Nr. 257. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Breisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächite Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben we den. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. habib Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Tendenzprozesse. M Sonnabend, den 2. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: werden " " 0 M licher Entscheidung kann daher auch nur die Form und Absicht| stehend betrachtet hat. Indes warten wir ab, ob u und je schwieriger es ist, den Juhalt hierbei zu welche Rechtsgründe" es hiergegen auführen wird. Jm Kameel- Inschrifts Prozeß wider Genossen Dierl, sondern, um so strenger wird für den Richter Mag das schließliche Schicksal des Prozesses wider Dier! Pfund und Rautmann ist zum ersten Mal in rückhaltsloser die Verpflichtung sein, sich selbst zu über- und Genossen werden, welch' immer es wolle, ihre Vers und dankenswerther Offenheit von der Anklagebehörde und wachen, damit die Selbständigkeit und Un urtheilung hätte nicht erfolgen können, wenn nicht zu vom Gericht der Grundsatz klargelegt, daß die politische a bhängigkeit seines Urtheils vor dem Ein einem ausschlaggebenden Faktor bei der Rechtsprechung Tendenz der Angeklagten und des von ihnen gezeichneten fluß seiner eigenen Ueberzeugung gewahrt die politische Tendenz der Angeklagten geworden wäre. Blattes für die Frage: obschuldig oder unschuldig? werde." Diese Art der Urtheilsfindung fonnte sich aber nur einmaßgebend sei. So urtheilte ein Gericht eines absoluten Rönig- bürgern und kann in Zukunft in ähnlichen Prozessen nur Würde diese Auffassung allgemein gültige Praxis, so reiches. Heute hat die Rechtsprechung in der so- Eingang finden, falls und soweit die der Sozial wäre damit erreicht, daß die Rechtsprechung in Preußen genannten konftitutionellen Monarchie im Kameel- Fuschrifts- demokratie entgegenstehenden Parteien glauben, der Sozialsich von dem für jeden Kulturstaat selbstverständlichen Prozeß mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit sich von demokratie gegenüber sei jedes Mittel erlaubt, ihnen selbst Satz entfernt hätte, welcher sagt: vor dem Gesetz ist diesen Grundsätzen losgelöst. Der Staatsanwalt hebt hervor, gegenüber würde es aber hoffentlich nicht zur Anwendung jeder gleich, um die politische Tendenz hat sich der Richter die Tendenz des Vorwärts" beweise die Schuld. Wir gelangen. im Gegensatz zum Verwaltungsbeamten nicht zu kümmern. staatserhaltende Parteien" betrachteten die vom Vorwärts" Die offenere Zulassung von Tendenzprozessen für die Die angebliche Tendenz des Vorwärts" über welche fritisirten Worte des Monarchen als Erlösung". Der Vor Zukunft, die demnächst vielleicht immer unverhüllter sich auerdings nicht einmal Beweis erhoben ist ist das sitzende des Gerichts hält es für sein Recht, vor der Beweis offenbarende Folge unserer Gesetzgebung, daß vicle Leitende für die Begründung der Schuldfrage im Kameel- aufnahme sein Urtheil dahin abzugeben, daß der Vor- Gerichte lediglich zu ausübenden Organen der Wünsche Juschrifts- Prozeß nach den eigenen Aeußerungen des Ersten wärts" und das ,, Volksblatt"" Artifel gebracht haben, welche einer Verwaltungsbehörde herausbilden, führt allmälig, Staatsanwalts und des Gerichts gewesen. Nicht mehr unter Verlegung der heiligsten Gefühle des deutschen aber sicher zur Untergrabung des Autoritätsglaubens gälte darnach fürderhin der Grundsatz: der Richter Volkes und des jetzigen Herrschers diese Feier in under indifferenten Menge. Durch die Entwickelung der hat ohne Ansehen der Person nur nach Lage würdig ster Weise besprechen und dagegen pro Tendenzprozesse würde also ein jedes Mittel, das unsere Der Sache zu entscheiden. An seine Stelle träte te stiren u. s. w." Statt der nach§ 136 der Straf Gegner uns gegenüber anwenden wollen, zur Untergrabung der neue Grundsatz: der Richter hat ohne Rücksicht Prozeßordnung an die Angeklagten zu richtenden Frage, des Vertrauens auf die bestehende Gesellschaftsordnung auf die Sachlage lediglich unter Berücksichtigung der ob sie auf die Anschuldigung des Anklagebeschlusses führen. Die Vertheidiger des bestehenden Zustandes unter politischen Stellung des Angeklagten zu entscheiden. etwas erwidern wollen, erklärt er den Angeklagten gegenüber: graben ihn selbst. Hat dieser neueste, offen proklamirte Grundsatz Aus- Sie müssen doch unzweifelhaft gewußt haben" ficht, Gemeingut der deutschen Rechtsprechung zu werden? u. s. w., der Artikel zeigt doch einen Stil, den eigentlich Bor mehr als 50 Jahren sprach im absoluten fein gebildeter Mensch bei solchem Anlaß in Anwendung Bur proletarischen Königreich Preußen das Stammergericht, dem damals bringen wird, der vielmehr die Absicht kennzeichnet, dieses Frauenbewegung in England. fein ehemaliger Staatsanwalt angehören konnte, folgende Fest... zu verhöhnen und schlecht zu machen, wie das verständige Grundsäße aus, die jeder unterschreiben muß, lia immer, was den Staat betrifft, täglich vom London, 29. Oft.( Eig. Bericht.) der das Menschenrecht eines jeten auf Meinungsfreiheit Vorwärts" geschieht, lediglich um die BeIn London spielt sich seit etlichen Tagen eine Art Streik und auf Bethätigung seiner politischen Gesinnung für etwas völkerungsklassen gegenseitig zu verheten" n. s. w. Firma Lyons u Komp. ab. Diese Firma, zu deren Direktoren die von Aufwärterinnen, bezw. Kellnerinnen der zur Kulturentwickelung Nothwendiges erachtet. Das Kammer- Im Namen des Gerichts verkündet der Vorsitzende dann als Herren Salmon u. Glückstein, die Loefer u. Wolff von London, gericht erklärte: Urtheilsgründe: ,, Bei Beurtheilung der Artikel muß manfragen: gehören, hat an verschiedenen Stellen Inner Londons ziem Ob die politische Ansicht des Jukulpaten eine be- wer hat diese Artikel geschrieben und welche Tendenz lich elegant ausgestattete Erfrischungsräume ein Mittel gründete ist, hierüber zu urtheilen, geziemt dem haben diese Zeitungen?" ding zwischen Café und Restauration- aufgemacht, die Richter nicht. Prinzipienfragen der Politik, Grund- Derselbe Vorsitzende unterschrieb vor 1/2 Jahren ein dem Publikum zu volksthümlichen Preisen" aristokratische Mit anderen Worten, sätze des öffentlichen Rechts, Erörterungen über Ge- Urtheil, in dem ausgesprochen wurde: selbstverständlich sei( high class") Genüsse darbieten. ein Konkurrenzunternehmen der schon längere Zeit be diegenheit oder Berwerflichkeit von Staatseinrichtungen bei Beurtheilung der Schuld frage nicht auf die politische in Ronkurrenzunternehmen der ſtehenden Aerated Bread Company, die mit ähnlichen und Verfassungen können nicht Gegenstand richterlicher Tendenz der Angeklagten Rücksicht genommen. Allerdings Etablissements ein blühendes Geschäft macht. Aber die fetten Entscheidung werden. Erörterungen der Art vor 2/2 Jahren bat abermals derselbe Borsigende die Schuld Dividenden dieser Firma haben nicht verhindert, daß die Löhnung gehören einem Gebiet an, von dem die richter eines Breßinders aus der sozialdemokratischen Tendenz des der„ A.- B.- E.- Mädchen", wie das Publikum in Hinblick auf die liche Wirksamkeit ausgeschlossen ist und Vorwärts" gefolgert. Dasselbe geschah in dem vorlegten Prozeß Anfangsbuchstaben der Gesellschaft die Kellnerinnen derselben deshalb sich fern halten muß. Sie findet wider Genossen Dierl. Kurz vor diesem letterwähnten Prozeß nennt, eine recht magere iſt, und ebenso ward von Anfang an ibre natürliche und gesetzliche Begrenzung in der wider Diert hatte Reichsgerichtsrath Stenglein dafür über die schlechten Lohnbedingungen bei Lyons u. Komp. ge= Ephäre des positiven Rechts, über Meinungen plädirt, daß durch die Gesetzgebung die Tendenz des flagt. Anfangs dieser Woche nun ist von der legtgenannten der Politik hat sie sich jedes Urtheils zu Thäters zu einem ausschlaggebenden Faktor für die Schuld weiter herabfekt, statt 5 pet. Verkaufsprovision sollen die Firma eine Verfügung Firma eine Verfügung ergangen, die die Löhne noch enthalten. Die Meinung als solche ist kein Ver- frage gemacht werden solle. Würde das Reichsgericht Kellnerinnen nur noch 21/2 pet. erhalten. Allerdings heißt es, brechen. Sie kann nur strafbar werden durch die Form, selbst die Anschauung seines Mitglieds adoptiren, so würde die Verfügung gelte nur für die Anfängerinnen, die älteren und in welcher sie in die Deffentlichkeit tritt und durch die Ab es ja das Urtheil wider Dierl und Genossen aufheben, bewährten Angestellten würden nicht von ihr betroffen. Aber in ficht, die bei der Veröffentlichung vorwaltet. Vorwurf richter- das den erst einzuführenden Rechtsgrundsatz als schon be- der Praxis scheint man die Grenze ganz eigenthümlich nach der Haben Sie die Aeußerungen des Hilfslehrers über die Geistlichkeit und über die Kirche gehört oder nicht? 13 Ein Verrückter.[ Machdr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrera Roman von Joseph Ruederer. Haben Sie auch die den königlichen Beamtenstand so schiver verletzende Aeußerung gehört?" „ Ja freili, freili," sagte Kreittmayer und wollte noch einige Klagen über das trostlose Verhältniß zwischen dem Lehrer und dem Benefiziaten loslassen. Hier unterbrach ihn aber der Beamte und forderte den Lehrer auf, diesen Anschuldigungen zu erwidern. " Noch stärker zerzauste der Bauer seinen Hut: " Wissen S', Herr Assessor, es is halt scho zwölf Tag her... so g'nau b'sinu' i mi a nimmer! G'stritten haben i' halt, der Lehrer und der Herr Förster... und i moan, es hat a jeder sei Theil triagt." „ Sie müssen aber doch sagen können, ob von seiten des Lehrers Worte gefallen sind, die Ihr religiöses Gefühl verletzt haben?" n " Darf ich mir eine Bemerkung erlauben, Herr Assessor?" sagte der Benefiziat. Dieser Mann hier ist leider einer Gattl that es Punkt für Punkt. Er hatte zwar zu jener Menschen in unserer Gemeinde, die ihre Pflichten gegen fämpfen, um sich zu beherrschen, weil ihn die schamlosen Gott in unverantwortlicher Weise vernachlässigen, darum Lügen und Entstellungen start erregten, gewann aber doch wird er auf eine solche Frage nicht antworten können." so viel Herrschaft über sich, daß er klar und deutlich reden ,, Ach so," sagte der Assessor mit leichtem Stirnrunzeln fonnte. Sein gereiztes Wesen am Tage des Streites gab und wandte sich nun wieder zu dem Bauern. Wörtlich er zu und begründete es mit der Beerdigung der Försterin; wiederholte er ihm die Behauptungen des Wirthes. Poiten die anderen Auflagen aber wies er als nichtswürdige sollte ja oder nein sagen, ob er das im Wirthshause gehört Verzerrungen seiner Worte zurück und berief sich auf seine habe. Beugen. Während der Lehrer sprach, puhte der Assessor die Gläser des Kneifers und richtete seine Augen, die jetzt ganz matt und erloschen schienen, zu dem vor ihm stehenden zitternden Manne empor. Er ließ ihn ausreden, ohne eine Zwischenfrage zu stellen, und winkte dann die Bauern herbei: Ihr wißt jetzt genau, um was es sich handelt. Nun sagen Sie mir einmal" er deutete auf Poiten er deutete auf Poiten- ,, was tönnen Sie über die Sache sagen?" -Boiten hob die Brust heraus und zupfte verlegen einige Filzfasern von seinem Hute herab: moan halt, es werd net so g'fährli g'wen sein", stotterte er. Statt dessen kragte sich der Bauer in den Haaren und fagte in gleichem Tone wie zuvor: woaß nimma, es fan halt scho zwölf Tag her." Es ist gut", schrie der Assessor wüthend und nahm Straßuer vor. Hier war das Ergebniß noch schlechter. Der Zeuge brummte, man habe ihn holen lassen, damit er Aussagen machen solle, aber er wisse nichts, denn er hätte kaum zu gehört, als sich der Lehrer und der Förster am Nebentische stritten. " Nach allen Seiten wiegte der Bauer seinen dicken Schädel und fah stumpfsinnig vor sich hin. Ein stechender Blick des Benefiziaten machte ihn noch verwirrter: " I bin überhaupts so spät kommen," begann er endlich, daß i..., daß i gar niy mehr von dem Spektakel g'sehen hab erst de andern hab'n mir nachher g'sagt, daß was zwischen m' Lehrer und' m Förster g'wesen is, aber i selber, i hab..." „ Sie wissen also auch nichts?" " Na, Herr Assessor." Vielleicht wißt ihr auch alle drei nimmer, daß Euch der Förster Baueruluder, verfluchte" g'heißen hat," rief der Lehrer, dem das Blut zu Kopfe stieg. Die Bauern drehten sich gegenseitig ihre verdußten Gesichter zu und sahen sich groß an. " Ich mache Sie zum letzten Wale aufmerksam, daß Sie ungefragt nichts zu reden haben," fuhr der Assessor heraus. Im übrigen gehörte eine solche Aeußerung, wenn sie wirk lich gefallen wäre, gar nicht zur Sache." Wenn ich' n Augenblick um's Wort bitten derft," erhob sich der Förster. I möcht' nämlich nur konstatiren," fuhr er fort, als er die Zustimmung erhalten hatte, daß meine Wort' ganz anders g'moant war'n und eigentli nur so' n harmlos'n Scherz bedeut' hab'n. Der Kreittmayer werd's bezeugen. Es fallt mir net ein, an Bauern zu be= leidigen, denn i halt sehr viel von dem Stand, weil i selber d'raus vorgangen bin. Darauf bin i stolz. manch'smal an Witz macht, oder a weng rauh is, des is was anders, und übrigens"-- er hob die Stimme- hab i so was ähnlich's a nur g'sagt, weil die Bauern im Zuletzt kam Eigenberger. Ihn nahm der Geistliche, Wirthshaus alle g'lacht hab'n, als der Herr Lehrer de der unbeweglich wie eine Wachsfigur auf seinem Stuhle Beamten Kameler g'hoaßen hat." saß, noch schärfer ins Auge als die zuerst Vernommenen. Auch der Assessor firirte ihn mit strengen Blicken: Förster, Benefiziat und Assessor sahen sich erstaunt an. Sie sind schon ein alter Bekannter des Bezirksamts Was soll das heißen?" rief der Beamte, reden Gie und des Gerichts! Daß Sie mir unter allen Umständen bei deutlicher und geben Sie Antwort auf meine Fragen. der Wahrheit bleiben!" " Das hat natürlich auch keiner von Euch gehört?" fragte der Assessor vorwurfsvoll und schlug sich leicht auf den Oberschenkel. " Ja. Tes b'sinn i mi no", ftotterte Eigenberger, da bin i grad' reinkomma in d' Gaftstub'n." Verweis und nrechten Seite bin gezogen zu haben, und so ist am Mittwoch| leiftet haben. Die am 24. September bereits gegen die in vollends abhold, als eine der ersten Regierungshandlungen in verschiedenen Zweiganstalten die Mehrheit der Kellnerinnen Geldstrafe genommenen Lehrer erlassene Verfügung hat nach des Prinzen Albrecht darin bestand, sich seine Zivilliste ers ausgetreten. Ob der Streit erfolgreich durchgeführt werden wird, ist eine den Hujumer Nachrichten" folgenden Wortlaut: höhen zu lassen, trotzdem er notorisch Befizer vieler Schleswig, 24. Eeptember 1895. Sie haben in Verbindung Millionen ist. Dazu fam, daß er feineswegs andere Frage. Die Umstände, die der Organisation weiblicher mit ben übrigen Lehrern der Husumer Bürgerschule dem durchaus eine Berpflichtung anzuerkennen geneigt scheint, die guten Arbeiter im allgemeinen entgegenwirken, fallen bei dieser Klaffe gerechtfertigten und nur von Wohlwollen gegen die Schule und braunschweigischen 1 Millionen auch im Ländchen von solchen doppelt start ins Gewicht. Es haben verschiedene Ber- thre Lehrer eingegebenen Wunsche des Ihnen vorgefeßten Lokal- darauf gehen zu lassen und so„ Geld unter die Leute" fammlungen stattgefunden, die den Zweckt hatten, die Ausständigen Schulinspektors, des Herrn Pastors Schwarz, sich an der Spike für die gehörige Durchführung des Streits zu organisiren und der buſumer Bürgerschullehrer, an dem Gedanfeftzuge zu be- zu bringen, fintemalen fintemalen es seinem Geschmacke mehr eine Art Union der Kellnerinnen herzustellen. Aber diese wollten theiligen, hartnäckigen Widerstand entgegengesetzt und sich somit entspricht, in Scheveningen oder auf seinen schlesischen von einem gewerkschaftsmäßigen Vorgehen nichts wissen, und so einer groben Disziplin widrigkeit und Ungebühr gegen Befizungen zu leben. Daher die Schmerzen der braven Seelen. blieb nichts übrig, als an das Publikum zu appelliren, es möge Ihren Borgesetzten schuldig gemacht. In Gemäßheit der§§ 2, Troßdem aber scheint die welfische Propaganda gerade in durch Boykott der Firma die Mädchen unterflüßen, für jeden, 14, 15 und 19 des Gesetzes, betreffend die Dienfivergeben der Braunschweig fast erloschen zu sein, ein Zeichen, daß der der die Kundschaft der Etablissements fennt, ein hoffnungsloser nichtrid, terlichen Beamten, vom 21. Juni 1852( G.- 6. S. 465) Spießer über seinen Geldbeutel hinweg nicht allzu viel AufGedanke. Auch eine Deputation von weiblichen Studenten, die ertheilen wir Ihnen daher, weil Sie die Pflichten regendes liebt. Das arbeitende Bolt, das in Braunschweig sich sofort in rühmlicher Weise ihrer Geschlechtsgenossinnen an- verlegt haben, die Ihnen Ihr Aint auf= genommen, dürfte bei der Firma nicht besonderen Erfolg haben. Die politisch vollkommen rechtlos ist, hat dem Regierungseinen erlegt, über verhängen Herren Lyons erklären, fie müßten morgen ihre Geschäfte schließen, außerdem eine Ordnungsstrafe in Höhe von 20 M. Sie wechsel seinerzeit falt gegenübergestanden und schaut auch wenn sie auf diese Damen angewiesen wären, deren Lebensweise Gie haben die letztere bei Bermeidung zwangeweiser heute gleichmüthig zu, wie fich unter der Aegide eine hyper- spartanische genannt werden kann. Troß der Hilfe Beitreibung binnen 14 Tagen, vom Empfange dieser Verfügung des Prinzen die ländlichen und städtischen Abgeordneten derselben wird sie voraussichtlich über die Kellnerinnen Sieger an gerechnet, unerinnert und portofrei an die Königliche Kreis- gegenseitig die Bissen streitig machen im Landtage. bleiben, denn schon hört man, daß verschiedene derselben zu den lasse in Husum abzuführen. Wir sprechen gleichzeitig die Auf grund eines erzreaktionären Wahlsystems ges Fleischtöpfen- ich kann nicht sagen, Egyptens, zurückgekehrt sind. bestimmte Erwartung aus, daß Sie in Zukunft sich ähnlicher wählt, bringen sie es fertig, sich fiundenlang um einen Die Schwierigkeit des Problems der Organisation und Sebung Ungehörigkeiten enthalten und nicht wieder die Achtung und neu zu bauenden Schweineftall auf irgend einem der Arbeiterinnen wurde in eigenthümlicher Weise illufirirt durch Ehrerbietung verlegen werden, welche Sie Ihren Vorgesetzten Dominium zu unterhalten, aber noch keines Sterblichen Ohr Die Konferenz arbeitender Frauen", die von schuldig sind. Königl. Regierung, Abtheilung für Kirchen- und hat einen wirklich arbeiterfreundlichen Antrag von ihnen Dienstag bis Donnerstag voriger Woche in Nottingham tagte. Nach Analogie dieser Konferenz, wenn man den Titel Schulwesen." Wie die Gesinnung des Boltes in der wörtlich nähme, würde eine allgemeine Arbeiterkonferenz vornehmlich Im ganzen haben sechszehn Lehrer eine Geldstrafe vernommen. aus Rentiers, Fabrikanten, Advokaten, Doktoren und Privat- von 20 M., vier eine solche von 50 M. auferlegt erhalten. That ist, das zeigen deutlich die Reichstagswahlen; der eine gelehrten zu bestehen haben. Von dieser Art waren die Mehr Somit gehört es nach Auffassung der Regierung zu Schles braunschweigische Kreis gehört zum festen Besitzstande unserer heit der Besucherinnen der Konferenz. Faft alles Angehörige der wig zu den Pflichten eines Volksschullehrers, Partei, die beiden anderen werden wir nach hoffnungsvollen höheren und mittleren Klassen, während Arbeiterinnen in der in einem Sedanfestzuge mitzumarschiren. Früher mußten Anläufen erringen. Die Saat, die einft Brace gefäet, blüht fozialen Bedeutung des Wortes fich fast nur auf den Abend- sie in der Kirche pflichtgemäß die Orgel spielen. Dieses kräftig empor Dieses träftig empor trotz des preußischen Prinzen und der neueste Pflichtgebot ist kein Wandel zum Besseren. frommen Obrigkeit. Der Ideenrichtung nach war die Konferenz nicht weniger gemischt. Bürgerliche Frauenrechtlerinnen bornirtester Observanz, Um das Ansehen der Staatsanwaltschaft bangt Stöcker's fiebente Epiftet an die Philifter ist in denen jedes Fabrikgeset ein Gräuel vor dem Herrn ist, sich die liberale Münchener Allgemeine Zeitung". Ihr der„ Evangelischen Kirchenzeitung" erschienen. Erschütternd Gegnerinnen des Stimmrechts und der politischen Bethätigung der fällt es schwer auf's Herz, daß die Verurtheilungen wegen wirkt es, wenn er darin im Jeremiaston über den Fall Frauen und entschiedene Sozialistinnen martirten die Extreme, Beleidigung- so billig fie auch ausfielen die zwei Hammerstein predigt: neben denen es noch unzählige Variationen und Schattirungen Staatsanwälte hintereinander sich zugezogen haben, dem Wenn solche furchtbaren Dinge geschehen, sollte ein Er Frau Beatrice Webb über das Thema der gefeglichen Gewalten überhaupt schädlich sein könnten. Deshalb ent- sämmtlichen stöckergläubigen Philister in das erforderliche gab. Eine der besten Reden war unzweifelhaft das Referat der Anschen der Anklagebehörden und damit der staatsrettenden sittern über die Macht der Sünde das allgemeine Gefühl fein." Hoffentlich gerathen beim Lesen dieser Worte die Regulirung der Frauenarbeit. Die Argumente der Frauenrechtlerinnen und Manchesterleute gegen die Fabrikgesege steigen ihrem gequälten Herzen folgende Mahnworte: wurden in trefflicher Weise abgeführt. Unbarmherzig zerzauste Es muß unter allen Umständen vermieden werden, daß Erzittern. Es steht ihnen so trefflich zum Fell. Uebrigens giebt es selbst unter den waschechten Kon Frau Webb die arme Wittwe", die bei jedem Fabrikgesetz, Staatsanwälte und Sozialdemokraten auf der Anklagebant eindas die Frauenarbeit betrifft, von deffen Gegnern auf die ander ablösen und der unparteiische Richter in die Lage ſervativen Leute, die Herrn Stöcker's Jeremiaston nicht Bühne geführt wird. Sie verglich die Lage der Arbeiterinnen tommt, bald auf biefe, bald auf jene Seite die strafende Hand für echt halten, wie eine Zuſchrift des konservativen in den Textildörfern Lancashires mit der der von keinem Fabrik nieberfallen zu lassen, sonst würde denjenigen, welche in der Major a. D. v. Arnim- Charlottenburg an die Berl. gefes„ belästigten" Arbeiterinnen im East- End und in dem„ schwarzen Uebernahme des französischen Instituts der Staatsanwaltschaft N." Nachr." beweist. Die Deutsche Tagesztg." hatte den Bezirk"( der Sitz der Nägelschmiederei in Staffordshire 2c.) und ein Unglück für die Entwicklung unseres Rechtslebens sehen, eine Hofprediger a. D. vertheidigt und dabei ausgeführt, daß er zeigte, daß die größte Freiheit und ökonomische Unabhängigkeit unüberwindliche Bundesgenoffin in der Gesammtheit aller der allezeit muthig und mannhaft auf der Bresche gestanden da ist, wo das tyrannische" Fabrikgesek herrscht. Denjenigen, jenigen erstehen, die auf dem Wappenschild der Staatsgewalt bat und daß er auch da, wo er irrte oder ein bedenkliches die die Gewerkschaftsaktion dem Schuß durch Gesetz entgegen auch nicht den geringsten Flecken sehen möchten. Es wird daher Sache Mittel wählte, das beste gewollt habe. Dazu bemerkt hielten, antwortete sie, daß die erstere durchaus nicht weniger der Justizverwaltung sein, den Vertretern der Staatsgewalt ge= tyrannisch" sei als der lettere. Man nehme, sagte sie, den Weber rade für die gegenwärtige fritische Zeit die pein- Major v. Arnim: fizungen einfanden. " von Oldham. Bei ihm sind beide Methoden der follettiven Re- lichste Regelmäßigkeit und Legalität zur Pflicht zu machen, sonst möchte Den ersten Sat bestreite ich nicht, der legte bebeutet nichts gulirung der Arbeitsbedingungen im Schwung. Die Lohnrate die neuerdings eingeleitete und an sich freudig zu anderes als: der 3 weck heiligt die Mittel, und eben wird ausschließlich durch das Mittel der Gewerkschaften feft- begrüßende Periode schärfften Vorgebens die Anwendung dieses Sazes durch Herrn Stöder fann ich nicht gefeßt. Die Arbeitszeit und die Sanitätseinrichtungen sind durch gegen sozialdemokratische Ausschreitungen anders als für absolut verwerflich halten. Ohne Herrn das Gesetz vorgeschrieben. Die Rednerin stehe aber nicht an, mit einem leidigen Mißerfolg abschließen." Stöcker in seiner Thätigkeit auf der Kanzel und in der Stadtzu erklären, daß ein Fabrikant oder Weber es leichter und Aber haben denn alle diese Perioden schärfsten Bor- mission irgendwie zu nahe treten zu wollen, muß ich aussprechen: weniger kostspielig finden würde, dem Fabrikinspektor zu trogen gehens", die wir schon erlebt haben, jemals anders geendet daß er sich durch seinen legt hin bekannt gewordenen und Ueberzeit zu arbeiten als dem Gewerkschaftsbeamten zu als mit einem leidigen Mißerfolg"? Brief selbst gerichtet hat." trogen und den Stücklohntarif zu umgehen." schäftigte, drehten sich um die Art der Bethätigung der Frauen Die Mehrzahl der Punkte, mit denen die Konferenz sich bein den verschiedenen, ihnen heute offenstehenden Berufszweigen würde Politische Webersicht. Ihr ahnt ja gar nicht, Jhr liberalen Mannesseelen, Euere Schmach! as Ihr so freudig begrüßt: es ist unser Erfolg und Von einer deutschen Barbarei", die in Lothringen verübt worden sein soll, erzählen französische Blätter, z. B. die Justice" vom 1. November. In Vic( Lothringen) streit ein mit Salz geladenes Pistol abgeschoffen habe, zu sei ein gewisser Jules François, der in einem Familiensowie um Postulate, die sich darauf beziehen. Neben wahrhaft Zehn Jahre Prinzregent. Heute vor zehn Jahren haarsträubenden Verkehrtheiten wurden sehr viele von Sach- zog der Prinz Albrecht von Preußen als Regent des Herzog- 10 Tagen Gefängniß verurtheilt und während der Haft fenntniß Gründlichkeit und Weite des Blickes zeugende Vor- thums in Braunschweig ein. Die schönbekränzte Maschine, so mißhandelt worden, daß schläge entwickelt, auf die einzugehen hier jedoch zu weit führen die damals den Salonzug führte, trug den bezeichnenden starb. Der Leichnam habe verschiedene Knochenbrüche gehabt, er am sechsten Tag Namen Bismard". Als der letzte Sproß des braun- und der Arzt Lansberg von Vic soll außerdem festgestellt schweigischen Welfenhauses, der Herzog Wilhelm, fern haben, daß der Tod durch Hunger herbeigeführt oder doch von seiner Heimath die Augen schloß, erfreute sich beschleunigt worden sei. Die Geschichte klingt so graulich, sein Ländchen, um um dessen deffen Regierung er fich nie aber auch unwahrscheinlich, daß die deutschen Behörden sich Berlin, 1. November. sonderlich gefümmert hatte, einer außerordentlich Patriotische Kundgebungen mit Strafandrohung günstigen Finanzlage, die sich auch bis auf den heutigen werden können. der Pflicht, eine Aufklärung zu geben, nicht entziehen zu erzwingen, paßt trefflich in die Zeit. In Husum ist Tag erhalten hat; aber der andere Vorzug Braunschweigs, durch Verfügung der königl. Regierung zu Schleswig den seine halbwegs liberale Kirchens und Schulverwaltung fiel, Eine recht hübsche indirekte Denunziation leistet Boltslehrern der Stadt Husum ein Verweis ertheilt als der preußische, persönlich sehr gottesfürchtige Prinz die sich die Kreuz- Zeitung" in folgender Notiz: und zwanzig von ihnen sind in Ordnungsstrafen Bügel des Regiments ergriff, und heute ist das kleine Herzog toll des sozialdemokratischen Parteitages in Breslau hat am Berlin, 1. November. Nach dem stenographischen Protovon 20 bis 50 M. genommen worden, weil sie dem Wunsche thum mit nicht weniger Kirchlichteit bedacht als 11. Oftober der Vorsitzende mitgetheilt, daß von 23 jüdischen des Lokal- Schulinspektors Pastor Schwarz, gemeinschaft- irgend ein anderer deutscher Bundesstaat. Stieß fchon Gewertschaften Rußlands ein Begrüßungsschreiben lich mit ihm beim Sedanstage an der Spitze der dieser Umschwung auf wenig Gegenliebe bei den Braun an den Kongreß eingetroffen ist. Diese Mittheilung verdient beSchulabtheilung zu marschiren, beharrlich Widerstand ge- schweigern, so wurde der Spießbürger dem neuen Kurse" achtet zu werden, sie kennzeichnet die politischen Tendenzen der So, so. Und ihr zwei andern?" " I moan, des hätt' i a g'hört", sagte Straßner. Boiten hielt nach wie vor seinen Hut vor die Brust und murmelte: woaß nimma, es fan halt scho zwölf Tag her." Mit scharfer Wendung drehte fich der Affeffor zu Gattl, der den Kopf herabhängen ließ und wie vernichtet in die Ecke starrte: " Jch dächte, wir wären so weit fertig! Oder haben Hochwürden vielleicht noch irgend etwas zu bemerken?" Der Angeredete erwiderte etwas, das die anderen nicht verstehen konnten. Brauchen Sie mich noch, Herr Assessor?" fragte der Lehrer, der zur Thüre gegangen war, mit zitternder Stimme. Flüchtig sah sich der Beamte unt: " Weilst halt a dummes Luder bist! Verstehst mi scho. Frag nix mehr. Jeg trint'n wir oane und nacher geh i no, mit ent in Euer Nest' naus." ,, Des is aber recht, Herr Förster," fiel der Wirth ein, no, des is aber recht!" In geringer Entfernung hinter ihnen schritten der Benefiziat und der Assessor, beide sehr langsam und beide ſehr langsam und bedächtig. Das sind also die Resultate Ihrer Gegenbeschwerde! Nein, Sie fönnen für heute gehen, und mit Euch bin" Wie gesagt, Herr Assessor, wenn der Staat die Geists Mit keinem Worte vermochten Sie die erhobenen An- ich ebenfalls fertig." lichkeit nicht besser in Schuß nimmt und ihr nicht größere flagen zu widerlegen und keiner Ihrer angeblichen Zengen Sein herablaffender Wink hatte den Bauern gegolten. Gewalt und Autorität über diese Lehrer in die Hand giebt, fonnte zu Ihrer Entschuldigung das mindeste vorbringen! Die rithrten sich aber nicht von Flecke und fahen rathlos dann muß die Kirche auch alle unliebsamen Konsequenzen Ja, die Leute mußten sogar gegen Sie aussagen und die dem Lehrer nach, der wie ein Betrunkener hinausgewankt ablehnen..." unerhörten Beleidigungen bestätigen, die Sie dem Beamten war. Ter Förster erbarmte sich ihrer. Er verabschiedete Ein vorbeisausendes Fuhrwerk übertönte den Redenden. stand in frivoler Weise ins Gesicht schleuderten. Was sagen sich leis und höflich von dem Affeffor und dem Geistlichen Geht es in der Weise fort, wie bisher, dann werden Sie jetzt?" und trat zu den unbeholfenen Menschen. Diesen hatte sich Sie sehen, Herr Assessor, daß eine Umsturzpartei großinzwischen Herr Kreittmayer wieder zugefellt, der sich bei gezogen wird, von deren Schreckensherrschaft wir heute noch Beginn der Verhandlung in gewissem Abstand von ihnen keine Ahnung haben." gehalten hatte. Göpfert packte den Poiten beim Arm und schob ihn hinaus auf den Vorplay, dabei sagte er: " Nix, gar nix mehr, Herr Bezirksamtsaffeffor! Ich hab' hent g'sehen, daß ein Hilfslehrer im Leben und vor der hohen Gerechtigkeit verrathen ist, und daß er nig ausrichten fann, wenn auch hundertmal das Necht auf seiner Seite steht. So ift's wenigstens bei uns im Land." Zornig sah ihn der Beamte an: Wir trint'n no a Maß mit ananda. Gehen S' mit, Kreittmayer?" Wie tönnen Sie sich unterstehen, solche frivole Be- Dankbar nahm der Wirth seinen Filz ab. hauptungen aufzustellen? Wir leben in einem geordneten" Und' n Straßner und' n Eigenberger nimmt a no Staate, der jedem seiner Angehörigen sein Recht werden mit, damit' s net hoaßt, i möcht' mit Bauernludern net läßt. Weshalb sizen wir denn also hier? Doch nur umgeh'n." Thretwegen und wegen Ihrer Beschwerde, der ich meine" O mei, Herr Förster," lachte der Wirth und öffnete tostbare Zeit opfern muß! Ich möchte den Hilfslehrer die Hausthüre. Alle traten auf die Straße und bogen an sehen, dem nicht allemal sein Recht geworden wäre. So der Muttergottesstatue vorbei, wo sie andächtig die Hüte etwas mag in Ländern passiren, wo feine Zivilisation und abnahmen, zum Wirthshaus. Keiner von den Bauern redete teine geregelten Gesetze bestehen; bei uns ist's nicht so, ein Wort. Doch den Wirth litt es nicht länger: Gott sei Dank!" Aber schön hat er g'redt, der Herr Assessor, " s überhaupt a g'scheidter Mensch," sagte der Förster. " Ja, ja, a sehr g'scheidter Mensch, a großartiger Beamter! Solche bal wir überall hätten!" Mitten im Sprechen hielt der Geistliche ein und stellte sich vor seinen Begleiter: ,, Betrachten Sie sich einen Menschen, wie diesen Gattl, meinen Schulgehilfen. Wo er noch war betam er die schlechtesten Zeugnisse, und bei mir thut er nicht besser. Was kann ich gegen ihn machen? Nichts. Er ist frech, ungläubig, versieht den Kirchendienst sehr nachlässig und verkehrt ausschließlich mit dem Förster Balder, einem Manne ohne jede Moral, der seine Frau ohne die Tröftungen unserer heiligen Kirche sterben ließ, der einen ganz bedenklichen Atheisten vorstellt und sich das ist die Hauptsache nicht einmal scheut, seine Gottlosigkeit das durch sogar mit offener Stirne zu bekennen, daß er niemals eine Kirche besucht. Ja, wenn die Behörden selbst mit solchem Beispiel vorangehen, dann... dann.. Allerdings," bestätigte entrüstet der Assessor, das ist start! Wenn der Förster Balder wirklich so ich muß schon sagen verkommen ist, daß er an nichts glaubt, wie Der Förster stimmte zu, er schien in sehr froher Hochwürden meinen, so wäre es doch wenigstens seine Laune und blinzelte Poiten an, der neben ihm über die Pflicht, als erster Beamter des Dorfes regelmäßig vorstehenden Pflastersteine stolperte. die Kirche zu besuchen, und so mit gutem Beispiel voran zu Diese mit stark erhobener Stimme und beigemischtem sehr schön." Pathos gesprochenen Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Der Benefiziat saß zwar noch regungslos wie zuvor und flüßte beide Hände auf den Knopf feines Stockes, der Förster aber nickte ernst und gedankenerfüllt, was Kreittmayer, der es gesehen hatte, sofort nachmachte. Wie versteinert standen die Bauern an der geschlossenen Thüre und blickten mit offenem Munde auf den Assessor. Der schien mit seinem Bist a dummes Luber," lachte Göpfert und schlug gchen." Erfolge nicht unzufrieden. Er legte dic Attenstücke zu den Bauer fest auf den Rücken. jammen und trat lächelnd auf den Benefiziaten zu: Wa- rum?" 1720 ( Fortschung folgt.) betreffenden jüdischen Gewerkschaften in Rußland. Denn es dürfte Liebchen, was willst du noch mehr? Flugs fegt auch für wohl auch in Rußland nicht unbekannt sein, daß die Sozialdemokraten Deutschland ein neues Gewehr erfunden, damit wir auch beim in Deutschland von besonderem Haß erfüllt sind gegen das russische nächsten Kriege an der Spige der Zivilisation marschiren Reich, daß sie nach den Auslassungen Bebel's einen großen Krieg tönnen. gegen Rußland herbeiwünschen. Das russische Reich erscheint Refféguier'schen Schwur beschaffen fet, fo geht doch aus der Unterredung immerhin das eine flar hervor, wie verlogen die Leygues'sche Behauptung von den 595 Arbeitern war. In der infolge dieser Unterredung gestern abgehaltenen allgemeinen Streitversammlung beschlossen die Arbeiter als Antwort ibnen als ein Hort der Reaktion, und erst nach seiner Nieder- Der Inhalt des Geheimvertrage zwischen Ruß auf die ihren Delegirten gemachten Vorschläge ein Schreiben an schmetterung glauben sie an die Aufrichtung ihres Bukunfts- land und China ist, wie jetzt verlautet, durch den russischen den Präfekten zu richten, das denn auch nach längerer Diskussion ftaates ernsthafter denken zu können. Aus diesem Grunde sind Gouverneur von Wladiwostock bei einem Abendmahl in mit Einstimmigkeit zur Annahme gelangte. In diesem Schreiben fie auch polenfreundlich. Erst dieser Tage, zur Erinnerung an die legte Theilung Polens vor hundert Jahren, schrieb das weinfeliger Stimmung als Nachtischrede ausgeplaudert führen sie nach einem Hinweis darauf, daß die ihrer Delegation Sozialdemokratische Zentralorgan:" Das internationale Prole. worden. Daß unter den obwaltenden Umständen die gemachten Vorschläge ihnen weder eine Garantie für ihre Löhne noch für ihre Gewerkschaftsorganisation, sondern nur ausgedehnte hat mit anderen Inventarfiüden das bankrotten Japaner nicht an die Räumung von Port Arthur denken Entlassungen bieten aus, wie leicht es wäre, die gegenwärtige bürgerlichen Liberalismus auch die Sühne des an Polen können, liegt auf der Hand. Lage zur allgemeinen Zufriedenheit zu ordnen. Sie verlangen begangenen Verbrechens übernommen; und man wird sich nicht, sagen sie, daß die 40 oder 45 eingestellten Arbeiter erinnern, daß die internationale Arbeiteraffoziation in flam menden Sägen diese Pflicht des Proletariats betont hat. Bolen Die Briefe Laffalle's an seinen Freund Georg entlassen werden, da diese meist nur durch das Elend dazu ge werde auferstehen als ein freies polnisches Gemeinwesen, eins Herwegh sind von der Wittwe und dem Sohne des trieben worden seien, ihre Pläge einzunehmen und man dieselben gegliedert in die freien Gemeinwesen des internationalen legteren gesammelt worden, und werden demnächst im Druck leichtes, die Arbeit zwischen diesen und dem ganzen früheren nicht wieder ins Glend zurückstoßen wolle. Es wäre aber ein Proletariats". Angesichts dieser unversöhnlichen Feindschaft erscheinen. Wenn man bedenkt, daß der Verkehr Lassalle's Personal so zu vertheilen, daß alle beschäftigt werden könnten. der Sozialdemokratie gegen Rußland ist es merkwürdig, mit Herwegh in die Zeit von der Gründung des Allgemeinen Man brauchte nur an stelle der 8 stündigen Arbeitsschichten daß nichtsdestoweniger 23 jüdische Gewerkschaften in Ruß deutschen Arbeitervereins bis zum Tode Lassalle's fällt, 6 stündige einzuführen, wie ihnen dies seinerzeit von Rességuier I and ſich veranlaßt gesehen haben, ein Begrüßungsschreiben kann man die hohe Bedeutung dieser Briefe für die Zeit felber vorgeschlagen worden war. Dadurch könnte für das gleiche an den Kongreß der sozialdemokratischen Partei in Breslau zu geschichte und für die Charakteristik des Schreibers ermessen. Quantum Arbeit ein Viertel mehr Arbeiter als vor dem Streik Die dritte Abtheilung", die politische Polizei in Ruß- Briefe anderer an diesen entweder verloren, oder zerstört, Gründen auch nur einen einzigen Arbeiter zu entlassen brauchte, Leider sind die Briefe Herwegh's an Lassalle, sowie die beschäftigt werden, was für Refféguier selber nur von Vortheil wäre. Da somit Rességuier weder aus industriellen noch aus technischen land, wird der„ Kreuz- Zeitung" gewiß dankbar sein. Freis oder sequestrirt. lich, die Nürnberger hängen feinen u. s. w. so seien die Lichtungen, die er zwischen ihnen vornehmen wollte, nur darauf berechnet, die Gewerkschaft zu dezimiren und zu vernichten. Darauf hätten sie aber nur einfach zu erwidern, daß sie entschloffen feien, ihre bedrohten Kameraden wie ihre Gewerft Schreibens erklären sie, daß fie nach wie vor bereit feien, ein fchaft bis aufs äußerste zu vertheidigen. Zum Schluße des richten. ftande: = Deutsches Reich. " Bulgarien. Die franzöfifche Ministerkrise tam noch im Laufe des gestrigen Tages zu Ende. Bourgeois brachte, nachdem Hanotaux, der bisherige Minister des Aus- berufen worden. Die Berordnung wird im Reichs- Anzeiger" Der Reichstag ist auf den 3. Dezember ein wärtigen, endgiltig abgelehnt hatte, folgendes Kabinet zu veröffentlicht. unparteiisches Schiebsgericht, wie dies die Bourgeois Inneres und Ministerpräsident, Ricard-Ein sonderbarer Bundesgenosse droht der Majorität der republikanischen Abgeordneten von dem gefallenen Justiz und Kultus, Cavaignac Krieg, 2odroy Marine, Deutschen Volkspartei diesseits der Mainlinie. Ministerium für sie verlangte, mit allen seinen Ronsequenzen Berthelot Unterricht, Doumer Finanzen, Guyot Der Beobachter" in Stuttgart theilt geheimnisvoll mit, anzunehmen, daß sie dieses Verlangen an die beffer unterDeffaigue Arbeiten, Mesureur Handel, Combes ein Berliner Blatt werde in seiner nächsten Montags richteten öffentlichen Gewalten erneuern und, alle Provokationen Kolonien. nummer eine mit der Zeitung der Deutschen Volkspartei verachtend, mit Ruhe und Vertrauen der endlichen Befolgung des Das Ackerbauminifterium, das nicht sofort besetzt werden vereinbarte Erklärung bringen, daß es die politischen und republikanischen Gefeßes entgegenfehen. Tonnte, ward heute von Viger übernommen. Ueber das volkswirthschaftlichen Grundsätze derselben energisch vertreten Den heute Abend eingetroffenen Meldungen zufolge hat der Programm und die Aussichten des neuen Ministeriums werde. Das ungenannte Berliner Blatt wurde allgemein für die Präfekt den Delegirten der ftreifenden Glasarbeiter erklärt, daß Boltszeitung" gehalten, die ja vorher schon für die Ueberschreitung er deren Vorschläge zur Lösung des Konflikts sehr an wird telegraphisch gemeldet: ber Mainlinie durch die füddeutschen Demokraten eintrat. Die„ Frei- nehmbar finde und daß er sein Möglichstes thun werde, um die Minister über eine neue gründliche Untersuchung der füddeutschen Konkurrenten sei Paris, 1. November. In einer Nachtsizung einigten sich finnige Zeitung" versichert nun, der neue Bundesgenosse seiner einen Vergleich zu stande zu bringen. Er soll sich überhaupt von das Kleine Journal". einer Liebenswürdigkeit gezeigt haben, die man bei ihm gar nicht Südbahn Angelegenheit, durch welche festgestellt werden was werden sich die süddeutschen Demokraten freuen, wenn dies vermuthet hätte. Was doch der Sturz des Kabinets Ribot mit soll, wer die Verantwortlichkeit trägt die Minister befchloffen Sozialistenhezer- Blatt jezt ein bischen demokratisch" wird! feinem Leygues und Trarieux nicht alles bewirkt!( Siehe die ferner, ein Schiedsgericht in Carmaux zu unter- Ober sollte die ganze Geschichte eine von Herrn Eugen Richter Politische Uebersicht".) ftüßen und den Versuch zu machen, den Vertrag ausgeheckte kleine Bosheit sein? Das würde ihm gerade passen, mit Madagastar abzuändern, ohne jedoch die Er wenn Herr Dr. Leipziger sich Herrn Leopold Sonnemann in den pedition wieder zu beginnen. Falls die Abänderung unmöglich Arm hentelte. Dann tönnte sich die freifinnige Boltspartei nur fei, foll der gegenwärtige Vertrag genau durchgeführt ruhig ihre manchesterliche Schlafmüze wieder über die Ohren werden. Das Kabinet steht der Schaffung einer ziehen. Rolonialarmee und der Einführung einer Eintommenftener für das Budget für 1897 günstig- Den Mund wäfferig mit der Aussicht auf machen Sozialdemokratisches gegenüber. Das noch unbefeßte Portefeuille des Aeußeren die Bismarckischen wird Decrais angeboten werden. Die radikalen und sozialistischen Neuesten Nachrichten" ihre Lefer. Sie berichten kurz über den Blätter begrüßen die Bildung des Kabinets Bourgeois mit Streit mit Herrn Rüdt und schreiben dann: großer Freude; die gemäßigten fürchten, daß die neuen ReformEs geht uns über dieses Thema eine interessante entwürfe im Lande Verwirrungen hervorrufen werden, die Buschrift aus Baden zu, die wir im nächsten Morgenmonarchistischen sagen dem Kabinet eine kurze Dauer voraus. blatt veröffentlichen werden." Paris, 1. November. Das Programm des neuen Kabinets Was wird da den Lesern der„ Neuesten Nachrichten" diefelbe in den Kreisen der russischen Regierung und bei allen umfaßt ferner die Reform der Erbschaftssteuer, fowie 24 Stunden lang das Wasser im Munde zusammenlaufen! Die Schichten der russischen Gesellschaft gefunden hat, enthält für das Gesetz betreffend die tirchlichen Ber- Kartellpreffe müßte eigentlich deshalb schon dagegen anfämpfen, uns die Garantie, daß bei einem Aufwand von Beharrlichkeit einigungen. Einzelne Blätter bemerken, das Rabinet er und Geduld die Beziehungen zwischen der Schwefternation, die halte durch Ricard als Justizminister den Charakter eines uns befreit hat, und unserem Vaterlande sich zu solchen gestalten Säuberungsministerium 3. Die Blätter erinnern daran, werden, wie sie sein sollen." Ob Ferdinand, der Bittsteller, wohl endlich in Petersburg daß Ricard allem Widerstande zum Troß seinerzeit die gericht lichen Berfolgungen in der Panama- Angelegenheit anordnete, Gehör und Gnade finden wird? und schließen daraus, daß derselbe in gleich energischer Weise in der Südbahn- Sache vorgehen dürfte. Der Figaro" nennt das Kabinet ein Ministerium der Desorganisation; Cavaignac, Lockroy und Doumer würden die bisher aufrecht gebliebenen Dienstzweige rasch zerfetzen; die Reformpläne Cavaignac's würden vom Oberfriegsrath als höchst gefährlich angesehen. -Der einzige Poften, der im neuen Ministerium noch nicht besetzt ist: der des Auswärtigen, wird vermuthlich von Berthelot übernommen werden. daß die Sozialdemokratie ausgerottet" wird, weil ihr ja nach dem möglichen Gelingen dieser Heldenthat ihr Hauptstoff für Kannegießereien fehlen würde. Aber sie eifert wohl nur deshalb fo eifrig gegen die Sozialdemokratie, weil sie ganz bombenfest überzeugt ist, daß ihr und anderer Leute Kampf gegen uns ganz fruchtlos ist. Den Profeffor Stengel in Marburg hatte man es entgelten lassen, daß er bei der Stichwahl in fch we ge- Schmalkalden als ausgefallener Kandidat der Freifinnigen zur Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten aufgefordert hatte. Nunmehr soll er wieder zu Gnaden gekommen sein. Es heißt, er sei bereits für dieses Wintersemester wieder als Prüfungskommiffar ernannt worden, obgleich die Er nennungen sonst nur alljährlich zu Ostern erfolgen. " Ist es auch nicht richtig, daß die Sozialisten das neue Ministerium mit großer Freude begrüßt haben", so steht doch fest, daß dasselbe einen Fortschritt nach links bedeutet, und daß die Reaktionäre aller Gattungen Grund Hammerstein und die Borussia". Zu der zur Unzufriedenheit haben. Die Frage ist nun, ob das„ Berichtigung" aus dem Verwaltungsrath der Borussia" in der Ministerium Bourgeois sich wird behaupten können. Die Hammerstein- Angelegenheit schreibt bie Brest." 8tg." noch:" In Majorität, aus der es hervorgegangen, fann leicht wieder der Berichtigung" war am Schluffe gesagt, daß die Unterauseinanderstieben. fuchung die Grundlosigkeit der angebrachten Denunziation ergeben habe, während Rechtsanwalt Feige behauptete, daß die Unterfuchung zur Feststellung der mitgetheilten Angaben geführt habe. Wir können auf grund der nach dieser Richtung von uns eingezogenen Information auf das bestimmteste versichern, daß Der Sturz des Minifteriums Ribot giebt unseren durch die Untersuchung jebenfalls die DarChauvinisten und Pharisäern wieder Gelegenheit, sich an Lehnsangelegenheit in der vom Rechtsanwalt die Brust zu schlagen, und mit fromm sittlichem Bathos Feige mitgetheilten Weise aufgedeckt worden ist. auszurufen: Dem Himmel sei Dant, daß wir nicht sind, Aber auch andere Unregelmäßigteiten sind, wie wie diese ins Mark hinein faulen Franzosen!" Die biederen ebenso bestimmt versichert werden kann, durch jene Untersuchung Herren feien hier auf die Worte eines schweizerischen ans Licht gebracht worden." bürgerlich demokratischen Blattes, der Züricher Post", verwiesen, die einen Leitartikel über den letzten französischen Ministersturz also schließt: -Die bulgarische Sobranje ist durch den Prinzen Ferdinand mit einer Thronrede eröffnet worden, die im Auslande wohl nur wegen der auf Rußland bezüglichen Stelle Beachtung finden wird. Es heißt da nämlich: " Im Verlaufe dieses Jahres hat sich eine Deputation nach Petersburg begeben, um gemäß einem Beschlusse der Volks vertretung als Zeichen der Pietät der bulgarischen Nation einen Kranz auf das Grab des unvergeßlichen Kaisers Alexanders III. zu legen. Das Wohlwollen, welches der Kaiser Nikolaus ber Deputation angedeihen ließ. der treffliche Empfang, welchen SHOP Rußland. über einen fehr deutlichen Artikel des russischen Regierungs - Die diplomatische Welt hatte sich einige Tage boten" gegen die englische Diplomatie aufgeregt, der von der offiziösen russischen Zelegraphen- Agentur" verbreitet und vom Wolff'schen Telegraphenbureau" aufgegriffen wurde. Die eng Tische Presse hatte auf diesen Anstoß noch nicht reagirt und schon wird aus Petersburg die überraschende Nachricht gebracht, daß im„ Regierungsboten" überhaupt kein Artikel über die Beziehungen Rußlands zu England geftanden habe. Wegen der ge nauen Zensur der Depeschen, besonders natürlich der des offiziösen Bureaus, in Rußland ist es aber ganz unwahrscheinlich, ja geradezu unmöglich, daß ein derartiges Telegramm ohne Willen der Regierung hätte veröffentlicht werden können. Die ganze Sache ftellt sich also offenbar als ein Schachzug der zarischen Regierung heraus, die in einer unverbindlichen Form den englischen Diplo maten einmal ihre Meinung zu sagen wünschte. Ruba. Martinez Campos hat, wie die Bossische Zeitung" berichtet, an die Regierung in Madrid eine Depesche gesandt, die dort einigermaßen betroffen hat. Seine bereits früher verzeichnete Mittheilung, daß er während der Regenzeit auf jedes militärische Vorgehen verzichten müsse, begründet der Marschall mit dem Hinweis auf den üblen Gesundheitszustand der Truppen. Eine - Die badischen Landtags Erfahwahlen sind einzige Abtheilung von 500 Mann zähle 164 Kranke. Bon den beendet. Nachdem die Nationalliberalen noch mit einer Mehr: 78 000 Mann, die der Marschall auf Ruba zur Verfügung hat, liegen heit von 3 Stimmen zulegt einen Bentrums Wahikreis erobert 9000 in den Spitälern, weitere 24000 find durch die Bewachung haben, besteht die badische Kammer jezt aus 31 Nationalliberalen, der Städte und Pflanzungen in Anspruch genommen, sodaß dem bisher 30, 21 Bentrumsleuten( 23), 3 Freiſinnigen( 5), 2 Kon- Marschall für die eigentlichen Kriegszwecke derzeit nur 45 000 fervativen( 2), 3 Sozialisten( 8), 1 Antisemiten, bisher keiner. aur Verfügung stehen, bei der großen Ausdehnung des KriegsDer Landtag wird auf den 12. November einberufen werden. Belgien. A Man wird an diesen Ministersturz in anderen Ländern wieder manche schöne Betrachtung über die parlamentarische Korruption knüpfen und der Anreiz ist unleugbar. Die Franzosen haben sich ihrer Tugenden immer start gerühmt, aber sie haben auch ihre schauplages feine allzu bedeutende Macht. Die Zahl der AufLaster stets sehr ehrlich gezeigt. Das romanische Blut ist ebenso ständischen giebt Martinez Campos mit 27 000 an, wovon 11 500 leicht empfänglich für die Sporen der Zeitkrankheiten, wie für Für die bevorstehenden Kommunalwahlen in der Provinz Santiago, 3500 in Puerto Principe, 12 000 in die guten Stoffe, und schwiht die kranken mit einer viel größeren in Belgien schließen die Ultramontanen und Liberalen, die uns Del Rio und Matanzas. Die in Pinar del Rio sind von Delgado Las Villas stehen. Dazu kommen noch fleinere Banden in Pinar Energie aus, wie das Blut anderer Völker. Daraus auf eine verföhnlichen" Feinde, wie sie sich noch vor kurzem nannten, und Guerra befehligt, die etwa 1000 Mann zählende, fast besondere Korruption zu schließen, wäre pharisäisch. Nicht fran- überall Kartelle gegen die frischanstürmende Sozialdemokratie. fapitalistisch, und wenn sie sich heute in besonders grellem Bruderblatt schon heute die authentischen Abmachungen der nicht einverstanden und bringt in ihn, sobald wie möglich zum zösisch ist die korruption von Barlament und Presse, sie ist aus etwa einem Dugend Städten bringt der" Peuple", unser gänzlich aus Weißen bestehende in Matanzas, von Lacret. Die Madrider Regierung ist mit der Baudertaktit des Marschalls Licht und unheimlicher Größe in Frankreich zeigt, so liegt das Angriff zu schreiten, wäre es auch nur, um auswärtigen Ber neben den natürlichen Anlagen des Volkes zu Uebertreibungen bürgerlichen Parteien über die Zahl der Size in den kommunalen nicht einverstanden und dringt in ihn, sobald wie möglich zum neben den natürlichen Anlagen des Volkes zu Uebertreibungen Verwaltungstörpern. In Verviers 3. B., wo wegen der ungeraden wicklungen vorzubeugen. daran, daß Frankreich sehr viel länger seinen Barlamentarismus hat, als andere Länder, und dieser mehr als anderswo dem Bahl von 25 Stadtrathsmitgliedern eine einfache Theilung nicht wicklungen vorzubeugen. Lehtere drohen immer mehr. feniten Marasmus sich nähert, weil ihm die demokratische wären, helfen sich die Bourgeois dadurch, daß sie einzelne firer mit Kuba sich nicht länger zurückhalten. Dieser Tage angängig war, da auf jede Partei 121/2 Stadträthe gekommen In den Vereinigten Staaten lassen die Rebellen- Sympathis Weiterbildung und Neubelebung fehlte. Der Kapitalismus Katholiken aussuchen, an denen auch die Liberalen nichts aus: landete auf Kuba ein amerikanisches Schiff, das direkt aus Newfennt auch anderswo feine Moral, feine zusetzen finden, die also fozusagen nicht Fisch und nicht Fleisch Kuliffenarbeit ist überall scham. und ſtrupel find. Hoffentlich machen aber die Anstrengungen und Erfolge or Munition brachte. Auch Freiwillige kommen in wachsender York 103, und wenn die Früchte feiner Saat noch unserer Barteigenossen dem belgischen bürgerlichen Mischmasch Menge aus den Vereinigten Staaten. nicht allerorts mit derselben Deutlichkeit " Frankreich. Afrika. am u tage treten, fo ist er am wenigsten Schuld für die Zukunft die Rechenexempel ein wenig leichter. baran. Ausbleiben werden sie nirgends. - Vom Kongo. Der„ Etoile Belge" meldet: Nach den Und noch eins. Senil", das heißt altersschwach ist Paris, 80. Oftober.( Eig. Bericht.) 8um Streit in vom Rongo eingetroffenen Nachrichten bleibt bie 2age a m der Parlamentarismus, d. h. das liberale Bourgeois Car maux. Wie frech Herr Seygues log, als er in der Kammer- Qualaba, woselbst eine Militär- Revolte ausgebrochen Regiment unzweifelhaft in Frankreich- wie der Liberalis- figung vom Sonnabend erklärte, daß Herr Refféguier bereits war, noch immer sehr ernst. Die Meuterer sind auf Kabinda mus überhaupt altersschwach ist, aber er hat doch vor über 595 Arbeiter verfüge, daß 420 von ihnen bereits an der marschitt, dessen Befagung zu schwach war, um Widerstand zu despotischen und bureaukratischen Regierungen den Vortheil, Arbeit stünden und der Streit zur Stunde bereits zu Ende sei, leisten. Verstärkungen fonnten eine Vereinigung nicht bewerk ein Vertuschungssystem, wie es in Rußland, Italien und leider das zeigt die Tags darauf in der Mairie von Garmang statt- ftelligen. Kapitän Bollen wurde bei dem stattgefundenen Zu auch in Deutschland herrscht, unmöglich zu machen. Wir gehabte Konferenz des Tarn- Präfetten mit den fammenstoße getödtet, Rapitän Shaw, den man todt glaubte, Delegirten der streitenden Glasarbeiter. In fonnte sich jedoch retten und Kabinda wieder erobern. Die wollen nur an die eine Affäre Bötticher erinnern, die in dieser suchte der Präfett ihnen nämlich auseinanderzusehen, Aufständischen nahmen dann ihren Weg auf Gandu zu. Frankreich genügt hätte, die feftefte Stegierung zu stürzen, wie gut die Streifenden thäten, die Arbeit allsogleich wagten aber nicht den Lomami zu überschreiten. Die Eine und verschiedene Personen auf die Anklagebant zu bringen.wieder aufzunehmen, da gegenwärtig blos fünfzig oder geborenen jedoch wollen wissen, die Meuterer hätten dort einen sechzig von thuen, die bereits durch andere erfest Erfolg errungen, und scheinen sich dieselben thatsächlich am Ein neuer Fortschritt der Mordkultur ist zu ver- feien, teine Aufnahme finden könnten, im sonstigen Falle Lubefu zu befinden mit der Absicht auf Luſambo zu marschiren. zeichnen. Zwei französische Offiziere haben ein Infanteries aber alle ersetzt werden würden, da Refféguier geschworen habe, Der Kommandant Gillain marschiert ihnen mit regulären Truppen gewehr erfunden, das die vorhandenen weit übertreffen soll. daß er nicht fapituliren werde. Nun, auch General Trochu hatte entgegen. Kapitän Bothaire befindet sich bei den Stanley- Fällen Gs wiegt 3½ Rilogramm, hat ein Kaliber von 6 Milli- geschworen, daß er nicht kapituliren werde, und einige Tage und beabsichtigt nach Ujangwe zu gehen, wo sich die Operations. meter und„ tödtet einen Menschen auf 6000 Meter". Mein später war Paris übergeben. Aber wie es auch immer mit dem basis des Baron d'Hanis befindet. Türkei. — Alarmnachrichten kommen von allen Seiten. Zum tbeil sind's diplomatische Lügen. Zum theil ist es aber auch Wahrheit. Die Pferdekur, welche die fremden Mächte mit der Türkei vornehme», hat unzweifelhaft hier und da zu gemalt- smnen Ausbrüchen geführt. Ganz unzufrieden hiermit dürfte die türkische Regierung wohl nicht sein, denn sie hat nun einen Grund, größere Truppenkörper auszustellen, die auch gegen andere Feinde, als die Armenier, ausreichen. Aus London telegraphirt man cl. S. I. November: Nach einer Meldung des„Standard" aus Konstantinopel vom 30. v. M. drohen in Arabien Unruhen auszubrechen. Die Minister niachen alle Anstrengungen, mit möglichster Eile Trnppenverstärkungen nach dem Rothen Meere zu entsenden. Es wird gemeldet, daß das Leben der türkischen Einwohner außer« halb der Garnisonstädte nicht sicher sei, und daß die Araber eine große Feindseligkeit zeigen. Der„Standard" hat in neuerer Zeit allerdings bezüglich der Türkei stark geflunkert. Um Gladstoue zu entwaffnen, bläst er in sein Horn.— Bm; SkÄdkoevovdnekennmhl.> Weber die bevorstehenden Stadtverordneten' Wahlen und die Aufgaben der kommunalen Politik sprach Genosse PaulSinger am Donnerstag Abend vor einer Versammlung von 1000 Personen auf dem Tempelhofer Bock. Er begann mit dem Hinweis darauf, daß durch die Kommunal« steuer-Reform eine wesentliche Verschiebung der Kommnnalwähler in den drei Klassen stattgefunden habe; wir hätten nunmehr damit zu rechnen, daß viele Leute in die dritte Abtheilung ge- kommen seien, die nicht zu den Sozialdemokraten zu zählen find, darum müsse mit doppeller Energie gearbeitet werden, um trotzdem den Sieg zu erringen. Die Thätigkeit der Sozialdemokraten in der Stadtverordneten- Versammlung sei sehr segensreich gewesen, denn während früher die Verhandlungen etwa auf dem Niveau eines freisinnigen Bezirksvercins gestanden hätten, wären durch sie große Gesichtspunkte in die städtische Politik hinein- getragen, auf dem Gebiete des Verkehrs, des Unterrichts, des Ärheiterschutzes, der Hygiene. Wenn auch im einzelnen oft kein voller Erfolg zu verzeichnen gewesen sei, so wäre doch häusig viel Scklimmes verhütet worden. Die Richtigkeit dieser Behauptung erläuterte Redner dann an den einzelnen Beispielen aus dem kom- munalen Leben. Eine Hauptfrage sei die Verkehrsfrage: es müsse aufhören, daß die aus öffentlichen Mitteln errichteten und unterhaltenen Straßen privaten Gesellschaften zur finanziellen Ausbeutung überlassen blieben; sie müßten viel- niehr. weil von dem Gelde aller Steuerzahler erhalten, auch allen Steuerzahlern zu gute kommen. An den jetzigen Ver- träge»(bis 1911) sei ja leider nicht zu rütteln, aber eine Neu- auslieferung der Stadt an die Aktiengesellschaften müsse verbindert werden; man dürfe nicht neue langfristige Verträge schließen, um die Pferdebahn- Gesellschaften zur Einführung des ohnehin uoth wendigen elektrischen Betriebes zu veranlassen.„Wir brauchen uns nicht Brosamen von Privaten hinwerfen zu lassen, wo wir, das Volk, selbst an der reichen Tafel sitzen können!" Den städtischen Einrichtungen müsse entschieden der Stempel des Sozialismus aufgedrückt werden. Wenn auch nicht behauptet werden könne, daß die einzelnen Stadtverordneten Aktionäre der betreffenden Gesellschaften seien, so wären sie doch durch das Klassen i n t e r e s s e auf die Erhaltung des Be- stehenden hingewiesen. Darum müßten durch die Wahlen der dritten Klasse andere Männer ins Kollegium gesandt werden. Auf dem Gebiete der Schnlorganisation brüste sich der Liberalismus mit großen Erfolgen, aber für wirklich durchgreifende Reformen, wie Unentgeltlichkeit der Lehrmittel, Beschaffung von Frühstück für die armen Schulkinder u. a., fei er nicht zu haben. Mit der unentgeltlichen Lieferung der Lehrmittel wünschten unsere Gegner das politische Wahlrecht den Arbeitern zu nehme»: aber unsere Genossen verschmähten ein solches Danaergeschenk, sie nähmen keine Woblthaten. wo sie Rechte zu fordern hätten. Nachdem der Redner dann noch eingehend einige die Schulen betreffende Fragen, u. a. die fliegenden Klassen und die Um- schulungen, beleuchtet hatte, wandte er sich zu dem städtischen Submissionswesen. Wer die Verhältnisse auf diesem Gebiete kenne, der wisse, daß die Submittenten sich fortwährend unter- böten, mit dem Hintergedanken: Wenn Du nur die Arbeit hast, das andere wird sich finden. Daher kämen die vielen Nachbewilligungs- Forderungen. Die Stadt müsse selbst in den Verkehr mit den Arbeitern treten und ihre Arbeiten direkt an Arbeiterkorporationen geben, die sie unter Leitung von städtischen Beamten ausführen könnten. Wenn das noch nicht erreicht werden könne, so müßten wenigstens kontraktmäßig den Unternehmern Bedingungen zu gunsten der Arbeiter auferlegt werden, so müsse z.B. der achtstündige Arbeitstag gefordert werden. Hier habe die Kommune mit gutem Beispiel voran- zugehen. Ferner müßten Einrichtungen zum Schutze Oädtischer Arbeiter, Baubuden u. s. f., geschaffen werden. Auch iük Pflichten der Gemeinde gegen die Arbeitslosen müßten anerk«nt WrBe». Die Sozialdemokraten hätten es ferner, so f»h»W>er wfner fort, stets als Pflicht erachtet, anzukämpfen gegen/vie ll&igung der Berliner Stadtverwaltung, sich willfährig f egsjiK„höhere Instanzen" zu zeigen: aber die Zahl der Männer tzriKfleifei» Rückgrat müsse im Stadlverordnetenkollegium verembq werden, damit dort als oberstes Gesetz das Wohl der SlndV gHse» kqnne. Gerade für die nächste Zeil stäuben der Verwaltung givße.-Auf- gaben bevor, so die Reform der GewerbestenerXun� die/ Ein- gemein dung der Vororte. Gegen die Geivertzesteuep seien die Sozialdemokraten prinzipiell. da sie denV v.e r�.ü ch etwas zu erwerben besteuere; jedenfalls aberi tziüsse sie in einer dem arbeitenden Volke günstigen i'Weise vertheilt werden. Auf die Eingemeiudungsfrage«ehr> der Redner sehr genau ein, indem er das allmälige Anir/chfsn der Vororte als ein nothrvendiges Ergebniß der kapitalistischen Wirthschasts- form und ihrer Folgen darstellt. Er stellte schließlich den Grund- sah auf, daß man im Interesse des arbeitenden Volkes ein- gemeinden müsse und nicht in Rücksicht aus einige Großgrund- besitzer, die vielleicht schon die Eingemeindung eskomptirt.hätten. Redner schloß sein mit lebhaftem Beifall aufgenonimenes Referat mit einer Aufforderung zur energischen Belheiligung an den Wahlen am 8. November. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: „Die heute am 31. Oktober er. in der Bockbrauerei tagende Volksversammlung für den 2. Berliner Reichstags-Wahlkreis er- kennt vollständig die große Wichtigkeit einer kommunalen Ver- lretung für die Arbeiterklasse an. Die Versammelten er- klären sich mit den Ausführungen des Genossen Singer in bezug auf die Thätigkeit der sozialdemokratischen Stadt- verordneten im Rothen Hanse einverstanden, und verpflichte» sich, nicht nur mit aller Kraft dafür einzutreten, daß die alten Sitze der Partei erhalten bleiben, sondern alles daran zu sehen, auch nach Möglichkeit neue Mandate der III. Ablheilung zu erringen." Obivohl der Vorsitzende den anwesenden Gegnern volle Rede- freihcit zusicherte, fand sich keiner bereit, das Wort gegen die Ausführungen Singer's zu ergreifen. A n t r i ck forderte dann die Anwesenden mit warmen Worten auf, nun auch nach ihrer Resolution zu handeln und nicht zu meinen, mit der Abstimmung allein schon genug gethan zu haben. Rosenlhal brachte noch außerhalb der Tagesordnung die Rede auf die Vorgänge im Ausstellungskomiree, was Singer Gelegenheit gab, unseren Standpunkt zu dem Unternehmen klarzulegen und die Unfähigkeit des Komitees zur Durchführung einer wirklich großen Angelegenheit festzustellen. Nachdem noch bekannt gemacht war, daß am Mittwoch sechs große Versammlungen über die Kommunal- wählen abgehalten werden, schloß der Borsitzende die Ber- sammlnng um 11� Uhr. Komm' den Frauen zart entgegen. In den verschiedensten Orten Deutschlands sind, wie unseren Lesern bekannt ist, seit längerer Zeit einige Polizeibehörden sehr aufmerksam auf etwa in einer öffentlichen Versammlung erschienene Frauen und Mädchen. Sorgsam späht das Auge des Gesetzes nach Ver- treterinnen des schönen Geschlechts. Hat es solche entdeckt— flugs erhebt sich der Ueberwacher der Versammlung, kcrzengrade steht er da, grab' so, wie auf Posten vor Offiziers- Uniformen. Solche Huldigung der befferen Hülste des Menschen- geschlechts gegenüber wäre gewiß nicht im geringsten zu miß- billigen, wenn sie nicht lediglich die Vorbereitung zu einer an den Vorsitzenden der Versammlung gerichteten Aufforderung wäre, die Frauen zu entfernen, widrigenfalls die Versammlung polizei- lich aufgelöst würde. Dies Versahren ist, soweit öffentliche Ver- sammlungen in Preußen in Frage stehen, mit Gesetz und Ver- fassung(Art. LS und 30) unvereinbar. Zweifellos geht die Bevormundung des zarten Geschlechts nicht so weit, daß �hm die Anwesenheit in öffentlichen Versammlungen verboten werden darf. Anders liegt die Sache bei Vereins- Versammlungen oder von Vereinen einberufenen öffentlichen Versammlungen: vor deren Auf- klärungsarbeit will die Rechtsprechung die Seele der Frau geschützt wissen. Um der irrigen Annahme, daß eine Bereinsversammlung oder eine von einem Verem einberufene Versamnilung vorliege, nicht Vorschub zu leisten, t h u n die Genosssen gut: weder die Versa nimlung von einem Vorstandsmitglied eines Vereins einberufen, noch im Verein über Abhaltung einer öffentlichen Versammlung Beschluß zu fassen, noch endlich in das Bureau Mit- glieder des Vereinsvorstandes zu wählen. Sind diese Vorsichtsmaßregeln erfüllt, so kann man das Verwaltungs- streitverfahren und einen Zivilprozeß gegen den Ausweisende» auf Erstattung des den Frauen zurückgezahlten Eintrittsgeldes anstrengen. Völlig hinfällig wäre solcher Klage gegenüber der Einwand, in der betreffenden Stadt sei die Anwesenheit von Frauen in Versammlungen polizeilich verboten. Ein solches Polizei- verbot wäre ungiltig. Es ist unmöglich, alle trotzdem ergangenen Polizeiverbote zu registriren. Aus jüngster Zeit sei erwähnt, daß der Polizeikommissar in Neustadt O/S. am 12. d. M. die Entfernung der Frauen und Mädchen aus einer öffentlichen Versammlung, in der Genosse Dr. Arons referirte, verlangte und der Bezugnahme auf die entgegenstehenden Bestimmungen des Vereinsgesetzes durch die Behauptung entgegentrat: hier ist eben die Anwesenheit von Frauen verboten. Luckenwalde. In der Parteiversammlung am 27. Oktober wurde der bisherige Vertrauensmann A. T r a u t s ch wieder- gewählt.— Im letzten Jahre wurden acht Volks- und drei Partei- Versammlungen abgehalten. Ein ganzer Rattenkönig von Pro- zessen ist gegen verschiedene Parteigenossen in Vorbereitung. An Einnahmen hatte der Vertrauensmann zu verzeichnen rund 218 Mark, an Ausgaben 214 Mark. An die Parteikasse wurden 207, ö0 Mark abgeführt. In Achim, einem industriellen Dorfe Hannover?, besitzt unsere Partei eine treffliche Mitgliedschaft. Der Vertrauens- mann K a r l B r e n n e ck e, der übrigens einstimmig wieder- gewählt ist, konnte in seinem Bericht über die letzte jährliche Verwaltungsperiode mittheilen, daß er bei einer Einnahme von 164,91 Mark und einer Ausgabe von 60,50 Mark einen Kassenbestand von 104,41 Mark übrig behielt, was für einen Ort, der bei der letzten Volkszählung 3930 Einwohner hatte, sicherlich ein respektabler Kassenabschluß ist. Für die Angehörigen der Essener Verurtheilten brachten die Partcigenoffen die stattliche Summe von 65,25 M. ans, worüber in Nr. 251 des„Vorwärts" unter Berücksichtigung des Portos quittirt ist, was wir auf Wunsch gern feststellen. Ju Marburg hatte der Vertrauensmann I. Brunner im letzten Verwaltüngsjahr eine Einnahme von 337,14 M., die Ausgabe betrug 308,93 M. Es blieb also ein Ueberschuß von 28,21 M. Brunner wurde einstimmig wiedergewählt.— Versammlungen sind im verflossenen Jahre zwölf abgehalten worden. Delegirtenversanimlung des zweiten dänischen sozial- demokratischen AgitationSdistrikts. Es waren Delcgirte von Nyborg, Svendborg, Middelsart. Rige und Odense erschiene». Der Vorsitzende erstattete Bericht über die Agitationsthätigkeit. Ein Antrag von Odense betreffend Einrichtung eines Geschäftsausschusscs des Dislriktsvorslandes wurde angenommen. Es wurde dann ans Antrag des Hauptvorstnndes folgende Resolution angenommen:„Sobald etwas Positives über die Er- richtung eines Partei-Organs für Fyen vorliegt, sagen sännnt- liche Älbtheilungen ihre Unterstützung durch Beitrag zu einem event. Garantiesonds zu." Es soll nämlich für Fyen ein neues Partei-Organ begründet werden. Hinsichtlich der Agitation wurde mehr Planmäßigkeit verlangt. Besonders auf dem Lande müßte agilirl werde», denn die Landarbeiter seien empfänglich für unsere Prinzipien. Die Abtheilungen müßten Agitatoren in ihren eigenen Kreisen erziehen und sich nicht immer nur auf Kräfte von außen ver- lassen. Es wurde zu dieser Frage folgende Resolution an- genommen:„Es wird den» Geschästsausschuß aufgetragen, eine umfassende Agitation sowohl in der Stadt als auf dem Laude zu veranstalten und spätestens in acht Tagen bat der Ausschuß einen Plan hierfür vorzulegen." Schließlich wurde beschlossen, das syenische Sirbeilerfest gleichzeitig mit der Abhaltung des Parteikongresses im Sonuner in Odensee zu veranstalten. Polizeiliches, Gerichtliche» ec. — Gegen Genoffen G ü l d e n b e r g, den Redakteur der „Thüringer Tribüne", ist der Termin vor der Erfurter Straf- kammer auf den 5. November angesetzt. Ter Staatsanwalt hat Anklage auf Majestätsbeleidigung durch 18 selb- ständige Handlungen erhoben!!! Genosse Gülden- berg wird durch die Rechtsanwälte Zander aus Erfurt und Dr. Harmeuing ans Jena vertheidigt werden. — Eine Majestätsbeleidiguug sollte die Frau des Genossen M ü h l b a ch in F r a n k ffu r t a. M. begangen haben. Am 30. Oktober wurde vor der dortigen Strafkammer gegen sie unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt; die Verhandlung endete mit Freisprechung. — Genosse H e» s g e n in Mühlheim a. d. R. bat dieser Tage seine zweimonatige Gesängnißstrase, die ihm wegen Majestäls- beleidigung zudiktirt wurde, angetreten. — Gegen das freisprechende Urtheil des Stralsunder Schöffengerichts in Sachen G e n z e u u. Gen., die der„gewerbs- mäßigen" Verbreitung von Druckschristen angeklagt waren, hat der AmtSanwalt Berufung eingelegt. Dabei ist jedoch die„Geiverbs- Mäßigkeit" falle» gelasse» und das Hauptgewicht auf die öffent- liche Verbreituug gelegt worden. Da es sich um die Bertheilung von periodisch erscheinenden Druckschristen bandelt, so wird nach Meinung des Steltiner„Volks-Boten" zweifellos auch das Land- gericht zu einer Freisprechung gelangen. — Die rot he Fahne vor Gericht. Wegen Ver- Übung groben Unfugs durch Entfallung eines rothen Fähnchens, das an einem Kinderivagen befestigt war, wurde vom Magdeburger Schöffengericht Genosse Rehle zu drei Wochen und Genossin Rehle zu vierzehn Tagen Hast verurtheilt. Die Polizei hatte das Vergehen der Angeklagten mit je 30 Mark Geldstrafe ahnden wollen. Die hiergegen eingelegte Berufung ergab obiges Urtheil, gegen welches Berufung eingelegt wird. — Im Elsaß regnet tS zur Zeit Verbote von Ver» sammlungen. Fast kein Tag vergeht, ohne daß eine von Arbeitern einberufene Versammlung polizeilich„vertagt" oder, wenn es sich um eine politische Veranstaltung bandelt, man diese kurzer Hand verboten wird. Am Sonnabend, den 26. Oktober, wollte in Slraßburg der Delegirte vom Breslauer Parteitag öffentlich Bericht erstalten; der Versammlung wurde die Genehmigung ver- weigert. Am Montag, den 28., wollte in Mülhausen der Reichstags- Abgeordnete Bu e b als Antwort auf die gegnerischen Angriffe beim Falle Schwartz, unter dem Thema„zur Abwehr" öffentlich sprechen; die Versammlung ist ebenfalls untersagt worden. Sie wird nun am 10. November in Basel abgehalten. Zu dem gleichen Hilfs- mittel griffen die Straßburger und pilgerten am Sonntag, den 27. Oktober über den Rhein nach dem badischen Neumübl; aber das Regiment Puttkamer macht bekanntlich auch im„Muster- ländle" Proselyten. Die Versammlung wurde ausgelöst, als eine gegen den Delegirten Böhle wegen seines Verhaltens in der Frage Rüdt(er hatte den bekannten, vom Parteitag bei- nahe einstimmig angenommenen Ausschlußantrag gegen Rüdt mitunterzuchnct) gerichtete Resolution zur Verlesung kam. Die Auflösung stützte sich auf die KS 4 und 11 des badischen Vereinsgesetzes(Gefährdung des Staates oder der öffentlichen Sicherheit); sie wird dem Dr. Rüdt viel Freude gemacht haben. Die Ztz 4 und 11 des badischen Vereinsgesetzes sind sehr brauchbare Werk- zeuge in der Hand weitblickender Staalsdtener. GemevkMzttfkl iches. Den Fabrik-Hilfsarbeitern und-Arbeiterinnen von Berlin und Umgegend sei hierdurch mitgelheilt, daß die am 20. Oktober er. stattgefundene öffentliche Versammlung den Unterzeichneten zum Vertrauensmann gewählt und zugleich be- auftragt hat, eine neue Versammlung einzuberufen, da in der oben bezeichneten der Referent nicht erschienen war. Betreffende Versammlung findet Montag, den 4. November, abends 8>/2 Uhr. in der„Königsbank", Große Frankfurterstr. 117, statt. In derselben sollen namentlich die in den Anilinfabriken herrschen- den Mißstände zur Sprache gebracht werden. Möge jeder Kollege für zablreichen Besuch agitiren! Oskar Schüler. Hochmeisterstr. 5. Die Möbelpokirer RixdorfS werden hierdurch aufgefordert. sich Montag, den 4. November, abends 8 Uhr, in Rohr's Salon(früher Appold), Knesebeckstraße, Mann für Mann zur Versammlung einzufinden. Zweck der Versammlung ist, über die Wege zu bernthen, wie die Lage der Kollegen ver- bessert werden kann. Versäume keiner die sonach ä u ß e r st wichtige Versammlung! Die Schneider in Meißen beschloffen, in eine energische Agitation für Schaffung von Betriebs werk st ätten einzutreten und zunächst ein die Frage behandelndes Flugblatt zu verbreiten. Die Sattler in Varmen-Elberfeld kommen aus der Lohn- bewegung gar nicht mehr heraus. Nachdem erst vor kurzem die Tornisterfrage erledigt worden, wobei von den Arbeitern ein großes Maß von Selbstüberwindung an den Tag gelegt wurde. hatten die Fabrikanten abermals einen zweiten Lohnabzug von den vereinbarten Akkordlöhnen angekündigt. Das konnten sich die Sattler nicht gefallen lassen. In einer im Hotel Hegclich, Unterbarmen, stattgefundenen allgemeinen Saltlerversammlung wurden die streitigen Punkte eingehend erörtert und in nament- licher Abstimmung mit 162 von 173 abgegebenen Stimmen be- schloß man, die angekündigte Lohmeduzirung nicht zu akzepti«», sondern in den Streik einzutreten. VevsÄMUtlnttigrn. Die Rohrleger und deren Gehilfen hatten sich am 30. Okiober bei Bergner, Annenstr. 16, versammelt, um darüber schlüssig zu werden, ob sie im stände seien, bei günstiger Ge» schäftskonjunktur bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu er- reichen. In einem einleitenden Referat besprach Rath er die äußerst niedrige Entlohnung besonders der Helfer und gab seiner Meinung dahin Ausdruck, daß es geboten und auch möglich sei, hier bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen; vor allen Dingen aber sei Anschluß an die Organisation nölhig. In der Diskussion wurde fast ausnahmslos eine Lohnbewegung für kommendes Frühjahr befürwortet; sowohl die Rohrleger wie deren Helfer wollen Forde- rungen stellen. Sind Werkstätten vorhanden, wo die Rohrleger nichts fordern, so sollen sie doch die Helfer bei deren Forderungen unterstützen. Von den Helfern wurde ein Mmimal-Stundenlohn von 30 Pf. in Aussicht genommen. Schließlich wurde eine Reso- lution angenommen, ivorin die Versammlung ihr Einverständniß mit dem Referenten aussprach, den Anschluß an die Organisation für Pflicht erklärte und die Einführung des Werkstatt- Vertrauensmänner- Systems empfahl. Der Vertrauensmann wurde aufgefordert, derartige Versamm- lungen in kürzeren Zwischenräumen, mindestens aber alle vier Wochen einzuberufen. Dieser theilte dann mit, daß bereits am nächsten Montag eine öffentliche Versammlung mit gleicher Tagesordnung abgehallen wird, in der Fragebogen ausgegeben werden, aus grund deren dann die Forderungen ausgestellt werden sollen. Depeschen und letzke Duchvichken. Gclsenkirchen, 1. Novbr. Der Gelsenkirchener Bergwerks- verein hat ans seiner Zeche„Hansa" für die Kohlenarbciier die Arbeitszeit iür jede Schicht auf sechs Stunden einschließlich Ein- und Ausfahrt herabsetzen müssen. Paris, l. November.(W. T. B.) Berthslot übernimmt das Porleseuille des Auswärtigen, Combes hat sich entschieden, an stelle des Kolonialmiuistcriums das des Unterrichts zu übernehmen. Das Portefeuille der Kolonien übernimmt wahr« scheinlich der Teputirte Krantz(Epinal). Rom, 1. November.(B. H.) Heute früh fand hier ein heftiges Erdbeben statt. Um 4,40 Uhr wurde ein etwa zwainig Sekunden anhaltendes starkes Rütteln in der Richtung von Ost nach West verspürt. 10 Minuten später folgte noch ein leichter Stoß. Viele Leute eilten auf die Straßen, die bald trotz der frühen Morgenstunde sehr belebt waren. Rom, 1. November. Infolge des heute morgen erfolgten Erdstoßes wurden einige Häuser leicht beschädigt und einige Kamine niedergestürzt. Von der Fagade der Peterskirche aus dem Janienlum siel ein marmornes Wappenschild herab, ohne jemand zu verletzen. In den Ränmlichkeiten der Schweizergarde im Vatikan erhielten die Wände der einzelnen Zimmer Sprünge. Die Häftlinge in den Gefängnissen schützlen eine Panik vor und versuchten einen Aufstand. Die entsendeten Truppen sorgten jedoch für Aufrechterhaltnng der Ordnung. In den Krankenhäusern wollten mehrere erschreckte Patienten fliehen. wurden aber beruhigt. Weitere Erdstöße sind bisher nicht erfolgt. Gsasgow, I. November.(W. T. B.) Eine heute hier ab- gehaltene'Vollversammlung der Marine> Maschineubaner ans Belfast und vom Clyde beschloß, daß angesichts der Weigerimg der Arbeiter, die ihnen angebotenen Bedingungen anz niehme», die Maschinenbauer vom Clyde am 5. November mit der Ans- sperrnng der Arbeiter vorgehen sollten. ElaSgotv, 31. Oktober. Das vereinigte Komitee der Werft- besitzer hält beute eine geheime Sitzung ab. Die Mitglieder des Komitees erkläre» aber die Lage für unverändert. Fünfnnd- zwanzig Prozent der Maschinenbauer sollen entlassen werden, ob- gleich die drei größten Schiffdauer eine Entlassung ihrer Leute nicht wünschen. Verantwortlicher Redakteur: Frist Kunert, Schöneberg-Verlin. Für den Jnseratentheil verantwortlich: Th. Glvike in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu S Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 257. Sonnabend, den 2. November 1895. Parteigenossen! Arbeiter! Wähler der III. Abtheilung des 12. Jahrg. 2., 5., 7., 11., 13., 15., 17., 24., 27., 30., 33., 35., 39. u. 42. Kommunal- Wahlbezirks! Am 8. November d. 1. finden in den oben bezeichneten Bezirken Ersawahlen für die Stadtverordneten Versammlung statt. Ihr habt zu entscheiden, welche Partei für die nächsten sechs Jahre diese Bezirke im Rothen Haus vertreten soll. Wenn der Herrschaft des Freisinns, welcher die städtische Verwaltung zum Tummelplay tapitalistischer Interessen macht, und große Gebiete kommunaler Thätigkeit der Ausbeutung durch das Privatkapital preisgiebt, erfolgreich entgegengetreten werden soll, so müssen wieder Männer ins Rathhaus geschickt werden, welche energisch und zielbewußt die Sache der politisch Unterdrückten und der wirthschaftlich Ausgebeuteten führen. An die Stelle der im Berliner Rathhause herrschenden manchesterlichen Verwaltungsprinzipien müssen sozialistische Grundsätze treten. Die großen Aufgaben der Kommune auf dem Gebiete des Verkehrswesens, der Vergebung städtischer Lieferungen und Arbeiten sowie des Arkiterschutzes, Verkürzung der Arbeitszeit, Schaffung auskömmlicher Löhne und vernünftiger Arbeitsbedingungen u. s. w. dürfen nicht wie bisher fast ausschließlich im Interesse von Aktiengesellschaften und Großunternehmern bearbeitet werden. Schule, Krankenpflege und Armenwesen müssen wahrhaft volksthümlich eingerichtet, die sanitären Verhältnisse in allen städtischen Anstalten namentlich in den Schulen- erheblich verbessert werden. Solche das Gemeinwohl fördernde Einrichtungen wollen die sozialdemokratischen Stadtverordneten schaffen, seit 12 Jahren sind sie stetig bemüht, den Boden dafür zu ebnen. Parteigenossen! Benutzt die Zeit bis zur Wahl zu unablässiger Agitation für die sozialdemokratischen Kandidaten. Veranlaßt die Judifferenten zum Besuch der Wählerversammlungen, damit sie aufgeklärt werden. Belehrt Eure Arbeitsgenossen über die Nothwendigkeit der Wahl von sozialdemokratischen Stadtverordneten. Ueberzeugt die Zweifelnden, unterrichtet und festigt die Schwankenden, indem Ihr ihnen die Thätigkeit und die Anträge der Sozialdemokraten im Rathhaus vor Augen führt. Der 8. November muß für die Sozialdemokratie im Rothen Hause wieder ein Siegestag werden. Sorgt dafür, daß jeder Wähler am 8. November zur Wahl geht und seine Stimme dem sozialdemokratischen Kandidaten giebt. Arbeiter! Parteigenossen! Wenn die Besitzlosen und Nothleidenden sich aufraffen, wenn Arbeiter und Handwerker, Kleingewerbtreibende und Angestellte ihr Wahlrecht, so wie es ihr Klasseninteresse gebietet, ausüben, dann ist der Sieg unser! Thue deshalb jeder seine Schuldigkeit! Vorwärts! Hochz die Sozialdemokratie! Wir veröffentlichen nachstehend das Tableau der bevor-) 15. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend| Stadtbezirk 225: Chorinerstr. 4-6 und 78-86, 3ebdenickerstr. 9 stehenden Stadtverordneten- Ersagwahlen und bemerken ausdrückt die Stadtbezirke 82 und 83 und von Stadtbezirk 81: Glisabeth- Stadtbezirk 257: Ackerstr. 27-28 und 143, Invalidenstr. 5 und lich, daß diejenigen Wähler, welche feit dem Ufer 36 mit Ausschluß der Grundstücke: Adalbertstr. So, Naunyn 153-163; mit Ausschluß der Grundstücke: Fehrbellinerstraße 58 1. August verzogen sind, in demjenigen Be- straße 59 von Stadtbezirk 83. bis 62 von Stadtbezirk 226. zirt zu wählen haben, in welchem sie zur 3eit Wahllokal: Adalberthr. 21 bei Roll. der Aufstellung der Wählerlisten Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 84 und 85 und von Juli d. J.- gewohnt haben. Stadtbezirk 86: Oranienstraße 24-26 und 180-183; von Stadtbezirk 95: Manteuffelstraße 42, Oranienstraße 1; von Stadt bezirk 97: Mariannenstr. 51-53, Naunynstr. 2-15, Mariannen play 6a. also im Wähler ist jeder Preuße, der 24 Jahre alt, feit einem Jahre in Berlin wohnt, seit dieser Zeit feine Armen- Unterstützung aus öffentlichen Mitteln erhalten und die ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben bezahlt hat, sowie mindestens in die zweite Steuerstufe( 600-900 M. Einkommen) eingeschätzt ist. 2. Kommunal Wahlbezirk, enthaltend die Stadtbezirke 6-10 und vom Stadtbezirk 144: Kleine Kurstr. 9, Niederwallstraße 24 u. 25, Spittelmarkt 14 u. 14a, in welchem ein Hausbesiger zu wählen ist. Wahllokal: Niederwallstr. 20 bei Kühne. Kandidat: Expedient August Jacobey, Hochstr. 33. 5. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 21, 29 u. 30 und von Stadtbezirk 22: WilhelmStraße 42a, Bimmerftr. 1, mit Ausschluß des Grundstückes Königgrägerstr. 121 von Stadtbezirk 21. Wahllokal: Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 26, 27 und 28, mit Ausschluß der Grundstücke Charlottenstr. 11-12 von Stadtbezirk 26, Lindenstr. 89, Markgrafenstr. 10-16 und 85-94; Junkerstr. 1 von Stadtbezirk 27. Wahllokal: Friedrichstr. 228 bei Fritz. Kandidat: Zigarrenhändler Otto Antrick, Steinmetstr. 60. 7. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Hausbefizer zu wählen ist, und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 31, 32, 38 und 39 und von Stadtbezirk 46: Bülowstr. 93; von Stadtbezirk 45: Frobenftr. 1-11 und 41, An der Apostelkirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150; mit Ausschluß des Grundstückes Linkstr. 46 von Stadtbezirk 31. Wahllokal: Potsdamerstr. 123 A bei Zimmermann. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 33-37. Wahllokal: Friedrich Wilhelmstr. 13 bei Grundmann. Kandidat: Stadtv. Frik Zubeil, Lindenstr. 106. 11. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Haushesizer zu wählen ist und zwar: Theil I enthaltend die Stadtbezirke 63, 65 und 67; mit Ausschluß der Grundstücke Belle- Alliancestraße 90, Gneisenauftr. 1 vom Stadtbez. 63. Wahllofal: Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Theil I enthaltend den Stadtbezirk 64. Wahllokal: Bockbrauerei, Fidicinstr. 2-6. Theil III enthaltend den Stadtbez. 66. Wahllokal: Boffenerstr. 30 bei Jaap. Theil IV enthaltend den Stadtbezirk 75. Wahllokal: Viktoriapark, Gneisenauftr. 67. Theil V enthaltend die Stadtbezirke 74 und 77. Wahllokal: Grimmtr. 6 bei Schröder. Theil VI enthaltend den Stadtbezirk 76. Bahllokal: Happoldt's Brauerei, Hafenhaide 32-38. Theil VII enthaltend die Stadtbezirke 78 A und 78 B. Wahllotal: Gräfeftr. 76 bei Liebherr. Kandidat: Stadtv. Frik Zubeil, Lindenstr. 106. 13. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Hausbesiger zu wählen ist, und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbez. 88, 89, 90 und von Stadtbez. 87: Admiralstr. 36-40a, Buizerstr. 25, Kottbuferstr. 7 und 8; mit Ausschluß des Grund: jückes: Reichenbergerstr. 173 von Stadtbez. 89. Wahllokal: Mariannenstr. 19 bei Hiltscher. Theil II enthaltend die Stadtbezirke 91-94; mit Ausschluß der Grundstücke: Lausitzerstr. 1, Staligerstr. 39, 40 and 46, Wienerstr. 68 und 69 von Stadtbez. 94. Wahllokal: Reichenbergerstr. 147 bei Gansewig. Wahllokal: Oranienstr. 190 bei 3scheyge. Kandidat: Stadtv. Th. Metzner, Oranienstraße 184. 17. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 115, 116 und 117; mit Ausschluß der Grund: stücke: Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25a von Stadt. bezirk 116. Wabllokal: 67. Gemeindeschule, Ackerstraße 28 ATurnhalle Eingang: Eisabethkirchstr. 19. von Stadtbezirk 257: Invalidenftr. 148-152, Bergstr. 30 u. 31, Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 256, 268 und 269 und Bappelplatz; von Stadtbezirk 267: Bergstr. 62; mit Ausschluß der Grundstücke: Gartenstraße 26-35 und 145-155, Invaliden= straße 18-23 und 129-132 von Stadtbez. 268, Elsasserstr. 27 bis 30 von Stadtbez. 269. Wahllokal: 67. Gemeindefdule, Achterstr. 28 aAula Eingang: Elisabethkirchstr. 19. Kandidat: Uhrmacher Otto Naether, Auklamerstr. 44. traße 78/79- Turnhalle. Wahllokal: 57/72. Gemeindeschule, Brandenburg- die Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 114, 123 und 124; mit Ausschluß der Grundstücke: Prinzenstr. 91, Ritterstr. 19a- 29 und 96-105 von Stadtbezirk 123. Wahllokal: Fürstenstr. 10 bei Wilke. Kandidat: Zigarrenhändler Wilhelm Vörner, Ritterstraße 15. 24. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 168, 169 und 172; mit Ausschluß der Grundstücke: Breslauerstr. 17, Fruchtstr.' 9-10 und 81-82, Schlesischer Babnhof, Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauerstraße von Stadtbezirk 168, Rüdersdorferstr. 41-51 von Stadtbezirk 172. Wahllokal: Langeftr. 65 bei Owczarek. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 170, 171 und 173; mit Ausschluß des Grundstückes: Koppenstr. 34 von Stadtbez. 173. Wahllokal: Brauerei Hilsebrin, Koppenstr. 68. Kandidat: Bildhauer Paul Tupont, Tolméstr. 33. 27. Kommunal Wahlbezirk, und zwar: Theil I enthaltend die Stadtbezirke 152, 154 und 155 und von Stadtbez. 146: Große Frankfurterstr. 70, Schillingstr. 20; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30 von Stadtbez. 152, Pallisadenftr. 88-89, Straußbergerstr. 9 und 35 von Stadtbez. 155. Wahllokal: Weberstr. 24 A bei Breithaupt. 35. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend Stadbezirke 229 und 230. Wahllokal: Fehrbellinerstr. 25 bei Bahlenburg. Ausschluß der Grundstücke: Kastanien- Allee 36 und 70, SchwedterTheil II, enthaltend die Stadtbezirke 231, 232 und 233; mit straße 29 von Stadtbez. 233. Wahllokal: Swinemünderftr. 140 bei Holm. Theil III, enthaltend die Stadtbezirke 234, 235 und 236; mit Ausschluß der Grundstücke: Bernauerstr. 26 von Stadts bezirk 235, Rheinsbergerstr. 79 von Stadtbez. 236. Wahllokal: Rheinsbergerstr. 64 bei Präll. Kandidat: Stadtv. Robert Herzfeldt, Plan- fer 41. 39. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Haus befizer zu wählen ist, und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 216, 217 und 280 und von Stadtbez. 211: Artillerieſtr. 4a- 4c, 21 und 31-31a, Auguststraße 4, OranienArtillerieftr. 13-16, Ziegelstr. 14-21; von Stadtbezirk 215: burgerstraße 35-39 und 64-69; mit Ausschluß der Grundstücke: Auguststr. 1-2 und 89-93 von Stadtbez. 216. Wahllokal: Friedrichstr. 123 bei Krämer. Theil 1, enthaltend die Stadtbezirke 279, 281-283 und 285 und von Stadtbez. 286: Alt- Moabit 129, Werftstr. 21; mit Ausschluß der Grundstücke: Invalidenstr. 80-83 von Stadtbez. 282. Wahllokal: Luisenstr. 55 bei Krenz. Kandidat: Stadtv. Robert Herzfeldt, Plan- Ufer 41. Wahllokal: Neue Hochkr. 49 bei Altmann. 42. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Hau?. Theil II enthaltend die Stadtbezirke 153, 156 und 159 und b'e siger zu wählen ist, und zwar: Theil I, enthaltend von Stadthez. 151: Krautstraße la- 2 und 54a- 55a; von die Stadtbezirke 276, 277 und 278. Stadtbz. 162: Andreasstr. 41-44 und 47, Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Krautstr. 53-54; mit Ausschluß der Grundstücke: Große Frankfurterfir. 90-100 und 127, Markusstr. 29, Koppenstraße 35 von Stadtbez. 153, Gr. Frankfurterstr. 38-48, Weberstraße 64 von Stadtbez. 156, Gr. Frankfurterstr. 19, Koppenstraße 37-40, Pallisadenstr. 38 von Stadtbez. 159. Wahllokal: Gr. Frankfurterstr. 99 bei Martini. Kandidat: Stadtv. Julius Henke, Naunynstr. 27. 30. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend Alexanderstr. 53, Prenzlauerstraße 80/31 von Stadtbezirt 202, die Stadtbezirke 202-206, mit Ausschluß der Grundstücke: Münzstr. 8-9 von Stadtbezirk 205, Münzstr. 1-7, Rochstr. 1 bis 6 und 15-19, Neue Schönhauserstr. 21, An der Stadtbahn 40 von Stadtbezirk 206. Wahllokal: ,, Münzhof", Münşir. 20. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 319 und 320, mit An3schluß der Grundstücke: Panfstr. 7 und 47 von Stadtbezirk 319. Wahllokal: 118. Gemeindeschule Pankr. 8( Turnhalle). Theil III, enthaltend die Stadtbezirke 321-323. Wabllokal: Stettinerstr. 57 bei Schulz. Theil IV, enthaltend die Stadtbezirke 324-326 und von Stadtbezirk 313: Grerzierstr. 12, Єchulstr. 61-86. Wahllokal: Maricubad, Badstr. 35/36. Kandidat: Expedient August Jacobey, Hochstr. 33. Theil II, entbaltend die Stadtbezirke 207-209 und von ist Stadtbezirk 213: Linienſtr. 202; von Stadtbezirk 210: Gipsftr. 18, Rosenthalerstr. 25; mit Ausschluß der Grundstücke: Neue Schönhauserfir. 1 und 1a, Weinmeifierstr. 1a- 8 von Stadtbezirk 207. Wabllokal: Rosenthalerstr. 4 bei Fiedler. Kandidat: Tischler Rudolf Millarg, Prinzessinnenſtr. 8. 33. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 226, 227 und 255 und von Stadtbezirk 221: Kandidat: Stadtv. Gottfr. Schulz, Admiralftr. 40 a. Angermünderstr. 1, Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27; von Für die Kommunalwähler der hier aufgeführten Bezirke noch Gelegenheit, die Wählerliste einzusehen: 2. Bezirk bei Sommer, Grünftr. 21. 13. Bezirk bei Gottfried Schulz, Admiralstraße 40a. 15. Bezirk bei Megner, Oranienstr. 184. 17. Bezirk bei Börner, Ritterstr. 15. 24. Bezirk bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. 27. Bezirk bei Schulze, Weberstraße 10, 30. Bezirk bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. die Die Stadtverordnekenwahlen " " " " fowie Mitglieder der Gemeinde haben das Amt als Helfer I Das städtische Waisendepot( in der Alten Jakobfiraße übernommen. Die Standesamtslisten über die geschlossenen Ehen dient als vorübergehende Unterkunft für alle der Waisenverwal und die„ Freihinnige Beitung". und die Geburten werden monatlich dem Gesammivorstande der tung überwiesenen Kinder und für die Verwaltung zugleich als Die Freifinnige Zeitung" schimpft wieder wie ein Rohr- Kommission übermittelt! Im Küfterbureau wird dann fest- eine Art Zentralftelle. Die Kinder kommen in der Regel zunächst spats auf unseren Wahlaufruf zu den Stadtverordneten- Wahlen. gestellt, welche Ghen firchlich eingefegnet und welche Kinder ge hierher und bleiben hier vorläufig so lange, als es zur Beob= Das Organ des unentwegten Freisinns windet sich unter unseren taust find. Die Adressen der nicht getrauten Paare und der seit achtung und Feststellung ihrer Körper und Geiftesbeschaffen. Das Organ des unentwegten Freisinns windet sich unter unseren drei Monaten nach der Geburt nicht getauften Kinder werden in heit und zu einer vorbereitenden Behandlung nöthig scheint, Peitschenhieben; aber sein Gefeife beweist nur, wie richtig wir fleine Bücher für die Selfer eingetragen, welche dann die Leute jedoch nicht über sechs Monate. Von hier aus werden fie die Herrschaft des Freisinns in der städtischen Verwaltung ge- wiederholt besuchen und biefelben an ihre firchlichen Pflichten bann, je nach Erforderniß, in die passenden Anstalten oder tennzeichnet haben. Natürlich verdreht die Freifinnige Zeitung" erinnern. Rann der Helfer nichts ausrichten, dann soll der Be Familien gebracht. Das Depot ist außerdem Durchgangsden Sinn des von ihr bekämpften Aufrufs; um diesen edlen Zweck zu erreichen, greift sie wie gewöhnlich zu dem zirks- Stadtmiffionar und zuletzt der betreffende Geistliche ein station für Kinder, die aus der bisherigen Pflege in eine andere Mittel der Fälschung. Die Freifinnige Zeitung" läßt uns fagen, In denselben berichtet jeder Helfer über das Ergebniß oder Lehre treten oder nur in Krankenhäuser, ins Gefängniß, in treten! Die Sigungen werden alle Monate in der Kirche abgehalten! übergeben oder zu den Angehörigen zurückkehren, die in Dienst daß die großen Aufgaben der Kommune fast ausschließlich im Interesse von Aktiengesellschaften und Großunternehmern be- seiner Bemühungen und erhält dann wieder ein neues Buch aus Bäder, Ferienkolonien, Urlaub 2c. gehen bezw. von da zurück. Interesse von Aktiengesellschaften und Großunternehmern be gehändigt. Man sieht, es wird mit allem Hochdruck gearbeitet. tommen. Im Laufe eines Jahres gehen auf diese Weise immer arbeitet werden", während wir davon Sprachen, daß großen Aufgaben der Kommune auf dem Ge: wird, dafür sprechen die Besuche ungebetener Gäste, deren sich hinein, zu einem Bestande von 101 am 1. April 1894, und schieden Daß in anderen Kirchengemeinden ebenso oder ähnlich gearbeitet" mehrere tausend Kinder durch das Depot. 1894/95 tamen 3314 biete Dea Verkehswesens, der Vergebung städtischer Lieferungen und Arbeiten, sowie schon mancher zu erwehren hatte. Die Anstrengungen, die ge- 3324 aus, so daß am 1. April 1895 ein Bestand von 91 Kindern blieb. des Arbeiterschußes, Verkürzung der Arbeits- in ihrer beschaulichen Ruhe weniger als sie es wünschen sind die Angaben des letzten Verwaltungsberichts über die ärztdes Arbeiterschußes, Verkürzung der Arbeits- macht werden, beweisen zur Genüge, daß die Herren Geistlichen Durchschnittlich wurden täglich 73 im Depot verpflegt. Von Interesse zeit, Schaffung austömmlicher Löhne und verdurch Vornahme von Trauungen und Taufen trotz deren Un- liche Untersuchung der Kinder. 1894/95 wurden 2766 Kinder im nünftiger Arbeitsbedingungen zc. fast ausschließlich im Interesse von Aktiengesellschaften und Großunternehmern bearbeitet entgeltlichkeit gestört werden. Und hieran haben die vielen neu Depot untersucht. Davon wurden 80 sofort ambulent behandelt, 111 tamen ins Krankenhaus, 74 in die Rummelsburger Station werden. Die bewußte abfichtliche Fälschung liegt auf der Hand. Wir erbauten Kirchen nichts zu ändern vermocht. sprechen von bestimmten, im einzelnen bezeichneten Aufgaben der Kommune, die Freisiunige Zeitung" stellt es so dar, als ob wir Kreuz- Beitung" lefen wir:" Gegen 100 000 Schlafgänger giebt bietet ein trübes Bild von Noth und Elend. An der Spitze steht, Die Frommen haben große Dinge im Sinn. In der für chronisch kranke Waisenkinder; 4 wurden bereits sterbend im Depot eingeliefert. Die Liste der festgestellten Erkrankungen hierbei ganz im allgemeinen die großen Aufgaben der Kommune" es in Berlin, d. b. einzelstehende Personen beiderlei Geschlechts, wie immer, englische Krankheit, diesmal mit der bisher noch nicht im Auge gehabt haben. Die Freifinnige Beitung" mußte die nicht im ftande find, ein eigenes Zimmer au miethen. Sie wie immer, englische Krankheit, diesmal mit der bisher noch nicht fälschen, denn wenn sie unseren Aufruf ehrlich abdruckte, müffen sich damit begnügen, für die Nacht ein Unterkommen zu erreichten Zahl von 62 Fällen. so fönnte sie unsere Angaben nicht betämpfen. Oder finden. Für 7 M. monatlich erwerben sie das Recht, in der Die moderne Mordkultur macht geradezu reißendeFortschritte. will die Freisinnige Zeitung" zur Fälschung die Lüge hinzu- Nacht in dem zugewiesenen Bett schlafen zu dürfen; mehr nicht. Den neuesten ethischen Vorschlag finden wir in der uns bisher unbe fügen und etwa behaupten, Kleinmeister und Kleingewerbe- Denn in demselben Zimmer wohnen, leben und auch schlafen immer tannt gewefenen Zeitschrift für die gesammte Kohlensäure- Industrie" treibende wären erheblich an städtischen Lieferungen und Ar- noch, wenn auch nicht alle, so doch einfge Glieder der Familie. angegeben. In diesem Blatte macht ein Menschenfreund und beiten betheiligt? Nein, das ist nicht der Fall, und wir wieder In den Feierstunden, am Sonntag, find die Schlafgänger ohne Chemiker Dr. E. Luhmann unter eingehender Begründung den holen es, die von uns bezeichneten Aufgaben werden faft Heim, faft ohne Obdach; ihr heim ist die Gastwirthschaft. Das Borschlag, Verbrecher fortan nicht mehr mit dem Schwerte, ausschließlich im Interesse von Attiengesellschaften und Groß ist ohne Frage ein großer Nothstand, verbunden mit vielen fitt- sondern durch das Gas, für welches das Blatt Propaganda unternehmern bearbeitet, d. h. die Arbeiten werden an Großlichen Gefahren, besonders für jüngere Leute. Um das Verständ- machen soll, hinzurichten. Der Verbrecher wird in eine Zelle betriebe vergeben. Wenn die Freis. 8tg." es besser weiß, dann niß für die Wohnungsfrage diefer Leute zu wecken, die Antheil gebracht, welche schnell und geräuschlos mit gasförmiger Kohlenheraus mit der Sprache. Aber nicht flunkern, sondern unter Annahme und Hilfe wohlwollender Menschen zu gewinnen, läßt der fäure von unten nach oben gefüllt werden tann. Sobald das führung von Thatsachen beweisen, daß wir uns erfrecht" haben, Damen- Hilfsverein des ostdeutschen Jünglingsbundes viertel- Gas bis zur Höhe von Nase und Mund gestiegen ist, erlischt ,, in verleumderischer Weise" so lauten die ordinären Schimpf jährliche Nachrichten" erscheinen. Dieser Verein hat durch momentan, unter Bewußtlosigkeit, das Leben." Vielleicht wird worte der Freif.3tg."- von der städtischen Verwaltung zu sprechen. Uebernahme des Gesellenheims, Sophienstr. 19, einen Versuch zur zur Hebung der Kohlensäure- Industrie demnächst eine Agitation Aber die Freifinnige Beitung" mußte auch um deswegen fälschen, Linderung der Noth gemacht; er tann aljo aus Erfahrung reden. zur Vermehrung der Hinrichtungen eingeleitet. weil sie sonst ihre bekannte Weisheit nicht an den Mann zu Wer sich für diese Arbeit interessirt, lasse sich die Nachrichten bringen vermochte, wonach in Berlin den Arbeitern aus den kommen. Sie werden unentgeltlich zugeschickt durch den Haus- heit Hensel, die kürzlich so berechtigtes Aufsehen erregt hat, Aus Spandau wird uns mitgetheilt, daß in der AngelegenSteuern der wohlhabenderen Klassen große Zuwendungen für vater Wartmann, Sophienftr. 19." Schulen, Krankenpflege, Armenwesen und öffentliche Barts gemacht Schon neulich erklärten wir, daß bei allem Glend und aller die irrthümliche Anschauung, als ob der Superintendent werden". Wie oft sollen wir dieses alberne Geschwäß noch zurückweisen. Unbehaglichkeit, welche durch das Schlafstellenwesen über die in wirklich im stande gewesen sei, die entsprechenden Aufwendungen Daffelbe tennzeichnet entweder die bodenlose Unwissenheit oder die betracht kommenden Arbeiter und Arbeiterinnen verhängt wird, für seine verstorbene Frau Mutter zu machen, selbst in Maheuchlerische Demagogie der Freis. 3tg." Wir überlassen diese denn doch gewichtige Bedenken tragen werden, sich unter giftratstreifen getheilt worden ist. Als die Anfrage wegen es der Wahl der Freis. 3tg.", welche diefer beiden die Fittiche der Frommen zu stellen. Dieser Aufforderung be- der Untertügung aus dem Fonds der Reichenheim'schen Stiftung Eigenschaften sie für sich in Anspruch nimmt. Daß die gegnen die Proletarier im gelindesten Falle mit einem mitleidigen ins Gedächtniß zurückrufen können, in der That vom Berliner in Berlin, die übrigens, wie wir dem Spandauer Oberbürgermeister wohlhabenden Klassen überhaupt wohlhabend find, und höhere Lächeln; dafür bürgen allein schon die bekannten Erfahrungen, Magistrat( Armendirektion) gestellt worden ist, an die Spandauer Steuern als die Arbeiter zahlen können, das verdanken die zehntausende Proletarier in den christlichen Herbergen zur Behörde erging, da fertigte Stadtrath Martins in dem sie in der Hauptsache dem Umstande, daß sie kraft der herrschenden Heimath machen mußten. Für eine Besserung ihrer Wohn- guten Glauben, daß der Superintendent sehr wohl im fa de sei, Produktionsweise im stande sind, die Arbeiterklasse wirthschaftlich verhältnisse würden die Arbeiter und Arbeiterinnen schon ganz feinen Verpflichtungen als Sohn nachzukommen, ein Konzept aus, auszubeuten. Es gehört die ganze Rohheit des hartgefottensten allein sorgen, wenn sie im stande wären, den Kapitalisten höhere in dem eine diese Frage bejahende Antwort gegeben war. Diese Manchesterthums dazu, den Ausgebeuteten noch vorzuwerfen, Löhne abzuringen. Und hierbei wird fein Frommer und am Antwort wurde vom Stadtrath Wolf als Codezernent daß sie die Wohlthaten der Ausbeuter genießen. Um allerwenigsten fromme Damen helfen wollen. die Schwäche und Hinfälligkeit der eigenen Gründe zu vergegengezeichnet. Der Oberbürgermeister sandte diese, in der Merkwürdig! Die offiziöse Berliner Korrespondenz" Angelegenheit angefertigte Mittheilung jedoch nicht ab. decken, reitet die Freis. 3tg.", wie schon neulich, auch jetzt schreibt:" Der Vorwärts" hat in seiner Nummer vom 22. d. M. da er wieder auf der in Breslau gemachten Aeußerung von Dr. Quard über die erfolgte Ausweisung des österreichischen Staats- hältnisse des Herrn Superintendenten Henfel unterrichtet augenscheinlich besser über die privaten Ver herum und holt sich damit Sulfurs aus dem feindlichen Lager. angehörigen Jsrael Strahl in einer Weise berichtet, die diese war Vielleicht nimmt Genoffe Quard einmal Beranlassung, der Maßregel tendenziös von einem gegenwärtigen und einem ehes mehr der städtischen Behörde in Berlin, daß der Geistliche als die vorgenannten Herren; er antwortete viel Freifinnigen Zeitung" in dieser Beziehung den Staar zu stechen, maligen Beamten des töniglichen Polizeipräsidiums veranlaßt nicht die Mittel besize, um einen entsprechenden Beitrag zur uns macht das trampfhafte Anklammern der Freifinnigen 3tg." erscheinen läßt. Zu den thatsächlichen Angaben des Vorwärts" Unterstützung seiner Frau Mutter zu leisten. an die Quard'sche Aeußerung sehr viel Spaß. Freilich, das ist zunächst festzustellen, daß Strahl nicht seit 22 Jahren, glauben wir der Freisinnigen Zeitung" gern ihr wäre es fondern seit 13 Jahren in Berlin ansässig war, und daß Zur Beleuchtungsfrage. Das Romitee der Aussteller verteufelt angenehm, wenn die Sozialdemokraten der Stadt- auch die Angabe, er sei während seines Aufenthalts mit der und Interessenten für die Gewerbe- Ausstellung hat in feiner verordneten- Versammlung von Berlin fern blieben. Aber den Behörde nicht in Konflikt gekommen, sich angesichts des Um gestern Abend stattgehabten Sigung beschlossen, sämmtliche AusGefallen können wir der Freisinnigen Beitung" nun einmal standes, daß er im Jahre 1889 wegen Unterschlagung bestraft fteller und die Garantiefonds- Zeichner zu einer Versammlung auf nicht thun.worden ist, als falsch erweist. Sodann aber ist die eine der Sonntag, den 3. November cr., vormittags 101/2 Uhr, in Keller's Personen, auf deren Anregung der Vorwärts" die Ausweisungs- Festfälen, Röpnickerstr. 96/97, einzuladen. In dieser Versammlung soll festgestellt werden, wie sich diese, maßregel zurückführt, nämlich der Hauswirth Strahl's, nicht Polizeilieutenant a. D." wie behauptet wird, sondern Premier- in erster Linie an den Kosten der Ausstellung betheiligten lieutenant a. D. Die Ausweisung ist vom Polizeipräsidenten Faktoren zu der Frage der Beleuchtung der Industrie- Hallen verfügt worden, weil Strahl sich als vorbestrafter Ausländer stellen. durch Arbeitsscheu und fortgesezte Bettelei unter falschen An- Bum Zweck der Vorarbeiten für die Volkszählung am gaben länig gemacht hat. Anträge auf Ausweisung Strahl's 2. Dezember b. J. find den Hauseigenthümern Fragebogen zu find weder von dem Vizewirth des Hauses in der Amalienstraße, gestellt worden, auf welche zunächst eine provisorische Feststellung Schuhmann Dreyer, noch von dem Eigenthümer, Premier der Anzahl der in den einzelnen Häusern befindlichen selbsts lieutenant a. D. Schmidt, gestellt werden." ständigen Haushaltungen nebst Kopfstärke der Mitglieder der Soweit die thatsächlichen Berichtigungen namentlich über Familien erzielt werden foll. Hierbei wird als arger Mißstand das Vorleben des Strahl in Frage kommen, nehuren wir in dem bezeichnet, daß die Behörden nicht Hand in Hand arbeiten. Am Glauben, daß die Köller'sche Korrespondenz ,, aus den Alten des Montag und Dienstag sind erst die Steuerlisten abgeholt worden, Polizeipräsidiums beffer unterrichtet ist, als wir es sein konnten, aus deren Inhalt heraus die Eigenthümer mühelos die Volks nach Gebühr davon Notiz. Aber um wieder zu zeigen, wie felt- zählungs- Listen hätten ausfüllen können. Jetzt sind die Haus fam der Zufall in manchen Dingen fein Spiel treibt, wollen wirthe gezwungen, die gestern und vorgeftern zur Ausgabe ges wir den Brief nochmals abdrucken, den der ausgewiesene Strahl langten lehteren Listen wiederum bei den Miethern turfiren zu erhalten hat. Das Schriftstück lautet: laffen, eine Arbeit, die leicht hätte vermieden werden können. Berlin, 5. Oftober 1895. Lokales. Die Parteigenoffen und Genoffinnen des zweiten Reichstags- Wahlkreises zur Kenntniß, daß am Sonntag, den 9. November, eine Flugblattvertheilung im 5., 7. und 11. Kommunal- Wahlbezirk stattfindet. Es wird gebeten, sich früh 8 Uhr zahlreich in folgenden Lokalen einzufinden: 3 u beil, Lindenstr. 106; Werner, Bülowstr. 59; Raumann, Blücherstr. 42. Achtung, 5. Wahlkreis! Sonntag früh 7 Uhr findet für den 30. und 39. Kommunal- Wahlbezirk eine Flugblatt- Vertheilung statt. Die Parteigenossen werden ersucht, fich pünktlich in den Lokalen der Genossen Wernau, Rosenthalerstr. 57, und Schmidt, Luisenstr. 5, einzufinden. Der Verein der Bierfahrer und Berufsgenossen hält zum Besten seiner Krankenkasse am 27. November in den Ron tordia Sälen, Andreasstraße( Inh. Säger) das zehnte Stiftungsfest ab. Die Arbeiterschaft Berlins weiß, daß dies Lokal gesperrt ist. J. A. der Lokalkommission. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Herr Strahl! " Ausländer bei dem hiesigen Polizeipräsidium den Antrag Ich theile Ihnen hierdurch mit, daß ich gegen Sie als auf Ausweisung stellen werde, da Sie mir für zwei Die ,, Deutsche Gesellschaft zur Versorgung verfchämter Monate die Miethe in Höhe von 62,50 m. schulden und da Armen mit freiem Brennmaterial" erneuert ihre alljährliche her(!) bestimmung gemäß als existenzlos aus dem Deutschen Bitte um reichlichere Unterstützung ihrer Bestrebungen, da ihre Reiche zu entfernen find. Leistungen wegen Mangel an Mitteln dem vorhandenen Bedürf A. Schmidt, niffe nicht annähernd genügen. Sie muß schon seit längerer Zeit Eigenthümer des Hauses Amaltenftr. 16. alljährlich tausenden von Armen die Hilfe versagen; im vers Am 10. Oftober erhielt Strahl die Ausweisungsordre zu gangenen Winter scheint das aber in außergewöhnlichem Umgestellt. Die Köller'iche" Korrespondenz" berichtet ausbrücklich, fange der Fall gewesen zu sein, denn die Bitte um Hilfe ist daß Schmidt oder Dreyer dem Briefe zum Troß nicht dringender und der Hinweis auf die Noth der Armen ent- den Antrag auf Ausweisung gestellt haben. also Die Polizei und der Kaiser. Ein Berichterstatter bringt Polizeipräsidium um die Sicherheit des deutschen Raisers besorgt eine bezeichnende Meldung, welche darthun soll, wie sehr das ist, wenn diefer in die Hauptstadt seines Reiches einzieht. Als der Kaifer am Mittwoch Abend 10 Uhr am Potsdamer Bahnhof eintraf, zählte der Reporter vom Bahnhofe, dann Königgrägerstraße, Brandenburger Thor, Unter den Linden, nicht weniger als 21 Schuyleute, 5 Wachtmeister und wohl über ein Dugend Ge heimpolizisten der politischen Abtheilung. Vom ruffischen Kaiser wird bekanntlich berichtet, daß noch größere Borkehrungen zu feiner Sicherheit getroffen werden. Das National- Theater ist mit den dazu gehörigen Grundstücken, Gr. Frankfurterstr. 132 und Koppenstr. 32, im gestrigen schiedener als in in den Vorjahren. Im Winter 1894/95 Eine Begnadigung, die ganz besonders verdient, da Subbaftationstermine auf den bekannten Schauspieler Karl hat die Gesellschaft an 2895 Familien 3 474 000 Stück jedermann in deutschen Landen von ihr erfahre, iste i ß vom Adolf Gruft- Theater für das Meistgebot von 630000 m. Briquettes( pro Familie rund 1200 Stück) und an dem Berliner Tagebl." zufolge diefer Tage vollzogen worden. grgegangen. 264 Famlien Steinkohle vertheilt, 2112 Beutner Steinkohle zusammen 3159 Familien unterstützt. Im Winter 1893/94 mühle bei Eberswalde am 7. Auguft gemeldeten Nachricht, wardt'schen Blattes find, so meldet die" Post", vier der besten Unsere Leser entfinnen sich gewiß noch der aus Heegers Antisemitischer Jammer. In der Druckerei des Ahlfonnten noch zusammen 3716 Familien unterstützt werden. Eta ber zufolge ein Hauptmann v. Stofch Angermünde den Geger, darunter einer, welcher seit faft 20 Jahren dort stand, bleiben, weil fein Gelb mehr da war. Wievielen diesmal die Biegeleibefizer Früson im Duell getödtet hat. Früson war ausgetreten, weil sie Löhnung nicht erhalten fonnten. Dr. Böckel, 2000 ebenso würdige Arme" mußten damals unberücksichtigt der zufolge ein Hauptmann v. Stofch- Angermünde den wardt'schen Blattes sind, so meldet die" Post", vier der besten Sezer, darunter einer, welcher feit faft 20 Jahren dort stand, Hilfe versagt werden mußte, wird in der an die Presse ver- Familienvater und hinterließ ein trauerndes Weib mit einer ausgetreten, weil sie Löhnung nicht erhalten konnten. Dr. Böckel, Silfe versagt werden mußte, wird in der an die Presse ver Anzahl unmündiger Kinder. Ueber die Veranlassung zu der wenig mehr übrig zu haben, denn seit acht Tagen hat er keine fandten Mittheilung des Vereins nicht angegeben; es werden Anzahl unmündiger Kinder. Ueber die Veranlassung zu der der Bundesgenoffe Ahlwardt's, felbft scheint für das Unternehmen aber eher mehr als weniger gewesen sein. Es scheint übrigens entfehlichen That schrieben damals bürgerliche Blätter: " Früfon hatte sich in Angermünde einer militärischen Manuskripte mehr geliefert. fordern." auch nicht möglich gewesen zu sein, das an jede Familie ge- Uebung zu unterziehen, die am Montag beendet war. Kurz vor lieferte Quantum wieder zu erhöhen. Es betrug früher fiets ihrem Abschluß nahm er an einem Liebesmable des Angermünder Montag, in Gegenwart des hier zum Besuch anwesenden Königs Die diesjährige Bereidigung der Rekruten foll am 1500 Stück Briquettes, wurde aber zuerst im Winter 1891/92 Offizierforps theil, und nach Schluß desselben begleitete er die von Portugal stattfinden. Die Formalität geht im Langen wegen Unzulänglichkeit der Mittel" auf 1200 herabgefeht, und Gattin des Hauptmanns v. Stosch nach Hause. Klatschereien Stall" vor sich. Dabei ist es feitdem geblieben. Infolge der Herabsetzung der Offiziersburschen über diefen Borfall gaben dann Herrn fonnten in jenem Jahre 4058 Familien unterstützt werden. Tro v. Stosch Veranlassung, Herrn Früson vor die Pistole zu Beibehaltung des geringeren Quantums ist seitdem auch noch die Zahl der Unterstützten gesunken, bis 1894/95 um rund Und über den Eindruck, den das Duell damals auf die Be 900 22 pCt.! Die Noth wird größer, die Hilfe geringer, das sollte denn doch jedem, der sich nicht absichtlich gegen jede völkerung gemacht hat, berichteten diefelben bürgerlichen Blätter: beffere Einsicht verschließt, die Augen über die Unzulänglichkeit" Die Aufregung unter der Heegermühler Bevölkerung soll so der Privatwohlthätigkeit öffnen, die man fo lange als Universal. groß sein, daß man den Gegner des Getödteten, falls mittel für alle sozialen Schäden angepriesen hat. er sich dort bliden ließe, unfehlbar steinigen würde." Doch genug von der Angelegenheit an sich und Trotz der 61 Kirchen, die Berlin bis jetzt glücklich besitzt, dem Eindruck, den sie seinerzeit gemacht hat. scheint das firchliche Leben der lieben Berliner doch recht viel zu Am Donnerstag Morgen meldete das Berliner Tageblatt": wünschen übrig zu lassen. Wenigstens lassen hierauf die fiebers Der Hauptmann und Kompagniechef im Infanterieregiment haften Anstrengungen schließen, welche firchlicherfeits gemacht Nr. 64, v. Stofch, welcher am 8. August den Biegelei werden, um die fündigen Berliner wenigstens zur Einhaltung der befizer und Premierlieutenant der Reserve Früso firchlichen Formalitäten zu veranlaffen. Wie hierbei zu werfe bei berswalbe im Duell erfchoffen hat und zu gegangen wird, das zeigt recht deutlich die Emmaus- Gemeinde. zwei Jahren Festungshaft verurtheilt war, ist nach Dieselbe ist in drei Seelsorgerbezirke eingetheilt, deren Vorsitzender Abbüßung von vierzehn Tagen Festungshaft von dem je ein Prediger ist. Diese Bezirke find wieder in 60 Helfer- Raiser begnadigt worden und hat die Festung bezirke eingetheilt. Kirchenältefte und Gemeindevertreter Glas bereits verlassen." Lichterfeldes und zwischen Groß- Lichterfelde und Steglit haben Auf den Linien der elektrischen Bahn innerhalb Großin der letzten Zeit öfter Zusammenstöße zwischen Bahnzügen und anderen Fuhrwerken stattgefunden. Die Schuld scheint vorwiegend auf feiten der Führer der elektrischen Wagen zu liegen. wird darüber geklagt, daß sie bei Straßenkreuzungen zu spät das Warnungszeichen mit der Glocke geben, sodaß andere Fuhrwerke nicht rechtzeitig halten oder die andere Seite der Bahn gewinnen fönnen. Aber auch die Führer der letzteren Fuhrwerke find wohl nicht ganz ohne Schuld. Manche von ihnen geben zu wenig acht auf das, was auf der elektrischen Bahn vor sich geht. Die Polizeiverwaltungen bringen, wie be= richtet wird, jeden Fall zur Kenntniß der Staatsanwaltschaft und es wird voraussichtlich zu einer ganzen Reihe von Anklagen tommen. Ihre Zahlungen eingestellt hat die Firma Pniower u. Neumann, Oranienburgerstr. 14, eine der größten Woll. waaren- Handlungen Berlins. Die Passiva beziffern sich auf mehr Die Frau des Regierungsbaumeisters P., die fich am Dien, lag Vormittag aus dem„ Badischen Hofe" burch ein Fenſter des 1. Stockes auf den Bürgersteig der Straße Unter den Linden stürzte und am Kopfe fchiver verlegte, ist gestern früh im Krankenhause ihren Verlegungen erlegen. Sieben Geiftestrante und Delirende wurden gestern in ein einziges Krankenhaus eingeliefert, und zwar 4 männliche und 3 weibliche Personen! Selbstmord hat am Donnerstag Abend ein junger Mann fm Friedrichshain begangen. Um 6 Uhr abends fand man in der Nähe des Königsthores einen Mann auf einer Bank fizen, der zu schlafen schien. Als man näher zusah, zeigte es sich, daß der Mann sich erschossen hatte und eine Leiche war. Die Revolverfugel war in die rechte Schläfe eingedrungen und an der linken Schläfe dicht unter der Haut stecken geblieben. Der Gelbstmörder, der ein Kaufmann gewefen zu fein scheint, war etwa 20 Jahre alt und hat ein jüdisches Aussehen. Er ist gut gekleidet gewesen und zwar trug er einen dunklen Anzug und Winterüberzieher. Tagen. cls eine Million Mart. Das Hauptgeschäft der Firma richtete gefäufet, welches sich erhob, wenn der Magen sich zusammenzog, I angetrunkenem Zustande. Als ihm die Aussagen der Zeugen sich nach Spanien. und erlosch, wenn er sich erweiterte. nicht gefielen, erhob er sich und gab seiner Ansicht über die Wechselzahl. Dr. d'Arsonval hat die phyſiologiſchen Wirkungen" Hallunken" anhörten, ungebührenden Ausdruck, Der Gerichtshof Physiologische Wirkung elektrischer Ströme mit hoher Beugen durch einige träftige Worte, die sich wie„ Lumpen" und der Ströme mit großer Wechselzahl, bezüglich deren ja die Tesla'ſchen nahm ihn in eine sofort zu verbüßende Haftstrafe von drei Verfuche schon überraschende Ergebnisse gezeigt haben, näher untersucht und gefunden, daß diese physiologischen Wirkungen, welche ja Um alte Sünden handelte es sich in dem Prozeß, der vefentlich in Zusammenziehung von Muskeln bestehen, um so gestern vor der siebenten Straftammer des Landgerichts I gegen stärker auftreten, je häufiger die Richtung des elektrischen Stromes den Theaterdirektor Johannes Reichardt stattfand. Im sich ändert, bis zu 3000 Stromrichtungsänderungen in der Se Jahre 1881 war der Angeklagte Inhaber des Borussia- Theaters tunde, daß sie von da bis zu 5000 Stromwechseln in der Sekunde in der Wrangelstraße. Die Lebensfähigkeit des Unternehmens unverändert bleiben und mit weiterer Steigerung der Wechselzahl wurde wegen Mangels an Geldmitteln arg beein abnehmen und schließlich ganz verschwinden. Bei 50 000 Strom. trächtigt, der Angeflagte hatte fortwährend mit Verlegenwechseln in der Sekunde zeigt sich selbst bei großer Stromstärke heiten zu tämpfen. Ende Januar 1882 verschwand ber feine Zuckung des Froschmustels mehr, es treten aber andere, Angeklagte aus Berlin, das Theater verkrachte. Es stellte sich fehr auffällige Erscheinungen dafür auf. Läßt man einen heraus, daß Reichardt fich von den meisten seiner Angestellten, starten Strom bei sehr hoher Wechselzahl durch den menschlichen wie Kassirer, Billetverkäufer, Boten u. f. w. Raution in Höhe Körper gehen, indem man ihn durch die Hände eintreten läßt, von 150 bis 400 m. hatte geben lassen, es meldeten sich 16 Perfo wird die Haut der Innenhand für mehrere Stunden sonen, welche durch ihn geschädigt waren. Reichardt war völlig unempfindlich; stellt man sich auf einen Isolirschemel und zunächst nach Straßburg i. E. gegangen und verlegte schleunigst faßt einen Pol des Wechselstrom- Erzeugers an, so fühlt man eine feinen Aufenthalt nach der sicheren Schweiz, als er erfuhr, daß Körpererwärmung, welche von einer reichlichen Schweiß- er verhaftet werden sollte. Er mochte wohl glauben, daß ausscheidung begleitet ist. Endlich wird durch die Wirkung eines die Sache verjährt sei, als er in diesem Frühjahr nach Hamburg elektrischen Stromes mit sehr häufigem Richtungswechsel auch der übersiedelte; die Verjährung war aber durch von Zeit zu Zeit Blutausfluß einer kleinen Wunde stark vermehrt. erfolgte richterliche Beschlüsse unterbrochen worden. So mußte er sich denn noch wegen der vor 18 Jahren begangenen Strafthaten verantworten. Es waren immer noch acht Zeugen, die gegen ihn auftraten, die übrigen Geschädigten waren theils verzogen, theils gestorben. Der Angeschuldigte behauptete, daß er vom besten Willen beseelt gewesen sei, sich ehrlich durchzuschlagen, die Verhältnisse aber stärker gewesen seien, als er. Bu allen Schwierig feiten, mit denen er zu kämpfen gehabt, fei noch der Wiener Theaterbrand gekommen, die Berliner Polizei. behörde habe angeordnet, daß die Theater sofort mit einem eisernen Bühnenvorhang zu versehen seien, er habe den Berliner Magistrat, in welchem bisher nur einer der Wächter und da sei sein Theater polizeilich geschlossen worden. Er habe In dem Prozeß der früheren städtischen Nachtwächter gegen die erforderlichen Mittel Mittel dazu nicht auftreiben können im Interesse aller seiner Kollegen die Klage angestrengt hatte, den Kopf verloren und fei davongegangen. Seine Angestellten find jetzt infolge des günstigen Fortganges, den die Sache für hätten aber gewußt, daß er über ihre Rautionen verfügte, denn ihn genommen hat, sämmtliche entlaffene Wächter gemeinsam auf es war eine Verzinsung von 5 pt. der Einlage verabredet Weiterzahlung ihres Gehalts oder Buerkennung von Pension worden. Man zahle doch nur Binsen, wenn man sich im gegen den Magistrat flagbar geworden. In dem Prozeß des Nießbrauch des Kapitals Kapitals befinde. Die Zeugen feien Im Laufe des erfterwähnten Wächters ist der Schlußtermin vor dem Kammerauch vor etwa Jahresfrist theilweise von seiner Ehegericht auf den 8. November festgesetzt, während für den frau befriedigt worden. Die Angaben des Angeklagten felben Tag auch die erste Verhandlung über die gemeinschaft- wurden von den Zeugen bestätigt, mit Ausnahme von zweien, liche Klage der übrigen Wächter vor dem Landgericht I Berlin welche bestimmt einer Benutzung der Einlagen seitens des Ananfteht. geklagten widersprochen und auch keine Zinsen erhalten hatten. Der Staatsanwalt hielt nun diese beiden Fälle des Betrugs aufrecht und beantragte dafür zwei Monate Gefängniß, auf welche der Gerichtshof erkannte. Gerichts- Beitung. Polizeibericht. Am 31. v. M. vormittags wurden ein Renier aus der Friedrichstraße und ein Schuhmacher aus der Griebenowftraße in ihren Wohnungen erhängt vorgefunden. Auf einem am Kronprinzen- Ufer liegenden Kahne fiel der Steuermann beim Ausladen von Gütern infolge eines Fehltritts hin und brach den linken Arm. Nachmittags stürzte ein auf dem Dache eines Hauses in der Prenzlauer Allee beschäftigter Ju der Anklage wegen angeblicher Beleidigung des Dachdecker in den Vorgarten hinab und erlitt schwere Offiziertorps, welche gegen den Reichstags- Abgeordneten Dr. Böckel Berlegungen am Kopfe. An der Ecke der Wrangel- seitens des Staatsanwalts zu Halberstadt erhoben wurde, ist jetzt und Bücklerstraße wurde ein sechsjähriges Mädchen durch Termin zur Hauptverhandlung auf den 7. Dezember anberaumt eine Droichte überfahren und so schwer verlegt, daß es worden. Das wird gegenstandslos sein, da zu dieser Zeit der bald darauf starb. Beim Hinablaffen eines etwa fieben Reichstag verfammeit Ift. Bentner schweren Fasses in den Keller eines Hauses in der Gräfestraße stürzte das Faß infolge Abgleitens des Seiles hinunter und ging einem unten stehenden Arbeiter über die Beine, wodurch dieser mehrere Knochenbrüche erlitt. Abends wurde im Friedrichshain ein etwa 25jähriger Mann mit einer Schuß wunde in der Schläfe todt aufgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Am Kupfergraben fiel ein Mann in Krämpfen hin und verletzte sich bedeutend am Kopfe. Tages fanden fünf unbedeutende Brände statt. Witterungsübersicht vom 1. November 1895. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden -O Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke WNW 770 • 773 772 NW WNW 776 München 775 NO Wien. 776 WNW Haparanda. 757 Still Petersburg 760 NW Cort 769 776 M Aberdeen. Paris. 773 ດ Still (-415142 241 Better wolfig halb bedeckt bedeckt Temperatur nach Celsius ( 50C.= 4° R.) 4842504181 bedeckt -2 heiter wolfenlos Nebel -5 -14 bedeckt 1. wolkig Wegen Kindesausfehung hatte sich gestern die unverehelichte Wlarie Rosch aus Tempelhof vor der 2. Strafkammer am B Landgericht I. zu verantworten. Die Angeklagte sollte am 26. Juli dieses Jahres ihr neugeborenes Kind in hilfloser Lage verlassen Eine neue Art von Nahrungsmittelverfälschung tam haben. Es war die alte Geschichte, die ewig neu bleibt. Am in einer Verhandlung zur Sprache, die gestern vor der 133. Ab13. Oftober lernte der Sattlermeister Karl Neumann in theilung des Schöffengerichts stattfand. Der Schankwirth Otto Tempelhof die Angeklagte bei einem Abendtische in einer Restau- Jauer und seine Ehefrau Bertha Jauer sollten gefälschten ration tennen. Er war unverheirathet und durfte sich Kornschnaps angefertigt, beziehungsweise verkauft haben. daher den Scherz" erlauben, den ganzen Abend mit der Die Beschuldigten gaben zu, daß es sich um ein Erzeugniß Angeklagten zu tanzen und darauf für jeden der handle, welches auf faltem Wege nach einem Rezept hergestellt nächsten Abende ein Stelldichein mit ihr zu verabreden. worden sei, welches die Spirituslieferanten bei Bezug ihrer Am 17. Oktober gelang es ihm, das 22jährige Mädchen zu ver- Waare hinzufügten. Zur Herstellung des gewöhnlichen Schnapses führen ung am 15. Juli d. J. erblickte ein Kind das Licht der würden 30 Liter Spiritus und 70 Liter Wasser genommen und Welt. Die Eltern litten es schon nicht, daß die Tochter in ihrem diesem Gemisch werde etwas Rumeffenz und Salz hinzugefügt. Hause entbinden durfte, fie mußte die Entbindungsanstalt auf. Nach dieser Borschrift werde in den meisten Geschäften gearbeitet fuchen. Als sie dann mit ihrem Kinde heimkehrte, wiesen ihr und sie hätten keine Ahnung gehabt, daß sie sich dadurch strafbar des Kindes gefchrieben, die unbeantwortet blieben, als fie am Bufaß von Salz zweifellos unzulässig sei, denn er geschehe, um die Eltern die Thür. Sie hatte schon zwei Briefe an den Vater machten. Gerichtschemiker Dr. Bischoff begutachtete, daß der 26. Juli den Platz aufsuchte, auf welchen Neumann an einem das Publikum über den schwachen Alkoholgehalt hinwegWagen arbeitete. Er war nicht anwesend, hatte aber hinterlassen, autäuschen. Bom Vertheidiger, Rechtsanwalt Leopold Meyer, war daß er in einer nahen Kneipe sei und geholt werden solle, wenn der Vorsitzende des Vereins Berliner Gastwirthe, Restaurateur jemand nach ihm frage. Als die Angeklagte mit dem Kinde im Arm Ruckenburg, geladen worden. Dieser erklärte, daß es leider bei erschien, wurde Neumann geholt und als er fam, da legte sie den meisten fleinen Schantwirthen Gebrauch sei, dem billigen das Kind auf einen Stuhl und sagte:" Hier haben Sie Ihr Kind, Schnaps Salz hinzuzufeßen, man glaube auch allgemein, daß es wenn Sie nicht bezahlen wollen, damit ich daffelbe in Pflege erlaubt sei, einestheils, weil Salz doch zu den wichtigsten Nahgeben kann!" Diese Darstellung der Angeklagten bestätigte der rungsmitteln gehöre, anderntheils, weil sie nicht vorausBeuge Neumann vollinhaltlich, worauf der Staatsanwalt Schäffer sehen konnten, daß ihre Lieferanten ihnen Vorschriften ohne weiteres die Freisprechung beantragte, da von einem Ber- geben würden, deren Benutzung fie strafbar mache. Der Staatslassen in hilfloser Lage nicht die Rede sein könne. Der Gerichtsanwalt beantragte eine Geldstrafe, während der Vertheidiger auf hof erkannte, ohne sich zurückzuziehen, nach dem Antrage. heiter woltenlos-1 Wetter Prognose für Sonnabend, den 2. November 1895. Aufklärendes Wetter mit schwachen westlichen Winden, etwas fälterer Nacht und wenig veränderter Tagestemperatur; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Eine weitverbreitete Infitte bei Neubauten besteht Kunst und Wissenschaft. Im Schiller Theater gab es gestern eine ganz besondere Im Schiller Theater gab es gestern eine ganz besondere Roft. Zuerst wurde das Lustspiel des greisen Dichters Wilhelm Jordan Durchs Ohr" gegeben. Eine troß des Hauches von Kostüm aber diese Menschen reden in Reimen. Drei Alte Freisprechung plädirte, weil die Angeklagten sich im guten hindurch Reime der drolligsten Art, hübsche Wortspiele, unter Glauben befunden hätten. Der Sachverständige Ruckenburg haltende Konverfation- alles gereimt! Es scheint, als ob die darin, daß bei den Bauzäunen die aus irgend einem Grunde ergänzte fein Gutachten dahin, daß viele Schantwirthe felbft geistvolle Arbeit Jordan's vom Bublifum bes Schiller zum Hinausnehmen eingerichteten Fächer nach einem derartigen Gefchmack zu geben. Der Gerichtshof hielt eine wissentliche dem Bier Salz zusetzten, um demselben einen fräftigen Theaters nicht recht gewürdigt worden ist; der Beifall, der an Gebrauche nicht richtig wieder eingefeßt, sondern blos angelehnt Fälschung nicht, wohl aber eine Fahrlässigkeit für vorliegend, diefer Stätte so oft mit überquellender Gewalt ertönt, tam werden. Wie gefährlich dies unter Umständen sein fann, zeigte wegen der eine Bestrafung indessen wegen Berjährung nicht gestern, wenn auch nicht lau, so doch ziemlich zaghaft zum Vor- eine Verhandlung der ersten Straffammer am Landgericht I gegen erfolgen fönne. Die Angeklagten müßten deshalb freigesprochen fchein. Die vier Personen, die das eigenartige Lustspiel des den Kutscher Albert Hente wegen fahrläffiger Rörper- werden. Der Vorsigende ermahnte den Sachverständigen Rucken eigenartigen deutschen Dichters ausfüllen, wurden in verlegung. Am 3. Mai d. J. hatte der Angeklagte den Herren Herren Winterstein und Patry und den Damen auf einen Neubau an der Stralsunderstraße Mörtel gefahren. burg, feine Kollegen darüber aufzuklären, daß der Zusatz von Levermann und Pauly recht brav verkörpert. Einzig Als er den Wagen wieder auf die Straße zurückbrachte, Salz strafbar sei. Fräulein Levermann hätte etwas weniger sentimental und was wegen des engen Raumes nur durch Hinausschieben Eine Reihe wichtiger Entscheidungen betreffend mit etwas mehr Ausdruck spielen können. Dem Luftspiel folgte geschehen konnte, passirte es, daß ein Theil des Baunes die Veranlagung zur Einkommensteuer sind in eine Posse von Molière. Man hatte des Dichters fünfattiges umfiel. Vor demselben spielten die beiden fleinen Söhne des letzter Beit ergangen. So hat das Oberverwaltungsgericht ente Opus: Le Bourgeois Gentilhomme" auf einen Att zusammen Kanzleisekretärs Raschke; dem älteren achtjährigen Rudolf fiel schieden, daß die Kosten, welche den praktischen Aerzten durch gestrichen und dies Elaborat Der Adelsnarr" getauft. Der Zaun derartig unglücklich auf den Kopf, daß ihm das Beschaffung von Fachliteratur entstehen, als solche anzusehen In dieser Form fam eine ebenso plumpe, wie witlose Poffe Nasen- und Gaumenbein zerbrochen wurde und find, welche zur Erwerbung und Erhaltung des Einkommens aus zu stande, die höchstens kleinen Kindern Spaß machen kann. Die der Hinterkopf ganz breit gequetscht erschien. Der Knabe der ärztlichen Praxis dienen und demnach gemäß den Bestimmungen einzige Person, die Frische und Lebendigkeit bewahrte, war die lag drei Monate frant und leidet auch jetzt noch fortwährend an der§§ 9, 11 des Einkommensteuer- Gesetzes von dem Einkommen Mago des Hauses, die sich über ihren albernen Herren luftig macht, Ropfschmerzen, die auf den Unfall zurückzuführen sind. Es wurde in Abzug gebracht werden können. Desgleichen hat die Be der, obgleich zur bürgerlichen Ranaille gehörend, es proßenhaft nun angenommen, daß der Angeklagte durch Unvorsichtigkeit das rufungstommission entschieden, daß für die Bemessung des Werthes dem Adel in Manieren nachthun möchte. Die freie, ungezwungene Unglück verschuldet habe, indem er mit seinem Wagen gegen von Grundstücken derjenige Betrag maßgebend ist, welchen die Sprache, die Molière die dienenden Geister in seinen Luftspielen den Baun gefahren sei und diesen umgeriffen habe. Die Veranlagungskommission in Uebereinstimmung mit dem Vorschlage ihrer Herrschaft gegenüber führen läßt, und der familiäre Ton, Beweisaufnahme ergab jedoch, daß dies nicht der Fall war, des Katasterfontrolleurs und des Schäßungsausschusses zu grunde den sie anschlagen, stich überhaupt auffällig von den modernen daß vielmehr der betreffende Theil des Zaunes nur senkrecht angelegt hat, insofern nicht von Seiten des Steuerpflichtigen ThatCitten ab. In unserer Zeit, wo so viel vom demo- gelehnt und wahrscheinlich durch die Erschütterung, welche der fachen angegeben werden, die eine anderweite Festsetzung betratischen Zon in der Gesellschaft geheuchelt wird, schwere Wagen beim Vorbeifahren hervorrief, umgestürzt war. Der gründen. Bei Destillationen, welche in eigenen Räumen betrieben follte sich einmal ein weiblicher Dienstbote beikommen Staatsanwalt wollte zwar eine Fahrlässigkeit des Angeklagten werden, ist der Reingewinn mit 331/ s pet. des Umsatzes bezw. lafsen, mit seiner Herrschaft wie Nirole oder Dorinde zu reden. darin erkennen, daß derselbe nicht einen Aufpasser auf die Straße des Brutto- Einkommens zu beziffern. Beim Handel mit Butter Da würden verschiedene Monate Gefängniß wegen Beleidigung gestellt hatte, bevor er den Wagen hinausschob, er beantragte und Räse kann der Reingewinn auf 16 pCt. des Umsatzes unter erschwerenden Umständen und außerdem noch in der gut- deswegen 2 Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof war bemessen werden. Bei Materialwaaren- Geschäften find 15 pSt. gesinnten Preffe ein gewaltiges Gezeter über die Anmaßung des aber der Meinung, daß ein derartiger Aufpaffer wohl das Ueber vom Bruttogewinn als Reingewinn anzunehmen, wenn ein Gesindes herauskommen! Die Künstler des Schiller- Theaters fahrenwerden, aber nicht das in Rede stehende Unglück verhüten anderes Verhältniß nicht buchmäßig nachgewiesen wird. Endlich thaten ihr möglichstes, um einen derben Poffenton zu treffen. fonnte. Nicht den Angeklagten, sondern den nicht ermittelten ist für Schlächtermeister von besonderer Wichtigkeit, daß Magen- und Verdauungsfteine. Gine große Anzahl von Arbeiter, der das Fach des Baunes nicht richtig befestigt hat, geschlachteten Schweinen der Reinverdienst durchschnittlich auf Thieren, namentlich aus den Reihen der Vögel und Reptilien, erfannt, treffe die Schuld. Es wurde deswegen auf Freisprechung 12 M. pro Stück zu beziffern ist. unterstüßt die Wirksamkeit seiner Magenmuskeln durch das VerWelcher Schwindel oft von Extrablatthändlern schlucken harter Gegenstände, wie dies namentlich von förner- Der Gerichtshof und die Geschworenen des Schwur- getrieben wird, zeigte eine Anflage wegen Betruges, die gestern freffenden Bögeln, Straußen 2c. allgemein bekannt ist. Die Ge- gerichts hatten gestern einen Theil der ihnen obliegenden vor der VII. Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. wohnheit, folche harte Gegenstände, bei zahmen Straußen Pflichten außerhalb der Gerichtsstelle zu erfüllen. Eine Frau Ein Händler namens Müller schrie am Nachmittage des auch Glasstücke, Eisennägel, Mefferklingen und dergleichen Marie David war des wiffentlichen Meineides bezichtigt. Jn 11. Mai, an welchem Tage die Umsturzvorlage im Reichstag zur zu verschlucken, beruht auf einer physiologischen Noth- dem von ihr bewohnten Haufe hatte eine Schlägerei zwischen Berathung stand, in der Friedrichstraße ein Ertrablatt aus, für wendigkeit, weil die Thiere ohne solche Hilfstauwerkzeuge Flurnachbaren stattgefunden, die ein gerichtliches Nachspiel vor welches er auch viele Käufer fand. Von einem der letzteren erfuhr härtere Nahrung nicht zerkleinern können, und G. Sappey, dem Schöffengericht hatte. Auch die Angeflagte wurde als der Kaufmann Meyer, daß der Kaufpreis von 10 Pf. weggeworfen welcher darüber langjährige Studien gemacht hat, erzählt in Beugin vernommen. Sie bekundete dabei Thatsachen, die sie sei, da es sich um eine Extra- Ausgabe des Berl. Intelligenzblatt" einem unlängst der Pariser Akademie erstatteten Bericht, daß er vom unteren Flur aus gesehen haben wollte und aus gesehen haben wollte und setzte handelte, welche nur eine Zusammenfaffung des Ganges der bei einem Strauß, der völlig abgemagert von der Westküste sich dadurch mit den übrigen Zeugen in Widerspruch. Debatte bis zum 10. Mai enthielt. Herr Meyer befchloß nun, Afrikas in Paris antam und bald verendete, den Magen und Die letzteren behaupteten außerdem, daß die Angeklagte von den Verkäufer auf die Probe zu stellen. Er fragte ihn auss alle inneren Organe gesund gefunden habe, aber zu dem ihrem Standpunkte aus gar nicht im ftande gewesen sei, die drücklich, ob das Blatt die Reichstags Verhandlung von dem= Urtheil gekommen sei, daß diefes Thier mit vollem Magen ver- Vorgänge zu beobachten. Um nun hierüber ein Urtheil aus felben Tage enthielte, und erst als dies bejaht worden war, hungerte, weil man vergessen hatte, ihm in der Gefangenschaft eigener Anschauung gewinnen zu können, nahmen die Geschwo- faufte er ein Blatt, welches kein Wort von den Verhandlungen einige Steine ftatt Brot zu reichen. Er hatte allerdings noch renen sowie alle übrigen bei der Verhandlung Betheiligten eine bes 11. Mai enthielt. Er übergab infolge deffen den Händler einem einige fleine Steine im Magen, allein sie waren zu sehr abgenutt ofalbesichtigung im Hause Gipsstraße 29, wo die An- Schußmann zur Feststellung seiner Persönlichkeit. Das Schöffenund zu klein, um die Futtermassen zu durchdringen und als Mahl- geklagte wohnte, Es entstand dadurch eine Unter- gericht sprach Müller von der Anklage des Betruges steine zu wirken. Fast immer fand Sappey solche Steine oder Fremd- brechung von mehreren Stunden. Die Verhandlung endete frei, indem es davon ausging, daß der Benge Meyer von förper in der ersten Hälfte des Magens, welche die eigentliche mit Freisprechung der Angeklagten, die wohl auf einen vornherein der Ueberzeugung war, daß die Verhandlungen vom Zerkleinerungsstätte bei den Straußen zu sein scheint. Bei ver- anderen Ausgang vorbereitet gewesen sein muß, denn sie 11. Mai nicht in dem Blatt ständen, er also auch nicht durch bauenden Hähnen, die er vorher gut gefüttert hatte, tonute Sappen batte ihre sämmtlichen Schlüffel ihrem Ehemann gegeben, eine Frrthumserregung geschädigt worden sei. Hiergegen legte das Zermalmungsgeräusch, wenn er sein Ohr auf ihren Rücken welcher sich im Zuhörerraume befand. Anstatt seiner Ehefrau die Staatsanwaltschaft Berujung ein. Ihr Vertreter führte im legte, unmittelbar hören; es tlang wie ein periodisches Blätter. I mußte der Mann aber dortbleiben. Er befand sich nämlich in gestrigen Termin aus, daß alle Merkmale des Betruges gegeben feien nud beantragte infolge dessen 1 Woche Gefängniß. I gehörigkeiten zu verhindern". Es wird der Briger Arbeiter. Der Gerichtshof hielt nur einen versuchten Betrug für vor- bevölkerung daher gewiß interessant sein, zu erfahren, wem sie liegend und erkannte auf 20 M. Geldstrafe. die polizeiliche Bewachung ihrer Begräbnisse zu danken hat. Wegen Beleidigung des Kaufmanns Otto Köppen in Rigdorf hatte sich der praft. Arzt Dr. Bernstein aus Berlin vor dem Rixdorfer Schöffengericht zu verantworten. Dr. B. soll im Mai d. J. geäußert haber, Köppen werde als früherer Rendant einer Berliner Krankenkasse steckbrieflich verfolgt, was fich als irrthümlich erwies. Es kam zwischen den Parteien ein Vergleich zu stande, nach welchem Dr. B. die Beleidigung bedauernd zurück nimmt, 15 M. in die Armenkasse zahlt und sämmtliche Kosten trägt. der Sozialdemokrat, Zentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei 1 Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthfiraße 3). Die Nr. 44 hot folgenden Inhalt: Wochenschau. Gegen die Entstellung des Inhalts der Breslauer Agrarresolution. Die Stellung der Bayern und Hessen zu der Agrarfrage. Aus Elsaß- Lothringen. Briefe von Engels über die materialistische Geschichtsauffassung. Buch der Jugend. Parteis nachrichten. Todtenliste. Literarisches. Der dritte Parteitag der sozialistischen Partei in Russisch- Polen.- Ein Zunände Riefenprozeß gegen Gründungsschwindler. im Barbier, Friseur- und Perrückenmacher- Gewerbe.- Arbeiterorganisationen. Arbeiter= fchutz. Vermischtes. Wie man uns behandelt. öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 44( VI. Jahrg.) vom 30. Oftober 1895 folgende Auffäße: Professor Vivus: Die vergessene Beifassung; R. Kerschbaumer: Albert und die weiblichen Aerzte: E. Aveling: Die Sinne der Thiere; Gl. Sofal: Neue Bücher;: Das hohe Haus: Parlamentarische Köpfe ( Freiherr v. Chlumecky, Dr. R. v. Abrahamowicz, Dr. Theodor Kathrein; R. Auernheimer: Das Libretto. Miniaturbilder aus der Zeit. Von der Wiener Wochenschrift ,, Die Zeit" tft soeben das 56. Heft erschtenen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Ein Parlaments- Bureautrat. Bon R. Zum Fall Stojalowstt." Das Papiergeld des Herrn Zyszkowski. Bon Carabus.Der Interpellation in Sachen der Beit". Handwerker. Von Dr. Richard Schüllec. Der Stillstand.( Finanzieller Brief aus Deutschland.) Bon S. v. H. Ueber moderne protestantische Frömmigkeit. Von Heinrich Gompers. Shakespeare und Jonson. Von Georg Brandes." Bischen." Von Mar Grube. Die Woche. Bücher. Revue der Revuen. Der Ghailat. Eine jatutische Geschichte von Wazlaff Gjeroschewsky.( Schluß.) Der Orangefreiftaat folf ein gegen Tuberkulofe immunes Land sein. Es ist fonderbar, daß diese merkwürdige Thatsache, auf welche Dr. Bukofzer in der D. med. Wschr." von Unter der Anklage des fahrlässigen Meineides stand neuem hinweist, unter dem deutschen Publikum wenig oder gar am 31. Oftober vor der Mainzer Strafkammer der praktische Arzt nicht bekannt ist. Die englischen Reisenden wußten schon seit Dr. Nikolaus Schachleiter. Er soll am 3. Februar den Eid vor langer Zeit, daß das Gebiet zwischen Orangefluß und Vaal völlig dem Schöffengericht geleistet haben. Im Vorjahre, als der immun gegen Tuberkulose ist, und in der That verbindet der Rampf um die Heeresvorlage tobte, theilte Schachleiter Orangefreistaat, 5000 Fuß über dem Meeresspiegel gelegen, wegen dem Redakteur des Mainzer Journal" mit, man habe seiner geographischen Breitenlage alle Anforderungen an ein südeinen seiner Patienten," den er lange an der Schwindsucht liches Klima mit den Vorzügen eines Höhenkurortes. Vielleicht gehen behandelt, in den Militärdienst gestellt. Der Mann habe in die reichen Tuberkulösen anstatt nach dem fernen Egypten, Tunis, feiner Garnison Darmstadt wieder krank gelegen und er garantire Algier, Madeira einmal nach dem noch ferneren Orangefreistaat, für die Richtigkeit feiner Behauptung. Unter der Spitzmarte: Alles wo sie begründetere Hoffnung auf Wiedererlangung ihrer Ges Eine Gefälligkeit trug dem Bürgermeister Henkel von was friegen fann!" brachte hierauf das„ Mz. F." eine Notiz über den fundheit haben. Engenrod bei Gießen eine Gefängnißstraße von einem Monat Fall. Nachdem die Militärbehörde den Namen des Soldaten, Knapp Eingelaufene Druckschriften. ein. Zur Ausfertigung von Heirathspapieren bedurfte er in aus Mainz, erfahren hatte, wurde dieser längere Zeit ins Lazareth feiner Eigenschaft als Ortsgerichtsvorsteher der Unterschriften der gebracht und dort beobachtet, worauf die Aerzte erklärten, fünftigen Schwiegereltern des Bräutigams. Da diese in einem er sei nicht schwindsüchtig. Darauf wurde das„ Journal" entfernteren Orte wohnten, und der junge Mann ihnen den wegen Beleidigung der Ersatzkommission verklagt. Vor dem Weg sparen wollte, ging er zu ihnen und ließ sich in ihrem Schöffengericht befch wor nunmehr Schachleiter, daß Knapp Wohnort das Schriftstück unterzeichnen. Der Ortsgerichtsvorsteher schwindsüchtig sei und mehrere Male einen Blutfturz gehabt beglaubigte dann die Unterschrift als in seiner Gegenwart und habe. An der Straffammer wurden mehrere Militärärzte gehört, in seinem Bureau vollzogen mit dem Bemerken, daß er dies ebenso der Knapp und dessen Mutter. Die Aerzte sagten positiv, eigentlich nicht thun dürfte. Die Anzeige hat der inzwischen Knapp sei nicht schwindsüchtig, Knapp und deffen Mutter be leue Revue" Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunft und Schwiegersohn Gewordene selbst erstattet! ugten, daß er niemals einen Blutsturz gehabt habe. Obwohl Vor dem Rizdorfer Schöffengericht hatte sich unfer Ge- Sachleiter behauptete, bei seiner Aussage habe ihn nur seine nosse Gastwirth Karl Dorn aus Brit wegen Haltens einer wissenschaftliche Ueberzeugung geleitet, sprach ihn dennoch das Grabrede ohne polizeiliche Genehmigung zu verantworten. Am Gericht des fahrlässigen Meineides für schuldig und verurtheilte 7. Juli d. J. wurde auf dem Brißer Gemeindekirchhof der Ge- ihn zu 14 Tagen Gefängniß. nosse Tischler Braun beerdigt, wobei der Angeklagte namens des Bolts- Bildungsvereins von Britz und Umgegend einen Kranz auf das Grab des Entschlafenen niederlegte und dazu einige Widmungsworte sprach. Ein in der Nähe postirter Gendarm Aus Sevilla meldet ein Telegramm: Der Guadalquivir ist erstattete wegen Haltens einer Rede Anzeige. Genosse Dorn ausgetreten; der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen; mehrere führte zu seiner Bertheidigung an, daß er in den wenigen Böte sind gekentert und einige Menschen dabei ums Leben geWidmungsworten teine Rede" erblicken fönne; er habe nur den kommen. Kranz im Namen des Vereins niedergelegt und mit einigen Erdbeben in den Vereinigten Staaten. Aus New= Worten den Angehörigen die Widmungsschleife übergeben. Der Vort wird vom Donnerstag berichtet: Heute früh zwischen 5 als Beuge geladene Gendarm Schüttau befundete und 6 Uhr wurde in dem ganzen Gebiete vom Michigan bis jedoch, daß Dorn der Widmung noch die Worte Louisiana und vom Missouri bis Pennsylvanien ein Erdbeben hinzugefügt habe: Ein Wiedersehen giebt's nicht!" Dorn verspürt. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Die Häuser fonnte sich nicht entsinnen, diese Worte gebraucht zu haben, hielt zitterten längere Zeit, einige bis zu fünf Minuten. In mehreren dies aber für möglich. Der Gerichtshof verurtheilte den An- Orten stürzten Schornsteine ein. Der angerichtete Sachschaden getlagten zu 3 M. Geldstrafe. Einige Widmungsworte so ist nicht bedeutend. wurde in der Urtheilsbegründung ausgeführt- hätte der An- Die tiefste Stelle im Weltmeer. Aus London wird be. geklagte sprechen können, ohne sich strafbar zu machen, die letzten richtet: Die tiefste Stelle im Weltmeer, die bisher ermittelt Worte„ Ein Wiedersehen giebt's nicht" stempelten worden ist, wurde kürzlich von dem königl. britischen Vermessungsdie Aeußerungen des Angeklagten jedoch zu schiff„ Penguin" unter dem 23. Grad 40 Min. südl. Breite und einer Rede und müsse daher die Bestrafung erfolgen. Als 175 Grad 10 Min. westl. Länge entdeckt. Es wurde ein Bruch der Vorsitzende den Gendarm einigermaßen erstaunt in dem Kabel fonstatirt, als dies 4900 Faden abgelaufen war, frug, wie er dem Begräbniß beigewohnt habe, erklärte der Zeuge, ohne den Grund erreicht zu haben. Die Stelle ist 60 Meilen daß er auf Verlangen des Ortsgeistlichen von nördlich von der mit dem Senkblei auf 4428 Faden festgestellten Briz, Pfarrer Rungius, bei solchen Leichen Tiefe, die Kapitän Altrich im Jahre 1888 ermittelte. Die bisbegängnissen, an welchen tein Geistlicher theil her für die tiefste Stelle im Ozean angesehene Stelle war die nimmt, auf dem Kirchhof erscheinen müsse, um„ Un- 1 bei Japan gelegene mit 4655 Faden. " Für den Zuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 2. November. Opernhaus. Fra Diavolo. Schauspielhaus. Wie die Alten fungen. Dentsches Theater. Robinson's Eiland. Berliner Theater. König Lear. Lessing- Theater. Gräfin Frizi. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nachmittags 3 Uhr: Sneewittchen und die 7 Zwerge. Neues Theater. Der Militärstaat. Schiller- Theater. Wilhelm Tell. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! " Vermischtes. Das neueste Heft( 10) der unter der Redaktion von Bertha von Suttner im Verlag von E. Pierson in Dresden erscheinenden Zeitschrift ,, Die Waffen nieder!" hat wiederum einen mannigfaltigen und reichhaltigen Inhalt. Wir heben aus demselben nachstehendes hervor: Morig Brasch; Auch eine 25 jährige Erinnerung an die Kriegsjahre 1870/71. Bertha von Suttner: Für Henri Dunant. A. Papprik: Stiftung des Ewigen Landfriedens" zu Worms, 7. Auguft 1495. P. Quensel: Erfte WaffenAus dem italienischen Parlament. Zeitſchau. Th. Geld: Böhmen 1895.- Interparlamentarische Konferenz. Gegen die Friedensbewegung. Korrespondenz. Literarisches. Gegen den Krieg. Aus der Presse. Ver Aus den Friedensvereinen und Bersammlungen. mischtes. Desterreichische Gesellschaft der Friedensfreunde( Liste der Beiträge). Brieffaften, Bet reichem Inhalt und vorzüglicher Ausstattung tosten„ Die Waffen nieder"! jährlich nur 6 M. that. Briefkasten der Redaktion. Prag. Es ist Ihnen unbenommen, zusammenzurechnen, auf wie viel Zeit Gefängniß innerhalb der letzten 7 Jahre wegen Majestätsbeleidigung erkannt ist und steht dem nichts entgegen. Senden Sie die Zusammenstellung an uns ein, so unterlassen Sie nicht, die einzelnen Verurtheilungen nach Datum und Bezirk des Gerichts zusammenzustellen. · 10 000. Nein. Urania Central- Theater. National- Theater Anstalt für volkstümliche Alte Jakobstr. 30. Emil Thomas a. G. Gr. Frankfurterffr. 132. Naturkunde. Novität! Bum 60. Male: Novität! Sonntag, den 3. November 1895, nachmittags 2% Uhr: Am Landes- Ausstellungspark Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gcsett v. Dir. Richard Schultz. Anfang 71/2 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 25/26 Chauffeestraße 25/26, Vorletzte Woche des Gastspiels der Liliputaner, Jeden Abend 71/2 Uhr: Die Reise nach dem Mars. Sonnabend, nachmittags 3 Uhr: Adolph Ernst- Theater. Parade: Schneewittchen und die geben Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nummer 66. National- Theater. Faust. Theater Unter den Linden. Die Karlschülerin. Hierauf: Im Reiche der Mitte. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend: Wilhelm Tell. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Adolph Ernst- Theater. 3um 61. Male: Paradebummler. Besetzung der Hauptrollen: Anna Bäckers, Josefine Dora, Ida Schlüter, Adolph Ernst, Julius Eyben, Hugo Haßkerl, Richard Jürgas, Guido Zielscher, Karl Weiß, Georg Worlißsch. Anfang 71/2 Uhr. Bei Aufgeld. Morgen: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend er mäßigten Preisen. Fault. Tragödie in sechs Abtheilungen von Wolfgang von Goethe. Regie: Mar Samft. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, nachmittags 21/2 Uhr: Volks vorstellung. Ein Volksfeind. Schau spiel in 5 Aufzügen vor Henrik Ibsen. Regie: Julius Zürt. gangb., verk. w. K. Buttergeschäft, Fürstenbergerſtr. 7. Sonntag Nachmittag:" Die Reise nach dem Mars." Kinder nachmittags halbe Preise. Hull ist da!!! Der Mann von Eisen?? wird bald das Tagesgespräch sein. Jeden Abend 10 Uhr in Kaufmann's Variété Theater Königstrasse, Kolonnaden. Vollständig nenes Programm. Die Berliner Barrisson, der grossartige Equilibrist Vallo, der verrückte Musiker Jones, der dicke Liebling Edi Blum, das schöne Modell Miss Luciani, der Dampfdichter Samson, die vorzüglich. Gymnastiker Hegino furz und gut, ein Programm, wie es noch nie da war. Fern- Valaft Burgstraße Nr. 22. Direktion R. Winkler u. W. Fröbel. Das brillante November- Programm: 14 für Berlin neue Sensations- Nummern. Circus Carola in solcher Vollendung hier noch nicht gesehen. Anfang: Sonntags, 6 Uhr Wochentage 71/2 Ubr. Entree 30 Pf. Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk: Ein Volksfeind. . Stockmann: Julius Türt. Bürgermeister: Siegfried Brud a. G. Die für diese Vorstellung bereits gelößten Karten haben nur für das National- Theater Giltigkeit. RF Beginn der Verloosung 1/2 Uhr. Karten à 60 Pfennige in den bekannten Geschäften. 229/9 Alexanderplatz- Theater. Kaiser- Panorama Alexanderstraße 40. Täglich abends 8 Uhr: ( Passage). Zum 1. Male: Reife Malta, Smyrna, Kairo, Alexandria. Seeparthien. Die kleinen Lämmer. Sochintereffante VI. Reiſe: Savoyons Vaudeville in 2 Akten von Barney. Vorher: Nummer 66. Operette in 1 Akt von Offenbach. Morgen Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Die kleinen Lämmer. Abends 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Borher: No. 66. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. ! Salambo? Neucr Circus. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Sonnabend, den 2. November, abends 71/2 Uhr: Alpen, Montblanc- Besteigung. Eine Reise nur 20 Pf. Abonnements und Vereinsbillets. Gegründet 1845. Gegründet 1845. Circus Renz. Karlstrasse. Sonnabend, den 2. November, abends 71/2 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung unter Mitwirkung neu engagirter Künstler- Spezialitäten. Erstes Auftreten der außer ordentlichen Schulreiterin Mlle. Dudley mit ihrem Schulpferde Florial, hierauf Vorführen des irländ. Springpferdes La Gazelle. Erstes Auftr. der weltberühmten Hochturnkünstler The Silbons ( 2 Damen, 2 Herren). Erstes Auftreten der Gebrüder Monfroid, Mephistos acrobats exentriques. Zum 1. Male: La Perche, großartige Kraftproduktion mit Vers: wandlungsszenen, ausgeführt von den Gebrüdern Reinsch. Joujou Gr. Gala- Vorstellung. hippique mit 12 Freiheitspferden, Besonders sorgfältig ausgewähltes Programm. Der phänomenale Szandorsprung wie solcher bisher noch von keinem Pferde mit Reiter über 3 große Pferde ausgeführt worden ist. Zum 1. Male: 5 fache Jockey- Konkurrenz, ausgeführt von Miß Louise und den Herren Cooke, Althoff, Lloyd und Alfredo, Ein equestrisches Arrangement von 100 Pferden. Bon keiner Konkurrenz erreichbar. Herr Foottit- Burghardt a. d. ung. Hengst Bator, Schulpferd u. Lançadeur. Mme. Maria Doré als Schulreiterin auf Fauler Zauber, Trakehner Hengst. Hierauf: Baguettesprung auf dem engl. Vollbluthengst Vigilant. 6 neu dress. Fuchshengste, vorgeführt vom Dir. Busch. Zum 1. Male: 2 borende Känguruhs. F Festzug des gesammten Personals. B Auftreten sämmtlicher Klowns. Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr( ermäßigte Preise und 1 Kind frei) und abends 71/2 Uhr. E Neues Programm. vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. Chicago, Rapphengst in der hohen Schule geritten von Mr. Gaber el. Sonntag, den 3. November: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr: Tjo Ni En mit dem beliebten Schellenspiel. Abends 71/2 Uhr: Gr. Borstellung. Franz Renz, Direktor, Königl. Kommissionsrath. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Vorstellg. 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Sonnabend, Abends 9-11 Uhr: Ueburasiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bei Lastowsky. Grüne Giche, Rixdorf, Hermannstraße 197 bet Babenschneider. 2yrania, Landsberger Allee 156 bei Goebel. Ganges& ch; o, Naunynftr. 86 bet Bubeil. Glück zu, Pasewalterstr. 3 bei Neumann. Männer- Gefangverein dieberfranz in Brandenburg, a. v. Savel, mengert's Boltsgarten, Bergfir. 6.- Deutsche Giche II, Brandenburg a. d. Havel, Sauptfraße, Wintel's Salon. Frisch auf I, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 69 bei Adam. Sängerluft, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bet Otto Schulze. Hand in Hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bet Emil Heinecke. Männer- Gesangverein Immergrün, Tegel, Spauoauerfir. 15 bei C. Rentner. Freie Sänger, Schmargendorf, Wirths= haus Friedrich. Hand in hand I, Neichenbergerftr. 16 bei Hoffmann. Gesangverein Frisch auf II, Echönwalde in der Mart. Weiße Rose II, Neu- Weißenfee, Straßburger- und Elsaßstraßen- Ecke," Bum neuen Eifelthurm". Männergefangverein Treue, Mariannen- Ufer 2a, Restaurant Quichof. Eintracht 3, Teltow, Restaurant„ Schwarzer Adler" am Markt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Aue suschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend sind zu richten an: P. Gent, Dresdenerstraße 107/108, Sonnabend: Theaterverein" Bavaria", Bernauerfir. 40/41 bei Bork. ,, Märkisch Kraut", Eisenbahnstr. 7 bei Bauer. und hätte so sprechen dürfen, wie er es schicklich fand. Wäre lung nahm, nach Ablehnung eines von Rahlen gestellten der Antrag 43 nicht abgelehnt worden, so wäre die Konsequenz Amendements, folgende Resolution einstimmig an: Cammtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über desselben ein Maximalgehalt für alle Parteibeamte gewesen. Im Die am 30. Oktober 1895 bei Brochnow tagende VersammAuspände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Gegensatz zu Kahlen hielt Borchardt für gut, daß das Agrar- lung der Parteigenossen und Genosfinnen des dritten Reichstags. programm verworfen wurde. Die Resolution Kautsky's verlange, Wahlkreises erklärt sich mit der Haltung ihrer Delegirten auf Der Streit der Steinbildhaner Berlins wird, wenn ni baß man sich erst mehr mit der Agrarfrage beschäftige, und das dem Breslauer Parteitage einverstanden und fügt sich selbstalle Anzeichen trügen und feine unvorhergesehene Ereignisse ein fei nothwendig. Die etwaigen praktischen Vorschläge dürften verständlich den Parteitagsbeschlüssen. treten, noch lange nicht beendet sein. Es zeigt sich immer aber nie und nimmer unsere Prinzipien verschleiern. Weiter Die Versammlung protestirt ganz energisch gegen das Auftreten deutlicher und wurde auch unum wunden in der zwecks war Redner empört über den rüden Ton, den Dr. Schoenlant einzelner Delegirten den Berliner Parteigen offen gegenüber. Stellungnahme zum Streit am letzten Sonntag abgehaltenen gegen die Berliner Delegirten angeschlagen habe, und be Sie erklärt ein solches Verhalten für spießbürgerlich und antiInnungsgesellen Versammlung der Steinmegen, dauerte, daß Schoenlant von diesen nicht gehörig gedient sozialdemokratisch. wozu auch die Bildhauerfommission und die Junungsmeister worden sei. Die Berliner Genossen könnten nach seiner Die Versammlung beschließt, auch im folgenden Geschäftsjahr eingeladen waren, anerkannt, daß nicht die Forderung der Meinung den Mund mit vollem Recht etwas weiter aufreißen; mit aller Energie für die Prinzipien und die Intereffen der halbstündigen Verkürzung der Arbeitszeit als denn fie lieferten ja der Parteikasse das meiste Geld. Ho ch er Partei thätig zu sein, um dem Kampfe, der gegenwärtig der Grund der hartnäckigen Weigerung, zu beflärte die Schwierigkeiten, die es für mit den Verhältnissen nicht Partei von allen Seiten droht, mit voller Kraft gegenüber zu willigen, anzusehen ist, sondern daß hier ein Prinso recht vertraute Delegirten habe, auf dem Parteitage zu Worte treten." aipienstreit vorliegt, wie fich Herr Dittmer, der Ver- zu kommen. Den Berlinern sei wiederholt, und speziell ihm, das Die Kommunalwähler- Versammlung für den 30. Be treter der Firma Wimmel, ausd.ückte. Die Forderung der Halb- Wort bei den Anträgen nach der Rede Schoenlant's abgeschnitten zirk, die am 31. Oktober bei Buste abgehalten wurde, erfreute stündigen Arbeitsverkürzung sei, wie von dieser Seite ausgeführt worden. 2 ilhelm polemisirte hierauf gegen Kahlen und fich eines ausnehmend starken Besuches, insbesondere aus den wurde, an sich harmlos. Jedoch sei die Art und Weise letterer sprach nochmals des längeren über das Agrarprogramm, Kreisen des im 5. Wahlkreise so start vertretenen Mittelstandes". des Auftretens der Bildhauer den Innungsmeistern gegenüber aber, wie die Zwischenrufe bewiesen, ohne sichtlichen Erfolg. Stadtverordneter Dr. 3 adet behandelte in fesselnder Weise nicht genehm. Aus weiteren Andeutungen ließ sich entnehmen, Krater tom zurück auf seine in der vorigen Bersammlung vornehmlich das Schul- und Fortbildungs- Schulwesen der Stadt, daß der Bildhauerstreit nur als ein Probepfeil" der gegen Fischer gemachten Aeußerungen, die er für berechtig das Kapitel der Schulhygiene und der öffentlichen GesundheitsSteinarbeiter, die ja auch„ Streifgelüfte" zeigten, betrachtet wurde. hielt, weil Fischer auf die gefüllten Kaffen der Partei poche. pflege, zeigte, daß auf allen diefen Gebieten kein Fortschreiten mehr Also man will als abschreckendes Beispiel für die Steinmetzen, Er( Kräter) sei gewöhnt, unter Arbeitern und nicht unter zu verzeichnen, sondern ein bedauerlicher Stillstand eingetreten sei, die im Intereffe ihrer Selbsterhaltung endlich einmal sich auf- Akademikern zu sprechen, wo die Ausdrücke etwas schärfer fallen; und forderte zur Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten raffen, ihre 9-10 stündige Arbeitszeit auf 8 Stunden zu ver- feine Aeußerungen aber wären Fischer gegenüber nicht zu schari im 30. Bezirk, Tischler Millarg, auf, damit frisches pulfirenfürzen, an den Berliner Steinbildhauern ein gewefen. Die Parteigenoffen in den Kreisen leisteten mehr für des Leben in die Stadtverordneten- Bersammlung komme. Milwarnendes Exempel ftatuiren. Die Streikenden Die Partei. als die Herren oben" und bekämen feinen Pfennig targ sfizzirte hierauf in furzen Zügen seinen Standpunkt und sollen den Patienten vorstellen, an welchem die" humane", dafür; wenn letztere vielleicht alle vier bis acht Wochen einmal fand gleich dem Referenten lebhafte Zustimmung. Ohne weitere " patriotische Zunftvereinigung der Steinbruch befizer ihre referirten, so glaubten sie wer weiß was geleistet zu haben. Winter, Diskussion gelangte eine Resolution zur Annahme, worin die Vertödtlichen Experimente macht; diefes Eingeständniß, das der zu den zwölf Genossen gehörte, die in der vorlegten Versammelten sich verpflichteten, mit allen Kräften für die Wahl des von den anwesenden Kommissionsmitgliedern sofort fest sammlung gegen den Diätenantrag stimmten, sprach sich dafür sozialdemokratischen Kandidaten Millarg einzutreten. genagelt wurde und dessen Folgen auch von Herrn Steinmetz aus, daß auch diejenigen Genoffen, welche die lokalen Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 3. November, abends 6 Uhr, tm Ahlecke den Steinmezen vorgeführt wurden, klärte die ganze Partei- Arbeiten besorgten, für ihre Arbeitsleistung entschädigt Saale des Englischen Gartens, Alexanderstraße 27c. 1. Vortrag des NaturSituation. Die Streifenden werden als die Pioniere der Stein- würden.( Ihm wurde von Kräter zugerufen, daß dann predigers Joh. Guttzeit aus Söfflingen über:" Die Naturheilweise für Leib, megen betrachtet, und demgemäß behandelt; dies beweist den der Parteikassirer bald überflüssig wäre.) In der Agrar- Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Seele, Moral und Gesellschaft". 2. Diskussion. Nachdem Geselliges Steinarbeitern Berlins, daß sie ein eminentes Interfrage hielt Winter Quart's Standpunkt für richtig und die Bibliothek befindet sich bei Gärtner, Moltenstraße 12. Geöffnet Sonnesse an der siegreichen Durchführung des verurtheilte Schipper's Haltung, der nach Popularität hasche. abend von 9-10 Uhr. Streits der Steinbildhauer haben, daß Tas Agrarprogramm unterschreibe er von A bis 3, nur ins Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Die GrundFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, 3. November, vormittaos 8% Uhr, unsere Sache die ihrige ist, daß, wenn sie nicht wollen, Parteiprogramm dürfte es nicht eingeschoben werden. Die Angst vor fäße und Bestrebungen der Gemeinde." um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: daß auch wir auf Jahre hinaus gefnebelt werden, dem Staatssozialismus hält er für übertrieben( Gelächter), dieser Vortrag des Herrn Waldeck Manasse:„ Urtheil und Recht". fie mit ganzer Kraft und Energie in ihrem eigenen bleibe immer Sozialismus.( Erneute Heiterferkeit.) Fritz wandte beschäftigten Arbeiter Deutschlands, Filiale Berlin 1. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen Mortag, den Intereffe uns ihre Unterstüßung zu theil werden lassen müssen. sich zunächst gegen die Ansichten Winter's und empfahl den Genossen, 4 November, abends 8% Uhr, Andreasstr. 26 bei Wilte: Mitglieder- BersammDaß dies von den Steinmetzen anerkannt und eingesehen wird, das Heft 4 der Neuen Zeit" zu lesen, worin Kautsky nochmals lung. Bortrag des Herrn Dr. Joel. beweist ihre Opferfreudigkeit, ihre weitere Solidaritätserklärung seinen Standpunkt und die Motive zu seiner Reſolution klarlegt. Brüning, Rosenthalerfir. 12: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: Achtung, Konditoren! Sonntag, den 3. November, abends 6 Uhr, bet in den Steinbrüchen Bunzlau's und Warthau's und die Tages- Zu den Anträgen übergehend, monirte Friß die Redewendung vortrag des Stadtverordneten Genossen Megner über„ Die Ethir ber heutigen ordnung der nächsten Steinarbeiter- Versammlung: Welche Fischer's, daß Berlin allein zwanzig Anträge gestellt habe; wo Gesellschaft". Nach dem Vortrag: Gemüthliches Betsammensein mit Tanz. weitgehenderen Beschlüsse fassen wir zur Durchbleibe die Freiheit innerhalb der Partei, wenn das nicht jedem( Siehe morgen Inferat.) Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- Wahlkrets führung des Bildhauer- Streit 3." Es wird in dieser Genossen und jeder Kreisversammlung freiftünde! Die Animosität Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 3. November, vormittags 10 Uhr, Versammlung die Frage in Erwägung gezogen, ob ferner der Provinzialen gegen die Berliner, wie sie auch auf Gewerk- bet Sinte, Südenftr. 36: Sigung. Tagesordnung: Vortrag. noch Stücke, wobei sich Bildhauer- Arbeiten befinden, von den schaftskongressen zu beobachten sei, solle man doch nicht noch von Steinmetzen vorgearbeitet werden. Berlin aus künstlich schüren. Uebrigens seien die wenigsten Berliner Die vom hiesigen Gewerbegericht als Einigungsamt durch Genossen geborene Berliner, es sei also absolut kein Grund zur Vordie Magistrats Affeſſoren Kunow und von Schulz an- eingenommenheit vorhanden. Der Bericht der bürgerlichen Presse gebahnten Einigungsversuche blieben ohne Ergebniß, da die über die Versammlung, in der die Anträge berathen wurden, Meister es rundweg ablehnten, das Gewerbegericht nach dieser sei übrigens insofern entstellt, als die einzelnen Säße, auf die Richtung hin zu benuken. Daß sich die Streitenden von der sich Fischer berufen wollte, aus dem Zusammenhang heraus Forderung einer halben Stunde türzerer Arbeitszeit nichts abgerissen wären. Der Antrag betreffs der Kontrolleure, der in handeln lassen konnten und demzufolge sich ebenfalls nicht auf's Breslau soviel Staub aufwirbelte, rühre, wie er betennen wolle, Ginigen" einlaffen tonnten, ist wohl selbstverständlich. Von den von ihm her. Dieser Antrag sei nach reiflicher Ueberlegung und Steinmetzen, die im Laufe der vorigen Woche zu Bildhauer- nur aus Sparsamkeitsgründen stellt. Wenn die Kontrolleure arbeiten abkommandirt wurden, haben sich 8 mit uns solidarisch nur den zehnten Theil von dem selbst sammeln sollten, was ihre erklärt und find infolge dessen gemaßregelt worden. Während sie Fahrt aus Bayern u. s. w. koste, sie würden es nicht im stande fein. so brotlos gemacht wurden, erhalten sie von ihrer Organisation Die viermalige Kontrolle im Jahr, die jetzt etwa 1200 m. vereine angemessene Unterstützung, und wissen nun genau, wo sie schlinge, tönnte für 300 m. ebenso gut geschehen, wenn die ihre wahren Freunde zu suchen haben. Die Steinarbeiter Berlins Kontrolleure nicht so weit weg wohnten. Mindestens wäre zu werden durch treuen Zusammenhalt die passende Antwort auf diese verlangen, daß die Anträge sachlicher diskutirt würden. SchoenProvokation zu geben wissen. Entgegen einer früheren Angabe wollen tant sollte sich an die eigene Nase fassen und die Preßwir hierbei berichtigen, daß die Domkapitale nicht in Bunzlau, tommission des„ Vorwärts" aus dem Spiel laffen, da diese doch sondern in Warthau in Angriff genommen werden sollten, was nichts dafür könnte, wenn er seine Absicht, Chefredakteur des die Steinmetzen verweigerten. Vorwärts" zu werden, nicht erreicht habe.( Sehr gut!) Der Wie sehr übrigens die Arbeit drängt, zeigt sich darin, daß Vorsitzende Schweizer ermahnte den wieder anwesenden fich die Prinzipale bemühen, sie auf alle mögliche Art Berichterstatter der" Post", diesmal objektiver zu schreiben, wenu fertig zu stellen, B. versuchen die Meister jetzt, ihre Arbeiten er fernerhin Gastfreundschaft in sozialdemokratischen Versamm an kleinere Grabsteingeschäfte zu vergeben. So fertigt jetzt der lungen genießen wolle. Gleichzeitig bedauerte er Bildhauer Conzelmann, Inhaber eines Grabsteingeschäfts in der Abgeordneten Fischer, daß dieser sich auf zugestutzte Berichte in Müllerstraße, für die Firma Plöger Steinbildhauerarbeiten an. gegnerischen Zeitungen berufe. Frank, der sich zunächst gegen Streifende sind noch 58 am Ort. Einem Streikenden wurden Winter und Kahlen ob ihrer Meinung zum Agrarprogramm von dem Polier der Firma Zeidler, Herrn Hartmann, 12 M. wandte, vermißte des weiteren bei den Bayern und den sonstigen Lohn pro Tag und ein Jahr Beschäftigung schriftlich garantirt. Agrariern" die Kenntniß des kommunistischen Manifestes, da Das gleiche geschah bei den 6 Steinmetzen, die bei der- fie sonst unmöglich sich für das Agrarprogramm so ins Zeug selben Firma am Bau Friedrichstraße an Bildhauerarbeiten legen fönnten. Den stolzen Ton Schoenlant's gegenüber den beschäftigt waren, die Arbeit aber im Lauf der vorigen Woche Berlinern bezeichnete er als nicht mehr sozialdemokratisch. niederlegten und sich mit den Streifenden solidarisch erklärten. Ferner bedauerte Redner das Gingehen des" Sozialdemokrat"; E3 wurde ihnen zwar auf 2 Jahre Arbeit bei hohem zohne die„ Neue Welt" hätte beffer verschwinden sollen, denn diese fofte schriftlich garantirt, sämmtliche Steinmetzen sowie obiger Kollege viel Geld, fet aber ihrem Juhalt nach werthlos lehnten dieses Anerbieten jedoch ab. An Unterstützungen von Da die Berliner 4/7 der Partei- Einnahmen aufbrächten, anderen Gewerkschaften liefen ein: Von den Buchdruckern so sei ihm unverständlich, daß man sie trotzdem in wich- Bergnügungstlub Oftend, Sigung abends 9 Uhr im Restaurant Rudolf, Berlins durch Millarg 300 M., von den Böttchern Berlins tigen Partei- Angelegenheiten nicht mitsprechen lassen wolle. Schließlich lenkte er die Aufmerksamkeit der Versammlung auf die Fußnote im Bericht der letzten Versammlung und bezeichnete es als unanständig, daß die Redaktion des Vorwärts" einen verdienten Genossen, wie Kräfer sei, mit Werner und Konsorten zufammenwerfe.( Bustimmung.) Borchardt wandte sich hier: auf nochmals gegen die nach seiner Meinung verfteckten Angriffe Kräter's gegen ihn. Kräfer, der sich als radikaler VerDiskussion über den Bericht der Telegirten vom treter der schwieligen Faust auffpiele, solle gerechter sein, Breslauer Parteitag lautete die Tagesordnung einer und unmotivirte Angriffe lieber unterlassen. Er( Borchardt) beEr( Borchardt) beöffentlichen Parteiversammlung für den dritten Berliner trachte sich die Rede Fischer's im ganzen und komme zu dem Steichstags Wahlkreis, die am 30. Oftober in Broch Schluß, daß dieser nach seinen Verhältnissen ein Recht hatte, so now's Balsalon, Sebastianstr. 39, stattfand. Erster Redner zu sprechen. Dies fei feine( des Redners) Anwar Genosse Wilhelm, der sich wohl mit der Ablehnung des ficht, trozdem er nicht, wie Kräfer ihm imputire, nach Antrages 43( Diätenfrage betreffend), nicht aber mit der Haltung einer Parteistellung schiele. Schweiger erklärte, Kräfer des Abgeordneten Fischer gegenüber den Antragstellern ein- in der legten Versammlung deshalb nicht gerügt 3 verstanden erklärte, im weiteren seine Freude über die Ablehnung haben, weil der Ausdruck gegen Fischer die Empfindung Kraker's des Agrarprogramm- Entwurfs ausdrückte und zuletzt die vielen enthalten habe, die dieser vom Parteitag mitbrachte und die er, Fehler im Protokoll bemängelte. Sablen fand es unbegreiflich, Schweizer, mit Kräfer theile. Fischer, Schoenlank und andere wie ein älterer Parteigen offe( Bärer- Harburg) fich derartig un- feien, obgleich geschulte Redner, in durchaus unschöner Manier anständige Ausdrücke gegen die Berliner Parteigenoffen erlauben vorgegangen. Büttner war der Ansicht, daß die Berliner konnte, von denen er wissen mußte, daß sie auch in den schwersten Anträge, namentlich der bezüglich der Diäten, immer wieder Zeiten ihre Schuldigkeit für die Partci thaten und auch fernerhin tehren würden, bis man sie annehme. Trübere Zeiten ständen thun werden. Er erinnerte hierbei an das tragische Schicksal der Partei in Aussicht, daher solle mit dem Parteivermögen sparder Genossen Hensel, Nauen und Lachmann. Bezüglich somer umgegangen werden. Um eine andere Zusammendes Agrarprogramms steht Kahlen auf entgegengefeßtem Stand- segung der Parteitage zu erreichen, müsse zunächst mit punkt wie der Delegirte Börner und die Mehrheit des Partei- der Vertretung einzelner Kreise durch bestimmte, be tagt Mittwoch im Restaurant Roll, Waldemarstr. 61. tages und will durch das Lesen des Protokolls in seiner mittelte Parteigenossen aufgeräumt werden. Börner Meinung nur bestärkt worden sein. Die Haltung, die Schippel erfah aus den Reden Winter's und Kablen's, daß diese sich durch vor und dann auf dem Parteitag einnahm, bezeichnete er als die schönen Worte David's und Quarct's für den Staats. und zwar auf grund der Präsenzliste des Parteitagseines charaktervollen Mannes unwürdig. Die sonstigen Be- sozialismus hätten gewinnen laffen. Auf Erfuchen Kräter's Protokolls daß die früher schon von Werner und seinen trechtungen Kahlen's über das Agrarprogramm waren den Reden bestätigt Fritz als Vertrauensperson, daß Kräfer einer der Freunden und jetzt von Kräfer aufgestellte Behauptung: Auf Dr. Quarc's entlehnt; schließlich beantragte er, den 1. Theil der schärfsten Gegner der Unabhängigen war und bereits 12 Jahre unseren Parteitagen dominiren die Parteibeamten, falsch ist. Den Resolution Kautsky's abzulehnen.( Heiterfeit und Zuruf: Die an seiner Seite für die Partei thätig ist, mithin den in der Genoffen Kräter mit Werner auf eine Linie zu stellen, ist uns hat der Parteitag angenommen, daran ist nichts zu ändern.) Fußnote im Vorwärts"-Bericht enthaltenen Vorwurf nicht ver- nicht im Traume eingefallen. Aber wahrheitswidrige Behauptungen, Borchardt war mit den Aeußerungen, die Kräfer in der diene.*) Hiermit war die Rednerliste erschöpft und die Versamm durch welche unsere Partei- Institutionen herabgesetzt werden, vorigen Versammlung über Fischer machte, nicht einverstanden. weisen wir zurück, gleichgiltig von welcher Seite ste tommen. ( Zuruf Kräters: Tie halte ich aufrecht.) Fischer sei als*) Von einem Vorwurf" tann bezüglich unserer Bemerkung Anderes haben wir auch in dem vorstehenden Falle nicht getban. Parteibeamter von dem Antrage 43 persönlich berührt gewesen in der Nr. 251 gar keine Rede sein. Wir haben mir konstatiri D. R. d. V. 20 M. Die Kommission der Bildhauer Berlins, Annen- Straße 16, part. #Versammlungen. A den Rauchflub Theaterverein " Helgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf. Bereinstalender find zu richten an K. Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Arbeiter- Baucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im sonnabend:„ Unverzagt", Lebuferstraße 18 bei Bogel. Blaue otte II, Weinstraße 22 bei Steuer. Gemischter Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein ich te( Diitgl. b. Deutſchen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer- Abtheilung Friedenstr. 37, Mittwoch und Connabend von 8-10 Uhr.-3. Männer= btht. Boechstr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 2. Lehrlings- Abth. Staligerstr. 65-56, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 ubr., abends von 8%-10% Uhr abends Turnhalle Demminerfir. 56-57 Turnfreunde turnt Mittwochs und SonnVereinigung der Chor Gleichheit, abbs. 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. Bühnenverband Normania, jeden legten Sonnabend im Monat Sizung Schiller, Gigung abends 9 Uhr bei Linke, Puttbuferstr. 24. Nach der Sigung: Fidelitas. Theaterverein Bavaria, Ackerstr. 17 bei Manfras. Privattheater Gesellschaft Toni, abends 9% Uhr bei Buleger, Swine bei G. Leichniß, Königsbergerstraße 26. Brivat Theater-Gesellschaft münderstraße 14. Theaterverein Lustige Brüder II. Sigung abends State 9 Uhr, bei Reichelt, Hafenhaide Nr 45/47. Theatergesellschaft Immer & u stig, abends 9 Uhr, Strung bei Ruhl, Chorinerftr. 53. Theaters verein Bohemia, abends 9 Uhr, Restaurant G. Wigel, Aderstr. 145. Privat- Theater- Gesellschaft Lilly, abends 9 Uhr Sigung, Schönh. Allee 135.Gefelliger Arbeiter- Verein Proletaria, Sonnabend nach dem 1. und 15. jeden Monats, abends 9 Uhr bei Sommer, Grünftr. 21. Statflub Blaue Blufe, bei Muttte, Graubenzeriiraße 2. Rauchklub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennstraße 5. tlub Revolution, Gigung abends 9 Uhr bei Hauptmann, WienerStatklub Brüderlichkeit, abends von 9-11 Uhr Sigung straße 1-6. bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19. Stattlub 50. Jeden Sonnabend Suhr bei klein, Wienerstraße 31. Bergnügungsverein Ipen= veilchen, abends 10 Uhr Sigung bei Ruppin, Blumenftr. 49. verein Ruf, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Sodite, Inselstraße 1. Vergnügungsverein Bruderfette, Sigung abends 9 Uhr, bei Paris, Gleditschstraße 23. 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Die Arbeiterin im Kampfe ums Dasein.-, 20-, 05 Freie Liebe und bürgerliche Ehe.....-, 10,03 Geschichte des engl. Trade- Unionismns. Heft 1-4.. ... à- 75,10 Lohnbewegungen und Streiks in der Schweiz seit 1860 • Kafernen- Elend von R. Krafft Glänzendes Elend von R. Krafft.. Militärische Schreckensbilder: 1. Zwei Jahre Infanterist .... 1,10 2. Ein Jahr Arbeitssoldat Die Epigonen der Ranbritter. Ein Beitrag zur Entwicklungs- Geschichte unseres Junkerthums. MACHT ST HT STARK GESCH · 1,20,10 1,20,10 -, 60-10 -, 60-10 -, 75-, 10 Arbeiter Parteigenossen, nur Hüte mit Kontrollmarke. Herren Hüte 2,-, 2,50, 3,- u. s. w. ff. Haarhüte von 5,- an. Cylinderhüte von 4,- bis 12,-. Anaben Hüte von 1, an. Betrug ausgeschlossen, da ich nachweislich nur Hüte mit Marke führe. WeicheHerrenhüte 85 Pf. Steife Herren- Hüte 1 M., neueste Façons verkauft das Fabrik. tomptoir, Barnimstr. 4 u. 5 I. Sonnabends geöffnet bis 10 Uhr abends. Sonntags 8-10 und 12-2 Uhr. !! Teppiche!! 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Herrn Mörschel, Schönhauser Allee 28. Um zahlreichen Besuch bittet Die Kommission. 154/4 Drts Krankenkasse Fortsetzung der letzten öffentlichen Partei Versammlung der Buchbinder 2C. und zwar: 1. Berichterstattung der Zeitungs- Kommission. 2. Bericht der Delegirten über den Breslauer Parteitag. 3. Diskussion. Parteigenossen! Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung in das Erscheinen Aller unbedingt nothwendig und erwarten zahlreichen Besuch Die Vertrauenspersonen. Achtung! Süd- Ost! Achtung! Sonntag, den 3. November, vormittags 11 Uhr: Grosse öffentliche Kommunal- Wählerversammlung in Rautenberg's Feltfälen, Oranienstr. 180. Zages Ordnung: Generalversammlung am 11. Nov. d. J., abends 82 Uhr, Tages Ordnung: Beschlußfassung über die einzuleitenden Schritte zur Lohnbewegung. Mitgliedsbuch legitimirt. Pflicht der Mitglieder ist es, zahlreich zu erscheinen. Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Infolge eines Formfehlers in der Wahlversammlung vom Freitag, den in Schmiedel's Festsälen, Alte 25. Oktober cr., ist der Vorstand gezwungen gewesen, die in derselben vollJakobstr. 32. 24/5 30gene Wahl von 128 Vertretern der Arbeitgeber zur Generalversammlung für ungiltig zu erklären und die zu Beiträgen verpflichteten Arbeitgeber nochmals zu einer Wahlversammlung anf Freitag, den 15. November, abends 8 Uhr, Tagesordnung: 1. Verlesung der Protokolle. 2. An trag des Vorstandes, Medizinfcheine an Arbeitgeber nicht mehr auszugeben. 3. Erfahwahl des Vorstandes. 4. Wahl der Kommission zur Prüfung der Jahresrechnung. 5. Verschiedenes. der C. Hoffmann, Vorsitzender. Drts- Krankenkasse für das Gewerbe Verfertigung von Musikinstrumenten. General- Versammlung am Sonnabend, den 9. Nov., abends 81/2 Uhr bei Weruau, Rosenthalerstraße 57. 142/11 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen und ihre Bedeutung für die Berliner Arbeiterschaft. 2. Diskussion. 270/14 Referenten Stadtuv. Gottfried Schulz und Theodor Metzner. Tagesordnung: Vorstandswahl. 1. Wahl von drei Die Wähler des 13. Kommunal- Wahlbezirks( Stadtbezirke 87-94) sowie des 15. Kommunal- Wahlbezirks( Stadt- Arbeitgebern. 2. Wahl von 2 Arbeit. bezirke 81-86, 95 u. 97) werden auf diese Versammlung besonders nehmern. 3. Wahl von 3 Revisoren. 4. Verschiedenes. Die Wahl der aufmerksam gemacht und ersucht um zahlreiche Betheiligung Arbeitgeber findet von 812-9 Uhr Das Komitee, Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 4. November, abends 81/2 Uhr, in den Oranienhallen, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Der Streit in der Pianofabrik von Steuer u. Co., Krautstr. 23. 4. Vereinsangelegenheiten. 142/10 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Nächten Montag Abend 81/2 hr, BS in Rixdorf, Rohr's Salon, Knesebeckstraße: Versammlung. Tages- Ordnung: statt, die Wah! der Arbeitnehmer um 9 Uhr. Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler. Oertliche Verwaltung Berlin A. nach dem Restaurant Th. Boltz, Alte Jakobstraße 75, einzuladen. Die Zahl der zu wählenden Vertreter beträgt 128. Wir machen darauf aufmerksam, daß zu Vertretern auch Geschäftsführer oder Betriebsbeamte gewählt werden können und ersuchen um zahlreiche Betheiligung bei dieser Wahl. Gleichzeitig bringen wir auf grund des§ 62 des Raffenstatuts im Anschluß an unsere Bekanntmachung, Generalversammlung vom 24. November cr. betreffend, zur Kenntnißnahme, daß der Vorstand beschlossen hat, die Tagesordnung derselben zu erweitern durch folgende Anträge des Vorstandes auf Aenderung des Kassenstatuts: 1. dem§ 34 Absatz 3 desselben 2. dem§ 44 1 " eine andere Faffung zu geben. Berlin, den 29. Oftober 1895. Der Vorstand. Gustav Günther, Vorsitzender. Paul Magnan, Rendant. Achtung! Achtung! Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenoffen Deutschlands.( Filiale Berlin.) Versammlung Montag, den 4. November 1895, am Dienstag, den 5. November 1895, abends 7 1hr, abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienftr. 180: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Raffenbericht vom 3. Quartal 1895. Kaffenangelegenheit. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Mitglieder werden ersucht, recht in Brüning's Lokal, Rosenthalerstr. 11/12. Lages Drdnung: 〃 1. Vortrag über: Kapital und Arbeit". Referent: Wilhelm Pfannkuch. 2. Dertliche Angelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Gäste sind willkommen. Achtung! 195.2 Der Vorstand. Achtung! zahlreich zu erscheinen. 181/6 Dekateure, Appreteure u. verw. Berufsgenossen. Die Ortsverwaltung. Bekanntmachung. 1. Der Nußen der Gewerkschaft. Referent: Kollege Kluge. 2. Dis Orts-Krankenkasse fussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen, welche die Fragebogen noch nicht abgeliefert haben, werden hiermit nochmals aufgefordert, dieselben heute Abend in den Zahl stellen oder morgen Vormittag bei H. Schulz, Memelerstr. 60a, abzuliefern. Daselbst fönnen auch die Kollegen Einlaßkarten à 60 Pf. zu der morgen, Sonntag, Nachmittag 2 Uhr, stattfindenden Vorstellung im National- Theater erhalten. Der Vorland. 146/3 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 4. November, abends 82 Uhr: General- Versammlung im Luisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Ergänzungswahlen zum Vorstand. 3. Antrag auf Aenderung des§ 7 Absatz 2 des Statuts. 4. Bestätigung der vorgeschlagenen Beifizer. 5. Der Streit bei der Firma Fr. Welles. 6. An den Vorstand gelangte Anträge. Ohne Mitgliedskarte kein Butritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 111/17 Der Vorstand. Berband der in Buchbindereien, für das GoldschmiedeGewerbe zu Berlin. Dritter Nachtrag zu dem Statut der Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede Gewerbe zu Berlin vom 3. Mai 1893. Artikel I. Filiale il des Verbandes aller in der Textilindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 4. November, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Oeffentliche Versammlung. " 1 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen A Hoffmann über: Glaube und Vernunft." 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten von der Gewerkschaftstommission. 4. Verschiedenes. 11/2 Der Einberufer. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse| 14 Tage auf Probe der Tischler u. s. 1. Oertl. Verwaltung Berlin F. Versammlung am Sonntag, den 3. November, vor: mittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Hübner, Swinemünderstr. 35. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Wahl eines ersten Kassirers. 3. VerDie Ortsverwaltung. schiedene staffenangelegenheiten. 183/3 Orts- Krankenkasse des An die Stelle des§ 30 im I. Nach- Gewerbes d. Ladirer zu Berlin. trag und§ 42 dieſes Statuts treten Sonnabend, 9. Novbr., abends 82 Uhr: § 30. Die wöchentlichen Kaffenbei- General- Versammlung träge betragen: der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. 1. für erwachsene männliche Arbeiter und Arbeiterinnen. Raffenmitglieder ausschließ lich der Behrlinge. Rassenmitglieder Montag, den 4. November, abends 82 Uhr, im Luisenstädt. Konzerthaus, 2. für erwachsene weibliche Alte Jakobstraße 37: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 3. für männliche Kaffenmitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 1. Schlußberathung über den Antrag zur Geschäftsordnung. Referent: u. f. 1. Kollege Wunsch e d. 2. Lofalfrage. 3. Wahl eines Zentral- Arbeitsnachweis Mitgliedsbuch legitimirt. Es wird gebeten, die Sanssouci- Billets schleunigst abzurechnen. Vermittlers. 4. Verschiedenes. Ferner werden die Mitglieder nochmals darauf hingewiesen, daß die am 3. November stattfindende Vorstellung nicht im Bellealliance- Theater, sondern im National- Thenter, Große Frankfurterstr. 132, abgehalten wird. 24/4 Der Vorstand. . 71/10 bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 0,69. 0,45 " 0,30 " die Amtsführung entstehende baare Aus$ 42. II. Sat. Nothwendige, durch lagen, sowie der durch Wahrnehmung jeder Art von Kassenangelegenheiten erwachsende Zeitverlust und entgehende Arbeitsverdienst ist den Vorstandsmitgliedern mit 50 Pfg. für jede ange fangene Stunde aus der Kasse zu er setzen, u. f. w. Artikel II. Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. Berlins u. Umg. Vorstehende Abänderungen treten mit Versammlung am Sonntag, den 3. November er., nachmittags 5 Uhr, in der Oranienstr. 51( am Morikplatz). Tages- Ordnung: Vorstehende Abänderungen treten mit dem Montage nach statutenmäßig er. folgter Bekanntmachung in fraft. Berlin, den 24. August 1895. Der Vorstand 1. Vortrag über: Indikator. 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer E. Davidshäuser, Borsigender. Mitglieder. 138| 7 Der Vorstand. Polamentirer. Montag, den 4. November, abends 8½½ Uhr, im Lokale 153/1 Annenstraße Nr. 16: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: der Orts Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin. H. Staiger, Schriftführer. Vorstehender Nachtrag wird hier durch genehmigt. Berlin, den 24. Oftober 1895, Nr. 4630. L. S. Der Bezirksausschuß. gez.: Dippe. Jeden Sonnabend Gänse- Ausspielen 1. Wahl für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder, 1 Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer. 2. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung. versende ich per Nachn. unter Garantie für Werth und lebende Ankunft ff. Kanarien- Roller mit Porto u. Verpack. per Stück 5,50 M. Abnahme von 3 Stück 13,50 M. Weibchen 60 Pf. Anfrage mit Rückporto. L. G. Müller, Vogelzüchterei, 33242*] Nordhausen a. Harz. Arbeitsmarkt. Goldstickerinnen, auf Anker und Abzeichen verl. Worbs, Moritstr. 5. 100 Schneider a. Uniform- Paletots verl. Sachs, Taubenstr. 7. 1090b Sört, hört! füroma, tiefere feinſte ſe n. Maaß Krausenstr. 14, I. Möbelpolirer. In der Werkstatt von Jerabeck, Griebenowstr. 3, haben die Kollegen aufgehört wegen Lohndifferenzen. Bitte dieses zu beachten. Der Vorstand. 145/19 3. Beschlußfaſſung über die Verfügung Achtung, Klavierarbeiter! des Herrn Oberpräsidenten( betr. Erhöhung der Beiträge). 4. Antrag des Vorstandes auf Aenderung des§ 29 des Statuts. 5. Verschiedenes. Arbeitgeber und Arbeitnehmer find hiermit eingeladen. 104/6 Der Vorstand. Herm. Runge, Vorsigender. Die Kollegen der Pianofabrik von Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. . Steuer, Krautstr. 52, haben wegen Die Werkstatt- Kontrollkommission. Tüchtige Wheeler- Wilson- Näherinnen werden verl. Off. u. W. W. nimmt die Grp. d.„ Vorw." entgegen. 1122b Klavierspieler verlangt Hauptmann, Stuckateure! Bienerftraße 1/6. Montag, 4. Novbr., abends 7 Uhr: Wander- Versammlung des Fachvereins i. Charlottenburg ,, Bismarckhöhe", Wilmersdorferstr. 39. Tagesordnung: 1117b Kolorist od. Koloristin auf Mode ver. langt. Off. unt. C. C. Exp. dies. 3tg. Silberarbeiter. Einigen in Montir: u. Hammer1. Anträge der Charlottenburger arbeit tüchtigen Silberarbeitern ist Kollegen auf Verlegung der Zahlstelle Gelegenheit geboten, gegen hohen Lohn und Abhaltung von Versammlungen dauernde und angenehme Stellung alle 4 Wochen am Ort. 2. Verschiedenes. zu erhalten. Offerten mit LohnUm rege Betheiligung ersucht ansprüchen unter G. R. 505 Haasenstein und Vogler A.-G., Frankfurt a. M. H Der Vorstand. J. A.: A. Jänide, Lychenerstr. 9. Die Zahlstelle für Rigdorf befindet sich dortselbst Steinmegstr. 71. Soun tags von 10-12 Uhr. 171/9 Modern. Stiefel. Modern. b. Hübner, Staligerstr. 125. Brenn- Abgeh. Spiz. u. halbr. verf. billig jetzt Spiritus Liter 21 Pf. 11186 Pücklerstr. 11. 11195 1. Unsere Agitation. 2. Gewerbegerichtliches. 3. Wahl und Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Edöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag alt Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Blattes die gestrige Gewinnliste der prenk. Lotterie bet. von Mag Bading in Berlin.