�benöausgabe Nr. 525 ♦ 44. FahrgaAg Ausgabe B Nr. 254 Stjiiastebinsunfl«« und Stnitti lind in der Morzenausaabe ans ««d-»»oa: SW. 6». Cindcoffcabe* Fernsprecher! VSnhofs 202- 2»2 r-l.. Adresse: Sozloldemotro» verN» Verlinvv VolksblAkk flO Pfennig) Sonnabenü 5. November 1 927 «erlag und«nzeisenabteilung: Seschäslzzctt 8i-> bt, b Udr Verleger: vorwürls-verlag GmbH. VerUa SW. SS, Lindenslrasze Z Fernsprecher: DLnhofs 2S2— 207 Zcntmlorgan der Sozialdemokrat! fd�en parte! Deutfchlands Das Schulgesetz öes Dürgerblocks Unmögliche Fassung des ZI.-— Volkspartei will Staatsschnle. Bei der Eiiuselberatsing des Schulgesetzenwurfs im Bil- luuigsausfchuh des Rcichsiogs wünschte Abg. Löwenstein(SojO# daß di« Aufgaben der Schulen so formuliert werden, wie sie die Der- fsssung ini Art. 148 vorsehe. Er besprach dann ausführlich das Primat des Staates gegenüber dem Elternrecht. Der Art. 150 der Verfassung sei nur programmatisch, er schaff« aber kein Schuireckst. Das Vorrecht des Elternrechts fei zwar der Standpunkt des K a t h o l i l i s M u s, aber nicht das Recht nach der Reichs- Verfassung. Abg. hcnsel'Ostprcußen(Dnatl.) tritt für den Z 1 des Entwurfs ein. Er betrachte es. als nicht z e i t. g e m ä tz, das Wort Völker- Versöhnung in den Text hiiwinzunehmen. Auch seine Partei wolle keine. Bevorzugung des Elternipillens gegenüber dem Staat. Abg. Erispien(Soz.): Die Regierungsvorlage Hab« in§ 1 wohl nicht ohne Absicht die Ausdrucksweise der Verfassung vermieden. Die Festlegung der Erziehung auf der Grundlage des„deutschen � u l t u r g�t t s* uird die dazu gegebene Begründung lese sich wie eine Stell« aus dem deutschnationolen Parteiprogramm. Abg. Biester(Soz.) behandelt eingehend die Bedeutung des Elternrechts. Unverständlich sei die Haltung der Deutschen Voltspartei in dieser Frage. Bei jedem Verwaltungsgesetz würden immer die Rechte und die Pflichten: sorgfältig geprüft. Wenn der Staat ein Gesetz beschließe,- so müsse er auch die Pflichten be- stimmen und als Lasten trag er erscheinen. Abg. Rheinländer ch e r als den Regierungsentwurf. Abg. Löwenstein(Soz.): Gegenüber dem Abgeordneten Schreiber ist festzustellen, daß wir als Sozialdemokraten die in den Geiwssen- schalten wirkenden. Kräste zur Geltung kommen lassen. Wir erfassen selbst täglich Hunderttausende von Arbeiterkindern, die durch Laien- Pädagogen erzogen werden, um in ihnen dir Welt der sozialistischen Anschauung lebendig zu machen. Der Redner weist im«inzeln-n nach, daß die katholische KH:che wohl ein Eigenleben des Staates anerkenne. aber für sich dos Primat auf die Schul? beanspruche. Bei den Abstimmungen werden alle Abänderungsanlräge der Sozialdemokraten und Kommunisten abgelehnt. Der Absatz 1 des 8 1 erhielt noch den Anträgen der Regierungsparteien folgende völlig unmögliche Fassung:„Alle deutschen Volksschulen haben die gemeinsame Aufgabe, die schulpflichtige Jugend durch Unterricht auf der Grundloge des deutschen Kulturgutes, im Geiste des deutschen Volkstums, der Volks- und Völterversöhnung zu körperlicher und geistiger Tüchtigkest heranzubilden und sie in Unterstützung und Er- gänzung der von den Estern zu leistenden Erziehung(Artikel 126 der Reichsverfassung) zu sittlich wertvollen Menschen und zu Staats- bürgern zu erziehen, die fähig und bereit find, der deutschen Volks- gemeinschaft zu dienen." Nächste Sitzung Donnerstag, den 16. November. Luther für üie Dawes-Zahlungen. {teilte gewaltsame Eintreibung möglich! Paris, 6. November.(Eigenbericht.) „Oeuvre" und„Volonte" verössentlichen ein gleichlautendes Interview mit dem ehemaligen Reichskanzler Dr. Luther, in dem er erklärt. Deutschland müßte alles tun, um die normalen Dawes- Zahlungen von 2¥j Milliarden zahlen zu können. Daß das eine Pflicht für Deutschland sei, darüber habe niemals irgendeine deutsche Persönlichkeit einen Zweifel gestattet. Luther bekämpft dann die Aufsassmig, die in.gewissen französischen Kreisen herrscht, die Durchführung der Dawes-Zahlungen von der Aufrcchterhastung der Rheinland befatzung abhängig zu machen.„Mit mtli« t ä r i> ch c r Gemal« wird man aus Deutschland keine größeren Zahlungen herauspressen könne»," erklärt Dr.. Luther. Denlsch- land könne lediglich aus seinem Aussuhrüberschutz bezahlen. Dazu sei notwendig, daß„die ganze Welt Vertrauen in die Tat- fache hat, daß zwischen Deutschland und Frankreich ein wahrer, ernsthafter Friede herrscht". Deutschland und Frankreich hätten daher im gemeinsamen Interesse keine andere Wahl, als den Weg von Locarnn fortzusetzen. Ein Niesengeschäst in �lbePnien. Englisches gegen amerikanisches Kapital. London. 3. November.(Amtlich.) Die Meldungen aus Amerika, wonach eine amerikanische Gesell- ichast die Konzession zum Bau eines Staudammes am Tsana- See 4l Abessinten erhalten habe, findet in gutunterrichteten Londoner Kreisen wonig Glauben. Man glaubt in diesen Kreisen nicht, daß ein solches Abkommen mit Kenntnis der abesfinische» Regierung getroisen worden sein kann, da Kaiser Menelik II. gemäß dem mit Ihm im Jahre 1902 abgeschlossenen Vertrag seine Zustimmung dazu gab, keine Arbeiten am Blauen Nil, Tsana-Se« oder Sobch-Fluh porzumhnien oder zu gestasten, durch die ihre Gewässer verhindert werden, in den Nil zu fließen, es sei denn» daß die englische R e- g i e r u n g und die Regierung des Sudan ihre Einwilligung zu solchen Arbeiten geben. Die obessmische Regierung ist wegen eines Planes, wie er in den Meldungen ans Amerika erwähnt wird, n i cht gn die englische Regierung herangetreten. Großbritannien mit seinen bestnber» starke» Interessen in Aegypten und st» Sudan hat sich»tele Jahr« bemüht,»an allen benachbarten Mächten das feierliche Lax« Anklage hepöebranö zurückgenommen. Der Staatsanwalt kann sie nicht aufrechterhalte». Am Schlüsse seines einstimdigen Pladopers, in welchem der Anklagevertreter alle Punkte zusammen- gefaßt hatte, die zugunsten, aber auch zuungunste« des Angellagteu sprechen, erklärte Oberstaatsanwalt Dr. Möller: „Es ist ein fundamentaler Grundsatz des Rechts, im Falle eises Zweifels für den Angeklagten ein- zutreten. Ich kann deshalb die Anklage nicht mehr aufrechterhalte n." Ausführlicher Bericht über den letzten Verhandlungs- tag auf der dritten Seite dieses Blattes. sprechen zu erhallen, daß sie jedes Vorgehen vermeiden, durch das die Wassermenge im Nil und in seinen Zuflüssen vermindert wird, da sie einen lebenswichtigen Faktor für die gedeihliche Ent- wicklung Aegyptens und des Sudans bildet. /Imerika verhandelt trotzdem. Berichte aus Zlmerika lassen erkennen, daß die V e r h a n d- lungen zwischen amerikanischen Firmen und der abessinischen Re- gierung Tatsache sind. Staatssekretär Kellogg ist nach einer Meldung der„Times" von den Plänen informiert. Die ameri- konisch«. R�stnmg beabsichtigt, unter allen Umständen ein« diplo- matische Vertretung in Abis Abeba zu schaffen. Ein Kolomalprogramm für üie ganze Welt. faschistischer Propagandafeldzug. Rom. 5. November. Das Solonialmimslerium gibk eine neue Monaksschrisk heraus „Olle Mare". die eine intensive Propaganda für kolonial, und Miitelmeerfrageu zur Aufgabe hat. Bekannte Parlamentarier. Publi- zisteu und Wirtschaftler hoben ihre Mitarbeit zugesagt. Die erste Rummer wird Artikel über die Rolwendigkeit eines kolonial. Heeres, die Revision der Mandate und das italienische Vorrecht über das syrische Mandat Frankreichs und über das englischchentsch« Abkommen oo» 1913 zur Teilung von Portu» glesisch.ZlsrSa eatjcMm. Der kommunalstes in England. Die Arbeiterpartei auf dem Vormarsch. E. W. London. 5. November. Die Arbeiterpartei hatte sich bei den Kommunalwahlen des Jahres 1924 nur 20 Sitze neu erobert, im Jahre 1923 47, im Jahre 1926 146 und bei den Novemberwahlen dieses Jahres 124. Mit Ausnahme des vorigen Jahres stellen die Gewinne den größten Erfolg dar, den die Arbeiterpartei je- mals im Kampf um die Eroberung der kommunalen Paria- mente erzielt hat. Im Gegensatz zur Arbeiterpartei haben die bürgerlichen Parteien, Gruppen und lokalen Wahl- koalitionen schwere Niederlagen erlitten. Die Verluste der Konservativen verhalten sich zu ihren Siegen wie zehn zu eins, die Verluste der Liberalen zu ihren Gewinnen wie drei zu eins. Auch die sogenannten Unabhängigen Kandidaten haben schlecht abgeschnitten, hier stehen 17 neugewonnenen Sitzen 26 verlorene gegenüber. Die Arbeiterpartei geht auf der ganzen Linie als Sieger hervor. In seinen unmittelbaren praktischen Fol- gen wird man allerdings angesichts der Tatsache, daß jeweils nur ein Drittel der Sitze in den kommunalen Par- lamenten neu gewählt wurde, und angesichts der ungeheuren Anzahl der zur Wahl stehenden Kandidaten, den Sieg nicht überschätzen dürfen. Trotz der gewaltigen Erfolge der letzten beiden Jahre besitzt die Arbeiterpartei, auch nach den Wahlen vom 1. November, erst in 15 Städten und Gemeinden Groß- britanniens kommunale Mehrheiten, und besonders' die Verhältnisse in der inneren Stadt London— wo allerdings am 1. November nicht gewählt wurde— sind vom sozialistischen Standpunkt aus noch als recht unerfreulich zu bezeichnen. Zu diesen 15 kommunalen Parlamenten, in denen die Arbeiterpartei die Mehrheit besitzt, kommen freilich noch eine Reihe, z. T. hochbedeutsamer Städte wie Manchester, Birmingham, Bristol, Eardiff, hinzu, wo die Arbeiterpartei immerhin eine so bedeutsame Minorität darstellt, daß nicht einfach über ihre Vertreter hinweg regiert werden kann. Alles in allem genommen dürfte trotz der großartigen Fort- schritte der Einfluß der Arbeiterpartei in den kommunalen Körperschaften noch immer bedeutend geringer sein als etwa in Deutschland, den skandinavischen Ländern und Oesterreich. So wichtig die einzelnen praktischen Erfolge und Fort- schritte sein mögen— die wirkliche Bedeutung des Sieges vom 1. November liegt auf der moralischen Ebene: es ist ein Sieg über Verleumdungen, Entstellungen und ein Sieg des sozialistischen Gedankens. Seit Monaten hatten die Hauptquartiere der beiden großen bürgerlichen Parteien, hatten die lokalen konservativen und liberalen Partei- organisationen und ihre Anhängsel, die„Gemäßigten", die „Unabhängigen", die„Bürgerpartei" und wie die bürger- lichen neutralen Organisationen alle heißen mögen, einen beispiellosen moralischen Verleumdungs- feldzug gegen die sozialistische Konimunal- Politik geführt. Es wurde ihnen Erhöhung der lokalen Abgaben und Steuern, im Gefolge finanzpolitische Extravaganz, administrative Unfähigkeit, Feindseligkeit gegenüber dem privaten Unternehmer, unwirtschaftliche Vergebung von Kontrakten usw. vorgeworfen, Vorwürfe, wie sie in sämt- lichen Ländern, in denen die Sozialisten um die lokale Macht ringen, gegen die Vertreter der Arbeiterschaft erhoben werden.\ Die Arbeiterpartei vermochte an der Hand von Statistiken und Aufstellungen diese Vorwürfe nicht nur zu widerleget, sie konnte außerdem an einer Anzahl von Bei- spielen nachweisen, daß die existierende sozialistische Mehrheit in Städten und Gemeinden zu einer Herabsetzung der lokalen Abgaben, daß die Eigenproduktion kommunaler Natur dort, wo sie von einer sozialistischen Mehrheit verwirklicht worden sei, zu einer Verringerung, nicht Erhöhung der Ausgaben, zu einer Ausschaltung von Zwischengewinnen und privaten Unternehmergewinnen. geführt habe. Aber die Arbeiter- parte! ist noch weiter gegangen. Sie hat den Kampf offen im Zeichen des kommunalen Sozialismus geführt: Weitest- gehende Ersetzung der nach außen zu vergebenden Kontrakt- arbeit durch kommunale Eigenproduktion, kommunale Be- wirtschaftung der Milch- und Kohlenversorgung, möglichste Entziehung aller lebensnotwendigen Dienste aus privater Hand und Ueberführung in gemeinnützige Bewi-rtschafwng. Der demagogischen Sparparole der bürgerlichen Kandidaten setzte die Arbeiterpartei das Prinzip der sozialen Pflicht und sozialen Dienstleistung der Gemeinde gegenüber. Privat- kapitalistisches und gemeinwirtschaftliches Denken standen sich also hier in Großbritannien genau so und mit denselben Argumenten wie bei den kommunalen Wahlen in Berlin und Paris gegenüber. Nur noch um einen Grad schroffer und unvereinbarer, da die bürgerlichen Parteien des Kon- tinents bei lokalen Wahlen kommunalsozialistische Gedanken- gänge in ihre privatkapitalistischen Argumente zu mischen pflegen, während ein Teil englischer Kommunalpolitiker konservativer Ueberzeugung noch heute das Prinzip kom- munaler Gas- und Elektrizitätsversorgung und kommunaler Verkehrsbewirtschaftung als rötesten Bolschewismus zu be- trachten scheint und besonders die Vergebung aller kommunalen Arbeiten an private Unternehmer und Firmen für'eine gottgewollte Selbswerständlichkeit häst. Die große moralische Bedeutung der kommunalen Siege der Arbeiter- partei liegt in dem völligen Versagen der Versuche der bürgerlichen Parteien, den Kommunalsozialiswus als ein bolschewistiiche» Schreckgaspenst hin- zustellen. Unter diesen Umständen ist die Wirkung der Wahl auf die Liberalen, die ganz im Fahrwasier der Konservativen schwammen und in ihren Wahlparolen dort, wo sie über- Haupt selbständig auftraten, von den Konservativen kaum zu unterscheiden waren, im höchsten Maße interessant. Wie die Wahlkommentare der großen liberalen Blätter beweisen, schreiben sie ihre Niederlagen in weitem Maße geradezu diesem restlosen Eigschwenten in die antisozialistische Ein» heitsfront zu und empfehlen, in Zukunft jenen Tropfen kommunalsozialistischen Oeles, das sich in der kommunalen Praxis so bewährt hat, auch offen einzugestehen. Sie stellen mit schöner Einstimmigkeit das"Scheitern der Methode der bürgerlichen Einheitsfront, der völligen Verwischung konservativer und liberaler Politik im Kampf um die lokalen Parlamente fest und betonen die Notwendigkeit einer von„Kraft und Unternehmungslust ge- tragenen lokalen Verwaltung". Nichts kann den moralischen Sieg der 2lrbeiterpartei besser veranschaulichen als solche späte, zu späte Erkenntnis. Kein Zweifel: Die Nation ist des Konservativismus müde und wartet nur auf den Augenblick, Baldwin die Quittung für seine Regierungskunst zu überreichen. die beleidigte Reichswehr. Der Erbprinz als Stein des Anstoßes. Die Reichswehr klagt wieder einmal. Im Mai dieses Jahres ging eine Meldung durch die Blätter, wonach der Erbprinz Jo h a n n Leopold von Eachsen-Coburg-Gotha in die Reichswehr in Donaueschingen eingestellt werden sollte, und zwar unter einem P s e u d o» y m, weil der vor Monaten erfolgt« Versuch, den Prin- zen in das in Meiningen stationierte Schwesterbataillon einzustellen. mißlungen sei. Diese Meldung wurde auch von unserem Parteiblatt in E i n g e n, dem„V o l t s w i l l e n", gebracht: sie hatte ihre Quelle i» einer Meldung des„Berliner Tageblatts". Während ober das Reichswehrministerium sich in Berlin mit einer Berichtigung be- gniigte, fühlte sich der Reichswehr-Kommandeur in Donaueschingen durch diese Notiz beleidigt und veranlaßt« den Staatsanwalt, die Ofsizialklage gegen den politischen Redakteur des„Voltswillen" zu erheben, die nächstens vor dem Schwurgericht zur Verhandlung kommen wird. Worüber die Reichswehr sich beleidigt fühlt, ist schwer erfind- lich. Vielleicht darüber, daß, wie es in der betreffenden Notiz hieß, der Chef der Heeresleitung, General Heye,„von der sauberen Angelegenheit Wind bekam und sich eine derartige Lösung auf das Entschiedenste ver- bat"? Die Meldung richtete sich offensichtlich gegen den ehemaligen Herzog von Coburg und seinen Sohn, die die Einstellung in die Reichswehr auf diese Art und Welse betrieben haben solle». Dieser „Herzog" ist der berüchtigte Regimentskommandeur der Ehrhardtbrigade und der Stahlhclmcr: sein reichswehr- freudiger Sprößling ist ebenfalls Mitglied des Bundes Wiking. Er bat als Wikingmann den durch den Wikingprozeß bekanntgewordenen Treueid aus die schwarzweißrote Kriegssahne ge- schmoren, und im Bunde selbst sich durch einen Landfriedens- bruchvrozcß, verbunden mit wüsten Ausschreitungen, Körper- verlezzungeii. Diebstählen usw. ausgezeichnet. Als unser Coburger Parteibiatt seinerzeit eine ähnliche Nachricht über die Einstellung»- Vorgänge brachte, wagte der frühere Herzog keinerlei Berichtigungen. Aber der Reichswehrkommondeur von Donaueschingen erhebt jetzt Anklage und stellt sich damit schützend vor den angegrisfenen Herzog. Begreift man da»? Oder sollte neuerdings in der Reichswehr auch nur der Gedanke an derartige Beziehungen zu monarchistischen Kreisen als Beleidigung empfunden werden? Dann allerdings wäre diese Klage von geradezu epochemachender Bedeutung. Wir wollen es einmal abwarten. 150S Nart vom tzimmel gefallen! Gedächtnisschwäche der OL-Leute. Die dunklen Angelegenheiten des völkischen Verteidigers Rechtsanwalt Dr. S a ck(nicht Sachs, wie im Morgenblatt zu lesen war) beschäftigten auch in der heutigen Vormittagssitzung den Femeausschuß des Landtages. Rechtsanwalt Sack hatte bekanntlich ausgesagt, daß„ein schlichter Mann aus dem Kameradenkreise" der Angeklagten ihn um die Verteidigung der noch nicht verteidigten Angeklagten Stein, Aschenkamp und Schirrmann ersucht und ihm aus Sammlungen der Kameraden das Geld überbracht hätte, das es Herrn Sack ermöglichte, den von ihm angenommenen Substituten, den Rechtsanwälten Bloch, Redkowski und Grünwald je 500 M., insgesamt also 1500 M. Vert'cidigorhonorar zu zahlen. Mit einiger Mühe hatte der Ausschuß festgestellt, daß dieser„schlichte Mann" der bereits vom Rathenau-Prozeß her bekannte mit- angeklagte Fähnrich M c d c r war. Dieser wurde nun heute vornomlncn. Er gibt zu, bei Rechts- anmalt Sack gewesen zu sein und ihn um die Verteidigung der Mit- angeklagten ersucht zu haben. Aber von dem G e l d e und seiner Herkunft will Herr Mcdcr nicht das mindeste wissen. Er be- streitet auch ganz und gar, daß er etwa das Geld überbracht oder gesammelt habe, ebenso bestreitet er, daß in der bekannten v ö l- kischen Familie v. Kuhnheim Geld für die Angeklagten gesammelt worden sei. Der Ursprung des Geldes bleibt also rätsel- hast, es ist anscheinend vom Himmel gefallen! Im übrigen macht der Zeuge Meder, der Mitglied der OC. und später des Wiking gewesen ist, den typischen Eindruck dieser Leute: Seine Angaben sind durch fortwährende Gedächtnisschwäche gestört. Was er nicht aussagen will, daran erinnert er sich nicht. So hat er selbst vergessen, was er erst vor zwei Tagen in der Zeitung über das Honorar gelesen hat! Seltsam, seltsam!, Ein Versuch, den Rechtsanwalt Sack sofort herbeizuzitieren, war vergeblich. Der Ausschuß beschloß. Sack noch einmal zu laden und ihn dem Fähnrich Meder gegenüberzustellen. Der bisherige votschaftsrat von Priltwih und Gassron ist nun- mehr zum Botschafter in Washington ernannt und bereits vom Reichspräsidenten in dieser Eigenschaft empfangen worden. Unsoziale Geldstrafen. Sozialdemokratische Kritik im StrafrechtsauSschuß. Der Strafgesetzausschuß des Reichstags setzte heute die Beratung über die Geldstrafe fort. Aus Ansrage des Genossen Rosenseld teilt Ministerialrat Schäfer für Preußen mit. daß im Jahre I9Z« 478 Geldstrafen sich zwischen einer Mark und 40 000 M. bewegten und daß 122 Geldstrafen auf eine höher« Geldstrafe als 10 000 M. lauteten, fj 38 des Entwurfs, nach welchem die Höhe der Geldstrafe bei Gewinnsucht des Verurteilten in das Ermessen des Richters gestellt wird, wird angenommen. Zu beantragt die sozialdemokratische Fraktion, daß im Falle der Nichleintreibdarkeit einer Geldstras« aus eine Ersatzsrei- hcitsstrase verzichtet werden könne. Genosse Roseirdeld begründet den Antrag mit dem Hinweis daraus, daß ein« Geldstrafe einen An- gehörigen der besitzenden Klasse kaum tresse, um so schwerer aber einen Angehörigen der unbemittelten Klasse. Deshalb bedeute es ein Unrecht gegenüber der llrbeilerschask, wenn bei der Geldstrafe der Besitzende nur ins Portemonnaie zu greifen brauche, ohne es weiier zu beeinträchtigen, ein Arbeiter aber ins Gefängnis müsse. Die Regierung habe doch bei der Beratung der Geldstrafe in Aussicht gestellt, die Möglichkeit zu schassen, daß jemand, der eine Geldstrafe nicht zahlen könne, sie durch Arbeit abarbeite. Warum werde das nich? auch jetzt vorgeschlagen. Ministerialrat Schäfer widerspricht dem sozialdemokratischen Antrag, indem er daraus hinweist, daß, wenn an die Stelle einer nicht beitreibbaren Geldstrafe auch nicht mehr Freiheitsstrafe tseten sollte, von einem Strafen überhaupt nicht mehr die Rede sein könne. Ministerialdirektor Rumke teilt mit, lwß die früheren Versuche, Geldstrafe durch Beschäftigung abarbeiten zu lassen, daran ge- scheitert seien, daß weder das Reichsarbeitsministerium noch die Gewerkschaften sich dafür ausgesprochen hätten. Gerade die letzteren haben eine unüberwindliche Abneigung gegen eine Art u n- lauterer-Konkurrenz gegen die freie Arbeit gezeigt. Wenn nach dem sozialdemokratischen Antrag eine Strase überhaupt nicht eintreten solle, wenn Geldstrafe nicht gezahlt werden könne, sei zu befürchten, daß die Neigung, aus Geldstrafen ztk erkennen. geschwiK werde. Abg. Barth(Dnat.) kritisierte die Gewerckjchastcn. die sich recht engherzig gezeigt hätten. Die Sozialdemokraten wollten anscheinend überhaupt kein Strafrecht mehr. Ministerialrat Schäfer teilt für Preußen imt. daß gerade wegen der Bedenken der Gcwerkschaste» die Abarbeitung einer Geldstro,-- durch Arbeit nicht weiter erfolqt sei. Die Gewerkschaften fürchteten Ueberschreitung des Achtstundciitaqce und die Verrichtung von Sonn. togsarbeit. In Preußen seien im Jahre 1926 von 248 000 verhäng. ten Geldstrafen 178 000 bezahlt worden. Und nur an Stelle vo» 24 000 Geldstrafen sei Freiheitsstrafe getreten.'■ Genosse Rosenseld bedauert, daß � 1, Zahlen immer nur siir Preuße« � gegeben würden. Es sei erstaunlich, daß die anderen Länder sich s� wenig bei den Beratungen beteiligten. Es müsse stch ein Weg finden lassen, bei dem unter Berücksichtigung der berechtigten Wunsche der Gewerkschosten in bezug aus Achtstundentag und Sonntagsorbeit doch auch der richtige Grundgedanke verwirklicht werden könne, der in der Forderung stecke, Geldstrafe durch Arbeit abarbeiten zu lassen. Abg. Wunderlich(Bp.) erkannte an. daß die Geldstrafe w der Tat sehr verschieden den Armen und Reiche« drücke. Man soll die Sache beim Strasvollzugsgeseß zu regeln suchen, Ministerialrat Schäfer hebt noch hervor, daß die Gerichte vielleicht mehr auf Freiheitsstrase erkennen müßten, wenn im Falle dee Nichtzahlung einer Geldstrase die Strafe erlassen würde. Genosse Rosenseld erblickt in dieser Annahme ein« schwere Her. absetzung der Richter und fragt, ob die Sozialdemokraten die Richter gegen den Vorwurf, daß sie lieber auf Freiheitsstrase statt auf Geld, strafe erkennen würden, wenn im Falle der Nichtbeitreibbarkeit der Straferlaß eintreten würde, in Schutz nehmen sollten.(Heiterkeit.) Ministerialrat Schäfer meinte, es liege doch menschlich nahe. daß die Richter auf Freiheitsstrafe erkennen, wenn AngeNawe sagen, sie könnten nicht zahlen. Genosse Landsberg erklärte, daß mit den Gewerkschaften noch» mals gesprochen werden müsse. Die Gründe für das ablehnende Verhalten der Gewerkschaften kämen ihm nicht geklärt vor. und er hoffe, sie noch zu einer anderen Stellungnahm« bewegen zu können, Der sozialdemokratische Antrag wird bis zum Strafvollzugs, gesetz zurückgenommen und 8 39 angenommen, Rentnerhilfe in Mecklenburg. Fürsorge gegen die Not t»es Winters. Schwerin, S. November. Das Lintstabineti in Mecklenburg-Schwerin hat sich entschlasien, die infolge der Teuerung bestehende Not aller hilfsbedürf, tigen Kleinrentner und Sozialrentner zu lindern, Nach vorläufigem Ueberschlag wird für die erhöhte Hilfsmaßnahme, die für die Wintermonate durchzuführen ist, beabsichtigt, Mittel über 100 000 Reichsmark monatlich zur Verfügung zu stellen, die ans dem Haushaltsplan des Ministeriums, Abteilung für soziale Politik, entnommen werden. Gesandter öirk freigesprochen. Kein russischer Spion. Reval. 5. Nöoember. Der Prozeß gegen den früheren estländischen Gesandten in Moskau, Birk, hat mit dem Freisprach des Gesandten ge- endet. Er war der Spionage zugunsten Sowjetrußlands beschuldigt und hatte sich längere Zeit geweigert, aus Moskau nach Reval zurückzukehren, als er seines Posten» enthoben war. Reval, 5. November.(TU) Nach einer TU.-Meldung ist der estländische General st ab mit dem Urteil unzujrieden. Durch dos freisprechende Urteil wird die russische G P U. s ch w e r b e l a st e t. Es wird angenommen, daß der Leiter der GPU. für die baltischen Staaten Lugonowski und unter Umständen auch der russische Gesandte von ihrem Posten ab» berufen werden.- Herbstausstellung öer /ikaöemie. Aon Dr. Paul F. Schmidt. Voraus ist leider wieder zu bccherkeu, daß die Anordnung der 700 Nummern(wovon 650 graphische Blätter, Aquarelle, Hand- Zeichnungen) in der Akademie vom Teufel der Unordnung arrangiert zu sein scheint. Es ist ja allerhand, daß man die zwei großen Säle in der Mittelachse Käthe Kollwitz überlassen hat. Damit ist oder auch jede£)ri«>itierun&>niöglichkcit erschöpft, und in zehn Sälen überkugeln sich Namen, Farben, Formen in totaler Zusammenhang. losigkeit. Warum 150 Künstler nicht nach sachlichen Gesichispunktcn zujammen- und gegcnülieraestellt werden können, warum der Kata- log alphabetisch und die Säle chaotisch angefüllt werden und die 'Nerven der Betrachter auf äußerste Weise gepeinigt werden müssen, das ist schlechthin unerfindlich. Davon abgesehen, wird man eine große An.zahl vorzüglicher Arbeiten finden und ein hohes lltiveou der gegenwärtigen Zeichen- und Aquarelltuiist feststellen können. Sehr wesentlich trägt dazu die große, zwei Säle umfassende Kollektion von Zeichnungen und graphischen Blättern von Käthe Kollwitz bei, womit die 2li. In den meisten Zigorrenfabriken hat die Arbeiterichaft die oer- hängte Aussperrung mit sofortigem Streik beantwortet. In den hiesigen Betrieben streiken rund 1000 Arbeiter.--' Die Zufrieöenheit öer �verratenen". Tie„Opposition" schweigt. In der' Generalversammlung der Gemeinde- und Stoatsarbeiter am Freitag in den Sophiensälen gab zunächst der Bevollmächtigte, Genosse Polenske, den. Geschäftsbericht sür das 3. Quartal.. Er erinnerte kurz an die für die' gesamte Arbeiterschaft bedeut- somen Vorgänge in diesem Quartal, wie das Inkrafttreten des Ar- beitsgerichts- iind des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, die Juli- kämpfe in Wien, den internationalen Gemerkschostskongreß sowie an die Reichsbeirotsfgung des Verbandes und andere für die Mit- glieder wichtige Konsersnzen. Im Anschluß daran kam er dann auf die z w! s ch e n t o r! f- lichen Lohnbewegungen der Reichs- und Stagtsarbeiter und der Berliner Gemeindearbeiter zu iprechen. Die.Verhandlungen über eine zwischentorifliche Lohnzulag« für die Reichs- und Stoatsarbeiter haben bisher noch zu weiter keinem Re- suliot geführt, als daß man sich bereit erklärt hat, in einzelnen Städten die Ortslohnzuschläge zu erhöhen. Die Organisation kann sich mit einer solchen Regelung nicht einverstanden erklären und wird, wenn sich das Reich und die Länder nicht bereit finden sollten, all« Ortslohnzuschläge zu erhöhen, dazu übergehen müssen, sür sämtliche rund 800 Orte die Ortszuschlogsabkommen zu kündigen. Er kam dann auf die nunmehr abgeschlossen« zwischentarisliche Lohnbewegung der K ä m m e r« i a r b e> t e r zu sprechen und teilt« die Tatsachen mit, die wir bereits im„Vorwärts" veröffentlicht hoben. Da sich die Direktionen der Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke ebenfalls bereit erklärt haben. diese zwischentarifliche Lohnzulag« von 5 P f. proStunde zu zahlen, kann auch für diese Betriebe die Bewegung als abgeschlossen gelten. Man kann ohne Uebertreibung behaupten, daß dies« Bewegung g ü n st i g verlausen sei, wenn auch nicht die Wünsche der Arbeiter voll befriedigt wurden. Mit der Gas- betriebsgesellschaft und den Charlottenburger Wasserwerken, die reine Privatbetriebe sind, dürste es noch große Schwierigkeiten geben, sie gleichfalls zur Zahlung der Zulage zu bewegen. Genosse Polenste gab dann noch eine eingebende Darstellung über den Konflikt im Oelgaework Pintsch und teilte dann mit, dftß die' Filiale Berlin im 3.- Quartal 8'08 neu« Mitglieder gewonnen Habs und am Quartalsschluß insgesamt 29 432 Mitglieder zählte. Er sprach zum Schluß die Erwartung au», daß es infolge der rührigen Aoitotionstätigkeit der Funktionäre gelingen möge, die Berliner Filiale bis zum Jahresschluß auf 30 000 Mit- glieder zu bringen. Der vom Genossen A: e t e m ä n n erläuterte Kassen- bericht weist ein« Steigerung des Äassenbestandes im 3. Quartal oon 200 325 M. auf 230 284 M., aus, so daß das Lokalkassenver- mögen pro Mitglied jetzt 7B2 M. beträgt. Entgegen allen Erwartungen wurde in der Diskusiion von den Rednern der kommunistischen„Opposition" die Erörterung der zwischentartflichen Lohnregelung für die Berliner Gemeindeorbeiter gemieden wie das heiße Eisen Um sich überhaupt be- merkbar zu machen, versuchte man daran Kritik zu üben, daß Ge- nasse Polenske nicht genügend aus das— Arbeitsgerichts- und das Arbeitslosenverficherungsgefeß eingegangen sei und diese Gesetze als einen Fortschritt dar- gestellt Hobe, daß er nicht auf den Kern der Auseinander- fetzungen auf dem internationalen Gewerkichastskongreß eingegangen sei usw. Man mußte«den den Abend stillen durch Oppositions- reden, die keine waren und desavouierte die „Rote Fahne", die eine große Auseinandersetzung über die Bor- gäng« im Magistrot angekündigt hott«. Der Kassenbericht wurde von der Versammlung e i n st i m m i g genehmigt. Ebenfalls wurde die Filiolleitung einstimmig be- auftragt, den arbeitslosen Mitgliedern zu Weihnachten eine Extra Unterstützung auszuzahlen in eben der gleichen Höhe wie im Vorjahr«._ fiuf den tschechoslowakischen Sahnen. Erste Auswirkungen der passiven Resistenz. Prag. 3. November.(Privatmeldung.j Dos„Prager Tageblatt" meldet über den Kampf der Eisen- bahnen In der Nacht aus heute'wurde in den Bahnhöfen der Kohlenreviere und den wichtigsten Rangierbohnhöfen die„Arbeit streng nach den Dorschriften" begonnen. Der Personenverkehr ist hiervon vorläufig ausgenommen. Eine Verspätung in größerem Ausmaß wird von den Lastzügen gemeldet. Die Personenzüge k kommen teils richtig an. teils mit einer Verspätung bis zw | 30 Minuten, doch erwartet man die Auswirkung der Vorgänge erst in der Nacht.— Das Blatt nieldet weiter von meiner KuNdgebimg der Exekutive an die' Eisenbahner und an die Oesfentlichkeit, in welcher sich die Exekutive mit dem heutigen Tage s ü r p e r m a n e n t erklärt. Sie ist überzeugt, daß die Eisenbahnangestellken in der Abwehrbewegung mit derselben..Einheitlichkeit verharren, itsit.der sie begonnen haben, und dies so lange, bis sie von der Regierung annehmbare Angebote zur Verhandlung erhalten. Die Erektiiive appelliert zugleich an die breite Oesfentlichkeit. die Ver- kehrsschwierigkeiten, soweit sie eine Folge des den Eisenbohnern auf- gedrängten Kampfes sind, ruhig und ohne Voreingenommenheit zu beurteilen. Jtreikverschärfung in der Wuppertaler Textilindustrie. Elberfeld. 5. November.(Mtb.) Die Streikbewegung im Wuppertaler Textilgebiet hat sich im Laufe der vergangenen Nacht weiter ausgedehnt. Heute vormittag sind in Elberfeld-Bormen sämtliche Lüstrierer und Gummibandwirker in den Ausstand getreten. In Elberfeld wurde eine Reihe von Fabtiken vollkommen stillgelegt. Auch in der Umgebung von Elber- seid hol di« Streikbewegung weiter um sich gegriffen und rnmmt ständig an Umfang zu. Die Räumung der Betriebe ist bis letzt ohne Zwischenfälle oerlousen. Die sechs Tage im Sportpalast. Nur zwei Spitzenpaare.— Zanaga gibt auf! Nun hat das Feld die zweite Nacht hinter sich. Noch bevor der Zeiger die sechste Morgenstunde, den Beginn der Neutrali- satio'n anzeigte, gab es nach Mitternacht eine I a g d, die die Spitzen- gruppe um ein Paar verringerte. L i n a r i ist der Entsesseler, als deren Ergebnis später bekannt wird: Dewolf-van Kempen, Tietz-Thollembeck.Bauer-Cha�rlier und E h m e r- Kroschel haben das gesamte Feld überrundet. Bauich-Hürtgen sind somit aus der Spitzengruppe verdrängt. T i e tz- Thollembcek führen nun das Feld vor Ehmer-Kroschel. �Der irgendwann gestürzte Zanaga gibt das Rennen auf! S-ein Partner L i n a r! fährt als Ersatzmann weiter. die 2 Uhr-Nachtwertung. bracht« in den zehn Spurts folgende Ergebnisse: 1. Spurt: 1. Aerts, 2. Dcwolf, 3. Charlier, 4. Lacquehay. 2. Spurt: 1. D u v i v i e r, 2. Tonani, 3. Bauer, 4. Kühl. 3.«purt: 1. Aerts. 2. Dewolf. 3. Charlier, 4. Knappe. 4. Spurt: 1. Tonani. 2 Behrendt, 3. Bauer. 4. Duvivier. 5. Spurt: 1. Charlier, 2. Tonani. 3. Junge, 4. Tholl-mcheek. 6. Spurt: 1. Knappe. 2. Wambst. 3. Rausch. 4. Buschenhagen. 7. Spurt: 1. van Kempen. 2. Aert-, 3. Kühl. 4. Junge. 8. Spurt: 1. Duvivier. 2. Kroll. 3. Knappe. 4. Behrendt. 9. Spurt: 1. van Kempen, 2. Kühl. 3. Äerts, 4. Lacquehay. 10. Spurt: 1. Kroschel, 2. Kroll, 3. Dum- vier, 4. Tietz. Stand des Rennens: 1. Tietz-Thollembeek 63 Punkte, 2. Ehmer-Kroschel 62 Punkte. 1 R u n d e z u r ü ck: 3. van Kcmpen-Dewols 52 Punkte, 4. Rausch-Hürtgen 17 Punkte. 2 Runden zurück: 5. Bauer- Charlier«2 Punkte. 6. Knappe-Ionani 53 Punkte, 7. Iunge-Behrendt 31 Punkt«, 8. Kroll-Miethe 30 Punkte. 3 Runden zurück: 9 Aerts-Duvivter 47 Punkte, 10. Dorn-Nickel 42 Punkte, 11. Koch-Buschenhagen 29 Punkte, 12. Wombst-Lacquehay 9 Punkte. 4 Runden zurück: 13. Kühl-Wette 13' Punkte. .— Theater See Woche. yo« a. Nvoember bis 14. November'1927. Vntfrbih»«. Tbe-Nr am»Slawolat: Pker Sunt.— Tb»at«k am S-k>>N- ba»«rdamm: k. bis 11.(bcorat Tanbiii. Der g-mMlich« Jtommtifär. Ab Ii. Schiabrr dos Ruhms. iEin« PctnaNnkamSdis.)— rballa-rlnat.i! rote Hahn.~ Dptt am Plah b«r Ziepilbtik: K. Tt. Faust. 7. Der iliciciiic Ho!. läntiet. 8. H-nufa. 9. Die Macht des Schichfals. 10. und Ii. Seschiosien. tt. Srstr, Sinfonietxnsert. 13. Der Rosenkavaller. 14. Boris Gudonsw.— StäfetifAx Coet: 6. Lobengrin. 7. Di« lustigen Weiber»on Kinbi'ar. 8. Cor. wen. 9. und 13. Bedras und MeUsande. 10. Da» Sliickchen des Sremiten. It. Ion n» spielt auf. 12. Aids. 14. Orpheus und Surpdicke.— Schauipiel- ha»« 6., 7.. 9. und 14. Die Wupper. 8. Maß für Maß. 10. Wallen st-ins ZÖd. U. Nathan der Weise. 12. und 13. Peer Eu»t.— Schiller Zheatee: 6.. 7.,». und 14. Fünf von der Jazzband. 8. H-rode« und Marianme. 10. Brinz Friedrich von Homburg, it., 12. und 13. Web dem der lügt.— Deuliche» Theater: Dprathea Angermann.— Nammeeipicie: Mana.— Die ftarnibU; Zinsen. Täglich Nachtvorstellungen: Die Lichter von Berlin.~ Piecaiar. Bühne: Bis 8. Hovvla. wir lebe»! 0. Geschlossen. Ab 10. Nasnutin, die Boinanows. der Krieg und das Boll, das gegen sie aufstand.— Theater in der Käniggräßer Straße:' Gustav III.— ftamidienhana: Holuspotus.— Gevßes schauipiethaue: Der Milado.— Thealer de« Sestena: Eine Frau von Format. — fthmitch« Oper: Alles Nackt.— Deutsckea Künstler. Theater: Justiz.— Lust- snielhana: Bis 8. Filmrvmantik. 9. Geschlossene Borstellung. Ab 10. Zimmer Nr. 13.— Lesfing-Theatee: Schinderhannes.— Theater am Kurfürst« ndawm: Die Hose. 12. Nachtvorstellung: Das bist Dn.— Trianan-Theater: Frau Präsidentin.— Nestdenz. Theater: Herrnseld-Gastspiel: Wer ist der Vater,— Theater in der Kammandantenstraß«: Schön seh'n wir aus.— Metexpol-Theater: Paganini._ Berliner Theater: Der Geister, ug.— Neu«, Theater am Zoo: Die Kotelratte.— Di« Tribüne: Spiel im Schloß.— Neuaissanee-Th enter: Giovanni und Annabella.— Walhalla. Theater: Am Rüdesheimer Schloß steht eine Linde.— Rase-Theatee: Charlcn» Tante.—»astno Theate«: Die Boula vom Metrovol.— Theater in her«lafterfteaße: B. Ioha»»esieuer. 7., 9.. 12. Der Herr Senator. 8.. 10., 13. Das ihr wollt. 11. Liebe.— Schlaßporl. Theater steglih: Gotparone.— Theater I» der Lützaipstraß«: Die Frau ohne Kuß.- Theater im«»mienlapalast: Wann und wo.—«i-tergarten:«ariete. - Seal«:(Brock und internationales Variete.— SI-Ichshallen.Theatee: strttiner Sänger.— Theater am Kattbuffer Tat: Elite, Sänger. Nxihmittaganeeanftaltnnge». Volksbühne. Theater am Bülamplatz: 8. Kabale und Liebe. 13. Ein Sannnernachtstraum.— Theater am Schiitbauerdamm: 6.,>3. George Danhin. Der gemütliche Kommissär.— Schnnloielhaui: 13., Uli Uhr.«riemhild.— Deutsch«, Künstler-Theater: 12. und 13. Marionettenspiet.— Theater am Kurfürftruhamm: 9.. 10., N. Hans im Glück.—»eslhruz.Theater: tz. RotkSppchan und der Wolf.— Theater i» der Kpmmaubauteuftraße: 13. Die javanische Puppe.— Necaiflaaee. Theater: 13. Giovanni unb Annobclla.— Walhalla-Theater: tz, 0. Der gestieseUe Kater.—«ale-Theater: 12. Dornröschen. 13., 2>4 Uhr: Plant-Voriräge: tz llbr: Dornröscher— Theater i» der Klastrrstraße: 8., 9. Roitäpvchrn. 12., 13. Schneewittchen. Verantwortlich für Politik: Dr. Eurt Geyer: Wirtschast: S. Atiugeihäler; Sewerlschafisbeweguiigr J.«trtper! Feuilleton:«. s. Däicker: Lokales un» Sonstiges: Fritz Karstadt: Anzeigen: Th. Glocke; sämtlich in Berlin ? erlag: Borwärts-B-rlag S. m. d. H.. Berlin. Druck: Borwärts-Buchdruckeret BerlagsanstaU Paul Singer a Eo. Berlin SW«8. Lindenstraß« 3. und Konsum-Werbeschau im Berliner Gewerkschaftshaus Sonntag, den 6. und Montag, den 7. November, letzte Ausstellungstage g Am Sonntag beginnen die Modevorführungen bereits um 2 Uhr nachmittags 1 f» BIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIin'IIIIIUIIIIIIIWII ffllüllllllllllllllll.lllll'llllllllHlll.liöl' «WWW Miiiinniiiitiiiuiiniiiiuiiimn MASS AxzOge, Paletots, M&ntel aus I, deutschen u- engl. Stoffen ven 123— an, unter Garantie für tadelloserr SiW und Verarbeitung Aut Wunsch Zihiuagserlelcbterunx MODENHAUS MÜLLER STR. 141 U-Babn Seestralle Bevor SieTapeten kaufen! müssen Sie die Ausstellung der Tapeten- Sprxlalflrma Tapeten-Stahlke Undewer Straft« S im PinghahnfMigen am Ausgang Bahnhof Wedding. Unter grundbahn- Station Wedding gesehen haben. W» 4 Schaufenster Uditbeetiadige Tapeten mit billigen Eagieapietoe» Cberzengpa. TRAURINGE I Rint Dukatengold(900 gest.» i Reklamepreis von.... Mk. 18.— liegen und modern.... Mk. 22.— Mk. 28.- 5 I Ges. gescM« SvNllSIM Mszs, Mlli WWWWW Stiodlg ce. 4000 togcalose Traoriag« ooi l-agu. 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