Abendausgabe Nr. SS B 29 45. Iahrgang Wöchentlich 70 Psemüg.»onaMch Reichsmark, im voraus zahlbar. Unter Streifband im 2n- und Lus» land 5,50 Reichsmart pro Monat. * Der.Vorwärts" mit der illustrier- ten Sonntagsbeilage.Volk und Aeit" fnmie de» DeUageu.Unterhallung und Wissen"„aus der Kilmwelt", .Stadtdeilage"..Fravensümme". .Der Aiuderfreuud"..Iugend-Bar- wärt»"..Blick in die Bücherwelt �Kulturarbeit" und.Technik" erscheint wochentöglich zweimal. Sonntags und Montags einmal. SW Berliner voUsblaÄ Zreiiag 5. Februar 1928 10 Pfennig Die einspaltige Ronporeillezeüe 80 Pfennig. ReklomezeUe 5.— R�chs- tuarf..Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmorkt Zeile 50 Pfennig. FomMenan zeigen für Abonnenten Zelle 40 Pfennig. Anzeigenannahme im Hauptgeschäft Lindenstraße Z, wochentägl oon 8Vz bis 17 Uhr. Jentvawvgan der Gozialdemosraiischen Dartei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprech«: Dönhoss 2S2— A7 Trlegrmnm-Adr.: Soztaldeulolrat Berlm Vorwäris-Derlag G. m. b. H. Ponlchccktomo: Berlin 8755�— Banllonto: B-n! der Arbetier. Sngestellte» und Deaniten Wallstr. 65. Dittonto-Gelellschast. Deposttenkafl« Lmdenstr. 6 Die Sabotage des Achistundentages. Entscheidung in Genf hinausgeschoben. Gens. 3. Februar.(Ligenberichl.) vie FreilagnorwittagssitznnA des vcrwalkungsrates brachte nach einem hefkigen hin und Wider eine hinausschlebnng der Entscheidung über das Schicksal der Washingtoner Convention. ! Z o u h a u x stellte sich aus de« Standpunkt, daß durch die Einbeziehung der itchtstundeutag-Sonvention jede Behandlung der Reo! sionssrage zu einem Angriff aus den Zlchtstundeutag würde, vie Arbeitnehmergrnppe lehnte geschlossen einen belgischen Regiernngs- antrag, der die Reglementskommission mit einer- Beratung des Revisionsverfahrens beauftragen sollte, ab. Der Antrag wurde mit den Stimmen der Regicrungsvertreter und Arbeitgeber angenommen. Der englische Antrag, die Revision des Washingtoner Abkommens auf die Tagesordnung der Arbeilskonfereuz von 132? zu sehen. wurde aus Antrag des itallenischeu Regierungsoertreters mit einem sranzösischen Antrag verbunden. Dieser Antrag wurde mit den Stimmen der Arbeitgeber und vieler Regie» rungsvertreter angenommen. Der denlsche Regierungsvertreter enthielt sich der Stimme. Durch diese Taktik wird die Entscheidung über die Revision des Achtstundentages der nächsten Verwaltungsratssihung im April zugeschoben. Keinen Zweck mehr! Die Schulgeseßpleite perfett.— Das Zentrum droht mit Abbmch der Verhandlungen. Der Fraktlonssührer der Volkspartei im Reichstag hat gestern in offizieller Sitzung erklärt, die Dolkspartei sehe keinen Anlqh. von ihrer bekannten Stellung in der Schul' frage abzugehen. Darauf antwortet die„m Herbst und in der Vor- und Nachwinterzeit muß der Flugplan so geändert werden, daß oft geradezu groteske Fluglinien l>erouskoininsn, weil nirgends eine Möglichkeit vorhanden ist, in den Dämmerstunden noch fliegen zu kömren. Um diesem Uebelstand« schnellstens abzuhelfen, gründet man mit Reichsmitteln die Signal- dienst G. m. b. H. Im Herbst 1928 begann die Gesellschaft die Strecke Berlin— Hannooer auszubauen. Mit aller Bestimmtheit wurde versichert, im Herbst 1927 wäre die Strecke be- nutzbar. Jetzt ist c« Februar 1928 und man ist glücklich soweit, daß man das Fertiggestellt« wieder abreißt, da es nicht zu gebrauchen ist. Ohne die bisherigen Erfahrungen der Lufthansa zu verwerten, hat man Neuerungen eingebaut, die nicht zu gebrauchen sind! Es wird weiter notwendig sein, über di« Beteiligung des Reiches an den Flughäsen zu sprechen und ein« Nachweisung über di« bisherigen Be- teiligungen zu verlangen. Bis zu Anfang des Jahres 1927 hieß es in allen Kreisen der Luftfahrt:„Städte baut Flughäfen!" Man bedach!« aber nicht, daß di« Städte, die einen Flughafen bauten, zum größten Teil noch mit Reich»- und Staatsmitteln, auch Flug- verkehr haben wollten. So kam dann unser.großartiges" Flug- netz, das dichtest» der Welt, zustande, von dem man heute gerne de» sreit wäre. Dem Reichsverlehrsmlnisterium fehlte bei allen Lust» linien die eigene— Linie. Di« Herren schwankten immer hin und her und wollten es mit keinem verderben. Wenn man nunmehr zu großen Durchgangslinien kommt, wie Berlin— Wien, Berlin— Zürich, Berlin— Köln— Paris, so wird der zweite Schritt sein, die kleinen und kleinsten Rcichslinien, di« fast all« nur geringen Verkehr aufweisen und nur„Konzcsstonslinien" für einzelne Städte sind, aufzuheben. Es muß auch Aufschluß verlangt werden über die Expansion?- Politik, di« augenblicklich so hoch ün Kurse steht. Luftverkehr soll Weltverkehr sein, aber es kommt so nebenbei auch darauf an, wer die Cinrichtungskosten trügt und wem der später möglicher- weis« eintretenden Gewinn zufallt. Di» Frage ist gerad« bei den kommenden Linie««ach-bem. s«rn«n.Osten von besonder, hohem Jntereffe. Im Namen Seiner Majestät. Aud Stendal wird uns geschrieben: Im benachbarten Könnig de feierte kürzlich das Arbeiter- ehepaar Wilhelm Schulze das goldene Ehejubiläum. Unter anderem fand«ine Kirchenfeier statt. Pfarrer M o« l l e r überreichte. wie üblich, den Iubilanten eine Ehejubiläumsmedaille, 50 Mark und ein Bild. Soweit ganz gut. Mer man kann sich die Ueber- rafchung der Kirchcnbcfucher vorstellen, als Pfarrer M o e l l e r ein gerahmtes Bildnis S. M. zückte und dabei die salbungsvollen Worte sprach: „Dom Hause Doorn habe ich im Namen Seiner Mo- j e st ä t des Kaisers ein Bild des Kaisers zu überreichen." Könnigde liegt zwar weit ab von der Welt, aber soviel ist auch den Bewohnern von Könnigde schon bekannt geworden, daß es keinen Kaiser und keine Majestät mehr gibt, seit S. M. geruhten, die Ab- dankungsurkunde zu unterzeichnen und hinter den Schlagbäumen von Holland zu verschwinden. Llntersuchung in Oowningstreet. Gegen die Schiebereien der Beamten. Condon, 2. Februar. Di« von Valdwin eingesetzte Kommission zur Untersuchung ge- wtsser Anschuldigungen gegen Beamte des Foreign Office hat ihre Tätigkeit aufgenommen. Die Verhandlung ist vertraulich, jedoch soll das Ergebnis veröffentlicht weiden. Oer Lautsprecher gegen die Kommission. vemonstraiionsstreit und Protestversammlungen gegen den indischen Verfassungsausschuß. Neu-Delhi. 2. Februar. Der britische Bizekönig Lord Irving'agte m der Er- öffnungsrede der Parlamentstagung, in Indien herrsche eine völlig falsche Auffassung über die sogenannte.Kommission Simon", die im Auftrag« des englischen Parlaments eine Untersuchung der Frag« der indischen Bcrsassungsreform veranstaltet. Di« öffentliche Meinung Indiens werde Gelegenheit haben, sich zu sämtlichen von der Kommission etwa vorgebrachten Vorschlägen zu äußern. Der Dizckönig bestritt nachdrücklich, daß es eine Beleidigung Indiens bc- deute, wenn Inder nicht zu Mitgliedern der Kommission er- nairnt worden seien. Der Boykott gegenüber der Kommission werde Enttäuschung und unter Umständen peinliche Folgen verursachen. London, 2. Februar.(Eigenbericht.) Die Vorbereitung des eintägigen Demonstrationsstreiks in In- dien, der für Freitag anläßlich der Ankunft der englische» Der- fassungskommisston geplant ist, hat am Donnerstag zu einer Reihe von Zwischenfällen geführt. In Kalkutta ist es nach einem Zusammenstoß zu Ausschreitungen gekommen, bei denen sechs Personen Verletzungen erlitten haben. Im Hofen von Bombay wird die Berfassungskomniission am Freitag von einem hauptsächlich aus indischen Studenten bestehenden Demonstrationszug empsongen werden, her ats Zeichen der nationalen Trauer schwarze Fahnen mit sich führen wird. In Bombay werden die Studenten mit schwarzen Fahnen zum Hafen ziehen. Ein Lautsprecher wird dem Kamps« mit der Simon-Kommission cntgcgenbrüllen: Ihr sollt wieder nach Hause fahren._ Gervanies an Sancho Pausa. Das llrtcil im pariser Fälscherprozeß. In der SowsetdormnentensAscherafsä«, üb« die vir vor einigen Tagen berichteten, hat das Pariser Serlcht den Angeklagt«« So« lowski oerurteilt, und zwar zu acht Monaten Gefängnis und 100 Franken Buße. Racheuski, der flüchtig ist, erhielt vier Monate und ö0 Franken Straf«, Michajew wurde sreigesproch-n. Di« knifflige Urteilsbegründung sagt u. e.: Selbst von der un- erwiesenen Behauptung Solowskis ausgehend, daß die Sowjet- gssandtschaft ihn aufgefordert habe, falsche Dokumente anzufertigen, um mit ihrer Hilfe russische Emigranten, die dem Zarenregim« treu geblieben sind, zu kompromittieren, so steht doch fest, daß er in Wirk- lichkeit d« Sowsetregierung falsche Dokumente geliefert habe, die von einer Organisation fabriziert worden sind, der er selbst nicht angehörte, welche Fälschungen aber wieder nicht dem entsprachen, was von ihm verlangt worden war.... Deshalb hat Solowski sich des Betruges schuldig gemacht. Luxemburg ist der Ausweg! Bekenntnis der offiziösen Korrespondenz der WUhelmfiroße Die offiziöse„Deutsche diplomatisch-politische Korrespon- denz" bespricht dag Echo der beiden letzten Reden Strese- manns im Auslande und kommt zu folgendem Schluß: „Da schließlich der Sozialislensührer Leon Blum auch die internationale Streitsrage ausräumt, die sich aus den Luxem- burger Beschlüssen der vorjährigen Sozialisten-Konserenz ergeben hat, indem er erklärt, daß diese Resolution zwar den Zeit- Punkt nicht festsetze, für den eine Sonderkontrolle cmpsohlen worden war. daß es sich aber von selbst oerstehe, daß sie nicht über den vom versailler Vertrag selbst für die Räumung sestgeschten Zeilpunkt hinausgehen könne und daß von 1925 ab Frankreich„nur ein ver- tragliches und legales Regime auf der Grundlage der Gegenseitigkeit und einer allgemeinen Dereinbarung ins Auge fasten könne, die allen gleiche Rechte und gleiche Pflichten auferlege", so scheint uns die durch die Reden Dr. Stresemanns aufgeworfene Kernfrage des Rheinland-Problems auf den Weg einer internationalen Klä« rung gebracht, aus der der psychologische und realpoli« tische Kern in unangreifbarer Form hervorgehen müßte." Es ist ein Mißverständnis der offiziösen Korresoondenz, wenn sie meint, daß die Luxemburger Resolution Anlaß zu einem„internationalen Streitfall" gegeben hat. Sie hat nur den Borwand zu einer deutschnationalen Hetze gegen die deutsche Sozialdemokratie geliefert, weil diese angeblich einer zeitlich unbeschränkten, einseitigen Kon- trolle des Rheinlandes zugestimmt ljätte. Auch die eindeuti- gen Darlegungen, die in der Erklärung des sozialdemokra- tischen Parteioorstandes enthalten waren, haben die deutschen Rechtskreise davon nicht abgehalten, diese neue Dolchstoß- legende zu propagieren, die noch während der jüngsten Reichstagsdebatte in den deutschnationalen und— kommunistischen Reden ihren Niederschlag gefunden hat. Der Artikel des Genossen L 6 o n Blum hat die „völlige Uebereinstimmung zwischen der Partei- leitung der deutschen und der französischen Sozialdemokratie' bestätigt, von der am Schluß der Erklärung unseres Partei- Vorstandes die Rede war. Das beweist wieder einmal, daß man auf die Loyalität unserer französischen Genossen tausend- mal mehr rechnen kann als auf den Anstand unserer inner- politischen Gegner. Aber das ist nicht einmal das Wesentliche. Wichtiger ist die Tatsache, daß S�resemann den Gedanken aufgegriffen hat, den die internationale Sozialdemokratie als erste ausgesprochen hat: für Deutschland kommt als zweck- mäßige Gegenleistung für eine vorzeitige Rheinlandräumung die Zustimmuna zu einer besonderen Kontrolle des Rhein- landes bis zum Jahre 1935 in Frage. Gerade diese Stelle der Rede Stresemanns hat in Frankreich lebhaftes Echo erweckt, und schon jetzt hat es den Anschein, als ob das die k ü n f t ige Lerhandlungsbasis werden würde. Die offiziöse deutsche Korrespondenz lobt den Reichsauhenminister wegen dieser erfolgversprechenden Anregung. Sie vergißt nur. hin» zuzufügen, daß«s sich um einen von der So z iakd e m v« kratie entliehenen Gedanken handelt. Es wäre nicht das erste Mal, daß die großen Probleme der Nachkriegszeit auf der Grundlage der vom internatio« nalen Soziallsmus entworfenen Vorschläge ihre Lösung finden. Aber wie immer, wird auch in diesem Falle der Sozialismus den Regierungen um mehr als ein Jahr vor- angegangen sein. Für die kostbare, inzwischen ver- loren gegangene Zeit sind die bürgerlichen Parteien verant- wortlich zu machen. Oie Eröffnung der neuen Kroll- Säle. Gestern nachmittag gab die Bü h n- n g« n o s s« n s ch a s t einen Tee mit musikalischen Darbietungen in den neuen Krollsälen. Unter den heutigen Berlinern sind nicht viel« mehr, die die Herrlichkeiten des alten Kroll-Etablistements au» eigener Anschauung kennen. Do» Haus war schon vor dem Kriege ziemlich baufällig und sollte der neuen großen Staatsoper. di« eigentlich mehr als Revräsentationshaus Wilhelms gedacht war, Platz machen. Alle diese Pläne wurden durch den Kriegsausganq vereitelt. Schon hatte man den Krollsaol ausgeweidet, da griff die Volksbühne«In und brachte die Mittel auf zum Umbau zu einem zweiten staatlichen Opernhause. Man weiß, in wie festlicher Weise Oskar Kauf- m a p n, tsr Erbauer d«r Volksbühne am Bülowplatz. das Problem gelöst hat. In dem Umbau waren auch schon Säle für Festlichkeiten vorgesehen. Vor ollem wurde auch der Garten terrasienartig um- gebaut. Dann stockte die weitere Vautätigkeit. bis sie vor Jahres- frist wieder ausgenommen wurde. Denselb« Oskar Kaufmann hat die neuen Festsäle entworfen und hat wieder mit derselben glück- lichen Hand Räume geschossen, die eine Wohltat fürs Auge und ein reicher Genuß schon für den sind, der mir die Linien und den Geist des Raumes auf sich wirken läßt. Der große Festsoal von dem großen Ausmaß von 47X34 Me- tern hat die Gestalt einer Elips« und wirkt schon dadurch beruhigend und anheimelnd. Prachtvolle Mormorpfeiler tragen die flache Decke und gliedern die Logen im Parterre und den Rang im ersten Stock ab. D?e rote Wandbespannung gibt einen wohligen Ton. Silbern strahlt das Licht von den schiffsartig gebauten Gaslichtkörpern, die von der Decke herabhängen. Logen und Galerie können durch ein« besondere Einrichtung völlig oerichlosien werden, so daß der Hauptsaal dann noch geschlosiener wirkt. Eine Reihe von kle'neren Salcn schließen lich daran. Es gibt einen gelben, einen grünen, einen splegelsaal, lauter entzückende Räume mit guter Bestuhlung (darunter«inen mit Wandmalerei von Ludwig Kölner). Sehr peguem sind di« Zugänge durch vier Treppenanlagen. In den Sangen ist reichlich Platz für die GarderobeuiNerbringung usw. Dte Sal«, dle an aOOO� Personen fassen können, stehen durch den bereits vorhandenen Römersaak in Verbindung mit dem Theater- räum, und so können bei Zusammenfassung aller Räume an 10 000 Personen hier Feste seiern. � d" Bühnenaenossenschaft zeigte, wi« überaus geeignet dar i,esffaal auch sur intimere Veranstaltungen ist. Die Akustik erwies sich als ausgezeichnet. Man hört« von allen Plätzen aus und genoß auch aus der Tief« der Logen immer den iestlitben Gesamte md ruck. Ueberslüsiig zu sagen, daß Hütt mit seiner Arie au,s der„Afrikanerin" und Genia Guszalewiez mit ihrer oeigenichonen� Stimm« sowie Leo Schützendorf mit seinen Varodievorträgen das Obr und den Beiiall der Besucher hatten. Maria P a u d l e r und Trude L« e s k e schufen mit ihren Liedern und Couvlets die richtige Stimmung, die durch die Kapelle unter Ar(tzur Guttmanns Leitung noch gehoben wurde. r. .. 192« w Mala,. Der«erwaliimglrat und Boritand ves vervonbe» der Teulichen valtSbüdnenverewe haben auf einer Siimw ot Berlin d eschlogen, die dieMhrig« Tagung w Rainz abzuhalten Deutsches Beefsteak. Bon Paul Suimann. Ein Lokalinhabcr in der Friedrichstadt hat zur Feier der Land- wirtschaftswoche seine Elngongstür durch eine mit den Farben Schwarz-Weiß-Rot umwoben« Girlande bekräffzt, in deren Mitte ein großes Plakat hängt:„Deutsches Beefsteak". Diese sinnige Ehnmg, die den Idealismus der Sache und ihre materielle Kehrseite gleichermaßen betont, ist ein Kullurdokument ersten Ranges. Zwar läßt sich vermuten, daß die Herren Landwirte ein Bcessteak von Filet, halb englisch, oder ein Filet a la Chateaubriand dem deutschen Bcef- steak vorziehen werden, zumal da die Verwendung von Gesrierfleisch, dem neuerdings so verpönten, nicht ganz außer Frage steht. Mag ein Beefsteak noch so deutsch sein, in Angelegenheiten des Genusses huldigt auch der völkische Agrarier unbedingt dem Internationa- lismus. Es steht fest, daß das„Deutsche Beefsteak", dessen Genuß«in pfiffiger Gastwirt durch den patriotischen Appell an eine einwand- freie schwarzweißrote Gesinnung zu empfehlen gedenkt, niemals die Tafel des feinen Mannes zieren wird. Das sogenannte Deutschtum sowie die damit verbundene Moral sind Dinge, die man dem«in- fachen Manne überläßt. Sehr richtig bemerkte einmal Wedekind im Hinblick auf jene feinen Kreise:„Moral ist der mythologische Ausdruck für schlechte Geschäfte." Die Leute, welche gewöhnt sind, nur gute Geschäfte zu machen, haben die Moral dem bescheidenen Vplk zugedacht. Ihm predigt man Cnthallsamkeit und Anstand, während man heimlich schlemmt und seine beträchtlichen Kapitalien bei Freund Bergmann und Konsorten mit hundertsünszig Prozern verzinst zu erhalten hofft. Dos fchwarzweißrot umkränzte Deutsche Beefsteak ist in ver- jchiedenster Hinsicht bemerkenswert. Es enthüllt in seiner Dumm- sästauheit den Kulturschwindel, bei dem di« Phrase an Stelle der Tat- fachen gerückt ist. Mutig ist bekanntlich der Student, der sich, in Vondogen gut verpackt, das Gesicht zerhacken läßt, nicht der andere. der seine Usberzeugung als freier geistiger Mensch verteidigt. Es ist die Welt Wilhelms von Doorn, der den gewöhnlichen Untertanen rät. sich für ihn bis zur äußersten Grenze zu opfern, di« er w schützendem Pelzmantel frohgemut überschreitet. Der schwarzweißrote Gastwirt weiß genau, daß nur jene armseligen Schlucker, di« auch auf«nt-- sprechend« Wahlparolen hereinzufallen pflegen, sein Lokal besuchen werde» und blickt mit Neid aus den großen Bruder Sempinski. Aber er tut so, als sei er des hohen Besuchs der Agrarier gewiß, wenn er ibre Lieblingsfarben und ihr Lieltzingsschlagwort„beuisch" zur Schau stellt. Unterdessen lächeln die Auguren bei der Flasche Burgunder und den belgischen Austern einander zu und beraten, mit welchem neuen Schlagwort die Menge das nächstemal zu betören sei. Schon sind die abgebrauchten Phrasen nur noch in der dunkelsten Provinz und bei den großstädtischen Hinterwäldlern im Gebrauch, und der kesse Berliner pseist natürlich aus die Mode von vorgestern. Sind es die Freimaurer, sind es die Amerikaner, sind es die Juden, die uns in die Suppe spucken? Das deutsche Beessteo? kann nur einmal noch ausgewärmt werden, bevor es ungenießbar wird. Di« Slaaksbibliolhek als Rasiensorscherin. Ein Benutzer der Siaatsbibliotheken schreibt uns:„Ich benötigte neulich einige Werke über die russischen Revolutionen 1905 und 1917 und begab mich zu diesem Zwecke in die Preußisch« Staatsbibliothek. Zuerst wollte ich mir I. Martows Geschichte der russischen Sozialdemokratie bestellen und schlug im Katalog unter Martow nach, jedoch war diese« Buch dort nicht zu sinden. Dagegen verwies ein kleiner Stern den Suchenden darauf, daß man Martow unter Zedornbaum nachsehen möchte. Also belehrt, versuchte ich dann einig« Bücher von Trotzki zu bestellen, aber auch dort verwies der Katalog auf Leo Bronstein mit dem Zusatz, daß dieser seit 1918 auch Trotzki genannt wird. Bei Radek war es das gleiche. Abgesehen davon, daß Trotzki nicht erst seit 1918. sondern bereits in der Revolution 1905 unter diesem Nomen in Europa bekannt wurde, interessieren eigentlich mir den Semi-Kürschner die angeblich so wissenschaftlichen Hinweis« der hohen Staatsbibliothek, die sicherlich Herrn Frongois Arvuet unter dem Namen Voltaire und auch Herrn Schwarzerd unter Melanchthon registrieren werden. Wir wissen nicht, welchen Sinn und Zweck mit diesen Hinweisen erreicht werden soll: bestimmt aber nicht der Zweck eines Katalog«?, in dem man Bücher leicht und übersichtlich herausfinden kann." ?ub!lkum»kundgebungen In den Siaaislheakern. Vor einiger Zelt sandcn bei der Aufführung von Büchners„Wozzek" Im Schiller- theoter Kundgebungen des Publikums statt, die sich bald darauf bei der Aufführung ix»„Ulysses auf Ithaka" im Staatlichen Tchauipiel- Haus wiederholten. Mehrere deutschnational« Landtagsabgeordnet« richteten an das Staatsministcrium di« Kleine Anfrage, ob es„bereit und In der Lage" sei.„diesen nochgerad« unerträglich gewordenen Zuständen in dem durch Staalsmitel erhaltenen Theoter ein End« zu machen. Der preußiiche Kuktusminister bestätigt in seiner Antwort die Tatsache, daß bei den Aussührungen von„Wozjek" und„Ulysses auf Ithaka" Störungen durch dos Publikum vorgekommen sei«».„Wie die Zuschauer Beiioll spenden," so heißt es wörtlich weiter in der Antwort des Ministers,„nehmen sie es auch als chr Recht in An- spruch, ihrem Mißfallen Ausdruck zu geben. So bedauerlich«s ist, wenn das Publikum dabei di« Grenzen überschreitet und sich zu Dtö- rungen der Aufführung hinreißen läßt, gibt es kaum eine Möglich- teit. das zu hindern. Don„nochgerade unerträglich gewordenen Zuständen" im Staatlichen Schauspielhaus und im Schiller-Theater kann nicht gesprochen werten." ver Vottor der liörpertatwr. Am Sonntag wirb in Rom die faichlktlsche Unwersitäl für.äördertullnr erSfsnet. Die UniverfitSt wird Turn« und Sport« lebrer in zwctjäbrlgen Kurien ausbilden. N ich zwei diS drei Jollren linier« richt(oll de» bellen Schülern 6er Titel eines.Doktor« der Körperkultur» r erliehen werden. Ein unzuverlässiger Postinspektor. Oer Beamte und drei Hypothekenvermiiiler festgenommen. Der Pasttuspeklor Volker von der Obcrposldireklion Verli« hat in seiner E>e>enschasl als Schrislsührer des Po sk- Spar- und Darlehnsvereins bei der Ausgabe vcm Geldern aus dem verein ssond-, zu Hypotheken von hypothekcn- vennitklern Vcstechungsgelder angenommen, die sich nach den bis' herigen Feststellungen aus 5d 000 vi. belaufe«. Diese» gesamte dein ungetreuen Veamten zugeslossen« Geld ist beschlagnahint rvorden. Eine Schädigung ist weder für die Deutsche Rcichspost noch sür die Mitglieder des Vereins eingetreten oder noch zu erwarten. « Wir erfahren zu der Angelegenheit noch sollende Einzelheiten: Eine Anzeige bei der Oberpostdirettion gab dieser Veranlassung. in Verbindung mit der Kriminalpolizei eine Untersuchung einzu- leiten und eine scharfe Kontrolle und Revlston der Geschästssührung und der Bücher durchzuführen. Dobel wurde festgestellt, daß der Postinspelior Boiler, der schon viele Jahre im Vostdiensle steht und seit einer Reihe von Jahren Schristsührer des Post-Epar- und Darlehnsvereins ist, drei hypothckenoermitller gegen Entgelt bevorzugt hat. Boller, der ein gutes Gehalt hatte und durchaus nicht in finanziellen Sclnvierigteiten lebte, ließ stch�durä, reine Gewinn- Anlage der Vereinsgelder mitzubestimmen hatte, drängten sich die Vermittler an ihn heran. Der erste war ein hypothekenoermittler Kühn. Boller hatte ihm einmal eine unrechtmäßige Gefälligkeit erwiesen. Trotzdem war er unvorsichtig genug, sich mit ihm auch wegen der Hypotdekenvermitt- lung einzulassen. Als die beiden sich überwarfen, nutzte Kühn die tage erpresserisch aus. Nach Kühn kamen zwei andere Vermittler namens Rollenhagen und haafc mit dem gleichen Ersuchen, sie bei der Anlage der Kapitalien zu begünstigen. Boller gab, wie gesagt, aus Gewinnsucht auch ihrem Dränge,: nach. Der ungetreue Inspektor und Kühn und Rollenhaaen sind ge- ständig: haase leugnet noch, ist aber durch das Geständnis Bollers «beniälls überführt. Die Prüfung der Bücher ist sitzt abgeschlossen. Es ist festgestellt worden, daß die ausgezahlten Gelder ohne Aus- nähme gut und sicher angelegt sind. Ein Schaden erwächst also den Vereinsmitgliedern nicht. Die Verfehlungen Böllers bestehen nur darin, daß er die drei Vermittler bevorzugte und sich dafür bezahlen ließ. Die Bestechungen ziehen sich durch die beiden letzten Jahre hindurch. Die 55lXX> Mark, die Boller in verschieden hohen Be trägen nach und nach erholten hat, wurden bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in einem versteck gefunden und befchlagnohml. Der Ungetreue hat nicht gewagt, sie bei einer Bank oiizuiegcn, weil er fürchtete, daß sein« Machcnschosten dadurch entdeckt werden könnten. Er und die drei Vermittler wurden verhaftet und werden dem Unter facht zu der Untreue verleiten. Well«r als Schriftführer über die> suchungsrichkr vorgeführt werden Si« Polizei seht sich zur Wehr. Beschuldigungen in der Angelegenheit Bergmann. Der Pollzeipräsideni von Berlin teilt mit: Eine Berliner Korrespondenz hat in der Angelegenheit Bergmann einen Bericht herausgegeben, der den Eindruck erwecken mußte und bedauerlicherweise auch erweckt hat, daß die Kriminalpolizei die Aufklärung des Falles Bergmann verschleppt habe. Es wird in diesem Bericht zunächst darauf hingewiesen, daß der Direktor der Treuhandgesellschaft für Handel, Industrie und Ge> werbe. Rösch, im April de? Kriininalpolizot mündlich und schrist- lich genaue Einzelheiten über Verfehlungen Bergmanns mitgeteilt habe. Weiler heißt es dann:„Obwohl man hätte annehmen müssen, daß die Krimiimlpolizei auf diese Bekundungen hin den Spuren sofort nachgegangen und gegen Bergmann ein Versahren «ingeleitet hätte, erfolgte in Wahrheit nichts. Vielmehr wurde der an sich geringfügige Streit zwischen Direktor Rösch und seiner Mandantin weiter verfolgt, und die Akten gingen vom Poltzri- Präsidium cm die S t a a t e a n w a l t s ch a f t.� Die Bekundungen Röschs gegen Bergmann erfolgten seiner- zsst bei einer Vernehmung RSschs, und zwar nicht in einem au sich geringfügige« Strell. sondern in Verfolg einer Strafanzeige gegen Rösch, bei der Bergmann als Hauptzeuge benannt worden war und in der am d. M. Termin ansteht Di« Kriminalpolizei hat alsbald noch Abschluß der Untersuchung das ganze Material, also auch die Bekundungen gegen Bergmann, psst-htgemäß an di« Staatsanwaltschaft abgegeban. der noch den Vs> stmrmungen der Strafprozeßordnung die weiter« Betrei. bung des Verfährens obliegt. Da der Bericht der Korrespondenz weiter den Anschein zu er« wecken geeignet ist. als ob der in dem Bericht genannte firänrnl. osststent S plittgerber die Anschuldigungen gegen Bergmann nicht mit der notigen Schärf« und Gewissenhaftigkeit verfolgt hätte. so ficht sich dar Polizeipräsident veranlaßt, ausdrückkich festzustellen, daß der genannte Beamte nach jeder Richtung hl» korrekt ge- handelt Hot.__ Strafantrag gegen öle jugendlichen Räuber. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Schmied Otto Schorfe unter Einbeziehung der wegen Totschlags vom Schwurgericht erkannten Strake wegen Raubes und Diebstahls und anderer Straf. taten die höchflstrafc von 15 Jahren Zuchthaus, 5 Iahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht, gegen den Kellner Joseph Schlabbach ebensalls unter Einbezichung der Straf« vom Schwur- gericht wegen Raub, Diebstahl, Urkuickenfälschung u. a. eine Gesamt- strafe von 5 Jahren Gefängnis und 5 Iahren Ehrverlust, gegen den Musiker Gerhard Vauer wegen Diebstahls. Unterschlagung und in Breslau verübter Betrügereien 1 Jahr 0 Mönate Gefängnis und schließlich gegen den Artisten Arthur Jung 9 Monate Gefängnis. Die KleinftLrtner auf der Grünen Woche. Im Rohmen dieser landwirtschaftlichen Schau find auch die Kleinzäriner Berlins, vertreten durch ihren Reichs verband als Aus- steller erschienen, und zwar im Stand 172 der neuen AutoHall:. Imcressan« Slattstikon geben dem Publikum ein anschauliches Bild von dem ungeheuren Aufschwung der Kleingarten- bewegung.die aber natürlich noch viel größer« Ausdehnung annehmen muh. um ihre große Aufgab«, die Förderung der Volks- Gesundheit und der Jugendpflege, erfüllen zu können. Di« allerersten Anfänge der kleingärtnerifchen Bestrebungen reichen zurück bi, zum Kriegsende 1870/71, da man vor den Toren der Siadt Baracken als Notwohnungen aufbaute und dies« mit ein wenig Grün umgab. Di« Baracken verschwanden wieder, aber die Gärten, als Urzellen der Laubenkolonien, find geblieben. Di« Mitglieder- zahl hat sich vom Jahre 1901, wo sie ein« Ziffer von 700 aufwies. bis zum Jahre 1920 auf 01 903 Mitglieder erhöht. An Hand des Groß-Derliner Flachenaustestungsplanes beträgt die Klein- cartenfläche 7 Prozent(02 390 000 Quadratmeter) der Gcsomtbaufläch«: immerhin noch ein verschwindend kleiner Teil am großen Ganzen. Wie sehr notwendig für den arbeitenden Menschen, der tagaus, tagein seine Lungen mit Giften verschiedener Art vollpumpt, eine gesund« Wohnstätt« ist. da» bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Wahrhaft erschütternd« Bilder aus den dumosiqen, muffigen Mietkofernen. deren Bewohner, eng anein- andergepsircht. elend dahinvegetieren, sollen als die vielen, du daran vorübergehen aufhorchen lassen: si« sprechen«ne beredt, Sprache vom Elend der Protetarier und den vielen, traurigen physischen und psychischen Konftquenzen..Lwlk ohne Land, ohne Gort«, muß«nt- wurzeln, muß zugrunde qehen. Und fern« Kinder, in denen es wester. leb: müssen veröden*, sagt Harry Maoß in seinem Luch.-Land in Sonne* Ein iiefempfun-denes Dort, das zu denken gibt. Raben den stotisttfchen und zeichnerischen Bilden, gibt es ein« Reih« preisgekrönter Modell« von Musterlauben und Garienonlaaen von Spiel- und Sportplätzen, Obst- und Gemüse- Plantagen sowie Pläne«wer Kleingarten-Heilstätt« zu sehen. Es würde sich im Interesse der guten Sache jedoch sehr«mvsehlen, daß der Ausstellungsstand nicht«anzllch verwaist dastehi, sondern daß zu Auskünften uud Erklärungen stets simand zur Stell« Ist. Was hätte «ine Propaganda ohne Propagisten sonst für«in« Existenz- berechtigung? Lerschieden« Besucher, di« nch sehr für di« Sache interessierten, mußten»m verrichtet« Dwge wieder abziehe». Amerikanische Stadt niedergebrannt. Hotels und drei Ziedaktionsgebäude vernichtet. Durch einen Brand wurde in der vergangenen Nacht das Ge schäftsviertel der Stadt Fallriver teilweise zerstört Der Schaden beträgt mehrere Millionen Dollar. Der Telephon verkehr ist infolge da? Brandes, der in den Werken der Pocasset Mills entstand und durch den scharfen Wind rasch weiterverbreitet wurde. völlig lahmgelegt Der Brand stellt sich als ein« der verheerendsten Brandkataftrophen in der Geschichte der Stadt dar. Nicht nur sind zahlreiche Geschästsgebäud« zerstört, sondern auch eine ganze Anzahl Hotels und die Redaktions- geböude dreierZeitungen. Rur mit größter Mühe tonnte es verhindert werden, daß sich das Feuer von dem brennenden Ge- schäftsviertel auch auf die Wohnbezirke ausdehnte. Mehrere Feuerwehrleute wurden durch einstürzende Mauern getötet Zu der Vlvttal In der Elssabelhslraße. der das siebensährige Mädchen Helga John zum Opfer fiel, roirb mitgeteilt, daß der Dater der Erstochenen, der Tischler Alfred John, sich jetzt selbst bei der Polizei gemeldet hat. Wie er sagt. vernachlässigte seine bysterische Frau die Wirtschaft und kümmerte ssch nur um das Mädchen allein, aber nie um die beiden Knaben. die schwächlich und kränklich waren. John brachte sie daher zunächst zu seiner betagten Mutter. Gest Dezember arbeitslos, wollte er jetzt alle Kinder in der katholischen Fürsorgeanstalt in Birlenwerder unterbringen. Zu diesem Zweck wollte er auch die rletne Helga aus der Elisabethstraße wegholen. Als er später hörte, was seine grau angerichtet hatte, ging er nicht mehr w seine Wohnung zurück, weil er fürchtete, von Hausbewohnern angegriffen zu werden. Sawett die Darstellungen Johns. Frau John wird heut« vom Kriminal- kommifsor Quoß eingehend oerhört und dann dem Bernehmungs- richter vorgeführt werden. Sie wird voraussichtlich auf ihren Geisteszustand untersucht werden, weil sie in der Tat nicht normal zu sein scheint. Auch John wird noch näher vernommen werden. �___ Die Verbrecherjagd in Dortmund. Schwalm im Feuergesecht niedergeschossen. Dortmund. 2. Februar. Zu der blutigen Berbrecherjagd, der in der vergangenen Räch: zwei Kriminalbeamte zum Opfer gefallen waren. wird berichtet, daß der Verbrecher noch in den heutigen Nochmittagsstunden in einem Dochzimmer seines Hauses festgestellt wurde. Das Zimmer hatte Schwaim so eingerichtet, daß er vor Ueberraschungen geschürt war. Eine Verhaftung im Hause selbst war zu gefährlich. da Schwalm die herankommenden Beamten aus der Deckung hätte niederschießen können. Als der Verbrecher in den Abendstunden das Haus verlieh, folgten ihm die Beamten bis in eine Nebenstraße. wo Schwalm sich plötzlich umwandte und sechs Schüsse auf die ihn versolgenden Beamten abgab, ohne jedoch zu treffen. Die Beamten erwiderten das Feuer und Schwalm wurde durch einen Schuß, der vom Rücken in den Bauckz drang, getroffen. Darauf schoß der Räuber sich«ine Kugel in die Schläfe. Er wurde in schwerverletztem Zustande nach dem Krankenhaus gefchafst Schwalm hatte bei seiner Ergreifung zwei Revolver bei sich. An dem Auskommen des Kriminalbeamten Dörr wird gezweifelt Schweres Etastttrzmtglück in Rabat. In Rabat(Marokko) stürzte eine alle acht Meter hohe u«d einen Meter dick« Mauer in einer Länge von hundert Meter ein und begrub mehrere Häuser unter sich. Bisher wurden elf Tot« geborgen. Mehrere Personen sind schwer verletzt. Sport. Pclizer siegt in Amerika. IOOO Yards in 1: 18,6. Der deutsche Retordläufer Dr. P e l tz e r starlet« gestern in N e w?! or k in einem 1V00-Bard»Laus«n gegen neun Amrri- kanrr, von denen allerdings keiner Sonderklasse darstellt«. Seinem Endspurt war keiner der Amerikaner gewachsen und unter dem Jubel der Massen polsterte der Deutsche in der sehr guten Zeit von 2: 1 8, 6 al» überlegener S i e g e r das Ziel. Beim gleichen Hallen- sportfest traten auch die beiden Geher Schwad und Schmitt vom SC. Eharlottenburg zum erstenmal in Amerika In Wettbewerb. Ihnen wurde der amerikanisch« Meister und Rekordmonn Harry H i n ck e l in einem Gehen über 3000 Pards entgegengestellt Hinckel siegte in 12:S9 gegen Schwab, während Schmitt im geschlagenen Felde endete. Dt» tuntflot Auwahme» brt D«ut'»«n«rt-iiec-Kängecbunb«-,.Da, bcUigt Feuer"—.Auftakr'—— ,®aim tote Wrelän* find eftchiene» auf > tCUtxa", sieh, Safecat i»«eichaittanjÄger. .ff Die Achtflundentagkonvention. Wie England ihre Raiifizierung sabotiert. (IDB) Mit aller Schärf« wies Tom Shaw. Sekretär der Textilarbeiter- Internationale, anläßlich der Ausschuß- sttzung des IGB. in Berlin aus das schändliche Verhalten der englischen Regierung in der Frage der Ratisizieruna der Washingtoner Konvention betr. den Achtstundentag hin. Seine Ausführungen zeigten, aus wie minderwertig« Argumente «in« Regierung angewiesen ist, die angesichts der im eigenen Lande fast allgemeinen Beachtung der-t8stündigc.n wöchentlichen Arbeitszeit praktisch keinen Grvnd mehr zur Rtchlraliflziervog hat und die Ratifizierung dem mangelnden Mrklichkeitssinn der Unternehmer zulieb« doch hinauszögern will. Daß es in der Tat vor allem dieser Druck der Unternehmer ist, der di« Regierung Baldwin veranlaßt, ihr wiederholt gegebene» Der- sprechen in der Ratifizierungsftagc noch ein weiteres Mal zu brechen, geht schon aus dem von Shaw erwähnten krassen Beispiel de? englischen Textilindustrie hervor, wo in vielen bereits mit reduziertem Maschinen matenal arbeitenden Fabriken überhaupt nur für 30— 40 Stunden Arbeit vorhanden ist und di« Unternehmer trotzdem die Bcrlängerung der nicht ausgefüllten Arbeitszeit von 48 Stunden auf 52 Stunden verlangen. Kann es sich eine Regierung, die noch etwas auf ihre Würde hält, leisten, eine solche Verirrung zu unterstützen, besonders wenn sie bedenkt, daß sie damit dle ganz« Ratifizlerungs- beweg ung aufhält und zahlreichen Vändern die Möglichkeit gibt, sich auf die Ausrede zu stützen, da j a nicht einmal England mit seiner kurzen Arbeitszeit ratifiziert habe! Läßt es sich mit dem gesunden Menschenoerstand vereinbaren, wenn die Regierung eines Landes, in dem nicht mehr als 48 Stunden gearbeitet wird, den falschen Kalkulationen und Hoffnungen feines Unternehmertums Rechnung trägt und damit die Voraussetzung dazu schafft, daß in anderen Ländern unter dem Hinweis auf die Weigerung der englischen Regierung mehr als 48 Stunden gearbeitet wird? Wie dos Austreten der Regierung Baldwin in Genf zeigt, soll dieser Widerspruch in der Tat weiter aujrechterhalten bleiben und di« Ratifizierung erneut hinausgeschoben werden. und dies von einer Regierung, die vor nahezu zwei Iahren auf der Londoner Winistertonferenz durch den Mund Baldwine sagen ließ, daß, wenn eine Uebereinsttmmung erreicht werde— di« sich nachher auch einstellte!—.die Regierung zur Ratifizierung übergehen werde*. Eine Regierung macht auf diesem Gebiet« heut« ein«, weltereu Schritt noch rückwärts. deren Arbettsminister noch im Juni letzten Jahres Definitiv erklärte*, er„hoffe ganz bestimmt, daß England nach einiger Zeit ratifizieren werde*. Angesichts solcher Tatsachen wird es, wie der„Manchester Guardian* treffend sagt,„peHlich, die Regierung zu» Rede zu stellen*. Denn man tut die« einer Regierung an.„die in bezug aus tu« Vorwände gegen die Ratifizierung da» Wörterbuch de« Aus- schubs und der Ausflüchte«ffchSpst hat". Auch der„Manchester Guardian* steht tm Verhalten der Re- gierung Baldwin vor allem ein Nachgeben gegenüber dem llnter- nehmerrmn. Er sagt:.Die Gründe Legen sicherlich nicht außerhalb dieses Lau des: denn die Bewegung im Ausland«, die die Ratifizierung vom gute« Beispiel Englands abhängig wacht, Hot an Bedeutung gewonnen. Die Exklärung muß wahr- schemlich darin gesucht werden, daß die Nattonale Föderation der Unternehmer im letzten Sommer offen gegen die konveullo» in den Kampf getreten ist. Obwohl sich der Arbeiteininister beim Erscheinen der Donkschrtst der Unternehmer fast verächtlich aussprach, lieh er sich davon doch so weit beeinflussen, daß er nach- her keine wetteren Versprechungen mehr abgab. Sein letzter Schrill bestand darin, daß er die Untenwhmervcreinigung, du siegen di« Ratifizierung ist, einlud, mit dem Gewerkschosts- bund zu verhandeln.... Man Hot den unangenehmen Veridacht, daß die Regierung, indem sie die unglückliche Konvention als Knochen zum Kampf zwischen die Unternehmer und Arbeiter wirft, sich selber dabei der feierlichen Versprechungen entledigen will, die sie, seit die erste Regierung Baldwin ans Ruder gekommen ist, in so verichwenderischer Weise mochte.* Der.Daily Herold* schreibt zu dieser Frage:.Die Regiernng Baldwin bel/ouptet weiterhin, daß in bezug aus die Washingtoner Konvention Differenzen der Interpretation ausgemerzt werden müssen. Diese Behauptung ist unsinnig! Denn auf der Londoner Mlnisterkonferenz wurde zwischen den fünf führenden Staaten eine Uebereinstimmung g r» zielt, und man war sich damals darüber einig, daß der Weg zum Handeln offen sei. Eiirig« der auf der Konferenz vertretenen Mächte haben auch wirklich ratifiziert, teils bedingungslos und teils unter de» Bedingung, daß auch England ratifizier«. Seit einiger Zeit hat es sich jedoch herausgestellt, daß der wahre Grund für die Weigerung der Regierung in der Haltung der Unter- nehmervereinigung gesucht werdcn muß. Die Vertreter dieser Or- ganisation befassen sich seit zwei Jahren damit, aus der Internatto- nalen Arbeitskonferenz alle möglichen Einwände zu erheben. Aus- führliche Fragebogen werden hin- und hergesandt, die alle den Zweck hatten, die Ratifizierung zu verzögern. Der Generalrqt des G-werkj-chaftsbundeg weiß dies! Um jedoch nicht Grund zu irgendwelchen weiteren Sophistereien zu geben, hat er die Einladimg des Arbeitsministers zur Besprechung der an- gehllchen Schwiengtelten mit den Unternehmern angenommen. Ob- wohl diesc Zusammenkunft schon vor Wochen vorgeschlagen wurde, ist noch kein Datlui, festgesetzt worden. Die Anstrengungen der bn- tischen Arbetterschoft werden durch die vom Ausschuh des IMer- nationalen Gewerkschoftsbundcs beschlossene Kampagne gestärkt werden. Die«ampoane, die mtt den Maidemonstrationen der internal, onalen Arbetterschoft ihren Höhepunkt«»reichen soll, muß damit beginnen, daß die Arbrilerprefse aller Länder kUrägt, um da« stillschweigende internattonal« Ein» verstandms der saumseligen Regierungen und kleingeistiaen Unter- nehmer in der Hinausschlebuna der Ratifizierung aufzudecken und zu zeigen, daß die Arbeiter fest entschlossen sind, ihre stärkste Siel- lunä, den Achtstundentag, zu hatten. Wenn die» zu den langsam denkenden Gehirnen der Herrschenden durchgedrungen ist, wird sie ihr elgenes Interesse lehren, daß es besser ist, wenn in alle» Ländern t« gleiche Arbeilszett ist! t Zur Aktion der Eisenbarone. Zm Kampf der mitieldeuischen Meiallarbeiier. Die Solidaritätsaktion der Industriellen hat auf die kämpsendsn Metallarbeiter keinen Eindruck gemacht, weil die Organisations- leitung von vornherein mit der Aussperrung ge- rechnet hatte, ebenso mit der Unterstützung der Metallindustriellen durch andere Arbeitgeberorganisationcn: sie hat sich und ihre Mit- glieder schon vor Ausnahme des Kampfes darauf eingestellt. Ob die Solidaritätsaktion dazu dienen soll, das Rcichsarbeits- Ministerium mobil zu machen oder in der Tat in den nächsten Tagen Mahnahmen von einschneidender Bedeutung zu er- warten sind, berührt daher die Kämpfenden keineswegs. Di« Organisationsleitung hat beschlossen, daß die Unter- st ü tz u n g von der drillen Kampfwoche ob erhöht wird, und daß nunmehr auch dienochnichtunterstützungsberechtigten Mitglieder, die der Organisatton 13 bis 26 Wochen angehören, die statutarische Unterstützung mit dem für die Untcrstützungsberech- tigtcn festgelegten Zuschlag erhalten. Ob und wann d i e Mitglieder, die unter 13 Wochen der Organisation angehören, und die Unorganisierten unter- stützt werden, wird in den nächsten Togen noch beraten. An sich spielen die beiden letzten � Kategorien in der Gcsamtbewegung eine unbedeutende Rolle. Es kommen nur wenige Betriebe in Frage, wo Unorganisierte in größerer Zahl vorhanden sind, die aber-, selbst wenn sie in die Betriebe gingen, weil sie nicht unterstützt werden, diesen. Betrieben keine Freude berelleten und am allerwenigsten dem Verband Mitteldeutscher Metallindustrieller nützen könnten. Die Organisationsleitung nahm auch Stellung zu dem Treiben der Kommuni st ischenPartei und der IAH. Erfreulicher- weise kannte festgestellt werden, daß die Parolen der KPD. nirgends Anklang finden, wie überhaupt jede Ein- Mischung in die B e w« g u ng a b g e w i e s e n wird. Die 3 A S). geht bei Geschäftsleuten und der Arbellerschast sammeln, vielfach unter der Dorspiegelung, daß sie i m A u f tr a g e des Deutschen Metallarbeiterverbandes komme. Wir weisen nochmals darauf hin, daß der Deutsche Metallarbeiterverband mit diesen Sammlungen nichts zu tun und die JA.h. kein Recht hat, Sammlungen für die Streikenden und Ausgesperrten vor- zunehmen. Wir wiederholen noch einmal ausdrücklich, wir brauchen diese Hilfe nicht. Vom Stand der Bewegung ist weiter zu berichten, daß sich die Zahl der Streikenden und Ausgesperrten nicht wesentlich über 36 000 gesteigert hat. Daraus ist ebenfalls zu ersehen, wie widerwillig die Metallindustriellen dem Aussperrungsbcschluß nachgekommen sind und wie viele nur zum Teil oder gar nicht aus- gesperrt haben. Neuwahlen der Veiriebsverireiungen. jn den Monaten Februar und März. Einen Aufruf des ADGB. und des AfA>BuiÄ>es zu den Neu- wählen entnehmen wir.- Die Wahlzeit der Mehrzahl der Betriebsvertretungen läuft in den Monaten Mörz-April 1928 ab. Die Neuwahlen der Betriebs- Vertretungen für das Jahr 1928 sind von den Ortsausschüsicn des ADGB. und den Ortskartcllen des AsA-Bundes in den Monaten Februar-März 1928 gemeinsam durchzuführen. Es ist ein Termin zu bestimmen, an welchem alle Betriebsoenrctungen die Bestellung eines Wohlnorftandes vornehmen und diejenigen Beleg. fchaften. Die gegenwärtig ein« Betriebsvertretung nicht besitzen, ihren Arbeitgeber zur Bestellung cm«» Wahlvorstandes ausfordern. Di« Durchführung der Wahlen obliegt den jeweils beteiligten Gewerkschaften. Betriebsvertretungen, die erst nach dem 1. Ottober 1927 ge- wählt worden sind, brauchen jetzt noch keine Neuwahl. Die Betriebs- Vertretungen sämtlicher Behörden, sowie die im Bergbau, im Bau- gewerb« und in der Land- und Forstwirtschaft handeln nur nach den unmitelbaren Anweisungen ihrer zuständigen Gewerkschaften. Alle übrigen Betriebsvertretungen fallen im Interesse der Ein- heitlichkeit die Neuwahlen zu dem dafür bestnmnten Termin vornehmen. Maßgebend für die.D u r ch f ü h r u n g de r W a h l e n sowohl für die Arbeiter als auch für die Angestellten sind die Befchlüsie des Gewerkschaftskongresses in Leipzig 1922(Protokoll Seite 419/420) und die Richtlinien des BfA- Bundes vom 3. Juli 1924. Es ist unter allen Umständen zu unterlassen, in ver- schleierter rder offener Form politische Listen aufzustellen. Außerdem dürfen in keinem Falle in die Listen der freien Gewerkschaften Kandidaten aufgenommen werden, die unorganisiert sind. Wo dagegen verstoßen wird, können die Gewerkschaften derartige Wahlen auf Grund der Kongreßbeschlüsse nicht anerkennen. Die für die Durchs iihrimg der Neuwahlen notwendige» Formu- lare hat sich der Wahlvorstand im Betriebe auf Kosten des Arbeit- gebsrs herstellen zu lasten. Ein Merkblatt sür die Durch- suhrung der Wahlen und Muster für die notwendigen Forvmtar« können durch die Ortsausschüsse und die Ortskartelle von der Berlage. gesellschaft des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes m. b. 5), Berlin S 14, bezogen werden. Auch das Jahr 1927 stand im Zeichen schwerer wirtschaftlicher Kämpf«. Die Arbeitgeber glaubten, durch die Gründung von Werkvercinen die Macht der Gewerkschaften, der Arbeiter und der Angestellten schwächen und damit die Arbeitsbedingun- gen verschlechtern zu können. Daß diese Bestrebungen keinen Erfolg haben werden, ergibt sich allein schon aus der Tatsache, daß die Gewerkschaften im Jahre 1927 Hunderttausend« neuer Mitglieder gewonnen l>ab«n. Es gilt, die Reihen der Gewerkschaften welter zu stärken, die Unorganisierten sind aufzu- klären und zu tötigen Gewerksihaitsmitgliedern zu erziehen. Di« Wahlparole für die Betriebsräteneuwahlen 1928 ist: Für wirkliches Mitbestimmungsrecht durch die Gewcrk- fchaften der Arbeiter und Angestellten! Gegen Werksgemeinschaften und gegen die Zersplitterung der Kampfkraft der Arbeiterklasse! Betriebsratswahlen in Rheinland- Westfalen. Em einheitlicher Termin. In Rheinland-Wcstsalen haben die Bezirksorganisaffonen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundcs, des Deutschen Gewerk- schastsbnirdes und des Gewerkjchostsringes der deutschen Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbondc einen Aufruf an ihr« Mitglieder ertasten, in dem als einheitlicher Termin für die Vornahme der diesjährigen Betricbsratswahlen die Zeit vom 26. bis 31. März bestimmt ist. Der Wahltag selbst ist der 26. März. Die Arbeitszeit im Aachener Bergbau. 'Oer Schiedsspruch für verbindlich erklärt. Aachev, 3. Februar. Der Schiedsspruch für den Aachener Steinkohlenbergbau über die Frage der Arbeitszeit im Aachener Bezirk, den die Arbeiter aus grundsätzlichen Erwägungen heraus abgelehnt hatten, ist vom Reichs- ar bettsminister für verbindlich erklärt worden mtt der Maßgabe, daß auch Teil II des Schiedsspruchs, wonach ein Schiedsgericht die Arbettszett der Bergarbeiter über To�zc zu prüfen und end- gültig festzusetzen hat, durchgeführt wird. Die gegenwärtige Lrbetts- zeit lauft also bis zum 31. Oltober 1928. Berantwortlich für Politik:(Pr. Cnit Wirtschaft:«. tümgelhoitt: ©«DtrffdjaftsbMBcaunfl: Fr.«glora; ffunücton: Jt S. Dösch-r: Cokalc« ftittjs 1»«Uaa«. A.6idsdioi0 mWN'i m« VW i Ble.-NeuköllR, HiraaBsstr. 30 t:?; Ml!S.!mB'3t"''Aa"'"M eegracaci 1844 Biii.-$cMn»ter8,Hiöplstr.l53 Aclatf«ang? a.C. Werbcwoctie von Dienstag, d. 31. Jan., bis Sonnabend, 4. Febr. 1928 5% jUalrntt «auf sttmilldae ArilBcel außer auf Eier, Butter, Margarine, Scümak, Zucker und Markenartikel. _ Vaer»—»«1»>«» W€w»t I Äeußerst günstige Angebote I Hauptteittagen.— Terlangei. t*>lc nnsere ueoeste Fdaruar-I ■»reflslIsacsT— TeraandlnBerlln u. nacb 8aintl.Torart«D treldaas| Sänger- Morgen- spreche Eberl- Manz- Sonntag, den 5. Februar 1928 vorm. VxlO Uhr EintrittJ� Restaurant im Gewerkschaftshaus Berlin SOIS Engelufer24,25 Oekenom WILLY SEIOIITZ Berliner Ulk-TrlO Neukölln. W Laki»tr.74/7SX Zuverlässige billige und H. Bahr Bcrlla, SpHtclmarld 7 Restaurant zum Löven Skalltzer Str. 13. Elke Admiralstr. Hochbahnhof Kottbusser Tor. phS*: Grobes Bodtblerlesl mit Variete- Programm/ Keine Preiserhöhung haken cht»(Ich mit ollen möglichen u unmöglichen Mitteln gegen Ihren Hude» abg-vlagt, da Sie unser noch nicht kannte n. Jetzt kann Ihnen oa?„tax mehr pal- ctnlach in der ften Apocheke eine lasche»exalt!. orratig i» Apotheken. 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Teil) mit Mady Christlnns Für Jugendliche Alexanderstraße 39-40 (Passage) KSalffln Luise(2. Teil) mit Mady Christians Für Jugendliche Th. am Moritzplatz Raa vierte Gebot mit Mary Carr Dar Beazlntcolcl m. Reg. O KolibrisLichtspiele Belle-AIIiance-Platz Z Der Betteletudcnt mit Harry Lledtke BnsterKeatonu. Charlie Chaplin PassageaLichtsplele Neukölln, Bergstraße 1,51—52 Dae gefährliche Alter Ferner BQhnenschau Alhambra Müllerstr. KSnlsla Luise, iL Teil Beiprogramm und Bsthnenschan Pharus>Lichtspiele MQUcrstr. 142 Uraufführung! Tom Mlz: große Zlrkuanummer Am Rüdesheimcr SchloB Die Casino*Lichtspiele Brunnenstr- 131 Königin Luise, 2. Teil' BdprosrunB and»trüeu Senefelder Lichtspiele Metzer Straße 41(am Senefeiderpiatz) Pas und Patachon ala Pollelsten Halmweh nach der Gusse WeltcKino Alt-Moabit 99. W. 5.15, Stg. 3 Uhr Die Aasgestoßenen Frl. Lnara, seine Witwe *«ften 1 Concordia=PaIast AndrtasstraCe 64 Der brave Soldat Schwejk an der Front Bühne-. Warum T Weshalb? Wie. so? Ausstattungsrevue ViktorlaaLichtbildaTh. Frankfurter Allee 48 Iwan Mosjakin in Casanova Bfihnenscnan Schwarzer Adler Frankfurter Allee 99 Mady Christians in .. Dia Jugend der Königin Luise Bühnen schau Jugendliche haben Zutritt Kammerlichtspiele Fiiedrichsfeid«, Berliner Straße 18 Der Orlow, unter Mitvrirkuag der Wld etzkt.SSnger Dazu; Tom Mix in Die Pancerpeet KristalhPalast Prinzenallee 1—6 Am Rüdeebeimer SchloB sieht eine Linde Bühncoschau PrinzenePalast Prinzcnaliec 42— 43 Die Jagend der Königin Luise 1. Teil Bühnenscheu MarienbadsPalast Bad straße 35—36 Der JazzkSnlg von New York Zimmer Nr. ls Duhnenachau „Alhambra44 BadstraBe 58 Die Jagend der Königin Lais« L Teil HamboldthTheater Badstraße 19 Das vierte Gebot Kaofbane Pleite Bfibneoscbao Ball schmieder Lichtsp. Badst 16 Die Stadt der 1000 Freuden Rastelbinder, nach der Operette von Franz LShar Bühne; Leopold Byron, Musik- klown und ein Humorist P a n k o > Tivoli-Lichtspiel-Th. Berliner Straße 27 Die Leibeigenen Bühne; Die 12 Kraleffs (Gesang, Tanz, Balalaika) PalastsTheater Breite Straße 21 a Mady Christians In Königin Luise Jugendliche haben Zutritt BürgergarteneLicfatsp. Hauptstr. 51 und Lindauer Straße Vorwärts.„. König Harlekin »» Linden• Lichtspiele Residenzstraße 124 Harry Lledtke: Wochenend- Zauber Alpenglühen Schlüter-Theater SchiüterstraBe 17 Harry Lledtke in Die Spielerin Pal und Patachon auf dem Pnlverlaß PaunsLichtspiele Krumme Straße 37 Schwarze Nalascha Dazu das lustige Beiprogramm Emelka«Palast (Alhambra! KurtÜrstendamm 68 Pa. and Patachon In Pelikanlea Täglich 7.15 und 9.15 * f f » 1* 4« R TitaniasPalast Der alte Fritz(1. Teil) mit Otto Gebühr Spielzeiten; Wochentags 4J0 und 9 Uhr, Sonnabends und Sonntags 4, 6.30 und 9 Uhr. Otto Ocbfibr in Jeder Vorstellung persönlich auf der Böhne. Freitag 3. Februar 1925 Vellage de» Vorwärts Die Entwicklung des Motorflugzeugs. Bogel tüirb OOtn Äüdctl hügds aus fcitwtl'��'�''�kIttIlkN»NMMMalMMMNNMMMNIIUIMNl«MUMia»«»s»NMNWlMNMaNW«tlMMMNM«NMUMMMNlsMNMNM>NMM>«MlWlMlMttUIM»MMMMNMNMNMMMMNMMINMlMMNNaNNMNNNttNMMM«N»«MMM»Z erstell Ilug ontrelell. Cr wird da, Weltall mit Verblüffung und| die Schrlfteu mit seinem Ruhme erfüllen. Ewige, Gedenken wird| dem Reste zuteil, in dem der Vogel geboreu wurde. Leonardo da Vinci. 1 War der Mcnschenflug noch vor gar nicht allzu langer Zeit nur| ein Traum, so ist dieser Traum ausgeträumt und längst zu nackter| Wirklichkeit geworden. Wie oft. hat auch hier menschlicher Geist ge- I siegt. Kaum zwei Dezennien hat es gedauert, um das Flugzeug| aus seinem ersten Bersuchsstadium zum schnellsten, zuverlässigsten| und modernsten Verkehrsmittel zu gestalten. Die ersten Motorflugzeuge. Wenn man von den Arbesten Lilienthals und seiner Vorgänger absieht, so ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung des modernen Flugzeuges die Erfindung des Benzinmotors. Wohl hatte man bereits in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Flug- zeuge mit Dampfmaschinen gebaut— so u. a. Hirain Maxim imd Horatio Philipps— ober doch damst nur geringe oder keine Erfolge gehabt. Die ersten posstioen Ergebnisse mit benzinmotorbetriebencn Flugzeugen wurden aus Amerika gemeldet. Dort hatten sich die„fliegenden Brüder" O r v i l l e und W i l b u r W r i g h t schon lange mit dem Problem befaßt. 1903 glückte ihnen ihr erster„Flug", der zunächst über«inen Spning nicht hinausging. In Europa war es der Brasilianer Santos Dumont, dem am 13. September 1906 ein erster Flug von 25 Meter Entfernung gelang. Zwei Monate später konnte er diesen Erfolg auf 220 Meter bei 21 Sekunden Flugdauer verbessern. Im Oktober 1907 legte der Franzose Henri Farman in 52 Sekunden ein« Strecke von 771 Metern zurück: ein Vierteljahr später glückte ihm derer st ege« schloff ene Kreisflug. Mit beinahe 4 Kilometer Länge brachte es Delagranye im April 1908 auf einen für damalig« Verhältnisse recht ansehnlichen Streckenflug. In diesem Jahre setzten berests die ersten Stunden- und Mehrstundenslüge ein. an denen die Wrights, Henri Farman, Paulhau u. a. regen Anteil hatten. Flüge mit Passagieren—.zunächst in sehr bescheidenen Grenzen— folgten. Den ersten lleberlandfwg brachte Henri Farman hinter sich, indem er im Oktober 1908 die 27 Kilometer langeStrecke oonChalonsnachReims durchflog. Eine Sensation, ein M a r k st e i n in der ganzen Entwicklungsgeschichte des Flugzeuges war es, als der Franzose Louis Bleriot am 25. Juli 1909 in 27 Minuten den Aermelkanal von Frankreich nach England überflog. Es fanden sich immer noch Pioniere der Luft. unter denen nur einige wie Latham, Maurice Farman, Voifin.Esnault.Pelterie. Ferber. Roger Sommer. Aougier. Baron de Talers genannt feien. Die deutfdien Pioniere. In Deutschland nahm die Entwicklung des Flugzeugs ihre« Aus- gang in der 1909 in Frankfurt a. M. stattgefundenen Inter- nationalen L u f t sch i ff o h rt sa u s st e ll u n g. der„IIa". nachdem sich die vorhergegangenen Arbeiten fast durchweg auf den motorlosen Flug erstreckt hatten. Der erste bei uns war August Euler: er hoste seine Arbeiten bereits vor der„IIa" aufgenommen. Seine ersten„Sprünge" brachen ihm viel Spott ein. Aber mit großer Energie setzt« er sich für das Flugprvblem ein. Gr gründete die erste Flugzeugfabrik. und aus seiner Fliegerschule sind zahlreiche Flugschüler schon in den ersten Jahren der deutschen Fliegerei hervorgegangen. Neben ihm waren aber noch sine ganz« Rech? anderer rege am Werke. Alle, die sich um die Entwicklung unseres Flugwesens verdient gemach haben, hier auszuzählen, ist unmöglich. Es feien nur einige Namen herausgegriffen: Hans Grade. Robert Sommer. Oskar Ursinus. Dorner, Hanuschke imd alle die. die sich berests damals im Fliegen aus- bilden ließen bzw. selbst fliegen lernten und sich mst dem Bau von Flugzeugen befaßten. In Oesterreich waren es Kreß. Wels, Etrich u. a.. deren Namen mst der Entwicklungsgeschichte des Flugzeuges unauslöschlich verknüpft sind. Besonders letzterer ist auch in Deutschand sehr populär geworden, nachdem seine„Taube" m Deutschand durch Rumpler gebaut worden ist. Die Flugsport- gemeinde zog immer weitere Kreise: durch Abhaltung von West- bewerben, wie Ueberlandflug Frankfurt— Mainz— Mannheim, den Oberrheinischen Zuverlässigkeitsflug. Berlin— Wien.Fernflug, Deut- schen Rundilug usw.. wurde das Interesie für das Flugwesen in weiteren Kreisen geweckt, und immer größere Leistungen wurden erziest. Kriegs- und Nachkriegszeit. Dann fetzte der unselige Krieg ein. in dem das Flugzeug einzig und allein dem Massenmord dimte. Während dieser Zeit ging aber die Entwicklung des Flugzeugs zwar mächtig vorwärts, die ausschließliche kriegerische Verwendung brachte es aber mit sich, daß nach Kriegsschluß diese Flugzeuge für die zivile Luftfahrt kaum noch zu verwenden waren. Bauoerbote, Begriffsbestim- mungen imd alle sonstigen Hindernisse waren in der Nachkriegs- zeit starke Hemmnisse für die Entwicklung des zivilen Flugzeuges. während das Ausland immer feste weiter Militärflugzeuge baute. Wohl war man sich schon lange klar, wie sehr das Flugzeug als Schnellverkehrsnüstel geeignet ist. Zunächst waren aber alles schüchterne Versuch«. Einzig und allein auf die Zivilluftfahrt ange- wiesen, war es für uns in Deuts.hlond trotz oller Hemmungen leichter, die Flugzeuge ganz gemäß den Anforderungen durch- zubilden. wie sie der Verkehr stellt. Der Vergleich mst dem Ausland läßt auch erkennen, daß unsere deutsche Flugzeugindustrie sehr erfolgreiche Arbeit geleistet hat Daneben wurden auch Ausbildung«. 7. Flugzeug Santos Damonts(1906)— 2. Flugzeug Wrights(19 12)■ 4. Rohrbachflügel mit teilweise aufgeklappten Nasenkästen 3. Dornierflügel(Gerippe) ■ 5. Junkersflügel flugzeuge und solche für besondere Zweck«, wie Sport. Lastcntrans- porte, Schädlingsbekämpfung. Luftbildvcrniefsung usw. entwickelt.�) Ing. Fr. W. Wittekind. Holz* und Metall«Flugzeugbau. Mst der Zeit haben sich im Flugzeugbau zwei grundsätz- liche Bauweisen herausgebildet: der Holz- und der Metallbau. Erster«? ist der ältere. Bei ihm bestehen Flügel, Rumpf, Leitwerks- organe ausschließlich oder unter Hinzuziehung von Stahlrohr aus Holz. Flügel und Rumpf find teilweise stoffbefpannt, während man feit längerer Zeit dazu überging, für Flügel- und Rumpfaußenhaut oft Sperrholz zu verwenden. Stahlrohr spielt im Flugzeugbau ebenfalls ein« nicht geringe Rolle. Es wird für Streben der verschiedensten Art und auch sehr häufig zum Rumpf- fachwcrk verwendet. Die jüngere Bauart ist die Ganzmctallbau- weise, die sich immer mehr Bahn gebrochen hat und auch besonders für Verkehrsflugzeug« große Vorzüge aufweist. Bereits vor dem Kriege haben Konstrukteur« wie Huth, Prof. Reißner u. a. Flugzeug« ganz aus Metall hergestellt. Die heutigen Metallflugzeuge unterscheiden sich von jenen jedoch grundsätzlich dadurch, daß man heute entweder ausschließlich oder doch zumindest'vorwiegend Leichtmetall verwendet. Wir unterscheiden im Ganzin etall- flugzeugbau grundsätzlich drei Baurichtungen. Aus- schließlich Leichtmetall(Duralumin) als Baustoff wird bei den Iunkers-Flugzeugen verwendet. Die Flügel werden hier durch mehrere längsgehende Duraluminrohre gebildet, die durch Streben von �-förmigem Querschnitt miteinander verbunden sind. Dieses statisch überbestimmte Fachwerk ist mst der aus Duralumin- Wellblech bestehenden Außenhaut umgeben. Der Rumpf ist aus Durastiminrohren und Spanten hergestellt und besetzt ebenfalls nnt Wellblechaußenhaut. Ebenso bestehen auch die R o h r b a ch- Flugzeuge ganz aus Duralumin, jedoch weicht diese Bau- ort von der Iunkersschen nicht unwesentlich ob. Um möglichst ein- fache Formen zu erzielen, leichte Zugänglichkest aller Teste und die Möglichkeit leichter Reparatur und Auswechselbartest zu schaffen. wird das genmmte Leichtmetall nur in Form von offenen Profilen und glatten Blechen verarbeitet. Der Flügel ist feiner Länge noch dreiteilig. Er besteht aus einem mittleren Sastenträger und den vorn und hinten an ihm aufklappbar •) Vgl.„Sport- und Verkehrsfliegerei"«m F. Wittekind(Ver- lag Georg Destermonn, Braunfchweig). befestigten sogenannten Nasen- und Endkästen. Flügel- und Rumpsbeplankung besteht aus glattem D u r o l u m i n b l« ch. Anders bei D o r n i e r. Bei diesen Flugzeugen wird für olle hoch- beanspruchten Teile Stahl verwendet. Die Flügelholme werden aus kräftigen Fachwertträgern aus Stahl gebildet, die durch Duralumin- lastenrippen verbunden sind. Auch die Rumpfspanten bestehen aus Stahl, wahrend als?lußcnliaut für Rumpf und Flügel aufgelegte Duraluminplatten dienen. Die übrigen Ganzmetallbauorten lehnen sich im großen ganzen an die vorgenannten an. Häufiger trifft man auch jetzt die kombinierte Bcrwendung von Holz und Leichtmetall als Baustoffe an. F. W... Oer Flugzeugmotor. Der Flugzeugmoior ist aus dem Autoniobilmotor hervorgegangen und wurde im Laufe der Jahre zu großer Zu» verlöffigkeit und Betriebssicherheit entwickelt. Grundsätzlich stehen sich zwei Kategorien gegenüber: der U m l a u s m o t o r und der S t a n d m o t o r. Nahm erftercr früher eine sehr bedeutende Stellung ein, fo ist er doch schon seit längerer Zeit sehr stark in den Hintergrund gerückt. Der Standmotor dominiert. Bei ihm unterscheid«! wir zwei große Gruppen: den luftgekühlten und den wassergekühlten Motor. Der erstgenannte hat vor allem den großen Vorzug des ge- ringeren Gewichtes durch den Wegfall der Küblanlage, die außerdem immer geeignet ist, Anlaß zu Störungen zu geben. Gerade in den letzten Jahren ist der luftgekühlte Motor zu sehr hoher Vervollkommnung entwickelt worden und lzat seine große Leistlmgsfähigkeit und Betriebssicherheit längst unter Beweis gestellt. Wir treffen ihn in der überwiegenden Mehrzahl mit sternförmiger Zylinderanordnung an, während luftgekühlte Reihenmotoren(die Zylinder sind in einer oder mehreren Reihen hintereinander angeordnet) nur verein- zeit sind. Beim waisergekühlten Motor ist dagegen die sternförmige Zylinderanordnung sehr selten. Ursprünglich als Bier- oder Sechs- zylindermotoren gebaut, haben die heute allgemein Im Betrieb befindlichen Motoren größerer Stärke acht, zwölf, sechzehn und achtzehn Zylinder. Die Anordnung der Zylinder ist meist in V- und IV-, vereinzelt auch in X-Form getroffen. Bei Motoren für Nein« Sport- und Leichtflugzeuge trifft man vorwiegend den luftgekülsttcn Zweizylmder mst gegenüberliegenden Zylindern bzw. den Drei- Zylinder in Sternsonn. Bisher ist inon darangegangen. Flug- motoren bis zu 800, 900, 1000, ja 1250 PS Leistung mit gutem Erfolg herzustellen. Der Dieselmotor für das Flugzeug findet sich noch m der Entwicklung. Cr Hot bisher noch keine besondere»! Erfolg« im Flugzeugantrieb auszuweisen. �(Defcbifie-Jlnsriger* (Beasivü füden-Wefien. Versicherung aller Arbeiter und Angestellten>» Auskunft erteilen alle Vertrauentleute. sowie die Rechnungts teile crlin S 42, Ritterstratte L26. 1. Kassenständen tijllch vonS— I, Dienstags von 8— a.W Uhr. Paul Schattschneider Berlin SW, rosten er Str.»n,alder Str. 29 a( " Picheita ortcr Str. M Butter— Käse— Efer ßß ßß Waren- Kreditgeschäft Bertin-StböneherdJEIscnadierSir 36 31 an der Rusenheinier Sirutte- Herren- and DamctuMunieroltt. BefJ- a. leibwäjöie, Teppldie, flordlGen e c. 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GröBIcr und schönatar Naturaarten Neuköllns S OOO SHipUtl«[81 Yr5irÄ!nlm,el,,,",,?4,,! 5<,b,«M0 Pentonen towend zu fnjlMt�dlngungen. 3 vortUgl. heizbar« V«fb«nd«-Parketi-KegeUi«l'nea mit«lektr. Beleuchtung. Werkfreude-Q.m. b. H. W35, Potsdamor Straß« 104 Q-f.w E'ng«na KurfOratanatrn»»- P«r"ruf: KurtUr»» TÖ04, Spielzeug/ Geschenke Wwlrrtatt tQr Arbeit»-, p—b und W«Rd«.. Klrtdung. Kurs« u. B-r«tur>fJ t<2r n»lb»t«ohneld«rnd«. Billig. BejUnSqueile o.p.81 für fertiee Falnn Hnrmn«Au»siaUuna«P FJandnirtz. vinAegW sag «tattungnn-Wa w Blinde. Invaliden und Witwen erfi«liea MB*• Proaant PpefMmöaigunei