Morgeaaosgab« � A Sonntag WSch»!,NIch n mumtMl t— 9L tJ�H M MI � M M M W Mi*�4*4/ Auswärts 20 Pf. tneorauf««towi. 9Ditbt)B«inn. frWB M Vj 19 A> WD ZW M M /< W'— // tmtdjL au5ionbMbon» MW f�W M M M MMM MM MM)M M //«.««».».Iiv» mein iL« M pm Monat. VMIMg 1 1 �W mW SM SS 9H WD EH �H M A> Pfenntg Z>«Nom-z»>>, t.- Reich»» I 9■ BgBl JBkjKvH J9 UM 19 H 98999/ mar».«>eu>e«»»eig«»- da» lenz«. UWWZ HM � � MMMZ SZKW VevZßKSV VpkWblit« Jentvalovsau der GozialdemoSeattschen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin TW 68. Lindenstratze 3 Nrt«'M<1l,t«-FWl/HN flft tlt 6E899WM9W9W8WWW9>W99MMWW>998WW8999>>W>�M9>>MM9>99W8�9>W99WW>>8999>>8WWW>>>E>W99WEWWE9WE9E9W�WW>99>9W>999>W>W99W99>9>>>99W9W�M99M9EEWW�WW>WEE9E�99W99�W�WM�W��iW>��>W�� Berlin im Wirtschastskampf. Arbeiter, übt Solidarität!— Wahrt die Einheit gegen Zersplitterungsversuche! Durch das Ablaufen der TarifvertrSge End« Februar und Ende März sind im gesamten Deutschen Reich und in den bedeutendsten Industrien Lohnbewegungen im Gange, die mehr als drei Millionen Arbeiter und Arbeiterinnen betreffen, ungerechnet die Hun» derttausende von A n g e st e l l t e n, für die gleichfalls die Tarife in diesem Frühjahr ablaufen. Außerdem läuft der Reichötarif für die Lohnempfänger der Reichsbahngesell- schaft Ende dieses Monats ab. Man kann also die Gesamt- zahl der Arbeiter und Angestellten, die sich in diesem Früh- jähr in einer Lohnbewegung befinden, mit ru n d 4 M i l l i- o n e n angeben. An sich ist das nichts Außergewöhnliches. Wenn Tarif« ablaufen, müsien sie eben erneuert werden. Wenn die Produktivität und die Gewinne steigen, müsien auch die Löhne und Gehälter gesteigert werden, wenn nicht durch das Auseinanderklaffen von Kaufkraft und Produk- tivität eine schwere Dauerkrise heraufbeschworen werden soll. In einigen bedeutenden Industrien ist es bereits ent- weder zu einer endgültigen oder zu einer grundsätzlichen Verständigung gekommen. Im Baugewerbe ist für etwa 800 060 Arbeiter ein Rahmentartf abgeschlosien worden, der allerdings noch seiner Auffüllung durch die Bezirkstarife bedarf. Im Bekleidungsgewerbe, im Buch» dru« Schreierei von jenseits des Brenners nickst hört und mir verlangt i n Ruhe gelassen zu werden. Besteht die faschistische Barbarei in der Tatsach«, nach den Grundsätzen unserer Revolution di« G«- meinderäte in der Provinz Bozen aufgehoben zu haben, wie es in den 91 anderen Provinzen des Königreiches geschah? Mussolinis Rede schloß, nach einem Bericht von„Europa Preß�, wie folgi: Die antiitalienischc Kundgebung hat sich»erschärst, seit- dem die Provinz Bozen geschaffen wurde, weil das Alldeutsch- tum einsteht, daß seine Partie verloren ist. Völkerbund? Gens? vergebliche Hassnungen! „Wenn der Völkerbund in das Labyrinth der fogenana- ten(!) Minderheiten eindringen würde, würde er nicht mehr herauskönnen. Andererseits würden die anklagenden Nationen der Minderheitenfrage zu Angeklagten werden. Es sei an der Zeit zu sagen, daß jede Ku n d g e b u n g j e" i« i t s des Brenners unmöglich u n d'n o ch tei l i g sei, und gs fei Zeit zu erklären, daß die verleumderischen Reden und Ber- hetzungen nur dys Ergebnis haben werden, den Kreislauf de« faschistischen Lebens zu bekräftigen. Was an uns siegt, so wollen wir Freund« der Deutschen sein, deren verdienst« um die mensch- kich« Kultur wir anerkennen, aber nur unter der Bedingung, daß die Sicherheit unserer 42 Millionen Italiener nicht im mindest«» in FragiK gestellt wird. Mit all«? Offenheit geben wir heut« den T'rolern, den Oesterreich«!-» und oller Welt zu verstehen, baß Italien am Brenner mit seinen Lebend«» und Toten Wache hält." Die Rede Mussolinis, die dreiviertel Stunden dauerte, fand andauernd stürmischen Beifall. Oer Triumphator auf Leichen und Trümmern. Vi««. 3. Mörz.(Eigenbericht.) Di«„Arbeiter-Zeitung" schreibt in der morgigen Nummer über dl« Rede Mussolinis folgendes: Ayf den Trümmern der verbrannten Ar- beiterheime und auf den Leichen der gemorde- ten Arbeiter erhebt sich Mussolini in diesem Scheinparfament von Söldnern. Er hat über Oesterreich und gegen Oesterreich ge- sprachen. Cr hat zuerst gedroht, das nächstemal werde er»ickst mehr- reden, sondern Taten sprechen lassen. Er drohte, der Per- fekiionierung der österreichischen Anleihe Schwierigkeiten zu machen und die deutschen Blätler in Südtirol einzustellen Wir kennen diese Sprache, die eine wofsensiarrende. hochmütige Macht gegen«in kleines und wehrloses Land führt. So haben h a b s- b u r g I s ch e Minister gegen Montenegro und Serbien ge- sprachen. Er hat geleugnet, daß aus Südtirol ein Druck ausgeübt werde, er hat gesagt, haß die Provinz Bozen dieselben Recht? habe wie die anderen italienischen Provinzen. Da Hot er ganz recht, es ist derselbe Geist der brulale« Gewalt, der da« italienische Proletariat und die ilollenische Demokralle vergewalckgt, der auch gegen diesen deutschen Stajnm wütet. Er hat gesagt, Oesterreich müsse dankbar sein für die Dienst«, die ihm Italien geleistet Hai. Er hat erinnert, daß Renner 1929 anläßlich der Volksabstimmung in Körnten und Schober 1921 anläßlich des Ber- träges von Venedig über Oedenburg gedankt haben, aber sie haben nicht ihm gedankt, sondern der italienischen Regierung, von der er sagt, daß er an ihre Versprechungen bezüglich Südtirol sich nicht gebunden fühlt. Dafür hat man selbst dieser Regierung gedankt für Kiagenfurt, aber man kennt das Interes-se Italiens daran, daß dos Drautol. dos die Umgehungsfront der italienischen Armee im Fall« eines Krieges gegen«üdflawien in den Hckndei, des schwachen Nachbars sei und nicht in der Hand der Süd- släwen. Der Derträtz von Venedig war nichts als dos. Betreiben Italiens bei Oesterreich, daß es auf das deutsche Oedenburg ver« zichten müsti. Mussolini, hat sich dagegen verwahrt, daß der Faschismus der Erb« jenes alten Oesterreichs sei, das ein Jahr- hundert läng die Straßen von halb Europa mit Henkern bevölkert«. die Gefängniste mit Märtyrern anfüllt« und ununterbrochen Galgen aufgerichtet habe. Aber gerade das ist der Faschismus, und gerade well wir dieses alte Oesterreich hasten aus ganzer Seele und den Befreiungskampf des italienischen Volkes gegen dieses alte Oesterreich für«ine der größten Traditionen der europäischen Demokratie hallen, gerade deshalb hosten wir den Faschismus, der alle Verbrechen der Metternich« an dem italienischen Volk wiederholt und übertrifft. Oesterreich ist ein kleines und wehrloses Land, und man kann ihm leicht drohen und es leicht einzuschüchtern versuchen, aber die Sache der Deutschen ll» Südtirol ist eng verbunden mit der Sache des inlernaklonalen Proletariats. das in dem Faschismus seinen Todfeind erblickt und>». der Sache der Dölker Italiens, mit deren Desreiüng vom Faschismus und seiner Aulherrschaft auch die Deutsckzen in Südtirol ihre Frei- hell finden werden. Südtirols Klerus appelliert an den Vatikan. Men. 3. März. Die.N4ue Freie Preste' meldet aus Innsbruck: Der deutsche Klerus der Diözese Trient ha, an den Fürstbischof E n d r i zz i das Ersuchen gerichtet, beim Vatikan einen V i s i t a t o r für Südtirol zu erbilten. Dieser müsse politisch neutral sejn und deutsch sprechen können, sowie womöglich einem neutralen Staat« angehören, damit er das Vertrauen gewinne. In einer Konferenz der deutschen Dekane der Diözese Trient erklärten samt- l i ch e Anwesenden dem Fürstbischof, daß die Erteilung des Re- ligion-unierrichle» in iiallenlscher Sprache von der gesamten deul- jchen Geisilichkeil abgelehnt werde. Di« Dekan« ersuchten den Fürst- bischof um Intervention beim Vatikan. Der Klerus des Dekanats Mals hat beschlosten, sich durch keln verbot von der Er- leilvng des Religwnsunkerrichls in der vlutlersprache abbringen zu lasten._ Dame und Kunst. Zur Ausstellung der„Künstlerinnen�. Im Derein der Künstlerinnen(Schöneberger Ufer 38) ist die Frühjahrsausstellung eröffnet worden. Oelgemälde. Aquarell« und Plastiken, genau neunundachtzig Arbellen. in zwei Räumen, sehr zivilisiert, unaufdringlich und schon darum sympathisch vorgeführt. Der gerechte Kritiker wäre genötigt, mll ganz wenigen Ausnahmen, all« Namen zu nennen, die der kleine Katalog verzeichnet:- so er» ftaunlich ist das gleichmäßige Niveau, die Ausgeglichenheit und die durchaus erfreuliche Qualität dieser Frouentunst. Keine Ekstasen, keine Erpertmenl«, kesne Genialitäten, ober auch keine Ungezogen- Heiken. Und ganz gewiß kein Dilettanitsmus. Vielmehr ein redliches Handwert, gefällig durchströmt von ehrlichem Gefühl für schöne Mäßigung und gepflegten Geschmack. Ohne Zweifel auch: Berufs- menschen, nicht Amateure, sondern Damen, hie sich auf solche Weise- mit Pinsel und Meißel, ernähren wollen. Und di« es verdienen, daß ihre anspruchslosen, oher freundlichen Leistungen Käufer finden. In der grenzenlosen Wirrnis der gehäuften Kunstproduktion eine munter« Oase etwa für die Bestrebungen des Genosten Heinrich Schulz: jedermann sein Bild im Topf. Was ist das nun aber eigentlich: ein« Dame? Wer ist«s nicht, nicht so. wie es hier gemeint ist: die Säte Sollwitz. Sie ist die deutsche Frau, pie am Leiden und Hoffen des Volkes trägt. Die- Dam« ist mehr Zuschauerin: sie braucht nicht gerade aus seidenem Fauteull.p» sitzen, ober sie steht jedensalls nicht in der Kampsreihe. Sie hat eine gut« Kinderstube gehabt und ging immer leidlich behütet durch» Leben. So wurde sie auch von dessen Abenteuern nicht getroffen, noch von besten Abgründen bedroht. Und selbst, wenn die Gefahren und Forderungen einer neuen Zell hereinstürmten, rechet« sie sich in die Konvention. Sei scheute die Kurven und bevorzugte die wohl- temperierte Ebene. So verhall sie sich nun auch der Kunst gegen- über. Für die Entwicklung nicht gerade notwendig, ober auch nicht störend, vielleicht sogar mancherlei Milderung der Gegensätze rauher Gegenwart spendend und ganz gewiß angenehmer als ungezähll« laute und porositäre Luxusgeschöpfe. Robert Breuer. Vadisches Zentrum gegen Wirih. Sott er nlchi wieder kandidieren? 5«iburg. 3. a»orj. lieber bie heutige Sitzung des Zentivlkomitoes der badischen Zsntnmu-pcrtei wurde ein ofivieHer Bericht ausgegeben, aus dem bervorgeht, daß Wirths Stellung zum Reichsschulgesetz und seine Mitarbeit am„Berliner Tageblatt* scharf. kritisiert wurde. Bei der Besprechung des Reichstagswohl rechtes wurde verlangt. daß aus Baden künstig»nur Vertreter in den Reichstag entsandt werde:, dürfen, die sich verpflichteten, mit aller Kraft die Wahl« r e s o r m zu betreiben. Bon Arbeiterseite wurde unter ollgemeiner Zustimmung Geschlossenheit und Disziplin verlangt und die Haltung Dr. Wirths der Gewerkschaftsbewegung gegenüber auf das ent« fchiedenfte verurteilt. Luiher wieder abgeiehnt! Vergebliche Suche nach einem Z�eichstagsmandat. Reichükan.zlcr a. D. Dr. Luther, der sich vergebens um eine Reichstagskondidowr der Deutschen Dvlksportei im Wohllrcij« Düsieldorf-Ost bemüht hatte, hat sich danach um ein« Kandidatur in Hann 00 er- Ost beworben. Der Vorstand der Deutschen Voltspartei in Hannover-Ost Hot .Herrn Luther gestern mit Bierfünftel Mehrheit abgelehnt. Gowjeigesandischast ktagi gegen„Rul*. Wegen Verleumdung. In Moabit steht ein neuer sensationeller Prozeh bevor: Das Berliner russisch« Blatt JRul* ist angeklagt, die russische Sowjet- botschast verleumdet zu haben. Der§ 104 des Strafgesetzbuches besagt:„Wer sich gegen einen bei dem Reich... beglaubigte« Ge- sandte« oder Geschäftsträger einer Beleidigung schuldig macht, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Festungshaft von gleicher Dauer bestraft.* Anlaß zu dieser Verleumdungstlage bot ein Artikel des„Rul* vom 8. September v. I. mit der Ueberfchrift:„Seid vor- sichtig!" Der Artikel hatte zum Inhalt die aussehenerregend« Erschießung des jungen Rüsten Traitowitsch in der Warschauer Sowjetgesandtschaft durch die Sowjetongestellten Gußjew und Schletzer. Es wurde von einem Teil der Presse damals behauptet, daß Traikowitsch in die Gesandtschast zu dem Zwecke geladen worden sei, die Ermordung des Sowjetgesandten Wojkow an ihm zu rächen. Es ist zu erwarten, daß in dem Prozeß gegen den„StuT die Traitowitsch-Affäre ausgerollt wird. Di« Verteidigung haben die Rechtsanwälte Wolfgang Heine und Bieber. Anklage wider paugalos. Der Diktator vor dem Gtaatdgerichtshof. In einer Blütezeit europäischen Diktotoreutums, deren baldige» End« wir erhoffen, kommt ein gestürzter Diktator vor de« Gtaats- gericht�of- General P'a n go lö s in Griechenland. Mehr«« Der. such« rebellierender Offizier«, ihn zu befreien und sogar Aufstände zu erregen, sind gescheitert und die Regierung Za i m i« wagt den Prozeß. Di» Regierung stellt Pangalos nickst vor ein ordentliches Gericht, auch nicht vor ein Militärgericht, sondern vor ein Ausnahmegericht der Mammer. Di« Verhandlung wird im Parlamentsgebäud« geführt. in dem Pangalos untergebracht wurde. Pangalos falbst aber, der seine Zwangslage erkennt, sprach dem Parlamentsgericht gleich am ersten Verhandlungstag fein Vertrauen aus und erbat sich ledig. lich sine Frist von fünf Tagen, um feine Verteidigung vorzubereiten zrnd feine Antwort auf die Anklageschrift der Regierung nieder- schreiben zu können. Dir Anklageschrift geht gründlich zu Werk« und wirft Pangalos vor, daß er schon vor feinem Staatsstreich vom Juni 1025 da« bös« Gerücht verbreitete, die Sicherheit de« Lande» wäre infolge inairgelhaster Ausrüstung von Heer und Marin« gefährdet. Der Staatsstreich wird al» eine schwere Verletzung des Prinzips der Aolkssouveränität charakterisiert. Diktatorische Maß- nahmen wie die Aufhebung der persönsichen Freiheit und der Preß- freiheit, die Einführung der Todesstrafe mit rück- wirkender Kraft und andere Verfügungen mehr werden Ihm angekreidet. Es folgt die Anklag« wegen seines Abenteuer» von Petritfch, der Besetzung bulgarischen Gebiet», da» Griechen- land wieder räumen und wofür es 30 Millionen Lewa Gntschädi- gung zahlen mußte. Es folgen verschiedene Gesetze und A n l« i h e n. insbesondere die Zwangsanleihe, die dos Land dem finanziellen Ruin nahebrachte. Schließlich wird Pangalos vorgeworfen, ein« Tyrannei errichtet zu haben,„die in der zivilisierten Welt ohne Beispiel dasteht". Zu seiner Verteidigung hat jetzt Pangalos den Ausschluß der Oeffentlichteit verlangt. Er will seinen Richtern ein Memorandum über den griechisch-südslamischen Vertrag vorlesen, der gewisse G e he i mt la u sel n enthielt, nach denen Griechenland für seine in der Freizone von Soloniki gebrachten Opfer die Unterstühnug Südflawlen» zugesagt erhielt, um die Türken 00» Ostthrozien und aus konstantlnopel zu oertreiben. Die Zahl höher Offizier« ist nicht gering, die«in« Wieder- kehr der Diktatur Pangalos ersehnen und erstreben. E» ist«in gratesl« Witz der Geschichte, daß Pangalos gerade in jenen Tagen gestürzt wurde, als er sich am sichersten fühlt« und aus der schönen Insel Hydra fein« Sommerfrische verlebte. Wenn er ver- urteilt wird— den Kopf dürste e» nicht tosten. Hanseatengeist ä la Lohmann. llm erfolgreich zo angeln, muß ich einen recht fetten Köder anbinden. Verflixt, jetzt haben die Viefier ihn abgeknabbert. Tot nichts, nehm ich einen andern. Wieder futsch! Spach Versuch ich'S mal mit Vacon- Geld weg, Speck weg, nichts gefangen. Na, soll das Reich den Schaden tragen! Aolprogramm und KnseniinleMung. - � Zorderungeu des ADGB. au das Arbeitsmimstenum. Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerk» schaft�hunde» hat am Sonnabend zur Frage der Krtsen» unter Nutzung, deren Ablauf vor der Tür steht und Li« bereits durch ei M Interpellation der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion oufgerollt�worde» ip,«inSch reiben an dasReichsarbeits- m i n i st chr i u m gerichtet, in der zu verschiedenen, für die Arbeits- losen übeyaus wichtigen und brennenden Fragen eingehend Stellung genommen wird. Es heißt da u. 0.: Erforderlich erscheint uns aber auf jeden Fall«ine Der- längerung und«ine Erweiterung der Anordnung über Einsühruag der K ri sen u n t e rst ütz u n g. Nach§ 101 Abs. 1 ALAVG. hat der Reichsarbeitsminister in Zeiten besonders ungünstiger Arbeitsmarttlage noch Anhörung des Lerwaltungsrots der Reichsanstcht die Gewährung von Krisenunterstützung zuzulassen. Diese Bonaussetzungen für die Zulassung der Krisenunterstützung scheinen mzp zurzeit— mindestens in einer Reihe van Berufe«— zweif« IZfi a gegeben. Nach der letzten Meldung<15. Februar) betrug die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeits- losenversicherung immer noch rund 1 291 000, in der Srisenunter- stützung noch rund 215 500. Der Arbeitchmaxkt ist also im ganzen zurzeit noch als außerordentlich ungünstig zu bezeichnen. Zur Krisenunterstützung für Ausgesteuerte sind ober zurzeit nur zugelassen: di« Gärtnerei, die Metallverarbeitung und Industrie der Maschinen, die Lederindustrie, das Holz- und Schnitzstofsgewerbc, dos Bekleidungsgewerbe und die Angestellten. Es erscheint uns not- wendig, daß über diesen Kreis hinaus noch weitere Berufs- gruppen zur Krisenunterstützung zugelassen werden. Wir glauben, daß eine Ausdehnung und weitherzige Handhabung der Bestimmungen über Krisenunterstützung um so mehr geboten ist, als der Verwoltungsrat der Reichsanstall bisher die Höchstdauer des Bezuges der Arbeitslosenunterstützung noch nicht bis auf 39 Wochen verlängert hat, wie es nach 8 99 Abs. 2 AVAVG. möglich wäre. Wir sind der Meinung, daß«ine solche Verlängerung zurzeit zwar durch die Lage des Arbeitsmarktes gerechtfertigt, aber durch di« finanziell« Lage der Reichsanstalt erschwert ist. Die Derlängerung erscheint uns aber nur dann vermeidbar, wenn in um so stärkerem Maße die Krisenunterstützung ergänzend zur Arbeitslosenunterstützung hinzutritt. Sroener gegen die Shrhardt-Seuche. Noiienpoliiik und Floiieuprogramm vor dem Ausschuß. Landtagsabgeordveter Berkemeyer. Kaufmann und Gastwirt in Dortmund, ist aus der Deutschen Bolk, parte! ous« il« treten. Die„Täglich« Rundschau teilt mit. an seine Wieder. äufftellung bei der Wohl sei nicht zu denken gowelen, Berkemeyer habe mit femer Fraktion Differenzen über eine» DjStenkürzunqsantrag der Valkspartei gehabt, dem er nicht zugestimmt habe. Da» sranzöslsch spanische Tangerabkommen, das in Paris unterzeichnet worden«st. bringt nur ganz oerinqfüglg« Aenderungen de» bisherigen Regimes. Der international« Eharokter der neu- traten Zone, deren Einverleibung in das lpan'sche Protektorat». gebiet Spanien gefordert hat. Werbt unvermindert aufrecht. erhalten. Spanien hat lediglich ern.ge archerlrch« Erfolge, so den Rorlitz in der PolizeiverwaUuno und starker« Vertretung im Stadtrat von Tanger, erzielt. Jean Toorvp. der bekannte holländifche�Maler�unb Zeichner, ist gestern nachrnittvg nach langwierig« Krankheit gestorben. Di« Sonnobendsitzung des Ausschusses für den Reichshaushalt, in der der lllfcrrineetat auf der Tagesordnung stand, wurde fast restlos ausgefüllt durch Erörterungen für und wider den Bau des neuen Panzerschiffes. Di« Wirtschajtsportei, die Deutsche Doltspartei und für dos Zentrum der Al�eordnete W e g m a n n traten für den Bau«int Ihm folgte mit langen vertraulichen Mitteilungen der Ehef der Mannelettung Admirol Zenker. Im zweiten Teil seiner Rede legte Herr Zentzu dann das von der Marineleitung geplante Flottenbo �Programm dar. Der Plan gehe dahin« in diesem und im nächsten Jahr je ein Panzerschiff zu be- ginnen, m 1S30«n« Pause für die Panzerschiffe zu machen, dafür aber zwei Torpedobootzerstörer m Auftrag zu ggben. In 193s und WS sollten dann wieder j««in Panzet.- kreuzest begoynen werden. Der Preis eines Panzerireuzers werde von der Mannelettung auf höchstens 8 0 Msll tonen Mark geschätzt.-.': Die Genossen Auhnt, Biedermann, Eggerstedt und H ü n l i ch polemißessten denn auch, gestützt auf ein reiches Material, gegen die bürgert OHsn Redner und den Admiral Zenker und waren dabei In der Lage», nicht nur dem Zentrum, sondern auch der Mo rineleitung selbst gnen völligen Meinungswechsel üb« Rotwendigkett uckh Nutzen dieser Kreuzerbouten nnchzmveijen Am Schluß der allgemeinen Aussprache nahm dann noch der Reichswehr nM« ist er das Wort, um sich üb« die Flotten- Politik und die Ponstk d« Flotte zu äußern. Di« Flottenpolitik z«> fall« tn dt« Pokitik vor, während und nach dem Kriege.- Di« Flotte» xolitit vor dem Kriege habe« aus mllttärischen Gründen stets als unrichtige und fehlerhaft angesehen. Nach solchem Glaubensbekenntnis werde man ihm eine besondere Voreingenom- menheit für die Flotte und vollends gar für Perstigeschifsbau nicht vorwerfen können. Er erkläre aber, dah er für den Bau des Panzerschisfesausvollster Ucberzeugung aus mtlitärischcn Gründen eintrete. Es sei auch falsch, den Bau dieses Panzerschiffes als eine Aufrüstung zu bezeichnen. Der Bau fei nichts als Ersatz für«ine veraltete Waffe. . Was die PWitik der Flotte betreffe, so gebe er zu, daß diese noch nicht so gefestigt sei. wie beim Heer. Di« E h r h a r d t- P s y- ch 0 s e habe da recht ungünstig nachgewirkt. Ueber die Frage der v«biuduug van Marlueslcllen mit den sogenannten Oll.- Leute» schwebe beim vberreichsaiiwalt ein verfahren. Er prüfe, ob auf Grund der bisherigen Uittersuchung ein Einschreiten gegen irgendwelche Seeoffizier« geboten sei und. bitte, ihm diesbezügliches Material zu überlassen. Er nterde in der Marine niemanden dulden. der mit OL.- Leuten tu Verbindung stehe. Er halte da» Verhalten der OE.-teule, wie es aus den verSssevtltchten Briese» spricht, für den Gipfel der Ireulosigkei» und Undankbarkeit gegenüber alten kam« ade», die ihnen au» wirtschasNich« Not helfen sollten. Ich kann solche» Berholten nur aus das schärfst« brandmarken und al» Soldat meinen Abscheu uber-solche-s unehrliche B 0 p- gehen zum Ausdruck bringen.. Was die Frage des' Kaiser- lichen Jachtklubs betrifft, so. halte er fem« Zugehörig- feit zu diesem Klub in seiner jetzigen Gestalt, für Morineange- hörige nicht für angezeigt. Den Klagen über da» Auslegen von Zettungen bestimmter Parteirichtungen an Bord der Schiffe werd« er nachgehen und den vorgebrachten Wünschen weittnöglichst Rechnung tragen. Die Reichsbahn verhandelt nicht! Lohnerhöhungen von-10 Pfennig keine Verhandwngsgrundlage. Ein neuer Riesenlohntampf steht vor der Tilr— diesmal bei der Reichsbahn. In dem Augenblick, wo die Berliner Metallindustriellen daran gehen, die Metallarbeiter auszu, sperren, provoziert die Reichsbahn die Eisenbahnerorganisationen. Räch dem Ausgang der Verhandlungen, die am Sonnabend zwischen der Hauptverwaltung und den Tarifgewerkschoften stattgefunden haben, ist der Kampf bei der Reichsbahn unvermeidlich. Bei den Verhandlungen am Sonnabend hat der Vorsitzende des Einheitsverbandes, Scheffel, folgende Lohnforderungen unterbreitet: I. Erhöhung des Lohnes um U> Pf. pro Stunde für olle über 24 Jahre alten Albeiter: 2. Einführung der durchgehenden Löhnung für die Betriebsarbeiter: 3. Der Ueberzeitzufchlag für die ersten 6 Stunden in der Woche wird von 15 bzw. 25 auf 30 Proz. erhöht: 4. Das Wirtschaftsgebiet 1 wird in das Wirtschaftsgebiet 2 aufgenommen und Teile des Wirtschaftsgebietes 2 werden dem Wirtschaftsgebiet 3 zugeschlagen. Scheffel begründet« kurz diese Forderungen, denen sich die Vertreter der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner und des Allgemeinen Eisenbahnerverbandes anschlössen. Diese traten dann noch für die Einführung der Dienstalterszulage bzw. Dienstaltersprämie ein. Die Vertreter des Einheitsoerbandes hatten aus taktischen Gründen es abgelehnt, sich für diese Forde- rungen einzusetzen. Die Vertreter der Verwaltung nahmen kurz unter sich zu den Lohnforderungen der Organisationen Stellung. Hierauf erklärte der stsllvertretende Generaldirektor Dr. Weihrauch lakonisch, die vorgetragenen Forderungen stellten keine Verhandlungs- h a f i s dar, die Verwaltung könne kein Angebot machen und die Verhandlungen wären damit erschöpft. Die Derkreter der Verwaltung empfahlen dann den Organisationsvertretern. den Schlichter anzurufen. Gegenüber diesem geradezu un qualifizierbaren Verhalten der Reichebohnverwaltung erklärte der Vorsitzende de« Einheltsver- bandes, daß ein« solche Einstellung der Hauptverwaltung u n v e r- a n t w o r t l> ch sei. Die Folgen, die sich daraus ergeben, feien schon heute zu erkennen. Es sei tatsächlich bisher noch nicht dagewesen, daß man der Arbeiterschaft auf ihre berechtigten Forderungen eine so ablehnend« Antwort gegeben habe. D«r Ein- heitsverband fei unter diesen Umständen keinen Augenblick im Zweifel, was jetzt zu geschehen habe.— Die Scharfmacher des Unternehmertums haben überall und so auch bei der Reichsbahn ihre Hand im Spiel. Sie sind drauf und dran, die Frühjahrslohnbewegung zu einem L o h n st u r m zu machen. Wohlan denn, wenn es nicht anders sein soll: Eisen- bahner, aufgcpasttl Sturm in Sicht! Lenkt die Reichsbahn ein? Nachträglich läßt die Hauptverwaltung der Reichsbahn durch Wolfs eine Meldung verbreiten. In der es heißt: „Diese Forderungen konnten von der Hauptverwaltung nicht als geeignete Eftundlage für Verhandlungen angesehen werden. Sie können nicht mit der Finanzlage der Reichsbahn in Einklang gebrockt und auch nicht nach der allgemeinen Lohnlage als lxrech- »igt anerkannt werden. Bei dieser Sachlage hast es die Reichsbahn für richtig, daß zur Vermeidung von Unruhe durch langwierige aussichtslose Verhandlungen die Meinungsverfchisden- heiten schleunigst durch die zur Austragung solcher Lohnstreitig- keiten berufenen Stellen entschieden werden. Di« Reichsbrhn wird sich deshalb sofort mit dem Reichsarbeits- minister wegen Einleitung eines Schlichtungsver- f a h r e n s in Verbindung setzen." Bedeutet das ein Einlenken der Hauptverwaltung? Es könnte so scheinen, wenn man sich erinnert, daß die Reichsbahn nach dem letzten Schlichtungsverfahren die Zuständigkeit des Reichsarbeits- Ministers angefochten fjot. Voraussetzung für aussichtsreiche Schlich- tungsverhandlungen und„Vermeidung von Unruhe" ist allerdings, doß die Hauptverwaltung ihren Standpunkt einer gründlichen Revision unterzieht. Sonntagsruhe auf dem Zentrawiehhof! Die Engrosschlächtergesellen verweigern Eonntagsarbeit. Eine zu Freitagabend vom Zentraloerband der Fleischer nach der Diehhofsbörse einberufene gut besuchte Versammlung der Engrosscklächter, Kutscher und Chauffeure beschästigte sich mit der Frage: Was bringt uns die neue Polizeioerordnung über die Sonntagsruhe? Der Referent, Stodwerordneter Genost« L« m p e r t. gab ein- leitend ein Gesamtbild über die Lage im Beruf, wobei«r zunächst das Ueberstundenunwesen brandmarkte, das um so mehr zu verurteilen ist, als eine erhebliche Anzahl von arbeitslosen Berussangehörigen vorhanden ist. Wenn von dem Interessen- verband des Vieh- und Scklachthofgewerbes gesagt wird, die völlige Sonntagsruhe sei nur durchführbar, wenn veimchrte Einstellungen von Arbeitskräften vorgenommen werden, so sei daraus nur zu erwidern, daß die» durchaus im Sinn« der Verordnung vom 1. März liegt. Wenn ober weiter behauptet wird, die völlig« Sonntagsruhe auf dem städtischen Viehhofe bedinge technische Neuerungen und Derbesserungen, so sei dem entgegen- zuhalten, daß diese sehr wohl durchgeführt weiden können, da der Viehhof kein Zuschußbetrieb, sondern ein werbender Betrieb ist. Jedenfalls stehe fest, daß Zurichtungsarbeiten am Sonn- tag nicht ausgeführt werden dürfen, und daß die Oeffnung des Schlachthofes erst Montag» früh 4V4 Uhr zu erfolgen habe. In der Diskussion führte ein Vertreter des Zentraloerbandes ein« Anzahl von Fällen namentlich an, in denen Arbeitszeiten bis zu 80 Stunden pro Woche festgestellt worden waren. In zwei Betrieben haben je zwölf Gesellen insgesamt 3 8 4 U e b e r- st u n d e n pro Woche geleistet, und trotzdem sollten zwei Gesellen wegen„Arbeitsmangel" entlassen werden. Der als Gast anwesende Gewerberat Blatter fand zwar lebhafte Zustimuiang als er bedauerte, daß ihm sein« Arbeit dadurch ungeheuer erschwert werde, daß die Fleisckergelellen sich häufig weigern, die tatsächlich geleistete Arbeitszeit der Gewerbeaufsicht zu- zugeben: Herr Platter stieß aber auf ebenso lebhaften Widerfnruch, als er auf Grund einer Verordnung aus dem Jabre 1895 die Frage der Sonntagsarbeit auf dem Viehhofe als noch nicht völlig geklärt hinstellen wollte. Als d«r Referent in seinem Schlußwort ausführte, doß die Anwesenden selbst dafür sorgen werden, daß de» Sonntag» unter keinen Umstände« auf dem Viehhofe gearbeitet wird, fand er so jubelnde Zustimmung, doß sich«in« formell« Abstimmung erübrigt«. Auch die E ng r o« sch l ö ch t e rg e feckl en haben da» Recht auf einen freien Tag in der Woche, selbst dann, wenn durch fu ristische Spitzfindigkeiten Bedenken darüber bestehen sollten, ob dieeU frei« Tag durch eine Polizeioerordnung bereits obrigkertlich genehmigt ist. Wahlen der Herrenkonfekiionsschneider. Am Dienstag berichtete der Branchenleiter Genostr Aide in der Jahresversammlung über die Tätigtest in der Branche. Gleich- zeitig erfolgte Neuwahl der Branchenleitung, Branchen- kominision und Generaloersammlungsdelegierten. Trotz starker Propaganda der Kommunisten und. Aufstellung besonderer Listen sind die Genossen der AmsterdamerRichtung mit großer Mehrheit gewählt. Auch die Wiederwahl des Branchen- leiters Genossen A l d e erfolgte gegen eine Stimme. Arbelier- und Angesiellien-Vetrlebsräie? Der nächst« arbeitsrechtliche Informationsabend für Betriebsräte ist am Dienstag, dem 6. März, 19 Uhr, im Saal 5 des Gewerkschaftshauses. Engeluser 24 25. Leiter des Abends ist der Genosse Dr. B r ö ck e r vom Vorstand des AD G S Alle Arbeiter- und Angestelltenbetriebsräte werden gebeten, sich zahlreich zu beteiligen. Di« Teilnahme ist kostenlos. SPD.-Zolzarbeiter. Ikz'rl Osten N: Dienstag, 5. März, 19 Uhr, bei Wittlchuß, Dctersburgrr Dtr. S, wichtige Zusammenkunft aller SPD.» Kollcgcn.(Sricheincn ist Pslicht. Eympalhisierende können einarstthrt werden.— Bezirl III: Dienstag, 5. März. Ißhi Uhr, bei Lchendke, Simon-Dacki», Ecke itroffencr Etr. 14, wichtige Zusammenkunft aller SPD.-kolzarbcitcr. Jeder Genosse muß erscheinen. Enmpathisicrcnde können eingeführt werden. Der SScrbe-usschnjj. kögser! Tm Dienstag, 6. März, 17� Uhr, Mitgliedcrvcrsamm. ätsch, Landsberger Etr. ZI. Jahresbericht, Bericht von den Saris» Bchtu»! tun« bei 4.. Verhandlungen, Neuwahl her stachgruppenleilnng. Buiah.Mitglirdlroeriamn.lnrs der Kackgrnpnen MetalUrbustrie, Kunst- "■----- inlfr'~ »nd den verwandten Gruppen: seine Ursachen und Begleiterscheinungen." Ängerdem suchen die Wahlra der Delegierten zur Generalversammlung der Ortsvcrwa'tung Berlin statt. Are!« Eiwerks�nfts'ugrrd cheoh-Berlin. Qtm 2S. März, 11 Uhr. findet im Merccde�Dalast, Neukrlln, �crmannstr.!l4, d'e.Jahrfünstfeier der Site e« Sewerklck»stsjnaer d" statt. Au» dem Brvgramm: Ansprache he. Vorfitzende« des Deutschen Lolzarbeitcrverbandc» ffritz Tornow. Ausfllhrung des Sprech- chvrwerkes.Der gespaltene Mensch" von Brun« Lchön'ank durch den Sprech» und Dcwegungschor der Bolksbllhne Berlin, e. B., unter M twirkung der Tanzgruppe Skoronel-� rllmpn. Unlvstcnbeitraq A Bs. Eintrittskarten lind zu baden bei allen gewerkschaftlichen Zugcndfunkt onären, in»en Zahlstellen und Ortsverwaltungen der Verbände, in den durch Aushang kenntlich gemachten Zahlstellen der Volksbühne, in den Iugendgruppea und in der Freigewerk- fchaftllchen Jugend, entrole. Engelnfer 24—55, 1 Dr., A'mmer 7 A und 13.— Beut», Sonntag, folgende Beransla'tungen: Um 13 Uhr„Literarlcher Nach- m tlag" im Bürgers»«! de» Vathause«. Känigsteatze. Ein Ztartenverkauf findet nicht statt.— Gruppe Südost-n: Um III Uhr Agitation. Treffpunkt bei Schees- ling. ftürbringerstr. 34.— Gruppe gentrum! ltrc'kagitat on. Treffpunkt um lll Uhr Jugendheim Zehdenicker Str. S4— 26.— itordkres: Ilm 10 Uhr im ?> gcndheim Zehdenicker Str. 24-25. Kurzweil— Heiterkeit— Tanz.— Eiidkrei«! Um 19 Uhr Jugendheim V»rckstr. U. Frohes Perwellen— Humor und Laune. Znaerdgrnppe de« ZdA. Heute. Sonntag. 4. März, Sv'elen Snortpfatz Lichtenberg. TreUpunkt aller MItalirder. d'e an den krortlichen Sp'esen teil- nehmen, um 9 Uhr am Bahnhof Franksurter Aller. V«m Bahnhof g»l>-n wir zum Sportplatz: deswegen ist pünktliches Erscheinen notwend'g.— Morgen, Montag.!. März, 19VI Uhr, finden so'gcnde Veranstaltungen statt: Edar. lottenbürg:?iigendhe!m Nollnenstr. 4. He mbcsprechuna und Feftietz-ng de, Arbeitsprogramms.— Trinpelhof:?ug"'dhclm in der Schule Germaniaftr. 4 Heimbesprechung und Festsetzung des Arbeitsprogramms.— Narben? Tugend» be'm Peiftonifallee II. Heimbekprechung. antchsiesieud lesen wir.— Egmnastik für Mäd-'cn 20 Uhr im Jugendheim des Ortsbureau». Verantwortlich kür Politik: Dr. Eurt Geper: Wirtschaft:<5. Klingelhkscr: Gewerkschakisbrwegung: Z. Eteiner: Feuilleton: K. K. Diicher: Lokales und Sonstia«»: Fritz Karstödt: Anzeiae»? kh.«locke sämtlich in Berlin. Verlag: Vorwarts.Berlag G m b H.. Berlln Druck: Vorwärts-Buchdruckeret »nd«erlagsanstal« Vaui Singer a Ei« Berlin EW Stz Lindenftcaße 3. Hierzu» Beilagen und„Unterhalt» nn un» Bisse»'. I\KISR KI-EIOERSTOFFE S E I» 15«f S T O F F E /.«--iknrdige«. tielleedt. mit M K/\ Band(«rnieel l.elll CrCpa g» Chine■ Schal mit aparter?£ Malerei L/.'lrU K a s h a a rein« Wolle, med. Karvea Mantel- Kasliapr OA ■chwere Qualität. 130 cm L/aSII Shetland-Noppö reine Wolle, für Kostüme ß /f A und M&ntel, 130 cm Woll- Georgette der neue Kleide rsteM, 4! Ofh ca. 13 0 cm Ue9U Wolhnus sei i n-« bedruckt, aparte Mutter j.ecfd Kasiia mit Lamä 9«k med. Traven• Muiter dedd Bastseide reine Seid evO AA gr.Farbenauswtihl.ca.SOcm w««/Vr Kasha t 0 i l s 9 a a reine Wolle, 130cmd.tfU Kostfl m- Iva mmgarn Aachener Musterungen, Q OA ca. 13 0 cm OeOll Cr6pe de Chine reine Seide, schwarz, weiß f JA oder farbig, ca. 100 cm TCe�" F o u l a r d Phantasie- u. Punktmuster, j auf schwarz, m farbigem Fond, auf schwarz, marine und � ca. 90 cm' l�l ante I seide ''°'"""Uä'c'm'8.3v Bastseids «. best i< ktnrk!»n strei le n«J.TrU meuse Cj.iSt} Woll-Trikot-Stoffe boucldartig, für Kleider, la vielen aparten Farben, i| ftA 140cm Ural tt/.OU WASCHHTOFFF! Hemden-Zephir vorzüel. Qualität, schöne A APf Streifen, 80 cm breit\f«c/tJ h i r Farben, mit_ buntfarbig. StreifenbordQre wI OA ca. 120 cm breit V o I i t o i I e bedruckt, eleg. Qualitäten Z e p moderne in mod. neuen ca. 10 0 c """Tf 2.40 m b r a OAlflß]VKI�C:iJ»(J]VC} ÜMD tflüTE II E H R E I* K E E 1 1> JJ J\T€w Jumperkleid reinwollener Kasha mit\ � AA einfarbiger Oarniening X i evlvr Kleid 1 vorxügllcher Rlpastoff, QQ AA mit besticktem Kragen O U.VU J/ K 1 e i d vorzüglicher VelouHne, M � AA reich mit Biesen verziert X. VeUU Stobenliandtoeh Gerstenkorn oder. W-'�'n�nlalS Frühjahrsmantel K«• h«» t o I f. O/! CA ganx aut FntterwUaOU Fröhjahrsmantel aus hellen Stoffen, ganz OQ AA auf Futter mit Peizkrag. O VeUU Jackenkleid aus kariertem Herren-\ Q AA Stoff, Jacke auf Futter Tt t/s UU Efiehenhandtaeh .95 Damenhüt aus feinem GeflechtQ A A garniert Oetlil mit Band Damenhut cwellarb. Gellecht?J CA mit k'seid. KrempeV.OU F i I z h u t m. Cellophan- u. Lackband � garniert, in vielen Farben f•OU Trench CoatoA AA mit Oclneasal• Einlage O t/.Uv Oberjranps-Mantel 2 reinige Form mltQQ Astz Kundgurt, Imprägniert OO.Ui' Frühjahrs Mantel echt englischer Stpfl,"l Q/!- vorzOgl.Sitz, Imprägniert JL er vf. s 4lei b iportanzng teilig, mit 2 Beinkleidern ftQ_ esonders preiswert VT O. weiß Ointeauge od. olaper, 45/100 cm. Rolalalacn Frotticrliandtaeh wclv, mit farbigen Kant. od. bunt kariert,■% Größe 54 110 cm X.mO |ir.r;.:14,8.50 | Cedp. 4» Chine Schal I■ n« u«<■ O Q A > fa.UU Hi �IManqmru� du"Qnmm Upplch-Ifakouifa'' BERLIN C 2 SPANDAUER E* GEGRÜNDE 18 13 1. Beilage des Vorwärts Rr. 409» 46. Jahrgang• Jl., Sonntag. 4. Mörz492S ?s vergebt!n �er Weltstadt Berlin mit ihrem täglich wachsenden Äutamobilverkehr nicht«in Tqg, an dem nicht nichrerc Personen Opfer des Bertehrs werden. Die Statistik der Schutzpolizei weist für den Monat Januar t570 Unfälle im Straßenverkehr aus, die zum größten Teil auf die Kraftfahrzeuge entfallen. Die meisten dieser Unfälle werden in den Zeitz engen gar nicht erwähnt. Nur wenn es sich um schwere Unfälle handelt, de» denen mehrere Personen i'erletzt oder getötet wurden, werden derartige Fälle öffcnt- lich registriert.• Berkehreworfchnsten und Vremsvorrichiungen. In Eriinierung ist vielleiidt noch der Zusainmenstoh des Autobus der Linie 5 mit einen, Straßenbahnwagen per Linie 70 an der Straßenkreuzung Französische und Friedriche straße am IV Februar, bei dem Jahrgöst« verletzt wurden. Die Schuld an solchen Unfällen ist überhaupt ein ganz bei andere? Ko. pitel. Im allgemeinen wird in solchen Fällen immer der Dersnch gemacht, die Schuld dem einen oder dem anderen Fahrer zuzu schreiben, ohne genauer die Frage zu prusen, ab nicht noch andere Borbedingunggn den Fahrer schuldig gcmochi haben. Ein Auto. lenker kann.z. B. irgeitdcin« Verkehrsvorschrist nicht beachtet und dadurch einen Zusammenstoß hervorgerufen baben. der ober trgtz der Mißachtung der VerkeHrsvorichrift hatte vermieden werden tonnen, wenn sei» wagen und besonders die Dremsvor. richlunge» technisch einwandfrei gewesen mären. Ohne irgendwie in b�? Ilntersuchunqsnenahren gegen den Cbouffeur des linglütko- outctbusses der Linie ä beeinswisend eingreisen zu wollen, seien hier ttnigc Ausführungen über die technischen Mängel bei der A b o a g gemocht, die nun ollen Chauffeuren diese? Berkehrsunternehmens täglich empfunden und auch kritisiert wcrdcn. Oie Mängel. Di« neuen Wagen der Aboag mit den Karosierie. niimment über 7Wi baben alle eine cntgegengesetzic Anordnung Per Bremsen erbasten als die älteren Wagen. Bei den öltertn ?äocen ivurde dfe G e t r i e b c b r e in s e(Geiahrenbremjel mit dem Fuß und die stinterrodbremse mit der.stand gehandhabt. Diese A.nflfrtuung, dst auch heute noch bei allen anderen Autamobilen o�utresfen ist, wird von den Eihaukieuren fast ousnohmslas als einzig richtig bezeichnet. Bei den oben bezeichneten neueren Wagen inuß die Getriebebremse mit der stand und die stinter- Todbremfe mit dem F n h bedient werden. Die moderne Technik b,t entgegen den praktischen Erfahrungen der Cbauileure eine Neuerung eingeführt, dir nach Ansicht der Chauf- sciire die Urtsi, llgesahren er h ö h t. Die Getricbebremie Ist nun ein- »nol die sicherste Gesahrenbremse, da bei ihrer richtigen Bedienung Per Wagen nicht fo leicht Ins Schleudern oder Rutschen gerät wie bnm Anziehen der stinterradbremsc. Sieht der Cbauifeur plötzlich ine Gciahr eine? Zusammenstoßes oder kämmt ihm sonst ein stin- dernis in den Weg, muß er nnr alleit Dingen das Steuerrad fest in beide st ä n d e n e h m c n. Kann er dann nach mit dem Fuß die Gesahrenbremse bedienen, so geht oftmals noch manches Unheil abzuwenden. Muß er aber die Gesahrenbremse mit der stand bedienen, also abwechselnd mit der einen stand noch dem Steuer und der Bremse greifen, ist die Aussicht auf Vernteidung des Unglürks weit geringer, stinzu kommt, daß der Führer mit der Fußbremse viel c l o st i'salte- stelle Sietiiner Bohnhoi beträgt die.staltezeit 7 Minuten und in Steglitz, sogar nur 3 Minuten! Diese stoltezeiten sind vorgesehen, damit der Fahrer das Kühlwasser ergänzt, die Brem- sen nachstellt, besonders beaiispruchte Teile des Motors ab- schmiert, schließlich auch verloren gegangene Fabrzeit aus- gleicht und vor allem seine Nerven beruhigen kann. Alles in 3 Minuten! Zu alledem kommt der Fahrer aber höchst selten, auch wenn er nach so slott gefahren ist. Auf den anderen Linien sieht es nicht viel anders aus. Der Autobuschouffeur ist eben verurteilt. 9 bis!?'! Stunden täglich säst ununterbrochen von einem Ciidhaltepunkt zum anderen in einen» Tempo z» fahren, dos an sich lchon zu Unfällen geradezu zwingt. Sein Dienst wird ihm noch dadurch erschwert, daß die technischen Leitungen' der Bahn- bäte bestrebt sind, durch Einsetzen von kleineren Vergaser- düs,en und andere Methoden möglichst viel Benzin zu sparen, so daß die Wagen keine große Ansabrgeschwindigkeit entwickeln können. Der Fahrer wird dadurch gezwungen, den Wagen, wenn er erst flott im Gange ist, so lange wie nur möglich mit der hoch st en Geschwindigkeit louien zu lalsen. stin zu kommt noch die ungeheure Belastung der Wagen, die besonders in den Abendstunden sebr stark ist, wenn viele Wagen aus dem Betrieb gezogen und dadurch die Wngeninlqe sich in größeren Aststän- den abwickelt. Diele Wagenkalaniität wird auch dadurch nicht. e- hoben werden, daß man langsam neue Wogen in den Di'N'l stellt und für jede.» neuen Wagen einen alien auf den Schrott- Haufen wirft, wie es laut Polizeiverfügung geschehen muß. Die Direktion der Aboag könnte wahrscheinlich aus die Wageniabriteu etwas mehr Druck ausüben, daß die Lieferung der bestellieti Wagen etwas schneller vonstatten geht. Die bier aufgeführten Mängel sind in Betrisbsversamnllungb!» de? Aboag- Personals schon Ott erörtert morden und dürsten auch der Direktion nicht unbekannt feiu.■ st öffentlich gehen dWfe Ausführungen der Direktion Anlaß, den Dingen einmal etwas näher auf den Grund zu gehen und auf Ahhilic' z» sinnen. Wer hat nun Schuld? Anonyme Anzeigen an die Geiundheitsbehürde. Nach§ 4 des Reichsgeseßes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten von, lS Februar 1927 dürfen Anzeigen über angeblich Kranke von der Gesundhcitsbehörde nicht beachlel werden, wenn deren Urheber nicht erkennbar sind. Bei Durchsicht der zahlreichen lutim stauptge- siindheitsoml eingehenden Zlnzeigen ergibt es sich inimer wieder, daß ein großer Teil der Anzeigenden es unterläßt, ihren Na m e n und ibre Wohnung anzugeben. Da die Verfolgung dieser Anzeigen gesetzlich unzulässig ist, wird im Interesse der Bekäinpiung der Gc- �chlechtskrankheitcn die Bevölkerung dringend gcbetei», Anzeigen nyr mit voller Namensuiiterschriit und Wohnungsangobe zu erstatte». Menschen, Göttern gleich... Los Roman von kserbert Georg« wells. „Urthred! Der ist Poch keine vierzig!" ,Der ist dreiundstebzig. Er sagte es uns später. Sie leben lange hier, eme langweilige Angelegenheit. Unser Leben ist ein schwindsüchtiges Wechselfieber van ihrem Stand- punkt aus. Aber wie Tennyson sagte:„Besser fünfzig Jahre Europa als Hunderl Jahre China." stm? Er umging den Kern der Sache Dies ist Lotosland, Sonnenuntergangsland, man wird es uns nicht danken, daß wir seinen Schlummer gestört haben." „Ich bezweifle ihren Schlummer." „Vielleicht hat die sozialistische Wanze auch Sie gebissen. Ja— ich sehe, es ist der Fall. Glauben Sie mir, hier ist der vollständige Beweis von Dekadenz, den man sich vorstellen kann. Vollständig. Und wir werden ihren Schlummer stören, keine Angst, Sie werden sehen, die Natur ist aus unserer Seite— auf eine Weise, an die bis jctztt noch niemand ge- dacht hat." „Aber ich sehe keine Dekadenz", sagte Wr. Barnstaple. „Niemand ist so blind, wie jene, die nicht sehen wollen. Sie ist überall. Ihre üppige Pseudogesundheit. auf die sie sich soviel einbilden, wie gemästetes Vieh! Und wie sie Barralonga behandelt haben! Sie wissen nicht, wie der zu behandeln ist. Sie haben ihn nicht einmal festgehalten. Seit tausend Iahren hoben sie niemanden eingesperrt. Cr rast durch ihr Land, mordend und tötend, Schrecken verbreitend und zerstörend und sie sind verblüfft. Herr, einfach verblüfft. Es ist als ob ein stund in einer Welt voll Schafen Amok liefe. Wenn er nicht ausgerutscht wäre, würde er, glaube ich, immer noch einherbrüllen, schnaufen und rasen— und Leute töten Sie haben den Instinkt für gemeinschaftliche Berte,» Ligung verloren." „Ich bezweifle das." . Eine sehr gute Lebensauffassung, wenn man sich ihr mit Maß hingibt. Aber wenn Ihr Staunen vorüber ist, dann werden Sie sehen, daß ich recht habe. Hm? Ah! Da auf jener Terrasse, ist dos nicht mein Lord Barralonga und seine sranzösisctze Bekanntschaft? Er ist's! Sie schöpfen Morgenluft. Mit Ihrer Erlaubnis möchte ich jetzt weiter- gshen und einige Worte mit ihnen reden. Welchen Weg. sagten Sie, ist Pater Amerwn gegongen? Ich mochte seine Andacht nicht stören. Diesen Weg? Wenn ich dann rechts gehe—" Er grinste freundlich über die Schulter. 4. Mr. Barnstaple kam zu zwei Gärtnern. Sie hatten zwei leichte silberne Schubbkarren und schnitten morsches stolz und verblühte Sträucher aus einer Reihe von Gestrüpp, das sich über eine rauh aufgehauene, steinige Furche ausbreitete, und von karmesinfarblgen und dunkelroten Rosen überwuchert war. Die Gärtner hatten große lederne Stulphandschuhe an, hatten Schürzen aus loh- farbener staut um, und trugen Sicheln und Messer. Mf Barnstaple hatte nie zuvor solche Rosen gesehen, wie die beiden sie hier pflegten. Ihr Duft erfüllte die Luft. Er wußte nicht, daß es im Gebirge gefüllte Rosen geben könne. Er hatte hellrote einzeln wachsende Arten hoch oben in der Schweiz gesehen, aber keine so riesigen, großblumigen Unge- stüme, wie diese. Sic ließen ihre Blätter verkümmern. Ihr Gehölz Heftand aus langen, dornigen, purpurgestreiften Stämmen, die sich weit verzweigten und an den Felsblöcken emporrankten, an denen sie wuchsen. Ihre großen Blüten- blätter fielen wie roter Schnee, wie fflatternde Falter und wie Blutstropfen auf den weichen Boden, der zwischen den braunen Felsen eingebettet war. „Ihr leid die ersten Utopen, die ich wirklich bei der Ar- beit sehe", sagte Barnstaple. „Das ist nicht unsere Arbeit", lächelte der Zunächst- stehende von den beiden, em blondhaariger, sommersprossiger, blauäugiger Jüngling.„Aber da wir für diese Rosen sind, haben wir sie in Ordnung zu hakten." „Sind es eure Rosen?" „Viele Leute sind der Meinung, daß diese gefüllten Ge- birgsrosen mit ihren Dornen und weitverzweigten Aesten zuviel Berdruß und Plage verursachen, und viele Leute glauben, daß nur die einzeln wachsenden Rosenarten in diesen Höhen gezüchtet werden sollten, und daß diese liebliche Sorte hier oben dem Aussterben überlassen werden müßte. Sind Sie für untere Rosen?" „Für solche Rosen wie diese?" fragt« Mr. Barnstaple. „Ganz und gar!" „Gut, dann bringen Sie mir meinen Karren näher heran für diesen Abfall Wir sind für das gute Aussehen dieses ganzen Gestrüpps, das von hier rechts bis hinunter fast zum Wasie»'«eicbt verantwortlich." Und ihr müßt selbst danach sehen?" „Wer sonst?" „Aber könnt ihr nicht jemanden bekommen— jemanden bezahlen, der für euch danach sieht?" „O, altehrwürdige Reliquie aus dem grauen Altertum!" antwortete der junge Mann.„O. fossile Unwissenheit aus einem barbarischen Universum! Wissen Sie nicht, daß es in Utopien keine arbeitende Klasse gibt? Sie starb vor ungefähr fünszehn Jahrhunderten aus Lohnsklaverei. Kuppelei usw. sind mit ihr verschwunden. Wir lesen darüber in Büchern. Wer die Rose liebt, muß der Rose dienen— er selbst!" „Aber ihr arbeitet." „Nicht für Lohn, nicht weil irgend jemand anderer irgend etwas liebt oder begehrt und zu faul ist, um es zu fördern oder es selbst zu erwerben. Wir arbeiten als ein Teil des Gehirnes, als ein Teil des Willens von Utopien." „Darf ich fragen in welcher Weise?" „Ich erforsche das Innere unseres Planeten, ich studiere stochdruck-Chemie. Und mein Freund—" Er fragte seinen Freund, dessen dunkles Gesicht und braune Augen plötzlich aus den Blütenwogcn auftauchten. „Ich bereite Nahrung." „Ein Koch?" „So etwas Aehnliches. Gerode jetzt befasse ich mich mit eurer Erdlings-Diät. Sie ist äußerst interessant und seltsam — ober, ich meine, ziemlich schädlich. Ich stelle eure Wahl- zeit zusammen. Ick) sehe, Sie machen ein ängstliches Gesicht, aber ich habe mich gestern abend um euer Frühstück ge- kümmert." Er warf einen Blick auf eine winzige Armband- uhr unter der Stulpe seines Gärtnerhandschuhs.„Es wird in ungefähr einer Stunde fertig sein. Wie war der Morgen- tee?" „Ausgezeichnet!" sagte Mr. Barnstaple. „Gut," sagte der dunkle Jüngling,„ich tat mein Bestes. Ich hoffe, dos Frühstück wird ebenso zufriedenstellend sein. Ich mußte gestern abend zweihundert Kilometer nach einem Schwein fliegen, es töten selbst ausschlachten und herausfinden. wie es geräuchert werden muß. Das Essen von Speck ist in Utopien aus der Mede gekommen. Ich hoffe, Sie wer- den mit meinen Speckseiten zufrieden sein." „Das Räuchern scheint raiend schnell gegongen zu sein — wegen einer Speckchnitt«, sagte Mr. Barnstaple, wir wären auch ohne sie ausgekommen." ..Ihr Wortführer legte solchen Wert darauf." Der blonde Jüngling kämpfte sich aus dem Gestrüpp berau? und schob seine Karre fort. Mr. Barnstaple wünschte dem dunklen Jüngling„Guten Morgen".- „Warum sollte es kein guter'Morgen sein?" fragte dieser.(Fortsetzung folgt.) Berlin will wachsen. Achtzehn Gutsbezirke sollen eingemeindet werden. vas neue Geseh zur Auflösung der Gulnbezlrte gibt die Möglichkeit, die an da» Stadtgebiet Berlin grenzenden Güls- bezirke nach Verün einzugemeinden. Jfir zweckmähig hält der Magistrat, dah achtzehn Gulsbezirke der Umgebung Berlins mit dein Stadtgebiel vereinigt werden. Die Landräte von Teltow. Niederbarnim und Osthaoclland und auch die Krelsausfchüsse, soweit diese sich bisher mit der Arage zu befassen hatten, haben jede Ab tretung von Gulsbezirken an verlin abgelehnt. Der Magistrat ist aber der Ansicht, das, in der Frage der Eingemeindung dieser Guts- bezirke nläzt der heutige Zustand des Berliner Virlschaflsgebietes. sondern die von der Zukunft zu erwartende Eol- Wicklung mostgebeud sein muh. Er wünscht Angliederung der Äutsbezirke Groh-Glienicke. Sakrow-Forst, Potsdamer Forst loörd licher und mittlerer Teil), Düppel, Osdorf, Klclnbecren, Diedersdorf, lbroh-ZIethen, Kldn-ZielHen. Mahmannsdorf, Selchow, Königs- wusterhausen-Forst, Wallersdorf, Dohlewitz, Gorin, Schmetzdorf. Mühlenbeck, Stolpe. Der gesamte Flächeninhalt dieser achtzehn Gutsbezirkc beträgt rund 14 0 0 0 Hektar, um die das schon seht rund SS 000 Hektar umfassende Berliner Stadtgebiet also noch wachsen würde. Doch wohnen aus diesen ganzen Ländereien zurzeit nur rund 10 0 0 Einwohner, die für die Viermlllionensladt einen verschwindend geringen Zuwachs bedeuten. Eigentümer des gröhleu Teiles dieser Ländereien ist die Stadl Berlin selber. Der Magistrat ersucht die Stadtverordnetenversammlung um Zustimmung, dah er Schritte tut. die Eingemeindung zu erreichen. Beim Antennenbau abgestürzt. Roch einmal der Klaußner-Pwzeß. Erhöhte Strafen' auf Berufung des(S.'aatsanwalts. Der Ueberfall aus das Bureaupersoncil des Restaurant» Klauh. ner ist noch in aller Erinnerung. Das Gericht erster Instanz hatte den Ajährlgen Angeklagten Peter S ch. zu 1 Jahr 4 Monaten Gefängnis, seinen ISjährigen Bruder Willi und den ISjährigen Alfred h. wegen Beihilfe zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Entscheidung über die Bewährungsfrist wurde dmiral» zurück- gestellt: der Haftbefehl gegen die beiden ersten Angeklagten wurde aufgehoben. Alfred H. befand sich auf freiem Futzs. Noch dem Prozeß kehrten alle drei in ihr» Heimat zurück, wo sie auch bald Arbeit fanden. Staatsanwalt Schwank! aber hatte Berufung eingelegt. Die Strafen waren ihm zu gering. Als vor einer Woche die Berusungsverhandlung stattfinden sollte, zu der die Brüder Sch. nicht erschienen waren,, weil das Gericht sie von der Amoesenhest entbun- den hatte, bestand Staatsanwalt Schwank! darauf, daß der Termin vertagt werde und die BrüderSch. au» Köln zum Prozeß her. überkämen. Er brauchte das, da er einen Antrag auf Verhaftung der Angeklagten zu stellen beabsichtigte. Nun waren die Brüder Sch. in Begleitung ihre« Dater» er. schienen, Alfred h. in Begleitung feiner Mutter. Man sah allen dreien an, daß sie diese neue Verhandlung in größte Aufregung ver- setzte. Sie hatten ja bereits ihre Strafe erhalten und ihr« Tat schwer bereut. Sie befanden sich jetzt in fester Stellung. Die un- geheure Spannung löste sich schließlich bei dem ISjährigen Alfred h. während der Beratung d:s Gerichts m einem schweren Ohn» machtsanfalk aus: Staatsanwalt Schwank! hatte beantragt für Peter Sch. 2 Jahre, für Willi Sch. 2 Jahre und für Alfred H. l Jahr Ü Monat« Gefängnis, mißerdem für die beiden ersteren Haftbefehl. In de? Tat der Angeklagten erblickte er den Ausdruck eines intensiven verbrecherischen Willens. Das Gericht erhöhte latjächNch die von der ersten Instanz verhängte Strafe für Peter Sch. auf 2 Jahre, für Willi Sch. auf! Jahr« zehn Monate 2 Wochen und für Alfred H. auf 1 Jahr Z Monate Gefängnis. Dem Haftantrag des Staatsanwalts wurde nicht stattgegeben. Die Verurteilten, erklärte das Gericht, befinden sich in fester Stellung, sie haben sich auch den» Gericht nicht entzogen. Man kann darüber verfchisdener Meinung fein, ob eine Er- böhung der Strafe erforderlich war. Unbegreiflich bleibt es aber. warum Staatsanwalt Schwank! überhaupt Bern- fu n g eingelegt hat. Der Strafzweck war durch die Untersuchung»- hast, durch das schwere Erleben der ersten Gerichtsverhandlung und die bei guter Führung in Aussicht gestellte Bewährungsfrist erreicht. Eine Bewähi-.mgrfrist für die ganze Strafe ist nun unmöglich: man bvrf hoffen, daß die jungen Leute bei guter Führung begnadigt werden. Nener R.'esrnprozest mit SH Ansteklaaten. Der feinem Ende entgegengehende Barmat.Prozeß wird von einem neuen Riefenprozeß in Moabit abgelöst werden, der das Gericht wiederum viele Monate beschäftigen wird. In bezog auf die Zahl der Angeklagtes dürft« dieser Prozeß ober der um- s a n o r« i ch st e sein, der je in Moabit zur Perhandlung gelangt 'lt- Nicht weniger als 88 Personen stehen im' er der Anklage des Betruges. Di« Verhandlung wird noch in diesem Frühjahr vor dein Ein entsehllches Unglück ereignete sich gesten abend kurz nach IS Uhr auf dem Grundstück Schwedenstr. tSa. Der 4SjShrlge Artist Karl Jonas und der 2SjShrige Artist Herbert Zfsenheim. die dort zur Untermiete wohnten, wollten in den Abendstunden a u s dem Dach des Hause» an der Radioantenn« eine Reparatur vornehmen. Inmitten der Arbelteu verloren beide plötzlich deu halt und stürzten von dem Dach de, vierstöckigen Hauses in den Lichtschacht hinab. Hausbewohner wurden durch den Aufschlag der Unglücklichen alarmiert und fanden beide blutüberströmt aus dem Loden des Lichischachtes liegend auf. Jonas halte so schwere Verletzungen erlitten, daß er bereit»'auf dem Wege Ins Srankenhausstarb. Zsten- heim, der einen doppelten Schädelbruch und schwere iuner« und äußere Verletzungen erlitten hatte, wurde ins Jüdische Krankenhaus gebracht und sofort einer Operation unterzogen. Auch ihm konnten die Aerzk? leider keine Hilfe mehr bringen. Offenbar ist einer der beiden Verunnlückteu auf dem durch den niedergehenden Tan feucht gewordenen Dach auegeruls H und hat im Stürzen halt suchend den anderen mit in die Tiefe gerissen. Die Leichen wurden polizeilich beschlagnahmt.__ Schweres Bauunqlück in Düssesdorf. Ein folgenschwer«» Unglück ereignete sich bei den Abbruch- arbeiten an einem früheren Fabrikgebäude in der Kooalleriestratze in Düsseüdors. Durch den Zusammensturz einer Mauer Zwei Artisten finden den Tod. durchschlug vom 4. Stockwerk ein Eisenträger zwei Stock- werke. Die aus dem gleichen Stockwerk beschäftigten Arbeiter stürzten in die Tiefe. Bon drei verschütteten Arbeitern war einer sofort tot. Die Verletzungen der beiden anderen sind nicht lebensgefährlich.__ Gasexplosion in Berlin R. Ein Monteur verschüttet.— Großer Sachschaden. Eine folgenschwere Explosion ereignete sich gestern im 3. Stockwerk des Hauses Zionskirchplatz 4. Durch die Wucht des Luftdruckes wurden mehrere Wände zu der benachbarte» Wohnung zum Einsturz gebracht. Sämtlich« Fenster des Treppenhauses wurden zertrümmert. Die Explosion war in dem Zimmer der B e r k ä u f e r i n I da F., die dort in Untermiete wohnt, entstanden. Wahrscheinlich hatte sie beim Perlallen-des Zimmers den Gashohn nicht ganz geschloffen, so daß große Mengen Leuchtgas entströmen konnten, die aus noch ungeklärten Ursachen entzündet wurden. Ein.Monteur» der unter der ein- gestürzten Wand begraben wurde, konnte noch rechtzeitig gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr, oie mit mehreren Löschzügcn an der Unglückestelle erschienen war. konnta das Feuer, das durch die Explosion entstanden war. noch kurzer Zeit löschen. Großen Schöffengericht Chariottenburg stattsindeu. Dem Gericht wird«s ober große Kopkschmerzen bereiten, wie dieser Masienprozeß durchzuführen sein wird, denn im Kiiminalgerichtsgebäude ist kein Saal, der ausreichen würde, um die ungeheure Menge von Angeklagten, Verteidigern, Zeugen, Sachverständige» und anderen Prvzeßbeteilizten auszunehmen. E» handelt sich bei diesem Strafverfahren um die großen Einsponbetrüge- reien, die vor etwas mehr als einem Jahr« aufgedeckt wurden. Der Strafprozeß ging ursprünglich unter dem Rubrum.2 e h n e r t und Genossen", wird setzt aber unter»B a l s o n und Genossen" geführt. Der Hauptangeklagt« Leopold B als an, der aus Lettland gebürtig Ist, befindet sich feit über einem Jahr« In Untersuchungshast._ Opfer des Trunkes. Mordversuch und Selbstmord. Zu seiner im fünften Stockwerk des hause» Straßbnrger Skraße 34 gelegenen Wohnung wurden gestern vormittag der 70jährige Wilhelm O t r e m p a uns die VOjährige Anna Schwenn, mit der 0. zusawmenhauste. durch Gas vergiftet bewußt- l o» aufgefunden. Die Wiederbelebungsversuche der Feuerwehr waren nur bei der Frau von Erfolg. Der frühere Schlosser Otrempa lebte seit einigen Jahren mit der Schwenn zusammen. Im fünften Stockwerk hatten sie ein'e aus Swbe und Küche bestehende Wohnung.' O.. der seinem Beruf nicht mehr nachkommen konnte, ging tagsüber auf den Bettel. Der Erlös wurde zum großen Teil von beiden in Alkohol um- aefetzt. In letzter Zeit war die Frau dem Trunk besonders stark ergeben, und es kam wiederholt zu lebhaften Auftritten, die in Tätlichkeiten ausarteten. Dies« Borkälle und die große Un- sauberkeit in der Wohnung gaben dem Eigentümer, der mehrmals vergeblich interveniert halle, Veranlassung, die Räumungs- klage anzustrengen, der vom Gericht nach lleberprüfung des Goch- Verhalts auch stattgegeben wurde. Am Freitagabend wurde Otrempa nochmals darauf hin- gewiesen, daß er die Wohnung spätestens am Sonnabend früh räumen müsse, da er sonst zwangsweise exmittiert werden würde. Er weigerte sich mit aller Entf.'ziedenhett, die Wohnung frei. willig zu verlassen, und drohte, daß er dcknn sich und seine grau umbringen werde. Als gestern vormittag der Obergcrichsvollzteher er» schien, fand er keinen Einlaß. Ein Schlosser mußte die von innen verrammelte Tür gewaltsam öffnen. Den Eintretenden schlug gleich starker Gasgeruch entgegen. In der gasgefüllten Stube fand man das Paar bewußtlos auf. Während Frau Sch nach langwierigen Bemühungen durch die Feuerwehr ins Leben zurück. gerufen werden konnte, war bei O. der Tod bereits eingetreten. Die Frau mußte in des Krankenhaus geschafit werden. Nach den polizeilichen Ermittlungen hatte Otrempa feine Drohung, an die zuerst niemand im Ernst glaubte, wahrgemacht. Al» seine Wohngenofsin fest schlief, war er a u f g e st o n'd« n und hotte heimlich den Hahn der Gaslowpe geöffnet. Die Stadtoerorduelen haben ihr« nächste Sitzung am Donnerstag um lS?i Uhr. Die Sitzung beginnt mit der Ein- führung des neuen Stadtrat« E z« m i n f k e. Voruntersuchung gegeu Kiebach geschlossen. Oes Raubmordes angeklagt. Di« Voruntersuchung gegen den Aljährigen Präparator Horst Kiebach der in der Weihnachtswoche im Stodtbahmzug zwischen Friodrichshagen und Erkner die Schtächtermeisterstochter Dora P e r s t e ermordet hat, ist por einigen Tagen abgeschlossen worden» Das Gutachten geht dem Bernehmen nach dahin, daß der jugend- ltche Berbrecher für seine schwer« Tat voll verant- wortlich ist. Di« Alten sind numnchr an Staatsonwaltschastsra' Ortmann weitergegeben worden und dieser wird Anklag« wegen Raubmorde» ge�en Kiebach erheben. Kiebach wird sich etwa im Mai wegen diese» Kapitalverbrechen» vor dem Schwurgericht des Landgerichts II zu oeraMwor'en haben, Soll Reinhardis Beispiel anstecken? Gemeinnüh'gkeitSseuche der privatbühnen droht. In dem Streit um die behauptete Gemeinnützigkeit der in der .Deutsches Theater- G. m. b. S).' zusammengefaßten Reinhardt-Bühnen ist die Stadt Berlin unterlegen. Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat diese Bühnen für gemeinnützig erklärt, und infolgedessen erleidet die Stadt einen dedeutenden Ausfall an Lust bar- keitssteuer, auf den es dem Theatcrunternehmer anlarn. Der Magistrat teist da» de» Stadtverordneten in eüiem aukjühr- lichen Bericht zur Kenntnisnahme mst und stellt der Entscheidung des Ministers die unerfchüllert« Ansicht entgegen, daß hier t«inq Gemeinnützigkeit vorliegt. Er bezweifelt, daß die der.Deutsches Theater-G. m. b. H." zur Bedingung gemachten Kontrollen andere Theater hindern werden, sich in ein« ähnliche Betriebsfonn»mzu- stellen. Tatsächlich haben auch schon, sagt er in seiner Darlage. der Dorsitzende des Berliner Bühnenvercins und der Direktor des Deutschen Bühnenvereins angekündigt, daß eine Reih« h i e s i- ger Theater ein« entsprechend« Umwandlung ihrer Betriebe vornehmen und Anträge d«r Ge- meinnützigleit stellen werden. Leider gibt es keine Möglichkeit, ein« Nachprüfung und Abänderung der Entscheidung des Ministers herbeizuführen. Der Minister ist letzt« Instanz und seine Entscheidung ist endgültig. Deutscher Kußbalstieg tu Parts. Sieger ein Nürnberger Club. Paris, Z. März. vor etwa 5000 bis 60 0 0 Zuschauern schlug Herta der Fußballklub..F. C. Nürnberg" eine Auswahl- manaschafk„Red Star Olympi«— Athletlk-Slub Paris" mll 4:1. Halbzeit 1:0._ Bibliothek der Arbeiterbildungrfchule. Die Bibliothek ist jetzt miedet jeden Dienstag und Freitag von.'/üS bis MB Uhr abends geöffnet. JS& fietttedern doppelt gereinigt v. gtst cnUtÄubi Oua-iiütiware, «eh« preiswert. Kissen soxM Monopoldaunen- Ccerfcett ochtiürk}s«hföto X-40..< Einzelne seidene Daunendecken ia Levanüne ssrkmit« priaa f AUBonaetio. mit I» dlö ce- 155X305.«*3 59 Steppdecken Sal'nÄÄ" Handtücher 6erslenkorn 39« Gerstenkorn nc kanta..... �. 95« rärbaa 12. 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Nur man halte nichts davon, man muhte ja zur Arbeit, die an solchen lagen erst recht wie Fron aussteht. Aber alle Sorge sammelte sich schliehlich in dem einen Punkt: Wie wird es Sonntag sein? Wird uns der Sonntag genannt werden? Nun, in der Nacht zum Sonntag stand der bald volle Mond wie in joder Nacht dieser vergangenen Woche rund und klar am klaren dunkelblauen Himmel. Der Wind hatte sich nicht gedreht. Der Sonntag muh schön werden Auf denn, ihn zu nutzen! Bis sechs Uhr am Nochmittag hat man Zeit. Aber wohin? Wenn der Berliner einen Ausflug machen will, denkt er fast immer zunächst an den Wold: Grunewald oder Miiggelberg«. Wir sind ober nochjmmer im Winter und man kann diese selten milde und warme vonne sehr wobl brauchen. Also nicht in den Wald, sondern in» freie Land, in die Sonne hin* e i n. Nicht nur die Chausseen, sondern'auch die Nebenwege sind vollkommen trocken. Natürlich muh man die Hauptausfallstrahen wegen der Autoplag« meiden. Freies Land haben wir auf dem Teltowplateau und dem Varnimplateau. Weiter weg ist da» O st Havelland und im Nordwesten das groh« Havel- ländische Luch, das bei großer Hitze überhaupt nicht zu bs. gehen ist. Auf dem Barnim sind schöne Wandergebiet« bei Alt- Landsberg. W�neuchen und B l u m b e r g. Auf dem Teltow ist die Auswahl unbegrenzt. Mitten walde, Zossen, Trebbin und Beelitz liegen in Vorortentfernungen, man kamt ober auch in der Nähe bleiben und wird dort seine Freu'.e haben. Durch Umsteigen kann man auf der Straßenbahn für 20 Pf. mit Linie 177 bis zu dem Städtchen Teltow hinausfahren. Don dort kommt man auf einer sehr schönen Chaussee in einer halben Stunde nach Ruhlsdors. Auf einen reckts abführenden Weg gelangt man in wenigen Minuten auf die Höhe des immer noch unbekannten Ruhlsdorfer Mühlenberges, der jetzt leider durch eine Kalksandsteinfabrik ausgebeutet und abgetragen wird. Dieser Berg niüßte unbedingt als Naturdenkmal erhalten werden, denn wer einmal auf ihn gestanden und seinev acradezu überwältigenden Rundblick genossen hat. der wird immer wieder dorthin Zurückkehren wollen Und dann geht ein einfacber Landweg, ein Weg, wie er wahrscheinlich schon vor 200 und 300 Iabren auch nicht anders ge- wesen ist. über hügelige» Gelände, nach StoKnsdors—ftl. Machnow Koch ist alle« winterbraun, die Erde, die Bäume, die Sträucher. Nur die Saat wird von Tag zu Tag grüner. Zur Rechten sieht man die alte Stadt Teltow und da? freundlich ausgebaute Sied- lungsgeländ«. Zur Linken aber grüßen an, Rande unermeßlicher Felder der Kirchturm und der Schlohturm von G ü t e r g o tz. Und in weiter Fern« blauen die Potsdamer Berg«. Wer das Glück hat. kann auf den Feldern längs dieses eiitfamen Feldweges die Hafen bei ihren fröhlichen Spielen zu dem Thema„Hochzeit machen. da» ist wunderschön!� belauschen. In Stahnsdorf kann man sich entscheiden, ob man noch in einer Viertelstunde zur Machnower Schleus« geht und von dort mit der Straßenbahn zurückfährt oder ob man in eins der beiden Dörfer bleibt und mit der Straßenbahn die Rückfahrt antritt.. Oie Zukunft des Llrbanhafens. Der Urbanhafen, der einmal eine Notwendigkeit für dl« füd- liche« Teil« Berlin» war. ist inzwischen al» Hafen längst überflüssig geworden. Da» große Gelände der für den Wasseroerkehr entbehrlichen Hafenonlage soll jetzt anderweitig verwendet werden uild wird vor ollem di« Schaffung etnes großen Spiel- und S Parkplatzes für die dichtbevölkerte Stadtgegend ermöglichen. Gedacht wird an Zuschüttung de» Seitenkonals, so daß eine Fläche von beträchtlicher Größe gewonn«n würde. Di« Kosten würden bei baldieer Aus- führung mäßig fein, weil die Nordsüdbahngesellschaft für di« nächst«» Monat- bereit kst, d e n B o d e n u n e n t g e l t k I ch znliefernund anzufahren. Im Zuscmmenhang mit diesem Spiel, und Sportplatzprojekt steht die Anlage eines Heizwertes. da» vehrer» benachbarte Gebäude der Stadt(das Stadtbad, da, Ilrbontrankenhaus, einige Schulen) versorgen soll. Bisher sind noch kein» ausführlichen Bauentwürfe aufgestellt worden, welk erst di« grundsätzliche Zustimmung der Bezirksversammlung Krcuzberg und d«r zentralen Gemeindebehörden erreicht werden muß. im verwaliung»b«ilrf Pankow. Das Be. ------—.tr Bezirksverein gegen d«n Alkoholi«mu» . iben einsn Lehrgang gegen den Mißbrauch geistiger De- tränk« eingerichtet�»ine sogenannte Iugendsührerschul e zur ' sRB0>?& zirksjugendamt und färbten Schallmieiten und den weit mühsamer' orkämpste» Licht- blicken heutigen Da'eins. Bater Mindner, seit langem stellungslos und obendrein exmittiert— hier wirkt die gezeigt» Leben swahrheit etwas allzu brutal—, findet feinen Fiiiu» nach langen Iahren als wohlbestallten iniernationalen Radfahrchmnpian wieder. Run hat aller Jammer ein Ende. Don M tter Grün geht» direktem«»! in des Sohnes hochherrsckastlicho» Quartier am Koisevdamm, die Psleg«tock)ter kriegt den Matador auch noch zum Gatten, und alles lebt einen frohe«. Tag. Zwischendurch sieh» man ein sröhliches Inter- nrezzo. das Tagesprogramm des vielgeplaoten, stets massierten und scharf bewachten Dvonler», die humorige Meiamorpbosc von Bater und Mutter, ihr steter Kampf mit der„großen Linie" und die daraus entstehenden Endgleisungen. Was dem Buch hier etwas zum Nachteil gereicht, ist der Mangel an liebenswürdigen, Himior, der die Schärfen allzu sehr hervortreten läßt, so daß auch die illustrieren- den Witzeleien manchmal scharf die Grenze des Geschmacklosen schneiden. Es kann sich aber auch bei letzteren im,„Eigenbau" des extemporicrenden Darstellers handeln, wcran der Librettist dann natürlich unschuldig ist. Die Darstellung war recht slott, Haupt- sächlich Kurt Mickulsli als Vater Mü'dner. Hilde Hefer als seine Frau und Ertw Bauer als da» kesse Lräuiäze», waren ll, bester Stimmung. Hans Refe als Salin und Held des Tage» krankt an demselben Fehler, wie da» Siück selbst, sein Humor ist est nicht flüssig genug. Flotte Coupleteinlagen. von Hans May komponiert. sprgtfn für fröhliche. Lau»«, unp da» vollbesetzt« Hau»' spendete reichlichen Beifall.« wetterderlcht der iffertllchen iretlerdllnsl stelle L-rlin und Umgegend. tNachbr. nerb). vetlei hki, heller und Ii ocke», noKi» Fröste nm Zuge rntch kieigeiih« Tewvcraturen.— Für veutsitilun»! liebere!l Fortdauer des hetterrn, nacht» leite«, am Tage milden Wetters. SIE MACHT /Hm "WEG" Der Händhr saqi es, roeil er oon "cler rwuesien Ciga reffe :MMU über�eugf ist! DerMäufhr ruird sid? überzeugen., denn man hdft sid? selbst, t DURCH DEN„WEG" DEN MAN IHR MACHTi wm\ Ti Iii im •4 M I m ;l m wm Ii II WERTHEIM Leipziger Str. CVersand>Abt.) Könlgstr. Rosenthalpr Str. Moritzplatz Großer Verkauf Orient-Saal, Leipziger Straße Ausstellung Alte Kulturwerte aus deutschen Landen veranstaltet vom Deutschen Lyceum-Club. Eintritt 50 Pf. In dieser Woche Extra-Preise IKUJEBDEIR- u. SEIDENSTOFFE (Die neuesten&ruhfahrsstcffe Woll-Musselin Reinwoll. Kasha Kasha-Melange Bordüren-Voll-Voile Woll-Georgette vorzügliche Qualität, apart bedruckt, ca. 80 cm breit........ Meter moderne Melangen.. Meter für Mäntel und Kleider, 6 neue Farben, ca. 130 cm breit, Meter hubtdie Dessins, ca. 125 cm br., Mtr. die große Mode, viele neue Farben, ca. 130 cm breit...... Meter Iss 2zs 2so 2ss 5so -»«t«--»»«r-« I45 ��a§5§ai��a......... hci«, 90 Bedruckte Bastseide ä« I90 1»it. Crepe de Chine �e Farben--. Meter 375 590 Gemusterte Seidenstoffe auf Crßpc de Chine oder Georgette-Grund, ca. 100 cm breit, Meter ▼tele Farben, doppeltbr.. Mir. Baumwoll-Musselin neueste Druckmuster, auch mit Bordüre, Meter Bedruckt. Voll-Volle Reinwoll. 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Iahrgang 2. Sonntag, 4. März 492» Der Reparationsagent meldet sich. Die Kolgeu der Hetze der Agrarier. Sundgebuiig d«s Deutschen TextUarbeiterverbandes zeigte. btai Verband gelungen ist, in einem Winkel, der bisster D-e daß es bevi WI_________________________ vorwiegend von der KPD. beherrscht wurde, sein Programm vor der Veffentlichteit kräftig zum Ausdruck zu dringen. Sie haben es geschafft, die Herren Agrarier. Sie haben den Reparationsagenten gegen die deutsche Sozial- Politik aufgeputscht. Seit Wochen hoben die Denunzianten eine so wüste und unverschämte Hetze gegen die Arbeitsosenver- sicherung getrieben, daß der Reparattonsagent schließlich bei der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung vorstellig wurde. Die nächste Denkschrift des Reparations- agenten wird also, wie wir hören, die Frage der Sozial- b e l a st u n g, vor ollem die Auswirkungen der Arbeitslvsenversiche- rung, einer kritischen Prüftmg unterziehen. Die Kampagne der Agrarier gegen die Sozialpolitik im all- gemeinen und gegen die Arbeitslosenversicherung im besonderen ist ein öffentlicher Skandal. Trotzdem an Hand der amtlichen Ziffern ihre Uebertreibungen und Märchen längst richtiggestellt war- den sind, geht die Hetze frischfröhlich weiter. Gehässigkeit und Unvernunft feiern in dieser Hetze geradezu Orgien. Was wollen die Agrarier? Der kurze Sinn ihrer langen Iere- miaden ist: die deutsche Landwirtschaft fall mit Sklaven arbeiten. Die Verblendeten erkennen noch immer nicht, daß der deutschen Landwirtschaft auf die Dauer sämtliche Ar- bestskräste davonlaufen müssen, wenn der deutsche Land- arbeiter im Verhältnis nicht ähnlich gestellt wird wie der Industrie- arbeiter. Warum ist die Neigung zur Arbeit in der Landwirtschaft nicht sonderlich groß? Well die L ö h n« in der Landwirtschaft bedeutend niedriger stehen und weil der Landarbeiter weniger sozial- politische Sicherungen hat als der Industriearbeiter. In der Unfallversicherung ist er schlechter gestellt, da die Renten- bemestung nach erheblich niedrigen Iahresdurchschnittsverdiensten und nicht nach dem wirklichen Verdienst erfolgt. Dos Betriebs- r ä t« ges etz steht für die Landwirtschaft nur auf dein Papier. Arbeitsaufsicht gibt es ebenfalls nicht. Das Gesetz über den Schutz der Schwangeren und Wöchnerinnen existiert für die Landwirtschaft nicht. Im Arbeitsschutzgesetz- e n t w u r f und In der Vorlage über die Berufsausbildung ist die Landwirtschaft ausgenommen. Zu dem Mangel an sozial- politischen Sicherungen treten die Brutalitäten und Schi- knnen eine» vielfach rohen Unternehmertum». Gegenüber den Immer wieder aufgetischten Lügen gegen die Arbeitslosenversicherung bleibt nichts anderes übrig, ol« abermals aufeinwandfreieZiffernzu verweisen. End« Januar 1927 standen in der Land- und Forstwirtschast 77 010 Arbeitskräfte zur Verfügung! Ende Januar 1928: 82310. Die Zahl der arbeitslosen Land- und Forstarbeiter hat sich also in den Vergleichsmonaten nur ganz unwesentlich erhöht, auf keinen Fall um mehr, als de? Reichstag seinerzeit bei der Schaffung de» Arbestslosenverstchenrngs- gcsetze? bereits in Rechnung gestellt hat. Der Kampf der Agrarier gegen den sozialen Fortschritt auf dem Lande ist vollendeter Wahnsinn. Je elender die Lage des Landarbeiters, desto stärker die Landflucht. Der Anschlag der Agrarier gegen den sozialen Fortschritt auf dem Land« beschwört ernste Gefahren herauf. Die Alarmierung de« Reparation»- agenten durch die Agrarier sollte deshalb die gesamt« deutsche Oeffenllichkelt fü? de» sozialen Fortschritt mobil machen. Landarbeiterlöhne in Deutschland, Jan.l92S Gesamtrerdicnst der SepuUntcn pro Stund« i» TIL West fal»n■ Wür tte»b«r|e Keeld* nk ur�-Sdw« ScWesw�Hoistfiin Freistiat SaeKjnx« Hinnorer"Linder« Brandenkurg■ Pro»uii5aek.stn« P ommem« ÄW.JiifäerjeWsin« Anwalt■ Hessen.-Na»»»u« ö» 7«? n■ RHetnKessen« 0 stpreuBtn« TKürinfen a «■IH. »Nl.s«, ,««1.5, ,11.50 ,10.?' mmW.tt ■ 5B.o, ■ S1.«« ■ Sl.w ■ 3t.«5 ■ 31.»« *39.*, 1 33.,,* Kundgebung der Textilarbeiter. Thalheim, Z. Mörz.(Eigenbericht.) Als ÄuftaN zu einem in Thaiheim im Erzgebirge am Sonnabend, dem it. und Sonnlag. dem 4. März, tagenden Wirker-, Stricker- und Trikotagenorbeiter- und-arbeite- rinnenkongreß Deutschlands fand am Sonnabendabend ein« wuchtig« Demonstration der Textllarbeiterschast und der Delegierten des Kongresse» für di« Forderungen der Textilarbeiter: Acht- stundentag. Frauenschutz usw. statt. Zu de? Demon- stration waren die Textilarbeiter de» gesamten Erzgebirges, Sachsens und Thüringens mit Extrazügen, Last- und Postauto» und in Fuß- Märschen herbeigeeilt. Eta-a 1ö000 Personen haben an dieser ge- waltigen Demonstration teilgenommen. Besonder» hervorzuheben ist. daß sich an der Demonstration ungewöhnlich viele Frauen und Mädchen bet-iflgten, Oer Streit in benZtauchVaren-Zurichtereien. De» am ZL Februar gefällten Schiedsspruch de, Schlichtung»- ausschusse», wonach für die in den Rauchwarenzurichtereien und »färbereien beschäftigten Hilfsarbeiter ab 1. März auf die tariflichen Löhne ein Ortszuschlag von 1» Proz. zu zahlen ist, haben die Untei'....... IM iternehmer angenommen. Damit sind die für die arbeiter gestellten Forderungen voll und ganz erfüllt. Arbeitskräfte auch d! Hllfs. W Der Spitzenlohn beträgt demnach für die weiblichen M Pf., für die Männer 92 Pf. Der Streik der Zurichter geht nach wt« vor weiter, da de? Ardeitgeberverband jedes Zugeständnis ablihnt. Seine Front bröckelt bereit», weil bei«in« Zurichterfirma, die mit zu den größten gehört, di« Forderungen unterfchnftlich amrtannt sind, f» daß die dortigen Zurichter am Freitag die Arbeit wied« aufge- nonnnen haben. Deutsch« Beklekbungsarbrttervirband, Filiale LerKn. Stahthelmschwindel. v« Betriebsrat der Bertin« Hafen- und 8afteifriu»4L4S., Abteilung Osthafen, schreibt uns: Seit einiger Zeit macht d« Stahlhelm dadurch von sich«eden. daß er in d« Zwinglikirchc am Rudolsplatz einen Kranz mit Schleis« an der Gsdmktaset angebracht hat mit der Unterfchrist: „Der Stahlhelmfrvntsoldat, Ortsgruppe Osthafen.' Wie wir setzt festgestellt hoben, defindet sich in dem Blumengeschäft von Di«dt, Stralauer Allee 88, auch solch ein Kranz mit Schleif« mit dersekben Unterschrift. Wir legen Wert darauf, der Oeffentlichkeit mitzuteilen, daß in dem Betriebe d« Behoia, Abteilung Ofthosen, ein solch« vereiu nicht»xisttert und auch keiner der Arbeitnehmer sich z» dilsri Elementen hingezogen suhlt.___ Ausschußmitglieder der Krankenkassen! Der Bertin« Ortsausschuß de» ADGB. beruft anläßlich der am 1 Mai erfolgenden Wahl der Versicherungsvertret« als Bei- ~« des Verficherungsamtes der Stadt Berlin alle Arbeitemus- .ußmitglleder der Allgemeinen Ortskrankenkassen wie der Beson- >eren vrlsknmkenkassen, der Betriebs- und Innungstrankenkasseii zu ein« ükrsannnlung ein am Freitag, dem 9. März, abends 754 ilhr, im großen Saat des Gewerkschaftshauses. Engelufer 24/ZS. I Holzarbeiter! Am kommenden Donnerstag ist Urwahl der Amsterdamer Richtung steht, sich für diese Vorarbeiten zur Verfügung stellen und an den vom Werbeausschuß getroffenen Veranstaltungen teilnehmen. Jeder Mann ist unentbehrlich, den« aus j e d« n kommt es ani Gejt nicht mir in ihren an* gewöhnlich schönen Formen, sondern mindestens ebenso in der liebevollen Ausarbeitung der vielen kleinen EinxeJheitcn Bei den Mänteln x. B. die bis ins letzte Detail durchgeführte Ausarbeitung des„nerren- mäfiigen" oder der neuartige Versdilufi~ bei den Kostü- men beispielsweise die schöne faltenreiche Rückenpartie. So finden SieetwasNeues und Schönes an jedem einzelnen Stüde, daa Sie bei uns sehen. All* diese tausend Neuerungen sind geschaffen, um Ihnen zu gefallen-» alle sind von uns aufgenommen, um sielhnenzn unseren fabelhaft niedrigen Preisen zugänglich zu machen. Hpchachidk ch elegante Mental LPikeachPoro. Reich« Biesen auchtROcken; neu« Ärmel; puii aufChan- yeaat-K'seid« % 0ranlemtr.40 Chautseettr.11 3 KönlsrttraOe 33 Ab Oranltaplat« Selm St««In er Sahnhof Am Bahnhof AJe*«n und Innungskrankenkassen. ____,__ Wegen der am L Mai d Zs. staiifindenden Wahl de; lleüt�e�elZlIaslikües'Vksliggll � ul,iiiiiuis>.iiiniuiiuiiiiiiini iviuiuiu � mat 1928> iv, Dienstag, den 0. mar,, nachinlllog» werlscharishaus, Enaeiuler 24/23, großer Saal, eine S Ahe, in awotd» Vereinshan», Skaliher St«. 120: Versammlung sämll. Gürtler., Sranenschlosser und Sronenklempner-Lehrlinge Tagesordnung; Die wirtschasliich« Versammlung der Ausschußmitglieder der Krankenkasse«. H. 12. St. A. L 27. gew.«nL Kerr Max Senneking beabstchtiak die Berändernng der auf dem Grundstücke Sneisenaustraßr 79 bereits in Betrieb de» findlichen Seirenlabrik durch Ausstellung eines weiteren iSiedeiefseis. Etwaige Einwendungen gegen diese An. lag» stnd bei dem unterzeilbneten Stadt aus'chuß binnen>4 Tagen, vom Tage nack der BerSffentl'chung ab geredinet, schristlick in doppelter Ausfertigung oder zn Pro- lokoll anzubringen. Nnch Ablau! dieser Frist tSnnen Einwendungen nicht mebx erhoben werden. Beichreibnng und Reich. nungen der geplanren Anlage liegen in unserem Bureau, Berlin E2, Waisenstr.27. > Treppe. Rimmer Nr. 39, an bin Se- ichüftstagen in der Reit von 9 bis 2 Uhr während der oben bezeichneten Frist zur i in licht aus Sur mündlichen ErZrternng der recht- ig erhobenen Einwendungen wirb vor ünserem Kommissar. Slodioierinsxekro? Sensi. aus Mittwoch, den 21 März 1928. oormiilags 9 Uhr in unserem Bureau»in Termin anberaumt, zu dem der Unternehmer sowie die Widersprechenden unter der Eröffnung geladen werben, daß auch bei ihrem Ausbleiben mit der Erörterung der Emwendungen vorgegangen wird. SeeN». den 29 Februar 1928. Der StaMauolrhusz veett«, SM. I Schneider_ Tagesordnung; Die Derlreterwahien zur sozialen Der- stcherung.— Um zahlreiche Beteiligung ersucht kann �hellen 7°2.' BeNi.Ä'ragen uu�Be"-»-- AllgeMeAenÄulstheN SeÄrkschastSbUUdeS. schi-d-nes.' Rtppel. Zu dieser Wahllörperversammlungen der arbeitslosen MIlglleder: Wahlkörper l. Mitkwoih. den 7. Starz, norm Mag» 11 Ahe, tm Sihongstoat Oos Der» bandohnnses. Ciaicnfte»3 85 Hobler. Bohrer. Stößer, Fräser. Schnitt- erder ter. Drahtardetter, Amogenichweißer. Eisen-, Metall-, Nevolverdreher» Kanrssell- urid Bohrwertsdreher. Nundschlcifer. Schraubendreher und Aniomaieneinrichter. Wahlkörper tk. vonnoeotog. he» a. inaez.»oe- nritfaB» 11 Ahe. im Sitzungssaal Dea verhaphshauseo.ciuieuflr.SZH5 Eisensonner. Meiallsormer. Kernmacher, Bau- und Weristattliempner. Rohrleger. Rohrleger. Heiser, EmaÄierer, Wi-Ner. Ferienhauer Wahlkörper III. Freitag, hen 8. Starz. nachnrINag» Ahr. Ire Srbeitslalensanl he» Aerhanhohanse,. cinienstrotza»3/88 (parterre) Industricschmicde, Keffclschmiede. Rupfet. schmiede, Wagen- und Huischmiede. Bau» nnlchlägcr. Walzwerlarbeiier. Eisen. ionstruitions», Auto-, Maschinen», Bau», Schwarzbiech- und Karosserieschioffer Wahlkörper IV. Sonnahenh. hen 10. MSrz. vor- mittags 11 Ahr, im sttznngosaal de» verhanhshanle». ciatenftratze»3»5 Werkzeugmacher. S charfschleifer. Ein. richten Mechanik», Uhrmacher. Opiiier. Gold- und EUberarbeiler, Arbeilcrinnen. Gießerei- und Hiissarbeii». Schierl», Gawan seure. Gstrller. Drllder. Sraoeure, Riselcure, Elektromonberrre, Hilssmonieure. Rrgarrenmaschinensührer und Betriebs- handwerter. Tagesordnung; t. Beratung der ■31 runig« zur Generalu»sammlung am Ist. Marz 1928. 2. Wahl der Delegt»teu Zutritt haben nur diesenlgen Mit» gi'eder. die im Berdandsduch die Berufs- dezerchming haben, illr weiche dir Lersamm. iunaen aufgerufen ist. Ohne Milgiiedsbnch und Arbeitslosen. iarre kern Zutritt. Spielplan unlerer ftuliutablcilung. 3« der Woche vom 3. bis lt. März: 1. Indien, das Land der Träume. 7. Staubsailgerfadrrkation im Fließ. daildversahrcn. 3 Humores'e 3s der Wache vom 12. bis IS. Mär,! 1. Ranut. der Eskimo. 2. Epiciwarcu aus alt» und neuer Zeit 3. BomMedanik» undZeitungsjungen »u berühmten Männern 4 Humvresle. 3» der Woche vom 19. bis 23. März; 1. Echiffdnichige unter Kannibalen sEeledniff« auf Ren-Guinea». 2. Liond fährt sein Anlo wazieren 3. Zeitdedni-raufnah ren auo der Wert- zengmaschtuko-Zndusttt«. Ja der Woche»om 20. März bis l, April; 1. Mit dem Attswandererschiff nach Südamerika 2 Die Deutsche Werkzeugmaschinen. !. Teil 01 Leipziger Meffe � U Humoreske. Bpr Dazu für iede Borstollung dl« neueile Wochenschau mit ein» Einlage. Anfragen wegen Uederlaffung und Besuch der Adleiiung sind telrphonisch oder schrifl. tich an das Bnrean skuiiurabteiiung) zu richten. Die Ortsuermaltang. oll. oben deSttn NM.uK Verband Gemeinde, u. Staatsarbeiter l'chü eingeladen. Zahlreicher Besuch wird Ortsverwaltnng verlin. erwartet. Rontag, drn 5. März 1928. 18 Uhr(6 Uhr abends). Im Saal 4 des Gewerkschaslsyauses, Berlin, Engelufer 24/23: allgemeine Funktionärversammlung der Kämmereidetrirbe, Gas- und Wasserwerke, Eiettrizität». werke, Eharlottenburger Wafferwer.e, Sa»betr!ebegesellscha,t. Tagesordnung! Stellungnahme zur Lohnbewegung. „Laut z 8 des Ortsstatuts gelten als FunIIronäee d» Filiale. Mitglieder der Verwaltungekörperschasten intl. General» p»lammiunä>. delegierle, Revisoren, Tarrstommisston. Bidiivihek. �'»—— � ,4 e< Inoeü n* eeti h* kommisstan/ Um o Mitglieds! rlrauensieme. Beitragssammier und Beiriebsräic KHIige» und bestimmies Erscheinen wird ersucht! und Delegierientarte legitimiert. Die Ortsoerwaltung. Beielö der Mim Svchdwlker«. SlUlistgieSer lSWSWerSilssardellkr'KldM Moulog, den 5. März. 17 Uhr. im Sewerkschastshaus, Engeluser 23, Saal 5, Versammlung de: Setfraucnsleute und Ocoderelfafflecer in Metall- betrieden. sowie d» vetriebsraksroSega» und Vertrauensleute derjenigen Bnchdruckereien, ia denen Arbe ten aus Metailbetrieden hergestellt werden. Die VorstOnhe: R. Braus, v GlotH. Lim von 60 Bf. an ca. 500 flar peilen neu«schlössen flahnhol anlangend. Verst. im i/ahnholstesiaurant thi Ahrei sfelde-Frledhof. Ca. 20 Min. vom Bhf. Frtdersdor. neu erschlossen □ m von tu PI an. Verkauf Sonntags, Dienstags und Sonnabends im Restaurant -Tu den drei Unden". Rieger. Berlin C 15, Prenz'aaerStr. 52, L PRIMflGKNtEFEDERNl Ich empfehle; Daunige Gänsefedern znra SelbstrelOen M. IJO-SJk Kleine Rnpffedern, fOllfertig.......... M. 4JO-5.U1 Welche Halbdaunen, wandernar fällend M. 5.50-8.01 Elite 3 4-Daanen........................ M. 6.50-7.0 Gerissene Federn, gut fällend, M.350, 4.00, 450, S.Ol SchneewelBe, daunige.................. M.6.50-7.üC nnderbare Daunen.................... 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Wo gegenüber der Oeffentlichkeit und den Behörden Preiserhöhungen durchzusetzen waren, mußte die Konjunktur als g ü n st i g dargestellt werden, weil nur dann Preiserhöhungen ver- ständlich gemacht werden können. Für die kommenden Wochen wird die Bildung eines klaren Urteils über Wirtschaftslage und Wirt- jchaftsentwicklung auch nicht leichter sein, weil der Ablauf der Lohn- abkommen und zweifellos vorhandene Wünsche, beispielsweise für die Erhöhung der Kohlenpreise, die Neigung der Unternehmer zur Ber- schleierung der tatsächlichen Lag« sicher noch stärker werden. E» ist deshalb von besonderer Bedeutung, daß zwei zeitlich zusammen- fallende, für die Urteilsbildung wichtige Daten im Augenblick zur Verfügung stehen: Das ist einmal die Konjuntturdiagiwse des Instituts für Konjunkturforschung für Ende Februar und zum anderen die jetzt zu übersehende Entwicklung der Inanspruchnahme der Neichsbank im abgelaufenen Monat. Die vlrlschafll'che Aklivität Hab« das Maximum überschrittea. Das ist der Schluß, den das Institut für Konjunkturforschung aus den von ihm beobachteten Wirtfckaftstatsachen glaubt ziehen zu sollen. Die Bcschästigung sei wesentlich zurückgegangen. Wenn dieser Rückgang auch zum großen Teil au» jahreszeitlichen Einflüssen her- rühre, so sei doch für die Erzeugung von Berbrauchsgütern seit Ende November ein Rückgang um 4.6 Proz., bei der Erzeugung von Produktionsmitteln ein Rückgang um 2,4 Proz. zu verzeichnen. Daraus zieht dos Institut für Konjunkturforschung den weiteren für die Diagnose wichtigen Schluß, daß neben der saisonmäßigen auch eine konjunkturelle Abwärtsbewegung zu beob- achten sei. Der Wert dieses Schlusses hängt offenbar davon ab, wieviel von der.konjunkturellen"' Abnahme der Beschäftigung wirtlich saisonmäßig ist und wieviel konjunkturell. Und da scheint uns der saisonmäßige Anteil unterschätzt. Das neu« A r- beitslosenversicherungsgesetz läßt die tatsächliche Be- ichästigung nicht unerheblich geringer erscheinen als sie ist. Das steile Ansteigen der Arbeitslosenzissern im November und Dezember ist zum großen Teil auf das gesetzliche Recht der Unterstützung — für Ägrargebielc und Saisongewerbe besonders wichtig— zurückzuführen. Dennoch wäre ein gewisser Rückgang auch der nichtsaijon- mäßigen BcsllLftigung um so leichter verständlich, als die starke Hemmung der öfientlichen Wirtschast in der Kapitalbeschaffung Auf. träge von vielen hundert Millionen nicht zur Durchführung kommen ließ. Aus eine stärkere Beschäftigung in den Nichtsaisongewerben, als sie nach dem K. I- gegeben scheint, läßt auch die Tatsache schließen. daß drei Fünftel der Erwerbslosigkeit am 31. Januar bei den Gcwerk- sschasten auf Saisongewerbe entfällt und daß bei den übrigen Fach- gruppen, die für die Konjunktur e n t w i ck l u n g entsäfeidend sind, eine Arbeitslosigkeit von nur S,9 Proz. zu verzeichnen ist, bei einer mir sehr geringfügigen Zunahme der Kurzarbeit. So ist die tat- fachliche Beschäftigung zweifellos erheb!' ch besser, als es die Entwick- lung des Arbeitsmarktes erscheinen lassen möchte. Hinzu kommt, daß sich schon im Mvnat Februar bei einer Reihe von Industrien der Bsschäsiigungsgrad gebessert hat und daß die Zahl der an den Monatsenden offenen Stelle» im Vergleich mit dem vorigen Jahre größer geworden ist. Die Forkdauer der Hochspannung wird aber zugegeben. Die wirtschaftlichen Spannungen, die für das Fortdauern einer Konsunttur charakteristisch sind, dauern in der Hauptsache noch unverändert an— da« fügt das Konjunkturinstitut sofort hin- zu. Die Auffüllung der Läger scheine sogar einen Höhepunkt erreicht zu haben, und der Rückgang der von den Notenbanken gewährten Kredite spreche deshalb nicht gegen die Verrringerung der kon- junkturellen Spannungen, weil ihr«ine Steigerung der Wechsel- ziehungen gegenüberstehe, die allein die Aktivität der Wirtschaft kenn- zeichnen Diese vom Konjunkiurinstitut vorgenommene Korrektur darf in der Tat dahin ergänzt werden, daß unter der Führung der Reichsbank durch die Beschränkung der ausländischen Kapital- zuflüsse auch die Inanspruchnahme der Notenbanken aus dem ver- kürzten Industriegeschäft verringert wurde, daß Industrien und Van- ken aus den sehr hohen Konjunkturgewinnen des ver- pangenen Jahres selbst»in, eventuelle steigende Beschäftigung noch finanzieren könnten, und daß endlich die in ziemlich großem Maß- stabe erfolgenden Dividendenausschüttungen den neuen Geldbedarf auch oerringerl haben. Di» Boraussage für die kommende Entwicklung läßt mit aller Deutlichkeil die Möglichkeit ossen, daß ein Absinken der Kon- junktur nicht einzutreten brauch«, weil zum mindesten einige Boraus- fetzungen erfüllt sind, um eine Stabilisierung der Kon- junktur zu ermöglichen. In den letzten Jahren seien in der Bolls- Wirtschaft große Kapitolreserven angesammelt worden, die dem Wirtschaftskörper«ine erhöhte Festigkeit verleihen; die dadurch veränderte Wirtschaflsstruktur könne eine längere Fortdauer guter Beschäftigung herbeiführen. Nur von einer Stabilisierung der Kon- junktur sei noch nicht zu sprechen, die Lage sei.labil". Was folgt daraus? Dies« letzten Feststellungen scheinen uns für die richtige Beur- Mlung der gegenwärtigen Lag« am wichtigsten zu sein. Denn wenn von cinem wesentlichen Wandel in der Konjunktur nicht die Rede sein kann, so ha« man es weilgehend in der Hanb, einen Wandel zum Schlechieren zu oerhüten. Für d.» in den nächsten Monaten zu treffenden sozialpolitischen Entscheidungen heißt das. daß olles oermieden werden muß, was vorübergehend oder dauernd den BeschäfliguniHgrad verringern kann und was außerdem dazu beitra- gen könnte, die Kaufkraft des Inlandmarktes nicht weiter zu steigern. Für eine weitere Stärtung der inländischen Kaujk'-aft spricht eben- falls daß die deutsche Gesamtwirtschast sich noch immer in einem Gesundungsprozeß befindet, die eine bewußte Auedehnung der Beschäftigung und des Absatzes, evtl. auch auf Kredit, noch rechtsertigt. ©k deutsche Wirtschasts- und Kopitolpolitik muß sich aus der anderen Seite darüber klar sein daß die Hemmung des ausländischen Kopitalzuflusses, die reparationspolitisch u n w i r k- f o m. volkswirtschaftlich unsinnig ist. ein Ende haben muß. Die Handelspolitik muß danach streben, daß die noch nicht voll ausgenutzte Leistungsfähigkeit der Industrie bis zu ihrem höchsten Maß erschöpst wird auch durch die Inlensioienmg des Austausches über die Grenz«. Ganz besondere Ausmerksamkeit muß der Entwicklung der Weltkonsunktur zugewendet werden, die nach der ausge- zeichneten Darstellung der Weltwirtschast» lepe im letzten Bericht des Konjunkturinstituts in deutlichem Aufsteigen b«. griffen Ist. Do« beste Zeichen für dr» anscheinend grundlegend sich verändernd« Deltwirtschaftslage ist da» seit drei Monaten fort- dauernd« Anziehe» der Sise-pr'il- aus de» Weltmarkt. Die deutsch« Wirtschasts-, Kapital-, Handels- und Sozialpolitik hat also das Schicksal der deutschen Konjunktur in der Hand, und selbst wenn in den beiden letzten Monaten eine leichte konjunkturelle Abschwächung zu verzeichnen wäre, so sind heute für Deutschland olle Wege offen, dies« Abschwächung zum Besseren zu korrigieren. Was die Entwicklung der Neichsbant lehrt, stimmt für den Monat Februar mit den oben gemachten Heber- legungen überein. Zum Februarende war die Zunahme der Wechselb« stände mit 411,6 aus 2336,3 Millionen wieder ziemlich erheblich, nachdem im ganzen Monat Februar— wie unsere zweite Tabelle zeigt— die weiter« Entlastung der Reichsbank schon nur recht zögernd erfolgt war. Die Zunahme der Lombarddarlehen um 94,5 aus 117,1 Millionen ist beträchtlich, und auch die Berrinaerung der Kundschaftsgelder auf Girokonto um 113,2 auf 491 Millionen zeigt einen steigenden Bedarf der Reichsbankkundschaft an. EndeMSrz Zmli Sept. De».?? San. Febr2S Noten und Schulden: lw MWonen Mar?) Banknotenumlauf.. 3 589 3815 4182 4 564 4 251 4268 (Rentenbankscheine). 1095 1 917 989 716 626 639 Giroeinlag. d. Wirtsch. 616 669 639 779 498 491 Kredite an die Wirtschaft: Lombardkredite... 81 147 154 78 91 117 W-chselkredit«... 1963 2 495 2 992 3 129 2 373 2 336 Notendeckung: durch Gold.... 1 852 1 893 1 852 1 865 1 865 1 888 durch Devlsen... 293 67 154 282 296 282 durch Gold u.Devis. zus. 2 955 1 879 2 996 2 147 2 161 2 179 Deckungsverhöltnls:(in$roj,nicn) für Noten durch Gold und Devisen... 57,3 49.9 48,0 47,0 503 503 Der Umlauf an Reichsbanknoten hat nach einer Steige- rung um 615,4 auf 4268,2 Millionen wieder eine Höhe erreicht, die die Hochkonftmkturziffern von Juni und September v. I. übertrifft bzw. erreicht. 1927 Juni. �.. » Juli... „ August.. „ September. „ Oktober.. „ November. „ Dezember. 1928 Januar.. » Februar. Zu- oder Abnahme(um Mill. M.) Ende der 1. Woche Wech- Lom« sel dard — 83 —177 —155 163 —142 —414 — 91 —493 —129 —17 —75 —34 —40 —90- 14 —44 —55 —68 2. Woche Wech- 1 Lom» (ri; da?» —221—26 81 —163 208 1—171 —221 —122 — 305 80 -99,-7 +45 + 17 +37 H 31 +10 +16 +10 + 36 Woche Wech- 1 Lom» iel 1 borb -s- 52 —101 — 55 + 3 — 52 +146 >—253 - 39 —91 —21 —28 —63 —15 —14 —10 —36 4. Woche Wech» I Lom- sel| dard f 477+125 +224+ 42 -1-569+ 42 +510+118 +3671+- 14 f 3671+ 59 -1-712,+ 34 i+295+ 68 -+4121+ 95 ') Drskonterhöhung aal 6 Proz— Diolont-rhohung auf 7 Pro». Der Vergleich der Reichsbankbilanz von Ende Februar 1928 mit Ende März 1927, zeigt, daß trotz aller heut« noch wirksamen Saisoneinflüsse schon End« Februar die Reichsbankbeanspruchung um etwa 25 Proz. höher ist. So zeugt auch der Reichsbank- ausweis für Ende Februar in keiner Weise für«ine Abschwächung der Konjunktur, wenigstens nicht für eine solche, daß die Stabili- sierung und Ausweitung des Beschäftigungsgrades bei ver- nünftiger Führung de r W i r tf cha ft s- und Sozial- Politik nicht möglich wär«. Davon wird in den nächsten Wochen und Monaten alles abhängen. Kampf bis aufs Messer. Generalangriff der Zementsyndikate gegen die Außenseiter. Wie der Deutsche Zementbund mitteill, hat das Westdeutsche Zementsyndikat die Preise für Portlandzemcnt wiederum kns zu 69 M. für zehn Tonnen herabgesetzt. Diese Preisermäßigung kommt umso überraschender, als dasselbe Syndikat erst im Dezember sein« Preise um 79 M. für zehn Tonnen heruntergeschraubt Halle. In kurzer Zeit hat also das Westdeut- sche Zementsyndikot, der mächtigste Verband der deutschen Zementindustrie, die seit drei Jahren stabilisierten Preise bis zu 139 M.. also um fast 39 Proz. ermäßigt. Die Zementherren haben sehr triftige Gründe dafür. Die Gründe sind die gleichen, die vor wenigen Monaten um ein Haar den Westdeutschen Zemenwerband gesprengt hätten. Sie sind einzig und allein in dem mächtig aufgekommenen Außen- s e i t e r t u m zu suchen, das seil dem Frühjahr 1927 die allzu selbstsicher gewordenen Zementmagnaten aus der Beschaulichteil ihrer inländischen Monopol'stellung aufstörten und durch sortg«setzt« Preisunterbietungen den Zementkartellen unangenehm wurden. Die Zementsyndikate haben mit. allen Mitteln versucht, diese lästigen Störenfriede zu beseitigen. So wurden groß« Kalkvor- kommen ausgekauft, aber nicht ausgebeutet, nur um den Außen- seitern die R o h st v f s b a s i s zu nehmen, mehreren Außenseiter- werken wurden mit Erfolg die Zufuhrwege abgeschnitten, die Händler wurden brutal gemaßregelt. sobald sie sich mit Außenseitern eingelassen hatten, ober all« dies« Maßnahmen sruch- teten nichts. Die hohe l'.ente; die in der Zementindustrie durch die überspannten Syndikalprcise verdient wurde, lockte immer neues K o p i t a l an, das sich auch bei scharfem Unterbieten der Verbands- preise noch gut verzinst«. So blieb den Zementsynditaten, besonders dem Westdeutschen Verband, in dessen Absatzgebieten sich die Hochburg der Außenseiter befand, nichts übrig, als das Mittel der Kampf- preise, um die Außenseiter durch fortgesetzte Unterbietimgen auf die Knie zu zwinge» und„synditatsreif zu machen. Die Preissenkung der Zementindustrie entsprang also nicht der Erkennt- nl» der Zementherren, daß ihr« Preise zu hoch waren und den Bau- markt verschlechtern, sondern ist weiter nicht, als ein Zermürbungs- feldzug gegen die freien Werte außerhalb ihrer Syndikate im Dienst« ihrer Monopolabsichtm. ver amtliche Großhandelsinder vom 29. Fe.bruar hat sich mst 1373 gegenüber der Vorwoche nicht verändert. Zum Notprogramm der Landwirtschast. Reichsverband der deutschen Industrie gegen Großagrarier. Der Reichsverband der deutschen Industrie hat durch sein Prä- sidium auch zum Notprogramm der Reichsregierung für die Land- Wirtschaft und zu den Forderungen des Landbundes Stellung ge- nommsn. Dem Programm der Reichsregierung hat der Reichsoer- band natürlich zugestimmt. Er kann nicht gut Stellung nehmen gegen diese Reichsregierung, die von seinem eigenen Fleisch und Blut ist. Um so schärfer aber ist die Absage, die er dcn Handels- politischen Forderungen des Reichslondbundes erteilt hat. Die von diesem geforderte grundlegende Aenderung der Handels- Politik, die sich natürlich aufs schärfste gegen den Ausbau der Handelsverträge auswirken müßte, sei wegen der damit verbun- denen Zurücksetzung deutscher Importinteressen unbedingt ab- zulehnen. Noch wichtiger fast ist aber die grundsätzliche Fest- stellung, daß eine Verringerung des Nchrungsmitteldefizits nur dadurch erreicht werden könne, daß durch eine Vermehrung und Verbesserung der Erzeugung die Notwendigkeit der Einfuhr verringert wird. Mit dieser grundsätzlichen For» mulierung wendet sich der Reichsverband der deutschen Industrie auch gegen eine weitere Erhöhung der Lebens- Mittelzölle, die ebenfall» zum Programm des Reichsland- bundes gehört. Das ist«ine neu« Wendung in der Haltung des Reichsverbandes, die die Oeffentlichkeit beachten muß. Preußen verlangt Saatgutverbilligung. Der Gegensatz zwischen der preußischen und der Reichsregie- rung in der Frage der landwirtschaftlichen Sanierung liegt darin. daß Preußen praktische Arbeit machen will, die Reichsregierung ober in den meiste» Fällen auf die Fortsetzung der alten Sub- ventionspolitik bedacht ist. Daraus zieht der preußische Landwirt- schaftsminister für die Verwendung des Z9-Millionen-Fonds zur Behebung außerordentlicher Notstände die Konsequenz, daß fünf Millionen von diesem Fonds für das Frühjahr 1928 zur Saatgill- verbilligung zur Verfügung gestellt werden. Die Versorgung der Landwirtschaft mit bestem Saatgut ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Lösung des Agrarproblems. Die preußische Regienmg will dazu beitrogen, daß im Jahre 1928 eine volle Ernte erzielt wird. was in der Tat der s rch c r st e Weg ist zur Steigerung der Rcnta- bilität in der Landwirtschaft. Oer Arbeitsmarkt unter Aussperrungsdruck. Rur leichte Vesserung. Der Arbeitsmarkt im Bereiche des Landesarbeitsamtes Bran- denburg zeigt fast dasselbe Bild wie in den vorhergehenden Wochen Di« BeschLstigungsmöglichkeüen weisen im allgemeinen eine stet- gen de Tendenz auf. Es darf ohne weiteres angenommen werden, daß die Vermittlungsergebnisse eine noch günstigere Ge- staltung erfahren hätten, wenn nicht eine Beeinflussung durch die wieder eingetretenen Differenzen in der Berliner Metallindustrie sowie durch die schwankenden Witterungs- Verhältnisse und nicht in letzter Linie durch Kap i t a l s ch w i e r i g- leiten vorhanden gewesen wäre. Letzterer Umstand tritt insbe- sondere für den Baumarkt in Erscheinung. Bei den Außen- und Erdarbeiten sowie im Baugewerbe war. durch die vorerwähnten Witterungsoerhältnisse begründet, eine recht erhebliche Fluktuation in den Arbeitsmöglichkeiten zu verzeichnen, die bei diesen Berufen eine teilweise recht schwankende Arbeitsmarktlage zur Folge hatte. Die Gesamtzahl der Unterstützung beziehenden Personen betrug in der Berichtswoche 186 849(192 443), davon entfallen auf die Arbeitslosenunterstützung 162596(167 613). Ärisenunterstützung 24 253(24 839). Rückgang der Konkurse im Februar. Nach Mitteilung des S t a- tistifchen Reichsamts wurden im Monat Februar 699 Kon- kurse angemeldet und 226 Vergleichsverfahren bckanntgsgebc». Da- mit weist der Februar erstmalig einen Rückgang der Kon- kursziffern auf, die feit September 1927 von 369 ununter« brachen bis auf 766 im Januar stiegen. Was Gefrierfleisch für die Wasscn bedeutet. Nach dem Preis- bericht des Fachausschusses für Fleischversorgung betrug im Januar 1928 in 13 deutschen Städten der durchschnittlich« Preis iür ein Pfund Schweinefleisch 1,12 M. gsgen 134 M. im Januar 1927 und für ein Pfund frisches Rindfleisch 1,19 M. Dagegen betrug der Preis für ein Pfund gefrorenes Rind- fleisch 7? Pf. Der Gefrierfleischprcis lag also im Januar 1928 36 Proz. unter dem billigsten Durchschnittspreis für frisches Fleisch. Diese nüchternen Ziffern zeigen klar und deutlich den gewaltigen Preisunterschied zwischen Gefrier- und frischem Fleisch Dabei ist noch besonders zu beachten, daß das Schweinefleisch in den letzten 1 Monaten anormal billig geworden ist-und sich keineswegs auf diesem niedrigen Niveau halten wird. Mit der Beschneidung des Gefrierslesschkontingsnts durch Herrn Schiele wird also den großen Massen der Bevölkerung die Möglichkeit genommen, sich auch dann noch mit Fleisch zu versorgen, wenn die inländischen Preise für frische. Fleisch nicht mehr bezahlt werden können. Verdreifachte Reedereigewinne In vremen. Die Deutsche Dampf« schffsahrtegesellschast Hansa in Bremen hotte nach drei divi- dendenlosen Jahren für 1926 zum ersten Male wieder 6 Proz Divi- dende an ihre Aktionäre gezahlt Wie gut das Unternehmen im letzten Jahr verdient haben muß, geht daraus l?«rvor, daß für 1927 trotz Verdoppelung des Aktienkapitals aus 32 Millionen Mark die Dividende von 6 aus 19 Proz. herausgesetzt wird. Die Betnebsgewinne sind von 4.4 Millionen aus säst 11 Millionen Mark gestiegen, und der Reingewinn hat sich nach Absetzung hoher Abschreibungen und Rückstellungen mit 2,9 Millionen Mark fast um das Dreisache gegen das Vorjahr erhöht. Mlllionenaustraa für die kabelinduslrie. Von der schwedi- schen und sinnischen Telegraphenvei waltung wuidc gemeinsam der Fetten und Guiileaume Carlswerk A. G. in Köln- Mülheim der Austrag zur Verlegung eines Fernkabels von Abo in Finnland nach Stockholm erteilt. Die Gesamtlänge des Kabels be- trägt 213 Kilometer auf dem See- und 49 Kilometer aus dem Land- weg, so daß dieses Seefernsprechkabel das längste der Welt fein wird. Bisher sind zur Durchlührung des Auftrages, der von einer Anzahl in- und ausländischer Firmen heiß umstritten war. im finnischen Etat 2,3t Millionen Mark und von Schweden 659 999 M. bewilligt worden. Der Fernsprechbetrieb zwischen Finn- land und Schweden soll bereits im Spätherbst eröffnet werden. ver deutsche Zarbenexport steigt. In den letzten drei Iahren hat dee deutsche Farbenexport«ine ziemlich bedeuteude Steigerung erfahren. So erhöhte sich der Gesamtexporl von Farben. Firnissen und Locken von 277.6 Millionen Mark im Jahr» 1925 auf 293.2 Mil- lionen Mark im Jahr« 1926 und stieg im letzten Jahr« auf fast 349 Millionen Mark. ÄorirSge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner �Schwarz-Rot-Gold-. Gefchästsd�l�e.' Äerlin L. l4. Eebaftianstr 87, ÄL. Höf 2 2c. Scljlcr.iotf; Lonntag, 4.-Matt, Kefallenc nehcung auf icm Ehren- _ frirthaf. ülnicftrn. 14% llbr nri iStfciTOrrr, Vn�sIkitnct äRasteft. 5r März Zrlullricküebain, Sani, Petersburgs 5(am..P(tr. bei Busch/ T'Ifitcr Str. 27. Nefercnt»am. Jansen. ZieuIöllu.Brig. 4. Sam.r 20— A Uhr .'urnen I. Gemeindeschnle, Chausseestr. 127. Trcuta», Ör!,vere>n: Beran» !? iia,<' s» Baumschulenwcg tiillt aus.— Dienstag,«. März. Ritt«! rtt Uhr 1. und 6. kam. kam.'Berf. bei Earni,«Sartenstr. N. S. Kam Mcncr, beerftr 7 Vortrag. Sit sie können eingeftihrt werden,«rrnzberg! 20 Uhr Sug ä Sct.i,„ Sebasranftr. l. Tempelhof! 20 Uhr Treffen Schllhenhaus Neukölln.— Mittwoch, 7. März. Ritt«! 20 Uhr Kam.-Vers.!.7. Kam. bei Brand!?, stralauer Ltr. 10. 4. Kam. Holzarbeiterverbandshau», Rungestr. 70. Srenzberg, Zug: 2.20 Uhr Zugoers, bei yrepp. Blanufer 7b. Zira Z Vers, bei Braiinedorf. KroKbeerenstr. 22. Lchöneweibe-Johannisthal! Augendbanner Uhr Marktplah Oberschöneweide. Vowawe».- 20 Udr Kam..Abend im EisenbahuboteL Vorstandsmirglieber Piinkttlckt 18 Uhr.— Wintersportabt.: j-anntag. fl. Mörz. 17 Uhr, Winterfest im Ulap. Karten im Vorverkauf 1,2b M In der Geschäftsstelle. ... Vcichsl nnd der Kriegsbrichädigtrr. Kregsteilnehmer unb Kriegrrhinte«. I'l'eben.n, Ortsgruppe Rordost 4. Mtgliederversammiung Dien»tan. 6. Rtirz. 20 Uhr. Union». IWtsale. Greifswafder Str. 222. .Dr-tlche GeseMchast.fkr«thffche.tänstnr.«. ssreitag, 8, März. 20 Uhr. togensaal, VW. 7. Gtorgenstr.. t Uhr bei W Giersch. Spindserstelb, Wendenheide 7g.— Montag, i. März. Bez. xiergartsn! Gnmrrostik. ,S Uhr— Ve, Kreuzberg: Gnmnaibk. 20 Uhr Keim Gsenzahnstr 22.— Bg!t..Prop.,Gruppe: Sifuing bei Bodbn Atimer Arrlt" p.m. Simplonstr. 4, 20 Uhr.- Dienstag, 6. Mär». Musikgruppe: Olm Ostbahnbvf 17. 20 Uhr.— ffiefanggruppe: f>. ch. Weife. SV.. Gtisabeth, r/n 42«.— SSfi. Chariotteziburg! Heim Sprerftr. 30. Geselliger Abend.— "" H■---- ,ci." � Msttwa«. Sifenzabnstr. 28.— 1 er Str. 28.„Cinfstbrung Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. nter 42a.»- Bez. Eharlotteziburg: Keim Spreestr. 30 Gesell Ves. Tiergätfeir: Seim Lehrter Sit; 18.„Bub. und Mädel." 7. Mörz. Bez. Norden: Gnmnastik, 18' und'20 Uhr, Heim Sifc .-ugendnez. Mitte: Heim der Zugscharen, Oranienburger Str. 2 in.Sie Gedankengänge des Kommunismus."— Bez. Kreuzbcrg: Seim Wranael skrghe 128,'181, Uhr. Gtuvpenangeiegen heften.— Donnerstäg, 8. Rärz. Be» Bewegungschor: Uebungsabend Herm ikisenzahnstr�.' 28. lK% Uhr. Aefchsbnrd iiidifcher?rontsoldat«n, e. B.. vrtogrnnpe Berlin, Bezirk Ost. "ohncrstgg, 8. März, Gefall-nenkundgebung. Alhambrg-Testiäse, Wallnertbeater- strohe 18, 2014 Ubr. Lichtbildervortrag. Beserent Otto Margraf. Leiter der Werbe. Und Presseabtleilung de» Valksdundco Deutsch« Kriegogräderfstrsorge. Gäste willkommen. Arbeit» r-Udstinenteubnnd. Heut« 10 Uhr Sewcrkschastshau«'General»«!» sdmmlung. Laborlstn-Esperanto-Atoclo Berlin, firupo Orlen'«. Chiun jaudon, ir I, 2« a. h., eiere reo kunveno en U junularhejmo_Am Ostbahnhof 17". Chinj mefnbrjt de la grupo kcj sanltendencanaj izoluloi cstas Invitatai. •' I. A.: W. Bubrich. # ■ ftciej ist Aloid I tvcns ist Iriebe? Unter dlcienr Titas veranstaltet da» D e n t f ch e r i e d e n» l a r l e l I au» Ansatz der am>0. März de» ginnenden Adrsistungdkonferenz ein Meeting unter dem Vorsitz£>., n. ffltr» loch». St werden sprechen: Der NobelpretSIräger Pros, tludwig Quldde; die. Leiteitn de» Sbemiichen Institol» in Bern. lirau«ertrub®otec f«ift» fluMcieg); Polizeioberst zjan» Lange; Otto Lehmatin-Aatzbilldt; sicich». tagkahgeordnetcr Heinrich Htroebes i Dr. Helene Slöcker: Heimich Vier» dstchtr. Die Veriammkung findet im ehemalige» Htrrtnhait», Leipziger Stisttzc-S. am Donneidtag. den, S. März. 20 Uhr. statt. Mttglteder tepublikamscher Opganisationen zahlen M Vj. sAiiZwei�,. Briefkasten der Redaktion. ». M. 4. Berlin NW. 7. Dorothecnstr. 27.-. ll. 1. llnbetanni. 2 Nein.— Spreewold 341 Fährmannverein. Vorfitzender Grnst sogof, Ali» fauche.— Grete K. Kars Kläbtsch, Lharlottcnburg, Wallstr. 88.— Zünalibau» reutnoa. Derselbe Wert...... D.?. 8. L Den ganzen Tag. 2.. 8388. l Wenden s:e. s:ch an b!« Deutsche Wohnungefilrsorge A..G. sDewog). Berlin, Tniel» firatze 8. 2. Nur wenn bi« Löfchnng in bee List« erfolgt ist. Im onberen ssalle wirb ber betreffend« weite» als Dohnungsuchender geführt.- Z. IM. 11.10 SC. - 81. B. 10. Zur Ueberlasinng von Bäumen an«inen Dritten(Untermieter) ist bi« Zust'mmung des Hau?w:rt» ersorberlich. Berwe-gert et st«, fo kann bi« Genehm gung durch da» Mieteinigungeami ersetz! werben, wenn in den Unter» mietraumen»ine eiaer« Wirtschaft ober Haushaltung aeführt werben soll.— F.>8. Für bi« Schulden Ihrer ssrau haften Et« nicht, wohl aber stnb Sit WWWWW»gar auf werden. Lolllltsik, 4. ,Vsät7: "?! dlnkeeulel«rs- kk! Qrd.eukleier»«"Volltsdundas' velitsebe Kisaxstzräber-" iürsorge. 14: Linheftsliutrsobrift.! t-30: Biir den Landvirt. 12.30! slje Ahenreuer des Kapitän Punk. 16: Das Tie« in Sact und Dichtung. IAJ0: Nachmiltagskcnzert. 19: Stunde de* Journalisten. 1920: Kunst und Oesetl- schafl. 20: Probleme der Völkerbnndspolitik. 30.30; Dem Gedächtnis der QciaMcnen. Montag, 5. März: 12.30: Freandschaft 16: Technische Wochenplaudere). I6J0: Novellen. 17: Tänrc von einst and!flzt 1830; Jlallehsportfestd.' 19: Der StraScn- arbelter im nächtlichen fjro'ßstadtgetriebe. 19 25: Beiträge mm hygienischen und somlhygienischen Selbstschutz des Volke«, 19.28.. Der Betrieb und seine Ausrüstung. 20.30: Stunde der Lebenden, 21.3»: ,, Kennst da das Land., (Musikvorträge). 22-30: Vorfrühling(Musikvortrdgc). Dienstag, 6. März: >2.3I>. Die Viertelstunde für den Landwirt 12.30: Köpfe der Dichter- akadonüe- i«; Stunde mit. Büchern. 16.30: Altscbcttisctle' Baliadeh. Dänach Tanzlecmuslk. 18-30: blqsspngeschmack als soziales Problem. 19: Ans dem l�ben der höheren Schnla. 20: Uebertratnng Städtische Oper Charlottenbar*; „Der Ring des Nibelungen". Vorabend:„Das Rheingold" von. Richard Wagder.•••"-n. n*»«. ryuc o.e\�a)uiD«n.'yrer priou gafitru vaic nioji, Tcoq* a�ct nno verpflichtet, ihr dl« Prozetztoften vorzulchietzen. Dazu können. El« sogar Antrag bet Frau im Wtzgp der einstweiligen Verfügung angehalten werk Tladf»nnerikonifchem Gystem.' In der W r an golst ratze 40 hat die Gruber u. Co. G. m. b. ein ÄonfettionsHau? für tterrene und Damenkleidunst erässnet. Nach amerikanischem E y st« m wird hier die Ware Herkamst und zwar erhält der Käufer bei Barzahlung einen Mprs- zontigen Rabott: bei Inanspruchnahme der lSwöchentlichen Aah- kuns»moglichkeit werden ebensalle noch ZG Proz. Rabatt'in Abziig gebrocht. 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März:-•■ ,>6:.Der deutsche Auslandjchrcr. 16-50; Einführung m<£tzs Verstehen von Musik.-' IT:"Uebertragung aus Hamburg. 18; Tecknrscber Lehrgang für Fach- arbeiten und Werkmeister. 18-30: Französisch fdr Anfänger. 18.55: Lebenshaltung der.Arbeiter..19-20: Geschichte der groBen RevoIaUonen des 17. und 18. Jahrhunderts. Ab 28J»! Uebertragung aus, Berlin. Donnerstag, 8. März:' 16; Lehrmeister und Lehrling. 16 38: Geschichte der groBen Revolutionen des 17. und J8. Jahrhunderts 47: Uebertragung aus Berlin, Ich Reebtstat- sachenforscbung. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.85: Praktische Wt'nke für den Zuekerrflbenban. 19-20: Zum 60. Getortstag WiUoJm Spohrs, Ab 20.10: Uebertragung aus'Bertin. Freitag, 9. März: 16: Erziehuntsberatung. 16-30] Geschieh te der.groBen RevotaBoaeii des 17. und 18. Jahrhandorts. IT: Uebertragung aus Leipzig. 18: Skammver- vtandta Literaturen niederdeutscher Znng». 18-30: Englisch Ur Fortgeaphnttene. >855: Die Arbeitaleistnag als Gegenstand der Wli tseblftiomjuetej I9J0: WlssenschafUldher Vortrag für Zahslrit«; 19.48: Die Mitverantwoöllchietf. ddr Beamten bH der TnberknlosdbeWnipfuni, Ab 20-30: UeWrtragiig aus .Borlln.'' Soanatteuch,|0.■ März?.. s k"i• v» Vis. i Utr ikbretchrfftälkuk«.. 18.36: Hanptprobl«tae' der Vervatarngsretenn I7fi Uebertratnng gut-Hamburr. TS: Die none Bildstatistik als Mittel, soziale: Aufklärung 18.30: Französisch für Förtgeschrtttene. 1655 taust 2. Teil 19.26; Job. Sebastian Bach. Ah 20: Uebertragung aus Berlin. Di« JUnlnnr-Genaflenlcfaft Betlm nnb_ 73« Udstd 8« stellen uom 8. bi» 16. März«in« „enb ueianftaltft u> ihr»» Zeu'ani» 19 ah; im Sab»« 1837 betrug___|____ illinnrn Merk.(Man bracht« da« ganzseitise tznftnal b«c KGB. im Ander Wert h«e GEG-Gigenfabrlkair «iflenieit der heutigen Ausqad» unseren Zeituna.) Dt« Ansstrllunq»Alt« Knltnrnieet« an, d-utichen Sanben" bei Wertheim. Leipziger Platz, ist nur nnch bi, zum 15. Mär> geöffnet, ffine fb einfin» artige Zusammenstellung nnn«ulhitmcrttn— Gemälbe, Silber unb Kunst gegenstönb« au» Prioatbefift, Gotik, Renaistanee. Barock, Empire, Lnui» X3'I.. Biedermeier— mirb in b:eser Qualität nicht»iebet gezeigt werden können Wie alliährliib im gtfibiah« find für niel» Kausbalkung»» Änqebvke in Teppichen von besonderer«ebeutung...«»»nabmrpreise für Sepp�che" heitzk b:» Ankündigung de» SpezialHaus«» Zeppich-Burstf», Berlin®., Spandau»» Strotze 92. und wie da» kaufend« Publikum«« stit langem gewähnt Ist, de. deuten die Preist der Firma Deppich-Bursch eine Sensation. Da» Inserat in der heutigen Nummer bringt dafür den Bemei». Kommunale Konferenz morgen, Montag, den 5. Min, kS> Uhr« im Berliner RgUhaase. Zimmer 55, i Stock. ..Der Stand der Straßenümbenennungen In Berlin." 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Da» seit Jahrzehnten beftehenbe Krabithau» B. sseder bat seine stharlottestburger Filiale umgebaut und zweckmäßig per» ..... moderne Schaus-nster,«in«iniad'nder Eingang, arrh» tzev« « angefüllt mit einer Menge von Waren find. laben kam. wird stch Hein Käufer über zu geringe Auswahl beklag« n .„.rif«, die stch d!« Firma Feder feit ihrem Uber gzf übrigen Besteben im Kunbevlred'iwestn erworben bai. gewährleisret auch hinsichtlich der leilzaillung ein nolle? Zustiedenstellen d«» Käufer». -Du aene tkaxbine." Set neuen Geschmack»!-chtung b«t deutschen wax» dineninduftrie Nrckuunn tragend, hat die Firma Bextr»eb«»»«rzengniffeA sächs. tkardinenjabrskev, Iehann Pelot n. Co.,». m. b. H.. in sämtlichen Fenstern ihrer zehn Verkaufsstellen in Grotz-Berlin ein« sehenswerte Bus» Itelluna neuzeitiger Fenstcrdctorationen veranstaltet. Diese Ausstellung Ist gstschzeifig mit einem autzerordentlich billigen Verkauf verbunden. Bit» weisen noch aus da« Inserat int Anzeigenteil dieser Nummer. SBg KornrTKjarn l*ujlnzuqffojf Koth u./ee/and Oesiraudt&nS fr. 2Qty Belmonte- ouanuiu. Uh ren L7 — � Preiswerte Ein»egnung«ge»chenke in groBer Auswahl— 1idM>WlAug£rfiHlcPftefae Qyalil'ärs-Teppiche mecn,Smyr»na einforp qnau u.mo<3e U 300 �sK-sifem B rDcken-Be>rvorlaqen Jndoshan KU« Beiderwond �Z?5 Perisran Pa.Velopra�OO la. Veioup�.�gf-50 pa. Boucle � 510 Toufnay Perisran �g'so Axminsrer Prima Velour Tournay-Veiourl qute Persermuster. qure Persermus 166 gute Persermusrer la Toumay-Veloup allererstes Fabrikjkm.Fronse S39,- 162: MÄ-.- rni i45.- Zm«165- �234,- K242.- 89t- i124: U68.- 1115- 1181- Z 249-! VW- MN.- mm zzo 350 Gardinen Möbelstoffe Sfeppdecken Halbster« Etamin 3� Wjnststid« 120cmhrtMtr2® Sahn doppett HalbiuoUfllg.'l k-f0 Halbstere Rlehetz Q,*5 6obelin\fenjureT30ffiMh4,50 Satin doppels. 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Das deutsche Breisaloeau fei für gesamt- europäische verhältulsfe zu hoch. Immerhin biete die gegenwärtig« Preisbewegung keinen Anlast zu besonderer Vesorgnis. Grast. Handels- und Lebenshaltungsindex seien wieder gesollen. Die gleich. mähjge Entwicklung der Wirtschaft sei besonders im Herbst durch die Kredit- und Vertrauenskrise aus Anlast des Gilbert- Memorandums gefährdet gewesen. Auslcndskapiiat werde neben eigener Kopitalbildung nach wie ror erforderlich fein. Eine w«i- icre Abdroffelung fei nicht möglich. Auch die Kar. tellpolitik stehe im Dienste der ftoirjimkturpolittt. Eine grundlegende Reform des ftartellwefens könne erst nach Beendigung der Arbeiten de» Enqueteausschusses eingeleitet werden. Die Vorwürfe wegen angeblicher Parteilichkeit des Äartellgerichts weist der Minister «rifchieden zurück. Es finde keinerlei unzulässige Veeinjlufsung durch das Reichswirtfchastsmmisterium statt. Der Minijter kommt dann auf feine Verordnung gegen die Eifenpreiserhöhung zu sprechen. Er Hab« im Praktischen und Formalen Zugeständnisse gsmocht, um gruirds ästliche Erfordernisfe seiner Wittfchafls- Politik durchzusetzen. Wichtig sei vor allem, dost die eisenschofsende Industrie sich verpflichtet Hab«, vor der Ergreifung non Mastnahmen, die ins gemeinsame Eisen Wirtschaftspolitik beeinflussen könnten, dem Minister rechtzeitig Mitteilung zu machen. Mit Rücksicht auf das Verhandlungsergebns Hab« er feine Derord- nung wieder aufgehoben. Zum Schürst erklärt Enrllus. er könne keine Pollkik mitmachen, die ihr heil in der Drosselung der Einfuhr. Proteklloni-mu» und Autokratie sehe. Die Rückwirkungen solcher Politik aus das deutsch« Gesamloolk einschtiestllch der Land- mttlfchoft wären v er hängn Isooll. Ausrechlerhaltung und Vertiefung des Anschlusses an die Weltwlrifchaft fei die Schicksalsfragr für Deutschland und Europa. Abg. Heiuig(Soz.) gött zunächst eine Erklärung sin Ramen der Metallarbeiterverbänd« ab. die wir-m anderer Stell« veröffentlichen, und fährt dann fort: Durch die Politik, die Rekchsbankpräsident Schacht getrieben hat.' ist nicht nur«ine Abdroffelung des öffentlichen Kredites und der Versorgung öffentlicher Kredite im Ausland eingetreten, fon- dem auch eine allgemein« Verteuerung des privat- ?»d«strsekl«M Kredits in Deutschland. l a n z e n zurückzugehen, habe das aber unterlassen, well es in diesem Falle ein bemagogischer Kniff wäre. Wenn wir das nämlich tun. dann ist die Steigerung nicht 74, soichern, soweit ich im Zkugenbllch über» sehe, M Punkte.(Hart! hört! links.) Ich habe mit Absicht das Jahr 1924 und nicht die Basis der Goldbllanzen zugrunde gelebt. (Zuruf vom Zentrum.) Dies« Erscheinungen sind selbstverständlich nicht aus einem Sah zu erklären, ich befinde mich mtt Ihnen durch, aus in Ikbereinstirnnmirg. Wir Sozialdemokraten sind gern bereit. die Debakkc sarkzusühren. Allerdings unter der Bedingung: Wenn wie recht behalten, dann gibls kein Erbarmen mehr mit den Lohn- erhöhungen!(Sehr gut! links.)' Wofür Gelb ba ist. Hand in.Ho>ch mit der beispiellose» Bereicherung der deutschen Industrie ging eine gewaltig« Uoberorganisation und eine innere Belastung mit überflüssigen Ausgaben, die geradezu beispiellos ist. Was oon den Klagen über zu hohe Sozial- lasten zu halten ist. ergibt sich, wenn man erfährt, hast einzelne Betriebe, auch Mittelbetriebe, zum Teil in fünf bis zehn Unter- nehmerverbynden sind, ttoch einer Berechnung sind Gewerbesteuer. beltrog und cahnsummensteuor ungefähr glelch. Aber dle Summen der zn zahlenden vc'bandrbeilräge machen das Vielsache dieser Steuersumme aus!(Hört, hört, bei den Soz.) Es wurde omsge. rechnet, wieviel Prozent die Verbandsbeiträge vom Gewerbesteuer- grundbetrag ausmachen, und es ergaben sich S0S Prozent.(Hört, hört! bei den Soz. Zuruf von der D. Dp.) Es tut mir leid, daß Sie die Zeitungen der Unternehmer so wenig genau lesen. Das Material stammt nämlich aus der„R b« i n i s ch. D e st f ä l i s ch e n Zeitung"'.(Neuer Zuruf von der D. Vp.s'Wenn die„Rheinisch Westsälische Zeitung" so etwas bringt, dann muS sie es doch genauer wissen als wir.(Zuruf von der D. Vp.:„Für 19 Pfennig lauter Wahrheiten, das gibt es doch« i cht!") Kg Proz. Hawdclsspazrnc... Da» Wort des Wirtschaftsminister« von der Kuratellverordnung bat mir wenig gefallen. Alle Kartell« müstten. wenn sie das Wort chon brauchen wollen, unter Kurotell gestellt werden. Wir brauchen keine Zurücknahme dieser ministeriellen Verfügung, sondern eine wirklich ernst»aste Kontrolle, besonders aller preirvereinbarnngen- E? ist doch heute so, dost wir im Einzelhandel immer mehr zu Markenartikeln im vorgeschriebenen Kleinhandelspreis über- gehen. Erst kürzlich wurde festgeftellt, dah in, Lebensmitteieinzel. Handel bei den Klein- und Mitte'belriebcn schon40bis69Bro- zon t des Umsatzes über Markenartikel gehen. Und dos Wesen dieser Markenartikel ist. dost der Preis auch dem Einzelhändler zwingend vorgeschrieben wird. Wir haben bei den Berliner K o n s u m g e ii o f s e n s ch a s t e n den Fall gehabt, dast sie Mondo« min nicht mehr führen konnten, weil sie es ablehnten. SO prozenl handelrsvanne auszuschlagen, wie die Fabriken es vorschrieben. (Hört, hört! bei den Soz.) Das ist die Tendenz dieser Marken- artikelwirtschafi. Staubsauger.— Das ist ein Geschäft! Meine.Herren von der Eisenindustrie und von der Elektrizitäts- industriel Haben Sie praktisch nicht heute auch schon sine Marken- Industrie? Nehme» Hie den Staubsauger der AEG. Er ist mit den notwendigen Aufschlägen ein Objekt oon 3S Mark. Dieser Staubsauger für Zb Mark wandert an dle Zentrale und kostet 60 Mark. Er wandert an die Sontum G. m. b. h. und kostet 80 Mark. Beim Kleinhändler sind es bereits 120 Mark und dann kommt hinzu ein Ausschlag von IS Mark!(Hört, hört! bei den Soz.) Das i st Ihre Politik der Preisverbilligung in Deutsch- I a n d.(Abg. v. Ra u m e r: Sie vergessen, dost ein« ganz stramme Konkurrenz in diesem Artikel bestebt!) Verzeihung, Herr v. Raumer, die stramme Konkurrenz habe ich noch' nicht gesehen, denn der P r o t o s s a u g e r hat einen anderen Preis und wendet sich an eine andere Käuferschicht. und der sogenannte amerikanische H o o ve r mit seinem Preis von 499 Mark macht dem Lampur der AEG. auch leine Konkurrenz.(Abg. o. Räumer: Eleklralnx! r- Lachen bei den Soz.) Der Eleklcolux ist keine ernsthasle Konkurrenz für die AEG-, schon deswegen nicht. Herr». Raumer. weil Sie ja. soweit ich orientiert bin. über den Marktpreis eine Vereinbarung haben. (Hört, hört' bei den Soz.— Abg. v. Raum er: Auch einen „Säugling" können Sie kriegen!") Ja, mcni, man über die Dinge Scherze machen will, Herr v. Raumer, dann brauchen wir uns nicht weiter ouseinondersetzen. Den deutschen Ar- beitern ist es bei diesen Preis en gar nicht zum Lochen.(Lebhafte Zustimmung bei den Soz.— Abg. o. Räumer: Man kann auch ernsthast darüber reden, aber dann muß man anderes Material haben.) Ich habe das osfiziellc Material der AEG. Geben Sia mir anderes. Worauf es ankomm!. Ich mochte also zusammenfassen: Wir werden w Deutschland niemals etwas anderes als Menge nkonjunttur haben. Mengenkonjunkturen sind nur niöalich. wenn die kleinen Leute— Arbeiter, Dauern und Mittelstand— Geld zum Kaufen haben.(Sehr richtig! bei den Soz.) Alles zusammen haben wir M o t o r e n p r o d u k t> o n in einem Umsang, wie wir ihn noch nie gehabt haben. Ja, wird das alles produziert, damit es im Jahre 1928 stillsteht? Oder wird das produziert, damit es gc- kauft werden kann? Aber gekaust kann doch nur werden, wenn der Lobnanteil eine Kaufkraft darstellt. Der Lohnanteil ist aus der Mille der Selbstkosten an ihren Rand gedrückt worden überall, wohin Sie schauen, mit Ausnahme der weniger rationalisierten llndusteie. Deswegen, meine Damen und Herren, täuschen Sie sich n-cht! Die Wahl wird nicht nur ein« politische Auseinandersetzung sein. Wir sind in diesem Punkte mit dem, was der Zentrumsabgeordnete Schlack im Hausholtsousschust gesagt hat, durchaus einig: es muh auch eine neu« Verteilung des Arbettsertnmes in vetrfschland stattfinde« wahr! bei den Soz.) im Znteresse der deutschen WlrtschasI und im Interesse der Zukunft der deutschen Produktion.(Lebhafter Beifall bei den Soz.) Abg. Dr. Lejeune-Znng(Dnat.) erklärt, die für unser« jetzige Handelspolitik grundlegenoen M e i st b e g ü n st i g u n g s v e r- träge mit den Bereinigten Staaten von Nordamerika und mit England bätten nicht dos gehalten, was man oon ihnen erwartet habe. Redner polemisiert gegen die gesamte Handelspolitir. Abg. Dr. Dessauer(Z.) erklärt: Das graste deutsche Wirlschasts- Problem liege darin, dost zwei Drittel der deutschen Bevölkerung einen ungenügenden Lebensstandard haben. Jeder deutsche Ernährer einer Familie muh jährlich von seinem erarbeiteten Ber- dienst 200 M. als öffentliche Reparationslasten an das Ausland abgeben. Das Trogische dabei ist, dah noch nicht erlennbar ist, wann diese Lost einmal aushört. Um 16)- Uhr wird die Weiterberotur� auf Montag, 14 Uhr, vertagt. Reformwille in derpreußischen Justiz Erklärungen des Zustiztm'nisters im Landtag. Auf der Tagesordnung der gestrigen Landtagsfitzung stand die zweite Lesung des I u st I z e t a t s. Abg. Brückner(Soz.): Am Z. März vollendet der neue Iustizminister das erste Jahr seiner Amtstätigkeit. Wir danken ihm für seine m e n s Ä) l i ch e Haltung In Gnadensachen und für seine Bemühungen um Reformen. Aber noch bleibt unendlich viel zu tun. Der Justiz. minister muh die nötigen Geldmittel zur Modernisierung des Strafvollzuges Herbeischossen. Die Untersuchnngs- gefangenen müssen endlich anders behandelt werde« als Straf. gefangene. Die gleichberechtigte Berufung von Ar- beitern zu Schöffen und Geschworenen darf nicht auf dem Papier der Erlasie stehen bleiben, sondern muh WirNichtelt werden. Die Meineidsseuche muh durch Abschaffung des Boreids ein- zzedämmt werden. Ein Richterfchutzgesetz ist unbedingt abzulehnen. Wir dulden keine Uickerbindung der Iustizkrittk. War schützt dos Parlament gegen die ungerechtfertigte Kritik von Richtern, z.'B. des Senatspräsidenten B a u m b a ch In der„Deutschen Juristen- zeüung", der uns vorgeworfen hat. die Justiz zur Airne der Politik zu erniedrigen. Rechtsausschuh und Hauptausschuh haben diese Anwürfe einstimmig zurückgewiesen. Von 2712 Eingaben, die in dieser Session an den Rechtsausschuh gelangt sind, stich 2169 glatt zurückgewiesen und mir 139 zur Berücksichtigung empfohlen worden. (Lebhaftes Hört, hört!) Wir haben an Richtern oft sehr begründete Kritik zu üben. Wie weit stich die Sachen Untersuchungs- r'chter Pi etsch in Hirschberg und Landgerichtsrat G e l l i n in Areslau mit ihren antisemitischen Ausschreitungen? Ist Herrn Gellin der Schutz des§ 51 zugebilligt worden?(Heiterkeit und hört, hört!) Landgerichtsral Borsch i« Landsberg hat nach einem Urtett gegen Reichsbannerlenle als Vorsitzender des Schöffengerichl« zum Skoaksanwalk gesagt:„Sie lassen es wohl nicht bei dem milden Urteil." Müssen wir auch in künftigen Jahren»an Be«er»dorsf und Kalling als Strojrichter hören? Rat fr d n t t äm p s«r sind wegen Herabreihung und Zerstörung einer Fahne in den Reich». färben zu einem Jahr Gefängnis und drei Jahren Ehrverluft oer- unteilt worden. Warum wird nie ein solches Urteil gegen Stahl- helmer gefällt, die sich gegen die Reichsfahne vergehen? R e i ch s g r a s von S ch m e t t o w hat den bei ihm für Alimente gepfändeten Lohn seines Thauffeur» zurückbehalten»nd dann den Offenbarungseid geleistet. Die Staatsanwaltschaft hat ein Einschreiten gegen ihn abgelehnt.(Hört, hört!) Die Rechtsnot der deutschen Republik ist noch immer groh. Möge der Iustizminister kräftig durchgreifen und Recht schaffen.(Lebhafter Beifall links.) Abg. Dr. Lüdicke(Dntl.) wendet sich gegen die Kritik der Linkspresse an den preußischen Gerichten. Ob mit ob ohne Richter- schutzgrsetz müsse« die Richter viel energischer geschützt werden. Iustizminister Dr. Schmidt: Die Berichterstattung über den Krantz-Prozeß war vielfach sehr unsachlich. Landgerichtsdirektor Dr. Dust ist vielleicht kein blendender Verbandlungsleiter, aber ein gewissenhafter, ge- rechter und gütiger Richter und«in guter Jurist. Die vorherige Vereidigung von Hilde Scheller wird auch von einem so aus- gezeichneten Juristen wie dem Rechtsanwalt Hachenburg als richtig vertreten. Wir müssen aber sobald wie möglich allgemein den N a ch e i d einführen. Preußen hat dies beim Reiche längst an- geregl. Wir müssen auch die Möglichkeit schaffen, nickt oolftährige Jugendliche über 18 Jahre noch vor dos Jugendgericht zu bringen. Die Presse sollte darauf verzichten, noch zufälligen Eindrücken die Richter zu qualifizieren. Auch der ewige Schrei nach dem Iustizminister, namentlich in Gnaöensochen, in bestimmte» Zeitungen erschwert nur mein Eingreifen- Das traurigst« Kapitel meiner Amtsführung war die Hinrichtung de» Mörders B ö t t-. cher. So wenig ich selbst für Hinrichtungen schwärme, ich mußte im Interesse der Staatsautorität einen Aufschub der vom Kabinett einmal beschlossenen Hinrichtung verhindern. Ein kommunistisches Abendblatt hat behauptet, Ich hotte die Nacht vor dieser Hinrichtung durchtanzt. In Wahrheit bin ich bis nachts 2 Uhr m meinem Dienstzimmer gewesen und habe seit Beginn de» Weltkrieges nienwls mehr getanzt. Ich stelle oder keinen Strasantrog wegen Beleidigung, weil ich nicht ohne zwHigendsten Grund mir unterstellte Gerichte zum Schutze meiner Ehre anrufen mochte.(Bravo!) Eine durchgreifende nenarilae Behandlung der Unlerfuchung?- gefangenen ist in einer Besprechung, dle ich am 18. Februar mit den L traf Vollzugs awlspräsidenken halle, angeordnet worden. Auch die Übrigen Reformwünsch« des Abgeordneten Brückner werde ich mit größtem Eifer verfolgen.(Bravo links.) Abg. Eramer(Ztr.): Wenn die Forderung nach dem Aus- schlutz der Oesfentlichkeit im Krantz-Prozeß reaktionär ist, so wollen wir reaktionär fein. Der Iustizminister muß die berechtigten materiellen Ansprüche der Richter mit größtem Nachdruck vertreten. Abg. Obuch(Komm.): Wae der Iustizminister an Reformen ankündigt, sind nur Wahlversprechmigen. Aber die Sozialdemo- kratie deckt natürlich ihren Koalitionsfreund. Abg. Dr. Grzimek(Dem.): Es ist in de? Justiz nicht alles so, wie es sein sollte. Aber wir arbeiten ja an der Verbesserung. Mir scheint es notwendig, den entscheidenden Richter nach Stellung und Gehalt ganz anders herauszuheben als bisher. Abg. Post(Wlk.): Der Einfluß der Juden tn der deutschen Justiz wird immer verhängnisvoller. Die Juden find Deutsch, lands Unglück Llbg. Suttoer(Soz.): Nach dem lustigen Wochenende, da» uns d« Lorredner verschafft hat. zurück zum ernsten Thema der Rechtspflege! Wenn auch der Komödiant manchmal den Pfarrer lehren muß, so sollte doch der Politiker hier incht als Komödiant auftreten.(Orirnungs ruf.) Die Vorwürfe gegen die Linkspresse wegen ihrer Iustizkritil sind ganz unbegründet.„Ein ungeheuerliches Urteil, das jeden mit Entsetzen erfüllt, der etwas Gefühl für Gerechtigkeit hat"— schreibt die„Deutsche Tageszeitung" zum Urteil im Prozeß Wilms. Achnlich.L r e u z. Z e it u n g".„Lokal- Anzeiger".„Deutsche Zeitung usw. Die Rechlspartelcn hoben gor keinen Anlaß, der Linkspressc eine übertriebene An scindung der Richter vorzuwerfen.(Sehr wahr! bei den Soz.) Aber woher sollen republikanische Richter kommen, wenn Born- hak und H elfritz die Studenten im Staatsrecht unterrichte»? sierr Bvrnhak, der es für unmöglich erklärt, daß ein Marni, der höchstens etwas von Sätteln versteht, als Äaijercrjatz Oberbefehls Haber der Reichswehr sei. uiü> Herr Helsritz, der am 27. Januar .streu ergebene Grüße noch Doorn" sendet. Der prozenlsoß der Arbeitersöhnc unter den Referendare» beträgt gegenwärtig noch immer nur 0,68 praz. Dementsprechend die Gerlchlsprari». Der Schutz der Reichsfarben bleibt feit Iahren ebenso ungenügend wie der Schutz der Ehre von Republikanern. Höchstens, daß man im Jahre 1022 wegen Beleidigung Seoerings auf geringe Strafe erkannte, weil, wie es im Urteil heißt, die Qualität der Minister heutzutage, wo jeder Handwerker Minister werden könne. sehr gering sei. und daß man im Jahre 1027 so vorsichtig geworden ist, wegen Belcidiguiig Grzesinski's auf ebenso niedrige Strafe zu erkennen, aber mit der Begründung, derartige Anwürfe reichten an die Minister nicht heran.(Große Heiterkeit links.) Außerordentlich beklagenswert sind auch die hohen Strafen in Landesverrotsprozessen wegen allerlei locherlicher Lappalien. Der „lüdtsche Massenmörder" Schlesinger hatte einen katholischen Voter iiub eine evangelische Mutter und ebensolche Großeltern. (Lebhafte Zurufe bei den Völkifchen.) Der„jüdisch« Staat-- anwalt" I a k o b y vom Fall Bergmann ist der Sohn eines evange- tischen Thcologteprosessors. tAbg. Dr. v. Brehmer:„Woher kommen di« jüdischen Rainen?) Man kann Hamburger heißen und Jude sein und Brehmer heißen und Christ sein.(Große Heiterkeit.) Wenn allerdings der Abgeordnete 2oß die Juden alz Inkarnation des Hasses und der Rochsucht bezeichnet hat. dann sind Pfarrer Voß und Dr. von Brehmer Prototypen von Juden, wie die Völkischen sich die Juden vorstellen.(Erneute große Heiterkeit.) Die Justiz wir? erst gesunden, wenn die Richterbänle gleichmäßig von ollen Vollsklossen besetzt sind. Wenn die Oefsemlichkeit sich über die wahren Iustizfchädcn so aufgeregt hätte, wie über den . Prozeß Krontz znit seinem sexuellen Einschlag, dann würden wir mit den großen Mißständen rascher aufräumen können.(Lebhafter Beifall bei den Soz.) Nach einer Anzahl von Reden zum Strafvollzug schließt die Debatte. Der Justizetat wird in zweiter Lesung bewilligt. Nächste Sitzung Montag mittag 12 Uhr: Bergetat. gtvjiost JcklageP ist die neue 4-Pf.-Zigarette in Warfelpadcuns ENVER RET TUREaSCRfl mit GoldmundstUck und ohne Mundstück rund geworden. Sie bietet etwas ganz Besonderes in Qualität Rauchen Sie diese und Sie werden sich Oberzeugen, daB hier för den Preis von 4 Pf. . etwas geboten wird, was noch nie dagewesen ist Interessante Bilder Ober die Entwickelong der Flugteebnlk liegen Jeder Packung bei Sonntag 4. März 1928 -Unterhaltung unö �Nissen Beilage des Vorwärts Kovacs, der Gelbstmörder. Don Michael Erdödi. Josef Kovacs ging mit trockener Nehl« taumelnd zur Tür hinaus. Die heisere, teilnahmwse Stimme de» Generaldirektors brannte ihm noch in izen Ohren: „Ich muß Sie entlassen. Bon einer Wfertigung kann natürlich keine Rede sein..." Das war das Ganz«. Mit wenigen Worten, kurz und bündig. gab man ihm zu verstehen, daß er gehen kann denn die Lank ist nicht in der Lage, überzählig« Beamte zu bezahlen. Josef Kovacs nahm seinen Arbeitsrock, packt« ihn ein und ver- abschiedete sich mit zusammengepreßten Lippen wortlos von seinen Kollegen, die ihn so betrachteten, wie den vorausgeschickten Schotten ihres eigenen Schicksals. „Was weiden Sie jetzt beginnen, chsrr Kollege?" fragte ihn Vermes, der Buchhalter, mit dem er an einem Tische gearbeitet hat. ?lber.au» der aufgeworfeneu Frage sprach nicht so sehr die Teilnahme, als vielmehr die Unsicherheit der eigenen Zukunft. Kovacs zuckte mit der Achsel und blickte swmpf vor sich hin: „Mir bleibt nur mehr die Donau übrig..." » Dies« verbitterte Aeußerung des Josef Kovacs gelangte auch.zu Ohren des Generaldirektors. Er machte an feiner Zigarette noch einen Zug, damr blies er den Bauch vor sich: „Bks kümmert das mich.. Er nahm die Morgenblätter zur Hand und suchte die Kurse. Aber eine instinktive Unruhe lenkte seinen Blick auf die Rubrik der Tagesneuigkciten. Und hier, dieser Name in der Liste der Selbst- mörder! Er erbleichte plötzlich. ..Sollte da» er fem?" Er las es nochmals. Klein«, anspruchslos« Buchstaben meldeten vom Selbstmordversuch de» Joses Kovacs. Er rieb sich die Augen. Es schwindelte ihm. Die Zigarette schmeckte ihm nicht mehr. Er drückte sie in die Aschenschole. Er schaute zum Fenster hinau,. Die Sonne schien heiß. Blau glühte der Himmel. Don»er Straße strömte bi« Musik de» triumphierenden Lebens zum Fenster herein. Der Generaldirektor verzog den Mund. „Ah. was kümmert da» mich..." Aber er konnte den Gedanken nicht los werden. Ununterbrochen tauchte vor ihm das vcr.zerrte Gesicht des Josef Kovacs auf, wie er sich dessen Ringen mit dem Tode zwischen den Wellen der Donau vorstellt». Und er hatte irgendwie da» Gefühl, als hätte sein« Hand ihn von der Brücke hlnuntergestoßen. Er erschauerte. Er stand vom Tische auf. nahm seinen Hut und entfernt« sich unbemerkt aus dem Bureau. Als er auf die Straße hinaustrat, atmete er auf. Cr blieb im Tor stoheN. Er überlegt«:• „Wozu bin ich«igenllich heruntergekommen?",; Es fiel ihm das Rochusspital ein, wo Iofes Kovae» setzt mit dem Tode ringt. Deshalb Ist er heruntergekommen. Sein Gewissen Hot ihn hermüergetrieben. Er zog mit vollen Zügen den Sammer ein. Er wurde wieder überlege». Er lächelte: „Wie naiv ich bin..." .Er. streckte seiue Brust. „Was kümmert das mich, daß Josef Kovacs«inen Selbstmord verübt hat?" Und er tat so, als hätte er dos Ganze auch schon vergessen. Er öffnet« sein Zigarettenetui und zündet« sich«ine Zigarette an. Er beobachtete die Frauen. Er drehte sich nach ihnen um. In der Nähe war ein Autostandplotz. Er winkte dem Chauffeur. .Tin die Au.. Er dachte, er wird sich die Dilla ansehen, die er über den Sommer gemietet hat. Die Konjunktur ist leider schlecht, seine eigene Dilla hat er noch vergangenes Jahr verkauft, und nun muß er sich mit einer aemieteten Dilla begnügen. „Man muß sich anpassen, wie es geht. Schön würde ich aus. schauen, wenn ich gleich in die Donau ginge.. Damit war sür ihn Josef Kavocs endgültig erledigt. Als aber das Auto zur Brück« kam, und«r die Donau er. blickte, prckte ihn etwas beim Herzen. Der Boldpinsel der Sonne matte Lichtsleckc auf das Wasser, und es schien ihm, als würde in diese» Flecken das Leben des Josef Kovacs zittern. Cr beugt« sich vor und berührte mit der Hand die Schulter des Chauffeurs. „Kehren Sie um!" Und heiser fügte er hinzu: „Fahnen Sic zum Rochusspital.. Er schritt den dunklen Korridor entlang. Der schwere Arznei- geruch legte sich ihm aus die Brust. Die herbe Kühle der dicken Wände preßte ihm das Herz zusammen. Mit bleiernen Füßen stieg er die Trepp« hinauf. Don den reingcscheuerten Steinwürfeln starrte ihn die Oed« des Lebens an. Als würde«r durch den steinernen Rachen des Elends gehen. Er flüchtete gleichsam mst feinem Blick zu den Fenstern. Mit betäubtem Kops sinfctc er die Türnummer achtundvierzig. Er klopft« an. An der Tür war lejne Klink«. Dadurch unterschied sich der Saal der Selbstmörder von den übrigen. Der Schauder des Gc? fängnisses überlief seinen Körper. Er wartete mtt angespanntem Atem. Er war entsetzt bei dem Gedanken, daß er schon im nächsten Augenblick in das aufgedunsene Gesicht des Josef Kovae» werde schauen und den anklagenden Blick ertragen müssen, den dieser ihm zuwerfen wird. Eine Pflegerin öffnete die Tür. „Ich suche.-- Hkrrn... Josef Kovacs..." Die Pflegerin blickt« ihn an: „Herrn kovacs?" „Ja." „Er ist gestorben. Bor einer halbe» Stund« hat mau flju in h«, Seziersaal hinuntergetragen." Der Generaldirektor erbleichte. Alles dreht« sich um ihn. Er fand kaum dte Worte: „Cr ist gestorben?" J£* war un» nicht mehr gelungen, ihn üt» Leben zurückzu- «Ifen. Denn man ihn bloß zehn Minuten früher au» der Donau gezogen hätte, wäre er olelleicht noch am Lebe» gebkleben. Gr starb hier in den Armen sein« Frau." Es war halb zwei, als er ins Bursa» zurückkam. Er Heß seinen Sekretär rufen. „Schauen Sie, bitte... ich will der Frau de» Josef Kovacs eine materielle Unterstützung zukommen lassen... Irgendeinen Betrag, sagen wir, zehn Millionen.. Der Sekretär schaute verwundert drei«: „Zehn Millionen?" „Dorläufig..." „Aber bttte." stammelt« der Sekretär,.wen» Herr Generaldirektor den: Josef Kooac» helfen wollen, da könnten St« ihn ja für dieses Geld gleich auch zurücknehmen.. Der Generaldirektor zog die Augenbrauen zusammen: .De» Josef Kovacs... kann ich... leider schon ntchi mehr zurücknehmen..." „Und der Arme rechnet noch immer damit.. „Wer?: Tlosef Kooac»..." „Sprechen Sie keine» Unsinn.. „Aber bitte..." .Da wissen Sie ja noch gar nicht, hoß.. Das Gesicht des Sekretärs Hestert« sich plötzlich auf: „Verzeihung, Herr Generaldirektor... jener Selbstmörder, von dem die Morgenblätter berichteten, war bloß ein Namensvetter des Josef kooacs... Es ist ein wunderiiches Spiel drs Zufalls, daß gerade heut«.. Dar Generaldirektor blickte erstaunt auf: „Ein Namensvetter?" -Tk." „Sind Sie dessen sicher?" Der Sekretär sagte lachend: „Gewiß. Der lebend« Gegenbeweis sitzt draußen im Dar- zimmer... und wartet auf den Herrn Generaldirektor..." „Wie?" „Er vertraut dem guten Herzen des Herrn Generaldirektors." „Also schauen Sie.... Sagen Sie diesem Kovacs.. Dann überlegte er es sich plötzlich: „Uebrigens. sagen Sie ihm nichts...". Die Augen des Sekretärs leuchteten auf. „Soll ich ihn herein lasseu?" Der Generaldirektor ballte die Faust. In diesem Augenblick gewaw» über ihn die alte Herzlosigkett die Oberhand. In der Kehle sühll« er noch das Kratzen des Arzneigeruchs des Spital«, aber mst einer rohen Geste vertrieb er ihn von dort: .Man soll mich in Ruhe lassen,..!" Der Sekretär schaute ratlos drein. »Was soll ich mit ihm anfangen?" Der Generaldivektor schlug nzst der Hand auf den Tisch: „Jagen Sie ihn zum Teufel..." «utoriflerte u«i«rs'tzm>s aus im Ungarischen ttn Jteuiii: SUMi. Bien.) Die Welt der Riesen. Von Willy Ley. Der«mg lisch e Schriftsteller Wells hat einen recht amüsanten Roman geschrieben, in dem eine �eitmaschine" eine groß« Rolle spielt. Es soll da einer eine Maschine erfunden haben, mit der es ihm möglich ist, jsdc gewünschte Zeit der Bergaitgeichest und der näheren Zukunft herbclzuzaubern. Don domselden Schrifffieller stammt«n anderer. Raman mit dem Titel„Die Riesen kommen", in dem irgendwer ein Wittff gefunden hat. die Größe sonst klcber Tier« aus Ochsen- und Elesaittcimiaß zu bringen. Da» letztere wirb, nobenbei bemerkt, theoretisch gor nicht so utopisch sein, wie es auf den«rstcn Blick erscheint, wann die Praxis auch noch weit im Felde ist.. In der Naturwissenschaft gibt es mm«neu Punkt, wo dies« beiden Wellsschen Romane sich treffest. Wenn man die„Zclt- moschine" um esu: Bestimmtes zurückdreht, kommen die Riesen. Zurückgestellt muß werden etwa b bis 10 Millionen Jahre, bis sie in die geologisch« Epoche, die der Fachmann unter dem Namen Kreidezeit kennt. Dann taucht eine sonderbar«»Verlorene Welt" auf, um mit den Worten des Landsinannes und Kollegen Walls', Artur Conan Doyle, zu reden. lieber jüdseehoft blauem Meer liegt eine heiße Sonne. Durch die hitzeflimmernde Lust jausen sonderbare Tiergestalten. Riesen- fledermäusc. so scheint mit acht Metern �Flügelspannweste und sonderlichem Kopf, hinten dreieckig wie ein Segel, vorn mst einem Schnabel, wie der durch Beugt Berg berühmt geworden« Schuh. schnabelstorch Afrikas: Abu Marküb. Es sind aber Riefeneidechfe:», Pteraimdai,„zahnloser Flieger" heißen sie. Durch die Wasser. über die sie kreisen, schlängeln sich lang« Echs«n einer anderen Sippe (Mosasaurier), bis zu lly Meter lang. Das Ist in der Gegend des heutigen Amerika, im sogenannten Niobramameer. Anderswo wimmeln Ricftntintenftsche mst kreisrunden Schalen, wie sie der lebende Nautilus in der Sundas« noch Hot, Anunontten mit einem Umfang bis zu sechs Metern. Auf dem Lande stelze.: hochbeinige Rieselidrmhen«ne Känguruhs, zehn und zwölf Meter hoch, und an den Lagunen de« Tendaguru, dort, wo früher Deuffch-Ostasrika aus der Landkarte stand, sielen sich die großen Echsen der Bnmto- saurusarten. zwanzig und fünfundzwanzig Meter lang, massig wie ein Kriegsschiff und doch noch klein gegen den Brachiosauru» Bvan. cai, eirer plumpen Riescngirafse. deren wahre Größe noch gar nicht feststeht.... Ein« verlorene West, gewiß. Aber falsch wäre es, zu glauben, daß die heutige Welt keine Riesen mehr kennt, ebenso falsch wie der Glauhc, daß es in der Urwelt nicht auch Zwerge gab- Das Gegenbeispiel läßt sich leicht geben. In dem Urweltmeer, in dem die Mosasaurier schwammen, liebten und fraßen, bauten die Radiolarien mit vielen anderen mikroskopischen Tierchen aus ihren Schalen Gebirge, die auf unsere Zeiten gekommen sind, viel sicherer als die Riesenleibcr der Drachen. Heute bauen Aorallentierchen — die os auch damals schon gab—, aber in der warmen Südsee. deren Zauber uns setzt, da er ttn Vergehen Ist. durch die lieber sctzungen der Bände Jack Londons noch einmal nahe gebracht wird. Dort fft unter der Wasserfläche ein mächtiger Wald. Ein Tang. wald, dessen Bäume vom Tanggeschlecht Macrocystis pyrifera ge« bildet werden und mehr als 200 Meter lang fluten. Was ff« dagegen der australisch« Eukalyptus, der höchste Baum der Erde, mst 152 Meter und die omerikanische Sequoia mit 125? Und wie winzig ist die höchste Tanne mst 70! Was hat es auch zu besagen, wenn die Rafflesia Arnoldi Im fieberdunstigen Rhimba Sumatras, wo das neuentdeckte Schuppennashorn lebt, Blllten von drei Meter Durch. Messer in den Lichtungen auf den Boden legt oder wenn die andere Ekelblume Slmorphophallus ihre Blüte zwei Meter hoch baut. Denn die Blumen des Tangwaldes sind viel größer, zwel Meter mißt ollein die Glocke der Cyaneaqualle und ihr« Fangarn« reichen zehn- mal so weit. Und am Fuß« der Tangbäum« liegt die Muschel Tri» dacna mit zwei Meter großen, unendlich dicken und klobigen Lcha» len. Ueber sie hin streicht eins der größten Säugetier«, der zwanzig Meter lange Kachelot, und sein« Verwandten im Polarmeer lagen sogar noch ein Drittel an Länge dazu, ohne schlanganhast dünn zu werder,, wie die asten Mosasaurier. An den Küsten Japans lebt in 700 Meter Tiefe«vier der größten Gliederfüßler, der Krebs„Macraucheira kaempferi" geheißen, mtt 1H Meter langen Beinen. In den großen Lorder. scheren sitz«, grausige Gebilde, wie stumpf« Menschenzähne«zu. sehe». Nur est» anderer Krebs Hot jemot» den Macrvucheiranekord gebrochen, er ist aber fest Ururzrrtcn schon ausgestorben und wird im allen roten Sandstein Schottlands gefunden, wo ihn die Bergleute weg»» seiirer flügelartigen Riesenscheren den„Seraphim" nennen. Neben ollen diesen Meerungeheuern waren noch die großen Tintenfische, die Krakm. zu nemien, 5 Meter fft der.Körper long, dreimal so lang die Fangarme. Dagegen sind die größten Fische beinahe klein. Der größte Hai bringt«s nur auf 18 Meter, der größte Rochen auf acht Meter Breite, doch soll es noch größere unter diese»„Mantas" geben. Äust stich noch andere Großfische imentdeckt, 1921 wurde bei Miami ei» imbekamrtcr Fisch von siebzehn Meter Länge angeschwemmt, der noch total unausgawachse» war, wie die Fachleute beschworen. Auch der Großfischfänger F. A. Mitchell Hedges hat KrastpIvben mchekannter Fische erhalten:'' Gegen solche Nekorde fllch alle alvftren Tiere natürlich macht los. Krokodil und Riefenschlange erreichen einträchtiglich etwa zehn Meter, der neuentdeckte Riesenwaran von Komodo soll dem nahe- kommen, was noch der Bestätigung bedarf. Die Landsäugetiere halten sich mit Elesmst, Nashorn, Flußpferd, Grizzlybär, Giraffe und Pak noch«nigermaßen in der allgemeinen Gigantomachie, die' da zutage tritt, wenn man nur etwas genauer hinsieht. Manche Meervüirrner mit 10 Meter und der australffche Riesenerdwurm mit 3 Meter fallen schon ab. Und vollends die größten Flieger der Jetztzeit, Kondor und Albatros, besonders wenn man noch das flie- gend« Menschenwerk mit in Betracht zieht: Was unter den Insekten„riesig" fft, erscheint nun gar lächerlich. Der größte Käfer fft wie eine Maus, der größte Schmetterling wie «in buntes Damentafchentüchlein. In der entlegenen Steinkohlenzcit gab es zwar Libellen von 70 Zontimeter Flügelsponnweitc, die gruselig genug gewesen sein mögen— jetzt Hot man mir noch Skor- pione von 15 Zentimeter und Blattwanzen von 12 Zentimeter, an deren Stich allerdings jeder, der es erlebt hat, lebenslänglich denken wird. Damit fft unsere Rekordsahrt so ziemlich beendet. Zlbcr es geht nicht um das Einzelwesen, her Zusammenschluß ist stärker. Die Riesensaurie? sind verschwunden, die Bauten der Kreidetierchen stehen immer noch, lind wenn, wie manche Theorien es mst wenig Wahr- sche-inllchkeü durchaus verkünden, einmal alles verschwunden sein wird, werden die Banien der Südfeckorallcn weiter Zeugnis von Ihrer Zost ablegen. Das Große wird klein, wenn es allein bleibi, das Kleine groß, wenn es sich zusammenschießt. Wird drohend, unheimlich wie der.-Heerwurm" aus soinen Hunderttuufenden z«n- iimet erkleiner Maden, wird vernichtend wie eine Heuschreckenwolke — oder wird zum Herrn der Eiche wie der Mensch. Säuglingsheime im Kino. Die„Schreikammer" ist die letzte Errungenschaft des Komfort» der großen Filmtheater. Es braucht nicht erst hervorgehoben zu werden, daß dies« Neuerung aus dem Lande der unbeschränkten Möglichkeiten kommt. Milwautee fft die Stadt. die sich rühmen darf. «in«m tiefgefühllen Bedürfnis abgeholfen zu haben. Die„Schrei- kammer" ist nicht etwa ein Raum, der für jene leicht aus dem seelische» Gleichgewicht zu bringenden Filmbesucher reserviert bleibt. die im Uebermaß des Rührung über eine ergreifende Szene auf der Leinwand das Verlangen haben, sich auszuweinen; sie ist vielmehr für diejenigen bestimmt, denen Träimn sozusagen«in Lebensbedürfnis sind. Es handelt sich nämlich um«in zeitweiliges Säuglingsheim, in dem ine Babies Platz finden sollen, deren Mütter gerade un Parkett dem bappz- eoä entgegenfiebern. Aber damit noch nicht genug, der Unternehmer Hai auch dafür gesorgt. di«s«„Schr-ikammer" schaUdicht nach außen abzudichten, damst di« Mütter mchi durch da» Weinen ihrer Sprößling« in Ihrem Kunstgenuß gestört werden. Die Äkivy- singe selbst werden diese« Versahren zweffello» als herzlos empfwüeu, aber der Erfinder der neuen Einrichtung in Mistvauteo wird wohl den Seelen, und Gemütszustand dar Mütter richtig eingeschätzt Hobe», indem er dafür gesorgt hat, daß sie auch durch das Geschrei der lungcnkräftigstcn Kinder nicht abgelenkt werden. Em«unerikanifches Blatt nimmt die„Schreikanuner" zum Anlaß, um dafür zu plädieren. schallsicher« Zellen auch für solche Besucher einzurichten, die die üble Gewohnhett haben, die aus der Leinwand erscheinenden Text» gm» Mißvergnügeu de» Publikum» laut vorzulesen. Die Frau am Autosteuer. Von Paul Nobert. Aor nvhr als einem Menlchenalter begann das Zweirad das ijr.nl'ewcHungsminel der großen Menge zu werden, und wenn auch die ersten Rodlerinnen noch einiges Aufsehen erregten, so war doch bald der Sieg der Frau auf der ganzen Linie, in de� Stadt wie auf dem Lände, entschieden. Gleiches erfährt jetzt die Lentenn eines Autos? heute noch angestaunt und morgen ist es schon«ine Selbst- Verständlichkeit. Eine kleine Sensation übt höchstens noch die Motor- radfahrerin aus, die mit einem cherrn auf dem Soziussitz dahinsaust — aber meist ist die sportliche Vermummung eine solche, daß man nicht genau erkennen kann, ob da vorn ein männliches oder weibliches Wesen Tempo und Richtung bestimmt. Wer als Autclenker sich berätigen will, bedarf eines Führer- scheine, der nach bestandener Prüfung erteilt wird. Zuerst muß bei Stellung des Antrags ein ärztliches Attest, sowie«in Führungsschein (Strafregister!) beigebracht werden: ersteres Verlangen ist jedenfalls berechtigt, da Seh- und.störfehler, nervöse Depressionen und der- gleichen die schlimmsten Folgen haben können. Die Ausbildung er- folgt in privaten Fahrschulen und die Prüfung findet vor. einer Arnnmrffion statt, die aus Mitgliedern des Dampfkefsel-Ueberwachungs- Vereins und der Technischen stoch-schule zusammengesetzt ist. Während nun früher die Behörden ocrpflichtel waren, all« neugc- prüften Fahrer dem Polizeipräsidium mitzuteilen, ist dies« Ver- pflichtung jetzt— wegen der„Fülle der Erscheinungen"— auf die Meldimg der Fälle beschränkt, in denen die Prüfung nicht bestanden ist; was meist die Aufforderung mit sich bringt, nach einer gewissen Zeit nochpial zur Prüfung anzutreten. Da bei den Anmeldungen ein Unterschied zwischen Wann und Frau nicht gemacht wird, so ist dos Verhältnis der Beleiligimg der Frauen zu der der Männer nur zu schätzen: es beträgt nach.dem Urteil einigermaßen orientierter Kreise etwa 4 bis S Proz. Einen großen Anteil stellen die Frauen der Aerzte: namentlich auf dem Lande wird die Arzlfrau lieber die Unbequemlichkeit(oder ist s immer ein Vergnügen?) einer LandpraxisfahN mit in den Kauf nehmen, als den Gatten allein auf dem Motorrad über Stock und Stein, auf bolperigen, schmutzigen Ehoiisseen, dahinjagen zu lassen. Und vom häufigen Milfahreil bis zum eigenen Lenken ist nur ein kleiner Schritt. Daß der Großgrundbesitz die Produkiionskredite auch zur Anscktaffung von Autrs für die einzelnen Familienmitglieder be- nutzt Hai, ist eine oft gerügte Tatsache— die gnädig« Frau und das gnädige Fräulein hoben»up auch Interesse daran, sich unabhängig von der Chauffeurdicnerschoft zu stellen. Aus diesen Kreisen werden sich auch die Mitglieder des feudalen „Deutschen Damcn-AuteiNobil-Klubs" rekrutieren, der seit Mai 1926 bestehr und in Gatow ein Klubhaus besitzt. Frauen, die den Auto- wagen zu eigenen Berufs- oder Geschäftszwecken lenken, werden noch nicht zahlreich iein: wenn eine Wirme sich um einen Führerschein bewirbt, mag die Vermutung zutreffen, daß sie dos Geschäft des Mannes sorlsetzt. Zlber sicher ist es nicht— die Erscheinung der ..lustigen Witwe" wird sich auch im Aurowesen bemerkbar machen. Daß dos Auw, wie in Amerika, ein„zum staushalt gehöriger" Gegen- ftond-wird, der in gleicher Weise der Frau gebührt, wie dem Mann«, wird wohl noch auf lange Zeit«in frommer Wunsch bleiben. Zwischen Dichtung und Wahrheit. Wie der russische Film Geschichte sälscht. Die Psychologie des Händedrucks. „Eine reizende Frau, aber wenn sie einem die stand gibt» wird niiUt plötzlich ernüchtert. Dann ist es einem, als wenn man«inen Fisch angefaßt hätte, so jchlass und kost berühren einen diese Finger." Wenn dir schone Frou ahnte, daß ihr Händedruck, der kein Druck, sondern ein gefühllos"starres stinhalten der„Flosse"'ist,«inen so ernüchternden Eindruck hervorruft, sie würde vielleicht Stunden im standgeben nehmen, aber auch dann würde sie den ständedruck nicht erlernen, denn dieser ist ein Ausdruck der Persönlichkeit, und die Dame verrät damit die innere Kühle und Gleichgüstigkeit chres Wesens, die sie sonst vielleicht so geschickt zu verbergen weiß. Ein englischer Psycholog«, Focelyn Lucas, beichästigt sich in einem Aufsatz mit dem ständedruck unter diejem Gesichtspunk».„Die Menschen achten zu wenig daraus," schreibt er,„wie deutlich sich der Charakter Der neue russische Film(„Dos Ende von St. Petersburg") ist ein Meisterwerk der Kino-Technik. Gewiß findet man in ihm nach dem„Panzerkreuzer Potemkin" und nach der„Muster" von Gorti auch in tinotechnischer Beziehung nichts Neues. Die grenzenlose russische Landschaft wie auch Petersburg mit seinen Palästen und Mietkaserncn Denkmälern und Fabrikschornstein«n sind künstlerisch und überzeugend gezeigt. Die Schauspieler(mit wenigen Aus- nahmen) spielen gleichsalls tadellos. Und doch ist der neue russische Film kein Kunst werk. Jeder geschichtliche Film, gleich dem geschichtlichen Roman, ist freilich eine Mischung von Dichtung und Wahrheit.„Das End« vom St. Petersburg" ist aber weder Dichtung, noch Wahr- h e i t. Es ist ein platter, mitunter grober und falscher P r o p a- gonda-Film, der den Kriegspropaganda-Ftlmen ganz ähnlich ist. Ungemein elend war gewiß dt« Lage der Petersburger Ar- beiter vor und während des Krieges. Aber es ist geschichtlich nicht wahr, daß die g'elcrnten Metallarbeiter der größten Petersburger Werte damals vor stunger starben und nur Kartoffeln aßen. Di« Arbeitslöhne in Rußlapd haben jetzt bekanntlich kaum das Vor- kriegsnineau erreicht. Wollen denn die Bolschewisten mit Ihrem Film sagen, daß auch jetzt die russischen Arbeiter für sie und für ihre Kinder nur Kartosseln beschossen können? Die Poli.zeiwillkür gegenüber den Arbeitern und den Bauern wird gejchichtetreu gezeigt. Die Sozialisten aber, die das„Glück" hatten, in den Kellern der bolschewistischen Tfcheka zu sitzen, könnten feststellen, daß gerade hier dos Lorkriegsniveau erreicht, ja sogar überschritten ist... Der neue russische Film gibt eine für die deutschen Spießbürger und für die nationol-soziolistischen deutschen Arbeiter eine sehr an- genehme Entscheidung über die strittige Kriegsschuldfrage: die Alleinschuld trägt die russische Regierung, die durch den Krieg die heran- ziehend« Revolution zu vereiteln und vorzubeugen bestrebt war. Die Kriegsdemonstrationcn bei dem Ausbruch des Krieges wurden selbstverständlich durch die Polizei inszeniert:«in entlassener Dieb trägt in dem Film das Zarenbild vor dem demonstrierenden Volke. Als ob die Bolksmasien nur in Deutschland und in Frank-- reich durch die Kriegspsychose spontan mitgerissen wurden'. Alle« das sind freilich Einzelheiten, die die prinütiosten Propaganda- Methoden der bolschewistischen Filmkunst charakterisieren. Aber der letzte Teil des Films überschreitet alle Grenzen der propagandistische» Geschichtsfälschung. Die Februarrevolution, die. wie es seinerzeit Lenin jelbst bestätigt hat, eine„noch nie dagewesene Freiheit" fest- gelegt hatte, ist in dem Film als eine einfache Fortsetzung des Zarismus geschildert. Der Führer der Februarrevolution, der So- zialrevolutionär K e r e n s k i, ist als ein chalbgötz«— Halblakai des weltlichen Mobs hingestellt. Man kann wie man will den ehemaligen Führer der Bauerngruppe in der Reichsduma beur- tellen, aber es ist eine Gemeinheit, Kqrenski als einen Hochstapler unter den nackten B'.ihlerinnen zu zeitzen. Die ganze Schilderung der Oktoberkämpfe vor den Toren von Petersburg sowie die Bestürmung des Winterpalois, wo die revolu- tionäre provisorische Regierung sich zur Abwehr befand, ist er- logen und steht in keinem Einklang mit der geschichtlichen Wahr» heit. Aber was Hot die Propogandekunst mit der Wqhrheit gemein- sam? Man betont, daß der neue russische Film sich damit unter- scheide, daß er keine Helden, keine geschichtlichen Persönlichkeiten schildert. Die A r b c i t e r m a s s e sei der eigentliche Heros des Films. Fn Wirklichkeit ober war der Oktoberumsturz kejn spon» taner Arbeiteraufstand, sondern eine durch die bolschewistische« Führer kaltblütig durchgeführte militärische- Verschwörung. An- dererseits ist man jetzt sreilich genötigt, nur namenlose Helden zu zeigen, denn äll« historischen Helden dar Oktoberrevolution— wie Trotzki, Sinowjew, Komenew, Smilgo u. o. find abgebaut und als Gegenrevoliüionäre vom Schlage Kerenskis verbannt. Ein Oktober» Film ohne Trotzki— ist das nicht ein Symbol? P. G. darin verrät, wie jemand die Hand schüttelt. Da gibt es gewaltige Gegensätze. Demjenigen, der die Hand gefühllos und starr tn die des onderen legt, steht jener Erschütternde" Händedruck gegenüber, bei dem man nur mit Müh« einen Aufschrei verbeihen kann. Das sind die kräftigen Draufgänger, die einem die Hand schütteln, als wenn sie einem jeden Knochen zerbrechen wollten, die gemütlichen Polterer, die ihre Krostnatur aus diese Weise zum Ausdruck bringen. Man lann sie sich nur mit' der Spitze des Regenschirms vom Leibe holten, aber auch wenn sie einem noch so weh getan haben, kann man ihnen nicht böse sein, denn es sind offene und ehrliche Gesellen. Nicht nur Männer drücken einem so die Rechte, sondern auch Frauen, und zwar tn unseren Tagen viel öfter als früher. Es gibt aber auch da«ine erzwungen« und gemachte Derbheit, die sich nicht selten in einer mehr lächerlich wirkenden Absichtlichkeit zeigt. Ein anderer Typ sind jene bcrzlichen und ausdringlichen Menschen, die einem nicht nur mit einer .Hand, sondern mit beiden Händen die Rechte umfassen, die«inen am liebsten auch noch in die Rippen stoßen möchten, und diese übertriebene Form, sein« Herzlichkeit zu zeigen, wirkt oft weniger sympathisch als der Händedruck der Kraftmeier, laßt eine gewisse Heuchelei und Uebertreibung ahnen Die Streber sind«ine Klasse sür sich."Ihr Händedruck ist bewußt und richtet sich genau nach der Stellung und dem Einfluß der Person, mit der sie sich begrüßen. Ein warmes Händeschütteln ist nur dem Höherstehenden und Vorgesetzten zugedacht: der Gleichstehende bekommt einen flüchtigen.Händedruck, und dem Untergebenen werden höchstens zwei Finger so nebenbei hingehalten. Der Händedruck des Schüchternen, der zögernd und aus- druckslos ist, unterscheidet sich doch deutlich von dem des Gleich- gültigen, denn ihm fehlt in seiner Schwäch« nicht eine gewisse Wärme. Noch unendlich viele Nüancen des Handgebens lassen sich beobachten, j« nach dem Charakter und den Absichten de» anderen. Da ist der Händedruck der Bewunderung, der dem schöneren Geschlecht dar- gebracht wird, ein korrektes und ehrfürchtiges Ruhen der Hand des Verehrer» in der der Dome, das nur durch ein längeres Derweilen, ein zögerndes sich Loslösen gekennzeichnet wirst: da ist dar rasch« slüchiige Händedruck des eiligen Geschäftsmannes, ster widerstrebend« Händedruck der Männerseindin, die sich damit schau etwas zu ver- geben glaubt, bas mehr als herzliche Pressen der Hand'sturch den Hoch- stapler usw. Ein Händedruck kann so viel bedeuten lltzd so weniz. Er verrät das echte Vergnügen an einer Begegnung, qen gelang» weilten Ueberdruh und die hinterhältige Feindseligkeit. En* schlasse Hand, die wie leblos in der anderen ruht, wird stets einen upanqe- nehmen Eindruck zurücklassen, und das ist berechtigt, denn sie steht mit einem kalten und trägen Herzen in Verbindung." Die Stadt der 101 Kabaretts und 10t Feiertage. Den Beiname» .Die Stadt der lül Kabaretts" hatte" Charbin schon lange von den Fremden erhalten. Aus dem neuesten Fohrplan der Ehinesilchen Osteisenbahn geht aber hervor, daß man sie ebeitsogut„Die Stadt der 101 Fcierloge" nennen könnte. Zu den S2 Sonntogen des Jahres kommen zunächst 1k chinesische und 14. russische religiöse und noti» nale Feiertaae. Ferner sit'd hinzuzurechnen achtzehn Sonnabende tn den vier Monaten des Sommers, an denen olle Retfebureau» geschlossen sind. Dies gibt 100 Feiertage. Außerdem ist da der Neu- lahrstag, an dem niemand in Chorbin arbeitet, sondern jedermann im Wirtshaus ist. Die 101 erhöht sich noch, da es in dos Belieben des einzelnen aestellt ist. den 9. Januar zu seiern. den Tag. an der» im Jahre 1905 vor dem Winterpalais in«t. Petersburg auf die friedlich demonstrierenden Arbeiter geschossen wurde, und der als der eigentliche Geburtstag der russischen Revolution gilt, sowie den 1. Mai, als den Arbeitsfeicrtag, oder Weihnachten, auch den Tag der Geburt Christi. Iedensalls wird während mehr als hundert Togen im Jahr in Chorbin keine Arbeit angerührt. ��mente m unseren 10 Spezialgeschäften sind unerreicht an Auswahl, Qualität und Preiswürdigkeit "s Sot'----- 1 1 1 Mslnres .SendeumqeboU Ii sn 22 Sdiaofentten iMirsr Verkaiifsjtellen tlintfig uheinsrti Gardinen-Ausstelluns Kflnstler-fianilliir 775 ■i teilig engl. IdH iow" KeHefqueilt«,«oer- X behäng. Qnselen... w EMÄ KP neue Mottet..•••• rm neue Muster Q J pt Spit»eneioI«M«og.. -l65 Muster ihuhiwim gs" .«»1 Tüll mit Volant. U■* Maflrasöarnltnr 975 Steil. Ind-nthren, rerecaie. A dene Ferbe'ellongen Maflrasöarnliür. 075 0 Biamin-fianiinir 025 glatt E'amin mit Klöppel- J füVfcitlchoTi mltindantbr« blauen Bordüren.••• Volle-fianmar«M «•hweisetVell-.n« dslne IT RüscheDTeratbeitong Nadras-Sebertani<050 d�kelgraei,»ed. 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Neuwahl der Pressekommisston, de» Be- zirksbildungsausschusses. der Porteivertreter der Sozialisti» schen Arbeiterjugend und de» Bezirksausschusse» sür Ardeiter- Wohlfahrt 3. Erledigung der eingegangenen Anträge. Der Bezirksvorstand behält sich vor, die Tagesordnung noch zu erweitern resp. umzustellen. Di« Abteilungen werden ersucht, die gewählten Delegierten dem Bezirksvorstand mitzuteilen, damit ihnen rechtzeitig die Vorlagen übersondi werden können. Mondatssormulore gehen den Abtei- lungen ebenfalls rechtzeitig zu. für diel« Sabrt! stad Berit» CS 48. Liadeostrasje Z, partemachnchten für Groß-Ve rlin Net» a M» Z. tri. 2 Ter», recht», z» richte». » Krel» Seddl»«. Mittwoch. 7. Mir,. Uhr, bei Iran» Railer. Ufer. ftraße 12. areiselternbeirStrverfawmlung. Bortraq des Senolfe» Stettor Richard Eckröter. Erscheinen nnbedinot erforderlicki. ch icrei» BreaUaaer«er«, lseei« Cchnlncmeinde. Ront-a, b. Mir,. l»>4 Ld«. in der Schale. Coaneni-rner Str. Ansllirunaeversaonnlann fSr die am I. April dort i>» errichtend« Weltlich« Schnle. Alle Senner NN» Lehrer stnd besonder,»Inarladen. Bortrnn de« Cenosse»»iiraermelfter Dr. Oltrowoti. Unsere Tckoli-eunde, sowie Senoslinne» nnd Cenosse» »erden»m«cht«ne Betelliau»,«beten. d. Krei, isriedrich-d-i». Mittwoch 1. M-in. 19 llbr. Beitirksoersammlnng im Rathaus. Stadtoerordnetensidimpssaal. Etnaanl, Spandauer Straß«. Einlaßkarten IS llbr beim Genossen Jiicker, Epandauer Str. I. ttrei» ltrnubrra. Roniaa. ö. Ä>ir». 18 llbr. Beitirlsocrordneteafraetion an bekannter Stelle. Achwnal Um ITir llbr Sißuna des Borsrande, im Simmer ZZ de« Bezirksamtes. . nctiuiiFoionimiiium. cipimu nrionruR, o. wrar». 20 rrar. npelbof. Werder- Glke Jriedrich-Karl-Etr..— SPD. Jrei- d. 7. MSr.r. is llbr. bei Äiienovrf, Mariendorf, Chariffee» mmlun». Wichtige Tagesordnung. Erscheinen aller SPD-- ltrei, Ebarlottenbnra. Montag, Z. MZ«. ISib Ubr. graktionsUmng mit den Bllrgerdeputierten im Zimmer 1 des R-tbauses. a. Sir.i« Tempelbol. Reitunpokommlfiion. Sißuna Montag, 6. Mllrg.» Ubr, bei Primus. Tenivelbof. Werder- Eck- f'''*--------• denker. Mittwoch. 7. M..... straft« 1». Versammlung ! � Genossen dringende P, licht. 14. ilrelo Renlölln. Montag. Z. Mii», 10 Uhr, im Raibau« Reukllln, Jraktio»»- litruug.— Dienstag, I.. Miir,. 1» llbr. im Vartridureau. Rerkarltr. i, ! Eitzang sämtlicher Äbteilungsmieterobleute. Bericht und Reumahl. JB. Ar ei« ttZvenick. Dienstag, s. MSr». Iv'.ö Ubr, t»«lipenick an bekannter Stell« ttreisoorsiandsssgung. Tagesordnung: Kommunal« Augelegeubeiten. Pünktliche» Erscheinen wird erwartet. 17. Treis Lichtrnbera. Mittwoch. 7. MSr». ldtö Ubr. bei Wibrecht. Borbagener Straße»2, Sißuna de» Tirisvoriiandes. S. Trrl»»elnickrndorl. Die fBt Montag anaeseßte Sibnng des erweiterte» Kreimwriianbes findet umftSirdebalber erst Donnerstag, 8. Mär», statt. heute. Sonntag, den 4. März: O. Abt. Di« Belli rkswbrer werden gebeten.»Unser Weg� vom Sasfierer Karl bäbne obtubolen..... ZS. Abt. RenkSIn: Dl» Belli rksfllbrer«der Beiirkskafsterer llMgebenb Einlaß» karten abbolen vom Genossen Wiewen. iUetbenstr. 71. Elchtrnbera. III Abt. Die Genossen werden gebeten, sich a» de» llack-London. Abend, im Lokal Schoner!. Stralau. Allna stldr.. 18 Uhr, zu beteiligen.— 11».«dt. Ssut«. Sonntag, bei Schubert, Stralau, ftunattto-. Vortrag mit Ächrbiltwrn: London, der Name und des Bert'. Vortrag! Wlkred Beierl». Eintritt«0 Pf. Sintritt«kart»n find noch doi den f Ki baden. Die SaMerer werden gebeten, am gleichen Tag« abiurechnen. JB.«dt«lankenbnra.«»tu na! Di« beutia« l-mmuoole Sersou-wluua findet nicht, wie irrtümlich»agooebe»,»»«th llbr. sondern schon bereit«»» IN, Ubr im Lokal Alna, Dorsftr. S, Satt. Morgen. Montag, den S. März: Brandis. S tralauer Str. 10. AunktionZrstttUug. Burg. Preivlaner Allee 18». Situmg der l ills ssnd die Plokot» abtuholen. ttlmersdsrier Str. B. wichtig, ' �«Lt. Mb Ubr bot ».«fit.» Ubr bot iommilsson. Edenfall».. �. B.«dt. Ebsrlsttenbnra.» Ubr bei Reimer. Junlttanirstdung. M.«dt. WUwerndsrf.» Ubr bei Schräm«. Bobeniwllerndam» 2. Borst«»»». sttlUMt mit Nimtlichea Funktionären Er'cheinen Ist Pflicht. JM.«öch vderlchZneweib«. IStj Ubr bei Winkler. wichtig,«unkti-nitrstßiw». Dienstag, den ö. März: tt«fit f»U Zlhe in de, Eoweainosäle».«mnelee Str.«7,«eisommluna der«rdeiierwoblfabet.«I, Cenoifinnen und Genossen, die in der«adt. «-brtspllra« nnd«ul kommunalem Gebiete tätig ssnd, müsse» an di-fe« Berl-mmlnng teilnebme».—«chtnng! Mittwoch.?. Mär.,. ZI llbr. bei »rompbardt, Paul-Singer-Str. 4», Borstandsfißuna mit sämtliche» Gruppen- t eitern. Die Crnppeitleiter«erde» ersucht, dir genauen Adressen ibrer skunktisnär»»itmbringen. ZI Abt. Sämtlich« ebrenamtlich tätige» Cenosssnn«, und Genosse« beteiNqen sich an der SIbung der«rbriterwodlf-brt l»4b Ubr in de» Emneniu-Mlen. 18. 7nt'tIti Iti Gllntber, Brandeubupg. Ecke Ritterstr.. Funktionär. 40». Eimrlottenbnr«. JunktionärssKnna bei E-s»er«. GueriEestr. 1.»o Uhr. IM.«dt. Z-banniotbal. IS'a Ubr bei Codin. Roonftr. 2. Sitlung sämtlicher »nnkiionSre und des Bildungsausschusse». eog««»!l,ü».nd-r,.vst. m Ubr bei Rochhaus. R-ssd-Mstr. Eck« Schän- boteer Wen ssunkt'.onärssbumt.«chtungt Der Borstand trifft stch eine halbe Stund, frllber im gleiche» Lokal. � tu«it.«barlott-nbnrg. Mittwoch, 7. MSr,. 20 Uhr. bei Lehman»,«i-tg» 7t.«k 7- RSr». IAH Uhr. bei Micklon. Vot�am» Slnaß« i». wichtig« JunkttonärliKuaa. Besonders vorieilhejte Angebote in allen Abteilungen auch wahrend meiner Gardinen-Ausstellung— zu der ich Sie übrigens noch erwarte! Iirtlnleltl LondenfmeeTLetaen-o-GeblläwiAeret GrOfil cm Semd erb«nstlr L«ta cna.W»»Schuch. 2. Neuwahl des Zrauenausschuffee. 3. Verschiedenes.- Türkontrolle I.Kreis.- vas Zrauensekreiariat. Zrauenveraustaltwngeu: 18. strei» gehlendorf. Der llursusabend Röntg«, 5. März, muß nm stände. halder ausfallen. Die Genoffinne» werde» gebeten, di« Rott» der 74. Abt. zu beachten. U. strei, Schiincborg. Diens! .Einführung In die Ged, der«, Mühlenstr. S. Referentin Genossin reich« Beteiligung wird gebeten. M. Arel« Reinickendorf. Dienstag de» sturfug _ Sag, I. März, 18V4 Uhr. Fortsetzung..____ Einführung In die Sedankcnwill des Sozialismus� bei Dahn, Schüne. na Todenhagen. Um zahl- staa, 8. Rär», M Uhr, Funktisnärinnen .orf-Ost, Hauptstraß«, Rathaus, giuimcr 17, Vortra«. der Genossin� Mathilde�Wurm über.Die Stellung der Frau zu den konferenz in Reinickendor kommenden Bahlen�. Pflicht aller Funtttonärinnen ist es, pünktlich zu erscheine». ArauellverallstaUllugen am Montag, i9X Uhr: IL. 15., 18,«dt. Montag, 3. März, 19Vi Uhr, in der Löwen. Brauerei. Hochstr. 2, Film, und Vortragsabend. 1. �trruzzug de» ""~rn Dr. Julius Moses. M.'- Weibes/ des Genossen . d.R. M t«tsprgche I. WWM..______________... Gäste willkommen..Borwärts"-L«str unb Lompathifierente And de. sonder» eingeladen. !-?!!! lll. Abt. 20 Uhr bei ...... end gemlltNche» Stolptfche Str. 88, Untrrhalwngsabend. isanimenscin mit Tan,. All« Genossinnen und Genossen sind eingeladen. Gäste willkommen. «dt. Bei Aromrhardl, Paul-Singer-Ste. 49, we»-«»«m» se»-« rthel stder �.Romane und FUme". Alle Gendfstnnen und Genossen And —VE» Ulli* IJb «tiigcladcn. Gäste willkommen. I ?bt. Pti Ierasch, Edcrmstr. 10 Ecke ltochbannstr-l;-. Vortrog»er Cr- eich Fraenkel über.Die Frau und der Sozialtsmus-. Alle Genossinnen ünd herzlich eingeladen. Gäste willlommen. 58» Abt. Bei Zer-si nosstn Rgnock, All« E- 71172.«fit...... erst Montag. 12. Ebertnstr. 10 Ecke Kochbonnstraße. Vortrag der Gr» d. L., über»Die Frou und die kommende» Bahlen�. Genoffinne» find derzlich eingeladen. Gäste willkommen. 1.«chrung. Genasfinnen! statt. Der ihrauenabend findet 74. Abt Zehlendorf. Bei Schnorre, Zehlendorf.Mitte. Potsdamer Str. 8. Vor. trag des Genossen Paul Iudriän über»Dl« Frau mid die tammende» Wahlen-. Alle Genossinnen sind herzlich elngelaben. Gäste wMkommeu. 8I./M. Abt Reulölln. Vormittags 10 Uhr treffen stch die Ecnosstnneu zur lO'Ii. Um rege de» Gcsundheit�ouses Areuzbcrg, am Eingang Urbanstr. I eilkgung wird gebeten. 181.«dt Treptow. iWt Uhr in der»Borwärts-�vedition. Graeßstr. 80. Zu- fammenkunft der Funllionärinnen. Tagosordnung: L Unsere Filmver. onstoltung. 2. A Zitationsfragen. 8. Verschiedenes. All« Genossinnen. die sich auf de« Frauenabend zur Verfügung gestellt haben. And bierdurch »u der Srßung«ingeladen. 123. Abt Weißen sre. Bei Stürke. Eharlottenburgrr Str. 8, Lchcrarisä>cr Abend.Das junge Deutschland". Ale Genosstnneu find ern geladen. Gälte Frauellverullsialtungeu am Vieaskag. tS� Uhr: 21.«dt Bei«roll, Utrecht» Str. iE. Ernste, und Heiteres". Vortragender Genosse Hein, Bartbel. All- Genossinnen find»tngeladeu. Zt«dt Bei Bertaila. Hohenl-bestr. 8. Ltchtk burtenrezelung— Frauenkrankheiten". Vortragender Vrodnitz. Alle Genossinnen und Genosse» ftnd I Brodnitz.____ Gäste willkommen. Lichtbildervortrag!.Cr- ' r Genosse Dr. Reo er. herzlich eingeladen. .«lt. Tbarlottenbueg. Bei Bad«, Saiserin-Augusta-Allee 82, Bortraa der Genossin Ccheniabowski über.Die Frau und die iootmenden Bahlen". Um zahlreiche Beteiligung wird gebetea. mßm 84. Abt Dienstag. 8. Marz, ssüh______ H-P�-H____ WWW Areuzberg. Treffpunkt 1881 Uhr Nor den, Eingang de» Gestlndheitsbauies, ReuISln. hrung durch da, Gesundbeitshaus Urbanstr. 10/11. Reg« Beteiligung wird gewünscht.— 15. Abt. Achtung, Eenosstnnenl Dir beteiligen UN» an bor Besichtigung des Gefundbeit». Hauses Areuzberg. Treffpunkt Dienstag, 8. März, LtGl Uhr, vor dem Eingang Urbanstr. 10/11. Um zahlreich« Beteiligung wird gebeten. Avaueuverausialtuageu am Mittwoch. 19 M Uhr: 18., 18. nnd 28.«fit. 30 Uhr im Lortragsfaal ber Städtische» Gaswerk«, Stralauer Str. 37.28. 1 Ecke Reue Friedrichstraß», Gaolochtekroorsübrung. Alle Genossinnen werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. jufe4a.UJ< a 108. tat Adler» hos. Bei Bogel, Sisworckstr. 74, Vortrag der Genossin Lisa Albrecht übor �lbrverpflegr und Gymnastik". All« Senosfinnen find ein. geladen. Gäste willkommen. Lezirksausfchuh für ilrbeiterwohlfahrl: 4. ttrri» Peenzlaner Bern. Mittwoch. 7. Rär». Besichtigung de« Städtischen Waiseahause, Ruwmelsburg. Treffpunkt 14 Uhr s2 Uhr) pünktlich am chauvteingang de, Woisenhouf«,. Lichtender«. Dauvtstr. 7. sFabroerbtn- düng: Stadt, und Ringbahn bis Stralau-Rummelsbura oder Rummels. bürg, Straüenbabn 78 und 113. V Alle Geuosfinnen und Genosse« find t �»im,� 3tn�fit'eneömtn, Bortrag:.Arbolterklass- und 17 bi, Pazifismus." fFortfetzung.) Sroß-Berlin. Achtung, Ansfieeer! Donnerstag, 8. März, Mb Uhr im Arbeitrefugendhelm, Ltndenftr. 41 fnebe» dem.v»rWiet,".Ssd«nt, Adrechuung de« teiterfugendbei«, Ltndenft«. 41 fnebei Beiträge, Znnglozi-Uptfcheu Blätter nnd Schriftenreihe. Liudersreunde Groh-Berlin: ., Skiti, der Seschästsstellt Besonder« t Versammlung am Mittwoch findet»»WWW noch Zlowawes statt. Der Sonnabend ist dem Praktischen gewidmet. weiter« Aussprach« k' � Ist es notwendig, da' He Ii erfährt t. Sonntag WW alle Helfer teilnehmen. Wir treffen un» um 13 Uhr auf dem Bahnsteig D Bahnhof Gharloltenburg. Zlachzügler wstssen am Sonntag er« Aussprache über dl. Roten Fallen. Des kommenden Zeltlagers wegen ------------"" ille Helfer tellr'- M ....nbof Charlotte„ spätestens um 8H Uhr draußen fein. Meldungen für di- Uebernachtung er bitten wir bi» Donnerstag, 8. März, an die Geschäftsstelle. Ärei, Tieegaete», Grupo,«nqust Bebel- Dtensrag, 8. März, Basteln ivl Heim Waldenserstraß«.—«tkengruppr: Mittwoch. 7. März, Spielen im Heim Waltenferstraße. Are!» Sedding. Gruppe S«»poldpl-tz, Rot- goilrn: Dienstag, 8. stral iaonheii iße Bad ««unter Abend: Mittwoch, 7. Mörz. den; F«itag, fL März, in der Turnhall » M März, st» in der Badeanstalt Serich!- ...„ I Ruheplatzstraße Turnen und Tanzen.— Zungfnllen: Donnerstag im Ledigenheim Basteladend. Mittwoch und Freitag stehe Rote Falken.— Gruppe Sumboldthain: Montag, ö. März, UNI 20 Ubr, H-if-rsttzung mit den Funktionären der SA2. Grnppe Rorde» in ber Schule Putbusser Sit 3.— Rote Falken: Am 5. März Turnen und Tänze in der Schule Putbusser Strafte, ITH Uhl! am 7. März im Jugendheim Lortzing. strafte Aeimabcai, 17hj Uhr. Thema:„Falten-Regeln."— ZnugfaU.:»: 3. März im Helm Putbusser Str. Nhs Uhr, Turne» und Tänze.— hang- und Rot« Falten: Am 10. März in der Schule Putoufser Straße Spielen. strei» Ehnriottenburg: Montag, 3. März, um 13 Uhr, Hclferfitzung mit den Horde n führern im Heim Rosinen str. 4. ff» wird pünkllich begonnen. Die Vor- fitzenden der SAI.-Gruppen werden gebeten, daran teilzunehmen.— Grnppe F reihst:: Dienstag Heimnbenb um 171? Uhr. Fortsetzung der Aussprach«»Was ist Sozialismus?— Gruppe Bollshau«: Mittwoch Heimabend um 13 Uhr. Uebunaiftunde.— Gruppe Einigkeit: Mittwoch Fortsetzung.Was muß der Rote Falte bei Unglückofälien wissen?" Äwi« Reinickendorf: Heute, Sonntag, ssnd die Roten Falken von 15 bis 1« Uhr im Heim Seebad und dl» uüten zur gleichen Zeit im Helm Lindauer Stcofte. Mou:ag oon 16—18 Uhr Spielen der tiükeugruppe. Dienstag oon 17%— 13H Uhr Mitgücderv.rsammlung mit anschNeftendrr.naulestundl für die Roten Falken, d-sgleichen für die Iungfalken am Mittwochs zur gleiche» verfammluna 32. Abt. haus Steglitz. nluna im Jugendheim B-rastr. 2». Abt. Steglip: D.cnstan. 6. März. teglitz. 20 Pf. Fahrgelt ist mitzub pünktlich mitzubringen. 18 Ahr- Treffpunkt Rai. Sterbetafel der Groß« Berliner Partei- Organisation! 35. Abt Mittwoch, 28. Februar, verstarb nach kurzem«oankenlager unser Genosse Johanne« Bombe im 42. Leheuoiahre. Ehre seinem Anbenien. Be. «rdigung Montag, 5. März, 15 Uhr. auf dem Lichtenberger Friedhof, Lück- strafte. Um rege Beteiligung bittet die Abteilungeleitung. 88. Alst. Halet'see. Unser Genosse Eugen Bechstein. statharrnenstr. 3. ist am �'»>M' Geich-tttsreiie vlodlich verstorben. Ehre seinem An- ontag, 5. März. 124h Ubr. im Arematorium Wilwerz. rege Beteiligung 83. Abt. Reukälln. Unser alter treu«: a-n-sse fitem B-rl-nt-. Sertzfier«. straft« 7/8, ist Dienstag. 23. Februar, verstorben. Ed« fotnem Andenken. Einascherrnig Montag. 8. März, im Ubr. im Kromakprunn Serichtstroße. Rege BoteUigung wird erwartet Arbeiterjugend Groß-Serlin SüTseadungen säe diese Zlubiil nur«■ da4 Jugendltteetaelat. Bettln SW«, lllndenstroge 3 Alfred Beierle spricht über.Zack London" fmU Lichtbildern) am Sonntag, .. März, im großen Sitzungssaal dos BeztSsamlcs Kreuzberg in der Porck» ivafte U um 18 Uhr. Gintrttlzkarten 8 30 Ps. im Zugendselretariot zu ibeu, heule. Souutag: Reuläll» VI: Fahrt in» Blaue., Treffpunkt 7 Uhr staifer-Friedrich-Bahu« h if.— Hermedors: Treffpunkt zur Fährt 7 Uhr am Bahnhof, Rordansgäng. »llplatz II: Treffpunkt zur Fahrt noch Gtrauederg 7V, Uhr Bahnh.'s Schän. rnser Allee.— Tempelhos: Besuch de» Zoo. Treffpunkt 3'1 Uhr Dorf., Eck- Berliner Straß«. 16 Uhr Funkt ouärsitzunq im Seim. 13 Uhr Dunter Abend.— Frankfurter üt Balieuplatz. 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