auf die ge- der jetzige deutsche Reichskanzler sich für die Beibehaltung Septennat und vieles andere." Der Kampf" des Zentrums schäftliche Diskretion. Die Angeklagten und deren Vertreter der Kornzölle entschloffen haben meint die Neue Freie gegen das Septennat bestand bekanntlich in Stimmentschienen sie selbst noch zu respektiren, so daß ein gerichtlicher Presse". Das Wiener Bourgeois- und Börsenblatt thut dem haltung! Wenn selbst Freifinnige nicht für Bulassung der 3wang nicht geübt wurde, da auch der Staatsanwalt nicht Herrn von Caprivi damit entschieden Unrecht. Wenn er Jesuiten eintreten zu müssen glauben, so ist das Zentrum auf den Zeugnißzwang bestand. Nun aber denke man an was bei einem preußischen Offizier ja überhaupt nicht freisinniger als die Freifinnigen." Das Zentrum ist also den vielfach geübten Zeugnißzwang gegen Redakteure und angenommen werden darf auch wirklich ein Gefühl wie freisinnig, weil es für die Zulassung seiner Jesuiten eindas Zeitungspersonal, ein Zeugnißzwang, den Wehrenpfennig Angst kannte, so würde er durch dasselbe doch sicherlich nicht tritt! Der Wig wäre vorzüglich, wenn die Thatsache nur sogar bei der Berathung der Prozeßordnung damit brand- dazu bewogen worden sein, gerade das zu thun, was am der Wahrheit entspräche. Warum hat das Zentrum denn markte, man dürfe teine gesetzliche Bestimmung treffen, deren Besten geeignet ist, das, wovor er Angst hat, herbeizuführen. nicht auf der Verhandlung seines Jesuitenantrages bestanNicht- Beobachtung jedes Ehrenmannes Pflicht sei. Freilich bei Der neue Kanzler tann seine Stellung nur befestigen, indem den? Der französische Ultramontane Beuillot schrieb einder dritten Lesung hatten Wehrenpfennig und seine national- er sich auf diejenigen Bevölkerungsklassen stützt, die von mal im„ Univers":" Wo wir in der Minderheit sind, verliberalen Genoffen dieses Bedenken überwunden.- Die Be- dem alten Reichskanzler nichts wissen wollen. Ropirt er langen wir die Freiheit nach liberalen Anschauungen; reitwilligkeit des Staatsanwalts zu einer vorläufigen Er- ihn, will sich auf die nämlichen Kreise, das heißt auf die wo wir dagegen in der Mehrheit sind, verweigern wir flärung zu Gunsten des Herrn Baare, bevor noch die Be- Großindustriellen und Großgrundbesitzer ftüßen, so hat er die Freiheit nach unseren religiösen Grundfäßen." Der weisführung erschöpft, noch überhaupt ein Zeuge eidlich sein Reich auf Sand gebaut. Die Herren Großindustriellen Ausspruch war unvorsichtig, weil seine Form ernst vernommen ist, könnte auch überraschen, wenn wir überhaupt und Großgrundbesitzer werden den alten Reichskanzler war; Beuillot rief damit Unwillen hervor. Die Kölnische noch durch gewisse Dinge überrascht werden könnten. stets dem neuen vorziehen, der ihnen viel zu reinlich ist, Volkszeitung" sagt ungefähr dasselbe so lustig, daß es nur und da dieser sich auf der anderen Seite natürlich Amüsement erzeugt. Waffer auf die Mühle der Sozialdemokratie soll die übrigen Bevölkerungsklassen entfremdet, so ver der Baare'sche Prozeß sein, so jammern alle gegnerischen liert er die einzige feste Stütze, die er haben könnte, Leibeigenschaft. Wir lesen in den Zeitungen: Blätter. Der Strom der sozialdemokratischen Bewegung ohne die Stütze zu gewinnen, nach welcher er strebt. Kurz Wattenscheid, 10. Juni. Das hiesige Amtsfluthet ruhig vorwärts und überwindet jedes Hindernißer fäme zwischen zwei Stühle zu sitzen. Also Angst ist gericht hat bahin entschieden, daß die entlassenen Bergleute Der Baare'sche Standal und ähnliche Vorgänge find blos es sicherlich nicht, was den neuen Reichskanzler bewogen ihre Wohnungen auf der Zeche„ Hannover", welche der Symptome der von uns längst erkannten Bersegung der hat, das Spiel des a Iten Reichskanzlers zu spielen. Im Firma Krupp gehört, sofort zu räumen haben." Bourgeoisie; sie stroßt und prahlt mit ihrer Reinheit und Gegentheiles will uns bedünken, als habe ein großer In diesem furzen Telegramm haben wir die schlagende martigen Kraft, und dabei brechen bald hier bald da die Aufwand von Muth zu diesem Aft heroischer SelbstBeulen bei ihr auf. verleugnung gehört. Kritit einer jener" segensreichen“ Wohlfahrtseinrichtungen, mit denen die Herren Kapitalisten sich so gern brüften, um ihre Arbeiterfreundlichkeit" zu beweisen. Dem Arbeiter In dem Bochumer Stenerpro zef, aus welchem der Der Reich sanzeiger" publizirt das Gesetz betreffend wird ein Heim" geboten, und dieses Heim" ist nur eine Baare' sche Fall ausgeschieden ist, hat der Staatsanwalt die Abänderung des§ 157 des Invaliditäts- und Falle, durch welche er ganz in die Gewalt seines„ Herrn" gegen den Chefredakteur Fus angel 2 Jahre und gegen Altersversicherungs- Gesezes. gebracht und an die Scholle gefesselt wird, genau den Redakteur 2nnemann 1 Jahr Gefängniß bewie der Leibeigene des Mittelalters. Parirt der Unglückantragt. Das Wesentliche in den von den Angeklagten Allen Respekt vor den griechischen Räubern liche nicht Ordre, mudst er, läßt er nicht jeden Lohnabzug, gemachten Ausführungen ist von den meisten Beleidigten denn Griechen waren es, die den Eisenbahnzug bei Kon- nicht jede Ueberstunden- Arbeit, nicht jede tyrannische Laune selbst anerkannt, und dagegen treten alle sonstigen Er- stantinopel überfielen. Sie nahmen den ärmeren sich gefallen, dann wird er erbarmungslos aus dem„ Heim" örterungen und Schlußfolgerungen weit in den Hintergrund. Reisenden gar nichts, fie erhoben blos von den Reichen heraus geworfen, denn es gehört dem strengen Herrn ArbeitMan darf auf das Urtheil wohl gespannt sein; die Ver- Tribut und ließen auch den Reichen genug, um sie nicht in geber, und der versteht keinen Spaß. fündigung desselben ist auf den 19. Juni Nachmittags 4 Uhr Verlegenheit zu bringen, sie gaben einen namhaften festgesetzt. Theil der Beute an die Armen ab sie hielten Wort. Unsere zivilisirten Räuber, namentlich Das Verhalten des Herrn v. Caprivi gegenüber die in Glacé- Handschuhen, plündern mit Vorliebe den Freisinnigen in der gestrigen Berathung der Korn die Armen, und ziehen ihre Opfer bis aufs Hemd aus 8ollfrage haben dieselben selbst verschuldet. Was sie ja schinden ihnen noch die Haut ab und wann hätten auch sagen, welche Gründe sie auch ins Gefecht führen sie fe Wort gehalten? Nein, da loben wir uns diese barmögen, es bleibt einfach unberücksichtigt, und mögen die barischen Räuber und würden es in der That für einen Herrn Rickert und Richter noch so glänzende Reden halten. guten Tausch halten, wenn sie nach Deutschland, und Das kommt von der Wadelstrumpfelei und Rechnungs- dafür unsere zivilisirten Räuber nach der Türkei geschafft trägerei. Jm Reichstag war der geeignete Kampfplatz, würden oder unsertmegen ins Land wo der Pfeffer als die Sozialdemokraten die Beseitigung der Kornwächst. Was sagt Herr Baare zu dem vorgeschlagenen 3ölle verlangten. Aber weit entfernt, sich diesen Anträgen Tausch? anzuschließen, schwächten sie dieselben ab, und wollten ihre " und Regierungsfähigkeit" zeigen, indem sie nur eine allmälige Ueber die Einheit" und die Grundsätze der und stückweise Ermäßigung der Bölle beantragten, als wenn Zentrumspartei bringt das erste Organ dieser Partei, sie dazu nicht noch immer Zeit gehabt hätten, wenn die die Kölnische Volkszeitung", einen belustigenden Artikel. Regierung ihnen auch nur einen Schritt näher gekommen Das Zentrum ist danach liberal und konservativ"; es wäre. Wenn zu ihrer Glanzzeit die Nationalliberalen sich macht's also allen recht. Und wenn doch einer ist, dem es immer den Anschein zu geben suchten, als stände die konser damit noch nicht recht gemacht ist, für den wird das Wesen" vative Regierung im inneren Zusammenhange mit ihnen, so des Zentrums ein bischen anders ausgedrückt, nämlich so: waren sie immer noch eher zu entschuldigen als die Frei Das Zentrum ist weder liberal noch konservativ". Diese finnigen", die denselben Versuch gegenüber Herrn v. Caprivi Manier, es allen recht zu machen, erinnert lebhaft an jenen machten, bis er sie mit fräftigem Fußtritt von sich ab- Wirth, der zu dem einen Gast sagte:„ Sie haben Recht" schüttelte. Was hat den Freisimmigen ihr Entgegenkommen und zu dem anderen, der genau das Gegentheil von der genützt? Eine größere Geringschäßung konnte ihnen Herr Meinung des ersten aussprach, ebenfalls:" Sie haben Recht". v. Caprivi doch nicht entgegenbringen, als er es gestern im Als dann eine dritte Person ihm bemerkte:" Es können Abgeordnetenhause gethan. doch nicht beide Recht haben. Sie belügen also den einen", dann müßten sie Alle sie Alle ihre Erbitterung und ihren Haß auf einander vergessen. Der Ambros ist der Unglücklichste von ihnen Allen und ich hab' ihn immer in meinem Herzen getragen, als ob ich seine Mutter wäre. Vielleicht kann ich dann auch der Stafi helfen, wenn ihr die Heiligen das Leben lassen." Bon seiner Untreue gegen Staft mochte sie selbst zu Hannes nicht reden und dieser war von ihrem Edelmuthe so ergriffen, daß er nicht gleich eine Antwort fand. Hier erschien der Doktor und David folgte ihm nach. hereinfiel, und er verglich mit ihm Stasi's Leben. Aber er wollte stark sein und er riß sich gewaltsam von dem Gedanken los, der seine Kraft unterwühlte. Er ging geräusch los vor das Haus. Die Bourgeois Blätter veröffentlichen nachstehenden Waschzettel: " Vor einigen Tagen ist in dem leitenden sozialdemokratischen Parteiorgan, dem Vorwärts", ein bemerkenswerther Ar titel erschienen, der unseres Erachtens in der politischen Presse zu wenig Beachtung gefunden hat. In dem Artikel wurde in längerer Ausführung das Thema erörtert, ob die Anhänger der fozialdemokratischen Sache von Parteiwegen verpflichtet seien, nur bei sozialdemokratischen Geschäftsleuten zu laufen. Der Artikel verfocht entschieden eine entgegengesette Auffaffung, indem er ausführte, daß das Prinzip, nur bei Parteigenossen zu kaufen, eine ganz falsche Taktik beweise. Für die Verwirklichung des fozialdemokratischen Zukunftsstaates tomme es in erster Linie darauf an, möglichst schnell die Gesellschaft in Lohnarbeiter und einige wenige Großkapitalisten auf zulösen, um daran die Konzentration des Rapitals sichtbar zu beweisen und die Nothwendigkeit des sozialdemokratischen Bukunftsstaates ad oculos aut zu demonstriren. Deshalb dürfe man nicht die fleinen Unternehmer und Geschäfts Leute über Wasser zu halten suchen, denn damit schaffe man nur neue Schranken für die sozialdemokratische Entwickelung der Gesellschaft. Die Sozialdemokratie rufe des halb den kleinen Handwerksmeistern, den kleinen Geschäfts inhabern, dem Mittelstande, dem Bürgerthume zu: Gebt Euren Widerstand auf, es hilft Euch Alles nichts. Euer Stand und Eure Klasse ist dem Tode geweiht! Je früher Ihr Knechte der tapitalistischen Unternehmungen werdet, desto früher können wir uns Alle vereinigt aus der gemeinsamen Misère herausarbeiten. Solidarisch können die Sozialdemokraten nur und allein mit Klaffengenossen, mit Proletariern sein. Wenn daher nicht Ambros als ein Geächteter umherirren mußte? Ihren Mann bekümmerte es tief, als er sie so unglücklich sah, und er zürnte Ambros darob. Wenn es ein lediger Bursche ge wesen wäre, der ihre Liebe errungen hatte, so hätte sich ein gutes Ende absehen lassen. Bei seinem hohen Alter konnte es ja nicht mehr lange währen und sein Tod machte Afra fret. Aber Stafi's Tod zu wünschen, einer solchen Schlechtig feit war er unfähig. Er dachte daran, Jerg nach dessen Herstellung sein ganzes Anwesen zu überlassen und mit Afra irgend wo anders hinzugehen, etwa in deren Heimath. Viel Im Westen lag noch ein letter fahler Tagesschimmer auf den Bergen. Hinter der Kornspitze, welche neben dem Jöchl sich erhebt, wetterleuchtete es. Es war nur ein mattes Aufflimmern. Kein Hauch regte sich, kein Säufeln in den Blättern. Die Sterne erschienen ungewöhnlich nahe und groß und schauten wie mit feuchten Augen auf das in Nacht „ Uff, ist das schwül," sagte der Doktor und gehüllte Elend der Erde. Hannes ging in das Gärtchen, leicht wurde es Afra in einer anderen Umgebung leichter, sein Athem erfüllte die Stube mit einem Wein- in dem die Nelken stark dufteten. Vor dem Bänklein unter sich in das Unvermeidliche zu fügen. Sein Vorschlag ließ geruch. Er brauchte übrigens beim Sprechen nicht dem Gaisblatt stel er überwältigt auf die Knice und betete sie gleichgiltig. Die volle Kraft seiner Lungen, wie in der Mühle, aus schmierzzerwühlter Seele. Wozu versetzte sie. Ich kann mir das Herz nicht und seine schweren Sporen er war zu Pferde nach St. Unterdessen fühlte Doktor Ostler Stasi den Puls und aus der Brust reißen." Bigil gekommen hatte er abgeschnallt und ihre Räder zählte die Schläge, indem er auf seiner dicken filbernen Nein, das kannst Du nicht," seufzte er. Aber schau, schauten aus der Seitentasche seines Reitrockes. Taschenuhr den Sekundenzeiger verfolgte. Der Puls raste. alles" könnt' ich dem Ambros vergeben, nur das nicht, daß Grüß Gott, Jungfer Falkner," fuhr er fort. Bei Sanft legte er den Arm Stafi's wieder auf das Deckbett, er Dich so unglücklich gemacht, er, ber eine so gute Frau Läufig eine Neuigkeit, Herr Pfarrer! Ich hörte im Stern stemmte die Fäuste auf seine Schenkel und betrachtete die hat. Das ist eine doppelte Schlechtigkeit von ihm. Und das eben, daß Lacedelli von der Regierung zur Nachfolge in Kranke mit so ingrimmigen Augen, als ob sie seine ärgste solltest auch Du Dir sagen." St. Bigil ernannt ist." Feindin wäre. Es war einer jener Momente, in Afra vertheidigte Ambros nicht. Sie blickte ihren Mann denen der Arzt die Ohnmacht seiner Wissenschaft fühlt. mit düster brütenden Augen an und über ihre Lippen glitt Habe dem Teufel, der ihn schon am Kragen hatte, den die Frage: Bin ich besser wie er?" Hannes entgegnete, daß er es nicht anders erwartet in der Stube. hätte. " Freilich," zuckte der Dokter die Schultern ,,, quos Deus erg abgejagt," murrte er.„ st freilich ein Sprüchlein, Hier öffnete fich die Stubenthür und ließ Vefa ein, perdere vult, dementat prius," heißet: Unkraut vergeht nicht. Aber jetzt ist's Beit, daß die fich sauber wie an einem Sonntage gemacht hatte. Mona, welche in der Kammer saß, hatte den Doktor wir Vernunft annehmen, Frau. Donnerwetter." Sie mußte schnell gegangen sein, denn ihr Gesicht wat sofort an der Stimme erkannt, war in die Küche geschlüpft Aber Stafi schien nicht Vernunft annehmen zu wollen hochroth, als ob sie am Herdfeuer gestanden hätte. und brachte jetzt die angezündete Schnabellampe und stellte und näher rauschte der Todesengel, der an Jergs Haupt Was wollet Ihr noch hier?" wandte sich der Müller sie auf den Tisch. Es herrschte bereits tiefe Dämmerung vorübergestrichen war. Jerg war nach einem heftigen Wund- unmuthig gegen fie. Und jetzt wollen wir nach unserer Kranken schauen," Vor einigen Tagen hatte Doktor Ostler dem Müller seid auch Einer von denen, die das Glück zum Fenster " Nein, wie Ihr mich anfahret," rief sie betroffen. Ihr nahmi Dr. Ostler wieder das Wort und ergriff die Lampe. sagen können, daß er jetzt ein Glas Wein auf die Ge- hinauswerfen möchten, wenn man's ihnen zur Thür herein An der Schwelle kehrte er sich noch einmal um und sagte: sundheit seines Sohnes trinken möge, wenn er Luft hätte, bringt." " Ihr brauchet mir nicht nachzukommen; es macht schon mit dem Zusage:" Db es lohnt, daß ich ihn vom Galgen Nennet Ihr das ein Glück, daß mein Sohn beinahe ohne dem heiß genug in der Kammer. Wenn Ihr aber geschnitten habe, müßt Ihr besser wissen, als ich." etwas thun wollet, Jungfer Lisei, dann kneifet den Daumen. Der Vater hoffte es, hoffte, daß seinem Sohne die harte Arigane bitter. Wollet wohl gar Euch beffen noch erschlagen ist und die Staft im Sterben liegt?" fragte Ober betet um ein gehöriges Donnerwetter, damit sich die Lehre, die er erhalten, zum Besten gedeihen würde. Afra rühmen!" Luft abkühlt." aber vernahm die Botschaft mit finstern Brauen. Sie n der durch die halboffene Kammerthür auf die Dielen ihres Glückes genesen und sich des Lebens freuen, während gefunden machen wird, als alle Arzenei, und die Stall Hannes schaute auf den matten zitternden Schein, haßte Jerg und wünschte ſeinen Tod. Sollte der Mörder " Was hab' ich mit dem Ambros zu schaffen?" pro § 7. § 8. gerade besondere Gründe dafür sprechen sollten, diesen oder doch etwas ungewöhnliche Dimensionen, indem er den Befenen brouchbaren Genossen vor Noth zu schützen und ihn des- weis lieferte, daß der" künftige König" ein Spieler ist Wer durch unverschuldetes Unglück( Krankheit) an Leistung man dort laufen, wo am billigsten oder besten getauft werden gemeinster Sorte- troz blaublütigster Geburt zu ver- diese Vergünstigung länger als auf die Dauer von 2 Wochen wegen durch die Genossen selbst in Nahrung zu sehen, so müsse und mit falschen Spielern, also mit gemeinen Betrügern feines Dienstes zeitweise verhindert wird, geht dadurch seines Anspruches auf Gehalt nicht verlustig. Jedoch hot Niemand auf kann. In der Theorie mag der Gewährsmann des Vor- kehren pflegt. Einer der Kumpane, ein Lord So und So, Anspruch. wärts" von seinem Standpunkte aus ganz Recht haben, in der fehren pflegt. Praxis aber wird er damit bei seinen Parteigenossen wenig ist in dem besagten Skandalprozeß auch in optima forma Eine selbstverschuldete Krankheit oder eine anderweitige selbstAntlang finden, denn ein großer Theil derselben spekulirt in befter Form Rechtens schuldig befunden verschuldete Behinderung zur Leistung des Dienstes ziehen die gerade darauf, durch seine Zugehörigkeit zur sozialdemokra- und für bürgerlich todt und ehrlos erklärt worden sofortige Entlassung oder den Fortfall der Gehaltszahlung für die tischen Partei die Mittel zur Gründung eines selbständigen Ge aber die öffentliche Meinung Englands spricht Dauer der Krankheit resp, Behinderung nach Wahl der Firmafchäfts zu erhalten und durch die Kundschaft der Genoffen" sich einstimmig dahin aus- und die meisten Bei- Inhaber nach sich. ein Geschäft zu machen. Und gerade die Führer haben diese tungen fagen es mit einer Unverblümtheit, die einem normalen Praxis am weitesten ausgebildet." deutschen Zeitungsmenschen das Blut in den Adern Geschäftsarzt trifft im Streitfalle endgiltig und unter Ausschluß Der von den Firma- Inhabern bestellte oder zu bestellende Zunächst haben wir zu erklären, daß der fragliche Argerinnen macht daß der Schuldigste der Schul- bes orbentlichen Rechtsweges, Entscheidung darüber ob DienstSchul- Geschäftsarzt tikel nicht ein redaktioneller war, sondern, wie ausdrücklich bigen Seine königliche Hoheit der Prinz von Wales, unfähigkeit(§ 7) vorliegt, oder resp. ob eine Krankheit eine unbemerkt wurde, die Meinungsäußerung eines Berliner Ge- fünftiger König von England, ist, und daß er in verschuldete(§ 7) iſt. noffen, und zwar eine, durch ein ganz bestimmtes Vorkomm erster Linie von dem Wahrspruch des Schwurgerichts ge§ 9. niß veranlaßte Meinungsäußerung. Die Redaktion des troffen wird. Und dieser Gerichtete soll einst England re- Jedes Mitglied des Geschäftspersonals ist gehalten, zum " Vorwärts" theilt allerdings die Ansicht, daß die Partei- gieren? Diese Frage, die auf jeder englischen Bunge Dienste stets in anständigem Anzuge und mit sauberer Wäsche genossen nicht verpflichtet sein können, unter allen Um- schwebt, ist sicherlich nicht dazu angethan, das heilige Institut zu erscheinen. § 10. ständen nur bei Parteigenossen zu kaufen oder zu verkehren, der Monarchie moralisch zu befestigen. Ift Jemand vom Geschäftspersonal bei Leistung feines allein fie ift andrerseits auch der Ueberzeugung und auch Und wer will, angesichts derartiger Thatsachen, be- Dienstes lässig, oder kommt er nicht den in diesem Vertrage überder Verfasser jenes Artikels gab derselben Ausdruck daß, haupten, Sozialdemokraten hätten die Monarchie nommenen, resp. den ihm gefeßlich obliegenden Verpflichtungen wo für den Konsumenten kein Nachtheil entsteht( durch Bezug untergraben? Wann werden unsere Gegner endlich so viel nach, oder begeht Jemand einen Att der Untreue, des Vertrauensminderwerthiger Artikel u. s. w.), der parteigenössische Ge- Verstand haben, um einzusehen, daß sie selber: die mißbrauchs zc., so sind die Firma- Inhaber nach ihrer Wahl beschäftsmann zu bevorzugen ist. Und namentlich gilt Bochumer Betrüger, die Eislebener Todt- rechtigt, entweder dies in allen denjenigen sehr häufigen Fällen, wo der schläger, die Londoner Falschspieler und a) das Dienstverhältniß sofort und ohne vorherige Kündigung Geschäftsmann ein gemaßregelter Parteigenosse tönigliche Falschspieler Genossen die Unter- aufzulösen mit der Wirkung, daß Gehalt nur für diejenige Beit ist. Indeß das wissen unsere Parteigenossen, ohne daß wir grabungsarbeit besorgen? gefordert werden darf, in welcher thatsächlich Dienste geleistet worden sind, oder fie darauf aufmerksam zu machen brauchen, und die Gegner Die ,, Megeleien in Jerusalem und Bethlehem", haben nicht nöthig, fich in Bezug auf unfere Pragis in geschäftlichen Dingen den Kopf der Sozialdemokratie zu zer- von denen die Zeitungen dieser Tage erzählten, haben aller brechen. Der Taft und das Solidaritätsgefühl dings stattgefunden, sind jedoch nicht, wie die den dortigen zeigen da den richtigen Weg. Verhältnissen Unkundigen anzunehmen versucht waren, von den ungläubigen" Türken verübt worden, sondern von Der brave Stöcker hatte seinem Verdruß darüber, rechtgläubigen" Christen, die blos darüber nicht einig werdaß das Egidy'sche Christenthum so himmelweit von dem den konnten, wer von ihnen den richtigen rechten Glau Stöcker'fchen abweiche, in der ihm eigenen Weise Ausdruck ben" hatte. Es war ein Streit zwischen griechischen gegeben. Er hatte von dem Oberstlieutenant v. Egidy Orthodoxen und katholischen Orthodoxen. Zum Glück u. A. erklärt, daß derselbe aus dem Offizierkorps aus waren teine protestantischen Orthoboren gerade zugeschloffen sei, und sah sich gezwungen, dieses zu widerrufen. gegen, dann würde die Prügelei noch großartiger gewesen Heute erläßt der fromme Mann, der zweite Luther, eine fein und zu noch blutigerer Bethätigung der christlichen weitere Erklärung, worin er auch die anderen ehrenkränken- Nächstenliebe geführt haben. Dank der Intervention ber den Aeußerungen gegen Egidy zurücknimmt. Auch dieses ungläubigen" Türken, die übrigens an derartige thut er in der gewohnten doppeldeutigen Weise, die es so Szenen seit unvordenklichen Zeiten gewöhnt sind, und die erscheinen läßt, als ob die beleidigenden Aeußerungen natürlich auch nicht versäumen, sich daraus einen Vers nur in der Berichterstattung über seine Rede vorgekommen auf den sittlichen und sittigenden Werth des Christenthums seien. zu machen, wurde verhindert, daß mehr als zwei der Dies aus dem uns vorliegenden Engagementsvertrag; neben kämpfenden Rechtgläubigen" rechtgläubig todtgeschlagen und stroßenden Paragraphen liegt den Angestellten aber auch noch der prompten Erfüllung diesem von Gleichberechtigung" Das bayerische Heimathsgesetz gehört bekanntlich mehr als zwanzig halb todtgeprügelt wurden. Uebrigens die Beobachtung der Instruktion für das Handlungs- Personal" zu den bayerischen Reservatrechten. Ein ähnlicher Fall wie beschäftigt sich auch die christliche Diplomatie mit der ob, welche in sechszehn Abschnitten, deren jeder einzelne wieder im vorigen Jahre, wo eine im außerbayerischen Deutschen Reich abgeschlossene Ehe für nichtig erklärt wurde, hat sich Sache, was ihr wenigstens einen komischen Beigeschmack eine Anzahl Unterabtheilungen enthält, die Pflichten des Geschäftspersonals regelt. jest wieder ereignet. Den Münchener Neuesten Nachrichten" giebt. Von dem Geist, der diese Instruktion" beherrscht, mögen wird darüber aus Nürnberg geschrieben: einige Beispiele zeugen. " Gin zur Beit hier in Nürnberg wohnhafter, in einem bayerischen Orte gebürtiger Maurergeselle hatte im Jahre 1888 eine Ehe in Westfalen geschlossen. Jetzt hat er nun beim Landgericht eine Klage auf Ungiltigkeitserklärung dieser Ehe eingereicht, da er bei der seinerzeitigen Eheschließung nicht der im Art. 33 des bayerischen Gesetzes über Heimath, Berehelichung und Aufenthalt vorgeschriebenen Bestimmung nachgekommen sei, wonach von der Distrikts- Verwaltungsbehörde, in welcher der Mann seine Heimath hat, ein Beugniß beizubringen sei, daß gegen die beabsichtigte Cheschließung kein im gegenwärtigen Geseze begründetes Ehehinderniß vorliege." Die 3ivil tammer des Landgerichts hat der Klagebitte des Mannes entsprechend die Ehe als ungiltig ertlärt. Dem Vernehmen nach will die Ehefrau sich bei diesem Ausspruche nicht beruhigen." Solche standalösen, in der Gesetzgebung begründeten Borkommnisse sind doch wahrlich eine Schmach. " Boziale Uebersicht. b) dieses Mitglied zur Leistung von Arbeiten außerhalb der üblichen Geschäftszeit heranzuziehen, oder Stimmungen festzusehen: c) Ronventionalstrafen nach Maßgabe der folgenden Be1. Die Höhe der Konventionalstrafe darf für den einzelnen Fall 3 M., ihr Gesammtbetrag pro Monat 10 pCt. des Monatsgehalts nicht übersteigen. 3. Diese Bestände und Erträgnisse dieses Fonds( Nr. 2) werden nur im Interesse der Angestellten verwendet. 4. Ueber die Verwendung in jedem einzelnen Falle beschließt eine von den Chefs niedergesetzte Kommission. 6. Streitigkeiten über die in diesem Paragraphen sub 1-5 beregten Fragen entscheiden die Firma- Inhaber endgiltig. § 11. Fügt sich ein Angestellter der Firma einer von den Chefs gemäß§ 10 b, c 1-6 dieses Vertrages getroffenen Entscheidung nicht, so sind die Firma- Inhaber zur sofortigen Entlassung im Sinne des§ 10a dieses Vertrages berechtigt. „ Geschäftsöffnung und Schluß." Die Geschäftszeit beginnt für gewöhnlich um 8 Uhr Morgens und hat das sämnitliche Personal pünktlich an Ort und Stelle A Aufruf an alle in Berlin arbeitenden Steinmetzen. in fauberem Anzuge und reiner Wäsche zu erscheinen. Kollegen, der harte und langanhaltende Winter ist vorbei, und Wer länger als fünf Minuten nach dieser Zeit eintrifft, hat bis vor kurzer Zeit sind noch verheirathete Kollegen trotz aller sich beim Kontrolleur zu melden und wird mit 50 Pf. Strafe beBemühung außer Arbeit gewesen, trotzdem jüngere Kollegen, aber legt. Wer öfter als dreimal in einem Monat zu spät kommnt, nur solche, die keiner Organisation angehören, eingestellt wurden. wird mit einer höheren Strafe belegt und kann sogar die EntEs ist ja schon so weit gekommen, daß man den Kollegen, von lassung gewärtigen. denen man denkt, sie gehörten der Organisation an, so schlechte Stunde. Die eine Hälfte des Personals geht daher um 12 Uhr Die Mittagspause dauert für gewöhnlich eine und eine halbe Arbeit giebt, daß fie gar nicht dabei bestehen können. Vielmehr aber haben noch die Kollegen zu leiden, welche sich in ihrem zu Tisch und kommt um 11/2 Uhr zurück, die andere Hälfte geht Hechtsbewußtsein ihre Arbeit nach den von den Meistern an- um 1/2 Uhr und kommt um 3 Uhr zurück. Gine Abweichung ist nicht erkannten Tarif ausrechnen und bezahlen lassen und sich dadurch gestattet. Wer durch geschäftliche Thätigkeit länger als 15 Minuten mißliebig machen. Kollegen, die Ihr in Arbeit steht, habt Ihr am rechtzeitigen zu Tisch gehen verhindert ist, erhält von der noch nicht nachgedacht, gar wie diesem Uebel ab Rontrolle eine mit der Zeit seines Wegganges versehene Karte, zuhelfen ift? Ich glaube wohl und mit Recht, auf Grund welcher ein späteres Zurückkommen gestattet ist, sonst daß Ihr selbst Schuld feid an solchen Verhältnissen, durch ist die festgesetzte Beit strikte innezuhalten, auch darf Niemand In England wie in Deutschland ist es ein Eure Gleichgiltigkeit. Wo find denn die Steinmetzen, welche in das Geschäft verlassen, bevor die genügende Vertretung zur Standalprozeß, der augenblicklich die öffentliche früheren Jahren so fest zur Fahne gehalten haben? Sie haben Stelle ift. fich zurückgezogen, denn sie denken, ich habe Arbeit. Sie denken Eigene Packete, Bücher 2c. dürfen vom Personal nicht mit Meinung am meisten beschäftigt. Sind es in Deutschland aber nicht soweit, daß sie am nächsten Tage außer Arbeit gesetzt in die Abtheilungen genommen werden, sondern müssen an der die rheinisch- westfälischen Geldprogen, welche als werden können. Darum auf, Kollegen! Schließt Euch uns wieder Rontrolle mit dem Namen versehen abgegeben werden und beim Helden des Standals figuriren und am Pranger stehen, so an und helfet mit arbeiten an dem Ausbau unserer Organisation, Schluß zurückgefordert werden. ist es in England die Blüthe der Aristokratie mit denn wir haben uns die große Aufgabe gestellt, im tommenden dem Thronerben an der Spise. Daß unter den Winter die arbeitslofen Kollegen nach Kräften zu unterstützen. Edelsten der Nation" sich auch in England sehr faule Dazu ist es aber Pflicht eines jeden Kollegen, der ein Herz für Früchtchen befinden, das war längst bekannt, ebenso wie seine Mitmenschen hat, zu dem Generalfonds zu steuern, denn es daß der„ künftige König", der Prinz von Wales, in der kann ein Jeder in die Lage kommen, ihn in Anspruch zu nehmen. Troß der Ueberschrift dieses Theils enthält die Instruktion" Auswahl seiner Freunde und Freundinnen nichts mit kollegialischem Gruß! Albert Hempel, Vertrauensteine Bestimmung darüber, wann das Schließen angesagt wird". weniger als heikel ist. Allein dieser neueste Standal hat mann der Berliner Steinmetzen, Lynarstr. 2, Hof part, Nun kommen eine große Anzahl von Bestimmungen, welche Kaufmännisches Proletariat. Man glaubt vielfach, daß die Strammheit des Dienstes fördern und garantiren sollen nur die Arbeiter unter der Herrschaft sogenannter Fabrits". und dann schließt die" Instruktion" mit folgender, durch den wird auch nicht sterben. Die Lifei hat mir gesagt, daß die übrigens richtiger Stlaven Ordnungen hießen stehen; Druck besonders hervorgehobenen Mahnung: das Schlimmste überstanden ist. Ich komm' eben vom wir sind in der Lage, an der Hand vorliegender Schriftstücke, Wir erwarten von unserem Personal, daß es auch außer Klosterhof. Bei ordentlicher Pflege wird sie schon wieder den Nachweis zu führen, daß auch in kaufmännischen Geschäften der Geschäftszeit und außerhalb des Hauses feiner Stellung entauf die Beine kommen, hat der Doktor gemeint, und Ihr Arbeitsverträge" und" Instruktionen für das Handlungspersonal" sprechend nicht vergißt, daß ein unwürdiges Betragen auch nur brauchet Euch nicht um sie zu sorgen. Freilich mit Ihrem vorkommen, und wahrscheinlich mehr als gewöhnlich angenommen eines Mitgliedes des Personals ein schlechtes Licht auf die ganze Kopf, da schaut's übel aus. Das Fieber ist weg, aber sie wird, gebräuchlich sind, durch welche das kaufmännische Personal Korporation wirft. sich ebenso wie die Fabrikarbeiter dem Unternehmerthum aus- Wir werden deshalb im Interesse unseres ganzen Personals Jesus, Maria und Joseph!" rief der Müller erschreckt. liefert, weil die Noth und der Hunger jeden Widerstand gegen Ausschreitungen jeder Art durch sofortige Entlassung beantworten die Ausbeutung in wirthschaftlicher und die Rechtlosmachung in müssen." allgemein politischer Beziehung, unmöglich macht." ,, Vefa betrachtete beide fast mit Verwunderung; dann Vor uns liegt der Vertrag, den eins der größten Geschäfte sagte sie: Ja, sie hat den Verstand verloren; das hat sie in Breslau mit einem Komptoristen im Januar d. J. geschlossen jetzt davon, daß sie den Ambros mit ihren Künften an hat; wir gestatten uns einige Paragraphen dieses Muster- Verfich gelockt hat. Und jetzt möcht' ich den Jerg sprechen. frages tiefer zu hängen. Ich hab' was an ihn auszurichten." redet irr." Afra wurde bleich. Der Müller schien sie nicht zu hören und sie mußte ihren Wunsch wiederholen. " Lasset ihn in Ruh'," suchte der Alte sie darauf abzuwehren. Eure Botschaften taugen den Teufel. Heilige Mutter Gottes, die arme Staft!" " § 2. Der Vertrag ist auf unbestimmte Dauer geschlossen. Während der ersten 30 Tage des Dienstverhältnisses, vom Antrittstage an gerechnet( Probezeit), sind jedoch die Firma Inhaber berechtigt, das Dienstverhältniß jeder Zeit ohne Wahrung einer Kündigungsfrist zu lösen mit der Wirkung, daß Gehalt nur für diejenige Beit gezahlt wird, in welcher thatsächlich Dienste geleistet worden sind. werden. „ Ach was, von der ist jetzt nicht die Red'," versetzte Vefa und machte mit der rechten eine wegwerfende Bewe Im Uebrigen kann das Dienstverhältniß von jedem Theile mit gung. Aber was meint Ihr, wenn ich Euch sag', daß mich Ablauf eines jeden Kalendermonats nach vorgängiger Kündigung, Die Lisei schickt. Die hat doch wohl einen Stein bei Euch welche zu ihrer Giltigkeit der schriftlichen Form bedarf, aufgelöjt im Brett? Ja, und damit Ihr's gleich wisset, denn ich Bei ausbrechendem Kriege, inneren Unruhen, Feuersbrunst nehm' einem alten Freund seine Grobheit nicht übel: die im Geschäftshause, Erdbeben oder anderen Unglücksfällen kann Lifei sträubt sich nicht mehr gegen den Jerg." das Dienstverhältniß von Seiten der Chefs sofort gelöst §3. Mit triumphirenden Mienen stand sie vor dem Müller, werden. der sie nur stumm anzuschauen vermochte, während Afra eine furze höhnische Lache aufschlug. Vefa warf mit einem Seitenblick auf Afra den Kopf auf und zu dem Müller sagte sie: " Gelt, da bleibt Euch der Mund vor Verwunderung offen stehen? Jetzt habt Ihr das Glück im Hause und das ( Fortsetzung folgt.) bringt Keinen um." Das postnummerando am ersten Tage eines jeben Kalendermonats zu zahlende Gehalt ist auf sechzig Mark vereinbart. Die Firma Inhaber sind berechtigt, den Betrag oder Werth eines etwaigen Weihnachts- oder Inventurgeschenkes nachträglich auf die Gehaltsforderung in Abzug zu bringen, falls der Vertrag innerhalb von sechs Monaten nach dem Empfange des Geschents aufgelöst wird. § 4. Wird das Dienstverhältniß von einem Mitgliede des Geschäftspersonals ohne Junehaltung der vereinbarten Kündigungsfrist, resp. ohne vorherige Genehmigung der Firma- Inhaber auf gelöst, so ist es verpflichtet eine Konventionalstrafe von 300 m. an die Firma- Inhaber zu zahlen. Blumen, Privat Briefbogen zc. dürfen nicht ins Geschäft gebracht werden. Wenn das Schließen angesagt wird, hat sich Jeder von dem guten Verschluß der Fenster, Thüren, Gas- und Wafferhähne feines Rayons zu überzeugen." König Stumm" steht nicht mehr einsam und verlassen da; außer ihm giebt es noch mehr Unternehmer, welche sich zu Wächtern und Richtern ihrer Kulis" auch außerhalb der Betriebsstätte berufen fühlen, und wir denken dem Fabrikpafcha von Neunkirchen einen Gefallen zu erweisen, wenn wir ihn mit seinem Rivalen in Schlesien bekannt machen, es ist die Firma Julius Henel, vorm. Fuchs, in Breslau. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. E. G., Steinmetzstr. 49. Das wissen wir nicht. Wenden Sie sich unter Beifügung einer Briefmarke an den Amtsvorsteher von Friedrichshagen. Nr. 101, Safenhaide. So läßt sich Ihre Frage überhaupt nicht beantworten. Der Atmosphärendruck ist der Druck von 1 kg auf den Quadratzentimeter. Fragesteller. Lassallebüsten giebt es bei Genosse Rost, Moabit, Waldstr. 3, Hof pt. J. B. Sir.-A., Forsterftr. Wir wollen sehen, was sich machen läßt. Carl N., Ruheplatstr. 23. Wir möchten, bevor wir die Sache veröffentlichen, erst einmal mit der betreffenden Gemaßregelten Rücksprache nehmen. Lieutenant gestanden hat, wissen wir nicht können also Ihre 100. Ju welchem Regiment der Polizeipräsident als Wette nicht entscheiden. R. K., Tanzlehrer. Sie können die Waffe tragen. 21. G., in Ruhla. Griflirt leider nicht in der von Ihnen gewünschten feinen Ausstattung. Theater. Sonnabend, den 13. Juni. Opernhaus. Götterdämmerung. Schauspielhaus. Die Quißows. Berliner Theater. Uriel Acosta. Deutsches Theater. Romeo und Julia. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein dunkles Geheimniß. Wallner Theater. Der verlorene Sohn. Das Modell. Bellealliance- Theater. und Cacolet. Tricoche Ostend Theater. Berlin unter Wasser. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana( Sizilianische Bauernehre). Margot. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große SpezialitätenEtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. Hasenhaide In der Hasenhaide 108-114. 108 Neuen Welt, de 108-114. feiert der Verein Berliner Droschkenkutscher" heute, Sonnabend, den 13. d. M., fein VIII. Stiftungs- Fest, zu welchem das unterzeichnete Komitee die geehrten Herren Mitglieder, Freunde und Bekannten nebst ihren Damen hierdurch freundl. einladet. Von Nachmittags 4 Uhr ab Grokes Konzert, und im neu erbauten Bal champêtre grosser Ball. Tanz frei. Auftreten sämmtlicher Künstler- Spezialitäten. Zum Schluß Pantomime: Die lustige Schwiegermutter. Volksbeluftigungen aller Art: Puppentheater, Wettrennen, Stangenklettern, Fackelzug. Abends: TAS Grosses Feuerwerk. E Entree 50 Pf. à Person. Kinder unter 14 Jahren in Begleitung Erwachsener frei. Die Kaffeeküche ist von 2/2 Uhr ab geöffnet. Um zahlreiche Betheiligung bittet Das Vergnügungs- Komitee. 3b Achtung! Genossen! Concert- Park Victoria, Frankfurter Allee 72-73. Sonntag, den 14. Juni 1891: Großes Sommer- Fest, bestehend aus Vocal- und Instrumental- Concert, arrangirt von den Männer- Gesangvereinen Bretzelschluss, Harmonia, Liedertafel der Maler Berlins, Liedesfreiheit und Maiglöckchen( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes) unter Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten Herrn Rudolph Tietz. Anfang 4 Uhr. E Da der Reinertrag zu einem wohlthätigen Zweck bestimmt ist, so werden die Genoffen, speziell im 4. Berliner Wahlkreise gebeten, das Unternehmen viel wie möglich zu unterstüßen. Billets à 30 Pf. sind in den mit Blakaten belegten Lokalen und besonders bei Herrn Röhl, Posenerstr. 11, zu haben. 156/13 3. A. Robert Meyer, Mariannenstraße 2. etzt: Friedrichstr. 165, Fachverein Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v.9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Borstellung. He Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. DEF Roloffaler Jubel E der urkomischen Pantomime Die lustigen Schneider. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Raffeeküche ist geöffnet. Volksbeluftigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Grosser Ball. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier sind neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 Pf. H. Schultze( mit'n 3). Allen Parteigenoffen empfehle mein Fachverein der Tischler. XI. Am Montag, den 15. Juni, findet das Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag, den 16. Juni, Abends pünktlich 8 Uhr, im Feen- Palast: Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Antrag des Vorstandes auf Erhöhung des Schulgeldes auf monatlich 50 Pf. 3. Ersatzwahl zweier Vorstands- Mitglieder. 4. Bericht und Wahl der Kassenrevisoren. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Nur Mit400/1 glieder haben Zutritt. Der Unterricht fällt an diesem Abend in allen Schulen aus! Der Vorstand. J. A.: E. Vogtherr, Stephanstraße 27a. Achtung, Musikinstrumenten- Arbeiter! Sonntag, den 14. Juni, Vorm. 10% Uhr, in Joël's großem Saal, Andreasstraße 21: Oeffentliche Generalversammlung der Klavier-, Klaviatur, Pianomechanik-, Orgelbau-, Blas-, Streich- und Schlaginstrumenten- Arbeiter Berlins. Tages- Ordnung: 1. Organisationsfrage und Stellungnahme zur Resolution der Generaltommission der Gewerkschaften Deutschlands. 2. Abrechnung vom Streit bei Maz und Comp. 3. Verschiedenes. Der hohen Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen. 375/8 Die Agitations- Kommission. Ganverein Berliner Bildhauer. Versammlung am Dienstag, den 16. Juni, Abends 29 Uhr, im oberen Saal des Restaurants Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Manfred Wittich: Kunst und Volk in ihren Wechselbeziehungen. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. Wir erinnern nochmals an die Urabstimmung über die Arbeitslosen- Unterstützung. Stimmzettel sind im Vereinslokal, Prinzenftr. 87, bei der Stellenvermittelung und Bibliothek, sowie beim Kollegen Stöger, Laufizer Platz 17, zu haben. Dieselben müssen spätestens bis zum 17. Juni zurückgegeben sein. 373/7 Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 14. Juni, Vorm. 11 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Wahl des gesammten Vorstandes und der Fachfommission. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Es ist Pflicht der Mitglieder, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. 129/4 J. A.: Fr. Mavasas, Steinmeßftr. 55. Große öffentliche Versammlung Stiftungs- Fest der des Vereins in der „ Neuen Welt", Hasenhaide, statt. Großes Instrumental- Konzert. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Wilh. Liebknecht. Auftreten des gesammten Künstler- Personals, Sommernachts- Ball im Bal champêtre. Großes Brillant- Feuerwerk. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Jedes Kind erhält am Eingang eine Stocklaterne gratis. Abends Fackelzug. Programms gratis an der Kontrolle.- Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Billets à 30 Pf. sind auf allen Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Herren zu haben: Apelt, Sebastianstr. 27/28; Gloce, Lausitzerstr. 52, 3 Tr.; Wiedemann, Wallstraße 7/8( Arbeitsnachweis der Tischler); Mende, Wienerstr. 37, v. 2 Tr.; Monien, Kreuzbergstr. 9, Quergebände 3 Tr.; Schulz, Brißerstr. 42, v. 4 Tr.; Mieke, Adalbertsir. 9, vorn 4 Tr.; Haberland, Reichenbergerstr. 161, v. 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36, Hof 4 Tr.; Rambow, Dieffenbachstr. 70, vorn 2 Tr. bei Mehnte; Potengowsti, Bossenerstr. 40, Hof part.; Witte, Invalidenstraße 21, v. 2 Tr.; Lenz, Dieffenbachstr. 67, v. 1 Tr. bei Walther; Recke, Tr.; Frobenſtr. 18, Hof 3 Tr. bei Schirmer; Boian, Wienerfir. 30, v. 4 Fr. Brose Rirdorf, Berlinerstr. 114, 1 Tr.; A. Schmidt, Grüner Weg 105, Hof Quergeb. 2 Tr.; Häusler, Schulstr. 51; Bogasch, Friedenstraße 89, 3 Tr.; Hein( NeuWeißensee), Charlottenstr. 156; Reichert, Fürbringerstr. 25, Hof 1. 2 Tr.; Maler, Anstreicher und Berufsgenossen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 14. Juni, Vormittags 10% Uhr, im Moabiter Casino( Jlges), Wilsnackerstrasse 63. Zages Ordnung: 9b 1. Die Lohnstatistik. Ref.: J. Hohlwegler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Mittwoch, den 17. Juni, Abends 8 Uhr, in Habel's Brauerei, 237/12 Bergmannstraße 5-7: General Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Haben die Arbeiter Ansprüche auf Liebesgaben feitens des Staates? Referent: Genosse Stadthagen, ReichstagsAbgeordneter. 2. Diskussion. 8. Rechnungslegung des Kassirers und Abrech nung von der Matinee. 4. Wahl des gesammten Vorstandes und der Re visoren. 5. Verschiedenes u. Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Zahlstellen befinden sich bei Otto Klein, Zigarrengeschäft, Rottbuser Damm 14; Scheuer, Restaurant, Gneisenaustr. 35; Haugt, Restaurant, Boeckhstraße 12; Schmidt, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Luhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Ernst Wilschte, Zigarrengeschäft, Raßbachstr. 1 u. Junkerstraße 1; Schröder, Zigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Grube, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Kiesel, Restaurant, Schützenstr. 58; Böhland, Restaurant, Der Vorstand. Bülowstr. 52; Graffunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Freie Gemeinde Nixdorf. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Sonntag, den 14. Inni, Nadm. 42 Uhr, in Rudolf's Saal( früher Wittwe Müller) in Brih. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Julius Türk über Werth und 151/9 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bruhns, Wrangelstr. 61; Hegeler, Brizerſtr. 40; Grunert, Manteuffelstr. 64, Wesen der modernen Poesie. 2. Diskussion. 3. Fragestellung. 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96; Franz, Chorinerstr. 18; Klawitter, Oppelnerstr. 16, 8 Tr.; J. Conrad, Bärwaldstr. 53, Quergeb. 2 Tr.; Hinz, Bärwaldstr. 8, H. I. 4 Tr.; R. Kuhn, Admiralstr. 37, v. IV b. Sieg; D. Klein, Rottbuser Damm 14; Wilschte, Junkerstr. 1; Kerkau, Jahnstr. 8; G. Schulz, Admiralstraße 40; Mews, Mariannenstr. 13, v. 4 Tr.; Georgi, Simonstr. 22, v. 4 Tr.; Beige, Sorauerstr. 4, v. 1 Tr. 314/56 Der Vorstand. Beiß- n. Bairisch- Bier- Lolal, Fachverein der Tischler. Garten und 849L C. Boll, Wienerstr. 1-6. Saal zu 150 Perf. ist noch 2 Sonnabende im Monat für Gewerkschaften zu VerSonnabend, den 13. Juni, Abends 8 Uhr: Gr. Versammlung sammlungen u. Bahlstellen zu vergeben. in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstr. 79, H. I. I. 1086b] A. Feind, Weinstr. 11. Kleiner Saal und Vereinszimmer, 2 Kegelbahnen sind zu vergeben Schönleinstr. 6.[ 795L MS Wannsee. Café Alsen. T Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Wilh. Werner über: Laffalle und die heutige Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheit und Verschiedenes. Um rege Betheiligung bittet Achtung! 314/19 Der Vorstand. Achtung! Große öffentl. Bersammlung der Möbelpolirer Berlins und Umgegend Große öffentliche Volksversammlung für Adlershof und Umgegend am Mittwoch, den 17. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale der Herren Wiedemann& Manofski in Adlershof, Bismarckstraße. Zages Drdnung: = 1. Die Getreidezölle und die Reichsregierung. Referent: Wilhelm Werner. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zur Lokalkommission. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 11 b Volksversammlung zu Wilhelmsberg am Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Restaurant Wilhelmsberg( Juhaber Trinkaus). Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Wilh. Werner über: Die Kornzölle und die Reichs. regierung. Diskussion. Wahl einer Lokalfommission. Der Vertrauensmann. 8b am Wilhelmshöhe Wannsee int Grunewald, herrlich am See und Wald gelegen, dem geehrten Publikum, Fabriken, Vereinen und Schulen bei Landpartien bestens empfohlen. 3 große Tanzfäle, Aug spannung für 150 Pferde. Größtes Lokal, höchst romantisch im Wald und am Wasser belegen, Nähe am Sonntag, den 14. Juni, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Bolzmann, Andreasstrasse 26. des Flensburger Löwen, empfiehlt Vereinen seine großen Säle, Regel- Tagesordnung: 1. Unsere Organisation und deren Feinde. Ne rent bahnen, Stähne und Boltsbeluftigungen Kollege Gustav Renter. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten der Beraller Art zur gefälligen Benutzung. liner Streif- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Küche, Keller gut, solide Preise: Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Für f. gepflegte Biere und Weine, sowie gute Speisen, Kaffee- Küche, R. Bloch. 281/14 Verantwortlicher Redakteur: M. Grenheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 34 L J. A.: Gustav Urban. Regelbahnen 2c. 2c. sorgt bestens 833L A. Meyer, Gastwirth. Hierzu zwei Beilagen. 2 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 135. Korrespondenzen und Parteinachrichten. 1 Sonnabend, den 13. Juni 1891. Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, Der bleibt ein Narr sein Leben lang, * 8. Jahrg. Gegen die Kornzölle. spektive, indem ihnen beständig der grobe Unfugsparagraph mit unmittelbar die blutige Revolution bevorstände und als ob der den diversen 6 Wochen im Nacken fäße. Es kommt eben dabei Zentralverein" den bürgerlichen Widerstand gegen dieselbe ornur in Betracht, welche wissenschaftlichen Forschungen" der ganisire:" Der allgemeinen Schwäche gegen die Rebellen, dem Strafrichter für richtiger hält, diejenigen katholischer Professoren, Mangel an Widerstand in den Kreisen, welche rechtzeitig eine welche ein gewisses Interesse daran haben, daß der Tod Luther's Schuhmauer hätten bilden müssen, verdankt die französische Hamburg, 11. Juni. Am Montag dieser Woche machten so dargestellt wird, wie er sich nach ihrer wissenschaftlichen Revolution von 1789 ihren Erfolg. Sorgen wir bei Zeiten, daß die" Freifinnigen" Hamburgs einen schwächlichen Versuch, der ueberzeugung und Forschung zugetragen, oder die Ergebnisse der man uns nicht schwach finde!" Nun, mit so kindischen Revolu sozialdemokratischen Partei hier am Plaze bezüglich der Anti- Forschungen orthodoxer Evangelischer, die ein Interesse daran tionsschreckmitteln wird man hier keinen Erfolg gegen uns haben, RornzoIl- Bewegung den Wind aus den Segeln zu nehmen. haben, ihren Reformator als engelreines Wesen erscheinen zu sondern höchstens der Lächerlichkeit verfallen. Der selbst immer in den Vordergrund zu drängen sich bestrebende lassen. Die von uns den„ Lichtstrahlen" entnommene Notiz Herr Dr. Walte math, bekannt durch seinen mißglückten enthält Nichts, was nicht in den weitesten Volksfreisen bekannt Druckfehler- Berichtigung. Der Name des zweiten VerReichstagswahl- Kandidatenversuch im 19. hannoverschen Wahl- wäre. Darf man sich denn von einem Manne, welcher neben trauensmannes im V. Wahlkreis ist gestern falsch wiedergegeben treise, hatte eine Versammlung einberufen, welche im Tüdtge'schen feinen Gottgefälligkeits- Bestrebungen auch sehr irdische Bedürf- worden. Sein Name lautet Clemens Mager, nicht Mayer. Saale stattfand. Anwesend waren aber fast lauter Sozialdemo kraten. Da die aus der Versammlung heraus beantragte Resolu- nisse hatte, benn tion vom Bureau unterschlagen wurde, so kam es auch über die von Herrn W. befürwortete Resolution zu keiner Beschlußfaſſung gar so sehr verwundern, wenn ihm schließlich die Lust zum und ging die Versammlung unter Absingung der Arbeiter- Reben verging und er dementsprechend verfuhr? Oder wird es marseillaise( nicht der Polizeikommissarischen auseinander, den etwa die evangelische Bevölkerung innerlich" weniger erregen, Rigdorf. Eine imposante Volksversammlung fand am freisinnigen Doktor mit seinen Paar Freunden in ungehobenster wenu fie erfährt, daß ihres" Reformators bekannte„ Tischreden" 11. Juni unter dem Vorsitz des Genoffen Ostermann statt, Stimmung am Borstandstische zurücklassend. Freilich hat der Herr Waltemath insofern seinen Zweck erreicht, als er sich doch vor kurzem in Defterreich verboten wurden, ihres anstößigen um zu dem Verhalten der Reichsregierung gegenüber den KornInhalts wegen! wieder einmal bemerklich gemacht hat. Die Antikornzoll- Bewegung unter der hiesigen Arbeiterpartei nimmt dagegen einen glänzenden Fortgang. Mehr als 15 Verfammlungen in find Hamburg gemeldet und zum Theil mit größtem Erfolge schon worden. Abend Am Dienstag abgehalten der Sprach Reichstagsabgeordnete Tubauer aus Berlin im obengenannten Lokale über die Kornzölle vor einer imposanten Versammlung von 4000 Personen. Genosse Tuhauer erledigte sich seiner 3u ſein: Aufgabe in 11/ eftündiger Rede, welche häufig von lebhaftem Beifalle unterbrochen wurde. Redner beantragte als Zusatz zu der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion formulirten Resolution, den Hamburgischen Bevollmächtigten beim Bundesrathe, Herrn Senator Dr. Burchard, aufzufordern, beim Bundesrath im Namen der Stadt Hamburg die Beseitigung der Kornzölle zu beantragen, welches mit der Resolution zusammen von der Versammlung einmüthig zum Beschluß erhoben wurde. von und zöllen Stellung zu nehmen. Es mochten gegen 1500 Personen beitervereine wird auf dem Beschwerdewege keine Korrektur er den Vortrag. Nachdem auf die Aufforderung des Vorsitzenden, Magdeburg, 11. Juni. Das Schicksal der aufgelösten Ar- anwesend sein. An Stelle des am Erscheinen verhinderten GeAr- nossen Max Schippel hielt der Genoffe Wilhelm Werner an= Umgegend fahren, wie wir soeben durch Bescheid des Regierungspräsidenten etwa anwesende Gegner sollten sich zum Wort melden, niemand belehrt werden. Wir lassen den Wortlaut des Schriftstückes hier darum nachsuchte, wurde die Protestresolution ein ft immig folgen, um hoffnungsfreudigen Beschwerdeführern in ihrer Stellungnahme zu dem ev. allgemeinen Arbeiterverein behilflich Auch die Reichstags- Abgeordneten Bruhns, Frohme und Molkenbuhr sprachen in derselben Angelegenheit in verschiedenen Versammlungen mit großem Erfolge. So nimmt die Anti- Kornzoll- Bewegung in Hamburg- Altona einen impofanten Verlauf. Gestern hielt Genosse Liebknecht in Jakob's Tivoli, St. Georg, I. Hamburger Wahlkreis, einen 21/2 stündigen Vortrag über die große französische Revolution, vor ungefähr 2500 Anwesenden. Mehr verinag das Lokal nicht zu fassen. Die Leute standen gedrängt Kopf an Kopf und folgten der spannenden Rede mit größter Ausdauer und Aufmerksamkeit, den beliebten Redner am Schlusse mit rauschendem Beifalle lohnend. Magdeburg, den 5. Juni 1891. angenommen. Brandenburg, 11. Juni. Eine start besuchte Volksversammlung nahm nach einem Referat Ewald's die Protestresolution mit dem Bebel'schen Zusage an. Auf Ihre Beschwerde ohne Örtsangabe und Datum ( wie der Beschwerdeführer versichert, war sowohl Ort als Barmen, 9. Juni. Die hiesige Stadtverordneten- Versammauch Datum vermerkt) hier eingegangen am 11. v. M., lung nahm in ihrer heute Abend stattgehabten Sitzung fast einerhalten Sie hierdurch zum Bescheide, daß in der vorstimmig den Antrag an: Mit Rücksicht auf den hohen Stand liegenden Sache von Aufsichtswegen nichts zu veranlassen der Getreidepreise und in Anbetracht der ungünstigen Aussichten ist. Die polizeiliche Schließung des sozialdemokratischen für die nächste Ernte, den Herrn Reichskanzler und Präsidenten Arbeitervereins Magdeburg- Neustadt am 7. v. M. iſt des königlich preußischen Staatsministeriums zu ersuchen, die auf Grund des§ 8b des Vereinsgesetzes vom 11. März fofortige Suspensirung und demnächstige Aufhebung der Getreide= 1850 erfolgt, weil der gedachte Verein mit fünf anderen zölle zu veranlassen." Vereinen gleicher Art zu gemeinsamen Zwecken in Verbindung getreten ist. warten. ak Schmalkalden, 11. Juni. In einer am 10. Juni stattgehabten sehr zahlreich besuchten Volksversammlung wurde nach einem Referat unseres Vertrauensmannes, Genossen W. Hugo, die von der Parteileitung vorgeschlagene Resolution einstimmig angenommen. Sangerhausen. Eine am 10. d. Mts. Hierselbst tagende öffentliche Volksversammlung, in welcher Genosse Peus aus Berlin referirte, nahm die von der Parteileitung vorgeschlagene - Resolution einstimmig an. Resolution einstimmig an. Wegen dieser strafbaren Verbindung ist seitens der hiesigen fönigl. Staatsanwaltschaft die gerichtliche Voruntersuchung beantragt. Sie haben daher die gerichtliche Entscheidung abzuDer Regierungs- Präsident. Aachen, 10. Juni. Der heutigen Stadtverordneten- Versammlung lag ein Antrag auf Ueberlassung des Kurhaus- Saales Neuhaldensleben, 9. Juni. In der heutigen Sitzung des zu einer sozialdemokratischen Volksversammlung vor. fönigl. Schöffengerichts hierselbst wurde Genosse A. Holzhausen- längerer Verhandlung nahm man den Antrag mit 18 gegen Althaldensleben wegen Verkauf von Druckschriften in einem öffent- Stimmen unter der Bedingung an, daß eine Miethe von lichen Lokal, ohne einen Gewerbeschein gelöst zu haben, zu zwölf 150 m. gezahlt und kein Eintrittsgeld erhoben werde. Zur Mart Geldbuße und den Kosten verurtheilt. Sicherstellung dieser lettern Bedingung soll bei der Stadtkaffe eine Raution von 1000 M. hinterlegt werden, welche sofort verfällt, wenn Eintrittsgeld zur Erhebung gelangt. Ein Antrag, man möge den genannten Saal überhaupt nicht mehr politischen Parteien überlassen, wurde mit 18 gegen 6 Stimmen abgelehnt. * Saalfeld. Was man nicht anders fassen tann, sieht man als groben Unfug an. Anfang dieser Woche ging uns folgendes amtliche Schriftstück zu: Strafbefehl. " * Nach Dabringhausen, 8. Juni. Eine Voltsversammlung unter freiem Himmel fand gestern in Emminghausen statt, die sich trot der schlechten Witterung eines sehr zahlreichen Besuches erfreute. Als Redner fungirte Herr Karl Meist aus Köln, der einen mit großem Beifalle aufgenommenen Vortrag über die Getreidezölle und die bekannte Aeußerung des Reichstanzlers v. Caprivi hielt. Sodann wurde die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution vorgelesen und einstimmig angenommen. Mit einem dreifachen, weithin schallenden Hoch auf die internationale Sozialdemokratie wurde die schön und würdig verlaufene Versammlung geschlossen. Kalt, 7. Juni. Heute Vormittag fand eine öffentliche, zahlreich besuchte Volksversammlung statt. Genosse Reuter aus Köln referirte über die Kornzölle und die Reichsregierung. Die vom Parteivorstande ausgegebene Resolution wurde einstimmig angenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Landgerichte Hannover, 11. Juni. Die zunehmende Ausbreitung der zu Rudolstadt: auf Grund des in Nr. 58 Saalfelder sozialdemokratischen Ideen in unserer Provinz flößt der GegenBoltsblattes" enthaltenen Auffages Ueber den Tod partei Besorgniß ein. Die zwischen ihnen selbst noch bestehenden Luthers", welcher mit der wissenschaftlichen Forschung im Unterschiede werden von ihnen faum noch beachtet; jeder darf Widerspruch stehende Behauptungen über den Tod des nur noch daran denken, den gemeinsamen Feind, die Sozial Reformators Luther aufstellt, die in hohem Grade ge- demokratie, abzuwehren. Schon am 6. April hat sich für den eignet sind, in der evangelischen Bevölkerung innerliche Regierungsbezirk Etade ein Hauptverein zu Bekämpfung der Geringswalde( Sachsen), 10. Juni. Heute tagte hier eine Erregung hervorzurufen, und sie in den Grundlagen ihres Sozialdemokratie und zur Förderung des Wohles der arbeitenden öffentliche Volksversammlung, in welcher Abg. Schmidtevangelischen Glaubens zu beunruhigen, damit aber öffent- Klassen" gebildet. Für Montag, den 15. Juni, Nachmittags, ist Burgstädt über die Kornzölle und die Reichsregierung" in ausliche Interessen zu gefährden und das Publikum als solches nun nach Hannover eine Versammlung für Männer aus allen führlicher und verständlicher Weise referirte. Die vom Parteiausgenommen natürlich der sozialdemokratischen vorstand vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig angenommen. zu belästigen, Uebertretung gegen§ 360,11 des R. St. G. B., Parteien wird eine Geldstrafe von 150 M. und im Falle dieselbe nicht und allen Ständen in" Stadt und Land" einberufen Desgleichen eine Resolution, welche das Stadtverordneten= beigetrieben werden kann, eine Haftstrafe von sechs Wochen behufs Gründung eines Zentralvereins 2c.( folgt der obige Rollegium ersucht, die sächsische Regierung aufzufordern, beim lange Name)". In dem Aufrufe wird zugestanden, daß die Bundesrath die sofortige Aufhebung der Zölle zu beantragen. festgesetzt." Man scheint also diefem unschätzbaren Paragraphen eine Gründung von Lokalvereinen stellenweise schon erfolgt ist". neue Seite abgewonnen zu haben, denn neu dürfte diese Anwen- Deutlicher kann es nicht ausgesprochen werden, daß es sich nicht um örtliche Gruppen desselben Vereins, sondern um eine Anzahl dung desselben, der mit 150 m. oder Haft bedroht, politischer Vereine handelt, welche entgegen dem Vereinsgesetz mit einander in engste Verbindung treten. Bei dieser flagranten Gesetzesverletzung rechnen die Gründer( es sind ihrer 128) auf die Nachsicht der Behörden; wir wollen abwarten, mit welchem Recht. Im Uebrigen hört sich der Aufruf an, als ob ,, wer ungebührlicherweise ruhestörenden Lärm erregt oder wer groben Unfug verübt", auf alle Fälle sein und eröffnete, sofern das anzurufende Gericht diese Strafe bestätigt, verschiedenen Leuten verschiedenen Leuten, welche sich mit Vorliebe historischen Studien widmen, eine liebliche PerKapital und Presse. II. aus der " Am 31. trat Troh strömenden Regens war die Versammlung überfüllt. Viele mußten wegen Mangels an Plaz wieder umkehren. Chemnitz, 10. Juni. Heute fanden hier zwei sehr stark besuchte Volksversammlungen, und zwar die eine im Gasthaus zum Wiesenthal", die andere im Gasthaus zum Schützenhause", statt. In beiden Versammlungen referirte unser ReichstagsAbgeordneter Max Schippel über die Aufhebung der Redakteur in die„ Spener'sche Zeitung", die, was doch ein Witz und Scharfsinn für eine demokratische Sozialpolitik in solch alter Berliner Journalist wie Herr St. wissen sollte, erster Reihe gefochten hat, daß er selbst ein Opfer des nationalliberal, nicht konservativ, war. Von 1871 bis Sozialistengesezes wurde, daß der Boykott, der ihm zuguterDie Ehrabschneider waren indeß nicht müßig gewesen 1873 war M. in der bekannten Kammerkorrespondenz von letzt widerfahren, im Grunde nur die Quittung für seine und der unseren Lesern bekannte Prozeß Brahm- Mehring Oldenberg thätig. Für die„ Spener'sche Beitung" aber schrieb politische Thätigkeit ist. Und er hat Recht, mit Bercy aussollte die Gelegenheit bieten, um Mehring zu einem stillen er, laut der eidlichen Zeugenaussage des damaligen Chef- zurufen: Mich, den die falt gewordenen Wunden schmerzen, Mann zu machen. Als Zeugen waren die Herren Stephany, Redakteurs, des späteren Geheimraths Wehrenpfenung, eines Nun so geneckt von einem Papagei! Chefredakteur der" Bossischen Zeitung" und Stein, der wohlbekannten Führers der Nationalliberalen, nie einen Berliner Korrespondent der Frankfurter Zeitung" er politischen Artikel. Dezember 1878 Der Handels- Redakteur der Vossischen Ztg.", der in dem schienen. Der Anwalt Brahm's, Herr Jonas ließ sie darüber M. Spenerschen Zeitung" aus. Danach spaßhaften„ Ehrengericht" des Vereins Berliner Presse in vernehmen, daß Mehring angeblich seine journalistische soll er, wie St. sagt, einige Artikel für die" Post" Sachen Lindau den Ehrenrichter gespielt hat, Herr Der erste dieser zwei Artikel ist Schweizer fommt nach Stephany an die Reihe. Kraft schon den allerverschiedensten Parteigruppen gewidmet geschrieben haben. habe. in der Nummer vom 30. März 1878 enthalten. Das Ein Ehrenrichter, der als weiland Handelsredakteur der Die Zeugenaussage Stephany's ging dahin, daß Mehring danach" St.'s umfaßt also über vier Jahre. In dieser National Beitung" in der Milliardenära die blutigsten Als ein Kind seiner seine Laufbahn bei der demokratischen Zukunft" unter Bwischenzeit korrespondirte M. für die Franks. Btg." und war Gründungen mitgründen half. Guido Weiß begonnen hätte, von da sei er irgendwie fort ein eifriger Mitarbeiter der Weiß'schen Wage". Kommt schöpferischen Laune unter dem Wehklagen der beglückten gekommen und zur konservativen Spener'schen Zeitung" ferner der Kaiser- Geburtstagsartikel zu Ehren Wilhelm I., Aktionäre das Zeitliche segnete, unter sehr, sehr bösen übergegangen. Danach sollte er einige Artikel für die frei- der so überschwänglich gewesen sei, daß ihn die" Post" nicht ab Auspizien, da meldete der von ihm redigirte Handelsfonservative Post" geschrieben haben; dann hätte er sich mit gedruckt, sondern in ihrem Archiv verwahrt habe. Herr St. wollte theil, aus dem Aufsichtsrath der verkrachten„ Staßfurter " Sozialdemokratischen Studien" beschäftigt und fei Korrespondent dies von dem Redakteur der" Post", Herrn Groddeck, er- Chemischen Fabrit" sei Herr Dr. Schweiger ausgeschieden. der Weser- Zeitung" bez. der" Frankfurter Zeitung" ge- fahren haben. Letzterer erklärte umgehend in der Post", Mit der Gewandtheit eines indischen Jongleurs wandelt wesen, bis er die Redaktion der„ Bolts- Zeitung" übernommen daß die ganze Geschichte erfunden sei, daß er sie auch Herrn sich der Dr. Schweizer in den Dr. Schweiger, er verstümmelt hätte. Stephany nicht mitgetheilt habe. Was es übrigens mit der mit dem brünstigen Opfermuth eines Stoppen seinen Namen, Diese eidliche Erklärung zerpflückt Mehring mit nn vielberufenen, sich auf zwei Gelegenheitsartikel Mehring's er schweigt sich todt, ohne daß ihm die Wimper zuckt. barmherziger Schärfe und weist Schritt für Schritt die für die" Post" beschränkenden„ Mitarbeiterschaft" auf sich Die Devise lautete eben: Kein Kreuzer, kein Schweizer! seltsame Verwirrung nach, in der offenbar Herr Stephany hat, hat mit wünschenswerther Deutlichkeit Mehring im Der große Künstler, welcher die Börsendramen nicht feine Aussage abgegeben hat. In der Zuschrift, welche M." Vorwärts" vom 25. Februar dieses Jahres dargelegt. blos schrieb, sondern auch spielte, nicht blos spielte, sondern nach dem Prozeß in diesem Blatte veröffentlicht hat, wur- Mit löblicher Offenheit spricht sich im Anschluß an diese auch rezensirte, so mitleidlos rezensirte, daß er sich aus den dem vergeßlichen Zeugen bereits artig die Wege ge- Affäre Mehring über seine politisch- soziale Entwickelung aus der Liste der lebendigen Gründer strich und bescheiden wiesen. Der Beweis, wie er in der Broschüre geführt wird, und sagt es geradezu:" Ich habe einige Jahre lang in der unter der Maste eines Schweigers vegetirte, war auch bei ist so stringent, wie man ihn sich nur wünschen kann. vor- wie nachher von mir bekannten Ueberzeugung geschwankt, der Gründung der„ Nienburger Zuckerfabrik betheiligt, und Mehring trat 1869 in die Redaktion der Zukunft" daß keine Sozialreform denkbar und möglich sei, welche auch diese geborstene Säule stürzte über Nacht. Aber diesund fand dort als Redakteur Herrn Stephany vor. Und nicht ebenso durch wie für die Arbeiter ausgeführt werde, mal löschte die Schweizer'sche Wirksamkeit nicht blos Namen dieser ging im Sommer 1870, als die Zukunft" zu daß somit die politische Freiheit im weitesten Umfange die aus, sondern Menschen, leibhaftige, athmende Menschen. krachen begann, irgendwie" zur„ Bossischen Zeitung", unerläßliche Bedingung jeder gesunden Sozialreform fei." Der Abgeordnete Zuckschwerdt, bei dieser Unternehmung be Mehring aber blieb bis zum letzten Tage, den 31. März Wer im politischen Leben steht, weiß, daß Mehring, sobald theiligt, starb eines plöglichen und unerwarteten Todes, er 1871. Erst am 16. August 1873 trat M. als Feuilleton- er diese Illusion als solche erkannte, mit Unerschrockenheit, besaß nicht die Zähigkeit des Herrn Schweiter. Das Nähere # " 1 Lokales. % Getreide zölle." Die vom Parteivorstand empfohlene Resolution des Brutraumes ein Thermometer, in welches an den Marken| staltete sich die Fußpartie des sozialdemokratischen Leseklubs fand in beiden Versammlungen einstimmige Annahme. 37 und 40 Grad Drahtenden einer elektrischen Zeitung ein- Heine" zu Rirdorf, welche an letzten Sonntag nach dem Penig. Am Sonnabend, den 6. Juni, Abends 81/2 Uhr, geschmolzen sind. Diese stehen mit dem außerhalb angebrachten Lokale des Genossen Schensch in Mariendorf unternommen Penig. Am Sonnabend, den 6. Juni, Abends 81/2 Uhr, Gasfeuerungs- Regulator, dessen Konstruktion von Dr. Roux, dem wurde. Wohl an tausend Theilnehmer hatten sich eingefunden. fand hier im großen Saale Sum Hirsch" eine von zirfa Chef du service" der Pasteur'schen Anstalt, herrührt, in Ver- Um 12 Uhr Nachmittag begann der Abmarsch von Rixdorf. 500 Personen, darunter ein großer Theil Frauen, besuchte Voltsversammlung statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Julius bindung und garantiren, daß eine Abweichung von den gesteckten Der Musikverein„ Musikfreunde", sowie der Tambourverein zu Seiferth aus Zwickau über„ Die Kornzölle und die Reichs- Temperaturgrenzen kaum vorkommen kann. Dazu kommt noch Briß hatten sich dem Zuge angeschloffen, ebenso viele Mitglieder regierung" referirte. Die vom Parteivorstande vorgeschlagene und zur Erzielung einer noch weitergehenden Sicherheit ein bewegte sich der Zug nach der Mariendorfer Chaussee. Ruhe ein selbstzeichnendes Thermometer innerhalb des Brutraumes, von Gesangs und anderen Vereinen aus Rigdorf. Durch Britz Protestresolution wurde einstimmig angenommen. elektrisches Warnungsthermometer von Richard frères in Paris, und Ordnung, welche in musterhaftester Weise auf dem ganzen welches beim Eintritt der gesetzten Temperaturgrenze ein Glocken Wege aufrecht erhalten wurden, trugen nicht wenig dazu bei, zeichen zur Herbeirufung des Wärters ertönen läßt. Das Ge- bei den Brißer Einwohnern einen guten Eindruck zu bäude wird durch elektrisches Glühlicht erleuchtet. hinterlassen, der vielleicht Manchem zu besserer Meinung über die bisher so sehr gefürchteten und verhaßten Sozialdemokraten Engen Richter erwähnt unsere Berichtigung zum Falle befehrt hat, die in größter Eintracht mit ihren feineswegs zerDie neuen Eisenbahn Zeitkarten III. Klasse zur Be- Münchow und thut, als wenn er um keinen Preis ein Unrecht störten" Familien sich harmloser Freude hingaben. Hinter Brit nuhung der Stadt- und Ringbahn sind in jeder Weise wie ja begehen wolle; er erwartet Aufklärung von seinem Gewährs intonirte der Musikverein abwechselnd mit dem Brizer Tambourleider noch so vieles bei unserer Gisenbahn- unpraktisch. mann. Seine noch viel trasfere unwahrheit im Falle Schmidt torps lustige Marschweifen, unter deren Klängen die Genossen in Während die frühere Zeitkarte( ungefähr in der Größe der franz gegen Grillenberger berichtigt er nicht und erwähnt unsere dichten Reihen ihrem Biele entgegen marschirfen. An demselben gewöhnlichen Zehnpfennig- Notizbücher) den Uebelstand hatte, daß Vorwürfe mit keinem Worte. So müssen die Leser der Frei- angekommen, mußten Hunderte der Festtheilnehmer wegen Uebereine Photographie des betreffenden Abonnenten benöthigt war, sinnigen Zeitung" glauben, daß dieses Blatt unrichtige Mel- füllung des Lokals leider davon abstehen, im Kreise der Hauptdie nach Ablieferung der Karte niemals mehr verwendet werden bungen bereitwillig widerrufe, während es im Gegentheil so masse der Genossen den Tag zu verleben und suchten anderfonnte, weil sie durch den hart auf sie gedruckten Bahnstempel bartnäckig lügt wie keine andere Zeitung. Es giebt in der That weitig ein Unterkommen. Im Lokale selbst entwickelte sich bald ruinirt wurden, so hatte sie doch wenigstens das Gute, daß man fein schreienderes Unrecht, als wenn oft Herr Stöder als der darauf ein nach jeder Richtung hin fröhliches und befriedigendes fie infolge ihrer Größe so leicht nicht verlieren konnte. Ueber hervortretendste Typus eines Lügners bezeichnet wird, der Typus Boltsfest. Die bekannten Weisen der Arbeiterlieder wurden von Die jetzigen, wenn wir nicht irren, seit dem 1. März oder 1. April des Lügners par excellence ist Eugen Richter. Oder hat Herr den anwesenden Sangesgenossen unter reichem Beifall zum Vortrag im Gebrauch stehenden Zeitkarten hört man von allen Seiten Richter Mehring's Buch nicht gelesen? gebracht; nur durch die von den Behörden dem anwesenden MusikKlagen. Einer Photographie bedarf es ja freilich nicht mehr, Ein verein aufgezwungene Unthätigkeit wurden die Genossen in begreifdafür hat die Karte aber ein solch unglückliches Format erhalten, Blätter verbreitet wieder unwahre Nachrichten über die Arbeiter- lichen Unwillen versetzt. Doch auch hier fand sich bald ein Ausweg; daß sie für das Portemonnaie des das größte", wie Ladewig haben zu groß und für die bewegung. Er thut, als ob er die Stärke der Betheiligung der fann. Daß Letzteres öfter passirt, ist uns schon von mehreren schaftskommission, über Streits u. s. w. zum Besten. Die Nach bald erschienen zu ergößen, gaben sich die Genossen unter herzRock- 2c. Tasche zu klein sind, so daß man sie leicht verlieren Deutschen am internationalen Kongreß in Brüssel feststellen grundstücks dem Musikverein und dem Tambourverein die Auftönnte, und giebt weiter allerlei Flunkereien über die Gewerk- führung von Musikstücken in ihrem Garten gestattet. Nicht ohne sich an den verwunderten Gesichtern der Hüter der Ordnung, die Seiten bestätigt worden. Solch Abonnent ist aber nun schlimm richten dieses Reporters sind entweder Arbeiterblättern ohne licher Anerkennung dieses Entgegenkommens nun der ungedran, denn anstatt, daß ihm die Bahnverwaltung eine Interims Quellenangabe entnommen und dann pflegen sie richtig zu sein, schmälerten Festesfreude hin. Eine stattfindende amerikanische tarte für die Zeit, bis zu welcher seine ihm abhanden gekommene oder er hat sie aus Eigenem und es fehlt ihnen alle thatsächliche Auktion einer Bücher- Etagère ergab die Summe von 51,46 M. Karte Giltigkeit hatte, ausstellt, ist derselbe gezwungen gegen Grundlage; in beiden Fällen werden die Zeitungen nur durch Leider hatte sich der Himmel überzogen und der gegen Abend Hinterlegung von 5 Mart im gewöhnlichen Leben zahlt man für Duplitate aller Art 50 Pf.- eine neue Karte sich aus- ungenügende Sachkenntniß bestimmt, den Reporter für seine Nach hereinbrechende Regen veranlaßte die Festtheilnehmer, um 72 Uhr stellen zu lassen, oder aber seine jedesmalige Fahrt wie jeder richten zu bezahlen. zum Aufbruch zu schreiten. Das Gros der Rigdorfer Genossen marschirte unter Borantritt des Brizer Tambourvereins in ungeschwächter Festesstimmung mit Trommelwirbel und Liederschall dem heimathlichen Rixdorf entgegen. Jedem Theilnehmer wird diese Fußpartie, welche uns wohl manchen neuen Genossen zuführen dürfte, noch lange im Gedächtniß bleiben. Herzlichen Dank verdiente noch die unermüdliche Thätigkeit des Tambourvereins. man müßte denn schon andere Passagier zu bezahlen. Zu letterem Modus wird sich In Mariendorf dauern die behördlichen Maßnahmen gegen der Betreffende bequemen müſſen, wenn die Zeit bis zum Ablauf den Restaurateur Oswald Schensch fort, wie folgende Verfügung feines Abonnements eine so furze ist, daß er bei baarer Be- des dortigen Amtsvorstehers beweist: zahlung der jedesmaligen Fahrt weniger als 5 M.( Preis für Auf Ihre heute eingegangene Eingabe ohne Datum er Die neue Karte auf dieselbe Zeit) gebraucht. Bei dieser Ge- widere ich Ihnen ergebenst, daß ich das für den 14. Juni 1891 legenheit ist auch zu erwähnen, daß z. B. ein Schöne im Lokale des Herrn Oswald Schensch hierselbst in Aussicht geberger für die Strecke Echöneberg- Potsdamer Bahnhof für sich nommene„ Sommerfest" verbunden mit Konzert, Tanz, Preiseine sogenannte Stammkarte und für jeden seiner Angehörigen" tegeln, Verloosung und Kinderbelustigungen, nicht gestatte, eine Nebenkarte, letztere zum halben Preise, bekommen kann, weil, während ein Tempelhofer diese Vergünstigung nicht genießt. Als Grund hierfür wird angegeben, daß die Stadt- und RingbahnVerwaltung solche Nebenkarten nicht ausstellt; für Schöneberg, das Station für den Vorort- resp. Fernverkehr ist, findet diese Vorschrift keine Anwendung. Als ob Schöneberg nicht auch Ringbahnstation wäre, für den betreffenden Karteninhaber ja eben nur Ringbahnstation, da derselbe nur die Ringbahnzüge benuit. An Der Amtsvorsteher. Dent. Ein verwegener Raubüberfall, der der Raßburg'schen 1. ich nach den gemachten Erfahrungen das fragliche Affäre auf das Haar gleicht, ist heute Vormittag um 10 Uhr " Sommerfest" als eine öffentliche Zustbarkeit ansehen straße 61 verübt worden. Im genannten Hause hat der Zigarrengegen die Gattin des Bigarrenhändlers Schiller in der Wallmuß und 2. im Lokale des Herrn Schensch in neuerer Zeit wiederholt befindlichen Laden inne. In demselben befand sich früher eine händler H. Schiller seit Februar d. J. den links vom Thorweg Unzutväglichkeiten vorgekommen sind. Gegen die Abhaltung des Sommerfestes in einem anderen Destillation, in der allerlei zweifelhafte Elemente verkehrten. Lokale habe ich nichts zu erinnern, bemerke jedoch, daß zu einer Hinter dem Laden befindet sich ein kleiner Raum, von dem Verloofung die Genehmigung des Herrn Ober- Präsidenten einzuführen, von der aus man durch den Vorraum in den Laden aus rechts einige Stufen zu der höher gelegenen Wohnung Die wissenschaftliche Abtheilung des Koch'schen In- holen ist. fehen kann. Den größten Theil des Tages ist Frau Anna Schiller, ftituts für Jufektionskrankheiten wird in dem sogenannten eine schlanke, mittelgroße Dame, allein im Laden anwesend, auch Triangel- Gebäude" der Charitee untergebracht und dieses Gedie angrenzende Wohnung ist meist verödet. Dieser Umstand bäude einem entsprechenden Umbau unterzogen. Ueber die Ein: den Vorsitzenden des Arbeiter- Bildungsvereins ist in der Gegend bekannt. Heute früh um 10 Uhr öffnete richtung und Bestimmung der zu schaffenden Räume macht das für Mariendorf und Umgegend Herrn fich, während Frau Schiller in dem Wohnraume sich befand, die Zentralblatt der Bauverwaltung" Mittheilungen von Interesse, 2ouis Tannenberg zu Tempelhof. Ladenthür; da die eintretende Person, die Frau Schiller zuerst aus denew gleichzeitig hervorleuchtet, daß auch die wissenschaftnicht bemerkt hatte, im Laden nach rechts zu abbog, wo der hinter liche Abtheilung des neuen Instituts dem heutigen vorgeschrittenen Das Schensch'sche Lokal in Mariendorf war bisher den Ar- den Ladentisch führende freie Raum liegt, glaubte Frau Schiller, Stande der Wissenschaft entsprechen wird. Nach den gedachten beitern zur Abhaltung ihrer Versammlungen zur Verfügung ge- daß ihr Mann heimgekehrt sei und beeilte sich nicht sonderlich, Mittheilungen wird das Erdgeschoß des Gebäudes der Haupt- stellt worden. In immer weiteren Kreisen der Arbeiter bricht in den Laden hinabzukommen. Als sie endlich den Laden betrat, fache nach Dienstwohnungen enthalten, doch befinden sich hier sich die Vermuthung Bahn, als ob die behördlichen Maßnahmen fand sie sich einer reduzirt aussehenden Person gegenüber Der auch Räume zur Aufstellung von Behältnissen für die in der Be- gegen Schensch in irgend welchem ursächlichen Zusammenhange Mensch war etwa 20 Jahre alt, groß und schlank, bartlos und handlung begriffenen Versuchsthiere. Das erste Stockwerk enthält mit dem Verkehr von Arbeitern in dessen Lokale ständen. In- mit großer gekrümmter Nase. Belleidet war er mit einem ab die wichtigsten Räume der wissenschaftlichen Abtheilung. An der dessen man darf nach dieser Richtung hin eben nur Ver- geschabten, turzen schwarzen Rock, dunklen Beinkleidern und Ecke der Charitee- und Unterbaumfiraße liegen die Arbeitsräume des muthungen haben. braunem schwarzen Hut. Der Mann trat jetzt vor den LadenGeh. Rath Koch, mit welchen ein besonderer großer Brutraum in Unter folchen Umständen hat Herr Schensch darauf verzichtet, tisch und verlangte eine Bigarre für 5 Pfennige. Frau Schiller Verbindung steht. Hieran schließen sich die Räume für den Vor- noch irgend welche öffentlichen Vergnügungen in seinem sab sofort, daß an der Stelle, wo der Mann zuerst gestanden, steher der wissenschaftlichen Abtheilung und zahlreiche Arbeits- Lokale zu veranstalten, weil er fürchtet, die behördliche Erlaubniß eine große Schachtel mit Bigarretten fehlte, die erst gestern räume für die Untersuchungen und Beobachtungen der einzelnen dazu in keinem Falle zu erhalten. Was unter solchen Verhält an dem Orte aufgestellt war. Bei Abfertigung des unheim Gelehrten und Praktikanten. Im zweiten Stockwerke liegen die niffen unsere Gesinnungsgenossen dem Manne schuldig sind, lichen Kunden äußerte Frau Schiller einen bestimmten VerArbeitsräume für den Vorsteher der Krantenabtheilung, welcher werden fie selber am besten wissen. Das Verhalten dacht, in demselben Augenblick aber sah sie auch, wie der freche zugleich die Ueberwachung der chemischen Arbeiten übernimmt; aller zielbewußten Arbeiter muß ein derartiges fein, Patron die bisher hinter dem Rock verborgene Rechte erhob und ferner liegt dafelbst die Abtheilung für die Mikrophotographie daß Jeder gleichviel об Verwaltungsbeamter oder mit einem spißen Instument, scheinbar einer langen Feile, ihr und die Bibliothek. Auf dem Dachgeschoß wird für Instituts- Arbeitgeber, ob Mucker, Kraut- oder Schlotjunker sich überzeugt, einen heftigen Schlag gegen den Kopf versetzte, der ihr die Be zwecke ein photographisches Atelier errichtet. Unter den ge- daß brutales Auftreten oder Mißbrauch der Amts- oder Arbeit sinnung raubte und sie gegen das hinter dem Ladentisch stehende sammten Räumen verdienen die großen Bruträume ein ganz be- geber- Gewalt nicht seine, sondern unsere Sache fördert. Regal fallen ließ. Als Frau Schiller, die zum Glück nur schwach sonderes Interesse. Für einen solchen zur Aufnahme einer großen Es handelt sich hier um ein wichtiges Prinzip: Gelingt es, betäubt, aber nicht verlegt war, wieder zur Besinnung kam, war Zahl von Batterienkulturen bestimmten Raum ift Haupterforder- Herrn Schensch durch irgend welche Maßregeln aus seinem Ge- der Mann verschwunden und keiner der alarmirten Passanten niß stets gleichartige Wärme und Unabhängigkeit von äußeren schäfte fortzubringen, so würde damit ein neuer Hebel fonnte angeben, wohin er sich gewandt hatte. Wie Frau Schiller Temperaturschwankungen. Beiden Erfordernissen ist in der vor erprobt und brauchbar befunden sein zur An- bestimmt weiß, ist derfelbe Mann bereits am 1. Pfingsttag um trefflichsten Weise genügt und sind alle Vorkehrungen getroffen wendung gegen alle wirthe, die Arbeitern ihre 1 Uhr im Laden gewesen, hat sich schon damals verdächtig be worden, um im Innern die Temperatur, welche zur erfolgreichen& otale überlassen. Die Folgen einer solchen Be- nommen, ist aber vom anwesenden Mann schnell abgefertigt Züchtung von Batterienkulturen auf etwa 87 bis 40 Grad Celsius endigung des Mariendorfer Konflikts brauchen wir nicht weiter worden. Die polizeilichen Ermittelungen sind im Gange. dauernd erhalten werden muß, in allen Höhenschichten thunlichst auszumalen. gleichmäßig zu bewahren. Die Erwärmung des Brutraumes Uebrigens sprechen wir hiermit ein Etwas aus, was von Herr Töpfer H. Kleinschmidt, Kulmftr. 30, ersucht uns wird nach dem Muster der Bruträume im Institut Pasteur vielen Seiten längst als selbstverständlich anerkannt ist, wie der um die Mittheilung, daß er mit einem Manne gleichen Namens, in Paris durch eine kleine Warmwasserheizung bewirkt. folgende uns übermittelte Bericht darthut: der in unseren Nummern 129 und 131 im Inseratentheil eine Zur Regelung der Wärmeabgabe befindet sich innerhalb Zu einem Volksfeste, ja, zu einer Demonstration ge- Ehrenerklärung erläßt, nicht identisch ist. über diese interessanten Thatsachen mag man bei Mehring Frankfurter Zeitung". Es steht fest von ihm, daß er vom Hören- m einen Büchern." Rothschild wußte allerdings in nachlesen. sagen Vorsicht ist das bessere Theil der Tapferkeit ge- der Ursprünglichkeit seines Empfindens, das noch in den Vom Deutschfreifinn zur„ bürgerlichen Demokratie", schworen hat, Mehring habe für und wider den Anti- alten Traditionen des Ghetto wurzelu mag, sich nicht zu der zum Eideshelfer Stein, zum Chef der Frankfurter femitismus geschrieben. Vom Hörensagen, auf Grund von Höhe der Anschauung zu erheben, wie die Hahn und Sulz Beitung", Herrn Sonnemann! Mit wunderbarem Humor Klatsch und Tratsch, ersonnen, um einen ehrlichen Mann zu bach, die den Freund" und" ehrenwerthen Mann" mit schildert es Mehring, wie der Korrespondent der„ Franks. verderben. dialektischer Schärfe vom Zeitungsbesitzer schieden. Beitung" sich zum Geschäftsführer Paul Lindau's macht, Muß denn Falstaff es sich immer sagen lassen:" Diese wie Bruder Paul, der Literat, für Bruder Rudolf, den Lügen sind wie der Vater, der sie erzeugt, groß und breit Diplomaten und offiziösen Nährvater, zittert, sintemal die wie Berge, offenbar, handgreiflich." Die Berufungskammer des Frankfurter Appellations gerichts stellte in ihrem Erkenntniß vom 15. Juni 1877 den Saß auf, daß ein hervorragendes Handels- und Börsens wißige Familie" allerlei Kompromittirliches in Paul's Der Prozeß Mehring- Sonnemann, welcher im Jahre blatt, dessen Eigenthümer und Leiter sich in umfassen Briefwechsel mit der Schabelsky fich habe zu Schulden 1876 gespielt hat, feiert in der Streitschrift seine fröhliche der Weise persönlich an den verschiedenartigsten kommen lassen. Herr Stein, für sein Nachrichtengewerbe Auferstehung. Das mußte geschehen, weil er Mehring auch industriellen und finanziellen Unternehmungen betheiligt, den inspirirt von Bruder Rudolf, inspirirend im Interesse von in der letzten Zeit vor Gericht mit lärmender Aufdringlich- Anspruch, seine auf derartige Unternehmungen bezüglichen Bruder Paul, ist der richtige Mann, gegen Mehring zu feit vorgerückt worden war. Deshalb ist die aus den Urtheile und Besprechungen von dem Publikum als durch zeugen. Er thut es mit Grazie. Atten geschöpfte Darlegung des Sachverhalts nothwendig; aus unparteiisch anerkannt zu sehen, selbst dann nicht ers Der Berg von Schändlichkeiten, den der Wärwolf Mehring fie liefert aber auch einen interessanten Beitrag heben kann, wenn er sich der größten Objektivität befleißigt. aufgehäuft, gipfelt in der Schändlichkeiten schändlichster, zur Geschichte der Gründerzeit. Aus den Akten er Das Interesse des Kapitalisten.. schwört der inspirirte Inspirirende. Denn in journalistischen giebt sich zur Evidenz, daß hervorragende Frankfurter mit den Pflichten der unparteiischen Berichterstattung und muß hierbei nothwendig Streisen wurde erzählt, Wehring habe als Korrespondent der Emissionsbanken es für gebräuchlich" erklärten, die Kritik in eine Kollision gerathen, deren allseitig befriedigende Saale- Beitung", im Gegensatz zu seinen judenfreundlichen Frankfurter Zeitung", um sie für Unternehmungen zu ge- Lösung der Leserkreis der Zeitung zu bezweifeln be Artikeln in der„ Bolls- Zeitung", stark antisemitische Artikel winnen, mit ein Prozent am Emissionstapital zu betheiligen", re chtigt ist." geschrieben und den Schriftsteller Woth, der sich geweigert, ferner, daß der damalige Handelsredakteur der Frankfurter diese Artikel aufzunehmen, um seine Stellung gebracht. Monsieur Grizman hat seinen Beaumarchais gefunden, Beitung", ein gewisser Bernhard Doctor, mit" bedeutenden Herr Sonnemann seinen Mehring. Doch der weiland demoWoth ist vom Verleger, wie dieser M. mittheilte, wegen Summen bei Gründungen, über welche das Publikum ein fratische Abgeordnete der Stadt Frankfurt ragt um Hauptes seiner Unfähigkeit entlassen worden. Und es weist M. ferner unparteiisches Urtheil erwartete, gleich anderen Redakteuren länge über Mr. Grüzman empor. Denn wenn wir es nicht schon durch Abdruck dessen, was er in der„ Saale- Beitung", der betheiligt" war. Es geht des Weiteren daraus hervor, wüßten, die Hahn und Sulzbach betheuern so gefühlvoll, wie " Bolts- Zeitung", der„ Weser- 3tg." und in seiner Broschüre daß der Besizer der Frankfurter Zeitung", des bedeutend unvereidigt, daß er ihr„ Freund", daß er ein„ ehrenwerther gegen Stöcker über Antisemitismus publizirt hat, urkundlich sten und einflußreichsten süddeutschen Handels- und Börsen- Mann". Und sie sind alle ehreniverthe Beute. nach, daß sein Standpunkt der des unbefangenen Sozial- blattes, Herr Leopold Sonnemann, an einer Reihe von politikers ist, welcher weder dem Antisemitismus, noch der Emissionen betheiligt worden ist, allerdings nur als dieselbe Ruderbank einen anderen Delinquenten fest, der it Mit kräftigem Hammerschlage schmiedet Mehring auf Bhilosemiterei verfällt, sondern auf dem Grund und Boden Freund", als„ ehrenwerther Mann", nicht etwa als Zei bitterster Fehde mit Sonnemann lebt, das Licht der Welt der Auffassung steht, wie auch die Arbeiterpartei fie inne tungsbefizer. hält, der Auffassung, die erst kürzlich bei der Kritik des Der alte Rothschild, der König der Börse, der als Riche Herrn Eugen Richter, den er mit treffendem Wort als die evangelisch- sozialen Kongresses im„ Vorwärts" ungeschminkt Beuge vernommen wird, erklärt auf die Frage, ob Sonne it not reinite Appus des Bourgeoispolitikers, der getreue zum Ausbruck gekommen ist. mann von seinen Emissionen Betheiligungen bekommen habe: Agent des mobilen Kapitals, der lügt und trügt, verleumdet steht nicht in und verdreht, wo es sein Interesse heischt, ein Ignorant in Doch zurück zu dem Berliner Grund- und Eck- Stein der D Versammlungen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E.. Am 10. b. M. Morgens zwischen 1/ 27-7 1hr verlor Waldenburg. Reichstreue" Bergarbeitervereine werden| Sonntag im Hyde Park eine Demonstration veranstalten, hauptder Steindrucker B. Klare auf dem Wege von der Swinemünder- jetzt gegründet, um auch dem Bergarbeiterverbanb Konkurrenz zu sächlich zur Aufstellung der Forderung, daß die Fabrikgesetzgebung straße 47 nach Marienstraße ein Portemonnaie mit 28 Beitrags- machen. Aehnlich wie in den evangelischen Arbeitervereinen auch auf die Waschhäuser ausgedehnt werde. marken des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufs- spielen Steiger, Fahrhauer und Aufseher in denselben die Hauptgenossen, einen Trauring, gezeichnet. H. 86, 1 M. 43 Pf. Der rolle. Hier wurde auch ein„ Reichstreuer" gegründet und in den die Arbeiter in den Steinbrüchen des Herrn Parnell zu Arklow Nach einer Meldung aus London vom 9. d. M. haben ehrliche Finder wird gebeten, gegen Finderlohn dasselbe an Vorstand deffelben drei Grubenbeamte gewählt. Ueber den B. Klare, Swinemünderstr. 47, abzugeben. Zweck, welchen der„ Reichstreue" verfolgt, ist leider bis jetzt noch diefen bei Gelegenheit eines Besuches persönlich um eine Erhöhung ihrer Löhne angegangen; sie beanspruchten demnach zwei Schilling Polizeibericht. Am 11. d. Mts. Morgens erschoß sich ein nichts an die Deffentlichkeit gedrungen, wir erfahren nur, daß wöchentlich mehr. Barnell schlug ihre Bitte ab; darauf legten Mann in seiner Wohnung in der Neuen Königsstraße mittelschon 126 Bergleute und Beamte der Vereinigung beigetreten die Leute die Arbeit nieder. Revolvers. An der Ecke der verlängerten Gubenerstraße und ausgedrückt, daß der Reichstreue" das gegenseitige Bertranen An der Ecke der verlängerten Gubenerstraße und sind. Am Schluffe des betreffenden Berichtes wird der Wunsch der unbenannten Straße 10 wurde Nachmittags der Tischler- wischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer stärken möge oder zu Lehrling Rappert durch einen, in einem Garten abgefeuerten beutsch, daß die Arbeiter fich geduldig wie die Lämmer zur Schuß am rechten Kniegelenk so bedeutend verlegt, daß er im Schlachtbank führen lassen sollen. Ob wohl viele Bergleute auf Krankenhause am Friedrichshain Aufnahme fuchen mußte. folchen Leim eingehen werden? Wir glauben es nicht, vielmehr Zwischen dem Hamburger Bahnhofe und der Kielerbrücke sprang sind wir der Ueberzeugung, daß unsere schlesischen Kameraden so zu derselben Zeit eine Frau in den Spandauer Schifffahrts weit vorgeschritten sind, daß sie es verschmähen werden, sich von Als Nachmittags ein Mann aus dem Haufe Eisenbahnstraße 13, in welchem er beim Betteln groben den„ Reichstreuen" über's Ohr hauen zu lassen. Unfug verübt hatte, entfernt wurde, fiel er von der Treppe und erlitt dabei eine so schwere Verlegung am Kopfe, daß er nach Anlegung eines Verbandes nach der Charitee gebracht werden mußte. Im Hause Zimmerstr. 38 fiel Abends der Handlungsgehilfe Brandstetter infolge eines Fehltritts von der nach dem Hausflur führenden Treppe und gerieth dabei unter einen gerade vorüberfahrenden Arbeitswagen. Er wurde dadurch am Kopfe und anscheinend auch innerlich so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Zu derselben Zeit brachte sich in einem Schantlokale in der Krautsstraße ein Mann mittels Revolvers einen Schuß in den Kopf bei und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden. Kanal und ertrank. Arbeiterbewegung. 29 und 89, Hamburg), Filtale Berlin 6. Sonntag, den 14. Juri, Vormittags ½ Uhr, Bergstr. 68 bet Keller: Außerordentliche General Bersammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bericht von der General- Versammlung. 3. Wahl der örtlichen Verwaltung, der Beitragsammler und des Vertrauens werden die Mitglieder der wichtigen Tagesordnung wegen ersucht, zahlreich arztes. 4. Berschiedenes. Die Versammlung wird pünktlid) eröffnet und zu erscheinen. Treffpunkt in Wien, den 11. Juni. Ueber das Ende des BuchdruckerStreits liegt folgende nähere Mittheilung vor: In einer von 8000 Personen besuchten Versammlung der Buchdrucker- Gehilfen, Fachverein der Weber. Montag, den 15. Junt, Abends 8 Uhr, Ver der auch der Gewerbe- Inspektor Kulta beiwohnte, wurde die Be- fammlung bei Herrn Seife, Sichtenbergerstraße 21. Tagesordnung: 1. Wahl eines erfien Raffirers. 2. Vortrag des Genossen Bubett über Lokal- und endigung des Streits endgiltig befchloffen. Referent Höger er: Bentral- Organisation. 3. Entrichtung der restirenden Beiträge. 4. Ver= flärte, nachdem 100 000 fl. an Unterstützungsgeldern verbraucht schiedenes und Frageraften. Bahlreiches Erscheinen ist sehr nothwendig. feien, fehe sich der Gehilfen- Ausschuß genöthigt, die Beendigung hagen.abfahrt 6 Uhr früh Bahnhof Alexanderplatz. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 14. Juni: Ausflug nach Friedrichsdes Streits zu empfehlen, da es nicht möglich sei, die Unter Friedrichshagen bis 12 Uhr Mittags bei Conrad, nachdem im Müggelschlößchen. stüßungen wie bisher zu gewähren. Gehilfe Czermat giebt die um rege Betheiligung wird gebeten. Modalitäten bekannt, unter welchen die Arbeit wieder aufgenommen feiert Gonnabend, den 13. Junt, Abends 8 Uhr, in Sofmana's Festsälen sein werden soll. Die Gehilfen sollen Vertrauensmänner in die Wert- erstes Stiftungsfest, wozu kameraden, Freunde und Genossen. freundlichst einstätten entfenden, um ihren Entschluß bekanntzugeben. Die Ge- geladen werden. hilfen sollen, selbst wenn die Aufnahme einiger Arbeiter ver- Arbeiterinnen. Gonnabend, ben 13. Junt, Abends 9 Uhr, Bersammlung bet weigert wird, ruhig die Arbeit beginnen. Bei der Abstimmung Beyer, Neue Grünftr. 14. Tagesordnung: Bortrag, Distuffion, Wahl eines wird der Antrag des Gehilfen- Ausschusses angenommen und das Komitees zur Dampferpartie. Erscheinen nothwendig. Ende des Streits beschlossen. Die Bäckergehilfen in Paris fordern nach einer Meldung des W. T.-B." die Abschaffung der Plazirungsbureaus und drohen, widrigenfalls in acht Tagen zu streiten. " " Der Lokalverband deutscher Bimmerlente von Risdorf und Brit Verein der in der Schäftebranche beschäftigten Arbeiter und Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29 und 89), Berlin, Filiale 7. Sonnabend, den 13. Juni, Abends 8% Uhr, liches Beisammensein und Tanz. werden. fetn Gigung bet Belfer, Dranienstraße 46. Nach der Sigung Fidelitas und Tauz. Sonntag, den 21. Juni, Gesellschaftsabend bei Schneider, Adalbertftr. 8. Entree fret. Einlaßtarten sind vorher bei sämmtlichen Mitgliedern zu haben. Gäste willkommen. Vergnügungsverein ,, Carmen Sylva". Sonnabends Abends 9 Uhr Röslinerstr. 17 bet Wendt: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Verband der Porzellanmalev und Berufsgenossen Berlins. Bremerhaven, 11. Juni. Ueber den Krawall" in Bremer Sonnabend, den 13. d. Mis., Abends 8 Uhr, Monatsversammlung bet Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über haven, über welchen das„ Wolff'sche Telegraphenbureau" in ge" Bersammlungs- und Vereinsrechte". Referent: Hr. Werner. 3. Discussion. wohnter Manier einen tendenziös zugestuzten Bericht verbreitet London, 11. Juni. Bei dem Ausstand der Omnibusbediensteten 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. hatte, meldet unser Parteiorgan, die" Norddeutsche Volkswacht" in London ist die Sachlage unverändert. Die A. G." berechtet Rosenthalerstraße 88. Sr. Waldeck- Manaffe: Die Frauen und der frete GeFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 14. Junt, Vormittags 10 Uhr, Am Abend gegen Uhr sollte einer der Streifenden nach dem darüber: Auch an dem vierten Tage des Ausstandes( 10. Juni) dante. Bolizeiwachtlokale gebracht werden. Unterwegs trafen diese beiden, waren, abgesehen von den Dampfern und den Stadtbahnzügen, Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, der Schuhmann und der Verhaftete, einige Heizer und Kohlen- Droschten und Piraten" beinahe die einzigen Verkehrsmittel in den 14. Junt, Abends 7% Uhr, im Sofal von Bemter, Münzstraße 11. zieher, von denen einer auf den Verhafteten, den er als seinen der englischen Metropole. Eine Ausnahme hiervon bildeten die Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachher gemüthMitarbeiter bezeichnete, zuging und ihm die Hand reichte mit der auf der Strecke King's Croß und Viktoria Station fahrenden Allgemeine, sowie Bentral- Kranken- und Sterbekasse der MetallVersamin Frage:" Du willst doch nicht anmustern?" Der ihm gewordene Omnibusse der Londoner Wagengesellschaft, deren Direktoren am arbeiter,( E. 8. Nr. 29 und 89 zu Samburg), Filiale Berlin 3. lung am Montag, den 15. Junt, Abends Puntt 8 Uhr, Manteuffelstraße 90. Bescheid lautete verneinend, worauf derselbe wieder Abschied 9. Juni die Forderungen ihrer Angestellten bewilligt haben. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl der gesammten Ortsverwaltung. nahm und sich zu seinen Kollegen, die auf freiem Fuße Nachstehend ein Auszug aus dem betreffenden Abkommen: Die 3. Wahl des Vertrauensarztes. 4. Bericht der Delegtrten von der Generalwandelten, begeben wollte, ohne jedoch sein Biel hindernißlos Gesellschaft verpflichtet sich, den zwölfstündigen zum Marimal- versammlung. 5. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Schneider und Schneiderinnen. Versammlung des Verbandes am zu erreichen. Ein in der Nähe sich befindlicher Schuhmann Arbeitstag für ihre sämmtlichen Angestellten zu machen, den bis- montag, den 15. Junt, Abends 8 Uhr, Grenadier Ar. 33, bet Seefeldt. arretirte ihn. Dies ging anfangs auch noch gut und zweifellos herigen Lohntarif auch fernerhin beizubehalten und jedem Mann Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Christeller. 2. Gewerkschaftliches. wäre der kolossale Auflauf nicht entstanden, wenn der betreffende wieder seine alte Stellung zu verleihen. Sie verpflichtet sich Bahlreiches Grscheinen dringend nöthig, Stadtarbeiter Berlins. Mitgliederversammlung am Dienstag, den Schuhmann mit dem Arrestanten in mehr humaner Weise ver- ferner, Niemanden für seine etwaige Antheilnahme an dem Streit 16. Junt, Abends s uhr, im Cotal des Herrn Gründel, Dresdenerstraße 116. fahren wäre. Er mußte nämlich nicht sofort an der einen Hand zu bestrafen und als dauernde Basis für die Thätigkeit ihrer An- Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Auflösung der Bahlstelle und Wahl der gefeffelt werden, zudem derselbe noch nach dem Bericht unserer gestellten jedes Abkommen zwischen dem Gewerkverein der' Bus- Vertrauensleute. 3. Bortrag. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Augen- und Ohrenzeugen gesagt haben soll:" Ich gehe ja mit, und Trambahnangestellten nnd der Londoner General- Omnibus tollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Lokalverband Riedorf und Brik feiert Sonnabend, den 18. Juni, behandeln Sie mich blos menschlich!" Statt diesem berechtigten und anderen Gesellschaften anzunehmen." Die Leiter des Aus- Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Hofmann, Bergstr. 183 Wunsche aber Gehör zu geben, glaubte der Schuhmann dies als standes zielen dahin, die Wagen der kleineren Gesellschaften aus erstes Stiftungsfest, wozu Kameraden, Freunde und Genossen eingeladen Widerfäßlichkeit auffaffen zu müssen und rief einen zweiten Schutz- laufen zu lassen, sobald diese ihre Forderungen bewilligt haben, Buchbinder- Männerchor Berlin. Sonntag, den 14. Juni, Herrenpartie mann herbei, mit dessen Hilfe der Arrestant vollständig gefesselt um ihre ganze Thätigkeit auf den Boycott der beiden großen nach Mariendorf( Schensch). Treffpunkt Morgens 6 Uhr im Restaurant werden sollte. Daraufhin sette derselbe sich zur Wehre und die Gesellschaften zusammenzufassen und sie dadurch zum Einlenfen Gründet, Dresdenerstr. 116. Abmarsch um 6% Uhr. Schuhleute machten von ihrer Waffe Gebrauch. Dieses Vorgehen mußte zu nöthigen. Die General- Omnibuskompany scheint dagegen ent- Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Sparfeld. Ausgabe der Billets zu der Tischlerverein. Heute Abends 9 Uhr, Adalbertstr. 21, Versammlung. natürlich bei denen, die den Sachverhalt beobachtet hatten, Aufregung schlossen, die Ansprüche ihrer Angestellten unbeachtet zu lassen. am 5. Juli stattfindenden Landpartie. hervorrufen und so verstiegen sich einige seiner Anhänger aller- Der Londoner Gewerkschaftsrath trifft eifrige Vorbereitungen, um dings so weit, den Gefangenen befreien zu wollen. Diese Vor- den Streit bis aufs Außerste zu führen und die Omnibus- Gefellgänge waren der eigentliche Kern von dem ganzen großen Auf- fchaften zur Gewährung der berechtigten Ansprüche der Kutscher ruhr, der ein so komisches Ende nahm. Es war, wie schon oben und Schaffner zu zwingen. Den Stallknechten wurden bereits gefagt, 6 Uhr durch, um welche Zeit die Arbeiter in den Werk- fleine Beträge aus den Streitfonds gezahlt. Man beabsichtigt, Feuerbach" im Lofale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. stätten des Lloyd Feierabend machen und es passirten diese Leute ebenso wie beim Dockstreit, in den Straßen Sammlungen vorzu eine", Abends 9 Uhr, im Lotale des Herrn Bechlin, Hornstr. 11. eben jene Straßen, in der sich das Geschilderte ereignete. Natür- nehmen. Um jedem der Ausständigen etwa 10 Sh. für die leje- und Distutirklub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißenfee, Restaur. lich sammelte sich, da schon eine große Anzahl Kinder zusah, gar Woche zukommen zu lassen, sind ungefähr 1500 Pfd. Sterl. nöthig. Duſedann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 tm tleinen Gaal. Gäſte haben Zutritt. Fretheit", Abends 9 Uhr bet gubeil, Naunynstr. 86. bald eine Menge Menschen, die über diese Behandlungsweise Die Road Car Company hat eine Erklärung veröffentlicht, in Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Paris Deutscher ihre Entrüstung laut werden ließ. Daraufhin wurden die der es heißt, daß ste bis auf Weiteres davon Abstand nehme, die fozialdemokratischer gefettub. Ecke Rue Montmartre und Rue Schuhleute von Geestemünde und Lehe requirirt, um gegen Aussendung von Omnibussen zu versuchen, Alle Anstrengungen, Etienne Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlungen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends diesen Aufruhr einzuschreiten und die Sache nahm einen ernſten einen, wenn auch nur beschränkten Verkehr einzurichten, waren uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein, Freund Charakter an. Doch mußte die Behörde wohl eingesehen bisher erfolglos. Die Direktoren der Omnibusgesellschaften haft", Friedenstr. 48 bet Tollkühn. Gesangverein" Ganges Echo," haben, daß mit blanter Waffe nichts auszurichten war und machten, wie der Vossischen Zeitung" telegraphisch gemeldet wird, straße 31 bet Muſehold. Staligerstraße 142 bet reiser. Gesangverein yrania", LandsbergerGrüne Etche" Rigdorf, Knesebeck- und fam auf auf den glücklichen Gedanken die Feuerwehr zu gestern das neue Zugeständniß, daß der in ihrer Kundmachung Sermannstr.- Ede bet Better. Gesangverein„ Glūdzu" bet Bergmann, Brinzenalarmiren, welche mittels Wasser die Straßen zu säubern vom 8. Juni erwähnte Arbeitstag von zwölf hinter einander Allee 10. Gesangverein Treuer Bund" bet Ulrich, Arndt- und Friesen= suchte und auch säuberte. Es wurden 29 Verhaftungen vor- folgenden Stunden so bald als möglich eingeführt werden straßen- Ecke. Gefangverein, Phönir", Steinmegfir. 76 bei Lemm. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- GefangWenn Die Ausständigen Damit genommen, von denen die meisten heute Morgen wieder auf freien solle. nicht zufrieden verein" Phönir", Steinmegstr. 76, bet Lemm. Aufnahme neuer Mitglieder Fuß gesetzt wurden, und zwar, was das Schönste ist, gegen Be- feien, so wollen die Gesellschaften neue Leute werben Musikverein, or wärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, part. Bitherklub Bitherklubar= zahlung einer kleinen Buße event. Haft. Inwieweit bei dem und den Omuibusdienst wieder aufnehmen. Das Publi- aldrose", Abends 9 Uhr bei Kleemann, Laufigerſtr. 41.monie", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. Tambour ganzen großen Krawall", der thatsächlich in Nichts zusammen- tum gewöhnt sich allmälig an die Abwesenheit der Verein„ Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im dieſtaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. fällt, wenn man nach den Ursachen sucht, diejenigen betheiligt Omnibusse in den Straßen. Die Omnibusse der Privatgesell- Aufnahme neuer Mitglieder. Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von waren, auf deren Kosten man seitens gewisser Zeitungsschreiber schaften werden wenig benutzt, da sie einen Preis fordern, der 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplay 1a.-8. Männer Abtheilung. Abends von diesen Vorgängen der Welt berichtet, beweist die Thatsache, für Viele zu hoch ist. Das geringste Fahrgeld beträgt 60 Pf. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Behrlingsabtheilung daß von sämmtlichen 29 Verhafteten noch nicht ein Drittel den Die Ausständigen wollen Omnibusse auf eigene Rechnung ausnaftum, Elifabethstraße 57-58. Streifenden zugezählt werden kann. Es sind größtentheils ver- senden, um die Kosten des Ausstandes zu decken. Stattlub Ram fch", gegründet 1. Ottober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung heirathete Arbeiter, die in den Docks beschäftigt waren und enteingeladen. in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelftr. 141. Genossen sind freundlichst weder als Neugierige oder als Zuschauer an der ganzen Sache Klub" Adonis" bet Seto, Koppenstr. 75. Gäfte willtommen. Statklub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer Privat betheiligt waren, Die Heizer und Kohlenzieher, welche ja die beater- Gefettfaft Schneeglödchen" im Lokal VeteranenHauptbetheiligten sein sollten, hielten unterdessen im Kolosseum Theater- Verein Giaconda" Abends Verein Lustige Brüder" Abends 9 Uhr, eine Versammlung ab, die überaus start besucht war und vollsiebzeit, Wrangelstr. 30. Gäste willfom. Vergnügungs- Verein Rustige 13", Abends 9% Uhr, bei ständig ruhig verlief. Bergnügungsverein Sorgen= brecher", Mendelssohnstr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. Roller'scher Stenographen Verein Süd- West Berlin", Abends Uebung. Rauchflub„ Goldene Quaste", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Rauchklub, Dornröschen", Abends 9 Uhr, bet Restaurateur Pietsch, Rauchflub" Rothe Nelte", Weinstr. 22, bei gehauen hatte. ihr in London, 12. Juni. Der Sekretär der Omnibusgesellschaften, Sutherst, und das Komitee der Streifenden hatten gestern Abend eine Konferenz mit dem Lordmayor. Auch heute findet eine solche statt. London, 12. Junt. Sämmtliche Wäscherinnen werden am " Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirklub 0-11 ubr. furni Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gymstraße 9 bet Wettin. 9 Uhr, Sigung. Brüberstr. 26. " " 8% uhr, im Reſtaurant„ Bürger- Garten"," Lindenstr. 105, Unterricht und Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonnabend: Bergnügungsverein 8e bens Iuft" bet Götsche, Drantenftr. 155. Bergnügungsverein Lustige 13" 10 Uhr bei Liebzeit, Wrangelftraße 80.- Theatertiub" Deimerding" 9% ühr bet Hanf, Tempelhofer fer 18.- Tambourverein", Deutsche Giche 9 Uhr bet Zechow, WaterlooUfer 14. Vergnügungsverein, ustige Brüder", Brüderstr. 26.-Vergnügungsverein, u oblibet" bet Gager, Grüner Weg 29.-BergnügungsBühnenverband, Normannia" tagt berein amor Potsdamerstr. 89. alle Sonnabende vor dem Ersten bet Dahme, Grüner Weg 69. Literarisches. allen Fragen der Sozialpolitik, ein Gentleman, der festen Fuß gefaßt hat. Gefühl und Gedanke, Wollen und fich nicht scheut, nach dem fozialistengefeßlichen Handeln des Einzelnen sind nur ein Reflex der Majestät Verbote der Bolts Zeitung" heimlichen des Molochs, vor welchem die Gläubigen im Staube liegen. Hennigsdorferstraße 24. Rundschreiben die Abonnenten für seine Freisinnige Zei- Wenn Mehring für diese Erscheinung schlagende Be- Steuer. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. tung", dies perfideste Blatt des Königreichs Preußens, weg weise aus dem Bereiche der Publizistik und der Politik beizukapern. So lange Lindau der Bismärcker angegriffen gebracht hat, so klingt seine Streitschrift aus in einer geistwurde, war Richter gern dabei, als der sozial- typische Unter- reichen Betrachtung über die Philosophie und Poesie des grund des Falles Lindau hervortrat, da krebste er und Bürgerthums. Dem Mammonismus müssen auch sie ihren tläffte am lautesten gegen denselben Mehring, der ihn im Tribut entrichten; man wird mit steigendem Interesse lesen, Letzten Kampf gegen die Wadlstrümpfe so wader heraus- was Mehring über Nietzsche, den Denker des Großtapi talismus, was er über die soziale und die antifoziale Auf eine ganze Reihe von Heldenthaten nagelt Mehring Richtung der naturalistischen Dichtung zu sagen hat. den Biedermann fest, welcher der„ Kreuzzeitung", die in der Helle Schlaglichterafallen auf bedeutsame Probleme unserer Lindau Affaire vom ersten Anfang an sich ritterlich gehalten Tage. hat, die„ ollen Kamellen" der Dhm und Gödsche aufmußt, Wir sind am Ende. Das Buch Mehring's ist ein Die Berliner Volks- Tribüne"( Abonnementspreis für sein Blättchen aber zum Range eines first- rate- Denunzianten Meisterwert, ausgezeichnet durch die Klarheit und Schlicht- Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando[ frei ins Haus]. Einorgans erhoben hat. heit der Sprache, durch die Sicherheit der Komposition, se Ine Nummer 15 Pf. Redaktion und Expedition SO.( 26) Die ausgezeichneten Darlegungen über das Wesen der durch die Knappheit und Schärfe des Gedankengangs. Elisabeth- Ufer 55.) bringt in ihrer Nr. 24 vom Sonnabend, den liberalen Freihandelspolitik, über die politisch- geschichtliche Sie gehört unstreitig zu den besten Streitschriften deutscher In dem Staate Dänemark.- Verschiedenes. Gedicht. 13. Juni 1891: Aus der Woche.- Soziales aus England. Einsicht und Moral des Herrn Nichter mag man des Näheren Bunge. Novelle. Die schlesische Weberfrage. Das Bodenmonopol in der Broschüre nachlesen. Ihre Bedeutung ist nicht die einer Gelegenheitsschrift. als Band des Kapitalmonopols. Niedrige Löhne sind kulturIm öffentlichen und privaten Leben, in der Presse, in Daß sie reinen Tisch macht mit dem Lindau- Ring, daß sie widrig und unwirthschaftlich. Produktion und Technik. der Politik die Herrschaft des Kapitalismus. Er durch mit den Albernheiten aufräumt, die über Mehring von Literarisches. wurden, säuert, er zersetzt Alles. Die Federn führt er und er be- geschwäßigen Basilios verbreitet das ist Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' wegt die Zungen, es dreht sich um ihn als Angelpunkt die sozialpolitisch betrachtet nur sekundär. Einen dauernden Verlag) ist soeben das 37. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der neue Kurs. Die bürgerliche Welt, er unterwirft ein Gebiet nach dem anderen Werth aber für den den Politiker, den Soziologen, Gewerbeordnungs- Novelle. Von A. Bebel. Acht Stunden. seiner Herrschaft. Wie er despotisch die Wirthschaft regiert den Kulturgeschichtsschreiber behält dies Büchlein deshalb, Bon Ed. Bernstein.( Schluß.) Noch einmal die Alkoholund in seinen Bannkreis Klein und Groß hineinzieht, so weil es mit bewundernswerther Schärfe ein Bild von den frage. Von Karl Kautsky.( Schlußwort.)- Notizen. bringt er auch die geistige Sphäre unter seine harte Bot Buständen der kapitalistischen Preſſe fin de siècle liefert, Feuilleton: 3u neuen Zielen. Novelle von Robert Schweichel. mäßigkeit. Macht er das Weib zum Spielball des Mannes, der Presse, welche nichts ist, als das getreue Spiegelbild Fortfehung.) zur Waare, die auf offenem Markte gehandelt wird, der bürgerlichen Gesellschaft, weil es unbarmherzig die räumt er auch unerbittlich auf mit den sozialpsychologische Sonde in die Wunde einsenkt, welche Jdeen und Illusionen, welche die heutige Ge- der Kapitalismus unserer Beit geschlagen hat. sellschaft int einem verklärten Lichte erscheinen Die tödtliche Stille im gegnerischen Lager ist das belaſſen. Wer ihm dient, wird zum Knecht herabgewürdigt, redtefte Beugniß für die Gründlichkeit der Untersuchung, für und vor seiner Macht hält nichts Stand, sobald er nur das Treffende der Diagnose. Briefkaffen der Expedition. Marten, Liesenstr. 4. Uebermitteln Sie das Geld dem abrechnung quittiren wird. Barteikassirer Herrn Bebel, der den Betrag in der Monats Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Lemberg, 12. Juni. Die galisische Ortschaft Berezowica Wielka wurde durch einen Orkan vollständig verwüstet. 60 Häuser und ein Gutshof wurden fast ganz zerstört. 6 Erwachsene und 3 Kinder wurden getödtet. Durch denselben Orkan kamen in Pod= tamien bei Brody drei Kinder und ein Feldhüter ums Leben. Brüssel, 12. Juni. Eine Gesetzesvorlage der Regierung setzt auf Angriffe auf die Arbeitsfreiheit eine Gefängnißstrafe bis zu drei Jahun. London, 12. Juni. Der Ausstand der Omnibusangestellten dauert fort. Das Publikum scheint für die Ausständigen Stellung zu nehmen. Briefkaffen der Redaktion. werden. H. J., Schwelm. Sie erhalten vom Gericht eine Vorladung zur Entgegennahme Ihrer Austrittserklärung. H. T. 100. Wir bedauern, für die Preise für Grabschriften nicht Sachverständiger zu sein und Ihnen daher keine Auskunft ertheilen zu können. C. H. 25. Wenn Ihrem Vater nach seinem Tode eine Erbschaft angefallen ist, so ist dessen Ehefrau, Ihre Stiefmutter, daran keineswegs betheiligt. Ob Sie an Stelle Ihres Vaters Bund 100. 1. Der Bund geselliger Vereine bedarf übertreten, kann nur bei Kenntniß des speziellen Erbfalles beurtheilt haupt keiner polizeilichen Anmeldung, geschweige denn einer BeR. 2. 30. Bei Kinderloser Ehe hat sowohl der Ehemann ftätigung. Sie können daher ruhig eine Versammlung anmelden. als auch die Mutter der Frau ein Erbrecht, welches auch durch 2. Daß eine Ehe kinderlos ist, ist nur dann ein Scheidungsgrund, Testament nicht ganz genommen werden kann. In Ihrem Falle wenn beide Theile mit der Scheidung einverstanden sind. rathen wir, das Testament zu Gunsten der Mutter zu machen und den Mann auf den Pflichttheil zu setzen. Er würde sich, wenn er dann die Sachen verkauft, der Unterschlagung schuldig machen. Die Hälfte an dem Erlöse der Sachen hätte er aber jedenfalls zu beanspruchen. Berlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstraße 2. In unserem Verlage erschien soeben: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869, in der Faffung des Reichsgesetzes vom 1. Juli 1888 und unter Berücksichtigung der durch die Gesetze vom 8. Dezember 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und die Novelle von 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. 1614 Bogen Taschenformat. Preis elegant hartonnirt 1 Mark. Welche Bedeutung die Gewerbe- Ordnung" für alle Zweige des Erwerbslebens besitzt, ist bekannt. Aus ihr ergiebt fich die Nothwendigkeit der Anschaffung für Jeden, der, sei er selbständiger Gewerbetreibender oder Arbeiter, in die Lage fommt, fich über die gesetzlichen Vorschriften desselben informiren zu müssen. Eine erhöhte Bedeutung hat dieselbe erlangt durch die Novelle von 1891, das sogenannte ,, Arbeiterschutz- Gesek", dessen Kenntniß unentbehrlich ist. Wir brauchen dabei nur auf die Bestimmungen über die Sonntagsruhe" und den„ Kontraktbruch" hinzuweisen, die in Zukunft von einschneidender Wirkung sein werden. Unsere Ausgabe der„ Gewerbe- Ordnung" ist dem Bedürfniß der Arbeiter angepaßt; sie zeichnet sich sowohl durch sorgfältige Bearbeitung, gemeinverständliche Erläuterungen und ein erschöpfendes Sachregister, als auch durch geschmackvolle Ausstattung und billigen Preis vor anderen Ausgaben derselben vortheilhaft aus. Bereinen und Wiederverkäufern gewähren wir beim Parthiebezug entsprechenden Rabatt. G. Scharnow's älteste und anerkannt leistungsfähigste Uhren- Fabrik En gros Berlin S., Export Oranienstr. 152, Ecke Morigplatz, besteht seit 1860. Anert. beste Bezugsquelle. Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren.. v. 20 M. an do. Ancre- Herren- Re• montoir- Uhren... v. 50 M. an Regulateure . 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M., am Tempelhofer Felde, hinter der früh 33/4 Uhr, unser lieber Bruder und Sohn Paul Prahl, Rlempner, Bockbrauerei. 835 L Jeden Montag und Donnerstag: verstorben ist. Die Beerdigung findet Gr. Frei- Konzert am Sonntag, Nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Städt. Krankenhauses Am Urban nach dem Friedhofe der straße, statt. 15b verbunden mit Kinderfest, Feuerwert, Dreifaltigkeits- Gemeinde, Bergmann sowie allerhand Voltsbelustigungen. 9 Uhr gr. Fackelzug bei beng. Beleucht. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. 6 Kegelbahnen. M. Uhle. Den Genoffen des Westens empfiehlt sein Lager von 麗 Filz- und Seidenhüten ( nur m. Kontrollmarken) C. Polvogt, Frobenstraße 12, 718L Ede Bülowstraße. Schuhe und Stiefel aus der deutschen Schuhfabrik in Erfurt, mit Kontrollmarke.[ 867 L Behrenstraße 17. Allen Freunden und Bekannten Charlottenburgs die traurige Nachricht, daß meine Tochter Louise am 11. b. M. nach sechswöchentlichem Krantenlager gestorben ist. Die Be erdigung findet am Sonntag, Nachm. 4/2 Uhr, von der Leichenhalle des ouisentirchhofes zu Charlottenburg aus statt. 869L Frik Lück, Schankwirth. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme, sowie die zahlreichen Kranzspenden sage 7b Chr. Geyer, Oranienstr. 202, allen Verwandten, Freunden und Kolzwisch. Heinrichspl. u. Manteuffelstraße. legen meines unvergeßlichen Mannes Empfehle allen Freunden u. Genoffen meinen herzlichen Dank. mein Schuh- u. Stiefel- Lager ( mit Kontrollmarke). 820b Carl Nitschke, Kastanien- Allee Nr. 86. Hüte mit Kontcoll- Marke. Grösste Auswahl Anna Krüger, geb. Wiener. Danksagung. Hiermit erfülle ich die traurige Pflicht, allen denen recht herzlich zu danken, welche sich in liebevoller Weise bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes so zahlreich betheiligten. Besonders danke ich dem Herrn Pre 1260b in Sonnen- und diger Gericke für seine Trostesworte Regenschirmen am Grabe des Verblichenen. Frau Ww. Gesche, Pallisadenstr. 34. L. 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Einiehung von Forderungen. Pollak, am Sonntag, den 14. Juni, Nachm. und bitten wir die ausstehenden Listen Charlottenburg im Lokale ,, Bismardis-, 50 Mark( außer Bruch) bei leht Raupadtr. 7, I. Auch Sonntags. 2 Uhr, bei Bemter, Münzstraße 11. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Preßkommission. 4. Berichterstattung der Delegirten der Streif Rontrollkommission. 5. Verschiedenes. an den entnommenen Stellen möglichst bald abzuliefern. Die Kommission. höhe" sein diesjähriges Sommer4b nachts- Ball, wozu Freunde u. Gönner freundlichst einladet Zuzug ist fernzuhalten Frauen haben Zutritt. von der Pianofabrik von Der Einberufer. Matz& Co., Muskauerstr. 34. Verband d. Vergolder, Gold- 186/ 83 10b Die Kommission. leiftenarbeiter und Berufsgen. Große öffentliche Versammlung ( Filiale Berlin). ( mit Damen) Monats- Versammlung der gewerblichen Hilfsarbeiter am Montag, den 15. Juni, Abends 8 Uhr, bei Scheffer, Inselstraße 10. Tagesordnung: am 1. Wahl des Verbands- Kassirers. 4/2 2. Abrechnung vom Stiftungs- Fest. 3. Bericht des Verbandsvorsihenden über seine Agitationsreise. 4. Verschie denes. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreichen Besuch erwartet 326/9 Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 14. Juni: Junungsgesellen- Versammlung Der Steinmetzen zu Berlin im Viktoria- Salon, Perlebergerstr. 13 Tagesordnung: Berlins und Umgegend Sonntag, den 14. Juni, Nachm. Uhr, im Lokale des Hrn. Wendt, Röslinerstr. 17. Tagesordnung: 1. Vortrag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Disfussion. 3. Berschiedenes. Nachdem gemüthliches Beisammensein und Tanz. Alle Hilfsarbeiter mit Damen werden hiermit eingeladen. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Einberufer. Achtung! 7/17 6b Möbel, eigener Der Vorstand. Spiegel und Polsterwaaren. Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. ACHVERE DERA 25 Monals 20 PR AURER Marken z. quittiren von Partei- 580L W. 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Der Gesellen- Ausschuß. 223/12 Der Vorstand. unentgeltlich. Sonntags bis 4.[ 1223 b Doll, Naunynstr. 21. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 18b Göbel, Oppelnerstr. 26. Gen. f. freundl. Logis Dranienstr. 198, LL 12b G.Schlafft.b.Kranz, Höchstestr.21, H. 3r. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 135. Gerichts- Beitung. Effen, 11. Juni 1891. Die Bochumer Steuereinschätzungs- Verhältnisse da der vor Gericht. und Sonnabend, den 13. Juni 1891. 8. Jahrg. widerspricht wiederholt diesem Antrage. Der Gerichtshof Bochumer Verein niemals versucht worden. Allerdings bin ic beschließt jedoch nunmehr, die Artifel zu verlesen. Nach und mit mir der ganze Magistrat bemüht gewesen, mit der Beendigung der Verlesung erklärt Oberbürgermeister Boll Bochumer Verein in Frieden zu leben. Angeklagter Fus mann: Es sei ihm soeben per Telephon aus Bochum mitgetheilt angel: Da die Angelegenheit hier mehr auf das konfessionell worden, daß nur die Einschätzung der Eisenbahnen später er- Gebiet gespielt worden ist, so richte ich an den Herrn Ober folge, die Einschätzung des Bochumer Vereins sei im Jahre 1890 bürgermeister die Frage, ob nicht bei Besetzung von Stellen die - Oberbürgermeister Neunter Tag der Verhandlung. im April geschehen. Bankier 2 auffs, der alsdann als Zeuge Evangelischen bevorzugt worden sind? Das ist niemals geschehen. Wir haben im Der Andrang des Publikums nach dem Zuhörerraum ist erscheint, deponirt: Er habe bereits bekundet, daß er dem An- Vollmann: heute noch stärker als in den vorhergehenden Tagen. Gegen geklagten Fusangel fein Material gegeben habe; aus welchen Magistratskollegium stets die Qualifikation des Bewerbers, nie9 Uhr Vormittags eröffnet der Präsident, Landgerichts- Direktor Quellen Fusangel geschöpft, wisse er nicht. Hierauf wird noch mals aber die fonfessionelle Zugehörigkeit im Auge gehabt und Thöne, die Sigung. Es nimmt heute sogleich das Wort, Ver- mals Geheimer Kommerzienrath Baare vernommen. Präsi haben infolge dessen auch nicht der Parität Rechnung getragen. theidiger Rohn( Dortmund): Der Herr Staatsanwalt hat bei dent: Der Kassirer Mummenhoff, der kommissarisch vernommen Angeklagter& us angel: Ich überreiche dem hohen GerichtsBeginn der letzten Sigung die Bemerkung gemacht, daß bezüglich worden ist, hat zeugeneidlich erklärt, daß Sie ein festes Gehalt einen Brief, in dem der Polizei- Inspektor Böttcher an einen der von meinem Klienten Fusangel erhobenen Beschuldigung be- von 18.000 m. und 12 000 M. Repräsentationsgelder erhalten; Mann, der sich um eine Polizei- Wachtmeisterftelle beworben, getreffs der Stempelfälschung auf dem Bochumer Verein durch die Reisegelder erhalten Sie extra?- Beuge: Das ist richtig. schrieben hat: Wenn Sie katholisch find, dann kann ich Ihnen bereits stattgehabte Zeugenvernehmung nichts erwiesen sei. Ich Präsident: Wozu sind die 12,000 M. Repräsentationsgelder wenig Aussicht machen."- Oberbürgermeister Bollmann: habe darauf zu bemerken, daß die Zeugenvernehmung bei dem erforderlich?- Beuge: Ich bewohne allerdings nicht, wie Dieser Brief datirt aus dem Jahre 1875, während ich erst im - Präsident: Herrn Untersuchungsrichter in Bochum noch keineswegs beendet Herr Krupp, ein Schloß, ähnlich der Villa Hügel, allein als Jahre 1877 nach Bochum gekommen bin. noch Polizei Inspektor in Bochum? war und auch bisher noch nicht beendet ist, und daß bisher noch Leiter eines der größten Werke der Welt bin ich genöthigt, eine st Böttcher tein einziger Zeuge eidlich vernommen worden ist. Der standesgemäße Wohnung zu unterhalten. Ich bin fast täglich Oberbürgermeister Bollmann: Jawohl. Ich muß bePräsident verliest alsdann das Protokoll der kommissarischen genöthigt, Fremde zu empfangen und muß dementsprechend merken, daß unter meinem Amtsvorgänger Herr PolizeiVernehmung des trant darniederliegenden Kassirers Mum= meinen Haushalt Haushalt einrichten. das Geschäfts- Inspektor Böttcher etwas sehr selbständig handeln durfte, Auf Anmenhoff. Dieser befundet: Er habe dem Geheimen Rath interesse gebietet und dafür 12 000 m. Repräsentations- dies ist unter meiner Amtsführung anders geworden. Baare im 1889 213 391,80 Mark November wird im gelder feine zu hohe Summe ist, das mir jeder trag der Vertheidigung wird beschlossen, den Polizei- Inspektor Es tritt alsdann November 1890 225 752 M. Tantiemengelder und außerdem je Sachverständige bestätigen. Derartige Repräsentationsgelder Böttcher zu morgen als Zeugen zu laden. eine Summe, deren Höhe er nicht mehr angeben könne, für werden jedenfalls in noch höherem Maße den Leitern eine furze Pause ein. Gratifikationen ausgezahlt. Wie die Vertheilung dieser Gelder der Kruppschen Werke, des Werkes Phönig u. s. w. gezahlt.- Nach Wiederaufnahme der Verhandlung bekundet auf Be erfolgt sei, wisse er nicht. Außerdem beziehe Geh. Rath Baare Präsident: Ihr Sohn, der Herr Generalsekretär Frizz Baare, fragen des Präsidenten Geh. Kommerzienrath Baare: Ich ein festes Gehalt von 18 000 m. und 12 000 M. an bezieht ein festes Gehalt von 12 000 m. und 10 000 m. Re- habe inzwischen nochmals die Bilanz geprüft und daraus ersehen, Repräsentationsgeldern. Dein Dr. jur. Baare habe er im Jahre präsentationsgelder? 3euge: Das kann stimmen. Prä daß mir Herr Mummenhoff auf meine Anweisung im Ganzen 1889 8250. Gehalt und 3000 M. Repräsentationsgelder, dem sident: Wozu hat Herr Fritz Baare 10 000 M. Repräsentations- 258 117 M. im November 1889 ausgezahlt hat. 213 391 M. Generalsekretär Fritz Baare in demselben Jahre 12 000 m. Ge- gelder nöthig? Beuge: Mein Sohn Fritz ist ebenfalls im waren für Tantieme und 447 000 M. für Gratifikationen behalt und 10 000 M. Repräsentationsgelder ausgezahlt. Mit dem Interesse des Werkes genöthigt, Fremde zu empfangen und zu stimmt. Ich wußte das augenblicklich im Kopfe nicht mehr genau, Miethswerth feines Hauses habe Frizz Baare eine jährliche Ein- repräfentiren. Präsident: Das Einkommen des Herrn Friß nur soviel war mir bekannt, daß ich nur eine einzige Summe zur nahme von 24 000 m. Der Präsident bemerkt: Da der Baare soll im ganzen 24 000 M. betragen, eingeschäßt war er Auszahlung angewiesen habe. Da wir bei vollster Deffentlichkeit Reingewinn des Bochumer Vereins im Jahre 1889 2 133 918,04 aber nur auf 7250 M.? 3euge: Ich bin darüber nicht verhandeln und ich augenblicklich in der ganzen Welt die schmähMart betragen, so habe Geheimrath Baare laut seiner Befun- informirt. Präsident: Herr Mummenhoff hat weiter be- lichsten Angriffe erfahre, so möchte ich den hohen Gerichtshof dung, daß 4 p& t. von der Reineinnahme an Tantiemen vertheilt fundet, daß er Ihnen auf Ihre Anweisung im Jahre 1889 bitten, die hier im Saale anwesenden Herren Franken und Hanau werden, 85 353,72 M. Tantiemen im Jahre 1889 bezogen. 213 391,80 M. und eine Summe, die er nicht näher bezeichnen aus Bochum als Sachverständige zu vernehmen, ob die von Staatsanwalt: Ich beantrage, noch die Frau General- fann, als Gratifitationen gezahlt?- 3euge: Das ist wohl ein mir bezogenen Repräsentationsgelder zu hohe gewesen sind? direktor Köhler und den Bantier Lauffs zu vernehmen. Diese Irrthum. Soweit ich mich erinnere, sind in den 213 391,80 m. Präsident: Diesem Antrage fann nicht stattgegeben werden bekunden, aus welchen Quellen der Angeklagte die Gratifikationsgelder bereits mit enthalten gewesen.-Präwerden. Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt te waag: Fusangel betreffs der Steuereinschäßungen geschöpft hat. Sident: Herr Mummenhoff hat befundet, daß außer den 213 391,80 M. Der Herr Geh. Rath Baare ist nicht blos Zeuge, sondern Ich stelle diesen Antrag im Interesse des im Interesse des Angeklagten, noch eine Summe für Gratifikationen gezahlt worden ist, wir auch Nebentläger. Vertheidiger Rechtsanwalt Wallach: Vertreter der Nebentläger, Herr Rechtsanwalt werden also, wenn Sie bei Ihrer Behauptung bleiben, eine noch Die Strafanträge des Geh. Raths Baare sind ja ausgeschieden. Tewaag, vorgestern bemerkte, er werde im Plaidoyer ausführen, malige Vernehmung des Mummenhoff in Ihrem Beisein vor- Rechtsanwalt Tewaag: Ich stelle nunmehr den Antrag: daß der Angeklagte seine Behauptungen aus der Luft gegriffen, nehmen müssen. Beuge: Mir ist nicht erinnerlich, daß die Die Herren Franken und Hanau als Sachverständige zu ver wenn er nicht sage, aus welchen Quellen er geschöpft habe. Gratifitationen extra gezahlt wurden. Ich kann allerdings nicht nehmen, ob die Gehälter und die Tantiemen der Beamten des Angell. Fus angel: Ich habe gegen die Vernehmung der vom alles im Kopfe haben. Hätte ich gewußt, welche Fragen mir Bochumer Vereins zu hohe gewesen sind, Angeklagter Fu3Herrn Staatsanwalt vorgeschlagenen Zeugen nichts einzuwenden, heute werden vorgelegt werden, dann hätte ich mich vorher orien- angel: Das habe ich nicht behauptet, ich habe bloß bemängelt, ich will blos bemerken, daß die benannten Zeugen mit dem von tiren fönnen. Präsident: Diese 213 391,80 m. sollen als daß die Gehälter und Tantiemen nicht entsprechend besteuert Tantiemen vertheilt worden sein. mir erbrachten Material absolut nichts zu thun haben. Beuge: Keineswegs. waren. Der Gerichtshof lehnt aus Anlaß dieser Erklärung Staatsanwalt: Das habe ich auch nicht behauptet, sondern Davon gehen zunächst 50 000 m. für Arbeiterzwecke ab. den Antrag des Rechtsanwalts Tewaag ab.- Präsident: nur, daß die Zeugen uns sagen werden, aus welchen Quellen Präsident: Können Sie uns sagen, welche Tantieme Sie Der Angeklagte hat geltend gemacht, er hätte berechtigte Interder Angeklagte Fusangel sein Material geschöpft hat. Ver- erhielten? Beuge: Ich erhielt zunächst meine Tantieme essen verfolgt und in gutem Glauben gehandelt und das von theidiger Rechtsanwalt Schunk: Ich muß zu diesem Antrage als Generaldirektor und ferner meine Tantieme als Aufsichtsraths- ihm Vorgebrachte für wahr gehalten. Stun sind aber doch in bemerken, daß im„ Rheinisch- Westfälischen Tageblatt" einmal die Mitglied.- Präsident: Wie viel betrug das?- Beuge: mancher Beziehung Ausdrücke gebraucht, die wohl nicht zu rechtBemerkung gestanden: Bei den Artikeln Fusangel sind die Kon- Herr Präsident, ich ersuche Sie, mir die Beantwortung dieser fertigen sind, woraus auf eine Absicht zu beleidigen direkt zu kurrenten und die Hintermänner zu beachten." Eine ähnliche Frage zu erlassen. Ich bin gern bereit, wenn die Strafanträge, schließen ist. Bunächst in Nr. 184 hatten Sie Herrn Mummen Bemerkung ist in einer Damengesellschaft in Bochum gefallen, in die ich gegen Fusangel gestellt habe, zur Verhandlung gelangen hof als ehrenhaften Mann, unabhängigen Wolfstribun geschildert. der sich Frau Generaldirektor Köhler befunden. Wenn de An- werden, zu sagen, wie hoch fich meine Tantieme beläuft; gegen- Ist das nicht Fronie? Fusangel: Nein, durchaus nicht. trage des Herrn Staatsanwalts stattgegeben wird, dann be- wärtig möchte ich aber nicht die Neugierde meiner Gegner be- Ich mache darauf aufmerksam, daß die inkriminirten Artikel in antrage ich im Namen des Angeklagten Fusangel: Frau Dr. friedigen, zumal mir von meinem Verwaltungsrath in dieser mehrere Abschnitte eingetheilt werden müssen. Die Artikel, Gleiches Willy Baare, Frau Generalsekretär Frizz Baare und Frau Berg- Bezieh ung Diskretion zur Pflicht gemacht worden ist. Da meine Recht für Alle" sind lediglich zu dem Zwecke geschrieben, die in Wirkrath Dr. Schultz als Zeugen zu laden. Der Gerichtshof Person augenblicklich auf der öffentlichen Tagesordnung steht, so lichkeit vorhandenen Mißstände einer Beleuchtung zu unterziehen. beschließt, dem Antrage des Staatsanwalts stattzugeben, will ich noch erklären, daß die Tantiemen wohl auf einem Das Rheinisch- Westfälische Tageblatt" hatte mich und meine Partei den Antrag des Vertheidigers dagegen, weil unerheblich, abzulehnen. Vertrage beruhen, aber feineswegs alljährlich gezahlt werden. in gehässiger persönlicher Weise angegriffen und dadurch ist auch Hierauf wird konstatirt, daß Frau Generaldirektor Köhler ein Behn Jahre lang sind gar keine oder nur sehr geringe Tantiemen in meinem Blatte die Sprache eine gereiztere geworden. Ich habe Krankheitsattest eingesandt habe, aus dem hervorgeht, daß fie gezahlt worden.- Angeklagter Fusangel: Ich richte an den in meinen Artikeln verschiedener Herren, die eine öffentliche nicht im Stande sei, als Zeugin zu erscheinen. Auf Antrag Beugen die Frage: ob die 71/2 Millionen Kursgewinn in die Rolle spielen, und die Gelegenheit haben, etwas in öffentlichem des Vertheidigers Rechtsanwalt Rohn wird beschlossen, den Bilanz aufgenommen worden sind?- 3euge: Dieser Kurs Interesse zn thun, erwähnt und dabei auch Herrn Mummenhoff bereits vernommenen früheren Armenhausverwalter Klose noch gewinn entstand aus der Ausgabe neuer Aftien über pari. Wir genannt, aber ihn in keiner Beziehung als Mitglied der Eineinmal zu vernehmen. Bertreter der Nebentläger, Justizrath konnten dieses Agio nicht in die Bilanz stellen, da diesein Gewinn schätzungskommission für Forensen bezeichnet und auch nicht beSchulz: Ich beantrage, noch einige Artikel aus der West- ebenso geringere Werthe gegenüber standen. Wir mußten mit sprochen. Präsident: Dann Artikel 190, mit dem Vorfälischen„ Volts- Zeitung" zu verlesen, die im Sommer 1890 er- diesem Gewinn die Verluste, die wir in Savona hatten, decken, wurf mangelhafter Unterscheidung zwischen Mein und Dein gegen schienen sind. In diesen Artikeln wird auf die trostlose Lage mußten Meister und Beamte nach Savona schicken u. dergl. m. die Großarbeitgeber. Fusangel: Das ist hauptsächlich des Bochumer Vereins hingewiesen und bemerkt, daß es un- Beisitzender, Landgerichtsrath Schneider: Wann wurde das gegen Geheimrath Baare gerichtet. Präsident: Nun ist verantwortlich sei, wenn der Bochumer Verein 6 bis 7 pet. Savonaer Werk gegründet? Beuge: Savona ist ein altes aber neben Geheimrath Baare auch Frielinghaus, früher als Dividende zahlen wollte. Zu gleicher Zeit wird aber von dem Wert, das vor 3/2 Jahren angekauft wurde. Das Savonaer Wert Vertreter der Großindustrie bezeichnet. Konnte sich das nicht Angeklagten Fusangel der Einschätzungskommission der Vorwurf prosperirte auch zunächst und wird auch zweifellos wieder rentabel auch auf Frielinghaus beziehen? Fusangel: In keiner gemacht, daß sie bei der Einschätzung des Bochumer Vereins werden, sobald die italienische Krisis aufhört. Wie augenblicklich Weise. Frielinghaus galt als einer der humanften Arbeitgeber. parteiisch vorgegangen sei. Vertheidiger Rechtsanwalt die Dinge stehen, wird Savona, wenn keine Widerwärtigkeiten Präsident: Waren Sie sich nicht bewußt, daß Herr Wa II ach: Ich ersuche, diesen Antrag abzulehnen. Einmal eintreten, das Savonaer Werk sich beleben und mit der Zeit ein Frielinghaus die Erklärung mit auf sich beziehen konnte? find die hier angedeuteten Artikel nach erfolgter Einschätzung er ganz rentables Unternehmen werden. Als der Bochumer Verein das Fus angel: Nein, durchaus nicht.- Präsident: Konnte aber schienen. Andererseits wären wir, sollte dem Antrage statt: Savonaer Werk kaufte, bestand in ganz Italien die Meinung, daß nicht Herr Frielinghaus das mit auf sich beziehen?-Fusangel: gegeben werden, genöthigt, die Verlesung von Artikeln aus das Unternehmen ein sehr vorzügliches sei. Bei dieser Gelegenheit Das habe ich nicht beabsichtigt. Präsident: Warum haben gegnerischen Blättern und womöglich Aussetzung will ich noch auf eine Bemerkung, die vorgestern der Angeklagte Sie das denn nicht besonders hervorgehoben?- Fusangel: der Berhandlung zu beantragen, um uns noch näher zu in- Fusangel gemacht haben soll zurückkommen. Nach verschiedenen Ich konnte doch nicht eine Bemerkung hinzufügen, Frielinghaus formiren. Justizrath Sch u lý: Ich muß auf meinem An- Zeitungsberichten hat der Angeklagte Fusangel am vergangenen fönnte nicht gemeint sein; in dem ganzen Artikel wird Frielingtrage beharren. Der Angeklagte macht der Einschätzungskommission Dienstag behauptet: Der Bochumer Verein werde in diesem Jahre haus nicht genannt. Beis. Landgerichtsrath Schneider: den Vorwurf der Pflichtwidrigkeit bei der Einschätzung des überhaupt keine Dividende geben. Ich muß bemerken, daß Herr Weshalb wird dann aber hier der Plural angewendet und wen Bochumer Vereins und behauptet, daß der Verein bedeutend zu Fusangel keineswegs wissen kann, ob und welche Dividende der haben Sie gemeint? Fusangel: Ich möchte die Gegenniedrig eingeschätzt sei, zu gleicher Zeit behauptet er aber, daß Bochumer Verein zahlen wird. Wir werden in diesem Jahre frage stellen. Landgerichtsrath Schneider: Sie haben an die Lage des Bochumer Vereins eine trostlose sei. Angeklagter teine so hohe Dividende zahlen als sonst, wir werden aber eine den Richter keine Frage zu stellen, sondern haben die Frage zu Fusangel: Meine Kritik über den Bochumer Verein hat mit mittelmäßig anständige, jedenfalls eine die Aktionäre befriedigende beantworten. Fusangel: Es ist bekannt, daß in der deut meiner Kritik betreffs des Verfahrens der Einschätzungskommission Dividende zahlen. Ich muß bemerken, daß die erwähnte Be- schen Sprache, wenn man auch nur auf eine Person hinzielt, oft nichts zu thun. Die Einschätzung des Bochumer Vereins für das merkung Fusangels bereits in die Börsenblätter übergegangen der Plural gebraucht wird. Rechtsanwalt Tewaag: VorJahr 1890/91 war doch zweifellos bereits erfolgt, als die Artikel ist. Angeklagter Fusangel: Meines Wissens habe ich eine hin hat der Angeklagte ausdrücklich gesagt: hauptsächlich erschienen, in denen auf die traurige Lage des Bochumer Vereins solche Bemerkung überhaupt nicht gemacht. Geheimer Kom- gegen Baare", und ich möchte fragen, ob er nicht Auskunft geben hingewiesen wurde. Meine Kritik betreffs der Einschätzung be- merzienrath Baare: In den Zeitungsberichten ist diese Aeuße- will, wer sonst gemeint war? Präsident: Die Hauptsache gründete ich auf die Bilanz der drei vorhergehenden Jahre, rung aber enthalten. Präsident: Es ist ja bekannt, daß ist, war es bewußt, daß fich auf Frielinghaus während meine Bemerkungen betreffe des Bochumer Vereins sich in den Zeitungen manches gelogen wird. Auf weiteres mit beziehen konnte. Dann ist im Artikel 195 die Rede von ganz besonders auf die schlechte Lage des Savonaer Unter Befragen bemerkt Geheimrath Baare, daß die Behauptung Fuß- Baare und Genossen". Wen verstehen Sie unter Genossen? nehmens stüßten. Daß das Savonaer Unternehmen faul ist, angels, die Savona- Attien seien höchstens 60 Prozent werth, Fusangel: Ja, da ist doch gar kein Zweifel, diejenigen, die darüber herrscht doch nirgends ein Zweifel. Ich habe die keineswegs zutreffe. Präsident: Das Savonaer neben Herrn Baare in exorbitanter Weise unterschäßt gewesen Savona- Aktien damals 75 pt. geschätzt, sie stehen jedoch jetzt Werk ist in die Bilanz nicht mit aufgenommen. Zeuge: sind und die nach meinem Gefühl die Pflicht gehabt hätten, da60 pCt. Ich wiederhole also: meine durchaus fachliche Kritit Nein, das Savonaer Wert wird in Italien besteuert. gegen felbft einzuschreiten.- Präs.: Jit nicht Herr Frieling bezüglich des Bochumer Vereins hat mit der Einschätzungsaffaire Präsident: Nun hat der Bochumer Verein noch ein Werk haus genannt und die Mitglieder der Einschätzungskommission? nichts zu thun. Der Gerichtshof beschließt, den Antrag des in Spanien? Beuge: Jawohl.- Präsident: Wollen Fusangel: Ich wollte diejenigen damit treffen, die unterJustizraths Schulz abzulehnen, da die Artikel nach erfolgter Ein- Sie uns darüber nähere Auskunft geben. 3euge: Ich muß schäßt gewesen sind oder die zur Unterschätzung mit beigetragen schäzung erschienen sind. Auf Antrag der Vertreter der Nebenkläger doch aber bitten, mir die Beantwortung dieser Frage zu erlassen, haben. Justizrath Schulz: Ich möchte bemerken, daß Herr wird nochmals Oberbürgermeister BoII mann vernommen. ich bin wirklich auf alle diese Fragen nicht genügend vorbereitet. Frielinghaus ausdrücklich als einer der Intimen des Herrn Baare Dieser bekundet: Die Einschätzung des Bochumer Vereins und Es wird hierauf nochmals Ober- Bürgermeister Bollmann bezeichnet wird.- Präsident: In dem Artikel 200 ist dann der Eisenbahnen erfolge, soviel er wisse, etwas später. Er wolle vernommen. Dieser bekundet: Der Angeklagte Fusangel hat der die Rede von Profitwuth der Arbeitgeber?- Fusangel: sich hierüber, wenn der Gerichtshof es wünsche, auf telephonischem Einschätzungskommission und auch mir persönlich den Vorwurf Wer die Verhältnisse in Bochum kennt, weiß überhaupt, daß dies 28ege erkundigen, wann im Jahre 1890 die Einschätzung des gemacht, daß in der Einschätzungskommission insofern parteiisch ohne Herrn Baare gar nicht verstanden werden kann. Brä Bochumer Vereins erfolgt sei. - Vertreter der Nebenkläger verfahren worden sei, als die Evangelischen niedriger eingeschäßt fident: Konnten nicht Frielinghaus und Bergrath Schulz das Rechtsanwalt I ew a a g: Ich stelle wiederholt den Antrag, die wurden, als die Katholiken. Ich habe nun festgestellt, daß von mit auf sich beziehen?- Fusangel: Schulz ist gar kein Arvon Herrn Justizrath Schulz überreichten Artikel der„ West- den 485 Benfiten, die Einkommensteuer zahlen bei den Taufen- beitgeber. Präsident: Nun ist aber die Rede von der fälischen Volkszeitung" zu verlesen, da wir daraus den Beweis den von Klassensteuer- Zahlenden ist eine solche Aufstellung fehr Klientel des Herrn Baare unter Führung eines Staatsraths und führen wollen, daß der Angeklagte die Einschätzungskommission schwer, 298 evangelisch und 187 katholisch sind. Es ist mithin Landtagsabgeordneten. Das muß sich doch auf Schultz mit beziehen wider besseres Wissen der Pflichtverletzung beschuldigt hat. Wenn sehr natürlich, daß zu den zu gering Eingeschätzten mehr Evange- und auch auf Frielinghaus als Vertreter der Großindustrie? die Lage des Bochumer Bereins eine troftlose war, wie der An- lische als Katholiken gehörten. Im Uebrigen hat die Beweisauf- Fus angel: Nein, der Typus war Baare.- Justizrath Schulz: geklagte behauptet, bann konnte er doch nicht gleichzeitig der nahme ergeben, daß auch unter den Katholiken vielfach zu niedrig Dann heißt es weiter: die von uns Blosgestellten" u. s. w. Diese Einschätzungskommission den Vorwurf machen, daß sie zu Eingeschäßte waren. Im weiteren muß ich es mit Entschiedenheit Stelle möchte ich dem Angeklagten zur Begutachtung vorlegen. Gunsten des Bochumer Vereins, also pflichtwidrig ge- zurückweisen, daß die Stadtverwaltung sich irgendwie vom Bochumer& us angel: Gine gewisse Blosstellung leugne ich nicht. handelt habe.- Der Bertheidiger Rechtsanwalt Wallach Berein hat beeinflussen lassen, ein solcher Einfluß ist auch vom Präsident: Dann ist in Artikel Nr. 201 wieder die Rede von " " ,, entlaroten Profitwütherichen". Ist darunter nicht Frielinghaus| die Gefangenen öffentlich zu beschäftigen, und sagte: Bürger-| idem. Nun weiß ich nicht, ob der Gerichtshof alle die uit gemeint gewesen?- Fusangel: Ich weiß nicht, ob meister Lange huldigt solchen Ansichten nicht, er läßt von den schweren Beschuldigungen ausscheiden will, wo Herr Baare Frielinghaus überhaupt das Tageblatt mit fubventionirt. Ich Armen die Straße tehren und stellt sie in der öffentlichen und zugleich andere Herren mit beleidigt sind.- Präs.: Wir habe nur das Vorgehen von Baare und seinen journalistischen Meinung bloß.- Präsident: Und die Zuchthausuniform? müßten auch darüber entscheiden, wenn Herr Baare feinen StrafHelfershelfern bezeichnet. Präsident: Dann ist die Rede Fusangel: Das ist auch heute noch meine Meinung, ich antrag gestellt hätte. Rechtsanwalt Dr. Schwering: Dann von dem Bochumer Klüngel". Das konnte doch die Gin hätte nur besser gesagt: Gefängnißuniform. Präsident: würden die betreffenden Beleidigungen bezüglich des Herrn Baare schätzungskommission auf sich beziehen?- Fusangel: Nein, Dann der Artikel in Nr. 225?- Fusangel: Das Gefagte in der Strafausmessung eine Sühne nicht mehr finden können. -Rechtsanwalt Dr. Wallach bestreitet, daß sich die Sachdas bezieht sich auf die Gestaltung, welche die Bochumer Ver- fällt nicht den Personen, sondern dem Amte zur Last. hältnisse auf die Länge der Zeit genommen haben. Ich halte es Präsident: Daß sich das alles auf Bürgermeister Lange be- lage geändert habe, möchte aber bitten, daß alle diejenigen Beaufrecht, daß die nationalliberale Partei in Bochum die Herr ziehen sollte, dessen sind Sie sich doch bewußt gewesen? leidigungen, welche durch den Trennungsbeschluß ausgeschieden schaft hat, und das habe ich als„ Bochumer Klüngel" bezeichnet. Fusangel: Die Armentontrolleure haben ein Amt und da der sind, genannt werden.- Die Verhandlung hierüber dauert noch Präsident: Dann tommt ein Passus, in dem Herr der Bürgermeister Lange ein solches Amt nicht bekleidet, konnte furze Zeit an, dann zieht sich der Gerichtshof zur Berathung Ober- Bürgermeister Bollmann als im Gegensatz zu seinen Kollegen ich nicht an ihn denken. Dann sind die Armenkontrolleure nicht zurück. Nach ungefähr dreiviertel Stunden tritt derselbe wieder von der Einschäßungskommission gebracht wird? Fus von Herrn Lange, sondern von der Armenverwaltung angestellt. ein. Vor Verkündigung des Beschlusses erhält noch der Vertreter angel: Daß das für den ganzen Passus gilt, will ich dahin Präsident: Dann ist die Rede davon, es sei geradezu der Nebenkläger, Justizrath Schulz, das Wort: Für den gestellt sein lassen; jedenfalls glaube ich, aus den Ergebnissen lächerlich, zu sagen, die Stadt Bochum könnte den Fall, daß der hohe Gerichtshof den Beschluß gefaßt haben sollte, meiner Feststellungen die Berechtigung zu dem Vorwurfe her- Bochumer Verein nicht entbehren. Das kann sich doch die Punkte, welche sich auf den Geheitarath Baare beziehen, leiten zu können, daß die Einschätzungstommiffion nicht so nur auf Lange beziehen?- Fußangel: Das bezieht auszuscheiden, so täme weiter in Erwägung, daß das Material, gehandelt hat, wie sie hätte handeln müssen d. h. nicht gewissenhaft sich allerdings auf die Zahlengruppirung, die Lange gegeben welches übrig bliebe, von verhältnißmäßig geringer Bedeutung und nicht ehrlich.- J.-R. Schultz: Ich möchte feststellen aus hat.- Präsident: Also, dessen waren Sie sich bewußt, daß ist und daß es sich dann empfehlen und den Wünschen aller BeArtikel in Nr. 102 im zweiten Abfah die Worte:" Die Herren fich das auf Lange beziehen sollte?- Fusangel: Darüber theiligten entsprechen würde, die Sache überhaupt zu vertagen. Schwenger, Tegeler 2c."- Präsident: In dem Artitel 218 ist gar kein Zweifel.- Präsident: Dann ist in Nr. 279 Präsident: Der Gerichtshof hat beschlossen, es bleibt bei stellt der Angeklagte das Gebahren des Bürgermeisters Lange wie gesprochen von dem Vertrauensvotum, welches in der Wieder- dem früheren Beschlusse, daß alle Beleidigungen, auf welche sich das des Malthus hin und sagt: Bürgermeister Lange huldigt wahl der Kommission lag. Das sollte sich doch auf Mummenhoff der Strafantrag des Herrn Geheimrath Baare bezieht, ausge solchen Grundsäßen nicht, er will fagen, Bürgermeister Lange beziehen? Fusangel: Gewiß, ja, das ist allgemein als ein schieden werden. Es scheiden demnach vollständig aus die Artikel habe bewußt inhuman gehandelt?- Fusangel: Nein, das starkes Stück aufgefaßt worden. Präsident: Weitere in Nummer 215, 216, 268, 270, 277, bas Extrablatt und der habe ich durchaus nicht sagen wollen. Präsident: Außer- Fragen habe ich nicht. Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Artikel 289. Dann ist weiter beschlossen, daß der Gerichtshof nicht dem ist gesagt, er hätte die Armen behandelt wie halbe Ver- Dr. Schwering: Es ist der Gerichtsbeschluß publizirt, daß in der Lage ist, den Eröffnungsbeschluß weiter zu ergänzen dahin, brecher. Fusangel: Ja, das halte ich auch aufrecht, das alle diejenigen Fälle, welche sich auf Geh.- Rath Baare beziehen, in welchen einzelnen Punkten die Beleidigungen gefunden werden ist der Eindruck, den ich und viele andere davon gewonnen haben. ausgeschieden und bis auf Weiteres vertagt werden sollen. Nun sollen. Ein Näheres darüber kann der Gerichtshof nicht sagen. -Präsident: Sie waren sich doch bewußt, daß der Artikel ergiebt sich aus der nachträglichen verantwortlichen Vernehmung- Danach schließt die heutige Verhandlung. in Nr. 220 fich auf Bürgermeister Lange bezog? Fus des Angeklagten, daß eine ganze Reihe von Beleidigungen vor- Nachdem heute Nachmittag die kommissarische Vernehmung angel: Ich habe schon erklärt, daß ich wohl in Anlehnung an liegt, die mit den Beleidigungen von Geh.- Rath Baare zusammen- von Frau Generaldirektor Köhler und morgen an Gerichtsstelle Bochum geschrieben habe, aber, um die Mängel der Armenpflege fallen. Nun liegt die Sache rechtlich so, daß, wenn ich eine die des Polizei- Inspektors Böttcher stattgefunden haben wird, im Allgemeinen, wie sie in Bochum und an vielen anderen Orten einzelne Aeußerung gesprochen oder geschrieben habe, die mehrere werden morgen( Freitag) die Plaidoyers ihren Anfang nehmen. hervortreten, zu schildern.- Präsident: Daß sich die Ar- Personen gleichmäßig beleidigt, so ist jeder Beleidigte berechtigt, tikel auf Herrn Bürgermeister Lange beziehen, ergiebt sich aus Strafantrag zu stellen. Die Handlung aber zerfällt nicht in Nr. 218, wo ausdrücklich die Rede ist von der Armenverwaltung mehrere neben eirander laufende Beleidigungen. Wenn Sie Berichtigung: In dem Bericht über den achten Tag in Bochum, an deren Spize Herr Bürgermeister Lange steht nun sagen wollten, wir bestrafen die Angeklagten wegen dieser der Verhandlung ist richtig zu stellen, daß der als Sachverstän= Fusangel: Ja, da habe ich ausgeführt, daß man in Beleidigungen, so haben Sie sich damit wegen der gleichzeitig diger geladene Bankier Schüler nicht Mitglied der EinDesterreich und Frankreich davon Abstand genommen hat, Beleidigten präjudizirt nach dem Rechtssay: Ne bis in schäßungs- Kommission gewesen ist. = Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin Polsterwaaren- Magazin von Aug. Herold, Nur allein Vorort- und Pferdebahnkarten werden vergütet. Brunnenstr. 1, I. Etage. Ecke Weinbergsweg, I. Etage. 832L am Rosenthaler Thor. SO. 5. Reidenbergerstraße 5. SO. Ausverkauf! Neue Amerikanische Verkaufs- Hallen Brunnenstr. am Rosenthaler Thor. I. Etage. Ecke Weinbergsweg, I. Etage. Nur allein Vorort- und Pferdebahnkarten werden vergütet. 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