Nr. 259. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste V für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: nozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Vergleich. Dienstag, den 5. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: benachbarten Staat auf. Parallel dem Streben nach Ver- gegen die Zentralisation, in welcher der Freiheit leicht Ge Im Jahre 1892 wurde in Deutschland von den Hohe mehrung des stehenden Heeres in Deutschland ging und fahren erwachsen können, hat am 3. November den Sieg priestern des Militarismus wieder einmal zum hundert geht in der Schweiz das Streben nach Verstärkung des davongetragen. Miliz- System 3. Daß die vorhandene Organi Die Frage der Wehrreform ist hiermit nicht aus der und so und so vielten Male seit dem heiligen Kriege von fation mancherlei Fehler und Gebrechen hat, wird Welt geschafft. Die Bundesregierung wird zweifelsohne, 1870/ 71die Entdeckung gemacht, daß unsere Riesen- allseitig, auch von den eifrigsten Vertheidigern unter Berücksichtigung der zu tage getretenen Wünsche und Armee nicht groß genug sei. Und die neue Militär- des Milizsystems zugestanden; und es schien sogar einen Bedenken, eine neue Vorlage ausarbeiten. Das schweizerische vorlage" wurde vor den Reichstag gebracht. Das deutsche Augenblick, als werde eine Richtung Einfluß gewinnen, Volk wird dann von neuem zu entscheiden haben. Und Volk in seiner Majorität fah die Nothwendigkeit einer welche die stramme Disziplin" und den" militärischen das Interesse des Volks wird den Willen des neuen Heeresvermehrung nicht ein, und trotz aller amtlichen Geist" des stehenden Heeres in das Volksheer einzuführen Volks bestimmen. Und welches spielt die würdigere Nolle? Politische Nebersicht. und halbamtlichen Agitation gelang es nicht, eine der Vor- bemüht war. Allein der schweizerische Freiheitsgeist bäumte Welches von beiden Völkern hat aber mehr Grund an Lage günstige Stimmung in den breiten Volksmassen zu schaffen. fich elementarkräftig auf gegen diese Verderbniß demo- den Verlauf der Wehrfrage in seinem Land stolz zu sein Die Sozialdemokraten wiesen nach, daß Deutschland mit fratischer Sitten und demokratischen Wesens. Die Gertsch die Deutschen oder die Schweizer? feinen 50 Millionen Einwohnern physisch außer Stande sei, und sonstige Lobredner des Paradedrills und blinden ebenso viele Soldaten aufzustellen, wie Frankreich und Gehorsams wurden mit nicht mißzuverstehendem Nachdruck Rußland zusammengenommen mit ihren 120 Millionen bei Seite geschoben. Und der Bundesrath arbeitete eine Einwohnern. Sie legten des weiteren dar, daß die höchste militärische Kraftleistung einer Nation nicht auf dem Wehrreform- Vorlage aus, die an der demokratischen GrundBoden des stehenden Heeres, sondern auf dem des Miliz- und nur auf Vereinfachung und Stärkung desselben lage des eidgenössischen Milizsystems nicht rüttelte, Berlin, 4. November. heeres zu erzielen sei und daß bei Einführung der Anklage Gegen Liebknecht ist aus Anlaß des bekannten Baffus allgemeinen Wehrhaftigkeit das Deutsche Reich hinauslief. Die Vorlage wurde von den zwei Vertretungs- in der Eröffnungsrede des Breslauer Kongresses Ant'l age allgemeinen Wehrhaftigkeit das Deutsche Reich förpern der Schweiz: dem Ständerath und dem National- erhoben und die Hauptverhandlung auf Donnerstag, auch einen Krieg mit zwei Fronten, ja mit noch mehr rath angenommen, von dem letzteren, der die eigentliche den 14. d. M. vor dem Landgericht Breslau anberaun t Fronten siegreich bestehen könne. Volksvertretung ist, mit überwältigender Mehrheit. Die worden. öffentliche Meinung beruhigte sich jedoch nicht. Und in der Schweiz ist es nicht die Voltsvertretung und noch weniger Das Militär Strafverfahren. = Der Reichstag wies die Regierungsvorlage zurück und es konnte nicht bezweifelt werden, daß er damit dem Willen der Volksmehrheit entsprach. Die Münchener Statt die Vorlage zurückzuziehen, setzte die Regierung ihren Willen über den der Volksvertretung und löste den Reichstag auf. " In den letzten Tagen hat eine Sigung des preußischen Die Neuwahlen des Jahres 1893 drehten sich um die ur abstimmung mit Ja oder Nein zu ent Fürsten Hohenlohe stattgefunden. In der Sigung wurde die Staatsministeriums unter dem Vorfize des Reichskanzlers Frage: Vermehrung des stehenden Heeres oder nicht? An- cheiden hat. als entschieden nothwendig erachtete Aenderung des preußischen Auf Sonntag, den 3. November, wurde die Abstimmung Militär- Prozeßverfahrens erörtert. Der Reichskanzler trat warm nahme oder Ablehnung der neuen Militärvorlage? Der anberaumt. Je näher der Tag kam, desto eifriger wurde für unbeschränfte Deffentlichkeit des Verfahrens nach Wahlkampf war lebhaft und nach dem amtlich festgestellten das Für und Wider in der Presse, in Boltsversammlungen, bayerischem Muster ein; ebenso fast alle anderen Minister; auch der Wahlergebniß hat das deutsche Volt mit überwältigender an allen öffentlichen Orten und im Familienkreise ver- Kriegsminister. Schließlich einigte man sich für Einführung Majorität sich gegen die neue Militärvorlage erklärt. handelt. Sämmtliche Parteien spalteten sich. Auch die der beschränkten Oeffentlichkeit. Der bezügliche Entwurf wird mehr als eine Million die Zahl der Stimmen für Die Zahl der Stimmen für deren Gegner übersteigt um Sozialisten. Die Parteileitung mußte die Abstimmung frei demnächst dem Kaiser interbreitet, der für seine Person durchdie Freunde der Vorlage. Infolge der mangelhaften Art geben, da eine Einigung nicht möglich war. Die besten Bescheid dürfte das Bleiben oder Nichtbleiben des Kriegsministers unseres Systems der Volksvertretung kam diese Majorität es sich auf das klarste, daß eine Voltssache zur EntGenossen waren verschiedener Ansicht. Und so offenbarte abhängen." gegen die Vorlage aber in der Zahl der gewählten Ab- scheidung war, nicht eine Parteisach e. Ist die geordneten nicht genügend zum Ausdruck, und dank der Biegsamkeit und Charakterlosigkeit einiger Abgeordneten schweizerische Wehrverfassung doch Volkssache im vollsten geschah es, daß, allerdings nur mit Ach und Krach, im Sinne des Worts- Sache des ganzen Volks. Reichstag eine winzige Majorität für die Militärvorlage erlangt ward. die Regierung, welche das letzte und entscheidende Wort Neuesten Nachrichten" behaupten folgende zuverlässige Mithat, sondern das Volk selbst, das über jedes Gesez, theilung erhalten zu haben: das von der Gefeßgebung angenommen worden ist, durch Und obgleich notorisch und nach der amtlichen Wahlstatistik die große Mehrheit des deutschen Volkes gegen die neue Militärvorlage ist, so ist diese jezt doch in Deutschland Gesetz und das deutsche Volt muß sich die schwere Wehrbelastung gefallen lassen. Die Art und Weise, wie in Deutschland die Vermehrung der Wehrkraft dem Volte aufgezwungen wurde, fordert zu einem interessanten Vergleich mit den Vorgängen in einem 16 Ein Derrücktev.[ Machbr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Das Ergebniß der Urabstimmung meldet uns folgendes Telegramm: Bern, 3. November. Die von der Bundesversammlung beschlossene Vereinheitlichung des Militärwesens durch Uebertragung desselben an den Bund wurde in der heutigen Voltsabstimmung mit etwa 252 000 gegen 185 000 Stimmen und 171/2 gegen 41/2 Rantonftimmen abgelehnt. = aus gegen jegliche Aenderung ist. Von dem kaiserlichen schiedene Gründe. Es ist z. B. völlig unverständlich, wesGegen die Richtigkeit dieser Mittheilung sprechen verhalb das Ministerium sich für die beschränkte Deffentlichkeit des Verfahrens ausgesprochen haben sollte, wenn sie alle einig sind in der Vorliebe für die unbeschränkte Wenn die National- Zeitung" schreibt: Deffentlichkeit. Indeß Ministerlogit ist nicht unsere Logik. Reform feine Differenzen bestehen, hat der Kriegsminister auch " Daß zwischen dem Kaiser und dem Kriegsminister über die noch am 5. März dieses Jahres im Reichstag ausdrücklich fests geftellt. Als die Andeutung fiel, daß höheren Orts" fich ein Widerstand gegen die Reform der Militär- Strafprozeß- Ordnung betunde, sagte der Kriegsminister, daß, wenn unter der höheren Stelle die allerhöchste Stelle gemeint sei, er diese Annahme mit aller Entschiedenheit zurückweisen müsse", Die Mehrheit des schweizerischen Volkes hat also a b gelehnt. Und der Wille des Volkes ist in der Eidgenossenschaft, wie in jedem freien Staat, oberstes Gesetz. Die Abneigung Vor Poiten's Hof, in dem ein mattes Licht rauchschwarze Gebälk des ganzen Hauses drang. Anch die schimmerte, ftanden viele Menschen. Sie wichen in Leute auf der Treppe beteten mit. Ihre Worte, die regelehrfurchtsvoller Scheu zurück und knieten nieder. Ueber die mäßig zu spät tamen, hallten in das dumpfe Zimmer, das dunkle Treppe tappten die Ankommenden hinauf und traten jetzt von einem violetten Schein flüchtig erhellt wurde. Unin ein breites Zimmer. Hansl und Kathi, der Wirth und mittelbar darauf folgte ein Donnerschlag, der auf das Dach des einige Bauern standen um die blauangestrichene Himmel- Hauses zu fallen schien. Das Gewitter war da! Lauter betete bettstatt. Dort lag der Boiten wie leblos mit offenen der Wirth, eindringlicher redete der Geistliche. Er hob Augen in den breiten Kissen. Der haltlose Jammer seiner den Finger zur Decke empor und redete in den Kranken Kinder fam in lautem Schreien zum Ausdruck und legte sich hinein. Boiten's Züge waren von einer fieberhaften Angst auch nicht, als ihnen der Wirth zuwinkte, weil der Geistliche entſtellt. Die stieren Augen blickten wie irrsinnig zu dem eingetreten war. Priester und auf die kreischenden Menschen, die für seine Seele beteten. Ich hab' n hochwürdigen Herrn Benefiziaten holen laffen," flüsterte Kreittmayer, weil i glaub, daß' s mit dem Poiten zu End' geht. Er is plögli umg'fall'n und hat' d Sprach verlor'n. Wir wissen alle net, was wir mit ihm anfangen soll'n". Schrille Klagelaute, vermengt mit tonvulsivischem Schluchzen, veranlaßten den Lehrer, von dem düsteren Bilde wegzublicken und sich zu Hansl zu wenden, der neben ihm fniete. Ohne Bewegung sah er den Jungen an. Was war denn das so besonderes? Nun ja, das geschieht dem Hans und all' den anderen, die jetzt hier beten, auch einmal, wenn sie nicht ein barmherziger Baumstanim im Walde niederschlägt und von diesem Leben auf immer erlöst. Noch ein paar Stunden, dann hat's der Bauer hinter sich und es ist ihm wohl! Wie ftumpf er gegen alle Welt geworden war, dass empfand er selbst in einer schwülen Gewitternacht, als man an seine Thüre pochte nud ihm bedeutete, daß er den Geistlichen zum Versorgen begleiten sollte. Dieser Gang war ihm sonst immer eine Marter gewesen, biesmal war es ihm ganz gleichgiltig, obwohl er unten auf dem Vorplatz Hanst's jammernde Stimme gehört zu haben glaubte. Er fragte sich nicht, wem man die letzten Wegzehrungen zur himmlischen Reise geben wollte, sondern kleidete fich nothdürftig an und eilte mit dem Benefiziaten nach der Sakristei, wo er die Traglaterne anzündete und den Chorrock überwarf. Flackernd huschte das Licht der Kerze durch die Gräberreihen dahin, als er die Kirche verließ. Am schwarzumsponnenen Firmamente zuckte in weiter Ferne ein bläulicher Schein auf und ein dumpfes Grollen Cine furchtbare Angst sprach aus dem schweißbedeckten zog durch die Luft. Gefichte des Kranken, als er den Geistlichen gewahrte. Man Vorsichtig schritt der Priester hinter dem Lehrer. Er merkte es, er versuchte zu reden, aber nur ein leises Bucken trug in beiden Händen das mit einem weißseidenen, gold- der Lippen brachte er zu ftande. Dann stierte er ver- Ein greller Feuerschein flammte um alle Fenster der umfransten Mäntelchen bedeckte Allerheiligste und tastete zweiflungsvoll in die Delfunzel auf dem Tische, die sein den Bühel ins Dorf hinab. Fortwährend schwang Gattl verfallenes, gelbes Gesicht seltsam beleuchtete. die Glocke, deren schriller Ton in die dunklen Gehöfte Ihr tretet alle zurück und betet für den Sterbenden drang. An einigen Fenstern wurde Licht gemacht, man be um Gottes Gnade", befahl der Geistliche. gegnete halbgekleideten Gestalten, die andächtig niederknieten und das Kreuz schlugen. st nach dem Arzte geschickt worden?" fragte der Priester und trat an das Bett. Ja, scho lang." Stube. Gleichzeitig hieb ein Schlag herab, der das ganze Haus durchzitterte. Der Geistliche enthüllte das Sanktissimum. Als er die Hoftie in den zuckenden Mund des Bauern legte, leuchtete ein neuer Bliz auf; die Leute beteten nicht mehr. Da rafselte ein Wagen vor das Haus und nun kam wieder Bewegung in die starre Menge. Man hörte den Arzt die Treppe heraufkommen. An der offenen Thüre drängten sich die Neugierigen zusammen. Immer rumorte es auf dem Gange und auf " Was fällt Ihnen denn ein?" stieß der Geistliche leise der Treppe von polternden Menschen, die von der Straße hervor, als sein Begleiter immer geradeaus wanderte. Da heraufkamen. Jetzt fiel die zusammengeftaute Menge auf Gattl ergriff seine Laterne und stellte sich in die nad) links, zum Boiten hinüber!" die Knie, voran der Lehrer, der die Laterne neben sich Fensternische, wo er geduldig wartete, bis ihm befohlen stellte und mechanisch die Hände faltete. Finster sah er auf würde, wieder voranzugehen. Er sah auf die Bettstatt hin, das Bett, über das sich der Priester mit sanftem Gemurmel herabneigte. Auch das war dem Lehrer recht. Hätte ihn der Geistliche nicht gerufen, dann wäre er träumend so weiter gegangen, immer tiefer in die stockdunkle Nacht hinein, immer vor dem Santtissimum und dem Diener der Kirche, immer leuchtend und läutend, ziellos und gehorsam! Der Wirth begann ein Gebet aufzusagen und die An wesenden fielen im Chore ein, daß es schauerlich durch das wo der Doktor die Untersuchung beendete und mit näfelnder Stimme den Schlaganfall des Bauern nicht als direkt lebensgefährlich bezeichnete. Kalte Umschläge wurden verordnet und überdies empfahl der grämliche, alte Herr, " be= und so würde sich dieser Widerspruch vielleicht daraus erklären, Izeitung" hatte Herr Stöder über den Hammerstein- daß die Regierungsrepublikaner das neue Kabinet unverzüglich daß der Kaiser mittlerweile seine Ansicht geändert hat. Rr a ch geschrieben: angreifen und wenn möglich noch heute stürzen. Gelegenheit zu Das tommt auch vor. Die Deutsche Tageszeitung" nennt" Wer die Ereignisse jenes Zusammenbruches genau tennt, der einer Tadelskundgebung bieten das Programm, die beabsichtigte des Gesetzes gegen die Anarchisten, als wahrscheinlichen Nachfolger des Kriegsministers v. Bron- weiß, daß die Betheiligten erst lange nach den ersten Ent- Abschaffung fart bereits den Kommandeur des 11. Korps General hüllungen einen Theil der Vergehen und nur langsam die ganze sonders aber die Haltung der neuen Regierung gegenüber Rességuier fann nicht gezwungen v. Wittich. schreckliche Wahrheit erfuhren. Die allernächsten Verwandten dem Carmauxer Ausstand. und Freunde waren am meisten überrascht und erschüttert. werden, sich einem Schiedsspruch zu unterwerfen, Sie hatten in dem unglückseligen Mann einen Charakter ohne wird voraussichtlich widerstehen, woraus sich schwere Verwicke Flecken gefehen und sollten ihn nun plöglich für einen Verbrecher lungen ergeben können. Man erfährt, daß der oberste Kriegsrath, halten. Es ist doch entschuldbar, daß sie in unserer verleumdungs- der aus den für den Kriegsfall zu Heerführern bestimmten Genereichen Zeit nicht sofort glauben wollten, was durch Feinde in ralen besteht, in seiner nächsten Sigung, der ersten unter die Deffentlichkeit geworfen und schwer zu durchschauen war. Cavaignac's Borsit, die beiden Vorschläge des neuen KriegsTrogdem wird noch heute der Verdacht ausgesprochen, man ministers, die Verlegung des neunzehnten algerischen Armeekorps habe seit lange das verwerfliche Treiben gelannt, aber be- nach Frankreich und die Verschmelzung der Genietruppe mit der mäntelt; auch als es fund geworden war, habe man es leugnen Artillerie betreffend, vorbehaltlos verurtheilen werde. und beschönigen wollen. Das ist aber unwahr. Als die erfien Stimmung ist allgemein düster, man ficht flaren Thatsachen vorlagen, wollte niemand den Schuldigen Kammertampfe, Krisen und Neuwahlen voraus, erwartet aber auch von einer neuen Kammer eine gründliche Besserung der Lage. Der Ausschuß des Bundes der Landwirthe hat hiesigen Blättern zufolge am Montag Vormittag eine Sigung zur Vorberathung des Antrages Ranig über das Getreideeinfuhr- Monopol abgehalten. Der frühere Antrag Kaniz war vom Bunde der Landwirthe umgestaltet und in abgeschwächter Form bekanntlich in der vorigen Seffion vor den Reichstag gebracht; die damalige Niederlage hat die Herren nicht entmuthigt und so werden sie mit dem neuen Antrag in dieser Sigungsperiode vor die Voltsvertreter kommen. " " = decken." Die vera Darauf antwortet nummehr die Frankfurter Zeitung": Bürgerliche Wissenschaft. In der Abendausgabe " Kammerkämpfe, Krisen und Neuwahlen"! Warum Was soll das heißen, daß die Betheiligten erst lange nach der Magdeburgischen Zeitung" vom 2. November findet den ersten Enthüllungen einen Theil der Vergehen und nur nicht auch Bürgerkrieg? Die Straßen in Blut schwimmend? sich ein Artikel Karl Marx und die Ziele langsam die schreckliche Wahrheit erfuhren. Die ersten EntWenn die Herren Bourgeois es so toll treiben, kann der Sozialdemokratie" überschrieben, der einen hüllungen waren doch die Enthüllungen der Ver- es allerdings sofort zu Neuwahlen kommen. Und das ist Vortrag von Professor Warschauer im National geben. Stöcker selbst hat ja in öffentlicher Erklärung zuge- die Lösung, die von unseren Genossen in liberalen Verein zu Berlin wiedergiebt; in der Form stellt standen, daß er seit Beginn des Frühjahrs die Ueberzeugung von Frankreich algemein gewünscht wird. Sie hoffen die Zahl er sich nicht als ein referirender Versammlungsbericht, der Schuld Hammersteins gewonnen und als Freund und Seel- der sozialistischen Stimmen und Mandate zu sorger auf ihn eingewirkt habe. Andere haben es früher gewußt, sondern als eine durchgearbeitete Darstellung der Ansichten wenn auch im Laufe des Mai und Juni zu dem, was man schon b oppeln. des Herrn Warschauer dar. In diesem Artikel wird ihm wußte, die Kenntniß neuer Verbrechen hinzugekommen sein mag. baß der Deputirte Guinesse zum Minister der Kolonien Eine Depesche aus Paris von heute Nachmittag meldet, folgender horrende Unsinn in den Mund gelegt: Die fecke Redseligkeit des Herrn Stöcker scheint es nicht erwarten Nach der Werththeorie von Mary ist jede Waare ein Arbeits zu können, daß der Beweis der Mitwissenschaft einzelner Kon- ernannt ist. Das war der einzige noch zu besetzende produkt, für dessen Werth die zur Herstellung verwendete Arbeits- fervativen und der theils schwächlichen, theils schlimmeren Duldung Posten. zeit den Maßstab bilden soll. Der Werth ist vergegenständlichte des genügend erkannten Mannes öffentlich erbracht wird. Ihm Arbeit. Das Geld hat nach Mary geistreichen Untersuchungen scheint, in seiner Sucht abzuleugnen, sogar das Verständniß da Zur oftafiatischen Krisis. Auf die Veröffentlichung eine doppelte Funktion, indem es einerseits als Werth für zu fehlen, daß auch politische Gegner nicht leichten Herzens des russisch- chinesischen Geheimvertrages durch englische meffer, andererseits zur Kapitalbildung dient. zur Kapitalbildung dient. Profeffor sonst unbescholtene Männer durch die Gemeinschaft mit einem Blätter antwortete die russische Regierung, nachdem sie den Warschauer erläuterte dies an einem bestimmten Beispiel. flüchtigen Verbrecher kompromittiren. Will Stöcker etwa be- Geheimvertrag, ihrer alten Praxis getreu, fühn abgeleugnet Wenn jemand für 500 Mart Strümpfe erwirbt streiten, daß der sittliche Lebenswandel Hammerstein's hatte, durch einen England heftig angreifenden Artikel im und diese wieder für 580 Mart verlauft, mehreren feiner tonservativen Freunde genau Regierungsboten". Der Artikel wurde in seinen Hauptso bilden die überschießenden 80 Mart nach bekannt war, daß über einzelne seiner Verbrechen und Verstellen von der ebenfalls amtlichen russischen Telegraphen Mary einen Mehrwerth, der zu Unrecht den gehen schon in den Wintermonaten das Komitee der Hinterher jenigen entzogen wird, die die Waare ge- Kreuz- Zeitung" au berathen hatte, und daß diejenigen ehren- Agentur nach allen vier Winden verbreitet. fchaffen haben, und der nur zur Kapitalwerthen Ronfervativen, die auf die sofortige Entfernung des ge- wurde dann behauptet, der Artikel stehe im nichtamtlichen bildung beiträgt. Die Mehrwerth aber werde zum Druck nügend erkannten Mannes drängten, damit nicht nur unterlegen, Theil des Regierungsboten" was richtig ist und sei auf den Arbeitslohn oder zur Ausbeutung der phyfischen Ar- fondern auch in eine sehr schiefe Lage gekommen sind. Weiß ohne jegliche politische Bedeutung. Auch das gehört zur alten beitskräfte durch lange Arbeitszeit benußt und dieser fapitalistische Herr Stöcker nicht, daß konservative Parlamentarier, die ihm sehr russischen Diplomaten- Praxis. Produktionsprozeß" übe einen lähmenden Einfluß auf alle Ver- nahe stehen, von Hammerstein schon um Ostern herum als Nachträglich stellt es sich heraus, daß die Verbreitung hältnisse aus und bedinge, daß die Mehrzahl der Menschen sich von einem Spizbuben gesprochen haben, und daß um die des Artikels durch die russische Telegraphen Agentur auch in elender Lage befindet." selbe Zeit in intimeren konservativen Kreisen die Hoffnung, daß einem gemeinen Börsenmanöver gedient und daß das Nach dieser kindischen Verwechselung von Kapitalistischem Sammerstein durch Selbstmord oder Flucht die Partei erlösen Wolff'sche Telegraphenbureau, wie die Frankfurter Zeitung", Mehrwerth und kaufmännischem Profit werde, das Tagesgespräch bildete. Das alles find Dinge, die wird dann folgende, die Marristen für jetzt und alle jeden Augenblick durch Zeugen erwiesen werden können und er in solchen Dingen gewiß eine Autorität, des näheren nach Folgezeit vollkommen vernichtende Widerlegung " wiesen werden müssen. Die ganze konservative Partei der Mit- weist, hierbei keine ganz schöne Rolle gespielt hat. Die Verwissenschaft oder gar einer Mitschuld zu zeihen, wäre ungerecht. bindung der Börse mit der Diplomatie ist beiläufig eine vom Stapel gelassen: Die Saltlosigkeit der Mehrwerth theorie läßt sich dadurch Eine solche Berallgemeinerung fingirt Herr Stöcker nur zum alte Gepflogenheit- namentlich in despotischen Staaten. Zweck der von ihm unternommenen Vertheidigung. Weiß Herr Natürlich bleibt man in England die Antwort auf die darthun, daß man ihr eine Minderwerttheorie entgegensetzt. Stöcker vielleicht, wer in den Berliner Kunsthandlungen alle russische Anrempelung nicht schuldig. Ein konservatives Blatt, Wenn z. B. bei dem vorerwähnten Verkauf von Strümpfen die Bilder aufgekauft hat, die ihn gemeinschaftlich das zu offiziösen Mittheilungen benutzt wird: der 80 M. verloren wären, dann müßten diesen Verlust mit seinem Freunde Hammerstein darstellen? Weiß er vielleicht, nachträglich noch die Arbeiter tragen. Mary hat die Zwischenstufe zwischen Fabrikation und Absatz übersehen: daß zur Zeit noch von Verwandten Hammerstein's Beugen" Observer", giebt den Vorwurf der Doppelzüngigkeit den Unternehmer, der mit seiner persönlichen Züchtigkeit und beeinflussungen versucht werden, und daß eine Verbindung an Rußland zurück und schließt mit der Erklärung, daß wischen einzelnen Konservativen und dem England, auch wenn es ganz allein zu fechten" hätte, in wie durch einen Zwischenruf aus der Versammlung mit recht Hüchtigen Manne auch jetzt noch höchst wahrscheinlich ist. Daß Ostasien nicht vor Rußland und auch nicht vor einent betont wurde, auch wiederum durch eine Arbeitsleistung den Er gerade Stöcker den moralischen Lebenswandel Hammerstein's russisch- französischen Zweibund einen Zoll breit zurück. zeugnissen erst Absah schafft." Da nach dem uns vorliegenden Bericht der National- gekannt hat, ist unseres Wissens nicht behauptet worden. Wes- weichen werde. halb tritt er gerade in diesem Punkte als Vertheidiger auf. Er Das sind vorläufig nur Worte, allein dieser Federkrieg Beitung" Profeffor Warschauer diesen Blödsinn anscheinend kann das anderen überlassen, die Gelegenheit dazu haben werden. zeigt doch, wie hochgradig die Spannung zwischen den Res nicht gesagt hat, so haben wir es hier also mit dem Ihn dürfte speziell nur die Unterschlagung des fo. zeigt doch, wie hochgradig die Spannung zwischen den Rebedeutungslosen Elaborat irgend eines armseligen Schmods genannten Stöderfonds und die Rolle, die er dabei gierungen Rußlands und Englands ist. zu thun, zu dessen Mitschuldigen sich die Redaktion der gespielt hat, angehen." " Magdeburgischen Zeitung" gemacht hat. Prof. Warschauer Herr Stöcker und die Seinen sind nie um eine Ausmag sich bei dieser bedanken, wenn er in den Ruf gelangt, rede verlegen. Auf unsere Veröffentlichung des Fatsinriles dem Gebiete der politischen Dekonomie ein ähnlicher des Stöderbriefes reagirt das" Volt" mit folgenden Be 3gnorant zu sein wie Freiherr v. Stumm. merkungen: Was wußten Hammerstein's Freunde? In seinem Es ist sehr bezeichnend für das Vorgehen des sozialdemoIn eigener Sache. Berufenen und unberufenen letten Artikel in der Deutschen Evangelischen Kirchen- tratischen Blattes, daß es bisher den Brief nur unvollständig bekannt gegeben hat. Der Schluß des Briefes, der jetzt Fragern bezüglich unserer Stellung zur Agrar Reso. zum ersten Male bekannt wird, lautet: Lution des Breslauer Parteitags erklären Ich möchte Sie bitten, laffen Sie die Artikel jedenfalls bis wir hiermit, daß die Begründung und der Wortlaut der zu Ihrer Rückkehr und einer gemeinsamen Besprechung. Die Stunde Resolution von den Redaktionsmitgliedern des Vorwärts" kommit schon, in der wir den Aufsatz:„ Es ist System darin" sehr verschieden beurtheilt werden, daß wir aber einig Moment ist Schweigend. h. nur in diesem Punkte- Gold fordern, auf welche die Beschlüsse der höchsten Parteis vom Stapel laffen. Ich gebe Ihnen völlig recht, aber im darin sind, für Kongreßbeschlüsse diejenige Achtung zu und Reden nicht einmal Silber. " " " während er sich ärgerlich nach allen Seiten umfah, die größte Ruhe für den Kranten. Es ging also doch nicht so rasch mit dem Boiten, wie ihm der Lehrer gewünscht hatte, und er kann noch oft gemartert werden, bis er verschwinden darf. Mit solchen Gedanken leuchtete Gattl dem Priester ins Pfarrhaus zurück, wo er eilig sein Fenster schloß, weil der losbrechende Gewitterregen wie mit Beitschenhieben hereinklatschte. * Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß ein Gerücht in Umlauf gesetzt ist, Japan habe mit den Russen einen Geheimvertrag geschloffen und überliefere ihnen Port Arthur für das Protektorat von Korea. Das Gerücht ist zu unsinnig, um einer Widerlegung zu bedürfen. Mein Auffaz: Ja man hätte früher etwas thun follen" Instanz Anspruch haben, und daß wir deshalb die Art und kommt nächstens." Weise, wie die bayerische Rammerfraktion sich dem Agrarbeschluß des letzten Parteitags ostentatio entgegengestellt hat, im Interesse der Parteidisziplin mißbilligen müffent. Daß der Vorwärts" den Schluß bisher verschwiegen hat, läßt darauf schließen, daß er eine Abschwächung der Wirkung des übrigen Briefes davon befürchtet. In der That geht das System getroffen wiffen wollte. Sätte Stöcker, wie bösdaraus hervor, daß Stöcker nicht die Person Bismarcks, sondern willige Ausleger des Briefes behaupten, damals den Kaifer gegen Bismard persönlich einnehmen wollen, so hätte er sicher nicht das Schweigen als das beste Mittel empfohlen." * Deutsches Reich. von Beitungen diesseits der Mainlinie fein besonderes Die Deutsche Volkspartei hat mit der Kaperung Glück. Die Volts Zeitung" verwahrt sich dagegen, das Blatt In den folgenden Tagen hörte er überall zischeln von der wunderbaren Errettung Boitens, von seiner fortschreiten den Genesung und von der Bekehrung des reichen Bauern, den der Geistliche fleißig besuchte. Am nächsten Sonntag konnte das Kirchlein die zahllosen Menschen kaum faffen, die herbeigeströmt waren, um der vernichtenden Predigt zu Daß aus dem Briefe anfangs in der Nummer vom zu sein, dessen Anschluß bevorstände. Sie wolle nach wie vor die lauschen. Alle Schrecken der ewigen Verdammniß wurden 5. September d. J. nur der mittlere Haupttheil, aber selbst- demokratischen Ideen fördern, aber keiner bestimmten Partei da auf die Gottlosen herabgewettert. verständlich wortgetreu, abgedruckt wurde, fonnte dienen. Bleibt also nur das Kleine Journal", das seinen Nicht wenig befriedigt saß darauf der Priester mittags jedermann, auch Herr Stöcker, aus der Fassung des Anschluß bisher wenigstens nicht desavouirt hat. Aber bei Tisch. Er hätte gerne mit dem Lehrer eine Unter- veröffentlichten Theiles, der mit.....( die Fortlassung unbequem ist es auch so schon der Partei, die es zu beglücken haltung angeknüpft, als er jegt sein Messer wegte und in anzeigenden Punkten) schloß, deutlich erkennen. Der gedenkt. Die Frankfurter Zeitung" druckt unsere Bemer den grellen Augusttag hinausblickte, das merkte Battl recht Anfang wurde auch noch nachträglich mitgetheilt. Die fungen über Dr. Leipziger's drohenden Anschluß an die Deutsche gut, aber der Lehrer ging nicht darauf ein, sondern hielt Fortlassung geschah, weil es sich da um ganz nebensächliche Volkspartei ab und fügt hinzu: ( ,, Es muß selbstverständlich jedem Blatte überlassen bleiben, die flache Hand vor die Augen, weil ihn die sengend Dinge handelte. Daß es Stöcker auf persönliche Verhezung herniederbrennende Sonne gar heftig blendete. durch Hintertreppen- Politik ankam, geht doch zu deutlich Eben hatte die Haushälterin des Benefiziaten, eine alte, aus dem ganzen Briefe selbst hervor, als daß nachträgliche mürrische Person, die Suppe abgetragen und die beiden Ausreden daran irgend etwas ändern könnten. saßen sich am gedeckten Tisch in gewohnter Schweigsamkeit unsere Berner Genossen haben für die Nationalgegenüber. Einige Minuten vergingen. Plöglich kam die Fräulein Minna, wie man die rathswahl im sechsten eidgenössischen Wahlkreis der Pfarrerstöchin allenthalben nannte, in großer Aufregung als sozialdemokratischen Kandidaten aufgestellt. Wie wird's zur Thüre herein und schob eine Bauerndirne vor sich her. da unseren Justizministern und tutti quanti Muthe? Der Lehrer erkannte die Magd vom Forsthaus, die dicke Nachbarin! Euer Fläschchen! Marie. So, da richt'st Du's selber aus, was D' sagen sollft, i versteh Di net!". Was giebt es denn?" fragte der Geistliche, und legte das Messer beiseite. Das Mädchen that sehr verlegen: " rüber komma zu uns." " Jeht? Zur Mittagszeit?" Was soll er da?" welche Ansichten es zu vertreten gedenkt. Wir bezweifeln jedoch sehr ernsthaft, daß das„ Kleine Journal" in feiner heutigen Zusammensetzung in der Lage ist, seinen Eintritt in die Voltspartei in besonders feierlicher Weise zu vollziehen, wie es nach der An fündigung im Beobachter" scheinen tönnte. Die Red. d. Franff. 3tg.") Ob Dr. Leipziger diese Pille wohl mit Auftand herunterwürgen wird? -Ein neues Opfer scharfschießender Militärs posten. Aus Königsberg i. Pr. wird gemeldet: In der Das Ministerium Bourgeois tritt geute vor die Nacht vom Sonnabend auf Sonntag wurde ein Poften, welcher an der Pionierkaserne vor dem Sackheimer Thor Wache hielt, französische Kammer. Noch im ufe des Tages von mehreren Personen, die gestern zur Kontrollversammlung er werden. Telegramme mit dem Inhalt der ministeriellen schienen waren, beschimpft. Als nach ihm mit Steinen geworfen Programm Erklärung hier eintreffen Da die Depeschen wurde, gab er Feuer, wobei ein Tumultuant durch einen aber meist erst spät abends fommen, so rathen wir dem Schuß in die Brust getödtet wurde, ein zweiter Der Herr Förster hat g'sagt, der Herr Lehrer soll glei' Leser, die nach Schluß der Redaktion gedruckten erhielt einen Streiffchuß quer über die Brust und Telegramme genau rchzulesen. Wie es heißt, ist das wurde schwer verlegt nach dem hiesigen Elisabeth- Krankens neue Minifterium für Abschaffung des Anarchist enbaus übergeführt.Wie oft wurde nicht schon Protest eingelegt dagegen, daß Herr gesetzes. Posten mit geladenem Gewehr vor irgend welchen staatlichen Die sogenannte Ordnungspresse ist ganz außer sich Gebäuden auf offener Straße aufgestellt und mit der Jnstruktion vor Wuth, daß ein Kabinet am Ruder ist, welches seine versehen werden, unter Umständen von der tödtlichen Waffe GeMission nicht darin erblickt, die Arbeiter zu Knebeln. Sie brauch zu machen! Thut nichts, es wird weiter fort geschoffen. schreien Beter und verlangen den sofortigen Sturz der Dortmund, 8. November.( Eigener Bericht.) Am Dienstag, Radifalen". Der Pariser Korrespondent der Vosfischen 5. November, findet die Stich wahl zwischen unserem GeBeitung", mit deffen tapitalistischem Fanatismus wir uns noffen Lütgen an und dem Kommerzienrath 11er statt. schon zu beschäftigen hatten, telegraphirt heute: Die Nationalliberalen des Dortmunder Kreises scheinen eine Paris, 4. November. Die, Débats" billigen den Gedanken wahre Elephantenhaut zu besitzen, denn nachdem ihr Möller vieler Gemäßigten nicht, das Ministerium Bourgeois den Beweis bereits zweimal aus dem Reichstag hinauskomplementirt wurde, feiner Unmöglichkeit selbst führen zu lassen, sondern verlangen, haben sie sich auch bei der letzten Hauptwahl nicht ges „ Es is der Herr Minister da und der Herr... Erzbischof." Kopfschüttelnd blickte die Haushälterin auf den Benefiziaten, der sich erhoben hatte. „ Ein Minister?" a." " Und ein Erzbischof soll bei Euch. bei Euch im Forsthause sein?" ' fagt hab'n fie's," sagte Marie, der der Aufenthalt in diesem Zimmer entschieden nicht sehr behaglich war. ( Fortfehung folgt.) " | Da die Fassung scheut, wiederum biefelben schäbigen Brattiken in An- feignissen in Carmaux wiederum die Herrschenden Klaffen und die Berbindlichkeiten; um nicht eine völlige Deroute einreißen zu wendung zu bringen, welche die Dortmunder Mahlkämpfe Regierung den Arbeitern die Bewegungsfreiheit im wirthschaft laffen, hat die türkische Regierung fich genöthigt gesehen, ein vier bisher berüchtigt gemacht haben. In einer ihrer Hochburgen, lichen Leben haben nehmen wollen; tros des Gesetzes über die monatliches Moratorium für alle alle aus Börsengeschäften in Wickede, haben sie die Unverschämtheit soweit getrieben, Gynditate von 1884 betrachtet man den Streit, der ein legales entstandenen Forderungen festzusehen. im Schullokal, das als Wahlbureau diente, eine Schnapsschente Mittel der Arbeiterschaft zur Sebung ihrer Lage ist, als ein des Moratoriums übrigens etwas untlar ist und Vollzugszu etabliren. Jeder ankommende Wähler wurde auf dem Flur Verbrechen und stellt, um ihn zu hindern, die öffentliche Gewalt verordnungen noch nicht bekannt gegeben sind, so wird auch der von den Nationalliberalen in Empfang genommen und in ein, in den Dienst der Unternehmer. Die Ministerien folgen ein Versuch gemacht, es auf Waarenforderungen u. f. w. ausdem Wahlbureau gegenüberliegendes Klassenzimmer geleitet. Hier ander, aber die Macht befindet sich immer in Händen der An- zudebnen. Die Ottomanische Bant selbst macht sich diese Untiars erhielt er den ,, richtigen" Stimmzettel und einige gehörigen derselben Klasse, und der Rampf gegen das Pro- heit theilweise zu nutze. Sie wurde in den letzten Tagen mit Wahlschnäpse", um dann solchermaßen gestärkt, den letariat wird stets mit derfelben Heftigkeit geführt. Carmaux ist Forderungen nach Gold fast gestürmt; da aber schon einige Weg nach dem Wahlzimmer anzutreten. Die Stimmzettel- nur eine Episode in dem Kampf gegen die Arbeiterorganisationen: Goldschiffe unterwegs sind, so wird sie voraussichtlich glücklich Vertheiler der sozialdemokratischen Partei und des Zentrums im Jahre 1898 hob er an mit der gewaltsamen Schließung der über die Fährlichkeiten hinwegkommen, wenn nicht der Ausbruch wurden unter Androhung von Prügeln aus dem Hausflur ver- Arbeiterbörse in Paris; dann versuchte man die Synditate der einer allgemeinen Revolution die Lage völlig verändert. Aus wiesen. Man macht sich überhaupt," so schreibt die ultra- Bergleute des Nord und des Pas de Calais zu zerstören; den allen Theilen des Ottomanischen Reiches liegen wieder die bemontane Tremonia" über diese Vorgänge, feinen Begriff davon, Eisenbahnarbeitern versuchte man das Recht zum Streit zu fannten Meldungen vor von Aufständen und Gräueln aller mit welchen Ausdrücken die Stimmzettel- Bertheiler des Zentrums nehmen, ebenso wie den staatlichen Arbeitern in Zündholzfabriken, Art. Vorläufig jedoch scheint noch die Regierung Herrin der und der sozialdemokratischen Partei belegt wurden." Ein den Arfenalen und den anderen staatlichen Betrieben; schwere Situation zu sein. Nationalliberaler fam bereits total betrunken und bewaffnet Verurtheilungen regneten auf die Arbeiterorganisationen und ihre mit einer langen, mit einer Kette versehenen Latte an, mit der er Vertreter herab. Um gegen alle diese Angriffe start und gerüstet werden aus den verschiedensten Theilen Kleinasiens gemeldet. Rämpfe zwischen Armeniern und Zürken drohte, die sozialdemokratischen Stimmzettel- Bertheiler in Grund zu sein, muß eine alle Arbeiter des Landes umfassende Organi a ist ein förmlicher Nassenkrieg und Raffentriege sind immer und Boden zu schlagen. Dieser Mann wurde von den gebildeten" fation geschaffen werden. Dem Egoismus der Gegner muß die fehr erbittert- namentlich wenn ihnen eine so lange Ver Herren mit Schmunzeln empfangen und ihm weitere Schnäpse Solidarität der Arbeiter entgegengestellt werden. Unterzeichnet hegung vorausgegangen ist, wie in diesem Fall. Die Herren verabfolgt. Ein anderer Nationalliberaler, ein Herr Dr. ist der Aufruf von etwa 60 Arbeiterorganisationen. Diplomaten, die den Brand entfacht haben, um ihre Teufels. Mittelschulte, schlug einen unserer Genossen, der ihm an ständig einen Zettel anbot, mit voller Wucht auf die pand. Auf fuppen daran zu fochen, haben eine schwere Schuld auf fich gedie Borhaltung des Geschlagenen erwiderte der gebildete Herr laden, allein diese Herren befizen ein weites und elastisches Doktor: Gewiffen. ข " Kommen Sie mir noch einmal mit einem solchen Wisch, dann schlage ich Sie in die Fresse!" Die Erregung über dieses Verhalten der Nationalliberalen ist unter der Wählerschaft sehr groß, davon konnte man sich in allen von unserer Partei veranstalteten Wählerversammlungen überDas sozialdemokratische Wahlfomitee hat bekannt gemacht, daß die im Kreise zur Betreibung der Wahlagitation anwefenden Reichstags- Abgeordneten Gerisch, Molkenbuhr und Schumacher auch am Tage der Wahl noch anwesend fein werden, um sich durch den Augenschein von der nationalliberalen Wahlmache zu überzeugen. Bulgarien. " Die Taufe des Prinzen" Boris ist das offizielle Tages. ereigniß. Bei fürstlichen Personen entscheidet bekanntlich, wie auch bei fürstlichen Ghen, die Staatsraison, und die russische Staatsraison, die jetzt in Bulgarien herrscht, fordert, daß der Bring" griechisch- katholisch getauft werde. Papa Ferdinand, ber sehr römisch- katholisch thut, fträubte sich lange dagegen, scheint aber jetzt entschloffen zu sein, seinem Lande" dieses Opfer" zu bringen. Wenn Paris weiland eine Messe werth war, warum Bulgarien nicht eine Taufe? " Amerika. - Wahlen im Staate Massachusetts. Die So zialistische Arbeiterpartei von Massachusetts erwartet dieses Jahr einen bedeutenden Stimmenzuwachs, da die alten Parteien fast gar kein Interesse beim Bolt erwecken konnten. Zwar haben die Politiker versucht, den alten Religionshaß wieder aufzuwärmen, aber das wird nicht so recht ernst genommen, vielmehr als ein statt. Die Sozialistische Arbeiterpartei erhielt voriges Jahr politischer Kniff betrachtet. Die Wahl findet am 5. November 3104 Stimmen. Der diesjährige sozialistische Kandidat für den Gouverneurposten ist der Bigarrenmacher Morih Ruther von Holyoke. Aus Sofia wird in dieser Frage" unterm 4. November telegraphirt: Wie das ruffophile Blatt„ Staraplanina" meldet, hat Prinz Ferdinand den Ministern erklärt, er werde den Prinzen Boris orthodox taufen laffen, falls die Sobranje, welche er als den Ausdruck des Willens der Nation betrachte, es fordern sollte, -In bezug auf den Denunzianten Fröhlich er sei damit einverstanden, daß die Taufe am 18. Januar( a. St.) aus Leipzig erhalten wir von dem Pfarrer Schulte, Bor 1896, als dem Geburtstage des Prinzen Boris, stattfinde. Gin über außergewöhnliches agitatorisches Material. Darunter find Die Sozialistische Arbeiterpartei von Massachusetts verfügt fizenden des Evangelischen Arbeitervereins zu Leipzig, folgende anderes Blatt bestätigt das angegebene Datum und fündigt für 30. Oktober" der Denunziation des Schleifers Ernst Fröhlich in geben werde. Die Regierungskreise verhalten sich diesen Angaben Zuſchrift:" In Nr. 255 des Vorwärts" ist unter" Leipzig, diesen Tag ein Manifest an, welches die vollzogene Taufe bekannt B. Frau Martha Moore Avery und Frau S. H. MerriLeipzig- Plagwih gedacht mit der Bemerkung, daß pp. Fröhlich gegenüber refervirt und geben nur den grundfäßlichen Entschluß Mitglied des Evangelischen Arbeitervereins sei und durch die des Prinzen Ferdinand zu. Vermittelung eines Pastors in die Fabrit von Rud. Sack eingestellt worden sei. Ich erkläre demgegenüber, daß pp. Fröh lich bereits 1893 aus dem Evangelischen ArbeiterUeber den Verlauf des Streits auf der verein ausgeschlossen worden und daß seine Rorsintinschen Spinnerei und Weberei in Anstellung bei Rud. Sad nicht durch Vermitte. Jaroslaw, über welchen der Vorwärts" schon einige kurze Iung eines Pastors geschehen ist." Die Verurtheilten im Fuchsmühler Prozek, Gastwirth E. Linder und Genossen, die gegen das auf Bestrafung wegen Landfriedensbruch lautende Erkenntniß der Strafkammer des bayerischen Landgerichts Weiden Revision eingelegt batten, find damit vom Reichsgericht abgewiesen worden. Die Rechtsmittel in diesem Prozeß sind damit erschöpft und die Fuchsmühler, die gegen den Buchstaben des Gesetzes gefehlt hatten, wo ihnen das höchste natürliche Recht zur Seite stand, müssen nun die Folgen ihrer Handlungen tragen. Und das von Rechts wegen. Ober Staatsanwalt Rassiga in Colmar ift zum Unterstaatssekretär der Justiz im Ministerium für Elsaß Lothringen als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Ein ehemaliger Staatsanwalt als Leiter der Justiz that da gerade noch noth. Unterstaatssekretärs Dr. Hofeus ernannt worden. Rußland. beide sehr gute und geschulte Redner. In der Agitation ist viel geleistet worden. Auch steht zu erwarten, daß verschiedene Sektionen sich an den im Dezember stattfindenden Lokalwahlen betheiligen werden. In Holyoke hatten die Genossen schon voriges Jahr in einer Ward( Wahlbezirk) ein selbständiges Ticket aufgestellt, doch wurde ihr Kandidat für den Stadtrath mit wenig Stimmen Mehrheit geschlagen, weil beide der alten Parteien sich gegen die Sozialisten vereinigten. Die Holyoker Genossen werden aber wiederum auf dem Kampfplay erscheinen. Neue Spanische Blätter bringen die Meldung von neuen TruppenTruppensendungen nach Kuba. unverzüglich abgehen. In Kuba scheint sich die Lage noch nicht fendungen nach der aufständischen Insel, 35 000 Mann follen zu gunsten der Spanier verändert zu haben, da neuerdings starte Haufen von Aufständischen in der Provinz Pinal de Rio sich gezeigt haben; in mehreren Scharmügeln sind angeblich die spanischen Truppen siegreich gewesen. Mittheilungen gebracht hat, erhalten wir aus Rußland jezt einen ausführlichen Bericht. Die Unzufriedenheit der Arbeiter dieser Fabrit, welche eine der größten in Rußland ist( sie beschäftigt 4238 Arbeiter und 3208 Arbeiterinnen), batirt von dem Jahre 1891, feitdem ein gewiffer ein gewisser Feodorow Direktor der Fabrit ernannt worden. Im Gegensatz zu feinem zum Vorgänger, einem Engländer, führte Feodorow das System der Strafabzüge für mangelhafte Arbeit in so unbarmherziger Weise durch, daß die Spinner statt der früheren 60 nur 40 m. und die Weber statt 40 nur 30. im Monat verdienten. Die Straf: abzüge vermehrten sich insbesondere im Frühling dieses -Aus Mexico. Die Newyork World" veröffentlich Jahres, da infolge der Bertheuerung der Baumwolle die haben mußte, daß die Maschen und Knoten in ben von Teracapa zehn Berfonen auf Befehl des Richters Direktion den Arbeitern schlechteres Material gab, was zur Folge eine Depesche aus Pachuca, wonach in dem Gefängnisse zu ben Arbeitern fertig gestellten Produkten, also auch die Straf als Reger lebendig verbrannt wurden. Der Richter abzüge von ihrem Lohne sich vermehrten. Am 7. Mai wurde gab an, den Auftrag von Gott empfangen zu haben; er ließ die den Arbeitern durch einen Anschlag eine neue Lohnverkürzung Unglücklichen aus den Betten reißen und nach dem Gefängnisse angekündigt: den Spinnern sollte der Akkordlohn um 71/2 pet schleppen, dort schloß er sie ein und legte Feuer an. Der Brand Deutsche Häringsfischerei. Während bisher gekürzt werden und den Webern wurde die Breite des zerstörte das Gefängniß vollständig. Die Bevölkerung von die Nordsee von deutschen Fischern wirthschaftlich am wenigsten für einen bestimmten Lohn verlangten Gewebes erhöht. Legacapa, von religiöser Manie beherrscht, ließ den Vorgang geausgebeutet wurde, und die Beute ihrer reichen Fischgründe im Dieser Vertragsbruch seitens der Direktion, welche vor schehen. Es haben zwanzig Verhaftungen stattgefunden; die Jahresbetrage von ca. 600 Millionen Wart überwiegend Ostern mit den Arbeitern einen Vertrag unter den alten Untersuchung ist eingeleitet. fremden Händen, hauptsächlich Engländern und Holländern, zu Bedingungen geschlossen hatte, bewog die Spinner, sofort die gefallen sind, zeigen sich jetzt auch in deutschen Küstenorten die Arbeit einzustellen. Ihnen schlossen sich die Weber und fast Anjänge eines großkapitalistischen Fischereibetriebes. fämmtliche Arbeiter der Fabrit an. Als die Behörden von diesem intereffanten Beweis dafür liefern die Zahlen des soeben publi- Greigniß benachrichtigt wurden, rückte sofort das Militär mit Die Agitation auf dem Lande haben die Parteigenoffen zirten Emdener Handelskammer- Jahresberichts, in dem es dem Gouverneur Friede an der Spitze vor die Fabrik. von Halle a. S. im vergangenen Jahre, trotzdem ihnen in den heißt: Die Emdener Häringsfischerei- Aktien Gesellschaft kann Nachdem die Deputation der Arbeiter, welche dem Gouverneur umliegenden Ortschaften fast teine Säle zur Verfügung standen, wiederum auf ein außerordentlich günstiges Betriebsjahr zurück- Friede ihre Wünsche vortragen wollte, verhaftet worden, sehr lebhaft betrieben. Sie verbreiteten, wie der Vertrauensmann blicken. Es wurden in handelsüblich gepackten Tonnen ange- wollten die versammelten Arbeiter ruhig auseinandergehen, in einer Parteiversammlung berichten fonnte, allein 70 650 Flugbracht im Jahre 1894 mit 22 Schiffen 28 405 Tonnen, alfo per wurden aber daran von den Soldaten verhindert, welche ihnen blätter und etwa 20 000 Exemplare des„ Volksblatt". Schiff 1291 Tonnen Häring gegen 20 Schiffe mit 22 944 Tonnen mit den Gewehrkolben Hiebe versetzten und, als die dadurch in in 1898.Aufregung gebrachten Arbeiter die Kette der Soldaten durch- Kapitulirt. Die Vertreter des Ortsverbandes der Hirsch brochen hatten, gab ein Offizier den Soldaten den Befehl, eine Duncker'schen Gewerkvereine Magdeburgs haben beschloffen, Schußfalve auf die sich entfernenden Arbeiter abzufeuern. Ga von einer offiziellen Betheiligung an den demnächst stattfindenden Wiener Bürgermeister wahl. Die Entscheidung wurden dabei ein Arbeiter, eine Frau und ein Kind getödtet Gewerbegerichts- Wahlen Abstand zu nehmen.- Sie überlaffen über die Beſegung des Bürgermeisterpostens in der österreichischen( die beiden letzteren traf die Kugel durch das Fenster des Hauses, also unsern Genoffen den Platz ohne Kampf, einerseits wohl in Hauptstadt ist immer noch nicht gefallen, da die Bestätigung in welchem sie sich befanden) und 18 Arbeiter verwundet. Der zutreffenden Vermuthung, daß die Arbeiterinteressen im GeDr. Luegers durch das Ministerium noch aussteht. Die Liberalen Aus den Akten des Untersuchungsrichters ist zu ersehen, daß alle werbegericht von Sozialdemokraten viel energischer vertreten ſezen in letter Stunde nochmals alle Hebel in Bewegung, um Wunden im Rücken erhalten find. Nach Vollbringung dieser werden, als das von Zöglingen des Herrn Dr. Max Hirsch zu die Bestätigung zu hintertreiben. Sie wollen damit zugleich das Heldenthat tehrten die Soldaten mit einem Siegesgefang in die erwarten wäre, andererseits in der Gewißheit, daß sie mit ihren Maß ihres Einflusses auf den neuen Ministerpräsidenten Grafen Raferne zurüd. Kandidaten doch nur einen tüchtigen Reinfall erleben würden. Babeni erproben. Die Antifemiten sind übrigens auch nicht faul in ihrer Agitation und haben sich zur Unterstützung ihrer Sache Ahlwardt aus Berlin verschrieben. Wenn das nicht hilft?! Desterreich. Schweiz. Einen Partei- Nachrichten. fratischen Vereins für Altona gab der Kassirer folgenden Parteifinanzen. In einer Versammlung des Sozialdemo Raffenbericht: Die Einnahme betrug 3679,81 M., die Ausgabe 1062,10 M., mithin verblieb ein Kassenbestand von 2617,71. 1500 M. wurden zur Landagitation bewilligt. Die Vers samulung beschloß noch, den Bezirkskassirern von ihren Ein nahmen 71/2 pet., mindestens aber 50 Pf. wöchentlich als Entschädigung für ihre Mühewaltung zukommen zu lassen. wird Gnde November in Bern abgehalten. Der Parteitag der schweizerischen Sozialdemokratie wird Ende November in Bern abgehalten. Eine andere Deputation der Arbeiter, welche bei Jgumnow, einem der Besißer der Fabrik vorsprach und die Wiederherstellung der alten Löhne, wie sie früher bezahlt wurden, die Entfernung des Direktors Feodorow und seines verhaßten Gehilfen Schtschapow und die Ernennung des bei den Arbeitern beliebten Haupt-Steuerreformen. Der Züricher Bauernbund stellt mechanikers, des Engländers Dehm zum Direktor, forderte, wurde ein Jnitiativbegehren an die kantonale Regierung, über die Ab- auch verhaftet. Im ganzen befinden sich bis jetzt noch 150 Aränderung von Bestimmungen des Steuergesetzes. Nach Meinung beiter im Gefängniß, 2000 find von der Fabrit entlaffen und der Züricher Bauern wären Gründe genug vorhanden, das ganze aus Jaroslaw ausgewiesen worden. Dehm, welchen die Arbeiter Steuergesetz so umzugestalten, daß, abgesehen von einer Aftiv- zum Direktor haben wollten, und noch einige Engländer sind bürgerſteuer, alle Steuern in eine Einkommensteuer zu auch aus Jaroslaw ausgewiesen worden. Vom Dienst wurden sammengefaßt würden. Vorerst will sich allerdings der Bauern auch entlassen zwei Komptoiristen, wie auch das fämmit Unfere ezechischen Parteigenoffen haben durch ihre rege bund an das Bestehende anschließen und will die kleinen Ein- liche Medizinalpersonal der Fabrit, weil diese sich weigerten, die Agitation bereits recht gute Erfolge zu verzeichnen. Eine Kreistommen und Vermögen mehr geschont sehen. Das Einschätzungs- an alle Beamte der Fabrik seitens der Direktion ergangene fonferenz für Westböhmen, die am 26. und 27. Oktober in verfahren soll gründlich geändert werden und an stelle des Ber- Forderung zu erfüllen, schriftlich auf grund der Beobachtungen, Bilfen abgehalten wurde, war von 50 Delegirten beschickt, die fehrswerthes landwirthschaftlicher Grundstücke der thatsächliche welche jeder gemacht hatte, mitzutheilen, welche Rolle einzelne aufammen 29 politische und gewerkschaftliche Organisationen verErtragswerth der Einschäßung untergelegt werden. Arbeiter vor und zur Zeit des Streits gespielt haben und traten. Die Berichte der Kreisvertretung gaben ein Bild fleißiger auf wessen Einfluß dieser zurückzuführen sei. Der Vortheil, Thätigkeit. Seit dem Budweiser Parteitage( Weihnachten 1893) Frankreich. welchen die in Arbeit gebliebenen Arbeiter vom Streit wurden 176 öffentliche Versammlungen abgehalten. Davon Paris, 3. November.( Gig. Bericht.) 8ur age in haben, ist der, daß die Taxe vom 7. Mai zurückgezogen wurden 6 aufgelöst. Verboten wurden 16 Versammlungen. Carmaux. Herr Refféguier hat sowohl den selbst vom Prä- wurde und der verhaßte Schtschapow aus Furcht vor den Vorträge wurden 254 abgehalten. Gerichtlich verfolgt wurfetten als recht annehmbar bezeichneten Vorschlag der Streifenden, Arbeitern selbst von der Fabrit fortgegangen ist, sonst ist alles den 63 Genossen. Verurtheilt eine Anzahl, zusammen die bisher üblichen drei achtstündigen Arbeitstouren durch vier beim alten geblieben. ju 12 Monaten 29 Tagen und 28 fl. Geldstrafe. Die sechsstündige zu ersehen, zurückgewiesen, sowie auch den Antrag Im Juni wurde in der Jaroslawer offiziellen Zeitung der Kreisorganisation zählt 3 politische Vereine mit 479, 10 Fachauf eine Zusammenfunft, in der beide Parteien die strittigen Punkte schon in der Nr. 185 des Vorwärts" mitgetheilte Befehl des vereine mit 2086 und 49 Bildungsvereine mit 3920 Mitgliedern. in Gegenwart des Präfekten behandeln sollten und schließlich sich Kommandeurs Moskauer Militärkreises Für den Inhaftirten-, Agitations- und Unterstützungsfonds sind auch geweigert, felber Vorschläge zur Lösung des Konfliktes Koftanda veröffentlicht, in welchem dieser mittheilt, daß vom 1. Oktober 1894 bis 30. September 1895 insgesammt bekannt zu geben. Daraufhin haben die Streifenden gestern ein der Kaiser auf den Rapport über die Vorgänge auf eingegangen 718 fl. 76 fr. Die Berichte über den Stand Telegramm an den neuen Ministerpräsidenten gerichtet, in welchem der Jaroslawer Manufaktur geschrieben hat: Ich bin der Organisationen lauten sehr günstig. Die Bewegung sie ihm, nach Bekanntgabe des Verhaltens Hességuier's erklären, fehr zufrieden mit dem rubigen und standhaften Auf in Südwestböhmen hätte aber noch größere Fortschritte daß sie, wie vor der Interpellation Jaurès so auch jetzt bereit treten des Militärs während der Ruheftörungen auf der Fabrik." gemacht, wäre sie nicht von gefeßesunkundigen Bezirkshauptleuten feien, ein Schiedsgericht anzunehmen und gleichzeitig das Ver- Die hektographirte, in Rußland unter den Arbeitern verbreitete behindert worden. Der armen Pilsener Polizei hat diese sprechen erneuern, sich allen seinen Folgen unterwerfen zu wollen. Broschüre, welcher wir diese Beschreibung des Streiks entnehmen, Konferenz übrigens viel Arbeit gemacht. Der Bezirkshauptmann Es ist weder aus Müdigkeit, noch aus Entmuthigung fügen bemerkt hierzu: So giebt der Bar seine Anschauung über die wollte die Abhaltung um jeden Preis verhindern. Das Vereinss sie hinzu daß wir diesen Antrag auf's neue stellen. Unter- Tödtung eines Arbeiters und mit ihm einer Frau und eines haus wurde von zwei Kommissaren und fünf Polizisten ununterstützt von der öffentlichen Meinung sind wir bereit, für die Ver- Kindes kund!" brochen bewacht. Die übrige Polizeimannschaft spürte in allen theidigung des allgemeinen Stimmrechtes und der gewerkschaftöffentlichen Lokalen Pilsens herum alles war erfolglos. lichen Freiheit bis ans Ende zu kämpfen. Bis zu Ende wollen Während das Vereinslokal am Sonnabend Abend bis 10 Uhr wir aber auch zeigen, daß es der Geist der Versöhnung ist, der wickelten politischen Verhältnissen in der Türkei sind nun auch die Genossen ungestört an einem anderen Orte. Finanzielle Schwierigkeiten. Zu den ver und Sonntag bis 5 Uhr auf's schärfste bewacht wurde, tagten uns beseelt und daß weder die Unversöhnlichkeit noch der böse noch finanzielle Schwierigkeiten hinzugekommen. Es war voraus Wille auf unserer Seite stehen." zusehen, daß sich die Armenier, in deren Händen ein bedeutender Polizeiliches, Gerichtliches c. Theil der Banken und Geschäfte in Konstantinopel und den an- Gehaussucht wurde dieser Tage in den Redaktionsderen Märkten der Türkei sich befinden, bei den jezigen Zu- räumen unseres Brandenburger Parteiorgans, der, Brandenständen dem regelmäßigen Verkehre möglichst zu entziehen suchen burger Zeitung", nach dem Manuskript eines in dem genannten würden. Die Folge war eine Stockung in der Abwickelung aller Blatte veröffentlichen Briefes aus Luckenwalde, worin über einen Manifest. Das provisorische Aktionskomitee fämmt licher Arbeiterorganisationen in Frankreich erläßt jezt einen Aufruf zum allgemeinen Zusammenschluß aller organi firten Arbeiter des Lantes. Es heißt darin, daß bei den Er " Armee Türkei. Tehrer Beschwerde geführt war. Gefunden wurde selbstverständer feinen einzigen Pfennig aufege und nicht gewillt fei, 1 ber Arbeiter am Clyde vorzugehen. Weiter wurde berichtet, bas Lich nichts. bie Berliner Preise zu zahlen. Herr de la Croix hat der Bürgermeister Glasgows Anfang dieser Woche Vorschläge - Der grobe Unfug geht um. Dem bisherigen alfo fein einst gegebenes Versprechen nicht gehalten. machen zu können hofft, die zur Beilegung der Differenzen als verantwortlichen Redakteur der Breslauer Volkswacht", Ge- Die Berliner Preise Preise durchzusehen, darum dreht sich Grundlage dienen sollen. " 0 Spandau, 4. November.( Privattelegramm.) Be noffen 3ahn ist ein Strafbefehl von 100 m. wegen groben aber gegenwärtig der Kampf, da die streifenden ArUnfugs" zugegangen. Es handelt sich um zwei Fälle. Das eine beiter von den anderen Forderungen( Abschaffung der TheilMal hatte ein Vertrauensmann in der„ Bolkswacht" die Partei- arbeit 2c.) augenblicklich Abstand genommen haben. Wenn Herr Depelien und lehte Nachrichten. genossen aufgefordert, ihren Bedarf an Zigarren nicht bei einer de la Croix behauptet, daß infolge des Streits der größte Theil im Kampf mit ihren Arbeitern befindlichen Firma zu decken; der vorhandenen Arbeit nach der Provinz gehen werde, da er den heutigen Wahlen fiel uns der Sieg zu. ferner enthielt eine andere Nummer desselben Nummer desselben Blattes wegen der angeblich hohen Löhne" nicht mit den Fabrikanten das Ersuchen an die Tabatarbeiter, in einer bestimmten der Provinz tonfurriren könne, so ist diese Behauptung Köln, 4. November.( B. H.) Der Konstantinopeler Zigarrenfabrik jede Nachfrage nach Arbeit zu vermeiden. Es schon theilweise durch die Thatsache widerlegt, daß, wie Korrespondent der Kölnischen Zeitung" versichert, im Süden wird gerichtliche Entscheidung beantragt. Im Anschluß hieran schon öfters erwähnt, die Berliner Firmen höhere Preise Anatoliens, im Bezirke Adana, hätten Armenier in theilt unser Breslauer Bruderorgan noch mit, daß auch Genoffe zahlen, und daß andererseits die Elberfeld Barmer den Bergen starke Banden gebildet. Den Reisenden werde Paul Kühn von der Polizei wegen Verübung groben Unfugs" Fabrikanten die vor wenigen Tagen vorgenommene Herabsetzung die Erlaubniß zum Betreten des Gebiets verweigert. vernommen worden ist. Der grobe Unfug" soll hier darin be- der Preise damit motiviren, daß sie nicht so billig submittiren Unparteiische Angaben fehlten dadurch vollständig, doch sei in stehen, daß Kühn in einer Voltsversammlung die Gewerkschaften fönnten, als die Berliner Firmen, und die Löhne herabsehen fremden der Türkei wohlgesinnten Kreisen der Eindruck vordarauf aufmerksam machte, daß es ihre Pflicht sei, im müßten, um dieses thun zu können. Wer spricht nun die Un- handen, daß die Lage sehr ernste Besorgnisse einflöße. Etablissement" Deutscher Kronprinz" Festlichkeiten nicht wahrheit? Sind es die Berliner Firmen und dann Dasselbe Blatt meldet aus Petersburg, die bereits im Früh veranstalten, wenn dort feine Volksversammlungen vor allem Herr de la Croix, da er die niedrigsten Löhne jahr aufgetauchten Gerüchte von sehr bedeutenden Unters abgehalten werden dürften. Genosse Hentschel, zahlt, oder sind es die Elberfeld Barmer Fabrikanten? fchleifen beim Bau der sibirischen Bahn beruhten Redakteur des 3eißer Volksboten", wurde ebenfalls ver- Weiter sind in der Fabrik des Herrn de la Croix Zustände vor- auf Wahrheit. Sie wurden von der dorthin entsandten Renommen, weil er groben" Unfug verübt haben soll. Und in handen, wie in keiner anderen Fabrit. Die anderen Fabriken visionskommission aufgedeckt; der Chef des sibirischen Bahns Kiel wurde Genoffe appel au 20 M. Strafe verurtheilt, haben bisher stets für die Anschaffung der Maschinen selbst ge- baues ist um seinen Abschied eingekommen und fünfzehn Ins weil er anläßlich der Rückkehr des Genossen Klüß aus dem Ge- forgt, die Maschinen sind bisher überall Eigenthum der Fabri- genieure wurden sofort entlassen. fängniß an das Fenster seiner Gastwirthschaft ein Plakat mit fanten gewesen. Bei Herrn de la Croig dagegen müssen die Hannover, 4. November.( W. Z. B.) In dem benachbarten folgender Aufschrift angeklebt hatte:" Wilkommen dem Breß- Arbeiter, wenn sie Arbeit erhalten wollen, auch die Maschinen Dorfe Anderten erhängte ein Arbeiter seine vier Kinder und sich sünder nach 14 wöchentlicher Haft!" Diese Worte sollen für den Fabrikanten anschaffen. Oder, Herr de la Croix, hat felbft. ,, Aergerniß" erregt haben. der obengenannte Maschinennäher, als die Arbeit begann, sich Paris, 4. November.( W. Z. B.) nicht eine Maschine für 160 Mart anschaffen müssen? Für die( M. T. B.) Deputirtenkammer. Dem Arbeiter Gefangverein in 2ambrecht( Rheinfelbe hat er jede Woche, abgesehen von der Anzahlung, Ministerpräsident Bourgeois verlas die Regierungserklärung, pfalz) war von dem Bezirksamt Neustadt an der Hardt der im September abzuhaltende Ball zwar nicht Herrn de la Croix für die Benutzung der 2 Mart auf Abzahlung zu leisten und erhielt von deren Hauptstellen etwa folgenden Wortlaut haben:„ Wir verboten, aber man versagte den Frauenspersonen den zu feinen Pfennig Entschädigung. Da der Maschine werden dem Willen der Kammer gehorchen, indem wir über Herr de la Croix tritt zu dem Ball, weil der Gesangverein ein politischer in punkto der Ausnutzung der Arbeiter also mehr leistet, als die die in der Tagesordnung Rouanet hervorgehobenen ThatVerein sei. Die Vorstandschaft erhob bei der königl. Regierung anderen Fabrikanten, so bezweifeln wir schon deshalb seine Anfachen eine weitere Untersuchung eröffnen; wir werden zu Speyer ob dieses bezirksamtlichen Erlasses Beschwerde, worauf dem Vorsitzenden folgender Bescheid zuging: Neu- gaben betreffs der Konkurenz der Provinz. die gerichtlichen Untersuchungsakten Untersuchungsakten veröffentlichen, um stadt a. H., den 28. Ott. 1895. Dem Vorstande des Gesangvereins dem Parlamente das politische und moralische Urtheil " Liedesfreiheit in Lambrecht ist im Vollzuge einer Entgit ermöglichen, welches diesen Thatsachen schließung der fgl. Regierung vom 23. d. M. auf bezügliche Begegenüber am Plage ist. Wir werden einen Gesehentwurf vorlegen, durch schwerde zu eröffnen, daß für die Zukunft Frauen und Minderjährigen die Theilnahme an solchen Veranstaltungen, welche Die Agitationstommission. J. A.: Bruno Pörsch, Rixdorf, Steinmetstr. 24. Zum Streik der Steinbildhaner Berlins wurde den Berliner Neuesten Nachrichten" geschrieben: " In Streiffachen der Berliner Bildhauer theile ich Ihnen welchen den Mitgliedern des Parlaments untersagt wird, Verlediglich zum Zwecke geselliger Unterhaltung stattfinden, nicht ganz unparteiisch mit, daß Leute, welche 15 Jahre in dem waltungsrathsstellen anzunehmen bei Gesellschaften, welche zu verwehrt werden wird, daß jedoch Ansprachen politischen In- Fach arbeiten, überhaupt arbeitsunfähig werden, da der Staub dem Staate in einem Vertragsverhältnisse stehen, und bei halts und sonstige mit dem Zwecke der Unterhaltung nicht ver- von dem immerwährenden Marmor- und Steinarbeiten so Emissionssyndikaten, bei Strafe des Mandatsverlustes. Wir einbare Vorträge nicht gehalten werden dürfen. Eröffnungs- lebensgefährlich für die Lunge ist, daß jeder Arzt bezeugen wird, nachweis ist vorzulegen. Kgl. Bezirksamt, Siebert, töniglicher daß solche Leute sehr selten ein Alter von über 40 bis 45 Jahre werden eine gewiffe Deffentlichkeit auf dem Gebiete gerichtlicher Regierungsrath." erlangen, wie Jahr aus Jahr ein starte fräftige Leute in Untersuchungen verlangen." Die Erklärung betont dann die In einem Preßprozeß gegen den Genossen Komprda, dem Fach fast alle in den dreißiger Jahren an Lungenschwind- Nothwendigkeit, die Gesetzgebungsarbeit zu beschleunigen. Redakteur des sozialdemokratischen Blattes ,, Rasple" in Brünn, sucht zu grunde gehen. Leider haben wir gerade selbst und zählt die hauptsächlichsten der zu lösenden Fragen äußerte sich der als Beuge geladene Staatsanwalt Dr. Heyberger: einen Schwager, der, von Haus aus ferngesund, wiederholt vom Ich werde mich auch als Privatperson mit solchen Leuten nicht Arzt in vorhergehenden Jahren aufmerksam gemacht wurde, auf, nämlich das Budget, die progressive Erbschaftssteuer, Reform schmieren"! Der genannte Genosse erhob Klage gegen den entweder sein gelerntes Geschäft ganz aufzugeben oder nur der Getränkestener, auf der Basis der völligen Entlastung gesundamtlichen Beleidiger, dieser wurde aber, wie jetzt die Wiener im Sommer zu arbeiten, im Winter gar nicht. Er schonte fich heitsdienlicher Getränke. Des weiteren sagt die Erklärung, daß Arbeiter- Zeitung" mittheilt, freigesprochen. Hiergegen ist in den sehr kalten Tagen des Winters, indem er pausirte, als eine allgemeine Einkommensteuer als eine nothwendige Reform Berufung eingelegt. In den oberen Instanzen wird der Staats- Familienvater dagegen mußte er arbeiten, sobald es ging, anwaltschaftliche Flegel wohl kaum durchkommen, ohne Haare und heute in diesem Jahr mußte er aufhören, auch ohne erscheine; ein dahingehender Gesetzentwurf werde in Kürze dem Jassen zu müssen. Streif. Jezt arbeitet die Frau, was sie auch schon immer Parlament zugehen. Die Regierung werde die zur Zeit -In ganz neuer und eigenthümlicher Weise hat türzlich gethan, aber es ist doch schrecklich, zu sehen, daß ein Mann in der Vorarbeit befindlichen Entwürfe betreffend die Vers die Polizei von Barmen der sozialdemokratischen Presse von 36 Jahren wegen der Lungengefährlichkeit seines Berufes so sicherung auf Gegenseitigkeit und die Arbeiter Altersihre Freundschaft bezeugt. In der Elberfelder Freien Preffe" zu berichten, bei der Lebensgefährlichkeit ist es nicht zu viel versicherung muß zu gründe gehen, er wie alle. Und will ich Sie nur bitten, beibehalten. In der Regierungserklärung wurde einiger Nachts von Unbekannten verübten Rohheiten 2c. verlangt, wenn sie die 2 Stunde Arbeit kürzen wird ferner die Nothwendigkeit eines Gesetzes betreffend gedacht und daran die Bemerkung geknüpft, daß die Rowdies wohl den besseren" Gesellschaftstreisen angehören dürften. Nun E. S." die Vereinsfreiheit betont, behufs endgiltiger Regelung vermeinte die Hochwohllöbliche von Barmen, die Redaktion des Die Neuesten Nachrichten" schwören bekanntlich auf der Beziehungen zwischen den Kirchen und dem souveränen Staat Bismarck, find also von Blattes fönne die Arbeit der Polizei besorgen und für Ermitte: Arbeiterfreundlichkeit frei. Wenn also felbst ein solches Blatt Die Regierung werde an dem wirthschaftlichen Regime nicht dem Verdacht besonderer lung der Uebelthäter sorgen. Was darauf geschah, wollen wir eine Mittheilung zu gunsten der streitenden Steinbildhauer verrühren, sondern nur vervollständigende Maßregeln verlangen, die Freie Presse" erzählen lassen: Die Polizei von Barmen vermeint nun, wir müsten ihr auf die Sprünge helfen und sellschaft den Steinbildhauern die Berechtigung zum Streit nur Spekulationen vertheidigen. vermeint nun, wir müßten ihr auf die Sprünge helfen und öffentlicht, so wird man auch in den Kreisen der„ höheren" Ge- welche die Landwirthschaft gegen gewisse internationale ihr die Namen derjenigen Personen nennen können, die fie feit jener Zeit angeblich so eifrig sucht. Das feht schwer absprechen können. " all. " wollten. Unter den Handschuhmachern Wiens ist eine partielle Lohnbewegung ausgebrochen. Es handelt sich um die Durch führung des Minimaltarifs und um eine Lohnerhöhung für die fogenannten Nappa- Handschuhe. Troh des Streits im Jahre 1890 und trotz der seitherigen Bemühungen der Gehilfen ist es in vielen Geschäften noch immer nicht gelungen, die Anerkennung dieses Tarifs durchzusehen. " Die Erklärung rühmt die Armee und das madagasfiifche Expeditionskorps und fährt ivar ein großes Vertrauen jener Kreise in unsere guten In einer Maurerversammlung in Halle a. S. wurde einSpürnafen voraus, aber wir konnten der Polizei auf ihre dies- stimmig der Beschluß gefaßt, vom 1. April 1896 an von sämmt fort, das Land verlange, daß durch strenge Kontrolle und bezügliche Anfrage thatsächlich keine andere Antwort geben, als lichen Meistern am Orte den Mindestlohn von 40 Pf. pro Stunde durch eine von Tag zu Tag vollkommenere Organiſation die daß wir keinen Beruf zu einem Polizeidetektiv in uns verspürten. zu verlangen. Die Diskussion hatte nämlich ergeben, daß nur nüßlichste Verwendung der Hilfsquellen des Vaterlandes gesichert Durch unsere Veröffentlichungen derartiger Vorkommnisse tragen ein Theil der Meister diesen beim letzten Streit geforderten werde. Wir werden uns bemühen, den Erwartungen des wir zwar gern dazu bei, die allgemeine Aufmerksamkeit darauf Stundenlohu zahlt. zu lenken und dadurch der Thäter leichter habhaft zu werden, Vaterlandes zu entsprechen. Wir werden Ihnen besonders in aber damit sollte sich im allgemeinen die Polizei begnügen; das Rürze einen Gesezentwurf bezüglich der Kolonialarmee vorlegen. thut aber die Barmer Polizei nicht. Wozu wäre denn der Das während des Friedens wieder aufgerichtete republikanische Zeugnißzwang denkt sie. Sie seht sich hinter die StaatsFrankreich hat Bündnisse erworben, welche das allgemeine anwaltschaft und diese ordnet die richterliche eidliche BerGleichgewicht Europas wieder herstellen. Wir werden dem einnehmung der gesammten Redaktionsmitglieder der Freien Presse" stimmigen Wunsche des französischen Volkes entsprechen, indem Diese fonnten natürlich nur erklären, daß ihnen von den ganzen Vorkommnissen weiter nichts bekannt sei, als was wir diesen Bündnissen treu bleiben und indem wir mit ihnen in in der Freien Preffe" veröffentlicht worden ist. Ob sich die Ueber die Differenzen im Schiffsbaugewerbe Belfasts, allen Punkten, bei denen es unsere Pflicht ist, die friedBarmer Polizei, Staatsanwalt und Untersuchungsrichter mit der Hauptstadt der Grafschaft Ulster in Irland, wird uns aus liche Entwickelung unseres Einflusses, unserer Interessen diesen Erklärungen begnügen werden, bleibt abzuwarten. Wenn London geschrieben: Die Unternehmer bieten den Arbeitern einen aber eine solche Praxis verallgemeinert werden sollte, wenn jeder Lohnausschlag von einem Farthing( 4 Penny= 2 Pfennig) pro und unserer Rechte verfolgen. Wir sind der Ansicht, es Redakteur über Notizen und Mittheilungen im Blatte der Stunde, der aber erst vom 2. März nächsten Jahres an giebt eine Majorität auch außerhalb der offenen oder heimPolizei, der Staatsanwaltschaft, dem Untersuchungsrichter weiteste in Straft treten soll, vorausgesetzt, daß der Stand des lichen Feinde der Republik und derjenigen, welche glauben, daß Auskunft geben soll, selbst wenn diese Notiz teine strafbare Geschäftes alsdann einen solchen noch rechtfertigt, und mit der ein Fortschritt aus dem Klassenkampfe und der GewaltHandlung für den Redakteur involvirt, wenn dies obendrein ferneren Bedingung, daß die folgenden fechs Monate unter dem zwange der eidlichen Zeugnißpflicht und der An- feine weitere Aenderung in den Lohnfäßen zu erfolgen, nach Ab- thätigkeit sich ergeben könne, und welche nicht ein individuelles drohung des Zeugnißzwangsverfahrens gefordert wird, was bleibt lauf dieser sechs Monate aber jeder etwaigen Lohnveränderung Eigenthum anerkennen. Wir bitten diese Majorität, fich um die dann noch von unserer sogenannten Preßfreiheit übrig? Ein eine zweimonatliche Kündigung vorherzugehen habe. Die Ver- Regierung zu schaaren, welche entschlossen ist, die Gesetze zu folches Verfahren war in den Zeiten der schwärzesten Reaktion treter der Arbeiter haben erklärt, diese Offerte sei ein Hohn und der 50er Jahre nicht üblich, in der Zeit und unter der Herrschaft keine Minute ernsthafter Erwägung werth. Die Erbitterung vertheidigen, die mit Recht unantastbare genannt werden; des Sozialistengesetzes wurde es nicht gehandhabt, das blieb der ist sehr groß. Gegenwärtig stehen etwa 8000 Mann im Streit. eine Regierung, welche völlig unparteiisch ist in den ökonoglorreichen Zeit unserer Tage vorbehalten. Wir haben es doch Ueber den Stand der Sache in den Schiffsbauanstalten am schottis mischen Zwisten zwischen Kapital und Arbeit und welche herrlich weit gebracht." schen Fluß Clyde und dem dortigen Hauptsiz des Schiffsbaugewerbes, ohne Wanken wissen wird den Frieden und die öffentliche Ordin Glasgow, sagt unser Korrespondent: Jn Glasgow haben Unterder bewilligten fünfprozentigen Lohnerhöhung geeinigt, und sind wird, das 2003 der Kleinen und Schwachen zu verbessern. Die nehmer und Arbeiter sich über den Termin des Inkrafttretens nung aufrecht zu erhalten, dabei jedoch unaufhörlich bemüht sein nur darüber uneinig, ob für spätere Lohnveränderungen ein- Erklärung spricht zum Schluß die Ueberzeugung aus, daß die monatliche oder zweimonatliche Kündigung maßgebend fein soll. Die Republik das Werkzeug zum moralischen und sozialen Fortschritt Unternehmer wünschen das lettere, die Arbeiter das erstere, was In Alt- Warthau( Schlesien) löfte der überwachende Polizeibeamte eine Bolksversammlung auf, als der Referent Polizeibeamte eine Wolksversammlung auf, als der Referent äußerte, daß die Unternehmer bei einem Streik sehr oft Polizei und Staatsanwalt anrufen, damit diese die" armen" Kapitalisten gegen die unzufriedenen" Arbeiter schützen. " Soziale Ueberlicht. Gewerkschaftliches. sicher auf der Erwägung beruht, daß die Arbeiter nicht so gut wie die und das Mittel zur Verminderung der Ungleichheit der sozialen Unternehmer in der Lage sind, Aenderungen im Geschäftsstand Verhältnisse ist und ersucht um das Vertrauen des Parlaments. vorwegzunehmen. Indeß ist dieser Streitpunkt nicht so be- Die Erklärung wurde in der Kammer wiederholt durch lebZur Bahnsteigsperre. Der Bund deutscher Gastwirthe, der deutend, daß man über ihn es zum Krieg kommen lassen wird. haften Beifall seitens der Radikalen und Sozialisten unterbrochen. in Leipzig seinen Siz hat, beschloß in seiner letzten Verwaltungs. Was man am Glyde fürchtet, ist, daß der Kampf in Belfast Die Nechte und das Zentrum blieben falt, nur bei der Stelle, in fizung, in Gemeinschaft mit dem Gastwirthsverband in Berlin nach Schottland herüberschlagen werde. Ta die Arbeiter eine Petition an die Verkehrsminister der in betracht kommenden hüben und drüben denselben Gewerkschaften, und die Unternehmer welcher der Minister sagte, er werde die Landwirthe gegen die deutschen Staaten zu richten, daß den Hausdienern der Hotels, dem gemeinsamen Echiffseigenthümer- Verband angehören, so werden auswärtige Spekulation in Schuh nehmen, erscholl Beifall. die Gepäck zur Bahn bringen, froß der Bahnsteigsperre freier die Glasgower Firmen, wenn der Streit in Belfast andauert, Im Ganzen wurde des Programm des neuen Rabinets mit Zutritt zu den Bahnsteigen gewährt werde. genöthigt sein, ihre betreffenden Arbeiter auszusperren, wozu fie der Radikalen und Sozialisten aufbei der gegenwärtigen Geschäftslage indeß nicht die geringste Beifallsäußerungen Luft haben. Lieber werden sie sich entschließen, aus dem genommen, die sich zum Schluß zu einer lebhaften Kundgebung Unternehmerfartell auszutreten, während andererseits auch die steigeaten. Im Senat wurde der Anfang der Erklärung eisig Die Firma Scholz Nachfl. in Schöneberg veröffent- Arbeiter am Clyde über das Vorgehen ihrer Kollegen in lichte in Str. 256 des" Vorwärts" eine Berichtigung über an- Belfast nicht sehr erbaut sein sollen, so daß es auch aufgenommen der Beifall brach jedoch los nach der Stelle be. geblich falsche Behauptungen, die in der Sattlerversammlung am leicht zu einem inneren Konflikt im Schooße ihrer Organisationen treffend; die Bündnisse und nach der derjenigen, die von den 23. Oktober gemacht worden sein sollen. Sie bestreitet, daß von kommen kann. All das wird sich sehr bald zeigen müssen. revolutionären Sozialisten spricht. Der Schluß der Erklärung ihr Streikende aufgefordert wurden, baldigst wieder in Arbeit Bemerkenswerth ist noch, daß in Glasgow Unternehmer und wurde wieder ziemlich falt entgegenangehört.-Die nächste zu treten. Tem ist aber doch so. Oder hat die Firma z. B. Arbeiter darüber einig geworden sind, spätere Lohnveränderungen nicht den Maschinennäher Krempler aus Rigdorf per Karte hierzu nicht von der Bewegung der Produkt- resp. Kontrattpreise, aufgefordert? Da die Firma den Streit als einen thörichten be- sondern von der Masse der Aufträge resp. der Geschäftsthätigkeit zeichnet, so sehen wir uns veranlaßt, uns mit dem Inhaber abhängig zu machen. Das erstere System hat bekanntlich den der Firma, Herrn de la Croix, noch etwas zn beschäftigen. Uebelstand, daß Berbilligungen des Produkts, die durch ver: Herr de la Croix hat seinerzeit seinen Arbeitern das Versprechen befferte Produktionsmethoden zc. bewirkt worden, eventuell zu gegeben, diefelben Preise für die Herstellung der Militäreffekten- doppeltem Nachtheil der betheiligten Arbeiter ausschlagen, und Artikel zu zahlen, die von den Berliner Firmen gezahlt werden. daß es die Unternehmer ermuthigt, sich gegenseitige SchleuderHerr de la Croix zahlt aber nicht die Berliner Preise, sondern konkurrenz zu machen. daß die erste Partei von 25 Prozent der Arbeite= giebt z. B. für den Tornister nur 4,26 M., für den die Berliner Soweit unser Korrespondent. Inzwischen hat, wie wir schon am Clyde morgen entlassen werden wird. Gemäß eines Be Firmen 5,09 M. zahlen. Herr de la Croix hat in den Unter- mittheilten, eine in Glasgow abgehaltene Vollversammlung der schlusses der Werftbefizer sollen wöchentlich 25 pet. der Arbeite handlungen mit den Streifenden sogar ausdrücklich erklärt, daß Unternehmer beschlossen, am 5. November mit der Aussperrung entlassen werden, bis alle Arbeiter abgekehrt sind. Sigung findet Donnerstag statt. London, 4. November.( W. Z. B.) Das auswärts vers breitete Gerücht über eine Erkrankung der Königin ist nach Erkundigungen in Balmoral vollständig unbegründet. Belfast, 4. Oktober. Die Aussichten für eine gütliche Bei legung der Streitigkeiten in den Schiffsbau- Anstalten am Clyde und in Belfast sind zur Zeit sehr entfernte. Man glaubt, t Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagea 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 259. Lokales. Parteigenoffen und Genoffinnen, welche gewillt sind, am Tage der Stadtverordnetenwahl im zweiten Wahlkreise zu helfen, werden gebeten, sich im Zentralbureau, Lindenstr. 106, zahlreich einzufinden. Im selben Lokale findet am Freitag Abend 9 Uhr, eine Versammlung statt, in welcher das Wahlresultat verkündet wird. Die Vertrauensperson. Die Adresse des Vertrauensmannes Zäterow( 1. Wahlkreis) ist Kommandantenstraße 40, i Treppe. Achtung, Rummelsburg! Die am Dienstag voriger Woche vom Vertrauensmann einberufen gewesene öffentliche Kommunalwähler Versammlung, in welcher die Angelegenheit des Gemeindevertreters Müller zur Verhandlung stand, konnte nicht abgehalten werden. Die Angelegenheit Müller wird deshalb in der nächsten öffentlichen Versammlung zur Verhandlung kommen. Nähere Bekanntmachung erfolgt noch. W. Forgbert, Vertrauensmann. " Dienstag, den 5. November 1895. er 12. Jahrg. Dampfboot das östliche Küstengebiet Istriens bis nach Triest v. Windheim bezüglich der Einführung des Zehnpfennig- Tarifs hinauf abfischte und dabei außer interessanten Thierformen auch bei der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft, ist dem Betenten grüne und rothe Meerespflanzen erbeutete. Die letzteren find folgende Antwort zugegangen: Ew. Wohlgeboren erwidere ich den Becken mit einverleibt und bringen nun eine ebenso hübsche auf die Eingabe 2c. ergebenst, daß die Einführung des Zehnpfennigals interessante Abwechselung hervor; namentlich fallen neben Tarifs im Betriebe der Großen Berliner Pferdeeisenbahn- Aktienbreitblättrigen grünen Ulven hier noch nicht gesehene roth gesellschaft zur Zeit schon aus dem Grunde nicht in Erwägung braune, feinzerschlitte Algenmassen, die einer Gigartina- Spezies gezogen werden kann, weil der gegenwärtig giltige Maximalangehören, auf. Das große Baffin hat in neuen rothen tarif im Jahre 1893 mit fünfjähriger Giltigkeit aufgestellt worden und gelben Kork- und Korallenschwämmen, in Seeigeln, ist. Zu einem Eingehen auf die Gründe, welche f. 3. dazu geführt Seesternen und Seegurken aller Art, dreihundert See: haben, den Tarif wie geschehen und auf 5 Jahre festzusetzen, habe pferdchen und so weiter eine reiche Bevölkerung erhalten. Die ich keine Veranlassung. Der Polizeipräsident v. Windheim." Dieser Bescheid ist für den Augenblick nicht günstig, er giebt übrigen Theile von jener Ausbeute, prachtvolle Sabellen, eine ganze Schaar reizender Kärpflinge, ein Adler- Rochen, verschiedene aber die interessante Thatsache fund, daß der gegenwärtig beKrebsthiere u. s. w. sind in andere Becken übergeführt worden. stehende Tarif im Jahre 1898 feine Giltigkeit verliert. Dann In Kaufmann's Variété treten seit Beginn dieses Monats erst ist der Polizeipräsident in der Lage, die Einführung des eine Reihe neuer Spezialitäten auf. Im Gegensatz zu manchen Behnpfennig Tarifs ohne weiteres zu verfügen und das würde anderen Instituten dieser Art ist es in Kaufmann's Variété um so weniger ein Unrecht sein, als der Geh. Ober- Regierungsvermieden worden, Darstellungen indezenter Art zu bringen. rath Gleim in seinem Buche über Kleinbahnen sagt, das Gesetz Was die ,, Post" alles ausbaldowert. Das Organ a Regen Beifall fand der Gesangshumorist Edi Blum, sowie preise das öffentliche Interesse entscheibend sei. verlange ausdrücklich, daß bei Festsetzung der Maximal- BeförderungsHerrn v. Stumm bringt folgende hochwichtige Mittheilung: Blizdichter" Harry Samson. Vortreffliche Afrobaten sind Eine Gedenkfeier der hundertsten Wiederkehr des Jahres In der Redaktion des Vorwärts" erschien dieser Tage die Mitglieder der Truppe Hegnio und im Balanziren auf ein Journalist, der, von deutschen Eltern abstammend, jüngst einer Flaschenpyramide leistete Miß Luriano das Menschen- tages der dritten Theilung Polens vereinigte am Sonntag aus Rußland ausgewiesen wurde, um in höchster Noth möglichste. Des ferneren hat Raufmann's Variété in dem dreitausend Polen aus Berlin und der Umgegend im Buggen eine fleine Unterstützung zu erbitten.„ Ach was, scheeren farbigen Amerikaner Edgar Jones einen Musikkünftler engagirt, Hagen'schen Lokale. Es wurden Gesangsvorträge und Ansprachen Sie sich zu jener Klasse, der sie angehören! Wir deffen Komik im Publikum geradezu stürmische Lachsalven hervorruft. gehalten, aus denen die Hoffnung auf die Wiedergeburt" geben nichts!" lautete die Antwort eines Rebatteurs. Na, Mit einer Kraft seines Schädels, wie sie feinem Gelehrten eigen, Bolens heraustlang. Das übliche Polizei Aufgebot war zur wir fönnen ihm ja fünf Pfennige" geben", meinte ein zweiter richtet der Engländer Hull die gewagtesten Angriffe gegen Stelle. Redakteur, damit wir ihn los werden." Unter solchen Um die rohe Materie, die von ihm in wahrhaft phänomenaler Weise Gesperrt ist für Fuhrwerke und Reiter die Müllerstraße von ständen zog es der Mann vor, die Redaktionsräume des Blattes, bezwungen wird. 3 Erinnerung an die" stars" des vorigen der Gerichtstraße bis zur Antonstraße, sowie die Hollmannstraße bas täglich nach„ Besserung bestehender Verhältnisse" schreit, ohne Winters hat sich die irektion fünf Berliner Barrisons" zugelegt. von der Alexandrinenstraße bis zur Alten Jakobstraße. Von diesen Damen ist leider nichts befferes zu berichten, als daß weiteres zu verlassen." Das Opfer eines Verbrechens ist die 12jährige Martha Leider müssen wir den packendsten Theil dieses anmuthigen sie eine sehr schale Kopie ihrer Vorbilder sind. Meier, die Tochter des Zimmermannes Meier aus der Sonntag Märchens mit rauher Hand zerstören. Die„ Post" ist den ge= Im Apollo Theater weist das Novemberprogramm einige straße 8 in Reinickendorf geworden. Die Kleine, welche die erste riebenen Kniffen eines russischen Schnorrers zum Opfer gefallen. beachtenswerthe Neuheiten auf. In der Luftgymnastik leisten die Klasse der Dorfschule besuchte, holte jeden Morgen das Frühstück Als in der Redaktionszeit ein Mann sich bei uns einfand mit Wortleys hervorragendes und als Drahtseilkünstler bekunden von dem regelmäßig durch Reinickendorf fahrenden Brotwagen den kriechenden Manieren, die uns derartige Besucher aus Ruß- drei Kinder, die" Harweys", Sicherheit und Gewandt des Bäckermeisters Schäcke aus der Residenzstraße 106 zu land mit recht verdächtig machen, erzählte er uns ganz etwas heit. Miß Bella Rose produzirt sich als Serpentin- und Reinickendorf ab. Führer dieses Wagens war der 14jährige anderes, als er augenscheinlich auf der" Post" gethan. Er Kaleidoskoptänzerin dadurch in besonderer Eigenart, daß Stiefsohn des Bäckermeisters, Willy Busse, der erst vor kurzem richtete sich mit vielem Geschick nach der Parteifärbung des sie ihre Kunststückchen auf einer Kugel ausübt. Als ge- tonfirmirt worden ist. Einige Nachbarn wollen Blattes, das er besuchte. Troß unseres Berdachts haben wir schmacklos muß es bezeichnet werden, daß diese Dame neben hübschen obachtet haben, daß zwischen dem Bäckerlehrling und ihn feineswegs mit den Worten abgewiesen, die er uns an- Blumen- und Schmetterlingsbildern auch die Porträts diverser der fleinen Meier schon längere Zeit ein unerlaubter gedichtet hat. Es wurde ihm von einem der Redakteure etwas Geld preußischer Heroen auf ihrem Körper abspiegeln läßt. Mit ziemlich Verkehr bestanden habe. Andere bestreiten das und das Mädchen gegeben, was er nahm, nicht etwa zurückwies. Dann wurde gewagten Kouplets und Situationen sucht eine französische Tänzerin selbst hat einige Zeit nach dem Unfalle, der zu seinem Tode ihm gefagt, eine größere Summe solle er sich aus dem Komptoir zu glänzen; unseres Erachtens unterblieben derartige Rünfte besser führte, ebenfalls angegeben, daß ihm Gewalt angethan worden holen, wo zur Auszahlung des Geldes gleichzeitig Anweisung in einem Institut, in welchem die goldene Jugend denn doch sei. Die Kleine erkrankte am Dienstag voriger Woche. Am ertheilt wurde. Das mag er mißverstanden haben. Sein weiteres nicht ausschließlich das Parkett füllt. Bewunderung er- Nachmittage wurde der praktische Arzt Dr. Berliner zu Rathe Verhalten zeigt indeß klar genug, daß er vortrefflich mit der regte ein Fräulein Emeline Ethardo, die sich gleich gewandt in gezogen. Dieser erkannte gleich, daß an dem Kinde ein Sittlich politischen Haltung der Berliner Blätter vertraut ist und weiß, Jongleurstücken, als Akrobatin und als- Violinspielerin zeigte. feitsverbrechen begangen worden war. Auf die Vorhaltungen wo er mit Märchen über sozialdemokratische Schlechtigkeit mit Eine intereffante Unterhaltung wußte der bekannte Bauchredner des Arztes erzählte dann das Mädchen den Vorgang wie folgt. Erfolg haufiren gehen kann. Blant dem Publikum zu bieten. Am Dienstag Morgen zwischen 6 und 7 Uhr sei es nach der Die ,, warmen Wurstverkäuferinnen" im Luftgarten Residenzstraße gegangen, dort den Bäckerwagen, bilden, wie uns mitgetheilt wird, die Zielscheibe des Spottes der nicht durch alle Straßen fährt, fährt, wie gewöhnlich gar vieler, die beffer thäten, vor ihrer eigenen Thür zu fehren. zu treffen. Auf dem Rückwege durch die faft noch gar nicht Wenn halbwüchsige Rangen an den alten Frauen ihren Ueber- bebaute und sehr einsame Wilkestraße fei ihm Willy Busse mit muth auslaffen, so sind das Dummejungenstreiche, auf die der seinem Wagen gefolgt. Plöglich habe er den Wagen verlassen Stock gehört. Die drei Alten haben sich daran denn auch schon und es vergewaltigt. Das franke Kind wurde am Donnerstag so gewöhnt, daß sie kaum mehr hinhören. Ein um so empfind- auf Veranlassung des Arztes nach Berlin in die Charitee ges licheres Ohr haben sie für versteckte oder offene Angriffe solcher bracht und ist hier am Sonnabend an einer Bauchfellentzündung. Patrone, die da glauben, daß ihnen Berlin gehört, wenn sie in die eine Folge des Verbrechens war, gestorben. Dr. Berliner unbezahlter feiner Kluft, mit Augenglas und Riesenknüppel be hatte gleich nach der Untersuchung der Behörde Anzeige gemacht. waffnet, halbtrunken vorüberziehen. Die Wurstfrauen können sich Daraufhin wurde am Donnerstag Abend Willy Busse durch den damit trösten, daß sie sich ihr bischen Brot auf zwar schwerere Gendarmen Wolf festgenommen. aber ehrlichere Art verdienen, wie jene eleganten Rowdies. Der Sprecher der Freireligiösen Gemeinde, Dr. Bruno Wille in Friedrichshagen, hat der Volts- Zeitung" zufolge vom Provinzial- Schulkollegium wegen zweier im Oftober in der Gemeinde gehaltener Frühvorträge eine neue Strafverfügung über 200 M. erhalten. Dr. Wille wird auch gegen diese Verfügung sich beschwerdeführend an den Minister Dr. Bosse wenden. Mit der Weiterführung der Angelegenheit des Provinzial- Schulkollegiums gegen die drei Sprecher der Freireligiösen Gemeinde sind die hiesigen Rechtsanwälte Albert Träger, Justizrath Munckel und Heine betraut worden. 1 " um be= Die Beleuchtung der 1896er Ausstellung. In einer von 200 Personen besuchten Versammlung von Ausstellern und Garantiefondszeichnern wurde am Sonntag folgende Resolution Der 52jährige Gefangenen- Auffeher Wilhelm Quehl angenommen: In Erwägung des Umstandes, daß der Beschluß Der Reitweg. Ueber eine sehr bezeichnende Entscheidung, aus Groß- Lichterfelde, der noch nicht lange im Dienste dieser der Mittwoch Versammlung wegen der äußerst geringen die dem Magistrat von Charlottenburg zugegangen, wird ge- Gemeinde stand, ist plötzlich geistestrant geworden. Quehl war Majorität für die Interessenten nicht maßgebend sein könne, er- meldet: Der Magistrat hatte mit dem Thiergartenfistus eten früher Unteroffizier und hat sich im deutsch- französischen Kriege Der Mann neigte etwas zum tlären sich die heute in Keller's Festsälen versammelten Aus: Vertrag vereinbart, nach welchem ersterer die Promenade vor das Eiserne Kreuz erworben. steller und Garantiefondszeichner für die Berliner Gewerbe- dem Politechnikum in eigene Verwaltung übernehmen und mit Trunke, und wenn er des guten zu viel gethan hatte, dann Ausstellung 1896 einmüthig für die Beleuchtung in den Schmuckanlagen versehen sollte, deren Pläne von dem Finanz- wurden die Erinnerungen an den Feldzug in ihm so lebendig, daß Abendstunden. Die Versammlung erachtet, daß die daß die ent- minister bereits genehmigt waren. Die Umgestaltung des Plazzes er wiederholt in das Wachtbuch, wenn sich nichts Besonderes stehenden Mehrkosten durch Mehreinnahmen von Entrees reichlich würde der Stadt etwa 25 000 Mart gekostet haben. Trotzdem ereignet hatte, nach dem Muster von Podbielsti's einschrieb: Deckung finden werden. Sie glaubt aber auch ohne Rück- nun aber der langgestreckte Brachtbau der Technischen Hochschule Von Paris nichts Neues." Der alte Krieger feierte jeden Ge ficht hierauf die Ausstellungsleitung verpflichtet, die Beleuchtung fast ganz von den zum theil bereits sehr unschönen Bäumen der denktag der Schlachten und Gefechte aus den Jahren 1870/71. der Ausstellungsgebäude durchzuführen, nachdem allen Behörden daran vorbeiführenden Promenade verdeckt wird, und obgleich mit seiner Disziplin aber war es in der Zeit nicht besonders und der Presse des In- und Auslandes seit Monaten die Be- ferner der Zugang zum Politechnikum der denkbar schlechteste ist gut mehr bestellte. Wiederholt verging er sich, wenn er ana leuchtung als besonderes Anziehungsmittel verkündet worden ist. und namentlich bei Regenwetter fast einem Sumpfe gleicht, hat geheitert war, gegen Vorgesezte, und es fam schließlich dahin, Die Versammlung erblickt in der Unterlassung der Beleuchtung dennoch der Abtretungsvertrag mit dem Thiergartenfistus, daß man ihm zum Februar nächsten Jahres kündigte. Am ver einen Wortbruch der Verwaltung und dadurch eine schwere welchem die Promenade gehört, an maßgeblicher Stelle nicht gangenen Sonnabend wurde er plöglich so schwer geistestrant, Schädigung des Ansehens und der Würde der Berliner Industrie die Genehmigung erhalten, meil bei Umwandlung des daß man ihn nach Berlin in eine Heilanstalt bringen mußte. und unserer Vaterstadt Berlin; sie richtet deshalb an den Platzes vor der Hochschule in eine Schmuckanlage der dort vorbeigeschäftsführenden Ausschuß der Ausstellung das dringende Er- führende Reitweg nicht seine jezige Breite würde behalten fuchen, es bei der früher beschlossenen Beleuchtung der Aus- tönnen, sondern verschmälert werden müßte. stellungsgebäude zu belassen und verlangt eventuell die Befragung der Garantiefond zeichner." $ Unter dem Verdacht der Erkrankung an schwarzen Bocken sind der„ Volks- 3tg." zufolge am Sonnabend vom Krankenhaus Friedrichshain aus sechs Personen, drei Frauen und drei Kinder, dem Institut für Infektionskrankheiten( Charitee) zugeführt worden. Die Kranken wurden sofort in die Koch'schen Baracken gebracht und streng isolirt. Eine Besorgniß für weitere Kreise ist durchaus unbegründet. Vereinzelte Fälle von schwarzen Pocken tommen hier öfter vor, nehmen aber zumeist einen gutartigen Verlauf. Von Nixdorf ist Berlin mit seiner Straßenbeleuch tung glücklich überflügelt. Es macht schon jetzt allabendlich Am Mühlendamm. Mudicke( an dem Standbild Albrecht einen sonderbaren Eindruck, wenn man vom Kottbuser Ufer aus des Bären emporblickend): Js det Hammerstein? Panne die wenig bebauten Rixdorfer Straßen mit hellem Glühlicht ermann: Ne, det is Bronze! Wie kommst De denn uff die leuchtet und daneben die trüb- gelben Gasflammen der Berliner dämliche Jdee, deß dieser olle Recke Hammerstein is?- Mudicke: Straßenlaternen sieht. Dieses Bild wird sich noch weiter zum Na, er hat doch eenen Schuldschein in der Hand!" Banne Nachtheile Berlins verändern, wenn auch die älteren StraßenVergiftet hat sich am Montag Morgen ber 87 jährige mann: Schafstopp! Det is' ne Urkunde; da steht drin, züge Rixdorfs, namentlich die Hafenhaide und der Rottbuser Restaurateur Krüger aus der Kommandantenftr. 10, nachdem daß dem Grafen Albrecht vom Kaiser eene Mart ver Damm mit Gasglühlicht beleuchtet sein werden. Auch darin seine Frau sich vor einigen Wochen auf dieselbe Weise getödtet liehen worden is! Mudicke! Blos um eene Mart tönnte Berlin die Rixdorfer Einrichtung nachahmen, daß in den hatte. Geschäftssorgen sollen Krüger zum Selbstmord getrieben hat er ihn angepumpt? Det hätte Hammerstein nie gethan! mit Bäumen bepflanzten Straßen die Laternen nicht längs der haben. Bannemann: Och Hammerstein wird sein Denk Bordschwellen zwischen Bäumen aufgestellt werden, wo ihr Licht Aus der Selbstmord: und Unfallchronik. Der Amosens mal bekommen! Mudicke: Wo denn? Bannemann: An zurückgehalten wird, sondern auf Gasarmen an den Häusern der empfänger Friedrich Wilhelm Rarte aus der Gartenstraße 56, ein die neuen Wafferwerke in Tegel, dicht an der Pumpstation! Straße befestigt werden.- Berlin scheint diejenige Beleuchtung Mann von 63 Jahren, wurde Sonntag Nachmittag um 2 Uhr Mudice: Nu seh' mal eener an, was det for' ne Wirthschaft vorzuziehen, die das meiste Gas verbraucht; das ist wegen der von seiner Tochter, die ihn besuchen wollte, in seiner Wohnung is: uff der eenen Seite wird die Brücke neu gepflastert und am städtischen Gasanstalten zwar begreiflich, aber für die Beleuchtung erhängt aufgefunden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. andern Ende wird sie wieder anjerissen? Pannemann: Det wenig zweckmäßig. Der Mann war schon längere Zeit des Lebens überdrüssig. Die is noch een Erbtheil vom alten Mühlendamm, da wurde ooch Das Maybach- Ufer war vor einigen Tagen wieder einma! 40 jährige Schneiderin Alwine Adler aus der Göbenstraße 4 fanden immer angeriffen! Mudice: Wer is denn der andere in üblen Geruch gerathen. Ein pestilenzialischer Duft wurde von Hausbewohner Sonntag Nachmittag in ihrer Wohnung erhängt fogenannte Recke, der da drüben steht? Pannemann: dem zeitweilig aus Südost wehenden Winde in der Richtung und todt auf. Sie hatte wegen Kränklichkeit ihrem Leben ein Weeß ich nich! Aber halt, da is ja feine Telejramm- nach der Rottbuser Brücke zu getrieben und veranlaßte hier einen Ende gemacht. Der 76jährige Pförtner Friedrich Kludaß, Adresse ingemeißelt: Markgraf Waldemar".-Mudicke: Rixdorfer Sicherheitsbeamten, den Ursachen dieser Miasmen nach Unter den Linden 77, brach gestern Nachmittag um 1 Uhr bei Er ist Jraf und hat nur eenen Handschuh an? zugehen. Er entdeckte hinter der Wiesengraben- Brücke eine Wagen- einem Gange durch die Wilhelmstraße vor dem Hause Nr. 64 Pannemann: Den andern hat er eenen Jegner vor die Fieße ladung von verdorbenem Käse, der in 22 Kisten verpackt war. zusammen und blieb bewußtlos liegen. Ein Schußmann fand jeschmissen! Er war nämlich een jroßer Freind der Turniere! In der Nähe derfelben war eine Oeffnung in den Boden ge- ihn und brachte ihn mit einer Droschke nach der Charitee. Mudiche: Turniere? Wat? Hatten die Mächen damals ooch graben, in welche der Käse hineingebracht werden sollte, doch Kludaß starb aber schon unterwegs. Der Stallmann Ferdinand schon so wat? Bannemann: Mudiche, ich will Dir'n juten scheinen die Thäter an der Vollendung dieser Arbeit gestört Struve aus der Kreuzbergstr. 30, ein Mann von 30 Jahren, Rath jeben: Wenn wieder mal en Rameel for en Reliefbild ge zu sein. wollte sich Sonntag Nachmittag um 41/2 Uhr in ein Krankenhaus fucht wird, dann melde Dir! Mudicke: Nu möchte ick noch Der Verein für Kinder Volksküchen hat, wie uns vom begeben. Er brach jedoch plößlich auf dem Hofe seines Fuhrwissen, warum hat der Magistrat gerade den beiden alten Recken Vorstande mitgetheilt wird, in der letzten Woche folgende An- herrn zusammen und war eine Leiche. hier een Denkmal gesetzt? Pannemann: Weil es uff dem Mühlendamm nie an alten Röcken gefehlt hat!( Berl. 3tg.") Frau Rengert, Linienftr. 81. Potsdamer Vorstadt: Kaiser stalten eröffnet: Im Nordosten: Tresckowstr. 55; Vorsteherin: Auf der nächstjährigen Berliner Gewerbe- Ausstellung Friedrichstr. 13; Vorsteherin: Frau v. Schmidt, Corneliusstr. 4. will sich der Geist der Spekulation in allen möglichen Dingen Hallescher Thorbezirk: Arndtstr. 5; Vorsteherin: Frau Bertram, versuchen. Die neueste Errungenschaft ist ein Ausstellungshotel, Kurfürstenstr. 14. Im Norden: Usedomstr. 14; Vorsteherin: das hundert Logirzimmer, fünfzig Läden, zwei große Re- Frau Baume, Oranienburgerstr. 58. Am Montag, den 4. Noftaurationen u. f. w. enthalten soll. Wenn das nur kein Rein- vember, mittags 12 Uhr, findet die Eröffnung der Kinder- Volksfall mit Glanz wird! füche für Moabit, Waldenserstr. 18-19, statt. Vorsteherin: Im Berliner Aquarium ist wiederum eins der großen Frau Kirschner, Alt- Moabit 90. Alle Gesuche Nothleidender find an die Vorsteherin der Küche zu richten. Seewasserbaffins neu eingerichtet und, nebst einigen anderen, neu besezt worden. Das Material dazu liefert die Adria- Station Kein Zehnpfennig- Fahrtarif auf der Pferdebahn. Auf Rovigno, deren zum wissenschaftlichen Sammeln ausgerüstetes die türzlich mitgetheilte Eingabe an den Polizeipräsidenten Töchterchen des Schlossermeisters Schwardt, Tilfiterstr. 81. Frau Verbrannt ist am Sonntag Vormittag das einjährige Schwardt hatte in Abwesenheit ihres Mannes ihre im dritten Stock belegene Wohnung verlassen, um Einkäufe zu machen. Das Rind lag im Bett, während ein 1 Jahr älteres Mädchen im Bimmer wahrscheinlich mit Streichhölzern spielte und das Bett der Jüngsten in Brand steckte. Nachbarn hörten das ängstliche Geschrei der Kleinen. Die Thür wurde erbrochen, und nun sand man das Bett des Kindchens in Flammen vor, während das ältere Mädchen den Eindringenden weinend entgegeneilte. Das Schwesterchen war bereits eine Leiche. Die Feuerwehr wurde gerufen, tam aber nicht mehr in Thätigkeit. angezeigt in der Hoffnung, daß ihre Anzeige ihn vernichten werde. Dies sind in großen Zügen die Hauptpunkte, welche die Untersuchung festgestellt hat. Zu dem kürzlich gemeldeten Unglücksfall bei der Firma zu drei Wochen Gefängniß verurtheilt worden, weil er gegen den Schaffer u. Walcker schreibt uns das Kuratorium der Berliner§ 153 der Gewerbe- Ordnung verstoßen haben sollte. Die Straf Unfallstationen: Am 26. Oktober d. J. wurde die Unfallstation I. that wurde darin gesehen, daß Jahn gelegentlich eines Streits gegen Mittag durch einen Boten seitens der Firma Schäffer bei der Firma Heckmann in Annaburg die Namen der Streit u. Walcker benachrichtigt, daß dort ein Arbeiter verunglückt sei brecher in seiner Zeitung veröffentlicht hatte. Die Straffammer Der Marquis v. Nayve ist 45 Jahre alt, Klein, dick ud und der schleunige Transport desselben in die Unfallstation I. erblickte hierin den Versuch, andere durch Verrufserklärung elegant gekleidet. Er ging mit einem Packet Atten unter den gewünscht werde. Sofort wurde derselbe mittels des Kranken- bazu zu bestimmen, an Verabredungen im Sinne des Arm festen Schrittes nach seinem Plaze und machte während der Transportwagens der Unfallstation geholt und traf nach wenigen§ 152( hier dem Streif) theilzunehmen." Auf die Revision des Verlesung der Anklageschrift, die 40 Minuten dauerte, unan? Minuten daselbst ein, jedoch mit der ausdrücklichen 2mveifung Angeklagten hob dann das Kammergericht die Entscheidung auf gesetzt Notizen, ohne von der Neugierde des Publikums i feitens des Betriebes, denselben in das städtische Krankenhaus Am und verwies die Sache in die Vorinstanz zurück. Der Straffenat geringsten belästigt zu werden. Urban überführen zu lassen; ein offenes Schreiben an das genannte war der Meinung, daß es bei der Entscheidung der Frage, ob Aus seiner Bernehmung geht hervor, daß er ein durch nachs Krankenhaus war beigefügt. Die Untersuchung des Verletzten Jahn des ihm zur Laft gelegten Vergehens schuldig sei oder folgende Ghe legitimirtes Kind eines Marine- Offiziers und einer ergab, daß der Arm dicht über dem rechten Handgelent nahezu nicht, darauf ankomme, ob die betreffenden Personen, die sich armen Arbeiterin ist, seine Schulbildung auf dem Lyceum zu vollständig abgerissen war. Zur rationellen Behandlung der dem Streit nicht anschlossen, von dem Artikel in der Ameise" Grenoble erhielt und, von dort mit außerordentlich guten ZeugVerlegung wären größere chirurgische Gingriffe erforderlich ge- Kenntniß hatten. Die 4. Straffammer des Landgerichts II ver- nissen entlassen, auf das Polytechnikum ging. Er machte den Krieg wesen. Es wäre dann jedoch die sofortige Aufnahme in die urtheilte darauf Jahn abermals 811 Drei Wochen 1870/71 als Avantageur in einem Artillerie- Regiment mit uno Klinik der Unfallstation unabweisbar gewesen. Da diefem die Gefängniß. Für unerheblich hielt das Gericht die Dar- wurde nach Beendigung des Krieges Steuerbeamter in Grenoble. bestimmte Anweisung des Betriebes entgegenstand, so mußte fich legungen desselben, daß die Streifbrecher nicht Abonnenten In Grenoble genoß er, wie der Präsident des Gerichtshofes au3 die Unfallstation darauf beschränken, dem Verunglückten die erste Hilfe der Zeitschrift gewesen seien, und daß er durch jene den Akten feststellt, den Ruf eines außerordentlich fanftmüthigen, zu theil werden zu lassen, und ihn sofort mittelst ihres Kranten- Notiz nur die Verbandsvereine der Porzellanarbeiter hätte warnen gebildeten und ungewöhnlich ehrgeizigen Menschen. wagens in das genannte Krankenhaus zu überführen. wollen, die Leute als Mitglieder aufzunehmen. Die Straftammer Es kommt sodann die Geschichte der Ehe des Angeklagten zur Einen unglücklichen Verlauf nahm ein Ringkampf, welchen stützte diesmal ihr Urtheil auf die Feststellung, daß von den Verhandlung. Der Marquis de Nayve erklärt auf Befragen des Präsi Sonntag Abend zwei Arbeiter in einer Schantwirthschaft der Leuten, welche namhaft gemacht waren, wenigstens einige ben denten, er habe seine Frau nur um ihres Geldes willen geheirathet. Landsbergerstraße aus Scherz veranstalteten. Beide Kämpfer, die Artikel in der„ Ameise" gelesen haben. Und zwar waren die Er habe gewußt, daß seine Braut Mutter eines Kindes war, fich in angetrunkenem Zustand befanden, stürzten zu Boden und selben durch ihren Arbeitgeber dazu veranlaßt worden, der selbst habe aber darin, daß sie den Berführerkünften eines Angestellten hierbei fiel einer derselben, der 28 jährige Maurer T. so unglück- Abonnent der" Ameise ist und der ihnen sein Exemplar ihres Vaters zum Opfer gefallen sei, feinen Makel gesehen. Er lich, daß er schwere innere Verlegungen erlitt. Er wurde nach freundlichst zur Verfügung gestellt hatte. Die nun habe seine Frau geliebt und in ihr seine beste Fürsprecherin und der Hirtenstraße gebracht und von da aus nach der Charitee mehr gegen das neute Urtbeil eingelegte Revision, Bertheidigerin zu finden gehofft. Es sei ihm unerklärlich, wie überführt. welche am 4. November vor dem Straffenat des Rammers diefelbe jetzt zu der ungeheuerlichen Anklage gegen ihn gekominent Ein merkwürdiges Glück hatte am Sonntag Nachmittag gerichts verhandelt wurde, bemängelte an der Entscheidung eine sei. Sie müsse unter fremder Suggestion handeln. ein Pferdebahnschaffner der Linie Unter den Linden- Tegel betonte, daß die Streitbrecher nur durch Zufall von der inkrimiVerlegung der§§ 152 und 153 der Gewerbe- Ordnung. Jahn Derselbe fand während zweier Touren nicht weniger als zwei nirten Notiz Kenntnis erhalten hätten. Die Revision wurde in Zwanzig- Markstüde in feinem Wagen, die von verschiedenen zurückgewiesen. Die Feststellung, daß die meisten der fraglichen Personen zu verschiedenen Zeiten daselbst verloren sein müssen. Bente von der Veröffentlichung ihrer Namen Kenntniß hatten, sei Polizeibericht. Am 2. d. M. früh stürzte am Schiffbauer. maßgebend; auf welche Weise fie dazu gelangten, sei ganz gleich damm ein obdachloser Mann von dem Laufbrette eines dort giltig. liegenden Kahns, fiel auf eine Fähre und brach ein Bein. Nachmittags wurde ein Mann in seiner Wohnung erhängt vorgefunden. In der Königgrägerstr. stürzte ein Kaufmann plög lich hin und erlitt eine anscheinend schwere Berlegung am Kopfe. Am Spreewege erschoß sich ein unbekannter Mann. Am 3. d. M. erschoß sich ein Schneider in seiner Wohnung, in der Wilsnackerstraße. Vormittags verbrannte in der elterlichen Wohnung in der Tilsiterstraße die 11/2 jährige Tochter in ihrem Bette, das die 4 jährige Schwester beim Spielen mit Streich hölzern in Brand gefeht hatte.- Nachmittags wurden ein Maurer in der Wohnung seines Schwiegerfohnes in der Garten straße und ein Mädchen in seiner Wohnung in der Göbenstraße erhängt vorgefunden. Am 2. und 3. d. M. fanden vier un bedeutende Feuer flatt. Witterungsübersicht vom 4. November 1895. Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke CNNEN||| Stala 1-12) Swinemünde 768 SM Hamburg 761 Still Berlin 764 Still Wiesbaden 765 Still München 767 GO Wien. 767 Still Haparanda. 756 G Petersburg 760 SSW Cort 755 NO 758 762 NA 660 • Wetter halb bedeckt 2 Regen Nebel 5 bedeckt heiter woltig bedeckt 2 0 bedeckt Nebel bedect woltenlos Temperatur 1174747GAON na Celsius ( 50€. 40 R. M In München begann am Montag Mittag die Gerichts. verhandlung gegen den Papierwaaren Fabrikanten Lapp, den Kunsthändler F. A. Ackermann und den Kunsthändler Hermann Heinemann wegen Hehlerei und Urkundenfälschung, die im Zu fammenhange stehen mit dem Bilderdiebstahl bei Profeffor v. Lenbach. Die Verhandlung gegen den gleichfalls angeklagten Kunsthändler David Heinemann, Bater des letztgenannten, mußte wegen Grkrankung deffelben ausgesetzt werden. Geladen find 150 Beugen und 13 Sachverständige; die Verhandlung dürfte 3 bis 4 Tage in Anspruch nehmen. Montag Vormittag fand die Vernehmung Lapp's ftatt, welcher angeklagt ist, 18 Bilder Lenbach's zu auf fällig iedrigen Preisen gekauft und in 5 Fällen den Namenszug Lenbo's auf den Bildern gefälscht zu haben. Er behauptet, daß die Bilder in gutem Glauben gekauft habe, und daß der No enszug Lenbach's ohne seinen Auftrag auf die Bilder gefeßt mtden fei. Der Maryuis de Nayve macht diese Angaben noch in durch. aus ruhigem Tone. Aber je weiter die Verhandlung fortschreitet, ie eindringlicher und bedeutungsvoller die Fragen des Präsidenten werden, desto mehr verliert er von seiner Raltblütigkeit, er giebt werden, desto mehr verliert er von seiner Kaltblütigkeit, er giebt feine Antworten in erregtem Zone, bewegt sich in dem Anklagefeine Antworten in erregtem Tone, bewegt sich in dem Anklageraum lebhaft hin und her und scheint unter der Wucht der Anflage beinahe zu erliegen. Der Präsident kommt noch einmal auf die Vermittlung der Ehe des Angeklagten zurück und bringt einen Brief zur Ver lesung, indem der Vater des Angeklagten dem Agenten Riffard eine Provision von 35 000 Frts. für die Vermittelung der Ghe feines Sohnes mit Mmlle. de Baudreuille( der jeßigen Marquise de Nayve) verspricht. Die Summe, welche drei Jahre nach geschlossener Ghe fällig war, ist bis auf den heutigen Tag noch nicht bezahlt worden. Der Angeklagte behauptet, von dieser Abmachung überhaupt nichts gewußt zu haben. Der Präsident geht sodann auf die Mordthat selber über. Es werden die Protokolle der italienischen Behörden über die Auffindung der Leiche Hypolite Menaldo's verlesen. Darauf werden die Koffer Menaldo's, in denen die Kleider des Ermordeten aufbewahrt sind, in den Gerichtssaal gebracht. Der Angeklagte protestirt lebhaft gegen die Deffnung derselben und wendet sich erregt mit folgenDen Worten an den Präsidenten:„ Ich möchte doch wissen, weld, e Ueberraschung der Gerichtshof noch beabsichtigt. Ich weiß nicht, Ein aufsehenerregender Mordprozek spielt sich gegen wie ich mich benehmen soll. Bleibe ich unbewegt, so sagt man, wärtig vor dem Schwurgericht zu Bourges, Frankreich, ab. ich sei gefühllos; scheine ich gerührt, so sagt man, ich spiele Romödie. Angeklagt ist der Marquis de Nayve, der noch im Jahre 1875( Lebhafte Bewegung im Bublikum.)- Der Präsident: Sie können unbemittelter Steuerbeamter war und durch die Verheirathung sich verhalten, wie es Ihnen beliebt. Sie verstehen übrigens mit einer sehr reichen Erbin zu einem Vermögen von ca. 1 Million ausgezeichnet, sich zu beherrschen. Angefl.: Meine Haltung ist tam. Doch hatte das Glück, welches der Marquis auf diese Weise die eines Unschuldigen.( Lebhafte Unruhe im Publikum. machte, seinen Haken; denn Frl. de Baudreuille, die Braut, hatte Der Marquis de Nayve refognoszirt hierauf ohne weiteres die 4 Jahre, bevor sie den Marquis heirathete, einen Fehltritt gethan und Kleidungsstücke. Präs.: Ist es wahr, daß Sie Ihrer Frau einen Sohn geboren, der von einem Diener stammte und auf die Mordthat eingestanden haben?- Angell.: Das ist eine dem Standesamte in Le Havre unter dem Namen Hippolyte Lüge; die ganze Anklage ist das Werk des Abbé Rosselot, Menaldo eingetragen war. Das Kind wurde einer Schneiderin welche die Marquise abschrieb, ohne sie zu verstehen. Ich in Orleans, namens Maria Chair, in Pflege gegeben, die es verzeihe ihr; doch meine Kinder- Hier wirst sich der gerne hatte und bei der es aufwuchs. Von Zeit zu Zeit tamen Angeklagte auf seinen Sig, schluchzend, todtenbleich, einer OhnFrl. v. Baudreuille und ihre Mutter, um es zu besuchen. Der macht nahe. Berth.: Dies, Herr Präsident, sind die Folgen Marquis v. Nayve schien sich anfangs über die Existenz Menaldo's Ihres Verhörs. Präs.: Ich glaube nicht, die Grenzen über feine Strupel zu inachen. Aber im September 1883 theilte schritten zu haben.( Große Bewegung.)- Angeklagter, fich er Marie Chair mit, daß er das Kind fortnehme und gab ihr plöglich aufraffend: Neden wir nichts mehr von meinen Kindern, für ihr Stillschweigen 3000 Frants. Der Marquis fürchtete wenn Sie wollen, daß ich ferner Ihre Fragen beantworte, offenbar einen Standal und hoffte dieser Gefahr dadurch zu be- Die Fortsetzung des Verhörs des Marquis gestaltete sich gegnen, daß er das Kind in das Kloster Pont de Beauvoisin steckte. immer dramatischer. Man war zu dem verhängnißvollen Anfangs ging alles gut, doch erwachte nach und nach in Menaldo Spaziergang von Sorrent nach Castellamare gekommen, von dem die Erinnerung an seine Mutter, von der ihm die Schneiderin der unglückliche Knabe bekanntlich nicht zurückkehrte. Nachdem auweilen erzählt hatte. Er verlangte, daß man sie ihm zeige, der Vorsitzende festgestellt, daß der Angeklagte mit auffälliger erst schüchtern, dann mit größerem Nachdruck. Endlich ließ er sich Saft, ohne Rücksicht auf die Kräfte des Jünglings ihn von Ort Aus München wird telegraphixt: Am Sonntag fand im nicht mehr beruhigen und entfloh zweimal aus dem Kloster, zu Ort die herrliche Küfte der Bucht von Neapel entlang schleppte, hiesigen töniglichen Theater am Gärtnerplatz das vierattige Schaus wurde aber stets von Gendarmen dahin zurückgebracht. daß er schen allen Begegnenden auswich, trotz der sichtlichen Abspiel Das Hecht" vom Chefredakteur Dr. Haas vor ausverkauftem Diese Sehnsucht des Knaben nach seiner Mutter beunruhigte spannung Menaldo's alle Anerbietungen von Rutschern, die beiden Hause eine enthusiastische Aufnahme. Nachdem schon bei offener den Marquis. Am 29. Oktober 1885 hofte er Menaldo, fuhr Wanderer zu fahren, abgelehnt hatte, gab er nach einer furzen Szene mehrmals lauter Beifall gezollt worden, wurde bei Schluß mit ihm nach Marseille, von da nach Italien und direkt nach Unterbrechung der Verhandlung dem Angeklagten das Wort, der Vorstellung der Autor noch fünfmal gerufen, wobei ihm Castellamare, ohne weder in Genua und Florenz, noch in Rom um die dramatische Szene auf der Höhe von Sorrent mehrere prächtige Lorbeerfränze überreicht wurden. Das an und Neapel anzuhalten. Das an und Neapel anzuhalten. Am 11. November, bei Einbruch darzustellen. Der Angeklagte erzählte mit ruhiger, etwas ver packenden Szenen reiche Stück, behandelt, anlehnend an den be- der Nacht, machte er mit Menaldo auf der Straße hüllter Stimme:" Nachdem wir gegen 6 Uhr von Vico- Equense tannten Fall Biethen, die Frage der Entschädigung unschuldig von Forrent nach Castellamare einen Spaziergang, von aufgebrochen waren, fühlte ich ein dringendes Bedürfniß und entVerurtheilter. Das Schauspiel dürfte wohl längere Zeit Bugstüd dem er allein zurückfehrte, während Menaldo am nächsten ersten Ranges bleiben. Tage von Fischern aus Vico Equense am Fuße der steilen Felsenküste, über der die Straße von Castellamare 60 Meter hoch dahinführt, als Leichnam mit zerschmettertem Schädel gefunden Aberdeen. Paris. Wetter- Prognose für Dienstag, den 5. November 1895. Ziemlich warmes, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter, mit etwas Regen und schwachen füdöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. " Kunst und Wissenschaft. Gerichts- Beifung. wurde. fernte mich feitwärts. Ich befand mich ungefähr 25-30 Meter von dem Kinde entfernt. Als ich nach 10 Minuten wieder zurücktehrte, fand ich den Knaben nicht wieder. Ich rief nach ihm. Keine Antwort. Ich ging immer weiter und weiter, fortwährend rnfend, und je weiter ich ging, um so lebhafter wurde die UeberZum Erpressungsprozeß Langbeck erhalten wir von Das Verhalten des Marquis hiernach war seltsam. Erzeugung in mir, daß er sich geflüchtet habe. Ich eile, ich laufe, unferem Parteigenossen Bebel noch die folgende Zuschrift: machte feine Anzeige bei der Behörde, sondern suchte vielmehr fortwährend seinen Namen rufend. Auf diese Weise machte ich Mit bezug auf den Bericht, den gestern der Vorwärts" über die Recherchen des italienischen Gerichts zu hintertreiben. Man ungefähr 2 Kilometer. Sch begegnete zwei Landleuten und die Verurtheilung des Kaufmanns Hermann Langbed wegen Er hatte bei Menaldo nur zwei Gebetbücher in französischer suchte sie auszufragen, aber sie verstanden kein Französisch. preffung veröffentlichte, sehe ich mich auch zu der Erklärung genöthigt, Sprache und ein paar wollene Strümpfe gefunden, welche Ich bemerkte die Lichter von Castellamare und kehrte daß auf grund eines längeren Briefes, den ich im August dieses die Nummer 57" trugen. Deshalb erließ das italienische dorthin in größter Aufregung zurück, nunmehr überzeugt, Jahres von Langbeck erhielt, ich ebenso wie Auer die fefte Gericht eine Veröffentlichung in den französischen Zeitungen. daß es sich nicht um eine Flucht, sondern um einen Ueberzeugung habe, daß Langbedt geistestrant ist. Ein solches Journal tam auch dem Marquis unter die Selbstmord oder um einen Unfall handle. Aber ich Ich habe ebenso wie Auer aus dieser Auffassung in dem Augen, der fofort nach jenem Vorfall nach dem Chateau de wies diese Idee wieder von mir und ging wieder auf Beugenverhör, das ich wegen Langbeck zu bestehen hatte, fein Bresle zurückgekehrt war. Er eilte unverzüglich nach Pont de dem Wege zurück, fortwährend rufend. Endlich sah ich auf die Heh! gemacht und enthält das betreffende Protokoll meine dies- Beauvoisin und bat den Superior des Seminars, den Pater Klippen herab. Ich entdeckte nichts als Wellen und einige Fischer. bezügliche Aussage. Man darf billig überrascht sein, daß von Voisin, die Nummer 57 einem anderen Bögling zuzuertheilen. barfen. Niemand antwortete. Zwei Stunden waren auf diese diesen Aussagen, nach dem Bericht des„ Vorwärts" zu urtheilen, Der Geiftliche hatte auch die unglaubliche Schwachheit, dies zu Weise verstrichen. Darauf tehrte ich auf dem Wege nach Castellain der Verhandlung nichts verlautete. thum. Erst am 24. Juni 1894 schlug die Stunde der Enthüllung. mare zurück. Auf diesem begegnete ich Kutschern. Ich machte mir Die Marquise de Nayve machte an diesem Tage bei dem Staats- traurige Gedanken. Ich sagte mir, daß mir nichts übrig bliebe, anwalt von St. Amand plöglich Anzeige. Was mochte sie hierzu als meine Erklärungen bei den Behörden zu machen. Damit bewogen haben und wie erklärte sich ihr langes Still fam ich in Castellamare an. Da schrat ich vor der Schande schweigen? In dem Briefe, den sie an den Staatsanwalt schrieb, zurück. Ich wollte meine Frau vor der Welt nicht bloßstellen. Eine Privat- Beleidigungsklage, die Herr Hans Blum erklärte die Marquise, daß sie die Abwesenheit ihres Gemahls Deshalb kam ich zu dem Entschlusse, meine Erklärung bei den gegen unfern Genoffen Bruno Schoen I ant angestrengt hatte, benute, um endlich aus ihrem Schweigen herauszutreten, welches Behörden zu unterlassen," Darauf erzählte der Angeklagte, wie gegen unsern Genossen Bruno Schoenlant angestrengt hatte, sie um der Ehre der beiden Kinder willen, die sie von ihm habe er einem Führer begegnet fei, der ihn ohne weiteres in ein übel fam am Montag vor dem Schöffengericht in Leipzig zum Austrag. Es handelte sich um drei Notizen, welche am 25., 26. und um Skandal zu vermeiden, der die ihre gefährden würde, beleumundetes Haus geleitet habe. Er sei aus demselben sofort und 29. Januar d. J. in der Leipziger Volkszeitung" erschienen bisher gewahrt hätte. Sie erbrachte keinen direkten Beweis geflohen und rathlos auf der Straße umhergeirrt. Der Präsi waren. Dieselben betrafen die bekannte Petition, welche 1866 von der Schuld des Marquis, doch erklärte sie, die Ueber bent erklärte dagegen, daß de Nayve, wie alle Verbrecher, wegen Annexion Sachsens an Preußen gerichtet sein soll. Hans zeugung gewonnen zu haben, daß derselbe Menaldo ermordet die unter dem frischen Eindruck ihrer Frevel that stehen, sich Blum, der Rechtsanwalt, hatte nun aber nicht den verantwort- habe. Doch gerade durch ihr langes Stillschweigen hatte sich hatte betäuben wollen und daß er deshalb in Castellamare wie lichen Redakteur Lipinsti, sondern Schoenlant verklagt und dieser die Marquise selbst kompromittirt. Dasselbe ist durch die Unter- auf der ganzen Rückreise sich den größten Ausschweifungen Nayve protestirte und rief fortwährend befundete in der gestrigen Verhandlung, daß er weder Verfasser fuchung nicht aufgeklärt worden. Vielleicht hätten hierüber hingegeben habe. Ich finde das Gerichteurtheil gegen Langbeck unbegreiflich, nach meiner festen Ueberzeugung gehört Langbeck in eine Seilanstalt, aber nicht ins Gesängniß. Berlin, den 4. November 1895. A. Bebel. der Artikel, noch sonst für dieselben verantwortlich sei; als die Maria Chair und der Pater Voisin Licht gebracht, aber beide aus: Nein, ich bin unschuldig!" Darauf wurde die Sigung betreffenden Nummern der Leipziger Boltszeitung" erschienen sind verstorben. Der Marquis giebt zu, daß er vom Tage feiner aufgehoben. feien, habe er sich in seiner Eigenschaft als Reichstags: Hochzeit an bedroht gewesen sei, Menaldo's Geheimniß zu be- In der Sigung am nächsten Tage( 31. v. M.) wird mit der Abgeordneter in Berlin aufgehalten. Hans Blum wollte dennoch den graben, deffen Bekanntwerden seine Ehre und die seiner Familie Beweisaufnahme begonnen; sie bringt zunächst die Vernehmung verantwortlichen Redakteur Lipinski als Zeugen über die ver babe er niemals gefaßt. Er wisse nicht, wie der Knabe vers de Nayve bringt eine große Bewegung im Gerichtssaal hervor; vernichtet hätte. Aber den Gedanken, Menaldo zu ermorden, der Gattin des Angeklagten. Das Erscheinen der Marquise muthliche Thaterschaft Schoenlant's eidlich vernommen haben. schwunden sei, glaube aber, daß er sich in einem Anfall von der Angeklagte bedeckt, um feine Gattin nicht anblicken zu müssen, Das Gericht sprach Schoenlank frei, nachdem noch dargelegt Verzweiflung von der Straße bei Castellamare ins Meer gestürzt. das Geficht mit dem Taschentuche. Die Zeugin wird nicht ver war, daß Blum für den einen Artikel die Klage überhaupt erft Es sei wahr, er habe zu verhindern gesucht, daß die Identität eidet. Die Worte:" Ich flage meinen Mann an, meinen Sohn nach der Verjährungsfrist eingereicht hatte. der gefundenen Leiche festgestellt würde, doch sei dies nur aus dem ermordet zu haben", spricht sie ohne besondere Erregung; = Verworfen wurde gestern die Berufung, welche der Res Grunde geschehen, um das Menaldo umgebende Geheimniß zu auch daß ihr Gatte sie einmal beinahe erdroffelt und dakteur des Berliner Tageblatt", Siegmund Perls gegen das wahren. Er habe stets mit seiner Frau in Frieden gelebt und daß die Kinder blutig geschlagen habe, wird ruhig vorgebracht. Schöffengerichts Erkenntniß eingelegt hatte, durch das er, wie diese die Angelegenheit erst so spät bei der Behörde angezeigt, Während die Zeugin gräßliche Einzelheiten über die raffinirten noch erinnerlich, wegen Beleidigung des antisemitischen Dr. Hentig habe einen besonders schmählichen Grund. Derselbe bestehe Mißhandlungen, welche die Kinder von ihrem Vater hätten erzu 300 M. Geldstrafe verurtheilt war. in einem unerlaubten Verhältniß seiner Frau mit dem Abbé leiden müssen, erzählt, begnügt der Angeklagte sich damit, abDer Redakteur Jahn von der„ Ameife", dem Organ Roffelot. Um diesem in Ruhe zu fröhnen und um sich seiner, des wehrende Bewegungen zu machen. Dann ruft er plößlich:„ Das aag vereinigten Porzellanarbeiter, war seinerzeit vom Landgericht II unbequemen Gemabls, zu entledigen, habe die Marquise ihn alles hat der Erzieher Abbe Roffelot erfunden. Er ist ein Preuse " Angler= Rauchtlub Eldorado, BerVerein für Theaterverein Theaterverein Gefelliger Verein Gefang und lehrte meinen Kindern, in hundert Jahren werde Frankreich| Arbeiter fönne es geben, als es geben, als die Durchführung einer Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgraend. Dienstag: Gut preußisch sein!" geregelten mäßigen Arbeitszeit. Die Arbeiter würden gesinnte Freunde, Georgenfirchstr. 65 bet Spät. Rauch tlub I, Stallschreiberstr. 10 bet Leng. Bei der weiteren Verhandlung gegen den Marquis de Nayve dafür ihren Arbeitgebern" fast ohne Ausnahme aufrichtig 8% uhr bei Gater, Pallisadenſtr. 66.- Rauchklub Grüne Eiche", Brizer: gaben seine beiden Söhne, die ihn in ihren Aussagen im Laufe der Dant wissen, und die Arbeitgeber" würden ihren schönsten Lohn straße 19 bei fügler. Rauchtlub Deutsche Flagge", Wrangelstr. 32 Untersuchung der Brutalität bezichtigt hatten, im heutigen Zeugen- dafür in der Zufriedenheit und Freudigkeit ihrer Arbeiter finden. bet Lukas. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend verhör an, ihre Aussagen seien ihnen von ihrem Erzieher, dem Abbé Wo aber solche Initiative der Unternehmer nicht Plat greife, ale Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Gent Stoffelot, diktirt worden, und machten alsdann für ihren Vater da sollten alle einsichtigen und wohlmeinenden Dresdenerstr. 107/108. Dienstag. Musttverein Hoffnung, Görligerstr. 63 bei günstige Aussagen. Diese riefen unter den Zuhörern große Be- Arbeitgeber" welche doch zumal in unserem meter. Musikverein Münstermann, Hochstr. 32a bet Schmidt. Theatergesellschaft Liberté, Reichenbergerstr. 54 bet Schafter. wegung hervor. Ein Geschworener weist( nach einer Draht- Waterlande die große Mehrzahl ausmachten wenig gnügungsverein Nordwacht, Perlebergerstr. 28 bet Hermerschmidt. meldung des Kl. J.") darauf hin, daß in der von der Marquise stens den Anträgen ihrer Arbeiter auf an Theatergesellschaft 3 telbewußt, Frankfurterstr. 133 bei Gold. de Nayve selbst unterzeichneten Anklagefchrift ein Sah lautet: gemessene Verkürzung der Arbeitszeit freund- voltsthümliche Kunst, Blumenstr. 32 bei Reich. Als Nayve den Wunsch Madames " und fragt, warum fich entgegenkommen. Und zwar besonders auch dann, Freter Wille, Admiralfir. 18c, Märkischer Hof. Muntere Geister, Brunnenstr. 62 bei Raschte. es nicht heißt: meinen Wunsch". Der Präfident läßt wenn solche Anträge von den deutschen Gewerkvereinen und unter uns, Beuffelstr. 66 bei Fischer. fofort die Marquise vorrufen, um Aufklärung zu geben. Sie ist ähnlichen Berufsvereinigungen auf Verlangen und im Sinne ihrer Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gesangaber nicht aufzufinden. Es wird ihre sofortige Vorführung an Mitglieder angebracht würden. Denn gerade diese Organisationen verein Gangestreue, abends von 8-10% Uhr bet Broß, Annenftr. 9. Mufitverein Frisch auf", Reichenbergerstr. 24 bei Tauschte. geordnet. Nach einiger Zeit erscheint sie im Gerichtssaal. Der enthielten sich in der Regel übertriebener, verein na freon, abends von 9-11 Uhr im Louisenstädtischen Klubhaus, Präsident legt ihr die von dem Geschworenen aufgeworfene un durchführbarer Forderungen, und seien geneigt, Annenstraße 16 bei Bergner, früh. Ehrenberg.- Theaterverein Tata Toto, Theaterverein Frage vor. Sie weiß nur ganz verwirrte Antworten darauf zu friedlich zu unterhandeln; sie wollten teinen Streit, Sigung abends 9 Uhr, bet W. Achfel, Prenzlauer Allee 224. Freier Wille, abends 8% Uhr im Märkischen Hof, Admiralftr. 18 c. geben und tritt unter dem Gejohle des Publikums ab. sondern gütliches Uebereinkommen, und sie verbürgten endlich arbeiter- Bitherverein Ginigteit, bei Streit, Naunynftr. 86, Uebungsstunde. auch die dauernde Erfüllung der eingegangenen Verbindungen. bet 28. Richter, Bülowfir. 65 am Dennewiß- Play. Bitherflub AlpenArbeiter Bitherklub Freiheitstlänge, abends von 8 bis 11 Uhr Mit der Verkürzung der Arbeitszeit befriedigten die Herren gruß, abends 9% Uhr in den Dranienhallen, Oranienſtr. 51. TheaterArbeitgeber" die sehnlichen und berechtigten Wünsche ihrer verein Freundestreis um 9 Uhr bei Raporte, Solmsstraße 1. Vergnügungsverein Gemüthlichkeit, Sigung Arbeiter, ohne ihrerseits auch nur Opfer bringen zu müssen, Gäfte wiltommen. Berliner Dilettantenbühne Krautsstraße 6 beim Gastwirth Böttcher. vielmehr mit Förderung ihrer eigenen Intereffen. Das Ent Geselliger Rheingold II, abends 10 Uhr Ackerstraße 145 bei Wizel. Eine stark besuchte polnisch sozialdemokratische Verschuldigungs-, pardon: Anschreiben an die Herren Arbeitgeber" Berein Brüderschaft Berlin Nord- 23 eft, Berlebergerstraße, fammlung wurde am Sonntag bei Mörschel( Schönhauser Allee) schließt:" Darum rechnen wir vertrauensvoll auf das erwünschte Restaurant Dittmann, abends 9 Uhr, darauf Fidelitas. Stattlub Schlechte arte", abends von 9 bis 11 Uhr bei Vogel, abgehalten. Nachdem zu Punkt 1 der Tagesordnung Genoffe Entgegenkommen der Herren Arbeitgeber unseren Ortsvereinen Freiweg, gegründet 1890. Uebungsstunde bet M. Radday, Elſafferstr. 11. Berfus den Bericht der polnischen Delegirten vom Branden und Ortsverbänden gegenüber, uns zugleich zu jeder weiteren Görligerstr. 52. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von burger Parteitag gegeben hatte, referirte Gen. Brzestwiniewicz Auskunft gern bereit erklärend. Wahrlich, es ist hohe Zeit, daß über die vor hundert Jahren erfolgte Theilung Polens. In Friede zwischen Arbeitgebern und Arbeitern auf dem Boden der 8-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. scharfen Worten fritisirte er die damalige Wirthschaft der gesetzlichen Gleichberechtigung und beiderseitigen Verständigung Jeden Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung 5. Männerpolnischen Schlachtzizen( Junker) und kam zu dem Schlusse, daß in unserem theuren Vaterlande angebahnt und dauernd ge- Staltgerstraße 55/ 56.4. Männerabtheilung Stephanstr. 3. Berlin, November 1895. Der Zentral- abtheilung Ackerftr. 67.-- 1. Lehrlingsabtheilung Friedenfir. 37. 3. Lehrlingsauf der Grundlage der sozialdemokratischen Jdee ein freies Bolen schlossen werde. Damenabtheilung Mariannenufer 1a. Turnabtheilung Boechstraße 27. erstrebt werden könne und müsse. Zum Schluß appellirte Genosse rach und die Generalräthe( Hauptvorstände) der deutschen verein orben, jeden Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr in der 8. noch Turnhalle, Prinzen Allee Rauchklub Sorgenfrei, abends Berfus an das Pflichtgefühl der Anwesenden, sich an den Gewerfvereine." 9 Uhr bei Bartel, Ballifabenstr. 22. Rauchflub Deutfche Flagge, am Freitag vor sich gehenden Kommunalwahlen zu für durchaus unerläßlich, daß etwas geschehe, Rauchtlub Ruhiga, abends 8½ Uhr, abends 8 Uhr Wrangelstr. 32. Der Berchtung Raum giebt, daß sonst den Gewerk- bet Behrend, Gräfestraße 5: Sigung. Bergnügungsverein Fm Brand betheiligen. Neuer Berliner Rauchklub, vereinen von den Sozialisten vollständig der bei Stanicki, Barnimstraße 22. Liegnigerstr. 30 bei Rasemann. Arbeiter- Stenographenverein Eintracht, Rang abgelaufen werde und Mitglieder ab- unterricht und lebungsfiunde abends 8% Uhr bet wähltsch, Adalbertſtr. 4. sprängen. Dr. Hirsch empfahl dann folgende Resolution Rauchtlub Messalina, bet Butte, Graudenzerstraße 2.- Rauchklub zur Annahme: Waldesgrün, Sigung Mittwochs, abends 8% Uhr bei Tilgner, ForsterRauchtlub Portorico, abends 9 Uhr Manteuffelstr. 20 bet Straße 22. Dersammlungen. Der Referent erklärte es scheindem e er Schröter, Vermischtes. 1 Zambourverein Der Zentralrath der deutschen Gewerkvereine( Hirsch Dunder) hielt in Gemeinschaft mit Vertretern der Generalräthe bezw. Hauptvorstände aller deutschen Gewertvereine letzten Sonntag bei Bolt eine Die kombinirte Versammlung des Zentralrathes und der Sigung ab, die den Zweck hatte, die Mittel zu berathen, wo- Generalräthe der deutschen Gewerkvereine( Hirsch- Duncker) am durch die Arbeitsverhältnisse der Gewerk 3. November beschließt in Uebereinstimmung mit dem Referat des vereins Mitglieder gehoben werden können. Etwa Verbandsanwalts behufs Durchführung der einstimmigen Beschlüsse 100 Personen waren anwesend, darunter Delegirte aus den des Danziger Verbandstages, den einzelnen Generalräthen und Städten Berlin, Potsdam, Burg, Spremberg, Magdeburg, Gera, selbständigen Ortsvereins- Vorständen dringend zu empfehlen, daß sie Zu der Pulverexplosion wird aus Breslau berichtet: Bitterfeld, Stettin 2c. Dottor Max Hirsch, der das möglichst in besonderen Sizungen die praktische Verbesserung der Die Nachricht eines hiesigen Blattes betreffend die Explosion Referat hatte, verwies Eingangs desselben auf den Be- Lohn- und Arbeitsverhältnisse vor allem an Orten mit abnorm bei Pöpelwiz ist dahin richtig zu stellen, daß nicht ein Bulverschluß des lehten Verbandstages zu Danzig( abgehalten zu niedrigen Löhnen und überlanger Arbeitszeit nach den bewährten schuppen, sondern eine Bündtapfel- Fabrik in die Luft flog. Pfingsten 1895), der den Gewerkvereinen folgende Aufgabe ftellte: friedlichen Grundsätzen unserer Organisation thatkräftig in die Neueren Meldungen zufolge wurde niemand getödtet. Zwei Benugung aller günstigen Verhältnisse, namentlich der steigen- Sand nehmen. Die Versammlung erklärt es als Pflicht aller Arbeiterinnen und zwei Kinder sind schwer verletzt worden. den Geschäftskonjunktur, um durch Stellung angemessener(!) Ortsvereine und Ortsverbände, die Beseitigung der thatsächlichen Ueber ein Eisenbahnunglück wird aus Budapest be Fordernngen soweit(!) wie irgend möglich auf friedlichem Wege Mißstände in den Arbeitsverhältnissen als Hauptaufgabe unserer richtet: Die Gattin des Eisenbahnkassirers Viraghalmy wurde beffere Lohn- und Arbeisverhältnisse zu erlangen, wobei auch der Organisation in erster Reihe auf die Tagesordnungen der auf der Station Aszod, als sie mit ihren drei Kindern das Bahnmißbräuchlichen Herabdrückung der Affordlöhne entgegen zu Sigungen und Versammlungen zu setzen und ausdauernd praktisch geleise überschreiten wollte, von einem im Rangiren begriffenen treten ist." Die Kommission, die die Durchführung dieses zu betreiben. Die Versammlung beschließt endlich, den Zentral- Lastzuge überfahren. Alle vier Personen find lebensgefährli Beschlusses zu überwachen hatte, sei sich nun dahin rath mit der Wiederholung der auf die Reichs- und Staats- verlegt. Der dem Unglück als Beuge beiwohnende Gatte und schlüssig geworden, die die kombinirte Sigung einzuberufen, betriebe bezüglichen Betition, sowie mit der Einbringung einer Bater beging in seinem Schmerze einen Selbstmordversuch. weil fonst vielleicht größere Streitigkeiten oder Streits eingeleitet petition auf endliche Durchführung des§ 120 e der Gewerbe- Juristen- Dentsch. In einer Entscheidung, in der das werden könnten, die doch von den Gewerkvereinen als letztes Ordnung zu beauftragen." Reichsgericht den Unterschied zwischen entgeltlichen und unent= Mittel betrachtet würden. Die Leitfäße der Gewerkvereine, so In die Distuffion griff zunächst Schuhmacher aus Berlin geltlichen Berfügungen im Sinne des§ 25 der Konkursordnung hebt Redner noch ganz besonders hervor, bedingen einen fried- ein. Der Appell an die Arbeitgeber" hätte erörtert, tann man folgenden kunstvollen Sah lesen:„ Zur Ent. lichen Verkehr mit den Unternehmern. Den jezigen geschäftlichen einen 3wed, mit ihren 70 000 Mitgliedern könnten die geltlichkeit ist nicht erforderlich, daß die Erlangung einer GegenAufschwung erklärt Redner für günstig, den Verbandstags- Gewerkvereine einen eminenten Erfolg erzielen. Das nothwendigste leistung den Beweggrund zur Verfügung abgegeben hat, so daß Beschluß in die That" umzusehen. Der Vorwurf, daß wäre die Kräftigung der Organisation und ein Aufruf an die lettere auch dann, wenn eine Gegenleistung gegeben ist, der Verwährend der 27 Jahre des Bestehens der Arbeiter. fügende aber aus einem anderen Beweggrunde, als um die Gewertvereine wenig zur Verbesserung der Siggeltom fett ebenfalls den Hoffnungen Hirsch's hin- Gegenleistung zu erhalten, gehandelt hat, als unentgeltlich zu Lohnverhältnisse geschehen sei, treffe in fichtlich der Erfolge des oben wiedergegebenen Aufrufs an die behandeln wäre, sondern das Unterscheidungsmerkmal wird gewisser Hinsicht zu; schuld seien daran aber Arbeitgeber" Zweifel entgegen; er meint, man müßte die Bei- durch den Umstand gebildet, ob in der That eine Gegenleistung nur die einzelnen Ortsvereine felber( na, na!), nicht träge erhöhen, damit man einen Fonds habe beim event. Vor- erfolgt ist." der Verbandsvorstand. Zunächst ist nach des Redners Meinung gehen. jetzt in betreff der Arbeitszeit vorzugehen, die Birch: Zwei Nichtungen feien in den Gewerkvereinen ververtürzt werden müsse. Die Statistik habe ergeben, treten, eine für die freie Vereinbarung, eine andere für gesetz daß in den meisten Berufen vielfach eine 12-13stündige liche Hilfe. Er sei durchaus für letteren e g. Arbeitszeit existire. Redner unterbreitet hierauf den Versammelten( Beifall.) ein Flugblatt, das an alle Arbeitgeber" geschickt werden soll, Vorsitzender Ma u ch( Vorsitzender des Zentralrathes): Die wovon er sich einen großen Erfolg verspricht. Es verlohnt sich, Ortsvereine beschäftigen sich leider mittlein hier einen Auszug daraus zu geben. Selbstverständlich lichen 3äntereien und Mörgeleien, statt mit der wird nicht verfehlt, den Herren Arbeitgebern" zu versichern, 2 age ihrer Gewerbe. daß es Grundsatz der Hirsch- Dunder'schen Gewerkvereine ift, Haupt Burg: Der Appell an die, Arbeitgeber" nicht einseitig und schroff" nur die Interessen der Arhilft nichts. beiter( bei dem Bestreben nach Verbesserung der wirthschaftHerzog Potsdam und Müller Breslau flagen darüber, lichen Lage ihrer Mitglieder) zu verfechten, sondern auch die daß die Gewerkvereine durch die Agitation der Schneider für Unternehmer, als wichtige und nothwendige Faktoren des Ge- die Einführung von Betriebswerkstätten in eine schiefe Lage gewerbebetriebes, in ihren berechtigten Interessen au bracht würden. " 0 " " " Oliver Cromwell's Kopf. Aus London wird der„ Frankfurter Beitung" berichtet:„ Der sprichwörtliche Zant um des Kaisers Bart ist nichts im Vergleich zu dem Streit, der in der englichen Presse um die Ueberreste des Lord Protettors Oliver Cromwell, besonders um seinen Kopf, entbrannt ist. Oliver Cromwell's Leiche war in der Westminster- Abtei beerdigt worden, aber zur Beit der Stuart'schen Restauration, als der heimtüdische merry monarch England's Interessen um Maitreffen an Frankreich verschacherte, wurde das Grab in der Abteitirche geöffnet, Cromwell's Leiche herausgeriffen, der Kopf abgehackt und der topflose Körper bei Tyburn an den Galgen Viele Jahre hindurch hindurch stat der Kopf des gehängt. großen Puritaner Führers auf dem südlichen Giebel der Westminster- Halle. Während eines Sturmes wurde der Kopf in die Straße geblasen und der Wache stehende Soldat nahm in an Da berücksichtigen u. f. w. Das beiderseitige Wohl" folle Göße, vom Gewerkverein der Maschinenbauer: Ihm sich. Seine Erben verkauften die Reliquie nach einiger Zeit und auf dem gemeinsamen Boden des Berufes soweit irgend möglich fehle der Glaube an das Entgegenkommen der so ging der Kopf von Hand zu Hand, bis er schließlich in den durch Verständigung und Zusammenwirten erreicht Arbeitgeber"; die Unternehmerschaft beuge sich nur der Besiz eines Gentleman in Kent überging, der die Reliquie sorgwerden. Nicht nur ein Gebot der Sittlichkeit fei das fried- Gewalt. Hirsch selbst habe das Prinzip" durchfältig hütet. Oliver's Körper wurde, wie man annimmt, von liche Borgehen, es stüße sich auch zugleich auf die Lehre der brochen und für ben geseglichen Maximal- der Tochter des Lord- Protektors und ihrem Gatten insgeheim Bolkswirthschafe". Nach einem wehmuthsvollen Stoßseufzer, wie arbeitstag gestimmt. fortgeschafft und soll unter der Pforte des Landhauses der sehr leider dieser Standpunkt beiderseits( von Arbeitern und Unter- Vom Vorsitzenden und von Dr. Hirsch wird hierauf Familie Faucouberg in Yorkshire ruhen. Der Kopf ist von nehmern) verkannt fei, tönt uns aus dem Schriftfah hoffnungsfreudig der Borredner, der auch u. a. vom Triit der Arbeiter verschiedenen Geschichtsforschern untersucht, mit der Todtendie Botschaft entgegen, daß sich glücklicherweise die Wahrheit auf bataillone" gesprochen, tüchtig abgefanzelt. maste und sonstigen Bildwerken verglichen und mit ziemlicher die Dauer nicht verdunkeln lasse" und daß Erfahrung" und Mau ch bittet alle Delegirten, sich recht vorsichtig" Bestimmtheit als das wirkliche Haupt erklärt worden, daß vordem Wissenschaft" das Zutreffende des„ Gewertvereinsstandpunktes" auszudrücken, damit der Vorwärts" nicht maauf den Schultern des Old Noll" faß. Es ist von einem bewiesen, z. B. babe auch das Deutsche Reich 1890 diese Erterial erhalte. Speer durchstochen und dieser Stich ist erwiesenermaßen erst tenntniß durch gesetzliche Einführung der Einigungsämter Luh( Bildhauer): Meine Berufsgenossen können sich nicht nach Cromwell's Tod geführt worden. Man schlägt jetzt vor, fanttionirt. Die Einrichtung beruhe auf der Erfahrung, daß, mit der Forderung der zehnständigen Arbeitszeit zufrieden er die Ueberreste zu sammeln und ihnen ein ehrenvolles Begräbniß ,, wie einerseits für reichliche Beschäftigung und Entlohnung der flären, da wir nur 81/2 Stunden arbeiten. in der Westminster Abtei zu theil werden zu lassen. Arbeiter eine intelligente, tüchtige und gedeihende Dr. Hirsch bemerkt im Schlußwort, daß er ernüchtert" unter den hervorragenden Staatsmännern beider Parteien sich Unternehmerschaft erforderlich, so andererseits die fei. Die Debatte babe ihn schon deshalb nicht befriedigt, Nachkommen des großen Puritaner Chefs befinden dazu materielle, geistige und fittliche Hebung des Arbeiterstandes veil einzelne Jebner die Grundfähe der Gefert gehören der Marquis of Ripon, Sir John Lubbock, Mr. Rowsan für Produktion und Absah unentbehrlich sei, und demnach mit vereine verleugnet hätten. Heftig wendet sich dann Gardiner so dürfte wohl etwas geschehen, obschon John ben wahren Intereffen der Arbeitgeber nicht ber Herr Verbandsanwalt gegen Göze. Er giebt zu, daß die Morley's Vorschlag, dem Lord- Protektor aus öffentlichen Mitteln im Widerspruch, sondern im vollen Gintlang Debatte nach außen einen schlechten Eindruck machen werde, und eine Statue zu errichten, im lezten Parlament zurückgezogen ste he. Vor allem ganz sicher und unwiderleglich erwiesen sei tritt nochmals für eine harmoniefreundliche Behandlung der auf- werden mußte. Eine Statue triegt Oliver Cromwell, aber aus dies bezüglich der wichtigen Frage der täglichen Arbeitsdauer.geworfenen Frage ein. Nach längeren persönlichen Bemerkungen Privatmitteln, und der Bildhauer Thorneycroft ist bereits mit An diese Ausführungen des Flugblattes schließt sich dann eine wird schließlich die Resolution Hirsch einstimmig anderen Ausführung beauftragt. Sie soll in die Nähe von Charing längere volkswirthschaftliche" Auseinanderseßung, wodurch genommen und darauf nach 3 Uhr nachmittags die Sigung Groß kommen, und das„ Daily Chronicle" verlangt, das Olivers unter Verwendung amtlichen Materials( Gewerbe- Inspektions- mit einem„ Boch" auf die Gewerkvereine geschloffen. Haupt am Fuße der Statue begraben werde. Im Gegensatz berichte 2c. 2c.) den Herren Arbeitgebern" plausibel zu machen Aus den im vorstehenden kurz stizzirten Verhandlungen des dazu schlägt Frederic Harrison, der Verfasser eines tüchtigen gesucht wird, daß wird, daß sie bei einer Verkürzung der Ar- Hirsch- Duncker'schen Generalstabes geht abermals deutlich hervor, Werkes über Oliver Cromwell, die Kapelle Heinrichs VII. in der beitszeit auf zehn Stunden mie auch die Ar daß die Gefolgschaft des Herrn Dr. May Hirsch in ihrem Glauben an Abtei von Westminster als letzte Rubestätte der Ueberreste vor. beiter(?) gut bestehen können. Thatsächlich sei auch, das Evangelium der„ Harmonie zwifchen Stapital und Arbeit" mehr Ueber die Entlarvung eines Mediums wird aus London heißt es im Anschluß daran, in einer sehr großen Zahl von und mehr wankend wird. Die Zöglinge des Herrn Dr. Mar Hirsch berichtet: Gusapia Paladino, eine etwa vierzigjährige NeapoliBetrieben der zehnstündige Arbeitstag schon seit Jahren von den urtheilten über das Unternehmerthum und dessen Friedensliebe tanerin, die lange Zeit in ihrem Geburtslande sowie in FrankUnternehmern selbst eingeführt und aufrechterhalten worden. nicht anders als die bösen Sozialdemokraten, was Herrn Hirsch reich und England für ein außergewöhnlich brauchbares, mit Als auffallend und bedauerlich wird dann bezeichnet, daß troß um so fataler sein muß, als er durch den bekannten Revers die einer neuen psychischen Kraft begabtes Medium gehalten wurde alledem immer noch ein Theil der Arbeitgeber" hartnäckig an sozialdemokratischen Arbeiter von seinen Vereinen fernhält, sich und ernste Männer der Wissenschaft, darunter Lombroso, in ihren einer längeren, oft genug bedeutend längeren Arbeitszeit festhält, also nicht damit herausreden kann, die betreffenden Sprecher séances völlig für sich zu gewinnen wußte, ist endlich in Camnicht selten an denselben Orten, wo in ganz gleichartigen Be- wären Mitglieder unserer Partei gewesen. Der Gang der bridge als Schwindlerin entlarvt worden. Sie ließ sich Hände trieben schon seit Jahren der zehnstündige Arbeitstag mit dem ökonomischen Entwicklung läßt sich eben auch hinsichtlich seiner und Füße halten und war doch im stande, diejenigen, die sie besten, auch geschäftlichen Erfolge bestehe. Der Grund könne aufklärenden Wirkung auf die Köpfe der Arbeiter nicht über- hielten, au zwicken; fie fonnte massive Gichentische, tanzen lassen, entweder Vorurtheil und Eigensinn, oder verstand einem musikalischen Instrument Töne zu entlocken, ohne Streben sein, den Gewertsgenossen Schleuder. es zu berühren, und einen Fenstervorhang von schwerer Seide in tonkurrenz auf Kosten der Gesundheit und Donner Hag, ben 7. november: Bortrag M. Wittich, Geschäftliches, An- Bewegung zu sehen, als ob er einem starken Luftzug ausgesetzt Zentralverein der Bildhauer. Heutige Bersammlung fällt aus. des Familienlebens der Arbeiter zu machen, trag auf Erhöhung des Lotalbettrages. wäre. Eusapia arbeitete nur im Dunkeln und dieser Umstand ein Verfahren, das die Benennung als, unlauterer Wett: Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen und Mädchen allein ermöglichte ihr die Täuschung, die darin bestand, in Deutschland.( E. S. Nr. 26.) Berivaltungsstelle Berlin I. Der Ortsbewerb" mehr verdiene, als manches andere, und das den vorfiende Karl Heckel wohnt Prinzessinnenſtr. 1 u. 2, vorn& Tr., die daß sie den rechten Arm und Den rechten Fuß, die fozialen Frieden aufs ärgfte gefährde. Hier follten doch die Kassirerin Frau Aug. Tschentscher, Mustauerstr. 47. Bei beiden werden neue auch gehalten werden sollten, frei behielt, sie verstand aber verehrlichen Arbeitgeber" vereine und Verbände vor allem Mitglieder aufgenommen. den linken Fuß so zu stellen, daß der Eindruck hervor Zentral- Kranken- und Begräbnißhaffe für Frauen und Mädchen eingreifen sie würden dadurch zeigen, daß sie die Ehre und in Deutschland.( E. 5. Nr. 26.) Berwaltungsstelle Berlin IV. Der Be- gerufen wurde, daß die Zehen zu einem und die Ferse zu dem Wohlfahrt nicht nur der Unternehmer, sondern, wie sie es vollmächtigte W. G. Gbert wohnt Friedenftr. 49 d. 4 Tr., ber kaffirer wohnt andern Fuß gehörten. Aehnlich wußte fie mit der linken Hand doch in ihren Statuten und Schriften ver- Frieben- ftraße 30 i. S., und werden neue Mitglieder aufgenommen. sicherten, auch die der Arbeiter im Auge hätten! Keine sind zur Benußung der Bibliotbet und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials Research Society in Cambridge diese Erklärung gäbe, so würde Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag fein Unterricht. Die Schulräume zu manövriren. Wenn nicht der amtliche Bericht der Psychical bessere Fürsorge und Wohlfahrtseinrichtung für die eigenen bends von s ubran geöffnet. Iman es taum für möglich halten, daß ernste Männer während nur " das liften. Diäten. Tanger Zeit in diefer Weise getäuscht wurden. Das Hauptverdienft Iziffern können, so lesen Sie gefälligst im Vorwärts", und zwar| 1 und 2: Ja.-F. W. Der Lehrherr ist leider im Stecht. au der Aufdeckung des Tricks gebührt Herrn Dr. Hodgson, der in Nr. 207, Hauptblatt Seite 2, Spalte 3 nach. Dort finden Sie Pommer 41. An die Armendirektion. R. S. 100. 1. Ja. feinerzeit auch an der Entlarvung der Frau Blavatsky hervor- das Gewünschte bereits vor unter der Spizmarke" Und der König 2. Ein Reichstags Abgeordneter bezieht weder Gehalt noch cagend betheiligt war. absolut" 2c. P. P. 3. 1. Gerichtlich. 2. Innerhalb 3 Monate F. K. 100. Das österreichisch ungarische Konsulat ist muß der Antrag auf Bestrafung gestellt werden. A. 18. Sprechen Behrenstraße 43-44. Geöffnet von 11 bis 3 Uhr. Nicht ver- Sie gelegentlich mit dem Erkenntniß in der juristischen Sprechwendbar. stunde vor. M. O. Charlottenburg. Morgens 8-11 Uhr. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. Stöcker's Facsimile. Wozu der blinde Eifer? Wenn Sie, H. G. und andere Genossen, den Brief in Nr. 258 nicht entFür den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 5. November, Opernhaus. Die Hugenotten. Schauspielhaus. Das Leben ein Traum. Deutsches Theater. Der Kaufmann von Venedig. Berliner Theater. König Lear. Leffing- Theater. Gräfin Frizzi. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Seine Gewesene. Schiller Theater. Der Herenkessel. Der zündende Funke. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Adolph Ernst- Theater. Parade: bummler. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nummer 66. National- Theater. Dorf und Stadt. Theater Unter den Linden. Der goldene Kamerad. American Theater. SpezialitätenBorstellung. 0 2. M. 30. Der Berliner Kinderschutz- Verein befindet sich Wilhelmstraße 10, Hof links. Geöffnet von 9 bis 1 Uhr. K. M., A. G. 110, F. 1. P.: Nein. burg. Sehen Sie mit Ruhe der Anklage entgegen, die unC. C. Nienbegründet zu sein scheint.-F. A. 152. Ueber derartige Fragen ertheilen wir feine Auskunft.- H. B. 100, F. G. 11. 25. Zu Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Dienstag: Der Herenkelsel. Der zündende Funke. Mittwoch: Wilhelm Tell. Hull ist da!!! Der Mann von Eisen?? wird bald das Tagesgespräch sein. Jeden Abend 10 Uhr in Kaufmann's Variété- Theater Königstrasse, Kolonnaden. Vollständig nenes Programm. Die Berliner Barrisson, der grossartige Equilibrist Vallo, der verrückte Musiker Jones, der dicke Liebling Edi Blum, das schöne Modell Miss Luciani, der Dampfdichter Samson, die vorzüglich. 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November, abends 71/2 Uhr: Vorstellung. Franz Renz, Direktor, Königl. Kommissionsrath. Neuer Circus. Circus Busch ( Bahnhof Börse). Dienstag, den 5. November, abends 7/2 Uhr: Große Extra- Vorstellung. Zum 1. Male: Eine DamenQuadrille, geritten v. 6 Damen. Ein equestr. Arrangement v.100Pferden, mache sich seinen Cognac selber. Für Brochnow's Ballsäle Sebastianstraße 39 Jakobftrahe. an der Jeden Sonntag, Montag u. Dienstag: Groker Ball. Mittwoch, Donnerstag u. Freitag zu Versammlungen zu vergeben. Einige 3327L* Sonnabende find noch frei. Vereinszimmer mit Piano empfiehlt H. Wörner, Kürassierstr. 10a. 9396 Th. Boltz' Festsäle, TO S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 3613L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen zu foulantesten Bedingungen. Herren- Stoffreste. Eleg. 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H* In der Werkstatt von Jerabeck, Griebenowstr. 3, haben die Kollegen aufgehört wegen Lohndifferenzen. Bitte dieses zu beachten. Der Vorstand. 145/19 Achtung, Klavierarbeiter! Die Kollegen der Pianofabrik von W. Steuer, Krautstr. 52, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Werkstatt- Kontrollkommission. Farbigmacher verl. Rottbuser User 32. Rahmenvergolder verl. Friedenstr. 10. Klempner mit 5000 M. zur Begründung einer Metallwaaren fabrit( Patentneuheiten) gesucht. Adr. unter 2. R. 836 an Rudolf Mosse, Brinzenstr. 41. Tüchtige Klempner auf Blechemballagen verlangt C. F. Schaefer Nachfl., Dresdenerstr. 97. Geübte Kartonarbeiterinnen verlangt H. Schwandt, Neue Jakobstr. 6. Versilberer auf Leisten verl. Rixdorf, 11576 Berlinerstr. 89, Hof part. Maurer und Arbeiter 11646 verlangt Kolonie Grunewald, BismarckBorstellung. Neues Programm. Wilh. Reinecken Rönigs- Quee- Ede b. Bolier Behne. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Neu renovirte Säle mit Bühne für 20-500 Perf. Tanzunterr. j. Sonntag v. 4-6 U. nachm., Donnerstag v. 8-11 U. abds. Jeden Sonntag Ball. Montags Frei- Theatervorstellung. 3150L Paster's Fetsäle Neue Königstr. 7. Mein Saal mit Nebenräumen noch einige Sonnabende zu vergeben.[ 3391L* Stallschreiberstr. 50/51, Achtung! 1 Treppe.( Ecke Alexandrinen- Straße). luftr. Preisturant gratis und franko. Telephon: Amt IV Nr. 9790. Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Bahureinigen, Nervtödten una sonst Guckel, Laufizer Play 2. Elsasser= ftraße 12. Weiche Herrenhüte 1,25 M. Steife Herrenhüte 1,25 m. verkauft das Fabrikcomtoir, Müller Straße 12 C, 1 Tr. 32492 verl. A. Kuhlbars, Königsbergerstr. 7. Versilberer od. Versilberin auf Kanten Versilber verl. Liegnigerstr. 15. 1166b 2 Rutscher für Roll- u. Arbeitsfuhrwerk verl. Schulze u. Co., Straße 31, a. d. Ostbahn, Werkst. 1168b Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Blattes die gestrige Gewinnliste der preuß. Lotterie bei. Berantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 259. Dienstag, den 5. November 1895. Varteigenossen! Arbeiter! Wähler der III. Abtheilung des 12. Jahrg. 2., 5., 7., 11., 13., 15., 17., 24., 27., 30., 33., 35., 39. u. 42. Kommunal- Wahlbezirks! Am 8. November d. 1. = finden in den oben bezeichneten Bezirken Ersahwahlen für die Stadtverordneten Versammlung statt. Ihr habt zu entscheiden, welche Partei für die nächsten sechs Jahre diese Bezirke im Rothen Haus vertreten soll. Wenn der Herrschaft des Freisinns, welcher die städtische Verwaltung zum Tummelplatz kapitalistischer Interessen macht, und große Gebiete kommunaler Thätigkeit der Ausbeutung durch das Privatkapital preisgiebt, erfolgreich entgegengetreten werden soll, so müssen wieder Männer ins Rathhaus geschickt werden, welche energisch und zielbewußt die Sache der politisch Unterdrückten und der wirthschaftlich Ausgebeuteten führen. An die Stelle der im Berliner Rathhause herrschenden manchesterlichen Verwaltungsprinzipien müssen sozialistische Grundsätze treten. Die großen Aufgaben der Kommune auf dem Gebiete des Verkehrswesens, der Vergebung städtischer Lieferungen und Arbeiten sowie des Arbeiterschutzes, Verkürzung der Arbeitszeit, Schaffung auskömmlicher Löhne und vernünftiger Arbeitsbedingungen u. s. w. dürfen nicht wie bisher fast ausschließlich im Interesse von Aktiengesellschaften und Großunternehmern bearbeitet werden. Schule, Krankenpflege und Armenwesen müssen wahrhaft volksthümlich eingerichtet, die sanitären Verhältnisse in allen städtischen Anstalten- namentlich in den Schulen erheblich verbessert werden. Solche das Gemeinwohl fördernde Einrichtungen wollen die sozialdemokratischen Stadtverordneten schaffen, seit 12 Jahren sind sie stetig bemüht, den Boden dafür zu ebnen. Parteigenossen! Benutzt die Zeit bis zur Wahl zu unablässiger Agitation für die sozialdemokratischen Kandidaten. Veranlaßt die Indifferenten zum Besuch der Wählerversammlungen, damit sie aufgeklärt werden. Belehrt Eure Arbeitsgenossen über die Nothwendigkeit der Wahl von sozialdemokratischen Stadtverordneten. Ueberzeugt die Zweifelnden, unterrichtet und festigt die Schwankenden, indem Ihr ihnen die Thätigkeit und die Anträge der Sozialdemokraten im Rathhaus vor Augen führt. Der 8. November muß für die Sozialdemokratie im Rothen Hause wieder ein Siegestag werden. Sorgt dafür, daß jeder Wähler am 8. November zur Wahl geht und seine Stimme dem sozialdemokratischen Kandidaten giebt. Arbeiter! Parteigenossen! Wenn die Besitzlosed Nothleidenden sich aufraffen, wenn Arbeiter und Handwerker, Kleingewerbtreibende und Angestellte ihr Wahlrecht so wie es ihr Klasseninteresse gebietet, ausüben, dann ist der Sieg unser! Thue deshalb jeder seine Schuldigkeit! Vorwärts! Hoch die Sozialdemokratie! Wahllokal: 67. Gemeindeschule, Adterstraße 28ATurnhalle- Eingang: Elisabethkirchstr. 19. Wir veröffentlichen nachstehend das Tableau der bevor- 15. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend| Stadtbezirk 225: Chorinerstr. 4-6 und 78-86, Zehdenickerstr. 9, fiehenden Stadtverordneten- Ersatzwahlen und bemerken ausdrück, die Stadtbezirke 82 und 83 und von Stadtbezirk 81: Elisabeth Stadtbezirk 257: Ackerstr. 27-28 und 143, Jnvalidenstr. 5 und lich, daß diejenigen Wähler, welche feit dem Ufer 36 mit Ausschluß der Grundstücke: Adalbertstr. 85, Naunyn- 153-163; mit Ausschluß der Grundstücke: Fehrbellinerstraße 58 1. August verzogen sind, in demjenigen Bestraße 59 von Stadtbezirk 83. bis 62 von Stadtbezirk 226. zirk zu wählen haben, in welchem sie zur Zeit Wahllokal: Adalbertstr. 21 bei Roll. der Aufstellung der Wählerlisten also im Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 84 und 85 und von Juli d. J. gewohnt haben. Stadtbezirk 86: Dranienstraße 24-26 und 180-183; von Stadtbezirk 95: Manteuffelstraße 42, Oranienstraße 1; von Stadt von Stadtbezirk 257: Invalidenstr. 148-152, Bergstr. 30 u. 31, Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 256, 268 und 269 und bezirt 97: Mariannenstr. 51-53, Naunynftr. 2-15, Mariannen- Bappelplatz; von Stadtbezirk 267: Bergfir. 62; mit Ausschluß platz 6a. der Grundstücke: Gartenstraße 26-35 und 145-155, InvalidenWahllokal: Oranienstr. 190 bei 3scheyge.straße 18-23 und 129-132 von Stadtbez. 268, Elsasserstr. 27 Kandidat: Stadtv. Th. Mehner, Oranienstraße 184. bis 30 von Stadtbez. 269. 17. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 115, 116 und 117; mit Ausschluß der Grund: stücke: Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25a von Stadtbezirk 116. Wähler ist jeder Preuße, der 24 Jahre alt, seit einem Jahre in Berlin wohnt, feit dieser Zeit keine Armen- Unterstüßung ans öffentlichen Mitteln erhalten und die ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben bezahlt hat, sowie mindestens in die zweite Steuerstufe( 600-900 M. Einkommen) eingeschätzt ist. 2. Kommunal Wahlbezirk, enthaltend die Stadtbezirke 6-10 und vom Stadtbezirk 144: Kleine Kurstr. 9, Niederwallstraße 24 u. 25, Spittelmarkt 14 u. 14a, in welchem ein Hausbefizer zu wählen ist. Wahllokal: Niederwallstr. 20 bei Kühne. Kandidat: Expedient August Jacobeh, Hochstr. 33. 5. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 21, 29 u. 30 und von Stadtbezirk 22: Wilhelmstraße 42a, Bimmerstr. 1, mit Ausschluß des Grundstückes Königgrägerstr. 121 von Stadtbezirk 21. Wahllokal: Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 26, 27 und 28, mit Ausschluß der Grundstücke Charlottenstr. 11-12 von Stadtbezirk 26, Lindenstr. 89, Markgrafenftr. 10-16 und 85-94; Junkerstr. 1 von Stadtbezirk 27. Wahllokal: Friedrichstr. 228 bei Frik. Kandidat: Zigarrenhändler Otto Antrick, Steinmetstr. 60. 7. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Hausbefizer zu wählen ist, und zwar: Theil 1, enthaltend die Stadtbezirke 31, 32, 38 und 39 und von Stadtbezirk 46: Bülowstr. 93; von Stadtbezirk 45: Frobenstr. 1-11 und 41, An der Apostelkirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150; mit Ausschluß des Grundstückes Linkstr. 46 von Stadtbezirk 31. Wahllokal: Potsdamerstr. 123 A bei Bimmermann. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 33-37. Wahllokal: Friedrich Wilhelmstr. 13 bei Grundmann. Kandidat: Stadtv. Fritz Zubeil, Lindenstr. 106. 11. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Hausbesiger zu wählen ist und zwar: Theil I enthaltend die Stadtbezirke 63, 65 und 67; mit Ausschluß der Grundstücke Belle- Alliancestraße 90, Gneisenaustr. 1 vom Stadtbez. 63. Wahllokal: Habel's Brauerci, Bergmannstr. 5-7. Theil II enthaltend den Stadtbezirk 64. Wahllokal: Bockbrauerei, Fidicinstr. 2-6. Theil III enthaltend den Stadtbez. 66. Wahllokal: Boffenerstr. 30 bei Jaap. Theil IV enthaltend den Stadtbezirk 75. Wahllokal: Viktoriapark, Gneisenauftr. 67. Theil V enthaltend die Stadtbezirke 74 und 77. Wahllokal: Grimmstr. 6 bei Schröder. Theil VI enthaltend den Stadtbezirk 76. Wahllokal: Happoldt's Brauerei, Hafenhaide 32-38. Theil VII enthaltend die Stadtbezirke 78 A und 78 B. Wahllokal: Gräfeftr. 76 bri Liebherr.: Kandidat: Stadtv. Frik Zubeil, Lindenstr. 106. 13. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Haus= besizer zu wählen ist, und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbez. 88, 89, 90 und von Stadtbez. 87: Admiralstr. 36-40a, Brizerstr. 25, Kottbuferstr. 7 und 8; mit Ausschluß des Grundstückes: Reichenbergerstr. 173 von Stadtbez. 89. Wahllokal: Mariannenstr. 19 bei Hiltscher. Theil II enthaltend die Stadtbezirke 91-94; mit Ausschluß der Grundstücke: Lausitzerstr. 1, Staligerstr. 39, 40 und 46, Wienerstr. 68 uud 69 von Stadtbez. 94. Wahllokal: Reichenbergerfir. 147 bei Gansewig. Wahllokal: 67. Gemeindeschule, Ackerstr. 28 a Aula Eingang: Elisabethkirchstr. 19. Kandidat: Uhrmacher Otto Naether, Anklamerstr. 44. Braße 78/79- Turnhalle. Wahllokal: 57/72. Gemeindeschule, Brandenburg- die Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 114, 123 und 124; mit Ausschluß der Grundstücke: Prinzenſtr. 91, Ritterstr. 19a- 29 und 96-105 von Stadtbezirk 123. Wahllokal: Fürstenstr. 10 bei Wilke. Kandidat: Zigarrenhändler Wilhelm Börner, Ritterstraße 15. 24. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 168, 169 und 172; mit Ausschluß der Grundstücke: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 und 81-82, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauerstraße von Stadtbezirk 168, Rüdersdorferstr. 41-51 von Stadt bezirk 172. Wahllokal: Langeßte. 65 bei Owczarek. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 170, 171 und 173; mit Ausschluß des Grundstückes: Koppenstr. 34 von Stadtbez. 173. Wahllokal: Brauerei Hilfebein, Koppenstr. 68. Kandidat: Bildhauer Paul Dupont, Solmsstr. 33. V 27. Kommunal Wahlbezirk, und zwar: Theil I enthaltend die Stadtbezirke 152, 154 und 155 und von Stadtbez. 146: Große Frankfurterstr. 70, Schillingstr. 20; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30 von Stadtbez. 152, Pallisadenstr. 88-89, Straußbergerstr. 9 und 35 von Stadtbez. 155. Wahllokal: Weberstr. 24 A bei Breithaupt. Theil II enthaltend die Stadtbezirke 153, 156 und 159 und von Stadtbez. 151: Krautstraße ia- 2 und 54a- 55a; von Stadtbz. 162: Andreasstr. 41-44 und 47, Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Krautstr. 53-54; mit Ausschluß der Grundstücke: Große Frankfurterstr. 90-100 und 127, Markusstr. 29, Koppenstraße 35 von Stadtbez. 153, Gr. Frankfurterstr. 38-48, Weberstraße 64 von Stadtbez. 156, Gr. Frankfurterstr. 19, Koppenstraße 37-40, Pallisadenstr. 38 von Stadtbez. 159. Wahllokal: Gr. Frankfurterstr. 99 bei Martini. Kandidat: Stadtv. Julins Henke, Naunynstr. 27. 30. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 202-206, mit Ausschluß der Grundstücke: Alexanderstr. 53, Prenzlauerstraße 30/31 von Stadtbezirk 202, Münzstr. 8-9 von Stadtbezirk 205, Münzstr. 1-7, Rochstr. 1 bis 6 und 15-19, Neue Schönhauserftr. 21, An der Stadtbahn 40 von Stadtbezirk 206. Wahllokal: ,, Münzhof", Münzfir. 20. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 207-209 und von Stadtbezirk 213: Linienftr. 202; von Stadtbezirk 210: Gipssir. 18, Rosenthalerstr. 25; mit Ausschluß der Grundstücke: Neue Schönhausersir. 1 und la, Weinmeisterstr. 1a- 8 von Stadtbezirk 207. Wahllokal: Rosenthalerstr. 4 bei Fiedler. Kandidat: Tischler Rudolf Millarg, Prinzessinnenstr. S. 33. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 226, 227 und 255 und von Stadtbezirk 221: Kandidat: Stadtv. Gottfr. Schulz, Admiralftr. 40 a. Angermünderstr. 1, Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27; von 35. Kommunal- Wahlbezirk und zwar: Theil I, enthaltend Stadbezirke 229 und 230. Wahllokal: Fehrbellinerstr. 25 bei Dahlenburg. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 231, 232 und 233; mit Ausschluß der Grundstücke: Kastanien- Allee 36 und 70, Schwedterstraße 29 von Stadtbez. 233. Wahllokal: Swinemünderstr. 140 bei Holm. Theil III, enthaltend die Stadtbezirke 234, 235 und 236; mit Ausschluß der Grundstücke: Bernauerstr. 26 von Stadta bezirk 235, Rheinsbergerstr. 79 von Stadtbez. 236. Wahllokal: Rheinsbergerstr. 64 bei röll. Kandidat: Stadtv. Robert Herzfeldt, Plan- Ufer 41, besiger zu wählen ist, und zwar: Theil I, enthaltend 39. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Haus= die Stadtbezirke 216, 217 und 280 und von Stadtbez. 211: Artillerieſtr. 13-16, Biegelftr. 14-21; von Stadtbezirk 215: Artillerieſtr. 4a- 4c, 21 und 31-31a, Auguststraße 4, Oranien burgerstraße 35-39 und 64-69; mit Ausschluß der Grundstücke: Auguststr. 1-2 und 89-93 von Stadtbez. 216. Wahllokal: Friedrichstr. 123 bei Krämer. Theil 1, enthaltend die Stadtbezirke 279, 281-283 und 285 und von Stadtbez. 286: Alt- Moabit 129, Werftstr. 21; mit Ausschluß der Grundstücke: Invalidenstr. 80-83 von Stadtbez. 282, Wahllokal: Luisenstr. 55 bei Krenz. Kandidat: Stadtv. Robert Herzfeldt, Plan- Ufer 41, 42. Kommunal- Wahlbezirk, in welchem ein Hausbefiber au wählen ist, und zwar: Theil I, enthaltend die Stadtbezirke 276, 277 und 278. Wahllokal: Nene Hodhär. 49 bei Altmann. Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 319 und 320, mit Auss schluß der Grundstücke: Pantstr. 7 und 47 von Stadtbezirk 319. Wahllokal: 118. Gemeindeschule Pankstr. 8( Turnhalle). Theil III, enthaltend die Stadtbezirke 321-323, Wahllokal: Stettinerstr. 57 bei Schulz. Theil IV, enthaltend die Stadtbezirke 324-826 und von Stadtbezirk 313: Grerzierstr. 12, Schulstr. 61-86. Wahllokal: Marienbad, Badstr. 35/36. Kandidat: Expedient August Jacobey, Hochstr. 33. Für die Kommunalwähler der hier aufgeführten Bezirke ist noch Gelegenheit, die Wählerliste einzusehen: 2. Bezirk bei Sommer, Grünftr. 21. 11. Bezirk für den Stadtbezirk 78 bei Schonheim, Gräfestr. 8. 13. Bezirk bei Gottfried Schulz, Admiralstraße 40a. 15. Bezirk bei Mehner, Oranienstr. 184. 17. Bezirk bei Börner, Ritterstr. 15. 24. Bezirk bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. 27. Bezirk bei Schulze, Weberstraße 10. 30. Bezirk bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. 38. Bezirk bei Witzel, Ackerstr. 145. 35. Bezirk bei Rosenthal, Granseerstraße 6. 42. Bezirk bei Tauschel, Grenzstr. 4, Raschke, Hochstr. 32, Haferland, Bellermannstr. 87, Wolframm, Prinzen Allee 21. Mikfände im Baugewerbe Berlins. I. plan des Neuen Zheaters ift: Dienstag: Bum ersten Male: 1 Jörgenfen am Sonntag vor seiner Gemeinde in gewohnter Weise Seine Gewesene. Schwant in drei Akten von Fritz Brentano den Gottesdienst" abgehalten. und Karl Tellheim. Vorher: Zum ersten Male: Die Generalin. Vorher: Die Generalin. Im Schiller Theater Luftspiel in 1 Aft von Gustav von Moser. Mittwoch, Donnerstag, ist dieser Tage vom Reichsgericht gefällt worden. Ein städtischer Eine wichtige Entscheidung in der Nachtwächterfrage Wie in anderen deutscher Städten, ist auch in der Reich 3- Sonntag: Nachmittags 3 Uhr: Schillerfeier. Bu voltsthüm des neuen Polizeikoften- Gesetzes und der Uebernahme des früher Freitag, Sonnabend: Seine Gewesene. Vorher: Die Generalin. Nachtwachmann in Magdeburg, der mit dem Jukrafttreten hauptstadt von Beauftragten der organisirten Maurer eine lichen" Breisen: Kabale und Liebe. Abends: Seine Gewesene. städtischen Nachtwachwesens burch die königliche Polizeiverwaltung Untersuchung der Arbeitsverhältnisse auf den Bauten vorgenommen worden. Wir beginnen heute mit der Veröffentlichung des Er wird Donnerstag und Sonnabend der Raub der Sabinerinnen aus seinem Dienst entlassen worden war, hatte die Stadtgemeinde gebnisses dieser Untersuchung. Die Untersuchung wurde in den Tagen vom 10. bis 21. September wiederholt, Dienstag ist eine Aufführung von Hexenfefsel und Magdeburg auf Fortzahlung seines Gehalts auf Lebenszeit verdieses Jahres vorgenommen, zu einer Zeit, wo ein großer Theil Der zündende Funke, Mittwoch, Sonnabend Ramit und flagt. Am 30. Oktober hat das Reichsgericht den Anspruch des zur Aufführung. betreffenden Nachtwachmannes für begründet erachtet. Aehnliche Im aller im Gang befindlichen Neubauten Berlins und der Umriedrich Wilhelmstädtischen Theater findet Mitt- Prozesse schweben gegen die Stadtgemeinden Berlin und Breslau. gegend der woch Nachmittag eine Sonder- Kindervorstellung der Liliputaner waren, resp. der Vollendung entgegengingen, zu einer Beit also, tatt, wobei Schneewittchen zur Aufführung gelangt. Im hard, Groß und Geuter, die bei dem gelegentlich ber WeißenWegen Majestätsbeleidigung wurden die Arbeiter Engelwo das Unternehmerthum erklärlicherweise darauf bedacht ist, Central Theater bleibt die poffe Gine tolle Nacht, im burger Bismarckfeier ausgebrachten Kaiserhoch gepfiffen hatten, die größten Uebel und Mißstände betreffs der Art der Bau- Alexanderplay. Theater die Operette Die kleinen von der Eichstädter Strafkammer zu je 22 Monaten GeLämmer auch in dieser Woche auf dem Repertoire. ausführung zu verdecken oder abzustellen. Die Kontrolle wurde auf zirka 368 Bauten vollzogen und ergab auf 818 mit Mißständen behafteten Bauten folgendes Resultat: Maurer Lohuhöhe und Arbeitszeit. Löhne Arbeitszeit pro Std. pro Tag in Stund. 50 Pf. 50-55 Dachdecker.... 45-55" Zimmerer Steinhauer. Stuckateure Maler Töpfer Bauarbeiter b) Arbeiter 10 10 " 10 6 M. 9 50-60 9 " 35-50 " 7 9. 9-912 8-81 " " a) Steinträger 40-50 " 30-35 " od. in Att. " c) weibliche.. 20 120 1 " " B " S : Gerichts- Beitung. fängniß verurtheilt. Von der Erfurter Straffammer wurde am Sonnabend der Schuhmann Klopfer in Arnstadt wegen Körperverlegung im Amte zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Klopfer hatte einem Lehrer, welchen er ohne besondere Ver anlassung verhaftet hatte, auf dem Polizeibureau zu Arnstadt zwei träftige Ohrfeigen versetzt. Versammlungen. Der Mord an der vierzehnjährigen Hedwig Franke, der im November 1893 auf den Rustwiesen bei Spandau verübt wurde, kommt nun doch noch vor dem Schwurgericht am Landgericht II Berlin zur Verhandlung. Angeklagt ist der feit etwa einem Jahre in Untersuchungshaft befindliche 20jährige Bootsmann Paul Bande. Er war zur Zeit der That bei dem Vater Fast ausschl. Att. der Ermordeten, dem Schiffskapitän Franke zu Valentinswerder beschäftigt und hatte alltäglich das Mädchen, das in Spandau Der Wahlverein für den 2. Reichstags- Wahlkreis die Schule beeuchte, nach der Stadthaide über die Havel zu sehen. Als das Mädchen am 28. November 1893 nicht zurückgekehrt nahm in seiner letzten Versammlung, die bei Bohne, Hasenwar, fuchte man nach ihm und fand es endlich in einem fleinen haide 47, abgehalten wurde, einen lehrreichen Vortrag des GeGehölz beim sogen. Rust erwürgt vor. Dem Anschein nach mar nossen Wurm über die Bedeutung der Börse entgegen. Der Vorsitzende Antrid brachte dann einen Mißstand zur Sprache, an ihm auch ein Sittlichkeitsverbrechen versucht worden. Berdacht lenkte sich sogleich auf Bande, der auch verhaftet wurde. der sich eingebürgert zu haben scheine. Nach dem flaren WortKirschstein konnte aber nichts Belastendes ermittelt werden und der dann an seiner Stelle in Haft genommen wurde. Gegen erfolgte Anmeldungen von Versammlungen sofort zu er Er verstand es aber, den Bootsmann Kirschstein zu verdächtigen, laute des§ 1 des Vereinsgefeßes seien Bescheinigungen über und auch anderen theilen; ihm er mußte daher wieder freigelassen werden. wäre es aber passirt, es daß Tage gedauert habe, ehe die Die Untersuchung Bescheinigung wurde auf Betreiben des Franke im Stillen fortgesetzt, und vor vom Polizeipräsidium zugestellt worden sei. Demgegenüber wenigen Rechte, Jahresfrist wurde gegen Bande, der inzwischen die hiesige fei es Pflicht jedes Parteigenoffen, die Bauten Gegend verlassen hatte, ein Steckbrief erlassen. Der Verdächtige die der Arbeiter hat, ganz energisch zu wahren und bei den Bewurde in Masuren ermittelt und nach Moabit gebracht. Gegen hörden auf strikte Innehaltung der gesetzlichen Vorschriften hinzus ihn ist die Anklage wegen Mordes erhoben, und die Verhand- wirken. Weiter ersuchte der Vorsitzende die Bezirksführer, die lung ist auf den 28. November, den zweiten Jahrestag des genauen Adressen der Mitglieder festzustellen, machte dann auf Mordes, anberaumt. die am Donnerstag stattfindende Boltsversamm Iung aufmerksam und theilte hierauf das Urtheil der Kammer Wie es beim Grundstückhandel in Berlin zugeht, lehrte Brausewetter im Prozesse Dierl und Genossen mit. Bezugnehmend eine Verhandlung der vierten Straffammer. Vor derselben auf die Aussprüche Brausewetter's und Drescher's ersuchte Antrick hatte sich die Wittwe Schmidt und der Bauunternehmer Kossah die Genoffen, mit aller Kraft für die Verbreitung der Presse und wegen Betrugs zu verantworten. Die Frau des Zahnarztes Vergrößerung und Stärkung der Organisation einzutreten. Mit Dr. Schrader besaß das Grundstück Bofenerstr. 17. Bei ihrem einem begeisterten Hoch auf die internationale Sozialdemokratie Ehemann erschien der Angeklagte Kofsatz und unterhandelte schloß hierauf die Versammlung. Gemeint find Reinmachefrauen. hygienischer und fittlicher Hinsicht den Anforderungen der ArDie Baubuden und Aborte sind im allgemeinen in beiter nicht angepaßt. Um ein annäherndes Bild hiervon zu geben, genügt folgende Aufstellung: Aborte: auf Baubuden: auf nicht vorhanden in nächster Nähe des Aborts . in noch nicht fertigem Bau der Abort bestand in einem in die Erde ge27 Bauten 25 nicht vorhanden 14 • 8 grabenen Loch 50 mit mangelhaftem Dach ohne Dach und Wände und Wänden. 91 • waren die Aborte 4 • ohne Fenster und Thüren 17 ohne Fußboden, 116 Wände und Dach waren defekt 22 ohne Tisch und Bänke 16 zu klein für alle Beschäf= tigten 15 in nächster Nähe von Wohnungen waren Aborte 10 • · zugleich Lagerplay für Baumaterialien ( Ce= Tonnen überfüllt 49 • ment, Gips) 8 nicht desinfizirt. 168 • Tiefer gelegen als die Umgebung ohne Dach 6 Aborte mit offenem Sig. 231 ohne Stoßbrett ohne Rülehne 104 unzureichend für alle Beschäftigte. im Keller 27 sehr unsaubere Aborte, 25 18 16 wegen Ankaufs desselben für die Wittwe Schmidt. Schrader war zum Verkaufe geneigt, fegte sich mit Hilfe des Rossas mit der durch Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. In der Wittwe Schmidt in Verbindung und verkaufte das Grundstück Ausschußigung am 27. Oftober wurden 8 Vereine aufgenommen. für 105 000 M. In Anrechnung auf den Kaufpreis nahm er Auf Vorschlag des Vorstandes beschloß man, das Stiftungsfest 18 000 M. in 3 Hypotheken in Zahlung, welche auf einem am 14. Dezember in Saale der Brauerei Friedrichshain abzus Charlottenburger Hause eingetragen waren. Diese Hypotheken halten und zwar soll es in derselben Weise arrangirt werden, fielen aus und jetzt denunzirte er, weil ihm vorgespiegelt wie im vorigen Jahr. 12 Vereine werden hierauf ausgefooit, worden sei, dieselben seien goldsicher. Die Angeklagten sich programmmäßig am Konzert zu betheiligen; den gemischten behaupteten dagegen, Frau Schmidt sei die Betrogene. Chören ist es freigestellt, eine Nummer des Programms auszu Ihr Bertheidiger, Rechtsanwalt Freudenthal, ftellte füllen. Auf grund fachlicher Untersuchung ist festgestellt, daß der Die Angaben über die Baubuden beziehen sich nur au diejenigen, das von ihr erworbene Haus Posenerstr. 17 einen wahren Werth Lokal abgehalten hat, jedoch mit Zustimmung der dortigen Lokaldie den Beauftragten zur Zeit der Behtigung zugängig, das von gegen 67 000 m. habe, während es für 105 000 M. vom einen der gerichtlichen Sachverständigen fest, daß Berein, Tempelhofer Harmonie" sein Vergnügen in einem gesperrten Kommission. Das Wirrsal der dortigen Verhältnisse wurde heißt nicht verschlossen waren. Im allgemeinen befanden sich die Dr. Schrader verkauft sei. Lekterer gab auf Befragen des Ber- allgemein bedauert und der beantragte Ausschluß des Vereins Bauben in einem der Erhaltung der Gesundheit auch nur theidigers, Rechtsanwalts Freudenthal, zu, daß er für das Grund- abgelehnt. Hierauf bezugnehmend stellte der Verein„ Ginigkeit", halbwegs entsprechenden Zustande. So fand man vele der vor- ftück 100 000 m. in baar, 105 000 m. in Sypotheken gefordert habe, Lichterfelde, das Ersuchen, man folle die örtlichen Verhältnisse in ſtehend angeführten Mißstände in sehr häufigen Fällen meiner verblieb aber trotz Leuguens der Angeklagten babei, daß die Au betracht ziehen und nicht mit so großer Schärfe vorgehen, wenn Bude vereinigt vor. geklagten ihm erklärt hätten, die Hypotheken feien im Uebungslotal teine Arbeiterblätter ausliegen. Dieses Ans goldsicher. Der Staatsanwalt beantragte auf grund der Aus- fuchen wurde vom Ausschuß abgelehnt. Um größere Leistungslaffungen des Dr. Schrader gegen Kossah 6 Wochen, gegen Frau fähigkeit auf gefanglichem Gebiete zu schaffen, und um das Schmidt 4 Wochen Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Intereffe zu erhöhen, wurden vom Bundesdirigenten vers Die deutsche Kommiffion für die Südpolarforschung Freudenthal führte aus: Beim Grundstückshandel gebe es schiedene Vorschläge gemacht. Diese sind dem Vorstande zur Erwar am 3. d. M. unter dem Vorsitz des Geheimraths Neumayer und legt zwei glückliche Tage, den einen, an welchem man das Grund- wägung überwiesen, der sie event. als Antrag auf der Generals unter der Theilnahme von Bayer( als Gaft) hier in den Häumen ftück fauft, den anderen, an welchem man es verkauft. Ten Versammlung einbringen wird. Ein Antrag der Kontrolleure, ihnen der Gesellschaft für Erdkunde versammelt. Hierüber wird be- zweiten Tag wolle zwar Dr. Schrader nicht erlebt die Anweisung zu geben, streng darauf zu achten, daß zum richtet: Eingehend wurde der Plan der Entsendung einer deutschen haben, thatfächlich sei dieser für ihn dagewesen, denn er habe Uebungslokal nur solche Mitglieder Zutritt haben, die an der antarktischen Expedition berathen und von drei nautischen Sach- das Grundstück, das einen Werth von nur 67 000 m. gehabt, in Friedenau, der durch den Brand des dortigen Kurhauses um lebung theilnehmen, wurde angenommen. Dem Berein Rütli" für 105 000 m. losgeschlagen. Von einem vollendeten Betruge verständigen begutachtet. Man einigte sich über die Richtung fönne nicht die Rede sein, denn er sei ja nicht geschädigt. Es ſeine sämmtlichen Utensilien gekommen ist, wurden außer der des Vorgehens von den Kerguelen- Inseln mit zwei Schiffen füdwärts unter voller Freiheit der Führer, nach den an Ort und könnte sich fragen, ob ein Betrugsversuch vorliege. Dieses Zustellung der Bundeslieder, 50 M. bewilligt. Stelle vorgefundenen Umständen und Verhältnissen zu handeln müsse auch verneint werden. Die Zusicherung der Goldsicherheit der machte 9 Vereine bekannt, die mit der Abrechnung vom Sängerfest und stellte im großen und ganzen die Gesammtkosten des Hopotheken, wenn sie gefallen, habe den Dr. Schrader nichttäuschen noch im Rückstande sind. In nächster Sitzung soll in dieser Anfür brei Jahre geplanten Unternehmens auf 950 000 m. fönnen, denn es handele sich hier um fleine Appoints und die gelegenheit Beschluß gefaßt werden. fest. Bankdirektor Koch wurde zum Schatzmeister erwählt. Eine Einsicht der Hypotheken- Dokumente habe dem Dr. Schrader Klar- In der Generalversammlung des Verbandes der GoldDentschrift, welche das ganze Unternehmen nach den ver- heit gegeben, daß diefelben beinahe auf dem Schornstein stehen. und Silberarbeiter und verwandten Berufsgenossen hielt am schiedenen Richtungen darlegt, wird ausgearbeitet und demnächst Rechtsanwalt Freudenthal beantragte die Freisprechung. 28. Oktober Dr. Pinn einen interessanten Vortrag über das veröffentlicht werden. Aufgefordert von Mitgliedern der Auf diese erkannte auch das Gericht, indem es sich den Aus- Thema Klassenjuftig und Moral, der mit lebhaftem Beifall aufdeutschen Südpolar- Kommission und in der Folge von der Ge- führungen der Vertheidigung anschloß. genommen wurde. Kollege Brückner gab den Bericht des Kunst und Wissenschaft. Der Kassirer fellschaft für Erdkunde zu Berlin, das bisher nach dem Norden" Danerude Arbeitslosigkeit und bitterste. Noth haben Borstandes. Danach sind 11 Versammlungen, 14 Vorstands gerichtete Ziel seines wissenschaftlich- künstlerischen Blanes zu einer uns zu den Diebstählen gezwungen." Mit diesen Worten ver- fißungen und 8 Delegirtensitzungen abgehalten worden. An Südpolar- Expedition zu erweitern, verbreitete fich von Payer theidigten sich die Eheleute Arbeiter Wilhelm 2. und Wilhel- Unterstützungen wurden durch Listensammlungen aufgebracht: über die Punkte, welche der Südpolar- Forschung vor der Nord- mine 2., geborene Salewski, vor dem Charlottenburger Schöffen- Für den Bierboykott 730,50 M., für die Nürnberger Goldschläger polar- Forschung den Vorzug geben. Diese Mittheilung wurde gerichte in der Sizung vom 1. dieses Monats. In den Tagen 205,05 m., für die Inſtrumentenmacher 67,05 M., für die Veralljeitig mit großer Befriedigung aufgenommen. golder 68,15 m. und für die Kistenmacher 30 M., in Summa vom 10. bis 19. Juli dieses Jahres gingen zahlreiche Anzeigen golder 68,15 M. und für die Kistenmacher 30 M., in Summa 1100,75 m. Der Kassenbericht des Kollegen Krause Theater- Wochenchronik. Im Opernhause: Dienstag, In allen Fällen handelte es sich um die Theile des Treppen- eine Einnahme von 2199,07 M., eine Ausgabe von 1738,72 M. Jm über Diebstähle an Treppenläufern bei der Kriminalpolizei ein. stellte für die Zeit vom 1. Ottober 1894 bis 30. September 1895 5., Anfang 7 Uhr: Die Hugenotten. Mittwoch, Anfang 7 Uhr: belages, welche auf den Bodeften liegen, nicht mit Stangen, son- und einen Bestand von 460,35 M. feft. In der UnterstüßungsDer Evangelimann. Bremer Rathskeller.., Phantasien im Donnerstag, 7.: Der Ring des Nibelungen. Vorabend: Das bern nur mit Stiften befestigt sind. Schließlich gelang es in dem taffe betrug die Einnahme 503,25 m., die Ausgabe 290,75 m., Rheingold. Freitag, 8.: Der Ring des Nibelungen. I. Abend: Hause Kaiser Friedrichstr. 89 den Arbeiter L. auf frischer That zu der Bestand 212,50 M. Der Kassirer wurde entlastet. Aus der Die Walküre. Anfang 7 Uhr. Sonnabend, 9.: Das Nachtlager ertappen. Die Frau hatte„ Schmiere" gestanden und wurde ebenin Granada. Phantasien im Bremer Rathsteller. Sonntag, 10: falls abgefaßt. Im Termine räumten die beiden Angeklagten Borstandswahl gingen hervor: Erster Vorsitzender Brückner, ohne weiteres ein, die Diebstähle ausgeführt zu haben. Der zweiter Vorsitzender Wenzel, erster Kassirer Tschenscher, In Kroll's Theater, nachmittags 3/2 Uhr: Unbestimmt. Im Mann erklärt, daß es ihm Monate lang nicht möglich gewesen zweiter Kassirer Becker, erster Schriftführer Rt a be, zweiter Opernhause: Fidelio. Anfang 72 Uhr. Montag, 11.: Der Ring des Nibelungen. II. Abend: Siegfried. Anfang 7 Uhr. und schließlich sei er von dem großen Elend auf die Bahn des dem Kollegen Hennig übertragen, da der bisherige Inhaber Ring des Nibelungen. II. Abend: Siegfried. Anfang 7 Uhr. fei, Arbeit zu finden, zu Hause schrieen die Kinder nach Brot, obfe und Schröder. Der Arbeitsnachweis wurde einstimmig Schauspielhaus. Dienstag, 5.: Das Leben ein Traum. Berbrechens getrieben worden. Im ganzen hat er vier Dieb- dem Kollegen Hennig übertragen, da der bisherige Inhaber Mittwoch, 6.: Frauenlob. Der Diener zweier Herren. Donnerstag, 7.: Fauft. Anfang 7 Uhr. Freitag, S.: Frauenlob. Der Diener Stähle ausgeführt, der Frau werden 10 Fälle zur Last gelegt. Dieses Amtes, Kollege Wagner, es aus bestimmten Gründen nicht zweier Herren. Sonnabend, 9.: Die Jungfrau von Orleans. Die gestohlenen Läuferstücke verkauften beide für geringes Geld mehr versehen will. Sonntag, 10., Schauspielhaus: Maria Etuart. Anfang 7 Uhr. an Althändler, welche deshalb der Hehlerei beschuldigt find, aber Der deutsche Holzarbeiter- Verband hielt am 28. Oktober Kroll's Theater: Wie die Alten fungen. Anfang 7 Uhr. Montag, die Darlegung der Ursachen ihrer Strafthaten nichts, sie wurden Westen und Südwesten ab, mit der Tagesordnung: Bevom Gerichte freigesprochen wurden. Beiden Angeklagten half bei 3Zubeil, Lindenstr. 106, eine Bezirksversammlung für den 11.: Frauenlob. Der Diener zweier Herren.- Im Deutschen Theater geht Fulda's neueste Komödie„ Robinsons Eiland" Mitt 8u je einem Monat Gefängniß verurtheilt! sprechung der gegenwärtigen Geschäftslage und Erhebungen über woch, Sonnabend, sowie am nächstfolgenden Sonntag Abend in Kirchliches. Das Landgericht Flensburg hat, wie wir f. 3. öster erörterten in längeren Ausführungen die Beschlüsse 8. Bohn- und Arbeitsverhältnisse. Die Kollegen Sarow und Szene. Herr Kainz tritt vor seinem Urlaub noch heutigen berichtet haben, am 31. Mai den Pastor Jürgen Jörgensen der letzten außerordentlichen Generalversammlung und theilten zu Dienstag als Bassanio im Kaufmann von Venedig" auf; Fohl wegen Betruges zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. den Shylock spielt Herr" Reicher, die Porzia Fräulein Ein moralisch nicht gerade schöner Charakterzug, nämlich nackte mit, daß bei der Besprechung in der Werkstatt- Vertrauensmänners führung; für Freitag Abend und nächfifolgenden Sonntag der Tischler Krebs, war ein 80 Jahre alter Mann, als das Werkstatt in betracht tam, da es sich hier nicht um BauwerkNachmittag find Die Mütter angesetzt. Im Lessing: Alters- und Invaliditätsgesetz in Wirksamkeit trat. Um dieſem ſtätten handle; zu bedauern wäre, daß diese Sigung schlecht be Theater wird Oskar Blumenthal's Lustspiel Gräfin Frigi nun die Vortheile des Gesetzes zuzuwenden und selbst davon zu sucht war. In der Diskussion sympathisirten fämmtliche Redner Dienstag, Donnerstag und Freitag gegeben. Mittwoch wird profitiren, meldete er bei der schleswig- Holsteinischen Wer mit einer Lohnbewegung; auch die Organisationsform wurde erörtert. Der Beilchenfresser mit Frau Buße und Herrn Stahl wiederholt, ficherungsanstalt, daß sein Schwiegervater seit dem 1. Januar Kollege Maier theilt dann mit, daß die Listen für den Streikwährend am Sonnabend und Sonntag Paul Lindau's drama- 1888 bis zum 31. Dezember 1890 als Hausknecht( 1) fonds der Tischler ausgegeben werden; man möchte für ihre tisches Gedicht Die Venus von Milo in Verbindung mit dem dauernd in Stellung gewesen sei. In Wirklichkeit war aber Herr Verbreitung recht fleißig Sorge tragen. Ferner wurde bekannt von Ludwig Fulda überfesten Lustspiel Die Romantischen Krebs vom 1. Januar 1888 bis zum 18. April 1889 in Saders gegeben, daß, um noch mehr Material zu bekommen, noch eine gegeben wird. Als Nachmittags- Borstellung gelangt am nächsten leben selbständig als Tischler thätig gewesen. Später hat er im Werkstatt Vertrauensmänner- Sigung abgehalten werden wird. Sonntag Madame Sans Gene zur Aufführung. Im Hause seines Schwiegersohnes gewohnt und angeblich eine täg. Von den 16 eingeladenen Werkstätten waren alle bis auf zwei Berliner Theater wird Die Grille am Mittwoch, Sonn- liche Löhnung von 50 Pf. erhalten für seine Haustnechtsthätigkeit. abend und Sonntag, 10. November, aufgeführt. Dienstag und Die Rente wurde auf grund der falschen Angaben bezahlt und In einer öffentlichen Schuhmacher Versammlung reFreitag wird König Lear wiederholt. Donnerstag geht Der Pfarrer fam dem Angeklagten zu gute, da fein Schwiegervater diefelbe bei ferirte am 28. Oftober in Cohn's Festfälen Genosse Bruno von Kirchfeld, Sonntag, 10. November( nachmittags) Göß von ihm verzehrte. Inzwischen ist Krebs gestorben. Die vom An- Börsch über den Werth der Organisation. Er schilderte die Berlichingen in Szene. Im Residenz Theater bleibt getlagten gegen das Urtheil eingelegte Revision wurde vom Entstehung der deutschen Gewerkschaftsbewegung im Vergleich auch in dieser Woche der Schwant Rabenvater, der am Mittwoch Reichsgericht als unbegründet verworfen. Troß seiner rechts zur englischen, sowie die Einwirkung des Sozialistengesetzes auf feine 30. Aufführung erlebt, auf dem Spielplan. Der Spiel- fräftigen Verurtheilung wegen Betruges nun hat der Pastor die noch junge deutsche Fachbewegung betonend, daß alle Unter Candow. " " Die Weber" zur vertreten. = brückungsmaßregeln nicht im ftande waren, bie durch die wirth-[ zufertigen. Ein Brief, ber verlesen wurde, gab Aufschluß darüber,| Beitungskommission bilden. Nach Erledigung dieses Punktes schaftliche Lage zur Nothwendigkeit gewordene Bewegung zu be- baß auch in drei Städten des Mainthales, in Milbenberg, Fechen- berichtete Genosse Thomas aus Rixdorf über den Parteitag. feitigen. Redner erläuterte dann die wohlthätigen Wirkungen, ba ch und Rüstenhausen, versucht wird, Arbeiten für den Berliner Nachdem er des staatsanwaltlichen Vorgehens gegen Genossen die eine Verkürzung der Arbeitszeit sowohl auf die Gesundheit der Dom anzufertigen und noch dazu zu sehr geringen Preisen. Daß Liebknecht gedacht hatte, tam er auf die Antipathie Arbeiter, wie auch auf die Erhöhung der Löhne und auf das dafür keine gute Arbeit geliefert werden könne, liege flar auf zu sprechen, mit der die Berliner auf dem Parteitag Fortbildungsbestreben der Arbeiter haben muß und forderte zum der Hand und so stehe zu erwarten, daß sich hier der Dombau- mit ihren Anträgen behandelt worden seien, und wie Eintritt in den Verein deutscher Schuhmacher auf. In der Dis- meister Herr Raschdorf wohl sehr bald ins Mittel legen speziell der Antrag des Teltow Beeskower Kreises, betreffs tuffion wurde darauf hingewiesen, daß ohne die Beseitigung der werde. Ein Herr Winterfeld, der früber einen Produkten- des Wegfalls von Reichstagsdiäten an Parteibeamte mit über Hausindustrie eine Verkürzung der Arbeitszeit illuforisch ist. Kleinhandel betrieb, jetzt aber Millionär und Befizer mehrerer 3000 Wt. Gehalt, den Zorn des Genossen Fischer heraufSchließlich wurde folgende Resolution angenommen:" Die 2c. Steinbrüche ist, habe als guter Freund der Herren Steinmetz- beschworen hätte. Doch solle dies, so führt Redner aus, die Ber Bersammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten meister Schilling und Dittmer die Domarbeiten von diesem liner nicht abhalten, in jedem Jahre ihre Anträge aufs neue einverstanden und ist der Meinung, daß es nur dann möglich ist, in Entreprise genommen und lasse sie von Kleinmeistern an- vorzubringen, bis ihnen die gewünschte Achtung gezollt dem Unternehmerthum wirksam entgegenzutreten, wenn sämmtliche fertigen, bie infolge ihrer infolge ihrer wirthschaftlichen Abhängig werde. Dann ging Redner auf die Agrardebatte ein und Arbeiter organisirt sind; deshalb ist es Pflicht eines jeden teit von Winterfeld Die Arbeiten jeden Preis tam, nachdem er der eigenen Ansichten Bebel's in dieser Frage Kollegen sich dem Verein deutscher Schuhmacher anzuschließen." machen müßten. Daß hierdurch den Streifenden der Kampf gedacht, auch einige Widersprüche Bebel's gegenüber Schippel Durch Einzeichnung in die ausgelegten Listen erklärten erschwert würde, sei selbstverständlich. Sollten sich auch die hervorgehoben und im besonderen auf Bebel's, dieses alten 15 Kollegen ihren Eintritt in den Verein deutscher Schuhmacher. Berliner Steinmeßen in ihrer Mehrheit dazu verstehen, Bild- Parteigenossen, heutige Stellung zum Agrarprogramm aufmerksam Bei den Mechanikern hielt am 29. Oktober in einer zahl- bauerarbeiten anzufertigen, dann wäre an eine siegreiche Be- gemacht hatte, zu dem Schluß, daß der Bebel von heute nicht reich besuchten Bersammlung Dr. Joel einen sehr lehrreichen endigung des Streits allerdings nicht zu denken. Mit welchen mehr der Bebel von ehemals sei. Weiter hielt der Referent die und beifällig aufgenommenen Vortrag über die Errungen- Mitteln die Steinmetzen den Bildhauern zu Hilfe kommen Behandlung der übrigen Punkte, besonders der Maifeier- Frage und schaften der Astronomie. Ueber den Streit in der Fabrik von wollen, wollten lettere, wie der Referent zum Schluß hervorhob, des Schwißsystems für überhaftet, erfannte aber betreffs der Welles, Engel- Ufer la, wurde berichtet, daß die Lage des Aus dem Takt- und dem Solidaritätsgefühl dieser Berufsgenossen ersteren Frage an, daß mit dem Beschluß, die Angelegenheit standes als gut bezeichnet werden könne, da bis jetzt fast kein ge- überlassen. In der Diskussion verwahrten sich einige Stein- der Maifeier in die Hände der Gewerkschaften zu legen, ein lernter Arbeiter in dieser Fabrik Arbeit angenommen habe. Der zu megen gegen den vom Referenten übrigens unter aller Reserve wesentlicher Schritt vorwärts gethan sei. Zum Schluß gedachte der Versammlung eingeladene Mechanikermeister Krause, Marien- erhobenen Vorwurf, sie hätten Bildhauerarbeiten angefertigt; das der Redner noch unter Heiterkeit und Beifall der Versammelten straße, der sich wegen der in seiner Werkstatt vorgekommenen sei feineswegs der Fall. Mehrere Redner meinten, daß die Bild- der zärtlichen Fürsorge, die die hohe Polizeibehörde von Breslau Mißstände vertheidigen sollte, war nicht erschienen. Mit einem bauer jetzt, fieben Wochen vor Weihnachten, von den Steinmetzen den Parteitagsdelegirten zukommen ließ. In der Diskussion rügte feur en Appell an die Kollegen, sich der Organisation anzu- feine größeren als die bisherigen Opfer verlangen könnten. Sie Hildebrandt das Verhalten Schipper's auf dem Parteitage, Seßen, wurde die Versammlung geschlossen. wollten nach wie vor materielle Hilfe leisten, auch Bildhauer- während Schimansty nochmals näher auf den Diätenantrag einEine stark besuchte öffentliche Versammlung der Stein: Arbeiten zurückweisen, jedoch ebenfalls in einen allgemeinen geht und hierbei auch die Aeußerung Singer's auf dem Parteitage, Eine stark besuchte öffentliche Versammlung der Stein: Streit einzutreten, das hielten fie für den größten Fehler, der eine derartige Sache( Diätenfrage) in Zukunft etwas delikater arbeiter, die am 3. November in Cohn's großem Festsaal, gemacht werden könnte, da ein Streit der Steinmegen den Unter- zu behandeln, hervorhob. Im Anschluß hieran erwähnte Beuthstr. 20., tagte, beschäftigte sich mit der Frage: Welche nehmern sehr gelegen fäme und außerdem den Bildhauern die Schimansky auch eines Vorfalles in der Vorwärts" weitgehendere Beschlüsse faffen die Steinarbeiter Berlins zur materielle Unterstützung der Steinmetzen geschmälert werden Druckerei, wonach ein junger 19-20jähriger Mann, der bei an befferen Durchführung des Steinbildhauer- Streiks?" Nach dem Bericht, den ein Kommissionsmitglied gab, ist die Situation des würde. Der Beauftragte der Bildhauer Kommission wies dem- gestrengter Thätigkeit 19 M. Wochenlohn bekam, plötzlich mit Streits unverändert. Die Zahl der zu unterstützenden habe sich gegenüber darauf hin, daß der Vorschlag, keine Arbeiten anzu der Begründung entlaffen worden sei, daß ein anderer junger um einige Mann vermehrt, da etliche Firmen, die bereits be- fertigen, woran Bildhauer- Boffen sind, von einem Steinmetzen Mann dieselbe Stellung für 15 M. auszufüllen gedenke. Im willigt hatten, aus Gefälligkeit gegenüber der Innung ihre Leute in der Innungsversammlung und nicht von ihnen( den Bild- weiteren Verlauf der Diskussion rügte Schimansky noch die lange wieder entlaffen hätten, so z. B. Juntersdorf( an der Kaifer bauern) ausgegangen sei. Mißmuth werde unter den Streifen- Dauer der Agrardebatte, die zur Folge gehabt hätte, daß wieder entlaffen hätten, so z. B. Junkersdorf( an der Kaifer Wilhelm- Gedächtnißkirche), wo am Sonnabend 7 Bildhauer entlaffen den auch dann nicht vorhanden sein, wenn der Vorschlag alle anderen, gewiß auch sehr wichtigen Fragen so neben Wilhelm- Gedächtnißkirche), wo am Sonnabend 7 Bildhauer entlassen nicht durchginge. Der Redner gab den Steinmetzen zu be- sächlich behandelt worden wären. worden seien, obgleich noch genügend Arbeit für sie vorhanden denken, wie sehr ihnen die Vortheile des Gelingens des Streits Schimansky's über die Druckerei des Vorwärts" können wir ( Gegenüber der Angabe gewesen wäre. zu unterstützen sind im ganzen 65 Kollegen, drei der Bildhauer zu gute kommen würden. Bildhauer Snyt be- uns mit dem Hinweis auf die am 20. Januar 1894 im Inseratenfind abgereift. Wie bei fast allen Streits, so haben sich auch trachtete den Streit als aussichtslos. Ihm wurde aber ent- theil des Vorwärts" veröffentlichte Erklärung des Geschäftsführers hier einige Streitbrecher gefunden, auch soll es vorkommen, daß schieden widersprochen, wobei man den Stand des Streits als der Bading'schen Druckerei begnügen, wonach sich Schimansky Steinmeßen sich als Bildhauer verfuchen. Irgend welche Beschieden fürchtungen für das Nichtgelingen des Streiks daraus abzuleiten, sei vorläufig, wie die Bildhauer versicherten, nicht zu denken, fie leitung wie beim Arbeiterausschuß der Bading'schen Druckerei den denkbar günstigsten bezeichnete. An eine Beilegung desselben durch wissentlich unwahre Angaben sowohl bei der Geschäfts. dazu liege aber durchaus feine Veranlassung vor, denn die paar wollten siegen oder ehrlich unterliegen. Streifbrecher fönnten wohl den Kampf etwas erschweren, nicht Neuesten Nachrichten", des Inhalts: Der Steinbildhauerstreit hat. Troß mehrmaliger Aufforderung hat Schimansky die„ Be. Eine Notiz in den jedes Anrechts auf Glaubwürdigteit entäußert aber die tüchtigen Steinbildhauer ersetzen.( Zustimmung.) Der Redner tam in feinem Bericht auf den vor dem Gewerbe- sei ins Wasser gefallen, rief noch eine kurze Debatte hervor, an leidigungs" flage gegen den Geschäftsführer, mit der er gedroht gericht gemachten Ginigungsversuch zu sprechen. Obgleich der An- der sich auch ein Berichterstatter bürgerlicheer Blätter betheiligte, hatte, nicht erhoben. Med. d.„ V.") Nachdem folgender ftoß dazu von einigen Unternehmern ausgegangen wäre, sei die der die Behauptung aufstellte, daß derartige Berichte den He- Antrag: Die am 29. d. M. bei Wöllstein in Adlershof tagende Einigung doch nicht zu stande gekommen, da die Streifenden baktionen häufig aus dem Lager der Streifenden selbst zugingen. Barteiverfammlung erklärt sich mit den Ausführungen in der Andere Redner erblickten in der Notiz eine Machination der Versammlung, sowie mit der Haltung des Delegirten Thomas von der Forderung, die Arbeitszeit um eine halbe Stunde zu verkürzen, zu verkürzen, nichts hätten abhandeln Meisterschaft, da diese auch schon in der Baugewerfs- Beitung" auf dem Parteitag vollkommen einverstanden", angenommen abhandeln lassen fönnen und da außerdem die Innungsmeister es rundweg abge- versucht hätten, den Streit, als auf Weifung der sozialdemo- worden, ging die Versammlung mit einem Hoch auf die Soziallehnt hätten, das Gewerbegericht nach dieser Richtung hin zu die sozialdemokratische Partei weder direkt noch indirekt mit dem fratischen Partei geschehen, hinzustellen.( Selbstverständlich hat demokratie auseinander. benußen. Da die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, daß die Streit etwas zu thun. R. d. V.) Von der beantragten Australau im Saale der Alten Taverne eine Voltsversammlung Für den Kreis Niederbarnim wurde am 3. d. M. zu Unternehmer die Arbeiten, welche in Berlin nicht gefertigt werden, zum theil nach den Steinbrüchen in Bunzlau, Barthau weisung der Berichterstatter kapitalistischer Blätter wurde Abstand und so weiter senden, um sie von den dortigen Bildhauern oder genommen und schließlich einem Antrage zugestimmt: Die weiteren abgehalten, wo Genosse Pfannkuch über„ Schwitzsystem, Steinmetzen anfertigen zu lassen, so haben die Streifenden einen Maßnahmen zur Durchführung des Bildhauerstreits der Kommission Sausindustrie und Arbeiterschutz und im Anschlusse hierau über ihrer Kollegen dorthin gesandt; diefer hielt am 25. v. M. in Die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Bewegung und der Bildhauer und dem Jnnungs- Steinmeßgefellen- Ausschuß zu Bunzlau eine Bersammlung ab und hat nach Klarlegung der überlassen, soweit es sich um Anfertigung von Steinmetzarbeiten Organisation sprach. Mit großem Interesse folgten die VerBunzlau eine Bersammlung ab und hat nach Klarlegung ber mit Bildhauer- Boffen handelt. Die übrigen Puntte der Tages- Nothwendigkeit des vollständigen Zugrundegehens des handsammelten den Ausführungen des Referenten, der die Ursachen des Streits, das Verhalten der Prinzipale und der Behörden, es erreicht, daß auch die dortigen Steinarbeiter sich mit ordnung blieben wegen vorgerückter Zeit unerledigt. werksmäßigen Betriebes aus dem Gang der wirthschaftben Berlinern nach jeder Richtung hin solidarischerklärten. Weiter Bertrauensmann ersuchte zum Schluß, ihm Mittheilung über lichen Entwickelung des Großindustrialismus folgerte, die durch berichtete der Redner über die am 27. Oktober abgehaltene Ber- ßstände in Marmoriverkstätten schriftlich zukommen zu lassen. diesen veranlaßte fortschreitende Berelendung der Massen schilderte, fammlung der Innungs- Steinmetzgesellen, wo auch die Kommissiou Die Parteigenoffen von Adlershof hielten am 29. Oktober die Schrecknisse der Hausindustrie veranschaulichte, das Schwitzund die Meisterschaft vertreten gewesen sei. Bon letzterer sei hervor- eine öffentliche Parteiversammlung in Wölftein's system erläuterte, die Unzulänglichkeit der Arbeiterschuh- Gesetzgehoben worden, daß es sich für sie um einen Prinzipientampf Luftgarten ab. Zunächst berichtete der Vertrauensmann Michels gebung auseinandersetzte und vor Augen führte, wie die zur Erhandle, da ste annähmen, daß der Streit nur das Vorspiel zu über seine Thätigkeit. Mit dem Vertrauensamt, daß er am fenntniß gelangte Arbeiterschaft als selbständige Partei nach der einem großen Streit aller Steinarbeiter wäre, der im nächsten 22. April d. J. übernommen hat, wurde ihm vom früheren Grringung der politischen Macht strebe, um durch die GesetzFrühjahr zur Erringung des Achtstundentages unternommen Vertrauensmann ein Kassenbestand von 68,86 m. übergeben; gebung beffere Verhältnisse zu schaffen. Die Arbeiter hätten werden solle. Die Meister wollten also unter feinen Umständen felbigen Betrag mit eingerechnet betrug die Gesammt sich aber auch gewerkschaftlich zu organisiren, um die benachgeben. Obgleich, wie schon mitgetheilt, wiederholte Arbeiter einnahme 290,52 M., die Gesammtausgabe 227,74 M.; stehenden Gesetze zum eigenen Vortheile voll ausnuten und Entlaffungen mit Mangel an Arbeit" motivirt worden seien, es bleibt mithin ein Ueberschuß von 62,78 m. Dieser bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen sich schaffen zu können. verlangten die Unternehmer in allen Provingblättern Stein- günstige Geschäftsstand ist lediglich dem Umstande zu Die trefflichen Darlegungen des Referenten fanden den lebhaftesten bildhauer nach Berlin, auch Steinmeßen, die sich weiger zuschreiben, daß der Bertrieb der hier gelesenen Partei- Beifall. Ho de Friedrichsberg beantragte folgende Resolution: ten, Arbeiten anzufertigen, woran sich Bildhauer Bossen zeitungen in Regie der Partei übernommen wurde; unter anderen Die heutige Kreisversammlung in Stralau beauftragt die Gebefinden, seien entlassen worden mit der Begründung, andere Berhältnissen wäre an diesen Ueberschuß nicht zu benten gewesen. noffen in allen Orten, öffentliche Bersammlungen einzuberufen Arbeit wäre augenblicklich nicht vorhanden. Wie sehr indeß die Aus dem Bericht sei noch hervorgehoben, daß während der mit der Tagesordnung: Schwißsystem, Hausindustrie und Arbeit dränge, zeige fich deutlich daran, daß die Unternehmer Thätigkeit des Genoffen Michels fünf bezw. sechs Ber- Arbeiterschutz" zur Kräftigung der gewerkschaftlichen Bewegung. bemüht wären, diese auf alle erdenkliche Art fertigzustellen. So fammlungen abgehalten wurden. Nachdem dem Vertrauens Hampel- Friedrichsberg beantragte, daß in allen Ortschaften 3. B. fertige Rongelmann, Inhaber eines kleinen Grabstein- mann Decharge ertheilt worden war, wurde die Neu- Bertrauenspersonen zur Förderung der gewerkschaftlichen Organis geschäfts in der Müllerstraße, für die Firma Plöger Bildhauer- wahl der Bertrauenspersonen und Kommissionen vor fation gewählt werden. Nach animirter Debatte wurde der Anarbeiten. Die Polire machten den Steinmetzen die erdenklichsten genommen. Gewählt sind: Michels zum Vertrauensmann; trag Hocke einstimmig angenommen, ebenso als Zusabantrag Besprechungen, verpflichten sich schriftlich, ihnen lohnenden Ver- ildebrandt und Wadepuhl zu Revisoren. Die Lotal- der Antrag Hampel. Sonach soll in den betreffenden Verdienst auf zwei Jahre zu geben u. bgl. m., trotzdem hätten es fommiffion besteht aus Abeling, Plöger und Büttner, fammlungen eine Vertrauensperson oder eine Agitationskommission die ganz entschieden abgelehnt, die Arbeiten der Bildhauer an- während Lindede, Better und Bässament die neue für die gewerkschaftliche Bewegung gewählt werden. Strickwoll- Refte, Zephyr, Rockwolle au Partiepreisen jetzt Holzmarktstr. 60, Hof links 1 Tr. Heiß- Trockenluft- Verfahren D. R.-P. 81 179. Wissenschaftlich durch= forschte neueste Heilmethode Privat- Heilanstalt Timarianum Große Hamburgerstraße 20 ( nahe dem Hacke'schen Markt). Ginzia sicherstes Heilverfahren gegen Rheumatismus, Gicht, Ischias, Gallenleiden, Männer- u. 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November, abends 82 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106; 2. am Mittwoch, den 6. November, abends 82 Uhr, in der Victoria- Brauerei, Lützowstr. 111-112; 3. am Donnerstag, den 7. November, abends 8 Uhr, bei Reinhardt, Hafenhaide 59. Tages Ordnung in allen Versammlungen: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. 270/19 2. Diskussion. Referenten: Fritz Zubeil und Otto Antrick. Heute früh 31/2 Uhr starb nach langen schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter u. Tante Louise Kinnemann geb. Schumann.[ 1158b Dies zeigen tief betrübt an Die trauernden Hinterbliebenen F. Kinnemann, Ritterstr. 121 I. Berlin, 2. November 1895. Die Beerdigung findet Dienstag, 5. November, nachmitt. 4 Uhr, von der Leichenhalle des alten JakobiKirchhofes( am Rollfrug) aus statt. Hiermit allen Freunden u. Bekannten Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen, auch der Frauen, ersuchen die traurige Nachricht, daß unsere liebe Tochter Die Vertrauenspersonen. Volks- Versammlung am Mittwoch, den 6. November 1895, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralftr. 18 c. Tages Ordnung: 1. Die Stadtverwaltung, wie sie ist und wie sie sein soll. Referenten: E. Vogtherr und Wilhelm Börner. 2. Diskussion. 270/17 Um die regste Agitation zu dieser Versammlung ersucht Achtung! J. A.: Georgi Achtung! Genossinnen und Genossen! Dienstag, 5. Novbr., abends 8½ Uhr, Swinemünderstr. 35: Oeffentliche Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Heine über: [ 11566 Ella Vanter im Alter von 8 Jahren am 3. d. M. nach schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Mittwoch a Nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des alten Thomastirchhofes aus ftatt. Dies zeigen die trauernden Hinterbliebenen an. J. Vanter nebst Frau. Danksagung. Für die vielen Beweise Tiebevoller Theilnahme bei der Beerdigung meines geliebten Mannes und für die reichen Kranzspenden sagen wir allen lieben Herren Kollegen sowie auch den Herren Arbeitgebern( Firma Buzke u. Co.) unse ren tiefgefühltesten Dank.[ 1159b Wittwe Berlin nebst Rinder. Orts- Krankenkasse der Bildhauer, Stuckateure und verw. Gewerbe zu Berlin. Die ordentliche 21/9 General- Versammlung ,, Die rechtliche Stellung der Frau im öffentlichen Leben." findet am Freitag, den 15. November, Zahlreichen Besuch, namentlich der Frauen, erwartet 1/6 Achtung! Die Einberuferin. abends 81/2 Uhr, im Lokal Annenstr. 16 ( oberer Saal) statt. Tagesordnung: 1. Neuwahl: a) 1 Vorstandsmitglied, Arbeitgeber. b) 2 Vorstandsmitglieder, Paul Zimmermann's Bier- Verlag, O., Grüner Weg 19, empf. fich zur Lieferung sämmtlicher Biere für Werkstätten und Hausbedarf. 14. Brunnen- Strasse 14. Brunnen- Str. 14. Billigste Bezugsquelle für Mehl, Mühlenfabrikate, Hülsenfrüchte u. Kolonialwaaren im Spezial- Geschäft Lust& Co. 14. Brunnen- Strasse 14. Bei Bestellungen von 3 M. an franco Versand, auch nach den Vororten. Nach ausserhalb franto Bahnhof Berlin bei freier Verpackung. Bitte genau auf die Firma u. 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November 1895, abends 82 Uhr, geftellten Kassenbeamten u. f. w. in Gründel's Festsälen, Brunnenstr. 180. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Manfred Wittich aus Leipzig über: 2. Diskussion. 4.18 Deutsche Landsknechte. Zahlreiches Erscheinen der Arbeiterinnen und Arbeiter erwartet Die Arbeiter- Bildungsschule. Charlottenburg. Bwei öffentliche Kommunalwähler Versammlungen am Mittwoch, den 6. d. M., abends 8 Uhr, in den Lokalen Thriesetau, Sophie Charlottenstr. 94, und Bredlow, Augsburgerstr. 78. 2.- D.: 1. Die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Referenten: Stadtverordnete Beyer und Wernicke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Sattler! 270/18 Das Komitee. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: J. Söfner. Berlin, den 5. November 1895. Gesangverein ,, Nordquartett" wünscht stimmbegabte Herren als Mitglieder. Restaurationer bener", Burgsdorfstr. 14, Ece Wildenowstraße. Uebungsstunde Dienstags, abends 9 bis 11 Uhr. Achtung! 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Bericht der beiden Liquidations- Rommissionen. 4. Verschiedenes. Die Agitations- Kommission. J. A.: H. Willner, Schillingstr, 24. 169/9 Deutscher Metallarbeiter Verband = Verwaltung Berlin Zentrum. Mittwoch, den 6. November, abends 8½ Uhr; Mitglieder- Versammlung bei Bergner, Annenstr. 16. V Tages Drdnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Vortrag des Schriftstellers Hrn. Schulz über: Darwin'sche Wahrheiten und soziale Harrheiten". 3. Dis fussion. 4. Verschiedenes. 114/2 Gäste haben Zutritt. E Um zahlreiches u. pünktl. Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung! Kaufen Sie nur echte Branntweine alten Nordhäuser, Cognak, Rum, Arrak. 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26. Kleinverkauf von 10 Bf. ab. E sprüche in Golddruck. Muster an Wiederverkäufer gratis. E. Seidel, Luxuspapier- Fabrik, Berlin N., Brunnenstr. 40. neueste Façons, Mustersachen, verkauft Fabritfomtoir Grüner Weg 2, I. Etage. Möbel- Kaufgelegenheit. Paffendste Gelegenheit für Brautleute. In meinem größt. 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Spr. 8-7 Uhr Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.