Nr. 137. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Teutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1831 unter Nr. 6403. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder derer Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Shimme müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagev bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Ami 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Saison. Dienstag, den 16. Juni 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. arbeit beschäftigt haben, geben alle die Uebelstände zu und die Kapitalwirthschaft anrichtet, immer größer werden sie betonen alle ganz richtig, dieselben entständen wesent- und immer mehr Gesundheit und Mark unseres Volkes Die Saison bedeutet gewöhnlich für die„ oberen Behnlich aus der kurzen Lieferfrist, die wiederum daher zerstören. tausend" erhöhten Waarenabsag und Kapitalgewinn mit kommt, daß der Unternehmer bei der Beschaffung der Roh- Diese Dinge werden ihr gut Theil beitragen, die darauf folgender Erholung und Vergnügung in den Bädern stoffe Preisdrückerei und Spekulation treibt. Ohne Zweifel Ueberzeugung zu verbreiten, daß eine Neugestaltung des und Sommerfrischen; für den Arbeiter bedeutet sie ge- könnten die Rohstoffe zeitig beschafft und dadurch die wüste Produktionswesens an Haupt und Gliedern eine unabwöhnlich äußerste Anspannung der Arbeitskraft, höchste Ueberhaftung der Saison vermieden werden. Allein die weisbare Nothwendigkeit ist. Leistung, längste Arbeitszeit und keineswegs entsprechenden Unternehmer warten mit der Beschaffung der Rohstoffe, Verdienst. Die Arbeiter, die ganz auf diese Saison an- bis die Preise gesunken sind; manchmal hoffen sie auch gewiesen sind, fristen ein kümmerliches Dasein. Wenn die durch Zuwarten bis zur äußersten Zeit die Preise zu Löhne, die man ihnen während des Saisongeschäfts zahlt, drücken. Die Kosten aller dieser Manipulationen hat der auch höher sind, als sonst üblich, was aber durchaus nur Arbeiter zu bestreiten in Gestalt von intensiverer Arbeit in bestimmten Fällen vorkommt, so kommt dazu in Be- und Ueberanstrengung, die oft schwer seine Gesundheit zu tracht, daß die meisten Saisonarbeiter das Jahr über schädigen geeignet ist. tommen. " " 1 Die kapitalistische Profitmacherei erreicht in der Saison" einen ihrer Blüthezustände. Die sozialistische Produktion der Zukunft, die alle gemeine Spekulation beseitigt, wird dann endlich dem arbeitenden Volte seine Saison" bringen und ihm jederzeit nach rechtem M a ß, weder zu viel noch zu wenig zu arbeiten geben. Von wenig oder Nichts zu thun haben. Die Löhne aber Eine mehr als findliche Naivetät aber ist es, wenn können nur in sehr geringem Maße steigen, weil dies von man, wie so vielfach, glaubt, diese Uebelstände ließen sich Ju der Straffache Nachfrage und Angebot von Arbeitskräften abhängt. Das bei einigem guten Willen" aus der Welt gegen den Redakteur Curt Baate zu Berlin, geboren am Angebot von Händen auf dem Arbeitsmarkt ist aber be- schaffen. Unsere Gelehrten, die diesem Köhlerglauben 24. April 1864 zu Breslau, Diffident, wegen öffentlicher Beleikanntlich in unseren Tagen so groß und überwiegt die huldigen, haben eben keinen Einblick in den kapitalistischen bigung, J. IA 842, 90., hat das tönigliche Landgericht I, Straffammer II zu Berlin aia 21. Februar 1891 für Recht erNachfrage so sehr, daß die Unternehmer nur selten ge- Produktionsprozeß. Sonst würden sie nicht dem Unter- fannt: daß nöthigt sind, die Löhne zu steigern, um Arbeiter zu be- nehmer zutrauen, er empfinde die Nachtarbeit als ein 1. der Angeklagte der wiederholten Beleidigung durch die Uebel und trachte darnach, sie zu beseitigen. O nein, die Presse schuldig, deshalb mit zwei Monaten Gefängniß zu beDie Saisonarbeiter sind vielfach genöthigt, in der Saisonarbeit und ihre geschickte Ausnüßung, die Frukti- trafen und in die Kosten des Verfahrens zu verurtheilen, 2. dem königlich preußischen Kriegsminister die Befugniß Zwischenzeit Schulden zu machen, von denen sie dann in fizirung all der hier die Spekulation so günstigen wirth- zuzusprechen, die Verurtheilung innerhalb vier Wochen nach Zuder Saison die dringendsten bezahlen. Sie kommen da- schaftlichen Schwankungen dieser Zeit gehören mit zu der stellung des rechtskräftigen Urtheils durch einmalige Einrückung durch um die Möglichkeit, mit dem etwaigen erhöhten unerbittlichen Konkurrenz der Unternehmer des urtheils in die Zeitung„ Das Berliner Volksblatt" auf Kosten des Angeklagten bekannt zu machen, Verdienst der Saison den Körper so zu pflegen, wie es unter einander. Da handelt es sich garnicht um den 3. die beiden Zeitungsexemplare, sowie die zu ihrer Herdie Neberanstrengung der Saisonarbeit, die vielfach die guten Willen", von dieser Konkurrenz abzulassen, sondern stellung bestimmten Platten und Formen unbrauchbar zu machen. Nacht zu Hilfe nimmt, verlangt. Ihr Haushalt muß auf darum, sie zu verschärfen, und es wird den Kapitalisten Rechts Wegen. diese Weise ein chronisches Defizit aufweisen. und Spekulanten garnicht einfallen, die zarten und sanften Den guten Rath einiger Menschenfreunde, die Saison- Ermahnungen gewisser Professoren der Nationalökonomie arbeiter möchten außerhalb der Saison etwas Anau berücksichtigen. Eine energische Fabrik Gesetzgebung Politische Uebersicht. deres" machen, können wir leider nicht ernst nehmen. könnte das Uebel zwar nicht beseitigen, aber Manches im Ein Schneider kann außerhalb seiner Saison nicht wohl Einzelnen bessern. Die Hausarbeit entschlüpft freilich Berlin, 15. Juni. Zigarrenarbeiter, ein Maurer nicht wohl Bergmann oder aller Kontrolle. Gerade in der Saisonarbeit zeigt es sich, Die Drgane der Agrarier jubeln über die ver bäuerlicher Tagelöhner sein. Wenn man einem akade- was es heißt, wenn die gesetzlichen Bestimmungen zum nichtende Niederlage der Fortschrittler in der letzten Ge= mischen Professor, dem seine Vorlesungen nicht genug ein- Schutze der Arbeiter immer mit zu vielen Ausnahmen trei dezoll debatte des Abgeordnetenhauses- und bringen, den Rath geben wollte, er solle doch in seiner durchlöchert werden, um nur nicht irgend einem Unter- Organe der Fortschrittspartei, z. B. die„ Vossische Zeitung", welche sich beiläufig in Bezug auf die höchst freien Zeit sich mit Agenturen beschäftigen, so wird er nehmer auf die Hühneraugen zu treten. unfortschrittliche Maßregelung eines ihrer Redakteure noch das entrüftet zurückweisen. Mit Recht, nur wird der Wenn man den Vorschlag machen wollte, die kurzen immer beharrlich ausschweigt- thun trotz dieser NiederHerr. Professor in seinem Dünkel nicht begreifen, daß es Lieferfristen zu beseitigen, welch' ein Ach- und Wehe- lage" noch immer, als ob die Regierung aus tiefstem Innern anderen Leuten genau so geht, wie ihm selber. geschrei ginge dann los! Wenn die Damen der Bour- doch auf ihrer Seite wäre, und, gleich einem von heimlicher Ueberhaupt wird es selten vorkommen, daß Jemand geoiswelt nicht mehr nach den allerneuesten, dicht vor Liebe verzehrten Mädchen blos aus Rücksichten auf die in zwei Berufen den an ihn zu stellenden Anforderungen Saisonbeginn erschienenen Moden gekleidet ins Bad reisen, Welt den Gegenstand ihrer Sehnsucht mit Kälte und ergenügen kann. In den meisten Fällen wird man in einem wenn die Stuber nicht sofort die neuesten„ Gigert"-An- fünfteltem Widerwillen behandle. Beruf eingelernt, in den anderen aber Stümper und Pfuscher züge sich beschaffen könnten! Nun, wir geben gern zu, der Antrag der Fortschrittspartei mit einer mehr als zehnDas Eine ist genau so lächerlich wie das Andere. Daß sein. Auch fehlte es gerade noch, daß durch den Doppel- daß die Waarenproduktion und Waarenzirkulation in den fachen Majorität( von 11 zu 1: 223 gegen 20) zurückberuf auch eine doppelte oder wenigstens gesteigerte Aus- Händen der Kapitaliſtenklaſſe ohne„ Saison", kurze Liefer- gewiesen worden ist, bedeutet an sich für die Fortschrittsbeutung der Arbeitskraft ermöglicht würde! Das ist aber partei durchaus keine„ Niederlage", geschweige denn eine Einige wohlmeinende Gelehrte, die sich mit der Saison- nur ein weiterer Beweis dafür, daß die Schäden, welche" vernichtende". Es könnte höchstens dann als Niederlage Feuilleton. Nachdruck verboten.). [ 85 Die Falkner von St. Vigil. Noman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Die Brust Afra's wogte hoch auf; ihre verschränkten Arme löften fich und sie wandte sich rasch dem nächsten Fenster zu und blickte unverwandt hinaus, um ihre feucht werdenden Wimpern zu verbergen. Amen!" sagte Jerg mit spöttischer Salbung und er hob sich. Und jetzt, da alles so schön ein End' in Fried' und Freundschaft genommen hat, können wir Eins trinken. Du sollst leben, Lifei!" frist und Neberarbeit nicht bestehen kann. würde. Mir auch recht," sagte er gleichmüthig und steckte die übrigens nicht mehr allein. Er hatte eine ältere Hände in seinen Leibgurt. Innerlich aber verdroß es ihn, Schwester volt fich, die unverheirathet geblieben Saß seine Braut so wenig Umstände mit ihm machte. Nun, war, zu sich genommen. In seinem Verhältnisse die Zeit war ja nicht mehr fern, wann er der Meister sein zu seiner Gemeinde hatte sich jedoch nichts ge ändert. Allerdings hatte er den Triumph genossen, daß Afra war unterdeffen von dem Fenster zurückgetreten der Dechant von Enneberg ihn in sein Amt hatte einführen und Lisei reichte auch ihr die Hand, nachdem sie dem müssen, dafür aber war er in der nächsten Nacht und auch Müller zum Abschiede versprochen, nächstens wiederzu- noch in einigen späteren durch einen Höllenlärm vor seinem kommen. Afra nahm jedoch ihre Hand nicht an, sondern Hause aus dem Schlafe geschreckt worden. Es war eine fagte: " Ich hab' noch mit Dir zu reden; komm!" Sie drückte ihren flachen Hut fester in die Stirn und ging nach der Thür. Jerg rief Lisei noch nach, daß er Abends auf den Klosterhof kommen würde; dann schob er sich einen Stuhl an den Tisch und sagte: Musik von Kuhglocken, Bratpfannen und Milchtrichtern, die als Trompeten dienten. Der Unfug hätte sich wohl noch häufiger wiederholt, wenn Lacedelli nicht den guten Einfall gehabt hätte, am nächsten Sonntage auf der Kanzel für die Ständchen sich zu bedanken. Er hatte zwar nur wenig Zuhörer, doch wurde seine Aeußerung bald genug bekannt und seitdem hatte er Ruhe. Um so ge " So, jetzt wollen auch wir ein vernünftiges Wort mit einander reden, von wegen dem, was ich der Lifei als schlossener wurde der passive Widerstand gegen ihn; Heirathsgut zubringe. Denn das könnet Ihr doch nicht denn Mutschleiner, der Bäcker und Färber, das GamsEr ergriff eines der vollgeschenkten Gläser, schwenkte denken, Bater, daß ich als dem Klosterbauer sein Eidam mit manndl, der Jöchlbauer blieben nicht unthätig und imme es gegen Lisei und leerte es. Lisei achtete seiner nicht; leeren Händen auf den Hof ziehen werde. Wer nichts hat, zahlreicher wurden im Vigilthale die Mitglieder des Bundes sür sie hielt noch immer die Hand des Müllers in der ihrigen stellt auch nichts vor. Die Schneidemühle möget Ihr die Befreiung des Vaterlandes. Lacedelli hatte nicht die und er flüsterte mit einem Wink auf seine Frau: meinethalben behalten und was zu ihrem Betrieb und Eurem Unterhalt an Land nöthig ist." " Sei auch ein wenig gut zu ihr, sie ist so unglücklich." Laut setzte er hinzu, indem er aufstand: Lasset uns Alle jezt etwas essen." " Sprich nur weiter," versetzte der Alte kurz und griff nach seinem noch immer unberührten Glase. leiseste Ahnung von der Existenz dieser Verschwörung, ebenso wenig die Landjäger, obgleich fein Hokuspokus mit Dolch und Todtenkopf und schrecklichen Schwüren und Androhung blutiger Behme gegen die Verräther, wie sie sonst von Ver Lisei vermochte jedoch nicht, seiner Einladung Folge zu Unterdessen gingen Lisei und Afra schweigend neben schwörungen unzertrennlich zu sein pflegen, die Mitglieder leisten. Das Herz war ihr zu voll und auch Afra rührte sich einander den Bach aufwärts und über die Brücke. Die zum Schweigen verpflichtete. Es war die merkwürdigste nicht. Lisei schickte sich zum Fortgehen an und Jerg sab sich Landjäger spielten vor ihrem Quartier auf dem Kirchen- Verschwörung, von der die Geschichte weiß, und trotzdem nach seinem Hute um, um sie zu begleiten. Es war ihm plaze Boccia. Vom Stande am Saum des Bannwaldes zuletzt an die sechszigtausend Menschen und darunter viele ganz erwünscht, auf gute Art aus der Mühle fortzukommen. tönte das Knallen der Büchsen den beiden Frauen entgegen. Frauen im Geheimniß waren, so fand sich dennoch kein Lisei lehnte jedoch seine Begleitung mit der Aeußerung ab, Angelo Lacedelli saß lesend in seinem verwilderten Pfarr- Berräther unter ihnen, und der Ausbruch überraschte die daß sie noch zu Stast hinauszugehen beabsichtige. garten. Seitdem er seine Vokation erhalten, hauste er Bayern und Franzosen völlig unvorbereitet. betrachtet iverden, wenn die Herren Fortschrittler sich der Hoffnung hingegeben hätten, für ihren Antrag eine Majorität gu gewinnen. Allein, eine solche Naivetät ist ihnen doch nicht zuzutrauen. Daß die Majorität des Abgeordnetenhauses, und zwar eine große Majorität, für die Beibehaltung der Getreidezölle ist, namentlich, nachdem die Regierung fich dafür erklärt hat, das mußten die Herren Richter und Rickert wissen, und das haben sie auch gewußt. Die Hauptsache jedoch ist und bleibt: die Agi tation gegen die Kornzölle mit immer sich steigernder Rraft fortsetzen! und Schmelzöfen, nicht aber in die Reparaturwert| Steuerstandale steht. Gleichzeitig giebt sie eine ausgezeichnte statt. Wozu werden solche Schienen noch ausgeflict, wenn Illustration zu den Wohlthaten der Krönung der Sozialfeine Aussicht vorhanden wäre, dieselben an den Mann zu reform." bringen? Ein tüchtiger Revisor- und das dürften unsere die Schienenabnahme besorgenden Staatsbeamten durchweg In Wien veröffentlichte am Sonntag das Amtsblatt sein wird geflicte Schienen nicht abnehmen, ebensowenig auf Grund der durch das Gesammtministerium angeordneten die Revijoren auswärtiger Eisenbahnverwaltungen; wo sollen theilweisen Aufhebung der Ausnahmeverfügungen eine diese geflickten Schienen also hinkommen, wenn die Eisenbahnverwaltungen diefelben nicht nehmen? Die Fabriken, welche An- Verordnung des Statthalters von Niederösterreich, durch schlußgeleise an bestehende Bahnen errichten oder Nebengeleise welche die beschränkenden polizeilichen Anordnungen für die auf ihrem Boden ausführen, faufen solche geflicte Schienen Gerichtsbezirke Wien, Korneuburg und Wiener- Neustadt aufauch nicht; sie kommen viel billiger zum Zweck, wenn sie alte gehoben werden. ausrangirte Schienen von der nächsten Hauptbahn entnehmen. Unsere Wiener Genossen veranstalteten unmittelbar nach Auch die Baumeister, welche vielfach Schienen zu Gewölbe Aufhebung des Ausnahmezustandes eine Volksversammlung, trägern, Balfonträgern u. f. w. verwenden, können geflicte welche ungestört verlief. Von den geladenen Abgeordneten Schienen nicht gebrauchen. Wo bleiben dieselben also, wenn war nur Bernerstorfer erschienen. teine Abnehmer dafür da sind? Und dennoch müssen Abnehmer für geflickte Schienen vorhanden sein, sonst würde man Der schweizerische Bundesrath hat beschlossen, der die, doch nicht unerheblichen Kosten für das Nieten und Flicken Bundesversammlung den Amnestieerlaß für die Tessiner der Schienen nicht aufwenden, sondern dieselben ungeflickt nach Angeklagten, ausgenommen den des Mordes angeklagten Caftiom, zu empfehlen. den Defen zurückschicken. dem Neber die Debatte selbst wollen wir uns jetzt nicht fritisch aussprechen: das Eine steht aber fest, vom Standpunkt der Bewegung gegen die Kornzölle ist es ein entschiedener Vortheil, daß das Abgeordnetenhaus in so fchroffer Form und mit solcher Majorität sich gegen eine Waßregel erklärt hat, welche neun Zehntel und mehr des deutschen Volkes verlangen. Der Bewegung wird hierdurch ein kräftiger Anstoß gegeben. Und der Sache der Demokratie, die ja von der Sozialdemokratie konsequent verfochten wird, kann es blos zum Nußen gereichen, wenn der Gegensatz zwischen Volk und einer Das ist so selbstverständlich, daß kein Wort darüber zu In Paris ist gegen Lesseps, die Seele des auf Grund des Dreiklassen- Wahlgesetzes, des„ elendesten verlieren ist. Und ebenso selbstverständlich ist es, daß die aller Wahlgesete" gewählten Volksvertretung zu so scharfem von den Vertheidigern des Herrn Baare seit einigen Tagen Panamatanal- Projektes, die Untersuchung wegen Ausdrucke kommt: Freilich auch im Reichstag, der beliebte Ausrede, die Regierungsbeamten, welche mit der Betruges eingeleitet worden. Der Panamakanal würde aus allgemeinem Wahlrecht hervorgegangen ist, haben die Prüfung der Schienen betraut waren, hätten sich zu jedenfalls gleich dem Suezkanal, bei dessen Herstellung in Bequemlichkeit Getreidezölle noch eine Majorität, so lange die Re- ihrer Bochumer derselbe Lesseps die treibende Kraft war, ein großartiges gierung für dieselben ist. Indeß diese Majorität Werk selbst die Prüfungsstempel anfertigen lassen, nur Kulturwerk sein, allein die Kosten haben sich als so enorm ist keine feste; und die Wähler sollten ihre Herren Ver- eine schwere Anflage gegen die betreffenden erwiesen, daß an Beschaffung der zur Vollendung noth treter während der Ferien recht tüchtig in's Gebet nehmen Beamten, und nicht eine Entlastung des Herrn Baare wendigen Summe nicht zu denken ist. Ueber 500 Millionen: - da wird wohl Mancher bekehrt werden. bedeuten würde. Daß die Prüfungsstempel im Werk felber Mark sind bereits verpulvert und ziemlich ebensoviel wird Es liegen überhaupt noch gebraucht. Ohne den Einfluß, welchen Lesseps hat, gemacht wurden, scheint sicher. Symptome vor, welche auf eine weite Berzweigung wäre die bis jetzt verbrauchte Summe nicht aufgebracht worden und da es nicht möglich ist, die Arbeiten weiter des Baare'schen Systems schließen lassen. Hierher gehört noch Folgendes: Jm Jahre 1887 wurde fortzusehen und infolge dessen das verbrauchte Geld so gut durch die Gerichtsverhandlung in Osnabrück nach wie verloren ist, so haben Tausende von kleinen Kapitagewiesen, daß auf der dortigen Georg- Marienhütte 600 listen ihr Geld verloren die Gerichte mußten die Sache Schienen, etwa 24 pet. der vom staatlichen Revisor ge- in die Hand nehmen und trotz seines großen Namens und prüften, mit nachgemachten, also falschen Stempeln versehen seiner idealistisch- realistischen Kulturschwärmereien hat die waren. In Osnabrück sind deshalb bekanntlich nur Inge Staatsanwaltschaft gegen Lesseps und Genossen das Strafnieure, nicht aber Betriebsleiter verurtheilt worden. Die verfahren eingeleitet. Natürlich, wer sich in dem seltsamen Wahne wiegt, die Osnabrücker Angelegenheit ist in Leipzig vor ca. acht Regierung sei im Grunde des Herzens mit der Oppo- Wochen aus Anlaß eines Injurienprozesses wieder zur sition gegen die Kornzölle einverstanden, der ist unfähig, Sprache gekommen. Bei dieser Gelegenheit wurde der daden Kampf so zu führen, wie er geführt werden muß. malige Revisor zeugeneidlich vernommen und hat ausgesagt, Ob die Regierung jich gern oder ungern in das Lager daß unter den 600 Schienen, welche falsche Stempel hatten, der Agrarier begeben hat, das ist ganz gleichgiltig. Das, 25 Stüd ganz schlecht gewesen seien. Eine worauf es ankommt, ist: sie hat sich hinein begeben schöne Perspektive, die sich uns da eröffnet. und das Lager der Agrarier muß gestürmt und Die Regierung aus ihrer Position verdrängt werden. Das ist die zu lösende Aufgabe. Und die Lösung ist nur möglich, aber auch sicher zu erreichen durch eine allge meine Voltsbewegung und durch einen elementar gewaltigen, Druck von Außen". Feig wäre es, vor der Frage zurückzubeben: Was nüßt aber alle Agitation gegenüber dem Non possumus und Non volumus, dem„ Wir können nicht" und" Wir wollen nicht" der Regierung?" Gerade weil die Regierung nicht kann" und nicht will", hat das Volk seine Stimme zu erheben. Und was das Volk will, das kann es auch. M Invaliditäts- und Altersversorgungsgesetz. Am Schlusse der ersten fünf Monate seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes( Januar bis einschließlich Mai 1891) betrug nach den im Reichs- Versicherungsamt angefertigten Busammen stellungen die Zahl der Altersrenten, welche bei den 31 Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten und den acht Die geflickten Schienen" des Herrn Baare, die zugelassenen Kasseneinrichtungen angemeldet worden sind, überall einmal mitlaufen", haben in den weitesten Kreisen 121 657. Von diesen wurden 74 624 Rentenansprüche aner Empörung und Bestürzung hervorgerufen und man fannt, 12 084 zurückgewiesen und 1556 auf andere Weise forscht nach den Ursachen früherer Eisenbahnunglücke". erledigt, sodaß 33 393 Ansprüche unerledigt auf den Monat Man hat auch bereits eins gefunden, das auf geflickte Juni übergegangen sind. " " zwar nicht Schienen, aber Radreifen was im Die höchste Zahl der Anmeldungen in den verflossenen Wesentlichen auf das Gleiche hinausläuft, zurückzuführen fünf Monaten entfällt auf Schlesien, nämlich 13 621, bann ist. Fm März vorigen Jahres stürzte bei Sonnborn folgen Ostpreußen mit 10 367, Brandenburg mit 9523, infolge eines Radbruchs ein halber Zug vom Eisenbahn Rheinproving mit 7692, Hannover mit 7244, Sachsen- Anhalt viadukt, wobei zwei Bremser das Leben verloren, mit 7097, Schleswig- Holstein mit 5088, Pommern mit 4958, und viel Schaden angerichtet ward. Jenes Rad stammte Westfalen mit 4372, Posen mit 4339, Westpreußen mit aus den Bochumer Werken und die Untersuchung er 4187, Hessen- Nassau mit 3216 und Berlin mit 1289. gab seiner Zeit das Vorhandensein eines alten Bruchs, Ser geflickt" war. Auf die acht Anstalten des Königreichs Bayern kommen 12 149 Anmeldungen, auf Sachsen 5358, Württemberg 2620, Baden 2506, Hessen 2577, Mecklenburg 2818, Thüringen 2995, Oldenburg 434, Braunschweig 930, Hansestädte 776, Elsaß- Lothringen 3870 und auf die acht zugelassenen Kasseneinrichtungen insgesammt 1631. B In der italienischen Kammer betheuerte der Minister präsident wieder einmal die Friedlichkeit des sogenannten " Dreibunds", dessen Gründer niemals aggressive Tendenzen die Absicht andere Mächte anzugreifen gehabt hätten. Es ist sehr schlimm, wenn derartige Betheuerungen so oft wiederholt werden müssen. Daß der Dreibund jetzt keinen berechtigten Anlaß zu Besorgnissen giebt, mag geglaubt werden. Allein wer in den Gründern des Dreibunds, den Herren Bismarck und Crispi, teine aggressiven Tendenzen" gefunden hat, muß sehr naiv sein." Ueber ,, Arbeiterbörsen" in Italien hielt Filippo Turati aus Mailand in diesen Tagen in Brescia vor einer zahlreichen Versammlung von Arbeiter- Vertretungen, die zum Theil mit ihren Bannern gekommen waren, einen eingehenden Vortrag. Man schreibt uns darüber: Die Zuhörerschaft bestand fast nur aus Arbeitern. Der Redner gab im ersten Theil seines Vortrags ein eindringliches Bild des gegenwärtigen Zustandes der Produktion in den Kulturländern und des Antheilbesitzes der arbeitenden Menschen an den erzeugten Gütern. Er führte den Gedanken aus, welchen Eindruck der vernunftbegabte Bewohner eines fremden Planeten er halten müßte, der heute auf die Erde stiege, wenn er zuerst voll ffaunender Bewunderung die glänzenden Errungenschaften des menschlichen Erfindungsgeistes in Hervorbringung von Gütern jeglicher Art in ihrem unendlichen, angehäuften Reichthum betrachten würde, um dann gleich zu erfahren, daß beispielsweise die Schuhmacher und Schneider barfuß oder zerrissen gehen müssen, weil sie so viel Schuhzeug und Kleider hervorbringen, daß die Bauarbeiter nirgends wohnen tönnen, weil sie so viel glänzend eingerichtete Häuser erbauen, daß die Landarbeiter kein Brot und keine Polenta haben, weil sie 16 Stunden des Tages mit Aussaat, mit Anbau und mit der Ernte von Getreide, Mais und Reis sich abarbeiten. Er zeigte, " An dieser Thatsache wird auch dadurch nichts geändert, daß nach einer Meldung der Kölnischen Volkszeitung" der Unfall nur deshalb geschehen ist, weil einer ganz bestimmten Vorschrift entgegen das betreffende Nad unter einem Bremswagen angebracht war. Dann sind eben zwei Schuldige rorjanden. Aber der Bochumer Verein und Herr Baare Nach einer Meldung der Kölnischen Volkszeitung" aus wie in der gegenwärtigen Art der Erzeugung der Güter und wird dadurch nicht entlastet, wie das Wolffsche Telegraphen- Westfalen sollen die höheren Steuerveranlagungen einer zwar in gleicher Weise in allen Kulturländern dieses unseres Erd. die wahre und echte, Anarchie" herrscht, d. h. bureau zu glauben scheint, das die Nachricht der Kölnischen großen Anzahl Fabritarbeiter darauf zurückzuführen sein, planeten bie wahre und echte Volkszeitung" schleunigst verbreitet hat." daß der Einschätzungskommission dort in diesem Jahre die nicht etwa die Führerlosigkeit", sondern die„ Vernunftlosigkeit", die Plan- und Biellosigkeit", das Auf den Kopf stellen der einLohnlisten zur Einsicht offenstanden, welche die Unternehmer fachsten, einem Rinde einleuchtenden Begriffe von Gerechtigkeit beim Inkrafttreten des Alters und Invaliden und Menschlichkeit. Der Vortragende ging im zweiten Theil seiner Rede dazu gesetzes der Verwaltungsbehörde überreichen mußten. Diese Nachricht kommt jetzt gerade zu rechter Beit, über, seine Anschauungen über Organisation von Arbeiterbörsen wo alle Welt noch unter dem frischen Eindruck der Bochumer( Arbeiterkammern) zu entwickeln. Er verwarf jede kleinbürger" Ein Regierungsbauführer hat betreffs der Schienen flickerei an die Bossische Zeitung" geschrieben: " Daß auf jedem Walzwert fehlerhafte Schienen vorkommen werden, ist sehr natürlich; diese fehlerhaften, mit Rissen oder Eprüngen versehenen Schienen gehören zurück nach den BuddelDer Anblick des Geistlichen unter seinen verkümmerten Staft mit bitteren Schmerzen gefüllt, bis es zu viel geStockrosen legte auf Afra's Lippen die Frage:„ Und Du worden ist. Du kannst ihr den Verstand nicht wieder willst wirklich den Jerg Arigaya heirathen? Weißt Du, geben, aber Du kannst die Mutter Gottes darum bitten, was das heißt, mit Einem zusammenleben müssen, den Du und sie wird Dein Gebet erhören, wenn Du Deine Schuld nicht liebst, selbst wenn er der beste Mensch ist?" bercuft." Nach einer Weile blieb sie wieder stehen, ließ Afra herankommen und sagte: " Du hast mir wohl nichts weiter zu sagen?" " Ja, Du sollst nicht falsch richten über mich," rief Meine Lieb' ist rein und ich Afra mit wogender Brust. " Ich hör' es aus Deiner Frage heraus, wie schwer das" Ich habe keine Schuld zu bereuen," versetzte Afra mit hab' keine Ursach', sie zu verstecken. Er liebt die Stasi nicht, sein muß," antwortete Lisei mild. düsteren Augen. Die Stasi thut mir leid, ja; ich will für er liebt mich und das ist mein Recht gegen Euch Alle. Ich " Und dieser Jerg," fuhr Afra erregt fort. Wie haft fie beten, ja; aber ich hab' nichts zu bereuen. Ist Liebe lieb' ihn und er liebt mich, das ist unser Recht gegen die Du um seinetwillen nur den Lechner aufgeben können, wenn eine Schuld, warum haben es die Heiligen zugelassen, daß ganze Welt." er auch hundert Mal ein Bayer ist?" ich den Ambros liebe? Die Schuld trifft die Staft, weil Lisei schüttelte traurig den Kopf. " Darüber hast Du doch gewiß nicht mit mir reden sie mir sein Herz abwendig gemacht hat." " Ich richte nicht," entgegnete sie milde. Gott hat wollen?" lehnte Lisei die Fortsetzung des Gespräches über " Ich bitt' Dich, Du weißt nicht, was Du redeft," rief gerichtet. Du bist unglücklich, wir sind Alle unglücklich: diesen Gegenstand ab. Lisei erschrocken und ihre grauen Augen durchdringend auf das ist die Strafe für unsere Schuld. Ob Du auch Afra schwieg und stumm gingen Beide, das obere Dorf Afra hestend, fuhr sie fort:„ Wenn Du ihn schon geliebt troßest, Du mußt sie hinnehmen. Darum bitt' ich Dich, sei vermeidend, über den Anger weiter. Der Bannwald nahm haft, bevor er die Stafi gekannt hat, denn das willst Du ergeben. Ich will Dir tragen helfen, kann ich doch mit Dir fie auf. Lisei wandte sich links, ihren Schritt mehr und boch sagen, war Deine Liebe nicht schon damals eine Sünde? fühlen, was Du leideſt." mehr verzögernd, im Afra zum Sprechen Gelegenheit zu Battest Du nicht schon damals Deinem Manne Treue ge- Afra antwortete jedoch nicht, sondern starrte mit weitgeben. Diese scharte in die grüne Waldtiefe hinein. Durch lobt vor Gott? Ach, Afra, Afra! Wenn die Treue zerbricht, geöffneten Augen über Lisei fort und als diese sich umkehrte, fie hatte Ambros wohl seine Flucht genommen, dachte sie, stürzt alles über uns zusammen, auf uns herab. Das ist war auch sie nicht wenig betroffen. Sie befanden sich in und es war ihr, als ob sie seine Gestalt in der Ferne eben die Säule, die das Leben trägt." verschwinden sähe. Nein, von Dir hab' ich nicht reden wollen," begann Aber darüber sollst Du die Wahr„ Es ist Alles zusammengebrochen," sagte Afra dumpf. fie mit einem Seufzer. " So laß uns gemeinschaftlich Hand anlegen, das Leben heit hören, warum Dein Bruder den Jerg nieder- wieder aufzubauen," bat Lisei. geschlagen hat. Meine Ehre hat er gegen den boshaften Affen Wieder aufbauen?" rief Afra mit glühenden Wangen. vertheidigt. Mit dem Meffer hinterrücks in der Fauft hat Mein Leben ist blos von Außen bunt bemalt gewesen und der Jerg mich und ihn beschimpft. Du hast selbjt vorhin innen war alles hohl und leer. Ich kann Dir in das gehört, wie seine giftige Bunge Keinen schont, nicht einmal Gesicht sehen, ohne mit der Wimper zu zucken, denn ich hab' nichts gethan, nichts mit Wissen und Willen, um den den eigenen Vater." Es hat mir geahnt," seufzte Lisei und nach einer Ambros an mich zu locken. Ich lieb' ihn, und der Müller Weile fuhr sie fort, mehr klagend als vorwurfsvoll: Du weiß und begreift's, daß ich ihn lieben muß. Du begreifst kannst die Schuld an dem Elend, das aus dem Ambros es nicht, denn wie könntest Du den Lechner aufgeben für seiner unseligen That gefolgt ist, nicht von Dir auf den diesen Jerg? Liebst Du den Lechner?" Jerg werfen wollen. Deine Untreue und dem Ambros Bei diesen Worten ergriff sie Lisei am Handgelenk seine, die trägt alle Schuld. An Eurer Untreue ist der und zog sie zu sich heran und schaute ihr forschend in die Verstand der armen Stasi zerscheitert; denn sie hat sie Augen. durchschaut. Verbirg Dir Deine eigene Schuld nicht!" Ja, ich lieb' ihn," versetzte Lisei sanft, ohne die Lider Dem Ambros seine Gewaltthat ist blos der Tropfen vor den blißenden Augensternen Afra's zu senten. gewesen, der vollen Eimer zum Ueberlaufen gebracht hat. Er und Du, Ihr habet das Herz der armen den Nein, nein! schrie diese heftig. der Nähe des abhängigen Feldes, über welches ein hin und herlaufender Pfad zu den mächtigen Steinblöcken unweit von Staft's Gehöft emporleitete, Bleich wie der Tod, nur nothdürftig bekleidet und mit wirrem Haar tam jest Stafi den Pfad zwischen den Stoppeln herabgeschwankt, Stasi, die nur vor drei Tagen zum ersten Male das Bett verlassen hatte. Lisei flog ihr entgegen. Um Jesu willen, Stasi, wie kommst Du hierher?" rief sie mit feuchendem Athem. Stafi lächelte geheimnisvoll. " Komm mit," flüsterte sie, wir wollen mein Rind suchen." " Dein Kind suchen?" wiederholte Lisei erschüttert. Stasi nickte und fuhr fort: Sie haben mein süßes Bübchen versteckt, weil ich schlecht war. Aber ich werd' es finden und dann werd' ich gut sein und dann wird auch meine Mutter wieder gut sein und schlafen. Weißt Du, es ist schrecklich, wenn Eine todt ist und kann nicht schlafen. Ach, ich weiß, wie das ist. Aber ich kann jetzt nicht länger mit Dir schwätzen, ich muß mein Kind fuchen, mein Lisei machte ihre Hand frei und ging schweigend weiter. Kind." Auf den Samoa- Inseln ist's wieder unruhig. Aus Queensland nachstehende Warnung zu: König" liche Art solcher Einrichtungen, welche durch Anleihen, Borschüsse| klage beruht allein auf der Angabe eines früheren Dieners letzten Jahren und auch in den letzten Wochen ja Manches er und gegenseitige Unterstützung unter den theilnehmenden Arbeitern des Hauptmanns, des Negers Bambuka. Es ist natürlich leben müssen, was Private und Behörden zur Bekämpfung der mit ähnlichen Unternehmungen des Kapitals in Wettbewerb nicht leicht, in diesem Fall zu einem festen Urtheil zu gelangen. Sozialdemokratie, sei es mittels gewaltsamer", sei es mittels treten wollen. Er erkannte solche Einrichtungen nur an, wenn Das Belastungsmaterial scheint allerdings weit gewichtiger geistiger" Waffen, versucht haben, aber ein solcher Fall, wie fie af sozialistischer Grundlage aufgebaut seien, das heißt, wenn dieser, dürfte denn doch seines Gleichen nicht finden. Seht es fie von der tlar aufgefaßten Erkenntniß ausgehen, daß diese zu sein, als das Entlastungsmaterial. nicht eine gradezu rohe Gesinnung und verbisfene Gehässigkeit Einrichtungen mitarbeiten sollen zu dem Ziel, die heutige kapi talistische Produktionsweise in die sozialistische umzuwandeln, und gegen einen vermeintlichen politischen Gegner voraus, wenn man einem alten, siebzigjährigen Greise deshalb die zuerkannt gewefene die theilnehmenden Arbeiter in ihrem Kampf gegen das Malietoa foll entthront und statt seiner König" Mataafa städtische, also aus öffentlichen Mitteln aufgebrachte Unterſtüßung Fapital. gegen die heutige Art der Gütererzeugung zu kräftigen und auf den Thron gesezt werden. Es handelt sich um glück- entzieht, weil er an einem schönen Sonntage einen Spaziergang au ftügen. Solche Arbeiterbörsen dieser lettgenannten Gattung, licherweise ungefährliche- Reibungen zwischen Amerikanern gemacht und auf demselben auch einen Ort besucht hat, wo er welche ähnlich wie in Frankreich, deutlich erkennbar die Natur und Europäern. und das Merkmal an sich tragen von Verbänden der Ueberwachung und des Widerstandes seitens der Arbeiter gegen Mißbräuche und Ausbeutung, feien eine Wohlthat für die Arbeiter. Sie fönnten vorzüglich hier in Italien die Arbeiter fache, die in so beklagenswerther Weise an Verwirrung, Spaltung, Mißtrauen und Unklarheit unter den Arbeitern selbst leide, in entschiedener Weise vor wärts bringen und die soziale Bewegung in Italien endlich einem Zustande entgegenführen, welcher dem anderer Kulturnationen einigermaßen ebenbürtig sei, wenigstens hinter demselben nicht mehr in so merkbarer Weise zurück ftehe. Als Hauptaufgabe dieser Art Arbeiterbörsen bezeichnete Redner: Die Ueberwachung und Beurtheilung aller Vorwände der Kapitalisten für Verkürzung des Lohnes und Arbeitsausschließung, den Rath und die Entscheidung bei Arbeitseinstellungen, die Ueberwachung von Schuhmaßregeln, welche die auf diesem Gebiet so weit zurückgebliebene Gesetzgebung Italiens ganz besonders dringend nothwendig macht, endlich die Hebung der geistigen Bildungsstufe der Arbeiter, deren traurigen Zustand das Verhältniß der Analphabeten in Italien( Derjenigen, die nicht lesen und schreiben können.) so erschreckend nachweift. wußte, Tausende von Menschen, die ein schönes und ernstes Fest begingen, anzutreffen?! Wenn man noch dem armen Greise Australien geht uns nachsagen könnte, er habe auf dem Ochsenberge ein Schlemmerund Prafferleben geführt und damit bewiesen, daß er die ArmenWarnung für deutsche Arbeiter und besonders unterstützung nicht benöthige! Aber nichts von alledem; er ist für solche, die sich aufs Schafscheeren ver- bei der Maifeier gefehen; mag er nun Noth leiden: die städtische Armenverwaltung fümmert sich nicht um ihn!" So stehen. Die Paftoralift's oder Quatters Unions in Queensland, Australien, haben fürzlich auf einer Versammlung beschlossen, Agenten nach Deutschland zu senden, um Arbeiter als Ersatz für die streifenden Schaffcheerer in Queensland anzuwerben. Alle Arbeiterblätter werden gebeten, obiges Eingesandt zum Abdruck zu bringen. Die rothe Wache der Antipoden. Der Streit der Schaffcheerer in Queensland hat leine Aussicht bald zum Abschluß zu kommen, da die Streifenden fest auf ihren Forderungen bestehen. Die Sympathie des Volkes für die Streifenden hat sich erheblich gesteigert; auch läßt man es an materieller Unterstügung nicht fehlen. dammen. Die Verantwortung für diese Mittheilung müssen wir selbstverständlich unferem Bielefelder Parteiorgan überlassen. Beruht sie auf Wahrheit, so wäre damit das Kapitel von der gouvernementalen Sozialreform" um einen beachtenswerthen Beitrag bereichert. Sie Beit. Die Gegner der Sozialdemokratie haben ihr Arsenal geistiger Waffen" um ein neues Prachtstück vermehrt. ließen bei Nacht und Nebel in der Nähe der Fabriken ein Plakat ankleben, das folgenden Inhalt hatte:" Genossen! Ihr habt geſehen, wie unser großfressiger Hoffmann die gerechte Sache mit seinem Blute durch die wagehalsige Flucht vertheidigt hat. Die größte Thorheit hat die Regierung von Queensland be wo die blutigen Arbeitergroschen reichlich fließen, da steht er gangen, als sie die Quatters durch Militär unterstützen ließ. Die wie eine Mauer und reißt den Hals auf wie ein Nußtnader; Der Vortragende schloß mit der dringenden Empfehlung, das Vergewaltigung scheiterte an der besonnenen Saltung der wo es aber Reile giebt, da ist ihm kein Fenster und keine Mauer gezeichnete Merkmal dieser Arbeiterbörsen auch da Streifenden. Die Regierung hat unter dem Vorwand, Ordnung hoch genug. Pfui, welche Feigheit! Pfut, welche Falschheit!" durch streng zu wahren und zu bezeugen, daß die und Frieden im Lande aufrecht zu erhalten, den Zwiespalt nur Offenbar ist es den Gegnern höchlich unangenehm, daß ihnen Vorstände und Beamten nur aus Arbeiter- Elementen verlängert; wäre sie nicht dazwischen getreten, die Hoffmann nicht den Gefallen gethan hat, sich in Eisleben von gewählt würden, daß ferner jeder politische Wahlzweck Differenz zwischen beiden Parteien durch die Statuten ausgeschloffen werde. So geschaffen, können wirt Die Regierung von Queensland hat in ihrer Angst und Bezwischen beiden Parteien wäre längst geregelt. gedungenem Gesindel todtschlagen zu lassen. liche Arbeiterbörsen, wenn nicht eine Waffe, so doch eine wichtige, brängniß die Nachbarkolonien um Beistand erfucht, aber mit Frankfurt, 12. Juni. Man wird sich der seiner Zeit wirksame Schuhmauer bilden im sozialen Rampfe. Immer frei wenig Erfolg; Vittoria und Neu- Südwales haben zwar im großes Aufsehen erregenden Polizei- Affäre auf dem Friedhofe lich werden solche Einrichtungen, solche Schöpfungen nur ein Mothfalle zugesagt, aber nur aus Höflichkeitsrücksichten, benn das bei dem Begräbnisse eines Genossen erinnern, welche eine AnGefäß sein, deren Werth von ihrem Inhalt abhängt. Wollen Wolf dort ist entschieden anderer Ansicht. Südaustralien verhielt lage gegen den Polizeikommissar Meyer und mehrere Schutzdie Arbeiter, welche diese Arbeiterbörsen bilden, die nothwendigen sich ganz neutral und Neu- Seeland fandte eine Note mit dem leute, die dort von ihren Waffen Gebrauch machten, zur Folge Grundbedingungen des Kampfes, den die soziale Bewegung ihnen Inhalt, daß es wohl zu bedauern sei, wenn die ftreifenden hatte. Diese Szene hat heute noch ein späteres Nachspiel vor auferlegt, flar erkennen und danach handeln, so wird der Inhalt Schaffcheerer sich in Ausnahmefällen Uebergriffe erlaubt hätten, Gericht in einem Preßprozeß. In unserem hiesigen Organ, ber des Gefäßes klarer, funkelnder Wein sein, wenn nicht, wie heute doch noch mehr wäre das Vorgehen der Regierung zu ver- Boltsstimme", erschien eine Anfrage im Briefkasten in Nr. 85 noch, eine trübe, gährende Masse! heute vor zwei Monaten: Wo ist Polizeikommissar Meyer? Den Ausführungen des Redners, die scharf und durchsichtig Ausschreitungen und Ruheftörungen sind bei dem Streit Drei Krätscher am Stammtische." Diese wurde dahin be vorgetragen wurden der Redner spricht schnell, mit jener Haft genug vorgekommen, die Landbevölkerung weiß davon zu erzählen, antwortet: Wo der Säbel- Meyer ist, kann uns ganz gleichder Worte, die der Augenblick eingiebt, und ohne jeden Phrafen- doch nur von Seiten des Militärs, welches größtentheils aus giltig sein. Er soll sich jedoch in letzter Zeit in höchst verschmuck der Rede- folgte reicher Beifall. In der darauf sich Freiwilligen( zusammengelaufenem Gesindel) besteht. An Disziplin dächtiger Weise in Leipzig in den Arbeiterwirthschaften umberanschließenden Besprechung zeigte sich indeß, wie gerechtfertigt die und Ordnung ist da nicht zu denken. Diese Landstreicher be- getrieben haben." Wegen diefes Artikels hat der( hier im Bemerkung von der in Italien gegenüber anderen Ländern noch kommen den Tag 6 Sh.= 6 M. und freie Station; selbstverständlich Polizeibureau beschäftigte) Kommissar M. Strafantrag gestellt so vorherrschenden Unklarheit der Arbeiter über die Bedingungen muß es die Bevölkerung bezahlen. Es kam vor, daß die Kerle gegen den Redakteur der„ Volksstimme", Michel Fischer aus des sozialen Rampfes gewesen waren. Es wurden von Seiten sich in ihren Biwads so betranken, daß die Streifenden sich ins Nieder- Wöllstadt. Die Staatsanwaltschaft beantragt unter Anmehrerer Arbeiter die heftigsten Einwände vorgebracht gegen alle mittel legen mußten, um die Bewohner vor Mißhandlungen nahme mildernder Umstände wegen der in dem Artikel enthaltenen derartigen Einrichtungen, die auch bei der besten Verfassung nichts zu schützen. Die Frauen hauptsächlich hatten alle Ursache, fich Beleidigungen 80 M. Geldstrafe und Publikation des Urtheils. anderes sein würden als die bekannten Hilfsmittel der Bourgeoiste, fern zu halten. Auch gehört es nicht zur Seltenheit, daß die Sierauf wird auch erkannt wegen des Schlußsayes. Die Verund es wurde die Revolution als das alleinige Erlösungsmittel Offiziere gemißhandelt werden, und diese Bande nennt man die offentlichung hat in der„ Volksstimme" und in einem anderen in allen Tonarten gepriesen. Der Redner ergriff noch einmal Blatte zu erfolgen. Freiheitsarmee! das Wort, um nachdrücklich von den Widersprechern eine Erklärung zu fordern, was unter dem Wort ,, Revolution", welches so bequem nichtssagenden Vorwänden gefesselt und ins Gefängniß geschleppt. Wahl zum Gewerbe- Schiedsgericht hat die Liste der von den Die Horde überfiel die Schaffcheerer und die Führer wurden unter Koblenz, den 12. Juni. Bei der heute hier stattgefundenen als Talisman vorgeführt werde, zu verstehen sei. Sollte dies Wort Nach monatelanger Untersuchungshaft mußten sie wieder freiund dieser Ruf bedeuten, daß man in der gegenwärtigen Lage gelaffen werden, weil durchaus kein Grund für eine Verurtheilung Sozialdemokraten aufgestellten Kandidaten mit 187 gegen 65 Stimder Arbeiterverhältnisse in Italien ohne materielle Mittel, ohne vorhanden war. Die Streifenden wurden selbstverständlich durch men glänzend gefiegt. jebe Organisation und geistige Vorbereitung auf die Straße dieses brutale Vorgehen nur noch mehr ermuthigt, auszuharren. niedersteigen solle, um der Bourgeoisie Angst einzujagen, in Wahr- Die eigentliche Schafschur beginnt erst Ende Juli oder AnLeipzig, 18. Juni. Der Wähler" veröffentlicht einen zu heit um sich einfach arretiren zu lassen, oder die Schießwerkzeuge fang August, dann wird sich das Blatt wenden. Dann sollen nächst auf den 13. Reichstags- Wahlkreis ausgedehnten AgitationsMühe, auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Redner er- find dieser Aufgabe nicht gewachsen, die Quatters müssen ent- eingetheilt, denen wieder die angrenzenden Dörfer zugetheilt find. läuterte hierauf nochmals den Unterschied zwischen sozialistisch weder nachgeben oder auf die diesjährige Wollernte verzichten, Die Genoffen glauben damit einen gewiſſen Ausgleich in der der Bourgeoisie, und die Versammlung, die einen heftig bewegten hätten schon längst nachgegeben, fürchten sich aber vor Maßorganisirten Arbeiterbörsen und ähnlich betitelten Einrichtungen was für die kleineren vollständigen Ruin bedeutet. Die Letzteren Bertheilung der Agitationskräfte( bei der Besorgung von Flugblättern 2c.) zu erzielen. Charakter angenommen hatte, schloß in äußerster Ordnung. Eine regelung. Im Grunde genommen sind es die großen Kapitalisten Resolution wurde nicht gefaßt. von Queensland, Neu- Südwales und Viktoria, die dahinter eines Lokals auf einem Wiesengrundstück an der Weißeriz tagen Deuben. Eine Volfsversammlung, welche in Ermangelung stecken. Daß in folch bewegter Beit die Sozialdemokratie gewaltige follte, wurde nicht gestattet, weil welche Fürsorge! längs Fortschritte macht, muß einleuchten. Der internationale Trades- der Weißerit diese Wiese nicht abgeschloffen fet, und andernfalls, und Labour- Kongreß in Ballarat( Viktoria), welcher vom 22. bis da ein start begangener Fußweg, welcher, nebenbei bemerkt, noch 29. April 1891 tagte, hat seine Aufgabe glänzend gelöst und die Eigenthum der angrenzenden Grundstückbesitzer ist, vorüberführt, Die kapitalistische Presse läßt nichts unversucht, die Arbeiter Federation of Labour" für ganz Auftralien zu Stande gebracht. möglicherweise eine Verkehrsstörung entstehen könnte. gegen die Unions aufzuheben und abtrünnig zu machen, aber diese Bresse ist seit dem letzten Matrosenstreit so in Berruf gekommen, daß die Arbeiter von dem Geschreibsel teine Notiz nehmen. Der Borgang ist bezeichnend für das tief eingewurzelte Mißtrauen, welches noch bis heute den italienischen Arbeiter in seiner Mehrheit gegen Vorschläge erfüllt, die ihm nicht einen handgreiflich sichtbaren, in Kürze zu erreichenden Ausweg aus seinem Elende zeigen. * 11 # Gegen den Kongostaat ist gegenwärtig die Stimmung in Belgien wieder sehr erregt. Ein offener Brief des Obersten William an König Leopold, der in 12 Punkten schwere Anschuldigungen gegen den Kongostaat erhebt, erregt im Publikum großes Aufsehen. Auch der Prozeß Beder- Walder erzeugt eine ungünstige Stimmung gegen den Kongostaat. Lieutenant Becker soll in weitere zwölf Monate vertagt. Bis dahin bleibt es einer jeden niffes erhielten die Kartelliten nur 28 Stimmen mehr als die einen welcher inzwischen verstorben ist, gemacht haben. Die Ans gericht erhielten, bei den Arbeitnehmern die Kandidaten unserer Fürth( Bayern). Bei der Wahl der Beisitzer zum GewerbePartei über 900 Stimmen, die der Freifinnigen und Gewerkvereiner 53 Stimmen. Bei den Unternehmern siegten die vereinigten Freisinnigen und Nationalliberalen, welche mit dem Gewerbvereine einen Pakt abgeschlossen hatten. Troh dieses Bünd* Ueber ein einheitliches politisches Programm konnte sich der Rongreß nicht einig werden. Die Berathung darüber wurde auf Rolonie ihr Programm ſelbſt South- Australia, Queensland und Neu- Südwales sind ent fchieden sozialistisch. Sie wollten sofort das Wahlrecht auf die Majorität erlangte, ist dem Umstande zu verdanken, daß nur Frauen ausgedehnt wissen. An diesem Punkte zerschellte die Dis- und für beide Kategorien zu gleicher Beit gewählt wurde. Es ein Wahllokal für Unternehmer und Arbeiter vorhanden war fussion. Die Vertreter der anderen Kolonien wollten erst das konnten infolge dessen mehrere hundert Personen, darunter sehr Sie wiederholte das letzte Wort wie zu sich selbst und plural voting sistem") abschaffen und den Seeleuten, Polizisten viele Kleinmeister unserer Partei, von ihrem Wahlrecht keinen ihre Augen begannen unruhig zu flackern. Lisei umschlang und Soldaten das Wahlrecht zugänglich machen. Während der fie im ftummen Jammer mit beiden Armen und hielt fie Beit sollte auch die Frauenwelt politisch geschult werden. In Gebrauch machen und außerdem find 11 Bettel der Unternehmer fest. Es war die höchste Zeit, denn Staft's schwache Kräfte einer Hinsicht hatten sie nicht ganz unrecht, denn die Frauen unserer Partei in die Urne für die Arbeiter eingelegt und für waren erschöpft und sie drohte zusammen zu sinken. Wider haben bisher noch kein Verlangen gezeigt, am politischen Leben ungiltig erklärt worden. Unter solchen Verhältnissen tann das standslos ließ sie sich zurückführen. Lisei mußte sie fast theilzunehmen. In der Absicht, die Frauen zum Wahlrecht heran- Kartell auf seinen„ Sieg" nicht besonders stolz sein. tragen; wie eine welke Blume hing sie in ihren starten zuziehen, waren die Kongreßmitglieder alle einig. Der Verein Vorwärts", in Gemeinschaft mit den englisch hat die Aufnahme eines Inferats, welches das Erscheinen ber Nürnberg, den 12. Juni. Die Leipziger Buchhändlerbörse Armen. In dem Hedengange kam ihnen Onkel David entsprechenden Sozialisten, hatte zur politischen Diskussion auch Liebknecht'schen Broschüre Die Emser Depesche oder wie Kriege gegen, so schnell es seine Unbehilflichkeit erlaubte. Er war einen Delegirten, Mr. W. D. Flinn, gesandt. Er wurde sehr zu- gemacht werden" für den" Buchhandel ankündigen sollte, in das ganz verstört über das plötzliche Verschwinden Stasi's, die vorkommend aufgenommen. Buchhändler Börsenblatt" verweigert! Durch diese alberne er kaum ein Viertelstunde zuvor, still wie an den vorherMaßregel glaubten wohl die Herren Buchhändler, welche über gehenden Tagen in der Stube sigend, verlassen hatte, um das, was dem Volfe an geistiger Speise" zugehen soll, schon die Kuh zu melfen. Mona hatte er erlaubt, ihre Eltern längst eine Art Benfur eingeführt haben, die Verbreitung der auf ein Stündchen zu besuchen. Lisei hatte ihr für ihre Liebknecht'schen Schrift hindern zu können. Die braven Herren, forgsame Abwartung der Kranken nicht nur den versprochenen welche über sogenannte" pitante" Schriften, die für den SinnenRock geschenkt sondern auch eine neue Schürze und darin fitel abgelebter Roués bestimmt sind, eine solche Sperre nicht hatte sie den Ihrigen sich zeigen wollen. leicht verhängen, haben sich aber damit gründlich getäuscht, denn um gute Schriften ins eigentliche Volt zu bringen, dazu braucht Der Vorfall überzeugte Lisei, daß sie nicht länger fäumen man die Leiaziger Börse überhaupt nicht mehr, und diejenigen durfte, Staft unter eine sorgfältigere Obhut zu stellen, als" Einem hiesigen Bürger, welcher über 30 Jahre lang regel- Kreise der bürgerlichen Gesellschaft, welche durch eine Ankündigung David und die kleine Mona auszuüben vermochten. Schon recht seine städtischen Steuern bezahlt hatte, war vor einigen im Börsenblatt erreicht werden sollten, können schließlich, wenn damals, als es keinem Zweifel mehr unterlag, daß Stafi geiftes Jahren, weil er durch die Gebrechen des Alters in feiner Er- auch auf mühsamerem und kostspieligerem Wege, durch andere frank war, hatte Hannes den Vorschlag gemacht, unter seine werbsfähigkeit geschwächt war, von der Armenverwaltung eine Beitungen auch erreicht werden. Also ist's mit dem Boykott der Obhut sie zu nehmen, sobald es ihr körperlicher Zustand unterstützung von monatlich 4 M., sowie eine vierteljährliche Herren buchhändlerischen Großkophtas nichts. erlauben würde. Gleich am nächsten Morgen schickte Lise Als er vor einigen Tagen zu seinem Armenpfleger fam, um die Beihilfe zu feiner Wohnungsmiethe von 9 M. bewilligt worden. München, 12. Juni. Nachdem die löbliche Polizei schon einen Boten an ihren Bruder und ließ ihm sagen, daß für Mai fälligen 4 M. abzuholen, ward ihm die überraschende den ursprünglichen Wortlaut des Plakats mit Aufruf zur ProteſtSieser Zeitpunkt nun da wäre und sie im Laufe der Woche mittheilung, die Armenverwaltung habe für ihn fein Geld an Versammlung gegen die Kornzölle beanstandet hat, fand sie es in Stasi nach St. Martin bringen würde. Bon Mutschleitner gewiesen. Heute Morgen ging er nun auf das städtische Bureau legter Stunde noch für nothwendig, auch die zweite Faffung zu borgte sie das Gefährt. ber Armenverwaltung, um den Grund zu erfragen, und ward verstümmeln und die Spize desselben:" Gegen die Getreidezölle Horrespondenzen und Parteinachrichten. Bielefeld, 13. Juni. In unserem Bielefelder Partei- Organ Volkswacht" lesen wir: Es war eine traurige Reise, um so trauriger, als auch ihm hier die geradezu ungeheuerlich flingende amtliche Eröffnung für billiges Brot" zu streichen. Die Münchener Genossen möchten der Himmel keine Sonne hatte. Regengewölt zog am gemacht: das Armengeld fei ihm entzogen, gerne wissen, ob diese Krähwinkelei in anderen Großstädten Himmel hin und die Felder im Thal wiesen nur noch die weil er am 3. Mai auf dem Ochsenberge ge- Deutschlands auch vorkommt, oder ob sie sich allein einer so fürsehen sei und sich an der sozialdemokra sorglichen Polizei zu erfreuen haben. Stoppeln. Lisei's Bemühungen, Staft ihrer Apathie zu tischen Maifeier betheiligt habe. Man hat in den entreißen, waren immer nur von kurzem Erfolg. Hannes und Frau Carlotta empfingen die Ankommen-" Plural voting sistem bedeutet: Ein Wähler, welcher in den vor der Thür des bescheidenen Pfarrhauses. Stasi er fagen 25 Duftritten zu wählen. Ein Mann gleich 25 Stimmen; 25 Distrikten je ein Grundstück besitzt, hat auch Recht, in tannte Hannes und lächelte ihm zu, wie in ihren Mädchen- baß die besigende klasse hierbei nicht zu tarz kommt, ist klar. jahren, als ob er noch ihr guter Kamerad von damals Süd- Australien macht hiervon eine Ausnahme, da heißt es: one man one vote( Ein Mann- Eine Stimme), die Grundstücke kommen nicht in Betracht. wäre. ( Fortsetzung folgt.) Briefkaffen der Redaktion. W. R., Berlinerstraße. 1. Ihr Bruder kann, da er das amerikanische Bürgerrecht erworben hat, wegen Verlegung der Wehrpflicht hier, wenn er zurückkehrt, zwar nicht mehr bestraft, aber als Ausländer ausgewiesen werden. 2. Zur Legitimation bei der Eheschließung gilt für die seit 1874 Geborenen nicht der irchliche Taufschein, sondern die standesamtliche Geburtsurkunde. Theater. Dienstag, den 16. Juni. Opernhaus. Oberon, König der Elfen. Achtung Maurer Berlins! Schauspielhaus. Der neue Herr. Berliner Theater. Goldfische. Ju der Nr. 136 des Vorwärts" befindet sich ein VerDeutsches Theater. Die Kinder der Sammlungsbericht, betreffend eine öffentliche Versammlung der Exzellenz. Berliner Maurer. Kollegen! Die Vertrauensleute, die von den Berliner Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Maurern gewählt worden sind, haben damit nichts zu thun, sind nicht EinEin dunkles Geheimniß. berufer dieser Versammlung, die da getagt hat, sondern dieselbe ist einberufen von Wallner- Theater. Der verlorene Maurern, die nur eine Sprengung der Berliner Maurer und Uneinigkeit Sohn. Das Modell. dazwischen streuen wollen. Auch sollen Sammellisten von den betreffenden Bellealliance- Theater. Tricoche Herren in Umlauf gesetzt werden, die von den Berliner Maurern nicht und Cacolet. anerkannt werden können. Ostend Theater. Berlin unter Wasser. Lessing- Theater. Cavalleria rusticana( Sizilianische Bauernehre). Margot. Hanfmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier Darum, Berliner Maurer, habt die Augen auf, seid auf dem Poften und fammelt nur Geld auf den Listen, auf welchen der Stempel des Vertrauensmannes der Berliner Maurer sich befindet. Maurer Berlins, denkt an die Versammlung und an Eure Resolution, die Ihr in der Lips'schen Brauerei gefaßt habt! Haltet diese aufrecht, dann wird dem Streit und den Störenfrieden unserer Bewegung bald Einhalt gethan werden. Berliner Maurer, feid auf dem Posten! 235/11 Karl Weisse, Tegelerstraße 27. Sozialdemokratischer Wahlverein des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Grosse Versammlung Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Mittwoch, den 17. Juni, Abends 8 Uhr, in Habel's Braueret, 237/12 Bergmannstraße 5-7: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Haben die Arbeiter Ansprüche auf Liebesgaben seitens des Staates? Referent: Genoffe Stadthagen, ReichstagsAbgeordneter. 2. Diskussion. 3. Rechnungslegung des Kassirers und Abrech nung von der Matinee. 4. Wahl des gesammten Vorstandes und der Re visoren. 5. Verschiedenes u. Fragetasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Zahlstellen befinden sich bei Otto Klein, Zigarrengeschäft, Rottbuser Damm 14; Scheuer, Restaurant, Gneisenaustr. 35; Haugt, Restaurant, Boeckhstraße 12; Schmidt, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Luhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Ernst Wilschte, Bigarrengeschäft, Kazbachstr. 1 u. Junkerstraße 1; Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Grube, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Riesel, Restaurant, Schüßenstr. 58; Böhland, Restaurant, Bülowstr. 52; Graffunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Der Vorstand. THE Achtung! Allgemeiner Deutscher Sattler- Verein. Sonnabend, den 20. Juni 1891: Grosse Dampfer- Partie verbunden mit Sommernachts- Ball ( Nieder- Schönweide). in der Borussia- Brauerei Abfahrt Abends 9 Uhr mit Musik von der Jannowiß- Brücke. Hierzu find Freunde und Genossen eingeladen. Billets sind zu haben bei: 1. Reyer, Restaurant, Alte Jakobftr. 83; 264/10 am Mittwoch, den 17. Juni, Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, 2. Pätschte, Restaurant, Französischestr. 6; 3. Heller, Steh- Bierhalle, PetriAlte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent: Herr Türk. play; 4. Gründel, Dresdenerstr. 116. Billets für Sin- und Rückfahrt 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitglieder werden aufgenommen. Zu recht nebst Tanz 75 Pf. zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Gleichzeitig theilen wir mit, daß am Sonntag, den 21. Juni, ein Ausflug nach außerhalb stattfindet. Näheres in der Versammlung. 1 Bimmerleute! 338/10 Oeffentl. Versammlung d. Freien Vereinigung am Mittwoch, den 17. d. M., Abds. S½ Uhr, in ,, Rehlitz Salon", Bergstrasse No. 12. Stutz' Photographie- Atelier Berlin, Landsbergerstr. 82, nahe Alexanderplatz. Hamburg.[ 501L 12 Vißt-, Brust- od. 1 wirklich. Spezialität: id, gabinetvilo zusammen. 4,50. Ein 1/2 Meter gr. Bild von 10 M. an. Aehnlichkeit, Haltbarkeit w. garantirt Empfehle mein Geschäft in friscaen Unserm Genoffen und Sangesbruder Blumen und Kränzen. Gustav Heider dreifaches Hoch! 533 L Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen W. Werner über Ferdinand Robert Meyer, feinem heutigen Wiegenfeste ein mit 4 Armen, d Fragekasten. Pflicht eines jeden Zimmerers, sowie der Mitglieder iſt Lassalle und die heutige Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. 4 Beinen. es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. NB. Um häufigen Irrthum zu verMartin Borgwald, Ernst Dittmer, Fritz Kube, Hermann und Genossen, daß ich mit J. Meyer, NB.: Kameraden Emil Reuter( Verbandsmitglied), meiden, erkläre ich meinen Freunden Hehsler werden hiermit öffentlich aufgefordert, in dieser Ver- Wienerstr. 1, in teiner geschäftlichen oder Jammlung anwesend zu sein. 69b 59b verwandtschaftlichen Beziehung stehe. Bartdame. Vitreo ift Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. Jetzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt Moabit 80-81. Große Versammlung des Allgem. Arbeiterinnen- Vereins Berl. u. Umg. Mittwoch, den 17. Juni, Abends 8 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Röhlke. 2. Diskussion. 3. Erfatwahl des Borstandes. 4. Verschiedenes.- Herren als Gäste sind eingeladen. Neue Mitglieder werden vor der Versammlung aufgenommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 102/23 Verein sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- Branche. 71 b Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrüde 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Face'schen Markt.[ 746 Fehlerhafte Teppiche, Mittwoch, den 17. Juni, Abends 8 Uhr, in Seefeldt's Salon, Grenadierstr. 33: Läufer, Portieren, Tischdecken Große Mitglieder- Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Reichling Mrtificeretung Wilhelm Fröbel. über:" Gottesbegriff und Christenthum." 2. Diskussion. 3. Billetausgabe Täglich Gr. Konzert. zum Sommervergnügen. 4. Verschiedenes. Gäfte freundlichst willkommen. Spezialitäten- Borstellung. Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel der urkomischen Pantomime Die lustigen Schneider. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Raffeeküche ist geöffnet. Voltsbeluftigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Grosser Ball. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier find neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 PT. H. Schultze( mit'n B). Café Alsen, Wannsee. Große Mitglieder- Versammlung unter Rostenpreis. Fabrik Hille, Zimmerstraße 86, Hof part. Rechts- Bureau Rough preuß, des königl. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstr. 102, 11. Gewissenh. Rath, Hilfe in all. Angelegenh. Unbemittelten unentgeltlich. Sonntags bis 4.[ 1223 b der Freien Vereinigung der Maurer Rohtabak Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 18. Juni, Abends 8/2 Uhr, in Orschel's Salon, Sebastianstraße Nr. 39. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Wildberger. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragetasten. 235/12 J. A.: Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule. Dienstag, den 16. Juni, Abends pünktlich 8 Uhr, im Feen- Palast: Ordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Antrag des Vorstandes auf Erhöhung des Schulgeldes auf monatlich 50 Pf. 3. Erfahwahl zweier Vorstands- Mitglieder. 4. Bericht und Wahl der Kassenrevisoren. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Nur Mitglieder haben Zutritt. 400/1 Der Unterricht fällt an diesem Abend in allen Schulen aus! Der Vorstand. J. A.: E. Vogtherr, Stephanstraße 7a.2 Neue Welt, Hafenhaide 36. Montag, den 22. Juni 1891: empfiehlt 114b Rud. Seiffert, Reichenbergerstr. 171 Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. 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Betreffs der Getreidezölle hatte die chen und müsse ein Gramen bestehen, und ganz mechanisch habe Stadtverordneten- Versammlung beschlossen, das Staatsministerium ( 3um Gedächtniß von N. W. Schelgunoff.) ich, wie in meiner Kindheit, den Rock blizsauber gebürstet und zu ersuchen, in Rücksicht auf den hohen Stand der Getreidezölle Der gefnebelten russischen Presse war es nicht möglich, das bis zum Halse fest zugeknöpft." Das„ Examen" wurde und in Anbetracht der ungünstigen Ernte Aussichten bei dem Andenken von Nikolaj Wassiljewitsch Schelgunoff, einem ihrer ernster, als Schelgunoff geglaubt hatte und von der Grenze Bundesrathe die sofortige Suspension der Getreidezölle bis zum vorzüglichsten Vertreter, nach Verdienst zu feiern. Einzig der wurde er geradenwegs in die schreckliche Feste St. Peter's und Inkrafttreten der neuen Handelsverträge und die alsbaldige Be ergreifende Artikel Michajlowsky's, eines Freundes des Verftor- Paul's nach St. Petersburg, transportirt. Man beschuldigte rufung des Reichstages zur Herbeiführung eines Beschlusses benen, hat den russischen Lesern in würdiger Weise vor Augen ihn, unter anderem, mit Nihilisten in fortgesetzten Beziehungen hierüber zu beantragen, ferner den Magistrat ersucht, diesem Begeführt, welchen Verlust sie durch das Hinscheiden Schelgunoff's gestanden und in seiner Revue unter Pseudonymen Artikel von schlusse beizutreten. Hierauf erwidert der Magistrat, daß erlitten haben, der länger denn 30 Jahre ununterbrochen für die Revolutionären, besonders von Tichomiroff, damals einem ein- ganz abgesehen davon, daß die angeregte Eingabe nach der ErIdeen des Fortschritts, der Zivilisation und der klassenbewußten flußreichen Mitglied der terroristischen Partei, jetzt einem Ver- flärung des Herrn Ministerpräsidenten vom 1. Juni d. I. zur der Magistrat unter Bezugnahme Solidarität in die Schranken getreten ist; vor einem Monate räther und Mitarbeiter des reaktionärsten Blattes von Rußland, Beit aussichtslos erscheine war es, da ereilte ihn, den 67jährigen, der Tod. Ich habe Schel- veröffentlicht. Schon vorher schwach und kränklich wurde Schel- auf seine früher in dieser Angelegenheit, wie in ähnlichen Fällen gunoff persönlich nahe gestanden und so will ich versuchen, hier gunoff ein Jahr lang in der Festung gehalten und dann im gefaßten Beschlüsse, sich nicht in der Lage sehe, dem Beschlusse einige Mittheilungen über ihn zu machen, die, so hoffe ich, Gouvernement Smolensk internirt. Ein neuer Schlag brach seine der Stadtverordneten- Versammlung beizutreten. Bis zum Jahre nicht des Interesses für die deutschen Sozialisten ermangeln Gesundheit völlig: sein zweiter Sohn, Nikolaj, ein junger sehr 1886 war der Magistrat in dergleichen Fragen, auch bei Getreidegefcheidter und thatkräftiger Offizier, sah sich in eine Ver- zöllen, der gleichen Ansicht, wie die Stadtverordneten- Versammlung Das Leben Schelgunoff's ist eng mit den letzten 35 Jahren schwörung sozialistischer Revolutionäre verwickelt und degradirt, gewesen; erst von da an datiren die von ihm entdeckten prinzipiellen der russischen Geschichte verknüpft. Er führte nicht die Haupt- wurde er als gemeiner Soldat in die turkestanische Armee gesandt, Bedenken, nach welchen städtische Behörden nicht berufen sein sollen, als partie, aber er spielte die zweite Violine und er spielte sie so vor- um dort allen Entbehrungen in der sengenden Gluthiye Zentral- solche in die Fragen der allgemeinen Politit, der Finanzgesetz trefflich, daß sein ganzes Leben eine zusammenhängende Rette von asiens ausgesetzt zu sein. Doch der alte Rämpe für Freiheit und gebung und Wirthschaftspolitik eingreifen, wenn sie nicht eine Verfolgungen durch die Regierung wurde. Als Edelmann von Sozialismus, schwer verletzt in seinem Vaterherzen, wurde als hervorragende örtliche Bedeutung oder eine unmittelbare BeAuch der Geburt und da er seine Studien glänzend absolvirt hatte, wurde Bürger und Mann durch das Verhalten seines Sohnes er- ziehung zu den Gemeinde Angelegenheiten hätten. er 1855 auf einen Lehrstuhl an der Forstakademie berufen. Doch frischt und getröstet und bis zum Ende seiner Tage ließ er nicht Erfurter Magistrat hat es abgelehnt, eine Petition behufs feine nimmer raftende Lernbegierde drängte ihn vor Allem in ab, seine Feder im Dienste der edlen und großen Ideen zu Aufhebung der Getreidezölle beim Reichstanzler einzureichen, das Ausland. Dort verfolgte er mit lebhafter Theilnahme das führen. Während seiner letzten Krankheit empfing er Hunderte wozu ihn eine große Voltsversammlung aufgefordert hatte. politische und soziale Leben, fah viel, studirte viel: sein durch von Briefen, Telegrammen, Beileidsadressen aus allen Theilen Mannheim, den 13. Juni. Die Protestversammlung nahm dringender Verstand, sein edler und unabhängiger Geist ließen Rußlands, darunter- bedeutsamer Weise von den sozialistischen einen glänzenden Verkauf. Sie mußte troß der Ungunst der Sein Begräbniß ward eine ihn rasch unterscheiden, von welcher Geite der wahre Arbeitern St. Petersburg's. Fortschritt kommt und als überzeugter Sozialist fehrte er nach imposante Feier: trotz des Verbotes der Polizei, daß kein Witterung wegen der Masse der Besucher, die im Saale nicht Rußland zurück. Die schwachsinnige Regierung Nikolaus I. war Manifestirender sich durch die Hauptstraßen bewegen dürfe, Plaz gefunden hätte, im Garten des Badner Hofes abgehalten werden. Nachdein Dreesbach unter lebhaftem Beifall Recheneben erst in Schmutz und Unfähigkeit zusammengebrochen; die mußte Pobjedonostjeff, dieser Torquemada des 19. Jahrhunderts, schaftsbericht über seine Thätigkeit im Reichstag erstattet hatte, Aera der Reformen begann und goldene Träume 2 Schritte vom Winterpalais entfernt, aus einem Fenster referirte Ehrhardt über„ Reichsregierung und Kornzölle". Seine Synode den Zug von mehreren Tausenden von spielten noch um den Thron Alexanders II., des liberalen Mon- der Studirenden und Studentinnen, Arbeitern und Darlegungen fanden allgemeine Zustimmung. Die Resolution archen". Schelgunoff warf sich mit aller seiner Kraft in die Menschen, wurde mit dem Bebel'schen Zusatz und dem Paffus: Die Verdarunter zahlreichen Kranztragenden DorEmanzipationsbewegung und nahm bald seinen Platz in der Schriftstellern, sammlung ersucht die Regierung von Baden, ihre drei Bundesersten Stämpferreihe, neben den unerschrockensten Schriftstellern ein. überziehen sehen; blaß vor Wuth eilte er auf der Stelle nach bevollmächtigten zu beauftragen, im Bundesrathe einen Antrag Was höchst charakteristisch ist sein erster Artikel, der Aufsehen Gatschina, um den Kaiser zu benachrichtigen. Verhaftungen, auf Aufhebung der Getreidezölle zu stellen- cinstimmig angeerregte, war dem ,, Proletariat von Frankreich und von England" ge- Verbrennungen, Ausweisungen auf administrative Verordnung, widmet und beruhte zu einem Theile auf der höchst bemerkens- Untersuchungen begann es zu regnen. Besonders war die Renommen. Einen weiteren Antrag, man möge den Stadtrath werthen, aber damals noch wenig bekannten, Studie von Engels gierung darüber aufgebracht, daß unter den Kränzen einer von veranlassen, sich der Petition um Aufhebung der Getreidezölle anüber„ Die Lage der arbeitenden Klassen in England". Diese den St. Petersburger Arbeitern geschickt war und daß ein Redner zuschließen, bezeichnet Dreesbach als eine grausame Fronie. Wir würden uns nur lächerlich machen, wenn wir den Mannheimer Arbeit wurde im„ Zeitgenossen", der unter der Redaktion des aus Arbeiterkreisen am beherztesten gesprochen hatte. Auch hatte Stadtrath mit einem solchen Ersuchen angingen, ihn, der das großen Tschernyschewsky stand, veröffentlicht und bald folgten der Polizeipräfekt die Ordre bekommen, die Untersuchung über weitere Erzeugnisse seiner Feder im„ Russischen Wort", durch die Betheiligung der Arbeiter an der Kundgebung mit unerbitt- ohnehin theure Brot durch zähes Festhalten an dem Oktroi noch um ein bedeutendes vertheuere und darum für die Mannheimer welche sich Schelgunoff den Ruf eines glänzenden Popularisirers licher Strenge anzustellen, und es scheint das würdige und selbst- Bevölkerung wenigstens mit Schuld sei an dem Brotnothſtand. erwarb. Unter den ersten Opfern der Reaktion, die 1861 ihr bewußte Auftreten der Arbeiter in Berhöre keineswegs nach dem Aber die sozialistischen Stadtverordneten ersucht Dreesbach, sie Schlangenhaupt erhoben hatte und sich des schwachen Kaisers Geschmack der Regierung gewesen zu sein. bemächtigte, befand sich Schelgunoff, damals schon Oberst des gunoff's Begräbniß ist das leibhaftige Bild der russischen Re- möchten sich bei der nächsten Bürger- Ausschußsizung ganz ener Forstchors, angeklagt, einen revolutionären Aufruf An die Sol- volution an dem Despotenpalaste vorbeigeschritten die da gisch bei dem Stadtrath befragen, ob denn ihr Antrag auf Auf Daten" erlaffen zu haben; er wurde 1868 im Gouvernement arbeiten mit dem Kopf und die sich plagen mit der Hand, Seite hebung des Oftrois unbesehen in den Papierkorb gewandert sei. Wologda, einem der trostlosesten des nördlichen Rußlands, an Seite und denen unserer Feinde, die glauben oder glauben internirt. Aus dieser Periode seines Lebens datirt seine möchten, diese Revolution sei todt, rufen wir die alten Verse des hübsche Studie über die in der Spißenfabrikation be- leider an seinem Lebensabend abtrünnig gewordenen Freiabtrünnig gewordenen Freischäftigten Frauen Wologda's. In der Folgezeit nach- ligrath zu: einander in Kaluga, Smolenst und Nowgorod internirt, erhielt Schelgunoff erst 1879 die Erlaubniß nach St. Petersburg zurückzukehren, wo er einer der Hauptredakteure der Revue ,, Die That" wurde, deren Mitarbeiter er schon immer gewesen war. Um diese Zeit machte ich die Bekanntschaft Schelgunoff's; ich fonnte die Klarheit seines Geistes und den Schwung seiner Seele nicht genug bewundern. Uebrigens war damals eine stolze Zeit im russischen Leben und alle tapferen Herzen flopften voll fühner Hoffnung: Der Absolutismus, erbebend vor den schrecklichen Schlägen des Exekutivkomitee's der revolutionären Partei, schien jeden Augenblick zusammenstürzen zu müssen und der Zweifel, der große Zweifel über das Morgen durchbrang selbst die Gemüther der Barendiener. In den sozialistischen Kreisen kannte man die Antwort, die Scheljaboff, ein Hauptmitglied des EreHamburg. Zwanzig Protestversammlungen gegen die Rorns futivkomitee's, einem der Liberalen aus den höheren Kreisen gab, Rummelsburg. als er die Revolutionäre ermahnte, weise zu sein und ihnen eine Stralau und Hummelsburg fand unter dem Vorsitz des Genossen Molkenbuhr über die Kornzölle und die Reichsregierung vor ca. Eine gut besuchte Versammlung für Den Reigen eröffnete Altona, wo der Reichstags- Abgeordnete Eine gut besuchte Versammlung für zölle fanden hier und in der Umgegend in diesen Tagen statt. baldige Berufung der Notabeln zufagte:„ Und was nüßen uns Ritter- Rummelsburg Sonntag Vormittag statt. Gtwa 500 Per 3000 Versammelten sprach. Im zweiten Hamburger Wahlkreise Eure Notabeln, da wir schon die fliegenden Tritte der Revolution sonen, darunter sehr viele Frauen, waren anwesend. Nach einem sprach Tuyauer aus Berlin vor ca. 4000 Personen, in Ottensen hören!" Ich sehe mich immer wieder eines Abends bei Schelgunoff. Referat des Genossen Wilhelm Werner- Berlin über die Korn- Julius Bruhns aus Bremen. Ferner fanden Versammlungen wo sich viele sozialistische Schriftsteller, Damen, Studenten und zölle und die Reichsregierung wurde Gegner waren nicht an- statt in Schiffbek: Referent Genosse Grünwaldt, Gimsbüttel: ohne Diskussion die vom Parteivorstand vorge Frohme, Winterhude: Metzger, Hamm: Moltenbuhr, Barmbek: welche die Polizei gerade mit allen Anstrengungen, aber vergeb- schlagene Protestresolution mit dem Bebel'schen Zusatz( VI. Wahl- Theiß, Harburg: Frohme, Harvestehude: Fischer, Billwärder: Offiziere zusammenfanden, darunter einige Revolutionäre, auf wesend lich, fahndete. Eine große Zahl der Eingeladenen wußte, daß treis) einstimmig angenommen. Joh. Schwarz, Rothenburgsort: Metzger, in Bergedorf, in die Partei des Volkswillens der Regierung das Ultimatium gestellt hatte: Tod dem Absolutismus oder Tod dem Zaren! Wilhelmsberg. Eine Protestversammlung, welche von St. Georg: Reichstags- Abgeordneter Förster und in Bargteheide. Und mehrere unter uns[ wußten, uns wußten, die Katastrophe war etwa 250 Männern und Frauen besucht war, so daß der Saal Geesthacht. Eine Antikornzoll- Versammlung fand auch hier Toast vollständig gefüllt war, fand Sonntag Nachmittag in Wilhelms am Donnerstag Abend statt. Referent war Reichstags- Abgeordneter Revolutionäre brachte Unter- berg statt. Genoffe Wilhelm Werner- Berlin referirte über das Metzger. Die gespannte Aufmerksamkeit, mit welcher die gut be haltungen belebten sich und Schelgunoff zog einen sehr glücklichen Thema: Die Kornzölle und die Reichsregierung. Gegner waren suchte Versammlung den Worten des Redners, der die Rede des den Untergang Altrußlands"! Die Vergleich zwischen der zivilisatorischen Arbeit Peters des Gr. wohl anwesend, doch wagten dieselben nicht ihre Meinung zu Reichskanzlers vom 1. Juni einer scharfen Kritik unterzog, folgte, und der revolutionären der Sozialisten:„ Gewiß bin ich kein vertreten. Es wurde sodann die vom Parteivorstand vorge- sowie der lebhafte, wiederholte Beifall ist wohl als Beweis zu großer Verehrer des Zaren Peter des Gr., sagte er; höchlich schlagene Protestresolution angenommen. erachten, daß man auch hier die vom Reichskanzler geäußerte aber muß ich den Diktator Peter den Gr. bewundern: er schlug Auficht wir haben keinen Mothstand" nicht anerkennt, und fand die alte Moskowiterform in Trümmer; er beschleunigte die natürdenn auch die bekannte Resolution mit dem an den Senat gegerichteten Schlußpassus einstimmige Annahme. nahe! Einer der „ auf aus .. O nein! Ja, bei SchelSie stellt die Harfe vor sich hin, fie schlägt sie trotzig, Euch zum Troy! Sie spottet lachend des Erils, wie sie gespottet des Schaffots. Sie singt ein Lied, daß Ihr entfeht von Euren Sesseln Euch erhebt, Daß Euch das Herz, das feige Herz, das falsche Herz, im Leib erbebt! Jwan Schergejewsky. Gegen die Kornzölle. Mühlhausen. Eine am Freitag, den 12. Juni, hier tagende, von mehr als 300 Personen beiderlei Geschlechts besuchte Boltsversammlung nahm nach einem mit großer Aufmerksamkeit und lebhaftem Beifall aufgenommenen 13/ 4ftündigen Referat des Genoffen Peus aus Berlin sowohl eine Resolution betreffs Petition an die Gemeindevertretung in Sachen der Kornzölle, als auch die von der Parteileitung vorgeschlagene Resolution gegen die Kornzölle einstimmig an. Höchft a. M., 12. Juni. Am 10. Juni tagte hier eine von etwa 500 Personen besuchte öffentliche Protestversammlung, in welcher Genosse Emmel aus Frankfurt a. M. über die Getreidezölle und die Reichsregierung referirte. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Referat wurde die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution mit dem Bebel'schen Zusatz einstimmig angenommen. sprach über die Aufhebung der Kornzölle. Die Resolution fand einstimmige Annahme. Friedrichshagen. Behufs Stellungnahme gegen die Kornliche Entwickelung der Verhältnisse. Und heute es lebe die zölle fand am 14. Juni im hiesigen Gesellschaftshause eine von Dittatur des revolutionären Sozialismus, der die alte Form des etwa 700 Personen besuchte öffentliche Boltsversammlung statt. Petersburger Kaiserthums zerschmettern wird und eine neue Ord- Unter lautem Beifall kritisirte Genosse Zubeil- Berlin die vom Bremerhaven, 13. Juni. Die auf Freitag Abend an nung der Dinge aus dem Schooße der alten retten wird!" Fürsten Bismarck inaugurivte Zoll, und Wirthschaftspolitik. Die beraumte öffentliche Volksversammlung war äußerst zahlreich bees war am 13. März 1881 schlenderten wir Barteiresolution fand einstimmige Annahme. An Stelle des sein sucht und nahm den denkbar günstigsten Verlauf; ca. 1300 Per 14 Tage später gerade mit Schelgunoff auf dem Newsky- Prospekt, als ein Amt als Vertrauensmann niederlegenden Genossen Stachow sonen waren anwesend. Zigarrenfabrikant Schmalfeldt aus Stade dumpfes, ungewohntes Lärmen an unsere Ohren schlug und wurde Genosse Maiwald gewählt. plötzlich blitzesgleich eine Schwadron Kosacken mit einSpremberg. Am Donnerstag tagte hier eine öffentliche gelegten Lanzen, die Pferde mit dem Bauche fast die Erde fegend, durch die Straßen fauste: 5 Minuten darauf wußten Boltsversammlung, welche Protest gegen die Haltung der RePlauen i. V. Am Sonnabend, den 18. Juni, fand im wir, daß sie den Kaiser hatten schützen sollen,-„ au spät", sagte gierung in der Kornzollfrage einlegen sollte. Es war dies eine uns mit geheucheltem Schmerze ein Liberaler aus unserer Be- iener Versammlungen, wie wir sie nur gesehen haben, als im Saale des" Tivoli" eine von annähernd 1000 Personen besuchte vorigen Jahre die Wogen der Wahlbewegung ihren Höhepunkt geschlagenen Tagesordnung statt. Der Saal wurde lange vor öffentliche Versammlung mit der vom Parteivorstand vorDie alte Form war zerschlagen, doch die neue Welt hatte ver- erreicht hatten. Bei Eröffnung der Versammlung wies Genosse Beginn der Versammlung polizeilich gesperrt, so daß Hunderte hängnißvoller Weise noch teine feste Gestalt angenommen und Buder auf die wirthschaftliche Krife hin, welche über alle In- wieder umkehren mußten. Herr Ober- Staatsanwalt Dr. Harto trauriges Bild dieses entscheidenden Momentes in der dustriezweige eingebrochen, deren Ende noch garnicht abzusehen russischen Geschichte an der Seite des Raisers fällt, verkannt, ist. Hierauf hielt Genosse Alfons Beyer einen einstündigen Vor- mann, der brieflich eingeladen war, hatte abgelehnt. Seine der Revolutionär und mit dem Blut fließt sein Leben dahin. Das trag über die Getreidezölle und die Haltung der Regierung. Eine Stellung zu den Zöllen habe er stets offen begründet, und eine Einberufung des Reichstages zum Zwecke der Zollsuspendirung Weitere ist bekannt: die übermenschlichen Anstrengungen schwächten Diskussion fand, da sich Gegner nicht zum Worte meldeten, nicht werde nicht stattfinden; folglich brauche er auch seine event. Haldie noch zu junge und zu wenig zahlreiche Bartei; die Ber- statt. Die Resolution gelangte hier auch einstimmig zur Antung nicht zu motiviren. Der Referent, Landtags- Abgeordneter haftung der Häupter erschütterte die Organisation; die sprich- nahme. Die Versammlung schloß mit dem Ruf: Fort mit den August Staden, würdigte den Brief gebührend. Das Referai wörtliche Feigherzigkeit der russischen Liberalen' that das Rornzöllen! wurde mit großem Beifall aufgenommen und die Resolution des Uebrige. Görlitz, 12. Juni. Donnerstag, den 11. d. M., fand im Parteivorstandes mit dem Zusatz für Sachsen, sowie eine zweits Die Reaktion erhob von neuem ihr Haupt, von Tag zu Tag Saale des Konzerthauses eine von ungefähr 1800 Personen be an den Stadt- Gemeinderath gerichtete und eine Dritte die Ver frecher; Abfall! Berrath! Schelgunoff trat in die Bresche, muthig suchte Protestversammlung gegen die Getreidezölle statt. Auch ſtaatlichung des Grund und Bodens fordernde, wurden einstimmig, fämpfend für die Ideen, die er ſeit 25 Jahren vertheidigte. Frauen waren zahlreich erschienen. Genosse Keller sprach unter angenommen. Hieran schloß sich noch ein Referat Kadens über 1883 wurde er wiederum nach Wiborg, nach Finnland verbannt, infolge eines Studentenbankettes, auf welchem einer der Redner lebhaftem Beifall über: Die Getreidezölle und die Reichsregierung. Die Landtagswahlen und die Wahl eines Wahlfomitees. Mit von Gewissenlosigkeit unter der bevorrechtigten Minderheit in In der lebhaften Diskussion sprechen sich alle Redner im Sinne brausenden Hochs auf die Sozialdemokratie wurde die imposante Rußland, die das Bolt drücke und aussauge, sprach und den des Referenten aus, worauf einstimmige Annahme der Resolution Versammlung geschlossen. Dederan, den 12. Juni. Am Mittwoch, den 10. Juni, Mangel an Stolz und Selbstgefühl in der großen Masse der erfolgte. " Nation, die sich nicht gegen ihre Unterdrücker und Ausbeuter zu Barmen, 13. Juni. Die vom„ Sozialdemokratischen Abends 9 Uhr, fand hier im Saale zur Stadt Chemnitz" eine wehren wagt, beklagend hervorhob. Wenige Monate später Verein" anberaumte Protestversammlung gegen die Getreidezölle von ca. 300 Personen besuchte Wolksversammlung statt, in welcher glückte es indessen Schelgunoff, sich von der Regierung einen Paß war derartig gut besucht, daß der große Saal des Zentral- Hotels der Reichstags- Abgeordnete W. Stolle über die direkten und in zu einer Reise ins Ausland zu erwirken. Aus Berlin schickte er die Menge taum zu fassen vermochte. Referent war Genosse direkten Steuern und die Zollgesetzgebung des Deutschen Reichs angenommen. der Gewerbenovelle 2C. bekundet wird. A Lokales. # 1 " " " " Was ist die Folge einer solchen Arbeiter- Muster- Ehe nach dem Sinne der Spartheoretiker? Krankheiten, franke, verkrüppelte oder sieche Kinder und ein frühzeitiger Tod der entkräfteten Mutter. referirte. Dem Redner wurde reicher Beifall gejollt. Die Ver-| Kinder in den Klassen die Rede war, verkündete die„ freisinnige"| Folgen dieser Mittheilung? Erst Freude, dann Schreck, dann fammlung nahm die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution Presse, daß noch Tausende von Plägen unbeset Familienrath und der Beschluß: Nun müssen wir sparen, und gegen die Kornzölle einstimmig an. Zum zweiten Punkt der seien. Man vergleiche damit die Aeußerung des Grafen Brühl, zwar dadurch, daß wir uns beim Konsum der allernothwendigsten Tagesordnung: Gründung eines Wahlvereins" ergriff der welcher die Beschwerden über verfallene Dorfschulen und Lehrer- Lebensbedürfnisse einschränken." Die Familie, die vielleicht bis Referent nochmals das Wort, um der Versammlung klar zu wohnungen mit dem Bemerken zurückwies, die heutigen dahin in der glücklichen Lage war, sich jeden Tag etwas Fleisch legen, wie nothwendig eine derartige Organisation für die Ge- Dorfschulen feien komplette Paläste, oder das Wort des und zum Brot mitunter etwas Bubrot zu leisten, beschränkt nossen und die Arbeiter ist und es ließen sich auch sofort 49 Per- Generals Vogel von Falckenstein, welcher auf die Klagen über diesen Genuß auf zweimaliges Fleischessen in der Woche, fie sonen in die ausgelegten Listen eintragen. die Mißstände des Kasernenlebens antwortete, die Kasernen feien spart den Zucker und die Milch beim Kaffee und was es an wahre Ferienkolonien. Die Freisinnigen" haben sich auch darüber solchen Ersparnissen mehr giebt. Der dadurch erzielte ReichFürth( Bayern). In einer von zirka 1000 Personen be- entrüstet, aber sie haben allen Grund, zuerst vor ihrer eigenen Thüre thum wird dann zur Spartaffe getragen, um rechtzeitig für den fuchten Volksversammlung wurde nach eingehendem Vortrag des zu fehren. Als der armen Bevölkerung Berlins durch unentgeltliche bestimmten Zweck abgehoben zu werden. Vater und Kinder und Genossen Dertel aus Nürnberg, die Resolution des Parteivor- Lieferung der Lehrmittel an die Gemeinde- Schulkinder eine auch die Mutter, die eigentlich in dieser Zeit erst recht der Pflege standes, gegen die Aufrechterhaltung der Getreidezölle, einstimmig drückende Last abgenommen werden sollte, da entdeckten bedarf, hungern und entsagen bisherigen Gewohnheiten. Aber die Freisinnigen", daß die Eltern der Kinder dieses, Almosen" die Sparkasse hat wieder Mehreinnahmen; der Volkswohlstand Stuttgart, 13. Juni. Die letzten zwei Wochen sind von der gar nicht wünschten. Ueberdies, hieß es, würden die ist gestiegen. Und nun einen Fall, der in Berlin und in allen großen sozialdemokratischen Partei zu einer ausgedehnten und, wie wir Die Freisinnige Zeitung" wies darauf hin, daß durch die Aus- Städten sehr häufig vorkommt. Ein Arbeiter, der vielleicht die mit Genugthuung konstatiren können, sehr erfolgreichen Agitation führung des Stadthagen'schen Antrages der Stadtverwaltung die eine Hälfte des Jahres arbeitslos ist, während der anderen im ganzen Lande benutzt worden. Den Reigen der Versamm Mittel zu einer weiteren Ermäßigung der Miethssteuer im Hälfte des Jahres aber soviel auch nach Feierabend arbeiten lungen eröffnete der sozialdemokratische Reichstags- Abgeordnete Ulrich aus Offenbach im großen Saale der neuen Arbeiterhalle Interesse der unteren Klassen" entzogen würden. Genau so be- muß, daß er so zu sagen auf die Nase fällt, tragt das in den in Stuttgart. Ulrich sprach sodann in Gmünd, Aalen, Seiden- bauptet die Junkerpresse, daß das Volk die Last der Getreidezölle Ueberstunden verdiente Geld zur Sparkasse, das er selbstheim, Heilbronn, Eßlingen und Heslach, und zwar überall vor gar nicht fühle, und daß deren Aufhebung die Landwirthschaft verständlich in der Zeit der Arbeitslosigkeit wieder holen Ist dies etwa ein Beweis seiner Wohlhaben außerordentlich zahlreicher Zuhörerschaft. Die Versammlungen schädigen würde, also im Interesse des kleinen Landmanns" nicht muß. heit? Aber die Sparkasse macht natürlich große Umsätze. waren vom besten Geiste getragen und die von der sozialdemo- gewährt werden dürfe. kratischen Fraktion empfohlene Resolution in Betreff der Getreide- Neuerdings hat sich übrigens auch Herr Richter zu dem Zu- Diese Beispiele sind durchaus nicht etwa blos in meiner Phantasie zölle wurde einstimmig angenommen; ebenso die weiteren geständniß bequemen müssen, daß auch unter der Berliner Arbeiter entstanden, sondern voll und ganz aus dem Leben und besonders Resolutionen, in welchen der sozialdemokratischen Fraktion schaft so etwas wie ein Nothstand existirt. Er meldet in der aus dem Berliner Leben gegriffen, und ich wäre sehr wohl in der volles Einverständniß der Versammlungen mit ihrer Sal- Freifinnigen Zeitung":" Gin bedenkliches Zeichen tritt in der Lage, diese Beispiele noch um eine beträchtliche Bahl zu verder Versammlungen mit ihrer Hal- Armenverwaltung der Stadt Berlin hervor. In den legten mehren. Ich will nur noch einen Fall anführen, welchen man tung bei der Berathung des Arbeiterschutz Gesetzentwurfs, Monaten und besonders in den letzten Wochen sind unverhältniß in Fabriken, in welchen Mädchen beschäftigt werden, sehr häufig Gleichzeitig hatte es auch der Reichstags Abgeordnete Dietz unter mäßig viel Kinder, hauptsächlich solche, welche von den Eltern beobachten kann. Ein Mädchen macht die Bekanntschaft eines Herrn und hofft nommen, in ebenfalls massenhaft besuchten Versammlungen im hilflos verlassen sind, der Armenverwaltung überwiesen und der Stöckach, in Cannstatt und Reutlingen über die Thätigkeit des Waisenverwaltung zugeführt worden. Dies ist, wie man uns denselben zu heirathen; sie wird dann sofort anfangen zu sparen, Reichstags, sowie über die Nothwendigkeit der Aufhebung der aus kommunalen Kreisen schreibt, ein deutliches Anzeichen dafür, um ihre häuslichen Tugenden zu beweisen. Bei 10 M. WochenGetreidezölle zu referiren. Die vorgeschlagenen Resolutionen daß der Nothstand in die arbeitenden Klassen lohn hat sie sich vielleicht ab und zu ein warmes Mittagessen, wurden ebenfalls einstimmig angenommen und die Vorträge mit zu bringen beginnt."" Beginnt" ist gut gesagt! Bei dem oder wenn sie dazu, was gar nichts Seltenes ist, teine Zeit hatte, reichem Beifall aufgenommen. In denselben Zeitraum fielen Freifinn" beginnt" die Noth der arbeitenden Klassen immer erst dann und wann des Abends ein warmes Abendbrot zubereitet. die Agitationsvorträge des Genossen Schreiner Schmid aus Mün- dann, wenn sie sich nicht länger ableugnen läßt, und die Be- Aber mit den Heirathsgedanken stellt sich ein unwiderstehlicher chen, welcher in Stuttgart, Cannstatt, Bietigheim, Heilbronn und hauptung des Gegentheils lächerlich zu werden anfängt. Hr. Richter Spartrieb ein. Das arme Mädchen lebt von Brot und Kaffee an anderen Orten über die wirthschaftliche Lage der Arbeiter hat sich jüngst auch darüber belehren lassen, daß nach der neuesten und betrachtet bei nagendem Hunger ihr- Sparkassenbuch. sprach. Außerdem haben die regelmäßigen Vorträge und Ver- Statistik eine erhebliche Vermehrung der Vergehen gegen das Eigenfammlungen in feiner Weise eine Unterbrechung erlitten, und es thum stattgefunden hat, und daß bei graphischer Darstellung des werden sich den öffentlichen Versammlungen in den nächsten Tagen Steigens der Lebensmittelpreise und der Diebstähle die beiden noch eine weitere Anzahl solcher anreihen. Es bleibt uns nur Kurven einander parallel laufen. Die Agitation der freisinnigen" Partei gegen die Kornzölle, Ist es nun nicht der blutigste Hohn, aus den auf solchem noch übrig, die Genossen in den Städten erneut aufzufordern, die welche von ihr nur deshalb so eifrig betrieben wird, weil sie sich Wege zusammengebrachten Groschen auf den Wohlstand der Agitation auf das Land hinaus zu tragen. den Anschein von„ Volksfreundlichkeit" geben möchte, wird ihr Arbeiterklassen zu schließen? Nehme man dagegen doch mal die für immer verlorene Position nicht zurückerobern helfen. Es eine Statistit der in Pfandhäusern versetzten Gegenstände auf wird namentlich den Berliner Freisinnigen" niemals gelingen, und man wird zu ganz anderen Resultaten kommen. vergessen zu machen, daß fie in der Stadtvertretung, also da, wo fie bie Majorität haben und ausschlaggebend sind, niemals zu Wenn im Gemüsegarten bei der rauhen Witterung der haben gewesen sind, wenn es galt, die Lasten des arbeitenden letzten Tage auch alles stillzustehen und nicht von der Stelle zu Ein beliebtes Mittel. Wie die besitzende Klasse Noth Boltes zu erleichtern. Wenn im nächsten Winter ähnliche Forde- wachsen scheint, so ist nichtsdestoweniger doch genügend Arbeit und Glend und allerlei andere Ueberstände aus der Welt schafft, rungen an sie herantreten werden, dann werden sie wieder zu vorhanden. Die Pflanzen sind jezt erstarkt und müssen durch das zu beobachten hat sich in diesen Tagen wieder einmal Ge- ihrem alten Hausmittelchen greifen, und der Herr Oberbürger- Haden, Häufeln, Jäten u. f. w. gefördert werden. Sehr wesent legenheit geboten. Die Forderung, die Getreidezölle mit Rück- meister wird den ehrfurchtsvoll die Ohren spizenden Stadtvätern lich ist dabei, daß die Pflanzen gehörigen Play, d. h. genügend sicht auf das Steigen der Brotpreise und das Wachsen des feierlich verkünden:" E3 giebt keinen Nothstand!" weiten Abstand von einander haben, um sich ordentlich entwickeln Nothstandes aufzuheben, beantwortete der Reichskanzler mit Probatum est! zu können. Beim Pflanzen der Kartoffeln sowohl, wie aller Der Erklärung: Die Regierung denkt nicht daran, die GetreideRohlarten wird noch gar zu häufig der Fehler gemacht, daß man zölle aufzuheben, denn es giebt überhaupt keinen Die Konzentration industrieller Betriebe macht immer viel zu eng pflanzt, eben von der irrthümlichen Ansicht aus Noth stand! Seine Gefolgschaft variirte den Say in allen weitere Fortschritte. Mit Riesenschritten aber im Brauereigewerbe, gehend, daß, jemehr Pflanzenmaterial auf eine bestimmtr Fläche Tonarten, und die junkerliche Presse gab sich Mühe, zu be- das, wenn es so weiter geht, bald nur noch aus wenigen Attien ausgepflanzt ist, desto größer der Ertrag sei. Gerade das Gegenweisen, was der Herr Reichskanzler behauptet hatte. Die gesellschaften bestehen wird. Soeben ist die Fusion der Tivoli theil ist der Fall: jemehr die Pflanzen( zumal Kartoffeln) Platz „ Kreuzzeitung" schrat nicht vor der zynischen Frechheit zurück, zu Brauerei mit der Schultheiß- Brauerei vollzogen und bereits hat haben, sich auszudehnen, je höher der Ertrag, wobei noch der erklären, die Aufregung wüthe nur in den Spalten der Zeitungen, Herr Böhow der Adler- Brauerei einen Antrag auf Verschmelzung Vortheil zu verzeichnen ist, daß weniger Aussaat dazu gehört. keineswegs in der Bevölkerung, die zufriedener als je der beiden Unternehmen gemacht. Die unsinnige Produktions- Das Buengstehen ist bei den meisten Pflanzen ein Fehler, welcher mal 3 sei, besonders die Berliner Arbeiter, welche ein Wohlweise hat auch im Brauereigewerbe zu einem heftigen Vernich eben jetzt durch Herausnehmen einzelner Pflanzen wieder gut gemacht leben führten, befänden sich gerade in diesem Sommer tungskampf geführt, dem gegenüber die schwächeren Glemente fich werden kann. Wean verrichte diese Arbeit aber nur bei Regenwetter, so wohl, wie seit lange nicht mehr; den Hausfrauen fielen die nicht mehr erfolgreich behaupten können und von der Bildfläche oder am Abend nach vorherigem tüchtigen Angießen, damit die hohen Brotpreise gegenüber den hohen Kartoffelpreisen kaum auf: verschwinden müssen. Bei der Tipoli- und Schultheiß- Fusion Pflanzen, die stehen bleiben sollen, nicht zu sehr gestört werden furz, man wisse absolut nichts von einem Noth- allerdings scheint das Bedürfniß nach Zusammenschluß weniger und sich im Laufe der Nacht wieder erholen können. Ueberhaupt stand. Jetzt schreibt gar ein Großgrundbesitzer im Reichs- durch die Verhältnisse selbst geboten gewesen zu sein, als durch begießt man am vortheilhaftesten des Abends, weil das Wasser boten" gegen Pastor Quiftorp:„ Aus meiner nun bereits" dreißig den Ehrgeiz der leitenden Persönlichkeiten. Beide Unternehmen viel besser einzieht, als am Tage; jedenfalls aber darf nicht zu jährigen Praxis heraus muß ich dem Herrn Pastor bemerken, daß konnten sehr gut neben einander bestehen und ein großer Theil häufig gegossen werden, um das Bilden einer harten Kruste zu ist auch vermeiden. unsere Arbeiter im großen und ganzen besser der Aktionäre leben, wie viele Grundbesiger." Das ist freilich in der betreffenden Generalversammlung noch der Ansicht geschon nicht mehr Zynismus, das ist einfach Wahnsinn! wesen, daß beide Unternehmen sehr gut neben einander bestehen Die Entstehung der sog. Galläpfel, die ja wohl Jeber Aehnliche Aeußerungen ließen sich zu Dutzenden anführen. fönnten. Der Leiter der Schultheiß- Brauerei aber, Herr Röfice, auf den Eichenblättern schon gesehen hat, ist wohl noch nicht allSie sind nicht zufällige, von einander unabhängige Erscheint von dem Ehrgeiz besessen zu sein, eine dominirende Stelle gemein bekannt. Diese tugeligen oder länglichen Auswüchse an scheinungen, sondern diesem Verfahren liegt ein in der Brauerei- Erzeugung Deutschlands einnehmen zu wollen, Blättern, Blattstielen zc. der Eiche, Buche, Ahorn, Ulme u. f. w. ganzes System zu Grunde. Ist es gleich Wahnsinn, denn seinen Agitationen hauptsächlich ist das Fusionsprojekt zu rühren vom Stich der Gallwespe her, welche ihre Gier in die hat es doch Methode." Ueberall, wo etwas bemängelt, wo auf danken. Damit erlangt Herr Rösicke die Herrschaft über drei Oberhaut der Pflanzen legt und dadurch, indem sie mit demi Ei Mißstände hingewiesen und Abhilfe verlangt wird, begnügt man Brauerei- Etablissements, das der Schultheiß, der Tivoli- und zugleich wahrscheinlich einen Giftsaft in die Wunde bringt, wosich nicht, die Mängel und Mißstände einfach abzuleugnen, sondern einer Dessauer Gesellschaft, welche lettere sogar sein Eigenthum durch ein ungewöhnlicher Andrang der Säfte erregt wird, die man behauptet geradezu das Gegentheil. Wenn ist. Motivirt wurde die Verschmelzung nicht allein mit der Be- Entstehung der Gallen verursacht, welch' legteren auf den ver ein Beklagter nichts zu seiner Entlastung anzuführen vermag, so feitigung der Konkurrenz, sondern auch mit der Aussicht auf Er- fchiedenen Baumarten auch eine verschiedene Form und Farbe antwortet er dem Kläger mit einer Gegenflage. Der ge- sparniß durch Vereinfachung des Betriebes. Wenn es den Herren haben. Die sogenannten Galläpfel auf den Eichenblättern find riebene Schurke wird dadurch aus einem Angegriffenen selbst damit Ernst gewesen wäre, dann hätten sie damit den Anfang fugelig, gelblichgrün mit manchmal rothen Backen, sodaß sie ganz zum Angreifer, und wenn er auch nichts zu beweisen vermag, so machen müssen, daß sie den kostspieligen Aufsichtsrathskörper wie fleine Aepfel aussehen. Sie enthalten viel Gerbsäure und erreicht er dadurch doch, daß der Gegner verdächtigt beider Gesellschaften zunächst vereinfachten. Gerade das aber ist Gallussäure, dienen zum Färben und zur Herstellung der Tinte, nicht geschehen, denn der ganze Aufsichtsrath der Tivoli der Gallussäure u. f. w.- Der an den wilden Rosen( Hage und der Thatbestand verdunkelt wird. s. Das Mittel ist nicht allein vor Gericht, sondern auch in der Brauerei geht mit dieser auf die Schultheiß Brauerei butten) sitzende, rundliche, außen moosartigfaserige Ball wird Politik recht beliebt, nnd zwar nicht blos bei der konservativen über, die nunmehr zwei Reichstags- Abgeordnete in ihrem Ver- ebenfalls durch den Stich einer Gallwespe hervorgebracht. Partei. waltungskörper haben wird, Herrn Rösicke und Dr. Alexander In Tempelhof hatte sich am Sonnabend früh ein Bier Meyer. Der einzige Ausscheidende wurde zur Entschädigung für feinen Tantiemenausfall zum Revisor gewählt. Herr Röfice aber wagen im wahren Sinne des Wortes festgefahren, d. h. die Die Räder des Wagens hatten so tief in den Seitenweg der Kaiserinließ sich von einem Anhänger wie folgt beweihräuchern. Fusion der beiden Etablissements gleiche einer guten Ehe, in Augustastraße eingeschnitten, daß die Pferde nicht im Stande welcher beide Verbündete, Mann und Frau, sehr viel gewinnen, waren, den Wagen von der Stelle zu bringen. Erst nachdem die feiner von ihnen verliere. Es gäbe viele Geiger, aber nur einen Last durch Abladen verschiedener Fässer voll edlen Gerstensaftes Joachim und ein solcher Joachim sei Herr Rösicke auf dem Ge- leichter geworden, konnte weiter gefahren werden. Wir möchten die Herren, die sich jetzt so mit ihrer„ Bolts- biete der Brauereiverwaltung." Das genügt. Folgen eines Scherzes. Vor einigen Tagen vergnügte frenndlichkeit" brüsten, wieder einmal daran erinnern, wie sich Wie manche Leute sparen, das ist oftmals ein großes sich eine fröhliche Kindtaufs- Gesellschaft, wobei sich auch Militärs diese„ Volksfreundlichkeit“ des" Freisinns" hier in Berlin in der Geheimniß und die meisten Arbeiter haben vor dieser Sparwuth befanden, mit Scherzen mancherlei Art. Eine Bowle hatte schon Kommunalverwaltung äußert, insbesondere wie sich die„ frei- Ginzelner wie vor einem Räthsel gestanden, das sich aber bald genugsam die Gemüther erregt, als eine junge Dame, die des fiunige" Majorität der Stadtverordneten- Bersammlung gegenüber aufklärt, wenn man dieser unter den heutigen wirthschaftlicheen Guten wohl ein wenig zu viel gethan hatte, einen in einer Ecke der Moth des legten Winters und anderen Uebelständen, deren Beseitigung von den Arbeitervertretern verlangt wurde, Verhältnissen wirklich etwas spukhaften Erscheinung genauer zu stehenden Degen ergriff und mit den Worten:" Auf die Menfur!" verhalten hat. Das Wort des Ober- Bürgermeisters: Leibe geht. Diese Erscheinung spielt für die Gegner der Arbeiter- lachend die anwesenden Herren herausforderte." Ein junger Kaufgiebt teinen Rothstand!" ist noch unvergessen und die bewegung eine wichtige Rolle, denn sie wird in den Millionen, mann, der Spaßes halber ihr mit einem Stock entgegentrat, erHaltung der freisinnigen" Stadtverordneten gegenüber der nach welchen die Sparkassen alljährlich ihre Einnahmen und Aus- hielt dabei einen Degenstoß, so daß er zurück auf einen Stuhl Petition der Arbeitslosen desgleichen. Sie befolgten genau die gaben beziffern, immer mit dem nöthigen Pathos von der steigenden taumelte. Die Wunde erwies sich glücklicherweise als nicht gefährlich; die junge Dame aber dürfte wohl schwerlich wieder geschilderte Methode der Behauptung Wohlhabenheit der Bevölkerung betont. Gegentheils, und die freisinnige" Presse stimmte in Wie es in Wirklichkeit beim Sparen zugeht, darüber schreibt einen Degen anfassen. Die freifinnige" Partei hat sich über die Aufrechterhaltung der Kornzölle und die Ableugnung des Nothstandes gewaltig er eifert. Sie soll aber nur nicht so thun, als ob das etwas so gar Großes sei. Es ist einfach ihre verfluchte Pflicht und Schuldigfeit, gegen die Brotvertheuerung aufzutreten, und sie weiß überdies sehr wohl, daß das Gegentheil davon nachgerade politischer Selbstmord wäre. oben E3 des namentlich der Tivoli- Brauerei P regung. diese Melodie mit ein. Da wurde das Heer der Arbeitslosen auf uns ein Leser unseres Blattes einige interessante Mittheilungen: Ein betrübender Vorfall versette am Sonnabend Abend eine lächerlich geringe Zahl herabgedrückt, und obendrein wurden Es liegt mir als Arbeiter so lautet das Schreiben sie in Arbeitsscheue verwandelt. Die Stellungsnachweise selbstverständlich fern, hier eine gelehrte national- ökonomische Ab- gegen 5 Uhr die Besucher der Kunstausstellung in große Aufwaren nicht von Hunderten von Arbeitern umlagert, sondern handlung schreiben zu wollen, ich will vielmehr nur einige mir junger Mann im Alter von 32-34 Jahren vom Herzschlage ge= lagen verödet da. Die Straßenreinigungs- Direktion mußte ben aus meinen eigenen Erfahrungen bekannt gewordene diesbezüg- troffen und verstarb auf der Stelle. Der hinzugerufene Arzt Jufassen des Asyls für Obdachlose noch gute Worte geben, damit liche Thatsachen mittheilen. Ich erinnere mich da in Berlin einer fonnte nur noch den eingetretenen Tod feststellen. Aus den bei fie zur Schippe griffen und den bergehoch in den Straßen Familie mit 4 Kindern. Als die Mutter derselben eines schönen dem Verstorbenen vorgefundenen Papieren ergab sich, daß derlagernden Schnee wegschafften. Das Asyl stand überhaupt fast Morgens den Kaffee eingegossen hatte und sich nach dem Früh- selbe ein in der Hohenzollernstraße wohnhafter Herr Münch war. leer, und für die Wärmstuben, deren schleunige Einrichtung ver- stückskorb umwandte, mit welchem kurz vorher das Aelteste zum langt wurde, waren feine Frierenden ausfindig zu machen. Bäcker gesandt worden war, da vermißt sie die vier für ihre Der Schuhmacherlehrling Paul Gorel aus Breslau, der Derweil brachen freilich Menschen vor Hunger und Kälte auf Kinder bestimmten Schrippen; auf Befragen rückt denn auch die feiner Mutter 2000 m. entwendet hat und damit flüchtig geworden ist, der Straße zusammen. Andere begingen irgend eine Gesetzes fleine Schaar mit der Erklärung heraus, daß sie sparen wurde gestern hier verhaftet. Ein Kriminalschuhmann sah nämlich übertretung, um im Gefängniß ein Unterkommen zu finden. wolle zu Vaters Geburtstag. Nun, aus diesen erhungerten gestern in der Mittagsstunde, daß drei Personen vor dem Etablissement Die Gefängnisse waren gefüllt, überfüllt, aber von einem Dreiern wurden Groschen und Thaler, und der Vater legte Neue Welt" in der Haisenhaide in einer Droschte erster Klasse vorNothstand war nach den Ermittlungen des Magistrats" immer auch Sonntags wohl heimlich noch einen Groschen hinzu und fuhren und sich dort Mittagbrot serviren ließen. Da dem noch nichts zu merken! nachdem die Kinder zu Vaters Geburtstag einen kleinen Theil der Beamten die drei Personen nicht so aussahen, als ob sie so ohne Daß es sich auch hier nicht um eine zufällige Erscheinung, Ersparnisse verwendet hatten, wurde das Geld, sobald ein Thaler Weiteres eine Droschke erster Klasse zu Spazierfahrten benutzen sondern um ein Prinzip handelte, bewies die gleiche Haltung voll war, zur Sparkasse getragen. So hatte der Vater Geld, die könnten, fragte er zunächst den Kutscher, wo er mit den Leuten der freisinnigen" Stadtverordneten in allen anderen, das Bolts- Kinder einsegnen lassen zu können modernen herkomme, und dieser erzählte, daß er die jungen Leute wohl berührenden Fragen, beispielsweise in der Frage der Ber- Spar- Theoretifer einen Beweis mehr von dem Geldüberfluß schon den ganzen Vormittag umherfahre und mit ihnen liner Gemeindeschulen. Auf die Klagen über die Gesundheits der ohne Noth flagenden Arbeiter und von dem zunehmenden eben von Charlottenburg komme. Der Schuhmann, ein umfichgefährlichkeit der Schulräume antwortete der Stadtschul- Wohlstand. Ein anderer Fall! Eine junge Frau verräth tiger Beamter, nahm nunmehr Veranlassung, die Persönlichkeiten rath Bertram:„ Der Aufenthalt in den Schulräumen ist gesund- ihrem Manne das füße Geheimniß, daß er bald durch die An- der drei Fahrgäste festzustellen und hierbei ergab sich, daß der heits fördernd!" Als vom 3ufa mmenpferchen der kunft eines kleinen Sozialdemokraten erfreut werden würde. Die eine von ihnen der feitens der Breslauer Staatsanwaltschaft, nes und die suchte Schuhmacherlehrling Paul Gorel, der zweite der Schuh- mackergeselle aus Breslau, der Gorel hierher begleitet hat, und der dritte ein Schuhmachergeselle aus Charlottenburg war. Von dem gestohlenen(Selbe fanden sich noch etwa tausend Mark vor; den fehlenden Betrag hatte Gore! zum Theil an seine beiden Be- aleiter verschenkt, zum Theil mit diesen in Lokalen„mit weib- licher Bedienung" verjubelt. Die Sucht nach Vergnügen hat den 17jAhrigen Max K. zum gemeinen Diebe gemacht. Von braven Eltern zum guten Lebenswandel angehalten, gerieth er bald auf abschüssige Bahnen; da das Taschengeld zur Fortsetzung seines Lebens nicht mehr ausreichte, stahl er seinem Vater das Sparkassenbuch und erhob darauf einige hundert Mark, die er in leichtsinniger Gesellschaft vergeudete. Der tiefbekümmerte Vater folgte den Spuren seines mißrathenen Sohnes und ließ ihn in der Nähe von Dahlwitz durch den Gendarmen R. verhaften. In dem Besitz desselben be- fanden sich nur noch 2S M. Von einer Droschke überfahren wurde am Sonnabend Abend an der überaus belebten Kreuzung der Invaliden- und Chausseestraße ein Maurer M., der im Begriff stand, den Fahr- dämm zu überschreiten. M. erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß er nach dem nächstgelegenen Krankenhause gebracht werden mußte. Die Schuld an dem bedauerlichen Unfall soll sich M. selbst zuzuschreiben haben. Ein schrecklicher Unglücksfall, der den Tod eines Kindes zur Folge halte, wird uns vom Sonnabend aus dem bei Oranien- bürg belegenen Nassenheide berichtet. Beim Grasmähen traf der Eisenbahnbeamte Karl Rabe sein in der Nähe spielendes fünf. jähriges Kind derartig unglücklich, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Eisenbahnunfall. Auf dem Bahngeleise der Anhaltischen Eisenbahn, das die Chaussee vom Dominium Siethen(Kreis Teltow) nach der Bahnstation Ludwigsselde durchschneidet, hat sich, wie der„Vossischen Zeitung" geschrieben wird, am Freitag gegen 12 Uhr Mittags ein Unfall ereignet. Das Kutschfuhrwerk des Dominiums sollte einen Herrn vom Bahnhof abholen. Bei dem Bahngeleise war der dem Fuhrwerk zugekehrte Schlagbaum zur Seite geschoben und der Kutscher fuhr langsam über die Schienen, mußte aber, da ihn der gegenüberliegende Schlagbaum am Weitersahren hinderte, aus dem Geleise halten. In diesem Augenblick brauste der von Berlin kommende Schnellzug heran, faßte den Wagen von der Seite und zertrümmerte ihn vollständig; der Kutscher und die Pferde sind mit geringen Verletzungen davongekommen. Tie Schuld an dem Unfall soll der Eisenbahn- beamte tragen, weil er den einen Schlagbaum bei dem Nahen des Zuges nicht geschlossen hatte. Polizeibericht. Am 13. d. M. Morgens wurde im Luisen- städtischen Kanal, gegenüber dem Grundstück Elisabeth-Ufer 20, die Leiche einer unbekannten etwa LSjShrigen Frauensperson angeschwemmt.— Vor den» Hause Gerichlsstraße 5(3 wurde ein Droschkenkutscher in der Trunkenheit während der Fahrt von seiner Droschke herabgeschleudert und eine ziemlich weite Strecke mit fortgeschleift. Er erlitt hierbei so schwere Verletzungen am Kopfe, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.— In der Landsbergerstraße, am Büsching- platz, gerieth zu derselben Zeit ein dreijähriger Knabe unter einen in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen und wurde am Ober- schenket so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde, wo ihm das Bein abgenommen werden mußte.— In einem Hotel wurde Mittags eine etwa 5» Jahre alte Frauensperson, welche einige Tage vorher, angeblich von außerhalb kommend, unter dem Namen Petrowsky daselbst abgestiegen war, bewußtlos aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Es liegt anscheinend eine Vergiftung durch Morphium vor.— Als Abends ein Former infolge von Streitig- leiten aus der Schankwirthschast von Strauß, Müllerstr. 23a,, ge- waltsam entfernt wurde, fiel er von der Treppe und erlitt einen Bruch des rechten Fußes, wodurch seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde.— An der Ecke der Chaussee- und Jnvalidenstraße wurde zu derselben Zeit der Maurer Lehmann von einer Droschke überfahren und anscheinend innerlich so be- deutend verletzt, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. — Am 14. d. M. Abends sprang ein Arbeiter aus dem Fenster seiner im Erdgeschoß des Hauses Lübbenerstr. 29 belegeneu Woh- nung auf den Hof hinab und erlitt eine so bedeutende Verletzung am Fuß, daß er nach dem Krankenhause Bethanien gebracht wer- den mußte.— Am 13. und 14. d. M., sowie am IS. d. M. Morgens fanden fünf Brände statt. Gevtrllks-Ieikung. Die Geschichte von de« verlorenen 10 Stück Ein tansrndmarkscheinen gelangte gestern zur Kenntniß der dritten Strafkammer des Landgerichts l. Auf der Anklagebank befanden sich die separirte Anna Weh de, der Ingenieur Georg Bütt- «er und der Buchhandlungsaebilfe Georg S i e w e r s. Dre Wehde und Büttner sind beschuldigt, zwei Stuck der Scheine, in deren Besitz sie auf Umwegen gerathen waren, für sich behalten zu haben, Siewers soll seines Vortheils wegen den beiden Mit- angeklagten bei der Unterschlagung Hilfe geleistet haben. Am Nachmittage des 16. Februar er. verlor der Kutscher des Haupt- manns a. D. Schw. vor dem Hause seiner Herrschaft in der Hagelsbergcrstraße, woselbst er mit der Equipage ge- wartet hatte, einen Briefumschlag mu zehn Stuck Tausendmarkscheinen. Bald nachdem der Wagen fort- gefahren, fand die zehnjährige Bertha Ulsch das Pack- chen, das sie ihrer Mutter brachte. Diese, welche einen Schein von solchem Werthe noch nie gesehen, hielt die Papiere für Ge- schästsempfehlungen, wie sie zu jener Zeit vielfach in Anwendung kamen, sie überließ dem Kinde die Scheine als Spielzeug. Das Kind schenkte dieselben ihrem Bruder Gustav Ulsch und dieser gab drei der Scheine an den achtjährigen Sohn der ersten An- geklagten A l s r e d W e h d e ab. Einen vierten Schein schenkte Gustav Ulsch seinem gleichaltrigen Spielgenossen Edmund Donath, die sechs übrigen Scheine steckte er zusammengefaltet in die Westen- tasche. Diese 6 Scheine scheinen von dem Knaben Ulsch wieder verloren worden zu sein. Vier Stück von den zehn Scheinen gelangten bald in den Besitz der Polizei. Der Knabe Donath hatte nämlich den ihm geschenkten Schein dem Maschinenheizer Spehr gegeben. Dieser erkundigte sich bei der Polizei, ob der Schein echt sei und erhielt eine bejahende Antwort. Dieser Schein wurde von der Polizei zurückbehalten und ebenso wie die drei anderen Scheine, die der Knabe Alfred Wehde als Spielzeug erhalten hatte, dem Eigenthümer v. Schn. wieder zugestellt. Von den sechs Scheinen, die Gustav Ulsch angeblich verloren haben will, sind zwei in den Besitz der Angeschuldigten Wehde und Büttner gelangt. Sie wollen dieselben nachträglich unter den Spielsachen des Alfred Wehde gefunden haben. Büttner stand ,u der Wehde in einem mehr als freundschaftlichen Ver- hältniß, Siewers, der früher zu der Wehde in denselben Be- Ziehungen stand und in Leipzig wohnte, wurde von der Wehde gebeten, nach Berlin zu kommen und er folgte sofort diesem Wunsche. Ihn, wurden die beiden Tausendmarkscheine mit der Weisung übergeben dieselben in Leipzig umzusetzen. Fünf bis sechshundert Mark sollte er der Wehde schicken und mit dem Rest des Geldes verschiedene Schulden bezahlen, dre er früher gemein- schaftlich mit der Wehde in Magdeburg gemacht. Siewers führte dre Austräge aus. kntte aber den Verdacht der Pol.zei auf sich bei einer in seiner Wohnung vorgenommenen Haus- seine Korrespondenz mit der Wehde beschlagnahmt »ind als suchung an die Wehde spricht EiewerZ von dem unseligen Funde und dem Fehltritt, den sie begangen haben und daß es ihnen wieder leichter wäre, nachdem die 700 M., die man bei ihm gefunden, be- schlagnahmt worden seien. Mit den Worten:„unrecht Gut war es auf jeden Fall, wenn es auch einem reichen Manne gehehörte, der den Verlust nicht fühlte," schließt dieser Brief. Im Termine standen den Angeklagten die Rechtsanwälte Dr. Richard Wolff und Dr. Gott- helf als Vertheidiger zur Seite. Büttner blieb bei den Betheue- rungen seiner Unschuld, die Wehde habe ihm gesagt, daß der aus Leipzig angekommene„reiche" Sievers ihr 500 M. geborgt habe und er habe keinen Grund gehabt, dies für unwahr zu halten. Der Gerichtshof schloß sich auch den Ausführungen des Verthei- digers Dr. Wolff mit Bezug auf Büttner an und sprach diesen frei. Die Angeklagte Wehde wurde zu vier, der Angeklagte Siewers zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt; es wurden je zwei Monate davon durch die erlittene Untersuchungshaft ab- gerechnet. Eine aus neun Köpfen bestehende Diebesgesellschaft, auf welche„Kollege" Äthanes in Tscherkeßköi nur mit einem mitleidigen Achselzucken herablicken wird, stand gestern vor der II. Strafkammer des Landgerichts II. Mit Rücksicht auf die große Zahl der Strafthaten, welche unter Anklage gestellt sind, sind für die Verhandlungen, welche unter Vorsitz des Land- gerichtsraths H e r z o g im kleinen Schwurgerichtssaale stattfinden, zwei To« angesetzt worden. Der„Chef" der Bande ist der Ver- golder Robert H a n i s ch, seine Genossen sind der Schlosser Paul Bern er, Schlosser Max Georg Blau, Schlosser Karl Albert Grütz macher, Schlosser Otto H o r l i tz, Wittwe Ernestine Hanisch, verehelichte Verjjolder Hanisch, Schneider Adolf Wicht und Wittwe Luise Lehmann. Zu Aisssehen erregenden Thaten haben sich die Mitglieder der Bande nur in seltenen Fällen emporgeschwungen; im Allgemeinen huldigten sie dem sonst nur für humane Zwecke gebrauchten Weisheitsspruche:„Viele Wenig machen ein Viel" und ein an- ständiger Räuber würde sich schwerlich mit solchen„Kleinigkeiten" abgeben, wie die Angeklagten in vielen Fällen gethan. Seit dem Jahre 1882 wurden in Rixdorf zahlreiche Einbruchs- und Ge- legenheitsdiebstähle ausgeführt, welche darauf deuteten, daß sie von einer ganz planmäßig arbeitenden Diebesbande herrührten. Die Polizei strengte alle Kräfte an, um die Thäter zu ermitteln, es gelang ihr aber erst im Herbst v. I., den Chef der fröhlichen Genossenschaft in der Person des Robert H an isch und nach und»ach auch die übrigen Diebes- und Hehleryenossen hinter Schloß und Riegel zu bringen. Herr Hanisch sst nämlich ein sehr ordnungsliebender Mann, er hat über seine„Solo-Partien" und die gemeinschaftliche» Streifzüge so genau Buch geführt, daß die Behörde über die Personalien der Spitzbuben sehr bald im Klaren war. Hanisch, der häusig ohne seine Genossen Diebes- fahrten nach Berlin, Tempelhof:c. unternahm, hat aus seinem Spezialkonto 19 Diebstähle, die er auf eigene Faust in Szene gesetzt hat. Die Genossenschaftsarbeit wandte sich mit Vorliebe den Bewohnem von Rixdorf zu und die letzleren haben unter der Kühnheit und Unersättlichkeit der Bande schwer zu leiden gehabt. Die ganze Gesellschaft war bei ihreniUnternehmen durchaus nicht wählerisch; gelang ihr ursprünglich auf Höheres gerichtetes Streben nicht, so hießen sie Alles mitgehen, was des Mitnehmens werth erschien. Abgesehen von einigen Glanzleistungen, wie bei dem Rentier Simon, der Wittwe Schulz, dem Uhrmacher Lorey, der Frau Restaurateur Linke, dem Musikdirektor Kram er ic., wobel ein größerer Raub den Spitzbuben in die Hände fiel, sind die sonstigen Thaten der Angeklagten nicht solche, welche in den Annale» des Verbrecherthums einen hervorragenden Platz bean- spruchen können. Horlitz und Grützmacher arbeiteten hier und da, wo sich die Gelegenheit bot, auch noch auf eigene Faust; Frau H a n i s ch und der Schneider Wicht hatten die Rolle der Hehler übernommen, Frau Wwe. H a n i s ch speziell in dem Falle, der den Rentier Simon betraf, den Feldzugsplan entworfen. Als das Diebesnest durch die Polizei aufgehoben wurde, konnte dieselbe noch eine ganz beträchtliche„Söhre" mit Beschlag be legen. Zum Termin sind 29 Zeugen geladen und der kleine Schwurgerichtssaal erhielt durch die zahlreichen dalelbst als Be- weismaterial aufgestavelten gestohlenen Sachen fast den Anblick eines großen Trödelladens. Gegen Frau Hanisch, welche kürzlich Mutter geworden, wurde das Verfahren ausgesetzt. Das Urtheil lautete gegen Robert H a n i s ch ans 8 Jahre u ch t h a il s, Schlosser Paul B e r n e r auf 3 Jahre Zucht aus, Schlosser Blau auf IJahr Gefängniß, Schlosser Grützmacher auf 9 Jahre Zuchthaus, Schlosser Horlitz auf 11 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust, Wittwe Hanisch auf Freisprechung, Schneider Wicht auf 10 I a h r e Z u ch t h a u s; die Wittwe Lehmann wurde ebenfalls freigesprochen und das Verfahren gegen Frau Panline Hanisch eingestellt. Außerdem wurde gegen die zu Zuchthaus- strafen vernrtheilten Angeklagten ans 10 Jahre Ehrverlust erkannt. Die Angelegenheit deS TelegrnphennrbeiterS Albert Hofmann, welche einigen Staub aufgewirbelt hat, da essich um die Verurtheilung eines angeblich Unschuldigen handelt, kam gestern vor der I. Strafkammer hiesigen Land aerichtS I abermals zur Verhandlung.— Am 19. September Abends war der die Kottbuserstraße passirende Gürtler Wilhelm Engelke nnt einem Mann, der eine Telegraphen- mütze trug, angerempelt, es entwickelte sich ein Wortstreit und bei demselben wurde Engelke durch den Fremden mittelst eines spitzigen Instruments, welches er demselben in die Seite rannte, schwer verletzt. Der Mann rannte in das Haus Kottbuserstr. 2 und du dortige Hintertreppe hinauf, wo er bis zum Boden hinauf lief. Der Gestochene folgte ihm, auf der Mitte der Treppe verließen ihn aber seine Kräfte und er kehrte um» weil er einen Schutzmann herbeiholen wollte. Inzwischen war beobachtet worden, daß der Mann mit der Telegraphen- mütze vom Boden herabkam und in der Wohnung des Tele- graphenarbeiters Albert Hofmann verschwand. Als man bald darauf den Albert Hofmann, welcher sich im Nachtgewande befand, hervorholte, erklärte derselbe, daß er schon lange im Bett liege und von der ganzen Sache nichts wisse; sämmtliche Zeugen und auch der Gestochene selbst erklärten aber ganz bestimmt, daß Albert Hofmann der Thäter sei und derselbe wurde deshalb wegen gefährlicher Körperverletzung mittelst einer das Leben ge- fährdenden Behandlung unter Anklage gestellt. Der Verwundete hatte durch den Stich mit einer spitzen Feile eine so schwere Verletzung davon getragen, daß er längere Zeit im Krankenhause am Urban zugebracht hat und nach ärztlichem Zeugniß wahr- scheinlich dauernd an seiner Arbeitskraft Einbuße erlitten haben dürfte. In der Verhandlung am 23. März er. bestritt zwar Albert Hof- mann fortgesetzt seine Schuld und ein Zeuge beschwor, daß derselbe zur Zeit der That wirklich im Bette gelegen.— Der Gerichtshof hielt aber die Schuld des Albert Hofmann für erwiesen, da derselbe von den verschiedensten Personen ganz bestimmt rekognoszirt wurde und verurtheilte den Angeklagten zu IV» Jahren Gefäng- niß bei sofortiger Verhaftung. Der Verurtheilte wollte nach seiner Abführung Revision einlegen, er erkundigte sich bei dem Gerichtsschreiber des Untersuchungsgefängnisses nach dem Unter- schiede zwischen Revision und Wiederaufnahme und als er er- fahren, daß letztere erst beantragt werden könne, wenn die Strafe rechtskräftig geworden, so verzichtete er auf die Revision und trat seine Strafe an. Sein Vertheidiger Rechtsanwalt Ap o lant II beantragte bald darauf die Wieder auf- nähme des Verfahrens wegen neuer Beweismittel und diesem Antrage wurde auch stattgegeben. Am 23. April wurde Albert Hofmann aus der Untersuchungshaft ent- lassen, nachdem sein Bruder, der Telephonarbeiter August Hofmann, wegen derselben That in Haft genommen worden war. Dieser Bruder hatte sich nämlich sreiwillig bei der Polizei ge- stellt und behauptet, daß er selbst die That vollführt habe und wurde, legte er ei»(«eltändniß ab. In einem späteren Briese �.ein Bruder unschuldig sei. Anch die Frau BnuiÄMen trat mit derselben Behauptung auf und erklärte, daß ihr Schtva« ger, der gleichfalls eine Telephonmi'che trage und ihrem Manne ähnlich sehe, der wirkliche Thäter s>Ä. Derselbe wohne bei ihnen als Schlafbursche und sei an jenem Tage, als er verfolgt worden, in die Wohnung hineingeschlüpst.— Bei dieser Sachlage befanden sich nun gestern wegen der von nur einer Person begangenen That zwei Angeklagte aus der Anklagebank: der 23jährige Telephonarbeiter August Hofmann und der 2Sjährige Telegraphenarbeiter Albert Hofmann, gegen welchen die Anklage infolge des Wiederaufwahme-Versahrens von Neuem verhandelt werden muß.— Albert Hofmann verblieb auch gestern bei der Betheuerung seiner Unschuld. Auf den wiederholten Vorhalt des Vorsitzenden Landgerichts- direktors Schmidt erklärte Albert Hofmann, daß er später zwar davon munkeln gehört habe, daß sein Bruder etwas ausgefressen haben soll, er habe es aber doch nicht wissen können, ob etwas daran sei.— Der Angeklagte August Hos mann verblieb bei seiner Selbstbezüchtigung und erklärte dem Präsidenten auf dessen Vorhalt, wie er nur die Verurtheilung seines Bruders so ruhigen Blutes habe mit ansehen können: es thue ihm auch sehr leid und er schäme sich auch sehr, so schlecht gegen seinen Bruder gehandelt zu haben.— Die Bewelsaufnahme zeigte recht deutlich, wie schwer mitunter für den Gerichtshof du Aufgabe ist, die Wahrheit zu finden. Der Angeklagte August Hof- n» a n n behauptete, daß er an jenem Abend mit einem Kollegen von Arbeit gekommen und etwas angetrunken gewesen sei. Als er sich am Kottbuser Platz von seinem Arbeitskollegen verabschiedete, sei er mit drei Leuten in 51onflikt ge- konimen und habe in der Nothwehr mit seiner Feile um sich gehauen. Es sei Lärin entstanden, er habe sich zunächst zum Boden hinaufgeflüchtet und sei dann in die Wohnung seines BrnderS geschlichen. Dieser Arbeitskollege bestätigt im Allge- meinen, daß August H., als er ihn an jenem Tage am Kottbuser Platz verlassen, mit einigen Leuten in Konflikt gekommen sei, später ihm auch angedeutet habe, daß er mit der Feile geschlagen. — Der Gestochene, Herr Engelke, verblieb auch gestern aufs A l l e r b e st i m m t e st e dabei, daß Albert Hosmann der Thäter sei. Trotz aller Vorhaltungen des Vorsitzenden gab er von dieser Beschuldigung kein Jota auf und bestritt aufs Ent- schiedenste eine Thäterschaft des August H.— Auf demselben Standpunkt stand der Zeuge Schlüter, welcher das Hand- gemenge an dem fraglichen Abend selbst mit angesehen und den Thäter eine Strecke verfolgt hatte. Zluch er erklärte, daß er sich unter keinen Umständen von seiner Ueberzeugung, daß Albert der Thäter sei, abbringen lasse. Nach seiner Bekundung habe der Thäter auch gerade so ein Jacket getragen, wie Alb ert(sog. Pfeffer und Salz), nicht aber ein so dunkles, wie August. Letzterer ist übrigens schon wenige Tage nach der That auf der Polizei gleich- falls dem Zeugen vorgestellt worden und derselbe hat schon damals sofort energisch bestritten, daß August der Thäter sei.— Ein 14jähriger Junge glaubt bemerkt zu haben, daß der Thäter kein hellgraues, sondern ein dunkles Jackett trug.— Frl. L a b u s, eine Hausbeivohnerin, welche an jenem Abend den vom Boden herabkommenden Mann mit der Telephonmütze gesehen, behauptete milder allergrößten Bestimmtheit, daß A u g u st der Thäter sein niüsse und erklärte es für vollständig ausgeschlossen, daß Albert der Thäter sei und daß der letztere einen dunklen Rock getragen habe.— Genau m i t derselben Bestimmtheit erklärte der Hausbewohner N e r l i ch gerade das Gegentheil für ganz ziveifellos. Er verblieb ohne zu Wanken dabei, daß er es sich nicht ausreden lasse, daß Albert und nicht August der Thäter sei. Ganz derselben Meinung war ein Zeuge Rothe, während die immer wieder vorgerufene Zeugin Labus ihren Kopf zum Pfände lassen wollte, daß es August sei.— Frau H o f m a n n, die Ehefrau des Angeklagten Albert H., erklärte, daß ihr Mann an jenem Abend sofort nach dem Abendbrot um 7 Uhr ins Bett ge- gangen sei. Ihr Schwager aber sei in sehr angetrunkenem Zu» stände nach Hause gekonunen und sie habe ihn geöffnet. Er habe ihr Zeichen gemacht, als wenn sie still sein solle, habe darüber gelacht, daß er sich soeben erst in der Thür geirrt und eine Treppe zu hoch angeklingelt habe. Während sie ihm dann Kartoffeln und Hering als Abendbrot vorgesetzt, habe er ihr gegenüber damit geprahlt, daß er soeben mit 20 Menschen im Kampfe gewesen sei, sich aber mit der Feile semer Haut gewehrt habe. Als nach nach kurzer Zeit der Schutzmann an der Thür klingelte, habe August H. sein halbes Essen stehen lassen und sich schleunigst in seine Stube zurückgezogen.(Der Schutzmann bestätlgte, daß er allerdings in der Küche noch ein Gericht Kartoffeln mit Hering vorgefunden.) Die Frau bekundete ferner, daß sie dann darüber erstaunt war, als ihr Mann vom Schutzmann fortgeführt wurde. Sie habe ihrem Manne bei seiner Rückkehr von der Polizei sofort gesagt, daß möglicher Weise August die That vollbracht habe, dieser habe aber geantwortet, man könne doch nun nicht hingehen und den Bruder als Thäter anzeigen. Ihr Mann sei etivas sehr still und als es am 23. März zum Termine ging, habe sie den bei ihnen wohnenden Arbeiter B a l tz e r Himmel- hoch gebeten, daß, wenn ihr Mann nichts zu sagen wüßte, er doch sagen solle, daß August der wirkliche Thäter sei, denn dieser hatte ihm die Geschichte ja noch an demselben Abend erzählt. Baltzer habe ihr aber geantwortet:„Ach, lassen Sie doch das Gericht Ihren Schwager allein suchen!" Frau Hof- mann erklärte sich schließlich bereit, mit reinem Gewissen zu be- schwören, daß ihr Mann an jenem Abend die Schwelle nicht verlassen habe.— Der Arbeiter Baltzer hatte schon im vorigen Termin mit größter Bestimmtheit deschworen, daß Albert Hofmann an jenem Abend sofort nach dem Abendbrot zu Bett gegangen sei und er denselben zur Zeit der That auch im Bett liegen gesehen habe. Der Zeuge hatte damals aber kein Wort von seiner Wissenschaft über August H. gesagt und der Vorsitzende hielt ihm mit Recht vor, daß ein solches Verhalten doch eine un- glaubliche Gefühlsbrutalität bekunde und mit der Eidesversicherung „Nichts zu verschweigen" nicht zu vereinigen sei. Der Zeuge erklärte, daß er sich„gar Nichts dabei gedacht" habe. Er sei noch nie vor Gericht gewesen und habe geglaubt, daß er nur das zu beantworten habe, wonach er gefragt werde.— Den Schuhmacher Keil' schen Eheleuten hat August Hofmann eines Tages mitgetheilt, daß er seinem Bruder viel Unannehmlichkeiten bereitet habe, da er selbst der Thäter sei. Die Keil'schen Ehe- leute haben dann auch mit beiden Brüdern über die Affaire gesprochen und den Albert gebeten, sich doch auf ihr Zengniß zu berufen. Derselbe antwortete aber damals: Das könne ihm ja doch nichts nutzen, wenn die Belastungszeugen dabei blieben, daß e r der Thäter sei. Der Angeklagte August aber sagte damals den Keil'schen Eheleuten: wenn sein Bruder unschuldig verurtheilt werden sollte, würde er sich selbst dem Gerichte stellen.— Auch seinem Vorarbeiter Brand gegenüber hat August Hofmann seine Schuld zugestanden und zivar in durchaus glaubhafter Form. Am Terminstage seines Bruders sei August H. bei der Arbeit ganz verstört gewesen.— Das un- begreifliche«erhalten der beiden Angeklagten gab dem Vor- sitzenden wiederholt Veranlassung, dieselben zu näherer Auf- klärung aufzufordern. August Hofmann erklärte immer wieder: er habe sich genirt, zu sagen, daß er die Sache gemach t habe. Das wahre Motiv ging aber aus der Bekundung eines anderen Arbeitskollegen des August hervor, diesem hatte er auf seinen Rath, sich doch baldigst dem Gerichtshofe zu stellen, gesagt:„meinen Bruder können sie ja nicht verurtheilen und ich werde erst abwarten, ob sie mich kriegen."— Die Beweisaufnahme schloß mit dem Gutachten des Dr. Schneider, wonach die Verletzung des Engelke eine ziemlich schwere war.— Von einer Vereidigung der Frau Hofmann sah der Gerichtshof ab, obgleich der Staats- anmalt dieselbe in diesem besonderen Falle ausdrücklich beantragte— Staatsanwalt Unger drückte seine volle Ueberzeugung da- hin aus. daß in der That der Angeklagte August Hofmann der wirkliche Thater sei. Trotzdem habe er nicht die Spur eines Bedauerns über das Schicksal des Albert H o f m a n n denn der' selbe habe sich fei» Schicksal selbst bereitet. Er habe in ggnj, Vortrag. Naturheilverein Norden. Abends 8% Uhr, Schwedterstraße Nr. 23, abends 8 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarftstr. 72, Bersammlung. Aus Landsmannverein der Prenzlauer und Uckermärker. Donnerstag gabe der Billets zur Landpartie per fremfer nach Saatwintel. Billets find fonft zu haben bei Griebe, Adalbertſtr. 45; Sameiſter, Charlottenstr. 13; Landsleute auch Damen, als Gäste willkommen. Wilke, Schlesischeftr. 5; Wieland, Scharnhorstr. 41; Hermann, Andreasstr. 23. Vereinigung der Brechsler Deutschlands, Berlin 4. Dienstag, den 16. Junt, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Gnadt, Brunnenftr. 38. Tages: 3. Verschiedenes. ordnung: 1. Wahl des Bahlstellen- Kassirers. 2. Auflöfung der Bahlstelle. Ganverein Berliner Bildhauer. Versammlung am Dienstag, den Tagesordnung: 16. Juni, Abends 8½ Uhr, bet Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Vortrag über Kunst und Volt in ihren Wechselbeziehungen, gehalten vom Rebatteur des„ Wähler" in Leipzig, Herrn Manfred Wittich. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. Wir machen die Mitglieder darauf aufmerksam, daß der Die ausgeliehenen bis zum 23. Junt fämmtlich eingeliefert sein müssen. Stehe Inventur wegen feine Bücher der Bibliothef entnommen werden tönnen und Inserat. hatte kaum die unmittelbar unterhalb Mönchenstein über die fonstruirte Brücke einbrach. Die erste Lokomotive stürzte mit dem Birs führende kleine Eisenbahnbrücke erreicht, als die aus Eisen Schornstein nach unten, die zweite auf ihre Räder in die Tiefe, ein Wagen erster und ein Wagen zweiter Klasse, sowie ein Postund Gepäckwagen fielen ebenfalls herunter. Ein Wagen dritter Klasse schwebt zwischen Brücke und Trümmerhaufen. Die Verwundeten wurden auf Fuhrwerken aller Art und Ambulanzwagen nach Basel geführt, die Todten sind am Birsufer hin gelegt. Die Verwundungen sind zum Theil sehr schwer. Eine enorme Masse von Menschen umsteht die Unglücksstätte. Die Aufregung ist unbeschreiblich. Literarisches. frivoler Weise sich bei der Angelegenheit benommen. Beide| Brüder hätten versucht, der Gerechtigkeit eine wächserne Nase zu drehen. Aus niedrigen Motiven versuchten sie, den Sachverhalt so zu verdunkeln, daß sie bei der Verhandlung gegen den Albert Hofmann auf ein non liquet hoffen durften, wäre ihnen dies gelungen, so würden sie Abends vergnügt in der Kneipe gesessen und würden sich darüber gefreut haben, daß es ihnen gelungen sei, die Wahrheit in einen Sumpf zu locken. Der Staatsanwalt beleuchtete sodann den Thatbestand, von dem Gesichtspunkte ausgehend, daß August H. die That begangen habe. Bei der Kennzeichnung der sich so direkt widersprechenden Zeugenaussagen vertrat der Staatsanwalt die Ansicht, daß auch diejenigen Zeugen, welche mit aller Bestimmthrit den August Hofmann als den Thäter refognoszirt hatten, nach bestem Wissen die reine Wahrheit gesagt hätten, sie befänden sich eben in einem durch die Aehnlichfeit der Brüder hervorgerufenen Irrthume. Der Staatsanwalt Achtung, Tagschneider Berlins! Am Montag, den 22. Juni, Abends beantragt am Schlusse, den Angeklagten Albert Hofmann Norbert's Festsälen. Beuthstraße 22, 1 r., statt. Tagesordnung: 8% Uhr, findet eine öffentliche Tagschneider Versammlung mit Frauen in 1. Die unter Aufhebung des unterm 23. März gegen ihn ergangenen mißstände in der Tagschneiderei; rote tft es uns möglich, dieselben zu beUrtheils freizusprechen und dagegen den August Hofmann zu der seitigen? Referent: Kollege Robert Wiesemann. 2. Diskussion. 3. Ber- Ein Auch- Arbeiter hat wieder einmal einen Mahnruf an gegen seinen Bruder erkannten Strafe fchiedenes. Wir ersuchen die Kollegen dringend, Mann für Mann zu er- seine Genossen gerichtet und damit Wasser auf die Mühle der anderthalb Jahre Ge- fcheinen. Der Einberufer: Jakob Müller. Die Versammlung findet un- Bourgeoispreffe gegossen. Der Styl des Buches) ist ziemlich fängniß zu verurtheilen. Er stellte jedoch anheim, hiervon widerruflich statt. 2 Monate durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt zu Starbeiter subtotale des Herrn Gründel, Dresdenerstraße 116. licher leibhaftiger Arbeiter es ist, der hier zu seinen Genossen Serlins. Mitglieder Versammlung am Mittwoch, den holprig, womit jedenfalls angedeutet werden soll, daß ein wirk erachten. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Auflösung der Bahlstelle und Wahl der Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Apolant II, rügte besonders, Bertrauensleute. 3. Bortrag.. Berschiedenes. Pflicht eines jeden stollegen spricht, obschon man dem Machwerk auf einen flüchtigen Blick daß diejenigen Zeugen, welche im vorigen wie auch im ist es, pünktlich zu erscheinen. hin ansieht, daß es kein Arbeiter geschrieben haben kann. Wer heutigen Termine den Albert Hofmann rekognoszirten, und Umgegend in der Schloß- Brauerei Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Ge- Arbeitern die Augen zu öffnen, indem er ihren ganzen Stand in Versammlung des Verbandes deutscher Zimmerleute Schönebergs aber ist der Herr Georg Hansen, der sich herausnimmt, den dies mit einer solchen Bestimmtheit gethan, wie es wertschaftliches, Verschiedenes und Fragetasten. Neue Mitglieder werden auf- pöpelhaftester Weise beschimpft, um daran seine Abschreckens ihrerseits geschehen sei. Ein gewissenhafter Zeuge dürfte nicht immer genommen. Gäfte haben Zutritt. und immer wieder behaupten, daß jeder Frrthum seinerseits aus- Vortrag der Frau Muche über: Ruhr und Brechburchfall" in Fröhlich's daß das Treiben der Arbeiter, seiner lieben Genossen, als z. B.: Berliner Naturheilverein 2. Am Dienstag, den 16. Junt, Abends 7 Uhr, theorie zu demonstriren? Der Verfasser behauptet von vornherein, geschlossen sei, zumal wenn es sich um Wiedererkennung von Restaurant, Schönhauser Allee 161. Gäste willkommen. Personen handele. Der Vertheidiger hielt es für selbstverständlich, daß sein Klient Albert Hofmann freigesprochen werden müsse. Arbeiterbewegung. " " 1 " " " von Mitgliedern. " Arbeiter Gefanghaven berichtet die" Norddeutsche Volksstimme": Der Nord-" armonia", Abends 9 Uhr Flottwellstraße 5 bei Bartels. Bruderherz" bei Birfo, Straußbergerstr. 3.- Männergesangverein Parteien? Lorbeeren. " " Abends 9 Uhr. " " " Gefangverein " Wedding " Sprechlaal. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag.„ Herwegh", Abends 8 Uhr, im übermäßiger Branntweingenuß, der jährlich mehr Geld erfordere, Botale von Otto inte, Forsterftr 45. Gäſte wilkommen.-Proletarier", als der Militäretat an Ausgaben nöthig mache, die Erregung ( Banton), bei Borchardt, Schulzenstraße 28. Hasenclever", Abends 8% Uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäste wilkommen. von Unzufriedenheit durch frivole Streifs, die Unterstützung der Das Urtheil lautete dem Antrage des Staatsanwalts gemäß. Agitationsverein assalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. sozialdemokratischen Literatur u. s. w. die Ursache der vorBei der Begründung hob der Vorsitzende, Landgerichts- Spinoza Abends 8 Uhr, bet Brandftahl, Oppelnerstr. 29. Gäste haben handenen Uebelstände ist, nicht aber eine UnvollkommenDirektor Schmidt hervor, daß die frühere Verurtheilung des An- edde", Abends 9 Uhr, im Lotale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Zutritt. Lese- und Diskutir- klub für Männer und Frauen Johannes heit des gesellschaftlichen Lebens. Beweisen thut er diese geklagten Albert Hofmann eine nach den damaligen Verhält- Männer und Frauen als Gäste willkommen. welterschütternde Behauptung nicht etwa durch Beispiele nissen durchaus gerechte gewesen sei. Sei nun damals Albert Hof- uhr, uebungsstunde, Aufnahme Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends aus dem praktischen Leben( was natürlich auch nicht mög mann, wie sie durch die heutige Beweisaufnahme ergeben habe, myrihenblätter", Belforterftr. 15 bei Schneider. Gesangverein lich wäre), sondern auch durch einen neuen Aufguß der längst Gesangverein zu Unrecht verurtheilt worden, so habe der Angeklagte dies selbst unverzagt", Moabit, bei Flges, Wilsnackerstr. 63. Arbeiter Gefang- widerlegten albernen Legenden von den Führern, welche mit den in frevelhafter Weise herbeigeführt und durch die Untersuchungs- verein Fretes Sted", Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee und Dorf Almosen der Streifenden herrlich und in Freuden leben, von der straßen== Ecke bei Reusch. Arbeiter Gefangverein haft büßen müssen. " Morgenroth" Verfolgung selbstsüchtiger Zwecke einiger weniger Anführer, die Charlottenburg, Bismarckstraße 89 Restaurant. verein or wärts", Friedrichsfelde, bei Momber.-Gefangverein auf die Erhaltung der Unzufriedenheit unter den Arbeitern speku" Steinetche"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 bet Heise. Geliren u. dgl. m. Der wahre Freund der Arbeiter, das sind na fangverein Norddeutsche Schleife", Restaurant Kaiser Franz türlich die Arbeitgeber und die bürgerliche Reichstagspartei Grenadierplay 7. Gesangverein Allegro", Staltzerstraße 142 bei Greiser.- Arbeiter- Gefangverein" DIympia", bei Schneider, Adalbertstr. 8. inkl. Herrn Eugen Richter. Wem verdanken die Arbeiter unsere Gefangverein Kreuzberg", Lichterfelderstraße Nr. 7-8 bet Winter. sozialpolitischen Geseze, als Krankenkassengesetz, Unfall, AltersGefangverein" Fidelita s", Acterstraße 13 bei Kummer. ,, Moabiter und Invalidenversorgungs-, Arbeiterschutzgesetz, so ruft der AuchZum Streit der Heizer und Kohlenzieher in Bremer.iebertafel", Wilhelmshavnerstr. 23 bei Brosch. Männergesangverein Gefangverein Arbeiter aus, etwa den Sozialdemokraten oder den bürgerlichen deutsche Lloyd wird immer mehr in die Enge getrieben. Natür-" Schildhorn", Usedomftr. 33, bet Miete, Abends 9 Uhr. Gesangverein Nein, Herr Hansen, diesen Ruhm wollen wir den bürgerlich versucht man auch von dieser Seite Alles, um Mannschaften a tota pelle" in Friedrichshagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße, Wir gönnen an Bord zu bekommen. So wurden dieser Tage Leute, welche bergerstraße 8. Fhn'scher Gesangverein Sumor", bet Birt, Strauß- lichen Parteien ganz und gar nicht verkleinern. Gesangverein Eyboly" Urbanftr. 188, Ecke Blüche= ihnen die Verantwortung für diese Flickarbeit, um mit Eugen von den Dampfern Saale"," Spree" und Werra" ausgerückt straße bei Bollandt. Gefangverein" Freundschaft" bet Dewald Ber: Richter zu reden, voll und ganz". Zurückweisen möchten wir uur waren und aufgegriffen wurden, unter polizeilicher Assistenz auf liner, Brunnenſtr. 114.- Gefangverein, Hoffnung" Deutsch- Wilmersdorf, Restaurant Gräb, Brandenburgischestr. irgend ein anderes Schiff gebracht, obwohl es sonst üblich war, in der Berliner Bockbraueret, Abends 8-10% Uhr. Waldtapelle Ihre Behauptung, daß wir alle diese schönen Gesetze mit absichtMännerchor ,, Südlicher Geringschäzung behandeln, um sie den Arbeitern zu verDeserteure" so lange in Haft zu behalten, bis jenes Schiff, das ft", töpniderftr. 191 bei Foge. Männer- Gesangverein ,, Wiederhall", leiden. Wir sind im Gegentheil der Ansicht, daß diese Gesetze fie verlassen, zurückgekommen war. Nun, während des Streiks Abends 11 Uhr bei W. Schmidt, Wrangelftr. 141. tann man die Leute natürlich auf den Schiffen sehr gut verwen- 9 1hr im Restaurant Müller, Mariannenstraße 46. Gäste willkommen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein Edelweiß" ganz für sich selbst sprechen und überhaupt feines Kommentars mehr bedürfen. Und derselben Ansicht sind wir schließlich auch den, statt sie dem Staatsanwalt zur Bestrafung zu übergeben. Gesangverein" Anacreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Reßner, Annen- über Ihre geniale Auffassung eines sozialdemokratisch organisirten Auch dieses Verfahren ist unseres Erachtens nicht zulässig. Straße 16. Gesangverein Ludwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr, Quartett- Berein im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Volksstaats. Vielleicht findet sich ein Wizzblatt, das sich diesem Eine Straffache kann, sowie sie in die Hände der Behörden bei Stumte, Acterstraße 123. Männer Gefangverein Olympia" Theile Ihres Buches zuwendet. Wir garantiren ihm für eine übergegangen ist, nicht verschoben und auch nicht aufgehoben bet Gerth Prinzenstraße 106. Theater und Vergnügungsverein werden, weil der Betreffende vielleicht gerade nothwendig ge- Vulcania" in Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen Fundgrube unfreiwilligen Humors à la Friederite Kempner. braucht wird. Mit einem Verfahren, wie es hier geschildert ist, in Hanf's Restaurant, Tempelhofer Ufer 18, Ede der Großbeerenstraße. und Herren, willkommen. Theaterklub e Imerding", Abends 9 Uhr, Unsere Lefer möchten wir nach den kleinen Proben Ihrer Geistesarbeit nicht länger mit diesem Produkt bürgerlicher Volkswirthwird den Meisten ja gradezu die Gelegenheit aufgedrängt, der Privat- Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, GartenStrafe zu entfliehen. Aber auch andere Mittel scheut der Straße 162. Gäste willkommen. Bergnügungs- und Theaterverein„ Romeo", schaftslehre langweilen. Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäfte willkommen. BergnügungsLloyd nicht, um Feuerleute zu bekommen. Man versucht nämlich Berein„ Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bet H. Sperling, Görligerstr. 87. Leute für angeblich dänische Dampfer zu gewinnen, wozu ja, da Neue Mitglieder werben aufgenommen. Vergnügungs- Verein Fidele der Streit sich auf ausländische Rhedereien nicht erstreckt, stets Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Berlebergerstr. 17. Gäste willkommen. Geselliger Verein ,, Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. solche zu haben sind. Kommen die Leute aber an Ort und Stelle, Verein ehmaliger 37er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Raftno, Holzmarktso wird ihnen klar, daß sie sich haben nassühren lassen und auf straße 72.- Rauchklub Rosenblätter", Abends 8% Uhr, bei Leo: Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzus einem Dampfer des Lloyd sich befinden. Daß die Wenigsten sich humoristische Pfeifenbrüder", Abends 8 Uhr, kleine Martus- Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Rauchflub geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen poldt, und Mannsteinstraßen- Ecke. Gäfte willkommen. auf diese Art fangen lassen, ist ganz selbstverständlich, sie gehen firaße 10. Gäfte, burch Mitglieder eingeführt, widtommen. Rauchflub Inhalt desselben identifiziert zu werden. eben, sowie sie den Sums merken, sofort wieder an Land. Aus Borsig", Borsigstr. bet Jentsch. Geselliger Verein„ CIimbim" Seit einigen Jahren sind die mehr wie traurigen Verhält Herren als Gäste folchem Treiben ersprießen für den Lloyd wahrhaftig teine bends 9 Uhr bet George, Großgörschenstraße 16. willkommen. Bergnügungsverein" Glud auf" Abends 8 Uhr im Restau- nisse der Bäckergesellen in diesem Blatt des Defteren besprochen rant Blant, Schönleinstraße 1. Gäfte willkommen. Gefelliger Bergnügungs- worden und obwohl dieser Korporation von allen Seiten bie verein Amicitia", Abends 9 Uhr, im Lokal von Marowski, Barnimstr. 47. Vergnügungsverein, Reichstrone", Stzung Abends 9 Uhr, Berle- wärmste Sympathie entgegengebracht worden ist, so ist diese Bebergerstraße 13, im Bittoria Salon. Gäste willkommen. Männer- Gesang- wegung doch noch um keinen Schritt vorwärts gekommen. Woran berein. Dauffe", Abends 9 Uhr, bei Niemann, Görlitzerstr. 42. Gäste liegt das? Einestheils in der Nachtarbeit, wodurch so wie so willkommen. Bund der geselligen Vereine Berlins und Umgegend. Dienstag: schon die Thätigkeit des Geistes abgeftumpft wird, außerdem Geselliger Verein limbim" bet George, Gr. Görschenstr. 16.- Theater- Ber findet durch dieselbe eine vollständige Absperrung der Bäcker von ein Eichenfranz", Waldemarstr. 17. Bergnügungsverein Schönhauser der übrigen Menschheit statt. Nur so ist es denkbar, daß die bet Techow, Waterloo- Ufer 14, Uebungsstunde. Linde" bei Müller, Bernauerstr. 42. Tambourverein Deutsche Eiche". Bäcker kein Gefühl für ihre Leiden haben, ja dieselben nicht mal erfennen. Durch diese Stumpfsinnigkeit ist es den Innungen gelungen, durch Errichtung von Arbeitsnachweisen und Herbergen sowie Ausgabe der sogenannten Germania- Arbeitsbücher die ganze Gesellenschaft in ihre väterliche Obhut zu nehmen und wehe dem Gesellen, der sich hiergegen aufzulehnen wagt, ewige Arbeitslosig Eine entsetzliche Eisenbahn- Katastrophe, bei welcher etwa feit ist die unvermeidliche Folge. Soll den Bäckern also geholfen 120 Menschen ums Leben gekommen und 150 andere schwer ver- werden, so muß ihnen ein fester Rückhalt gegeben werden, damit letzt wurden, ist vorgestern Nachmittag in der Nähe von Basel wenigstens die Führer nicht der Maßregelung ausgesetzt sind, wie durch den Einsturz der Eisenbahnbrücke bei Mönchenstein herbei- jetzt wieder Kollege Schlüter, welcher, um nicht gänzlich unterzu geführt worden. Mönchenstein ist die erste Station von Basel gehen, eine Stellung auf einem Holzplaße annehmen mußte. auf der Jura- Simplonbahn, welche vor dem Orte die Birs, Die Gründung einer Genossenschafts- Bäckerei wäre wohl geeinen Nebenfluß des Rheins, auf einem hohen Viadukte über- eignet, der Bäckerbewegung das fehlende Rückgrat zu geben, einsehend, tauchte ein diesbezüglicher Plan vor schreitet. In Mönchenstein wurde vorgestern ein Gesangsfest ge- dieses in Arbeiterfeiert und etwa tausend Ausflügler, zumeist Baseler, begaben sich zirka 3 Jahren auf, doch fand derselbe mit dem um 2 Uhr 15 Minuten von Basel abgehenden Per- freisen nicht die nöthige Unterstügung, da zu jener Zeit fonenzuge dorthin. Als der Zug die Brücke paffirte, brach die- nur Genossenschaften mit unbeschränkter Haftpflicht zugelassen selbe zuſammen und von den zwölf Waggons stürzten zwei voll- waren. Anders liegt die Sache aber jetzt bei der beschränkten besetzte Personenwagen, ein Post- und ein Gepäckwagen mit den Haftpflicht. Ein Risiko ist fast gar nicht zu befürchten, denn der beiden Lokomotiven in die gerade gegenwärtig fehr hochgehende tägliche Bedarf, also der Konsument, die arbeitende Bevölkerung Biers hinab. Beide Personenwagen wurden vollständig ist vorhanden, gewissenhafte Männer zur Leitung würden doch zertrümmert, sämmtliche Fahrgäste in denselben mit dem gefunden werden, eine passende Bäckerei ist auch zum 1. Oftober Zugführer, Lokomotivführer und Heizer getödtet. Der zu soliden Bedingungen in Aussicht, es fehlt also nur an 5000 M. dritte Personenwagen blieb zwischen dem Brückenkopf und den Geld. Die Bäcker allein sind nicht im Stande dies Geld aufzu Trümmern in der Schwebe hängen, und der darauf folgende bringen, da ihnen auch theilweise der Muth und das Vertrauen Wagen fuhr auf denselben auf, während die übrigen Wagen ent- zur eigenen Kraft fehlt; will man also, daß die Bäcker vollends gleisten und auf der Brücke festgehalten wurden. Bis jetzt sind zu der Höhe zielbewußter Arbeiter emporgehoben werden, so ist 44 meist schrecklich verstümmelte Todte und über hundert Ver- vorläufig weiter nichts nöthig, als daß genanntes Projekt baldigst wundete geborgen. Viele Reisende liegen noch im Wasser unter unterstüßt wird. Von einer weiteren Begründung sieht Einsender den Trümmern. Die Zahl der Todten wird auf 120, die der vorerst ab und je nach dem dieser Hinweis Aufnahme findet, Verwundeten auf 150 geschäßt. Die Verwundeten wurden nach werden aus Bäckerkreisen weitere Erläuterungen, am liebsten in Basel befördert, wo einige an den Folgen der erfitenen Veröffentlichen Arbeiterversammlungen folgen, für heut wollen wir letzungen alsbald starben. Die erste Hülse wurde von der nur sagen, daß Antheilscheine zu 5 Mart in Aussicht geFeuerwehr von Mönchenstein geleistet. Von Basel eilten Aerzte, nommen sind. Diese Anregung der Beurtheilung aller Genossen übergebend Sanitätstruppen und die Feuerwehr, von Liestal eine Sappeurund Pionierabtheilung an die Unglücksstätte, wo die Bergungs- zeichnet arbeiten noch fortdauern. Die Kommunikation zwischen Basel, Mit brüderlichem Gruß Belfort, Paris und Calais ist unterbrochen; ebenso erleiden die E. S. Telegraphenlinien Störungen. Der Viadukt war erst kürzlich ganz neu erbaut worden. Die Direktoren der Jura- Simplonbahn treffen Maßregeln, um während der nächsten 14 Tage die Bahnzüge über Mülhausen zu leiten. Lyon, 14. Juni. Die Pferdebahn- Bediensteten haben gestern den Ausstand beschlossen. Infolge dessen ist heute der gesammte Pferdebahn Verfehr eingestellt worden. Kein Wagen hat die Depots verlassen. M London, 14. Juni. Heute Nachmittag fand eine Kundgebung feitens der Arbeiterinnenvereine im Hydepark statt zu Gunsten der Forderungen der Waschfrauen von London, welche bessere sanitäre Verhältnisse in den Waschanstalten, Verkürzung der Arbeitszeit und höheren Lohn beanspruchen. Die Eisenbahn- Bediensteten hielten zu gleicher Zeit eine Versammlung im Hydepark ab. Es sollen gegen 80 000 Personen im Hydepark anwesend gewesen sein. Es wurden Resolutionen zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages beschlossen. Chikago, 15. Juni. 1500 Eisen- und 800 Metallarbeiter streifen behufs Erlangung des Achtstundentages. Soziale Mebersicht. Wirker Berling! Wegen Lohnreduzirung bei der Firma Ifidor Joachim, Neue Friedrichstr. 3, haben die Kollegen dort die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. An die Korbmacher Deutschlands! Der schweizerische Rorbmacherverband hat aus den in Nr. 20 der„ Neuen TischlerZeitung" ausführlich bezeichneten Gründen folgende Werkstätten als gesperrt erklärt: Korbwaaren- Fabrikation von Wurster in Seen bei Winter thur, Kanton Zürich; Korbwaaren- Fabrikation von V. Minet in Klingnau, Kanton Aargau; Korbwaaren- Fabrikation von Frei u. Romp. in Steckborn, Kanton Thurgau. Es sind dies nebst Brängau Wyla( Gubler) die Werkstätten, beren Besitzer in der Herabdrückung der Arbeitslöhne gewiffer maßen mit einander wetteifern. Zuzug nach genannten Orten ist strengstens fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter sind um Aufnahme gebeten. Der Vorstand des schweizerischen KorbmacherVerbandes. Versammlungen. In der letzten Versammlung des Verbandes der in Holzbearbeitungsfabriken be schäftigten Arbeiter Deutschlands hielt Peus einen Vortrag über die englische Fabrikgefeßgebung. Eine Diskussion fand nicht statt. Dann wurden innere Vereinsangelegenheiten erörtert. Dermischtes. unter den Trümmern hervorgezogen worden. Die Anzahl der Aus Basel wird ferner gemeldet: Bis jetzt sind 46 Todte noch unter den Trümmern im Wasser Liegenden wird von den Der Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend Die Rettungsarbeiten, welche wegen der gegenwärtig hochgehenhielt am 8. Juni eine gut besuchte Versammlung ab. Da der den Birs einigermaßen erschwert sind, wurden die ganze Nacht Referent nicht erschienen war, wurde der dritte Punkt, Ber- fortgesetzt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen bewerkschiedenes als erster erledigt. In das Vergnügungskomitee itelligt, der Güterverkehr ist über die Zentralbahn via Olten geleitet. Bis jetzt verlautet nichts darüber, daß sich Deutsche unter wurden 15 Kollegen gewählt. Inzwischen war der Referent Herr Pinn erschienen und den Verunglückten befinden. sprach über: Soziale Zustände im Alterthum". An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Kloz, Feder, Mostopf, Schwarz und Freiwald. " Briefkasten der Redaktion. bekannt, wir können auch ohne Kenntniß der näheren Umstände Schöneberg a. Weichsel. Ein solcher Fall ist uns nicht fein Urtheil abgeben. Auf das weitere Unerbieten bedauern wir verzichten zu müssen. F. Gr. 1 M. für jede Untersuchung. E. S. 65. 15 Pfennige. Abgabe der betr, Erklärung im gerichtlichen Termin, gleichviel 46 D. Der Austritt aus der Landeskirche erfolgt durch ob die Gerichtskosten bezahlt sind oder nicht. Außerdem werden noch folgende Details mitgetheilt: Der Sonntag Nachmittag 2 Uhr 15 Min. von Basel ab- Der deutsche Arbeiter und die Sozialdemokratie. Ein gehende Personenzug der Jurabahn mit 2 Lokomotiven bespannt, Mahnruf eines deutschen Arbeiters an seine Genossen. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.