BERLIN MMoch, 29. Februar 10 Pf. Hr. 102 B 51 45. Jahrgang. Erscheint täglich außer Sonntag«, t§0 t A i B w // i Aaieiseaureis: Die einspaltige Nonrarelllezeike Zuqlcich Abendausgabe des.Vorwärts". Beingspreis � f r\ i g-I M.»|�f af(Hf f 80 Pf., Reklameieile s M. Ermäßigungen nach Tarif. für beide Ausgaben 7» Pf. pro Woche. 3 M. pro Monat. XaXiÖ ff IrwTTvtl�fyÖ P»« sch e ck k» n t o: VorwürtS-Verlag G. m. b. H.. Redaktion und Expedition: Berlin SWtt«, Lindenstr.s/ Jf r' Berlin Nr. 37586. Fernsprecher: Dönhoff 292 bis 297 Das nächtliche Autobusunglück Das AukobusunglüF. das sich etwa 40 Minuten nach Mitternacht an der Ecke A l t- M o a b i t und Lüneborger Straße ereignete, hat zum Glück nicht jenen Umfang angenommen, den man zuerst befürchten mußte. Der Autobus der Linie IS ist durch das Anfahren gegen einen Daum allerdings fast völlig zertrümmert worden, aber die �nsasien des Wagens, die sämtlich nur leichte verlchungen erlitten hatten, konnten bereits In der Dacht wieder vom Krankenhaus Moabit in ihre Wohnungen entlassen werden. Dur einer von ihnen, der Kaufmann Amar S o l i m a n n aus der Perteberger Straße K. liegt zurzeit noch mit einer Gehirnerschütterung danieder. Die Llnfallstette liegt etwa 10 Meter hinter der Eiscnbahnunterführung der Stadt- bahn, an der Ecke Alt-Moabit und Lüneburger Straße. Das Unglück trug sich folgendermaßen zu: Ein Autobus der Li n i e 1 9(Lichtenberg— Stephanplatz) streifte beim Postieren der Eisenbahnunterführung im Zuge der Straß« Alt-Moabit den letzten unmittelbar an der Bordkante stehenden Brückenpfeiler seitlich so hart, daß die Karosserie schwer beschädigt wurde. Der Wagen geriet sodann mit dem rechten Borderrad auf den Bürgersteig und kam durch den Anprall an den ersten Straßen- bäum zum Stehen. Durch die Wucht des Anpralls wurde das verdeck vollständig abgerissen und die Motorhaube eingedrückt. Sämtliche Fenster- scheiden wurden zertrümmert. Ueber die erschreckten Fahrgäste des vollbesetzten Fahrzeuges, die von ihren Sitzen geschleudert wurden, prastelte ein Hagel von Glasscherben und Holzteilen nieder. Unter den Fahrgästen brach natürlich ein Panik aus.'Laute Hilferufe und Entsetzensschreie ertönten aus dem Innern des Wagens. Zwischen Glasscherben, Holzteilen und Sitzpolstern lagen die von ihren Plätzen geschleuderten Fahrgäste zum Teil bewußtlos am Boden. Nachdem sich das lähmend« Entsetzen einigermaßen gelegt hatte, machten sich die unverletzt gebliebenen Fahrgäste sowie zahl- reiche Straßen Passanten an das Rettungswerk. Kurz darauf trafen auch mehrere Wagen des Rettungsomtes ein. 20 Verlehte wurden ln das Moabiter Krankenhaus gebracht. Zum Glück stellten sich die Verletzungen als nicht sehr schwer heraus. In den meisten Fällen handelte es sich um Nervenschocks, Quetschungen und leichte Brüche, so daß alle Ver- unglückten nach' ärztlicher Behandlung und Anlegung von Not- verbänden zum Teil auf eigenen Wunsch in ihre Wohnungen entlassen werden konnten. Nur ein Derletzter, der Kaufmann Anmr Solimann aus der Perteblerger Str. 6, der eine Gehirn- «rschütterung und Brustquetschungen erlitten hatte, mußte im Kran- kenhaus verbleiben, doch besteht auch bei ihm keine Lebensgefahr. (Weiterer Bericht 2. Seite.) Schlußakt der Lehrlingstragödie. Bericht auf der 3. Seite. Die /feste des zertrümmerten Wagens. Hunderttausende Arbeiter bedroht! iku ftnUck ist obgerissso. Die von den Unternehmern der Berliner Metallindustrie angekündigte Aussperrung von rund 100 000 Arbeitern reicht in ihrer Bedeutung weit über die Interessen der Berussgruppe hinaus, die in den Lohnkampf zu treten gezwungen war. Es bürgert sich jetzt offenbar als gute Sitte ein, jede noch so ge- r'mgsügige, aber grundsätzlich wichtige Forderung der Arbeiter mit der Aussperrungsdrohung zu beantworten. Hier liegt ein Mißbrauch der wirtschaftlichen Macht- steklung des Unternehmertums vor, der mtt Pro- testen nicht mehr zu erledigen ist, sondern der die Regierung zu einem Einschreiten zwingen müßte— wenn wir eine ver- a n t w o r t l i ch e Regierung hätten. Woher kommt die Beunruhigung des wirtschaftlichen Lebens, die jetzt von den Unternehmern in frivoler Weise her- aufbeschworen wird? Eine kleine Gruppe von qualifizierten Arbeitern verlangte bessere Arbeitsbedingungen. Weder die Forderung nach Abschluß von Tarifen noch die nach Ab- schaffung des Akkords in der Präzisionsarbeit noch schließlich die verlangte Lohnerhöhung selbst sind Dinge, um deretwillen Riesenbetriebe der deutschen Industrie stillgelegt werden müßten, wenn die Unternehmer selber an die P f l i ch t z u r Arbeit glaubten, die sie ihren Arbeitern ständig predigen. Die Werkzeugmacher sind Qualitätsarbeiter. Jahrelang haben die Unternehmer erklärt, sie wollten die Spanne zwischen dem Lohn der gelernten und dem der ungelernten Arbeiter erhöhen. Mit dieser Begründung haben sie die V e s s e r st e l l u n g der einfachen Arbeiter ost genug mit Erfolg bekämpft. Jetzt verweigern sie d,e Besserstellung der Q u a l i t ä t s arbekter. Das entspricht der Unternehmerabsicht, die Löhne in jedem Falle zu drosseln, auch dann, wenn sich unsere Unternehmer mtt ihren eigenen deklamatorischen Erklärungen in schroffen Widerspruch setzen. Weil sie Qualitätsarbeiter sind, gehören die Werkzeug- wocher nicht m den Arbeitergruppen, die nur um das Recht auf den nackten Lebensunterhalt zu arbeiten verpflichtet sind. Gerade die sinnvolle Anwendung des von den Gewerkschaften seit jeher propagierten Grundsatzes: Gleiche Leistung, gleicher Lohn! erfordert, daß die besonders verantwort- lichen Gruppen der Hand- und Kopfarbeiter eine ihrer höher- werligen Leistung entsprechende Entlohnung erfahren. Für die gesamte Arbeiterschaft aber war die kousequente Durch- Berliner Scharfmacher. K. F. v. Siemens. Emst v. Boraig. Die Führer des Berliner Metollindusirie, die durch Au*- tperning der Metallarbeiter die„Stillegung" der Betriehe herbeiführen wollen, führung dleses Verlangens von durchgreifender Bedeutung. Die Qualitätsarbeiter, die sich zuerst in den gewerkschaftlichen Organisationen zitsammenfanden und am frühesten eine Verbandsdisziplin zu entwickeln oermochten— sie waren es, die das leuchtende Vorbild für die übrigen Berufsgruppen gaben, sie waren die Pioniere und die Garde des Arbeits- kampfes zugleich. Sie find es noch heute. Das wissen die Unternehmer. Deshalb streben sie mit der Aussperrung danach, die Werk- zeugmacher mit den übrigen Arbeitern in Gegensatz zu bringen. Es wird ihnen nicht gelingen. Abgesehen von der allgemeinen Klassensolidarität, die die gesamte Metallarbeiter- schaft verbindet, ist es ja heute noch etwas anderes, das die Reihen der Kämpfenden zusammenschweißt: Das Gefühl namenloser Erbitterung darüber, daß auf Kosten der Arbeitnehmer eine Rationalisierung mit un» geheurer Steigerung der Arbeitslei st ung durchgeführt worden ist, die bisher nur dem Kapital zugute kam. Die Unternehmer versprachen einstmals, daß die Arbeiterschaft ihren Anteil an der Rationalisierung haben sollte. Sie redeten und reden noch heute über die Notwendig- keit einer Hebung des inneren Marktes. Sie oerweigern aber mit Mitteln diktatorischer Brutalität jedes Zugeständnis, das das Verhältnis von Arbeitslohn und Arbeitsleistung zu gunsten der Arbeiterschaft verbessern soll. Siemens, der Führer im Kampf, hat auf Monate hinaus Aufträge, darunter viele für den Export. Hatte man früher Streiks damit bekämpft, daß man sagte, für die A u s- fuhr niüffe pünktlich geliefert werden, so stellt man jetzt den Satz auf den Kopf. Lieber macht man die Bude zu, an- statt von dem Nutzen des guten Geschäftsganges auch nur einen bescheidenen Anteil der Arbeiterschaft zuzugestehen. Dabei nimntt die Industrie die vom Reiche gewährte Unter- stützung der Exportaufträge durch die sogenannte Export» Versicherung mit der größten Selbstverständlichkeit in Anspruch. Wird das Reich dulden, daß mit seinen Mitteln in dieser Weise umgegangen wird? Es geht um große grundsätzliche Fragen der Wirtschaft»- und Sozialpolitik. Die Arbeiterschaft ist im Recht, wenn sie auf ihren Forderungen besteht. Die Sympathien der gesamten werktätigen Bevölkerung sind mit den kämpfenden Arbest- nehmern der Metallindustrie, und die Solidarität wird nur desto fester werden, je rücksichtsloser das Unternehmertum seinen Machtwillen betont. Erklärung der Meiallindustriellen. „Nur 60000 Arbeiter sollen Mgelegt werden!" Der verband der Berliner Metallindustriellen läßt durch eine Korrespondenz die Behauptung verbreiten, es sei unrichtig, daß er die Aussperrung von rund 100 000 Berliner Metallarbeitern beschlossen Hobe. Die Unternehmer hätten bisher einen Aus- fperrungsbefchluß nicht gefaßt. Allerdings ließe sich voraussehen. daß die von den Werkzeugmachern bestreikten Betriebe aus technischen Gründen heraus zur Stillegung(?!) kommen würden, da auf die Dauer eine Fortführung der Arbesten ohne die Werkzeugmacher unmöglich sei. Nach der bisherigen Ausdehnung des Wertzeug» macherstreiks würde aber eine Schließung dieser Betriebe nicht lWYYY, sondern„nur" etwa 6g0 Arbeiter in Mitleidenschast jiehen. Einem Braven zum Gedachinis! Gustav Stollberg gestorben. Dieser Tage ist der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnet« Tischlermeister Gustav S t v l l b« r g aus Burg(Bez. Magdeburg) gestorben. Stollberg, der tm Jahre 1866 als Sohn eines kleinen Handwerkers geboren war, hat sein Leben in stetem Kampf für die Interessen der Arbeiter und der sozialistischen Idee verbracht. In seiner Baterstadt und im ganzen Bezirk Magdeburg ist er wegen seiner unermüdlichen Tätigkeit ouss beste bekannt. Das nieder- trächtige Polizeifystem des alten H ohenzollernftaates hat ihm jähre- kong aufs Uebelste zugesetzt. In der Zest der Seuche der politi- schen Meineidsprozesse wurde auch Stollberg ins Räder» werk der Justiz gezogen. Die Gerichte urteilten nach dem Schema, jeder Sozialdemokrat sei verdächtig, aus Porteigründen einen Mein- eid zu leisten, und verurteilten Stollberg zu drei Iahren Zuchthaus, die er bis zum letzten Tage verbüßen mußte. Das Ansinnen, ein Gnadengesuch einzureichen, lehnte er ab. da er R e cht u n d n i ch t Gnade fordert«. Nach der Revolution hat die preußische Regierung dies« politi- schen Meineidsstrafen aus dem Register gestrichen. Dadurch konnte »ndlich auch Gustav Stollberg auf den Platz gestellt werden, auf dem er früher schon Dortreffliches hätte leisten können. Er wurde Stadt- verordneter und Stadtverordnetenvorsteher von Burg und schließlich Landtagsabgeordneter. Bor einigen Wochen erst trat er nach Silber- fchmidts Tod« in den Reichstag über. Leider hat er dort nur kurze Zeit tätig sein können. Denn«in schweres Krebsleiden warf ihn nieder und machte jetzt seinem Leben viel zu früh ein End«. Sir Horace Ifumbold Die gestrige Ebert-Gedächtniskundgebung des Reichsbanners Der neue britische Botschafter in Berlin, Kehraus mit Hindernissen. Krach unter den Rechtsblockparteien.- Nichts klappt' Dem Rechtsblock will es nicht gelingen, auch nur einigermaßen den Schutt aus dem Weg« zu räumen, der sich während feiner widerspruchsvollen Regierungstätigkeit zu-sammengefunden hat. Der Phoebus-Skondal und das anrüchige Fleischzeschäit des Herrn Lohmann bedürfen noch der Untersuchung, nachdem schon jegt die ärgsten Befürchtungen über die zu erwartenden Verluste durch die Tatsachen überboten worden sind. Hier wäre es an der Zeit, einmal die Frage aufzuwerfen, was die Roichswehr eigentlich mit ihren sogenannten Produktionegeschäften bezweckt hat. Wollte sie oerdienen und Fonds für unkontrollierbare Zwecke gründen, oder lag es gar in ihrer Absicht, überflüssige Gelder nur deshalb unterzubringen und zweifelhaften Geschäften auszusetzen, well sie den Volksvertretern nicht bekannt werden sollten. 21 Millionen sind bestimmt verloren. Welche Männer waren es, die die Verantwortung dafür trogen und die Geschäfte dem Reichswehr- minister bis zum letzten Augenblick vov-nthielten? Das Volk, dem groß«, für soziale Zwecke bestimmte Beträge aus dem Reichshaus- hatt gestrichen wurden, hat Anspruch auf Beantwortung dieser Frage. « Darauf wird man freilich lange warten dürfen. Die Regie- ningsparteion bieten, das zeigt die letzte Arbeit der Ausschüsse, ein Bild trostloser Zerfahrenheit und Kopflosigkeit. Die E h e f ch e i- dungsreform war durch den Unterausschuß des Rechtsaus- fchuffes bereits soweit vorbereitet, daß gestern bündige Beschlüsse hätten gefaßt werden können. Statt dessen traten Zentrum und Deutschnationale gegen die bereits vereinbarten Erleichterungen mit dem Erfolg aus, daß sie überstimmt wurden. Die Deutsche Volkspart« schloß sich der von den Sozialdemokraten Landsberg und Rosenfeld geführten Opposition an. So erlitten die beiden anderen Regierungsparteien eine Niederlage. Die Spezialdeballe über die Ehescheidungsreform wird also fortgesetzt, obwohl sie nicht aus dem Notprogramm steht. Auf das Ergebnis kann man ge- spannt sein. Das Llnglück in Moabit. (Siehe auch 1. Seite.) Die Feuerwehr war«ine Stunde an der Unfallstelle mit Aufräumungsorbeihn beschäftigt. Das Autobuswrack wurde an der Unfallstelle belasten, wo es heute vormittag von den in Frage kommenden Untersuchungs- bzw. Aufsichtsbehörden in Augenschein genommen wurde. Gleich- falls in den Vormittagsstunden wurde auch In den Direttionsräumen der Aboag der Fahrer des Unglückswagens, der nur unerhebliche Verletzungen erlitten hatte, eingehend vernommen. Die Schuldfrage. In der Straße Alt-Moobit werden gegenwärtig gerade an der Unterführung Arbeiten an der Eisenbahnbrücke vorge- nommen, die. zum Zweck der Elektrifizierung verstärkte Träger erhält. An der nördlichen Straßenseite ist ein Bauzaun etwa 2 bis 2H Meter in den Fahrdamm hineingebaut, so daß die Straße dort eine Ver- engung aufweist. Der Autobusführer ist nun in der Dunkelheit— gerade dies« Unterführung hat im Gegensatz zu anderen Eisenbahn- brücken ein« außerordentlich schlechte Beleuchtung— mit seinem Wagen an der Bordschwell« entlanggefahren und hat dabei mit den Vorderrädern die Bordschwelle gestreift. Das geht schon aus der Tatsache hervor, daß der letzte eiserne Brückenträger in 1 Meter und 2)4 Meter Höhe zum Teil blankgericben ist, zum Teil Spuren der Farbe des Wagenaufbaues zeigt. Lei dem Anprall gegen den Bürgersteig, der nicht einmal mit allzu großer Heftigkeit erfolgt ist, prellte den Fahrer das Steuer aus der Hand, und der Omnibus schob sich auf den Vürgerfteig, wobei die Kotflügel und das Verdeck gegen «inen Baum prallten. Der Baum selbst wurde sehr stark erschüttert, denn das Erdreich um den Stamm herum ist maulwurfhügelartig nach obenhin aufgelockert, ein Leweis, daß der Stamm durch den Zusammenstoß angehoben worden ist. Bei dieser Gelegenheit hat sich auch wiederum gezeigt, wie notwendig es ist, daß die Omnibus- gefellfchast endlich auch für ihre Wagen Scheinwerfer in der Höhe der Kotflügel anbringt, wie sie all« anderen Last- und Personen- wagen besitzen. Die in der Höhe des Verdecks angebrachten Be- leuchtungskörper, deren Leuchtkraft an sich nicht sehr stark ist, erhellen in dunklen Straßen die Fahrbahn zu wenig, so daß der Führer fem« Umgebung nicht scharf genug erkennen kann. Die sozialdemokratische Kritik cm der Flnanzgebarung und dem Verkehrswesen, besonders bei der L u f t f a h r t. hat doch gewirkt. Im gestrigen Haushaltsausschuß sandon dl« Fimmzpläi« des Verkehrsmimsters und die kläglichen Ausflüchte der Regierung im Luftfahrtskandal eine scharfe Ablehnung. Der deutschnatfo- nale Lerkehrsminister Koch mußte sich von einem Volksparteiler sagen lasten, seine Erwiderungen erschienen so mhaltskoer, daß ih' Versaster geeignet sei. ins Verkehrsministerium berufen zu werden' Der Deutschnationale O u a a tz war gegenüber seinem Frattions- kollegen Koch so rücksichtslos, zu erklären, daß in dem Ministerium sehr anfechtbare Praktiken eingerissen sind. Wurden do mit bestimmten Firmen bereits langfristige Verträge fu Arbeiten am Mittelland abgeschlossen, teilweise auf fünf und fe. Jahre hinaus, obwohl dafür die Gelder noch gor nicht b�.- willigt sind. Es muß schlimm um die Regierungsparteien steh, daß sie sich in dieser Weise gegenseitig den Spiegel vorhalten milste». • Zu den Sttcfkliidern des Rechtsblocks gehören die Krieg» und Liquidation sgeschädigten. Der Sozialdemokral Schirmer nagelte gestern im Reichstag-ausschuß die unglaud liche Sabotagearbeit jener bürgerlichen Abgeordneten fest, die sie? nicht über bestimmte Vorschläge einigen konnten und so die ratung andauernd verschleppten, und die sträfliche Nachlässig- keit der Regierung, die selbst auf dringliche Briefe des Ausfchuf's nicht geantwortet hat. Die zuletzt vorgebrachten Antröge der Regierungsparteien entsprechen nicht einmal den Wünschen des Reick/ wirtsthaftsrates und stellen die Geschädigten mit mehr als IM 006 M Verlusten besser, diejenigen mit weniger als 5000 M. Br- lusten schlechter, als es der Reichswirtschaftsrat vorsah. Eine von den Sozialdemokraten geforderte Sonderzulage von 20 P'oz. für die Aennsten wurde abgelehnt, obwohl sie 120 000 Ee- schädigten Erleichterung gebracht und noch mcht die Hälft« von dem gekostet hätte, was Kapitän Lohmann verwirtschaftet hat, nämlich zehn Millionen Mark.... Rechtsblockarbeit, wie sie im Buche steht! Durch Draht und Funk. In der Genfer Sicherhcitslogung erklärte.der Vertreter Argeukiniens. die vlonroedoktrin sei kein gegenseiligar Vertrag zwischen den amerikanischen Staaten, sondern eine einseitige Erklärung der Vereinigten Staaten, die niemals von den anderen amerikanischen Staaten angenommen seil » Doldemaras erklärt Aalefki in seiner letzten Rote, es sei zwecklos, den Roterwechsel sortzusctzcn. Er schlägt Polen vor. ge- meinsam mit dem Völkerbund Ort und Zeitpunkt der Verhandlungen festzusetzen oder am 30. vlärz Verhandlungen in Königsberg zu beginnen. In Warschau verlautet jetzt, daß Polen auf der Märztagung des Lölkerbemdsrates den Konflikt mit Litauen ni ch t auf die Tagesordnung setzen werde. * Die Vereinigten Staaten schlvgen Frankreich von neuem vor, einen allgemeinen Srlegsoerzlchlsvertrag abzuschließen� an dem Deutschland, England. Japan und Italien beteiligt sein sollen. * Die englische Regierung sandte der ägyptischen den Entwurf eines Vertrages über die Neuregelung ihrer Beziehungen. England will die Verteidigung des Suezkanals und die ägyptische Außenpolitik in der Hand behalten. Die ägyptische Wafd-(Unabhängigkeits-) Partei beschloß, den englischen Vorschlag abzulehnen. « Tritt keine gesetzliche Neuregelung ein, dann dürfen ab 1. Juli in die Vereinigten Staaten jährlich 154 000 Menschen einwandern, davon aus Deutschland 25 000(statt 23 500), aus England 66 000(statt 73 000). « Der französisch« II. Boot- Kreuzer„Reckmwibie'' lief in Eherbourg vom Stapel. Er ist 95 Meter lang. 10 Meter breit und verdrängt 1560 Tonnen(unter Wasser 2060 Tonnen) Di« Besatzung beträgt 50 Mann: er kann für zwei Monate Brennstoffe und Nahrungsmittel mitnehmen. Er hat 32 Torpedo» an Bord. » Die Zentrumsfraktion des Reichstags beschloß, die»rst, Baurat« für das vom Reichswehnniinsterium angefordert« Linienschiff zu bewilligen. » Auf eine Kleme Anfrage im Unterhaus üb«r das 8«kri«jj»- verbot erklärte Baldwm, England werde es erst dann ratifizier«,, wenn andere Mächte ratifiziert hätten. Schlußakt der Lehrlingstraaödie. In einer Zeit, wo alles nach Retorden jagt, verblaßt leicht d i t Höchstleistung, die rostloser Arbeit des Alltags entsprang und die, gelang sie erst einmal, von der Nachwelt als selbstverständlich hinge» NLmrnen wird. Eine solch« Höchstleistung ist— wie Dr.-Ing. M a- j e r c z y t im Kreise sozialdemotratischer Kommunalpolitiker dar» legte— der Aufbau und die Organisation der Berliner Elettrizitäts- Wirtschaft. Es gibt wohl kaum ein anderes Wert in Deutschland und selbst in Amerika, das unter ähnlichen Existenzbedingungen eine derart st ür mische Entwicklung durchgemacht hätte, wie die „Bewag". Innerhalb von vier Iahren hat sie die Zahl ihrer Strom- abnehmer verdoppelt. Die Sozialdemokratische Partei kann auf die Leistung, an der sie entscheidend mitgewirkt hat. stolz sein. Gelang es doch, gerade in den Massen der Arbeiter, Angestellten und De- Südtirol. Wen inffi die Schuld? Mussolini:„Er bedroht mich, ich muß ihn erschießen.� omten Stromabnehmer zu gewinnen und so dieses wichtige Hilss» mittel besierer und angenehmerer Lebensführung aus einem Luxus der Reichen zum Gebrauchsgut zu machen. Bon den großen Reichswerten und dem Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk unterscheidet sich das Berliner Wert auch deshalb, weil es nicht, wie diese, Strom erzeugt und den Großabnehmern zur Weiterverarbei- tung überläßt, sondern ihn selbst an die Massen der Bevölkerung heranbringt. In dieser Hinsicht und auch in seinem geschlossenen Ausbau steht das Wert in ganz Europa einzig da. Die technische und organisatorische Eigenart hat die„Bewag" zu einem der inlernational berühmtesten Unternehmungen gemacht. Dos Kraftwerk Klingenbcrg wird von Vertretern aller Ra- Honen besucht, und auch in Fragen der Tarife und der Msatzorga» nisation nimmt man die„Bewag" mit Auskünften in Anspruch. Wie wurde der große Erfolg erreicht? Vergegenwärtigt man sich in großen Zügen den Entwicklungsgang, wie ihn der Referent an Hand von Lichtbildern darstellte, so sieht man folgende Linien. Die Zahl der Sleinabnehmer, also der Haushaltungen, die Elektrizität benutzen, komrte in den vier Iahren nach der Inflation verdreifacht werden.(Der Absatz an die Industrie ist etwas mehr als doppelt so groß wie 1924.) Der Strompreis wurde gesenkt mit dem Erfolg, daß die neugewonnenen Kleinabnchmer die vorhandenen Leitungen viel stärker ausnutzen als irüher. Die Löhne der„Bewag" wurden seit End« 1923 auf das Zweieinhalbfache erhöht. So ist ein Stück vorbildliche Gemeinschaftsarbeit geleistet worden, die, wie Stadtrat S ch l i ch t i n g in der Aussprach« betonte, unter großen Schwierigkeiten begonnen wurde, da früher die Elektrizitätsversorgung sehr zersplittert war, ein Zustand, der noch heute nicht ganz überwunden ist. Bei dem großen Kapital- bedarf für den Ausbau der Werte wäre es verhängnisvoll, wenn man diese noch weiter mit finanziellen Leistungen für die städtische Verwaltung belasten würde. 7? Manschen durch?euer obdachlos. In Celle wurde die so- genannte Maschkascrne, die jetzt� vonarm enLeutenbewohnt wird, durch einen Brand völlig eingeäschert. Ihre Be- wohner. 14 Familien mit insgesamt 7 5 Personen, sind obdachlos geworden. Die Geschädigten konnten kaum da, nackte Leben retten._ Welterb-richk d««ffeullicheo Wetterdienststelle Berlin und llnigegead.(Nachdruck oerboten.) Trocken und ziemlich heiter, rachts Frost, am Tage Temperaturen wieder über Null. Frische _ Vür Tl�nflrfilnnd: Nur Im Mosten«ihneil» Um naduo u. W|, um----————--■■ i r,.. I. südöstliche Wind«.— Für Deutschland: Nur im Westen zeitweise wolkig überall trocken. Zahlreiche Nachtfröste. Im Krematorium Gerichtstraße vollzog sich der letzte Akt der Lehrlingstragödie Karl Gentzen. Eine vielhundcrtköpfige Menge hatte sich versannnelt, um dem so jäh aus dem Leben Ge- >chi«denen das letzte Geleit zu geben. Freunde und Bekannte, Nach- barn aus der Islandstrahe und Mitfühlende, die Kollegen des Jungen aus ssiner Werkstatt— wer fehlte— waren die Lehrer aus der Schule. Unter den vielen, allzuvielcn Selbstmorden von Jugendlichen erscheint dieser besonders tragisch. Seitdem Karl Gentzen seinen Freimd Henne vor seinen Augen in der Spree versinken sah, zog ihn das Wasser mit unwiderstehlicher Macht an— bis es auch i'i!' verschlang... Ein Besuch bei den Eltern klärt um«in geringes die unselige Derkcttung der Umstände, die hier gewaltet haben. Eine Proletarierfamilie. Der Vater ist Wickler; die Mutter gab bis vor kurzem— bis zum Tode ihres Jungen— Klavierunterricht. Auch Karl spielte Klavier und Geige. Im Korridor hängt eine bunte Photographie vv» August Bebel... Der Vater Gentzen wird erwartet. Es ist keine leichte Sache, mit einer Mutter über ihren Sohn zu sprechen. Anderthalb Monate sind es her, seitdem Karl nicht wiederkam. Als die Mutter an jenem Abend nach Hause kam— es war im Juni 1926—, da lag Karl bereits im Bett.„Mutti, der Henne ist ertrunken. Und er erzählte stockend mit dem Ausdruck tiefster Niedergefchlagenheit, wie sich im letzten Augenblick, als der Kahn bereits an der Treptower Landungsbrücke angelangt war, eine Bö erhob; wie Hans, der mit dem Arm bereits die Landungsplanke umklammert hielt, plötzlich ausglitt und ins Wasser fiel. Wie er ihm den Strick zuwarf, dieser ihn bereits ersaßt hatte, ihn aber plötzlich losließ und versank...„Gut, daß ich die Eltern nicht zu Hause angetroffen habe. So brauchte Ich es ihnen nicht persönlich zu sagen. Ich habe ihnen einen Zettel hinterlassen." Und am nächsten Tage kam Karl aus der Schule wie gewöhnlich. Die Mutter saß in der Küche. Der Junge machte einige zögernde Schritte, blieb dann stehen und sagte:„Mutti, weißt du, was der Lehrer Z. gesagt hat? Wenn mir das auf dem Ausflüge passiert wäre, ich hätte mich trotz meiner Familie erschossen. Und dann hat er hinzugefügt: Zch verstehe nicht, wie du so weiterleben willst." Die Muller beruhigte den Sohn; er war sehr aufgeregt. Dann wurde er ganz still; es war ein lang av.fgeschosiener, blasser und empfindsamer Junge. Am nächsten Morgen ließ ihn die Müller nicht in die Schule. Sie ging selbst zum Direktor. Der rief den Lehrer. Dieser gab zu, die Worte gebraucht zu haben; er habe sie sofort hinterher bedauert; es sei in der Erregung geschehen. Cr wolle aber sofort nachmillaz zu Karl gehen und ihn beruhigen. Oer Lehrer kam,— die Jungen behaupten, daß er mit ihnen stets kameradschaftlich vorkehre, und daß sie ihn lieber hätten als irgendeinen anderen,— er redete auf Karl«in.(Dieser schien beruhigt zu sein.) Zwei Wochen blieb er von der Schule weg. Auch zur Beerdigung seines Freundes durste er nicht. Als er dann wieder die Schule besuchte, bemühten sich die Jungen, ihn das Vorgefallene nicht merken zu lasten. Karl wurde aber da» peinliche Gefühl seiner Sonderstellung nicht mehr los. Im Schweigen der Jungen empfand er einen stillen Vorwurf; manchmal erhaschte er auch einen eigentümlichen Sellen- blick, dann hörte er in irgendeiner Schülergrupp« sein«, Namen nennen. Einem Freunde hatte er gleich nach dem Vorfall gesagt: Z. wird es bereuen. Ich werde ihm schon zeigen." Einem anderen Freunde gegenüber hatte er geäußert,„ich soll am Tode Henne» schuldig sein. Ich lasse dies nicht auf mir sitzen". Und wieder ein- mal meinte er, Ich gehe denselben Weg wie Henne... Drei Monate später wurde er aus dem Landwchrkanal gezogen. Vorhaltungen des Vaters hatten zum Selbstmordversuch den Anlaß gegeben. Als er nach diesem Ereignis eines Tages mit der Muller über eine Brücke gehen mußte, sagte er:„Mutti, können wir nicht einen anderen Weg gehe::".„Junge du mutzt es überwinden." Sonst sprach sie mit ihm nicht über den Vorfall. Karl besuchte oft die Eltern seines ertrunkenen Freundes, obgleich er vor dem Un- glück nur einmal dagewesen war. Er besuchte auch das Grab seines Freundes und legte da kleirfe Kränze nieder— das erfuhr man erst später, nachdem er selbst nicht mehr mar. Karl hatte den Mut verloren. Der Proletarierjunge In der höheren Schule unter Bür- gersöhnen hatte ohnehin unter Minderwertigkeitsgefühlen zu leiden. Die Lehrer wollen ihm übel, klagte er, sie würden ihn bei der Reife- Prüfung doch durchfallen lassen, er höre immer im Konferenzzimmer seinen Namen nennen. Die Mutter ging zum Lehrer, der auf Karl besonders schlecht zu sprechen war:„Geben Sie ihn dqch in die Lehre", sagte er. Was wußte dieser Mann davon, daß es der Traum des Voters war, seinen Sohn etwas werden zu lasten. Der Lehrer Z., der damals jene Acußerung getan, gab nun eine Empfehlung für eine Lehrstelle. Der Junge wurde Lehrling in der Klaviersabrik. Man war hier mit ihm zufrieden'. Karl schien ein wenig aufgetaut. Nur zu Hause war er immer in sich gekehrt und verschlossen. Er hatte noch immer Umgang mit seinen srüheren Mitschülern. Einmal bat er seine Mutter, die Schülerinütze tragen zu dürfen. Durch Renom- mieren half er sich über seine Unterwertigkeitsgefühle weg. Am Sonntag abend kam er aber nicht mehr nach Hause. Als er am Nachmittag fortging, merkte man ihm nichts an. Er unter- hiell sich nur aufgeräumter als sonst mit dem Vater. Am Man- tag abend ging dieser zur Polizei. Man suchte und forscht«, man glaubte, der Junge könne sich in irgendwelchen Lokalen herum- treiben. Man fand natürlich keine Spur. Aber noch am Montag hallen die Eltern Henne ihn den Friedhof verlassen sehen. Auf dem Grabe ihres Sohnes lag ein frischer kleiner Kranz. Nun wußte man, von wem die früheren Kränze waren. Oaan ging er ins Wasser. Als man seine Leiche anderthalb Monate später barg, fand minr in der Tusch« des Siebzehnjährigen bis Photographie seines Freundes... Das Geheimnis des Todes des kleinen Gentzens ist nicht ganz gelöst. Die Aeußerung des Lehrers allein reicht nicht zu seiner Erklärung aus. Die Schule hat wieder einmal ein Opfer gefordert. Das Wort, dos an der Bahre des Toten gesagt wurde, ist nur allzu wahr:„Der G e i st der Lieblosigkeit hat Karl Gentzen in den Tod getrieben." Oer besiegte Kopernikus. Don Hans Sauer. Stellen Sie sich bitte einen Ball vor. Haben Sie? Und nun stellen Sie sich weller vor, daß auf der Innenfläche dieses Balles, von außen also nicht wahrzunehmen, viel, viel Ameisen herum- krabbeln. Das haben Sie auch? Dann vergrößern Sie jetzt diesen Ball und ertellen Sie ihm einen Durchmesser von 12 756 Kilometern und ersetzen Sie die Ameisen durch Menschen. Was Sie dann haben? Ei, die„neue Seinslehr«", wie sie Alfred Brust, der Dichter, mll grausamem Ernst und erschüttert vorerst nur durch den zaghaften Vorbehalt der Redaklion, es möchte diese neue Lehre möglicherweise „eine unssenschastliche Antikritik" auslösen. Im Feuilleton der„Mün- chener Neuesten Nachrichten" vorträgt. Di« Konsequenzen dieses neuen Weltbildes sind frappierend genug. Wir allesamt leben dem- nach nicht auf, sondern i n einem Ball und Sonne, Mond und Stern« stnd nicht außerhalb des Erdballes, im Kosmos zu suchen, sondern dieser ominöse Kosmos wird vom Erdboll umspannt. In dessen Mittelpunkt hat sich der Fixsternkomplex mit der Ursonne placiert. Um diese kreisen Sonne und Planeten. So sieht es aus, das Universum, und die Deglellumstände liegen auf der Hand: Der Erddurchmesser mll seinen 12 756 Kilometern ist unter diesen Um- ständen naturgemäß die größtmögliche Entfernung im Universum überhaupt und bis zur Ursonne sind es demgemäß nur runde 6666 Kilometer. Die Sonn« hat, wie Brust feststellt, einen Durch- messer von einigen hundert Kilometern, der Mond einen von 36, der Saturn von 12. Weltraum: eine interne Angelegenheit des Erdballs. Lichtjahre: ein grober Unfug. Alfred Brust, der sich übrigens auf die im Selbstverlag erschie» nenen astronomischen Forschungen eines dem Namen nach unbe- kannten Karl Neupert bezieht, sagt auch, wie er zu diesen reoolutio» nären astronomischen Erkenntnissen gekommen ist. Von der Philo- sophie her. Welch eine suballerne Stellung nimmt doch der Mensch im kopernikanischen Weltsystem einl Was ist er hier schon! Ein armseliger Wicht, ein jammervolles Sandkorn. Er dreht sich um alles und nichts dreht sich um ihn. Hier konnte etwas nicht stimmen. Hier tat Remedur not. Im Brustschen System hingegen ist die Erde A und O allen Seins, nicht länger ein Stäubchen im All mehr, sondern dessen Hülle und Schutzmantel. Außerdem hat Brust da mal eine uralte indische Legend« gelesen, die ähnliche Gedanken äußert, und somll wird es ja feine Nichtigkeit haben mit der neuen Seins- lehr«. Und dies also, das nicht nur eine phantastische Plauderei sein will, sondern mit dem ernsten Anspruch auf vollste Wissenschofllichtell auftritt und mit Einstein und Lichtstrohlenbrechung herumfuchtelt. wird, wenn auch nur in den„Münchener Neuesten Nachrichten", so doch in»wem der gelesensten Blätter Bayerns, noch dazu mll einem leisen Neseevat gedruckt, da» den wissenschaftlichen Grundchoratter der Publikation nur unterstreicht. Die Kette ist also jetzt geschlossen. Bayern, das geht ja aus den Photographien seiner Minister hervor, ist naturgemäß da» Salz Deutschlands, welches wiederum da» Salz der Erde ist. Fehlte bis- lang die rechte Konnektion zum Universum. Stellt sich da nun über- roschendcrweis« heraus, daß benanntes Universum lediglich zu Illu- minationszwecken in die Erde hineingebaut worden ist. Mit geschwellter Alfred Brust darf München zur Sonne hinaufblicken, auf die es mit Recht herabsehen darf. Boston gegen Boston. Oer Kampf um Sinclairs neuen Nomon. Die Bostoner Zensurbehörde, die das letzte Werk von Upton Sinclair,„Petroleu m", konfiszierte, hat eine Nachahmerin in ihrem Kampf gegen Sinclair gefunden: die groß« Druckerei„The Rumford Preß" hat dem Herausgeber der großen literarischen Zeit» schrift„The Bookman" mitgeteilt, daß sie die Zellschrist nicht mehr drucken kann, weil der in der Fcbruarnummer abgedruckte erste Tell des neuen Romans von Upton Sinclair,„Boston", nach Ansicht des Aufsichtsrates der Druckerei eine aggressive Attacke gegen Dostost und andere Gegenden von Neu-England enthielte. Der neue Roman„Boston", den Upton Sinclair«inen histo- rischen Zeitroman nennt und zu dem er während seines Bostoner Aufenthaltes im vergangenen Herbst zahlreiches Material sammelte, spielt in der Stadt Boston und ihrer Umgebung und behandelt in seinem wesentlichsten Tell den Fall Sacco-Donzetti. Gerade dieser Teil hat den Unwillen des Aufsichterates der Druckerei er- regt Aber es gibt auch andere„anstößige Stellen" in diesem Roman, so z. B. die Schilderung des großen Polizelftreiks, in dem der Präsident Coolidge als Gouverneur von Massachusetts«ine führende Roll« spielte, die Schilderung anderer Streiks, Prozesse und Duchkonfiskotionen. Upton Sinclair selbst sagt von dem Buch, daß es keinen anderen Helden hat als die Wahrheit Ein Teil der in diesem Buch auftretenden Personen, so z. B. all« Personen, die im Socco-Danzetti-Fall ein« Rolle spielten, sind getreue Porträts der Wirklichkeit und tragen auch die wirklichen Namen ihrer Borbilder. Die Zeitschrift„The Bookman" schrieb in der Voranzeige, daß der neue Roman Sinclairs in gewissem Sinne eine Antwort des Vev> fassers auf die Konfiskation seines letzten Buches durch die Dostoner Zensurbehärde sei. Aber dieses Buch ist mehr als eine Antwort. Es ist eine Studie über das moderne amerikanisch« Leben und besonders eine eingehende Darstellung des heute noch hin- und herwogenden dramotifchen Kampfes zwischen den Vertretern der halsstarrigen alten Puritanertradition und der breiten Masse der später Ein» gewanderten, die sich kaum mehr in die allen Anschauungen pressen lassen._ Die Anti-Flohfronf. Bekanntlich ist die kriegerisck« Bezeichnung„Front" in Sowjet- rußland sehr beliebt, wenn es sich um die Erreichung eines wirtschaftlichen oder kulturellen Ziel« bzw. um die Bekämpfung eine« Mißstandes handelt. So spricht man z. B. von Fronten gegen Unwissenheit, gegen Obdachlosigkeit, von einer antireligiösen Front usw. Neuerdings ist nun auch eine„Anti-Flohfront" aufgetaucht: die Flohplage in Leningrad in den Theatern, Kino», Behörden, Verkehrsmitteln und Privaihäusern hat dazu geführt, daß«in aus Entomologen und Hyg enikern bestehender Sonderausschuß berufen worden ist, um diesem Uebel zu steuern. In einem Aufruf de» Floh- ausfchusie» werden sämtlich« Sowjetbürger zur Mitarbeit an der Vertilgung der schwarzen Blutsauger aufgefordert. „Eine Mutter Hai ihr Kind geiöiei." Mißbrauch mit der Bildpropaganda. Vor etwa drei Wochen meldeten wir, daß die Frau des Tisch- fers Mfred John in der Msabethstrahe ihre siebenjährige Tochter S5e!ga mit einem Brotmesser erstach. Es handelte sich um die Folgen eines Ehezerwürfnisses: Frau John stand sich mit ihrem Manne sehr schlecht, die Eheleute wollten sich scheiden lasten. und die überspannte Frau beging in einem Anfall von Hysterie die furchtbare Tat. Tragödien dieser Art greifen gewiß jedem Menschen ans Herz, und es liegt uns fern, nach dem Beispiel der Pharisäer aus die unglückselige Frau einen Stein werfen zu wollen. Wir wstsen nicht, was sie seelisch gelitten hat, und wir maßen uns kein Richter- amt an. Die„AIZ.", die„Arbeiter-Illustrierte Z« i- t u n g", die von den Kommunisten herausgegeben wird und sich neben moskowitifcher Regierungspropaganda hauptsächlich mit Verleumdungen der Sozialdemokratie beschäftigt, hat aber diesen Fall zum Anlaß genommen, einen langen A u f s a tz mit zahl- reichen Bildern in die Welt zu setzen und sich zum Splitterrichter über den Ehemann John zu erheben. Freilich strotzen Text und Bilder von Unrichtigkeiten. So zeigt das zweite Bild die „Küche d e r I o h n s ch e n Wohnung", in Wirklichkeit handelt es sich um die Küche einer Frau Borke, die eine Treppe höher wohnt. Ein weiteres Bild, auf dem Männer und Frauen in anqe- regier Unterhaltung abgebildet sind, trägt die Unterschrift:„Nach der Verzweiflungstat der unglücklichen Mutter versammelten sich die Hausbewohner vor der Tischlsrwertstatt des verkommenen Baters, um ihn zu l y n ch« n. Er mußte unter polizeilichem Schutz das Haus verlassen und wagte es seitdem nicht mehr, zurückzukommen." Wir wissen zuverlässig, daß John sich am Tage der Tat überhaupt nicht in der Tischlerwerkstatt aus- hielt. Später aber haben die Hausbewohner John beim Umzug geholfen. Die„AIZ." nennt ihn zudem einen„Trinker, der fein Geld mit Mädchen durchbrachte, die er auf der Straße auflas und sogar in die eigene Wohnung mitnahm, und der seine Frau seit Iahren sortgesetzt schwer mißhandelte". Demgegenüber entsprickst der Wahrheit, daß die Frau Tag und Nacht Romane gelesen hat, ohne sich um die Wirtschast zu kümmern, daß John arbeitete, aus- reichend Wirtschaftsgeld ablieferte und daß in dem Hausstand nach der Tot Lebensmittel in genügender Menge vorgeinnden wurden. Die„AIZ." geht aber noch weller. Sie bringt ein Bild, aus dem ein kleines Mädchen dargestellt ist, das vor einem Bäckerladen stcbt. und nimmt als Unterschrift:„Bor dem Bäckerladen des Nebenhauses stand die kleine Helga John oft mit hungrigem Magen." Das Bild ist gestellt. es handelt sich nicht um die kleine Helga, denn wie sollte sie auch ausgerechnet vor der Tragödie in dieser Weise photographiert werden. Weiterhin erzählt die„AIZ.", daß„der Mann ihre zwei Knaben, die jünger als das Mädchen waren, wegnahm und sie zu Verwandten brachte". Tatsächlich befinden sich die beiden Kinder nicht bei Verwandten, sondern in einem Heim in Birken- werder und heben wiederholt geäußert, daß sie wohl zum Bater und der Großmutter zurück wollten, aber nicht zur Mutter, die sie schlüge und ihnen nichts zu essen gebe. Die„Arbeiter-Illustrierte" knüpft an den traurigen Fall Be- trachtunaen, die man zum Teil wörtlich unterschreiben kann. Sie spricht von Wohnungsnot und Hungcrelend, die in weiten proletarischen Kreisen herrschen. Das stimmt, dos wissen wir, und wir arbeiten dafür, diesem Zustand ein Ende zu machen. Was aber von marktschreierischer kommunistischer Bild' und Textpropaganda zu halten ist, das zeiffRr die zahlreichen Unrichtigkeiten in dem groß aufgemachten Artikel der „AIZ." Mit gestellten Bildern und unrichtigen Schilderungen beseitigt man die. N o t nicht. Es hilft mir praktische Arbeit, die man freilich bei den Kommuni- sten nach allem, was inan erlebt hat. kaum noch erwartet. Neue Strohenbahnverbindnng. Am 1. März wird der Straßenbahnbetrieb durch die Großbeeren st raße wieder aufgenommen. Es wird von diesem Tage an die Linie 25 Tegel— Mariendors von der Küniggrätzer Straße durch die Großbeeren st raße, Kreuzbergstraße und Belle-Alliance-Straße statt über das Hallesche Tor ge- führt. Die Zeitkarten der Linie 25 behalten noch weiter Gültigkeit auf dem Weg« über Königgrätzer Straße, Hallesches Tor und Belle-Alliance-Straße. Rohbau und schon bewohnt, Es giht wohl hau m. einen uesseren Beweis/ nr die Berit riet iV ohnwigstiul, als diese noch get ustumwehrten Häuser. Sie sind knapp unter Dach gebracht, aber ihre Parterrewohnungen sind alle bereits belogen. Fuhrmanns Kasfiberschmuggel. bestraft wird nur der Gefangnisbcamte. Der zum Tode verurteilte und dann zu lebenslänglichem Zucht- haus begnadigt« Fememörder Oberleutnant Fritz Fuhrmann hatte es verstanden, sich den Gefängms»b«rwachtm«tster K. gefügig zu machen und mi' seiner 5)ilfe einen kleinen Schmuggel in die Freiheit zu organisieren. Fuhrmann hatte in der Untersuchungshaft mit den„Kollegen" Klett und v. Lockstedt zusammengefessev! zwischen den dreien war eine dicke Freundscha't entstanden. Die hatten sie rnü Hilfe K.'s schriftlich fortgesetzt. Die Polizei bekam aber von dem-zensurfreien Briefoerkehr Kenntnis, unternahm bei v. Lockstedt eine Haussuchung und förderte«inen Brie? Fuhrmanns an Klett an das Tageslicht. Zu Ansang hieß es da recht optimistisch: „Bin ich mal wieder frei, und Gott gebe es, daß diese Zeit nicht mehr allzu fern ist, dann will ich Ihnen, lieber Freund, wie auch L. in ruhiger Stunde alle? erzählen, und Sie beide werden mich dann auch oerstehen." Daß der zum Tode verurteilte Fuhrmann auf Freiheit hofft«, ist nur als Hinweis- auf eine Befreiung aus eigener Machtvollkommenheit verständlich. In dem Brief folgt dann die Bitte, dem Gefängnisbeamten K., der drei klein« Kinder hat und nicht weiß, wie er mit seinem geringen Gehalt auskommen soll, einen Nebenverdien st zu verschaffen. „Er selbst ist Soldat. st«ht uns politisch nahe, und darmn ift es unsere Pflicht, ihm zu helfen. Dann ist es noch ein egoistischer Grund; denn ich möchte gern durch ihn zu Ihnen und L.«inen offenen, ungehinderten Weg haben und Sie wissen ja, was dos für einen Menschen in meiner Lage bedeutet. Also erfüllen Sie mir bitte diesen Wunsch und seien Sie versichert, daß ich Ihn«n zu danken wissen werde." Vor dem Schöffengericht Dcrlin-Mit!« erklärte der wegen Bs- siechnng angeklagte Beamte, er habe nicht die leistete Absicht gehabt, dun Fememörder zu einer Flucht zu verhelfen. Es sei ihm nur um den Nebenverdienst zu tun gewesen. Fuhrmann, ebenfalls angeklagt, behauptete, er habe nicht im Traum an eine Flucht ge- dacht, er Hab« nur dem armen Menschen helfen wollen.... Der lebenslänglich im Zuchthaus sitzende Fememörder kann nicht noch höher bestraft werden. Der Gefängnisbeamte muß!« aber mehr als 2H Monate Untersuchungshaft am eigenen Leibe erleben; mit seiner Gefängnistätigkeit ist es aus, er wird brotlos, seine Frau und die drei kleinen Kinder werden mm tatsächlich hungern. Und das alles um des Fememörders Fuhrmann willen, der einen zcnsursveien Briefwechsel mit der Außenwelt haben wollte. „Mädchenhändlen'n" Rebekka Iarette. Im Alter von 81 Iahren ist soeben in England eine Frau ge» starben, deren Name in einem der sensationellsten englischen Pro- zeffe genannt wurde— Rebekka I a r e t t e. Im Jahre 188l hat der Gründer der Hellsarmee, Dooth, einen Fcldzug gegen den Mädchenhandel eröffnet. In dem damaligen Redakteur der„Pall Mall Gazette", Stead» fand er dabei eine rege Unterstützung. Es wurde eine Petition ausgearbeitet, die vom Parlament die Erhöhung des Heiratsasters bis auf das 16. Jahr forderte, um zu verhindern, daß Kinder„geheiratet" und dann ver» schleppt iverden. Die Petition hatte Tausende von Unterschriften. Um der Kampagne einen stärkeren Anstoß zu geben, kam Stead auf einen ganz außergewöhnlichen Plan. Gemeinsam mit Boorh und Reb ecka Ja rette, die früher einmal Bordellwirtin gewesen, später aber ein eifriges Mitglied der Heilsarmee geworden war. beschlossen sie, ein kleines Mädchen zu kaufen, angeblich mit dem Zwecke, sie zu verführen. Die Iarette machte ein 13jähriges uneheliches Kind, Elise Armstrong, ausfindig, kaufte sie von ihren Vormündern und brachte es zu sich nach Hause. Die Kleine erhiell«in Schlaf- mittel und Stead brachte sie zum Bahnhos und von dort nach Frankreich in das Haus eine anderen weiblichen Mitgliedes der Heilsarmee..mn Nachdem der Plan so vollkommen gelungen war, beschrieb Stead in seiner Zeitung, in welcher Weise er ausgeführt worden war. Er schilderte, wie hilflos die Kinder sind, und wie leicht es ist, sie für die gemeinsten Zwecke zu mißbrauchen. Alle drei hatten sich aber durch die Ausführung ihrs Planes strafbar gemacht. Sie wurden zur Verantwortung gezogen. Booth kam frei, Stead erhielt 3 Monate und Rebecka Iarette 6 Monate Gefängnis. Während der erftere die Strafe nicht zu verbüßen brauchte, mußte die zweite sie absitzen. In der Gerichtssitzung war ihre Vergangenheit ans Licht gekommen. Hinterher widmete sie ihr Leben der Arbeit in der Heilsarmee. Booth und Stead hatten ober ihr Ziel erreicht. Das Paria- ment nahm das Gesetz an. ?er üaätl. SdiiDsplslli. Im Cinlirmnmarkt 8 Uhr DerMaiin von Venedig leriiif Ikeattr pirektio« KuhnetL Buriithntr.Nlll.nil. ITH »'. Uhr Max Adalbert als Ppt Htt v»»,. Ptscaterbfihne liiizl.„-.Oiinwiofip.«) KurfOrsi Alf. 8. Cträefrg. 11 Die Abenteuer des braven Soldaten Miwcfk nrt Hn Pillenterg (tk. knrtu PisofM MinMOCh�9Z28 SMIsdie Oper BismarcKstr. U.-Un.IB BN. 7>, Trouba- door Staat). Sttiillerth. Charlottcnburg 8 Uhr- ikamtelHtw rSjftich fr, Uhr: ttäMMMmMM UHM IM*» Wir), naffaiarra. la1«!. oille. Albu DentsdiesM Korden 12310 Abonnememsbflro: Norden 10338—3«. U.. Ende nach 10 ZwSIftaiueiid XannieRftile Norden 125.0 S1 4 U», Ende nach tf> Finden Sie. dal Constance sidi Mg »erhält? BismarcK 2414/7S16 SV« U., End» 10% U. Zum 25. Male: Marcel FradeTTn (Der Eunuch) BirmntHSInr Th-KönltirStt. St. Bergm.ZItO. 8", Uhr Flucht m Mi Cdsnrfiif lull' fidw Santitkr HmnSdleabani Karden«304 M9— tO.« Uhr flebupokis von Curt Qön Walhalla-Th. Welnbcrgsweg 19/20 Täglich SVj Uhr Das WWMM Schwank In 3 Akten Iggndildc Uli» In tritt I Vorzeleer dieses rahlen für Parkett auch Sonntags statt 4,~Mk nurMW. Die KaBiiie tL:bibnEljihti dtoAtelaMfc SaltnHit-UIMi vis. künstler-Ib, R Uhr jEveiync" cesting-Theater 8 Uhr „Rose Bemd" Mctropol-Th. Zenrnim 128 24 HV, Uhr Der Graf von Luxemburg SutT, Und.. SanlrM. MinsöU, Ralph Artar Riderts Pill. PanUj Kiilns Thüter Täglich Uhr Ertka Glästnerr» Gretchen FOr Jugendliche nicht geeignet Lustspiellratis »r, Uhr fluldo Thlclscher „Unter Gesdiäftunfsidir Tag». 71/, Uhr; gr. ClrvnejragTamr» der Saison! hMärr; Prämiere Wasser-Ä8" Die Holen dei Herrn ▼. Bredow St I LA NoUwmti<«•#. lAHmtln Rjseli-Glrlsl Im tahtnea des groten Viritti-Pnvpnmsl 1). nn Mmiratipat« rägl.8', Lhn »ALLER REVUE Jaunuiidwor IkulchahallM«Ihea i«r S Clbr. Seemg. oachm i Chr. Stettlner Sänger „loltcs«othenende" nachm. ermäß. Preise. Dönhoff«Brutt'li Variete— Kabarett Taaz. Renaissance- Theater Steinplatz«Ol 8.10 uhr Coeur Bube. mrnmm SmnUg«m 3 Utir balbt PrtUa Theater am Kotthosser Tor Kottbusser Straße 6* § Täglich 8 Uhr Elite- Sänger Februar ig sraDer Fora! Jeden Sonntae nachm. 3 Uhr: firoße Familien-Vcrsieiinnö (ungekürzt). Volkspr. 0,40. 0,73, 1.— ,1,25, 1„SO 1,75 Mk, CASINO-THEATER Lothringer Str. 37 Die spanis<�ie Fliege. £b 7. März: Doktor Klaus. Outschein; Fant.MO,Sess. 1ÄIM, Rose-Theater Gr. Frankf.-Str. 132. *'i, Uhr Der Flieder Ibeatei «V, Uhr Letzte Vorslellune. frfiOilns am Rhoiii Morgen 8'/, Uhr Erstaufführung SAule tsk Liebe Schwank in 3 Akten. Für Jugendl. rerb halbe Preise! Gewürze ganz und gemahlen! in Packungen von 25 gr.t 50 gr., V* Pfd. Vor dem Einkauf empfehle Ich, die Gewürze im Schaufenster au beachten; aNe Sorten sind xur Zelt ausgesteflt. 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Nicht In der Badeanstalt, wo es zu teuer Ist, sondern am Fluß, In dem sich schon Dutzende von Indianern und Weißen tummeln, die auf der gleichen gesellschaftlichen Stufe stehen und von dem leben, was andere abfallen lassen. Aber das Baden Im Fluß hatte auch seine Schattensellen. Da waren die Riesentaschenkrebse, die Im Schlamm saßen. Und diese Krebs« dachten zuweilen, die Zehen der Badenden seien gutes Fleisch, das man nicht verachten dürfe. Es»wickle ganz verteufelt, wenn so ein guter aller ausgewachsener Krebs ordentlich zupackte und mit der Zehe abrücken wollte. 2. Fortsetzung. Der Fluh teilte sich hier in viele Arme. An einzelnen Usern saßen die Koebesischer. Es war ein mühseliges Geschäft und es fonnte nur ausgeführt werden von jemand, der unerhört viel Geduld halte Die Srebefi scher waren meist Indianer oder sehr armes Halb- Mut. Der Köder war altes stinkiaee Fleisch. Je mehr es stank, desto besser war es. Ein großer Brocken des Fleisches w»rde auf einen Angelhaken gespießt, der an einer sehr langen Schnur be- festigt war. Dann wurde der Brocken sehr weit in den Fluharm hinausgeworsen. Hier blieb er eine Mite Weile liegen. Nun begann der Fischer die Schnur ganz, ganz langsam einzuziehen, so langsam, daß man es kaum sah. Es dauerte eine Ewigkeit, bis der Haken mit dem Brocken wieder am Ufer war. Dann wurde die Schnur weiter langsam herausgezogen auf das flach aufsteigende schlammige Ufer. Sechs bis zehnmal war es vergebens. Der Haken mußte wieder hinausgewocten werden, oft mit einem neuen Brocken, weil der alte abgefressen war, dann wieder mit unendlicher Geduld langsam hcranoeho't werden. Die Krebs« packten mit der Schere den Brocken Fleisch fest, und ste hielten io trampibast den B'ocken fest, daß sie sich damit heraus» ziehen ließen, weil sie den Brocken nicht mehr hergeben wollten. Wurde zu roich ae.-ooen, dann konnte der Krebs so schnell nicht mit. oder es fem'hm verdächtig vor, und er ließ los. Oft packte e� auch den Brocken so kräftig, daß er ihn vom Haken abkniff. und dann halte der Krebs oewonnen. Geduldige Fischer machten ein gute? Lagesgeschäft, denn manche der K'ebse wogen ein halbes oder gar dreiviertel Kilo»> gramm, und die Restaurants zahlten gute Preise,«eil das Fleisch von litebbabern sehr begehrt ist. Als Dobbs den Fischern so zusah, fand er, daß es kein Geschäft fiZr ihn sei. Er hätte die Oeduli nicht gehabt, die hier nötig war. Ein kleiner, unbedachter hastiger Ruck ließ die Beute gehen. Dieses Fischen erforderte eine Rüde der Nerven, die Dobbs, der im Tumult einer amenkanischen Gooststadt aufgewachsen war, nicht hätte auf- bringen können, selbst wenn er für jeden Krebs fünf Pesos be- kommen hätte. Er torkelte wieder zurück zur Stadt. Das Baden und die Wandeouna batien ihn hungrig gemacht, und er mußte zusehen, wie er zu seinem Abendessen kam. Wieder war es eine.Zeitlang vergebens, und er muhte manche peinliche Bemerkung emstecken und runiersch'ucken. Aber man wird abgebrüht, wenn man Hunger hat, und wenn man keinen anderen Weg steht, um zu einem Abendesten zu kommen. Endlich sah«r einen Herrn in einem weißen Anzug. Er dachte, mit Heine» im weißen Anzug habe ich heute Glück, wir mwden es wieder einmal versuchen. Und er hotte richtig geraten. Es waren füinftig Centavos, die für das Abendesten reichten. Roch dem Abendessen und nach einer angemessenen Ruhe aus einer Bank dachte er.«s wäre doch recht gut, wenn ich etwas Sl-inaeld in der Taiche hätte, weil man ja nie weiß, was vor- kommen kann An dtefes Kleingeld dachte er nicht ans sich selbst heraus, sondern der Gedanke kam ihm. al« er einen Herrn in einem weißen Anzug drüben auf der anderen Seit« der Plaza vor- überrehen sah. Er ging gleich aus ihn los. Der Herr griff auch richtig in die Tasche und brachte einen Fünfziger hervor. Dobbs wollte zulangen, aber der Herr hiett feinen Fünfziger fest. Dann sagte er ganz trocken:»Hören Sie mal. mein Junge, eine s» unerhörte Frechheit ist mir doch noch nie im Leben vorgekommen, und wenn mir das jemand erzählen würde, lo würde ich es nicht glauben." Dobbs stand ganz verdattert da. So etwas war lhm auch noch nicht vorgekommen, daß jemand eine so lange Ansprache an ihn hielt. Er wußte nicht recht, ob er stehenblellnen oder ob er fortlaufen sollte. Aber da er den Fünfziger immer noch in der Hand des Herrn sah. hatte er das Gefühl, daß dieser Fünfziger früher oder später doch für ihn bestimmt fei, und daß der Herr eben nur das Vergnügen haben wolle, ein» Predigt dabei anzubringen. Die Predigt kann Ich mir für den Fünfziger ja ruhig mit anhören, ich habe ja weiter nicht» zu tun, sagte sich Dobbs. Und so blieb er ruhig stehen. »Heute nachmittag erzählten Sie mir," fuhr der Herr jetzt fort,.Sie hätten noch nicht gegessen. Daraufhin gab ich Ihnen einen Peso. Dann traf ich Sie wieder, und Sie sagten, Sie hätten kein Schlafgeld, daraufhin gab ich IJjnen fünf�g Centavos. Wieder später kamen Sie und sagten, Sie hätten noch nicht zu Abend go- gesten, und ich gab Ihnen abermals«inen Fünfziger. Run jagen Sie mir das eine, wozu wollen Sie denn jetzt noch Geld?" .Für morgen früh zum Frühstück," sagte Dobbs geistesgegen- wärttg. Der Herr lachte, gab ihm den Fünfziger und sagt«:.Das ist das betztemol, daß ich Ihnen etwa« gab«. Run gehen Sie auch einmal zu einam andern und nicht gerade immer zu mir. Es fängt mir an. langweilig zu werden." Entschuldigen Sie nur," sagte Dobbs,.Ich habe nicht gewußt, daß Sie immer derselbe sind. Ihr Gesicht habe ich mir nie angesehen, das sehe ich jetzt zum ersten Mole. Ader ich werde nun nicht wieder- kommen." »Damit Ste auch Ihr Wort bestimmt halten und mich nicht mehr belästigen, will ich Ihnen noch«Inen Fünfziger mehr geben, damit Ste auch noch morgen da« Mittagesten hoben. Aber von dann an wolle» Sie gefälligst für Ihren Lebensunterhalt ohne meine Mit- Wirkung forg«»." .Dann wäre diese Quelle ja auch erschöpft." sagte Dobbs zu stech Und er kam zu der Erkenntnis, daß es bester sei, einmal über Land zu gehen und zu sehen, wie es da ausschaut. 2. Es traf sich so. daß Dobbs In seinem Schlafraum einen Mann fand, der einem anderen Schlastameraden erzähtte, daß er noch Tuxpam gehen wolle, aber keinen Weggenossen hätte. Kaum hatte Dobbs das gehört, als er auch gleich sagte:„Mensch ich gehe mit nach Tuxpam." „Sind Sie Driller?" fragte der Mann von dem Bett aus. .Nein, Pumpmann.".Gut," sagte der Mann darauf,.warum nicht, wir können ganz gut zusammengehen." Am nächsten Morgen machten sich die beiden auf, die zahlreichen Oelfelder auf der Strecke nach Tuxpam nach Arbeit abzusuchen. Sie An einzelnen Z' fern ttaßen die Krebufischer.., frühstückten erst ihr Glas Kaffee und ihr« beiden Brötchen in einem Kaffeeftand, und dann zogen sie beide ad. So direkt kann man ja nun nicht nach Tuxpam gehen. Da gibt es kein« Lahn. Nur Flugzeuge. Und da koste! eme Fahrt fünfzig Pesos. Aber da fahren viele Lastautos hinunter zu den Feldern. Das eine oder andere nimmt einen vielleicht mit Den ganzen Weg zu laufen, ist mcht so einfach. Es sind mehr als hundert Meilen, und immer in glühender Tropensonne und wenig Schotten. „Des ist das allerwenigste," sagte Barber,.wenn wir nur erst rüber sind über den Fluß." Das Uebcrfetzen über den Fluß kostete fünfundzwanzig Centavos, und dies« fünfundzwanzig Centavos wollten ste nickst ausgeben. „Ja, da bleibt uns nichts weiter übrig," sagte Barber,„da müsten wir auf die Huasieca-Frachtfähren warten. Die nehmen uns umsonst mit hinüber. Das kann aber bis um elf Uhr dauern, ehe wieder eine kommt, die fahren ja nicht nach der Zeit, sondern nach der Fracht, die ste haben." „Dann setzen wir uns nur hier In Geduld auf die Mauer," er- widerte Dobbs. Er hatte sich von dem Ueberfluß des Frühstücks- geldes ein Päckchen mit vierzehn Zigaretten gekauft für zehn Cents- vos. Er hott« Glück. In dem Päckchen war ein Bon für fünfzig Centavos, den er gleich beim Zigarettenhändler gegen Bargeld ein- tauschte. Nun besaß er die große Summe von einem Peso und zehn Centavos in barer Münze. Barber hatte auch etwa einen Peso und fünfzig Centavos als Reisekapital. Sie hätten das Fährgeld ja bezahlen können; aber da sie reichlich Zeit hatten und nichts versäumten, so konnten sie auch ganz gut auf die Frachtsähre warten und das Geld sparen. Hier an der Führe war ein reger Verkehr. Dutzende von großen und kleinen Motorbooten warteten auf Fahrgäste. Spezielbvote, die über der Taxe fuhren, brachten die Kapitäne und die Manager der Oelkompagnien hinüber, die es zu eilig hatten, um auf die Tax- boote zu warten, die immer erst ihre vier oder sechs Fahrgäste voll haben wollten, ehe ste losratterten. Und da hier immer Aufenthalt war und besonders die Arbeiter, die drüben arbeiteten und hier wohnten, in den Morgen- und in den Nachmittagsstunden hier zu Hunderten und oft zu Taufenden schwärmten, ging es an der Fähre zu wie auf einem Jahrmarkt. Da waren Tische, wo es Mittagessen gab, oder Kaffee, oder geröstete Bananen, oder Früchte, oder Enchi- ladas, oder heiße Tamales, oder Zigaretten, oder Süßigkeiten. Alles lebte von der Fähre und durch die Fähre. Autos und Straßen» bahnen brachten die Fahrgäste aus dem Stadiinnern in ununter» brochener Folg«. Das ging den ganzen Tag und die ganze Nacht ohne Aufhören. Drüben waren die Hände, hier auf dieser Seite, in der Stadt, war das Hirn, waren die Zentralbureaus, die Banlen. Drüben auf der anderen Seite des Flusses war die Arbeit, hier war die Erholung, die Rast, das Deranügen. Drüben war der Reichtum, das Gold des Landes, das Oel. Drüben war es wertlos. Hier erst, auf dieser Seite, in der Stadt, in den steilen Bureauhäusern, in den Banken, in den Konferenzräumen, in der All America Cable Seroice bekam dos Oel, das auf der anderen Seite völlig wertlos war, seinen Wert. Denn Oel wie Gold sind wertlos an sich, ihr Wert wird erst durch viele andere Handlungen und Vorgänge bestimmt. An dieser Fähre wanderten Milliarden an Dollars vorüber. Nickst in Banknoten, nicht in gemünztem Gold«, ja nicht einmal� in Schecks. Diese Milliarden wanderten hier vorüber in kurzen Notizen, dic jene Leute, die meist, aber nicht immer in Spezialbooten außer Taxe fuhren, in ihnen kleinen Taschenbüchern, manchmal nur auf einem Stückchen Papier, trugen. Reichtümer und Werte in unserem Jahrhundert lassen sich in Notizen ausdrücken und In Notizen herum- tragen. Um halb elf kam dann endlich die Frachtfähre, angefüllt mit Fästern, Kisten und Säcken. Dutzende von indianischen Männern und Frauen kamen herüber, schwer bepackt mit Körben, in denen sie Fcldfrücht« zur Stadt brachten, oder Matten, Taschen aus Bast, Hühner, Fische, Eier, Käse, Blumen und Nein« Ziegen. Barber und Dobbs stiegen ein, aber es dauerte doch noch eine Stunde, ehe die Fähre wieder hinüberfuhr. Die Fahrt war lang, ging den Fluß wett hinunter, ehe die Anlegestelle erreicht wurde. Weit den Fluß hinauf lag ein Tankschiff neben dem anderen, um das Oel aufzunehmen und über den Ozean zu tragen Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses war der Verkehr ebenso rege, und es war ein ebensolcher Iohrmarktsoerkehr wie auf der Stabiseiie. Nicht nur den Fluß hinauf, sondern noch viel weiter den Fluß hinunter, bald bis zur Mündung, lagen die großen Tank-, schiff«. Wetter zurück vom Ufer, auf den flöhen, lagen die Riesentanks. vollgefüllt mit dem wertvollen Oll. Zahlreiche Rehre führten das Oel au» den Tanks hinunter zum Flußufer. H:er wurhe es durch Metalldrahffchläuch« ln die gewattigen Tanks der Schiffe gepumpt. Wenn da» Oel einkam oder das Schiff voll gefüllt war, hißte es die rote Gefahrflogge. Denn das Rohöl gaste, und eine unvorsichtige Behandlung mit offenem Feuer konnte das Schiff ausbrennen bis auf das Wasser. Scharen von Händlern mit Früchten, Papageien. Tigerkatzen, Tiger- und Löwenfellen. Affen, Büffelhörnern, mit kleinen Valästen und Kathedralen, aus Muscheln kunttooll gebaut, trieben sich hier herum und boten den Seelenten ihre Waren an. Wemi sie kein Geld kriegen konnten, nahmen sie auch andere Dinge, Anzüae, Regen- mäntel, Lederkoffer oder was sie sonst an wertvollen Sachen ein- tauschen konnten. Die Raffinerien bliesen Wolken von Rauch und Gas aus. Das abgeblasene Gas fetzte sich in den Lnnoen und Luftröhren fest, wo es wie dünne Nadeln stach. Dann Hüstellen die Leute, und wenn der Wind diese Gase gar binüberirieb in die große Stadt, dann fühlte sich die ganze Bevölkerung wie in einem Gifiofen.. Die Ungewohnten, die Neuankömmlinge, bekamen ein unsicheres, ängft- liches Gefühl. Sie faßten sich immerwährend an die Kehle oder versuchten zu niesen oder zu schnauben und wußten meist nicht, was los war. Viele der Neuen hatten ein Empfinden, als müßten sie sterben, so giftig war dos stechende Gefühl in der Kehle und I» der Lunge.(Fortsetzung folgt.) Rätsel-Ecke des„Abend iinniinnaiininnminnmiiuiuniiiiniiiiinimi!imniinniiiiimiinmimimniunniiiiinmiiiinniiiiniiiiiiiiiiiiiimiimiiiiimiiiniiniiiiiiuiiiiiiiiiniiiiiiuuiiii|iimui:iiiiiniiiiiiiiiiiiiim Kreuzworträtsel. DU Worte bedeuten: D ag«recht: 5. Englijch« Hafenstadt, S Englischer D echter. 8. Gestall au» Wollenstein, 11. Griech, scher Gott, 11 Teil de» Auge», 13. Nebenfluß der Elb«. 13. Nebenfluß des Rhein», 17. Ge- schöpf, 18. Männlicher Lorname, 19. Schmarotzerpflanze, 21. Over von Wagner, 23. Antilopenart. 24. Flächenmaß, 27. Zeitmesser» 29. Dorhof, 39. Muse, 32. Gepflegte Straß«, 33. Weiblicher Vor» »am«, 35. Spanischer Held, 87. Französischer Schriftsteller, 38. Grie» chische Göttin, SS. I«ll de» Beines, 41. Englischer Minister. 42. LSn- genmaß, 43. Ostseehafen. Senkrecht: 1. Haustier, 2. Türkischer Männernome, 3. Sa- krameitt, 4. Börsenausdruck, 5. Deutsd?er Dichter, 7. Stadt in Braunschweig, 9. Himmelsrickstung, 19. Klebemittel, 14. Nahrungsmittel, 16. Römische Göttin, 18. Mißliche Lage, 20. Schwimmvogel. 22. Tierlaut, 25. Aegyptischer Gott, 26. Baum, 28. Körperoraan, 31. Römischer Gott, 34 Singstimme, 36. Gewürzpflanz«, 38. Griechischer Gott, 40. Zahl, 41. Leichtes Boot. Eilbenrätsel. Ans nachsiehenden 70 Silben sind 25 Wörter zu bilden, denen Anfangs- und dritte Buchstaben, von oben nach unten gelesen, einen auf unsere Leser zutreffenden Reimspruch ergeben. a— a— a— ak— al— an— ca— re— che— baut— bei — bi— bod— da— dan— de— de— d-— de— den— di— e— e— t— ein— en— er— es— fant— gro— hi— hy i— i— i— ko— l«— l«— Ii— Ii— man— na— na— na— na«— n«— n«— no— non— o— o— phie— ra— ve— rc— ri— rn— se— je— stn— si— sie— stein— stra— tha—- üw— Ii— tra— wo— zin. Die Wörter bedeuten: 1. Wertpapier. 2 Staat in Nordamerika. 3. Blume. 4. Zeitabschnitt. 5. Ionische Insel. 6. Planet. 7. Mädchenname. 8. Ständchen. 9. Leibwächter. 10. Bibetbuch. 11. Land in Asien. 12. Kurzfänist. 13. Fluß in Nordamerika. 14. Erhöhter Fußboden, 15. Prosadichtung. 16. Exotisches Schlinggewächs. 17. Inserat. 18 Großes Küstengewässer. 19. Dickhäuter, 20. Nord- polfahrer. 21. Göttin der Jagd! 22. Infekt 23. Vorbild. 24. Be- rühmte? Physiker. 25. Schlachtorl aus 1870/71.(ch— 2 Buchst.) Auflösungen der Rätsel aus voriger Nummer. Magische» Quadrat: 1. Bebel, 2, Ebolt, 3. Boden. 4. Elend, 5. Linde. Silbenrätsel: 1. Delitzsch, 2. Intendant. 3. Edam, 4. Zola. 5. Crich, 6. Irland. 7. Thurgau, 8. Iltis, 9. Salbei, 10. Tanne, 11. Schuhmacher, 12. Chile. 13. Lenbach. 14. Eberl.— Die Zett ist schlecht— mach du si» recht! Uhxyrfciru�oJfiLei Reisen und Wandern. Zu ein«r Gesellschaftsfahrt in die Sächsisch-böhmische Schweiz lädt das Reisebureau de» Touristenoerein».Die Natnr» freunde" für Ostern ein. Die Abfahrt erfolgt am Karfreitag, früh 6 Uhr. Mit der Lohn geht's über Dresden bis Schönow, dann folgt eine schön«, bequeme Wanderung nach cherrnstretfchen, eine Kahn- fahrt durch die Edmunds- und Wilde Klamm nach Dittersbach. Dabei werden chohenleipe. Raubschloß und Prebischtor berührt. Einer kurzen Wanderung schließt sich«ine Kahnfahrt von Kir- nißschbach über chinterhermsdorf, Kuhstall, Lichtenhainer Wasserfall nach Schandau an. Die G« s a m t k o st e n der Fahrt einschl. Fahr- gcld, Kahnsahrten, Fährgelder, Quartiere(Betten), Morgenfrühstück und Mittagessen betragen 35 Mark. Anmeldungen werden bis zum 20. März im Reisebureau Berlin N. 24, Johannis st r. 14/15, Dienstags und Freitags, von 18.00 bis 20.00 Uhr entgegengenommen. Ani Sonntag, dem 11. März, wird eine Wochenendfahrt zum Besuch der 1000jährigen Stadt Brandenburg a. ch. ver- onstalret. Es ist eine Besichtigung der Stadt, de» St. Pauli-Klosters, der Kotharinentirche, des Rathauses mit dem allen Roland und des 730 Jahre alten Domes vorgesehen. Dem Mittagesien im Volks- Haus folgt eine Fahrt mit dem Postauto nach Wilhelmsdorf mit anschließender kurzer Wanderung zum Plauer See. Treffpunkt für die Fahrt, morgens. 6,30 Uhr, am Wartesaal 4. Klasie des Potsdamer chauptbahnhof». In die Teilnehmerkarte zu 6,50 Mark sind die Hin- und Rückfahrt auf der Eisenbahn, Besichtigungen, da» Mittagessen und die Fahrten im Postauto vorgesehen. Anmeldunqen nimmt außer dem genannten Reisebureau entgegen: Sinn, Stet- tiner Straße 30, D r e ß l e r, Swinemünder Straße 72, T h o- mos, Luxemburger Straße 1, Dorwärts-Spedition Treptow, Groetzstr. 50. Walter, Neukölln. Siegfriedstr. 55, Schmidt. Westen. Rankestr. 30. Die neugegründete Abteilung Mitte des TB.«Die Natur- freunde" veranstallet am Sonntag, dem 4. März, eine Wanderung noch Strausberg. Der Treffpunkt zu dieser Wanderung, die ganz besonders auch für allere Naturliebend« bestimmt ist. ist 8 Uhr morgens, am Schlefifchen Bahnhof. Eingang Madeist?. Gäste herz- lich willkommen! Mit klingendem Spiel! Bor kurzem hielten die Vertreter der S p k elmannszü g e des 1. Kreises im Arbeiter-Turn- und-Sportbund ihr« Tagung in Spandau ab. Aus dem Bericht des Kreisobmannes Oehlschläger ging hervor, daß gegenwärtig rund 20000 Spielleute im Bunde vorhanden sind. Davon entfallen auf den 1. Kreis 68 Züge mit zusammen über 1000 Mann. Bemängell wurde, daß beim vor» jährigen Äreissest in Berlin die Spielleute sich nicht in der er- vxirteten Anzahl beteiligt haben. Die Abneigung gegen Berlin durfte auf keinen Fall so zum Ausdruck gebrocht werden. In ver- schiedenen Kreisen des Bundes hat man sogenannte Muster, oder Elitekorps eingerichtet, die das Spiel noch de» neuen Bundesnoten vollkommen beherrschen. Ein Antrag, auch im I.Kreis ein der- artiges Muslerkorps zu schaffen, wurde angenommen. Besonders hinoewiefen wurde auf das neue Marschalbum des Bundes, das 33 Märsche enthält, die zu beherrschen Pflicht jedes Spielmannzuge» si-' Der bisherig« Obmann Oehlschläger wurde einstimmig als Ob- n>enn wiedergewählt. Das Kreis-Korp» wird sich an der bO-Jahr-Feier der Brandenburger Turnerfchaft am 16. und 17. Juni in Brandenburg a. d. ch. beteiligen. Ein Riesenzug von Spielleuten bewegte sich dann mit klingen» dem Spiel vom Tagungslokal nach dem chouptbahnhof in Spandau. Die Vereine Inden ein! Der Sportverein Moabit veranstallet am kommenden Sonntag Im Filmpalast chansa, Alt-Moabit 47/48, eine Bühnen- Vorführung in Form einer Morgenfeier, die einen Ausschnitt aus der Vereinstätigkeit im Dienste freier Körperkultur zeigt. Gtjm- nastik, Barrenturnen, Reckturnen, chnmmerschwingen, symbolisches Flaggenschwingen, Schattenspiele, Tanz- und Freiübungen bilden das turnerisch-sportliche Programm der einzelnen Abteilungen de» Vereins. Der Junge Ehor bringt Gesangsdarbietungen, und dos Musikkorps der Freien Turnerfchaft Neukölln-Britz führt dos Konzert- Programm durcki. Beginn vormittags 914 Uhr. Eintritt 1 M« Jugendliche 50 Pf. Das S ch w i m m f e st des Schwimmvereins„Welle" mit Ein- ladungswettkämpfen Sonntag. 4. März. 15 Uhr, im Stadtbad Fried- richshain, An der Schillmgbrücke 2, bietet gute Leistungen auf allen Gebieten des Arbeiter-Schwimmsports. Die Veranstaltung wird umrahmt von Gruppenspringen, Kunstreigen und klingt au» mit einem Lampionreigen und einem Bewegungschor. Eintritt 75 Pf. Die Freie Turnerfchaft Groß-Berlin e. V., B e z I r k L I ch t e n» b e r g, veranstoUet am Sonntag ein groß angelegtes Schau- turnen in der Turnhalle des Jahn-Realgymnosiums. Markt- straße 1/3, Eingang Echreiberhauer Straße. Beginn 15 Uhr. Das Programm wird jedem Besucher einige genußreiche Stunden bieten. Zkeue Abteilungen im Arbeiter- Schochklub. Dem Klub ist es gelungen, durch intensive Werbearbeit, vier neue Abteilungen ins Leben zu rufen. Weitere Neugründungen von Abteilungen stehen bevor. Da in letzter Zeit das Schachspiel auch unter Frauen und Mädchen rege» Jnteresi« gefunden hat, findet Dienstag, 6. März. 20.00 Uhr, im Lokal Lehmann, Moabit, Wilhelms- havener Straße 24,«ine Zusammenkunft zwecks Gründung einer ersten Frauen- und Mädchenabteilung statt. Außerdem wird beabsichtigt, in Reinickendorf- We st eine neue Abteillmg zu gründen. Als Grundungstaa ill Freitag, der 16. März, sestaelegt, und zwar im Voltshaus, Reinickendorf-West. Scharnweberstraße. Schachspieler und solche, die e» werden wollen, werden gebeten, lhr««dresie cm Franz Elison. Berlin NW 87, Waldstr. 34. einzusenden. Freie Schwimmer Neukälla haben folgende Uebungsstunden: GruppeNeukölln: Dienstag» 20— 21 H Uhr Männer, Frauen und Lugendlich«, Donnerstags 20—21 ü Uhr Kinder im Stodtbäd Neukölln. Ganghoferstraße. Gruvpe Lichtenberg: Montag» 20— 21 H Uhr Stadtbad Friedrichshain. Donnerstags 20—2114 Uhr Stadtbad Lichtenberg. Um die Boxmeisterschafien. Bevorstehende Titelkämpfe. Der letzten deutschen Meisterschaft im Mittelgewicht, die Hein Domgörgen mit Erfolg gegen Hermann Hers« verteidigte, werden bald neue Titelkämpse folgert. Schon am 1. März kommt in Dresden die Meisterschaft im Fliegengewicht zwischen Harry Stein und seinem alten Widersacher Erich Kohler zum Aus» trag. Federgewichtsmeister Paul Noack verteidigte erst kürzlich mit Erfolg seinen Titel gegen den Duisburger Gohres. Neue Aus- fcheidungen sind angeordnet. In der Le i ch t g e w i ch t s k l a s f e nimmt Paul Czirson den Ehrenplatz«in. Während er Jagd aus den Europameistcrjchaftskampf mtt dem Spanier L. Rayo macht, nehmen die Auescheidungen ihren Fortgang. Daran beteiligt sind u. o.: Sta m m s- Dessau und N« f z g e r- München. Karl Sahm- Hamburg und sein Herausforderer Hans Seifried sollen den Meister- schastskamps im Weltergewicht bis zum 30. April austragen. An den Ausscheidungen beteiligen sich neben Richter-Dresden und Harloß-Köln Willi Drekops, Ensel-Köln und Funke-Berlin. Dom- görgen und Schmeling, die Meister im Mittel- resp. Halb- schwergewicht stehen vorläufig noch ohne Gegner da. Die S ch w e r. gewichtsklasse endlich bringt im April eine neue Endaus- scheidung zwischen Haymann und Rudi Wrgner: der Sieger er- wirbt die Berechtigung zum Titeltamps mit Diener. Sduneling über seine Niederlage. Nach dem Kampf äußert sich der Europameister über den Aus» gang des Kampfes wie folgt: �jch habe für mein« Niederlage selbst- verständlich keine Entschuldigung. Gegen einen haar- genauen Treffer auf die Kinnspitze ist eben kein Kraut gewachsen. Selbst den berühmtesten Boxern ist«in Knockout ja auch nicht erspart geblieben. Jack Dempsey und Jack Johnson, zwei der allergrößten, wurden vor ihrer großen Karriere «bensolls entscheidend geschlagen, Dempjcy sogar in der ersten Runde. Auf alle Fälle wird dieses Mißgeschick das Vertrauen in mein Können nicht erschüttern können. So bitter es auch ist, man muß auch einmal verlieren können." Sein Manager B ü l o w meint: Schmeling ist einem seltenen Glückstreffer zum Opfer ge» fallen, gegen den keine Härte schützt. Sein Glaube an sich ist durch diese Niederlag« in keiner Weise erschüttert. Diener �e�en Schmeling. Um die deutsche Schwer� ewichtsmcisierschafi. Die Boxsportbehörde Deutschlands hielt gestern in Berlin eine Sitzung ab, um über den Kamps Diener— Schmeling am 4. April in Berlin zu beraten. Einem Amrage des deutschen Schwergewichtsmeisters Franz Diener und des Europa- und Deutschen Meisters im Halbschwergewicht, Max Schmeling, den Kampf am 4. April als Entscheidungskampf um die Deutsche Schwergewichts-Meisterschaft zu werten, mußte der Geschäfleführende Ausschuh der BBD. auf Grund de» Artikel» 57 der sportlichen Regeln stattgeben. Der Sieger aus dem Meisterschaftskampf am 4. April hat die Verpslichtung über- nommen, am 6. Mai in der Westfalenholle zu Dortmund seinen Titel gegen den Sieger au, dem Endausscheidungskampf Hay- mann— Wagner zu verteidigen. Deutschlands Scgelfliegcrci marschiert! Die beiden Segelflugschulen der Rhön-Rossitten�esell» fchast auf der W a s s e r k u p p e und bei R o I s i t t e n haben jetzt ihr» Pforten geschlossen, da die Witterungsverhältnisse im Winter zu ungünstig sind, um«inen ersolgoersprecke�en Kursus im Ge- birg« oder an der Käst« durchzuführen. Während der Winterpaus« rüsten die beiden Schulen nun für den Frühling, wo der Schul- betrieb wieder einsetzt, der in diesem Jahre überaus große An» forderunpen stellen dürfte, nachdem das Jahr 1927 so erfolgreich abgeschlossen werden konnte. In der Rhön wurden im Laufe des vergangenen Jahres 18 3 Gleilfliegerprüsungen, sämrlich mit den Schulflugzeugen �Zögling" und„Prüfling" abgelegt. Di« Kursisten rekrutieren sich aus allen Schichten der Bevölkerung aus dem ganzen Reiche. In R o s s i t t e n war naturgemäß Ostpreußen vorherrschend, doch auch aus den übrigen Teilen des Reiches waren hier Lernbegierige erschienen. Sogar aus Oesterreich kamen drei Kursisten, von denen erner sogar einen Stundenflug ausführen konnte. Die Erfolg« der beiden Segelstugfchulen bestätigen von neuem die allenthalben wachsend« Bewegung. Auch die Nachfrage nach den Konstruktionsptänen der beiden Schulflugzeuge der RRG. Deister der Zeitungsfahrer. Hütt" Arena am 18. März. Die. Meisterschaft der Zeitungsfahrer gelangt wie im Vorjahr wieder auf dem Gelände der Rütt-Arena zum Austrag. Dtarttag ist der 18. März, 14% Uhr. All« Berliner Zeitungs- und Depeschenfahrer, die den Nachweis einer mindesten» zweimonatigen Tätigkeil al» Zeitungs- bzw. Depeschenfahrer er- bringen können, sind zum Start zugelassen. Das Rennen wird in Arbeitskleidung auf Arbeitsmaschinen mit aufgebogener Lenkstange, Stahlfelgen. Schmutzfängern usw. be- stritten. Jeder Jahrer erhält eine Mindestbelastung von 25 Pfund in Zeitungsmakulatur. Di« Länge des Rennens wird durch die An« zahl der gemeldeten Fahrer bestimmt. Die Rundstrecke tft 850 Meter lang. Mit Genehmigung des Bundessportausschusses dürfen auch Bundesmitglieder gegen Fahrer anderer Verbände und auch gegen Berufsfahrer starten, weil lediglich um Ehrenpreise gc» fahren wird. Ms Neuerung kommt noch ein Dreiradwettsahren zum Austrag. Erwähnt sei noch, daß Rennmaschinen mit Holzfelgen und Schlauchreifen nicht zugelassen sind. Meldeschluß für diese Beronstaltuüg. für die der RE von 1889 verantwortlich zeichnet, ist Montag, 12. März, 6 Uhr abends, auf der Rütt-Arena. Radweltmeisterschaften 1925. In Budapest werden die dies- jährigen Weltmeisterschaften im Radsport zum Austrag gelangen. Die Termine find wie folgt festgesetzt: 15. August: Welt» Meisterschaft der Amateurflieger, 16. August: Straßenweltmeister. schoft der Amateure, 18. August: Borläuse zur Steherweltmeister» schaft, 19. August: Fliegerweltmcisterschajt für Berufsfahrer, 20. August: Endlauf zur Steherweltmeisterschaft. Die Straßen» Weltmeisterschaft der Berussfahrer wird im Gegensatz zum Vorjahre von der der Amateure abgetrennt, also gesondert durchgeführt. Schfilcr-Geräfctumen. Do» 7. Gerätewetturnen der Höheren Lehranstalten Groß-Berlin» in der Turnhalle Prinzenstraße wartete mit folgenden Siegern aus: Einzelwettbewerb, ältere Klasse: H. Thöke sKgst. Real- gymnastum): Mittlere Klasse: H. Laupichler(Hohenzollern-Oberreal- Schule): Jüngere Klasse: K. Wiltunger sKirsckmer-Schule): Schul- Mannschaften: e) Gruppe Dollonstalten: Hohenzollern-Oberreasichule: Gruppe Realschulen: Menzel-Realschule(endgültiger Sieger um den Wanderpreis des Kultusministers). Ein Auto ohne Motor! In Paris bt ein auloAhnlldiet Getthrt patentiert«erden. das mit Pedalen betrieben wird. ist überaus rege. Besonders gefördert wurde die Entwicklung des Segelstuges dadurch, daß der Deutsche Lustsahrerverband einzelnen Bereinen fertig« Gleit- und Segelflugzeug« zuzuweisen in der Log« war und daß nun auch die Schulbehörden der Einführung des Gleitftugsports an den Schulen wohlwollend gegenüberstehen. Auch das Ausland nimmt an den Fortschritten des deutschen Seqelflug- betriebe» lebhaftes Interesse. Den besten Deweis hierfür bildet die Gründung einer Gesellschaft zur Förderung dc» Segelflug» in den Bereinigten Staaten von Nordamerika, die zu diesem Zweck« bereits Fühlung mit der deutschen Segelflugbewegung auf» genommen hat. Kurze Sportschau. voraussagen für Donnerstag. Ruhleben: 1. Fahrt Iauß jr.— Fahrt I. Mills: 2. Punier— Fahrt Iauß jr.: 3. Barometer— Interessent: 4. Johonniskäser— Fahrt Iauß jr.: 5. Charley Worthy— Mistral: 6. Isarwelle— Henny Cord: 7. Erbprinz sr. — Potsdam: 8. Fahrt I. Mills— Frankenstein. Eine Ermäßigung der Eintrittspreise läßt der Trabrennverein Moriendors eintreten. Der erste Platz kostet fortan 5 Mark, der zweite 3 Mark und der dritte 1,60 Mark. Fraglos ein Mittel. die Trabrennen weiter populär zu machen. kein Sleillner Sechstage-Rennen. Die vielfachen Meldungen, wonach der Besitzer der Berliner Rütt-Arena, Walter R ü t t, in Verhandlungen stehe, um in Stettin ein Sechstage-RenNen zu ver- anstallen, stnd nicht zutreffend. Walter Rütt teilt mit, daß er solchem Unternehmen vollkommen fern stehe und gar nicht daran denke, ausgerechnet in Stettin als Sechstage-Rennveranstalter aus- zutreten. Ernst VierwNer hat in Begleitung seines Trainers Barrensch« die Uebersahrt nach Amerika angetreten, wo er wieder einig« große Langstreckenschwinnnen bestreiten wird. vempsey al» tandwirl. Nach dem„Petit Parisien" hat der frühere Boxweltmeister Jack vempsey endgültig auf die Boxer- lausbahn verzichtet. Er beabsichtigte, mit General Obregon, dem lrühcren Präsidenten von Mexiko, und mit General Rodriguez, dem Gouverneur de» Staates Sonora, zusammen ein großes landwiri- schastliches Unternehmen zu gründen. Reuer Stabhochspruna-Wellrekord. Der amerikanische Stab- Hochspringer Earr verbesserte in New flort seinen eigenen Weltrekord tm Stabhochsprung, den er am 28. Mol 1927 in Philadelphia mit 4LS7 Meter ausgestellt hatte, auf 4�9 Meter. � Gefdiafte-Jlnj&ger (Bezirk füden-Wefien. Bauhütte Berlin tZ Gesellschaft tür Bauausführungen aller Art Berlin SW 48, Wielmstr. 106 Fernsprecher: Zentrum 3205, 3306, 3207 fz3 Berlin S42,LnckanerS (Telephon: Morlßplatz 9571) 7 Festsäle von 30—1000 Personen zu kulanten Bedingungen Hotelzimmer von 3,50 M, an.— Fließendes Wasser Restaurant. Bonbon frfkokolade Jfonfiiüren Q-F. 31 HUEHBESMITWlfiS-YEBEimnCeA I KFlc:«S»DF lOFlT kmMw LSichting& Ernst Rauch K.in.l>.R. BIER-GROSSVERTRIEB Fabrik alkoholfreier Getränke Bln. R SB, Lycbenjr Straße ISt Fernruf: D 4, Humboldt.4* 3 Bln. SV 68. Heutnburger StraBe 28 Fernruf: A 7. Dönhoff 1276 Nach einmonatiger Mitgliedschaft unbedingten. Rechtsanspruch auf kostenlose, pietätvolle Bestattung ca. r. z« Man. verlange kostenfreie Zusendung eines Prospekts oder Vertreterbesuch Gebrüder Qroh Gegründet 1S82 55 eigene Verkauf ssieüen in allen Stadtteilen Groft-Bcrilas[6 10 eigene Dampfmolkereien .________________________ L_ il.. ii„aj! fy ebing■ Bröl | Grahambrot nach Vorschrift der MastasnaUhre { � Roggenvollkornbrot(Kommißbrot) I In allen Geschäften und kelyrmhänsern erhälUich. Filialen in fast allen Stadtteilen[gs VerKehrsiohal des Reichsbanners Max Krepp Plan-Ufer 75-76 Warmanns Großbäckerei Hersteiler des guten. kräftigen Roggenbroten, prima Welftware. feinste Kondltoi. wäre, sehr preiswert.[G.F.70 Eigene Filialen: Eisenoahnstr. 25» fliischinerfir. 55 Prlnzessinnenstr. 19» Alte Jakoi- straüe. 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