Mr. 263. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 9. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Schwarmgeiffer und der Junkerschwarm. Der Gährungsprozeß in der konservativen Partei will nicht zur Klärung fommen. Ein neues Ferment wirft in der trüben Masse brodelnde Blasen auf. Die Schwarmgeister auszuscheiden aus dem Junkerschwarm mühen sich die Edelsten der Nation ab, die der Konservativen Korrespondenz" die Direktive geben, und alles, was den Besitzinteressen huldigt innerhalb wie außerhalb der konservativen Partei, klatscht diesen Austreibungsbemühungen Beifall zu. Um zu verstehen, wie es dahin gekommen, muß man etwas weiter zurückblicken. Als der verkrachte Geschäftsführer des Junkerrings aus unferem öffentlichem Leben abtreten mußte, haben wir sofort es als Thorheit bezeichnet, daß verschiedene optimistische Gemüther in den liberalen bürgerlichen Parteien darin den Anfang eines Reinigungsprozesses der konservativen Partei begrüßten, die nunmehr sich von den Einflüssen der Tivoli Traditionen freimachen und eine wahrhaft konservative" undemagogische Staatsretterpolitik Hand in Hand mit allen sogenannten Gutgefinuten" im Lande einschlagen würde. Es würde nur nach einem neuen Geschäftsführer gesucht werden, schlossen wir, und im übrigen würde es beim Alten bleiben mit der Wahrnehmung der agrarischen Interessen durch den Junkerring. Wir überschätzten sogar das Reinlichkeitsbedürfniß dieser Edelsten und Besten, als wir annahmen, sie würden auch den Hofprediger Stöcker wegen seiner neuesten Diskreditirungen abzustoßen suchen. " Sie haben denn auch rührig fortagitirt, getrieben von ist bei einem Kampfe der„ Christlich- Sozialen" gegen den dem richtigen Justinkt, daß die konservative Partei eine Junkerring. Interessentenpartei der Großgrundbesitzer ist, der alles So wenigstens nur läßt sich Ihr merkwürdig vers andere, was sonst an Forderungen und Grundsätzen von flausulirter Stoßseufzer in der neuesten Hilfe" verstehen: ihr vorgeführt wird, nur als Aufputz und Köder dient. Was übrigens die Kriegserklärung der Konservativen Kor Mindestens eben so ungeschminkt als zu des seligen respondenz" anlangt, so scheint es manchen Leuten, daß sie nicht Hammerstein Zeiten stellt sich die konservative Partei in so sehr gegen die kleinen sozialistischen Pfarrer im Lande gerichtet diesem Augenblicke dar als eine Großgrundbesitzer- Partei. war, sondern als ein beabsichtigter 3ug des Herrn v. Manteuffel, des derzeitigen Führers der Während der eine Mund ihres Januskopfes feierlich das Konservativen, gegen Stöder anzusehen ist. Immer Dogma von dem allein wohlhabend machenden Antrage dringlicher tritt an diesen die Frage heran: willst Du zur Ranig verkündet, sprudelt der andere, die Kreuz- Beitung", Rechten oder zur Linken? Direkt gegen Stöcker vorzugehen war durcheinander verworrene Pläne von staatlichen Kornspeichern den Konservativen nicht möglich, weil sie dann vor aller Welt in und staatlichen Schuldentilgungen der Junker hervor. ihrer ganzen Undankbarkeit offen dastehen würden. er werde seine Hand soweit Gleichzeitig aber hat sich ein anderer Wandel in der hofften ohne Zweifel, offiziellen Taktik der Partei vollzogen, der äußerst über uns jüngere Chriftlich Soziale decken, daß dann sagen könnte: Berehrter Herr Hofprediger, wir bedauern charakteristisch ist für diese aller Blödigkeit abgeneigte unendlich, aber Sie selbst haben das trennende Wort gesprochen." Interessentengemeinschaft. Verhallt ist die dünnstimmige Db Stöcker das trennende Wort gegenüber den Konservativen Sittlichkeitshehe gegen die Catalinarier und laut ertönt finden wird? Vor einem Jahr noch haben wir es gehofft, statt dessen der Ruf: Hinaus mit den Schwarmgeistern! jetzt haben wir das Gefühl, daß es ihm innerlich nicht mögDas sind nun nicht etwa Leute, die irgendwie ein fitt- lich ist." V Sie mant liches Verschulden auf sich geladen haben. Es sind bürger- Sie thun Herrn Stöcker noch immer viel zu viel Ehre liche Ideologen meist im geistlichen Gewand, die in den an. Wie konnten sie glauben, daß diese besitzbegeisterte Anschauungen eines gläubigen Christenthums groß geworden Natur dem Junkerring ernstlich verdächtig bleiben könnte? sind, die für Erzeugnisse tiefernster Ueberlegung hielten, was Er wird mit ihm durch Dick und Dünn gehen, wenn's nöthig den Vertretern konservativer Jdeen gelegentlich von christ- ist, über die Leiber der Schwarmgeister" hinweg. licher Nächstenliebe über die Lippen quoll, Leute vor allem, die so weltfremd und naiv dachten, Herrn Stöcker für einen ernsten Sozialreformer zu halten. Politische Nebersicht. Da sie selbst es ernst nahmen mit dem aussichtslosen Berlin, 8. November. Ein solcher Versuch wurde allerdings gemacht, aber Versuch, das Kameel des Konservatismus durch das Nadeldahinter steckten höfifche wie auch kartellparteiliche Bes öhr eines werkthätigen Sozialismus zu treiben, sind sie bald Eine Erinnerung. Sehr zur Zeit wurden von der mühungen, zu denen die Bismarckorgane das Stichwort ihren Parteigenoffen lästig geworden. Leute, die dem niederen Deutschen Revue" zwei Briefe aus dem Jahre 1851 vers von den Catilinariern hergegeben hatten. Weder in der Bolte das Wort reden, die den Tagelöhner und Dienst- öffentlicht. Es handelt sich um die Reise des damaligen regierenden Junkerfippe noch innerhalb ihres Gefolgstlüngels boten zur Begehrlichkeit aufreizen, kann der Kornjunkerring Prinzen, späteren Königs und Raisers Wilhelm I. nach von Landpastoren, Beamten und Kleinbürgern erregte die ebensowenig in seinen Reihen dulden wie der Schlotjunker London zum Besuche der Weltausstellung. Der eine f Hintertreppenpolitit des theuren Gottesmannes Bedenken. ring. Unter tosendem Beifall der Gefolgschaft von Stumm ist von dem Prinzen von Preußen an Bunsen, de in Aus Im Gegentheil, ihre Bewunderung für einen solchen brauch- und Krupp hat deshalb die Konservative Korrespondenz" preußischen Gesandten London, gerichtet. baren Schlauberger wuchs sich zu schwülstigen Vertrauens- den Naumann und Genossen die Wege gewiesen. dem Briefe, der das Datum des 10. April 1851 kundgebungen aus. Ja, Herr Naumann, so geht's, wenn man nicht selbst trägt, erfahren wir, daß sich das Staatsministerium gegen zur rechten Zeit das rechte Wort der Scheidung findet. Sie die Reise des Prinzen nach London erklärt hätte, und zwar haben stumm dabei gesessen, als Herr Stöcker die Hinter in erster Linie, weil bei dem Zusammenfluß aller treppenpolitik vertheidigte, und Ihr Freund Rößschke Revolutionäre der Welt das Leben des hat sogar ängstlich nach den Talarzipfeln des theueren Prinzen und seiner Familie in London gefährdet sei Gottesmannes gegriffen und wird doch abgeschüttelt. Sie und wahrscheinlich in den nächsten vier Wochen eine rothe haben stumm dabei gesessen und die Bibel mahut Sie doch: Revolution in Frankreich ausbrechen und sich über DeutschIhr sollt nicht sein wie stumme Hunde! land verbreiten werde. Dazu bemerkt der Prinz von Preußen an Bunsen: Unser aller Leben steht in Gottes Hand, und es wird dasselbe an einem von ihm bestimmten Tage zu grunde gehen, es möge in England, Koblenz oder wo sonst sein!" Auch sehe er einen Moment des Ausbruchs einer Revolution nirgend sich darstellen. Wenn man so besorgt sei, könne man sich Indeß hat doch, als der Hammerstein in den Abgrund rollte, das junkerliche Agrarierthum einen zu schweren Rippen stoß abgekriegt, als daß es nicht einige Zeit lang betäubt sein sollte. Zuerst rappelten sich diejenigen Ringgenoffen wieder auf, denen nicht die eigentliche politische Arbeit in dem Parlament und auf den Hintertreppen der Paläste und Amtsbureaus obliegt, die vielmehr sich der reine agrarischen Agitation zur Raperung des Bruder Bauer zugewandt hatten. Die Männer, die zu schreien gewohnt waren, wie Ajax der Telamonier mit der Kraft von tausend Stieren, fanden zuerst ihre Stimme wieder und erklärten frisch von der Leber weg: Wir bleiben die Alten! 20 Jetzt, da Sie gedrängt den Fehdehandschuh der Korrespondenz" Ronservativen aufgenommen haben, falbadert Freund Stöcker Seiten lang seine doppelzüngigen Explanationen daher, aus denen Sie wohl oder übel den Schluß ziehen mußten, daß auf den Manu nicht zu rechnen das einschläfernde Weitermurmeln der vereisten Dorfbrunnen schimmernde Thalfläche. übertönten und sich weiterpflanzten in die mondbeschienene, der wachsenden Gereiztheit des Geistlichen. Dieser hatte Außerdem litt alle Schaffens- und Arbeitsfreude unter den Besuch des Ministers schon lange vergessen und machte aus seiner Unzufriedenheit mit dem Lehrer kein Hehl. Aerger und Streit gab es wieder in Menge. Durch Hanst's Vater hatte der Priester erfahren, daß der Lehrer seinen Schülern Ein Derrückter.( Machdr. verboten. Rampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Und immer kälter wurde es. Die bepackten Holzschlitten Ununterbrochen schneite es fort, Tage und Nächte durch. entlockten den spiegelglatten Wegen schrille Mißklänge, halbEndlich nach Wochen zuckte in den dichten Nebelschleiern, verhungertes Wild tam aus den dickvereisten Nadel- und die weit in das Thal über die Berge herabhingen, ein Laubwäldern ganz nahe zum Dorf herab und der eiserne im Naturgeschichts- Unterrichte von den Himmelskörpern, leifer, mattblauer Schein und es regte sich wieder in der Ofen der Schule spie Feuer, wie ein wüthender Drache. von ihren Entfernungen von der Erde, von ihrem Entstehen Höhe. Die Sonne arbeitete sich aus den leuchtenden Oftmals blickte der Lehrer sehnsüchtig zum Fenster hinaus und und Verschwinden zu erzählen pflegte, und strenge verbot er Wolfenfetzen heraus und scheuchte die Dunstschleier am beobachtete die steigende Sonne. Jest tam sie schon jeden hierauf diese Lehren, die nur im stande waren, die Jugend lachenden Himmel entlang um die verschneiten Felsenrippen Tag ein bischen höher über die Berge und einmal mußte zu verwirren und von Gott abzulenken. Apathisch warf der Berge. Wie gepuderte Haare sahen die dunklen Wälder sie auch diesem Winter ein Ende machen, der in seiner an- Gattl das interessante Buch, aus dem er vorgelesen hervor. Bu ihren Füßen erhob sich das Dorf lautlos aus dauernden Strenge doppelt lang erschien. In der stickigen hatte, in die Ecke seines Zimmers und rührte es nicht der eisigen Hülle. Nur die blauen Rauchsäulen der Kamine Atmosphäre des überheizten Schulzimmers unterrichtete der mehr an. " Heul' net," schrie der Lehrer und wollte zu korrigiren beginnen. Du hast ja nix g'arbeit', fauler Strick!" Hansl hob die gerötheten Augen: derf nimmer zeichnen, Herr Lehrer!" Du.. derfft nimmer?" zeugten von Leben unter den schneebedeckten, schwerbeladenen Lehrer Tag für Tag. Trat er dann in die schneidende" Hast g'ratscht, dummer Kerl," fuhr er Hansl an, als Dächern. Selten drang ein Laut in die tiefe Winterruhe, Kälte hinaus, so fühlte er eine Mattheit und Erschöpfung, dieser am folgenden Sonntag wieder ins Forsthaus tam. und dann kam er von einer jungen, frischen Kehle, von den die ihn für den Abend völlig stumpf und denkunfähig Der Junge legte seine Mappe auf den Tisch und fing Kindern, die zur Schule gingen, wie schwebende Geister, machten und ihn schon früh auf das Lager trieben. Ja, furchtbar zu weinen an. weil ihre Tritte von den tiefen Schneemassen verschlungen diese langen Abende, diese Gefangenschaft in Schnee und wurden. Im Walde schimmerten glitzernde Eiszapfen Eis! Selbst Anna konnte sie ihm nicht erleichtern, wenn zwischen den Nadeln der Tannen und dem verkrüppelten, sie stundenlang neben ihm saß. Er wünschte sich manchmal rothbrannen Laube der Buchen und Eichen, rings um das im Stillen sogar von dem Mädchen getrennt zu sein, um sich Dorf aber breitete sich eine pulverige, leuchtende Fläche, die nicht jeden Abend wieder von der warmen Brust losreißen allen Verkehr mit der Außenwelt abgesperrt zu haben schien. und in eine Nacht hinaustreten zu müssen, die das ganze Ein Tag verging wie der andere. Träge troch das Hochthal volle sechzehn Stunden mit eisernem Griffe um Licht durch dampfende Nebel am Morgen heraus, zeitig flammerte. In seinem Zimmer, dessen niederes Fenster mit stieg es wieder hinab hinter die Berge, und da zogen tief dicken Eisblumen bedeckt war, fonnte er jedes mal in der blaue Schatten durch das einsame Thal, die sich bald in grimmigen Kälte die wahnsinnige Gluth eines leidenschaftdie schwarze Nacht auflöften. Dann lag das Dorf wie lichen Abschieds kühlen. D, wenn Anna nur fort wäre! ausgestorben und kein Lichtschimmer drang in das gähnende Er fühlte, wie ihre Küsse immer stürmischer wurden, wie Dunkel. ihr Wesen unter einer zunehmenden Unruhe litt, und er " Na!" " " Wer hat Dir's verboten?" Der Vater und der Herr Benefiziat, alle zwoa." Gattl fühlte einen Stich in seinem Herzen. Warum haben sie's Dir verboten?" Hausl stieß es auf und nieder vor Weinen: Weil... weil... i a Geistlicher werd'n soll!" Da litt es den Lehrer nicht mehr länger im Zimmer. Nur einmal, in einer sternhellen, klaren Nacht, flammte sagte sich, daß es für sie beide besser wäre, wenn sie ge- Er mußte Gewißheit haben. Direkten Weges ging er zu es auf hinter den eingeschneiten Bogenfenstern des Kirch- trennt wären, als hier unter dem verzehrenden Beisammen- Poiten. Der Bauer war immer noch kränklich und matt, leins. Sanfter Orgelflang und Kinderstimmen drangen aus sein des vierten entsetzlichen Winters, den er im Dorfe ver- die Spuren des schweren Anfalls standen deutlich auf dem der geöffneten Thüre des Gotteshauses und eine schwarze lebte, noch lange zu leiden. Im Anfang hatte es fich der pergamentenen Gesichte geschrieben. Als er aber dem Lehrer Menge zog über die von hellen Lichtern bestrahlte Schwelle. Lehrer für diesmal leichter gedacht, jetzt sah er wohl, daß auf die gerade Frage antwortete, kamen eine Festigkeit und Tann aber ward's wieder still, todtenstill in der weiten die Zuversicht auf den kommenden Frühling alle Leiden- ein Troß zum Vorschein, die Gattl nach wenigen Worten Landschaft. Erst in grimmig talten Januarnächten flangen schaft nur noch mehr anstachelte und die Zeit noch träger zeigten, daß es für Hansl nichts mehr zu hoffen gab. ( Fortsetzung folgt.) manchmal aus der Schneedecke muntere Weisen hervor, die verstreichen ließ, wie in den vergangenen Jahren. gar nicht mehr vom Stuhle bewegen, ohne Gefahr zu laufen, und erhebliche Freude über die Strafverfolgung dauern; und die Feinde des neuen Ministeriums bennhen ihn zu verlierent. seiner politischen Gegner. So etwas ist eines der be- den kapitalistischen Hartschädel Rességuier als Sturms Der zweite Brief, ein Brief König Friedrich Wilhelms IV. zeichnendsten Symptome für den gänzlichen Verfall bock. Dieser Fabrikpascha von Carmaux hat das absolute an Bunsen vom folgenden Tage, bekundet, mit welchen des Ehrgefühls und der Männerwürde bei diesen Stüßen Recht des Kapitals gegenüber der Arbeit proklamirt und falschen Vorstellungen die Umgebung des Königs auf den von Staat und Gesellschaft. Wer über die Verurtheilung in hochfahrendster Weise der Regierung das Recht ab selben einzuwirken suchte. König Friedrich Wilhelm IV. feines politischen Gegners wegen sogenannter einfacher Be gesprochen, sich in das Verhältniß zwischen Kapital und schreibt au Bunsen: Es ist außer Zweifel, daß die leidigungen im politischen Kampfe Freude empfinden kann, Arbeit zu mischen. Das ist sehr gut. So findet Menschen des Verderbens für May, spätestens für zeigt damit einen so erbärmlichen Knechtssinn, daß man sich die Regierung sich sofort vor das Dilemma ges July eine allgemeine Blutrothe Schild- wirklich geniren muß, mit solchen Leuten sich herumzu- stellt: Klassenstaat oder demokratischer Staat? erhebung vorhaben. Db dieselbe ausgeführt wird? zuschlagen. steht allerdings auf einem anderen Blatt. Was meinen Die Wiedereröffnung der Pariser Arbeitsbörse ist an dia Sie nun ſelbſt, lieber Freund? Darf sich der Prinz Reichstags- Abgeordneten gewählten Bütgenan, öffnen die ſtimmungen des Syndikatsgefeßes anpassen. Da nun die Ueber unseren Genossen, den in Dortmund zum Bedingung geknüpft, daß die Syndikate sich den Bev. Preußen der Gefahr aussehen, durch diese Rebellion Gegner jett, nachdem sie Opportunisten seinerzeit die Arbeiterbörse schlossen, weil die in Dortmund so elend voni Vaterlande und dem Berufsschauplatz sich abgeschnitten Gegner jett, nachdem sie die Syndikate sich diesen Bestimmungen nicht fügen wollten, Schleusen der Berleum zu sehen?" Weiter fragt der König bei Bunsen an, ob geschlagen wurden, des Prinzen von Preußen und seines Sohnes Leben bedroht einzugehen, fonstatiren wir nur, daß Anklagen, welche gegen Das ist nun boshafte Heuchelei. Die früheren Regierungen behaupten die gegnerischen Blätter, das neue Ministerium Ohne auf die albernen Beschuldigungen näher sei den Arbeitern nicht besser gesinnt, als die früheren. Dung. sein würde:" Ich halte wenig von der dermaligen Fähig Lütgenau in Parteikreisen Ende der achtziger Jahre erhoben beugten das Gesetz zum Nachtheile der Arbeiter, und die keit der Londoner Polizey, und von deren Können gegen wurden, nach dem Hallenser Parteitag, vor ein zu diesem neue Regierung hat versprochen, es zum Vortheil der ben Mord gar nichts." In einem Poſtſtriptum heißt es Bwecke berufenes Schiedsgericht gebracht wurden. Das wörtlich:" Das Buströhmen des teutschen Schiedsgericht entschied durchweg zugunsten Arbeiter zu reformiren.( Siehe die Korrespondenz unter Proletariats ist durch die Blutrothen förm- Lütgenau'3. Damit war und ist diese Sache für die Frankreich.) Tich organisirt in Schaaren. Eine derselben Partei erledigt und die anonyme Verleumdungssucht Bum neuesten Bund" wird jetzt gemeldet, daß führt Uhlich!!!! der jedes Frevels fähig nationalliberaler Schmierfinten vermag daran nichts zu Mr. Bauncefote, der englische Botschafter in Washington, und verläßt dieser Tage Bremen, wo der Umstur 3 ändern. schamlos auf der Gasse geht." der Regierung der Vereinigten Staaten eine gemeinsame Aktion Englands und der Vereinigten Staaten in der Türkei vorgeschlagen habe. In dieser Form ist die Nachricht gewiß nicht ganz richtig. Auf die Aktion in der Türkei kommt es jcht beides nicht von einander zu trennen ist. Und in Ostasien weniger an als auf die Aktion in Ostasien, wenn auch sind die Vereinigten Staaten weit mehr engagirt als in der Türkei. Jedenfalls wird in Washington wie in London Gedanke eines Bundes zwischen England und Der letztere Brief ist besonders interessant. Er zeigt, wie die Camarilla arbeitet. Später gelang es ihr auch, den König gewordenen Prinzen von Preußen, der 1851 noch sehr fühl war, durch revolutionäre Schreckbilder zu beeinflussen. Wir erinnern nur an die wiederholt von dem Monarchen ausgesprochene Vermuthung, ihm sei das Schicksal Karls I. von England zugedacht. " Sozialdemokratische 3. Berlin, 8. November. Das fozialdemokratische Bentralorgan, der Vorwärts", muß es zugeben, daß sein verantwortlicher Redakteur bis dahin nur Redaktionssekretär gewesen sei. Es heißt dann weiter: " Unerschöpflich an neuen Gründen für die Nothidöpflich an neuen wendigkeit eines Ausnahmegesetzes gegen die Arbeiter ist das Organ der alten Raketentiste" aus dem Sachfenwalde, die Hamburger Nachrichten". So schreibt dieses ehrenwerthe Blatt jeht aus Anlaß der Wahl in Dortmund: Der Es ist charakteristisch, daß auch bei dieser Stichwahl wieder der Sozialist mit bürgerlicher Hilfe gefiegt hat. So lange die Sozialdemokratie nicht wieder durch Sozialisten geseze Die Deutsche Tageszeitung" antwortet auf unseres staatsgefährliche und verbrecherische Amerika ernstlich erwogen und er kann jeden Augenblick geftrige Abfertigung mit folgendem, die Gesinnung dieses Partei dem Volksbewußtsein fignalisirt sich verwirklichen wenn dies nicht schon geschehen ist. Blattes trefflich kennzeichnenden Seelenbekenntniß: wird, dürfte sich hier kaum etwas ändern." Im Zusammenhang mit vorstehender Meldung steht Also ein Sozialistengesetz verhindert die bürgerlichen die Nachricht, die amerikanische Regierung habe den Parteien, für die staatsverbrecherische Sozialdemokratie zu Mächten angekündigt, daß sie träftige Maßregeln zum stimmen! Aber wie ist uns deun! Das Sozialistengesetz ist doch Schuße der amerikanischen Bürger in der Türkei angeordnet 1878 erlassen und erst 1890 verfallen. Dazwischen aber liegt habe. Es könnte dies für den Fall, daß die Russen, wie " Er hat es dann als eine Ehrenpflicht betrachtet, in das Jahr 1881, in dem ebenfalls allgemeine Wahlen zum sie gedroht haben sollen, in Armenien ein dieser politisch bewegten Zeit das schwierige Amt des verantwortlichen Redakteurs zu übernehmen, das bei einer Reichstag stattfanden. Damals tam in München II zum marschiren, eine gemeinsame Gegenaktion der Engländer Beitung in der gefahrvollen Lage des„ Vorwärts" die Arbeits- ersten Mal ein Sozialdemokrat in die Stichwahl und zwar und Amerikaner einleiten. traft eines Mannes vollständig in Anspruch nimmt. Der ver- mit einem Zentrumsmann. Der Sieg unseres Genossen war Jedenfalls ist die Lage sehr ernst; die Rede des eng antwortliche Redakteur hat jeden Artikel, jeden Satz sorgfältig nach Lage der Sache ausgeschlossen, wenn die ausgefallene lischen Unterstaatssekretärs Curzon stellte ein weit uns zu prüfen, nöthigenfalls zu ändern und über Aufnahme oder dritte Partei, die Nationalliberalen, sich der Stimme ent- günftigeres Prognoftitum als die Wolff'sche Depesche era Ablehnung endgiltig zu entscheiden!" hielten, wie das Zentrum letthin in Dortmund proklamirte, fennen ließ; und gestern erklärte der dem Kabinet angehörige Diese Entscheidung" hat den sogenannten„ verantwortlichen oder gar, da der Gegner zur staatsgefährlichen und ver- Herzog von Devonshire auf dem Jahresessen der MesserRedakteuren" des Vorwärts" bisher wohl kaum zugestanden.brecherischen Partei" gehörte, für das Zentrum stimmte. Schmiedezunft in Sheffield: wir sind nicht sehr weit Aber der Vorwärts" behauptet auch, daß aus unsern Beilen Was aber geschah? Trotz Sozialistengesetz und trotz der entfernt von dem Auftauchen der orienta. eine unanständige Freude über die Strafverfolgung fozialdemokratischer Redakteure hervorbreche".-Es ist feine staatsverbrecherischen" Gesinnung unseres Genossen lischen Frage, wenn sie nicht schon auf die stimmten unanständige, sondern sogar eine sehr anständige und Vollmar Nationalliberalen nicht getaucht ist." erhebliche Freude, die wir empfinden, daß nur Mann für Mann für denselben, nein, Hierher gehören auch die Mittheilungen aus Japan, man auch seitens der Regierung angefangen fie ftellten sogar auch noch unseren Genossen daß dort mit Anspannung aller Kräfte gerüstet wird, und hat, bie Sozialdemokratie so zu behandeln, die Liste der nationalliberalen Ver- daß die Regierung sich augenscheinlich zu einem Waffengang wie fie es verdient. Wer, wie die sozialdemokratischen trauensmänner im Landbezirk zur Verfügung, im größten Maßstabe vorbereitet. Namentlich sucht man die Maulhelden, seine Hauptaufgabe darin sieht, das vaterländische damit ja auch dort keine liberale Stimme dem Flotte zu vermehren, und es sind mehrere Kriegsschiffe in Eng Gefühl aller wohlgesinnten Deutschen zu beleidigen, wer, wie diese Umstürzler verloren gehe. Der Erfolg entsprach den Be- land bestellt worden, mit der Weisung, den Bau nach Möglich sozialdemokratischen Führer, die Baterlandslosigkeit gleichsam als Prinzip predigt, der hat kein Recht und feinen Anspruch darauf, mühungen. Unſer Genosse Vollmar schlug den Pfarrer feit zu beschleunigen. Außer England haben nur noch die im deutschen Waterlande als gleichberechtigt angesehen zu werden. Westermaier glänzend mit Hilfe der thatkräftigen Unter- Bereinigten Staaten von der japanischen Regierung Bes Und wenn den sozialdemokratischen jüdischen Federhelden und stützung der Nationalliberalen. stellungen erhalten. Deutschland wurde ganz übergangen. ihren Strohmännern das infame Verhöhnen alles dessen, was bur Folgen des Zickzackkurses. uns Deutschen hehr und heilig ist, versalzen wird, so werden Wenn Bedarf vorhanden, sind wir in der Lage und mit uns die patriotisch empfindenden Kreise aller Stände bereit, noch mit einer Reihe gleichwerthiger Beispiele aufFreude darüber empfinden, wenn jene Leute im Vorwärts" sich zuwarten. Warum also jetzt diese Erregung über das Dentsches Reich. zu fürchten beginnen." Zunächst wird den Lesern unserer gestrigen Aus- Beutrum, wenn man selbst mit so.„ schlechtem" Beispiel und Invaliditäts.Gesezes. Ueber den Verlauf der führungen die Perfidie des geschäzten Agrarierorgans auf der französischen Kammer herrscht noch Waffenvorangegangen? fallen, das völlig den Nachweis von Kunert's langjähriger In Die Einzelberathung der Vorlage wurde fortgesetzt und drehte redaktioneller und schriftstellerischer Thätigkeit todtschweigt, ruhe. Die geftrige Sigung verlief ohne ernstliche Debatte. sich um verschiedene Sonderfragen. Der Hauptzweck des Ent um von einem Eingeständniß reden zu können, daß Kunert Die angekündigten Interpellationen über die allgemeine anstalten die finanzielle Belastung praktischer abzugrenzen. Zur wurfes geht dahin, zwischen den verschiedenen Versicherungsbis dahin nur Redaktionssekretär" gewesen sei. Lage und über Madagaskar wurden verschoben; desgleichen Frage der Verschmelzung der Arbeiterversicherungs- Gefezgebung Noch charakteristischer ist aber die prahlerische Ver- die Behandlung des Antrages Bazille auf Abschaffung des hat Magistratsassessor Dr. Freund, wie wir bereits mitgetheilt sicherung des Blattes, es empfinde eine sehr anständige Anarchistengesetzes. Die Echonzeit wird aber nicht lange haben," Grundfäße für eine Vereinfachung der Organisation sdnDas war unterm Sozialistengeset. " - Die Ronferenz zur Revision des Alters geftrigen Sigung meldet ein Berichterstatter: " So lub ich ihn denn zum zweiten Ringkampf. Und hier Neue Briefe von Laffalle. Meine Arbeiten sind Konvulsionen und meine Muße ist Langeweile. Reizender Wechsel! Natürlich sind die Konvulsionen in seiner Unterredung von acht Stunden, in der ich geWie wir bereits mitgetheilt, erscheinen gegen Mitte November noch das bei weitem Bessere und ich hätte mich bereits lange nöthigt war, ich kann wirklich fast sagen, das Ganze" der in Albert Müller's Verlag in Zürich: Ferdinand Lassalle's wieder in diese betäubende Aufregung verfeßt, wenn mich nicht ökonomischen Wissenschaft zur Entfaltung und Perception zu Briefe an Georg Herwegh( 1860-1863) nebst Briefen der derselbe Grund zurückhielt wie Dich. Ich möchte erst den April bringen, erklärte er sich denn für überzeugt und gewonnen. Gräfin Hazfeldt an Frau Emma Herwegh". Diese aus Georg abwarten, um zu sehen, was wir von dem Jahr 62 zu hoffen Es war eine so rasende Gehirnanstrengung und GedankenHerwegh's Nachlaß stammende und von dem Sohn des Dichters haben. fomprimirung, die ich dazu aufbieten mußte, daß mir noch heute Marcel Herwegh in Paris herausgegebene Sammlung dürfte Die Nachricht der Süddeutschen Zeitung" über den zweiten die Kopfnerven web thun, wenn ich daran denke. Ich schäße eine besondere Aufmerksamkeit verdienen und in Anspruch nehmen. Bund", den Desterreich mit den anderen deutschen Staaten ge- aber das Resultat sehr hoch, weil es ein so tüchtiger und gründ Die Frankfurter Zeitung" ist in der Lage, einige der sehr schlossen, ist äußerst wichtig.) Von Stund' an ist die preußische licher Mensch ist, wie wenige, und eine literarische Feder, wie interessanten Schriftstücke vor Erscheinen des Buches mitzutheilen. Regierung, selbst wenn sie es nicht wollte, in den italienischen taum eine. Gin Beitungsschreiber, wie er ist nicht wieder zu Die beiden ersten Briefe find an Wilhelm Rü stow, den be- Krieg hineingeriffen, falls dieser wieder ausbricht.-In finden! Kömmt es noch zu meinem Zeitungsunternehmen, so tannten Demokraten und Militärschriftsteller( geb. 1821, geft. unserer Kammer der alte Jammer! Die Kerle wiffen nicht, tritt er wahrscheinlich bei mir ein. 1878) gerichtet, der mit Herwegh innig befreundet war. Einige ob sie lavwärts oder luvwärts brassen sollen! Würden nicht Uebrigens muß über diese Bekehrung Bucher'3 vollständigste unwesentliche persönliche Erörterungen wurden darin weggelaffen, den leichtesten Kahn führen können, und wollen ein Staatsschiff Diskretion beobachtet werden, einmal weil persönliche Be ebenso das Glossar des Herausgebers, soweit es allgemeine be- leiten! tannte Thatsachen betrifft: Ferdinand Lassalle an Oberst Rüst o w. ( Berlin) 9. Februar 1862. Theurer Freund! In Deinem Werk bin ich bis p. 422. Jm Italienischen mache ich langsam Fortschritte. Bernays fehrt also gar nicht nach Zürich zurück? Will er wirklich seinen Wirsigkohl bleibend in Helsingör verzehren? Deiner Frau gratulire vielmals, wünsche, es möge ein Junge fein und würde darauf bestehen, daß Du mich zum Bathen nehmest, wenn ich in Zürich wäre und ja so, halt. Es ist doch ein Hinderniß! Ich bin ja Jude! Man vergißt de bürgerlichen Krimframs so ganz und gar, wenn man nicht in demselben lebt.. Ferdinand Lassalle an Oberst Rüstow. Berlin, 29. Februar 1862. tehrungen überhaupt häufig für gemachte Größen, wie er, etwas persönlich Verlegendes haben, und zweitens aus manchen anderen konkreten Gründen, die in seiner jezigen Stellung noch wurzeln. Auch möchten wir erst noch sehen, inwiefern diese Be fehrung eine dauernde ist, obwohl ich bei dem Ernst seiner Natur nicht daran zweifle. Ferdinand Lassalle an Georg Herwegh. Berlin, 27. März 1862. Bellevuestraße 18. Theurer Georg! Endlich einmal ein Lebenszeichen von Ihnen! Es war wirk lich sehr, sehr Unrecht von Ihnen, mir die ganze Zeit hindurch feine Beile zukommen zu lassen! Es sind lauter schlechte Gründe, die Sie dafür vorbringen. Trotz aller Abneigung gegen Gefühlskohl und politisches Kannegießen und trotz des flachen Ginerlei's, in welchem meine Tage so gut verstreichen wie die Ihrigen, müssen immer noch Dinge genug übrig bleiben, die wir uns zu sagen haben, mindestens sagen fönnen, wenn man einigen Werth darauf legt, in irgend welchem Zusammenhang mit der Existenz des andern zu bleiben. Inzwischen die Hauptsache iſt, daß Sie sich selbst endlich gebessert haben und damit soll Ihnen ohne weitere Abfanzlung verziehen sein. Ich wollte Dir wieder einen Brief schreiben im Stile des Tekten, da Dir derselbe gefallen zu haben schien, in welchem ich Dir den Beweis meiner Studien in Deinem Werk zu geben beabsichtigte. Allein ich finde, schon seit vier Tagen den Brief verschiebend, nicht mehr Zeit noch Laune dazu! Wenn man fich jedes bischen Lustigkeit, das man genießen will, immer erst gewaltsam selbst produziren muß, wenn nichts in der Umgebung erlustirend auf einen wirkt, ermüdet man nothwendig gar bald. Wie recht hast Du, zu sagen, Du würdest uns, wenn Die Gräfin schreibt mir, sie habe aus meinem Briefe an Dich Du hier wärest, gar oft zum Lachen bringen; wie recht hast mit Befriedigung ersehen, daß ich hier eine politische Thätigkeit Du deshalb, zwar nicht in Deinem, wohl aber gar sehr in gefunden!" Gine famose Auffassung! Ich bestrebe mich, die Anmeinem Interesse es zu bedauern, daß Du nicht hier bist. bahnung" der Anbahnung einer politischen Thätigkeit anzubahnen! Lustiger Kerl, wie viel, wie heiter, wie herzlich habe ich mit Dir Das ist Alles.... und wahrscheinlich auch noch zu früh. Es gelacht wie wenig oder gezwungen seitdem! Ich esse, und ist ein Einwirken auf eine Handvoll Privatpersonen! trinke, und habe was Menschen Begehr. Und meine Befrie- Manchmal inzwischen sieht man, daß man nicht ganz untdigung bei dem allen die gönne ich keinem Hunde. sonst gelebt und gedacht und wie verrückt gearbeitet hat. So ist Es geht mir schon seit vielen Jahren so, immer wachsend, das mir nämlich ein Sieg gelungen, den ich in bezug auf die dazu. Vor allem zu einer Hauptsache: Sie schreiben, Sie seien rafend einzige Mittel dagegen für mich ist, unterzutauchen in eine erforderliche Kraftanstrengung zu den schwierigsten zähle und, über die Ungewißheit Ihrer Lage! Theurer Georg! es kann von Arbeit, scheinbar viel zu groß, um sie überhaupt ausführen obwohl es sich natürlich wieder um ein Individuum handelt, Ungewißbeit nicht mehr die Rede sein. Seit De Sanctis nicht zu können, sechs Mal zu groß, um sie in dem Dreifachen der doch, weil dies Individuum eines von den geist- und werth- mehr Minifter ist, haben Sie meines Erachtens nicht Zeit, die ich mir dafür gesteckt, ausführen zu können: So wie vollsten und tüchtigsten ist, die ich kenne, auch in bezug auf das mehr die geringste Aussicht, jene Berufung verwirklicht zu sehen. ich mich in solche neue Qual eingeschifft habe, dann wird von sehr hoch schäße. Es ist mir gelungen, in zwei Unterredungen, Werfen Sie jeden Gedanken daran fort. Das Gegentheil würde dieser Wuth, der ich dann hingegeben, jede andere latente Stim- von denen freilich die erste von 4 bis 8 Uhr, die zweite von nur heißen, sich mußlose Illusionen machen und sich eben dadurch mung unterdrückt! Ich arbeite, mariere mich, ächze mich ab an 4 bis 12 hr dauerte, Bucher zum Proselyten zu machen, auch in dem lähmen, was man leisten und vollbringen kann. dem unmöglichen Ziel, drücke mir den rothglühenden Stachel ihn ganz auf unsern Standpunkt herüber es ist die rückhaltlose, aufrichtige Sprache des treuen Freundes, immer tiefer in die Flanken, verzehre mich, hege mich ab, reibe zu holen. So hat er mir wenigstens erklärt. die ich Ihnen spreche. Ich weiß, daß es Ihnen weh thun muß, mich auf, und in dieser verzehrenden Leidenschaft, in der ich Es war eine Riesenanstrengung. Denn diefer gründlich und eine Aussicht aufzugeben, an die Sie sich nun einmal gewoont dann mich winde und ringe, die mir die Seele durchdringt und tiefgehende Geist gab sich der politischen Erörterung der Welt- und für die Sie bereits so viel gearbeitet hatten. Aber erden Geist beschäftigt, täglich bis mir die Augen zufallen, während lage gegenüber, die unsere erste Unterredung füllte, nicht ge- innern Sie sich jetzt, um sich den Uebergang zu erleichtern, ich beim Mahl bin und während ich mit Weibern scherze oder fangen. Er bohrte sich von selbst bis zum sozialen Kern fort daß Sie im Anfang nur mit großem Widerstreben dazu fourtifire in dieser wahnsinnigen Nervenerzitterung fühle ich und erklärte mir, Tags nach der Unterredung, von hier aus zu bringen waren,*) auf jenen Ruf einzugehen. Denten mich dann gefättigt und mache das Unmögliche möglich. So wie schriftlich seinen ferneren Widerstand. es aber, auf dem Tisch liegt und mir der Stachel aus den Eingeweiden gezogen ist, falle ich zurück in die Faust Stimmung: " Es möchte tein Hund so länger leben!" *) Dies ist nicht ganz richtig. Herwegh batte sich nur bes NB. Es wird jeht ihre Authenticität bestritten; in wie sonnen, da es sich um eine schnelle Entscheidung in einer weit mit Recht, wird sich bald zeigen. Laffalle. wichtigen Angelegenheit handelte. NB. Es war im Jahre 1861, " " An Der Kgl. Leggemeister Frankenberg. " lagen zu illustrirten Zeitungen werde eine mildere Praxis eintreten. Bei dem Kapitel Lotto" warnt der Minister vor tem Zurückgehen auf eine Klassenlotterie, welche durch minimale Loostheile die kleinsten Leute ins Spiel hineinziehen würde. Die Aufhebung des Lottos würde erwogen werden, sobald das Finanzprogramm der Regierung angenommen werde. - Die Wahl des Wiener Bürgermeister 3, die wegen der Nichtbestätigung der Wahl Luegers nothwendig ge worden ist, soll Mittwoch oder Donnerstag stattfinden. Versuch einer Gesezgebung gegen die Der Arbeiterversicherung" der Kommission vorgelegt. Dieser armen Webern, auch Ihren Bedürfnissen soweit als möglich abmacht folgende Vorschläge: 1. Die Durchführung 1. Die Durchführung der helfen zu können. Krankenversicherung wird den Invaliditäts- und AltersBersicherungsanstalten und zugelassenen Kasseneinrichtungen den Weber Herrn August Klingsberg übertragen; die ersteren erhalten die Bezeichnung Arbeiter in Steinseifersdorf. versicherungs- Anstalten". Die Versicherungsanstalten und J. Nr. 1274. Rasseneinrichtungen sind für die Zwangsversicherung ausschließlich zuständig. 2. Soweit die der Invaliditäts- und Alters- Kiel, 8. November. Bei den heute vollzogenen Stadtversicherung unterliegenden Personen der Krankenversicherung nicht verordneten Wahlen stimmten die Freisinnigen für den konser unterliegen, werden sie der Krankenversicherungs. Pflicht unter- pativen Rechtsanwalt Thomsen, der auch gewählt wurde. Unsere worfen. 3. Die Unfallversicherung erfolgt wie bisher durch die Partei beobachtete firifte Wahlenthaltung, nachdem vorher scharfe Berufsgenossenschaften. 4. 21s lofale Hilfsbehörden der Arbeiter Protestfundgebungen gegen den Wahlzenfus erfolgt waren.- Kartelle. Der Landwirthschaftsausschuß des Abgeordnetenversicherungs- Anstalten und Berufsgenossenschaften bei der DurchDas Reich kann ihnen nicht helfen den hauses nahm die vom jungczechischen Abgeordneten Pacak vorführung der Versicherung fungiren Arbeiter- Versicherungsämter. Genossen in Sachsen nämlich, die unter der famosen Vereins- geschlagene Resolution an, in welcher die Regierung aufgefordert Diese werden durch die Landesregierungen für kleinere Bezirke, gefey- Praxis leiden, wenn die Behörden den Reichstags- Abgeord- wird, in allernächster Beit einen Gefeßentwurf einzubringen, etwa die bisherigen Krankenkassen- Bezirke, eingerichtet. Die neten verwehren, ihren Wählern Bericht über ihre Thätigkeit zu durch welchen Kartellverbindungen durchweg der staatlichen bezw. Kosten der Einrichtung und Unterhaltung der Aemter tragen erstatten. Bekanntlich durfte der Abgeordnete für den 22. sächsi- der Landesaufsicht unterstellt werden und die Gründung wirthdie Arbeiter Versicherungs- Anstalten und Berufsgenossenschaften schen Reichstags- Wahlkreis, Franz Hofmann, in einer Elsterberger schaftlich schädlicher Kartelle bestraft wird. Der Vertreter ter gemeinschaftlich. Die Aemter bestehen aus einem höheren Be- Versammlung am 24. Februar d. J. über seine Vertreterthätig- Regierung stimmte der Resolution zit. amten als Vorsitzenden und mindestens zehn Beijißern, je feit nicht Bericht erstatten, weil aftenkundig geworden sei, daß fünf Vertretern der Arbeitgeber und Versicherten. Der Vor- Hofmann in zwei Versammlungen in direkter Weise zu GesetzDen Herren Staatsanwälten ins Stammsitzende wird von dem Kommunalverbande bestellt, für dessen widrigkeiten und Gewaltthätigkeiten aufgefordert habe. Genosse Dr. Wilhelm Ellenbogen in einem politischen Prozeß den ersten In Wien hat vor einigen Tagen unser Genosse, Bezirk das Arbeiter- Versicherungsamt errichtet ist. 5. Den Ar- Rohleder in Elsterberg ging alle behördlichen Instanzen Sachſens Staatsanwalt Hawlath, der sich gegen sozialdemokratische Rebeiter Versicherungsämtern liegt insbesondere ob a) für den Ge- beschwerdeführend durch ohne Erfolg. Endlich wandte schäftstreis der Arbeiter- Versicherungs- Anstalten: Kontrolle über die er sich vor mehreren Monaten direkt nach Berlin an den Reichs dakteure in beschimpfenden Ausdrücken zu ergehen beliebte, den Verwendung der Beitragsmarken, Ausstellung der Quittungs- tanzler um Entscheidung. Dieser hat unserem Genossen nun Standpunkt plausibel gemacht. Ellenbogen führte unter an farten, Gewährung der Krankenfürsorge, Entgegennahme der An- geantwortet, daß er nicht in der Lage sei, der Beschwerde Folge träge auf Renten, Vorbereitung und Prüfung der Anträge, gut geben zu können, da in dem Verbote der von Ihnen auf den ihre Freiheit zu schützen. Wer sind wir denn, die die Zeitung Die Presse hat die heiligste Aufgabe, sie hat die Pflicht, achtliche Aeußerung über diese; b) für den Geschäftskreis der 24. Februar d. J. nach Elsterberg einberufenen Boltsversamm schreiben, fleißig Tag und Nacht studiren, unseren Horizont erweitern, Berufsgenossenschaften: Entgegennahme der Anmeldung der Be- lung durch die königlich sächsischen Behörden eine Verlegung damit wir den Bürgern und der Bevölkerung Aufklärung bringen triebe und der Unfälle, Unfalluntersuchung, Ueberwachung der reichsrechtlicher Vorschriften nicht zu erkennen ist". Es bleibt tönnen? Wer sind denn die Leute, die bestrebt sind, die Zeit Unfallverhütungsvorschriften, Gewährung von Vorschüssen, Vor- also dabei, daß ein Mitglied des Reichstages durch Behörden nach vorwärts zu bringen? Nun tritt der Staatsanwalt Hawbereitung und Vorprüfung der Rentenanträge und Abgabe eines Bundesstaates verhindert werden kann, über seine parla lath gegen Redakteure auf und bedient sich einer Reihe von einer gutachtlichen Aeußerung. Im übrigen sind die Aemter mentarische Thätigkeit vor seinen Wählern zu reden und das Ausdrücken, die näher zu charakterisiren mir der Respekt vor dem rerpflichtet, jeden von den Anstalten und Genossenschaften Reich kann nichts thun, ihn in Ausübung seiner Pflichten zu Orte verbietet, an dem ich spreche. Der Erste Staatsanwalt Dr. in Ausführung der Versicherungsgesetze ertheilten Auftrag schüßen. Der Reichstag aber wird diese eigenthümliche Sächsische Sawlath rief den Redakteuren Kralit und Bretschneider Worte 31 erledigen. 6. Die Arbeiter- Versicherungsämter unterliegen der Praxis einmal gehörig unter die Lupe nehmen müssen. Aufsicht und Kontrolle durch die Versicherungsanstalten unter zu, wie: Pöbelhafte Gemeinheit, bodenlose Gemeinheit", er Oberaufsicht des Reichs- Versicherungsamtes bezw. der Landes- Die silberne Internationale. Der Ausschuß sprach von Ausdrücken, die von„ Ausdrücken, die aus der Gosse ausgelesen Versicherungsämter. Die Geschäftsordnung für die Arbeiter des Deutschen Bimetallisten- Bundes trat gestern in den Räumen sind", er sprach davon, daß die Redakteure gegen Zahlung Versicherungsämter, die insbesondere auch über den Umfang der des Abgeordnetenhauses unter Vorsitz des Abgeordneten Leuschner solches thun.... Nach alledem, was wir von dem StaatsHeranziehung der Beisiger in der Geschäftsführung Bestimmung zu einer Sigung zusammen, der u. a. Graf Mirbach, Graf Udo Stolanwalt zu erdulden haben, nach den tausenden Anklagen rifft, erläßt die Ober- Aufsichtsbehörde. 7. Zur Entscheidung berg und andere Abgeordnete beiwohnten. Zunächst konstatirte und massenhaften Verurtheilungen, nach den Freiheitsberaubungen von Streitigkeiten irgend welcher Art, die bei der Durch der Ausschuß seine volle Uebereinstimmung mit dem Vorgehen sind wir nicht dazu da, um uns vom Staatsanwalt auch noch führung der Arbeiterversicherung entstehen, sind ausschließlich die der französischen und englischen Bimetallisten Liga. Alsdann beschimpfen zu lassen. Wir wissen wohl, daß wir von den durch die Versicherungsgesetze vorgesehenen Organe, nämlich: trat er dem Antrage Graf Mirbach an den Staatsrath bei. Ein Reichs Versicherungsamt bezw. Landes- Versicherungsamt, Schieds. Beschluß des Ausschusses über das weitere Vorgehen der deutschen gericht, Besicherungsanstalt, Berufsgenossenschaft, Arbeiter Bimetallisten wird demnächst veröffentlicht werden. Versicherung amt zuständig. Insbesondere fällt die Zuständig Trotz der den Agrariern freundlichen Erklärungen des Landfeit der Zivilgerichte, Berwaltungsgerichte und Verwaltungs- wirthschaftsministers Freiherrn von Hammerstein- Loxten dürften behörden fort. die Beschlüsse der Bimetallisten der Goldwährung ziemlich uns gefährlich sein. Morgen wird, wie der Boss. 3tg." gemeldet wird, die Berathung der Frage nach Verschmelzung der Arbeiter- VersicherungsGesetzgebung auf grund des vom Präsidenten Dr. Bödiker aus gearbeiteten Entwurfs, der am Dienstag unterbrochen worden ist, wieder aufgenommen werden. In diesem Entwurfe sind folgende Punkte ausgeführt: Rentenversicherung, Angliederung der Krankenversicherung, Beseitigung der Beitragsmarken, Verminderung der Kapitalsansammlung, Konzentration der Verwaltung, Abrech nung unter den Versicherungsanstalten, Minderung der Bahl der Vorstände, Schiedsgerichte und Vertrauensmänner, Vereinfachung des Verfahrens, Ermäßigung der Kosten. München, 8. November. In der Kammer der Abgeordneten wurde heute der Zentrumsantrag auf Errichtung einer staatlichen Mobiliar- Versicherungsanstalt mit 79 gegen 68 Stimmen an genommen, dagegen der Zufazantrag der Sozialdemokraten auf Ausschluß der Privatversicherung abgelehnt. derem aus: Gegnern teine Rücksicht zu erwarten haben. Aber dieser Kampf zwischen Unterdrückten und Herrschenden hat bestanden, so lange es eine Menschheitsgeschichte giebt. Man hat Menschen in die Kerker geworfen, ihnen den Schierlingsbecher gereicht, man hat sie wegen ihrer Gesinnung auf Scheiterhaufen verbrannt, aber noch niemals hat man dem Gegner die Achtung vor der politischen Ueberzeugung versagt, man hat angeklagte Gegner nie beschimpft. behalten. Wie, ist es seine Uniform, die ihm erlaubt, uns zivile Dem Staatsanwalt Hawlath war dies vorMenschen, die wir die Ruhe unferer Tage, den Schlaf der Nächte opfern, das Resultat ihrer Studien umzuformen, uns, die wir die Gesundheit, die Freiheit, oft die Existenz und gar viele von uns sogar ihr Leben opfern im Dienste der Sache, die wir für - Für den badischen Landtag soll, wie der S. C." eine große halten, wie, dem Staatsanwalt Hawlath soll es ererfährt, ein neues Wahlgesetz geschaffen werden, wodurch das laubt sein, uns zu beschimpfen? Was ist's, daß er sich erlauben indirette Wahlsystem beseitigt werden soll. Die Beseitigung soll darf, uns zu beschimpfen? Was ist's, daß er uns beschimpfen geknüpft werden an die Bedingung der Aufhebung der Stich- darf? Die Strafprozeßordnung gebietet ihm, Beschimpfungen zu vahlen. Es soll also wie in Sachsen die relative Mehrheit vermeiden. Indem er aus der vornehmen Stellung des Vertheidigers, Gin interessanter Brief, der feines Romelten, eine Einrichtung, durch welche die Nationalliberalen, als des Anwalts des beleidigten öffentlichen Rechtes herausgetreten ist mentars bedarf: Die relativ stärkste Partei, glauben sich die Mehrheit in aller und sich erlaubt hat, persönliche Beschimpfungen Angeklagten ent Reinerz, den 16. Oftober 1895. Butunft für den badischen Landtag sichern zu können. Sie gegenzuschleudern, so hat er dazu das Recht zu Angriffen gegeben. würden sich dabei aber voraussichtlich sehr irren, denn die Hoff- Ich habe von den Ausdrücken des Staatsanwalts gegenüber den nung, für lange noch die relativ stärkste Partei zu bleiben, ist Redakteuren der Arbeiter- Beitung" gehört und gelesen, von für die Nationalliberalen sehr eitel. vielen Theilnehmern an der damaligen Gerichtsverhandlung habe ich Ausdrücke des Unwillens vernommen, daß er wehrlofe Angeklagte beschimpfte. Eine solche Gesinnung ist nicht nobel, nicht chevalerest. Giner solchen Gesinnung kann man teine Achtung bezeugen." Der so energisch zurecht gewiesene Staatsanwalt antwortete recht kleinlaut. Die Geschworenen sprachen Dr. Ellenbogen frei. Schweiz. Auf das Gesuch vom 15. d. M. und vom 1. Juli v. J. er widere ich Ihnen ergebenst, daß ich, trozdem Sie als armer, unterstüßungsbedürftiger Weber mir bekannt find, zu meinem größten Bedauern nicht in der Lage bin, Sie aus den von Sr. Majestät zu dem qu. Zwecke allerGegen den Abg. Preiß ist das gerichtliche Vergnädigst zur Verfügung gestellten Geldmitteln durch Verbesserung fahren in Kolmar eingestellt worden. Preiß bestreitet, die beIhrer Webergeräthschaften zu unterstützen, weil Sie als zu den fannten Aeußerungen gegen den Jnterviewer des Petit Journal" Führern des dortigen sozialistischen Arbeiter gethan zu haben. Der einzige Ohrenzeuge bei der Unterredung, vereins gehörig bezeichnet sind und daher einer Unterſtügung Ernest Judet, befindet sich, wie der Köln. 3tg." aus Kolmar aus obigen Mitteln, der bestehenden Inftruttion gemäß, nicht geschrieben wird, außerhalb des Machtbereichs der deutschen als würdig erachtet werden können. Gerichte. Sollte sich jedoch dieses Berhältniß inzwischen vielleicht geändert und Sie sich das selbst in den Weg gefeßte Hinderniß beseitigt haben, so würde es mich freuen, wenn Sie, indem Sie mich von einer etwaigen Veränderung jen Verhältnisses überzeugen, in die Lage verseßen, ebenso wie anderen Desterreich. slamyndi " aber da: " Frankreich. Zürich, 4. November. Bei den gestrigen Wahlen in Bern Genosse Die Amnestie in Prag. Die Amnestie für die erhielt als. Nationalraths- kandidat verurtheilten Omladinisten hat in Desterreich allgemeine Be- 39raggen 2800 Stimmen, der Freifinnige Lenz 4557 und der Ronservative Wattenwyl 5275 Stimmen. Gine Stichwahl ist friedigung hervorgerufen und wird als ein Akt politischer Klug somit nöthig. Als Großraths- Kandidat erhielt Genosse Sted eit bezeichnet. Freilich haben die Jungczechen in einer öffentfic Erklärung bereits verkündet, daß sie die Amnestie registriren 1200 Stimmen, sein freisinniger Gegenkandidat Stadtpräsident Sie hieran zurück, denken Sie sich in jene Stimmung wieder wollten, ohne sich dadurch in ihrem weiteren Verhalten Lindt wurde mit 1900 Stimmen gewählt. hinein, und Ihr Verdruß, so natürlich er ist, wird sich mindern. gegen die Regierung beeinflussen zu lassen, In St. Gallen erhielt Genosse Oswald als Großder Liberale Gygay Jeht, Lieber, ist es aus mit der Vorbereitung für den italienischen Surch wird die Bedeutung der That nicht abgeschwächt. raths Kandidat 1182 Stimmen, Lehrstuhl, jetzt rückt also sofort ohne Weigerung, ohne Zaudern, mit Recht weist übrigens unsere österreichische Partei- 1886, der Konservative Schnyder 868 Stimmen. Es Ihr mir gegebenes Wort, Ihr Ehrenwort an feinen alten fei, denn noch sei nicht den Opfern der Ausweisungen zur Referendumsvorlagen angenommen. Gegen das Gesek betreffend ohne Nachdenken, ohne sich eine Beit zum Empfinden zu lassen, presse darauf hin, daß die Amnestie nicht umfassend genug bat auch hier ein zweiter Wahlgang stattzufinden. Im Kanton Zürich wurden gestern sämmtliche vier Play: Herausgabe Ihrer Gedichte*). Sie müssen sofort an- Beit des Belagerungszustandes in Prag und Wien, die allein auf fangen. In zwei Monaten, ja schon bis Medio muß das polizeiliche Verfügung ohne ein richterliches Ur Neuregelung des Brofverkaufes, das eine Begünstigung Manuskript bei Brockhaus sein. theil, ja ohne die Möglichkeit eines Appells an eine höhere der armen, nothleidenden Bäckermeister" bedeutet, hatten die ( Schluß folgt.) Instanz aus ihrer bisherigen Lebenssphäre herausgerissen organisirten Arbeiter agitirt und gestimmt. Die Genossen in Bern haben für ihr Initiativbegehren sind, die Freiheit der Rückkehr gewährt. Bemerkenswerth dabei wir lebten damals in Zürich, als ein früherer Professor der ist, daß die Omladiniſten meist Söhne des Bürgerthums rathes( Magistrates) mehr als die erforderlichen 500 Unterfür Einführung der Proportionalwahl des Gemeindeitalienischen Literatur am dortigen Polytechnikum, Herr waren, die Ausgewiesenen aus Wien und Prag aber ausschließlich schriften aufgebracht. De Sanctis, damals italienischer Unterrichtsminister, ganz Proletarier! unerwartet per Telegramm an Georg Herwegh die Frage Die Amnestie hat, nebenbei bemerkt, in der Bossischen richtete, ob er den Lehrstuhl als Profeffor der vergleichenden Beitung" eine nette Beurtheilung erfahren, aus der man Paris, 7. November.( Eig. Ber.) Die Glasarbeiter Literatur( der besonders für Herwegh gegründet werden sollte) wieder einmal so recht die" Prinzipienfestigkeit" unserer von Garmaur haben als Antwort auf Rességuier's Zurückin Neapel annehmen wolte? Um telegraphische Rück- bürgerlichen Liberalen ersehen kann. In einem Leitartikel über weisung des Schiedsgerichts ein Manifest an das res antwort ward gebeten. Unser Lichter, der sich nie in seinem die Dortmunder Wahl in der Nummer vom 6. November waren publitanische Frankreich erlassen, in welchem sie ihr Leben um eine Stelle beworben hatte, nahm diesen ihm so die sehr berechtigten Zweifel ausgedrückt, ob eine Regierung versöhnliches Verhalten, das sie vom Beginn des durch Refféguier ehrenvoll angetragenen Posten an und erhielt umgehend einen durch Anwendung von Zwangsmitteln auf die Dauer eine Volks provozirten Streifes an den Tag gelegt, feinem arroganten Vers Danksagungsbrief des Ministers, worin ihm dieser seine Freude bewegung niederhalten könne, Zweifel, auf die sich die Bossische" halten cntgegenstellen. Herr Rességuter, heißt es dann über die Busage auf's Lebhafteste ausdrückte und ihm die 3u- offenbar nicht wenig zu gute thut; und unmittelbar darauf, in weiter, möge in seiner Weigerung verharren und sendung des in aller Form Rechtens unterschriebenen Defrets in einer Notiz über die Prager Amnestie behauptet eine liberale außerhalb Carmaux Arbeiter suchen, um sie zu ersehen; nabe Aussicht stellte. Von dieser Stunde an studirte Herwegh mit un- Mannesseele: ste feien ficher, daß die Regierung neutral bleiben glaublichem Eifer Tag und Nacht die italienische Sprache, deren Offenbar hofft der polnische Graf, der gegenwärtig die und man nicht mehr deren Agenten als Auwerber in den Literatur ihm bekannt war wie wenigen. Eine seiner Eigenthüm innern Geschicke Oesterreichs lenkt, den doppeltgeschwänzten Wohnungen der Arbeiter sehen werde, um hernach unter dem lichkeiten bestand ohnehin darin, daß er sich in das Lesen eines Czechenleu durch milde Behandlung leichter firren zu Vorwande, die Freiheit der Arbeit zu schützen, die Streiffreiheit Wörterbuches vertiefen konnte wie Andere in die Lektüre eines tönnen, als durch die Fuchtel. Der Versuch wird offen zu vergewaltigen, wie sie auch sicher seien, daß die Regie Romanes. Ein Freund von uns, Professor Moleschott, der bei der Widerborstigkeit des Czech enthums, dem auf die Dauer rung es den republikanischen Munisipalitäten frei laffen werde, damals eine von ihm nachgesuchte Stelle als Professor der Physio- nur eine eiserne Faust imponirt, voraussichtlich fehl- den Opfern Rességuier's den Beweis ihrer Solidarität zu senden. logie in Turin antreten sollte, verließ uns, mich dünkt, es war schlagen und vielleicht noch Graf Badeni selbst, gewiß aber Bum Schlusse heißt es, daß sie als bescheidene Hüter der gewerkAnfang November, mit den Worten: Auf baldiges Wiedersehen sein Nachfolger im Ministerpräsidium wird nach einiger Zeit schaftlichen Freiheit und des allgemeinen Stimmrechts nach wie in Italien!" Aber Monat auf Monat verging, ohne daß das gezwungen sein, wieder zu drastischen Mitteln zu vor zur Versöhnung wie zum Widerstand bereit seien und daß verheißene Defret tam. Da plößlich wurde das Ministerium greifen." das republikanische Frankreich sie in diesem Kampfe ums Recht gestürzt, an fielle des bisherigen Unterrichtsministers De Sanctis Grfläret mir, Graf Derindur, diesen Zwiespalt der Natur!"- nicht vergessen und sie unterstützen möge. trat der bekannte Matteucci, ein fanatischer Anhänger - Die Jung czech en ernstlich zu gewinnen, scheint das Hoffentlich wird das Kabinet Bourgeois, dem Vertrauen der Napoleons III., wie feine sämmtlichen Kollegen, und als wir um acht Tage vor Oftern, der zum Antritt des Lehrstuhls be- Streben des Grafen Badeni zu sein. Dies beweist auch die fol- Glasarbeiter entsprechend, die Verfügung seiner Vorgänger aufstimmten Zeit, uns auf die Reise nach Neapel begeben wollten, gende Meldung aus Prag: Ami 6. November wurden in Prag heben und es u. a. gestatten, daß die den Streikenden sowohl lafen wir, ohne durch eine vorausgegangene Entschuldigung und alle Untersuchungsrichter, bei welchen politische Prozesse an- vom Pariser Gemeinderath votirten 20 000 Fr. wie die vom Mittheilung seitens des neuen Ministeriums an Georg Herwergh hängig sind, zum Präsidenten des Strafgerichts gerufen, welcher Generalrath der Seine votirten 10 000 Fr. ihrer Bestimmung darauf vorbereitet zu sein, in einer Nummer des in Mailand ihnen eröffnete, daß diese Prozesse einzustellen sind. Ebenso zugehen. Der erste Reinigungsatt der neuen Regieerscheinenden Pungolo" folgende Notiz:" Der sehr gelehrte wurde das Verfahren wegen aller politischen Presvergehen einProfeffor Georg Herwegh, welchem der Lehrstuhl für vergleichende gestellt. Alle Personen, welche sich wegen politischer Delikte in rung. Auf Vorschlag des Finanzministers Doumer ist heute mittels Literatur in Neapel angetragen war, der diesen Ruf angenommen Untersuchungshaft befanden, wurden auf freien Fuß gestellt. Dekrets der bisherige Direktor der Depositenkasse, Labeyrie, an hatte und eben im Begriff stand, mit seiner Familie überzusiedeln, Unter denselben befindet sich auch der letzten Sonntag in einer stelle Christophle's zum Gouverneur der französischen Bodens tredit- Anstalt ernannt worden. Christophle war nicht nur in der wird diese Stelle nicht befleiden, weil sich die politischen Anarchistenversammlung verhaftete Kalina. Hindernisse - Der österreichische Finanzminister zerstört Südbabnaffäre kompromettirt, sondern bildete auch gewissermaßen Frankreich und Preußen hatten, wie uns später berichtet wurde, Protest gegen die Anstellung eines rothen schnell die Illusionen, die aus der Antrittsrede Badeni's ge- den zweiten geheimen Fonds, aus welchem die Reptilienblätter Republikaners" eingelegt als unübersteigbar erwiesen haben." wonnen wurden. Er erflärte im Abgeordnetenhause: Auf den aller früheren Regierungen gespeist wurden. Der Generalrath der Seine hat in seiner gestrigen ( Aus:„ Eine Erinnerung an Georg Herwegh, von Emma Herwegh"; Ertrag von 1 700 000 Ft. des Zeitungsstempels fei nicht leicht zu verzichten.( Der Zeitungsstempel ist eine schwere Belastung der Sigung einen vom Genossen André Lefèvre gestellten WunschLeipzig 1875.) Herwegb, Neue Gedichte", erschienen nach seinem Tode. Presse, die nur den Besitzenden erlaubt das Zeitungswesen antrag angenommen, der dahin geht, daß 1. das Gesetz vom 21. März voll auszunügen.) Betreffs des Zeitungsstempels von Bei- 1884 durch einen Artikel ergänzt werde, der alle Angriffe auf die ( Zürich, Verlags- Magazin 1877.) " H gewerkschaftliche Freiheit mit Strafen belegt; 2. das Geset vom| unserer Partei zu bleiben, ihm, dem großen Klink in Affaltrach Vom Buchdrucker- Ausstand in Gent. Die Forderungen 27. Dezember 1892, betreffend das Einigungs- und Schiedsamt nachlaufen. Die Ursache der üblen Laune des Herrn Klink ist der Buchdrucker find bis jetzt bewilligt worden von dem sozial bei Rollektivftreitigkeiten zwischen Arbeiter und Unternehmer, eine vor allem, daß die württembergische Sozialdemokratie nichts von demokratischen Organ Booruit"; auch das chriftlich- soziale und Busazbestimmung erhalte, die das bisher, fakultative Schieds- dem Beitungsunternehmen wissen wollte, mit dem er schwanger das Hauptorgan der katholischen Partei folgten diesem Beispiel. gericht zu einem obligatorischen gestaltet. ging. Die Klint'sche Erklärung zeigt, wie wohl sie daran gethan Mehrere Verleger, deren Zeitungen infolge des Streits nicht ers haben. scheinen können, haben sich an Brüsseler befreundete Zeitungen Ront, 8. November. Heute erst begann der Prozeß wegen gewandt, welch lettere, so lange der Streit dauert, den Aus Brünn wird gemeldet, daß der dortige sozialdemo- Abonnenten jener zugestellt werden sollen. Es steht aber zu erdes anarchistischen Komplotts gegen den Ministerpräsidenten fratische Arbeiterverein beschlossen hat, ein im Arbeiterviertel Crispi; der Hauptangeschuldigte in Lega, welcher ein Attentat gelegenes, zirka 6000 Quadratmeter großes Grundstück zum Preise warten, daß die Brüsseler Sezer sich mit ihren Kameraden erwerben, um auf diesem Blaze das auf Crispi verübt hatte. Die Verhandlungen vor dem Schwur projektirte Arbeiter- Verkehrslokal zu errichten, das auch zur Ab. falls die Brüsseler Blätter den Wünschen ihrer politischen Freunde Italien. gerichte werden mehrere Tage dauern. Rußland. - Verstärkung der oftasiatischen Marine. station. Aus Riel wird uns unterm 8. d. M. geschrieben: Im Kieler Hafen traf heute morgen der russische Kreuzer Grosjatschie" ein, der von Kronstadt kommend nach den ostasiatischen Gewässern beordert ist. Diesem Schiffe werden im Laufe dieses Monats eine Reihe weiterer Schiffe der russischen Ditfeeflotte folgen, die mit Ausnahme der größten Schiffe ihren Weg nach Ostasien durch den Nordostsee- Kanal nehmen. Türkei. Konstantinopel, 8. November. Wie aus offizieller türkischer Quelle gemeldet wird, gelang es den von den Behörden Erzerums entsandten Streitkräften, die Ortschaft Manis im Bezirke Terdjan, welche von Mohamedanern und Christen bewohnt wird und von ungefähr 200 in Kurden- und Lasen- Tracht gekleideten Individuen belagert wurde, zu entsegen und die Angreifer zu zerstreuen. Derselben Quelle zufolge wurde ein an gesehener Armenier verhaftet, als er im Begriffe war, in seinem Wohnhause Patronen anzufertigen; auch mehrere andere als Soldaten und Regiebedienstete verkleidete Armenier wurden verhaftet. haltung von Versammlungen, Festlichkeiten 2c. dienen soll. in Gent nachkommen würden. = B Der Streik der Amsterdamer Zigarreumacher hat mit Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen Majestätsbeleidigung, begangen in einer Volts: einem Siege der Fabrikanten geendet. Die Kapitalisten haben versammlung in Unter- Schreibendorf, wurde vom Landgericht in die Gelegenheit benutzt, 100 bis 150 Arbeiter aufs Pflaster zu werfen. Brieg der Parteigenosse Paul Petschta aus Strehlen zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. Die Aussperrung der Schiffsarbeiter am Clyde in Redakteursfreuden. Unser Breslauer Partei- Schottland hat zunächst eine Wirkung gehabt, die den UnterOrgan vom 7. d. M. schreibt:„ Großer Gerichtstag ist heut für nehmern schwerlich passen wird. Die nicht mitausgesperrten die Redakteure der Volkswacht". Sie sind zwar auch sonst Arbeiterkategorien haben, soweit sich aus den Angaben nicht seltene Gäste auf dem Landgericht, weil Staatsanwälte der Telegraphen Bureau's schließen läßt, nun ihrerseits Nach einer Wolff'schen Depesche und Richter oft den einen oder anderen laden lassen, aber die Arbeit eingestellt. heute Vormittag müssen drei Mann aus der Volkswacht" aus Glasgow beträgt die Zahl der Streifenden" jest 8000. vor den Kadi. Gegen den Genossen Neukirch wird wegen Darunter sind vermuthlich auch die Ausgesperrten zu verstehen, Majestätsbeleidigung verhandelt, die Genossen Bruhns und Bahn denn in den Depeschen wird zwischen beiden Gruppen nicht unterhaben vor dem Untersuchungsrichter zu erscheinen, denn es ist schieden. Den organisirten Arbeitern haben sich auch die nicht gegen beide eine Anzeige eingegangen, über welche ihre Ber- organisirten angeschlossen. Sie bekommen Unterstützung vom Genehmung als Beschuldigte nothwendig wird."- Genoffe Neuwerkschaftsverband. tirch wurde, wie uns in letzter Stunde mitgetheilt wird, wegen Die Stadt Rochester im Staate New York ist, wie eine des erwähnten Vergehens zu zwei Monaten Gefängniß ver- Beitungsmeldung besagt, gegenwärtig ohne Schneider. Die dortigen urtheilt. Union- Schneider hatten infolge einer Lohnfrage einen Streit begonnen Standalprozesse. Die„ Leipz. Zeitung", das Organ der und da die Kleiderfabrikanten nicht flein beigeben wollten, bes fächsischen Regierung, leitet einen Artikel:" Standalprozeffe" wie fchloffen sämmtliche Schneider von Rochester, 2000 an der Bahl, folgt ein: Nicht weniger als fünf große Sensationsprozesse, auch der Stadt den Rücken zu fehren. Der originelle Plan der AusIn London eingetroffene Konstantinopeler Depeschen besagen, ein Zeichen der Zeit, laufen jetzt gleichzeitig nebeneinander: wanderung der Streifer ist trefflich gelungen. Die ausgewanderten die Lage in der Türkei werde täglich ernster und gefährlicher. 1. der Prozeß gegen den Marquis de Nayve, 2. der Schneider haben bereits in Brooklyn, Newark, Brownsville, Die ausländischen Botschaften empfingen aus allen Richtungen Giftmordprozeß Springstein, 3. der Prozeß Dr. Schnut, 4. der Chikago, Boston und Cincinnati lohnende Arbeit gefunden. Die Meldungen über Massenmorde; die Opfer umfaßten jetzt Prozeß Güldenberg und 5. Der Prozeß gegen die Diebe Kleiderfabrikanten von Rochester aber haben jezt das Nachsehen auch Griechen und Maroniten. Die Meinung greife selbst der Lenbach'schen Bilder. Der Prozeß Güldenberg ist bekanntlich und bieten ein Königreich für einen Schneider. in diplomatischen Kreisen Platz, der Sultan habe die Aus der gegen unseren Genossen Güldenberg, Redakteur der Thür. rottung der Armenierrasse angeordnet; gleichzeitig wachse die Tribüne", also ein politischer Prozeß. Es ist dies wohl Depeschen und lehte Nachrichten. Macht der türkischen Revolutionspartei. Der Sultan empfing einen das erste Mal, daß ein politischer Prozeß von einem offiziellen Drohbrief, er würde ermordet werden, falls er nicht binnen zehn Organ einer deutschen Regierung als ein Skandal- Prozeß er Tagen abdante.„ Daily News" und" Standard" dringen auf flärt wird. fofortiges gemeinsames Einschreiten der Großmächte, um diesen Zuständen ein schleuniges Ende zu setzen. Kuba. -Die Aufständischen versuchten einen Eisenbahnzug bei Sagua zur Entgleisung zu bringen; ein anderer Zug wurde von den Aufständischen angehalten, welche mehrere Gebäude in Brand steckten. Afrika. = Hannover, 8. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) Schnuß wurde freigesprochen. - Eine Haussuchung wurde in den Geschäftsräumen Köln, 8. November.( W. T. B) Die„ Kölnische Zeitung" der Bremer Bürgerzeitung" von vier Polizeibeamten unter meldet aus Konstantinopel, daß der Frhr. v. d. Golz Pafcha Mitwirkung zweier Zeugen angestellt. Dieselbe galt dem gestern seine Entlassung aus dem türkischen Heere nachgesucht Manuskripte eines Artikels vom 31. August, bezeichnet Vom habe. Vaterlandsdant". Der Kriegsminister hat Strafantrag gestellt. Wien, 8. November.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Genosse Gläser in Annen( Westfalen) wurde wegen Steinwender interpellirt den Ministerpräsidenten Grafen Badeni öffentlicher Verbreitung von Drucksachen vor einiger Zeit vom über die Gründe der Nichtbestätigung Dr. Lueger's als Bürgers Schöffengericht zu Dortmund zu einer Geldstrafe von 10 M. meister von Wien. Die bei dieser Gelegenheit applaudirenden verurtheilt. Die eingelegte Berufung wurde verworfen und Gallerien werden vom Präsidenten des Hauses verwarnt. Gläser muß blechen. Die„ Drucksachen", welche er verbreitete, Die Abgeordneten Hauck und Döh interpelliren den Mi bestanden aus sog. Handzetteln, welche Einladungen zu einer nisterpräsidenten wegen einer angeblichen Aeußerung des Statt halters von Niederösterreich, in welcher dieser den Wiener Versammlung enthielten. Bürgermeister als seinen Bezirkshauptmann bezeichnet haben soll. Wien, 8. November.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Im Laufe der Sigung brachte Battai einen von den Antisemiten, den Deutschnationalen und einem Theile der Katholisch- Konfer unterschriebenen Dringlichkeitsantrag ein, durch Soziale Uebersicht. Lueger's vorgeschlagen habe. - Vom Kongosta a t. In einer Notiz des zur Kongoregierung in Beziehungen stehenden Journal de Bruxelles" wird bemerkt, daß die deutsche Regierung die Forde rungen Englands in der Angelegenheit Stotes unterstüt e. Das Blatt spricht sein Bedauern über die Einmischung Deutschlands aus und droht da mit, daß die Kongo- Regierung eine Stüße an an Frank- Nach der Berufs- und Gewerbezählung vom 14. Juni 1895 reich gegen das deutsch- englische Zusammengehen fuchen waren im Deutschen Reiche laut vorläufiger Zusammen- vativen werde. Diese Behauptungen erfahren in der„ Norddeutschen All- stellung des kaiserlich Statistischen Amtes anwesend 51 758 364 welchen die Regierung aufgefordert wird, die Gründe mitgemeinen Zeitung" ein offiziöses Dementi folgenden Inhalts: Personen, davon 25 405 934 männliche und 26 852 430 weibliche zutheilen, weshalb sie dem Kaiser die Nichtbestätigung der Wahl Die Mittheilung des Brüffeler Blattes beruht auf einer Ent- Personen. Das bedeutet seit dem 1. Dezember 1890 eine durch stellung der Thatsachen. Die deutsche Regierung schnittliche jährliche Zunahme von 10,14 pro Mille der mittleren unterstützt nicht die englischen Forderungen, sondern macht ein Bevölkerung. Landwirthschaftskarten wurden gezählt 5 601 809, eigenes Interesse, welches durch den Fall Stoles ent- Gewerbebogen 1317 878. standen ist, geltend und wird ihre gerechten Ansprüche auch ortsanwesenden Bevölkerung 31 491 209 Personen, von denen Im Königreich Preußen betrug die Zahl der durchzusehen wiffen. Daß der Kongoftaat die Unterstützung Frankreichs sucht, mag richtig sein. Ob er dieselbe findet, ist eine 15 475 202 männlich und 16 016 007 weiblich waren. Die Zu andere Frage. In der Verurtheilung, welche die Ermordung Durchschnitt. Bayern hatte eine Bevölkerung von 5 773 836 nahme gegen 1890 ist mit 10,99 v. H. etwas höher als der Stokes in der ganzen zivilisirten und unzivilifirten Welt gefunden hat, ftimmt die französische Presse mit jener aller Länder Personen.( Bunahme 6,93 v. H.), das Königreich Sachsen überein." 8 753 272( Bunahme 15,21 v. H.), das Königreich Württem berg 2071 407( Bunahme 3,74 v. H.). Partei- Nachrichten. Der Ministerpräsident Graf Badeni erklärte, er wolle auf die Interpellationen und den Dringlichkeitsantrag sofort antworten und den Beweis liefern, daß die Regierung es als ihr Grundprinzip betrachte, für jeden ihrer Schritte voll und nachdrücklich einzustehen. Wien, 8. November.( B. H.) Anläßlich der Beantwortung der Interpellationen betreffend die nicht bestätigung türmische der Wahl Dr. Lueger's, fanden im Abgeordnetenhause Szenen statt, δα die Antisemiten, Deutsch nationalen, Jungczechen und Klerikalen mit der Antwort des Ministerpräsidenten Grafen Badeni unzufrieden waren, wonach die Regierung Dr. Lueger deswegen nicht zur Bestäti Gendarmerie und Militärvereine. Herr Bürger in gung vorgeschlagen habe, weil sie einen Mann wie Dr. Lueger nicht für den Bürgermeister- Posten für geeignet halte. Burkersdorf bei Kirchberg( Sachsen) hatte während der letzten Graf Badeni erklärte außerdem, daß die Regierung Bum westfälischen Provinzial- Parteitag, der demnächst Landtagswahlen sein Grundstück zu einer Boltsversammlung her- Niemandem anders für ihre Schritte verantwortlich sei, als in Lüdenscheid stattfindet, ging von einer Anzahl Dort gegeben, in der der sozialdemokratische Kandidat sprechen sollte. dem Kaiser. Sämmtliche Redner, darunter die Abgeordneten Das mußte gerochen werden; er erhielt folgendes charakteristische Dr. Pattai, Prinz Alois Liechtenstein und Dr. Lueger, griffen munder Parteigenossen nachstehender Antrag ein: Weil das Agrarprogramm infolge seiner komplizirten Fassung und mangel: Schreiben: Weißbach, am 26. Oftober 1895. An Johannin längeren Reden die Regierung heftig an. Prinz Liechtenstein haften Klärung auf dem Parteitage zu Breslau keine Annahme Christian Bürger! Auf Anordnung des Herrn Bezirksfand, wennschon dasselbe einige Forderungen enthielt, welche vorstehers und der Gendarmerie haben wir Dich aus dem besonders droht dem Ministerium und schloß mit den Worten, daß die treue Bevölkerung Wiens durch das Vorgehen der Re Militärverein ausweisen müssen, welches Dir hierdurch kund ge die Lage der ländlichen Arbeiter aufzubeffern geeignet waren, than wird. Die Steuerbeträge auf die Monate November und gierung arg geschädigt wurde. Die Gallerie, welche fortwährend wolle der Provinzial- Parteitag beschließen:" Gine Rommission einzusehen, die das Material über die Lage der ländlichen Dezember erhältst Du wieder zurück. Hermann Meyer, d. 3. lichkeits- Antrag wurde mit großer Majorität abgelehnt. Bevölkerung in den einzelnen Wahlkreisen Westfalens, sowie Vorsteher.( Stempel: Verein ehemaliger Militärs zu Weißbach.) über die Wirkungen der verschiedenen Arten der Grundbesitztheilung und Betriebstechuit, wie ferner über die Arbeits-, Dienstund Wohnungsverhältnisse der ländlichen Arbeiter zu sammeln und ihren Werth zu prüfen hat." Diese Kommission hat, nach Drei Sammellisten der Lohgerber, und zwar die Listen dem gesammelten Material und Erhebungen bei der Parteileitung Nr. 146, 147, 148, find verloren gegangen. Diese Listen sind diesbezügliche Vorschläge zur Aufstellung eines agrarpolitischen anzuhalten und bei der Gewerkschaftskommission, Annenstr. 16, Programms zu machen." abzuliefern. Die Spandauer Stadtverordneten- Wahlen sind, wie uns berichtigend mitgetheilt wird, nicht unter der Aegide unserer Partei vor sich gegangen. Der Arbeiter- Bezirksverein, dessen Kandidaten in der 3. Klasse sämmtlich gewählt wurden, besteht aus Angehörigen aller Parteien, ist politisch völlig farblos und beschäftigt sich lediglich mit kommunalen Angelegenheiten. Gewerkschaftliches. Der Drings Wien, 8. November. Abgeordnetenhaus. Der Ministers präsident erklärte: Die durch das Wiener Gemeindeſtatut vors geschriebene Nichtbestätigung stehe in keinem Widerspruche mit dem Prinzip der Autonomie. Der Ministerpräsident verwahrte sich entschiedenst gegen das Anfinnen, als wäre die Regierung irgend einem Drucke seitens der ungarischen Regierung( Gelächter bei den Antisemiten) oder seitens irgend einer Partei des Parlaments ausgefekt gewesen. Eine solche Insinuation sei ein Angriff auf die Ehre des Staates und damit zugleich ein Angriff auf die hohe Bedeutung und die Ehre des Hauses. Der Miniſterpräsident ersuchte hierauf, die Dringlichkeit abzulehnen.( Beifall.) Eine Plattertmefferreider- Versammlung in Solingen Nach dem Ministerpräsidenten begründete Abg. Pattai( Antif.) vom 4. d. M. sprach sich für Fortsehung des Streits aus, da die Dringlichkeit seines Antrages und erklärte, es sei unzulässig, das von den Fabrikanten aufgestellte Preisverzeichniß für sie daß ein tadelloser Mann, dessen Begabung zweifellos fei und unannehmbar sei. der mit einer 2/ 3- Mehrheit gewählt wurde, mit Rücksicht auf das Ju Harburg haben die Arbeiterinnen der Konserven fabrik von 5. Ebeling und der Fischräucherei von 2. Seeling eine Lohnerhöhung durchgesetzt.( Wiederholt.) Ein erfreulicher Situationsbericht über den Stand der Parteibewegung in Stel fonnte in der fürzlich dort abgehaltenen Ein Handschuhmacher- Streik in Erlangen umfaßt Judengetriebe in Ungarn nicht bestätigt werde. Abg. Ebenöffentlichen Parteiversammlung vom Vertrauensmann gegeben nach den Veröffentlichungen der Lohnfommission 11 ledige und hoch( kons.) verwahrt sich dagegen, daß Desterreich zu einem werden. Hiernach haben in Kiel im verflossenen Geschäftsbeirathete und 6 Ledige abgereift sind, bleiben 34 Verheirathete wolle in Wien führen, aber von Pest 51 verheirathete Handschuhmacher mit 57 Kindern. Da 17 Ber- Basallenstaate oder einem Komitate Ungarns herabfinte. Prinz Liechtenstein führte aus, der Ministerpräsident Graf Badeni jahre sechs öffentliche Parteiversammlungen und drei Boltsgeführt werden. versammlungen stattgefunden. Gegen die Umsturzvorlage wurden und 5 Ledige zu unterstützen.( Wiederholt.) Er wolle die Unterredung mit dem Statthalter Grafen Kiel. in Riel und Umgegend sechzehn Volksversammlungen abgehalten. Die Stadtverordneten Leipzigs faßten einstimmig den mannsegg wörtlich wiedergeben. Graf Kielmannsegg habe ihm Die Betheiligung an der Maifeier war Beschluß, daß der Rath der Stadt die Steinsehunternehmer ver- Unbescholtenheit sowie die Fähigkeit, die Verwaltung der Stadt befriedigend; viele Parteigenoffen haben die Arbeit am 1. Mai ruhen lassen. anlassen soll, eine Verständigung mit den ausständigen Arbeitern Wien zu leiten und mit den Staatsbehörden zu verkehren, zitFlugblätter wurden in Riel 27 000 Exemplare verbreitet, die herbeizuführen. Der Beschluß ist sehr löblich, leider kommt er gestanden, habe jedoch hinzugefügt, er tönne die Bestätigung Lueger's Schleswig- Holsteinische Bolts- Zeitung" wurde in 16 000 Grem- verschiedene Posttage zu spät, denn der Streit ist bekanntlich nur vorschlagen, wenn derselbe sein Reichsrathsmandat plaren vertheilt. Auf dem Landgebiet wurden außer dem längst zu Ende. An der Verzögerung sind freilich die Stadt- niederlege und auf eine Wiederwahl verzichte. Norddeutschen Voltskalender" 16 000 Flugblätter, 5000 Bro- verordneten weniger schuld als der Rath. Vor reichlich sechs Nachdem Dr. Kronawetter, Pernerstorfer und Weber für die schüren Fort mit der Gesinde- Ordnung" und 1576 andere Wochen hatten sich die Steinsetzer mit einer Petition an Rath Dringlichkeit gesprochen hatten, erklärte Beer im Namen der Schriften verbreitet. An gerichtlichen Verfolgungen hat es leider und Stadtverordnete gewandt, worin u. a. verlangt war, der Linken, daß alle Mittheilungen von geheimen Konventikeln und nicht gefehlt: 7 Monate, 3 Wochen und 6 Tage Gefängniß- und Rath solle den Unternehmern keine Vergünstigungen gewähren Berathungen der Partei grundlos feien. Die Dringlich478 Mart Geldstrafe haben unsere Partei getroffen. und anordnen, daß die zur Neuberstellung in Aussicht genommenen teit wurde hierauf mit 118 gegen 64 Stimmen Mehrere Lokale auf dem Lande, welche uns früher zu Versamm- Straßen nun schleunigst in Angriff genommen würden. Der Rath ließ abgelehnt und der Antrag dem Budgetausschusse zugewiesen. lungen zur Verfügung standen, sind uns abgetrieben worden. die Petition den Stadtverordneten jedoch nicht zugehen. Nach Alsdann wurde die Sigung geschlossen. Aufgabe der Parteigenossen muß es sein, die Lokale wieder für weiteren drei Wochen mußten die Streifenden sich erst direkt an Agram, 8. November.( W. T. B.) Die Untersuchung uns zu gewinnen. die Stadtverordneten wenden, die denn nun in ihrer letzten gegen die an der Fahnendemonstration betheiligten Studenten Sigung die Petition durch den erwähnten Beschluß erledigten. ist beendet; 56 Studenten wurden unter Anklage gestellt; die In Aschersleben hatte die Partei- Organisation im ab- Die Verhandlung über die Angelegenheit war unter anderem Verhandlung ist auf den 11. d. M. festgesetzt worden. gelaufenen Verwaltungsjahre eine Einnahme von 184,45 M., noch dadurch interessant, daß festgestellt wurde, daß London, 8. November. Nach einer Meldung aus Glasgow die Ausgaben betrugen 155,80 M., so daß ein Bestand von der Rath in einem Falle einem Unternehmer die Bau ist die Firma A. W. Smith vom Werftbesizer- Verbande ab32,65 M. blieb. Zum Vertrauensmann wurde einstimmig Ge- frist verlängerte, was Stadtrath Fischer damit motivirt, gefallen; ihre Leute haben mit Genehmigung des lokalen Ar noffe Greiner gewählt, zum Stellvertreter Mikowski, zum es wäre umsomehr geboten gewesen, als der Unternehmer auf beiter- Vollzugsausschusses die Arbeit heute wieder aufgenommen. Raffirer Kunze. den Streit nicht vorbereitet gewesen sei. Thatsache ist dagegen, Konstantinopel, 8. November.( W. T. B.) Auf den Ortents Die bürgerliche Presse geht mit einer Erklärung frebsen, daß die Differenzen zwischen den Arbeitern und Unternehmern bahnen ist der regelmäßige Verkehr der Züge über die Kritfchmadie ein gewisser Klint in Affalteach in Württemberg in im Steinfeggewerbe schon seit 1891 bestehen, die Meister aber Brücke bei Philippopel wieder aufgenommen. Die Verkehrs. einem Blatte veröffentlicht. Der Mann schwagt in der Er- auf verschiedene Vorschläge der Gesellen gar nicht geantstörung ist damit beseitigt. flärung von sozialdemokratischen Parteipäpsten", die dem in wortet haben. Detroit, 7. November.( W. T. B.) Bis jetzt wurden Rom nichts nachgäben", und was des Unsinns mehr ist. Zum Aus Bern wird berichtet, daß mit Ausnahme des Personals vierzehn Leichen geborgen, welche unter den Trümmern des Schluß haranguirt er die Arbeiter mit einer Aufforderung, der Gotthardbahn die Bahnbeamten sämmtlicher schweizerischer Journal"-Gebäudes verschüttet waren. Elf Personen werden aus der der sehnliche Wunsch spricht, sie möchten, anstatt bei Hauptbahnen ihre Direktionen um Lohnerhöhung ersucht haben. noch vermißt, neunzehn sind schwer verletzt. " Verantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 263. Sonnabend, den 9. November 1895 12. Jahrg. in der Stichwahl mit 1138 gegen 562.( Hauptwahl 1889: städt hen Gemeindeschulen fest angestellten Berliner Lehrerinnen sich auszudehnen. Nach einer Verfügung lichen jüdischen des Provinzial- Schulfollegiums soll binnen kurzem sämmt= Gemeindeschul- Lehrerinnen der Unterricht in verschiedenen Fächern, besonders in Deutschen, entzogen werden. Die Stadtverordneten- Wahlen, 813 fo3., 499 ant. und 362 lib.) welche gestern in der dritten Abtheilung vollzogen wurden, ergaben folgendes Resultat: 2. Kommunal- Wahlbezirk( Eingeschriebene Wähler 2928) Stadtbezirke 6-10 und Theile von 144, Alt- Kölln. Bisheriger Vertreter: Stadtv. Bergemann( liberal), 1889 gewählt mit 680 gegen 544 Stimmen. Es erhielten gestern Expedient J a cobey( foz.) 75 Stimmen, Rentier Bergemann( lib.) 440 Stimmen, Obermeister Beutel ( antis.) 364 Stimmen, Faster(?) 2 Stimmen. Resultat: Stichwahl zwischen Bergemann( lib.) und Beutel( antis.) 5. Kommunal- Wahlbezirk( Eingeschriebene Wähler 4190) Stadtbezirke 21, 26, 27-30 und Theile von 22, Friedrichstadt. B.sheriger Vertreter: Uhrmachermeister Baumgarten( lib.), 1899 gewählt mit 474 gegen 169 soz. Stimmen. Es erhielten gestern Bigarrenhändler Otto Antric( foz.) 210 Stimmen, Uhrmachermeister Baumgarten( liberal) 611 Stimmen, Münster( ant.) 92 Stimmen, zersplittert 7. Resultat: Baumgarten( lib.) gewählt. 7. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschriebene Wähler 4541). Stadtbezirke 31-39 und Theile von 45, 46, Untere Friedrichund Schöneberger Vorstadt. Bisheriger Vertreter: Professor Rudolf Virchow( lib.), 1889 gewählt mit 808 gegen 372 soz. Stimmen. Es erhielten gestern Gastwirth Fris 8ubeil( Soz.) 119 S.immen, Professor Rudolf Virchow( lib.) 769 Stimmen, v. Krause( ant.) 216 Stimmen. Resultat: Virchow( lib.) gewählt. = Es erhielten gestern Expedient Robert Herzfeldt( 103) 1305 Stimmen, Bäckermeister Michaelis( lib.) 592 Stimmen Brod( ant.) 217 Stimmen. Resultat: Herzfeldt( foz.) gewählt. 39. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschriebene Wähler 5039). Stadtbezirke 216, 217, 279-83, 285 und Theile von 211, 215, 286, Spandauer Viertel, Friedrich- Wilhelmstadt, Moabit. Bisheriger Vertreter: Rentier Tropfte( liberal), 1889 gewählt mit 893 gegen 439 Stimmen. Es erhielten gestern Expedient Herzfeldt( foz.) 125 St., Raufmann Mar Tichy( lib.) 878 Stimmen, Fabrikbefizer Dopp ( antis.) 440 Stimmen. Resultat: Tichy( lib.) gewählt. 42. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschr. Wähler 10 097). Stadtbezirke 276-278, 319-326 und Theile von 313, Dranienburger Vorstadt, Gesundbrunnen. Bisheriger Bertreter: Fabrikbefizer Pigmann( liberal), in der Neuwahl 1890 mit 1210 gegen 943 sozialistische Stimmen gewählt. Es erhielten gestern Expedient August Jacobey( soz.) 2502 Stimmen, Kaufmann Schröter( lib.) 1411 Stimmen. Resultat: Jacobey( soz.) gewählt. Das Gesammtresultat ist, daß fünf Sozialdemokraten im ersten Wahlgang gewählt sind, während zwei in Stichwahl fommen, ein Sib( 15. Mener) an die Liberalen wieder verloren ging und ein Sitz( 42. Bezirk) von den Sozialdemokraten glänzend erobert wurde. Tokales. Die jüdischen Lehrerinnen könnten nach dieser Verfügung in dem auf Klassensystem aufgebauten Gemeindeschulwesen ent weder gar nicht mehr oder nur noch scheinbar das Ordinariat einer Klasse verwalten. Sie würden im Lehrkörper der Gemeindeschule als eine Art Hilfskräfte betrachtet werden müssen und dementsprechend eine untergeordnete, ja, eine völlig ungehörige Stellung einnehmen. Mit solchen Maßnahmen geht das Provinzial- Schulfollegium gegen eine Kategorie von Lehrerinnen vor, deren Anstellung es feinerzeit ohne Vorbehalt bestätigt hat, und von denen viele zwölf Jahre und länger im Dienste der Stadt Berlin ihre besten Kräfte geopfert haben. Wird die städtische Schuldeputation nicht wenigstens ihre fest ange itellten Lehrerinnen vor solcher Maßregel fchüßen? geht und so lauter uns ihre Quelle erscheint, so müssen wir doch So bestimmt die Form ist, in der uns diese Mittheilung zu geht und so lauter uns ihre Quelle erscheint, so müssen wir doch vor der Hand billige Zweifel an der Richtigke iteiner so bedenklichen Maßregel hegen. Wir erwarten ein bestimmtes Dementi von amtlicher Stelle. Von der Sicherheit der Eisenbahn- Fahrgäste. Berichterstatter theilt folgendes mit: Dem Personal der StadtDirektion neuerdings wieder die genaue Befolgung der für die und Ringbahn- Stationen ist durch Verfügung der EisenbahnSicherheit der Fahrgäste von dem ehemaligen Betriebsamt der Stadt- Ringbahn erlassenen Bestimmungen eingeschärft worden. Es sollen danach in erster Reihe die Stationsvorsteher das Signal zur Abfahrt der Züge nicht eher geben, als bis das Ausund Einsteigen aller den Zug verlass enden oder die Fahrt antretenden Personen stattgefunden hat. Doch soll die Abfertigung der Züge nicht dadurch aufgehalten werden, daß auf das Einsteigen von Fahrgästen, 11. Kommunal- Wahlbezirk.( Eingeschriebene Wähler welche sich verspätet haben, gewartet wird. Um des weiteren zu Die diesjährigen Stadtverordneten- Wahlen find, soweit verhindern, daß solche Fahrgäste dem bereits in der Fahrt be 15 546.) Stadtbezirke 63-67, 74-78, Tempelhofer Vorstadt. Bisheriger Vertreter: Friß zubeil( so3.), 1889 gewählt in die dritte Abtheilung, die einzig die Arbeiterschaft angeht, in findlichen Zuge nachlaufen und in denselben noch einzusteigen Stichwahl mit 1720 gegen 1455 Stimmen. In der Hauptwahl Betracht kommt, gestern vollzogen worden. Unsere Partei- fuchen, sollen die Fahrkartenſchaffner das Durchlochen der Fahrtarten von eintreffenden Passagieren für die in betracht kommende erhielt: Bubeil 1116, Dr. Irmer( ant.) 720, Rentier genossen und Genoffinnen ließen es durchweg nicht an regem Fahrtrichtung mit dem Augenblick einstellen, in welchem der Zug Eifer fehlen, und namentlich verdient rühmend hervorgehoben am Bahnsteig zum Stehen kommt. Auch sollen die FahrkartenGursch( lib.) 641. Es erhielten gestern Friß zubeil( so3.) 2862 Stimmen, zu werden, daß die Frauen ganz besonders unermüdlich in Schaffner, um die verspätet eingetroffenen Fahrgäste zurückder Agitation waren. Aber auch die beiden gegnerischen Par- fette vorziehen, auf den Ringbahnstationen aber die Zugangs zuhalten, nöthigenfalls auf den Stadtbahnstationen die SperrSchlossermeister Stahl 1333 Stimmen, Münster( ant.) teien waren rührig und als Resultat der Regsamkeit auf liberaler thür schließen. Doch haben die Beamten mit letterer Maß 851 Stimmen, zersplittert 3 Stimmen. Seite ist denn ja auch die Zurückeroberung des Wahlbezirks zu regel bei starkem Verkehr sehr vorsichtig umzugehen, da= verzeichnen, in dem während der letzten Jahre unser Genosse mit nicht auch rechtzeitig eintreffende Fahrgäste der anderen Fahrtrichtung unberechtigt zurückgehalten Th. Megner Stadtverordneter war. Auch in diesem Bezirke ist Mitkommen gehindert werden. Ferner werden die Bahnsteigdie Stimmenzunahme der Sozialdemokratie eine erhebliche; beamten besonders darauf hingewiesen, daß nach der Verkehrsaber wir stehen nicht au zu erklären, daß auf unserer ordnung die Hilfeleistung beim Einsteigen von Fahrgästen in Seite mehr hätte geleistet werden können, daß mit etwas einen schon im Gange befindlichen Zug verboten ist, und daß diejenigen Beamten, welche den Versuch von Reisenden, in einen energischerer Kraftanstrengung das Feld zu behaupten gewesen wäre. Unsere Parteigenossen werden sich diesen Verlust merken und bei den beiden Stichwahlen, die im Kampfe mit dem liberalen Gegner zu vollziehen sind, ihre ganze Kraft fonzentriren, damit hier der Arbeiterfache der Sieg zu theil werde. Resultat: Zubeil( foz.) gewählt. 13. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschriebene Wähler 4817). Stadtbezirke 88-94 und Theile von 87, Luisenstadt jenseits des Kanals. Bisheriger Vertreter: Zigarrenhändler Gottfried Schulz( soz.), gewählt 1893 mit 1141 gegen 181 Stimmen. Es erhielten gestern Gottfried Schulz( foz.) 1125 St., Kaufmann Cäsar Ed( lib.) 281 Stimmen, Müller( ant.) 93 Stimmen. Resultat: Gottfried Schulz( foz.) gewählt. 15. Kommunal- Wahlbezirk( Eingeschriebene Wähler 3858). Stadtbezirke 82-85, Theile von 81, 86, 95, 97. Luisenstadt jenseits des Kanals. Bisheriger Vertreter: Th. Mehner( soz.) ( 1889 Zuhauer 635, Gegner 384 St.) Es erhielten gestern Th. Metzner( fo3.) 823 Stimmen, Modelleur Goldschmidt( lib.) 941 Stimmen, Ring( ant.) 23 Stimmen. Resultat: Goldschmidt( lib.) gewählt. 17. Kommunal- Wahlbezirk( Eingeschriebene Wähler 4342.) Stadtbezirke 114-117, 123 und 124, Luisenstadt diesseits des Ranals. Bisheriger Vertreter: Kaufmann Liebenow( lib.); gewählt 1893 mit 845 Stimmen gegen 759 soz. Stimmen. Trotz des einen Verlustes kann die Sozialdemokratie aber auch auf den gestrigen Wahltag mit vollem Rechte stolz sein. Ein oben geben, lehrt, daß die Zunahme an Stimmen auf unserer Seite zum theil eine geradezu erbrückende war, und daß in Bezirken, wie dem 11., in dem Zubeil wiedergewählt wurde, und im 42., den Jacobey glänzend im ersten Ansturm den Gegnern entriß, die Sozialdemokratie fortan überhaupt nur als einzig in betracht tommender Faktor zu betrachten ist. Ueberblick über das Wahltableau, das Diese ehrenvollen Resultate sind von um so größerer Be deutung, als diesmal auf liberaler Seite eine geradezu närrische Es erhielten gestern Bigarrenhändler Wilhelm Börner( soz.) Angst vor der Sozialdemokratie herrschte. Die Tante Voß 744 Stimmen, Kaufmann Liebenow( lib.) 789 Stimmen, Eigen- hob am gestrigen Morgen flehend die Hände empor mit thümer Schwengler( ant.) 162 Stimmen. Resultat: Stichwahl zwischen Börner( soz.) und Liebenow( lib.). 24. Kommunal- Wahlbezirk.( eingeschriebene Wähler 5876). Stadtbezirke 168-173, Stralauer Viertel. Bisheriger Vertreter: Zempel( foz.), 1889 gewählt mit 683 gegen 617 Stimmen. Es erhielten gestern Bildhauer Paul Dupont( foz.) 1094 Stimmen, Fabrikant Gottschalt( lib.) 275, Antif. 74 Stimmen. Bersplittert 11 Stimmen. Resultat: Dupont( joz.) gewählt. Resultat: Stichwahl zwischen Henke( soz.) und Perls( lib.). 30. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschriebene Wähler 5352). Stadtbezirke 202-209 und Theile von 210-213, Spandauer Biertel. Bisheriger Vertreter: Glasermeister Alt( lib.), 1889 gewählt mit 855 gegen 624 Stimmen. dem Ausruf, daß wir sämmtliche acht Mandate, welche die Freisinnigen noch in Händen hatten, an uns reißen wollten, und die mehr nach links stehende Berliner Zeitung" verbrach in der Angst einen Leitartikel, der gleichfalls nichts an unfreiwilliger Komit zu wünschen übrig ließ. " -etwa am bereits fahrenden Zug einzusteigen, nicht hindern, im Betretungsfalle streng bestraft werden sollen. Endlich wird wieder daran erinnert, daß die Kupeethüren nicht zuzuwerfen, sondern mit Vorsicht zu schließen sind und die Beamten sich hierbei stets zu überzeugen haben, daß niemand mehr die Hand am Thürrahmen hält. Diese Anordnungen machen sich alle in der Theorie sehr hübsch; in der Praxis werden sie unseres Erachtens auch bei noch so schlimmen Strafandrohungen größtentheils undurchführ bahndirektion nicht für eine sehr umfassende Vermehrung des bar bleiben, wenn die durch ihre Sparsamkeit berühmte EisenDienstpersonals sorgt." Militärboykott. Durch Kommandanturbefehl ist den Unteroffizieren und Mannschaften der Garnison Spandau das Betreten folgender 18 Lokale verboten worden: Radtke, Neumeisterstr. 5; Rieker, Lynarstr. 35; Klinsch, Pichelsdorferstr. 103; Frobenstr. 12; Thiel, Jagowftr. 11; Haus Nr. 35 in der JüdenHorlemann, Lutherplay 4; Bort, Staatenerstr. 14; Hallecker, Straße; Weber, Amalienhofstr. 5; Brauerei Pichelsdorf nebst Ausschant und Garten; Bismark, Plantage 3( Keller); Stafi nowsti, Jüdenstr. 11; Neumann, Lutherstr. 4. Berichtigung. In die gestern veröffentlichte Liste„ Unterm neuesten Kurs" hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Unterm 29. Oftober muß es richtig heißen: Wegen Majestätsbeleidigung Pfund. 9, Dierl 6 und Rautmann 12 Monate Ge fängniß. Die Gasnoth. Die Vossische Zeitung" veröffentlicht folgende Mittheilung: Durch die Verbilligung des Gases zu Koch, Heiz- und gewerblichen Zwecken sowohl als auch durch schen Gasanstalten soviel Neuanschlüsse in diesem Vierteljabr bedie Einführung der Gas glühlicht- Beleuchtung haben die städtiDie Gasanstalten können Angesichts des weit lebhafteren und umfangreicheren Kampfes fann die Sozialdemokratie mit um so gerechterem Stolze auf das erzielte Resultat zurückblicken. Unbekümmert um die Schmähungen und Verdächtigungen der Feinde schreitet sie vorwärts, wissend, wirken müssen wie niemals zuvor. daß ihr, wie in den großen politischen und sozialen Rämpfen, so dem großen Andrange nicht genügen, die Kunden müssen Wochen 27. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschriebene Wähler 5482). auch im engeren Kreise der Kommune einzig die Zukunft gehört! auf Wochen warten, ehe sie den Gasmesser aufgeftellt bekommen. Stadtbezirke 152-156, 159 und Theile von 146, 151, 162, Allein auf der Gasinspektion in der Gitschinerstraße follen noch Warunng. In neuester Zeit häufen sich die Fälle, in denen über 100 Gasmesser fehlen. Auch die Gasmesserfabriken können Stralauer Viertel. Bisheriger Vertreter: Julius Henke( oz.); Bestellungen auf Brockhaus' Ronversationslerita, Meyer's nicht so schnell arbeiten, da die Arbeiten sehr genau ausgeführt 1889 bei der Stichwahl 651 gegen 598 lib. Stimmen. Konversationsleyika u. dgl. für Arbeiter fast völlig werth- sein müssen. Dazu kommt noch, daß die Gasmesser erst noch das Es erhielten gestern Julius Henke( fo3.) 919 Stimmen, lose, viel zu theure Bücher Arbeitern durch zungenfertige Aichungsamt paffiren müssen, ehe sie dem Gebrauch übergeben Shriftsteller Arnold Perls 788 Stimmen, Schwabe[( ant.) Reisende, Agenten u. f. w. aufgeschwaßt werden. Das geschieht werden können. Es wäre aber dringend wünschenswerth, wenn so: Es toftet z. B. Brockhaus' Konversationslegiton nach solchen sich die Gasinspektionen mit einer größeren Anzahl namentlich 100 Stimmen, angner( ultr.) 32 Stimmen. Bestellzetteln die kolossale Summe von 160 M. Der Agent redet der am meisten verlangten kleineren Gasmesser versehen würden, nun fortwährend von 3 M., die der Arbeiter monatlich zu zahlen damit es später nicht wieder vorkommt, daß Kunden länger als habe. Der Arbeiter unterschreibt schließlich solch einen Bestellschein vier Wochen auf die Anbringung eines Gasmessers warten müssen. für Monat 3 M. zu zahlen; ja bleibt er im Rückstande mit den der sieben sozialdemokratischen Gemeindeverordneten auf Amtsund sieht nun zu Hause die Bescheerung. Er ist verpflichtet, Monat Nachdem die Nigdorfer Gemeindevertretung das Gesuch Raten, so ist die ganze Reitsumme fällig. Vergeblich sucht er von entbindung fürzlich abgelehnt hatte, waren die Antragsteller amtdem Vertrag wieder zurückzutreten. Selbst gegen ein Abstands- entbindung kürzlich abgelehnt hatte, waren die Antragsteller amtAbstands- lich geld für seine Unüberlegtheit läßt sich der Lexikon- Verkäufer lich aufgefordert worden, ihren Pflichten als Gemeindevertreter widrigenfalls die Bestimmungen darauf nicht ein. Er erhält ein Schreiben wie das folgende, das weiterhin nachzukommen, wir abermals zur Warnung veröffentlichen: der Landgemeinde Ordnung resp. die Geschäftsordnung Anworttlich ihrer werthen Postkarte bedauere ich, Sie von werden würde. Daraufhin waren in der am Donnerstag Nach der Gemeindevertretung gegen sie in Anwendung gebracht dem eingegangenen Vertrage nicht entbinden zu können. Ich werde das bestellte Werk in diesen Tagen Ihnen zugehen verordnete unserer Partei wieder erschienen und hatten hiervon mittag anberaumten Gemeindefizung sämmtliche 7 Gemeindes lassen und ersuche Sie, Ihren Verpflichtungen pünktlich nach verordnete unferer Partei wieder erschienen und hatten hiervon zukommen, indem ich gleichzeitig höflich bemerke, daß ich im zuvor Mittheilung gemacht. Aus Weigerungsfalle tlag bar werden müßte. den Verhandlungen der Gemeinde Vertretung sei folgendes erwähnt: Die an den Gemeindeschulen beschäftigten Hochachtungsvoll Reinhold Kühn, Handarbeits Lehrerinnen waren bisher gegen ein Stundengeld Hofbuchhandlung, Leipzigerstr. 115/116. von 60 Pf. angestellt; die Versammlung beschloß, fernerhin die Wir warnen wiederholt vor derartigen unüberlegten Be- Handarbeits Lehrerinnen gegen ein festes Jahresgehalt von ftellungen. Her na ch hilft teine Reue. Außer der Kühn'schen 700 m. anzustellen; die Regierung bat sich auf Anfrage bereit Buchhandlung giebt es noch eine große Menge anderer Firmen, erklärt, in diesem Fall einen Zuschuß von 100 m. pro Jahr und Stelle der Gemeinde zu gewähren.- Die Lieferung die auf die Unüberlegtheit von Arbeitern leider mit Erfolg der für die Verwaltung erforderlichen Drucksachen spekuliren. soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben 35. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschriebene Wähler 6723). erhalten folgende Buschrift: Zum Kampf gegen die jüdischen Lehrerinnen. Wir werden. Zur Durchführung des Verfahrens wurde eine Kommission niedergesetzt. Nach dem Ortsstatut für die Anstellung Stadtbezirke 229-236, Rosenthaler Vorstadt. Bisheriger Ver- Das Vorgehen des Provinzial- Schulfollegiums gegen die der Unterbeamten in der Gemeindeverwaltung besteht für diese treter: Expedient Robert Herzfeldt( fo3.). 1889 gewählt jüdischen Lehrerinnen beginnt jetzt auch auf die an Beamten eine dreimonatliche Kündigungsfrist. Verschiedene in Es erhielten gestern Tischler Rudolf Millarg( foz.) 309 Stimmen, Glasermeister Alt( lib.) 1090 Stimmen, Dr. Schmidt( ant.) 272 Stimmen. Resultat: Glasermeister It( lib.) gewählt. 33. Kommunal- Wahlbezirk( eingeschriebene Wähler 5621). Stadtbezirke 226, 227, 255, 256, 268, 269 und Theile von 221, 225, 257 und 267, Rosenthaler- und Oranienburger- Vorstadt. Bisheriger Vertreter: Nentier 2 angenbucher( lib.), 1889 gewählt mit 745 gegen 271 foz. und 147 antis. Stimmen. Es erhielten gestern: Uhrmacher Otto Näther( 103.) 479 Stimmen, Rentier 2 angenbucher( lib.) 813 Stimmen, Donner( ant.) 147 Stimmen. Resultat: Langenbucher( lib.) gewählt. " auch dem Vertrauensmann B -= " Tetzter Beit vorgekommene Fälle haben nun gezeigt, daß diese das Eingreifen der Feuerwehr an verschiedenen Stellen noth- soll. Im übrigen wird man finden, wenn man das Leben Frist eine зи lange ist und zu Unzuträglichkeiten wendig gemacht. In der Hirtenstraße mußte ein Schuhmacher einzelner genau durchgeht, daß man immer etwas ausfegen fann. führt, weshalb die Gemeindeverwaltung eine Abänderung feller, in welchen das Waffer in Strömen eindrang, ausgepumpt und bei der schwierigen Stellung, welche die Sicherheitsbeamten des Ortsstatuts beantragt. Die Prüfung der Angelegenheit werden. In der Luisenstraße sammelte sich das Wasser über hier haben, kann man es erklärlich finden, wenn' mal einer zu wurde einer Kommission überwiesen. Genosse Müller weist einen Fuß hoch, ebenso Unter den Linden, wo der ganze Reit- feste zugreift. Münter's Verfehlungen sind gewiß theilweise entdarauf hin, daß der letzte Beschluß der Berliner Stadtverordneten weg überschwemmt war. Großen Schaden haben auch die schuldbar, wenn ich auch Ungesetzlichkeiten feineswegs billige. Im Versammlung in der Einverleibungsfrage in der Rixdorfer Be- Gärtner in der Umgegend erlitten, da das Wasser in die Treib- allgemeinen hat man ihm aber doch nur Kleinigkeiten nachgewiesen. völkerung vielfach Bestürzung und Besorgniß hervorgerufen habe. häufer drang und viele Pflanzen zerstörte. Die Milchhändler In den Artikeln der Nr. 149 und 150 der Arbeiter- Zeitung" find Er beantrage daher, die Angelegenheit auf die nächste Tages- von außerhalb tamen sämmtlich mit Verspätung hier an, da die dieselben Beleidigungen enthalten. Der lettere enthält außerdem ordnung zu setzen, um durch eine Aussprache zu dem Beschlusse Chauffeen unpassirbar wären. Die Spree ist bedeutend gestiegen noch die sehr schwere Beleidigung, daß Münter ein Mensch von Berlins Stellung zu nehmen. Der Antrag wird angenommen. und die Obstfähne fonnten vor den eindringenden Wassermassen sehr niedriger Bildungsstufe sei. Das ist eine bewußte Beleidigung, -Ferner beschließt die Versammlung, die Eisenbahndirektion nicht geschüßt werden. für die absolut keine Veranlassung vorhanden war. Eine solche un schleunige Abhilfe der verschiedenen Mängel des neuen Bahn- In Potsdam versuchte sich Donnerstag Morgen ein Mann, Beamten erschüttern. Der Fall Block beweist nichts dafür, daß Verunglimpfung in der Zeitung muß allerdings die Autorität der hofs zu ersuchen. welcher in Strümpfen einhergelaufen kam und nur halb bekleidet Für die Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 find fünf war, von der langen Brücke in die Havel zu stürzen. Ein Schuß- Münter mit seinem Eide fahrlässig umgeht. Ich beantrage eine Gefängnißstraße von einem Monat, und zwar in der Erwägung, Eingänge vorgesehen worden. Der Haupteingang I. liegt an der mann verhinderte ihn aber mit festem Griffe daran und wurde daß bei den systematischen Verleumdungen das ist wohl nicht Treptower Chauffee in der Nähe der Verbindungsbahn. Der deshalb von dem Mann thätlich angegriffen. Auch auf der Auch auf der Haupteingang II. liegt an der Treptower Chauffee in der Nähe Polizeiwache, wohin er später befördert wurde, machte er einen ganz richtig bei den fyftematischen Beleidigungen ehrenrühriger Statur gegen einen Beamten keine Geld- sondern eine GefängnißDer jezigen Pferdebahn- Haltestelle( Endpunkt). Der Haupt- Angriff auf einen Schußmann, den er vom Stuhl herabreißen firafe angebracht sei. firafe angebracht sei.- Bertheidiger: Der Herr Staatseingang III. befindet sich an der Köpenicker Chauffee gegenüber wollte. Es stellte sich heraus, daß man es mit einem akademisch anwalt nimmt an, daß Münter bei den inkriminirten Artikeln dem Ausstellungs- Bahubof. Eingang IV. wird in der Nähe der gebildeten Lehrer zu thun hatte, der infolge anstrengenden die Hauptrolle spielte. Das ist falsch. Der Angeklagte hat vielRingbahn gegenüber dem Haupteingang errichtet und Eingang V. Studirens plöglich geistesgestört geworden war. mehr den Essener Prozeß beleuchten wollen, und ging von der wird in der Part- Allee in Treptow gegenüber dem VergnügungsGesperrt ist für Fuhrwerke und Reiter die Alexandrinen Erwägung aus, daß Münter, obgleich unmittelbar bei der Sache part erbaut. straße von der Wasserthorstraße bis zur Hollmannstraße. betheiligt, als Hauptzeuge auftrat, daß ihm vom Gericht den Ent in seiner Wohnung am Weidenweg erhängt vorgefunden. In man sie vielmehr verhaftete. Der Angeklagte versuchte nun Polizeibericht. Am 7. b. M. abends wurde ein Arbeiter außerordentliches Gewicht beigelegt, während laftungszeugen Marggrafs tein Glaube geschenkt wurde, der Calvinstraße lief eine Frau aus Unvorsichtigteit gegen ein den Beweis zu erbringen, daß dies nicht richtig, daß der Beamte vor dem Hause aufgestelltes Leitergerüft, fiel dabei hin und brach nicht glaubwürdiger als der Zivilist sei, daß auch der Bebeide Arme.- Im Laufe des Tages fanden zwei unbedeutende amte irren fönne unter Gid, im guten Glauben, von seinem Feuer statt. Zur Beleuchtungsfrage wird jetzt mitgetheilt, daß mit einer in unmittelbarer Nähe des Ausstellungsgebäudes domizi lirenden elektrotechnischen Firma ein Vertrag abgeschlossen werden soll, wonach die Beleuchtung des Hauptausstellungs gebäudes aus außerhalb der Ausstellung liegenden Kraftquellen besorgen werden soll. Die Lichtmekknust in ihrer Bedeutung für Wissenschaft und Technik war der Titel eines Experimental- Vortrages, welchen Herr Spies am Donnerstag Abend in der Urania hielt. Er legte zunächst die Schwierigkeiten dar, welche der Festfehung und allgemeinen Einführung einer Lichteinheit im Wege stehen, und zeigte verschiedene Flammen, welche als Einheit gebraucht werden; in Deutschland wird jetzt allgemein die Amylacetatlampe, die sogenannte Hefnerlampe benut. . Witterungsübersicht vom 8. November 1895. Stationen. 758 Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 22222222( Stala 1-12) Wetter Temperatur nach Celsius ( 5° C. 4° R.) 8 69 759 Still bedeckt Nebel • 759 MSW Regen 11 764 SW 769 SM bedeckt bedeckt 765 W bedeckt 15 14 16 756 MO Schnee -8 749 Nebel 760 M 756 SM • Nebel heiter 766 bedeckt 13 den Gerichts- Beifung. 4778 Temperament verführt. Beleidigungen des Gendarms Münter liegen ihm alfo völlig fern. Und der versuchte Beweis ist ihm ziemlich gelungen. Die Vorfälle in Herne, deren Münter sich nicht mehr entsinnt, sind doch keine Kleinigkeiten. Und die Gerichte haben sich überzeugt, daß die Bekundungen der Zeugen über diese Vorfälle richtig sind, denn sonst hätte 3. B. der Redakteur Block am 4. Oftober nicht von der Münterbeleidigung freigesprochen werden können. Das beweist doch, daß Münter im Bann einer gewissen LeidenschaftlichIndem der Vortragende dann verschiedene Methoden zur feit steht, oder daß er an starter Gedächtnißschwäche Vergleichung von Lichtstärken vorführte, wies er auf die Swinemünde leidet. Der Fall Block beweist doch auch, daß Münter ohne gcSchwierigkeit hin, welche darin liegt, daß in verschiedenen Hamburg nügende Vorsicht handelt, daß er von einer großen Unruhe be= Flammen die verschiedenen Farben in verschiedenem Helligkeits- Berlin herrscht wird. Ser Angeklagte wollte eben dies zeigen, wollte verhältniß enthalten sind; so zeigte ein Argand- Brenner Wiesbaden. zeigen, daß Münter kein Bewußtsein von mehreren seiner Handdoppelt so helles rothes Licht, als eine, Spiritus- Glühlampe, München lungen erlangt und deshalb nachher im guten Glauben sie in während diese im grünen viermal so hell war als jener. Dazu Wien. Abrede stellt. Dabei lag ihm eine Beleidigung fern, er wollte tommt, daß unser Auge nicht für alle Strahlen gleich empfäng Haparanda. nur eine Illustration dafür geben, daß das Zeugniß von lich ist; es gehen von den leuchtenden Körpern ja auch Petersburg Beamten nicht immer absolut besser ist, als das von dunkle Strahlen aus, welche das Auge gar nicht wahr Cort Zivilisten. Was den Vorwurf des Packens betrifft, so nimmt, und die sich nur durch ihre Wärmewirkung ver- Aberdeen. hat der Angeklagte ihn im besten Glauben gemacht, er rathen. Das Auge ist besonders empfänglich für gelbes Paris. konnte die betreffende Instruktion nicht kennen. Alle die Artikel, und grünes Licht, worauf der Vorzug der an solchen Strahlen reichen Gasglühlichte beruht. Gin Versuch zeigte, daß bei einer Wetter- Progusse für Sonnabend, den 9. November 1895. woriu er diesen Vorwurf erhoben hat, find gleich nacheinander Erbigung einer Flamme um etwa das doppelte ihre Leuchtkraft de Machts fühleres, am Tage mildes, theils heiteres, theils erschienen und stellten sich daher als aus einem Willen und einer auf das Sechsfache stieg; der Vortragende zog daraus den Schluß, wolliges Wetter mit etwas Regen und mäßigen südlichen Winden. Entschließung hervorgegangen dar. Was den Artikel des Hamburger Echo" anbetrifft, so hat der Angeklagte die Aeußerungen daß die Erreichung größerer Hige auch für die Zwecke der Ben ratione odiad Berliner Wetterbureau. verschiedener Blätter über den Prozeß zu Essen geben wollen, leuchtung förderlich ist, was sich jedoch nur auf die untersuchte und wenn er auch infolge des Preßgefezes die Berantwortung Flammenart( eine elektrische Bogenlampe) beziehen tann. Der Vor dafür tragen muß, so ist seine Thaterschaft doch nur eine Fiktion. tragende wies auch selbst darauf hin, daß das Ideal einer Beleuchtung Alle Wendungen des Artikels hat er sich jedenfalls nicht zu eig n darin liege, gerade die für das Auge wirksamen Strahlent Majeftäts- und Münter- Beleidigungsprozek. Am Tage gemacht. Majeftäts- und Münter- Beleidigungsprozek. Am Tage gemacht. Der Angeklagte hält ebenfalls eine längere Ausschluß aller anderen, also speziell auch mit Vermeidung von nach seiner Wahl zum Reichstags- Abgeordneten stand unser Vertheidigungsrede. Das Gericht erkennt nach langer Berathung Dunklen Wärmestrahlen, zu erzeugen, wie es bei den unte dem Genosse Dr. Lütgenau vor der Dortmunder Straf auf eine Geldstrafe von 300 M. Die Behauptung in der DorstEinfluß elektrischer Entladungen phosphoreszirenden Körpern ge- fammer, um sich wegen obiger Vergehen zu verantworten. Wegen felder Nede, Münter habe Schröder gepackt, sei zweifellos be= schieht. der ihm zur Laft gelegten Majestätsbeleidigung wurde er, wie leidigend aber nicht im Eröffnungsbeschluß inkriminirt, weshalb Die Erörterung der Frage, wie sich bei den verschiedenen bereits gestern mitgetheilt, zu 5 Monaten Gefängniß eine Verurtheilung nicht eintreten könne. Was der Vorwurf der Lichtarten das Verhältniß zwischen dem Kraft- und Koften- verurtheilt. Dem ausführlichen Bericht, den die neueste Nummer unrichtigen Bekundung unter Eid betreffe, so sei ausdrücklich aufwand einerseits und der erreichten Lichtstärke anderer- der Rhein- Westf. Arb.- 3tg." über die Verhandlungen bringt, festgestellt, daß der Angeklagte den guten Glauben Münters befeits ftelle, nahm eine entschieden zu lange 3eit entnehmen wir noch folgende intereffante Details: Die Münter- tonte. Daffelbe geschieht in den beiden Artikeln. Daß in Anspruch, ohne daß der Vortragende seinen Zweck, wie beleidigung ging voran. In einer Versammlung zu Dorst- aber Münter sich Amtsüberschreitungen, die ihm zur Last fallen, es dem Berichterstatter scheinen will, erreichen konnte. Dem steht feld soll Genosse Lütgenau in einem Referat über den Essener nicht entsinnt, das hat der Angeklagte bewiesen. Die Form ist ja schon im Wege, daß der größte Theil des Publikums mit der Meineidsprozeß gesagt haben:" Der Münter ist ein Mann, nicht beleidigend, die Kritif ist berechtigt, deshalb fonnte in diesen Methode, die Beziehungen zwischen gewiffen Größen durch Kurven wenn der heute einen anpackt und zu Boden wirft, so hat Auslafjungen eine Beleidigung nicht erblickt werden. Dagegen darzustellen, nicht vertraut genug ist, um deutlich zu fassen, was die er's morgen vergessen, stellt sich vor Gericht und beschwört, daß ist es beleidigend, wenn von Münter in den Artikeln behauptet vorgeführten Kurven eigentlich bedeuten und lehren sollten. er nicht gestoßen hat." Der Angeklagte erklärt, daß er sich so wird, er habe Schröder gepackt. Der Beweis dafür ist nicht erDa der Vortrag durch diese Darlegungen übermäßig lang wurde, ähnlich ausgedrückt habe, indes sei der Sinn des Sages durch bracht, Münter hat instruktionsgemäß gehandelt. Die Artikel ( er dauerte fast volle drei Stunden), so war es sehr begreiflich, Fortlassung des folgenden entstellt worden. Er habe stets hervor aber werfen ihm eine Gewaltthat vor. Im legten Artikel ist daß die Zuhörer in nicht geringer Anzahl das Theater vorgehoben, daß Münter im guten Glauben gehandelt habe. Er Münter durch die Behauptung schwer beleidigt, er stehe auf Schluß des Vortrags verließen. Vielleicht gelingt es Herrn Spies, fei übrigens noch heute überzeugt, daß Schröder in der Ver- niedriger Bildungsstufe. bei der Wiederholung den Inhalt des Gebotenen in zwei Stunden sammlung zu Baukau von Münter zu Boden gestoßen Es folgt die Auflage wegen Majestätsbeleidigung. zu bewältigen; das Ganze würde dadurch sicherlich gewinnen. fei. Sodann werden zwei Artikel der Arbeiter Beitung" Dieselbe soll. begangen sein durch Abdruck eines Leitartikels aus Gegen den Redakteur des antisemitischen Wigblattes" Nr. 149 und 150 verlesen, der eine lautend:" Schröder und Münter der demokratischen Düsseldorfer Bürger- Zeitung"," Eine SaiferDer deutsche Michel" ist auf grund des Artikels ,, Ein Monarchen- oder Bürger und Polizist", der andere eine Wiedergabe aus einem rede" betitelt, welcher die Rede des Kaisers beim Paradediner Der diner bei Cohn und Rosenberg" Anklage wegen Beleidigung der Artikel des„ Hamb. Echo". des Gardekorps am diesjährigen Sedantage fritisirt. in In dem ersten Artikel wird gesagt, daß Münter den Schröder Artikel ist auch die Westfälische Wolfstribüne", dem Raiſerin Friedrich erhoben worden. Die Verhandlung findet am bei seiner Verhaftung im Gerichtssaale angepackt habe, weil das Kopfblatt der" Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Zeitung" über Berühren mit den Händen bei ihm unwillkürlich sei, daß er dieser nommen worden. Die Anklage nimmt deshalb zwei Handlungen an. Handlung sich gar nicht einmal bewußt werde und daher ruhig Auf Antrag des Staatsanwalts wird die Oeffentlichkeit ausbeschwören werde, daß er den Schröder nicht berührt hätte. Es geschlossen. Das Gericht fand in dem Artikel zwei wird zunächst Beweis über die Aeußerung in Dorftfeld erhoben. Beleidigungen und nahm an, daß zwei selbständige Der Zeuge Gendarm Haar mann bekundet, daß der An- Handlungen vorlägen, weil die Nummer der„ Bolts- Tribüne" einen geklagte sich in der Dorstfelder Versammlung so geäußert babe, Tag später erschienen sei, als die Nummer der Arbeiterzeitung". wie es die Anklage darstellt. Er habe indeß den guten Für jeden Fall sei auf drei Monate erkannt, die in fünf Mo|= Glauben des Münter besonders hervorgehoben; nate Gefängniß zusammengezogen wurden. Der Um Von Posen nach Ostafrika soll, wenn der Mittheilung die Versammlung war sehr erregt.- Angefl.: Erregt ist in der stand, daß das Gericht zwei selbständige Handlungen angenommen eines Berichterstatters zu trauen ist, eine Ladung Tannenbäume Bersammlung nur der Zeuge gewesen. Er lief aufgeregt in bat, dürfte die sofort eingelegte Revision erfolgreich machen, wandern, die hier gestern angekommen ist. Ein Kaufmann in dem Versammlungslokal auf und ab und sagte zu dem denn, wie unser Dortmunder Bruderorgan an anderer Banzibar will sie zu Weihnachten an dort wohnende Deutsche überwachenden Kommissar Wagner: Das ist ja die reinste Auf- Stelle hervorhebt, erscheinen beide Blätter an einem Tage( die Derfaufen. putschung. Sorgen Sie doch dafür, daß der Mann auf- Voltstribüne wird nur vordatirt), sodaß nur eine selbständige Die kommiffarische Oberleitung der politischen Ab- hört, löfen Sie die Versammlung auf." Der Kommissar Handlung vorliegt. theilung des Polizeipräsidiums ist dem Grafen Still fried wies ihn aber ab mit dem Bemerken, der Redner halte sich in Der Schreiber der Georgenkirche. Zu der harten Strafe Polizeikommissar Wagner Torstden gebotenen Schranken. und dem Polizeirath Muhl an stelle des verstorbenen Polizei- feld: Der Angeklagte habe gesagt, daß Münter ständig mit den von neun Monaten Gefängniß wurde der Bureaugehilfe Friedrich raths v. Mauderode übertragen worden. Händen. agiren müsse. Es bedürfe feines Entschlusses für ihn, Wilhelm Schöbel gestern von der 7. Strajkammer des Landgerichts I verurtheilt. Schöbel, der gegenwärtig vom hiesigen Von der Post. Im Reichs- Anzeiger" wird bekannt gegeben, feine Hände zu gebrauchen. Er wäre fich deffen garnicht bewußt Magistrat beschäftigt wird, war seit Juli 1893 eine zeitlang bei daß am 10. November bei dem Postamt in Rigdorf 1( Berg- und könne daher vor Gericht im guten Glauben beschwören, der Rendantur der hiesigen Georgenkirche als Bureauarbeiter ftraße 117) der Rohrpostbetrieb eröffnet wird. Der Rohrpost- daß er nicht angefaßt habe. Vertheidiger Rechtsanwalt verkehr findet täglich im Sommer Halbjahr von 7 Uhr, im Kohn beantragt, den Gerichtsrendanten Bock zu vernehmen, thätig. Er wurde wider Erwarten entlassen und richtete seitdem eine ganze Reihe Angriffe gegen den Rendanten Schulze Winter Halbjahr von 8 Uhr morgens bis 10 Uhr abends statt. der bekunden soll, daß der Gendarm Münter am 27. Juni, und den Superintendenten a. D. Wegner; namentlich Von dem genannten Tage ab beträgt das Porto für Rohrpoft als er nach einer vertagten Verhandlung sich das Zeugen der erstere hat nach den Behauptungen des Angeklagten sich briefe und Karten nach Rixdorf allgemein 30 bez. 25 Pf. geld holte, ihm gegenüber zuerst erklärt, daß weitmar Das Bweig- Telegraphenamt am Brandenburger Thor wird vom feine Bahnstation sei und nachher, als an anderer Seite das Diverser schwerer Unregelmäßigkeiten schuldig gemacht. Der n 10. November ab an Sonntagen und gefeßlichen Feiertagen ge- Gegentheil festgestellt wurde, sofort bestritt, daß er jene erste Bes getretene Wahrheitsbeweis mißlang jedoch und Schöbel, von dan der als Zeuge vernommene Superintendent a. D. Wegner in der schlossen. hauptung aufgestellt habe. Zeuge Münter erflärt sehr erPolizeilich verbotene Vorstellung. Polizeilich untersagt regt, wenn so etwas vorgefallen sei, so habe das doch gar keine Verhandlung angedeutet hatte, daß er beinahe in Zweifel wurde am Dienstag Abend 1/2 10 Uhr mitten im Spiel die Vor- Berbindung mit der vorliegenden Sache. Wenn man jedes Wort, gerathe, ob die Jurisprudenz die richtige Instanz für den Anmit ihm befassen müsse, wurde zu der vorhin mitgetheilten ftellung im Eisteller" in der Chausseestraße. Als Grund des das er spreche, kontrolliren wolle und die Herren Vertheidiger geklagten sei oder ob nicht vielmehr eine andere Wissenschaft sich Verbots wurde von dem Beamten die Unzulänglichkeit der Kon- ihn immer so durchhecheln wollten, fo gehe ja seine ganze harten Strafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr Autorität verloren. Der Präsident verweist ihn zur Ruhe. aeffion angegeben, auf welche hin jedoch schon mehrere Abende Staatsanwalt Dr. Schulze Sölde: Dem Angeklagten Gefängniß beantragt. unbeanstandet gespielt worden war. fallen drei Beleidigungen des Gendarms Münter zur Last. Zus Unschuldig verhaftet. Vor der Straffammer III des nächst die Aeußerung in Dorftfeld, wo er dem Gendarm vor: Hamburger Landgerichts wurde in diesen Tagen ein Fall ver= geworfen hat, den Schröder gepackt zu haben. Er habe nicht ge- handelt, der ein grelles Licht auf unsere vielgepriesene Strafpackt, sondern instruktionsgemäß berührt. Durch den Ausdruck rechtspflege wirft. Angeklagt war ein 17jähriges Mädchen wegen Eine Lungenheilanstalt für heilbare Krante aus dem packen sollte Münter als gewaltthätiger Mensch hingestellt werden. Vergebens gegen§ 218 Str. G.-B.( Abtreibung der Leibesfrucht). Stande der Lehrer, Gelehrten, Künstler und Schriftsteller" soll Gine viel tiefere und höhnischere Beleidigung liegt in den Worten: Drei Monate hatte die Voruntersuchung in dieser Sache in Andem Berl. Tgbl." zufolge von einem Komitee geplant sein. Die Er stelle fich in gutem Glauben hin und schwöre, er habe Schröder spruch genommen, und während dieser Zeit saß das Mädchen orts Anstalt soll innerhalb des Vorortverkehrs errichtet werden und nicht berührt. Wenn hier auch gesagt wird, Münter handle in während in Untersuchungshaft. In der Hauptverhandlung erklärte nun 120 Betten faffen. Zu den auf 600 000 m. berechneten Kosten gutem Glauben, so ist das nur die Schachtel, worin die Pille ge- der Sachverständige, Physis Dr. Errmann, daß er trotz ein foll eine biefige Familie 100 000 M. in Aussicht gestellt haben. reicht wird. Münter soll hingestellt werden als jemand, der unter gehender Untersuchung des Mädchens nicht das geringste Ans Für vollständige Verpflegung sei eine Gebühr von drei Mart Gid Unrichtiges aussagt und die Einschränkung im guten zeichen für eine jemalige Schwangerschaft desselben habe finden Glauben" besagt nichts. Wenn man von jemandem behaupten fönnen. Auf Antrag des Staatsanwalts erfolgte Freisprechung fäglich ausgesetzt, während die allgemeinen Anstaltskosten durch würde, er habe gestohlen, aber in gutem Glauben, würde das des bedauernswerthen Mädchens, gegen das eine Antiage in den Berein zur Begründung von Heilstätten aufgebracht werden nicht beleidigend sein? Daß Münter sich verschiedener folge Weibergetratsches erhoben war. Wäre die ärztliche Unters follen. Für Krante aus dem eigentlichen Proletariat ist diese Vorfälle nicht erinnert, ist allerdings richtig!, fuchung sofort erfolgt, so wäre dem Mädchen die Qual der Anstalt, wie zu ersehen ist, nicht berechnet. aber das passirt auch anderen Personen. Bezüglich des Falls dreimonatlichen Untersuchungshaft erspart geblieben. mit dem Metzger Bernicke behauptet Münter, er habe sich angegriffen geglaubt und es ist fraglich, wem man glauben 14. b. M. vor der Kammer Brausewetter statt. Nr. 12 des Anarchistenblattes ,, Der Sozialist" ist, wie der Anarchist Sparr den bürgerlichen Blättern meldet, am Donnerstag Abend unmittelbar nach der Fertigstellung konfiszirt worden. Die ganze Auflage soll beschlagnahmt sein. Wie uns noch gemeldet wurde, soll ein Artikel, der sich mit den Chitagoer Anarchisten beschäftigte, den Anlaß zu der polizeilichen Maßnahme gegeben haben. = 0 Die ,, Kauaria", Verein für Liebhaber und Büchter des Ranarienvogels, wird die 14. Ausstellung vom 6.- 10. Dezember Leipzigerstr. 182, 1 Treppe stattfinden lassen. " Der ungeheure Regenguß in der Nacht zum Freitag, der für diese Jahreszeit zu den größten Abnormitäten gehört, hat " " 603 Die verschwundene Erzherzogin Dubberstein hat be kanntlich Mutter und Schwester in das luftige Leven, das sie dank gesetes zu bestrafen ist. gerichts I abspielte, nochmals wieder. Boziale Beberlicht. = I der Versammlungen. der Dummheit einiger reicher Gimpel führen konnte, mit hinein- 1 Rücksicht auf das Kind als als nicht steuerpflichtig in geschlossen wurde. Auf die Rückzahlung von 2 M., die Kläger gezogen. Während die Erzherzogin" bei Zeiten verduftete, Abzug gebracht. Aber selbst ivenn er dies Ein mal als Vorschuß erhielt, wurde verzichtet, so daß die eigentliche haben Muter und Schwester von den schönen Tagen nichts be- kommen von 900 Mart nicht hätte, würde er die Auf- Vergleichssumme 11 M. beträgt. balten, eine Verurtheilung zu harter Gefängnißstrafe. Die nahme in die Liste fordern können, denn§ 77 Abs. 1 des Revin, die fie gegen dies Urtheil eingelegt hatten, ist gestern Ginkommensteuer- Gesetzes vom Juni 1891 befage: Soweit nach vo Reichsgericht verworfen worden. den bestehenden Bestimmungen in Stadt- und Landgemeinden das = Am Vorabend der Stadtverordneten Wahlen hatten Eine zeitgemäße That des Reichsgerichts. Aus Leipzig Bürgerrecht bezw. das Stimm- und Wahlrecht in Gemeindewird vom Freitag telegraphirt: Der zweite Straffenat des angelegenheiten an die Bedingung eines jährlichen Klaffensteuer- sich in verschiedenen Wahlbezirken die Wähler noch einmal in Reichsgerichts hob das freisprechende Urtheil des Land- ahes von 6 M. geknüpft ist, tritt, bis zur anderweitigen gesetz- öffentlichen Versammlungen zusammengefunden, um sich vorzugerichts Berlin I. vom 14. Mai d. J. gegen den Arbeiter lichen Regelung des Gemeinde- Wahlrechts, an die Stelle des ge- bereiten für den Wahlkampf am nächsten Tage. nannten Satzes der Steuersatz von 4 M., bezw. ein Einkommen In der Kommunal- Wählerversammlung, die Binne auf. In der Begründung wird ausgesprochen, daß von 660-900 M. Hiernach sei, meint der Kläger, der angeführte bei Heinhardt, Hafenhaide 59, abgehalten wurde, sprach Genosse Korpsbefehle, welche sich gegen die sozialdemokratische Kommunalbeschluß als ungiltig zu betrachten. Der Kläger war 3ubeil. Ein Freisinniger, Dr. Bernstein, suchte in der Agitation imbeere richten, als Befehle in Dienst in der Lage, dem Bezirksausschuß mitzutheilen, daß die Steuer- Diskussion Bubeil's Ausführungen zu entkräften, wurde aber von fachen nach§ 92 des Militär- Strafgesetzbuches aufzufassen Boreinschätzungs- Rommission ihn nachträglich auf sind und daß die Aufforderung an Personen des Remonstration hin mit einem Einkommen von 1150 m. ein- Schließlich stimmte die Versammlung einhellig einer Resolution feine Frau Fahrenwald und dann von Zube il selbst widerlegt. Soldaten standes zur sozialdemokratischen geschätzt habe und zwar auf grund des§ 80 des Einkommen zu, worin sie ihr Einverständniß mit dem Referenten aussprach Agitation nach§§ 110 bis 112 des Reichsstrafsteuer- Gesetzes, so daß er die zu wenig gezahlte Steuer nach- und zu eifriger Agitation für den Kandidaten unserer Partei Unsere Leser werden sich wohl kaum mehr des Thatbestandes zahlen muß. Der Bezirksausschuß nahm an, daß die Be- aufforderte. Mit dreifachem Hoch auf die Sozialdemokratie ging erinnern, der seinerzeit vom Staatsanwalt als Anklagematerial bingung für die Erwerbung des Bürgerrechts für Breslau man auseinander. gegen Binne benutzt wurde. Wir geben deshalb den Fall, wie er ein Einkommen von schlechtweg 900 M. sei, und verurtheilte In letter Stunde" war das Thema, worüber im vor die Stadtverordneten- Versammlung, den Kläger in die Liste sich am 14. Mai vor der neunten Strafkammer des hiesigen Land- der stimmfähigen Bürger für das Jahr 1894/95 aufzunehmen. Swinemünder Gesellschaftshaus vor einer dicht gedrängten aufzunehmen.uhörerschaar Die Beklagte legte legte nunmehr beim Ober- Verwaltungs- Zuhörerschaar( die Tische hatten entfernt werden müssen) Am Abend des 22. September vorigen Jahres hielt der Er legte die Nothdie gestern Flugtauben- Verein Wedding" ein Tanzkränzchen ab, welches gericht Berufung ein und machte folgendes geltend. Für die Genoffe Stadthagen referirte. Aufnahme in die Wählerliste sei nur das veranlagte Einkommen wendigkeit einer energischen Agitation für von etwa 150 Personen besucht war. Die Rolle des Tanzunsere Biele ordners wurde dem Arbeiter Karl 3in ne übertragen. Während maßgebend, und Bergmann sei bei der Aufstellung der Liste für vollzogenen Stadtverordneten- Wahlen dar, hob die Ver jetzigen Stadtverwaltung, 1894/95 nur mit einem Einkommen von 850 m. veranlagt ge- fumpfung der staffeepause bat Zinne diejenigen Gäste, welche demnächst zum wesen. Seine spätere höhere Veranlagung könne jedoch nicht und unsere Taktik in und außer dem Rothen Hause unter häufigem Militär eintreten müßten, sich um ihn zu schaaren. Es folgten ins Gewicht fallen, weil sie lange nach der Aufstellung der Liste Beifallssturm hervor und bat die anwesenden Gegner, sich an ber etwa zwölf Personen dieser Aufforderung. Zinne soll erfolgt sei. Das Ober- Verwaltungsgericht bestätigte die Diskussion lebhaft zu betheiligen. Dieser Wunsch ging trob darauf nun folgende Ansprache gehalten haben:„ Ihr Verurtheilung der beklagten Stadtverordneten- Verfamm- Anwesenheit des liberalen Gegentkandidaten nicht in ErTommt jetzt aus der Freiheit in die Knechtschaft. chfordere Euch auf, der sozialdemokratischen ung. Die Gründe wurden nicht vorgetragen. Wir werden die füllung. Genossen Herzfeld, Borgmann, Koopmann Heitmann und andere sprachen im Sinne des Referenten. Fahne auch beim Militär treu zu bleiben unb felben eventuell später mittheilen. Der häufige Beifall, den die Versammlung zollte, zeigte, wie auch dort die sozialdemokratischen Ideen zu sehr sie ihr aus dem Herzen gesprochen hatten. Die Versamm verbreiten!" Diese Ansprache zog dem Arbeiter Zinne Tung ging mit der Hoffnung auseinander, trotz der kolossalen obige Anklage zu. Von den geladenen Zeugen gehörten jetzt vier dem Militärstande an. Diese bekundeten, daß sie den Wort- Aus Zwickau wird uns geschrieben: Am 4. November Wühlereien der Gegner das Mandat des Stadtverordneten laut der von dem Angeklagten gehaltenen Ansprache nicht wieder feierten hier die Aktionäre und höheren Beamten des Erz- Genossen Herzfeld zu behaupten. Im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c, hatten sich die Wähler zugeben vermöchten, der Sinn sei aber so gewesen, wie es die gebirgischen Steinkohlen Attienvereins das Anklage behauptete und wie es auch vor dem Kriminalkommissar fünfzigjährige Förderungsjubiläum ihres Vereins; die Arbeiter des 17. Kommunal- Wahlbezirts zahlreich versammelt. Schöne zu Protokoll gegeben worden sei. Dagegen traten zwei auf den 4 Schächten verfahren gegenwärtig 12stündige Schichten, Den Vortrag hielt Vogtherr, der das Verhalten der freis andere Zeugen auf, welche in ihren Angaben von denjenigen der 2 Stunden über die festgesetzte Normalschicht. Nur die bravsten sinnigen Stadtverordnetenmehrheit gegenüber den GemeindeSoldaten abwichen. Der Maschinist Sonntag bekundete, daß der der braven Arbeiter durften heute früh 9 Uhr beim Festaktus mit interessen gebührend kritisirte. Im selben Sinne äußerte fich Angeklagte nur gesagt habe, die Militärpflichtigen möchten nach antreten und wurden dekorirt und beschenkt. Es sind lauter Leute, Börner. Nachdem noch Tschernig, Georgi, Karbe Ableistung ihrer Dienstzeit wieder treu zur Sozialdemokratie die 25 Jahre ununterbrochen auf dem Werte arbeiten und und Frau Timmsch gesprochen hatten, wurde die Versammlung halten. Der Zeuge habe darauf Veranlaffung genommen, die man höre und staune 1870, als auf dem Wert ein kurzer mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Die Steiger hatten In der Versammlung für den Osten, die im Fiebig'schen jungen Leute zu ermahnen, sich während ihrer Dienst Streit ausbrach, nicht mitgestreift haben. geit ja von jeder Agitation fern zu halten, durch Umfrage unter den Arbeitern den Thatbestand der Schuld Festsaale abgehalten wurde, sprachen die Kandidaten des 24. da sie sich sonst schwerer Unannehmlichkeiten der alten Arbeiter, so weit er nicht aus den Werksliften zu er und 27. Kommunal- Wahlbezirks, Dupont und Dupont tam in seinem Referat auch auf aussehen würden. Darin, daß daß der Angeklagte seben gewesen ist, festgestellt. Auch eine Begräbnißtaffe ist auf Sente. angetrunken gewesen sei, stimmten alle Zeugen überein dem Werke vor acht Tagen gegründet worden, sie hat bereits die die Krähwinkelei zu sprechen, die hinsichtlich der Frage Staatsanwalt Hagen hielt den Angeklagten für über- Rechte der juristischen Person erhalten. Der Grundstock wird der Beleuchtung der Gewerbe- Ausstellung getrieben wird. wozu Kaffengeldern gebildet, führt. alten Arbeiter Erft habe man die Wahl des Ostens für die Ausstellung Derselbe mußte als gewefener Soldat weifellos" aus Kaffengeldern nissen, daß er die jungen Leute zu strafbaren bis zum Jahre 1874 mit beigesteuert haben, dafür genießen u. a. damit begründet, daß auch die Arbeiter etwas davon haben Handlungen( 1) aufforderte. Bekanntlich habe das Striegs- sie nun die Vergünstigung, daß ihren Hinterbliebenen beim Todes follten, und jest wolle man durch Nichtbeleuchtung der Ausministerium einen Erlaß an die Generalfommandos erlassen, fall wenigstens die höchste Unterstüßung 100 M. überwiesen stellungsräume den Arbeitern die Gelegenheit nehmen, ihre wonach jede Bethätigung sozialdemokratischer wird. Bemerkenswerth ist der Passus im§ 2 des Statuts, wo- freien Abendstunden dem Studium des gewerblichen Fortschritts Gefinnung seitens der Mannschaften zu verbieten sei. Die nach Mitglieder sozialdemokratischer Vereine vom Beitrittsrecht zu widmen. Schief gewickelt seien diejenigen, welche sich zu der Bersammlung müsse als eine öffentliche angesehen werden, weil ausgeschlossen sind. Dieser Passus tann natürlich nur Sachen er- Prophezeiung verstiegen hätten, die Unternehmer würden ihren jeder anständig gekleidete Mensch, der 30 Pf. Eintrittsgeld zahlte, regen, denn von sozialdemokratischen Vereinen ist hier schon lange Arbeitern jeden Monat einen freien Nachmittag geben, damit ( Seiterkeit.) baran theilnehmen konnte; die Angetrunkenheit des Angeklagten könne feine Rede mehr, die Polizei hat ja damit gründlich aufgeräumt, ja diese sich die Ausstellung ansehen tönnten. nicht so start gewesen sein, daß sie ihn straflos mache. Er beantragte fogar Vertrauensmänner aufgelöst. Weiter ist doch die Kaffe für Rebner beleuchtete dann die Kampfesweise des freisinnigen gegen den Angeflagten eine Gefängnißstrafe von zehn Monaten. Die Arbeiter gegründet, aber die beiden Direktoren führen den Kandidaten für den 27. Wahlbezirk, Schriftsteller A. Peris; in der Kaufmännischen Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Schoeps stellte die An- Vorsitz im Vorstand. Die Beiträge werden bei der Lohnauszah an einem Artifel des Mannes tlage als einen Versuch dar, etwas unter Strafe lung mit verrechnet und wer freiwillig aus der Arbeit Rundschau" zeigte er, daß Perls ganz wie Eugen Richter mit en zu stellen, was unter den§ 112 des abgelehnten Um st ur z- scheidet, verliert alle Ansprüche auf die Kassengelder; nur wer jämmerlichen Verdächtigungen gegen die Sozialdemokratie an gefeges fallen solite. Was der Angeklagte gesagt hat, sei gegangen" wird, soll seine eingezahlten Gelder ohne Binsen tämpfe. Bum Beweise dafür, wie sehr die Freifinnigen mit ihrem Latein zu Ende sind, verwies Dupont auf den Inhalt feineswegs bestimmt festzustellen. Durchaus wahrscheinlich sei es, zurückerhalten. Fürwahr eine herrliche Schöpfung! Flugblattes, worin die Liberalen" fogar mit daß er nur gefagt habe: Bleibt Eurer sozialdemokratischen Für den Gemeindebezirk Zwickau soll auf Beschluß des eines Mit dem antisemitischen Gesinnung treu!" Darin liege durchaus nichts Straf- Raths und der Stadtverordneten demnächst ein Gewerbe der Sedanfeier frebsen gehen. fich ernstlich ชน befaffen, erklärte Redner bares, denn Gedanken seien zollfrei, selbst für Leute, gericht errichtet werden. Damit wird einem lebhaften Wunsche Gegner die den Waffenrod tragen.- Der Gerichtshof fprach den der Arbeiter Genüge geleistet. Mehrere Jahre hintereinander für unthunlich.( Heiterkeit und Beifall.) Genoffe Hente liberale Verhegungen, die Angeklagten damals frei unter folgender Begründung: Nach§ 92 baben sich Arbeiterversammlungen sowie die dortige Arbeiter wandte sich besonders gegen werde ungehorsam gegen Befehl der Vorgesetzten in Dienst- presse mit diesem Thema erfolglos beschäftigt und ging vor seine Person betreffen. Vor allem wies er die in einem Flugsachen" bestraft. Der Gerichtshof sei nicht der Ansicht, daß die mehreren Monaten ein mit über 500 Unterschriften bedecktes blatt aufgestellte Behauptung energisch zurück, daß die sozialdemo Korpsbefehle Befehle in Dienstsachen" seien und er befinde fich Gesuch an das Ministerium des Innern um Vermittelung in fratischen Vertreter im Stadthause nicht für die Verbilligung der GasDabei in Uebereinstimmung mit dem Kommentator des Militär- dieser Frage. Die Antwort ist noch nicht zurück; inzwischen preise eingetreten seien; diese Behauptung sei eine grobe Züge. Die Strafgesetzbuches Solms. Der Gerichtshof habe angenommen, haben sich Rath und Stadtverordnete selbst zur Einführung eines Angabe des Flugblattes, daß gerade Perls wegen feiner innigen daß die Aeußerung so gelautet habe, wie die Anklage behaupte, Gerichts entschlossen. In Eachsen bestehen bereits Gewerbe- Fühlung mit den Interessen des Nordostens, speziell aber des und daß auch der Begriff der Deffentlichkeit in der versammelten gerichte in folgenden Städten: 3. B. in Dresden, Leipzig, 27. Bezirks, zum Vertreter desselben berufen fei, gloffirte Redner Menschenmenge gegeben sei. Aber selbst wenn die besagten Chemniz, Plauen, Zittau, Baußen, Glauchau, Meerane. Krim- durch die Mittheilung, daß Perls allerdings schon seit Jahren Korpsbefehle als Befehle in Dienstsachen" anzusehen wären, mitschau bekommt am 1. Januar 1896 eins. Werdau besitzt auch in einer Schulfommission size, aber nicht in einer des Nordkönnte der Angeklagte doch nicht wegen Vergehens gegen die noch kein Gewerbegericht. Freiberg gehört nebst Zwickau zu den often, sondern in einer solchen des äußersten Südens von Berlin. §§ 92 und 93 des Reichs- Militär- Strafgesetzbuches bestraft werden, Größenklassen der sächsischen Städte von 25 bis 50 000 Ein- Als Lüge bezeichnet Henke die gleichfalls in dem erwähnten Flug da ihm nicht nachzuweisen war, daß er von dem Bestehen jener wohnern, welche zur Zeit noch kein Gewerbegericht haben. Rorpsbefehle Kenntniß gehabt habe. : die Soziale Rechtspflege. 6 Uhr bis abends " Wer blatt gemachte Ausführung, er( H.) hätte sich nicht um die Interessen des von ihm bisher vertretenen Bezirks gekümmert. Die Versammlung für den Südosten tagte im Lokal von Das Urtheil des Reichsgerichts, welches sich entgegen der Rautenberg in der Oranienstraße. Der Neferent Dr. Zadet Ansicht der Berliner Richter für die Strafbarkeit der Aeußerungen fritisirte vornehmlich das Dreiklassen- Wahlsystem und das heutige Zinne's erklärt hat, ist von symtomatischer Bedeutung. Unfere Das Jnternationale Reinigungsinstitut, Juhaber Schulwesen und schilderte dann die Aufgaben, die einer Parteigen offen werden daraus die Lehre ziehen, daß sie in bezug ähr, besigt Einrichtungen, die der weitesten Oeffentlichkeit Kommune wie Berlin in hygienischer und fittlicher auf ihre Brüder und Freunde im Waffenrock ihre Worte genau preisgegeben zu werden verdienen. In der Verhandlung einer Beziehung erwachsen. Genosse Theodor Megner erzu wägen haben. Sie können dies um so leichter als sie wissen Klage des Arbeiters O., welcher die Herauszahlung eines Rest- örterte die Frage der Uebernahme ber öffentlichen daß der Mann, der bis zum Eintritt ins Kriegsheer sich sein lohnes von 16,50 m. und einer Kaution von 5 M. verlangte, Verkehrseinrichtungen in die Regie der GemeindeverPflicht bewußt war, auch nach Ablauf der Dienstzeit sich derselben wurde folgendes festgestellt: Nach der Arbeitsordnung der Firma, waltung und geißelte die von falschen Angaben strozenden freisehr wohl erinnern wird. welche etwa 120 Personen beschäftigt, währt Die finnigen Flugblätter. Ein Gegner, Namens Bo a 3, erzählte um von morgens Ober- Verwaltungsgericht. Der Tischler und Kassenbote Arbeitszeit um die wunderbare Mär, er hätte gehört, der Stadt würden Bergmann zu Breslau, der in der Liste der stimmfähigen 7 Uhr. Dabei beträgt der„ Anfangslohn" 12 Mark. Um in 1200 000. verloren" gehen, wenn sie die Pferdebahn in Bürger dieser Stadt, welche im Juli 1894 öffentlich auslag, nicht dem neuen" Arbeiter nun nicht etwa große Hoffnungen eigene Regie übernähme. Genosse H. Schulz belehrte den genannt war, hatte bei der Stadtverordneten- Versammlung seine für die Zukunft zu erwecken, wird gleich bestimmt, daß der Lohn naiven Herrn eines besseren und schloß die Debatte mit einer Aufnahme in dieselbe vergeblich beantragt. Die im August des höchstens auf 14,50 M. steigt. Von der möglicherweise bei dem fräftigen Aufmunterung an die Versammelten, am Wahltag ihre vorigen Jahres ausgesprochene Abweisung des Antrages wurde einen oder anderen vorhandenen Neigung zum Verschlafen" der Pflicht zu thun. unter Hinweis auf§ 5 Nr. 4d der Städte- Ordnung für die Zeit kurirt die Firma die Betreffenden durch die Androhung Im 33. Wahlbezirk hatten sich die Wähler bei Gründel önlichen Provinzen, des§ 9b Abs. 2 des Gesetzes vom 25. Mai einer Strafe für das„ Buspätkommen", und zwar sollen 1873 und auf ein Ortsstatut damit begründet, daß Berg- die Sünder 10 Pf. berappen, wenn sie 5 Minuten nach versammelt. Hier feuerte der Kandidat Nät her in eindringlicher Weise die Wähler zur Ausübung ihres Wahlrechtes an mann für das Des Dienstags Steuerjahr 1894/95 mit einem Jahres- dem Beginn der Arbeitszeit eintreffen. einkommen von nur 850 Mark zur Einkommensteuer haben die Arbeiter früh 5 Uhr auf dem Potsdamer und wurde hierin von den Genossen Pfeiffer, Wigel und Guttmann nachdrücklichst unterstützt. Gegner nahmen auch veranlagt fei. Der angezogene Paragraph der Städte: Bahnhof zu sein, um dort in Aktion zu treten. hier nicht das Wort und die Versammlung flang in dem Vers Ordnung macht das Bürgerrecht und damit das Recht zur Theil es sich gelüften läßt, eine Stunde später zu kommen, sprechen aus, mit allen Kräften für den Kandidaten Näther ein. nahme an den Gemeindewahlen davon abhängig, daß der Bezahlt 50 Pfennig. Ganz famos ist das Unfallwesen treffende an Klaffensteuer einen Jahresbetrag von mindestens geregelt, indem eine besondere Unfalltasse eingerichtet ist. Butreten. Ganz besonders zahlreich besucht war die Versammlung im 6 M. entrichtet. Ferner enthält er aber auch die Bestimmung, Um Mißverständnisse zu vermeiden, sei gleich bemerkt, daß es daß in den vormals mahl- und schlachtsteuerpflichtigen Städten sich nicht etwa um eine Unfalltasse handelt, aus der Ents 42. Kommunalwahl bezirk, die im Lokale, Marienbad", von mehr als 50 000 Einwohnern ein Einkommensbetrag von schädigungen für Unfälle gezahlt werden sollen, die den An- Gesundbrunnen, tagte. Hier sprachen der Stadtverordnete jährlich 900 M. als Bedingung als Bedingung des Bürgerrechts bei gestellten paffiren. Die Kasse hat vielmehr den Zweck, die Vogtherr als Referent und der Kandidat Jacobey, wie behalten werden kann. Dazu bestimmt dann das Gesetz Firma möglichst vor dem Risiko zu bewahren, bei der Arbeit auch in der Diskussion mehrere Genossen. Es herrschte eine sehr vom 25. Mai 1878, daß es in den fraglichen Städten verlegte Fensterscheiben zc. aus eigenen Mitteln ersehen zu siegesfrohe Stimmung. Mehrere freifinnige Matadore, die der der öftlichen Provinzen auch unabhängig dem müssen. Ieder der vielen Arbeiter des Internationalen Reini Versammlung, beiwohnten, zogen es vor, durch ihre rechtzeitige Fortbestande der Mahl- und Schlachtsteuer zulässig sei, durch gungsinstituts wird durch die Arbeitsordnung ver- Entfernung einer Aussprache aus dem Wege zu gehen. Die Ber dem fargen Lohn sammlung verlief in bester Weise. Kommunebeschluß die im§ 5 Nr. 4d der Städte Ordnung bes pflichtet, pro Woche von zeichneten Einkommenbeträge als Bedingung des Bürgerrechts 15 Pfennig in die Unfalltaffe zu zahlen, während Die chirurgische Brauche bielt am 7. b. M. bei Buske in beizubehalten. Die städtischen Behörden Breslau's, das zu Stähr jede Woche eine ganze, ungetheilte deutsche der Grenadierstraße eine öffentliche Versammlung ab, um die Abe den wenigen hier in Frage kommenden Städten gehört, haben Reichsmart dazulegt. Schäden von über 1 M. hat der Ar- rechnung vom Streit bei Dewitt u. Herz entgegen zu nehmen. ergab eine Gesammteinnahme von 5448,50 m., dann einen dahingehenden Beschluß seinerzeit gefaßt und den beiter zur Hälfte zu tragen, die andere Hälfte ist der Unfall- Diese 5382,60. und einen Rest Betrag von 900 M. zur Bedingung gemacht. Nachdem Berg- tasse zu entnehmen. Objekte im Werthe von weniger als 1 M. eine Gesammtausgabe von 30 Listen flagte Einspruch zurückgewiesen derselbe sind vom fraglichen Angestellten ganz zu erseyen. Wirklich bestand Nicht weniger als eine hübsche Einrichtung! Einrichtung! Das schönste aber ist, stehen noch aus. Von den Ausgaben famen 4167 M. gegen die Stadtverordneten- Versammlung beim zuständigen Bezirksausschusse, indem er die die Arbeits auf Zahlung von Streifunterstützungen. Zwei der ausständig ge= beantragte, Beklagte daß wie ebenfalls festgefiellt wurde 311 verurtheilen, ihn die Liste der stimmfähigen ordnung am Verhandlungstage der Behörde noch nicht wefenen sind noch weiter zu unterstüßen. Zur Prüfung der AbEr führte aus, daß zur Bürger Breslau's aufzunehmen. Begutachtung eingereicht war. Hierauf rechnung wurden Schmüdicke, Wenz und Werner ge auch nach der von der Stadtverordneten Versammlung stüßte denn auch der Kläger D. einen großen Theil seines An- wählt. Der Delegirte der Gewerkschaftskommission, Henrichs, bann über die Die Thätigkeit dieser Kommiffion. für maßgebend erachteten Veranlagung ein Jahreseinkommen von spruches, indem er die ihm für" Unfälle" gemachten Abzüge als berichtete 900 M. habe; denn sein steuerpflichtiges Einkommen sei von der unrechtmäßige ansah; er behauptete, die Arbeitsordnung, sei mit dem neuen Regulativ konnte er sich nicht einverstanden er Er war der Meinung, daß besonders die kleineren Steuerbehörde auf 850 M. unter gefeßlicher Berücksichtigung des rechtsungiltig. Da den einzelnen Summen, aus denen sich die Flären. Umstandes festgesetzt worden, daß er ein Kind habe. Man hätte Gesammt- Restforderung des Klägers zusammensett, von D. nicht Gewerkschaften durch das Regulativ benachtheiligt und dem Aussein wirkliches Einkommen auf 900 m. gefchäßt und davon genau auseinandergehalten werden konnten, wurde den Parteien schuffe der Gewerkschaftskommission zu viel Machtbefugniffe gemäß dem Gefeße bei der Beranlagung 50 Mart mit zu einem Vergleich gerathen, der nach langem Zureden auf 9 M. eingeräumt würden. Die Versammlung war überhaupt auf den mann's er war, von von 65,90. min e bi B Ausschuß nicht gut zu sprechen und wurde dem Genossen| Neu- Weißenfee, Straßburger- und Elsaßstraßen- Ecke, Bum neuen Eifelthurm". Módeaften hver Lördag Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Avis: Millarg die Schuld an dem Mißlingen des Streikes bei Gintracht 3, Teltow, Restaurant Schwarzer Adler" am Marti. Treue, Mariannen- Ufer 2a, Restaurant Luichof. Männergesangverein findes i Lokalet. Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. Dewitt u. Herz beigemessen. Auch über die Werkstatt- Vertrauens- Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Amgegend Sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber Ieute wurde Beschwerde geführt und denselben nahe gelegt, ihre ale zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend sammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. Pflichten gewissenhafter als bisher zu erfüllen. find zu richten an: P. Gent, Dresdenerstraße 107/108. Sonnabend: London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der Theaterverein Bavaria", Bernauerstr. 40/41 bet Bort. Rauchklub a Ite, von art Marr und Friedrich Engels 1846 mitbegründete ,, Märkisch Kraut", Eisenbahnstr. 7 bei Bauer. Theaterverein Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach Helgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf. wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Sonnabend, Südoft- Schule, Waldemarstr. 14: Nationalötonomie.- Nordschule, Müllerftr. 179a: Rede: übung. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 10. November, vormittags 8% Uhr, Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über:„ Die Grundfäße und Bestrebungen der Gemeinde." um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: Bortrag des Herrn Dr. Specht- Gotha: Nach hundert Jahren. Abends 7 Uhr ebendaselbst Gesellige Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Specht- Gotha: Unsere Kleinsten Feinde in der Natur. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. H. Nr. 29 zu Hamburg.) Filiale Berlin 2. Sonntag, den 10. November, vormittags 10 Uhr, Mitglieder- Versammlung im Märtischen Hof, Admiralstr. 18c. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. Gesellschaft Olymp". Sonntag, den 10. November, abends 7 Uhr, bei Dafe, Brunnenstr. 154. Nach der Sigung„ Fidelitas". Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Sonnabend, den 9. Nopember, im Lesesaal, Biegelitt. 10-11, Prof. Dr. Döring: Neuestes über den französischen Moralunterricht. Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend. Kollegen, erscheint zahlreich in der am Sonntag, den 10. November, in Gründel's Fest fälen, Brunnenstr. 188, stattfindenden öffentlichen Versammlung. Näheres in der heutigen Annonce. Die Agitationstommiffion. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinstaler der sind zu richten an R. Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Sonnabend: unverzagt", Lebuserstraße 13 bei Vogel. Blaue olte II, Weinstraße 22 bei Steuer. 1 Vermischtes. Overbeck Der Professor der Archäologie an der Leipziger Universität, Hofrath Dr. Overbeck, Verfasser eines ausgezeichneten Buches über Pompeji und einer berühmten griechischen Kunstmythologie, ift gestorben. Briefkasten der Redaktion. G. B. Tas Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein Fichte( litgl. d. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer Abtheilung Friedenstr. 37, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 3. Männer Abthl. Boeckhstr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 2. Lehrlings- Abth. Staligerstr. 55-56, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. Vereinigung der Turnfreunde turnt Mittwochs und Sonnabends von 8-10% Uhr abends Turnhalle Demminerstr. 56-57- Freie Turnerfchaft Rirdorf- Briz, E. Wiersing's Rest., Knesebeckstr. 113.- Gemischter Chor. Gleichheit, abds. 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. Bühnen verband Normania, jeden legten Sonnabend im Monat Sigung bei G. Leichnis, Königsbergerstraße 26. Privat Theater-Gesellschaft Schiller, Sigung abends 9 Uhr bei Linte, Buttbuserstr. 24. Nach der H. W. Gehen Sie zu Frau Waschau, Eichendorfstraße 2, Sigung: Fidelitas. Theaterverein Bavaria, Ackerstr. 17 bei Manfras. 3 Tr. Privattheater- Gesellschaft Toni, abends 9% Uhr bei Zuleger, Swinemünderstraße 144.- Theaterverein Lustige Brüder II, Sigung abends E. D. Sie müssen schleunigst die Interventionsklage anfiellen. 9 Uhr, bet Reichelt, Hasenbaide Nr. 45/47. Theatergesellschaft Immer Zawadzki. Strafen, die der Mann erlitten, fönnen nicht der 2ustig, abends 9 Uhr, Sigung bei Ruhl, Chorinerstr. 53. Theater: Frau, solche, die die Frau erlitt, nicht dem Mann zuaerechnet verein Bohemia, abends 9 Uhr, Restaurant G. Witzel, Ackerstr. 145. werden. Ihre Frage ist deshalb unverständlich. Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorstr. 15, Versammlung Privat- Theater- Gesellschaft& illy, abends 9 Uhr Sigung, Schönh. Allee 135. mit Damen. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl. Bergnügungsflub Ostend, Sigung abends 9 Uhr im Restaurant Rudolf, hängt, wie Ihnen bereits mitgetheilt ist, von den ortspolizeiBerliner Kranken- Unterstütungs- nud Begräbnißverein für Krautstraße 6. Geselliger Arbeiter Verein Proletaria, Sonnabend nach lichen Bestimmungen über Sonntagsruhe ab. Wie die für Ihren Frauen und Mädchen. Sonntag, den 10. November, im Loutsenstädtischen dem 1. und 15. jeden Monats, abends 9 Uhr bei Sommer, Grünftr. 21. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Abend- Unterhaltung. Anfang 6 Uhr. Rauchklub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennstraße 5. Det erlaffenen lauten, wissen wir nicht. Eine einheitliche Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Vorsitzender Ad. Stattlub Blaue Bluse, bei Wuttte, Graudenzerstraße 2. Stat Regelung der Frage für ganz Preußen fehlt: es giebt faum Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu flub Revolution, Sigung abends& Uhr bei Hauptmann, Wiener zwei Orte verschiedener Regierungsbezirke, für welche richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends straße 1-6. Stattlub Brüderlichkeit, abends von 9-11 Uhr Sigung 9-11 Uhr: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19.-- Stattlub 50. Jeden Sonnabend dieselben Sonntagsruhe Polizei: Berordnungen giltig sind. Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bei Lastowsky. Grüne Eiche, 8% Uhr bei klein, Wienerstraße 31. Bergnügungsverein Ipen= Herzblatt. Auf immer. H. W. Die Invalidenrente ist Rirdorf, Hermannstraße 197 bei Babenschneider. 2yrania, Lands: veilchen, abends 10 Uhr Sigung bei Ruppin, Blumenftr. 49.- Tambour unpfändbar. Ausnahmen von diesem Grundsay hat das Gesetz berger Allee 156 bei Goebel. Ganges: Echo, Naunnnstr. 86 bet Bubeil. verein Ruf, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Sodtke, Inselstraße 1. - Glück zu, Pasewalterstr. 3 bei Neumann. Männer- Gefangverein Vergnügungsverein Bruderfette, Sigung abends 9 1hr, bei Paris, nur zu gunsten von Alimenten der Ehefrau und der ehelichen 2iederkranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Boltsgarten, Gleditschstraße 23. Gäste wiltommen. Schachtlub Springer, abends Kinder sowie leider auch zu gunsten der ersahberechtigten GeBergfir. 6. Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptstraße, 9 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. Bithertlub Grifa, abends 9 Uhr meinden oder Armenverbände verlassen. Wegen dieser beiden Winkel's Salon. Frisch auf I, Friedrichsberg, Rummelsburgerjir. 69 in Müller's Restaurant, Johannisstraße 20, Uebung. Gäfte willkommen. bei Adam. Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bei Otto Geselliger Verein Sorgenfrei, Sigung bei Kreisel, Staligerstr. 54 b. Arten von Forderungen ist die Pfändung auch von InvalidenSchulze. Hand in Hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 Tambourverein Moabit, uebungsstunden Mittwoch und Sonnabend von und Unfallrenten zulässig. Daß diese Ausnahme zugelassen ist, bet Emil Heinecke. Männer- Gesangverein Immergrün, Tegel, Span 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, Perlebergerstr. 9. Berein ehemaliger dient mit zum Beweise dafür, ob die Invaliditäts- Gesezgebung bauerstr. 15 bei C. Rentner. Freie Sänger, Schmargendorf, Wirths- Schüler der 7. Realschule, präzise 9 Uhr im Reſtaurant in„ Fürsorge für Arbeiter" oder zwecks Abwälzung der Armen haus Friedrich. Hand in hand I, Reichenbergerstr. 16 bei Hoffmann. Nepomut, Neue Roßstr. 22: Sigung.( Wissenschaftlicher Vortrag. Literarisches.) Gesangverein Frisch auf II, Echönwalde in der Mart.- Weiße Rose II, Dansk Forening Freja, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus), last auf die Schultern der Besitzlosen geplant ist. Nr. Nein Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 9. November. Opernhaus. Das Nachtlager in in Granada. Phantasien im Bremer Rathskeller. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Robinson's Eiland. Berliner Theater. Nachruhm. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 25/26 Chauffeestraße 25/26. Jeden Abend 71/2 Uhr: Gastspiel der Liliputaner. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Die Reise nach dem Mars. Am Landes- Ausstellungspark Sonnabend, nachm. 3 Uhr: Schneewittchen und die 7 Zwerge. Sonntag, nachmittags: Die Reise nach dem Mars. Kinder nachmittags halbe Preise. Apollo- Theater Leffing- Theater. Die Benus von Cremo's Teutonenspiele. Milo. Die Romantischen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nachmittags 3 Uhr: Kinder Vorstellung. Schneewittchen und die Sieben Zwerge. Neues Theater. Seine Gewesene. Schiller Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Adolph Ernst- Theater. Paradebumimler. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nummer 66. National-Theater. Rabale und Liebe. Mlle. Philo- Durand comique Excentriques. The Wortleys phänomenale Luftgymnastiker. Bella Rose. Miss Rosi Rendel. The Harweys. Familie Kräusel. Miss Ethardo. Rozsika Horwath. Heinrich Blanck. Mizi Schütz. Abbas- Mirza- Troupe. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Cheater Unter den Linden. DieCentral- Theater. Karlsschülerin. Reiche der Mitte. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Reichshallen- Theater. Spezialitäten Novität! Bum 66. Male: Novität! Vorstellung. Zpollo- Theater. Spezialitäten- Bor Eine tolle Nacht. stellung. Kaufmann's Vaviété. Spezialitäten Vorstellung. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Schiller- Theater. In Szene gesett v. Dir. Richard Schultz. ( Wallner- Theater.) Sonnabend: Nachin. 3 Uhr: Prolog. Anfang 72 Uhr. Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Der Alexanderplatz- Theater. Raub der Sabinerinnen. Sonntag: Bur Schiller- Feier, nachmittags 3 Uhr: Brolog. Die Räuber. Abends 8 Uhr: Prolog. Wilhelm National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Benefiz für Carl Weffelsky. Gastspiel des 3rl. Clara Leno und des Herrn Siegfried Arndt vom Berliner Theater. Kabale und Liebe. Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich von Schiller. Regie: Mar Samst. Morgen:„ Das Käthchen von Heilbronn". Nachmittags 21/2 Uhr:" Ein Boltsfeind". Regie: Julius Türk. Adolph Ernst- Theater. Zum 68. Male: Paradebummler. Besetzung der Hauptrollen: Anna Bäckers, Josefine Dora, Ida Schlüter, Adolph Ernst, Julius Eyben, Hugo Haßterl, Richard Jürgas, Guido Zielscher, Karl Weiß, Georg Worlitsch. Anfang 71/2 Uhr. Kein Aufgeld. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 10. November, mittags 12 Uhr, zum ersten Male: Der kleine Lord". O Billets zur Matinee sind an der Theaterkaffe von 10-1 Uhr zu haben. Kinder zahlen die Hälfte. 2llexanderstraße 40. Täglich abends 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Vaudeville in 2 Atten von Varney. Vorher: Nummer 66. Operette in 1 Akt von Offenbach. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton. 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Auch hungern mußte das Kind vielfach. Durch Nach- nuße zu machen. Zum Schluffe wurden für die ftreifenden Stein baren gelangten endlich die Mißhandlungen zur Kenntniß der arbeiter 30 m. bewilligt. Behörde. Das Gericht verurtheilte den Rabenvater zu der milden Strafe von einem Monat Gefängniß. " 00 Eine große Gefahr bilden für die Arbeiter die von der Bauverordnung benannten offenen Räume auf den Bauten. Auch die In einer öffentlichen Schuhmacher Versammlung, die offenen Balkons find dazu zu rechnen. Von vielen Bauleitern wird am 6. November im Alten Schützenhause" abgehalten wurde, die Gefahr, die mit den offen stehenden, also nicht versperrten Münchener Bilderdiebstahls- Prozeß. Bom Freitag wird bot Genosse A. Hoffmann einen interessanten Vortrag über Palkonthüren verbunden ist, nicht in dem Grade beachtet, als es berichtet: Nachdem die Vertheidiger auf weitere Beugen das Thema" Individuelle Freiheit oder Kadavergehorsam", der nöthig wäre, um Unfälle zu vermeiden. Ganz besonders groß ist vernehmungen verzichtet hatten, begannen heute Vormittag die lebhaften Beifall fand. Die Versammlung wählte dann Nauer die Gefahr, wenn in den herausgestreckten Balkonträgern das Plaidoyers. Staatsanwalt Dr. Guggenheimer faßte in einer zum Delegirten für die Gewerkschafts- Kommission und Willner Wellblech fehlt, das gewöhnlich zu deren Füllung 2/2 stündigen Rede nochmals alle die Angeklagten belastenden Mo- als deffen Stellvertreter. Auch die Wahl einer Delegirtin mente zusammen, hielt die Anklage auf Hehlerei und Urkunden- wurde beschlossen, jedoch soll sie erst in einer späteren Verbenutzt wird. Bei der Haft und Eile, wie heute produzirt wird, kommt es sehr häufig vor, daß ein Ar- fälschung in vollem Umfange aufrecht und beantragte für Lapp sammlung vorgenommen werden. Nach dem hierauf von beiter schnell den Balton betreten will. Wenn er nicht durch eine Gesammitstrafe von 2 Jahren 3 Monaten Zuchthaus, für ange namens der Liquidationskommission der FilzschuhVersperren des Baltons gewarnt ist, ist ein Absturz unvermeidlich. Ackermann 2 Jahre 6 Monate Zuchthaus, für Heinemann 1 Jahr arbeiter gegebenen Bericht hat diese einen Baarbestand von Es sind allein 92 Bauten festgestellt worden, auf denen die 6 Monate Zuchthaus, außerdem für sämmtliche Angeklagte Ab. 33,77 M. als Nachlaß der aufgelösten Filzschuharbeiter- Bereinigung Baltonausgänge nicht versperrt waren, und 9 Bauten, wo die erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre. Der Staats- der Filiale II des Vereins der Schuhmacher Deutschlands überZwischendecke( Wellblech) und die Absperrung fehlte. Bedenkt anwalt schloß, er sei sich der furchtbaren Schwere seines Antrages weisen können. Bei der Liquidation der genannten Vereinigung man nun, daß oft genug die Balken nicht zugestaakt oder wohl bewußt, aber es würde ein schwerer Irrthum der Rechts- standen noch 64,30 M. aus, hauptsächlich für verschleißte Billets; doch nur sehr mangelhaft abgedeckt sind, der Arbeiter aber, pflege sein, hier Mitleid walten zu lassen. Er verlange die erste M. sind davon nachträglich eingekommen. Diejenigen der der irgend eine Verrichtung vorzunehmen gedenkt, die Balken nur Grundsäule eines Rechtsstaates, gleiches Recht für Alle. Schuldner, die feine Miene machen, ihren Verpflichtungen nach. in hüpfender Weise überschreiten kann, und, wenn er die Thür zukommen, wurden namhaft gemacht. Die Versammlung erklärte des Balkons erreicht hat, mit einem Mal vor dem unbedeckten durch einen Beschluß sich nicht damit einverstanden, daß von der Balkonträgern, also vor einerg ähnenden Tiefe steht, so kann man Liquidationskommission einem mit Billets restirenden Kollegen 8 M. ermessen, welch eiserne Nerven und welche Geistesgegenwart dazu erlassen wurden. In Beziehung auf die Liquidation des, ebengehören, um unter solchen Umständen nicht in die Tiefe zu stürzen. falls zum Zwecke der Verschmelzung mit dem Verein der Kommen bei solchen Zuständen Unfälle vor, so wird das auch deutschen Schuhmacher" aufgelösten Vereins der in den noch dem schuldlosen Arbeiter aufs Konto geschrieben und ihm wo mechanischen Schuhfabriken beschäftigten Arbeiter" wurde von möglich gar die Absicht unterschoben, er habe sich durch den Schulz mitgetheilt, daß der Baarnachlaß dieses Vereins 47,28 M. Unfall in den Besitz der Unfallrente bringen wollen. Daß aber betrage. Es wurde beschlossen, daß dieses Geld der Agitations die Habgier der Unternehmer die Ursache solcher Unfälle ist, das fommission der Berliner Schuhmacher zu übermitteln sei. Die vergißt man zu sagen. aus öffentlichen Sammlungen noch ausstehenden Summen sollen ebenfalls der Agitationskommission zufallen. ST Versammlungen. 9 " Der sozialdemokratische Agitationsklub für den Often Berlins hielt am 3. November in Albrecht's Salon eine seiner regelmäßigen Sonntags- Versammlungen ab, wo Schriftsteller Heinrich Schulz über das Thema sprach:" Die deutsche Dichtkunst vor und während der 48er Revolution."" Er schilderte unter dem Gesichtspunkt der materialistischen Geschichtsauffassung zunächst die Entwickelung der Dichtkunst seit der Zeit, als die große französische Revolution durch die rachsüchtige Reaktion und Ein weiterer Mißstand auf den Bauten besteht darin, daß diese wieder durch die Säbelherrschaft eines Napoleon Bonaparte die zum Transport der Steine, des Mörtels u. f. w. dienenden Leitern abgelöst worden war. Von einem frisch pulfirenden geistigen Im Gewerkschaftskartell zu Nigdorf sprach fürzlich in vielen Fällen fast übereinander stehen. Diese werden dann Leben habe man in jener Zeit wüthendsten Kriegslärms nicht Textilarbeiter Schulz über Zweck und Ziele der Gewerkschaftsgewöhnlich in zwei neben einander liegenden Balkenfeldern auf- reden fönnen. Einen mächtigen Anstoß habe die deutsche Dicht- fartelle. Er erklärte es für Pflicht der Gewerkschaften, sich in gestellt. Dadurch wird aber die Gefahr, von herabfallenden kunst erst wieder in den Befreiungskriegen erhalten. Aber ob- den Kartellen vertreten zu lassen, und andererseits für Pflicht Gegenständen getroffen zu werden, noch vergrößert, denn schon wohl das Volt damals sein Leben aufopferungsvoll in der Kartelle, die Gewerkschaften zu unterstützen, und in den beim Hinauftragen der Steine faun, ohne daß den betreffenden die Schanze geschlagen habe, sei es schmählich um Berufen, wo es Gewerkschaften noch nicht giebt, die Errichtung Träger irgend welche Schuld trifft, ein Stein von der Mulde die Früchte feines Kampfes betrogen worden, denn statt von solchen zu betreiben. Was das Rigdorfer Kartell rutschen; dieser trifft dann unmittelbar den auf der unteren Leiter des torsischen Bedrückers hätten nun die herrschenden Klassen, speziell betraf, empfahl der Redner, dem Ausschuß des= sich befindenden Arbeiter. Noch gar nicht ist dabei in nachdem sie nach außen hin unbehelligt waren, eine weit felben die Lohnbewegungen rechtzeitig anzumelden, damit betracht gezogen, daß einmal eine Leiter während des Be- schlimmere und nichtswürdigere Knechtung des Volkes ausgeübt. es dem Kartell möglich sei, fofort Stellung zu nehmen. Weiter steigens brechen oder durch irgend einen Zufall ein Träger In dieser Zeit finsterer Reaktion seien alle freiheitlichen sei es Aufgabe des Kartells, für Auskunftsertheilung in gewerb mit der beladenen Mulde von der Leiter fallen kann. Während Regungen, vorzüglich auf dem Gebiete der Dichtkunst, brutal lichen Streitfragen und für Regelung des Versammlungswesens der Aufnahme dieses hatten die Beauftragten der Arbeiter Ge- unterdrückt worden, so daß das Publikum auf die allerseichtesten zu sorgen; auch eine Regelung des Vergnügungswesens wäre legenheit, einen derartigen Sturz zu beobachten. Die Leiter und fadesten poetischen Werte angewiesen gewesen wäre. Be- erwünscht. Der Redner führte dann noch aus, daß der brach, weil, wie in so vielen Fällen, die nothwendige Absteifung zeichnenderweise sei ein Rozebue, der der später als ein Arbeitsnachweis am Orte gemäß dem Beschluß einer derselben fehlte. Die Unfallverhütungs- Vorschriften schreiben im russischer Spion entlarvt worden, am meisten gelesen öffentlichen Versammlung nicht zu unterstützen wäre, da er in § 9 vor: Leitern dürfen, wo irgend möglich, nicht so über- worden. Allmälig, je näher man der 48 er Re- Widerspruch mit der Arbeiterbewegung stehe, und daß, nachdem einander liegen, daß herunterfallende Gegenstände den unteren volution fam, habe die Dichtkunst wieder einen selbst der Versuch, ein Gewerbeschiedsgericht zu bekommen, gescheitert sei, Leitergang treffen können." Dessen ungeachtet sind auf neunzehn ständigeren Charakter, einen troßigeren Ton angenommen, und man genügendes Material über die beim Amtsgericht vorBauten die Leitern als übereinander stehend zu bezeichnen ge- zwar sei die politische Satire, der beißende Hohn auf die kommenden gewerblichen Streitigkeiten sammeln solle, um durch wesen. traurigen Zeitzustände, die Einleitung zu der späteren stürmischen Berufung darauf das Gewerbegericht doch noch zu bekommen. Für Bauten, wo die Treppen schon belaufen werden, ist es Revolutionslyrit gewesen. Börne, Heine, die darum noch heute In der Diskussion erörterte der Vertreter der Sattler die Vorschrift, daß die noch nicht mit' Geländer versehenen Treppen von den Spießbürgern auf das tödtlichste gehaßt, würden, Frage der Stellung des Kartells zu einem Streit und bezeichnete nicht dauernd mit Material belegt werden dürfen. Wer auf Gaudy Glaßbrenner und viele andere hätten auf es hierbei als unzuträglich, daß die Berliner GewerkschaftsBauten thätig ist, weiß, wie leicht sich da Material, Schutt dem Gebiete ber politischen Satire treffliches Satire treffliches geleistet. tommission die Unterstützung erst nach einer 14 tägigen u. f. w. ansammelt, daß es oft lebensgefährlich ist, solche Treppen zu den fühnsten, stürmischsten Kämpfern der eigentlichen Rarenzzeit beginnen lasse; infolgedessen sei es unmöglich, eine ohne Geländer zu belaufen. Darum wurden auch hierüber Ex- Revolutionszeit seien Prutz, Herwegh und Freiligrath zu zählen. Lohnbewegung durchzuführen. Der Vertreter der Holzarbeiter hebungen angestellt, welche ergaben, daß auf 77 Bauten die Der Redner theilte aus den Werken der genannten Dichter einige warnte vor unüberlegten Streiks; ferner solle man nicht solche Treppen ohne provisorisches Geländer waren. Eine besondere der charakteristischsten Proben mit und erntete für seinen Vor- Forderungen stellen, die geeignet sind, einen Streik in die Länge Seite der Angelegenheit muß hier noch beleuchtet werden. Hin- trag reichen Beifall. Morgen, Sonntag, wird wie immer in zu ziehen. Mit der Taktik der Berliner Gewerkschaftskommission fichtlich des oberen Treppenpodestes, dem sogenannten Boden- demselben Lokal wieder eine Versammlung, außerdem eine zweite waren die Vertreter der Böttcher und Steinfeger ebens podest, wird fast auf allen Bauten dadurch gesündigt, daß man Versammlung im Saale des Englischen Garten", Alexander- falls nicht einverstanden. Man beschloß in der nächsten Zuvergißt, es in Brusthöhe zu versperren. Es sind dies geradezu straße 27c, abgehalten. sammenkunft des Kartells, diese Angelegenheit nochmals zu be Menschenfallen. Die Arbeiter, die die Gefahr kennen, suchen ihr Eine gut besuchte Bezirksversammlung des deutschen handeln. Die Vertreter der Textilarbeiter und Töpfer viel wie möglich dadurch zu entgehen, daß fie Holzarbeiter- Verbandes, die am 31. Oftober Stromfir. 28 bei fprachen zu gunsten der Sammlung von Material in der Gewerbeirgend ein Stück Holz an die Wand lehnen, und fo- Schmidte tagte, besprach sich über die Ausnutzung der gegenwärtigen gerichts- Angelegenheit. Der Vertreter der Metallarbeiter ergänzte die mit, ivenn auch tein genügendes Mittel gegen den günstigen Geschäftslage und nahm hierzu folgende Resolution an: Ausführungen, die der Neferent Schulz über Zweck und Ziele Absturz schaffen, so doch ein Warnungszeichen vor dem Abgrund Die Bezirksversammlung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes der Kartelle gemacht hatte und erkärte, daß seine Gewerkschaft stellen. Häufig kommt es vor, daß Arbeiter bei eiligem Berkehr Bahlstelle Berlin, Bezirk Moabit, erklärt sich mit dem Resultat die schwächeren Organisationen unterstützen und für Gründung auf dem Hausboden einen Absturz an unversperrten Boden- der Vertrauensmänner- Versammlungen der übrigen Bezirke, wo neuer Gewerkschaften mit Sorge tragen werde. Es wurde dann podesten erleiden. Es ist nun gewiß eine billige Forderung der die Möbelbranche mehr vertreten ist und die Nothwendigkeit des die Abrechnung entgegengenommen. Danach hatte das Kartell Arbeiter, von den Behörden zu verlangen, daß die Vorschriften Angriffs anerkannt ist, einverstanden." Gerügt wurde das Ver- 100,60 Mart Einnahme; die Ausgabe betrug 68,45 Mart, auch nach dieser Seite hin ausgedehnt werden sollen. ein Bestand von 32,15 Mart. Die Revi halten der Gebr. Schwarz aus der Werkstatt von Stiebits u. somit blieb Den Unfällen soll nun im allgemeinen durch die Unfall- Köpchen in Beziehung auf die dort vorgekommene Lohnbewegung. foren bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung, worauf verhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften vorgebeugt dem Vertrauensmann Decharge ertheilt wurde. Bei der Bei den Mechanikern und verw. Berufsgenossen hielt werden. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, daß diese Vorschriften fürzlich in einer gut besuchten öffentlichen Versammlung, die in Erörterung der Frage: Wie gestalten wir unsere Agitation? von den Berufsgenossenschaften erlassen werden müssen und daß Cohn's Festsälen, Beuthstr. 22, tagte und der auch Frauen bei Holzarbeiter und Metallarbeiter für die Verbreitung eines Flugerklärten sich die Vertreter der Töpfer, Textilarbeiter, die Unternehmer gezwungen sind, sie im Bau so auszuhängen, daß wohnten, Dr. Joel einen mit Beifall aufgenommenen Vor- Holzarbeiter und Metallarbeiter für die Verbreitung eines Flugfie jedem Arbeiter ersichtlich sind. Der Arbeiter soul sogar auf trag über die Errungenschaften der modernen Astronomie." Beim blattes, während sich der Vertreter der Sattler gegen földje solche diese Vorschriften aufmerksam gemacht werden. Was hat nun nächsten Punkt der Tagesordnung, der den Streit der Telephon- tätten empfahl. Man beschloß jedoch die Herstellung des Flug " Kunstgärtnerei" wandte und mündliche Agitation in den Werkdie von den Beauftragten der Arbeiter angestellte Untersuchung Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Welles, Engel Ufer, blattes; in 20 000 Exemplaren soll es in den Häusern Rirdorfs auch nach dieser Seite ergeben? Von 368 Bauten waren auf betraf, entspann sich eine 129 gar keine Vorschriften sichtbar und auf 7 Bauten waren sie mehreren Rednern darauf hingewiesen wurde, daß von stände zur Sprache, die in den Arbeitsräumen herrschen, und der rege Debatte, in der Don verbreitet werden. Der Vertreter der Schuhmacher brachte Miß. in der Polierbude untergebracht oder so schwer zu sehen, daß der Streiffommission abermals Schritte gethan worden man sie als„ öffentlich ausgehängt" nicht bezeichnen konnte. feien, um mit der Firma in Unterhandlungen zu treten, der Organisation der Bäcker und Schlächter und schlug zu dieseur Vertreter der Holzarbeiter empfahl die agitatorische Unterstügung was aber bis jetzt erfolglos gewesen wäre, da die Firma fich Zweck die Einberufung einer öffentlichen Versammlung der in der strift weigere, zu unterhandeln. Die Haltung der Streifenden Nahrungs- und Genußmittel- Branche beschäftigten Arbeiter und wurde als sehr gut bezeichnet und ihnen materielle wie moralische Arbeiterinnen vor. Unterstützung auch fernerhin zugesichert. Von der Einberufung dieser Versammlung wurde aber vorläufig noch Abstand genommen. In der Sigung Unterstützung auch fernerhin zugesichert. fehlten die Vertreter der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter, der Kutscher, Packer und Schmiede. so Gerichts- Beitung. " britten Die Wirthshausthüren. Eine Berliner Polizeiverordnung bestimmt, daß die Thüren der Wirthshäuser nach außen auf Der Zentralverband der Zimmerer Deutschland und schlagen müssen. Ob sich diese Verordnung auf fämmtliche Thüren, die nach außen führen, oder nur auf die Thüren bezieht, verwandter Berufsgenossen, Bahlstelle Berlin, hielt die unmittelbar die Verbindung nach der Straße herstellen, am Sonntag seine dritte Generalversammlung ab. Sie hatte sich Freie Vereinigung der Maler, Filiale Rigdorf. In Darüber hatte das Kammergericht dieser Tage in vierter Justang eines guten Besuches zu erfreuen. Zunächst sprach Genosse Friß der gut besuchten Generalversammlung am 31. Oftober legte der zu befinden. Es ist der Ansicht, daß nur die unmittelbar nach Hansen über Modernes Innungswesen". Der Raffirer Vorsitzende der Berliner Lohnkommission, Kollege Lint, die Der Straße führende Thür von der Polizeiverordnung be G. Bethke verlas dann die Abrechnung vom Quartal, wonach die Einnahme der Hauptkasse 1507,81 Jahre in eine Lohnbewegung einzutreten. Die Versammlung erklärte Gründe klar, wodurch die Maler gezwungen seien, im nächsten troffen wäre. Mart, die Einnahme der Lokaltasse 946,99 Mart, Zur Elendsstatistik. Der ehemalige Gemeindepolizist von die Ausgabe 538,53 m. betrug; mithin blieb in der Lokaltaffe Antrag auf Ginsehung einer Lohnkommission für Rixdorf wurde sich dann mit den Berliner Beschlüssen einverstanden. Regerau's Meußliz und Sporbis in Sachsen, Friedrich Hermann Gruber, ein Bestand von 408,46 M. Dem Kassirer wurde Decharge era bgelehnt. jedoch der Vorstand der Rigdorfer Filiale beauftragt, welchem für seine Dienstleistungen von diesen Gemeinden ein theilt. Aus der Ergänzungswahl des Ausschusses gingen die anderweitig Vorkehrungen zu treffen, sich mit der Berliner LohnGehalt in Höhe von nur sechsundzwanzig Mark aus: Kameraden Schneider und Reuter als gewählt hervor. fommission in Verbindung zu sehen und dieser das nöthige gezahlt wurde, unterschlug in dieser Nothlage und Bedräugniß nach Die Regelung mehrerer interner Angelegenheiten bildete den Schluß Material zur Verfügung zu stellen. Nach dem Schlußwort und nach 35 M., welche ihm in fleineren Beträgen zur Ablieferung der Versammlung. Link's entspann sich noch eine lebhafte Debatte über die Samman die Steuereinnahmestellen dieser bei den Ortschaften anvertraut Eine öffentliche Versammlung der an Holzbearbeitungs- lungen zum Streitfonds, in der allfeitig anerkannt wurde, daß worden waren. Nicht zur Gestaltung eines luguriösen Lebens und sonstiger Extravaganzen, wie man sie häufig bei Baronen Maschinen und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter wurde man auch hierin den Berliner Beschlüssen beizustimmen habe. und Freiherren( z. B. Hammerstein) findet, verwendete er das Sonntag Vormittag bei Rehliz in der Bergstraße abgehalten. Die arbeitenden Kollegen folien wöchentlich 25 Pf. an die Streitveruntreute Geld, sondern lediglich zur Beschaffung seines Lebens- Von dem in Aussicht genominenen Vortrage mußte Abstand ge- tasse zahlen. unterhaltes. Der bisher unbescholtene Mann wurde nach Entnommen werden, da man keinen Referenten hatte bekommen Im Arbeiter- Bildungsverein zu Friedrichsfelde hielt können. Die Versammlung nahm sofort die Abrechnung der deckung der That zur Anzeige gebracht und dieser Tage durch Agitationskommission entgegen. Die Einnahmen der Kommission am 3. November Genosse Metzner in einer gut besuchten Verdie zuständige Gerichtsbehörde zu fünf Monaten Gebetrugen 276,78 m., die Ausgaben 158,26 M., so daß 118,52 m. fammlung einen interessanten Vortrag über das Thema: Religion, fängniß verurtheilt. übrig blieben. Der Markenbestand bezifferte auf sich 7457 Stück. Ordnung und Sitte. Bekannt wurde dann gegeben, daß nächsten Ein Unmensch vor Gericht. Wegen geradezu entsetzlicher Aus den dann vorgenommenen Neuwahlen gingen Ott als Ver: Sonntag in Biesdorf eine öffentliche Versammlung Mißhandlung seines dreijährigen Töchterchens hatte sich dieser trauensmann, Biehl als Delegirter zur Gewerkschaftskommission abgehalten wird, wo die Neuwahl eines Vertrauensmannes vorTage der Schneider Franz vor dem Landgericht in Dresden zu und als dessen Stellvertreter Kollege Fuhre hervor. Im weiteren genommen werden soll. Es wurde deswegen dringend um guten Besuch dieser Versammlung gebeten. verantworten. Wegen jeder Kleinigkeit und aus den wider Verlaufe der Versammlung wurde die Frage der Besoldung finnigsten Gründen, z. B. wenn das Kind ruhig dafaß und nicht, des Vertrauensmannes behandelt und nach recht ausgedehnter, wie der Vater wollte, fidel" war, züchtigte Franz die Kleine zum theil unerquicklicher Debatte folgender Antrag angenommen: mit der Klopfpeitsche auf ganz barbarische Weise. Der ganze Dem Vertrauensmann sind von den Geldern, die der GewerkKörper des unglücklichen Kindes war über und über mit blut- fchaft zufließen, keine Prozente zu geben; den Delegirten der Geunterlaufenen Striemen und Schwielen bedeckt; wie der Gerichts- wertschaftskommission find pro 1/2 Jahr 3 M. zu bewilligen." arzt in der Verhandlung aussagte, hat er bei der Untersuchung Der Vertrauensmann wurde angewiesen, für eine lebhaftere verordnetenwahl entstandenen Kosten. " Strausberg. In der am 3. November abgehaltenen öffentlichen Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins sprach Genosse Friz Hansen aus Berlin unter allgemeinem Beifall über die Aufgaben der Arbeiter- Bildungsvereine. Die Versammlung bewilligte nachträglich noch die bei der Stadt Central- Leihhaus- Ansverkauf, titut für Gelegenheitskäufe, 72 Jäger- Straße 72 nen und 10 000 moderne Winter- Baletots und Winter- Anzüge, wenig getragen, einzig in seiner Art in Berlin. zwischen Kanonier- u. Mauerstr., parterre. in besten Stoffen und neuesten Mustern von M. 9, 12, 15, 20, 36 atExemplare). Knaben und Jünglings- Anzüge. Monats- Anzüge, feinste nach Maß bestellte Sachen, ca. 1 Monat getragen( auch für forpulente Personen passend), Joppen, Schlafröcke, Geh- und Reife- Pelse, goldene u. filberne Herren- u. Damen- Uhren, Ringe, Ketten. Alles fabelhaft billig. Hohenzollern- Mäntel bei uns von 20 M. an. Ein Besuch sichert uns die Kundschaft. Sonntags von 7-10 und 12-2 Uhr geöffnet. Die Verwaltung. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Sonntag, den 10. November 1895, nachmittags 2½ Uhr: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk: unser Mitglied A. Billert verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. November, nachmittags 3/2 Uhr, von der Leichenhalle des alten Thomas Kirchhofes aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 242/10 Der Vorstand. Heute früh 24 Uhr entschlief fanft nach furzem schweren Leiden unsere Tiebe gute Mutter und Schwiegermutter Ein Volksfeind. * Ein Schauspiel in 5 Aften von Henrik Ibsen. 229/10 Dr. Stockmann: Julius Türk; Bürgermeister: Siegfried Bruck a. G.; Haustadt: Robert Wach; Thomsen: Bruno Klein. In Vorbereitung: Der G'willenswurm. Von Ludwig Anzengruber. Die Verloosung beginnt um 1/2 Uhr. Eintrittskarten à 60 Pf. sind in folgenden Geschäften zu haben: Frau Marie Bellin, Beyer, Bigarren- Sandlung, Weteranenftr. 13; H. Mehnert, Zigarren- Handlung, Norden: A. Prinz, Musikalien- Handlung, Brunnenstr. 170: Ernst geb. Catholy. Künstl. Zähne 2 M. 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Ver bandsangelegenheiten und Verschiedenes. Montag, den 11. Novbr., abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung des Nordens im Restaurant Mörschel, Schönhauser Allee 28. Tages- Ordnung: " 1. Vortrag des Herrn W. Manasse über 11 rtheil und Recht". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 111/18 Um zahlreichen und pünktlichen Besuch obiger Versammlungen ersucht Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag, abends 81/2 Uhr, Badftr. 12: Bersammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Roll. Reuter über Das natürliche Recht und Gesetz". 2. Bericht über die Lohndifferenz beim Tischlermstr. Jerabeck, Griebenowstr. 3, und Verlesung des Schreibens von demselben. 3. Verschiedenes. Die Kollegen von Senger, Stettinerstr. 51 u. 54, Müller, Schönhauser Allee 161a, Kraatz, Ruppinerftr. 5, Eckart, Ruppinerstr. 9, Artus, Wildenowstraße 6, speziell der Polier und die zwei Tischler, welche die Polierarbeit bei Jerabeck verrichten, sind hiermit eingeladen. NB. Die Saalinhaber aus dem C., O. und SO., welche einen Saal nebst Bühne zum 1. Weihnachtstag- Abend noch frei haben, werden ersucht, diefes an H. Schulz, Memelerstr. 60a, zu melden. 146/4 Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. 8½ Sonntag, den 10. November, vorm. präz. 10%, Uhr: Allgemeine Buchdrucker- Versammlung in Keller's Festfälen, Koppenstr. 29. Tages- Ordnung: 1. Das Gehilfengegnerthum und die Situation im Buchdruckgewerbe. 2. Wie stellen sich die Berliner Buchdrucker zur einheitlichen Durchführung des Tarifs. 3. Diskussion. 85/3 Sämmtliche Buchdrucker, Prinzipale wie Gehilfen, die ein Interesse an dem Bestehen des Tarifs haben, sind zu dieser hochwichtigen Versammlung freundlichst eingeladen. Orts- Krankenkasse der Handschuhmacher u. verw. Gewerbe Berlins. Sonntag, den 17. November 1895, vormittags 10 Uhr, bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, findet die Ordentliche Generalversammlung Der Einberufer: A. Massini. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, 10. Nov., vorm. 9½ Uhr, bei Herrn Mieft, Weberstraße 17: Bezirks- Versammlung für den Often. ages Drdnung: 78/16 1. Vortrag. 2. Disfuffion. 3. Vorschläge zu Werkstatt- Rontrollstatt. 12136 Kommissionsmitgliedern. 4. Verbandsangelegenheiten. Zages Ordnung: Hierzu sind die Kollegen folgender Werkstätten eingeladen: 1. Vorstandswahl, und zwar 2 Ar- Klug, Fruchtstr. 31 u. 32; Jahnke, Fruchtstr. 54 u. 59; Kühne, Fruchtstr. 25; beitnehmer und 1 Arbeitgeber. 2. Wahl Friede, Büschingstraße 6; Roll, Landsbergerstraße 112; Rohde, Weberstraße 52; der Revisoren für die Jahresrechnung Bölder u. Plathen, Königsbergerstr. 10; Anders, Königsbergerstr. 29; Keller, für 1895. 3. Stellungnahme z. Kranten Königsbergerstr. 4; Mewes, Rüdersdorferstr. 41; Tromler, Rüdersdorferstr. 7. fontrolle, event. Wahl von KrankenDie Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen, da tontrolleuren. 4. Verschiedenes. die Versammlung pünktlich eröffnet wird. NB. Die Bautischler, Drechsler und Bürstenmacher find hiermit bes fonders eingeladen. Zu dieser Versammlung werden die großjährigen Mitglieder der Rasse, sowie deren Herren Arbeitgeber eingeladen reich und pünktlich zu erscheinen. Berlin, den 9. November 1895. Der Vorstand. Sonnabend, den 9. November 1895, abends 8 Uhr, bei Herrn Pasay, und ersucht, im eigenen Intereſſe zahl- Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt. Sonntag 10. November, Alte Jakobstraße 83: Mitglieder- Versammlung der Filiale I. Zages Ordnung: 1. Quartalsabrechnung. 2. Bortrag des Herrn Dr. Pinn über: Das Bildungsmonopol in der heutigen Gesellschaft." 3. Verschiedenes. Rixdorf. J. A.: Berthold Hollubarsch, Vors., Fehrbellinerstr. 50. 157/ Orts- Krankenkasse der Klempner. Der Vorstand. Am Sonntag, den 17. November, in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee zogs 10 Uhr, 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Millarg über: Fortschritt und Armuth. 2. Diskussion. 3. Werfitattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Alle Möbeltischler des Nordens werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, auch nicht organisirte Kollegen haben Zutritt. Die Ortsverwaltung. Metallarbeiter! Beuthstr. 20: vorm. 10 Uhr, findet bei Bergner, Sonntag, 10. November, vorm. 10 Uhr, im Lofal von Cohn( großer Saal), Annenstr. 16, eine General- VerVertreter der ArSozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" beitgeber und Arbeitnehmer fatt. Dienstag, den 12. November, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstr. 55: Große Versammlung. Tages Ordnung: Tagesordnung: 1. Verlesung der Protokolle; 2. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer); 3. Wahl des Rechnungs- Alusschusses; 4. Beschlußfaffung über eine event. Gehaltserhöhung der Kassen beamten; 5. Verschiedenes. Pinnabends 8 Uhr, findet bei Broch now, Am Donnerstag, 21. November, 1. Vortrag Klassenjustiz und Moral". Referent: Dr. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 232/7 Sebastianstr. 39, eine Versammlung Versammlung sämmtlicher Vertrauensleute der Metallarbeiter. Tages- Ordnung: Fortsetzung der Diskussion über: Der gegenwärtige Stand der Berliner Metallarbeiterbewegung und unser ferneres Vorgehen. 116/8 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anklamerstr. 44. Bekanntmachung. der Arbeitgeber, welche Beiträge zu Ortskrankenkasse der Schneider, Schneiderinnen und verwandter Gewerbe zu Berlin. unserer Kasse für angemeldete MitNB. Das Stiftungsfest findet am Sonnabend, den 16. Nov., statt. alieder leisten, behufs Wahl von Verein der Einseher. Sonnabend, den 16. November: 12. Stiftungsfest. 60 Vertretern und am Mittwoch, 27. November, weite Abänderung zum Statut der Ortskrankenkasse der Schneider, abends 8 Uhr, ebendaselbst eine Ver- Schneiderinnen und verwandter Gewerbe in Berlin, bezüglich der sammlung der großjährigen Mit59/6 glieder unserer Kasse behufs Wahl von 120 Vertretern statt. Sonntag, den 10. Novbr, vorm. 10 Uhr, findet noch Billetausgabe im Vereinslokal Neue Friedrichstr. 44 statt. Die nächste Versammlung wird am 17. November, vorm. 11 Uhr, abgehalten. Allg.Kranken- u.Sterbelasse der! deutschen Drechsler n. Berufsg. ( E. H. 86, Hamburg.) Bezirk Berlin B. Der Vorstand. Allgemeine Orts- Krankenkaffe ( früher Meyer'sche Kaffe). Sonntag, den 10. November, vorDen Mitgliedern hierdurch zur Nachmittags 10 Uhr, im ,, Englischen richt, daß vom 16. November ab die Garten", Alexanderstr. 27c: Zahlstelle von Reichenbergerstr. 16 nach Reichenberger Straße Nr. 24 bei Tauschke verlegt worden ist. 1217b Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. Montag, 18. Novbr., abends 8 Uhr: Versammlung der großjährigen Kaffenmitglieder in Feindt's Salon, Weinstr. 11. Tagesordnung: Ergänzungswahl von acht Arbeit nehmer- Bertretern. Um 9 Uhr: Versammlung sämmtlicher Vertreter der Kaffe. Tagesordnung: Versammlung sämmtlicher Mitglieder, welche eine möglichst freie Arztwahl wieder eingeführt wissen wollen. Tages Ordnung: = 1. Die am 18. Dezember stattfindende Delegirtenwahl. 2. Distusfion. Um eine Kandidatenliste zur Mit glieder- Versammlung aufzustellen, findet am Mittwoch, den 13. November, abends 8 Uhr, eine Vor- Verfammlung der großjährigen Mitglieder ebenfalls dort statt. In den beiden letzteren Versamm lungen legitimirt das Quittungsbuch. Der Vorstand. 12076 Orts- Krankenkasse der SS 17, 36, 49 und 50. § 17. Mitgliedern, welche die Kasse durch eine mit dem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bedrohte strafbare Handlung geschädigt haben, wird für die Dauer von 12 Monaten seit Begehung der Strafthat ein Krankengeld nicht gewährt. durch schuldhafte Betheiligung bei Schlägereien oder Raufhändeln, durch Dasselbe gilt für Mitglieder, welche sich eine Krankheit vorsätzlich oder Truntfälligkeit zugezogen haben, für die Dauer dieser Krankheit. § 36. Für jedes Kaffenmitglied wird ein Quittungsbuch mit einem Abdruck dieses Statuts ausgefertigt, welches eine Angabe über die Höhe der Beiträge und der eintretendenfalls zu gewährenden Unterstüßungen enthält. Daffelbe wird bei der ersten Beitragszahlung, sofern dieselbe durch den Arbeitgeber erfolgt, diesem, andernfalls dem Kassenmitgliede eingehändigt. Hinsichtlich der für verpflichtete Mitglieder von den Arbeitgebern gezahlten Beiträge wird den letzteren von der Kasse besondere verbindliche Quittung die gezahlten Beiträge verbindlich quittirt. Maschinenbau- Arbeiter ertheilt. Den Mitgliedern wird durch Abstempelung im Quittungsbuch über u. verwandt. Gewerbe zu Berlin. Ordentliche Generalversammlung der Herren Vertreter der Arbeitgeber u. Arbeitnehmer am Sonntag, den 17. November d. J., Bei der Wichtigkeit der Tages vormittags 912 Uhr, im Restaurant ordnung und dem Umstande, daß die Gründel, Brunnenstr. 188. Gegner der freien Arztwahl mit HochTages Ordnung: 1. Wahl von druck arbeiten, um ihre Kandidaten und 3 Revisoren zur somit die bisherige Beamtenwirthschaft Prüfung der Jahres- Rechnung pro wieder durchzubringen, ist es Pflicht 1895. 2. Bericht des Vorstandes über aller zielbewußten Mitglieder, zu er den Verlauf der Beschwerde beim Herrn scheinen. Es werden deshalb folgende Handelsminister wegen Herabsetzung Branchen nochmals aufgefordert, in der Leistungen der Kasse auf das gefeß obiger Versammlung zu erscheinen und liche Mindestmaß. ihre Kandidaten in Vorschlag zu bringen, Nach Schluß dieser Generalversamm wozu auch die Buchnummer des Be- lung findet eine Generalversammlung treffenden sehr erwünscht ist. der arbeitnehmenden Mitglieder statt. Tages Ordnung: 1. Wahl des Vorstandes für 1896. Steinseher, Steinmeken, Kitten2. Wahl des Rechnungs Prüfungsmacher, Färber, Bürsten- u. Pinsel- Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern. ausschusses für 1895. 3. Wahl des macher, Blumen- u. Blätterfabri- Wegen der Wichtigkeit der Tages Rechnungsführers für 1896. 4. Ver- kation, Puhfeder- Arbeiterinnen, ordnung ist zahlreiches und pünktliches schiedenes. Bilderrahmenmacher. Erscheinen der Herren Vertreter sehr Das Mandat legitimirt. Berlin, den 8. November 1895. Der Vorstand. 12216 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Zur Deckung der Unkosten findet ferwünscht. Der Vorstand. Tellersammlung statt. Alle Mann zur Stelle! Zeutral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler. Oertliche Verwaltung Berlin A. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Zahlfſtelle von Adalbertstr. 16 nach der Die 13er Kommission. Carl Thieme, 263/ 6* 33812 SO., Elisabeth- Ufer 52, Oranienstr. 184 bei Theodor empfiehlt Freunden u. Bekannten feine Meyner verlegt ist. Daselbst werden neueröffnete Destillation nebst vom heutigen Tage ab jeden Sonnabend Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Beiträge entgegengenommen. 181/7 Carl Thieme. H. Steinfeldt. 1210b Tischler- Verein. Kaffenmitgliedern, für welche die Einzahlung der Beiträge durch die Arbeitgeber erfolgt, ist die im Abs. 2 dieses Paragraphen bezeichnete Quittung auf Verlangen bei jeder Lohnzahlung zur Einsicht vorzulegen. § 49. Die Generalversammlung besteht aus Vertretern der Raffenmitglieder und Arbeitgeber, welche in geheimer Wahl auf ein Jahr gewählt werden. Die Raffenmitglieder haben die Vertreter aus ihrer Mitte zu wählen; die Arbeits geber können zu Vertretern auch Geschäftsführer oder Betriebsbeamte der zu Beiträgen verpflichteten Arbeitgeber wählen. Die Kaffenmitglieder wählen für je 100 Rassenmitglieder einen Vertreter. Jit die Zahl der Kassenmitglieder nicht durch hundert theilbar, so ist für die überschießende Zahl, wenn dieselbe zehn oder mehr beträgt, ein weiterer Vertreter zu wählen. Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kassenmitglieder, welche großjährig und im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Die Vertreter der Arbeitgeber werden von diesen in ungetheilter Wahlversammlung gewählt. Für je 200 von den Arbeitgebern beschäftigte Kassenmitglieder, für welche die ersteren die Beiträge aus eigenen Mitteln zahlen, wird je ein Vertreter gewählt. Für den überschießenden Bruchtheil wird ein weiterer Vertreter nur dann gewählt, wenn dadurch die Zahl der Vertreter der Arbeitgeber nicht über ein Drittel der Gesammtzahl erhöht wird. Jeder Arbeitgeber, welcher Beiträge aus eigenen Mittelu leistet, führt bei der Wahl eine Stimme. Die Zahl der von den Kassenmitgliedern und von den Arbeitgebern zu wählenden Vertreter wird vor jeder Wahl von dem Kassenvorstande festgestellt und in der Einladung zum Wahltermin angegeben. § 50. Die Wahl erfolgt für die Kaffenmitglieder und für die Arbeitgeber in einem besonderen Wahltermine, zu welchem die Wahlberechtigten mindestens eine Woche vorher durch die im§ 66 bezeichneten Blätter einzuladen sind. Für die Form und Leitung der Wahl sind die Bestimmungen des§ 38 Absaz 4-8 maßgebend. Wird die Wahl von den Kassenmitgliedern verweigert, so werden die Vertreter derselben durch die Aufsichtsbehörde ernannt. Wird die Wahl von den Arbeitgebern verweigert, so ruht deren Vertretung Sonnabend, 9. Novbr., abends 9 Uhr, in der Generalversammlung für die betreffende Wahlperiode. Melchiorstr. 15: Vorstehende Abänderungen treten mit dem heutigen Tage in traft. Berlin, den 9. November 1895. Versammlung mit Damen. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. We y I über Der Vorstand. Die Ortsverwaltung. Franz. Billard, gr. Vereinszimmer. Berufskrankheiten. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen und verwandter Gewerbe, F. Mathis, Vorsigender, E. Schröter, Schriftführer, Belle Alliancestr. 71a. An der Jerusalemer Kirche 3. Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 12096