Morgenausgabe Jlr.iS Ad 45. Iahrgang Wöchentlich 5V Pfeantg. mrmaSch S.— Reichsmart, r» oarau» zahlbar Um« Streifband im In» and Ans» land 8L0 Reichsmart pro Monat. De».Bonvörrs* mit d«»llustris» ten Sonntagsbeilage.Volk und Zeit� sowie den Deilagen.Unterhaltung vnd Dissen'.Aus der Filmwelt. �Stadtdeilage'.Frauenstimme". .Der Linderfreund'.Iugend-Bor» wärts'.Dlict t» die Bücherwelt", �Kulturarbeit" und.Technik" erscheint wochentäglich zweimal. Sonntags und Montags einmal. P- Berliner VnlsSbla« Dienstag TO. Januar 1923 Groß-Äerlin Pf. Auswärts i5 pf. Die e t n, p o« t t g e ftonpareiDmOtf 80 Pfennig. Reklame�eile&— Reich»« v'.ark.Kleine Anzeigen" da» fettge« drulkte Dort SS Pfennig lzuläsfig zwei seuaedruckte Wone). zede» weüere Wort 12 Pfennig Steliengduche da» erst« Wort 15 Pfennig, ledes wettere Wort 10 Pfesntg Worte über 15 Buchstabe» Lählen für zwei Worte Ardeitsmarkt Aeile SO Pfennig Familianzetgen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen« annahm» im Hauptgeschäft Linden strotze A«ochentägl. von 8�/, bis 17 Uhe. Zentealovgan der sozialdemokratischen Vaviei Neutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Tönhosi 292—297 Telegramm-Adr: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts-Verlag G.m.b.H. Postscheckkonto: Berlin 87 KZK— Bankkonto: Bank der Arbeiter. Angestellten u»ld Beamten Wollslr. KS DiSkoa«»-Gesellschaft. Depositenkafse Lindenstr S Flut der Erwerbslosigkeit. Bis Mitte Dezember 139-1000 Arbeitsuchende.- Höchststand überschritten. Weingärtner verhaftet. Das Sprengstoff-Verbrechen in der UngZücksvilla. Die Nriarinalpolizei hat gester« abend de« Mitbestfcer der Bill« Parkstraste 40/42 in Dahle»,», lSeueraikoniul Rodert Weingärtaer, wegen fahrlässiger TS- t u« g sowie wegen Verbrechens und Vergehens gegen das Spreng st offgeseb verhaftet. Da wegen dieser Straftaten eine schwere Bestrafung zu er- warte« ist, erschien Fluchtverdacht nicht aus» geschloffen- pariser parlamenisbeginn. Die letzte Eitzungsreihe vor der Neuwahl. Paris, V. Januar.(Eigenbericht.) Am Dienstag treten die beiden chauser des Parlaments wieder zusammen. Die Session der Kammer, deren Neuwahl für den 22. April angesetzt ist, dürfte kaum über Mitte März hinaus dauern, damit die Abgeordneten an der letzten Phase des Dchlkampfes teil» nehmen köimeiu Das noch unerledigte Arbeitsprogramm ist so um- fängreich, daß eine Reihe wichtiger Fragen, wie die Reform der Kriegsgerichte, die Revision des Zolltarifs und vielletcht auch düs Petroleummonopol dein neuen Hause überlasten bleiben durften. Die Regierung beabsichtigt, zunächst das Rekniticrungs- gdsetz und die Ergänzung zum Armee st atut durchzubringen, im> hierauf das Siedlungsgeletz, besten Wirkung auf die breiten ZLählermasten nicht übersehen werden kann, zur Annahme zt» empfehlen. Endlich soll auch di« Sozialversicherung, die seit Vohren vom Senat unerledigt geblieben war, noch in dieser Legislaturpgriode Tesxtz werden. Neben der rein gesetzgeberisch«» Arbeit'shll in der Kammer auch die große Debatte über die F i n a n z p o>l i't i k P o i'n c a r« s am 24. Äanüar beginnen. Ebenso dürften noch die Interpellationen über die'Pariser Sacra- Vanzstti-Kundgebunge« und den Antik ommunistenfeldzu g erledigt werden. Dem Senat hat die Regierung gleichfalls eine Reihe von Ge- setzen wie über die Organtsation dee französischen Ao-l-ke» tm Kriegsfall« und über die Freizone vorgelegt. Däneben wird ll« Interpellationen' übe? dic auswärtige Politik, die Pähru.rgsstabilisierung und über die Einheitsschule zu beantworten haben. Mussolini im Kriegsfolö Frankreichs. Paris schuf ihm sein Hetzblatt. Paris, it. Januar. tAenoffe Panl Faure, der Generaksetretär der Sozialistisrhen Partei, macht im„Populaire" eine über- aus irtiercssante Enthüllung über die Beziehungen Muffolinis zu de» Ententcregierungen kurz vor dein Eintritt Italiens in den Weltkrieg. Als Favre damals mit dem sranzösischen sozialistischen Minister Jules 926 van verschiedenen Seiten die Mitteilung gemacht, dah Privatpersonen angeblich im A u f- trage des Reichswehrministeriums an Ordensmit- giieder mit verschiedenen Plänen herangetreten wären. Do Gene- ralleutnant a. D. Salzenberg Zutritt zum Reichswehrministerium hotte, wurde er in jedem einzelnen Falle beauftragt, darüber Er- kirndigungen einzuziehen, ob diese Anträge tatsächlich vom Reichs- 'vehrrninistsrium ausgingen. Auch v. Tresckow kam eines Tages, oniang» 1928, und erklärte, dah man im Kreise Königsberg nn ihn mit einem ähnlichen Anliegen herangetreten sei. Zlls Genc- rolleutnant Salzenberg vom R e i ch s w« h r m i n ist e ri u m den Bescheid erhielt, dah die Ausforderung, an den illegalen Formatio- nen teilzunehmen, nicht von ihm ausgehe, rieten wir van Tresckow ab. Diesem wurde jedoch wiederum glaubhaft gemacht, dah das Reichswehrministerium tatsächlich hin- ler den Plänen steh«: er amr nicht abgeneigt, mitzumachen. urch er wandte sich deshalb in derselben Aiogelegenheit nochmals an mich als Bundeskanzler. Aber auch diesmal rieten wir ihm ab. So»nterlieh er es. Der Vorsitzen de will wissen, ob dem Zeugen etwas über die Putfchpläne der Grundbesitzer bekannt gewesen sei. Zeuge: Ein Ordensbruder erzählte uns, dah für Formationen im Fall« einer Diktatur geworben wurde. Wir hätten auch unseren Leuten die Beteiligung an den Formationen nicht zu verbieten brauchen, wenn die Bestrebungen lokal gewesen wären. Wir kann- ftn uns des Eindrucks nicht erwehren, als ob die Herren aus der Kömgsbergcr Gegend die ihnen legal von der Reichswehr za bestimmten Zwecken verliehenen Recht« zn andere« Zwecken auszunutzen beabsich- liglen. Der Vorsitzende will nun wieder die Beweisaufnahme schließen. Iustizrat höhn besteht aber darauf, dah der Sachverständige Bre- d o w über die Vertrauensstellung des Generalleutnants v. S a l- z e n b e r g im Reichswehrministerium vernommen werde. Heftige Auseinandersetzung. Oberst v. Bredow erklärt, dah Generalleutnant v. Salzen- berg sich vielleicht als Vertrauensperson betrachtet habe.. Es mag fein, dah er aus der liebenswürdigen Aufnahme, die ihm gleich vielen anderen im Reichswehrministerium zuteil geworden sei, auf diese Bcrtrauensstellung geschlossen habe.„Ich habe hier dienstlich zu erklären", sagt der Zeuge mit einer gewissen Erregung,„dah von eitler derartigen Vertrauensstellung keine Rede sein könne". Generalleutnant a. D. Salzenberg springt aus:„Ich habe mich els Derlrouensmonn betrachtet und hatte allen Grund dazu. Mir wurden Protokolle gezeigt, Schreibhilitn und Ermunterungen wiederzukommen, wurden wir zuteil. Ich bin bereit, drei Zeugen zu ben«v«n, die unter Eid aussagen würden, daß die Verabredung. Stach einer verspätet eingetroffenen Meldung des in Ptoatan stets gern informierten Berichterstatters des „Berliner Tageblatts"' haben gegen dreißig Oppositions- führer den Befehl znr Abreise erhalte«:»war wird ihnen, nach de« weiter praktizierte« zarische« Polizei- metstoden, die Angabe ihres Bestimmungsortes noch vor- enthalten, aber es wird schon berichtet, daß z. B. Ra» kowski nach einem Dorf im Gouvernement Wjatka, 500 Kilometer von der nächste« Eisenbahnstation ent- fernt, verschickt werde« soll. Ei« Teil der als„Konter- revolutionäre" znr Verschickung verdammten radikalen Nepchlegner soll bereits unterwegs sei« und die Ber- banuungszonc von Archangelsk im hohen Norden Europas bis Mittelafie« und Ostsibirien reichen. Biel- leicht treffe« dir verschickten Obcrbolschcwiki von gestern nun als Sträflinge der„proletarische« Diktatur" manche« ihrer alte« Kampfgenosse« für die Befreiung der Bölker Nußlands vom �iarenjoch, der als treuer Bekenner der Demokratie schon seit Jahren in Verbannung sitzt... Aus der Liste der Verschickten führt die Meldung des„Berliner Tageblatts" außer den bereits Genannten noch an: S e r e b r i a- low, der für die Anknüpfung wirtschaftlicher Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten wichtige Dienste ge> die Beziehungen zum Reichswehrministerium aufrcchtzuerhalteu, noch heute besteht. Iustizrat haha(mit lauter Stimme):„Eine derartige Verab» rsdung besteht nicht." Oberst o. Bredow(fast leidenschaftlich):„Ich muß«» mit aller Entschiedenheit ablehnen, daß zwischen politischeb Vereinen und Reichswehrministerium solch ein Vertrouensverhöllnis existiert Hab«. Jedenfalls Hab« Badicke das nicht wissen können." Rechtsanwall Dr. Suuh: Badicke hat ja für den Reichswehr- minister im Kreis« Königsberg gearbeitet. Mit ihm stand also das Relchswehnnintsterimn in Verbindung, obgleich er und seine Groß- grundbesitzervereinigung zu den Rechtsradikalen gehörte. Major Badicke: Es gibt keine Großgrundbesitzervereinigung. Ich bin mir Vorsitzender der Großgrundbesitzerversamm» l u n g, d'e sich von Fall zu Fall zur Erörterung von Wirtschaft- l i ch e n Fragen versammelt. Rechtsanwalt Dr. kunh: Und auch zur Erörterung p o l! t i- scher Fragen. leistet hat. S l g a. der eine große Rolle beim Wiederaufbau der Sowjetinduslxie schelle, de» Femlletonisten S ossnowski. dessen unerschrockene Kiaiik des Sawjellebens viel Aufmerksamkeit auf sich zog, sowie andere Journalisten. Zu den Lernrteillen gehöre auch Beloborodow, früherer Innenminister und Exekutor des Zaren. Ainnländer als Spione verurteilt. Leningrad, 9. Januar. Das Äningrader Kriegsgericht verurteilte Peter P a u k k u, der angeklagt war, im Auftrage des finnländischen Geheimdienstes Spionage getrieben zu haben, z u m To d e. Es er- kannte ferner auf Beschlagnahme seines gesamten Eigentums und beschloß, den Zentraloollzugsausschuh zu ersuchen, die Oi'toberam- nestie auf Pauckku nicht anzuwenden. Die gegen die Mitan- geklagten Stefan Paukku und Michael Wilki ausgesprochen« Todesstrafe wird durch Amnestie in zehnjährig« Gefängnis. st rose umgewandelt. Di« übrigen acht Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen verurteilt. Das Gericht stellte fest, dah Paukku, der schon einmal in der Sowjetunion wegen Spionage zum Tode verurteilt worden war. nach seiner durch Gesänge nenaus» tausch erfolgten Rückkehr noch Finnland abermals einwilligte, im Auftrage des fiimländischen Geheimdienstes seine Spionaffetätigkeit in der Sowjetunion fortzusetzen, und daß er Spionogeinftuma- tioncn durch seinen Bruder Stefan und durch Michael Wilki einzog. Badicke: Solch eine Frechheit, mwerschämtl Oberst v. Bredow: Dr. Auritz befindet sich in einem Irrtum. Die Versammlung der Großgrundbesitzer dient tatsächlich nur wirt- schastlichen Fragen. Major Badicke Halle überdies«inen Ausweis von dem Oberpräsidenten Maier. Rechtsanwalt Dr. üuntz: Und Ihre Großgrundbesitzer, haben dia auch solche Ausweise? Oberst v. Bredow Ich möchte noch gern bezüglich des Waffen- lagers bei Herrn v. Badicke aussagen. Der Vorsitzende Höst es für überflüssig. Der Sachverständige Oberst v. Bredow gibt aber nicht nach und erklärt, daß es sich im eine staatliche legale Einrichtung gehandell habe. Vorsitzender: Es sind also staatliche Waffen? Oberst v. Bredow: Selbstverständlich. Die Beweisaufnahme ist nun beendet. Unter dem Gellchter der Preße und des Publikums erklärt der Vorsitzende, tuh die Oefsevtlichkeit für die Plädoyers wieder ausgeschlossen werde. Die Urteilsverkündung findet heute mittag um Hl Uhi stost, Die Deutschnationalen für Luther. Mau hat sich verstanden. Herr Dr. Luther hat das Programm seines„Bundes für die Erneuerung Deutschlands" absichtlich verschwommen gehaften.„Ich bin entschlossen, die Arbeit des Bundes nicht von vornherein dadurch zu gefährden, daß ich mich zu konkret ausdrücke"— so sprach er am Sonnabend zur Presse. Es soll also jemand getäuscht werden. Die Deutschnationalen haben trotz der absichllichen Der- schwoinmenheft Herrn Luther gut verstanden. Ihre Presse- stelle verbreitet folgende Mitteilung: „Die Dcutschnotionale Volkspartei begrüßt den Aufruf des „Bundes znr Erneuerung des Reiches" als einen weiteren Beftrag zur Lösung dieser drängendsten aller nationalen Fragen auf das wärmste. Der Ausruf hält sich frei von der Befürwortung uni- tarischen Zwanges und betont in gleicher Weise wie die deutsch- nationale Dezemberentschllshung die Rücksichtnahme auf die bodenständige Sigsirart der deutschen Länder. Da» Kernstück der Erläuterungen Dr. Luthers zu dem Bundes. Programm bildet die Beseitigung des unorganischen Reben- einanders der Zentralgewalten des Reiches und Pre-uhenS. Allerdings wird nicht gesagt, wie man sich dies« Beseitigung denkt. Als Ausweg«ms diesem Dualismus hat die Deutschnationale Loltsparte» die Psrfonal- union zwischen Reichspräsidenten und preuhi» schen Staatspräsident sowie die Aemter des preußischen Ministerpräsidenten und des Reichskanzlers vorgeschlagen. Di« dem neuen Bunde beigetretenen Männer werden sich klar darüber sein, daß die Werbekraft und die Aussichten der so«rstveb- ten Erneuerung des Reiches sich erst zeigen können, wenn dieser sehr weitgesteckte Rahmen mit praktischen Vorschlägen ausgefüllt fein wird. Wir hoffen, dah sich dann die treibenden Kräfte des neuen Bundes in der gleichen Einmütigkeit wie heute für ihre Bor- schlüge im Sinn« der nationalen Einigung einsetzen werden. Di« Deutschnationale Partei wird inzwischen bei der bevorstehenden Konferenz der Ministerpräsidenten allen Vorschlägen ihre Unter- stützung leihen, die als Wegbereiter für da» groß« Programm de» „Dritten Reiches", dieses im besten Sinn« zeitgemähen und nollonalen Gedankens, gelten dürfen." Also das berühmte„dritte Reich" der Gegner der Republik! In der Wahl dieses Ausdruckes liegt mehr als eine bloße Zufälligkeit. Nimmt man hinzu, daß die Bürger- blockregierung feit mehreren Wochen laufend über die Bor- arbeiten zur Gründung dieses Bundes unterrichtet worden ist, wie die„D. A. Z." mitteilt, so hat man beisammen, was Herr Luther„nicht zu konkret" ausdrücken wollte. Es wird niemand von Herrn Luid er annehmen, daß er die Deutfchnationalen täuschen will! Keudells Gpn'ngprozesston. Von deutschnationaler Seite wurde vor einigen Tagen offiziös gemeldet, Reichsinnenmintster Seudell werde dem „meinen Ausschuß", wenn er zusammentrete,„neue F o r- mulierungen" zum Reichsschulgesetz vorlegen und der interfraktionelle Ausschuß der Regierungsparteien werde dann rasch zum Ziele kommen. Herr v. Keudell hatte nun gestern diese„private Besprechung mit einigen Abgeordneten", und heute wird der Interfraktionelle Ausschuß zusammentreten. Wird zusammen- treten und... Herr v. Keudell läßt offiziös verbreiten: Ueber das Schicksal des Reichsschulgesetzes hall« Reichsinnenminister o. Keudell am Montag im Reichstag eine private Besprechung mll einigen Abgeordneten. Die Ber- Handlungen des Interfraktionellen Ausschusses über dies« Frage be- ginnen am Dienstag nachmittag und werden in den folgenden Tagen fortgesetzt werden. In den Kreisen der Regierungsparteien beur- teilt man. wie das Nachrichtenbureau des LDZ. hört, die Aus- sichten für ein« Einigung über die Streitfragen des Schulgesetzes diesmal optimtstifcher und erwartet, dah diese Einigung in wenigen Tagen fertig vorliegen wird. Die Annahme, dah bereits for- mulierte Regierungsvorschläge vorhanden seien. die morgen dem Interfraktionelle» Ausschuß unterbreitet werden würden, ist allerdings nach unseren Informationen nicht richtig. Diese Formulierung soll erst im Interfraktionellen Ausschuß gesucht werden. Armer Keudell! Wenn er einmal vorstößt, erregt er Anstoß: wenn er einen Schritt vorwärts wagt, muß er zw« Schritte zurücktun. Er ist nicht umsonst einem Zentrum stanzler unterstellt. Stahlhelm-Puifchismus. Mit Kreuz und Schwert für Großherzöge«ch Prinzen. Der Stahlhelm hat in Kiel eine sogenannte Führertagung abgehalten. Der zweite Bundesführer des Stahlhelms. Oberstleutnant Düster berg, sprach über die Ziele des Stahlhelms: „Außerhalb des Parlaments wollen wir ein« diszi- plinierte nationale Masse bilden, die im entscheidenden Moment austveten und mitreden kann. Der„Stahlhelm" ist aus Gedeih und Verderb mit der Landwirtschaft verbunden. Durch Sammlung nationalen Kapital» will der„Stahlhelm" seine politische Selbständigkeit erhalten. Der„Stahlhelm" lehnt es ab, einen Kamps gegen die nationalen Parteien zu führen, weil er weih, daß seine Mitglieder in joder von ihnen vertreten sind. Ebenso lehnt er die Parvl� der Wahlenthallung ab, weil dadurch nur der Sieg der Linken noch erleichtert werden würde. Iuter- nationale, marxistisch« und pazifistische Politiker sind die. gefähr- lichsten Feinde de» Stahlhelms. Der„Stahlhelm" hat die Aufgabe, die nationalen und völkischen Parteien anzuhalten, sich nicht so zu zerfleischen, wie das in den letzten Iahren geschehen ist. Eine Besserung unsere, Systems wird ans parlamentarischem Wege niemals erreicht werden, wir machen nn» schlagfertig und marsch. bereit. Wir glauben an die Jugend unsere» Volte». Well unser Volt seelisch ringt, kämpfen wir für unser Volk. In diesem Kampf siegt der stärkste Glaube, wir kämpfen bewußt mit kreuz und Schwert." Dieser Rede wohnten der ehemalige Groß h.e r z o g von Oldenburg und der Prinz Heinrich von Preußen bei. Im Bunde mit ihnen will Düsterberg„mit Kreuz und Schwert" kämpfen. Für wen? Für fie. Gegen wen? Gegen die Republik und ihre Verfassung. Es war fem Iali-Illufstaud! Brandmarkung Seipel-SchoberS durch die Geschworenen. Wie», S. Januar.(Eigenbericht.) Vor de« Geschworenen hatte sich der kommunistische Partcisekretr Aoplenik Wege» Verbreche» des Aus- stände» zu verantworten. Ter Angeklagte hat am IS. Juli eine Flugschrist verbreitet und die Arbeiter ausgcfordert. sich zu bewaffnen und Telbstschutzorganisationen zu gründen, um die Sowjetrepublik durchzusetzen. Außerdem hat er aus dem Friedhof bei der Beerdigung der erste» 37 Opfer eine Red« gehalten, in welcher die Staatsanwaltschaft ebenfalls eine Aufforderung zum Ausstand erblickte. Der Angeklagte erklärte, er habe S-lbstschutzorganisationen nur iu defensivem Sinne zur Abwehr der Polizei im Aug« gehabt. Die Geschworenen sprachen de» Angeklagte» frei, indem sie die Vorfrage des Bestehens eines Auf» standes mit acht Stimme« verneinten. Die Gventual- trag«, ob er nicht z« ungesetzlichen Handlungen aus» gefordert und dadurch das Vergehen der Aufwiegelung begangen habe, wurde mit neun Stimmen verneint. Wahrheit und Dichtung. Deutsche Silvesternacht und deutsche Empfindsamkeit. Die Ausregung iiber den Berliner Silvesterbericht des„Iciur- ncll"-Korr?spondente» Georges SB tun ist auf eine Wichergabe zurfickzufübren. die zunächst in der..Dos fischen Zeitung" erfolgte. Sodann versuchte die nationalistische Presse mit dieser bedauerlichen Angelegenheit parteipolitische Geschäft« zu machen. Gegen diese maßlose Ausbauschung zum Zwecke der Völker- -»ethegung hoben wir in unserer Sonntagsousgabe Stellung ge- 'nornmen, wobei wir natürlich von dem Telegramm Bluns energisch abrückten. Wir gingen dabei von der Voraussetzung aus, daß dos Telegramm Bluns von der„Dossischen Zeitung" richtig wieder- gegeben worden sei. Zu unfersr peinlichen Ueberraschung mußten wir jedoch aus der inzwischen in unsere Hände gelangten Original- nummer des„Journal" vom 2. Januar feststellen, daß die„Dassische Zeitung" durch ihr« Wiedergabc einer Irreführung aufgesessen ist, und zwar gerade in jenem Punkte, der die meiste Aufregung erzeugt hat, well er angeblich die„Ehre der deutschen Frau" berührte. Nach dem Bericht der„Vossischcn Zeitung" sollte Blun ge- scknieben haben: „Die Frauen, trotz der Kälte leicht gekleidet, brüllten Zoten laut heraus und machten den Alännern die freimütigsten Angeboke." In Wirtlichkeit war im Journal" an dieser Stelle folgendes zu lesen: „Die trotz der recht grimmigen Kälte kurz und leicht geklei- deten Frauen lachten zu den etwas plumpen Anzug- l ichleiten und zu den bewußt drei st en Witzen der Männer, die scharf hinter ihnen her waren. Und da nun in Deutschland in jener Nacht, die den Anbruch des neuen Jahres bedeutet, ein« weitgehende Toleranz üblich ist, -.�onnte-man häufig Leute antreffen, die sich zwar nie im Leben .Äesehen hatten, aber nbch und noch küßten, ohne daß irgend>ema>'-d daran Anstoß nahm." Der Satz, der in der„Dossffchen Zsiwng" nicht wiedergegeben murde� gibt nur eine Beobachtung wieder, deren Richtigkeit unbe- streitbar ist. Nur bewußte Prüderie wird dies zu leugnen wagen. Und was den ersten Satz betrifft, so ist er sicherlich sehr ver- ollgemeinert, doch stellt sein Inhalt keineswegs die SVchrheit auf den Kopf. Bor allem aber besagt er etwas ganz anderes, als aus der Uebersetzung der„Vossischen Zeitung" zu entnehmen war: Davon, daß„die' Frauen Zoten laut herausbrüllten", steht im Telegramm Bkuns kein Wort, und der Nochsatz, daß sie„den Männern die freimütigsten Angebot« mochten", ist eine glatte Erfindung. Das ändert freilich nichts an der anderen Tatsach«, daß der Bericht Bluns maßlose Uebertreibungen über die Mengen der geleerten Weinflaschen, der verzehrten Karpfen, Psann- suchen usw., über die Zahl der Berhaftungen und über das Gesamt- bild der Berliner Straßen am Silvesterabend enthält. Zum Teil Natten allerdings gewisse Sensationsblätter, die sich nachträglich über Blum am lautesten entrüsteten, ihm dos phontastisch? Zahlen- Material im voraus selbst geliefert. Bluns Telegramm war. alles in allem, eine typisch« Leistung jenes Sensotionsjournolismus, der die niedrigen Instinkte des eigenen Leserpublikums zu befriedigen sucht, auch wenn dadurch ein ganz falsches Bild von dem Wesen eines anderen SBoltes entsteht. Auch Neuwahlen in Sachsen? Kein Antrag beim Staatsgerichtshof, aber politischer Kampf für Neuwahlen. Dresden, S. Januar.(Eigenbericht.) Die Landesinftonzen der Sozialdemokratischen Partei Sachsens und die sozialdemokratisch« Landtagsfraktion nahmen am ü. Ja- nuar Stellung zur politischen Lage in Sachsen und beschäftigten sich dabei unter anderem mit der Frage, ob es möglich sei, auf Grund des durch die Presse bekanntgewordenen Urteils des Staatsgerichtshofes über die Wahlbeschränkung in Hessen. Hamburg, Mecklenburg-Strelitz auch die sächsischen Wahlen anzufechten. Von einem Antrag der Partei an den Staatsgerichtshof wurde aus politischen und juristischen Gründen Ab st and genommen, nicht z>ll«tzt auch deshalb, mell ein Beschluß des Reichstages angekündigt ist, der eine neue und gegen das Staatsgerichtsurteil gerichtet« Interpretation der Verfassung bringen wird, wodurch eine neue Rechtsloge geschaffen wäre. Landesinstanzen und Fraktion sind jedoch einmütig der Auf- sassung, dag noch wie vor die Auflösung des Sächsischen Landtages mit allen politischen Mitteln angestrebt werden soll. phoebus. Dom?ieichswehrministenmn ao die Smelka verkauft. Amtlich wird gemeldet: Da» Reichswehrmini st erium bat sich der„E m e l k a- gruppe" gegenüber grundsätzlich zur Annahm« eines Angebotes betresfend den Erwerb der P h o« b u s unter der Voraussetzung be- reit erklZirt, daß die Erhaltung des deutschen Charakter» des Unter- nehmens auch für die Zukunft sichergestellt wird. Gchaufensier-Oekoraiion. (ß&VQ'Q&bl&CJt' � »Die Mittelfigur paßt nicht zu unseren übrigen Auslagen. Wir wollen sie hinausschieben.' Deutsch-polnische Annäherung. Oer polnische Außenminister ist optimistisch. Marschau. 9. Januar.(Cigenberichk.) Der polnische Außenminister ZaleskI hielt heute abend eine politische Rede, in der er die Beziehungen Polenz zu seinen Vach- barstaawn sehr ausführlich besprach. Der Minister würdigte die Eni- wtckiung der verhällnisse Polens zu£ i( a u e n und zu Rußland im ganzen recht optimistisch und will sich auch durch gewisse Krastäußerungen des litauischen Ministerpräsidenten Mol. demaras und durch Bedenken der Sowjetregierung gegen einen Zlichtangristspakl in seinen Hoffnungen nicht stören lasten. Mit Deutschland habe, so führte er au», die gemeinsame Arbeit im Völkerbund«ine deutliche Annäherung ergeben. Di« Haltung der deutschen Vertreter in Gens zu der letzten polnischen Richtangrisssresvlulion und zum polnisch-litauischen Konflikt sei nur zu begrüßen gewesen. Außerdem stimme ein gewisser Umschwung in der deutschen öfscntlichen Meinung hossouagsnoll. Die Theorie vom..Saisonssaat Polen" würde heute von ernsthafte« deutschen Volltikern nicht mehr vertreten und auch an den vermeintlichen Ruhen des Zollkrieges glaubten nur noch feine Kreise im Deutschen Reich. Die Schwierigkeiten für den Abschluß de» Handel». vertrage» seien zwar noch nicht überwunden, aber die Haltung der breileren deutschen volksmästen werde sicherlich die lvirtschaftsver. slöndigung und den friedlichen Ausgleich fördern. Wahlaustaki in polen. Die ersten Listen eingereicht. Warschau, 8. Januar. Obgleich der Termin.zur Eiureichung der Kandidatenlisten für Sejm und Senat erst am 24. Januar abläuft, find bereit» 5 Llstsn eingereicht: Unparteilicher Block der Mitarbeit an der Regierung: Polnische Sozialistische Partei: Wyzwalem«: polnisch-Iüdischer Arbeiterverband: Jüdisches Wahlkomitee. All- Mandawerkäufe in Posen? Posen, 9. Januar Ein hiesiges Blatt meldet, daß sich eine Organisation an den „Kurjer Poznanski" gewandt hätte, um sich über die Möglichkeit der Ausstellung eines Kandidaten aus der Liste der Christlichen Demokraten zu orientieren. Die ZZerwunderung der Anfragen- den wäre groß gewesen, als sie erfuhren, daß lediglich elne Bedingung besteh« und zwar die Zahlung von 2l> stllt) Zloty pro Mandat." Der„Kurjer Poznänski" behauptet, daß sich erstens diese Unterredung nicht in seiner Redaktion abgespielt l>obe und die Zahlung von 20 IM Zloty keineswegs als die einzige Bedingung genannt worden sei.» Bürgerblock in Lettland. Mit Ginfichluß bürgerlicher Deutscher und polen. Riga. S. Januar Die Verhandlungen zur Bildung des Kabinetts sind zum Ab schlutz gelangt. Das Kabinett wird sich auf 48 Abgeordnet« der Rechtsporteien, drei des demoiratstchen Zentrums, zwei Polen un� einen Kolonisten stützen.' Ministerpräsident ist I u r a s ch« w s k i (dem. ZeirtO. Außenminister Sarins ch l parteilas, aber der Land- wirtschaftspartei nahestehend). Innenminister Seiminz(Landwirt- fchnftl. Vgg). Finanzminister Dokalders(dem Zentrum), Verkehre- minister Hahnas(Deutsche Partei). Oer Landrat bei der Monarchistenfeier. Dom Innenminister zur Ordnung gerufen. Der preußische Landrat Dr. Loos in Iserlohn hatte am 2. und 3. Juli 1927 an dem Iserlohner Bürgerschützen- fest teilgenommen, obwohl in dem ß 1 der Satzungen dieser Berein als sein« Ausgab« es bezeichnet, die„Liebe für König und Baterland" noch heule stets rege zu erhalten. Das Fest stand völlig im Zeichen von Schwarzweißrot. was den Landrat jedoch nicht hinderte, im Ehrenwagen fahrend den Fcstzug mitzumachen und an den Hoifeierlichkeiten an beiden Tagen teilzunehmen. Auf Beschwerde hin hat sich dann der Landrat gegenüber dem Regierungspräsidenten in Arnsberg damit herauszureden versucht, daß er an dem Feste nicht in seiner Eigenschaft als Landrat, sondern lediglich als Privatmann, als Bürger der Stadt Iserlohn und als Mitglied des Schützcnvereins teilgenommen habe. Die Republikanische Beschwerdestelle SBerlin trug daraus den Fall dem preußischen Minister des Innern vor, der unter dem 3. Januar 1928 wie folgt entschieden hat: „Die Teilnahme des Landrots Dr. Loos in Iserlohn an dem Schützenfest des Iserlohner Bürgerschügenvereins habe ich nachgeprüft. Ich kann dieselbe nicht billigen und habe daher dem Londrat das Erforderliche eröffnet. gez.'Grzesinski. Die Monarchisten in republikanischem Dienst müssen wissen, daß sie keinen Freibrief zur Beschimpfung der Republik haben! Preußens Landwirischast. Beginn der Etatdebatte im Hauptausschvß des Landtags. Am Montag begannen die Etatverhandlungen im Hauptausschuß des Landtags. Zum Haushalt der landwirtschaft- lichen Verwaltung erklärte der Berichterstatter Abg. hoesch(Dnat.) u. a., daß man den Ergebnisien der Siedlungstätigkeit in Schlesien skeptisch gcgenüberstehen müsse, da die erhöhten Erträge der b«- siedelten Flächen gegenüber den gleichen Flächen im früheren Groß- grundbesitz nicht in allen Gegenden Preußens erzielt werden können. Die bisherige Handelsvertragspolitit müssen wir als verderblich bezeichnen.(Zwischenruf: Ihre Freunde rra Reichel) Als erster Redner der sozialdemokratischen Fraktion sprach Abg. Pekers-Hochdorn. Die bisherige vom Reiche durchgeführie Schutz» Zollpolitik ist auf die Dauer«in unhaltbarer Zustand. Der Schutz des einen Standes» der Großgrundbesitzer und ihrer Interessen, bedeutet mehr und mehr den Untergang der breiten Masse D e Mängel der Landwirtschaft sind in ganz anderen Ur> jachen begründet, als wie sie der SLerichie�tatter dargestellt hat. Ge- rade die landwirtschaftlich« Produkte ausführenden Länder bekennen sich zum Freihandel. Auch unsere Bauernschaft, besonders in Schleswig-Holftein, tritt für rückhaltlosen Abbau der -Futter mittelzöll« ein. 15 000 polnische Schweine machen prozentual nicht die große Summe aus, die der Berichterstatter am feführt hat. Wir Seziol'sten erstreben eine Bedarf»w i r t- ch a s t. In den nächsten Jahren muß auch eine noch riel stärkere und intensivere Siedlungspolüik getrieben werden. Die Ueberschüs'e der selblthetvirlschaslelen Domänen In Ostpreußen dewetseu. daß auch der landwirlschastliche Großgrundbesitz bedeutend bessere Ergebnlsie erzielen könnte. Es wird aber bis in großbäuerliche Kreis? hinein ein verschwenderischer Luxus mit Reitpferden, bei Reit, und Fahr- iurnieren usw. getrieben. Dieser Luxus verschlingt erhebliche Summen der Einnahmen. Die Preußenkasse hat den Groß- grundbesitz so stark mit Krediten bedacht, daß die sozialdemokratische Fraktion damit nicht einverstanden ist. Die Handelsverträge. die hier im Landtag von den Rechtsparteien bekämpft werden, find von Deuischlialionalcr und Deutscher Volkspartei im Reiche mit de- schlössen worden. Weitcrberatung: Dienstag 10 Uhr. Kasthisten untereinander. Prügeleien und Hinauswürfe. Prag, 9. Januar.(Eigenbericht.) Aus einem Kongreß tschechischer Faschisten in Böhmisch-Trübmi kamen die scharfen Difjerenzen innerhaX, dieser Partei handgreiflich zum Ausdruck. Eine Gruppe mährischer Faschisten, Gegner der offiziellen Führung unter dem Exgeneral Tai da, war zuerst er- schienen und hatte dos Versammlungslokal besetzt. Wg nun gegen Mittag Gatda mit etwa 40 Anhängern eintraf, wurde er nicht hin- eingelassen: da er mit seinen Anhängern gewqltsam in das Kongreß lokal einzudringen versuchte, gerieten die beiden Gruppen ins Hand- gemenge, wobei Gaida von feinen Widersachern verprügelt wurde. Erst noch einer längeren Rauferei wurden beide Gruppen aus dem ÜZersommlungslokal hinausbefördert uüd fetzten dann getrennt in zwei Gasthäusern ihren Kongreß fort. Klucht aus(Südchina. Nach Britisch'Hongkong. Hongkong. 9. Januar. Dom Februar bis Anfang Dezember 19Z7 find nach der amt- lichen Statistik 70 000 F l ü ch t l i n g e in Hongkong eingetroffen. Seit der kammunistischen Revolution in Kanton am 11. Dezember erhöhte sich die Zahl der chinesischen Einwanderer um 30000. Während der letzten zehn Monate dcä vorigen Jhhres hat sich also die Bevölkerung Hongkongs um 80 000 verjnehrt. da 20 00 0 Flüchtlinge nach Konton zurückkehrte«. Berufswahl/ Berufsprobleme. Pflichten der Eltern und Aufgaben der Berufsberatung. Jede Schul«»ttaslun>z stellt hunderttausend junger Menschen vor die schwierige Entscheidung der Berufswahl. In den wenigsten Fällen haben sie und ihre Eltern sich zeitig genug mit der Frage befaßt, was der aus der Schule kommende junge Mensch lernen soll oder lernen niöcht«. Erst kurz vor dem Eintritt in das Erwerbsleben denken die Beteiligten daran, sich um eine Lehrstelle zu kümmern oder die Aussichten in bestimmten Berufen zu erkunden. Äm Interesse der jungen Menschen liegt es aber, wenn sie und ihre Erzieher sich schon früh darum bemühen und sich über die Be- russ„wahl" unterhalten. Das ist um so notwendiger, da dem Jugend- lichen jeder Ileberblick über die Unzahl der Vcrusc fehlt. Auch gibt es, besonders in den Großstädten, keine Möglichkeit der Beobachtung des arbeitenden Menschen an seiner Berussstätte. Die amtliche Berufszählung von 1907 erwies mehr als 15 000 verschiedene Bcrussbe Zeichnungen, eine Zahl, die sicherlich durch die neue Berufszählung aus dem Jährt 1925 noch weit überschritten sein wird, meim erst die genauen Ergeb- nisfe vorliegen. So ist es nicht sehr verwunderlich, wenn die Mehr- zahl der Schulentlassenen, wenig orientiert und deshalb schnell ent- schloffen, sich den„Modeberufen" zuwenden will. Es ist natürlich unmöglich, diese Wünsche zu erfüllen, da die Berufe in ihrer Aus- nohmesähigkeit ihre Grenzen haben. Unkenntnis der vielen Berufs- tätigkcilen und die damit verbundene mangelnde Berussübersicht bindern also den Jugendlichen und seine Eltern überdies an einer eigentlichen Berufswahl. hier muß die Vernssberatung eingreifen Sie bot die Ausgabe, mit dem jungen Beruisanwärier über seine Neigungen-ai sprechen und zu untersuchen, ob er sich für den gc- wählten Berus auch eignet. Die moderne Berufsberatung bedient sich hierbei u. a. der Psychotechnik, d. h. besondere? experimenteller IliUeriuchungsmethoden. um bestimmte notwendige Erforderxiifse für die verschiedenen Berufe festzustellen. Beratung und Prüfung er- folgen hierbei nach dem Prinzip der negativen Auslese, d. h. sie scheiden ungeeignet erscheinende Prüflinge aus und legen ihnen nahe, lieber andere Berufe zu wählen, für die sie sich bester eignen. Es ist für die Bernssberatmrg keine feichte Aufgabe, die Berusswüvsche der Jugendlichen und deren Ellern oftmals„umbiegen" zu müfien und ihnen Berirauen für einen anderen Beruf einzuflößen. Auch Vor- in»eile der Eltern ipielen dabei eine große Rolle, die es zu beseitigen gilt. Schon aus diesen kurzen Darlegungen ist ersichtlich, welche Bedeu- wng den Aerussänuern.zukommt. Sie wird noch erhöht dadurch, Ttah sie neben der Beratung auch«. die Vermittlung von Lehrstellen vornehmen. Diese Funktion wäre in berusspolitischer Hinsicht noch viel wichtiger und von sehr weittregender Bedeutung, wenn es keine private Stellenvermittlung mehr gäbe, sondern diese nur noch durch paritätische behördliche Arbeits nach- weife ausgeübt würde. Dann wäre eine viel belfere Verteilung des Nachwuchses auf die verschiedenen Berufe möglich! aber auch die KontrpS» über di- Eignung der Betriebe- als Lehrbetriebe könnte schärfer durchgefühlt werden,, Aue all dem erhellt, wie wichtig: und notwendig die rechtzeitige Vorbereitung aus d'e Wahl des Berufe.» Zum Bochumer Arbeiiszeiistreii. Vorläufige Verständigung— heute Entscheidung. S o ch u m. g. Zanuor.(Cigenfcctichi.l Der Deutsche Metallarbeiterverbond teilt mit: Aus den Deutschen Edelstahlwerkev, Stahlindustrie Bochum, ist es in den Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und der Werks. lellung am TUotiluq zu einer vorläuslgeo Verständigung gekommen, Danach erkennt die Werkeleliung bis zur Entscheidung de» Bclchsarbeiksmlnitter» über ihren gemäß Artikel Z Abs. 2 in der Verordnung vom 16. Zuli 1927 gestellten Antrag die im Schiedsspruch für die Nordwestliche Gruppe vorgesehene Arbeitszeit an. Es ist zu bemerken, daß von den Gewerkschaften der Antrag des Werks als rechtllch nberhaupt nicht zulässig angesehen wird. P'u für Dienelag in Berlin oorgejehcnen» v e r h a n d. langen dürsten auch hierüber eine endgültige Klarheit bringen. Die sächsischen Hüiienschiedöfprüche verbindlich! Dresden, S. Zanuar. Die vom Landeslchlichter für die sächsische Hüttenindustrie ge- sölllen Schiedssprüche über die Arbeitszeitregeluug und den Lohnausgleich sind heute vom Beichsorbestsmlnisterium für verbindlich erklärt worden. « lieber die Besprechungen, die am Sonnabend in Riesa zwi'cheii den beiden Parteien der sächsischen Hüttenindustrie unter Teilnahme eines'Vertreters des Reichsarbeilsministerinms stattfanden, erfährt die Teiegraphen-Un'on. daß die Arbeiter nach wie vor die im Schiedsspruch vorgesehene Regelung de''Sonntags- arb e' t m!l der Begründimg ablehnen, daß diese u n g e s e tz- l i ch sei. Der Bertreier des Reichsorbeitsministeriums ertlärre. daß hier keine Ungesejzlichkeit vorliege. Daraufhin wurde von den Ber- tretern der Arbeiter mitgeteilt, daß sie im Falle der Berbindlirlfkeits- erklärung des Schiedsspruchs die Leistung der Sonntags- f ch- ch t e n a b l c h n e n und lediglich die zur Fortsührimg des Be- triebe» notwendige Sonntogsarbeit leisten würden. ist. Denn die Beobachtung der Jugendlichen im Elternhause und in der Schule im Zusammenhang mit einem bewußten Hinlenken auf den Beruf ist eine wichtige, unerläßliche Vorarbeit für die Berufs- beratung. Alles: Neigung, Eignung und Berufsaussichten sind für alle Teile gleich wichtig.' „Die dunkle und verschlungene Problematik diestr drei Grund- begriffe: Berufsneigung. Berusseignung, Berufsaussichten— aufzuzeigen, ist darum eine fundamentale Vorarbeit für alle fruchtbare Arbeit, die in allen Dingen der jugendlichen Berufsentschcidung getan werden kann und muß."(Hellpach.) Für die Eltern ergibt sich aus dieser Sachlage die Pflicht, früh- zeitig die Berufsberatung in Anspruch zu nehmen, und darüber hinaus bei der Berufsorganisation über Berufsaussichten und soziale Bedingungen des Berufes Erkundigungen einzuziehen. Ist das erledigt, dann handelt e? sich um die weitere wichtige Frage der Unterbringung in einer g u t e n L e h r st e l l e. Es sei ausdrücklich davor geivarnt, aus Besorgnis, keine Lehrstelle zu er- halten, zu der ersten besten Gelegenheit zu greifen. Es ist für das weitere Fortkommen des jungen Menschen wertvoller, bei der An- nähme einer Lehrstelle alle erforderlichen Rücksichten vorher zu beachten. Ist mit Hilse der. Berufsorganisation oder des Berufsamtes eine zusagende Lehrstelle gesunden, so ist Wert darauf zu legen, einen schrifklicheu Lehrverlrag abzuschließen. Dieser ist die rechtliche Grundlage für die Dauer der Lehrzeil. Er muß Bestimmungen ijper die tariflich festgelegte Ent- lohnung, über den Urlaub, über die Urlaubszeit usw. enthalten. Der Abschluß eines schriftlichen Lehrvertrages schafft von vornherein ein gewisses Bertrauensverhältnis zwischen Eltern, Lehrling und Lehr- meistcr, wie überhaupt es maßgeblich in der Hand der Lehrherren liegt, den Lehrling vor manchen Enttäuschungen zu bewahren. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Lehrherr dem Lehrling gegen« über eine soziale Einstellung obwalten läßt. Auch in psychologilcher Hinsicht sollte der junge Mensch i» Anbetracht seiner besonderen Entwicklungsjahre, die er durchzumachen hat, mehr verständnisvolle Beachtung finden. Er ist in der Periode seiner Pubertät von den eigenartigsten Gefühlen geschüttelt, er ist impulsiv, in seinen Gefühlen schwankend und Über- Ichwenglich: er hat auf der anderen Seite aber auch gewisse Minder. wertigkeitskomplexe, die dann zu seinem Schaden gestärkt werden, wenn er kein Verständnis für seine seelische Stimmung findet. Diese Rücksichtnahme ist heute mehr als je geboten. Di« Jugend ist körperlich noch recht schlecht beschaffen. Die Folgen der Notzeiten während des Krieges und nach dem Kriege machen sich gerade bei dem Nachwuchs bemerkbar, der jetzt und in den kommenden Jahren in das Beruisleben eintritt. Die Gewerkschaften fordern deshalb besonderen Schuh für die arbeitend« und lernende Zugend. Je stärker die Berus-orgamsationen sind, um so eher werden die For- derungen verwirklicht. Ans diesem Grunde liegt es auch im Inier. «sie der arbeitenden Jugend, wenn sie sich schon frühzeitig den Ge- werkichasten anschließt Das ist der beste Schutz Und die sicherste Ge- währ für die Schaffung solcher Lehr- und Arbeitsbedingungen, die iedem arbeitenden Menschen den Berus und die Arbeit nicht zur Qual, sondern zur vollen Freude machen. WolterEschbach. Torifbewegung öer Kfastöroschtenführer. Die Berliner Krasidroschkcnsührer stehen wieder einmal in einer Tarffbewegung. Der Verkehrsbund Hai der Bereinigung derKroftdroschken- Großbetriebe den Manicltarif zum 1. Januar, und den mjt der Innung ve r« i n igst e r.K ras t- droschkenbesitzer abaeschlossenen Manteltaris zum-t. Januar gekündigt. Die Orgauisarion verlangt von den Unternehmern des Berliner Kra-ldrolchkengewerbes«ine Erhöhung des U r l a n b s g» l d r s von 5 M. ans 8 Dt. pro Tag und weiter, daß einem Fahrer, der infolge Defektes seines Wagens nicht fahren kann, für dieje unverschuldet ausgefallene Schicht eine Entschädigung von 8 Mark pro Tag ge. zahlt wird. Bisher bekam der Fahrer, wenn«r an der R e p a r a t u r seines defekt gewordenen Wagens mitarbeitete, eine Entschädigung von 5 Mark pro Tag und wenn er noch Hause geschickt wurde, eine Entschädigung von 2.50 Mark pro Tag. -Mit der Auistelliing dieser Forderung durch die Organisation dar- es bei den Berliner Kraftdrofchkenführcrn aber nicht sein Bewenden haben. Gerade aus den Borgängen des vergangenen Jahres müßten die Kraftdroschke nfühcer erkannt haben, dag die Berliner Oroschkenunternehnter so leicht nicht zu Zugeständnisien zu bewegen sind. Und leider können sie sich auf Grund ihrer besseren ! organisatorischen Geschlossenheit als die Krastdroschken-ührer Hais- ! ftarrig zeigen. Der Inrerejielosigte.it eines großes Teils der Berliner Droschken- chaufseure in organiiaiorischen Fragen ist es ollein zuzuichreiben. daß für das Groß-Berliner Drofchkengewerbe seit dem vorigen - Jahre keine Lohntaris? mehr bestehen. Die Löhne sind lediglich mit dem Berband der Klei nkrast droschkenbesitzer tariflich vereinbart, der einmal mcht iolche Unterneipnerallüren hat wie die übrigen wirischofrlichen Jnteressenve.tretungen der Droschken- Unternehmer und in dessen Betrieben auch ein einigermaßen gutes Organisationsverhältnis unter den Fahrern vorhanden ist. In allen Städten Deutschlands, wo die Droschkenchouffeure gm organisiert sind— es gibt Städte, in denen sie vollzählig organisiert sind—, sind auch die Lohn- und Arbeitsbedingungen gut geregelt. In der llüellftadi Berlin jedoch sind die Kraftdroschtensührer in Bereinchen oder Industrieorgnnisatiönchen zerspl.tiert, die für die ivinichastliche Besserstellung ihrer Mitglieder rein nichts tun und auch nichts- tun können. Hinzu kommt noch, daß ein großer Teil der Berliner Droschkenchouffeure gar nicht organisiert ist. Diese Leute glauben in ihrer Kurzstchtigkeit, Beiträge sparen zu können und übersehen dabei, daß sie mit dieser falschen Sparsamkeit das Bankkonto der Unternehmer vergrößern helfen. Wenn die vom Derkehrsbund eingeleitete Manteltori'bewegung von einem durchschlagenden Erfolg gekrönt sein soll, muffen sich die Berliner Araftdroschfonsührer endlich zum Beitritt in dl« O r go» ntsation bequemen und sich mehr als bisher für gewerkschasrlich» Fragen zu interessieren beginnen. Der Aufklärung und Werbung soll daher auch die öffentliche Bersammlung der Berliner Krastdroschkenführer dienen, die zu heute Dienstag, 19.30 Uhr. nach dem großen Saal des Geroerkschastshouses einberufen ist und in der nicht nur über die Tarisbewegung, sondern auch über die noch nicht endgültig geregelt« Taxensrage gesprochen werden wird. Schon der Besuch dieser Versammlung, deren Derlouf den Umer- nehmern auch nicht unbekannt bleiben wird, ist für di« kommenden Verhandlungen von einschneidender Bedeutung. ltniformlieferungs-Fabritanten als Scharfmacher. Die Firma Eduard Sachse, Unisormlieserungsgeschäst. Taubenstrahe 7, hat einen ihrer besten Qualualsarbeiler ent- lassen, der bereits 26 Jahre bei der Firma tätig war. Als EMlassungsgrund wurde angegeben.Arbeitsmangel", trotzdem die anderen Arbeitskröst« voll beschäftigt sind. Der wahre Grund der Entlastung wird darin zu suchen sein, daß der Entlassene stets Wert legte auf tarifliche Entlohnung. Man schert sich also den Teufel darum, ob jemand 25 Jahre beschäftigt ist, die Hauptsache ist, man bekommt Arbeitskräfte, dieunterdentarif- lichenBedingungen arbeiten, damit der Unternehmer höheren Profit herausschlagen kann. Im übrigen wird die Angelegenheit ein Nachspiel vor dem Arbeitsgericht Berlin haben Die Firma hat in der Hauptsache Bahn- und Postausträge, aber sie führt auch Kommunalaufträg« aus, so daß sie also zum überwiegenden Teil mit Reichs-, Landes- oder Kommunalstellen in Verbindung steht. Es wäre deshalb angebracht, wenn die Arbeit»er- gebenden Stellen das Gebahren der Firma näher betrachten würden. Vergarveitertonferenz in Böhmen. Tariflündigung in Nordwestböhmen. Brüx, 9. Januar. Gestern fand in Brüx eine Konferenz der Vertreter sämt- licher Bergarbeiterorganisotionen des Lruxer Brounkohlenreoiers statt, bei der einstimmig der Be- schluß gefaßt wurde, den fett dem 27. Oktober 1323 in Geltung stehenden Bertrag zu kündigen und gleichzeitig eine 20prozentige Lohnerhöhung zu fordern. Die Kündiau.tg tritt am 5. Februar in Wirksamkeit, to daß also von diesem Zeit- punkte ab, wenn nicht vorher«me Einigung zustandet orrnnt, ein vertragsloser Zustand im nordwestböhmischen Braunkohlenrevier eintreten wird. Die Kündigung und die Lohnforderung werden begründet mit der seinerzeiligen ablehnenden Haltung der Unternehmer in der Frage der Wekhnachtszulagen und mit der eingetretenen Berteuerung aller Lebensmittel seit der letzten Lohnregelung. Die Kündigung des Loimverirags erfolgt nur für das Nordwest böhmische Revier, also nur für Brüx. Kamotau und Teplitz und umfaßt ungefähr 30 000 Arbeiter. Oer estländische Gewerkschaftskongreß. Anschluß an die Amsterdamer Internationale. Die esiländischen Gewerkschaften haben heschlossen, sich der Amsterdamer Internationale anzuschließen. Die Froge� der Zugehörigkeit zur Amsterdamer Internationale hat bereit» früher zu leb- hasten Auseinandersetzungen innerhalb der estländischen Gewerk- (chasten geführt, Der Flügel, der für den Anschluß ist, hat nun die Oberhand erhavett. Wie TU. berichtet, wurde der Abgeordnete Grimpet, der für Moskau Stimmung machte, a u s gepfiffen und mußte uiuer Polizeischutz den Saal verlassen. Die Oberschlesienreise Albert Thomas. (WTB.) Zu der Beuche ner Meldung über di« bevorstehende Reise des Direktors des Iinernationalen Arbeitsamtes, Albert Tho- ina», nach Oberschlesien ist berichtigend mitzutetlen, daß diese Reise durch den Mitte Januar er-olgenden Zusammentritt des Begutachten- den Ausschusses für Arbeitsfragen in Oberfchlefien veranlaßt ist, dessen Barsitzender Albert Thomas ist. Gesperrte Gaitwirtsbelricbe. Wegen Tarifbruch und Nicht- benutzung des öffentlichen Arbeitsnochv'-ziies wurden zolgende East- wirtsbetriebe srn die Mitglieder des Zentralvcrbanbes der Hotel-, Restaurant- und Caseangestelllen gesperrt: Norden, Moabit: Restaurant Nord-West, Inhaber Teichmann. Huttenstr. 2; Nestau- raitt Irig Marcks, Eimusleeltr. 2: Mokkä-Diele, Inhaber Petrick, 'Neue Königfu. 4 Osten, Lichtenberg: Cafe Leitmeier. Frank- surter Allee Ecke Petersburger Straß«: Eoft Komet, Inhaber Hoff- mann, Warschauer Straße 33: Ense ftöferf. Große Frankfurter Straße 30: Dampfer der Reederei Nobiling und Stern A.-G., Nestau- rant Ktnulla, Beückensir. 6. Süden, Neukölln: Deutsches Wirts- haus, Inhaber Zemlin, Neukölln, Bergftr. 137: Cafe Iagenburg. Hohenheide: Zum Heidereitet, Inhaber Pfund, Hasenheidc Ecke Kamphausenstraße, Germania.-Pulast, Belle-Alliance-Straßc 65: Bier- Haus und Cafe am Montzptatz, Inhaber Schubert. Baum- i ch u l e n w e g: Restaurant„-für Glanzecke'. Inhaber Zscheygc, Baumschnlenweg 9, Ecke Glanzstr. Wilmersdorl: Vltorio- Säle, Will>."lin»aue. Friedrichshagen: Gcsellschaftsl>aus. Sich. Ww. Schröder: St. Hubertus, Inhaber Maus: Eote Mignon und Restaurant Büttner, Friedrichftr. de» ZtA. Sont», Dien-, lag. Turnatend no« 20—22 Uhr in fcer iurnhaile der schule flcrullitc Str. Iii Turntachen mittrinken I — ücalwberecr UUg:(vrupvcnheiin Diestelmeyerlir. 8. Uenraa:.Die ctel- luna des Lehrling» elnft und fetzt.'— Lichtend«»w tSruppendeim Jugendheim Dogestr. 22.. Liederabend.— reeptiw! Sruppendeim Schute Ditdenbruch- f._..£0 T.• r»»-\--—-— slr-tze SS(Ssrl�mmer). Vortrag:.-iLie Me im aen Hand-Isteit einer Zeiluna?"- Schöneweid«: Zugenddeim Berliner Str. St. Veibenvortrag: ..itzewerklchaftlich« Iugendardeit."— Lumboldt: Iugenddeim Lartzing. m i t T r i n i t r o- ip I fi 0 1 gearbeitet worden ist, wird von iachberständiger Seite ri? durchaus nicht unwahrscheinlich bezeichnet. Es ist'dies«in sehr «"jährlicher Sprengstoss, eine Saipeterocrbindüng/ der bereits im .'triege verwandt wurde, und der legten Endes in jeder Granate und j der Mine.zu finden war, der aber auch in der chemisch'technijchen Industrie als Ausgangsmaterial für bestimmte Arzneistofse benutzt wird. Trinitrotoluol ist gegen Schlag und Stoh sehr empfindlich, wobei natürlich olles darauf ankommt, welch« Monaen einer solchen Wirkung ausgesetzt werden. In ganz geringen Mengen, wie sie rnentuell in den Knallkapseln vorhanden waren, ist eine Erplosion tieses Sprengst osses nolurgcmätz ungeiährlich. Eine verheerende Wirkung tritt aber bereits ein, wenn Mengen von% bis 1 Silo- gramm detonieren oder wenn andere Stoffe hinzukommen. Alle Betriebe, die mit diesen oder ähnlichen Sprengstossen nrbeiten, unter- liegen der Konzession des Gewerbeaustichtsamles. das sich durch ständige Kontrollen von der Cinhaltong der sehr scharsen Vorschriften überzeugt und beispielsweise darauf achtet, datz die Lagerräum« von den Laboratorien völlig getrennt sind. 3n bewohnten Gegenden werden derartige Unternehmen niemals zugelasien: selbst für wissen- schaftliche Versuchslaborotorien, in denen mit Sprengstoffen experi- mentiert wird, wird in Wohnbezirken keine Genehmigung erteilt. Gutes Befinden der Verletzten. Das furchtbare Unglück hat zum Glück keine weiteren Todes- opser gefordert. von den in das Lichterfelder Krankenhau» eingelieferten ver- letzten konnten der KSjährige Portier Max Deler. der Zgjährige Hansdiener Malter Meinet und die Zljährige Hausangestellte Anna Sagenda im Lause de» gestrigen Tages entlassen werden. Die SZjährige Frau Emilie Deler und deren 2Z>Shrige Tochter A n n i, die bei dem Cinsturzunglück Knocheobrnche und leichtere innere Verletzungen erlitten, liegen noch im Lichterselder Krankenhans danieder, doch besteht nach Ansicht der Aerzte für die Frauen keine Lebensgesahr. Auch der Zöjährigen Köchln Frida Muscherl, die durch dos Städtische Rettungsamt in da» Wilmersdorser Krankenhans in der Achenbachstratze gebracht wurde, geht es verhältnismötziq gut. Auch für sie besteht keinerlei Gefahr mehr. Die polizeilichen Ermittlungen. Die Kriminalinspettion Steglitz hat sich gestern mit dem neuen Explosioiisunglück bis in die Nacht beschästigt, um so weit als möci- (ich die Ursachen zu erforschen. Nach Aufnahm« des Befundes hat sie auch bereits eine Reihe von Zeugen vernommen, die.Hausbewohner, andere Leute und einige Verletzte im Krnnkenhouse. Wie festgestellt wurde, sind beide Inhaber der Firma Weingärtner u. C o., die vor einiger Zeit hondelsgerichtlich gelöscht wurde und jetzt„Dr. Jörns G. m. K. h." lauict. keine Fachmänner. Weder Weingürtner noch«tammer sind Chemiker. Welngärtner war, wie er sagt, nur seil vielen Iahren in der chemischen Industrie kaufmännisch tätig. So kam er während des Krieges dazu, sich mit pyrotechnischen Dingen zu beichaftiaen und in Velten eine Fabrik zur Herstellung von Flugzeugsignalen zu errichten. Sein Schwager S t o m m e r war früher Äntiquitätenhändler. Nach der Rückkehr aus dem Felde war er kurze Zeit noch in der Veltener Fabrik mit tätig, weil das Antiquitütengeschäst nicht mehr ging. Aber auch die Herstellung von Flugzeugiignalen hörte mit dem Ende des Krieges auf. Di« Fabrik wurde verkauft. Frau Wcingärtncr erwarb nun in Dahlem die Villa in der Porkstrahe 40/42. Leide Familien zogen dorthin und führten ge- meinsome».Haushalt. Welngärtner und Stammer wandten sich nun der Herstellung Regeneration»- und Verschönerungsmitteln zu. einem Gebiet, das heute bkühtz Skommdh-em vcrichloiieitct Mann, neigte aber mehr, der Pyrotechnik zü und beschäftigte sich damit in einem besoudereii- Rotim der Villa, in-der mach deüi Erwerb von Professor Dr. Blanckc einige Umbauten vorgenommen worden waren. Zivei Kellerräume dienten als Loboratsrien, zwei andere at- Vorratskammern für Kräuter, Spirituosen und andere Sachen. Die Prapa- gonda für die pyrotechnischen Artikel betrieb Stammer selbst auch kaufmännisch. So erhielt er». a. einen Auftrag der Eisenbahn- direklion Ludwigshafen aus Eisenbehnknallsignale, zu deren her- stellung Explosivstosse wie Ehlorsäure, Schwefel»sw. verwendet werde». Weingärtner hat, wie er behauptet, mit seinem Schwager wegen der Fabrikation von Explosivkörpern wiederholt Auseinander- setzungen gehabt, ohne damit clwas zu erreichen. Das Hot Stammer vielleicht mit veranlaht, am Sonntag frühzeitig wieder allein zu arbeiten, wahrscheinlich Knallkapseln, die aus einer Blechschachtel mit Klammer bestehen, mit den gefährlichen Sprengstoffen zu füllen. Ms Frühaufsteher begann er damit schon sehr zeitig. Bei der Mischung der Stoff« zur Füllung der Kapseln mutz das Unglück entstanden sein. Es ist festgestellt, daß diese Arbeiten mit Spreng- mittel« als Gewerbebetrieb nicht angemeldet waren. Es sind früher schon kleinere Explosionen vorgekommen, die keine ernsten Flügen hatten. So warf ein früherer Pförtner, der in den Laboratorien mitarbeitete, cininal Watte in den brennenden Ösen. Die Folge war, daß der Ofendeckcl ihn, gegen die Brust flog, ohne ihn erheblich zu verletzen, und datz die Scheiben eingedrückt wurden. Das geschah in dem Räume des Stammer. Den Pförtner veranlatzte dieser Vorfall. sein« Stellung aufzugeben, weil ihn, die Arbeiten zu gefährlich er- schienen. Die von Krinünalrat Otto und Kriminalkommissar Dr. Tobel mann geleiteten'Ermittglungen werden heute noch fort- gesetzt. So werden auch die Verletzten im K r a n k e n h o u s«, deren Befinden als gut bezeichnet wird, noch eingehender verhört werden, weil sie gestern noch zu benommen waren. Alles, was-n den Räumen vorhanden ist, Stoffe In flüssiger und pulversanv. auch die beiden Fliegerbomben, wird von Professor Dr. Lenz und anderen Sachverständigen untersucht werden. Bon allen Beständen sind Proben entnommen worden. Z» den Fliegerbomben, die ohne Zünder und deshalb noch ungefähklich waren, sogt Weingärtner, es seien palentmuster. Die Art ihrer engültigen Herstellung sei noch nicht abgoschlossen. Das Gerücht, daß Flaschen und Kisten beiseste- geschafft worden seien, um ihrem Inhalt der Untersuchung zu ent- ziehen, trifft nicht zu. Vorsichtige Aussage der Villenbewohner. Bei den polizeilichen Berhören sowohl des Gene- ralkonsuls Weingärtner wie der Familienangehö- rigen und Hausangestellten der Unglücksvilla war es immerhin charakteristisch, datz alle Beteiligten in ihren Auesageu äußerst vorsichtig und zurückhaltend waren. Weingärtner blieb immer wieder dabei, daß die Experimente pyrotechnischer Art das Spezialgebiet seines getöteten Schwagers Sto in- mer waren, und daß ihm Einzelheiten hierüber nicht bekannt seien. Er selbst habe sich in der Hauptsache nur um die Herstellung rein pharmazeutischer Waren gekümmert. Aehnliche Auskünste gaben die beiden Frauen Weingärtner und Stammer, sowie die Hans- angestellten. Diesen Bekundungen stehen aber die unumstößlichen Tatsachen entgegen, datz in dem Kellerlaboratorium Knallkapseln mit dem Ausdruck„Weingärtner u. Co.". sowie fertige Mischung'» zum Füllen der kleinen'Blechbehälter dieser Kapseln aufgefunden wurden, so datz es unmöglich erscheint, datz der Generalkonsul srlblt von der Fabrikation diese» pyrotechnische,, Materials keine Ahnung gehab» haben soll. Im übrigen stellt sich jetzt heraus, datz die«igent- liche Fabrik dieser Firma in der Umgebung Berlins schon im Iah e 1024 verkauft worden ist, und datz die Firma„Ehemische Werke, Meingärtner u. Co." vor einiger Zeit aus dem Handelsregister gelöscht wurde. Der Bureaubetrieb dieses Nniervehmens, für das die Bezeichnung„Chemisä�e Werke" etwas hochtrabend erscheint, befand sich übrigens an. Hall eschen Tor','üird zwar ini.fVa„ sc Blücherplatz 3. In diesem Hause sind übrigens auch zwei Unternehmen untergebracht, an denen Weingärtner und Stammer beteiligt waren, und zwar das H e i l i n st i t» t„Natura" und der �Vertrieb pharmazeutischer Präparate Dr. Jörns u. Co.". Wemgärtiier und Stammer sollen je einen An- teil dieser G. m. b. H. erworben haben. Nach allen dem bat es den Anschein, ats ob die beiden Kaufleute, die nach ihrer lzerkunit— der eine war angeblich Schisfstoch, der andere Väcker— alles andere als gelernte Chemiker sind und die ihr vermögen während der Sriegskonjunktur durch heerestieferunoen erworben haben, in den letzten Jahren lediglich im Keller der Dahlemer Villa pyrotechnische S5] �Zement. f>loman von Fjodor©labfotv. Er setzte sich wieder, nahm sein Buch, strich wieder ganze Sätze an und machte unleserliche Bemerkungen am Rand. Im Zimmer nebenan, bei Polja— ist Ruhe. Sie war zu Hause: die matten Scheiben ihrer Türe schimmerten leicht non der elektrischen Beleuchtung im Zimmer, als er über den Gang gekommen war. und für einen Augenblick sah er ihren lockigen, verschwommenen Schatten aus den Scheiben. Er wollte zu ihr hineingehen und hatte schon die Klinke in der Hand, aber der Schatten wankte, verlosch und verschwand. Er beschloß: es ist nicht notwendig. Wenn sie ihn braucht, wird sie an seine Türe klopfen, die ihre Zimmer trennt, oder wird zu ihm kommen, wie sie es sonst getan hatte. Mit dem Buch in den Händen ging er auf den Zehen zur Tür und horchte zu Polja hinüber. Ruhe, keine Schritte waren hörbar, kein Rascheln. Wahrscheinlich lag sie mit denselben Augen auf dem Bett, mit denen sie aus der Werk- zelle weggegangen war. Bielleicht schlief sie, müde von den Aufregungen der letzten Tage. Wenn sie schlaft— dann ist es gut: sie wird am Morgen fester auf ihren Füßen stehen. Sie ist nur ein wenig müde.(Es gibt jetzt so viele müde Menschen.) Sie muß nur ausruhen. Sie war im Krieg— und war glücklich: erlernte dort das laute Lachen. Sie war in der Frauengruppe, in angestrengter Arbeit— und auch da lachte sie. Und nun— cm neuer Abschnitt, und plötzlich hatte sie unter dem Schlag nachgegeben. Sie muß nur aus- ruhen und ein weig verstehen. Er darf nicht schlafen: sie wird ihn vicTleicht rufen, wenn sie ihn braucht, oder zu ihm kommen, wie sie es sonst getan hatte. Parteireinigung...- Das erstarrte Gesicht und die Grammophonstimme der Kommissionsmitglieder. Das war alles schon lange, lange her. Das ist alles so nichtig: kann denn ein so winziger Umstand irgendeine Bedeutung«m Prozesse der allgemeinen Geschehnisse haben? Nicht er— sondern alle, und er ist nur ein kleines StSubchen m der Allgemeinheit. Ins offene Fenster flogen goldene und silberne Schmetter- linae mit zottigen Pelzchen. Sie schlugen an die Lamve an. flogen ins Zimmer herein und sangen wie ewe schwach- aesvannte Saite, und das Zimmer erschien riesengroß von diesem Gesang. Und er mußre daran denken, daß er allem ist und daß mele und unbestimmte Aendenmgen ihn IN der Zukunft erwarten. Er ging zum Fenster und sah ins Dunkel. Oktober— aber es ist warm und in dieser warmen und finsteren Nacht fühlt man schon seltsame, süße Gerüche der herbstlichen Verwesung: es riecht nach Sumpf und nach ab- gefallenen Blättern. Und in diesem steinernen Dunkel der Stadt(es waren noch keine Laternen auf der Straße) war tiefe Stille. Nur in der Ferne, ackf dem Bahnhof, stöhnten düstere Pfiffe und die Waggons klirrten wie Glas. Und dort — unter den Bergen, hinter der Bucht, strahlten in ver- worrenen Girlanden elektrische Sterne. Das Werk erstand zum Leben. Dann sah man zitternde, feurige Tropfen auf den Landungsbrücken, auf den Dampfern, und flammende Ströme brannten in der Bucht von diesen flimmernden Sternen auf. Es war ein Augenblick, in dem Sergeij sich im Halb- schlummer vergaß, und da sah er seinen Vater mit bloßen Füßen und zerrissenen Hosen vor sich trippeln und der Bater lachte freudig. Er trippelte vor ihm mit einem Stuhl in der Hand und flüsterte undeutlich, sich eilend, sich verschluckend, unheimlichen Unsinn. Und weil er nichts von diesem komischen Geschwätz des Vaters verstehen konnte, wurde es Sergeij ganz unheim- lich. Er saß und konnte sich nicht bewegen, wollte aufstehen — und konnte nicht, wollten den Vater stoßen— und konnte nicht. Der Vater drohte ihm mit dem Finger, zupfte seinen Bart und lachte freudig. Ein Traum. Sein Herz klopfte in tiefen, langsamen Stößen, als er erwachte. Hinter der Tür, bei Polja, tönte in tiefem Bah das Flüstern von Badjin. Und das Eisen des Bettes knarrte und dröhnte. Poljas Stimme klang wie eine Logelstimme, war zerrissen,— man wußte nicht, lachte oder weinte sie. Und dann war wieder Stille. Das Herz schlug in tiefen Stößen und flammte in seinem Blute auf. Gebückt, mit gesckzwollenen Wern auf der Glatze, an den Schläsen, ging er zur Tür und horchte. Er stand mit gehobener Faust, zum Schlage bereit. Ein Zucken ging über sein Gesicht, die Faust fiel langsam herunter und öffnete sich weit. Zitternd vor Kälte, mit grauem Gesicht, matten Augen, ging er mit müden, schleppenden Schritten zu seinem Bett. Stand einige Augenblicke ruhig, horchte wieder, legte sich. Stand wieder auf, horchte. Begann sich sorgfältig und lang- sam auszukleiden. Löschte das Lämpchen, deckte seinen Kopf mit der Decke zu und wurde still. 4. Späne. In der Früh, zur gewohnten Stunde, wachte Sergeij plötzlich auf und erhob sich ebenso plötzlich»am Bett. Gm, rasch zum Waschtisch, wusch sich kurz und gründlich. Mit dem Handtuch in der Hand stellte er sich vor das Fenster(das Fenster war die ganze Nacht offen). Im Zimmer war es kalt und über den Körper strömte ein fröstelndes Zittern und sein Herz wurde frisch und elastisch. Der Himmel war tiefblau wie im Sommer und die Luft durchsichtig und golden in den Fernen Die Häuser brannten unten von der Sonne und die Dächer glänzten feucht vom Nachttau und waren blau vom widerspiegelnden Himmel. Auf dem Bergrücken, über dem Werk, flammten blendende, geballte Schneehaufen. Und sehr weit, in der Schlucht, die Steinbrüche und den jungen Wald, der vom Berg hinunter- floß, zerschneidend, kroch wie eine rote Raupe ein Lastzug. Deutlich sah man die kleinen Würfel mit den schwarzen Quadraten der Türen, und die Räder spielten mit den glän- zenden Speichen. In feurigen Klumpen flog der Dampf aus der Lokomotive, erlosch lange nicht und vereinigte sich mit den rosa Wolken. Und der Herbstgeruch, der süße, gärende Verwesungsgeruch, strömte in kalten, metallischen, frischen Wellen durch das Fenster. Es war frisch, leicht, durchsichtig und sonnig. ... Parteireinigung. Die Spiegel mit den vielen Wider- spiegelungen der Massen und Kronleuchter. Seine verlegenen und naiven Antworten. Ach, das mar so fern und so im- wichtig! Der Körper ist mit Blut und Gesundheit durchtränkt, und er lechzt nach schwerer, physischer Arbeit, die seinen Muskeln gut tut. Und vor dem Fenster warf er feine Arm«, die Bewegung brauchten, hinauf, hinunter: eins— zwei— drei— vier.... ... Polja.... Wie ein Schatten ging ein dumpfer Schmerz durch feine Seele. Sie war nicht zu ihm gekommen. Sie wollte fein« Freundschaft nicht. Das, was m der Nacht geschehen war. wollte Pe diesmal vor ihm und nur in sich verstecken. Das ist sein Schmerz— nur sein eigener Schmerz. Und der Schmerz — macht sie ihm noch näher, lieber. Er wird ihr von seinem Schmerze nichts sagen, sie oersteht zu lachen, und wenn sie ihn heute treffen wird,— wird sie ihn mit einem Lächeln, wie einen Freund begrüßen. Liebe, liebe Polja.... Er nahm seine Aktentasche und ging auf den Gang. Poljas Zimmer war fest geschlossen und Ruhe war dort. Sie schläft. Soll sie nur schlafen: sie muß ausruhen und sich beruhigen, damit ihr Lächeln in ein Lachen hinüberklingt. Im Parteikomite« ging er in das Zimmer der Kommi'- fion fiir Porteiremigung. (Fortsetzung solgi.) Ware« fabriziert und mit mehr oder, minder gefährlichen Spreng. stoffen experimentiert haben Wahrscheinlich haben sie auf Grund ihrer Versuche und eingereichten Prob«, private Aufträge von det Relchsbaba erhalten und in dem Dachtemer Laboratorium auch durchgeführt. Die Städtische Baupolizei teilt zu dem Unglück in Dahlem Folgendes mit: „Auf Grund des§ 16 der Gewerbeordnung find Laboratorien. die Feuerwertskörper oder Explosivstoffe herstellen oder verarbeiten, Sonderbe st immungen unterworfen und unterstehen der Gewerbeaufsicht bei den Potizeibehörden. An Räume dieser Art werden insofern besondere Anforderungen gestellt, als sie eine gewisse Entfernung von den Ströhen und Nachbargrenzen haben müssen, außerdem auch von bewohnbaren Räumen. Schließlich werden an Gebieten, die wie die Grunewaldsiedlung im baupolizei- lichen Sinne als geschützte Gebiete anzusehen sind, Anlagen solcher Art nicht zugelassen. Was ging-1920 in der Parkstraße vor? Als Dahlem das Oorado der Kappistea war. Von einem unserer Leser gehen uns Mitteilungen über geheim» nisvolle Vorgänge auf dein Grundstück Parkstr. 40/42 in Dahlem zu, die bereits mehrere Jahre zurückliegen und i« die Zeit des Kapp- Putfches im Jahre 1320 fallen. Wenn diese Wahrnehmungen, die damals gemacht wurden, auch nicht in direttem Zusammenhange mit der Explosionstatastrophe stehen dürften, findet der Verdacht Nahrung, daß bereits, im Jahre 1920 in der Unglücksvilla ein Labo. ratorium bestanden hat, in dem nächtlicherweile gearbeitet bzw. ex» perimentiert wurde. Im März 1920, wenig« Tage nach Ausbruch und Unterdrückung des Kapp-Putfches, war vom Gutsvorsteher in Dahlem, das zu sener Zeit noch nicht eingemeindet war, ein Straßellsicherheitsdienst ge» bildet worden. Eines Tages meldeten zwei Mitglieder des Wach- dienstes, daß sie auf ihrem Patron illengang in der Nacht fellsame Wahrnehmungen gemacht hätten. Demnach hatte vor dem Villen- grundstück Parkstr. 40/42 ein zweispänntges Fuhrwerk ge- halten, aus das von mehreren Männern schwere Kisten ausgeladen wurden. Durch die K e l l c r f e n st e r, in die man trotz der Vor- hänge hineinsehen konnte, wurden mehrere Männer in weißen Kitteln beobachtet, die an Tischen herumhantierten. Ms in der nächsten Nacht wieder-In Gespann erschien, und sich derselbe Vorgaug wiederholte, machte der Führer des Wachkom- Wandos dem Dahlem er Gutsvorsteher über das Erlebnis Mitteilung. Der Gutsvorsteher gab darauf Anweisung, die Vorkommnisse dem PollzetprSsidlum in Berlin schriftlich zu melden, da der Sicherheit s- dienst zu einsr Durchsuchung des Gebäudes nickt berechtigt sei und nur für geordnet« Sicherheit auf der Straße zu sorgen habe. Auf die Mitteilung erschienen mehrere Kriminalbeamte vom Poli- zeipräsidium, die eine Durchsuchung der Villa vornahmen. Das Ergebnis war scheinbar negativ, und es verlmttete, daß nur -stellte es und ähnliche harmlose Medikamente hergestellt würden. Die Bemerkung, daß es doch verdächtig und höchst sonderbar sei, derartige harmlose Waren des Nachts zu verarbeiten und fortzn- schassen, wurde mit einen, vielsagenden Achselzucken beantwortet. Dies alles spielte sich zu einer Zeit ab, als die Villa noch Eigen» tum jenes Professors Blank war, der sich zur Zeit der Katastrophe in Berlin aufhielt. Da zu jener Zeit Dahlein das Dorado der Kappisten war und beispielsweise bei einer Durch. juchung von 20 Dillen lS Maschinengewehre, darunter 12 schwere, 150 COO Schuß Zofankeriemunilion, 800 scharfe Handgranaten. Sarabiner. Rüstzeug usw. gefunden und beschlagnahmt wurden, so war der Verdacht nicht von der stand zu weisen, daß es sich bei diese» nächtlichen Transporten um Beseitigung von Was» seit, und Munitionsvorräten handelte. Es besteht wohl kein Zweifel darüber, daß nunmehr bei den Behörden auf die da> moligen Vorgänge zurückgegriffen werden wird. Ein Verkehrsunfall in der Friedrichstadt Drei Personen verletzt. Ein schwerer Zusammenstoß, bei dem mehrere Per» sonen erhebliche Verletzungen erlitten, ereignete sich in den gestrigen lstachmittagsstunde» an der Ecke Friedrich- und Jäger- straße zwischen einem Autobus der Linie 5 und einem Pferdegespann. In die Fahrbahn des Autobusses geriet, aus der JSgerftraße kommend, plötzlich ein zweispänniges Pferdefuhrwerk. Der Aboag- Führer konnte seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Gilten bringen und fuhr mit voller Wucht auf den Hinteren Teil des Gespanns auf. Bei dem Zusammenprall verlor der Cchaufseur die sterrschast über den Wagen, der aus den Bürger. st e j g geriet, stierbci wurde ein Vorübergehender, der fünfzig- jährige Kaufmann Max K a z e w s t i aus Berlin-Buchholz, von dem Autobus erfaßt und schwer oerletzt. Der Chauffeur des Autobusses und der Kutscher des Gespanns. Willi S t ü b i n g aus der Putbufser Straße, der vom Bock auf das Straßenpflaster geschleudert wurde, erlitten gleichsalls erhebliche Verletzungen und einen Nervenschock. Die Fahrgäste, die zum Teil von ihren Sitzen geschleudert wurden, kamen glücklicherweise m i t dem Schrecken davon. Die drei Verunglückten wurden zu- stächst zur Rettungsstelle 14 gebracht, von wo der Arzt die Ueber- führuog de« Kaufmanns Kazewfki und des Chauffeurs nach der Uni- versitätsklinik in der Ziegelftraße anordnete. Das Befinden des K. gibt zu Besorgnissen Anlaß. Die Schuldfrage tonnte noch nicht geklärt werden. Durch de» Vorfall entstand eine Verkehrs- st ö r u n g von fast viertelstündiger Dauer. Zu einem weiteren Zusammenstoß kam es zwischen einem Straßenbahnwagen der Linie 41 und einem Brauerwagen um 15.30 Uhr an der Ecke Brunnen- und Ramler straße. Der Mitfahrer des Brauerwagens erNtt Gesichtsverletzun- gen; er erhielt auf der nahdiegenden Rettungsstelle vi« erste Hilfe. Der Straßen bahnver/ ehr wurde etwa 20 Minuten fällig lahmgelegt, was gerade in der Hauptverkehrszeit zu großen Wagenansammlungen führte. Zuchthaus fiir einen Patzfälscher. Mit einer Paßfälschungezentrak« hatte sich gestern Off» Große Schöffengericht zu befassen. Angeklagt waren der aus Polen stammend« Konfektionär Isaak P a r z e n s k i wegen schwerer Urkundenfälschnng und der Dentist Otto Robiczck aus der Tschechoslowakei. Bei Parzenski sorab man einen ganzen Koffer voll mit Pässen österreichischen, polnischen und tschechoslowakischen Ursprunges. Di« tschechischen Pässe waren sämtlich auf den Namen d» Angeklagten R o b i c z« k ausgestelli gewesen. Dieser hatte sich durch Tricks immer neue Pässe oerschafft, die er sofort an seinen Geschäftsfreund P a r z e n s t i für 20 M. oerkaufte. Letzterer keß sich aber nickt weniger als 60 0 Mark für den mit Hilfe von Rttdieruno«, auf einen anderen Namen uirrgesckriebenen Paß zahlen. Da« Sckäffenge-richt versagte Parzenski unter Berücksichtigung de» schnöden Mißbrauch« der Gastfreundschaft mildernde Umstände. Parzenfki wuite z u l Jabr Zuchthau» verurteilt, während Robiezek wegen Beihilf« 7 Monate Gefängni» erhielt. Die Skadlvcrordnelenoersammlung tritt in dieser Woche am Donnerstag um 16?� Uhr zu ihrer ersten Sitzung Im neuen Jahre zusammen. Die Tagesordnung bringt sogleich«in volles Schock Verhandlungsgegenstönd«. Ein großer Teil davon ist Rest, der aus dem alten Jahre übernommen wurde. An der Spitze der Tagesordnung steht die Wahl des Vorstandes. Kindesmord aus Verzweiflung. Die Tat einer unglücklichen Mutter. Mit einem Falle von Kindestötung wurde die diesjahrigs erste Schwurgerichtsperiode des Landgerichts I unter Vor- sitz von Landgerichlsdirettor Marschner eröffnet. Angeklagt war die 24jährig« Hausangestellte Ottilie G., der vom Gericht die Rechtsanwältin Frau Dr. Haßlacher als Verteidiger bestellt worden war. Die Angeklagte war unter Tränen geständig, aus Scham und Furcht vor Eltern und Geschwistern und aus Angst vor dem Verlust ihrer Dienststellung in Berlin ihr neugeborenes Kind mit einem Handtuch erwürgt zu haben. Die Leiche hotte krele Sozialistisdie Hodisdiule. Sonnabend, den 14. Januar, 19 V, Uhr im Sitzungssaal des ehemalieen Herrenhauses, Leipziger Straße 3, Vortrag des Genossen Frans Furtwängler: »» Indien und der englisdge Imperialismus� Eintrittskarten zum Preise von 50 Pf. sind zu haben an der Abendkasse sowie an folgenden Stellen: Bureau des Bezirksblldungsausschusses, Lindenstr. 3 2, Hof, II, Zimmer R.— Buchhandlung J. H.W. Dietz, LindenstraBe 2.— Verband der graphischen Hfifsarbeiter, RittcrstiaBe Ecke Luisenufer.— Zigarrengeschäft Horseh, Engelufer 24-25, Gewerkschaftshaus.— Tabakvertrieb, Insefstr. 6.— Verlag des Bildungsverbandes der Deutschen Buchdrucker, Oreibundstr. 5.— „Werkfreude" Bücherstuben, Potsdamer Str. 104.— Berliner Oewerkschafts- kommission Engelufer 24-25(Oewerkschaftshaus), sowie In allen Vorwärts- Speditionen.— GroB-Siediung Britz: LiningstraBe 57. sie m«inen Karton gepackt und in einem Spind versteckt. Die An» geklagte hatte in ihrer mecklenburgischen Heimat ein Liebes» Verhältnis mit einem Gutsangestellten gehabt. Da die Eltern davon nichts wußten, sticht« sie sich einige Monate vor der Geburt des Kindes«ine Dienststellung in Berlin. Gegenüber dem Antrag« des Stoalsanwaits auf 2% Jahre Gefängnis richtete die Verteidigerin einen Appell an das nur aus Männern bestehende Schwurgericht, in diesem Falle das menschliche Gefühl mitsprechen zu lassen. Unter gewöhn- lichen Umständen wäre dieses bisher unbescholtene Mädchen nie- mals kriminell geworden. Di« Richter mögen sich in die Psyche des Mädchens yinsinverfetzen, das vom Lande stammt und ein ganz primitives Geschöpf ist. Wer einmal miterlebt habe, wa» es heiße, ein Kind zur Welt zu bringen,— sie könne dos als Mutter von zwei Kindern beurteilen!— der wisse, daß bei der Frau in dieser Stunde der frei« Wille ganz ausgeschlossen ist. Die Angeklagte hat m einem Paroxismus der Angst und unter der Suggestion eines furchtboren Schreckens gehandell. Wem nütze es. wenn dieses junge Mädchen ins Gefängnis geschickt werde? Sie sei schon genug bestraft, indem das. was für jede Frau dos höchste Glück ist, bei ihr zu einem eutfehlicheu Geschehen ge- worden ist. Nach längerer Beratung verurteilte das Schwurgericht die Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren 3 Monaten, von der sie aber nur vier Monate verbüßen soll, während sie für den Rest Bewährungsfrist erhielt. Heizwirtschast der Stadt Berlin. Welche Bedeutung für die Gemeindeverwaltung Berlins die HÄzfrage hat, davon wird mancher sich kaum eine rechte Vorstellung machen. Weit über ein Viertel der gesamten Kohlenmeng«, die in ganz Berlin verbra-ucht wird, wandert in die städtischen Betrieb«. Ganz Berlin oerbraucht, wie Stadtbaurat Adler in einer Konferenz mit Pressevertretern mitteilte, im Jahre rund 6 Mil- lionen Tonnen Kohle, davon 3'/» Millionen in Steinkohle und 21/i. Millionen in Braunkohle. Von der Gesamtmenge kommen etwa 5 Millionen Tonnen aus dem Inland, 1 Million Tonnen aus dem Ausland. Befördert werden 2 Millionen Tonnen auf dem Wasserwege, 4 Millionen Tonnen auf der Eisenbahn. An der ge- samten Verbrauchsmenge sind die städtischen Betriebe allein mit jährlich etwa 1?L Millionen Tonnen beteiligt, im besonderen die Gaswerk« mit 1000 000 Tonnen, die Elektrizitäts- werk« mit 400 000 Tonnen, die Wasserwenks mit 50 000 Tonnen, die Kanalifationspumpwerke mit 40 000 Tonnen, die städtischen Ge- bände mit 250 000 Tonnen, ergibt zusammen 1740000 Tonnen. Diese Kohlcnmenge kostet 52 Millionen M., woran der Heizbetrieb stAitischer Gebäude mit 7*6 Millionen M. beteiligt ist. Bei so hohen Aufwendungen mußte der Wunsch entstehen, den Verbrauchdurch sparsamste Bewirtschaftung mög- lichst einzuschränken. Das ist in den letzten Jahren oersucht worden, und der Erfolg war so gut, daß gegenüber dem früheren Verbrauch setzt bis 15 Pro z. gespart wurden. Wie man diese Rationasisierung der Heizwirtschaft zustand« gebracht hat, darüber äußerte sich Magistratsoberbaurai H ü t t n e r. In Betracht kommen Heizbetriebe in 37 Kranken- und Heilanstalten. 15 Wohl- fahrtsanstalten, 14 Badeanstalten, 9 Markthallen. 3 Krematorien, 610 Schulen, 76 VerwaKungsgebäuden, 142 sonstigen Gebäuden. 245 Hochdruckdampfkessel und 2150 Niederdruckdampskessel sind zu oersorgen. Für jede Hefzungsort und sür jedes Gebäude ist der richtige Brennstofsoerbrauch ermittelt worden, der je nach der Lage des Gebäudes und der Beschaffenheit der Heizeinrichtungen wechfelt. Die Mittaqsveranstoitungen im Großen Schauspielhaus verkeren allmählich an Format. Bracht« die erste ein gut zusammen- gesetztes populäres Sinsoniekonzert. die zweite Jazz- musik so büßen die nächsten Konzerte an Charakter ein. Das letzte am Sannlag vormittag hatte überhaupt kein Gesicht. Die Gesänge Franz Baumanns vom rheinischen Mädchen stehen in keinem Verhältnis zu der Orchestermusik. Bei Baumann stört die stark nasale Stärkung seines Tenors, hier bei der Uebertragung aus einem großen Theater oielleicht noch mehr als bei- Konzerten aus dem Senderaum. Glänzend ist der Klang de» Orchesters, dessen letzte Feinheiten gehört werden. Bruno Seidter-Winkler sprelt mit TemperanieM farbig und glitzernd Ofsendachs Ouoertüo« zum „Orpheus". Der Orgelübertragung aus Frankfurt a. M. fehtt e« zuerst an Klarheit. Di« Tön« kommen nicht heraus, erst später bessert sich d!" Uebertragung. Sehr hübsch ist die Bufchtad«, die Weinprobe, zu der Erich Fischer Marschnersche Motto« oer- wendet Ehesredakteur Genosse Friedrich Stampfer spricht in der „Stunde des Journalisten" über die„Freiheit der Presse „ls Gr tndrecht der Demokratie". Du Montag dringt zwei Kammermufikkonzert«. Wends spielt da« Gchvmann-Trio Beethoven und ein« Sonate von Georg Schumann mit virtuoser Meisterschaft und am Nachmittag ein Konzert mit Duos für Klarinette und Fagott und mit Sonaten für Cello. Hermann Schröder und Karl L» u ch n» r sittd gute So- ästen, während der Eellist Eugen S a n d o w besonder» im»rsten Satz der Corellsschen Sonate etwa» zu hart spielt Au» Anlaß des zwanzigsten Todestages von Wilhelm Busch liest Rest Langer ein paar kleiner« Dichtungen mit feinem zurückhaltmden Witz, ein- fühlend und plastisch gestaltend. In der Reih«„Mensch und A r b e> t" spricht Oberschaltmeister Karl Müller über die Ver- antwortung des Werkmeisters bei Arbeiten mit Hochfpanming. Da hter»in Mann der Praxis spricht, wird der Hörer nicht mit theore- ttschen Auseinandersetzungen über Hochspannung traktteit, sondern erhält«n klares und anschauliches Bild. F. S. Em Kohlenkaboratorium prüft die Anlagen, untersucht die Brenne stofse, belehrt die Heizer über die Bedienung, veranstaliet Ausbildungskurse auch für Heizingenieur«. Manche Anstalten haben bereits eigene Fernheizwerke, seit langem die Anstalten in Buch, jetzt auch Krankenhaus Friedrichshain. Der gesamte Heizbetrieb städtischer Gebäude hat bei einem Jahresverbrauch von 250 000 Tonnen Kohle jetzt eine Ersparnis von 20000 TonnenKohle im Werte von KOOOOOMark. Herr Hüttner streifte auch die Frage der Fernheizwerke. die ihre Wärme an öffentliche Gebäude und an private Wohnhäuser abgeben Ueber das Zeitmaß des Ausbaues dieser Fernheizwerke sagt« er, daß es durch die Mehrung der Teilnehmermeldungen be- dingt ist. Nur wo genügend Meldungen eingehen, könne man in den Straßen die kostspieligen Leiiungcn legen. Bei zu geringer Teil- nehmerzcrhl sei Wirtschaftlichkeit des Betriebes unmöglich. Die Deutsche Versuchsanstalt für Lustfahrt. Sie will nach Rudow gehen! Die,F)eutsch«VersuchsanstaltfürLuftfohrt", die ihren Betrieb auf dem Flugplatz A d l e r s h o f unierhält, muß diesen im nächsten Jahre räumen, da der Pachtvertrag abläuft und der Eigentümer des Geländes dieses für seine Zwecke oerwenden will. Die Verlegung des Flugplatzes von Adlershof hat die Oeffenttichkeft schon mehrmals beschäftigt. Als Gelände für einen neuen Flugplatz war ein Teil des ehe- maligen Rittergutes Britz ausersehen. Das Neuköllner Bezirksamt, die Neuköllner Bezirksoersammlung und die Bewohner der Groß- siedlung protestierten gegen die Verlegung der Versuchsanstalt in die. Nähe von Wohnsiedlungen und aus ein Gelände, daß schon im nächsten Jahr sür wettere Siedlungsbauten erschlossen werden sollte. Diese Kreise schlugen als Ersatz geeignetes Gelände bei Rudow vor. Durch diese Widerstände wurde die Entscheidung der Stadtverord- netenversammlnng über die Verlegung der Anstatt itttmer wieder hinausgezögert. Da die Anstalt ihr jetziges Gelände schon im Jahre' 1929 räumen muh und die Errichtung der Gebäude eine längere Zett beansprucht, muß die Entscheidung bald fallen. Um die größten Widerstände zu beseitigen, hat sich die DVL. bereit erklärt, daß Ge- lande bei Rudow zur Errichtung der neuen Anlage anzunehmen. Auf dem Gelände bei Rudow könnte eine große Versuchsanlage«in- gerichtet werden, die dann auch die Verkehrsfliegerschule, die bis jetzt in Staaken untergebracht ist. aufnehmen könnte. Diese Zu- sammenlegung brächte erhebliche wirtschaftlicke Vortelle mit sich. Ein anderer Plan, den Flugplatz Biesdorf für die DVL. zur Verfügung zu stellen, wurde auch daran scheitern, daß dort eine Siedlung mit Wohnlauben im Wert« von IM Millumeu Park erst beseitigt werden müßte.___ Grubenunglück in Amerika. Fast 100 Arbeiter in Lebensgefahr. West-Fronkforl sIlllnol»), S. Zmw«. Zn einem Kohlenbergwerk der Zndusirial Coal Com- pany ereignete sich in einer Tiefe von 600 Fuß eine schwere Explosion, von der 700 Mann starken velegschofl toanie sich der größere Teil retten. 93 Arbeiter wurden jedoch durch Rauch und Kohlenstaub abgeschnitten. Man befürchtet, daß eine Anzahl von ihnen getöiet oder verletzt worden ist. Oer raiselhaste Fall Rosen. Eine eigenartige Meldung. Wiederholt berichteten wir über die Mordsache Rosen« Breslau, und wir hielten mit kritischen Bemerkungen nicht zurück. Jetzt geht uns eine Mitteilung der Telegraphen- Union zu, die nicht ohne Kommentar veröffentlicht werden kann. Die Nachricht sagt:„Zur Wiederaufnahme der Voruntersuchung in der Mordsache Rosen wird von der Oberstaatsanwaltschaft Breslau mitgeteitt, daß das Versahren überhaupt noch nicht ein- gestellt war, wenn auch die Wirtschafterin Neumaun aus der Haft entlassen wurde. Das Verfahren hat nur geruht. Auf Grund neuer Anträge der Staatsanwaltschaft ist nunmehr dt« Voruntersuchung wieder aufgenommen worden. Ueber diese neuen Anträge kann im gegenwärttgen Stadium der Voruntersuchung keine Mitteilung erfolgen." Hierzu darf bemerkt werden, daß ein Wiederaufnahmeverfahren. von dem die Telegraphen-Union spricht, ja überhaupt nicht vor- liegt, wenn das Verfahren nur geruht hat. Im übrigen aber hat die Staatsanwaltschaft Breslau seit nunmehr zwei Jahren bei der Wirtschafterin Neumann„Voruntersuchung" über„Vorunter- suchung" gehäuft, daß man schlechterdings nicht annehmen kann, Verdachtsmomente von überaus dringlicher Natur seien nun plötzlich aufgetaucht Sollte dies aber doch der Fall sein, so darf die Oeffentlichkeit verlangen, daß trotz der sonderbaren Ausrede vom„gegenwärtigen Stadium der Voruntersuchung" die notwendigen Mitteilungen erfolgen. Eine Justiz, die nach jahrelangen Forschungen zu keinem anderen Ergebnis kommt als dazu, sich im„gegenwärtigen Stadium" in Schweigen zu hüllen, macht sich lächerlich. Das darf sich die Bresiauer Staatsanwaltschaft gesagt sein lassen! * Wie weiter aus Breslau mitgeteilt wird, wurden in dem von der Wirtscknssfefin des ermordeten Professors Rosen, Frau Neu- mann>!-■«' den Minister a. D. Rosen angestrengten Erbschafts- prozez, Aufwertungsansprüch« in Höhe von 20 000 Mark bei iier Einigungsoerhondlung die von dein Vertreter der Frau Rcumann gemachten Vergleichsvorschläge von den, Anwalt des Beklagten abgelehnt, der erklärt«, daß der Betloqte sich auf keine Verhandlungen einlasse, bevor nicht das Straf- verfahren beendet sei. Unstt Striegauer Aericvheim zerstört. Wie aus Strisgau(Schlesien) gemeldet wird, vernichtete sin Großfsuer das der schlesischeu sozialdemokratischen Arbeiterjugend gehörige Ferienheim mit Jugend- herbe rg«. Gegen 5»8 Uhr abends wurde die Feuerwehr gerufen, die bei ihrem Eintreffen einen Brandherd vorfand, der sich über das ganz« Gebäude erstreckt«. Scharfe Südwestwinde entfachten das Feuer in wenigen Minuten zu einem Niesend ran d. Es dürfte so gut wie nichts gerettet sein. Das Hetm ist vor zwei Jahren auf einem von der Stadt Striez au geschenkten Bauplatz unter erheblichen Kosten und Mühen erbaut worden. 25 Todesopfer einer Alkoholvergistnni. Nach dem Genuß von Schnaps, der aus Methylalkohol hergestellt war, erkrankten in Larache in Spanien 40 Per- sonen unter schweren Bergistungserscheinungen. 25 Erkrankte sind bereits gestorben. Typographia! Den Sängern zur Kenntnis, daß die vormittags» Uebungs stunden bis aus weiteres im„Tivoli" stattfinden. Erste Uebungsstunde am 12. Januar, 10 Uhr. Der Vorstand. efi* • Das ideale $CVt% A b führ- Konfekt C mfr aöimgen fit»ieft Rllbrtl stud Bctlia S W KS. Lmdellittatzs S. parteinachnchtenjW�fürGroß-Berlin ! strt» an da» Bctirtsfetcctarhu 2. Hot. I Sie», recht».}« richten. «chtnng.(ftnofflnntn! Wir trsuchrn dir«tri». NR»«btcllnn,». lriteiwnrn nochmal» dtingrnd. un-rrtanftr«arten ,u der hrntiacn �Fr-nenweU�.vrtanstnltnng im ürhirtvetriiuhnn» am«ltzandrrplag im CelKtnzfat abjnlicfttn, da hier ntojc»achftnsr ifL Sie«birch- nitng der«arten kann entweder rtnr halbe Stunde aar der Der. anftaltnng im Lehrervereinehan»»der am nächsten Tage im An er au erfolgen. 14. Kreis, Bezirksamksfraklion Neukölln. Heute, Dienetag, tS Ahr. findet bei Stahmann, Münchener Elte Rente» IteoHe, eine eif-nng de»«arftande» und der politischen«ertraucnaleute statt. Sie SPD.-Arbeiter,-Annefieiten und.Beaaitea aler kommunalen Betriebe »nd Verwaltungen(clafchlichlich Sa», und«leltri,!tätsu>erk> müssen Ve» »returg entsenden. See Fraktionav-rstaud. Aegirlaamtasrattian«reuzberg. Achtung! Arteiter, Angestellte, Beamte! Am Donnerotag. 12._ Januar, IDH Ahr. Zahreshauptoer» p dericht. 8. Neuwahl de» Vorstände» und der Dienftstell-nobleute. i. Verschiedene», erscheinen aller Genossen de» Bezirkeamt, ist Pflicht, Mitgliedsbuch legitimiert. See Fraktioaaoorstand. tl.«rri» Schlnrbera-Srlrdruan. Achtung! Die Abteilungsleiter holen beute, Dienstag, 10. 3onnar. nachm.. von der Lvedition. Beiziger Str. 27. Handzettel und Plakate für die Löwenlieiii.Bersammlung ab.— Mittwoch. lt. Januar, 17"Vi Udr. im ei immer 144 de»-Jtatbaufes ikraktion»' ndung mit den BllraerbenMerten. IS.«eeia Teeptom-Baumichulenmea. Donnerstag. 12. Aanunr: lssortsedung de, «ursu» de»»en. Schwarz Uder:.Europäische Probleme ober Weltooliiik und Pblkerdun f. Echullotol: Zditderscho»ewc>de-.'ü>banni,thal. Schule HasselmerdrrSraße. heule. Dienstag. 10. Januar: 42. Abt. SO Uhr bei Seehoak. Willibald-AIeris-Str. Z. Sünna»ller in der Arbeitermvbifghrt täiigen Eenosssunrn und Genossen. St. und 52. Abt. Sharlottendnro 20 Ahr In bei.Sonaerflaufe'.«alferin- Auguslo-Allee 9U. Ecke Nienburger Str., Slternaerlommluna. Bortvag des Sonrektar» S ermann Solling übgr:.Zu welche Schule baden wir Eltern unsere«inder einzuschulen?' Ilm zahlreiche Beteiligung ersuchi die fteele Schulgemeiude. Mitgliederversammlungen und Zahlabende: Morgen, Mltlrvoch. 11. Januar, 1S� Uhr: s. Abt. Schulaula. Augullssr.«. Bortrag:.Der«ampk um die Macht im Staate.' Strferent Zohanne» Stelling. M. d. R. u. AK viwgemach.«ommandantrnstr. 89. Bortrag:.ftrifä de» Straf- grsrürntwurs»'. Referent Hans Bauer. >. Abt. Saal l d»i Tewerklchafishause», Sngeluser S4/LH. Seschäftsbericht. Neuwahl der Abieilungsleitung. Die Bezirisfllbrcr laden ein. 4. AK Lokal Brandenburg, Etralauer Str.. Ode BailenftroGe. Reuwahl de» Borssonbe« und der«reisdelegierten. ll. AK.Rolentbaler Hot'. Rosenthaler Str. tt/12. Jahresbericht und Reu- mahl der Abteilungsleitung. 6. Abt. Biittner, Echwedter Str. Sil. Bortrag: Da»«auwfsahr 192».' Referent Dr. Hermann Echllhtnger. Abt. Dorni» isesssäle, G arten str. 8. Bortrag: �iatinnalissernng.' Referent , Erich ssraenkel. :«. Abt.«abladende. Seiler. SteiTneetssr. SS. Vortrag:.Rollet»um»ampf.' Reserenl Stadtrat Aldert Harliti. ffrro. Magdeburger Pl. Bartraa: ,.Da? Arbeitslosenveriuterungsgeset!.' Referent Rndolf«arssen. Lokal Elsholz. ftcafie 4. Referent Heinz LSwi. Lokal Mminr. Lttpowstr. 7. Referent , Michael Vlrfchderg. . o. Abt..Arinsdof', Perlederger Str. 29, Vortrag: �tonfunktur und Löhne." Referent Dr. Ott» Suhr. Neuwahl dee Abteilungsleitung, Stetlnnguahme zur«retsoorssandswahl usw. Alle Mitglieder mlisseu unbedingt erscheinen S. Abt. Moabiter BterHallen.«trchllr. 19. Bartrag!.Da» Wahliahr 1928." Rekerrnt lfranz«vnlller, M. d. R. Alle Mitglieder miisseu rrfcheinen. ll. Abt Borger. Levettowllr. Tl. Bortrag de» Gen. Siegfried Aushäuser. M, d. R. 12. Abt. Lokal Beusselssr. Z2. Bortrag:.Di« weltRche Schult.' Referent Dr. Siegfried«aweran. 12. Abt Artuohof'. Perloderger Str. 29, Vortrag:.Die«ellliche Schult.' Referent Sulloo Hädicke. Neuwahl der Abieilungsleitung. .Ich AK nahladende. Svtlfchalk, Putbusser Str. 24.«gllie», Sraunstr. 41. Stark. Putdnsser Str. 14. Portrag:»Proletarische Wehrhastigkell.' Refe. renj Hans Waldmann. 12. AK Auherordentliche Mitglredernerfammlung bot Schmiedl. Binetapl. 7. Zabresbericht.«assenbericht. Neuwahl der Abteilungsleitung. Alle Mit- alieder müssen bestimmt erscheinen. In. AK«ablobende bei«arl Döbllug. Brunnen str. 79. und Robert Leusch- ner. Ackerstr. U0. BortrSge:.«ronkenkassen und ArcheltsIosenverNcherung.' Stellungnahme»ue Neuwahl der Abteilungsleitung. Gäste willkommen. IT. AK«ablabende bei Lonffd, Togeier Str. 50, Hltbiur. Triftftr. 49. Schrei- brr, Trift str.«. W. AK«ahlabonte in den bekannten Lokalen. 19. AK«abladende. Bezirke 802. 808: Srnnnork, Pankstr. 99. 807—810: Schreoel. Srstntbaler Str. 18. 811: Brodzinlkn. Srstntboler Str. 8. 812: ! Schul,. Stettinor Str.«2. 818:«eise, ffitünttwler Str. 14. 814-819; Schuchardt. Chriftianiastr. U6. 820: Pciefct, Prinzenallee 31. i». Adt«ablabende bot Bonte. Ecke Schul, und Ehristianiasi:ahe. Tilmcr. ikolonie». Ske«echliuer Str., Pose,«olomiestr. IS. 21. Abt.«ablabende,«roll. Utrechlor Str. Tl. Referent: Robert ssendtl. Schal«. Adoltstr, II. Bortraa:.Da, neue Strafrech».' Referent: Bernhard «lein. Schreoel. Anton f«r. 8. Referent Viktor«rstoer. Sillmann. Rom- retbkirchstr. 41. Bortrag:.Religion und Sozialismud." Referent Gen. <(Ken. Dammer. Schulftr. 24. Referent Gru.«Inge. Di» Brzirksfiihrcr loben ein. LZ.«K«ablobende bei Lrwaabowfli. Seestr. 104. Grumoaldt.«amoruncr Str. 19(Vortrag des Den. Arthur Rachawf. Tiedo. Barfusstr. 9,«Snig, Otonistr. 87. 24. Abt.«ahladeitde. I, Grvpoe: Rösner, Jmmanuelkirchstr. 23. Bortrag: .Di» Arde'trrbanken fu Deutschland und Amerika." Referent Dr. Gntt- mann. 1».Gruppe: Schmidt. Morienburoer Str. 48. Bortrog:.Preuße»- volitik' Referentin Helene Schmiß. M. d. L. 2. Geuvpe: Vogel, Zoblonlkistr. 9 Bortroa:.Mazedonien. Land und Leuio." Referent Lehrer ssliog 8. Gruvve: Schulz, Eormen-Sulva-Str. 32. Eck« Hosomannstraße. Vortrag:.Dt, Konsumgenossenschaft.' Stellungnahme zu den Delegierten- wählen.' 28. Abt.«ahladend» bei«ästner. Elbinaer Str. 24. Baronski. Pasteurstr. fi, .Wernenchener Schloß' und R« soler, Brannsberorr Str. 21. 28. Abt. Brinl-ch. Weißenburger Str. t Jahresbericht und Neuwahl der Abterlunaskeituna..________ 27. Abt.«ablabende bei:«euae. Milastr. 5, Vortrag:..Voliirfche Tages- fraaen' Referent Gen Coewinder: Mehlberg. D-uidnstr. 0. Bortrag! .Warum«ommunalbotricde in Sefc0fchasteform7' Referent Gen.«roto- schlna: Ree». Sanuendurger Skr. 1. Vortrag:.Da» neue Berlln.» Refe- rent'Will! Kllbne: Woodsmann. Gleimstr. 10: Lücke,«onenbioener Str. 42. 28 Abt.«abladende f»r alle Bezirke in den dekanu'en Lokalen 29. Abt. Altersheim. Danziaer Str. 02. Vortrag:.Das Arbeitslofenoerssche. rungsgefeß.' Referent Ciodfrat Earl ssabiunke. Neuwahl der Abteilung». leituna. Um»Dnlil'eftes Erscheinen wird gebeten.. 80. Abt.«abl-dende. Bezirke 93. 94: Vohst. Lnchener Str.. Ecke(rtaraarder E'raße. Referent Gen. Iabn. Bezirke»3—97: Schlüter. PappoloNee 34. Bezirk 100: Lokal VenmelaOee 80. Borirao. Bezirke 101— 102: Hoffmann. Lnchener Str. 8. Partei- und Gewertsch-'fe«-d:'ch mitbringen! Bezirke 117 bis 123: Mahnkovf. Earmen-Snlvg-Str. 129. Vortrag:.Die Stenern�nor und nach dee Reualntian. Relereni Gen. Reiner. Bezirke 124— 127; Seil» ler. K'nzowstr. 10, Vor trag. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wlrd erwartet.. 81. Ab»,«rdiadende bei GoGOchmtht, Stolnische St»' 38. Meißner. Schiotl- boin« Str. 34.«--beter, Bornbolmer Str. 9. 82. Abt Gnurnenenblobenb« in den bekannten Lokalen. Wichtige Tage?- ordnun«. All« Eenofnnn»» und Genossen wüsten erscheinen.— Der«ahl» oWb bor Grurwe Wootmonn tagt n-chf bei Hortmann, wie in ieühor'N Anzeioen bekanntgemacht wurde, sondern des vor st mann. Am Dft» bohndok 18. zz-rh» g-hlobend« bei Hosbnonn. Strolauer All« 17. Werfalla. Hahenlohe- ' sn-aße 9. K-enIß. S'mon-Doch.Etr. 24. 34 Ab»«ahsobend». Vereiu»>iwmei der.Com»n!",fäl«", Mom-ler Str. 37. Bortroa: D'e Eloktri-itätonezsorounn von Graß-Berlin. Re'erent Stobt» rat Rudolf Scht'ch'ina. Rostn. Gubener Sir. 19. Bortroa:..Do» deutsche Volk und der Vü-oerblock." Reso-entin Luise«übler. 9)1. d. L. Mücke. Viorfchguer Str. 17. Bortraa:..Der Etrafaesißenlwurf.' Referent Ernst zz. Ät.V'«ohtobenbe bei Otto. Rigaer Str. 83: Bombe. BnWstr. 25: Schule, Samarfterstr 10: BorkowM. Schrmnerstr. 92. Tin ollen«ablabendon Stestifnonabwe»nr Abteilung»» und»reisnorstandsmahl.«ahlreiches Er» fchelnen wird erwartet.„___ zz orst 8eH7ei,«uN» 1. Gri-Up«: Bufch. Blinder Dir. 27. 9. Gri'rre: Höhne, '«orüborser. Ecke Löwestrob- 8. und 4. Grltnvee Mittschu». Voter-bueoer Straße 8. stn ollen«»"adeu�eu Stellunonobme»ur Reuwahl der Vb.eiiuuojieit'una.«ohl'eiche, E-fch-ire-, rto'taendia. 37. Abt.«obsoheube I. Bezirk:«euke. Ebertustruß», 2. nnd 9. Bezirk: «erak» Eb-rtustraße. 4.. 3.. 8. B'-I-k: Nascht, Matternstraß». Sa�- ordnnna- Sstestun-ru-bme zur lldeuwohl de,«ht-flnnasuarstand«». Mir den 4. 8. 0. B-zirk Taaesordnuna: Vartroo; Streidilla» durch da» Gebiet per ftrnr'ffnx)erfi6)erwi. �Pcftreni sanken. 88. Abt.«oblobenbe. Taoesarduuna: Stellunanodme»irr Nevwobl der ftrets- und Abtefl"na,''«t,'na. Bezirke 1-i3 und 184: Trund PallfadenOr 20� Referent Gen. Dletrlch über: Grwe''lchaft',»e StreiMchter in R"»l°nd und Deutschlond. Bezirk» 137 und198: d>e-m,l bei Bartulch. frieden- 'traste 88 Be»frk'39: Strauß. Valiladenstr, 71. Bortrao:.Die Sozial- bemokrokie fm Beeliner Gtad- �loment. Referent Gen. slobn Bez'eke 189. 483 180 487 und 193- Moowfß. Lariumstr. 19. Bortraa: Da« Rkich«fchul- ooseß.' Referent Erich Wendicke. Bezirk. fbb' Snäid. Georgenkirchstr.« •Sit Sfezirfsffdeet trcrüti, nochmals onfgeforaert. m fbren«ahlabender, die Emtitilmtflen über die Arbeiteriank extsifUltn und Hern Abtriwng»- leitet umgehend zu metttn. 3». Abt. Jugendheim. Linde» str. 8. Vortrag:.Sozialdemokratifche PoNtik." Referent Alerander Stein. Diskusston. Borftastdowahlen. Alle Bezirk» tührer müssen anmelend sein. 49. Abt. Lokal Jung(früher Voigt), Dreibundssr. 12. Vortrag:.Die wir! schafllichen Organisaiionen der Arbeiterschaft.' Referent Bruno Droppler Neuwahl der Abteilungsleitung. Aussprache über die Agitation für die weltliche Schule. ll. Abt.«ahlabende. 1 und 2. Gruppe: Beiuhoff, Belle-Allianee-Str. 74». 9. Gruppe: Bramann. ffibietnstr. 10 Bortrag:.Die kommenden Wahlen." Referent: Gen. Betnaeeck. 1. Gruppe: Schuster, EhamissovI. 4. Bortrag de» Gen. Alfred Kolsaß. 3. und 0. Gruppe: Siußr. Bergmannstr. 97. Vortrag:„Arbeileroerstcherunnsfragetu" Referent V. Berter. 7. und 8, Gruppe: Mende. Gneifenaustr. 6». 42. AK«ahlabende, Bronn. Vlanufer 4). Wiersdorfs. Urban str. st. Bude. Vwcherstr. 98. Pogeltr. Rittenwalder Sir. 10. Secdoaf. Willida Id-AIeris- Str. 5. Vortrag:„Das neue Arbeitslofenperftcherungsgefeß." Höst ff-, Bermnannstr. 09. 42.«dt,«adlabende Bezirke 129, 124 und 130: Reim. Urdanftr 29: 123: «et st. ifichieltr. 29: 120'l27: Bruns. Gräfestr. 40. 128/129: isrankenhaufrr. stahnstr. 1b: 181: Wolter. Boeckbstr. 48; 192: Krepp, Vlanufer 70: 199: Mendlrr. S-efrndachfir. 54; 194: Wolff. Gräfestr. 20: 183/18«: Bogt. Bopv strafte 8; 197 138: Schüttler, Gräfestr. 3. 44. Abt. Schule. Reichenberger Str. 44/43. Bortrag:„Sozlalhngiene.' Refe- reut: Dr. Damke. Zabreoberichi und Neuwahlen. 43. AK.«ahlahende. Min»ig. Laussßer Str. 45. Motfchenz. Torster Str. 9. Wienzier», Reichenberger Str. 104. Prnfki. R-tiborftr. 1. Bortrag: .Auftenvolitilche Probleme.' Referent Dr. Sturm. Ausgabe.Unser Weg" n. a. m. 4» AK Burckdardt. Görlürr Str. 32. Bericht der Abteilungslkiwng und Neuwahl. Erscheinen sämtlicher Mitglieder erforderlich. 47. Abt.«ohiodende. Siadidezirk 82/83: Timve. Napnnnstr. 30; 97: Ller. Rannnnstr. 9: 98—100; Siedentorf. Moskauer Str. 83: 101— 10b: Lehmann. Muskauer E'r. I, Ecke«eughofftraße.«» allen«ahladenden Stellungnahme »ur Neuwahl. 48. AK. Gllestna, Waffertorstr.«3. Neuwahl der Abtrilunasleiwng. «barlottenbAra. Zt. AK«ohl-bknde. 1. Gruppe: Achtungl Nunttwnärstßnna ISSi Uhr bei Schelldach.«diiigin-Glifabeth-Str. 6. 3. Gruppe: Filmadend an bekannter Stelle. 8. Gruppe:«ahlabend mit Bortroa bei Dörre. Danckelmannstr. 18.— 53. Abt.- Rei».«atferin-Auausta-Allee 81. Vortrag:.Da, Deutsche Reich, feine Verfassung und seine Parteien.' Refe- renk ssranz»an Puitkamer.— 59. Abt.«ahlabende bei Echweikerdl. Grasmusstr. 2, und Lokal Efeiniaer, Buitenstr. 34. Da»«adladendlokai Luc, Kuttenste. 20, ist geschlossen. Die Mitalieder diese««ahlabend» nebmen an dem«abladend tm Lokal Steiniaer teil.— 34. Abt.«uoend- heim, Rossneastr. 4.«obre»dericht. Kassenbericht. Reuwabl der Abt.- ssunklionäre.— 33. Abt. Reimer, Wilmersdorfer Sir. Tl. Bericht und Neuwahl der Ablellungslrinina. Wahl der Vertreter»nr Kreisaeneral- rerfammluna. Bortrag:.Die Be-'-iltuna der«onfnmaenossenlchaft.' Referent: A. Sildebrandt.— 53 Abt 1. und Z. Gruppe:«ahlahend bei Lierfch. K-ntfir. 02. Vortrag:.Wohnungsbau.' Referent Ernst Rüben. — 37. Abt.«ahlabende. I. Gruppe: Arndt,«antftr. 31. Vortrag: ..Berufskrankheiten und Volksoefundheit.' Referent Dr. Mener-Broduiß. 2. Griwpe: Tbunack, Wielanästr. 4 Bortrag:.Die Wirifchoftskrife." Referent Aoses Ernst. 58. Abt. Sißungssaal. Rankestr. 4. 4 Tr. Bor- trag:.Dte«raae de» Sinbef'effaate«.* Neferentin Ellen Beidler. Ab- techmrn« und Ren wohl dee Ah-eiluiias»orftande». 37. Abt. Grunewald. Bahuhossrestanrant Srnnewald. Berichte, Neuwahlen. 3«. AK. stolenfee. Sandmann, Westfälische Str. 42. Neuwahl de» gesamten. Vorstandes. Wilmenedori. 89. AK. Lokal Gerrin, Vrand-nh«o'fch» Str. stst. Vortrag: .D!» Anfaaden der S'odt Berlin im?ahre 1978."«efer-nt Stadtrat Ernst Renter.— 78.«K Zahladend bei Kro ß, Hollteinffch« Str. 00. Sehr wichtige Tagesordnung.— 71. Abt. Lokaf Jonas, Durkacher Ecke Bruchsaler Straße. Vortrag:„Einbritsstaat nnd Verzvastungsreform." Referenfn Hedwig Wochenh-im. Erfche-nrn aller Mitglieder notw-ndig. 73. AK.«Gn-arnendors. Dentlche» Ha--», Vreft« Straße. Vortrag: diniere W'rtschaftspolitik." Referent Genosse Sulmo Link. Neuwahl der Ad- teilunasleitunp. Wegrn der wichtigen Tagesordnung Erscheinen aller Mitglieder unbedingt erforderlich. 78. Abt. Dablem. Lolal Schill'ng Generalpersamnzlung. Geschäft»» nnd «asseubericht. Neuwahl des Vorstande». Berschledenea. Schön-berq. 77. Abt.«ahlahende: l. Bezirk bei Milde. Rollchidorspr. 10. Vortrog:„Gelnndheifewefen.' Referent Dr. Goldberg. 2. Bezirk bei Zürnen s. Barbarossastr. 5». Vor trog:„Das Arbritsloseirperlicheruna«» aefeß.' Referent Genosse Hausse. 3. B-»irk b«!«ruaner, Grunewa'd- straße 80. Vortrag:.Die ssinanz- und Steuernolitik de« Bstraerhiacks." Pelerent Heinrich SIeäbel. M. d. P. 4. Bezirk bei Will. Martin-Lulher, Straße 09. Bortraa:.Sozialpolitik einst und feßt." Referent Genosse Mende. In all-n Bezirken Stellungnahme zur Rei-wabl der Adteflungs- leitung.— 78. AK«ahlabende: I. Bezirk bei Wandtie. Balm str. 25. Vortrag:„Bauern und das Reich.' Reker-nt Genosse«osper. 2. Bezirk bei Kvllmer, Hauptstr. 8. 8 Dezirk bei llöniq, Zeuriostr. 31. Vortrag: „Die Geund'aaen der loz'alistffchen Ro'itik.'"•eferent Dr. Greil. 4. Be. zirk bei Rofeuehal. Ebersstr. 00. Bortraa:„Mas muß der Arbeiter vom Zolchlenti-» wissen?' Referent Genosse Ratbmann. Außerdem stehen in allen Bezirken einige lehr w-chtine Angelegenheiten zur Erärterung. Wir erwarten dalier restloses Erscheinen aller Mitglieder.— 78. Abt.«abladende: 1. Beprl bei Arndt, Banßener Str. 10. 2. und 3. Bezirk bei Grunvw, Geßlerftr. 19. Bortrag:„Die Wahlen im Iabre IRR."-Uffer-ni Rektor Heinrich BahEe. 4. bis 0. Bezirk bei Groß. Sedunstr. 17. Bor- trag:„Der Kamnf um bie Penublik—»egen d-n VüeaerbfdckD Reier»ni Emil«lodt, M. d. k. 7. Beiirk bei RodizUs. Sachsendanim Ecke»eichardi- straße. Bortraa:.Dos Wahliahr 1918 in Deuilchfand und im Aus'a-d." Referent Dr. Adolf Braun. M. d. R. 8. Bezirk in der Siedsuilg Lindeß. Hai. Lokal Ail>te'-baa»n. Büdlinastraße. Vortrag:„Arbeiter und Beamte." Referent Dr. Siegfried a'ofrnfeld. M. d. L. Außerdem Strssunanohmr zu den Reiiwabsen. Erscheinen aller Mitglieder dr'na-nd noiw-ndig.— 88. AK Helinho'ß-Gnmnassum, Rubensstraße. Rernvodl des Abteilungs. norstande». Vorher Bortrag:»Die Sozialdemokratie.' Referent Ernst Obst. 81. Abt. Friedenau. Iahrrshauplvrrsammlung Im Gesellschaftszimmer des Ratha'-fe,. Lauterpla». Neuwahl des Abteilungsvorstandes. Erschetnen aller Mitglieder ist Pflicht. 89. Abt. Li-Kerselde. Lokal Schmidt, Hiird-nburgdamm Eck- Roonstraßf. Vortrag des Genossen Kurt Heinig, M. d. R.:„Aktuelle Wirtschaitsiragen." —«ichterfelde-Süd:«ahlabend im Lokal Bretifchnetdee. Berliner Str. 123d. Wichtige Taoesordnuug. Erscheinen ist Pflick!. 85. AK Tempelbos.«adlabende: I. Bezirk bei Mendt, Borussiaftr. 70. R». ferent Genosse Ewald. Z. und 4. Dezirk„Zur Linde", Werder. Ecke Friedrich.«arl-Sirafte. 8. Bezirk bei Longe. Ringdahnftr. 6. Referent Richard Hille. 7. Bezirk bei Havpeldt, Gottlied-Duckrl- Ecke Germania- straße. Reseeen! Genosse Michaelis. 80. AK M-riendarf. Schulaula»iinigfiraße. Generalversammlung. Reu- wohl der Abteilungsleitung. 97. Abt. Marienfelde. Zah'abend bei Schuster, Kirchstr.«8. 88. Abt. Lichtenrode. 19 Uhr Schule« vonfiraße. Renwohl der Abteilung»- leitung. Erscheinen eines jede» Mitgliedes ist Pflicht. Neukölln. 88. Abt.»ottbusser«laufe. Kottdusser Damm. Ecke Bllrknerstraßr. Vortrag:..Arbelt»nd Wirtschaft." Referent Heinrich Löffler. Vorstands- und Kassenbericht. Neuwahl des Vorstandes. Verschiedene».— 84. Abt. 30 Uhr. Miigliederversammlungen in folgenden Lakaien:)9. Bezirk:.Rüdiger, Lohmühienstr. 90. Referent H. Bockhaus. 13. und 20. Bezirk: Jahn, fÄtldastr. 45. Referent Bruno Lösche. 40. und 23. Bezirk: Ianicke Ianso- straße ll. Referent Genosse Plaezek. 17. und 24. Bezirk: Leb- mann. Tcllstr.«. Referent I. Abraham. 22. Bezirk: Tleß, MainzerNr. 4. Referent Kurt Arnold. 23. und 90. Bezirk: Schaoeiko. Weichsrlltr. 3. Referent August Albrecht. 34. u. 43. Be-irk:«leistner. Münchener«Ir. 59. Referent Ssudtenrat«iegler. 33. Bezirk: Ideolkasino,«eichselstr. 8. Referent Gen. Bach. Thema in allen Versammlungen:.Lugend und Partei."— 91. Adt. Lolal Bergschloßchen.«arisgartenstr. 011, Borstand,- dericht und Neuwahlen. Es ist Pflicht eines ieden Genassen, bestimmt zu erscheinen.— 92. Abt. Zahlabende: Bezirke 14. 29, 90, bei Eautner. Harzer Straße 88. Bortrog:„Da» neue Geseß betr. Arbeitolofeuuersicheruug und Arbeitsvermittelung." Referent Hermann Schlimme. Bezirke 27/28: Lokal Schondauer. Ecke Elbestraße. Vortrag. Bezirke 32. 33: König, Silden- brück).. Ecke Weser Straße. Bortrag:„Der«amvf der ssrau um Gleich. berechtigung in Wirilchait und Gesellschaft." Referentin Gertrud Hanna. M d. L. Bezirke Ol. 44, 45. 55: de, Wolfs, Kaiser.fsriedrich.Str. 173, Lichtbildervortrag:./Bier Woche» Kinderrepudlik." Vortragende Mara Löwenstein Bezirke 40, 47, 69; Simon. Bertheisdorier Sir. 9, Vortrag. Bezirke 72, 79: bei Schneidee, Rofenstr. 7, Vortrag. In allen«abladenden Neuwahl de» Bezirksvarstandes. Stellungnahme zur Neuwahl de. Ab. teilungsdorftonde». fcioeli letzteres nicht bereits geschehen Beichlußfassung über Aniräae zum Vez>rs»tag am 1. Aoril usw. Erscheine» aller Mit. alieder ist Pflicht.— 99. AK. Lokal Wolfs sInh. Schilling),«irchhofstr. 41. Lichtbildervorirag:„Unser Konsum." Vortrag:„Die weltliche Schule. Referent Rekior Linke. Jahresbericht de« Abieilunasvorfiaudes. Nenwadl des Borstande,. Adteilungsangelexenheiien. Verfchiedeneo.— 9'. Abt. «ahlabende: Bezirk äl. 08. 70: Lokal Schräder Steinmetzftr. 62. Bezirk 32: Lokal Echrkder, Eelchower Str. 0. Bezirk 04. 03, 00. 07, 77, 78- Lokal Günther, Schillerp rvmennde 11.— 95. Adt. Lokal Louich Heru:annstr.-199, Glashalle, Vortrag:„Die Vekämpfung de« Privatkavital» durch eifKNe llnternebmunsrn der Arbeiterschaft.' Neferdnt Gen. Schuß. Iahreehericht. Neuwahlen. Erscheinen unbedingt erforderlich.—»8. Abt. Lokal ZIllmer, Nogaistr. 30, Vortrag:„Kommunalpolitifche Tragen." Reseient War Techner. Nenwadl des Vorftandr».— 97. Abt. Rudoloh. Hermannstr. 130 Ecke Knefebeckstroße. Vartrog:„Das Wahliahr 1928." Reserent Maz Hcyde. mann, M. d. L. Bericht und Neuwahl der Abtrilungsleitung. gg. Abt. Beitz-Buckow.«ahlabende: 1. Bezirk: Lokal Lindenpark, Ehausier- fireß« 19. 2. und 4. Bezirk:«opplow, Rudvwer Str.«2, Bortraa:„Wirt- fchaitsfragen der Gegenwart." 3. st. Bezirk: Werner, Ehausseestr. 00. 7 Bezirk: Groß-Siedelung: Lokal Buf-dkrua. Rudower Str. 48, Vorirog: „Repara:ion»agent and Reichsfinazzzen." Referent Rechtsanwalt Dr. Sieg- mund«allmamr. 1«. vrtt Treptow. Zahlabende: 1. und>. Bezirk: Stepban, Graeßste. 1, Bortrog:„Pon-Suropa." Referent Seinz Man«. 8., 4. 3. BfziS: Oettinger, «iefholzstr. 9924, Vortrag:„Der Entwurf des Strafgefetzduche»." Reserent 5)t 102.»it. Bauwick-nlenw«« Genera lversanrmluna bei Borgmann, Baumschulen- straße. GrsSSftsbericht. Aussprache und Reuwahlen. Bericht an» dem Stadt- und Bezirksparlament. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. 103. Abt. Dberfchöneweid«. Generalversammlung bei Imberg. Wllhelmlnrnhof- straße 84. Bericht der«btrilunaslritnng und Neuwahlen. IM.«dt.«Irderschkurweide. Brückenklaufe. Brückenstr, 15 Bortsag:„Die Sirllnna Kr Sozialdemolraiie zum Staat." ReferdM Dr. Zufzu» Mose», 105. AK�Adler»h»f. Bogel, Bi-nnarckstr. 74, Generalversammlung. Vortrag: „Da» Wahliadr 1928." Referent August Niemann. Erscheinen aller Mit- IM. AK°Zo'�>»n!»chal.«enKalversammlun, bei Votha..Etubenrauchstraße. Bericht von der Peztrsverprdairenpsrfauimlzivg. Neuwahl dar Abteilung». leitung. 187. Abt. Akt.Glienicke.ffalkenbee». Generalversammlung im Jugendheim der Gartenstadt, Eingang Eemeinschaft-Haus. Jahresbericht. Aassenderich'. ?>usfvrache. Reuwahl de? Borstandes. Parteiangelegenheiien. Bersehiedenrs. Erscheinen sämilichcr Mitglieder wird desiimm! erwartet. 108. Abt. Köpenick. Zahlabende: Dammvorstadi: Lokal Sünilz, Bahnhosstr 94. Kölnische Borsiadt: Lokal Stivvekohl, Schöneriinder Str. 3.«irtzvorfchdt und Altstadt: Lokal llietsche, Wendenschloßstraße. Tagesordnung: Konsumwahlen und Stellungnahme zur Neuwahl der Abteilungsleitung. 100. Abt. Friedrichshagen. Lokal Scholz- Friedrichstr. 81, Bortrag:„Volks- fürsorge und Konsumgenossenschast." Neuwahl des Abteilungevorstandes. NO. AK Grünau. Lokal Werner, Kövenicker Sir. 123, Generalversammlung! Es ist Pflicht eines foden Mitgliedes, bestimmt zu erscheinen. 11. Abt. Bohusdors. Lokal Helmann, Woltersdorfer Str. 100 Generalversamm- lmia. Bortrag:„Die nächsten Aufgaben der Partei." Referent Genosse Tolksdorf. Reuwahl der Abteilungsleitung. .!'.t»nbeeg. 114. Abt. Gchentke. Erossener Str. 14. Neuwahl der Adtellunast leitung.— l>3. Abt. Seipte. Kronprinzenstr. 47, Ecke ScharnwederftraZig. Vortrag:„Grundfragen der modcrnen Strafrechtspfleoe. Referent Dr, Tlieadve Tichauer. Reuwohl der Adletlimgsleltung. Wkr erwarten püntl- i.che» und vollzühliae» Erscheinen oller Mitglieder.— 110. Abt. Aldrrcht. Neue Badnhoiiie. 28, Bericht des Vorstandes. Reserent Georg Schulze. Neuwahlen. Wir erwarten vollzähliges Erscheinen.— 117. Abt. Schule. Lückstr. 00. Bortrag:„Tie Sozialdemokratie in der Republik." Referenz Felii F-chenbach.— 118. Abt. gahlabende: 1. Gruppe: Mix, Friedrich. lleaße. Ecke Maraoreienstrahe. 2. Gruppe: Jahn, ffeiedrichstraße. Eck? Irenenstraße. 3. Gruppe: Tempel. Gudrunste. 7. 4. Gruppe: Leu, Wagner. straße 10, Arn Wagnerplatz. 118. Abt. Zeichensaal des Eeeilie,,. Lyzeums, Raihausstr. 8, Bortrog:„Deutschland und die politischen Partelen." Referedt Georg Rolble. >29. Abt. Frietrichsselde. Tempel, Prinzenallee 43, Generalnersammlung. Nr». wähl der Abieilungsleitung und der Funktionäre. Anschließend gesellige» Beisammensein mit Rezitationen und musskalischen Dardielunge». 121. Abt.«arlshorst. Deutsche? Hau?, Stolzenselsstraße, Bortrag: ,S»ziaIdemo- kratie und Konsumgenossenschaft. Referent Friedrich GUItler. 124. Abt. Mahlsdors. Die Mitglledreversammluug findet diesmal acht Tage spater, also am 18. Januar, statt. Bortrag:„Die kommenden Wahlen." Referent Selmuth Lrhinann. 125. Abt. Weißen see. Zahlabende: 1. Bezirk: Nagel, Straßburgstr. 84. 2. R» zirk: Gallas. Streustr. 122. 3. Bezirk: Pechimann, Langhansstr. 102. 4. Bezirk: ElSekc, Tassowstraße gegenüber der Post. 3. Bezirk: Grüner Baum, Berliner Allee 201. Stellungnahme zur Neuwahl de« Krei«.»nd Abieilungsvorflande?. 127. Abt. H-henfchönhauioa. Schule, Freievwalder Str. 6/0, Vortrag:„Innen. politische Probleme." Referent Max Gillmeister. 128., 130. Abt. Pankow,«ahlabende: 1. Bezirk: Noack,»aiser-Friedrich-Str. 5?. Vertrag:„Fehler in unfreer Jugenderziehung." Referent Genosse Schars- stedt. 2. Bezirk: Schwei,«Hütte Mariwilionstr. ll», Portraa:„Diejriri- fchastlich« B«fassung Sowjet-Rußlands." Referent Dr. v. Ilngern.Stern» d»rg. 2» Bezirk: Ncumann, Berliner Str. 49, Ecke Miidlenstraße, Bortrag: ..Vorteile und Nachtelle der VreUßrnkoalition." 9. Bezirk: Dreier, Kissin. genstraßr 4 4. bi« 0. Bezirk: Türkisches Zelt. Breitestr. 14. Lichtbilder- ___,——.»?-.___-e„ z___ 1 ckLck.„ er-——.. M„ a f« 4 m LH'- /2 44 ZU eniwur! und Arbrilrrklasse." Referent Dr. Siegslied Weinberg, 9. Bezirk: Dodnke. Wollankstr. 91, Vortrag:„Sazialdemokratisch« oder lomrauniftUchc Taktik?" Vefrrrnt Stadtrat Karl Mermuth. Heimers dorf.«adiobend bei Raddotz. Tinwostr, 00. Gtellunanadme zur Reu» wähl de»«reisoorstonde». Di, Parteibüch« find unbedingt mitzubringen 134.«dt. Buch. Lokaf Gvpfert, Am Bahnhof, Zahlabend. Barteag:.Die Kon. sumgenossenlckiaft." Referrntj Ram, wird in der Versammlung bekannt- graebrn, Erseheinrn aller Gcvrlfen ist Pslseht. 133. Abt. Karow,«ohlabend im Lokal, Zum Pankgrafen", Pankgrasenste. 9. Neuwahlen. Borirao:„Die Dansapotheke." Rrserrni L,nu» Märker. Jeder Genosse muß püi'kilich erscheinen 130. Abt. Reinickrnd-li.Dft. Zohladende: l. bi?«. Bezirk: Baracke. Raga-er Straße. 7. die 10. Bezirk: Sieinbackl, Schillerp oomenode 48. ll. bis 14-?e- zirk: Spindlrr. Eeestroße, Ecke Hansastraße. 13., 10. Bezirk: Reumann. Vrovinzfir.'08 17. bi» 21. Bezirk: Brückner.Vrovinzstr. 74, Ecke Frh!,. lingsteaße. Alle Genossinnen und Genossen müssen wegen der wichtigen Tageeordrninq unbedingt erscheinen. 137. Abt. Kelnickendors-Wefi. Volkehan«, Scharinveberstr, ll4. Vortrag:„Politische Tagesfrazen."-Referent Dr. Karl Mierendoesi. 188. Abt. Sermedors. Lokal Dkrenk, Bahnhof.. Ecke Berliner Siraße. Bortrag: „Berliner Wohnungsbau" Reserent Architekt Linnecke. Geschäftliches. Die Genossen werden gebeten vor 20 Uhr zu kommen, damit pünktlich de« gönnen werden kann. Der Borstand. 139. Adt. Tegel. Lokol Otto Schade, Berliner Sir. 17, Ceti Beitdstrnße General- verlarunlung. Jahres- und Kossendericht. Reuwahl der Adieilung?. leitung. Verschiedenes. 148. Adr. Borsigwalde. Lokal Woiilchach, Ernstsir. 1. Bortrag:„Kultur und Sozioldewolralt«." Reierent Wildelm Landa. 14«,. Abt. Wittenau. Lokal Schul,,»in»orddahnhok. Bortrag:„Das Wahl. iahr 1928." Referent Beiert Breuer. 141.«dt. Roienthol»nd Nieder Ichöatausen. West, Gemeinsamer Zahladend im Lokal Kühef. Germonenstraf-e. Z'ortrag:„Di« politische Lage." Referent Viktor SGiff. Die Ae-irlosiidrer laden ein. 149. Adt. Woidmanoslust. Der Zahlabend fällt diesmal umstäudehalber aus. 22. Abt ticher Abteilungsleitung. Donnersta?. 12. Januar: 19'-! Uhr wichfia« Mfh'Iirderverfsmmluna f» der Schulaula. Lüt- : Sir. 47/48/ TSgrsordnunss:.Berich',.des Poxstgnoe?. Neuwahl dee isuiiasloituna. Zungsozialisten./ Gruppe Ltchtenbera. Heute, Dienstag. 20 Uhr, in der Biliiotdek. Weichsel» stroß« 28, Ausspracheabend. Rowaws». 20 Uhr hei Hienke, Wallstr. 53. wichtige Bersammlun». Sinderfreuvde Grob-Verlin. «rei» Eharlottendurg. Gruppe Sioigleit: Alle Falken merken stch unser Monaisprogramm vor: Mittwoch, ll. Januar, Kartenlesen. Sonnabend. 14, Januar, Voüvrrfammlun». R ostnensir. 1 Sonntag, Id. Januar, Bodein: bei Tauwetter Ausflug. Mfiiwoch.)8 Januar. Liederabend. Sonnabend. 21. Iannar. Heim Bosinenstraßo. Sonntag. 22. Januar. Besuch des Völker- kundernusenms, Mittwoch 23. Januar. Besprechung dr» Films„Edang". Sonnadend, 28, Iannar. He-'m Bossnenstraßc. Sonntag. 29. Januar, Fahrt. «rei, Sö-öncderg.Frirdrnau. Nachdem die Schu/seeien vorbei find, kommen wir jeßi wieder regelmäßig zusammen. Dir Gruppen Freude und Ausstieg jeden Dienslaa und Freitag 17—19 Uhr. die Gruppe Flamme empor jeden Donnerstaa 17''— X9'r Uhr im Ina'ndheim Hauptstr. 13 kHosgedifude). «rei» Rrulell». Mvrgen, Mittwoch, von I? ul>r ab, Sprechstunde in der Baracke Ganghoserstraße. Sozialistische Arveiierjugend Groß-Verlm. heule. Dienslag. 10. Januar. IS'/i- Uhr: Gesundbruaneo: Heim Goteuburgee Str. 2. Mitgiiederversammlung.-— Brunnenploß: Schule Wiesen. Ecke Bankstraße. Mitgliederversammlung.— Wedding-Rord: Heim See. Ecke Turiner Straße.„Karl Liedkurch». Rosa Luzrmdurg, Arbeiterbewegung."— Fallplaß I.- Heim Eberswalder Str. 10. ,Da» Liebesleben in der Rawr."— Nordosten: Heim Danzlger Str. 02. „Untergang Roms,"— Schönhauser Borstadt: Heim Driesenrr Str. 22.„Einführung in den Sozialismus, i. Zeit.— Dörrher Platz: Heim Kastanieo» aller 81.„Entw-cklung des Tanze».'— gentrn»: Heim Landsdcrg-r Sie. 6t>. „Lustige Reziiat'anen."— Hosenhefde: Heim Bezirksamt Kreuzderg, Borck- straße 11. Heimabend.- Schinebcrg>: Heim Hguplstr. 16.„Politische Tagesereignisse"— SckSniderg ll: Heim Hauptstr. l6.„Unsere Neujahrs- fahrt."— Westen II: Heim Blllowstr. 88. Karl-Liebkuecht- und Rofa-Lurem- durg-Gedeutadend.— Ehariotleuburg: Sein: Bostu-ustr. 4. Iünger-ngruppe: Zehn-Minuten-Referate- Steglitz: Heim Albrechtstr. 47.„Gemeinschaft und der gute Ton in der SAI."— Neukölln I: Heim Sander- Ecke Hobrechtstraße. „Gewerkschastsardeii," 2. Teil.— Neukelln II: Heim Cteinmetzstr. 114. Zehn- Aiinuien.-l'efrrai.-,— Reutölln IV; He'm Echierlestraße,, Geschichte der Jugendbewegung." l. Teil.— Reukilln V: He'm Kanner Straße.„Die Be. deutnn a des Jahres 1928 für uns."— Rrntölln VI: Schule Hcrtzdergplaß 3. „Einführung»n die Literatur."— Scmedsrl: Schnlg-Toanftraßr. Zehn- Minuten. Beseratr.— Reiaickendc rs-Ost: Heim Restd.-uzftr. 43.„Die Aufgaben der SPD." Werde bezirt Lichtenberg: 20 Uhr in den Barocken Raiho usstraße.„Politi- scher Ardeiiszirkel." � Werbebezirk Pank»«: Beginn der Bilduugskurfe am Dienstag. 17. Januar (nickjt Iieutc). für die Jüngeren im Heim Earfchftr. 14. Thema:„Der Iug-nd- IiGe im Betrieb." Für dir AeNeren im Heim«iffingenstraße. Thema:.Ein- flihrung in die Politik." Beginn 20 Uhr. Dil Kurse lausen jeden Dirnstag bis 7. Februar d. I.______ we'terderich« der öffenstichen wefterdienststelle Berlin und Umgegend 'Nnchdr, nei b) Vi chielnoe Bewölkung mit einzelnen Regensällen. noch ziemlich mild bei Winden aus westlicher Richtung.— Z'ir rcatlchlcnO; U eberall mildes, peründetllcheS Weller mit eiiizrliien Siegeafiillen. Leichter kann der Hausfrau da, Spppeksckiea nicht gemacht werden, als mit Maggis Suppen in Würfeln, die bekanntlich schon alle» enthalten, was zu einer guten Luppe gehört. Deshalb kocht man üe nur noch mit Wasser, aber nickt etwa nach Gutdünke», sondern g'-au nach der Anweisung auf jedem Würfel. Naturgemäß kann man bei den vielen Sorten nicht in gleicher Weife verfahren. Die«ine ist schon nach 3 Minuten Kock/dauer fertig, die andere muß vorher zu dünnrm Brii augerührt werden und. 13, 20 oder 25 Minuten kochen. Hierauf ist zu achten, wenn � man delikate Suppen haben wlll,.">° �jn�Schu, undJhrbleibtgesund! Die Tagimg der Arbeiiersporilnieniafionale. Am 7. und 8. Januar fn Leipzig. Di« Sozialist ische Arbeitersport-International«(SASJ.) hielt unter dem Lorsitz der Genossen Geliert- Leipzig und Dr. Deutsch- Wien am 7. und 8. Januar 1328 in Leipzig ihre erste Sitzung nach dem Kongreß in Helsingfors ob. Nach Annahine einer Entschließung gegen die it in u n i st e n o e r- ursacht« Spaltung schuld. In England ist der Boden für die Arbeitersportbewcgung noch nicht bereitet. Die englische Arbeiter- schaft steht aus dem Standpunkt, daß der Sport eine neutrale An- gelegenheit sei. Dasstlbe ist leider auch von Schweden und Däne- mark.zu berichten. Die sozialdemokratischen Parteien in diesen beiden Ländern lehnen die Förderung einer Arbeitorsportbewegung grund- sätzlich ab, weil sie sich davon einen Borteil für die Arbeiterbewegung nicht versprechen. Aus diesem Verhalten ziehen die Kommunisten Lorteile, denn es ist ihnen möglich gewesen, in diesen Ländern kleine Sektionen zu bilden. In cholland ist trotz des anfänglickzcn Wider- standes der Partei ein Arbcitersportbund gegründet worden, der nun von der Partei unterstützt wird und sich in bester Entwicklung be- findet. Sehr interessant waren die Berichte, die Genosse Bruno Kalnin-Riga über die Verhältnisse im Baltikum geben konnte. In Lettland selbst ist die vportbewegung mit der Schutzbund- bewegung eng verbunden. Unter der letzten sozialistischen Regie- rung ist die Bewegung erfreulich vorwärtsgegangen: auch von dem Regierungswechsel befürchten die lettischen Genossen keine Hemmung ihres Wachstums. In Estland ist die Bewegung ebenfalls in guter Entwicklung. In Polen bestehen nunmehr vier Sektionen der Arbeitersportbewegung, die durch eine Zentrale verbunden worden sind. Sehr schlimm sieht es in Litauen aus, wo durch die dortige Diktatur die gesamte Arbeitersportbewegung zertrümmert worden ist. Aus Italien ist leider zu melden, daß durch den Faschismus die Arbeitersportbewegung vollkommen unterdrückt wurde. Leider muß der sehr verdienstvolle Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Genosse B c n e d i x- Leipzig, von seinem Amte wegen Arbeitsüberlastung zurücktreten; an seine Srelle tritt der Genosse Karl Bühren- Leipzig. Genosse K o p p i s ch- Leipzig referiert über den Presse- dienst, der allseitig Anerkennung findet. Borläufig bleibt es bei einer deutschen Ausgabe, die für Belgien und Frankreich in die französische Sprache übertragen wird, lieber die Iugendfrage sprach Genosse Dr. S t e i n« m a n n- Bern und über den G e- sundheitsdienst Genosse Benedix- Leipzig. Beide Fragen werden dem nächsten Kongreß, der 1929 in Prag stattfinden soll, eingehend beschäftigen. Üeber die internationalen Be- Ziehungen berichtete Genosse Dr. Julius Deutfch-Wien. Er kann mitteilen, daß die sozialistische Arbeiterinternationale und auch die International« der Gewerkschaften dem Arbeitersport sehr freundlich gegenüberstehen und zu seiner Unterstützung alles tun werden. Darauf besprach Genosse Gellert-Leipzig die Verbindung mit Rußland An Hand sehr interessanten Materials begrün- dete er den Bruch, den die deutschen Verbände mit Ruhland voll- zogen haben. Er weist nach, daß auch jetzt noch trotz aller gegen- tciligen Versicherungen die kommunistische Internatio- nale die Verbindung mit uns dazu ausnützt, unser« Internationale zu bekämpfen. Solange diese Absicht nicht aufgegeben worden ist und solange die kommunistischen Parteien in den einzelnen Ländern nicht darauf verzichten, die Ent- sendung N'siischer Sportler zu Parteizwecken auszubeuten, kann der sportliche Verkehr mit Rußland nicht wieder ausgenommen iverden. Aus denselben Gründen ist es aber auch weiterhin unter- sagt, mit den kommunistischen Organisationen der Schweiz und Frankreichs sportliche Arbeitsgemeinschaften zu pflegen. Beschlossen wurde �weiterhin, die Bezeichnung Lnzerner Sport-Internationole fLSI.) lallen zu lassen und die Bezeich- nung �Sozialistische Arbeitersport-Internatia- nale lSASI.)" anzunehmen. Die nächste Sitzung soll End« August dieses Jahres in Bern abgehalten werden. 8taat und Leibesübungen. Vorbeugen ist besser als heilen? Die amtlich« Förderung der Leibesübungen wird von immer weiteren Kreisen als eine dringende Notwendigkeit angesehen. Die Zusannnendrqngung der Massen in den Großstädten, steigende In- dustrialisierung, Rationalisierung des Arbeitsbetriebes und ungünstige Wohnungsverhältnlss? habe» eine vollkommene Umwälzung in den Lebensbedingungen herbeigeführt. 187? wohnten in den Groß- städten über 199099 Einwohner 6 Proz., 1999 16 Proz., 192? 27 Proz der Einwohner. Hierbei sind aber noch die Städte von 59 999 bis 199 909 Einwohner zu berücksichtigen, in denen die Ent- wicklung oft im gleichen Maße vor sich geht. Die Folge» zeigen sich leider in den enormen Ausgaben, die für Kranke, Invalide usw. aus- gegeben werden müssen. In Deutschland sterben jährlich etwa 99 999 bis 199 999 Mensche» an Tuberkulose, darunter befinden sich 12 999 Kinder bis zu 1? Jahren. Es werden also ungefähr 19 Proz. der kommenden Generation ollein durch die Tuberkulose hinweggerafft. D-e preußischen Provinzen hatten 19?? an Ausgaben für Geistes- kranke, Idioten und Epileptiker rund 69 Millionen Mark. Außerdem ivaren czu versoraenc 631>l>9.Füriorgejoglinac und 1??99.Taubstumme, Krüppel, Blinde usw Eine Besserung dieser ungünstigen Verhältnisse wird vor allem durch vorbeugende Mittel möglich sein: Schaffung von Spiel-, und Sportplätzen, Turnhallen, Jugendherbergen usw. Der Hauptver- band deutscher Krankenkassen hat in seiner Zeitschrift„Deutsche Krankenkasie" vom 27. Mai 1926 bereits auf die Notweiüiigkeit der Förderung des Sports hingewiesen und dies auch auf seiner Tagung in Koblenz hervorgehoben. Der Provinzialverband der Kranken- lassen in Pommern hat am 29. Mai 1927 ciirstimmig beschlossen, das Ipgendhcrbergswerk zu unterstützen. Die Berlagsgesellschaft deutscher 5lrankcnkassen gibt die„Gcjukidheit, Zeitschrift für gesundheitliche Lebensführung des berufstätigen Volkes" heraus, die auch vielfach sportliche Anregungen bringt. Auf Antrag der deutschen Gcwerk- schaften wurde aus dem 39'-Millionen-Fonds vom Kuratorium des Reichsministeriums für die besetzten Gebiete 659 999 M. für Jugendherbergen überwiesen. Außerdem werden auch von den Ländern und Kommunen Mittel für Sportzwecke zur Verfügung gestellt. Das Reich gibt für Gesundheitswesen 6,7 Millionen Mark 9,1 1 Pror. pro Kdpf der Bevölkerung), kulturelle Zwecke 34,6(9,54 Proz.), dagegen für die Wehrmacht 743,5(11,80 Proz), wirtschaftliche Zwecke 239(3,64 Proz), sozial« Zwecke 533,1(8,44 Proz) aus. Interessieren dürste eine Veröffentlichung der„Jugendherberge" über den Etat der Stadt New Porkr für körperliche Erziehung und Jugendpflege 39,3 Proz der Gesamtausgaben, Förderung der össent- lichen Gesundheit 14,2 Proz. dafür ober für Armenwesen und heilende Fürsorge nur 7,2 Proz Dielleicht gelingt es auch in Deutschland im Laus« der Zeit, die vorbeugende Fürsorge erheblich mehr in den Vordergrund zu stellen, um die heilende Für- sorge abbauen zu können. Der Ruf:„Es ist kein Geld da!" kann nicht richtig sein, denn die Vorbeugung ist b i l l i g c r als die Heilung! Immer noch Sport-Wcrbcwochc 1 Nachdem die„Rote Fahne" einige Male auf ihr« Art zur bevorstehenden Berliner Turn- undSportwoche Stellung genommen und sich dabei, wie üblich, in direkten Gegensatz zu den Interessen der Arbeitersportler gesetzt hat. leistete sie sich gestern dos vergnünge»,„die von den Berliner Arbeitersport- lern dazu aufgestcllien Forderungen" bekanirtzugeben. Von diesen„Forderungen" ist niemand im Berliner Arbeitersport etwas bekannt, keine maßgebende Instanz Hot sie ausgestellt oder befürwortet. Vermutlich sind sie aus der Re- daktion des Stalin-Blattes entstanden, wobei der Temperaturwechsel der letzten Tage außer dem Eis auch noch etwas anderes hat«eich werden lassen. Wochenende am Patzer See. - Der Arbeiter-Anglerbund teilt uns mit: Der Wasser- sportver«in„Pätzsee". Mitglied des AABD., errichtet Anfang des Jahres ein« Muster-Wochenendkoloni« am herrlich ge- legenen P ä tz e r H i n t e r s e e. Da ein größer«» Gelände(etwa 24 Morgen) zur Verfügung steht, werden noch an Spartssr«und« Porzellistl abgegeben! Dl« Pachtzeit läust zehn Jahre, der Quadrat- meter Land kostet 8, 10. bzw. 12 Pf. jährlich. Kahnanlage steht den Sportssreunden unentgeltlich zur Verfügung. Es ist hier be- sonders den Minderbemittelten eine seltene Gelegenheit geboten, sich für Erholungsstunden ansässig machen zu können. Da«in« Industrialisierung des Geländes nicht in Frage konimt, besteht durchaus die Möglichkeit, die Pacht auch über zehn Jahre zu ver- längern. An anderen Gewässern kostet allein«in« Kahnonlag« 2� bis 5 M. Iahrespacht. Da die Reichsbahn für diese Strecken Siedlerkorten ausgiebt, kostet die Fahrt ab Körlißer Bahn- Hof vro Person 4? Pf. bis Groß-Besten. Die Strecke ist in 4? Minuten zu erreichen. Anmeldungen nimmt entgegen der Borsitzeird« Ernst Ewald, N. 38, Lychener Straß« 113. Wold- und Geländeläufe. Di« Leichtathleten, deren llebungsbetrieb früher im Winter fast vollständig ruhte, haben durch Einzug in die Turn- lallen in der dort betriebenen Gymnastik eine sehr gute Er- Weiterung ihres Betriebes gesunden. Aber ihr Drang zu frischer Lust, ihr Wunsch, stets mit der freien Natur verbunden.zu sein, hat sie dahin gebracht, den Wald- oder Geländelaus als Hauptdestandteil ihrer Köiperausbildung auszunehmen. Ersahrungs- gemäß sind gerade diese Läufe besonders dazu geeignet, Anfänger jeden Alters auf den leichtathletischen Houptl etrieb im Sommer— also Lausen. Springen und Stoßen— vorzubereiten. Ist es doch nllgeinein bekannt, daß eine gesunde und kräftige Lnng« die Voraussetzung zur weiteren Ausbildung in der Leichtathletik ist. Der schassende Arbeiter kann mm aber nur abends au seine Körperausbildung denke», und deshalb ist es den Leichtathleten auch nicht möglich, direkte Waldläufe zu machen, fandern es werden größere Parkamagen mit gepflegten Wegen benutzt ober außerhalb des Häusermeeres durch Laubenkolonien und sonstige freie Gelände gelaufen. So sieht man oft die Leichtathleten in zweckentsprechender Kleidung dohinlausen, und dem Borübergehen-- den kommt in seiner dicken, warmen Kleidung ein Gruseln an. ohne daran zu denken, wie wohl er sich suhlen würde, wenn er sich daran beteiligte. Die S p o rta b t e il» n g Nordring �der Freien Turner schast Groß-Berlin übt jeden Freitag, 29 Uhr, von der Turnhalle Schönfließer Straße?(Nähe Schön- hauser Allee) aus. Gäste willkommen. Neuaiifnahmen dort oder am Gymnastikabend, Montags in der Turnhalle, Schul« Greifen- Hagener Straß« 53. Auf vorgeschobenem Posten arbeiten di« Ardestersportler der westlichen Vororte. Die kürzlich abgehaltene Generalverjammlung des Turnvereins„Vo r w ä r t s"- Zehlcndorf zeigt, das auch in Zehlendorf recht sticht ig für die Arbeitersportsach« gearbeitet wird; hat sich doch d«r Verein im Jahre 1927, nicht nur an den Mit- glieder.zahlen genossen, gut entwickelt, sondern auch der Sportbetrieb ist sehr lebhost. Im Jahre 1928 werden di« Arbeitersportler de» weiteren Berlin Gelegenheit haben, den Zehlendorfern ihre Unter- stützung zu geben. Das bundesofsene Sportfest am 2 4. Juni muß«in Masienoufman'ch der Arbeitersportler werden. Der Turnverein„Vorwärts" übt Montags in der Nordschule, Potsdamer Straße; Freitags in dem Gymnasium, Burggrafen- stratze. Kinderabteilunq: Montags von 18 bis 29 Uhr in der Nordschule. Verkehrslokal: Rest... Wiesenburg'. Testower Straße. Abendsportfest der FTGB. Die Freie Turnerschast Groß-Berlin veranstaltet dos 1, Hallensportsest in diesem Jahr« als Abendsports est am 15. Januar in der Turnhalle P r! n z e n st r a ß e. Leicht- athletische Wettkämpfe aller Arten, verschiedene Spiele und Vor- führungen aus ollen Gebieten der Leibesübungen bring! das Pro- gramm. Anfang 19 Uhr, Hallenöffnung 18,39 Uhr, Eintritt 49 Pf.» Jugendliche gegen Ausweis 19 Pf. vundesiag der Arbeller- Segler. verband hält am 14. und 15. Ianli Berliner Gewerkschaftshous od. Der Frei« Segler- muar feinen Bundestag im Handball vom Sonntag. Ttt stark« Stcoen hoU» foft alle Plätze unlfc Eoffrs gks-tzt, 1» twtz Mf önicle nicht ftotlfinSen lannttn Ittitzhorn sab t* oder UnenUvegt». tut sich doch»um Spitt ttaftn. Zn Rcinickcnborf, Scbüfttftt. mar bec Platz nem tiniotrmatztn brauchbar, so daß sich gichk- S. Abt, unb ckichr-Tegel mit?: l (1: 6) trrnnttn. Fichtt S. Ab!. HitU sich burch befferf« gtifammcnspttl mehr in jCtgtl» Hälftt auf Noptniif tonntc btt Sttitn Sanufontti leicht mit U! 0 (8: 0) obftttifltti. iPtuübUn 2, Abt. n unb Aich» 7. Abt. IT trennten sich bei einem größtenteils aus Wasserball IxsteHeiibcn Spiel mit 6;!(0:1). Bei der tzugenb würben solgenbe Resultate erzielt! Branbenburg 2. Wbt. gegen Groß» Bcrlin.Rosrutbol t: 1(0-1). Fichte 7. Abt. gegen«roß-Berlin-SLben 2: 1 <2: l).»_ louristenverri»„®i« Rat» et re und«". Zentrale Wien, vrtage. Berlin! Mittwoch, 18. Januar, im Sophien-Lnzeuui. Weiumeiftcrstr. 18.17, Werbe. aticntu Loeleaa Dr. Preußner, mit mulllalische» Illuftrationcn:.Musik«l» Ai'sbruek von Natur unb Geist." Beginn 20 Übe. Unkostrnbeiteag 20 Pf. Gäste willkommen. Donneeolog. 12. Januar. 20 Ubr, I. Abend der Bartrags» reibe!„Unser Walb� im Sitzungssaal der Gcschäsisstellc Iobannisstr. 1.',. Gin» tritt frei. Gäste willkommen.— Abt. Friebrichshaia: Dienstag, 10. Zanuae, 20 Uhr, Ebertnstr. 12. Seimabenb,— Abt. Frtebe»»»! Dienstag, Ist Januar, 20 Uhr, Ossenbachcr Str. ba. Generalnert'animlung.— BW. Lichtenberg: Dienstag, 10. Januar, 20 Uhr, Parkaue 10. Donnersioa. 12. Januar, 20 Dir» ebenbo.— Abt. Rorbrn: Dienstag, 10. Januar, 20 Uhr, Sonnenburgrr Str. 20. 20 Uhr, Görtchstr. 14.— Bewegnngschor! Mittwoch. 11. Januar. 20 Uhr. e-ls-ger Str. 2«.— Abt. Stidost. Zugeubgruppe: Mittwoch, II Januar. 20 Uhr. Neichcnbrrger Str. 8«. Grnerawersammlung.—- Abt. Ateglltz: Mittroaat. II. Januar, 20 Uhr, Albrechtstr. 43.— Abt. Prenzlaur» Berg! Donnerstag. 12. Januar. 20 Ubr, Altersheim Danziaer Str. 82. Baralke 7. Pichibilbsr» nortrag: ,?ier» der- Suimot"(Kolttchor).— Abt. Tiergarten! Donnerstag, 12 Januar, 20 Uhr, Lehrter iStr. 17.18.- Abt. Siibwest: Donnerstag. 12. Januar, 20 Uhr, Porckstr. 1.1-— Raturwisteoschastl-che AW.: Donnerstag. 12. Januar. 20 Uhr. Johannisstr. IS.„Botanik/— Aaltbootabt.: Dannersiag. 12. Januar. 20 Uhr. Landsberger Str. ä0. Liebknechl-Luremburg-Frier. Arbeiter- Wintersport» Jntercsicnacmcinschast. Technische Ausschußsitzung Dienstag. 10. Januar, bei Wothr, Niederbarnimftr. 18. Donnerstag,>2. Ja- nuar. MitglteberoersamMluna in der Schul» Gipsstr. Züa. Ruberverein ttoBegia E. B. Mitglieberoersammliing Freitag. 13. Januar, 20 Uhr, bei Ihunock, Sl>arlatteirburg, Wielanbftr. 4. Ausnahme neuer Mit. glieber. Wassersnortoerei» Kella» t. B. Sonntag, IS. Januar, 15 Uhr Generas. oersammlung bei Reimer, Charwttruburg. Wilmersborser Eike Nanalsiraße. Alle, auch die passivrn Mitglieder mllsfen«ischeinen. «ampsrichternereinigung 1. ftiei«, Tnrnsportsparte. Sonnabend, 14. Ja- nuar. 17 Uhr, Fichle-Jugendheim, Köpenicker Str. 108, Kampfrichterkursu« Ille Männer unb Franen._. � Berliner Rubernerei» Freiheit«.?. Mittwoch, lt. Januar, im Boots- Haus Stralau, Tunnelstr. 28/23.„Berlin im Dialekt unb Att-Berliner Humor." Gäste willkommen. Frei« I»ra«rsch«ft Groß-Berlin®. B. Sannabend, 14. Januar. 20 Uhr, Sitzung Jugcndausschuß Geschäftsstelle. Wegen Jugendwerdefeft alle Leiter erscheinen. >lit»»«rl Mu kennt beute nur notb yzOlOSS"(nech Gehelinret Dr. med. Lehuaen). Des einzig destehende hochwertige Sexeel Krkftl- gungemlttel(sexuelle Jieuraethenle). 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Die Molkereigenossenschaft w Schackensl«ben wachte dem Kon- sumverein Leipzig-Plogwitz ein Angebot in Butter, ohne dazu auf- gefordert zu sein. Darauf erhielt sie durch den gemannten Konsumverein folgende Antwort:„Mit Ihrer geschätzten Zuschrift vom 1». d. M. bieten Sie uns zur laufenden Abnahme Ihr Molkereipro- bukt.Btiiter' an. Dieser Offerte können wir nicht'nähertreten, da wir nur dänische Butter führen, demnach deutsch« nicht mehr in Frage kommt." Da die Molkereigenossenschaft in Schackensleben kein Geschäft m i t dem Konsumverein Leipzig-Plogwitz machen konnte, kam sie auf den Gedanken, die Antwort des Konsumvereins als Kampf- mittel gegen die Konsumvereine auszunutzen. Di« ganze agra- rische Presse stürzte sich unter Führung eines Hugenbergschen Korrespondenzbureaus auf den„fetten Happen", um den Konsumvereinen und natürlich auch der Sozialdemokratie eins auszuwischen. Di« Artikel bewegten sich in dem Gedankengang, daß di« deutsche Sozialdsmokrati« bemüht sei,„den deutschen Markt weiter kaputt zu machen, um die ausländische Wirtschost zu stärken". Damit glaubt man wieder einmal, nach berühmten, Borkriegsmuster, die„Bater- landsfeindlichkeit" und den.Vaterlandsverrat" der deutschen So- zialdemokratie bewiesen zu haben. Die Deutschnationalen können so etwas, besonders vor den Wahlen, sehr gut gobrauchen. Der Konsumverein Leipzig-Plogwitz wurde nach Erscheinen dieser Artikel von einer halbamtlichen Stelle nach seinen besonderen Gründen für seinen Standpunkt befragt. Diese Anfrage wurde jetzt von dem Leipziger Berein in folgender Weise beant- wortet: „Wir führen sekt längerer Zeit nur dänisch« Molkereibutter, und zwar aus Gründen, die für Sie zweifellos nichts Ueberraschendes haben werden. Unser Bestreben als Konsumgenossenschast geht da. hin, unsere Mitglieder nur mit wirklich hochwertigen Bedarfsgütern aller Art zu versorgen. Wir legen dabei allergrößtes Ge- wicht auf eine durchaus gleichmäßig gute Beschaffenheit (Standards). Unser Butterumsatz beläust sich auf rund 300 Zentner wöchentlich. Ihnen wird ausreichend bekannt sein, daß es kaum niöglich ist, Butter in solchen Mengen aus irgendeinem inländischen Erzeugungsgebiet von so gleichmäßiger Beschaffenheit zu er- langen, wie sie uns bei dänischer Butter gewährleistet ist. Dos be- weisen unsere früheren Erfahrungen mit schleswig-holstemischer, oldenburgischer und mecklenburgischer Butter uns zur Genüge. Es wird Ihnen bekannt fein, daß die erheblichen Unterschiede in der Beschaffenheit der deutschen Butter und ihr« Mängel im Gegensatz zu den besten Qualitäten dänischer Butter nach Ansicht maßgebender Sachverständiger u. a. zurückgeführt werden: t Auf eine etwas rückständige Einstellung des deutschen Durchschnittslandwirts in wirtschaftlicher Hinsicht und auf mangelhaft entwickelten Gemein- sinn bei ihm, 2. auf mangelhafte technische Ausstattung vieler beut- scher Molkereien. Endlich kommt in Frage, daß die im Durchschnitt qualitativ bessere und in ihrer Beschaffeicheit gleichmäßigere dänische Butter gegenüber i)er deutschen Butter im Preise trotz des Einfuhrzolls von 2 7,5 0 M. je Doppelzentner und höherer Frachtspesen sich im allgemeinen kaum teurer stellt als beste inländische Markenbutter. Das bedeutet mit anderen Worten, daß der Einfuhrzoll durchweg in voller Höhe den lnländi- schen Produzenten zugute kommt und nicht, wie es bei den Erörterungen über die Erhöhung der Einfuhrzölle auf land- wirtschaftliche Erzeugnisse vielfach behauptet wurde, vom Ausland getragen wird. Daß diese Ausnutzung der Zollsperre möglich ist, hat, was Ihnen natürlich ebenfalls bekannt ist, seinen Grund in der Tatsach«, daß die deutsche Landwirtschaft zurzeit nicht imstande ist. den Dedarf de: deutschen Bevölkerung an milchwirtschoftlichen Erzeugnissen zu decken, weshalb die fehlende Menge durch Einfuhr gedeckt werden muh. Der Gesamtwert des Emfuhriiberschusies an mllchwirtschastlichen Erzeugnissen betrug bekanntlich 1925 552,7 Millionen und 1926 445,7 Millionen M. Niemand, der auch nur die geringst« Ahnung von volkswirtschaftlichen Dingen hat, wind behaupten wollen, daß diese Einfuhr ihr« Ursachen in einer böswilligen Abneigung des deutschen Handels und der deutschen Derbraucher gegen die deutsche Landwirtschaft habe. Es ist deshalb nichts als ein demagogisches Mätzchen, wenn eine gewisse Presse unter absichtlicher Verkennung der rein wirtschaftlichen Betätigung der Konsumvereme den vorstehend begründeten Sachverhalt zu einer polikischen hetze oerwendet und die Sache so darstellt, als ob der Bezug ausländischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse sich planmäßig gegen die deutsch« Landwirtschast richte. Wir würden es selbstverstSndlich begrüßen, wenn di« deutsche Landwirtschaft ihre Leistungsfähigkeit in einer Weis« steigern würde, die die Einfuhr milchwirtschof tlicher Erzeugnisse unnötig macht und wenn sie dabei den inländischen Bedarf nicht nur der Menge nach, sondern auch hinsichtlich der G ü t e der Erzeugnisse voll zu befriedigen vermochte, ohne noch weitere Erhöhung der Lebenshaltungskosten der Verbraucher oder Drosselung des Der- brauch» durch Schutzzölle." Die RückstäodigkeU der Landwirtschaft. Zahlen wir jährlich Hunderte von Millionen Mark für Lutter an Dänemark, so ist das kein Zufall, sonder» die betrüblich« Tatsache erklärt sich aus der Rückständigkeit der beut- schen Landwirtschaft. Das ist allgemein bekannt. Als z. B. vor einigen Monaten Führer des Reichslondbundes mit den Berliner Eierfirmen über die Belieferung des Berliner Marktes mit deutschen Eiern verhandeln wollten, lehnten diese zunächst jede Verhandlung mit der Begründung ab. daß di« Jnlondsproduttio» in ihrem Geschäft überhaupt gor keine Rolle spiel«, und nur mit Mühe waren sie zu bewegen, überhaupt über den Inlandsinorkt zu verhandeln. Soweit die Schaffung einer Markenbutter in Frage kommt, um di« es sich ja bei dem Streit zwischen dem Konsumverein Leipzig-Plagwitz und der Hugenberg- Presse handelt, sind erst in den letzten Jahren Fortschritte in Echles- wig-Holstein, Oldenburg, Pommern und in Westfalen gemacht wor- den. Durch strengst« Kontrolle der Qualität hat man in Schleswig- Holstein Vorbildliche» erreicht. Weigern sich nun di« deutschen Konsumvereine, Meiereien, die nicht im entferntesten das Marken- Produkt herstellen, das in Schleswig-Holstein produziert wird, ihre War« abzunehmen, so tun die Konsumvereine nichts anderes, als die von der Landwirtschaft selbst geschaffene zentrale Butterkontrollstelle tut. Die Einführung einer Buttermarke setzt natürlich die Erzeu» gunghochwertigerMilch voraus, die, auch vach Auffassung der landwirtschaftlichen Organisationen, nur durch st r e n g st e Milchtontrolle zu erreichen ist. Der Reichslondbund- f ü h r e r Dr. Brandes hat auf der letzten Vollversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrates in Stettin folgendes gesagt:„Es muß hier ganz offen und klar zum Ausdruck gebracht werden, daß das V e r st ä n d n i s für die Tlnforderungen, die wir an eine gesunde gute Rohmilch stellen, in weiten Kreisen der Landwirtschast nach nicht den Grad der Vollkommenheit erreicht hat, den wir als notwendig erachten. Ich habe mich sehr vorsichtig ausgedrückt, aber ich nehme an, daß man den tieferen Sinn durchaus erkennen kann." Eine Provinz in Preußen hat vor kurzem ihre Molkereien untersucht. Ueber das Ergebnis der Untersuchung sagt Dr. Brandes, „daß es einfach niederschmetternd ist und daß man es kaum auszusprechen wagt". Es zeigte sich,„daß in einer Biekzahl der Molkereien auch die allernotwendigsten Ein- richtungen zu einer qualitativ guten Butter- Herstellung fehlen". Das sind Dinge, die von landwirtschost- sicher Seite selbst festgestellt worden sind: wir müssen gestehen, daß die Kritik, die in der Ablehnung des Geschäftsverkehrs durch den Konsumverein Leipzig-Plagwitz liegt, noch nicht annähernd so weit S«ht� Die deuttschnationate Hetze und die des Reichslondbundes hat die deutsch« Landwirtschast davon abgehakten, die wirtschaststech- nifche Umstellung beizelten vorzunehmen. Wenn die deutsch« Land- Wirtschaft heute vielfach in keiner beneidenswerten Situation steckt, so ist das darauf zurückzuführen. Einen Ausweg aus der gegen. wärtigen Lage der Landwirtschaft zeigen die Hinweis« des Leipziger Konsumverein«, der zweifellos, wie alle anderen deutschen Konsumvereine, bereit ist, mit der deutschen Landwirt- schaftHandinHandzuar betten, wenn ihre Produkte marktfähig stnd und den Ansprüchen des deutschen Konsums genügen._ Betrug an der Sozialpolitik. Vor einer großen Vsenpreiserhöhung.— Die Reichs- regiervng muß handeln. Lei den Verhandlungen über die Arbeitszeitverkürzung urnd Lohnerhöhung der Arbeiter der Schwerindustrie gingen die sozial- politischen Behörden des Reichs davon aus, daß ein Schiedsspruch gefällt werden müßt«, der für di« Eisenindustrie unter ihren gegenwärtigen Produktionsbedingungen tragbar fei. Daher kamen sie m der Behandlung dieser Angelegenheit den Wünschen der Schwerindustrie weithin entgegen und fällten schließ- lich einen verbinMtchen Schiedsspruch, der von der Arbeiter- schaft aller Richtungen als völlig unbefriedigend he- trachtet wird. Jetzt stößt die Schwerindustrie die Borausfetzungen des Schied»« fpruchs zu ihren Gunsten um: sie plant eine Eisen preis- erhöhung und bereitet die deutsche Oefsentlichkeit schonend auf sie vor. In Rotterdam setzte sie di« Ente einer zwanzig- prozentigen innerdeutschen E i s e n p r« i s e r h ö h u n g in die Welt, um in der deutschen Presse dann beruhigend mitzu- teilen, so schlimm werde es schon nicht werden. Zwanzig Prozent Eisenpreiserhöhung würde in der Tat der Schwerindustrie ein Vielfaches dessen einbringen, was von den Gewerkschaften in den Verhandlungen über Lohn und Arbeitszett gefordert wurde. Aber auch ein« mäßigere Eisenpreiserhöhung erscheint im gegenwärtigen Augenblick ungerechtfertigt. Mehr als das, sie wäre im höchsten Maße schädlich. Alle einsichtigen Kreise sind sich in Deutschland darüber klar, daß das Jahr 1928 ein Jahr derExportsteigerung fein muß und daß in erster Linie die eisenverarbeitende Industrie Deutschlands zur Xetc/idei* Kein Mensch ist heute restslos zufrieden mit seinem Los. Machen wir uns nicht mehr Sorgen als uns der Alltag ohnedies bringt I In trüben Stunden sollte man sich zu einer kühl abwägenden Gleichgültigkeit durchringen. Kopfho�hl Eine Massary-Zigarette her! Sieh nur: wie die blauen Wölkchen munter emporstreben. Symbolisch. Es wird schon werden! In der Tat geht in solchen Stunden nichts über eine wirklich gute Zigarette. Und Ma&Acuy- Wimtl 4-J� ohne Munds-fück- und mii Goldmund sfücM Q a s ist(7~ci b et& f il� ß{.rk die älitrenJchujesiem Massary-JDelft der Massccry-Vncaxxt J(assaru-RUten 6 sind reifer cäs yesiern.& smd vollkommene Massart/'SJtplomat 8 ff. Aller Länder Fahnen liegen den Massary-Marken bei Wer sie nicht selber sammelt, erfreue ein Kindetherz damit! Steigerung ihrer Ausfuhr ternfea ist. Ctae würde sich in erster Ante gegen die»tchtlgste»»»b zukunftsreichsten deutschen An, fu h ri ndufl rteu richten, während das letzte Jahr mit aller Deutlichkeit gezeigt hat. daß die Schioen>i>diistne selbst nicht imstande ist, ihren Export nennenswert auszudehnen. Nachdem also die Schwerindustrie durch lautes Jammern einen günstigen Schiedsspruch für sich erstritten hat, will sie die Daraus- setzimgen dieses Schiedsspruches umstoßen und gleichzeitig die deutsche Wirtschaftsentwicklung int neuen Jahr gesährden. Die Frage einer Eisenpreieerhöhung darf daher nicht ein« Frage bleiben, deren Entscheidung von der Willkür der Schwerindustrie abhängt, sondern sie ist ein« der wichtigsten wirtschaftsvolitischcn Fragen des Augenblicks, deren Entscheidung sich die Reichs- regierung nicht aus der ftand nebmen lassen darf. Der R« i ch s w i r t s ch a f t s in i n i st e r hat immer wieder darauf hin- gewiesen, daß Preissteigerungen zu vermeiden seien,, und er i>at gegenüber dem Kohlenbergbau an diesem Standpunkt mit Recht bisher unerschütterlich festgehalten. Was der Kohl« billig ist, das muß dem Eisen recht sein. Der Wirtschaftsminifter kann eine Eisen preiserhöht mg hindern, imd er muß sie hindern, wenn er sich selbst nicht mitreu werden will. Gewiß ist der Druck der Schwerindustrie schwer, ober man kann ibm Widerstand leisten. Schon heute sind die deutschen Eisenpreise um mehr als den Eiseazoll gegenüber den Weltmarkt�reilen erhöht, chäll die Schwerindustrie cm ihren nn rrs cho i! sft! ndfi chen Absichten fest, so muß der Wii-tschastsminister sie darauf aufmerksani machen, daß er die E i s e n z ö l l e senken kann, daß er auf diese Weis« den Kampf, den heute der freie Eisenhandel in Westdeutschland gegen die Monopolgewaft der Schwerindustrie führt, miterstlltzen und sie zur Beibehaltung oder gor Senkung der gegenwärtigen Eisenpreise zwingen kann, wrnn sie nicht eine Politik stabiler Preis«, die ja gerade von der Schwerindustrie stets als das Ziel ihrer Kartellpolitik hingestellt wird, von selbst durchführt, Gleichzeiiig muh der Reichsarbeitsminister liirtdent, dgh sein Schiedsspruch dazu benutzt wird, um nicht mir die Arbeiter, sondern auch die Abnehmer der Schwer- i-ndnfirie zu betrügen. Sein Schiedsspruch wollte ein« Eisen Preiserhöhung verhindern. Erhöht die Schwer- mdustri« dennoch ihre Preise, so muß er ihr gegenüber die u r. lprüngliche Arbeitszcitverordnung in n ollem A u sm a ß durchführen und durch eine Verordnimg oll« Per- güzistigungen,' die er den Herren von Eilen und Stahl in so reichem Maße zu Weihnachten beschert hat, zurücknehmen. Dies der Schwerindustrie sofort und ohne jedes Zögern mitzuteilen, ist.seine Pflicht. Wenn so Reichswirtschasts- und Reichsarbeitsminister sich beide vor die bedrohten V erb rauchsrinter essen stellen und so nicht nur für Treu und Glauben in der Sozialpolitik sorgen. sondern auch die Ausfuhrentwicklung der deutschen Wirtschaft vor schwerer Schädigung schützen, dann wird die Schwerindustrie ihre Preiserhöhungspläne aufgeben müssen, Werden sie dazu den Mut aufbringen oder werden sie angesichts der bevorstehenden Wahlen mehr Wert auf hohe Beiträge der Schwerindustrie zu den Wahlsand« ihrer Parteien als auf'die Interessen der deutschen Wirischast legen? Die französische Volkswirischast.. Ihre Eniwicklunq von Die Kriegs- und Rachkriogsjahre sind für die Zukunft aller Bolkswirtschafte» von besonders umwälzender Bedeutung. In höherem Maße als sonst gilt das für Frankreich. Die deutsche Literatur über die sraiizösische Wirtschast ist ohnehin ziemlich mager, Die.Kenntnis Frankreichs ist aber um so bedeutungsvoller, als die Perständigung zivischen Deutschland und Frankreich, die mir auf; wirtschaftlicher Grundloge erfolgen kann, die Basis fiir die europäische Verständigung ist. Eni scheidend sind die Beränderungen. die Krieg, Verlailler Bertrag, Wiederaufbau und Inflation in der ftanzösischen Wirischaftsstruktur hervorgerufen haben. Dos Be- votkerungsproblem ist in dem sich rasch iudustriaUsierenden Frankreich besonders wichtig. Ebenso die bestimmt« Art, wie die I t Jahre seit Kriegsbeginn auf die ftanzösische Mentalität eingewirkt haben. Uaber all« diese Dinge und Probleme gibt ein Buch de» Ge- nassen Dr. Ungern-Siernberg,„Grundzüge der iron- zostichen Bolkswirtschaft 1913— 1927", E. Philips Buchhandlung, Berlag Fronkenstein i, Schlesien, auf 234 Seilen in feiner bekonnten knappen, aber scharf disziplinierten Form eine gute Uebersicht. Das Büch ist um so willkommener, als es nach uiiserer Kenntnis das erste in deutscher Sprache ist, das die französische Wirtschaftsentwicklung süit 1913 zusammenfassend behandelt, Warum? OaS THBOL gibt einen prodnMon�veig aof. Auf seiner Abteilung.Gotdenberg-Werk" in Knapsack bei Köln hat das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk bisher auf der Grundlage feiner Krasterzeugung auch hochprozeirtiges Ferrosizilium erzeugt. Wie gemeldet wird, ist die Erzeugung eingestellt und mit der A.-G. für Stickstoffdünger in Knapsack bei Köln ein Fabri- kationsoertrag abgeschlossen worden. Bei diesem Bertrag dürste es sich um die Uebertragung der Produktion und des Derfahiens eines öffentlich kontrollierten Werkes auf eine rein private Gesellschaft handeln. Wir haben hier einen Parallelfall zu der vom Vorstand und vom Präsidium des REW. betriebenen Uebertragung des Ferngasnetzes on die ebenfalls rein private A.-G. für Kohle- Verwertung in Esien. Di« A.-G. für Stickstoffdünger in Knapsack hat ein Kapital von 8 Millionen Mark und wird von der I. G. Farbenindustrie A.-G. beherrscht. Wir fragen, warum die Produktion in Knapsack aufgegeben worden ist. und ferner, ob der Auffichtsrat und die Generalversammlung des RWE. dem Ge- schüft zugestimmt haben? Dcnlsch-russische handelsoerlragsverhandlunoev. Das deutsche Reich hat, um den Handelsverkehr mit Rußland zu fördern, der Sowjetunion bekanntlich Kreditlieserungen der deutschen Industrie für rund 360 Millionen Mark garantiert. Die deutsche Industrie ist aber mit der Entwicklung des russisch-deutschen Handels sehr wenig Wilfrieden, weil Rußland zwar die zwei- und vierjährigen Kredite i» Anspruch genommen, seine Eintanfe gegen bares Geld aber großenteils nicht in Deutschland, sondern in anderen Ländern, besonders Amerika, vorgenommen hat. Sowjetrußland hat also, was mau ihm keineswegs verübeln kann, da es ja nach kapitalifti- schon Prinzipien mit Privatkapitalisten verhandelt, von Deutschland den vertrgalich sichergestellten Nutzen genommen und gleichzeitig einen großen TeU seiner Einkäufe nach Amerika verlegt, um dort die Stimmung für R u h l a n d z ii verbessern. Das ist auch mit zweisellofeni Erfolg gelungen. Die Meistbegünftigungs- klausei des deursch-riifsischen Handelsvertrages konnte natürlich gegenüber dem in Rußland bestehenden Staotsmonopol nicht sehr viel nützen. Die deutsche Industrie ist begreiflicherweise sehr ver- ärgert. Im Februar sollen nun zwischen der deutschen Regie- rung und Rußland Verhandlungen stattfinden, um den für Deutsch- land unangenehmen Zustand zu ändern. Es sollen Mindestkontin- gente für die Lieferung bestimmter Waren noch Rußland festgelegt werden und der Handelsvertrag entsprechend abgeändert werden. Vertragsverlängerung bei der deutschen Schrotl-Vereinigung. Die Deutsche Schrotl-Vereinigung G. m. b. H. in Berlin, die Dachorganisation des Werkshandels der Schwerindustrie für den Schrottaufkauf, hat beschlossen, ihren Bertrag bis zum 31. Dezember 1930 zu verlängern. Eine Auflösung des Unter- nehmens kann nur mit Zustimmung sämtlicher Gesellschafter er- folgen. Die Deutsche Schrott-Bereinigung ist die Nachfolgerin der im Herbst des vergangenen Jahres aufgelösten Schrott- Einkouss-GeseUschaft. Die Hauptträger der Organisation sind die Finnen c Schweizer u. Oppler A.-G. in Berlin, Schlesische Montan-lAelellschost in Breslau und I. Adler jun. in Frankfurt a. M, Der Gegenstand des Unternehmen? ist der Aufkauf von Schrott und Alteisenobfällen fiir den größten Teil der Schwerindustrie. Es be- stehen zurzeit Verhandlungen zwischen den drei obengenannten Firmen und der Zentralstelle de? freien E ch r v t t h a n de ls. um auch die freien Händlsr mit zum Geschäft heranzuziehen. Eine Einigung ist bisher noch nicht erzielt morden, doch hoben die Der- Handlungen Aussicht auf Erfolg. Landwirlschaflllche Genosienschasten gehe««och stärker In da» verflchcrungsgeschäsl. Am 29. Dezember des vergangenen Jahre» ist vom R sich»»erb and der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Berlin die Gründung eines VersicherungSvereins auf Gegenseitigkeit mit einem Gründungsfonds von 850 000 M, beschlossen worden. Bisher bestand schon die sogenannte„Regeno- Sachversicherung", die jetzt durch die Gründung der Regeno- Leben? oersicherungsbank A.-G, ergänzt wird. Beide Bersiche- riingsgesellschaften sollen von demselben Borstand und demselben Aufsichtsrat geleitet werden. vcrkaufsberawng beim Einzelhandel. Die Berkoufsbervtung der Hauptgemeinfchöft des deutschen Gnzelhandslz. die seit über einem Jahre die Rationalisierung im Einzelhandel fördert, ist ab 1, Januar 1928 auf erweitert« Basis gestellt worden. Durch enge Derbindung mit dem Reichskuratorium für Wirffchoftlichkeit ist die Möglichkeit geschafsen, die Anzahl der Derkaufsberatcr zu erhöhen und besondere Spezialfachleute auf den verschiedenen Gebieten de« Berkaufswesens und der Organisation zur Mitarbeit zu verpflichten. Reue Arbel« für werfte«. Die Deutsche Schiffs- und Maschinenbau A-ltz. in Bremen(Deschiwag) verhandelt mit dem Norddeutschen Lloyd über einen Bauauftrag für fünf Frachtdampfer zu je 12 500 Tonnen. Aus der Partei. Der Partestag der Sozialdemokratie Ungarn» hat Resolutionen angenommen, die u. a. die Anerkennung Sowjet rußtands durch die Horthy-Negieruiig verlangen und den Parteioorstand auffordern. eine gemeinsame Konserenz der sozialistischen Parteien der Donauländer herbeizuführen. In der De- hatte erklärte Abg. Propper als Referent des Parteivorstandes. daß der Kampf gegen die Konterrevolution künftig nicht nur mit parlamentarischen Mitteln, sondern auch mit Massenaktionen geführt werden solle, Vorträge, Vereine und Versammlungen. # Reichsbanner»Schwarz- Rol-Gold" «estbSitsstcll«: Berlin s. lt. Sel-agianstr, srczz. s°k 2 Tr. Lichtenberg nebst Kameradschaften: Di„ d. 10.. 20 llhr, Si�una des Selamtvorstandes bei Klose. Nuvnrecht. Ecke Sitelstrage,— Don- aeritag, 12. Z-nn-r. Prcnzlaner Berg: Kameraw'chaft König«»! 20 Ugr Kameradschoftesigung bei RSsner, Zmmanueltirchstr. 2ö. Blbliotbeksbstcher M'.t» bringen. Kameradschaft Falke bei zeuge, Milaitr. 5. ÄamercMchoft Bol.an bei Bogel, Jablonskistr, g. Renkclln-Britz! Aas Mu»llorps Übt leben Donners- tag 20�— 2? Uhr bei SLnow, Kcrchbof. Ecke Emfcr Strafe, Flott« c-pi-Ier iPiston, Laldborner und Lnm) werden noch angenommen, Meldungen beim zZorfidenden Kameraden Barlanti, Kertibergstr, 20, Lichtenberg nebst Käme- rabschaftrn: 20 Uhr Sitzung der Kamerads-iMit-zugflthrer mit Sefauftnorstand bei Kriigcr.— Pre», lauer Berg: Sportler Mi„ d, u., 20 Uhr, Äirnhalle Greifenhsgener Str. 58. Einteilung der Munnschasten zu' den WeuspieKN. Bnr.d Berlin fflr«i-hrit-kurzschrift. Hebung in allen Seschwindiakciten jeden Freitag non 20—22 Übe im FranzZsischen ihnmnastum, Reichstagsufer«. am Äeichslagsaebaud«. Nene Lehrkurse in Sinheiiskurzschrikt»u icder ZeU. Auskunft erteilt Frist Pla»schinn, Berlin.Fehlendorf. Waldems rftr 8, ralveriämmlung Dienstag, lo. Zoniiar, 20 llhr. Uiuonsfestf-ile, Ereisswalder ��erliner Selellsch-si siie Psychnl-gle rn»«har-kirrolsgie, Sitzung Don. nerstaa. 12, Zannar. 20 Uhr. Knrfurstendamm«. Dr. Snanuel Laskcr: .Das Berstandrsspiel als Srzieher,'...... Mitglieder der Renköllner Frilenr.Fwang»,»»«,«, die nolmsch auf dc-n Bdden der S?D, st-ben, werden gebeten, ihre AdrefW an Friseur S SchntiMJe, Neukölln, Berliner Str. l2. gelangen*n lasten,__„ Reich»sch»tz°eida-d der Schwerdörizen S.V. Die Ortsgruppe Berlin C. 31. veranstaltet am Sonnabend, li, Zannar, ab 2N llhr, in den Armin-Sälen. Kommandanten str. X:b% ihren diesjährigen grvtzen Maskenball. wo«u alle- Schw-rbbrigen mit ihren Angehörigen eingelad-n werben. Für lieber. ralchungen und ffure Tan,inustk ist destrn, gesorgt,»arten'zu 1�0 M. sind in der cbeschäftssielle bei f-errn Snstav Bogt, Berlin..Neukölln, Zonasstr, Hof pari,, nahe Hermannstrvtze, zu haben, da nur beschränkter Verkauf an der Abendlossc,._ Zateruationale»elellschast für empirisch« Philsssphi«, Ortsgruppe Berlin. Berlin W ,'N, Fllrther Str.« ll, Ueber Pfuchoanalnfe und �hiwsovhie spricht Dr. st, MiMer, Braunschwcig, Montag, Ist. Januar, 2g Uhr, im Hörsaal der 2. Medi.-inischen Klinik, Schumannstr, 21. Polytechnische»esellfchast zu Berlin. Donnerstag, 12.?anuar, 20 Uhr. im griinen Saal des MeistersoalgebSud«,. Köchen er Str. 08, Bortrag Pro. fessor Dr. W Schcffcr:.Untersuchungen im ultravioletten Lichrt»it zahl» reichen Sichibildern,«äste willkommen, ladori�ia-Lsperonio-ssocio. tirupo Nrlenta: ciun i»uäc>n. je lo 20 a. b. sernalna kutiveno an la junnlarbeirno ,Atn Ostbahnhol 17*. Eini raernbroj de la grupo Ka1 samtendencana) iaoluloj estas invitatai. Longfellov Engllsh Debatine Clab, Bitlowstr. lOt. Mittwoch abend 8 Uhr, Mr. Colenuth, B, A.(Cambridge) Reeitations of Humorvus Engilsh poetry. £» tind*»* er schl e**m; Derillustrierte sozialdemokratische Abreißkalender für 1828 Jede Seite bringt Illustrationen. Der Kalender kann In jeder Hinsldii als Quelle und Hilfsmittel dienen. Er bringt Zffate aus sozIaUsiisdieti Werken, eine Fülle von Sentenzen In Poesie und Prosa. Nahezu 100 Verbände geben hier authentischen Beridif. Der Kalehder kostet Mark 2.- KinderSand 1928 Ein proletarisches Jahrbuch für die Buben und Madali des arbeitenden Volkes. An dem Kalender haben auch dieses Mal die Kinder selbst tüchtig milgearbefiel. Das.Kinderland' kostet Mark 1.50 Beide Neuer» dhelnungen ilnd zu habe« io alten AJb- gabesiellen des..VorwSrts' and Partelba chbandiungen oder direkt von der.Vorwärls'-Bodidroekerei und Verlag»an«talt, Berit« SW OS. Lfndemtr. i mar Vorwärts�-Ausgabestellen u. Inseraten-Annahme 99 Haupterhebition: Berlin, Linden strotze S, Hoben. Dönhoff 292-397, 'Zentrum: Ackerstr. 174, gm Koppenplatz, Stoib. 181 85. . e n m a n n, Grünstr. 21(AuZgadr: Kleine Kurstr. 4«,), . W a l r e r, Wwe., Kronenstr. 8. Westen: Steglitzer Str. 87, Ecke Magdeburger Straß«. •Süben: Bärwaldstr. 47, o. d. viieiscnaustratzr. Hgsrn» bcide 0918. Prinzenstr. LI, Hof reckt» parterre, »Osten: Martusstr. 36. Alex, 9735. •, Petersburger Platz 4. Alez. 9784. »Sstd-fteiu Lausiyer Play 14,15. Mpi. 894. »Nordosten: Jinnianuclkirchstr. 24. Zller. 9785. Larmcn-Svlva-Str. 57, Gtllmann. »Moabit: Wilhelnisbapener Str. 48, Hansa 4095. Huttenstr. 67, bei Bitterling. »Wrdding: Müllerstr. 34, Ecke Utrechter Str. Hansa 4094, »Nosenlhaler und Orauienburger Vorstadt: Wattstr. 9. Humboldt 7875, »«eiundbrunneu: Bastianstr. 7. Humboldt 7874. »Schonhauser�Borstabt: Greiscnhagener Str. 22. Hum- «dlershos: Frau Walter, Kenossenschafttstr. 6, part. vlt-vlienickc: Frau R o ck a, Weudcnstr. 34. »vaumschuleoweg: Strahl, Kiefholzsir. 179. Ober- schönetreide 1073 vttnau. Rönlgeutal, Zepernick, Schönbrück, Karo» und Buch: Heinrich Brose, Bernau, Mühlenstr. 5. Vergselbe: T i I ch, Hohenneuendorser Siratze, Vietdors-Norb: W Tonneberg, Biktoriastr. 11. vi«Sb«rj-Tüd: Georg Winkler, Fortmia-Me« 40. virkeowerder: Frau Z o o r, Vrras«lde> Ztr. 6. BohnÄort: Karl KuSke, Eichbuschstr. 9. voraidors: Oswald Börner. Siedl. Borgsdorf 35. B-rfigwald«: Gebauer, Schubertstr. 32, v. 3 Tr. »Buchho�-Blankenburg: Wagner. Burgwallstraße 63. Eablaw, Reue Mühle: Jätet, Cablow, Mühlenweg 59, Caputh: Fritz Dan, Krughositr. 23. Ehärlottenburg l: Sesenheimer Str. 1. Steinpt. 4156, »Charlottruburg N: Eis selb, Tauroggener Str. ll. Dilbelm 7798, »Ehärlottenburg HI: I o a ck i ni i, Kaiserbaunu 95, Tin- gang Rogmtzftratz«. Westend 3154. Charlottenburg IV: P useutak, BvgSbnrger Str. 47, Portier. Charlottenburg V: Schulz, Drohsrnstr. 18, I. Sorte»- Haus 2 Tr, Charlottruburg VI: Treptow. Kantstr, 128. Laben, geöffnet 2—6 llhr. Dabendorf: Walter Hohl», Dabendorf, Prodtnzial» idhaujsee. Elchwalde: Han, Döll, Walbstr, 84/27, Siedl. DBB. Srkuer: P o i k e, Flakenstr. 9. Fichtenau: Kraetzk«, BiSmarckstr. 1. Fallenberg: S a l z m a n n, Falkenberg, Gartenstadt. stratze 10. FrederSdorf-Peterihageu: Osto Wilintkt, FreberS- dorf, Ärndtstratze, Friedenau: Petermann, Rheinstr. 28 Ecke Rönne. bergstraße. Rheingau 9054 und 3027 und WilmerS- dorf, Laucnburger Str. 23. Laden, Fri«drich»hagen: Mittenz w et, Lindenallee 14. Frohnau: Adoli Zurlic», Hermsdorf, Schlotzstr. 8. Glienicke a. d. Rordbahu: Willi Engler, Hohen- zollernallee 208. Grätzwalde: M ü h l d a ch, Fichtenau, Mittelstr. 14. Grünau: P f i tz n e r, Köpenicker Str. 119. Halensr«, Grunewalb, Cichlamp: Frau Roack, Kiosk Henriettenplatz. Privotwobnung: Katharinenstr. 4. Hei»er»dorft Schulz, Hildestr. 28. Hennigsdorf: Frau Korbafinfki, Rathen austr. 8. Hermsdorf: Gustav Schletz, Moltkestr. 11. Hoheuueueudorl: Frau Neuendorf, Berliner Str. 28. HoheufchZuhauIeu: Frau Sahr, Lraukestr. 19. Hof part. Hoppegarte«: Rausch. Hoppegarten-Birkenstein, Par- zelle Rr 119 Johannisthal: Lehmann, Kaifer-Wilhelm-Str. 6. Karlshorst: B e r n b t, KioSi, Bahnbofsplatz. KaulSdors: Bogt. Bredereckstr. 19. LöuIgSwufterhauseu: E. Meli er Potsdamer Str. 9. Köpeulck. Hirschgartcu. Mahlidorf-Siid: Schlag. Kö- Pen ick. Kietzer Sir. 6(Laben». »Lichtenberg�!: Lichtenberg, Dartcnbergstr. 1. Lichten- »Lichtenberg II, Rummelsbarg, Stralau: Boxhagener Stratze 62. Tel.: LndreaS 733. Lichtenberg M, Friebrlchfelbe: Frankfurter Alle« 185, Laden. »Lichterselde-Oft, Lankwitz: 3f. Wenzel, Lankwitz, Zietcnstr. 15. Tel.: Lickterftlde G. III 2703. Lichterfelde-West: Höhn, Zebicndorf. Teltower Str. 3. Telephon: Zehlcndors 1853. »Lichtenrade: Brink, Bahnhofstr. 24». Tel.: Lichten. rade 191 und M. Lenz, Babnhofftr, 20. Mohlsdorf: Wilhelm Kurz, Hönower Str. 177. Maricudorf: August Leip, Ehausseestr. 29. Marieufeldc: Greulich, Berliner Sir. 143. Marzahn: Siedlung der Kinderreichen, Gimper. lein, Landsberger Chaussee 39«, Block I, Wohnung!. Neneubagen: Wenzke, Ziegelstr. 71, »Neukölln 1: Rcckarstr. 2. Neukölln 5707. »Neukölln II: Slegfriedfir. 28/29. Neukölln 5705. Neukölln UI: Winkler. Hodrechistr 40, v, 1 Tr Neukölln-Britz: Mittag, Britz, Chausieestr. 82. Reu- kölln 2550. Neu-Schulzendorft Wilhelm Kuht, Briuwstr. 77. Niederschöueweid«: FriedrtchStankewttz, Spree- stratze 4, v. 3 Tr. NIederschöshauleu-Oft: Frau G o l d d a ch, Schloß- alle« 45. v. 3 Tr- NowaweS: Krähnberg, Eis-nbahnstr. 10, Lrouiendurg: Heinr. Leonhardt, Stralfunder Äratze 6, »Oberlchöneweid«: Paul, Wilhelminenhofftratz« 44a Oberschöneweide 4321, Pankow: R i tz m a n n, Mühlenstr. 70. Potsdam: Gebr. Schubert, Junkerstr. 26. RahnSdarl: U r d a n i a k, Rahnsdorf Mühle, Hohen- zollernstr. 136. Reivickeudorl-Oft: Wahle, Provinzstrotze 56. Ge- öffnet 2— 6. Reinickendorf-West: B e n dt, Scharnweberstr. 114, Bolls- haus. Roseuthal: Max Dehme! Schillerstr. 13. Rudow: Otto Kaiser, Walt«r»dorf« Chaussee. H e n s ch I e, KaulSdors-Süd, Pfalz- 60. Sabowa. Koulsdorf-Süd: Waldstratze 66. »Schmargendorf I: Nehab. Breite Str. 8. bürg 354!. Schmargendorf N: Frait Schröder, Cunostr. -Schsucberg: Lelzigsr Str. 27. Stephan 7409. Senzig: F r i e d e w a i d, Cdaussecstr. 54. Siemeusstadt: S t c n; e i, Brunnenstr. 6, v. 1 Tr. Steglitz: F r r st, Schadenrute 2. Südcnde: Ludwig HalZlotir. 36. Tegel. Tegelort: S v i e tz, Tegel, Schlieperfir. 52. Teltow: Höfel, Ziitterstr. 29. Tempeihof: Harsdorf, Werderstr. 31 v. Part. Zl-utempelhos: Rindfleisch. Fidicinstr. 35, v. ptr. Trebbin: Göring, Bahnhofstr. 62. »Treptow: Meckelburg, Grätzstr 50 Mp!, 804Z. WaidmauuSlust: R o h d e, Oraniendamni 10. Wannfe«: W o i i c r, Giier.icker Str 29. Weitzensee: Rcintnecht. Rölckestr. 175, v. 1 Tr. Weitzensce 978. Wildau. Hoherlehme: Rud. Lettow, Hoherlehme, Chaussecsir. 66 Wilmersdorf l: Lauendurger Str. 28, Laden. Rhein- gau 9054. Wilmersdorf II: Friedrich Bauer, Paulsborner Strotz« 22. l. Stll, IV. Wilhelmshage», Hessenwinkel: Schulz«. WiihelmZ- Hagen Dilhelmstr. 31. Wittenau: Z' b e I i. H-up-str. 65. Wollersdorf: Fritz Erdwann Schleufenstr. 24. »Zchlrndorf, Schlachteule«, Nikolassee: Höhn Zehlen» dorf Teltower Str. 3, Zchlendorf 1853. Zernsdorf, Nlederlehme: Otto Ltefegaug, Zerns» dorf. Au. 18. Zeuthen. MierSdorf: Alb. Behling, Bahnstr. 2. Zossen: Witt. Barulhcr Str. 12. Sämtliche Literatur sowie all» wissenschaftlichen Werke werden geliefert. Sonntags sind die vcschäfiSstelle» geschlossen. Die mit' ewem» Verl ebenen Ausgabestellen find nachmittags von 2— 6 llhr unter der angegelümen Nun-- mer telephonisch zu erreiche», *■&&&* .3� Unterhaltung unö �Vissen Oer Wächter. Don Gösta Törueqvist. Aus dem Schwedischen von Age Avenstrup und Slisabech Treltel. Er hotte mich gefragt, ob er mich zu einem leichten FriZhstück einladen dürste, mein Freund, der Direktor Winkler. Er hatte Glück, und wir saßen im Speisesaal des eben renovierten Restaurants „Zum Fliegeradmiral". Ein Kellner kam und meldete: „Der Mann, den Herr Direktor Winfler bestellt hat, wartet- draußen." „Willst du mir den Gefallen tun und ihn dir auch ansehen? Ich möchte gern dein Urteil hören," sagte Direktor Winkler zu mir. Im Vestibül stand ein riesenhafter Mann, delsen Umfang fabel- l)afte Körperkräfte verriet, und dessen Gesichtszüge auf einen bis zur Dickköpsigkett unbeugsamen Charakter deuteten. „Wenn du mein Urteil nach flüchtigem Ansehen hören willst," sagte ich zu Direktor Winkler,„so möchte ich diesem Gentleman nicht im Dunklen begegnen. Im Hellen übrigens auch nicht." „Er sieht gut aus." sagte der Direktor, und dann zu dem starten Mann: .Lammen Sie mtt auf die Straße, Herr Somaret." Er zeigte auf ein großes, elegantes Auto und sagte: „Herr Komarek. Sie müssen auf diesen Wagen aufpassen, bis ich wiederkonune. Es kami eine, vielleicht auch zwei Stunden dauern. Aber, auch wenn es, fünf Stunden dauern sollte, müssen Sie auf- passen, daß niemand den Wagen wegnimmt. Können Sie das?" „Na, wenn es weiter nichts ist!" sagte Herr Komarek. „Seien Sie nicht so sicher, jetzt, wo die Diebe am hellichten Tage mtt Bomben und Nebelgas arbeiten. Da holen sie auch ein Auto bald weg." „Seien Sie nnbeforgt, Herr Direktor, solange ich hier stehe. kommt niemand dem Auw zu nahe." Wir gingen wieder in den Speisesaal. „Wollen sehen, ob er was taugt," sagt« der Direktor.„Ich habe es schon mtt sieben anderen versucht. Keiner war zu brauchen." Eigentlich lächerlich, dachte ich, so leicht stiehlt doch kein Dieb«in Auto am hellichten Tage von der Straße weg. Bier Minuten später trat ein fetter, aber Neiner Herr««» einem Hause in der Nähe und ging aus da» Auto zu. Er legte die Hand auf die Tür und wollte in den Wagen steigen. „Nanu? Wo» denn?! Was soll da« heißen?!" grollte Herr» Komareks Kellerbaß hinter ihm. „Wie? Was da» heißen soll? Ich habe Sie nicht angesprochen!" sagte der New«, aber fett« Herr von unten herauf, öffnete die Tür und setzte den einen Fuß auf» Trittbrett. Da legte stch Herrn Komareks schwere Hand auf den Rücken de» fetten kleinen Herrn, woraus dieser eine Nein« Ellipse beschrieb «nd mif der Bordschwelle, ein paar Meter entfernt, landet«. „Machen Sie, daß Sie nach Hause kommen, verstehen Sie. und fassen Sie das Auw nicht an, verstehen Sie!" „Sie sind wohl verrückt!" sagte der klein« Herr.„Wollen Sie «ich verhindern, mein eigenes Auto zu besteigen?" „Hände wegl Kommen Sie mir nicht mit so was! Das sagen ft- alle!" „Was? Soll ich die Polizei rufen?" �vie können Sie ruhig rufen. Herr! Hie? bin ich Poklzei? Perstehen Sie!" Jetzt wurde der New« fette Herr blaß, denn er hatte seinen Führerschein nicht bei stch. Und da sein Heimatsort zehn Meilen entfernt lag, konnte er nicht im Handumdrehen noch Haufe gehen und ihn holen. Fuchsteufelswild ging er fort, ohne daß ihn Herr Komarek noch mal zu heben brauchte. All das sahen der Direkwr und ich. „Da siehst du!" sagte der Direktor. .Tatsächlich, aber wann hast du dir eigentlich ein Auw zugelegt?" „Ich? Ich habe doch gar kein Auw. Ich habe keine Ahnung, wem dieser Wogen gehört. Aber ich brauche«inen ganz zuverlässigen Menschen als Wächter für meinen Obstgarten. Komarek ist gut, so soll man fem. Nicht viel reden. Nur aufpassen. Wenn einer so gut auf ein Auw aufpaßt, daß nicht mal der Besitzer herankgnn, dann eignet er stch für meinen Garten." Jetzt weiß ich allerdings nicht, ob ich Direkwr Winkler in der Obstzeit zu besuchen wage. Ich wiege noch weniger als der kleine Dicke. provskation. Dem Fred Fritz. Unterm Dülowbogen. Am Aufgang zur Hochbahn. Dort stehe ich und zähle Geld. Mit beiden Händen halte ich das geöfsnele Portemonnaie. Es sst voll Silbergeld. Jeder, der vorübergeht, läßt für eine Sekunde seinen Blick darauf ruhn. Und drei Burschen, die in meiner Nähe stehen, können das verlockende Klimpern der Silbcrstücke hören. Die drei Burschen sind schlecht angezogen, schlecht ernährt, mißmutig— Arbeitslose. Dem einen sieht der„Ar- beiismarkt" aus der Iackettasche: das ist das Blatt, das täglich so viel Stellen anpreist, von denev kaum eine einen Mann ernährt. Ich zahle das Geld. Mit zufriedenem Gesicht sehe ich aus meinen blinkenden Schatz. Etwa» Giftiges steigt in mir hoch: es wird mir zum Genuß, den Dreien da zu zeigen, daß ich Geld habe, Geld zählen und mi! Geld klimpern kann. Das Portemonnaie halte ich in der rechten H.iiw. während die Finger der linken mit den Silber- stücken spielen, die so verlockend klimpern... Da plötzlich springt einer der Burschen an mich heran, greift nach dem Portemonnaie— das Geld springt silbern und klingend-über dem Handgemenge— und rennt davon— ohne das Portemonnaie. Das halte ich fest in meinen Händen, die Fingernägel sind ins Leder gekrallt. Auf dem Baden liegt das Geld: silbern und lockend, glänz-nd im Schmutz. Man hilft es' mir aufsotnineln. Ich erhalte alles wieder zurück. Nicht eine Mark haben die Burschen mitnehmen können. Mein Schrecken, meine Eftlarrung und der aus dem Fcchrdamm vorüber« brausende Verkehr, in dessen Brandung sie gestürzt sind, haben sie entkommen lassen... Ein großer Kreis aufgeregter Leute ist um mich herum. Warum ich den Burschen nickt nachgelaufen bin, werde ich gefragt.„Ach, das sind Arbettslose,"!«ge ick. „Strolche waren sagt ein Herr imd geht weiter. ,.S t r a ß e n r ä u b c r" auickt eine Dorne ihm-ustiiiimerid nach. „Ä'uii schon," meint eine'Rütte für sich. Das ist das letzte, was ich v'fte. Der Kreis löst sich aus. Jemand hat einen Sipo geholt. Der naht. Da oerichwindc auch ich- i-nd spucke aus. Bor mir sewst... <�3etnrid) 3ttm 70- Gebartstga. Jet»eefct dt- l» btx fasse Qgatf�} sntBlfc« von wefnn„Asldtfsng" mxd„Indtlar". Sorf) den! ttf: eentaal oll* stebzt� Iah-— und denn rrl» rvted-rl Blojß— had' Itf ntsGt SRetftes nffznwartns als bei, rvomik du selbst mal fzatnltsrts dt- sche-nst- der von dt- fernalesen 5? arten... sowat passiert. So feJ> vor mit denn. Weene Atlle-IZb»re. Sa rCtefifter Hetsrtch nach(S�atlvttendnrch, »nd stcfznfc da schon an tn Statt nni> SRöfjre,— dräng feft dt- durch! Dia- Q eschen, sage nff mte bebten Wunsch, mach eenen scheenen-Snitf» vor®nfel 3<�*» und mit dein Händchen,— zieht er seinen Flnnsch� mach fllle— ftlle! Sach:„Snfel Lille! Wenn dir ooch txchbnmelt als ,}coge fßlobe" fetz die Hant-voll-Flötz,— dn bleibst bei nns» wo die Tapete schimmelt» tn dein lMtllfötz. "Wat ts schon bei die seinen Fintels los? Dlnr Hornbrillochsen nnd Äesthetenfnall! da siehlste dir doch nnbehachlich klotz. sW i a sind dein Jall. Wia sind dir nlch.Modell" klotz«nd.Dkfeft". roia sind dein lLeben, fillen dein IemfLte, nnd sacht wer:.Lille, der hat euch entderft",— sich in de Sütel Er hat mit nns felebt die sanze Leit, det povre Dasein mitf«macht von frühe. 11 nd det er nns da schlietzlich fontersett, is War wie Brühe. Doch davon habt ihr Bessern fernen Dnnst, die siets drei Schritt vom!eike nns feblieben. Det is der tiese Sinn von seine-Ännst: et fann nns lieben» Iemttz, manch andrer, der hat ooch mal los, doch vor uns arme Tente flänzt er serne. Der blieb ccn schlichter-Äexl, det macht ihn jroß. De» h a m ma ferne!" Erich Ltnttner. Beim Schuster Kolomak. Bon Dr. Julian Marcuse. Ich glaube nicht, daß es schal« Neugierde war, die mich trieb. der Einladung von Genossen Faust z» einem Besuch im Hause Kolomak jüngst Folge zu leisten. Ilm Leben und Schicksal von Mutter und Kind hatte sich soviel Trug und— Verklärung gesponnen, daß es der Mühe wert schien, eine persönliche Begegnung zu suchen. Bremens bürgerliche Stadtteile atmen altväterliche Tradition, die Abgeschlossenhelt der eng aneinander gelehnten Einfamilienhäuser, in deren strenge Zucht selbst die Wohnungsnot kaum einen Einriß getan hat, beherrscht die Strahenlinie, Vorgärten, Treppenaufgänge und blumengeschmückte Spiegelscheiben sind Insigmen bodenständiger Besitzfreude. Nur in der Kontreskarpe, dem Plutokratenviertel, stößt man aus mehrstöckige, den Gleichton durchbrechende Bauten. Was sie an Bodenfläche sich einzeln erzwungen, das teilen in unmittel- barster Nähe noch Dutzende kleiner, annseliger Proletarierhäuser untereinander.- In solch einem Gäßlein, Kleine Meinken st raße b«- nannt, Hausnummer 3, wohnt der Schuster Kolomak. Sein .Einfamilienhaus" zeigt unter einem dürftigen Anstrich das übliche Bild: Zweifensterfront im Erdgeschoß, einen Mansardengicbel. der Eingangstür gegenüber die Werkstätte, in der Tag und'Rocht des betriebsamen.Handwerkers Hoirde Sohlen und Absätze neu her- richten. Der biedere Schuhmacher ist eine Alltagserschcmung, hinter der abgenutzten Hornbrille blicken ein paar gutmütige Augen her-- vor. Erziehungsprobleme liegen ihm sicherlich weit ferner als die kunstgerechte Herstellung zerrissenen Schuhwerks. Als fleißiger Ar- bester zog er sich seine Kundschaft aus den kleinen Leulen der Um- gebung heran, mit dem?lufstieg m die Sensation des Tages kamen die vornehmen Herrschaften aus der Kontreskarpe, und heute, wa olles verblaßt ist, sind es wieder die rindsledernen Arbeiterstiefcl, die genaht und geflickt worden müssen. Die fremden Besucher lassen ihn nur kurze Zeit die Arbeit umerbrechen, in dem sauber ge- hallenen kleinen Wohnzimmer mit seinen allen Plüschmäbeln, einer über dem Sosa hängenden großen Photographie der verstorbenen Lisbeth und einer überraschenden Zahl von Lauten und Gitarren, erwarten wir Frau Kolomak. Ein« schlichte Frau von ungezwungener Bewegung, klar blicken- den und sinnenden Augen, tritt zu uns. Die ihr wegen mangelnder Obhut m der Aufzucht ihres Kindes im ersten Urteil zudiktterte acht Monate Gefängnis haben das Wesen der Frau und Mutter nicht zu verändern vermocht. Ruhig und ernst spricht sie von dem Heim- gang ihres Kindes, von der aufrichtigen Liebe, mit der sie es um schloß, von der vielleicht zu weiten Nachsicht, die sie walten ließ und die ihr manchmal die Augen trübte, von dem unwiderslehbaren Drang, das Geschehene und Erlebte in«in Tagebuch zu kleiden. So eng oerwob sie sich mit dem Schicksal ihres Kindes, daß dessen Erlebnisse und Leidenswege zu eigenen Gestattungen wurden. Aus diesem seelischen Miterleben.erstand das vielverschlungene, zum öffentsichen Aegernis der Bremer Gesellschaft und damit zum Der» hängnis der Verfasserin werdende Tuch„Vom Leben getötel". Die schützende Hand, die ursprünglich die kocholische Kirche über Muttsr und Autorin hiell, ist längst gesunken, der Verlag Herder in Freiburg und die Herausgeberin des Buches, die Oberin des UrsulinerNosters Haselünne, verweigern jede weitere Auslieserang desselben, es sst im Buchhandel nicht mehr zu haben. Dieses Doku- ment mtt seinem gellenden Zlufschrei gegen verrottete Gesellschafts- aussassungen und-cmrichtunqen, mit seinem tieft,, Weh um die Tragik eines vielberheißenden, dahin gcopscrten Geschöpfes soll eingestampft werden, weil der Widerhall, den;«U, Ende 10-/. U Die Qie tod Welt Theater am Kottbusser Tor Kottbosssr StraBs 6. Tiglich 8 Uhr Elite- Sänger io"loflE« JiBDuprsgruB! Jeden Sonntae nssüm. 3 Ubrt &rc&e Familien-VcrstemnU k(ungekürzt), Voikspr. 0,40. 0,73. t.-.lÄ 12«. 1.7, Mk KUNatAU�smiUNG UNü WEIN WERSE-WOCHEN 1 AUUCH: /UHR. SONNTAGS; JUHH -1301«: S0NN8BD u. SONNT?. Nl AUSSTEUUNÜSRtVUl IN 10 BltOCRN ..ÜOmRHEItl ZUR SPREE" 80 MITWIRKLNDE• MO KOSTÜME plR PREISWERTE WLIN• 3 KAPELLEN Das Uiael von KoBnersrealbl PlleMol Und die gr. NeaheUe*. Beichshallen»Theater 8 Uhr. Sonntg. nachm. 4 Ubr. Stettiner SSnger ..Idtts Uoehenend«" i nachm. halbe Preise. Dönhoff> Brett'i i Kabarett, Varitld, Konzert. Tanx. Thalia-Theater t D.; Das Karael geht deich das(ladelfihr iLinlldisiralspalast Tägl.8'/, Uhr BALIER REVUE MORGEN TSV. AnftÜbrnag I 7',, Uhr» Ple«enone inca tulerin Ober 8 LOwcn u. d. übrige groBe Cireusprogramm- Unwiderruflich morgen Mittwoch zumieteten Male• Jarbaf.lliBser Donnerstag; Premiere Weiftet 60ld m. »» OlgaDetiMud J KieiDes Theatir Täglich gt/, Uhr, Eine Heine ebne ledeatong Erika Lilfisaocr, Eugen Bing, Max Laoda. BerllDer Theater Direktion Kuhnert OarWtasb.H 9l.DM.t70 Uhr Max Adalbert als Per Herr r&n Plscatorbflhne tknt. l aollmUrtjliti Kurfürst 200"03 L etile Wethe! Anf. 8, Ende nach II �asairtin. die Reseenn. der Krieg and des!e!k. du gegen sie enlileed von Alexey Tolstoi und Schtschegolew inse. Ervin Plscator liniostk7-Uen> Th.Könle.rJtz. St. Bergm. 2110. «-/, Uhr; Sdiloss Vettsrsteiiu von Wedekind Iqii TWsi Sumtti Komadlenhans Norden A104 MS— 10.40 Uhr Hohaspokos von Curt Götz Sredct Stbauipltlhnus Ncrd.n 2851/83 Anfang 8 Uhr Ende 11 Uhr. Bis neue Char eil Inszenierung Renaissance- Theater Stelnplatz 901.— Tiglich 8'/, Uhr Coeur Bube. CASINO-THEATER«Uhr Kletn-lllecKersdoril Dienstag. 17. Jan aar zum I. Malet Die sponisefae Fliege. Gutseh. 1—4 Pers. Faut 1.10. Sess. 1.60 M mit Nassary Hememuno Bendow innkuhn Werkmeister Westcrmeler PUhn Ruth Walket Blllic Coillos Snowbeli Winkeistern SmuhlneGlris Aowtattug: fr»! Ernst Stern lh. Emst Hauke Jeden Sonntag 3 Uhr: Nachm ttags- Vorstellung zu halb. Preisen Neue» Thealer am Zoo Tägl. Uhr DkltfllM-MIltllll MuSlkv W. Bromme eklsme Wäiu Tieater des Wests» Täglich N", Uhr: Nfindihaiiaeiif leiste U fte Oper. v. E. Steffan Ader, Wlrl, Schulz, kürtr, Residen-Ttetert-„ TigL unp: i|{os6'7aeat6T eerSiasititnsrlolgl) 8>/. Uhr Sttifln setin wir ans 30 lustige Bilder mit Henry Bender Sonntag A-i, U] die ganze korst zu halben SiltoSsrv-Htsa Iis. Künstler- Th. R Uhr jevciync" i-esslnz-Theater « Uhr idiiDiltrliaDnei Freitag, 7 Uhe: Zum I. Male; „RosePeraty- yalhslia-Thr; Weinbergsweg 19/20 iliPeterwelt Laisupielbaas 8'/. Uhr Ctuida Thielscher SesMIaofslchT Das originellste Kostümfest der Reklame freunde und Künstler SONNABEND, 21. JANUAR PHILHARMONIE Künstlerisch zauberhafte Dekorationen ÜBERRASCHUNGEN UM MITTERNACHT GroBe Gewinne ohne Tombolal (also kostenlos) Dr. Becce's Gloria-Symphoniker Original-Kapelle Kermbach Original-Zigeunerkapelle Jonescu (3 BechsteinflOgel) FÜNF SPENDEN Für die Damen: Nestle'a Napolltalna(Festpackung), Magie-Compaet'Puderdose mit Spiegel und Quaite und SonderOberraschung. 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Nach-a relangem, mit grsfier che» dnid ertragenem schwerem Leide»»». läü» der Tod am Sonnabend. 7. d.M., morgens 4 Udr. meine im 48 Lebens» iahr stehende, inn-gstgeiied/e Frau, unsere gute, stets hilisdeoeiteSchwefier. Sch« egertochter. Schwägerin u. Tanie eisdstk KirsXe geb. Matttaesius dl« mit in 28-ädriger Ede als treue und tapfere Ledensgetährtin zur Seile stand,»an weiteren Qualen. Zm Ramm der trauernden Hinter» dliedmen RIchsrä klrste, Reulölln, Liderdastr 18. Einäscherung: Dannerstag. dm 12 Januar, tb Uhr, im Rremalorium Baum-chuienwen. fturiidgetehrt vom Sraoe UN/eres lie-en Sohnes sagen wir allen Freund,» und Betannim. dm Rolle» ginnen und Rolleam der Firmen Bertdoid und Bllxmstein dem Berein der Schriitgiefier. den Mielern der Käuier Weiieltr. 44. SteinmeKfir. 73 und 78>ür die erwiesene Te Inadme und»ahlreichen Rrantsomden unseren aufrichtmstm Dant Desgleichen dem ReuTällner Sängerchor fflt seinen et» siedenden Gesgng. f.wle Kerm Ptarrer Dr. Kellner illr seine irollreichen Worte Im Nomen der Hinierdltebmen Hermann Relümann und Fran. «mtfilln Weiiertr 44. SMe Kapiffin- Banlabafc ÄSiiT C. BHcker, Berlin Lichtenberger Straße 22. KgsL 3861 Metropol-Th. Täglich«>/, Uhr: Operettenschwank in 3 Akten v Haiton Musik von Osterloh Um) Pyrmont in oer Hauptrolle Vort-Park. statt 4,— auch Sonntag nur M PL Sonntag, nehm. 4 Uhr TUdilela deck HA Parken v. 30 PI. an. Oper. v. Ottenbach Hu PtllMkr«. Vidatli k Itnai, Lifirt tnlrlg. Einiv. bau. Mitiner. Planefahum am Zoa ItrUz,. tudiiBittiiln Sink Noll. IST« Im Heiehe der HiUerBaehlsstBBe Vorführungen; 16',» 18, 19'/» 21 Uhr Elntiitt I M. IMer»et. 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