Morgenausgab« � A Sonntag W ��xwEL Sroß-SnUnlS p>. ÄSJi™Ti.TÄ M yi U U■ L H H W H W MTf�Wr Auswsns ZV pf. 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IsttSvawLsan des Soziaidemosvatische« Partei NeutschUmds Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 LÄ ttt 6 iS Postscheckkonlo: Berlin 37 S3S— Bankkonto: Bank der Arbeiter, Sngestell'«» Fernsprecher: Tönholt ÄZ— SÜ7 Telegramm-Adr: Sozialdemokrat Berlm ckV v» U-U»»il. v* und Beamten Wollstr. 65. DiSkonto-lLeiellschait. Tepositenialse Lindensir» Zuchthausstrafen für Arensdorf. Fünf Lahre dem Sohn und anderthalb Lahre dem Dater bei sofortiger Derhafiung. Frankfurts, d. O., 17. Dezember. fEigenbericht.) Das Urteil im Arensdorfer Totschlags» P r o z e st wurde heute abend 7 Uhr verkündet. Es lautet folgeudermasten: Der Angeklagte August Schmelzer wird wegen Totschlages und Totschlagsversucheö zu einer Zucht» Haus st rase von fünf Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre verurteilt. Ter Angeklagte Paul Schmelzer wird wegen Beihilfe zum Totschlag und zum versuchten Totschlag zu einem Jahr sechs M-ouaten Zuchthaus und austerdem zu Zst M. Geldstrafe wegen verbotenen Waffenbesitzes verurteilt. Der Angeklagte Paul Schmelzer wird in Haft genommen, weil er wegen der Höhe der Strafe fluchtverdiichtig erscheint. » Das Urteil wird in den Kreisen des Stahlhelms und feiner Bundesgenossen mit pflichtschuldiger Empörung aufgenommen werden, trotzdem es in seinen Ausmaßen bei weitem n'.cht an die Anträge des Staatsanwalts heranreicht. Denn— soweit wir sehen— zum ersten Male wurden hier Angehörige jener„vaterländischen" Gruppen mit etwa dem Maße gemessen, das sonst gegen Angehörige des Reichs- banners von deutschön Richtern angewandt zu werden pflegte. Die„Vaterländischen", die die Färben des Vaterlandes bp» sudeln, beschimpfen, stehlen und vernichten, waren bisher ge- wohnt, besonderes Verständnis für ihre rauflustige Gesinnung zu finden. Sie glaubten, es fei sittlich erlaubt, Republikaner wie tolle Hunde niederzuknallen, denn sie hatten ja die F r e i- sprechungihrerFreundevor Augen: des Landwirts Rehnig. der den Reichsbannermann Erich Schulz erschoß, des Srahlhelmführers Majiera in Breslau, der gleichfalls einen Reichsbannermann und Sozialdemokraten tötete, und sie wußten, daß bisher mindestens 46 Opfer aus den Reihen der republikanischen Schutzorganisation gefallen sind, ohne daß diese Opfer eine entsprechende Sühne gefunden hätten. Um so mehr waren diese siegesbewußten Herrschaften erstaunt und empört, als wegen des Vorfalls in Arensdorf nicht, wie es sonst wohl des Landes Brauch, gegen das Reichs- banner ein Landfriedensbruchprozeß, sondern eine ernsthafte Untersuchung gegen die wirklich Schuldigen angestrengt wurde. Der Stahlhelmverteidiger hat ja noch im Gerichts- saal diese Rote anklingen lassen. Nach seiner Meinung war die Abwehr der Reichsbannerleute gegen die Roheit der Wer» wolf-Iungen schon Landfriedensbruch und die tödlichen Schüsse des Stahlhelm-Schmelzer eine moralisch verständliche Handlung! Wo solche Rechtsverwirrung sozusagen Gemeingut ge- worden, wird man allerdings überrascht sein, daß das Ge- richt in Frankfurt a. d. O. wirklich eine Zuchthausstrafe aus- gesprochen hat. Wir wollen nicht rechten wegen des Mißoer- hältnisies zwischen den Anträgen des Staatsanwalts und dem Urteil des Gerichts. Es kommt nicht auf die Zahl der Jahre an, die die einzelnen Verurteillen zu verbüßen haben. Es kommt darauf an, daß ein solches Urteil seine r e i n i- g e n d e Wirkung auf die Leute ausübt, die hinter den Verurteilten stehen und deren Verhetzungsschuld leider nicht vor Gericht ausgemessen werden konnte. Es kommt darauf an, daß auch der Stahlhelm und die ihm verwandten Organi- sationen endlich begreifen, daß der von ihnen ausgeübte „Zwang Gegendruck auslösen" muß. wie ihr Führer Alvens- leben sich vor Gericht, hinsichtlich der Anordnung zur amt- lichm Hissung der Reichssahne in Arensdorf, auszudrücken für schicklich hielt. Nicht Rache, sondern Gerechtigkeit haben die Vertreter der verletzten Reichsbannerleute in Frankfurt a. d. O. ge- fordert. Wir sind ganz ihrer Meinung. Es scheint uns, daß auch das Gericht von dem Bestreben geleitet war, diese Ge- rechtigkeit zu üben. Die Urteilsbegründung. In der ausführlichen Urteilsbegründung gab der Vor« sitzende mit ernster Stimme eine länger« politische Einleitung. Er führte aus: Das Drama, desien letzten Akt wir hfer in dieser Woche erlebt haben, spiell sich aus dem schaurigrn Hintergrund einer inneren deutschen politischen Zerrissenheit ab. Es ist be- tlagenswert. wenn wir hier von beiden Seiten Zeugen sehen, in ihrer Art oerschle�en. aber in ihrer AN auch präehlige Menschen. die sich nicht lediglich als andersdenkend« Dolksgenosien betrachten, sondern darüber hinaus als schlechte und verächtliche Menschen. Es besteht zwischen den verschiedenen Lagern ein Zu» stand, der objektiv als der der Verhetzung bezeichnet werden muß. Qb di« eure oder andere Seit« dafür in überwiegendem Maße die Verantwortung trägt, das zu entscheiden ist nicht Sache des Frankfurter Gerichts. Uns genügt die beklagenswerte Tat- lache als solche. Es ist auch nicht notwendig, nach einer beson- deren Veranlassung, nach einer besonderen Verhetzung, die zu diesen Vorfällen führen sollte, zu suchen. Für eine solche hat sich schlechterdings nicht der geringste Anhalt ergeben. Aber bei einem dero.klg gereizten Zustand konnten die Flinten auch einmal von selbst losgehen, und hier sind sie losgegangen. Das Gericht hat ohne An- sehen der Person zu richten. Ohne Ansehen der Person mußte auch über die sogenannten Mörder von Arensdorf gerichtet werden. Auch ihnen gegenüber müssen die ewig gültigen Gesetze des Strasprozesses eingehalten werde». Ihre Schuld muß ihnen erwiesen werden, und es muß heißen:»Im Zweifel für den Angeklagten." Bon diesem Standpunkt aus mußte an die Wür- digung der Beweisauinahme herangetreten werden. Zwischen dem Reichsbanner und einem oder zwei jungen Arsns- dorfern kam es bei der Durchfahrt zu einem nichtebenliebcns- würdigen Wortwechsel. Wer angefangen hat, läßt sich nicht entscheiden. Zuerst geschlagen hak der Arensdorfer Zemke, der seine Prügel dafür aus der Stelle erhalten hat. Vielleicht war es nicht nötig, daß die jungen Reichsbannerleute nun weiter in das Dorf vorgingen, allerdings wurden sie durch den Zuruf»Wostrichjuagen" dazu gcrelzk. Es war nicht nötig, daß da- durch sine Schlägerei entstand, aber wenn es dann bei dem Rückzug danach geblieben wäre, dann hätte es sich um einen Vorfall ge- handelt, der vielleicht bedauerlich war, aber nach dem kein Hahn ge- kräht hätte. Eine tragische Begebenheit wurde es dadurch, däß August Schmelzer zur Waffe griff. Aus jedeu Fall hak er sein Gewehr gehoben und hak dann spöker zweimal Zwei Schüsse abgegeben mik dem Erfolg der Tötung von zwei und der Verletzung einer Reihe von Reichsbanner- lenken. Ist diese Handlung Körperverletzung mit tödlichem Ausgang oder ist sie Totschlag? Totschlag ist sie dann, wenn August Schmelzer entweder den Tod mindestens des einen oder des anderen de- Reichsbannerleute gewollt hat oder wenn er sich wenigstens die Folgen des Schusses als möglich vor- gestellt und trotzdem geschossen hat. Daß er es aber abgesehen hat aus den Tod eines der Reichsbannerleute, ist nicht erwiesen worden, ist auch unwahrscheinlich, aber daß er sich vorstellte, das, was ich tue, das kann sehr wahrscheinlich doch den Tod des einen oder anderen Getroffenen zur Folge haben, ist dem Schwur- gericht unzweifelhaft. Zu seinen Gunsten muß auch an» genommen werden, doß er nicht gewußt hat, daß in den Patronen Sauposten waren. Gleichwohl: wer die Flinte an die Backe reißt und In einen Hausen Menschen hinelnschießl. der ist sich, wenn er auch sonst schon ein Gewehr tn der Hand gehabt hat, darüber klar: Da kann ein Unglück passieren, da kann einer davon draufgehen. Dazu bedars es keiner langen Ueberlegung, die August Schmelzer nicht angestellt hat. Das ist ihm ohne wcileres klar gewesen. Er hatte den bedingten Vorsatz und ist deshalb des Tot- j ch l a g e s schuldig. Schwieriger ist die Frage der Schuld oder Richlschuld des alten Schmelzer zu beurteilen. Auch hier galt der Grundsatz, daß das, was nicht klargestellt worden ist, zugunsten des Angeklagten gewertet werden muß. Daß eine Mittäterschaft vorliege, d. h.. daß Paul Schmelzer gewollt hat:.Jetzt wollen wir beide zusammen mal in die Reichsbannerleute hineinschießen, August kann die Flinte nehmen, ich stehe daneben— dafür hat die Beweisaufnahmo keinen Anhalt ergeben. Es sind vielmehr gewiss« Anzeichen dafür vorhanden, daß eW Anstiftung in Frage kommen konnte. Was die Aussage des kleinen Vormclcher betrifft, so kann man das Gutachten des Dr. Placzek in allen Ehren halten, aber bei einem derartig komplizierten Vorgang, wie hier, auf diese Aussage des Knaben allein einen Menschen zu verurteilen, würde dem Gericht kein ruhiges Gewissen verursacht haben. Gleichwohl die Tat des August Schmelzer wäre nicht erfolgt ohne den alten Schmelzer. Er hat sich einer schweren Unterlassung schuldig gemacht, er mußte dazwischenspringcn und die Tat verhüten. Es muß dahin- gestellt bleiben, ob in diesem Unterlassen rechtlich bereits der Begriff der Beihilfe zu erblicken ist, aber es kommt hinzu, daß Paul Schmel- zer nicht nur durch diese Unterlassung, sondern auch positiv durch sein Tun objekliv seinem Sohn Hilse geleistet hat. Für das Strafmaß war zu entscheiden, ab den Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen waren. Bei August Schmelzer liegt«in mildernder Umstand zweifellos vor. Er ist nicht voll normal, er ist Psychopath mit einem mittleren Schwachsinn, und die Schläge, die er erlitten hat, haben ihn in eine größere Wut versetzt, als die» bei einem vollwertigen Men- schen der Fall gewesen wäre. Darin liegt ein mildernder Umstand, der aber durch eine Reihe von erschwerenden Umständen ausgehoben wird. Di« Tat August Schnielzers, der mit einer Schrotssinte ia einen Haufen Menschen wie in Spatzen hineingeschossen hat, ist so schwer, daß sie eventuelle Milderungsgründe aufwiegt. Das Gericht hat August Schmelzer mildernde Umstände versagt. Cr mußte mit Zuchthaus bestrast werden. Bei der Straf» zumessung mußte aber dieser sein Zustand voll berücksichtigt werden. deshalb wurde auf die bei Versagung mildernder Umstände g e» ring st e zulässige Strafe von 5 Jahren Zuchthaus erkannt. Auch bei dem Bater Schmelzer hat das Gericht mildernde Um- stände nicht finden können. Das Gesetz sieht für Beihilfe eine niedrigere Strafe vor. Ssber mildernde Unistände waren für ihn, ohne dessen pflichtwidriges Unterlassen die Bluttat nicht geschehen wäre, nicht gegeben, und so war auch ermit Zuchthaus zu bestrafen. Die Mindeststrase für Beihilfe beträgt ei» Viertel der für die Tat selbst angedrohten Strafe, also Jahre Zuchthaus. Zu berücksichtigen war, daß Paul Schmelzer ein erledigter Mann ist. Die Kosten des Strasprozesses und der schwebenden Zivil- prozess« wird seine Wirtschast, die ohnehin ihres lzerrn für längere Zeit beraubt sein wird, nicht tragen tonnen. Das allein ist eine schwere Strafe für ihn. Mit Rücksicht auf seine wirtschaftliche Vernichtung har es das Gericht bei einer Strafe bewenden lassen, die sich dicht an der geringsten zulässigen Strafe hielt. Der Fluchtverdacht, den das Gericht gestern nicht an- enommen hat, ist heute angesichts der hohen Strafe gegeben. Des- alb hat das Gericht die Verhaftung angeordn«. Reichsrat gegen Bürgerblock-Etat. Erste Jtate für ein neues Panzerschiff abgelehnt.— Streichung im Heeresetat. Erhöhung von Beträgen für soziale Zwecke. Ter Reichsrat hat am Sonnabend den Reichs» Haushalt für l!> 2 8 verabschiedet. Dabei hat er auf Antrag Preußens mit 36 gegen 32 Stimmen beschlossen, die erste Rate für den Neubau eines Panzerschisfes im Betrage von 9,3 Millionen Mark, serner eine Reihe von F o r- derungev für das Landheer im Betrage von 6,3 Millionen Mark zu streichen. Ebenfalls aus Antrag Preußens wurde ferner mit 39 gegen 28 Stimmen beschlossen, die vom Finanz- Ministerium geforderten Kosten für den Reubau von Finanzämtern im Betrage von 1,4 Millionen Mark zu st r e i ch e u. Nach diesen Beschlüssen erklärte der Reichsfinauz- minister Köhler, daß die Reichsregierung an ihrer Vor» läge festhalte und dem Reichstag eine Doppelvor» läge zugehen lassen werde. Des Reichsrat hat am Entwurf des Reichshaus« halt» für 1828. dm die Reichsregierung vorgelegt hat, Slenderungen vorgenommen. Die Gesamtsumme der Streichungen, die er beschlossen hat, fällt gegenüber der End- summe des Etats nicht ins Gewicht, sie ist niedriger als die Summer der Erhöhungen, die er beschlossen hat. Dafür sind diese Aenderungcn politisch bedeutsam. Die Erhöhungen: der Reichsrat hat die Summen zur Bekämpfung des Altoholismus, zur Hilfe für Kinder Kriegsbeschädigter und Sozialver- sicherter, sowie zur Hilfe für Grenzgebiete wieder ein- gesetzt. Die Streichungen: zum ersten Male ist den Anfor- derungen im Wehretat, die ohne alle Rücksicht auf Deutsch- lands schwere finanzielle Lage gestellt werden, energischer Widerstand mit Erfolg entgegengesetzt worden. Die erste Rate für ein neues Panzerschiff, das 80 Millionen Mark kosten soll, ist gestrichen worden. Die Marineleitung bsabsichtigt, in den nächsten Jahren vier Panzerschiffe und sthf Kreuzer bauen zu lassen. Allein der Bau der Panzer- schiffe würde mehr als ZOO Millionin Mark er- forder». Was dies stnamiell bedeutet, kann man an den Aus- führungen des preußischen Ministerialdirektors B r e 6) t über den deutschen Etat ermessen. Mit ernster Sorge blickt er aus die Jahre 1923 und 1939, für die noch nicht abzusehen ist, wie Deckung für die neuen Anforderungen auf Reparat i'onskonto geschaffen werden kamt. So sind die Aenderungen am Etat, die auf Antrag Preußens beschloffen worden sind, eine ernste Kritik an der Politik der Reichsregierung. Mehr Geld für die Volkswohlfahrt— weniger Geld für Heer und Panzerschiffe! Darin liegt ein programmatischer Gegensatz zur Politik des Bürgerblocks, die im Reichsrat eine Niederlage erlitten hat. Der R e i ch s r a t ist mit der Abänderung des Etats nach diesem Programm vorangegangen. Die Sozialdemo- kratie wird im Reichstag die Kritik des Etats und den Versuch seiner Aenderung in sozialem Geiste fortsetzen. • * Den Bericht über den Etat und die Stellungnahme der Reichs- ratsausschüsse dazu erstattet der Ministerialdirektor Dr. Brecht nom preußischen Ministerium des Innern. Sein Referat war als formell« Etatskritik und als Darlegung der verwickelte» Verhall- nisse des deutschen Reichshaushalts eine glänzende Leistung. Er führte aus: „Die Klarheit und llebersichtlichkeit des Entwurfs ist erhöht worden. Dazu dient der umfangreiche Ueberbllck mit instruktiven Ausführungen, die Vergleiche mit den Vorjahren gestatten. Dadurch wird dem Rcichsrak. dem Reichstag und der Oeffent- lichkeit die Mitprüfung und Nachprüfung des Etats tu höherem Maße als in früheren Jahren gestaltet. Im ordentlichen Haushalt stehen 9356 Millionen Mark für 19Z8 einer Summe von 86S7 Milloncn Mark für 1927 gegenüber. Allein die ordentlichen Ausgaben zur Erfüllung des Londoner Abkommens steigen um 396 Millionen, die Ueberweisun- gen an die Länder um 325 Millionen, das sind zusammen be- reits 721 Millionen Mark. Es find also die übrigen Ausgaben um rund 22 Millionen Mark gekürzt worden. Nach der Regierungsvorlage waren weggefallen 25 Millionen für die ö st l i ch e n Grenzgebiete, die einmalige Beihilfe für die besetzten Gebiete von 30 Millionen, ein Fonds für den Erholungsaufenthalt von Kindern Kriegsbeschädigter und Soziaioersicherter, und ein Teil der Mittel für die Bekämpfung des A l i o- h o l i s m u s. Die Reichsrotsciusichüfse haben für die östlichen und südöstlichen Grenzgebiete 20 Millionen, für die westlichen besetzten Gebiete 8,3 Millionen wieder eingesetzt, sie haben ferner die Mittel gegen den Alkoholismus durch Hinzusügung von 400 000 M. und den Wohlsahrtsfonds in Höhe von 1 Million Mark wieder her- gestellt. Bei her Reichswehr sind im ordentlichen Etat die ein- maligen Ausgabe» beim Heer von 46,3 auf 40,7, bei der Marine von 84,1 aus 7ö,3 Millionen Mark geringer eingesetzt. Die M a r i n e fordert einen ersten Teilbetrag von insgesamt 9,3 Millionen Mari sür den Bau ein« Panzerschifs». dos zum Ersatz eines der überalterten. Linienschiffe dienen soll und mit Armierung 80 Milliooe» Mark kosten soll- Die Ausgaben des ordentlichen Haushalts werden vor allem gedeckt durch Steuern, Zölle und' Abgaben in der-ftß.hc von 8692 Millionen Mark. Hier gehen die Sthatzungen um 942 Millionen Mark über die Schätzungen für 1927 hinaus, ohne daß eine neue Steuer hinzugekommen ist. Die Netto ausgaben verteilen sich wesentlichen auf folgende Hauptpostan: Für die Versorgung der Kriegsteilnehmer und des allen Heere» 170 2 Milli>, nenÄar! ldss fft der höchste Ausgabeposten überhaupt), für da? L o n> donsr Abkommen 1247 Millionen Mark, für innere Kriegslasten 227 Millionen Mark; ferner für die Kosten der und geben an die Länder 3407 Millionen Mark, so daß sür den gesamten Sachbcdarf des Reich« nur noch 1724 Millionen Mark bleiben. Davon werden ollein für die Wehrmacht 743 Millionen Mark aitsgegeben! Der Haushall für 1928 ist noch im Gleichgewicht, aber man muft mit großer Sorge dem Haushalt für 192S entgegensehe«. F* Äahre 1929 muß bei gleichbleibenden Ausgaben Deckung für 7 70 Willionen Mark gesucht werden. Aus einmaligen Eingängen kann ein Teil davon im Jahre 1929 vielleicht gedeckt werden. lür die späteren Jahre jedoch stehen diese besonderen Mittel nicht zur Verfügung. Ob Zusammenlegung von Reich und Länder- b e h ä r de n oder eine andere Austeilung der Aufgaben zwischen Reich, Ländern und Gemeinden groß« Ersparnisse bringen könen, :st eine umstrittene Frage Die deutsch« Verwaltung ist weder schlecht noch teuer und im ganzen besser als ihr Ruf. Wenn Deutschland nicht in der Lage sein sollte, seine Gesamtausgaben weiter einzuschränken und die höheren Gesamtsummen aus die Dauer zu bcschasfcn, so muß sich die äußerste Billigkeit der Ver- waltung nicht nur dem Ausland, sondern in erster Linie zur Vermeidung schwerer politischer Erschütterungen dem deutschen Balte selbst klar erweisen." Preußen beantragt Streichungen. Preuß. Staatssekretär Dr. Weismonn: Mit Rücksicht auf die gespannte und na.., entlich für das solgeiche Jahr noch völlig undurch- sichtige Finanzlage des Reiches, die bereits zur Kürzung wichtiger anderer Ausgaben geführt hat, beantragt die preußische Staats- » regierung, folgende Ausgabeansätze zurzeit zu streichen und bis zur Einsetzung in den Nachtragshaushall oder einen späteren Haushalt Zurückzustellen, wenn größere Klarheit über die Entwicklung der Cmnahmen und Ausgaben herrscht. 1. Im �Etat dos Retibsfinanz Ministeriums Reu. bautn» für Finanzämter tm Betrage von zusammen 1387 500 Mark. i Haushalt des R« i ch s w e h r m i n i st e r i u m s den 0" �?iI'*euk<'U eines Panzerschises von zusammen 3. Einige Etatsansätze im Reichswehrministerium um 6 201 300 Mark zu kürze n. lieber die preußischen Anträge wird namentlich abgestimmt. Rachvem Reiches, nonzniinistcr Dr. Köhler der Streichung der An- jätze sür die Neubauten im Haushalt des Finanzministeriums im Namen der Rcichsregierung widersprochen hotte, wurde zunächst der erste Antrag Preußens(Streichung oen 1387 500 M. im Etat des Finanzministeriums) mit 39 gegen 28 Stimmen an- genommen. Das Panzerschiff wird gestrichen. Der Zweite vrcußische Antrag will den Ansatz für den Neubau ci??ä.? a n z e r s ch i f f e z im Lelrage von zusammen 9,3 Millionen Mark streichen. Reichswehrminister Dr. Ächlen Ich will ganz kurz die Stellung- n°bme der Reichsregierung gegenüber diesem Antroc darlegen. Unser- Vextcidigiingsmlltel zur See find vertraglich bestimmt. Die Rcichsregierung ist der Auffassung, daß sie die Prlicht hat. bie die Entwicklung d-r Abrüstung in der Welt vor sich gegangen ist. wenig- stcns dos bescheidene Maß des Friedensvertrages von Versailles in beziig ouf unsere Seerüstung auszubilden und gtaubt nickt, die Ter, cmtwvrtung dafür übernehmen zu können, dah das von de» Alliierten >z1bst für Deuischland festgesttzte bescheidene Maß der Seerüstungen beschräntt wird. Allerdings insofern glaubten wir diesen Rahme» Der neueste Fall Ehrhardt. Erstes Ergebnis der Llniersuchung. Ter„Sozialdemokratische Pressedienst" meldet: Die bei den Bertrauten Ehrhardts vorgenommene« Haussuchungen waren die Fortsetzung einer Aktion» die in Magdeburg begönne« hatte. Die Magdeburger&ri- mlualpolizei war durch Zufall dahintergelommeu. daß eine Gruppe junger Leute im Sommer dieses Jahres als angebliche„Landbundgruppe" im Schloß des F ü r st e n Stolberg in Wernigerode einquartiert war. die samt- lich das Zeichen des Wikingbundes trugen. Sie stellte daraufhin Ermittlungen an und konnte feststellen, daß tatsachlich eine Gruppe des in Preußen verbotenen Wikingbundes unter Leitung eines Herrn von We- niger i« Magdeburg bestand. Dieser Weniger führte ununterbrochen lebhafte Korrespondenz mit dem Vnrean des Kapitäns Ehrhardt und empfing von dort Instruktionen. Unter den i« Magdeburg be» fchlagnahmte« Schriften fand man allerhand Material dafür, dah der in Preuße« verbotene Wikingbund troo des das Verbot bestätigenden Urteils des Staatsgerichts- Hofe» zum Schutze der Republik unter den ver- schieden st cn Formen weitergeführt wird. Bei der Magdeburger Organisation sollen auch Waffen gefunden sei«. Die Berliner Haussuchungen bestätigten im allgemeine« die Ermittlungen der Magdeburger Polizei. Es wurde festgestellt, daß einer der Angestellte« des„Bormarsch"-Verlages der im Rathenau-Prozeß zu Gefäugnis verurteilte Hans Gert Dechow ist. der nach seiner Entlassung in Verlin die Schillingen!» gründete. Im Rahmen dieser Organisation sollen sich die Wikiuglcute zusammengefunden haben. Tie beteiligten Personen ssnd zunächst in polizeilichen Gewahrsam ge- nommrn und werden weiter verhört. SSdchma deporlieri SovjeMretck Rußland kann dagegen nur protestieren. h a n k a v. 17. Dezember.(Reuter.) 15 ruffifHc Sonsulalsbeomle, darunter der Generalkonsul Pritsche, wurden ans einen chinesischen Dampfer gebracht, um über Schanghai noch Wladiwostok deportiert zu werden. Wik jedem non Kanton kommenden Dampfer treffen zahlreiche chine- fische Flüchtlinge aller Sesrllschaslsklassen ein. Die(britische) Polizei hat bereits 300 Verdächtige, darunter 25 bekannte Sommnniflen, verhaftet, um sie wieder nach Kanton ab- zuschieben. Damit werden diese Flüchtlinge ihren Henkern ausgesiesert! Moskau, 16. Dezember.(Ost-Expreß.) Die neueste sür die Sowjetinieresien so wenig günstige Wendung besonders in Kanton erregt starke Beunruhigung. Mehrere Sowjetblätter, u. a. die„Prawda" und die„Vebnota", hatten zwar schon bei Eintreffen der Nachrichten von den Erfolgen der Roten in Kanton vor allzu weitgehenden Erwartungen gc- warnt und die Möglichkeit..gegenrevolutionärer Teilerfolge" zu- gegeben. Dennoch waren durch die ersten Meldungen starke Hoff- nungen erweckt worden, daß eine Periode der Erfolge der roten Bewegung in China begonnen hätte, so daß der Rückschlag jetzt um so peinlicher empfunden wird. Grausamkeii in Georgien. Dos Genfer?iote Kreuz appelliert an die Sowjetregierung Gens, 17. Dezember.(Eigenbericht.) Die Gransamkelten. die Organe der Sowjeiregterung bei der Unterdrückung des georgischen Dolkr» begehen, haben den Präsidenten Zordania der früheren Regierung Georgien» veranlaßt, an das inter- nationale Komitee de» Roten Kreuzes einen h i l s e r u f zu richten. Die Lellung de» internationalen Roten Kreuzes hat da» ihr zu- gesandte Matertal über die zahlreichen unmenschlichen MIß- Handlungen und Deportationen von politischen Ge» sangenen in Georgien geprüft und beschlossen, an die Sowjetregieruug im Romen der Menschlichkeit zu appellieren, di« Grausamkeiten einzustellen. nicht ganz ausfüllen zu dürfen, als wir von den uns bewÄigien sechs Krepzern nur fünf bauen und von sechs Limenschifsen nur vier Neubauten ins Auge fassen. Wir gehen davon aus. daß jährlich überhaupt derselbe Betrag von ungefähr 60 Millionen für ahszhbar« Zeit im Haushalt vorgsfehen ist. Wir halten emen rphiaen planmäßigen Ausbau für nötig, erstens um unsere Worstpelitik glcickmaßig durchführen zu können. Wack die Frags de» St an des unserer ffinten» schiffe anlangt, fr steht die Reichregierung auf dem Siandpunkt, daß sie die Verpjlichtung hat, unter allen Umstanden für die Sirherstellung des See« Weges«ach Ostpreußen angesichts der besonderen Lage, in der stch Ostpreußen befindet. Sorge zu trugen. Das ist mit den leichten Streitkräften, die wir haben, nicht möglich, die paar Kreuzer können diese Ausgabe nicht erfüllen. Staatssekretär Dr. Wei-mann! Die preußische Regierung ist mit dem verehrten Herrn Reichswehrminister und dem Relchskabürett doj-i» völlig einig, daß das Wenig«, was uns der Versailler Bertrag gelassen hat. um unser« Dchnnackt auszubauen und neu auf zu- stellen, selbstverständlich so weit wie möglich angeschafft werden muß. aber di« preußische Staatsregicrung glaubt, daß wir mit dem Bau des Panzerschiffes nicht zu Ende kommen werden. Er ist. wie wir aus dem Referat des Herrn Generalreferenten hörten, mit einem Betrage von etwa 80 Millionen eingesetzt, es muß in spatesten»? drei Jahren gebaut sein, wenn der Typ nicht veraltet sein soll. Wir fürchten nun, daß im nächsten Jahre die 30 Millionen, die unbedingt für den Weiterbav eingesetzt werden nzüffen. gar nicht zu beschaffen sein werben. Zn namentlicher Abstimmung wird der preußische Ankrag mit 36 gegen 32 Stimmen angenommen. Dafür stimmten: das preußische Staatsministerium, die Vertreter von Berlin. Grenzmark Posen-Westpreußen, Oberschlcsieii, der Pro- vi»z Sachsen, der Piovinz Hannooer. der Provinz Westsale», der Provinz Hessen-Nassou, der Rheinprovinz, ferner die Staaten Baden, Hessen, Hamburg, Mecklenburg. Schwerin. Braunschweig, Anhalt, Lippe, Lübeck, Waldcck und Schaumburg-Lippe. Dagegen stiminte»: Di« Vertreter der Provinzen Ostpreußen, Brandenburg. Pommern, Niederschlesien. Schleswig-Holstein und die Staaten Bayern, Sachsen. Württemberg, Thüringen. Oldenburg, Bremen, Mecklenburg-Strelitz. Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wurde auch der letzt« preußisch« Antrag angenammen, wonach im Reichswehreiat die Aus- gaben für militärisch« Zwecke um 6 291 300 Mark zu kürzen stnd. Rcichssinanzminister Dr. Köhler erklärte, dia Reichsregierung werde nach Annahme der preußischen Antrag« dem Reichstag eine Doppelvorlüge zugehen lasse». Damit schloß die Aussprach«. Der Etat wurde in erster und zweilcr Lesuug angenommen. Menschenrechte und Pressefreiheit. Die Deutsche Liga für Menschenrechte für presseknebeluag. Die Deutsch« Liga für Menschenrechte veranstaltete am Donnerstag einen Vortragsabend im Herrenhaus über Sowjetrußland. Sieben Redner, die als Gäste der Sowjet- vegirrung den Jubiläumsfeier» beiwohitten. schilderten mit unüber- trefflicher Begeisterung die wirtschaftlichen, sozialpolitischen, sanitären und kulturellen Zustände, die sie im Laufe der paar Wochen ihres Aufenthaltes glaubten von Grund ouf kennen gelernt zu haben. So hatte zum Beispiel Herr Professor Alfons Gold-- s ch m i d t Gelegenheit festzustellen, daß Rußland das„Produktion»- optimistischste" Land der Welt mit einer„wirklich steigenden Produktivität" sei. Der Redner erwähnte mit keinem Worte den chro- nischen Warenhunger, die enermen Produkttonskosten, die russischen Industriepreise, die das Drei« bix Biersache der Weltmarltpreise he. tragen, und die zunehmend« Mossenarbeitslosigkeit. da samt seine Behauptungen von der.steigenden Produktivität" und der„kriscn- losen Planwirtschast" sich kaum aufrechterhalten ließen. Herr A r t u r Hpllitscher verkündet« pathetisch, daß in Sowjetrußland. d i e Ausbeutung beseitigt sei. Er by- gründete diese Behauptung damit, daß in der Sowjetversassung dia Ausbeutung ausdrücklich perboten fei! r. Cduard Fuchs steffi» Rußland ak, den«rfian Kullur» staat der Welr hin und konnte nicht genug dt« Humonstoi der Sowjetregierung preisen. Aber den Rekord der Sowjetschmeich-lst hat sicher Emil Ra* bald geschlagen, der ausgerechnet die rujstschsn Presse» Verhältnisse al» ein durchaus nachahmungswcrtes Muster hinstellte. Zn Rußland gebe e, keinen Raum für liberale .Spielereien" mit der Pressefreiheit. Dort dürfe« nur diejenigen schreiben, die in der Tat verstehen, sür die Zukunft des Lölkes zu sorgen. Daß dabei die Modenachrichten und sensationellen Romane zu kurz kämen, sei nur zu begrüßen. Die sonstigen Nachteile de, Pressemonopols und der musterhaften Prcssezensur scheint Herr Ra- bold In seinem Jubiläumsrausch nicht bemerkt zu haben. H�rr Kuezinsky. der als Darsitzender die Versammlung leitete, hatte es in seinem Schlußwort« nicht nur unterlassen, im Namen der Ligg die Ausfälle des Herrn Rabold gegen die Presse- freiheit zurückzuweisen, sondern er dankt« den Rednern sür ihro .enthusiastischen" Ausführungen. Eine Diskussion lehnt« der Vorsitzend« von vornherein ob und empfahl den Zuhörern, schriftliche Anfragen dem Präsidium«Inzu» senden. Nachdem«r die Lobredner vier Stunden sprechen ließ, per- kündet« er am Schluß der Bersammluiig, daß zu viele Fragozettel eingelaufen stnd. und verlas daher keinen einzigen. Keins dieser Mitglieder der Liga für Menschenrechte erwähnt« nur mit einem einzigen Wort, daß es in Rußland politisch« Sesan, gene und reformbedürftige Gefängnisse gibt, da- gegen aber keine Freiheit der Person. Ja, man mußte sich unwillkürlich die Frage vorlegen, ob dies« Herren für M e n s ch e n r e ch t e oder für die weitgehende Menschen- enlrechtung eintreten! Daß man unter d»m Aushängeschild der Liga für Menschenrechte eine derartig» schamlos« Derherr- lichung der Diktatur dem deutschen Publikum darzubieten wogt, wirkt immerhin grotesk! _ Di« Evwsetrcgie klappte? Di« Versammlung wurde fortwährend gefilmt. Es sei noch erwähnt, daß der Eintrittspreis von 1 M. wohl nicht auf die proletarischen Schichten berechnet war. Dafür waren die Beamten der russischen Botschaft und der Handelsvertretung zahlreich vertreten»nd unterbrachen die Redner fortwährend mit ihrem Beifall. Vereinzelte Cntrüstungszurufe störten ab und zu die feierliche Stimmung. „Demokratische Steuerreform." Spanische Arbeiter müssen höhere Steuern bezahlen. Madrid. 16. Dezember. Dos Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret de, Finanz minister,. das eine in hervorragendem Sinne des Wortes d e m p- fr ati i che Reform der Besteuerung von Einkommen aus per- sonlicher Arbeit parsteht. Sämtliche Steuersätze haben eine Her- ab setz un g erfahren; lediglich die Einkommensteuersätz« für die Mitglieder von Aufsichtsraien sind unverändert geblieben. Mo A r n«, t er, die bislang überhaupt von der Gteuerpflicht befreit waren, müssen noch der neuen V-rordming Steuern zahlen, wenn ihr Einkommen 3230 Peseten im Jahre übersteigt und sie in einem feste« und dauernden Arbeitsverhältnis zu Unternehmungen gleich welcher Art stehen.■ „Treue um Treue!" Der?is!ch6taz in Ferien.— Seine letzte Tat: Naub an den Lohn�suerzahlern.- Marx, Republikaner a.D. Daß dleser Reichstag gestern in die Weihnachtsferien gegangen ist, ist nicht schade. Schade ist nur. dah er am 19. Januar wiederkehrt. Sein endgültiges Verschwinden hätten Millionen mit Jubel begrüßt. Aber daß der Bürgerblock nach der Tat, die er gestern begangen hat, nicht vor das Volk zu treten wagt, das kann man ihm wahrhaftig nachfühlen. Er hat den Arbeiterns,rm für Deulf-biand verechtigung. die nicht ig die Herzen des Volke» ge- drung-m ist? Ein Kanzler der Republik, dessen Aeußerungen Anlaß zu solchen Schlichfolgerungen bieten, ist reif zum Ab'- schied. Herr Marx, der sich vor wenigen Jahren noch den deutschen Rep«iblikanern aU.Kandidat de» Volkshkocko" prä- sentierte, der damals die Republik hochleben ließ und das schöne deutsche Männerwori sprach:„Treue um Treue!" — d'eser Herr Marx entdeckt heute, dost er. bei L'cbte besehen. überhaupt kein Republikaner«st. Jetzt hat er sich das Lob Monarchisten erworben. Ob er freilich dadurch bei ihnen auch die Achtung erworben hat. die er bei den anderen verliert.. � Die Frage, ob die republikanische Staatsform Berechti- aung hat. ob sie in die Herzen des Balte» eingedrungen«st, soll der„Kreuz-Zeitung" bei den kommenden Wahlen be- antwortet werden. W-r sind gern bereit, ihre Partei, die deutschnationnle. als mc emüge monarchistische Partei anzuerkenneii. der die Sozialdemokrat,« als Trägerin des republikanischen Staatsge- d a n k e n s gegenübersteyl. die schwankende Mitte aber als, Dsuischnationale Wahlsehnsuchi. o „Wir Oeutschnationalen scheuen sofortige Reu- wählen nicht.. „Natürlich könnten diese wegen der technischen Vor- bereitvng nicht vor Frühjahr 1926 stattfinden.. „Eventuell kann die Sache noch bis zum Sommer dauern, aber spätestens im Herbst../ „Jum Sonnerwetter, was wollen Sie überhaupt, der letzte Termin ist doch erst der Dezember 1926!" ein Neutrum zu betrachten, das seine Gedanken noch den bestehende» Machtverhällnisien einrichtet. Jede Stimme weniger für die Deutschnatümalen wird dann«in Beweis dafür sein, daß die Monarchie an Boden verliert, jede Hslmms mehr für die Sozialdemokratie«pied ein Beweis dafür sein, daß die Republik an Boden gewinnt- Gilt's? Dabei sei wiederum der„Kreuz-ZeitlMg" zugestanden, daß die Republik, so wie sie ist, von uliserem Ideal weit enjl- fernt bleibt. Was wir ändern wollen, ist nicht ihr« Form. sondexn'ihr Inhalt, und daß sie zu einer solche, Aenderuna ihres politischen und sozialen Jnhasts Gelegenheit bietet. darin besteht für uns ihr Wert. Sie macht das Volk zum Herrn seines Schicksals. Das Volt, das leider bisher in seiner Mehrheit noch nicht begriffen hat, was auf dem Spieka steht — das Volk soll bei den nächsten Wahlen zeigen, was chl gelernt hat. Gplitierparteien und Wahlrecht. Wichtige Entscheidung des Stoatsgerichtshofs. eetpzig. 17. Dezember. sEigenbericht.) Der Staatsgeeichtshof b«s Deutschs» Reiche» unter Barsitz des Senat spiosi de»«ten vrgg befchastigt« sich am Sonnabend mit einer wichtigen und prinzipiellen Entschechunq. Es handelt sich w dieser Sireilsach« um die Feststellpng hi«, sichtlich der«n tt» echten- burg-Strelitz, Hamburg-Sand mch Hessen beschlossenen Wohlde- schränkungen txsi den letzten Landtag-Wahlen. Li« genonnten Länder habe» zur Bekämpfung her Splitterparteien Maßnahmen getrosten detcejf, Zulassung der Borschtaggliften für neuaustretende Parteien, die bis jetzt noch nicht in den Landtagen vertreten sind. Die Länder Mecklenburg- Strelitz, Homburg. Land und Hessen verlangen, daß die Wahlvarschlöge mit«ner b e st i m m l« n An» zahl stimmberechtigter U n t« r s ch r t s» e n versehen sind. Gleichzeitig wird die Hinterlegung einer bestimmten Summe verlangt. Unter anderem besagt die hessische Rotier. ordniing von, 27.(September 1027, dah der Wahlvorschlag einer neue» Partei mit mindestens 7M0 Unterjchristen stimmberechtigter Wähler vcrjchen sein muh. Gleichzeitig müssen 5000 TO. hinterlegt werden. Gegen die Verordnung der einzelnen Länder hatten die Volksrechts, und Aufwertunaspartei strol« in Hessen die M i t t e l st a n d s p a r t e i und die R o t i a" a l s 0» i ä- listen Beschwerde«ingelegt und sie zum Gegenstand eine» Der» fahren» nach Artikel 19 der Rcichsversassung par dem Stqats- gerichtshos des Deutschen Reiches gemacht. Die Vertreter der ein- zelnen Splitterparteien begründeten in ausführlicher Weise die Un- zulässigkeit solcher Notverordnungen und beantragten, daß sie aus- gehoben werden. Gleichzeitig verlangen sie. daß bei der Ungültig- keitserklärung der Verordnung auch die Ungültigkaitser- klärung der Landtaqswahlen erfolgen müsi«. Nach medrstündiger Beratung wurde folgende wichtige Ent- scheldung gesollt: Di« Berordnung de, Lande? Mecklenburg-Sstelitz verstoße gegen ß 30 d«s Landgrundgesetze-j sowie gegen Artikel 19 der Reichsversasiung, der besage, daß die wahlderechtsguag«licht eingeschränkt werden dürfe. Auch verstoße diese Verordnung gegen die Allgemeinheit der Wahl. Gleichzeitig sei die Beschränkung van Wahloorschlägen durch die Stellung po» Äautionen nicht zulässig. Auch dah die Wahlvorfchläge mit einer bestimmten Anzahl Unter- schritten versehen sein müssen, wäre unzulässig und versiehe gegen die Reichsvertatsung. Dieselbe Entscheidung des Slaatsgerichtshofe» gelte auch für die übrigen Länder. Hessen und Homburg-Land. Die einzelnen Länderregierungen müssen au» dieser Entscheidung die Folgerungen treffen. Agrarierreziernng in Finnland. Die neue Regierung besteht, ab- gesehen van den drei Fachrrnnistenr für ha» Aeuhere, dys Inner« und di« Justiz au? Agrariern. Staatsminister ist der General» hirettar des Landwirtlchastsomte, S u n i l a. Da» Ministerium de» Aeuhern übenrürnnt der Gesandt« in Darfchgu. Praeope. Oawes-Plan und Schnldenproblem. Unlöslicher Zusammenhang. Part». 17. Dgze-nber,(Eigenbericht.) Den Jahresericht das Rcparatismagciüen bezeichnet der »Tamp?" als noch sensationeller, als man erwarten tonnt« und widme) chm spastenlange Betrachlungen. Da? Blat) glaubt ge�en die Folgerungen d«» Reparationsogenten ein« formelle Reserve«IN- legen zu müssen, regt aber selbst an dic Aeparoüonssrage zü» farnraen mit dem Problem der interalliierten Hchutden zu prusen. ES sei zz> befürchten, daß die deutschen Ratio», sisien d" Forderung Park«r Gilberts, daß der Patrag der deutschen PerbiMichkeit nunmehr s e st g» s c ß t werden müsse, zü ein« Kampagne für die Repision de, Dawee-Plane» benutzen werden. verträten sie doch schon ieit langem d-e Ansicht, dqh die Deutschland auslegten Lasten seine Leistungssähigteit bei weiten' über» t t« f f» n.(Das glauben auch die schärfsten Gegner der Natisna- kiften! Red. d. Demgegenüber stehe die Tatsache, dah Deutsch- Iqnd sich seiner im Dawes-Plan sestzesetzten Verbindlichleiten b i?. her mit L««chtigkeit(?) entledigt hake. Di« Kontrovert« über dig übermäßigen Ausgaben der deutschen Länder und Städte habe den einen Vorteil gehabt, daß die deutsche Regierung die Versicherung adgogeben habe, den Dawes-Blon loyal zu erfüllen.?n sedem Falle kpnne da? ReparatianoprMem nur in V e r h i n d u n g mii der Regelung d« interalliierten Schulden betrachtet werdep. Infolge- dessen würde dl« Ausnahme, die der Bericht in England und i» den Vereinigten Staaten finde, pon größtem Interesse sein. Teilamnestie in Litauen. Woldemaras zurückgekehrt. Sawuo. 17. Dezember.(TU.) Anlößlich der Wiederkehr des Jahrestage» des mllitä- r i l che n Umsturzes in Litauen sind aus dem militärischen Kon- ztnteatianslager Warntai ItZOJnh„stierte in Feeiheitge- setzt worden. Einer Anzahl pon verbannten wurde fernerhin die E r s a n d>, i? erteilt, tn ihre Heimat zurückzukehren. Staats- Präsident S m« t o n q und der heute au» Genf zurückgekehrte Mi- nisterpräsident Woldemaras sind heute abend Gäste des Ossizterskorps(!), dos anlählich der Wiederkehr des Diiitör- putsch«,«in Bankett veranstaltet. Au» der Tatsache, dah die Begrühnng zwischen Woldemaras und dem litauischen Kriegsminister in ftOPno außerordentlich herz- l i ch war. entnimmt man in hiosigen politischen Kreisen, daß hos litauisch« H«er hinter der Regierung Woldemaras steht. Krieg um die privatsekreiärin. Oer Gouverneur mit �moralischer Verworfenheit. Oklahoma, l?. v«zeml«r, Der Sonslitt zwischen Gouverneur Zohnston«ad der gesehgeben. den Gewalt de» Staates Oklahoma erreich»« gestern abend ein neues Stadium, altderltamederprioaksckretärii, de» Souver- neue» in die Sache hineingebracht wurde. nachdem der Untersuchungsausschuh der gesetzgebenden Der- sammlung Zeugenou»sogen entgegengenommen hatte, erhob er gegen den Gouverneur dle Anschuldigung der„moralischen Der- morsen he st". Die Sitzung wurde wieder tu einem Hotel ab- gehatten, da Truppen de« Eingang de» pmlamentsgebäudes absperrten. Leschuldigungrn wegen Unzucht und Korruption sind gegen den Gouverneur bereit» erhoben worden. Er ha» die Itatlonalgarde«nobit gcmicht. iim ein« Tagung der gesehgebevden Versammlung ,« verhindeon. bs» da, Gericht wegen der verrchstgung der Antersuchung eine Entscheidung gesällt hat. Die ungarl scheu Zrankensälscher soll«, zw Weih türlich— begnadigt werden. Der Hauptsäischer Windisi sowieso schon längst sin Sanatorium. na- zraetz ist „Kampf auf der ganzen Onle." Kommunistisches Reden und Schweigen. Heute werden die Metulla weiter des Ruhrgebiets zu dem Schiedsspruch Stellung nehmen. Die freien Gewerkschaften und die Hirsch-Dunckcrschen werden dm'Schiedsspruch einmütig ablehnen. Nachdem die Unternehmer Unzusnedenheit markiert und den Schicdsipruch abgelehnt haben, werden vielleicht auch die Christlichen den Schiedsspruch ablehnen. Am Dienstag kommen dann die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium, denen un- mittelbar die Vcrbindlichkeitserklärung folgen dürste. Damit wären dann die Metallarbeiter des Ruhrgebiets auf zehn bzw. elf Monate .',üt ihren Lohn- und Arbeiiszeübedingungen an den Schiedsspruch Jöttens gebimdeir Was folgt daraus? Für die.Rote Fahne' steht jetzt schon fest, dah die Sozialdemokraten und der Deutsche Metallarbeiter- verband die Arbeiter verraten haben„3st jemals ein Verrat an der Arbeiterschaft schamloser und niederträcktiger, und mit mehr planmäßiger Berechnung in Szene gesetzt worden...' fragt das Stalin-Blatt. Darauf werden wir den Kommunisten die Antwort nach Abschluß der Bewegung erteilen. Wir vermeiden es grund- sätzlich, während eines Äampses Ding« zu sogen die der Sache der Arbekterlchaft irgendwie' schaden können. Für die„Rote Fahne' ist die Barole sehr einfach: ,Cs gibt nur ein«: Kampf auf der ganzen Linie zur Erzwingung der Arbeitersordervngenl Kamps gegen den Schlichtungss �Windel, Zusammenschluß der Hüttenarbeiter, Bergarbeiter, Eisenbahner und Transport- arbeiter zum Streik! Mag der Schiedssvmch tausendmal für verbindlich erklärt werden— er darf nicht anders aufaenommen werden, als der brutale Machtspnich der Schwennimstri« und ihres Staates, der mir mit Kampf beantwortet und zuschmden gemacht werden kynn.' Für heute wiederholen wir nur, was wir bereits geschrieben haben: Die KPD. unterhält ini Ruhrgebiet eine Zeitung und einen Agitationsopparat. Sie hat außerdem thne besten PferÄ« nach dem Ruhrgebiet geschickt. Mit welchem Ergebnis? Das Ruhrgebiet war vor nicht sehr langer Zeit eine Domäne der KPD. Wie sieht es jetzt damit aus? In Berlin kann man schreiben:„Her mit dem Streik der Metallarbeiter. Bergarbeiter, Eisenbahner und Transportarbeiter!' Im Ruhrgcbiet trauen sich diese Leute in einer öffentlichen Metallarbeiteeoersammlung nicht einmal den Mund oufzu- machen. Wer sich da„schamlosen Derrats" an der Ruhr- arbeiterschaft schuldig gemacht hat, kann man ja schon aus dieser Gegenüberstellung erraten. Wir werden aber den nioskowikischen Komödianten noch deutlicher kommen. Nur etwas Geduld! Achtung. Bauarbeiter! Alle erwerbslosen Bauarbeiter, die Mit- glied der Baugewerkschaft Berlin des Deutschen Baugcwerksbllnl.es sind, weiden ersucht, am Mittwoch, dem 21. Dezember, vor-' mittags 11 Uhr, im Großen Saal des Gcwerkschastshauses zu einer Erwerbslosenversammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch gilt als Ausweis. Ohne dasselbe kein Zutritt. Der Vereinsoorstond. Der verband der Fabrikarbeiter Deulschlauds. Zahlstelle Groß- Berlin, zahlt an seine arbeitslosen Mitglieder zu Weihnachten eine Extraunter st ützung, je nach der Dauer der Mit- gliedschaft, bis zu 22 Mark. Die Auszahlung erfolgt a m Montag, dem 19. und Dienstag, dem 29. Dezember, von 9 bis 12 Uhr vo:mtttags, im Berbandsbureau, Engelufer 24'2ä, Ausg. E, 1 Treppe, Hof links. Die Ortsoerwallung. Der Deutsche Textilarbeiter- verband gewährt seinen arbetts- losen Mitgliedern eine Weihnachtsunter st ü�ung. An- spruch auf diese Unterstützung haben alle die Mitglieder, die ein Jahr Mitglied sind, mindestens 52 Bollbeiträge geleistet haben, am 1. Dezember 1927 arbeitslos waren und in der Weihnachtswoche noch arbeitslos sind. Die Auszahlung der Unterstützung er- folgt in unserem Bureau, Andreasstr. 17, vom 19. bis 24. D e- zember, von 9 bis 11 X Uhr vormittags. Das Mitgliedsbuch und die Arbeitslosenkarte sind unbedingt mitzubringen. Späteren Reklamationen kann aus keinen Fall Rechnimg getragen werden. Die Orisverwaltung. verband der Lebensmittel, und Grtränkearbetter Veuischlands, Ortsverein Berlin. Die Weihnachtsunrer st ützung an die Arbeitslosen wird für die Buchstaben.V- 11 Montag, den 19-, I— R Dienste g. den 20. und£—2 Mittwoch, den 21. Dezsmber, von 9 bis 1 Uhr vormittags, in unserer Geschäftsstelle. Mulack- ftrahe 19 I, ausgezahlt. Gesperrte(Saslrvirtsbetriebe. Wege» Tarisbruch und Nicht- benutzung des öffentlichen Arbeitsnachweises werden hierdurch soU gende Gastwirtsberriebe für die Mitglieder unseres Verbandes ge-> sverrt: Norden: Restaurant Inhaber Frig Marcks, Chaussee- straße 2: M o k k a- D i« l e, Inhaber P,e t r i ck, Neue Königstr. 4. Osten. Lichtenberg: Casö Leitmeier, Frankfurter Alles Ecke Petersburger Straße: Cafe Komet, Inhaber H o f f m a n n. Warschauer Straße 33. Casö Höferl. Große Franksurter Str. 39 (Strausberger Platz): Dampfer und Reederei Nobiling und Stern 21..©; Restaurant Kutullo. Brückenstraße 6a. B a u m- s ch u l e n w e g: Restaurant„Zur G l a n z e ck e". Inhaber Albert Zscheyge, Baumschulenstr. 9 Ecke Glanzstr. Süden, Reuköl l n: Caft Iägenburg, Hasenheid«: Zum Heidereiter, In« Haber Pfund, Hasenheide Eck« Camphausenstr.: Germania- P a' a st, Belle-Alliance-Str. 65: Bierhaus Am Moritz« platz und Cafe, Inhaber Ernst Schubert. Wilmersdorf: Viktoria- Säle, Wilhelmsaue. Friedrichs hji gen: G e° feilsch aftshaus, Jnlaber Ww. Schröder; St. Huber» t u s. Inhaber Maus; Case Mignon. Fnedrichstr.; Restaurant Büttner, Friedrichstr. SJtrantTOoririJl für Politik St fiart Statr; Wirltckaft:®. a!inti»I>>6|crs ©cmcrfWaftsbcocBarg: fft. Gfekots; ffeuitieton: St. H. Seiltet: Solales und Sonftigcs: Rtig k-lftädi: ein»elqcn. Td. Sloiie: lämilia, m jZerlin Bftlag; Zotwarls-Ketlag D m b S Berlin truck: iigrwärts.Buadroaere« >it>>?!etlan«anNar Pai" Singet Co Berlin SW RS Linv-'«»">'!- 3. Sierzu 5 Bcilagcu,„Blick in d'e SPürf-etmtll*,„Unterh-lta-g and Wissea« and„Aas der Filmweli". tltafiif TSi�t&Ä'nr Iis li Sil Iii ri I§ 1 i'riiif Mandant»»ltr 63 64 Söniioff 327 78. V S«>chäi:szen 9—5 Sonntag, 10-2 Uhr. Ii" i■■■Ii um i■ niB um Ii«in n«lui Wnnlch. V-rttnerbew» ■YV'?, ■gv&tPsf* :vö'S' M Tnarhrntnrlier Batist mit Hohlsaum n. Iiirlanthr. färb, Kanton qi» für Dämon. 3 Stück für tF.O»# für Herrca. 8 Stück für 0.öt> Reinleinen jrcsSrtmt 4« für Damen. 0 Stuck für för Herren. 8 Stück für I RlnnieiBSiandürhiihe Le W 1 1 H I e d e r• Nach-■■ T aiimum:. Schlüpfe r».<0 iTREellenledcr. /• Schlüpfe�, waschbar •chlarurenartiires l�«ler a aa mit imit. Lederfutter«•Uli Heut�l. iwelftu'b. welch. Leder 4.5/0 tlnnihurl-antm 7 tl., m. anit.Gchrcnrlig-— r. cegenet.. Kerkel-pictcl M r h a I »a> Cr/pe de Chlee.(«)- •p. liruckm. ce. 30, ISO T u e Ii «leRsiit, hendgcitickt mit bau'(teknüprtcr| m f\ Frangc, ca. 13)/l30 45/.dO KeceiiHciiirm für Damen, sebwarae lInlb».,I2tli;.,Tnpr,rm.»» l'ur Horreu; ra. Cuiteral irfraiwiwiiMiiMitirrmirsiaiiiiii m» Kl c I iE■ o n u e � it Zsleitant:".90 XijCurrttciieliii ad Fcncczcag. 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Auto und Luftschiff sind für ihn nicht erfunden. Und wenn man in sein gutmütiges Großvater- gesicht schaut, wagt man nicht, ihm was Böses zuzutrauen. Für ihn zu arbeiten, in seiner großen Spielzeug- und Puppenwerkstatt, muh ein wahres Bergmigen sein! Wie es wirttich ist. Dos ist ein Kindertraum. Die harte Wirtlichfeit sieht ganz ondcrs aus. In des Weihnachtsmaims Werkstätten führr kein nnt täonigkuchen belegter Weg. sie sind auch nicht in irgendeinem -fernen Märchenjenseits. Mitten in Deutschland liegen die großen Werkstätten. Im Erzgebirge und in> Thüringer Wald. Die größte Werkstatt des Weihnachtsmannes ist der Konneberger kreis. Im Thüringer Wold versteckt gibt es viele Dörfer, die alle für den großen Sack des weißbärtigen Mannes arbeiten. Und kommt man zu den vielen fleißigen Spielzeugheimarbeitern und sieht sie bei der Ar- fteit, erlebt ihre Rot. dann verwandelt sich der gutmütige welhnachts- mann plöhlich in einen brutalen, rücksichtslosen Ausbeuter.<>n kleinen, engen chutten sitzen ganze Familie», drücken und pressen die einzelnen Teile der Gtiederpuppen, schnitzen Schisse, Pserde und Wagen, stoofen Stofftiere, machen Stehaufmännchen und viele, viele andere lustige Spielsachen. Aber ihren Herstellern ist gar nicht recht lustig zumute. Bom frühen Morgen bis zum späten Abend sitzen sie über ihre Arbeit gebeugt, vierzehn, sechzehn, an manchen Tagen auch ochhehn Stunden. Wenn die ganze Familie zusammenhilft, verdient sie in der Woche nicht mehr als lJ5 bis 2ü M. Es gibt aber viele Spielzeugheimarbeiterinnen, die es nur aus 5 oder 6 M. in der Woche bringen. Das sind vor allem die Frauen und Mädchen, die Puppenkleider nähen, oder Werfpuppen machen. Fast in allen Familien arbeiten die Kinder mit. sonst reicht der Verdienst nicht, die hungrigen Mäuler alle zu stopfen. Da sitzen in einer Stube Mann und Frau mit ihrer erwachsenen Schwester und ssteichen den '«tanzen Tag große Stehasifmönnchen mit bunten Farben an. Für ein Dutzend gibt's 70 vsemüge. Die Stehaufmännchen sind sehr groß und man braucht viel Farbe dazu. Deshalb bleiben von den 70 Pfennigen nur 45 Pfennige' als Lohn übrig. Wenn alle drei Familienmitglieder den ganzen Tag fleißig arbeiten, bringen sie in der Woche knapp llXl Dutzend fertig. Die Frau kann dabei ihre .Hausarbeit nur so nebenher erledigen. Aber die 100 Dutzend werden nicht fertig, wenn nicht die zwei zwölf- und dreizehnjährigen Buben mithelfen. Mit blassen Gesichtern sitzen sie nachmittags nach der Schule mit am Arbeitstisch und malen den Stehaufmännchen wie zum Hohn lachende, rotbäckige Gesichter. Wer verdient? So ist's überall bei den Heimarbeitern. Unmenschlich lange Arbeitszeit. Fraucir und Ainderousbeutung und am Ende der Woche nur ein paar Pfennige in der Tasche. Aber ve r d i e n t wird am Spielzeug. Rur nickst von den Herstellern. Ich Hab' mir ein paar Spielsachen aus Thüringen mitgebrocht und ganz genaue Berechnungen über Robmoterialkosten und Verdienst der Heimarbeiter. Dann bin�ich non Warenhaus zu Warenhaus, von Epiclwnrenge- schält zu Spielwarengeschäft gelaufen, um die Verkaufspreise fest- zustellen. Da wurde mir klar, was verdient wird und wer verdient. Ein Hampelmann aus dem Thüringer Wald, aus Holz gc- schnitten und mit bunt bedrucktem Papier überzogen, bringt dem .Heimarbeiter pro Dutzend 85 Pfennige. Davon gehen 6.5 Pfennige für Materialunkoften ab. Die vierköpfige Familie bringt in der Woche lZO Dutzend fcriig, hol also zusammen 74 TN. verdient. Jedes erwachsene Familienmitglied hat sage und schreibe 6 Mark in der Woche„verdient". In einem Berliner Warenhaus mußte ich für den gleichen Hampelmann 30 Pfennige bezahlen. Der Hersteller bekommt pro Stück 7 Pfennige, verdient daran 1,6 Pfennige. Aber auf dem Weg vom Heimarbeiter bis zum Konsumenten wird jeder einzelne Hampelmann um 23 Pfennige teurer! Mit anderem Spielzeug ist's nicht besser. Da macht irgendwo in einen» Wolddors«in schwer lungenkranker Mann mit Frau und Sohn kleine Figuren aus Holz, gedreht und geschnitzt. Feine zierliche Figürchen, die lustig angemalt find. Achtzig Stunden in der Woche wird gearbeitet, vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Unter den flinken Fingern erstehen Schiffer, Matrosen, Indianer. Für das Dutzend gibt's 32 Pfennige. Dos Anmalen und Glasieren macht viel Arbeit, die Indianer bekommen sogar noch einen richtigen Federschmuck, und wenn die Woche um ist, hat die Familie an 86 Dutzend der kleinen Diirger ganze l6 Mark verdient. In einem Berliner Spiel- Warengeschäft fand ich die Thüringer holzfigürchen wieder das Stück für 70 Pfennige. Der Helmorbeiter, der sie herstellt und holz. Farbe und Lack dazu gibt, bekommt sük ein Stück 2,6 Pfennige! Um rund 800 Proz. haben sich die kleinen Matrojen und Indianer verteuert, ehe sie zum Konsumenten kamen! Die Verleger, Grossisten und Detailoerkäufer der Spielivorenbranche kommen also aus ihre Rechnung. Aber die Heimarbeiter können zusehen, wie sie mit ihren Hungerlöhnen zu recht kommen. Kein Wunder, daß Malzkafsee, Kartosseln und Vrot die Hanptnohrungsmittel dieser armen Teufel sind. So sieht es in den Arbeitsstuben aus. Krankheit und Elend. Aber oft sehst es selbst an Vrot. besonders wenn die große Konjunktur vorbei ist und vier- und sünsmonatige Arbeitslsjigkcit zwingt, den Hungerriemen noch enger zu schnallen. Die schlechten Wohnungsverhältnisse, die überlange Arbeitszeit und vor allem die weitverbreitete Kinderarbeit schwächen den Körper und machen ihn empfänglich für Krankheiten. Die Tuberkulose ist deshalb auch stark verbreitet. In Thüringen kommen auf den Landkreis nach einer Statistik vom Jahre 192-5 durchschnittlich 27.7 Stcrbesölle an Lungentuberkulose oiis je 10 000 Einwohner. Für den Kreis Sonneberg(Sitz der Spielwarenindustrie) ergeben sich aber 55 Sterbesälle—"-----—«.««An x:— gerade das Do>, sicheren Gradmesser Schwächliche und unterernährte Kinder find Alarmsignole, zeigen das Elend und die Rat der Eltern an. In S o n n e b e r g. dem Hauptsitz der Thüringer Spielmarenindustrie, wurden in diesem Jahr 1748 Kinder untersucht. Der Ernährungs. und Gesundheitszustand dieser Kinder war: bei 196 gut 927 Nüttel 625 schlecht Nur 11.2 Proz. der Schulkinder hatten einen guten Ernährung-- und Gesundheitszustand. Dabei ist zu berücksichtigen, daß in dem Städtchen Sonneberg das Gesamtergebnis durch viele Beamten- und Bürgerkinder wesentlich verbessert wird. In der Hilfsschule in Sonneberg ist das Ergebnis viel trauriger. Dort war dtc gesund- heitliche Note der Kinder bei 4 Proz. gut, 39 Proz. mittel und bei 57 Praz. schlecht! Aus den Heimarbeiterdörsern fand ich ge- wohnlich 40 Proz. der Sinder mit schlechtem Ernährung?- und Ge- sundhcilszustand! Nachts durch die Spielwarendörfer. Einmol macht« ich eine nächtliche Fahrt durch die Spielware»,- dörfer. Wir wählten den Freitagabend, wcil am Smnnol'end die fertigen Spielwaren noch Sonneberg geliesert werden und dann die Heimorbeiter stall bis 11 und 12 Uhr oft bis 2 und 3 Uhr früh arbeiten, um den Wochenlohn nicht allzu karg werden zu lassen. Bis in die srühen Morgenstunden tnig uns das Auto durch die Dörfer des Thüringer Waldes. Ueberall, wo wir noch Licht sohen, klopften wir an. Verwundert öffneten uns die Heimorbeiter, und wir schauten in bleiche, übernächtigte Gesichter. 3n den Stuben saßen sie alle noch über ihre Arbeit gebeugt, machte« Kühe und Pferde, Geflügel oder Wagen. Puppcnarme und-beine oder ganze 'Herden kleiner Schafe. Mancher konnte sich nur noch mll Mühe wochhollen, aber er mußte weiterarbeiten, die Lieferung soll morgen fertig(ein. Ich sroge. ob man nicht ein paar Dutzend weniger ob- liefern kvnn«, das könne dach nicht so schlimm sein. Rein, dos gelst nicht, wird mir gesagt. Der Verdienst ist ohnehin so gering, daß es auf jedes Dutzend, auf jeden Pfennig ankomme. In irgendeiner Stube war ein siebzehnjähriges Mädel über der Arbeil eingeschlafen. Die Hände logen auf dem Tisch und hielten noch ein halbfertiges Schäfchen fest. Jckz sprach leise mit dem Vater, um die Schläscrin nicht zu wecken. Aber der Vater sagte, dos Mädel müsse gleich wieder weiterarbeiten. Man habe sie nur 10 Minute» ausruhen lassen... Ein«, ander« Hü t t c. Puppentöile aus Papiermächä sind fertig und müssen noch mit Glaspapier gereinigt winden. Dos gibt einen fürchterlichen Staub. Neben dem Ofen steht ein Kdrb, ein drei Wochen alter Säugling liegt darin und muß den Staub ein- atmen, weil der Arbeitsraum dos einzige heizbare Zimmer in der Hütte ist. Die Mutter sitzt am Tisch und arbeitet mit. Seit vier- zehn Tagen arbeitet sie schon wieder. Sie hat nicht Zeit, sich von den Anstrengungen der Mutterschaft zu erholen. » Von Hütte zu Hütte ging's. Ueberall das gleiche Bild. Abge- härmte, übernächttgte Gesichter Hungerlöhn« und lange Arbeits- zeit. Kinderausbcutung und Frauenarbeit, Wohnungseleiid und Tuberkulose. So sieht's in der Werkstatt des Wcihnocht-inanns aus. � F- F- 67J �Zement. fXoman von Fjodor Glodtow. „Ja, eine Nutz, Gljeb, eine harte Nuß.... Aber man muß sie aufbeißen.... Der Kern drin ist— ich ahne es— sehr bitter und giftig. Man muß... gut beißen, hols der Teufel.... Wir haben uns durch Blut vergiftet, aber im Blute hiiben wir auch immer wieder ein Gegengift gefunden. ... Und wo ist das Gegengift für den Alltag, der aus der verfluchten Vergangenheil jetzt herüberkommt?... Das ist das Schreckliche. Mit sich selber kämpfen ist immer am schwersten, die Seele ist im Alltag immer zur Einsamkeit verurteilt." Und sie stand vor Gljeb, so einfach, so aufrichig, so ver- loren in ihrer Verwirrung, so vertrauensvoll und nah, als ob er sie schon seit langem kannte, als ob sie immer so gewesen war so erregt und rebellisch. Er brauchte sie nur zu umfassen, sie auf seine Arme zu heben— wie ein Kind würde sie sich an ihn schmiegen, ihm nah sein, für immer verbunden, und sich unter seinen Liebkosungen beruhigen und wieder lachen können, wie vor kurzem. Und in einer Welle stiller Zärtlichkeit preßte er sie an sich und streichelte mit seiner Wange ihre Locken. Sie erschrak zuerst und duckte sich in seinen Armen ganz zusammen. Dann erzitterte sie am ganzen Körper, umarmte seinen Hals und sah ihn mit tränenden Augen an. „Gljeb!... Lieber.. Wenn du wüßtest, wie ich mir deine Kraft und deinen Mut wünsche... Mir ist es so schwer, Gljeb... Versteh mich, Gljeb und verachte mich nicht ... Du bist mir der nächste Mensch und ich liebe dich sehr.. Und er, Gljeb. schwieg und preßte seine Wange an ihre Locken. Und als sie schon vor ihrem Bett war und er sie auf seine Arme gehoben hatte ertönte ein energisches Klopfen an der Tür. „Genossin Mjechowa, darf man? Bist du zu Hauie?" Und die Türe knarrte. Das war Dascha. Ihr rotes Tuch flammte und ihr Gesicht war wie immer, mit Augen, die wie Quellen anmuteten, und mit einem jungen Lächeln, das von den Sonnenstrahlen noch nicht erkaltet war. „Ach so... das ist Gljeb?... Du unsteter Geist, hast dich auch hier eingedrängt? Berfluchter Kerl.. Und lachte ein fröhliches Lachen. Nur für einen Allgen- blick sah Gljeb einen Schrecken in ihren Augen aufflammen, und noch etwas, das wie ein blasser Schleier vorüberhuschte. Vielleicht schien es Gljeb nur so, weil er selber erschrocken mar und nicht gleich Herr über sich werden konnte. Polja Mjechowa trat von ihm weg und lachte: Dascha ist doch nicht dumm und ihren Augen entgehen auch kleinere Dinge nicht. „Bist nicht eifersüchtig, Dascha'? Ich wallte mir Kräfte bei deinem Gljeb ausborgen... Er ist so ein Nilpferd, ihn bringen keine Wirrnisse aus der Fassung." „Warum ist Gljeb— mein Gljeb? Er wird sich noch einbilden, daß er tatsächlich eine Kraft vorstellt. Es gibt noch allerlei, das dieser Gljeb nicht begreift... Es ist schon wahr: er ist ein ausgezeichneter Mann, aber wie dumm er ist, Genossin Mjechowa... uff, wie dumm!..." Gljeb stellte sich zwischen beide Frauen und legte seine Hände auf die eine und die andere. „Hols der Teufel, diese Nuß muß nmn aufbeißen... Und wenn ich mir auch die Zähne daran zerbreche... Für Dascha ist jede Nuß— wie ein Floh für einen Hundezahn. Und alles ist für sie jetzt leicht..." Dascha lächelte und ging zum Tisch. „Ich komme von der Frauengruppe, Genossin Mjechowa ... Die Frauenkonferenz soll doch sehr bald stattfinden... Hast du das vergessen?... Heute um 5 Uhr ist Sitzung in der Gewerkschaft, du mußt dort Bericht erstatten." „Ja, ich weiß es. Dascha. Es wäre aber besser, wenn du Bericht erstatten würdest: ich versteh' heute nichts. Bitte. Dascha. tu du es heute. Ich werde mich bis morgen schon aufraffen, mich zusammenflicken." „Gut. Genossin Mjechowa. Kann geschehen." Sie umarmte Polja mit einem Arm und sah sie streng, unter dem Knoten ihrer Augenbrauen, an. „Genossin Mjechowa... ich weiß... plärre da nicht herum, mein Täubchen... wir müssen immer in Vereitschaft sein: den Kopf auf den Schultern, und das Herz muß man fest mit beiden Händen packen. Zwänge deine Seele zwischen die Rippen und achte auf deine Gesundheit... Du mußt nicht zuhören, lieber Genosse,... warum drückst du dich? Bleib. Warst du denn heimlich hier? Ach so, ich wußte das nicht..." Dafchas Augen schimmerten feucht, und Polja sah zum Fenster hinaus und lachte wie eine Kranke. „Teufelsweiber!... Eine feste Nuß für die Zähne, hoi's der Teufel!... Und ging staunend, rot vor Scham, aus dem Zimmer." Im Gang traf er Tschibis. Der reichte ihm wie gewöhn- lich nicht die Hand und begrüßte ihn nicht. Er ging'elasrijch, aber schwer, und sah ihn wie einen Fremden, ohne mit den Lidern zu zucken, an. „Höre mal. Die Forstverwaltung ist, wie du weißt, ins gemütliche Loch expediert worden. Sie sind alle dorr plötz- lich von dichtein Staub bedeckt worden, und in ollen Ab- teiluntzen hat sich eine dicke Sraubmolke erhoben und sie sehen alle einem Irrenhaus ähnlich. Schuk hat sich als großer Dummkopf gezeigt. Heut Hab ich nicht geschlafen. In der Nacht schlafe ich nicht: ich schlafe nur morgens und nach- mittags. Ich werde mich jetzt für eine halbe Stunde nieder- legem Ja, weißt du, dieser Einarmige war ein prachtvolles Menschenexemplar... Man hat ihn im Keller erschossen. Ich habe mich mit ihm nächtelang mit großem Genuß unter- halten. Die Bourgeoisie hat es verstanden, ihrer Jugend eine glänzende Erziehung zu geben, wir können viel, sehr viel bei ihr lernen. Um sich der Kultur zu bemächtigen, muß man auch wissen, wie sie anzuwenden— und das ist nicht so ein- fach, mußt du misten." „Halt, hast, Genosse Tschibis! Das hast du gut gemacht ... Hast alle ihre Schwächen ausfindig gemacht— und dieses Gesindel mit der Wurzel ausgerottet... der Teufelsfchuk hat jetzt sogar zu schwätzen ausgehört." „Das ist, weil er sich in guten Händen befunden hat.. von den zwei Dutzend werden wir sicher die Hälfte erschießen. Mst diesen Burschen werden wir eine öffentliche Vorstellung im Staatstheater arrangieren: ich übergebe die Sache dem Revolutionstribunal... Einen Rüffel werden wir aber doch kriegen— für unsere Eigenmächtigkest. Dummheit— des Parteitages. Diese Dummheit aber kann nur zur Per- wirrung führen. Wer wird wen auffressen... was denkst du?" „Ich denke so. Genosse Tschibis: Badjin ist mit bloßen Händen nicht zu packen, man kann ihn nur mst Dynamit in die Luft sprengen." „Ja, Dynamit ist schon vorbereitet, nimm's zur Kenntnis, der Alltag ist ein Wirrwarr. Und Wirrwarr ist ins Kleinbürgerliche verwandester Heroismus. Ich schlafe immer bei offenen Fenstern und Türen. Am Tage ist der Schlaf gut und frisch, weil er mit Sonne und Menschen durchtränkt ist. Die angenehmste fröhlichste Zeit ist für mich die Nacht. Komm zu mir, wir werden die Zeit angenehm verbringen. In der Nacht sieht man immer mehr als am Tage." (Fortsetzung folgt.) Neuöau im Krieörichshain-Kraukenhaus Vorbildliche Gnrichwngen. In dem städtischen F r i e d r i ch s h a i n- K r a« ke n h a u» ist schon seit«Niger Zeit eine„Modernisierung� im Gange. Nor einem halben Jahrhundert war die damals eben eröffnete Anstalt«in Muster, dem andere Städte nacheiferten. Heilkunde und Krankenpflege haben inzwischen Fortschritte gemacht, mit denen die Weiterentwicklung der alten Krankenhäuser nicht immer Stritt geholten hat. Das Friedrichshain-Krankenhou» dürft«, wenn die allmähliche Um- und Neugestaltung durchgeführt sein wird, wieder den Anspruch erheben können, zu den Musteranstalten gerechnet zu werden. Zu den bisher neu eingerichteten Pavillons für kranke Kinder und für Tuberkulosekranke kommt ein neu«ingerichteter Doppelpaoillon, der fegt fertig dasteht. Bei der schlichten Einweihungcfeier, die das Bezirksamt Friedrichshain am Sonn. abend veranstaltete, konnte Bürgermeister Genosse M i e l i tz mit Necht darauf hinweisen, daß hier wieder ein vorbildliche» Werk geschaffen worden ist. Architekten und Aerzt« haben in stliöner Uebereinsliminung daran gearbeitet, ganz erfüllt von dem einen Gedanken, dem Wolst der Kronken zu dienen Magistrats, nberbaurat Meurer, der dos Bauprojekt entworfen und die Ausführung geleitet hat, erläutert« die Einzelheiten des Baues. Die Arbeiten wurden im Juni 1926 begonnen und haben ziemlich 1>> Jahre gedauert, die Kosten belaufen fich auf 1 200 000 Mark. Professor H o f f m a n n vom HouptgesundHeitsamt der Stadt kündigte an. daß man Müb den Kronkenhäusern anderer Ber, waltungsbezirke die notwendiae Erneuerung nickt versaqen werde. Die Teilnehmer der Feier, Mitglieder der städtiscken Gesundheits. Keputation. des Bezirksamts Friedricbshain und der Bezirksveriamm, lung, Vertreter des Krankenkastenwesens, der Aerzteschaft und der Verwaltung besichtigten die Räume de» Pavillons. Er bebenbergt sin Erdgeschoß zwei Stationen für äußerlich Kranke, im Obergeschoß zwei Stationen für innerlich Kranke. Die Gesamtzahl der Betten ist fBS. Für reichliche Zufuhr von Luft und Licht zu den Räumen ist überoll gesorgt, und fast all« Räum« für Krank« stehen mit offenen Liegehallen in Verbindung. Die hygienischen und technischen Fortschritte der Krankenpfleg« und des Krankenhauswetens sind«eliesigehend berücksichtigt worden. Willkommen wird den Kranken auch die freundliche Farbigkeit der Räume fein, die von dem faden Grau älterer Krankenhäuser wohl, tuend absticht. Der Pavillon hat auch«inen Vortragssaal» der für die Westerbstdung pon Aerzten und Pflegern gut? Dienste leisten wird. Wieder Schulklassenschließungen. Dar Magistrat(H a u pt g« su n dh eit sa m t) teilt mit: Im Bezirk Mitte werden im Einvernehmen mit dem zu« ständigen Kreisarzt drei Schulklassen geschlossen, weil «ine größere Anzahl von Kindern wegen Erkältungskrank, heit«n fehlen und ein.ig« Diphthdvlefäll« vor. ?«kommen sind. BetrSqerische Wohlfahrdsvorsteher. Bor dem Großen Schöffengericht Tempelhof hatten sich wegen Amtsunterschlagung der stellvertretende Wohlsohrtsvor- steher H e n f e l und der Wohlfahrtspflcger Höne! aus dem Bezirk Krevzberg zu oerantworten. D h o i n- P a r k: hier üben freiwillig« Sanitäter den Rettunosdienst aus.— Kreuzberg: drei große Rodelbahnen(280, 270 und 135 Meter lang) und mehrere kleiner«: hinzukommen in diesem Bezirk zwei künstliche ASerge für Schlittschuhläufer auf den Eisbahnen an der Katzbach st raße und am U r b a n. Ebarloltenburg: Rodellveqe im G r u ne w a l d und die berüchtigt» „Gcnickbrecherbahn" in Pichelsberg«: da» Bezirksamt will die Bahn ausbauen, doch stehen der Absicht Schwieriqkeiten im Weg« durch die Tatsache, daß der unter» TeU der Bahn sich aus Privatbesitz befindet.— Spandau: drei Bahnen in der Pionier- st r a ß«, Z e p p e l i n st r a ß e(se 150 Meter lona und ohne Be- leuchtuna) und eine 200 Meter lanae Bahn in den Weinbergen an der Spandauer Chaussee.— lüiiinersdcrs: mehrere Naturbohnen im Grunewald, in der sogenannten„Dablemer Schweiz dann am Grunewalds««. Teufelssee im Spandau«» Forst und am Kaiser- Wilhelm-Turm: am Jagdschloß Grüne- wald und am Teufelssee befinden sich Rettungswachen. Zehlendorf: eine Naturbahn(230 Miller lang) im F i sch t a l p a r i. Steglitz: lltaturrodelbahn(220 Meter) im Beydorf-Part: eine künstliche bssindet sich in den„R o u h e n B e r g e n". doch wird von dem Eigentümer ein E i n t r i tt s g e ld erhaben. Tempelhof: eine Bahn<250 Meter, unbeleuchtet) im Volkspart Marien- dork.— Neukölln: ein« 300 Meter lanae Bahn(durch Müll, und Bauschuttaufschüllungen entstanden) im Bolkspark. Aber hier muß für die fünfmalig« Benutzung von Erwachsenen 20 Pf. und von Lindern 10 Pf. gezahll werden, eine unsoziale Maßnahme, durch die ein gesunder Sport eingeengt wird.— Treptow: zwei kleinere Bahnen im Treptower Park und in der W u hl h e l d e. Durch Müllausschüttungen will das Bezirksamt in der Krugallee am Teltowkanal eine größere Bahn errichten. lassen.— Köpenick besitzt die beste Naturbahn(8 00 Meter lang und mit ausgebauten Kurven)>n den M ü g o e l b e r g e n an der Bismorckwarte. Die Dahn wird von keinen Wegtreuzungen unter- brachen. In ihrer Nähe befinden sich zahlreiche kleinere Bahnen.— Lichtenberg: zwei Naturbahnen im S t a d l p a r t und«ine künstliche in der T r e s ck o w° A l l e e.— Reinickendorf: eine 200 Meter lange Bahn und vier kleinere aus dem Apollo» b e r g in Tegel: eine 180 Meter lange Bahn in Waidmanns- tust. Eröffnete Eisbahnen. Auf dem Gelände der Tripolisschau des Zoologischen Gartens(Eingang neben dem Planetarium) Ist die Eisbahn er- öffnet worden, die sich bereits im vorigen Jahr infolge der geschützlen Lage allgemeiner Beliebthell erfreute. Von 16 Uhr ab finden Konzerte stall. Ferner ist beabsichtigt, an mehreren Tagen in der Woche Eishockey-Wettkämpfe bekannter Mannschaften sowie Schau- und Schnelläufen zu veranstalten. Am 14. Dezember Ist die städtische Eisbahn an der Kaiser- alle« im WilmersdorferStadtpork«rössnei worden. Die Eisfläche ist in diesem Jahre in einer tadellosen Verfassung. Ein, trittspreis an Wochentagen: für Kinder 10 Ps., für Erwachsene 30 Ps.: Sonntags: für Kinder 20 Ps.. sür Erwachsene 40 Ps. Bei klassenweisein Besuch unter Führung einer Lehrpexson Eintritts. preis für Schüler ö Ps Die Eisbahn ist von 9—22 Uhr geöffnet. Auf dem Gelände der Fl u g h a s e n g e s el l s ch a s t aus dem Tempelhoser Feld,>n unmlltelbarer Nähe des Berwal- tungsgebäudes ist eine große Eisbahn eröffnet worden, die den Zuschauern de» Flughafen» zur Verfügung gestellt wird. Täglich werden bei entsprechendem Besuch mit dem Groß-Laulsprecher Kon, zerte vorgeführt, desgleichen wird abends die Bahn beleuchtet, so daß sich für die Berliner Bevölkerung die Möglichkell ergibt, sich aus dem Flughasen bei Beobachtung des Lufwerkehrs auch sportlich zu betätigen. Besondere Gebühr wird neben dem EiillriUspreis von 20 Ps. für den Flughafen nicht erhoben. In der Fr i e s e n st r a ß e an der Schwiebusierftroße(Nähe des Tempelhoser Feldes) ist eine sehr idyllisch gelegene Eisbahn er- öffnet worden. Sie gehört mll ihren 15 000 Quodralmetern zu den größten Berlins. Die Eintrittspreise sür die Eisbahn, die von 10 Uhr bis 23 Uhr geöffnet ist. find sehr niedrig geHallen, um weitesten Kreisen Gelegenheit zum Besuch zu geben. Die natürlichen Eisbahnen aus den Seen in der Um- gebung Berlins konnten infolge der ungenügenden Tragsähigtell des Elses noch nicht freigegeben werden. Doch ist die Bahn auf dem Neuen See im Tiergarten bereits eröffnet. s ch i» b u n a« u". Ein« früher schon angesetzte Verhandlung war vertagt worden, weil der Angeklagte versichert Halle, daß er einen Vergleich durch eine befriedigende Ehrenerklärung für den ange- grifsenen Stadtrat herbeiführen wolle. Inzwischen hatte sich die Partei des Angeklagten aber entschieden, den Wahrheit»- beweis für die Behauptungen anzutreten. Es wurden ein» Reihe von Zeugen, darunter auch verschiedene Magrstratsbeamte, vernommen. Diele Beweiserhebung führte zu dem Schluß, daß da, Schöffengericht die erhobenen Anschuldigungen für haltlos er- klärt«. Lies» wurde jedoch an Stelle der vom Staatsanwalt bsan. tragt«» Gesängnisstrase zu einer Geldstrafe pon 300 Mark verurteilt._ Vor dem Fest auf die(Straße gesetzt. Ist das Mieterschuh? Ei» unglaublicher Vorfall hat sich am Sonnabendvormillag in der belebten Rhein st raße zu Friedenau zugetragen. Die zahlreichen Passanten bemerkten«inen Mann wehklagend vor«wem Hausen Möbel herumirren, die der Hauswirt, ein Apo- thetenbesitzer.mit Hilfe der Polizei auf die Straße hat schaffen lassen. Der betreffende Mieter,«in Klavierstimmer, besten Frau zur- zell im Krankenhaus liegt, wurde acht Tag« vor Weihnachten von seinem Hauswirt auf die Straße gesetzt, weil er seit einigen Monaten einen kleinen Teil der Miete schuldig geblieben war. Die Pastanten, die dieser Szene beiwohnten, äußerten ihre Empörung in lebhaften Ausdrücken und waren um so aufgebrachler, als das Weihnacht»- fest, das Fest der Nächstenlieb«, bevorsteht. Darf man, wenn der- artiges möglich ist, überhaupt noch von einem Mieterschutz sprechen? Kluchi eines Juweliers. Zfehleude Werte in Höhe vou SO 000 Mark. Unter verdächtigen Umständen ist sell dem vergangenen Diens- tag der 63 Jahre alt« Juwelier Moritz Sotna verschwunden, der im Haus« Fridrickstrah« 150, an der Eck« der Dorotheenstroße, seit 12 Jahren«in Juwelen- und Uhrengeschäft betrieb. Am Freitag kam ein Psorzheimer Fabrikant nach Berlin, um mit dem Juwelier über Wechsel zu sprechen, ine o m Fälligkeitstermin nicht eingelöst worden waren. Er traf den Gefchäflsinhaber nicht mehr an, und auch die Ehefrau konnte keine Auskunft über den Verbleib ihres Mannes geben. Solna war ohne Angabe eines Zieles abgefahren und hatte seine Frau ohne Barmittel zurückgelassen. Der Fabrikant wandte sich setzt an die Kriminalpolizei, da mll sie ihm zu seinem Recht verhelfe. Ein Ein- greisen der Behörde war ober nicht möglich, da der Psorzheimer es ablehnt«, Anzeige zu«istatten. Erst rm Laus« de» gestrigen Nachmittag» erstattete eine ander« Firma Anzeig« gegen Soina, da sie durch ihn um 5000 Mark geschädigt worden sei. Die Nachprüfung durch Sachverständige hat ergeben, daß in dem Ge- scköf! ein Warenbestand im Wert« von etwa 40 000 dt» 50 000 TL vorhanden ist. Nach den Büchern müßten aber zirka 120 000 M. vorhanden Ist. Nach den Büchern müßten aber etwa 120 000 M. etwa 80 000 Mark geblieben sind, ließ sich noch nicht fest- stellen. Auf Grund der Anzeig« wird de- Juwelier jetzt von der Kriminalpolizei gesucht. Die Grenzbehörden sind benachrichtigt worden. Mitleilungen, die zur Klärung seiner Geschäst» beitragen können und über seinen Aiisenkhast nimmt Kriminolkommifsar Dr. Bartsch, Dienststelle F 1 sm Pvktzeidienstgebaud« in der Georgenkirchstraße 30 A, entgegen. Bestrafter Abzahlungsschwindel. Der Kaufmann W erschien Im vorigen Jahr« kn einem Ab- Zahlung? geschöst sür Pelzwaren, um seiner Braut. Fräulein K., einen Pelz zu kaufen. Da da» Geschäft der Eicherhell wegen grundsätzlich nur an Ehepaare aus Abzahlung ver- kausle, gab W. seine Begleiterin als Ehefrau aus, und beide unter- schrieben auch als Ehepaar den Schein. Diese falsche Beurkundung kaum heraus, als W. seinen Verpflichtungen nicht nochkommen konnte. Dos Brautpaar hatte sich jetzt wegen Betruges und schwerer Urkundenfälschung zu verantworten. Das Schöffengericht war der Meinung, daß die Eigenschaft einer Ehefrau zwar an sich keine Ge- währ für«in« Sicherheit brächt«, daß diese aber doch immerhin größer ist. we"« der getaufte Gegenstand zugleich auch in den Besitz des Ehemannes übergehe. Jnsolgedesten sei das Abzahlungsgeschäft getänschi worden. W. wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, bei Fräulein K wurde aber nur einfache Urkundenfälschung an- genommen, und sir kam mll 50 Mark Geldstrafe davon. Bc'scherunq km �rauenhilfsvercin. Der F ra u e n h i l s s v e r« j n bei der staatlichen Polizeiverwaltung Berlin veranstaltet« am Sonnabend nachmittag in der Unterkunft der Polizeigruppe Mitte eine Weih- nachtsfeier, an der etwa 700 Kinder von Polizei- beamten mit ihren Angehörigen teilnahmen. In dem großen Saal, der aber für die 1500 Teilnehmer viel zu tiein war, prangten zwei riesige Tannen Im Lichterschmuck. Weihnachtslieder und -Märsche eröffneten die Feier. Dann hielt Polizeipräsident ZSr- giebri die Festaniprache und dankte dem Frauenhilsvoereln, der, ob- � Sottnar dieses Jahres in» Leben gerufen worden ist, schon viel Not gelindert. Leid gestillt und Tränen getrocknet hat. Besonders anerkennend« Worte fand er für die geistige Mutter dieses Hilfswerks. Fräulein M o r g a r e t e Dittmer. die schon seit vielen Jahren der Wohlfahrtsstell« im Polizeipräsidium vorsteht. -»rteh»»«!«! En BagibscBien Oescfeeraif-Siar Eobbs: Oberbett- Inlett 13-50 Oberbett- Bezug iÄSf. 4-95 Kissenbezug»>« i-»--»»»»»»- ventomog 1.28 Kissenbezug ÄiÄfgar" 2.45 Bettlaken S;rgkttdif! 2.15 Barchent• Bettlaken____ 1.95 Hemdentuch-Bezüge 7-25 üeberlaken �hÄ0iÄl0hlWH!D 7.75 Bade-Uken.f. 6.75 Berstenkornhandtuch n-u- k«u. 39 pt Handgestickte Sofakissen 1.65 flhorhptt lnwt,»t GoliUtr-i/an, UDerOeil»u Tifi nre Coteiifd>ie«a. 1�x200.«••••••*•••• � Steppdecke»»tln-Ob« rMUte. u> liTerts«n,_ (•«fben. mx&o.............. li&.75 Schlafdecke 9.75 Klnderschrank«u uoki««.«>««>>>._n form, obao mit V�rglaauai;...,...... äÄ.OIJ Kinder-Holzbettstelle«u. 16.50— Messingbettstelle•« I Damenwäsche ---.urker BOgel............. ÜJ. 00 nur Prtnz.nrtr. III ■Sä WilmersdorferStr Ruhebett an>>»«■»>, v«»»««i 31.75 «�wwöeiöues ek•«»••aaw—— AuBeigewöhnllch billige Dsunendecke'XSr�:.Trr.rr~rrr.rT. 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Besonders aus der Gegend der Kösliner Straße gehen uns dies« Klagen zu Die Anwohner sind aus» äußerste be- unnchigt: in ihrer Not wenden sie sich an die Oessentlichteit. um aus diese Weise eine Abänderung der Mißstände und damit eine größere Sicherheit für Leben und Eigentum zu erreichen. Wir veröffent- lichen nachstehend einen der Klagerufe: In den letzten Wochen nimmt di« Unsicherheit im Norden Berlins, hauptsächlich in der Kösliner S.raße, beängstigende Formen an. Nicht nur in den Nachtstunden, sondern selbst am Tage finden Uebersälle auf Passanten statt, so daß jeder Passant Gefahr läuft, überfallen und ausgeplündert zu werden. In den letzten drei Wochen find vier derartige Fälle zu oerzeichnen. UMer den Rowdys finden sich auch Zigeuner, die besonder» in dem Hause Kösliner Straße 19'eit kürzerer Zeit ibr Quartier ausgeschlagen haben. Man hat in der Anwohnerschaft>chon den Gedanken erwogen, einen «elb st schütz zu gründen: die Anwohner wenden sich aber an die Oesfentlichkeit und geben sich der Hoffnung hin, daß der Polizei- Präsident Maßnahmen ergreist und öfter als bisher oerstärkte Polizeipatrouillen die Gegend besuchen läßt, um auf diese Art den Räubern da» Handwerk zu«egen. llm den Jlugplah Vntz. Der Berkiner Magistrat will in den nächsten Wochen di» vorlag« über die Verlegung de» Versuchsslughasen» in Johannisthal nach Britz der Stadtverordnetenversammlung zuleiten Gegen di« An- legung«Ine» Aersuch-slugplatze, In unmittelbar« Näh« der V r i tz» r Großsiedlung und der beiden Krankenhäuser haben sich das Neuköllner Bezirksamt, di» Neukällner Be- zirksoersammlung und die Bewohner der Groß- I i« d l u n g ausgesprochen. Um der Berliner Presse die Großsiedlung zu zeigen und die Gedanken, di« zur Bekämpfung der Vorloge ge- führt haben, zu erläutern, veranstalteten die Britzer Siedler am Sonnabend eine Besichtigung der Siedlung. Die Vertreter der Prelle sowie Stadt- und Bezirksbehörden nahmen zunächst die Großsiedlung m Augenschein und diskutierten dann im Versammlungsraum der Großsiedlung üb« die gesamte Verlegung. Zuerst erläuterte Stadt- baurat a. D B rn n o T a u t den Auibau der Großsiedlung. Er sprach sich im Deriauf seiner Ausführungen gegen die Verlegung aus, weil der Plan, das gesamte Terrain mit Wohnungen zu bebauen, dann fallen gelassen werden müßte. An Hund von Skizzen zeigte der Redner, daß groß« I«>l« des ehemaligen Rittergutes für die Erbauung erschlosien werden sollen. E» könnt« auf diesem Gebiet ein» Stadt von 8000 Wohnungen mit etwa 25 000 Bewohnern entstehen Die Anlag« eines Dersuchsslughasens würde größere Industrieanlagen zur Folge haben, die sehr störeno für d i« Fiedler und auch für dl» Kronken wirken müssen. Stadtverordneter Genosse G u t s ch m I d t ging dann noch im««nzelnen aus di« Pläne ein. die da» Gelände der Be- bauuna erschließen wollen und vertrat den Standpunkt, daß der Versuchsflughasen genau so gut aus dem Terrain m Rudow siegen könnte. Stadtrai Busch, der Anreger der Vorlage, führt in«in« kurzen Ansprach« au», daß der Flugplatz keine Störungen ver- Ursachen würche. Mit Ausnahm« de» Architekten Drtt sprachen sich alle übrigen Redner gegen den Plan aus Errichtung eines Flug. hosen» in Britz aus. der dann von der Versammlung abgelehnt wurde.------------------------------- mit ihrem Pensum nicht fersig wird müßt« sie noch zu«in« zweiten außerordentlichen Sitzung am Mittwoch um 1K9L Uhr zusammentreten. Aus der Tagesordnung steht unter anderem di« Neuregelung der Beamtenbejoldung, die der Ausschuß in mehreren Sitzungen vorberaten hat. 1 Wosserrohrbruch in der Große« Frankfurter Straße. In der Großen Franksurt« Straße ereignete sich gestern abend ein Wasier- rohrbruch, der den gesamten Straßenbahn- und Fuhrwerksverkehr fast eine halbe Stunde lahmlegte. Kurz nach 17 Uhr brach das Straße ipflaster vor dem Grundstück Große Frankfurter Straße plötzlich auf, und ein starker Wasserstrahl schoß empor. In wenigen Minuten stand ein Teil des Stioßenzuges völlig unter Wasser. Di» alarmierte Feuerwehr machte sofort mehrere Gullys frei und setzte ein« Suugpumpe in Täsigkeit. Durch Einfchallen der Sicherhetts- schieb« wurde weiteres Ausströmen»«hindert. lieber die Navennafchlucht. Bor wenigen Tagen wurde In einer Zugpause der Schienen- sträng über dem neuen Ravennatalübergang geschlosien und der Betrieb über die neue Brück aufgenommen. Damit hat die alte Ravennadrück«. einst ein Meisterwerk der Ingenieurkunst. nach 40 Iahren ausgedient: ein beredtes Zeichen der gewalttgen Entwick- lung des Eisenbahnwesens in diesen vier Jahrzehnten, die ein für die Betriebslasten seiner Entstehungszeit überreich bemesiene» Bau- wert nach verhältnismäßig kurz« Zeit außer Dienst zu stellen Zwingt. Die neue Brücke, die Ihrer Bestimmung übergeben wurde, ist das Ergebnis umfangreicher Boruntersuchungen über die technisch und wirtschaftlich möglichen Lösungen, die alte Brücke durch eine neu«, wesentlich stärkere zu«fetzen, ohne den Betrieb auf der Höllentalbohn unterbrechen zu müssen. Der Entschluß zum Umbau mußte in einer Zeit gefaßt werden, in der die Reichsbahn sich in schwieriger finanzieller Loge als Begleiterscheinung eines allge- meinen wirtschaftlichen Tiefstandes befand und jeder Pfennig zwei- mal herumgedreht werden mußte, bevor er ausgegeben werden durfte. Es galt, nicht nur eine neue Brücke zu schaffen: die Auf- gab» war weit« gestatt. Die aste Brücke von Gerwig. dem genialen Erbau« der HöÄntalbahn. an die denkbar günstigste Stelle gesetzt. in der sie mit vi« Oeffnungen zu se 35 Meter die Schlucht über- schreitet, liegt selbst in starker Krümmung, während zu beiden Seiten der Brücke unmittelbar ebenso starte Krümmungen in entgegen- gesetzter Richtung anschließen. Dies« rasche Wechsel in der Fahr- richtung. ohne ausreichend lang bemesiene, dozwischensiegende gerade Uebergänge. konnte für die ursprünglich nur dem Touristenverkehr bestimmt« Nebenbahn genügen, wurde ab« für den heuttgen Haupt- bahnbetrieb mit Durchgangsverkehr so störend, daß dieser Uebel- stand bei dem Bau d« neuen Brück« unbedingt beseitigt werden mußte. Dies wurde nur möglich durch Verlegung der Linie um etwa 40 Meter noch Süden gegen den Talausgang zu. n««?r»on ittiS aino©'ft r* 1 1 tin iisn ng cke erfordert» di« Oeffmmg de» 85 Meter langen Ravennatunnel» auf nahezu sein, halb» Lüng». und ein» V»rschiebung der üb« dem Tunnel liegenden Landstraße um etwa 20 Met« gegen B«g. Dl« vddkv«ordnef«n>erf«nmlung"hat in dles« Woche»ine außerordentlich» Sitzung am Dienstag um lüsit Uhr. Fall» sie Oer neue Arbeiterwohlsahrisfilm läuft am vieustaa, de« A). Oezemder, i9]t, Uhr, im Saal- bau Friedrich«Hain. Er schildert in packend« Weis« das Leben tu verschiedenen Heimen und Fürsorgeeinrichwngcn der Arbeitenvohlsahrt. Vortrag: Stadtverordnete Minna Todenhagen. Eintrittspreis TS Pfennig, aber für Inhaber eines Loses der Arbeiterwvhlsohrt freierSintritt. Acrtett»nd Lote an den Adendtaffei Lose onHerdr» im Dezlrleanolchn» sSr BrSkiierwod iahet. Lindenileah»». i» allen ktonlumoerkaut-slell-n. bei Beltheim und ta Bta durch Lottert rp State tenntlich gemachte» Stellen. Einige Angaben üb« die wesentlichsten Abmessungen d« Brücke und über den Fortgang der Bauarbeiten sollen da» kurze Bild ver- vollständigen. Die Brücke überschreitet kurz hinter dem Bahn- Hof H ö l l st e i g in der Steigung 1: 19 die romantische Ravenno- Ichlucht mit 9 Bogen von 20 Meter lichter Weite. Die schlucht mit 9 Bogen von 20 Meter lichter Weite. Die Bauarbeiten, die der Arbeitsgemeinschaft der BauuMernehmungen F. 1. Sichler und Freiburger Baugesellschaft, beide in Freiburg, ubertragen sind, wurden im August 1926 begonnen und konnien dank dem günstige» Herbstwetter des Jahre» 1926 bis Ende De- zember rasch fortgeführt werden. Bei Beginn des Winters ragten '' on einzelne d« mächtigen Pfeilerschäste bis 20 Met« üb« dem oden empor Die Zlusschachtarbeitcn in den besonders tiefen Bau- ruben der oberen Pfeiler gingen den Winter hindurch weiter. An- ong April 1927 wurde» die Maurerarbeiten wieder begonnen und Mitte Mai in vollem Umfange aufgenommen, nachdem die umfang- reichen Arbeits- und Krangerüste inzwischen fertiggestellt worden waren. Die engen Platzverhältnisse und die Ungunst des Wetters im Jahre 1927 haben die Ausführung wesentlich erschwert und ver- zögert. Es sei«wähnt, daß sämtliche Baustoffe in der Nacht mit Sonderzügen zur Baustelle gefahren und entladen werden mußten Mitte Juli wurden die Leergerüste in den oberen fünf Oeffnungen ausgestellt und am 7. August, ein Jahr nach Baubeginn, die ersten Gewölbe geschlossen. Nachdem diese genügend«härtet waren. konnten die Lecrgerüste umgestellt, die unteren vi« Oeffnungen ein- gewölbt und In d« Zeit vom 17. bis 22. September geschlossen w«den"~ am 6. Dogen inzwischen rüstig fortgeschritten war. So waren die Arbeiten nahezu fertig, als Mltte Navemb« der plötzlich einsetzende Frost die sehr empfindlichen Dichtungsarbeiten und somit die endgüttige Fertigstellung im letzten Augenblick zu ver- hindern drohte. Auch diese Schwierigleiten wurden überwunden und die letzten Vorbereitungen zur Betriebsüberleitung tonnten getroffen werden.__ Was man im Traum anrichte« tan«... Eine niedliche R a ch t s z e n« ereignete sich in Trauschko- witz bei Komotau, allwo in einem Hause nach stundenlangem Er- zählen gruseliger Mordgcschichten endlich Ruh« eingekehrt und olle Teilnehmer im Beti waren. � Die erregte �Zh arbeitcte weit«.... um Hilfe. Der Hausherr, nur mit den Unaussprechlichen btkleidct, dachte an Einbrecher und sprang in das Erdgeschoß h«ab. Vor der Tür der Frau rief«r: heraus, oder ich schieße!"' Da«wachte die Frau aus ihren schw«en Träumen, hielt den guten Hausherrn für einen Einbrecher, riß das Fenst« auf und schrie um Hilfe. Da wachte die Gattin des Hausherrn auf und schrie gleichfalls um Hilfe. n Der Gewälbefchwß de« letzten mittleren Bogens erfolgte Oktober, während die Uebermouerung d« zuerst fertiggestellten Die erregte Phantasie einer Frau Mitten im Schlaf sah sie Geist« und rief gellend Al, er die tönend« Stimme hört«, glaubt« der Mann, nun seien die Diebe bei seiner Frau, öffnete das Treppenfenst« und rief seinerseits auch um Hilfe in die Nachbarschaft. Als dann Freunde und Nackz- Diebe bei sein« Frau, öffnete das und rief seinerseits barn zusammenliefen, den Mann ln Unterhofen, di« Nachbarin in > Frau des NachtNeldung und schließlich auch die Frau hatten sie reichlich Stoff für Kambinotionen. Hausherrn sahen, DaS kugelfeste Schwei». Die»A o l k» w o ch t* ta Breslau teilt folgende nackKenklich« Geschichte mit: In allen deutschen Sagen wird uns von Siegfrieds unverletzlicher Haut erzählt, di« kein Schwert und kein Speer durchdringen konnte. Die Jetztzeit Ist etwas prosaisch«. Helden, die in Drachen- blut baden und sich dann hieb- und kugelfest machen, gibt es nicht mehr. Sonst ober geschehen auch heute noch Zeichen und Wunder. In Wohnsdors sollte«w Schwein zum Zwecke menschlicher Ernährung erschossen werden. Ab«, siehe da: kall lächelnd ließ da» gehelmnisvoll« Tier die Kugel an sich abprallen und sie rückläufig sich gegen ihre Mörder wenden. Ein junger Mann«urde- schwerverletzt von der abgeprallten Kugel am Hals, getiofien und mußt« sich sofort einer Operation unterziehen. Was aus dem triumphierenden Schwein geworden Ist, wird nicht weit« berichtet. o/lch eitert o/Ingef teilte bellen. Q vetlingdtigavetteri. "in, LöchftevÜVectavbeit her 13000 000 Qve tll rhg�igavetteri, wevcferL täglich gemacht � 35000 WERTHEIM Leipziger Str.(Vereand-Abt.) Könlgetr. Rosenthaler Str. Moritzplatz Photograph. Ateliers««-N« Photographien 1 Postkarten � 5m° Weihnadüsaufträge werden noch ausgeführt Kleiderstoffe Woll-Musselin CSfi/S: 2so Rips-Popeline reine Wolle, färb. ca. 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Herr Gehler war so noch kürzlich Gast auf der Berliner brennkrafttech- nischen Tagung, wo das künstliche Oel ein wichtiger Beratungsgegen- stand war. Krieg oder Frieden im zukünftigen Schicksal der Völker: das ist die Frage, wer das Oel beherrscht, welche Oelpolitik in der Welt getrieben wird. Die grofze Steigerung der Oelerzeugung. >.'aufenben Jahr hat sich die Produktion in einem außer- ordentlich gro� Umfang gesteigert. Der Verbrauch konnte der t�rzeugune nachkommen: etwa Milliarden Faß Rohöl erzeugt, gegenüber 1.1 Milliarden 192S. An der Steigerung n't hauptsächlich die Vereinigten Staaten beteiligt, wo gegenüber 770 Millionen Faß im Jahre 1926 im laufenden Jahr eine Pro- duktion von fast 900 Millionen crericht wird. Ihr Anteil an der Weltproduktion wird im lausenden Jahre von 70,? aus 72,5 Proz oestiege» sein. Eine außerordentliche Steigerung hat aber auch die Produktion Rußlands(von 62,9 auf 71 Millionen Faß) und Vene- zuelas(von ö7L aus 60 Millionen Faß) erfahren. Auch in Rumänien, Holländisch-Jndien und Persien sind erhebliche Pro- duktionesteigerungen zu verzeichnen. Nur in Mexiko ist ein erheb- kicher Produktionsrückgang von 90,4 auf 63 Millionen Faß ringe- treten. Indessen ist in den legten Monaten die anhaltende Steigerung der Produktion zum Stillstand gekommen, was zur Erhöhung der Preise und vor allen Dingen zum Anziehen der Kurse der O-laktien an den Weltbörsen führte. Atempause. So erhielt die Oelindustrie«ine neue Der Reinfall des Shell-Trusts gegenüber Rustlaad. Dem Feldzug des Shell-Trusts bzw. feines mächtigen Leiters, Sir Henry D e t e r d i n g, gegen das russische Oel scheint kein Erfolg beschieden zu sein. Umsonst pocht Sir Deterding auf die Erklärungen von so und so vielen Hunderten von Unternehmern in England und Belgien, die sich schriftlich verpflichteten, kein russisches Oel in ihren Betrieben zu oerwende»! umsonst inacht die von ihm becin- flußte Presse«ine Riesenpropaganda gegen das russische Oel! der Erfolg ist ausgeblieben. Die russisch« Oelaussuhr betrug im Wirt- schaftsjahr 1926/27(bis September) 2 036 300 Tonnen gegen 1 473 100 Tonnen im Jahre 1925/26, und ist erheblich höher als in der Vorkriegszeit. Die Solidarität der Kapitalisten zerbricht vor den Lockungen des billigeren russischen Oels. Viel schwerer aber wurden die Pläne Sir Henry Detcrdings durch die neue Vereinbarung der Standard Oil von New Port mit dem russischen Petroleumtrust betrossen. Trotz der Vcr- kündung hes Friedens zwischen Royal Shell und Standard Oil haben kürzlich die Standard Oil von New Park und die Dacuum Oil-Gesell- schast(auch eine Tochtergesellschaft der Standard Oil) einen neuen Vertrag mit den Russen zur Uebernahme russischen Oels obge- schlössen Zlus Grund der früheren und der neuen Verträge werden die Russen der Standard Oil innerhalb von fünf Jahren 3 M i l l i o- nen Tonnen Petroleumprodukte liesern im Werte von 50 bis 100 Millionen Dollar, eine sür die russischen Verhältnisse sehr be- trächtliche Sun.me, die Rußland sür seine evtl. Abschnürung von andern Märkten zum Teil entschädigen kann. Welche Verpflich- tungen Rußland dafür übernehmen mußte, insbesondere ob es de? Standard Oil auch Oelkonzessionen zu übertragen hat, ist nicht be< kannt. Doch erklärt sich die Bereitschaft der Standard Oil zur lieber- nähme des russischen Oels auch ahne solche Gegenleistungen daraus. daß die Standaro Oil die russische Konkurrenz im Nahen Osten, in Aegypten und Indien, die in letzter Zeit sehr an Boden gewann, ausschalten und das russische Oel in jenen Gebieten selbst verkaufen möchte. Der mefopotamische Äampfplah. Die Frage der mesopotamischen Oelproduktion ist in eine neu« Entwicklung eingetreten. Das Ausbeutungsrecht der mesopotamischen Oclquellen wurde vor dem Kriege einer internationalen Gesellschaft, der T u r t i s h Petroleum Co., übertragen, an der englisches und deutsches Kapital beteiligt war. Nach dem Kriege wurde der deutsche Anteil unter das englische und französische Oelkapital auf- geteilt. 1921 hat der Druck der amerikanische» Diplomatie die Be- teiligung auch des amerikanischen Kapitals erzwungen. die diesmal infolge der Weigerung Frankreichs allein auf Kosten des englischen Besitzes ging. Den zweiten Abschnitt bildete dann der große politisch« Kampf um die staatliche Zugehörigkeil der mesopo- tamischen Oelquellen, d. h. die Streitfrage, ob das O c l g e b i c t v o n M o s f u l der Türke oder ober dem englischen Mandatsstaot Irak angeschlossen werden sollte. Bekanntlich wurde im Völkerbund dos letztere beschlossen, das Oelgebiet von Mossul steht jetzt unter der Oberhoheit des Mandatslandes Irak, wo das englische Mandat infolge dieses Beschlusses um 25 Jahre verlängert werden mutz. Eine weitere Schwierigkeit ergab sich daraus, daß die amcrika- Nische Standard Oil-Gruppe ihre Aktien nicht übernehmen wollte. wegen des strittigen Anteils einer Mittelsperson, die bei der Gründung der Gesellschaft tätig war, eines Herrn Gulbcnkian, der auf Kosten des amerikanischen Aktienbesitzes gehen sollte. Nach lang- jährigem Zögern hat sich nun kürzlich der Standard Oil entschlosscn, die Aktien zu übernehme». Gegenwärtig sind also die Beteiligungen an diesem wichtigen Besitz die folgenden: Der englische Trust Em lehrreich Kurzweil, ein neuer anregender Sammelsport für jung und alt: � die Massary-Eahnen-Bilder! Eins immer schöner und farbenfroher als das ! andere 1 Hier Württemberg, hier Nor- i wegen-Rumänien- Haiti-Argentinien- Venezuela: aller Länder Fahnen flattern mit den links abgebildeten Massary» Marken jedem Massary- Raucher zu. Jetzt heißt es: Massary-Fahnenbilder sammeln und austauschen 1 Wir wollen mal sehen, wer am raschesten alle Bilder beisammen hat. Das gibt ein hochinteressantes, wertvolles Nachschlagewerk! Die Idee mit den Fahnenbildern ist eine im Werbeetat vorgesehene Maßnahme. Sie dürfen sich darauf verlassen; amTabak sparen wir nicht, ander Güte der Massary-Zigaretten wird in keiner Weise gerüttelt. Sie werden nach wie vor mit besonderem Genuß zur Massary-Ziga rette greifen. Aber auch Ihre Kinder, Ihre jüngeren Ge: schwister sollen fortan eine Freude haben. jfoch, ein Gr ein ot mehr, •rffassafi/ z.U. rauchen/ yiö/ 9!».? gewacht, erst nach einem vierzehn jährigen Komps ist er zun, Gesetz gereist. Allerdings steht das Gesetz die Errichtung geniischt-wirtschaftlicher llnternehmunqen, d. h. auch die Beteiligung des privaten Kapitals an der Ausbeutung nor. Die argentinische Öclprodnktion steht allerdings nach in ihren Anfängen. In.A o l u m b i c n wurde kürzlich die sogenannte Sanches-Dill angenommen, die die Oelgruben zu ösfentlichen Unternehmungen, die im Eigentum der Nation stehen, erklärt. Kein Wunder, dah in der Presse' der Vereinigten Staaten jetzt sowohl Argenttmen wie Kolum- bien als„b o l s ch c w i st i s ch" gelten. lieber Kolumbien ist das amerikanische Kapital auch deshalb verärgert, weil dort der englisch« Anglo-Persian-Trust eine grosse Äanzesstan erhalten soll. Die kolum- bische Oelproduktion hat in legter Zeit einen grossen Aufschwung gc- »ommen. sie bieg von 6,i Millionen Fotz kll26 aus k-t Millionen 1P27 und liefert bereits 1,1 Proz. der Weltproduktion. Die Abwehr in den Verbraucherländern. In den Ländern, wo Oel nicht erzeugt, sondern nur v e r braucht wird, geht man daran, sich vor der Abhängigkeit von den grossen internationalen veltnists zu schützen, was allerdings weniger mit Rücklicht auf die Oeloerbroucher als aus militärischen R ü ck s i« t e n erfolgt. In Spanien wurde vor einiger Zeit ein Monopol sür die Oeleiniuhr, das einer privaten Ainanzgruppe unter Gewinnbeteiligung des Staates übertragen wurde, eingerichtet. In Frankreich sollte ebenfalls ein Pctroleummonopol gejchofsen werden. Die Einführung des geplanten Monopols wurde aber zu. nächst Qiji den 1. April 1929 verlchoben. Später wurde der Entwurf des iozialistifchen Abgeordneten Baron, Borsttzenden der Peioleuinkommission der fran.chstschen Kammer, zur Debatte gestellt. In der letzten Zeit erfolgte eine Wendung: die Petroleum- kommisston der Kammer schob diesen Entwurf beiseite und hat stch auf bestimmte Richtlinien geeinigt. Der Monopolplan wurde ousgeschaltet, und nur eine strenge Kontrolle der Einsuhr von Rohöl und die Beteiiigung der Staatskasse wurden vorgesehen. Es wurden einzelne Teile aus dem Monopolplan übernommen, uin den An- bängent d«s Staatsnionopols den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die privatkapitalistischen Cinslüsse haben diesmal dl« Ueberhand gewonnen. Die Trusts nehmen den Kampf auf. In den Sozialisterungsgefetzen wie auch in der Ausrichtungvon Einfuhrmonopolen oder ähnlichen Massnahmen erblicken die Welt- tajfts eine grosse Gefahr. Die Ueberproduktion an Oel hat bereits die Zuiommenschlusstendenzen zur Einschränkung der Praduktion verstärkt. Nun gilt es für ste, auch gegenüber den Einsuhrmono- polen, die den Kauf von Petroleum i» einer einzigen Hand ver- einigen, Zlbwehrmassnahmcn zu treffen. Kartelle der Oelproduzcntcn und der Oelraisinerien sind in den tleineren ölerzeugendeil Ländern wie Polen und Rumänien kürzlich zustandegekommen. Entsche!- dend ist aber das Verhalten der Oelproduzcnten der Bereinigten Staaten, die soft drei Viertel der Weltproduktion liefern. Hier steht der H a n d« l s in i n i st c r H o o v er an der Spitze der Be- ivegung, das amerikanische Antitrustgesetz wenig- stens für die Petroleumindustrie abzuändern und sür diese Karlelloereinbarungen zur Einschränkung der Produktion zu gestatten. Dies« Bestrebungen sind aber noch nicht zur Entschei- dung reif. Dagegen erlaubt das amerikanische Webb-Gesetz den Zu- sammenschluss der Produzenten für Zwecke des A u h e n h a n d e l s. Zusammenschlüsse für die Regelung der Ausfuhr werden vom Kartell- nttbot, dos sich nur auf den inländischen Perkehr bezieht, nicht be- troffen. So entstand eine Zusammenschlussbewegung der omerika- Nischen Oelproduzcnten zum solidarischen Vorgehen bei der Oelaus- fuhr. Man hofft, durch eiiien solchen Zusammenschluß auch den Konkurrcnzkampf gegen den Shell-Trust und gegen das russische Ocl zu fürdern, vor allem ober den Kampf gegen die sozial!- , ff eriev IBtSrtie' mit besser««ussschten auf Erfolg aufmhme« .zu können.. So zeigt unser Ueberblick über die Ereignisse auf dem Oelmarkt die grosse wirtschaftliche und politsche Spannung, die sich ans dem Dordringe» des monopolistischen Oelkapitals überall in der Well ergibt. Gross ist die Macht der Oeltrusts. gross die Gejahr des Oel- kapitals. doch regen sich überoll schon Gegenkräfte, um ihr Schranken zu setzen. Der Oelkampf. endlich auch Im sozialen Sinne, ist aus ollen Fronten in vollem Gange. 21. H. EinNotpwgramm derLndufirie Schacht zur Revision des DaweS-planS.- Gn /Oementt." Der Reichsvcrband der deutschen Industrie hatte am Freitag in Berlin seine Hauptausschusssitzung. Das Kommunique über diese Sitzung, aus dem auch wir von den Gegensägen zwischen der Grossund der mittleren Industrie berichteten, war inhaltslos. Um so über- raschender sind sensationelle Mitteilungen des„Berliner Börsen- Couriers", wonach das Präsidialmitglied des Reichsverbandes der deutschen Industrie, Geheim rot Kastl, Forderungen eines Notprogramms der Industrie aufgestellt hat. Der Reichsverband Hot das Programm auf„Wunsch der Wirtschaft" dein Reichskonzier mit dem Wunsch« zu seiner Durchführung zur Kemtlnis gebracht. Dos Notprogromm umfaßt salgend« Forde- rungen: 1. Sürzong der Ausgabepofien im haashali». elak um IllProz. gegenüber dem Etat>927. 2. Reichstag wie Parlamente der Länder sind nicht befugt, irgendwelche Erhöhungen des Haushaltsvoranschlages vorzunehmen. solange der Reichsfinanzminister dagegen Einspruch crhrfik. Z. Länder und Kommunen hoben dem ReichssioanZ' Ministerium eine»lusstellung über ihre fundierten und schwebenden Verbindlichkeiten undlhreveleiligvngenzu geben und fort. lausend künftighin olle Veränderungen In diesem Stalns zu melden. 4. Denn tn dem Hanshaltsvoronfchlag der Länder und Kommunen die unter 1 geforderte Kürzung um 10 proz. gegenüber dem Etat 1927 n I ch« e r r e i ch« wird, ist der Reichsfinanzminister berech. tig». gegen den Haushaltsvoranschlag Einspruch z o erheben. 5. Sofortige Znongriffaohme und Ourchsghrvvg der vermal- tungsresorm. 6. Erweiterung der Vesognissc des Retchssparkommissars. Der in der Hauptausschusssitzung anwesende Reichsbank- präsident Dr. Schacht hat nach dem„Berliner Börsen�ourler" ausgeführt, daß eine weitere Durchführung des Bartranssers aus dem Wege über die Aufnahme von Auslands« an leihen unter keinen Umständen mehr in Frage kommen dürfe. Entsprechend der Festlegung im Dowes-Plan, daß der Bartransfer nur aus den Ueberschüssen der deutschen Wirtschost und ohne Druck auf die deutsche Wahrung durchgeführt werden dürfe, sei die bis- herige Erfüllung des Bartransfers eine freiwiltige L e i st u n g, zu der Deutschland keine Veranlassung habe. Der ausländische Kapitalb?darf der Industrie zur Durchführung der Rationalisierung dürft nicht mehr hoch zu beziffern sein. Grossere Betrage müssen voraussichtlich in der ZTgndwirtschaft in- vestiert werden. Die Beschränkung der ausländischen Kapstalzufuhr sei also durchaus berechtigt, ebenso bis zur endgültigen Revision des Daivesplanes die Beschränkung des Bartranssers— abgesehen von der notwendigen inner« n Aufbringung— auf diejenigen Summen, die Deutschland aus eigener Kraft aufbringe. Die ge- sammelten Erfahrungen aus den ersten wer Jahren der Wirksamkeit des Dawesplanes werden Veranlassung geben, über seine R e- organisation mit den Gläubigerstaaten zu verhandeln und diese Verhandlungen mit Erfolg zu bestehen. Das ist der wesentliche Inhalt der Mitteilungen. Bom-Reichsverband der Deutschen Industrie wird dazu erklärt, daß die Mitteilungen nicht den Tatsachen entsprechen. In dieser Erklärung des Reichs- Verbandes kann nach der ganzen Sachlage kein Dementi erblkckt werden. Wir hotten die Mtteilungen solange für wahr, als nicht vom Reichsverband der Deutschen Indu- strie und vom Reichsbantpräsidenten Dr. Schacht erklärt wird, in welchen Einzelheiten der Bericht den Tatsachen nicht entspricht. Die ausserordentlich grosse politische Tragweite der vom„Borsen-Couricr" gebrachten Mit- teilungen liegt auf der Hand und bedarf keines Kommentars. Die Oefefntlichkcit muß verlangen, dah von den beteiligten Stellen klare und eindeutige ErNSrungen abgegeben werden. Arbeltsmarki„nichtausgesprochen ungünstig." SZOO Erwerbslose mehr in Äerlin. In der Woche zum 17. Dezember hat sich die Arbeitslosigtett in Berlin wieder nicht unerheblich vermehrt. Noch dürften die Haupt- Zugänge bei der wachsenden Erwerbslofigkest sich aus der Ein- schränkung der Außenarbeiten ergeben, die mit dem verstärkt einsetzenden Frostwetter wieder in erheblichem Umfang zurückgingen. Unverkennbar ist aber, darauf weisen die Zugänge aus der Metall- und Texrtlindustrie hin, dah konjunkturelle Momente auch in Berlin bereits ein« Rolle spielen. Aus Rheinland-Westsalen wird Zwar gemeldet, daß noch kein greilbarer Beweis dafür zu finden sei, daß die Beschäftigung aus Gründen der Konjunkturverschlechterung nachgelassen habe. Dagegen meldet das niederschlesisch« Landes- M urliellsanst besonder» für die Metall« ond Textikrnduflrle to fast akkek Berufen merkliche Verschlechterungen der Beschäftigung Wie die folgenden Ziffern zeigen, ist im Vergleich mst dem vorigen Jahre trotz der Schwankungen in den drei letzten Wochen die Zunahme der Erwerbslosigkeu etwas stärker. Zu- und Abnahme der Arbeitslosigkeit 1926 Woche zum 2-1. 19.— . 31. 10.— 7. 11. 14. 11. 21. 11. 28. 11. 5. 12. 12. 12. 2 800 3000 3 000 1 400 3 600 1900 4 200 7 000 1927 Woche zum 22. 10.— . 29. 10.- 320 150 700 1050 5 000 5 800 5. 11.— 12. 11.+ 19. 11.-f 26. 11.-f 3. 12.-f 18 400 10. 12.— 7 200 19. 12. 4- 11 400,„'„ 17. 12.+ 9300 Die Lage des Arbeits ma r k t« s selbst ist insofern günstiger als zur gleichen Zeit des vorigen Jahres, als Berlin noch 9l 000 Er« werbslnfe weniger hat. Allerdings stehen wir jetzt im Ausklang einer mächtigen-.Konjunktur. Das LondesarbeitsamtBerlin l'erichtet zur Lage: Ans dem Arbeitsmarkt ist wieder ein recht erheblicher Zugang Arbeilsuchevdcr von rund 9300 Personen zu verzeichnen. Damit hat seit Anfang Oktober, dem Beginn der Verschlechterung des Arbeitsmarkt«?, die Slrix-itslosigkest um rund 34 000 Personen zu« genommen. Ein Vergleich Mst den ArbeitSlojenzahlen des Dar- fahres ergibt jedoch noch immer ein Weniger von rund 91 000 Per- sone», ein Zeiche» daivr, dah zurzeit der Arbeitsmarkt, von er- hcblichen, um diese Jahreszeit immer wiederkehrenden Soisonoer- schlechterungen abgesehen, kein ausgesprochen uvgünsti- g c s Bild ausweist. Der Zugang der legten Woche bezieht sich auf männliche und weibliche Kräfte fast gleichmäßig. Die Belastung de? Arbcstsmarkte»'st für männliche Personen hauptsächlich aus die enteiste Einschränkung bzw. Einstellung von Aussen» und Bauarbeiten zurückzuführen, jedoch hat auch die Metall- Industrie mit 600 Personen daran Anteil Weibliche Kräfte kamen grösstenteils im»ekleidungs-, Spmnstoii und Gastwirtsgswevb« zur Entlastung. Eine rege Bermittlung für kurzfristige Tlushilfsbeschäf- tigungen zur Erledigung von Weihnachtsausirägen lag vor im Hondelsxewerbe, in der Möbel- und Muiikmsttumententndustrie und in der Zellstoff und Papierherstellung und-Verarbeitung. E, waren 169 409 Personen bei den Arbeitsnachweisen ein- getragen gegen 160 062 der Vorwoche- Darunter befanden sich 110 456(105 155) männliche und 58 953(54 907) weibliche Personen Unterstützung bezogen 102 817(95 669), davon Arbeitslosenunterstützung 55 185(51 135) männliche und 28 878 (26397) weibliche, zujammen 84 063(77 532), Krisenunlerstütz u n g 13 412(12 965) männliche und 5342(5172) weibliche, zusammen 18 754(18 137) Personen. Ausserdem wurden noch 24 064(24 037) Personen durch die E r w e rb s l o s« n h i lf e der Stadtgemeinde Berlin unterstützt. Bei Notstandsarbeiten wurden £>26(3136) Personen beschäftigt. Reue 30 Millionen für Ostwerke-Schulcheift. Ein Weihnachtsgeschenk für die Aktionäre. In unserem Artikel„Profite des König, Alkohol" sprachen wir bereits von bevorstehenden Kapitalvermeb rungen im Ostwerke-Schuttheiss-Konzern Der jetzt veröffentlichte Antrag des Aufsichtsrots für die Generawerfammlitng. das Schultheiß-Kapstal um 11,5 auf 50 Millionen und das Ofttoerke-Kapstal um 19 attt 44 Millionen Mark zu erhöhen, bringt überraschend gross« Kapital- Vermehrungen: denn bei einem Attsgabekur» von 200 Proz. für die jungen Schultheiß und von 180 Proz. für die jungen Ostwerke- Aktien werden dem Konzern nicht weniger als 48 Mil« l i o n e n neue Gelder zufließen. Der letzte Börsenkurs für Schuv- iDfer stand rmi 599 Proz. der-, der Ostwexke.aus.zh? ozenl Die Aktionäre zahlen aber nur 200 bzw. 180 Proz. So sind die Bezugskurse ein reiches S o n d er g e sch e n k für die Aktionäre, die soeben erst die fetten Iahresdioidenden von 12 und 15 Proz. beschert bekamen._ Der Großhandelsindex. Die auf den 14. Dezember berechnete Großhandelsindexziffer ist um 0,4 Proz. auf 139,3 Proz. zurück gegangen. Bon den Hauptgruppen ist die Indexziffer der A g r a r« toffe um\X) Proz. und die der industriellen Rohstoffe und Halbfabrikate um 0,4 Proz. gesunken. Die Indexziffer der industriellen Fertig waren hat dagegen um 0,2 Proz. angezogen. Normungen, die auch sür Hausfrauen werwoll sind. Wer eine Nähmaschine benutzt, hat immer sein« Rot, die passenden Maschinennadeln oder sonstige einzelne Teile aufzutreiben. In der Tot gibt es mehrere hundert Sorten von Maschinennadeln. Beim Deutschen Normenausschuß ist nun ein Fachausschuß für Näh- Maschinen gegründet worden, der sich zum Ziel gesetzt hat. die jetzt bestehende unnötige Vielfältigkeit der Einzelteile auf wenige Sorten zu beschränken. Sluch für K i n d e r st r ü m p s« fall etwas geschehen, die bekanntlich bei den einzelnen Firmen die v« r s ch i e de n st e n Längenmaß« haben. Jetzt haben sich die Strickereilandesoer- eine Württemberg. Sachsen. Rheinland-Westsalen, Thüringen und Schlesien dahin geeinigt, reinwollene Kmderstrümpfe nur noch nach einheitlichen Längenmaßen zu produzieren. In beiden Fällen würde es sich um Fortschritt« handeln, die jede Hausfrau nur begrüßen kann. ver in Genf zusammeugetrelene Wirtschaftsansschoss des Völker- bundes hat den französischen Minister Serruys zum Präsidenten und den deutschen Staatssekretär Trend ekenburg zum Dize» Präsidenten gewähtt. Das nächste Präsidium, das immer nur einjährig besetzt wird, soll Trendelenburg führen. Es wurde ein Unterausschuß eingesetzt, der ein Programm über die Methoden zur Ausnützung der M e e r c s r e i ch t ü in e r ausarbeiten soll. Femer wurde«in Anttag zur Einberusunq einer internationalen Konferenz im November 1928 beschlossen, die geeignete Methoden zur Vereinheitlichung der Statistik auf dem Gebiet de» Handels und der Industrie fest- stellen soll. Havana- Inworten in ea. 120 Sorten von SS FL an* Bock A Cla, Henry Clay H. Uptnann, La Corona etc. Blgmnme Import dlrmkt von Havana. «seMe-Metteo m hübscisea Weihnachtspackungen Karton zu 100 St zu S.», S», S.Karton zu 50 St zu 8.50, S.», 4.- Portotrae Zusendung innerhalb Dentseb- lacds ron Marli ao.— an. K«t Rabatt bei Barbezng Ton Ortglnel- Irtaten deutscher Zigarren voa 500 6t. an 0% Beliebte Zigarren m Msteo so oO bthek LaVega. Ezcelentes Uli ein 10 Fi Großmeister, Uabaiiero» 1] cro 18 Fl Principe de la Paz, 12'. cm 80 Fl 'iwaie» Campina, Cesares. 13 cm SO Fi Adarador. Düstres. 14 cm 40 Pt Aoaceaeieboet* milde«laauuif, »ehr prelesrert. Geschenk-Kistchen 4Q& 4«tgarreo mii taagsn zu M. t.SO, s... 8.75, 5-,«,88 7.80, S.78, 40.-. 18.50, 15... 1 7.80 *0-, 88.. 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Der Reichstag führte in feiner gestrigen Sitzung, über die wir schon im Abendblatt berichteten, die dritte Lesung über die Aenderung des Lohnsteuergesetzes zu Ende. Abg. Dr. Brüning(S) gibt zu, dah die Formulierung der Ausschutzvorlage nicht dem Wortlaut der Lex Brüning enttspreche, aber der Zweck dieses Gesetzes werde auch durch den Ausschutzantrag erreicht und zudem noch die Begünstigung der hohen Einkommen veimicden. Mit der Erhöhung der Maximal- grenze des Steueraufkommens auf I-Wl Millionen fei zwar eine Aenderung des Gesetzes, aber dies« Aenderung hoben gerade diejenigen Länderregierungen gewünscht, in denen Sozial- demotratcn und Demokraten entscheidend oertreten sind. Alan habe gemutzt, datz zur Deckung der Beamtenbefoldungs- reform der Ertrag der Lohnsteuer verwandt werden müsse. Die Besoldungserhöhung werde auch ein höheres Aufkommen der Lohnsteuer aus den Beamiengehältern zur Folge haben, die 100 Millionen Mehrerträge würden also nicht allein von den Arbeitern ausgebracht werden. Abg. Seinalh(D. Vo.) begründet den von sein«? Partei ein- gebrachten Antrag, der die Regierungsvorlage wiederholt und eine Auflockerung des«teuertariss fordert. Das liege nicht nur im Interesse der Steuerzahler, sonder» auch im fiskalischen Interesse.•, Abg. Schneider-Berlin(Dem.) meint, die Ausschutzvorlage sei nicht die Erfüllung der Lex Brüning. Das heute vom Redner des Zentrums angeführte Interesse der Länder und Gemeinden Hab« doch schon bestanden, als Dr. Brüning im Jahre 1920 seinen Antrag einbrachte. Die finanzielle Auseinandersetzung mit den Ländern müsse im Finanzausgleich erledigt werden, sie dürfe nicht bei jedem einzelnen Steucrgesetz im Reichsrat vorgenomnien werden. Reichsfinanzminister Dr. Köhler stellt es in Abrede, dah er den Ländern die Nichtdurckführung der Lex Brüning versprochen habe. Er habe ihnen lediglich gesagt, sie würden auch im neuen Stcuerjahre erhöhte Steuerüberweisungen erhalten. Das Hobe sich aber aus dem G e s a in t a u f k o m m c n aus den Steuern bezogen. Ali» Rücksicht aus die Besoldungserhöhung sei die Erhöhung der Höchstgrenze des Ertrages aus der Lohnsteuer um 100 Millionen berechtigt. Bon einer unsozialen Gestaltung der Lohnsteuer durch den Ausschutz- antraa könne keine Rede sein. Die Einführung des dreijährigen Durchschnittes für die Einkommensteuer könne gegenwärtig nicht dnrchgesührt werden, die Regierung stimme aber der Einsetzung eines Ausschusses zur Prüfung dieser Frage zu. Abg. Koenen tkomm.) verlangt die vollständige Beseitigung der Lohnsteuer, weil sie die Lohn- und Gehaltsempfänger unter ein Ausnahmerecht stelle. ...................——■"■irr» Abg. Drewitz(W. Bgg.) führt aus, daß weitere Erhöhungen der jetzt schon unerträglich hohen Realsteuern unvermeidlich würden, wenn die Einnahmen aus der Lohnsteuer vermindert werden. Aus diesem Grunde lehne die Wirtschaftepartei die Borlage ab. Räch weiteren Bemerkungen der Abgg. Obersohren(Dnat.), horwcher(Bayer. Bp.) und Feder(Rat. Sozi erklärt Abg. Keil(Soz.: Der Reichs iincrnzminister hat sich gegen den Vorwurf gewandt, daß er die Lohnsteuerpslichttgen an die Länder verkauft habe. Aus leinen Bemerkungen ging aber hervor, � datz er den Ländern erklärt hat, aus den Lohnsteuern seien höhere Erträgnisse zu erwarten. Zm Etat sind auch bereits 1Z00 Millionen eingesetzt. während nach der Lex Brüning nur 1200 Millionen zu erwarten sind. Daß die Deutsch« Volkspartei Vertreterin der Interessen de? großen Kapitals ist, geht wiederum daraus hervor, datz sie nicht nur die Dorlage der Regierung übernommen, sondern sie auch noch verknüpft hat mit einer T a r? s ö n de r u n g, die die. hohen Einkommen in auherordentlicher Weise begünstigen sollen. Die Deutsch« Volkspartei will bei der steuerfreien Einkommen- grenze von 100 Mark im Monat bleiben. Durch die Senkung der Lohnsteuer um 1 Proz würden nur ganz unwesentliche Ermäßigungen bei den Lohnsteuerpflichtigen eintreten. lvie würde es dagegen bei den großen Einkomme« aussehen. wenn der Antrag der Deutschen Volkspartei angenommen wird? Ein Einkommen von 50 000 Mark würde um 3500 Mark Steuer gesenkt werden.(Hört!) Bei einem Einkommen von 100 000 M. würde die Senkung an Steuera KZ00 Mark betragen, bei einem Einkommen von 500 000 Mark 20 500 Mark, bei einem Ein- kommen von einer Million 51 500 Mark.(Lebhaftes Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Das ist ein« Illustration der Interessen, die Sie vertreten. Hill» der Redner einer solchen Partei spricht davon, dag das Steuergefühl auch bei den kleinsten Einkommen erhalten bleiben müsse, daß deswegen auch die kleinsten Einkommen nicht von der Lohnsteuer befreit werden dürsten! Erst haben Sie die minderbemittelten Bevölkerungs- kreise durch Verbrauchssteuern und Zölle überlastet, jetzt leisten Sie Widerstand gegen die Senkung der Lohnsteuer! Und da sprechen Sie noch von Verantwortungsgefühl der Lohnsteuerpflichtigen! Jeder Redner, der berufen ist. au der Ordnung des öffentlichen Lebens teilzunehmen, muß gewiß Verantwortungsgefühl zeigen, er mutz dafür sorgen, daß für alle Volksgenossen ein Existenzminimum ge- währleistet wird.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Meine Fraktion hat ganz klar aussprechen lassen, datz wir den Antrag des A u s s ch u ss e s ablehnen. Die Derantwortung für diese Ablehnung übernehmen wir sowohl in sachlicher wie auch politischer Beziehung. Sie(noch rechts) haben die Lex Brüning nicht erfüllt, Sie hoben auch nicht einmal ernstlich den Versuch unternommm. mit uns als stärkster Fraktion des Hauses ein« Mehrheit zur Aus- sührung der Lex Brüning nach Köln zu bringen, wir werden uns | nicht einem Diktat beugen, das nicht aus fachlichen, sondern aus taktischen Motiven zustande gekommen ist. Mit den Lohn- und Gehalt!»- empsängun werden wir den Komps für eine neue gerechtere Rege- lung der Lohnsteuer ausnehmen.(Lebhafter Beifall bei den Soz.) Damit schließt die Aussprache. Ein kommunistischer Antrag aus Beseitigung der Lohnsteuer wird abgelehnt. Auch der sozialdemokratisch« Antrag auf Erhöhung des lohn- steuerfreien Einkommens auf 140 Mark im Monat wird abgelehnt. Der nolkspartciliche Antrag auf Lockerung des Steuertarifs wird i» namentlicher Abstimmung mit 298 gegen S1 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt. Für den Antrag stimmen auch die Demokraten Der volksporteiliche Antrag auf Einführung der Veranlagung nach dem dreijährigen Durchschnitt wird gleichfalls abgelehnt, und zwar mit 218 gegen 133 Stimmen bei drei EnthaUungen. 3a der Schlutzabstimmung wird die Vorlage des Ausschusses mitt9ZgegeutS1 Stimmen bei 2 Eni- hallungen angenommen. Gegen die Vorlage stimmten Sozialdemokraten, Kommunisten. Demokraten und Zvirl- jchaftspartci. Angenommen wird die Entschließung des Ausschusses auf Ein- setzung eines Ausschusses zur Prüfung der Frage der Per- anlag ung nach dem dreijährigen Durchschnitt. Hierauf wird die in einer früheren Sitzung unterbrochen« Aus- sprach« über die Entschädigung der Ruhrin du st riellen fortgesetzt. Abg Holzammer(Wirtsch. Vgg.) ist der Ansicht, daß den Industriellen die Entichodiaungen zu Unrecht gezahlt worden.seien. Die Klagen der schwergeschädigten Angehörigen des gewerblichen Mittelstandes habe man nicht erfüllt Ihren berechtigten Ent- schädigungsformen müsse endlich entsprochen werden. Abg. Stöhr(Rat Soz.) trägt ähnliche Wünsche vor. Abg. Sköcker(Komin.) beantragt die Herbeirusung des Reickzs- kanzlers, der auch Minister der besetzten Gebiet« ist, damit von der Regierung eine Antwort auf die zu diesem Punkte eingebrachte Interpellation gegeben werden tonn. Aus Vorfiblog des Präsidenten Löbe wird statt dessen mit Zustimmung der Kommunisten die Aussprache abgebrochen. Um 16 Uhr vertagt sich das Haus auf den 19. Januar 1928, IS Uhr. Auf der Tagesordnung steht die erst« Beratung des Etats. Präsident Löbe entläßt die Abgeordneten mit den besten Wünschen für Weihnachten und für das neue Jahr. Oer Landtag vertagt sich. Etat 4928 dem Hauptausschuß überwiesen. Der Landtag führte am Sonnabend nachmittag die spräche über den G e s a m t h a u s h a l t für 1 928 zu Ende. der Rede des Ministerpräsidenten Genossen Otto Braun, die bereits in der gestrigen Abendausgabe wiedergegeben haben, crhiei- ten noch die Abgg. Dr. Leidig(D. V.). Schwenck-Berlin(Komm.) und Prelle(D.-Hann.) dos Wort. Hieraus überwies das Haus den Gesaintetat für 1928 dem Hauptausschuß. Präsident Bartels vertagte daraus den Landtag auf Dienstag, den 17. Januar 1928, und wünschte dem Hause ein frohes Weih. nachtsfest. Der Präsident erhielt die Ermächtigung, die Tages- ordnung der nächsten Sitzung festzusetzen. Aus- Nach wir Wß#® Schöne Geschenke! Haferl-Sßclclieq Wr Kinder, prlrn» rein«.> Wolle, mit babsebem Rand, A. fOr Sportzwrcke geelftnet, 1 Paar 1.79 und Jt Kinder-Strümpfe e xlra lang, reine Wolle,. mit doppeller Sohle, rer�-fl /U Khledene Farben Gr. I 1 Jede well. 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Wahrend die beteiligte Arbeiterschaft alle Ursache hat, diesen, den Unternehmern gefälligen Schiedsspruch abzulehnen, bedeutet dessen Zlhlehnung dilrch die Unternehmer ein ziemlich durchsichliges Manöver. Sie waren mit dem Schiedsspruch in Wirklichkeit außerordent- nch zufrieden. Während sie die Kosten für die Umstellung auf das Dreischichtensystem ans etwa lAI Millionen Mark berechnet hatten. ipch dem.Berliner Börsen-Courier" auf nicht weniger als 109 Mil- lionen Mark, beläuit sich die Belastung ans Grund des Schieds- spruches nach bisheriger roher Schätzung bei den Bereinigten Stahl- werken ach etwa IS— lh Millionen Mark, wobei der G e w i n n aus vermehrter Produktion bei dem Dreischichtensystem kaum be- rücksichttgt ist. Gewiß, wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß die Unter- nehmer nichts unversucht lasse», um die ganze Äst aus die Schultern der Arbeiterschaft abzuwälzen und die Gewinne unae- kürzt in ihre laschen fliehen zu lasten. Sie müssen nach außenhln so tun, als sei der für sie so günstige Schiedsspruch unerträglich. Bei dieser Gelegenheit wollen sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Ergebnis des Schiedsspruches für die Arbestcr- schafl noch weiter verschlechtern. Um die Tendenz der ziemlich länglichen„Begründung" der Unternehmer für ihre Schcinablehnung des Schiedsspruches zu kennzeichnen, genügte schon die Anführung des einen Saßes: „Die � Arbeitgeber hielten insbesondere bei der Ziffer 1 an- gestchit der gesvndheillich ausgezeichneten DerhSllnlste in den modern ausgebautm Gaszentralen diese Arbeitszeitocrein- barung nicht für erforderlich. Sie hatten ober geglaubt, den Ge- werkschasten, denen diese E nippen besonders am Herzen liegen, entgegenkommen zu sollen, von der festen Annahme, aus- gehend,, daß die Auesührungen des von der Schlichterkamnier ge- ladenen Sachverständigen(das ist ein Kapitel für sich. Red. d„A."> die llnrichtigkeit einer allgemeinen Lohn- erhöhung auch den Bertretern der Gewerkschaften In der Schlichterkammer so eindringlich und durchschlagend vor Augen geführt hätten, daß diese schließlich Ihre Forderung aus«ine allgemeine Lohnerhö h n n g würden fallen lasse n." Eine tollere Berhöhnungver Arbeiter als die Be- hsüvbing der Unternehmer, die ge s u n dh e I kl i ch e n B e rh ä l t- nissc der Hüttenarbeiter seien ausgezeichnet, ist uns noch selten vcn'nekommen. Die Einrichtung der Betriebskranken- k a s f e n sorgt dafür, daß nur gesunde und„nicht zu alte" Arbeiter eingestellt werden, die krankgewordenen und verbrauchten Arbeiter abgeschoben werfWn, um die Betriebskrankenkasse nicht' zu belosten. Es gehört schon ein ausgewachsener Zynismus da.zir, von einer Arbeiterschaft, die st ä n d i g starker H i jz e und Zugluft ausgesetzt ist, durch das Akkordsystem sorlgeseßt zur Schufterei angetrieben wird und so ihre Arbeitskraft und Gesundheit vor- z-e i t i g verbraucht, zu behaupten, sie erfreue stch ausgezeich- >rster a-fundheitiichcr Lerbältniste. Weit die Arbeiterschaft ihren berechtigten Anspruch auf b essere gesundheitlichere B er h ä l t n i I l e. auf Scho- nUnft ihres Leibes' und Lebens oerjicht, d e S h a l�b fordert sie anstatt der Zwälfstundenschtcht die drelgeteillc- schlstündige Schlchl. Die„Begründung" betont dann das Recht der Arbeitgeber, van den Arbeitern zu fordern. Sonntag abends um 6 Uhr anzu- fangen, um das„Zugeständnis" der Unternehmer herouszu» streichen,„bezüglich des Schichtanfangs am Sonntagabend". „Als besonders schwerwiegend sehen die Arbeitgeber den Teil des Schiedsspruches an, in dem der Schisdsspruäi den zurzeit noch in zweigeteilter Schicht arbeitenden Hochos.marbeitern und den Arbeitern der onaejchlosicnen Reparaturwerkstätten ab l Juni 19?8 ein« Aerkürzung der Arbeitszeit von <50 auf 57 Stunden zubilligt.". Kann die Einstellung der Nordwestlichen.zum Achtstundentag noch deutlicher gekennzgjchnet werden als es hier in ihrer„Begrün- fcung* geschieht? Sie betrachte,, es weiter als ihr Recht, de» Ar- beitern zu diesen 57 Stunden noch Ueberarbeits- zeit aufzuzwängen und find entrüstet, L>ah st« dafür 25 Proz. Zuschlag zahlen sollen, während sie doch,„um ein Entaegenkom- men zu zeigen, freiwillig eine Erhöhung von 12� auf 15 Proz. angeboten" hatten. Bei Einführung des Dreischichtenwechsels haben die Unter- nehiner keinen Pfennig für Mehrarbeit zu zahlen, und selbst hei 57 Stunden nicht, wenn sie keine Mehrarbeit fordern. Die Unverschämtheit, die die ganze„Begründung" auszeichnet, macht sich natürlich auch in der Lohnsroge bemerkbar. Sie dik- tieren- „Im Lohnschiedsspruch ist vor allein die allgemeine Lohnerhöhung grundsähllch abzulehnen." Sie huldige» recht profitlichen„Grundsätzen", die Herren! Sie haben nach ihrer Behauptung„bewiesen". „daß der Durchschniltsoerdiensi der Hüttenarbeiter ein durch- aus angemessener und guter ist. Der Durchschnittsvei?- dienst liegt beispielöweise für die gesamten Hüttenarbeiter der Bereinigten Stahlwerke im Oktober aus 9 0,8 Pf. die Stunde." Wie diese„Durchschn!tts"oerdienste auf dem Papier zustande- kämmen, ist bekannt. Weniger, unter welchen Arbeitsbedingungen, in welchein Arbeitstempo. Nachdem so„bewiesen" ist, was zu beweisen war, kommt die Schlußfolgerung: „Die A r b e i i g e b e r s e i t e ist der begründeten Austastung, daß ein solcher Berdienst den Zeitumständen angemessen ist und der Arbeilerschast eine gute Lebenshaltung ermöglicht, ganz abgesehen davon, daß doch anerkanntcnmißen mit solchem Verdienst das Realeinkommen der Friadenszeit erheblich über- schritten ist." Die Herrschaften, deren Gehirn dieser Hohn entsprungen ist. mühten gezwungen werden, das Leben eines ihrer Arbeiter mit 90,8 Pf. Stundenlohn in wöchentlicher Arbeitszeit von 57 Stunden und etwa drei Mshrstunden mit 25 Proz. Aufschlag auch nur einmal sechs Wochen für sich führen und dabei eine Familie ernähren. Der traurige Mut zu solch' frivolen Behauptungen würde ihnen sehr bald vergebens Allein die Herren Generaldirektoren würden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, die Probe auss Ersmpel ihrer„Be- gründung" zu machen. Aue Geschäftskreisen, die die Lebenshal- tung und die Kaufkraft dieser eisenstirnigen Großverdiener aus Erfahrung einzuschätzen wissen, wurden Geschenkartitel für Generaldirektoren, Prokuristen usw. bis 1000 M. vro Stück empfohlen, die die Firmen, welche mit ihnen in Geschäfts- Verbindung stehen, als zeitgemäße Werbeanikel zum Weih- »achtsgeschenk machen sollen. Di« Welhnachtsaeschenke, die die i e verkürzte Arbeitszeit aus sich nehmen müssen. Statt dessen geht aber der Schiedsspruch hierüber weit hinaus und billigt den Arbeitern einen Lohnausgleich.zu, der die Werke erheblich über die bedingten wirtschaftlichen Vorleile hinaus, die sie durch die Sonntagearbeit erzielen können, belastet." „Schließlich ist daraus hinzuweisen, daß auch der Beschluß, die Akkord« und Lehrlingslöhne umzurechnen bzw. neu zu regeln, nicht dazu angetan ist, den Werken irgendeine Erleichte- rung zu oerschassen." Au? all diesen Gründen lehnen die Unternehmen die Schieds- spräche üher Arbeitszeit und Löhne ab— offenbar in der Er» wärtnng. daß sie für verbindlich erklärt werden. Di«„Industriekapitäne" kasien wahrlich nichts uniter sucht, um die letzten Reste von Nimbus abzustreifen. Kein Hund möchte mehr ein Stück Brot von ihnen nehmen, geschweige denn. daß sie denkfähige Menschen finden, die ihre G-istesprodukte in Gestalt von Denkschriften und derartigen Begründnnasmanöveni noch ernst nehmen. Die Profits»cht verdirbt den Charakter! «'......' � Cet Bundesausschuß des Allgemeinen Deutschen Zeamlenbundes hat ln seiner Sitzung vom 16. Dezember ein« Entschließung angenommen, in der er den im Arbeitskonflikt mit den nordweftdeutschsn Großindustriellen stehenden Ar- beitern seine volle Sympathie ausspricht. Er sieht in den Stllleaungsdrohungen der Eisen- und«tahlinüustnellen nccht nur einen unerhörten Anschlag auf das deutsche Wirtschaftsleben, sondern auch den Versuch, durch die in der Hand weniger Kapitalisten kon- zentrierten wirtschajtlichen Machtmittel einen Druck ans de» Staat und die Allgemeinheit auszuüben, um den sozialen Aufstieg und die Verbesserung der Lag« der Ztrbeiinehmerschoft zu unterbinden. Die Beamten, die selbst jahrelang zu verlängerter Arbeits- zeit gezwungen worden sind, haben volles Berständnis für den Kampf der Arbeiterschaft um die Wiedererringung der normalen Arbeitszeit. In der Erkenntnis der gemeinsamen wirtsclzaftllchen Interessen aller Arbeitnehmer verurteilen sie die Absicht der Arbeitgeber, die Kosten der Ratioualisterung auf die Schultern der Arbeiterschaft alxziiwSkzen und wünschen darum den kämpfenden Arbeitern vollen Erfolg zur Durchsetzung ihrer Lohnforderungen. Dle andere„Einheitsfront". Der Apparat des MTB. wurde in Bewegnng gesetzt, um der staunenden Mitwelt zu oerkünden, daß. nachdem sich bereits die gelben Luchdrucker und Hilfsarbeiter dem„Reichsbund deutscher Arbeiter" angeschlossen haben, nunmehr auch der Vorstand der gelben Kellner„einstimmig" beschlossen hat, sich mit seiner ganzen Ggrdc ebenfalls diesem„Reichsbund Deutscher Arbeiter, der unter der Führung des Londtagsabc,eordneten Albert WIedemann steht. anzuschließen, um somit die Einheitsfront der unabhängigen natio- nalen, deutschen Arbeimehmerbewegung zu stärken". Derartige„Elnheitssronten" fehlen den Unternehmern noch. Die andere gelbe Richtung wird natürlich auch ihr«„Einheitsfront" herstellen. Weihnachtsabend im GssiwiriSgewerbe. Zwischen dem Arbeitgeberverbaird im Gastwirtsgewerbe Berlin und dem Zenlralvcrband der Hotel. Restaurant- und Cas�-Ange- stellten ist auch in diesem Jahr wieder vereinbart worden, daß die Betriebe möglichst»m 7 Uhr abends geschlossen werden, um den gaslwirtschaflüchen Arbeitnehmern Gelegenheit zu geben. den Weihnachtsabend bei chren Familien verbringen zu können. Soweit die Betriebe nicht geschlossen werden, ist m i n d e st e n s den verheirateten Arbcitnchmeni Urlaub für die Feier in ihren Familien zu gewähren._ Schiedsspruch für das Waldcnöurger Revier. Valdenburg, 17. Dezember. In den Lohnoerhandlungen nin niederschlesischen Kohlenrevier wurde soeben der Schiedsspruch gefällt Danach werden das Waldenburger und dasNcu roder Kohlen- reoier getrennt behandelt. Es tritt für baide am 1. Januar und am 1. April 1928 eine Lohnerhöhung in Krast. Beispielsweise werden die Handwerkerschichtlöhne ab 1. Januar u m etwa 10 Proz. und ab 1. Zl p r i I um w e i t e r_e$ Proz. erhöht Die Arbeitgeber- wie auch die Arbeilnehmerverbände nehmrn am Sonntna zu dem Schiedsspruch Stellung, da die Nachoerhand- lungen bereits für Montag nachmiitag festgesetzt sind. Es bestehl damit die groß« Möglichkeit, daß ein Streik in dem niederschlesischen Kohlenrevier vermieden wird. Iöiten macht Schule. Opladen. 17. Dezember. Unter dem Vorsitz des staatlichen Schlichters Dr. Bragard aus Bannen wurde über die Arbeitszeit in der Metallindustrie des unteren Kreises Solingen ein Schiedsspruch gefällt, nach dem die Arbeitszeit für die weilerveraroeüende Industrie wie bisher in i t 52 Stunden wöchentlich bleibt. Für tie Hammer-. Preß- und kalt einsetzenden Walzwerke wurde entsprechend dem Düsseldorfer Schiedsspruch für die Großeiseniiidustrie die Arbeits- zeit auf 51 Stunden festgesetzt. Strei?beidenFlugzeugwerkenHeittkel,Warnemünde Seit dem 7. Derember steht die gesamte Arbciterschafi der Firma Ernst Hcinkcl. Flugzeugwerke, Warnemünde, im Stieik. Die Firma weigert stch, die notwendige Lohnzulage zu bewilligen. Mir zwei Pfennigen hat die Finna die Teuerung im April de- niesten und diese Zulage ab 1. Mai gezahlt. Jetzt wollte sie nur 3 Pf. bewilligen. Die Firma versucht, Streikbrecher von auswärts heranzuziehen. Zuzug von Arbeitern aller Branchen nach den Heinkelwerkcn, Warnemünde, ist streng fernzuhalten.(Die Parteizeitungen werde» um Abdruck gebeten.) Die Gewerkschasten Estlands. Reval, 16. Dezember.(O.-E.) In nächster Zeit wird in Reval ein Kongreß der Arbeitprgewerk- schaften stattsindeii, auf dem die Frage des A n f ch l u f c s an die zweit« oder dritte Internationale cntfchieden werden fbll. Die Gewerkfcchast der Metallarbeiter hat sich bereits für den Anschluß an die Amsterdamer Internationale oiisaesprc>ci>«n. Die Führer der Arbeiterpartei Estlands wünschen zunächst eine abwartende Stellungnahme, während die äußerste Llnie. an deren Spitze der Komniunist G r i m p e l steht, den Anschluß an Moskau fordert._ Der Salller-, Tapezierer, und Vortefeuillerverbaud zahlt auch in diesem Jahre seinen arbeitslosen Mitgliedern wieder eine Weih. nachtsuntersiützung aus der Lokalkasse. Die Unterstäp na wi h re- zahlt'nach der Höhe der Beiträge und Daner der Mitglieds ch-iiti Bedingung ist jedoch lowöchige Mindestbeitragsleistunq. An der Unterstützung nehme» alle Kollegen ieil, die am 17. Dezember im Arbeitsnachweis eingetragen sind. Di« Auszahlung erfolgt ohne vorherige Registrierung im Bureau der Ortsverwallung, Zimmer 28. vom 20. bis 22. Dezember vormittags von 9 bis 12 Uhr. Mitglieds- ausweiS und Stempelkart« ist vorzulegen. Fiele Sewerlsikafteiiigcüd Kreb-Kerlia. Akute, Lanntq«. Wintertannen» wendfkter der Berliner grcicn lSrwrrkschaitsjugcnd am L'Iii« bei Ziernau. — Zrdee Mitgkied der»AI. muß die Äeihilacht-mctse des Orteauetckmslea Berlin des erwerstchaflstiaus, Ene»!usrr.-l'cd. dcsncht haben. Gr» Bklnet täglich bis.Ii Uhr.- Morgen. Montag. 1B'; Uhr, zusammcntiinft bco Ernppeuleltunaen im Mrtallardciter.Vrrdandsbau«, Llnirnstr. 83/11.5 Bortraq: „?>e Secschiflahrt, Ihr Wrrdcn und ihrc Bedeutung". Ohne Vcrbandsoua, und Artmauswris lein Zutritt. Zugrndgrurpe de» ZdA. Morgen, Montag, IBIi tkhr. finden solg.'nde Beransialtunain statt: Bezirk Ciidosi-Tecpto»: Irigrndhriv« Sirlchrudcrgcr Sirahe SS. We'hnachtsstier unter uno.- Krzirt Sorben: Iugrndhrim ldan- ziger Str. 62, Boracke 7. Bunter We.hnachtsadrnd unter uns.— Bezirk Temprlhof: Iugeubd»!« in der Schuir Arrmaniastr. 4 B. Bor trog:.?ao oute Buch" turminski).— Bezirk aharlottealiarg: Jugendheim Snllnrnstr. 4. Bortrag:„gerdinond Lassallc"(Dr SchUttc). 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Uhr. in un>«r«m Bureau ein Termin anbercmMt, zu dem bie Unier- nebmerin lowi» bie Wiberipiechendeu unser der ardffnung»eloben werben, dag auch bei idrem Aubbleiden m» der Erbrierung ber i5>nw>»bu!iz»n vorneganzen wirb. Derlin. be» I« Dezember 1997. Der SMftlaasMu�BerliB, KOI. 1 & 93 St A. I 27»MJ AnL Die Anna Se,<1* Nlerweeberit de- absichligl die Errichtung einer fliiiikiwoUe. 'adril in Derlin Uli dem StuiidsUicke Drei ewaidrr Siraß«>40/41. Slwaia» Sinn en düngen geben diese Anlage sind bei dem»nlerzeichnelen Siadl aueschiiß binnen i4 Tage», vom Tag» nach der Dcicfienilichiing a» gerechnet. Ichrisili- in boppeller Aueseriiaund ober zu Drolesvb anzubrinarn. Doch Ablauf dieser ssrikl können Einwendungen nicht mebr erbat«» werden. Deschretbung unb gctchnungen ber aeplnnten Anlage Hegen tn unserem Biireou. Berlin E 2, Walienftrahe 27. i Treppe, flivimer Är 50. an den Dcudiiu« tagen in der Zeit von 9 di« 2 Uhr. Co»»- abend« di» Ii Uhr, witbrrub der oben bezeichneten �rtkt zur Einstch! au-. Zur mllnbilibrn Sröiie-ung der recht- eilig erhobenen Entwendungen wirb vor »uierrm Kommissar. Stadioberi.isveltor SenN. au Freitag, ben« Januar UM vaimiliag« bb, Übt. i» unserem Bureau ein Termin anberaumt, zu dem die Untrrnebmeri» iowtc die ffilberiprechi p de» unter ber Srösstinng grlube» werben bah auch bei tbiem Auidletben mit bei Erörterung ber Einwendungen vorgegangen wirb. Berti», ben IZ. Dezember 1927. Dar Slabßauaschvb Oarll«, Abf. I. Schneider. $erJ?affve für&»»... 0,30 Rlearntatel... 0,37 unei ändert LroSe Sctilader IZarbensmIbel ru den blltiulteN Prelgen. Siaraanf» llsZzerseraSe 9. f. SM Btüe- Denen SlM.ilSel! Elenie IfUdioöen Slrümvien blUigfl lagefpi OeSzrfider Pllaame, Urrlln t»W, fsltMilk.!»; Bei« ZUamerstr Familien- Ä-n z e i g e n L-iuergent Alexanderplal) laidBntis-.RübslI- g.Rekiamemsrlten egenNachatimunf neset/l esen. ertigtseitd» Jahr. al» SpezialKdl Conrad Mdiler otipzicSchkeadlti Neueröffnet! Siüreilers Pelzwarenbans Konfektion fein.Pelzwaren! Empfehle fOr das Weihnachttfest Pclzwaien- fjarnlluren in eleganter, preiswerter u, fachmännisch. Ausführung. Großes Lager in sämtlichen Besatzfclien und Feilen aller Art— Gewähre Parteigenossen u.Rcichspanneikamerädep beim Einkauf 10 Prozent Gottfried Schreltcr, Kürschner, Berlin C2ä, Landsberger Sir. 84, 2 Minuten vom Alcxanderpiatz. BeideüernlidoifPolil Dresdener Slrade 19 Ea> nsgebäude Sisar Teppich- Isef�wra Benin 1. Sali 1887 nar orafOcasir. tss bittet seine Kunden WMMMMS rtjeilüetiia m»ay�a. >�i)cvorti6rj!i86e4i!ürsflt □�..Mcscntaaer SeCenssüidüstioii! »«S Unser Haus am wegen Au�abe1 dieses) Hauses- 31002. MKfclint muß sein: Deshalbmuö� bis dahin die n�rallf# Darum sind die Preise rikktichhloi Nutzen?ie das aus! bei�e�öussrom vonQtyeöffnet, »lach langer, ichwrrer«ranthe» verstarb am IS. Dezember UN er lieber Laier, Eratzvater unb Schwiegervater »ermann Menzel lurz»er seinem 74. Lebtnejehre. In lie'er Trauer Ernst Menzel und Frau Selm», Fr«z Menzel und Frau El en. Friedlich Kommet u. Frau Elisabeth geb. Menzel, Alberl Alteokfrch und Frau Frieda Seb. Menzel. e| Paul Sand u. Frau huzle geb. Menzel und vier Enkelkinder. Berlin-Neu ölln. 17. Dezember 1927. Die Einä cherung findet Dienstag. ben 20 Dez-mder, nachm. 4 Uhr. im firemetartum Baumichulenwea fiatt »4.«04.»PV. Uns« langjährige» Blitglteb Mlckse! Mayer .fiottbulier Str. 5 i« Bttnetben. Wir werben sein An- Pensen i» Ehren Helten! „ SB» ftUtSliherung finbet Montag. den IS. De ember. Igt.., Uhr. im llrematorium Sir chtfirafie fiatt. Um reg« Betrilieung blllel Die Ab«ilNngeleitnng. Roch lanatm. schwerem Tränten- Inge, verstarb im«»er von 84 Jahren unser verehrter Mitarbetter unb Heber .fiolli-g«. ber Budibinber Mjcksel Mayer Äährenb seiner lanaiährlgen Tätig- seit in unterem Belrieoe»rwerb fich ber Berfiorbene inlelge leine» fiel» tollegte»n unb krleblersla»» Lezhdl- teng bt» Ler-Hrung unb Frrunblchall als seiner Miiarbeller. Er wirb UNS unvergehlich bleiben Berlin. 17. Tezembrr IS27. SesehllisIeiiK»?»öS Rertiii»! iler sofVlFis-LoedöiAeiiötei. Eindlchernngr Montag be» 19 De- zemder. I9L, Uhr, Im KrematvrtUvi Derichlltrofie lllüiültel Ü!!!SiISlIiej!l!k-!lMlIlI Den Mitgliedern zur Nachricht bafi unser Kollege, ber Aroeiter Theodor Rettig am IS. Dezember gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Di« Einäscherung finbet am Dien» Idjt dem 20. Dezember. 17 Uhr. im Krematorium Baumschulenoeg statt Rege Beteiligung erwartet vi« 0r4«v«rn»nlfnng. Bekanntmachung. In ber«larHeromfc des Staatlichen Leihamt». Berlin. Jögeistrafie St. werbe« lolgenb« Segenstand« im Wege ber Zwangs- vollstredung öfienllich rncmbieienb gegen so-»rtig» Barzahinng»ertirigert werben: «iittMch, 1 D»zrmb«rI9?7.vor«. l l Uqv: Ein Theaterfiindue, bekttbenb aus Serren- und Damen vstiimen einer N>PUe iowi» aus Kaststmen liir hie Srücke: Zigiuner- barott Belttistubenl. Zramme Äelene. Salpardn«. Bocraecio.«ogelhendler. Irrner«ine Hmreidmeschjne iHawwonb) Donnerst.. 22. Dezem ber!«27a»rW.>0Uhr- ein Laoavlv.«Int KentroTuhr mit Glrcher »de 800 PeisoneN). ein Seid pielNDparai lIn.'ee), ein Schranfgrammopho», eine Sienzmaschtne, eint Ocsenmeschtn». zwei Lchrrtbnialchlnen mit Tisch, Korbsesiel. KlubfesTel, Sofa», Dur-auinödei.Tebpid e lernet Brllsseler Epifien, Damenmäntel Unb-jaden, mehiere 100 Sro» Druck- unb ternrnbpse, besgt. IZi-v Karton Stickgarne. Berlin, ben IS. Dezember lv:7 Jfinnnz diäter»riahrichftnht.»irfr, Scntralfsnantoint svvUftreckno»»- btvnftffcOcn) Verband sezlaldem- krat Akademiker Ortsgruppe Berlin „Von Juilsten and Ricrtaro und anderen Lichtem." Frieda Richard und Fritz Richard halten am t. nezember. abends 8 Uhr, B-,1�"igJni?urh?.us- Ber"» d!W 7, Frlednch-Ebert Slr. 27. einen Vortragsabend ?£[ eAnMe. u,i? weitere Dichtungen von Anatole France, Guy de Mau- passant, Anton Wildgans, Friiz *. Otuni, Ludwig Thönta u a m. uihsaBt Schenken Sie zu Weihnachten ein schönes Theaterglas oder eine gute Brille Optiker Puhnke's Gral hlchfes o. handliches Theetet' o Spotigt»s J'/.*.. 20.—, JA.— lelevist uorzägUthet PHamen- Binokel f. Sport n. 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Eben kommt mir Deine Besprechung meines neuen Buches zu. Ich freue mich natürlich sehr über Deine An- erkennung meiner Arbeit, voll allem aber muß ich Dir danken für die große Liebe und Güte, die aus Deinen Worten spricht. Es ist ein angenehmer Auftakt der Besprechungen, die folgen werden. So liebenswürdig, wie die Deine, wird sicherlich keine sein. Dazu habe ich zu viel Strittiges in dem Buch vor- gebracht. Das Hauptinteresse wird wohl der zweite Band hervor- rufen, in dem ich zum Teil sehr aktuelle Probleme behandle. Ein„Aber ist natürlich überall zu finden, auch bei größter Uebereinstimmung. Und so muß auch ich zu Deiner Besprechung ein Aber vorbringen. Du nimmst an, ich sei früher der Ansicht gewesen, daß die Anerkennung der materialistischen Ge- schichtsauffassung eine Vorbedingung der ZugehörigkeitzurParteisei, und erst jetzt, im ab- geklärten Alter habe ich diese Ansicht aufgegeben. Die Leidenschaftlichkeit meiner Polemiken gegen Kritiker der materialistischen Geschichtsauffassung mag diesen Eindruck hervorgerufen haben. Er ist jedoch falsch. So schrieb ich z. B. schon vor 25 Jahren: „Die Sozialdemokratie hat nicht die mindeste Ursache, solche Element«(christlich denkende) von sich fernzuhalten, wenn sie gewillt sind, den Klassenkampf mit ans zu kämpfen.'(Die Sozialdemokratie und die katholische Kirche. 2. Aufl. 1907(1. Aufl. 1902) S. 8.) Das war jedoch auch damals schon nicht etwa eine neue Ansicht von mir. Ich hatte sie mitgebracht aus England, wo Engels übernahm. Marx und Engels stets'bestrebt, die Sazsaldemokrätie ich sie von waren � davor zu bewahren, eine marxistische Sekte zuwerden. Schon im Kommunistischen Manifest waren sie dagegen aufgetreten, die Kommunisten(oder Marxisten) von der übrigen Arbeiterbewegung abzusondern. Gerade in den achtziger Iahren, als ich in London lebte, wendete sich Engels gegen das Streben der H y n d m a n und Co„ aus der SDF. sine marxistische Sekte zu machen, aus der jeder ausgeschlossen sein solle, der nicht die Marxschen Theorien anerkenne. Auch G u e s d e und Lafargue in Frankreich waren ihm zu sektiererisch. Unter dem Eindruck dieser Anschauungen kam ich nach Deutschland, wo ich sie nie oerleugnet habe. Aber ich gebe zu. daß mein Eifer in der Verteidigung der materialistischen Geschichtsauffassung den aegentelligen Ein- druck hervorgebracht haben kann. Ich erinnere mich einer Sitzung des internationalen Bureaus, in der es sich darum handelte, ob die englische Labour Party in die Internationale aufgenommen werden solle, obwohl sie den Klassenkampf nicht anerkenne. Ich trat dort für die Zu- lassung ein, weil wir die Massen des englischen Proletariats nicht von uns fernhalten dürften und es nur darauf ankomme. ob sie den Klassenkampf praktizierten, nicht ob sie ihn theoretisch akzeptierten. Es wäre natürlich vortrefflich, wenn sie es täten, aber ganz verrehrt. Arbeitermassen, die das Be- dürfnis hätten, sich unserem Kampf anzuschließen, deshalb von uns fernzuhalten, weil in ihrer Terminologie das Wort Klassenkampf nicht vorkam. Ich glaube, meine Stellungnahme hat auf manchen, der noch schwankte, Eindruck gemacht.� Der Antrag wurde schließ- lich angenommen. Ich hielt das für selbstverständlich und war sehr erstaunt» als Victor Adler nach der Sitzung zu mir kam und sagte, er sei von meiner Stellungnahme angenehm überrascht gewesen. Er hätte dieses Entgegenkommen nicht von mir erwartet. Lenin wieder war davon unangenehm betroffen. Also der Eindruck bestand, das gebe ich zu. Mein« polemische Praxis mag ihn hervorgerufen haben, aber er war falsch. Die Frage meiner persönlichen Haltung früher und heute wäre ziemlich nebensächlicher Natur, kann aber doch noch einmal aufs Tapet kommen. Heute sind es die Bol- s ch e w i k i» die aus dem Marxismus eine Sekte machen wollen, was ganz unmarx i st isch wäre, selbst wenn ihr Marxismus mit dem Marxschen den Geist und nicht bloß ein paar Sätze gemein hätte. Ich erwarte, daß sie aus dem, was Du lobst, einen Strick für mich drehen und erklären werden, ich sei meiner früheren Ueberzeugung abtrünnig geworden. Kein Zweifel, ich habe manche meiner früheren An- schauungen in meinem neuen Buch aufgegeben und als un- haltbar erkannt. Aber gerade für den von Dir hervor- gehobenen Passus gilt das nicht. Ich dachte anfangs daran, dem„Vorwärts" eine Richtigstellung zu senden. Aber es widerstrebt mir, eine so herzliche Besprechung, wie die Deine, mit etwas zu be- antworten, was nach Polemik aussehen könnte. Ich begnüge mich also damit, die Richtigstellung Dir persönlich zu übersenden. Im übrigen hat mich deine Besprechung nicht zum wenigsten dadurch erfreut, als sie mir zeigt, daß du frisch und munter bist. Denn einen so dicken Wälzer in so kurzer Zeit durchzuarbeiten, bedeutet eine tüchtige Anstrengung. Ich hoffe, auch diese meine Hypochese erweist sich als richtig und Du befindest Dich wohl. Wir beide grüßen Dich aufs herzlichste. Dein getreuer Karl. sür dir Kiadcr in k« Sink»' unk Iuq�ndchor 58. Abt. Charl-tirnburg. 15 Uhr Wcibuacht-feicr SchvUniI-. Witzlebcnstr. 35. Ritwirleake:_ „fiatmonic", SAZ. usw. Dieu erscheinen. Für die Kinder gelangen Märchenfilme zur Austührung. Eintritt frei. Morgen, Montag, 13. Dezember: Vezittsausschuß für sozialistische Vilöungsarbeit Am 2. Weihnachtsfeiertag, Montag, dem 26. Dezember 1927, vormittag» 11 Uhr, im Grohen Schauspielhaus, Karlstraße proletarische Feierstunde »Aus dem Guckkasten der Jahrhunderte� Kulturpolitisch-satirisch« Szenen, dargestellt von Mitgliedern des Staatstheaters— Stadtmusikauten— Ansprach«— Eintritt 1 M. Karten find zu haben tm Bureau ke» BezirtsdiUnrugsausschusse», Linken' straße 3. 2. Hof II, Zimmer 8» Buchhandlung Bortoarts, Linken ratze 3» Zigarren esch-nt Harsch. Engeluser 24/25•• ab» vertrira GEB. Snscl. (tra;ic 6» Verband der pragh. HUssardciter, Ritterstr. 1•„Borwar«,". ® etil Ionen> bei den Btldungsodlenten der«reise unk Adteilnngen. Aus der Partei. Zur polnischen Sejmwahl. Die beschlossene Zusammen- arbeit der polnischen und der deutschen Sozio» listen Ost- Oberschlesiens findet natürlich den höchsten Bei- fall des polnisch-sozialistischen Zentralorgans„Robotnit': er beteuert im Namen der polnischen Sozialisten, daß sie die berechtigten Ansprüche der deutschen Minderheit ebenso vertreten werden wie die Interessen Polens. parieinachn'chten Einsendungen säe kiese Stuketl sink Berlin(BS 68. Linkrultr-be 3. Groß-Bertm stet» an ka» Bezirtsietretariat 2. Hat. 2 Trep. recht», zu richte». 6. Abt. leih Uhr arohe Scihnachtsbeschernng der Kinder und ke» aZ alten Mitglieker bei Büttner, Schwedie- Sie. 23. Die Dczirissühree ä rechnen kie Listin heute noch beim Kassierer ab. i II t' 8. Abt. Sitzung des engeren Borstandes der Weihnachlstommission bei Rickard, Steinmetzstr. 38n, 20 Uhr. 28. Abt. Fraktionsversammlung Eenossenschaki saufbau, 2. Berkanssstelle Lychener Str. 19. Um 20 Uhr findet bei Hoffmann, Lnchener Str. 8, die Frattionsverlammlung statt. Alle Parteigenossen, welche M.tglied der Konsumgenopenschaft sind, werden dringend ersucht, sich an der Bersamm. lung zu beteiligen. Tagesordnung: l. Bericht der Delegierten. 2. Aus, spräche. 3. Aufstellung der Kandidaten zur Eeneralversammlung. Es ist Pflicht aller Parteigenossen, bestimmt in der Versammlung zu erscheinen, Mitgliedsbuch vom Konsum ist mitzubringen. Abt. Frallionsversammlung Genossenschaftsoufbau, 2. Verkaufsstelle Lychener Str. 18. Um 20 Uhr findet bei Hoffmann, Lnchener Str. 8, eine Zusammenlunft statt. Alle Parteigenossen, welche Mitglieder der Konsumgenossenschaft sind, werden dringend ersucht, sich an der Versamm. Mitgliedsbuch vom Konsum ist mitzubringen. 32. Abt. I8>4 Uhr bei Valentin, Krautstr. 38, Funktionärsstzung, Wichtige Tagesordnung. Alle Funktionäre müssen erscheine». Die Elternbelräte müssen ebenfalls anwesend sein. 53. Abt. IB'/fc Uhr bei Lojack, Beymestr. 8, Abrechnung der Sammellisten durch die Bezirksfllhrer. Gleichzeitig Sitzung mit dem Abteilungsvorstand. 93. Abt. Sienlölln. 19(4 Uhr bei Zimmermann, Stuttgarter Str. 41, Vor- standssttzung. Verteilung de: Weihnachtssammlung. 95. Abt. Reukälln. Alle Zonsm-lmitglieder der 80. Berkaufsstelle, Steinmetz. strotze, einschl. Grieger, Lessingsty 0. t. 9.....____________....______ stratze, einschl. der Mitglieder der 02. Abt., treffen sich 10'� Uhr bei Erleget, Lessingstr. 9. 128. 130. Abt. Pankow. Weihnachtoseier der Frone» und Kinderfreunde in Spiegrlsaal de» Bürgerpark». Beginn 16 Uhr, anfchl. gemütliche« Bei. Clcnefcg, 20. Dezember: 14. nnk 15. Abt. Alle Genossen, bis Mitglieder der 1, Abgabestelle der Konsumgenossenschaft, Swinewllnder Ekratze 33, sind, werden gebeten. ■ ISth Uhr zu einer Besprechung bei Dietrich, Swinemünber Str. 36, zu erscheinen. 4«reis Prenzlauer Berg. Freie Schnlqemeinbe- P»rstand»fitznng an Mitt. »»ch! 21. Dezember, pünktlich ll>'d Uhr. In de. Schul. Dan, ige.«te. 23. Toacsotknung: Bericht der Cklenle iibcr ka» Ergebni» drr Ren-nsnahmen für dir weltlichen Schulen. Tie Genossen der 27. Abieilnng müssen kie noch in ihren Händen kesindlichen Neuanfnahmeu fär hie welillchen Schulen bi» spätefie», Rittmoch, 21. Dezember, beim Genossen Ranenkorss, Buchhol'er Str. 8,-bltrfern. » g,,j, ureuubrrg. Montag, IS. Dezember, 19 Uhr, enger««rei-norstanks. sstzung bei Krepp, Planufer 75. Jede Abteilung mutz unbedingt per. 7.«tc'l» Charlottenbueg. Montag, 19. Dezember. 19V4 Uhr, im Lesezimmer des Zugendheims. Rossnenstr. 4, Sitzung des Bildungsausschusse». Karten zur" Proletarischen Feierstunde am 2. Weihnachtsfeiertag find bei allen Bildungsausschutzmitgliedern und beim Obmann Ahlfeld, Krumme Str. 62, »och zu höben. Vücherkreisleser können Hefte und Bücher aus den, Jugendheim abholen.(Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 19 bis 11. Krets�Äiraeberg. Montag, 19. Dezember, Seihnachtsfeier der«inber- frennte um 19 Uhr in der Schulaula, Feurigstratze, neben her Feuerwache. u a Filmoorfühenng:„Die Kinderrepublik Leekamp- usw. Die Genossen werben gebeten, ihre«inber recht, ahleeich an der Feier teilnehmen zu 13.«rci» Tempelhos. Montag, 19. Dezember, 20 Uhr, Fraktionssitzung Dorf. 17. Krell! Lichtenberg. Montag, 19. Dezember, 18 Uhr, Im Rothaus, Zimmer 38. Sigung der Beztrksverordnetenfraklion. Der Eeschäftsordnungsentwurf ist besonders zu beachten. Die Bürgerbeputierten haben ebenfalls- zu er. «rei«� Schiineberg-Friebenan. Die Weihnachtsfeier der Kindersreunde sinket Natt Montag, IS. Dezember, um 19 Uhr in bei Aula der Feurig. Schule (Nahe der Feuerwehr.)— 77. Abt. Die Weihnachtsfeier findet nicht, wie iertllmlich bekanntgegeben wurde, in der Uhland-Schule, sondern in der Feurig-Schule(nahe der Feuerwehr), Feurigste. 54, statt. heule, Sonntag. IS. Dezember: 29. Abt. Die Anmeldung der Kinder zur Weihnachtsfeier mutz umgehend bei der Genossin Schönfelkt, Dunckerstr. 79, erfolgen. Ebenso stnk die rest» lichen Listen zur Weihnachlsdescherung dort abzurechnen. Mittwoch, 21. Dezember, 20 Uhr, bei Burg, Prenzlauer Allee 189, Sitzung. Die Be- zirksführer müssen sämtliches Marienmaterial abrechnen. 38. Abt. Sämtliche arbcitsfreudigen Genossen und Genossinnen treffen sich mit der Weihnachtskommissto» und dem Vorstand pünktlich 19 Uhr bei Petrich, Ressbenz. Festsäle, Landsberger Str. 31. 43. Abt. 19V4 Uhr Sitzung der Mteilungsellernbeiräte bei Voigt, Vappstr. 3. Vortrag:.Dir welilichs Schule und wie werbe ich für sie?" Referent Lehrer Schrieber. Interessenten können mitgebracht werden. 116. Abt. Lichtenberg. 20 Uhr bei Morr, Reue Bahnhofstr. 28, Funktionär. sstzung und Abrechnung. 119. Abt. Der Frauenleseabend fällt in diesem Monat au». Mittwoch, 2t. Dezember: 2». Abt. Bchiung, Arbeitslofel Auszahlung der Weihnachtsunserstützung von 15 Uhr ab beim Genossen Waller, Metzer Ctr. 37. Parteibuch und "..... Stempelkarten sink.mitzubringe»...------------ 86. Akt. Schöneberg. Zu kr» am Mittwoch pünktlich 19',« Uhr im Büraerlaal des Friekenane» älsthnns»» ltatttiodende» Weit>nochtsseier sink noch»in. latzkarten(Erwachsen, z» Ps., Kinder unentgeltlich) bei dee Gcnossi» LtGtenberg, Friedenau, Frcegeftr. 77, zu haben. 139.«dt. Tegel, Heiligensee, Ren-Heiligensee. Siedlung am Bahnhos Heiligen. Je« und Schulzendoes. 20 Uhr im Lokal Hühnert Mitgliederoersammlung. Zeipeechnng der im Januar beabstchtigten Beeanstaltnngen. Alle Genossinnen und Genossen werden gebeten, bestimmt und»ahlreich zu er- scheänen. ll. und 12. Abt. Donnerstag, 22. Dezember, 18 Uhr. Weihnachtsfeier in den Armininshallen, Bremer Str. 72. Arbeitslose Paetelmitalieker beben freien Eintritt snrit Kindern). Alle Genossen sind mit ihren Familien. angehörigen, Freunden nnk Bekannten herzlichst eingeladen. Frauenoeranstaltungen am Sonntag, 18. Dezember, IL Uhr: 4. Abt. im Jugendheim, Landsberger Stratze 50, Weibnachtsfeier. Montag, 19. Dezember, i9'A Uhr: 32. Abt. Die Gruppenleitungen Klune und Meistee werden hierdurch noch. mals aufaefordert, dl« Adressen der Kinder für die Wcihnachtsbescheytn» am Montag. 19. Dezember, bei der Senosstn Schmidt. Ankreaostr.' 12, anzugeben. 39. Abt. tn der Juristischen Sprechstunde. Lindenstr. 3:.Heiterer Abend.* Portraaender Genosse?>'inz Bartbel. Die Genossinnen sind alle herzlichst eingeladen. Gäste willkommen. oluo der hodifdne OtPoman-ßip? r" IUrroman-ßip? ManieiffcK GerrraüdfenJhr. 20/21 qegenCb.fieMlditr* S7.«U. 90 Jfii S« Sfrnht,•aatffr. 51. ifii.lt lAaWiunxrtetfc. . en uni Riniettwiebuna im Oneai" mit Ludibilbern. Aschcbel cuia Ztrusalcm. Um teae SSctdüomta wird aeöätwr. 124.?bt. XcbUbazf. Bei Breibau, Aonower Str. t?. Bortraa der Genolün kli« Sckteibenlniber übcr:»Die Frau im Eherecht.�— Gäste willtommcn. ÖSJIS«.«it. Pankow, vadifuna. fficiioftinncu! Än Stelle unsere» Frauen- ebend» findet Montaa. 19. Dctcinber, nackim. 4(IKs udr, im Biiraervaik i Svicaclsaals eine Sannenwendfeier statt. Fellansorach« der EenoMn Glara Bebm-Lchuck. Die �iinderfreunde" haben ihre Mumirkuna an- pesaat. Die Genossinnen und Genossen Knd alle fiemlichit»inaeladcn. Gälte willtommcn. n. Rrci, Lichten bera. Montaa. 10. Deaember. abend, Udr. bei Mb recht, Boibaaener Str. bll, Krei-trauen abend. Bortraa de» Genossen Srich Fracnkel ädert.Heinrich seine und unsere Zeit.* Um rtnt Seteitlaimfl wird aebetcn. 19. Krei, Pankow. Di« Genossinnen werden aebeten, sich recht tablrrich an der Wejdnochtsfeier der 128./13n. Abt. Montaa. 39. Dezember, nachm. 4 Übt. im Bsiraernark sSaitncIsaal) tu beteiligen. Festanlorach« Genossin Clara Bobm-Schuch. VezirksausschuH für ArbeilerwoHlfaHrt. I. Keei« Mitte— 4. Rrei» Prentlaner»era— I. Krr!» Friedrichabajn. Dieneiaa. S9. Detembcr. llls-c Mr. im Saaldau Fried richsdain Filwabend. Borkiidrnna des neuen Arbcitcrwoblfabrisfilms. der in packender Weis« das Leben in Keimen teiat. Datm Vortrag der Genossin Minna Toden- siaaen. Reiner versiiume den Besuch dieser interessanten einmaligen Per» aastallitng. eintritt gegen Vorzeigung«in«, Arbeiterwodlkabrislose» fr«. Zungsozlalifieu. iur Seebads Ziesidcnrstr. 49, Litcrarisä)er Abend Sinderfreuode Groh-Verlin. Rrel» Mit!«. Tressen cur Gemeinschaft r-scier u Mr am Echönbauser Tor. — Srnpp« Arkonaoloii. Tressen tur Ecmeinschastsseier lall Udr oor der Schul« Arkonapsad. Rrri» Weddina, Gruppe Schillerpark und Leopoldplail treffen sich beut« 10 Ubr Leopoldpla«.— Gruppe Sesnndbrnnueu trisft sich beut« 19 Mr Bahn- bot Gesundbrunnen.— Gruppe Anwboldtdai» trifft sich beute 10 Uhr Pul- dufer Strasse S.— Gruppe Schillerpark. Freitag, 23. Dezember, fällt der Baftelabend aus. Sonntag. Li. Dezember<1. Weibnaanstags. im Keim. Set- {trade, Ecke Turwstrasse. Weibnaänsseier. Anfang IS Ubr. Ar«i, Prenzlauer 9Mta. Wir treffen tut» beute 1014 Mr Promenade Da». »iger Strasse oor dem Bezirksamt. flrei« Friedrich»!,«». Tressen zur Gemelnschaflsseier in der Bolksbllbn« UV Uhr Wedcrmies«.— Gruppe Stralaucr Viertel. 10 Mr Rudolsplass.— Gruppe Robert Blnm. 10 Wr vor dem fwaendbelm Litauer Strasse. Um IS Mr Weibnachtsfeicr mit der Partei in den Comeniussälen. Memeler Str. 97. . sieel» jkrenzbera. Tressvnnktc zur Semelnsäiaftsseier beute! Gruppe Süd- »sti Ubr Sorlitzer Babnbof.— Grnppe Kallcsche» To»! MsUhr fchmer Strasse Eck- Brandcnbiirgstrass«.— Grnppe Südwest!>9'� IIb /c.T3 ,rr«.. � i__ d.- 2;—«.r:--—---1•"— (Sit. rck- Gruppe Kailcschc, To,: _________«,— Grnppe Südwest: l... ftrass« Ecke'Belle-Alliante. Strasse.«ämtliche Gruppen U Ubr' BollsbÜhn«. Trei, Schiinebera-Fricdcnau. Treffpunkt silr die Mitwirkenden pünktlich 10 Mr Kalser-Wilbelm-Plass: all« anderen trrssen sich um Hll Mr ebenfall» Saiscr-Wilbelni-Plaii. Wir geben pünktlich. »eei, Zempelbos. Tresfpunkj zur Semeinschaftsseser 10 Mr am Denkmal in der Dorfstrass«. Bitte pünktlich sein und«0 Ps. mitbringen. sirei« Reu fäll». Zu der von den Gross-Berliner kkindcrsreunden am Sonn- tag. IS. Dezember, in der Volksbühne veranstalteten Gemeinschastsseler treffen sich 6ie einzelnen Gruppen wie folgt: Gruppen Beraftrasse und«tri» 10 Mr Untergrundbabndos Bergsiross«.— Gruppe» Boddinplab, Falk»»nd Kermaun- »lab 10 Mr Reukällner Raidnus. Kaupteinaana.— Grnppe Elbestrasse 10 Übe Raiser-Friedrich�trosse am Polizeipräsidium.— Grnppe Britz 9H Mr Zuaeud- deim im Britzcr Raidaus.— Sriw»« vneb« 10 Mr Ringbabnbos Kermannftr. Treis Lichte ob, ea. Gruppe Roth: Treffpunkt beut« 10 Mr aa Schwarzen Adler. Frankwrter Allee. Ecke Sürtelsirass«. »mt« Pankow. Trefspuirkt zur Gemeiolchastsseier beute 10 Mr a« Fugend« beim Tissinaen-, Eck». Granitzsirasse. 10 Ps. Fabroeld mitbringe»! Rrei» Reinickendors.Oft. Tresien znr Gemeinschasisseier um 10 Mr am Babnbot Schöndol» und Seebad. 40 Bf. mitdrwgen! Rrei, Reinickendorf-Welt. Treffpunkt beut«?ilft Übt Scharnwederlkrasi«. »- Ecke Lichdornsirasse. am Svortvwtz. Rrei» Pankaw. Grnppe RiederlchSnbanfe». Roniaa. 19. Dezember. Gemein» fchaftefchnl«. Bimnarckitr. 11. von 13 bis 20 Uhr Besprechung und Heben zur Weihnächtss-ier. Für Richinritwirtende au, Abteil. 10 �Lachend« Zugend, Märchenabend.— Gruppe Pankow. Montaa. 19. Dezember. Treffpunkt zu de» Berfübrunaen um 19 Uhr am Ratban». Alle ar de» Tänzen und Reigen Beteiligten und die Musiker werden gebeten, recht pünktlich»u sei», da noch einmal geprobt wird. Nachzügler kommen»um Rrftanrant Bürgerpark. Der Erfolg hängt fion tcbem ab. Am Mittwoch fällt der Basielabenb aus und findet dafür einen Tag später an bekannter stell« statt. lBegin» pünktlich IS Mr. 4 SoNvaheirb, 24. Dezember. 18 Mr im Fuaenbbeim. Rissingenltrass«. Programm wird am Donnerstag beschlossen. Rrei, Relnickendars. Montag. 19. Dezember. 20 Mr. Fortsitzung dee Kobn. si«in» Ardeitsgeniein schalt bei Richard Findeifen. Kerbststrasse 20. Ebenda um 19 M« Kelfersitzung der Gruvoe Refnickcndarf.Oft. G»! Sterbetafel der Groß- Berliner pattei- Organisation 44. Abt. Unser langjähriger Genosse Michael Meyer, Roithusser Str. Z, ist verstorben. Ehre seinem Andenken. Einäscherung am Montag, I«. De. zember. 1914 Ubr, im Rremalorium Gerichtstrasse. Wir bitten um recht rege Beteiligung. 42. Abt. Unser Genoss» Sermann Menzel. Blücherstr. LI. ist verstorben. Ehr« seinem Andenken. Einäscherung am Dienstag. 20. Dezember, um H Mr im Rremaiorium Banmschnleuweg. Wir bitten um rege Beteiligung. 48. Abt. Unsere Genossin Anna S v i n d l e r ist am 13. Dezember nach schwerer Operation verstorben. Die Beisetzung findet am Montaa. 19. De- zember. 1414 Uhr. von der Leichenhalle des Alten Iaevbi.Rirchhoses, Reukölln, Berliner Sit. 2, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Briefkasten der�edakiion. s. A. 47. Lohnsteuererflaitunaen finde» wie im vorigen Zahle nur auf Antrag statt. Der Antrag ist an da» Finanzamt zu richten, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 31. Dezember 1927 seinen Wohnsitz hatte. Di« Bor- drucke werden von den Finanzämtern kostenlos zur Verfügung gestellt.— Kikzenbecher. Za.— F.». 33. Röpenick. Die Wäscht müssen Sie weiter aus- »ewabren. Erbeben wie Rloge. Aus Grund des Urteils können Sie dann die Wäsche pfänden lassen.— W. B. loa. Das Wassergeld kann aus die Mieter umgelegt werden. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, den 18. Dezember: 9: Morgeoleier. 11.40: Uebertracavt QrsBes Schusvleftutit rnnk-Matlnee. 14: Die Aber. t ea er des Kapitän funk. 14-30: Stunde des Brieftparkensammlers. 15: Wlnterarbcltcn auf Wiesen und Daucrweldea. 16: Kinder, die darben müssen. 16.30: Unterbaltanssoiusik. 19.05: Stunde des Journal isteii. 19.30; Die ronk-Litcrator. 20: Die Musik der Chinesen und Japaner. 20-30: Ein Winteridyll. Gelesen von Theodor Loos. 21: Die Gebart Christi— Kirchen- Oratorium. 22-30: Tanzmusik. Montag, den 19. Dezember: I5J0: Lockende Frücite anf dem Weih nachts tisch. M- Der schematisierte film. 16.30: Nove'.lea. 17: Unterhaltanzsmasik. I8S0: Die Berliner Mnseen. .9.30: Ucbertrasrunj aus der Staatsoper„Der KnB", Volksoper in iwei Akten von Smetana. 22.40: Nachtmusik. Dienstag, den 20. Dezember: 12.40: Die Viertelstunde fOr den Landwirt. 18.30: Stande mit Büchern. .6: IVcltgeschichte in Anekdoten. 16.40: Mlrchen. 17: UnterhaltunEsmoslk. 19.05: Plauderei über Zimmerpflanzen. 19.40: Praktische Erziehunrslrascn. 20.30: Sinfoniekonzerl. Mittwoch, den 21. Dezember: 1SJ0; Bahnbrechende Frauen. 16z Vogelschutz NN Winter. 1630; Jagend- Whne. Danach Unterhalinngsmnsik. 19.05: Die Asthenie als Ursache orthopädischer Crkrankunren. 1930: Lehrllnfshaliiuif nnd Lehciincsausbildung in der Metallindustrie 19S5, Die Ricbtnnzen der Poesie. 20.30: In der Weihnachtsstabe— Mnslkvorträge. 22.30: Tanzmusik. Donnerstag, den 22. Dezember: 12�0: Die Viertelstunde für den Landwirt I5J0: Deutsche Pionier« der Natnrforschnnz. 16: Fremdsprachliche Vorträge— Spanisch. 16.40: Kind nnd Weihnacht 17: Sonaten. Danach Unterbaltnussnasik. IS 55: Die Landwirtschaft in der Jahreswende. 19.25: Eisenbeton, der Bans tost der Oetenwart 19.55: Rechtsfrazen des Tazes. 2ajS: Die Moratorimnsbestrebnnzen nnd die Rahrbesetznnt. 21: WeibnachststinunnDC— Lieder nnd Masfkeorträse. 22.40: Tanzmusik. SOZIALISTISCHE ARBEITERJUGEND OROSS-BERLIN Auf unserer Weihnachtsausstellung bis Freitag, den 23. Dezember 1927, im Jugendheim, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, II. Hof 3 Treppen, besorgt Jeder seine WelhnachtselnkSufe Aluminium- und Wanderartikel./ Schöngeistige und wissenschaftliche Literatur./ Bilderbücher und Spiele. Modern es Antiquariat/ Musikinstrumente zu den niedrigsten Preisen Heute, Sonntag, 10-20 Uhr geöffnet, werktags 16-20 Uhr muß jeder gewesentein Freitag, den 23. Dezember: 15-40: Stunde mit Bächern. 16: ItaUeotoeh. 46.40; Uvterhaltimixmnsik. 19: Retusport Im Winter. 19-25: Bildende Kunst und Berufs wähl. t9S5: Die moderne Indostriewirlschaft. 20.30: Weihnachtslieder. 21: Allred Km zum 6a Qebortsias am 25. Dezember. 22,40; Unterhaltnngsoinslk. Sonnabend, den 2L Dezember: 12.40: Die Vierte! stunde iär den Landwirt 15-40; Onkel Doktor als Märchenefzähler. 16: Welhnachlsbauin und Weflinachtsbranch. 16.40: Unter. haltnncsmusik. 19-40; Weihnachtsklänse. Königswusterbausen. Sonntag, den 18. Dezember: Ab 9: Uebertracunz aus Berlin. 14.40: Schachh-nt Ab 15; Dehertrazmi: ans Berlin. 18: Das holländische Ziel. 1030: Arnold Zwdz liest ans:„Der Streit um den Serjeanten Grlscha.4' 18.55: Vertane Oflter. 19-20: Weihnachten im deutschen Glauben, sin deutschen Brauch nnd in der deutschen Kunst. Ab 20; L'ebertracung aas Berlin. Montag, den 19. Dezember: 16: Spanisch(Kultaifcundllch-Iilerarlsche Sunde). 1630: Volhatende Im Unterricht 17: Die Gest! Ischalts wissen schalt der Gegenwart 18: Stelan George. 13240: Englisch für Anfinget. 18-55; Welche SledlnngsmSgMchkdten haben unsere nadigebcrenen Bauernsöhue und Landarbeiter? Ab 19.30: Uebertragang ans Berlin. Dienstag, den 20. Dezember: 16: Berufshera ton g. 17 t Elsstiritlt, ITJO: Roman wid Fite. 18.: Ins ristische Uebungen. 1830: Spanisch jll: An länger, 1835; Wiihelm Raab». 1930: WeDinachtssplele. 19.45: Einkauf, Werbung. VeckauL Ab 2030: Uebet- traguag ans Berlin. Mittwoch, den 21. Dezember: 16: Amerika tot Spiegel seiner Schulen. 16.3«: FranzSsisch(KnUnzknadheh- literarische Stunde). 17: Musik des 1. und 15. Jahrhandorts. 1730: Phan- tastische nnd groteske Dichtung. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter. 1830: Französisch für Anfänger. 1535: Das Welhnscbtsgeschäft 19 20: Wissenschaftlicher Vortrag Ihr Zahnärzte. 19.45; Oer neue Deutschlands endet. Ab 2030: Uebertragung ans Berlin. Donnerstag, den 22. Dezember: 1«! Ans der Präzis der OmndsehntaibeiL 16-30: Aus dem Zcntrallnstjtut für Erziehung und Unterricht. 17: Uebertragung ans Berlin. 18: Weltpolitische Stunde. 18.40: Spanisch für Fortgeschrittene. 1835. Die Landwirtschaft in der Jahreswende, 19.20; Das landschaftliche Volkslied. Ab 21: Uebertragung aus Breslau. Freitag, den 23. Dezember: 16: Wintersport nnd Wäiterspcrtrerletzangeii. UM: Sprechteehalk. IT: Dw. deutsche Frage im Zeitaller Metternichs. 18: Formen und Glesien. 1830: Enz- Usdi tflr Anfänger 1835: Soziale Fragen im Kohlenbergban. 19.20: Visseti- sehaMicber Vortrag für Aerzt«- Ab 2030: Uebertragung ans Berlin. Sonnabend, den 24. Dezember: 15.15: Wrihnachtsfeier. Danach Uebertragung aus Berän. Ab t8: üeber: traeurg aas Langenberg. Ab 20: Uebertragung aas Hamburg. ----- Sozialistische Arvettersugend Groß-Serim. llnseve Aleih»ncht«n«siellang im Zugendheim, Linbenstz. 8. ist di, Freitag, 28. Dezember, werkings oon 18-20 Mr. Sönntna» v»n 10—20 Mr geSffnet. Aedes Mitglied muH die Ausstellung besuchen. Heute. Sonnlag. 13. Dezember: Retttmffer Tat. Alle erscheinen um 1» Mr ,ue Probe im Keim Reichenberger �riedevan. Besuch her Weihnachtewi�sstellung.— DchSaebeeq m. Bor. Str. 88. Keimcvend— Sieiuickerdors.vst. Im Keim Ressdenzftrasse Heimabend.— Pantow-Rord. Zm Heim Sörschstr. 14 Heimodend.— Pankow-Süd. Besuch der Weihnochteauestelluna.— Aeukesi» IV. Besuch der Weihnochisausstessung. Trefspunkt'' wnri». Treff! 1Z Uhr Bahnhos Herinannstrasse.— ReukSlln VI. Besuch der Stern- resfpunkt 15 Uhr.Vüunastiojf Hertzbrrgplatz.— Rosenthalee«oe- stölluischer Park. II Uhr Generalorode im.Rosenthaler Hos". Erscheinen oller Mitglieder ist Pflicht. zlrk Lichtenberg. Wegen ungünstiger Plassverhästnisse fällt da« Um 20 Uhr im Heim Dossestr. 22 Lichtbildervortrag. Zahlreiche stobt und Unbedingte, Erscheinen aller Mitglieder ist Pslitht. Werdetezlrk Spielen aus. 1. � Beteiligung aller Mitglieder wird erwartet. Werdebezirl Müggelsee. Delegierlenkonserrnz n« 20 Uhr in Esipenick, Schlohstr. 27. Werbe bezirt Reulälv. Alle, strämk nach Britz IRathaus). Heinz Barthel kommt»um„Lustigen Abend". Werdebezirl Dberipeee. Bilbunaskursu,„Einführung in b:e PoNtiF' hiesemnal im Jugendheim in Riederschdneweide, Berliner Str. 81 sSchnIe). Morgen. Monfag. Ig. Dezember. Uhr: M�bit 1. Heim Waldersenser Str. 20: Keimabend.— Falkplatz 71. Schule Greiienhagener Str. 58:»Unser Weihnachten".— Ktealauer Bieetel. Heim Gosslerstr. 81: Weihnachtsfeier.— Friedenau. Heim Dsienbacher Str. 5a: .Politische Tog»»fragrn".— Schonederg 771. Heim Haupistn. 18: Belhnachts- seier.— Tharlotteuburg-Rseb. Heim Oldersstrasse:„Fritz Reuter".— Wik- meesdoes. Heim Wilhelmsaue 125:.Ali-Berltner Hvmor'.—«Uersboi Keim Roonstr. 18: Auriorache über unsere Feier.- ZatzanaicHiaL biathaue' Weihnachtsfeier.— Neu toll». Aellereugruppe: lieben der Mtritsnruvpr der Otto Wilwock.— Arbeitersport. Uaturfreundetaleader 1924. Hanben» der«, tzßtzWWWWWWWWWWWWW» wenn nicht her Absatz der Auslage «qrMWjWMstM wäre. Doss die Wirts chastliche Reaft selber, beim Wandern, beim Schauen, drim Rasten und deim Spielen. Rein bessere:- G-sschenf auf den Gabentisch zur Wintersonnenwende als dieser Zahreowriser, der Mut zur Deiterarbeit macht nnd die Sehnsucht weckt nach den Freuden des kommenden Frühling» und Sommer». Großer WeiMtsverKauf Herren-, Damen-, Kinder., Sport, u. MaObeldeldungi Schuhwaren, WBsche, Wollwaren, Teppiche, Orammo- phone u. a. m. Nach dem Fluss-Kredit-Sysiem.'/» Anahlung und 5 Monatsraten, ohne Aufschlag. Kaufhaus Max Fluss Rosenthaler Straße 58. Unser Geschäft ist gtöffntzt: Sonntag, den 18. von 2—6 Uhr vett (MtyUfwt fiUfaie" OlnfZw* »os guten trug fJUu Stoffen /* j-/\ M. ZJJS 19.-' 14JO y»Ow Oeisj+fff»? H. SS.- aa.- as.- 22.—«a» erprobt., blauen QuoL Q H. IS— 14.- 13-- lebte Wolle, telzende beuhtUen bleu und farbig Je nadt Größe u. QfialUSl M. ISM 1SJO to.— 8,50 WiHtfV'tfi- 0lnpiy«> mit Knie-, Golfhose odm Breeches blau u. farbig, In bester Anafühxg. mit langer od. Oolf-Hase M. 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Alle konnte» Bestes geben„.l. y-uuen Bestes. Nur— weshalb mußte die Auffuhrung des Friedensfestes gerade an Stelle des heiteren Wochenendes treten, da? doch in der Idee, wenn auch nicht immer in der Ausführung, höchst erfreulich war? Eine lebendige und menschlich schöne Einführung, weniger in das Werk als in die Anfänge des dichterischen Schaffens von Gerhard Hauptmann gab Felix Holländer.— Interessant waren die Schilderurlgen des For- schungsreifenden Rudolf Zabel, der von einem mcrikanischen Ur» voll, bei»' Tarahumare-Indianern berichtete, die er»Antipoden des Christentums" nannte. Merkwürdigerweise haben die religiösen Bräuche dieses Volkes oft auffallende Verwandtschaft mit denen des Christentums, trotzdem sich anscheinend«ine Entlehnung aus der christlichen Religion nicht nochweisen läßt. T e s. Vortrage, Vereine und Versammlungen. Keidisbr.iner»Schwarz Pot-Gold". «- s ch S' t- ft- I l e: Berlin®. 14, E-bastianstr. 37/38. S-k S ix. Tiergarten,«cancradschaft Stephan. Der Besuch de» Museunl« für Meereskunde fällt umständehalber So., 6. 18. 12., aus.— »cnIölin.Drid. Mo., d. i!i. l2., l. Äameradfäiaft 2. ilug 20 Uhr Augverfamm» likng bei Wiike. Reuterstr. 47. 2.«amcradschait?. Zug 1!>M Uhr Zugoer- sommlung bei Thomäblen, Kertzbergstr. 22. Anschließend gemütliches Bei- sanmilnsein mit FamUienangchärige» unter Mitwirkung der Reichsbanner. kavelle. 3. kamerndscklaft 2V Uhr trenne»«n»»o« Fest! Da ist es eben noch geii. he« 20 Uhr zugner: > Mar Rechner- 2.. 20 Uhr,«a. . Ztamcradschaft l, ,'«B 20 Uhr sommlung bei Schabeilo, SLcichselstr. i>. Referent Namerad Zabre Reichsbanner".— Prenzlauer Berg. Di., d. 20. 12. meradfchaft Humannplaß, Berfammlung bei Pohst, Dtargorder Ltr. 10. Mi., d. 2t. 12.. 20 Uhr.«amrradschoft Wörther Plaß, Versammlung bei Treuer, tiostauienall.e 23.— griedrichshat». Di., d. 20. 12., 20 Uhr. tiamc- radschaft Stralau.»lameradschaftssißung bei Wcrtulla, Hohenlohcstr. 3: Ren- N'ahlen.—- Tewpelhaf. Kameradschaft Moriendorf Di., d. 20. 12., 20 Uhr. bei Mnaß, Tbanffeestr. 27, Lichtbildernortrog des Kameraden S. Bredow: »Die Munder der Schweizer Bergwelt*. Der Verband f-zialdenrolratischer«ladennker veranstaltet am Dienstag. 20. Dezember, im Ingenieurhaus, Friedrich�bert�tr. 27. einen Vortrags. abend, bei dem das Künstlerchepoor Frida und Friß Richard»Bon Juristen und Richtern und anderen Lichtern" ernste und heitere Dichtungen vorträgt. Eintritt 1 Mark, studierend« und nndemitteU« Freunde 30 Pf.— Die Adressen vnn>bestnvung?sreu>lten sind umgehend an die Geschilstsstelle: Berlin RRt. tO, Kronvellizennier U>, bekanntzugeben, damit sie»n dem Abend eingeladen werden kduncn. Anmeldungen für die Frühjahrs-Iugendweihe werden in folgende'-. Aufnahniestelleu unter Zahlung der(Ein. schreibegebühr von jO. Pf. entgegengenommen Berlin! st, roste, Bchanlpielhan»! Iugendsekretariat, SM«8. Lindrnstr. 8, 2. Hof, 2 Treppen, gnnmer tl, geöffnet von 9 H» 17 Ahr, SRüi. wuchs und Frciwa, von 9 bis 19 Uhr. S Joseph, RW 21, Dishelmshaoencr Utrechtrr Str. 2t iRestauraut), P. Dodrohlaw. it 37, Swinemünder Str. 11 lRestaurant), K. Andersso», R 31, .- rälsunder Str� ll>.. iSHu�nioälerei). T. Gerth, R 113,«breisenhagruer Mmamm DKadsherster_______________....»....____ W>W>»>W>W» peichäft), K Mglle, v 34. Petersburger Plast 4 sBorwäils.Sv«d.l. L. Witt. tzust. v 34, Petersburger Str. z lRestourant). F. Arndt, o 27. Martusstr. 3« . vorn IV, P Böhm, W»>WWW>WWWW»W»WWW>W> SO 20. Rounpnstr. iRestauraul),"W.�Gallas, Laiimschlklcnweg, Echraderstr. 10. vorn III, lk. Meckell'Urg. Treptow, Graeststr.!>0�sBorwärts.Sped.t. Frau� Klawittcr. Schdneberg. R. Petrir. Schäncberg. Sbersftr. 70, vlgst S, F. Hamburg. Steglitz,.Echioststr. lM, W. Skubig, Steglitz, Ring. stroße 7, vailenh. in, G. Fe'gentreu. Lankwitz, Tllarlotnnftr. 34. Tharlottenbnrg: Sch.ller.Theateri Borwärts.övedition. Sharloltenbnrg. Selenhcimer Str. I. pari.. Frau Joachim. Sharlottenburq, Kaiserdam«»S. Eingang S!»an!tzstr>isic. von 14—18 Uhr(Borwärts-Spcditionl, Schulz. Thor. lottenburg. Droiner ftr. 12, 1. Gartenhaus III, Pulcniak, Charlottcndurg, Aug». burger Str. 47-«it., F. S»midt. Sharlottenburg, Rosincnstr. 4 tLaden). Derllcher Berkehrsbund, Charlotlenburg, Baureulher Str. 31. Pankow! Lvzen»! anMumverkau«, stellen in Pankow. Wollonk. strotze 102. Berliner Str. 47, Breite Sir. 1«,«ilstngenstratzc. und bei Max Scharfstcdt, Pankow. Süd, Spickermannstr. 20. Konsumverkallks» stellen t» Riederschänhausen.«aiser.Wilhelm.Str. 79 und Kailerwcg 80 Köpenick:»tzrnerschnle! Otw Brinkmann. Sprrestr. 1, Ott» Thenner, Wenden VI« isterr eichische volkilchnle I Unter diefem Titel veianilallet der Oesterreichilch-Deutsch« Voltibund Montag. tS. d. M., ZN Uhr, im ReichStagtzgebSude, Saal 31, ewcn Vortragsabend. bei dem Rektor O. P a t h« über:»Der innere Antbau de» üfterleichischen Schulwesen» nach den August geletzen 1327",«. T s ch e n t i ch e r. über.Der Verlaus unlerer StudienfabrI nach Dien" sprechen werden. Eintrittskarten in der Gefchä lsftelle de» Volksbundes, Berlin Nif 40, Kronprinzcnuser 19. weilerdertch« der öffentliche« 70e>Ierdienststelle Srrlin und Umgegend. kRachdr. verb s Fortbestand de» Froilwelter«. Nur geringe Schneefälle, ze lweise wisbeileind. Schwache noidöfttiche Winde— Ahr veulschlaa»: Fortdauer des Frostwetlers, strichweise leichte Schneefälle er:. US Ra»«Ai Sa« wichtigsten Einkauf ein Fabrikat der.Ca Selbsiverstiindlichkeit �>�W�WW�I�WW>W>WWW»>WW die wegen der durch ste verbürgicn uiioetgicichlichen Güte den Markt bebe! fchen. Sie können in febem Odeem-, Parlophon. oder Columbia-Spezialha... und in jedem besseren Fachgeschäft der Phouobranche sich von den Vorzügen der Lindström-Fabrikate persönlich überzeugen. Nicht nur die Apparate allein. sondern namentlich auch die in der ganzen Welt gepriesenen Munkplatten de- drei gleichen Marken Obeon, Parlophon und Solumbia sind von unerhörter Vollkommenheit. Wer noch keinen Musstapparat, oder wenigstens nicht ein so ' tes Produkt sein eigen nennt, der sollte das heurige Weihnachtsfest zu »ieiem Einkauf benutzen. Eine Wcihnachtsüderraschnng sieht den Theaterfreunden bevor. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, nachmittags 3 Uhr, findet im Etaatstckien Echillcrtheoter eine Aufführung von»Peer Sunt" statt. Die niedrigen Preis« von 1 bis 3,50 Mark einschliesslich Garderobe und Fettes ermöglichen es jedem,(ich einen genutzreichen Rachmitiog Zu verschaffen. Plutzer diesen beide» Vorstellungen gelangt am 2. Feiertag, 12 Uhr mittags als Matinee in der Ctaatsoper am Platz der Republik Puccinls»Madame Butterfly" zur Aufführung. Die Preise hierfür betragen auch nur t bis 4 Mark einfchlietzlich Garderobe. Der Vorverkauf findet nur in der Theaterkasse Wertheim und ihren sämtlichen Filialen statt. An den Sassen der Theater können etwa noch vorhandene Karten nur am Vorstellongstog« eine Stunde vor Beginn gelöst werden. *atl Eiert, der Sohn unseres verstorbenen Genossen Fritz Ebert, hat in Berlin-Schöneberg, Martin-Luther-Str. 4t. ein Spezialgeschäft für Optik und Phow«röfsnet und ist Lieferant sämtlicher Krankenkassen. Siehe heutiges Inserat. Da, Echan srv ster«an Heute zeigt meistens in feiner modernen Gestaltung soviel Neues und Inleressanies, dotz man stehen bleiben mutz, gleichviel, ob Hoch die Arbeiterwohlfahrislotterie! man will oder nicht. Sa«rakng es wir, als ich die Schausensterdetoration der Singer.Rähmaschinen.Akt�Sef.. Leipziger Str. 92, etwas näher betrachten wollte. Bietet schon der Einblick In den großen, hellerleuchteten Verkaufsraum mit den verschiedenen neuen und neuesten Singer- Nähmaschinen, Mobellen einen tnter. cssanten Anblick, so reizt dir kleine WechnachtsidoIIe, welche ertra in die Hälfte des Schaufensters eingebaut ist, ganz besonders zum Nähertreten. Denn..Groß und Klein erfreute sich an dieser kleinen Weihnachtsszenerie, die in ihrer schlichten Art den Zauber des herannahenden Weihnachtsfestes zum Ausdruck brachte und damit gleichzeitig die Beschauer daran erinnerte, daß eine Singer- Nähmaschine immer noch ein sehr gern gesehenes Weihnachtsgeschenk ist; besonders, wenn mau sie unter so günstigen Kedinguiigen wie dort, e.r» werben kann. Boenlcke-Zigarre««l« Weihnachtsgeschenk erhöhen die Festfreude dos Rauchers! Jinfolgc ihrer außergewöhnlichen Prewullledigkeit und Gltle erfreuen. sich diese Fabrikate bekanntlich der besonderen Wertschätzung m Rauchirkstgisen. Sowohl das Stammhaus der Zigarren.Import.Firma Otto Bocnlcke, Berlin W 8. 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Bei der sabelhaften Auswahl, die die Läger dieser Firma bieten, dürfte es nienianoem schwer fallen, etwas feinem Geschmack und seiner Kauskrakt Evtsprecheniv« zu finden. Passender Schmuck gehört zum Anzüge jeder Dame uvd jedes Herrn, die Uhr erzieht zur Pünktlichkeit und Siwergerät ziert das Heim. ich ist das altbekannt« Kredithan» B. Feder, ifcltwaszentrale: Pennncnstr. 197, Filialen; Fraachurter Allee 350. Kottdusser Damm 105, Charlotten barg, Sckiarrenstr. 5. das stch auf dem Teilzahlungsgebict schon betätigte, als andere noch.nicht daran dachten. Die in den vielen Jahren gesammelten Erfahrungen lommc» nunmehr der Kundschaft zugute. Met den Vorzügen eines grossen Kauf. Hauses verbindet die Firma B. Feder das rationellste Kreditsystem der Gkgen» wart und ermöglicht weitesten«reisen der Bevölkerung die Anfchaifung von Mobiliar. Einrichtungsgcgenständen, Herren-, Damen, und Kindcrkonfektiou, Bäsch«, Pelzen usw. Beachte» Sie das heutig« Inserat. Jeder Arbeiter, Angestellte und Beamte kauft Weihnachtslose dir Ar, beiterwohlfahrt. Lose sind zu haben in allen Verkaufsstellen der Kovsum. aenossenschast, in den Warenhäusern der Firma A. Wertheilt, und an allen durch Plakate gekennzeichnet», Stellen. Preis pro Los nur 50 Pf. Dl« renommierte Firma Hermann Wiese, Berlin N.24. Artilleriestr. 30 Suche noch einem derartigen Weihnachtsgeschcnt befindet, sei es für die Braut, für den Bräutigam, für den Mann oder irgendein Familienalied. nicht, die Wcihnachtsousstellung der Uhren., Gold- und Silbern. Belmontc«. Co.. Leipziger Str. 97 und Königstr. 30, zu besichtigen. Bei der Führend in Berlin und im Reich i Möbelz-ntrale, Brnnnenstr. 1, Kon" i. Ärtil" .Mitglied vorn Arbeitersporkverem ist der Lehmann zwar nicht, ober er steht Kopf vor Freud«, well er fest davon überzcvgl ist. daß er bei der Arbeiterwohlfahrtstotterie einen Hauptgewinn steht. Und nur eine halbe Mark pro Los hak er bezahlen müssen! Mr holen uns auch noch ein halbes Vvhendt" dadurch Gelegenheit gegeben,'ein elegantes und preiswertes Weihnachts. W,nk zu machen. Wegen des grosse« Alldranges vor dem Feste empfiehlt es sich, der sorgfältigen Bedienung wegen, Pcstellungxv schon jetzt in Auf. trag zu gebeil. 15» Lille peophezeiht die Wetterwarte für die kommende Woche. Wer wird da nicht Vorsorgen wollen? Die Gelegenheit Ist um so günstiger, al» da» Weihnachtafest vor der Tür steht und praktische Geschenk« von jeher Freude bereitet haben. Die Firma Gebr. Grumach, Lönigstraße an, Rathaus, Hot in diesem Jahr eine besonders gross« Auswahl Strickkleider, warmer Westen, moderner Pullawer und warmer Unterwäsche kür Domen und Herren om Lager. Aber auch ander« praktische Geschenke, wie seidene Strümp,«, Herren, oberhanden, Krawatten u. dgl., sind dort so vorteilhaft zu hoben, dotz sich «in Besuch unbedingt lohnen wird. Wenn Sie in Ruhe wählen woll-n. geh--. Sie möglichst in den Bormittagsstunden zu Grumach. Ungestörte Auswahl bei dem Einkauf von Mvsikplattrn ist ein grvssei: Dorteil für den Käufer, der sich dann auf fein Gehör wirklich verlasssn kaum. Der.,ElectroIa".Ladeu am Kurfürftendamm 35 hat 13 einzelne Borspttlräume.. in denen der Käufer ganz ungestört die einzelnen Musikplotten hören und prüfen kann. Der im vornehmsten Geschmack ausgestattete neue Laden ris.h,vje dem Theater am Kurfürstendamm ist schnell der Trefspnnkt avrr Kunstkenner und Musikliebhaber geworden. (Reist nadfk Sdklesien xum IfiTsnlevsporff Di* hödisten Gebirge DeuUdd. nächst Oberbayem (StesucSkt iOvesIcEU die schönste Stadt Ostdeutschlands, reich an alt er- tümL Bauten und ilonumentalhautender Neuzeit. Billiger Sonderzug n.dcm Riesengebirge 25. Dez. lüusirierie Schrift uWinier in Schlesien" in Heise-VerkehrsbureauM, Fahrkartenschalter €3.3000«Sii$e prima Warfflc- mü Oüerömöier| Fell- und Braidduse treffen in der Weihnachtswoche ein, daher BlesenanswaM! Alfred Kohn Brunnenstr. 71 Edce Demmlner Sir. 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M�len8,; Kinderland 1928 Ein proletarisches Jahrbuch für die Buben und Mädels des arbeitenden Volkes. An * dem Kalender haben auch dieses Mal die Kinder selbst tflehtig mitgearbeitet Das ,K Inderland* kostet Mark 1.50 Zu haban In aftan„Vorwlrta"- Abgabestellan und Partalbueh- handlunoen oder direkt von der f,Vorwltrta"-BuchclrtJckerel und Verlagaanstait, Berlin SWM Undenstraüa 3 53 Bekleidungs- Industrie B UP B m■ m-tsAMM m m G.m.b.H. Brunnenstraße 188-90(am Rosenthaler Platz) Winfer-Palefots«.(Ilsfcr in allen Größen und Preislagen Rock-Paistots von 55 M. an Herrenanzüge in bester Verarbeitung.— Große Auswahl Gummi- und Lodenmäntel für Damen und Herren Sport-Bekleidung aller Art leder-jathen nafl-Hosen lür Chaulfeurc niiiuiiiiiiitiiiuiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiuiitiicuiimiiiNniunRiiiiuiiHiuiiiiiuiiiiiitiiiiuniiiH 1 Elegante Maßanfertigung I ......................... i!I HcrrcnartHtcl»Ä'r Berufsideldung für leden Beru Sennlag, donl 8. Dezember, Ist unser Geschäft von 2-6 Uhr geöffnet. X, Unübertroffen im Preis r\j, ■- \ 0 J�And reasstr. 28 Sonntag 18. Dezember 1921 Unterhaltung unö issen Seilage des Vorwärts Letzte Reise. Von Harn? Reuß-Löwensteto. Ein richtiger Unglückstrog war das, die„Anno Jebssil� Auf der Ausreife, Anfang Dezember, wurden wir auf der Unterelbe iifm einem Engländer gerammt. Mit einem Leck im Steven, groh !«ie ein Scheunentor, und dem Vorschiff voll Wasser, kamen wir abends wieder noch Hamburg zurück Wir wünschten im stillen, daß die Werst bis Neujahr zu flicken hätte, aber am 24. Dezember, nachmittags, schickten sie uns richtig wieder Ws. Auf wilde Fahrt, Boston, Philadelphia und so weiter. Wir standen klar bei Anker und Schlepptrosse vom auf der Back, schauten nach dem langsam achteraus treibenden Ufer, grüß- ten, winkten und freuten uns über die weihen Tücher, die so eifrig von den Landungsstegen Adschüs winkten. Und fluchten nicht zu knapp, daß wir gerade am Weihnachtsabend in See inußken. Da, wo die kahlen Mietkasemen am Pinaß trübselig ihren teerschwarzen Bücken zeigen, schwenkt« jemand aus eineni Fenster unablässig ein großes weißes Laken. Komisch sah es aus, dies lächerlich aufgeregte Auf und Nieder, wie ein verzweifeltes Zurückrufen „Holl an, dor will noch een mit!" ulkte einer von uns.„Dat aelt den Koptein,' tuschelte Franz Koltzin, nach einem vorsichtigen Zeitenblick auf den Steuermann, der gerade neugierig das Glas auf das merkwürdige Signal richtete:„de Ohl hett in de Heinrich- stroot sien Deern nich betohll, paß op, dat gifft'ne schlechte Reif!* „Hübsche Deern,* schmunzelte der Steuermann, das Glas ab- letzend und leicht zurückwinkend,„woken sien Liebe is dat denn?* „Hier, denn ohlen Reinhold sien*, erklärte Hein Plambeck. Er hatte schon früher mit Reinhold Schutt gefahren und war mit ihm zusammen den letzten Tag an Bord gekommen. „Kiek mal an, Dadder Schütt sien Brut*, hieß es. Reinhokd Schürt, der alle Knabe, stand an der Reeltng und winkt« bedächtig mit seinem Taschentuch zurück.„Dummen Snack.* wehrte er verlegen ab,„dat is man mien Dochter'*„Watt hett se denn so wichtig, Heft du woll dien Breeftasch vergeeten?* k-'n Kommando von der Brücke unterbrach unseren Klöntje. Wir warfen den Schlepper los und holten die Trosien ein. Als ich dann noch einmal zurückblickte, war das Haus mit dem Tuch verschwunden, die Speicher von Altona hatten sich davor- geschoben. Mit acht Glasen hatte der Bootsmann die Freiwache abtreten lasien, sie mußten ja um sechs Uhr, nach zwei Stunden Hundewache wieder raus.„Paß op, wi kamt Hut noch nich rut no See, dat urard diesig*, unkt« Hein Plamb«ck, während er auf seiner See- kiste sitzend sich die Pfeife stopft«.„Du, Hein,* fragte einer,„wat ls eeg entlich mit den ohlen Reinhold los, du kennst em doch, Heft du nich all freuher mit em tohop sohrt?*„Ach, dat mit sien Brut Hess ick man ut Spoh seggt, dat is sien Dochter. Is in Hamborg -'erheirodt.*„Iii, ick meen blos. wat deiht de ohle Kerl noch op See?*„Och, de Pütfcher hett dat gornich neudig, hett in sien Dorp dor. op'n Zingst Hus Und Hoff. Se wüllt ein ook gornich- mehr wegloten: ober weetft jo, son ohle Lud meent jümmer, ohne jem geiht dat nich. Een Reis' mutt he ümmer noch moken.* Dadder Schütt kam gerade vom Ruder:„Dat is balkendick, de Ohl will gliek to Anker!* Wie Antwort brummte die Dampfpfeif«.„Segg mol, Padöy. wat harr Line denn so dull to winken?* fragte ihn Hein Plambeck. „Kannst di doch denken, Ick füll jo nich wedder weg. Ick fall mit Gewalt to Hus blieben.* �Hebbt se ok ganz recht, wat deihst du ohle Knappen ook noch .,p See rümtoswabbern.*„Jo. jo, snack du man. düsse eene Reis' mutt ick noch moken. denn will ick mi ook to Ruh setten.* Wieder heulte die Sirene, eine fremde antwortete.„Sühst woll,* Franz Koltzin steckt« den Kopf aus der Koje,„wat heff ick feggt, de Ohl hett sien Deern nich betohlt, öbern Pagensand kunnnt wi nich rut. De verdammten Kantorhengften harrn uns man leeber In Hamborg loten füllt. Dat ward'n scheune Hüür, nu hier Wiehnachten op de Clo rümswabbcrn.* „Beide Wachen an Deck! Klar bi'n Anker!* brüllte auch schon der Bootsmann an der Tür. Das wurde eine nette Weihnachis- befcherung! In Schneegestöber und schneidender Kalt« manövrierte man die ganze Nacht umher. Während der kurzen Augenblicke, in d-nen es sichtig wurde, oersuchten wir ein Stück weiterzukommen. Mal trieb die„Anna Iebsen* einem himmelhohen New-Porker vor den Steven, der bei Freiburg vor Anker lag, ein paarmal' saßen wir aus Grund. Schließlich brach beim Loskommen die Ankcrkette und ging samt Anker zum Deubel. Da hatten wir wieder stunden- lang harte Arbeit, den Reservcanker aufzubringen und alles wieder zu klarieren. Immerhin hatten wir es gegen Morgen glücklich bis Cuxhaven geschafft und tasteten uns langsam von Boje zu Boje nach draußen. Dann gab's wieder einen Augenblick Ruhevauje, wir nahmen eine Pfeife und tranken mißmutig unseren kalten Punsch vom Zlbend. Badder Schütt saß ganz«rschöpft auf seiner Kiste.„Na. Ohmtje, magst noch leben?* klopfte Hein ihm gutmütig aus die Schulter. „Datt soll ober ok mien letzte Reif' sien. dat is gewiß!* stöhnte der Alte.„Mensch. Reinhold, snack doch nich, dat hest du oll vor tein Iohr seggt, as wi op den Bremer Windjammer tohop würn. Hest du noch ümmer nich de Rees vull vun de christliche Seefahrt?* „Du mit dien ohlen Knoden steihst uns doch überhaupt man ümmer de Fööt rüm.* schimpfte Franz Koltzin giftig,„wenn't up an- kummt, möt wi dien Arbeit noch mildohn! Dor heet dat: twee Matrosen op Wach, un ick mutt mi alleen afirietcn und mit de Jungens allens bestroppen!*„Ick worr mien Arbeit woll nioken*. gab der' Alt« zurück, aber es klang verzagt und Neinlaut. Gegen die Bordwand polterte ein leichter Stoß, etwas schlierte daran entlang, das Schiff erzitterte unter der rückwärts drehenden Schraube.„Süh lo, dor hebbi wi dat, nu sitt wi wedder glücklich op'n Schlick!* Draußen Ko„imandoruie. durch das betäusenoe .«rächen des niederrasselnden Ankers verschlungen. Dann waren wir auch schon an Deck. Wir saßen fest. Die Mafchin« arbeitete mit aller Kraft rück- wärts. Dann kam ein scharfes Zischen, Aechzen aus dem Maschinen- räum, der Telegraph klingellc nervös aus�der Brücke. Rufe wechselten durchs Sprachrohr. Dann bedrückend««stille.— Di« Schraube war unklar. Wir brauchten nicht lange suchen. Zu Luivard, an Backbord polterte mit jeder Dünung eine große Fahrwasserbrs« gegen die Bordwand. Sie war mit ihrer Verankerung in die Schraube geraren. �Düsie»l« Putt i« ja woll verhext*, schimpft« Franz, als wir im dichten Schneetreiben mit alle Mann Troffen und Spieren auf» Achterdeck schleppten, um die Schraube wieder zu befreien. Da gabs nicht lange Besinnen. Die schwer« Boje rammelte im kabbeligen Seegang derart gegen das Schiff, als würde sie jedesmal dwars durch die Bordwand gehen. Es galt.««ine Troff« an ihr zu be- festigen, damit man sie mit dem Spill aus dem Waffer hieven und unschädlich machen könnt«. Ein Stück Arbeit in dem Hundewetter. Die Böen peitschten Schnee und Eisnadeln in die Augen, daß einem wirklich Hören und Sehen verging Die verklammtcn Finger konnten die vereisten Tau« und stählernen Troffen kaum hantieren. Gerade wollt« cin«r der Leichtmatrosen außenbords, um auf der wild- schlagenden Boje eine Trosse zu befestigen, aber der Steuermann jagt« ihn zurück,— das war Arbeit für einen Vullhandsgast. Ehe noch ein anderer heran war, steigt, der alte Schütt schon über die Reeling. Aber da war Hein Plambeck da:„Holl Stop. Ohmtje.* zog er ihn zurück,„dorför sünd wi noch dor!* Und nachdem der Boots- mann ihm ein Tau um den Leib gebunden hatte, fierten wir ihn herunter. Hein war ein Mordskerl, aber das tonnenschwere eiserne Ungetüm hüpfte wie ein Ball mit den anrollenden Seen stockwerkhoch auf und nieder, und mehr als einmal war er in Gefahr, zwischen ihm und dem Schiff wie eine Fliege bereitgedrückt zu werden. Uns war allen, leichter, als er dann die Tröffe notdürftig fest hatte und wir ihn wieder an Deck holten. Auf Smaddings Geheiß kroch er zcrschunden und hundemüde beiseite, um sich erst wieder zu erholen. Inzwischen hatten wir di« Trosse um di« Dampfwinde genommen und hievten ein. Die Stahlleine knackt« und knistert« unter der Au- spamiung,. als wir die Bcje aus dem Waffer lüfteten. Schließlich hatte» wir sie in Reelinghöhe. Aber dann ging«in helle» Singen durch die gespannte Trosse, ein scharfer Knall, und sie peitschten pfeifend durch di« Klus«, während di« Boje donnernd ins Woss«r zurückpotterte.— Di« Troff«, war gebrochen! In dem Wirrwarr brüllte es plötzlich:.Mann über Bord!" Reinhold Schütt, der«den noch an der Bordwand gestanden hatte, j war verschwunden. Die brechende Leine hatte ihn mitgerissen. Boje und alles war im Mom«nt verg«ff«n, alle rannten hinzu, um den Alten zu retten. Es war alles umsonst! Boote konnten wir in dem Seegang nicht aussetzen. Rettungsring. Tau«— alles zwecklos—, es war nichts mehr zu sehen. Stunde um Stunde verging, bis wir die Boje wieder an Deck hatten, dann holten wir Zoll um Zoll ihre Verankerung ein. Es wurd« Abend, es wurde Rocht, aber dann hatten wir die Schraube glücklich frei. Mit der Flut kamen wir leicht vom Grund ab und loteten uns ein End« in freies Waffer, wo wir vor Anker erst mol sichtiges Wetter abwarten wollten. Der Wind hatte sich gelegt, es war ganz still geworden, dafür faß«n wir wieder eingemauert in dickem Nebel. D«r Morgen kämpft sich mühselig durch dicken Dunst. Louernd schleichen die tückischen Nebel. Ringsum warnen fern« Sirenen. wimmern Möckchen, blüken erstickte Nebelhörner. Doch unermüdlich sendet di« Sonne flammende Pfeile in die silzig« Decke, bis diese endlich zerfließt Strahlender Mittag dämmert herauf. Die Wolken segeln friedlich zu fernen Himmelsweiden, über spiegelnder Nordsee locht der blaue Winterhimmel. Festlich prangt der Tag über dem Meere. Dolle Kraft voraus! Lustig und befreit klingell der Telegraph fein« Kommandos durch di« Feiertagsruhe. Rauschend nimmt das Schiff feine Wanderung auf durch die Meere. Ein Streifen ferner Küste grüßt zum Abschied herüber. Aus dem quirlenden Kielwasser hebt sich eine Möwe und steigt in blitzenden Spiralen nach oben: einmal umkreist sie die Flagg«. di« halbmast weht, dann strebt sie der Heimatknste zu- Kannibalen vor 4500 Jahren in Niederösterreich. Auf dem Ab- hang des Grasberges bei Offarn in der Nähe von Herzogenburg in Niederöfterreich sind von Direktor Bayer von der Prähistorischen Sammlung des Noturhistorischen Museums eine große Zahl wert- voller Funde aus der Steinzeit ans Tageslicht gefördert worden. Noch den vorgefundenen Keramiken und Wafsenbestandteilen hon- delt es sich um eine Sieilung aus der jüngeren Steinzeit, etwa aus dem Jahre 2S00 v. Chr.. Zwei umfangreiche Gruben deuten auf Wohnftellcn hin. In den Gruben fand man mehrere rundliche Vertiefungen, die als Scblafstellen Verwendung fanden, lieber den Gruben haben sich seinerzeit Blockhäuser erhoben, deren Fugen mit Hüttenlehm ausgestrichen wurden..■ In den Wohngruben fanden sich poliert« Beile aus Serpenim, Feuerfteinmeffer, Knochenmeißel, kleine Pfriemen und Pfeilspitzen aus Feuerstein, die hauptsächlich für die Vogeljagd verwendet wurden.■'. In einer Grube fand sich neben einem Phalbautopf und einem Gefäß bisher, unbekannter Form, dessen Innenwondung aufgeklebte Zapfen trägt, zahlreiche zerschlagene und zum Teile angebranme Menschenknochen. Ihre Beschaffenheit und Größe läßt darauf schließen, daß sie von einer etwa löjährigen Person stammen, die von den Bewohnern der Siedlung verspeist worden ist. Die Knochen wurden zerschlagen, um das Mark daraus zu saugen. Ob das Opfer dieser Menschenfresserei der Angehörige«ines feindlichen Stammes oder eine aus rituellen Gründen geopferte Person aus dem Kreis« der Siedler selber gewesen ist, läßt sich nicht entscheiden. Die zahlreichen neuen Formen der gefundenen Urnen und Schüsseln stelle» sich als Dokumente einer bisher noch unbekannten Kultur dor, die Direktor Bayer die Ofsarncr Kultur nennt. Sie ist d«n Funden in der Königshöhie bei Baden und des nordischen Kultur in Böhmen am ähnlichsten. Knochenjund« bezeugen, daß die Ossarner Siedler Hunde und Ziegen hielten und auf die Bärenjagd gingen. Eckzähne oder ganze Gebisse der Bären und Hunde trugen sie als Iogdtrophäen oder als Anhängsel. um Von(£. Lang. Hinaeschnnegt an die waldigen Hänge des Teutoburger Waldes. etngebett� wlanfte Bodenwellen der Raocnsberger Sluli* liegt bieLeinenftadt Bielefeld. Weit über die Grenzen des He.mat- lande» fft ihr Name gedrungen, in den Ohren der Hausfrauen hat er guten Klang. Bielefelder Linnen... Zeiten steigen aus vor unserem Aug«, dn ein starknackwes. gradfchlichtes Bauernvvlk auf den mmou Deelen ihrer Gehöfts rings um die Stadt den saufenden Webstuhl trai. Kein Hos. kein Haus, darinnen nicht die harte Musik des fliegenden Schiffchens erklang. Unter schweren Händen erstand in seidigem Glanz Damast voll feiner Muster und Bilder, kaum hätte nun ihren Erzeugern das Werk zugetraut. In der Stadt aber saßen die Kaufleute und Handelsherren, die weithin in die Lande die Leinentuche der Weder oc'handelten. Die waren bodenständig und nicht gar so arm und ausgepowert wie ihre Leidensgeiwfse» in Schlesien. Fest hielten sie an der eigenen Scholle Aber über das graue Meer kam aus dem nebligen England die Maschine, kam das billige, wohlseil« Tuch. Und in dies Tuch gehüllt kam spr die Weber auch hier das Elend. Schaute mit gierigen Augen in die niedrigen Katen, fraß die Bestellungen weg und die Arbeit. Ging höbnifb weiter und hatte den tötenden Frosthauch hinterlassen. Furchtbarer Kampf der verdrängten Weber setzte ein: Frauen, Kinder und Greis« sprangen in' die Bresche. Beim trüben Schimmer einer Oelfunzel klapperte der Webstuhl durch die Nächte hindurch. Umsonst... Letzte Versuche, durch künstlerische Vertiefung, durch ausgesvchrest« Qualitätsarbeit den Markt zurückzueeobern, schlugen fehl, mußten fehlschlagen. Das lfartschädlige, gradnackige Volk war nicht gewohnt.zu klagen, fraß herb und bitter feine Not und fein Elend in sich hin- ein. Siechte, vegetierte dahin... Jahrzehntelang Bis die Mafbine auch hierher kam,- bis sich, finsteren Zwing- bürgen gleich, mächtige Fabriken erhoben. Hier im Zentrum der alten Leine» Weberei erstand die erste mechanische Weberei Deutsch- londs. Heute noch stehen döster und grau ihre Mauern, reckt sich schwarz und klobig der vierkantige, verrußte Schornstein'in' den Himmel. Hart und bitter lana war die Arbeitszeit, wähne von ö Uhr früh bis svöt in die Nacht Den verhungerten Webern aber gab sie Brot, Brot... endlich wieder! Immer mehr Webereien wuchsen empor. Nächsse Stuse wir die Industrie der Nähmaschinen und der großen Nähereien. Sie geben auch heute noch der Stadt ihr Gepräge. Zumal wenn kalt der Winter ins Land kommt und jung und alt rüstet zum Wcihnachtsfest. Für d'e Kaufteute beiß! es gute Konjunkrur. Die Straßen der alten Stadt sind voll Msnsckxn, etwas erregt und kaufbegierig durch funkelnd« Auslagen. In den feinen Villen aus halber Höhe de? Berges hängen die Adventskränze un'er kostbaren Kronleuchtern: die Schneiderinnen der feinen Modesalons entwerfen neu« seidc ie Toiletten für dos nahende Fest- Luxusläden voll sch»imernder Stoff«, voll schneeigner Wäsche und-feinstem Leinen. Sie finden'.hr Publikum. Draußen am Rande der Stadt aber wohnen die Arbeiter. Enge, graue Viertel, gedrängt und geduckt wie- allüberall, wo Armut und Dürftigkeit haust. Wenig Lichterglonz in den unschein-- baren Läden, wenig lärmender Autoverkehr.. Doch bis spät in die Nacht brennen Lampen in grauen Häuserfront»». Ein« weiß« Gasflamme surrt und summt leise bis spät nach Mitternacht. In ihrem dvritigen Schein sitzt gebückt die Näherin vor ihrer Maschine, blickt nirbt rechts und blickt nicht linls, dreht, sendet den Stöfs und näht, nähr! Bis ins kleinste ist die- Arbeitsteilung durchgeführt, auf ein erbärmliches Minimum di« Akkorde herabgedrückt. Do sitzen m den Ausgaberäumen der Wälck�fobriken dje Frauen, ein barscher und scharfäugiger Meister teil, die verschieden-m Stücke aus.„Was, Sie wollen Manschetten nähen, haben Sie da? schon mal gemacht?* Die Angeredete tut gut, die Frag« zu bejahen, andernfalls wird sie keine Arbeit bekommen. So aber gibt die Bejahung dem Meister das Recht, von jedem verfehlten Stück d«n Betrag abzuziehe». Da sitzt so eine kleine Frau in angespannter Arbeit vor ihrer Maschine.' Diese ist. ihr Eigentum,»mß von eigenem Geld« an- geschafft werden. Was das für einen Arbeiterhauehalt bedeutet, wird icder enneffen- können, der weiß, daß«ine einfache Wäsche- maschin« über zweihundert Mark verschlingt. Schnellnäher und Spezialmoschinen, die oft nur in Frage konlinen, sind noch ungleich kostspieliger.' Auf dieser kostspieligen Maschine näht die Arbeiterfrau vom Morgen bis zur späten Nachtstunde. Sie näht Oueder. Für ein ganzes Dutzend gibt's 33 Pfennig. Wenn sie abends nach zwölf- stü-ndiger Tätigkeit ermattet ins Bett sinkt, hat sie bestenfalls sür sich drei Marl verdient Und dafür haben sie ihre Kraft, � den Arbeitsraum, Licht und Heizung, ja, die Maschine zur Versüguyg gestellt. Was Wunder, daß der Fabrikant die HeiMnäherei profitabler findet als di«?lrbe.it in der Fabrik. In dieser wird zumeist das Zusammenstellen der fertigen Teile vorgenommen.� In kürzester Zeit«»'steht da ein Oberhemd, ein Pyjama oder Spitzenherndchen aus seinen verschiedenen Teilen. Schäbigster Auswuchs sind die Lehrlingsziichtereien. Für Bettel- pfenniae werden junge Dinger, kaum der Schule entwachsen, in einer Näbcrei angenommen. In Reihen sitzen sie vor den Arbeits- tiichen. Eine robuste Direktrice und ein oder zwei we-tere Er- wachsen« geben die Arbeit an. Billige Arbeitskräfte, wehrloses Material. Viele Eltern sind froh, für ihr Mädchen eine Lehrstell« gefunden zu haben. Sind die Lehrjahre beendet: Entlassung wegen Arbeitsmangel. Einige Woben ipälcr sind alle Plätze wieder mit frischem Aueveutungsmatcrial besetzt. Allzuhäufig rekrutieren sich die Heimarbeiterinnen aus diesen Reihen. Sie sind gewöhnt, in steter Hast zu arbeiten, sie sind gewöhnt, mit Bettelpfennigen abgespeist zu werden. Taufende sind es, die nur' in einer augenblicklichen Rotlage zu dieser Verdienftmöglichkeit greifen. Ist die Änse überwunden, werfen sie schleunigst die Arbeit wieder hin, ehe Körper und Geist von der ratternden Maschine ruiniert ist. Ander« aber können nicht ausweickzen, bittere Not treibt sie. Streitigkeiten enlstchen mit den Hausbewohnern. Durch di« dünnen Mauern der Proletarierbehausungen schallt dumpf das Rattern der unermüdlichen Maschine. Oft steht in Mietkontrotten die Klausel, daß nur bis zu einer bestimmten Abendstunde die Nähmaschine benutzt werden darf. Am schlimmsten ist die Aus- beutunq der Ilngelernie». Sie können nicht dje Spezialarbeit machen, oft haben sie kein.- Mofchine. können nicht das Geld für eine aufbringen.-7 Feftonausschiixiden! Was das ist? An Taschentüchern und feisten Wäs�eitücken werden mit spitzen Scheren die Ränder ousge'chmtten. Mit schwindelnder Hast zuckt die Schere hin und her, unermüdlich. Wehe, wenn der Schnitt in den Stoff geht, der volle Wert des Arbeitsstückes muß erletzl werden. Bielefelder Leinen. Mag sein, daß der Name in der Welt einen guhen Klang hat. Für di« Fräuen der schoffendm Schichten hat er zweifellos eine» bitte".» Nachgeschmack. In den großen Kaufhäusern und Woschegetchästen aller Städte häuten sich in blendender Weise die linnenen Herrlichkeiten... Wieviel bsttew Schweiß klebt ungesehen daran. Die Zukunst der Menschenhand. Von H. Krane«. Hai�»w«rl! hat goldanen Kode--». Di- Sach« hat Hand und guh. CRiw Sachs geht handlich vonstatten, eins andsr« muh«rst behandelt werden.!ln diesen Sprichwörtern und Rsdewendungen kommt deutlich heraus, wie sehr sich der Sprachgeist der ungeheuren und ausschlaggebenden Nolle bewustt ist. welch« die menschlich« Hand in Erwerb und Kulturwerden gespielt hat und noch spielt. Letzten Endes hat die Hand die Menschwerdung, nämlich die Herauslösung des Menschen aus dem rein animalischen Leben be- sorgt. War es ihre Beweglichkeit oder ihre Feinfithligkett. welche ihm die unendlich mannigfaltig« Arbeit und Wertjeugsührung. die sie heut« leistet, gestattet? Ist sie immer noch in der �Entfaltung" und Vervollkommnung begriffen? Mit anderen Worten: gibt es immer noch Steigerungen und Vervollkommnungen für dos Handwerk? Da springt uns auch schon«ine Frage an. welche für jeden Werk- tätigen und mehr als das. für die ganze Zivilisation von allergrößter Bedeutung ist. In dem wunderschönen Werk von Prof. Hans Frledenthol in Berlin, das den Titel„BdtrSge zur Naturgeschichte des Menschen" führt und ein gewichtiger Bundesgenosse im Streben nach möglichst richtiger Lebensführung ist. findet man neue Untersuchungen darüber. welch« eine Antwort gestatten. Da steht denn zunächst die Tatsach« fest, daß die menschliche Hand im vorgeburtlichen Leben anders beschaffen ist als später. Das ist sehr bedeutungsvoll und läßt nur eine Deutung zu. Wie man an jedem ungeborenen Menschenkind sieht, werden an Fuß und Hand des noch Ungeborenen je zehn Tastballen angelegt, fünf an den Finger- und Zehenspitzen und süns an den Finger- und Zehenwurzeln. Der Erwachsene besitzt nicht so viel«. Er behält sie wohl als Tastbollen erster Ordnung an den Fingerspitzen, und jeder mag es on sich selbst nachprabieren: je größer sie dort sind, desto feinfühliger ist er. d. h. zu desto komplizierteren, höherwertigen Handarbeiten ist er befähigt. Die unteren Tastballen aber haben sich verzogen, drei sind in die Spalten zwischen zweitem und fünftem Finger gc- wandert und zwei sind recht fühllos an der Daumen- und Klein- fingerfeite der Hand erhalten. An den Füßen ist die Rückbildung noch weit großer. Diese Tostballen sind nun Sinnesorgane de» Fühlens, eine Fühl- fläche besonderer Ordnung, auf das Reichste mit Hautnerven aus- gestattet und befähigt zur Erkundung der Beschaffenheit der Dinge. Sie befähigen also«rst zu jeder Art von Handiätigkeit. Zum Glück sind wir aber nicht aus sie ganz allein angewiesen. sondern, wenn auch in geringerem Grad«, zeigt der ganz« Handteller des Menschen von heute«ine Fühlfläch«, die mit den bekannten, viel gewundenen Hautleisten und Falten deshalb besetzt sst, um möglichst viele Nervenapparate des Fühlens hier auf geringstem Raum unter- bringen zu können. Vergleicht man ein« Menschen- und eine Affen- Hand, springt die unvergleichlich« Ueberlegsnheit de» Menschen sofort in die Augen. Diej«-Tastlinien, wie man sie nennt, sind bekanntlich höchst indi, viduell angeordnet, so daß man sie als Erkennungszeichen der Person polizeilich und im Krieg äuch paßamtlich verwendete. Man wird das fetzt auch verstehen, sind sie doch ein Ausdruck einer besonderen seelischen„Geschicklichkeitskonstitutlon". bei der alles von der.Her- kunft und der Sonderart des einzelnen abbangt. Je seiner und kompliziert�: diess Tostlinien sind,«inen desto höheren Ranz van Arbeitstuchligkeit kann man erreichen. Alles das sind, wie man zugestehen muß. wertvolle Finger- zeig«. Tatsächlich entscheiden sie aber auch die eingangs gestellte Frage in einem geradezu«rfre-�lichen Sinn. Di« ausgebildete Fühlfähigkeit seines.Handteller» kam dem Menschen bei ollen Verrichtungen mit den Händen ungemein zu- statten: erst sie ermöglichte die tausend Handwerke. Und man wird. wenn man ein wenig nachdenkt, ahne weiteres einsehen, daß die Steigerung dieser Allgemeinempfindlichkeit dabei das wichtigste ist. Mit der Rückbildung der Tastbollen und ihrer Verlegung ent- fernen mir un? körperlich von einer Spezialisierung(nämlich vom langsamen Klettern), die uns für die Kulturzwecke nur hinderlich wäre. Die Arbeit hat also die Hand schon funktionsgerccht umgebildet. so wie sich auch die Tostballen des Fußes im Sinne guter Allgemeinempfindlichkeit an das Gehen angepaßt haben. Unsere Hand ist also somit im Begriff, zu einer Funktionsform unserer Handarbeit zu werden und bestätigt damit das große biotechnische Gesetz der Welt. Schon jetzt sind individuelle Unterschied« zwischen den Menschen da, und daraus ergibt sich ohne weiteres, daß durch Heiraten innerhalb der gleichen Handwerkerkotegorien eine Verfeinerung und Handeignung herangezogen werden konnte, welche die wunderbaren Leistungen mittelalterlicher Gewerbe erst so richtig erklärt. Man denke nur an die technisch so ausgezeichneten Kupfer- stecher des 17. und 13. Jahrhunderts, an Goldschmiede und Sticker, an die wunderbaren Hände der indischen und arabischen F»inarbeiter in den morgenländischen Basaren. In diesem Punkt waren die Alten geschickter als wir, und wir werden gut tun. darin von ihnen zu lernen, seitdem wir wissen, daß Handwerk von körperlichen Fein- Merkmalen abhängt. Aber gerade das gibt uns auch die Gewißheit, daß die Plastik der menschlichen Handausbildung noch steigerungsfählg, die Zukunft der Hand also noch unbeschränkt ist. Oerbrave Goldai Gchwejk sprichi weiter ütber llnsicherheit bei putschen. «Ein Putsch ist«in sehr bedeutsames Geschöstsuniernehmen," ließ Schwejk sich vernehmen,„und wer ein großes Geschäft ver- richten tut, hat Verdruß davon,. wenn etwas nebcnbeigeht. Dos weih ich aus meinem Beruf. Denn, wie der Iarvslaw Hafef zutreffend berichtet. Hab ich in Zivil Hund« verkauft und den Stamm- bäum dazu gefälscht. Aber mein Freund Blahnek hat die Hunde besorgt, und er hat sie nicht zu stehlen brauchen, denn er hat ihnen ein« Wurst hingehalten, und sie sind ihm von allein nachgelaufen. Deshalb tut einer gut. wen»«r putschen will, daß er dem Reichs- ivehrgeneral v. Lossow eine Wurst hinhält, und man heißt sie „nationale Belange". Dann läuft der Lossow von allein« mit, und man braucht die Reichswehr nicht zu stehlen, und sie kann einem gestohlen bleiben. Aber«s ist bei dem Geschäft oft ein Risiko. Da hat z. B. der Oberst Friedrich Kraus von ZUsrgut seinen Köter Wiedererkannt, ia. der Blahnek und ich für meinen Loitnont Lukasch besorgt haben. weil der Lukosch die Unvorsichtigkeit hat begangen, mit dem Köter am hellichten Tag auf di« Straße zu gehen. Und auch der H i tl e r ist in München mit dem Ludendorfs auf die Straß« gegangen. eh daß er Erlaubnis dazu gehabt hat. und man hat auf dem Odeons-Platz auf sie geschossen, denn der Lossow Hot ein« Wut gehabt, weil daß sie vorgeprellt sind. Das ist so, wenn man sich erwischen läßt. Auch der Oberst Kraus von Zillergut hat Wut gekriegt, wie er den Leutnant Lutasch mft seinem Hund aus der Straße getrosten hat, und er hat den Lukasch und wich an die Front geschickt. Aber man kann auch viel verdienen bei Geschästsunternehmen. wo ein großes Risiko dabei ist, wie beim Hundehondel. Wenn nämlich ein Putsch glückt, beschlagnahmt man alsdann di« Vermöge:! von den reich«« Juden, und man geht in dl« Banken und häU einen Revolver vor, bis der Kassierer das Geld herausrückt, wie es der Hitler und der Ludcndorff in München geplant hotten. Wer aber «in kluger Geschäftsmann ist, der verlangt vorher Sicherheiten. damit es nicht schief geht. Es müssen aber gute Sicherheiten sein, und keine schlechten, wie sie di« Preußische Seehandlung unbesehen genommen hat. wann sie hat Kredite gegeben, und sie hat ihr Geld verloren. Deshalb muß ich den Reichswehrgcneral Lossow rühmen, der zum Kahr hat gesagt:„Ich tu den Marsch auf Berlin nur mitmachen, wenn 31 Prozent Sicherheit für dos Gelingen ge- geben sind." Und er ist klüger gewesen als der Teehandlungs- Präsident Schröder, und er Hai als General gewußt, was eine gute Deckung wert ist, weil ja die Generale im Krieg auch in Deckung geblieben sind, wenn es zum Sturmangrist gegangen ist. Wann aber einer ohne einundsünszigprozentig« Sicherheit putscht, können fürchterliche Folgen eintreten, und es besteht sogar die Gefahr, daß ihm das Reichswehrministerium 30 Mark Monatlich von seiner Penston einbehält, wie das dem Ehrhardt droht, falls nicht das Gericht ein Einsehen hat. Damit die Sicherheit da ist, muß alles strengstens geheim bleiben, und Verräter verfallen der Feme. Man muß sie abkillen. wie das der Oberleutnani Schulz getan hat, der auch mit der Schwarzen Reichswehr hat putschen wollen, und er hat alle Der- räter umbringen lassen, wenn sie ein Paar Stiefel geklaut haben. Aber das Reichswehrministerium hat nichts davon zu wissen brauchen. Da ist einmal zum Laitnant Lukasch die Frau von einem Hopfenhändler Engros gekommen, der hat Wendler geheißen und war ein intelligenter Mann, und er hat in Veschnor gewohnt. Aber seine Frau ist ihm davongelaufen und hat vier Wochen beini Leutnant Lutasch die Hausfrau gespielt. Aber wie der Lutasch sie sattbekommen hat, da hat er an den Wendler telegraphiert, daß er sie sich zurückholen soll. Und der Wendler ist gekommen, und weil er ein intelligenter Mann gewesen ist, so hat er sich bei Laitnant Lukasch bedankt für die Aufnahme der obdachlos. umherirrenden Frau, und er hat nicht gewußt, daß etwas vorgekommen ist.- Und der Oberst Bock hat nicht gewußt, daß Fememorde in der Schwor- zen Reichswehr passiert sind und auch Herr Geßler nicht, denn sie sind sehr intelligent und haben nur aus das große Ganza aufzu- passen. Und sie sagen sich, solange sie da sind, können die 31 Pro- zent Sicherheit nicht gegeben sein, denn das Zeichen„Prozent" schreibt sich mit zwei Nullen, und wenn die andern auch die 51 haben sollten, die zwei Nullen behält die Republik......." Jonathan. Tfctt* DiMmen-Armbandahr Gold 14 Köret O.SäS, soädet Sdiweieer Werk 39.~ Große Berudtsierdte orbndLrdt Se/flenleder, mit operier Premrtß 10.50 Tiodet Toppitdiirm Helbretuo. litetHo. A mm /erbte, forte Konto 9e Spredtopporot Brno, guter üerk, Ikerrorebende loabUtbm 45.— \Xeutc geöffneil Kaufen Sie vomüiagst Sie katxfcm angenehmer ata Im QedrSnge der NedurMegitlunden. Unsere Wenn sind guL Die Bedienung Ist aufmerkamn, Unsere Preise sind billig. Zu diesen billigen Preisen ohne Aafsddag retkaufen vir mit *i4 Qndablung- und 3 Monatsraten, bei KSufen Ober /OO Mark *14 tonzablung und 5 Monatsraten. 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Dos Marmorhaus hat den besseren Griff ge- tan.„Im L u x u s z u g* ist in bezug auf Regie und Darstellung von gutem Format, wenn auch den Berweselungsszenen im Schnell- zug der richtige Atem fehlt. Was das gleichnamige Lustspiel Abel Hermants in drei kurzen Akten gibt, nämlich die Liebeswirren unter den entthronten Fürsten und abgesetzten Präsidenten, die iu Paris ihre Pension verzehren, reicht für den Film nicht aus, des- halb bringt Robert L i e b m a n n, der Manuskriptbearbeiter. Szenen aus dem Balkanländchen mit maskierten Verschwörern, mit Höllenmaschinen und Revolver; der gut abgefaßte Text unterstreicht diskret den Witz in der Situation. Dos Hauptthema, die Lieb« und Intrige zwischen dem Sohn eines Präsidenten und der Tochter einer Fürstin, ist nicht gerade neu, interessiert aber trotzdem, well der Regisseur Erich Schön felder meisterlich die Situations- komik beherrscht, weil er witzige Einfälle hat, und weil er diese tatsächlich filmisch auszudrücken versteht. Ganz ausgezeichnet sind die Darsteller, die jeder Figur eigene Prägung geben, ohne zu karikieren. Dina G r a l l a, die Fürstentochter, von leichter, auf- gelichteter Grazie. Ida Wüst und Adele Sandrock, entthronte Größen, die eine wild auf Männer, die andere auf Adelsprädikate. Ledebour, abgesetzter Präsident mit Napoleonshaltung, und F o l k e n st e i n ein entzückend verblödeter Großfürst. Leicht pars- diert und immer humorvoll sind Menschen und Situationen ge- sehen. Weniger erfreulich der Film..EiUc kleine Freundin braucht ein jeder Mann" im Tauentzienpalast. Dieser wellabgekehrte Wissenschaftler, der durchaus die abgelegte Geliebte lsines Freundes heiraten soll und schließlich die hold er- rötende Privatsekretärin vor den Standesbeamten trägt, ist schon zu oft gezeigt worden. Zu bekannt auch die ganzen Verwicklungen. Dazu fessein hier kaum die reichlich eingestreuten Episoden, well die Schauspieler zu sehr im«chematischen steckenbleiben. Paul Heidemann, der dem Professor eine liebenswürdige, weltun- erfahrene Haltung gibt, führt gleichzeitig Regie. Besser wäre es. ein anderer hätte es getan, denn eine Personalunion von Haupt- darsteller und Regisseur ist selten gut. Vielleicht siegt hierin der Grund, daß die schauspielerische Leistung der anderen nicht ge- nügend durchgeorbellet worden, daß sie Rohstoff geblieben ist. Nur Siegfried Arno, der Freund, wie immer, faszinierend, komisch. Schnorrer im eleganten Sallo, Arrangeur mit eindring- ficheu, beredten Gesten, ein Mann mit der nötigen Ehutzbc. F. S. »Mary pickford, das Lademttädel.' (Capitol.) Don Rechts wogen müßte man böse fem mit diesem Film; denn er hat ein ganz unmögliches Manuskript; er spekuliert auf Rührung und Überbrückl all« Klafsenaegensätz« zwischen dem Millionär und dem armen Mädel durch Liebe. Aber da Mary Pickford das Ladcn- mädel ist, so kann man auch dem Film nicht ernstlich bös« sein, uild man muß sich ihr zuliebe entschließen, dos Ganze als Märchen zu nehmen, das artigen Kindern zu Weihnachten vorgeführt wird. Die Nein« Mary ist in Wahrheit ein« Märchenvrin.zesiin. die hier in ein ausgebeutetes Lehrmädchen eines billigen Warenhauses verzaubert ist nnb die auch zu Haufe noch das Aschenbrödel spielen muß. Aber sie hat sich in dies« rauhe Wirklichkeit ihr goldiges Herzchen, ihren gut- wütigen Humor und eine prallst volle Dosis Phantasie inir hinüber- gerettet und verklärt mit ihr alle die Bitternisse ihrer irdischen Laus- bahn. Dafür muß sie natürlich belohnt werden, und so wacht sie denn wirklich im Paradies auf als die Braut des Millionärssohnes, eines frischen netten Jungen, der nur im Nebenberus der Erbe des großen Warenhausbesitzers zu sein scheint, in Wirklichkeil aber auch ein ver- zauberter Prinz ist. Denn er folgt— ollen Lockungen und Dor- urteilen seiner Klasse entgegen— nur der Stimme seines Herzens, die ihm zu diesem kleinen Mädchen zieht. Sie wecß natürlich nicht, wer er ist, und als sie die Wahrheit erfährt, will sie ihre Liebe opfern und fpiell ihm und seinem Vater eine berechnend« Kokette vor. Aber niemand glaubt ihr die Rolle, und so fahren die beiden jungen Leute hinaus in die Welt, damit inzwischen in der konventionellen Gesell- schaft Gras über die Affäre wächst Die Handlung mag ein Schmarren sein, mit dem man Millionen junger Mädchen Sand in die Auaen streuen will. Doch Mary Pickford bringt soviel entzückende Züge wahren Lebens und soviel Träumereien eines armen Kindes in das Bild, daß man von ihrer proletarischen Anmut entzückt ist. Zudem ist der Film technisch— rcflie- wie photographiemäßig— erstklassig. Die reichen Leute sind natürlich mit viel mehr Wohlwollen gespiegelt als die Familie Maros, die mit einiger Ironie angefaßt wird. Ganz vortreflich sind die kleinen Szenen aus dem Warenhaus« und von der Straße. Der Regisseur' gibt hier wirklich einmal neues, und man muß es ihm auch zu Dank wissen, daß er in Charles Rogers der Mary einen ebenso lebensechten und natürlichen Jungen gesellt hat. _ D. Grotesken und Bühnenschau. (Aeba- Palast, Atrium.) Drei kurze Fox grotesken werden mit Hilf« von Kabarett- einlagen zu einem abendfüllenden Programm ausgewalzt. Man sieht da beispielsweise die Robby-Girls. zehn an der Zahl, wie sie in guter Form Beinparaden abhalten, Herr Ionny Richards, schwarz wie Othello, erzählt Witze nicht mehr ganz neuen Datums. er erfreut durch prachtvollen sächsischen und Berliner Dialekt, was einigermaßen berechtigte Zweisel an seiner dunklen Hautfarbe wie- dennn auskommen läßt. Miz.si Dreisel singt mit gut gebildeter Stimme und witzig im Vortrag harmlos heitere Chansons von E ünbauni und Robitschek, währed Kurt Fuß, der für das ganze Programm verantwortlich zeichnet, der Haller-Revue entsprungen ist, um hier den Ansager zu machen. Das tut er mit liebenswürdigem Talent. Diese Kabaretteinlagen füllen den Hauptteil des Programms. Man lacht und freut sich über vieles, fragt sich aber schließlich, warum Kabarett im Kinotheater, da die Grotesken noch viel witziger, viel unterhallender sind. Da ist eine Kindergroteske „Er stink t", in der Arche Noah gespielt wird mit einem sommer- sprossigen Bengel und einem kleinen Stinktier in der Hauptrolle. Wie alt mögen die Iungens sein? Bielleicht 12 Jahre, aber sie spielen besser als mancher Schauspieler, der einen Rus zu verlieren hat. Und dann„Iohny.derMädchenjäger" oder„Pleite breitet sich nicht aus". Natürlich, man kennt alle dies« grotesken Abenteuer aus dem Arsenal der für Amerika notwendi- gen Requisiten. Wie ost ist schon ein frisch lackiertes Auto mll Kalk bespritzt worden, wie ost hat man eleganten Leuten den Zylinder eingetrieben, und man lacht doch immer von neuem, hilf- los, ohne die Vernunft zu Worte kommen zu lassen. Selbst in diesen kleinen Dingern steckt jede Szene voll Komik, die vollkommen filmisch empfunden ist. Man kann der Aussonderung„Lache mll". die oben aus dem Programm� steht, getrost nachkommen.— t. ,O»e Galgenhochzeit/ lMozartfaal.) Zwei hilflose Amerikaner. (ll. T. Friedrichstraße.) Don den Amerikanern hat in filmischer Hinficht alle Welt viel gelernt, mll diesen beiden Filmen aber erteilen sie uns darüber Anschauungsunterricht, wie man es fertig bringt, sein Publikum gründlich zu langweilen. Die Manuskripte zeigen«in« ziemliche Gleichheit, in beiden geschieht ein Totschlag, damit ein glücklich liebend Paar sich findet. Von dem Jiln,„D i e G r o ß st a d t l o ck t" muß man unbedingt annehmen, daß er stark zusammengestrichen ist. In dieser Fassung kann man dem amerikanischen Publikum die lockende Großstadt wohl kaum präsentiert haben. Das junge Mädchen,„welches das heiße Blut der Mutter geerbt hat", so heißt es im Text, geht in die Groß- stadt mit dem Wunsche, dort Tänzerin zu werden. Und alle Männer tun so, als ob es nur dieses einzige Mädel in New Uork gäbe. Es geschieht ein Tosschlag, es geschehen noch andere„erschröckliche" Dinge, jedoch ein ungetnickter Lilienstengel kehrt ausrecht noch Hause zurück. Harti) M i ll i a rd es Regie ist non rührender Hilflosigkeit. Bringt er aber einmal ein paar nette, echt amerikanische Milieu- schilderungen, dann erschlägt sie ihm der deutsche Text. Trotz der vorschriftsmäßigen friedlichen Bvrweihnachtsfttmmung antwortete man bei der Uraufführung auf diesen Film mit cmem Pfeifkonzert. In dem Hotelohenteuer.Limmer Nr. 13" wird zum Schluß der Erschlagene wieder lebendig, wodurch der F>!m noch um eine alberne Not« bereichert wird. Christy E a b a n n e führt Regie nach dem Motto:„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten." Er mixt Romantik und Kriminalgeschichte, fonste Lyrik und kesses Liebes- werben. Mo« M u r r o y ist die Hauptdarstellerin. sie wirkt oft tröstend und versöhnsnd aufs Publikuni, dos noch diesem Film nur noch seufzt«, ober nicht mehr pfiff.— X- »Oer Chinesen-Papagei." (Gloria-Palast.) Paul L e n i S Uebersiedlung noch Hollywood ist seinerzell mit großen Erwartungen begleitet worden. In seinem ersten oineriko- irischen Film schien er gleichzeitig seine deutsche Eigenart bewahrt und doch dem amerikanischen Geschmack Rechnung getragen zu haben. Sein zweiter Film enttäuscht. Die bildmäßigc Qualität, die er beiträgt, entschädigt nicht für die Unzulänglichkeiten und Mängel de« Manuskripts, und sehr gut ist auch Lenis Regie schließlich nur in ein paar Bilderszenen wie der Phantastmagoric eines chinesischen Festes und einigen anderen chinesischen Sachen. Der Film ist ein Kriminal- oder besser gesogt,«in Detektivfi!,». bei dem alles so ein- trifft, we man es voraussieht. Der sprechende Papagei bringt alles an den Tng. Ein unheilbringendes Perlenhalsband bildet dos Binde- glied zwischen den verschiedenen Handlungen. Der letzte Besitzer, der sich durch den Erwerb der Kette an seiner Jugendliebe rächen will, büßt beinahe sein Leben dabei ein. I» dem Kamps um das Perlen- Halsband, in dein eine ganze Bande von Dieben und Mördern aus geboten ist, spielt eine Hauptrolle ein chinesischer Detektiv, den ein Sohn der gelben Rasse, K. Hso-jin, mit wphrhaft nerblüsfendcr Mimik gestaltet. Er tritt in drei verschiedenen Masken aus, und ist in jeder immer ein ganzer anderer. Deneben interessieren weder die Darsteller der Banditen noch die interessante Frau mit ihrer Tochter besonders._ r. »Cheferien.� (LT. Kurfürstendamm.) Seitdem Lubitsch sein klassisches Filmlustspicl„Die Ebe im Kreise" schuf, ist der eheliche Krach im Filmlustspiel recht niodern geworden. Und da man noch immer in der Filmindustrie den Weg des Vorgängers für den gangbarsten hall und die Schablone für die höchste Derdienstmöglichkeit ansieht, wurde das Thema wie ein gut angerührter Kuchenteig nochmals ausgewalzt. Daher änderte man den Schwanktikl„Eheringe" in de» Filmtitel„Eheferien" und spielte diese herunter ohne jede Entwicklung und Eharakter- zeichnunq. einzig auf andauernde Verwicklimgen bedacht. Ratür- lich landen der berühmte Violinvirtuose und seine Frau, die zu Anfang des Films in die Eheferien gehen, zum Schluß Holl)- beglückt wieder im Ehekäfig. Harry Halm spielt den Ehemann jung und fesch, es ist für ihn nicht schwer, dem Publikum zu gefallen. Di« Arbeit des Re- gisfeurs Viktor I a n s 0 n wird freilich zur argen Enttäuschung. Er will vor allen Dingen Lilian H a r 0 c y s Spiel neue Seiten abgewinnen und veranlaßt sie zu einer Rollenaussassung, die fast peinliches Aufsehen erregen muh. Ihre natürliä;«, liebreizende Munterkeit wird durch Zappeligkeit ersetzt und durch Schielen und Rollen der Augäpfel Mienenspiel vorgetäuscht. So kommt sie da- zu.«ine keifende, hysterische Frau vorzustellen. Unter all den Neben- figuren gelang es Bert Bloery, durch gutes Aussehen angenehm auszufallen. e. b. Douglas Fairbanks ist der Held des amerikanischen Films. gleichgültig, ob er modern oder historisch sich maskiert. Er hat auch Pate �gestanden zu diesem Film, der iu der Zeit Ludwigs XI I I. im Kreise der tollkühnsten und abenteuerlichsten Hoskavaliere spielt. Alle Frauen aus den ersten Anhieb zu gewinnen, jeden Augenblick sein Leben in einem aus gleichgültigstem Anlaß angezettelten Duell aufs Spiel zu setzen und schließlich auch den Henker nicht zu fürchten, wenn das gerade zum Spiel mit dazu gehört, ist die Maxime dieser Herren. King B i d 0 r, dem wir„Die große Parade" verdanken, hat nach mehr oder weniger berühmten Mustern alle Trümpfe des romantischen Kostümfilms in der Hand. Aber sei es. daß wir dieses Genres schon etwas überdrüssig sind oder daß er die Trümpfe nicht immer rechtzeitig ausspielt: die Galgenhochzeit läßt uns einiger- maßen kühl. Freilich fehlt es nicht an großer Aufmachung, an stimmungsvollen Bildern, an tollen Ritten und anderem Zubehör. Der Held, der sein ganzes Vermögen verwettet, falls er nicht in einer gewissen Zeit ein ihm ganz unbekanntes adliges Fräulein irgendwo in der Provinz zu �gewinnen imstande ist, tut das Menschenmögliche, um sich interessant zu machen. Ilm zum Ziele zu kommen, gibt er sich schließlich für einen Rebellen aus und gc- winnt so— jetzt selbst entflammt— die Liebe des frondierenden Fräuleins. Aber ehe er dieser Liebe froh wird, soll er. durch das Fräulein selber verraten, als Hochverräter gehenkt werden. Die Vorbereitungen dazu sind nätürlich die Sensation des Films. Der König wird erwartet, und so wird durch allerlei Mittel der End- efsekt immer wieder hinausgeschoben, bis der König wirklich ein- trifft und der Held durch eine tollkühne Flucht sicy vom Galgen rettet und nom König befreit wird. Da der Nebenbuhler inzwischen durch Selbstmord geendet hat, kommt das richtige Liebespaar doch zueinander. John Gilbert ist vielleicht als Reiter, Kletterer, Fechter dem Fairbanks nicht ganz gewochsen, aber dafür ein besserer Spieler, wenn er auch keineswegs einen vollendeten Hofkavalier darstellen kann. Bon den übrigen Mitwirkenden ist nicht viel zu sagen. Auch von der Dame nicht, um derentwillen der Galgen ris- kicrt wird. r- »Oos brennende Gchiff." (Gmelka- Palast.) Der Film strotzt von Ilnmöglichkeiicn, doch nimmt man sie ihm nicht weiter übel, weil man schon von einem richtigen Kintopp- reißer nicht anderes erwartet. Da es heute die große Filmmode ist, daß reiche Jungen im ausivollenden Trotz aus- und davongehen, um ihr Geld selbst zu oerdienen, macht es auch Robert d'Aicy so. Er verlaßt die Eltern und das Gloshüttenwcrk und Heht zur See. Er läßt sich anmustern für den„Kerrock", der unter der Herrschast eines brutalen Steuer- nianncs steht. Als dann auch noch ein junges Mädel alz Köchin an Bord kommt, gibt's zwischen dem Steuermann und dem Herren- söhn diverse große Roissszenen. In Wirklichkeit war? er dassir kurzerhand in Eisen gelegt worden. Währenddem nersinkt zu Hause alles in Wehmut. Der Noter ist so dreiviertel vor'm Schlagonsall, die Mutter hat ein vor Sehnsucht verzerrtes Gesicht, die Haus- -hälterin weint dicke Kullerträncn und die ganze Arbeiterschaft des Glashüttenwerkes schneuzt sich vor Seclenkummer, alles, weil Herr Robert fort ist. Ein Telegramm der Mutter ruft ihn zurück. In- zwischen gerät der„Kerrock" in Brand und geht unier, und die Schiffbrüchigen werden prompt, in der Stadt gelandet, in der Robert zu Hause ist. Natürlich bekommt er nun die niedliche Köchin. Constantin I. David führt gut Regie. Er verläßt sich auf Alterprobtes, kleidet jedoch das schon ost Gestaltet« in ein an- sprechendes Gewand. So gelingt ihn, die Schilderung vom Leben und Treiben 011 Bord vorzüglich, die Schiffskatastrophe ist eine regelrechte Filmtat, die Landschastsbitder sind mit auserlesenem Ge- schmack ausgesucht und dos Liebcsspicl der jungen Menschen atmet natürliche Frische. Käthe v. N a g y mit ihrem naiven Gesichtchen führt sich glänzend ein als Anni und Mary K i d ist eine schöne, gepflegte Schloßherrin, die nebenbei lange Kleider zur Reklame trägt. Die männlichen Darsteller sind alle drei fabelhoste Schau- spielerköpse für realistische Darstellung. a.b. »Brand im Osten." (Ufo-paloft am Zoo.) Die chinesische Revolution wird nur in ein paar Szenen vor» geführt. Es ist selbstverständlich, daß die Amerikaner die asiatischen Freiheitskämpfer als Pack ansehen und aller Glanz ans die Waffen der USA. geleitet wird. Trotzdem benehmen sich die Amerikaner wundervoll unpaihetisch dabei. Als man dem Admiral die Depesche überbringt. Hankau ist von den Rebellen besetzt und amen- ka nische Krankenschwestern seien in Gefahr, nimmt er nicht einmal die Hände aus der Tasche, fondern brummt nur ärgerlich vor sich hin:„Verdammte Schweinerei, also fahren wir nach Hankau!" Das wirkt ungemein sympathisch. Der Film behandelt drei Jahr« aus lenr Leben eines hoffnungsvollen, jungen Mannes, der aus bloßer Langeweile Marmesoldat wird. Nun fehlt alle Schön- sörberei, jede Gloriole, mit der deutsche Filme Heer und Marine umkleiden. Soldat bedeutet einen Beruf neben vielen anderen. Das Leben eines Autoschlossers oder eines Müllkusschers könnt« nicht objektiver und leichter behandelt werden Die Amerikaner verzichten auf die humordurchlränktsn Einlagen und nehmen allein die lebensernst« Schwere. In diesem Film gibt es keine gestellten Situationen, keine besonders betonten Ereignisse, keine Stars, die ihre Begabung unter Scheinwerferlicht stellen wollen. Der Regisseur George Hill ist nur sachlich uird ebenfalls seine Darsteller. Der berühmte Lon C h a n e y spielt einen Sergeanten, nicht einmal die Hauptrolle, doch er drängt sich nie vor. er gibt diesen schnauzigcn Soldaten mit dem goldigen Herzen so echt in jeder Beweaung, daß der Zuschauer aar nicht a»f den Gedanken kommt, dieser Mann spielt vor der Kamera. William Haines ifb der hofsnungsvolle, junge Mann, scharmant, liebenswürdig, l«herrscht, alles andere eher als ein typifcker Liebhaber, den er auch nicht besonders über- zeugend gestatten kann. F. S. | Theater des Vesfens Münchhausen Oparatl« vm End SMu. Schweizer Musikhaus Enorm bllllser Welhnaohtaverkaaf Mütiltnlattan 15 � vund» ton. II IN, Dnrrha nUSHIIJUBH 8B il, 26 cm Unrchm u. 8.60 U. sowie dio Grunmophon RaomiOB-Aofnadmen d»> Polylar-Sen*, ÜniDswick Tunzp attm and et* h*rr- lichen Homokord B ektro-F.rnnjlnshtnen«oteprechen den heutigen Zei geechmack. M«»lkapptsr»te i Wh. 15—, 1» SO. ♦O 49.-. M—,»9—, Od—,(44.—,»8__. 110.-, 1X5.— WSW. IlBBlbcehrSDhe:»h. II*—. ISO.-, 19».. SSO.- MW. Ferner eil* Ihrigen Ma ilrwenn m Skltehw graler Auswebi. Werk*, tfantiieb* Eiteoteli« tflr Sprech meschmen and*1!» soderea Ineiromente Selten wi* st»dt b. kennt und«in greges NotensonimeBt, m etWM mswSpextslhaaa»om»«. Vei kaufsstollon; Baditr. 57. Diunnenslr. 33, Friedildittr. 194. Gronauer Strohe 9. Reinidcendorter Strohe 117. Schönhauser AHee 190. Turmdr, 70. Warithauer Sirohe 4) Weihensee, Berliner Allee 21 Zentrale und Verkttfitien: Midioelktrdistr. 19(Fabrikgeb) Ihcaicr, Udtfsplelc usw�, GOMMWOOOGMGOWD.GDOD» | Sonn tag. 18.1 2 27 Staals-Opn { AmPl.d.Republ. Tt, Uhi stiatl. Sdutsplflb. t» Gultminavii. 7»|, Uhr Sonntag,iai227 Stidtisdie Up« Bismarcks tr U.-!m.IV.M.7V, Staad SctiiM. Charlotten bürg »Uhr Weh dem der Iflgt Volksbühne Tk. n SiWtkinrftini 3 Uhr: Tinito 90 seinpilh « Uhr RiDkii Oer amOfUrhe — Mmttit »Uhr. 1 S5* Homlsdic OpcrsV] I aieoartlges Rerae-StAch lAlles Nackt!| Nach d. gteichn. Paris. 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