Abendausgabe Nr. 541 B 268 44. Jahrgang Böchentlich 70 Pfennig, monatlich 3, Reichsmart, voraus zahlbar. Unter Streifband im In- und Ausland 5,50 Reichsmark pro Monat. Der Bormärts" mit der illuftrierten Gonntagsbeilage, Boll und Zeit" fowie den Beilagen Unterhaltung und Wissen"," Aus der Filmwelt". Stadtbeilage"," Frauenstimme", " Der Kinderfreund"," Jugend- Bormärts", Blid in die Büchermelt", Kulturarbeit“ und „ Technit" erfcheint wochentäglich zweimal, Gonntags und Montags einmal. Vorwärts Berliner Bolksblatt Dienstag 15. November 1927 10 Pfennig Die sinipa tige Nonpareillezeite 80 Pfennig. Retlamezeile 5.- Reichs mart. ,, Kleine Anzeigen" bas fetigebrudte Wort 25 Brennig( zulässig gwe fettgedructe Borte) jedes weitere Bort 12 Pfennig. Stellengesuche das erite Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Biennig. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen ür Abonnentenzeile 40Pfennig. Anzeigenannahme im Hauptgeschäft Linden ftraße 3. wochentägl von 8 bis 17 Uhr. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297. Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Bostichedkonto: Berlin 37 536. Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depositentasse Lindenstr. 3 Bürgerblockangst vor dem Reichstag. Er wollte den Reichstagsbeginn hinausschieben! Gegen den Widerstand der Sozialdemokratie hatte der Bürger. Der Mieterschutz in Gefahr! blod im Oktober beschlossen, daß der Reichstag erst am Der Befitbürgerblock will Länder und Opposition vergewaltigen.- Erfolgreiche fozialdemokratische Abwehr. 22. November zusammentreten sollte. Er wollte damit die glatte Erledigung des Reichsschulgesetes und der Borlage über die Beamten besoldung sichern. Die Einladungen für Im Wohnungsausschuß des Reichstags, der seit| test der Sozialdemokraten wurden dann die Berhandlungen um eine die Sitzung am 22. November sollten heute zum Versand kommen, einer Woche die Borlage der Reichsregierung über den Abbau des als plöhlich der deutschnationale Graf Westarp eine weitere BerMieterschutzes berät, ist am Dienstag vormittag ein Konflitt austagung des Reichslags bis zum 29. november verlangte, da der gebrochen. Er läßt die gespannte Situation erkennen und bie Bürgerblock bisher mit seinen internen Beratungen über Schwere der Auseinandersetzung zwischen der Sozialdemo Besoldungsvorlage und Reichsschulgefeß nicht fertig getratie, der Freundin des Mieterschutes, und dem Rechtsblod, worden sei. Infolge dessen fand heute mittag um 1 Uhr eine dem Feind des Mieterschutzes. Sigung des Welteftenausschusses statt. Präsident Löbe gab von der Anregung des Grafen Bestarp Stenntnis, wies aber zugleich darauf hin, daß es den Reichstag an michtigem Beratungsmaterial nicht fehle. Unter anderem sei zu be raten der deutsch französische Handelsvertrag, die Borlage über den endgültigen Reichswirtschaftsrat, das Branntmeinmonopolgefeß, des Strafvollzugs Strafvollzugs gefeges, des Bereinsgefeßes und der Bericht über die Ruhrentschädigung. Man müsse auch daran denken, den Eindruck in der Oeffentlichkeit zu vermeiden, als ob der Reichstag überhaupt nicht mehr zur Beratung tomme. Die Redner der Regierungsparteien, Graf Westarp( Dntl.), Guérard( 3tr.) und Scholz( D. Bp.), begründeten das Verlangen nach weiterer Vertagung mit der Notwendigkeit, den Aus= schüssen Zeit zu ruhiger Arbeit zu lassen. Der Anlaß ist folgender: Die Vorlage der Reichsregierung ist bereits im Reichsrat auf entschiedenen Widerstand der Länder gestoßen. Sie halten den Abbau bes Mieterschußes für verfrüht und befämpfen ihn. In den bisherigen Berhandlungen des Ausschusses aber hatten bie Ländervertreter teine Möglichkeit, sich zu äußern, um ihren ablehnenden Standpunkt zu begründen Sie äußern, um ihren ablehnenden Standpunkt zu begründen. Sie wollten das in den nächsten Tagen tun. Außerdem war von dem Reichsjustizminister Dr. Hergt in der vergangenen Woche auf Berlangen der Sozialdemokraten ausführliches Material in Ausficht gestellt worden, aus dem die Wirkungen des Abbaues des Mieterschutzes vom Jahre 1926 zu ersehen sind. Aber auch dieses Ver: sprechen will die Reichsregierung anscheinend nicht erfüllen, das Material ist bisher nicht vorgelegt worden. Aus beiden Gründen beantragten die sozialdemokratischen Mitglieder des Ausschusses Bertagung der Beratung über den§ 1 des Gefeßentwurfs in einen einzigen Tag. Lediglich fachliche, Demgegenüber wies Genosse Dr. Breitscheid darauf hin, daß Gründe leiteten sie dabei, wie von allen Seiten anerkannt werden dieser Gesichtspuntt nicht entscheidend sein fönne. Aehnlich argumentierte Abg. Torgler( Komm.). Abg. Leicht ( Bayer. Bp.) machte angefidyts des Widerstandes der Sozialdemo fraten und der Kommunisten den Vorschlag, am 22. November als den Beginn der Reichstagsarbeit festzuhalten. Graf Weftarp 30g daraufhin seinen Vorschlag zurüd. ㄓ Die Angst des Bürgerblocks vor dem Reichstag wächst im felben Berhältnis wie feine Angst vor den kommenden Wahlen. Die politische Stellung des Bürgerblocks ist auf das schwerste erschüttert, innere Unsicherheit und schlechtes Gewissen lassen ihn die Auseinandersehung im Reichstag fcheuen. Auf die Frage: ,, wo ist euer Mandat vom Bolke" hat ber Bürgerblod feine Antwort! Greifen Siezu, Herr Reparationsagent! Eine Denunziation der Deutschnationalen. Reparationsagent Barter Gilbert hat dem Bürger blodfabinett über Sparsamteit in der Finanzpolitit eine empfindliche Vorlesung gehalten. Die Deutschnatio: nalen haben sie geschludt wie alles, was fie früher einmal als landesverräterisch und ehrenrührig verschrien haben. = Die Kreuz 3eitung" bringt es sogar fertig, den blamablen Umfall durch eine Denunziation zu frönen, die an Niebrigkeit ihresgleichen sucht. Sie hebt den Reparations agenten auf den Sozialetat des Reichshaushalts! Nach längeren Ausführungen an leitender Stelle heißt es da in auffälligem Drud: Deutschland hat affo feinen Sozialetat von 1261 Millionen Mart, die in einer Zeit wirtschaftlicher Blüte und staatlicher Unab hängigkeit ausgegeben wurden, auf rund 4½ Milliarden Mart gesteigert, welche im wesentlichen von der deutschen Wirtschaft aufzubringen sind zu einer Zeit, in der diese legtere außer mit diesen Ausgaben auch noch mit den Reparations. leistungen für unsere Kriegsgegner belastet ist. mußte. Trotzdem lehnte die Mehrheit diesen Antrag entgegen allen parlamentarischen Gepflogenheiten ab, dieselbe Mehrheit, die eine ganze Woche mit öden Reden gegen die Sozialdemokratie ausgefüllt hatte. Selbst das selbstverständliche Ver langen, diese Ablehnung des sozialdemokratischen Bertagungsantrages in das amtliche Protofoll aufzunehmen, wurde von der Mehrheit niedergeftimmt! Erst auf den erregien Brohalbe Stunde ausgefeht. Nach Wiederbeginn der Sigung gaben die fozialdemokratischen Mitglieder des Ausschusses folgende Erklä rung ab: ,, Die sozialdemokratischen Mitglieder des Wohnungsausschusses haben in der heutigen Vormittagsfihung die Ausjehung der Beratungen verlangt, weil in den bisherigen Verhandlungen weder die Länder. regierungen ihren ablehnenden Standpunkt zu der Vorlage der Reichsregierung barlegen konnten, noch das von der Reichsregierung für die jetzigen Verhandlungen versprochene außerordentlich wichtige Material über 1926 vorgelegt worden ist. die Auswirkungen der Lockerung des Mieterschutzes von Obwohl dieses Verlangen noch von zwei weiteren Parteien und dem Vorsitzenden des Ausschusses unterstützt worden ist, hat die Mehrheit entgegen allen varlamentarischen Gepflogenheiten die Aussehung der Ver handlungen um einen Tag brutal abgelehnt. Sie hat also eine sachliche Beratung der weittragenden Folgen der Lockerung des Mieterschutzes zu erschweren versucht und will sowohl den Vertretern der Länder als auch den Vertretern der mieterfreundlichen Parteien die Vertretung ihres Standpunktes unmöglich machen. Gegen dieses Verhalten erhebt die sozialdemokratische Fraktion den schärften Einspruch. Sie wird mit allen geschäftsordnungsmäßigen Mitteln dafür zu sorgen daß die Interessen der Mieter wissen, gegenüber dem Besinbürgerblock gewahrt werden." Die Sozialdemokraten beantragten gleichzeitig wieder den Abbruch der Berhandlungen und die Bertagung der Situng bis zum Donnerstag, den 17. November. Nach längerer Geschäftsordnungsdebatte, in der die Bertreter des Besißbürgerblods sich gegen die schweren sozialdemokratischen Antlagen zu verteidigen fudden, gaben sie schließlich flein bei und ftimmten der Vertagung zu. Trotti- Sinowjew ausgeschloffen. Noch vor dem Parteitag.- Der Sowjetgegnerschaft beschuldigt. Mostau, 15. November. Heute wurde ein Beschluß der 3entraltontrollfom mission und des Zentralfomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion veröffentlicht, monach Sta menem, Ratowsti, Smilga, Jewbotimom und Awdejem aus dem 3entralfomitee und Muralow, Batajew, Schtlomsti, Peterson, Solowjem und Lisdin aus der Zentralfontrolltommission ausgeschlossen werden. Ferner werden die Genannten DON leitenden Boften in der Partei und in den Sowjetorganen entfernt und gleichzeitig ebenso wie Radek, gewarnt, daß die Frage der Bereinbarkeit ihrer frattionellen Tätigkeit mit ihrem weiteren Berbleiben in den Reihen der Partei dem 15. Parteifongreß zur Prüfung unterbreitet werden wird. Trotki und Sinowjet werden dem Beschluß gemäß aus der Partei ausgeschlossen als Hauptführer der gesamten parteifeindlichen Tätigkeit, die offensichtlich in sowjetfeindliche Tätigkeit übergehe und die Diktatur des Proletariats untergrabe. Sie wollen die deutsche Wirtschaft für Reparationsleistungen frei machen? Greifen Sie zu, Herr Reparations- jew bie ihnen gestellte entschiebene Forderung, unverzüglich die agent, das offizielle Organ der deutschnationalen Regierungspartei gibt Ihnen die richtige Fährte: Die Groschen, die für partei gibt Ihnen die richtige Fährte: Die Groschen, die für den Schutz der Arbeiter und der Arbeitskraft angesetzt sind, stehen Ihnen zur Verfügung! Des Dantes der Deutsch nationalen Boltspartei sind Sie gewiß! Zusammentritt des Reparationsausschusses. Der neugebildete Reparationsausschuß tritt morgen unter dem Borsiz des Reichsfinanzministers Dr. Köhler zu seiner ersten Sigung zusammen. Dampferkatastrophe in Vorderindien. Küstendampfer gefunten.- 135 Personen ertrunten. Wie Neuter meldet, soll der Küstendampfer ,, utaran" bei einem Sturm, ungefähr 100 Kilometer von Bombay, gesunken sein. 135 Personen sollen ertrunten sein; nur sieben Mann hätten sich gerettet. Der Beschluß weist daraufhin, daß Trogti und Sinow und die Berlegung immerparteilicher Distuffion nach außerhalb der Organisierung illegaler parteifeindlicher Versammlungen einzustellen Partei aufzugeben, mit demonstrativem Verlassen der Sitzung des Bräsidiums der Zentralfontrollkommiffion beantwortet und nach einigen Stunden eine schriftliche Antwort vom 11. November ge sandt hätten, in der dem Wesen nach diese Forderung abgelehnt wurde. Ferner betont der Beschluß, daß, obwohl ben Oppofitionsführern in der vor dem Zusammentritt des Kongresses eröffneten Dis. fussion die volle Möglichkeit geboten war, sowohl in der Bresse als auch innerhalb der Parteiorganisation ihre Anschauungen zu verfechten, weber Troßfi noch Sinowjew es für nötig erachteten, hervorzutreten, sondern fortfuhren, illegale Bersammlun gen ohne Teilnahme von Vertretern der Partei zu veranstalten, fowie in öffentlichen Berjammlungen Reden gegen die Kommuniffische Partei der Sowjetunion und gegen die Sowjetmacht zu halten. Der Beschluß führt eine Reihe von Latsachen über die parteifeindliche Tätigkeit der Opposition an und erinnert u. a. baran, daß am zehnten Jahrestage der Oftoberrevolution die Oppositionsführer, I anstatt auf die gemeinsame Tribüne am Leninmausoleum zu kommen, um die Demonstranten zu begrüßen, versuchten, Straßenfundgebungen gegen die Partei zu organisieren. Ferner hätten sie parteifeind liche Flugblätter ausgeftreut und ausgehangen, an der Partei und der Sowjetmacht fremd gegenüberstehende Elemente appelliert, Räumlichkeiten befeßt, wobei sie den Sowjetkommandanten ablösten und eine bewaffnete Bache aufstellten, wodurch fie den Rahmen der Rechtsnormen der Sowjets überschritten hätten und offen zum Sprachrohr eines Regimes von der proletarischen Diktatur feindlich gegenüberstehenden Kräften geworden seien. Militärwerbung durch die Zeitung. Bolivien sucht deutsche und findet Danziger Offiziere Paris, 15. November.( Eigenbericht.) Das Journal" entrüstet sich leidenschaftlich über die angebliche Entsendung einer deutschen Militär. mission nach Bolivien. Es sei schändlich, wie Deutschland selbst flare Bestimmungen des Versailler Vertrages ungehe. Es sei aber nicht minder schändlich. habe, daß doch zu den alliierten und assoziierten Mächten daß es dazu die Mitwirkung Boliviens gefunden deutsche Offiziere in der südamerikanischen Republik des siegreichen Krieges gehöre. Schon früher hätte es gegeben. Diesmal liege der Fall ganz besonders schwer. Es handle sich um eine amtliche Militärmission, die aus einem Oberstleutnant, zwei Majoren, vier HauptTeuten und acht Unteroffizieren bestehe. Deutschland rede fich damit heraus, daß die Mitglieder dieser Militärmission nicht mehr deutsche, sondern Danziger Bürger seien. * Bereits vor dem Weltkriege hatte die südamerikanische Großmacht Bolivien mit ihren 2% Millionen Einwohnern deutsche Inspektoren für ihre Armee; sogar ein preußischer General war drüben gewesen. Nach dem Beltkriege entstanden große Aus einandersetzungen, ob man für das Heer von zweiundein. halbtausend Mann wieder deutsche oder, entsprechend der Beteiligung auf der Seite der Alliierten, jetzt französische Offiziere anmerben folle. Nach einem erbitterten Ringen fiegte die deutsch freundliche Richtung: die triegerischen Tugenden des deutschen Offiziersforps behielten iroz Deutschlands militärischer Niederlage die Borhand. Boliniens Kriegsminister entsandte also einen hohen Offizier nach Europa, um die Vereinbarungen über eine deutsche Militärmission abzuschließen. Nun entdeckte man aber, daß Deutschland durch den Bersailler Vertrag untersagt war, Militärmissionen amtlich ins Ausland zu senden. Es fam also nur die Anwerbung ron ehemaligen deutschen Militärs als Privatpersonen in Frage. Aber auch das wußte die französische Partei zu hintertreiben. Benn schon deutsche, dann sollten es wenigstens feine Reichsbeutfchen fein. Bolivien fragte also beim Bölferbunde an, ob Danziger Staatsbürger nach Bolivien gehen dürften; Genf stellte daraufhin fest, daß die bestehenden Verträge bem nicht entgegenstünden. Darauf fuhr der bolivianische Oberstleutnant nadh Danzig, erließ in den Zeitungen Anzeigen, und warb auf diesem Bege. ehemalige deutsche Offiziere und Unteroffiziere als Drill meister für das bolivianische Heer. Das ist die Geschichte von dem Berrate Boliviens an der gemeinsamen Sache der Aliierten. Wir begreifen den Schmerz der Parifer Hezblätter. Es steht noch dahin, ob etma Reichsdeutsche fich haben in Danzig einbürgern lassen, um nach Bolivien zu gehen. Sollte das der Fall sein, dann läge eine Schiebung vor, die die Grenze des Erlaubten überschreitet. In diesem Falle wäre es bie Pflicht bes Auswärtigen Amtes und bes Reichswehrministeriums gewesen, hier non abzuraten. Aber die bolivianische deutsche Partei wird wohl genügend geriffen gewesen sein, um deutsche Dienststellen über haupt zu umgehen. Die Pariser nationale Hege jedenfalls fällt ins Wasser. Lieber wäre es uns aber gemejen, wenn Bolivien an Stelle non Drillmeistern für sein Heer Arbeiter, Bauern und Technifer zur Hebung seiner Bodenschätze aus Deutschland ange worben hätte. Deutschnationales Geständnis. Sie wollen Gesetze gegen den Volkswillen machen. Die deutschnationale Bresse steht mit täglich machfender Furcht den kommenden Wahlen und der deutschnationalen Niederlage entgegen. Die Deutsche Tageszeitung" beschwört deshalb den Bürgerblod, sich mit seiner Gesez gebungsarbeit zu beeilen: N „ Eine gewiffe Gefahr, daß auch die Koalitionsparteien im Reich sich mehr und mehr auf baldige Neuwahlen einstellen, und daß die fachliche Behandlung der großen parlamentarischen Aufgaben darunter Schaden leidet, ist somit gegeben. Tatsächlich hat der 3pang zum Schaffen faum jemals stärker als jetzt por bem Reichstage gestanden. Das Schulgeles, auf das die chriftliche Elternschaft in Deutschland num schon länger als acht Jahre wartet, muß endlich geschaffen werden und muß in diesem Reichstag feine Erledigung finden, wenn die Sicherung der christlichen Schulerziehung nicht mieber in ungewiffe Fernen hinausgeschoben werden soll." Das heißt: dieser Reichstag wird vielleicht das reaftionäre Reudellsche Schulgefeß beschließen- ber kom mende Reichstag wird es verwerfen. Darin liegt das Zugeständnis, daß 1. dieser Reichstag nicht mehr das Mandat des Boltes befizt; 2. das Reudellsche Schulgesetz dem Willen des Volkes widerspricht; 3. der Bürgerblod das reaffionäre Schulgesetz gegen den tlar ertannten Willen des Boltes perabschieden mill. Es ist das Geständnis undemokratischer, reaktionärer und voltsfeindlicher Politik. Krankenversicherung der Seeleute. Wie amtlich mitgeteilt mird, erteilte das Reichstabinett in feiner geftrigen Sigung dem Geleg entwurf über die Krantenversicherung der Seeleute feine Zustimmung. Der Entwurf wird nunmehr dem Reichsrat zu geleitet werden. Die Aufgaben der Chemie. Schaffung von Nahrungsmitteln. Berlängerung der menschlichen Lebensdauer. Dos Atom els planetensystem. Auf der Stuttgarter Hauptserfamantung der Ratgemein schaft der Deutschen Wissenschaft iprach Brofeffor Dr. R. Willstätter über bie Aufgaben der Chemie und führte nach einem geschichtlichen Rückblick u a. aus: Die Chemie der Stohlenstoffverbindungen hat ihre ersten großen Aufgaben in der Klaffe von Naturprodutten gefunden, aus denen sich die pflanzliche und tierische Welt hauptsächlich aufbaut. In der Natur herrscht die Fettreihe vor, für die aromatische Reihe ist der Steinfohlenteer die ergiebigfte Quelle Rachdem ein halbes Jahrhundert die chemische Berfeinerung hauptsächlich die Benzolverbindungen behandelt hat, erzeugt feit turzem bie Synthese wertvolle Stoffe der Fettreihe aus Azetylen, aus Betroleum, aus Kohlenornd. Freispruch des Carol- Freundes. Diftaturgesetz von der Mehrheit mißbilligt. Bukarest, 15. November.( Eigenbericht.) Die rumänische Stammer hat das von Bratianu cin gebrachte Staatsschuhgesek mit 107 gegen 1 Stimme angenommen. Der größte Teil der Abgeordneten enthielt sich der Stimme oder fehlte. Das Kriegsgericht hat nach viertelstündiger Beratung den Freund Carols, den früheren Unterstaatssekretär Manvilescu freigesprochen. Alle auf Landes. verrat gestellten Schuldfragen wurden verneint. Sparsamkeit in den Ministerien! Der Haushaltsausschuß verlangt einstimmig neue Regierungsvorschläge. In der Dienstagsligung des Reichshaushaltsausschusses wurde tie Debatte über das System der Ministerialzulagen fortgeführt. Genoffe Steintopf erflärte, das System in seiner jeßigen Form für gänzlich unhaltbar und verlangte, bevor er sich im einzel. nen äußere, von der Regierung genauere Angaben, wie die Ministerialzulagen zurzeit geregelt feien. fleineren Fragen auseinanderfallen. Abgg. fich niemand herausfinden. Auch er sehe den neren Borfchlägen ber Regierung enigegen, bemerte aber, daß diefe Borschläge fich unter allen Umständen in den Grenzen der bisherigen Bezüge halter möchten. Nachdem noch für die Demokraten der Abg. Dietrich ben rabitalen Abbau ber viel zu pielen Ministerioiräte verlangt hatte, wurde ein Beschluß einstimmig angenommen, der von der Regierung die Borlage ganz neuer Vorschläge bezüglich der Heraushebung der Ministerialbeamten vor der zweifen Lesung fordert. Was dabei herausfam. Ergebnisse der Wiener Reise: Kinderspielzeug für Männer Das Wolff- Bureau meldet aus Wien: ,, Bundespräsident Dr. Hainisch hat dem Reichstanzier Dr. Marg und dem deutschen Gesandten in Wien, Grafen Berchenfeld, bas große goldene Ehrenzeichen am Bande, dem Staatssekretär Puender das große Ehrenzeichen am Bande, dem Minifterialdireftor Di. 8echlin das große Ehrenzeichen mit dem Stern, dem Regierungsrat Walter, dem Legationsrat Redihammer und dem Konsul Bernhard das große silberne Ehrenzeichen für Ber dienste um die Republif Desterreich verliehen." 3mingende Bestimmung der Berfassung des Deutschen Reiches in Artitel 109: werden. „ Orden und Ehrenzeichen dürfen vom Staate nicht verliehen Rein Deutscher darf von einer ausländischen Regierung Titel und Orden ammehmen." Die Herren Marg und Lerchenfelb, Buender und Zechlin, Walter, Redihammer und Bernhard haben nicht die nötige Zivilfourage besessen, den öfterreichischen Bundestanzler höflich dankend auf die deutsche Verfassung zu verweifen. Sie trauen sich eher die Sipiltourage zu, ihr verfassungswidriges Berhalten gegen öffentlichen Protest in Deutschland zu verteidigen. Ein Name fehlt bei diesem Ordensunfug: Strefe mann. Aber feine Furcht: er ist schon dekoriert! Ministerialdirektor Dr. Cotholz antwortete, daß die Ministerial zulagen nur an Beamte in obersten Reichsbehörden hof, der Rechnungshof und das Reichsgericht. Die Ministerialgezahlt werden. Dies feien alle Reichsministerien, der Reichsfinanz zulagen betragen in der bisherigen Gruppe 1-4 20 m., in Gruppe 5-6 30 M., in Gruppe 7 40 m., in Gruppe 8-9 60 M., in Gruppe 10-11( mit Ausschluß der Referenten) 70 M., der Gruppen 11-12 85 M., der Gruppe 13 mit einschließlich Staats fefretär 100 m. Seit dem 1. April habe Preußen diefe Säge für feine Beamte um 50 Broz. erhöht gezahlt. Breußen zahle die Säße vom 25. Lebensjahr an, das Reich erft vom 28. Lebensjahre ab. Die Angestellten in den genannten obersten Behörden erhalten die gleichen Säße. Außerdem habe das Reich bisher eine fogenannte Essenszulage gewährt. Diese Effenszulage betrage bei einer Arbeitszeit von 10 Stunden und mehr für Berheiratete 80 Bf., für Unverheiratete 60 Bf. pro Tag. Diese Effenszulage foll nach 3nfraftreten der neuen Besoldungsordnung aufgehoben werden. bas bie Regierungsparteien wie in großen wichtigen, jo In der darauf einsehenden ausführlichen Debatte trat autage, so Guérard für das Bentrum und Quaaß für die Deutſchnationalen Landfriedensbruchprozeß in München. stimmten dem Genossen Steinkopf bezüglich der Unhaltbarkeit der Nationalsozialisten provozieren.- Die Provozierten auf der bisherigen Uebung vollkommen zu. Dr. Quaah erweiterte die Frage der Ministerialzulage zu einer Frage der Organisation der Verwaltung. Der Aufbau der Ministerien müsse ein facher und flarer als bisher gestaltet werden. Mit dem Zulage system sei dies nicht zu erreichen. Die Zulagen müßten abge= Bor dem Amisgericht München began am Dienstag der Band chafft werden, und die Beamtengruppen, bie fie bisher friedensbruchprozeß gegen 15 Arbeiter im ter von erhielten, wären anders einzustufen. Au die Dirigenten 17 bis 26 Jahren, die am 25. Mai in München angeblich einen it ellen müßten in Fortfall tommen. Die ministerialräte Satentreuglertrupp überfallen hatten. Dabei wurde müßten in die frühere Stellung der Vortragenden Räte zurüd der Nationalsozialist Hirschmann getötet, mas dann ter äußere Angeführt und ihre Stellungen entsprechend ausgestaltet werden. Das laß zum Berbot des füdbayerischen republitanischen Tages in Münfei natürlich ausgeschlossen, wenn Ministerialräte so in Maffen vorhanden seien wie jebt. 3um Beiſpiel bei der Bost 80, bei berchen wurde. Die Polizei hat für den Prozeß umfassende Sicherheits. Finanzverwaltung 63. Er würde sich freuen, wenn das Barlament den stärksten 3wang auf entsprechende Berminderung ausführe. Das gleiche müßte gemacht werden bei den Ministerialamt mannsstellen. Ein solcher Abbau von Stellen fönne natürlich nicht vorgenommen werden, wenn nicht gleichzeitig ein entsprechender ministerialinstanz sollten nur die eigentlichen Regierungsaufgaben Abbau der Aufgaben nach unten hin erfolge. In der perbleiben. In Uebereinstimming mit Dr. v. Guérard beantrage er, daß die Regierung vor der zweiten Befung neue, ganz andere Borschläge mache, die auch gesunde Verhältnisse im Verhältnis zu den Brovinzialbehörden schaffe. Im Gegenfag zu den Ausführungen von Guérard und Quaak fehte sich Dr. Cremer für die Volkspartei dafür ein, daß das System der Ministerialzulagen beibehalten werde. Die Zeit fei für weit tragende endgültige Aenderungen noch nicht reif. Für die Sozialdemokratie erklärte Genoffe Steinkopf, daß er nichts dawider habe, baß Beamte an besonders wichtigen Stellen auch dementsprechend bezahlt werden. Aber es müffe ein flares durchfichtiges System dafür vorhanden sein. Jetzt tönne fieht greifbar das Ziel, die Dauer des menschlichen Lebens, fogar die Jugendperiode des Menschen, zu perlängern Die chemischen Methoden hatten bis por furzem grobe Bertzeuge. Um Stoffe zu erzeugen, bewegte man große Maffen Bon Hilfsstoffen. Der moderne Schwefelsäureprozeß hat darin zuerft Wandel geschaffen. Die Industrie verwendet immer mehr Rontatt stoffe oder katalysatoren", die, ohne selbst verändert zu werden, unbegrenzte Mengen von Stoffen zu verbinden imftande find. Ihre Anwendung ahnt den Berlauf der Umfegungen in den Lebewesen nach. Alle Vorgänge in pflanzlichen und tierischen Zellen verlaufen unter dem Einfluß organischer Katalysatoren, der Fermente oder Enzyme, die im lebenden Organisnius in geregelter Abhängigkeit zufammenwirken. Die Aufgabe der physiologischen Chemie ist es, das Wesen der Fermente zu erforschen, Aufgabe der prattischen Chemie, fermentartige Kontaktftoffe von hochgesteigertem Leistungsvermögen aufzusuchen. Die praftische Chemie wird regiert von der chemischen Theorie, geradezu von der chemischen Formel. Die Atom und Moletular Ein Hauptziel der vor 100 Jahren von Wöhler begründeten theorie von Dalton und Avogadro, die Formeln des Grubengafes chemischen Synthese ist die Schaffung von Nahrungs- und des Benzols von Ketulé, die van't Hofffche Theorie vom tetrae mitteln. Von den dafür möglichen Wegen ist allein erfolgreich drifchen Bau ber Kohlenstoffverbindungen waren für die Enimic. die Förderung der Landwirtschaft durch künstlichen Dünger, die lung der organischen Chemie bestimmend. Jezt lehrt die ein Liebig angeregt, Haber durch seine Ammoniaffyntheſe ermöglichtbauforschung mit Hilfe der Röntgenstrahlen die Anordnung und Bosch durch die Konstruktion großer Fabriten verwirklicht hat. Der Atome im trystall tennen und erlaubt, aus realen raumEine beachtenswerte fünftige Möglichkeit ist die Fabrikation von Futtereiweiß durch Pilzzucht mit Hilfe von Ammoniat und billigen Kohlehydraten. Außer durch die Steigerung der Bodenerträgniffe greift die synthetische Chemie in die Weltwirtschaft ein durch die ber Roble in Rohlenwasserstoffe ( Benzine), modurch fich Deutschland von der Einfuhr des Bee troleums unabhängig machen wird. Die Benzine fönnen das Material bilben, aus dem fünftlicher Kautschut im Maßstab der Groß industrie hervorgehen wird. Seit der Erfindung des Schießpulvers hat die Chemie die Mittel für die Kriegsführung geliefert. Im Weltkrieg find neben die älteren Arten ron Munition die neueren chemischen Waffen Gafe und Reisstoffe getreten. Die Sachverständigen des Auslands halten die chemischen Kriegsmittel für die schonendsten, die humanften.(???) Sie sind allerdings von gewaltiger Wirksamkeit. Darum ist die Hoffnung berechtigt, daß die Chemie durch die Schaffung solcher Kampfmittel dem Frieben der Bölker die größte Unterſtügung geliehen hat. Die organische Chemie arbeitet heute an den Berbindungen von tompliziertesiem Bau. Die Aufgaben unserer Belt find die lebens wichtigen, wenn auch nur in einfien Mengen vorkommenden Siffstoffe des hörpers: Fermente, Hormone, Vitamine. Durch Auffindung der Drüsenprodukte Adrenalin, Thyrorin und Insulin und ber antirhachiiischen und antineuritischen Bitamine liefert die physiologische Chemie der Medizin die Mittel, Krankheiten zu heilen. Die neuen synthetischen Arzneistoffe sind nicht mehr zu fallsentdeckungen. Die Chemotheraple von Ehrlich hat gelehrt, infte matisch Heilmittel aufzusuchen, die gegen parafitäre Mikroorganis den spezifisch wirken. Gaivarsan war Borbild für die neuen Chemotherapeutita die Plasmochin, das Malariamittel, und Germanin, das Mittel gegen Tropenfeuchen, bas bisher unbewohnbare Bänder zu fofonifieren ermöglichen soll. Die medizinisch- chemische Forschung chemischen Formeln auf die Anordnung der Atome im Molekül zu schließen. Das Atom ist aber nicht mehr eine hypothetische legte Einheit. Die Atome sind zählbar und sichtbar geworden und sie gelten nicht mehr als unteilbar. Die Untersuchung des Radiums hat bie egperimentellen Grundlagen für die neuen Theorien nom Bau der Materie geliefert. Die Atome aller Elemente merden als Gebilde von der Art der Planetensysteme betrachtet, alle aus denselben Wasserstofffernen und Elektronen zusammengefeßt. Die anorganische Chemie im Verein mit der theoretilen Physik fonstruiert ein ato mistisches Weltbild, das alle älteren Borstellungen an Tiefe und Wunderbarkeit übertrifft. „ Das Rätjel vou konnersreuth", ein nicht mehr neues, aber ge schäftstüchtig modernisiertes Boltsstud von F. Wilhelmy, bas vom Residenz Theater einem staunenden Großftabtpublikum präsentiert wird. Sm Meineidbauer Stil geht die Sache los; ein degenerierter Bäuerling, ber fogar einmal Matrofe gewesen ist, holcht seinen Stiefbruder und Rivalen an und läßt ihn über einen Fels abhang purzeln, was nicht immer gesundheitsförderud fein soll. Die Stiefmutter des Totwunden wird, meil sie mitwifferin ift und oben brein bei einem Einbruch von ihrem Stiefsohne niedergeschlagen wird, irre. Alle zusammen gehorchen der Weifung eines Einfältig lugen, nach dem nahegelegenen Konnersreuth gur munbertätigen Refel zu gehen. Hier stumme Szene; grau liegt die Safristei, Bisionen zeichnet der Projektionsapparat auf die tahle Wand. Kirchenstimmung mit jawohl! echtem Weihrauchgeruch. Da wird jeder gefund, auch unfer Totwunder und seine Stiefmutter. Nur der Missetäter stirbt, weil er ein so schlechter Kert ist. Alles staunt über das Wunder. Der Einfältig- Kluge jedoch erklärt das Rätsel. Wunder machen fann fein Mensch, aber der Glaube an Chrifti, bie, wo man nicht versteht, der wirkt Wunder", Nach dieser echt Couéschen Deutung nerfichert F 4 I Anklagebant. München, 15. November.( Eigenbericht.) maßnahmen getroffen. Die Anflage lautet gegen den Hauptbeschuldigten, den 18 Jahre alten Hilfsarbeiter Karl Schott, auf Landfriedensbruch, Raushandel und Körperverlegung mit Ladesfolge; gegen die übrigen Angeflagten auf Landfriedensbruch und Kaufhandel. Zur Berhandlung find 19 Beugen und zwei Sachverständige geladen. Man rechnet mit einer dreitägigen Prozeßdauer. Der Hauptbeschuldigte, der den tödlichen Schlag gegen Hirschmann führte, erzählte, baß der Angriff pon den Natio= nalfozialisten ausging. Dabei habe sein Begleiter Unger von einem Hafenkreuzter einen Schlag ins Geficht erhalten, so daß er zu Boden fiel. Er felbft, Schott, erhielt vom nationalsozialistischen Fahnenträger mit der Fahne einen Hieb über den Kopf. daß er blutete. Erst darauf feien er unb feine Freunde zum Angriff übergegangen. Er habe eine Latte ergriffen und auf seine fliehen den Gegner eingehauen. Dabei habe auch Hirschmann den tödlichen Schlag erhalten. Er, der Angeklagte, sei fo erregt gewesen, daß er fich der folgen des wuchtigen Hiebes gegen H. nicht bewußt war. der Dorfmeise, daß bazu auch eine Portion Glaube an Gott und die Menschen gehört. So tommen Jude, Christ und Freidenfer auf ihre Rechnung. Rätselhaft blieb, has has zahlreich erschienene Bublikum die Bunder feiner Moritas ohne 3ischen aufnahm. Immerhin: por Coués Ronnersreuth im refibenzlichen Dorftheater jei gewarnt! afo. Jadlopter in Frasquita", Bar ein paar Jahren freierte Her mann 3a diopter die Rolle des Armand Mirbeau im Thaliatheater, heute fingt er sie im Theater des Westens. Schmerz beft, den unvergeßlichen Radames bei der Operette zu sehen, audy wenn die Mufit von Léhar ist. Wie flingt jezt die Stimme? Die fieghafte Höhe, der filberne Glanz find verschwunden, das Forte ist gequält, die Stimme wird dabei leicht heiser, aber noch immer fajziniert Jablomfer im Biano, bei ben Uebergängen ins Follett, noch Lehar und nicht von Berbi oder Donizetti. Er ist der große Künstler immer spinnt er wundervolle Rantilenen. Beider sind diese nur von geblieben troß der ftimmlichen Mängel und wirft in diefer Operetten melt wie ein nicht genug zu feiernder Star. Jadiowker macht aus feinen Tangos und Chansons Opernarien, und nach der Spieloper hin neigt auch Léhar. Und dann dies: Jadlomfer ist frei von aller Operettenroutine. Sein Armand ist wirklich der vornehme, fulticierte Weltmann ohne jebe Talmieleganz für den Kurfürstendamm. Was Jablowker in der Oper nicht gelang, Menschen zu gestalten, gelingt ihm in der Operette. Die Titelrolle singt Martha Serát. Die schöne und große Stimme flingt noch nicht genügend ausge lichen, in der Höhe fiören mandymal schrille, ungedeckte Löne. Sonst ist die Aufführung guter Durchschnitt. Barum aber muß der be süterie Armand in einem Zimmer mit abgestoßenen Möbeln wohnen? J. S. Verwaltungs- und Bölferrecht an der Universität Bonn, hat einen Prof. Dr. Carl Smitt, ordentlicher Professor für Staatsrecht, Ruf als ordentlicher Profeffor für öffentliches Recht anbelshochschule Berlin angenommen. Er wird seine Lehrtätigkelt mit Beginn des Sommersemesters 1928 aufnehmen. Prof. Schmitt, geboren am 11. Juli 1888 zu Plettenberg, habilitierte fich 1916 in Straßburg, wurde 1921 als ordentlicher Professor nach Greifswald berufen und wirkt seit 1922 in gleicher Eigenschaft in Bonn. Seine neueren Hauptschriften find: Die Dittatur. Boli tische Theologie". Die geiftesgeschichtliche Lage des heutigen Bar lamentarismus. Balitische Romantis". Die Ehrengabe der Gerhart- Hauptmann- Stiffung in Betrage Gerhart Hauptmas, verliehen wird, ist von Sturatorium der Stif von 3360 m, bie alljährlich am 15. Rovember, bem Geburtstag tung dem Dichter Mar Herrmann( Steige) zugesprochen worden. Max Herrmann, 1886 in Reiße geboren, hat sich namentlich als Enriter, daneben aber auch als Verfasser von Romanen, Novelles und Dramen einen Namen gemacht. Schadenerfahtlage gegen Reinhardt. Bei feiner Landung in New Dort erhielt Mar Reinhardt durch ein New- Yorfer Anwaltse bureau eine Vorladung in Berbindung mit einem von dem Theaterunternehmer Philip Miner aus Cleveland eingeleiteten Schadenerfapprozeß über eine Million Dollar. Es handelt sich um einen angeblich 1924 abgefchloffenen Bertrag, ben aber Reinhardt in brede stellt. SP Der Streit um die Bauausstellung. Die Künstler fordern ihr Recht. Die in Rünstlerkreisen entstandene Befürchtung, daß bei der Berliner Dauerbauausstellung von 1930 die künstle rischen und kulturellen Interessen durch die rein baufachlichen und bouwirtschaftlichen Interessen beiseite gedrängt werden könnten, hat zu cinem Zusammenschluß der in Frage kommenden Künstlerorgani fationen geführt. Aus der zunächst lofen Bereinigung ist jetzt ein Berliner Kunstausschuß" geworden, dem der Architekten. und Ingenieurverein, die Architektenvereinigung„ Der Ring", der Zentralvorstand des Bundes deutscher Architekten, der Deutsche Werkbund, der Verein für deutsches Kunstgewerbe, das Kartell der Ver einigten Berbände bildender Künstler Berlins angehören. Auch Mag Liebermann, der Präsident der Akademie der Künste, ist diesem Ausschuß beigetreten. Der Ausschuß mill mit der Berliner Stadtverwaltung und mit dem Berein Bauausstellung verhandeln, um Vereinbarungen zu er reichen, die den Künstlern den gebührenden Einfluß auf die Ausstellung sichern. In einer pom Deutschen Werkbund veranstalteten Besprechung von Vertretern der Künstlerschaft und der Presse wurde betont, es müsse Borsorge getroffen werden, daß dieses Ausstellungsunternehmen nicht von vornherein den Industriellen allein überantwortet wird. Die Künstler fordern die Hinzuziehung der Künstlerschaft als ihr Recht. In der Be sprechung murde auch der in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag voriger Woche angenommene sozialdemokra tische Antrag erwähnt, der gewisse Sicherungen schaffen will. Er stellt für die Zustimmung zu dem Bertrag der Stadt Berlin mit dem Verein Bauausstellung als Voraussetzung die Forderung auf, daß zwischen Magistrat und Verein noch vor dem formellen Abschluß des Bertrages eine Klärung der Zuständigkeit des Ber eins und der Stadt zur Veranstaltung von Ausstellungen crfolgt. Besonders wird, wie der Antrag hervorhebt, gedacht an die bisher schon auf dem Ausstellungsgelände durchgeführten Aus stellungen und Messen, die das Fachgebiet der Bauwirtschaft berühren, auch an solche Ausstellungen, die dieses Gebiet nur teilweise berühren, und auch an rein wissenschaftliche und rein baufünstlerische Ausstellungen aus der Bauwirtschaft. Inzwischen hat man mit den gemünschten Berhandlungen bereits angefangen, und es sind zunächst Richtlinien für die Behandlung von Sonderausstellungen aufgestellt worden. Man muß wünschen und darf hoffen, daß die Verhandlungen zu einem die Künstlerschaft befriedigenden Ergebnis führen werden. Die Weltfrauenloge." Kautionsschwindel, Betrug, Unterschlagung. Beltfraueninge." Liga zum Schutze der Frau E. V.: Schutz der Frau gegen Ausbeutung. Erziehung zur Ehemoral. Wirtschaftliche Hebung der Familie. Bekämpfung der Prostitution. Errich tung von Heimen für Kinder und Mütter. Ehe und Rechtsberatung. Lösung der Wohnungsfragen. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Heime zur Rückführung gefallener Mädchen in die Gesellschaft usw. Mit einem Wort, Lösung sämtlicher sozialen Probleme, sofern sie sich auf die Frau bezogen, versprach diese Weltfrauenloge, die von Herrn W. im Jahre 1926 gegründet wurde. Heute steht er vor dem Schöffengericht Berlin Mitte und hat sich wegen Betrügereien, Unterschlagungen und Rautions. schwindel zu verantworten. Neben ihm figt seine fleine, schmäch tige und ehemalige Sefretärin und Freundin Fräulein L. uim. Die Frauenloge bejaß ein Bureau am Magdeburger Blag. Hier tummelten sich Berberinnen, die von Haus zu Haus zogen, um Mitglieder anzuloden, Kassiererinnen und Bureauvorsteherinnen, die Rautionen eingezahlt hatten, hier befand sich die Geschäftsstelle für die Verbreitung des Organs der Liga Der Frauenwille", hier refidierte Herr W. Die Mitgliedernummer begann mit 25 000, ihre Zahl betrug 4000, der Mitgliedsbeitrag machte 18 M. monatlich aus. Als eines schönen Tages Rautionen zurüdverlangt wurden, brach die ganze herrlichfeit zusammen. Herr W. wurde hinter Schloß und Riegel gefeßt. Er hat eine be megte Bergangenheit hinter sich und man ist fast geneigt, feine Tattraft, die er in so unnützer Weise verpufft, zu bewundern. Geboren in Ostpreußen im Jahre 1890, lernte er Kaufmann, Seine prattijdje Ein neuer Grünewald- Fund. Dem in Gröbenzell bei München lebenden Grünewald- Forscher Dr. H. Naumann ist es gelungen, im Homburger Serrpfälzischen Museum ein Borträt Friedrich bes Siegreichen, ein Wert von Matthias Grünewald, zu ermitteln. Die aufcßlich der Ausstellung mittelrheinischer Künstler in Darmstadt er folgte funsthistorische Distussion und Nachprüfung hat nun zur völligen Bestätigung des Fundes geführt. Nach den Untersuchungen Brof. Dr. Braunes in München zeichnet sich das Bild durch eine Roloriftit aus, die alle deutschen Bildnisse des 15. Jahrhunderts überstrahlt. D Die Elektrifizierung der Stadtbahn.i FEE エチルル स्प्रे 10 00021 D Das neue Umformerwerk Ebersstraße. Auf allen Stadt- und Ringbahnhöfen Berlins wachsen als Bor| teilt auf die Strecken der Ringbahn, Wannseebahn und Zossener boten ber Cleftrifizierung schmucke, technische 3 wed- Bahn. Die übrigen Stationen der Stadt- und Ringbahn erhalten bauten in die Höhe: Gleichrichterwerte und Schalt. je zwei Gleichrichter. Die Ausbildung des Bahnpersonals für die neue Betriebsart ist im Gange. Während die fleineren Werke, die stellen, die durch türmchenartige Auffähe( Entlüftungsschlote) ein gleichartiges Aussehen erhalten und mit ihrer glatten Biegelfaffade auf den einzelnen Stationen liegen, unbedient sind und ferngesteuert werden, tonzentriert sich die Bedienung in wenigen Bunften. Für einen angenehmen Kontrast zu den meist veralteten und ver räucherten Bahnhöfen bilden. Nicht weniger als 100 Gleichrichter die Rundgänge durch die zahlreichen Werte sind Kontrollpersonen find auf der ganzen Strecke verteilt. Halensee und Rummelsburg vorgesehen. t Gefahr in Verzug, so erhält der Mann in dem werden die größten Schaltwerte erhalten. An zweiter Stelle tom Schaltwert ein Warnungszeichen oder die Strede setzt sich automen Ebersstraße und Böttcherstraße. In der Ebersstraße matisch außer Betrieb. Eine Kolonne mit Autos hat die Bestimwerden acht Gleichrichter zur Aufstellung gelangen; vom lang mung, in folchen Fällen schleunigst an die Unfallstelle zu eilen und gestreckten Schalthaus aus wird der Drehstrom von 30 000 Bolt ver- die Störung zu beseitigen. Tätigkeit begann er als Leiter eines Bergnügungsetablissements in Königsberg, dann versuchte er sich als Verleger der Naturheilbehandlung von Bitz und eine Bibliothek für Bildung und Wissen. Als er sich mit seinem Kompagnon vor seinen Gläubigern aus dem Staube machen wollte, erhielt er eine geringfügige Strafe. Wenig Erfolgt hatte er auch mit der Verbreitung des Standalblattes„ Der Galgen" und einer Broschüre über die Freie Liebe". In schnellem Hintereinander folgten ein Konfitürenstand in einem Etablissement, die Fabrikation von Bonbons, die Gründung einer fleinen Hochschule für Organisationswissenschaft und Bureaukunft, die Leitung eines Kinos, eine Konzertdirektion, Straßenhandel mit Obst. Herr . war unterbellen nach Berlin gezogen. Nachdem er sich nach furzem Eheglüd von seinen ersten beiden Frauen schei den ließ, hatte ihn seine dritte Frau nach der Hauptstadt geführt. Jedoch auch von dieser tennte er fich bald. Das fiel gerade in die Zeit, als er feinen Straßenhandel mit Obst liquidierte. Er gründete dann noch ein Zeitungsunternehmen,„ Die Hundewelt", deren Abonnenten gegen Biehschädigung verfichert wurden, dann rief er eine Wochenschrift„ Das Recht der Frau" ins Leben, schuf die Firma B. u. Co. als Synditat für Verwaltungsstellen für Ber tretung in allen großen Staaten und landete schließlich in seinem Bureau in der Magdeburger Straße mit der Weltfrauenloge". Bon hier fam er ins Gefängnis. Strenger Winter? Schnellzug Berlin- Riga im Gaynee flecken geblieben. Riga, 15. November. verschiedene Wanderungen. Die Gesamtkosten betragen für die Dreitagereise 36,50 M., für die Achttagereise 75 M. Darin find enthalten die Kosten für sämtliche Eisenbahnfahrten, Logis in guten Hotels( nur Betten), Frühstück, Mittag- und Abendessen, für Schlittenfahrt und Besichtigungen. Anmeldungen zur Teilnahme schriftlich oder mündlich- Dienstags und Freitags von 6 bis 8 Uhr abends im Reijebureau des Touristenvereins„ Die Naturfreunde", Berlin N 24, Johannis ftr. 14/15( Gemeinde und Staatsarbeiterverbandshaus). Bei der Anmeldung sind 5 M. Meldegebühr einzuzahlen, die auf die Reisetoften angerechnet werden. Letzter Anmeldetermin ist der 9. Dezember. Die Katastrophe von Pittsburg. 28 Zote, 500 Berletzte, 5000 obdachlos. Pittsburg, 15. November. Nach den letzten Nachrichten find bei der Gasometeregpolfion 28 Personen ums Leben gekommen, 500 Perfonen wurden verletzt und etwa 5000 find ohne Obdach. Außerdem werden viele Personen vermißt. Unter der Bevölkerung des betroffenen Stadtteils herrscht noch immer eine Banit. Die Menge versuchte die Leichenhallen zu ftürmen. Bei dem Unglück wurden befonders viele Kinder verleht, da im Augenblick der Explosion der Unterricht im benachbarten Schulhaus begann. Die Kinder rannten voller Schrecken durch die Straßen, wo fie von Glassplittern, umstürzenden Mauern, zerrissenen elektrischen Leitungen verlegt wurden. Die Rettungsmannschaft verfucht, durch Dynamitfprengungen am Explosionsort, einen Weg burdy das Gewirr der Eisentrümmer zu bahnen, unter denen man noch viele Opfer vermutet. Ein Augenzeuge berichtet: Seit Sonnabend herrscht hier heftiges Schneetreiben. Die Schneedede hat bereits eine Höhe von 30 3entimertern er reicht. Aus allen Landesteilen tommen Meldungen über große Vertehrsstörungen. Der Riga- Mostauer 3ug und fein Gegen zug sind im Schnee steden geblieben; ähnlich erging es dem heute früh hier aus Berlin erwarteten 3ug. 3mei in Schweden erbaute Passagierflugzeuge mußten auf dem Flug nach Riga im Finnischen Meerbusen infolge heftigen Schneefturmes not Landen. Die Mannschaften und die Flugzeuge selbst blieben unver sehrt. Im Rigaer Meerbusen ist ein Segler geftrondet; die Begeben hat, berichtet, daß das von den Folgen der Explosion- verfagung tonnte nur mit großer Mühe gerettet werden. Der Sturm hat erst gestern abend nachgelaffen. Nach Meldungen aus Reval herrscht auch in Estland ftrenge Rälte und heftiger Schneesturm. Es foll wärmer werden. Das flare und leichte Frostwetter, bas bie letzten Tage der leichte Schneefälle, die ein Ansteigen des Quecksilbers über den Ge bruch, der vor einigen Tagen auf der Rückseite eines weitver. frierpunkt brachten, jäh unterbrochen worden. Der Kälteein. breiteten Tiefbrudgebietes erfolgte, brachte starte Temperatur niebergänge, die fich fogar bis nach den Mittelmeer ländern auswirkten. In Rom wurden heute früh nur+8 Grad und in Tanger nur+4 Grad gemessen. Ganz ungewöhnliche Temperaturen, die an denen der Borjahre gemessen bis zu 10 Brad unter dem Durchschnitt liegen. Während in Berlin das Thermometer über den Gefrierpunkt stieg, wird aus Süddeutschland 6 Brad bei flarem Himmel, aus Ostpreußen-3 bis 4 Grab ge melbet. Im Nordwesten des Reiches schwanken die Tempe Das Wundergrammophon. Ingenieure der englischen Grammophongesellschaft in Middlesex bei London haben ein neues Gram- Bache einschließlich Sonntag ausfüllte, ift in ber legten Nacht durch mophon konstruiert, das verschiebene Stücke zwei Stunden lang ohne Unterbrechung herunterspielt. Dieses unermüdliche neue Instrument spielt nicht nur zwanzig Blatten hintereinander ab, es legt sie auch felbfttätig ab, ftapelt fie fein fäuberlich aufeinander und ersetzt die Das neue Modell wurde kürzlich in der abgespielten durch neue. Generalversammlung der Gesellschaft den Aktionären vorgeführt. Auf den Markt soll die neue Maschine indeffen erst zu Beginn des nächsten Jahres gebracht werden. Bernard Shaw und Schaljapin, die das neue Grammophon zu hören Gelegenheit hatten, haben ihrem Erstaunen über diese technische Leiftung beredten Ausdruck gegeben. leber den Berfaufspreis ist noch nichts Näheres bekannt geworden, doch wollen Eingeweihte wissen, daß er den Betrag von 1000 Dollars noch übersteigen wird. Der bemerkenswertefte und auffallendste Beraturen zwischen+1 und 2 Grad. standteil des neuen Mechanismus ist, wie englische Blätter berichten, ein Arm, von dem fühlerähnliche Finger betätigt werden. Wenn ein Etüd beendet ist, legt sich der Arm quer über die Balze, und feine Finger ergreifen die Platte, um sie behutsam abzuheben und in einen nebenstehenden Kasten zu legen. Dann bewegt sich der Arm zurüd und ergreift mit den Fingern eine neue Platte und legt sie ordnungsmäßig auf. Darauf beginnt das Spiel des neuen Studs. Das Aufzichen des Grammophons erübrigt sich, da der Antrieb felbftver: ständlich durch Anschluß an die elektrische Lichtleitung erfolgt. Benn die Zahl der Stücke erschöpft ist, stellt der Mechanismus das Spiel felbfttätig ab, indem er den Strom ausschaltet. Nach einem Schneebericht, der bem amtlichen Wetterbienft aus ben Bergen zugegangen ist, scheinen die Wintersportmöglich teiten noch sehr begrenzt zu sein. Die Höhe der Schneebede auf der Schneetoppe beträgt durchschnittlich 40 Zentimeter, ist aber sehr unterbrochen. Auf dem Feldberg im Taunus liegen etwa brei Bentimeter und auf dem Fichtelberg sechs Bentimeter Schnee. Die Temperatur in den Bergen ist von gestern zu heute etwas gestiegen. -5 Grad, von der Schnee. Bom Brocken wurden beispielsweise toppe 10 Grad und vom Fichtelberg, wo heute früh gegen 8 Uhr - 10 Grad gemeldet. wieder stärkerer Schneefall einseite, Die Wetteraussichten für den morgigen Bußtag find wenig versprechend. Bei bedecktem Himmel wird es strich weise leichte Schnee. bzw. Regenfälle geben. Die Temperaturen fogar eine Langfame Erwärmung eintreten, die ihre Ur fache in einer über Jrland legenden fräftigen Depreffion hot, die marme Buftströme mit fich bringt. Lichtbilderverfran über Käthe Kolmit. Frau Louise Diel, Ber fasferin eines Büchleins liber Stalbe Stollmis, balt am 19., 20 Uhr im 2- werden wenig höher wie heute fein. In den nächsten Tagen soll texmelub, 2ükowplay 8, einen Lichtbilbei vertrag über die Künstlerin. Die Herbffaustellung der Atademie der Künfte am Pariser Blab, in der . a. eine große Rollettivausitellung von the toll mit gezeigt wird, it auch am Bubtag gebffnet, und zwar von 10-14 116r. Ruf der November- Ausstellung des Sturm, Potsdamer Str. 134a, finb Gemälde des Stonftruttiviſten teberbolb ausgeftelt. Ferner Marionetten von Aleganber egter und Sturm- Gesamtschau Dr. Johannes Günther fährt in feinem Byllus Bühnenfunft im anbel ber Zeiten mit einem Lichtbilderbornag über das Rennsehnte Sabr hundert fort. Regie der Szenen: Saibja Sga a 5.( Schillerfaal, 17. Rov., 20 Uhr). Georges Duhamel wird am 21., 20 Uhr, im Rahmen der vom Romanischen Seminar der Universität Berlin veranstalteten Bortragsreibe in franzöfifcher Sprache über Le Roman et la Vie" sprechen. Der Vortrag findet tatt im Dorsoal des Reuen Mulagebäudes der Universität, Railer- Franz- Joseph- Play 2 * Noch mehrere Stunden nach der Explosion des Gasometers war es den ant Rettungswert beteiligten Personen unmöglich, nach dem Mittelpunkt des verheerten Distrikts vorzubringen. Ein Vertreter her Associated Pres", der sich in die Zerstörungszone be heerte Gebiet am Dhio- Flusse etwa eine Quadratmeile umfaßt. Es wird angenommen, daß Arbeiter, die Reparaturen vor nahmen, durch unvorsichtiges Hantieren mit einer Lötflamme bas Unglüd verursacht haben. Die Explosion ereignete fich mitten in einem Bezire, der von Arbeiterwohnhäusern, Fabriten und Speichern überfüllt ft. 3ahlreiche Gebäude ind zusammengeftürat, bei anderen sind nur die Dächer weggerissen worden. Soweit es fich bis jeht übersehen läßt, haben in vielen Fällen einstürzenbe Fabrikgebäude fämitiche Arbeiter unter fich begraben. Auch in Fällen, in denen die Gebäude der Gewalt der Explosion trotten, wurden vielfach fämtliche Arbeiter perlegt. Gelbst in weit abgelegenen Stadtteilen wurden die Fenstercheiben zertrümmert und Fußgänger durch Glassplitter verwundet. Unter den zerstörten Großanlagen befinden sich die der Union Baint Company fowie ein Lagerhaus der Standard Blategias.Company. Man befürchtet, daß die Zahl der Toten noch erheblich steigt, ba piele Personen, darunter oft ganze Familien, mit außerordentlich schweren Verlegungen in die hofpitäler eingeliefert werden. Der Branddirettor Smith, ein Augenzeuge der Explosion, erzählt, daß der riefige Stabltant fich wie ein Riesenballon mehrere Hundert Fuß in die Luft erhoben habe. Er blieb zunächst einen Augenblid lang völlig intatt und zer barst dann unter Getöse wie eine Bombe, Stahlstücke von vielen Tonnen Gewicht flogen wie Pappdedelfehen durch die Luft. Gleich darauf hörte man das Krachen einstürzender Oliver- Gebäudes erklärte, der Wolfentrager habe unter der Gewalt der Explosion wie bei einem Erdbeben geschwankt. Das Barometer perzeichnete eine Zunahme des Luftdrucks um ein Zwanzigstel Zoff. Gebäude. Ein Beamter der Wetterwarte im 26. Stockwerk des Ein ganzer Geldschrank gestohlen. Malo Ein tolles Stüd haben Anader, wahrscheinlich gewerbsmäßige Berliner Berbrecher, in der Postagentur des Ortes 3 mäßel in der Nähe von Jena fertig gebracht. Sie drangen, wie nachträglich festgestellt wurde, um 3 Uhr morgens in das Gebäude ein und schleppten, weil sie ibn an Ort und Stelle nicht aufbrechen tonnten, den ganzen a cht Sentner schweren Geldschrank mit Ins halt 100 Meter meit auf das Feld hinaus. Als sie sich hier daran machien, ihn zu öffnen, wurden fie gestört. mußten ihn liegen lassen und bavonlaufen. Aus erbrochenen Schubfäften hatten sie nur 100 2. erbeutet. Einschränkung der Wohlfahrtskongreffe Eine Winterfahrt ins Riefengebirge. Der Touristenverein Die Raturfreunde veranstaltet an den Weihnachtstagen, pom 25. bis 27. Dezember 1927 bzw. bis 1. Januar 1928, eine brei. und eine achttägige Gesellschaftsreise in das Riefengebirge Wie verlautet, hat der Deutsche Stäbtetag den Organi Die Teilnehmer treffen sich Sonntag, 25. Dezember, 8 Uhr, im Görliger Bahnhof, Wartesaal 3. Klaffe. Montag, 26. Dezember, und fationen des Gesundheitsmejens, der Jugendwohlfahrt und der wirke Dienstag, 27. Dezember, unternehmen die Teilnehmer fleine Gebirgs fchaftlichen Fürsorge den Borschlag gemacht, die Sahi der Kongresse wanderungen, ein Aufstieg zur Schneetoppe ist bei günstigem Wetter auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege einzuschränken und, ähnlich vorgesehen. Die Teilnehmer der Achttagereife bringt bei günstigen wie in anderen Ländern, alljährlich nur eine WohlSchneeverhältniffen Mittwoch, 28. Dezember, eine Schlittenfahrtswoche zu veranstalten, in die dann alle in Frage kommen fahrt nach Bob Blinsberg. Der 29, 30, und 31. Dezember bringen I den Wohlfahrtstagungen fallen follen MURIR Die Aussperrung in der Zigarrenindustrie. Etwa 75000 Arbeiter ausgesperrt. Bremen, 15. November.( Eigenbericht.) Beim Hauptvorstand des Deutschen Tabafarbeiterverbandes find die Nachrichten über den Umfang der Aussperrung bis heute vormittag eingegangen, doch ist das Material noch nicht vollständig gesichtet, Nach einem vorläufigen Ueberblick fann man die Zahl der Arbeiter und Arbeiterinnen der Bigarrenindustrie, die durch den Beschluß des Reichsverbandes Deutscher Zigarrenhersteller auf die Straße geworfen wurden, auf efma 70 000 bis 80 000 schätzen. Da in der deutschen Zigarrenindustrie 120 000 bis 125 000 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt werden, hat also ein großer Teil der Zigarrenfabrikanten sich dem Terror der Syndizi nicht unterworfen. Unter den Fabrikanten, die nicht ausgesperrt haben, befinden fich auch folche, die Mitglieder der Unternehmerorga nisation sind. Die Fabrikanten, die sich weigern, den tarif. widrigen Aussperrungsbeschluß durchzuführen, zahlen teilweise die geforderte Lohnerhöhung von 15 Proz., andere wieder zahlen einen Teil der geforderten Lohnerhöhung und verpflichten sich, nach Abschluß des Kampfes die Löhne zu zahlen, die dann vereinbart werden. Die Zahl von 75 000 Ausgesperrten, die man als vorläufiges Ergebnis der Terrorpolifit der Unternehmer registrieren kann, ist eine furchtbare Zahl, besonders wenn man die elenden Löhne der Arbeiter und Arbeiterinnen berüd. sichtigt. Soweit diese nicht organisiert sind und also feine Unterstützung von einer Gewerkschaft erhalten, fallen sie der öffent lichen Wohlfahrtspflege zur Last. Trotz dieser furchtbaren Zahl muß aber festgestellt werden, daß den Unternehmern ihre Absicht, die gesamte Arbeiterschaft der Zigarrenindustrie auszu sperren, nicht gelungen ist. Ein gutes Drittel der Arbeiter und Arbeiterinnen der Zigarrenindustrie arbeitet zu neuen Lohnbedingungen. Damit ist auch der Beweis erbracht, daß die Behauptung der Zigarrenfabrikanten, jie tönnten höhere Löhne nicht zahlen, nicht zutrifft. Die Zigarrenfabrikanten haben sich aber zum guten Zeil, soweit sie der Aussperrungsparole gefolgt sind, nur unter dem stärksten Drud gefügt. Biele Zigarrenfabrikanten, die mit Die Berliner Fabritarbeiter. 3m 3. Quartal 1300 Mitglieder gewonnen. Am Sonntag tagte die Generalversammlung der Zahlstelle Groß- Berlin des Verbandes der Fabritarbeiter. Der 1. Bevollmäch tigte Genosse Rüder gab den Geschäftsbericht für das 3. Quartal. Er ging zunächst ouf die zunehmende Teuerung und ihre Ursachen ein und stellte fest, daß das Realeinkommen der Arbelter ganz beträchtlich gesunken sei. Da die meisten Tarife noch bis zum Frühjahr 1928 Geltung haben und eine zwischentarifliche Regelung an dem Widerstand der Arbeitgeber scheiterte, forderte er von der Regierung Maßnahmen zur Sentung der Preise aller Lebensmittel und Bedarfsartikel, fügte jedoch gleich zeitig hinzu, daß von der Bürgerblecregierung in dieser Beziehung nichts zu erwarten sei. Darum müffen alle Kräfte gesammelt merden, um im Wahljahr 1928, einem Kampfjahr erster Ordnung, eine Regierung zu wählen, die sich rücksichtslos und energisch der Interessen der Arbeiter, Angestellten und Beamten annimmt. Im Bericht über die Lohnbewegungen ging Rücker auf die verleumderische Schreibweise der tommunistischen Presie, namentlich der„ Roten Fahne", ein, dieses Berhalten auf des schärfste brandmarkend. Hierbei brachte er ein Rundschrei ben der KPD. Gewerkschaftszentrale an alle Frattionen des Fabrifarbeiterverbandes zur Kenntnis, die Bereinbarun gen in der chemischen Industrie betreffend, melches ebenfalls von Lügen und Berdrehungen stroẞte. Bei dieser Gelegenheit richtete er KINO- TAFEL Programm für die Zeit vom 15. bis 17 November BTL Potsdamer Straße 38 Turmstraße 12 Alexanderstr.39-40( Passage Napoleon Bonaparte Für Jugendliche freigegeben Rheinstraße 14 Metropolis Odeon, Potsdamer Str. 75 Pola Negri in Stacheldraht Für Jugendliche freigegeben Viktoria- Lichtbildtheater Frankfurter Lillian Gish in Allee 48 Der scharlachrote Buchstabe Ferner: Bühnenschau Schwarzer Adler, Frankfurter Allee 99 Stacheldraht Ferner: Der große Boxkampf- Film: Dempsey- Tunney.( Außer Bußtag.) Bühnenschau. Jugendi. haben Zutritt. Neukölln, Passage- Lichtspiele, Bergstr.151/ 52 Die Hose Ferner: Berlin, die Sinfonie der Großstadt. Bühnenschau. Concordia- Palast, Andreasstraße 64 Madame wagt einen Seitensprung Bußtag: Die aus erster Ehe. Dazu: Ein Mädchen aus dem Volke. Teltower Film- Palast Kammersale Str. 1-4 Beginn Wochent. 515 715 915 Uhr Der Meister von Nürnberg Am Bußtag Kasseneröffn. 5 Uhr Cskar und das große Belprogramm. glieder des RD3. find, haben den Organisationsvertretern der Gewerkschaften erklärt, daß sie bereit wären, die höheren Löhne zu zahlen, daß sie aber unter dem Drud der angedrohten Konventionalstrafe leider bei ihrer finanziellen Lage zur Aussperrung gezwungen feien. Die ausgesperrten Arbeiter und Arbeiterinnen stellen mit Bitterfeit fest, daß gegen Terror fein Staatsanwalt einschreitet, während es genügt, das bei einem Streit ein Arbeiter einen Streitbrecher auch nur schief anblickt, um Polizei und Gerichte in Bewegung zu setzen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen, die von den Unternehmern vertragswidrig ausgesperrt worden sind, werden jedenfalls die Arbeit nicht wieder zu den allen Lohnbedingungen aufnehmen. In den Bezirken Berlin, Brandenburg. Pommern, Ost- und Westpreußen find nach einer vorläufigen Uebersicht etwa 3500 Arbeiter und Arbeiterinnen ausgesperrt. Der Hauptteil davon entfällt auf die Firma oefer u. Wolff, die Fabriken in Elbing und Marienburg hat. Die Firma B. Herbst, Ritterstraße 83, die etwa 150 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt, in Berlin 16 Filialen unterhält, und bereits 2% Proz. über Tarif zahlte, hat ihre Ar beiter nicht ausgesperrt; sie zahlt jezt 7½ Broz. über Tarif und hat sich verpflichtet, nach Abschluß des Kampfes die vereinbarten neuen Löhne zu zahlen. Auch die Firma Dieterle mit etwa 80 Arbeitern und Arbeiterinnen, hat nicht ausgesperrt. Aus Bad Salzungen i. Thür. teilt uns die Firma Edardt G. m. b. 5. mit, daß sie ihre 170 Arbeiter nicht ausgesperrt hat und die Politit des RDZ. nicht mitmacht. Die Fabrikanten in Oberbaden warten. Offenburg, 15. November. Der Bezirk Oberbaden im Reichsverband Deutscher Zigarrenhersteller hat gestern in einer in Lahr abgehaltenen Sigung die Aussperrung der Zigarrenarbeiter in Oberbaden beschloffen. Die AusSperrung foll am fommenden Sonnabend in Kraft treten. 411285 Mitglieder im Baugewerksbund. Bon Januar bis September über 65 000 gewonnen. Auf dem Bundestag des Baugewerksbundes Ende September teilte Paeplow mit, daß die Organisation am 3. September 396 000 Mitglieder zählte Er sprach die Hoffnung aus, daß am Schluß des 3. Quartals, als der Verbandstag gerade stattfand, vielleicht schon 400 000 Mitglieder vorhanden wären. Diese Hoffnung hat sich nicht nur bestätigt, sondern ist sogar noch übertroffen worden. Wie das Verbandsorgan ,, Der Grundstein" mitteilt, hatte der Baugewertsbund am Schlusse des 3. Quartals 404 742 beitragspflichtige Mitglieder. Mitglieder hinzurechnet, die auf Grund der Sagung von der Beitragszahlung befreit sind, so waren es am Schlusse des 3. Quartals insgesamt 411 285 Mitglieder. Das bedeutet in den lezten drei Quartalen einen Gewinn von 65 583 zahlenden Mitgliedern. Die Stärkung des Baugewerksbundes fommt erst recht zur Geltung, wenn man einen Bergleich zieht mit dem Mitgliederbestand der Borkriegszeit, wo doch die Bautätigkeit piel größer war als jetzt. Am Schlusse des 3. Quartals 1913 hatte der damalige damalige Bauarbeiterverband insgesamt 330 664 Mitglieder. Den höchsten Mitgliederbestand der Nachkriegszeit hatte der Baugewerksbund am Schlusse des 3. Quartals 1922 unit 584 144. Wenn auch seitdem eine große Zahl von Bauarbeitern wohl in andere Industrien abgewandert ist, so zeigt diese Zahl aber doch, daß noch ein weites Agitationsfeld zu beadern ist. Der Mitgliedergeminn, der nur durch die rege Agitation der Funktionäre und Mitglieder auf den Baustellen und anderwärts erzielt werden konnte, ist ohne Zweifel ein großer Erfolg gewert schaftlicher Kleinarbeit. Er ist aber auch ein Beweis für die Schwungtraft der Organisation sowie für die wachsende Einficht der Bauarbeiterschaft. Der unvermeidliche Kampf um die Ver. besserung der Lebenstedingungen tann nur in starten Organisationen aufgenommen und bestanden werden. Für die Funktionäre und Mitglieder des Baugewerisbundes darf es daher ob dieses Erfolges fein Erlahmen in der Agitation geben. Die Parole muß nun sein: Der Baugewerksbund muß 500 000 Mitglieder haben! Konflikt im Waldenburger Bergbau. Waldenburg, 14. November. Hier fanden heute Reviertonferenzen der BergarbeiterDie oberbadischen Fabrikanten haben schon zweimal die Aus- verbände aller Richtungen statt, die sich mit der Ablehnung des Schiedsspruches für den niederschlesischen Bergbau beschäf sperrung verschoben. Zuletzt hatten sie beschlossen, die Aussperrung tigten. Die Bergarbeiter fordern Angleichung der Tarif am 14. November durchzuführen. Offenbar suchen sie 3eit zu gelohne an die Effettivlöhne, eine 3ulage von 80 Pf. winnen, um ohne Konventionalstrafe um die Aussperrung herum je Schicht und Erhöhung der Mindestlöhne für die im Akkord zukommen. beschäftigten Arbeiter. an die Arbeiterschaft der chemischen Industrie den Appell, fich end. lich vom Phrajentum und Ueberradikalismus frei zu machen und sich auf den Boden der nüchternen Tatsachen zu stellen. Die Organisation führt zurzeit zwei größere Streifs, und zwar den der Wachsarbeiter bei der Firma Baul Basch wiß und der Dewarflaschenbranche. versammlung sprach ihren im Streit befindlichen Kollegen vollste Die General Sympathie und Solidarität aus. Rücker konnte dann weiter auf ein erfreuliches Wachstum der Bahlstelle Berlin hinweisen. 1321 neue Mitglieder wurden im 3. Quartal für die Organisation gewonnen, ein Zeichen für die ungefchwächte Werbetraft des Fabritarbeiterverbandes. Aus dem Kaffenbericht, den Genosse Rühle vorlegte, ist zu entnehmen, daß sich der Lokalkassenbestand um rund 6500 m. erhöht hat. In der Diskussion trat als erster der Kommunist Schopper auf, der erfreulicherweise ebenfalls das Berhalten der Roten Fahne" und der sogenannten Opposition auf das schärfste verurteilte. Aber auch auff und Wehner, zwei unentwegte und unbelehrbare Kommunisten, fanden fein Wort zur Verteidigung der Roten Fahne". Unsere Genossen Reimann, Sewefom, Kämmer und Neumann unterstrichen und ergänzten dann noch in außer ordentlich wirkungsvoller Weise den Bericht Rüderts. Neu= mann als Vertreter des Keramischen Bundes" hob besonders das gute Zusammenarbeiten der Kollegen vom Glas- und Porzellanarbeiterverband mit der Leitung des Fabritarbeiterverbandes hervor. Betten- Schonert Dianienstr. 12 Deckbetten. Unterbetten Kopfkissen. 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Bewerber, die das unterlassen, werden in den Vormerkungslisten gestrichen. Die Spartaffe der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten 2.-G., Berlin, Wallstr. 65, ist täglich mit Ausnahme von Sonnabend Don 9-3 Uhr und 4-6 Uhr, Sonnabends von 9-1 Uhr geöffnet. Berantwortlich für Bolitik: Dr. Curt Gener: Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: R. S. Döscher; Lotales Berlag: Borwärts- Berlag 6. m. b S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruceret und Conftiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. und Berlagsanstalt Baul Ginger u Co. Berlin GW 68, Lindenstraße 8. AUF KREDITI SCHUHE in großer Auswahl für Herren, Damen und Kinder Anzahlung 2 bis 4 Mk. wöchentlich 1 bis 2 Mk. Heinrich Georg Schöneberg, Hauptstr. 157,1 Photo- Apparate Herrenkleider- Fabrik und sämtliche Zubehörartikel Zeiss Goerz Busch Contessa gibt bis auf weiteres Anzüge, Ulster, Paletois zu Fabrikpreisen ab. Bitte, überzeugen Sie sich. 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