Morgenausgabe Nr. 1 33 A 67 45. Jahrgang Wöwenrlich 70 JMfl, nenctfUb X— M. ioi ooruut\«l)Iboi Upftb�ug S 72 Ä VeiteNgrld tlu»ianlr«aboR«<» «neni 5Ä» R pro VionmL Der.Bormöm* erlchemr wock» entig. ftdj zweimal. Sonnlog» und Monloa» eit'wat. die 2lbendau»goden tür Berlin und'M Rondel m>i dem Tue!.De» Ddend' Illuslriene Deilagen.voll und Aeit� und.Kinderfreund� Ferne» .Unkerhaltung und WMen'..Frauen» stimme'.Technik' Blick m die BücherweU' und.Iugend-Lorwärt»' � G> WWV> Vevttnev Vottsvlatt Sonntag �8 März ,928 Groß'Äeriin 25 pj. Auswäri? 20 pf. De» e»»»»», t«,»«onparekdeze«» A) Dtennig Keklamezen» b- Reich». «ort.Ktetne Anzeigen" da»»enge» druckt, War» 2b Diennig(zulolfig zwe4 ten gedruckte Warle»»ede» wenere War» \t viennlg vteUenge uch» doe erst« Wort ld D>-nn«g lede» weiter» War» 10 Lstennig Wart» ude» lb Duchitaden ftidien»üt zwei Wort« Ardeilsmartt Zeile»iO Pkennig Famil, anzeigen fü» vdonnenien Leiie 40 Pienmg Anzeigen» annahm,»m fiau»'tyeichöfi Linden» straft» 2 wochentägl von%ii9 dl» 17 UstC. Jentralovgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Nodakiion und Verlage Berlin SW 68, Lindenstraße 3 tzernfprech«: Jöntjofi 02—297 Telegiamm-ildi Eozialdemokrai Berlin Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Volticheckkonlo Berlin 87888— Bankkonto: Bank d«i ilrdkiier AngHirlhea and Beamten ffiaUfti. 65 Tttkonio-Iöeielllchast. Teposuentalie Lindensir 6 Wiegest Moskau ab? Zwei Snihaftungen in�ostow.- Scharfer Protest deutscher WirtschastsverbSnde. Im Lause des gestrigen Nachmittags ist zunächst aus R o st t> u*-a m. T o n ein Telegramm des ursprünglich verl'astetcn AEA.-Ingenieurs Gold st ein bei seinen in Verlin wohnenden Angehörigen eingetroffen, wonach er sich wieder auf freiem Fuh befindet und nach Er» lediguag der Pastformalitäte« nach Deutschland zurückkehren wird. Inzwischen hat im Laufe des Abends das Auswärtige Amt aus Moskau eine Bestätigung dieser Nachricht erhalten, ebenso die Mitteilung, dah auch der verhaftete AEG.»Monteur Wagner wieder in Freiheit geseht worden ist. Ein weiteres Pressetelegramm aus Moskau besagt, bah auch der deutsche Ingenieur Otto wieder auf freiem Fuft sei, doch im Gegensah zu Goldstein Rustland noch nicht verlassen dürfe, sondern sich zur Verfügung der Gerichtsbehörden halten müsse. Eine B e st ä t i» g u n g dieser Nachricht liegt an amtlichen Stellen noch nicht vor. Je nachdem �ie zutrifft oder nicht, befinden sich noch drei b�w. vier deutsche Ingenieure und Mon» teure weiter in Untersuchungshaft. *. Diese Nachricht ist erfreulich, weil sie beweist, daß die Sowjetregierung einzulenken begonnen hat. Vergleicht man die ursprünglich von der SciwseO rrgierung und ihrer Presse gegen die Verhafteten erhobenen Anklagen, die ebenso ungeheuerlich wie grotesk waren, mit der Tatsache der Freilassung tncni'gstens von z w e l der chauptangeschuldigten, so ergibt sich daraus das Ein» g e st ä n d n i s, daß diese ursprünglichen Beschuldigungen unhaltbar waren. Allerdings ist das bisher nur'ein halbes Eingeständnis, denn ein Teil der Festgenommenen, darunter einige der M o n t e u r e, befinden sich noch in Haft. Es sei kein Zweifel daran gelassen, daß uns das Schick- fal der proletarischen Monteure mindestens ebenso am Herzen liegt wie das der akademisch vorgebildeten Ingenieure Deshalb erwarten wir von den zuständigen Stellen, daß sie ln ihren Bemühungen um die Freilassung auch der übrigen Opfer der neuen Moskauer Psychose nicht nachlassen. Es besteht kein Zweifel daran, daß dieses schnelle Ein- lenken Moskaus vor allem auf den energischen Schritt der Reichsregierung zurückzuführen ist. Nach den an zuständigen Stellen vorliegenden Berichten gibt sich der Volkskommissar Tschtt scherin persönlich die größte Mühe, den Zwischenfall einzurenken. Es ist nicht das erstemal, daß die GPU. aus innerpolitischen oder vielmehr innerparteilichen Gründen dem Volkskommissariat für auswärtige Angelegenheiten in die Suppe spuckt, die dann Tschitscherin auslöffeln muß. Angesichts dieser wenig beneidenswerten Lage ist es zu entschuldigen, wenn Tschitsche- rin über seine gestrige Unterredung mit Brockdvrff-Rantzau «in sehr forsches Kommunique herausgegeben hat. Danach habe er dem deutschen Botschafter kategorisch ver- sichert, alle deutschen Versuche, einen Druck auf die sowjet- russischen Gerichte auszuüben, feien von vornherein zum Mißerfolg verurteilt. Nach diesem Kommunique sollte Tschitscherin sogar Erklärt haben, die Donezverhaftungen wären für die Reichsregierung nur ein B o r w a n d für den Abbruch der Wirtschoftsverhandlungen gewesen, der wahre Grund dafür liege in der kürzlich eingetretenen deutschen Regierungskrise. Man braucht diese Redensarten nickst allzu tragisch zu nehmen. Es kommt allein auf die Hanolun- gen des Herrn Tschitscherin und auf ihren Erfolg an. Die Entschließung der Wirtfchastsverbände. Auf Veranlassung des Reichsverbandes der Deut- schen Industrie hat am Sonnabend eine Auesprache zwischen dem Präsidium des Verbandes, dessen deutsch-russischen Wirtschofts- ausschuh und den Spitzen so'gender Wirtschaftsorganisa. t i o n c n stattgefunden: Deutscher Industrie- und Handelstag, Reichs- verband des Deutschen Groß- und Uebersochandels. Zentraloerband de» Deutschen Vank- und Dankiergcwerbes, Reichemisschuh der Deutschen Landwirtschaft. Deutsch-russischer Verein. Es wurde e i n- m ü t I g«in« E n t s ch l i« h u n g gefaßt, die die größte Eni- r ü st u n g über die Verhaftungen im Donezgebiet ausspricht und daran erinnert, daß„trotz gewichtiger Bedenken" die deutsch« Wirt- schaft die Sowjet'.inion bei ihrem wirtschosttichen Aufbau unter. Sützt Hab«. Di« Entsendung von bewährten und zuverlässigen ngenieuren und Monteuren sei auf besonderen Wunsch der Sowjetr«gi«rung geschehen, jedoch nur unter der Voraus- s e tz u o g, daß Leben und Eigentum dieser Personen auch in Ruß- lond gesichert seien. Da, jetzige vorgehen der Sowjetorgan« Hab« dieses Vertrauen aufs schwerste erschüttert. Der p r o k di s ch« Wert der unter großen öpfern der deutschen Wirtschaft abge- schloslenen Staatsverträge sei dadurch in Frage gestellt. Die Reichsregierung wird gebeten, die sofortige Freilassung der Verhafteten zu bewirken und ihnen Genugtuung zu verschaffen. Gegen derartig« Willkürakte müIe für die Zukunft Sicherheit ge- schaffen werden. Die Entschließung billigt die von der Reichsregierung an- geordnete Unterbrechung der Wirtschaftsverhandlungen und fährt dann fort: „Bezüglich der Fortsetzung der Tätigkeit der in Rußland befindlichen Angestellten deutscher Firmen wird das E r- g e b n i s der von der Regierung unternommenen Schritte a b- gewartet. Was die Entsendung weiterer Spezialisten nach Rußland angeht, so sind die unterzeichneten wirtschaftlichen Or- panisationen einmütig der Ueberzeugung, daß bis zur völligen Klr ung der Angelegenheit sich niemand zur Ausnahme einer Tätigkeit In Rußland bereit finden wird. Auch kann unter den vorliegenden Verhältnissen keiner denlshen.firrna die Verani- worlt'Ng für Enisenduag von Personal nach Rußland zngemulei werden." Das deutsche Industrie-, Handels- und Bankkapital, das so un- geheure Summen in das russische Geschäft gesteckt hat, wird sich sicher nicht leichten Herzens zu diesem folgenschweren Schritt entschlosien haben. Indessen steht für die sowjetrussische Wirt- schaft noch unvergleichlich mehr aus dem Spiel. Riesenfeuer am Lehrter Bahnhof. Oer Hamburger Mehlspeicher eingeäschert. Sin Großfeuer, das in kurzer Zeit gewaltigen Umfang annahm, rief fast die gesamte Berliner Feuerwehr gestern abend gegen 22 Uhr nach dem Ham- burg-Lehrter Güterbahnhof in der Invaliden- st raste 30/52. Der etwa 180 Meter lange Hamburger Mehlspeicher wurde zum größten Teil ein Naub der Flammen. Der angrenzende Schuppen des Berliner Spediteurvereins, in de« große Mengen wertvoller Güter aller Art lagerten, wurde zum Teil vernichtet. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt, dürfte jedoch in dl« Hunderttausende gehen. Ein großes Feuerwehraufgebot war bis in die Morgen- stunden hinein mit den Löscharbeiten beschäftigt. » Folgende Einzelheiten werden uns von der nächtlichen Drand- tatastrophe milgeleilt: Kurz vor 20 Uhr bemerkte der Ba h n h o f s w S ch t e r, der sich zum Stechen der Kanirolluhren auf einem Rundgang befand, im östlichen Te>I de» Hamburger Mchlspeicher» einen starken Feuerschein. Vit lst!>f>r der IW Meter langen Halle, in der große Mehloorräte lagern, stand ia hellen Flammen. Die Feuer- wehr wurde alarmiert, dl« auf de» Alarm.ldroßfeuer" zunächst mit fünf Löschzügen unter Leitung des Branddirektors Mende. sowie mehrerer Bauräte anrückte. Das Feuer hatte jedoch inzwischen eine ungeahnte Ausdehnung angenommen. Beim Eintreffen der Wehre» brannte der Mehlspeicher>u seiner ganzen Ausdehnung bercil» sichlerloh. Der starte Wind hatte die Flammen gegen den an- grenzenden Speicher des Berliner Spediteurvereins getrieben, der ebenfalls in Brand geriet. Wegen des gewaltigen Ilmfanges des Brandherdes mußten daraufhin zwei weitereLöschzügezur Hilfeleistung herangezogen werden. Bon allen Seiten wurde das Flammenmee, mit zahlreichen Schlauchleitungen größten Kalibers angegriffen. Ungeheure Wassermengen wurden in das Feuermeer geschleudert, um vor allen Dingen ein Uebergreifen des Feuers auf die Bahnhofsgebäude, die äußerst bedroht waren, zu oerhindern. In den Hallen wütete das Feuer, das an Holz, Kosten. Waren- Vorräten usw. reiche Nahrung fand, indessen mit unverminderter � Kraft weite-- Die v andstelle war zellweise In undurchsicht'gm 0ua!m: gehüllt. Wiederholt mußten die Löschmannschaften an besonders ge-' föhrdeten Stellen, wo Teile des Daches krachend einstürzten, zunick- gezogen werden. Bei Redaktivusschluß um Mstlernacht dauert dos Feuer � mit unverminderter Heftigkeit an. Im ganzen waren zwanzig. Schlauchleitungen in Täl, gleit März und Mai. »VaS freie Wahlrecht ist das Zeichen.. Am heutigen Tage vollendet sich das achte Jahrzehnt felt dem Berliner Barrikadenkampf von 1848. Dem Siege, den das Volk damals errang, schien keine lange Dauer beschieden zu sein. Ausgeträumt schien der Traum vom allgemeinen, gleichen Wahlrecht, von der Rede- und Pressefreiheit, von der Deutschen Republik. Die bald wieder siegreiche Reaktion sah in den Wirren jener Zeit nichts als eine verächtliche Episode der deutschen Geschichte, die nichts anderes wert war, als so rasch und so vollständig wie nur möglich vergessen zu werden. Verlegen sprach das Bürgertum von dem „Tollen Jahr". Wäre nicht die Arbeiterschaft gewesen, deren Gedanken sich in jedem Jahr den Gräbern der März- gefallenen zuwandten, so gäbe es in der Tat heute keine Brücke der Ueberlieferung mehr, die uns mit jener Zeit verbindet. Die anderen blieben weg, die Arbeiter kamen. Sie kamen Jahr für Jahr, die Gräber im Friedrichshain zu schmücken. Der Polizeileutnant am Friedhofseingang, der mit der Schere in der Hand die Inschriften der Kranzschleifen zensierte, wurde zu einer ständigen Institution königlich preußischer. Ordnung. Der Polizeileutnant sah die Arbeiter von Jahr zu Jahr in stärkeren Massen anmarschieren. Immer zuversichtlicher, mächtiger umbrauste ihn das Lied: „Das freie Wahlrecht ist das Zeichen, in dem wir siegen..." » Was wollen die Kommunisten an den Gräbern der Märzgefallenen? Die Ideale, für die jene kämpften, sind nicht die ihren. Gleiches politisches Recht, Geistes- freiheit für alle find nach ihrer Meinung niederträchtige Erfindungen der Bourgeoisie zu dem Zweck, um die Arbeiter vom richtigen Weg abzubringen. Der Staat, den sie als den „einzig sozialistischen" der Welt verehren, steht in seiner Struktur dem Polizeistaat Friedrich Wilhelms IV. näher als der Deutschen Republik, für die man vor 80 Jahren kämpfte. näher auch als jener Deutschen Republik, die heute besteht. Die Arbeiter, die damals ihr Blut vergossen, waren in ihren Zielen weniger revolutionär als der„reformistischste" Sozialdemokrat von heute: vielen erschien sogar die konstitutionelle Monarchie schon als das höchste erreichbare Ziel, irgendwo in der Ferne dämmerte der Traum von der Republik, aber Klassenbewußtsein, sozialistischer Denken waren in den wenigsten Köpfen vorhanden. Schon ein Stückchen„bürgerlicher" Demokratie schien den meisten jener Kämpfer schon wert genug, ihr Leben dafür herzugeben. Was machen die Kommunisten an den Gräbern der Märzgefallenen? Nun, sie machen notgedrungenerweise ihre Reverenz vor dem geschichtlich begründeten, aber ihnen ach so fremden freiheitlichen Geist der deutschen Arbeiterbewegung. e Was nach dem Willen der Herrschenden in den Gräbern des Friedrichshains für ewig begraben sein sollte, ist wieder auferstanden. Es kam der Propagondafeldzug Ferdinand L a s s a l l e s, es kam mit der Gründung des Kaiserreichs das allgemeine Reichstagswahlrecht.„Der deutsche Kaiser und der deutsche Reichstag sind an einem Tage geboren",— so hieß es einst. Wohl, aber der Kaiser ist verschwunden, und der Reichstag ist geblieben. Es kam die Durchdringung der Arbeiterbewegung mit marxistischem Geist. Es kam Wahlsieg auf Wahlsieg. Es gab freilich auch Rückschläge, stets aber folgten ihnen dafür desto größere Erfolge. Es kam die Zeit, in der die Arbeiter zum Angriff auf die preußische Festung der Reaktion, auf das Dreiklassen- Wahlrecht, übergingen. Polizeisübel blitzten in den Straßen. Blut floß, Gefängnisse füllten sich. Nichts half. Vor dem Landtag, vor dem Kaiserschloß dröhnte es drohend:„Das freie Wahlrecht ist das Zeichen, in dem wir siegen.. Da kam der Krieg, kam die militärische Niederlage. In drei Tagen verschwanden alle deutschen Throne. Es kam die Republik, das gleiche Staatsbürgerrecht für alle, Männer und Frauen, für olle Vertretnngskörper in Reich, Staat und Gemeinde. In der demokratischen Republik fand Deutschland die Staatsform in der es weiterleben konMe. Dos Erbe der Märzgesollenen, von den sozial-� demokratischen Arbeilern bewahrt, gepflegt und forteut- loickeü, wurde zur Rettung des deutschen Volks aus dem schwersten Zusammenbruch, den es seit dem Dreißig jährigen Krieg« erlebt hatte. Die wirkliche Republik von 1928 hak einen anderen sozialen Inhalt als die geträunrtc von 1848. Aus einem Agrarland wurde der' stärkste Industriestaat Europas. Wälder von Schloten schössen wie Pilze aus dem Boden, welwerlassene Provinzn�ster wandelten sich zu Riesenstädten, die Technik mit Damps. Elektrizität, Flug- zeugen. Wundern der Chemie schuf eine veränderte Welt. In Häusern und Hinterhäusern, Straßen und Gassen drängen sich Menschenmassen: Arbeiter, kleine Angestellte, kleine Beamte, Proletarier allesamt. • Sorgenvoll fliegt der Blick bürgerlicher Parteiführer über die Zahlensäulen der Statistik. Was wird aus uns, so fragten sich schon die Herren des«Ilten Rom, wenn unsere Sklaven sich zu zählen beginnen? Was wird aus uns, fragen'die bürgerlichen Parteiführer von heute bekümmert, wenn bei kommenden Wahlen das ganze arbeitende Volk einer Fahne folgt? Jeder Arbeiter, Angestellte, Beamte, jeder Land- Proletarier, Aobeiter oder Kleinbauer, der sich zum erstenmal von bürgerlichen Vorurteilen losreißt und einen sozial- demokratischen Stimmzettel in die Wahlurne wirft, bedeutet für die fortschreitende Revolutionierung der Gesellschaft mehr als irgendein Ausrufer der„Diktatur des Proletariats". In einer demokratischen Republik hat das arbeitende Volk, das doch die ungeheure Mehrheit des Gesamtvoltes bildet, die Macht. Es muß nur lernen, diese Macht, die ihm der Stimmzettel verleiht, richtig zu gebrauchen. Es ist schwer, die Macht zu erobern, noch schwerer, von ihr den richtigen Gebrauch zu machen. Das kehtt die Geschichte auf jedem Blatt, nicht zuletzt auch die Geschichte Rußlands. Indem die Sozialdemokratische Partei Deutschlands den toten Vorkämpfern der Freiheit ihre Huldigung derbringt, tritt sie in die Kämpfe ein. die im M a i dieses Jahres zur Entscheidung kommen werden. Kranze über Kränze— der beste von ihnen: Kranz des Sieges! Oer Wiking-Staaispräsident. .. Der tolle Äazille unterstützt Ehrhardt. . Die„Frankfurter Zeitung" veröffentlicht neues inker- cssäntes Material aus der Korresponoenz des 2Bi fing- Bundes. Rolf Haegete in Stuttgart, ein besonderer V e r- irauensmannEhrhardts, berichtet Herrn o. Jägow, dem Bezirksleiter des Wiking in Württemberg, am 16, April 1 927 über eine Besprechung mit dem württembergischen Staatspräsidenten Bazille:•. ■.-Ji- Heutige Unterredung mit dem Staatspräsidenten: De? Staatspräsident empfing mich sehr nett und freundlich und flswährte mir trotz seiner stärksten Inanspruchnahme 10 Minuten V.urn Lortrog. Ich stellte meine Unterhaltung aus den von Ihnen angegebenen Kurs ab.'Der Staatspräsident freute sich über unser« Auffassung zur Frage seiner Stellung in der Regierung iltch vor blkcin auch über dos Beüaufkeben der'Bewegung.■">»nft..• Er bekov.le ziemlich stört, daß er größten Werl darauf lege, ln Bälde sich ml l dem KopitSa per fön kl ch aassprechen ' zu können, denn er sehe, daß der Ehef sich Galt sei Dank auch mlt außenpolitischen Fragen bcfchöslige. Der Slaalspräsidenl steht auf den» Standpunkt, daß es ln Europa in nicht allzn ferner Fell Krieg geben werde, und es sei sehr wichtig, daß dabei Deutschland schon heule und später eine klare Linie verfolge-, und r% sei notwendig, daß maßgebende nationale Führer über die Frage England und Rußland sich vollkommen einig sind. Ich sagte L azille, daß vielleicht der Ehef schon in absehbarer Zeit kurz ans der Durch- reise ist. 4. Hebet die Beschaffung von Geldern sagte mir Bazille:„Direkt kann ich nichts machen. Sie können sich aber be- stimmt darauf verlosten, Herr haegele, daß ich mich personlich dafür rinsichen werde, daß Ihnen Mittel befchafst werden. Merdings können darüber vier bis fünf Wochen hingehen, da ich für 14 Tage bis Z Wochen jetzt in Urlaub fahren muß." Herr Bazille hat im Januar auf der Länderkonferenz einen neuen Weltkrieg an die Wand gemalt als Folge der von Bazille und den Seinen betriebenen Rebellion der Länder gegen das Reich. Das war also keine demagogische Entgleisung, sondern die wirkliche Meinung dieses Mannes. Seine Drohung mit dem Reichsverrat war ernst gemeint! Der deutschnationale Staatspräsident von Württem- berg sorgt für die Finanzierung von Putschisten und Hoch- Verrätern, er spielt mit dem Kriegsfeuer, und droht mit dem Reichsoerrat. Kahr Nummer zwei. Nur noch beschränkter, noch real- tionärer, noch dilettantischer, noch reichsfeindlicher! Es bleibt bei Maiwahlen. . Da» Rachrichtenbureau des Vereins beutscher Jeitungsn erleget teilt mit: Bei der Einbringung des Ergänzungsctats für 1928, die am Montag oder Dienstag im Reichstag erfolgen wird, wird, wie wir hären, die Reichsregierung eine Erklärung zum Rot- Programm abgeben. In dieser Erklärung wird sie noch einmal 'betonen, daß ihr Standpunkt in dieser Frage unverändert ist und daß sie nach wie vor größtes Gewicht auf rasche Verab- 'schiedung des Notprogramms legt. Gegenüber anders lautenden Gerüchten erfahren wir, daß in Regierungstreisen nach wie vor daran festgehalten wird, daß die Neuwahlen noch Erledigung des Rotprogramms im Mai stattfinden sollen. Ein s p ä t« r e r T e r m i n als der Monat Mai kommt nicht'in Frage. Auswärtiger Ausschuß. Oer Ziussenkottflikt noch nicht besprochen. Im Auswärtigen Ausschuß des Reichstages, der gestern tagte, gab zunächst Reichsaußeinrnnister Dr. Stresemann eine aussthrliche Darstellung der Genfer Verhandlungen. Hieran tchloß sich eine allgemein« Aussprache, an der sich die Vertreter aller Fraktionen beteiligten. Beschlüsse wunden nicht gesaßt. Der Punkt der Tagesordnung, der die deutsch-russischen Verhandlungen betraf, konnte vom Auswärtigen Ausschuß noch nicht wegen der vorgerückten Zeit verhandelt werden. Er wird sich am nächsten Mittwoch mit dem Konflikt beschäftige«. Märzrevolution und Wahlkampf. Vortrag von Hermann Wendel. Im Rahinen der Freien Sozialistischen Hochschule sprach gestern abend Genosse Hermann Wendel- Frankfurt a. M. über die März- revolution im ehemaligen Heroenhaussaal, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Das Wesen der 48«r Revolution zergliedernd, führte Wendel u. a. aus: . Die Potentaten von damals hatten aus den Stürmen der großen französischen Revolution und der Napoleonszeit nichts gelernt, standen in ihrem Gottesgnadendünkel weltfremd in der neuen Zeit der rauchenden Fabrikschornsteine und der jungen Eisenbahnen. Grenzenlose Dummheit paarte sich da mit mittelalterlicher Tyrannei, aber auch mit kleinlichstem, rechtverachtendem Egoismus. In Preußen regierte der Schwätzer Friedrich Wilhelm IV,«in Hans Dampf in allen Gaffen, grundsätzlicher Feind einer parlamentarischen Verfassung; seine absolutistische Gesinnung verkündete er noch in einer Rede kurz vor der Revolution. Die Junker benutzten ihre Macht- stcllung um den Thron zu rücksichtsloser Bereicherung durch härteste Auspowerung der„befreiten" Bauern, die zu allen schweren Geld- opfern auch noch ein Drittel ihres Bodens hergeben mußten. Guts- bezirke, Adelsmonopol auf Offizier- und Försterstellen. Adelsprivi- legten überall— das war der Inhalt jener Zeit. Das Volk sollte kuschen und schweigen. Selbst Patriotismus war schon verdächtig— stummer Gehorsam war Bürgerpflicht. Aber in den vierziger Iahren entstand die Großindustrie und mit ihr die Großbourgeoisie, vor allen�im Rheinland. Regierung und Verwallung aber blieben der Waldurfprünglichkeit von Hinter- pommexn angepaßt und trieb diese ganze Großbourgeoisie fn Oppo- sition. 1841—„Rheinische Zeitung", Redakteur Dr. Karl Marx! Und auf dem Handelsweg von England drang konstitutioneller Geist nach Königsberg— Johann Jscobyl Kriegsgefahr von Frankreich her und die bittere Enttäuschung über den neuen König sfrledrich Wilhelm IV. geben den Anstoß zu demokratischen Forderungen, die in den süddeutschen Kammern bereits erhoben wurden. Presse, Dichtung, Flugschriften stürmten gegen die Bastionen der Reaktion; der Bundestag verbot das ganze„junge Deutschland" samt seiner künftigen Produktion. Das Vürgerium freilich sürchlete bereits das Proletariat. das Kleinbürgertum blieb in gesinnungsloser Dumpfheit. Ein Ber- liner Schneider hing bei feierlicher Gelegenheit-«in Transparent mit dbm Preußenaar aus:„Unter DEINER Flügeln kann ich ruhig bügeln.". Das �Proletariat, elend bezahlt bei überlanger Arbeitszeit, in Kleinbetriebe zersplittert, in zünftlerisch-patriarchalischen Dorstellun- gen befangen, war die schwächste aller Klassen. Der schamlose Auf- stand der Weber von Lange nbielau war ein vereinzelter Ausbruch. Aber Anfang 1848 war das.�kommunistische Manifest", von Marx und Engels in London herausgegeben, erschienen, das in meisterhaft klarer Darstellung die sozial« Revolution verkündete. Unter den Märzgefallenen waren Arbeiter d'e übergroße Mehrheit, ebenso unter den Hunderten Zuchthausgefangenen. Doch litten und starben sie noch ohne klare Erkenntnis ihrer Lage und noch nicht für ihre eigene Klasse Und für die Aushebung des Klassengegen- satzss durch Ileberwindung der Klassengliederung. Wo die Arbeiter ForderungeuiMltea, wqueu sie fast immer zünflüuusch. vielfach wirt- schoftsreaktiönär gegen den technischen Fortschritt gerichtet. Eine Berliner Arbesteroersammlung erzwang stürmisch die. Zurücknahme des ihr beleidigend erscheinenden Wortes Proletarier! Nur ein kleines Hauflein klassenbewußter Arbeiter scharte sich um die„Neue Rheinische Zeitungs'. die aber nie bestim- menden Einfluß auf Richtung und Tempo der Revolution gewonnen hat. Auch in der Frankfurter Nationalversammlung überwog die studierte Intelligenz. Die breiten Dolksmassen sperrte der durchaus konstitutionell« Liberalismus von der Führung des Staatswesens aus.„Heilig ist das Eigentum!" schrieb man sofort überall an, darum tat man auch nichts für die Bauern, während der Wiener Reichstag, von dem ein Viertel Bauern waren, auf diesem Gebiet rasch Bedeutendes leistete(Antrag Kudlichf. Das preußisch« Ab- lösungsgesetz gestattete den Junkern neu» Bereicherung auf Kosten der Bauern und raubte damit der Revolution die Stütze der Bauern. In der pariser Zunlschlacht zerriß der nackte Klassenkampf der Bourgeoisie gegen das Proletariat alle Phrasen; sie wirkte stark auf Deutschland zurück, wo das Prole- tariat noch schwächer war als in Paris und Frankreich. Die deutsche Kleinstaaterei machte aus der deutschen Revolution 33 nach- und zum Teil sogar gegeneinander. Es fehlte der Schwungs der das ganze deutsche Volk hingerissen hätte. Der Gedanke der deutschenEin- heitsrepublik lebte nur hinter den Stirnen weniger klarer Köpfe, in den Spalten der„Reuen Rheinischen Zeitung". Schon eine Woche nach der Vertreibung des Militärs aus Berlin forderten tausende Unterschritsen seine Rückkehr! Das Franksurter Porlament unterließ es, die alte Staatsmacht zu zerstören und eine neue an ihre Stelle zu setzen. Friedrich Wilhelms Eingeständnis und Benehmen— Umzug mit der schwarzrotgoldenen Fahne, Er- klärung, daß Preußen in Deutschland aufgehe-- haben bewiesen, daß dt« Alärzrevolulioa gesiegt> hatte. Metternich, der abgesetzte Staatskanzler Oesterreichs, sorgte dafür, daß auf seinem Obdach in Svdwestdeutscksiand die rote Fahne gehißt war, und er stlbst spielle tagdang auf der Geige di« Marseillaise! Aber die Reaktion arbeitete nach ihrem Wort:„Gegen Demo- traten helfen Soldaten", während di« bürgerlichen Revolutions- fchwätzer dieses damals wichtigst« versäumt hatten. Auf die Pariser Iunischlacht, die die Arbeiterklasse zerschmettert«, folgten im Sep- tember die militärische Niederschlagung des Frankfurter Aufstandes, im Oktober Wiens, dann Berlins, die Sprengung des Preußischen Landtags und des Reichsparlaments. In der Erkenntnis, daß das koolerrevoluklonäre Zarenrußlond der haupkfeind der deutscheu Freiheit war, predigte die„Neue Rheinische Zeitüng" den Volkskrieg gegen Zarenrußland, die Befreiung Polens. Als aber die Polen sich er- hoben, schlugen preußische Bajonette sie nieder, lind als die Italiener sich gegen die habsburgisch« Fremdherrschaft erhoben, erklärte die Paulskirche, wenn die Italiener Trieft besetzten, wäre das der Kriegefall. Noch zu schwach, um die. Staatsgewalt zu ergreisen, war der deutsche Nationalisinus schon vom Imperialis- mus verseucht. Die Niederschlagung der ungarischen Revolution durch zarisch« Truppen im Sommer l849 beendete di« europäische Revo- luiionspenode der damaligen Zeit. Aber die Opfer sind nicht um- sonst gefallen. Zum ersten Male halten sich die Deutschen auf- gelehnt, aus den Berliner Barrikaden des 18. März 1848 hat das deutsche Volk ideell sein« Souveränität erkämpft, und hinter diesen Barrikaden war die Entwicklung nicht mehr zurückzuschrauben. Mit dem patriarchalischen Absolutismus in Preußen war es für immer aus. und selbst das verkrüppelte Dreiklassenparlament hat das Volt politisch erzogen, auf dem. Loden dieses Parlaments mußten die Junker der neuen Zeit Rede und Antwort stehen. Dollends nach dem 9. November 1918 enthüllte sich die tiefere Bedeutung des 18. März 1848: der 9. November hol an den 18. März ängetaüpfi., Eine gerade Linie verbindet die beiden Daten, obwobl wir heute in einer ganz anderen Lage leben und ganz andere Ziele haben. Gewost.ia erstarkt., ist seither..die deutsch� Arbeiterklosse. Gemein"! ätn haben bie beiden Daten, daß sie D orlä afer einer Enktäuschung gewesen flndx beide haben mehr v«r� sproHen, als die Esttwlckluna nachher halten konnte. Dl« ergreifende Mahnung, die Ferdinand Frelligrath den Märzgefallenen in den Mund gelegt hat. dl« Mahnung Nr Tvtan an die Leben- den, dringt auch an unser Ohr und an unser politisches Gewissen: O, steht gerüstet, seid bereit. O. schaffet, daß die Erde, Darin wir ruhen, strack und starr. Ganz eine freie werde! Wenn wir dieser Mahnung folgen wollen, dann müssen wir arbeiten, daß aus der kapitalistischen Republik eine soziale, au» der sozialen eine sozialistische wird. Das wollen wir, und darum auch der Eifer, mit dem wir jetzt im Wählt ampf für den kommenden Wahlsieg der Sozialdemokratie arbeiten und kämpfen wollen, daß er eine würdige Antwort der Lebenden an die Toten vom 18. Mörz 1848 werde: Mr sind da. wir schaffen es! Stürmischer Beifall folgte den begeisternden Worten, worauf Genosse Alexander Nein die eindrucksvolle Veranstaltung mit dem Hinweis auf die heutig« Massenkundgebung schloß. Reichsrat und Rotprogramm. Ergänzungseiat angenommen.— Ernste Aussichten für-1929.— Rentenbank- Vorlage zurückgestellt. Der Reichsrat beriet gestern den Ergänzungsetat für 1928. Der Berichterstatter, Ministerialdirektor Dr. Brecht führte über das landwirtschaftliche Hilssprogrgmm aus: Dieses Programm für die Landwirtschaft ist in den Ausschüssen lebhaft erörtert worden. Die Notwendigkeit einer weitgehenden, durchgreifenden Hilfe für die Landwirtschaft wurde dabei einstimmig anerkannt. Im einzelnen fanden die Maßnahmen vielfach Kritik. Es wurden Zweifel geäußert, ob sie geeignet seien, das Hebel zu beseitigen. Dies galt besonders für die Maßnahmen zur Beeinflussung des Fleischmarktes, wo die Wirtschaft- lichen Unterschiede gegenüber dem Getreidehandel und die Gefahr einer Schädigung der Verbraucher herbor- gehoben wurde. Heber die Art der Ausführung, auf die alles ankommt. enthält die Vorlage sehr wenig; sie beschränkt sich meist auf wenige erläuternde. Zeilen. Einer vorliegenden ausführlichen Denk- schrift des Ernährungsministeriums tonnte nicht überall zugestimmt werden. Eine sorgsälttge Ergänzung der Haushallsvorlage über di« Art der Ausführung war in der kurzen Zeit nicht möglich. Die Reichsregierung erklärte sich zur Zusammcnarbell mit den Ländern bereit. Im Einverständnis mit ihr haben darauf die Ausschüsse beschlossen, den fraglichen Positionen den Zusatz zu geben, daß die näheren»ichtliaieu für die ver- wendung der Fonds, der Kredite und die Art der Beletliguag von der Reichsregicrung mit Zustimmung da Reichsrals erlasse««erde». Heber die Gewährung der hohen Zwischenkredite an die Umschul du ngsin st jtute enthalt die Vorlage nichts. Die Reichsregierung ist der Zlusfassung, daß sie solche Vorschüsse ohne gesetzliche Ermächtigung aus bereiten Mitteln geben darf. Es handell sich aber nicht um eine normalerweise ge- rechtfertigte Art der kasienmäßigen Anlegung von Geldern. Die Ausschüsse haben es daher für notwendig gehalten, daß hierzu eine gefeklstche Ertuächtigung erbeten und diese an die Bedingung geknüpft wird, daß die Lorschüsse erst gegeben werden dürfen, wenn die Ausnahme entsprechender An- leihen als gesichert gelten kann. Die Aussicht für den hau-hali für 1929. der schon in wenigen Monaten vorbereitet werden muß. stellt sich nunmehr wie folgt dar: Selbst wenn die vom Reich gegebenen Kleinwohnungsbau- tredtte in Höhe von 200 Millionen als einmalige Einnahme im Jahre 1929 zurückgeholl werden sollten. ist eine Deckung für 380 Mlllioue» zurzeit nicht , zu sehe«. Das ist das schwere Problem, dessen Lösung zu suchen die große erste Aufgabe� des neuen Reichstages sein wird. Der Ergänzungsetat wurde angenommen. Die au zweiler Stelle auf der Tagesordaung stehende Vorlage über dt« deutsch« Reutenbaak-kredUanstaU wurde abgesetzt. i84s Bürgerium«as Das Bürgertum von-1928:„Merkwürdig, höchst sonderbar— sooo hätten unsere Ahnen ausgesehen?� Das Amnestiegesetz abgelehnt. Das Resultat der ersten Lesung im Rechisausschuß! Wege zum frieden. Albert Thomas' Vortrag, 2. Teil. Die Forlsetzung seiner Vorlesung über das Thema„Vevtschtend 4n den Augen eines französischen Freundes lS7S bis 1322" in der Hochschule für Politik ordnete Genosse Albert Thomas. Direl- rar des?iuernationalcn Arbeitsamts, der Erkenntnis unter, daß nur die resttose Ehrlichkeit des beiderseitigen Friedenswillens und des 'Dillens zur Klärung aller Probleme unter dem Gesichtspunkt der objektiven Wahrheit eine dauerhaste Verständigung herbeiführen "könne. Wenn ein deutsches Nationalistsnblatt. der chugenbergsche „Tag"", seine Ehrlichkeit in dieser Beziehung a n z.w e i s l c. so brauche er nur darauf hinzuweisen, daß die N a t i o n a l i st e n seines Landes ihn des„Vaterlandsverrat s" beschule digten. weil er sich als Freund dos deutschen Volkes bezeichne. Der Wille zur Ehrlichkeit sei auch notwendig in der BeHand- tung der Kriegsschuldfrage,©eine eigene, so oft von deut- scher Seite angegriffene Haltung wahrend des Krieges, die Heber- nähme des Munitionsministerium?, sei nur aus der ehrlichen lieber- zeugung erwachsen, daß die deutsche Regierung bei Ausbrull, des Weltkrieges der Angreifer gewesen sei. Diese Ueberzegung habe ihn auch zu seiner Haltung gegenüber dem Friedensvertrag und 1919 auf der Berner Sozjalistenkonserenz veranlaßt. Ungeachtet der vielen Anfeindungen von deutscher Seite, die ihin aus dieser Haltung erwachsen seien, habe er doch unermüdlich versucht, die alten freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland und den deutschen Freunden zu erneuern und so für den Frieden zu wirken. Besondere Unterstützung habe er dabei in den deutschen Genossen L e g i c n und E b e r t gefunden, die ihn baten, in die junge deutsche Republik sein Vertrauen zu setzen, das dies« sich dann auch in hohem Grade zugleich mit Achtung und Bewunderung erworben habe. Vielfach habe er besonders aus seinem speziellen Tätigkeitsgebiet im Internationalen Arbeitsamt, wo die Deutschen dank seinem Ein- sluß von Ansang an vertreten waren, für die dcutsch-französische Verständigung zu wirken gesucht, vornehmlich in der traurigen.Zeit der Rückschläge durch die Ruhrbesetzung. Von deutschen und sranws, scheu Friedensfreunden hör« er oft die Ansicht, man müsse die B.u'serung der deutsch-französischen Beziehungen Hauptsächtich oder allein auf die Anbahnung und Festigung von W i r t s ch a f t s- bezi«.Hungen stützen. Das genüge nicht, denn solche Be- Ziehungen gab es auch vor dem Krieg. Seit L o c a r n e. dem entscheidenden Wendepunkt in �er Politik der beiden Länder zur internationalen Verständigung hin, sei das Wichtigst« und das Schwierigste an der gemeinsam zu lösenden Auf- gobe die bewußte Hinwendung zur gegenseitigen Ehrlichkeit, zu einer Atmosphäre des Vertrauens und des Willens zur Zusammenarbeit auch in den unangenehmsten und schwierigsten Fragen. Nur so könne eine wirkliche Verständigung und ein däuerndcr Friede gesichert werden. Siünnkischer Beifall lobnte dem Redner, und der Leiter der Veranlagung, Vrof Ja e ck h von der Hockschule für Politik, dankte bem'Genossen Thomas für seine unersck'rockene Aufrichtigkeit und sprach Ve"HoffntMg aus, daß ein deutscher Redner in Poris die gleicke Ausnahmshereüsck-aft und Aufgeschlossenheit finden werde wie Genosse' Thomas in Berlin._ ----- Die Aasgeier des Sieges. ■i»r- bis fünsköpsigen Familie 4 bis 5 Mark—, dazu kommen noch womöglich Berliner Stratzenbabn- oder Autobusunkosten: ein ganz nettes kleines Kapital mutz ausgegeben werden, wenn man hiisr einmal zu einem herzerhcbenden Eindruck der Natur gelangen will. Damals ist mit Nachdruck auf die schöne holländische Sitte hingewiesen worden, dotz für den Sonmogsousfluzsverkehr alle Bahnen denkbar niedrige«ätze haben, so dah ein ■ wirklicher Derkehr der Bolksmengen auch auf weite Strecken hin . stattfinden kann. Menschen, Göttern gleich... 47] Roman von Herbert George Wells. 4. „Einen Augenblick," sagte Mr. Hunker,„nur einen Augenblick. Wegen dieses Weltreichs-- 1" „Ganz recht," sagte M. Dupont, der plötzlich aus einem romantischen Tagtraum erwachte,„wegen Ihres Welt- reichs--!" Mr. Cattskill betrachtete sie gedankenvoll und abweisend. „Wenn ich Weltreich sage, so meine ich es im umfassendsten Sinne." „Ganz recht," fiel M. Dupont ein. „Ich habe im allgemeinen an unsere— Atlantische Zivilisation gedacht." „Mein Herr, ehe Sie anfangen, über die angelsächsische Gemeinschaft und über die englischsprechende Rasse zu reden," sagte M. Dupont mit zunehmender Schroffheit im Ton,„ge- statten Sie. mein Herr, daß ich Sie an eine sehr bedeutende Tatsache erinnere, die Sie zu übersehen scheinen. Die Sprache Utopiens, mein Herr, ist französisch. Ich möchte Sie daran erinern. Ich kann nicht umhin, es in Ihr Gedächtnis zurück- zurufen. Ich will hier nicht betonen, welche Opfer und Martyrien Frankreich im Namen der Zivilisation auf sich genommen hat--" Die Stimme Mr. Burleighs unterbrach:„Ein sehr natürliches Mißverständnis. Aber wenn Sie die Aufklärung entschuldigen wollen, die Sprache Utopiens ist nicht französisch." Natürlich hat M. Dupont überlegte Mr. Barnstaple, die Erklärung, der schwer verständlichen sprachlichen Berhältnisie nicht gehört. „Gestatten Sie, mein Herr, daß ich den Beweisen, die mir meine eigenen Ohren bieten, glaube." erwiderte der Franzose mu würdevoller Höflichkeit.„Die Utopen. ich kann Sie dessen versichern, sprechen französisch nur franzö- fisch_ und zwar ein ausgezeichnetes Französisch." „Sie sprechen keine Sprache, überhaupt keine Sprache," sagte Mr. Burleigh. „Nicht einmal englisch? spöttelte Duvont. „Nicht einmal englisch." „Vielleicht völkerbündisch? Aber— bah, warum streite ich? Sie sprechen französisch. Nicht einmal ein Deutscher würde das leugnen. Man muß schon ein Engländer sein---" '.Ei» reizender Streit," dachte Mr. Barnstaple. Es war Man wird sich dieser Forderung gewih annehmen, denn erst dann, wenn der Höchstbetrag des Veförderungspreises im Derhältms zu den sonstigen Zlufenthaltskosten(Essen, Trinken, Schlafen) ein Minimum darstellt, kann man zu einer wahren V o l k s t ü m- l i ch t e i t der Wochenendidee gelangen. Aber darüber hinaus— wäre es nicht wirklich Zeit, mal dem Grundgedanken des Vorortverkehrs zu Leibe zu gehen? Ein späteres Geschiechl wird ja die Köpf« über uns schütteln, wenn es im Museum die Abteil- wagen erblickt, die seit Menschen gedenken den Barartver- kehr vermitteln. Wer eine Stunde und darüber tagaus tagein in diesen Marterkästen zu sitzen hat, um hin zur Arbeits- statte und zurück zum Heim zu gelangen, blickt mit Neid auf die modernen 4.-Klasse-Wagen der Eilzüge... Aber nicht nur durch die Unbequemlichkeit der Fahrt, sondern auch durch den teuren Preis ist unser Dorortverkehr ausgezeichnet Der Glücklich. Unglückliche, der unter Uebernahme von Lasten aller Art sich weit ab von der Stickluft der Weltstadt ein bescheidenes Eigentum geschaffen hat, wird gewissermatzen dafür gestrast. daß er es gewagt hat. dem Ruf der Sozialpolitiker— hinaus auf» Land!— zu folgen. Hätten wir amerikanische Berdienstmöglichteiten. so würde er auf Ine Bahn verzichten und mit seinem Auto zur Arbeit fahren, was bald die Schaffung eigener Autostraßen nach sich ziehen müßt«. Kort mit den Marterkästen? Aber seil der größeren Ausdehnung der U-Bahue» hat auch der Berliner einen anderen Matzstab für die Schnelligkeit der Be- sÖrderung erhalten. Mit Recht wendet er sich gegen das jetzige Grundprinzip des Borortverkehrs: je länger du lm Marterkasten sitzest, desto mehr muht du bezahlen. Dieses Prinzip mag feine'Be- rechtigung haben, wenn es gilt, einen einmalgen Ortswechsel vorzunehmen, eine Reise anzutreten, die als Ausnahme- fall zu gelten hat. Aber hier, wo sich tagtäglich derselbe Borganz — artck so Ist est kein Utope anwesend, um M. Dupont aufzuklären, und so blieb dieser störrisch bei setner Meinung. Mit einem Ge- misch von Mitleid, Spott und Aerger lauschte Mr. Barn- staple dieser kleinen Schar verlorener menschlicher Wesen, die in der Dämmerung einer weiten, fremden und.mög- licherweise feindseligen Welt immer wilder und kühner über die Ansprüche ihrer drei Nationen, Utopien zu be- herrschen, miteinander stritten. Ansprüche, die ganz und gar auf Habsucht und Mißverständnissen beruhten. Ihre Stimmen stiegen schrill empor und oersanken wieder in gefühlvolle Tiefen, als die ewige Eigenschaft des nationalen Egoismus bei ihnen durchbrach. Mr. Hunker wollte nichts von irgendeinem„Weltreich" hören: M. Dupont hatte für nichts anderes Ohren, als für die bevorzugten Ansprüche Frankreichs, Mr. Catskill wand und drehte sich. Mr. Barn- staple erschien dieser Konflikt patriotischer Boreingenommen- heit wie ein Hundkgekläff auf einem sinkenden Schiff. Aber schließlich gewann Mr. Catskill, ausdauernd und erfinderisch wie er war, seinen zwei Widersachern gegenüber die Ober- Hand. Er stand am Ende der Tafel und erklärte, daß er das Wort„Weltreich" unüberlegt gebraucht habe und deshalb um Entschuldigung bitte. Er erklärte, daß er die ganze westliche Zivllisation im Sinn gehabt habe, als er von einem Weltreich sprach.„Als ich dies sagte," wandte er sich an Mr. Hunker,„meinte ich eine allgemeine Brüderschaft Gleich- gesinnter," er blickte zu M. Dupont,„ich meinte unsere er- probte und unvergängliche Entente." .„Es shd wenigstens keine Russen hier und auch keine Deutschen," sagte M. Dupont. „Das ist war." sagte Lord Barralonga,„wir beginnen hier mit einem Borspruna vor ihnen und können diesen Bor- sprung auch aufrechterhalten." „Und ich nehme an." sagte Mr. Hunker,„daß die Ja- paner ausgeschlossen sind." ,L in Grund, weshalb wir nicht von vornherein mit einer vollkommen Farbigen Sperre begannen sollten," erwog Lord Barralonga„Dies scheint mir eine Welt weißer Menschen zu sein." „Gleichzeitig." sagte M. Dupont kühl und bestimmt, ..werden Sie entschuldigen, wenn ich Sie um eine deutlichere Definition unseres gegenwärtigen Verhältnisses zueinander ersuche und um eine Garantie, eine wirksame Garantie, daß die ungeheuren Opfer, die Frankreich für die zivilisierte Welt gebracht hat und noch bringt, angemesiene Aner- kennung und gebührend«» Dank in diesem abenteuerlich« abspielt, muß die Elle(wie der märkisch« Wanderer Fontane sich mit Vorliebe ausdrückt) anderswo hergenommen werden. Hier mutz das soziale Moment derart in den Dordergrund ge- stellt werden, daß all« fiskalischen, eisenbahnrechllichen Bedenken zu schweigen haben. Heul« wird man noch über diesen Stand- punkt lachen, aber über was alles hat man nicht schon gelacht? Wie das Dergangenheits-Penny-Porto zurzeit den Briefoerkedr revvlu- tionierte, so wird ein Zukunfts-Pfennlg-Taris de» Menschenverkehr revolutioniere». Draußen liegen Tausend« von Morgen bereit,»m Hunderttausende von haus- und iandhungrigen Menschen aufzunehmen, ober der Berkehr schleppt sich in der alten Weise fort. Und iver Seitenweg« machen, z. B. von Mitten- walde über Zossen nach Trebbin gelangen will, der fühlt sich in die Zeit versetzt, da Karl Julius Weber seine fünf Bände „Deutschland oder Brief« eines in Deutschland reisenden Deutschen" schrieb. Damals— es sind setzt über 100 Jahre her— beurteilt» er die Gröhc der Städte nach der Anzahl der Stunden, die er gebraucht«, um sie zu umkreisen... » Utopien fmd dazu da, um einmal Wirklichkeit zu werden. Sicher wird der eine oder der andere von uns es noch erleben, daß dieser Fall eingetreten ist! Feinde der Märztämpser. Erinnerungen an die Zeit Wilhelms. Als l« März ISS» die linksstehend« Mehrheit der»er» liner Stadtverardnetenversammlung de» Magistrat aufforderte, zur fünfzig sie» Wiederkehr des IS. März 1848 der Gefalleue» auf dem Ehrenseld der Re» valutian würdig zu gedenken, meldete sich die Aufsicht». behörde, da» Oberpräsidium der Provinz Brandenburg. zum Wort, um auf Grund der Slädteordnung die Durchführung dieses Beschlusses zu verbieleu. Die Stadt Berliu klagte daraufhin, aber alle Znstauzea bis zum preußische» Oberverwallungsgericht hinauf gaben ihr Unrecht. Heute braucht eine kommunale Derwoltungsstelle, die sich au- schickt, am 18. März die Toten von 1848 zu ehren, kein« Furcht mehr zu haken, daß ein reaktionärer junkerlicher Oberpräsident sich einmischt. Solcbe Oberpräsidenten, solche Regierungspräsidenten sind durch die Revolution ooin November 1918 und die Erneuerung der Verwaltung durch die republikanischen Regierungen des Freistaates Preußen beseitigt worden! 1898, als der Wilhelminismus in seiner Sündcnniaienblüte stand und Wilhelm die Worte von den.materlandslosen Gesellen" und dem „Auisichnehman der Sozio ldemokratie" herausposaunt hotte, mar es unier großer Führer August B« b e l, der im Reichstag der Reaktion gerade am 18. März die Leviten las. Genosse Bebel sagte:„Der Herr Kriegsminister(General o. Gotzler) hat erklärt, die Erinnerung an den 18. März gehöre zu dem raurigsten Blättern der deutschen Geschichte. Ganz mit Recht hat' ihn beeits ein fortschrittlicher Ab- geordneter daran erinnert: ohne den Iß. März kein deutsches Reich! Ware 1648 geworden, was die damaligen Kämpfer des Voltes aus ihm niachen wollten, dann war 1870 u n- nötig, dann wäre das deutsche Reich in ganz anderer Macht und Herrlichkeit schon damals gegründet worden. Hätte damals der König von Preußen sein Wort gehalten, dann mären die. späteren Kämpfe nicht notwendig gewesen, dann brauchten wir keinen Bismarck: um die deutsche Einheit herzustellen... IMer- essiert hat mich bei der ganzen Sache nur, dah die S o z i a l d e m a- kratie, die keinen besonderen Grund hat, den Verherrlicher einer bürgerlichen Revolution zu spielen, der einzige Verteidiger dieser bürgerlichen Revolution ist. ausgenommen der (fortschrittliche) Abgeordnete Munckel." So sprach August Bebel. während in der gleichen Sitzung ein konservativer Abgeordneter, Herr o. Puttkamer-Plauth, die Frechheit besessen hatte, Unternehmen finden werden... Ich verlange nur Ge- rechtigkeit!" sagte M. Dupont. 5. Die Entrüstung machte Mr. Barnstaple kühn. Er stieg von seinem hohen Sitz auf der Mauer herunter und kam an den Tisch. „Sind Sie verrückt oder bin ich es?" fragte er.„Dieses Gekeife über Flaggen, Länder, eingebildete Rechte und Ver- dienste— es ist hoffnungslos töricht. Sind Sie sich nicht«in- mal jetzt der Lage bewußt, in der wir uns befinden?" Die Stimme oersagte ihm für einen Augenblick und dann fing er wieder an. „Sind Sie unfähig, über menschliche Angelegenheiten zu denken, außer in Ausdrücken, die sich auf Flaggen, Kampfe, Eroberungen und Räubereien beziehen? Können Sie sich den Maßstab der Dinge und die Art dieser Welt, in die wir hin- eingefallen sind, nicht vorstellen? Wie ich bereits sagte, gleichen wir einer Bande von Wilden auf einem Rummelplatz in Carls Court, die ein Komplott zur Unterwerfung Londons schmieden. Wir gleichen unterdrückten Kannibalen im Herzen einer großen Stadt, die vom Aufleben ihrer alten und vergessenen Scheußlichkeiten träumen. Was für Aus- sichten haben wir in diesem phantastischen Kampf?" Mr. Ridley sagte tadelnd:„Sic vergessen olles, was man Ihnen eben gesagt hat, alles. Die halbe Bevölkerung hat Faulenzia und Malern. Und in ganz Utopien gibt es keinen gesunden Äampfwillen mehr." „Ganz richtig!" sagte Mr. Catskill. „Gut. angenommen. Sie hätten Aussichten. Wenn das Ihren Plan hoffnungsvoller macht, so macht es ihn um so fürchterlicher. Hier sind wir allen Beschwerden unserer Zeit enthoben, wir befinden uns in einer Bision, in einer Wirk- lichkeit von Zivilisation, wie sie unsere Welt nur in einer Reihe van Jahrhunderten zu erreichen hoffen kann. Hier ist eine Welt, friedlich, prächtig, glücklich, voll von Weisheit und Hoffnung. Wenn unsere winzige Kraft und unsere niedrige Schlauheit es zustandezubringen kann, müssen wir sie ganz und gar zertrümmern. Wir planen die Zerstörung einer Welt. Ich sage Ihnen, dies ist kein Wenteuer. es ist ein Derbrechen, es ist eine Ungeheuerlichkeit: ich will nicht daran teilhaben. Ich bin gegen Sie bei diesem Unternehmen." Pater Amerton wollte sprechen, ober Mr. Burleigh hielt ihn durch eine Bewegung zurück. „Was würden Sie uns vorschlagen zu tun?" fragte Mr. Burleigh.(F-rtsetzung folgt.) davon zu sprechen, daß 1848 das deutsche Volk„ron a« 9(8 II» di s ch e m Gesindel versührt worden sei". Durch die Worte eines Bebel ließ sich die Reaktion n t ch t b«- lehren. Noch zehn Jahre später, 1308, konnte es vdrkommen, daß im königlich-preuhischen Dreiklassenhaus der konservative Ab- geordnete v. Arnim den Minister des Innern fragte, ob er die polizeilichen Organe angewiesen habe, den von der Sozialdemokratie für den 18. März geplanten Demonstrationen mit Entschieden- heit und Tatkraft entgegenzutreten. Minister v. Moltke antwortete bejahend und warnte zum Ueberfluß die ruhigen Mitbürger, als Mitläufer an den Kundgebungen teilzunehmen. Der Bund der Arbeitgeberverbönde von Groß-Berlin und«ine Reche chm angeschlossener Arbeitgebervereinigungen aber sehten fest, daß alle, die am 18. März feierten, zu e n t l a s s e p und erst am 23. März wieder einzustellen seien. Im September 1R>8 wurden dann zwei Arbeiter ins Gefängnis g e ft e ck t, well sie einen wildgewor- denen wilhelminischen Schußmann beleidigt haben sollten. Der Rooembersturm kam und fegte ein Regierungssystem hin- weg, das i n n e r l i ch v e r s a u l t war. 1923, als sich zum 72. Male der Tag des Märzen jährte, ging der erste Reichspräsident der Republik, Friedrich Ebert, an der Spitze des Zuges, der sich in Frankfurt a. M. zur Paulstirche begab, um die Freiheitshelden von 1848, die Vorkämpfer von Einheit und Recht, zu feiern Heute ist es, wie schon in all den langen Jahren, wieder die Sozial- demokratie, die, vereint mit dem Reichsbanner, das in sich die Freiheitlichen aller Parteirichtungen sammelt, den 18. März mit dem Gelöbnis begeht, weiter zu kämpfen im Sinne der Helden von >848 für ein erneuertes, soziales und demokratisches Reich. Wir missen, daß dieser Kampf nicht leicht ist und daß die Reaktion sich mit allen Mitteln dem Geist der Paulskirche und dem Geist von Weimar widersetzt, aber wir wissen auch, daß wir den Kampf sieg- reich bestehen werden. 40 Lahre Mktoriapark. Gedenken an Znh Zubeil. Feuertod einer Greifin. Das Opfer eigener Unvorsichtigkeit. Ein schweres Vrandunglück ereignete sich gestern nachmittag im Hanfe Perleb« cger Straße 43 in Moabil. Beim Ofeuheizen gerieten plötzlich die Kleider der LSjährigen wilwe Berka Worfchtow, die dort eine aus Stube und Suche bestehende Wohnung iune hat. In Brand. Die Flammen sprangen auf die Zimmereinrichtung über, so daß der Greifin der weg zum Treppenflur abgeschnlilen wurde. Sie verbrannte lebendigen Leiber Kurz nach 14 Uhr machten sich auf der Treppe starke Qualm- schwaden bemerkbar, die aus der Wohnung der betagten Frau drangen. Mieter alarmierten die Feuerwehr, die sich gewaltsam Einlaß verschafften. Den eindringenden Beamten bot sich ein furcht- barer Airblick. In der brennenden Stube leg auf dem Fußboden der h a l b verkohlte Körper der Wohnungeinhaberin. Das Feuer konnte in wenigen Minuten gelöscht werden. Nach den bisherigen Ermittlungen ist die Greisin das Opfer eigener Unvorsichtigkeit geworden. Sie hatte die An» gewohnheit, dem Herd mit einer Schippe glühende Kohlen zu«nt- nehmen, um damit den Ofen im Wohnzimmer anzuheizen. Auf dem Wege dorthin ist sie vermutlich zu Fall gekommen, wobei dann ihre Kleider in Brand gerieten. E«n gefährlich er Sammclschwindker. Ee war ein einträglicher Sammelschwindel, den neuer- dings ein 31 Jahre alter„Boxer" Nikolaus von Blum— unter dem Namen„S t a l von Holstein" der Kriminalpolizei schon bekannt— betrieb. Der Mann machte vor längerer Zeit in Bersin zuerst von sich reden, als er in der R o o n st r a ß e zu Schwindel- zwecken ein großes Bureau unterhielt. Er wurde damals enllarvt und bestraft. Eine Zeitlang beutete er dann russische Emigranten aus. Jetzt hat er eine neue„Organisation" gegründet, eine„Studentenhilse der Technischen Hochschul«, jüdische Organisation". Mit Sammellisten, die einen Rundstempel trogen. besuchte er wohlhabende Leute, denen er sich als„Dr.-Ing. Neu- mann, Oberleutnant a. D." vorstellte. Redegewandt setzte er den Zweck auseinander, die jüdischen Studenten, besonders russische, nicht nur an der Technischen Hochschule, sondern auch an der Universität U n t e r st ü tz u.ng c n zukommen lassen sollte. 2lls Kurator des Unternehmens bezeichnete er eine hochgestellte Persönlichkeit, die natürlich von nichts wußte. Sonnabend früh trafen Kriminolbeant« den Schwindler in der Friedrich st raße, nahmen ihn'fest und beschlagnahmten seine Aktentasche. Sie enthielt Sammellisten, aus denen hervorgeht, daß er schon ganz erhebliche Mittel erhalten hat. Der Verhaftete muß Helfershelfer haben, die voraussichtlich die Sammlungen auf eigene Faust fortfetzen. Bor der Organisation sei deshalb gewarnt. „Wege zur Gesundung." Es gibt jetzt schon so viele verschiedene Systeme zur Erlangung der Seligkeit aus Erden, daß man vor Sorgen um die richtige Wschl nicht zum Genüsse des Erfolgs in einem einzigen Leben gelange» könnte. Herr Hauptwann von Bcerfelde, der sich bekanntlich bereits auf den verschiedensten Gebieten betätigt hat, hat die Menschheit auch um ein solches„System" bereichert und sich dadurch einen Lebensunterhalt geschassen. In seinem„Institut für Körperpflege und Körperdildung" hielt er am Freitag einen Vortrag über Wege zur Gesundung. Er sprach laienhaft über den Stosfwechsel und seine Störungen, widmete der Hautatmung viel Sorgfall durch Einreiben mit Oel und kam so auf sein Steckenpserd: Oelkuren a la Salus. Sein Vortrag Im Jahr« 1888 entstand bei den städtischen Körperschaften der Plan, den bisher größtenteils kahlen Sandhügel des Kreuz- b e r g e s zu einer Parkanlage auszubauen. Mehrer« Villengrund- stücke an der Lichterfelder Straße wurden aus Privatbesitz zur Der- größerung angekauft. Sie blldeten den Anfang der jetzigen Gesamt- anlag«. Landschaftlich besonders interessant war ein Grundstück, dos jetzt noch den Namen Wolssschlucht führt. Die Meinungen über die Art der Ausgestaltung des Sondhügels, auf dem als Ausstchts- puntt das Nationaldenkmal der Jahre 1813/12 stand, gingen w-ell auseinander. Man plante zuerst regelmäßige Kaskaden, wie sie in Wilhelmshöh« bei Kassel vorhanden waren. Schließlich gelang es unserem erst vor Jahresfrist verstorbenen Genossen FritzZubeil, der schon damals dem Stadtparlament angehört«, für die Errichtung eines natürlichen Wasserfalles Stimmung zu machen. Seine De- gründung, daß die wenigsten Berliner, zumal die Kinder, jemals einen richtigen Wasserfall gesehen hätten oder zu sehen bekämen, war ausschlaggebend. Der damalige Gartendirektor der Stadt Berlin, Hennann Mächtig, löste die Aufgribe Aus Rüdersdorjer Kalksteinen und Findlingen entstand ein Wasserfall, dem der Zackelsall im Riefengeblrge als Vorbild gedient hat. Die gesamte Formotion des Wasserfalls und viel« Partien des Parks sollen an Einzelheiten aus dem Riesengebirge erinnern. Die Parkanlagen waren in zirka fünf Iahren vollendet und stellen in ihrer heutigen Gcstall eine Sehenswürdigkeit dar, die well über die Grenzen Berlins und Teutschlands hinaus bekannt ist. Im Jahre 1888 wurde die künstlich« Beleuchtung des Wasserfalles eingerichtet, die fedesmol große Massen Schaulustiger anlockle Der Betrieb des Wafferfturzes und die Beleuchtung find mll Kricgsbeginn eingestellt worden. Während der Wasserfall feit 1822 wieder in Betrieb ist, wurde die Beleuchtung nicht wieder aufgenommen. Die Stadt Berlin erwarb im Jahre 1812 vom Militär- fiskus das ehemalige Aufmarschgelände an der Kotz- dach st raße für zirka 6 Millionen Mark zur Erwellerunq de» Bittoriaparkes Die Arbellen wurden bald begonnen und im Jahre 1316 ferliggestellt. Dieser neue Teil bietet mit femen sonnigen Hängen Gelegenheit, den Besuchern blumige Alpemnatten und alpine t stanzen, wie sie in Gebirgslagen in verschwenderischer Fülle und grbe vorkommen, zu zeigen. Alljährlich stehen diese Hänge in voller Blüte und bilden einen starken Anziehungspunkt für das Publikum, Nach Beendigung des Krieges wurde der westlich der Schultheißbrauerei gelegene Teil des Aufmarschgeländes, der ur» sprünglich debaut werden sollt«, zur Anlage eines Sportplatzes in modernster Form bestimmt. Die Arbeiten sind in Ausführung begriffen. Infolge der finanziellen Lage der Stadt ist alter nicht damit zu rechnen, daß die mll 700 006 Mark veranschlagten Kesten für die Ausgestaltung des Sportplatzes in vollem ilmfange bewilligt werden Der Sportplatz muß in wesentlich verelnfachter Form fertiggestellt werden. Dabei ist die Idee leitend, daß der Sportplatz in die An- lagen des Parkes organisch eingegliedert werden soll. Gleichzeitig soll in Eruxitenmg der Parkanlagen ein Verbindungsweg zwischen der Dreibund st raße und dem Park gS- schaffen werden. Mit der Schafsimg dieser Grünanlage und der ebenso nötigen Vepslanzunz der Böschung der Dverbund- und Katz bachstraße erhall der Sportplatz einen ireundlichen Rahmen. Es ist" zu hoffen, daß diese Arbeiten noch in diesem Jahr« in Angriff ge- nvmmen werden können, damll nach ihrer Beendigung der Viktorio-- park an seinem 40. Geburtstag ein abgeschlossenes Ganzes bildet. s endete, indem er feine Philosophie etwas reichlich verworren kund- zugeben versuchte. Den Ausführungen solgten, wohl zu Reklame- zwecken, Darbietungen von Schülern des Instituts, die trotz der vorgetragenen Theorien recht nette Leistungen zeigten. Es ist gut, wenn Menschen Zell zur lörperlichen Ausarbeitung übrigbleibt, aber verworrene Philosophie hilft niemandem weller! Mord über Mord. Zwei Fälle ia Schlesien.— Leichenfond in Wusterhausen. Aus Glogau komm« dle Nachricht, daß in dem kleinen sihlesifcheu Qlndstäd.chen Grünberg ein furchtbarer Lustmord enkdeckl wurde: vi« Leiche einer zehnjährigen Schülerin Namens Margarethe S p l ch a l wurde von einem ZigorrenhSndlcr in einem Graben aufgefunden. Die Mordtat eriimert an das nach immer ungeklärte Verbrechen, das vor mehr als Jahresftist in Breslau an den beiden 5kindern Erik und Otto Fehs« begangen ist. Auch Margarete Spichal ist von der Straße weggelockt worden, als sie sich aus dem Heim- wege von der Schule befand. Man sucht nach einem Manne, der am Morgen nach dem Morde vom Auffindungsorte der Leiche her in der Richtimg nach ftem'�achrrhnrf-gmyi'�Diefem-Fremden ist der Grünberger Zi g ar re n h ä nd l er. bei dann später die Leiche fand, begegnet. Als d« Händler ihn anrief:„Na. Sie kommen noch zum Zug zurecht, der geht erst in eineinhalb Stunden." rannte der Mann weller. In ihm vermutet man den Mörder. Di« Leiche des Mädchens war fast vollständig entkleidet. Eine Zuckerfchnur war zweimal um den Hals gewunden. Der Täter muß fein Opfer zunächst durch Schläge aus den Kopf betäubt haben. Als Todesursache ist Erstickung festgestellt worden. Die Schuhe und die Hofe des ermordeten Mädchens wurden rm Garten eines Geschäftes in der Nähe des Tatortes aufgefunden. Auch dieses Derbvechen scheint in einem geschlossenen Raum verübt zu sein, wo der Mörder Packpapier und Schnur zur Hand hätte. Wie uns aus Breslau gemeldet wird, wurde in der Rächt zum Sonnabend in Wenig-Walditz bei Löwenberg die 20jährige Frau des Stellmachers Schnieder im Schlafzimmer e rm o r de t aufgefunden. Eine geschieden« Frau Maurer ist wegen Tatverdachts bereit« verhaftet worden. >» Die Berliner Mordkommission wurde gestern nach- mittag durch die Polizei in Königswusterhausen von einem geheimnisvollen Leichensund in Kenntnis gefetzt. In einem Moor- graben in der Nähe der Ziegelei Neu-Wildau wurde gegen 14 Uhr von Arbeitern die Leiche eines etwa 40iZhngen Mannes aufgefunden: di« Schuh« und Strümpfe fehllen. Auf den Mordolorm hin eille Kriminalkommissar 25 ü ng er mit mehreren Beamten an den Fund- ort und nahm die Ermittlungen auf. Bisher konnte noch nicht einwandfrei ermittell werden, ob der Tot«, dessen Personalien noch unbekannt sind, das Opfer eines Verbrechens geworden ist. Nach dem Befund muß die Leiche schon mehrere Tage t m Wasser gelegen haben. Am Kopf wurden einig« Verletzungen fest- gestellt.' In den Taschen des Toten wurde ein klleinersr Geldbetrag und in der Weste eine goldene Uhr vorgefunden. Att'Berliner Musik und Poesie. Der letzte Zlbend des vom Bezirksamt Mitte ver- anstalleten Zyklus„Berlin und die Berliner" im Lürgerlaol des Berliner Rathaufes brachte eiiien Rückblick aus das alle Berlin als Mufenstadt, als Gaststätte fremder und heimischer Dichter und Komponisten, deren Schaffen die Stadt unoeogänglich« Denkmäler setzte und deren Namen untrennbar verbunden sind mll der kultur- historischen Bedeutung der Stadt Berlin. Dr. Franz Lederer, der Sprecher des Abends, flocht all die Epochen alttterlinifcher, dich» terifchcr und musikalischer Renaissance zu einem lmiüleuchtenbcit Kranz. Die musikalische Entwicklung zur Zell der Romantik, die Zell .von Reichardt, Schulz und Zeller. Zelter war ein Freund Goethe». der unter anderem auch den.König von Thüle" oertont hat und dann die ersten„Berliner Dichtungen" von E. T. A. Hoffmann, Arnim, Cdamisso, Heine, die Derherrllll)ung und der Lobgesang Berlins, der dann später hiiniberlellete zum Humor der Biodermeier- zeit. Später kamen Glaßbrenner und Kalisch und andere Zell' genosien, es kam die Glanzzell der Berliner Posse. Aber neben der leuchtenden Sonne der helleren Muse gab es auch dunkle Wolken am Himmel der Kunst. Lorying, ein geborener Berliner, fristete- hier in ärmlichster Kümmernis sein Leben, und der Ruhm seiner, Werke kam ihm, wie so vielen Leidensgenossen, im Leben nicht mehr zugute. Und jetzt gings vom ehrfurchtsvollen Gedenken all der dahingegangenen Größen Über ins.buntg. lebendige Reich der hellereiz, ,, allerhellsrsten Mus«, Paul Linke setzte sich an den Flügel üno spielte seine-alten stehen Schlager au» der Zeit der„großem Mrtntpsl- reou«„Glühwürmchen",./Schlösser, die im Monde liegen" ufw Zlber er ist nicht mit der alten Zeit all geworden, sondern mit der neuen Zeit jung geblieben, und ein paar neue Tänze zeigten von Lrbendigkeit uns Elastizität. Zum Schluß gab es noch allerlei Er- lebtes, Erlauschtes, Erfühltes, Poesie einer Weltstadt, die mll dem nüchternen Kamps ums tägliche Brot den Frohsinn der«mg lächelnden Muse vereint. Aussehenerregende Verhtifknng in Frankfurt a. M Der Chefredakteur der„Frankfurter Messe"(Messe-Zeitungf und Pressechef des Städtischen Stadions, Leo Cohn, wurde von der Kriminalpolizei festgenommen. Cohn wird beschuldigt, seit 2 7 Iahren aus Grund gesällchter Papiere den Namen Leo G o l z e geführt und seit 7 Jahren sich fälschlicherweis« al» Dr. phil, ausgegeben zu haben. Gegen Cohn sollen auch Verfahren wegen verschiedener anderer krimineller Verfehlungen im Gange sein. Nach Blättermeldungen stand Cohn mll der Stadtverwaltung in Der- Handlungen zwecks Uebernahme der Lellung der Mogistratspresie- stelle. Die„Christlichen" wühlen. Wie im Bezirk Prenzlauer Berg oersuchen die schwarz- weißroten Christlichen auch im Dezirk Friedrichehain an der Doppelschule in der K o p p e n st r a ß« einen Schulstreik zu ent- fachen. Darum war am Freitag eine Bersammlung der„Christ- lich-Unpolitischen" nach der Aula der l8./122. Schule ein- berufen. Der Saalschutz bestand aus sehr zweifelhaften Elementen, die sich zur höheren Ehre des„Christentums" Mut an- getrunke» hatten. Ein Herr H a st e r redete von einer„Diktatur des Bezirksamtes" und betonte, daß die Ehnstlichen feine Mittel aus Moskau erhielten, 2lls ein Zwischenrufer daraus hinwies, daß die Kommunisten sich mll den Christlichen für die christlich-religiöse Schule einsetzen und die weltliche Schule bekämpfen, fühlten" die Bersommelten ihr Prestige in Gefahr und warfen den Zwischenrufer. vor die Tür, Auf der Treppe wartete der„christliche" Mob, um sich in Tätlichkeiten zu ergehen. Die Bersammlung beschloß darauf für Montag oder Dienstag den S ch u l st r e i t. Da die Schlägerei in der Schule in der Umgegend bekannt wurde, kamen Freunde Naibltaen 0b rbetl fr« uro» gc«lMfter Röpfretout, Stiel- 'v et hi türkis« brot mit � c\ 'J< hinesiseiten£nt«nh«ib- Mrs . d-rnnen.!*)x200... CJIW.CJU ßberbettbezug 4 Linon, feinfidie: zum Knöp- /i f\~ 1 Lau. ca. 130X200. V5 Ü5ö?rlahen Ifutsr Wks hdsioff. mit hAnd- q «ezoppi et» Hobla&tim, � r"' 150X350 Bettf ede> n doppeii terrlnig-■ gut»oui4nb» Q jaiitB'tware, «ehr preliwerf. R esiges La.«r. Keiner leide Heide bei der Ihrnng der Mdrzkfimpier! Im Lustgarten um 12 Uhr� im Friedrichshain um 141/2 Uhr! v des Angegriffenen, um sich diese Vertreter wahrer Nächstenliebe in die Nähe anzuschauen. Alle Anwesenden, die nicht schwarzweißrot verblödet schienen, wurden nunmehr von der Leitung aus dem Saal gewiesen Dos �ing ohne ein gewisses Durcheinander nicht. Nun wurde die Polizei alarmiert mit der Maßgabe, daß .»Kommunisten* die Versammlung der Christlichen sprengen wollten. Vor Eintreffen der Polizei schloß der Vorsißende die Ver- sammlung und sprengte sie dadurch selbst, weil die anwesenden Frauen bereits fluchtartig den Saal räumten. Von Interesse ist, daß ein Mitglied der Schuldeputation, Genosse Günther, der sich an den Auseinandersetzungen überhaupt nicht beteiligt hatte, trotz Legitimation aus dem Saal gewiesen wurde. Im ltniersuchungsgefängnis. Die Sonne soll auch ihnen scheinen... In Moabit, im Untersuchungsgefängnis, hat man eins neue Kirche eingeweiht. Eine Kirch«? Nein, einen neuen Vortrags- k a a l, und dief« Zweckbezeichnung bedeutet einen gewaltigen Unterschied, einen Unterschied, der für die Wandlung im Straf. Vollzug symptomatisch Ist. Wie sah früher so eine Gefängniskirche aus? Holzwände trennten die einzelnen Sitze voneinander, es war schon ein Fortschritt, wenn irgendwo der obere Deckel des hölzernen Gehäuses fiel, und so sah auch die alte Gefängniskirche des Unter» stichungsgeföngnisses aus, die für die männlichen und weiblichen Gefangenen dient«. Und dieses ist der neue Saal: Ein hoher fünffenftriger Raum; warmes Gelb tönt die Wände, bunt- farbig leuchtet modernes Heinersdorffches Glas in den Fenstern, blaugrau sind die Türen umrahmt, ein bläugrauer Samtvorhang bildet den Hintergrund des einfachen blumengeschmückien Altars. Kanzel und Altar sind mit wenigen Handgriffen in den Nebenraum zu transportieren, der Wandvorhang verhüllt die Leinewand einer Proiettionsfläch«, und gegenüber der Altarwand wartet ein vorschriftsmäßig ausgebauter Vorführraum auf den Kinoapparat, den der lieb« Gott und das Finanzministerium geben mögen. Vor kurzem wurde der neu« Saal durch ein Konzert des Schubert-Quartetts eingeweiht. Ein buntes Publikum: In den vor- deren Reihen die Insassinnen des Hauses, zum größten Teil noch in ihrer Zivilkleidung, junge Mädel mit der billigen Eleganz der Vor- ftadt, hier und da auch die gediegene Pracht eines Pelzmantels oder eine« guten Kleides. Jung« Gesichter, kluge Augen, zersorgte Stirnen, hier und da das Rattenprofil einer schwer Degenerierten. Alle aber empfinden diesen Tag als ein Geschenk, empfinden den festlich-bunten Raum als Trost und Verheißung, wie es die Schöpfer wünschten, die Schöpfer, die heute so bescheiden hinter ihrem Werk zurücktreten. Stillschweigend hat eine der jungen Frauen die Blumen, die ihr ihr Bräutigam schickte, in die Sakristei gestellt, hat sie geopfert. >nn den Altar zu schmücken, um auch als Gebende, nicht nur als Nehmend« an den festlichen Stunden teilzuhaben. Und als Obe» ftrafanftaltsdirektor Marx davon spricht, daß der neue Saal allen Ge- sangenen gegeben sein soll« als ein Zeichen einer neuen Z e l t, die nicht in dem Gefangenen den Auswurf,� den Perworjenen sähe, die nicht aus de? Gemeinschaft oetstotzen, sondern' ihn zur- Ge- ineinschaft erziehen wolle. Die Sonne solle auch ihnen scheinen... Da senken sich viel« der Köpf«. Roch kürzer ist der Weihespruch, mit dem der Oberpfarrer K l a t t gleichzeitig im Namen seiner Amts- kollegen, des katholischen Geistlichen und des Rabbiners, den Saal feiner Bestimmung übergibt. Nichts von Pathos und Ermahnung ist in feiner Rede, ober sie spricht zu den Herzen der Gefangenen. Noch einmal Ningt Musik auf-, dann ist die Feier beendet, und man verläßt diese neue Art einer„Gefängniskirche* mit Dank an alle, die zu ihrer Erbauung beigetrogen haben, und an die drei Geistlichen, die hier zum Nutzen ihrer Schutzbefohlenen die Moral aus der Fabel von den drei Ringen in die Praxis umsetzen. NuSstefieMe Ctgenheimentwiirse. E« kommt ja nur in seltenen Fällen in Frage, daß man sich überlegen soll, was für ein Haus man bauen will. Mit der Möglichkeit tauchen gleich soviel verschiedene Wünsch« auf, daß guter Rat teuer ist. Wer aber glaubt, die Möglichkeit zu haben, sich ein Hrirs bauen zu lassen, der sehe sich die Permanente Eiaenheim-Aus- ftellung Im Haufe der Vereinigten ZoowerkstStten*an. Hier oelangen unter der Leitung von T. W. Molleruv Zeichnungen und Modell« von 4- bis S-Zimmer-Häufenr zur Besichtigung. Es sind Arbeiten von Bruno Taut, Baumgarten, Cosiner, Bruno Paul und Mollerup dabei. In der Auswahl der Modelle war man anscheinend bemüht, eine gewisse Mittellinie zu wahren, die bedingt, daß die Häuser auch noch in späteren Jahren unauffällig und ruh'g aussehen. Aus diesem Grunde sehlen wohl die anspruchsvolleren Entwürfe von Pölzig. Erich Mendelsohn und Gropius. Da die Eigenheim«, deren Pre>s sich zwischen lSVOsi und 60 000 Mark schlüsselfertig bewegt, auch mehr für ein Publikum ge- dacht sind, das sich nicht nach jeder Mode richten kann, so war die Auswahl schon ganz gelungen. Di« Ausstellung soll fortgesetzt werden und sich zu einer sogenannten„Bühne der Architekten* ent- wickeln. Es wäre zu wünschen, daß durch die Fortsetzung dieses Gedankens Wege gesunden werden, um die Preisgrenze niedriger anzusetzen, so daß die Ausstellung auch für weite Kreise ein« prak- tische Bedeutung ertangt. Am Dienstag, dem 20. März, abends TV. Uhr, sprechen im Spreegarten. T reptow Staatsminister a.D. Genosse Carl Screrlng und Franz Künstler, M.d.R, in einer Sltent. leben Kundgebung Ober „Die SoilaldemoKratte im Beiduifi�swatmummf' Gemeinsamer Abraatacb mit Musik Treptow! Wiener Brücke.«.4S Uhr. Baumsrhulenweg: Waldecke Massen bereust SPD. Treptow-Bamnschulenweg. Beseitigung einer Menschenfalle. Nach jahrelangem Warten und Drängen entschließt sich endlich, laut einer Magistrats Meldung, der Bezirk Steglitz, die Gesahr- zone der westlichen Bororte, die Schloß st raße, einer baulichen Veränderung zu unterziehen. Ebenso wie die Rheinstraße in Friedenau� ist die Schloßstraße als Verlängerung der Hauptstraße in Schöneberg der meistbeanjpruchte Verkehrsweg, die frühers Pots- dainer Chaussee, die von auswärtigen Lastfohrzeugen ebenso benutzt wird wie von Berliner Fahrzeugen. Jahrzehnte hindurch besteht hier der Uebelstand, daß die Straßenbahnen links und r e ch t s des Fohldammes auf Schienen geleitet sind, mit dem Bür- gersteig in gleicher Höh« und von zwei Reihen Bäumen aus jeder Seite flankiert. Die Unübersichtlichkeit der Bahr sowie ihr« Anlage auf dem Bürgersteig haben eine dauernde Gefahrenquelle für Kinder und Erwachsene verursacht; es verging fast keine Woche, wo die Bahn nicht mehrer« Menschenopfer forderte. Ebenso war das Ein» biegen in die Schloßstroß« aus den sie schneidenden vielen Nebet» straßen im rechten Winkel die Ursache häufiger Zusammenstöße. Di« Bahn konnte vor dem plötzlich auftauchenden Gefährt nicht so schnell bremsen oder es wurden Passanten und Kinder, besonders aber Rad- fahrer bei dieser Uebergängen auf die Schienen zsdrängt. Di«»er- rückte Anlage dieser Straßengestaltung, aus dl« die alten Steglitzer besonders stolz waren, führt« aus realtionär-positisch« Tendenzen zurück: sie war mit dem freien Fahrdamm m der Mitte als mili» tärffche Aufmarschstraße von Potsdam nach Berlin offengehalten worden. 2lls solche hat sie ihren traurigen Zweck leider auch einmal erfüllt in den Tagen des Kapp-Putsches, wo«iie Reche unschuldiger Bürger dieses Verkehrshindernis mit ihrem Blute taufen mußten. Nach den Angaben des Magistrats soll die Straßenbahn nu» mehr von den Rasenstreifen an den Seiten des Dammes verschwin- den und in dessen Mitte verlegt werden. E» ergobel sich dann zwei Fahrdämme von 7,50 Meter Breite. Di« Bürgersteig« bleiben in ihrer jetzigen Breite bestehen. Hoffentlich verfährt man bei der Neuanloge nicht noch dem hier üblichen Schema und läßt über ein geplantes Projekt wieder Jahre vergehen, che neue Un- glücksfälle' hke Angel lgönh eck dringliches machen. Dl« neue Wahl-Remie„wenn Ihr wollk*. verfaßt von Max gelangt am kommenden Montag, den 19. März, abend» 8 Uhr, im L�reroereinshaus, Alexanderplatz, zur Hochdorf und Erich Kuckner lS. März, abend« S Uhr, im.... Uraufführung. Eintrittstarten zum Preise von 75 Ps. in der Ge» schäftsstelle des Bücherkreises. Berlin SW 61, Belle-Allianre-Platz 6, und an der Abendtasso. Bildungsausschuß Groß-DerNa. Freitag, den 23. März, 20 Uhr. in der Kulturabteilung des Metallarbeckerverbandes, Linienstr. 197, Film» und Vortragsabend. 1..„Kreuzzug des Weibes*. 2. An» spräche des Genossen Dr. Julius Moses MdR. Karten sind bei allen Krelsfunttlonären zu haben.— 15. Kreis— Treptow. Film und Vortragsabend„Kreuzzug des Weibes*. Ansprache: Clara Dohm-Schuch MdR. am Donnerstag, den 22. März, um IQK Uhr in Nitschkes Biktoriogarten, Am Treptower Park 25/26. Eintritt 0,50 M. Zu unserem Bericht„Noch immer keine Deckung* in der Sonn. abendmorgennuinmer muß es nicht heißen: der Unterausschuß des Haushackaüsschusses der Stadtverordnetenversammlung beschloß eine Erhöhung der Gewerbesteuer, sondern«ine Erhöhung des Ge» werbe fteueransotzes. Generalversammlung der Arbeliersänger. ver Gau Berlin des Bundes hat nicht 46 Derein«, wie im»Vorwärts* vom Sonnabend» morgen zu lesen war, sondern zweihuudertsechsundvier- zig Bereine: verlnnsslag« sär billige Al'che. Die jetzt beginnende Laickzeit für stlundetn und Schollen dal grotze Fänge dieser Fischiortcn gedtacht. Vom Montag, dem tv. Matz, ab kommen zum Verkauf: Flundern und Schollen pro Piund LS— 35 Ps. Di« Verlaussstellen sind durch Piakaie kenntlich gemacht. Die Opfer der Ozeanfliegerei. Visher 12 Flieger, darunter drei Frauen ertrunken. „Der Ozeonflugrumtnel, den die Weck in diesem Jahre reichlich zu kosten bekommen hat, ist hoffentlich vorüber,* so schrieb der„Dar- wärts" am 26. November 1927 angesichts der vi«»«» mißglückten Ozeanüderquerungen. Aber schon vier Wochen später unternahm die Amerikanerin Miß Grayson mit ihrem Begleiter Omdal vom Fluzseld Eurtissield einen Versuch, von Amerika aus den Ozean zu einem Flug« nach England zu überqueren, von dem sie nicht zurückgekehrt ist. Seck dem 5. Mai 1927 ist das sranzösffchc Flugzeug„Goliath* mck den Fliegern Faint-Roman. Petit und Monneyres, die nach Südamerika fliegen wollten, ver- schollen; am Sonntag, dem 8. Mai, 5 Uhr früh, startete vom Flug- platz Le Bourget bei Paris der„Weiße Vogel* mck den Franzosen R u n g e I s e r und Coli, deren Verschwinden ja noch in aller Erinnerung ist. Das dreimotorige Fokker-Flugzeug»St. Raffael" mck dem Kapitän Hamilton und dem Oberst M i n ch t n, sowie der Prinzessin Wertheim an Vovd startete in Upavon bei Bristol, um über Neufundland nach Ottaoa, der Hauptstadt Cancrdas, zu fliegen: es blieb verschollen. Bekannt ist auch ncch der am 7. September 1927 von Old Orchard im Staat Maine USA unternommene Flug des amerikanischen Eindeckers„Old Glory" mck den Fliegern Berthoud, Hill und P o y n e znm Flug nach Rom, der ebenfalls mißglückte. Einen Tag später stieg das kanadische Flugzeug„Sir John Carling* mck den Megern Tully und M e t c a f f« von Habour Grace in Kanada zum Fluge nach London auf und erreichte gleichfalls nicht sein Ziel. Nachdem nun einig« Monate keinerlei Versuche stattfanden, unternahm am 10. März d. I., wahrscheinlich durch die anhaltenden Ostwind« angeregt, der englische Kapitän H i n ch l i s f e mck seiner Begleiterin, Miß Else M a ck e y. von England aus den Ver■ such, den Ozean zu überqueren. Da bis heute keinerlei Nachrichten von beiden vorliegen, ist ebenfalls' mit ihrem' Tod zu rechnen, so daß bis setzt sieben Flugzeuge mit insgesamt 17 Fliegern, darunter drei Frauen, der Ozeauüberquerung zum Opfer gefallen siad. In aller Erinnerung sind ncch die im Herbst von deutschen Fliegern unternommeneu Versuche, von Deutschland aus nach Amerika zu fliegen, ober schlauerweise abgebrochen wurden, als die Flieger die Zwecklosigkeit einsahen. Immer wieder hat es den Anschein, als ob all die wahnwitzigen Versuche mehr aus Sport- und Rekordsucht und mck unzureichenden Maschine» und ungenügend v erberecket. unternommen werden. Die Frll�sahr».Zugeotweihe für Lharloklenbnrg findet am Sonntag, dem 25. März, 11 Uor, tot Slaall Schillet-Tlieaier. Grolman- Ecke Bis- ntardstrahe{Um Knie) statt. Zur Äujiüdrung gelangt das Iugendweibe- iestipiet:»Ins Leben hinein 1' von Max BaUhel. Weihereve: Erich Ollenhauer Volkschor Harmonie Eharlolleiibura. Karleo für Erw.tchiene. 0.75 und sür Kinder 0,40 Marl in den VorwärtSspedckwnen, Abgadestelle» der Konsmugenossenschaft und an der Theaterkasse. Am 15. Mörz' seiierte der''Ehsfd«lorateur Brun» Sendet sein Bjährige« Zubiläum im Hause Midzels u., ich mit b»sl«m Er- sola» genommen dade. kann ich nur o>» gan» brroorraaenb jur Srvalwuq der velunddeil und Ledrnskrasl. zur ikrdd- Huna des LedensaeMdles und der Fern- balluna von Alierskelchwerden da»«». «elchek Wachoider-Srli akI Mark«..W«> dies"»ai mir bieder fedr wadiAelan und ich nehme idn desdald ständig meiler. Stauen. 14. 8. 27. Sari«nstr.6.YrauWi»I«. Wieder ein neue» Zeugnis le.iens iSun. /T deriiädnger Uder die M roungsdrai' fj diele» Lebenseiirier». da» die Äonfiilu.— kons Kraft Närki. ieddafteren Sloiiwechlet dewirll. die'IlWtoiläl der VebcnsfunH. Konen fteigerl und Krankdei'en durch gut» Si»td»Ichastend»i> verkindorn dilit ?n Apold. u Drogerien»rkäftlich. oder echt nur in VriginalftMungen mit Mark»„Medico" und Firma Otto Reichel, Beilin SO SUendadnftr. 4. So bleibt man ledensfrilch und kann, odne zu allen», all werde» mit Reichels Wacholderextrakt 17. Berllnaer 6-Tage-Rennen nHe auf ArCOnd'ßad gewonnen. Dia Ve'.tmelslersduilt jcwaim Wiley anf Arcona- Bad Die Melsieriäait roa Oeatschlaad gewann Willld an! Arcona• Bad Die MeiitersdiBfl von Pian&en gewann Saldow anl Arcona-Bad Ein Beweis der Zuverlässigkeit u. hochwertig.Qa&lität des Arcona« Aedes 2 VerlangPD Sie Katalog gratis vl franko auch über F&brradzubtbörteile von Ernst Mschnow, Berlin. Weinmeisterstr. 14. GrABlea Fahrrad bann Danlnehlanda! Haus und Hausrat Gildenliall G. M. B. H. MÖBEL HAUSRAT in schlichter Form und gediegener Aosföhrung l/drlfailfn URLIN W, Königin- Auguste-StraBe 21 an dar Potsdamer BrQcka stellen ■■RUN NO, Gr. Frankfurter SbaSa 41-41 Qtuitel bietet Gewähr für die legten Meüfjeiten, für die größte ßuswafjl, für die heften Qualitäten and immer für die bllUgften (Preme d. ttufet* Crepeüetliinc Kleid »ariMten Uoetm. mit ku riete Aermel. mit ,n«perieelen Mostern, mit kr r, CiSpa de Chili»- Weste Krapoo U&nsäbett-n. welche mit feinen tu den 1»ee»,.______________ und Jleiisehett n. welch» mit feinen Vklencienne-Soltien ui a Knopf-;»r- niBrnn» verliert«lud. Oer Rojk t««neekraos', hat einen GOrtel. der mit einer»parten Schnelle rc bellen wird. tu vielen k'aro »teiluneeu......... nur 22: Der motferne DeEergaBgs- Mantel ib flotter Form, ans felnaiu reinwoll nen Charakter tiapenden S offen, gans- auf kUnstiieberSa cJe gefütiert taei. reibig, eingeschnittene Taaeben; in Köckeuteil lts. emgelegta Falten und tiürtel. l.>er ansgozeichneie Sehniti dieses Mantels gibt demselben eine bes-onders vornebme Elegan*. in allen Gröben..... nur >11 nen en-lischea 59: PlorgianrilcBce ■n Beide, WolSe und IWascbstfoRfen, zu unge- Preäseu. In riesiger Auswabl Frflhjabrs- Kleider Blesea-Ansvibl dar isodenisteD aa« prima retewollenem Bips, Das Kleid ist 1® der neuen modernen Westenform gearbeitet, bat einen bi« zam Gürtel du rebgebenden, ganr feinplissierten Cr«pe de chinew£ins&tz. Kraben and Man* fcbetien sind eben.alla mit Crgpe de chine belagt Der Rock«eigt in der Mitte eingelegte Falten und ist zu beiden Seiten fein plissiert In vielen modernen Farben, aueb In den alSerorNQicn rranen« tnr<te m Jinplisslerten Cräj 29 Hoclaelcgange Mdimiffags Kleider ans ganz vorrügllch. Velentine, inJamperform n. beater Ausführung. Das Kleid in seiner mocL Form erhält seine apane Wirkung besonders dnreb den Cr6pe. Georgette-Schalkragen, wel- chei seitlich geschlossen n. mit einer Agraffe �ehalten wird, sowie durch die Knopf leis;© und Gürtel, Der Rock bat an der rccoten Seit© tief eingelegte Falten- In den modernssen Farben, aacu in den gtöGten Weifen, 59: Der Tr ■pf Der tafMD ls< vf* Covertcoal- Mantel! Ein blendend schön. Mantel all" feTnst Covertcont, ganz auf künstlich. Seide geiütieit Uurcb die berrl. Seidenstepp. im Rflcken. am Revers. Kragen Güitel u. an d.Tasr-hcn wii kt d. Mantel becond.e leg»ntu. vornehm. Dte er ent- zückondoManteJ.wIch d.Scbmu-k ein. jed. Trägerin seindünte. kostet narr 59: VngeSieure Answalil iu Franen-Mänleln aas Lanz vorzüclict.era Herr nstoff Die Mantel sind mit Her.en-Rev rs flück-nfalten,»�n gereizten Tatchen. Knep g«rnier..nc eic. aurg s atü. aal Uamasfä geeitert and in den «vl ero ifttdes* Fretreii we den eslaASddKcäa und 39: Vergessen Sie nie: nidwoch SÄS«, Kluder-Iag xu besuchen, der Dinen in Qberwiltlgenger Auswahl neue FrOblalirs-reSielcSien-Figftntfel, wollene und seidene Kinder- und nädcben-Hlelder, Hnolienanziige aus engiisdien Charakter tragenden Stoffen ZU Unglaubllcla billigen Drei en bietet. Etdani. seidenmanlel ans prima kunsteeidenetn Ottomana. Der Mantel bat einen ho< hstehenden. angekransten Kragen, ist mit einer nmi anigen aparten Stepparbeit verse; en, gnn* anf Da naseä gefüttert in den allergrößten Weiten©r�&llich and ko.-tet 59 Kocbelegsmle acrrcnsifflkoslSinc In prima Qaalnät, in wundervollen, saaz neuen Liesfins.«nodornster llenea d niit. Hei ren-Revt-rs l'aase. aa.g v-eit.e Tas. hen. Gürtel. Jacke ganz auf konsts Idenem Duonegse- Cban-rean« gefüttert; auch in den CttrklSÜBtii'SVsE ♦>ti ondrl«- AzsamnralaJ... nvar 55: GeseUsdiaUshlcider Modell-Mfin el and Bf vw«a«-n.'■ riesiger Auswehl, aus BSKl%il&V1TD cdclsfrni Material, zu un- ■Sil» glaublich nletlrlgcn Preis. näh* er-l}*'- Är. 153» 45. Zahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, IS. März 1925 Der Kampf um das Budgetrecht. Von Hugo Helmann. Die Kritik, die seit langem von der Sozialdemokratie am Sieichshaushalt geübt wird, erstrecht sich sowohl auf die formelle Gestollung des Etats wie auf seinen materiellen Inhalt. Das eine ist vom anderen nicht zu trennen. Ts ist klar, die Kennt- nis des materiellen Inhalt» de» Etat» kann nicht in weitere Kreise getragen, das Budgetrecht des Reichstags nicht voll gewahrt werden. wenn, um mit dem Reparationsagenten zu reden,„die Haushalts- Übersichten und Rechnungen des Reichs in einer Art und Weise iargeboten werden, die es selbst dem gutunterrichteten Leser ganz unmöglich macht, sie ohne erschöpfendes Studium und ausführliche Analysen zu verfolgen". Die Richtigkeit der von der Sozialdemokratie stets befolgten Kampfesregel: Steter Tropfen höhlt den Stein, zeigte sich indessen wie in zahlreichen anderen Fällen so auch hier. Der Reichzhous- halt von 1928 bedeutet gegenüber den früheren in formeller Hin. ficht«inen Wendepunkt. Mindestens insofern, als das Reichs« finanzminifterium, wenn auch zögernd und nur schrittweise, mehreren hier immer wieder erhobenen Forderungen entgegenge- kommen und mitteilsamer als bisher geworden ist. Der„lieber- blick", der feit Iahren der Etatsoorlage beigegeben wird, zeigt für 1928 wesentliche Erweiterungen. Es werden zum ersten Male über die formelle und materielle Ctatsgestalhing. die Ucberschüsse und Kassenmittel, den Betriebsmittelbedarf, die außerordentlichen Ausgaben, vor allem auch über die Ausgabenreste Aufklärun- gen gegeben, die vorher auch der guhmterrichtete Leser selbst nach erschöpfendem Studium und ausführlichen Analysen nicht Herauszu- destillieren vermochte. Besonders erfreulich ist es, daß das Reichs- fmanzministerium die ganz ausgezeichneten Ausführungen des Keneralberichterstotters des Reichsrat,, Ministerialdirektors Dr. Brecht, mit der von ihm gefertigten.Bergleichenden Uebersicht der Reichsousgaben getrennt muh Zwecken", dem Reichshoushalt beigegeben und so einem größeren Kreise zugänglich gemacht Hot. Dos Selbstlob indessen, da» das Reichsfinanzministerium im lieber- blick sich spendet: „So sind in der formellen Behandlung de» Haushalts die Grundsätze einer gesunden Etotspraxis fortentwickelt und eine immer größere Klarheit und Uebersichtlichteit des Relchshausholts durchgeführt", ist bisher nicht verdient. Da aber kein Baum auf den ersten Anhieb fällt, da die Kritik nicht erlahmen wird und es ein Zurück nicht gibt, ist z» erwarten, daß allmählich der Reichshaushalt wirklich klar und übersichtlich«erden wird. Wie wenig er das heute ist. doftlr einige Zahlen: Der Reichs- Haushalt für 1928 schließt netto ab mit rund 9,3 Milliarden Mark. Bon diesem Riefenbetrag entfallen auf die L i q u i d a t i o n des Krieges einschließlich des Londoner Abkommens rund IL Milliarden. An die Länder fließen zur Erfüllung von I! SSBBSBBBSSSSSSBSSSSBSBaSSaSSSBSaBB Aufgaben der Länder und Gemeinde« einschliehNch Polizei rund 3,4 Milliarden. Für die Verzinsung und Tilgung der Reichs- schuld und für die Kosten de» Apparate» der Abgaben- erhebung werden rund 1 Milliarde gebraucht. E» verbleiben. mithin für die Ausgaben der gesamte» eigentlichen Reichsverwaltung 1,7 Milliarden. Diesen Betrag müßte der Reichstag bei seinen Bewilligungen absolut klar über- sehen können. Da» aber ist nicht der Fall. Der gewöhnliche Leser des Etats wird glauben, die Ausgabe- bewilligungen in der genannten Höh« sind für ISA gewährt und verfallen, wenn sie am Schluß des Rechnungsjahres aus irgend- welchen Gründen nicht verbraucht sind. Diese Auffassung ist falsch. Die Reichshaushaltsordnung läßt verschieden« Ausnahmen zu, und von diesen Ausnahmebestimmungen hat die Reichsverwattung dank der laxen Haltung der bürgerlichen Parteien einen sehr ausgiebigen Gebrauch machen können. Nicht Weniger als 977,1 Millionen find„übertragbar", d. h. die Lerwaltung kann die hiervon nicht verausgabten Beträge von einem auf das andere Jahr übertragen, ohne daß da» Parla- ment bei den Neubewilligungen wetß, über welche Betröge die be- treffende Verwaltung aus früheren Bewilligungen noch verfügt.— Die Ermächtigung der„gegenseitigen Deckungsfähig- keit von Titeln", die selbst nach Anficht de» Rechnungshofes jede Uebersicht unmöglich macht, wird bei 1 Titeln oerlangt, die zusammen einen Betrag von 343,2 Millionen ausmachen!— Einnahmen fließen in 116 Fällen ohne besondere Etatisterung und zum Teil ohne Angabe über die mutmaßliche Höhe dieser Einnahmen den betressenden Ausgabetiteln wieder zu. Da diese 116 Titel«inen Betrag von 322,8 Millionen ergeben, können die Einnahmebeträg« beträchtliche sei».— Das Wehr- Ministerium übergibt Truppenteilen Mittel in Höhe von 43 Millionen.zur Selbstbewirtschaftung" und entzieht dadurch diese Summe der Kontrolle des Parlaments und im wefent- lichen auch der des Rechnungshofes. Jede einzelne dieser Ermächtigungen führt an sich schon dazu, das Etatsbild zu trüben. Werden nun aber, wie es bei Dutzenden von Titeln der Fall ist. bei ein und denselben Tite.lnmehrereErmöchtiguagengenehmigt.fo steht auch der gut unterrichtete Leser selbst nach allen Analysen vor einem undurchdringlichen Dunkel.> Das Gesagte wird genügen, zu zeigen, welch breiter Rom» trotz des Selbstlobes de« Finanzministeriums der sozialdemokratischen Kritik im neuen Haushalt leider noch immer gegeben ist. Daß diese Kritik nicht maßlos ist, beweist der wichtige Haushalt des Reichs- wirtfchastsministeriuws, in dem auch nicht«ine Ermächtigung ver« langt und von keiner AusnahmÄiestimnumg der Reichshausholts. Ordnung Gebrauch gemacht ist. Im neuen Reichstag wird ohne Zweifel die sozialdemokratische Anregung verwirklicht werden, de» bestehende« Rechnuugsansschuß de» Reichstag» aufzulösen«nd die Rechnungsprüfung tu den Saus- halt»ausschaß zu verlege». Di« Vorteile, die es für die parlamentarisch« Kontrolle haben wird. wenn sowohl die Rechnungsprüfung des vergangenen Jahres wi« die Bewilligung der Ausgabesätze für dos kommende Lahr in e t n« m Ausschuß vereinigt sind. Legen so klar zutage, daß die Anregung von allen Parteien zustimmend ausgenommen wurde, und auch die Vertreter de» Reichssinanzministeriums sie als durchaus zweckmäßig anerkannten. Den Spitzen der Reichsregierung ist aber augenschem- lich an einer Stärkung des Budgetrechtes des Reichstags nichts ge- legen. Im Gegenteil, es mußt« schon bedenklich stimmen, daß der Reichssinanzminister Dr. Köhler, der sonst alle« für schwarz er- klärt«, wa» sein Vorgänger als weiß anerkannt hatte, in lieber- einftimmung mit Dr. R e i n h o l d den Reichstag für schwebe Aende- rung des Etatsentwurf, an die Zustimmung der Reichsregierung binden und damit das Budgetrecht des Reichstages vollkommen auehöhlen wollten, ein Borhaben, dos glücklicherweise gegen die Sozialdemokratie nicht durchzuführen ist. Unerfreulicher noch, weil durchführbar, ist die Absicht dos Reichskanzlers, zur Kontrolle verschwenderischer und unrechtmäßiger Ausgaben im Wehretat ein« neue bureau kratische In- st a n z. bestehend aus Beamten des Wehr- und Finanzministeriums sowie des Rechnungshofes, zu bilden. Da« einzig gute cm diese« Plane ist, daß der höchste Beamte des Reichs durch ih« die B«° rechtigung de« Kampfes anerkannt hat, den die Sozialdemokratie gegen die materiellen und formellen Auswüchs« de« Wehretat» er- öffnet hat. Sonst ober wird durch die Ausführung dieses Plan» nicht viel gebessert werden. Beamte des Wehr- und Nnonzmini- steriums sowie de» Rechnungshof» sind bisher schon tm natürliche» Lauf der Geschäft« mit der Kontroll« de» Wehretot» besaßt gewesen und zwar ohne jeden Ersolg. Das best« und sicherste Kontrollorgan gegen aAe Uebergriff« der hohen Bureaukrati« ist und bleibt eiu ziel» und selbstbewußter, linksgerichteter Reichsttng. Einem solchen Reichstag, der materiell nicht eine» Groschen mehr dewilligt, al» zur Durchführung der Zweckbestimmungen unt/biüngt notwendig ist. und der Ausnahmebestimmungen nicht zur Regel werden läßt, bietet die Reichshaushaltsordmmg ein« durchaus geeignere Handhabe zur vollen Wahrung Keines Budget rechte». Di« Bürgerblockregierung mit ihren Parteien hat aber wie aus zahlreichen anderen Gebieten der öffentlichen Be- tätigung so auch in der Finanz- und Etatsgebarung cenag� Forme» hat sie die Zügel schleifen lasse», materiell nach dem Grundsatz gr- bandelt: nach uns die Sintflut. Der neue Reichstag, der nach den Neuwahlen aiis den Plan treten wird, wird gerade auch auf dem grundlegend»» Gebiet der Finanz- und Etatsgebarung ein überreiche» Betätigungsfeld zu durchgreifenden Reformen vorfinden. x-'.'i:'. ■- v i.! / � Weißlack- und Korbmöbel Türen, Fußleisten und Stakets— Persil gibt ihnen das einladende Weiß! Bronce. Silber- und Kristallsachen spiegeln, blitzen und glitzern vor Glanz, den nur Persil ihnen gibt. Die gründliche Reinigung der Speisekammer insbesondere des Eisschrankes, der Vorratsgläser, Töpfe und Flaschen ist unerläßlich. Persil beseitigt alle muffigen Gerüche u. desinfiziert zugleich. ist der unentbehrliche Helfer beim Frühjahrs-Hausputz! auch Hersteiler der beliebten„Henko" Wasch- und Bleich-Soda. Zum Einweichen der Wäsche, zum Weichmachen des Wassers, für Putz- und Scheuerzwecke das Richtige. Ar. 1ZZ» 45. Jahrgang Sonniag,-lS. März-l92S Kohlenbilanz und Lohnkämpfe. Aufstieg der Kohlenwirischast.— Die Veraniwortlichkeit des investierten Kapitals. Don der Höhe des Kohlenverbrauch» lassen ssch wichtige Urteile ableiten über die allgemeine Wirtschaftslage. In diesem Sinne ge- sehen, mutz 1927 als ein Jahr autzerordentlich guter Konjunktur be- zeichnet werden, denn der Kohlenoerbrauch in Deutschland erreichte eine nie gekannte fjohe. Zunächst einmal die Produktionsziffern. Im Gesamtgebiet der Republik wurden in ZMllionen Tonnen gewonnen bzw. erzeugl: In den einzelnen Revieren entwickelte sich die Steinkohlengewinnung in Millionen Tonnen wie folgt: Jahr ZditeKBlee ObetfiftW Ztieder'chles.®a®fn Sachse» Zitedersachs. 1913.. 114.18 11.09 5,52 3,26 5.44 1,23 1925.. 104,10 14,27 5,56 3,54 3,85 1,21 1926.. 112,11 17,46 5,58 4,62 4,14 1,31 1927.. 118,02 19.37 6,84 6,02 4,02 1,31 Die Zahlen von 1913 beziehen sich, wie auch die nachstehenden, auf das jetzige Reicksgebiet ohne dos Saarrevier. Ein Rekordjahr der Kohlengewinnung in Deutschland war 1927. Die Steinkohlen- grderung von 1913 wurde um 12,84 Millionen Tonnen und die raunkohlenförderung gar um 63,33 Millionen Tonnen übertrvfsen. Die erhöhte Kokserzeugung gegenüber den Vorjahren geht in der Hauptsache aus von der guten Konjunktur in der Eisenindustrie. Im Ruhrreoier erhöhte sich die Förderung gegen 1913 um fast 4 Millionen Tonnen, bei geringerer Zahl der beschäftigten Arbeiter. Gegen 1925 ist sie ober um 14 Millionen Tonnen an- gestiegen. Stark entwickelt hat sich die Kohlengewinnung in dem bei Deutschland verbliebenen Teil von Oberscklesien und in dem Aachener Revier. Sie erhöhte sich in Oberschlesien gegen 1913 um 8,28 Millionen Tonnen— 74,6 Proz. und im Aachener Gebiet um 1,76 Millionen Tonnen--- 54 Proz. In Riederscklesien und Nieder- sachsen ist sie nur gering angestiegen und im Freistaat Sachsen sogar stark rückgängig gewesen. Es sind nicht die besten geologischen Der-, Hältnisse in denen der Bergbau in diesen Revieren umgeht. Es wurden in den Revieren Arbeiter befchäfligl: Ruhr- Od«- Nieder- Nieder- revier schlefl» Ichletien �Dnen Tonnen und ist im Monatsdurchschnitt von 1927 auf 12,809 Millionen Tonnen gestiegen, gegen 11,053 Millionen Tonnen in.1826 und 11,385 Millionen Tonnen in 1925. In den letzten Monaten von 1927 wurde geradezu ein Rekordverbrauch erzielt. Er betrug im Oktobör 13,52 Millionen Tonnen, im November 13,66 Millionen Tonnen und im Dezember 14,21 Millionen Tonnenl Natürlich ist dieser autzerordenllich Hot,« Derbrauch von der Jahreszeit mit be- «inslußt. Im ganzen kann som't gesagt werden, datz der deutsche Bergbau, mengenmäßig betrachtet, in 1927 ein Jahr sehr guter Konjunktur durchlebt hat. Wie es stnanziell bestellt war, kann erst dann be- urteitt werden, wenn die Jahresbilanzen der Gesellschaften zur Der- öftentlichung kommen. H. L ö f s l e r. Zu den kommenden Kämpfen. Wir oeröffentlichen diese Sachdarstellung des Genossen Löst- ler angesichts der kommenden sozial- und lohnpolitischen. Ausein- andersetzungen im Bergbau zur Information der Oefsentlichkeit über die tatsächlich« Produkttons- und Abfotzentwicklung. Der Einblick In die Erlös« wird der Oeffenttichkeit sowohl vom Kohlensyndikat für die Kohl, nwirtschaft als auch von den Werken für die Neben- produktenwirtschoft verweigert, obwohl alle Anhaltspunkt« für die Rentabilität, die die Bilanzen geben, ungenügend sind. Infolge- dessen mutz die glanzvoll« Entwicklung der Mengen- und Leistu.rgs- bilanz zunächst ausschlaggebend bleiben. Darüber hinaus verwahren wir uns im Interesse der Berg- arbeiter schon jetzt dagegen, daß Folgen der a l l g e- mein internationalen Kohlenkrise, deren Ur- fachen allein wärmetechnisch« Fortschritte und Derschiebun- gen ssnd, den Bergarbeltern bei den lohn- und so-ialpolitischen Kämpfen aufgerechnet werden. Die Folgen dieser Krise hat das im Bergbau inveftierteKapital ollein zu tragen. Wir verwahren uns auch dagegen, datz die kohlenwirt- schoftsgesetzliche Preiskontrolle für die„ungenügenden Er- löse" verantwortlich gemacht wird. Die gesetzliche Kohlenbewirt- schaftung darf nicht die spanische Wand sein, hinter der da» Berg- werkskapital das allein aus der internationalen Kohlenkrise sich ergebende Kapitalrisiko auf die Bergarbeiter und die Verbraucher abzuwälzen sucht. Wir unterstützen auch die Kritik des Berg- arbeiterverbandes an der vom Reichswirtschaftsminlsterium zur Untersuchung der Verhältnisse Im Ruhrbergbau eingesetzten Kom- Mission, deren einseitige Zusammensetzung um so gefährlicher ist, als das Votmn der Kommission bei den kommenden Auseinandersetzungen offenbar«ine große Rolle spielen soll. Oer Much der Beraiungsstelte. Keine Veschiüsse.- Die Verantwortung für den Skandal. Es hat monatelang gedauert, bis die Beratungsstelle, die offiziell dem Reichssinanzministerium untersteht, in der aber der Reichsfinanz- eninrfter nichts zu sagen hat, ihre Tagungen wieder aufgenommen hat. Am Donnerstag unld am Freitag haben Sitzungen stattgefunden, in denen die Anlerhewünsche der Städte München, Frankfurt a. M.. Breslau und Dresden mtt dem Ergebnis geprüft worden sind, datz der Finanzbedarf dieser Städte in der von ihnen angegebenen Höhe berechtigt ist. Dieses Anerkenntnis bedeutet aber keine G«- nehmigung, weil nach den seinerzeit erlassenen Richtlinien erst voch geprüft werden muß, od auch die Währung«- und Wirtschaft»- polittsche Zweckmätzigkett der Anleihen gegeben ist. In sechs Wochen — natürlich können es auch sechs Monate sein— hofft man sc weit HU kommen, datz noch der Feststellung bot Sejamtbedarf,«n 8» leihen auch die wirtschafte- und währungspotttische Zweckmäßigkeit»- frage entschieden werden kann. Es Ist kein Wort zuviel gesagt mit der Feststellung, daß die Genehmigung ösfentttcher Anleihen in und von der Beratungsstelle ganz systemattsch sabottert wird. Es ist in der Oefsentlichkeit schon fast unmöglich geworden, von der Unerträglichkeit dieses Zustandes auch nur zu sprechen. Die Be- Handlung öffentlicher Anleihen ist einfach ein unerhörter Staats- ftandal. Es ist nicht wahr, wenn gelegentlich behauptet wird. der ausländische Kapitalmarkt nähme öffentlich« Anleihen Deutsch- lande nicht aus. Wenn gesogt wind, der Reparationsagent sei solange gegen die Emission weiterer ösfentttcher Anleihen im Ausland, als die effektioe Finanzkontrolle besonder» über die Ge- meinden noch nicht durchgesührt sei, so ist diese Behauptung noch nirgends unter Beweis gestellt worden. So bleibt heute wie schon früher am wahrscheinlichsten, datz»» in Deutschland Stellen gibt, die öffentliche Ausländsanleihen unter keinen Umständen «oll«u, und dazu Wünsche de» Reparotionoageitten»or» schieben. Nicht ohne wettere» kann angenommen werden, datz das das Reichsfinanzmimsterium selbst ist. Wie dem aber auch sei: am Reichsfinanzminister hängt die Verantwortung und die Oefient- lichkeit mutz von dem verantwortlichen Reichsfinanzminister jetzt eine Klarstellung über die U r s a ch e n desSkandals verlangen. Der Zustand mutz aufhören, datz die Reichsbank bzw. de» Reichs- bankpräsident sich hinter dem Reparationsagentcn verschanzen, daß Reichsfinanzminister uttd Retchsbankprästdent hinter der Kompetenz der Beratungsstelle und dunklen Forderungen des Reparattons- agenten sich ihrer Verantwortung vor der Oeffentlrchkeit entziehen und sowohl das Finanzschicksal der Gemeinben als auch die Kon- junktur vor die Hunde bringen. Die Arbeitslosigkeit bleibt groß. Wie der Bericht des Landesarbeit samtes Branden- bürg erkennen läßt, war ackch' in der Woche zum 17. März nur eine sehr geringfügige Besserung auf dem Arbeitsmarkt zu v«r. zeichnen. Die Zahl der Unterstützten ging von 185124 auf 182 241, also nur minimal zurück, und es ist gar kein Zweifel darüber, datz die katastrophale Lage in der Finanzierung des Baumarktes und der gegen alle Betriebsnotwendigkeiten gestoppte Zugang von öfsent- lichen Aufträgen den Arbeitsmarkt zum Stagnieren gebracht haben. Wie in Berlin, so ist es im Reich, und es ist unvermeidlich, daß auch die nicht von der Saison abhängigen Industrien zunehmend in Be- schäftigungsschwierigketten kommen müssen, wenn die Beratungsstelle und ihre Hintermänner mtt der Sabotage öffentlicher Arbeiten und öffentlicher Werke fortfahren wie bisher. --' p• Gegen die Verlästerung der Konjunktur. 12 Merkmale des Ausschwungs von 1927. Die deutschen Unternehmer sind mtt aller Kraft bemüht, hie X Glanztonjunklur de» vergangenen Jahres schlecht zu machen. Der Ausstchtsratsvorsitzende Mister A. R. Wagg der British, and German T r u st Ltd., der durch deutsche Verbindungen sehr gut informiert ist. hat in der Londoner Generolvelsammlung der für die Kapitalversorgung der deutschen Industrie bekanntlich sehr wichtigen Gesellschaft zwölf Merkmale dieser Konjunktur aufgezählt, di« wir wegen ihrer Einprägsamkeit wiedergeben wollen: Di« Reichsbahn beförderte 1927«in« um 20 Proz. größere Warenmenge als 1926. Di« Eisen- und Stahlindustrie hatte eine um ungefähr 35 Proz. vermehrte Produktion. Gegenüber 1925 war die Kohlenerzeugung um 9 Proz. höher vi« Verkäufe von Kott betrugen 27 gegen 24 Millionen Zentner. Der Verbrauch von elektrischem Strom erhöhte sich von 10,37 aus ungefähr 12,50 Milliarden Kilowattstunden. Der Ausfuhrwert der Maschinenindustrie halben Ein« fuhrwert um 750 Millionen Mark überschritten. Di« monatlichen Ausfuhrzahien haben sich fast auf 1 Milliarde Mark gesteigert, wo» b« Berücksichtigung, des auf iZü.Pra» er- höhten Grotzhondeisindex sin« Ausfuhr tot« in der Vor» bedeutet. RAM' MK Die"„ungünstige" deutsch« Handelsbilanz ist viel wenigen' un» günstig, well die Hälfte der Passivität auf eine schlechte und aus ein« verzögert« Ernte zurückzuführen ist. Deutschlands Kapitalquellen haben sich 1927 auf 7 MI- liarden Mark erhöht. Rur besteht diese Besserung teilweise nicht in Geld, sondern in der Produktionsausrüstung. Die Zunahm« der Sparkasseneinlagen st i e g von 3,1 Mil» liarden 1926 aus 4,6 Milliarden 1927. Ende 1927 liefen 4 Milliarden Mark Pfandbriefe um gegen 2,65 Milliarden Ende 1926. Rur 200 Millionen davon seien im Ausland begeben. Bei U Milliarden notiertem Aktienkapital fei die Durch- schnittsdipidende von 6,67 aus 7,19 Proz. gestiegen. D« durchschittttliche Ertrag— nach dem Börsenkurs— habe sich von 2L3 auf 4,45 Proz. erhöht.(Wr bemerken dazu, daß sanlerungsreise Gesellschaften, die es noch in Massen gibt keinen Anspruch aus Dioidende haben, aber hier mitgezählt sind.— D. R.) Interessant sind zwei Bemerkungen, die Mister Ar Wagg hin» zufügt. Er hält nach dem allgemeinen Stande der deutschen Wirtschast die Auslandsverschuldung um so weniger für un- gebührlich hoch, als dos Auslandskapital für produktive Zweck« verwendet worden sei. und zwar s e l b st da. wo Länder oder Kommunen die Geldnehmer waren. Gegen Parker Gilbert, vielleicht auch gegen Herrn Schacht, folgt die Bemerkung von Mr. Wagg, daß er nicht einsehen kann, datz mit Bezug auf das Reparationsproblem irgend etwa» getan werden könnte, was Deutschlands Zahlungsfähtzkeit gegenüber den ausländischen Anleihegläubigern schwächen würde. Denn jede derartige Aktion würde bedeuten, daß man m i t v o l l e m Wissen das neue richtige Wirtschaftsgebäude wieder einreißen würde. Englisches Mllliarüenunternehmen. Linter der Führung Marconis. In England wird die Konzernierung der bedeutendsten eng- ttschen Nachrichtenunternehmungen, deren Arbeit die ganze Welt umfaßt, vorbereitet. Unter der Führung der Marconi-Wireieh- Eompany sollen die Interesien der Marroni-Gesellschost mit denen der Eastern-Telegraph-Company und der Vereinigten Kabelgesell- schoflen in eine Holdinggesellschaft zur gemeinsamen Wahrung ihrer Interessen«ingebracht werden. Die Holdinggesellschaft soll für da» gemeinsame Unternehmen Aktien Im Betrage von 53,7 Mit- lionen Psund Sterling oder nicht weniger als 1,07 Milliarden Mark ausgeben._ Der Grotzhandelslnder. Der amtliche Grohlrondelsindex vom 15. Mörz stellt sich auf 138,4, ist mithin um QA Proz. gestiegen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für A g r a r st o f f e um 1,1 Proz. von 130,1 auf 131,5 angezogen, die für Kolontal- waren um 0,7 Proz. von 129,6 auf 130,5, während der Rohstoff- und Halbwarenindex sth leicht ermäßigt«, und zwar von 133,7 auf 133,6. Der Index der industriellen Fertigwaren ist mtt 157.1 unverändert. Die Abschaffung d« Ein- und Ausfuhrverbote hol in Senf durch die Unterzeichnuno zweier Protokolle für Haut« und Knochen einen gewissen Fortschrttt gemacht. Die einstimmig von den Konserenz. teilnehm, rn unterzeichneten Protokolle oerpslichien di, Teilnehmer der Konferenz., ihren Regierungen di» Abschaffung der Aussuhr. verbot« für beide Stoff» zu empfehlen. Für Knochen bleibe« jedoch befrift«!« Zluöfuhrjöll«»och zulälsia- ZGÄ. für Achtstundentag. Aktion gegen englischen Regierungsvorstoß. Amsterdam. 17. März.(Eigenbericht.) Der Borstand deS Internationalen Ge- Werkschaftsbundes, der am Freitag und Sonn- abend hier tagte, beschloß, alle ihm angeschlossenen Landeszentralen zu einer Aktion für de« Achtstundentag aufzufordern. Die einzelneu Gewerkschaften sollen vor allem bei den zuständigen Regierunge« vorstellig werden und. dahin wirken, daß ihre Vertreter im Verwaltungs- rat des Internationalen Arbeitsamtes den B o r st o ß der englischen Regierung gegen das Washing- toner Abkommen nicht unterstütze«. Außerdem richtete der Vorstand des JGB. einen Protest gegen den eng- tische« Vorstoß au das Internationale Arbeitsamt. Eine Untersuchung über die tatsächliche Arbeitsdaner in den einzelnen Ländern soll von allen dem JGB. angeschlossenen Gewerkschaften in der ersten Lktoberwoche dieses Jahres vorgenommen werden. Die Lausitzer TucharSeiter demonstrieren. Lorss, 17. März.(Eigener Drahtbericht.) Die Du ch st a d t Forst i. d. Lausitz stand am Sonnabend unter dem Eindruck einer wuchtigen Demonstration der Tuch- arbeiter und-arbeiterinnen für den Achtstundentag. Etwa 18 000 Menschen nahmen an dieser vom Deutschen Textilarbeiterverband veranstalteten �Demonstration teil. Die gesamte Bevölkerung von Korst war aus den Beinen. Die Tucharbeiter und-arbeiterinnen aller Altersgrade aus der Lausitz und aus Niederschlesien waren tm Laufe des Nachmittags zusammengeströmt. Sie marschierten vom Vahnhof in langen Zügen zum Turnplatz der Freien Turnerschaft Berge, von wo aus sich der-Dcmonstrationszug durch die Stadt nach dem Stadion bewegte. Dort hielt der Gauleiter des Deutschen Tcxtilarbeiterverbandes für den Bezirk Berlin-Brandenburg, Franz K o tz k e, eine Ansprache über die sozialen Forderungen der Textil- orbeiterschait. Die Beranstaltung bedeutet einen großen Erfolg des Deutschen Textilarbeiterverbandes. Inflationsgehälter in der Zigarettenindustrie. Vom Zentraloerband der Angestellten wird uns geschrieben: .Seit Jahren bemühen sich die Angestelltenorganisationen um ifme tariflich« R e g e 1 u n g der Arbeitsbedingungen der Z i g ä- rs?ttenindustrie.. Die Zigarettenindustriellen bringen'es. fertig, xrotz aller.Preiserhöhungen, trotz aller Mehrouswendungen für Fahrgelder,. Mieten, Sozialabgaben usw. im öahre 192S noch die gleichen Gehälter zu zahlen wie im Zahre 1924. ' Die Firma Garbaty z. B. schickt den perfekten Buchhalter mit 200 M., die erfahrene Buckhalterin mit ISO M. bis 160 M. und die Stenotypistin mit 100 M. bis 120 M. Brutto geholt nach Haufe. Damit nun das Personal gegen diese Bezahlung nicht revoltiert, werden Dutzende von Aushilfen mit täglicher Kündigung beschäftigt, trotzdem diese Anstellung ungesetz- lich ist. Trotz der mehr als dürftigen Bezahlung geht man jetzt bei der Weltsirma sogar dazu über, die„Aushilfen" scharenweise abzubauen, um dafür junge H a n de l e s ch ül« r i n N e n ei(yu steifem Sie sind eben noch billiger als die Aushilfen. Sie mwlielKN Angeslclllen Berlins Aft der ZeStralverband der Angestellten ra einer Sffectllcben Kund- geaang gegen die Unterbezahlung; der Praaecsrbeit. gegen ihre wirtschaftliche und soziale Not zusammen. Die Kundgebung ist am Dienstag abends r/4 Chr. In der Sladihalie, KlosterstraSc, bei der Untergrundbahn. Die Reichstagsabgeordnete Toni Sender und die Gewerkscha tssekretSrin Geitrud Ellert werden sprechen.— Keine Angestellte darf bei dieser Kundgebung fehlen I Um der Not in den Kreisen der Angestellten zu steuern, bahnte der ZdA. im Juli vorigen Jahres Verhandlungen mit der Firma Garbaty an. Der Leiter der Firma versprach auf sein Wort, spate st ens im Oktober einen Gehaltstarif für sein« Ange- stellten abzuschließen, wenn kein solcher für Eroß-Verlin zustande kommen sollte. Die Verhandlungen um einen Tarif für die gesamte Zigarettenindustrie scheiterten, da Gehälter angeboten wurden, die bis zu S0 und 60 Proz. unter denen in anderen Gewerben lagen. Dazu forderten die Zigarettenindustriellen statt der g e s e tz- l i ch e n 48 Stunden pro Woche mindestens 51 Stunden Arbeitszeit. Als der Abschluß durch dieses Verhalten hintertrieben war, wurde es Zeit für die Firma Garbaty. zu ihrem Worte zu stehen. Jedoch gelang es bisl�er nicht, auch nur die geringste Verbesserung der Bezüge der Angestellten durchzusetzen. Bielleicht wünschen die Zigarettenraucher zu wissen, wie die einzelnen Firmen in der Zigarettenindustrie ihre Angestellten bezahlen. Hierüber werden wir demnächst einiges Material bekanntgeben. Kampflustige Streikbrecher. Di« K ö l n e r M a r m o r a r b e i t e r stehen seit einigen Tagen im Streik. In einzelnen Werken, wo meist von auswärts stam- mende Arbeiter Streikbrecherdienste versehen, ist es bereits zu Tat- l i ch k e i t e n gekommen, aber nicht die Streikenden haben zum Mittel der Gewalt gegriffen, sondern die Streikbrecher liehen zur höheren Ehre des Unternehmertums die Fäuste arbeiten. Streik- posten und Gewerkschastsvertreter wurden u. a. mit Schrauben- schlüsseln und Eisenstangen bedroht. Berliner Gewerkschastsschule. Dienstag, den 20. März, 19 Uhr, findet unter Leitmtg des Kol- legen Clemens N ö r p e l vom Vorstand de? ADGB. der nächst« Ärbetlsrechlliche Znformalionsabcnd für Betriebsräte im Saal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/2S, statt. Alle sreigewerkschaftlich organisierten Arbeiter- und Angestellten- röte werden gebeten, sich zahlreich zu beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos. Befriebsrätewahlen. Zur Einführung der neu zu wählenden oder neu gewählten Betriebsräte veranstaltet die Berliner Gewerkschaftsschule einige ein. führende Lehrgänge in das Betriebsrätegesetz, und zwar:„Die Wahlen zum Betriebsrat und die Gefchästsführunq"., Kursleiter Bernhard 0 Bring. Beginn: Dienstag, den 20. März, 19 Uhr. „Das Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte." Kursleiter Fritz Fr ich«. Beginn Donnerstag, den 22. März, 19 Uhr. Beide Kurse finden im Sophienlyzeum, Weinmeisterstr. 16/17, statt. Der Hörerbeitrag beträgt für.jeden Lehrgang 2 M. Jugendliche zahlen 1 M. Arbeitslos« haben freien Zutritt Anmeldungen hierfür können noch in den Lehrberatungssprechswnden, Montags und Freitags von 16—19 Uhr, l�ewerkschoftshaus, 1 Tr., Zimmer 6 oder in den Kursen direkt erfolgen. Achtung, Bauarbeiter! Di« Firma Siemens Vau-Union hat die am Schichtwechsel beteiligte Belegschaft der Baustelle Umformer- werk U.- Bahn Kaiser-Wilhelm-Ecke Dircksen� st r a ß e ausgesperrt, weil dieser Teil der Belegschaft aus die Durch- sührung des Z 4, Ziffer Sd des Reichstarifvertrages bestand. Deutscher Baugewerksbund, Baugewerkschaft Berlin, Zentralverband der Maschinisten und Heizer, sowie Berussgenosien Wirtschaftsbezirk Brandenburg, Sitz Berlin. Bchituig, SP2..Ei!enbahner! Montag, II. März, 1« Uhr, finict in Echm d!s Gcsrllschaftshaus, ffcuÄtgr.»Sa,, eine Versammlung aller im Einheitsverband organisierten Parteigenossen statt. Tages- ordnung: Stellungnahme zu den lommenhen Wahlen. Referent Denosse Breunig. Eines besonderen Hinweises an dieser Etclle'bedars es wohl nicht mehr und ist es Pflicht eines jeden Genossen, rege Propaganda für den Besueh der Versammlung zu entfalten. Partei, und Mit- glicdsduch legitimieren. Ter Werbeausjdnh der SPD.-Eisenbahner. SPD.-Fraktion der Fleischer. Um Dienstag, 20. März. 20 Uhr, findet in Bockels Fcstsiilen. Weberstr. 17, eine außerordentliche Frak- t'onssitzung statt. Taor-ordnunge 1.„Meine Eindrllcke in Pußland.* Referent Genosse Picchocki. Lornscender der Z. Arbeiterdelegation nach Rußland. 3. Verschiedene». Mitgliedsbuch der Partei und der De- wcrklchast gilt als Busweis. Der Ziaktionzoorstard. SVD.-Fraktion Lezirlsamt ksharlottenbnrg. Lm Mittwoch, 21. März. 20 Uhr, spricht im Edenpalast, Charlottenburg, saiser- Fricdrich-Straße, Genosse A. Fallenberg über„Die kommenden Wahl'n." Zahlreichen Besuch erwartet De» Fraktiovsnorstae.d. EPD.-Fraktion der Arbeiter, Bngrstellten nrb Beamte« beim 3k- zirlsamt Lichtenberg. Mittwoch, 21. März, lO'a Uhr, in der Bula des S'esorm-P.ealgnmnasinms, An der Barkaue, groß» ökfenliche Bersamm- lung der Bcamten. Angestellten und Arbeiter des Berwaltungsbezirks Lichtenberg. Genosse Otto Meier, M. d. L., spr'cht über„D e Goz'al- demokratic und die be-'orstehtnd'it Wahlen," Arbeiter, Angestellte und' Beamte, erscheint in Massen I Keiner darf fehlen! Der FraktloNsvorstand. Achtung. Bewag! Miltwoch, 21. März, 17 Ubr. in den Musiker- Festsälen, Laifer-Wilhelm-Ctr. 01, Versammlung aller bei der Bewag Beschäftigten. Tagecordnung: Wie werden unsere Interessen in den Bar'amrntcn vertreten? Referent Genosse Artnr Erispien,' M. d. R. Diskussion. Zutritt nur gegen Dewao-Busweis. Die SPD..Funktionär« der Bewag. Eewerkfchaftlicher Rnr.dsunkoo rtraa. Morgen, Montag, IS. März, I8>4 Uhr, spricht Kurt Smolinzky, Sekretär im Zentralperband der Angestellten, durch d.» Berliner Rundfunk über das Thema„Internationale Wirtschast.— Die Ver- flcchtungen des Kapitalst-- Angestellt« der Berliner Metallindustrie. Oeffcntliche Versammlung am Donnerstag, 22. März, 19Vi Uhr. in den crophiensälen, Sophi-nstrage. Daaesordnung: 1. Di« Ford- rungen der Angestellten an den neuen Reichstag. Massenbesuch, baß die Angestellten der Berliner Mewllindusirie endlich auskömmliche GeHalter verlange». BsA-Metallkartell! Iaeger, Lange, Günther. . de« ZdA. Heute, Sonntag, 18. Mär», 11 Uhr, Mörz'eler de» AfZi-Ortskartell» in der Ctadthollc. K'ostcrslraße. Alle Iugendbez-rke komm.'» geschlossen zu der Feier. Eintrittskarten zum Preise von 20 Pf. für Jugend- lich« und 50 P-J. für Erwachsene sind noch ln der Stadthalle zu haben. Wir er- warten pilnktlidzen und regen Besuch.— Morgen, Montag« 10. März, I9'ch Uhr, finden folgende Peranstaltungrn statt: Ehorlottenburg: Iugendhe'm Posinenstr. 4. Spiclabend.— Tenepelhef: Jugendheim in der Schul« Germania- firaße 4—0. Vortrag:„Aus Bebels Leben." Referent Dr. Wazj Schütte.— Norden: Jugendheim Kastanienallee 81. Vortrag:„Unser Rc!ch«lugei:dtag in Frankfurt a. M. Referent Erwin Bunzel.— Gymnastik für Mädchen(Leitung Erika Herrmann): 20 Ul>r im Zugkndheim des Ortsbureaus. Freie Gewcrkfchaste.'nger.d Groß-Berli». Heute. Sonntag, folgende Beran- staltungen: Um llth Uhr im AIhamdra-Dheater, Müller-, Eck« Eecstraße, Jugcndherdergsvcranstaltung:„Der Jugend Werk- und Feiertag".. Ausgestaltet unter Mitwirkung der Freien Gewerkfchaftsjugend.— Eiidkreu: Um 18 Uhr im Jugendheim TeMpclhof, Germaniastr. 4— C. Märzgedenken.— Nordkrcts: Um 18 Uhr im Jugendheim Zehdenicker Str. 24—25. Lichtbilder:„Ein Streikzug durch S'erolutionen."— Ostlrei»: llm 18 Uhr im Zuaendheim.Hauftstraße ISvortplabi. an der Lessingstraße.„Märzstürmc."— Morgen, Montag/ um W/i Uhr, Zusammenkunft der Gruppenleitüngen im Jugendheim des Deutschen Tlletallarbeitcrverdandes, Linienstr. 88— 86. Kollege Ott» Heßler spricht über „Fünf Jahr« Berliner FEI." ffunkt onärausweis und Veihanisbuch sind. m/t- zubringen. Anmeldetermine fllt Osterfahrten beachten. Am 20. März ist Meldeschluß für alle Oflerwanoerungen.— Am Sonntag, 25. März. 11-Ilht, findet d'e, Iahrfünstseier" der Freien Gewerkschaftsiugend im Merced»s.Pa'ast. Berlin.Reukälln, Hermannstr. 214, statt.. Eintrittskarten sind bei.allen.frei- gemerkschaslsichen Iugendfunkf onären- in den Zahlstellen und Ortsverwaltung'» der Perbände, in den durch' Aushang kenntlich gentachten Zahlstellen der Volle- dilhne, in den Iugeudsiruppe» und in der Fre.gcwerkschaftlrchcn Iugeudzentrolr, MkMce {Raddak£(c\ mmmnm Berlin Lßiofi'ae'* S*r122-fP.*» □m von 60 Pf. an ca. 600 Parzellen neu erschlossen am Bahnhof anfangend. Verkäufer tägl. im uhf.-Res aurant �Büttner", Bahnhof Ahre. sielde-Friedhof. Ca. 20 Min. vom Bilk. Fredersdorf neu erschlossen Dm von tu PI. an. Verkauf Sonntags i. Restaurant .Zu den drei Linden". Rleder. Berlin C.iS,Prenilaaer Str. jecmi-M&ein/eiden Rrunpfideni, fdÄ- wiiöeö»»,. Ce- udneiii, Grini- «rimleeN». lut ei. RtMona, lickt. PllttfuS csv, werden seit 30 Jahren geheilt In Berlin naaerstr. 9t Sprech«. 9— 12 und 3—6 Mittw j.Sonnt nur vormitt. Heae Rünigstr.BO Spreche. 10— s aull-Donnerst. und Sonntags. Pnsiekt gnfis. geneut in- rnnpeu gicu. Dr. SfrzlU's üitalatoriem fil Selztiidki Ii.iii.si. 9. . .KOCHEN. >. rat■ulllleit ROdie Loffdiw... SSM. 90 M. Kfldis Ctirisfine dlUdl SSM. 135 H. RIES BN AUSWAHL roher, lackierter, lasiert. KQchen, uiaz. Kleider- u. Küchenschrinkc in ca. 135 Mustern. HIMMEL rianptüescbEttt LolliiiiiißrStr.2f,Mi5Dlians.Tor Filiale: Gr.franWirtorStr.Wb�gÄ Eine Sdiau von Z6 verschiedenartig aufgemaditen Betten. Beginn Montag, den IQ. März 1928 GÄ? Liliput-Weberei vom gesponnenen Faden bis zum fertigen Gewebe veransthaulidien Fertig genähte Bettbezüge •os mlttelgtark/adlgcm Wlsdtfgtoff» lel- nen Artige Ausrüstung, mit Knopfsdiluß, 12eo 1 Oberbettbezug,) Gr. 130X260 cm I 3 Kissenbezüge{ 53t» M. Gr. 82 X 82 cm. j Fertige Bettlaken mittelkrAfilgcr Dowlas, �>22 Gr. 150X 230 cm. ScM. W mitteist«rldAdlg helbge- bleldit Halbleinen m. all- mlhllcb verstärkter Mitte 1 �, Größe 160x257 cm StM. 1 v�' Oberlaken an» Wasdjetndi, mit g»- •Ulkten B.'gen, quer ver- iJ«rt, GröBe 150x150( Stock ..... M. 11.- Wäsdiestofif Felnf&dig t Leibwftsdie, 82 cm breit, Meter.. M. mlttelfrinfidig m. Letzten- gl an» 1 'S Brette 83 cm Meter M. Breite 130 cm Meter M. Breite 160 cm Meter M. Makotuch felnfAdlg, dichte gediegene Ware Breite 82 cm Meter M. 110 •jao 1 so Steppdecken doppelseitig Satin In fast allen Farben. Karosteppmuster, Handarbeit, Größe 150x200 cm Stüde•••••••• AI* 21. Schlafdecken Grau meliert, reine WoH« Größe 140X190 cm, Stück 15=° Rata Kamelhaar, netur- farbig, Gra2e 140x190 cm 32_ Stade M.' Bettdecken Gewebt TüH, elf enb einfarbig, nexueit- licbe Master. Größe 180X220 cm, Stück M. 12-° 12.— 9 50 9.- Grat« 230 X330 cm, Stade M. 17so 14.— 11.— 8.— Ausnahmeangebot fahrend meiner Betten- Ausstellung: Daunendecken rertürgt daunend:dit,gut.Satlnbezug In vieL Farben, m. gut. Daunenuüllung Größe 150X200...StOdc98.— Damenwäscbe 1003 Das neue Muster meiner bewahrten Hausmarke. Bester weißer Makostoff mit guter breiter HohlsaumStlckcreL 425 Taghemd...,. Beinkleid...... m, Nachthemd....m. Hemdheinhleid.«. Leibchenrodc... m. 4 so 77S 5 73 6 30 Damen- Schlupfheinkleider 39° Aus Kunstseide(glattes dichtes Grwebe) In schönen Karten Farben .M. Damenstrümpfe ans Lemberg- Kunstseide. Reiche Farbenauswahl.. M. 175 Neu! Wahrend derAusafellungVor föhrung einer neuen.\rt, Bett- laken stets glatt zu holten. CWiditig, wenn Kranke nidit umgebettet werden können.) Bedruckter Voll-Vbile (Indanthren� für Kleider. Weißer Grund mit neuen Blumen» u. Phantas!emustem. Breite 75 cm OIO O 30 Meter....... M. � � Meter Breite 98-IOO 1 Meter.... M. 120 1 TO Compos�s Daum wollstoffo(Indanthren). Nene Karo* muster In vornehmen, ruhigen Farben und dazu passendem einfarbigen Stoff. Fresko Breit« So cm"OSO"OSO Meter....... M. t Breite 08 ca.,•. Bieter M. 4 Taffet Breite 6S— 70 cm,. Meter M. Oberhemden Farbig Zephir oder Po* pelin, g es trefft oder ka- rlart, Brustmittelfalte; ein Paar Lrsatzstulpeo.. M. Unterzeug Für Herren(Jade mit l«ngemAnnel)D«uni wolle, langgealrelft. In grau, blau und grOn Jodte and Beinkleid. M. Herren-Socken Einfarbig, reine Wolle, ratt Doppslsohle... Paar M. 12-° 11 so »SS Landcshuter Leinen- und Gebildweberel F. Grünfeld, Berlin W 8, Leipziger Str. 20-22 Größtes Sonderhaus für Leinen und Wäsche aRCDS BUSCH S?« 3+ T, Ihr Nachm. halbe Preise! „OtierhJUcfaen« Einkehr" und Bilder aus: DK«,»mWw" Abends Ulirrnr Monege- 7', Uhr Wajltr Schaust. In beiden Vorstellungen: Vorher vollständig neue Crcus-AHrskt onen. Komische !C].Ohr Oper SV. Ohr! | James Kl eins! gewaltiges neues Ravuc-StUcki lieh' didi aas! 200 KiiwtrKende. Sonntag 2 Vorattlluni cd nachmittags zr zUhr bedeut ermJß. Preise V'orverKau. ab lu uhr ununterbrochen �anatssance- Theater —*—------- Stempiaa W----------- «.»Uhr Coeur Bube. HALLER I�sbetce;*,«,] ."Wann una wo" THEATER n AD'IIRALSPALAST iLetzter Honati Schluß der Spielzeit 25. März Theater am Kottbnsser Tor ivottbasscr Straße 6. Tel. Mpl. 16077 Täglich 1 Uhr Sonntag, nachmittags 3 Uhr �ESite- Sänger k m März-Spielplan d. gr. Schlagt' J!) diese WsenoäDs" Volksstück in 1 Akt Ferner Schorsch Roselil, der Meiste der Komik in Jr JlUiBMMIlÖCr*' keichshatlen-lhea.er SLbr. Sonntg. nachm J Uhr. Das«underrolle Progr. der Stettiner Sänger ermaß. PreJse nachm. wönnoii- Breu'l t >D> Climstidts Tniitl-PrOjraoB! � Taail tnlac; 8 Ohr, I]!. I Sonntags vorst Zu. 8' �Uhr J Nachm. die ganze Vorst r in halben preisen Vorverkauf unu nterbreeben von il bis 6 Uhr. Noll/ondoft 7360 Cnrtco Rastelli und weitere internationale VarietO'Atlrakltonen. Sonnabends n. Sonntags I« 2 Vorsieunn cn: J» u. 8 Uhr— z»»II ermSOigt.r Preisen da« gsnze Programm. Tanz- ECaffee ggSüdstern" UrbanstraOe 72-76 Prlmns-Palast(am Bermannptatz) HEUTE ERÖFFNUNG 4" Uhr S5 yiu***p?".�ö,rd" Sensation: 1 üQIiniinn.Baroa!an-Band / lupiSil. Wien. Saion-Orchester Die Stimmungs-Kanone ALFRED JANSEN siagt die neoesten Schlager zum Tanz Walhaita-Th iVembeigsweg!»/» Täglich»l, Uhr IIIMIWM Schwank in 3 Akten Jtgatildß kasn letntt Vorzeiger dieses zahlen Tflr Parkett auch Sonntags statt t,— Mk nur M h. :«nnt»?,nchm.4'Jhr Der ReiteBla.ger tob Hameln Parkeft t. 311 P>. an. sruTur-.liti» rn.Kanleerlti.bii Bergm.niOi S>'. Uhr Fiuchi m Mi ucie.hr ffk' Vm» Iriflwtb ..omodlenhnui forden 6304 Tägl s>. Uhr Broadway itiatia-Theater Dresdner Str. 71/73 Täglich' Uhr Das Ranel W MHasDaHM Achtung Rundfunk- hörer Beachten Sie bitte dert Rundfunkvortrag heute nachmittag 6 40 ""ilMehtep „ J.Roman'P0KEA RAMON KOVARRO'S größte Roüe seit Ben Hur IG dam Moire Ooldwu» Mager-Fllm dar Paruiamag VERLEUMDUNG mit Alice Terry Ganz Berlin spricht von dem entzückenden Beiprogramm MUNGO DER SCNLANGENTDTER Auf dsr BOhno: Gastspiel ERSTES KLAVIER OUARTITT Wocnsntapa Sonntag 0 ng tu b ng UFA-PALAST am ZOO Vorvarkauf dal A. Warthatm und ab 13 Uhr Im Ufa- Pal•st (Talephon: Nollendorf 62, 1(97) P" l fl S T taVi aw� S<*loss+rasse 5 TAGI.6W9 Somit 4:6*>? (Giafzer (jeb/rge) das Melibad& Herz- und Nerven-, Nieren-, Arterlen-, rheum.-, Blut- u. Frauenkrankheiten, bes. audi für Basedow, stärkste kohlensaure Arsen-Eisen- Quelle, natirl: kohlensaure Bäder, kohlen-' saure Ciasbäder. Moorbäder, bietet vielseitige Zerstreuungen und alle Unterhaltungen eines modernen Bades. und Erholungsortes. Herrlidie Kuranlagen.. Kurhotel Siiwstenikof, mit modernstem Komfort, autfi fließendes Wasser. Kohlensaare Bäder im Hause. Müßige Preise. Prospekte dardt Reisebüros and die �adeoerwaltang. mm« iDeaiii Norden 12310 VbonnewentsbOro: Norden 10338—39, �.Uw.-EndaWU ZwOtfiausexid Heute nachm. 4 Uhr Zinsen von Bernard Shaw Preise 1—7 M.t Katnmerspieie •soraen I23iu h• TU. Ende nach I< RdiIri Tie, ii] luBstana sidi liditig nrtiält? Die Komödie Bismarck 2414/7316 Vi, U. Ende 10»/, L. Marcel Fradelis (Der Eunuch i uetitosr Mi« Direktion Kuhnert. ii»ibttiiRti.53-91.l)«ih.1)C ->. Uhr UIÖB HyMIiniizI CaUede Cramptcn mit Max Adalbert Mon»g geschlossen Dienstag, 20 Märg 7'/, Uhr PreMiera WWWWWWW Ein BerEner Volksstück von FrisiBaju-fitie»,*c Uilteri. Ji'tldl Leri Uu Lnslßpiethaas v, Uhr Iaido Thielscher .Ort» Gesdräftartsidit" CASINO-THEATER» uh. Lothringer Str. 37 Doktor Klaus. Anaadmeiden Gutschein I— 4 Pers. Pauteuil nur i.io.vu. Sessel>.60 M. Cr- Cn. Cr- Cr- Cr- Cr- Cr- Cr- Cr- Cr- Männerchor„Fichte- Qeorglnia 1879"— (Mitgliad du Deutschen Arhelter-Singer-Bundes) Leitung: Wllkalm Knßehnl Freitag, 23. Mlrz, Im Ssalbau Friedrlehshatn. Am Friedriohahaln 18—23 KONZERT EISERNE WELT Mitwirkende: Ernst Alfons, Kammersänger v. Hees. Landestheater Oarm- stadt Das Berl. Sinfonie-Orchester VOR TRAG SF OLG 1. Vornplel»g aln.Revolutlonndrania. H ieeeen 2. Schmiedelied, Bariton- Solo mit Orcheetar (UrnutfOhrung)..... Wllh. Knöchel & aiaubennlied, MInnar.h.r mit Orcheetar (Uraufführung).... Wllh. Knöchel 4 Hemmerlled, Männerchor mh Orchester(Neue Fassung— Uraufführung).. Gerh.F.Wehle B. Eiserne Welt, Melodrama für MInnorchor. . eß-Sois Rozitelton und Orchester (UraiiffOhrung)..... Wllh. Knöchel KONZERTBEGINN 20 p KartanpreU alnaehl. Programmbaft 1.80 ejDDexsexbVTeseZezeZezeze! HAMBORdi. AMERIKA LINIE F« Mm»>aU.»AO, mm Hifmm de» Well mn. tnd Fr/uAtcbcnU. I Mwhe.gs.eiee.»«e und OrUnlAJuia KardUniifmbrtm R'btn um dl, WttÄ Wmttndlmfmhrlai AcaterA, mmd Fhup-Tht lemt-nto, Jwtft du HAMRDRdl. AMERIKA LINIE RAMBaa« I/ Alsie.dn— w mmd dh /UUtSira, onrf Vv6 Wunytii en*IUn jrSdaen Fttttoi dm bm. und A/uUndm gen In Berlin: trgslwli,.■_________ fahrt- A-O� Potsdamer Straß« 103a. iiieiD« Taeaiet Tätlich i'. Uhr Erika Glässner in - Qretcbeo Für Jugendllcne nicht geeignet Sonntag 4 Uhr kleine Preise Ussy, die Kokotte PiscatorbQhne Theater am Nollendorfplatz Kurlürsi 2091/03 \nf. 3. Endo geg. 1 1 Die Kbcnicncr des braven So Idolen Üthwtfk oll M» Palienlierj qu. trwla Piuatv Gastspiel im Lossing-Theatar Norden 12798 Täglich 8 Uhr wDlz. wir IdIiidI von Ernst Toller InbC. Erwin Plscator Theater des Westens Täglich 8<.', Uhr tlgHiliaiog Kiurinaa. G.(Winrr "Mtraii Lichtenstein, Hofbauer, Fleischer !»!. itniim. Wieser. Bradsky. Brandt SiltcDliurg-Blllilcii Ots. Künstler. Tb 8 Uhr Die goldne Meisterin iLsidenz-Ttieeter TäqL 81', Uhr Kein Pollzelverbotl Oskar Ebelsbacher .-Kl. �'-.■V,--. Sdiule der Liebe fiur. Sdivultli Jikltiv Für Jugendl.verb., / Jr Finkfitusiit halbe Pisii» Sonntag 3Vr Uhr halbe Preise SdtQi« der Liebe Theater i.ir.Lijfzi)wsiT. Tel. Kurt. 9209-10. Täglich g'/, Uhr Bennei contra AsdieaiirUfiel Sonmagnaehm.lU. Du lustige Oilrrpr tnzencbro Ostcrmärchen mit Gesang u. Balten TeTTopöTTfi: Zentrum 12824 «% Uhr Der Grat von Luxemburg ilnfn, Kilnn. Wiih«nr Subrr". Kiflmr Qnten.■hfl.tiftnm) Sonntag 1 ,4 Uhr kleine Preise GrSfin Marilza Th. i» Wroiralspelast Letzter Mona: Tägl.»1', Uhr mim- HEVCZ Hose-Theater Gr Frankt. Str. 132. 4 Uhr Max u. Mortis 8*, Chi Oer Elleger 2 He ute Sonntag Vorstell/. JUhru.S'/jUhr ndl.. fliiine>!/. ihli»»» m•ilh. hwi chmss der Spielzeit 23. Mär» Planetanura am In /»Iis», iuiäimtthiie Strab Noll. 1378 KP/, und 21 Uhr Sternh mmel and Kalender 18 und 19';, Uhr im Belelie der VilleroaebisssiiB* timriti I M. {'ndnrotf � o.zn iff. Philharmonie 7'/, Uhi Opem-Abend des Philharm. Orch, Dirli, Proi. i. Priiwer unter gefl. Mltw v tifla Lau j äerufsberatunsl Die«rcaiungefteUcn be»(ftübezes) SaabesbciBteamtce Verti» finb neu' Niedtiwallstr 13 nach Serlw DchSuederg. Hauptstz. 1R f. ttt- legt werden. Sprechstunde.: «rwerdebehinberte Zngrndlichet Täglich 12-14 Uhr. Sonuabenb« crichloffen. Lfabemische und verwandte Bernte: Männliche Abteilung: Moiuag« PI« Dvnneretage i3— 14 Her, Fretlaae il— 18 Uhr. Weid.ichr Abteilung: Stetutageunb ffrestags 14 18 Uhr, Ritt........ �.ittweche 12—14 Uhr B«t den 48c It'sbem'eämtfT» ist Mee Mover gnte Kunsteelde, w Kruswr Farbeaauswahl..... Inmnor aa9 crtp« d« ohi»»« |IUliy"l(Kanstseld«), mit reiolt. SÄoractwnarb� mod. Färb. ]mm«Jfilenen Crtpe, ml «leb. Knrbelsttck, eart« Firbb Inmnor«m«« Tri«« | Ulli(1 C1 Obirmeote fKox'tr ■eid«X nicke Slomcbeaerbelt Stiilünler-Heniiiliose 550 gute Kunsteeide, moderne Fora|J HeiQdiiOSe gestreifte KoaU- selde. mit feiner ßpitxe........ DDleikleld 190 Beide, gute Qaelittt..........(I GOmPlet gute Kaoatselde, fl 75 reich mit Spitzen garniert.....|| kiSMgM Bnbifcrm, 175 guter farbiger Batist........... W Nd(lillilG!il(l guter farbiger Ä5fl Batist mit reicher Spiteenweste f PdäSa farbiger Batist, 590 leacbe Form.................... w Korsette BÖSlenMlIer gestreifte Kaast� seide, Edckenscblngi..... e»»M»■■■«i» �~■ p r» BCbönO Jocqu&rdmaster, breite Form ------ Fora, guter BrochäetofT............... COrSßlSil tadelioter Sitz, mit Oummitellen, guter Brocbdetotl «.135 .295 4" 975 SeideundSamt Baumwollstoffe Kleiderstoffe rVamaeeÄ«r Jaekenlutter, eebwen O90 i/aiilC[S56 elegante Qnalitit..... Meter W Cr£pe Florida Bastseide Mantaljacquard 4" CrSpe Georgette SÄ ▼iel» moderne Farben...................... Meter Hnnan chinesische Rohseide caBScm<50 Ii IWI IGbI breit, grosse» Farbsortiment« Meter" Offnmanp'Dr �oniei eoo WIIWIICIIIC schwere Qualiat....Meter O ea.lOOcmbrt, �40 Cr£pe de ChlneiS. ,« moster, doppeltbreit...................... Meter• Cräpe de Chine V«so •xt» schwere elegante Qualität........... Meter w Bastseidene Bordüren«so beatjokt, ca. 120 cm breit................. Meter O Crepon g~~.£Q FarbBortlment............... Meter WÖPt Baumw.-Musseiin 7c neue Muster................ Meter#«JPt Waschseide K�td. �1« Baumwolle, modern gemustert, Meter I StrDmpfonren VOliVOÜe ew HX)- hntt 050 neueste Ausmaaurunf......... Mater mm Voilvoile-Dordüren n«- ea. 120 om breit............... Meter e# V/\ilA-K,ui*(lcldet»euee(H-_ q. VUilC webe, ce. 100 cm breit, �s0 ziele Modefarben.............. Meter& TriKotnsen und schwarz..................... Paar Seidenllor, farbig 4 ............. Paar I 229 Damea-SlrlliDDie.-S�/Äo�s besonders dauerhaft im Tragen..Paar da 95 __ Encstaeid», In � � modernen Farben...................■ Damen-SälflCler Kunstseide ge streift, kräftige Qualitäten, grosse*/ FStrbenanswalü......................• Dafflen-Henuüiose •cht Mako..... Dnni6Ilen6nidiiO 3 6 gestreiftKanst- � »eide, in schönen Farben.............. Windelform, 2" BßSBEÖSfaSßlß n aus farbig. Gianakn>kodll>Mi?ntoa, V alt Innentasche und ßpiegel..,. mm 83 61 90 Moderoß BßiMiaA Bemberp-Selde(kttnstL'•t75 1 ft7S Maschas.) völdatpb, Paar e? 3 Paar I V vsmorvI-tandschiihS Kasha in fews» roeteniarbea...... Meten 1 Kasha-Travers �"�.Meter 235 Woll-Fresko ÄiSSTÄtS: 450 Natt6-Compos6 550 Shetland reine Wolle. C90 oa. 140 en breit, schwere Manfelware..... Meter W Woll-Etamin 2sr??.nÄ 6M Fantasie-Mantelstoffe reix&c Wolle, ca. 140 cm brolt............-Meter W Woil-Georsette 790 ca. 180 cm breit, der moderne Wollstoff.... Kstsr# Mantelstoffe«. 140» breit,«90 Herrenstoffgescbraack..................... Meter O |_1______ I- ce. ISO cm breit, moderner 4A50 ilOPSaClC Man telatef!........... Meter 1 ü aus echtem farbigen Saffianleder gearbeitet, mit gutem Futter... BlßHßBßatßitasdiß echt öafdanled&r. in viel. schönen Färb., rn. ander»farb. Lederbc�&ts 8 11 Schwedisch ImlteSlÄ48: 145 Schwedisch ImlteCsÄ4" I95 Leder- Imitation EkS?"*! 245 ZieseniederiS ÄÄ 6TS Fslzlarbiger Dsmee- SgangßDSChiili ä: besonders preiswert....... Schwarz, traon o. fsinfark. Damen- SDanößDScliuii"ä sohle, bcrorz. ßtrapazdersohuh ■ 12 16 Seige�ust Oame- Sgan�ßDSGbali�f Garnierung, Lonis XT.-Absatn Belgs-rosß Cberreas-Oasisw- SnanißQscbali.�ft Absatz, elegante spitze Form 18" 19" Verband der graphischen SilfSarbetter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsncrweltzzg Berlin. Allgemeine Funtiiouärversammlung ««»lag. den 20, Aiär,»92«. nachmittag» S Uhr. in den «itg-geftfölen.. Dresdener Strafet 52. Mag»•»rkttung; Die Sltoafion Im Bnchdnutgetyerb«. Stlerent:»etbnndSoorsttzeuder f. Puch«. DnSetracht der varsSnge ttn vnchdrnckgeteerb« ist «en aller Funttuinar« undedwgt»»tivendtg. ver 0rf»»»rfUmd: IM,«rsbm-uui. Elsn Stahlmatratzen, iisenmoae Rheumatismus? nomei.uaf> i saa fTaür.1_ ix.— TRAURINGE i Ring Dukatengold(900 gest.) rum Reklaraepreis von. f.. Mk. 18.— Gediegen und modern.. Schwere Ausführung..... t Ring(SU gest.) Bing L Gediegen and modern Scltwdre Autführung. 8 kerot. Ringe v. Mk.• MX. 21.- Mk. 28.- ._—. bf| 1,— p.' Gravieren gratis zun Mittlehmen. Hermann Wiese, Berlin w"ÄÄ:M| •14t 3»4ia8.«iebneefSen.»eienfdmk. Rem den« ed.(Srt ättunnelibmcnen. Krcui-n. Ec itcn« fimerten. Stirb««miiben den ScbnltetHoUrrB. dann nur Elcctricum die t4neU 14m er, befreiende Werettmeo bea träftid dnechareifender Bmuna Ew Kotin» »red alt ftbirücbct Nüchtenwalder deNen wirk- larnr BeklandteU» eleubinm eiettriNeren» ta den kbrarnbri alle nee Rutiele im»•ctenten dettiace onk leat übraeueenken«nrrtrnnzm gra wen Xacfenken-nkii» feilte.nubttn Kebm rn Sie aber nee da» erbte. Mit SS{Joe tw bemdbrtt Stti4eU SUrtrirant iH. Sit US 1— aak SSO te Heetb.»nk Btoocrwn nboitiii Bettfedern nicht roh, sond. grflniH. gereinigt(gew.Lgarant Irei». Krankheftskeim, Rupf p. Pld. OSO, OJSrn l.«0, daun. 1.90, Rupf weit 2J0, Halbr. weit 180, weil Schielt 1—, SchleiBhalbfl. 3J0, Daunen 180. weite Daunen 7.—.«SO, gef. Oberbetten mit »tark. mlett, 2 m lang, 8.05. IIS». 14,48 17.65, Unterbetten 7.«, 8J0, II.«. 1128 Kissen 2.« 1«. 5.40, 665. Portofrei e. ÄL 20.—. Nichtpaas lurOck od. Um. tausch. Preral. Nr 42 n. Matter grathk H. Sannemann, Berlin S 89, KeUbnzser Damm 88/(9 Zweigniederiaztong: M 84, RoaenUaoior>«»8»8« Nr. �33. 45. Iahrgang 4. Sonntag, 4». März 1.928 Bekennt Euch zur Republik! Neckers Antwort an die reaktionären Professoren.— Die Kommunisten für völkische Gtudentenschasten. Der Landta? erledige tn seiner Sonnabendsitziina zunächst die Gesestentwürse über die Entwässerung und Kuliioierung der rechtsemsischen Moore und über die Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder in zweiter und dritter Lesung. Die Wstimmungen wurden auf Dienstag vertagt. Hierauf setzte das Haus die zweite Beratimg des Kultusetats beim Kapitel llniversiläten fort. Abg. Dr. Rosenfeld(Soz.): In den Studentenschaften hat jedes Verständnis für Gemeinsiim und Demokratie gefehlt-, darum konnte die terroristische Politik einer straff organisierten Minderheit den schöner� Gedanken der studentischen Selbstverwaltung zerstören. Das Staatsmmisterium sollte aller alles tun, um den Zeitpunkt zu beschleunigen, in dem neue Studentenschaften aufgebaut werden können, die fest auf dem Boden der Weimarer Verfassung stehend, Respekt vor jsder weltanschaulichen und politischen Gesinnung zeigen. Der Staat hat dos Recht, die fungen Leute, für die er aus Mitteln der All- gemeinheit jährlich mehrer« tausend Mark aufwendet, zur Staats- gesinnung zu erziehen, da sie später seine Lehrer und Richter werden sollen.(Sehr gut' bei den Soz.) Sehr notwendig ist der erziehliche Einfluß des Ministeriums auch bei den Dozenten und Professoren. Es wird gewiß schwer möglich sein, in diese alten Schläuche neuen Wein zu füllen.(Heiterkeit.) Aber ein chinesischer Herrscher, der in der Geschichte den Namen.Der Bücherverbrenner" führt, hat einmal eine Kulturweiche durch den Befehl herbeigeführt, das ganze bisherige Schrifttum zu verbrennen: vielleicht sollte das Kultusministerium wenigstens die Ablieferung und Verbrennung aller alten Kolleghefte anordnen.(Heiterkeit.) Die reaktionären Ausschreitungen der Prosesioren rufen jetzt beifällig« Beinbewegungen der studentischen Zuhörer und gelinde Mißbilligungsschreiben des Mnisteriums hervor. So darf das Ministerium sich auf die Dauer bei aller Achtung vor der Freiheit von Forschung und Lehre nicht mit argen Takllofig- kellen und schweren Verletzungen der Beamlenpslichten ab- sinden. Fälle wie der des Profesiors v. Möller, der aus seinem Kolleg hfnauswies, was nicht christlich sei, des Professors Born hat, der meinte, daß der erste Präsident der Republik höchstens etwas von Sätteln oerstanden hätte, des Profesiors Lübars ch, der angesichts einer obduzierten Leiche noch feinem Haß gegen die Ostjuden Aus- druck gab, Fälle wie die des Professors Boost und Menzcr- .Halle schreien geradezu nach disziplinarischer Ahndung. Dieses kleinliche, engstirnige und unbeherrschte Professorentum' vernichtet das Ansehen deutscher Wisienschoft in Inland und Ausland. Der Staatsrechtslehrer Professor H e l s r i tz hat sich nicht nur urizwei- deutig zum monarchischen Gedanken bekannt und ihn propagiert. sondern lehrt auch in seinem Handbuch des Staatsrechts, der So- zialismus habe bankrott gemacht und die preußischen Bergwerke hätten deshalb auch dem Privatkapstal übergeben werden müsien. Sie alle wissen, wie ofsenbar das krasse Unwissenheit und Lerleum- dung ist. Di« großen Mittel, die der verarmte Staat für die Hoch- ichulen ausgibh-ikurieu rucht länger un Interesse«inseitiger Partei- polltik vergeudet werden, sondern müssen"deni ganzen Volke.zugute kommen.(Lebhafter Beifall links.) Abg. Dr. Semmler(Dnat.) bestrestet, daß Proiesior Helfritz die Republik aiigegriffen hätte. Die nationalen Universitätslehrer mund- tot zu machen, würde ein Verstoß gegen die Verfassung sein. Abg. Dr. Lonschcr(Z.): Die Republik ist gegen ihre Feinde auch auf den Universitäten s« h r n a ch s i ch t i g. Die Ueberflutung der Universitäten sollte Veranlasiung geben, aus den höheren Schulen viel strengere Auslese zu tresjen. Wq. Obuch(Komm.) greift den Kultusminister wegen der Auf- löfung der(völkischen!) Studentenschaften an! Kultusminister Dr. Decker: Die geistige Urproduktion auf den Hochschule» muß weiter qe- fördert werden. Gegen reaktionäre Ausschreitungen wehren wir uns, aber wir müsien auch die Imponderabilien de r akademischen Selbstverwaltung achten. Gegen Professor v. Möller schwebt das förmliche Disziplinarverfahren mit dein Ziel der Dienstentlassung. Professar Bornhak will miß- verstanden worden sein. Professor Lud a r s ch bestreitet die ihm nachgesagten antisemitischen Aeußerungen. Professor Boost ist «in durchaus loyaler und taktvoller Rektor der Technischen Hochschule. Professor Helfritz hat aus meinen warnenden Brief in einem offenen Antwortschreiben erwidert, das jedensalls gegen den vor- gesetzten Minister einen sehr ungewöhnlichen Ton anschlägt.(Sehr wahr! links. Unruhe rechts.) Es gilt in der Geschichte kein zweile» veispiel dafür, daß ein Staat nach einer großen politisäien Um- wälzung sämtliche Hochschullehrer des Slaat rcchts ungestört im Amt gelassen hat, wie das die deutsche Kevubllk getan hat.(Sehr wahr! links.) Aber soviel Zurückhaltung niüssen wir von de» Lehrern des Staatsrechts doch schließlich fordern, daß sie nicht, wie Pro- sessor H e l f r i tz, Kaiser-Geburtstags-Hymnen schreiben.(Große Unruhe rechts) Ich bin jedenfalls nicht gewillt, die Dinge in Breslau so weller- lausen zu lassen.(Zurus des Abg. Boelitz: Seien Sie gerecht pe-ch beiden Seiten!) Kein. Ich beurteile Ausschreitungen im Kampf gegen die heutige Staatssorm schärfer als Ausschreitungen, die aus überschäumender Begeisterung für die heutige Staatsform entsprungen sind. sSehr gut! links.) Ich fordere von den Beamten nicht nur freudig« Bejahung des Staates, sondern auch freudige Be- jahung der Republik.(Lebhafter Beifall links.) Es folgt das Kapitel Kunst. Abg. Koch- Berlin(Dnat.): In Iehners Staats- t h e a t e r hat es im letzten Winter mehrfach Krach gegeben. Aber es handelt sich nicht allein um Ießner, sondern auch um sein« Hinter- männer, Kortner alias Kohn. Elisabeth Bergner und Bronnen, die gemeinsam die neupreußisch« Ghetto- K u n st in das Staatscheater tragen. Das ist keine Kunst des Charakters, sondern nur eine Kunst stark südöstlichen Charakters.(Unruhe und Lochen links) Die geistreiche preu- ßische Dichterakademie schmückt mit dem Schillerpreis den Kon- zessionsschulzen Burte, den Juden Werfe! und den Renegaten Fritz von Unruh. Das entspricht ihrem Präsi- denien v. Scholz, dem vielfach durchgefallenen, aber genialen Um- dichter deutschen Wesens. Der Kultusminister sollt« von dem Iu- den Schreker in Aetherwellen-Musik komponieren lassen: Das Unzulängliche, hier wird's Ereignis.(Beifall rechts. Lachen links.) Abg. Dr. Schwering(Z.); Wir halten vieles Moderne für After- kunft, ober wir denken nicht daran, die Kunstkritik des bloßen Her- unterreißens mitzumachen. Die chrifllichen Kreise sollten sich mehr für Kunst und Theater interessieren. Abg. Sönig-Swinemünde(Soz.): Unter Ießners Führung ist das Staatstheater zur führen- den Bühne Deutschlands geworden. Gerade die antifemi- tische Rede des Herrn Koch wird alle geistigen Kreise Deutschtands in dem Wunsche vereinigen, die deutsche Kunst vor einer deutsch- nationalen Kunstpflege zu behüten.(Sehr wahr! links.) Die�Mittel für die Landesbühne sind noch immer durchaus unzulänglich, und noch immer ist es nicht gelungen, den Finanzminister zu be- wegen, Geld für die P e n s i o n s k a s se der Bühnengenossenschaft herauszurücken. Wir werden nicht müde werden, ihn darum zu bestürmen.(Lebhafter Beifall bei den Soz.) Kultusminister Decker: Es ist mir nicht nur ein sachliches, sondern auch«in persSnkches Bedürfnis, mich schützend vor die Kunst Ießner» zu st e l l e n. Herr Koch hat versichert, daß sein Kamps nicht der Person Ießners gelle. Aver dann oerstehe ich gar nicht, warum er über- Haupt alle Schmähartikel, die gegen Ießner erschienen sind, hier vorgelesen hat.(Sehr wahr! links.) Die Sektion Dichtkunst der Akademie der Künste ist selbständig und für ihre Entscheidungen allein verantwortlich. Wenn aber Herr Koch einen sittlich und geistig so hochstehenden Menschen wie Fritz von Unruh einfach als Rene- gaten abtut, so ist das kein künstlerisches Urteil, sondern«in rein parteipolitisches, und der parteipolitische Haß sollt« aus der Kunstpflege herausbleiben.(Lobhafter Beifall.) Nach länoerer Debatte wird das Kapitel Kunst erledigt. Nächste Sitzung Montag 12 Uhr: Lotterievertrog, Haushall des Finon,zministeriums. Sozialpolitik des Notprogramms. Oer Reichstag erledigt Gozialrentenerhöhung und Krisenfürsorge. Der Reichstag beriet gestern in zweiter Lesung über Vorlagen, die den Sozialrentnern der Invaliden-, Angestellten- und Knappschastsversicherungcn Aufbesserungen gewähren. Der Ausschuß Hot den Vorlagen zirgestimmt und legt dazu Ent- schließungen vor. in denen verlangt wird, daß den Soziolretnern die Aufbesierung nicht durch entsprechende Kürzung der Filrsorgeleislun- gen verloren geht, daß eine angemessene Erhöhung der Bersichc» ruagsgrenze bei der Angestelltenversicherung vorgenommen und dem Reichstag mitgeteilt wird, unter welchen Voraussetzungen bei der Angestelllenversicherung die Altersgrenzen auf 60 Jahre und die Wartezeit auf 60 Pflichtbeitragsmcmate herabgesetzt werden kann., Abg. Karsten(Soz.) erklärt, seine Partei müsse die Schuld für diese kärgliche Renten- ausbesierung ablehnen. Di« Verantwortung hätten allein die Regie- rungsparteien zu tragen. Dir sind der Meinung, daß eine Mirl- schast. die nicht imslovde ist. die Arbeitsinvalid:» gegen Hunger und Not zu schützen, krank ist. Wielange soll dieser Zustand noch, an- dauern? Die Berechnungsart der Änappschastsrenten wird in Zukunft noch viel komplizierter werden, so daß die Rentner auch keine Freude daran haben werden. Die Kindergelder der Arbeitsinvaliden stich viel zu gering: Mir beaulragen ihre Erhöhung von 7.50 auf 12 M. monatlich. Die Regierungsparteien haben nur eine Erhöhung auf 10 M. beschlossen, obwohl sie in Anträgen die Notwendigkeit der Unterstützung der kinderreichen Familien aner- kannt heben. Der Kamps der Soziald:mokrakischen Varlei um eine Verbesserung der Lage der Arbeitsinvaliden wird im neuen Reichstag fortgesetzt werden. Nach einer weiteren Aussprach-, an der sich Lomimi nisten, Zen- trum, Ehristl. und Vauernpartei und Demokraten beteiligen, werden nach Ablehnung der sozialdemokratischen und kommunistischen Aen- derungsanträge die Vorlagen in zweiter und dritter Lesung mit den Ausschußenlschließungen angenommen. Die Verlängerung der Krisenfürsorge. Es folgt die zweite Beratung de? vom R e i ch s r a t beantragten Gesetzes, das die kosten der kriscnsü-ssrge dem R:ich aus- bürden will. Der Sozialpolitische Ausschuß Hot diese Reichsrats- vorläge abgelehnt und beantragt ein Gesetz, durch welches die krijensürsorge über den Zl. März hinaus aus drei Monal« verlängert w'rd. In einer Entschließung ersucht der Ausschuß die Re- gierung, eine Ausdehnung der Krifensursorge aus weitere Bcrufsgruppcn für solche örtlich begrenzten Bezirke zuzu- lassen, in denen ein lang aulMltender, schwerer Notstand auf dem Arbeitsmarkt besteht. Abg. Brey(Soz.) schildert die Not der ausgesteuerten Erwerbslosen, die auf Arme rill n t e r st ü tz u n g angewiesen seien, diese aber auch häufig- nicht erhielten, weil trotz aller Not die B c d ii s t i g t e i t n i ch t aner- kannt werde. Das gelte bcstrnders für die alten Arbeiter und Angestellten., die überhaupt teine Arbeit mehr fänden. Ganz unverständlich sei es daher, daß der Ausschuh die sozlaldemo- kratijche Entschließung, die Krisenunterstützung wenigstens für die Wen weiter gelten zu lassen, abgelehnt habe. Der Redner begründet eine neue Entschließung, die Srisensürsorge so zu gestallea, daß die Arbeitslosen, d'e die Anwartschast aus Arbeilslosenunler- stühung noch nicht erfüllt haben, und die. deren Anspruch aus Ar- beilsloscnunterstützung erschöpsl ist. für die gesamte Dauer der Ar> beitslojigkeit Boterslüßung noch den Sähen der Arbeitslosenversiche- rung erhalten, und die Arbeitsämter aazuwZisen, die Dauer der kr'senunlerskützung für die älteren Arbeiter und Angestellten über 26 Wochen hinaus zu verlängern. An der Aussprache beteiligt sich nur ein Kommunist! ' Darauf wird das vom Ausschuß vorgeschlagene Gesotz zur Der- lätigerung der Srisensürsorge in zweiter und dritter Lesung unverändert angenommen. ebenso auch entgegen dem Wunsche des Ausschusses und der Reichsregierung das vom Reichsrat beantragte Gesetz über die Uebernahme der Kosten der ftrisenunterftützung»us das Reich. Angenommen wird ferner die Ausschußentschließung. Die Entschließung Brey(Soz.) dagegen wird abgelehnt. Die Annahme des Znitlativgcsehes des Reichsrals zur Uebernahme der kosten der krisenunlsrstühung aus da» Reich ist o s f e u- b a r irrtümlich ersolgl, da das ablehnende Gutachten des Au». schusses übersehen worden ist. Das Haus genehmigt darauf den Haushalt des Reichs» p r ä s i d e n t e>.. Vom neuen Titel über Förderung des Aus- stellungs-»nd Messewesens von l2lX)000 M. werden 800 000 M. für die Leipziger Messe überwiesen. I» dritter Beratung wird das vom Abg. Dr. Kahl(DVp.) ein- gebrachte II e b e r l e i t u n g s g e f e tz' für die Sirafrechts- r« f o r m in seinen einzelnen Vestimmungen angenommen. Di« Schtußabstimmnng über das ganze Gesetz wird aus Vorschlag des Präsidenten auf eine spätere Sitzung verschoben, da die für diese Versossungsändcrung erforderliche Zweidrittel- Mehrheit festgestellt werden muß.(Das Haus ist sehr schwach besetzt.) Der Bericht des Verkehrsausschusses über Verkehrsfrogen des Ostens wird angenommen. Nächste Sitzung, Montag. 10. März. 11 Uhr: Kleinere Dorlagen. Etat des Finanzministeriums. Schluß 16Vi Uhr. Arterienverkalkung frühzeitiges A.tera. aichi, Rheuma sind in heutige' Zeit keine seltenen Erscheinungen. Durch rechtzeitige Behandlung mit {fiatRiosclcvin i r.p.wz. Nr. jusur den seit Jahren ärztlich empfohlenen radiumhalt igen Brunnen-Tabletten, wird die BLutzirkulation in den Schlag- u. Pulsadern gefördert u. die Kalkablagerung verhindert. Die Peinigung und Verdünr.uo d. 3 Blutes, aie Erlangung der Elastizität der verkalkten Adern, die Vermind rung des Blutdruckes, dim Verhinde ung von Schlaganfällea und die Erhaltung der Arbeitskraft Sind die Haupi Wirkungen des Radiosclerüu— Röhre mit 18 Tablett. 2,50. 5 Röhr 11 M, zu haben in den Aporheken.— AusführL Broschüre m. ärztL Gutachten gratis durch General-Denot Elefanten-Apotheke, Berlin A 2!, Leipziger Straße 74. am Dönhoftplatz. Qe&ektömöigksit' Hat sieh die neue Enver Bey Türkisii die Herzen der Raucher erobert Man ist einsackt ers:aunf, wie es möglich ist, für vier Pfennig so et was Vorzügliches herstellen zu können. Die Kenner haben schon längst die Enver-Bey-Erzeugnisse lieben u. schätzen gelernt. DieneueTürkisdi{leckiteljedodi ein neuesBlatl in den Ruhmeskranz derEnver-Bey-Fabrikale Wochenprogramtn des Berliner Rundfunks. Sonntag, 18. März: »i Morfenfüler. IIJO: fufikmatinae(Uebertracims QroJcs Schauspieliaus). 1<; Clnheitsk-uraschiiit. 14J0: Fül des Latufvirt. 15-50; Die Abenteuer den Kapltla Punk. 16: Die Wettreise des Kreuzers Emden. I6J#i Unteihiltunts- mqslk. 16: Stunde des Journalisten 19.25: Der deutsche Eir.lcunsskamp! vor acht Jahrzehnten(Rezitationen). 20: Suafealtontrolle des VSIlcerfamndes. 26.50; Dem üedichtnis Ibsens. 22-30: Tanzmusik. Montag, 19. März: 15.50; Ibsens Fraoeorestaltea. 16.11: Henrik Ibsea in(einen Dramen. 17: Unzarlscbe Nation almusiV. I8J0: Internationale Wirtschaft 19.30: t"ebertragung Staatsoper:„Der Arzt wider Willen", Komische Oper von Oonnod. Danach: Das Wandert ist des Mülle.-» Lost(Lieder, MBSlkvortrtge). Dienstag, 20. März: 12.3«; Die Viertelstunde für des Landwirt ISJ0: Stande mit BSchen. 16.16t Henrik Ibsen In Gedichten und Briefen. 17, Unterhaltungsmusik. 18.18; Beiträge zum hygienischen und sozialhygienischen Selbstschutz des Volkes, I5.<5: Ais dem LCben der höheren Schule. 19.16: Astronomie als Mutter. Wissenschaft der Schiifahrt. 19.46: Sendespiele„Brand", ein dramatisches Gericht von Henrik Ibsen. Mittwoch, 21. März: 16.30: AüSdrueksmSglkhketiea der Prtneaerscheinenc durch die Kleidung, 16: Reit- und Fahrturnler-Sport einst«hd jetzt I6J0: Jazendbühne. Danach Teemusik. 1860: Die Prüfung und Verwendung der Metalle, i960: Wie sieht der moderne Mann die moderne Trau, i960: Die medizlnlsehe Weit&nschau. ung. 2060: Russische Tänze. 2160: Uebertragung Neues Kathaus. SchOncberg: Rede des KelchsauBenminlsters Dr. Stresemann auf dem Empiangsabotd des Berliner Verbandes der auswärtigen Presse, 22.30: Tanzmusik. Donnerstag 22. März: 1260: Die Viertelstunde für den Landwirt 1660: Lebe« und Treiben 1» einem Gestütshof 16; Die Olympischen Spiele. 16.30: Vergessene Dichtet. 17; Zeltgenüssische Kompositionen(Musikvorträge). 18.16: riemdsprachliche Vorträge(Englisch). 1866: Indien, das Laad des Buddha. 19.10: Eechtafragen des Tages. 19.40; Aktuelle Berufsfragen für Jugendliche und Erwachsene. 20.(0: Sendespiele;„Qasparoae", Operette von Mlllöcker. 22.30: Punktanz- stunde, Freitag, 23. März: 16.30; Die Berlinerin Im modernen Roman. 16: PrOhllng im Garten. 1 60: Die südw«stdeutsche Eck«.(7: Unterhaltungsmusik. 1860: Italienisch. 19: Aul dem Arbeitsgericht 1966: Philosophen als Dichter— Dichter als Philosophen. 1968; Bilder aus der deutschen Vergangenheit 1060: Willy Präger singt Schlager. 21: Stunde der Lebenden(Lieder, Musrlcvorträge). 2260: Wildwest(Lieder, Musikvorträge). Sonnabend, 24. März: 18.30; Das Buch In der Volksbflcherel. 16: Spulen— das Laftsprungbrett Ober den Atlantik. 1660, Unterhaltungsmusik. 1860: Die musikalische Kunst dtzs Volke«. 19t Rechlsfragen des Automobllverkehis. 19 28: Wetter und GroBstadt 1966; Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Wohnungsproblems. 20.30; Von Pankow bis Potsdam. Eine Schlagerreise. 2260; ranktinzstunde. Königswusterbausen. Sonntag. 18. März: 9: Uebertragung aus BerOa. 12, Uebertruguag ans Breslau. 16- Winke für Liehhaberphotographea. Ah 1460: Uebertragung an» Berlin. 18; Wandel In dar Anschauung über rweelaaiBige Ernährungsweise. 1866: Dt» Jahr 1848. 19.10; NletzscB« und die Jugend. 20.10: Uebertragung an» Breslau. Ab 22t Uebertragung tue Berlin. Montag, 19. März: 16: Englisch(knliurkundlich-Uferarisehe Stunde). 1660: Die Philosophie des Lebens von Herder bis zur Gegenwart 17: Uebertragung ans Berlin. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. 1860: Englisch für Anfänger. 1865: Die Möglichkeiten des Placbsbaues in Deutschland. Ab i960: Uebertragung an» Berlin. Dienstag, 20. März: 16: Das Erziehungswesen hn klassischen Altertum. 1660: BOder vom Leben im Meere. 17: Uebertragung ans Leipzig. 18: Henrik Ibsen und das deutsche Theater. 1865: Die Sturm- und Drangdichtung Im Znsammnhang der Geistesgeschichte. Ab 19.45t Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 21. März: 16; Der deutsche Auslandlehrer. 1666; Einführt, ng In dag Verstehen von Musik. 17i Uebertragung aus Hamburg. 18: Techniscber Lehrgang für Fach. ar heiter und Werkmeister 1860: Französisch für Anfänger. 1865: Lebenshaltung der Angestellten. 19.20: Einführnng in die moderne Musik. Ab 26.30: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag 22. März: 16; Erzlebungsberatnng. 1660: Wesen und Geschichte der Qlldea tnd Zünfte. 17: Uebertragung ans Berlin. 18, Weltpolitische Stunde. 1860: Der Zyklus Prof. Dr. C Koßners„Das Wetter in Dichtung, Mythe und Leben" beschäftigte sich diesmal mit den interessanten Beziehungen, die zmiichen„W etter und Mensch" bestehen. Diele Menschen sind nicht nur in ihrem körper- lichen, sondern auch in ihrem geistigen Befinden stark oom Wetter abhängig. Bei sommerlichem, sonnigem Wetter wachsen der Schafsenstrieb und die gesamte geistige Beweglichkeit. Gewitter und schwüle Winde lösen in manchen Menschen Depressionen oder Streit« tust aus. Wird der geistige Einfluß des Wetters aber nur von einzelnen Menschen empfunden, so ist ein körperlicher bei ollen festzustellen. Besonders das Sonnenlicht spielt für die Gesundheit und das Befinden eine Hauptrolle. In England und Frankreich hat die Erkenntnis dieser Tatsache dazu geführt, daß während der Sommermonate alle Uhren ein« Stunde oorr/ stellt werden, �so daß eme besiere Ausnutzung des Tages« und besonders des Sonnen- lichtes erreicht wiro. Deutschland hat diese„Sommerzeit" zwei Jahre lang ebenfalls gehabt, dann aber, den Wünschen der Land- Wirtschaft entsprechend, sie wieder abgeschafft. Die Interessen des Viehes, das die Sommerzeit weniger gut vertrug, wurden bei uns den Interessen der Menschen vorangestellt. Sanitätsrat Dr. Paul Frank behandelte tn feiner medizinifch-hygienischen Plauderei die Erkennungszeichen der Anfangsstadien von Lungentuberkulose. Wenn rechtzeitig ärztliche Hilf« eingreifen kann, ist diese so gefürchtet« Volksseuche heutzutage durchaus kein«„unhellbare" Krankheit mehr. Von praktischer Bedeutung waren mich die Anweisungen des Vor- tragenden für wichtige Augenpflege. Abends gab es die Ueber. trogung von Lahors„Graf von Luxemburg" aus dem Metropoltheater. »,-..... Ar................ lUfj Oedarte»»w Pgtderuag rmi Xoaba« dee in Deutschland. 1966: Junge Deutsche- Ah 26-16- Uebee- tragung aas Berlin. Freitag, 23. März: 16; Lehrmeister und Lehrling. 1660: Kaum und Zell. 17: UeberWaguag aus Leipzig. 18: Was leder von den Lelhämtern wissen muß. 1860: Englisch für Fortgeschrittene. 1865: Möglichkeit and Notwendigkeit der Enragssteigea rung des deutschen Ackerbaues, i960: Wissenschaftlicher Vortrag für Acrztc, 20t Uebertragung aus Prankfurt. Ab 22: Uebertragung ans Berlin. Sonnabend, 24. März: 16; Der Schulfunk. 1660: Die Rdchssteuerverwaltung und Ihre Beamten 2 sehaft im Uchte der Oeffeatllchkeit. 17: Uebertragnng aus Hamburg. IS: Kulturkrise und Btldungskrlse. 1860: Französisch für Fortgeschrittene. 1865: Faust II. i960: Johann Sebastian Bach. Ab 2060: Uebertragung aus Berlin. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold ®ef®jttsttclle: Setiin S. 14. Scbaftionftr 5768. Sei Z SonnotfluBb. Die Setenftaltung bes Vllchetkreise» am SEnntog, l». Würz. 20—"*"----------------------- Besuch empfohlen. Zur 9 Sinttittälntlcn zum Preise___...._..—,------.. Liuhenslr. 2. SKüglicbet bes Siiiheclteife» zahlen TS Ps.— Wafierspotta».: Dienstag, 20. März, 20 Uhr Wetbcnersammlung im Allan fttug, Tegel, Hauni- Ilrahe 14.- Muntau. 19, äüötj. Mitte: IugenO unh cdrjSfnottlct 20 Uhu Jugendheim Tiedftt. 18. Sotltoa de» Rom. Stieglitz:.Die S!nt her Lanhm.rt- schaff.� Pslichlfetanstaltung. ReufAlu-Britz, 2. Kameradschaft. 2 Sug; Zug- »crfonunlung bei Thomählen, Hertzbergstr. 22. Rem. Sdinlz spricht ilber .4 Zahre R eichsbanner und ble Wehtnerbünhe. 4. Äcmcoab schuft: 20 lue Rauterabschaftsnerfamtnlnng im EinhenpatI, Dhaullrestr. 18. Turnen finbft nicht mehr statt.— Dienstag, 20. Mörz. Dtcn, lauer Berg, Ra-terabfchaft Surnannplatz: Bersammlung um 20 Uhr bei Tohst. etaxgazbtt Ott 1». Krenzherg: ISVi Uhr Antreten Mariannenplatz. sseuerwehrbrnkmaL«Eptesleule Slachrichlenzug.) 20 Uhr Bersammlung aller Zungmannschaften und der Iune. schar bei Müller, Eckdnlelnstr. 6. Vorlrag Ram. Ruhe Übet.®dlii8roocl'. Tempelhus: 20 Uhr Schützenhau» Neukölln. NeulUIn-Sritz: ib-L Uhe Antreien Bhf. Treptow zur Beteiligung an der dortigen Kundgebung. Si�rsportaht.: Beteiligung am Tortragsabcnd de» Deutschen Alpenverews, Alnrechtstr. U. Kartenhaus. Anfang 20 Uhr. Dsterfkifahrt Ins Niesengehlrae. Mefbung Bttt Anzahlung 20 M. bis zum 20. Mär, bei B-e-Iauer, Ma�grafenftr 22. FriebricksHain, Kamerabschaft Warsckxui: Uhr Ramerabschastsversammlung bei Schmidt, �Zur kleinen Hütte", Sopernikusstr. 22. BeaNnez gl-nlftifche Beruinignug. Dien-taa. 20. R»r», lUi, Eorfrag». abend in ihren Xdumen Weinekestr. 10. Archiiekt Neufeld spricht über-Ste archiievonische Neugestaltung BalOstfna»." ssreie Aussprach«. Für die Dl«. kusston Ist u. a. roroemetff Herr Architekt Stich M-ndelsohit. Reichsbunb jllbis-fer Frontsolbafe».«. B.. Sttsgrupp« Berlin Bezirk Moabit: Dienslag, 20. Marz. W6 Uhr, Borlrag-. und SnothDerbeabeni im Ulan, Alt-Roadit 4—10. Bortrag des Herrn Dr. Willi, MelfL Thema:.Die Zilien im deutschen Sport." Anschließend turnerische Barsührung«» und Bor, führt, ngen der Ziu.ZItiu-ffirnppe de« NjZ. Gäste wtlttomtnen. � Hlepublifanifche Seduernereiuigung. Montag. 19. MärA. 20 Ilhr, Bortrag?- persammlung im.Alfen AÄanier". Snhaltstr V. S-lik willkomme». Leitung Genosse Herob. Am Dienstag Führung durch da, Institut für Seruawlssen. schaft von S-nItät-rat Dr. Magnus Kirschseld. DAS., MotarbaotaAeTung Berlin. Am Montag, f». März, ftnbri. mte bereits hier angekündigt, ble zweite Haupt- intb Wecbcocrfammlung der Motor. bootabteisung de« Deutschen Auloelub» im Haust der Ingenieure. Friedrich. Ebert. Straße, 20 Uhr, statt. Mttqlieder werden um fhe Erscheinen gebeten. Gäfle und Interessenten sind w'llfdmmen. Anfragen erbeten an die Reichs. geschSstsstelle des DAT.,«ronprinzeenufei 1», Fernsprecher: Moabit 684. wetferbericht der äffen Mchru wefterbleoffffetle Seekw und»«geaead sZiachdr. derb.). Trocken unh beiter. am Tage etwa» wärmer, nacht« wieder Frost, mäßige Winde au« Südosten.— Zür Deutschland: Ueberall trocken und. abgesehen uom stärker»ewöMen Westen, meist Heller, Temperaturen am Tage überall etwa« Höher. »9. Abteiin ng. Am Ii März ezifteth nnftt taug. fShtigU beBabifrt(Genosse Karl Zacbert Bellerrnannste 60. im 60 Ctbensjahre Ghr» seinem Andentenl Brerdtgung Montag, den 16. Mär». 16 Uhr, von der Hall« de» Friedhofe« der Haphien-Kemeinde. Freienwalder Hira-e au«. Rege BeteiUaung wird erwartet vor Ab'ellunpsvorstaad. Am 18 März oetftarb nach langem, schwerem Leiden meine lieb« Frau. unsere gute Mutter. Schwieg er. und chtoßmutler Anna Ulke im sa. Lebensjahr. Die« zeigen an FowIII« Ulke, Fiwlli« GroOinina Beerdigung: Montag, ig März, IN;, llhr. auf dem Neufdllner che» mewdefp edhot. Mariendorfer Weg Für die herzliche Teilnahme bei der Eindscherung meine« lieben Ranne» ipreche ich allen Berwandten. Freunden und Befanmen meinen herzlichsten Dank au». «w, Marl» Redlich, geb. SchUster -.. nebst Itlncee«,..... '' Da« Ber Ären zum Zwecke der Zwang». Versteigerung be» In Teltow belegenen. im Srundbuche nv» Teltow. Band 59. B att 1082, eingetragenen St undftück, wird auf» gehaben. Der auf den 16. Mai 1928 bestimmte Termtn fällt weg.— T. K. 03 27.— Berlln.Lichler eld«. den 13 März 1928. D'» Anetsaerlcht MetaiS betten 12»° Schlafchaiselongues 26— PlQschsofas SO M.. Ratenzahlung ßUhl* Berlin, Pappelallee 12 UUIll Pankow, Schmldtstr.l Marken-ffohrecictei» bis 5 Jahre Garantie Adalberts tra He S(am Kotfbosser Tor) ■eber Am lerett p tei stneti Paul Gollets. vorm.'«den Kern MariannenztraOc 3, Ecke Raunynstratze Am« tüi ort tto 1,103 08 Dhalle Didi äesond dnrdi Sleinmelz-Brol Das putoDtisrte StainroeU- Verfahren scheitlet alias N&hrlosa ab und ermöglicht die Erhaltung der reichen Vitamine, Ntihraabe, Schwefel-, Kalk-, Eisen- nnd Pbosphor-Vorbindangan der Fruchtsohicht and des Keimes. Unfibertrefflioh sn Reinheit und Nährkraft. Erhältlich In allen 4000 Verkaufsstellen von Wittlers Brotfabriken, Berlin N 65 MoxsträCe 2— st 100 IT) ABrc QalUBngs-.labatt- n.Reklitnemarken gegen Nachahmung gesetzl. gesch. fertigt seit 45 Jahr. als Spezialität Conrad Müller Leisel'- Scnkcudltz Xiartis zur Miete DBQaSMBk das baksnata Berliaar Ubbalhana. liefert»neb Qmeo gadiagaM aohSaa SeKlaf«76 61—. Eflohep- t l*d«r Art ip bekennten ftuelitäteo Sstau*. u. HairaaeiBaar«owta und E i a»a 1 n>6V el auf Kt edll bis zu 24Monaten auch ohne Anzahlung aha» Si» ana. wir pea««> aaa lhraa baaaudaean Wdaeaba» gar» a» Dur Hedzs«61 eoba» durah. DEIEA*- CLSASSEB STRASSE 57 nahe Oran1»»T bnrger Tor MUNNENSTRASSE 55 nahe Invalldetistralia Gl/Ülorle verfangt Oristinal-Packungcn zu 0,75 n. 1.25 Mlc. Gebrüder üroner. Eos-�erüe. BeiHn-Danzld Konfirmation Möbel /4oAnzahlg Bequeme Raten! chulbeginn- Ijclfjk es, für die Schulkleldung zu forgett. Iede ZNmler will stolz fein auf ihre gut angezogenen Kinder. Mit der„Singer" und ihren leicht zu handhabenden Spezialappa� raten ist die Hausfchneiderei ein Vergnügen, und man spart Seit und Seid. '«WMP Singer-Läden überall Divcindecken hesonaers preiswert. volle Orößen KelimarkiC Wollmokeull� m. Franse IU, PersermusrerüU. Kelim ryi Mohoirwolle/, � i LTr modern*T\J, u.V&rdüre lksmkhi Verkauf nur C2, Spandau er S/r. 3 Z Läufersroffe Boucle 68cm O90 9CfmQ90 l2Dcmriö modsireifen b't/., brtj, VtJ, S�3,3S Möbelbezuqstoffe��S85 M. Velour-Tpnoirhp Tou�noy• la Perisron-Teppiche<3es,qesch hSS? 6 Wslour-Teppiche?o'5Ä SSV m- Ü 45- U6S- M5 KU- RW«M KM KM KW � Unterhaltung unö AAissen Friedhof der Berliner �Märzgefallenen. Ich Sffeu«, ehrfürchtig, ein einfaches Holzgatter. I« einer ernsten, vle reuigen, spärlichen Tannenheckenmafriedung hohe, herbstbunte, efeuumklettert« Stämme.. Rhododendren glauzbu«keln,Stechpalmen blutfv«keln,Traoerefchen goldfchleierwehen. Vi« Märzgefallenen! Leber de« Weg, durch ruschelndes lavb, zwitscherstumm, sprwghupfen Schwarzdrossel; haiuher, straßeuher, Häuserher aosschalleude, gedämpfte, verhallende Großstadtlaute, um zerbröckelnde Steinmale mit verdorrteu Sicheukräozeu, um verrostete, gußefferne, sandsteinwürfeluntersockeli« Weltlugew mit ausrechten HoffuungSaukeru, verschränkten Qebesfackew Bon Arno Holz. und htmmelemporhinwetfevdeu GloubenSsternea, um verwittert« Kreuze im Sonnenlicht spiele« gStzernde, flinkemde, bllhemde KSden. 3« einer Ecke, llvkravt wuchert, Buchsbaum wildert, ich bücke mich, auf einer kleine«, rauhe«, fchllchtbehaueneu Srauitflachtefri. kampsrot, herzrot, schmerzrot, halb zerblättert, Segen... Rose«. Dünne ZKauken, dürre Zweige, Bucheaeckem, graues Moos und Tautropfen. vie asten Buchstaben sind kaum mehr zu lese«. Mtt Mühe uvr... entziffere ich?' ... m».,. be... kann... ier... Mmm." Lm Friedrichshain. Bon Hermann Schützinger. Der Friedrich shatn jfl«in öffentlicher Part wie Dutzend« und Hunderte andere auch— und doch liegt über seinen Bäumen. Wiesen und Teichen so ein eigentümliches Raunen und Rauschen, da, viel» leicht nur überempfindliche Menschen zu spüren oermögen, während es der Alltogsmensch einfach nicht zu erfassen vermag Der Durchschnittszeitgenosse sieht im Friedrichsha-in eben nur den Friedrichtshain, ein« Parkanlage im Nordosten Berlins, umtost vom Derkohr der Weltstadt und ummauert von einem farblosen Pro- letenviertÄ, aus dessen Docksteingemäuer ein Dutzend Brauereien, Krankenhäuser, Kinos und Fabriken zum Himmel strebt. Der sensitive Mensch aber wird gleich beim Betreten der Grün- stächen dieses Parkes innerlich angestoßen und seelisch berührt. Kürzlich haben sich die Leute darüber gewundert, daß sich ein sterbendes, altes Männlein noch ans Fenster schleppte, in den Friedrichshain starrte und dann langsam gestorben ist. Der Alte war oben erfaßt von der Fricdrichshmn Sehnsucht nach dem 11 n- faßbaren, dem Wunderbaren, dem Unerfüllten, die nun mal über dem Friedrichshain liegt. Daß das alte Männchen nun noch drei Tage, verschrumpelt und verknittert am Fenster hing, das ist Sache der Mitbewohner oder der Revierpolizei— Vicht aber des Friedrichs Hains. Gleich neben dem Fenster des vom Friedrichshoin erfaßten Tote« streckt sich der„Märchenbrunnen' im Rose«, ein» llew« Abschlag»- zahlung der reichen Weltstadt Berlin an die Proletenjugend des Bezirks Friedrichshain. Bären huschen lautlos auf weichen Pfoten. Hafen strecken die Ohren, Eulen rotiere» die Augen— und wenn man dann weiter geht, in den Park hinsin, dann steht bald da bald dort ein mehr oder minder schreckhafte« Tier: Ein Hirsch,«in riesiger Hund,«in Elch oder in Bronze ein nacktes Frauenzimmer, das mit federnden Sohlen über den Rasen geht. Hm März ab« ist der Friedrichshaw vollends gelob« voll Frühlingssehnen und Weltenschmerz. In den Mulden liegt noch Reis und Schnee, über die Weiher spannt sich noch em ganz dünn« .Hauch von Eis und doch brennt auf den Hügeln und w den Baum- wipfÄn bereits die Sonn« und löst den Frost aus— er gerinnt im Licht wie heller Dampf. Der kitschige.Fridericus' auf feinem Postament in der Mitte des Partes, der seinen Kopf schief stellt und»ach dem Friedhof d« Märzgefallenen hinüberäugt, hat im März hier nicht» zu sagen. Man geht an ihm vorbei und kämpft sich zum„Friedhof' durch Zwei trauernd« Männer knien auf den Postamenten, die Fackeln nach unten gekehrt und mm steht man die Friedhofsanlage der 300 Märzopfer vor sich, von Blattpflanzen überwuchert und von Bäumen überdacht, so wie sie uns die alten Kupferstiche vermelden: Hn der Mitte ist«in mächtiger Erdblock stehen geblieben Im Biereck rundum hat man«wen breiten Schacht ausgehoben, der die Doppelreihe der Särge zu fassen vermag. Berrostet« Kreuze an den Ecken des Vierecks. Schwarze Tafeln mit den Namen und dem Älter der„Opfer':">" � „Pohrmann, Schmiedelehrling, 19 Jahre— Frost, Schuhmachermeister, 38 Jahre—- Christian Giro, Schlosser, 25 Jahre—* usw.— 200 Grabstätten entlang. Im Zentrum des Friedhofs aber wuchert der Block, auf dem damals die Geistlichen ihr« Reden hielten und eine 20 Meter hohe Revolutionsfahne im Winde hing. Cm Blätterdach hat sich mild. rätig über ihn gelegt. Im„Dorhcrs' die Revolutionsopferstätie des Jahres 1918. Zehn bis zwanzig Gräber. Damals ging's glimpflicher ab. An der vorderen Ecke das Emoilbild eines jungen Matrofen,«in Kind, auch nicht viel älter als der„Öchmiedelehrliiig Pahrmann' aus der 48er Zettl .Qbermairose Burghardt, gefallen 11. November 1918 am Kaiser-Franz-Josef.Platz�' Neben ihm:„Jäger Richard Büchel, erschossen am 6. Dezember 1918.' Und mm kehren«nförmig diese Buchstaben wieder:.,«fch.'— „ersch.'—„ersch. am!' Ein« bittere Anklage an den Bürgerkrieg! Dazwischen der Auffchrei eines entsetzten Bruders: „Walter Kaminski, erschossen am 10. November 1918— Wurde auf einem Dienstweg« w der Kaisersiroße durch einen Nückenschuß verwundet und starb in den Armen seines Druders.' Auf dem Massengrab aber liegen die alten, verwitterten, roten Bände, von den Kränzen der Berliner Arbeiterschaft. Der Friedrichshain im März ist übervoll von taufend Sehn- i ächten des Proletariats. Jung« und alte stehen in feinem B3A4 KURFÜRSTENDAMM 227 STEGLIT2.SCHL0SS-STR.3* I V06UE SCHNITTMUSTERl|0 WASCHSTOFFE %/rhliwdlilA m ode'n. Punkt-Dessin VOIIVOIIt) m a||en modernen Far- � den........... zirka 100 cm breit Sm WolBmousseline?Äte! Dessin, In allen modernen Farben 50 20 Ak. 133* 45. Jahrgang 5. Beilage des Vorwärts Sonntag, 13. März 1323 •teftaBmeui für BUft SnbtU find 6« 68, 8i«i«altrats pariemachrichten für Groß-Verlin ttrt»«a da»«ejiilsldmarta» Z. Lot. ZT«»,«cht»,»u richte» Z. firri» Mitte. Mittwrch. Zl. Mtrz. Uhr. bei Sütwer. Echsedt« Straß« ZZ, firrirelternversaintnlilna. Pvrtrog: �knichtuns einer Weltlichen Schule". Referent Rtltor Richard Schröter, erscheine» aller Elter» u». Zebingt erforderlich. d. Rreir Tiergarte«. Achtung, itursuateilnehmerl Der Kurs»« des chenosfen Marquardt findet Montag, Z«. Mär», statt. Lokal wird noch bekannt- ««geben.— Achtung. Tommissionsmitglleder! DU Abtcilungsobieute der Rstet ervertretungen, der Betriebsvertrauensleute und des Tonfums treffen stch Dienstag. Zl>. März. S» Uhr. bei«rstger. Putlißstr. lv. Mittwoch, Zt. März, Eitzmig der Eeschäftslertung. Lokal wird noch b«ranntg«seben. 6.«reis ch-enista»««erg. Die Rlickgob« der nichtreriauften Sonzcrtkarten nmß spötcstenz Montag abend an den Genossen Krüger, Prenzlauer Allee U4, erfolgen.— Achtung! Der»rrisvertretertag findet nicht am Freitag, 30. März, fondern Dienstag. S. April, in de» Eastno-ZestsSIe» Z.»reis Friedrichshai». Monwg, IS. MS«, l» Uhr. Ztreisvorftantsfißung W den EomcntusfSlen. Memel« Str. CT. Es nehmen an der Eitmng teil! die Abteilungsleiter. ein Vertreter des «b«»d«m Freitag._......._____._ Frankfurter Str. 117..Di, Wanderratte»."«arte» find»ach bei all«« Fu»Ulo»i«n des E.«eeise* z» haben 8.«reis«reuzierg. Letzter ttursusabend de» Genosse» Bieustock«ienstag. 20- März, 10U Uhr, Horckstr, Ii, Sumntt 25. � 7. Rai« Ebarlottenburg. Dienstag, 20. März, wünktlich Wi Uhr, erweiterte «reisvorltandsstdung Im Rathau«. 16,«reis ssehleudorf. Dienstag, 20. Mär», ldth Uhr. Hai Schnett,, Fehlen. dorf, Potsdamer Str. 3, Dorstandssstzuna. 11,«reis Schöueherg. Montag. IS. März, Ä> Uhr. Hai«önig. Frurigstr. ZI. Sitzung aller Beamtenwerbeauslchüsse der Abteilungen, Dienstag, 20. März, im gleichen Lokal Zusammenkunft der sozialistischen Elternbeiräte. 13.»reis Tempelhof. Dienstag, 20. März, 20 Uhr(nicht am Montag). Fraktionsntzuna in Teinpechof, Dorfftr. 42.— Pente Sonntag, 18. März, 1» Uhr, im Festsaal des Symaafiums, Rnrtcadori. Ralscrstr. 21, Aar». ftiti. Festanwrache: Dr. Rudolf Breiticheid, A. d. R. Mitwirkende: «anzert-Vereinignng des Gtoatstheater», Voltschor Tempelhsf. Rezitatio» nea: Rnbolf LaÄinger. lintritt 1 R. Arbritslof« bahr« freien Gintritt. U.«reis fltnl'Un. Montag. 19, März, 19H Uhr. im Parteibureau, Neckar. 'irafte 3, Sitzung her Obleute der«IternbeirSte der Abteilungen und Schulen. Aussprache über die beuorstehrilde» Sitcrnbeiratswohlen.— Dienstag, 20. März, im Städtische» Saalbau. Berg sin. 147, Vortragsabend mit Lichtbildern:„3oct London". Vortragender Alfred Beierle. Rotten sind»och an der Rasse zu laben. Die nicht verkaufte» Karten müssen dort abqerechnet werben.— Sonntag, 25. Mär», vormittags mi Uhr, in der Neuen Welt, Safenheide. Jugendweihe. Rartru sind im Parleiburrau. Neckarftr. Z sowie in den„Lorwärts".Soeditionen, Neckar. große 2, und Siegfriedstr. 28/26. zu haben.— Freie Schulgemeinde. Werbe, und Unterhaltungsabend am 28. Mär», ltzth Uhr, bei Rlirm, Hasenheide. Alle weltlichen Schule» sind beteiligt. Rarten i 40 Pf. und 10 Pf. in ledrr weltlichen Schule. /Anzahl sehr beschränkt.)— Bezirks. «mt«rakiSn. Die EBD..Senosse» treffen sich zur Märzfeier heute um lösi Uhr am Rathau«. J7.«reis Lichtenberg. Montag. 1«. Mär». 1» Uhr, Nezirk-ve-nrdnetenfrartion mit den BNrgerdrnutiertcn im Rathaus. Zimmer 38. 1».«reis Pankow. Montag. t9. Mär». W/i Uhr. Be-irksvervrdnetentraktio» mit de» Bürgerdeputierten im Rathaus Paukow, Zimmer 17. 26.«reis Neinickenhsrf. Mittwoch,?1. Mörz. 26 Uhr, f» Miiler« ! I Fcftsöle». Rewickendorf-West. Scharnweberftr. 14,«roiswltgliederner. s-wmlun«. Vortrag:.Wie steht die SPD. ,»» Außenpolitik der beut. . schen Republik!" Referent Dr.«ndols«reitschei».«. d.«. An»._ spräche,«erfchiedene». ssadlreichee Beiuch au« alle» Abteilungen er». wünscht. Parteibuch legitimiert. Der«retsvorfiaud. heule. Sounkag, tS. Mörz: . Abt. Die Gen- gen beteiligen sich an der Fr ine des»eichsbanners W-dding um 11 Uhr im Mercedes.Palast. Nack, der«undgsdong Pro- pagandaumzug.... 26. Abt. D'S Abtcilunzen treife« sich«r Teilnahm« an der Rundgebung nnt 13ii Uhr not dem Bezirksamt Danimee Str. 84. Montag. 1». Mär«. 20 Uhr, Frmktionärsitzung bei Our«. Prenzlauer Allee 166, Di» Bezirks« tuhrer werden gebeten, sämtliches Material abzurechnen. �. M. Abt._ Sreffpunit zur Rortigilimg um 1414 Uhr EvmantUSpstttz Eck« Senossinueu melden sich sofort b«» eiaiiswei» mitbringen. fo\T führ« w m. .«ht. SSeflstarfr«, All» gH» d«u gesch! jloflen nack LH» hei Galla, und «ur Runbg&ung. Morgen. Montag. 19. MSrz- U. Abi lavi Uhr bei Semchach«all«. Hwinemünd« Str. m. außoaord««. 16.«s£ treffen sich um IZIz Übe bat Srang MAler. Ufer. ftraße 16.«krfch-inen Ist PN'cht..... 28»««t. 16-4 Uhr bei Reche. Metzor Str. 36, wuWgt ffuttHWBckrfitzWfi MS HG» Ärti»oettieti;rH. 3t»dt. Achtuno! Strfammluna her Frrtdenk».«mtll«-«enossen find verpflichtet, sich daran zu beteilige». Zreffvvstt pünktlich 16 Uhr bei «romphardt. Paul-Sinaer-St«. 46. »8. Adt. To Uhr hei«ellee. Fürstenstr. 1, Funktionärfi»»»«. �. 77, 6kht. fiichlueherg. 20 Uhr bei Schmidt, Grunewald str. 18, Fmikkionür. 66. 6fh�. �Renkäll». 1»'4 Uhr dei fiimm«n>u»v>. Stuttgarter Str..«I. Bop- ssandssisötilg. Di«>>»tag, 207 März, ebandopt Sitzung der Fmwngskom- Mission, m- Abt. Adler-Hof. Tagesordnnung aller Genossen ist 20 Uhr bei Lehngut. Sedanfipaß«. Sitzung der Freidenker. I der iBetfotnnUung bekonntgtzeb-n. Erscheinen Dieustaa. 20. März: 64»»»t. 1614 Udp h»t Lätschept, Rüder«»«»!«! Str. A. wichtige Borsianj-. sttzung, aWchetntt! unbedingt erforderlich� aller SPD�Freidenker. Feder hat zu nfchtbü'n, Partei, und Fr»w-nk«i> mltglledsbi'ck leoktimieren. Hin. Adt. Echöt'-bcrg F'i'd-no». 1614 Uhr bei Rlabe, Kandfernsir. 60/81. Perfommlvng ollor«ansumtnitgliedei.»ortrag de» Genossen Güttlcr. »ollzäbNoe« Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Pflicht, 1«. Abt. Dbersibku-weibe. 17 Uhr pünktlich Abmarsch nom Marktplatz fut Rtonznikderlegung am Grabe unser«» vor zwei Fahre» avschlagenen Ge- nossh« Ulrl». Z ob Ire täte tzi-ieMgung wird erwartet. anzeige. Sannabend. 24. Mörz «, Eug-lufer 24�». Frühling». cen'rnrdle Die Wender rgttiir. it. Abteilung,»geanzeige. »e, Gc-n-rllchaflsbanie«, C Mitwirkende:«Lnfilerenst. WWMM Sirteltt-karten zum Pr»>s- von l»» Ml. sind hei he» haben. Reg« Beteilig»»« erwartet Ii« sbtmlungsleiwng. RSrtb I» große» Goal und Zübilarieier. Beainn 1» Uhr. Weziel»tthl«ea j» i MälZ. 57. Abt. ah-rtottcnbltrg. Voronzeig«. S-»nabe»b, 24. Graß« Frühlingesett. ci»trit< inkl. Steuer»nb Tau, 1«.«arte» sin» bei allen F»nktionor-n und in de«.Poew»rt»".SpedItto»e»«ant- ftraße«nd S»s«n»«ime> GKaße•» baden. Lokal: Unterer Saal d«» Schillertheater-Refianraut», B>«»e«kstr. 11««Er Srolmar ftraße. Ort? Inaegcnd »Usen. 3, Iis Uhr. Z caueaveraastaltimgeii: 4.«rri» Peenzlaner Berg. Achtung Genossinnen? Der SllmnasWwrint findet Mittwoch. 21. März, doch an bekannter Stelle statt. lll.«rcis Steglitz(Sieglitz. Lichterseldc und Lankwitz). Montag, 1». Mär», 20 Uhr. Ärelsfrauenobend im Lokal Zieinh. Schmidt. LichterfeIde.West, Roonstraße 39 Ecke Lindealwrgdamm(Nähe Sändelplatz). Vortrag der Genossin Minna Todenhage» über:»Sozialismus und Iugendrecht". Freie Allswrach«. Geschäftliches. Um zahlreich« Beteiligung wird gebeten. Gäste willkommen. 17. SccU Lichteuberg. Dienstag. 30. März, 20 Uhr. bei Albrecht, Lichtenberg, Vorhagener Str. 82(Nähe Bahnhof Friedrichsfelde), Rreisfrauenabend. Vortrag der Genossin Dr. Bpgodzinski über:»Die Bekämpfung der Ge- schlechtskrankheiten noch dem neue» Gesetz". Um zablreiche Beteiligung wird gebeten. Borwärtsleser und Sympathisierende find besonders ein. gelade». 16.«eet» Pank»». Montag, 1«. März. 1614 Uhr, Sasiochlehrvorführung der ftiMUchea Gaswerke Abteilung Kausdienft im Augusta.Bikwria�Sartea. Buchholz, Kauptftr. 6t. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Ziigsudureik« der Arbeiterschaft Groß-Berlins. Heut«. Sonntag. 18. März: SSpeaitt, vorm. 11 Uhr. in der Aula de? Zkörner-Realschule, Andenstr. Programm: Chorgesänge, Musik, Weiherede: Anna Nemitz. M. d. R.— Karten: Erwachsene 76 Pf.. Kinder 25 Pf. an der Kasse. Franenveraafialtungev am Montag, 19� Uhr: tll. tzlit. Achtung, Genossinne»! Umständehalber fällt der ffraurnabend am 16. Mär» aus und findet erst Montag, 28. März, statt. 4. Abt. Montag, 1». Mär,. 16)4 llbr, bei Brandis. Strolauer Str. 10,»Bunt« Abend", Rrferent Genosse Mendelfohn. Gäste sind herzlich willkommen. 7. Abt. Die Genossinnen, dir noch keine Eintrittskarten für dt- Film» Bctanfloltunn„Rreuzzug de« Weibes" haben, wollen sich dieselben heute Sonntag. 18. März, bei der Srnossin Michaelis. Tieckstr. 2. abholen. 18. Abt. Bei Müller, Üferstr. 12»Fritz-Reuter-Abenb". Vortragender Genosse Wilhelm Schult. Alle Genossinnen sind dazu eingeladen. Säst, will» kommen. 21.7».«dt. Montag, 16. März. 14 Uhr snachm. 2 Uhr). Gaskochlehrvorführung der städtischen Gaswerke Abteilung öausdienft im Amtsgebäude. Berlin GZ. Zicue Friedrichstr. 106. Alle interessiertr» GenoMnnen find in«» ein- geladen. 28. Abt. stm Lokal Dogen auer Str. 6. Vortrag de» Genossen Hans Ramm über:»Die politische Lage". Um rege Beteiligung wird gebeten. 36. Abt. Zm Lokal des Genossen Polst, Stargarder. Ecke Lvchener. Str.. Vortrag des Genossen Reich über:»Di« staatspolitischen Rechte und . Pflichten der Frau". Dcrschicdenes. Zahlreiches uud pünktliches Erscheinen wird erwartet. 31. Abt. Bei Goldschmidt. Etolpische Str. 38, Bortrag der Genossin Helene Michaelis über:»Unsere Borkämpfrrinnen". Alle GenoMnnen sind dazu «ingeladen. Säfte willkommen. 36. Abt. 20 Uhr in der Juristischen Sprech stunde. Liydenstr. 8, Vontrag des Genossen Landgerichtsrot Rüben über:.Wohnungskultur". Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Gäste sind herzlich willkommen. 57. Abt. Ehorlottenburg. Bei Arndt, stontsir. 51. Vortrag des Genossen Sans Woywod über:»Schule und Saus" lRrantz-Prozetz). Alle Genossinnen sind herzlich einqcladett. Gäste willkommen. 74. Abt. g-HIrndors. Achtung, Genosstimenl Der Frouenabend findet erst Montag. 28. März, statt. Abt. .. denan. 20 Uhr bei Rlobe. Santsernftr. 60/81.«cht. "g bildervortvag:»Eint romantisch» Reise ins Rheinland". Bortragender W Genosse. Bothur. All« Genossinnen und Genossen sind hierzu herzlich K«ingeloden. Borwärtsleser und Sympathisierende sind besonders will» M kommen. Betäntvfung her Geschlechiskronkhetien nach dem neuen Gesetz". 120. f 130. Abt. Pankow. Bei Mccsc, Lindenpromenod« Ecke Berliner Str.. Vortrag d»s Genossen Sans Woywod über:„Schule und Saps" fEr» Ziehung stragen— Krantz.Prozesi). Alle Genossinnen und(Seuossen sipd hierzu eingeladen. Gäste willkommen. 136s. Abt. TeaehEreie Scholl». Im..Schollenkrng" Vortrag der Genossin Erna Büsing über: �lypen aus der Türkei". Alle Gcnossiniicu sind hierzu her». lich cingclcchen. Säfte willkommen. Zraueaoerausiattuugen am Mittwoch, 19% Uhr: _> Ackersir. 1, Vortrog de« Genossen Raibl« über: Parteien Deutschlands". Um M LMM recht zahlreiche Beteiligung 1. Abt. Bei Zst »Die volitim«. wird gebeten. Gäste willkommen. 24. Abt. Bei Schulz, Carmen.Eylva�tr. 51 Ecke Sosemannstr.,»Ernste« und Heiteres". Vortragender Genosse Heinz Barthel. Um zahlreich« Beteiii- qung wird gebeten. Gäste willkommen. Sckiönedcrg. 77. Abi. Be» Jürgen«. Barbarossastr. b», Vortrag dir Genosstn Dr. Hcllinger übcrt»Die gesetzliche» Grundlagen der Gesährdetensürsorg» snach dem neuen Gesetz)". Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. — 78. Abt. Bei Dahn, Mühlenstr. z, Bortrug der Geiiossin Elte Scheiben. Hub« über: Berutsschulsragen". Alle Genossinnen und Genossen sind bierzu eingeladen.— 79. Abt. Bei Grotz, Sedanstr. 17. Bortrag der Ge- nossm Luis- Rädler, M. d. L.. über:..Rammende Kämpfe". Ilm recht zahlreiche Betslligung wird gebeten. Borwärtsleser und Sympathisierende sind besonder» etngelode«. 8«. Abt. Maricnboes. Bei Niendorf, Martendorf, Ehausseeftr. 19.«Bunter Abend". Um rege BeteMgnng wtrd gebeten. Gäste willkommen. Sinderfreunde Grofs. Berlin: Acht»»»: Freitag, 23. März. 20 Uhr, in d« Geschäftsstelle Liitdenstrafje 3, Sitzung des engeren Vorstandes. Besondere Einladungen erfolgen nicht. 161. Abt. NiederschSueweid«. In der Brück enklouse. Briickaustr. 15. Bortrag der Genossin Margarete Katko üb«:»Die Frau im Wandel der Zeiten".. Um rege Beteiligung wird gebeten. Cii. Abt. Mobltzdors. Bei Anders. Bohnhofstr.. Bsrtvag d« Genossin Irma Fechenbach vb«r-»Die Stellung der Frau im komm enden Woblianrps". All« Genossinnen sind hierzu beetzltch«mgededen. Frauevoeranstattmige« am vieuskag. 19 Zh Uhr: 18. Abt. Bei Rrstger. Hussitenstr. 34 � Freienbrink über:»Religion ynd SoztoUsmu«. Gäste»II_______ 16. Abt. Bei Gtenzel. Echmedenstr. 13. 1818er Revolutionsfeier. Reziintkautu und Gesang des Genossen Rick nnd Frau. Eonosseu und Gäste sind mitzubringen, 26. Abt. Bei Stenzel, Schwedenstr. 13. isttzor Rsvolutionsfeier. Rezitationen und Gesang des Genossen Rick und Frau. Genossen und EZstc sind ein» zuladen. 23. Abt. Bei Rätriq. Otavistr. 37, Vortrag der Genossin Minna Todenhagen über:»Die Rulturide« des Sozialjssm»". Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten.. 45. Abt. Bei Prüschke. Sieichciiberger Str. 88, Vortrag her Genossin Irma Fecheubach über:»Di« Stellung der Frau im kommenden Wablkampf". Rege Vejeiltgnng wird gewünscht. Gäste willkommen. 35. Abt. Eharlottcnbnrg. Bei Reimer. Wilmaesdorfer Ecke Ranalstr. Bortro« der Genokfin SchenkalowÄi über:»Die Politik Lillu Brauns". Alle Sc. nossinnen sind hierzu eingeloben. Gäste willkommen. III. Abt. Bohnsdorf. Bei Scinrann, Woltetsdorfer Str. 100, Bortrag über: »Jugend und Eltern". Alle Genossinnen und Genossen sind hierzu ei». ocstiücn, Reets Tiergorteo. Gruppe August Bebel: Dienstag, 20. Mär». 18 bis >1» Uhr, im Heim Woldenferstr. Basteln- Kükengruppe: Mittwoch. Zll. März. 15 bis 17 Uhr. im Heim Waldenserftr. Spielen. „ Reei, Eharlotteuburg. Montag. 19. Mörz. 20 Ubr. im Heim Rosineustr. 4. Elternoersammlung. Referent Kreisschulrat Ulrich. Rrei« Lichtenberg. Gruppe Koulsdorf: Schul« Adolfstr.. Gruppenodeude Mittwochs unb Freitags 17 bis 19 Uhr. Gruppe Zkeu-Lichtenberg: DiengtOgs Turnhalle Prinz-Albert-Ett.. 17 bis 19 Uhr Turnen uud Spielen. Mittwochs uud Freitags im Jugendheim Haufstr.. 1ö bis 19 Uhr Rote und Iungfalken. Gruppe Nord i Kämpf er): Baracken Ratbausstr., Montags 18 bis 18 Uhr die Rükengruppe, Mittwochs 17 bis 19 Uhr Rote uud Iungsalken. Freitag» 17 bts 19 llbr. Gemeinsamer Gruppenabend. Bezirksausschuß für Zlrbeiterwohlsahrt: 88. Rrei» Steglitz. Freitag. 23. März, 20 Uhr pünktlich, im Rathaus Steglitz. Schulungskursus. Thema:»Das Gesetz über Arbeitsvermittlung»yd Arbeitslosenversicherung." Name de, Referenten wird nach mitgateiir. Alle Senosfinneu und Genossen find herzlich eingeladen. 14. Rrei» Revkölln. 13. Abt.: Donnerstag. 22. März. 2» Uhr pünktlich, dn Lokal Eich«, Raiscr-Friedrich-Strahe Ecke Saalestratz«, kvortrags- und Ausspracheabend über»Aufgaben und Ziel der Arbeiterwohlfahrt. Refc- rentin Gc:rossin Dr. Henrigues. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Alle rnteressierten Parteimitglieder sind eingeladen V. Rrei» Lichtenberg. Freitag. 23. März. 20 Uhr pünktlich, im Rathau- Lichtenberg. Schulungskursus. Näheres wird noch bekanntgegeben. «. Kreis""~'——..............— Genossinnen und Genossen stich eingeladen. Jungsozialisten: . Aebeitsansschußfitzung Mittwoch. 21. Mär». 16 Uhr. im Bund sreiheUlicher Stubeatr», Albrrchtfir. 11(Röhe Bahnhof Fried richstraße). Gruppe Süden: Tresspunkt 13 Uhr Mariannenplatz zur Rundgebung.— Gruppe Reinickeadors.Oft. Montag, 19. März, Beteiligung an der Beranfial- tung de« Bücherlreises im Lehrervereinshaus, Der Gruppenabend fällt aus. Sterbetafel der Groß«Berliner Partei- Organisation j 9. Abteilung. Am 14. März verstarb unser seit 30 Jahren zur Partei ge. härig« fflenosse Ernst Stark. Wir werhen ihm ein ehrende- Andenken he. wahren. Die Einäscherung findet am 19. Mirz. 20 Uhr, in der Gerichtstraße statt. Wir bitten um recht reg« Beteiligung, 1 24. Abt. Nochens! Unser Genosse Walter Iseck,. Binsstr. IS. ist»er. starben. Seme Bestattung hat bereits stattgefunden. Ehre feinem Andenken. 64. Abt. Rcnlolln. Unsere iangjährige Genossin Anna llhlk«, Allerstr. 88. ist ocrstorden. Ehr« ihrem Andenken. Beerdigung am Montag, 16. Mijrz. 12M; Uhr, auf dem Gemeiichefricdhof in Neukölln, Marieildorfcr Weg. Wir bitten um rege Beteiligung. 1 Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Verlin awsendungen für diese Zkudeft■ Berlin 63B 68, TIndensiroß«» i m de« Iogendsefreiattgt. heute. Sonntag, IS. Marz: Werbebezirt Osten: Jugendheim Ebertpstr. 12. 20 Uhr Mär,feier. Berbebezak Tiergarten: Jugendheim Lehrter Str. 16. Märjseier. Treffpunkte zur Märzkundgebung(Dahnen mitbringen): Bannsee: 12'4 Uhr an der Schule Eharldttenswoße. Rällnischer Pari: Uhr Strausberg,'".-~~~r ilenktorf: 12-� Uhr 12tzi Uhr Strousbcrgir Pia »lendorf: 12Ä Uhr am Shf.'ll Gnhauser�. Allee, Neu.Lichtenberg »er Schule Eharldttenswoße. Rällnischer Herm-dars: 13 Uhr am Bahnhof, Nordau Mitte. Schönhauser 3)o" 1214 Uhr- uaganq. dt: IZtzt.Uhr Bhs. __—-------,-------»i IS'« aar am wot.»tu-: Stralauer Btertcl: 14 Uhr auf dem Rudoliblatz. U««p-lh,f: l.iVg llbr Tempelhos. Neukölln N: 12Vi Uhr Bhs. Neukölln. Lichterseldei 13 Uhr Rathaus Steglitz. � Werbebezirk Lichtenberg: lg Uhr am Bhs. Stralau-Rummelgburg. irri Pankow! 13 Uhr Marktplatz Pankow«erbebezirk Mstgtzelsee: Abmarsch 14 Uhr vom Bhk. Warst 13 Uhr Mariannen� Zirksamt Prenzlauer Wedbio g-, l« Uhr Brunnonplatz, Plötz. r Be' ü-r erg. Werbe deztek R, .___________ Weg, 13' 4 Uhr var___.. Werbe bezilj RenkMtr: lZ->? Uhr am Bhs. Aeuliwn. Werbebezirt«renzloner Humannplotz: 13 Uhr Selmbaltzplatz." Wätthei'6Ua»! Di« sich um 10 Uhr Worthcr Platz. Treffpunkt zur Demonsttatll zink Webbini dem Be- Nachzügler 1314 Uhr MWer.. Ecke S-estratze. Wörther Platz: Die Radfahrer treffet :r Platz. Treffpunkt zur Demonftratlon 13. Bezirk« Werbe bezie« Panlow: 9 Uhr Genera lprob» zur Jugendweihe im Rinn Tipps!, .. iffpunit ,. 13 Ubr Brunnenvkatz Berliner Straße. Itter Genosse, der tat Sprechchor"oder sonst mUäpictt, Erscheine»� Rottbnsser Tor» All- Genossen tressen Z>r KIT. Frlmaufnahnre. sAbeitsl«"---- des Derbebeztrl.. worden um Beter Marge« Montag, LS. Marz. 1SK Uhr: M tat Jugendheim Sindente. 4. .------- rcher Str. Sa. Diskussion:»«andern."— rbruchstr 53, Dortrag:»Eil, Zag auf de« Apbettacortcht." . Weeleb-zirl«egmboeg: Generalveeiammlunk! de» VrtzaussKuss« im G«" sundhettshaus am Urban. Alle Funktionäre und interessierte Genosse» nehme» nach Mäglichkeit daoan teil. Achtung, besucht in der nochsien Woche die Buche ausstellung im Gesundheitshaus. Achtung, Aahrpreisernuihigung zur vsterfahrt: Die Anmeldnng muß spätestens bis 8, April auf den Fernbahnhofe» vorgenommen werden. Bei Fährten über die Stadtbahn nach Ssten Schlesifchea Bahnhof, nach dem Westen Eharlottenhurg, Briefkasten der Redaktion. .. M. 9. Der Pmnnietrr kann Erhöhung der Riete«Uli ihm gefordert« Betrag dürfte als angemessen zu beji' Sur Zahlung sind St» verpfl'"-'�' k-lnen erfolg.— S. K. 1. hehdrb», dessen Inhalt uns P-|--- in. Srr Mtt -»44. M. ' ms flichtet. Bon einer Bunfung versprechen wir»in , Maßgebend ist der Beschluß drr dortigen Rirche» drssen Inhalt UNS ober nicht bekannt ist. 2. und 3. Ig, 4. Rein. 41. 1. und 8. Ja. 3. Ja. Di« Preise find prr'chiedrn. 4. Roch siü) nach dem Stteiiwrrt. Da dieser in Ihrem Fall« nicht frstlleh!, virimehr vom Gericht festgesetzt werden muß. so loht sich Uber dir Hohr der«»? stehenden Rosten nichts Bestimmtes soorn. S» bleibt nur dt» Anrufung des Gerichts übrig.—». Z. 26—26. 1. UV M. monatlich od«r 2330 M.«vchent. Nch. 2. Ja. 3. E« ifandelt sich um dir Leistungen, die fedem»«rsicherten Mttglied zusteht. 4. Erklären Sie der Gesellschaft, daß Sir Aufwertung per- langen.� P. N. 34. X. und 2. Die Strafversolgung verjährt bei d»r«in- in 5 Iahren. bei der schweren Abtreibung in 18 Iah . n Abtreibung in 5 Jahren, bei der schwere» Abtreibung in 18 Iahrry. und 4. Bei Beruptetlung zu einer Geldstrafe, wird die Strafe nach zrhir , hrrn, beginnend mit dem Tagr der Berurtrilung, getilgt. Ihr« Löschunck »rsolgt von Amt, wegen. Die Stellung von Anträgen ist daher nicht er. forderlich.— Perba: Im Rmrsinn. 1Ma7f&s%aLM §(oihu.S*ehmd C&rfraucffenrh'.2Cfäj9*f**'b- PiWHhi t Frühjahrs-Ulster u. Paletots in allen Großen und Preislagen Herren- Anzüge in bester Verarbeitung Sportbekleidung aller Art Gummi- und Lodenmäntel in großer Auswahl Windjacken kür Damen und Herren in allen Größen und Preislagen Elegante Maßanfertigung Herrenartikel Hüte— Krawatten— Oberhemden usw. zu billigsten Preisen Berufskleidung für jeden Beruf Fahnen in jeder Ausführung gut und billig n HOFFNUNG« Bekleidnnga- Industrie G. m. b. H. Bnmoenstraße 188-190(am Roaeathaler Platx) Bnßioen Preise» nur slioe---- nvalidenstraKe 13L Haltestelle laijnijof. Ctammfiaits Zistgcnerstraße 13. P-lierte Schlafzinuner in' Birke. Eich«. Nußbaum, Mahagoni 330,—, eichen« Es Zimmer. 250 breit, zerlegbar, ganz erst- rlasstge Berarbeitung. 345.—. Möbr!. Magazin. Invalidenltraße ISL Haltestelle Stettiner Dahichos, Schlafzimmer. l3ö breit, trettstrig. schwer« Augfsthrung. mit echtem Mar. mar und Spiegel 33»,—. Speisezimmer. Serrenzimmer, komplett, echt Sich«. 31».—, Änrichtekstchen. iiebenieilig, mit Linoleum, lasiert und lackiert. S5.—, Möbel-Magazin, Invalidcnstraß« lZI, Haltestelle Stettincr Bahnhof. AnNeideschräille. fourniert, 150 breit. aus Pianoband, dreitürig, Wäscheabiei. luna und Spiegel. 123,—. Englische Bettstellen, komplett. 5».—. Waschkam. mod?n mit Marmor und Spieael 7*,--. Nachttische mit Apv thrken 27,—. Moqurit». sota 63,—. Ehaisclongue 18,—. Stand. uhten 68,—. Diplomaten 52�-. Bier. zugtische 78,—. Ricsenauswahl in Ein. zelmSbel, komplette Einrichtungen. Nr naisancemiibcl.?ahlunas«rleicht«rung. Möbel-Magazin, Invalibenslraße 131. Haltestelle Stettiner Bahnhof.� Selegenbeit. Büfett 75—. Umbauten 38,—, Rußbaum-Schrelbtilche mit Zlvt. saß 35,—. Kleiberschrank 18�. Bertiko 15—. Rüchen 24.— Bettstellen 15,— Walchtoiletten mit Marmor 14.— Möbel-Magazin. Innalidenstraß« 131, Haltestelle Stettiner Bahnbok.* Niescnanowahl in ErgZnzungzmSbeln, Büfetts. Kredenzen, Tische, Stühle, Schreibtische. Bibliotheken, Betten, Schränke, Standuhren, Sofa», Chaise» lonaue», Walchtisch«,?>achttisch», Küchrn. Stadtbekannt billige Preise, dennoch an» läßlich der Eröffnung 10 Prozent Na. Mtt M» 26. März. Möbelhaus Osten. Moriß Slrlch-w-ß. Airdreasstraße ZV. gegenüber Markihall».» __ 1» S«i«r Suswahl. neue und gebrauchte, mir herrlicher Tonsüll«. Langjähriger Sarantic. schein, klein» Ratenzahlung. Herer. Brvnnenstraße 191. 1 Treppe, am Rosen. thalerplaß Sie zahle» Raten nach Wunsch, ohne Anzahlung sllr Pianos, neu und ge- braucht, große Auswahl. Pianohaus, Königgräßcrstraße 81._• Bandonions. Lange, rühmt, ffabriklagrr. s?odr Zahlungen, kleine Anzahlung weigel, Abaldertstraße 91. ilhNg, weltbe- rikpreise. Teil- Musik. Li»t»i»n»,. überaus preiswert. Piano- labrik Link. Brunnenstraß» 35 Bandonionlager. Epezlalberatunz, Ad. zahlv-rkaui. Fachunterricht. Ackerstr. 38. 33�- monatlich, ohne Anzahlung, nur «cht»» kaufmännisch« VrisakschnZeu? Steglitz, Aldrechtstraß« 123, Fernruf I3H. und Lichtenberg. Zieuebahnhofstraße 7». Andreas 2006. Jahres-, Halbjahres- und Brerteljahreskurse. Schnellförderndr- Einzelfach- und Privatkurse mvnatlird und täglich beginnend. Lehrpläne kosten- los. Anmeldung jederzeit._ M. Strahlendorf, Koch, und Haus. baltungslchule mit Töchterheim. Berlin. Königgrätzerftraße 44. Gewissenhafte Ausbildung in allen Fächern der Hauswirtschaft. Prospekt frei. Eintritt jederzeit._ T-chniler, Werkmeister, Konstrukteur. Tageslehrgänge, Abendlehrgänge. Ma- fchinendau, Elektrotechnik. Ferner Bor. bereitung für Elektromeister-. Elektro- gehilfen-Prüfung. Privaifchule D'pldM- Ingenieur Stecklmachcr. Friedrichftr. 118. Firmcnpionos. langjährige Garantie, KinooorfShrer-Ausbildung. kurzfristige keine Phantasiepreise. Adam. Rollen- Abendkurse, ohne Borkenntnisse. Elek- borfpsaß 7 sPiono-Adaml. Mietpiano«, Kaufanrechnung. Ge- brauchtes 425,—. Bahrt, Hauptstraße 1. Ecke Grunewalbstraße.__* Seammophone 10�- an, Schallvlatten —150 an, Reparaturen. Erfaßteile. Blatten Umtausch billigst. Köpcn Icker. straße 183a.____• Reue« Piano und Grammophon. schrank an Private«erkaust Euvrg straße 4. parterre. Heisig.___ Mietpsano« 10»- monatlich. Rauf- gelegenheit. Bochumerstraße 27 m.' troschule, Friedrichstraße einundzwanzig. Bormittaqfchule.«bendtnrse. Abitur. Obersekunda. Direktor Danzigers Bot- bereitnngsanstalt. Alt» Iakodsträße 124. Tempelhof, Ringbahnstraß- 7._____ Schnelllnrie. Englilch, Französisch. Deiltsch. Korresvondenzen, Auslands» studium._ ilrbanstraße 176.___ '«iüjäbrigturle. Postsschüler, erfolg» sicher, llrdanstraß« 176.__ Private jessons and ccnversation wanted from an Englisü person standinfi in rde labour mouvement under L./ Berlog de» PorroSrl»._ Technisch« Privaischnle von Ludwig Barth. Jnbab-r und Leiter Dipl..S>ig. "Gte, Mark 15-—. K�ma-iN Haast. R 4, Ehausscestraße 1 Reu. Tourenräder � �runienbutaer Tori. Mafchin-nbau. Tages». Abendschule, Spefsezimmer, Eiche, innen Mahagoni, modernes Bstfett. große Anrichte. 325,—, eichenes Schlafzimmer. Spiegelschrank. dreiteilig, kompstst, mit Spiralboden »95.—, Anrichteküche» 145—. Einzel- eianRenerngat»! Tourenräder mit Morißpla». Fabrikgetäiioe.' Torpedolr-ilaus. Eontidereifung 58—, Mlbelleebst di« 20 Monatsraten Damenräder 65—, Salbrenner 65—, SSl-f, immer. Soeile,«nnner,«in,«I. Rennmaschinen 7Z—, Rahmen 17. Decken möbel Küchen. Melallbetten Möbel- 2 40. Schlänch« 0.85, Sättel 2,50. Witt, Fahrräber, gebrauchte, R—. 25—, 35—. Reu-»oirrenraorr mit Torpedofreilauf. prima Berei'ung.j�f"'��".> � komplett m-t Donamolamn«. 5 Jahre � ��jst�.Techmkertursu,. Reue Lehr. gtrantz», SRnrf<8—. Ernst Machnow. April. Lehrplan kostenlos.' Weinmeisterstraße 14. Größtes Fahr-l�'w- radhaus Deutschlands. Fahrräder, erstklassige Teilzahlung. Fahrradhaus Linien straße neunzehn. Radio- Anlagen, Fahrräder. Ma�nräder. � ______ Opel. Wsttler, Svezialröder, auf Teilzahlung. Reparaturen..Arena". Paul-Singer» Straße acht.___* bau» Li-Isenstadt Köpenick« rstraße 77/78, Eck« Brückenstraße._ Verkäufe Parzelle» jeder Größe, Quadratmeter von 30 Pseuma an. Otto Marggraf, Basdors de! Wandlitz lMark). Kolonie Waldheim. Langer Weg 19, Teppiche mit Farbfehler». 2X3» 24—. Farbfehler. 254X35-, 89,—. Farbfehler. 255X35-. 48—. Farbfehler. 8X4, SS.-. n arbsthler. 8X4, 69,—. Farbfehler. 4. 83—. Körner. Potsdamerstraße Nr. 26».' Teilzahlung! Kinderwagen. Kastanien alle« 19/20. Stern, Beachtenswert! Deutsche» Teppich bau» Emil Lefdvre seit 1832 nur Oranieu straße 158. Keinerlei Beziehungen zur ähnlich klingende» Firma. Man achte auf Borna meu Emil____ Kanarienhähn«, Juchtweibchen, per. kauft Bonawski, Zuchter, Pettenkoser. straße 37, Bahnhof Frankfurter Allee. Seßlenlunsizsiucfie. Vlödtde uz« Bon Kavalieren wenig aetrageue. wie auch neue elegante Zailetianzüge, Smo. king., Frackanzstge. Paletots. Gummi» Mäntel. Hofen, für jede Figur paffend, verlauft spottbillig, keine Lombardwar« Leihhaus Friedri, tcheu Tor. am Halle» Getrogen« Herrengarderob«. Speziali. rät Bauchfignre». spottbMia. Raß. Gor- Wannstraße 25/26. früher Wulackstraße* Zerren schneiderei fertigt eriMassige Maßgarderobel 1. Serie in 6 M.-.na.'s. raten je 20— Mark. Wouatsraten je Zäuter 15 Proz. lidenstraße 185. Stei ... in sechs rk. Kassa. teilt. Znoa» Bettfeder» ab Fabrik, grau« Rupf. federn Pfund 50 Pfennig an. Bettstdern. Dampfreinigung. Reu: Bettsedern» Wäsche Bettfedernfabrik Schwan. Brun- utnstraße 152. Fabrikgebäude. Bergllte 5 Prozent,_ Bettenoerlaufl Reuet 9.751 15,—. SBO! Prachtvolle 27501 Bauernbette» t Daonige 37501 Kinderbette» 3.751 Bettwäsche! Inletts! spottbillig und gut! Kein- Lombardwareu. Leid- hau». Brunnenstraß» 47__• Wenig getragene Jack auf Seide. 18.—. Emokingai. anzilge. Taillenmäntel. Paletots, stau- nend billig Gelegenh-stskäut« i» neuer Herrengarderob« Leihhaus Rvsenthaler Tor. Llnbenstraß« 203—204. Sck» Rose». thalerftraße Keiue Lombardwar«_ Leihhaus Rorißplaß I Kavalier-Garderobe. teil» Berkaus von .____________.. auf Seid«. Jackett-. Frack-. Emokinganzlla«. Gabar. dplesuairtel. Bauchanzüge, Mr sed« Figur passend. EriraeAngebot« für neue Gar. d-rode. Belzsacken JSO.—, Pelzmäntel SS.—. Sportpelz»»5—. S-Hpelze 100.— Keine Lombardware I■ Nähmaschinen Düist-pp.Näbmaschinen gegen g-Mart. Wochenraten Wlostk. Brunnenftraße 185, zwischen Rosenthalervlaß nnt Znvali- denftraße Norden U8 Thomav-Rähmaschlne», erste Marken, Mundios, Adler, Phönix, Pfafs, Hau»- halt und Gewerbe. Elektromotor«. oß« Auswahl. leichteste Ä-hlungsweife. thringerftraße 80. Möbel Gute Möbel tüt billige»©tibi Wir verkaufen zu bekannt billigen Preisen: Epeisezimmer, schwer Eiche, innen Mo- hagoni. rund vorgebaut, mit schwerem Bitrinenoufsaß, aparte Kredenz, großer Auszugtisch, 6 Rindlederstühle, komplett gebeizt, 435—. Desgleichen schwerere Au». Phruna. reich geschnitzt, o schwerere Äussührung in Sid>«. Birk». Kirfdibaum 695—. 875,—, 975.—. Herren. Zimmer, schwere Bibliothek. Diplomat l 60 breit, komplett 595—. Große Auswahl, Speist«. Herren., Schlafzimmer, Kücheneinrichtungen nnd Sinzelwöbni. Trotz niedrigst« Preise bequeme Kah- lungsdediugunaenl Dembitzer» Möbel. Niederlagen. Räch folg«. Groß» Frank- surteritraß»». Grngang Waßmann. straße. nur erst» Etage, Augu 47/47». Roscnthaler Tor. Friedi am Salleschen Tor Patentln-teatzen..Primissima�-Metall- betten. Auflegematratzen. Ehaiselongue» lizr. Gt« ztalgtMit. leere de r.B erkaufe stelle. Waldemarstraße Pückl-recke._____' Fahrraddecke» 2.30. Schläuche 1.30. Ketten 1,30. Laternen 150. Anoden 3.—. Akkn 4—. Eparröhren 2,—. Echönleinstraße 2. Salbrenner, Freilaniräder. Teilzah, luna 2 50. Kraus, Groß« Frankfurtkr straße ist.______' Tilndrw», Muflenlötung. Federeabel, niedwq. Teilxthlnng. Kraus, Große iFrankfurterstraß« SZ.________ Rlefenanswabl erster Markenräder! 'Opel, Diri, NSA., Brennabor. Witt. !ler, Torvedo. Epezialräd«, Dochenrate .2B0. Plaga, Große F-ankfurterstr. 57. Kaufgesuche stahngedtsse, Sildrrlachen, Finn. Blei Svccksilber. Goldschmelze. Ebristionat Köoenickerstr 39 /nah»?dalb«tstraße> «rief»- eleu. Münzen kauft Groß mann. Iohaitnisstraß« 4._' «mKcibcschtäab. Idv breit, mit Spie. rl 16S—. Riesenauswahll Möbelhaus, leanderstraß« zehn._» Schlafzimmer! Gelegenheit für Kassa- käuferl Bolle Türen! Modernes, ent- zückendes Muster! 495,—. Riesenaus. wähl! Röbelhau». Reanderstraße zehn.' Röbel- Adelsman», nur Lausitzer. straße Z/6, Ecke Wieucrstraße. liefert zu bekannt billige» Preiseu Schlafzimmer. Epeisezimmer 355,—. Ankleideichrünte 75—, Bettstellen 45.—. Sofas, Ruhe- betten 3V.—. Einzelmöbel, Küchen, emailliert und roh, von 38— an. Fahlungserleichterung.• Ftnfunbfiebzig Speilezimmer, Standuhren. Gobelinfofas Herabgeletzte Preis«. Fahlunaserleichieruna. Kamer. ling. Sastanienalle« 56_• SP.;,. Möbel. Adelsman», nur Holzmarkt. straße achtunbstchzig. Rücksichtslos herab» lefetzt« Preise: Ankleideschränk« 85—, Uüche» 80—. Bettstellen. Sofas. Ruhe. bette» 32—, Schlafzimmer. Spei/ezim» mer. Herrenzimmer 245—, Nußbaum» düfett». Anrichten 115—. Lanaiöhrige �Garantie! Fah!ung-eest>cht-runsIISiraße und Hausnummer beachten� Teilzahlung. Itomvlette stimm«. Ein- zelmöbel billig. D-nger. Marstliu». straße 8 lAleranderplatzi. Große Frank- furierftroß« f-chsundwnfzig.___« Teilznhlnnst. kulant. Möbel-Risch.' reiUablnna, billig, Möbel-Milch.' TeUzablnnq. reell. Möbel Misch, Große Frantfurterftraße 45/46._> Möbelhau» Stein. Weinbergsweg 24. Besonders günstige, Angebot: Schlaf» Zimmer 475—.-rpeifezimmer. Ruß» baumbüferts. Ankleibeschränke m:t Spiegel 106,—, Küchen, Polstermöbel. siablungserleichterung.» M-tallbetteu mit Auflage» Schlafchaiscwaaue, 22.—. Ehailelongue. decken 6— Wand behänge 3.— Pa- tenimat ratzen 9— Polsterauklagen Wochenabzahlung 3—. Gohr. Pappel, aller 12: Pankow Schmidtstraße l' Möbel-Roffieu. Durch günstigen Ab- schlug große Posten Schlafzimmer in Birke, Mahagoni, Eiche 485—, des- gleichen Speisezimmer 46Z—. Long. lährige Garantie. Besichilgung un- bedingt lohnend. ZilMingsmeifterZtossirn. Kastcmiengllk« 57.* stahnaebisie. Edelmetallbruch. Quecksilber. stinn. Blei. Eilb«schmelze Ebristionat KZvenuk«straß- 20» sMan- tensielstraßel.___* Klavier« lauft sofort von privat Bergmann 5807. Unterricht Berlitz Schoal. Fremd« Sprachen. Lei,» zigerstraße 110. Tanentzienftraße 10a Einzel, und Kirielunterricht. Eintritt jederzeit Technische Privatschule Dr. Wem«, Regierungsdaumeister. B«lin, Reander. straße». Maschinenbau. Elektrotechnik. echnik, Kochbau, Tiesbau- ..'chule, Technik« rkurse. Meist«. kurs«. Polierkurse._• Jtledi Ausga GinjäHrigen-Aditurauftalt Dr. Mensel, Kurfstrsienstraße 72. auch Abendschule sBolksschstler) Kurfürst 7587.» Sejuvddr»»»«». Kaufmännische Pri. vatschule Kossatz. Berlin R. 20. Bad. straß» 67. April beginnen 8-, 4», 6- und IZ-Monat»IehrxSnae tu sämtlichen Handelssächeru, Kurzschrift, Maschinen» schreiben und Fortbildung, Deutsch und Fremdsprachen. Schönschreiben jed« Art. Privatunterricht jederzeit.• '• kautmännische Privatfchulen und ve. A. Rackow. Wilhelmstr. 4». nah» L-ipzigerstraße. Tauentzienstraße 1. Aleranderplatz 50.— Ansang April de- ginnen besondere Bierteljahres-. Salb- lahres. und Iahrezlehrgänge zur kauf- männischen Ausbildung für muge Damen und Herren«it einfach« ob« höher« oildung besonder».— Lehrpläne loa.— Schnellsördernde Lehrgänge sllr Erwachsene. WahlsSch«: BuchfüH. rnng für jeden Betrieb, Rechnen. Kor- respondenz. Lechsillehr«, Stenograpdie. schinenichreiden. Schönschnellschreiden, rtsch. Fremdsprachen, ftemdsprachliche Stenograph»«._* Einjährig»»« Adtturanftalt(Solls. schüler). Auch Abendkurse. Direktor Dr. Fackelmann. Hohenzollerndamm>0Z Ahland»890(Z—s,. 1927 bestanden»ehn Primaner«eiiwr Anstalt da» Abitur.* Fröbel.vberlin.Znstitut, Prioathaus- haltschule Pollok. B«Iin. Wilhelm. siraße 10. Sorgfältigste Ausbildung in Kstche, Saushal!, Rahen, Schneidern. Kinderpflege. Umgangsformen. Tages- Abendkurse Beamte» Klnderbe und hilft. Eintritt jederzeit. Kurzschrift, Maschineschreiden. Buch- sührung. Rechnen, Karrrespondenz. Deutsch, Schönschreiben. Bücherrevisor Aulich. Seydelitraße 1 sSpittelmarkl, Eolibri-Säle. Martin-Luther-Straße> Heute in zwei großen Sälen altdeutscher Ball und moderner Tanz. 2 Kapellen. Tanzleitung: Reinhold und Ottchen. Mittwochs Walz-rab-nb, Donnerstags. Sonnabends und Sonntags EUte-Bcll. Fabelhafte neue Saaldeloration.' '.Weltdeteltin«. Ermittlungsinstitub Preiß, W 88, Kleiststraße 36. I(Hoch- babnhof Rollendoriplatz). Kurfürst 4543. zuverlässige Erledigung aller Erwitt- lunaen, Beobachtungen. Auskünfte, äau- sende Anerkennungen._. Große Marzbleiche. Schneeweiß wäscht Mari« Welke. Köpenick, Lindenstraße 9. Telephon: 1235. Leibwäsche 15. Ober- Hemden 60. Abholung Mittwoch und Do n nerstag._____* Hebamme Sildesheim. langjährige Praxis. Bülowftraße 62._' Kubertnsfäle, Schönbolz. Im aräßten, üb« IS«! Personen fassendrn Balliaal der elegante Rundtanz. Wäsche»ach Gewicht. Halbtrocken zu- rück per Pfund nur 20 Pfg., trocken zurück nur 25 Pfg. Dampfwäsch-rer „Merkur", Frankfurt« Wer 307. An- dreas 2320___ Deiekliuburea» Stafchel. Ehaussee- straße 77 Fernsprecher Norden A85. Beobachtungen, Ermittelungen Au-o künkie allerorts.__... l0 I>60 Reklame, etiel 3.-. Buchdruck«« rei Schmitz Romiutenerstraße�W._ Große Märzbleiche. Kubasch, Köpenick. Hrünauersiraße 45. Nefert erstklassige. im Freirn grtrocknete Wäsche. Sro,?«. Bezüge 0,30. tadellos geroüte Leibwäsche 0,15. Sdxmenbfte Behandlung. Abholung Donnersiag. Drmzenftrab« öst. ebrauchte. Gut, preis- ! Teilzahlung. H««, HochdahiviSse.* Lehrling, achtbar« Eltern Sohn, de« gründ- iichste laufmännifche nnd technisch« Au»- bilduug zugesichert wird, verlangen »lil»ß»lt: Krawaltevfa brik Poststr. 7/8. «SS de».Vorwtrt»'»wd besonder« wlrksaa «ad trotzdea KUUliUt Kaofmännisdier Lehrling für sofort gesucht Linflcar-Fa!irradw8rKA.G. Berlin-Lichtenrade