Morgenausgabe Nr. 145 A73 45. Jahrgang Böchentlich 70 Bfg., monatlich 3,-M. im voraus zahlbar, Boftbezug 3,72 einschl. Bestellgeld, Auslandsabonne ment 5,50 m pro Monat. * Der Vorwärts" erscheint wochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend", Illustrierte Beilagen Bolt und Zeit" und„ Kinderfreund" Ferner Unterhaltung und Biffen"," Frauen Stimme". Technit", Blid in die Bücherwelt" und„ Sugend- Borwärts". Vorwärts Berliner Volksblatt Sonntag 25. März 1928 Groß- Berlin 15 Pt. Auswärts 20 Pf. Die einipaltige Ronparethezells 80 Pfennig Reflamezeile 5.- Reichs mart Kleine Anzeigen" bas fettge bruckte Wort 25 Pfennig( zulässig zwet fettgedruckte Worte), jedes weitere Bort 12 Pfennig Stellengesuche das erste Bort 15 Brennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig Worte über 15 Buchstaben Arbeitsmarkt zählen für zwei Borte Beile 60 Pfennig Familianzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Linden Straße& wochentagl von 8%, bis 17 Uhr. Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Fernsprecher: Dönhoff 292-297 Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin Bostichedkonto: Berlin 37 536. Bankkonto: Bank der Arbetter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstr. 3 Oberingenieur Goldstein berichtet. Stresemanns Notſchrei. Seine Erlebnisse im Gefängnis. Ein Mitarbeiter der Deutschen diplomatisch- politischen Korrespondenz" hatte Gelegenheit, Dberingenieur Goldstein über seine Er lebriffe in Rußland zu befragen. Dabei schilderte Herr Goldstein seine Berhaftung fo: In der Nacht des 6. März um 2 Uhr plöglich furchtbarer Lärm vor seiner Wohnung; Kolbenstöße an die Haustür. Bewaffnete fordern Einlaß. Als aufgemacht wurde, stellten sie sich als GP11. vor und fragten fofort nach Goldstein. Alles wurde nun durchsucht, jede Habjeligkeit im Gepäck Goldsteins auseinander. gemidelt, jedes Papier durchleuchtet. Selbst die Ma. tragen wurden durchstöbert. Währenddessen war Goldstein und feinen Monteuren, die im Nebenraum geschlafen hatten, das Reden verboten. Mach anderthalb Stunden Befehl, sich anzuziehen, um abtransportiert zu werden. Er wurde auf einen offenen Pferdewagen verladen. Dabei erfuhr er, daß der Ingenieur Dito, der im Neben haus wohnte, eine halbe Stunde vorher abgeholt worden war, ebenso der Ingenieur Mayer. Kurz vor der Abfahrt fam Frau Maner noch an den Wagen und bat Goldstein, für ihren Mann noch eine Dede mitzunehmen. Glücklicherweise hatte einer der Monteure den Gedanken, noch ein paar Decken auf den Wagen hinaufzureichen; denn nun begann die Fahrt nach Stalin- über die Steppe, bei 25 Grad Kälte. In Stalin lagen in der Gefängniszelle, die vielleicht 3x4 meter groß war, vier bis fünf Russen. Es mimmelte von Wanzen In einer Ede lag ein großer Haufen verdorbenen Brotes. Aber auf die Einzelheiten dieser ersten Nacht fann Herr G. fich nicht mehr besinnen, weil er, angewidert von dieser Umgebung, unter dauerndem Erbrechen litt. Am anderen Tage ging es weiter nach Chartow. Wieder wurde Goldstein auf den Wagen verladen. Im Strah neben ihm lag der Begleitmann, den Finger am Ab. 3ug. Dann Eisenbahnfahrt bis Chartow, weiter vom Bahnhof in einer Droschte nach der GPU. Nach einigen Stunden erst gelang es G., Waschgelegenheit zu bekommen. Nachmittags nahm ein höherer Offizier seine Personalien auf. Im Nebenzimmer bemerkte er den Ingenieur Otto, der also nicht wieder nach Hause geschickt worden war, wie die Ruffen behauptet hatten. An diesem Abend ging es dann wieder zum Bahnhof. Das 3iel wußte niemand, die beiden Bewachungsleute zuckten nur die Achseln. Nach 20stündiger Eisenbahnfahrt wußte man, daß man in Rostow war. Hier wurden Herrn G. abermals die Taschen geleert, namentlich Leibeürtel und Krawatte nahm man ihm ab, damit er sich nicht das Leben nehme. In der Zelle, 1,70 Meter breit und 4 meter lang, stand eine Drahtpritsche, am Fenster ein Tischchen, in einer anderen Ecke der Unratfübel. Längs der Wand lagen ein paar zusammengerollte Decken und Matragen. Sieben Ruffen hausten bereits in dieser Belle. Als sich die Tür auftat, prallte G. vor dem Bilte und den scheußlichen Dünften zurüd. Der Unteroffizier half unsanft nach und schlug die Tür zu. Die nächsten Tage waren ein wahres Martyrium. Einer der Mitbewohner hatte ein schweres Lungenleiden, auch andere hufteten Tag und Nacht. Der ganze Raum starrte von Un geziefer. Die Schwaben liefen auf den Lebensmitteln umher, Der Fall Wirth. Ausdeutungen und Warnungen. " Der Beschluß des badischen Zentrums, Birth nicht wieder aufzustellen, wird von allen Seiten mit der Frage beantwortet: Wohin steuert das Zentrum? Das Organ der Bayerischen Bolkspartei, der Bayerische Kurier", versichert: von der Republit fort: ,, Die Ablehnung der Kandidatur Dr. Wirths bedeutet darum in erster Linie ein neues und entschlossenes Bekenntnis zur welt anschaulichen Begründung der Politik. Der Beschluß besagt, daß das badische Zentrum nicht gewillt ist, seinem früheren Führer auf je ne n wegen zu folgen, die er mit unbeftreitbarer Folgerichtigkeit vor allem in seiner Zeitschrift und in seinen 3eitungsauffäßen gewiesen hat." Wenn der Bayerische Kurier" sagt ,, Weltanschauung", dann meint er, ein Katholik dürfe grundfäßlich nicht Republikaner sein. Es war die Bayerische Volkspartei, die bei den Einigungsverhandlungen mit dem Zentrum laut gefordert hat: Wirth muß verschwinden! Adam Roeder, der Herausgeber der Süddeutschen Konservativen Korrespondenz" und Reichstagsabgeordneter des Zentrums, warnt seine Partei von dem Wege nach rechts: Was Births Stellung in der Zentrumspartet problematisch macht, ist seine Haltung in inner politischen Grundfragen. Es hat teinen Wert, diese Dinge verschleiern zu wollen. Wirth ist Republikaner und Demofrat, nicht in jenem verfchwomme nen Opportunismus, der sich zur jeweiligen Berfaffung betennt und in seiner moralischen Beschaffenheit nicht weit von einem echten Sophisma entfernt ist, sondern in polifommener Ungweideutigteit. tiochen den Gefangenen über die Hände. Noch heute hat Herr G. eine Furuntulose, die er darauf zurückführt. Bon dem Essen tonnte eine Furunkulose, die er darauf zurückführt. Von dem Effen konnte er nichts genießen. Ein Konfervendeckel, den die Gefangenen an der Wand geschärft hatten, mußte als Messer für Brotzerteilen usw. dienen. Die Mitgefangenen räumten ihm die Pritsche ein, sie felbft schliefen auf dem Fußboden. Bei Tage waren drei fleine Schritte Bewegungsmöglichkeit vorhanden. Alle Bemühungen, mit der deutschen Vertretung in Berbindung gebracht zu werden, schlugen fehl Einmal wurden ein Brief, ein Telegramm angenommen, aber nicht befördert Auf den fleinen Hof des Gefängnisses wurde G. nur jeden zweiten Tag für fünf Minuten geführt. Der 13. März war für Goldstein der schlimmste Tag. In dem Reller unter der Belle hatte ein Mann einen Tobluchtsan. fall gehabt, seine Schreie gellten durch das ganze Haus; drei Biertelstunden später wurde er gebunden über den Hof abgeführt. Bald darauf bekam in der Nebenzelle ein Mann einen Weinframpf. Sogar die übrigen Mitgefangenen wurden unruhig. Am 14. März dem 55. Geburtstag Goldsteinstrat die Wendung zum Besseren ein. Er wurde zum Berhör gerufen, und nun flärte fich das Ganze an der Entstellung des Briefes einer seiner Monteure auf. In diesem Montagebericht stand der Bor schlag, den mechanischen Teil einer Anlage den Russen zu übergeben, damit die Maschine nicht bis zu den nächsten Dampfversuchen auf deutsche Berantworhing laufe, denn bei den jetzigen nicht normalen Betriebsverhältnissen könne es bis zu weiteren Versuchen lange dauern. Hieraus hatte der GPU.- Dolmetscher durch seine mangelhafte Ueberfehung Sabotage tonftruiert, worauf in Rußland Todesstrafe steht. Als Goldstein den Bergleich der Uebersetzung mit dem Original verlangte, mußte felbft der ruffische Richter bie Unmöglichkeit der Beschuldigungen einsehen. G. murbe, nachdem er noch unter Mr. 982 für das Berbrecher album der Rostower GPU photogra phiert worden war, zusammen mit Wagner in ein anständiges Bimmer gebracht und in der Nacht schließlich freigelassen. Bon jetzt ab behandelten die Russen ihn mit ausgesuchter Freundlichseit; fie erflärten fogar entschuldigend, daß die ganze Berhaftung auf einem Mißverständnis beruhe und taten alles Erdentliche, um ihm die Heimreise zu erleichtern. Das Sowjetgericht im Donezfall. Kowno, 24. März.( TU.) Der oberste Gerichtshof in Moskau soll dem Bernehmen nach für den Prozeß gegen die reichsdeutschen Doneztechniker folgende Besetzung erhalten: Borsitzender: So1z; Beisiger: Kameron, rich; Anklage: Krylento, sein Gehilfe: Krassitom. Außerdem soll noch als öffentlicher Kläger der„ Siaatsanwalt der Partei" Jaroslawiti auftreten. Es heißt, daß die Sowjetregierung eine besondere Ertlärung an die in der Sowjetunion tätigen ausländischen Ingenieure zu richten beabsichtigt, in der versichert wird, daß sie feinerlei allgemeine Berfolgung und Erschwerungen ihrer Arbeitsbedingungen zu er warten hätten. Man mache sich tein für ein U vor, man sei gerecht, fachlich und ehrlich. Die Rechtsrichtung egiftiert und ein wesentlicher Teil des Zentrums und der deutschen Ratholiken will aus soziologischen und aus Gründen, die durch bestimmte Traditionen ethisch- religiös figiert sind, nach rechts. Mit der christlichen Weltanschauung hat dies nichts zu tun und legten Grundes auch nichts mit der fatholischen Weltanschauung. Es geht im„ Problem Wirth" um die Erhaltung der Zentrumspartei als einer demokratischen, fortschrittlichen, christlich- sozialen Reformpartei um eine Partei der Mitte insofern, als die Geltendmachung politischer Rationalität dem praktischen Fortschritt dient. Man will Wirth absägen. Ich warne die verantwortlichen Männer der Zentrumspartei, die genugsam Charakter und Erfahrung befizen, um zu wissen, daß die Bartei, die einen Fürsten von Löwenstein und einen Hermes zu Exponenten macht, unrettbar dem Berfall zusteuert." Die ölnische Zeitung" nimmt an, daß der Reichsparteivorstand des Zentrums Birth an sicherer Stelle auf die Reichsliste stellen werde. Die Entscheidung des Zentrumsvorstandes wird von großer Tragweite für die fünftige Stellung des Zentrums sein. Sumpfblüten der Faschistenjufliz. Rom, 24. März. Der Gerichtshof für den Schuh des Staates hat einen gewiffen Baldacci zu 5 Jahren Gefängnis, 3 Jahren Polizeiaufficht und zum Berlust der Bürgerrechte verurteilt, weil er eine Geldunterstützung an die Schweller(!!) Cucellis, des Attentäters auf das Leben Mussolinis, gesandt hatte. Gegen das Kapital im Wahlkampf! Am 31. März wird der alte Reichstag aufgelöst, späteftens am 20. Mai der neue gewählt. Noch ist nicht das erste Flugblatt ausgeflogen, noch sind die Anzeigensäulen und Mauern von Aufrufen frei. Aber überall sind die Organifationen in Bewegung. Es geht um die Kandidaten, und es geht um das Geld. In dieser Situation hat Herr Stresemann, Außenminister und Führer der Deutschen Boltspartei, am letzten Mittwoch vor Pressevertretern eine Rede gehalten, die verdientes Aufsehen erregt hat. Herr Stresemann klagte über die wachsende Abhängigkeit der Parteien von den Mächten des Kapitals. Er sprach von Fällen, in denen angesehene Politiker von der Kandidatur zurüd treten mußten, um Männern Platz zu machen, die für das Mandat bares Geld zahlen. Darum schlug er vor, daß die Wahlkosten den Parteien vom Staat ersetzt werden sollten; dies set, so meinte er, das einzige Mittel, um den Parteien die Unabhängigkeit von den Kapitalsmächten zu gewährleisten. Hier spricht ein Wissender. Herr Stresemann war viele Jahre hindurch selber Syndikus des Verbandes Sächsischer Industrieller, und als nationalliberaler Politiker blickt er auf jahrzehntelange Erfahrung zurüd. Dieser Mann weiß sehr genau, wie es in seiner Partei und in den bürgerlichen Nachbarparteien aussieht. * Stresemanns Vorschlag, der Staat solle den Parteien ihre Wahlfoften ersehen, stieß in der Presse auf starte Be denken. Mit Recht. Denn wie soll er durchgeführt werden? Die Belastung der Staatstaffe ist nicht das Entscheidende, Auch ein Berteilungsschlüssel läßt sich finden, menn man die auszuwerfende Gesamtsumme auf die Barteien je nach ihrer bisherigen Mandatsstärke verteilt. Dann müßte man versuchen, eine Sicherung dafür zu schaffen, daß die Parteien auch wirklich für die Wahlen nicht mehr Geld ausgeben, als für sie von Staats wegen ausgeworfen ist. Denn würde die staatliche Zuwendung nur einen Teil der Ausgaben bilden, und müßte der ausschlaggebende zufäßliche Teil wiederum aus privaten Mitteln aufgebracht werden, dann würde das Wettkriechen vor dem Geldsack von neuem beginnen und nichts wäre gewonnen. In England wird, wie auch sonst überall, der Wahlaufwand aus freiwilligen Beiträgen der Staatsbürger beftritten, aber ein Gesetz begrenzt den erlaubten Wahlaufwand nach oben und bedroht die Ueberschreitung mit Mandatsverlust. Dieses Gesetz ist gut gemeint, aber schwer durchführbar, weil die Wahlkosten schwer zu kontrollieren sind. Der Haupteinwand gegen den Vorschlag Stresemanns besteht darin, daß er die bestehenden Parteien pripilegiert und Wahlerfolge, mögen sie mit noch so anfechtbaren Mitteln gewonnen sein, prämiiert. Gine Partei, die unter Ausnüßung einer vorübergehenden Konjunktur durch die übelste Demagogie Erfolge erzielt hat, würde für die nächsten Wahlen vom Staat eine stattliche Summe ausbezahlt bekommen, die sie dazu benügen würde, ihren verdienten Verfall aufzuhalten. Es kann aber nicht die Aufgabe des Staates sein, Ungesundes durch Aufwendung öffentlicher Mittel zu konservieren. Dazu kommt noch eins: Der Erfolg einer Partei bei Wahlen hängt ja nicht allein von den Anstrengungen ab, die fie während des Wahlkampfes selber macht; daneben gibt es auch eine ständige propagandistische Bearbeitung der Massen. Soll die nun auch vom Staat bezahlt werden? Das ist ganz unmöglich, denn hier läßt sich feine Grenze für den erlaubten Aufwand ziehen, wenn man nicht die Parteien in ihrer freien Betätigung behindern und unter polizeiliche Aufsicht stellen will. Stresemanns Vorschlag ist utopisch. Daß dem so ist, muß man bedauern. Denn die Finanzierung der Parteien und ihrer WahlFinanzierung der Parteien und ihrer Wahlfämpfe ist in der Tat ein ungeheuer ernſtes Problem. Die Sozialdemokratische Partei gibt regelmäßig Nachweise über ihren Mitgliederstand. Unter Mitgliederstand versteht sie die Zahl ihrer Mitglieder, die regelmäßig Parteibeiträge zahlen. Sogenannte„ Papiersoldaten werden ausgeschieden. Die Höhe der Beiträge, die fie von ihren Mitgliedern bezieht, ist bekannt. Wäre sie nicht genötigt, mit den dunklen Finanzmächten im gegnerischen Lager zu rechnen, die überraschend mit ungeheuren Kräften in den Wahlkampf eintreten, und würden nicht dadurch die Wahlkosten enorm gesteigert, dann könnte fie mohl auch aus ihren laufenden Mitteln die gesamten Rosten bestreiten. So ist auch sie genötigt, ihre Mittel durch Sammlungen zu verstärken. Was dabei eingeht, kommt so gut wie ausschließlich aus den arbeitenden Massen. Kapi taliften, die glauben würden, fie fönnten durch Hergabe von Geld die sozialdemokratische Politit in fapitalistischem Sinne beeinflussen, verdienten, unter ärztliche Beobachtung gestellt zu werden. Rundfunk und Zensur. Eine Rede Crispiens im Reichstag. In Ker gestrigen Aeich-tag-sitzung Mchästigte sich ©cnosic Trispien mit der Ru nd f u n k f r a g e. Er führte aus: Im Rundfunk macht sich vielfach der Geist der reaktionären Bureaukratie, der Unduldsamtest und der Charakterlosigkeit breit. Dieser Geist richtet sich vor allen Dingen gegen die Arbeiter, die die erdrückende Mehrheit der Rundfunkhörer dnr� stellen. Von 2 Millionen Zstindsunkhörern sind nach amtlichen Angaben etwa gv Proz. Arbeiterhörer. Die Richtlinien, die von der Reichsregierimg herausgegeben sind, sagen, daß die Funkeinrichtungen keiner Partei dienen dürfen, daß sie Überpartei- sich sein sollen. Praktisch sind sie derart überparteilich, daß man auch die Republik und die Verfassung oft genug nicht be- rücksichtigt. und daß wir Darbietungen hören können, die republik- feindlich und verfassungsfeindlich sind. Das geht schon daraus hervor, daß die preußisch« Regierung selbst erst dafür sorgen nmßte, durch entsprechende Anweisung daraus aufmerksam au machen, daß diese sogenannt« Neutralität sich natürlich auf dem Boden der Republik und der Dersassung bewegen müsse. Wenn«s nun irgendwo Funkdirektoren gibt, die bereit sind, der Arbeiterbewegung entgegen.aukommen, so setzt von rechts eine chetze gegen diese Direktoren ein, und die Reichsbureaukroti« wird in Bewegung gesetzt, anstatt daß der Reichsminister dafür sorgt, daß im Rundfunk die Interessen der Arbeiterbevölkerung genügend gewahrt werden. Die Arbester sind politisch wie kulturell mündig und empfinden es als unwürdig, dauernd einer solchen Zensur unterstellt zu werden. Di« Beschwerden, di« wir täglich bekommen, richten sich in immer stärkerem Maße gegen die Beeinflussung der Pro. granrmgestaltungen durch die Vertreter der Reichsregie- rung. Bei der Deutschen Welle haben wir zwei Vertreter der Reichsregierung und zwei Vertreter aus den Parlamenten. Di« Herren von der Reichsregierung geben bei allen wichtigen strittigen Fragen den Ausschlag, so daß eigentlich die parlamentarisch« Mit. Wirkung und damit der Einfluß des Parlaments von der Reichs- regierung ausgeschaltet werden kann und bei einem Innen- Ministerium, das von einem Minister wie Herrn v. Keudell geführt wird, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Zensur oll« möglichen Dinge verübt. Achtung! Achtung!- Oer Herr Zensor! Ich will auch hier ein paar Beispiele in die Erinnerung zurück- rufen, die beweisen, wie unsinnig die Zensur gehandhabt wird. An«inen Dichter vom Rhein, Adolf v. Hatzseldt, wurde ein Brief geschrieben, er möchte bei seinen Darbietungen beachten, daß erotische Sachen überhaupt ausgeschlossen sein müssen, Liebeslieder würden meist falsch aufgefaßt, man müsie nur Sachen vortragen, die auch in jeder Mädchenschule vorgetragen werden können. Bei einem Sendespiel, in dem die Stelle vorkommt: „Sieh, sieh da, sie kommt, die Hure von Berlin T wurde verlangt, daß man sagen muß:„Sieh, sieh da, sie komint, die fiebernd« Frau st' In dem Gedicht von Heinrich Heine an die Musen wurde das Wort„L« ndenkraft" gestrichen. Bei Wilhelm Busch sagt« man, es dürfe nicht das Wort„Busen" ge- braucht werden: man solle dasür.Herz" sagen. Das sind einige Sachen auf dem literarischen Gebiet. Aber wenn e« sich nun um Darbietungen bandest, die der Arbeiterbewegung dienen sollen, dann erlauben sich di« Herren Bureaukraten, die eingereichten Manuskripte zu Andern, ihr« eigene Meinung dazwischen zu schreiben Und z» empfehlen. wie so ein richtiger Vortrag ausschauen muß. Ich habe hier das Manuskript einer Red«, die van dem Vorsitzenden des Arbeiter- Turn- und Sportbundes in Dortmund gehasten werden sollte mit den Bemerkungen des Mannes, der diese Rede durchgesehen hat, ob si« auch wirklich passieren könnt«. Da ist z. L. folgende Stell« beanstandet worden:„Die Arbeiterspart verbände sind reiva Sportorganisationen, welche in keiner Weise politische Fragen er- ledigen." Da hat der Zensor zwei groß« Fragezeichen gemocht! Eine andere Stelle, in der ausgesprochen wird:„Daß man den Kampf als Prinzip des Sports und den Rekord als ein Ziel für unsere Zeil anerkennt, besagt eben, daß diese bürgerliche Sportbewegung ans einem falschen Weg ist!", hat der Zensor ebenfalls mit einem Fragezeichen versehen und mit einer wilhelminischen Randbemerkung, di« sagt:„Dann ist es kein Sport mehr'." An einer anderen Stelle, in der gesagt wird, daß die Arbeiter- fportverbände oft g«nug gezeigt hätten: daß sie gute Leistungen vollbringen, findet sich wieder eine wilhelminisch« Randbemerkung vom Zensor, sie hälteu eine ungleiche Arbeitsleistung erkennen lasten! Wieder an einer anderen Stelle, in der gesagt wird: Die Arbeitersportbewegung will nicht I n d i- vidualsport pflegen, sie will die Leistungen der Masse heben" sind zwei Fragezeichen und ein großer Blaustrich gemacht: das soll auch geändert werden! Denn man sagt, man komme den Arbeitern entgegen, ober ihr« Manuskripte derart zusammenstreicht, dann würdigen wir die Rundsunkdorbietungen herab aus den Stand eines Generalanzeigers und machen diese Darbietungen für Arbeiter vollkommen wertlos. Eigene Meinung?- Verboten! Einige andere Fälle will ich kurz anillbren. So ist ver- boten worden, einen Vortrag über den Anschluß Deutschösterreichs zu hasten, weil in diesem Vortrag da? Häbsburgisch? Haus herabgewürdigt werde. Dann ist ein anderer Vortrag be- anstandet worden, ein Dortrag über das neue Strasgesetzbuch. in dem der Vortragende den Standpunkt vertrat, daß die Richter absetzbar sein müßten, und in dem die Wählbarkeit der Richter gefordert wurde. Das ist die persönliche Ansicht eines Mannes, der seine Meinung sachlich vertreten will. Dazu hat der Zensor, ein Ministerialrat, geschrieben, daß sei eine lln- geheuerlichkeik, eine Gefährlichkeit, man versuche, dem Volk Sand in die Augen zu streuen. Dann ist«ine Uebertragung der Bundeefeier des Reichsbanners in Leivzig verboten worden. In Berlin hat man ja solche Veranstaltung auch nicht übertragen, nicht einmal die Feier, die zum Tode des ersten Reichs- präsideaken der Republik vom Reichsbanner veranstaltet worden ist. Dos ist grober Unfug- Wir verlangen, daß im Rundfunk alle Parteien in ihrer Sprache zum Wort kommen, und daß nicht Bureaukraten vorschreiben, wie die Vorträge zu halten sind. Irgendwelche Bedenklichkeilen kann ich nichi in der Freigabe des Rundfunks für alle Parteien erblicken. Wie jeder jede Zeitung kaufen kann, muß auch jeder im Rundfunk noch seinem Geschmack zwischen den verschiedenen Darbietungen auswählen können. Wir verlangen deshalb, daß die Arbeiterbewegung berücksichtigt wird. Wir verlangen neben den christlichen Morgenfeiern weltliche Morgenfeiern, die wir nach unserem Wunsch und Willen gestalten. Wir oerlangen eine starke Fühlungnahme mit den Hürern, eine direkte Mitwirkung der Hörer bei der Entscheidung wichtiger Fragen. Roch«in« kurze Beschwerde des Arbeiter-Radio- b u n d e s. Ich frage, warum man ihm nicht wie den b ü r g e r- lichen Radioorganisationen auch das Recht gibt, Ber suchssender zu benutzen. Er hat um iv mehr ein Anrecht daraus, als die Arbeitorschaft die erdrückende Mehrheit der Rund- sunkhörer ausmacht. Die Rede des Genossen Crispien mar von lebhaften Zwischen- rufen der Linken begleitet. Semen Schlußauosührungen ftitnmtt die Linke des Hauses zu. Der übrige ReichstagSbenÄ ist in der Beilage. Die Sozialdemokratie ist die Partes der arstet» tenden Massen und wird auch finanziell von diesen arbeitenden Massen getragen. Daß s i e von kapitalistischen Mächten abhänge, ist eine Behauptung, die höchstens von verblödeten Antisemiten aufgestellt wird, die aber kein Mensch ernst nimmt. Wie ist es mit den bürgerlichen Parteien? lieber die Herkunft der Wittel, aus denen sie ihren Aufwand be» streiten, erfährt man nichts. Wie es hinter den Kulissen zugeht, davon erfährt man höchstens gelegentlich etwas durch einen Berzweiflungsschrei, wie ihn eben der Führer der Volkspartei, Herr Stresemann. ausgestoßen hat. Hinter den bürgerlichen Parteien standen bisher— leider nach immer!— breite Schichten arbeitender Volksge- nossen. Aber ihre Verbindung mit jenen Parteien bestand lediglich in der Abgabe eines Stimmzettels für sie. Da gibt es reine Massenorganisationen mit regelmäßiger Beitrags- icistung und klar übersichtlicher Finanzoerwaltung. Und so kann der Parteiführer den Parteikassierer zu seiner Tätigkeit nur mit jenem Rat aussenden, den einer alten An- ekdote nach ein amerikanischer Großverdiener einmal seinem Sohn gegeben haben soll:„Mein Sohn, schaffe dir Geld! Schaffe es dir auf anständige Weise— wenn du kannst! Aber, schaffe dir Geld!" Was soll der Parteikassierer tun? Er läuft zu söge» nannten„Parteifreunden", die als gute Kaufleute keinen Pfennig bezahlen, wenn sie nicht Ware dafür erhalten. Er läuft zu den Syndizi der kapitalistischen Interessenoertre- tungen, die Geld hergeben, aber natürlich auch etwas dafür haben wollen. Die Ware besteht in Mandaten und in Einfluß auf die Parteien. So entsteht als Normalzustand jener Zustand kapita- listischer Korruption, der nun auch Herrn Stresemann un- erträglich erscheint. „Gratte?: Iv Russe et vous trouverez le Tartare"— „Kratzt den Russen, und ihr findet den Tartaren", sagt«in französisches Sprichwort. Heutzutage kann man sagen: „Kratzt einen rechtsstehenden Abgeordneten, und der U n t e r- nehmers yndttus kommt zum Vorschein". Was aber beim Kratzen herunterfällt, das ist ein leichter Anstrich von „nationalen", ja sogar„christlichen" Redensarten. * Dieser Zustand ist so schlimm geworden, er erweist sich so deutlich als eine Gefahr für den Staat und das Volksganze, daß selbst der Führer der Volkspartei öffentlich einen Not- schrei ausstößt und Hilfe sucht. Das Mittel, das er vorschlägt, ist nicht anwendbar, und so bleibt nur noch ein anderes Mittel, zu dem sich Herr Stresemann freilich nicht betehren wird: das Mittel nicht der Staatshilfe. sondern der Selbsthilfe. Massenabkehr der Wählerinnen und Wähler von den Parteien, die dunklen Kapitalsmächten hörig find, Massenabkehr von den Parteien, bei denen der Wohlbeitrag in bar mehr gilt als Verdienst, Leistung und ehrlicher Wille zu bessern. Herr Stresemann hat wider Willen allen klar- gemocht, was das Bestehen einer nur den Klasseninteressen des arbeitenden Volkes dienenden grundsätzlich a n t i kapita» fistischen Partei wie der Sozialdemokratie für den Staat und das Volksganze bedeutet. Befreiung der bürgerlichen Parteien aus der Kapitals- Herrschaft— diese neueste Parole des Herrn Stresemann ist «in Widerspruch in sich. Wer sich aus geistiger Abhängigken non der Kapitalsherrschaft befreit, der bleibt nicht Deutsch» nationaler ooer Volksparteiler oder Zentrumsmann, sondern ->r wird Sozialdemokrat. Wollt ihr euch von der Kapitalsherrschaft befreien, dann befreit euch von den bürgerlicheü Parteien! Amtliche Wahlbeeinflussung! Die Veichspost agitiert für den Veichslandbund. Ein Postdirektor im Bezirk der Oberpostdirektion K ö s l i n hatte am Schwarzen Brett seines Postamtes eine Einladung des Reichslandbuirdes ausgehängt und sie aus- drücklich amtlich empfohlen. Auf eine Beschwerde antwortete die Oberposidirektion Köslin: „Der Pommersche Londbund ist eine Vereinigung zur Erhaltung und Förderung der deutschen Landwirtschaft ohne Rücksicht auf politische Partei st ellung. Die Bekanntgabe seiner Einladungen sehen wir nicht als politische Propa» ganda an." Der Reichslandbund ist eine deutschnationale W a h l o r g a n i s a t i o n. Beweis: die Lorstandsfitzung des Reichslandbundes vom 21. März hat laut„Deutsche Tages- zeitung" gegenüber der Christlich-Nationalen Bauernpartei den folgenden Beschluß gefaßt: „Der Reichslandbund spricht die Erwartung aus, daß die Lei- tung der Christlich-Nationalen Bauernpartei den Ausbau der Partei und die Aufstellung von Listen in den einzelnen Ländern und Provinzen nur mit Zustimmung der zuständigen Zentrallandbünde vornehmen wird." Darin liegt das Zugeständnis, daß der Reichslandbund eine politische Wahlorganisation ist. Eine amtliche Cmp- fehlung des Landbundes durch die Post ist also amtliche Wahlbeeinflussung. Aloys Lindner— KpO.! Der Metzger Aloys Lindner, der nach der Ermordung Eisners in den Bayerischen Landtag eindrang, den Genossen Auer sowie zwei Ministerialbeamte schwer verletzte und den Ab- geordneten Osel von der Bayerischen Volkspartei tötete, ist vor kurzem begnadigt und aus dem Zuchthaus enttassen worden. Die Kommunistische Partei hat sich seiner bemächtigt: er tritt jetzt als Redner in kommunistischen Versammlungen in Chemnitz auf. Freispruch. Di« Redakteure Hussong und John vom „Berliner Lokol-Anzeiger" standen gestern wegen Vergehens gegen das Republikschutzgesetz vor Gericht. Hussong hatte in einem Artikel„Notionalblamage" den Ausdruck gebraucht,„die in Weimar zusammengeschwderte Verfassung". Das Gericht sprach beide Redat- teure frei, es begründet« den Freispruch damit, daß eine scharfe, herobwürdigende Kritik, aber nicht eine Beschimpfung verllege. vorarlberger Heimatwehrleule versuchten, eine sozialdemo- kratische Dersommlung(Res. Genosse Dr. Danneberg) zu terra- risieren, wurden aber von ischutzbundgenofsen verdrängt. Die Quelle anlipolnischer Rodiovorlräge sucht die polnisch« Polizei krampfhaft aber vergeblich in Ostgalizien. Wenn der Sender aber in der angrenzenden Sowsttutraine steht?! Das Ende der Hetze. Spruch des Varmat-Ausschusses: das Verhalten Friedrich Eberls war einwandfrei. Der Barmat-Untersuchungsausschuß des Reichstags hat e i n st i m m i g folgende Entschließung angenommen: 1. Die bevorstehende Auflösung des Reichstags macht eine Fort- führung der Arbeiten des IS. Ausschusses unmöglich. Der noch laufende Strafprozeß gegen Barmat und Genossen entzieht ihm auch wefterhin das für die abschließende Stellungnahme be- nötigte Material. Eine Ausnahme hiervon macht lediglich der Komplex der Fragen, die das Verhalten des verstorbenen Reichspräsidenten Ebert betrasen und schon vor längerer Zeit in jeder Hinsicht geklärt werden konnten. 2. Der 19. Ausschuß stellt hinsichtlich dieser Fragen fest: ..Die gegen den verstorbenen Reichspräsidenlen Eberl wegen seiner Beziehungen zu Iuliu» Barmat erhobenen vorwürfe haben sich als unbegründet erwiesen.— Da« verhallen de« Reich». Präsidenten Eberl gegenüber Znliü« Barmal und dessen Familien- angehörigen war völlig einwandfrei." Die Barmat-Hetze sollte fortsetzen, was die völkisch- deutschnationale Landesverratshetze gegen Friedrich Ebert begonnen hatte. Der einstimmige Beschluß des Ausschusses ist moralisch vernichtend für die Urheber des Verleumdungs- feldzuges.___ Gegen Horihy-Ltngarn! Abgelehnte Einladung nach Budapest.* Das ungarische Parlament hat den Finnischen Reichstag zu einem Besuch nach Budapest eingeladen. Die sozialdemo- kratische Fraktion hat es abgelehnt, dieser Aufforderung Folge zu leiston, weil in Ungarn ein faschistisches Regime am Ruder ist. Sie beschloß gleichzeitig, die anderen Fraktionen eben- falls zur Ablehnung aufzufordern. Reuer Mietenkamps in Oeutschösterreich. Die Arbeiter gegen die Regierungsvorlage. Es dürfte nachgerade allgemein bekannt fein, daß die Inhaber eigener Wohnungen in Deuts chostemich sehr billig wohnen. Di« Mieten sind gesetzlich in einem Verhättnis zur Vorkriegsmiete de- schränkt, das der Geldentwertung nicht entfernt entspricht. Auch in den Neubauten, di« fast ausschließlich von den sozialistischen Ge- meiNdeverwaltungen Wiens und einiger Proving städte errichtet sind, und zwar aus der progressiv noch der Wohnungsgröße steigenden Wohnbattsteuer, werden ganz geringe Mieten erhoben. Natürlich drängen die Hausbesitzer, Inländer wie Ausländer» die massenhaft Hausbesitz in Deutschösterereich für wenig Geld erworben haben, nach Aufwertung der Mieten, während bisher keinerlei Staatspapier oder Sparkassenguthaben auch nur die geringst« Auswertung erfahren hat. Werden die Mieten erhöht, so müßten die Löhn« erhöht werden, dann auch die Preis« der Industrieprodukte und die ohnehin gering« Kon- kurrenzfähigkeit der kapitalarmen und technisch zurückgebliebenen Industrie wäre beseitigt. Ein« andere Folge der Mietenaurti-'rttinq wäre, daß das kaum etwas gelinderte Wohnungselend der lieber- vöikevung wiederkehrte, der Kulturstand der Arbeiter wieder herab- gedrückt würde. Jetzt gibt der Arbeiter immerhin 2 Prozent mehr als 1913 für Nahrungsmittel aus— damit wäre es dann vorbei. Was aber das Aufhören des Exports bedeuten würde, braucht umso weniger dargelegt zu werden, als Deutschöstsrreich im.zehnten Jahr seiner ihm ausgezwungenen„Selbständigkeit" mit seiner Arbeitslosigkeit allen anderen Ländern voranmarschiert! Die Bürgerblockregicrung hat nun»in« Vorlage eingebracht. die eine teilweise Auswertung der Mieten enthält, aber natürlich nur der Auftakt zur vollen Auswertung sein soll. Man erinnert sich gewiß noch des erfolgreichen Kampfes, den die Sozialdemokraten im Nationalrot durch Obstrukttonsveden von bis dahin unerreichter Stundenzahl gegen einen früheren derartigen Versuch geführt haben. Auch nun setzt der Kampf mit größtem Nachdruck ein. Die von der Regierung zur Begutachtung der Vorlage eingeladenen Arbeiter- tammern der ganzen Republik haben sie soeben auf das aller- entschiedenst« abgelehnt und dabei in Übereinstimmung mit der Sozialdemokratie Deutschösterreichs betont, daß die Befriedigung des menschlichen Wohnbedürsmsses ein« äffenttiche Aufgabe ist, ober nicht eine Sache privatkapitalistischen Geschäfts fem kann, woran einzelne Geld verdienen. Heute Sonntag Ist Im 18. Wiener Gememdebezirk, dem stark bürgerlichen Währing, die Neuwahl der Bezirksvertretung, da die Wahl vom 24. Februar v. I. hier wegen eines Formfehlers ungültig erklärt worden ist. Man sieht dieser Wahl im Zeichen der Mieten- frage mit besonders großem Interesse entgegen. Analphabeiischer Wahlausschuß. Ja Polens Hauptstadt 1925. Bei der jüngst vorgenommenen Parlamentsneuwahl in War- schau hatte da? Zentralwahllomitee fast alle Wahlresultete der ein- zelnen Stadtbezirke in Händen, nur der Bezirk Nr. 308 aus der Lewizkastraß« stand noch aus. Man wartet«. eine Stunde, zwei Stunden usw.. doch der Bezirk 303 ließ nichts von sich hören. Endlich— der Morgen graute bald— fchlspte man gegen 3 Uhr morgens die Wahlurne herbei. Man traute seinen Ohren nicht. als sich herausstellte, daß nicht ein einziges Mitglied der betreffenden Wa h l k o m m i s s i o n lesen und schrei- ben konnte. Stur der Vorsitzende beherrschte diese schwierige „moderne Kunst". Der arme Wann mußte daher die ganze Arbeit allein machen: Stimmen zählen, berechnen, das Protokoll schreiben usw. Die anderen Herrschaften saßen da und guckten zu und waren nur imstande, ein Kreitz hinter das Protokoll zu setzen. tilaulsche». Mehrere Teilnehmer des Pletfchkaitis-Aufttandes sind zu langen Zuchthaus st rasen verurteilt worden. Litauische Minister, Offiziere usw. haben italienische Orden erhalten. Em 1923 im Wilnagebict notgelandetes litauisches Militärflugzeug haben die Polen jetzt freigegeben. Brandenburger Parteitag. Oer erste Tag.— Oer Vormarsch der Partei. Im LonÄtogzgebaude nahm gestern abend der Parteitag des Bezirksverbandes Brandenburg- Grenzmark der Sozialdemokratischen Partei seinen Anfang. Nach schönen, mit starkem Beifall aufgenommenen Darbietungen des Arbestermönncr» chors Fichte. Gcorginia leitet« der Vorsitzende des Bezirks, Genosse Emil Siahl-Spandau, feine Begrüßungsansprache mit einem Hinweis aus die kommenden Reichslogs- und Landtagswahlen ein. deren Erörterung der Haupt- gegenständ der Verhandlungen sein wird. Noch den jüngsten Stadt- verordnetenwahlcn sei Potsdam das Zeichen des Sieoeswillens der Parteigenossen geworden. Di« Delegierten ehrten dann das Andenken 0«r Verstorbenen des letzten Jahres, u. a.: S y d o w- Brandenburg, Kemptens- Spandau, H ü b n« r- Brandenburg, B ö n i n g- Potsdam und besonders Hermann Molkenbuhr. In seinem Geschäftsbericht gab Genosse Wilhelm Krüger zunächst einen kurzen Ueberblick über die politisch« Lage. Von den K o ni m u n i st« n stellte der Redner fest, daß sie im Bezirk Bran- denburg-Grenzmark organisatorisch so außerordentlich zu- rückqegangen sind, daß sie insgesamt nicht mehr Mitglieder aus- zuweisen haben, als ein einzelner Ortsverein unserer Partei. Unsere Werbewoche vom letzten Jahr brachte ein sehr befriedigendes Ergebnis: 4800neueMitgliedcr. darunter 800 Frauen, und 4 3 0 0 neu« Abonnenten für die Parteipresse wurden gc- wannen. Das Referat Hilferdings auf dem letzten Parteitag über die Agrarfrage und die Verabschiedung des Agrarprogramms der Vartei hat der Agitation auf dem Lande neu« Wege gewiesen: der Erfolg war gerade unter der Landarbeiterbevölkerung sehr groß. Das Fiasko der Londbundpolitik, die nur auf die Unterstützung der Großagrarier bedacht war, hat gerade in den Bezirken Brandenburgs und der Grenzmark zur Bildung von kleinbäuerlichen Organisationen geführt. Die politisch- Situation ist dadurch für uns besser geworden. Der Bezirksverband hat eine ganze Reih« Unterorganisationen zu betreuen. So die Arbeiterjugendbewegung, die Kindersreunde, die Jungsozialisten. Die Organisation der sozialdemokratischen Lehrer und Lehrerinnen macht stetige, wenn auch nur langsame Fortschritte. Wir zählen in der Provinz 233 sozialdemokratische Lehrer, doch ist auf diesem Gebiet noch viel zu leisten, da es in der Provinz 8000 Volksschullchrer gibt. Dreizehn Parteizeitungen finden im Bezirk Der- breitung, zwölf erscheinen täglich. Erst in der letzten Woche ist ein neues Organ für den Kreis Teltow-Veeskow hinzugetomn«n, so daß auch der kleinst« Bezirk ein sozialdemokratisches Organ erhält. Bei den Kommunalwahlen eroberten die Genossen der Stadt Brandenburg die Hälfte der Stadtverordnetenmandate. Eine um- fangreichs Arbeit brachte die Auflösung der G u t s b e z i r k e. Im Bezirk lagen 2091 Gutsbezirke, das ist der sechst« Teil ihrer Gesamtzobl in Preußen. Die Organisation hat ein reiches parteigenössisches und öffent- liches Leben entwickelt. Die Ortsgruppen haben 3148 Mitglieder- Versammlungen abgehalten, und in 58S öffentstchen Versammlungen wupden die Gedankengänge der Partei in die Massen getragen. Unterstützt wurde diese Agitation durch die Verteilung von Flug- ichriften in einer Auflag« von 1 300 000 Stück. Der Mitglieder- bestandstiegerfreulichaufwärtstam Eich« 1927 waren 3 5767 männliche und weibliche Parteiangehörige vorhanden, die sich auf 419 Ortsvereine verteilen. Don den bei den Wahlen abgegebenen Stimmen entfielen 36,3 Proz. auf unser« Partei. Mit einem Dank an alle Funktionäre und Mitarbeiter schloß Genosse Krüger seinen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Bericht. Der Kassrrrbericht. den Genosse Schmidt sodann erstattete, zeigt t w i n o w noch für die Einberufung der Konferenz erklärt und«Inen endgültigen Be- scheid über seinen Zwesten Vorschlag oerlangt hatte. Der neue russische Teitabrüstungsplan. den die Sowjetdelegation der Vorbereitenden Abrüstungskommission am Sonnabend überreichte und der In der Debatte von dem Fran- zosen und dem Polen ablehnend gestreist wurde, ist politisch unleugbar geschickt aufgebaut. Die Westmächte werden dadurch in Verlegenhest gesetzt, daß der Plan tu genau derselben weise vorgeht, wie die in den Friedensverträgen vorgesehene Ab- rüslung. Auch er fordert vor allen Dingen Beseitigung der O f f en s i o k o m p f mittel: Gas und Gasapparate. weittragende Geschütze und Kampfwagen, Bom- benflugzeuge und Flugzeugmutterschiffe. Wie der Versailler Vertrag setzt er genau die Stärke der Armeen und ihrer Bewaffnung fest, wobei die Staaten nach der Größe in vier Gruppen geteill sind. Er verlangt westerhin wie die Frieden»- oerträge völlige Oeffentlichteit der Rüstungen und ihr« Nachprüfung durch ein« Militärkontrolle, schreibt genaue Munittonsbestände vor und setzt Tonnagezahl und Neubauten der Kriegeslotte fest. Di« Rüstungsbeschränkungen sind in Etappen, aber insgesamt in zwei Jahren durchzuführen. Die Ab- rüstung geht nicht so west wie die der Friedensverträge. Eine be- stimmt« Anzahl von Flugzeugen, von mittleren Geschützen und sogar U-Booten werden den Armeen gelassen. Am Nachmittag wurde die Tagung mit einer gegen Deutschland und Rußland angenommenen Bertragsreso- lutlon geschlossen. Gros Berustorfs gab daraufhin untergrößterSpannung ein, Erklärung ab, in der er an die lange Geschichte der Abrüstungsarbeit des Völkerbundes erinnert und bedauert, daß sich die Kommission in scharfem Gegensatz zu ihrem früheren einstimmigen Beschluß, die zweit« Lesung im März vorzunehmen, gesetzt Hab«. Das bedeute keinen Fortschritt, sondern einen Leerlauf der Arbeit. Dia im Versailler Vertrag niedergelegten Verpflichtungen verlangten gebieterisch die allgemeine Abrüstung. Nicht Deutschland habe die Völkerbundssatzung und die Friedensverträge entworfen. Beide seien aber jetzt unterzeichnet und seierlich ratifizien und müßten deshalb auch ausgeführt werden. Dos hätten die Organe des Völkerbundes wiederHoll anerkannt. Leider seien olle diese Maß- nahmen vergeblich geblieben, und das Arbeitstempo der Kommission zeige«inen beklagenswerten Mangel an Schwung. wie lange die deutsche Regierung diese llosruchlbarkeil der Kommissionsarbellen ml» ansehen werde, stehe dahin. Angesichts des Schlusses der sünste» wiederum ergebnislosen Tagung müßte Deutschland Lerusung au die Völkerbundsversammluog im herbst einlegen. Sie werd« als Gutachterin des Ansehens des Völkerbundes entscheiden müssen, ob die Kommission zu iinmer neuen er- folglosen Tagungen sich zusammenfinden soll. Lilwinow stellte dagegen mit sichtlichen? Behagen fest, daß die Kommission sowohl mit der ohne Widerspruch entgegen- genommen Politisschen Auslegung des Bölkerbundpoktes wie mit ihrer eigenen Resolution feststelle, daß der Dölkerbundpakt keine vollständige Abrüstung zulasse und man als Anhänger der absoluten Entwaffnung also am besten dem Völkerbund fernbleibe. Trotzdem werde Rußland als Nichtniitglied wie bisher jede Gelegenheit ergreifen, um an der Abrüstungsorbcit t e i l z u« nehmen. Di« schwere Verantwortung für die Erfolglosigkeit der bisherigen Arbeit belaste jedoch die Mehrheit der Kommission. Die vom Vorsitzenden vorgelegte Verfassungsreso- lution wurde von der Kommissionsmehrhest noch verschlech- tert. Ursprünglich war in ihr gesagt, daß die nächste Tagung auf jeden Fall vor der nächsten Bundesversainmlung statt- zufinden Hab«. Auf Einwände von Amerika, England und der Tschechoslowakei hin wurde statt„auf jeden Fall"„wenn in ö g- l! ch" gesetzt, eine Slenderung, der sich auch Frankreich anschloß. Di« erste Fassung sprach weiter davon, daß der russische Totalabrüstungevorschlag dem Ideal der Mensch- lichkeit entspräche. Selbst dieser platonische Passus wurde auf polnische« Wunsch gestrichen. Kanada verlangt« den Verzicht auf einen Hinweis über die Notwendigkeit von Sanktionen. So blieb ein« Resolution übrig, die besagt, daß die russischen Pläne der Total- abrüstung und Teilabrüstung und der deutsche Antrag auf detaillierte Veröffentlichung der Rüstungen den Regierungen zur Aeußerung übersandl werden und der Präsident nachselnem Gutdünken«ine neue Tagung zur zweiten Lesung des Koimnissionsentwurfes ein- beruien soll.» Mit einer Dankeserklärung des Vorsitzenden, in der er tröstend sagt«, man solle nicht so ungeduldig sein, denn man sei ja noch jung und würde schon noch die Herabsetzung der Rüstungen erleben, wurde die Tagung geschlossen. NUSRAEL GROWER OITER- VERKAUF GEGR. 1815 KÖNIGSTR. SPANDAUER STR. BERLIN C2 PL. 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La vielen modernen Farben, aurh 49: Nr. �45» 45. Jahrgang Sonntag, 25. März �92S Der Turm des Sch weigens. „SMTer'tarms hatte wieder einmal gesiegt. So begann man, den ll rnenha in abzutragen, im oberen Geschoß neue Kessel anlagen zu installieren, unten sollten Urnen und Gedächtnishalle bleiben, oben auf den. Dach wo Ute sich die Firma Goerß für optische Versuche etablieren. Eigentlich etwas viel für einen Friedhof. Zurzeit wird wieder am Turm des Schweigens herumgebaut. Was da herauskommen soll, ist noch Geheimnis: keiner merkt, daß dieser große— und man muß sagen: sehr schöne— Turm heute weiter nichts darstellt als den Vorwurf für eine Theaterkomödie, die freilich erst geschrieben werden muß. Nicht im Sinne semer indischen Kollegen heißt dieser hier abge- bildete Turm„Turm des Schweigens", obwohl er mit jenen vieles gemeinsam hat. Der Steglitzer Wasserturm ist es. der im Zuge der Bergstraße nach dem viel diskutierten Süd. g el ä n d e und den„Rauhen Bergen" mitten auf dem Steg- litzer Friedhof Legt. Weithin beherrscht er wie kein zweites Gebäude die Umgebung. Er wird über sie auch dann noch hinwegragen, wenn die Häuser näher an chn heranrücken und das Sorgen- kind der Gemeinde, der Friedhof, über kurz oder lang oerschwinden wird. Gebaut ist er von der alten Gemeinde Steglitz einige Jahr« vor dem Kriege. Sa ist er eigentlich als das Erinnerungsbaurnal der vergangenen Epoche anzusprechen, denn alte Bürgersleute in Steglitz sehen in ihm noch heute die Bollendung ratsvaterlicher Lllcisheit. Aber niemand non den alten Draufgängern im stock- reaktionären Vorort« hotte soviel Geschmack besessen, daß er sich gesagt hätte, ein Wasserturm paßt nicht in einen Friedhos hinein. Ach, und welches eigenartige Geschenk den folgenden Stadt- poriamenten mit„diesem Turm des Schweigens" als Erbe gemacht wurde, das kann kein Mensch ln seiner Traglkomik ermesien, das spottet jeder Beschreibung! Es setzt jeder partikularistischen Ge- meindepolitik die Krone auf! Die Geschiälte dieses Turmes spiegelt wie kein besseres Beispiel gleichzeitig die oertobrenen Zustände vor und nach der Eingemeindung der Bororte. Man deckt heut« gen» denMantel des Schweigens üb er diese nTur in des Schweigens.■ Ursprünglich wurde er gebaut, als Sieglitz im Begriff stand, sich ein eigenes Wasserwerk anzulegen. Es war der sehr gesunde Ge- danke der Einzelgemeinden, sich möglichst selbständig voneinander zu machen und, wenn der Betrieb sich rentierte, das Geld im Ort selbst zu investieren.?tur sah man oder wollte man nicht sehe», daß die Rivalität der Gemeinden untereinander meist die schönsten Plane hintertrieb, man war bei diesen Dingen ja selbst nickst ganz schuldlos. So hatte man wie die Schildbürger also oarerst den Wasserturm gebaut, ehe man das Wasier selbst hatte. Dieses sollte ans Potsdamer Quellen bezogen werden; die Bohrversuche ergaben ein einwandfreies Resultat, es schien, die Sache nahm einen glatten Berlauf. Aber da— aus ungeklärten Gründen wurde die Genehmi- gung versagt: die Geldleute sprangen ab, die Charlottenburger Wasserwerke hatten wieder einmal gesiegt. Man begab sich also erneut aus die W a s s e r s u ch e, denn man hatte doch schon den neuen Wasserturm, der sich pomphaft im bunten Flor des neuen Friedhofs präsentierte. Diesmal wollte man"das Wasser von Lichtenberg ent- nehmen: es war wirklich«ine Schande, wie well die Steglitzer ihr Wasser herholen mußten. Die Röhren waren schon in allen Straßen gelegt, sie gingen bereits bis an die Spree, der Wasserturm hatte seinen großen Kessel. So ungefähr 6 Millionen Mark waren für den Zweck oerbaut worden. Da kam der Krieg dazwischen, und die Aktionäre der Charlottenburger Wasserwerk« waren es zufrieden, daß ihnen der zahlungsfähigste Kunde erhatten blieb. Nach dem Krieg kam die Erwerbslosigkeit und die Inflation. Die Frage der Eingemeindung wurde ebenfalls brennend. Schnell blitzte im Kopfe eines Steglitzer Weifen der geniale Gedanke auf, das investierte Kapllal in der Erde wieder auszugraben und bei dem großen Ma- terialmangel vorteilhaft zu verkaufen. Die Steglitzer Röhren sollen, verlautbart heute, im Saargebiet gute Verrichtung haben. Monate- lang haben die Arbeitslosen bei dieser Arbeit Beschäftigung gefunden. leider gab es nicht noch andere produkttoe Dinge abzubrechen und zu verkaufen. Manches Stadtvaters Auge mag da auf den unnützen Wasserturm gesollen sein, dessen Bestimnumg immer noch nicht gesunden war. Die sozialdemokratische Fraktion hatte den trefflichen Einsall, ein Krematorium aus. ihm zu bauen, was allgemeines Ent- setzen erregt«. Aber bereits ein Jahr später bracht« der Bezirk selbst den Antrag ein, der sa jetzt, nachdem man in Berlin eingemeindet war, ein anderes Gesicht erhatten hatte. Freilich war man wieder etwas voreilig, gleich mit dem Bauen zu beginnen. Nun lehnte Berlin das Vorhaben ab, man wollte den anderen Krematorien keine Konkurrenz machen. Die Steglitzer wußten sich zu helfen, sie retteten die Ehre des Turms und wandelten ihn in einen Urnenhain und parterre in eine Gedächtnishalle um. Die Urnenhalle sollte durch drei Etagen gehen. Und wieder passierte etwas. Der vor zwei Iahren so trockene Sommer ließ die Quellen der Wasserwerke ver- siegen. Die westlich«: Bororie hatten kein Wasser in ihren Leitungen. Die alle Garde der kommunalpalllischen Gegner, die sich immer gegen den Krematoriumsbau gewehrt hatten, triumphierten, ihre Idee des Zkichsbahnzeniralamt in Llniersuchung. Der Skandal dehnt sich aus. Das Sanderdezernat der Staatsanwaltschaft l über die Vorgänge beim Reichsbahnzentralainl bekommt immer «ehr Arbeit. Der Fall S ch v l h e bildet nur iäne Episode in der allgemeinen Untersuchung. Die Beschuldigungen einer Kölner Metallware»- firma gegen den Konkurrenten Reifert u. Co., die den Stein ins Rollen brachten, haben nämlich Veranlassung gegeben, die Ke- schäfte der Beschaffungsstelle des Reichsbahnzentralamtes nachzuprüfen. Jetzt wird auch bei angesehenen Berliner Firmm geforscht, ob gewisse Austräge nicht lediglich aus sachlichen Gründen. sondern über den Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsverkehrs hinaus, erfolgt sind. Die Staatsanwaltschaft vermutet, daß B e- Ziehungen bestanden haben, die nach viel komplizier- ter liegen als im Fall Oberbau rat Gchultze. Der mit der Untersuchung beauftragte Staatsanwattschaftsrat Dr. Hermanns hat Schultze wiederholt gesrazt, ob ihm bekannt sei, daß unerlaubte Beziehungen zwischen Beamten der Beschaffungsabteilung und Privatfirmen bestanden haben. Der Oberbanrat weigerte sich, Bekundungen zu machen,»der er erklärte, er wisse wegen.loser Fühlung mit der Beschaff« ngs- a b t e t l u n g" nichts Näheres. Es ist anzunehmen, daß sich die Untersuchung der Staats- anwallfchaft auch auf etwas weiter zurückliegende Vorwürfe gegen das Reichsbahnzentralamt erstrecken wird. Von der deutschen Holzindustrie wurden gegen diese Behörde wiederhott recht erhebliche vorwürfe gemacht. Sa soll die Be- schaffungsabteilung des Zentralamtes im Ausland Holzschwel- len zu sehr hohem Preise gekauft und bezogen haben, wie wir unter Vorbehalt mitteilen, obwohl billigere Angebote erster deutfcher Firmen vorlogen. Dies führte dazu, daß seinerzeit der Forst wirtschaftsrat eine scharfe Entschließung gegen das Zentralamt richtete. Wenn jetzt die Reichsbahnbirektion s elb st o er st ö ndl ich« Richtlinien.in Erinnerung bringt", wonach Beamte, im außer- dienstlichen Berkehr mit Werken, Firmen und ihren Vertretern sich größter Zurückhaltung befleißigen müssen, so genügt das nicht. Was geschehen ist, muß rücksichtslos aufgeklärt werden, und an Herrn Dorpmüller richtet sich die dringliche Warnung. nichts verinfchen zu wollen und dafür zu sorgen, daß beim Reichsbahnzentralomt genaueste Prüfung erfolgt und Remednr geschaffen wird. Freie Vahn dem Verkehr! Bei der Weiterführung de? NordsüKbahn durch Neukölln wird in der Bergstraße an ihrer Kreuzungmit der Ringbahn ein Untergrundbahnhof angelegt, der in möglichster Nähe des Ringbahnhafes Neukölln gerückt werde» muß. Das erfordert, damit Platz für den Untergrundbahnhof ge- schaffen wird, ein« Verbreiterung der Bergstraßen» Unterführung, deren Breite auch dem Straßenverkehr längst nicht mehr genügt. Die dabei zu erneuernde Ringbahn- Überführung ist so geplant, daß keine den Straßenvertchr Menschen.GSttern gleich... sz>- Roman von yerbert George Wells. Mr. Catskill reckte den Kopf hinaus und starrte in die schattig blauen Tiefen des Canons hinunter.„Es ist nicht notwendig," antwortete er,„wir müssen Patronen sparen." „Sie haben nicht das Herz dazu," sagte Mr. Barnstaple. „Das ist es nicht," sagte Mr. Catskill. „Nein," sagte Mr. Barnstople.„das ist es nicht. Sie sind im Grunde genommen ein zivilisierter Mensch." Mr. Catskill sah ihn finster, aber ohne Feindseligkeit an. „Sie haben eine sehr gute Einbildungskraft," äußerte Mr. Barnstaple.„Es ist ein Unglück, daß Sie schlecht erzogen worden sind. Woran kranken Sie? Ihr Geist ist von Kipling verdorben. Imperium. Zlngelsachsentum, Pfadfinderei, das sind die Grundlagen Ihrer Denkungsart. Wäre ich nach Eton gegangen, wäre ich wahrscheinhch ebenso geworden wie Sie, nehme ich an." .„Harrmv. verbesserte Mr. Catskill. „Eine greuliche Schule, Provinz, wo die Knaben Chignons und Heiligenscheine aus Stroh tragen. Ich hätte gleich „Harrow" vermuten sollen. Doch sonderbar, ich hege keinen Groll gegen Sie. Wenn man Ihnen entsprechende Ideen ein- geflößt hätte, wären Sie vielleicht ganz anders geworden. Wenn ich Ihr Schulmeister gewesen wäre— aber letzt ist es zu fpät!� „Das ist es," sagte Mr. Rupert Catskill, mild lächelnd und winkte in den Canon hinunter. Mr. Darnftaple begann, sich mit dem einen Fuß entlang dem Felsenrand um die Ecke weiter zu tasten. „Einen Augenblick, gehen Sie nicht weiter, sagte Mr. Catskill.„Ich habe mcht die Absicht, zu schießen." Eine Stimme aus dem Innern, wahrfchemlich die Lord Barralongas, sagte etwas wie: man solle einen Felsblock auf Barnstapte schleudern. Jemand anderer, anscheinend Ridley. stimmte dem grimmig zu. suchung, war unl.--------„ ,......,„._ in Mr. Barnstaple auf: Mr. Catskill wollte nicht, daß er ge- tötet werde. Er habe darüber nachgedacht und wünsche nun, daß Barnstaple entkommen möge— zu den lttopen. um »ietteicht mst ihnen eine Art Vereinbarung anzubohren. „Wir beabsichtigen, Sie zu verhören, mein Herr." sagte Mr. Catskill.„Wir beabsichtigen, Sie zu oerhören, wir laden Sie vor." Mr. Catskill benetzte seine Lippen und überlegte.„Der Gerichtshof wird jetzt sofort zusammentreten." Seine kleinen hellbraunen Augen schätzten sehr schnell die Aussichten von Mr. Barnstaples Lage ob. Er reckte den Kopf noch der Brücke hinaus.„Wir werden mit unserem Prozeß keine Zeit verlieren, und ich zweifle sehr wenig an unserm Urteil. Wir werden Sie zum Tode verurtellen. So ist Ihre Lage, mein Herr. Ich glaube, in einer Biertelstunde wird Ihr Schicksal gesetzmäßig erfüllt sein." Er blickte hinauf und versuchte den Gipfel des Felsens zu sehen.„Wir werden wahrscheinlich Steine schleudern." „Moriturus t.e salutant," sagte Mr. Barnstaple mit einer Miene, als ob er eine witzige Bemerkung machte.„Wenn Sie gestatten, werde ich jetzt wettergehen, um eine etwas be- queniere Lage für mich zu finden." Mr. Catskill sah chn immer noch fest an. „Ich war Ihnen niemals böse/ sagte Mr. Barnstaple. „Wäre«ch Ihr Erzieher gewesen, dann wäre olles sicherlich anders geworden. Bielen Dank für die Viertelstunde mehr, die Sie mir gewährt haben. Und falls durch irgendeinen Zufall--" „Gewiß," sagte Mr. Catskill. Sie verstanden einander. Als Mr. Barnstaple sich um die Biegung tastete, sah Mr. Catskill nach immer hinaus und man hörte undeurlich, wie Lord Barralonga sich dafür einsetzte, daß man sofort mit Steinen werfen solle. K. Die Weg« des menschlichen Geistes sind unbegreiflich. Die Laune Mr. Barnstaples hatte sich aus Berzweislung in Heiterkeit umgewandelt. Das erste lahmende Entsetzen über die Kletterei in diel«? unendlichen Höhe war nun einem fast iimaenhasten Selbstvertrauen gewichen. Das Gefühl, sofort sterben zu müssen, war verschwunden. Er hatte Freude an diesem Abenteuer, tatsächlich,«r freute sich darüber. Und kümmerte sich jetzt absolut nicht darum, wie es enden würde. Er legte den Weg bis zur Ecke des Pfeilers in recht kurzer Zest zurück, obwohl ihn die Arme schon ziemlich zu schmerzen begannen, aber dann erschrak er. Er hatte nun volle Aussicht auf die Brücke und auf die Schlucht: der Rand, an dem er sich entlang arbeitete, führte überhaupt nicht zur Brücke, sie lag gut dreißig Fuß defer. Und was schlimmer war, zwischen ihm und der Brücke lagen zwei Schächte und Kamine von ungewisser Tiefe. Bei dieser Entdeckung be- dauerte er zum erstenmal, daß er nicht im Keller geblieben war und dort gekämpft hatte. Einige Mnuten war er unentschlossen— während die Schmerzen in seinen Armen stärker wurden. Aus seiner Untätigkeit wurde er durch etwas aufgerüttelt, das er zuerst für den Schatten eines schnellfliegenden Bogels auf der Felswand hielt. Jetzt kam es wieder. Er würde doch nicht von Vögeln angegriffen werden! Er hatte eine Ge- schichte gelesen— aber das war jetzt ganz gleichgültig. Dann kam ein lauter Krach von oben, er blickte auf und sah, wie ein Felsstück, das soeben gegen einen kleinen Bor- sprung über ihm geflogen war, zersplitterte. Aus diesem Ereignis schloß er, erstens, daß der Gerichts- Hof ein ungünstiges Urteil, ziemlich lange vor der von Mr. Catskill festgesetzten Zeit, gefällt hatte, und zweitens. daß er von oben aus sichtbar war. Er setzte mit fieberhafter Energie die Kletterei nach dem schutzbietenden Schacht fort. Der Schacht war besser, als er erwartet hatte, es war ein Kamin: schwierig zu ersteigen, dachte er, aber ganz ver- wendbar nach unten zu. Er war vollkommen überhängend. Und etwa hundert Fuß tiefer war darin eine Art Stufe, die einen ziemlich breiten Ruheplatz gewährte, gegen ober ge- deckt und genügend groß, daß sich ein Mann daraus hinlegen konnte, wenn er es nötig hatte. Hier würde Mr. Barnstaple seine Arme ausruhen können: ohne unnöttges Zögern kletterte er hinunter und überließ sich dem köstlichen Gefühl, sich nicht mehr anhatten zu müssen. Er war außer Sicht-«md Reich- wette feiner Erdlingsverfolger. Im Hintergrund des Schlupfwinkels war ein Wasser- aeriesel. Er trank und begann ans Essen zu denken und zu bedauern, daß er aus dem Kellerlagor keine Vorräte mitge- wnnmen halle. Er hätte einen jener in Goldpavier gewickelten Würfel öffnen oder eine Flasche Wein emsteden sollen. Wein hätte gerade jetzt sehr herzstärkend gewirkt. Aber es war nicht angebracht, daran zu denken. Er stand, wie es ihm schien, eine lange Zett auf dieser köstlichen Felsen- vlatte und schätzt« den Kamin unten sehr sorgfältig ab. Er schien ein langes Stück nach abwärts ganz gangbar, die Wände wurden sehr glatt, aber sie schienen genügend eng einander gegenüberzustchen, so daß er, mtt dem Rücken gegen die eine Wand und mit den Füßen gegen die andere ge- stemmt, hinuntergelangen würde. (Fortsetzung folgt.) j hindernd« StStzen nötig werden. Vie Bergstraße soll dann nördstch der Ziu>gdohiikrsuzung eine Fohrbahn von 16 Meter Breit« und zwei Gehbahnen von je 6% Meter Breite erhalten. Sie wird unter der Ringbohnüberführung um*1* Mater gesenkt, damit dl« Durch- sahrtshöh« auf 4,60 Meter gesteigert werden kann. Nötig wird auch ein Neubau der Empfangsräume des Ningbahn» Hofes. Dabei soll«ine Treppe für den Zugang zur Nordsüdbahn eingebaut werden. Die Kosten der gesamten Bauarbeiten werden auf 2 700 000 Mark geschätzt, wovon die Nord- siidbahn 700 000 Mark übernehmen wird. Das M.-G. beim Polizeimajor. Die Nachforschungen nach der Herkunst der Waffe. Au der Tatfache, daß die politische Polizei am gestrigen Sonnabend in der privalwohmmg des Polizeimajor» La vaule in Haus Schönow in Zehlendors ein Maschinengewehr nebst Zubehör beschlagnahmt hak, erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Polizeimajor La Beule, der sofort vom Dienst bei der In- spektion West suspendiert worden ist, Hot bei seiner ersten Der- nehmung angegeben, daß er erst seit einigen Wochen in den Besitz dieser Waffe gelangt sei, und zwar sei sie ihm von dem Vor- besitzer dieser Dienstwohnung, einem inzwischen ver» setzten Polizeibeamten, übergeben worden. Dieser soll sie angeblich wiederum von einem dort vor ihm wohnenden Beamten der Schutzpolizei übernommen haben, nachdem da» Maschinengewehr zuerst auf den Boden des Hauses in einem verschlag aufbewahrt worden sei. Die von anderer Seite verbreitete Meldung, daß der Polizeimajor das Maschinengewehr als persönliches Andenken an den Weltkrieg aufbewahrt habe, trifft nicht zu. Zurzeit werden diese Angaben durch Vernehmungen der früheren Bewohner dieser Diensträume nachgeprüft, wobei insbesondere di« Frage geklärt werden soll, was diese Beamten ebenso wie den PoNzeimajor be- wogen hat. da» Vorhandensein de» Maschinengewehr» den zn. ständigen Stellen za verheimlichen. Dar allen Dingen wird unter- sucht, ob es sich dabei um eine sogenannte überzählige Waffe von früher her, etwa au» der Zeft der �Hundertschaft z. b. B.' handelt, oder ob dieser Fund in irgendwelchem Zusammenhang mft illegalen Waffenbeständen von Verbänden steht. Zwei Toie durch Brandgase. Ein Achtzigjähriger und ein Schornsteinfeger getötet. Im Haufe FranseckystraßeS, im Norden Berlins, ereignete sich gestern mittag ein schweres Brandunglück. Dort bewohnt der tzOjährige Heinrich S ch l ü f e r eine aus Küche und Stube bestehende Wohnung. Gegen 1 Uhr mittags kamen aus der Wohnung der Greftes plötzlich laute Hilferufe, die jedoch bald wieder oer> ltummtem Als Hausbewohner hinzueilten, drangen ihnen durch die Tür dichte Rauchschwaden entgegen. Die Feuerwehr wurde gerufen, die gewaltsam eindrang und den allen Mann aus der Stube, die in hellten Flammen stand, herausholte. Schlüser lag mit verbrannten Kleidern auf dem Fußboden. Seine Leiche wurde beschlagnahmt. Offenbar ist er das Opfer eines Unglücks» fall es geworden. Er wollte den Ofen anheizen und hierbei muß er mit den Kleidern der Flamme zu nahe gekommen fem. Das Feuer konnte in zehn Minuten gelöscht wenden. Auf tragische Weise kam ferner gegen 17 Uhr der 64iöhnge Schornsteinfegergeselle Julius John aus der Nieder- barnimer Straße 8 ums Leben. John halle den Auftrag erhallen, zusammen mit einem jüngeren Kollegen den Schornstein des Kesselhauses auf dem Grundstück der Frauenklinik in der Artilleriestratze 18/2 0 zu reinigen, g. stieg in den Schacht der Kesselanloge hinab, um die Arbeit vorzunehmen. Als er nach längerer Zeit nicht wieder zum Vorschein kam, wurde der jüngere Gehilfe stutzig und stieg gleichfalls in den Schacht hinab. In einer Ecke fand er zusammengekaueri John bewußtlos vor. Er wurde ms Freie geschafft, wo die Aerzte, die sofort zur Stelle waren, nur noch den Tod infolge K o h len o x i dga s- Vergiftung feststellen tonnten. Tanzende Jugend- Zwei Welten haben sich aufgetan. Die eine, man nennt sie die moderne, deren Nachwuchs es um jeden Preis den Großen gleichtun will oder eigentlich am liebsten ihr Lehrmeister fein möchte, in der unersättlichen Gier nach nervendurchpeitfchter„Unterhaltung� und die andere? Die neuere und gesündere Jugend, die nach getaner Arbeit in fröhlicher Gemeinschaft ihre Feierstunde genießt. Die Neuköllner Boltstonzschar. angeschlossen der Arbeits- gemeinschaft proletarischer Volkstanzkreise, gab in der Neuen Welt, Hasenheide, ein Tanzsest. Eine frische Luft ist's, in der diese frohe Schar lebt, die auf das Werden einer daseinsfrohen, lebens- starten Generation hoffen läßt. Ungemein lebendig in ihrer schlichten Natürlichkeit wirken all die frohen Reigen- und Gruppentänze unserer Urväter. Der„Slaffeekannenwalzer",„Bruder Lustig", „Gelbzahn" und wie sie alle heißen mögen. Sehr hübsch und eigen- artig war der„Seinewebertanz", der die Bewegung des Webens. tänzerisch ausgedrückt, darstellte. Unter den vielen Zuschauern waren auch viele Herbergsväter, die der Jugend aus ihren Wanderfahrten ein schützend Dach gewährten und nun von den lustigen Zugvögeln eingeladen worden waren, sich das frohe Treiben auch einmal in- mitten der Großstadt anzusehen. Das Wagenklassensystem. Wie fleht es auf deu europäischen Bahnen aus? Die in letzter Zell mehrfach besprochene Verringerung der Wagenklasien legt eine Vergleichsstellung der Wagenkiassen bei der Reichsbahn und bei fremden Bahnen nahe. Ein reines Zweitlasien- fystem haben, wie aus den Milleilungen des RDD. hervorgeht, in Europa nur die englischen Bahnen, da hier die zweite Klaffe nur in einigen bestimmten Berkehrsbeziehungen auf den Strecken von London nach den Kanalhäsen in wenigen Zügen geführt wird. Sonst haben In England alle Züge, abgesehen von einigen Pull- mannzügen, die 1. und 3. Klaffe. Diese 3. Klaffe ist ober mit einer leichten Polsterung ausgestattet. Die übrigen europäischen Bahnen haben fast ausschließlich ein Dreiklassensystem. In den nordischen Staaten, insbesondere in Norwegen, ist die 3. Wagenklaffe ganz vorherrschend, da hier auf vielen Strecken nur Züge mit einer Klasse, nämlich der 3., ver- kehren. Andere Bahnen, so insbesondere die französischen, führen auf allen Strecken und in allen Zügen alle drei Klaffen. Nur einige besonder» schnellfahrende Züge mit wichtigen Berkehrsbeziehungen, soweit es nicht Luxuszüge mit nur 1. Klasse sind, haben hier nur die 1. und 2. Wagenklaffe, ähnlich, wie dies auch in Deutschland der Fall ist. Eine besondere Ausnahme machen noch die Bohnen der„Banlieu"- und der„Grande Banlieu"-L!nien der französi- schen Staatsbahnen, das sind Pariser Borortstrecken, deren Züge nur die 1. und 2. Wagenklaffe führen. Da» Bierklassensystem findet man bei den europäischen Bahnen, abgesehen von den Bahnen de» Saargebietes, in vollem Umfange nur bei der deutschen Reichsbahn. Vorhanden ist die 4. Klaffe zwar noch in einigen österreichischen und fudöst- lichen Staaten, insbesondere In Polen und außerdem in Elsaß- Lothringen. Bei diesen Verwaltungen aber ist die 4. Klasse von teils nachgeordneter, teils ganz verschwindender Bedeutung, da sie vielfach nur auf einigen Strecken, z. B. auf Schmalspurstrecken, geführt wird. Dementsprechend ist auch ihre Benutzung in diesen Ländern gering und bleibt hinter der 3. Klosse stark zurück. Sa fuhren z.B. im Jahre 1926 in Estland nur 0,28 Proz., in Ru- mönien 3,34 Proz., in Litauen 15,04 Proz. und in Polen 27,07 Proz. aller Reisenden in der 4. Klasie. Bei der Deutschen Reichsbahn hingegen benutzten nach den Ergebnissen des Jahres 1926 im Ge- samtoerkehr die 1. Klaffe 0,04 Proz., die 2. Klasse 4,91 Proz., die 3. Klaffe 32,99 Proz., die 4. Klaffe 62,06 Proz. aller beförderten Personen. Wenn man aber den Stadt-, Ring- und Borortverkehr in Berlin und Homburg abzieht, so benutzen im eigentlichen Fernverkehr die 1. Klaffe 0,04 Proz., die 2. Klaffe 1,38 Proz., die 3. Klaffe 16,89 Proz. und die 4. Klaffe 81,69 Proz. der besärdertei, Personen. In Anbetracht der verhältnismäßig geringen Benutzung der drei ersten Wagenklasien gehen die Erwögungen dahin, die 2. und 3. Klasse der Personenzüge zu einer neuen Klasse zu verschmelzen, wobei die neue Klaffe ebenso viel Plätze erhält, wie die bisherige 3. Klaffe und mit einer leichten Polsterung versehen wird. In den Schnellzügen plant man ebenfalls, in Zu- kunft nur noch mft zwei Klaffen zu fahren. Rur in den Schnell- zögen des internationalen Verkehrs wird man eine der heutigen 1. Klaffe entsprechende Wagenklosse führen müssen. Das Nachtgespenst. Ein unheimlicher Gast in den Berliner Schlafstuben. Seltsame und unheimliche. Dinge geschehen in der großen nüchternen Stadt Berlin. Seit einigen Monaten verschafft fich ein offenbar geisteskranker Mann ans ungeklärte Meise Eintritt in die in nächtlicher Ruhe liegenden Wohnungen. Gewöhnlich schleicht sich der Geheimnisvolle w de» Morgen- stunden zwischen 4 und 5 Uhr so leise w die Wohnungen ein, daß die Insassen ihn erst wahrnehmen, wenn er im Schlafzimmer schon vor dem Bett steht. Auf Diebstähle hat er es nie abgesehen. Bleibt seine Anwesenheit verborgen, well niemand erwacht, so nimmt er nur eine Kieinigkett, an Geld 2 oder 3 Mark, eine Sicherung aus der Schluh mit dem kommunistischen Theater im Verband für Freidenkertnm and Feaerbestat- fnng E.V.,. Indem bei den Urwahlen am heutigen Sonnlag, 25. März, jedes Ver bandsmilglied die Liste 99 wählt! Verbandsaufbau" Lichtleitung oder dergleichen mft, um zu zeigen, daß er da war. Im vergangenen Jahre zeigte sich dieses„Nachtgespenst" wiederholt in Moabit. Dana ließ es sich monatelang nicht mehr sehen, bis es erneut in der Weddinggegend auftauchte. Hiernach trat wieder eine P a u s e ein. In den letzten vier Wochen hat sich der unHeim- liehe Gast da» Tiergartenoiertel ausgesucht. Hier ist er in diesen Wochen siebenmal aufgetreten. Zuletzt geriet er in das Schlafzimmer eines jungen Mädchens in der Union- st r a ß e. Als er ihr die Bettdecke wezzog, erwachte da» Mädchen, sprang sofort aus und versetzte dem Eindringling einen Schlag.ms die Hand, in der er eine Taschenlampe trug. Auf die Hilferufe des Mädchens verschwand er dann sofort, noch bevor die Ang.'hörigen und Hausgenossen herbeikommen konnten. Auf dem Fußboden des Schlafzimmers fand man die Linse, die aus der Taschenlampe herausgeschlagen war. Eine genaue Beschreibung des unheimlichen Besuchers kann leider nicht gegeben werden. Das ist begreiflich, weil die Leute, die erwachen, ihn auch nur in der Schlaftrunkenheit sehen. Die An- gaben Über seine Größe schwanken zwischen 1,60 bis 1,76 Meter. Da» Alter wird um 30 Jahre herum angegeben. Wahrscheinlich hat man es mit einem krankhaft veranlagten Menschen zu tun. Angaben zu seiner Ermittlung an die Dienststelle S3 im Polizeipräsidium. Eröffnung der Reichsgastwirffchastsmesse. An der gewohnten Stätte, in der Alten Autohaiie auf dem Messegelände am Kaiserdamm, wird heute die Reichsgastwirts. messe eröffnet. Nach der Mftteilung des Direktors des Messeamtes Dr. Schick ist es die sechste Ausstellung dieser Art, die in den Messehallen von Jahr zu Jahr in größerem Umfange ihren Platz findet. Man wundert sich, was alles zum Gewerbe gehört. Vom Hotelbeft bis zum Würstchen mit Mostrich ist alles vertreten, was der Mensch zu seinem Glücke braucht. Es haben besonders aus- gestellt die Nahrung?- und Genußmittelindustrie mit Fleisch und Wurstwaren. Konserven, Kasse, Tee, Tabakwaren, Bier. Wein. Likören und vranntwetn. In größter Reichhattigkeft bietet die Spezialdranche für Hotel- und Gasthauseinrichwngen ihre Erzeugnisse an. Maschinen, Apparate und technische Einrichtungen für Heizung, Beleuchtung und Lüftung. Dann sind Kegelbahnzubehör, Automaten und Uhren zu bewundern. Süchenausstattungen für Groß- und Kleinbetriebe, Kaffeemaschinen, Geschirrwaschmaschinen, Kühl» und Eiserzeugungsanlagen. Den Bogel schießt ober ein neues Patent ab: ein Stammtisch, der unter einer Glasplatte da» ganze Notgeld einer Stadt malerisch angeordnet zeigt, was jedenfalls auf die Stimmung der Gäste großen Eindruck machen wird. Die Ausstellung bleibt bis zum 30. März geöffnet. Zuchthaus für Keil. Eine Warnung an die Gemeinde der Dämmen. Nachdem Arthur Keil in feinem Schlußwort sich noch äußerst geschickt verteidigt hatte, oerkündete der Vorsitzende gegen XS lihr nachmittags das Urteil: Arthur Keil wird wegen fortgesetzten Rückfallbetrug«-z in drei Fällen und in einem Falle in Verbindung mit einem Vergehen gegen das Reunweftgefetz zu insgesamt 2 Sohren und 9 Monaten Zuchthaus und 1000 Mark Geldstrafe oder weiteren 20 Tagen Zuchthaus verurteilt. Die Untersuchungshaft wird mft sechs Monaten in Anrechnung gebracht. Die bei der Treuhand- gefellschaft beschlagnahmten Wetteinlagen werden für verfallen erttärt. Der rücksichtslose Betrüger kleiner Leute, der unbelehrbare Zuchthauxanwärter Arthur Keil ist Nim für 2 Jahre 3 Monate unschädlich gemacht. Die Frage bleibt aber auch durch das Urteil noch unbeantwortet: Wie konnte dieser vielfach sogar m i t Zuchthaus vorbestrafte gerichtsnotorische Betrüger gleich- sam unter den Augen der Polizei, in der Friedrichstraße in einer Zimmerflucht ungehindert seine Betrügerzen brate ouffchlagen. die Zeftungen mft wucherischen Inseraten überhäufen und den kleinen Leuten monatelang ihre letzten Ersparnisse aus der Tasche ziehen?_ Zörgiebel i« Paris. Der Berliner Polizeipräsident Zörgiebel wurde gestern vom Pariser Polizeipräsidenten Chiappe im Polizeipräsidium emp- fangen. Er drückte Ehiappe seinen Dank dafür aus, in t zwei Tagen in die Geheimnisse für Organisation den letzten des Pariser Straßenverkehrs eingeweiht worden- zu sein. Er lud Chiavpe ein, nach Berlin zu kommen, wo ihm ein ebenso herzlicher Empfang be- reitet werden würde. Der Berliner Polizeipräsident wird noch einige Tage in Paris bleiben und dann mft Chiappe eine neue Unterredung haben, die sich auf die Zusammenarbeit zwischen der französischen und der deutschen Po- l i z e i beziehen wird. Er wünschte eine„Herzftärkung". Gestern früh gegen 6 Uhr wurde ein Mann bei der„Arbeit" überrascht und fe st genomchen, der das Schaufenster einer Likörfabrik in der Zinnowitzer Straße zertrümmert hatte und eine Flasche nach der anderen aus der Auslage heraus- Holle. Als ein Schupobeamter des 4. Reviers, der sein Beginnen aus der Ferne beobachtete, sich heranpürschte, ergriff er die Flucht. Er wurde aber eingeholt, nach der Wache gebracht und fest- gestellt als ein Bauarbeiter, der in einer Laubenkolonie bei Blankenburg wohnt. Der Ertappte spielt den Harmlosen Er sagt, daß er zufällig an dem Hause vorbeigekommen sei und e i n r* durcK. Both in der Schaufenßerfelbe geleben habe. Da fet ihm der Bedante gekommen, für den nächsten Sonntag eine herztärtung" mitzunehmen. Sie war aber etwas reichlich bemessen, denn er hatte bereits fechs Flaschen neben sich geftellt, um fie in seinen Rudsad zu paden, mit dem Herauslangen. aber hatte er immer noch nicht aufgehört. Zum Kirchenaustritt. 72 Millionen Mart sollen den verschiedenen Kirchen im tommenden Jahre in Preußen vom Staate, d. h. von den Steuer groschen ausgehändigt werden, trotzdem angeblich Staat und Kirche in Deutschland getrennt sind. Schuld an diesem Zustande haben alle diejenigen, die zwar innerlich mit der Kirche nichts mehr zu tun, äußerlich aber diese Bande noch nicht zerschnitten haben. Der tapitalistische Staat hat nur so lange ein Interesse an der Unterstügung der Kirchen, als noch große Teile des Volkes sich von diesen führen lassen. Wer da will, daß die genannte Summe tulturellen Zweden zugeführt werden soll, muß aus der Kirche austreten. Der Kirchenaustritt wird auf dem Amtsgericht des Wohnbezirtes vollzogen. Alle diejenigen, die am Tage verhindert sind, auf das Amtsgericht zu gehen, tönnen am Montag, dem 26. März, abends von 6 bis 7 Uhr, im Bureau der Freireligiösen Gemeinde, Pappelallee 15, Hof. pt., gegen eine Gebühr von 2 Mark ihren Austritt durch einen Notar vollziehen. Bogeldiebstähle im Tiergarten. Die Direktion des 3oologischen Gartens bat feit mehreren Jahren brasilianische Mönchsfittiche, grüne Bapageien, rasche, schneidige Flieger, im Garten freigelaffen. und dieser Versuch ist gut gelungen. Die schönen Vögel über stehen den Winter tadellos und pflanzen sich in ihren großen, mertwürdigen Reifignestern reichlich fort. Es ist aber beobachtet worden, daß die Mönchssittiche auf ihren Ausflügen in den Tiergarten bort von jugendlichen Bummlern in Schlingen und mit Hilfe ausgelegter Futterbretter gefangen werden. Jeder Bogelhändler wird fich sicher in Zukunft genau über die Herkunft unterrichten, ehe er bei einem Angebot folche Bögel fauft. Aber auch das Publikum muß es sich angelegen sein laffen, diefen Sirolchen das Handwert zu legen. Zentralverein und Zionismus. Die Berliner 3ionistische Bereinigung veranstaltete im Plenarfaal des Reichswirtschaftsrats eine Rundgebung, die auch für nichtjüdische Kreise von Interesse war. Seit der Balfour. Deflaration im Jahre 1917 ist die Frage des Palästinaſtaates aus dem Zustand der Utopie in den der Wirklichkeit getreten. In der Rundgebung wandte man sich gegen die Resolution des ZentralDereins anläßlich feiner legten Hauptversammlung im Februar. In dieser Resolution finden sich scharfe Worte gegen die von den 3 to nisten betriebene Politif, da man glaubt, daß diese Politik das Ansehen der deutschen Juden als Staatsbürger schmälert. Aurt Blumenfeld setzte sich in doktrinärer Weise mit dem Zentral verein auseinander. Er protestierte dagegen, daß jüdische Fragen nor eine nichtjüdische Deffentlichteit gebracht werden umb betonte mieder, daß die Juden ihr Recht als tollettive affe perlangen. Sie mollen sich aber nicht ihren staats bürgerlichen Pflichten in den Gastländern entziehen.. Vor der Berliner 3ionistischen Bereinigung Sprach Bürzlich Herr Neufeld zu dem Thema„ Die architetto. nische Neugestaltung Palästinas". Die Juden hatten in den letzten 2000 Jahren teine Architettur, weil sie gar nicht so bauen tonnten, wie sie wollten. Sie glaubten, den Orient nachzufchaffen, wenn sie auf ihre Gebäude eine Kuppel pflanzten. Sie nahmen den Geschmad ihrer Gastländer und importieren den jetzt als Eigenprodukt nach Palästina. Palästina stellt aber architet-tonisch andere Aufgaben als die Gastländer. Die einheimischen Araberhütten haben sich dem Landschaftsbild wohl angepaßt; aber das genügt nicht den kommenden Anforderungen der Technif. Es ist deshalb schwer zu sagen, wie nun diese neue Architektur ausfehen muß, die Landschaft und Technif gerecht sein soll. Man weiß aber auch noch nicht genau, welchen Inhalt der neue Staat haben mird, wieviel weniger welche Form, welche Bauart. Trotzdem war es von Intereffe, von Neufeld auf die Mannigfaltigkeit dieser Probleme hingewiefen zu werden. Schiffserplosion durch Sturzfee. ceo Gechs Tote, drei Schwerverletzte. ense Kopenhagen, 24. März In der Nähe von Island ist auf dem großen Fischerfahrzeug corn" ein furchtbares Unglüd geschehen. Durch eine große See, die über das Schiff plöglich hinwegging, drang Wasser in das Mannschaftslogis, in dem sich gerade neun Mann befanden, und brachte hier eine offenstehende Tonne Kalzium- karbid zur Explosion. Die Explosion hatte eine furchtbare Wirkung. Sechs Matrosen starben in furzer Zeit au Gasvergiftung und Brandwunden, während die übrigen drei fchwer verlegt wurden. Der restlichen Besagung gelang es, nach einstündigem Kampfe des ausgebrochenen Feuers Herr zu werden. Das Schiff ist darauf in den Hafen von Reykjawit einge laufen, wo die drei Schwerverfekten ins Krankenhaus gebracht wurden. Man glaubt, ihr Leben erhalten zu können. Das Schiff ift nur wenig beschädigt. Alle Getöteten stammen von der Meinen färöernischen Insel Desterö. Eine halflose Beschuldigung. Wie wir gestern mitteilten, wurde ern mittellten. der Pförtner des Hauses. Lindenstr. 112, Hermann Barth, unter dem Verdacht der Brandstiftung feftgenommen und dem Bolizeipräsidium zugeführt. Die polizeiliche Untersuchung hat jedoch die pollige haltlosigkeit dieser Beschuldigung ergeben. Jugendwethe in Weißenfee! Für den 18. Verwaltungsbezirt fämtlicher Schulen findet die Jugendweihe heute, Sonntag, vor. mittags 10 Uhr, in der Stadthalle, Pistoriusstr. 23, statt. Adolph Hoffmann hält die Weiherede. Männerchor Weißensee, Gemischter Chor Weißensee, Musit- Trio des Deutschen Mufiterverbandes und Rezitator Erich Schmidt wirten mit. Ueber Rechtsblod- Regierung und Außenpolifir spricht bei dem Aus. Sprache Abend der Drtsgruppe Berlin des Deutschen Republikanischen Neidsbundes am Mittwoch, dem 28. März, abends buntt 8 1hr, im Saal des Demokratischen Klubhauses, Bittoriastraße 24, Reichstagsabgeordneter Dr. Breitscheid. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 8ufammenkunft ber Fürsorger( innen), Bohlfahrtsschüler( innen), Kreisleitungen ber Arbeiterwohlfahrt am Mittwoch, 28. Mära, 19 Uhr, im 8immer 109 des Berliner Pathauses( U- Bahnhof Klosterstraße). Tagesordnung: 1. Portrag des Genoffen De Siegfried Bernfeld über: Neue Methoden fozialistischer Anstaltserziehung." 2. Aussprache. 8. Berschiebenes. Um zahlreiche Beteiligung wird geboten. 25A B. Rreis Webbing. Donnerstaa, 29. Mar, 20 Uhr pünktlich, im Sikungsfaale bes Bebisenheims, Schönstedtfte. 1, Schulungsfurfus. Thema:„ Schukaufficht und Fürsorgeerziehung als Maßnahmen der Gefährdetenfürforce. Referentin Genoffin Dr. Sanna Sellinger. Alle Genoffinnen und Genoffen find eingeladen. 5. Kreis Friedrichshain. Dienstag, 27. März, 19% Uhr. In den Comenius. falen, Memeler Str. 67, Gikung des erweiterten Ausschuffes der Arbeiter. wohlfahrt. Es ist Pflicht aller Ausschußmitglieder, zu erscheinen. 3. Kreis Wilmersdorf. Montag, 26. März, 20 Uhr pünktlich, bei Rroiß, Solfteinische Str. 60, Ede Gasteiner Straße, Vortrags- und Ausspracheabend über Aufgaben der Erholungsfürforge". Referent Gen. Dr. Marr. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 13. Rreis Tempelhof. Freitag, 30. März, 20 Uhr pünktlich, Ausfpracheabend. Das 2otal wird noch bekanntgegeben. Me intereffierten Genoffinnen und Genoffen werden gebeten, zu erscheinen, 15. Areis Ereptow. Mittwoch, 28. Mära. 151( 8%) Uhr pünktlich, Besichtigung des Städtischen Baisenhaufes Alte Satobftr. 33. Treffpunkt 154 Uhr vor dem Waisenhaus. Alle Genoffinnen und Genoffen find herzlich eingeladen. Jungfozialisten. Gruppe Reinidendorf- Dft. Montaa, 26. März, 20 Uhr, im Jugendheim, Refibenaftr. 49, Vortrag: Der religiöse Sozialismus.( II.)" Referent Gen. Blättermann. Gruppe Wilmersdorf. Montag, 26. März, Gruppenabend im Jugendheim, Wilhelmsaue 133. Bortrag: Sozialistische Wirtschaftspolitit. Referent Wris Raphtali. Gäfte herzlichft willfommen. Werbeauslchuk ber Boft- und Telegraphenbeamten und Anwärter. Dienstag, 27. März, 20 Uhr, wichtige Bersammlung im Lotal Schulz, Elisabethstr. 30. Rahlreicher Besuch wird erwartet, Gäfte willkommen. Vereinigung fozialdemokratischer Juristen. Sigung Donnerstag, 29. März 1928, 20( 8) Uhr, im Spatenbräu, Friedrichfiraße 182( Spatenstube). Referate ber Genoffen Landgerichtsdirektor Ernst Ruben und Stadtrat Dr. Ruzt 25 wenstein, M. b. R., über das Bro blem ber erzichenden Rechtstunde. Auch wird die Einrichtuna bes arbeitsrecht lichen Rurfus besprochen. Der Bildungsausschuß der Arbeiterwohlfahrt und hie Arbeitsgemeinschaft der Lehrer find freundlichst eingeladen. Der Borand. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Berner Jofdhto. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen aller Selfer dringend Gruppe Bohusdorf. Montag, 26. März, Rusammenkunft aller Selfer bei erforderlich. Beginn 19% Uhr. tagen beide Faltengruppen gemeinsam im Jugendheim Lindower Straße. Mon 11.tag, 26. März, Bufammenkunft der Rüfen 16-18 Uhr. Die Jungfalten sind am Mittwoch und Freitag 17-19 Uhr im Jugendheim, die Noten Fallen am Dienstag und Tonnerstag zur gleichen Zeit. Gruppe Tegel: Am Gonn tag, 25, Mara, treffen wir uns mit Gruppe Hermsdorf. Treffpunkt 13 Uhr Bet schlechtem Wetter Heimabend. Busammenkünfte für die Enbfbation. Süngerengruppe: Dienstag, 27. März, Brettspiele, und Donnerstag, 29. März, Mitgliederversammlung. Beides von 18-19% Uhr im Jugendheim Schöneberger Straße 8. Die Helterengruppe tagt Dienstag und Freitag von 17-19 Uhr im Dienstag, 27. März, Bunter Abend. Freitag, Jugendheim Bahnhofstr. 15. 81. März, Monatsversammlung. Gruppe Hermsdorf: Am Sonntag, 25. März, Kreis Reinidendorf. Gruppe Reinidendorf- Off: Am Sonntag, 25. März, Die Stadtverordnetenversammlung wird in der Lommenden Woche mit der zweiten Beratung des Haushalts planes beginnen fönnen. Der Haushaltsausschuß hofft, am Drei Stadtverord Montag mit seiner Arbeit fertig zu werden. netenfizungen find angefeßt: am Dienstag um 18 Uhr, am Donnerstag um 16% Uhr, am Freitag um 16% Uhr. Sport. Beginn des Reit- und Fahrturniers. 6 Bor einem fleinen sportlich intereffierten Zuschauerkreis begann ma 3 onen Jagdspringen, in dem nicht weniger als am Sonnabendnachmittag das Reit und Fahrturnier mit dem 25 Pferde über den Kurs gingen. Eine besondere Leistung reiter licher wie förperlicher Art zeigte in dieser Konkurrenz die routinierte und zweifellos beste deutsche Springreiterin Käthe Franke, die nicht weniger als zehnmal in den Sattel stieg und auch die beiden ersten Pläge mit Frau Glahns Thomas und Graf Hohenaus Ursus belegte. Die Reiterinnen Neulingsttasse sah Fräulein Boner auf der hanroverschen Stute Nelly erfolgreich. Nachstehend die Einzelergebnisse: Am a zonen Jagdfpringen: 1. Frau Glahns I ho mas( Frau R. Frante) 3 Fehler, 60 Get. Gignungsprüfung für Reitpferde a) leichte Pferde: 1. G. Hadebeils Beus( Maj. Bürtner); b) mittlere Pferde; 1. Frau Fr. Kellers Ritter Blaubart( Bes.); c) schwere Pferde: 1. Frau R. Duenfings Rampfführer( Liek). Reiterinnen Neulingstlaffe. 1. Dr. F. Boners Nelly ( Frl. A. Boner). Preis des preußischen Ministeriums für Land wirtschaft, Domänen und Forsten Breis von Ostpreußen" ( Materialprüfung für Reitpferde).. a) leichte Pferde 1. R. Müller- Bremens Cavalier( Frau thé Müller); b) schwere Pferde: 1. Frau R. Duenfings Sigrid( Litz). Dressurprüfung für Reitpferde: 1. Belgarder Stalls Junioren Preis: Schwarzer Prinz( Linneweber). a) Rinder unter 11 Jahren: 1. Bendler- Tattersalls Cob ( E. Michael); b) ältere Kinder: 1. Fr. v. Simsons Toledo( Ursula Meyer- Houselle). " 3 Eine wirklich gute Schaunummer beftritt diesmal die S ch upo mit vorzüglichen gymnastischen lebungen und einer Quadrille, die viele tomplizierte, für das Auge sehr reizvolle Figuren hatte. Wer diese Quadrille eingeübt und ersonnen hat, vollbrachte in der Tat ein Meisterwerf. Borträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner„ Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G. 14. Gebaftianfte 87/38,$ of 2 r. Gauvorstand: Die neue Einheitsmüße ist von Mo., d. 26., gegen Barzahlung von 4,50 M. im Gaubureau während der üblichen Gea fchäftsstunden erhältlich. Montag, 26. März. Mitte: Jugendzug Diskussions abend in freier Form. Jugendheim Tiedftr. 18. Atreuzberg: 20 Uhr Jugend 3 Berfammlung bei Ciebentopf, Dustauer Str. 35. Streuzberg: Di., b. 27., Nachrichtenzug 20 Uhr Besprechung bei Giebentopf, Mustauer Str. 35. Jung Kreuzberg mannfdaft 2: 20 Uhr Bunter Abend bei Krepp, Plannfer 76. Sum Stiftungsfest am Sonntag, b. 1, in ben Rammerfälen find noch Einlass tarten bei allen Funktionären zu haben. Sportleiter! Di., d. 27., 20 Uhr, Gigung im Gaubureau. Mandolinentonzert. Am Sonntag, 25. März, 18 Uhr, veranstaltet die Ortsgruppe Moabit des Arbeiter- Mandolinistenbundes( vormals AMC. Stern") in der Aula des Friedrich Werderschen Gymnasiums, Bochumer Str. 8b, ein größeres Konzert. Arbeiter Samariterbund. Amtsbezirt Rübersdorf: Dienstag, 27. März, 20 Uhr, im Boltshaus Raltberge neuer Lehrkursus. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berfin und Umgegend ( Machbr. verb.). Meift wollig obne erhebliche Niederschläne, Tagestempera turen ein wenig niedriger. Für Deutschland: Im Often troden und vielfach beiter, mit Nachtfroftgefahr, im übrigen Reiche wollig, in Wests deutschland mäßige Niederschläge. Ber richtig schägen tann, dem mintt in einem Preisausschreiben der Vore führungsräume der Berliner Städtischen Elektrizitätswerte Art. Gef. ein wert. voller Preis. Mit ein menig gesundem Menschenverstand ditrfte das niemandem allzu schwer fallen, so daß es sich lohnt, fich in einem der 3 Bewag- Räume am Schiffbauerdamm Ede Luisenstraße, am Anhalter Bahnhof im Europahaus, am 800 m Capitolhaus die Bedingungen fostenlos aushändigen zu laffen. Billige Preise, gute Qualitäten. Unter dieser Devise veranstaltet die Firma Teppich- Bursch, Berlin C, Spanbauer Str. 32, ihren neuesten Berkauf. Bei Gebrauchsgegenständen, die ein hohes Maß von Vertrauen feitens des Räufers zur Vorauslegung haben, ist biefe Antündigung eine besonders mert nolle. 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Man erwärme einen porzellanenen Topf, gebe einen Teelöffel für jede Person( einen extra für den Topf). Frisches, fprudelndes Waffer baritber gegossen, 2 Tassen für jede Person, 5 Minuten ziehen laffert und Abgießen in eine vorgewärmte Ranne ergibt die richtige Zubereitung. Bujas von frischer Milch oder Sahne erhöht den Genuß. 8itrone und Buder nehmen dem Tee bas feine Aroma. Das Erbe nou St. Petersburg. Diefer ruftiche Großfilm wird vont Dienstag, 27., bis einschließlich Donnerstag, 29. März, im Bittoria- Lichtbildtheater, Frankfurter Allee 48. gezeigt. Es empfiehlt fich dringendft, die menigen Tage, an dem das Filmwert gezeigt wird, wahrzunehmen, da mit einer Prolongation faum zu rechnen ift. Berantwortlich für Politik: Dr. Curt Gener; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Lokales K. S. Döscher; und Sonstiges: Frig Karstädt: Anzeigen: Sh. Glode: fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchbruceret und Berlaasanstalt Baul Ginger u Co., Berlin SW 68. Lindenstraße B. $ ierzu 5 Beilagen, Unterhaltungsblatt" und Jugend- Borwärts". Treffen mit Gruppe Segel 15 ihr am Bafferturm. Montag, 26. Mara, Bölfer Belmonte- Qualitäts- Uhren König- Straße 30 ballspiel im Walde von 17-19 Uhr. Mittwoch, 28. März, zur gleichen Beit, Mitgliederversammlung im Seim Roonftraße. Preiswerter Einsegnungsschmuck für Mädchen und Knaben in großer Auswahl Preise zum Zugreifen!" Steppdecke Stand Betten, Satin doppelseitig.in diversen Farben, 10berbett, 1 Unterbett, 1Kissen, graurot M Jnlett mit grauen Federn. zusammen 1275 1975 Daunendecke allerbester Daunensatin, in diversen Farben, mit Ia Daunen.ca.155x205, M. 69.Ia Reinseidene LevantineDaunendecke M. Monopoldaunen- Oberbett, echt türkisch- rol oder gold, lila fraise Jnlett, indanthrenfarbig, 130x200. 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Die Derbindlichkeitsertlärnng hat folgende Begründung: .Die in dem Schiedsspruch vorgesehen« Regelung sieht eine Erhöhung der tariflichen Wochenlöhne in der Ortsklasse A von 52,50 M.- auf 56 M. und in den übrigen Ortsklassen ein« ent- sprechend« Lohnerhöhung vor. Aus der gesamten Lohnlage. wie sie tatsächlich im Buchdruckgewerbe besteht, kann nicht ge- folgert werden, daß dieser Vorschlag die sozialen und Wirtschaft- lichen Verhältnisse ungenügend berücksichtige. Dies gilt um so mehr, als es sich auf Arbeltgeberseite um einen Verband handelt, der sich auf das ganze Reich erstreckt und der neben großen und leistungsfähigen Betrieben auch ein« große Anzahl von mittleren und kleinen, In ihrer Finanzkrast beschränkten Betrieben umfaßt.(!) Bei einheitlicher Beurteilung des gesamten Gewerbes muß daher berücksichtigt werden, daß schon die tm Schiedsspruch vorgeschlagene Lohnerhöhung für viele dieser mittleren und kleinen betrieb« ei n e B e l a st u n g ist, die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit übersteigt. In den Nachverhandlungen im Reichsarbeitsministerium war ein« Annäherung der Parteien nicht zu erzielen. Die Gegensätzlich- keit der Meinungen läßt eine Verständigung als aus- geschlossen erscheinen. Es ist zu erwarten, daß ein tarif» loser Zustand im Buchdruckgewerbe zu Schwierigkelten führen wird, deren Auswirkungen sowohl für das Buchdruckgewerbe selbst wie für die Mgemeinheit, und besonders in der fetzigen Zeit un- erträglich wären. Die Verbindllchkettserklärung des Schieds. jpruches war daher erforderlich." » Wenn der Satz richtig wäre, daß die in dem Schiedsspruch festgesetzte Lohnerhöhung von wöchentlich drei und einer halben Mark für viele mittlere und kleine Betrieb« ein« die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit übersteigende Belastung bedeutete, dann durste dieser Schiedsspruch logischerweise ntcht für verbindlich erklärt werden. Sicherlich würden dann auch die Unternehmer nicht selber die Verbindlichkeit bean- tragt hoben, falls sie nicht etwa damit die Absicht verfolgten, die vielen mittleren und kleineren Betriebe lahmzulegen. Aber auch schon der Verdacht dieser Absicht mußte ausreichen, diese Betriebe vor dem Untergang zu schützen, indem die Verbindlichkeitsertlärung unterbleiben mußte. Wenn die Verbindlichkeitserklärung trotzdem erfolgt ist. so ist das ein Beweis dafür, daß dieser Satz in der Be> gründung falsch ist. Nicht besser steht e» mit der Behauptung, ein« B e r st S n» dlgung sei ausgeschlossen. Solange die Gehilfenorgani- sation noch keine Gelegenheit hatte, ihrer Forderung auch nur den geringsten Nachdruck zu verleihen, solang« hatten die Unter- nehmer keine besondere Veranlassung, dieser Forderung entgegen- zukommen. In dem Augenblick, wo die Unternehmer vor dem Ablauf der Kündigungen standen, hätten sie zweifellos ein stärkeres Bedürfnis zur Lerständigung gehabt. Für die Gehilfenschaft wäre daraus«in neuer, besserer Schiedsspruch gefällt worden— falls er überhaupt noch not- wendig war—, zu dessen Verbindlichkeitserklärung dann immer noch Zeit war. Diese plötzlich« Verbindlichkeitserklärung, gewissermaßen als Antwort auf die Kündigungen der Gehilfen, verstärkt keineswegs dos Vertrauen zu den Versicherungen aus dem Reichsarbeitemtnisterwm, daß die Verbindlichkeit nur un- gern angewendet werde, daß davon nur in Notfällen de- ziehungsweise im öffentlichen Interesse Gebrauch gemacht werde, weil Zwangstarif« mißlich feien. Die Buchdrucker sind die ältesten und bewähr- testen Träger des Tarifvertragsgedankens unter allen Gewerkschaften. Sie werden nach dieser voreiligen Verbindlichkeitserklärung mindestens in ihrem Ver- trauen in die Handhabung der Schlichtungsordnung wankend und mit ihnen nach den neueren Erfahrungen der größte Tell der organisierten Arbeiterschaft. Was ihre Organisation zu dieser BerbiMichteitserklä- nmg zu sagen hat, das werden wir noch hören. Aus der Berliner Klavter»Industrie. Vor ernsten Differenzen. Nach großen SchnuerigkeUen konnte die Berliner Berwalwngs- stelle des Deutschen Hol-arbeiierverbandes im Juli 1927 durch A b• s chlu ß eines Tarifvertrages den 1>i Jahre dauernden tariflosen Zustand in der Klavierindustrie beenden. Di« Löhn«, die damals festgesetzt wurden, galten bis zum Februar d. I. und sind von den Arbeitern gekündigt worden. Um die gesteigerten Lebenshaltungskosten auszugleichen und den Reallohn den jeweili» gen Verhältnissen anzupassen, forderten die Klaoierarbeiter einen Lohnausschlag von IS Proz. Nach wiederholtem Drängen des Holzarbeiterverbandes sonder am 16. März die ersten Verhandlungen zwischen den Vertragsparteien statt Sie verliefen ergebnislos. Die Unternehmer stinim- ten ihre alten Klagelieder an: die gegenwärtige Lage der Kavier- Industrie lasse keine weitere Belastung zu. Üebrigens genüg« ein Lohn von 1,16 M., wie er im Tarif festgesetzt war. durchaus, up, die Lebenshaltungskosten einer Familie zu bestreiten. Irgend ein« Zulage käme gar nicht in Frage. Sie würden aber ihre Mit- glieder nochmals zufammenberufen, um ihnen die Gründe darzu. legen, die die A r b e i te r für Ihre Forderung geltend machen. Die Antwort ihrer Mitglieder sollte dann umgehend gegeben wer- den. Sie liegt jetzt vor und lautet:»Zu keinem Zoll die Löhne und Akkorde zu erhöhe»." Diese Antwort ist so eindeutig, daß sie jedem Kavierarbeiter die Augen öffnen wird. Di« Unternehmer haben damit eine Situa- tion geschaffen, deren Konsequenzen sie nun zu tragen haben. Die Unternehmer der Klavierindustrie haben insbesondere während der Inflation maßlose Gewinne erzielt und die Arbeiterschaft mit Bettelpfennigen abgefunden. Sie sollten nicht schon wieder mit dem Feuer spielen. Die Arbeiterschaft ist gerüstet und wird ihrer Forderung den notwendigen Nachdruck geben, falls die Herren sich nicht noch eines Besseren besinnen sollten. Achtung, Mitglieder des Baugewerlsbundes! Alle Maurer und Hilfsarbeiter sowie die am Tarisverttage be» teil igten Fachgruppen(Vauwerkmeister, Betonbau, Tiefbau, Putzer, Feuerung-maurer und Steinholzleger) müssen sich in ihren im heutigen Inseratenteil des„Vorwärts" ausgefiil/rten Lersamm- lungen an der Stellungnahme zum Schiedsspruch für ixis Hochbaugewerb« beteiligen. Die Obleute der Maurer und Hilfsarbeiter müssen sofort nach Schluß der Versammlung dem Dereinsvorstande das Ergebnis der Abstimmung mitteilen. Lohnadfchluß in der Leöerwaren-Industrie. In einer sehr swrk besuchten Branchenversammlung berichtet« Blume über das Ergebnis der Lohnverhandlungen. Danach wird der Tariftnindcstlohn ab 28. März um 6 Pf., ab 29. September um weitere 2 Pf. und ab 28. Dezember bis Ende März 1929 abermals um 2 Ps. erhöht Eine Differenz sei jedoch nach- träglich eingetreten über die Erhöhung der Akkordsätze und der S p i tz e n l L h n e r. Hier wollen die Fabrikanten die Er- höhung nur als Stundenzulag« geben, während die Arbeit- nehmer die prozentuale Erhöhung verlangen. Auf Vor- steuung de« Berichterstatters ist dann zugestanden worden, daß die Atkordarbeiter die Erhöhung in dieser Form bekommen sollen. Dir Versammlung besckloß dir Annahm« der Vereinbarung unter der Voraussetzung, daß durch nochmalig« Verhandlung mit den Unternehmern auch die Zcitlohnarbeiter, die mehr als den Mindest- lohn haben, die Zulage prozentual bekommen. Konflikt in der chemischen Industrie Badens. Ludwigshafen o. Rh.. 24. März.(Eigenbericht) Die Verhandlungen fanden am Donnerstag, dem 22. März, statt. Eine Verständigung konnte nicht erziett werden. Die Unter- nehmer machten ein Angebot von 3 Proz., was einer Lohnerhöhung von 2 Pf. pro Stund« gleichkäme. Da» bezirtliche Tarifamt tritt am 31. März zusammen. Ob eine Verständigung erzielt werden kann, ist sehr fraglich, da das 2kngebot der Unternehm« dazu keine Grundlage bietet Di« Tariftommission der chemischen Industrie, Settton VI, nahm am Freitag zu der Ablehnung der Lohnoerhandlungen Stellung und beschloß,«ine abwartende Stellung einzunehmen, bis die Funk- tionäre der Gewerkschaften örtlich und betrieblich dazu Stellung ge- nommen hckben. Die Situation ist sehr ernst Eine stramme Organisation. Die Berliner Baugewerkschaft 1927. Die Berliner Bauarbeiter hatten am Mittwoch in den Kontordiafälen" ihre Jahresgeneralversammlung. Der Borsitzende der Berliner Baugemertschaft, Genosse Drügemüller, ging in feinem Geschäftsbericht zunächst näher auf die Arbeitsmarkt lage im Vorjahre ein. Elfenwert Hugo Hartung, Berlin NW, Wiclefftraße 16/171 Bom Deutschen Metallarbeiterverband wird uns folgendes mitgeteilt: Parteinachrichten Auf Grund vieler Anfragen aus dem Betriebe teilen wird mit, daß ein fanttionierter Streit bei der Firma Hugo Hartung nicht besteht. Die Maschinenformer haben am 29. Februar 1928 die Arbeit niedergelegt, ohne die Zustimmung der Drga. nisation für die Niederlegung der Arbeit zu erhalten. BerStreifleitung einberufen werden, ist teine Folge zu fammlungen, welche ohne Kenntnis der Organisation von der leisten. Liften zur Unterstügung des wilden Streifs sind einzubehalten und der Organisationsleitung zuzustellen. Im allgemeinen waren die Berliner Bauarbeiter im vorigen Jahr gut beschäftigt. Ein Mangel an Facharbeitern ist jedoch nicht eingetreten. Wenn man dazu noch berücksichtigt, daß viele Bauarbeiter durch die rege Bautätigkeit in der Privatindustrie ftändig befchäftigt wurden, so fann man ohne Ueberhebung bebetriebe für seine Mitglieder gesperrt: Moabit: Restaurant haupten, daß selbst bei einer noch stärkeren Wohnungsbautätigkeit fein Facharbeitermangel eingetreten wäre. Das beweist, mie unbegründet das Berlangen der Bauunternehmer nach einer Verlängerung der Arbeitszeit im Sommer ist. Ob die Beschäftigung auch in diesem Jahre so gut sein wird, ist noch sehr fraglich, zumal bis jetzt erst 60 Millionen Mart für das diesjährige Bauprogramm fichergestellt sind, während 130 Millionen Mart benötigt werden. Die Mitgliederbewegung hat im Borjahre einen beträchtlichen Aufiwung genommen. Am Jahresschluß 1927 zählte die Berliner Organisation 22 473 arbettsfähige Mitglieder gegenüber 20 256 am Schluffe des Jahres 1926. Das ist eine Steigerung des Mitgliederbestandes um rund 11 Prozent. Seit dem Ende des ersten Stabilisationsjahres 1924 hat sich in Berlin der Mitgliederbestand um 55 Broz gehoben, so daß die Aussicht vorhanden ist, daß am Schluß diefes Jahres der im Jahre 1922 vorhandene höchste Mitgliederbestand wieder erreicht wird. Trotzdem es auch in der Jugendabteilung gut vorwärts. gegangen ist, muß doch noch von den älteren Berufskollegen mehr unter den Jugendlichen für die Organisation agitiert werden. Genoffe Drügemüller tom dann noch auf die gegnerischen Splitterorganifationen zu sprechen, denen gegenüber etwas weniger Toleranz am Blaze wäre, da sie jeden Einigungsversuch systematisch sabotieren. Der vom Genoffen Wartenberg erläuterte Raffen= bericht weist ebenfalls eine außerordentlich günstige Entwicklung der Finanzen aus. Der Bestand der Lokaltasse hat sich im Berichtsjahre um rund 100 000 m. auf 391 565 m. er= höht. Das Lokaltassenvermögen beträgt jetzt pro Mitglied 16,86 m. gegen 13,80 M. im Jahre 1926. Bon den 964 813 m., die für Unterstügungen ausgegeben wurden, entfallen allein 435 859 M. auf Streifunterstützung. An der Tätigkeit des Vereinsvorstandes murde in der Diskussion faft gar teine Kritif geübt, so daß sich der Genosse Drügemüller in feinem Schlußwort lediglich auf einige Richtigstellungen beschränkte. Schiedsspruch für die Zigarettenindustrie. 5 Prozent Lohnerhöhung. Gestern fanden vor dem Schlichtungsausschuß Berhandlungen über die Löhne in der Berliner Zigarettenindustrie statt. Es wurde ein Schiedsspruch gefällt, der eine Erhöhung der Löhne von 5 Proz. vorsieht, was für die Arbeiter 2,50 Mart, für die Arbeiterinnen 1,50 Mart pro Wodje. ausmacht. Boraussichtlich dürfte diefer Schiedsspruch von den Arbeitern abgelehnt werden. Commerz- und Privat- Bank Aktiengesellschaft Achtundfünfzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre am Dienstag, dem 17. April 1928, 11 Uhr vormittags, im Sitzungssaale der Bank in Hamburg, Neẞ Nr. 9. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes sowie Vorlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung und Vorschlag zur Gewinnverteilung. 2. Bericht des Aufsichtsrats über die Prüfung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Vorschlages der Gewinnverteilung. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz und die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats sowie über die Verteilung des Reingewinnes. 4. Beschlußfassung über Aenderung des§ 20 der Satzungen betreffend Teilnahme an der General· versammlung. 5. Wahlen zum Aufsichtsrat. Diejenigen Aktionäre, welche sich an der Generalversammlung beteiligen wollen, haben ihre Aktien spätestens am 13. April 1928 während der üblichen Geschäftsstunden bei unseren Niederlassungen in Hamburg, Berlin oder Magdeburg, unseren sämtlichen Filialen und Zweigstellen oder außerdem für die Mitglieder des Giroeffektendepots auch bei der betreffenden Effekten- GiroBank, außerdem in Frankfurt a. M. bei unserer Filiale und bei dem Bankhause J. Dreyfus& Co., in Köln a. Rh. bei unserer Filiale und bei dem Bankhause J. H. Stein, in Amsterdam Gesperrte Gastwirtsbetriebe. Wegen Tarifbruch und Nichtder Hotel, Restaurant- und Caféangestellten folgende Gastwirts benugung des öffentlichen Arbeitsnachweises hat der Zentralverband Nordwest, Inh. Teichmann, Huttenstr. 2. Norden, Nordosten: Café Niedlich, Inh Michel, Neue Königstr. 36; Restaurant Otto Schwanke, Schönhauser Allee 118a; Ronditorei Franz Dähre, Schönhauser Allee 9a; Café Gesundbrunnen. Inh. Singemann, Ererzier straße 24; Destillation Bartsch, Greifwalder Str. 33. 3entrum: Balais des Ostens, Inh. Pfeilstifter, Warschauer Str. 35; Restaurant Münzklause, Inh. Flick, Münzstr. 16. Often Lichtenberg: Zur Hochbahn, Stralauer Allee; An der Hochbahn, Inh. Wilke, Stralauer Tor; Zum Eisbären, Köpenider Str. 39; Reſtaurant Rutulla, Brüdenstr. 6; Dampfer der Reederei Nobiling und Stern A.-G. Süden Neutölln: Deutsches Wirtshaus, Inh. Bemlin, Neukölln, Bergstr. 137; Bierhaus und Café am Morigplay, Inh. Schubert; Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliance- Str. Baumschulen weg: Restaurant Zur Glanzede, Inh Bichenge, Baumschulen Ecke Glanzstr. Friedrichshagen: GesellschaftsFriedrichstr.; Restaurant Büttner, Friedrichstr.; Bürgerfäle, Inh. haus, Inh. Wm. Schröder; St. Hubertus, Inh. Maus; Café Mignon, Trepping, Friedrichstr. 112. = 89. Freie Gewerkschaftsjugend Groß- Berlin. Heute, Sonntag, folgende Bezanstaltungen: Um 11 Uhr Jahrfünftfeier im Mercedespalast, Neukölln, Hermann ftraße 214. Die Ordner treffen fich um 9% Uhr am Eingang. Sübtreist Um 16 Uhr im Saal 5 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25, frohes Bet weilen im Verein mit unseren Gästen aus der Provinz Brandenburg. Oberspree: Um 18 Uhr im Jugendheim Röpenid, Grünauer Str. 5. Eine Schulstunde in Rieg." Morgen, Montag: 8nsammenkunft der Wander und Agitationsleiter um 19 Uhr im Jugendheim des Verkehrsbundes, Engelufer 24/25. Die foziale Lage der Landarbeiter die Methoden der Land agitation." Referent Kollege Kwasnil vom Deutschen Landarbeiterverband. 1 Jugendgruppe des ZDA. Heute, Sonntag, 25. März, Spieltreffen aller Be zirke der Jugendgruppe in Spandau, Treffpunkt pünktlich 9 Uhr am Bahnhof Spandau- West. Von hier aus erfolgt gefchloffener Abmarsch zum Sportplag. Um 1 Uhr gemeinsames Mittagessen( 25 Pf.), anschließend daran gemeinsamer Spaziergang durch den Spandauer Stadtforst. Bringt Wimpel und Mufitinstrumente mit! Morgen, Es wird zahlreiche Beteiligung erwartet. Montag, 26. März, 19% Uhr: Charlottenburg: Jugendheim Rofinenstr. 4. Bor. trag: Unser Reichsjugendtag in Frankfurt a. M. Referent Erwin Bunzel. Tempelhof: Jugendheim in der Schule Germaniaftr. 4/6. Bortrag:„ Ernst Toller." Referent Wilhelm Lewinfti. Norden: Jugendheim Rastanienallee 81. Beitungsausschnittabend. Gymnastik für Mädchen( Leitung Erika Hermann) 20 Uhr im Jugendheim des Ortsbureaus. Buchdrucker. Der 11. Bezirk( Nachtarbeiter) hält ausnahmsweise feine Bersammlung heute, Sonntag, 15% Uhr, im Berliner Klubhaus, Ohmstraße, ab. 18 Uhr fpricht M. Ebel über: Die Ambulatorien und ihre Bedeutung. Zu diesem Bortrag find befonders die Frauen eingeladen. SPD.- Budbruder, 1. Bezirk. Montag, 26. März, eine halbe Stunde vor der Bezirksversammlung wichtige Frattionsfigung im Verfammlungslokal. Der Frattionsvorstand. Zentralverband ber Angestellten, Ortsverwaltung Berlin. Montag, 26. März, 19% Uhr, Mitgliederversammlung in den Mufiterfälen, RaiserWilhelm- Straße. Bericht über die Tarifverhandlungen. Berichterstatterin Rol. Tegin Ellert. AfA- Funktionäre der Metallinbuftrie. Mittwoch, 28. März, 19% Uhr, Nor bifcher Sof, Snvalidenstr. 126( gegenüber Stettinet Bahnhof wichtige At Funktionärversammlung. Erscheinen aller Funktionäre ist unbedingt erforderlich. AFA- Metallfortell, Günther. Jaeger. Lange. eder sorgt für Sie auch zum Osterfest! Jedem unserer Kunden geben wir die Möglichkelt, sich zum Fest aut Kredit neu einzukleiden. In unseren großen Spezialabteilungen für Damen-, Herren, u Kinderkonfekfion finden Sie eine außer gewöhnlich reichhaltige und geschmackvolle Auswahl der neuesten Früh. jahrsmodelle. Sie wissen doch: unsere Preise sind niedrig, die Anzahlung ist klein, die Rafen sind so bequem, daß Sie eine Geldausgabekaum verspüren UND WENN EINMAL DAS GELD NICHT REICHT. KAUFT MAN BEI FEDER FEDERLEICHT! BRUNNENSTR. 197 für Groß- Berlin ftets an bas Bezirisjetretariat 2. Sof, 2 Trep. rechts. zu richten. Sinfendungen für diese Rubrik find Berlin 58 68. Lindenstraße 8, Achtung, Obleute der Kreisbildungsausschüsse! Sihung. Dienstag, 27. März, 19 Uhr, im Jugendheim, Lindenstr. 4, wichtige Jeder Kreis muß unbedingt vertreten sein. Wir erwarten bestimmtes und pünktliches Erscheinen. 2. Kreis Tiergarten, Montag, 26. März, 19% Uhr, in der Spedition, helmshavener Str. 48, Rurfus des Gen. Erwin Marquardt. 3. Kreis Webbing. Dienstag, 27. März, 19 Uhr, Sigung des erweiterten Kreisvorstandes mit den Bezirtstagsbelegierten an der belannien Stelle. Donnerstag, 29 März, 19% Uhr, Kreisdelegiertenverfammlung im total Bazenhofer, Chauffeeftr. 64. Bortrag: Die lommenden Wahlen." Referent: Siegfried Aufhäuser, M. b. R. Erscheinen aller Delegierten unbebingt erforderlich. Wichtige Tagesordnung. 4. Areis Prenzlauer Berg. Heute, Sonntag, 16 Uhr, veranstaltet die Sozia listische Arbeiterjugend zum Abschluß der Werbewoche eine Demonftration durch den Bezirk. Soweit die Genossen durch die Freidenferwahl nicht ver hindert find, wird um recht rege Beteiligung ersucht. Treffpunkt vor den Bezirksamt. Danziger Str. 64. Dienstag, 27. März, 20% Uhr, turze michtige Besprechung aller Delegierten zum Bezirks- Parteitag bei Riug Danziger Str. 71. Borlage ist mitzubringen. Niemand darf fehlen. 5. Areis Friedrichshain. Donnerstag, 29. März, pünktlich 19 Uhr, Kreise norftandsfikung mit fämtlichen Abteilungsleitern und den Bezirkstagse delegierten in den Comeniusfälen, Memeler Str. 67. 7. Kreis Charlottenburg. Donnerstag, 29. Mära, 19% Uhr, im Ebenpalaff, Raiser- Friedrich- Str. 24, Areisvertreterversammlung. 1. Der lommende Reichstag." 2. Stellungnahme zur Aufstellung der Reichstags- und Sanb tagstanbibaten. Manbate und Mitaliebsausweise find am Saaleingang abe Augeben bzw. voraugeinen. Kreismitalieber, bie nicht als Kreisvertreter belegiert sind, haben als Zuhörer Zutritt. 9. Kreis Wilmersdorf. Dienstag, 27. Mära, 20 Uhr, im Bittoriagarten", Wilhelmsane 113/114, Rreisbelegiertenversammlung. Tagesordnung: Farb fegung ber erften Kreisbelegiertenverfammlung. Aufstellung ber Ranbibates aum Reichstag und Landtag. Erscheinen ist Bilicht. Manbatstarte als Legitimation mitbringen. 11. Areis Schöneberg- Friedenau. Mittwoch, 28. Mära. 17% Uhr, Fraktions fizung mit den Bürgerbeputierten im Rathaus, Rudolf- Bilbe- Blag, 8ime mer 144. Heute, Sonntag, beteiligen fich alle Mitglieder an der Bohle arbeit für die Freidenker. Alle wählen die gifte Aufbau". 16. Areis Copenid. Donnerstag, 29. März, 19 Uhr, im Stadttheater, Frieb richftr. 6, Kreisbelegiertenversammlung. Vortrag: Bier Jahre Reichstag und die kommenden Wahlen." Referent Dr. Carl Mierendorff. 18. Areis Beißensee. Montag, 26. März, 19% Uhr, Fraktionsfigung im Rab haus, Rimmer 21. 19. Kreis Pantow. Montag, 26. März, 19% Uhr, Kreisdelegiertenversammlung im Türkischen Belt", Bantow, Breite Str. 14. Die Bezirkstagsbelegierted müffen ebenfalls erscheinen. Heute, Sonntag, 25. März: 21. Abt. Treffpunkt aller Mitglieder zur Wahlhilfe für die Freibenter u 8 Uhr bei Paul Böhm, Marstr. 18. Achtung, Bezirtsführer! Montag 26. März, abends, find fämtliche Markenbestände und Bezirksführerbücher in der Geschäftsstelle, Utrechter Str. 21, abzugeben. 25. Abt. Achtung, Freidenfergenoffen! Die Abteilungszentrale ift ab 8½ Uhe bei Knabe, Bökow-, Ede Allensteiner Straße. Dort melden fich alle Wahl. helfer. Ferner wird auf den morgen, Montag abends, im Berneuchener Schloß stattfindenden Frauenabend hingewiesen. Bortrag: Ronfum und Partei." Referentin Gertrud Lobahl. 40. Abt. Die Genoffinnen und Genossen treffen sich pünktlich 11 Uhr zus Filmaufnahme am Gewerkschaftshaus. 47. Abt. Die Bezirksführer müffen unbedingt bis zum Montag, 26. Mära, 19 Uhr, abrechnen. Alle Freidenkergenoffen stellen fich heute während der Bahlzeit in den bekannten Lokalen zur Verfügung. 48. Abt. Die Bezirksführer melden fich zur Wahlhilfe um 9 Uhr bei Reller, Fürstenstr. 1. 84. Abt. Lantwik. Alle Genoffen treffen fich zur Wahlarbeit ab 8% Uhr im Lokal Lehmann, Raifer- Wilhelm- Str. 29/31. 92. und 95. Abt. Neukölln. Sentralwahllokal für die freibenter ift bei Rame ferify, Richardftr. 108. Alle Genoffen beteiligen fich an der Bahlarbeit. 114. bis 118. Abt. Lichtenberg. Alle Genoffen treffen fich aur Bahlhilfe im Lokal Geipte, Kronprinzen, Ede Scharnweberstraße, von 10 bis 15 Uhr zur Wahlhilfe für die Freidenter. Morgen, Montag, 26. März: 14. 6. 20 Uhr bei Baurigen, Butbuffer Str. 11, Funktionärfikung. 17. bt. 19% Uhr bei Dole, Am Nordhafen 6, funktionärsigung. Teilzahlung L 20% Rabatt auf die geleistete Anzahlung FRANKFURTER ALLEE 350 Bernhard Schwartz Berlin bei der N. V. Hugo Kaufmann& Co's Bank zu hinterlegen und bis zum Schluß der Generalversammlung daselbst zu belassen oder die Hinterlegung bei einem deutschen Notar oder der Reichsbank dadurch nachzuweisen, daß sie einer der genannten Anmeldestellen spätestens am 13 April 1928 einen ordnungsmäßigen Hinterlegungsschein in Verwahrung geben. Hinterlegungsscheine gelten nur dann als ordnungsmäßig, wenn darin die hinterlegten Aktien nach Nummern genau bezeichnet sind, und wenn überdies in den Hinterlegungsscheinen selbst bescheinigt ist, daß die Aktien bis zum Schluß derGeneralversammlung bei derHinterlegungsstelle in Verwahrung bleiben. Gegen Hinterlegung der Aktien oder Einreichung der notariellen Hinterlegungsscheine werden Eintrittskarten ausgehändigt. Die zu hinterlegenden Aktien können Industrie- u. Handelskammer zu Berlin ohne Gewinnanteilscheine und Erneuerungsschein eingereicht werden. Die Hinterlegung ist auch dann ordnungsmäßig erfolgt, wenn Aktien mit Zustimmung einer Hinterlegungsstelle für sie bei einer anderen Bankfirma bis zur Beendigung der Generalversammlung im Sperrdepot gehalten werden. Hamburg, den 19. März 1928. Der Vorstand. Gardinen Wallstr. 13 Friedensu Rheinstr. 62 Teppiche CCFFORD 1862 Kaufmännische Schulen. Ausbildung für jeden kaufmännischen Beruf in Handelsschulen mit geschlossenen Lehrgängen in Jahres- und Zweijahreskursen sowie in einzelnen kaufmännischen Fächern. Auskunft und Prospekte: Berlin C.2, Neue Friedrichstraße 53/56 II. SheflandManfel, die große Mode, ge diegene Verarb. Mk. 65. Eleganter Herren. Stoffmantel m. Gür fel und Faltengarnierung Mk. 59.Spezial Abteilungen: Bett, Tisch- u. Leibwäsche, Baumwollwaren, Herren. Artikel, Hüte. Strickwaren. KOTTBUSER DAMM 103 m von 60 Pf. an ca. 600 Parzellen neu erschlossen am Bahnhof anfangend. Verkäufer tägl. im Bhf.- Restaurant ,, Büttner", Bahnhof Ahrensfelde- Friedhof. Ca. 20 Min. vom Bhf. Fredersdorf neu erschlossen m von 50 Pf. an. Verkauf Sonntags 1. Restaurant Zu den drei Linden". Rieger, Berlin C. 25, Prenzlauer Str. 32, L Zwel reihiger SaccoAnzug in vorzugicher Pab Storm, gute Qualität Mk. 68.Fesches Velu fine. kleid m. Biesengarn. u. Stik kerei Mark 45.WILMERSDORFERSTR.165 CHLBG. 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Sur Wahlhilfe für die Freibenter treffen fich alle Genoffen bei Burchardt, Görliger Str. 52. Zichtenberg. 115. bt. Die Gruppentaffierer werden gebeten, um 19 Uhr pünktlich beim Gen. Goffe, Finom, Ede Scharnweberstraße, zur Abrechnung mit fämtlichem Material zu erscheinen. 116. Abt. 19% Uhr bei More, Neue Bahnhofftr. 28, außerordentliche Ronferenz aller Funktionäre und Betriebsvertrauensleute usw. Bollzähliges Erscheinen wird erwartet. 136. Abt. Reinidendorf- Dit. 20% Uhr in der Barade, Lindauer Str., wichtige Funktionärsigung. Pünktliches und bestimmtes Erscheinen dringend erforder. Achtung! Der Borstand trifft sich bereits um 20 Uhr im gleichen Tich. Lotal Dienstag, 27. März: 6. Abt. 19% Uhr bei Dobrohlam, Gwineminder Str. 11, wichtige Funktionär. fikung. Erscheinen dringend erforderlich. 9. Abt. Alle Mitglieder, die in der Wohlfahrtskommiffion tätig find, treffen fich um 19 Uhr bei Sübner, Wilsnader Str. 34, au einer wichtigen Gikung. Bortrag des Gen. Julius Bethge. Niemand darf fehlen! 10. bt. 20 Uhr bei Trimper, Flensburger Str. 3, Funktionärsgung. 16. Abt. 19% Uhr bei Krüger, Suffitenftr. 34, Ede Scheringstraße, Mitglieder. verfammlung. Bortrag: Die politische Lage und die tommenden Wahlen." Referent Georg Raible. Borwärts"-Lefer find besonders willkommen. 32. t. 20 Uhr bei Rromphardt, Baul- Singer- Str. 49, Funktionärfikung. Die in der Abteilung gewählten Obleute müffen an allen Funktionärsigungen teilnehmen. 67. bis 73. Abt. Bilmersdorf. Achtung, fiehe Kreisnachrichten!( Kreisbelegierten. bersammlung). 96. Abt. Rentölln. 19% Uhr bei Lohann, Wipperftt. 18/19, wichtige Funktionär. figung 99. Abt. Brig- Budom. 20 Uhr bei Günther, Chauffeeste, 48, wichtige funt. tionärßigung. 14. 6. Mittwoch, 28. März, Mitgliederversammlung. Die Bezirksführer laden bazu bestimmt ein. 3. Abb. Die Bezirksführer laben aur Mitgliederversammlung am Mittwoch, 28. März, bestimmt ein. Saal 1 des Gewerkschaftshauses. 139. bt. Tegel, Schulzenborf, Ren- Seiligenfee, Siedlung am Bahnhof Seiligen. fee. Mittwoch, 28. Mära, 20 Uhr im Lotal Sühnert, am Bahnhof Schulzen borf Mitgliederversammlung. Gäfte und Sympathisierende und Borwärts" Tefer find befonders eingeladen. 24. Abt. Donnerstag, 29. März, 19% Uhr, Unterhaltungsabend a Chren unferer Barteifubilare in der Schulaula Bafteurstr. 44/46. Feftrebner Dr. Abolf Brann, M. b. R. Gaalöffnung 19 Uhr. Ende gegen 22 Uhr. Um zahlreiches Erscheinen bittet die Abteilungsleitung. 34. Abt. Achtung! Die Abteilungsversammlung findet biesmal nicht am Mitt woch, fonbern am Donnerstag, 29. Mära, in den Comeniusfälen, Memeles Str. 67, ftatt. Die Bezirksführer laben bazu ganz bestimmt ein. Frauenveranstaltungen. 2. Reels Mergarten. Montag, 26. März, 19% Uhr, Rreisfrauenabenb bet Krüger, Butliger Str. 10. Bortrag des Genoffen Dr. Jul. Mofes, M. d. R., fiber Geburtenrüdgang und Sozialdemokratie. Gäfte herzlich willkommen. Sm gleichen Lotal um 18% Uhr pünktlich Funktionärinnenfigung. Alle Funktionärinnen müssen anwesend sein. 11. Kreis Schöneberg. Montag, 26. März, 19% Uhr, bei Dähn, Schöneberg, Mühlenste. 9, Fortfegung des Rurfus über Einführung in die Gebanken. melt bes Sozialismus. Referentin Genoffin Minna Todenhagen. Um Tege Beteiligung wird gebeten. Frauenveranstaltungen am Montag, 26. März, 19% Uhr: 2./3. t. Sm Saal 5 bes Gewerkschaftshauses, Engelufer, Bortrag des Genoffen Bilhelm Landa über Dutch Klaffentampf aur Rulturhöhe. Alle Genoffinnen find bazu herzlichst eingeladen. Gäste willkommen. bt. Sm Rosenthaler Sof, Rofenthaler Str. 11/12, Borttag ber Genoffin Schentalowsti über Belche Forderungen stellen unfere Frauen an ben Lommenben Reichstag. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 8. Abt. Bei Dobroblaw, Swineminnber Str. 11, Bortrag des Genoffen Simon Franten,. b. R., über das Thema„ Die Frau als Staats. bürgerin und ihre Aufgabe in ben Zommenden Wahlen. Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen. Gäfte willkommen. & Abt. Bet Ridert, Steinmebitr. 36a, Bortrag bes Genoffen Dr. Martin Seligmann über Die Reform des Cherechts". Erscheinen sämtlicher Ge noinnen bringend notwendig. Gäste willkommen. 14. Wht. An bekannter Stelle Bortrag der Genoffin Selene Schmit, t. b. 8., Aber Sünden bes Bürgerblods. Um aahlreiche Beteiligung with ge beten. 226t. Bet Rabjen, Brüffeler Str. 43, Bortrag bes Genofler Ramm ber alt- Berliner Sumor.( Bon Glaßbrenner bis 8ille.) Alle Genoffinnen And bazu herslich eingelaben. Gäfte willkommen. bt. 3m Berneuchener Schloß, Elbinger Str. 87, Bortzag bee Genoffin Behbahl über Ronsumgenoffenschaft und Bartei". Alle Genoffinnex und Genoffen milffen unbedingt erscheinen. Ronnfummitglieber and Sym pathifierenbe find mitzubringen. 28. Abt. Bet Seiles, Brenzlauer Allee 239, Bichtbildervortrag Die proletarische Frau bas proletarische Mädchen. Bortragende Genossin Erna Rreffe. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Borwärtslefer und Sympathisierende find bitte mitzubringen. . 27. Abt. Bel Reek, Gonnenburger Str. 1, Bortrag der Genoffin Elfe Scheibenhuber über Die Reform des Cherechts". Alle Genofsinnen find hierzu herzlich eingeladen. 29. Abt. Bei Riebe, Dunderstr. 15, Bortrag der Genoffin Bertha Gotthelf über Seimkultur". Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäste Fönnen mitgebracht werden. 32. Abt. Bei Kromphardt, Paul- Ginger- Straße 49, Bortoag des Genoffen Dr. Friß Schloß über Wahlrecht bedeutet Wahlpflicht. Alle Genoffinnen und Genossen sind hierzu herzlich eingeladen. Gäfte mitommen. 34. Abt. Bei Saud, Comenius- Gäle, Memeler Str. 67, Bortrag der Ge noffin Selene Michaelis über Unsere Borkämpferinnen". Um recht tege Beteiligung wird gebeten. 35. Abt. Bei Otto, Rigaer Str. 85, Bortrag bes Genossen Dr. Mar Schütte liber 50 Jahre Parteiarbeit". Alle Genossinnen find hierzu herzlich eingeladen. 36. Abt. Bei Busch, Tilfiter Str. 27, Bortrag des Genossen Baul Judrian liber„ Die Frau im kommenden Wahlkampf". Gäste find bitte mitzubringen. 37. Abt. Bei Jerasch, Ebertnftr. 10, Ede Rochhannstraße, Bortrag der Ge. noffin Marie Aunert, M. d. 2., über„ Bevölkerungspolitit und soziale Frage". Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäfte find bitte mitzubringen. 38. Abt. Bei Bartusch, Friedenftr. 88, Baul- Reller- Abend". Bortragender Genoffe Heinz Barthel. Alle Genoffinnen find bazu herzlichst eingeladen. 48. Abt. Bet Böttcher, Sagelberger Str. 9, Frauenabend. Bortrag. Alle Genoffinnen find bazu herzlich eingeladen. 42. Abt. Bei Höhlke, Bergmannstr. 69, Frik- Reuter- Abend. Bortragender Genoffe Hinrichsen. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 43. Abt. Bei Wolf, Gräfefte. 26, Vortrag des Genossen Georg Raible. Thema: Die politischen Barteten Deutschlands. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäfte find herzlich willkommen. 44. Abt. Bei Ewald, Staliger Str. 126, Bortrag des Geneffen Kurt Riek. mann über Invaliden- und Krankenversicherung". Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Gäste willkommen. 46. Abt. Bei Abam, Görliker-, Ede Lübbener Straße, Frik- Reuter- Abend". Bortragender Genoffe Wilhelm Schult. Um rege Beteiligung wird ge. beten. Gäste willkommen. 47. Abt. Achtung Genoffinnen! Unser Frauenabend findet diesmal nicht Montag, 26., sondern Dienstag, 27. März, ftatt. Siehe Anzeige der 47. bt. unter Dienstag- Veranstaltungen, 48. Abt. 3m Alexandriner, Alegandrinenste. 87a, Bortrag des Genoffen Lempert über Die Frauen und die Zommenden Wahlen". Alle Genoffinnen müssen anwesend fein. Gäfte find bitte mitzubringen. Charlottenburg. 51. Abt. Bei Schellbach, Rönigin- Elifabeth- Straße 6, Bor trag ber Genoffin Dr. Räte Frankenthal über Gesundheitspflege in ber Familie Gäfte willkommen. 53. Abt. Bei Steininger, Suttenstr. 34, Bortrag der Genoffin Ellen Beibler über Die Frau und die kommenden Wahlen. Um rege Beteiligung wird gebeten. Die Genoffen werden bringend ersucht, ihre Frauen und Töchter auf biefe Beranstaltung auf. mertfam zu machen. 56. bt. Bei Lierfch, Rantstr. 62, Bortrag bes Genossen Fabuczinski über Die Frau im heutigen Wirtschaftsleben". Alle Genoffinnen find dazu eingeladen. Gäfte wiltommen. 58. Abt. Bei Matschle. Rurfürstenstr. 111, Borttaa ber Genoffin Dr. Luise Morgenftern über Aufgaben der Arbeiterwohlfahrt". Um redyt zahlreiche Be teiligung wird gebeten. 67. Abt. Grunewald. Bei Wurzbacher, Bahnhofs- Restaurant Grunewald, Bor. trag der Genoffin Mathilde Wurm, M. b. R., über Die Reichstags. wahlen und die Frauen". Borwärtslefer und Sympathifierende find be fonbers eingeladen. 73. Abt. Schmargendorf. Jm Fornthans, Barnemünder Straße, Borttag Der Genoffin Gobotta ber Recht vor Gewalt- vom Rind zum freien Staatsbürger. Alle Genoffinnen find bazu herzlich eingelaben. 74. Abt. Behlendorf. Bei Schnorre, Zehlendorf, Botsbamer Str. 3, Frauen. abenb. Besprechung der Wahlagitation. Die Genoffinnen werden ge beten, alle au erscheinen. 80. bt. Schöneberg. Bei Gürlich, Begasftz. 1, Borttag ber Genoffin Räte Rern über Staats- und Gemeindekapitalismus ober Gozialismus?" Alle Genoffinnen sind dazu herzlich eingelaben. Gäfte willkommen. Rentin. 8. bt. Bet Wife, Reuterstr. 7, Ede Senauftrage, Lichtbilbervortrag: Der große Bauerntrieg. Bortragenber Genoffe Dieberich. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäfte find millkommen. 90. bt. 20 Uhr im Sbeal.Rafns, Beichfelfte. 8, Frauenverfamun Iung. Thema: Unsere Frauen unb bie bevorstehenden Wahlen." Referent Genoffe Dr. Löwenstein. Alle Barteigenoffinnen, fowie bie Frauen ber Barteigenoffen find bazu freundlichst eingeladen. Auch Gäste sind willkommen. Stentorn. 91. st. Bet bede, Bonbane, de Rarlsgartenstraße, Jori fegung der Bortragsreihe Befuche in ber Bertftatt der Seele. Bot. tragender Genoffe Arthur Rachom. Alle Genoffinnen find bazu eingeladen. Gäste willkommen. 92. Abt. Bei Simon, Berthelsdorfer Str. 9, Bor trag ber Genoffin Hedwig Fahrenwald. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 95. Abt. Bei Grieger, Leffingstr. 9, Bortrag der Genoffin Jrma Fechenbach über" Die Frau als Rampfgenoffin". Alle Ge noffinnen und Genossen, sowie Vorwärtslefer und Sympathisierende find herzlich eingeladen. 96. Abt. An bekannter Stelle Vortrag des Genoffen Hans Boywod über Erziehung in Schule und Haus". Um recht rege Beteiligung wird gebeten. 97. Abt. Bei Krüger, Emfer Str. 86/87, Bortrag des Genoffen Lewin- Dorsch über„ Die Bedeutung der kommen. den Reichstagswahl". Alle Genoffinnen find dazu herzlich eingeladen. Gäste willkommen. 99. Abt. Brig. Im Jugendheim, Chauffeeftr. 48, Fortfegung des Bor. trages den Genossen Rurt Gazswindt über Sypnose und Suggestion". Gäfte herzlich willkommen, 101. Abt. Bei Jante, Riefholaftr. 21, Seiterer Abend". Bortragende Ge. noffin Lisa Albrecht. Um recht rege Beteiligung wird gebeten. Gäste herzlich willkommen. 103. Abt. Oberschöneweide. Bei Winkler, Wilhelminenstraße, Vortrag des Genoffen Wilhelm Miethke über„ Geguelle Erziehung". Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 119. Abt. Lichtenberg. Bei Bark vorm Mene, Möllendorff, Ede Rittergut. ftraße, Gemütlicher Abend". Spezielle Einladungen ergehen diesmal nicht. 136. Abt. Reinidendorf- Oft. Die Besichtigung der Konsumgenossenschaft in Lichtenberg findet am Donnerstag, 29. März, 10 Uhr, statt. Treffpuntt 10 Uhr Rittergutstraße. Ertraeinladungen ergehen. 139. Abt. Tegel. Im Jugendheim Schöneberger Str. 4, Bortrag Im Lande der Mitternachsfonne". Da das Jugendheim um 20 Uhr gefchloffen wird, ist pünktliches Erscheinen unbedingt notwendig. 140. Abt. Borfigwalbe. Achtung Genofsinnen! Der Frauenabend fällt dies. mal aus. Bir beteiligen uns geschloffen am Frauenabend der 139. Abt. Tegel. Frauenveranstaltungen am Dienstag, 27. März, 19% Uhr: 17. Abt. Bei Hübner, Triftstr. 49, Bortrag der Genoffin Lisa Albrecht über Rörperpflege und Gymnastik" mit praktischen Borführungen. Gäste will tommen. 47. Abt. In der Waldemarstr. 77 Bortrag der Genoffin Hertha Gotthelf über Rationalisierung des Haushaltes". Außerdem Bericht non der Funktionärinnentonferenz am 9. Mära. Alle Genoffinnen müssen anwesend sein. Gäfte willkommen. 63. Abt. Staaten. An bekannter Stelle Vortrag der Genoffin Minna Todenhagen über Sozialismus und Jugendrecht". Alle Genoffinnen find bazu eingeladen. Gäste willkommen. 102. Abt. Baumschulenweg. Bei Haß, Baumschulenstr. 72, Seiterer Abend". Bortragender Genosse Sosemann. Um recht zahlreiche Beteiligung with gebeten. Gäfte herzlich willkommen. 120. Abt. Friedrichsfelbe. Bei. Rottke, Capriviallee, Ede Brinzenallee, Bor trag des Genossen Martin Stein über Die Frauen im kommenden Wahlkampf". Um rege Beteiligung wird gebeten. 123a. Abt. Raulsdorf- Süb, Jm Jägerheim" Bortrag des Genoffen Sans Ramm über„ Die Frauen im Wahljahr 1928". Gäste willkommen. 131. Abt. Rieberschönhausen. In der Gemeinschaftsschule Bismard. Straße Lichtbildervortrag: Das rote Wien". Referent Genosse Rettor Biechert. Gäste willkommen. 137. Abt. Reinidendorf- Weft. 20 Uhr pünktlich im Boltshaus Scharnweber. ftraße 114, Seiterer Abend". Vortragender Genoffe Lehrer Sperling. Das Erscheinen aller Genoffinnen und Genossen ist erwünscht. Gäste herzlich willkommen. 140a Abt. Wittenau. Sm Lokal Schulz( gleich am Bahnhof Bortrag der Genoffin Elife Scheibenhuber über„ Einführung in die Gebankenwelt bes Sozialismus". Alle Genoffinnen sind herzlich eingeladen. Gäste willkommen. Frauenveranstaltungen am Mittwoch, 28. März, 19% Uhr: 54. Abt. Charlottenburg. Sm Jugendheim Rofinenstr. 4, Bortrag der Genoffin Luife Rähler, M. b. L., über Die Stellung der Frau in der Wirtschaft". Alle Genoffinnen find hierzu herzlich eingeladen. Borwärtslefer und Sympathifterende find ebenfalls willkommen. 94. Abt. Renkölln, Bei Günther, Schillerpromenabe 11, Bortrag der Ge noffin Agnes Fahrenwald über 20 Jahre Frauenarbeit. Gäfte will. tommen. 106. Abt. Johannisthal. Bet Botha, Stubenrauchstr. 12/18, Bortrag bes Genoffen Dr. Norbert Marg über Sozialhngienische Forderungen für bie Broletarierfrau". Um rege Beteiligung wird gebeten. Gäste mill tommen. 122. Abt. Biesborf. 20 Uhr bei Borath, Marzahner Ste. 31, Bortrag ber Genoffin Elise Scheibenhuber über Die Frau im Cherecht. Alle Gts noffinnen find dazu herzlich eingeladen. 55% beträgt die Produktionssteigerung unserer Luxusschuh- Fabrik. * Wir haben es stets vorgezogen, viele Schuhe mit geringem Gewinn, statt wenig Schuhe mit grossem Gewinn zu verkaufen. Leiser- Qualitäten zu Leiser- Preisen sind bahnbrechend! 1250 12 50 sterangebote 95 2209 N 20-22 Für Herren: Pa. braun Boxcalbinwie Abb.. mod. halbspitze Form, beste Rahmenarbeit.. 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Liegt doch Arabien auf dem Wege, der nach Indien führt, und es war schon lange das Ziel der Politif Englands, die Landbrücke von Aegypten nach Indien unter seine Botmäßigkeit zu bringen; England wurde aber durch die noch heute fortdauernde Machtkonkurrenz anderer europäischer Mächte gehemmt. Seit dem Krieg hat sich aber das Bild durch die Errichtung von Mandatsgebieten und den wachsen den Nationalismus der Araber start geändert. Die veränderte Lage spiegelt sich auch in der Wirtschaft wider. Auch hier findet man neben imperialistischem Beherrs schungsstreben der Großmächte Bemühungen der arabischen Völker, ihre wirtschaftlichen Kräfte aus eigener Anstrengung und mit eigenen Mitteln zu entwickeln. Es sind die Berkehrsfragen, mo beide Bemühungen, die weltpolitischen und die weltwirtschaftlichen, fich wie in einem Brennpunkt treffen. Weltpolitisch sichert der Besiz bzw. Ausbau von Berkehrsmitteln Eisenbahnen, Automobil- und Flugwege die politische Herrschaft über die arabischen Gebiete, vor allen Dingen den Landweg nach Indien. Unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt bedeutet aber der Ausbau des Verkehrsnezes die Einbeziehung der zurzeit noch zum größten Teil in Stämmen lebenden arabischen Bevölkerung, die sich mit Biehaucht und mit primitivem Acerbau beschäftigt, in die fapitalistische Weltwirtschaft. Das Land des Wüstenkönigs 3bn Saud. Das Haupt der Wahabiten, Ibn Saud, hat den Heiligen Krieg gegen Transfordanien und Irat, wie zu erwarten war, nicht eröffnet. Ibn Saud hat an der Spize der Wahabiten 1921 das arabische Land Nedschd, 1925 aber Hedschas, wo die heiligen Städte Metta und Medina liegen, erobert, nachdem er früher schon wichtige arabische Gebiete unter seine Herrschaft gezwungen hatte. Obwohl er den von England eingesetzten König hussein und seinen Sohn Ali aus dem Hedfchas vertrieb, hat er zu England bald ein gutes Berhältnis hergestellt, ja im September des vergangenen Jahres einen Freundschaftsvertrag mit England abgeschlossen, in dem seine Unabhängigfeit anerkannt wurde. Er befonmmt große Subventionen aus England, wofür er allerdings Verpflichtungen übernehmen mußte, die ihn tatsächlich in die stärkste Abhängigteit von England brachten. Die wich tigften Bestimmungen erstrecken sich auf die Behandlung der Pilger. Millionen von Mohammedanern strömen aus allen asiatischen Ländern, vornehmlich aus den unter englischer Herrschaft Stehenden, zum Besuch der heiligen Städte nach dem Hedschas. Dieser Bilgerstrom bildet die ertragreichste Einnahmequelle für Ibn Saud. Falls England die Einreise der Pilger aus den englischen Gebieten untersagen würde, fönnte Ibn Saud seine Reformpläne, vor allem den Bau von Eisenbahnen nicht durchführen, weil ihm dann die Gelder fehlen würden. Auch sonst kann aber England nach den Bertragsbestimmungen über die Behandlung der Bilger und ben Stlavenhandel sich nach Belieben in die inneren Verhältnisse des Hedschas einmischen und Kriegsschiffe in feine Häfen schicken Als nun fürzlich einige Beduinenstämme, die mit Ibn Sauds Modernisierungsplänen unzufrieden find obwohl sie selbst einen Teil der Einnahmen aus der Bilgerfahrt zugewiesen erhalten Aufstände an der Grenze von Jrat und Transjordanien machten, wurden sie von englischen Streitfräften mit Bomben belegt. Ganze arabische Dörfer find der Vernichtung anheimgefallen. Einige Zeit lang hieß es, daß Ibn Saud bereit fei, die Stämme zu unterſtügen, ja den Heiligen Krieg gegen die englischen Mandatsgebiete zu erklären. Es ist nun freilich fehr glaubhaft, daß er seine Herrschaft gern über alle Araber ausdehnen und seinen religiösen Grundsägen Tabak und Alkohol sind in Ibn Sauds Reich strengstens verboten, auch Hüte dürfen nicht getragen werden Geltung verschaffen möchte. Doch haben sich schließlich die England zu Gebote stehenden Machtmittel- Abschnürung Abschnürung der ertragreichen Bilgerzüge, nicht zuletzt die neuerlichen Gelbzuwendungen Englands mächtiger erwiefen als sein Wunsch. Beherrscher aller Araber zu werden. Somit scheint dieses Kapitel zunächst abgeschlossen zu sein. Englische Mandatsgebiete. Die Delquellen von Mosful. Die englischen Mandatsgebiete in Arabien sind Irat( Mesopotamien) und Palästina. Beide find melt politisch für England äußerst wichtig; Palästina, in der Nähe Aegyptens und des Suezkanals wegen der Seewege, Irat als Teil des Landwegs nach Indien. Aus demselben Grunde ist auch die Herrschaft über Trans jordanien für England bedeutungsvoll. Die Bevölkerung von 3raf ist gegen die englische Herrschaft sehr erbittert, andererseits ist Irak von feindlichen Nachbarn umgeben, von Ibn Saud, von der Türkei, die die Abtrennung Mossuls mit seinen reichen Delquellen und dessen Zuteilung an raf nicht verschmerzen will und von Persien, dessen Regierung Iraf nicht anerkennen will. In dieser Lage ist Jrat der ständigen Er. preffung der englischen Diplomatie preis gegeben. Mit der Ausbeutung der mesopotamischen Delquellen in Mofful hat man noch nicht begonnen. Erst fürzlich wurden die die Weltpolitik jahrelang lebhaft beschäftigenden Gegensäge innerhalb der Turkish Petroleum- Gesellschaft, an der bekanntlich ameriLink- Pianos eigenes Fabrikat Günstigste Bedingungen Laden, Brunnenstr. 35. | kanisches, englisches und französisches Rapital beteiligt ist, ausge tragen. Doch ist jetzt eine neue Streitfrage zwischen den Großmächten entstanden: um mit der Ausbeutung des Mossulöls beginnen zu können, muß man Röhrenleitungen zum Mitteländischen Meer bauen. Die englischen Interessenten möchten nun die Röhrenleitungen zur englischen Hafenstadt Haifa in Palästina auf englisches Mandatsgebiet feiten, während die französischen Beteiligten die Leitungen nach Alexandrette in Syrien auf französisches Mandatsgebiet führen möchten. Englisches Kapital mill in Jraf Baumwollplantagen er richten. Eine englische Gruppe hat eine Million Acres Land zu diefem 3wed erhalten, wo sie Bewässerungsanlagen, die erst nach Ablauf von sechzig Jahren in den Besitz des Staates gelangen werden, ausbauen will. Die wirtschaftliche Bedeutung Ba lästinas ist für England in letzter Zeit start gestiegen, seitdem die Ausbeutung der großen Naturschäße des Toten vor allem handelt es sich um die Ausbeutung der großen Ralilager beschlossen worden ist. Bekanntlich hat eine englische Finanzgruppe unter der Leitung des englischen Chemietrusts große Konzessionen für die Ausbeutung der Kalilager und anderer chemischer Stoffe des Toten Meeres erworben. Meeres Die franzöfifche und italienische Machtkonkurrenz. Zu seinem großen Schmerz muß aber England feine Herr fchaft über Arabien mit Frankreich und Italien teilen. Frant reich hat das Mandat über Syrien. Die großen Kämpfe in Syrien, die brutale Unterwerfung der Drufen, die Berwüstung von Damastus durch die französische Armee find noch in frischer Erinnerung. Kein Wunder, daß in der arabien Bevölkerung Syriens ein ungeheurer Haß gegen die franzöfischen Herrscher erwachsen ist. Die Bevölkerung Syriens lebt in großem Elend. Der Acerbau leidet unter der furchtbaren Dürre. Aus Mangel an Bewässerungsanlagen wird taum ein zehn tel des fulturfähigen Bodens bebaut. Die frühere Kornkammer der Welt leidet gegenwärtig unter Getreidemangel. Auch die Baumwofferzeugung geht zurück. Den Haupterportartikel Syriens bilden Seidenkotons, die vornehmlich von Frankreich aufgenommen wer den, außerdem noch Rohwolle. Geringfügige Industrie ist nur im Libanon anzutreffen. Die 3olleinnahmen sind zur Bezahlung von früheren Schulden beschlagnahmt. Erst in letzter Zeit bemüht fich die franzöfifche Verwaltung. die Verkehrsverhältnisse zu verbessern, die französische Verwaltung. die Verkehrsverhältnisse zu verbessern, auch dies aber nur in Konfurrenz mit England, das nämlich die Eisenbahnstrecke Haifa- Bagdad ausbauen will, die die englischen Einflußgebiete Palästina, Transjordanien und Irak verbinden soll. Um den Wirtschaftsverkehr mit Irak nicht zu verlieren, will nun auch Frankreich eine Eisenbahnverbindung zwischen Syrien und Jrat schaffen. Italien will hinter den Engländern und Franzosen nicht zurückſtehen und sucht das Gebiet von Jemen unter seinen Ein fluß zu bringen. Mit dem Emir Jahir hat es einen Freundschaftsund Handelsvertrag abgeschlossen, der ihm fast ein Handels. monopol einräumt, zum großen Mißbehagen Englands, das jetzt das Rote Meer und feine Küstenländer nicht mehr allein be herrscht. Italien reorganisiert die jemenitische Armee, die bereits fehr start ist, und versorgt sie mit den modernsten Kriegsmitteln. Der Kampf um die Berkehrswege. Der Ausbau der Verkehrswege ist sowohl für bie nationalen Regierungen der arabischen Länder wie auch für die dort herrschen. den europäischen Großmächte gegenwärtig die Hauptforge. Ibn Saud möchte die Hebdichasbahn, die bis Medina ausgebaut ist, nach Saud möchte die Hedschasbahn, die bis Medina ausgebaut ist, nach Metta meiterführen, wozu er aber größerer Einnahmen aus dem Pilgerverkehr bedarf. Der Regierung des Jrat bereitet das geplante transpersische Eisenbahnmez Sie größte Sorge, das den Handel des Irat sehr stark beeinträchtigen würde. Wichtiger find aber die Verkehrstämpfe der europäischen Mächte, non benen wir den Streit um die Röhrenleitungen von Mosful und den französtschen Berbindungsplan Syrien- Irot gegen den englischen Ver. bindungsplan Bagdad- Haifa über Transjordanien schon genannt haben. Die vor dem Krieg begonnene große Bagdadbahn ft noch immer nicht ausgebaut, nur Teile davon. Die Fertigstellung stößt heute noch sowohl auf finanzielle, mie politische Schwierigkeiten. Bon Bagdad führt die Bahn nach Basra und an den persischen Golf. Berfiens Widerstand verhindert aber die Fortführung der Bahn durch Südpersien. Die Landverbindung von Paris nach Kairo über Syrien soll in furzer Zeit hergestellt wer den. Gegenwärtig muß die syrische Strecke noch mit Autos zurückgelegt merden, wie überhaupt das Auto zurzei das wichtigste Verfehrsmittel ist, besonders im Wüstengebiet. Bon Meppo in Syrien, von wo im übrigen auch die Vaadadbahn nach Often abzweigt, besteht ein Automobilverfehr über Mossul nach der Neben persischen Hauptftabt Teheran. Auch von Bagdad kann man Teheran mit Automobilen in turzer Zeit erreichen. In der Wüste hat der Automobilverkehr die Ramele in einem solchen Maß verdrängt, daß z. B. in Syrien aus diesem Grunde in ben letzten Jahren ein Ausfuhrüberschuß an Gerste entstand. Eisenbahn und Auto spielt der Flugverfehr eine große Rolle. Burzeit ist in Borderafien neben dem Flugverkehr Mostau- Tehe ran, der mit deutschen Flugzeugen betrieben wird, nur noch die Strede von Kairo über Baobab bis Basra am persischen Golf von meltpolitischer Bedeutung. Indessen möchte England, das den Flugverkehr durch das monopolistische Unternehmen Imperial- AirwaysCo. betreibt, die luglinie bis nach Indien weiterführen. um Sort Anschluß an den geplanten Luftverkehr nach Auftralien zu gewinnen. Dem steht aber der Widerstand der persischen Regierung, troß eines vor zwei Jahren getroffenen Flugverkehr- Abtommens, entgegen. Das englische Außenministerium führt eine Sonntag, 25. März 1928 scharfe Sprache gegen das widerspenstige Persien, und so ist nach Beendigung des arabischen Konflikts ein neuer mit Persien zu erwarten. Bölkerbund versagt. Das gegenwärtig herrschende imperialistische System muß zwangsläufig immer wieder neue Konflitte aus sich heraus entwickeln. Persien hat seine Absicht, sich wegen des Konflikts mit England an den Bölferbund zu wenden, angekündigt. Die Regie rung von Irak hat ihren Wunsch, dem Völkerbund beizutreten, wiederholt ausgedrückt; Frankreich würde der Aufnahme aber unbedingt Widerstand entgegenseizen, weil dann auch das syrische Mandatsgebiet mit derselben Forderung hervortreten könnte. Gewiß wäre es erwünscht, wenn der Anschluß dieser Gebiete an den Völkerbund zustande käme; doch muß festgestellt werden, daß bisa her der Völkerbund in Fragen, wo es sich um Unterdrückung oder Ausbeutung von Mandatsgebieten und um foloniale Einflußſphären handelte, vollständig versagt hat. Andere Regierungen in den Völkerbundsländern und eine radikal veränderte Stellung zum Imperialismus wären erforderlich, um aus dem Völkersund ein brauchbares Instrument gegen toloniale Ausbeutung zu machen. Sparfaffen als Großbanken. Berliner Sparkasse und Stadtbant Berlin. A. H. Bettstadt Berlin mit ihren vier Millionen Menschen in ihrer SparEs ist begreiflich, es wird aber auch wenig beachtet, daß die fasse und in ihrer Stadtbank bedeutende Großbanken hat. Die Entwidlung im Jahre 1927 entspricht dem allgemeinen Aufstieg, den das große Konjunkturjahr brachte. Die Spareinlagen bei der Spartaffe Berlin sind von 124,4 auf 195,1 Millionen in einem Jahre, also um 56,8 Proz., die Zahl der Sparer von rund 281 000 auf rund 424 000, alfo um 51,1 Proz. gestiegen. Das durchschnittliche Sparguthaben erhöhte sich auf rund 460 M.. Kam Ende 1926 auf jeden vierzehnten Berliner ein Sparbuch, so Ende 1927 auf jeden neunten. Der Gesamtumsatz stieg Don 1,92 auf 3,93 Milliarden, ist also mehr als verdoppelt, ebenso die Bilanzsumme, die von 130,2 auf 269,9 millionen wuchs. Dem Wohnungsbau wurden sowohl der Größe der Beträge als auch der Höhe der Zinsen nach wachsende Dienste geleistet. Die für Neubauten neugewährten Hypotheken sind auf 35 gegen 10,3 Millionen im Jahre 1926 gestiegen, 25 Millionen davon wurden zu 6,4 Pro 3. bei einer Auszahlung von 98 für 100 m. für Neubauten zur Verfügung gestellt, also sehr billig. Zur Finanzierung von rund 5100 Neuwohnungen hat die Berliner Sparkasse allein im Jahre 1927 beigetragen. Eine ähnlich günstige Entwicklung nahm die Berliner Stadtbanf, die Kommunalbant und Girozentrale der Stadt Berlin. Ihr Umsatz erhöhte sich von 14,3 auf 18.8 milliarden, ihre Bilanzsumme stieg von 96 auf 167,7 millionen. Die Zahl der Giros fonten stieg um 5000 auf über 32,000. An Baugeldkrediten wurden im vergangenen Jahre 15 Millionen zur Verfügung gestellt. Lleber 5 Milliarden deutsche Spareinlagen. Für Ende Januar 1928 wird bei sämtlichen deutschen Sparfaffen festgestellt, daß die Spareinlagen mit 3046,6 millionen die fünfte Milliarde überschritten haben. Die Zunahme im Monat. Janurar gegenüber Ende Dezember beträgt 381 Millionen, wobei allerdings das Zuschreiben der Zinsen( 73,3 Millionen) und die Gutschrift aufgewerteter Spareinlagen( 60,2 Millionen) zu berüdsichtigen sind. Von 0,6 Milliarden Ende 1924, 1,7 Milliarden 1925, 3,1 milliarden Ende 1926, ist bis zum 31. Januar 1928 die Gesamtsumme der Einlagen auf rund 5 Milliarden gewachsen. Dabei ist zu beachten, daß der an sich hohe Stand von Ende 1927( 4,7 mil harden) erst dem Einlagenstande des Jahres 1894 entspricht. Die arbeitenden und sparenden Maffen Deutschlands werden also noch sehr viele Lohnfämpfe durchzuführen haben, um so viel zurücklegen zu tönnen für Alter, Krankheit und Aufzucht der Kinder, wie es in der Borkriegszeit für selbstverständlich gehalterr wurde. Noch günstige Kohlenlage. In der Mitgliederversammlung des Rheinisch- Westfälischen Rohlensyndilats wurde festgestellt, daß die leichten Rüdgänge im Kohlenabsaz, die Februar und März festzustellen waren, hauptsäch lich Saisoncharakter hatten. Man könne von einer wesentlichen Verschlechterung der industriellen Beschäftigung noch nicht sprechen. Wenn auch einige Anzeichen nachlassender Geschäftstätigkeit zu ver zeichnen seien, so scheine es doch, daß die ungünstigen Montente noch nicht so stark sind, daß ein erheblicher Umschwung zu erwarten Mark der neue Frühjahrs 16 AnzugStoff Kochu.Seeland Gertraudienstr.20/ 21 gegenub. Detrikirche Es gibt für Renner nur eine Edel- Cigarette Preussengold 5 Phänomen tft, Eine Gefahr fehe man in den drohenden sozialpolitischen Rämpfen der nächsten Monate. Die Betonung dieser„ Gefahr" ist auch dem Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat sehr wichtig. Um so mehr wird man für die Beurteilung der Kohlenlage festzuhalten haben, daß das Syna bitat auch jetzt noch eine erheblichere Verschlechterung nicht erwartet. Berliner Arbeitsmarkt noch immer ruhig. Bur Lage auf dem Arbeitsmarkt stellt das Landesarbeits amt Brandenburg für die Woche zum 24. März fest, daß der schwankende Beschäftigungsgrad vorherr schend geblieben ist. In der Zahl der Unterstützung beziehenden Bersonen ist gegenüber der Borwoche sogar eine geringfügige Steige rung eingetreten. Hauptsächlich sind die ungünstigen Witte rungsverhältnisse daran schuld, die aus dem Rohbau, den Außenarbeitern und der Baustoffindustrie leichte Zugänge von Arbeitslosen gebracht haben. Bei der Metallindustrie ist nur eine Abschwächung der Beschäftigung in den Radiobetrieben festzustellen. But beschäftigt find immer noch der allgemeine Maschinenbau, die Konfektion, Damen- und Herrenschneiderei; neuer dings entwickelt sich auch die Automobilindustrie günstig. Das Arbeitsamt unterstreicht noch einmal die dringende Notwendigkeit, in größtmöglichem Maßstab finanziell die Belebung des Baumarties zu fördern. Die Gesamtzahl der Unterstügung beziehenden Bersonen betrug in der Berichtswoche 183 626( 182 241), davon entfallen auf die Arbeitslosenunterstützung 159 388( 157 890), Krisen unterstützung 24 238( 24 351). Der Orden der barmherzigen Schwestern vom heiligen Bincencius und Paulus in Freiburg wird in Holland eine 500 000Gulden- Anleihe zum Ausbau des römisch- tatholischen Krankenhauses in Mannheim aufnehmen lassen. Die Anleihe ist der erste Abschnitt des insgesamt erforderlichen Betrages von 900 000 Gulden. Laut Prospett ist die Anleihe„ mit Ermächtigung des Hei ligen Stuhls in Rom und des Erzbischofs von Oeffentl. Kundgebungen 33. Abt. Friedrichshain. Mittwoch, den 28. März, 19% Uhr, in der Schulaula, Hohenlohestr. 10: Redner: Lichtbildervortrag:„ Der Aufstieg der Sozialdemokratie." Reichstagsabgeordneter Kurt Heinig 85. Abt. Tempelhof. Mittwoch, den 28. März, 18 Uhr. Umzug durch Tempelhof. Treffpunkt: Neue, Ecke Dorfstraße. Im Anschluß spricht Reichstagspräsident Die Paul Löbe um 19 Uhr in der Aula des Realgymnasiums. Handzettel sind am Montag, 26. März, ab 17 Uhr, von der Vorwärtsspedition, Werderstraße, abzuholen. Die Bezirksführer werden gebeten, die Genossen auf die Demonstration u.Versammlung besond. hinzuweisen. Freiburg, Monsignore Carl Friz, abgeschlos: fen" worden. Herr Schacht und Herr Köhler hatten also auch bei dieser Anleihe nichts mitzureden; der Heilige Stuhl und der Frei burger Erzbischof waren hier die Beratungsstellen", die die währungs- und wirtschaftspolitische Zweckmäßigkeit der Anleihe für Deutschland begutachtet haben! Der Großhandelsinder. Der amtliche Großhandelsinder vom 21. März stellt sich auf 138,9 und hat sich mithin um 0,4 Proz. erhöht, woran sämtliche Hauptgruppen beteiligt sind. Freie Schrotthändler gegen Werkshandel. Die im Herbst ver. gangenen Jahres begonnenen Verhandlungen zwischen der eisen schaffenden Industrie bzw. dem sie vertretenden Wertshandel und den freien Schrott händlern sind jetzt zum Abschluß gelangt. Bekanntlich wurde der Auftauf von Alteisen und von Schrott aller Art für die Schwerindustrie in den letzten Jahren in der Hauptsache durch die von der Industrie eingerichteten Einkaufs. stellen gehandhabt, in denen einige Firmen für Rechnung und im Auftrage der verbrauchenden Industrie die für Deutschland notwendigen Mengen auftauften, Hin und wieder wurde wohl auch der freie Handel, der früher das Geschäft selbständig betrieb, herangezogen, doch spielte seine Tätigkeit beim Einfauf von Schrott nur eine ganz untergeordnete Rolle. Wenn man sich einen Begriff vom Umfang des Schrottgeschäfts machen will, so muß man sich vor Augen führen, daß der Verbrauch von Schrott im Jahre 1913 rund 6% Millionen Tonnen und im Jahre 1927 etwa 7% millionen Tonnen betragen hat. Zur Erhöhung ihres Profites und um ihre wirtschaftspolitische Machtstellung in jeder Weise auszubauen, hatte die Schwerindustrie auch den Auflauf von Eisen und Schrott felbſt organisiert; für das rheinisch- westfälische Gebiet wurde zu diesem 3wede die Dortmunder Einkaufsgesellschaft gegründet. Im Rampi um eine Beteiligung am Schrottgeschäft hat der freie Handel in Dortmund jetzt einen Teilerfolg erzielt, denn er wird nunmehr auch anteilmäßig von dem Schrottgeschäft profitieren. An den Vereinbarungen find von den freien Schrotthändlern 13 größere Firmen im westdeutschen Gebiet interessiert. Nur leichter Rüdgang der Walzwerkproduktion im Februar. Entgegen der weiteren Steigerung der arbeitstäglichen Probuftionsziffern für Roheisen ist nach dem fürzlich veröffentlichten Bericht des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller die Rohstahlerzeugung leicht zurückgegangen. Dieser Bewegung hat sich die Produktion in den Walz- und Preßwerfen angeschlosser. mit 1040 875 Tonnen ist die Erzeugung im Februar um 57 139 Tonnen gegen den Vormonat gesunken. Da der Februar jedoch einen Arbeitstag weniger zählte als der Januar, so ist der Rüdgang der arbeitstäglichen Leistung mit 596 Tonnen gering. perteilt worden war. Die Horchwerte 2.- 6. in 3widau gibt den Affionären 8 Proz. Dividende aus einem mit 322 000 gegen 104 000 m. im Borfahre mehr als perdreifachten Reingewinn, nachdem für 1926 überhaupt keine Dividende auf das Kapital von rund 3 Millionen Wettbewerbs. Der Reichsverband der Automobilindustrie hat am Kennzeichen für deutsche Kraftfahrzeuge! Das Ergebnis des 26. Januar ein Preisausschreiben zur Schaffung eines Kennzeichens für deutsche Kraftfahrzeuge veröffentlicht. Das Preisausschreiben hat in starfem Maße das Interesse der Deffentlichkeit gefunden, was sich dadurch bemerkbar machte, daß schon in den ersten Tagen 15 000 Eremplare der Wettbewerbsbedingungen angefordert wurden. Die Eingänge häuften sich derartig, daß die Post einen Extrazustellungsdienst für die einlaufenden Entwürfe emrichter mußte, die die große 3ahl von 9200 Stüd erreichten. Ausgang März wird das Preisrichterfollegium unter Führung des Reichstunstmarts Redslob zu der Prüfungsarbeit zusammentreten. Frühjahrsmoden K G B Kleider und Mäntel Popeline- Kleider reine Wolle, Jugendliche Formen. Größe 7.75 38 bis 44..... M.9.25, 8.75 Popeline- Kleider mit reicher aparter Metallstickerei in den modernsten Ausführungen. Größe 38 bis .M. 19.75 44 Moderne Westenkleider fesche aus gutem Wollrips und neufarbigen KashaStoffen. Größe 38-46... M. 34.Frauen- Kleider aus Rips- Popeline in vielen Farben mit plissiertem Rock und langer einfarbiger und bestickter Crepe de Chine- Weste. Größe 46-52. 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Vp.) schließt sich dem Proteft des Zentrumsredners gegen die Behandlung der Katholiken in Merito an. Im Schund. und Schmuggefek müßten noch manche Lüden geschlossen werden. Bedauerlich wäre es, wenn das Gesetz zum Schuh der Jugend bei Luftbarkeiten nicht mehr von diesem Reichstag verabschiedet werden könnte. Abg. Kube( Natsoz.) schimpft auf Preußen. Abg. Dr. Bredt( Wirtsch. Bg.) äußert sich zu der Staatsgerichtshofentscheidung gegen jene einzelstaatlichen Wahlgesete, die kleine Parteien aus dem Wahlkampf aus fchalten mollten. Der Staatsgerichtshof habe zwar diese Wahlgefeze für ungültig erklärt, nicht aber die auf Grund dieser Gesetze vollzogenen Wahlen. Der heffifche Staatsgerichts hof, der sich zum Urteil über das Wahlgefeß nicht zuständig fühlte, hat aber dann die hessischen Wahlen für gültig erklärt. Hessen hat fich damit einfach über das Urteil des höchsten Gerichtshofes des Reiches hinweggesetzt. Hier muß die Reichsgewalt sich gegen kleine Länder durchsetzen. Die Gesetze, die ein auf Grund eines ungültigen Wahlgesetzes gewählter Landtag beschlossen hat, müßten logischer meife auch ungültig sein. Abg. Seiffert( Boltsrechtpartei) erklärt, die Bolfsrechtpartei tehe in fchärffter Kampffront gegen die Deutschnationalen, aber sie beglückwünsche die Deutschnationalen ehrlich zum Minister Keudell. Abg. Sollmann( Soz.): Ben Zentrumsabgeordneter Schreiber über den Kultur. tampi in Merito gesprochen hat, so muß ich betonen, daß ich zwar über die Berhältnisse in diesem Lande nicht so unterrichtet bin, um mir ein abschließendes Urteil bilden zu können, wie Herr Dr. Schreiber es tut, daß es mir aber doch zweifelhaft erscheint, ob die Kirche in Merito in ihrem Kampf gegen die Staatsgemalt mur von geistigen und religiösen Beweggründen ausgeht.( Sehr richtig! links.) Seine Mahnung, die Dinge nicht tendenziös auszu werten, sollte Herr Dr. Schreiber auch an die Zentrumspreffe rich ten, die deutsche Parteien mit dem Kampf in Merito in Verbindung bringt. Man sollte doch diese Aufpeitschung fonfeffioneller Leiden schaften unterlassen. Ich darf daran erinnern, daß neben nielen anderen Zentrumsführern Herr Dr. Mary befannt hat, die fatholische Kirche habe sich in Deutschland niemals jo frei bewegen fönnen, wie in der deutschen Republik.( Hört, hört! links.) Nochmals der Ball Badt. Ich bedauere aufrichtig, politisch und menschlich, daß Reichsminifter v. Reudell seine Vorwürfe der Irreführung der Deffent lichkeit und groben Bertrauensbruches gegen den preußischen Reichs ratsbevollmächtigten Badt zwar nicht wiederholt, aber doch auf rechterhalten hat. Man muß doch daran erinnern, daß ein Reichs ratsausschuß diese peinliche Affäre untersucht, und daß der Reichsrat einstimmig ausgesprochen hat, daß der Herr Minister nur infolge falscher Auslegung der Geschäftsordnung zu diesem ver legenden Borwurf gefommen ist.( hört, hört! bei den Soz.) Jch empfinde die Beharrlichkeit des Herrn Ministers angesichts dieser Umstände geradezu als einen Affront gegen den Reichs rat felbst.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) ist wohl das erste Mal in der Geschichte des Reichsrats und des alten Bundesrats, daß der Bevollmächtigte eines solchen Landes für seine pflichtgemäße amtliche Haltung persönlich angegriffen wor den ist, statt daß man den Angriff auf seine Regierung gerichtet hat.( Sehr mahr! bei den Goz.) Ich glaube, Herr n. Keudell, mit diefer Haltung haben Sie sich persönlich nicht gedient. Zum Fall Brecht Es möchte ich drei Fragen vor der Deffentlichkeit an den Herrn Reichsinnenminifter richter: Ist es richtig, daß Sie bei der Entlassung des Herrn Ministerialdirektors anerkannt haben, Sie wüßten seine fachliche Arbeit und seine Befähigung zu schätzen?( Hört, hört! bei den So3.) Ist es richtig, daß Sie in der Beit Ihrer Zusammenarbeit mit Herrn Ministerialdirektor Dr. Brecht niemals dessen amtliche Tätig feit bemängelt haben?( hört, hört! bei den Soz.) Ist es richtig, daß Sie den Personenwechsel in dieser une politischen Verfassungsabteilung damit begründet haben, Sie wollten den Posten mit einer Ihnen politisch nahestehenden Versönlichkeit befehen?( Hört, hört! bei den S03.) Ich glaube auf eine Klärung dieses Falles dringen zu müssen, weil ich allerdings der Anficht bin, daß dieser Präzedenzfall Brecht in Zukunft von großer Bedeutung sein fann. Ich behaupte also, daß die Entlaffung lediglich dem Republikaner Brecht gegolten hat. ( 3uftimmung bei den Soz.) 3ur Ordensfrage möchte ich bemerken, solange der Ar. titel 109 besteht und auf diesen Boden sollten sich meiner Mei | mung nach alle Bartelen einigen muß er geachtet werden. Es ist des deutschen Boltes nicht würdig, solche Hintertüren zu öffnen. ( Lebhafte Zustimmung bei den Soz.) ,, Souveränität." Wenn Herr Minister v. Keu de II darauf besteht, ein Anrecht zu haben, von der Souveränität der Länder zu sprechen, ja möchte ich ihm entgegenhalten, daß man Gebilden, die feine Militärhoheit, feine Finanzhoheit, fein Recht zur Außenpolitik und nicht einmal die Möglichkeit haben, sich eine Verfassung nach ihrem Willen zu wählen, unmöglich den Charakter staatlicher Souveränität anerkennen kann. Wer trotzdem sagt, Souveränität, der bringt sich in den Verdacht, eine wirkliche Souveränität wieder herstellen zu wollen.( Bustimmung links.) In Bundesstaat durch den Ausdruck Land ersetzt worden.( Abg. der Weimarer Verfassung ist nicht unabsichtlich die Bezeichnung Dr. Bredt, Wirtschaftsp.: Sehr richtig.) Mit dieser Bezeichnung sollte eine in die Zukunft wirkende Entwicklung angefündigt werden. Schwarzrotgold und Schwarzweißrot. Benn die Redner verschiedener Parteien uns gemahnt haben, gegen Schwarzweißrot tolerant zu sein und den alten Staat als ein Muster von Toleranz angepriesen haben, so muß ich doch fagen: in dieser Hinsicht sind die Sozialdemokraten ach Leute, da fie die Toleranz des alten Staates jahrzehntelang an fich selber gespürt haben.( Sehr wahr! bei den Soz.) Bei feinem Maiumzug durfte auch nur ein rotes Taschentuch gezeigt, bei keinem Kinderfest eine rote Fahne mitgeführt werden.( Buruf von den Soz.: In Bayern auch heute nicht.) Ich habe es selbst jahrzehnte Lang miterlebt, wie wir in schmählicher Weise von den preußischen Gendarmen stundenlang durch Wälder und Wiesen gejagt worden sind, weil wir eine rote Fahne mit hatten. Bis zum Beginn des Krieges wurden in Breslau bei den sozialistischen Leichenbegängnissen wahre Jagden auf Kränze mit roten Schleifen gemacht. ( Hört, hört, lints.) Toleranz im alten Staat! Den Beamten hätte ich fehen mögen, der es im alten Staat gewagt hätte, nicht rote, fondern auch nur schwarzrotgoldene Farben herauszuhängen.( Sehr wahr! lints.) Das hätte selbst der deutschnationale Ferr Berndt nicht gewagt, in der Zeit, in der er noch demokratischer Stadtrat strativ die Fahne des Kaiferreichs gegen den republikanischen Staat mar.( Heiterfeit.) Heute sehen wir reihenweise die Leute demon flaggen. An den monarchistischen Gedenktafeln liegen die fchwarz weißroten Schleifen ungehindert an den Sockeln der monarchistischen Denkmäler. Das ist die Republit. Das andere war das Kaiserreich. Ich muß das harie Wort aussprechen: der Gesinnungsterror ist geradezu das Wesen des alten Staates gemesen( Sehr wahr! hei den Soz.), und da rufe ich einen Zeugen aus Ihren Reihen auf, den Herrn Abg. Wallraf. In seinen Erinnerungen, die jüngst erschienen sind, hat der deutschnationale Abgeordnete und Katholik Wallraf ausdrücklich unterstrichen, daß noch bis fief in dieses Jahrhundert hinein im fatholischen Rheinland fein Katholit ein hohes Staatsamt erlangen konnte. Hört! hört! bei den Soz.). Das ist doch der Gipfel des Gesinnungsterrors gewesen! Nein, meine Herren, dieser alte Staat, den Sie( nach rechts) uns als Borbild vorzeigen wollen, hat bis in den Weltkrieg hinein nur eine Partei als vollwertig für die Verwaltung anerfannt, nämlich die Ronfervative Partei.( Sehr wahr! bei den Goz.). Die Arbeiter find im alten Staat politisch und gesellschaftlich deklaffiert gewesen( lebhafte Zustimmung bei den Soz.), und da muß ich mich nochmals an die Deutschnationalen wenden wenn Sie jetzt einen Arbeiter als Minister haben, so verdanken Sie das nur der Republit. Im alten Staat hätte Herr Koch weder Ehrendoftor geschweige denn Verkehrsminister werden dürfen. Jm alten Staat hätte Herr Koch nicht einmal Referveleutnant werden tönnen. 3m alten Staat, im alten Offizierkorps war die förperliche Arbeit mit einem Matel behaftet.( Sehr wahr! bei den Soz.) Das alte Reich ist noch weniger leider muß man das fagen als ein Klassenstaat gewesen; es war ein Ra sten staat.( Sehr wahr! bei den Goz.). Darum sind mit vollem Recht die alten Unter den neuen Symbolen Symbole niedergeholt worden. Schwarzrotgold werden wir das schaffen, was der alte Staat nicht fchaffen fonnte: ein deutsches Volt und einen Boltsstaat.( Leb hafter Beifall bei den Soz.) Gonntag, 25. März 1928 Abg. Dr. Spahn- Köln( Dnat.) wünscht eine reichsgesehliche Regelung des Studentenrechts und wendet sich gegen die Maßnahmen des preußischen Kultusministers Dr. Beder. Abg. Dr. Heuß( Dem.) wendet sich dagegen, daß das Ratho. lische Kirchenblatt von Berlin vor ein paar Wochen das Milieu des Krang Prozesses der Simultanschule zur Last Legen mollte. Eine Kriminalstatistit nach Schultypen fet unmöglich. Geger den inneren Widerstand der Lehrerschaft sei ein Schulgesetz nicht zu machen. Abg. Seiffert( Bolsrechtpartei) fordert größere Mittel für die Förderung der Theaterkultur. Abg. Graf zu Reventlow( Natsoz.) verlangt ein Gesez, das den Juden den Zuzug verbietet und die seit 1914 eingewanderten Juden unter Fremdenrecht ſtellt. Abg. Petzold( Wirtsch. Vgg.) wünscht schärfere Berfolgung des Handels mit Rauschgiften. Abg. Dr. Löwenstein( Goz.): Die Ausführungen verschiedener Parteien zu dem Reichsichuk gefeh zwingen mich zu folgenden Bemerkungen: Es scheint urs ein Reichsschulgeset feine Großtat zu sein, das trok feierlicher Ano fündigung in der Regierungserklärung und in der Regierungspreise von der Regierung nur mit Vorbehalten an den Reichstag gebracht wurde. Selten ist ein Gesetz mit so wenig materieller Vorbereitung an den Reichstag gekommen, wie dieses. In Ausschuß fehlte jede Führung. Sehr bald traf im Ausschuß die Reichsregierung die geistige Führung an die preußische Regierung ab. Das Schulgesetz ist legten Endes daran gescheitert, daß das Zentrum den Boden der Weimarer Verfassung per laffen hat zugunsten tonfeffioneller Ansprüche, und daß sie zu gleicher Zeit an nationalliberale Forderungen Konzessionen machte, gumgunsten der Gemeinschaftsschule und der weltlichen Schule. Jedes Reichsschulgeset, das sich nicht streng an die Bestimmungen der Verfassung hält, wird ebenso scheitern wie dieser und wie frühere Bersuche. Das Zustandekommen eines Reichsschulgefehes wirb ba von abhängen, ob sich eine Mehrheit von Parteien auf dem Boden der Weimarer Verfassung zurückfindet. Wir Sozialdemokraten sehen in der Weimarer Verfassung nicht die Erfüllung unseres Schulideals, aber die freiheitlichen und sozialen Forderungen der Berfaffung bedeuten für uns den Anfang zur Erfüllung der Wels lichkeit des Schulwesens. Wir haben den Antrag auf Erhöhung der Erziehungsa Wer weiß, mit wieviel wirtschaftlicher Not Jungen und Mädels beihilfen auf 3 millionen Retch smart eingebracht. aus der Arbeiterklasse heute durch die höheren Schulen gehen müsse t wieviel Opferwilligkeit der Elternschaft dazu gehört, der wird au geben müssen, daß diese jungen Menschen einer hohen Stulturmert für die Zukunft darstellen. Alle großen Reden von sozialer Kultur und deutschem Boltstum haben feiner Sinn, wenn man diesem Baltstum nicht den breiten Aufstieg der Massen gewährt. Das Gleiche gilt für die Junglehrerfragen. Wir verlangen deshalb fünf Millionen Mark für die Junglehrer und ere marten, nachdem der Reichstag die 30 Millioner frei hat, die für das Reichsschulgejeg vorgesehen waren, daß der Reichstag wenigstens soviet Opferfinn für die Zukunft der Schule haben wird, daß er diese fünf Millionen bewilligt.( Bebhafter Beifall bei den Soz.) Schluß 18 Uhr. Weiterberatung Montag, 12 Uhr. Die auf der Tagesordnung stehende erste Beratung des Not programms zur Rentenbanttrebitanstalt wird ohne Aus Sprache erledigt. Am Montag foll entschieden werden, an welchert Ausschuß die Borlage geht. Auf der Tagesordnung der Montagsfizung stehen der Nachtrags und Ergänzungsetat und fleinere Vorlagen. SAJ Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Einsendungen für diese Rubrit nur an das Jugendfefretariat Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Achtung, Fahrpreisermäßigung zur Osterfahrt. Die Anmeldung muß fpätestens bis 3. April auf den Fernbahnhöfen pot genommen werden. Bei Fahrten über die Stadtbahn nach Osten Schlesischet Bahnhof, nach dem Westen Charlottenburg. Für den Bereich des Vororts verkehrs ist Anmeldung nicht notwendig. * Für bie Jugendweihe heute, Sonntag, 25. März, im Großen Schauspielhaus werden Genoffinnen und Genoffen als Helfer benötigt. Treffpunkt pünktlich 8 Uhr morgens Eingang Schiffbauerdamm, Achtung, Spielleiter! Meldet sofort die Zellnehmer für die Ausscheidungss rämpfe am 15, April( Handball, Faustball, Stafetten usw.). Abt. Wörther Blaz: Heute Treffpunkt sämtlicher Radfahrer zur Propagandas Bezirksamt Prenzlauer Berg. fahrt 10 Uhr Wörther Plaz. Die Abteilungsmitglieder tre en fich um 16 Uhr Morgen, Montag, 26. März, 19% Uhr: Singkreis: Uebungsabend pünktlich 19% Uhr. Frankfurter Biertel: Heim Litauer Str. 18. ie merber wie?" Rope Nach Ausführungen des Abg. Dr. Spuler( Dnat.) begründet nider Biertel: Heim Wrangelstr. 128. Politischer Informationsabenb. Abg. Frau Dr. Stegmann( Soz.) eine Entschließung, in der die Regierung ersucht wird, das Impfgefeß neu auf seine missenschaft lichen Grundlagen zu prüfen, namentlich im Hinblick auf die Ein führung der Gewissenstlauser; eventuell auf die Anerfennung einer Entschädigungspflicht des Reiches für Schädigungen, die bei der Zwangsimpfung entstanden sind. Oeffentliche Werbeveranstaltungen Programm: Mufit, Festansprache, Gefang, Rezitationen, Festspiel, Abg. Frau Weber( 3.) fordert stärkere Bekämpfung des Sturpfuschertums, vor allem der Auswüchse der Hypnose und Psychoanalyse. Abg. Crispien( Soz.) beschäftigt sich mit dem Rundfunt. Seine Ausführungen geben wir im Hauptblatt wieder. Abg. Frau Dr. Lüders( Dem.) beflagt sich über die Benachteiligung weiblicher Beamten bei den verschiedenen Behörden. Abg. Frau Arendsee( Komm.) verlangt größere Mittel für die Erforschung menschlicher Krankheiten, vor allem der spinalen Kinderlähmung. Heute, Sonntag, 25. März, 19% Uhr: Werbebezirk Prenzlauer Berg: Demonstrationszug. Treffpunkt 16 Uhr vos gebung auf dem Helmholzplag. 19 Uhr Werbefeier in der Schulaula Gleim. bem Bezirksamt Brenzlauer Berg. Danziger Gt. 64. 17 Uhr Schlußkund ftraße 49. Werbebezirk Webbing: Werbefeier in der Aula der 8. Berufsschule, Grüne thaler Str. 5. Beginn 19 Uhr. Berbebezirt Schöneberg: Treffpunkt 8 Uhr bei Jürgens, Barbarossastr. 5. zur Werbeumfahrt mit Rädern.( Dies gilt auch für die Gruppen Weften I und II.) 19 Uhr Werbefeier im Seim Sauptstr. 15, Brandenburgzimmer. Sämtliche Gruppen des Werbebezirks müssen sich beteiligen." Dienstag, 27. März: Charlottenburg I unb: Feierstunde in der Aula der Bismardſdjule, Sybelftr. 2/4. Sie haben keine richtige Freude mehr am Rauchen ENVER BEY- GOLD MIRAZA weil Sie die richtige Marke noch nicht gefunden haben. Probieren Sie einmal die Enver Bey Gold und Sie werden erstaunt feststellen, welch' köstlichen Genuß die Zigarette für Sie bedeutet. ENVER BEY GOLD 5$ FrühlingstageFrühlingskleider gehören zusammen. Die entzückendsten Kleider sind rasch und billig zu nähen, wenn man die„ Singer" be sitzt und ihre zeit und geld, sparenden Spezialapparate, SINGER AINTER die alle Handarbeits techniken beherrschen. SINGER NAHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT SINGER NAHMASCHINE SINGER Singer- Läden überall Verband der Fabrikarbeiter Unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser langjähriges Verwaltungsmitglied August Pohl am 22. März 1928 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, dem 26. März, 13 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Bauernküche roh emailliert 55. 85. Siedlungsküche 140.- 170.Wohnküche 205.- 244 Abwaschtische 42.- 50.Wäscheschränke 55.- 65.Kinderschränke 507- 60.Berolina Kommandantenstr. 57 Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinfcheiden meines lieben Mannes und Baters fagen wir allen Beteiligten herzlichsten Dant Elife Eichelberger und Sohn. Krause- Pianos zur Miete W50. Ansbacherstr.1 Zurückgekehrt Dr. Zadek Tel.: IV 3630 Oranienstraße 139 Der neue vorschriftsmäßige ReichsbannerEinheitsanzug für den Gau Berlin- Brandenburg wird nur von der BULAG Sportbekleidungs A.-G. Berlin- München geliefert. Die BULAG, ist alleinige Vertragslieferantin des Gaues Berlin- Brandenburg. Sie allein bietet Gewähr für mustergemäße Ausführung und Verwendung der Kontrollschilder des Bundesvorstandes. Reichsbannerkameraden bestellt nur auf Bestellscheine, ale bel Jedem Ortsverein zu haben sind und laßt euch nicht durch ähnlich lautende Inserate belrren. BULAG Sportbekleidungs A.-G. Zweigniederlassung Berlin W 62, Lützowstraße 14 Telephon: Amt Nollendorf 403 Spender schon von kan Marken- Fahrräder bis 5 Jahre Garantie gegen Teilzahlung. Mantel, Schläuche. Laternen etc.enorm billig! Fahrradhaus WERNER Berlin 5036 Adalbertstraße 9( am Kottbusser Tor) Divandecken besonders preiswert, volle Größen. Kelimart1 m. Franse 16- Wollmoke 36Kelim Persermuster modern Läuferstoffe Boucle 68 cm 290 90cm 390 120cm 510 mod Streifen brt. Ia Cocos 68cm 945 90cm 235 120cm 445 für HuruTreppe brt. brt, bri. 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März, nachm. 5 Uhr, im Gewertschaftshaus, Engelufer 24/25 300 68-2115181-249-142-166: 208: 243 Branchenversammlung 350 510 510 Kredit bi 24 Monate- KUCHEN, BESONDERS BILLIG MOREL TEPPICHE Schlaf- Speise- u Herrenzimmer Kuchen Metallbetten Ergänzungsmöbel Walter G2 Bernheim Alexanderstr.53 Nur 1. Etage< Am Alexanderpl> Arcona Rádcr Die Qualitätsmarke! Hundert Ita Praise. Das bek.zuveri. Ge brauchsiad Marke Stern, Mod. 5, herg.a. b. Mat, m.mod. Rahmenrau, m. Goldlin, abges. m.5 Jahr. Garant. u.Orig.- Torpedofreilauf 68 . Versand überailh. Zablungserl. Ver!. Sie Katal. gr. u. ir. auch über Sprechmaschinen, Musikinstrumente, Uhren, Goldwaren, Wirtschaftsartikel usw. Ernst Machnew, Berlin, Weinmeister Str. 14. Gr. Fahrradhaus Deutschl Wer Zahntechnik erlernen will, melde sich bei der offi-| Wospeist man guin.billig? Nur ziellen Standesorganisation Reichsverband Groß- Berlin Deutscher Dentiſten. Dentist Walter Gengen, Ansbacher Straße 29. 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Dienstag, den 27. März, abends Z Uhr, im Zimmer 28 des Derbands hauses, Linienstraße 83/85, 1. Portal, 4 St. Metallbetten 1250 Branchenversammlung Schlafchaiselongues 26.- agesordnung: der Elettromonteure und Helfer. 1. Branches Plüschsofas 50 M., Ratenzahlung angelegenheiten 2 Berschiedenes. Bahlreicher Befuch with erwartet. Berlin, Pappelallee 12 Göhr Pankow, Schmidtstr.1 mittwoch, den 28. März, abends 21 im Berterreiaal des BerEisu- At Betten, been bandshauses, Linienstraße 83 85 SisenmöbelvaDrim Sun( Thür). Branchenversammlung Saureife Parzellen aller in den EisentonstruktionsNordbahn, Borortwerkstätten beschäftigten Kollegen. berlehr, herrlich am Stahlmatratzen, finstig an Priv. Kat. fr. Altes Spezialgeschäft tn Balb gelegen, gmet Sagesordnung: 1 Fortsegung der Bafferwege Ausfprache über unsere Lohnforderungen. gans nabe, gra von 80 pf 2 Distuffion. 3. Berschiedenes. Bej. Andrée, Ohne Mitgliebsbuch fein gutritt. NB Die Funktionäre treffen sich eine Stunde früher. 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April, Wir ersuchen alle Kollegen, Maurer und Hilfsarbeiter, sowie bie am Tarif. bereits am Dienstag, dem& April. für vertrage beteiligten Fachgruppen( Bauwertmeister, Betonban, Tiefbau, Buger, Sonnabend, den 7 April, bereits ant Feuerungsmaurer und Steinholzleger), bie unten angeführte Bersammlungs. 4. April und für Montag, den 9. April, anzeigen zu beachten. erfolgt die Auszahlung am Donnerstag, Sn diesen Bersammlungen foll zu dem Schiedsspruch des Tarifaites nom dem 5. April. 19. März 1928 für das Hochbaugewerbe Stellung genommen werden. Bezirk Reinidendorf Dft: Sonntag, den 25. März 1928, vormittags 10 Uhr, im Lokal Brüdner, Provinz, Ede Frühlingstraße, Rorben 1: Gonntag, den 25. März 1928, vormittags 9 Uhr, im Ledigenheim, Pappelallee. Bezirk Südwest: Sonntag, den 25. März 1928, vormittags 10 Uhr, bei Schola Mariendorfer, Ede Solmsstraße. Bezirt Wedding: Sonntag, den 25. März 1928, vormittags 10 Uhr, bei Schreiber, Triftstraße 63. Bezirk Teltow: Sonntag, den 25. März 1928, nachmittags 3 Uhr, im Bolal Kupid Spielplan unferez Aulturabteilung. In der Woche vom 26. März bis 1. April: 1. Mit dem Auswandererschiff nach Sitbamerika Bezirt Moabit: Montag, ben 26. März 1928, abends 7 Uhr, in den Arminius In hallen, Bremer Straße 72. Bezirk Südost: Montag, den 26. März 1928, abends 7 Uhr, bei Lehmann, Mustauer Straße 1. Bezirk Gesundbrunnen: Montag, den 26. März 1928, abends 7 Uhr, bei Silscher, Jülicher Straße 2. Bezirk Lichtenberg: Montag, ben 26. März 1928, abends 7 Uhr, bei Seible, Jn Scharnweber, Ede Kronprinzenstraße. Bezirt Often II: Montag, den 26. März 1928, abends 6% Uhr, in den Bracht. fälen des Oftens, Frankfurter Allee 48. Bezirk Reukölln 1: Montag, den 26. März 1928, abends 7 Uhr, bei Schilling. Kirchhof, Ede Wipperstraße. Bezirk Stralau: Montag, den 26. Mära 1928, abends 7 Uhr, bei Soffmann, Stralauer Allee 17. Bezirk Treptow: Montag, den 26. März 1928, abends 7 Uhr, bei Wüstenhagen, Graeßstraße 49. Bezirt Besten: Dienstag, den 27. März 1928, abends 7 Uhr, bei Rüdert, Steinmegstraße 36a. Beziet Charlottenburg: Dienstag, ben 27. Märg 1928, abends 7 Uhr, bei Arndt, Rantstraße. Bezirk Friebenau: Dienstag, den 27. März 1928, abenbs 7 Uhr, bei Schönfeld, Kirchstraße 23. Bezirk Lantwig: Dienstag, den 27. März 1928, abends 7% Uhr, bei Schulz, Kurfürstenstraße 87. Beziet Tegel: Dienstag, den 27. März 1928, abends 7 Uhr, bei Tornow, Schlieperstraße 64. 2. Die beursche Werkzeugmaschinen industrie auf der Leipziger Meffe L Teil. ber Bothe vom 2. bis 8. April: 1. Aus dem Dunkel der Katakomben zu den Wundern des Vatikans. 2. Die deutsche Wertzeugmaschinen induftrie auf der Leipziger Meffe, II. Teil ber Woche vom 10. bis 15. April: Bom 10. bis 12 April: 1. Das Rote Wien. 2. Sambug hat's ellig. Bom 13. bis 15. April: 1. Aus dem Dunkel ber Katakomben zu den Wundern des Batifans. 2. Hamburg hat's eilig In der Woche vom 16. bis 22. April: 1. Die Harpune 2. Hamburger Hochbahnbau( Bor des Ausfahrt). 3 Humoreste Dazu für jebe Borftellung die neuefte Wochenschau mit einer Einlage. Anfragen wegen Ueberlaffung und Besuch ich an das Bureau( Kulturabteilung) der Abteilung find telephonisch oder schrifte Bezirk Wilmersdorf: Mittwoch, den 28. März 1928, abends 714 Uhr, bei Arois, u richten. Gasteiner Straße 6. Bezirt Neukölln II: Mittwoch, den 28. mars 1928, abends 7 Uhr, in Stefbau rant Bergschloßhöhe, Karlsgartenstraße 19. Bezirt Reuteln III: Mittwoch, den 28. März 1928, abends 74 Uhr, bei Biffe, Benau, Ede Reuterstraße, Bezir Norben II: Mittwoch, ben 28. Mäng 1928, abends 7 Uhr, in Büttners Feltfalen, Schwebter Straße 23-24 Bezirk Sisterfelbe: Mittwoch, den 28. mars 1928, abends 7 Uhr, Bet Sinthe. Ringstraße 8b. Bezirk Spandau: Mittwoch, den 28. März 1928, abends 7 Uhr, im Gaffhaus Bur Palme", Ritterstraße. Die Ortsverwaltung. Bettfedern Bezirk Oranienburger Borstadt: Donnerstag, ben 29 Mars 1928, abends 7 1hr, Schleißhalbfl. 3.50, baunen 5.80, weiße Berfammlung, Cornis eftfäle, Gartenstraße 6. nicht roh, sond. gründl. gereinigt( gew.), garant. frei v. Krankheitskelm Rupf p. Pfd. 0.50, 0,80, 1.40, daun. 1.90, Rupt weiß 2.30, Halbf). weiß 3.80, weiß Schleiß 2 Beziet Friedrichsfelbe- Rarlehorft: Tonnerstag, ben 29. Märs 1928, chembs stark, Inlett, 2 m lang, 9.95, 11.60, 14.90, Daunen 7.- 9.80, gef. Oberbetten mit 7 Uhr, bei Deutsch, Wilhelmstraße 51 Beziel Weißenfee: Donnerstag, ben 29. tars 1928, abends 7 Uhr, bet Gallaf, 17.65, Unterbetten 7.83, 9.20, 11.90, 13.20, Behberstraße. Kissen 2.90, 3.90, 5.40, 6.65. Portofrei v. Nichtpass. zurück od. Umtausch. Preisl. Nr. 42 u. Muster gratis. Bezirt Johannisthal: Conntag, den 1. April 1928, vormittags 95 Uhr, bei M. 20.Gobin, Poonstraße 2. Die Kollegen Obleute der Fasgruppe Maurer und Hilfsarbeiter merden er H. Sannemann, fucht, fofort nach Emhluß der Versammlung per Post dem Vereinsvorstand von Berlin S 59, Kottbusser Damm 88/89 dem Ergebnis der Abstimmung Mitteilung zu machen. Zweigniederlassung: Der Bereinsvorstand. Berlin N 84, Rosenthaler Straße 9. M.ma"t928 Unterhaltung unö �Vissen Maxim Gorkis Werk und Leben. Zu seinem SO. Geburtstag.� Der Kopf auf dem Tisch. Eine wahre Geschichte aus Slfews Leben. Von Ossip vymow. L Spät in der Nacht fuhr vor dem SebSude der �chrana" im allen Petersburg ein geschlossener Wagen vor. Der am Torweg diensthabende Geheimpolizist sprang rasch herzu und öffnet« den Schlag. Zwei Männer stiegen aus. Einer— wohlgenährt, mittelgroß, mit schwarzem Schnurrbart— trug einen kostbaren Pelz i la Nikolaus über den Schultern: der zweite war hochgewachsen, beleibt, datte einen großen Kopf auf kurzem Hals und abstehend«, unregel- mäßige Ohren. Der Mann im Pelz mußte wohl ein ganz hoher Beamter sein: der wachhabende Spitzel scharwenzelle um ihn herum und stürzte dann voraus, um die Tür aufzureißen. Auf den anderen nächtlichen Besucher warf er nur einen erstaunten, neugierigen Blick, der er- raten ließ, daß dieser ein seltener Gast des Haules war. Sie durchschritten«inen Korridor unö mochten vor einer ver- schlossenen Tür halt. Der mit dem schwarzen Schnurrbart zog einen Schlüssel aus der Tasche und öffnete die Tür. Seine Hand war weiß, schön, fast wie eine Frauenhand Er war in seinen Muße- stunden leidenschaftlicher Klavierspieler und trug besonders gut Chopin vor. Beide traten ein und Ichlossen hinter sich die Tür. In dem Zimmer war es kalt, es roch wie in einem Keller. In der Mitte des Raumes stand ein einfacher, großer ungestrichener Tisch, doneben ein stark mit angetrocknetem Blut befleckter Holz- stuhl. An der Tür ein Kübel mit kaltem Wasser. In einer Ecke bing ein neues, blitzend in Gold gefaßtes Heiligenbild. � Auf dem Tisch lag, in ein nasses Tuch eingeschlagen, ein Gegenstand, der aussah wie eine Melone. Eine an einer Schnur von der Decke herabhängende elektrische Lampe ohne Schirm erfüllte den Naum mit einem unangenehmen, grellen Licht. „Jtei* sagte der Schwarz« und wies mit nachlässiger Kopf. bewegung auf den in das Tuch eingeschlagenen Gegenstand. Der Große begann behutsam mit zwei Fingern das nasse Tuch tzu entfernen. Unter ihm erschien aber nicht«ine Melone, sondern ein scharf am Kinn vom Rumpf getrennter menschlicher Kopf. Der Kopf hatte sichtlich einem fungen Mann« gehört: die Haut war sehr bleich, dig Lippen blau, die Zunge eingebissen. Am linken Ohr war ein trockener Blutfleck. Der Mann mit dem kurzen Hals und den unregelmäßigen Ohren betrachtete gespannt den Kopf, und fsine breit« Brust keuchte schwer. Lange schaut« er hin— bis ihn der Schwarz« fragt«: „Erkennen Sie ihn? Ist er««7* r„Ja. Es ist Serebriakow/ antwortet« der Groß« mit schwerer, gedämpfter Stimm«.„Wie ich Ihnen telegraphiert habe. Ich hob« mich nicht geirrt. Ich weiß schon." „Nim also," entgegnet« der andere und zündet« sich eine Ziga- rette an.„Ich habe Sie hierher gebeten, um endgültig Gewißheit zu erlangen. Um etwaigen Legendcnbildungen der Revolutionäre vorbeugen zu können," fügte er lächelnd hinzu und ließ dabei seine prachtvollen Zähne sehen.„Dann können wir also geben? Decken Sie das. da wieder zu!" wies er durch eine Geste den Besucher am Der aber tat so, als hörte er nicht und schritt zur Tür. Der hohe Beamte brummte etwas und warf mit feinen Musikerhänden das Tuch wieder über den Kopf. Dann verließ er hinter seinem Besucher den Raum und schloß die Tür ab. Sie gingen weiter. Der Schwarze bemerkt«: '„Ja, wissen Sie... Ohne Sie wären wir nie darauf gekommen. Stephens— nach Ausweis des Passes Engländer— und welter nichts. Und da fielst sich plötzlich heraus, daß es ein alter Be- kannter ist! Serebriakow! Der cht doch sscher jetzt noch überzeugt, daß wir ihn als„Stephens" aufgehängt haben. Wenn Sie ihn mal— treffen sollten, sagen Sie ihm doch bill« Bescheid!... Run also, lassen Sie es sich weiter gut gehen... Finden Sie heraus? Immer den Korridor entlang!— Serebriakow! Ra gut!— Fahren Sie gleich wieder nach Finnland zurück? „Ja, Leben Sie wohl!" " Der Große mit den unregelmäßigen Ohren trat auf die nächt- liche Straße hinaus. Niemand außer dem Spitzel am Torweg be- merkte ihn. Er bog um die Ecke zur nächsten Querstraße und schritt sinnend dahin. Trauer log auf seinem großen fleischigen Gesicht. Die Unterlippe hing schlaff herab. Cr dachte an den Gegenstand, der da drin, in dieses nasse Tuch eingeschlagen, auf dem Tisch lag. Cr hatte diesen Kopf im Leben sehr wohl gekannt. Dieses Gesicht hatte er Hundert« von Malen gesehen, voller Leben: lächelnd und auch traurig. Er erinnert« sich an die Stimme, die diesen jetzt blau geschwollenen Lippen einströmt war. Wie oft hatte diese Stimme zu ihm aesprochcnl Der große Mann tat einen schweren Seufzer, als hätte er laut schreien mögen vor Schmerz. n. Der Nochtzug nach Finnland sollte gerade den Bahnhof ver- lassen. E« hatten sich nur wenig« Reisend« eingefunden ein paar Kaufleute aus Finnland, die In Geschäften fuhren und sich angesichts der späten Stund« sofort schlafen legten. Eine Mirnit« vor Abgang des Zuges betrat der große beleibt« Abteil erster Klasse. Er schloß die Tür und blieb die ganze Fahrt über unsichtbar. Zwei Stunden später hielt der Zug auf einer kleinen Station kn Finnland. Hier verließ jener groß« Reisende sein Abteil erster Klasse und sprang auf den Bahnsteig hinab Die Wagen kreischten, der Zug rückt« wieder an und war bald den Augen entschwunden. Draußen vor dem Stationsgebäude hielten ein paar leichte Schlitten, in denen schweigsame Firmen auf Fahrgäste«orteten. Der Ankömmling bestieg einen Schlitten: der Fuhrmann hüllte ihn sorgsam ein. wie ein« Wärterin etn kleines Kind, dann trabte dos .klein« rötlich-zottig« Rößlein flink dahin. Der Große schloß die Augen. Ein« knappe Stund« später erschien eine Ortschaft, und der Schritten fuhr bei einem Holzhaus« vor. E, war schon nah« am Morgen. Der Wind war strenger osworden. Schneeschwer raschelten die Aeste der Fichten. Alle» lag in majestätischer, schwermütiger Ruhe. Der Ankömmling erstieg die hölzernen Stufen. Noch hatte er nicht anpochen können, da öffnet« sich schon die Tür, und eine schlank gewachsen« Frau, mit den Sesichwzüg«, einer sechzigsährigen Akten, trat au» dem Haus«,_._ .Ret» ffifondc ist: wem, bn Rrnsch nttt m«lle» wrlMt, bann erreicht er olles, was er willck(Sinkt.) Das Leben Maxim Gorkis ist wie ein Symbol für da« Schicksal des Proletariats: aus Dunkel, Not und Be- drückung steigt dieser Dichter auf ins Licht: befreit sich, stets im Widerstand gegen die herrschend« Klasse, von den Fesseln der geistigen Knechtschaft und zwingt dem Gegner Achtung ad, weil er ihn erkennt und überwindet. Als Gorki zu Beginn der neunziger Jahre de» vorigen Jahr- Hunderts mit seiner Erzählung„Makar Tschudra" in die Literatur eintrat, war sein Dichtertum Auflehnung gegen die bestehend« Orb» mmg. Für ihn war die russische Well und ihr« Gefells chaftzschich- tung kein Unabänderliches wie für die Dichtergeneration vor ihm, selbst noch wie für seine Zeitgenossen: Gorkis Schaffen zielte aus ein«„Aenderung des Fahrplans". Nicht die Tatsach«, daß er den Bosstaken, den„Barfüßler", den Bagobunden in die Literatur ein. führte, blieb dos Entscheidende: sondern der Protest und das Macht- bewußtsein dieses„Lumpengesindels" war da» Wesentliche. Gor- k i s Helden reden und spintisieren nicht nur. wollen nicht Mit- leid und Duldung wie die typischen russischen Romangestalten: sie stehen in offener Opposition zur Gesellschaft und nehmen sich, was man ihnen vorenthält, kroft ihrer Fäuste, die sie zu gebrauchen wissen. Diese neue Rote, der erstmal» für die Dichtung enldeckle Menschentyp des vagabondierenden Empörer», der sein Anteil am Leben fordert und sich nimmt, wo immer er es bekommen kann. schaffte nicht zum wenigsten Gorkis raschen Erfolg bei der russischen Jugend und den Unterdrückten. Der Leser empfand instinktiv, daß hier ein Dichter spricht, der der herrschenden Schicht kein« As- geständnisse macht: daß nicht Kompromisse geschlossen werden, um die Klassen zu„verhöhnen", die Gegensätze zu oerwischen: daß hier „der Sturmvogel" einhersliegt, der eine neu« aufdämmernde Zeit kündet. Die beiden, erstmals um die Jahrhundertwende, erschienenen Novellenbönde, die Gorkis kleinere Erzählung umschließen. geben ein buntfarbiges Bild vom russischen Menschen und der weiten Landschaft, in der er lebt und leidet. Die Menschen sind olle typisch gesehen und gestaltet, und so groß ihre Vielfalt ist: stets sind sie von der ihnen allein zugehörigen Atmosphäre um- hüllt. Ob in der Erzählung„Die Holzflößer" der Later wider den Sohn streitet und ihm die Frau wegnimmt, oder ob in„Verlorene Leute"(dem Prosaentwurf zum späteren„Nacht- o s y l", das Gorkis Name weltbekannt machte) die Tiefen der Ob- dachlosenherberge in Kasan schauerlich lebendig werden: in seder dieser Erzählungen ist soviel Intensität und dunkle Glut de» dichterischen Ausdrucks, daß Menschen und Umwelt hell, klar und unvergeßlich im Gedächtnis stehen. Die Romane sind unglcichwertiger als die Novellen. Von dem Frühwerk„F o m a G o r d« j.e w"(im„Vorwärts" 1Sl>2 ab- gedruckt), dem Nomon der Kaufleute an der Wolga und der Aus- einandersetzirng mit ihren kapitalistischen Prinzipien und Methoden zu Ende des 19. Jahrhunderts, über„Drei Menschen", dem Hohngesang auf das feige und träge Kleinbürgertum führt die Entwicklung zu den Romanen„Die Mutter"(im„Dorwärts" zu- erst erschienen).„Eine Beichte" und„Der Spitz"« l". In ihnen umschließt Gorki die Well des klassenbewußten, revolutio- raren Proletariats.. Breite Reflexionen, die durch ihr rhetorisches Pathos ermüden, wechseln mit Szenen voll echter Dramatik. Am stärksten und unmittelbarsten, weil mit den einfachsten Mitteln gegeben, sind Gorkis„Ledensertnnenmqen".„Meine Kind- hcit",„Unter fremden Menschen" und in„Meine Universitäten" schildern lebendig Kindhett, Lehr- und Wanderjahre: und das ruf- fische Milieu— Elternhaus, Lehrstellen, Werkstätten, Kellergeschosse, Landstraßen, Wege im Gebirge, am Meer und nicht zuletzt der immer wiederkehrende Strom, das„Mütterchen Wolga"— wird in seiner abgründigen Vielfalt gespiegelt, die Menschendumpfheit unter zaristischem Regime, das seltsame Gemisch aus Heroismus und Feig- hell brodelt, atmet und weht aus diesen„Erinnerungen". Gorkis Leben ist reich und vielfältig wie sein Werk und seine Persönlichkeit. Welches Handwerk hat dieser Dichter nicht be- *) Der Tag wird verschieden angegeben, als 26. oder 27. März. Sogar das Geburtsjahr ist strittig. Sie streckte ihm beide Arm« entgegen, blickt« ihn mst gequälten Augen an und flüsterte wie gebrochen: „Schon da? Sagen Sie mir die Wahrhelll Die reine Wahr- hell! Er— lebt nicht mehr?" Er nahm liebevoll ihre mageren Hände, als sei er ihr Bruder und sie seine Schwester, und ging mll chr. sie sorgsam stützend, in die Wohnung. „Seien Sie tapfer!" sprach er und erbleichte. „Oh, mein Gott!" flüstert« die Frau, noch ohne zu weinen. Beim Schein der Petroleumlampe war jetzt zu erkennen, daß sie noch jung war, und daß seelisches Leiden sie in dieser einen Nacht hatte altern lassen. „Hat man ihn— hingerichtet?" fragt« sie. Der Besucher nickte. „Ich komm« eben au» Petersburg. Bor drei Stunden haben sie ihn in der Zitadelle hingerichtet.— Wo sind die Kinder?" „Schlafen," antwortete die Frau. „Fragen sie gar nicht nach dem Dater?" Sie antwortet« nicht und faß da mit dem steinernen Gesicht einer Greisin. „Die haben da also herausgebracht, daß er nicht Stephens war?" fragte der Besucher weiter. „Anscheinend. Aber wie? Auf welche Weise?" „Jemand muß ihn verraten haben." antwortete d«r Besucher mll heiserer Stimme.„Ich sag« Ihnen nochmal, Marusia.«c ist «in Spion unter uns,«in Provokateur! Ich bin jetzt fester davon überzeugt denn je." Seine Augen blitzten zornig, sein« Fäuste ballten sich „Ich kann es nicht glauben," entgegnet« sie leise.„Wenn da» wahr wäre, so lohnt« es nicht m«hr zu leben." Sie schüttelt« den Kopf und sagte dann mit imgswöhnxlcher Zärtlichkeit, die Aiqsen in» Leere gerichtet: trieben, und in welcher Schicht de« russischen Volkes hat er nicht gelebt? Der Knabe wächst, da der Vater früh stirbt, im Hause seiner Großellern aus,„Meine Kindheit" zeigt deutlich, wie Gc- rechtigkeitssinn und Mitleiden schon i n dem Knaben lebendig sind. In wilder, triebhafter Auflehnung greift der Junge seinen Großvater an, weil er die Großmutter, die schlichte fatalistische Märtyrerin, mit den üblichen Faustschlägen des russischen Haus- Herrn tvakttart. In dem Dichter Gorki scheint diese prachtvolle Frau aus dem Volke wieder zu erstehen, die, phantosievoll und sachlich von strahlender Güte und Selbstaufopferung ist: die dos Leben und die heilige Maria siebt und gerne«inen Tropfen trinkt. um den unentrinnbaren Kummer des Daseins zu vergessen. Da die alten Leute verarmen, muh der Enkel auf Straßen nnd in Höfen„Knochen, Lumpen und Alteisen" sammein. Er besucht die Schule bis zur dritten Klasse und geht dann„unter die Leute", denn der Großvater sagt:„Ich Hab' keinen Platz mehr für dich," In den nächsten Iahren sehen wir den jungen Gorki als„Junge" in einem Schuhwarengeschäst, als Zeichner, als Koch auf einem Wolgadampfer, als Heiligenbild-Maler. In dieser Zeit fällt eine maßlose Lesewut, in der er wahllos alles Gedruckt« verschlingt: diese« Mol ungestörter al« ein Jahr zuvor, da ihn die Meisterin verprügelte und die Bücher zerriß. 1885 wendet sich Gorki noch Kasan, um die Universität zu besuchen. Unterweg» ober bleibt er stecken, wird Lastträger. Bogabund unter Vagabunden, Bäcker, Chorist. Laufbursche. End« 1887, hoffnungslos und keinen Ausweg sehend, macht er einen Selbstmordversuch: die Kugel dringt in die Lunge, bleibt im Rücken stecken; er wird wieder gesund, geht aber- mals in die Bäckerei. Zieht mll dem kommenden Frühjahr wieder weller. arbeitet in«wer Fischerei am Kospischen Meer, walzt im Herbst»ach Kasan zurück. Aber da genügend« Vorbildung und Geld mangeln, wechsell er vom angehenden Studenten zum Nachtwächter, Eisenbahnorbeiter, Kwasverkäufer, und wird schließlich Schreiber bei einem Anwalt in Nishnij, wo etwa» Ruhe und Ordnung in sein turbulentes Dasein kommt. Die Liebe zu einer verheirateten Frau und Sehnsucht noch der Landstraße treiben ihn immer wieder fori: er durchstreift ganz Rußland, wandert durch Bessarabten, am Schwarzen Meer entlangt, geht über Odessa und die Krim nach Tiflis, arbeitet hier kurze Zeit in einer Eisenbahmverkstätte, schreibt fai dieser Zeit seine erste Erzählung: wandert im Sommer wieder fort, abermals zum Schwarzen Meer, durch das Kubangebiet und kommt zurück nach Tiflis,„wo ihn die freudige Nachricht erwartete, daß seine Erzählung von der Zeitung„Kawkas" angenommen sei, In deren Räume dachte er sich sein Pseudonym—„Gorki".„der Bittere"— aus. Langsam findet Gorki jetzt den Weg zur Literatur, nicht zuletzt durch die selbstlose Hilfe des tapferen Wladimir Korolenko, der älter und in seinem dichterischen Schaffen durchaus Antipode ist. 1992 wird Gorki von der zaristischen Regierung verbannt, im gleichen Jahr wähll ihn die„Akademie der Wissenschaften" zum Ehrenmitglied, macht aber die Ernennung rückgängig, da Nikolaus der Zweite diese Wahl„mehr als originell" findet. 199? wird Gorki mit vielen anderen Unschuldigen wegen de« Blutigen Sonn- tags verhaftet: ein Jahr später geht er ins Ausland, agitiert„gegen die Gewährung einer Anleihe cm die russische Regierung", gründet 1999 auf Copri eine Schule zur Ausbildung russischer Arbeiter als Berufsrevolutionäre. Kurz vor dem Kriege darf Gorki zurück in die Heimat. Nach der Revolution von 1917 widmet er sich kultureller Arbeit, kommt aber bald, nachdem die bolschewistische Regierung am Ruder ist, in Konflikt mll ihr. Später macht er seinen Frieden mit ihr, kehrt aber noch Italien zurück. Gorkis Menschen sind sozial im Mitgefühl und in der Hilfs- bereitschaft: asozial in ihrer Unfähigkell sich festzusetzen(in eineni Beruf, in einem Pflichtenkreis ihr Leben zu verankern): ihnen ist der Trieb zur Pflichtgebundenhell unbekannt. Vielleicht hindert den Dichter Gorki das bewußte oder unbewußte Gefühl seines „fahrenden Sängertums", um ein Vorkämpfer für den Sozialismus im prinzipiellen Sinn zu sein. Aber au« der Well seiner Werke, der Atmosphäre seiner Romane strohll die Suggestion brüderlichen Klassenbewußtseins: flammt Kampf für die Entrech- teten und darüber hinaus Liebe zum Menschen, die große All-Liebe schlechthin. Kurt Offenburg. „Ierogemj... Liebllng... In der Schlinge.., Am Galgen.., Mein Shenja..." Kärgsiche Tränen rollten über ihr Antlitz. „Weinen Sie, Marusia, weinen Sie— dos wird Ihnen Er- leichterung bringen," redete ihr der Besucher zu.„Ich geh« zu den Kindern." Er ging ins Nebenzimmer! In sauberen Holzbett chen schliefen zwei Knaben. Einer von ihnen streckte«in rundlich strammes Beinchen unter der Decke hervor. Der Besucher bückte sich und deckte den Kleinen sorgfältig zu. Cr stand unbeweglich und be- trachtet« die schlafenden Kinder. Das Gesichtchen des älteren hatte Aehnlichkeit mit dem toten Gesicht, das er vor wenigen Stunden auf dem Tisch im Haus« der„Ochrana" gesehen hatte... „Marusia," sagte er, al» er wieder zu der Mutter zurückkehrt«.„Sie haben Kind er! Sie müssen an sich denken." Sie lehnte schluchzend auf einem Wachswchsofa, das Gesicht in die Kissen vergraben. „Ich werde mich der Knaben annehmen," fuhr er dann fort. „Sie sollen beide keine Not leiden. Marussa, Sie dürfen sich aber nicht so gehen lassen! Iewgenis sst gestorben wie«in Held!" JÜa, fa. Sie wissen«... Dr war ein Held. Sie sind sein Freund gewesen. Er hat Sie lieb gehabt..." rief die sunge Frau krampfhaft schluchzend und preßte fest sein« Hand.„Verlassen Sie mich nicht, sonst versier« ich den Berstand..." Und der große Provokateur mühte sich, die Frau d« Gr- richteten zu trösten. Cr sprach von dem Gehenkten, de« ein Schirrt« verraten habe, und dessen Tod er rächen werde... Als später dl« unglückliche Frau eingeschlafen war, betrachtete er st« kummervoll, und seine gewaltige Stierbrust hob und senkte sich«regt in stummem, unterdrücktem Schluchzen. (teBtetUtete Ueftafefens«m ckoltt i Das Jagdgewehr. Bon Rhedo. Ich habe ein Jagdgewehr bekommen, ein richtiges Jagdgemehr, mit zwei tippbaren Läufen, zwei Hähnen und einem breiten Holz schaft. Meine Freunde behaupten zwar, es sei ein veraltetes Modell. Jetzt mache man nur noch hahnlose. Aber aus ihnen spricht der Neid. Denn keiner von ihnen befizt ein Jagdgewehr. Es hängt jetzt bei mir im Zimmer, mit dem Schaft nach oben, wie es sich für ein rechtes Jagdgewehr gehört. Denn ein Jagdge mehr unterscheidet sich von einem anderen Gewehr sehr wesentlich. Es hat etwas Behäbiges an sich. Etwas Bürgerliches. Das fommt schon in den zwei Läufen zum Ausdrud. Und in der Länge der Läufe und in ihrer Dicke und weiten Mündung. Es wird auch anders getragen als zum Beispiel ein Karabiner. Nämlich mit dem Schafte nach hinten. So daß der Träger in die drohenden Mündungen der Läufe blickt. Das find alles Feinheiten, die nur der echte Jäger fennt und die er zu schäzen weiß. Als mir das Gemehr ins Haus gebracht wurde, tam ich offen geftanden einigermaßen in Verlegenheit. Ich wußte nichts Rechtes damit anzufangen. Ms Kleiner Junge hatte ich mich ja für das edle Baidwerk interessiert. Mein Bater war damals noch passionierter umber ber Hand brang ich langfam und mühevoll in die Gehjelme Sprache der Jäger ein. Ich erfuhr, daß ein Falle einen Fasanen nicht fängt, sondern schlägt, daß es bei Hafen teine Männchen, sonbern Rüden gibt, daß Blut gar nicht Blut, sondern Schweiß heißt, daß Ride teine Heldin Marlitts, sondern eine Rehmutter ist, daß Hirsche Stangen verlieren, daß Schwarzfittel Wildschweine find und der Knall einer Büchse jauchzend ist. Und meine Achtung vor der Jägerei stieg, als ich merkte, daß ich die Jagdzeitung ohne den großen Meŋer nicht lesen tönne. fonnte. 0 Und das Jagdgewehr hing dauernd in meinem Zimmer. Ich hatte es in mühevoller Arbeit auseinandergenommen, eingefettet und wieder zusammengefeßt. Es hätte mir dankbar sein müssen, wie es fo bligblant und schmud an der Wand hing. Aber es schien sich im Gegenteil über mich luftig zu machen. Es war eine breite, harte Fauft gewöhnt, die es zähmte, unter der es nicht rückstoßen Bei mir schien es die nicht vorhandenen Muskeln zu spüren. Wenn ich genau hinsah, mertte ich, daß der Schaft eigentlich ein Gesicht war, ein brutales, läppisches Gesicht, mit breitem Munde, das mir aus liftigen Augen höhnisch zublinzelte. Es wurde unheimlich. Und eines Tages pacte ich es und verschloß es im Schrante, den ich nie öffne. Mitten unter Gerümpel. Wohin es gehört. Jäger und meine größte Freude war, ihn auf die Jagd begleiten zu Expedition zu dem verschleierten Bolt. dürfen. Aber er nahm mich nur sehr selten mit. Dann sah er streng darauf, daß ich mich zwei Schritte hinter ihm hielt. Und wenn ein Hase das Bech hatte, in seine Schußlinie zu tommen, so schoß er. Und manchmal traf er ihn auch. Dann machte der Hafe meist einen tomischen Salto mortale und war tot. Aber das interessierte mich meniger. Ich freute mich vor allem auf den Knall und auf die leere Patronenhülse. Meine Sehnsucht gipfelte in dem Wunsche, selbst diesen schallenden Knall hervorrufen zu dürfen. Aber mein Bater lachte mich aus und behauptete, der Rückstoß würde mich umwerfen. Seitdem hatte ich vor seinem Gewehr einen doppelten Respekt. Es wurde für mich gewissermaßen zu einem Lebewesen, das rücstieß, das ausschlug wie ein Pferd und Ohrfeigen austeilte mie ein Lehrer. Dieser Respekt ist mir bis heute geblieben. Ich konnte der Jagd, abgesehen von meiner ersten Jugend, nie rechtes Interesse abgewinnen. Die armen wehrlosen Hafen und Rebhühner taten mir leid. Ja, wenn es wehrhaftes Wild gewesen märe! Panther, Löwen! Künftige Muskeln strafften fich bei dem Gedanken. Ich verachtete die Jäger ein bißchen. Und dieses Gefühl wurde ich nie los. Bis das Jagdgewehr fam. Zunächst hing es friedlich an der Wand. Mit den Läufen nach unten. Und sah mich an. Es ging ein merkwürdiges Fluidum von ihm aus. Eine Tatkraft, die sich mir mitteilte. Ein elektrischer Strom, der in meinen Körper fuhr und ihn mit Energie lud. Angedeutete Muskeln schwollen und im Busen regte sich ein Gefühl non Heldentum und Mordlust. Offenbar eine atavistische Erinne rung an längst vermoderte Ahnen. Das Gewehr begann Gewalt über mich zu gewinnen. Es nahm von meiner Seele Besiz, bemächtigte sich meiner pozifistischen Weltanschauung, vedrdängte die unmoderne Humanitätsduselei und wurde ein romantischer Kompler. Ich nahm es von der Wand und machte Zielübungen. Ich stellte mir einen Tiger vor, der mich anspringen wollte. Oder einen Ein brecher, den ich mit fühlem Lächeln, den Finger am Drücker, in Schach hielt. Seit den Tagen der alten Römer gelten die Zuareg, die Stämme, die die unzugänglichsten Teile der Sahara bewohnen, für das„ geheimnisvollste Volk der Welt“. Dieses„ perschleierte Volk" war der Schrecken der umwohnenden Rassen, der Berbern, Araber und Neger und aller derer, die durch ihre Dasen zogen, um mit den schwarzen Völkern des Sudan Handel zu treiben. Die Unzugänglichkeit ihrer Siedlungen, die plötzliche Wut ihrer Angriffe, die Sitte des Schleiertragens unter den Männern das alles ließ fie als besonders unheimlich und merkwürdig erscheinen. Man fann die ersten Spuren dieser seltsamen Wüstenbewohner in den Berichten der altrömischen Schriftsteller Strabo und Ptolemäus finden; sie waren aber damals noch nicht als die Männer mit dem Schleier" bekannt und scheinen weiter nördlich gewohnt zu haben. Daraus, daß die Alten den Schleier nicht erwähnen, kann man wohl annehmen, daß die Tuareg ihn damals noch nicht trugen, denn eine so auffällige Erscheinung wäre nicht unbeachhtat geblieben. Im Verlauf der Geschichte sind die Tuareg immer mehr südwärts gezogen, bis sie schließlich an den südlichen Ausläufern der Sahara sich festsetten, und in dieser Zeit zwischen 600 und 1000 n. Chr. werden sie auch den Schleier angenommen haben. Ein Jahrtausend hindurch sind sie dann den Nachbarn und allen Chronisten, besonders den arabischen Historikern, als das der schleierte Volt" bekannt, aber erst um die Mitte des 19. Jahr hunderts haben die großen Afrifareifenden die Tuareg für uns entdeckt, und als erster hat der Deutsche Barth ausführlicher Don ihnen berichtet. Ihre sprichwörtliche Feindschaft gegen Fremde führte zur Ermordung einzelner Forscher und ganzer Expeditionen, und das Interesse mar überhaupt auf die Tuareg des Nordens beschränkt. Erst nach dem Kriege haben einige englische Expeditionen mehr Glück gehabt, und auf einer gefahrvollen Reise, die zu den Tuareg der abgelegenen Dafe Air führte, hat Francis Rodd neue wichtige Aufschlüsse über dieses Bolt gewonnen, über die er in mehreren Auffäßen der Times" berichtet. Im Kaffeehaus nahm ich verstohlen die Jägerzeitung zur Hand. Neben wichtigen geographischen Feststellungen, durch die die Ich fürchtete etpas das molante Bächeln des intelleftuellen Obers bisher ungenügenden Karten dieses Landes ergänzt werden können, und verbarg fie vorsichtshalber unter dem Simpliziffimus. Aber wurden ethnographische und archäologische Studien unternommen, dun die etwas Zidit in bas Duntel der Abftamummg bee Tuareg gebracht worden ist. Es gibt fünf verschiedene Stämme des„ Des schleierten Volfes", die sich alle durch ihre Raffeneigentümlichkeit von den Berbern unterscheiden. Die Tuareg zeichnen fich durch Schlankheit der Glieder, besonders der Fußknöchel und Handgelente, bei stattlicher Größe aus, durch die Helle ihrer Haut, wenn fie reinrassig sind, und durch ihre charakteristischen langen Gefichter, die vorstehende aber nicht besonders breite Badenfnochen, spizd Rinne und dünne schmale Lippen aufweisen. Die Kinder haber oft blondes welliges Haar, das später dunkel wird, aber nicht schwarz wie das der Neger. Die bisherige Anschauung, baß fie gi den Berbern gehören und als„ Hamiten" bezeichnet werden müssen, ist daher irrig. Rodd hat durch das Studium interessanter Fels zeichnungen in Air, die er als erster untersucht hat, einen wichtigen Hinweis für die Herkunft der Tuareg gewonnen. Auf bleser Beichmungen find Männer dargestellt, deren Erscheinung und deren eigenartiger Federkopfschmud mit den Gestalten übereinstimmt, die fich auf ägyptischen Grabgemälden der 19. Dynastie finden und gefangene libysche Häuptlinge darstellen. In diesen libnschen Stämmen, die in ägyptischen Berichten von der 15. bis 19. Dynaftie erwähnt werden, vermutet er die Ahnen der Tuareg, zumal die überlieferten Namen denen noch heute bestehender oder erst fürzlich ausgestorbener Tuaregstämme gleichen. Weitere Aufschlüffe fortre man aus der eigenartigen Schrift der Tuareg gewinnen, bem Tifinaghalphabet, das mit den phönizischen Buchstaben zusammen hängt. Auf den Felszeichnungen finden sich Bildnisse mit Inschriften in Tifinagh, die mit Felszeichnungen in den nördlichen Rand gebieten der Sahara übereinstimmen. Daraus läßt sich schließen. daß die Tuareg einmal früher dort gesessen haben und dann bet ihrem Zug nach Süden die hier wohnenden Negervoller veni drängten. Es waren also wahrscheinlich die Ahnen der Tuaregs, die jenes weißhäutige Volt mit Federkopfschmud bildeten, bas in ferner Bergangenheit mehr als eine Dynastie im Niltof ge gründet hat. Der größte Naturpark der Welt. . Der amerikanische Milliardär Rockefeller hat jetzt zum Andenken an feine Frau dem amerikanischen Volk einen Nationalpark von 1900 Quadratkilometern Bodenfläche im Often des Staates Tennessee geschenkt. Bislang war der berühmte Yellowstone- Naturschußpart in Wyoming mit 10 000 Quadratkilometern das größte Naturschutzgebiet dieser Art in der Welt. Jezt ist er durch den Jafper Naturschuhpart im Staate Saskatchewan mit 15 000 Qua dratkilometern Bodenfläche überboten worden. Das ist somit das größte Naturschutzgebiet der Welt und gleicht an Bodenfläche dem Königreich Sachsen.. Die Tiere in den beiden Naturschußparts find so zutraulich ge worden, daß sich z. B. riesige Bären von norhelfahrenden Automobilisten oder von Wanderern in den Rasthäusern aus der Hand füttern lassen. Für die Erhaltung der Natur, der Pflanzen und Tierwelt find folche Naturschutzgebiete, befonders auch für infere Nachfahren, non größtem Werte. In Deutschland wird in dieser Beziehung noch viel zu wenig getan. Sehr nötig wäre es, wenn der Plan der Umwandlung des Spessarts im Mainptered zwischen Würzburg und Aschaffenburg zu einem Naturschutzpart verwirklicht werden fönnte. Gerade dieses Gebiet, non fleinen Eisenbahnen durchzogen, menig bevölkert, mit seinen wundervollen, urwaldartigen Waldungen würde sich, im Herzen von Deutschland gelegen, ganz besonders als Nature schußpark eignen. billig.gut kaufen! 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März: 15 30: Die Schweizer Hausfrauenbewegung. 16: Technische Wochenplauderei. 16.30: Novelle von Maxim Gorki. 17: Konzert. 18.30: Wie Wohnhaus und Wolkenkratzer entstehen. 19: Neuentdeckung der Landschaft. 19.25: Die Aussichten deutscher Akademiker im Ausland. 19.55: Umlaufskalkulationen. 20.30: Arien. 22.30: Nachtmusik. Dienstag, 27. März: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Deutsche Dichter im Spiegel deutscher Dichtung. 16: Stunde mit Büchern. 16.30: Maxim Gorki in Briefen und Aufzeichnungen. 17: Unterhaltungsmusik. 18.30: Die Akustik des Raumes. 19: Aus dem Leben höherer Schulen. 20: Sendespiele: Nachtasy!" von Maxim Gorki. Mittwoch, 28. März: 15.30: Die Frau als Erscheinungsform einer Zeit. 16.15: Jugendbühne. 17: Unterhaltungsmusik. 18.20: Vom Säen und Pflanzen. 18.50: Wie sieht der moderne Mann die moderne Frau. 19.20: Klassizismus und Romantik. 19.50: Die Weltanschauung des Nationalismus. 20.30; Oscar Straus( Musikvorträge). 22.30: Tanzmusik. Donnerstag, 29. März: 12.30; Die Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Moderne deutsche Kulturzentren. 16.15: Jüngste Dichter. 17: Kinderseele( Musikvorträge). 18.30: Fremdsprachliche Vorträge( Französisch). 19: China, die älteste Kulturmacht Innerasiens. 19.30: Das Rugby- Spiel. 20: Verjüngungsmethoden im Licht Sonnabend, 31. März: 15.30: Natur und Mensch. 16: Medizinisch- hygienische Plauderel. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30: Von der Sonne zum Radium. 19: Lohn und Kaufkraft. 19.30: Vom Manuskript bis zur musikalischen Aufführung. 20.10: Sendespiele: Tragaldabas", Komische Oper von Eugen d'Albert. 22.30: Funktanzstunde. 23: ,, April April." Ein Funkball. Funkwinkel. Sonntag, 25. März 1928 Königswusterhausen. Sonntag, 25. März: Ab 9: Uebertragung aus Berlin. 14: Winke für Liebhaberphotographen. Ab 14.30: Uebertragung aus Berlin. 18: Volksgesundung durch Ernährung. 18.30: Die Nahrung im Lichte der Ernährungslehre. 19: Das Tragische und der Sinn des Leidens. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Montag, 26. März: 16: Französisch( kulturkundlich- literarische Stunde). 16.30: Die Philosophie des Lebens von Herder bis zur Gegenwart. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Die Bestimmung des Düngerbedürfnisses mit Hilfe der Keimpflanzenmethode, 19.20: Heinrich Wolfgang Seidel spricht selbst. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 27. März: 16: Das Erziehungswesen im klassischen Altertum. 16.30: Bilder vom Leben im Meere. 17; Uebertragung aus Leipzig. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Frauenarbeit im Völkerbund. Ab 19.30: Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 28. März: 16: Das neusprachliche Gymnasium, 16.30: Einführung in das Verstehen von Musik. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. 18.30: Französisch für Anfänger. 18 55: Möglichkeit und Notwendigkeit der Ertragssteigerung der deutschen Viehhaltung. 19.20: Europäischer Geist 1755-1914. 19.45: Völkerbund und Schule. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin, Reinhold Scharnte beginnt seine Vortragsreihe Bom Manuskript bis zur musikalischen Kunst des Voltes" mit einer Untersuchung über den Schlager, über seine Entstehungsform und über seine Bedeutung. Wie wird nun ein Schlager geschrieben? Der Erfolg ist nicht zu erzwingen und auch nicht im voraus zu errechnen. Vielfach entsteht zuerst die Musit, dann wird der Teri den Noten untergelegt oder umgekehrt. Manchmal ist auch der Refrain tatsächlich eine Eingebung des Augenblids. Dazn tommt die Bearbeitung flaffischer Melodien für Schlagerzwecke. Eine der verwerflichsten Uebungen. Sharnte vermeidet jede musikästhetische Theorie. Er spricht ganz einfach, ohne jede Brätention und wikig pointiert. Wie eine Illustration zu diesem Vortrag wirkt die Abendveranstaltung„ Bon Pantow bis Potsdam, eine Schlagerreise durch Berlin und seine Bororte", die hauptsächlich Freitag, 30. März: alte hübsche Schlager bringt und gewissermaßen zeigt, wie gut man wissenschaftlicher Kritik. 20.30: Aktuelle Berufsfragen für Jugendliche und Er- früher komponierte und wie tief der Schlager heute gesunken ist. wachsene. 21: Kammermusik. 22.30; Funktanzstunde. Freitag, 30. März: 15.30: Die gegenseitigen Beziehungen von Seele und Leben. 16: Neue Sachlichkeit 16.30: Novelle von Huelsenbeck. Danach Teemusik. 19: Italienisch. 19.25: Bilder aus der deutschen Vergangenheit. 20: Uebertragung aus der Singakademie: Schubert- Abend. 22.30: Wo der Himmel blaut...( Lieder, Musikvorträge). Durchaus beachtenswert sind Dr. Paul Kaßners Untersuchungen über die volkswirtschaftliche Bedeutung des Wohnungs. problems. Er wendet sich gegen statistische Feststellungen, die behaupten, daß die Wohnungsnot gefunten ist. Hier ist bisher faum etwas gebessert worden. Kaßner spricht flar und fachlich. Und gerade diese Objektivität läßt die Schmere des Problems am deutlichsten erkennen. F. S. Donnerstag, 29. März: 16: Das neusprachliche Gymnasium. 16.30: Wesen und Geschichte der Gilden und Zünfte. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Kirgisische Musik. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Der Wert der Luzerne als Futterpflanze, ihr Anbau und ihre betriebswirtschaftliche Bedeutung. 19.20: Theodor Bohner. 19.45: Der Beruf des Juristen. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. 16: Der deutsche Auslandslehrer. 16.30: Raum und Zeit. 17: Ueber tragung aus Leipzig. 18: Artur Silberglelt liest aus eigenen Werken. 18.30: fragen. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 20.15: Uebertragung aus Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Eine Plauderel über juristische TagesLeipzig. Ab 22: Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 31. März: 16: Das Neueste aus der pädagogischen Zeitschriftenliteratur. 16.30: Reichs reform und Selbstverwaltung. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Bildungsarbeit der Gewerkschaften. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Faust II. 19.20: Beispiele aus Bach. Ab 20.10: Uebertragung aus Berlin. BINDER 5 PFG ROSENKAVALIER DIE BESONDERS MILDE ÖSTERR. REGIE ZIGARETTE Am Ostersonnabend, den 7. April 1928 bleiben unsere Geschäfte und Wechselstuben in Berlin und Vororten mit sämtlichen Kassen geschlossen. 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