Abendausgabe 3tr.619 B306 44.I<»hrgang ZV Pfamiy. monawch \r~ Retchsm«� tm voraus zahllx». XbMti Streif dand tat 3a* und Aus- taub äoD Reichsmark pro SRonal « X*o_»Bonp4m* mtk da alastrte» �detloge»Volk and Aett� "Beilcgerj»Umechaltunz »Bus der �ilnusclK w__________ w»SraucRfÜBiae*, »Der Sind erfreund'..Zugend-Dor» wärts'»vlick w die Büchermelt�. »Sultararbett' and»Technik' erscheint Wochentag lich zweimal, Sonntag» und Montag» einmal. sowie den De und DG«' »Stndtdeilage' Berliner Voltsblatt Sonnabend 31. Dezember 1922 10 Pfennig m• 1• 1 p 0 1 1 1 g• RonpareMqetU 80 Pfennig Reklamezeile 6.— Reich» mark»Kleine Anzeigen" da» ieuge. druckte Won 25 Pfennig(zuläfsig zwei settgedruckt» Wone).«ede» weitere WoN 52 Pfennig Stellengesuch» da» erst, Don l5 Pfennig, tede» wettere Don 10 Pfennig Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte Arbeitsmorki Zeile 60 Pfennig FamMenanzetgen füt Abonnenten Zeile 40 Pfennig Anzeigenannahme tm f>auptgeschäfl Linden- ttrabe S. wochentägl. von 8�/, bis 17 Übt Äentralorga« der GoziawemokvatisOen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SD 68. Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoss 292—297 Telegramm-Adr.: Soztaldenwkr« Berlin Vonvärts-Verlag G. m. b. H. PlMich«N«U0! Berlin 87 KS— Bonktonro: Bank der Srdeiiei. Ungeftellien und Beamten Wallslr. 65 Diekonlo-Geicllschofl Depositenkass« Liudenslr S Aprilwahlen in Frankreich. Dom Kammerpräsidenten angekündigt. pari». Zt. Dezember.(Eigenb-richl.) See SammerprSsident Boaiffo« hat in den Wandelgängen de» Palais Sourbcm angekündigt, daß die von polncore zugesagte große Dtskussion über die allgemeine Politik der Regierung etwa am 20. Zanuar beginnen könnte. DU Arühjahrolagung der ftanuMt«erde ooranssichllich nur«oa kurzer Dauer sein und «toa am 15. Würz abgeschlossen werden können. Die Reuwahleu könnt«, also etwa Witte April fiattsindeu. In der sehlgen Zagung der Sammer seien nur drei größere Gesehesvoriagen zu erledigen: die Ztovelle zum Sozialversicherungsgeseß, da» neue Siedlnng»geleh«ad der lehte Teil der heereoresorm. da» Gesetz über die Rekrutierung der Armee. Generalstabssetzer verhastet. Gowjetspionage in Paris. pari», 81. Dezember.(Eigenbericht.) Die pariser Polizei hat zwei Setzer der Druckeret des franzö- lisch«, Großen Gen erat st obs verhaftet. Die beiden sollen wichtig« militärische Dokumente an einen gewissen Ziougayres verkemst hoben, der schon nor einigen Wochen wegen Spinnage zu. gunsten der Sowjets verhaftet worden ist. Ein dritter Suchdrucker wird schwer belostet, doch hat dl« Polizei vorläuiig von seiner Ber- Haftung abgesehen._ Die Zukunft den Große«. Mussolinis Währungspolitik. pari», ZI. Dezember.(Eigenbericht.) Der nationalistisch«„Avenir* veröffentlicht den Bericht eines nordfranzösischen Industriellen, der dieser Tage eine Unterredung mit Mussolini hatte. Das Gespräch habe sich in der Hauptsache um wirtschaftliche Probleme gedreht. Auf die Frage, warum die Lira zu einem so hohen Kurs stabilisiert worden sei, antwortete Mussolini: In allen Löndern sei ein« Reihe kleinerer Unternehmungen übrig geblieben, die jetzt keinerlei Existenz. berechtlgung mehr hätten. DI« Aufwertung der italienischen Wertung habe den Inneren Markt von diesen schwachen Existenzen gereinigt. Die Zukunft gehör« den großen Industriege» s e l l s ch o f t« n, well sie allein imstande seien, die Preise und Ge- stehungskosten herabzudrücken. Dalves-DisWon leeres Gerücht. Washington winkt Frankreich ab. «SnshinSton. St. Dezember. Zt» Staatsdepartement wurde mitgeteilt, der Staats- fekretär kSane sich nicht erklären, woraus die französischen Zeitungen, die nach hier eingehenden Presse- berichten große Befriedigung Uber die Geneigtheit her amerikanischen Regierung zu einer Revision der Schnldenregelnng ausdrücken, ihren Lptimismus gründen. Weder die französische Regierung noch das Staatsdepartement, das der bekannten Tribüne- Meldung durchaus fernstehe, hätten diese Frage erörtert »der auch nur angeschnitten. Im Staatsdepartement wurde weiterhin offiziell angedeutet, daß jedenfalls die gegenwärtige amerikanische Regierung daS Bcrenger» Abkommen über die Regelung der französischen Kriegs- schulden als durchaus gerecht betrachte. Oeuischlaud baui Zudo-China aus. Gsenbahnbou als IReparatio nsleistung. Paris. 31. Dezember. Cm Jahre 1927 hat französisch Inda- China auf Grund des Dawcs-Plane für 90 Millionen Franken Liefcrungsver- tröge abgeschlossen. Die Bestellungen umfaßten 300 Kilometer Schienen. 5 Lokomotiven, 130 Eisenbahnwagen, 120 Elsenbahnbrücken. 3300 Meier Wegebrücken und 2. Dampskrähne. Die Swdt Hattong erbaute mit deutschen©ach- Veferungen eine W o s s e rl e it u ng. Ucber Lieferung gleichen Materials Ist die Stadt Saigon in Unterhandlungen getreten. Für die Äeferung des notwendigen Materials zur Durchführung eines umfassenden Meliorationsprogramms für Mittcl-Anam und den letzten Abschnitt der transindochinesischcn Bahn stnd Verhandlungen im Gange. Jndochina steht ein Gesamtanfpruch aus Natural- leistungcn in Höhe von 33 Millionen Goldmark zu, die bis 1931 mif di« verschiedenen Finanzjahre zn verteilen sind. Die Schule gehört dem Faschismus. Oi« Lehrer Hab«, die Jugend in die Organisationen zu treiben Rom. 3L Dezember. Dar Unter richtsminkster richtete au alle Schulbehörden ein Rund- fchrribeu, in dem er die Lehrkräfte ermahnt, olles aufzubieten, danist sämtlich« Kinder in die faschistischen Jugendorganisationen eintreten, zind zwar die Knaben in die Ballila-Organisationen und di« Mädchen st» die„Organisation der kleinen Italienerinnen�. Zu diesem Zwecke verlangt der Minister, daß die Lehrer persönlich bei den Eltern rorstellig werden, um sie zu überreden, ihre Kinder i» dl« genannten Organffationen eintragen zu lasten. Der Eifer der L«h rer in dieser Hinsicht soll in den sährilchrn Eiihrunq»- lift«» oermerkt werde«. Lehrer, die sich zur Führung der Or- ganisallm» der Balllla nicht eignen sollten, können versetzt«erden. Der Schul-Wohllätigkestsfnnds soll für die Uniform und für di« Etnschrelbegebühr armer Kinder w dies« Organisationen in An- spruch genommen werden. Endlich sollen sämtliche Schulräum«, Turnhallen usw. diesen Organisationen zur Verfügung stehen. Kabinettsbildung nach links. Schien,(int, in Lettland gescheitert. Riga, 31. Dezember.(Eigenbericht.) Der Versuch des Führers der fünf Mann starken deutschen Fraktion. Dr. S ch i e m o n n. zur Bildung einer Regierung ist nach der am Freitag erfolgten Absage des lettischen demokratischen Zentrums als gescheitert zu betrachten. Der Auftrag zur Regierungsbildung dürste nunmehr an den bisherigen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Skujeneek ergehen. In Frage kommt jetzt nur noch ein Linkstobineit oder die Auflösung des Partaments. Karl peyer„freigesprochen". Eia Rückzug der Horthysteu. Die Exekutive der Sozialistischen Arbeiter-Internationale hat in ihrer Sitzung im Februar dieses Jahres ein Manifest bs- schlössen, in dem auf dir Gefahren der ungarischen Reaktion für den Frieden Südost- und Mitteleuropas hingewiesen wird. Dieser Sitzung wohnte als Dertretrr der ungarischen Sozialdemokratie Karl Peyer bei. Roch der Derössentlichung des Manifestes setzt« in Ungarn ein wüstes Kesseltreiben grgen Peyer ein, well er diesem Moni- fest zugestimmt habe. Ein Regierungsabgcordnetcr klagte ihn vor einem parlamentarischen Ausschuß an, dem das Recht zusteht, einem Abgeordneten das Mandat abzuerkennen, wenn er von einer außer- ungarischen Körperschaft Weisungen erhätt. Der Vorsitzende der Erekutive der Sozialistischen Arbeiter-Intcr- national«. Abgeordneter Arthur fjenderson, wandte sich, wie erinnerlich, in einem Protcsttelegramm an den un- garischen Ministerpräsidenten B e t h l e m mit aller Schärfe gegen diese Methoden der horthystischen Diktatur. Die Regierung lieh daraufhin die Sache im Sande ver- lausen und nun erfährt man. daß der parlamentarisch:' Ausschuß in geheimer Abstimmung Peyer mit 3 gegen 4 Stimmen freisprach. Der Freispruch wurde, wie dl« „Nepszava", das Organ der ungarländischen Sozialdemokratie, be> ricktet, f 3 ls ch Ii(f> damit begründet, daß Peyer an der Beschluß, sassung über das Mantfest nicht teilgenommen habe. Di» Kobranie spracki dem bulaaristben Münsierprülidenteu nach einer Debatte über die Arbeiteloliekeii ihr Vertrauen aus. Dustft stimmte auch die demokratisch« und liberal« Gruppe. Bankerott des Zurifientums. Ein Schimpfartikel der„Deutsche« Iuristenzeitnng". Aus ist's mit dem vornehmen Ton und der erhabenen Sachlichkeit des Juristen in dem Augenblick, wo er sich mit dem innigst gehaßten demokratischen Staatswesen befaßt, dem zu dienen er vorgibt. Die„Deutsche Juristen-- Jcitung", die sich selbst als„Zentralorgan des gesamten eutschen Juristenstandes' bezeichnet und Anspruch auf die Qualitäten eines juristischen Fachblattes erhebt, veröffentlicht einen Schimpfartikel des Senatspräsidenten a. D. Dr. B a u m- dach über„Bankrott der Strasjustiz", dessen böswillige Gehässigkeit kaum in der politischen rechtsradikalen Presse ein Gegenstück findet. Unter dem Borwand, gegen die Humanitätsduselei unserer Zeit zu Felde zu ziehen, polemisiert §err Baumbach in Ausdrücken und Argumentationen tiefster nsachlichkett gegen Parlamente und Parlamentsausschüsic. Zunächst behauptet der Artikelschreiber der„Deutschen Juristenzeitung"— ohne jedes Beweismaterial— eine gewaltige Zunahme der Raubmorde, Einbrüche und Ueberfälle. Wir haben zwar eine I u st i z st a t i st i k, aber Herr Baumbach benutzt sie nicht, und das„wissenschaftliche" Zentralorgan des gesamten deutschen Juristenstandes verlangt es auch nicht von seinem Mitarbeiter. Daß die Kriminalität seit 1923 gewaltig abgeno mmen hat, daß die Zahl der Straf- anstaltsinsassen um bald ein Drittel zurückgegangen ist(so daß eine Anzahl Strafanstalten geschlossen werden konnten). braucht einem nicht bekannt zu sein, wenn man in einer wisienschoftlichen juristischen Zeitschrift schimpfend gegen den heutigen Staat zu Felde zieht, den Herr Baumbach höhnisch einen„polternden Alten" nennt. lieber das segensreiche Institut der Bewährungsfrist weiß Herr Baumbach nur zu berichten, daß man in Verlin sage: „E r st klau ick, dann be w ä h r' ick mir." Eine er- schütternd tiefe und geistreiche Würdigung dieser Institution in einem juristischen Fachorgan. Die statistischen Zahlen über die relativ geringe Zahl der Rückfälligen braucht der Wisienschaftler natürlich weder zu kennen, noch anzuführen. Den Höhepunkt polternder Unsachlichkeit aber erreicht der Verfasser in feinem Kampfe gegen die Parlamentsaus- schösse. Wir zitieren wörtlich: „Hat aber auch der Weg der gesetzlichen Gnadeninstanz ver- sagt, dann ruft man einen Parlamentarier an. lind nun, In den Gnadenmisschüssen der Parlamente, wird die eigentliche Strasjustiz gehandhabt, natürlich nach politischen Gesichtspunklen— ist es anders denkbar? Wir haben es so weit gebracht, daß manche Bestrafte von vornherein aus Berufung verzichten und sich an den Abgeordneten wenden. Die Slrasiustiz ist zur Dirne der polikiter geworden. Was wunder, wenn in solchem Sumps die Woderpflanze des verbrechen, blüht." Den Parlamentsausschüssen mag immerhin zum Trost dienen, daß Herr Baumbach sie kaum schlechter dehandelt als die gesetzlichen G n a d e n i n st a n z e n, denen er vorwirst, daß sie„dem Berbrech»? seinen Mißerfolg versüßen" und daß sie ,.der Gerechtigkeit die Waffe aus der Hand schlagen". Immerhin ist auch hter interesiant, daß diese krassen Behauptungen wiederum ohne den gering st en Beweis aufgestellt werden. Hat sich Herr Baumdach darum bekümmert, wieviel Gesuche der preußische Rechtsausschuß überhaupt im Jahre bearbeitet? Wie groß oder vielmehr wie gering der Prozentsatz der hiervon zur Berücksichtigung Empfohlenen ist?(Es handelt sich um etwa hundert Fälle durchschnittlich im Jahr.) Wie normalerweise, falls nicht Einstimmigkeit herrscht, die Ab- ftimmungen über Gnadengesuche nicht fraktionsmäßig. soichern nach der Ueberzeugung der einzelnen Mitglieder vor sich gehen, wobei soundso oft Mitglieder der gleichen Fraktion gegeneinander stimmen? Wer all das braucht man ja nicht zu wisien. wenn man in einem wissenschaftlichen Fachorgan über Parlamentsaus- schüsse schreibt. Hier genügt es. dagegen zu wettern, daß die Justizverwaltung, die Richter weder abzusetzen noch versetzen kann, das Reckt der A n st e l l u n g, der Beförderung behalten hat. Im asten Staat war es zwar nicht anders, aber jetzt erhebt Herr Baumbach als Forderung der Juristen: Auswahl der Richter durch die Richter selbst. Die Richter sollen nach diesem Vorschlag völlig einen Staat im Staate bilden, allein über den Nachwuchs und— wer lacht da?— über ihre eigene Beförderung ent- scheiden, um dann, ungestört durch Justizverwaltung, Gnaden- instanzen und Parlamentsausschüsse in dem Sinne zu sudi- zieren, den Herr Baumbach mit den Worten zusammenfaßt- „Die Knochenerweichung sst die Krankheit unserer Zeit. Wir müsse« wieder hart werden." Wir nehmen an. daß die„Deutsche Juristenzeitung" durch den Wdruck dieser Aeußerungen den geistigen Bankrott unseres Jurifientums mid feine Un- föhlgkest sich dem demokratisch m Slavt-o-danken anzupassen, hat zum Ausdruck bringen wollen. Es ist ihr gelungen. Die schlappe KPO. il-ittatur des Proletariats?- Nur noch Jeiertagsgerede! Der Suhler„Lolkswille", der ab Neujahr als tägliches Ncichsorgon der kommunistischen Opposition erscheint, hält den dcutichen Stalinisten in einem langen Leitaufsatz ihre Sünden vor. Er findet sie nur noch geschwäsjig, aber nicht im mindesten mehr revolutionär: Die Bürgerblockregierung, als konzentrierte und auf die TU' giorungsteilnohme der SPD-Führer uerzichtertb« Grohkopitvlisten- eglerung, kam wenige Wochen nach dem famosen Jäongres, der Werf tätigen" zur Herrschaft. Angeblich hatte das AÄ. damals, als es mit den chnstlich-Iozialen Pfaffen s la Aitus Heller leine„Ein- heitsfrontpoliiik" betrieb, eine große auherparlomentarisch« Plosseu- bewegung entfaltet. Aber trojzdem zeigte es sich unfähig. aus dem Boden jener„M assenbewegung", d i e ni« eine wirkliche proletartsch-revolutionäre war, gegen die Regierung der Trusts, Junter und Pfaffen vorzustoße». Das Auftreten der Kommunisten gegen diese Regierung im Reichstag war rein parlamentarisch, ohne VrganiiieNing der Massen außerhalb des Parlaments, nur bemüht, in der Tonort etwas ..radikaler" als die Sozialdemokraten zu fein. Mochte diese Bürger- blockregierung den Follwucher versckiimmern, unter Ausschaltimg des 'Lorlaments den Mietwucher ab I. Oktober steigern und dl« Erwerb«- losen der Krisenflirsorge berauben—, niemals verstand es dl« KPD., durch ein klares revolutionäres Auftreten im Parlament, das sich bis zur Obstruktion steigerte und verbunden war mit einer Organisation der Massen außerhalb des Parlaments, die Ausbeuterpolitik dieser Reglerung sichtbar zu tretsen und die KPD. als revolutlonäre Flihrerin der proletarischen Massen zu zeigen. Nirgends verbond sie damit, im Kamps», die Auszeigung nicht nur des notwendigen Sturzes des Dürgcrbiocks, sondern jeder kapi- lalistischc», Regierung und der revolutionären Errichtung der Dik- tatur des Proletariats..Sturz de» Mi, gerblock» und Reu- mahlen" waren zuerst die Parolen des ZK. Ab und zu kam dazu noch die brandleristtsche.Arbeiter- und Bauernreqierung". die n a ch d>»!«n Neuwahlen entstehen sollte. In sogenannten Feter- laosartikeln wird manchmal t« der»Boten Jahne" noch erwähnk, daß das Ziel der sommnnlstischea pmlel eigenklich die Erkämpsung der VEkatur de» Proletariat, set. Man muß zugeben, daß dieses Bild der KPD., das noch durch vie!e Einzelheiten ergänzt wird, nicht schlecht geraten ist. Die Kommunisten, aboefehen vo„ dem kleinen Baustein der Opposition, baden im Stillen längst begriffen, daß sie sich »an der revolutionären Entwicklung nach dem Kriege ganz falsche Vorstellutioen gemacht halten, und daß man auf Ärund dieser Vorstellungen keine Politik machen kann. Sie uiiterlllssen daher wohlweislich jeden Versuch eines aktiven revolutionären Vorgehens und verwandeln sich inimer mehr zu einer parlamentarischen Partei oder wenigstens zur Karikatur einer solchen. Der sozialdemokratischen Politik haben sie keine eigene gegenüberzustellen. Uni zu oerhindern, daß die kommunistischen Arbeiter darauf die Konsequenz ziehen und zur Sozialdemokratie gehen, treiben sie die Schimpfereien und Verleumdunoen gegen die Sozial- demokratie auf die Spige. Sie versuchen mit allen Mittel« die Spaltung der Arbeiterbewegung aufrecht- zuerhalten, well sie sonst khren Parteiladen von heute auf morgen schließen müßten. Nur die Opposition glaubt noch ab das alte tom- mumstischs Programm, 6w sieht sich aber in diesem Glauben von. der ofsiztellen Parteileitung verlassen. Dahep ihr Haß und ihr durch den.Haß geschärfter Blick, der sie so vieles richtig sehen läßt. tampieeweise de«»Bote« Johne". Di«»Rote Fahne" ver- öffentlich, hsrn« ein-' Zulchrist, in der die Behouptong ausgistell, wird, daß Renosie Brühl wt inehr als 2k) Jahren als Kafsenbote einmal 10 M. und ein anderes Mal 50 M. u ickerschlagen haben lall. Nenosle Brühl hat so-sart Strasckatroq wegen Verleumdung aestell,. Die erkünstelte Politik. Sin Ausblick avf 192». „Die Politik ist dle Kunst des Möglichen." wie wir zum Heber- druß gehört haben. Aber wie steht es mit den Möglichkeiten der Kunst tu der Politik k Das ist das große Probte»«. dessen Lösung das neue Jahr brlnae» soll. Wir nehmen es als selbstverständlich hin, daß die Politik den Charakter verdirbt. Aber viel schlimmer: die Politik verdirbt die Figur. Man würdige einmal unter östh«, Ischen Gesichtspunkten den niederfchmeltenide» Eindruck, den in unserer Zeit der körper- lichen Croichiigung und der rhythmisch-gymnostischen Leibeskultur die Sitzung irgendeiner parlamentarischen Körperschaft macht. Trost los ist dies ungeordnete Bild planlos gestellter Gruppen mit all den Spitzbäuchen, Böllmondglahen. Korlenzieherhvj«», Kneiserungetümsn und weiblichen Sperlingswaden. Welch« Schwunglosigteit in den Masfenballungen ums Rednerpult! Wie wenig sportlicher Geist in den Faustkämpsen! Welcher Mangel an Sprechchor, echnik in den Zwischenrufen! Ander», besser soll«»«erb«»...Di« Kunst dir Volke v«rtr«tu»g.* so lautet die Devise«wer neu«, Bewegung, die im Jahre 1928 unter dem Namen �«de kl aß"(Refonnatoren der Schwarz-Weiß-Roi auf Halbmast. „Ein Iahr beispielloser Mißerfolge."—„Die haben es ja auch nicht besser gekonnt." Die deutschnationale Presse gibt sich alle Mühe, zu beweisen, daß kein Grund vorliegt, über Neuwoblen zu debatliercn. Zu gleicher Zeit steht sie aber bereits ganz unter dem Alpdruck det Neuwahlen. Das kommt besonders kraß in einer vorzeitigen Ncujahrsbetrachtung der „Deutschen Zeitung" zum Ausdruck, die mit folgendem Geständnis schließt: .Per größte Mißersolg der Beteistguna an der Regierung ohne die Gewähr genügenden Einflusses ober dürfte In der Wirkung zum Ausdruck kommen, die der Versuch auf die ge-- samt« nationale Bewegung gemacht hat. Die Wahlen W den verschiedenen Ländern zeigen die». Die Oppositionsparteien von heute und die r«In wirtschaftlich eingestellten Gruppen wachsen und drohen, die Macht im Staate endgültig in dje Hand zu nehmen. Und von denen, die man aus dem Gegcnlagcr für den oater- ländischen Gedanken zu gewinnen sucht, erhält man zur Antwort: „Die haben es ja auch nicht besser gekonnt." So scheint uns da» Jahr 1927 gerade unter dem Gesichtspunkt der Beteiligung der größten nationalen Partei an der Reichs- regierung gesehen, ein Zahr beispielloser Mißerfolge gewesen zu sein." Autor des Artikels ist jener Herr vo.. Soden st ern, der mit der Diktatur liebäugelt. Nach derartigen Aus- führungen wird die Sehnsucht dieses„nationalen" Manne» verständlich. Sie ist der Ausdruck der Angst vor denen, die es besser können, und vor der Kritik der Wähle'. Beide sollen ausgeschaltet werden, um die Herrschast jener zu verewigen, die durch ein Jahr„beliplellojer Mißerfolge" den Befähigungsnachweis für den Ruheposten eines Diktators erbracht haben.__ Gegen bis Todesstrafe! Wie sie von ihren Anhängern gerechtfertigt wird. In de», Buche von Zlrnold Ruesch„Todesstrafe und Unfreiheit des Willens, ein Beitrag zur Rechlsrrkigung d«r Todesstrafe"(Darm- stabt 1927) findet man die folgenden„Argumente" für die Todes- strafe: »Im übrigen muß betont werden, daß die»sittliche Wie- de.'gebnrl" des Menschen an und für sich durchaus nicht an die Zeit, d. h. ein lange währendes Weiterleden de» zum Verbrecher gewordenen Menschen gebunden ist. Ja, es dürste vielmehr da» Gegenteil wahr sein: denn es ist ohne weitere» ein- zusehen, daß die kurzen bangen Stunden vor der Vollstreckung des Tad-ssu.ckeils ganz anders geeignet sind, eine Läuterung in der Soele des Schuldigen.zu bewirken, als die meist zum Saimpssinn führende Eintönigkeit einer langen oder gar lebenslänglich«, Frei- hcitcstrase. Daß ee Sadisten gibt, steht ohrwhin fest. Solche Menschen dllrlten sich nun mit Vorliebe in Schlachthäusern, vielleicht sogar in Hospitälern oder ähnlichem beschäftigen. Diejenigen unter ihnen, denen das nicht oergönnt ist. müsien logischerweis« zu Mö.'dern werden. Es wird nun natürlich niemand dsrariige» Leuten zum Gefallen die Todesstrafe einführen wollen: wem, e» aber einmal solche Laute dennoch gibt, so ist es iinmsrhin bosser. ihre Triebe bewegen sich st, gesetzlichen als in ungesetzlichen Babnen. Und deshalb bildet das Scharfrichteramt kein Pvoblem." Wie die Todesstrafe wirft. Der bekannte Kieler Geistliche Elous Harm»«rzähst in feiner Lsbensbesch'«ibung(2. Auflage, Itztzl) von einer Hinrich» wng:»Ein paar Tage nach jener Hinrichtung kam ein hiesiger Bürger, ein Handwerker, zu mir auf die Stube und fragte mich im Vertrauen, wie es zu machen sei, daß er össentltch hingerichtet klnssisib-OTleni irrten Sitzungssymmctn«) die künstlerisch« Hebung des Parlamentarismus in Angriff nehmen will. Künftig wird es keinem Reichskanzler mehr Mühe bereiten,„in ofsencr parlomeiUortjchcr Feldschlacht zu falle:,," kein Bürgerblock- Ministerium wird zogern. rechtzeitig„in Schönheit zu sterben". Heldendarsteller unserer ersten Bühnen übernehmen die Ein- studierung unoutlöschlicher Kesten und Reinhardt führt die Regie. Ein parlamentarischer Hammelsprung wird zum ästhe- tischen Genuß, da den Abgeordneten diese Massenbewegung von der unvergänglichen Mary Wigman einstudiert wird. Auf dos dunkle Glockenzeichen des Präsidenten öffnen sich die Türen: jauch- zend, in freudiger Bejahiing. stürmen zur Rechten die Ja-Sager herein, zur Linke» wallen mit düster abwehrenden Gebärden die Reln-Sager heran, während hilflos und verlassen in der Mitte das unentschiedene Häuflein der sich Enthaltenden in brünstigem Gebe, fleht, daß die anderen die rechte Entscheidung fällen mögen. Nichts enttäusch, heu,.zutage stärker unsere Phantasie als das Photo einer Bökkerbundstagung. Entsetzlich nüchterne, in die Länge gezogene Tische, an denen in anädendster Gradttnigkeit befrackt« Delegierte sitzen. Ander», wenn künstig P l s c a t o r die Inszenierung der Lölkcrbundstagung übernimmt und die Delegierten au» einer Weltkugel oder aus einer Landkarte sprechen läßt, wobei jeder Delegiert« den Kopf durch die Umrisse seines Landes hervor- würde, ohne ein De.'brechen begangen zu.haben. Cs war knde» kein äußeres Gepränge dabei gemacht worden, es war kein Gesang gesungen» keine Rede des Predigers oder eines anderen gehalten, keine Einsegnung des zum Tode Niederknienden und dergl g«- schehen. Und doch wollte jener Mann gern so sterben: bei Ler- stand war e bei Verstand ist er geblieben viele Jahre nachher." Im Iobrc 1894 wurde in Mclun der 19jähnge Scherer hin» gerichtet. Ein Bursche war, um besser zu sehen, aus einen Baum geklettert, unmittelbar gegenüber der Guillotine. Di« Polizei stellte seinen Ramay reft: Mira. Ein Jahr darauf wurde derselbe Mira auf damselben Platze wegen eines gleichartigen Verbrechens hin» gerichtet. Hamburg und Giaaisgerichtshos. Wiederholung der Äürgermeisterwahl. Hamburg, 31. Dezember. Die Staatliche Pressestelle teilt mit: Mit Rücksicht auf die durch die Entscheidung des Staatsgerichtehof» in Leipzig ge- schafft»»» Verhältnisse beschloß de? Senat, die Aernteroertei- l u n g des Jahres 1927 bis zur Einführung der Berwaltungsreform, die erst nach Zusammentritt der neuen Bürgerschaft ek- folgen kann, beizubehalten Zum ersten Bürgermetsler wurde Dr. Petersen, zum zweiten Bürgermeister Dr. Schramm wiedeigewahU. Beide Bürgermeister erklärten, daß sie Wert auf eine Wiederholung der Bürgermei st erwähl nach den DürgerschoftZwahlen legten. Einem Sechzigjahngen. Gen. SimonKatzenstei» wird am 1. Jaituar 60 Jahre alt Das ist noch«in jugendliches Alter für einen Mann, der nach der Erinnerung auch der ästeren Parteigenossen sozusagen schon immer dabei gewesen ist. Früh hat er auch angefangen. Schon aus dem Gymnasium verwickelte ihn seine republikonischc Gesinnung in einen Konflikt, ein paar Jahre später warf den schon amtiereichen Rese- vendar sein aufrechtes Bekenntnis zur Sockaldemokratie aus der juristischen Lausbahm Tciedem, d. h. seit 1898.. ich cn wir ihn ganz im Dienste der Partei und der Arbsiterbewegung: als Relakteur in Mainz, als Arbeitcrlekretär in Mannheim, dann wieder als Re- dakieur und als gefangenen MosestStsbelestiger in Leipzig. Lange Jahre Reichstagskandida, in Pommern, erveicht er den Sieg bei der Wahl zur Natlonalveriammlung, in der er sich als«stier der Mitschöpfer der Weimarer Verfassung betätigt. Dam, widmet er sich dem Bildungsstreben, erzieht junge Arbeiter zu denkenden, opierbereUen Sozialisten durch Lehre und Vorbild, wirkt er in Eharlotteichurg als Stadt- und Bezirkeocrordnctcr. An den, Werden der k o n s u m g e» o s s e n i ch a s t l ich« n Bewegung hat er entscheidenden Anteil.— Wie aber könnte man von Simbn Kajsenstein reden, ohne seine» rüstigen Vorkämpsertlims in der Abstinenzbewegnng zu gedenken, das ihm früher so viel — glücklicherwelft meist nur gutmütigen— Spott eingetragen hat? So maniyer ftck inzwischen eingesehen, daß der Spott nicht am Platze war und hat den Kampf gegen den Altoholismus als einen wichtigen Zweig der Avbeiterkulturbewegung kennen gelernt. Wenn der Kreisvorstand de» 7. Kreises, Eharlottenburg, in einer Zuschrift an uns Simon Katzenstein»den Getreuen" nennt so sindtt er für ihn das richtige Wort, und wenn er uus ersucht leine Wünjche für ihn össentüch kundzutun, so ichkicßen sich diesem Wunsche alle an, die Simon Katzenstein kennen, und mit chnen die ganze Partei.___ KozioWtscher Kommuoalwah'sieg In Iuorstawleu. Die Kom-� munalwohlen in Mari bor, die am IL. Dezember stattkandenD habe» der SoziolleoisknUischen Partei einen eindrucksvollen Sieg gebracht. Mit 1718 Stimmen steht di« sozialistisch« L-ts-e an zweiter Stell». Sie besetz, 12 Mandate. Gegenüber den Porlamentswablc» wurden 186 Stimmen hinzugewonnen. Segentiber den letzten Gs- meindetvahlen billäukt sich der Sckmmenzuwachs auf 730, der Man- dalezuwachs auf S Sitze. Danzlger Aegierungsnerbandlungen. Die Perhandlungen über die Regierungsbildung zwischen den bürgerlichen Parteien find ge« scheitert. Die sachlichen Verhandlungen zwischen den Seztaldemo- kraten, dem Zentrum und den Deutsch-Liberalen zur Bildung eine? Kookitionsvogierunq hoben begonnen.' steckt Wie plastisch werden sich Fragen über Grenzziehungen und Gebietsabtretungen gestalten, wenn gleichzeitig die belresjenden Länder und Provinzen hell ausleuchtend hervortreten, welchen Ein- druck wird es machen, wenn die Schlagzellen und Kernsätze der Reden durch eine Laterna Mogica aus das Gejamttableau projiziert werden. Besonder« Schulung wird man auch dcrradikalen Opposition angedcihen lassen. Kommunistische und völtijch« Fraktionen werden in gut eingearbeitete Jazzorchester mit Schlagzeug, Saxophonen usw. verwandelt, deren Direktion der jeweilige Frak- tionssührer als«in neuer.Lapeltmeister Mcschugge" übernimmt..Hört, hört!".„Sehr richtig!",„Bravo!" und„Pfui!" werden alle Fraktionen sprechchormäßig, anschwellend und abebbend, zu erlernen haben. Ja, man erhofft ein Aeiißerstes: durch systematische Steigerung der körperlichen Ausdruckssöhigkeit wird die Vielrednerei mehr und mehr in Wegsall kommen. Der rhythmlsch-gymnastisch ertüchtigte Abgeordnete der Zukunft wird seine Meinung nicht mehr auf dem Rednorpodium, sondern aus dem neu zi, schassenden Tonzpodium durch ein elegante» Solo verkörpern, wob.'i es nickst einmal immer— ein Eiertanz zu fein brauck-t. Kiebitz. Protest der deutschen Hunde. An den Polizeipräsidenten Zörgiebel. Herr Prchident! Roch tyvischer Art der roten Dolksbeglücker haben Sie uns das ehrwürdige Symbol entzogen, an dem wir deutschen Hunde mit unentwegter Treue hängen, unseren ange- stammten« a u l t o r b. Wir erhoben hiermit feierlichen Protest gegen diese»Wohltat", mit der uns die sogenannte Republik de- glücken will. Wir deuischen Hund» haltni sesi am bewahrten Alten. Unser nalional-eigeiitümlicher Hundccharaklcr verlangt nach einer starken Hand, die uns an einer soliden Leine leitet und regiert Auch die Peitsche möchten wir nicht missen, stellt sie doch das ourch Jahrtausende geheiligte gastrument der van Gast gewolllen mensch- llche» Herrschaft über uns Hunde dar. Fort mit der Humanitäts- duftlel«ine» schlepp gewordenen Zeitalters, zurück zur altpreuhifchen Zucht und Strenge, her mit Maulkorb, Leine und Hiindepoitz'chel Wir wissen wohl, ivarum man uns unier der heuchlerischen Maske der Hundebesreiung unseren liebgewordenen Maulkorb cnt« zog«» hat: wir Hunde sollen damit angereizt werden, da-, besser situierte Publikum In Waden und Hosen zu beißen. Dies Ansinnen weisen wir mit lodernder Entrüstung zurück. Auch in den alten guten Zeiten ha! unser Herrch?» uns stets dann vom Maulkorb he- srelk, wenn es galt, einen Bettler, Landstreicher oder sozialdemofta- tischen Flugblrttoertciler anzupacken, Willig und den Tod nickst scheuend haben wir dies stets besorgt. So soll es auch künftig bleiben. Aber eine mit Bemberg-Selde überzogen« Frauen wo de anzutasten, unser« Eckzähne in Lockstiefel und Bügelhose» eine» Kavalier»«inzuschlagen, davor hält un» der angeborene Instinkt Der schlecht erfundene Lleberfall. Nie Gekreiärin haiie Geld verunireut. Der..R ii u b ü b e r s a l l" auf eine �affcnfctcctärin in den gcsirigcn KftfnöfiunAen, iunr sich fchdnio*: mit so ctfchüitecnöcn Bc- gleikumsianden darbot, hat fä»ncll eine allzu nüchterne tlufNSrung gtsunden. Jene 28 Zahre alle Helene h o h m v n u, die hilfcrufcnd die Treppe, des Hauses Bismarck st ruhe l 0 9 hinabstürzte. hol den„Raubfifor. fair erdichtet, um einige Unterschlagungen. die sie begangen, verdecken zu tonne». - Die Süfrclfirm blieb zuerst bei dnn Uebersall. Tie erzählte ihn ebenso wie sie ihn dem Pförtner schon berichtet hatte und fügte hinzu, daß sie noch gesehen habe, wie der Rauber erst im Aaisenraum und dann im Treppenslur die Telephonleitung durchschnitt. Es fanden sich auch Zeugen, deren Auesag�n die Darstellung zu bestätigen schienen. So wollten alle einen heftigen Knall von einer Explosion gehört haben. Einige hatten sogar gesehen, wi« zwei Miimier nsit geschwärzten Gesichtern aus dem Fenster gesprungen und danongelaufen waren. Das erwies sich sofort als n n m ö g l i ch, denn es wurde bald festgestellt, daß erst die Feuerwehr die Scheiben eingeschlay-n hatte. Auch von einer Explosion könnt« leine Rede fein, es war nichts da, was hätie exolodieren können. Der Pug war infolge der Brnndhitze von der Deae gefallen. Der Nachweis dieser und anderer Unrichstgkette« und Widersprüche brachten die..Uebcrsallcne" endlich so In die Enge, daß sie gestand, die ganze Geschichte erfunden zu haben. Nor Jahren hatte sie einer Freundin mit 1400 M. aus der Mcrcedss-Kasic ausgeholfen und das bei Abrechnungen immer wieder verdeckt. Die Freundin war jetzt gestorben, ihr« Schuld- scheine waren wertlos geworden. Eine andere Freundin hotte ihr« Hilfe zugesagt, konnte aber dos Versprechen nicht hallen. Sie selbst konnte den Verlust nicht ersetzen, weil sie im Vegrisf stand, sich zu vcrheiratan und dazu a lle s(Be l d b r a u ch i e. So saß sie jetzt beim Jahresabschluß wieder da und wußte nicht, wi« sie ihre Ber-" untreuung weiter verheimlichen sollte. So kam sie aus den Gedanken, nachdem ihr Bräutigam,«in HochhahnangestelUer, sie abends besucht hatte, durch einen groß-ügig angelegten.Raubübersall� die ganze mißlich« Sache aus der Well zu schonen. Um«inen richtigen Befund herzustellei., warf fit eine Schreibmaschine in d i e E ck e, andere Sachen ander« wohin als ob Räuber wild»ehauft hätten, zerschnitt persönlich die Telephon1«ltungen, häiiste die Schuld- scheine und Brieße aus dem Schreibtisch aus, zündele den Paplerhansen an und ebenso ihr? Handtasche mit 260 M.. Weil alle Einrichiungs. gegenstände durch die Zentralheizung stark ausgetrocknet waren, so griff das Feuer rasch um sich. Die„llebersallene" nahm ihre Handtasche wieder, ging hinaus, schnitt aus dem Flur die Teiephonleitung ebenfalls durch, legte slch„halb ohnmächtig" hin und rief um Hilfe. West noch im Laufe der Rocht alles klargestellt wurde und eine Verdunkelungsgesahr nicht mehr vorliegt, so wurde die Schwindlerin einstwellen wieder aus freien Fuß gesetzt. Sie wird sich aber wegen Brandstiftung und groben Unfugs zu verantworten haben. Aufklarung des Kassenraubes im Zoo. Festnehme von drei verdächtigen Personen. Der große Raub Im Qslsnomiagebäude des Zoologischen Sarisns, b« dem den Zatcm»och einem Uedorf all auf den alten Kassier» Aasten am IS. Dezember 30060 Mark In die Hände ftolen. hat das Raubdezernrtt der Kriminalpolizei um- ausgesetzt beschässiK. Di« Ermittlungen und veobachtungen, die d!« Kriminalkommissar« Wernohurg und Oissigkeit mit ihren Beamten Tag und Nacht anstellten, hat-g« setzt.zur Festnahme dreier Personen geführt, die dringend verdächtig erscheinen. Den Veamien des Raubdezernaies war«s ausgrsollsn, daß drei bestimmte Personen nach dem Raub über viel Geld verfügten. Und zwar dandell es sich um den 34 Jahre alten aus Rieder-FInow gr» bärtigen Chauffeur Emil Roloff, der in der Fliederstraß« zurück, der uns die gollgewollien Autoniäien aus der Masse des niederen Plebs wohl herouswiitrrn läßt. Wie hat es uns deutsche Hunde stets mit Stolz erfüllt, wenn unser Herrchcn uns gnädigst erlaubte, selber Körbchen und Peitsche vor ihm herzuiragen. Und das soll setzt wegsallen? Nie und nimmer! Mag das deutsche Volk in schnödem Undank sein Herrchen verjagt haben, wir deutschen Hund« sind gewillt, durch ein heroisches Bei- spiel deutscher Mannestreue dem verblendeten Volk die Augen zu öffnen und es zu den guten Instinkten d«» Gehorsams und der Untcrwürsiglell zurückzujühren. Mag man uns dos Stachelhals- band des Republikschutzgesetzes anlegen, das Urgebell unseres Pro- testrs wird auch kein rötlicher Polizeipräsident mit seinen republika- nijchen Schergen erdrosseln! Mit rassereinem Wauwau! H u n devvrban d der Aufrechten(M ä n n ch« n m a che r) gez.: Waldl,(Erb Mann, P h y l o x. tZtu» der tzundcsprache in» Treudeutsch« lidertrazen von I o n a i b a n.) Aus dem Bühnenvolksbund. Schreiben eines ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes. Der Marburgcr Pfarrer Ritter hat vor kurzem sein Amt als Norstondemitglied des Bühnenvoltsbunde« niedergelegt. Die „Germania" ist in der Lage, Auszüge aus einem, diesen Schritt begründenden Brief zu verössentlichen, den Ritter an den stclloer- tietenden Vorsitzenden des Bühnenoolksbundes, Dr. Schwering» M. d. L., gerichtet hat. Aur dem Brief geht hervor, daß auch Herr Ehristion Braus) als Vertreter des Deutschen Gewert- schaftsbundes sein Mandat im Vorstand ntedergelegt hat. für dessen Posten Pfarrer Ritter Herrn Habermonn aus dem Deut- scheu Gcwerkschoslsbuild in Vorschlag brachte, deisen Wahl auch vom Bundesausschuß in Magdeburg c I n st i m m> g beschlossen wurde. Die Wohl selber wurde dann aber oerhindert. „Die Unterlagen," schreibt Ritter,„die zu diesem eigentümlichen Vorgehen geführt haben, wurden weder ihm noch mir. wie es in einem verantwortlichen Personenkreis, der auf gegenseitiges Vertrauen angewiesen ist, selbstverständlich gewesen wäre, mttye- teilt. Erst Wochen danach haben wir indirekt feststellen können, daß diese Unterlagen in einem rein privaten Briefwechsel zwischen Herrn Dr. Däßnhaidt und Herrn Habermonn bestanden, der Herrn Dr. Dähnhardt in der Wohnung des Herrn Ger st aus seiner Aktentasche entwendet worden ist/ Habermann habe aus dieser Art der Behandlung die Konsequenzen gezogen und seine Wahl in den Lundesvorstcmd abgelehnt. Pfarrer Ritter fährt dann fort:„Mir selbst ist die Atmosphäre von Mißtrauen und Intrigen, die zu Mitteln greift, über die ein Urteil zu sollen sich erübrigt, für eine Arbeit, die gemeinsamen gelltlg kulturellen Zielen dienen soll, schlechterdings unerträglich. Ich habe aber auch sächlich die Hoftnung verloren, densenlgen geistigen Nostv-ndigtelten. für die einzutreten ich mich insbesondere aus dem wesentlichen Ge- biete des Laien- und Iugendsplele bemüht habe, zur Auswirkung zu vechelsen. Die Art, wie die mll Herr» Dr. Wsismautel über- wohme, den 27 Lahre alten„Arbeiter" Friedrich Werner und dessen Geliebte, eine 32 Lahre alte aus Kassel gebürtige Schnei- derin Sophie A u b e l, die in der Artillerlestraßc wohnt und in gewissen Kreisen als„I l s e" bekannt ist. Ein dritter Mann,«i» gewisser Walter Thiemcr, wird noch gesuchl. Alle diese Leute haben schon wiederholt mit dem Strasrlchter zu lun gehobt. Lhre ganze Lebenshaltung änderte sich seit dem nächtlichen Raubübersall von Grund aus. Sie erschienen in ganz anderer.Musl" und gaben tn den Lokalen nördlich und südlich de? Bahnhofs Friedrichstraße, m der Borsizstraße, Mittelstraße usw. das Geld mit vollen Händen aus. Es wurde beobachtet, daß si« nicht bloß lose, sondern auch gebündelte Geldscheine in großer Menge besaßen. An ihren Zechgelagen nahmen auch ihre„Sportkollegen" mit ihren „Domen" teil.„Llfe" erschien in einem neuen Pers.aner- inantel: ihre Hand schmückt« etn großer Lrillantring. Hie Kriminalpolizei griff endlich zu, nahm Roloft, Werner und die Aubel fest und brachte sie nach dem Polizeipräsidium. Thlemer, dessen Schlupfwinkel dann auch ermittelt wurde, hatte es vorge- »ogen, zu verschwinden, ebe man ihn fasten konnte. Roloft wird beschuldigt, die Räuber nach dem Zoo gefahren zu haben und ebenso zurück. Als Töter kommen die zwei anderen in Belracht, ferner noch ein dritter Mann, der unbekannt ist. Zwei der Räuber trugen bei dem Uebersall, wie gemeldet, Halbmasken..Fsife" wird oer Hehlerei beschuldigt. Alle bestreiten Jede Teilnahme an dem Raube. lieber dl?.Herkunft des Geldes machen sie Angaben, die schwer nachzuprüfen sind. So behaupten sie. aus der Rennbahn große Wetten gewonnen zu haben. Anderes Geld sollen die Freundüinen„verdient" haben. Werner will durch Umgang in gc- wissen Kreisen zu Geld gekommen sein. Ebenso schwer sind die Alibibeweise zu kontrollieren. Die Beschuldigten wisten angeblich selbst nicht mehr genau, wo sie sich in jener Nacht ausgehalten haben, weil sie oft betrunken gewesen seien. Die Festgenommenen werden in Gewahrsam behalten. Alle, die über ihr Tun und Treiben und ihren Ausenthalt, ebenso über den Derbleib Thiemere, weiteres mitteilen können, werden unter Hinwels auf die De- lohnung von 5000 Mark gebeten, sich unverzüglich bei den Kriminalkammistaren Werneburg und Lissigkcit im Polizeipräsidium zu melden.___ „Rhein und Wein" im Funthaus. Di« traditionelle Schau- und Unterhaltungsstätte des Berliner Messeamtes, das Funkhaus am Katferdamm, hat sich wieder in das rheinische Gewand geworfen. Wie im Vorjahr ist dort e'ne Propa- gondaschau»ntstanden, die sich leider ausschließlich mit dein be- schäftigt, was mit dem romontifch-seligen Spießerbegrift„Wein" zusammenhängt.(Es ist wohl nicht ganz unbekannt, daß im Rhein- gebiet auch noch«uvas anderes als Wein erzeugt wird.) Beranftaiter sind neben dem städtischen Weste- und Fremdenoerkehrsamt der Reiihsansschuß für Weinprcvagarida, der Verein der Welnhändlcr von Berlin und der Provinz Brändenburg E. B., Der Rheinische Ber» kehrsverband un-d die Rheinischen Heimatverbäiche. Di« Architekten Krehan uird Bollenstrbt haben aus dem Riesenraum eine innen» orchitektoniiche Sehenswürdigkeit geschaffen. Ein tiesblauer Seiden. Himmel löscht die strenge Architektur de» Funkhauses aus, und der Beschauer steht unter einem Sternenhimmel van außerordentlicher Wirkung. Das goldene Symbol dcr Traube erstreckt sich big hinunter in das Parkett eines großen Weingewölbes, besten einzelne Türen sich zu den Kojen der ausstellenden Weinhcmdels firmen öffnen. Im Obergeschoß des Funkhauses ist eine Kunstausstellung unter- gebracht, die unoer dar Leitung von Hans Ba tuschet in wachen«. [anatx Arbeit mit verschiedenen Gemischen und Serllnischen Lüostter, verbänden zustandogekommen ist. Um da» Thema„Rhein" und „Wein" haben sich hier nahezu S00 Beispiele der bildenden Kunst zusammengefunden. Die Ausstellung der Künstler de» Rheinlande» und der rheinischen Städte ist von besonderer Bedeutung. Da» Rheinrnuseum von Koblenz ist vertreten. Der Silvestarball, mit dem heute die Ausstellung er« öffne? wird, beginn? um S Uhr abends. Die Ausstellung ist ab 1. Januar 1928 täglich von 7 Uhr nachmittag» bis zur Polizeistunde Smmtazs van 3 Uhr nachmittags ob(HaUenöfsnung eine stunde vorher). Eintrittspreis(Sondertage ausgenommen): 1.50 M. einschließlich Tanz und Steuer, Sonnabends und Sonntags 2 M. WM »instimmend vorgetrogenen Wünsche und Anregungen beiseite ge- schoben worden sind, nötigt mich zu der Einsicht, daß sachliche Gesichtspunkt« bei dcr derzeitigen Führung der Geschäjte immer durch Bedürfnisse organisatorischer und p r o p a a a n d i st i s ch e r Art vergewaltigt werden müsten. Da ich nicht in der Äge bin, ohne persönliches Vertrauen und ohne die Gewißheit innerer Uebereinstimmung mit der Grundhaituna, aus der heraus die Ar- best in der Geschäftsstelle getan wird, als Mitglied des Borftande» das zu decken, mos im Bunde geschieht, ziehe ich die eingangs meines Schreibens mitgeteilte Folgerung." Es ist anzunehmen, daß diese erbauliche Angelegenheit noch einigen Staub aufwirbeln wird. Studienstislung des Deutschen Volkes. Wie der Amtiiche Preußisch« Pressedienst mitteilt, hat Kultusminister Becker enge- ordnet, daß die Stipendiaten der„Studienstistung. des Deutschen Volkes" mit Wirkung vom Wintersemester 1927/28 an von sämtlichen Hochschulgebühnen(Kolleg�eld, Sludicngebühr und Ersatzgeld) befreit sind. Ein« ähnliche Bestimmung ist für die Studenten ergänzen, die sich aus die Prlliung sür das künstlerische Lehramt vorbereiten und daher an einer Kunsthochschule studieren. Eine AussteUuna der Ausstellungen. Das Berliner Kartell der Verbünd« bildender Künstler vlant sür die nächstjährige große Ber- liner Kunstausstellung eine Sonderabteilung, die als„Ausstellung der Ausstellungen" bezeichnet werden kann. Es ist beabsichtig:, die vorhandenen Einrichttingen der großen deutschen Städte sür dir Ans- stellungen und Messen vorzuführen, und zwar einmal im Grund- riß, sodann ii» der Einfügung ins Stadtbild und ichiießlich in der Form von Abbildunaen der Ausstellungshallen. Die Beranstoltung dürste einen interestaiUen Beitrag zu dem Konkurrenzkamps der Gemeinden i», Auestellungewesen und zur Frage der Rattonoll- sierung aus diesem Gebiet liekern. Außerdem wird sich daraus da? Material zur Beurteilung des Zusammenhangs zwischen Aus- stellmigsgeländc und städtebaulich.'» Problemen der Citybildung und der Verkehr-gestaltniig ergeben, svezisll auch im Hinblick aus die Allsgestaftung des Beritner Ausstellungsgeländes im Westen. Eistaustkihrungen der Woche. IWIlw. Walballath.:„Ein Liebes- „est." Jret. Deutsches Theater:„Perr wynt."— Soimob Schauspielhaus:„Penthestlea." Der zw eile Ccraienabrak der DoltsbLhre C. V. findet orn 0. Lanuer im SZürnevinnl de« Berliner RathaiileS, 20 Uhr, statt. In dem Piogramm wi>S Ernst DulS.Stimmen der Völker" vorlrag-n. «omrastik und Tanzvoele'ungrn. G. stl. Bischer-Nlamt sprtchl iiom ib. Aanuar ab im Nahmen dcr H u m b o l d t« H o ch l ch u l e überi „Probleme der Gymnastik und de? tstnstteritchen Tanze»". Di« Abende loerben von Lichtbildern und vraltlschen Demoniiratlonen der Üutta-K'aml« Schule bealcitet. tkia großer Idealer truit In den vereinigten Staaten.&n Stardamerita baten stch iechs grone Theaiergelelllchasten zu einem Trust zutammenakichlosten. Da» iirnftinte Kapital dieser Aelellichasten wird aus I0t> Millionen Dollar arschäpt. Zu ihr gehören mehr alt 500 Theater mtt 1 050 000 Theater-- mptä|«L Kohlenknapphett in Berlin! Mangel an Organisation. Ln zahlreichen Znschristen an uns wird ülrer die K v h l e l.- k n a p p h e t t in Berlin geklagt. Wi: wir von zuverlässiger SteÄe er- fahren, hat ein Teil der Berliner Kohlenhändler tatsächlich seit Tagen wenig oder gar kein« Kohlenvorräte mehr. Ln den meisten Fällen handelt es sich um kleine Händler, dl« im Sommer nicht genügend Kohlenvorräle ausgespelchert haben und Ihrer Kundschaft gegenWer die Schuld auf den starken Frost schieben. Ln den letzten Wochen sind dadurch, daß sämtliche Waster- wcge versist sind, etwa 4000 Waggon Kahle weniger nach Berlin gekommen, als bestellt waren. Kurz vor Weihnachten gab das Ostelbifche Braunkohlenfyndikat die Erklärung ob. daß oersucht werden soll, die Heranführung von Kohlen durch den Güterverkehr zu versuchen. Statt der versprochenen Steigerung der Kohlenzusuhr von 700 aus 1000 Waggon, sind in den letzten Wochen nur etwa 800 Waggons nach Berlin gekommen. Es ist mit dcr Totsache zu rechnen(wenn nicht energisch versucht wird, die Zusuhr erheblich zu steigern), daß in den nächsten Wochen die Kvhlenoerknoppung imarigenehin spürbar wird. E? ist sicher ein Mangel von Organisatton, wenn eine Welt- sterbt wie Berlin, bereits durch eine kurze Frostperiode gewissermaßen kohlenarm gelegt wird. Es muß unter ollen Umständen ver- langt werden, daß Mittel und Wege gefunden werden, die Zufuhr nach Berlin zu steigern. Köpenick in Praq. Eine kleine K'öpenickiade, die der des tiauptmanns Bvigt nicht viel nachsteht, hat sich dieser Tage in Prag ereignet. Bei einer Wein-, Likör- und Delikateßhandlung fuhr ein elegantes Auto vor. Ein hoher Offizier entstieg ihm. übergab dem Komm!» eiiic Visiten- karte und verlangte den Ehcs zu sprechen Der kam und erstarb in Fveundüchkcit. denn die Karte lautete aus„Oberst Ja ro sla n s Prikryl, Kommandant des Iiff.Req. Nr. 37 in Prag". Der .Herr Kommandant bestellte ein Liebesmahl, darunter ein Doppelfaß Tokayer, Burgunder und Sherry 123 Flasck>en Ehoteau Ehämberiin, 123 Flajchen erster Sektmarken. 75 Flaschen Cognak. 225 Flaschen Nierstoincr, 50 Korbslojcken Ehiantt, 25 Flaschen feinster Liköre. Im Lastauto wurde die Bestellung zur Wenzelskaserne beordert. Dort erwartete der Herr Oberst in Zivil den Tran-pon Bei Durchsicht der Rechnung fehlte der Kirschschnaps. Der Oberst besohl dem Chauffeur, Ihn sofort zu holen. Er ging Zum Posten und sagte, die beiden Soldaten würden das Auto überwachen. So rannte der Ehauffeur hetm.?lls er zurückkam, war Ober st und Auto verschwunden, die Posten aber ließen den Chauffeur nicht ein. Aus eine Ansrag« grsuhr der Weinhändler, daß kein Mensch ans der Kaserne eine solche Bestellung ge- macht habe. Das Gelingen dek Gaunerei wird in Bran nilv-m««», in den Mittelpunkt der Uiiterlzckltuna gestellt. Aahrstnhlnnstlück in d«r Lindenftraftc. Lm Hausc Linden st raßr 101�02 ereignete sich beute vor- miitag«ttr solgenschwercr Unfall. Bei der Reparatur eines Fahrstubls, der sich plötzlich in Bewegung setzte. wurde dcr gZjährige Schlosser Andrea? Friedet so unglücklich zwischen Schachtwond und Fahrstuhl eingeklemmt, daß e-- lebensgesährlitbe Verletzungen erlitt. Der Der- umstückte wunde durch einen Wagen des Slädtisrhen Rettün"?amtes in das Urban-Krankenhaus ybergesührt. Ein« Uttteffuchnng Wer dl« Schuldfrage ist inzwischen eingeleitet worden. £u«e Nlesr1hausen.»die, wie wi- mittellten. bei einer Explosion in ihrer Wohnung aus tragische Weis« ums Leben kam, wurde heute vormittag im Krematorium in W'lmerrdors eingeäschert. Reben. Freunden und Veraizrcrn der verstorbenen Tänzerin nahmey zahlreich« Peibandsdelegationen an der cagreijsirden Trauerie�r teil. Der Chor des Merropottheaters sang„Goltes Rot" von Mmbels- lyhn-Bartholdy. Der stellvertretende Präsident der Bühnengcnosien« «ch�t. Wallouer, widmete dcr verstorbenen Hünstlerm einen wannen Nachruf. Theater der Woche. Vom ± bis g. Januar. Zlb»«lkr am?öl»!»plagi k., S.»•, S,?.& Mann Ig lSionn, i.. 5.. s Hinlema»».- Omr-m fUc» de, sicrnbli«! 1. TarindLustr. t u. ». Tn«oß. ,. Mar»»».«. 0t»«vc.». Dir Zi'ai'ilr-.«. Luis» M>0«e. 7.£» Erarlma. f.®lt OTr Cfrnnqrr Liädtlstd« 0?« Sbetlathabora: t Diva, 2. Iicfland,». Ii» iiiachugoU an» Tcr!Z»i�r-oerl,«.?»na» taieli«at, Iristan und 5s»Id».'> TU Oaurncliftfa, 7. t>. 8. BtittisOK».— EiLill,».:>»««-««, I. u. 6 Pker Snnt, 2.«. 4.®«V»«Et,»et lUqt, X., 7. n. 9. Jr»,uck. SbarTft!? eont«.- Ttzeat«»«» Ö+iffbcB«»« »amm: Sc(il«»fr hf- irulima.-» rtalia-Uifatert Tat Namil gebt»i-rch»a» .«adclSbr.- Zeatsikca Thrateri Vis 5.?»rotbta Bngrrmann, ab 8. Pcer Ipynt.««ainmerlaiel«! k-oar cktpreh.- i»e»amk»»i Dir Thr von Zv-It.?I>«atc« am NavirSortpIa»! i! asavtii,.— Kttahn In»er LS««- arlit»« Sir-bc--?iblvb L«»t«rs>c!n.-«smidlai'baaH! nakuspoku,.— fttojta «»aviplclbauH!-Tottirakout mit ätkagor». Zh«»t«r»ta iSiiftfB«: SDiflniH- Iiaiiten.- Kamill»! Ozie»!-ASc? Nacktl— DeiittS« ItSiitUcr»»-Irr, Svclvn«.— Lnttlpielbansi Unter Helchäftaautstcht.«- S«sfiiig»Td»atc»: Schin- »«rbaniics.- Thrater am kiirlüritevSamini Z>»i uns IHN tle E-MchNiiekTch« tum. äRff.»«r»'Uc»»fii«chö«(tVr mit aus.— r»«atc,!» See p>!vt.t»ti. davicastsaii«: Cust» ckarncval. N»i«op»l-Tbcak«ri Di» MS«« Otittui.— Betlin«* S»«elcti Dtr fltrr vvn...-»cum T8»at« am tzs», L»»:« Waihi—«wntutD.— Di» Sridlln«, v«i«I im Sritlvh. kiltia«» Ib-at»rt Sin« ltltiac ohnt Brdsptnng.— Reaatganck-lbcatcr: i.r«cur.Dubc.— Wal- l?MlI»'Zb«c»»»: Wie Du klibt kcinel---«ai» Ibcat»rt Ot)H)tu» in b»t Unter» welk.— Tbcater i» d»« Nltstrtgr«li,i Dcr srSbliä'» S»»inbvta—»-'lak»ack- Td-a»«« Ssinll»! Die ckfüho.— Dbeatcr im«SmitalspalaNi Wann vnd Wo!— Wintergartkii! Dariei't. Ltalai Internorona!«« Variclo.—>««>«- Saven-Thealr»! Licitlnet SSnge».- Ihtate» am K»tt»i-gcr?««! ckille» Siing»«. RachmittMg«»o»it«llQ»a»>>. voils»iit>a«. r»«at,t am WSloa». plab: l., 8. pabakc und Liebt.— Z8»ate, am Se-iksdauetVaMM! I. Storg« Dcnidin.-»balin.Dbtat,«! t., 8. Dcr imiügt Stt'ahrtr.— lt»a»tt»», Westta,! t., 8 DI«!?Itdkrmavs.- Lomiii*« Vieri t., 8. AU«' Daril!— Tbtat-r am eiblkkbonetba'-'Mt l., 8. San» im«Stuck, 2., z.. ix II!)». Der blaut i'ogcl.- Zitgbtvz.Theiitt»! 1., 8. Schbn tth'n wir aiie.—»bealt, i» »tt«omm-»öavttnfttabt: 1., 8. Li»bfrantnmttib— Netpier Sbtaten 8. JülIItr.-- K leint, T brate«! 1. Litln, die ftofott«.—©alballa-Sktateii 1.?arnci!ock>«n. 4.<2int viebcsnackit.— Rat» Dbtateei 7., 8. gran Solle.— Zheattr in btt StaflctflmS«! I. e'otiäpvtbtn, 7 SchneiwOtlhfn.— S-t loboatk-Dt-atet Stcgllb: l., 8. Iii d r gohanitionaSit.. tbc-itte im 4!dmitalkval»N! l., 8. Wann und Wo!— Staiai k., 8. Iiilt-iialwnalt, S>ari«t>j,-»eiSabaNea-Tbtatcr! l.. 5. SIcttintr V-Ängtr.— rb«atet am Sotituffet Daei 8.tt.>Zlibi!lg«, am 2. Iaiiiiar beginnende Znntntutauaocrkans btr Birma s. Zoiepb, ZibSnebtra. SanptNtajj« 1, sn der Reklame der oberste Arundsos, dieser girma ist. We» clnmal oerkuchs» weise einen Einkauf getätigt bat, ist tltndiger Sunde geblitben. Wir klnnen anm versichern, daß die g roste Preisrnsivd�teit wr OualitZtsMaren sich im dieajähtioen Znoeniurousvetkaus tum Boble i-de» tiduier» auswirken wird. Eon» besonders sind i» Damen- und siiiiderkolis-kOaii dl« Preist so nledrig gestellt, dost es nilmand vetkiivmen sollte, sich diese Waren anguslben. Wir «erweisen auf die heutige Beilage ber ftirma. VerantrvoAllch fUr Doiitik: Dr. Cut<»curr: Wirtschast: 9. MtpgelUstti «kwerlschaltsbewegiins: ffr. cksikal», Feuilleton:>«. S.»Ische,, Lskaleo und Berlagsanstalt Paul Singer u Eo.. Barlin CW«8. Lttldensttasie- ecgifini unser mrentiir 'AUSVERKA IH&MJiJMjflfmmjis tMtmM Bmesjcm- Stu&niäteäAe 42 äoAe QMenAuwxe&st&ifie JCcnlekiien r Crftpe de chine sÄ 9 90 mm mod. Fmbrnm, mm MO mm h». t| Crfipe 6ewgette 2�<9S Kleid in 2C■scdera. Ftrben, 95 cm br. Z" Satin-Riehe iMdtfaniw r«ib«. I Abodklud« Kleider-Samt n*-°r~ 9 75 Aarf«to OmMU, a» M M V | Wasch- Musseline CD t*» Q**K5fc apvt* Martw•. JU Popeline 1 VaOak h«Wa Fataa..... J StidcstoffsS�tSti J ■KUHaentofte Zephir»ew*-«*,*. OC da» Kwm mi Stntim.•.. W a 5 Wellinie i«« ml■«■■■■■ Strapaziecwore für Leibwäsche, 80 cm breit. Mir. 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Für Brandenburg versprach er. da die Delegierten der Zrovinq gegen sein« Laschheit in dieser Hinsicht Protest erhoben, edensalls sich energischer für die nur dreitägige Wartezeit einzu- setzen Wenn es stimmt,-daß die Verordnung vom 2. Dezember für Berlin zurückgenommen ist, so ist das lediglich dem Druck der Arbeiter selbst, insbesondere lediglich dem Druck der Zim- m e r e r, zu verdanken, das natürlich hat Dollmcrshaus nicht ge- sagt, sondern den Erfolg sälschlich für die leitenden Instanzen gebucht." Alle Angaben dieser Notiz sind falsch. Wie wir schon mit- Geteilt haben, betrögt die Wartezeit derjenigen Arbeiter, die infolge Ditterungsum ständen die Arbeit einstellen mußten, nicht ■fcrei, sondern sieben Tage. Die Verordnung vom 2. Dezember ist nicht zurückgenommen. Sie besteht noch wie vor zu Necht. Strittig war nur gewesen. ob der ß 2 Abs. l der Verordnung, der von den Arbestern handelt. die infolge von Witterungsumständcn entlassen werden, aus Berlin »nwen&bar ist. Der Deutsche Baugewerksbund, dem stch die Verbände der Steinarbester und Dachdecker anschlössen, war der Meinung, daß für Berlin nicht der Absatz 1, sondern der Absatz 2 tu Frag« kommt. Nach Wsatz 2 des Z 2 der Verordnung beträgt die Wartezeit sieben Tage für diejenigen Arbeiter, die infolge Witte- »nrgsumständen die Arbeit einstellen mußten, aber gewohnhei's- mäßig andere Arbeit anzunehmen pflegen, natu» lich sofern sie andere Arbest nachgewiesen bekommen. Der Absatz 1, der«in« zwei- und dreiwöchige Wartezeit vorschreibt, ist nur anwendbar für solche Landarbeiter, die nicht«gentliche Erntearbet- ter sind, sondern ständig und ausschließlich in der Landwirtschaft be schäftigt und während der Wmtermonate ganz oder teilweise ar- bestslog sind. Dem Protest der Berliner Ortsvcrwaltung des Deutschen Bau- gewerksbundes schloß stch auch der Ortsausschuh des ADGB. an, während die Ortsoerwaltung Berlin des Zimmererverbandes es ausdrücklich ablehnte, sich diesem Protest anzuschließen. Es ist also das Gegenteil von dem. was die„Rote Fahne" hier b«. Haupte,, richtig. Im Derwaltungsausschuß des Landesarbeitsamts vertraten einzeln« Unternehmervertreter die Auffassung, daß für Berlin nicht der Absatz 2, sondern der Absatz 1 des ß 2 der Verordnung vom K. Dezember maßgebend fei. Daraufhin wandten stch die(Bemerk- fchaften an den Vorstand der Neichsonstalt und dieser trat in einem Gutachten der Auffassung der angeführten Organisationen bei. In folg« dieses Gutachtens Hot der Verwaltungsausschuß des Landes- arbeitsamts beschlossen, daß für solche Arbeiter, die-infolge Witte- rvngsur.iständen die Arbest einzustellen gezwungen sind, der Abs. 2 des§ 2, also die siebentägige Wartezest ganz allgemein in Verlin anwendbar ist. Für alle anderen Arbeiter und An- gestellten, die infolge van Arbeitsmangel arbeitslos«er- den, bleibt selbstverständlich die dreitägige Wartezeit bestehen. Da die„Rote Fahne", um eine noch jeder Richtung hin ganz unberechtigte Reklame für die kommunistische Zahlstellenleitung der Berliner Zimmerer zu machen, unsinnige und verwirrend« Behaup. tungen ausgestellt hat, war diese Richtigstellung notwendig. !» Wir erhalten vom Staatssekretär Dr. G e i b in Vertretung des Reichsarbeitsministers eine Zuschrift, die bestätigt, was wir heut« in unserer Morgenausgabe bereits aus Gri-nd einer Zuschrift des Genossen Brühl mitgeteilt haben. Der Staatssekretär Dr. Gelb schreibt Insbesondere: „Ich beehre mich, darauf aufmerksam zu machen, daß die Cnt- schließung der Funktionärkonferenz in diesem Punkte ojseiibar aus einen, Mißverständnis beruht. Durch die Verordnung über die Aufhebung älterer Vorschriften über die Wartezeit in der Ar. beitslosenoerstcherung vom 17. Dezember 1927(Reichsgesetzbl. I S. 486), die hier gen, eint ist. wird keineswegs die drei- täglge Wartezeit aufgehoben, soweit diese nach der Verordnung des Verwaltungsrats der Reichsanstolt für Arbeits- oerinsttlung und Arbeitslosenversicherung vom 2. Dezember 1927 besteht. Die Verordnung vom 17. Dezember 1927 hebt vielmehr nur die älteren Vorschriften ans, die der Wartezcitoerordnung vom 2. Dezember vorausgegangen waren: sie hat tatsächlich nur formal« Bedeutung und stellt klar, daß nicht zwei Verordnungen n ebeneinander gellen. Räch wie vor beträgt also die Wartezeit für Arbeitslose gegenwärtig grundsätzlich drei Tage; nur bezüglich der Saisonarbeiter verbleibt es bei den bekannten Lestimmungen, die der Verwaltungsrat der Reichsanstast in dieser Verordnung vom 2. Dezember 1927 onge- ordnet hat." Lohnbewegung in Mitteldeutschlanö. -.50000 Metallarbeiter erheben Lohnforderungen. Halle, Zt. Dezember. Der Deutsche ZNekallarbellerverbaud hat. wie der TOIB.- Handelsdienst hört, hevle beim Verband Milleldeutscher Metall- Industrieller die Süudlguag der Lohnkluseln für die Tarif. gebieke Halle. Maadeburg und Anhalt ausgestochen, so daß diese am 14. Zanuar 1928 ablaufen. Der gegen wärtioe MIadesllohu be- trSgl bei den Facharbeiter« über 2Z Zahre 75 Ps„ bei den angelernten 69 Pf. und bei den vngelernlen 62 Ps. dle Stund«. An der Bewegung in der mitteldeutschen Metallindustrie sind etwa 50 000 «rbeller. Arbeiterinnen und Lehrlinge beiclligl. Schiedsspruch im niederfchlesischen Bergbau. Waldenburg, 30. Dezember.- Im Geholtskampf der niederfchlesischen Bergbouangestellten wurde heule ein Schiedsspruch gcjällt, Wonach die Gehälter ab 1. Januar. 1926 um 7 Prozent erhöht'werdcn. Der neue Tarif läuft zunächst bis zum St. März 1928. Enttäuschte Freunde.;~ Bittere Wahrheiten für Stegerwold. 'Die dem Deutschen Beamtenbund«ahrstehende „V e ko" verässentlicht in ihrer Ausgabe vom 29. Dezember einen längeren Artikel, m dem es u. a. heißt: JJn einem neuerdings erschienenen Artikel des Herrn Stege» waldgibt er setner Auslassung dahin Ausdruck, daß fast-all« Tages. Zeitungen Inhalt und Auswirkungen der Besoldungsoorlage ihren Lesern vorenthalten haben, und daß deshalb die Bcansten ein« größere Aktivstäl entfalten konnten als die unwissenden Steuerzahler und sozial am stärksten bedrängten Schichten. Aus diesem Grunde hätten die Beamten gesiegt. Angesichts d«r vollkommen unzureichenden und unsozialen Be- soldungsncuregelungen von einem Sieg der Beamtenschaft zu sprechen, blieb, soweit wir beobachten konnten, lediglich Herrn vtegerwold vorbcholleiu Er allein weih scheinbar nicküs davon, daß die Preise aller Lebensmittel und Bcdarssartitcl schon lange vor der falschen Ankündigung einer Besoldungserhöhung durch Herrn Köhler dauernd gestiegen waren.'Auch Hot Herr Stege» wald geschwiegen, als der große Bolksbetnig, genannt„In- slation, vor sich ging. Er schwieg mannhast weiter, als dos Kabinett Luther der rheinisch-westsälischen Schwerindustrie 720 Millionen Mark rechtswidrig in den nimmersatlen Rachen warf, derselben Schwerindustrie, die das verbrecherisch« Ruhrabenteuer inszeniert hatte. Er hat auch mitgeholfen, die Zollerhöhungen, durch die die Wirtschaftslage verteuert wurde, durch- zusetzen. Nochden, stch jetzt selbst die heutige Reicklsrcgierung aus staotspolitischen, durchaus nicht wirtschastspolitischen Grün- den für ein« Ausbesserung dee Beomtenbesoldung einsetzt«, findet Stogerwald plötzlich, daß die jahrelang mißbrauchte Beamtenschaft eine größere Aklivilät entfaltet habe, als die unwissenden Tteue» zahler ahnen. Es wäre interessant, zu ersahren, ob der gelehrte Herr nicht weiß, daß auch die Beamtenschaft zu diesen Steuerzahlern ssehört. Wenn Herr Stegerwold nun am 18. Dezember dieses Jahres im„Deutschen" ausführt, daß wir auf dem besten Wsge sind, nein einem leider oft noch volkssremden Beamtentum politisch beherrscht zu werden und daß die christlich.notiviwle Arbeiterschaft eine solch« Beaintenpolitik ebenso ablehnt, wie sie sich gegen dos Wieder« rivachen des allen Kloflenstoates wehrt, so verdienen dies«'Ausführungen als Übelitc demagogische Hetze festgenagelt zu werden, da er sehr wohl weiß, daß in der breiten Masse des Beamtentums niemand daran dentt, sich als Herrscher des Volke» neu zu etablieren, geschweig« denn sich als„Retter" anzubiedernd Da.;» sei zu bemerken, daß der DBB. sich bekanntlich vor nicht sehr langer Zeit inü den christlichen Bemntenoerbänden ver. schmolzen hat. Die etwas heftige Forin der sachlich allerdings begründeten Abwehr läßt darons schließen, daß es sich hier um einen Gefühlsausbriich enttäuschter Freunde handelt. Sowjetrußland gegen Siebenstundentag. Die von der russischen Regierung mit der Ausarbeitung bestimmte» Aueführungsbestiminungen zur Einführung des Sieben st undenorbeltstages eingesetzte Kommission hat setzt den staatlichen und sonstigen Untcrnchimnigen verboten, die Arbeiiszeiten Irgendwie.zu_ äiiiini. Der..Siebenstundentag soll zunächst lediglich für die neueingericht.e4.cn und nach dom L Januar 1028 zu eröffnende» Unternehmungen in Frage kommen. I mm|y i Jbi¥t rkkii f Beginn 2. Januar Sensationelle Preisherabsetzungen! beginn 2. Januar Angebote, die nicht wiederholt werden können! Bn Porten Kinderiileiiler"Ä* Ltaga«o— es cm... stock Ein Porten Sdmlkielßer» 395 Ling« SO— cm... ätflek(1 Ein Porten (75 osen tortoron«. 195 ••••«• o Sttck A ■ton Psliofcr>»*» wodern. Farbe«....... Stuck flu PO 495 1950 145 Iml' flfld FlizbOie 795 moderne Forcoen... dtttok Ii Ein Posten PilZMieiaaU.ani.rA«. 4® ttkrun*..... Stück* Ein Porten Pt Pt Pf. Pt Danieii'Sirflnmls 7Z Baumwolle, faibig. 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