Nr. 266. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Aus England. London, den 10. November. Mittwoch, den 13. November 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. von was, als einen " Prozentual zur Zahl der beschäftigten Mitglieder ist die Ab- von 6 Pence pro Woche und Mitglied ausgeschrieben, nahme der Arbeitslosen noch größer, weil sowohl in Glasgow wenn man die ausgesperrten und die arbeitslosen Mitglieder abwie in Belfast die Gewerkschaften gegen 1893 an Mitgliedern rechnet, eine wöchentliche Mehreinnahme Der Zohnkampf im Schiffbau Gewerbe hat sich mindestens feit meinem letzten Brief nun doch von Belfast nach Glasgow, zugenommen haben. Glasgow hat jest 15 999 gegen 13 836 und 1500 Pfund verspricht, und außerdem die Bewilligung einer Extrasteuer von 1 Schilling für den Fonds für außergewöhnliche oder genauer vom Lagan nach dem Clyde hinüber gespielt. Die Belfast 8845 gegen 7994 Mitglieder. schottischen Schiffsherren haben nach längerem Zaudern sich zur Alles das sind Beweise für einen flotteren Geschäftsgang, Bedarfsfälle beantragt. Aehnlich gehen die anderen Organis Einhaltung des mit ihren irischen Berufskollegen vereinbarten gegen die es fruchtlos erscheint, Einwände zu erheben. Worauf fationen vor. Für die betroffenen Gewerkschaftsmitglieder ist Vertrages entschlossen und sämmtliche auf ihren Werften be- die Unternehmer sich berufen, ist daher auch nicht, daß es ihnen jedenfalls auf Wochen und, wenn es noth thut, auf Monate schäftigten Maschinenbauer, die Mitglieder des Amalgamirten lohnend genug für jenen Aufschlag seien. Ferner- und dies fich verlängert, die Frage der Unterstützung der Nicht- Gewert an lohnenden Aufträgen fehle, sondern daß die Aufträge nicht hinaus gesorgt, größere Schwierigkeiten würde, wenn der Kampf Vereins sind, entlassen. Der Beschluß ist am letten Dienstag in ist einer jener flassischen Ausflüchte, bei welchen die Rabulistit schaftler und insbesondere die der Fabrits- Tagelöhner, welche fraft getreten, aber mit den entlassenen Gewerkschaftlern legten der ehrbaren Geschäftsleute die der Jesuiten in Schatten stellt lettere bei 18-20 Schilling Wochenlöhnen nicht in der Lage auch die nichtentlassenen Maschinenbauer, die zu jenen der Zahl nach im Verhältniß von etwa 3: 1 stehen, die Arbeit nieder, sei ein solches Versprechen, wie das von den Arbeitern sind, Ersparnisse zu machen. Die Löhne der gelernten Arbeiter so daß zur Zeit etwa 8000 Mann am Clyde feiern. Aber das vielleicht einzelne der Unternehmer sich persönlich in diesem angerufene, gar nicht gegeben worden, denn wenn auch bewegen sich zwischen 30 und 35 Schillinge pro Woche. ist nur der Anfang. Schon sind durch den Ausstand der Maschinen- Sinne geäußert hätten, so stünde doch kein Wort von einer nicht von solchen unter den Arbeitern. Dagegen heißt es heute, Bon Streitbrechern ist vorderhand nicht die Rede, wenigstens bauer rund 2000 unqualifizirte Tagelöhner mit außer Thätigkeit solchen Busage im Protokoll. Das heißt, man leugnet nicht, daß einige der schottischen Firmen schon wieder von dem gesetzt, und wenn derselbe andauern sollte, würden auch die weiteren daß man unter solchem Vorgeben die Arbeiter zur Einwilligung Vertrag abgefallen sind und die Sperre auf ihren Werken aufder im Schiffsbau thätigen Kategorien von gelernten Arbeitern bewogen, aber weil es nicht protokollirt worden, darum soll es gehoben haben. Bestätigung bleibt abzuwarten, aber im ganzen sammt ihren Hilfsarbeitern eine nach der andern zum Feiern auch keine Kraft haben. Schließlich beriefen sich die Unternehmer sprechen die Umstände nicht für einen Sieg der Unternehmer. verurtheilt werden. Kein Wunder, daß die öffentliche Meinung auf die scharfe internationale Konkurrenz, der sie bei Erhöhung den Vorgängen am Clyde mit gespanntester Aufmerksamkeit folgt der Löhne nicht gewachsen seien, aber die Arbeiter verweisen dar- Harrison, ein alter Freund und genauer Kenner der GewerkschaftsJm Daily Chronicle" läßt sich heute der Positivist Frederic und alle möglichen Versuche gemacht werden, eine baldige auf, daß die Herren Harland u. Wolf in Belfast, die größte der bewegung, in schärfster Weise gegen das Vorgehen der Unters Schlichtung des Konflikts zu stande zu bringen. Die allgemeine Sympathie ist ganz ersichtlich auf seiten der dortigen Schiffsbaufirmen, erst vor kurzem bei einem Konkurrenz- nehmer aus. Er bezeichnet die Politik, die Arbeiter eines Arbeiter; selbst konservative Blätter nehmen rückhaltlos für die ausschreiben für den Bau eines Dampfers eine deutsche Firma Distrikts zur Strafe für den Streit der Arbeiter eines anderen felben Partei, während die Unternehmer fast nur sehr laue Ver- ment der auswärtigen Konkurrenz in einem Moment wenig be- nationalen Gewaltstreich, der es verdiene fehl um 3000 Pfund unterboten haben, und jedenfalls ist das Argu- Distrikts auszusperren, als verbrecherisch, theidiger finden. Man erklärt es für unerhört, daß die Mitglieder des Amalgamirten- Vereins der Maschinenbauer am Clyde, weisträftig, wo alle Welt die Hände mit Aufträgen voll hat. zuschlagen und voraussichtlich auch fehlschlagen werde. Die nachdem sie soeben mit ihren Unternehmern über eine LohnEs liege daher der Schluß nahe, daß die Unternehmer mit normale Wirkung einer Aussperrung", schreibt er, ist die, zur differenz einig geworden, blos deshalb ausgesperrt werden sollen, ihrem Widerstand gegen die Lohnerhöhung einen speziellen, nicht Roalition aufzustacheln, die Nichtgewertschaftler in die Gewerks weil sich am Lagan Mitglieder derfelben Organisation noch nicht offen zugegebenen Zweck im Auge haben, und es ist, wie schon schaften zu treiben und durch Ableitung von Kräften vom mit den dortigen Unternehmern geeinigt haben. Wenn die aus erwähnt, der Verdacht geäußert worden, daß es in Wirklichkeit Arbeitsmarkt die Löhne heraufzubringen. Viele der stärksten, Sympathie" inszenirten Streits von Arbeitern verwerflich seien, sich um einen Vorstoß gegen die Gewerkschaften handle. Begreif: reichsten und größten Gewerkvereine der britischen Industrie sind fo feien die Sympathiestreits der Unternehmer, die Aussperrungen, lich wäre es am Ende, denn gerade in den Berufen, die entweder durch übermüthige Versuche, sie durch das Mittel der Ausblos um einem anderen Distrikt zu Hilfe zu kommen, sehr viel direkt Unterzweige des Schiffsbaugewerbes sind oder in enger Sperrung zu zermalmen, in die Höhe gebracht worden." Wir verwerflicher. Man erblickt in dem ganzen Verfahren mehr ein Verbindung mit ihm stehen, sind die Organisationen der Arbeiter tönnen nur wünschen, daß er recht behält. gegen die Organisationen der Arbeiter gerichtetes Unternehmen, in den letzten Jahren bedeutend erstartt. Die Kesselschmiede Politisch hat der Konflikt, scheint es, mit dazu beigetragen, als die Abwehr unerfüllbarer Ansprüche der Arbeiter. und Eisenschiffbauer haben eine Union, die in den großen Schiffs- daß bei den am 1. November erfolgten partiellen ErneuerungsAm Lagan( Belfast und Umgegend) handelt es sich um eine häfen so gut wie alle gelernten Arbeiter umfaßt, ebenso die wahlen für die städtische Vertretung die Sozialisten Glasgows Erhöhung der Wochenlöhne um 2 Schillinge, womit dieselben Former und die Metallarbeiter, und die vereinigten Maschinen- zwei der ihrigen durchgebrecht haben. Auch im benachbarten auf den Stand von 1893 zurückgebracht würden. Vor zwei bauer haben seit der im Jahre 1892 erfolgten Reorganisation Paisley gelang es, die Wahl eines Sozialisten zu erzielen. Jahren lag der Schiffbau dort wie anderwärts sehr darnieder, ihres Vereins bedeutend an Mitgliedern und Aktionskraft zu- Erfolge wurden außerdem erzielt in Stalybridge, Moßley und und die Arbeiter willigten nach eingehenden Verhandlungen und genommen. Sie zählen heute 78 000 Mitglieder und verfügen Sunderland. In Bradford verlor die Independent Labour nachdem ihnen die Unternehmer versprochen, bei Eintritt besseren über einen Reservefonds von 200 000 Pfund Sterling. Aber Party etwas an Stimmen, setzte aber die Wahl eines Kandidaten Geschäftsganges zu den alten Löhnen zurückzukehren, ein, eine wenn der Wunsch, die Unionen sich vom Halfe zu schaffen, be- durch. Hier kämpfte die Partei gegen die Konservativen, während Lohnermäßigung um 2 Schillinge pro Woche über sich ergehen greiflich ist, so ist es sehr schwer begreiflich, warum die Unter- die Liberalen darauf verzichteten, dem Sozialisten einen Gegens zu laffen. Daß jetzt eine entschiedene Besserung des Geschäfts- nehmer die Zeit des geschäftlichen Aufschwunges abgewartet fandidaten gegenüber zu stellen. Im allgemeinen aber überwog ganges eingetreten, tönnen die Unternehmer nicht leugnen. Das haben sollen, um einen Versuch in dieser Richtung zu wagen. Der Kampf zwischen Liberalen und Sozialisten, und den Profit Arbeitsdepartement im Handelsamt verzeichnet folgende Be- Die Aussichten sind da alle gegen sie. Ein anderer Umstand, davon hatten die Konservativen. Sie haben fast überall Size wegung der eingelaufenen Aufträge auf den Schiffsbauwerften: welcher die Unternehmer am Clyde bewogen haben kann, denen erobert. Verluste hat die Independent Labour Party u. A. zu In Belfast von Belfast zu Hilfe zu kommen, ist der, daß dort schon jetzt die verzeichnen in Gateshead, Hull, Manchester, Leicester und Westham. den 30. September 1893 82 455 Tons Löhne verschiedener Arbeiterkategorien etwas höher sind als bei Schlecht wie das Resultat ist, darf dabei nicht übersehen werden, 58 680 ihnen und daß, wenn die Lohnerhöhung am Logan durchgeht, daß viele der gegnerischen Kandidaten, und zwar aus beiden 98 488 über kurz oder lang doch am Clyde die Forderung erhoben Lagern, so ziemlich sämmtliche unmittelbar zu verwirklichende werden könnte, die Löhne den in Belfast gezahlten anzupassen. Forderungen der Sozialisten sich zu eigen gemacht hatten. Der Indeß, wie dem auch sei, die Verhängung der Aussperrung Fortgang der Bewegung läßt sich hier weniger als anderwärts hat die Arbeiter in Reihe und Glied gerufen, die Spannung, an der Hand der Wahlziffern berechnen. welche zwischen den Organisationen hüben und drüben herrschte, aufgehoben und so die Unternehmer vor eine Phalanx des Widerstandes gestellt, weit größer als sie dieselbe vermuthet. Die Zentralleitung der amalgamirten Maschinenbauer hat eine Extrasteuer reichen Freunde, in ein beffer besuchtes Gasthaus der Umgegend, so wurde er mit lautem Halloh empfangen, denn nun wußte man, daß es heute Abend noch einen! Heidenspektakel geben mußte. " " " 1894 1895 " " Am Clyde 182 567 Tons 204 909 230 030 " Noch deutlicher spricht die Statistit der Arbeitslosen der hier in betracht kommenden Gewerkvereine. Es hatten Arbeitslose: die Gewerkschaften die Gewerkschaften von Glasgow von Belfast Am 30. September 1893 23 " " 2170 1894 2273 1895 1036 " 889 691 114 Ein Verrückter.( Machbr. verboten. Rampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. ,, No ja, deswegen darf ma no lang net verzweifeln, gelt Kreittmayer?" Der Wirth hatte mit Verwunderung den Strauß bea trachtet, den der Förster in der Hand hielt. Jetzt fuhr er Auf der Landstraße, die von Norden nach Oberfarbach In seinem Forsthause war es ihm viel zu einsam. zusammen: führte, schritt der Förster Johann Baptist Göpfert von Wall- Alle Abende, selbst im strengsten Winter und bei gräulichstem Freili net! Der Poiten braucht keine Angst z' haben, berg bedächtig dahin. Er trug seine beste Uniform und Wetter scheute er nicht den Weg nach dem Dorfe Wallberg, i fag's ihm jeden Tag! All's muß wieder gut werd'n, wippte in dem schmutzdurchfickerten Schneewasser der das eine Stunde vom Forsthaus entfernt war und kneipte schon deswegen, weil er so gottergeben und geduldig is. aufgeweichten Straße sehr vorsichtig nach allen Seiten, um dort bis in die tiefste Nacht. Schauen's her, Herr Förster: Is er net im August durch nicht bespritzt zu werden. Am Vormittag war er von seiner Heute nun schien er ganz besonderer Stimmung zu eine wunderbare Fügung Gottes noch gerettet worden?" Einöde, dem Forsthause, aufgebrochen, das sich in einem sein. Er lachte still vor sich hin, hob dann wieder den ,, Versteht si", meinte der Förster und fragte sich in der ausgeschnittenen Viereck des großen Wallberger Forstes be- großen Strauß von Palmenkäßchen, Leberblümchen und Hüfte. fand und nun lagen schon die weitgezogenen Borberge hinter Brimeln, den er in der Linken trug, unter die breite Nase Müde blickte der Kranke vom Lehnstuhle zu ihm. ihm, deren Wälder mit blaugrünem Tone überhaucht waren, und blähte dabei die Nüstern. Auch den Taschenkamm hatte Des is so freundli", sagte er, daß S' mi wieder während sich auf den freiliegenden Hochwiesen noch graue er nicht vergessen und brachte ihn in eine eifrige Verwendung, Schneemassen zeigten. Auch unten im Thale tamen die ehe er das Dorf betrat. Js scho recht, Alter." Felder schon langsam aus der abschmelzenden Eisdecke Nachdem er Toilette gemacht hatte, mit der er es dieshervor. Die feuchten Obstbäume längs der Straße auf den mal besonders genau nahm, ging er auf einem Seitenwege fotigen Wiesen sahen schwarz wie rußige Kohle aus und zu dem ersten Hause und stampfte auf der großen Steinsandten von ihren Aesten schwere Tropfen herab. Einige platte vor dem Eingang den Schnee und das Wasser von Krähen flatterten vorüber und eilten gegen den graufarbenen seinen Stiefeln. Himmel, Poitens Gehöft war es, in das er eintrat, um zur Krankenstube zu gehen. Er fand Kreittmayer bei dem Bauern und bedeutete den Beiden, sie möchten ruhig sigen bleiben. Wie geht's, Poiten?" fragte er und ließ sich auf einen Stuhl nieder. Der Krante hob die Hand und ließ sie matt wieder herabfallen. Lebhaft ging der Förster weiter. Er freute sich stets, unter Menschen zu kommen, denn er liebte eine lärmende und ausgelassene Geselligkeit. Rein Weg war ihm zu meit, wenn er von einer Lustbarkeit oder einem Festschießen hörte. Ein vortrefflicher Schüße, holte er sich von allen Orten, die er zu diesem Zwecke regelmäßig abzuwandern pflegte, gewöhnlich die ersten Preise. Aber auch als Wigbold verftand er eine Rolle zu spielen. Er war bei seinen Vor gesetzten und in ganz Mariakirchen ungemein beliebt, weil er gut Bither spielte und je nach der Stimmung und der Gesellschaft, in der er sich befand, auch Schnadahüpfeln ,, Oho, oho", lachte Göpfert ,,, war net übel!" und sonstige Scherze mit Humor vorzutragen verstand. Kam„ Na, des werd nimmer", sagte der Bauer, jetzt lieg i der Baptistel", so nannten ihn allenthalben seine zahl- fieben Monat fcho so do!" " O mei, Herr Förster! Wie geht's? Schlecht geht's. Alleweil no toa Besserung." Er schüttelte den Kopf. Des werd a nimmer." " b'fuach'n." Eine kleine Pause trat ein. Der Wirth sah nach der Decke, wie immer, wenn er nicht wußte, was er anfangen sollte, der Kranke stierte auf seine abgemagerten Hände und Göpfert zupfte an dem weißen Bindfaden, der die Blumen zusammenhielt. Endlich stand der Förster auf und warf seinen Hut lässig zu Boden, während er sich räusperte: Boiten", sagte er, i bin kommen, um mit Dir was z'reden und zwar was Wichtig's." Solli vielleicht' nausgehen, Herr Förster?" fragte leise der Wirth. ,, na, was i 3'sagen hab, des kann a jedes hör'n, des is nix hoamlichs und in a Stund da is ja eh scho im ganzen Dorf bekannt. Also no amal, Boiten!" Er hob weit die kolossale Brust heraus: I halt um dei' Tochter, um die Kathi an!" ( Fortsetzung folgt.) Politische Webersicht. " " Herren aber sagen: follte ich erkennen, daß mir die Kräfte Bezeichnungen dranzuhängen. Schon die bloße Anzeige war fehlen, eine Strafprozeß- Ordnung hier zur Verabschiedung zu Majestätsverbrechen. Sofort wurde dem Blatte von Frhrn. v. Stumm Berlin, 12. November. bringen, so werde ich mich beeilen, Se. Majestät um einen Nach- furz angezeigt, wenn es noch einmal etwas von Genoffe Baumüller in Magdeburg, der beschuldigt folger zu bitten.... Von mir würde ich es aber wirklich für Naumann brächte, würde er, der Freiherr war, durch drei selbständige Handlungen in der Magde: indiskret halten, wenn ich gegenwärtig, wo die Strafv. Stumm, Stellung gegen es nehmen.„ Stellung burgischen Volksstimme" den deutschen Kaiser beleidigt zu prozeß Ordnung im preußischen Staatsnehmen" heißt natürlich, vorgehen wie in den achtziger Jahren haben, wurde, wie uns ein Telegramm vom 12. November ministerium Gegenstand des Votenwechsels ist, gegen ein anderes Blatt, heißt das Blatt verbieten und abends aus Magdeburg meldet, von dem dortigen LandDetails mittheilen wollte." boykottiren." Wenn man nicht am Buchstaben klebt, wird man gericht zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt, aber zugestehen müssen, daß der Minister in bester Form erklärt Welfenfonds denn doch der Stumm'schen Gefolgschaft er In der Dementirungskunst waren die Reptile des gegen eine sofort hinterlegte Raution von 10 000 m. vor- bat, er wünsche den Intentionen der Abgeordneten entgegen heblich über. Was in dem Briefe dementirt wird, ist Iäufig freigelassen. Das Landgericht hatte im zufommen und event. sein Verbleiben im Amte davon ab- etwas ganz anderes, als was in der Notiz zu lesen ist. Vorverfahren nur in zwei Nummern der Zeitung Be- hängig zu machen, daß den Wünschen des Volkes entsprochen Daß Herr v. Stumm gedroht hat, wenn noch einmal etwas leidigungen gefunden, das Oberlandesgericht in Naumburg werde. Herr Bronsart von Schellendorf ist noch im Amte, von Naumann in dem Blatt gebracht würde, er aber auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft auch noch eine im Staatsministerium haben sich angeblich die einzelnen Stellung dagegen nehmen müsse, wagt das dritte Nummer unter Anklage gestellt. Herrn mit wenigen Ausnahmen für die Deffentlichkeit und diplomatische Blatt nicht zu dementiren. Die Schwurgerichts. Verhandlung gegen Adler Mündlichkeit der militärprozessualen Verhandlungen aus- Das Volk", dem die nämliche Berichtigung" gleichund Bretschneider in Wien endete, wie uns noch spät gesprochen und dennoch geschieht nichts. Das ist höchst falls zugegangen, fügt ihr noch einige Säße hinzu, die wir abends durch den Telegraphen verkündet wird, mit einer verwunderlich für den beschränkten Unterthanenverstand.- vollinhaltlich wiedergeben, da darin auch auf eine Anglänzenden Freisprechung der Angeklagten. Die Gezapfung des Vorwärts" durch das Stumm'sche Organ schworenen haben durch ihren Spruch dargethan, daß Präsidenten des Reichstags legt die„ Voss. 3tg." ein gutes Für die Wahl des Herrn v. Bennigsen zum bezug genommen wird: fie nicht gleich dem öffentlichen Ankläger der Gleichzeitig mit der Berichtigung" ist uns das„ SaarMeinung waren, unsere beiden Genossen hätten die Wort ein: brücker Gewerbeblatt", bekanntlich der Staatsanzeiger" des öffentliche Ruhe gefährdet, als sie die schand- fehen. Mir wüßten heute keinen geeigneteren Leiter der Geschäfte 10. November- ist wirklich wieder kapital. Es spricht eine Wir haben auf dem Präsidentenstuhl einen Simson ge- Rönigreichs Stumm, zugegangen. Die letzte Nummer vom baren Zustände der Ziegeleiarbeiter ans Licht der Deffent- des Reichstags als Rudolf v. Bennigsen, wenn er sich entschließen Wuth gegen Stöcker, Adolf Wagner, Naumann, das" Volt" und lichkeit zogen. Jahrelang hatten in nächster Nähe der tönnte, fein Staatsamt mit dem Amte des Präsidenten der deut- Die Christlich Sozialen aus dem Blättchen, die unbeschreiblich österreichischen Hauptstadt die Ziegeleibesiyer ihren Arbeitern schen Wolfsvertretung zu vertauschen. Wir nehmen feinen tomisch wirkt. Als charakteristisch für die sozialen Auffassungen eine überlange Arbeitszeit zugemuthet und ihnen Behausungen Anstoß an der Parteistellung Bennigsens; denn wir sehen derer um Stumm heben wir folgenden Sah hervor: gegeben, die ein Hohn auf menschliche Wohnungen nicht ein, weshalb er, den vermuthlich die große Berkürzung der Arbeitszeit wird die Frequenz waren; keine Behörde hatte sich darum gekümmert; denn Mehrheit der der Abgeordneten für den besten Präsidenten der Kneipen wesentlich steigern, somit dem Familienall bas paßte ja fein artig zu der öffentlichen Ruhe". müßte, weil er einer nur fleinen Fraktion angehört. Da Berlängerung der Arbeitszeit würde, logischerweise ansieht, deshalb von diesem Amt ausgeschloffen werden leben eher Abbruch thun, als ihm nüßen." Als aber unter dem Beifall aller Menschenfreunde hier eins einmal die Stärke der Fraktionen nicht als der allein bestimmende also zur Stärkung bes& amilienlebens führen, mal ernsthaft Wandel geschafft wurde durch die Thätigkeit Maßstab anerkannt wird, so wüßten wir nicht, weshalb nicht Natürlich, welch trautes Familienleben gäbe es, wenn der Arunserer Genossen da erschien pünktlich der Staats- au gunsten einer Frattion so gut eine Ausnahme von der Regel beiter erst 18 Stunden in der Fabrit zu arbeiten hat. Eine aus. anwalt! Die Wiener Geschworenen aber haben in an gemacht werden dürfte, wie sie thatsächlich zu ungunsten einer gesuchte Gemeinheit müssen wir übrigens doch aus dem Artikel erkennenswerther Weise bewiesen, daß sie ein Verständniß Fraktion gemacht wird." des Stumm'schen Leibmoniteurs hervorheben. Heißt es da über für das verdienstliche Bestreben unserer Genossen Das ist schon ein ganz hübscher weiterer Fortschritt auf unsere Korrespondenz aus Saarbrücken: Sehr bezeich hatten.der Kompromißbahn, die von den Nationalliberalen und Frei- nend ist es, daß der sozialdemokratische Vor= die Lage versegt worden war, Anläftlich eines politischen Prozesses bringt das sinnigen mit der Aufstellung eines gemeinsamen Kandidaten wärts in Wiener Wochenblatt Die Beit" einige beherzigenswerthe in Herford- Halle betreten wurde. Das Gerede von der vor diesen Artikel an bemfelben Tage zu bringen, Worte des berühmten Rechtslehrers Jhering in Erinne züglichen Qualifikation Bennigsen's kann indeß die Sozial- wie das Bolt". Das soll auf blöde Leser natürlich den Einrung. Thering schreibt( Der Zweck im Recht I, 406): demokratie nicht bewegen, einem Manne zum Präsidentenfiße Saarrevier seine Berichte gleichzeitig an uns und an den Vordruck machen, als schicke der Berichterstatter des Bolks" im Die Sternkammer von Heinrich VII. und die hohe Kom- au verhefen, der bei allen reichsgefeßlichen Maßregelungen wärts", oder als bestehe sonst irgend ein Busammenhang zwischen mission von Elisabeth in England, die vom früheren Deutschen unserer Partei die Hand mit im Spiele gehabt hat. Wollen den beiden Redaktionen. Thatsächlich ist jedoch der Wericht Bunde zur Untersuchung revolutionärer Umtriebe eingesetzte Kom- die Freimigen Herrn v. Bennigsen die Leiter halten, so natürlich nicht gleichzeitig erschienen, sondern am 31. Ditober mission von 1819 und die demselben Zweck gewidmete von 1833 mögenees thun. Aber mir nicht die feierliche Miene der abends im„ Volt" und am 1. November früh im Vorwärts" haben in abschreckender, unvergeßlicher Weise gelehrt, was die Objet vität aufsetzen! mit der Bemerkung, daß er dem Volt" entnommen fei. Ja, ja, die Herren von Bildung und Besiz" haben doch eine noble Kampfesweise!" " Völker zu erwarten haben, wenn der Despotismus und die absolutistische Willkür sich selber ihre Richter aus. Ueber einen nenen Stumm'schen Boykott in Neunsuchen. Eben diesen Erfahrungen aber verdanten sie es, daßchen hatten wir im Vorwärts" vom 1. November eine die neueren Verfassungen alle derartigen Maßregeln grundsätzlich Mittheilung gebracht, die dem Bolt" vom Tage vorher verpönt haben. Darauf beruht die eminent politische Lehre von entnommen war. Uns geht nunmehr aus Neunkirchen ein dem Gerichtsstand, von der Kompetenz der Gerichte, vom 11. November datirtes Schreiben zu: die der Jurist bei der rein dogmatischen Behandlung derselben nur zu leicht aus den Augen verliert." # " " 4 Die Gine Carmaux. Der Beschluß der Ausgesperrten auf Errichtung einer Glashütte für die Glas arbeiter" ist nicht so gefaßt worden, wie zuerst bes richtet wurde. Die Arbeiter haben zwei Forderungen aufgestellt: 1. Garantien für die Syndikate, rechtlicher Schuh gegen die Vergewaltigung der organisirten Arbeiter durch die Arbeitgeber; und 2. die Errichtung einer Glashütte, in kommen finden. Herr Rességuier will nämlich einige welcher die gemaßregelten Arbeiter ein UnterDußend der ausgesperrten Arbeiter nicht wieder beschäftigen; und die nicht geachteten Arbeiter halten es für unwürdig, die Arbeit wieder aufzunehmen, ehe die Gemaßregelten untergebracht sind. Es handelt sich also nur um eine kleinere Anlage. Ob der Plan aber durchzuführen, ist doch die Frage. Nach Telegrammen vom heutigen Tage soll ein großer " In Neunkirchen erscheint die Neunkircher Volkszeitung". Theil der Ausgesperrten die Arbeit wieder aufgenommen Dieses Ungeheuer wagte die Mittheilung zu bringen, daß Naumann in Saarbrücken sprechen werde. Man dente sich: im ge- haben. Wenn dies richtig ist, so müßte in den letzten heiligten Neunkirchen wagt ein Blatt Naumann's Vortrag anzu- Stunden noch irgend ein Ausgleich gefunden worden zeigen und Naumann's Name zu nennen, ohne die offiziellen biffigen sein. Geehrter Herr Redakteur! Auf grund des§ 11 des Preßgefeges ersuche Sie um Aufnahme folgender Berichtigung: G8 Militär Strafprozeß. Die Diskussion über die an- ist unwahr, daß Herr Freiherr v. Stumm- Halberg geblich im preußischen Staatsministerium berathene Reform uns verboten hat, einen Bericht über den Vortrag Naumann des Militär- Strafprozesses dauert noch fort. Der Reichs mit bein Boykott gedroht wurde." Hochachtend Redaktion der Reichs- aufzunehmen, es ist ferner unwahr, daß unserer Zeitung Anzeiger" hatte behauptet, daß der preußische Kriegs- Neunkircher Boltszeitung. J. G. Schabel." minister im Reichstage sich mit keiner Silbe zur Frage der Deffentlichkeit geäußert habe. In Wirklichkeit aber verhält sich die Sache so, daß auf Anregungen aus dem Hause zur Reform des Militär- Strafprozeß- Verfahrens, bei der selbst verständlich der Hauptnachdruck auf die Deffentlichkeit und Mündlichkeit der Verhandlungen gelegt wurde, der Minister fagte( S. 1263 der stenogr. Berichte): " Wenn jemand meine aufrichtige und ehrliche Absicht und meine Fähigkeit bezweifelt, dies Werk zu Ende zu bringen, so ist das sehr bedauerlich für mich.... Das eine kann ich den " Zum Vergleich mit dieser Berichtigung", zu deren Ausbrüfung man in Neunkirchen( vielleicht auf dem Stumm'schen Schloffe?) mindestens eine Woche gebraucht hat, lassen wir nochmals die berichtigte Notiz im Wortlaut folgen: Warum Herr Reuk leine Klagenb Sonstige Thätigkeit dieses Vertrauensmannes ver Hubert Heinrich 3, feinerzeit Mitglied des Klubs Autonomie" gab folgende Erklärung an Gidesstatt zu gerichtlichem Protokoll: zurückzog. II. Von Ihrem Vorleben weiß ich nichts!" So höflich der Sat flingt, im Grunde ist er doch eine so bestimmte Abweifung des Versuches, von Herrn v. Köller brieflich ein günstiges Leumundszeugniß zu er- halten, daß man eigentlich nicht begreift, wie so Denn biefe negative Ehrenrettung den Gentleman Reuß zu folgendem Schreiben veranlassen konnte: 146. B. 225/95. Berlin, den 5. November 1895. In der Privatklagefache Reuß kontra Dierl u. Genoffen nehme ich die Privattlage zurück. Nachdem der Herr Minister v. Köller, auf deffen Zeugniß sich die Angeflagten berufen haben, in dem bereits überreichten Schreiben eine jeden 3 weifel beseitigende Erklärung zu gunsten des Klägera abgegeben, hat der lettere teine Veranlassung mehr, die Klage wegen der unwahren Behauptungen der Angeklagten fortzusehen. Eine Bestrafung der Angeklagten aber, welche sicherlich schon aus dem Gesichtspuntte des§ 185 Str.-G.-B. unausbleiblich wäre, ist für den Kläger chne Werth. An bas Der Rechtsanwalt. gez. Dr. May Gabriel I. tönigl. Amtsgericht I, Abtheilung 146. Hier. 01 " Herr Reuß, der Künstler Jmpresario in der Beukert. fchen Spizelfalle Autonomie", ist im Nichterheben wie im Burückziehen von Klagen ein Virtuos. Wie oft hätte Herr Reuß schon gegen Vorwürfe, wie sie der Vorwärts" erhoben hat, die Hilfe des Kabi in Anspruch nehmen tönnen! Ueber furzem wird er das zehnjährige Jubiläum feiner ersten Entlarvung als Spiel und das zehnjährige Jubiläum feiner diesfallfigen Klagezurückziehung feiern fönnen! schiedener Reichsämter, Der als einziger einziger Eingeweihter die Nachricht Dom Radieschensamen- Attentat der Welt mittheilen konnte, bloßlegte, da drohte dieser entlarvte Ehrenmann wohl mit Klage, doch bis zur Entschädigungsforderung à la Hans Blum reichte seine Entrüftung doch nicht mehr hin. Auch zur Klage tam es nicht. Und die jetzige Klage zog Herr Reuß wieder zurück, ehe es zur Verhandlung kam. Herr Heuß wußte, warum! Und damit auch unsere Leser das erfahren, wollen wir aus den eidlichen Bekun dungen zahlreicher Zeugen in London hier einige zum Abdruck bringen. Der frühere Sekretär der Socialist League", der zur Beit in Paris wohnende Schriftsteller Henry Halliday Sparling, erklärte: Ich, Henry Halliday Sparling aus Hammersmith Terrace Nr. 8 in der Grafschaft London, Journalist, be schwöre und sage aus: In den Jahren 1885 und 1886 war ich Sekretär eines politischen Bildungsvereins, der unter dem Namen ,, Sozialistische Liga" bekannt war und der seinen Sit in Farringdon Road Nr. 13 in der City von London hatte. In dieser Eigenschaft als Sekretär lernte ich einen gewissen Karl Theodor Reuß näher kennen, der gewöhnlich nur unter dem Namen Karl Theodor bekannt war. Dieser Karl Theodor Neuß war Mitglied der genannten Sozialistischen Liga, lebte in guten Vermögensverhältnissen, nahm thätigen Antheil an den Arbeiten der Liga und erfüllte in ihr gewisse Vorstandspflichten( certain executive and official duties). Er be mühte sich in den Reihen dieser Sozialistischen Liga einen Geheimbund zu gründen und vertrat Ideen und Agitationsweisen der extremften Nichtung; dies Verhalten führte dazu, daß er mit Argwohn betrachtet wurde. Im Monat Mai 1886 erhielt der Vorstand der Liga die Nachricht, daß dieser Karl Theodor Reuß beschuldigt wurde, ein besolde ter Agent der politischen Polizei einer gewiffen auswärtigen Macht zu sein. In einer Sigung, zu der Karl Theodor Reuß gehörig schriftlich eingeladen worden war, entschied der Vorstand nach sorgfältiger und langer Prüfung der vorgelegten Beweis mittel und Zeugenvernehmung, daß diese Anschuldigung erwiesen sei und schritt deshalb dazu, Karl Theodor Renß aus der Sozialistischen Liga auszustoßen. Infolge dessen wurde in der Zeitung" The Commonweal", dem offiziellen Organ der Liga, eine Warnung veröffentlicht, worin festgestellt wurde, daß Karl Theodor Reuß ein Spion wäre. Darauf drohte Reuß mit einer Beleidigungsklage, aber die Notiz wurde nie eingeschränkt oder widerrufen und Reuß schritt nie zu dieser Klage. Die Nichtgentlemen" find in ber Regel sehr ab gebrfihte Kunden, Ehrgefühl und Empfindung für Verachtungs Rundgebungen find ihnen fremd. Herr Reuß macht davon eine rühmliche Ausnahme. Als im Mai 1886 die anarchistelnde Londoner Socialist League" ihn als Polizeispiel ausschloß und das„ Commonweal" zur Warnung für andere Leute diesen Ausschluß nebft Angabe der Gründe veröffentlichte, da verlangte Herr Reuß sofort vom Herausgeber des Commonweal", dem bekannten Dichter William Morris, rückhaltlosen Widerruf, andernfalls drohte er mit Klage und erhob eine Entschädigungsforderung von blos 20 000. Morris widerrief nicht und Herr Reuß ließ Klage und Entschädigungs. forderung fallen. Jm Juni 1886 stieß ihn der Most' sche Kommunistische Arbeiterbildungsverein aus seiner Mitte aus und die Most'sche Freiheit" vom 3. Juli 1886 warnte vor Reuß unter ber Ueberschrift: Gin internationaler Polizei: fpigel." Weder gegen die Veröffentlicher der Warnung, noch gegen den Herausgeber der Freiheit" erhob Herr Reuß Klage! Und doch waren seit der Klagedrohung gegen Morris und der Forderung von 20 000. Entschädigung kaum fünf Wochen verfloffen. Ja nicht einmal gegen seine bespigelten Busenfreunde von der Autonomie" erhob Reuß Klage, als auch diese gegen ihn in der„ Autonomie" Nr. 26 vom 22. Oftober 1887 eine Warnung veröffentlichen mußten. Und auch als der Vorwärts"( L. S.) voriges Jahr in einer Reihe von Artikeln die Spigel- l " " ( gez.) Henry Halliday Sparling. Beschworen auf dem britischen Konsulat zu Paris( Frankreich), am 6. Mai 1895. ( gez.) George Falconer Atlee, Britischer Vizekonsul zu Paris. ( L. S.) Zur Beglaubigung der Unterschrift des Herrn G. G. Falconer Atlee, Britischen Vizekonsuls hierfelbft. Paris, den 7. Mai 1895. Raiserlich Deutsches Ronfulat. ( gez.) v. aber du Faur. Ich, Hubert Heinrichs, wohnhaft 7 Mornington Place, Regents Park, NW. erfläre feierlich und der Wahrheit gemäß: 1. Jm Jahre 1887 half ich oft beim Ausschant in dem ba. maligen Klub Autonomie", 32 Charlotte Street zu London W. Ich hatte häufig Gelegenheit, dort den mir genau bekannten früheren Opernsänger Karl Theodor Reuß während seines fast regelmäßigen Verkehrs da selbst zu beobachten. " 2. Da Reuß mit dem angeblichen Anarchisten und Mitbegründer des Klubs und der Zeitung Autonomie", Josef Peutert aus Wien, und einigen seiner anarchisti schen Freunde intim bekannt geworden, wurde er unbehindert in den Klub aufgenommen. 3. Der besagte Reuß war auch bekannt als Mitglied der Sektion I des Arbeiter Kommunistischen Bildungsvereins", fowie des Klubs, Morgenröthe", Nr. 23 Prinzeß Square London E- seit Mai 1885, und wurde deshalb bereitwillig zu allen revolutionären Arbeitervereinen in London zugelassen. 4. Es war wohlbekannt, daß Reuß in vollständiger Uebereinstimmung mit Josef Peutert, Otto Rinte Rau und anderen führenden Mitgliedern der Autonomie" sich befand, und für einen Anhänger und Vertreter der anarchistischen Gesellschaften und der Propaganda der That fich ansgab. " 5. Man hielt Re'u ß für reich und zu jedem Opfer für die revolutionäre Propaganda bereit. Er fteuerte frei gebig verfchiedene Summen bei zur Förderung der angeblich anarchistischen und sozialrevolutio= nären Pläne und Anschläge seiner Intimen, Penkert nud Rinke- Ran. 6. Reuß beanspruchte in jeder Beziehung als ein anerkannter anarchistischer Genosse behandelt zu werden, so daß er sich weigerte, mir seine Mitgliedstarte oder eine andere Legitimation zu zeigen, obschon meine Pflichten am Ausschant mich nöthigten, auf derartigen Kontrollmaßregeln zu bestehen, und ich war deshalb gezwungen, ihm die Verab, reichung von Getränken zu verweigern. Troydem fuhr Reuß fort, den Anarchisten in unserer Gesellschaft zu spielen. Er sagte mir: Kümmern Sie sich nicht um die Karte! Ich bin als sicher hinlänglich betannt". Und er meinte, seine Zuverlässigkeit dadurch zu beweisen, daß er sich häufig auf die bestbekannten Mitglieder des Klubs berief. Ich gebe die feierliche Erklärung in gewissenhafter Ueberzeugung ihrer Richtigkeit traft den Bestimmungen des Statutory Declariations Act 1885, Hubert Heinrichs. Erklärt am Marylebone Police Court, den 29. April 1895. Vor mir. ( Folgt Stempel und Unterschrift des Richters.) ( Schluß folgt.) Frankreich. Mit bezug auf Lord Salisbury's Nebe tommt und wo hier ein Mißverständniß vorliegt, oder ob man es mit Auseinanderfegungen durch eine Verstärkung der Machtbefugnisse immer mehr die von uns sofort ausgesprochene An- einer nachträglichen Umnennung zu thun hat, vermag der Präsidenten unmöglich zu machen. Der Anlaß zu diesem ficht zum Durchbruch, daß sie nur das gesagt hat, was ich nicht zu entscheiden. Sicher aber ist, daß mir die Eröffnung Vorgehen gegen die parlamentarische Freiheit ist ziemlich nebenjeder vernünftige, die Beitungen mit einiger Aufmerksamkeit fo, wie ich es gefagt habe, gemacht worden ist. Schriftlich ist sächlich, das Vorgehen aber außerordentlich charakteristisch. Lesende Mensch schon vorher wußte. Nämlich, daß gegen mir darüber nichts gegeben worden." über der Türkei alle Mächte einig" sind, d. h. daß keine der anderen einige Biffen gönnt und jede die andere sorg fältig überwacht, und daß infolge dieses gegenseitigen Mißtrauens und der dadurch bedingten Kontrolle ein einseitiges friegerisches Vorgehen unmöglich ist. Worüber die Welt Aufschluß wünschte, das waren die Dinge in Ostasien. Und über sie hat Lord Salisbury sich gründlich aus geschwiegen. 市 Deutsches Reich. " Die Fassung des Schreibens zeigt, daß ob der Handhabung unserer Staatsrettungsmaschine auch den ordnungsliebendsten Die Dummen werden nicht alle. Zum größten Leuten allmälig die Augen aufgehen. Es wirkt nichts heilsamer Schmerze gewiffer Jobber und Beutelschneider verbietet das als die persönliche Erfahrung. französische Attiengesez, Antheilscheine unter einem gewissen Nennwerth an der Börse zu handeln; dadurch sind die französischen Berliner Wahlkreise, das durch die Mandatsnieder- den füdafrikanischen Minenpapieren vorbereitet wird; die„ kleinen - Um das Landtagsmandat im vierten Bankkreise verhindert, an dem Raubzug theilzunehmen, der jetzt in legung des bisherigen Abgeordneten Hugo Hermes frei geworden Leute", d. h. die nie alle werdenden Dummen, die gerne mit ist, bewerben sich nach der Angabe freifinniger Blätter neben ihren armseeligen Ersparniffen sich an dem großem Golddem zweiten Bizepräsidenten des Reichstages, Fabrikbefizer regen betheiligen möchten, müffen sich also vorläufig noch Reinhold Schmidt, der Stadtverordnete Kreitling, Chef- mit englischen" Papierchen" versorgen. Diesem tiefRedakteur Vollrath von der Volks- Zeitung", Redakteur empfundenen Uebelstande" abzuhelfen, hat nun der Abgeordnete Perls von der Berliner Zeitung" und die beiden Schul- Habert unternommen; nach feinem Antrage sollen in Zukunft Ueber die Revision des Alters und rektoren Pazte und Kopsch. Außerdem soll seitens der auch in Frankreich Antheilscheine zu 25 Franken an der Börse Invaliditätsgefeßes sollen nach Angabe verschiedener Freifinnigen Vereinigung der Lehrer Tews vorgeschlagen gehandelt werden dürfen und damit den großen Hechten" GelegenBeitungen ernstliche Differenzen entstanden sein zwischen werden." heit gegeben werden, in dem Sportteiche wieder einmal gehörig unter dem Minister v. Bötticher und dem Dr. Bödiker, Fehlen nur noch Dr. Leipziger oder Herr May Schönau den unbehilflichen Gründlingen aufzuräumen. Bei der Gelegenheit Präsidenten des Reichs- Versicherungsamtes. Letzterer soll für, vom Kleinen Journal", um den Mandatskampf zwischen den stellt die Bossische 3tg." zusammen, was in Frankreich in den ersterer gegen das Revisionsprojekt sein. Redakteuren der Zeitungen der verschiedenen freifinnig volts- legten Jahren bei den großen Gaunereien umgesetzt" ist. Der - Gefängnißarbeit. Die Minifter des Innern und parteilichen Richtungen zu einem recht anmuthigen Schauspiel zu große Zusammenbruch der Union générale hat ungefähr der Justiz haben nach der Berl. Corr." Anordnung getroffen, gestalten. 800 Millionen Werthe endgiltig vernichtet und das WirthschaftsBaß die Beschäftigung von Gefangenen in Straf-Landrath von Roet! Pleschen dementirt leben Frankreichs mindestens fünf Jahre lang schwer beeinträchtigt. anstalten und Gefängnissen mit der Strickerei auf Strick in der Pos. 3tg." die Nachricht, daß er die Chefredaktion Panama hat Frankreich um 1400 Millionen erleichtert. maschinen für Privatunternehmer nach Möglichkeit berkreuz Beitung" übernommen habe:" Ich bin weder Kupferkrach brach der„ Metallgesellschaft" und dem Comptoir eingefchränkt werde. Gleichzeitig sind die zuständigen Be feit dem Sommer in Berlin gewesen, noch haben Unterhandlungen d'Escompte" den Hals, toftete die Spieler gegen 400 Millionen hörden angewiesen worden, ihre besondere Aufmerksamkeit darauf wegen dieser Stellung mit mir stattgefunden. Richtig und und verwüstete den Pariser Plaz auf ein bis zwei Jahre. Bei zu richten, daß in denjenigen Fällen, in welchen eine Vergebung mir bekannt ist nur, daß einige hervorragende der Société des Dépôts et des Comptes Courants", bei der von Arbeitskräften von Gefangenen zum Zwecke des Strickens und mir freundlich gesinnte Konservative Banque d'Escompte" verlor das französische Publikum etwa auf Maschinen für die Zukunft noch stattfindet, die Höhe der von meine Berufung auf diesen Posten wünschen... Meine Hundert Millionen. den Unternehmern zu zahlenden Lohnfäße zu den Lohnfäßen der Mitarbeiterschaft an der Kreuz- Zeitung beschränkt sich schon seit freien Arbeiter in angemessenem Verhältniß steht. längerem auf die Zeitgedichte an den Geburtstagen des Kaisers schreibe, jedoch auch stets mit vollem Namen unterzeichnet habe." Auf die Anfrage eines hiesigen Blattes an die Redaktion der Kreuzztg.", ob bie Melbung der Posener 8tg." richtig sei, hat die Kreuz- Beitungs- Redaktion erklärt, daß sie zu einer Beant wortung der Frage nicht autorifirt sei. betreffend die Er.chtung von Handwertstammern Dem Buy esrathe ift der Entwurf eines Gesetzes nebst Begründung zugegangen. " - Die Verabschiedung von Offizieren wegen anstößiger" Ansichten über das Due! I. Gegenüber dem Dementi des Reichs- Anzeigers" hält die Deutsche Tageszeitung" ihre Mittheilung aufrecht mit folgenden Worten: " Wir bemerken hierzu, daß wir unsere Angabe aufrecht erhalten und daß die Verabschiedung der beiden Herren, die wir im Auge haben, eines jetzt verstorbenen Generals und eines noch lebenden Obersten damals viel Aufsehen gemacht hat. Die Namen öffentlich zu nennen, möchten wir zunächst aus naheliegenden Gründen vermeiden. Ein anderer Grund der Verabschiedung tonnte bei den beiden Herren nicht vorliegen, da fie nach allgemeinem Urtheile zu den tüchtigsten Offizieren des Korps gehörten." - Ueber das Wesen des heutigen Banda dels hat sich der gut ordnungsparteiliche und nationale Gustav Freytag folgendermaßen ausgesprochen: " " Nußland. " Der Er Verschiebungen der Bevölkerung, Often Europas statt, da dort teine festen natürlichen Grenzen fehungen des einen Bolles durch ein anderes finben überall im bie Bewegung hemmen und da die ungeordneten Berhältnisse wirthschaftlichen Einflüssen um so leichter zugänglich sind. So wird der Bossischen Zeitung" aus den russischen Ostsees provinzen geschrieben: " In fonfessioneller und nationaler Beziehung haben sich in Aus Braunschweig. Daß es nicht überall mit der Notblage der Landwirthschaft so schlimm ist, wie behauptet wird, den Ostseeprovinzen seit Jahrhunderten nicht so einschneidende beweist folgende durch die Frankfurter Zeitung" mitgetheilte Veränderungen vollzogen wie gegenwärtig. Daß die griechischThatsache. Im Laufe dieses Jahres tamen sechs braunschweigische orthodoxe Propaganda mit ungeschwächter Kraft fortRammergüter zur Neuverpachtung, und zwar gesetzt wird, geht aus einem offiziösen Bericht des„ Rishsti betrug der Pachtertrag dafür zusammen 264 050 M. oder Wiestnit", des russischen Regierungsblattes in den Ostseehervor, nach dem im letzten Jahrfünft all28 025 M. jährlich mehr als in der vorigen Pachtperiode, also provinzen, über tausend Esten und Letten in den eine Steigerung von 12 pet. Für zwei neuverpachtete tleine jährlich weit Schooß der Staatskirche aufgenommen worden sind. Nach Klostergüter wurden 28 500 oder 1085 M. mehr erzielt. ungefährer Schäßung dürften von den zwei Millionen Esten und Letten heute etwa 10 v.., also annähernd 200 000, der griechisch- orthodoxen Kirche angehören. Nationa le Verschiebungen vollziehen sich, abgesehen von ber Ueberfluthung mit russischen Tschinownits, unausgefeßt zwischen den das Land bewohnenden Eingeborenen. Die härteren und fleißigeren Eften dringen von Norden her so kräftig gegen die weicheren Letten an, daß die Sprachgrenze beim Städtchen Walk in Livland im Laufe eines Menschenalters bereits um mehrere Werst südwärts gerückt ist. Die wohlgeschulten protestantischen Betten verdrängen ihrerseits wieder die katholischen Litauer und breiten sich mehr und mehr nach dem Kownoer Gouvernement hin aus, wo sie in den dort ansässigen deutschen Gutsbesitzern aus Kurland willige Förderer finden. Litauen ist mit deutschen Gutsherren, Pächtern, Viehzüchtern, Müllern, Kaufleuten u. f. w. durchfegt, denen zur Organisation nur das„ einende Band" fehlt. In Sachen Hammerstein wird der Frankfurter Beitung" aus Berlin telegraphirt, daß die Untersuchung gegen den flüchtigen Freiherrn sich u. a. jetzt auch darauf erstrecken soll, ob noch eine Verbindung zwischen dem flüchtigen VerAuch der Landadel, der in den Grenzen seiner Dorfflur am brecher und einzelnen seiner Parteigenossen besteht. treuesten und liebevollsten die Erinnerungen aus alter Beit be Das kann ja recht ungemüthlich werden für die Herren, die wahrt, hat sich zum theil mit der neuen Zeit befreundet, zum eben erst wieder lebhaft bestritten haben, daß die Führer der theil ihren Forderungen widerwillig gefügt. Aber in den fonservativen Partei von jenen verbrecherischen Thaten des FreiSchwächeren von ihnen ist heute noch etwas von den gemüth- herrn bereits im vorigen Winter gewußt haben. Trotzdem Herr lichen Stimmungen der alten Felbreiter zurückgeblieben. Das Dr. Kropatschek, immerhin doch ein recht glaubhafter Mann, das nene Junkerthum, eine unholde Karrikatur des adligen Gegentheil nachgewiefen hat. Wesens, ist, wenn man genau zusieht, nichts weiter als anspruchsvolle Fortseßung der alten Rrippenreiteret. Hinter Uniform und Ordenskreuz birgt sich nicht Desterreich. Türkei. Der Kampf um ueger. Jm österreichischen Abfelten derselbe Haß gegen die Bildung der Zeit, dieselben Vor- geordnetenhause, wo man einigermaßen an Standalszenen geurtheile, der gleiche Hochmuth, eine ähnliche groteste Berehrung register aufgezogen, als der Antisemit Steiner den Ministerwöhnt ist, wurden am Montag fämmtliche Schimpf- und Radauabsterbender Borrechte und derselbe rohe Egois präsidenten Badeni interpellirte, warum am Tage der Wahl mus gegenüber dem Gemeinwesen. Denn Zur Lage. Der Wechsel im Ministerium hat nicht die nicht wenige unter jenem Hofadel und Lanbabel be: Lueger's bie Truppen fonfignirt und scharfe Patronen an fie trachten noch immer den Staat, ähnlich wie ihre pertheilt feien. Trotzdem Badeni sofort erklärte, daß eine zu erwünschte Beruhigung gebracht und die Furcht vor neuen Ahnen vor zweihundert Jahren, als die gefüllte Vor: Steiner bei seiner Behauptung und fam im weiteren neuen Großvezierwechsel und meint, daß der jetzige HandelsBorſammenziehung von Truppen nicht stattgefunden habe, blieb Krawallen wächst. Man spricht bereits wieder von einem rathstammer eines Nachbars. Aber stärker als vor Berlaufe feiner Rede nochmals auf die Nichtbestätigung minister Djetaleddin Bascha zum Großvezier berufen werde. Alle zweihundert Jahren erhebt sich gerade jetzt gegen folche der Haß Queger's zu sprechen. Ebenso leichtfertig wie die Nicht diese Vorgänge deuten darauf hin, daß die politischen Zustände am und die Verachtung des Voltes." bestätigung, ebenso feige sei die Bereithaltung der bewaffneten Bosporus jedenfalls sehr unsicher sind und die türkische Politik Macht gewesen. Darauf entstand ein ungeheurer Lärm, dem die zur Zeit eines stetigen Kurses ermangelt. Die europäischen Leitung des Abgeordnetenhauses nicht gewachsen war. Graf Mächte drängen den Sultan gemeinsam zu energischen Reformen; Hohenwart beantragte schließlich, den Ordnungsruf an Steiner aber gerade diese Reformen sind sehr geeignet, die Wirren in den in das amtliche Protokoll aufzunehmen, und an den Vorsitzenden osmanischen Ländern zu verlängern, statt ihnen ein Ende zu bereiten. des Geschäftsordnungs- Ausschusses, der vor Jahren mit Rücksicht auf In der muselmanischen Welt sind seit längerer Zeit sehr ernsthafte die parlamentarischen Ausschreitungen der Radikalen eingesetzt wurde, Bestrebungen erwacht, die man als, orthodore" bezeichnen könnte und die Anfrage zu richten, ob der Ausschuß geneigt sei, Borschläge zu die darauf ausgehen, eine Regenerirung des türkischen Lebens im alteiner fchärferen Geschäftsordnung zu machen. Der Obmann bejahte muhamedanischen Sinne herauszuführen. Damit ist aber selbsts die Anfrage. Nach berühmtem Muster scheint man also auch in verständlich ein fanatischer Widerstand gegen alle Arten von Desterreich versuchen zu wollen, unbequeme parlamentarische Reformen im westeuropäischen Sinne verknüpft. Der Sultan " Professor Delbrück veröffentlicht folgende Er flärung: Die Zeitungen bringen ein, wie es scheint, offiziöses Dementi meiner Mittheilung, es sei wegen Beleidigung der politischen Polizei das Verfahren gegen mich eingeleitet worden; es handele fich nur um eine Beleidigung der Polizei. Ob gleich mir diese Unterscheidung nicht gerade sehr wesentlich erscheint, so muß ich doch erwidern, daß mir bei meiner Bernehmung ausdrücklich gesagt worden ist, die Beschuldigung gebe auf eine Beleidigung der politischen Polizei", fogar unter Korrigirung des zuerst gebrauchten Ausdruckes" Polizei". Db 11 Kunst und Wissenschaft. wärtigen Stimmungen in der franzöfifchen Literatur zu bes nicht den Lurus gut ausgebildeter Lehrkräfte leisten tönnen, greifen. Müde der Mifère in unseren Tagen, nicht traftvoll zu dem Zwecke verfaßte er( 1855) feine bekannten UnterrichtsLeffing- Theater. Paul Lindau, der Lebemann von einft genug, neuen Lebensidealen nachzuftreben, ist in der französischen briefe zu Erlernung der franzöfifchen Sprache", die heute, ebenso und Weltflüchtling von heute, hat in seiner Abgeschiedenheit tief Literatur neu- romantisches Gelüfte erwacht. Mit rückwärts ge wie die später folgenden englischen, in 44. Auflage vorliegen. finnige Betrachtungen über Kunstprobleme, über Wahrheit und wandten Blicken schaut man aus nach alten romantischen Zeichen Da er feinen Verleger für sein mühevolles Wert fand, gab er Schönheit angestellt. Ihn hatte es immer verdroffen, daß man und Wundern und sehnsüchtig träumt man vom verlorenen es auf eigene Rechnung heraus und legte damit den Grundstein ihn im Leben wie im Dichten zu den Lockeren zu rechnen Baradiese, und manche ergeben sich mystisistischer Gläubigkeit. zu einer der bedeutendsten deutschen Verlagsbuchhandlungen. Gin gewöhnt war; und fern vom Straßenlärm Berlins Dieser Grundstimmung spottet Rostand's Wigspiel, nicht mit ganz hervorragendes Verdienst um die Kenntniß der modernen fand er Sammlung in sich und schrieb ein dramatisches verwundender Schärfe, nicht mit bitterer Ironie, sondern mit Sprachen erwarb sich Langenscheidt durch die Herausgabe seines Gedicht: Die Venus Don Milo". Darin wollte graziöser Neckerei, hinter der sich doch etwas von tieferer Be- deutsch- französischen Wörterbuches; das ist ein unerreichtes er den erstaunten Mitbürgern fund thun, daß er, Paul Lindau, beutung verbirgt. Wacht auf, ihr Verträumten! Laßt Musterwerk und eine der denkwürdigsten Leistungen deutscher zu den entzückten Propheten gehöre und nicht das leichte den romantischen Mummenschanz, mit dem ihr Euch Gelehrsamkeit und Fleißes. Peinliche Genauigkeit, fast lückenlose Berlinische Weltkind fei, für das man ihn irrig gehalten. Ver doch blos verkleidet. So mahnt Rostand in seiner Bollständigkeit, große Uebersichtlichkeit und logische Gliederung unglimpfung, Neid, Tyrannei, Lebensnoth, sie alle können den Weise. Gin Pensionsfräulein sehnt sich sich darnach, die sind in ihm vereinigt mit einer bis dahin nie versuchten geschweige Meister nicht überwinden, in deffen Seele der göttliche Julia zu spielen, und hätte Angst vor dem Schnupfen, wenn denn erreichten typographischen Aturatesse. Langenscheidt übte Funke ber schaffenden Kunst lodert; wäre der Mensch Romeo nächtlicher Weile zu ihr auf den Balton fletterte. So stets den entscheidenden Einfluß auf feine zahlreichen und felbst als Stlave geboren, ihn reißt der Drang nach spielen der junge Percinet und die zierliche Sylvette, er ein ver. hoch bedeutenden Mitarbeiter aus. Um unseren Lesern einen bem Ewig Schönen zu himmlischen Höhen. So ist Paul meintlicher Romeo, fie eine Julia mit romantischen Gefühlen, Begriff zu geben, mit welchem Aufwande von Geduld, Lindau. Ein Hellene, ein trunkener, jauchzender Schönheitsapostel. fie spinnen sich in ein Scheindasein, aus dem sie ernüchtert er Fleiß und Gelehrsamkeit Langenscheidt feine großen Leider ist er kurz von Athem und sein Jubelfang ist in einem wachen. Allzufchwer büßen sie nicht dafür, daß sie in phantastischen legikalischen Werke zu besorgen pflegte, bemerken wir, daß die Aft erschöpft. Paul Lindau, auf den Knien im inbrünstigen Träumen die Wirklichkeit um sich vergeffen. Sie fommen mit Aussprachebezeichnungen der Worte im französischen Lexikon von Gebet vor den Göttinnen Athene und Aphrodite, bas ein paar Beulen davon. Der Tragit wie dem tiefer fassenden vier Nationalfranzosen geprüft wurden und der Druckerlaubniß Bild ist nicht ohne innere Komit. Er ist alt geworden, Humor weicht Rostand aus. Er befehrt seine Romantischen zur für jeden Bogen achtzehn Durchsichten und vier Korrekturen der Gute, und schwärmt wiederum in Liederträumen. Lehre der Genügsamen, die sich selbst bescheiden und im Engen, vorangehen mußten. An dem Manuskript zu einem englischen Wir alle meinten das Ewig- Schöne erkannt oder wenigstens im Alltäglichen gleichfalls Befriedigung finden. Für die feineren Lexikon, das der unermüdliche Mann als seine legte Lebensgeahnt zu haben, wir alle spotteten der Schranken, die dem Welt. Reize des Pariser Wizipiels war das Bublifum minder empfäng- aufgabe betrachtete, arbeitete er mit Prof. Muret in Berlin schon eroberer Genie vermessen entgegengestellt wurden. Aber wir lich, als für die schulgemäße Deflamation Lindaus. Auch erschien seit 21 Jahren. Langenscheidt, der ein geborener Berliner war, waren halb noch Knaben und unser Glaube, so thöricht er ge- bas zierliche Gewebe infolge der schauspielerischen Manier in hat ein Alter von 64 Jahren erreicht; fein Andenken wird in wesen sein mochte, war wenigstens naiv. Aber wenn in dem Leffing- Theater ein wenig vergröbert. der wissenschaftlichen Welt hochgehalten werden. neuesten Gedicht Paul Lindaus, das jetzt als Novität im Die Prozeßfache des Vereins Neue Freie Volks: Der Chirurg Prof. Dr. med. Seibel in Braunschweig Leffing- Theater aufgeführt wird, Praxiteles, der Bildhauerbühne schwebt noch inner beim Ober- Werwaltungsgericht, bei hat sich am 8. November mit Morphium vergiftet, Seidel als mißachteter erbarmungswürdiger Sklave erscheint welchem die Sache seitens des Vereins anhängig gemacht worden war, wie die Deutsche Warte" berichtet, Leiter der klinischen und wenn der Unfreie allen Brügeln, aller Mühsal zum Troß, ist, nachdem der Bezirks- Ausschuß der Ansicht des Polizei- Abtheilung des Krankenhauses in Braunschweig und, obgleich erst ohne Vorbild, ohne Vorgänger, ohne Lehre, das freieste Bildwert Präsidiums, daß die vom Verein veranstalteten Theater- im 38. Lebensjahre stehend, Mitglied des braunschweigischen des alten Hellas, die milofische Venus erschafft, als stände das vorstellungen als öffentliche zu erachten feien, beigetreten ist. Ober- Sanitätskollegiums. Eine feit längerer Zeit zwischen ihm Genie erbentrückt, unabhängig von Beit und Umständen da: Gin Berhandlungstermin ist seitens des Ober- Verwaltungsgerichts und einem älteren Arzte in Braunschweig bestehende so lacht man über ein Aschenbrödelmärchen, das man gerne vom bisher noch nicht anberaumt worden. Das Vereinsstatut soll Spannung spizte sich in legter Zeit so su, daß Seidel, welcher Kindermund hören mag, das aber auf den Lippen des tindisch nunmehr, um für die Zukunft allen Eventualitäten zu entgehen, eine Versöhnung in letzter Stunde hatte herbeiführen wollen, Gewordenen wie Geschwäb klingt. Den armen Praxiteles gab entsprechend umgearbeitet werden. Bis dies geschehen, werden nach seinem vergeblichen Bemühen und wörtlich beleidigt, au Herr Stockhausen. Mit theatralischem Schwung fprach er teine Theatervorstellungen von dem Verein veranstaltet. thätlicher Beleidigung seines Gegners überging. Die Aerztebie theatralischen Phrasen. Fräulein Groß als attische tammer schien dieserhalb Seibel verabschieden zu wollen. Am Priesterin der Schönheit, das fah zu drollig aus. Ein Wiener Profeffor Langenscheidt. Am Montag Abend starb hier Abend des 7. d. M. traf außerdem eine amtliche MitBorstadtweib, das in altgriechischer Verkleidung zum Masten- nach langen schweren Leiden der Professor Gustav Langenscheidt, theilung ein, daß er von seinen Aemtern im Krankenhause und ball geht. einer der merkwürdigsten Sprachgelehrten unserer Zeit. Er war im Ober- Sanitätskollegium entbunden sei. Diese den ehrgeizigen Gleichfalls eine Komödie in Versen ist die zweite Novität ursprünglich zum Kaufmann bestimmt gewesen und hatte nach und aufstrebenden Mann hart treffenden Schläge haben ihn wahrbes Leffing- Theaters, das Luftfpiel,„ Die Romantischen" des Beendigung seiner Lehrzeit große Wanderungen durch scheinlich zum Selbstmord getrieben. Seidel hinterläßt als Wittwe jungen Franzosen Edmond Rost and, das Ludwig Fulda in die Länder Europas gemacht. erworbene eine Stieftochter des bekannten Roman- Schriftstellers Ebers. Der leicht dahinhüpfende deutsche Reime gebracht hat. Rostand's gründliche Kenntniß fremder Sprachen wollte er auch Dichter H. Seidel und der tgl. Galleriedirektor Prof. Dr. Seidel Arbeit und sein Pariser Erfolg find aus den gegen- feinen Landsleuten übermitteln, besonders solchen, die sich in Berlin find Brüder des Verstorbenen. Seine dabei befindet sich also in einer argen Bwidmühle: die Mächte drängen 1 Betrag zu hoch schien, dürfen nicht vergeffen, baß die Majorität| vereinigung und die Unterstügungen tamen immer reichlicher und auf Reformen, und im Volte erwacht die prinzipielle Gegner erkannte, daß mit den niedrigen Beiträgen nicht mehr aus hiermit stieg auch das Klaffenbewußtsein und die Kampfs schaft gegen die Ausländer; für wen sich auch immer der Sultan zukommen sei, weshalb die Beiträge zum Streitfonds auf 25 Pf. luft der Arbeiter. In den zwei Monaten haben wir hier entscheiden mag, die Unruhen werden vor der Hand nicht be- zu erhöhen wären. Für diejenigen Kollegen, die in Werkstätten zirka 50 theils freiwillige, theils gezwungene endigt werden. arbeiten, wo feine Werkstattdelegirten vorhanden, sind die neuen einstellungen gehabt; fast alle haben vortheilhaft für die Arbeiter von 0 Arbeits Aus der Insel Kandia wird der„ Voff. 3tg." be- Streifmarken à 25 Pf. und abgestempelte Streitkarten geendet. Augenblicklich streifen auch die Schriftseger und richtet: Von Konstantinopel ist die Nachricht eingetroffen, daß die in allen Bahlstellen und Filialen zu entnehmen entnehmen und ein großer Streit der Holzarbeiter steht bevor. Das foftet hohe Pforte nicht gewillt ist, Aenderungen in der es ist dabei Wohnung und Name genau anzugeben. Die natürlich viel Geld. Mit freudiger Genugthuung empfingen die Verwaltung des Landes zu gunsten der christlichen Be- Werkstattdelegirten haben jedoch ihren Bedarf an Karten Streitenden schon Geldsendungen aus Frankreich, Dänemark, Marken nur und völkerung einzuführen und die Eingabe der patriotischén den Lohnkommissions Mitgliedern Italien, aus Prag, aus Bern u. s. w. Leider müssen wir hiesige Volksversammlung an den Sultan in allen Theilen zu entnehmen. Die Abrechnungen müssen wochentäglich ge- deutsche Sozialisten sehen, daß aus Deutschland noch gar kein als unbegründet abschläglich beschieden hat. Infolge dieser schehen. Infolge dieser schehen. Wir möchten jedoch bitten, daß in allen Werkstätten, Zuschuß gekommen ist. Der Fortschritt, den die Arbeiterfache in Pfortenentscheidung sind neuerdings eine größere Anzahl waffen- wo noch keine Werkstatt Delegirten ernannt sind, die Kollegen den letzten 2 Monaten hier gemacht hat, ist beispiellos und würde fähiger Kreter von den Bergen herabgeftiegen, die ihren Forde- unverzüglich Delegirte wählen. Zur Entnahme von Marten schon allein ein fräftiges Eintreten der deutschen Sozials rungen mit der Waffe in der Hand Nachdruck verschaffen wollen. werden die Lohnkommissions- Mitglieder an folgenden Stellen demokratie für die hiesigen Genossen rechtfertigen. Auch berückEinige Morde aus Fanatismus, die in der Nähe zugegen sein: J. Düter in Charlottenburg im Lokale fichtige man, daß die Partei noch große Opfer für die nahenden und Rückerstraßen Ecke, Randias von Türken verübt wurden, haben die Gemüther noch Bismard. Sonn städtischen Wahlen aufzubringen hat. Uebrigens find u..ter weiter aufgeregt und so ist es sehr wahrscheinlich, daß die Insel tag 3 vormittags 10-12 Uhr. Carl Rüffer für Friedenau den anr Arbeitslosigkeit Gezwungenen auch verschiedene deutsche einer unsicheren Zukunft entgegen geht. Großen Umfang dürften und Umgegend in Friedenau, Kirchstraße 15, Arbeiter, die gerade so unterstützt werden wie alle anderen. In aber diese Wirren vorläufig faum annehmen, da die christliche Restaurant Hohl, Sonntags 10-12 Uhr vormittags. der Hoffnung, daß wir auch aus Deutschland bald Zusendungen Bevölkerung unter sich nicht einig ist. J. Kroll für Moabit und Norden, bei Gies hoit, zu verzeichnen haben werden und so den Kapitalisten zeigen Boyenstraße, Sonntags 10-12 Uhr vormittags. fönnen, daß die Internationale doch kein leerer Wahn sei, H. Böhling für Oft und Nord- Ost, bei Wiede schließe ich für heute. 10-12 Uhr. Der Aufstand in Ruba. Vom Obergeneral in Ruba mann, Blumenstr. 38, Sonntags ( Daß aus Deutschland bisher keine Unterstützung eins wollen die belgischen Genossen mit den ging der spanischen Regierung die Meldung zu, daß die Kolonne G. Lint, Süden und Südost bei Stramm, Ritter- gegangen ist, wollen Molina die Banden des Insurgentenführers Lacrot vollständig straße 123. Sonnabends abends 5-7 Uhr. G. 3ie vielen Streits, die hier Unterstützung heischen, und mit den geschlagen habe. Sein Lager wurde eingenommen. Infolge barth für Rixdorf bei Thomas, Bergstraße, Sonn Sammlungen für die Effener Verurtheilten entschuldigen. Selbstverständlich werden die deutschen Arbeiter auch ihre belgischen deffen ist es den Insurgenten unmöglich geworden, in die Provinz tag3 10-12. einzubringen. Ferner wurde der Regierung gemeldet, daß mehrere Sendungen sind zu richten an Die Ab stempelung der Streiftarten für Ar- Brüder nicht vergessen. Zusammenstöße stattgefunden haben, bei denen die Insurgenten beitslose geschieht an jedem Freitag vormittags E. Anseele, Deputirter, Garenplaats, Gent in Belgien.) unter großen Verlusten in die Flucht geschlagen wurden. Der von 10-11 Uhr für Berlin im Restaurant Röllig, Grund dieser verschärften Thätigkeit, die sich jetzt geltend mache, Neue Friedrichstraße 44; für Charlottenburg, bestehe darin, daß die Insurgenten, wenn auch vergeblich, ver- Friedenau und Nixdorf an allen Feiertagen zweifelte Anstrengungen machen, die Zuckeranpflanzungen zu zer- Don 10-11 1hr in oben genannten 2otalen. stören. Sämmtliche Buschriften und Anfragen find an Unterzeichneten zu richten. Die Lohntommission. Amerika. Partei- Nachrichten. Der Gemeinderath von Stuttgart hat beschlossen, bei Gelegenheit der im Dezember stattfindenden Bolkszählung auch eine Zählung der Arbeitslosen vorzunehmen. Ferner soll eine Berechnung darüber angestellt werden, welche finanziellen Folgen die to stenlose Zeichenbestattung für die Stadt haben werde. J. A.: G. Lint, Ritterstr. 123, Restaurant Stramm. Achtung, Brauerei- Arbeiter! Am geftrigen Tage, den 12. d. M., sind die Brauer des Münchener Brauhauses in den Streit eingetreten. Trotz aller Verhandlungen der Agitationsfommission kam ein zufriedenstellendes: Resultat nicht zu stande. Wir ersuchen die gesammten organisirten Brauerei- Arbeiter, davon Kenntniß zu nehmen und ihr Solidaritätsgefühl zu bethätigen. statt. Lokal 2c. wird noch bekannt gegeben werden. Deffentliche Versammlung findet am Donnerstag, den 14. d. Die Agitations Kommission = " Zum Krieg gegen die Syndikate in Frankreich. Nun hat also doch der biedere Bürger Husson, für den sich die Boffische Zeitung" neulich fo arg ins Zeug legte, vor dem Bourgeoisgerichte sein Recht" bekommen: von der ersten Rammer des Zivilgerichtes des Departements Seine ist der Fachverein der Former zu 3000 Frant„ Entschädigung" an Husson verurtheilt worden. Husson, mit dem in derselben Werkstatt zu arbeiten feine Kameraden aus sehr guten Gründen verweigerten, hat ein Urtheil erreicht, das von den verbrauchtesten liberalen und manchesterlichen Phrasen bis zur Ungenießbarkeit wimmelt; da wird der Geist der großen franzöfifchen Revolution zitirt, die großen, Die ewigen Prinzipien der Freiheit" werden angerufen, und das alles, um einer völlig legalen Handlung des Fachvereins den Schein des Ungesetzlichen zu geben. Nach dem Geseze von Nach dem Bericht des Vertrauensmannes von Elm 3: 1884 über die Fachvereine haben die Arbeiter das Recht, sich horn haben dort im Laufe des letzten Jahres 11 Volts- resp. zur Vertheidigung ihrer Interessen zu vereinigen. Den Arbeitern Parteiverfammlungen stattgefunden. Sechsmal haben die Parteiwar damit eine gewaltige Waffe in ihrem Kampfe gegen die genoffen eine größere Verbreitung von Flugblättern, ParteiUebermacht der ausbeutenden Klasse gegeben und mehr als zeitungen und bes Norddeutschen Kalenders vorgenommen. Die der Brauerei- Arbeiter Berlins und Umgegend. einmal haben die französischen Genossen, mit Erfolg von mehr als einmal aber auch Abrechnung ergab im Rechnungsjahr eine Einnahme von Achtung, Metallarbeiter! Wegen Entlassung ihres bis- ihr Gebrauch gemacht, 1505,40 M. und eine Ausgabe von 903,65 M., so daß ein herigen Vorarbeiters legten die Kollegen in der Lampenfabrik hat die bürgerliche Gesellschaft versucht, ihnen diese Waffe Seit langer Zeit schon ist auf der ganzen Rassenbestand von 601,75 M. vorhanden ist. In anbetracht der von Jakoby jun., Dieffenbachstr. 33, die Arbeit nieder. Der zu entwinden. guten Raffenverhältnisse wurde beschlossen, 200 M. an den Vor- nun Entlassene hatte sich, nach eigener Angabe des Arbeitgebers, Linie der Gegner der Kampf gegen die Fachvereine und gegen ort, 50 M. an den Parteivorstand und 50 M. an die Agitations wohl als tüchtiger Arbeiter bewährt, besaß jedoch durchaus nichts das Gesetz von 1884 entbrannt. Bis jetzt war jeder Ansturm tommission in Neumünster zu senden. von den Eigenschaften eines Antreibers. Die dort Beschäftigten siegreich abgeschlagen, bis sich nun doch ein Gericht gefunden hat, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. waren der Meinung, daß die Arbeitsverhältnisse bei der genannten das unter nichtiger Heranziehung von veralteten Gefeßen einen Firma ohnedem schon genug zu wünschen übrig laffen und zogen Schlag geführt hat. Dieses Urtheil ist nur eine Episode im es, da eine Wiedereinstellung des Entlaffenen nicht zu erreichen Kampf, aber sie beweist, daß man entschlossen ist, um jeden Preis war, deshalb vor, ihre bisherige Arbeitsstätte zu verlassen. Mit die Rechte der Arbeiter zu vernichten. Nun, unsere französischen der Firma wird sich eine demnächst abzuhaltende Versammlung Genossen haben so manchen Strauß ausgefochten, sie werden auch beschäftigen. diesen siegreich bestehen, troh alledem! Der Vorstand des Verbandes " Genosse Lehmann, Redakteur des Boltsblattes" zu Salle a. S., ist gerichtlich vernommen worden. In einem Gedicht: Der Herbst und die Armen" soll in Verbindung mit dem tags zuvor veröffentlichten Leitartikel Reine Rettung" eine Aufreizung zum Klassenhaß enthalten sein. " = Arbeiter Berlins und Umgegend. R. Pezold. f. Depeschen und letzte Nachrichten. % A -Diefer Tage verhandelte das Leipziger Schöffengericht wiederum über eine Privattlage des Herrn Hans Blum wider aller in der Metallindustrie beschäftigten den Redakteur der Leipziger Volkszeitung", Gen. Ilge; fie endete mit einem Vergleich. Ilge hatte nämlich Widerklage erhoben, weil Blum in seiner Klagefchrift beleidigende Von den Stralauer Glasarbeitern sind an die streiken. Karlsruhe, 12. November.( W. Z. B.) Der badische LandWendungen gebraucht hatte. Da FIlge etwas mehr gesagt den Glasarbeiter in Carmaux in Frankreich 225 Fr. Unter- tag wurde heute Vormittag um 111/2 Uhr durch den Präsidenten hatte, bewilligte er 75 M. zu einem wohlthätigen Zwecke. ftügung gesandt worden. Alle Glasarbeiter von Berlin und des Staatsministeriums Dr. Nott eröffnet. Die Thronrede - Verboten wurde eine Parteiversammlung in hem umgegend, die gewillt sind, für ihre im harten Kampfe liegenden fündigt an, daß der Staatshaushalts- Etat für 1896/97 dem nig, in welcher über den Breslauer Parteitag berichtet Kollegen in Carmaux Unterstützungen abzusenden, werden ersucht, Landtage zugehen werde, und hebt die Sicherstellung des Gleichwerden sollte. sich vorher mit dem Vertrauensmann der Glasarbeiter Stralau's, gewichts hervor. Die auf dem legten Landtage von der Regierung Der Sozialdemokratische Verein von Frankfurt a./M. Ernst Kaufholt, Stralau, Dorfstr. 46b, 1 Tr., in Ver- ausgesprochene Hoffnung auf eine Reform des Reichsfinanzwesens im hatte am 1. September einen Ausflug per Dampfer gemacht. Bei bindung zu sehen. Sinne der finanziellen Selbständigkeit des Reiches und der Beder Rückfahrt wurde das Dampfboot bei Griesheim vom Ufer aus von einer zahlreichen Menge mit Hurrahrufen begrüßt; die Musik Die ftreifenden Sattler der Firma Scholz Nach feitigung der Matrikularbeiträge habe sich nicht erfüllt. Die tapelle auf dem Schiffe intonirte nun die Melodie:„ Wohlan, in Schöneberg haben am 5. d. Mts. das Schöneberger Regierung werde vorschlagen, bis auf weiteres die Deckung der wer Recht und Wahrheit achtet", worauf vom Ufer herüber ein Gewerbegericht in seiner Eigenschaft als Einigungsamt zur Bei- reinen Matrikularbeiträge in der Form von Buschlägen zur wahres Indianergeheul erklang. Am Tage darauf erschien im legung des Streits angerufen. Das Gesetz schreibt nun vor, daß Einkommensteuer zu bewirken, ob dadurch eine Erhöhung Frankfurter Gen.- Anz." eine denunziatorische Notiz einer falls bei derartigen Angelegenheiten die Anrufung nur von einer der Einkommensteuer erforderlich werden wird, bleibe von dem Bedürfnisse im Abschluß des Reichsetats abhängig. Ferner getränkten patriotischen Seele, die sich bitter beklagte über die Partei erfolgt, die andere Partei durch das Gewerbegericht zu wird eine Vorlage angekündigt, betreffend die Erseßung der vaterlandsfeindliche Melodie." Jedenfalls infolge diefer Notiz befragen ist, ob auch sie das Einigungsamt zur Beilegung der bisherigen Kesselsteuer, durch eine Brau Maisch Steuer haben nun bereits Bernehmungen sämmtlicher Musiker und auch Lohndifferenzen anzuerkennen gewillt sei. und eine schonende steuerliche Behandlung der fleineren des Vorsitzenden des Sozialdemokratischen Vereins stattgefunden. Arbeiter haben jedoch, Es wird und mittleren Brauereien in Aussicht gestellt. dem Gewerbegericht absolut teine Mittheilung eine Vorlage angekündigt betreffend die Ausdehnung der Es ist noch nicht festzustellen, auf welchen Parapraphen hin eine jet ob der betreffende Fabrikant dasselbe anerkennt Städte- Ordnung und des Gesetzes vom 22. Juni 1890 Antlage erhoben werden soll; möglicherweise wird der Grobe erhalten, ob der betreffende Fabrikant oder nicht, trotzdem seit der Anrufung Unfug"-Paragraph herangezogen werden. - Die Parteigenossen in Wernigerode besigen seit Woche vergangen ist. Hierüber herrscht unter den Streifenden auf alle Gemeinden, sowie eine Vorlage betreffend neue etwa 1/2 Jahren ein eigenes Heim, eine Art Kasino, wo sie ihre große Verwunderung, da, soll eine derartige Einrichtung über- Bestimmungen über die Landtagswahlen. Die im letzten Versammlungen und Vergnügungen abhalten. Bier wurde nur haupt einen Zweck für die Arbeiter haben, sie viel schneller Landtage in der zweiten Kammer behandelte Frage einer Ber= an Mitglieder ausgeschänkt, eine Konzession war somit nicht er- arbeiten muß. Dies liegt doch in der Natur der Sache und hat fassungsänderung sei noch nicht zum Abschluß gelangt. Endlich forderlich. Der Leiter des Kasinos war schon einmal angeklagt, 3. B. auch das Berliner Gewerbegericht feinerzeit, als es von wird die Hoffnung ausgesprochen, daß die Organisation der Grund= mußte aber freigesprochen werben. Jetzt hat die Polizei verfügt, ben streikenden Sattlern der Firma Loh Söhne angerufen wurde, werde kommen können, weil anzunehmen sei, daß der künftige buch- Aemter auf diesem Landtage zur abschließenden Erörterung den Bierausschant sofort einzustellen; für Uebertretung sind viel schneller als das Schöneberger Gewerbegericht gearbeitet. Reichstag dem deutschen Bolte das für eine neue, gesunde RechtsStrafen von je 60 Mark angedroht. Hiergegen ist Beschwerde er: Bei der Lohnbewegung der Prager Handschuhmacher entwickelung einzuführende, gemeinsame bürgerliche Recht geben hoben. Außerdem verlangt jezt die Polizei Einreichung von Statut und Mitgliederliste des Boltsbildungsvereins, des Vereins Volts: find 1300 Mann betheiligt. Paris, 12. November.( W. Z. B.) Im Ministerrathe theilte der Marineminister Lockroy mit, daß eine aus dem Panzerschiff Devastation", den Kreuzern Charner" und " Faucon" und dem Aviso Linois" gebildete Division heute Mittag unter dem Kommando des Admirals de Maigret nach dem Piräus abgegangen ist. " Don Die streifenden wie man uns mittheilt, bis bereits eine werde. " " garten, des sozialdemokratischen Gesangvereins, des Turnvereins Um ihre Züricher Kollegen im Kampfe gegen die Arbeiter und des„ Athletenklubs" innerhalb dreier Tage; sonst habe man zu unterstüßen, haben am vorigen Sonnabend auch in Winter auch hier eine Strafe von je 60 M. zu zahlen. Die geforderte ih ur und St. Gallen die Glasermeister ihren Gehilfen geEinreichung ist verweigert worden. Man will es auf einen fündigt. Diese sollten Erklärungen unterschreiben, daß der ArbeitsProzeß ankommen lassen. Der Verwalter hat seine Thätigkeit nachweis des Glaser- Fachvereins aufgehoben und derjenige der eingestellt, und man behilft sich nun augenblicklich mit Flaschenbier. Meister anerkannt werde. Die Arbeiter ließen sich darauf nicht Brüssel, 12. November.( W. T. B.) Die DeputirtenFreigesprochen wurde vom Stettiner Land- ein. Als sie die Unterschrift verweigerten, erfolgte die Kündigung. kammer begann heute ihre Sigungen. Beernaert wurde mit 79 gericht der Genoffe Ohi, Redakteur des„ Volksboten", von der Anklage, verschiedene Bevölkerungsklassen gegeneinander auf- Der Seherstreik in Gent ist beendet. Die Buchdruckerei- gegen 8 Stimmen zum Präsidenten wiedergewählt. London, 12. November.( W. T. B.) Dem„ Reuter'schen gereizt zu haben. Der Staatsanwalt hatte 3 Monate Gefängniß befizer haben die meisten Forderungen bewilligt. Bureau" wird aus Konstantinopel von geitern gemeldet, daß die beantragt; er wollte noch vom Gerichtshof die Frage geprüft Aus Gent in Belgien wird uns geschrieben: Bor zwei Finanzlage noch unbefriedigend sei. Das Börsengeschäft sei fast wiffen, ob sich nicht§ 181 wissentliche Verbreitung entstellter Monaten brachen hier an einem und demselben Tage zwei große ganz eingestellt, einige kleine Banten mißbilligten das Moratorium. Thatsachen anwenden lasse. Der Gerichtshof führte in seiner Streits aus. Einer in einer Fabrik der Textilbranche mit 1200 Dem genannten Bureau wird ferner gemeldet, die Lage in Entscheidung aus, daß dieser Paragraph nicht in Frage kommen Arbeitern, ein anderer in der Maschinen Bauanstalt von Kert Kleinafien sei fortdauernd sehr ernst; neue Unruhen würden aus tönne; es fönnte im Schluß des fraglichen Artikels unter Um- hove, die ihre Erzeugnisse schon seit Jahren hauptsächlich nach marasch und Bitlis gemeldet. Ein in Zeitun garnis ständen eine Aufreizung erblickt werden, doch sei der Angabe des Berlin liefert. Der" Vooruit" bewilligte schon in den ersten sonirendes türkisches Bataillon habe mit Waffen und Munition Angeklagten, daß die wirthschaftliche Umwälzung Tagen des Streits eine erste Hilfe von 10 000 Fr. und dem Beis kapitulirt, die armenischen Aufständischen hielten die Kasernen nur auf friedlichem Wege erfolgen solle, Glauben spiele dieser sozialistischen Genossenschaft folgten bald alle fozia- besetzt. zu schenken und deshalb derfelbe freizusprechen. Gewerkschaftliches. A listischen Fach- und anderen Vereine des ganzen Landes in London, 12. November.( W. T. B.) Ein Vertreter der einer das Solidaritätsgefühl der Arbeiter aufs herrlichste italienischen Regierung begab sich vor kurzem nach Glasgow, bezeugenden Weise. Auch dauerte es nur zwei Wochen und der um Aufträge zum Bau von drei Kanonenbooten und zwölf Tors Textilarbeiter Streit endete mit dem Siege der Ausständigen. pedobooten in den Werften am Clyde zu ertheilen. Die beiden Eämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Dieser Sieg war von weittragender Bedeutung. Als die Arbeiter ersten Schiffsbau- Firmen erklärten jedoch demselben, sie könnten Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden sahen, wie echt brüderlich die Sozialisten bei dieser Gelegenheit eine prompte Lieferung nicht garantiren wegen der durch die Organisation tragen. gehandelt hatten, da beeilten sie sich, fich, in Masse in Masse den Streitigkeiten zwischen den Werftbefizern und Angestellten hervor. Andererseits erregte gerufenen Arbeitseinstellung. Der italienische Vertreter tehrte An sämmtliche im Malergewerbe beschäftigten Arbeit sozialistischen Fachvereinen beizutreten. nehmer Berlins und sämmtlicher Vororte! diefes Solidaritätsgefühl der Arbeiter die Wuth der Fabri- dann nach London zurück. Kollegen, Berufsgenossen! Nachdem in den Versammlungen tanten. Als diese sahen, wie opferfreudig die Arbeiter vom 11. und 27. September cr. beschlossen worden war, im ihre streifenden Brüder unterstützten, da schlossen die Fabrikanten kommenden Frühjahre in eine Lohnbewegung einzutreten, wurden sämmtliche Maschinenbau- Anstalten und Gießereien. Auf diese in der Versammlung vom 29. Oftober die von der Lohnkommission Weise hofften sie die Unterstützungen beschränken zu können. Diese im Lohntarif formulirten Forderungen einstimmig genehmigt. Maßregel hatte aber bis jetzt grade den entgegengesetzten Erfolg, Mit der Versendung des Lohntarifs an die Prinzipale sind die den sich die Kapitalisten versprachen. Als die Arbeiterschaft sonst politisch verschieden denkende Rom, 12. November.( W. T. B.) Die Agenzia Stefani" Würfel gefallen. Jetzt bereits wird der Kampf entbrennen. Belgiens fah, wie einig Um nicht ohne Subsistenzmittel, sondern allen Anforderungen Kapitalisten sind, wenn sie Arbeitern gegenüberstehen, da begriff meldet aus Konstantinopel unter dem 11. d. Wits.: Infolge der gewachsen zu fein, beschloß die Versammlung mit großer auch sie ihre Pflicht. Eine 25jährige, unausgesetzte eifrige Bro gleichlautenden Noten, welche die Botschafter Deutschlands, Majorität, daß von Sonnabend, den 2. November paganda von Anseele, van Beveren und vielen andern hat die Köpfe Desterreich- Ungarns und Italiens der Pforte überreicht hatten, ab jeder im Malergewerbe beschäftigte Arbeiter 25 Pfennige nicht so revolutioniren können als die namentlich den Magen und in welcher fie die offizielle Mittheilung der Reformen für Nun, Kollegen, revolutionirende That der Ausbeuter es gethan hat. wöchentlich zum Streiffonds zahlen solle. Nach Armenien verlangt hatten, habe die Pforte geantwortet, sie würde tommt diesem Beschluß auch nach; diejenigen, denen der Hunderten zählen feitdem die neuen Mitglieder in jeder Fach- ohne Berzug diese Mittheilung gemacht haben. London, 12. November.( W. Z. B.) Aus Accra wird dem Reuter'schen Bureau" gemeldet, der dem Könige Kumasts für die Antwort auf das britische Ultimatum gestellte Termin sei vor zwölf Tagen abgelaufen. Der König habe keine Antwort ertheilt, sondern suche im Gegentheil mit den benachbarten Häuptlingen Bündnisse abzuschließen. Berantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Echöneberg- Berlin. Jür den Jujeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Ur. 266. Lokales. Mittwoch, den 13. November 1895. 12. Jahrg. und nachmittags 169 Rinder, nur des morgens oder nachmittags bemerkte am Montag Abend, daß an der Wohnung von Behrens, und abends je 394, zusammen also 788, an einzelnen Tagen die im Erdgeschoß liegt, noch immer der Frühstücksbeutel hing. Zur Lokallifte. Herr Leopoldt in Adlershof hat nachmittags 15 und nur an Sonntagen 7 Kinder. Und zwar Er schloß daraus, daß drinnen etwas Außergewöhnliches vor sich sein gegebenes Wort zurückgezogen. Sein Lotal am Bahn- begannen mit ihrer Arbeit bereits um 312 Uhr früh 14 Kinder, gegangen sein müsse und da er auf sein Anklopfen keine Anthof Adlershof steht der Arbeiterschaft mithin nicht mehr zur darunter ein Knabe, der außerdem schon in der Beit von 12 wort erhielt, so ging er zur Polizei und theilte hier seine WahrVerfügung. Die Parteigenoffen Berlins wollen sich diese mit bis 1 Uhr nachts Frühstück ausgetragen hatte, während ein nehmungen mit. Kriminalkommissar Mohr brachte sie fofort mit theilung ganz besonders beachten. Gleichzeitig werden die anderer um 1/2 Uhr nachts mit den Eltern zur Markthalle dem unbestimmten Briefe in Verbindung und fand an Ort und Berliner Parteigenossen wiederholt darauf hingewiesen, daß das fahren mußte. 239 Kinder begannen dann ihre Arbeit Stelle seine Vermuthung auch bestätigt. Man ließ die Wohnung, 10. Stiftungsfest der Bierfahrer und deren Berufsgenossen in morgens schon zwischen 4 und 5 Uhr, 242 zwischen 5 die aus einer Küche, einer Schlafftube und einem Wohnzimmer den Konkordia- Festfälen, Andreasstraße( Säger), ab- und 6 Uhr und nur 68 zwischen 6 und 7 Uhr. Und besteht, mit einem Nachschlüssel öffnen und durchsuchte die gehalten wird. Dies Lokal steht bekanntlich der sozialdemokratischen nachmittags mußten auf Erwerb gehen von 12-2 Uhr Räume. Zunächst fand man in der Küche in der KinderArbeiterschaft nicht offen. Zum Schluß wird noch darauf 133 Kinder, 2-4 Uhr 224, 4-6 Uhr 89 und von 6 Uhr ab wiege die Henriette Behrens als Leiche auf. Der Kleinen war hingewiesen, daß die neugewählten Lokalkommissionen 117 Kinder. Die tägliche Dauer der erwerbsmäßigen Beschäftigung an der rechten Seite der Hals durchschnitten. Frau Behrens der Umgegend Berlins die Adresse ihrer Mitglieder dem aber betrug bei 21 Rindern 9 bis 10 Stunden und mehr, bei war anfangs nicht aufzufinden. Erst als man die Bettdecke in Unterzeichneten einzureichen haben, soweit dies noch nicht ge- 20 Kindern 8-9 Stunden, bei 36 Kindern 7-8, bei 62 Kindern ihrer Schlafftube lüftete, sah man sie im Bette liegen. Sie lag schehen ist. J. A. der Lokalkommission: Karl Scholz, 6-7, bei 85 Kindern 5-6, bei 78 Kindern 4-5, bei 83 Kindern auf der linken Seite und es schien, als ob sie schlief. As man Wrangelstr. 32. 3-4, bei 180 Kindern 2-3, bei 367 Kindern 1-2 und bei sie aber herumdrehte, gewahrte man, daß auch sie eine Leiche 47 Rindern unter 1 Stunde. Außerdem wurden in zwei Fällen und am Kopfe graufig zugerichtet war. Ein Beilhieb hatte sie vom Der innere Feind spielt jetzt bei allen Gelegenheiten eine von Knaben bis zu 12 und 15 Stunden Regel aufgefeßt und in rechten Ohr über das Auge bis zur Nase getroffen, ein zweiter Rolle. Am Sonntag ist wieder einmal im Beisein von Hof- einem Falle von einem Mädchen bis 16 Stunden Aufwarte- hatte ihr die ganze rechte Kopffeite gespalten. Behrens leuten, Beamten und Pastoren ein ragendes Gotteshaus ein- dienste geleistet. Endlich verdienen noch ganz besondere Be- hat ohne Zweifel seine Frau und sein Kind im Schlafe übergeweiht worden; diesmal nicht in Berlin selber, sondern in Alt- achtung die Erhebungen über die körperliche Anstrengung, fallen und, ohne daß sie erst erwacht waren, vom Leben zum Glieneke. Hofprediger Faber, der Mann, den wir bei früheren die diese gewerblichen Arbeiten von den Kindern erfordern, Tode gebracht. Er hat die Beit abgewartet, bis Frau und Kind Gelegenheiten vergeblich ersucht haben, doch einmal in seinen Reden namentlich morgens vor Beginn der Schule. Hierüber ist zur Ruhe gegangen und eingeschlafen waren, selbst aber sein die bekannten Sonntagsentheiligungen im tönig folgendes festgestellt: Es haben in einer Stunde zu ersteigen Bett nicht berührt. Die Leiche seiner Frau hat er zugedeckt, um lichen Schloß, in der Gnadenkirche, der Kirche mit 82 Kinder bis zu 20 Treppen, 51 bis zu 40 und 7 bis sich den graufigen Anblick der Wunden und des blutbesudelten der weggemeißelten Rameel Inschrift us. w. entsprechend zu zu 60 Treppen; in anderthalb Stunden 69 Kinder bis zu 25, Bettes zu ersparen. Dann hat er im Zimmer den Brief gegeißeln Hofprediger Faber also hielt bei Gelegenheit 64 bis zu 50 und 14 bis zu 70 Treppen; in zwei Stunden schrieben und sich mit diesem entfernt. Der Beweggrund zu der Der unferes Wissens lezten Kircheneinweihung eine An- 44 bis zu 25, 56 bis zu 50, 20 bis zu 75 und je ein Rind bis Blutthat soll Furcht vor einer Strafe sein, die Behrens sprache, die in der" Post" fast anderthalb Spalten ein zu 80, 92 und 120 Treppen; in vier Stunden 67 Kinder bis zu zu erwarten hatte. Der Mann war etwas lungen nimmt. Gleich den meisten ihrer Geschwister hat auch diese 50 und 23 bis zu 100 Treppen. Im allgemeinen sind hiernach leidend und benutte daher die Sonntage regelmäßig Predigt im allgemeinen wenig Interesse für uns sozialdemokratische von den Kindern im Zeitraum von 11/2 bis 2 Stunden 20 bis und fleißig zu Spaziergängen in den Anlagen des Ortes. Sünder. Aber eine Stelle sei doch erwähnt. Sie lautet nach 30 Treppen zu erfteigen und dabei ein Weg von 1500 bis 2000 Bei einem solchen Spaziergange hat er am 3. d. M. durch dem ebenso frommen wie staatserhaltenden Organ des Groß- Meter zurückzulegen. unzüchtige Handlungen bei Frauen und Kindern Mergerniß er tapitalisten Stumm: Man verlangt bekanntlich von Kindern, die im zarteften regt. Ein Major hatte ihn angezeigt, er war deshalb schon verHier zeugt der Kriegerverein von den großen Alter des Lebens erdrückende Qual derart durchkosten müssen, nommen und von den betreffenden Frauen wiedererkannt worden Zeiten, wo alle, die deutsches Blut in den Adern und deutsche daß sie das Vaterland, in dem ihnen diese Herrlichkeiten ge und fah einer Strafe mit Sicherheit entgegen. Dieser hat er Ehre im Herzen hatten, sich um ihren König schaarten wider den boten werden, lieben, und daß sie die Religion, die ich entziehen wollen und Frau und Kind in den Tod mitäußeren Erbfeind; wollen wir nicht wie Ein Krieger sie mit solchem Loos zufrieden sein heißt, schätzen sollen. genommen. Letztere Mittheilung wird denn doch mit einigen verein uns um unseren herrlichen Kaiser schaaren, im Kampfe wider den inneren Erbfeind?" wefeln hinzunehmen sein. Die Leiche des Mörders ist bis jetzt noch nicht gefunden worden. = Gleich darauf spricht der Hofprediger den Herzenswunsch aus, daß die Kirche eine Quelle tiefsten Friedens" werden möge. D, Christenthum! Die Verblüffung der Ordnungsphilifter. Staatserhaltende Blätter bringen mit vielem Schmerz und wenig Fassung die folgende traurige Nachricht: " Die gegenwärtigen Pockenerkrankungen. Gegenüber den Eine verblüffende Ueberraschung wurde am Sonntag Nach Gerüchten, die in bezug auf einige hier vorgekommene Pockenmittag den Theilnehmern an einer Beerdigung auf dem Alten fälle in Umlauf sind, theilt die medizinische Wochenrundschau Ach, du lieber Simmel! Hier soll sich, wie die fapitali- Thomas- Kirchhofe an der Hermannstraße in Rigdorf bereitet. Medico" mit, daß ein Grund zur Beunruhigung nicht vorftisch- katholische" Germania" berichtet, nach dem Muster der Biele hunderte von Fachgenossen gaben dem im 63. Lebensjahre handen ist. Es sind im ganzen, einschließlich der verdächtigen katholischen Arbeitervereine, also jedenfalls unter der Zucht geift- verstorbenen Barbier, Friseur und Heilgehilfen Adolph Billert Grkrankungen, zwölf Fälle von echten Pocken konstatirt. Die licher Hirten, ein evangelischer Arbeiterverein gebildet haben, der aus der Adalbertstraße 21 das letzte Geleite. Selbst aus ver- Kranken, unter denen sich auch zwei Studenten der Medizin beselbstverständlich auf dem Boden der„ chriftlichen Weltanschauung" schiedenen Städten der Provinz waren Jnnungsabordnungen er- finden, sind in den Koch'schen Baracken untergebracht und vollsteht und„ vaterländische Gesinnung" hegt. Zu dieser Nachricht schienen, um dem Manne, der über 20 Jahre im Innungsständig isolirt. Um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu schreibt die„ Germania" in vollem Ernst: verbande und in seiner eigenen Innung das Schrift verhüten, find alle nothwendigen Vorsichtsmaßregeln getroffen Die katholischen Arbeitervereine werden mit Freuden ver- führeramt verwaltete, die legte Ehre zu erweisen. Auch der worden; das Heil- und Pflegepersonal, welches mit den Pockennehmen, daß ihr Beispiel bei den Protestanten Nacheiferung erfreifinnige Bezirksverein der alten Louisenstadt, dem franken in Berührung gekommen ist, wurde einer nochmaligen weckt hat. Im Kampfe gegen die Sozialdemokratie der Verstorbene seit seinem Bestehen angehörte, war vertreten. Impfung unterzogen. Die Krankheit ist durch eine aus Rußland fällt gerade den christlichen Arbeitervereinen eine große und Herr Billert war außerdem 27 Jahre lang Waisenrath und zugereiste Person eingeschleppt worden. wichtige Aufgabe zu. Wenn die evangelischen Arbeiter Berlins feierte vor 2 Jahren als solcher sein 25 jähriges Dienstjubiläum. den gleichen Eifer zeigen, wie die katholischen, dann wird die Die Kapelle des Friedhofes konnte die Trauergemeinde bei rocitem durch einen Schuhmann, über die wir am Dienstag berichteten, Zu der Verlegung des Zigarrenmachers Julius Werner Sozialdemokratie auch in der Reichshauptstadt all nicht faffen, eine ganze Menge der Leidtragenden blieb draußen werden von dem Korrespondenten, der diese Mittheilung brachte, mälig zurückgedrängt werden." stehen. Berge von Krängen waren herangebracht worden. Während noch einige Einzelheiten gemeldet, welche es fraglich erscheinen Bekanntlich sind es gerade die arbeiterfeindlichen Blätter in der Kapelle Pastor Bayrhoffer dem Verstorbenen einen laffen, ob der Schuhmann dem W. sämmtliche Wunden beigebracht vom Schlage der Germania", die der Sozialdemokratie vor Nachruf widmete, erschien plöglich zur größten Ueberzaschung der werfen, daß sie Zukunftsmusik treibe. An der zitirten Notiz er- Bersammelten draußen eine Deputation von 20 Mann, die einen hat. Am Sonntag Abend um 112 Uhr schickte die Straßendirne Berger eine Freundin auf die Wache des 22. Reviers in der fennt man mit einer zum Lachen reizenden Deutlichkeit, wo man mannshohen Kranz mit rothen Blumen und rother Berger eine Freundin auf die Wache des 22. Reviers in der sich wirklich in tollen Zukunftsphantasien ergeht. Welche Ver- Schleife überbringen wollte, aber nicht in die Kapelle Holzmarktstraße und ließ durch sie um Hilfe bitten, da sie von wirrung der Haß gegen die Sozialdemokratie nicht in frommen hineinging. Die Schleife trug folgende Widmung: Unserem Weg 14 mit dem Tode bedroht werde. Zuhälter Werner in ihrer Wohnung am Grünen Werner suchte Gemüthern erregt! Daß sich die Herrschaften in ihrer Noth Genossen und alten Mitgliede. Gewidmet vom bereits an die Strohhalme der sogenannten„ Arbeitervereine" sozialdemokratischen Verein des 4. Wahl- nun die Berger zu gewinnen, die jedoch nichts von ihm frommen Kalibers antlammern müssen, hätten wir wirklich kaum treise 3." Die Leibtragenden, die draußen standen, waren wissen will. So kam es zum Streit. Auf dem Wege zur Wache geglaubt! verblüfft und verließen großentheils den begegneten dem Mädchen andere Zuhälter und erfuhren von ihm, Lynchjustiz. Im hiesigen Q.-A." lesen wir: Gine wider- Friedhof. Die Deputation hielt sich dann etwas zurück, bis daß die Berger den Werner wolle alle werden", d. h. einsperren laffen. Der Reviervorsteher schickte den Schuhmann Behnert mit. liche Szene spielte sich bei der Beerdigung des Handwerkers am offenen Grabe Prediger Bayrhoffer seine Worte beendet während dieser im Hause den Werner, der sich heftig widersetzte, Buchholz ab, der, wie wir berichteten, in der vorigen Woche auf hatte. Dann trat ein Mann vor, legte den Kranz im Auftrage festnahm, sammelten sich draußen die anderen Zuhälter an. dem Ausstellungsterrain in Treptow tödtlich verunglückt war. des Vereins nieder und überreichte die Schleife den Fünf gefährliche Burschen folgten dem Transport, und unterwegs Buchholz wurde auf dem Neuen Kirchhof in Schöneberg bei- Angehörigen des Verstorbenen. Der größte Theil ein sechster hinzu. In der Markus " Die dem gesetzt, und es erregte den Unwillen der Leidtragenden, daß die der Trauergemeinde war jetzt die Deputation gewahr geworden gefellte sich noch straße zwischen dem Grünen Weg und der Wallner Frau des Buchholz mit einem Begleiter, der ihr schon bei Leb- und über die offene Demonstration, wie der Geist- Theaterstraße machten fich die Kerle daran, ihren zeiten des Mannes nahe gestanden, der Beiseßung beiwohnte. Ii che das Vorgehen der Sozialdemokraten nannte, nicht minder Komplizen mit Gewalt zu befreien. Der Schuhmann Kaum hatte der Pastor das letzte Wort gesprochen, da fielen erstaunt, wie vorher die anderen vor der Kapelle. Noch wurde blutig geschlagen und hatte schließlich seine Mühe, sich der mehrere Personen über die Frau und deren Begleiter her. Der mehr aber wunderte man sich, daß die Angehörigen gefährlichen Patrone mit der blanken Waffe zu erwehren. Den Streit wurde so heftig, daß die Gendarmerie einschreiten mußte. Rranz und Schleife dankend annahmen. Stich in den Bauch hat Werner wahrscheinlich von einem ihm Sie führte die Frau fort und hielt den Mann so lange in der Stimmung war gründlich gestört und es fehlte fogar feindlich gesinnten Zuhälter erhalten, der ihm bei dieser GelegenKirchhofshalle fest, bis der Tumult sich gelegt hatte. Der Vor- nicht an derben Worten hüben und drüben." machte sich plöglich aus dem Staube. heit unbemerkt den Garaus machen wollte. Dieser Bursche ficht halber wurde aber auch der Mann dann unter Bedeckung nach Hause geleitet." In Kreifen von Besitz und Bildung macht machte sich plöhlich aus dem Staube. Um das Gesindel aufzugreifen, hat die Polizei am Montag und Dienstag in der sich die Entrüstung ob solcher Kleinigkeiten, wie Ehebruch und greifen, hat die Polizei am Montag und Dienstag in der Unfittlichkeit, bekanntlich meistens weniger fühlbar geltend, als Gegend große Streifen abgehalten und namentlich auch die in diesem Fall, der sich unter Arbeitern, die angeblich der freien " Raschemmen" d. h. Zuhälter- und Verbrecherkneipen durchsucht. Liebe huldigen, abspielte. Wieder ein Opfer des Bahnbetriebes. In der Auss übung seines Berufes ist am Dienstag früh der 29jährige Weichenfteller Karl Behm ums Leben gekommen. Behm war ver heirathet und wohnte Rügenerstr. 14. Behm war auf dem NordBahnhofe beim Rangiren beschäftigt. Es sollten zwei Wagen auf ein anderes Geleise gebracht werden und Behm gab mit seiner Laterne das Zeichen zum Anfahren, wobei er in dem Geleise stand, über das die Wagen rollen mußten. Er scheint num in demselben Augenblick, in dem er das Beichen gab, hingefallen zu sein. Als man nach kurzer Zeit nach ihm rief, gab er keine Antwort. Man sah deshalb genauer zu und fand den Mann über dem Geleise liegend todt auf. Die Wagen waren ihm über die Brust und verschiedene andere Körpertheile gegangen und hatten ihn auf der Stelle getödtet. batten ihn auf der Stelle getödtet. Die Verblüffung der Ordnungsphilister ist in einer Groß stadt denn doch kaum angebracht; zumal hier selbst ein beschränkter Zunftbruder wissen sollte, daß die Sozialdemokraten überall, selbst in Innungen, Bezirksvereinen und auch im Waisenrathe ihre stillen aber nicht minder begeisterten Anhänger hat, deren Andenken im Todesfall die Partei auf ihre Weise zu ehren schuldig ist. Und daß die Ungehörigkeit am offenen Grabe, wenn Bei den Stadtverordneten Wahlen der ersten Abthei- von einer solchen überhaupt zu reden, nicht von sozialdemolung sind die liberalen Kandidaten fast überall ohne Opposition fratischer Seite begangen ist, das läßt selbst der zu Ungunsten gewählt worden. Was Wunder! Es gilt dies von den bis- unserer Partei gefärbte Bericht ohne viel Mühe durchblicken. herigen Stadtverordneten Bauke, Giese, Mommsen, Michelet, Möge man sich doch endlich mit der Thatsache abfinden, daß es Kreitling, Meyer, Esmann, Mosch, Langerhans und Sachs I. überhaupt teine Stätte mehr in Berlin giebt, an der man nicht Im 6. Bezirk wurde an stelle des verstorbenen Stadtverordneten mit der Sozialdemokratie zu rechnen hat. Pincussohn der Kaufmann J. M. Friedländer gewählt. Jm 8. Bezirk wurde an stelle von Alexander Meyer Dr. Ginsberg mit 60 Stimmen gewählt. Im 12. Bezirk findet eine Stichwahli zwischen zwei liberalen Geldfacksvertretern statt. Die Beleuchtung sämmtlicher Ausstellungshallen auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 soll nunmehr gesichert sein, nachdem am Montag Vormittag die Verhandlungen zwischen den Delegirten des geschäftsführenden Ausschusses und dem Syndikate In Haft genommen wurde Dr. Bruno Wille, der der Elektrotechnifer zu einem befriedigenden Abschluß geführt haben. Prediger der hiesigen Freireligiösen Gemeinde. Gegen ihn war be- Das Syndikat hat in Verbindung mit der Firma Gebr. Naglo, fanntlich wegen unerlaubten Ertheilens von Jugendunterricht an auf deren Terrain die Station für die Kraftabgabe errichtet wird, Aus den Spandauer Militärwerkstätten bringen bürgerKinder von Gemeindemitgliedern in mehreren Fällen eine größere die Beleuchtung übernommen. liche Blätter folgende Meldung:" In der königl. Gewehr- und Straffumme festgesetzt worden, welche vor Erledigung des beschrittenen Rechtsweges zu bezahlen Dr. Wille sich weigerte. Die Inhaft- Dort hat der am 2. November 1866 geborene Schriftsetzer Baul artige Einrichtung, die vielfach fritisirt worden ist. Die Meister Ein Doppelmord ist in Groß- Lichterfelde verübt worden. Munitionsfabrik zu Spandau bestand von Alters her eine eigen= nahme, welche am Sonnabend voriger Woche erfolgte, und zwar Behrens seine am 25. Dezember 1866 zu Wismar geborene Frau in diesen Fabriken waren nämlich nicht mit Gehalt angestellt in Wille's Wohnung in Friedrichshagen, wird mit der vor: Marie geb. Karpentiel und seinen am 12. Oktober 1894 in Groß- wie ihre Kollegen in ben übrigen Militärwerkstätten, erwähnten Angelegenheit in Zusammenhang gebracht. Wir Lichterfelde geborenen Sohn Helmuth hingeschlachtet und dann fie waren gewissermaßen selbständige selbständige Unters haben es in punkto Gewissensfreiheit wahrlich weit gebracht in seine Wohnung verlassen, vermuthlich, um auch sich selbst das nehmer in der Fabrik. Ihre Stellung war dabei ungemein einPreußen! Leben zu nehmen. Die That muß schon etwa 48 Stunden vor träglich. In wenigen Jahren konnten sie es zu einem Vers Die Kinderausbentung in Charlottenburg. Ueber die ihrer Entdeckung verübt worden sein. Am Montag Morgen lief der Gewehrfabrik wird als mehrfacher Millionär geschätzt; noch mögen von mehreren hunderttausend Mark bringen; ein Meister gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger Kinder find in bei der Polizeibehörde im Rathhause zu Groß- Lichterfelde ein vor 20 Jahren war er ein armer Suhler Büchsenmacher.' Diese Charlottenburg, wie schon im letzten Winter, neuerdings wieder Schreiben ein, dessen Inhalt ungefähr wie folgt lautete: vor 20 Jahren war er ein armer Suhler Büchsennacher. Diese von den Rektoren und der Lehrerschaft weitere Erhebungen an- Ich liege im Teltower See. seltsame Einrichtung der beiden genannten Fabriken wird nun gestellt worden. Es waren von den 10993 Kindern( 5552 Knaben mitzutheilen, daß meine Frau einen leichten Tod gefunden hat, vom 1. Januar ab auf Gehalt gestellt. Diejenigen unter ihnen, endlich vom Kriegsministerium abgeschafft. Die Meister werden und 5441 Mädchen der 14 Charlottenburger Gemeindeschulen der Kleine war in ein paar Sekunden alle. Da der Brief nicht weniger als 979 erwerbsmäßig beschäftigt( 675 Knaben und feine Unterschrift trug und auch über die Wohnung u. f. w. welche bereits ein größeres Vermögen erworben haben, sind aus Anlaß der Nenordnung jetzt ausgeschieden." Der, 304 Mädchen), von denen auf eine Schule allein 194 Kinder ent- feinerlei Angaben machte, war zunächst nicht viel mit ihm an hat von jeher die Eigenthümlichkeiten, denen die Arbeiter unter ,, Vorwärts" fielen, auf eine zweite 104, auf eine dritte 92 Kinder 2c. Von zufangen. Er war am Sonntag Vormittag zwischen 9 und 10 Uhr diesen 979 erwerbsmäßig beschäftigten Schulkindern standen acht auf dem Poftamte 3 in der Stegligerstraße zu Groß- Lichterfelde ber eigenthümlichen Stellung der Meister ausgesetzt waren, mehrerst im Alter von 6-7 Jahren, 49 im Alter von 7-8 Jahren, 77 im aufgegeben und wegen der Sonntagsruhe erst am Montag früh fach erörtert, nicht ohne daß dann von gegnerischer Seite der Alter von 8-9 Jahren, 112 im Alter von 9-10 Jahren, 136 im Alter bestellt worden. Die Polizeibehörde ließ zunächst den Teltower bestehende Zustand in jeder Beziehung als eine Art Ideal gea priesen wurde. von 10-11 Jahren, 176 im Alter von 11-12 Jahren, 256 im Alter See abfischen, um durch Auffinden und Feststellung der Leiche von 12-18 Jahren und 165 im Alter von 13-14 Jahren, mit weiter zu kommen. Das mißlang indessen, da man die Leiche In der Panke ertrunken ist der 46jährige Dienstmann bin 246 oder 25,1 v. H. erst im Alter von noch nicht 10 Jahren. nicht fand. Ein geringfügiger Umstand aber führte bald zur Entdeckung Wilhelm Räthke. Gestern Morgen um 71/2 Uhr fand man seine Der Art des Erwerbes nach waren beschäftigt: des morgens des Verbrechens. Der Eigenthümer des Hauses Stumückerstr. 31 Leiche im Wasser an der Dalldorferstraße auf. Ob Selbstmord Bitte, den Anverwandten " " vorliegt, oder wie es fonft möglich gewesen ist, daß der Mann| nicht einmal selbst den betreffenden Druckauftrag entgegen ge-| ber natürlichen Triebe, hält sich nun aber selbst für unwürdig, in der Panke seinen Tod fand, ist nicht bekannt. nommen hatte und dann, weil Rechtsanwalt Freudenthal der sozialdemokratischen Partei ferner anzugehören, da diese an Aus Nahrungsforgen gestorben wurde heute Morgen um erft bis ans Rammergericht gehen mußte, um eine von ihm ver- die Sittlichkeit ihrer Mitglieder einen viel strengeren Maßstab 6 Uhr ein Mann auf einer Bank in den Anlagen der Frieden- langte Ergänzung des Protokolls der betreffenden Straffammer- anlege, als irgend eine andere Partei. Der Sozialdemokratie 6 Uhr ein Mann auf einer Bank in den Anlagen der Friedenstraße hinter der Auferstehungs- Kirche aufgefunden. Der Mann füßung durchzusehen. Wir haben seinerzeit mitgetheilt, daß das tönne er also nicht mehr angehören, aber das Christenhat sich anscheinend vergiftet. Aus Papieren, die man bei der direkt aufgegeben hatte, dem Antrage des Bertheidigers zu ent nicht zurückweisen, deshalb appellire er Kammergericht dem Vorsitzenden der achten Straffammer thum dürfe ihn, den Reuigen, um Verzeihung Bittenden Leiche fand, geht hervor, daß der Todte der 55jährige Guts an alle guten, inspektor Heinrich Kahlert ist und daß Stellungslosigkeit und sprechen. Dies ist inzwischen geschehen. Die niedergeschriebene vom Geiste Jesu beseelten Christen jeder politischen Nahrungssorgen ihn in den Tod getrieben haben. Ergänzung des Protokolls füllt zwei Folioseiten. Es handelte Richtung, mit ihm einen Bund zu gründen, der sich bei derselben um die Feststellung der Thatsache, daß der Ver- sich die Milderung der leiblichen und geistigen Noth der leidenEiner jener gefährlichen Wüstlinge, vor denen Mütter theidiger einen Bewetsantrag dahin gestellt hatte, daß die jetzt den Menschen angelegen fein laffe. Da sich Wächter eingangs ihre Kinder nicht genug warnen können, versuchte gestern Abend zur Anklage gestellten Artikel bis auf einen bereits in den zum seiner Ausführungen auch für einen so halb und halb bekehrten in der Wollinerstraße die elfjährige Anna Wilhelm mit dem be: 18. März 1892 und 1898 erschienenen Flugblättern enthalten gewesen Spiritisten ausgab, konnte es nicht fehlen, daß ihm tannten Bonbonversprechen an sich zu locken. Das Mädchen feien, daß wegen dieser Artikel Anflage erhoben, aber die Frei aus diesem Lager, Fürsprecher erwuchsen. Eine spiritistische ging glücklicherweise auf das Anerbieten nicht ein, sondern ver- sprechung der damaligen Angeklagten erfolgt sei. In der Er- Dame, Frau Wöhler, suchte den Armen und Glenden ständigte Paffanten. Inzwischen war aber der Patron, welcher gänzung des Protokolls heißt es nun in dieser Beziehung u. a. tlar zu machen, daß nur der Glaube an ein Jenseits gute Kleidung und halben Backenbart trug, entkommen. " Der Vorsitzende führte die unerheblichkeit des Antrages aus und ihnen zum Trost gereichen fönne, und legte zwecks Der gewissenhafte Schuhmann. Es wird gemeldet: Etwas erklärte, daß die Richtigkeit der behaupteten That Information ein Heft der spiritistischen Zeitschrift" Psyche" auf thener dürfte einem Soldaten vom 3. Garde- Regiment ein Trunk sachen ohne weiteres unterstellt werden solle. den Tisch des Hauses nieder. Ein anderer Redner empfahl die werden, den er am Freitag Abend trattirt betam. Der Grenadier Der Staatsanwalt vertrat die gleiche Auffassung. Seitens der Beisiger Wiedergeburt im christlichen Geist" und gab an, daß ihn der Bohne von der 6. Kompagnie stand auf Posten am Portal des urtheilten steht aber das Urtheil selbst hiermit im Widerspruch, Auch für die Egidy'schen Bestrebungen wurde von einer erfolgte kein Widerspruch." Nach begründeter Ansicht der Ver- lebendige Gott selbst aus feiner Noth errettet" habe. Rafernenhofes an der Köpenickerstraße. Da fam aus dem dem indem es den befannten dolus eventualis annimmt, obgleich es Seite Propaganda gemacht, Da kam aus dem dem Thore gegenüber liegenden Ausschank von King, ein Arbeiter als wahr annimmt, daß die wegen derselben Artikel früher unter anscheinend Anarchist, der sozialdemokratischen Parteispitze" den Propaganda gemacht, während ein Herr Gost, heraus und bot dem Poften einen Schluck aus dem gefüllten Anklage gestellten Personen von preußischen Richterfollegien frei Borwurf machte, Herrn v. Wächter abgestoßen zu haben, um den „ Stiefel" an. Bohne sab sich vorsichtig nach allen Seiten um, nahm aber nichts Verdächtiges wahr und that darum einen gesprochen worden sind. Es wird interessant sein zu erfahren, bürgerlich guten Ruf" der Partei zu wahren. herzhaften Schluck. Zum Unglück für den durstigen Grenadier welche Stellung das Reichsgericht zu dieser Frage einnimmt." Von dem wirren Durcheinander dieses neuen Fürsprechers des war aber der Vorgang dennoch von einem Schuhmann beobachtet Zwei Hofequipagen sind dem in Berlin stadtbekannten Herrn v. Wächter hoben sich die Ausführungen einzelner worden. Dieser machte Anzeige auf der Kasernenwache, Bohne Hauseigenthümer von Osten aus der Griebenomstraße ver sozialdemokratischer Arbeiter vortheilhaft ab, welche darlegten, wurde fofort abgelöst und sieht nun einer Strafe entgegen, die hängnißvoll geworden. Am 18. April d. I. fuhr derselbe mit daß ihnen Wächter's Berquickung des Christenthums mit taum in einem richtigen Verhältniß zum Werthe der Erfrischung seinem vorzüglichen Traber in Begleitung eines Postbeamten der Sozialdemokratie von jeher bedenklich erschienen sei, und daß stehen wird. vom Brandenburger Thor aus die Linden entlang. An der sie ihn an der Ausübung seiner Wohlthätigkeitsbestrebungen, von Schwer verunglückt ist am Dienstag Vormittag der 24jährige Friedrichstraße holte er eine Hofequipage ein, in der der Kron- deren Erfolglosigkeit er sich bald überzeugen werde, nicht hindern Dachdecker Johannes Grams aus der Friedenstr. 75 in der Aus- prinz saß, und fuhr hinter dieser her bis zum Schlosse hin. würden, daß aber die klassenbewußten Arbeiter ihm nicht auf dieses Gebiet folgen könnten, da sie nicht von der Bethätigung übung seines Berufes. Grams war auf dem Hause Borfig: Unterwegs wurde ihm mehrfach von Schuhleuten zugerufen, christlichen Sinnes, sondern nur durch den Kampf für die Bestraße 20a mit Dachdeckerarbeiten beschäftigt. Um 10 Uhr Vor- mehr rechts zu fahren, was er befolgt hat. Sozialdemokratie eine durchgreifende und mittags stürzte er plöhlich in die Tiefe hinab und blieb mit erhielt über Often ein Strafmandat 15 Mart, ftrebungen der 15 Mart, dauernde Befferung ihrer Lage erwarteten, und diesem durch schnelles Fahren schweren Kopfverlegungen liegen. Die Polizei des 7. Reviers weil er ver eine zahlreich Der lebhafte ließ den Verunglückten mit einem Krankenwagen in die Charitee ausgesetzt habe. Im Erkenntniß war als strafverschärfend Redner gezollt wurde, ließ erkennen, daß die überwiegende fammelte Menge Kampfe ihre ganze Kraft widmen wollten. Gefahr der des Ueberfahrenwerdens Beifall, der den Ausführungen der sozialdemokratischen bringen. betont, daß Beklagter die kronprinzliche Equipage über-| Polizeibericht. Am 11. 5. M. nachmittags gerieth ein bolt habe. Die Berufungskammer ermäßigte den Strafbetrag Mehrheit der Versammlung sich mit diesen in Uebereinstimmung elfjähriger Knabe an der Ecke der Boeckh- und Gräfestraße unter auf 5 M. und das Kammergericht hat dieses Urtheil nunmehr befand, was auch durch Annahme einer Resolution bestätigt die Räder eines Geschäftswagens und erlitt mehrere Knochen- bestätigt. Gegen von Often traten sechs Schuyleute als Zeugen wurde, welche lautet:" Die Versammlung erklärt sich mit brüche. An der Ecke der Brunnen- und Invalidenstraße wurde auf, deren Aussagen zum theil sich widersprachen. Die einen den Ausführungen des Herrn v. Wächter nicht einverstanden ein Zigarrenbändler durch einen Geschäftswagen überfahren und behaupten, von Osten sei Galopp gefahren, die anderen, es und erwartet die Befreiung der Arbeiter nur durch die Bea am Unterschenkel schwer verletzt. Auf dem Anhalter Außen- set Trab gewesen. Bahnhof wurde abends ein Arbeiter von den Puffern zweier von Osten's Wagen ebenfalls eine Sofequipage fuhr. In den Familien der im Effener Prozeß verurtheilten Bergleute zu Ferner wurde festgestellt, daß hinter ftrebungen der Sozialdemokratie." Beschlossen wurde noch, den Ueberschuß der Tellersammlung Güterwagen gequetscht und an der Brust schwer verletzt. Im der Berufsinstanz konnte die Angabe, daß Beklagter überweisen. Da aber nur 30,28 M. einfamen und die Kosten Laufe des Tages fanden drei unbedeutende Brände statt. die tronprinzliche Equipage überholt habe, nicht auf der Bewirthung mit Kaffee u. f. w. 60 M. betrugen, so blieb Witterungsübersicht vom 12. November 1895. recht erhalten werden; dennoch kam das Kammergericht zu Stationen. Givinemünde Barometerreduzirt auf stand in mm, d. Meeressp. GGD Windstärke 2222|| Stala 1-12) Wetter Temperatur 886 nach Celsius ( 5° C. 4° R.) 752 bedeckt 9 Hamburg 748 GGD wolkig 10 Berlin 752 SW Regen 11 Wiesbaden 758 GW bedeckt 11 München 757 GGO Wien. 757 Still wolkig Nebel Saparanda. Betersburg 769 DGD Cort 788 24 Aberdeen. SSM SSM 1 bedeckt heiter bedeckt bedeckt 4 7 Paris.. 788 751 3 10 Wetter Prognofe für Mittwoch, den 13. November 1895. Etwas fühleres, zeitweise aufklärendes, vorwiegend trübes Weiter mit Regenfällen und frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. von der Ueberzeugung der ersten Instanz. Angesichts solcher auf- nichts übrig, sondern Wächter mußte noch das fehlende drauffallenden Widersprüche und da ferner die Vernehmung der vom zahlen. Beklagten vorgeschlagenen Entlastungszeugen als unerheblich ab- Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch gelehnt worden ist, so will derselbe das Wiederaufnahme- Ver- ben 13. November, abends 8½ Uhr, im Restaurant saß, Martgrafenstr. 102 Landsleute, auch Damen, sin Busammenkunft der Schleswig- Holsteiner. fahren betreiben und sich beschwerdeführend an den Justizministeotüfommen. Verein ehemaliger Schüler der 18. Gemeindeschule hat Sigun 0 Uhr im Vereinslokal, Schulz. Lebuserstr. 4. Schwimmverein ord". Jeden Mittwoch, abends 7% Uhr: Uebungsftum im Admiralsgartenbad, Friedrichstraße. wenden. Dersammlungen. " beiter- Bildungsschule. Unterricht am Mittwoch, den 6. November. Südo schule, Waldemarstraße 14: Geschichte. Nordschule, Müllerftraße 17: Deutsch. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothet und des reichhaltigen Seitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 31bet Buchstaben ober eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. Eintritt der Polizeiftunde steht und durch welche Mittel der Vollrath. Wie es mit Schluß der Versammlungen bei irrigen Rechtsprechung nach dieser Richtung hin entgegen getreten werden tann, ist in der Beilage des Vorwärts" Nr. 139 von 1893 ausführlich besprochen. E. D. 100. ,, An alle Hungernden und Frierenden und an alle Arbeitslosen" hatte der Kandidat Theodor v. Wächter den Ruf ergehen lassen, sich Montag Abend im großen Keller'schen Saale in der Koppenstraße einzufinden, wo er ihnen bei tostenlos vertheiltem Kaffee und Schrippen einen Vortrag über das Thema halten wollte: Die sozialen Forderungen wahren Christenthums gegenüber den von der rechtgläubigen, ehrbaren und besitzenden Welt Ausgeschlossenen." Jene für Volksversammlungen neue Einrichtung, welche Wächter seinen eigenen Ausführungen nach der sog. Schrippentirche einer Die erklärliche Neugierde über bie in weiteren Parteitreifen bisEinrichtung der Berliner Stadtmission abgelaufcht hat, sowie her unbekannte veränderte Stellung Wächter's zur Sozialdemotratie hatte eine äußerst zahlreiche Zuhörerschaft angezogen, die den geräumigen Saal bis auf den letzten Platz füllte. Bon den burch den Aufruf Wächter's ebenfalls eingeladenen Studenten Eschbach. Die Geschichte soll ungefähr richtig sein. und Geistlichen waren dem Anschein nach nur einzelne er- 101. G. Der Regulator muß unentgeltlich herauss Schienen; auch wurde Don Der im Vorfaal gratis gegeben werden. In der bekannten Straffache gegen Schulze und verabreichten Magenstärkung fein ausgedehnter Gebrauch Dohrmann, Rigdorf. Persönliche Rücksprache ist erforderBabing wegen Herausgabe einer zur Feier des 18. März ver- gemacht. Die Mehrheit der Versammlung bestand aus sozial- lich. Wir bitten um Ihren Besuch. faßten Druckschrift, stebt am 29. November Termin vor dem demokratischen Arbeitern, was aus der Bureauwahl, die auf die Piano. Das Statut einer Zuschußtaffe tann fo gestaltet Reichsgerichte an. Schulze war bekanntlich seinerzeit wegen Auf- Genossen Engler, Pohlih und Kaßler fiel, fowie aus dem Beifall werden, daß sie nicht als ein Versicherungsverein erachtet werden reizung zu 4 Monaten, Bading zu 2 Monaten verurtheilt hervorging, der verschiedenen Meinungsäußerungen der Dis- tann. Ist das Statut so gestaltet, so unterliegt die Kaffe feiner worden, obwohl der Inhalt der Schrift aus einer Zusammen fussionsredner gespendet wurde. Polizeikontrolle. 18 G. n. 3. Die Sache ist nicht una stellung früherer beschlagnahmten aber gerichtlich freigegebenen Wächter bekannte unumwunden, daß er durch unnatürliche, bedentlich. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprech Gelegenheitsschriften zur Feier des 18. März bestand. gesetzlich nicht strafbare, jedoch moralisch zu verurtheilende geschlecht- stunde vor. v. 52. Falls Sie in der Wählerliste einDie Straffache hat nach zwei Richtungen hin großes Aufsehen liche Ausschweifungen gefehlt habe. Er erklärt diese Verirrung getragen sind, find Sie wahlberechtigt. S. 17. 1. Nein. erregt: zunächst wegen der Verurtheilung des Druckers, der durch seine asketische Jugenderziehung und jahrelange Unterdrückung 12. Ja. 3. Was für eine Anstalt meinen Sie?- N. H. Nein. Gerichts- Beitung. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes Anzeige. Am Sonntag, den 10. November, verstarb unser Mitglied, der Dreher Alexander Beyer. 111/20 Chre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, vom Krankenhause Urban aus, nach dem EmmausKirchhof, statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Unterstützungs- Verein. Den Mitgliedern aller in der Hut und Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen( Filiale Berlin) zur Nachricht, daß der Kollege Emil Ebel gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 14. November, nachmittags 21/2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Marien Kirchhofes, Prenzlauer Allee Nr. 7-8, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Erklärung. 86/4 Orts- Krankenkasse der Bildhauer, Stuckateure u. s. w. zu Berlin. Nach langen Leiden verschied am 12. b. M. unser langjähriger Kassirer Herr 21/10 Albert Gerhardt. Seine raftlose Thätigkeit für unsere Rasse, fein liebenstoürdiges Wesen sichern ihm bei allen Mitgliedern, besonders aber bei uns ein dauerndes Andenken. Der Vorstand der Orts Krankenkasse der Bildhauer. Die Beerdigung findet am Don nerstag, nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen Kirchhofes( Landsberger Allee) statt. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Berlin, den 12. Nov. 1895. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unferes Baters, Bruders und Schwagers, des Schankwirths Carl Hübner fage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen tiefgefühlteften Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Henriette Hübner. Buchdrucker, mögl. Parteigen., der sich selbständig machen will, fann eine Druckerei erwerben, in der ein täglich ersch. Parteiblatt hergestellt wird. Auch Accidenzen. Nöthiges Rapital: 5-6000 m. Offerten sub Druckerei 100" an die Expedition dieses Blattes. Achtung! Allen Freunden und Bekannten, sowie einer werthen Nachbarschaft zur gefl. Nachricht, daß ich die Destillation von W. Käyner, Gerichtstr. 56, täuflich übernommen habe. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichne achtungsvoll[ 1278b Paul Fortanier, Gerichtstr. 56. Kind Monatl. v. 10 M. an Anzüge nach Maaf Tomporowski, Schneidermeister, Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Jeden Mittwoch gr. Wurst- u. Gänse Ausspielen J. Jablonski, Naunynstr. 27 Theilzahlung. liefert elegante Edle Harzer Kanarienroller, Papa geten, Käfige, Vogelfutter. Gr. Auswahl Waldvögel. Streng reelle Bedienung. A. Hoffmann, Reinickendorferstr. 64c, Bahnhof Wedding. 1281b Flugtauben jeder Art w. sof. gekauft. Hoffmann, Vogelhandlung, ReinickenDorferstr. 64c, Bahnh. Wedding. 12826 12836 Bigarren- Geschäft Knabe, 14 Tage alt, sehr hübsch, foll fof. wegen Todesfalls zu verkaufen, sehr Todesfalles halber als eigen vergeben billige Miethe, Waldemarstr. 10. [ 12766 werden. J. Faupel, Liebenwalderstr. 33, v. 3Tr. Wer- Stoff- hat Herrenhüte 1,25 M., fertige ben Anzug für 20 m., feinste neueste Façons, Mustersachen, verkauft Futterfachen, saubere Arbeit. WinterFabrikkomtoir Grüner Weg 2, I. Etage. paletot 18 M. Wolffutt. Sammettrag. SO. Aug. Krause, so. Wienerstr. 13. 1280b Heymann, Chauffeeſtr. 26. 1. Blumen- Geschäft Kranzbinderei. Vereinskränze m. Widmung in befter Ausführung zu billigsten Preisen. F. Nagel's Festsäle, Schwedterstr. 23124. Gr. Saal mit Bühne( 400 Pers.) Kl. Saal mit Bühne( 200 Pers.) Die Beleidigung gegen Frau Kuhnhardt nehme ich hiermit zurück und er- leine und große Vereinszimmer. fläre dieselbe als eine anständige Frau. Fr. Neumann. Carl Jauer Ehrenerklärung. Die Beleidigung 12786] In meiner Nachbarschaft ist das Ges rücht verbreitet, ich hätte bei der letzten Wahl freifinnig gewählt. Ich erkläre bieses für unwahr. Entweder ist von bem Vertrauensmann ein Versehen vorgekommen oder aber es ist ein Rache: aft geschehen. Unter dem elendesten aller Wahlsysteme" gebe ich meine gegen Herrn R. Tesche nehme zurück empfiehlt den Parteigenossen sein WeißStimme nicht ab. [ 1274b und erkläre denselben als Ehrenmann. und Bairisch- Bier- Lokal. Vereins1271b Rudolf Ihloff, Chamissoplab 4. K. Zirzow. aimmer für 80 Personen. 30 86702 Fruchtstr. 52 Gute tl. Holzdrechslerei ist sof. sehr billig im ganzen, auch einzeln zu vert. Werkstatt zu verm. Ehret, Oranien straße 201. 1270b Vereinszimmer mit Piano, 50 Perf. H. Goru, Kleine Markusstr. 10.[ 893b Arbeitsmarkt. Tüchtige Vergolderin verlangt A. Kuhlbars, Rönigsbergerstr. 7. Mein. Achtung, Klavierarbeiter! Die Kollegen der Pianofabrik von W. Steuer, Krautstr. 52, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Werkstatt- Kontrollkommission. Achtung! Klavierarbeiter! Die Kollegen der Pianofabrik von P. Scharff, Köpnickerstr. 56-57, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. 142/14 Die Werkstatt- Kontrollfommiffion. Achtung! Klavierarbeiter! Die Kollegen der Pianofabrik von Schleifer u. Co., Röpnickerstr. 154a, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. 142/13 Die Werkstatt Kontrollkommission. Möbelpolirer. In der Werkstatt von Jerabeck, Griebenowẞtr. 3, haben die Kollegen aufgehört wegen Lohndifferenzen. Bitte dieses zu beachten. 145/19 Der Vorstand. Kuaben- Anzüge. Arbeiterin auf geschnittene Arbeit guter Mittel- Genres bei dauernder Beschäftigung gesucht. Leopold Pinu, Kaiser Wilhelmstr. 3. Puter verlangt, Bau Waidmannss lust, Nimrodstraße. 12726 Versilberer verl., Liegnigerstr. 15.[ 1283b Languettiererinnen finden gegen Vorzeigung von ProbeTüchtige Farbigmacher werden verarbeit dauernde Beschäftigung.[ 12756 12686 Gustav Fromberg, Kronenstr. 31 I. langt Liegnizerstr. 15. Für den Juhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 13. November. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Götterdämmerung. Schauspielhaus. Wallensteins Tod. Deutsches Theater. Der Meister von Palmyra. Berliner Theater. Nachruhm. Leffing- Theater. Gin Tropfen Gift. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nachmittags 3 Uhr: Kinder- VorUrania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Kaiser- Panorama ( Passage). Sicilien, Savoyen, Alpen, MontblancBesteigung. Eine Reise nur 20 Pf. Abonnements und Vereinsbillets. ſtellung. Schneewittchen und die Castan's Panopticum. fieben Zwerge. Neues Theater. Seine Gewesene. Schiller- Cheater. Der Raub der Sabinerinnen. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Adolph Ernst- Theater. Parade: bummler. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplatz- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nummer 66. National- Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Theater Unter den Linden. Der Mikado. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch: Der Raub der Sabinerinnen. Friedrichstr. 165. ! Salambo? Feen- Palast Burgstrasse 22. Das wunderbare nene Programm m. seinen Sensationsnummern, u. a.: Theo, der Bligmensch. Carola mit ihrem originellen Circus. Die 3 Mackwoods, Emmy Thiedemann, Zellas und Peiserto 2C. 2C. Rowalys in ihrer Pantom. Schulbubenränke. Anfang: Wochentags 71/2, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Donnerstag: Der Raub der Sabi- Neuer Circus. nerinnen. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Emil Thomas a. G. Novität! Bum 70. Male: Novität! Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Jn Szene gefeßt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 72 Uhr. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend er mäßigten Preisen. Circus Busch. ( Bahnhof Börse). Mittwoch, den 13. November, Abends 71/2 Uhr: Extra- Komiker- Vorstellung. Motto: Witz, Homor und Laune. Alles komisch, alles spasshaft, alles interessant! 1.a.: Bär u. Schildwache, höchst kom. Episode. D. amerik. Freunde, fom. Szene d. August Mr. Cheewers. Mr. Cheewers mit f. neu dress. Esel Rigolo. Auftr. d. Clowns Gebr. Rossi, Gebr. Cavallini, Mr. Veldeman. Bros. Dux, d. lustigen Chinesen. Außerdem: Der Elephant als Kapellmeister u. acht Hengste. Hierauf: Gin eqn. Arrangement von 100 Pferden, von feiner Konturr. erreichbar, Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Vorstellg. Dresdenerstr. 52/58, Annenstr. 42/43 ( City- Paffage). Neu! Neu! Die Erbtante. Posse in 1 Akt von Alf. Schmasow. Scheffler Troupe, Miss Barbera, die Mulattin, Clara und Hans Sarno, Duettisten, Martha Peters, Kostüm- Soubrette. Anf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 Pf., 30 Pf. " " R.Winkler. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Konzert, Theater, Spezialitäten Vorstellung. Eine Stunde Kaiser von Oesterreich! Histor. Lustspiel in 1 Aft v. Oppenheim Neptun oder: Der Verräther in Gips. Komisches Singspiel in 1 Aft von R. Linderer. Musik von Thiele. Trauringe 85788 Weiche Herrenhüte 85. reell, Dukaten gestempelt 980. 2 Dukaten 22,50. 1½ Dutaten 17,50. Steife Herrenhüte 1 mart, Alle anderen Goldsachen ebenso reell. garantirt neneste Façons, verkauft Gegr. Gegr. Hugo Lemke, Auguststraße Nr. 91, part., nahe der Oranienburger Straße. Ohne Konkurrenz. Fabritkomtoir Barnimstrasse 4/5, 1, Müllerstrasse 12c, I. Sonnabend geöffnet bis 10 Uhr, Sonntag von 8-10, 12-2 Uhr. [ 1263b Neuestes Herren- Hüte 1,25 Heilverfahren Gesetzlich geschützt. Wissenschaftlich begründete Heilmethode mittels Ohne Konkurrenz. Heisstrockenluft Einzig sicherste Heilung Rheumatismus, Gight, Jeben Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Jochias, Gallen-, NierenTanzkränzchen. Der Teutone Hull!!! Die letzte Sensation Londons. Um 10 Uhr: Der Mann von Stahl!! Hull Wer ist Hull??? Der Mann ohne Nerven. Die Berliner Barrisons Die schöne Venus Luciana. Der Berliner Liebling: Der dicke Blum. ferner 26 neue Nummern. Kaufmann's Variété. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Bahnreinigen, Nervtödten uns sonst Guckel, Laufizer Platz 2. Elfaffer: breff. straße 12. u. vorgef. vom Dir. Busch. Leopard, Stridwoll- Refte, Zephyr, Rockwolle Pferd mecklb. Raffe, u. d. ung. Hengst zu Partiepreisen jetzt Holzmarktstr. 60, Bator als Lançadeur, dreff. u. vorgef of lints 1 r. v. Herrn Foottit- Burghardt. Die drei Der Glöckner von Notre- Dame. Nationen, min. Szene z. Pferde v. b. Schauspiel in 5 Atten von Charlotte Reitfünstler Mr. A. Wells. Auftr. d. Birch- Pfeiffer. Reitkünstler Geschw. Powell u. Senora Regie: Mar Samst. Dolinda de la Plata. NB. Befiger Morgen:„ Das Käthchen von Heil- wilder bösartiger Pferde können diese bronn." Alexanderplatz- Theater. Alexanderstraße 40. Täglich abends 8 Uhr: kostenfrei in der Manege des TexasGeorge bändigen laffen. Anmeldungen an der Circusfaffe. Donnerstag: Gr. Vorstellung. Neues Programm. Möbel- Kanfgelegenheit. Passendste Gelegenheit für Brautleute. Rönigstr. 59, 1, follen ca. 300 Wohnungs In meinem größt. Möbelspeicher, Nene Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel, zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiberspind 12 Mart, Kommoden 6, Küchenspind 12, Stühle 2. Neue Nußbaum- Kleiderspinden leiden, Männer- n. Frauenleiden, Asthma, Magen-, Darm, Nervenleiden, Jufluenza, Santkrankheiten. Erfolgreichste Regenerationskur Aerztliche Konsultation 10-1, 4-7.0 Geöffnet 8-8, Sonntags 8-2 Uhr. Massage, Elektricität. Inhalatorium. Notorisch Arme von 8-10 früh gratis. Prospekte gratis. Versuchsbad 1 Mark. Näheres durch die Anftaltsleitung der konzess. Privat- Heilanstalt Timarianum, Gr. Hamburgerstr. 20, nahe dem Hacke'schen Markt. Fernsprecher III, 1887. Dankschreiben liegen auf. Holzschuhe Größtes Fabriklager Berlins Münzstraße 7. Holschuhe 1,50 m. per Baar. Filiale: Rene Roftraße 8. Stiefel m. Solafohl. 3,50 3. p. Paar. Hofhuhe 1,50 M. per Paar. Wiederverkäufern hoh. Rabatt.[ 86872* zu Fabrikpreisen. Die kleinen Lämmer. Konzerthaus Sanssouci, o join und Bertitons Möbel Dresdenerftr. 49. Vaudeville in 2 Akten von Varney. Vorher: Nummer 66. Operette in 1 Aft von Offenbach. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 25/26 Chauffeestraße 25/26. Jeden Abend 71/2 Uhr: Gaßspiel der Liliputaner. Die Reise nach dem Mars. Mittwoch und Sonnabend, nachm. 3 Uhr: Schneewittchen und die 7 Bwerge. Sonntag Nachm.: Die Reise nach dem Mars. Adolph Ernst- Theater. Bum 72. Male: Varadebummler. Besetzung der Hauptrollen: Anna Bäckers, Josefine Dora, Ida Schlüter, Adolph Ernst, Julius Eyben, Hugo Haßkerl, Richard Jürgas, Guido Zielscher, Karl Weiß, Georg Worlißsch. Anfang 71/2 Uhr. Kein Aufgeld. Morgen: Diefelbe Borstellung. Sonnabend, den 16. November, Rottbuserstraße 4a. Morgen, sowie jeden Donnerstag und Sonntag: Soirée der altberühmten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Zum Schluß: Eine Soirée bei Lehmann. Neues, ganz famoses Programm! Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( fiehe Platate). Freitag: Viktoria- Brauerei. Apollo- Theater Cremo's Teutonenspiele. nachmittags 3 Uhr, zum ersten Male Mlle. Philo- Durand wiederholt:„ Der kleine Lord". Rinder in Begleitung Er wachsener zahlen die Hälfte. Passage- Panopticum. 42 Mädchen Uom andern Ende der Welt ( Samoa). comique Excentriques. The Wortleys phänomenale Luftgymnastiker. Bella Rose. Miss Rosi Rendel. The Harweys. Familie Kräusel. Miss Ethardo. Rozsika Horwath. Heinrich Blanck. Mizi Schütz, Abbas- Mirza- Troupe. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Ladeneinrichtung. 82882* Romptoir, Material, Butter, Vorfofte, Reſtauration. Treitel, Michael brücke 1, an der Holzmarktstraße. 30 M., Muschelspinden 35, Bettstellen m. Matratzen 18, Sophas 18, Säulen- Kleiderspind 56 97., Trumeaux m. Säul. 60, Zylinderbureaug, Herren- Schreibtische, Damen- Schreibtische, Schreibsekretäre 30 M., Plüschgarnituren 60 M., Paneelfophas 75 M., Steppdecken, Tischdecken, Gar dinen, Fenster 5 M. Empfehle allen Herrschaften, vor Einkauf von Möbeln mein größtes und billigstes Möbellager zu besichtigen und von den staunend billigen, aber festen Tagpreisen sich zu überzeugen. Gekaufte Möbel tönnen drei Monate fostenfrei lagern und werden durch eigene Gespanne transportirt. 66. Resterhandlung. 66 Billig Neste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. zu Einsegnungs- Anzügen. Große Aus wahl in Paletotstoffen, sowie zu Frühjahrs- und Sommermänteln, Jaquets, neueste Façons", Mustersachen, verkauft das Fabriktomtoir Koppenstr. 56, I. Geöffnet bis 9, Sonnabends bis 10, Sonntags von 8-10, 12-2 Uhr. Cigarren- Gigaretten, gediegenes, eigenes Fabritat, unübertrefflich an Reeflität und Güte. Hermann Wicht, 31352] Dresdenerstraße 16. opbaftoff- Nefte S zu Bezügen ausreichend in Phantaße, Rips, Damast, Crêpe, Gobelin, Moquette und Plüscs sowie Sattelfafdjen spottbillig. J. Adler, Teppich- Fabrik, Spandauerstraße 30 vis- à- vis dem Rathhause. Hypotheken Baugelder speziell schwierige Fälle, werden prompt durch Bankbeziehung vermittelt. Anfragen unter J. R. 9101 Rudolf Mosse, Berlin SW. M* JophaplüschS Reste in glatt, geprekt und gewebten Qualitäten, alich echt Frisé und Moquet, enthaltend 6 bis 22 Meter, spottbillig! after franka! sehr Abgepaßte Satteltaschen billig. hochelegante Emil Lefevre, Berlin S., Oranienstr. 158. Recept zur Bereitung von 24 Liter quid GulCognac. Man nehme 1 Liter feinsten Weingeist und 1/4 Liter Wasser und füge für 75 Pfg. von Mellinghoff's CognacEssenz hinzu, so erhält man für wenig Geld einen Cognac, welcher der chemischen Zusammensehung nach dem echten und Begleich ist und an Geschmach ömmlichkeit biefem nicht nachsteht. Man vermeide alle weiteren Zusätze und kaufe die Cognac- Effenz nur in Originalflaschen zu 75 Pfg. mit dem Namenszuge des Herstellers, Dr. F. W. Ruhr in Apothefen und Droguerien. Mellinghoff in Mülheim an der Depot in Berlin: Apotheke zum weissen Schwan, Paul Hollmann, Spandauerstr. 77. für ben Arbeiter- Verkehrs- Almanach Berlin und 4 * Soeben erschien: Umgebung. Winter Ausgabe 1895/96. Mit einem Plan von Berlin. Preis 20 pr. Enthaltend die neuesten Fahrpläne, Adreffen der Organisationen u. s. w. Zu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolportenre und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage: Hans Baake, Berlin S., City- Passage Dr. Thompson's Seifenpulver A1 M* ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spizen. Weihnachtsgeschenke für vier Mark Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch zwei Cabinet und zehn Visitphotographien auch nach eingesandten Bildern, angefertigt. Fertige Knaben Anzüge. sowie Vergrößerungen, Gruppenbilder, Grab- u. Hausaufnahmen liefert billigst 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Berlin, Lindenstrasse 43, Achtung! Küchen- Einrichtungen. Eisernes oder Emaille- Geschirre, Messer, Gabeln, Löffel, Glas und Porzellan, Bürsten, sowie sämmtliche Complettirungsartikel f. Haus u. Küche kaufen Sie am billigsten im Bürgerlichen Kaufhaus G. Gerstel 8819L* für den Südwesten: 100 Belle- Alliance- Straße 100, für den Norden: 105 b Friedrichstraße 105b an der Weidendammer Brücke Butter und Käse empfehlen Freunden u. Genossen billigst Weberstr. 16 und Gerichtstr. 31. W. K. Böhme, Photograph, gegenüber der Zimmerſtraße. Atelier auch Sonntags bis vier Uhr nachmittags geöffnet. 20 Bilz Naturheilkunde Nützlichstes Weihnachtsgeschenk. Das beste Krankenbuch gue Selbstbehandlung einschließlich Kneippkur. Tausende aufgegebene Krante wurden dadurch noch gerettet. 250 000 Expl. in wenigen Jahren verkauft. Prämiert. 1800 Seit., 850 Abbild. Geb. Mt. 9. durch Bilz' Verlag, Leipzig und alle Buch. Echt Stonsdorfer Likör, à Liter 1,20 m., 5 Liter 5,50 M., 10 Liter 10 M. Echten alten Nordhäuser, à Liter 1,- M., 5 Liter 4,50 m. Ingber, Getreidekümmel, Wachholder, à 2. 1 M., 5 2. 4,50 m. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 m. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 m. 3603L* empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co., & oranienstr. 8. 6 a Bellealliance- Platz 6a. 81 Neue Friedrichstrasse 81. 29 Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. Achtung, Genossinnen, Genossen! Mittwoch, den 13. November 1895, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Volks- Versammlung Swinemünderfrake 35. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Heine über: Die rechtliche Stellung der Frau im öffentlichen Leben. Herr Rechtsanwalt Heine hat bestimmt zugesagt. Zahlreichen Besuch, namentlich der Frauen, erwartet 1/8 Die Einberuferin. Achtung, Genoffinnen und Genossen! Donnerstag, den 14. November, abends 8% Uhr: Volks- Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Delegirtinnen vom Breslauer Parteitag. 2. Rechnungslegung der Vertrauensperson. 3. Wahl einer Vertrauensperson. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Genoffinnen und Genossen, dafür zu agitiren, daß die Versammlung gut besucht wird. Die Vertrauensperson: Frau Gerndt. 1/9 V. Wahlkreis. Donnerstag, 14. Movbr., abends 8 thr: Deffentl. Partei- Versammlung Achtung! Achtung! Achtung! MukkinstrumentenArbeiter! Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Noack's Festfälen, Brunnen- Straße Nr. 16 ( Nähe Rosenthaler Thor). Tagesordnung: 1. Wachen oder schlafen die Kollegen des Nordens? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 142/12 Orts- Krankenkasse 3. Filcher, Vertrauensmann. des Töpfergewerbes zu Berlin. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Donnerstag, d. 14. November 1895, Donnerstag, den 14. November, abends 81/2 Uhr, im Lokale des abends 6 Uhr: Ordentliche General- Versammlung der Mitglieder( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) im Lokale des Herrn Buske, GrenadierStraße 33. Tagesordnung: 1. Ersaz bezw. Ergänzungswahl der Delegirten( 13 Arbeitgeber, 51 Arbeit nehmer). 2. Verschiedene Kaffen- Angelegenheiten.§ 47 des Statuts. 201/1 im Alten Schützenhause, Linienstraße 5. Quittungsbuch legitimit, Tages- Ordnung: 1. Diskussion über den Bericht des Delegirten vom Breslauer Parteitag. 2. Wahl der Revisoren. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwarten 217/2 Die Vertrauenspersonen. Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Freitag, den 15. November, nachm. 5 Uhr, im Lokale des Kollegen Fischer, Beusselstr. 9: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: Donnerstag, d. 14. November 1895, abends 8 Uhr: General- Versammlung der Delegirten( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: 1. Ersatz- bezw. Ergänzungswahl des Vorstandes( 2 Arbeitgeber, 6 Arbeit nehmer). 2. Wahl eines Prüfungsausschusses( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer). 3. Beschlußfassung über den Vertrag mit dem Verein der frei gewählten Kassenärzte pro 1896. 4. Beschlußfassung über Verhaltungsregeln für erkrankte Mitglieder. 5. Statutenberathung,§§ 1-68, fpez.§§ 29, 32 und 34. 6. Verschiedene Kassen- An69/6 gelegenheiten. Nach§ 47 des Statuts. Der Vorstand. 1. Bortrag des Kollegen Gärtner über: Der Berliner Faßdiebstahl und die verschiedenartige Bedienung der einzelnen Brauereien ihrer Kundschaft gegenüber. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand, J. A.: C. Behrend. NB. Wir machen die Mitglieder noch darauf aufmerksam, daß die Orts- Krankenkasse Stellung nehmen müffen, und ist es daher bringende Pflicht sämmtlicher für das Gewerbe d. Tischler Gewerbesteueraustchuß- Wahlen in nächster Zeit stattfinden, wozu auch wir Mitglieder, pünktlich zu erscheinen. Achtung! Lederarbeiter. Oeffentliche Versammlung D. O. Achtung! aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter ( als Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufsgenossen) heute, Mittwoch, den 13. Novbr., abends 81/2 Uhr, in dem Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstraße 188. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Näther. 2. Bericht über die Lage des Steinlein'schen Streits. 3. Wahl von drei Revisoren zur Abrechnung des Vertrauensmannes. 4. Gewerkschaftliches. Berufskollegen! Betrachtet den Besuch der Versammlung als Ehrensache und bringt Eure Frauen mit. 107/13 Der Vertrauensmann. Große öffentliche Versammlung aller selbständ. Barbiere u. Friseure Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 14. November cr., abends 10 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106. Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fr. Zubeil über: Innungsprivilegien und Reorganisation des Handwerks. Die Genossen werden ersucht, ihren Barbier auf obige Versammlung aufmerksam zu machen. 1277b Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 13. Novbr., abends 8/2 Uhr, in Bernh. Kabe's Salon, Kolbergerstraße 23: Vertrauensmänner- Versammlung für Wedding und Gesundbrunnen. Zagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Die Kollegen werden ersucht, aus ihren Werkstellen einen Vertrauensmann zu entsenden. NB. Diejenigen Kollegen, welche die Listen 429 u. 430 für die Schmöllner Streifenden in Händen haben, werden ersucht, dieselben an Kollegen Grunert, Manteuffelstr. 64, 2. Hof 4 Tr., oder an Kollegen Hellwig, Wolgasterstr. 3, 2. Hof 3 Tr. abzugeben. Ferner wird ersucht, die Liste Nr. 86 anzuhalten und an einen obiger Kollegen abzugeben. Donnerstag, den 14. November, abends 8 Uhr, bei Herrn Gold, Große Frankfurterstraße 133: Vertrauensmänner- Versammlung für den Osten. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsbedingungen. Die Kollegen werden ersucht, aus ihren Werkstellen einen Vertrauensmann All entfenden. Mitgliedsbuch legitimirt. 78/18 Die Ortsverwaltung. schmerzlos eingesetzt, festsigend. Reparaturen sofort. Weniger Künstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 18 und Pianofortearbeiter zu Berlin. General- Versammlung Herrn Fritz Wilke, Andreasstraße 26: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages 4 Ordnung: 1. Bortrag des Genossen A. Hoffmann über: Glaube und Vernunft." 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom gemüthlichen Beisammensein. 4. Vereinsangelegenheiten. 129/8 Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen, da die Versammlung pünktlich eröffnet wird. Der Vorstand. J. A.: Karl Knöpchen, Tilsiterstr. 16. Anzeige. Bus Grünau! Anzeige. Sonntag, den 17. November 1895 Gr. Schlachtfest, von früh 10 Uhr ab Wellfleisch, nachmitttags frische Wurst, wozu ergebenst Gustav Lindenhayn. einladet Carl Scholz, Wrangelstraße 32. Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste empfehle zu Geschenken als vorzüglich geeignet: Bilder von Lassalle, Marx, Engels mit und ohne Rahmen. Sozialdemdkratische Sinnsprüche etc. Photographien in Rabinet und Visites, Büsten etc. Als Prachtgeschenk ganz besonders zu empfehlen: Der erste Mai in sauberster Einrahmung. 3669L* Großes Lager von Delgemälden, Stahl- und Kupferstichen, Landschaften compl. zu billigen Preisen. Weihnachtsbestellungen bitte so bald wie möglich zu machen. Nach auswärts gegen Nachnahme. Großes Lager fertiger Rahmen. Nur Weißenburgerstraße 17. Wirklich reeller Gelegenheitskauf. Durch Rückkauf der Restbestände meiner Konkursmasse und anderer, verkaufe ich die noch vorhandenen Waaren, um baldigst damit zu räumen, zu und unter Tarpreisen. Siegfried Eger. Nur Weißenburgerstraße Nr. 17. der Vertreter der Kaffenmitglieder 36902 am Donnerstag, den 21. November or., abends 8 Uhr, Annenstr. 16, oberer Haal. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Wahl eines Kassirers. 3. Erfahwahl des Vorstandes. 4. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 5. Verschiedenes.[ 19696 Der Vorstand. Allg. Deutsch. Tapezirer- Verein Filiale Berlin. Mittwoch, den 13. Novbr. cr., abends 81/2 Uhr, Restaurant Zubeil, Lindenstr. 106, Mitgliederversammlung Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Dis= Tussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. [ 177/10 Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Die Ortsverwaltung. Klagen, Eingaben, , Putzger, Steglitritr.65 Unfallsachen, Pu areas 24 Carl Mampe Berlin N Za haben Vardauung befordernd In allen Colonialwaacenbandlungen Halb und Halb. Mampe mit Pomeranzen Feinste Champagner Flasche Likörmischung Mark 1,25 Carl Mampe Likörfabrik Berlin. N.28 E. Eberhardt, Möbel- und Polsterwaaren- Fabrik. Mitinhaber: Innungsmeister. Bahnhof u. Jannowitzbrücke. Fernsprecher- Amt VII, No. 3325. A. Eberhardt. Berlin O., Holzmarktstrasse 21, zwischen Schlesischem No. 855. Kissendivan mit Prima- Teppichdecken und Velourplüsch- Einfassung u. guten Posamenten in allen Farben. Länge 200 cm. Höhe 106 cm, Tiefe 85 cm. 85 Mark. Grösstes Lager bürgerlicher Wohnungs- Einrichtungen. Verkauf nur im Fabrikgebäude I. Vollständige Muster- Zimmer zur Ansicht. Illustrirte Preislisten gratis und franko. Notariell beglaubigt: 1000 Möbel- Lieferungen in neun Monaten. Jeder Interessent kann sich in meinen Werkstätten davon überzeugen, dass ich nur Reelle Arbeit mit bestem Material ausführe, wofür ich jede gewünschte Garantie leiste. Ia Referenzen aus allen Ständen. Grossartige Plüsch- Garnituren in allen Farben und bester Ausführung von 100 M. an. Wohnzimmer- Sopha von->> 35 M. an. Kostenfreie Lieferung durch eigene Gespanne. Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.