Abendausgabe Rr.SSS B261 44.Ichrgavg Wöch«ltllch TO Tfatraj, monatlich 3/— Sfichfuarf, im Burans z-chNxir. Unter otrrfbaoh im z» anb Au»' lanb 5JS0 Reichsmark pro Monat. * Ser �onBörto" mit der tlliiprier- ten Soontagsbeiloge»voll und Zeif sowie den Beüoam.UrUerljotema und JBifleir",.All» der gümioelt, �Stadtbrilage*,»Frauenstimme, „Der Jtinberfreimh*. ,3ugenb-3oi» mirts-,.«lick w die Bücherwel»'. »Zkultnrarbeif>md»Tech ml' erscheint wochetttqglich zweimal, Sonntag, und Montag, einmal. VerUnes VoMblatt Oonnewiag 1. Dezember 1.927 10 Pfennig Vre Oisfpaltige Nonp««ieeZe k u st e der einzelnen Staaten im Weltkriege, Derluste an Menschen und an Gütern. Alsdann wird nachgewiesen, daß trotzdem die besiegten Länder sowie Sowjetrußland im Derhältnis zur Vorkriegszeit viel weniger gerüstet seien al» stüher, die siegreichen Länder jedoch Ihr« Rüstungen vennehrt hätten, was u. a. aus den gksteig»r> ten Budgetziffern hervorgehe. Es folgen detaillierte Angabe» über die jetzige und die künftige Stärke der See« und Luftflotten der Siegermächt«. über die stärkere Bewaffnung der einzelnen Divisionen, Über die größere Tragweite der Geschütze usw. Dann wird nnt Hilfe zahl'eicher Zitate auf die verheerende Wirkung des Gaskrieges hingewnsen. sowie auf die Tatsache. daß Amerika aus diese Wissen offenbar nicht verzichten wolle. Das Me'.norandnm kommt zu dem Schluß, daß Europa eine große Zahl von gefährlichen Punkten aus ise, daß der Geist des M i h- trauens nach wie vor zwischen den Staaten herrsche und daß die biehcrigev Abrüstungeverhandlunge» zu nichts geführt hätten. Unter diesen Umständen sei die Befürchtung eines ungeheuren kommenden Krieges durchaus begründet, der noch viel größeres Unglück erzeugen würde als alles bisher Dagewesene. Daraus folgert die russische Delegation die Berechtigung der von chr einbrachten Ab- riistungsanträge. Preußen und das Reich. Oer Konflikt spitzt sich zu. Das Reichskabinett hat gestern getagt, aber in der Sache Keudell keine Stellung genoinmen. Daraus glaubt die Rechtspresse herleiten zu können, daß der Reichs- kanzler den Brief des preußischen Mini st er- Präsidenten einfach„zu den Akten" legen und sich überhaupt nicht äußern würde, es sei denn in Form einer gelegenuichen periönlichen Aussprache. Trotzdem der Fall Marx-Kcudell-o. Tresckom noch in frischer Erinnerung ist, trotzdem der Reichskanzler um Keudells willen die fällige Ehrenerklärung für den Jungdeutschen Tresckow bisher hartnäckig v e r- weigert hat, glauben wir nicht daran, daß er das gleickic Spiel mit dem Preußentabinett zu spielen wagt. Der Kappist und gegenwärtige Minister des Innern, Keudell, hat sich gegenüber dem größten deutschen Lande bereits so vielfache Provokationen geleistet, daß sein demonstratives Auf- Hetzen der völkischen Studenten gegen den preußischen Kultusminister nur den Tropfen bildete, der das Faß zum Ueberlaufen brachte. Glaubt der R e ch t s b l o ck, der nach allen bisherigen Landtagswahlen längst nicht mehr das Vertrauen der einst hinter chm stehenden Wähler hat, wirklich so fest im Sattel zu sitzen, daß er sich zu der Keudell-Provokation noch weitere Brüskierungen der republikanischen Staatsregierung von Preußen leisten dürfe? Dann würde ihm sicher bald zum Bewußtsein gebracht werden müssen, daß der kleine Landrat a. D. aus der Neumark nicht der Mann ist, um derentwillen die preußische Regierung ihre auf- bauende Arbeit für die Republik aufgibt. Sic wird, trotz aller Orakelsprüche der Keudell-Preffe und trotz der gewollten Schweigsamkeit des Bürgcrblockkanzlers den Kampf für r e p u b l l t a n i s ch e Selbstachtung fort- setzen itt dem Bewußtsein, daß sie die M a s s e n. d e s d e u t- schen Volkes hinter sich hat, während die deutsch- nationalen Säulen des Bürgerblocks von Wahl zu Wahl weiter zersplittern. Marx überlegt... Wte offiziös mitgeteilt wird, Hot der Reichskanzler den Brief des preußischen Ministerpräsidenten selbstverständlich erhalten. D>r Reichskanzler werde in seiner gründlichen und bedächtigen Art die Antwort.auf diesen Brief reiflich überlegen und wahr- scheinlich schriftlich erteilen. Als der Reichskanzler vor versammeltem Reichstag die Beschuldigungen der rechtsradikalen Junker aus der Nachbarschost von Tresckows, darunter des Keudell, sich zu eigen machte, und im Laufe einer Kanzlerrede in denkbar ösfentlichster»tid autoritativster Weis« verbreitete, scheint weder eine gründliche noch eine bedächtige-Ueberlegung vorangegangen zu sein. Bei dem Widerruf dieser Beschuldigung, die durch ein preußisches Gs- richtsurteU als grundlos erklärt worden ist, scheint.Herr Marx wiederum zur gründlichen und bedächtigen Prüfung zurückgekehrt zu sein, denn hier will er ja durchaus das Urteil der Berufungs- inftanz abwarten. Der Brief des preußischen Ministerpräsidenten Hot, wie offiziös mitgeteilt wird, die einmütige Billigung des preußi- schen Staats Ministeriums erhaltet». Verantwortlich für diesen Brief ist wie für olle preußischen Regierungehandlungen nach der Verfassung der Ministerpräsident. Er wird diese Verantwortung gern tragen. „Aoch nicht dagewesene Erregung." In Rom„sehr peinliche Eindrücke".> Paris. 1. Dezember. Der„Matin" hat Jules Sauerwein zum Studium der fron- zösisch-italienilchen Beziehungen nach Rom entsandt. Sauerwein be- richtet: in Italien sind die Eindrücke eines Franzosen sehr peinlich. In den Unterhaltungen und in der Presse werde von einem Kon- s l i k t der beiden alliierten Nationen als von etwas durchaus Möglichen gesprochan. Man müsse zugestehen, daß Süd- slowien durch häufige und ungeschickte Kundgebungen die italienische Erregung wachgeholten habe. Zusammenfassend stellt Sauerwein fest, daß die italienische Erregung auf«inen bisher nochnicht gc- kannten Grad gestiegen sei, der jeden Zwischenfall zwischen Südstawicn und Albanien zu einer Gefahr gestalte. Mussolini ermordet? Ein Gerücht an der Börse. An der Berliner Börse waren hr ts varmilkag dauernd Öe- r ächte verbreikel, daß Mussolivi einem Attenlak zum Opfer go fallen sei. Dt« Berliner ikalienischc Botschast erklärt dazu, daß ihr darüber nicht» berimnl sei. Siudenienwahten. ASgelehnte Selbstverwaltung— ein Delenninis zur Llnreife. Das Endergebnis bvt Abstimmung an den preußischen Hochschulen liegt jetzt vor. 26 von den 27 Hochschulen baben die Verordnung des Kultusministers über das«tuden» tenrecht abgelehnt und die Hochschule, die sich für die Verordnung erklärt hat, umfaßt nur— 33 Studierende! Es ist die Philosophisch-Theologische Akademie in Braunsberg (Ostpreußen), das Priesterseminar der katholischen Diaspora im Ernrland. Man muß zugestehen, daß bei einer Wahlbeteili- g u n g von 50 bis 70 Proz. die kompakte Mehrheit sich gegen die Verordnung ausgesprochen hat. Berücksichtigt man aber das Heer der N i ch t w ä h l e r, die sich zum Teil aus Ver» ärgerung über die völkische Mißwirtschaft im Selbstoerivol- tungskörper, zum Teil aus dem Willen einer falsch auf- gefaßten politischen Neutralität heraus und zum Teil(vor ollem in den katholischen Gegenden) aus Mangel an Mut, den Abstimmungen ferngehalten haben, so verändert sich das Bild. In diesem Lager neigt sicherlich die Mehrzahl den Anschommgen des Kultusmimstcrs zu. Hier wird zunächst eine gesunde Erziehungsarbeit einsetzen müssen. Wenn die deutschnationale Presse das Abstimmung?- ergebnis als einen überwältigenden Sieg der konservativen Studentenverbindungen über den Kultus- minister feiert, so entbehrt diese Pose nicht der Lächerlichkeit. Mit einem„Sieg" de» Kultusministers konnte ein vernünftiger Mensch von vornherein überhaupt nicht rechnen. Um Sieg oder Niederlage handelt es sich aber auch gar nicht. Der völkische Vorstand des studentischen Selbst- v e r w a l t u n g s k ö r p e r s, der in der Spitzenorganisotion der„Deutschen Studentenschaft" zusammengefaßt war und das Recht auf Zwongsbeiträge hatte, mißbrauchte das Recht zuantisemitischenKampfmaßnahmen. Staatsbürger jüdischen Glauben» wurden als Staatsbürger zweiter Klasse behandelt. Man machte sich die Bestimmungen der deutschen studentischen Vereinigungen in Oesterreich und den Grenzländern zu eigen, nach denen„nicht deutschblütige" Studenten die Rechte dieser Vereinigungen nicht erwerben konnten. Das bedeutete auf reichtsdeutsche Verhaltnisse über- tragen die Entrechtung eines Teils der Studentenschaft. Diese willkürliche Maßnohme steht im G e g e n s a tz z u r Verfassung. Der preußische Kultusminister durfte den Mißbrauch des seinerzeit vom Genossen Hönisch den Studenten verliehenen Selbstverwaltungsrechts nicht dulden. Er konnte den Zustand praktisch nur ändern, wenn er den einzelnen Studentenschaften als staatlich anerkannten Selbstverwaltungskörpern, und der„Deutschen Studenten- schast" als Spitzenorganisation aufgab, eine Koalition mit solchen Verbindungen außerhalb des Reiches zu lösen, die jüdische Staatsbürger von der studentischen Selbstverwaltung mlsschlossen. Der Landtag hatte außerdem den Kultus- minister ausdrücklich ermächtigt, dementsprechend vorzugehen. Der Kultusminister hatte also das Recht, von sich aus auf dem Wege der Verordnung vorzugehen, ohne die Etüden- tenschaft noch einmal zu befragen. Wenn er zunächst noch einmal in Verhandlungen mit den Studentenschaften eintrat und schließlich eine Abstimmung über eine Verordnung an- ordnete, deren Sinn es lediglich ist, die Innehaltung der Reichsverfassung durch die studentischen Selbst- Verwaltungsorgane zu sichern, so war das ein außerordentlich weitgehendes Entgegenkommen, dag gewisse Teil« der Studentenschaft sicherlich nicht oerdient haben. Der Kultusminister hat den Studentenschaften eine letzte Chance gegeben, von sich aus ihren Organisation»- mifbau mit der Verfassung in Uebereinstimmung zu bringen. Sie haben diese Chance in unreifer Verkenming der Tat- fachen ausgeschlagen und damit sich selbst eines wich« tigen Rechtes beraubt. Die„Deutsche Studentenschaft" und mit ihr die einzelnen Studentenschaften haben aufgehört, für Preußen die staatlich anerkannten Organe der studentischen Selbstverwaltung zu sein. Sie mögen versuchen— und sie scheinen dazu entschlossen zu sein— ein Leben nach 2lrt der Prioatvereine weiterzufristen, des Rechts, Zwangs- beitrage zu erheben und als anerkannte Vertreter der Studenten zu handeln, sind sie verlustig gegangen. Jetzt tritt die vom Kultusminister für den Fall der Ablehnung vorgesehene Verordnung in Kraft: „An Hochschulen, in denen die Siudentensihaft nicht gemäß§1 gebildet ist, trifft der Mnister die für die wirtschaftseiarichluagen erforderlichen Maßnahmen." Selbstverwaltung ade! So sieht der„Studentensieg" im Lichte besehen aus. Man hat sich freiwillig des wesentlichen Teils der Studentenrechte begeben. Ein Abschiedsbries nach Moskau. Krau?toland Holst nicht mehr Kommunistin. Die Iührerin der holländischen Kommunisten, Frau Roland Holst, seit Jahrzehnten eine bekannte Gestalt der europäischen Aroeiterbewegung, hat ihren Austritt aus der kommunistischen Internationale vollzogen und ihn mit der folgenden Erklärung begründet: Die Ereignisse der letzten Tag« In Rußland, wo nach einer monatelangen Hetzkampagne gegen die Opposition ihre zwei vor» nehmsten Führer aus der Partei ausgeschlossen und die Gesinmmgs- genossen jener Führer aus dem ZK.»ich der ZKK. entfernt wurden, bedeuten den Sieg der ErsiickuvgskakM und der gewaltsamen linker. drückung der freien INcinungÄiußeruug. nicht bloß in der russischen KP., sondern in der ganzen Scommu- nistischen Internationole. Das Hinauswerfen von Trotzki, de» Führers, dessen Genie zusammen mit dem Genhis Lenins es Sowjet- rußlmch ermöglicht hat— soweit dies von«inigen großen Person- lichkeiten abhängt—, in den ersten Jahren nach der Revolution siegreich den Anfällen der nationalen und internationalen Reaktion zu«itxrstehen—, dies Geschehnis muß jedem revolutionären So- zialssten. dessen Geist nicht verwirrt und dessen Gemüt nicht ver- giftet wurde von den lügenhaften Vorstellungen der kommunistischen Parteipress«, mit Ekel und Entrüstung gegen jene, welche sich dieses Frevels schuldig machten, erfüllen. Für Millionen von Arbeitern und Dauern in der ganzen Welt war Trohki das levende Symbol de» revolutionären Heldenlnin» der Jahre tgl7'lg2t. Sein Ausschluß bedeutet die Verleugnung dieser Zeit. Die Solidarität mit Trotzki und nicht weniger mit seinen Gesinnungsgenossen, die während der letzten Monat« deshalb, weil sie ihrer Ueberzeugung Ausdruck gaben, ins Gefängnis gesteckt oder brotlos gemacht wurden, erleichtert es, die Verbindung zu lösen mit der KI., der Organisation, welche als Ganzes das Austreten der Fraktion Etalin-Bucharin deckt. Di« Tat derer, welche cm« Prodesi gegen die»Anwendung der Gewalt aus die Partei, die Erstickung des Parteilebens, dt« Desorganisation der proletarischen Vorhut nick?t bloß in Rußland, sondern in der ganzen Well"(so wie Trotzki es in seiner letzten Rede im ZK. formulierte) jetzt die KI. verlassen, braucht ken»esw«gs zu bedeuten, daß sie sich in politischer Hinsicht mit der russischen Opposition indentifizieren. Was mich bekrifft. so ist diese Tat die Frucht einer nach und nach gereisten Ansicht, daß, um nochmale die Worte Trotzkis anzuführen,.der Glaube an dt« Allmacht der Gewalt, sogar in Beziehung zur eigenen Parket" unvermeidlich die Signatur des Kurse» sein wird, welcher nach den letzten Ereignissen sich auf alle Parteien der KI. erstrecken wird. Die Mitglieder der kommunistischen Parteien werden weniger Rupprecht, Eugen Richter, die echt kindlich wirkend« Erika Haufe als Klein�llse und die Kinder Hilde Kost, Siegfried Eardo und Georg Horst verdient, in einer besseren Auf führung nntzuwirken. T. S. Eröffnungskonzeri der„Getna". Singakademie. Unter Führung von Eduard Künneck«, Josef Königsberger. Otto Lindemami ist der Bund deutscher Komponisten gegründet worden, der die in der Genossenschaft zur Verwertung musikalischer Auf- fühningsvechte(Gemat zusammengeschlossenen Komponisten oller Richtungen zum gemeinsamen Ziel oereinigt. Es blnbt abzuwarten, in welchem Umsonge diese neue Organisation ihrem Prvgramm „deutsche Eigenort. dflllsche Kunst aller Richtungen zu propagieren" gerecht werden wird. Das ErSsfnungskon.zert jedenfalls stützte sich auf Namen, die einer ziemttch einheitlichen Richtung angehören, jo oerschieden sonst die Individualität der H i nd e m i th, I a r n a ch und K r e n e k ist. Man hörte auch bis aus die Rhapsodien von Jornach nur bereits be- kannte und teilweise ältere Werk« der aufgeführten Komponisten. Hindemith» Stretchquanett Nr.« zeigt alle Vorzüge setne« längst al» einer der bepabtesten und musikalisch wertvollsten Führer im Reich der AtonalltSt anerkannten Schöpsers. Die ganze Frisch« und schars« Profilierung seiner Thematik, die Flüssigkeit seiner Gedanken- Verbindung, die disserenzierte und klanglich subtile Kontrapunktik seiner musikalischen Sprach« stihert diesem Werk den Erfolg, der um so größer ist, wenn ein so ausaezeichnetes und in moderne Kunst einyefühlte» Ensemble wie das Am a r- O u a r t e t t die Inter- pretation übernimmt. Philipp Iarnach spielte hierauf selbst seine Sonattne für Klavier und vereinigte sich mit Siefan Fren kel zur Uraufführung seiner 3 Rhapsodien für Violine. Der Komponist verleugnet auch heute noch nicht seine Herkunst von Busoni. Mit diesem verbindet ihn eine gewiss« philosophierende Schwere de? Aus- drucks. Daneden verfügt er über einen glänzenden Klaviersatz, der seiner Neigung zu impressionistischer Forbigkeit sehr sörderlieb ist. Weniger befriedigte dagegen die von Ernst Srenet gebotene Musik. Seine beiden Suiten für Klavier, die Else C. Kraus etwas trocken und hart spielte, sind pionistisch undankbar, kompakt in der Klang- kombination und thematisch von einer nickst immer mit Glück ver- bvrgencn Baualstöt. Höher im Niveau und vor ollem viel gekonnter erweist sich dos Streichquartett op. 20. Hier erinnert der Komponist in der Keckheit und Unbekümmertbsit der Erfindung an Hindemith. wenngleich chn von diesem der Hang zu blutleerer Spekulation trennt. Bewundernswert war auch hier wieder die alle enormen Schwierigkesten spielend meisternde Kunst des Amar-Quartetts. »— r. 3a der Söcklln-Ausflellunz der ZkaNoaalg-lerie konnte, da de: andauernd starke Belnch die«asten der Veranilatwng Ichnellsr al5 voranZzu'ibeii auZ- glei-ht, da» E i n t r i t t S g e l d aus l Marl herabgesetzt werden. lasten« v-rbaloss veranstaltet am«. Dezember, 12 Uhr. i«»c- uaisience-Theater eine Tan, mau nee. als je in der Lage sein, durch freien Meknnngsau-chmßh ihre Eßt« ficht zu verliefen. Geistige Erstickung. Mangel an jeglicher Prüfung und Reibung der Gedanken, werde« jeden Entwicklungsprozeß in den kow- munifkifchen Parteien unterbinden. Talsächliches vppcriunistiscksts Austreten wird mit dogmatischer Er- siarrung zusammengehen. Das Bestehen einer tiefen unaufhaltsam zunehmenden Krise in ollen Teilen der sozialistischen Bewegung wird von diesem Dogmatismus allen Tatsachen zum Trotz auch weiter ge leugnet werden. Es wird nur noch außerhalb des Rah- mens der kommunistischen Parteien nach neuen Dahnen für den Kampf der Arbeiterklasse zur Erlösung de? Menschheit gesucht werden können. Diese Erwägungen zwingen mich, aus der KPH. auszutreten. Nach diesem Austritt der Roland Holst wird von dein kleinen Häuflein der kommunistischen Partei Hollands nicht mehr viel übrig bleiben.__ Gegen das Bündnissystem. Für Oeffentlichkeit der Verträge. Pari», 1. Dezember.(Eigenbericht.) Der vcrwallungsousschuß der Sozialistischen Partei hat zu dem sraozöfisch-jugoslawischen Frcuudschoslsver krage Sfälung genommen. Zn Aebereinstiinmung mik der sozialistischen Parlamentsfrakkion fordert die franzSsssche Parket die Veröffentlichung säml- licher diplomatischer Vereinbarungen, die Frank. reich seit dem Waffenskillslond geschlosse» hat. Sie müßten dem Parlament zur Ratifikaston vorgelegt werden. Der sranzöfijch.jugoflawiiche Vertrag habe zwar zur Ursache da, imperia. listische Treiben der Faschifienregierung in lllatieu: dennoch bestünde eine große Gefahr durch das Netz von Verlrögen, die Frankreich mit anderen Ländern, entgegen dem Sinne von Locaruo, geschlossen habe, weil sich dadurch feindliche Lager bilden, zwischen denen e» zu Zusammenstößen kommen könnte. �Ooily Mail'" für die Zivilisation. London. 1. Dezember. „Daily Herald" führt über den Abrüstungsvorstoß Litnnnosis aus: Likwinoff weiß, daß seine Vorschläge keine Annohme finden werden. Aber sie werden dazu dienen, die Lage zu klären. Die Absicht der Sowjetregierung dürste gewesen sein, die anderen Mächte zu veranlassen, deutlich zu erNären, wie well es ihnen mit dem Gerede über Abrüstung ernst ist. Die übrigen Blätter bezeichnen die Vorschläge als grotesk. „Daily Ehroniclc" sagt, der russische Scherz verdiene keine Ant- wort. Die Russen wußten genau, daß da» Opfer, zu dem sie sich bereit erklärten, niemal» von ihnen verlangt werden wird.„Daily Mail" meint, durch Annahme des Planes Luwinoff» würde die zivilisierte Welt tn den Zustand der Steinzeit zurückgebracht werden, und di« unzivilisierten Rassen würden dann in der Welt das Uebergewicht haben. Die Vereinigung»Republikanische Presse" veranstaltet cnii Donnerstag, dem 8. Dezemher 1927, abends 8 Uhr. m dcn Räumen des Demokratischen Klubs, Mttoriastratze 24,«nen Bor- trageabeiid, auf dem Reichstagsabgeordneter Gesandt« a. D. Landsberg über Press«. Republik und Strafgesetz. mit besonderer Berücksichtigung der Landesverratsprozesse. sprechen wird. Dem Bortrag soll eine Aussprach« folgen. Das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiken ist nun- wehr auch von der R h e i n l a n d k o m m i s s i o n für das noch b«. setzte Gebiet zugelassen worden. Da das Gesetz Bordelle verbietet. müssen jetzt auch die Borkelle oerschwinden, zu deren Errichtung Gemeinden des besetzten Gebiets durch das Besatzungskommando gezwungen worden sind. Der Pelrolenmkonzern Delerdings dementiert jede Beteiligung an den TtcherwonetzfSlschungen und an Plänen znr politischen Br freiung Georgien?. Er sieht dahingehende Beschuldigungen als „einen Teil des Feldzuges an, den die Sowjets gegen ihn führen". Oer Fall Keudell. lieber den Rsgiorungswirren Kummervoll der Kanzler sinnt. Plötzlich Kreischen, Schelten, Klirre»..« , Kendell— ha— das Schreckenskind! Unglücksmensch, der schon vergessen Seine letzte Prügel hat! Im Fall Tresckow— keine Treffen, Im Fall Badt— ein kaltes Bad! lind nun wiederum Konflikte! Das Verhängnis seh ich nah'«. Denn der ervig iwgeschickte Tobt im preußischen Porzellan, Tritt den Becker aus die Stiebet. Großer Gott, was mach ich bloß? Wie werd dies Lnkant terribie Ich aus der Regierung los?" So in völliqer Verzaaung Marx auf Rettungsmittel ssmst: Sich entschuldigen...? Bertogunz...? kkonzler, höre, du bist blind? Ein Rezept löst dein« Sorgen Unter sicherster Gewähr: Reichstagsneuwahl? Dann ist»wrgcn Kein Minister Keudell mehr! _ Jonathan. „Bie Du küßt keine", nennt sich die Operette, Musik»on K. Pfarchner von Fredy Ker st en- Kirchhofs, zu deren Uraufführung das Walhalla-Theater eingeladen halte. Man muh es der Direktion Samst zugestehen, daß si« für einige sehr ansprechende Darstellerinnen gesorgt hat. Hilde Lampe und Lony Pyrmont begeisterten das Publikum durch ehren Gesang und ihr flotres Spiel. Hinsichtlich der männlichen Darsteller mußten die Ansorüche der Theaterbesucher schon etwas bescheidener sein: am allerbescheidensten aber dem„Werk" gegenüber. Die Musik, die die freundlichsten Erinnerungen an fernere und nah« OpereUenvergangenheit erweckt, ist Immerhin noch«nigermaßen ge- schickt zusammenarstellt. Dem Textbuch, das aus den gleichen Grund- fätzen wie di« Musik aufgebaut ist, läßt sich nicht«inmal da» nach» lagen_ S— z. V, VUgif«. e-rlevo Th leben uo» Hr'uta galt btihtHtn irt 3. Zan». m tf»&er Volksbühne S. die konnlag, dm 4. T c, ember, voirn. 11 /« Uhr. im Theater-in Bdl- wp I a tz staljflndet. Programm: MaSlentän,«. ckinlaßlarten iür Mitglieder, die zur Teilnahme an einer PiatzauZlosung berrchligen, 1,30 M. Feste Plätze jur 3 und � M. Ludwig Horb, bricht im M e i st e r j a a t am 3, SZ Uhr: H«ine iZeägedichte, Deutschland, Romancero, Hebräische Melodien, Letzte Gedichte): am 4.: Abenteuer und Einkehr lnach einer Zfceil« durch Merilo. Zentralamerita und Kestindien: gelebt« Dichtung). Kindervorstellungen. Eine moderne Revne und ein Märchen von vorgestern. Da, Große Schauspielhaus entführt feine großen und kleinen Gäste auf eine weite Märchenreise. Artur üokesch hat sich eine reizende Handlung ausgedacht,„DieAbenteuerdesKapitän Fun t", die Auge und Ohr de» kleinen Publikums entzückten. Fritz und Ilse möchten sich so gern den großen Dampfer ansehen, der im Hafen liegt, und plötzlich fährt das Schiff los. Di« beiden Kinder machen unfreiwillig die große Reife mit. die Kapitän Funk unter- mmmt, int Spielzeug aus oller Herren Länder zu Weihnachten einzukaufen. Was Ilse und Fritz da alles erleben! Auf eine wunder- bare Insel kommen sie, wo leuchtende Türme gespenstisch in die Nacht ragen. Da passiert sogar ein richtiges Wunder. Es ist ständig von der Insel der sieden Türme die Rede. Wer aber qewissenbon nachzählt, der merkt, es sind nicht sieben, sondern acht: sie sind Zu- schauer eines prächtigen festes beim Kaiser von Japan: si« kommen in das Märchenland der Wirklichkeit, in die Filmstadt Hollywood, wo Eharly Chaplin leibhaftig auftritt, sie sehen einen übermütigen, zum Quietschen komischen Kinderfilm, kehren schließlich, um tausend Er- lebnisse reicher, wohlbehalten in» Elternhaus zurück und kommen gerade zur Weihnachtsbescherung zurecht, mit brennendem Tannen- bäum, lebendigen Schneemännern, Psefserkuchenfräuieins und einem herrlichen Krippenbilt». Alle Bilder strahlen in glitzernder Farbenpracht und öffnen einer beschwingten Phantasie Tür und Tor. Da gibt»« entzückende Tanz- bilder der exakt gedrillten Jackson Boys und der Sunfhine Girls, die ihre wohlgeschulien und berückenden Bein« freigebig zeigen, ohne daß die Kinder eine moralische Gefährdung erleiden. Auch dl« Kinder entwickeln sich: die alten Märchen wollen sie nicht mehr sehen, mit denen schon Urgroßvater gefüttert war: sie wollen etwas fürs Aug«. Und so hängen denn auch die Augen brennend und sehn- süchtig an der großen Bühne, die soviel Wunderdinge erstehen läßt. Ein so hii-gerissenes Publikum sieht das Theater selten. Die Köpf« sind gespannt vorgebeugt: der Mund steht erwartungsoall offen, und wenn Alfred Broun, der Funkkapitän, seine Kinder auf der Bühne Hurra rufen läßt, dann schreien auch die Kinder aus dem Publikum mit. Die Schauspieler haben sich ganz wunderbar in die kindliche Seele eingelebt. Sie spielen so, daß man das Jauchzen in der Brust der kleinen Zuschauer verspürt und die Bühnenkinder Ilse und Fritz(A l e x a und GerdNadler) sind die entzückendsten und unbefangensten Theaierkinder, die ich je gesehen habe. Da»„dramolssche Märchen", da» im Metropol-Theoier den Kleinen vorgeführt wird, nennt sich„Wie Klein- Elschen da« Christkind suchen ging". Es ist geschrieben für die Kinder von Vorgestern und wird auch entsprechend ausgeführt. An Stelle der Qualität ist di« Quantität getreten. Dabei ist di» Märchen- Idee, daß ein Kind ausgeht, dos Christkind zu suchen, und den ver- lorcnen Dater sindet, sicher recht hübsch. Aber unmöglich« Verse verquetschen sie zu einem dreistündigen, faden Drei, den«in ranziger Ausstattwngsprunk garniert. Von den Darstellern hätten der Knecht Das Atteniai aus Karl Sech. De» Täter können die„Frontkämpfer" nicht abschütteln! Weaa in einer der ersten Meldungen über den glücklicherweise vscheilsrtcn Mordanschlag auf unseren Freund Karl S e i h. den Bürgermeister des rolen Wien, auch von einer früheren Mitglied- schafk des Richard Slrebioger zur Sozialdemokratie die Rede mar, so reduziert sich das daraus, dag er einmal vor nähren als Tagelöhner im stelrischen Erzbergbau vier Beiträge zum Berg- arbeilerverbaad gezahlt hat— we'lcr hat die sozialistische Arbeiter- bewegung mit ihm nichts zu tun: desto mehr die Rechtsradikalen! Dagegen steht fest, daß Sirebinger und feine Gefährten 192Z deich Ankleben christlichsozialer Wahlplakat« in mit sozialdemokratischen Arbeitern in Streit gerieten und auf sie geschossen haben, wofür Strebinger auch polizeilich bestraft vyjxben ist. Dt» Polizei hat auch Zeitungsberichten nickst widersprochen, daß Sirebinger jenem Terrorvrrein„O st a r a" angehört fjat', dessen M:t- gtieder den Genossen B i r n e ck e r vom Republikanischen Schutzbund in Wien erschossen haben, daß in der Wohnung Sirebinger? Gewehre gefunden worden sind und daß Strebinger regel- mäßig an Kameradfchaftsabenden der„Frontkämpfer" tcilgeiiommen hat. so auch noch am Vorabend seines Mordanschlags. Unter diesen Umständen gewinnt der Hinweis Bedeutung, den der Wiener Berichterstatter des„Berliner Tageblatts" macht, daß nämlich in den, Vertrag über die D o l l a r a n l e i h e der Swdi Wien die Geldgeber sich den Rücktritt vorbehalten haben, wenn binnen fünf Tagen vor Inkrafttreten Unruhen in Wien vor- kommen. Eine Ermordung oder Verletzung des Stadtoberhauptes hätte die, Anleihe, die Wien zu neuen Großtaten befähigt, verhindern'können: der Tag des Mordanschlags lag innerhalb di.'ler Frist!„..._ Deutschnaiionaler Daumenbiß. Raiionale Männer unter sich. Prag, L Dezember. Ärn Abgeordneienhaus kam es zu Lärmszenen und Handgreiflich- kciten. Di« deutschen oppositionellen Redner kritisierten scharf die vorgestrige Rede des früheren Obmannes des Deutschen Lsrbandes, Abg. Windirsch, der die deutsche Politik beim Umsturz als smnlos und die Errichtung der deutschböhmischen Landesregierung als «ine Groteske bezeichnet hatte. Im Verlaufe der Auseinander- setzung-n sprang plötzlich der deuischnationale Abg. Schollich auf den Abg. Wagner(Bund der Landwirt«) zu und versetzte ihm ein« schallende Ohrfeig«. Wagner wollte sich aus Schollich stürzen, murde aber daran von den übrigen Abgeordneten gehindert, welche die beiden Streitenden trennten. Noch Mitteilung von Augenzeugen, soll Schollich von Wagner ebenfalls einen Schlag ins Gesicht er- hatte» haben, wobei Wagner von Schollich in den Daumen ge- bissen wurde. Telegraphiere Bild nach Wien! Eröffnung der Bitdielegraphie zwischen Berlin und Wien. Oberstudienrai Hölzel strasversetzi. Die gestörie Verfassungsfeier in Wüißensee. Ausführlich berichteten wir seinerzeit über einen Schul- skandol, der sich am Realgyinnosium in Weißensce obge- > piekt hat. 2lus Anlaß der Veriassungsfcier hätte der Studicnrat Werner oiisaciührt, daß die Hcranbild'.ing rechter Staatsbürger das Fiel bei- Schrlerziehuna fein I» liste: deshalb sei es ein Schandfleck für die höhere Schule, dag an der Ermordunq des Reichsministers l'Althsr Rothenou auch«in Gymnasialschlulcr beteiligt gewesen sti. Kaum hatte Werne? geendet, als der stellvertretende Direktor, Oberstudienrat Hölzel, das Wort ergisf, gegen die Rede des Studienrats Werner Verwahrung einlegte und erklärte, nicht Rathsnou, sondern Hindenburg sei das rechte Ideal. Dann erging rr sich in parteipolitischen deutschnationalen T i r a d e n. Sürdicnroi Werner, der so vor seinen Schülern bloßgestellt war, ließ sich vom Anit suspendieren und beschwert« sich über seinen Direktor. Da? Provinziakschulkolleaium. die Berliner Sckzulbchörde n ch da« zuständige Bezirksamt Weißcnjee griffen ein. Das D i s z i- plinar oerfahren gegen Hölzel wurde eingeleitet. Fetzt ist die Entscheidmig ergangen: Trog allen Geschnatters der schwarzweiß- rotcit ftopitotsgänfe von der„Täglichen Rundschau" und der Scherl- presse hat das Provinzialichulkollegrum dem Oberstudienrat Hölzel sline ernste Mißbilligung ausgesprochen, und aus Antrag des Weiße rrsecr Magistrats ist Hölzel an eine andere Anstalt verscgt worden. Es ist erfreulich, daß die zuständigen Behörden diesmal energisch durchgegrissen haben. Unter keinen Uinstönden darf geduldet werden,' daß ein Sugendsrzieher sein Amt dazu mißbraucht, partc-ipolitijche Propaganda zu treiben und seine Schüler gegen Republik und Verfassung aufzuwiegeln. Gerade die Schüler unserer Hähern Lehranstalten, die uns die zukünftigen Lehrer und Richier stellen, sind oolks- und staatsfeindlichen Einflüsterungen von außen her in hohem Maße ausgesetzt. Do muß zum mindesten innen das Haus sauber gehalten werde», und ein Schulmann, der „ach dem Muster de» Herrn Hölzel handelt, ist sehr deutlich zur Ordnung zu rufen._ Einftnrznnglück am Alrxanderplaki. In den heutigen Vormittagsstunden ereignete sich am Alex ander platz ein schweres Sin stur zu nolück, bei dem ein Arbeiter schwer, zwei andere zum Glück nur unerheblich verletzt wurden. Das Grundstück A l e r a n d e rstr a ß e 71, das sich bis zur Dircksenstraße berumzieht, wird gegenwärtig von einer großen Arbeitertolonne abgerissen. Gegen Uhr löst« sich plötzlich«in Balkon der ersten Etage und r i ß mehrer« Mauerblöcke mit in die Tiefe. Drei Ar- bei t er, die unmittelbar muer der Emsturzstelle tätig waren, wurden von den herabstürzenden Gesteinsmasjen verschüttet. Die Feuerwehr erschien aus den Alarm„Menschenleben in Gefahr" mit mehreren Rettungswagen an der Unsollstellc. Vis zum Eintreffen der Wehr mar es jedoch Arbeitskollegen der Verun- glückten gelungen, diese aus ihrer gefahrvollen Lage zu befreien. Während zwei von ihnen mit ganz geringfügigen Ver- letzungen davonkamen und an der Arbeitsstelle» verblerbcn konnten, mußte, der Wjährige Karl Heese aus der Marien- hurg-r Straße S0a mir schweren inneren Verletzun- gen und einem Oberschentelbruch durch die Feuerwehr in das Krankenhaus am Fricdrichshain übergeführt werden. Eins polizeilich« Untersuchung über die Schuldfrage ist sotort «ingefeiict ward«er. »ach dem Genuß von rohem Hackfleisch erkrankten im Anfang h9t Woche sieben Personen, die an einer Familienfeier im Hause Stallschrelberstroße 23- teilgenommen hatten, unter Vergiftungeerscheinungen. Bei den Erkrankten stellten sich Benommenheit und Erbrechen ein, so daß der behan- delnde Arzt die Ueberweisung in das N r b a n k ra n t e n h a u s verortmete. Es wurden noch einige Fleischreste vorgefunden und zur bakteriologischen Untersuchung beschlag- »ahmt, Lebensgesahr soll bei keinem der Erkrankte» bestehen. Heute mittag 12 Uhr hat die erste für den öffentlichen Berkehr beslimmie Bildkclegrapheneinrichlung zwischen Berlin und Wien zu arbeilen begonnen. Was noch vor einen, Jahre als Ergebnis ge- lungener Laboratonumsarbeit bekannt wurde, ist nun so weit durch- gebildet, daß es auch im praktischen Dauerbetrieb Verwendung sin- den kann. Zwanzig Jahre sind seit der ersten telegraphischen Bild- Übertragung, die Prof. Dr. Artur Korn zwischen Berlin uird München durchführte, vergangen. Korns Softem, das bereits her- vorragende Erfolge aufweisen koimto, ist nun durch das von Prof. Dr. C a r o l u s und Dr. Schröder geschlagen worden. Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Versuche zur Schai- sang eines unbedingt zuoerlaMen Blldtelcgraphiesystems erlebt. Die Ergsbmge, die das System Carolus-SchrÜder mit seiner naturge- treuen Ueberiragung jeder Art von Bild erzielte, sind in der Qualität kaum zu Übertreffen. Verbesserungen sind nur noch möglich, wenn es gelingt, Sende- und Empiangsgeräte zu vereinfachen und die Uebertragungsschnelligkeit wesentlich zu erhöhen. Bei der lieber- tragung von Bildern zwischen Berlin und Wien werden die durch die Helligk-chsschwantungen der Bilder erregten S t r o m i m p u l i e über Drahtleilungen gesandt. Diese schwachen Impulse werden auf ihrem weite« Wege durch dazwischengeschaltete V e r- st ä r t e r ä m t e r am Leben erhalten. Solche Aemter sind in . Treuenürictzen, Bitierscld, Altenburg, Plauen, Bayreuth, Nürnberg, Hemau, Straubing, Passau, Linz, Amstetten und St. Pollen. Na- türlich sind auch am Sende- und Empfangsort selbst Lerstärkerein- Lichtungen vorgesehen. Die Bildielcgraphie kann sich allerdings auch der drahtlosen Trägerwellen bedienen und dabei zu erheblich besseren Zeiten bei der Uebertragung der einzelnen Bilder gelangen. Lei der Benutzung von Drahtleitungen dauert die Ueberlraguna eines Bildes von 10x4 Zcnkimeter Größe etwa 10 Minuiev. Auf dem drahtlosen Wege aber wird man die gleiche Leistung in einer halben bis einer Minute erreichen. Jedes Bild wird bekanntlich Punkt für Punkt durch einen Lichtstrahl abgetastet, dabei sind bei einer Bildfläche von 2 Ouadratzentimetern nicht weniger als eine l?albe Mjlfott Bildpunkte zu erfassen und zu übertrogen. Gegenwärtig finden zwischen Berlin und Wien Versuche statt, die Bild- telegraphie durch Verwendung von Kurzwellensendern und Emp- fängern zum Bildfunk umzuwandeln. Man hofft, daß diese beiden Betriebsarten sich dann gegenseitig ergänzen werden. Die Bild- telcgramme, die nun den Postämtern zur Uebertragung übergeben werden, dürfen höchstens 10X1!) Zentimeter groß fein, denn größer ist die verfügbare Fläche der Dildtrommel des Bild- telegraphengeräts nicht. Wenn man größere Bilder senden will. so müssen sie vom Absender entsprechend zerlegt werden. NatiZr- lich können kleiner« Bilder jederzeit ohne irgendwelche Schwierigkeiten Übermittelt werden. Bei der Wahl der Farben des Bildes ist zu berücksichtigen, daß schwarzer Druck, tiefschwarze Schrift oder Tusche am besten übertragen werden. Bilder in den Farben gelb, blau und lila sind für die Uebertragung weniger geeignet. Da die Bilder aus der Empsandeseite photographisch ausgenommen werden, wird der Empfänger immer nur ein Schwarzweißbild erhalten. Die Post weist besonders darauf hin, daß von matten uiLz un- klaren Bildern zufriedenstellende UebermiiUungen nicht erwartet werden tötmen.'Als Mindesigebühr wird die Gebühr für eine Fläche von 10X4 Zentimeter mit ß M. erhoben. Jedes weitere Zentimeter Vildhöhc wird inst 2 M. berechnet, dringende Bild- telegramins losten das Dreifache. Für telegrophilche Beförderung von Bildtelegrammen während der Zeit des schwächsten Fernsprech- oerkehrs 21 bis 8 Uhr tritt eine Ermäßigung der reinen b'rid- telegraphischen Gebühren von 20 Proz. ein. Mit der Absendung von Bildtelegrammen, die an Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichten- burcaus und Bildanstolien gerichtet sind und nur zur Beräffent- lichung in der Presse bestimmt find, köinien Gebührenermäßigungen vereinbart werden. Bevor die Dildtelegrapheneinrichtung dem öffentlichen Berkehr übergeben wurde, fand in den Betriebsräumen des Reichstelegraphen- nmts ein« kleine Eröffnungsfeier statt, an der Bertrstep der Behörden, der Industrie und der Presse teilnahmen. Staatssekretär Feyerabend sprach einleitende Worte. Dr. I a e g e r erläutert« die technische Einrichtung, er wies insbesondere auf die Nie- thode des Gleichlaufs von Sende- und Empfangsgerät hin, die mit Hilfe von Stimmgabeln, Tonrädern und Syuchronmotoren erreicht wird. Präsident G e n tz k e übernahm die Einrichtung im Namen der Oberpostdirektivn Berlin, und Oberpostdirektor Zell« vom Haullelegraphcnaint schilderte die Möglichkeit der Anwendung der Bildtelegrophi« im öffentlichen Verkehr. Während der Veranitol- tung wurden die Bilder des Reichskanzlers Dr. Marx und des öfter- reichijchen Bundeskanzlers Dr. Seipel übertragen. Die von der Rennbahn. Die Widersacher der„guten Sitte". Kein Filln— eine Gerichtsverlzaudiung in Berlin-Mnte. Kläger Iockey H a y n e s, Beklagter verantwortlicher Redakteur des„Welt- sport", Woiss. 8. September» Hoppegarien. Heynes reitet die Stute„Gute Sitte". Sie ist Favorit. Hat zwei Rennen hintereinander ge- wonnen. Hohe Wellen sind aus sie abgeschlossen. Plötzlich ist sie von der Rennbahn verschwunden. Allgemeine Bestürzung. Die vielen Wetten verloren. Acht Tag« später. IL. E-eptembsr. Haynes reiiet wieder die „Guts Mite". Diesmal gegen stärkere Gegner. Die„Gute Sitte" gewinnt. Haushohe Quote. Di« Gewinn« werden unter den wenigen Weiter» ocrteill. Etwas muß da nicht gestimmt haben. Die„Gut« Sitte" hat gegen mäßig« Gegner oerloren. gegen stärkere gewonnen. Di« Remckeitung hört den Jockey Haynes und seinen Trainer Zdach. Beide können kehre Erklärung oeben. Die Rennleitung spricht dem Jockey«ine Vrnvarmmg aus und droht, ihm die Lizenz zu entziehen. Im„Weltsport" wird ifjm unfaires Bcrhaiten und unlauteres Gebaren vorgeworfen. Haynes will sich das nicht gefallen lassen. Er glaubt, aus den Vorwürfen die Vermutung herausgehört zu haben, als habe er die„Gute Sitte" am 8. September absichtlich„gepullt". Also wird die Klage in Moabit ausgetragen. Einzug von Turfgrößen in den Gerichts- saal. Graf v. Westfalen, Gros Strecth, General Schlce, Bankier Herz, Fürstenberq. Monokol, militärisch« Halttmg. Die< Mitglieder der Rennleitung sind nach wie vor der Ansicht, daß die Verwarnung an Hannes zu Recht erteilt werden war. Er hätte s«u Pferd In Form halten sollen. Di« Interessen der Wetter müssen unbedingt geschützt werden- Daß Haynes eine Schiebung vorgenommen habe, wollen sie ilM nicht vorwerssn. GemnÄ Schlee ist anderer Ansicht. Haynes bobe die„Gute Sitte" in dem Augenblick gepullt, als Iockey Williams auf dem„Folfeissefi" tu seiner Hohe erschien. Andere wieder behaupten, daß die„Gute Sitte" schon früher gc° schlagen war und daß das einzig« Derschtilden, das Hanges treffen könnte, ist, daß er den Platz nicht ousgeritten hat. Das sei aber auch nicht erforderlich gewesen. Der Trainer der„Guten Sitte", Noch, wird als Zeug« gefragt, ob er an dem betreffenden Tage auf sein Pferd gewettet habe. Nein. Die Mitglieder der Rennleittmg erklären, daß sie zu ihrem Spruch auch letzt noch hatten, obgleich sie erfahren hoben, daß die „Gute Sitte" wechselnd in Form gewissen ist. Scharlachertrankungen in Schöneberg. Das Hauptgesundheitsamt teilt mit: In Schöncberg ist in einer Dollsschul« eine Klasse wegen Scharlach» erkrankungcn geschlossen worden. Di« Zahl der Er- krankungssäll« ist sehr gering— innerhalb Monatsfrist fünf leichte Fälle. Die Schließung erfolgle. weil einige dieser Kinder, die mir wegen.„Halsentzündung" gefehlt hatten, nach- ttäglich beim Wiederdcsuch der Schul« als Ccharlachrekvnvalelzenten erkannt wurden. Kampf geqe« die Ratte«., Wie in jedem Jahre, ist auch diesmal auf Grund d«r Polizei- Verordnung über die Durchführuno der Rattmvertilgung vom 12. November 132.'! eine allgemeine Rattenoertilgung in Berlin für Sonnabend, den 3., Sonntag, den 4. und Montag. den S. Dezember, angeordnet. Alle Eigentümer oder Pächter der im Stadtkreis. Berlin belegenen Grundstücke, Lager- und Schutt- platzen, Baustellen, die Vorstände von Laubenkolonien und die Be- sitzer von Lauben- und Gartengrundstücken sind verpflichtet, an einem der obengenannten drei Tage wirksam«» Rattengift aus- zulegen, ohne Rücksicht darauf,«b sich dort Ratten gezeigt haben oder nicht. Zuwiderhandelnde können mit einer Geldstrafe bis zu 150 M belegt werden. Als R a tt« ng i sl' werden vor allein Mserzwiebelpräparare und Phosphorlatwerge empfohlen. Das erster« wirkt nur bei Ratten tödlich, während die Latwerge dagegen auch für Haustiere aefährlich ist. Diese hält man am besten«mige Tage eingesperrt. Di« zur Rattenvertilgung Verpflichteten müssen sich von ihrem zuständigen Polizeirevier einen Giftschein besorgen. der unentgeltlich ausgefertigt wird Auf Grund dieses Giftscheines, auf dem alle näheren Bestimmungen vermerkt sind, kann dann das Rattengift in den hiesigen Apotheken und in Drogenhandlungen, die die Berechtigung zum Handel mit Gift haben,«nlnrmmen werden. Die Bekanntmachung betreff» Rattenverttlgunq sowie der dazu ge- hörig« Giftjchein müssen umgehend vom Polizeirevier abgeholt werden. Der Mord auf der �.andsiraße. Oer mutmaßliche Täter verhastet. Ein Raul'mord wurde, wie wir seinerzeit mit reiben, am 20. August d. I. aus der Feldmark Kummer bei Schwerin entdeckt. Ein Mädchen, die Kühe hütete, fand in einem Graben an der Berlin— Hamburger Chaussee die Leiche eines Mannes, die mit Streu oberflächlich zugedeckt war. Die Feststellungen der Schweriner Kriminalpolizei ergaben, daß der Unbekannte mit dem Gurt eines Brotbeutels« r d r o i s e l t und daß ihm außerdem der Schädel eingeschlagen war. Alles, was er besessen haben machte, auch die Ausweispapiere, waren ihm geraubt wrnden. Die Schweriner Landeskriminalpolizei ermittelte, daß der Ermordete ein Feinmechaniker Ernst Brandt. aus Berlin war. Ein gewisser N i e w i e r a aus Ostpreußen hatte diesen auf der Wanderung in der Nähe von Nauen getrosten. Bade waren gemeinsam nach Mecklenburg weitergegangen. Vor 3 yd- wi g s l u st hatten sie einen jungen Mann getroffen, der sich AI» b ert Reich aus Berlin nannte. In Ludwigslust wurde Nic- wiera wegen eines Uhrendiebstahls festgenommen. Die beiden an- deren wanderten weiter und Brandl fand dann bald daraus das gewaltsame Ende. Als Mörder konnte nur sein Be- gleiter in Frage kommen. In Perl a. d. Mosel wurde ein junger Mann aufgegriffen, der die Absicht hatte, über die Grenze zn gehen und sich für die französische Fremdenlegion anwerben zu lassen. Er wurde zunächst in Schutzhast genommen. Weil er Papiere aus den Namen Ernst Brandt ans Berlin mit den Personalien des Ermordeten bei sich führte und sich damit auswies, so wurde vom Wohlfahrtsamt in Perl die hiesige Mordin Ipektion in Kenntnis gesetzt. Diese übermittelte so- fort die Personalbeschreibung des Mannes, per sich 50bert Reich gcitonnt hatte, später aber als ein 21 Jahre alter Lontsbauer Erich Pruhn aus Werneuchen festaestellt worden war, noch Perl. Sic paßte genau aus den Angehaltenen. Ins Gebet genommen, gab dann der angebliche Brandt auch zu, daß er Erich Bruhn ist. Ein Geständnis hat er bisher noch nicht pb gelegt. An seiner Täterschaft ist aber kaum zu zweifeln, zumal er ja auf die Papiere des Ermordeten gereist ist. Der SIeingarlen.veffrksverband Ivcdding veransloltrt ooin 3.— 5. Dczenrber eine Kleintierausstollung in den Pharussälen, Müllerstraße 142». Die Ausstellung ist geöffnet am 3. Dezember von 15—21 Uhr, am 4. und 5. Dezember von 9— 2i Uhr. Eintritt 0,30 M. Erwerbslosensürsorge im Bezirk Treptow. Die Ausnahme der Anträge aus Arbeitsloienuiitcrstützung für Erwerbslose, die in den Ortsteilen Baumschulenweg und Treptow wohn- Haft sind, erfolgt ab 28. November in Treptow, Neue Krugallee 4. Für Erwerbslose, die in den Orteteilen Adlershos und Alt- Glienicke wohnen, erfolgt die Aufnahme der Anträge ab 28. Ro- oember in Adlershos, Radickestrahe 14. Vir Im Rwgverdmid der„qeschödlgtrn Baslaadsdealschea and verd-ttnztrn» zuiammengcschlossencn Verdavbe, de« Nolovialveibände, die Iinteressenver- iretuny.Selbsthilfe» und andere Geschädigten-Gruppen rasen zu Sonntag, d-m 4. Dezember. lO'/t vonntttog. zu einer Massenkundgebung ans, zur Schloß braucrei Schöneberg, Hauptstraße 122. Nach dieser Kundgebung, zu der auch die Presse und alle ReichötazSsralttoncn geladen smd, findet ei» Straßen umzug statt. Ausstand poliiischer Gefangener. Ein Todesspftr in Dudapest. In dem S ch u b h a u s der Budapester Polizei kam es Mo Mag früh zu einer Revolte der unmenschlich behandelten politischen Gefangenen, die mit gemeinen Verbrechern zusammengesperrt wurden. Die Gefangenen bauten aus den Betten, Stühlen und Tischen eine Barrikade, begonnen zu lärmen und zu schreien, und verlangten ihre Freilassung. Es waren durchweg auf administrativem Wege internierte— und nicht rechtskräftig verurieittc— Anhänger der Bagi-Partei, die die Kundgebung veranstalteten. Es wurden die Türen erbrachen und die Gefangenen gefesselt in die Dunkelzellen abgeführt. Die Polizeilorrespondenz meldet, daß sich bei der Abführung ein gewisser Stephan S Z a b o den Händen der Polizisten entwand und vom zweiten Stock in den Hof sprang, wo er tot liegen blieb. Es ist wahrscheinlicher, daß er erschlagen und dann in den Hof hinuntergeworfen wurde, um so di« Ausrede zu haben, daß Szabv einen Selbstmord begange« hast«. Ausdehnung des Eisenbahnerstreiks Die Direktion gießt Oel ins Keuer. Dresden. t. ve,ember.(®lgmbcti t | Gerissene Federn, gut füllend, M.SJSO, iÄ»! 1 Schneeweiße, daunige.................. JJ I 1 Wunderbare Daunen.................... ot.».üu-ii.- i ■ Vor Kauf verlangen Sie Gratismuster unter Angab-[ lob ge- oder ungeritseae. Versand per r>iitti�ßiii«i«fi,ii,,r�,,n>irGif,,ii„G l'g.lsSlöf�ä. ScdinIcenzpecZc Pfd. 1.70 Wild und Geflügel JongsBrilglDSe Pfd.vonl.— an Oderbr.Haslgißse pfd.v. 1.21 an UvntttaflAll Fr.(iirt!kCTL we.'/ 5 Seliblltlir p!d. 1.30 HlndiMitl pfd. B.fls Uemwildblattstt.MO ItawildhiaLN.Uj WlldsiüweigblettN.l.Oi Keule mi l-Sü Basen gestr. u. ausgew. Pfd. I B fUdalaDiRChen... pfd. i-OB üiliir;gom..... pra 0. 2 ps. üuppenliuhncr frisch geschlachtet von 85 Pf.en weine und Liköre Foebsspi nng nahm- utii,<.119. 1.21 (828«r Ober maseler'i, n.■.10 1828er Etienkobener fl 1.8■ 1328er Llebfr-nmiich Fi. 1.76 Valentin pa.rot.Tischw. v, fi. l 80 Pa.Hordbaaser,w,o i-Lit,-n. 8.41- Pa.D8nischer i-vtrn 8 40 Pa.£e'reldekorB4o»y-i.,vFL 4.00 Orig. Vteo-LikSre 1.40 Gemase-n. Obstkonserven Dose Gemischtes Gemüse. 0.75 PfefferliDge..... 0.82 Cemüse-Erbsen... 0.84 Spinat sandfret..... 0 43 Karotien in Streifen.. 0.83 Rote Rüben...... 0.50 j0. E bsen bnitn 0.83 Erdbeeren...... 1.05 Saner-Xirsehen»itsten 1.80 Reinecianden.... 1.80 Stachelbeeren.... 0.95 Hawal-Ananas.... 1 20 Kolonialwaren Kaffee, gebr. pu. von 2.15 an Kaireemiseh�oE-toim 1— Tee. pr. Misch. Pfd. 4.50,.6.— 6.50 pr.ftuszugmehhpii-i.it. 1.85 Sultaninen.... m 0.95 Korinthen 0.80 Rosinen..... pfiO.IO Citronat..... Pfd. l— Viktoria-Erbsen. pfd. 0.33 Weiße Bohnen.. pfd 0.20 ärucb-Hakkaror.i ptd. 0.44 Eierschnittnudeln pfd. 0 45 Obst und(semüss _____ I. firsiipotii.. pfd. 0. 0 WsifM�O.fli Iiirp.|8».pwl.e6 Rcdiijlül urd Küthiinisa if--. 0.14 Rote Eßäpfel... pfd. 0.1? Schiser»oa Soskoop.. pm. 0.26 ftnanas...... pfd. 1.00 Mandarinen... pfd 0.92 Apfelsinen Dutzend 0 45 0.58 ßum. Walnüsse. p-d. 0 58 Haselnüsse... pfd. 0.75 Xranzfeigen... pfd. 0.28 Bananen..... m 0.40 Butter md Käse Fetnsle Tefelfiimer. pid. 2.16 kr. Vkteldouer-..„id. 2 l6 siomglsiir..... stück Q 25 Pfin. ebweizer.yollf. ptd. 1.20 Titsller«Ill-tl... pw. o gg Edamer i'fd. 0 86 Harzer pfd.0.60 Frfihstflcks Ise.. stück 0.16 Brie?«> fett.... c-k- 0.2 i Hansterkise rotlf.. pfd. 1.20 l>iiiiiiiiiiitiiui»iuuuuiinniiiuiinuiamiiiiuimwiMiniiiiniiug»!di,!l-r«4 I-Ur� DoseO.SS Ptrt.Oelssrdinen d. 0 28. 0.42 0.86 Bäiieäerlaehs in Da«en 0.70 na Ipellt Süd Sildinai 3«, ILSO.| JO. OLO l zwte!}eiieb.'8ofw.m Sülzwurst.... flaosmadier' l Lebcrwnrsl. IL Leberworsf. Bauernieüsrw.. i Koiw�Tiifir.arl I FlelSAWUkSf... UUdeiheimer.. Jagilworsl... Blerwnrst.... rforfadella... ff Cll WiirSt)n»iudi».lft Ptd. | smiuhen-PoIiL. Pfd. Pfd. m Pfd. ptd. pta Pfd. Pfd. Pfd. Ptd. Pfd. 0.65 1- 1- 1.50 130 1.10 n 8.20 I 135 1.20 1.55 1.20 130 1.40 Bglst.Mlo.SU ntUO Pa. Schinkcneckcn Pfd. 1.05