Nr. 267. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frct in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die näch ite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Arbeiterschutzgesetz und Hausindustrie. I. Kinderarbeit. Donnerstag, den 14. November 1895. von nachmittags 5 Uhr bis abends 11 Uhr zusammen auf 40 Pf.! In einem Orte kommen infolge dieser Hausarbeit an 50 Schulversäumnisse wöchentlich vor, und die körperliche wie geistige Entwickelung der Kinder leidet, wie der Aussichtsbeamte zugiebt, in hohem Maße. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. § 154 der Gewerbe Ordnung hoffentlich recht bald in Aussicht stehenden kaiserlichen Verordnung, die bestimmt ist, die§§ 135 bis 139b der Gewerbe- Ordnung auf Werkstätten auszudehnen, wird hier gründlich Wandel schaffen können." Im Regierungsbezirk Oppeln war es die Plüsch- Wie doch so ein Gewerbe- Aufsichtsbearater hoffnungsfreudig Auf Veranlassung des Reichsamts des Innern hatten die we berei, im Regierungsbezirk Kassel die Bigarren ist! Seit 1891 ist die Gewerbe- Ordnungs Novelle Gesez, seit verschiedenen Bundesstaaten bereits für 1893 die Gewerbe- fabritation, welche Kinder bis ins zarteste Alter zu ununter- 1. April 1894 find fämmtliche Bestimmungen in Kraft getreten Aufsichtsbeamten beauftragt, auch über Umfang brochener Arbeit in ungefunden Räumen herbeiholt. mit Ausnahme der des§ 154, Absah 3, welche den Schuh der und Beschäftigungs- Verhältnisse der Haus= Im Bezirk Leipzig ist es die Blumenfabrikation und Kinder, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen ausdehnt auf industrie Bericht zu erstatten. Es ist selbstverständlich, Rohrflechtarbeit, die Anfertigung von Bigarren und Papier- Werkstätten, in welchen durch elementare Kraft bewegte Triebdaß diese überlasteten Beamten, denen nicht einmal laternen und in einem Leipziger Tuchgeschäfte die Anfertigung werke nicht blos vorübergehend zur Verwendung zur Fabritinspektion genügend Zeit bleibt, nur Streiflichter auf und das Sortiren von Musterkarten, wobei Schulkinder aus- tommen. Nicht einmal diese Bestimmung ist bis jetzt durch das obwaltende Elend werfen konnten. Doch zeigen selbst die gebeutet werden. Das Tuchgeschäft zahlt ihnen 10 Pfennige die dazu erforderliche kaiserliche Verordnung in fraft getreten, Stizzen, die 1893 und 1894 in den„ Amtlichen Mittheilungen aus für die Stunde und der Schuldirektor(!) vermittelt die sondern es gilt immer noch der bisherige§ 154, Abs. 2, wonach den Jahresberichten der Gewerbe Aussichtsbeamten" zusammen- Herbeischaffung geeigneter Ausbeutungsobjekte, indem er dem nur diejenigen Werkstätten, in welchen regelmäßig eine gestellt sind, welch grauenvolle Zustände herrschen, und Geschäftsinhaber die Knaben bedürftiger Eltern bezeichnet! Dampfkraft benutzt wird, den Bestimmungen der§§ 185-189b daß es für die Gesetzgebung die dringendste Aufgabe In der Nadelfabritation des Kreises Iserlohn unterliegen. iit, sich eingehend mit diesem Hohn auf jegliche werden beim Anschnüren, Sortiren und Verpacken der Näh- Bunächst müßte also eine faiserliche Verordnung diese Vers Arbeiterschutz Gesetze zu befassen. Unsere Fraktion wird nadeln etwa 600 Kinder unter 14 Jahren hausindustriell be befferung schaffen und bis jetzt ist das noch nicht geschehen. ihr, schon gemäß den Beschlüssen des Breslauer Parteitage, schäftigt! Gin nicht unerheblicher Theil dieser Kinder wurde Dann erst kommt Absatz 4 des§ 154 in Frage, der da lautet: dazu im Reichstag bald Anlaß geben. Bereits 1890, bei Be- vor Erlaß der verschärften Schutzbestimmungen in den Fabrit Auf andere Werkstätten, sowie auf Bauten können durch rathung der Novelle zur Gewerbe- Ordnung, die als vollgewichtiger gebäuden beschäftigt." kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesraths die Arbeiterschutz von der Regierung angepriesen wurde, erklärte Die Kinder haben also nur und zwar auf ihre Kosten Bestimmungen der§§ 135-189b ganz oder theilweise ausgedehnt unsere Frattion, daß dieser Schuß gänzlich ungenügend sei, wenn einen Plazwechsel vorzunehmen gehabt, und sind nun statt in werden." er nicht auf alle Betriebe, auch auf Handwerk, Hausindustrie der Fabrik in der Wohnung bei eigenem Licht, eigener Beheizung und Geschäfte ausgedehnt werde. schutzlos der Profitsucht des Kapitalismus preisgegeben! = Die Berichte der Gewerbe Aufsichtsbeamten beweisen die Richtigkeit unserer Anklagen und unserer Forderungen. Betrachten wir zunächst die Kinderarbeit. Der neue § 185 der Gewerbe- Ordnung bestimmt, daß Kinder unter 13 Jahren( anstatt früher 12 Jahren) in Fabriken nicht beschäftigt werden dürfen, und Kinder von 13-14 Jahren nicht länger als 6 Stunden täglich. Wir wiesen darauf hin, daß die Folge diefer Bestimmung nur die sein werde, daß das Unternehmerthum die Lücke in der Gesetzgebung benügen und die von den Fabriken ferngehaltenen Kinder unter 14 Jahren zur unmenschlichsten Ausnüßung in der Hausindustrie zu sich tommen lassen werde. " " Daß dies geschähe, ist sehr wünschenswerth, auch wegen der auf Bauten beschäftigten Arbeiterinnen. Daß dies aber so bald geschehen wird, bezweifeln wir, denn die Sozialreform befindet sich im Zeichen des Krebses aus Neunkirchen. In Pirmasens und dessen Umgebung werden viele Kinder in der Schuh Hausindustrie beschäftigt. Ganz besonders ist es aber die Haus- Weberei und Haus- Stickerei, zu Daß die Eltern infolge der erbärmlichen Bezahlung, die der Kinder geholt werden, weil, wie der Bericht aus sie selbst erhalten, ihre eigenen Kinder ohne Rücksicht auf deren Plauen flar ausspricht, die Kinder zwar fast voll- Gesundheit und Lebensfreude in grausamster Weise überständig aus den Fabriken verdrängt sind, dafür aber in anstrengen und sich beklagen, daß das Gesetz ihnen nicht ers der Hansindustrie beschäftigt werden, ganz besonders in den laubt, die schulpflichtigen Kinder in die Fabrik zu schicken, ist fleinen Stickerei- Anlagen mit ein bis drei Hand- Stickmaschinen. nur ein Beweis dafür, in wie schneidendem Widerspruch diese Die 1893 durch den Stadtrath zu Plauen veranlaßten Er- angebliche göttliche Gesellschaftsordnung" zu allem rein hebungen haben ergeben, daß von 5394 Schulkindern der vier menschlichen Empfinden steht. Nicht böser, bestialer Wille treibt Bezirksschulen daselbst 1324 als Fädler für Stickereien die Eltern, ihre Kinder zu überanstrengen, sondern Noth und Elend! und 817 derfelben nicht von Den Eltern, sondern Dazu kommt noch, daß Eltern, die selbst von früh bis abends in Die Thatsachen haben uns recht gegeben. von anderen Arbeitgebern und vielfach über der Fabrik thätig sein müssen, nicht wissen, wo sie ihre Kinder In Fabriken und anderen der Gewerbeaufsicht unter- 6 Stunden täglich beschäftigt werden". Einen krassen und nicht tagsüber außer der Schulzeit unterbringen sollen. stehenden Betrieben waren 1892 im Deutschen Reiche vereinzelt vorkommenden Fall von Kinderausbeutung schildert der Die Familie, welche durch das Umsturzgesetz gegen 11 339 Kinder unter 14 Jahren beschäftigt, 1893 nur Bericht aus Aue in Sachsen. Dort war ein zehnjähriges Schul- jeden Angriff geschützt werden sollte, wird ja durch noch 5911 und 1894 nur 4259. Diese Zahl wird sicher mädchen als Fädlerin in einem der Hausindustrie angehörigen die kapitalistische Produktionsweise in immer größerem Umfange noch fleiner werden, und die Lobpreiser der deutschen Sozialrefcrm Handstickerei- Betriebe beschäftigt, wobei es von früh 7 Uhr zerstört, und zwar durch die angeblichen Vertheidiger von Sitte, lönnen dann triumphirend auf den„ Segen" hinweisen, den sie bis mittags 12 Uhr ohne Unterbrechung arbeitete, dann Religion und Ordnung. Des Mannes Lohn reicht nicht hin, um hervorgebracht hat. nach dem eine halbe Stunde Wegs entfernten Wohnorte die Familie zu erhalten; die Frau, der man alle politischen der Eltern zum Mittagessen ging und alsbald denselben Rechte vorenthält, und die sozial als Wesen zweiter Gattung Weg zurückmachen mußte, um von 1/22 Uhr an bis 5 Uhr dem auch wieder im Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuches be Schulunterricht beizuwohnen. Sofort nach beendetem Unterricht handelt wird fie ist zu gleicher Erwerbsarbeit hatte es wieder in die Stickerei zu gehen und arbeitete daselbst wie der Mann gezwungen, erhält biefelben Pflichten ununterbrochen bis 8 und auch bis 9 Uhr auferlegt, nur daß sie, infolge des Mangels an politischen Rechten, a bend 3." sich noch billiger verkaufen muß, wie der Mann. Und da Vater und Mutter noch immer nicht die wenigen Groschen zusammenarbeiten können, die für die proletarische Lebenshaltung nothwendig werden, fo werden auch die Kinder von frühester Jugend an gezwungen, ihr Brot selbst zu verdienen, mindestens aber wachsen sie ohne elterliche Erziehung auf; die Straße wird ihre Heimath. In Wirklichkeit hat aber die Beschäftigung von Kindern zu genommen und sich noch weit unter die frühere Grenze von 12 Jahren erstreckt! Dort, wo das Gefeh halt macht, bei der Hausindustrie, dort hält sich die kapitalistische Produktionsweise Schadlos. Wir hatten bereits bei Besprechung des preußischen Berichts für 1894( in Nr. 192 des Vorwärts" vom 18. August 1895) auf Aachen hingewiesen. Dort find an 1000 Schulkinder im Alter von 7-13 Jahren von morgens 8 bis abends 8 Uhr ( mit Ausnahme der Schulstunden) beim Aufnähen von Porzellantnöpfen, Hafen und Desen auf Kartons beschäftigt. Dabei verdient eine Mutter mit 4 Kindern täglich 86 Pf.! Vier Kinder im Alter von 12, 10, 8 und 6 Jahren brachten es 21 An Spulrädern werden in Langenberg( Reg.- Bez. Düsseldorf) sehr viele schulpflichtige Kinder in den Ferien von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, fowie in ihrer schulpflichtigen Zeit beschäftigt. Der Bericht fügt hinzu: " Der Behörde fehlt jede gesetzliche Unterlage zum Einschreiten gegen solche Zustände. Erst der Erlaß der nach und aus den gläsernen Augen sprach ein gewisser Troß, als er jetzt erwiderte: Einen Fortschritt zum guten haben aber diese tieftraurigen Ein Derrückter.( Machbr. verboten. dieses Mittel half nicht, der Förster nahm Poitens Rampf und Ende eines Lehrer 3. Schweigen für troßige Verbissenheit und fuhr ungestört fort, Roman von Joseph Ruederer. " Darauf geht's net naus, Herr Förster, aber der Herr weiter zu schelten. Benefiziat hat mir zug'redt... i... i soll meine Kinder" Wart nur!" schrie er,„ wart nur! Desmal leg i Mäuschenstill war's im Zimmer. Der Bauer schien der Kirch' scheuka... der Hansl, der soll a Geistli werd'n, dem schwarzen Bruader sei Handwert! Wart nur, i nicht recht verstanden zu haben. Er gloßte mit meit auf is scho all's in Ordnung, und de Rathi, hat er neuling pfusch eahm bös eini. I geh' nauf zu eahm ins Pfarr geriffenen Augen den Wirth an, der ihm mit freudestrahlen- g'moant, de sollt i halt, weil i do weg muaß von derer haus, jetzt sofort, von hier aus ganz direkt, und bal er net dem Gesichte zunickte und viel ungeduldiger auf die Antwort Welt, in's Kloster schicka. Dort war's alleweil no besser nachgiebt, nacher wend i mi ans Bezirksamt, ans Landzu warten schien, als der siegesgewiffe Göpfert. Dieser aufg'hob'n als heraußen bei' m Mannsbild, so hat er g'richt, an d'Regierung und woaß der Teufel an wen no." mußte über die Unbeholfenheit des Kranken lächeln. Der g'moant." Entschuldigen S, Herr Förster," rief der Wirth und Bauer fonnte eben sein Glück noch nicht fassen und war Mit wüthendem Gelächter beantwortete Göpfert diesen deutete mit der Hand nach der Thüre, es hat scho zwei zu unvorbereitet. Redeschwall. Er schleuderte den Strauß in die Ecke, so daß mal klopft." die Blumen weit auseinanderflogen, dann stieß er rasch hintereinander gotteslästerliche Flüche hervor und stampfte auf den Boden. Red' doch! Red' doch!" wisperte Kreittmayer und sah Boiten an. Der Krante tam langsam zu sich. " Ja, mein Herr Förster," hub er zögernd an,„ Sie wollen die Kathi heirathen?" " Natürli," schmunzelte Göpfert, muaßt Di aber net so aufregen deswegen." Boiten langte nach seinem Kopfe: " Des geht aber net, Herr Förster, des geht net, absolut net," ftotterte er. Wenn die Decke eingefallen wäre, so hätte es Göpfert nicht so aus aller Fassung gebracht, wie dieses es geht net, Herr Förster", das er erst mechanisch laut wiederholte, während er mit aufsteigender Wuth zu dem Bauern herabblickte. Göpfert ließ ärgerlich die erhobene Faust fallen und drehte sich um. Als er jetzt den Geistlichen erblickte, der über die Schwelle trat, stuzte er und wußte nicht recht, was " Der Saupfaff, der elende!" brüllte er mit Aufwendung er anfangen sollte. Wirklich erschrocken aber war über feiner ganzen Stimme. Entsett fuhr Kreittmayer zusammen diesen unvermutheten Besuch der Wirth und vergebens und machte heimlich ein Krenz. suchte er aus dem regungslosen Gesichte des Priesters zu entziffern, ob dieser vor der Thüre wohl die schweren Beschimpfungen seiner Person gehört hatte. War dies wirk lich der Fall, was mußte dann der hochwürdige Herr von dem frommen Mathias Kreittmayer denken, der ja nur unfreiwillig der Zeuge solch' schwerer Sünden sein mußte. begründet. " A Erbschleicherei, a ganz a miserable is de ganze G'schicht," fuhr der Förster fort, spannst's denn des net, alter Schafskopf, daß der Kerl blos dei Geld will? 3'erst sollst' n Buabn' n Geistlichen wer'n lass'n. Js recht, meinetwegen, lassen van wer'n, aus dem war eh nix G'scheidt's wor'n. Aber nacher tommt der Pfaff a no und will aus dem Madel a... a Klosterfrau machen!' s is zum Todt schiaß'n, ha, ha!" Glücklicherweise schienen diese Befürchtungen un Freundlich, als ob nichts geschehen wäre, trat der Keiner der beiden wagte dem Rasenden zu entgegnen. Priester nach einem höflichen Komplimente für den zornEs geht net?" schrie er jetzt, daß die Fenster klirrten. Boiten stierte auf seine Hände und Herr Kreittmayer, der rothen Förster auf den Kranken zu und fragte nach seinem Warum net? Des will i wissen!" fromme Mann, befand sich in peinlichster Verlegenheit. Er, Befinden. Göpfert ging aus Fenster und hörte mit verAuf dem Gefichte des Kranken zeigten sich rothe Punkte, der täglich in die Kirche ging, allezeit fleißig opferte und biffener Wuth die frommen Trostesworte an. Oh! Wenn der Wirth aber blickte in die Stube, als ob er einen Schlag bei jeder Erute- oder Fronleichnamsprozession andächtig den er nur hineinfahren dürfte zwischen diese beiden! Er auf seinen schiefen Mund bekommen hätte. Himmel trug, mußte es hier über sich ergehen lassen, daß wollte ihnen die Schädel an einander vennen, daß ihnen Warum geht's net? frag i no amal," tobte Göpfert. eine seiner besten Kundschaften und noch dazu der sonst Hören und Sehen verginge. In immer wachsendem Zorne Bin i Dir am End net guat gnua als a töniglicher Be- so gutgesinnte, ordnungsliebende Förster in gemeinster Weise trommelte er an die Scheiben. Wer weiß, was er in seiner amter, möchst an Grafen oder gar an Köni? Ha, ha?" auf den Geistlichen schimpfte. Verlegen holte er sein Wuth noch unsinniges gethan hätte, wenn er nicht plötzlich Der grobe Ton des Sprechenden regte den Kranten auf Schnupftuch hervor und schneuzte vernehmlich. Aber selbst vor dem Hause die Kathi gewahrt hätte, die einen großen Mißstände doch veranlaßt! Nach§ 135 dürfen Kinder von 13 diesem Kampfe auszuharren mit ungebeugtem Muthe slichen Befizungen, aufzunehmen find. Ein fernerer Be. und 14 Jahren, die zum Besuch der Volksschule nicht mehr ver- und ungebrochener Kraft. Darauf erhob sich der rathungsgegenstand war aus dem Eherecht die Behandlung pflichtet sind, nur 6 Stunden täglich beschäftigt werden. In faiserliche Regierungskommissar und erklärte mit wenigen der schon bestehenden Ehen nach dem Inkrafttreten des bürgerNorddeutschland kommen solche Kinder nur wenig in betracht, Morten der Begründung den Gemeinderath von lichen Gesezbuches. weil fte hier meist bis zum vierzehnten Lebensjahre = AbIm Finanz- Verhältniß von Reich und in der Volksschule bleiben. Anders ist es in Bayern. Dort neuem für aufgelöst. Seine Erklärung rief auf Seiten endet die Schulpflicht mit vollendetem 18. Lebensjahr nach der Antisemiten die heftigsten Widersprüche wach und die Einzelstaaten hat die sogenannte Spannung, das 7 Schuljahren. Nun mögen aber die Fabrikanten diese Aufregung pflanzte sich auch auf die starken Menschen- heißt das Plus der Matrikular Beiträge gegenüber den Ueberweisungen, nach Ausweis der Rechnungen schon 6 Stunden- Kinder nicht beschäftigen, sie arbeiten ihnen zu kurze ansammlungen fort, die vor dem Rathhause den Ausfall für 1894/95 gänzlich aufgehört. Nach der Beit. Und so find die Kinder ohne jegliche Arbeit, da sie auch der Wahl erwarteten. Nach den Ankündigungen des Grafen rechnung mit Bayern erhält Bayern vom Reich infolge der teine Schule nehr haben. Badeni im Reichsrathe war an ein Nachgeben der Re- höheren Erträge der Bölle und Stempelsteuern einen Ueberschuß Und deshalb ist jetzt in Bayern das Unternehmerthum gierung in diesem Punkte von vornherein nicht zu denken, von 451 967. über die Matrikularbeiträge hinaus. Dabei sammt seiner Stegierung dabei, das von uns so oft vergeblich sie wollte den Kampf mit den Wiener Antisemiten, nun muß hervorgehoben werden, daß in den bayerischen Matrikulargeforderte 8. chuljahr überall einzuführen; in Oberbayern ist dies bereits 1894 erfolgt. Recht bezeichnend dafür ist die mit hat sie ihn. Freilich versteckt sich die Regierung schon beiträgen auch noch enthalten ist das Aversum Bayerns für seine theilung aus Unterfranken und Aschaffenburg: Arbeitgeber jegt hinter der Person des Kaisers, indem sie erklärt, dem besondere Biersteuer und seine besondere Post- und Telegraphensprechen öfter das Verlangen nach dem 8. Schuljahr aus, um Monarchen wäre der übliche Verkehr mit dem Oberhaupte verwaltung. dem Drängen der Eltern um Aufnahme der 18 jährigen Kinder seiner Residenzstadt peinlich, wenn Lueger diesen Posten be- Grober Unfug. In der Deutschen Volkswirthsch. in den Betrieb liberhoben zu sein und kräftigere und besser fleide. Aber diese Ausrede wird sie doch nicht vor sehr Rorrefp.", einem fonservativen schutzöllnerischen Organ, wird vorgebildete Kinder zu erhalten." energischen und berechtigten Angriffen wegen ihres Ein- allen Ernstes der Vorschlag gemacht, die ganze Sozialgriffes in die kommunale Selbständigkeit Wiens schüßen, demokratie als groben Unfug anzusehen und rechtlich zumal sie schon mit ihrer anderen Ausrede, daß nämlich die u behandeln. Solchen Unsinn vorläufig ernsthaft zu behandeln, lohnt sich nicht, was freilich unsere Rechtsprechung in Zukunft Ungarn den magyarenfeindlichen Lueger nicht als Bürger- noch fertig bringen wird, das steht auf einem anderen Blatte. meister der österreichischen Hauptstadt sehen möchten, gänzlich hineingefallen ist. Auf jeden Fall sind das in Wien jetzt gehen der Regierung bedeutet keine Lösung, sondern eine erst Vorspiele fünftiger Ereignisse und das brutale VorSchürzung des Konfliktes. So führt nackteſter Unternehmeregoismus in dieser besten der Welten zu einer Verbesserung des Schulwesens im schwärzesten Deutschland! Vor dem sic volo, sic jubeo( fo will ich, so befehle ich) des Kapitalismus müssen selbst Bayerns bewährte Dunkelmänner, die das 8. Schuljahr so lange dem Volle vorenthielten, zurückweichen. Arbeiterschuß auf die Hausindustrie auszudehnen, zeigen ebenfalls Wie der Unternehmer- Egoismus überhaupt dazu drängt, den die Berichte. Politische Webersicht. Sondershausen, 18. November. Der Landtag des Fürstenneuen Gtat wird gegenüber dem Rückgang der Domäneneinnahmen thums Schwarzburg Sondershausen ist auf den 18. November zur Berathung des Etats berufen. Das Gleichgewicht in dem burch Heranziehung der Einkommensteuer und der von dem KaliGroßfinanz und Republik. Wie sehr die Geschicke bergiverk erhofften Einnahmen hergestellt. der französischen Republik in den Händen der internatio-- Dresden, 9. November. Der Landeskultur nalen Großfinanz liegen, dafür haben die Ereignisse der rath für das Königreich Sachsen" berieth, wie die Berlin, 13. November. letzten Tage ein beredtes Beugniß gegeben. Bei der wahn- Frankfurter Beitung" mittheilt, über den genossenschaftlichen Abänderung des preußischen Vereinsgesetzes. finnigen Börsenpanik am Schluß der letzten Woche hat es Der zweite Borsitzende, Rittergutsbesitzer Seiler, warnte auf die Getreideverkauf und die Anlegung von Kornhäusern. Uns geht folgendes Privattelegramm zu: auch in Paris bedenklich gekracht. Die Börse leidet Anlegung von Kornhäusern große Hoffnungen zu sehen; den München, 18. November. Von ganz zuverlässiger Seite Noth. Und sofort beeilt sich der Finanzminister Doumer, fleinen Landwirthen könnten diese mehr schaden als nützen. G3 aus Berlin erhält die Münchener Post" folgende Mit- ben Geldfürsten Rothschild zu einer Unterredung zu laden, wurde jedoch vom Landeskulturrath ein Antrag angenommen, um mit ihm sich über eine Staatshilfe zu einigen. der ausspricht, daß die Frage des genossenschaftlichen Getreides theilungen: Die preußische Regierung betreibt bereits Welch' ein Kontrast, so bemerkt mit recht die Petite verkaufs und die Anlegung von Kornhäusern in hohem Grade die Vorarbeiten zu einer Vorlage an den Landtag, be- République", zwischen dem Verhalten der Regierung und beachtenswerth sei. Doch möge man derartige Einrichtungen erst treffend Abänderung des Vereinsgefeßte 3 nach dem Muster der Bourgeoisie beim Streif in Carmaux und beim Börsen- an Orten ihrer Durchführung genau studiren. Die Staatsdes bayerischen.( Ausschluß von Frauen und Minderjährigen frach in Paris! Der Konflikt in Carmaux hatte tausenden regierung wird gebeten, zu diesem Zweck die erforderlichen Mittel aus den politischen Versammlungen, andere Bestimmung von Arbeitern die äußersten Gefahren für ihre Existenz ge- sur Verfügung zu stellen. bes Begriffs politische Versammlung"). Ferner: Bei bracht, die Rechte der Syndikate waren mit Füßen ge- Jm 7. und im 12. württembergischen Reichs. einer Neuberathung des Antrages Kanit werden infolge treten: aber da durfte natürlich die Regierung Das Gesammtergebnis der Wahl im 7. württembergischen Wahltag3= Wahltreife haben Ersatzwahlen stattgefunden. in diese gewiffer Zusicherungen der Regierung( betr. Zucker- und Brannt nicht eingreifen interne Angelegenheit treise( Nagold. Neuenbürg) ftellt sich wie folgt: Freiherr von weinliebesgaben) die meisten der schlesischen Konservativen gegen wo infolge wüfter Spekulationen ein Börsenkrach über die motrat) 5760 Stimmen, Schmid( Antifemit) 157 Stimmen. und Unternehmer". zwischen Arbeiter Jezt aber, üttlingen( Reichspartei) 7171 Stimmen, Schuster( Deden Antrag Kanit stimmen. Auch stünde für die Reichstags- bourgeoise Sippschaft hereingebrochen ist, jetzt soll und will Benz( Sozialist) 785 Stimmen, zersplittert find 72 Stimmen. Seffion eine weitere Trennung der konservativen Gruppen bevor. Der Staat helfen ebenso natürlich. Das nennt man Somit ist Freiherr von Gültlingen wiedergewählt Die in obigem Telegramm enthaltenen Mittheilungen republikanische Gleichheit! etwa 200 Stimmen Mehrheit. Doch tönnen die aus über die Umänderung des Vereinsgesetzes stimmen mit den Zur Wiederbefestigung der Börsenlage wird übrigens stehenden Bezirke das Resultat möglicherweise noch zit Mittheilungen überein, die bisher schon über angebliche noch gemeldet, daß eine Unterredung der Pariser Groß- gunsten des Demokraten beeinflussen. Bei der Wahl im Jahre 1893 Pläne der preußischen Regierung in die Deffentlichkeit ge- finanziers bei Rothschild zur Konflituirung eines Kon hatte Frhr. v. Gültlingen 8289 Stimmen erhalten, während auf drungen, bisher aber stets in unklarer Weise dementirt fortiums geführt hat, das etwa 200 Millionen gezeichnet hat. ben Vertreter der füddeutschen Volkspartei 6574 Stimmen fielen. waren. Nach den Proben staatsmännischer Weisheit, die Damit sollen nun die Kurse wieder in die Höhe getrieben ergebniß nichts an der Zusammenfeßung geändert. An Stelle Auch im 12. Bezirk( Crailsheim Mergentheim) hat das Wahldas Regime Köller Hohenlohe bisher gegeben hat, flingen werden. des Volksparteilers Pflüger ist diesmal Aug st ohne ernstlichen jene Mittheilungen durchaus wahrscheinlich. Gegenkandidaten gewählt worden. = Agrarier find billig wie Brombeeren. mit München, 12. November.( Eig. Ber.) Der Ausschuß für Ueberraschender sind die weiteren Ausführungen, die Orientalische Dinge. Aus verschiedenen Theilen des osmanischen Reiches liegen wieder Meldungen über neue fich auf die Behandlung des Antrages Kaniz beziehen. Kommission, aus der die beiden großen Parteien unsere Genoffen Daß einzelne Konservative bereit sein würden gegen den Antrag Kämpfe und Greuelthaten vor, bei denen auch Ausländer Gegenstände der Finanzen und Staatsschuld", eine 16gliedrige Kanit zu stimmen, falls sie dadurch sich einen erklecklichen zu Tode gekommen sind. Die Botschafter der europäischen ferngehalten haben, hat sich heuer mit seinen Arbeiten noch nicht Posten kleiner Liebesgaben sichern können, erscheint glaub- Wächte haben bei dem Miniſter der auswärtigen Angelegen- beeilt. Und da in diesem Ausschuß alle das Budget betreffenden lich. Es verpflichtet sie ja eine solche vorläufige Ab- beiten, Tewfik Pascha, erneute Vorstellungen über die Vor- Materien erst vorgelaut und verhandelt werden müssen, ehe sie lehnung garnicht, bei fünftigen Gelegenheiten wieder für gänge in Anatolien gemacht und auch weitgehende Ver- ins Plenum gelangen dürfen, so konnte die hohe Kammer wieder einen Antrag Kaniß zu stimmen, der dann vielleicht noch sprechen erhalten. Die Pforte hat zwei Generale entsandt, einmal auf einige Tage spazieren gehen. Auch heute lag noch Jn 14 Stunden war die mehr fordere als bisher. Gründe für den Heißhunger der scheinbar kein Interesse foaran, sich jetzt noch weiter in die Sigung beendet. Genehmigt wurden ohne Debatte: Die Nach die die Ordnung wieder herstellen sollen. Rußland hat nicht viel Berathungsstoff vor. türkischen Angelegenheiten einzumischen, denn die Polit. Beordnungs- Blattes für 1892 und 93, dann der Etat des weisungen über die Rechnungsergebnisse des Gesetz- und Auflösung des Wiener Gemeinderaths. Der Corresp." in Wien veröffentlicht eine offenbar infpirirte Gefeß- und Verordnungs- Blattes; ferner die Nachweisungen zweite Aft im Luegerdrama ist über die Bühne gerauscht Petersburger Nachricht, nach der die zarische Regierung den über die Rechnungsergebnisse der f. Münzanstalt und deren Etat und hat die erwartete Steigerung gebracht die erneuete lebhaftesten Wunsch hege, jedes Vorgehen zu vermeiden, selbst. Der Aktivreft des Etats wird nach dem Antrag des Auflösung des Wiener Gemeinderathes durch die Regierung. Das geeignet wäre, die ganze orientalische Frage auf die Finanzausschusses von 42 329 M. auf 52 829 M. erhöht. Im m Rathhause fand am 13. d. Mts. die Bürger- Tagesordnung zu bringen; das Petersburger Kabinet sei Gefeßentwurf betreffend den weigeleifigen Ausbau meister wabi statt, und Dr. Lueger wurde mit 92 Stimmen vielmehr von den wohlwollendsten Absichten gegen den der Staats- Eisenbahnen und die Beschaffung von Fahrwieder gewählt, während die Liberalen 45 leere Bettel Sultan und die Pforte beseelt. material, sowie die Ausrüstung bereits vorhandener Fahrzeuge, abgaben. Dr. Lueger erklärte in einer scharfen Rede für den zweigleieisigen Ausbau der Vorortlinie München G.- B.- Pafing 220 000 M. gefordert. Die Meldung gegen die Regierung, daß er die Wahl annähme. Er der M. N. N.", das fragliche Doppelgeleise, für welches im führte aus, man habe versucht, die Annahme seiner - Das bürgerliche Gesez bu ch. In der Mittwochs genannten Gefeßentwurf die Mittel gefordert werden, sei bereits ev. Wiederwahl als eine Auflehnung gegen den Willen Sigung der Kommission für die zweite Lesung des bürgerlichen nahezu vollendet, berichtigt Minister v. Crailsheim dahin, des Kaisers darzustellen; aber seine Nichtbestätigung sei ein Gesezbuches im Reichs- Justizamt, welcher nach einer amtlichen daß lediglich die Erdarbeiten in Angriff genommen worden Wert der Regierung; die Freiheit und die Ehre Wiens Mittheilung der Kaiser beiwohnte, gelangten die Bestimmungen feien, um mit ihnen nicht in den Winter hinein zu kommen. geböten es, daß er den Einflüssen, die seine Nichtbestätigung zur Berathung, welche in das Einführungsgeseh zum bürger- Dieselben bezifferten sich nur auf 9000 M. und hätte deren wünschten, troge; trobe; somit sei es seine Pflicht, in lichen Gesetzbuch, betreffend das Aner benrecht bei bäuer- Nichtgenehmigung die Eisenbahnverwaltung nicht in VerlegenDeutsches Reich. zurückzog. ( Schluß.) hölzernen Kübel vor den Brunnen schleppte. Was das Mädel Warum Herr Reuk leine Klage für Arme hatte! Diese Gesundheit, diese Fülle am ganzen Körper! Und das wollte man ihm vor der Nase weg in ein Kloster führen, ohne daß er sich nur rühren dürfte? Gott bewahre! Der Förster Göpfert war nicht der Mehr noch als der Beufert'sche Klub Autonomie" Mann, so leichten Rauses übertölpelt zu werden und ohne diente als Polizeiwauwau jeweilen ber Bondoner anarchistische weiteres feine wohlerwogenen Pläne fahren zu lassen. Die Klub 3 ur Morgenröthe". Diefer war seinerzeit von dem hatte er sich in einem langen Winter sorgfältig zurecht gelegt und deshalb wollte er mit feckem Hiebe die hinterliftigen Pläne des Benefiziaten durchkreuzen. Unverzüglich ging er ans Werk. Spigel Kaufmann begründet worden, dem intellektuellen Urheber der Stellmacher- Morde und Busenfreunde des LockSpigels Schröber; und dieser Kaufmann hatte bekanntlich zu feiner Ueberfiedelung von Zürich nach London das nöthige Geld aus Polizeifonds erhalten, nachdem er in der Schweiz unmöglich " Hochwürden", sagte er laut und feft, indem er in die geworden war. Natürlich war Herr Reuß, dessen Vorleben der Mitte des Zimmers trat, ich hab Ihnen die Mittheilung preußische Polizeiminister als ihm unbekannt zu beeiden sich bereit ' machen, daß ich grad vorhin um die Poiten Rathi anerklärt, auch in der Morgenrothe" ein ebenso bekannter wie gern g'halten hab!" gesehener Genosse. Der frühere Sekretär dieses Klubs erklärt darüber an Gidesstatt: Diesmal war doch ein leichtes Bucken über das starre Gesicht des Priesters gegangen, aber fast unmerklich und schnell wieder verschwindend. ,, Dann darf ich Ihnen wohl gratuliren, Herr Förster?" fragte er talt. Nein, leider net, denn der Vater hat mir sei Bu stimmung verweigert." ( Fortsetzung folgt.) Lifezavisches. Wir erhalten folgende Buschrift: Sehr geehrte Rebattion! In Nr. 264 des Vorwärts" besprechen Sie einen Artikel unferes Genossen Héritier über Marat" in der letzten Nummer der Révue Socialiste" und schließen den Bericht wie folgt: Wir empfehlen die Abhandlung und die„ Révue Socialiste" allen unseren, des Franzöfifchen fundigen Lesern. Und vielleicht findet sich für die Abhandlung ein ueberfeger; fie verdient es. Wir bemerken hierzu, daß dieser Artikel erstmals in der Neuen Zeit" vom 1. Mai 1895 erschienen ist und von hier den Weg in die Révue Eocialiste" gefunden hat. Mit bestem Gruß Redaktion und Verlag der Neuen Zeit" in Stuttgart. Ich Joseph Kinstler aus 434 Euston Road, N. W., ertläre feierlich und der Wahrheit gemäß: werden " Als der Vorhang gefallen war, tam Reuß auf mich zu Dies war und sagte mir, daß die Borstellung sehr gut war. ein Rompliment für mich, da ich die Vorstellung geleitet hatte. 6. Wir hatten Mitgliederkarten, die unseren Mitgliedern in allen sozialrevolutionären Vereinen Londons Butvitt ver schafften. Ich gebe diefe feierliche Erklärung ab in gewissenhafter Ueberzeugung ihrer Richtigkeit fraft der Bestimmungen des Statutary Declarations Act 1835. ( ges.) Jofeph Rinstler. Erklärt vor dem Polizeigericht zu Marylebone am 29. April 1895 vor mir. ( gez.) A. Chichile Plowden. ( L. S.) Nr. 206. Gefehen im Kaiser I. Deutschen General Konsulate in London zur Beglaubigung umstehender Unterschrift des Herrn A. Chichile Plowden, Magistrat am Marlybone Polizeigerichtshofe hierselbst. London, den 29. April 1895. 1. Jch war der erste Sekretär bes Rommunistischen Arbeiter- Bildungsvereins Sektion III, eines internationalen( L. S.) Arbeitervereins mit dem Beinamen„ Klub zur Morgen tothe" zu London E. 28 A. Princeß Square, Cable Street. Der Kaiserliche General- Konful, J. V.: ( gez.) Lange. * 2. Am Eröffnungsabend diefes Klubs im Frühjahr 1885 Zum Schluß wollen wir noch die eibliche Erklärung bringen, hielt ich die erste Rede über die Ziele und Absichten welche die Mitglieder einer speziellen Untersuchungskommission unferes Vereins und äußerte mich, daß es in unserem Streit vor dem zuständigen Polizeirichter in London abgaben. Diese mit der Bourgeoisie nothwendigerweise zur Propa- lautet: ( Wappen.) ganda der That tommen müßte. 3. Nachdem ich geendet hatte, tam unfer Genosse John Neve auf mich zu und sprach seine Billigung für die in meiner Rede vorgebrachten Gedanken aus. Dann kam Peutert und stellte mir Karl Theodor Reuß vor. Diefer schüttelte mir die Hand und sagte:" Ich bin auch Mitglied des Klubs geworden." Mit bezug auf meine Rede sagte er zu mir: Sie haben einen ausgezeichneten Vortrag gehalten." 4. An demselben Abende sagte mir der bekannte Joseph Beutert: Reuß ist ein Opernfänger und ein sehr guter Genoffe; er hat seine Beiträge für einige Monate im voraus bezahlt. 5. Jch traf Reuß fpäter im Kommunistischen Arbeiter Bildungsverein( Tottenham Street, W.), als Mitglieder aller fozialrevolutionären Vereine ein Theaterstück aufführten zum Besten der bekannten Chikagoer Anarchisten. Mit dem eingekommenen Gelde wollten wir einige Vertheidiger für die im Jahre 1886/7 au Chitago angeklagten 7 Anarchisten bestellen. Polizei- Gericht. Hauptstädtischer PolizeiBezirk. Wir die Unterzeichneten Richard George, Little Newport Street Nr. 7, St. James, Karl Bedenstedt, Schneider, Nr. 9 Blenheim Str., Bond Street, Heinrich Radow, Agent, 155 St. John Street Road, Clerkenwell, erklären feierlich und wahrheitsgemäß: 1. Im Jahre 1887 waren wir Mitglied des Kommunistischen Arbeitervereins zu 49, Tottenham Street, Tottenham Court Road. London W. 2. Durch die Mitglieder dieses Vereins wurden wir zit Mitgliedern eines Komitee's gewählt, das den Zweck hatte, gewisse Anschuldigungen gegen einen Herrn Theodor Reuß ( alias Charles Theodor) zu untersuchen, der damals( 1887) in London lebte. B wurden. Zersplitterung heit gebracht. Das Doppelgeleife felbft fei nur auf einer gans Tinspektor zur Prüfung der Buchführung der Sübeisenbahn- Gefell- fetes her öffentlichen Sicherheit bienen sollten. Auf grund zi fleinen Strede zur absolut nöthigen Sinterstellung von Wagen schaft dahin delegirt. verlässiger Daten wurde berechnet, daß auf diese Weise nicht als im Laimer Bahnhof gelegt und diese Kosten im Gesezentwurf 40 Millionen jährlich erpreßt Paris, 12. November.( Eig. Ber.) zur Lage in weniger bereits berücksichtigt. Abg. Schröder( l.) tritt für ein Doppel- Carmaux. Da Herr Refféguier, angeeifert von der Gesammt. Dieses Bild ist keine Uebertreibung. Richtig sagte die geleise Bamberg- Würzburg, Sartorius( ft.) für ein reaktion, weder ein Schiedsgericht annehmen, noch mit den Staatszeitung" am 19. Oktober: Die ganze Geschichte solches Nürnberg Gger in erster Linie, ev. auch Fürth ein. Streifenden in Unterhandlung treten will und so nicht abzusehen Tammanys ist eine Kette von Greueln, hier und da unterbrochen Der Minifter bezeichnet diese Routen als feinesivegs bringlich() ist, wann der von Rességuier provozirte Konflikt in einer für die von einem diplomatischen Akt formeller Zustimmung zu vorund kann„ vor bedeutender Hebung des Verkehrs auf solchen" Arbeiter ehrenhaften Weise gelöst werden könnte, soll nun der geschlagenen Reformen." Wie ein böser Traum erscheinen jeßt die Erfüllung dieser Wünsche nicht in Aussicht stellen. Bersuch gemacht werden, in Carmaux eine Glasfabrit auf ge- sene Zustände. Wir müssen die Enthüllungen des LerowBichler( 3.) empfiehlt noch die beschleunigte Fertigstellung des nossenschaftlicher Grundlage zu errichten. Und wie die Dinge Komitee's wieder lesen, um uns jene furchtbare Wirklichkeit zu Doppelbahngeleises auf der Linie Passau Obertaubling. Die liegen, ist auch gegründete Aussicht vorhanden, daß das hierfür versiunbildlichen. Und es war doch Wirklichkeit. Keine zivilifirte 200 000 m. werden hierauf genehmigt und dann debattelos nöthige Geld aufgetrieben werden wird. Sodann wird es Gemeinde unserer Zeit hat je ein so erschreckendes Schauspiel 5 355 000 M. für Beschaffung von Fahrmaterial und Ausrüftung Serru Rességuier freistehen, diejenigen Arbeiter auszuschließen, geboten. Und das war das städtische Regierungssystem bereits vorhandener Fahrzeuge, sowie Art. 2 des Entwurfs, die ihm ein Dorn im Auge sind; aber wir werden von die Tammany Hall. Lange hatte welcher den Finanzminister zur Aufnahme eines Staatswie bas Bertheidigungskomitee der Glasarbeiter in einem der ehrlichen Bevölkerungselemente durch Barteipolitik anlehens, dessen Verzinsung aus der Eisenbahn- Betriebskasse Schreiben an den Direktor des Sicherheitswesens meldet, der ver- jede Opposition gelähmt. Endlich, zu erfolgen hat, ermächtigt. Anwesend waren im ganzen nur geblich zu ihren gunsten intervenirt hat allen großen Unter- feit der tyrannischen Räuberwirthschaft durch 108 Abgeordnete. 10 find beurlaubt, 6 entschuldigt, demnach be- nebiern, die Luft hätten, dem Beispiel Refséguiers zu folgen, büllung nach der anderen blosgestellt war, raffte sich das gute liebten ohne Entschuldigung nur 35 Volksvertreter bei einer gezeigt haben, daß sie an dem harten Widerstand und der be- Bürgerthum von New- York zu einem wuchtigen Schlage auf. immerhin für das Land wichtigen Angelegenheit unentschuldigt wundernswerthen Solidarität aller Arbeiter scheitern würden." Die patriotische Handelskammer ging voran, die ehrlichen Leute zu fehlen. Der Pariser Gemeinderath hat in seiner geftrigen schlossen sich zusammen, Parteigrenzen wurden vergessen und in Die morgige Sigung behandelt die Interpellation Dr. Sizung einen von Navarre und Lefèvre gestellten Antrag an einer großen Wahlschlacht wurde das Tammany- Räuberthum Schädler( 3.) über die Bauunfälle in München genommen, der bahin geht, die den Streifenden von Carmang überwunden. Und an diesem Siege hatten die Deutsch- Amerikaner und den Antrag Luz( kons.), betreffend die Auswüchse beim votirten 20 000 Frts. ausschließlich für die Familien derjenigen von New- York einen rühmlichen Antheil." Arbeiter zu referviren, die bei Herrn Rességuier feine Aufnahme So Karl Schurz. Und jetzt ist alles wieder beim alten. Der Schweiz. gefunden haben werden. Es ist dies ein gegen die Streitbrecher patriotische und moralische Aufschwung des guten Bürgerthums" hält eben nie lange vor. Die Korruption wächst aus dem gerichteter Antrag. Gewerbebetrieb. Belgien. Proportionalwahl. Das Initiativbegehren für direkte Volkswahl und Proportionalwahl hat die gefeßliche Ans Budget. An die Deputirten wurde heute der Haupt zahl von giltigen Unterschriften, nämlich 15 000 überschritten. bericht des Herrn Cochery über das Budget von 1896 ver Nach Einziehung der noch ausstehenden Unterschriftenbogen sollen theilt. Die Ursachen für die Defizits der letzten Jahre sieht der dieselben nächsten Freitag der Staatskanzlei übermittelt werden. Berichterstatter in den außerordentlichen und den Nachtrags: krediten, die sich jedes Jahr mit bedauerlicher Regelmäßigkeit" wiederholen und nach der Aeußerung Gladstone's eines der Gröffnung der Kammer und des Genats. größten Finanzübel bilden, in welches ein Parlament gerathen Am 12. d. M. hat die Eröffnung der parlamentarischen Tagung kann. In den letzten acht Jahren stiegen die Krediterhöhungen, der Kammer stattgefunden. Kammerpräsident Beernaert ist die aus den Beschlüssen der Kammer und der Anwendung neuer seines Amtes müde geworden und beabsichtigt es niederzulegen; Geseze erwuchsen, enorm. Jm Jahre 1888 betrugen fie acht auf dringende Bitten der klerikalen Partei hat er es jedoch be- Millionen; im Jahre 1895 schon 126 Millionen. Die Staatshalten. Die Kammer wählte demgemäß bei Stimmenthaltung der schuld betrug 31 035 252 525 Frants im Jahre 1894, am 1. Of Linken Beernaert zum Präsidenten, Tack zum ersten, Baron Snoy tober letzten Jahres belief sich die schwebende Schuld auf zum zweiten Bizepräsidenten; der Senat in derselben Reihen 1237 060 500 Frants. folge: Baron t'kint van Rodenbeke, Baron Bethune und Dupont, legteren von der Linken. Von der Regierung geschah keinerlei wahlen wird das Parlament sich auf acht Tage vertagen. Afrika. Amerika. als Die Scheußlicheine Entfapitalistischen System hervor, von dem das gute Bürgerthum" nicht lassen will und kann. Ja, das beste ist, daß dasselbe gute Bürgerthum des Schönredners Schurz heuer zum Siege des Tammany Hall- Ringes den Haupttheil beigetragen hat. 21 " Parket- Machrichten. Für das weftliche Westfalen fand am letzten Sonntag ein Parteitag in Lüdenscheid statt. Den Antrag, das Agitationsfomitee aufzulösen, weil seine Wirksamkeit sich bei der bekannten Polizeipraxis nicht auf die Frauen mit erstrecken kann, lehnte der Parteitag ab. Durch seine Annahme würde auch den Frauen nichts genügt, dagegen aber die gesammte Agitation sehr gehemmt werden. Die Wünsche in bezug auf die Vergrößerung der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Beitung" erwiesen sich als verKrieg gegen die Aschanti. Das englische früht oder wegen technischer Hindernisse vorläufig unausführbar. Ankündigung. Wegen der am Sonntag stattfindenden Gemeinde- Ministerium faßte geſtern den Beschluß den Krieg, gegen bie Die im vorigen Jahre beschlossenen schriftlichen Agitationsberichte Gesetz über den Arbeitsvertrag. Die Reden sofortigen Aufbruch einer Expedition an. Gleichzeitig er dies mit dringender Agitation. In der Agrarfrage beschloß der Aschanti sofort zu beginnen. Das Striegsministerium ordnete waren spärlich eingegangen und von einigen Orten konnten auch nicht einmal mündliche erstattet werden. Mehrere Kreise entschuldigten gierung hat dem obersten Arbeitsrathe des Landes ein Geset bielten mehrere englische Infanteriebataillone Marschbefehl nach Parteitag, durch Sammlung von Material über die Wirkungen der über den Arbeitsvertrag zur Berathung unterbreitet. Westafrika. Arbeitsminister Nyffens erklärte, daß die Regierung nur die verschiedenen Arten der Grundbestytheilung und Betriebstechnik grundlegenden Bedingungen des Gesetzes aufgestellt habe und es in Westfalen das Studium der Frage zu fördern. Der Parteitag im übrigen den in dem Arbeitsrathe vereinigten Vertretern der- Der Sieg der Bande von Tammany Hall in ordnete an, daß die betreffende Kommission sich freiwillig bilde Industrie, der Arbeit und der Wissenschaft überlassen wolle. Die der Stadt New York verleiht einer Rede Juteresse, die und daß die zur Mitarbeit bereiten Genossen sich mit dem genaueren Bestimmungen des Gesetzes zu entwerfen. Demnächst Karl Schurz am 26. v. M. in New York vor einer Ver- Genossen Lütgenau in Verbindung setzen möchten. Der Punkt werde er alsdann dem Arbeitsrathe den Entwurf des Gesetzes sammlung von Deutsch- Amerikanern gehalten hat und worin er Konsumvereine" wurde abgefeßt. Der nächste Parteitag foll in über die Sonntagsrube vorlegen, die nicht vom tonfeffionellen, diese Bande klar kennzeichnete: Witten stattfinden. Große Genugthuung empfanden alle über sondern vom sozialen Gesichtspunkte aus zu betrachten sei. ,, Mitbürger! Vor einem Jahre waren wir vereinigt in die endliche Eroberung von Dortmund; man ging mit dem Augenblicklich sei das Arbeitsamt damit beschäftigt, die Greinem großen Kampf gegen Tammany Hall als den Erzfeind Vorsatz auseinander, dem ermuthigenden Beispiel zu folgen, gebnisse der in Deutschland, England, Desterreich und der guter städtischer Regierung und des öffentlichen Wohls. Er bamit nächstens auch andere Wahlkreise der rothen Erde durch Schweiz angestellten Untersuchungen über diese Frage organisch innern wir uns, un was es fich handelte. Der Charakter der Abgeordnete der gleichen Farbe vertreten werden. zu verwerthen. Gegen Ende Dezember oder Anfang Januar Tammany Herrschaft war in feiner ganzen Scheußlichkeit Der Provinzial- Parteitag für das östliche West. werde der Entwurf vorgelegt werden. vor der Welt bloßgelegt worden; alle Zweige der Verwaltung falen und die lippefchen Fürstenthümer ist für den waren von Rorruption durchfeucht; die städtischen Aemter 1. Dezember nach Herford einberufen. Die Tagesordnung voll von räuberischem Gesindel; fast feine öffentliche Dienst enthält it. a. auch einen Punkt über: Die Agrarfrage und ber Paris, 12. November.( Eig. Bericht.) Der Ministerrath hat leistung ohne forrupten Privatgewinn; die Polizeigerichte meist Breslauer Parteitag." fich in seiner heutigen unter dem Vorsitz des Präsidenten der in den Händen gemeiner und gewiffenlofer Politiker; das SchulRepublik stattgehabten Sigung mit der Frage der Wieder wesen war verlottert und wurde für selbstfüchtige Bwecke auseröffnung der Arbeitsbörse beschäftigt. Das Er gebeutet; die ganze städtische Regierung ein planmäßiges Raub zu werden. Von unseren Parteigenossen wurden am vergangenen gebniß ist, daß der Minister für Handel und Industrie, fyftem. Zwet Dinge fielen besonders in die Augen: der Zustand Sonntag Versammlungen abgehalten in Spenge und Herr Mesureur, beauftragt wurde, ein wurde, ein Reglement der Straßen ein der Gesundheit der Bevölkerung gefährlicher er ford. In leztgenannter Stadt wurde auch ein Flugblatt auszuarbeiten, daß die Bedingungen enthalten wird, unter Gemeinschaden und eine Schmach für eine zivilifirte Stadtvertheilt. welchen die Arbeitergewerkschaften Aufnahme in der Arbeitsbörse und die Polizei, die dem allgemeinen Raubsystem als wirksamſtes Ju Pößneck wurde bei der Stadtverordneten- Ergänzungsfinden. Da Herr Mesureur, wie ich dies schon früher erwähnt, für Wertzeng diente. Die Lexow- Untersuchung brachte unglaubliche wahl am 11. b. M. der Genoffe Baul Geige wiedergewählt. die Errichtung der Pariser Arbeitsbörse so viel Eifer an den Abscheulichkeiten zu tage: Anstellungen und Beförderungen regelTag gelegt, kann es kaum einem Zweifei unterliegen, mäßig zu festen Geldpreifen verkauft; faft die ganze Bevölkerung, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. daß das Reglement ein den Gewerkschaften entgegenkommendes jeder Beruf, jede Beschäftigung, die der Polizei erreichbar war, vom Bu 100 M. Geldstrafe wurde der Genosse aller von sein wird. Großkaufmann bis zum Schuhpußer, einer tyrannischen Brand- dem Echöffengericht in uetersen verurtheilt, weil er den In derselben Sigung wurde ferner beschlossen, den Beschaßung unterworfen; Laster und Verbrechen-ja, unnennbare Kassirer der Orts- Krankenkasse beleidigt haben soll. rathungen der Munizipalräthe, die zu gunsten der Streifenden Verbrechen geschützt und gehegt gegen Bezahlung; wer die von Carmaux bestimmte Summen votirt haben, die Zustimmung zu geforderte Brandschahung nicht zahlen fonnte oder wollte, tückisch ertheilen. Diese Gelder werden unter die Familien derjenigen und grausam verfolgt; arme, unschuldige Frauen um ihren legten Arbeiter vertheilt werden, welche die Arbeit nicht aufgenommen Heller beraubt und ins Gefängniß geschleppt; Silflofe, besonders haben. In erster Linie werden ihnen also die vom Pariser solche, die der Landessprache nicht mächtig waren, bedroht, mißMunisipalrath votirten 20 000 Fr3. zugehen. Der Finanz- handelt und gewaltsam beraubt furs, eine ganze Bevölkerung minister hat auf Verlangen des Justisministers einen Finanz- ausgesogen und terrorifirt von denen, die als Wächter des GeFrankreich. 3. Dieses Komitee hielt zwei Sigungen ab, am 22. und 24. Juni 1887, und prüfte alle, sum theil urkundlichen Beweismittel, die ihr vorgelegt wurden. 4. Als Resultat unserer Untersuchung gewannen wir die Ueberzeugung, daß a) der befagte Theodor Reuß( alias Charles Theodor) zu dieser Zeit nicht 11 11 C ein Spion der beutschen Geheimpolizei war, sondern daß er auch in verschiedenen revolutionären Vereinen in London verkehrte und sehr eng befreundet war mit J. Peutert, dem bekannten Begründer der in London erscheinenden anarchistischen Zeitung Autonomie"; " b) daß der besagte Theodor Reuß Vorträge hielt und an Diskussionen und Privatgesprächen theilnahm, in denen er stets die sogenannte Propaganda der That vertheidigte und zu ihr aufforderte. c) daß er nach Deutschland reiste und anarchistische Literatur zur Wertheilung daselbst mit nahm, worüber uns ein eigenhändiger Brief von ihm vorgelegt wurde. d) was seine Rolle bei der Gefangennahme John Neve's durch die Polizei betrifft,. welchen John Neve er damals ols seinen Genossen bezeichnete so beziehen wir uns auf die Erklärung, die wir im Züricher Sozialdemokrat" Nr. 35 vom 26. August 1887 veröffentlicht haben. Wie richtig diese Erklärung war, ergiebt sich unserer Meinung nach aus den später bekannt gewordenen Thatsachen. Wir geben diefe feierliche Erklärung in der besten Ueberzeugung von ihrer Richtigkeit ab, traft der Bestimmungen des Gesetzes vom 5. und 6. Jahre unter der Herrschaft des ver= storbenen Königs Wilhelm IV. mit der Ueberschrift: The Statutary Declaration Act 1885. Richard George, Charles Beckenstedt, Heinrich Rackow. Abgegeben, unterschrieben und aufgenommen von mir, Franklin Lushington, Gequire, einem der Polizeirichter der Hauptstadt im hauptstädtischen Polizeibezirke Bow Street, am 11. April 1895. F. Lushington. Unterm 29, April gaben diese drei Mitglieder der Unterfuchungs Kommission noch folgende Nachtrags- Erklärung zu Biotofoll: Polizei Gericht. Bolizeibezirk der Hauptstadt. ( Wappen.) Wir Richard George, Gastwirth aus London W., Little Newport Street, Carl Veckenstedt, Schneider von ebenda, Nr. 9 Blenheim Street, Bond Street. J Heinrich Rackow. Agent aus London E. C. Nr. 155 St. John Street Road, Der Wahlkampf in Herford Salle beginnt heftiger Der Redakteur des Textilarbeiter", Genosse Albin Reichel in Burgstädt, ist wegen Majeftätsbeleidigung vernonimen worden; außer ihm wurde auch der Drucker Landgraf einer Vernehmung unterzogen. Soll hier etwa der dolus eventualis in Anwendung kommen? Desterreichisches. Vom Wiener Landesgericht wurde am 26. Juni Genosse Thomas 3oppoth zu einem Monat strengen Arrestes verurtheilt, weil er in einer der Wahlrechts- Versammlungen gesagt hatte:„ Wir müssen ruhig und befonnen arbeiten, die Massen revolutioniren und ihnen den Gedanken des Sozialismus einimpfen." Gegen dieses Urtheil hatte erklären feierlich und der Wahrheit gemäß in Fortsehung unserer der Vertheidiger des Angeklagten, Dr. Ingwer, die NichtigkeitsErklärungen vom 11. April 1895 vor dem Polizeigericht in Bow- beschwerde erhoben, über die jetzt der Raffationshof verhandelte. Street zit London: Der Beschwerdeführer bekämpfte das erstrichterliche Urtheil vor1. Der genannte Theodor Reus, alias Karl Theodor ernehmlich Deshalb, weil bie Anklage aus bem Sake schien nur einmal in unserer Komiteefiyung, verweigerte blos die Worte„ die Massen Massen revolutioniren" herausaber jede Antwort und entfernte sich. gegriffen und inkriminirt habe. Der Angeklagte habe aus2. Der erwähnte Jofeph Pentert gab zu, daß bridlich gesagt, wir müffen rubig und besonnen er zusammen mit Theodor Reuß, alias Starl in dieser Umgebung habe das Wort Theodor, von London nach Brüssel gefahren revolutioniren" nicht den vulgären Sinn, sondern eine andere war, wo sie zusammen am Abend des 1. Januar 1887 an Bedeutung. Er hat in seiner Rede von dent Generalfireik in tamen. Belgien gesprochen und diesen auch für Defterreich als letztes 8. Der genannte Joseph Peutert gab ferner gefegliches Mittel zur Erringung der politischen Stechte hinzu, daß Theodor Reuß behauptet hatte, er beab gestellt nicht aber die blutige Stevolution. Der Kassationshof fichtigte, feinen Charakter vor John Neve erkannte jedoch auf Abweisung der Beschwerde, da noch zu rechtfertigen und daß sie zu diesem Zwecke zusaminen Feststellung des ersten Richters mit Rücksicht auf Sprachgebrauch, von Brüssel nach Lüttich reisten, wo sie John Neve befüchten. 4. Joseph Peutert sagte endlich aus, daß Theodor Reuf die Reisekosten bezahlte. Wir geben diese feierliche Erklärung ab in der gewissen haften Ueberzeugung ihrer Richtigkeit id fraft der Be stimmungen des Gesetzes vom 5. und 6. Jahre der Regierung weiland Sr. Majestät König Wilhelm IV., mit der Ueber schrift: The Statutary Declaration Act 1835." 93 ( gez.) Richard George. ( gez.) Charles Bedenstedt. ( gez.) Henry Radow. Abgegeben, unterschrieben und aufgenommen von mir, Franklin Lushington, Polizeirichter der Hauptstadt im Polizei gericht von Bow- Street im hauptstädtischen Polizeibezirt, am 29. April 1895. ( ges.) F. Lushington. Soweit die eidlichen Aussagen. Unterm 25. Januar hatte Herr Reuß noch den Muth, auf grund des Preßgesetzes von uns eine Berichtigung zu verlangen, worin er it. a. erklärte: " Ich bin niemals Mitglied des anarchisti schen Klubs Autonomie in London gewesen, ebenso wenig war ich Leiter oder Führer des arbeiten" Ort und Bublifum der inkriminirten Aeußerung kein anderer Sinn beigelegt werden könne, als der, daß diejenigen, an welche diese Aeußerung gerichtet war, zum gewaltsamen Vorgehen aufgefordert wurden. Within fehle der Michtigkeitsbeschwerde die formelle Basis. Der österreichische oberste Gerichtshof steht also auf dem Standpunkt: Selbst die dimmiften Urtheile der Richter müssen von einem t. t. Raffationshofe bestätigt werden, wenn sie sich gegen Sozialdemokraten richten. Internationaler Handschuhmacher- Kongrek. Paris, 11. November. Gestern fand hier im Café du Globe", Boulevard de Strasbourg, die Eröffnung des 3 internationalen Handschuhmacher- Kongreffes ftatt. Vertreten sind folgende Länder: Frankreich, Deutschland, Desterreich- Ungarn, Italien, Belgien und Luxemburg. hus Spanien find Delegirte angemeldet aber noch nicht erschienen. Sie Bahl der Delegirten beträgt 25, die zusammen 10476 Geverfchaftsmitglieder vertreten. Auf die Tagesordnung sind folgende Fragen gestellt und zwar a) seitens bes Grenobler Rongrejes: 1. Organisation der nationalen Verbände; 2. Regelung der Arbeit; Arbeitslosen- und Reiseunterstügungs- Kaffe; 4. Aufnahme der mit der Handschuhmacherei Unsere Leser mögen urtheilen auch darüber, mit welchem verwandten Berufstörperschaften( Weißgerber, Burichter, Färber); Rechte der Bertreter des Herrn Reuß, Gerr Rechtsanwalt Gabriel, b) seitens des Bundes- Exekutivkomitees: 1. Betheiligung des in seiner Rückzugs- Erklärung an das Amtsgericht die Behaup- Bundes an dem 1896 in Berlin stattfindenden internationalen tung aufstellen tonnte, daß der Brief des Herrn Polizeiministers Kongreß der Lederarbeiter; 2. Abschaffung des Vorsitzes; 3. Bewilligung von Anwesenbeitsmarten an die nicht honorirten von Köller „ eine jeden zweifel befeitigende Erklärung Mitglieder des Grekutivkomitees; 4. Verlegung des Bundessiyes zugunsten von eus fet." Klubs Autonomie." nach Zürich; 5. Formatvergrößerung des Organs Le Gantier" („ Der Handschuhmacher"): 6. Beschlußfassung der Delegirten in Die Frau des Tischlers August Hohmuth ist am Freitag voriger Woche wegen Majestätsbeleidigung von der vierten Straffammer des Landgerichts II zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Sie soll die betr. Aeußerung in der Wohnung des Schloffers Gebhardt gethan haben! geheimer Sigung bezüglich der Theilnahme der verbündeten die Haußindustrie. Ferner erklärt die heutige Ronferens, in jeber bringen. Gerade eine folche Thätigkeit fei nicht ungefährlich und Sektionen als Aktionäre von Produktivgen offenschaften innerhalb Beziehung dahin zu wirken, daß die Arbeiter in allen Industrie- er beantrage deshalb 3 Monate Gefängniß. Der Gerichtsder Handschuhmacherei. Täglich finden zwei Sigungen statt. arten für diese berechtigte Forderung mit allen zu Gebote hof hielt doch nicht genügenden Beweis dafür erbracht, daß der Die beiden ersten Sigungen waren fast ausschließlich der Wahl stehenden gesetzlichen Mitteln eintreten, die Uebelstände zu be- Angeklagte den Inhalt der Schriften gekannt habe, und aus diesem des Bureaus, den Begrüßungsreden und der Mandats fämpfen, auch bei der zustehenden Behörde darauf zu dringen, Grunde wurde auf Freisprechung erkannt. prüfung gewidmet. In der heutigen Morgenfißung ge- daß hier Abhilfe zu schaffen ist. In allen Industriearten sollen langte der vom Bundes Generalsekretär Grange ver: Vertrauenspersonen ernannt werden, welche sich in unabhängiger faßte allgemeine Bericht zur Verlesung. Der Bericht Stellung befinden, die alle Beschwerden der Arbeiter dem Fabrik giebt ein flares Bild von der Thätigkeit der Bundes- inspektor zur Kenntniß zu bringen haben. fektionen der verschiedenen Länder und hebt dabei besonders die Thätigkeit, Aufopferung, Disziplin und Organisation des Deutschen Handschuhmacher- Verbandes hervor. Von dem internationalen Geist, der den Bund befeelt, zeugt besonders der Schluß des Berichtes. Er lautet: Verfolgen wir weiter unseren Weg, mit vollen Händen den fruchtbaren Samen des Internationalismus ausstreuend, der die Grenzen beseitigend, den Frieden unter die arbeitenden Bölker bringen wird, die bald zur Erkenntniß gelangen werden, daß das Proletariat nur ein weites Baterland hat: die Menschheit." werden. Soziale Ueberlicht. Zur Sonntagsruhe. Auf der Versammlung des anhal. Zur Sonntagsruhe. Auf der Versammlung des anhaltinischen Zweigvereins für Rübenzucker- Industrie wurde auch über die Durchführung der Sonntagsruhe im Fabrikbetriebe verhandelt und dabei konstatirt, daß gerade die besten Arbeiter, die mit ihren Familien vorwärts tommen wollten, mit den Bestim: mungen der Sonntagsruhe, wodurch sie in ihrem Erwerb nicht unwesentlich beeinträchtigt würden, durchaus unzufrieden seien." Das müssen wirklich exemplarisch„ gute" Arbeiter sein, die sich der Durchführung der Sonntagsruhe widersehen, weil sie in ihrem Erwerbe nicht unwesentlich dadurch beeinträchtigt würden. wurde. Gewerkschaftliches. J. A.: R. Neumann. Die schlesischen Tabatarbeiter waren am selben Tage in Breslau versammelt. Anwesend waren 13 Delegirte, die zusammen 10 Städte vertraten. Nach längerer Diskussion fand eine Resolution einstimmig Annahme, die sich gegen jede„ wie immer auch geartete Besteuerung des Tabats" aussprach. Ver In der Wuchersache Heinrich Pariser, den Kaufmann Richard Meyer aus der Zimmerfiraße und noch drei andere Personen wegen gewerbsmäßigen Wuchers ist nunmehr die Anklage erhoben worden. Der Termin zur Hauptverhandlung Ueber den Stand der Münchener Gewerkschaften hat vor der Straftammer dürfte somit noch vor Ablauf des Jahres der dortige Gewerkschaftsverein( Kartell) vor kurzem einen Be- stattfinden. Pariser, der einer Reihe der ehrlosesten Handlungen München belief sich die Zahl der gewerkschaftlich Organisirten Kaution auf freiem Fuße belassen, als man unsere ehrenhaften richt herausgegeben, dem wir nachstehendes entnehmen: In dringend verdächtig ist, wurde bekanntlich zur selben Zeit gegen laut Bericht vom Mai 1894 auf 4903, nach einer im Auguft Genossen Pfund, Diert und Rautmann die vollen Qualen der 1895 veranstalteten Zählung auf 7270, ohne die neugegründeten Untersuchungshaft durchkosten ließ. Vereine und Mitgliedschaften. Das ist eine Zunahme von 2367 Der Vereinsball und die Polizeiftunde. Der VortragsMitgliedern oder 48/4 pet. Mit den neugegründeten Organi verein für Feldstedt in Nord- Schleswig, dessen statutarisch festDie großherzoglich hessische Regierung läßt wie im fationen befinden sich in München 7981 gewertschaft gelegter Zweck die Förderung der Volfserleuchtung ist, hielt am vorigen so auch in diesem Jahre Erhebungen über lich Organisirte, das sind 3078 oder 625 pt. mehr 18. November 1894 seinen sogenannten„ Vereinsball" ab, der als die Lage der Arbeiter sowie des Gewerbestandes, als im Jahre 1894. Am 1. Juli 1894 ist von dem Vereinsversammlung der Polizeibehörde angemeldet worden war. des Arbeitsmarttes im Großherzogthum Hessen Gewerkschaftsverein ein Vereinshaus in Betrieb gefekt worden. Um 10 Uhr, bei Eintritt der Polizeistunde, schloß der Amtsanftellen. Infolge deffen haben die Kreisämter die Handels: Dort stehen Betten à 30 Pfennige zur Benutzung und sind die vorsteher diese Veranstaltung. Hiergegen erhob der Vorsitzende tammern und die Gewerbevereine zum Bericht auf selben vom 1. Januar 1895 bis 13. September von 2368 meist des Vereins, Parzellist Erichsen, zunächst beim Landrath, dann gefordert und Fragebogen ausgegeben, wobei betont wird, daß der Organisation angehörigen Reisenden benutzt worden. beim Regierungspräsidenten zu Schleswig Beschwerde, ohne die Regierung den größten Werth auf genaue Angaben lege, um Lohnbewegungen haben stattgefunden bei den Brauern, welche damit Erfolg zu haben. Der Regierungspräsident ertheilte ein möglichst genaues statistisches Bild über den Geschäftsgang durch das Einschreiten des Gewerkschaftsvereins große Vortheile einen ausführlichen Bescheid, in dem er darzuthun suchte, daß und die Arbeitsverhältnisse im Großherzogthum zu erlangen. errangen. Ihre Arbeitszeit wurde von 16 und 18 Stunden auf der Vortragsverein zu Feldstedt als ein politischer Verein anMan schreibt uns hierüber: So löblich dies Thun der hessischen 10 Stunden verringert, der Minimallohn von 70-75 Mart auf zusehen sei und daß deshalb seine Versammlungen den Vorschriften Regierung auch sein mag, bedauerlich bleibt es doch, daß sich die 100 Mark monatlich erhöht und von den Meistern menschlichere über die Polizeistunde unterworfen wären, auch wenn ihm für Regierung nicht dazu aufschwingen kann, auch die Vereinigungen Behandlung zugesagt. Auch bei den Müllern wurde dieselben die Wirthschaftsräume eines Lokals zur ausschließlichen der organisirten Arbeiter, die Gewerkschaften, um Rath durch das Eingreifen des Gewerkschaftsvereins die Arbeits- Verfügung stehen sollten. Der wirkliche Zweck des Vereins sei und Auskunft anzugehen. Oder fürchtet man sich, die Wahrheit zeit um wöchentlich 4-5 Stunder verkürzt, der Lohn um wöchent die Pflege des dänischen Nationalbewußtsein, meint er, und führt zu hören? Denn eine richtige Antwort darüber, wie es den lich 2,50 m. erhöht, für Ueberstunden 20 pCt. Zuschlag zu zur Begründung des politischen Charakters gerade dieses Arbeitern geht und wie es ihnen in dieser besten der Welten gebilligt und es wurde von den Meistern versprochen, daß sie Vereins die Thatsache an, daß zwei andere der ums Herz ist, tann doch nur von den Arbeitern selbst gegeben den Müllergesellen feine Echwierigkeiten wegen ihrer Zugehörig vielen Vortragsvereine Nordschleswigs vom Kammergericht feit zum Verband mehr machen werden. Die Friseure erreichten für politisch befunden wurden. Daß auf die die Freigabe eines Wochentag Nachmittags und den Ladenschluß anstaltungen politischer Vereine Sonntags nachmittags um 2 Uhr.- Neu gegründet wurden weg Anwendung finde, begründet der Herr Regierungsdie Polizeistunde schlechtdie Vereine der Ausgeher, der nicht gewerblichen Arbeiter, Präsident wie folgt: Die Zusammensetzung eines politischen Verder Glaser, der Konditoren, der Zinngießer, der Müller, eins wie des fraglichen sei im Hinblick auf die geringe Abder Seiler und der Stuckateure. Giner dem Bericht beigegebenen geschlossenheit nach außen eine so schwankende und lockere, daß Tabelle ist zu entnehmen, daß in München zur Zeit 43 Organi die Versammlung als geschlossene um so weniger angesehen fationen bestehen, wie sich die Gesammt- Mitgliederzahl von 7981 werden könne, als der Zweck des Vereins eine möglichst große auf die einzelnen Gewerbe vertheilt und um wie viel sich die Betheiligung auch von Nichtmitgliedern erwünscht erscheinen bei den Brauern: 775; denen folgen die Buchdrucker: 745, dann Verwaltungsgericht an. Der 1. Senat deffelben beschäftigte sich am Bahl seit 1894 vermehrt hat. Die meisten Mitglieder finden sich lasse. Erichsen focht den Bescheid durch Klage beim OberDie Schreiner mit 580 2c. Die geringste Mitgliederzahl( 31) weist 12. November mit der Angelegenheit. Als Vertreter des Klägers der Lokalverein der Seiler auf. war der Redakteur Hansen erschienen, der in längeren AusIn der Gußstahlhütte von Arnolds u. Rreß in einandersehungen der Annahme des beklagten RegierungsWitlig bei Aussig a. Elbe ist wegen Lohnabzügen ein Streit präsidenten entgegentrat, daß der Vortragsverein in Feldstedt Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über der Former ausgebrochen, dem wahrscheinlich ein Ausstand ein politischer Verein sei. Gegen den polizeilichen Schluß ber Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden des sämmtlichen Personals folgen wird. Versammlung um 10 Uhr, welcher eine polizeiliche Verfügung Organisation tragen. Der dänische Maurerverband hielt in Kopenhagen eine folche eines geschlossenen Vereins und an sich auch darstellt, machte Hansen geltend, die fragliche Veranstaltung sei Erklärung. Ueber die im Münchener Brauhaus stattgehabten Differenzen fanden gestern am 13. d. M. unter Hinzu- feine 5. Delegirten Bersammlung ab. Anwesend waren feine öffentliche gewesen, da sie wie alle anderen Veranstaltungen siehung unparteiischer Schiedsrichter eingehende Untersuchungen 62 dänische Delegirte und 2 Bertreter der Maurer Schwedens des Vereins in einem miethsweise übernommenen Lokale Nach den Vereinsstatuten dürften Gäste und Berhandlungen statt, welche damit endigten, daß diefe An- und Norwegens. Der Vorſizende erinnerte an die großen Kämpfe, abgehalten wurde. gelegenheit für beide Theile ehrenvoll und befriedigend erledigt die im verlaufenen Jahre zwischen dem Zentralverein der Meister( Nichtmitglieder) an den Bersammlungen nur theilnehmen, wenn und dem Verbande der Arbeiter geführt wurden. Der Streit fie von Mitgliedern eingeführt würden und der Vorstand dies Selbstverständlich ist die für Donnerstag, den 14. b. M., habe in einer Weise geendigt, daß er glaube behaupten zu dürfen, genehmige. Die Klage, zu deren Begründung H. noch eine Reihe geplante Versammlung damit unnöthig geworden. das Resultat wäre nicht nur zum Nußen für die Maurer und von Umständen anführt, wurde aus folgenden Gründen a b= Agitations- Kommission ihre Organisation, sondern für die Arbeiterbewegung im der Brauerei Arbeiter Berlins und Umgegend allgemeinen. Ueber die Thätigkeit des Verbandes im legten gewiesen: Auf die in den Vordergrund gestellte Frage, ob Jahre wurde berichtet, daß 13 neue Zweigverbände errichtet Gericht halte der Verein ein politischer Verein set, tomme es nicht an. Das an seiner schon früher ausgesprochenen worden sind und daß der Verband jetzt 47 Zweigverbände mit eine Meinung feft, daß 621 Mitgliedern gegen 2855 vor zwei Jahren zählt. In festgesetzte Polizeiftunde für Wirthshäuser überhaupt 22 Bweigverbänden ist der Stundenlohn um 1-3 Dere erhöht, versammlungen treffe, die in einem solchen Lokal abgehalten auch die öffentlichen Vereinsin 9 die Arbeitszeit verkürzt worden. Die einzelnen Streils, die würden. Der Nachweis, daß gerade die betreffende Versammlung in den beiden verflossenen Jahren unternommen wurden, find alle( Bereinsball) eine gefchloffene gewesen, worauf es automme, hätte dem Kläger obgelegen. Diesen Nachweis habe derselbe nach Ansicht des Gerichts aber nicht erbracht. Aus der Begrenzung des Vereins auf ein Kirchspiel( Amtsbezirk) folge noch nicht, daß des„ Sozialdemokrat", Max Schippel, wurde am 21. Juni 1895 gewesen. Der Kläger reſp. ſein Vertreter habe nicht einGenosse Schippel vor dem Reichsgericht. Der Redakteur der Kreis der Theilnehmer an der Versammlung ein begrenzter vom Landgericht Berlin I wegen Beleidigung durch die Preffe mal die Behauptung aufgestellt, daß ant der Ver1894 18. November anstaltung vom zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt, auch dem Verletzten, dem oder solche und mit Genehmigung des Vorstandes eingeführte Mitglieder preußischen Kriegsminister, Publikationsbefugniß zuerkannt. In dem hoffen dabei in jeder Beziehung auf die thatkräftige Hilfe des Redakteurs desselben Blattes, Bachau, zu 6 Monaten Gejenem Tage teine Anstalten getroffen waren, dritte von der Blatte wurde im Anschluß an die Mittheilung von der Verurtheilung Gäste theilnahmen. So habe das Gericht annehmen müssen, daß aller Kollegen. Die Anstrengungen, die die betreffenden Firmen zur Heranziehung von Ersatz für die Streifenden machen, spotten fängniß wegen Aufforderung zum Ungehorsam das Urtheil einer Bersammlung fernzuhalten, und infolge davon, daß die Verjeder Beschreibung, haben aber dennoch nur winzigen Erfolg. leidigung der Richter herbeiführte, und dann ein Artikel aus Mitgliedern, zugängig war. Kritik unterzogen, welche nebenbei noch eine Anklage wegen Be- fammlung feine geschlossene und das Lokal auch anderen, als Beispielsweise ist der Versuch eines patriotischen" Innungs: dem alten Büricher Sozialdemokrat" vom Jahre 1888 her ab- wirth F. mittheilte, daß sein Lotal für den 18. November 1894 Auf eine vorgelegte Zeitungsannonce, in welcher der Gastmeisters, durch Agenten 30-50 Jtaliener aus Mailand heranzu- gedruckt, worin erklärt wurde. Die Sozialdemokraten ziehen und diese auf zwei Jahre kontraktlich zu binden, ebenso der Rafernenagitation gewarnt. hätten immer vor an eine Gesellschaft vergeben sei und anderweitig nicht benutzt fläglich gescheitert, wie das bei diesem Streit mit allen Ber: Sozialdemokrat ziehe die Sozialdemokratie nicht aus, indem er Urtheilspublikation nicht bezug. werden könne, nahm der Vorsitzende, Präsident Persius, in der suchen der Fall war, Ersatz aus Italien zu beschaffen, den Rock des Königs" anziehe; die Dinge, die häufig der was hier besonders betont und mit Genugthuung anerkannt sei. junge Soldat um sich herum sähe, bestärken ihn noch in Arbeitergesuche sind in allen Provinzblättern, neuerdings auch im der Sozialdemokratie. Secolo" in Mailand und in den Bremer Nachrichten" zu Vorwurf erblickt, In dieser Behauptung wurde der Depeschen und lehte Nachrichten. finden. Daß das Vorgehen der Dresdener Anti- Streifvereinigung roh behandelt; diese Behandlung geht aber von den Vorgefeßten einer Carmauxer Kooperativ- Glashütte hat eine ungekannt sein Paris, 13. November.( Privat- Depesche.) Zur Errichtung auch in Berlin Schule gemacht hat, beweist eine Annonce, die aus, also wurden diese für beleidigt angesehen, für welche der wollende Dame hunderttausend Frants Rochefort übergeben. im Münchener„ Steinbildhauer" zu finden ist und hiermit tiefer gehangen fet. Sie lautet:„ Steinbildhauer erhalten bemängelte dies, da dieser nur für das preußische Heer Strafantrag Altdamm ertränkte sich ein Rekrut vom Trainbataillon, nachdem preußische Kriegsminister Strafantrag ftellte. Der Angeklagte Stettin, 13. November.( B. H.) In dem benachbarten Berlin Dauernde Beſchäftigung nachgewiesen, burch ben zu stellen legitimirt sei, während nach der Anklage doch daš Arbeitsnachweis des Lokalvereins Berliner Steinbildhauer, beutsche Heer beleidigt sei. Die Legitimation des preußischen er sich geweigert hatte, ein Pferd zu befteigen, um Reiten zu lernen. Lüneburgerstr. 1. Restaurant Stöhr, Inh. Hockauf." Karlsruhe, 13. November.( W. T. B) In der heutigen Totalverein Der Berliner Steinbildhauer" nennt sich Kriegsministers wurde vom Gericht jedoch für ausreichend Sigung der zweiten Kammer wurden sämmtliche Wahlen mit Auserachtet, auch gegenüber der Behauptung, daß ber das Dußend Leute, die in schönster Harmonie mit den Polieren jezige Kriegsminister nicht Borgefeßter der Armee nahme von sieben, gegen welche Protest erhoben worden ist, ge= die Errungenschaften der organisirten Bildhauer zu schanden zu 1888 fei, welche doch nehmigt. Die beanstandeten Wahlen werden morgen geprüft werden. nur beleidigt sei. Das Gericht machen suchen, in ihrer Kurzsichtigkeit aber doch schließlich nur Wien, 13. November.( B. H.) Die Auflösung des Gemeindegegen sich selbst wüthen. Kollegen, laßt Euch nicht verleiten, in nahm an, daß der Angeklagte weder in Ausübung seines raths rief, trotzdem sie vorauszusehen war, unter der BeBerufes als Reichstags- Abgeordneter noch in Wahrung berechtigter völkerung großes Aufsehen hervor. Diesem Arbeitsnachweis anzufragen!- Leider ist es am Sonn: Interessen seines Kollegen Bachau gehandelt habe, sondern nur Die Anhänger Lueger's abend zu einem Renkontre zwischen zwei Kollegen und den bei die Gelegenheit ergriffen habe, um feiner Geringschäzung gegen war, in der Nähe des Rathbauses zahlreich angesammelt hatten fich, obgleich die Polizei sehr stark vertreten Echilling Arbeitenden gekommen, infolge dessen die beiden über den Vorgesetzten der der preußischen Armee angehörigen sozial- und demonstrirten Kollegen zur Polizeiwache istirt wurden. Nach zwei Stunden demokratischen Soldaten Ausdruck zu verleihen. Die Revision gebäude und der Burg. vor dem Rathhause, dem Parlaments entließ man sie, sie sehen aber nun möglicherweise einer Anklage unseres Genossen gegen das Urtheil vermißte die Feststellung, Abzugsrufe auf Badent und Schmährufe gegen das Parlament. Es ertönten Hochrufe auf Lueger, Bugereift ist ein Kollege; abgereist und anderweit in Arbeit daß die Vorgesetzten in bezug auf ihren Beruf beleidigt feien. Die Burgwache, die unter Gewehr getreten war, mußte den Eine Vertheidigungsbeschränkung wurde darin erblickt, daß der Burghof von Antisemiten, die auf Lueger Hochs ausbrachten, An Unterfügungsgeldern liefen Antrag, den Erlaß des Herzogs zu Sachsen, Prinz Georg, und räumen. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. ein: Aus Heilbronn Heilbronn 5,-, Magdeburg 10,-, Düffeldes bayrischen Kriegsministers zu verlesen, abgelehnt worden sei. dorf 25,-, Plauen 11,-, Echwerin 4,-, Stettin( Grabow) 25,- Das Reichsgericht verwarf die Revision des Angeklagten, da 25, Das Wien, 13. November.( W. T. B.) In dem Dekrete, durch St. Johann( Saarbrücken) 21,-. Wiesbaden 12,20. München das angefochtene Urtheil keinen Rechtsirrthum ersehen lasse und welches die Auflösung des Wiener Gemeinderathes ausgesprochen 12, un5 17,30. Frankfurt a. M. 20,-. Kassel 12,75. Han: wird, heißt es, wenn der Gemeinderath Dr. Lueger neuerlich nover 34,85. Augsburg 3,-. Wien 61,22. Lübeck 7,-. Bunzlau auch den prozessualen Anforderungen genüge. zum Bürgermeister erwählen und sich hierdurch mit der Allers 8,05. Oldenburg 5,- Durch Koll. Sniet auf Liste Nr. 9 6,-. Was der Staatsanwalt von der Sozialdemokratie höchsten Willensmeinung in Widerspruch setzen sollte, so sei der Von den Zimmerern Berlins durch den Vertrauensmann Fischer weiß. Wegen Verbreitung verbotener Druckschriften aufreizenden Bezirkshauptmann Dr. v. Friebeis ermächtigt, die Auflösung fo 100,-. Hutmacher Berlins 70,-. Steinarbeiter Berlins 100,- bezw. unfittlichen Inhalts hatte sich gestern der Kolporteur fort in offener Sigung auszusprechen. Holzbildh. u. Modelleur 79,40. Gesammelt beim Kommers Küßner vor der 8. Etraftammer des Landgerichts I zu verBerliner Bildhauer 37,52. Steinmetzen Bunzlau's durch Meyer antworten. Der Angeklagte war als Stadtreifender bei dem Buch27,55 M. Rommission der Bildhauer. händler Steding beschäftigt und hat geständlich in verschiedenen Fällen Exemplare des„ Liederbuches für das arbeitende Bolt" und bes " Pfaffenspiegel" vertrieben. Ersteres Buch ist im Dezember 1892 Epinal, 13. November.( W. T. V.) Ter Tamm des Ostbeschlagnahmt und verboten worden, die 7. Auflage des Pfaffen- fanals ist auf eine Länge von 60 Metern zerissen. Fontenay Die Konferenz der Tabakarbeiter der Provinz Hessen- spiegels", der sich gegen Einrichtungen der katholischen Kirche und Chateau sind überschwemmt. Verluste an Menschen si Nassau, die am vergangenen Sonntag in Frankfurt a. M. richtet, ist durch Beschluß des Landgerichts zu Rudolstadt ver- nicht vorgekommen. tagte, nahm nach einem Referat über Fabritinspektion folgende boten worden. Der Angeklagte bestritt, von dem Verbote dieser Konstantinopel, 13. November.( B. H.) In der Sonntag Resolution an: Die heutige Konferenz der Tabakarbeiter der Schriften und ihrem Inhalte Kenntniß gehabt zu haben. Staatsanwalt Nacht vorgenommene Berbaftungen betrafen die Urheber der jüngst Provinz Hessen und Hessen- Nassau erkennt die Nothwendigkeit Strähler erachtete dies für unglaubwürdig. Die Sozialdemo- verbreiteten aufrührerischen Plakate. Die Gerüchte von einer einer Erweiterung der Fabrikinspektoren an und verlangt die tratie bediene sich mit Vorliebe solcher Personen, neuen Großvezierkrisis erhalten sich. Gestern fand eine Konferenz Heranziehung von praktisch gebildeten Arbeitern und Arbeite wie der Angeklagte ist, um die verbotenen sozialdemo- der Botschafter statt. Es heißt, daß ein neuer Schritt derselben rinnen, ausgestattet mit Exekutivgewalt unter Ausdehnung auf fratischen Schriften in unauffälliger Weise unter das Volk zu bevorstehe. Der Berliner Steinbildhauer- Streit dauert unverändert fort, da die Prinzipale oder, richtiger gesagt, die Herren Gefchäftsvertreter, jede Unterhandlung furz und bündig abweisen. Sie wollen mit der gewählten Streitkommission überhaupt nicht verhandeln, sondern verlangen, daß jeder Streifende einzeln ins bis auf einen binnen furzer Zeit beendigt worden. Geschäft gehe und sich so auf Gnade und Ungnade bedingungslos zur Verfügung stelle. Einen Vermittelungsvorschlag, den der Gesellenausschuß der Steinmetzen in voriger Woche in einer Sigung der Innungsmeister zur Beilegung des Streifs machte, wiesen diese schroff zurück. Trozdem wird in der Presse das Märchen verbreitet, daß der Streit nur noch von einigen einflußreichen Hezern fünstlich in die Länge gezogen würde! Die Streifenden find αίξο gezwungen, nach wie Dor mit aller Energie den Kampf fortzuführen. Sie entgegen. getreten ebenfalls einer. Der Handschuhmacherstreik in Erlangen hat mit einem vollständigen Sieg der Arbeiter abgeschlossen. Gerichts- Beifung. Der die Soldaten würden ungerecht und von nur Carmang, 13. November.( W. Z. B.) Der Grubenarbeiter Guilhem, in welchem man den Urheber des Attentates auf den Direktor der hiesigen Glaswerke Refféguier vermuthete, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Berantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Wax Vading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 267. Eine Gründung in SüdweffAfrika. Donnerstag, den 14. November 1895. Unsere Kolonialschwärmer werden nicht sehr erbaut sein von den Enthüllungen, die der schon um Aufdeckung der Leistschen Schandwirthschaft verdiente Herr Giesebrecht im neuesten Hefte der„ Neuen Deutschen Rundschau" über das Syndikat für südwest afrikanische 0 B = = 12. Jahrg. motorischen Betrieb herzurichten. Die Diskussion ergab Annahme Berwaisung. Man muß daher befürchten, daß eine Untersuchung der diefes Paragraphen. Für die Durchführung der Betriebs- Gemeindeschulkinder ähnlich traurige Resultate liefern würde. umwandlung beschloß die Deputation die Grundsätze der Nor- Die Wichtigkeit einer solchen Untersuchung wird in den Berichten mativ Bestimmungen anzuwenden und demgemäß das immer wieder hervorgehoben. Einmal fonnte durch Augenmittel, gemischte System theils oberirdische, theils unter Brillen u. s. w. das Uebel vielfach gebeffert oder doch am weiteren irdische Stromzuführung einzuführen. Der Gesellschaft Fortschreiten gehindert werden. Sodann konnte der Lehrer sich wird das Recht zuerkannt, während der Dauer der Zu- aus den Listen über den Zustand der Augen seiner 3öglinge Stimmung verbesserte Betriebssysteme, welche die Straßen informiren. Daß Schüler X. schlecht schrieb," sagt der Bericht Siede oder den über denselben befindlichen Luftraum in geringerem über 1894/95, wird ihm erklärlich, wenn er lieft: X. ist hoch I ung giebt. Das Syndikat Syndikat ist ist ein Ableger der Maße in Anspruch nehmen, einzuführen, und die Pflicht auf- gradig übersichtig, kann deshalb in der Nähe nicht scharf sehen Die Nuganwendung auf von nationalliberalen Großfinanziellen und Groß- erlegt, solche Systeme anzuwenden, wenn der Magistrat deren und braucht die Brille Nr. 7." Als das industriellen gegründeten Deutschen Kolonial Gesellschaft" Einführung verlangt. Eine lange und lebhafte Diskussion ent- die Gemeindeschulen ergiebt sich von selbst. und bezweckt eine Besiedelung von Deutsch- Südwestafrifa mit spinnt sich über den Vorschlag der Subkommission, wonach, wichtigste bezeichnet Dr. Silex schließlich, daß den Zögs europäischen Kolonisten. Vorsitzender war bis vor kurzem wenn bei solchen auf Verlangen des Magistrats einzu- lingen immer und immer wieder gefagt werden konnte, der Geh. Justizrath Professor Dr. v. Guny, nationalliberaler führenden Betriebsverbesserungen der Gesellschaft ein Nachtheil welche Berufe ihnen durch ihre Schwachsichtigkeit vers Abgeordneter für den Reichstags- Wahlkreis Kreuznach- Simmern, entsteht, die Stadtgemeinde gehalten sein soll, denselben mit schlossen waren. Man muß sich nämlich erinnern, daß im feine Nachfolger sind die Konsuln Vohsen und Schwabe. Bei zutragen. Auf Antrag des Stadtverordneten Singer, der nach Heere mindestens Sehschärfe 1/2 auf dem besseren Auge, eventuell folchen noblen Herren ist es natürlich selbstverständlich, daß sie weist, daß bei Annahme dieses Vorschlags sich die Gesellschaft mit Brille, gefordert wird. 180 Augen der Waisenhausaus rein idealen" Gründen sich um die Bevölkerung eines jeder Betriebsverbesserung auf eigene Roften entziehen könne, Böglinge hatten aber unter 1/2. 65 Knaben( von 335) waren Eandloches am anderen Ende der Welt kümmern; wie sie das wird diese Bestimmung im Entwurf gestrichen. Der nächste also schon aus diesem Grunde untauglich zum Militärdienst. gemacht haben, das erzählt Herr Giesebrecht zu Nutz und Frommen Paragraph führt ebenfalls zu einer sehr eingehenden Diskussion. Das wäre nun zwar kein Unglück, aber die anderen Jungent feiner Landsleute, und zwar wirft er dem Syndikate dreierlei Der Entwurf schlägt vor, die Dauer der Zustimmung sind leider auch zu manchem anderen untauglich. Kurz- und vor: erstens habe es das Unternehmen leichtsinnig finanzirt, bis zum Ende des Jahres 1942 auszudehnen, behält zugleich stark Schwachsichtige tönnen nicht Buchdrucker, zweitens habe es die Auswanderer in zur Landwirthschaft und jedoch der Stadtgemeinde das Recht vor, vom Jahre 1911 an Echwach und zugleich hochgradig Uebersichtige nicht Schuhs Viehzucht ungeeignete Gegenden geführt, drittens habe in Beiträumen von fünf zu fünf Jahren unter bestimmten Mo- macher werden u. f. w. Dr. Silex hebt mit recht hervor, daß solche es auf grund eines gefärbten Prospektes Auswanderer an- dalitäten die Bahnen in eigenen Besitz zu nehmen. Personen, wenn sie nicht bei Zeiten darüber belehrt werden, gelockt. Diese Vorwürfe bilden zum theil Gegenstand einer Auf Antrag des Stadtv. Singer, dem sich im Verlauf der und einen unpassenden Beruf wählen, später mit besonderen noch schwebenden Privatklage gegen das Syndikat. Berathung die Stadtvv. Dinse, Kyllmann und andere anschließen, Schwierigkeiten zu kämpfen haben und trotz aller anderen Fähig Zur Illustrirung seiner schweren Anklagen erzählt Herr Giese- wird mit sehr großer Majorität festgefeßt, daß die Zustimmung feiten unterliegen. Selbstverständlich gilt auch das wieder für brecht das Schicksal von 17 armen Opfern des Syndikats, aus nur bis Ende Dezember 1911 ertheilt wird.( Zu dieser Zeil die Gemeindeschulkinder. Wie mancher verhängnißvolle Mißgriff denen wir nur folgende herausgreifen: läuft der jetzt geltende Vertrag mit der Pferdebahngesellschaft ab). Könnte hier durch Untersuchungen verhütet werden! Aber der Der Lieutenant a. D. Stoß, der 1892 hinausging, befindet Die durch diesen Beschluß gegenstandslos gewordenen Be- Magistrat und die liberale" Stadtverordneten- Majorität wollen fich mit seiner Frau im allerfurchtbarsten Glend. Er hat sein stimmungen des Entwurfs, welche die Modalitäten der Ueber- nun einmal nichts davon wissen. Sie wollen nicht in die Rechte fleines Vermögen dem Syndifate aushändigen müssen und kann| nahme während der Vertragsdauer enthalten, werden gestrichen. der Eltern eingreifen". Und um dieses sogenannten Prinzips" jetzt, trog einmaliger Unterstützung durch das Syndikat, sich Die zum Betriebe erforderliche Elektrizität oder Gaskraft muß willen müssen sich tausende von Kindern das Fortkommen in der nicht mehr emporarbeiten. Er ist das bedauernswerthefte die Gesellschaft aus der vom Magistrat zu bezeichnenden Quelle Schule und noch mehr das Fortkommen im Leben erschweren Opfer der falschen Siedelungsmethode des Syndikates. entnehmen( Städtische Elektrizitätswerke oder städtische Gas- lassen; denn die Eltern haben weder immer das nöthige Geld, Moralisch völlig niedergedrückt, ist er dem sicheren Untergange anstalten). noch auch immer das nöthige Verständniß, um selber verfallen. Er sowohl wie seine Frau haben alle Energie Die Umwandlung des Pferdebahnbetriebes in einen elet- einen Augenarzt zu Rathe ziehen zu können. Wir denken, verloren, fie besitzen kaum die nöthigste Kleidung und trischen muß sofort nach erlangter staatsbehördlicher Genehmigung auf das, Red, t", ihre Kinder selber untersuchen oder auch nicht leben wie die Thiere. Es flingt wie die reinste Perfiflage in Angriff genommen werden und ist innerhalb fünf Jahren zur untersuchen zu lassen, würden die allermeisten gleichmüthig vera auf die deutschen Rechtsverhältnisse, wenn man voller Ausführung zu bringen. Im weiteren werden die Vertrags- zichten. Wer nicht das Recht hat, seine Kinder vom Religions Etaunen vernimmt, daß sich dieser unglückliche Mann, bestimmungen über Pflasterung des Bahnterrains, Unterhaltung unterricht, von Sedanfeiern, Spalierbildungen u. s. w. fern zu der nichts besitzt, als eine kleine Ziegenheerde, dort des Pflasters, sowie Reinigung, Besprengung und Beleuchtung halten, der wird auch in der Unterwerfung unter den Schularzt draußen im wilden Afrika zur Zeit in einem regelrechten des Bahnkörpers festgesetzt. Die Berathung über die Gegen- feinen 3wang erblicken, namentlich nicht, wenn er sich daran Konkurse befindet. Lieutenant Stoß ist mit diesem Leben leistung der Gesellschaft( Abgabe) wird am Schlusse der erinnert, daß damit die Volksgesundheit gefördert wird. Ein fertig. Ihm ist kaum mehr zu helfen. Als fein Regiments- ersten Lesung des Vertragsentwurfes stattfinden, weil nach einer anderen Seite hin interessantes Resultat pflegt übrigens tamerad Schreiber ihm in diesem Jahre freie Heimfahrt an die Deputation erst dann unter Berücksichtigung aller die Untersuchung der Zöglinge des Erziehungshauses zu liefern. bot, lehnte er es traurig ab. Er will lieber in Afrika zu Vertragsbestimmungen in der Lage ist, die Gegenleistung 1894/95 wurden hier an 45 Knaben 90 Augen untersucht; davon grunde gehen. der Gesellschaft festzusetzen. Wegen vorgerückter Beit mußte die waren: normal gebaut 44 Augen( 48,9 pŒt.), übersichtig 26( 28,9), Gottfried Schurz tam 1893 mit Frau und fünf Kindern Sigung abgebrochen werden. Nachzuholen ist noch, daß in die kurzfichtig 9( 10,0), mit Krümmungsfehlern 11( 12,2). Ueber die in Swakopmund an. Zur Weiterreife fehlte ihm das Geld. Normativbestimmungen für neue Straßenbahnen noch eine Be- Sehschärfe fehlen die Zahlen. Es sind auch zu wenig Knaben, Er blieb an der Küste liegen und lebte dort mit seiner Familie ftimmung aufgenommen ist, wonach als Gegenleistung für die um eine eingehende Betrachtung zu geftatten. Auffällig ist jedoch, von den Abfällen, welche die Schuhtruppe ihnen vor die Füße Konzession nicht nur eine Abgabe von der Brutto Einnahme an daß hier mehr als im Waisenhause hohe Grade von Kurzfichtigwarf. Seine 18jährige Tochter prostituirte sich, um die Noth die Stadt zu zahlen ist, sondern die Gemeinde auch an den Netto- feit und Krümmungsfehlern mit starker Schwachsichtigkeit vorihrer Angehörigen ein wenig lindern zu helfen. Diesem armen Ueberschüssen des Unternehmens partizipirt, sobald die Dividende kamen. Es entspricht das freilich den Ergebnissen auch der Vors Maune hatte das Syndikat einen Wagen angeschmiert, der in eine bestimmte Höhe erreicht. jahre. Es sind Knaben", bemerkt dazu der Bericht, mit ver. Afrika nur als Brennholz brauchbar war, und ihm für denselben schieden starken moralischen Defekten, was Wunder, wenn das 300 M. Fracht abgenommen. Schurz ist vor Noth und Kummer Auge, das in seiner ersten Anlage sich aus dem Gehirn ent= wahnsinnig geworden. Seine Frau ernährt sich jetzt mit wickelt und dessen Nehhaut ein Theil des Gehirnes ist, auch Waschen für die Schußtruppe. Die Kinder sind von anderen öfter als bei anderen Menschen anormale Verhältnisse zeigt. Leuten in Pflege genommen und weit verstreut in alle Welt. Bur Wächter'schen Angelegenheit geht die Nachricht Dann könnten also Augen- Untersuchungen auch auf moralische v. Hagen, Landwirth, kam mit seiner Schwester 1893 nach durch die Blätter, daß Wächter aus der sozialdemokratischen Defekte aufmerksam machen und, falls die damit Behafteten bei Afrika. Er war früher attiver Offizier und ist jetzt Lieutenant Partei ausgeschlossen worden sei. Das ist falsch. Nachdem der Beiten aus traurigen sozialen Verhältnissen befreit würden, der Landwehr. Er wurde in Windhoek Kellner und be: Parteivorstand über gewiffe Gepflogenheiten des Herrn manche beginnende Verwahrlosung" aufhalten. Aber solche diente die Mannschaften der Schußtruppe. Bei dem Auf- v. Wächter von dritter Seite unterrichtet worden ist und Forderungen verstoßen, wie gesagt, gegen das" freifinnige stande Witbois wurde er vom Flaschenspülen weg als Land- v. Wächter diese Beschuldigungen als richtig zugab, wurde Prinzip". wehroffizier eingezogen. Die Soldaten der Schußtruppe nahmen letzterem nahegelegt, seine Agitation in Parteikreisen oder Wie frei die öffentlichen Wahlen namentlich an kleinen ihm aber den Säbel weg, prügelten ihn durch und riefen ihm im Namen der Partei einzustellen, da man andernfalls ge- Orten sind, das wird recht drastisch in einem Inserat der„ Ebershöhnisch zu: Willem! geh' nach Hause, Flaschenspülen! nöthigt sein würde, öffentlich vor ihm zu warnen. Herr v. Wächter v. Hagen ist von Major Leutwein, der ihm eine Existenz gab darauf die Zusage, sich von der Agitation fernzuhalten. Für walder Zeitung" Nr. 262 veranschaulicht. Wie überall in preußigründen wollte, als Viehwächter angestellt worden. die Partei war damit die Angelegenheit erledigt. Daran wird schen Landen, so finden auch in Eberswalde im Monat November dieses Jahres die Stadtverordneten Wahlen statt. Merkwürdig ist in der Angelegenheit das Benehmen der auch durch Wächter's neuestes Auftreten nichts geändert. Der Der folgende aus dem genannten Blatte abgedruckte Aufruf bedeutschen Reichsregierung. Sie hat nämlich dem Herr hat nämlich gleich zu Beginn feiner letzten Versammlung die Syndikate ganz außerordentliche Vergünstigungen bewilligt, ihm Mittheilung gemacht, daß er sich nicht mehr zu unserer Partei faßt sich mit diesem kommunalen Vorgang: Wähler der dritten Abtheilung! Wollt Ihr im nicht nur 300 000 preußische Morgen Land bei Klein- Windhoek zähle und damit hat sein Auftreten für uns jedes weitere Ernfte Gure Stimme für Herrmann Schlesinger abgeben?? Dieser geschenkt, sondern auch ein höchst sonderbares Frachtabkommen Interesse verloren. Unseren Genossen, welche auf Parteidisziplin Mann der Reklame ist im stande, seine nächste Ankündigung„ gutmit ihm getroffen. Um eine regelmäßige Dampfer- balten und ernst genommen sein wollen, fönnen wir aber nur sigender Korsetts" mitt„ Herrmann Schlesinger, Stadtverordneter" verbindung zu erhalten, hatte das Syndikat mit der wiederholt und auf das allerdringendste den Rath ertheilen, sich zu unterzeichnen. Wollt Ihr den Rendanten Meyer wählen? Wörmannlinie einen Vertrag gefchloffen, des Inhalte, von den weiteren Wächter'schen Unternehmungen strikte ferne ißt Ihr auch, daß dieser Herr Lokales. M Dabei wollen wir nicht unterlassen feft" er macht daraus gar kein daß diese Dampfergesellschaft von dem Syndikate eine Minimal zu halten. Hehl vom Scheitel bis zur Sohle konservativ ist? Wollt Ihr fracht erhalten und sich dafür verpflichten sollte, zu bestimmten zustellen, daß es den Thatsachen nicht entspricht, wenn ben Sozialdemokraten Maurer Herrlich zu Eurem Beiten in Swakopmund, dem Haupthafenplage von Deutsch- in der Montagsversammlung gegen Herrn v. Wächter der Südwestafrika, anzulaufen. Es wurden äußerst billige Frachtfäße Vorwurf erhoben wurde, daß er sich von uns gewandt habe, als Vertreter haben?- Das wäre der schlechteste noch abgemacht. Die Hauptsache für das Syndikat aber war die ihm die Parteifrippe nicht mehr zur Verfügung stand. Abgefehen lange nicht. Aber Ihr bringt ihn ja nicht durch. Die Arbeiter in der Hauptwerkstatt, in der Hufnagel. Vereinbarung, daß die Verfrachtungen nur durch das Syndikat von der Geschmacklosigkeit eines solchen Vorwurfs aus dem Fabrik, in den Eisengießereien, die Lehrer, die bewerkstelligt werden durften. Das Syndikat schraubte natürlich Munde eines Parteigenossen ist derselbe auch unrichtig und stehene amten zc. dürfen nicht auch wenn sie es wolltendie Frachtfäße außerordentlich in die Höhe und verdiente wir nicht an zu konstatiren, daß Herr v. Wächter in der uneigen- für einen Sozialdemokraten öffentlich stimmen, die sich hieraus ergebende Differenz. Um nun dem Syndikate nütigsten Weise der Partei gedient hat. die Minimalfracht zu sichern, traf die Rolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes mit ihm das Abkommen, daß aller Bedarf für die Verwaltung und für die Schußtruppe in Deutsch- Südwestafrika gleichfalls durch das Syndikat verfrachtet werden sollte." Diese Abmachung wird zweifellos noch im Parlamente Anlaß zu einer sehr eingehenden Erörterung der ganzen Angelegenheit führen und wir werden dann auch noch ausführlicher auf dieselbe zurüdfommen. Kommunales. sie würden sich Entlassung, Maßregelung, Die Nothwendigkeit von Schulärzten, die von der Disziplinar Untersuchung zuziehen." Es werden ozialdemokratischen Fraktion im„ Rothen Haufe" wiederholt für dann einige andere Leute empfohlen, deren Qualität wir nicht die Gemeindeschulen gefördert worden sind, aber bisher nicht den fennen. Beifall der liberalen" Majorität der Versammlung, gefunden Der Aufruf läßt an Muth und Deutlichkeit nichts zu haben, wird schlagend erwiesen durch die alljährlichen Berichte wünschen übrig. Wie mag die wahre Stimmung" des Volkes des Augenarztes Dr. Silex über die Untersuchung der aussehen, die nach solchen Wahlen in den Gemeindevertretungen Augen der Böglinge des städtischen Waisenhauses zu zum Ausdruck kommt? Rummelsburg und des ebenda belegenen städtischen ErDas Komitee für Ferienkolonien theilt in einer an die ziehungshauses für Verwahrloste. Auch der neueste Bericht ist in dieser Hinsicht wieder sehr lehrreich. Im Jahre Presse versandten Notiz mit, daß im Sommer dieses Jahres in1894/95 wurden an 335 Böglingen des Waisenhauses folge vielseitiger Hilfe und Förderung" 8140 schwache oder Böglingen des Waisenhauses franke" Kinder in Kolonien geschickt werden konnten, die meist die Augen untersucht. Nach der Bauart waren: an Die zur Berathung der zur Zeit innerhalb der städtischen 1. normal 428 Augen( 63,1 pt.), 2. übersichtig 97( 14,4), wesentlich gekräftigt" zurückkehrten. Das Komitee hat Recht, sich Verwaltung schwebenden Fragen des Verkehrswesens eingefeßte B. Kurzfichtig 46( 6,9), 4. mit Krümmungsfehlern der Horn dieses Erfolges zu freuen, doch hätte es auch mittheilen Deputation hat gestern unter dem Vorsitz des Stadtraths Marggraf haut behaftet 104( 15,6). Die Sehschärfe war 1/2 der normalen sollen, wie viele Kinder trotz Bedürftigkeit und Würdigkeit Mitteln abgewiesen werden mußten. getagt und zunächst die Normativbestimmungen für neue Straßen- oder darüber: von allen Augen bei 540( 80,5 pet.), von den wegen Mangel läßt sich bahnen", über deren Inhalt wir vor acht Lagen ausführlich be- normalgebauten bei 391( 92,4), von den übersichtigen bei 82 Solange man nicht auch diese Zahl kennt, die Bedeutung der Ferienkolonien für die proletarische richteten, in zweiter Lesung festgestellt. Diese Bestimmungen( 84,5), von den kurzsichtigen bei 31( 67,4), von den mit werden nunmehr im Magistrat berathen, von dort aus entweder Krümmungsfehlern behafteten bei 36( 34,6); dagegen unter 1/2 Jugend Berlins nicht gut beurtheilen. In früheren Jahren war unverändert oder nach dem Beschluß des Magistrats abgeändert, der normalen: von allen Augen bei 130( 19,5 pet.), von den die Zahl der Abgewiesenen sehr groß und sie wuchs von Jahr der Stadtverordneten- Versammlung zur Beschlußfassung vorgelegt normalgebauten bei 32( 7,6), von den übersichtigen bei 15( 15,5), 8 Jahr und zwar viel stärker als die der Berücksichtigten. werden und bei Konzessionsertheilungen für neue Straßenbahnen von den kurzsichtigen bei 15( 32,6), von den mit Krümmungs- Bum Beiſpiel wurden 1892: 6000 Kinder gemeldet und 2846 ausgesandt, 1893: 7000 gemeldet und 3000 ausgefandt, 1894: maßgebend sein. Die Deputation schritt hierauf zur Berathung fehlern behafteten bei 68( 65,4). Mehr oder weniger schwach- 8000 gemeldet und 3076 ausgesandt. Danach war die Zahl der waren also insbesondere von den kurzsichtigen des von einer Subkommission vorgelegten Entwurfs eines Vertrags sichtig mit der Großen Berliner Pferdebahn- Aktiengesellschaft betreffend die Augen etwa ein Drittel, von den mit Krümmungsfehlern abgewiesenen 1892: über 3000, 1893: rund 4000, 1894: beinahe Umwandlung des Pferdebahnbetriebes in einen elektrischen bezw. behafteten etwa zwei Drittel! Krümmungsfehler( die Gegen- 5000. In diesem Jahre sind wir in der Presse keiner Mitmotorischen Betrieb. Auch hierbei wurden zwei Lesungen des stände erscheinen dabei verzogen und verschwommen) fallen theilung über die Zahl der Gemeldeten begegnet. Zur Beleuchtungsfrage. Der Arbeitsausschuß der Aus. Entwurfs beschlossen. Aus der gestrigen ersten Berathung, für die Schwachsichtigkeit noch bedeutend mehr ins Gewicht als welche noch nicht alle Punkte des Vertrages erledigt hat, heben Kurzsichtigkeit. Vielfach waren aber auch Hornhauttrübungen an stellung sendet den bürgerlichen Blättern folgende Mittheilung zu: wir folgende Beschlüsse hervor. Verhandlungen zwecks sofortiger der Schwachsichtigkeit schuld. Solche Trübungen stammen meist Gestern Abend haben die unausgefeßten mehrtägigen Verhand= Uebernahme aller im Besitz der Pferdebahn Gesellschaft befind- aus strophulösen Entzündungen in der Kindheit her. Sie wurden lungen über die abendliche Beleuchtung der großen Industries licher Linien in städtisches Eigenthum( Antrag Singer) waren bei allen vier Bauarten im ganzen 69 mal( 10,3 pŒt.) beobachtet. ballen der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 ihren Abschluß in in der vorigen Situng abgelehnt worden. Der Vertragsentwurf, Wundern darf man sich darüber nicht," sagt der Bericht, wenn einem Uebereinkommen gefunden, das allen Strömungen gerecht welcher der Berathung zu grunde liegt, ertheilt der Gesellschaft man bedenkt, daß die Knaben in der Mehrzahl doch in den wird. Das Syndikat der deutschen Elektrotechniker hat sich bereit die Zustimmung der Stadtgemeinde, alle hergestellten und im traurigsten sozialen Verhältnissen gelebt haben, unter denen sie erklärt, eine eigene Kraftstation einzurichten, von der aus 1000 P. G. Betrieb befindlichen Pferdebahnen in Kleinbahnen mit motorischem Erkrankungen der verschiedenen Körpertheile, insbesondere aber elektrischer Spannung abgegeben werden. Hierdurch wird eine Betriebe umzuwandeln, sowie alle auf grund vertragsmäßiger der Augen erlitten." Leider leben die meisten Gemeinde- Schul- Beleuchtung der großen Industriehalle in so ausgiebiger Weise Verpflichtung noch herzustellenden Pferdebahnlinien für einen tinder in ähnlichen Verhältnissen, wie die Waiſentinder vor ihrer ermöglicht, daß die besondere Beleuchtung für die einzelnen N " Von einem Theaterbillet Handel fragwürdigster Art = Witterungsübersicht vom 13. November 1895. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1 BALLER Wetter Temperatur 500006 nach Celsius ( 5° C. 4° R.) Aussteller in Wegfall kommt. Um gleichzeitig den Forderungen gehalt empfindlich trifft. Wir empfehlen den Omnibus- Gefahr des Umsichgreifens des Feuers zu beseitigen. Außerdem der Maschinenbauer zu genügen, die bis 3400 P. G. liefern, ist Menschenfreunden", probeweise die Schaffner zur Stellung neuer fanden im Laufe des Tages noch zwei unbedeutende Brände statt. vereinbart, daß die erwähnte Kraftstation des Syndikats der Wagen und die Kutscher zur Ergänzung des Pferdematerials zu Elektrotechniker weder ausstellungsmäßig hergestellt noch den verpflichten. Wenn schon denn schon! Ausstellungsbesuchern zugängig gemacht wird. Es werden auf der Ausstellung auf grund des gestrigen Abkommens erleuchtet fett uns ein Leser in Kenntniß. Derfelbe schreibt uns: Am fein: der gesammte Park, das gesammte Industriegebäude und vorigen Sonntag wollte ich mit einigen Freunden das Stationen. feine Wandelgänge. Die Beleuchtung wird in glänzender Weise Alexanderplay Theater besuchen. Als wir an die durch 450 Bogenlampen ausgeführt werden. Ferner erhalten Staffe traten, prangte dort zu unserem Mißvergnügen der Zettel Beleuchtung die Säle für Optik und Mechanit. Ausverkauft". Beim Verlassen des Kunsttempels aber trat der Im städtischen Obdach hat sich im Oktober die Nähe Theaterportier an uns mit dem Bemerken heran, daß er noch Swinemünde des Winters bereits bemerkbar gemacht. Nächtlich Obd a chBillets zu verkaufen habe; er verlangte jedoch für solche, deren Hamburg Iose wurden 14 471 Männer, 1091 Frauen, zusammen 15 562 Staffenpreis 1,25 m. ist, 50 Pf. Aufschlag, also 1,75 M. Ich Berlin Personen( rund 5000 mehr als im September) aufgenommen, beschwerte mich an der Theaterkaffe; der dort stehende Herr Wiesbaden. wovon 330( 21 vom Tausend) wegen zu häufigen Kommens antwortete mir jedoch achselzuckend:" Ja, wenn der Portier München der Polizei übergeben wurden. Die Vergleichung mit der sich für seine Rechnung Karten taust, so ist das seine Sache." Wien. Oftober Frequenz der Vorjahre ergiebt wieder die betannten Unterschiede zu gunsten des Jahres 1895. Welchem Umstande der Rückgang der Frequenz zu danken ist, das ließe sich noch sicherer beurtheilen, wenn die Obdachverwaltung in den vorläufigen Veröffentlichungen der Monats- Frequenzen außer der Zahl der an die Polizei ausgelieferten Obdachlosen auch die von ihr gleichfalls ermittelten Zahlen der zum 1. Male erschienenen, der wiederholt erschienenen und der wiederholt verwarnten mit theilen wollte. Jm Familien Obdach waren am 1. Oftober 22 Familien mit 72 Köpfen, außerdem 40 Einzelpersonen, am I. November 15 Familien mit 49 Köpfen und 39 Einzelpersonen. Den Weihnachtsbedarf bitte ich schon jetzt zu entnehmen, ba nachher das Gedränge groß und vieles vergriffen ist! Natürlich bedeutet dieses zur Zeit an vielen Schaufenstern zu fehende Blakat einen Geschäftslniff, der die meisten Leser zu der trüben Betrachtung anregt, daß der Geist zwar willig, aber der Geldbeutel schwach ist. Mit jedem Jahre fintt eben Wei nachten mehr herab zu der traurigen Erinnerung für die Armen, daß auch dieses Feft heute faft nur noch für solche da ist, die vom Leben nie die Kehrseite gesehen haben. Ein Majeftätsbeleidigungs: Prozeß gegen ein radauantisemitisches Organ ist immerhin etwas feltenes. Gegen den Herausgeber des Deutschen General- Anzeigers" Herrn Karl Sedlaget ist ein Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung eingeleitet und es hat gestern bereits die erste polizeiliche Bernehmung stattgefunden. Es handelt sich um einen Artikel in Nr. 84 des genannten Blattes vom 20. Oktober unter der Ueberschrift: Das 500 jährige Hohenzollern- Inbiläum. Paris. • 745 746 747 MSM MSM WNW 4 3 3 wolkig bedeckt halb bedeckt 7 7 751 933 1 bedeckt 10 755 SW 4 Regen 10 750 Still Nebel 742 2 Regen 756 5 bedeckt 753 3 heiter 8 741 SW . 1 halb bedeckt 758 WSW 2 bedeckt 10 meister Eduard Müller aus der Oranienstr. 190 geworden. Petersburg Ein Opfer des Bauschwindels ist ber 57jährige Maler- Haparanda. Müller hatte sich durch große Verluste, die er bei verschiedenen Cork Bauten erlitt, ein Nervenleiden zugezogen. Gestern Nachmittag Aberdeen. gegen 1 Uhr erhängte er sich in seiner Wohnung. Die Blutthat in Groß- Lichterfelde ist gestern, Mittwoch Wetter- Prognose für Donnerstag, den 14. November 1895. Nachmittag, vollständig zum Abschluß gekommen. Man hatte, Nachts etwas fühleres, am Tage mildes, theils heiteres, wie wir gestern berichteten, auch mit der Möglichkeit gerechnet, theils wolfiges Wetter mit mäßigen westlichen Winden ohne daß der Doppelmörder Paul Behrens durch seinen Brief die erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Polizei habe irreführen wollen und geflohen set. Diese Vermuthung hat sich nicht bestätigt. Gestern Nachmittag um 3 Uhr Mörders im Teltower Eee an der nach Zehlendorf zu gelegene hat der Fischmeister Pruz aus Seehof bei Teltow die Leiche des Seite aufgefischt und gelandet. Die Leiche ist nach dem Teltoner Schauhause gebracht worden und wird demnächst von hier aus in Teltow begraben worden. " " Gerichts- Beitung. der zu die Antwort Vom Wirken der Berliner Polizei. Eins der bekannten Abenteuer auf der Polizeiwache" führte geſtern den Klempnermeister Martin Kämmerer aus der Koloniestraße unter der Ans flage der wiffentlich falschen Anschuldigung vor die 3. StrafDie Paffanten der Köllnischen Wiesen sind in letzter Beit tammer des Landgerichts I. Der Angeklagte war am Abend des wiederholt in Gefahr gebracht worden, durch Teschinkugeln 6. Juli vor einem Schanklokale mit einem andern in Streit troffen zu werden, da halbwüchsige Burschen sich fast täglich gerathen. Als infolge des Lärms zwei Schuhleute herbeitamen, da Vergnügen" machen, auf den Wiesen Schießübungen abzu verlangte Kämmerer die Siftirung des andern, der ihn beleidigt Der Gerichtsaffeffor sucht ein Zimmer. In dem Char- balten. Mehrere der Burschen sind bereits abgefaßt und zur habe, sein Gegner stellte aber diefelbe Anforderung und Aui letzten Sonntag Nachmittag die Schuyleute nahmen deshalb Beide Anzeige gebracht worden. nahmen deshalb Beide zur Feststellung Tottenstraße 28 erscheinenden Zimmeranzeiger der Berliner gingen einige junge Leute, darunter der Lehrling Richard ihrer Persönlichkeit mit zur Wache. Kämmerer, Wohnungszeitung" Nr. 80. findet sich folgende Anzeige, die an Mehlis, in Nixdorf, Richardstr. 103 wohnhaft, auf den Köll immer der Meinung war, daß er die Bengenrolle Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt:" Möblirtes Zimmer, nischen Wiesen spazieren. Plöglich schrie Mehlis auf, da er von spielen habe und nun plötzlich erfuhr, daß er auch zur am liebsten bei einer jungen Wittwe, zum jeweiligen einer Teschinkugel in den linken Unterarm getroffen worden war. Berantwortung gezogen werden solle, hat nun auf der Wache vorübergehenden kurzen Aufenthalt von einem Die Kugel war tief in das Fleisch eingedrungen und mußte auf ein Abenteuer gehabt, welches er am 9. Juli zum Gegenstande Gerichts Asseffor auf fofort gef. Gefl. Off. unt. operativem Wege entfernt werden. Der frivole Schüße war einer Beschwerde machte. Er behauptete, daß er von den Bes 6. G. 318 a. d. Geschäftsst. d. BI." Den Gerichts- Assessor nirgends zu finden und konnte bisher auch nicht ermittelt werden. amten fofort barsch angefahren worden sei. Als er möchten wir einmal in einem Kuppeleiprozesse agiren fehen. Tran, schan, wem! In der Tracht der Diakoniffinnen darauf aufmerksam gemacht, daß er sehr schwerhörig sei gondelte gestern früh eine angejahrte Jungfrau Arm in Arm mit und deshalb unwinfürlich laut spreche, fei der Wachtmeister an einem Jüngling durch die Eisafferstraße. die Brust geeinem Jüngling durch die Elfafferstraße. Beide lachten und ihn herangetreten, habe ihn vor fchäferten, als ob es auf dieser herrlichen Welt nichts besseres zu stoßen und gesagt:" Ich höre gut und spreche leiſe." thun gäbe. Jedes Weib hat ja schließlich ein Herz, aber nach 3wei Schußleute hätten ihn gepufft und geknufft Ordnung und Sitte sah die Sache nicht aus. und als er sich dies verbeten, fei erfolgt: Halten Sie die Schn.!" Man habe dann Nicht weniger als sechs Leichen sind am Dienstag nach die Papiere, die er zu seiner Legitimation vorgelegt und unter der Morgue geschafft worden und außerdem gelangte noch ein denen sich auch Wechsel u. dergl. befanden, auf die Erde Selbstmord zur Kenntniß der Polizei. Der letztere betraf einen geworfen, so daß sie bunt durcheinander fielen, habe ihm in der Oranienstr. 115 wohnenden Rentier, der sich gestern gewaltsam die Gegenstände, die er in der Tasche bei sich trug, Mittag in einem Anfall von Geistesstörung in seiner Wohnung aus derselben genommen und ihn dann gewaltsam in die erhängt hatte. Von den nach dem Leichenhaufe überführten Belle gestoßen, wo er trotz seines wiederholten Klopfens Todten waren vier Selbstmörder: ein Dienstmann, der sich in etwa 11/2 Stunden festgehalten worden sei, ehe man ihn entlassen der Pante ertränkte, ein Arbeiter aus der Görlitzerstraße, der sich habe. Der Angeklagte behauptete auch im geftvigen Termin, daß gestern Abend eines unheilbaren Leidens wegen in seiner diese dem Polizeipräsidium unterbreitete Beschwerde durchaus der Wohnung erhängte, ein ehemaliger, jett obdachloser Gutsbesitzer, Wahrheit entspreche. Dies wurde von den vernommenen 6 Schutzder subsistenzlos auf einer Bank an der Friedenstraße durch leuten ebenso entschieden bestritten. Diese bekundeten übereinstimmend, Genuß von Blausäure geendet, und ein junges Mädchen, das daß der Angeklagte auf der Wache laut geschrien und sich uninfolge Liebesgrams den Tod in den Fluthen der Spree gesucht gebührlich benommen habe, daß dagegen teine Ungehörigkeiten und gefunden hatte. Ferner wurde der auf dem Nordbahnhof über- auf ihrer Seite vorgekommen feien. Weder bei der Herausnahme fahrene todte Weichensteller Behm eingeliefert und schließlich die der Sachen aus seiner Tasche, die, wie üblich, in den auf die Leiche eines bereits im Juni d. J. beerdigten Zimmerers, welche Erde gesetzten Hut gesteckt worden seien, noch bei der Einschließung erhumirt worden, weil die Angehörigen des Todten mit der sei besondere Gewalt angewendet worden. Staatsanw. Krebs unfalltasse der betr. Berufsgenossenschaft in Klage stehen. beantragte auf grund der beschworenen Aussagen diefer 6 Zeugen einen Monat Gefängniß gegen den Angeklagten. Rechtsanwalt Dr. Meschelsohn beantragte dagegen die Freisprechung, daselbst zugegeben, daß die Beschuldigungen des Angeklagten objektiv falsch sein sollten- in subjektiver Bes ziehung doch nicht nachgewiesen sei, daß derselbe wissentlich etwas Falsches niedergeschrieben habe. Er sei offenbar an jenem Abend angetrunken gewefen und in seinem Sirn hätten sich die Vorgänge so wiedergespiegelt, wie er in der Beschwerde dargestellt habe. Der Gerichtshof hatte nicht nur in fubjektiver, sondern auch in objektiver Beziehung einige Bedenken. Wie der Vorsigende, Direktor Denso, verkündete, wollte der Gerichtshof feines bezweifeln, daß die Schußleute bestrebt gewesen Aufhebung der Schreibgelder? Dem Vernehmen nach ist an maßgebender Stelle in Aussicht genommen, eine Aenderung in der Zahlung der sogenannten Schreibgelder" für Beamte herbeizuführen. Bei vielen Behörden werden die erforderlichen Schreibmaterialien ausschließlich Tinte und Papier nicht amtlicherseits geliefert, sondern man zahlt zur eigenen Be schaffung neben dem Gehalt eine besondere Vergütung, die aber so hoch ist, daß noch nicht der dritte Theil zweckmäßige Verwendung findet. Als ein Uebelstand wird es ferner empfunden, daß Beamte ohne Gehalt, wie Supernumerare, die Jahre hin durch umsonst dem Staate Dienste leisten, an jener Bergütung bisher nicht theilnahmen. Es sollen die Säße für Schreib gelder" vermindert, im übrigen aber die Behörden angewiefen werden, Baarzahlungen überhaupt nur da stattfinden zu lassen, wo es aus besonderen Gründen nöthig erscheint. Durch fünf Schiffe in den Kopf fuchte sich Dienstag Nach Attentat auf den Hund des deutschen Kaisers. In der mittag gegen 1/2 Uhr der Kaufmann Johann Gansen in einem offiziösen Norddeutschen Allgemeinen" lefen wir:" Das russische hiesigen Gasthofe au tödten. Auch der sechste Lauf Windspiel, welches unseren Raiser oft bei seinen Spaziergängen bes Revolvers enthielt noch eine scharfe Patrone. Die Polizei begleitet, wurde dieser Tage in der Nähe des Neuen Palais ans des 3. Reviers ließ den Mann, der schwer verletzt und nicht vergeschossen, ohne daß man bisher den Thäter ermitteln konnte. nehmungsfähig war, mit einem Strantenwagen in eine Anstalt Die Verwundung des Thieres ist nicht sehr schwer."- Hoffentlich bringen. Als man am Dienstag Bezahlung des Zimmers und fahndet man energisch auf den versteckten Bösewicht. Frühstücks verlangte, suchte Hanjen die Sache in die Länge zu Dieftaubfreie" Müllabfuhr hinterläßt in den Straßen, stehen, indem er auf sein Gepäck hinwies, das er selbst abheben welche ihre Wagen in größerer Anzahl zu pafsiren haben, oft müffe. Als bald darauf der Hausdiener den Gepäckzettel holen recht reichliche Spuren nicht blos von Staub, sondern auch von wollte, riegelte Gansen sein Zimmer zu und bald darauf fielen den festeren Bestandtheilen ihres Abfuhrmaterials, so daß die die fünf Schüsse. In seinem Bette fand man später einen an wegs Bewohner solcher Straßen den unfauberen Zustand derselben einen Herrn S. zu Oftrau, woher Gansen stammt, gerichteten Brief. feien, die reine Wahrheit zu sagen, es sei ihm aber doch nicht ganz wahrscheinlich erschienen, daß, wenn sich jemand auf mangelhafte Reinigung zurückgeführt und dieserhalb Be- Durch einen Revolverschuß in die Brust hat sich Dienstag auf der Polizeimache so renitent benehme, schwerde erhoben haben, deren nähere Prüfung dann die wahren Mittag der 85jährige Handlungsgehilfe Hermann Ascher aus wie hier behauptet werde, biefer so gewisser. Ursachen der Unsauberteit ergab. Besonders ungünstig liegen in der Görligerstr. 39 in seiner Wohnung das Leben genommen. maßen mit Glacechandschuhen angefaßt und nicht dieser Beziehung die Verhältnisse in der Mühlenstraße, welche täglich von zahlreichen Abfuhrwagen passirt wird, die den Selbstmord verübte Dienstag Nachmittag an ihrem Geburts- räftig angepackt werden sollte. Jedenfalls habe Städtischen Abladeplatz an der Stralauer Chauffee aufsuchen. tage die 57 jährige Ehefrau des Vorkofthändlers Lindemann in der Gerichtshof nicht die Ueberzeugung gewonnen, daß der AnAehnliche Uebelstände mögen wohl noch in anderen Stadtgegenden ihrer Wohnung im Keller des Hauses Chauffeestr. 20. Als gegen geklagte wider besseres Wissen etwas Falsches behauptet habe bestehen. Eine öftere, als die bisher nur einmal stattfindende 7 Uhr ihr Mann er ist ihr zweiter Ehemann- weggegangen und ihn deshalb freigesprochen. nächtliche Reinigung, wäre für diese Straßen dringend nöthig. war, verschloß Frau Lindemann von innen die Wohnungsthür, Wegen Beleidigung des früheren Kultusministers, jezigen um nicht gestört zu werden, begoß ein Taschentuch mit Chloro- Oberpräsidenten v. Butttamer hatten sich am Dienstag zwei Das vegetarische Familienheim bei Schlachtenfee, welches form, band sich dieses um das Gesicht und erhängte sich dann. Redaktionsmitglieder des„ Kleinen Journals", Hugo Krause von Herrn Securius der Gemeinde Schlachtensee geschenkt worden Was sie in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. und Karl Krug, vor der 4. Straftammer des Landgerichts I ist, repräsentirt mit dem daraufstehenden zweistöckigen Wohnhause einen Werth von ca. 300 000 M. Außerdem hat die GeDer Komplize des Einbrechers Nowosch, der Hausdiener au verantworten. Am 9. Juli erschien in dem genannten Blatte meinde noch ein baares Betriebskapital von 200 000 m. von Weisgeist alias Weißgeier aus Berlin ist in der christ- ein Artikel, dem als Ausgangspunkt die bekannte Thatsache dem bisherigen Besitzer erhalten. Das Haus diente in den lichen Herberge in der Oranienstraße ebenfalls feftgenommen und diente, daß bei dem Kanalfeier- Diner in Holtenau die Reichstagsund Ahlwardt zu Tischletzten Jahren als Erziehungsanstalt für Waisenmädchen, in das Rixdorfer Amtsgerichts gefängniß eingeliefert worden. Abgeordneten Eugen Richter waren. Diese Zusammenstellung sei und es befindet sich auch in der Schenkungsurkunde die Be Beide Einbrecher haben bereits zahlreiche Diebstähle, die sie in nachbarn bestimmt von dem Assessor v. Buttkamer, der mit der Tischdingung, daß die Böglinge vegetarisch leben Berlin und Umgegend ausgeführt haben, eingestanden. ordnung betraut worden fei, bewirkt worden. Un= müssen. Herr Securius hatte das Familienheim vorher dem Verschwunden ist seit Montag vormittags 11 Uhr auf dem knüpfend hieran wurde sodann zur Charakterisirung des " Deutschen Begetarier- Bund" zu Leipzig angeboten, doch hat der Wege nach der Bimmerstraße der 41 jährige Arbeiter Rudolf Herrn v. Puttkamer ein Vorkommniß aus seinem Vorleben mits selbe das Geschenk abgelehnt, weil das angebotene Betriebs- Baumann aus der Anklamerstr. 51, Hof 1 Treppe. Baumann getheilt. Derselbe sei als Primaner vom Gymnasium in Königs. tapital nicht genügt, um aus den Zinsen die Unterhaltungskosten leidet an Epilepfie; es ist daher zu vermuthen, daß dem Armen berg i. Pr. entlassen worden, weil er ein Liebesverhältniß mit au becken" ein Unglück zugestoßen ist. einer Zirkusdame unterhalten habe. Bald darauf sei sein Vater, Aus dem Staate der Intelligenz. Die unleidlichen Polizeibericht. In der Nacht zum 12. d. M. wurde auf der damalige Kultusminister v. Buttkamer nach Königsberg ge= Schulverhältnisse in Waidmannsluft haben ihre vorläufige Er- dem Güterbahnhofe der Nordbahn ein Weichensteller bei Aus- tommen. Einer der ersten Besucher, die der Minister empfangen ledigung" dadurch gefunden, daß in dem bei der Reichshauptstadt übung seines Dienstes durch zwei Eisenbahnwagen überfahren habe, sei der Gymnasialdirektor gewesen, welcher seinem hohen belegenen Vorort eine Halbtagsschule" nach dem Vorbild von und auf der Stelle getödtet. Am 12. d. M. wurden drei Ber- Chef die Gründe auseinandergesetzt habe, die für die EntHinterpommern eingerichtet ist, die bestehen bleiben soll, bis das fonen erhängt vorgefunden, und zwar ein Schneidermeister laffung seines Sohnes aus der Schule bestimmend ges Boden neu zu erbauende Schulhaus im Oktober 1896 fertig gestellt ist. auf dem eines Hauses in der Brüderstraße, wesen waren." Ist das Mädchen hübsch?" habe ein Malermeister in seiner Wohnung in der Oranien- Minister gefragt und auf die bejahende Antwort Rettungsring und Rettungsball sind auf der Baustelle des Denkmals an der Schloßfreiheit zwar angebracht, doch die Straße, und eine Frau in ihrer Wohnung in der Chauffeestruße. widert: Nun, dann geht Sie die Geschichte doch garnichts an." In der Friedenstraße, hinter der Auferstehungstirche, wurde Die Folge dieser Unterredung sei gewesen, daß der Sohn des Leinen fehlen. Tritt ein Unglücksfall ein, so kann der Mangel verhängnißvoll werden. Bei dieser Gelegenheit fei wiederholt sich anscheinend vergiftet. In der Pante, an der Dalldorfer Oberpräsident v. Buttkamer stellte wegen dieses Artikels gegen morgens ein Mann auf einer Bank todt aufgefunden. Er hatte Ministers wieder Aufnahme im Gymnasium gefunden habe. bemerkt, daß bei der Anbringung aller solcher Rettungsvorrichstraßen- Brücke, wurde die Leiche eines Mannes angefchwemmt. die verantwortlichen Personen Strafantrag wegen verleumderischer tungen noch immer nichts von einem einheitlichen Verfahren zu Vormittags erschoß sich ein Handlungsgehilfe in seiner Wohnung, Beleidigung, da der ganze Inhalt von Anfang bis Ende erfunden spüren ist. Auf weite Strecken hin und an besuchteften Wasser in der Görligerstr.- Ein Dachdecker fiel beim Ausbessern des fei. Die Beleidigung sei um so schwerer, da ihm unterstellt stellen sind keinerlei Rettungsvorkehrungen zu sehen und an an- Daches auf dem Hause Borsigstraße 10 a auf das Dach eines werde, er habe seine amtliche Stellung dazu gemißbraucht, das beren Punkten wieder ist fast übermäßige Fürsorge getroffen. So Stallgebäudes herab und erlitt außer einigen Berlegungen an Recht zu beugen. Die Angeschuldigten beschwerten sich zunächst sieht man außer dem oben erwähnten Rettungsring und der Stirn und am Arm einen Bruch des Oberschenkels.darüber, daß ihrem Antrage auf Erhebung des WahrheitsRettungsball bicht dabei, an der alten Schleuse, noch zwei In einem Hotel versuchte ein etwa 20 jähriger Raufmaun fich beweises nicht stattgegeben worden fei. Der Ver Rettungsbälle und ferner einen Rettungsfahn. durch vier Revolverschüsse in den Kopf zu tödten. Er wurde noch theidiger, Rechtsanwalt Sello, wiederholte diesen Beweis. Aller# = Der era Beleckte" Fahrscheine. Ein Oberstlieutenant a. D. hat lebend nach der Charitee gebracht. An der Ecke der Weber- dings enthalte der beanstandete Artikel Unrichtigkeiten, im wesent bei der Direktion der Augemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft und Großen Frankfurterstraße wurde abends ein Maurer durch lichen beruhe der Inhalt aber auf Wahrheit. Der entlaffene eine Beschwerde über naffe" Fahrscheine eingereicht und damit das Pferd einer Kutsche zu Boden gerissen und durch Huftritte Gymnasiast sei allerdings nicht der Assessor v. Butttamer, ein Sohn jüngerer des Oberpräsidenten ges glücklich erzielt, daß die Schaffner angewiesen worden sind, be- am Kopfe bedeutend verlegt. Ein Handelsmann gerieth in fondern Die fragliche Geschichte habe sich auch nicht in hufs leichterer Abtrennung der Fahrscheine vom Block einen der Niederwallstraße unter die Räder einer Droschte und erlitt wesen. Schwamm in Blechfäfichen bei sich zu führen und zu benutzen. erhebliche Berlegungen an der Schulter und am Knie. In Königsberg, sondern in Gumbinnen abgespielt, auch sei die Schön! Aber die Anschaffungskosten fallen den Schaffnern zur einem Speicher auf dem Berliner Lagerhof brach nachmittags Geliebte des Gymnafiasten nicht eine Birkusdame, sondern eine Last, ebenso wie die 11 Mart Roften für die Geldtasche, eine Feuer aus, das die bort lagernden großen Mengen von Lumpen Schauspielerin gewefen. Die Angeklagten beriefen sich auf die Ausgabe, die die Schaffner bei 75 bis höchstens 84 M. Monats- und Papierabfällen zerstörte. Es gelang der Feuerwehr, die Beugnisse des Profeffors Rieger in Gumbinnen und Gymnasial Oberlehrers Wallert in Deutsch- Crone darüber, daß diese an- 1 Gieshoit. Ecte. Klub Gnadt, 32. Süd- Ost, bet Tottsborf, Gorauer- und Görligerstraßen I stand alsbald geschlossen gegen die Fabritbevölkerung, die geführten Thatsachen auf Wahrheit beruhten. Der Vertheidiger Garib bergen be bet natuttbuferftrae aur, furchtbar in die Enge getrieben wurde. An ein Wirthshans wvies darauf hin, daß nicht der Assessor v. Puttkamer, sondern Reichenbergerfir. 157, Gigung. August Geib, abends 9 Uhr im wurde von Dorfbewohnern eine Leiter gestellt, um einzudringen dessen Vater Strafantrag gestellt habe und wenn ber Restaurant Bubett. Lese- und Diskutirflub Reimer, abends 8 Uhr, und die Fremden hinauszuschlagen. Da dieser Angriff mißlaug, bei Seidel, Gerichtsstr. 19. Bese- und Distutirklub Friedrich Engels. wurde eine Deffnung ins Dach gehauen und durch diese von Jeben Donnerstag, abends 8% Uhr, bei Ferd. Kießel, Weißenburgerstr. 63. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Donnerstags oben in die Haufen geschoffen. Krüge, Lampen, Möbel dienten Rollegia, bei Böcker, Naunynstr. 78. Korea, Borndorferstr. 17 bet zum Schlagen. Die Fabritarbeiter führten ihre Wertheidigung wahrer Jatob, Simeonstr. 23 bei Flick. Soffmann. Mehr Licht, Weißensee, Elsaßstr. 16 bei Straßburger. hauptsächlich mit Revolvern. Nichts vermochte dem Blutbade Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Versigender ad. Neu- Einhalt zu thun. Die Eingänge zum Dorfe waren mit Wagen mann, Basewalterfir. 3. Alle Menderungen im Bereinstalender sind zu richten zugestellt. Die drei Gendarmen aus Montabaur waren dieser Gs tamen zahlreiche Veran Friedrich Kortum, Manteuffelitr, 49, v. 2 Tv. Donnerstag. Abends 9 bis Sachlage gegenüber ohnmächtig. 11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangv. Freund= jezt beantragte Wahrheitsbeweissich auch nicht auf die ursprüngliche angebliche Beleidigung beziehe, so habe das Reichsgericht doch wiederholt entschieden, daß einem Antrage auf Beweiserhebung auch stattzugeben sei, wenn das Beweisthema eine Aenderung erfahren habe. Der Gerichtshof beschloß, die beiden vorgeschlagenen Zeugen tommissarisch vernehmen zu lassen und vertagte zu diesem Zwecke die Verhandlung. Versammlungen. bet Retch. mardshöhe" Gleichheit 2, Kremmen, Rest. St. Urack. 32 Aus Montreug wird vom Mittwoch berichtet: Bei dem Neubau des Hotel du Righi Vaudois in Glion oberhalb Montreux brach das Gerüst zusammen. Hierbei stürzten sechs Arbeiter aus der Höhe von 15 Metern herab. Drei derselben waren sofort todt, zwei sind im Krankenhaus gestorben und auch der Zustand des sechsten Arbeiters ist bedenklich. fchaft I, Brunnenstr. 143 bei Fischer.- Vorwärts II, Schönhauser Allee 28 wundungen, zum theil sehr schwere, vor. Zwei Aerzte und bet Stelle. Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. Brezel- Chirurgen hatten den ganzen folgenden Tag Wunden zu verschluß, Oranienstr. 121 bet Oswald Grauer. Dorfglödlein, binden. Der Fabrikbetrieb ruht. Sollte der Bericht nicht ein Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstraße Nr. 40 bei Klingenberg. 8aget nicht, Steglit, Schloßftr, 66a, Zur Börse. Borax, Manteuffelstr. 9 bei bischen start reporterhaft aufgeftugt sein? Der Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen Nowad.-Harmonie 1, Tempelhof, Dorfitr. 18 b. Gerth. Steinfeger- Wieder ein Opfer...? Aus Düdelingen( Luxemburg) und verwandter Berufsgenossen hielt am 5. D. Mis. eine Sängerdor, Rustanien- Allee 28 bei Fiebiger.- Flöter' fcher Gefang wird der Frff. 3tg." gemeldet, daß der Generaldirektor der verein, Roppenftr. 47 bei Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner Mitgliederversammlung ab, wo Genosse Krüger über den Kürschner, Weinfir. 11 bet Feindt. Arbeiter- Gesangverein Oranien: Düdelinger Hüttenwerke Meyer Sonnabend Abend zwifchen 8 erzieherischen Einfluß der Kunst sprach. An der Diskussion be burger Borstadt, Ackerstr. 123 bei Martens. Oft- und und 9 Uhr vor seiner Villa durch einen Dolchstich ermordet aufBlumenstraße Männer Gejangverein, theiligten sich die Kollegen Danzig und Stubbe. Hieraufestpreußischer gefunden wurde. Ueber den Mörder ist noch nichts bekannt. Arbeiter- Gesangverein Morgenroth IV, Köpenick, unterbreitete Kollege Witte der Versammlung die Abrechnung bei Schulz, Schönlinderstraße 9. Arion II, Artonaplas i Und ferner wird der Magdeburger Zeitung" aus Wiesbaden vom 3. Quartal. Diese ergab mit einem Bestand von 9,45 M. eine bei Schermann. Butunft III, Belten t. b. M., Wilhelmstr. 19 im Hotet berichtet: Der Braubursche Anton Pagany aus Közting in Gesammteinnahme von 731,10 M., der eine Ausgabe von 684,15.. Grunow.- Liedes Echo, Reichenbergerftr. 118 bei Köppen. Treu und Bayern feuerte Sonntag früh aus dem Hinterhalte auf einen gegenübersteht, darunter an die Hauptkasse gesandt 400 M. Dereft, Pallisadenstr. 62 bei Reifer. Gerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Arbetter- Gesangverein Bineta, Kastanien- Allee 11 bei Braumeister sechs Revolverschüsse ab. Glücklicherweise gingen sämmtliche Schüsse fehl. Der Attentäter, der vor einigen Bestand für das nächste Quartal beträgt 46,95 M. Die Lokal- Augustin. Gefangverein Junge Giche, Sandstr. 1 bei W. Gleise. Gesangv. Oberon, kaffe hatte inkl. eines Bestandes von 104,69 M. eine Einnahme Alpenröslein, Bergstraße 60 bei Hilgenfeld. Nach einer Depesche aus Granada( Mexiko) ist dort von 477.36 M., die Ausgabe betrug 406,16 m.( darunter 150 M. Alte Jatobfir. 68 bet Dieffenbach.- Alpenrose, Forsterftr. 22 b. 2tlgner: Tagen aus der Brauerei entlassen worden war, wurde verhaftet. Edelweiß III, Wollinerstr. 62.- Morgenroth I, Rummelsburg, Türran die Agitationskommission), fonach blieb für das 4. Quartal fchmidtstr.33 bei Fechner. Gesangv. Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 eine große Schule abgebrannt. In dem Gebäude befanden sich 150 Schüler, von denen viele umgekommen sind. Bis jetzt sind ein Bestand von 71,20 M. Auf Antrag der Revisoren wurde bei Röllig.- Gefangv. Syra II, Charlottenburg, Wallstr. 102 bet Maſchesti. dem Kassirer Kollegen Timm Decharge ertheilt. Hierauf ging Gefangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferfrei abite, 31 Leichen, darunter ein Lehrer, geborgen. Es wird BrandArbeiter Gesangverein Spanba u in Spandau, Radtte, man zum Bericht der Ortsverwaltung und zu deren Neuwahl Neumeisterfir. 5.- Glasarbeiter, Köpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. stiftung vermuthet; zwei Knaben, welche von ihrem Lehrer Beüber. Aus dem Bericht, den Kollege Witte gab, war Gefangv. Feldblume, Staliterftr. 117 bet Breitenfeld. Gefangverein strafungen erlitten hatten, sind verhaftet worden. - Edelweiß III, Wollinerstr. 62, zu ersehen, daß der Verband innerhalb des lezten Jahres einen Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bet Foge. bedeutenden Fortschritt zu verzeichnen hatte. Versammlungen ummerscher Gesangverein", Langeftr. 65 bet Dwezared. hat die Ortsverwaltung 19 einberufen und ungefähr ebenso viele Männer- Gesangverein Südwest, Chamisso- Platz 4 bei R. Thloff. Sigungen. Birta 600 neue Mitglieder wurden aufgenommen, orbeerzweig, Gwinemünderstr. 35 bet Hübner. Freiheitstlänge III, Quckenwalde, Jüterbogtstraße bet W. Size. Eintracht I, davon die größere Hälfte weibliche. Durch die allwöchent- Mieber- Echönweide, Grünauerstraße bei Stretfer. St. Urban", Naunyn liche Zustellung der Fachzeitung und des Anzeigeblattes ftraße 44 bet 2ütte. Freiheitsglocken, Wörtherstr. 39 bet Buchholz. ift mehr Stabilität in den Mitgliederstand gekommen. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Eine Organisation der Schneider hat sich wegen Mangels an alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: P. Gent, Mitgliedern aufgelöst, eine neue ist gegründet worden, welch' Dresdenerstr. 107/108, 1. Gift. IV. Donnerstag: Rauchklub Brüderlich Geselliger Klub der alten lektere( Gubela'sche Richtung) in der Bekämpfung des Verbandes tett, Pücklerstr. 49 bei Schuhmacher. Moabiter, Emdenerstraße bei Schirmer. ihr möglichstes geleistet habe. Die leitenden Personen dieser Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. SuchsdorfRichtung thäten besser, ihren Mitgliedern vierteljährlich Ab- icher Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsflunde bei Brüning, Rosenthalerstr. 12. Gesangverein Jugendfreuden, rechnung zu geben. Hoffentlich würden ihre Mitglieder durch Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bet Wernau, Rosenthalerstraße 57. den Wink an dieser Stelle veranlaßt, Abrechnung über den seit fropfenverein Wedding, abends 8% Uhr Gigung beim Restaurateur nunmehr drei Vierteljahren bestehenden Verein zu fordern. Der Wolff, Gerichtstr. 44. Bergnügungsverein Alpengrün, abends von 9-11 Uhr mit Damen bei Boltmann, Beuffelstraße 32. Geselliger Verein artige„ Gintagsfliegen mit ihren Sonderinteressen" hätte man schon grobsinn bet Geite, winemünderstr. 20, abends 9 Uhr, Gigung mit zur genüge fennen gelernt; das Schicksal der Militärschneider sei Damen. Tambourverein Froh- Frei. Uebungsstunde Montags und ihnen beschieden gewesen und werde ihnen auch in Zukunft be- Donnerstags 9 Uhr bei Nausch, Huffitenstr. 9. Geselliger Berein Sertha, schieden sein. Es wäre Zeit, endlich einmal eine Lehre daraus abends 9 ühr Sigung Adalbertfir. 51. Rauchtlub hneforge, Abends 9 Uhr, bet Münsberg, Loutsenufer 2. zu ziehen. Der Bericht schloß mit den Worten: Wir beharren Rauchklub Kernspige, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorferauf unserem Standpunkt, der in der geschichtlichen Entwickelung straße s. Rauchklub fetfendedel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, Rauchtiub Felfenfest bet S. Schmidt, Köpeniderstr. 171. begründet ist, daß nur durch ein gemeinsames Zusammenwirten angeftr. 24. Statflub Grand Schwarz, abends von 9 bis 11 Uhr bet G. Stein, aller Berufsgenossen in einer Organisation etwas erreicht werden Christburgerstr. 46. Rauchklub Brüderlichkeit, 9-11 Uhr abends, kann. In diesem Sinne wollen wir auch im neuen Geschäfts- bei Tauchert, Waldemarstr. 16. jahre arbeiten. Jedes einzelne Mitglied werbe neue Mitglieder; dann werden wir eine achtunggebietende Macht, dann sind wir im stande, die Kämpfe, die uns bevorstehen, siegreich durchzuführen. Die Neuwahl der Ortsverwaltung hatte folgendes Refultat: Witte 1., Timm 2. Bevollmächtigter. Für den Posten des dritten Bevollmächtigten war eine Kollegin in Aussicht genommen, die vorgeschlagenen Damen lehnten aber ab, was Schulz mit dem Bemerken konstatirte, daß die Kolleginnen dann auch nicht berechtigt seien, sich darüber zu beschweren, daß sie nicht berücksichtigt worden wären. Hierauf wurde Kollege Lange zum dritten Bevollmächtigten gewählt. Zu Revisoren bestimmte man Frl. Sachs, Frl. Kubenka und den Kollegen Rutschmann. Zum Schluß wurde noch auf die Verlegung des Arbeitsnachweis- und Auskunftsbureaus nach der Alten Jakobstr. 83 aufmerksam gemacht. I -w Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. Steglit 101. Redakteur Bock, Schuhmacherfachblatt, Gotha. Intereffenverein der Kistenmacher. Der Schriftführer wird gebeten, in der Zeit von 12-1 Uhr mittags oder 7-8 Uhr abends in der Redaktion vorzusprechen. F. Sch., Treptow. Die Beschwerde fiber die Partei Spedition haben wir an die zuständige Stelle befördert. A. B. 5. Stizzen" find nicht in Buchform erschienen. H. E. Die Lösung des Gewerbescheins ist erforderlich. Die richt und Uebungsstunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. Verein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unter- Gebühr fann erlassen werden. 50. A. v. Das Verdeck braucht der andere nicht zu bezahlen. Haben Sie, wie es scheint, Arends'scher Stenographen Verein Apollobund", Sendelstr. so, den Wagen gegen etwas anderes eingetauscht, so hat der andere abends 9 Uhr, Unterricht und Uebung in der ganz vereinfachten Arends'schen nicht das Recht, nachträglich zurückzutreten. Sander. Sprechen Stenographie. Bithertlub Gleichheit, Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Sie mit den betreffenden Papieren gelegentlich in der Sprech sothringerstraße 105. Bithertlub Heimathstlänge 1895. Mette Hochstunde vor. B. J. Jastrow. Die Entscheidung ist leider zuftraße 49( Wedding). Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung bei Gitler, treffend. Die Einlegung eines Rechtsmittels wäre nuylos. Wenn Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8% Uhr. Bergnügungs- und Touristentlub Freie Brüder, abends 9 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21. nur freier Unterhalt und Bekleidung, auch hin und wieder TaschenRuberverein or wärts, abends o uhr bei Cohn's( Bur neuen Poft), Beuth- geld gezahlt wurde, so lag teine versicherungspflichtige Beschäftigung firaße 20. Stattlub Sanfter Heinrich b. H. Brandt, Reichenbergervor. v. W. Die Gesellschaft haftet leider nicht. Wenden Sie sich Stattlub Süd, abends 8% Uhr, im Lokal von Paul Müller, ftraße 122.Gräfefir. 31. Stattlub Grand Swars, abends von 9-11 Uhr bei an die Berufsgenossenschaft, zu der sie gebört; vielleicht dringen G. Stein, Christburgerstraße 46. Stattlub Grin Wenzel bei Schmidt, Sie dort mit Ihrem Anspruch auf Unfallrente durch. Schriftliche A. E. 17, Schwimmtlub echt", abends 9 Uhr, bet Soffmann, Antwort zu ertheilen, müssen wir ablehnen. Dalldorferfir. 31. 2. G. 100. 1. 8 Mart bis 1000 Reichenbergerfir. 16. Le Cercle de Conversation Française se rassemble tout les E. 32, 2. 2. 2: Ja. Mart oder 1 Tag bis 3 Jahre Gefängniß. 2. Wie es scheint: nein; fprechen Sie in der Sprechstunde gelegentlich vor. Metallarbeiter Often, M. 60: Nein. A. R. Nach wider dem Gesetz müssen Sie in der Straffache wider Ihre Frau Mörchingen wird der„ Meßer Zeitung" berichtet: Das( in 1. Schritte nach der Richtung hin sind möglich, indessen ist von Kampf für Ordnung, Religion und Sitte. Aus auf Ihren Antrag hin.als Beistand zugelassen werden. Ausland. An das Bezirkskommando. K. 2. M. 95. Straßburg verhinderte) Säbelduell zwischen dem Militärarzt Dr. Meinzer und dem Kantonalarzt Dr. Eichenberg hat Sonntag ihnen abzurathen, weil Sie den Beweis nicht werden erbringen Morgen hier stattgefunden und mit einer leichten Verwundung können. 2. Eine Klage hätte Aussicht auf Erfolg. 8. Ja, außer dem aber zur Steuer für den Gewerbebetrieb im Umherziehen. des letzteren am rechten Arme geendigt. jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Vermischtes. Berliner Kranken- Unterstühungs- und Begräbnißverein für Frauen und Mädchen. Adressen der Bahlstellen und der Vorstandsmitglieder des Bereins, woselbst Beitrittserklärungen entgegengenommen werden, sowie jede nähere Auskunft bereitwiuigft ertheilt wird: Frau Stolle, Alexandrinenftr. 56, of 3 Tr.; Frau Berger, NO, Waßmannstraße 36, 2 Tr.; Frau Waschau, N., Eichendorffstraße 2, 3 Tr.; Frau Fehlauer, SO., Dresdenerstraße 18, of 2 Treppen Frau Seinrich, SW, Gitschinerstr. 2, Keller; Fel. Schlichting, N., Brinz Eugenſtr. 1, 4 Tr. Frau Niece, SO., Wrangelfir. 72, 2 Tr.; Frl. Schulz, N., Brunnen traße 172, 8 Tr.; Frau Sachse, O., Koppenftr. 57, Steller; D. Fischer, Borsigender, N., Pantstraße 21, 4 Tr.; E. Gerlach, Kassirer, SO., Mas rtannen- Ufer 5, of part. Ueber eine eigenartige Revolte wird dem Rhein. Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht Donnerstag: Südostschule, Waldemar ftr. 14: Deutsch. Nordschule, Müllerstr. 179 a: Deffentliché Rurier" aus Wirges, Unterwesterwaldkreis, berichtet: Bei der Gefundheitspflege. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume neuen Glasfabrit in Wirges find 1500 böhmische, polnische, find zur Benußung der Bibliothet und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials italienische und andere fremde Arbeiter eingestellt. Die jungen schon von 8 Uhr an geöffnet. Sefe- u. Diskutirhlubs. Donnerstag. Diesgen, abends 8% uhr, Leute aus Wirges verwehrten den fremden Fabrikarbeitern die bei Schröder, Wiesenftr. 39. Neue Beit, abends 8 Uhr, Bovenftr. 40, bei Theilnahme an der Kirchweih. Die ganze Einwohnerschaft Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 14. November. Opernhaus. Der Evangelimann. Schauspielhaus. Frauenlob. Der Diener zweier Herren. Deutsches Theater. Tedeum. Berliner Theater. Hafemann's Töchter. Leffing- Theater. Die Venus von Milo. Die Romantischen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Seine Gewesene. Schiller- Cheater. Der Raub der Sabinerinnen. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Adolph Ernst- Theater. Parabe bummler. Schiller- Theater.| National- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag: Der Raub der Sabinerinnen. Freitag: Das Glas Waffer. Adolph Ernst- Theater. Zum 73. Male: Paradebummler. Besetzung der Hauptrollen: Anna Bäckers, Josefine Dora, Jda Schlüter, Adolph Ernft, Julius Eyben, Hugo Haßkert, Richard Jürgas, Guido Zielscher, Karl Weiß, Georg Worlitsch. Anfang 71/2 Uhr. Bein Aufgeld. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, den 16. November, nachmittags 3 Uhr, zum ersten Male wiederholt:„ Der kleine Lord". Rinder in Begleitung Er wachsener zahlen die Hälfte. Große Frankfurtertraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend er mäßigten Preisen. Gastspiel des Herrn Oskar Krüger vom Hoftheater zu Braunschweig. Briefkasten der Expedition. Paehold, Sandstraße. Nein. P. W., Bochum. bergerstr. 20, III. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Das Käthchen von Heilbronn. Täglich Vorstellung im wissenschaftRomantisches Ritterschauspiel in 5 Aften, einem Vorspiel( 11 Bildern) von H. von Kleift. Regie: Mar Samst. Morgen:„ Kabale und Liebe." Sonntag Nachmittag 22 Uhr: Gin Volksfeind". Regie: Julius Türk. 61 lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Kaiser- Panorama ( Passage). Sicilien, Savoyen, Alpen, MontblancBesteigung. Eine Reise nur 20 Pf. Abonnements und Vereinsbillets. Central- Theater. Castan's Panopticum. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Novität! Novität! 3um 71. Male: Eine tolle Nacht. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Der Teutone Hull!!! Große Ausstattungspoffe mit Gesang Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nummer 66. National- Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Theater Unter den Linden. Der Mikado. American- Theater. CpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstraße 40. Zäglich abenos 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Baudeville in 2 Atten von Barney. Vorher: Nummer 66. Operette in 1 Att von Offenbach. Die letzte Sensation Londons. Um 10 Uhr: Der Mann von Stahl!! Hull Wer ist Hull??? Der Mann ohne Nerven. Die Berliner Barrisons Die schöne Venus Luciana. Der Berliner Liebling: Der dicke Blum. ferner 26 neue Nummern. Kaufmann's Variété. und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 71/2 Uhr. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Vorstellg. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Bassage). Neu! Nen! Lehte Woche: Die Erbfante. Posse in 1 Akt von Alf. Schmasow. Scheffler Troupe, Miss Barbera, die Mulattin, Clara und Hans Sarno, Duettisten, Martha Peters, Kostüm- Soubrette. Anf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 f., 30 Pf. R.Winkler. " Friedrichstr. 165. ! Salambo? Apollo- Theater Cremo's Teutonenspiele. Mlle. Philo- Durand comique Excentriques. The Wortleys phänomenale Luftgymnastiker. Bella Rose. Ethardo. Miss Rosi Rendel. The Harweys. Familie Kräusel. Miss Rozsika Horwath. Heinrich Blanck. Mizi Schütz. Abbas- Mirza- Troupe. Rasseneröffnung 7 Uhr. Anfang der Borstellung 8 Uhr. Kassirer: Ferd. Steidel, FriedrichsFriedrich- Wilhelmstädt. Theater 25/26 Chauffeestraße 25/26. Unwiderruflich nur noch 2 Wojen des Ganspiels der Liliputaner, Jeden Abend 71/2 Uhr: Die Reise nach dem Mars. Sonnabend Nachm. 8 Uhr: Schneewittchen und die 7 Zwerge. Sonntag Nachm.: Die Reise nach dem Mars. Sonntag, den 30. Nov.: Unwiderruflich Abschieds- Vorstellung der Liliputaner. Passage- Panopticum. 42 Mädchen 炒 豆腐 andern Ende der Welt ( Samoa). Feen- Palast Burgstrasse 22. Das wunderbare neue Programm m. feinen Sensationsnummern, 11. a.: Theo, der Bligmensch. Carola mit ihrem originellen Circus. Die 3 Mackwoods, Emmy Thiedemann, Zellas und Peiserto 2C. 2C. Rowalys in ihrer Pantom. Schulbubenränke. Anfang: Wochentags 71/2, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Konzerthaus Sanssouci, Bentral- Verein und ZentralTodes- Anzeige, Rottbuserstraße 4a. Heute, sowie jeden Donnerstag und Sonntag: Soirée der altberühmten Stettiner Sänger Zum Schluß: ( Meysel,' Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Eine Soirée bei Lehmann. Neues, ganz famoses Programm! Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate). Freitag: Viktoria- Brauerei. Neuer Circus. Circus Busch,( Bahnhof Börse.) bonnerstag, 14. Nov., abends 71/2 Uhr: Auf Wunsch: Gala- Sport- Vorstellung. 150 Pferde in der Vorstellung. Zentral- Berein und Zentral- Berliner Buchdruckmaschinenmeister Kranken- Kasse der deutschen Böttcher. Nachricht, daß unser Kollege 47/4 Montag, den 18. November, abends präzise 9 Uhr, reunden im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakob- Straße 37: Allgemeine Albert Braun am Montag, den 11. November, nach langem schweren Leiden an der Schwindsucht gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 14. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Rixdorfer Gemeinde Kirchhofes, hinter der Verbindungsbahn, statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Am 11. d. Mts. verschied nach langem Leiden der Obermaschinenmeister Wilhelm Lüdtke im 32. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Freitag, den 15., nachm. 1/23 Uhr, von der Wohnung, in Pankow, Schulzeftr. 27, a. d. Neuen Kirchof statt. 1292b Das Maschinenpersonal von J. Harrwih Nachfolger. Danksagung. nahme bei Bestattung meines lieben Für die allgemeine aufrichtige TheilMannes und Vaters sagen hierdurch herzlichen Dank. 1302b die herrliche Kranzspende der Schäfer Insbesondere danken wir noch für u. Hauschner'schen Arbeiter. 3. 1. Male: Eine Gala- Schulquadrille. Texas- George als Pferdebändiger.( NB. Besizer bösartiger wilder Pferde können diese kostenfrei in Der Manege des Texas- George bändigen laffen. Anmeldungen an der Circusfaije.) Der phänom. Szandorsprung. 8 russ. Rapphengste u. 6 neu dress. Fuchshengste, vorgef. v. Dir. Busch. Der Elephant als Kapellmeister. Arrangement v. 100 Pferden, von feiner Konkurrenz erreichbar, dress. u. vorgef. vom Dir. Busch. Moderne Für die zahlreiche Betheiligung und Reiterspiele, ger. v. 4 Damen. Tour- reiche Kranzspende bei der Beerdigung Wwe. Sophia Jarin und Sohn. Danksagung. Maschinenmeister- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Berliner Maschinenmeister zu dem Entscheid des Berliner Gewerbegerichts: das Anlegen gehöre zu den Obliegenheiten des Maschinenmeisters"? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um die Interessen der Maschinenmeister zu wahren, ist das Erscheinen jedes Kollegen Ehrenpflicht. Sämmtliche Gewerbegerichts- Beisitzer der Kammer VIII sind höflichst zu dieser Versammlung eingeladen. 35/4 Orts- Krankenkaffe des Zimmerergewerbes. Generalversammlung Freitag, den 22. Nov., abends 8 Uhr, im Lokale Grenadierstr. 33 bei Buske. Tagesordnung: gliedern. 1. Wahl von drei Vorstands. Mits Der Einberufer: A. Massini. V. Wahlkreis. Donnerstag, 14. Movbr., abends 8 Uhr: Deffentl. Partei- Versammlung 2. Wahl des Prüfungsausschuffes. im Alten Schützenhause, Linienstraße 5. Abänderung bezw. Zusätze der§§ 9, 3. Antrag des Vorstandes, betreffend 10, 16, 24-25 des Statuts. 4. Verschiedenes. Die Einladungskarte legitimirt. Sonntag, den 24. Nov., vormittags 10 Uhr, Tages- Ordnung: 1. Diskussion über den Bericht des Delegirten vom Breslauer Parteitag. 2. Wahl der Revisoren. 3. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwarten Die Vertrauenspersonen. Berlins und Umgegend. 217/2 billon équestre, ger. von 20 Damen. meines unvergeßlichen Mannes, unferes findet in demselben Lokale eine Ver- Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Auftreteten der Clowns Gebr. Rossi, lieben Vaters Joseph Schmidt sowie fammlung der Arbeitgeber, welche Broth. Dux, Gebr. Cavallini, Mr. Velde- leg fast men Beiträge zur Kasse aus eigenen Mitteln Freitag, den 15. November, nachm. 5 Uhr, im Lokale des Unterſtüßung sage ich allen seinen und Bekannten meinen leisten, statt. Freitag: Neues Programm. herzlichsten Dank. Tagesordnung: Wahl von 25 VerWwe. Maria Schmidt nebst Kindern. tretern zur General Versammlung Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr( ermäßigte Preise und 1 Kind pro 1896. frei) und abends 71/2 Uhr. man 2c. Hiermit warne ich jedermann, meiner Frau auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. 1289b C. Kiecker, Bernauerstraße Nr. 18, 4 Tr. 1303b Wive. Maria Schmidt nebst Kindern. tretern General Bersammlung Ehrenerklärung. Ich nehme die Beleidigung, welche ich gegen den Fuhrherrn Wils, Wrangel straße 141, ausgesprochen, zurück und erkläre denselben für einen ehrenhaften Herrn. 1305b Rudolf Holzhausen, Wrangelfir. 141. Freie Volksbühne. Sonnabend, den 30. November, abends 8½ Uhr: Großes Konzert in Louis Keller's Festsälen, Koppenstraße 29. Das Programm wird noch später bekannt gegeben. Mitglieder, die bis Ende Oktober ihre Beiträge entrichtet haben, haben freien Eintritt. Gastfarten à 50 Pf. sind in den Zahlstellen vom 20. b. M. ab zu haben. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 229/13 National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sonntag, den 17. November 1895, nachmittags 22 Uhr: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk: Zum letzten Male: Ein Volksfeind. Schauspiel in 5 Akten von Henrik Ibsen. 229/12 Rarten à 60 Pf. in den bekannten Geschäften. Sonntag, den 1. Dezember: Der G'wissenswurm. Bauernkomödie von Ludwig Anzengruber. Der Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerleute feiert sein diesjähriges Herbst- Vergnügen am Sonnabend, den 16. November, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a, wozu die Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins gütigft eingeladen werden, recht zahlreich zu erscheinen. Billets für Herren à 50 Pf., für Damen à 25 Pf. sind bei den unter zeichneten Komiteemitglieder vorher au haben: Klebb, Mariendorferstraße 2; Gieche, Andreasstr. 59, 3 Tr.; Girke, Naunynstr. 62, 3 Tr.; Mahn, Eisenbahnstraße 31, 2 Tr.; Schacht, Trescowstr. 23, Seitenfl. 1 Tr.; Schultz, Pappel Allee 5a, Quergeb. 3 Tr.; Rau, Langeftr. 33, Hof pt.; Richter, DiedenhofenerIn demselben Lokale und zu derselben Beit( doch in getrennten Räumen) findet eine Versammlung der Kaffen- Mitglieder( Arbeitnehmer) statt. Tagesordnung: Wahl von 50 Vertretern zur General Bersammlung pro 1896. B Das Quittungsbuch legitimirt und ist daffelbe den Kontrolleuren vorzuzeigen. Der Vorstand. A. Rudolph, Vorsitzender. Feinste Nürnberger Spezialität Ochsenmaulsalat Posttilo 3,50 franto per Nachn. empfiehlt E. Gubsch, Nürnberg, Gräslein 6. Mehlwürmer, Schock 10 Pf., KüraffierStraße 20, II. 1298b Sehr billige Knaben- Anzüge, Paletot. Rester zu Anzügen und einzelnen Hosen. Zuschneiden gratis. 37062* Hoffmann, Veteranenftr. 14. Stridwoll- Refte, Zephyr, Rockwolle zu Bartiepreisen jetzt Holzmarktstr. 60, Hof links 1 Tr. Kollegen Fischer, Beusselstr. 9: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 69/6 1. Vortrag des Kollegen Gärtner über: Der Berliner Faßdiebstahl und die verschiedenartige Bedienung der einzelnen Brauereien ihrer Kundschaft gegenüber. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. J. A.: C. Behrend. NB. Wir machen die Mitglieder noch darauf aufmerksam, daß die Gewerbesteueraustchuß- Wahlen in nächster Zeit stattfinden, wozu auch wir Stellung nehmen müssen, und ist es daher dringende Pflicht sämmtlicher Mitglieder, pünktlich zu erscheinen. D. O. Achtung, Genosinnen und Genossen! Donnerstag, den 14. November, abends 8% Uhr: Volks- Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Delegirtinnen vom Breslauer Parteitag. 2. Rechnungslegung der Vertrauensperson. 3. Wahl einer Bers trauensperson. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Genoffinnen und Genossen, dafür zu agitiren, daß die Versammlung gut besucht wird. Die Vertrauensperson: Frau Gerndt. Preife event. 1/9 Möbelpolirer. Zahn-Klinik.tr Am Freitag und Sonnabend frische Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145 Wurst. R. Kunisch, Badftr. 47 n. 48. W. Noack's Schankgeschäft, v. Konz., ist veränderungshalber zu verkaufen Perler Konzert- und Gesellschafts- Säle, bergerstraße 28. 1297b Brunnenftr. 16. 10 B., gut erh., in Seinen geb., 32 m. 5. Jahrg. ,, Neue Beit" 1890-95, Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: K. R a b e, Leipzig- Linden a u, Aurelien- Konzert, Theater, Spezialitätenstraße 36. 1299b Vorstellung. Billige Schlafft. zu verm. bei alleinftehender Frau. Sternberg, Weißen Eine Stunde Kaiser von Oesterreich! burgerstraße 85, 1 r. 12956 Hiftor. Luftspiel in 1 Att v. Oppenheim Neptun C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Neu renovirte Sale mit Bühne für 20-500 Pers. Zanzunterr. j. Sonntag v. 4-6 U. nachm., Donnerstag v. 8-11 U. abds. Jeden Sonntag Ball. Montags Frei- Theatervorstellung. 8150L ſtraße 9, Stfl. 2 Tr.; außerdem bei Hrn. Bandelow, Langeftr. 13 im Restaurant Paster's Fettsäle und Herrn Silberberg, Barnimftr. 2 im Restaurant. 259/5 Anfang 8½ hr. Um 12 Uhr Kaffee- Pause. Während derselben omifdhe Vorträge. Das Komitee. J. A.: Aug. Klebb, Mariendorferstr. 2. Rixdorf. Neue Königstr. 7. Mein Saal mit Nebenräumen noch einige Sonnabende zu vergeben.[ 8891L Sonnabend, den 16. November 1895, in den Viktoria- Sälen, Hermannstraße Nr. 48-50: V. Stiftungs- Feft oder: Der Verräther in Gips. Romisches Singspiel in 1 Att von R. Linderer. Musik von Thiele. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Tanzkränzchen. Wo kaufen Sie? eine gute Cigarre? 1176b Binneböse, Laufiber- Blah 1. Achtung! Achtung! Rünftl. Zähne v. 3 M. an, Theil. wöchentl. I M., wird abgeholt. Zahnziehen, Bahnreinigen, Nervtödten ma fonst Guckel, Laufiger Play 2. Elfaffer straße 12. Arbeitsmarkt. Achtung, Klavierarbeiter! Die Kollegen der Pianofabrik von W. Steuer, Krautstr. 52, haben wegen Die Werkstatt- Kontrollkommission. In der Werkstatt von Jerabeck, Griekenowftr. 3, haben die Kollegen aufgehört wegen Lohndifferenzen. Bitte dieses zu beachten. 145/19 Der Vorstand. Tüchtige Wickler und Roller finden sofort Beschäftigung. Schriftl. Offerten sub 66 an die Exp. d. Bl. TuchgamaschenArbeiterinnen, System Riese, werden nach Borlegung von Probearbeit bauernd außer dem Hause beschäftigt. Gustav Fromberg, Kronenstraße 81, I. 1287b Guter Verdienst. Von der Direktion einer Versicherungs- Gesellschaft werden überall Leute zum Abschluß von Sterbekassen- und Kinder= versicherungen mit wöchentl. Prämiens zahlung geg. fehr gute Abschlußprovision und Aufnahmegebühren gesucht. Meldungen unter J. O. 9098 an Rudolf Mosse, Berlin SW. Languettiererinnen finden gegen Vorzeigung von Probearbeit dauernde Beschäftigung.[ 12756 Gustav Fromberg, Kronenstr. 31 I. Barockvergolderin verlangt 12916 Bondifferenzen die Arbeit niedergelegt. Photographien auf Glas zu ſpannen F. Brandtner, Krautsstr. 52. Tüchtige Farbigmacher, welche auch Ranten machen können, finden dauernde Beschäftigung. Goldleistenfabrit, Dress denerstaße 38. 1296b Maschinen- Näherinnen a. gute Obers hemden verl. Heise, Koppenstr. 74, 2 Tr. Glaser, der Glasbilder einzurahmen, versteht und Goldlinien ziehen kann, ges. von Moriz Croner, Melanchtonstraße 18. p. 12936 Tüchtige Nietschirrmeister verlangt, nur solche können sich melden, Südufer Nr. 16/17, b. Steffens n. Nölle. 1304b Pappenzuschneider verlangt 13006 Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Die Werkstatt- Kontrollkommiffion. Gutmann& Meyer, Mendelssohnstr. 2 Berantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, des Sozialdemokratischen Vereins Vorwärts bestehend in Konzert und Ball unter gütiger Mitwirkung des Bither- Klubs Gleichheit"( Berlin) und der Theater- Gesellschaft Strzelewicz. 99 Um 10 Uhr: Feftrede des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. Nach dem Konzert: Großer Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Entree 20 Pf. Anfang 8/2 Uhr. Der Vorstand. 232/9 Achtung! Klavierarbeiter! Die Kollegen der Pianofabrik von P. Scharff, Köpnickerstr. 56-57, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. 142/14 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 267. Proteffverlammlung elfäffifther Sozialdemokraten. Basel, 11. November. Donnerstag, den 14. November 1895. vor " 12. Jahrg. nicht von der Sonntagsruhe betroffen werden. Eine Anzeige stimmung des Einflusses der Drohung in den Willen des Bes hatte dan die Aufmerksamkeit der Polizei auf diese Frage ge- drohten, gleich auf desselben Leibes- und Gemüthsbeschaffenrichtet. Die Angeklagten wiesen ziffernmäßig nach, daß in diesen heit Rücksicht zu nehmen."-Nicht ein unwiderstehlicher Zwang Anstalten mindestens doppelt so viele Sool wie Süßwasserbäder sei zur Vernichtung der Willenserklärung erforderlich, sondern ents genommen und daß von letteren auch zahlreiche als Heilbäder scheidend sei, ob die Beschaffenheit des angedrohten Uebels nach richterEine eigenartige Versammlung hatten wir gestern hier in von den Orts Krankenkassen verschrieben werden. Sie feien lichem Ermessen die Annahme des Ausschlusses der Willensa Basel. Es war eine Protest versammlung unserer also als zu Heilzwecken bestimmte Bade- Anstalten" zu betrachten. freiheit rechtfertige. Das stehe außer Zweifel.-§ 36, Theil I, elsässischen Genossen, die sich gegen die ihnen Der Staatsanwalt glaubte, daß das Gesetz nur solche Anstalten Titel 4, des Allgemeinen Landrechts, worauf die Gründe mit angehängte Mayer'sche Mordthat wehrten. Sie habe ausnehmen wollen, die ausschließlich" Heilzwecken dienen. der zuletzt wiedergegebenen Ausführung bezug nehmen, lautet: tonnten dies auf heimischem Boden nicht thun, nicht thun, weil Rechtsanwalt Dr. Staub I betonte dagegen, daß hiervon im Bei Drohungen, welche nicht unmittelbar Leben, Gesundheit, man ihnen das Recht, sich gegen jene Angriffe zu ver- Gesetz nichts stehe. In Elfter, Rolberg und anderen Kuranstalten Freiheit oder Ehre betreffen, muß nach der Beschaffenheit des theidigen, beharrlich verweigerte. Und so famen sie denn in würden auch Reinigungsbäder verabsolgt, ohne daß sie dadurch angedrohten Uebels an sich und nach dem Verhältniß desselben großer Zahl in das gastfreundliche Basel, dessen Arbeiterschaft den Charakter als Heilbäder verlieren. Die Anschauung des zu dem Gegenstande der Erklärung von dem Richter vernünftig fie in freundschaftlicher Weise aufnahm und das größte Ver- Staatsanwalts würde dem Wortlaute des Gesetzes, der un- beurtheilt werden: ob dadurch die Willensäußerung wirklich erfammlungslokal für sie bereit hielt. Wohl gegen 2500 mögen es gezwungenen Auslegung derselben, dem Sprachgebrauche und der zwungen worden sei."- Unerörtert fann nach den Gründen des gewesen sein, die sich in der Burgvogteihalle einfanden; Ansicht des Gewerbe- Inspektors widersprechen. Der Gerichts- Rammergerichts bleiben, ob Kläger selbst den den Zwang davon war bestimmt ein Dritttheil aus dem Elsaß, die übrigen hof war aber der Meinung, daß das Admiralsgartenbad nicht ausgeübt habe oder nicht, benn nach dem Landrecht zwei Drittel aus Basel und dem benachbarten Baden. Als als eine zu Heilzwecken bestimmte Bade- Anstalt" zu betrachten(§ 42, 1, 4) fei gleichgiltig, ob der Zwang von Referent war Reichstags- Abgeordneter Bueb ausersehen, der in sei und erkannte deshalb auf je 50 M. Geldstrafe. dem herrühre, der den Vortheil aus der Willenserklärung etwa 11/ aftündiger Rede die Vorgänge, die sich vor und nach dem Attentat abspielten, cekapitulirte, die Maßnahmen der Behörden Gebäude einer gesperrten Fabrit 2c. ein grober Unfug gefunden wanges nicht aus der Erwägung heraus verneint werden, daß Mit der Frage, ob in dem Ankleben eines Bettels an das ziehe, oder von einem dritten. Auch könnte die Annahme des und die Haltung der bürgerlichen Presse einer scharfen und berechtigten Kritik unterzog. Die Vorgänge werden kann, hatte sich gestern die 131. Abtheilung am Amts- der Kläger feine Verpflichtung gehabt hätte, einen neuen Verund nach dem Attentat setze ich als bekannt voraus; gericht I zu befaffen. Als am 26. August d. J. die Zimmerer trag mit den Beklagten zu anderen, als den ihm passenden Be= bekannt ist auch die Verquidung des Mörders Mayer mit der Berlins einen partiellen Streit beschlossen hatten, wurden an den dingungen abzuschließen. Der Kläger selbst nahm ja ernstlich gar nicht an, daß ein neuer Vertrag geschlossen sei, sondern nur, daß fozialdemokratischen Partei. Die Polizei hatte sich alle Mühe Baun eines Bimmerplages, deſſen Gigenthümer in eine Lohn der alte abgeändert wurde. Wenn aber auch wirklich ein neuer erhöhung nicht gewilligt hatte, Bettel mit der Inschrift:„ Dieser gegeben, die Sozialdemokraten für das Attentat verantwortlich zu Blag ist gesperrt!" geklebt, und die gleiche Inschrift wurde, nach Vertrag vorläge, dann würde dieser ganze neue Vertrag doch machen, man verhaftete man nahm Haussuchungen über Haus- dem die Zettel entfernt waren, mit Delfarbe in großen Buch- aus dem Gesichtspunkte des Zwanges unverbindlich sein. fuchungen vor, die polizeilichen und richterlichen Vernehmungen staben angemalt. Der Zimmermann Eisbrenner war beim An- Was cine Rede ist. Der Vorsitzende des sozialdemo wollten fein Ende nehmen, der Polizei- Eifer wurde aufs äußerste angeftachelt, aber nichts, gar nichts konnte entdeckt leben eines solchen Bettels betroffen und deshalb des grlo ben kratischen Vereins in Merseburg, Genosse Thieme, folgte am werden, was auch nur im geringsten einem Nachweis für den ZuUnfugs angeklagt worden. Der Staatsanwalt beantragte 25. Februar 1895 dem Sarge eines verstorbenen Mitgliedes des fammenhang des Mörders mit der Sozialdemokratie ähnlich gegen ihn 14 Tage Saft. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld Vereins, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Nachdem ein Pastor gesehen hätte. Half aber alles nichts, der Sozialdemokrat mußte dagegen führte aus, daß eine Bestrafung nicht erfolgen fönne. am Grabe gesprochen, legte Th. einen Kranz nieber, wobei er verbrannt werden, er war der intellektuelle Urheber des Attentats, werden, wenn man hier eine strafbare Handlung sehen wollte. Mehr vermochte Thieme nicht zu äußern, denn beim letzten Das Koalitionsrecht der Arbeiter werde einfach illusorisch sagte: Im Namen des sozialdemokratischen Vereins. die sozialdemokratische Agitation und ihre Presse hätten den Den Arbeitern gebe das Gesetz ausdrücklich das Recht, sich zur Worte unterbrach ihn der Gottesdiener. Nach nicht allzu langer Mayer zum Mörder des Fabrikanten Schwarz gemacht Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen mittels Gin- Beit hatte Thieme einen Strafbefehl in Händen wegen Bergehens und deshalb mußte diese Presse verboten werden. Unterstützt wurden die Behörden in ihrer Anschauung von stellung der Arbeit zu vereinigen und damit sei ihnen auch das gegen eine Regierungsverordnung vom 22. Juli 1874, nach der der kapitalistischen, ganz besonders aber von der fleri- Recht auf diejenigen Mittel gegeben, welche zur Geltendmachung zu bestrafen ist, wer ohne die Genehmigung des zuständigen talen Presse, die nicht müde werden konnte, immer und und Durchführung jenes Vereinigungsrechts erforderlich seien. Geistlichen auf den Friedhöfen des Regierungsbezirks Merseburg Dahin gehöre vor allen Dingen das Recht, die Arbeits- Reden hält. Auf seinen Einspruch verurtheilte das wieder das Opfer der sozialdemokratischen Verhegung zu bedauern; einstellung bekannt zu geben. Von einer Beunruhigung des Schöffengericht Thieme zu einer Geldstrafe von 20 M. event. namentlich das" Journal de Colmar" zeichnete sich in dieser Bublikums könne doch auch wahrhaftig nicht die Rede sein, 4 Tagen Haft. Die Straffammer, als Berufungsinstanz in Ans Beziehung aus. Bueb widerlegte alle diese Behauptungen an der Hand wenn an einem Zaun an der Grenze Berlins zu lesen stehe: spruch genommen, verneinte die Schuldfrage und hob das eines umfangreichen Materials aus früheren Jahren. Er wies" Dieser Platz ist gesperrt". Der Gerichtshof schloß sich diesen Urtheil des Schöffengerichts auf. Es erblickte in den Worten: Ausführungen an und erkannte auf Freisprechung. " Im Namen des sozialdemokratischen Vereins", nicht die Merke namentlich nach, daß Fabrikantenmorde im Elsaß garnichts In derselben Verhandlung erkannte der Gerichtshof gegen male einer„ Rede". Höchstens, führte es aus, sei in dem Auftreten des Seltenes feien, und zwar meist in solchen Gegenden, in denen den Zimmergesellen Fischer wegen Vergehens gegen§ 153 Gewerbe- Angeklagten der Versuch zu sehen, eine Rede zu halten, vom Sozialismus feine Spur, wohl aber die frömniste Ordnung( Bedrohung der Streitbrecher), wider den der Staats- und der sei nicht strafbar. Die Staatsanwaltschaft war aber der Frömmigkeit herrsche. Unberechtigt sei auch der Bor- anwalt 1 Monat Gefängniß beantragt hatte, nach einem Meinung, daß jede Aeußerung an die Versammelten eine wurf daß die sozialistische Presse die Fabrikanten per warmen Plaidoyer deffelben Bertheidigers über die durch den Wort- Rede sei, und legte Revision ein. Der Angeklagte hob dem. sönlich verunglimpfe, noch viel weniger geschehe dies in sozialdemokratischen Versammlungen, denn die Meinungs- aut und die wirthschaftliche Lage gebotene Auslegung und An- gegenüber hervor, daß er bei den inkriminirten Worten den, anderen Theilnehmern des Leichenbegängnisses den Rücken zua äußerung in dieser Beziehung sei durch die Anwesen- wendung des§ 153 G.-D. auf drei Tage Gefängniß. heit der Polizei so beschränkt, daß oft selbst der harmloseste Im Diebstahlsprozeß Seibt und Genossen ist am Dienstag gekehrt habe und daß es gar nicht seine Absicht gewesen sei, an Ausdruck zur Auflösung und Bestrafung führe. Dagegen hätte die Morgen 1 Uhr folgendes Urtheil verkündet worden: Seibt wird sie die Worte zu richten. Im übrigen stände ihm als Vorflerifale Presse schon eine sehr scharfe Sprache gegen ihr mißliebige bestraft wegen schweren Diebstahls in 14 Fällen und eines ver: des Strafgesetzbuches zur Seite; er habe in Wahrnehmung fitzenden des sozialdemokratischen Vereins der Schuß des§ 198 Fabrikanten geführt, ohne dafür belangt worden zu sein. Was suchten schweren Diebstahls im Rückfall zu 15 Jahren Zuchthaus berechtigter Interessen gehandelt. Der Straffenat des Kammerauch die Behörden gegen die Sozialdemokraten unternehmen mögen, Stürmer wegen neun schwerer Diebstähle zu zehn Jahren Zucht gerichts gab der Revision am 11. November statt und ver diese lassen sich nicht aus ihrer Ruhe bringen; werde heute der haus; Radekky wegen zehn schwerer Diebstähle urtheilte Thieme zu einer Geldstrafe von 1 M. Auch ein „ Voltsfreund" verboten, so tomme morgen die„ Volksstimme" und zwölf Jahren Zuchthaus; Andrzyewsky wegen zwei furzgefaßter, den Intentionen und Gefühlen einer Trauerwerde auch diese verboten, so komme eben ein anderes Blatt, und schwerer Diebstähle, Beihilfe und Hehlerei Bit Sechs verbiete man ihnen die Versammlungen im Elsaß, so kommen Jahren, Buchwald verfammlung Ausdruck gebender Nachruf erscheine bereits als vier Jahren sechs Monaten, fie eben in die Schweiz, um dort ihre Angelegenheiten zu be- Hinge zu zwei Jahren sechs Monaten, Howe zu vier Jahren eine Rede im Sinne jener Verordnung!- Die deutsche Recht Sprechen. Der Auswege gebe es ja so viele und dann fet es ja fechs Monaten, Kulbe zu drei Jahren Zuchthaus. Ferner Nie- Sprechung hat es wirklich weit gebracht! auch nicht das erste Mal, daß sie die Gastfreundschaft der mann wegen Begünstigung zu einem Jahr Gefängniß, Frau Ist die Beleidigung der Bibel ftrafbar nach dem Schweiz, speziell Basels in Anspruch genommen hätten. Bereits Rulbe wegen einfacher Hehlerei zu einem Monat Gefängniß,§ 166 des deutschen Strafgesetzbuches? Der Tuchmacher in den 80er Jahren hätten sie in der Schweiz ihre Angelegen- Frau Stürmer wegen einfacher Hehlerei und Begünstigung zu Karl Ellenberg in Melsungen hatte in einer öffentlichen heiten besprochen; dann wieder zu Anfang den 90er Jahre. sechs Monaten Gefängniß, Frau Howe wegen einfacher Hehlerei Wirthschaft während einer Unterhaltung die Bibel als ein Indem der Redner nach einer furzen Unterbrechung seines und Erpressung zu fünf Monaten Gefängniß und Frau Radetzky.... buch bezeichnet. Das Landgericht Kasse! verurtheilte ihn Referats, in der sich eine Geschäftsordnungs- Debatte über die An- wegen Begünstigung zu fünf Monaten Gefängniß. Pusch, daraufhin am 3. Juli wegen Beschimpfung einer Einrichtung hörung der Berichterstattung vom Breslauer Parteitag abwickelte, Merten, Frau Merten und Frau Niemann wurden freigesprochen. der christlichen Kirche zu 4 Monaten Gefängniß. Auf die nochmals kurz einen Vergleich zwischen den früheren und heutigen Zu Gegen die zu Zuchthaus Verurtheilten wurde außerdem auf die Revision des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urtheil ständen zog, und zu dem Schlusse tam, daß sich das Verhältniß üblichen Nebenstrafen erkannt. auf und verwies die Sache an das Landgericht Marburg. Ju zwischen Unternehmer und Arbeiter in nichts verändert habe, daß es genau ganz noch so sei wie vor 40-50 Jahren, daß Sind Vereinbarungen zwischen Arbeitern und unter der Begründung wurde ausgeführt: In objektiver Hinsicht ist ausreichend festgestellt, daß es sich um eine beschimpfende Aeuße auch damals wie heute die Fabrikanten in den Behörden die Androhung eines Streits bestimmen ließen, Anlaß, weil der Verdacht nicht ausgeschlossen ist, daß Angriffe nehmern, zu deren Abschluß sich lettere nur durch rung gehandelt hat. Zu Bedenken giebt aber die Verurtheilung einen wichtigen Bundesgenossen haben gegen die sich regende und fämpfende Arbeiterschaft, daß es hier Unter rechts un giltig? Diese höchst bedeutungsvolle Frage wurde Anlaß, weil der Verdacht nicht ausgeschlossen ist, daß Angriffe auf die Bibel mit Rechtsnothwendigkeit vom Landgericht als drückung dort Unterdrückung gebe, daß für den Arbeiter vom Kammergericht in einer Weise beantwortet, die zu Angriffe gegen die Kirche angesehen worden sind. Auch ist der den größten Bedenken Anlaß giebt. Im Theater unter den fich nicht viel geändert habe- protestirte er dennoch gegen eine Linden", diesem Schmerzenskind, schlossen sich am 25. Gept. 1892 Ginwand des Angeklagten, daß er trunken und sich der Trag berartige feindselige Haltung der Behörden gegenüber der sämmtliche Bühnenarbeiter zu einem Aft der Solidarität weite feiner Aeußerung nicht bewußt war, nicht hinreichend elsässischen Arbeiterschaft, gegen eine derartige Germanisirung beffer Borussifizirung der wiedergewonnenen deutschen Brüder, zusammen, und zwar gerade als die erste Vorstellung unter gewürdigt. der Direktion Ronacher ihren Anfang nehmen sollte. mit welchem Protest diese international zusammengesetzte Ver- Man stellte Majestätsbeleidigungs- Prozeß. Die Straffammer Darmden Direktoren die Wahl, entweder fammlung vollständig einverstanden war, wie sie durch ihren Arbeiter zu sein, ohne stadt verurtheilte den Taglöhner Adam Weber aus Heidel oder aber die Kündigung des Theaterberg und den Ziegler Franz Weickert von Darmstadt lang anhaltenden Beifall bekundete. Die hierauf folgende Diskussion förderte neue Momente nichtmaschinisten G. zurückzunehmen und überhaupt andere Kündigungs- wegen Beleidigung des deutschen Kaisers und des Großherzogs von zu tage und man ging zum weiteren Bunkt der Tagesordnung fristen, wie die vereinbarten, zu gewähren. Die Forderungen Beffen zu 4 bezw. 9 Monaten Gefängniß. wurden dann auch bewilligt, das gegebene Wort aber sehr bald Berichterstattung vom Breslauer Parteitag gebrochen. Gerade solange hielten die Herren Direktoren daran über, zu dem sich Genosse Böhle aus Straßburg eingefunden. feft, bis sie sich andere Arbeitskräfte beschafft hatten. G. und des Mainzer Landgerichts in der Person des Schreibgehilfen Wir müssen auf die Wiedergabe dieser Verhandlungen verzichten, bie„ Aufrührer" mußten dann" springen", und zwar hielten Risset, welcher bis zum letzten Sommer bei dem Gerichts= da wir nur längst Bekanntes wiederholen müßten. Man erklärte die" wortbrüchigen Unternehmer die zuletzt zugestandenen schon bei dessen Amtsvorgänger beschäftigt und bezog 35 Mart vollzieher Reiß in Pfeddersheim thätig war. Kissel war sich mit den Beschlüssen des Parteitages, ohne irgendwelche Aus- Kündigungsbedingungen nicht für verbindlich, sondern ge monatsgehalt und freies Mittagessen. Von Reiß ftellungen zu machen, einverstanden. statteten nur, daß die Gemaßregelten gemäß den früheren, erhielt er ebenfalls fieben Monate lang 35 M. Gehalt, welche am 25. September aufgehobenen Bedingungen bis zum 15. Oftober Gerichts- Beitung. im Betriebe verblieben. G. gab sich damit nicht zufrieden und Herr Reiß jedoch alsdann auf 15 Mart pro Monat herabflagte huf Gewährung einer Entschädigung, indem er sich auf fette. Aber nicht nur dies, sondern der Herr Gerichtsvollzieher der Prüfung des hiesigen Echöffengerichts. Wegen Uebertretung Landgerichts fiel zu seinen gunsten aus, aus der Konkursmasse menn Heiß auswärts beschäftigt war, was häufig vorkam, ohne Eine für Badeanstalten wichtige Frage unterlag gestern die Abmachungen vom 25. September berief. Das Urtheil des ließ auch noch den armen Teufel vier Monate lang mit der Gehaltsauszahlung warten, so daß derselbe. der Bestimmungen betr. die Sonntagsruhe waren die der Gebrüder Nonacher sollten 504 M. an ihn abgegeben Mittagessen gewesen ist. Nun ließ sich der Schreiber in seiner beiden Direktoren des Admiralsgarten bades mit einem werden. Der 12. Zivilfenat des Rammergerichts hob jedoch Noth verleiten, einen vereinnahmten Betrag von 11 M. zu unterStrafmandat von 100 M. bedacht worden und hatten gerichtliche auf die Berufung des Konkursmassen- Verwalters " zu das unEin armer Tintenkuli stand am 9. d. M. vor der Straffammer schlagen und die hierauf bezüglichen Urkunden beiseite zu schaffen. Entscheidung beantragt. Der§ 7 der Polizeiverordnung vom Urtheil wieder auf. Das Kammergericht ließ fich Mit dem erlangten Gelde verschaffte er sich Mittagessen. Der 21. März 1895 giebt bestimmte Anordnungen über die den Ar- besonders von folgenden Erwägungen leiten. Die Ver- Herr Gerichtsvollzieher behauptete als Zeuge, die Arbeit des beitern zu gewährende Sonntagsruhe und über die Ruhe, die den tragsveränderung vom 25. September müsse als Arbeitern in solchen Anstalten zu bewilligen ist, in denen des verbindlich erachtet werden, weil sie dem Be- Angeklagten sei gleich Null gewesen, er habe ihn nur aus MitSonntags über drei Stunden gearbeitet wird. Diese Materie ist flagten durch 3wang abgenöthigt worden sei. leid beschäftigt. Das Gericht nahm an, daß der Angeklagte in weiterhin geregelt durch§ 105 der Gewerbe- Ordnung. In der Demzufolge wäre die ursprüngliche Abrede, nach der die Ge- Nothlage gehandelt, und verurtheilte ihn wegen Unterschlagung letzteren ist bestimmt, daß die zu Heilzwecken bestimmten brüder Ronacher das Recht besaßen, dem Kläger zum 15. Oftober nur 10 Mark Geldbuße. Wer war aber der eigentliche Schuldige? Bade- Anstalten" diesen Bestimmungen über die Sonntagsruhe zu fündigen, in Geltung geblieben. Nur aus dem Grunde hätten nicht unterliegen. Das Admiralsgartenbad hat nun, um den die Herren Ronacher den Forderungen der Bühnenarbeiter am Ober- Verwaltungsgericht. Dem Vorstande des Konsums gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen, ganz bestimmte An- 25. September 1892 entsprochen, weil sie durch die kurz vor vereins Volkskasino" zu Braubauerschaft wurde von der dortigen ordnungen für die Sonntags- bezw. Wochentagsruhe ihrer An- dem Beginn der Vorstellung fundgegebene Drohung derselben, Polizeiverwaltung vorgeworfen, das Schantwirthschaftsgewerbe gestellten getroffen, nachdem die beiden Direktoren mit dem Ge- ohne Wiedereinstellung des Klägers ihre Arbeit nicht aufnehmen ohne Konzession ausgeübt zu haben, und zwar dadurch, daß auch werbe- Inspektor eine eingehende Besprechung über diese Frage zu wollen, in die Zwangslage versetzt worden seien, um jeden an Nichtmitglieder geistige Getränke, Bier und Schnaps, verkauft gehalten hatten. Es war allfeitige Uebereinstimmung dahin Preis mit den Angestellten Frieden zu schließen, oder aber auf worden seien. Durch Verfügung vom 6. Dezember 1894 wurde vorhanden, daß die in der Hauptanstalt in der Friedrich- die Vorstellung zu verzichten. Von ernsten Folgen für ihr ganzes er deshalb aufgefordert, das Gewerbe sofort einzustellen, widrigenstraße von den Süßwasserbädern vollständig getrennte Ab- Unternehmen hätte es werden können, wenn die Gebrüder Ro- falls er sich den gesetzlich zulässigen 3wangsmaßregeln austheilung für Sool- und russische Bäder nicht unter die betr. nacher nicht nachgegeben hätten und wenn infolge dessen die Vor- setzen würde. Beschwerden beim Landgericht zu Gelsenkirchen Bestimmungen über die Sonntagsruhe fiel. Neben der Haupt- stellung nicht zu stande gekommen wäre. Es könne dahingestellt und beim Regierungspräsidenten zu Arnsberg blieben anstalt befinden sich aber bekanntlich noch in verschiedenen bleiben, ob die Vorstellung ohne die gerade für sie vorgeschulten fruchtlos, so daß sich der 3. Senat des Ober- Verwaltungsgerichts Theilen der Stadt Filialanstalten, in welchen vorwiegend Sool- Arbeiter thatsächlich nicht hätte von statten gehen können. am 7. November mit der Angelegenheit zu befassen hatte. Der bäder verabreicht werden. Hier sind gesonderte Abtheilungen Entscheidend sei hier, daß dies die Meinung des Bedrohten, Vorstand des Konsumvereins( Genossenschaft mit beschränkter nicht vorhanden, die Soolbäder und die Süßwasserbäder werden der beiden Ronacher gewesen, welch' letzteres dem Gericht fehr Haftung) bestritt den Vertrieb von Bier und Schnaps an Nichtvielmehr in denselben Räumen verabsolgt. Die Ansicht des Ge- verständlich sei. In Frage käme hier§ 37 Theil I Titel 4 des mitglieder. Der beklagte Regierungspräsident machte dagegen werbe- Juspektors war dahin gegangen, daß auch diese Anstalten Allgemeinen Landrechts, worin es heiße:„ Auch ist, bei Be- geltend, daß das„ Volkstasino" eine von den vielen Echein " vereinigungen Rheinland- Westphalens fei, die nur geschaffen würs| ihr neue Verfolgungen. Es zeigt sich, was wir ftets fagten-Iman auch zugeben müsse, daß die ökonomische Entwickelung in den, um das Gesetz zu umgehen und, ohne die Gr- daß man keine Ausnahmegefeße und feine Umsturzgeseze braucht, der Landwirthschaft in etwas anderer Weise sich vollzieht, als laubniß dazu zu haben, einen gewerbsmäßigen, schwunghaften daß man alles bereits durch die bestehenden Gefeße zu er in der Industrie, so herrschten doch hier wie dort diefelben EntHandel mit geistigen Getränken zu betreiben. Der Konsumverein reichen vermag. Aber aller Kampf gegen uns ist erfolglos, wickelungsgesetze. Die Stellung des Klein- und Mittelbauern habe seinen statutarischen Zweck, den Einkauf von Wirthschafts- hoffnungslos, aussichtslos! Die Maßnahmen unserer Gegner auf dem Lande entspreche der Stellung des fleinen und mittleren bedürfnissen im großen und die Abgabe fleiner Quantitäten an bekunden nur ihre Furcht, ihre Schwäche. Sie wiffen, Handwerkers in der Industrie; diese Klassen künstlich zu er die einzelnen Mitglieder, schon dadurch augenscheinlich erfüllt daß sie sonst nichts ausrichten können, darum tlammern halten, könne nicht Aufgabe unserer Partei fei. gesehen, daß er lediglich Bier und Schnaps kaufte und tonsumirte, sie sich an die Gewalt. Heute predigt man eine Heilige Die Vorschläge der Agrarfomniission hätten manche Beund davon auch Nichtmitgliedern für Bezahlung abließ. Die Allianz gegen den Sozialismus, den Zusammenschluß aller rührungspunkte mit den Forderungen der Antisemiten und Einrichtungen des Vereinslokals hätten vollkommen denen einer staatserhaltenden Parteien, es wird alles ohne Erfolg bleiben. drängten zum theil auf den Staatssozialismus hin, den wir Schantwirthschaft entsprochen. Das Ober= Verwaltungsgericht Die herrschende Gesellschaft ist durch ihren Egoismus außer doch stets entschieden zu bekämpfen hätten, was Redner durch wies die Klage des Vorstandes des Volkskafino" mit folgender stande, in kompakter Masse gegen uns zu kämpfen, gegen uns, die Verlesung der Resolution Liebknecht- Vollmar vom Berliner Begründung ab. Nach dem Gesetz entstehe die Mitgliedschaft durch ein Gedanke, ein Wille beseelt. Der modernen Heiligen Allianz Parteitage und eines Theils der dort von Liebknecht gehaltenen die Gintragung der fraglichen Person in die gerichtliche Liste sehen wir ruhig entgegen und stellen ihr die Heilige Allianz des inter- Rede gegen den Staatssozialismus belegte. Timm erwähnt ( Genoffenschaftsregister). Nun stehe aber fest, daß vielfach Ge- nationalen, organisirten Proletariats entgegen. Wir wissen, daß ferner die Vertheidigung der Hypothekenverstaatlichung durch tränke an Personen verabfolgt worden sind, die nicht in der Liste die Entwickelung mit uns ist, wir gehen ruhig der Zukunft ent- den Genoffen Bebel auf dem Breslauer Parteitag und eingetragen waren, sondern nur einen Bettel unterschrieben hatten, gegen mit der Ueberzeugung und dem Bewußtsein, daß wir verliest demgegenüber eine Stelle aus Bebel's Rede auf daß sie Mitglied des Konsumvereins Boltsfafino" werden fiegen werden, siegen müssen.( Stürmischer Beifall.) Von einer dem Kölner Parteitag, wo Bebel die Verstaatlichung wollten, die also noch nicht Mitglieder desselben waren. Dem- Diskussion über den Vortrag wurde abgesehen. Bei Ver- der Hypotheken als eine fonservative Forderung und nach sei die Verfügung vom 6. Dezember 1894 zu Recht er- fchiedenes" bemerkte Liebknecht noch: Wir stecken jetzt als ein reaktionäres Mittel bezeichnete. Diese verschiedene laffen worden. Ganz unerörtert hätte bleiben können, ob der mitten in der Neaktion; eines jeden Genossen Pflicht Stellung Bebel's zu ein und derselben Frage beweise, daß sich Willensausdruck jener Nichtmitglieder, der Genossenschaft bei ist es, für die Sache des arbeitenden Wolfes einzutreten. selbst alte und tüchtige Parteigenoffen über manche Punkte nicht autreten, ernft gemeint war oder nicht. Und dazu ist es nothwendig, sich mit geistigem Rüft- völlig flar feien. Es wäre daher bedenklich, Forderungen, über zeug zu versehen, um allen gewappnet gegenübertreten die noch keine genügende Klarheit herrsche, im Programm festzu können. Dieses geistige Rüstzeug ift Die Partei legen zu wollen. Aus diesem Grunde sei die Ablehnung literatur, die Parteipresse. Pflicht der zielbewußten Partei- der Agrarvorlage durchaus berechtigt. Redner giebt, genossen ist es, nicht allein selber diese zu studiren, sondern auch daß die Begründung dieser Ablehnung durch die Kautsky'sche für deren weiteste Verbreitung Sorge zu tragen,( Anhaltender Resolution etwas unklar im Ausdruck fei und daß der Baffus, Beifall.) der die Landeskultur als nicht im Interesse des Proletariats liegend bezeichnet, zu Mißdeutungen Anlaß geben tönne, hält aber die Kritik dieser Begründung, wie sie neuerdings in der Breffe erfolgt sei, für überflüssig, da sich die Gelehrten bei dieser Gelegenheit nur in einem Streit um die Auslegung von Worten festgebissen hätten. Im allgemeinen wisse man doch. was die Resolution besagen solle, und es wäre nicht nöthig, daran herum zu deuteln. Versammlungen. Dieser Gedanke wurde von anderen Rednern noch weiter ausgesponnen und dabei die Parteispedition des 6. Wahlkreises in entsprechende Erinnerung gebracht. Eine Volksversammlung, wie sie seit langem nicht in Moabit gesehen worden ist, wurde am 11, d. M. in der KronenBrauerei abgehalten. Wohl an 1500 Frauen und Männer waren erschienen, um Wilhelm Liebknecht sprechen zu hören. Er sprach über das Thema:„ Die Hetze gegen die Sozialdemokratie" und führte etwa folgendes aus: Gehegt sei gegen die Sozialdemokratie worden von dem Augenblicke an, wo das Banner der Auf grund einer aus der Mitte der Versammlung beraus er Sozialdemokratie zum ersten Male zielbewußt entfaltet worden gangenen Anregung verbreitete sich Liebknecht zum Schlusse noch sei. Er erinnere daran, daß Lassalle aus einem Prozeß in den über das Recht und die Pflicht der Frauen, in Versammlungen anderen gehetzt worden, weiter an die Hatz gegen Lassalleaner zu erscheinen und am öffentlichen Leben theilzunehmen, und entund Eisenacher, an den Leipziger Hochverrathsprozeß, an die fesselte mit seinen Ausführungen einen wahren Beifallssturm. Aera Bismarck, an das Sozialistengeset, an die Umsturz- Mit einem brausenden Hoch auf die internationale Sozialbestrebungen des Umsturzgesetzes und schließlich an die demokratie wurde sodann die imposante Versammlung geneueste Sozialistenhay. Wie aber alles Bisherige die erschlossen. " Der sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Berliner Wenn die Vorschläge der Kommission auch abgelehnt wurden, so sei deren Arbeit doch nicht nuklos gewesen, indem die Dietusfion der Agrarfrage viel brauchbares Material zu tage gefördert habe. Eine befriedigende Lösung dieser Frage hätten wartete Wirkung verfehlt habe, so würden auch ferner- Im Prater, Kastanien Allee Nr. 6-9, sprach am fich mehr als bisher daran betheiligen wir aber erst dann zu erwarten, wenn die ländlichen Arbeiter Dann bin alle Sozialistenhezen sich als nuglos erweisen. Um diese 11. November in einer Volksversammlung Genosse Otto ich mehr als bisher daran betheiligen tönnten. Sezen verständlich zu machen, griff Redner zurück auf die große Schmidt über die Stellung der Mittelschichten zur gewert eise zunehmen, wie sie durch die Silfe der Arbeiter würde unsere Bewegung auf dem Lande in gleicher französische Revolution. Diese tam zum Ausbruch, nachdem die bürgerlich- revolutionären Ideen die Welt bereits erobert hatten. Die fchaftlichen wie politischen Bethätigung". Der Redner vertrat in der Industriebevölkerung groß geworden sei. gauze gebildete Welt war revolutionär, erstrebte eine neue Ordnung frage" ständen, auch sehr bald an eine Handwerkerfrage" lichen mit den Aeußerungen Timm's überein und betonten, daß die Ansicht, daß wir, ebensogut wie wir jetzt vor einer„ Agrar Zaterow, Kersten und Pohliz timmten im wesentder Dinge. Die Entwickelung der wirthschaftlichen Ver hältnisse bedingte solche, würden herantreten müssen. der britte Der Arbeiterschaft, dem eigent- wir vor allem die Land arbeiter für unsere Sache gewinnen Stand" machte lichen Proletariat, komme immermehr zum Bewußtsein, daß sie müßten, ohne große Rücksicht auf die Bauern zu nehmen, die feine wirthschaftliche Revolution. Die Klassengegensäge waren aber zu jener Beit noch nicht so entwickelt als heute. fich im Kampfe gegen das Kapital eng und fest aneinander zu doch nicht für uns zu haben wären, und namentlich von AufDen dritten Stand repräsentirten Großbürger, Kleinbürger, fchließen habe; anders aber die Mittelschichten, das Kleinbürgerthum, hebung der Gesinde- Ordnung und fonfequenter Vertretung der Handwerker, Bauern, Arbeiter, ähnlich wie bei uns, die wir das, so sicher es dem Untergange entgegengeht, dies dennoch nur Arbeiterinteressen nichts wissen wollten. politisch zurück find, im Jahre 1848. Da auch die Arbeiter zum zum kleinsten Theil erst begriffen habe, im Klaffenkampf fich meist dritten Stand gehörten, so ist es inforreft, sie jetzt„ vierten auf die Seite des Großkapitals stelle und so zum Hemmschuh der Stand" zu nennen. Eine ausgeprägte Arbeiterpartei bat proletarischen Bewegung werde. Aus diesem Grunde müßte Reichstags- Wahlkreis hielt am 12. b. M. in der Bergstr. 12 es zu jener Zeit noch nicht gegeben. Der dritte Stand kam mehr als bisher in den Mittelschichten für Aufklärung eine Mitgliederversammlung ab. Diese ehrte zunächst das Anzur Herrschaft. Aber sofort begann sich eine Trennung der Interessen für unsere Drganisation zu gewinnen. Den gesorgt werden und man müsse versuchen, auch diese denken eines verstorbenen Vereinsmitgliedes, des Schleifers WalDen auf dem demar Conrad und hörte einen Vortrag des Genossen Pfann= und Geifter bemerkbar zu machen. Die kapitalistische Groß- Boden der„ modernen Arbeiterbewegung" fiehenden Unternehmer- tuch über das Thema: Die Entwicklung der Sozialdemokratie bourgeoisie, die Finanz, war der Revolution abhold und machte Interessenvereinen spricht der Referent die Berechtigung ab, sich und die Bersetzung der bürgerlichen Parteien". Dieser Vortrag gemeinfame Sache mit den Reaktionären. Revolutionär war das gewerkschaftliche Organisation zu nennen, da sie bei Wahrung wurde mit um so größerem Intereffe entgegengenommen, als er Kleinbürgerthum. Wenn auch die Revolution äußerlich über ihrer Intereffen einerseits sofort mit denen der gesammten Ar manchen schon lange gehegten Wünschen entsprach. Genosse Pfann Kleinbürgerthum. Wenn auch die Revolution äußerlich überwunden wurde, so blieb sie doch im Kern der Sache siegreich. beiterschaft follidiren, andererseits gegen das Großkapital nur fuch behandelte nämlich in seinen Ausführungen vorzugsweise die Die wirthschaftlichen Berhältnisse hatten sich so entwickelt, daß einen Windmühlenkampf führten. Als Beispiel zog der Redner Fortschrittspartei, in flarster Weise veranschaulichend, wie diese eine Rüdfehr zur mittelalterlichen Produktionsweise nicht mehr den Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schank Partei, die einstige Trägerin der freiheitlichen Ideen, und mit ihr möglich war, die Borbedingungen hierfür waren hinweggeräumt wirthe" an, der, wenn er gegen die großen Restaurants oder den das gesammte liberale Bürgerthum die Sache des Volkes verdurch die Sturmfluth der großen Revolution. Die zurückkehrenden Bourbonen mußten die Werte der Revolution anerkennen. Es kam Flaschenbierhandel der Brauereien Front machen sollte, den Kampf rathen, der mächtigen Reaktion nach 1848 gegenüber die Flinte die Julirevolution 1830, durch welche die Bourbonen vertrieben gegen einen Kulturfortschritt aufnehmen und doch nichts erreichen feige ins Korn geworfen hat und zu Kreuze gekrochen ist im wurden. Hier kämpfte würde. Der Vortragende faßte feine Ansicht zum Schluffe dahin Interesse des Geldsacks und aus Furcht vor der wachsenden noch immer das Proletariat an ber Seite des Bürgerthums. Unter zusammen: auf gewerkschaftlichem Gebiete verfechten die Klein- Sozialdemokratie. Redner führte vor Augen, wie die Unterdem Bürgerkönige Unternehmervereine Sonderinteressen und können so der prole- schiede zwischen Liberalismus und Konservatismus heute immer Louis Philipp fing der bisher nur auf wenige Köpfe bestarischen schränkte Sozialismus an, Form und Gestalt anzunehmen. Der Gebiete fönnten sie uns willkommen fein.( Beifall.) Die Dis- reaktionär sein müssen, und wie die Arbeiterbewegung allein die schränkte Sozialismus an, Form und Gestalt anzunehmen. Der tarischen Bewegung eher schaden als nützen, doch auf politischem mehr verschwinden, daß beide ihrem innersten Wesen nach Bürgerfönig Louis Philipp wurde immer mehr ein König fussion währte bis Mitternacht. Otto Schulz erklärte, in Pflegerin, Erhalterin und Verbreiterin des demokratischen Geder Reichen, die Großbourgeoisie entwickelte sich mächtig, Millio- feinem Bezirke Umfrage gehalten zu haben, auf grund deren er bankens und daß dessen Hort das allgemeine gleiche geheime und näre wurden gezüchtet aber auf der andern Seite entwickelte fich das Proletariat. Der Hungerauffstand der Seidenwirker von feststellen fönne, daß die Genossen seines Bezirkes die politische direkte Wahlrecht ist, in welchem Zeichen die Arbeiter fiegen Lyon- 1883- war der erste große Revolutionskampf der Arbeiter. Organisation als die eigentlich maßgebende betrachten; werden. Der lehrreiche und fesselnde Vortrag wurde mit allge= sie wollten auch die gewerkschaftliche Bewegung nicht meinem großem Beifall entgegengenommen. Noch immer waren jedoch die Klaffen gegensäge nicht so aus- sie wollten ganz gering anschlagen, indeß sollte man den Beitritt in die Vom Vorstande wurde der Mitgliederversammlung dann aus" gebildet, daß eine direkte Klassenscheidung eingetreten wäre. Aber Organisation besonders von Kleinmeistern und sonstigen Ge- nahmsweise ein Antrag auf Geldbewilligung unterbreitet. Er betraf auch die Herrschaft Louis Philipp's erreichte ihr Ende. Am 24. Februar werbtreibenden nicht erzwingen. Zübbecke war mit dem Refe- die Bewilligung von 200 Mark an die streikenden Glasarbeiter 1848 wurde er fortgejagt, nachdem er dem liberalen Kleinbürgerthum renten einverstanden. Ma a B, Ueber, Migte u. a. polemi- in Carmaux als Beweis der internationalen Solidarität. Ge die Erweiterung des Zenfuswahlrechtes verweigert hatte. Auch firten gegen die Ausführungen Schmidt's, Liette ver- noffe Pfannkuch machte hierbei darauf aufmerksam, daß diese hier kämpfte Bürgerthum und Proletariat noch zusammen, doch wahrte den„ Gastwirthsverein" dagegen, daß er jemals die internationale Solidarität von anderer Seite bereits früher befam nunmehr das Klassenbewußtsein des Proletariats zum Durch Interessen der Arbeiter geschädigt habe; sie( die Mirthe) wehrten thätigt worden sei und wies in Uebereinstimmung mit der bruch. Die Arbeiter verlangten das Recht auf Arbeit und das sich durch den Verein gegen Ungerechtigkeiten der Behörden. Bersammlung die bekannten chauvinistischen Aeußerungen Recht der Arbeit; die bürgerliche Regierung gründete die National: August in vertrat die Ansicht, daß die Wirthe einen wirth des französischen Abgeordneten, Genossen Jaurès, zurück, werkstätten, die gegen den Sozialismus gerichtet waren eg nur schaftlichen Kampf neben der zum ersten Male hier fönnen; gegen die Konsumenten richten die tam zur Junischlacht dieser hinsichtlich des Empfangs deutscher Unter gethan im übrigen gab er zu, daß der Wirtheverein stüßungsgelder hat. Um erhobenen rothen Fahne flatterte das schwarze Banner des Hungers. in politischer Beziehung ohne Zadel dastehe. ähnlichem für die Obligo Zukunft aus dem Wege zu gehen, empfahl Pfannkuch, die zu beZum ersten Male standen sich hier Proletariat und Bürger- verlangte von jedem Genossen, daß er politisch und gewerkschaft willigenden Gelder an eine bestimmte Stelle zur Uebermittelung thum im offenen Kampfe als Klassen feindlich gegenüber. lich organisirt sei, auch wenn er Unternehmer wäre.( Theilweiser abzuliefern. In diesem Sinne wurden die beantragten 200 m. Und hier beginnt die Scheidung. Von dieser Zeit ab wurde Widerspruch.) Wegen vorgerückter Beit wurde, nachdem noch einstimmig bewilligt. das Bürgerthum reaktionär, schwor es seinen Liberalismus ab, einige Redner gesprochen hatten, ein Schlußantrag angenommen, Ueber die Verhandlungen des Schiedsgerichts in Sachen mit Ausnahme des englischen Bürgerthums, das unter besonders ein anderer auf Vertagung der Versammlung abgelehnt und Hohenstein contra Riefel berichtete Jacobey, daß sich die in günstigen Verhältniffen zur Herrschaft gelangt ist. Die von Frant schließlich folgender Resolution zugestimmt:" Die Versammlung der legten Generalversammlung erhobenen Anschuldigungen und reich aus über die Welt verbreiteten freiheitlichen Ideen wurden erkennt an, daß die Mittelschichten recht gut im stande sind, sich Verdächtigungen des ehemaligen langjährigen Vereinsvorsitzenden von den Machthabern in nachdrücklichster Weise bekämpft. Es begann die große Berfolgung der bürgerlichen" Demagogen". an der politischen Arbeiterbewegung betheiligen zu können und Riesel durch das Vereinsmitglied Hohenstein, wie vorauszusehen auch sonst aus idealen Gründen den Arbeiterorganisationen an- war, als völlig grundlos erwiesen haben. Das Schiedsgericht Träger dieses Systems war Fürst Metternich, das geistige Haupt gehören fönnten, wobei jedoch ausgeschlossen ist, daß sie sich verpflichtete Hohenstein, in der nächsten Vereinsversammlung die der Heiligen Allianz", der Vorläufer Bismarck's, der Mann von Beschuldigungen zurückzunehmen oder richtig zu stellen, widrigenKarlsbad. Dieselben Phrasen, diefelben Maßregeln wie heute. persönlich am Kampf betheiligen müßten." Der Wahlverein des ersten Berliner Reichstags: würde. Hohenstein war trotzdem nicht erschienen. Zur Erledigung falls fein Ausschluß aus dem Wahlverein beantragt werden Mit Louis Philipp fiel auch Metternich. Das Großbürgerthum war zur wirthschaftlichen Herrschaft gelangt, in Deutschland unmittelbar Wahlkreises hielt am 12. d. Wits. bei Röllig seine General dieser Sache wurde beschlossen, Hohenstein zur nächsten Wahlnach 1848. Zur Zeit der schwärzesten politischen Reaktion versammlung ab. Der Borsitzende gab zunächst eine Uebersicht vereinsversammlung besonders einzuladen. ( 1850) hatte das Großbürgerthum wirthschaftlich gefiegt. über die Vereinsthätigkeit. Sodann nahm die Versammlung ben vereinsversammlung besonders einzuladen. Gs verzichtete auf die politische Macht aus Furcht vor Raffenbericht entgegen und ertheilte dem Rassirer Decharge. Die Auch ein Arbeiterverein". Der vor kurzem von den feinem erkannten gefährlichen Feind, dem Proletariat. Um gegen Vorstandswahl hatte folgendes Ergebniß: Pohlis erster, Anhängern des Pfarrers Naumann ins Leben gerufene dieses geschützt zu werden, brachte man in Frankreich die Diktatur Büttner zweiter Borfigender; Riel erster, Davidshauser„ Evangelische Arbeiterverein für Berlin" hielt feine erste öffentdes Geldsacks in der Person Napoleons III, zur Herrschaft, der zweiter Schriftführer; Petermann erster, Oberei zweiter liche Versammlung am Sonntag im Bereinshause des Berliner bas Proletariat nieberhalten und erforderlichenfalls niederfäbeln Kassirer; neun Beisiger; Gärtner und Heuer Revisoren. Handwerkervereins ab. Der Besucher, der da voller brennender follte in Deutschland warf sich das Bürgerthum Bismarck in Genosse Timm nahm nunmehr das Wort zu dem Thema: Begierde fam, um evangelische Arbeiter von Angesicht zu bie Arme. Nach dem Sturze Napoleons fam in Ermangelung Die Agrarfrage und ihre Behandlung auf dem Breslauer Bartei Angesicht zu sehen, wurde sehr enttäuscht. Er fand von etwas anderem wiederum die Republik aber an deren tag. Er führte ungefähr aus: Wenn die Berliner Delegirten in uns schreibt eine Gruppe von 25 Personen versammelt, ihrem Spize traten Diener des Kapitalismus, des Monarchismus Breslau zu dieser Frage nicht das Wort genommen haben, so Aeußeren nach zu urtheilen, teine Arbeiter, die fich Thiers, Mac Mahon u. a. Nachdem die Pariser Kommune geschah das nicht deshalb, weil sie von der Agrarfrage nichts zu von dem städtischen Lehrer Frauendienst einen Vorblutig niedergeschlagen war, begann eine systematische Sozialisten- verstehen glaubten, sondern sie wollten vielmehr hören, wie die trag über: Dr. Martin Luther als Voltshah. Um den Sozialismus verächtlich und verhaßt zu machen, Theoretiker der Partei diese wichtige Angelegenheit be- mann" halten ließen. Es war von symptomatischer wurde schließlich der Anarchismus in seiner dem Bürger- handelten. Der Agrarkommission wäre wegen des In- Bedeutung, daß diefer Redner das Wüthen Luther's gegen die thum bekannten Gestalt erfunden, erfunden von halts ihrer Vorschläge kein Vorwurf zu machen, da sie Bauern und Juden ausdrücklich vertheidigte, und daß ihn einige dem Polizeipräfekten Andrieux, und man identifizirte ihn ihre Aufgabe im Sinne der in Frankfurt angenommenen Agrar- Pastoren darin noch unterstützten. Ein Langes und Breites über mit dem Sozialismus. Der Anarchismus bildet aber resolution ausgeführt hätte, jedoch wäre es besser gewesen, man die Bauernrevolte redete auch der Sekretär des evangelischden direkten Gegensatz zum Sozialismus. Als man uns hätte die Frage erst gründlicher studirt, ehe man sich zu ihrer fozialen Kongresses, Herr Völter. Die Debatte bewegte sich den Anarchismus unterschob, beging man eine schmachvolle Lösung durch praktische Vorschläge anschickte. Auf die persön schließlich um die Frage, ob Luther Gefühlsantisemit oder RadauFälschung. In Frankreich ging die Polizeijaat nach Wunsch lichen Streitigkeiten einzelner Genossen auf dem Parteitage wolle Antifemit gewesen sei. Einer der Herren hatte nämlich mit der auf, das Bürgerthum gerieth in Angst und Schrecken was er nicht näher eingehen, sondern nur bemerken: Wenn auch Erklärung Anstoß erregt, er halte Luther für einen der Zweck war; man schritt zur Befchneidung der bürgerlichen Schippel zuerst als Angreifer aufgetreten wäre und in der Be- Nadau- Antisemiten. Aus allen Reden klang der Ver Freiheiten und schuf Ausnahmegesetze. Deutschland ist nach handlung der Agrarvorschläge eine eine gewisse gewiffe Intonfequens druß hervor, daß die Arbeiter der lediglich doch für sie beDieser Richtung hin das Spiegelbild von Frankreich. Auch hier habe bemerken lassen, indem er sich anfangs der Kommissions rechneten Veranstaltung, die man so schön praktisch auf den wirft man Anarchisten und Sozialisten in einen Topf. mehrheit gegenüber nachgiebig gezeigt und fich erft Sonntag Nachmittag verlegt hatte, ferngeblieben waren. Der Man legte dem Reichstag das Umsturzgesetz vor, durch welches später, veranlaßt durch die Kritik der Vorlage, auf seinen Schriftführer des Vereins, der schon erwähnte Lehrer Frauen die Kunst und Wissenschaft die ganze Kultur bedroht und ursprünglichen Standpunkt besonnen habe, so hätte doch auch dienst, war offenherzig genug einzugestehen, daß außer den acht indirekt eingestanden wurde, daß der Sozialismus der Bebel in seiner Bolemit gegen Schippel Ausdrücke gebraucht, die Arbeitern" die im Borstande sißen, fein Arbeiter dem Verein anTräger aller fortschreitenden Kultur ist. Das Umsturzgesetz fam besser unterblieben wären. gehöre. Das schönste hierbei ist aber, daß die Mitgliedschaft der zu Fall und die Sozialistenhay wird nun in anderer Form be Auf den Inhalt des Agrarprogramms eingehend, führt gedachten 8 Arbeiter, deren Arbeiter qualität eine theilweis trieben. Diejenigen, die die Sozialdemokraten als Umstürzler ber Redner aus, daß die Genossen aus Süd- und Mitteldeutschland auch noch fragwürdige ift, die Voraussetzung für statutengemäße zeichnen, planen aber oft selber den Umsturz. Beseitigung des all den Bauern schuß vielmehr als den Arbeiterschutz be- eine Besetzung des bildet. Vorstandes gemeinen Wahlrechts, Staatsstreich werden von ihnen in Er- tonten, und daß namentlich David fich zu sehr in die Einzel- Nach dem Statut sollen von den 11 Vorstandsmitgliedern wägung gezogen. Es kam die Zeit der Kriegsjubiläen und mit heiten der landwirthschaftlichen Technik verliest hätte. Wenn's Arbeiter feien, als welche statutengemäß auch Handwie man " Zum Bericht über die Wächter'sche Versammlung erfucht uns Genoffe Gost mitzutheilen, daß er nicht, wie unser Berichterstatter meldete, in anarchistischem Sinne gesprochen hat, sondern daß gerade er dem Herrn Wächter gegenüber den Standpunkt der Sozialdemokratie vertrat. Deutscher Holzarbeiter Verband. In einer Branchenversammlung der Barquettbodenleger wurde angeregt, die bisherige Stellung der Gehilfenschaft zur Firma Rosen feld& Co. aufzugeben. Gegen vier Stimmen beschloß man jedoch, die bisherige Stellung beizubehalten. = werker verstanden werden. Unter diefen Handwerker- Arbeitern| Die Einnahmen betrugen 8458,40 m., bie Ausgaben 3888,62 m.,| gethan würden, um ihre Lage zu verbeffern, die Unterstügung der im Vorstande befindet sich ein Bureauvorsteher, ein anderer ist der Ueberschuß 4569,78 M.; hierzu 20 285,87 M. Bestand vom organisirten Metallarbeiter sei ihnen gewiß. In der Diskussion Schneidermeister. Der schlechte Besuch der Versammlung zeigte zweiten Quartal gerechnet, betrug der Gesammt- Kaffenbestand wurde besonders die Firma Mägdefrau scharf kritisirt, die so recht, wie wenig Antlang die Botschaft des Vereins, bie 24 855,87. Der Rendant wurde entlastet. Ueber die Frequenz fehr gute Geschäfte mache, aber troßdem die vierte Lohnstala Interessen der arbeitenden Bevölkerung auf dem Boden der des Arbeitsnachweises berichtete Behold. Bom bezahle, was 12 pet. meniger sei, als in anderen Fabriken ge= evangelisch chriftlichen Weltanschauung" pflegen 1. April bis 1. Oktober ließen sich insgesammt 1196 Mitglieder zahlt werde. Auch die Fabritordnung dieser Firma wurde lebhaft zu wollen, bei den Arbeitern Berlins gefunden hat. gegen 1282 im vorigen Winterhalbjahr als arbeitslos getadelt; ferner bezeichnete man die sanitären Einrichtungen als eintragen, und zwar: 345 Klempner, 77 Rohrleger, mangelhaft. Für über 50 Arbeiter sei nur ein Abort vorhanden 62 Mechaniker, 78 Gürtler, 59 Rohrleger Helfer, 210 Schlosser, 90 Dreher, und in dessen Nähe müßten andere arbeiten und die üblen 80 Drücker, 40 Former Dünfte einathmen. In einem Keller von zwei Meter Höhe und sieben und Gießerei Arbeiter, 45 Schleifer, 115 Silfsarbeiter. Meter Länge feien 10 Arbeiter beschäftigt. Nachdem noch auf die Berlangt wurden in demselben Zeitraum 747 Personen gesundheitsschädliche Arbeit der Feilenhauer hingewiesen worden gegen 561 im voraufgegangenen Winterhalbjahr und zwar: war, wurde einstimmig beschlossen, eine Kommission von 5 Per250 Klempner, 65 Rohrleger, 47 Rohrleger- Helfer, 90 Schloffer, fonen zu ernennen, die durch Unterhandlung mit der Firma 58 Dreher, 25 Mechaniker, 35 Gürtler, 50 Drücker, 49 Former Mägde frau die Abschaffung der Uebelſtände veranlassen soll. ( hier betrug das Ueberangebot der Arbeit ca. 19 pCt), Gewählt wurden hierzu Neuti, Wittler, Richter, 35 Schleifer, 48 Hilfsarbeiter. Das Angebot der Arbeitskräfte Stuhl und Zuchtenberg. Kurgas, der Bevollmächtigte überstieg demnach die Nachfrage um 37 pCt. gegen 56 pCt. im vorauf der Filiale Nord, soll zu den Berathungen hinzugezogen werden. gegangenen Winterhalbjahr. Befeht wurden 558 Stellen. Insgesammt Die Kommission wurde verpflichtet, innerhalb 8 Tagen die BerIn der Freien Vereinigung der Bau und gewerb waren die 558 Kollegen, ehe fie Arbeit erhielten, 982 Wochen handlungen einzuleiten und in einer öffentlichen Bersammlung lichen Hilfearbeiter von Rigdorf und Umgegend, die fürz- arbeitslos, und zwar: Bis zu einer Woche 312 Kollegen, bis zu über das Ergebniß zu berichten. lich im Lokale von Kummer, Berlinerstr. 136, eine öffentliche a Wochen 106 Kollegen, bis zu 3 Wochen 52 Kollegen, bis zu Versammlung abhielt, sprach Genosse Regerau über das 4 Wochen 46 Kollegen, bis zu 6. Wochen 23 Kollegen, bis Thema: Unfallverhütungs Vorschriften und wie werden diese zu 8 Wochen 12 Kollegen, bis zu 3 Monaten 5 Kollegen von den Unternehmern befolgt?" Der Referent bedauerte, daß und bis zu 4 Monaten 2 Kollegen. Demnach war jeder das Unternehmerthum es nicht für nöthig hält, diese Vorschriften biefer 558 Kollegen im Durchschnitt 12 Tage ohne Arbeit. Der in zweckentsprechender Weise auszuhängen. Auf Bauten, wie in Bericht über die Frequenz der Bibliotheten lautet: anderen Betrieben feien sie vielfach entweder garnicht vorhanden Gelesen wurden im oder in einer dunkelen Ecke versteckt oder mitunter so hoch A. Internationale Bibliothek Süden Norden Moabit Summa angebracht, daß die Arbeiter erst Turnkünfte machen müffen, um B. Boltswirthschaftliche und 142 Bände fie lesen zu können. Würde sich vielleicht ein Arbeiter beim AnParteischriften. 63 P tritt oder während der Arbeitszeit erdreiften, sich die Unfall C. Geschichte. 76 verhütungs Borschriften durchzulesen, die Herren würden fagen, D. Naturwissenschaft. zum Lesen hätten sie feine Arbeiter, und er würde den E. Fachschriften Laufpaß bekommen, wie es schon unzählige Male der F. Beitschriften Fall gewesen gewesen sei, Redner führte dann eine Reihe G. Arzt- u. Gesundheitslehre von Unglücksfällen an, die auf Bauten wie in an H. Länder- und Völkerfunde deren Betrieben durch mangelhafte Gerüste, mangelhafte poli- I. Philosophie zeiliche Kontrolle, sowie durch das Antreiben der Arbeiter von K. Rechtswissenschaft feiten der Poliere, Vorarbeiter 2c. herbeigeführt wurden. Die L. Unterhaltung und Be Arbeiter würden sozusagen ins Unglück hineingejagt. Von einem lehrung.. rente. T S 46 57 39 23 29 35 29 21 9 38" 18 20 49 " 15 27 48 " 18 7 88 " 9 4 15 " 4 5 " 9 14 " 128 98 48 274 " 2 4 " 8 15 14 37" Summa 327 309 128167211 821 ARRANTIES SE 162 798 Bände Vermischkes. Wenn der deutsche Kaiser reift. Von der peinlichen Vorsicht, mit der die Reisen des deutschen Kaifers von den Bahnverwaltungen vorbereitet werden, giebt die folgende von unserem Halle'schen Partei- Organ veröffentlichte Dienstordnung Kunde: Geheim. Dienstordnung für den Sonderzug Seiner Majestät des deutschen Kaisers am Montag, den 14. Oktober 1895 von Halle nach Bebra. 1. Die Bestimmungen bei Reisen Allerhöchster und Höchster Herrschaften find auf das Genaueste zu beachten; die Betriebsinspektionen werden auf die§§ 33 und 34 besonders hingewiesen. 2. Der Fahrplan nebst Dienstordnung ist von der Königlichen Eisenbahn Direktion allen betheiligten Behörden und Dienststellen übersandt. Die Bahnwärter und Weichensteller erhalten die Dienstordnung nicht. 3. Der Sonderzug besteht aus: a) 2 vierachfigen Schnellzugsmaschinen, b) dem vierachſigen Schuhwagen Nr. 13, c) dem sechsachfigen Speisewagen Nr. 12, d) dem vierachigen Begleitungswagen Nr. 5, e) dem vierachsigen Gefolgewagen Nr. 3, f) dem sechsachfigen Salonwagen Nr. 1, g) dem vierachfigen Schlußwagen Nr. 9. 4. Die äußere Revision des Sonderzuges auf den betriebssicheren Zustand erfolgt vor der Abfahrt in Salle durch die Maschinen- Inspektion Weißenfels, in Erfurt durch die Maschinen- Juspektion Erfurt; erstere stellt für die Strede HalleMaschinen und Personale. Das sei soviel, daß man einem neugeborenen Rinde Borstandes geschritten. Danach ist gewählt: zum zweiten Erfurt, lettere für die Strecke Erfurt- Bebra die erforderlichen 5. Das Zugpersonal wird von der tönigl. Eisenbahn- Direktion alle a. S. geftellt. 6. Die Begleittung des Sonderzuges erfolgt auf der Strecke: den Herrn Regierungs- und Baurath Große, Halle- Erfurt durch " " Baurath Meyer, einem von der Maschinen- Inspektion Weißenfels zu stellenden Betriebs- Werkmeister Unglücksfall war der Referent Augenzeuge. Als ein Arbeiter in M. Sprachlehre einer Fabrik auf dem Fahrstuhl beschäftigt war, stürzte dieser N. Dichtkunst.. plöglich in die Tiefe, denn er war sozusagen an einer Zuckerschnur befestigt. Die Folge dieser Nachlässigkeit des Fabrikbefizers war, daß der Arbeiter beide Beine brach und mehrere Dieser Bericht erstreckt sich auf die letzten 5 Monate. Bedauert Rippenbrüche davontrug, infolge deffen er Zeit seines Lebens ein wurde, daß die Kollegen die Vorschriften der Bibliothekordnung Strüppel bleiben wird. Als der Fabrikbefizer zur Rechenschaft zu wenig berücksichtigen, insbesondere bleibe bei den Kollegen in gezogen wurde, wälzte er die Schuld natürlich auf den Arbeiter, Spandau und Adlershof betreffs der Leihzeit viel zu wünschen denn dieser habe kein Recht gehabt, auf den Fahrstuhl zu gehen; übrig. Der Kollege Karl Schmi( Metallarbeiter), bisher der Fahrstuhl wäre nur provisorisch angebracht gewesen. Der Erestowstr. 17 wohnhaft gewesen, hat ein Buch noch nicht zurückArbeiter sei von der Unfallversicherung abgewiesen wor- geliefert; da seine jetzige Adresse unbekannt ist, wurden die Kollegen den und beziehe jett pro Tag 331/3 Pfg. Invaliden- ersucht, ihn bei etwaigem Zusammentreffen an feine Pflicht zu erinnern. -Nach Erledigung dieses Berichts wurde zur Erfa Bwahl des nicht sein Leben damit fristen tönne. daß das frühere Haftpflichtgesetz für die Arbeiter zweckentsprechen Vorsitzenden Schäfer, zum Kassirer für den Süden Balejsky, Der gewesen wäre, als die heutige Invalidenversicherung. Um für den Westen Schreiber, zum Schriftführer für den Norden nun den Unglücksfällen besser vorzubeugen, müßten von staat. rud, für den Westen Menge, als Beisiger resp. Bezirks in licher Seite Routrolleure aus jedem Beruf angestellt werden, die führer für den Osten Kirmes, desgleichen für den Norden bie Bauten, Fabriken und andere Betriebe genau zu überwachen Burg insty, zum Revisor Gräs. Lehmann( Nadler) hätten. Zum Schluß forderte der Referent die Anwesenden auf, wurbe als Beisitzer zur Vertretung der Branche im Vorstand von ver noch nicht organisirt sei, sich der Organisation anzuschließen, der Versammlung bestätigt. Zum Bibliothekar für die Bibliothek denn starke Vereinigungen seien der beste Schutz der Arbeiter. im Norden wurde Aßmus gewählt. Betreffs Aenderung daß Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Vier nicht des§ 7 Abs. 3 des Statuts wurde beschlossen, organisirte Kollegen traten der Vereinigung bei. An die Ver- der Vorstand ermächtigt ist, eine einmalige Ausgabe von fammlung schloß sich ein gemüthliches Beisammensein, das in 500 Mart zu machen. Der Absatz lautet demzufolge:" Der bester Weise verlief. Rendant bestreitet die ordentlichen Ausgaben auf Beschluß des Vorstandes, wenn ein einzelner Posten nicht mehr als 500 Mark Der Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend beträgt."( Bisher 100 Mark.) Der Streit bei der Firma hielt am 8. November eine außerordentliche Delegirtenfißung im Fr. 28 elles, Engel- lfer, wurde von der Versammlung für und einen von der Maschinen- Juspektion Erfurt zu stellenden Restaurant Wilke, Andreasstr. 26, ab. Der Raffirer berichtete, beenbet erklärt, da diese Fabrit bereits durch andere Arbeiter Betriebswerkmeister. daß nach Abrechnung der Unkosten 72 M. 5 Pf. Kaffen besetzt sei. Von den übrig bleibenden streikenden Kollegen find 7. Auf den gewöhnlichen Lokomotiv- Referveftationen, welche bestand bleiben. Der Bund zählt 28 Slubs mit 294 Mitgliedern. noch drei zu unterstüßen, die bei Ausbruch des Streits bereits auch für diesen Sonderzug als solche gelten, find Maschinen Der Vorsitzende legte dann den Delegirten die Frage vor: Wie vollberechtigte Mitglieder der Organisation waren. Der Streit mit voller Dampfspannung in der Richtung des stellt sich der Bund dem polizeilichen Verlangen gegenüber, ein foftete der Organisation an 4000 Mart. Der Vorstand wurde Buges gedreht zur sofortigen Abfahrt bereit au vollständiges Mitgliederverzeichniß sämmtlicher Klubs einzureichen? noch beauftragt, für die Bibliothek einige Geschichtswerte zu be- balten. Um allen Unannehmlichkeiten aus dem Wege zu gehen, beschlossen schaffen. Die Delegirten, daß dem polizeilichen Verlangen nachgekommen, jedoch vorher dem Vorstande Mittheilung gemacht und um Stundung ber Mitgliederliste angetragen werde. Die Maskenball Frage wurde angeregt, fonnte jedoch wegen augenblicklichen Mangels an einem passenden Saal nicht erledigt werden. Man wählte eine Fünferkommission, die die Angelegenheit zu regeln hat. Der Anregung eines Delegirten, eine Matinee abzuhalten, wurde feine Folge gegeben, da die Beit bis zu den Feiertagen zu kurz sei. = und dem Telegraphenmeister Herrn Sesemann in Erfurt, Erfurt- Bebra durch den Herrn Regierungs- und Baurath Crüger, " " " " Eisenbahn- Direttor Stephan, Telegraphenmeister Jähne in Eisenach 8. Entgegen der Dienstanweisung, betreffend die Bedienung der Sicherheitsanlage während des eingeleifigen Betriebes Bei den Stellmachern Berlins hielt Genosse Börsch beim Umbau der Gerabrücke in km 118,57 zwischen Erfurt und am Sonntag Vormittag bei Gründel in der Brunnenstraße einen Bischleben ist der Sonderzug durch das Abschlußsignal A nicht interessanten Vortrag über die historische Entwickelung und die unbedingt zum Stillstand zu bringen, sondern hat bei gegebener Bedeutung der Gewerkschaftsorganisationen, wofür ihm reicher Einfahrt mit größter Borsicht in langsamer Bewegung an der Beifall gezollt wurde. Eine Diskussion schloß sich hieran nicht. Brückenbaustelle vorbeizufahren. Das bieferhalb Erforderliche ist Es folgte die Abrechnung der Agitationskommission, deren Er- durch die Betriebsinspektion Erfurt 1 zu veranlassen. Im Fahrgebniß ein Defizit von 46 Pfennigen war. Von den Revisoren plan find 8 min. 3uschlag für das langsame Befahren wurde die Richtigkeit der Abrechnung fonstatirt. Aus der Neu- der Umbaustrecke vorgesehen. Beigt das Signal A" halt", so ist wahl der Agitationskommission gingen Melcher, Michels, dasselbe selbstverständlich zu beachten. Der Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Tischer, Behrens und Wildner hervor. Längere Zeit 9. Ueber die erfolgte Streckenrevision baben die Lederwaarengalanterie beschäftigten Arbeiter und Arbeite- nahm die Besprechung von Werfftattangelegenheiten in Anspruch. Bahumeister in Halle und Erfurt persönlich den Herren rinnen hielt am 4. November cr. eine außerordentliche General Vielfache Klagen wurden laut über die Behandlung der Kollegen Regierungs- und Bauräthen Große bezw. Erüger Meldung versammlung ab, die sich guten Besuches erfreute. Der erste Punkt durch die Meister, sowie über die Lohn- und sonstigen Arbeits- zu machen, die Bahnmeister zwischen Halle und Erfurt melden der Tagesordnung wurde durch Annahme des dritten Theiles verhältnisse. Das hierüber zutage geförderte Material wurde die stattgehabte Streckenrevision telegraphisch an Station Halle eines Streifreglements erledigt. Als zweiter Punkt stand zur Ver- der neugewählten Agitationsfommission zur Untersuchung über- bis 10 Uhr vormittags, diejenigen zwischen Erfurt und handlung die Erledigung der Lokalfrage, wozu der erste Vor- wiesen. Ueber Unsolidarität der Stollegen und über deren Bebra an die Station Erfurt bis 12 Uhr 15 Minuten nachfigende ungefähr folgendes ausführte: Dem Vorstand ist es un mangelhafte Betheiligung an der Organisation, was gerade in mittags. Die Stationsvorstände in Halle beziv. Erfurt angenehm, daß die Versammlung diesen Abend bei Bolt tagt; den größeren Wertstätten zu bemerken sei, führte man ebenfalls haben sich zu überzeugen, daß fämmtliche Meldungen er wünschte, die Lokalfrage erst in einer Versammlung erörtert lebhaft Klage. Bum Schlusse wurde zu eifriger Agitation für eingegangen sind und die gesammelten Depeschen zu sehen, ehe man zu Bolk ging. Jedoch hatte der Bruder die nächsten Sonntag bei Wernau stattfindende Vereinsversamm vollständig den Herren Regierungs- und Baurath Große bezw. des Wirthes des Louisenstädtischen Konzerthauses" schon lung aufgefordert. Grüger vor der Abfahrt des Sonderzuges zu übergeben. den Saal an die Metallarbeiter vergeben und uns 10. Wegen des Sonderzuges muß der Zug 32/78 bereits von Halle aus etwas zurückgehalten werden; derselbe ist indeß unter Wahrung des Stationsabstandes mit möglichster Beschleuni gung durchzuführen. von dem Irrthum erst Sonnabends in Kenntniß gefeßt, Eine von der lokalen Organisation( Gubela'schen Rich so daß wir froh sein müssen, heute bei Bolt tagen zu tönnen. tung) einberufene öffentliche Versammlung für Die Gegend hier muß beibehalten werden. Ich habe persönlich Damen- und Kindertonfettions Arbeiter und nichts gegen das Boltz'sche Lokal; die gegen Bolß während der Arbeiterinnen nahm am 11. November in der Swine 11. Auf den Stationen Korbetha, Weißenfels, Weimar, NeuBoykottzeit entstandene Antipathie verschiedener Stollegen ist jetzt minderfir. 35 einen Vortrag des Genoffen Adolf Soffmann bietendorf, Gotha und Eisenach sind je ein vollständig grundlos, denn es ist Friede geschlossen. Die Bedingungen über das Thema„ Glaube und Vernunft" mit vielem Beifall auf. Iauffähiger Gepäck oder bedeckter Güterwagen mit werden von den Wirthen gehalten und wir haben keine Urfache, Bum Bunkt: Mißstände in den Werkstätten erklärte Dölle, Bremse und je ein Personenwagen 1./2. Kl. mit Bremse noch auf Jahre hinaus zu boykottiren. Ein ehrlicher Gegner ift daß Frau Gubela mit dem ihr in dieser Sache eingehändigten zur Reserve aufzustellen, welche zuvor durch den zuständigen mir lieber, als ein versteckter.( Beifall.) Und ein offener Gegner Material nicht erschienen sei. Es handele sich unter anderem um Wagenmeister auf ihre Lauffähigkeit zu untersuchen und seitens ift Boltz gewesen. Andere Lokale, die für uns in betracht kommen, einen Fall fraffefter Ausbeutung, wo ein Konfektionsschneider der Station fanber zu putzen find. find zum Theil für die Tage, wo wir Bersammlungen haben, zwei Stnaben in noch schulpflichtigem Alter als Bügler 12. Die Stationsvorsteher haben den zuständigen Ortspolizeis belegt; zum Theil sind die Wirthe noch weniger zuverlässig als beschäftige; diese bekämnen für eine Arbeitszeit, die mit behörden von der Reise Seiner Majestät in vertraulicher Boltz. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als dieses Lofal wieder Beendigung der Schulstunden beginne und bis nach 10 Uhr Weise Mittheilung zu machen und das Erforderliche wegen Aufzu benutzen. Hieran schloß sich eine längere Debatte, wobei abends dauere, je 2 Mark Wochenlohn. Verschiedentlich wurde lebhaft rechterhaltung der Ordnung auf den Bahnhöfen zu vereinbaren man sich größtentheils den Ausführungen des Vorsitzenden Klage über das Verhalten der Frauen Dmoch und Gubela fowie für das Flaggen der Stationsgebände Sorge zu anfchloß. Kollege Sailer meinte, man müsse mit einem ge geführt, welches schädigend für Meister und Arbeiterinnen wirke; tragen. wissen Stolz das Lokal wieder betreten, von dem man durch den auch wurde gerügt, daß für Frau Gubela kürzlich Sammlungen 13. Die Zug- und Lokomotivpersonale des Sonderzuges und Uebermuth des Kapitals vorher ausgeschlossen worden sei, denn vorgenommen worden seien. Ein Autrag, Frau Gubela ihres der Züge 22 und 32/78 rüstet die Personenstation Halle, die die Arbeiter hätten die Position behauptet.( Beifall.) Es wurde Amtes als Mitglied der Agitationskommission zu entsetzen, da jenigen des Zuges 504 a Station Weißenfels, des Zuges 504 hierauf beschlossen, bei Bolt auch ferner zu tagen. Für die deren Quertreibereien niemals zu einer Bereinigung der lokalen und 518 Güterstation Halle, des Zuges 506 Station Leipzig, Streifenden in Reichenberg( Böhmen) wurden 50 m. bewilligt. mit der zentralen Organisation führen würden, wurde von drei diejenigen der Züge 515, 519 und 621 Station Bebra, der Der Vorstand fragte dann an, ob man gewillt sei, die von Seiten befürwortet. Nachdem noch weitere Enthüllungen an- Büge 511 und 307 Station Gerstungen, der Züge 503 und 513 J. Türk arrangirten Boltsvorstellungen auch ferner zu besuchen. gekündigt worden waren, erklärte die Versammlung einstimmig Güterstation Erfurt, und dasjenige des Zuges 528 Station NeuMan beschloß hierzu auf Antrag Sailer's, in diesen An- den Ausschluß Frau Gubela's aus der Agitationstommiffion; dietendorf mit Fahrplänen und Dienstordnung aus. gelegenheiten die Versammlung von Fall zu Fall entscheiden zu zum Erfah und zur Ergänzung wurden Wade puhl und Mai Erfurt, im Oktober 1895. laffen. Es folgte die Wahl zweier Hilfskaffirer für eine Zahl in diese Kommission gewählt. stelle. Dann wurde bekannt gegeben, daß die Kassengeschäfte wie bisher weiter geführt werden, und man ersuchte die Kollegen, fich möglichst an eine bestimmte Bahlstelle zu halten. Am am 11. November bei Schöps, Gerichtstraße. Genosse Beutler 16 November wird ein Vergnügen abgehalten. Das referirte über die wirthschaftliche Lage der Feilenhauer und Berufsgenossen, und welche Schritte diese zu unternehmen ge von der Wiener Wochenschrift ,, Die Zeit" ist soeben das 58. Seft erschienen. Entree zu diesem Vergnügen ist auf 20 Bf. feftgesetzt. dächten. Redner bedauerte, daß ihm das statistische Material zu Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten spät zugesandt wnrde, so daß er auf die Einzelheiten nicht einArbeiter Berlins und Umgegend hielt am 4. November seine gehen tönne. Ersichtlich sei aber aus den ihm vorliegenden prdentliche Generalversammlung ab. Zunächst wurde das An- Fragebogen, daß in der Feilenhauerbranche außergewöhnlich Gerade jeßt, wo feit tenten der feit der letzten Generalversammlung verstorbenen mißliche Verhältnisse vorhanden wären. Mitglieder Hatife, Fein, Belle, Görldt, Tampe, Schloßhauer und dem Jahre 1889 die beste Konjunktur für die Feilenhauer wäre, Struck in der üblichen Weise geehrt. Hierauf gab der Rendant sei es an der Zeit, mit Forderungen an die Unternehmer heran. den Kassenbericht über die Zeit von Juli bis Oktober.zutreten. Er erwarte nun, taß von den Feilenhauern Schritte Eine öffentliche Versammlung der Feilenhauer tagte Königliche Eisenbahn- Direktion. Eingelaufene Drndtschriften. Aus dem Inhalt deffelben heben wir hervor: Die Beleidigung der Majestät im deutlchen Reiche. Von-n-. Zum Fall Stojalowsti". Die jüngste galisische Wahl. Von Dr. Jwan Franto. Die neueste Arbeiterschuh- Gesezgebung Englands Von Dr. Joseph Redlich. Die neuen Rückgänge. Von S. v. H. Hifiorisches zur Frage des Frauenstudiums. 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