Nr. 268. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer " 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Somm und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " ozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Verurtheilung Tiebknecht's. Der Septemberkurs hat unserer Partei neue Verfolgungen in solch reicher Zahl und mit solch eigenartigen Begründungen gebracht, daß wir glaubten, auf alles vorbereitet zu sein. Die Verurtheilung Liebknecht's zu vier Monaten Gefängniß und die Gründe, die das Breslauer Landgericht dafür vorgebracht hat, sind aber denn noch über das hinausgegangen, was wir für möglich gehalten hätten. Ein Privattelegramm aus Breslau meldet uns nämlich: von Freitag, den 15. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. GOGO befindet das Das hätte Liebknecht wissen müssen. Erlangt dieses Urtheil Rechtsgiltigkeit Folglich ist er strafbar, trotz seiner Absicht, jede Ma- Reichsgericht, daß die in dem obigen Telegramm mitgetheilte jestätsbeleidigung zu vermeiden. Urtheilsbegründung sich auf eine zutreffende Rechtsauslegung ſtützt-- dann wird vogelfrei, wer bei irgend welchen mißtrauischen Patrioten in den Verdacht einer Neigung zu Majestätsbeleidigungen geräth. Was sagt nun das Strafgesetzbuch? § 95. Wer den Kaiser, seinen Landesherrn, oder während feines Aufenthalts in einem Bundesstaate dessen Landesherrn beleidigt, wird mit Gefängniß nicht unter zwei Monaten oder mit Festungshaft von zwei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Neben der Gefängnißstrafe tann auf Verlust der bekleideten öffentlichen Aemter sowie der aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte erkannt werden. In der Haupt- Verhandlung gegen Liebknecht wegen Majestätsbeleidigung, angeblich begangen in seiner Er- Diesen Paragraph erläutert der rühmlichst bekannte öffnungsrede beim Parteitage, beantragte der Staats- Kommentar von Oppenhoff, Ober- Staatsanwalt beim anwalt, der die Anklage in vollem Umfange, trob Obertribunal, auf grund von Reichsgerichts- Erkenntnissen glänzender Vertheidigung feiten Liebknecht's u. a. dahin: und seines juristischen Beistandes Freudenthal, aufrechterhielt, 1 Jahr Gefängniß, Aberkennung des Reichstags- Mandats und sofortige Ber haftung. Wir sehen den Folgen einer solchen Aera der Urtheilssprechung mit Ruhe entgegen. Daß unsere Gegner keinen Anlaß zum Jubel haben, wird die Zukunft lehren. Arbeiterschuh- Gefehe und Hausindustrie. II. Jugendliche Arbeiter. So wie die Beschränkungen, welche das Gesetz der Beschäftigung von Kindern unter vierzehn Jahren auferlegt, diese in die Hausindustrie trieb, 100 fie ganz schußlos find, so ergeht es auch den jugendlichen Arbeitern von 14-16 Jahren. Die Gesammtzahl der im Deutschen Reiche beschäftigten jugendlichen Arbeiter ist bis 1898 gewachsen, 1894 gefallen; wie die Berichte aus Baden und Bayern zeigen, in denen die Gesammt zahl der Arbeiter gezählt wurde, was Preußen nicht thut, hat verhältnißmäßig die Beschäftigung der jugendlichen Arbeiter schon seit 1892 abgenommen. Es wurden 1894: 209 715 junge Leute von 14-16 Jahren. in Fabriken u. f. w. gezählt 1892: 208 835, 1893: 213 959, Zum Dolus wird erfordert das Bewußtsein von der Stellung des Beleidigten und von dem der Aeußerung beiwohnenden ehrenkränkenden Charakter; die Feststellung der Absicht, zu beleidigen, ist nicht erforderlich. Doch kann eine Der Gerichtshof trat nach fast 11/ 2stündiger Berathung Handlung, welche als solche beziehungsweise objektiv den That in allen Punkten den Ausführungen Lieb. bestand einer Majestätsbeleidigung nicht erfüllt, z. B. die tnecht's bei und erklärte, daß eine Absicht, den Kaiser zu Uebergabe( Weitergabe) eines beleidigenden Schriftstücks an beleidigen, nicht vorgelegen habe, Liebknecht vielmehr offeneinen anderen mit Kenntniß des Inhalts durch hinzuAls Ursache dieses Rückgangs gab schon der Bericht ber bar seine Worte so vorsichtig gewählt habe, um jeden Verdocht tretenden Beleidigungsvorfaß den Charakter einer solchen Gewerbebeamten für 1893 an, die Abneigung der Inhaber. der Majestätsbeleidigung zu vermeiden. Aber er hätte sich ( erneuten) Beleidigung annehmen. Hier bedarf es freilich des größerer Werke, den für jugendliche Arbeiter hinsichtlich der fagen müffen, daß unter seiner Zuhörerschaft sich Lente Nachweises jenes Vorsages. Die ausschließliche Absicht Die Durchführung der halbstündigen Vor- und Nachmittagspause ausschließliche Absicht Bausen erlassenen gesetzlichen Bestimmungen Rechnung zu tragen. befänden, die dennoch annehmen würden, er wolle mit jemandes, sein Recht und nur dieses zu wahren, hebt das Vor- macht dort Unbequemlichkeiten, wo die Pausen der Erwachsenen feinen Worten den Kaiser treffen. Dadurch habe er handensein des zur Beleidigung erforderlichen Vorsatzes auf. anders geregelt sind oder fortfallen". Ebenso ist den Unters sich doch strafbar gemacht, aber das Strafmaß müsse in Also selbst nach diesem staatsanwaltschaftlichen Kommentar Arbeiter im Wege, anderen ist die behördliche Aufsicht läftig. nehmern die gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit jugendlicher Anerkennung feiner Absicht, jede Majestätsbeleidigung aus. Und die Folge davon? zuschließen, auf nur vier Monate Gefängniß und muß, wenn auch die Absicht der Beleidigung nicht erforder= Verurtheilung in die Roften festgesetzt werden. Gegen dieses lich ist für den Dolus, doch die Fassung der inkriminirten widerspruchsvolle Urtheil wird sofort Revision eingelegt. Was erklärt dieses Urtheil? Eine Beleidigung an sich ist in den Ausführungen Liebknecht's nicht enthalten. Die Absicht der Beleidigung liegt gleichfalls nicht vor. Diesen Deutungen, die zu einer Freisprechung hätten führen müssen, werden nun aber neue Folgerungen angegliedert: Unter der Zuhörerschaft gäbe es Leute( ist das bewiesen?), die die Ausführungen als eine Beleidigung des Raisers hätten mißverstehen können. 25 25 Ein Verrückter.[ Machbr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Wirklich?" Aeußerung an sich beleidigend sein für den Kaiser. Nichts steht darin von einem möglichen Mißverständniß anderer Leute zur Ronstruirung des Dolus. Und dem Geiste unserer Gesetze widerspricht eine solche Auffassung durchaus. Im Bericht für 1894 heißt es aus Annaberg: Es giebt im Inspektionsbezirke viele Fabrikanten, denen die Beschränkungen, unter welchen die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Fabriken gestattet ist, gar nicht behagen; ein Theil derselben hat es sich zum Grundsage gemacht, feine jugendlichen Arbeiter mehr anzunehmen. Infolge deffen werden die jungen Leute in kleine Betriebe und in die Hausindustrie gedrängt, in Anlagen, welche bei der Arbeiterzählung nicht berücksichtigt und deuts, gemäß auch in den wenigsten Fällen einer 9tevision unter zogen werden." Wohin soll das denn führen? Wird die Konstruktion einer Beleidigung nun gar noch abhängig gemacht von dem möglichen Mißverständniß Dritter, dann ist die Ver- geht, fchilbert der Bericht aus Annaberg sehr anschaulich. urtheilungsmöglichkeit wegen Beleidigung völlig uferlos. Was kann denn eigentlich nicht mißverstanden werden? Auch der harmloseste Ausspruch kann in mißtrauischen Dhren zu einer Beleidigung ausklingen. Wie es den jugendlichen Arbeitern in solchen Betrieben erHier arbeiten nun die jungen Leute oft vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein in niedrigen, dumpfigen Räumen, die meistens gleichzeitig als Wohnstuben dienen. Dabei sind die Löhne entsprechend niedrig, so daß hier der Unternehmer äußerst billig beendet schien, wiederholte Göpfert seine Frage und versperren wollte. Nichts da! Der Baptistel ließ nicht mit Langte sofortige Antwort. Boiten recte fich mühsam ein sich spaßen. Was ihm in den Weg trat, das stieß er rückbischen empor und räusperte sich. Er wollte bei dem be- fichtslos nieder und so wollte er's auch für alle Zukunft deutungsvollen Akte doch eine gewisse Feierlichkeit nicht halten, denn auf diese Weise kommt man am besten durch entbehren und sich in Positur werfen. Erst knöpfte er sein das Leben. offenstehendes Hemd zu, dann schob er die Decke zurecht und Ja, wirklich, Hochwürden," fuhr Göpfert fort, und holte Athem: wiffen Sie auch warum?" " Wie soll ich das wissen?" " Weil der Poiten sagt, daß des Mabel ins Kloster kommen soll und zwar auf Veranlassung vom Hochwürden Herrn Benefiziaten." Immer entschiedener hatte der Förster geredet, aber der Geistliche bewahrte vollkommen seine Haltung: Das muß auf einem Mißverständniß beruhen, denn die Kirche läßt jedem freie Hand und zwingt niemanden in ein Kloster zu gehen, es wäre denn der freie Wille der Betreffenden!" " Der Herr Benefiziat... der hat... sein'n Segen geb'n, d'rum sag i ja, Herr Förster, i hab nig mehr das wider." Göpfert gab ihm die Hand und wandte sich mit triumphirendem Gesichte zu dem Geistlichen: sag Hochwürden den herzlichsten Dank für die güatige Fürsprach, in mei'm Namen und a glei für de Kathi." Auffallend blaß sah der Geistliche aus. Er verneigte sich leicht gegen den Förster und verließ nach kurzer Verabschiedung von Poiten eilig das Zimmer. Aber..." Nun aber brach bei Göpfert der Uebermuth hervor, der " Bitte um Entschuldigung, ich habe nur ein einziges fich bis zur Ausgelassenheit steigerte. Mal unserem kranken Poiten den schönen Spruch des Mach, daß d' naus tommst, Kreittmayer!" schrie er Evangeliums: Wer seine Tochter verheirathet thut gut, dem Wirth zu, der mit scheuer Bewunderung diese Szene wer sie nicht verheirathet thut besser! vor Augen gehalten. beobachtet hatte, hol a Bier oder au Schampanija her, jetz Das war alles, und ich möchte das sogar ausdrücklich woll'n wir amal lusti sein." feststellen, damit nicht weitere Mißverständnisse entstehen, Kreittmayer eilte zur Thüre. die mir meinen Beruf als Seelsorger unnöthig erschweren."„ Kannst a de Kathi glei mitbringen," rief ihm der ,, Sonach haben also Hochwürden nix gegen meine Förster nach. Wir müssen's ihr jetzt do a sagen, was ihr Verheirathung eing'wenden," fragte Göpfert in artigem bevorsteht, gelt, Boiten?" Tone. Ich wüßte nicht, wie ich dazu kommen sollte." No, Poiten," rief der Förster, indem er sich zu dem Bauern wandte. Jetzt haft d' es g'hört, de Kathi is vollständig frei, d'rum frag i no amal: Giebst's mir jetzt oder net?" Mit zitternden Händen tastete der Bauer nach dem Arme des Priesters. Der Förster verstand kein Wort, als sich die beiden flüsternd unterhielten, aber sah den Geistlichen mehrmals zustimmend nicken. Als die Unterhaltung " Gemächlich wandte sich Göpfert zur Thüre. Dort er schien der ausgesandte Kreittmayer mit vier Flaschen Rothwein, einem Bäckchen Bigarren und mehreren Gläsern. Mit der anderen Hand zog er Rathi herbei und schob sie direkt vor den Förster hin. Göpfert betrachtete sie schmunzelnd. Geh her, Kathi", sagte er, brauchst net g'schami 3' sein, terfst mi scho anschaug'n. So is recht! Und jetzt sagst mir amal: G'fall i Dir oder g'fall i Dir net?" Das Mädchen wußte nicht, was das heißen sollte und blickte ihn unsicher an. ,, Sie merkt no gar nig", lachte Göpfert zu Kreittmayer hin. Is a dalkets Ding, de Rathi, weil s' no net g'spannt hat, daß i d'rein verliabt bin. Woaßt was, Madel? A Buffel sollst mer geben, heirathen sollst mi, haft mi jetzt verstanden?" Ohne ihre Antwort abzuwarten, packte sie der Förster mit beiden Händen und schmaßte mit breitei Behagen drei Küsse auf ihre Lippen. Als er sie losließ, war ihr Gesicht dunkelroth und der geschlossene Mund zitterte in heftiger Bewegung. " Ganz stumm is f' no, de Kathi," lachte der Wirth, indem er die vollen Gläser herumreichte. Also stoßen wir an!" schrie Göpfert und ging auf seine Braut zu. Diese stand wie versteinert auf ihrem Plate. Sie hob das Glas nicht empor, das man ihr in die Hand gedrückt hatte. Was is denn das?" fragte der Förster gedehnt, weil er jetzt ihr sonderbares Wesen bemerkte. Der Bauer stimmte seinem Schwiegersohne zu und Göpfert rieb sich zufrieden die Hände. War es doch ein echter Jägerstreich, der ihm den raschen Erfolg gesichert hatte. Vielleicht zwei Tage später, und alles wäre verspielt gewesen, aber die Jäger stehen früh auf, Herr Benefiziat! Ha! Ha! Wie den finsteren Patron wohl die Dankesworte getroffen Ein schrilles Klirren bedeutete die Antwort, Kathi haben mochten, die ihm der Förster absichtlich noch auf den hatte das Glas fallen lassen. In Scherben lag es am Weg mitgab, als den reinsten Hohn auf die Thätigkeit des Boden, und der rothe Juhalt strömte wie eine lange Bluteifrigen Seelsorgers! Das verdiente er schon, der heim- lache über die Dielen. Alle blickten auf das Mädchen, das tückische Geselle, der ein blizsauberes Mädel ins Kloster laut zu weinen begann. ant " liefern fann, wodurch die Preise der Waaren ganz wesentlich| 1890 einreichte, eine Erweiterung ihres bereits 1885 gestellten der Reichsanzeiger" eine Art Berichtigung", die herabgedrückt und die Löhne erwachsener Arbeiter Antrags giebt ganz genau wie eine wirt allerdings völlig nichtssagend ist. Es heißt darin, daß das in Fabriten ungünstig beeinflußt werden. In same Kontrolle durchzuführen ist. Die Ueberwachung Kolonialamt bei der Deutschen Kolonialgesellschaft" billigere derartigen Hausgewerbe- Betrieben wurden Arbeitszeiten des Arbeiterschutzes hat von einem Reich 3- Arbeitsamt Frachten und regelmäßigere Verbindungen mit Südwestfür jugendliche Arbeiter von täglich 121/2 Stunden( von 8Uhr mor- zu erfolgen, diefem unterstehen Arbeitsämter, die gens bis 11 Uhr abends bei 4 Pausen von zusammen 21/2 Stunden), in Bezirken von 200 000-400 000 Einwohnern zu errichten find; afrika erzielt habe, als mit eigens gemietheten englischen für Schulkinder von täglich 9 Stunden( von 1 Uhr mittags das Arbeitsamt wird gebildet aus einem Arbeitsrath und Schiffen. Aber über den Hauptpunkt, daß die" Deutsche " Syndikat für südwestbis 11 Uhr abends bei zwei halbstündigen Pausen) festgestellt; mindestens zwei Hilfsbeamten; lettere werden von der Arbeits- Kolonialgesellschaft" oder das dabei verdienten jugendliche Arbeiterinnen fammer gewählt und zwar zur Hälfte von den Unternehmern, afrikanische Siedelung" bei diesen Transporten eine sehr eft wa 4 Mart und Schultinder etwa 2 Mart zur Hälfte von deren Hilfspersonen; der Arbeitsrath wird aus erhebliche Differenz zwischen ihren Säßen und den von wöchentlich." zwei seitens der Arbeitskammern vorgeschlagenen Beamten vom ihr an die Woermannlinie gezahlten, in die Tasche ges Reichs Arbeitsamt gewählt; auch Frauen sind zu Hilfs steckt habe, davon steht nichts im Reichsanzeiger" zu beamten zu ernennen. Die Arbeitstammern von lesen. 24 bis 36 Mitgliedern find zur Hälfte durch die großjährigen Unternehmer, zur Hälfte durch die Hilfspersonen Das Vereinsrecht. Die gestrige auf Informationen auf grund des gleichen, unmittelbaren und geheimen Stimmrechts der Münchner Post" beruhende Nachricht, daß eine weitere unter Gleichberechtigung der Geschlechter zu wählen. " Aus dem ganzen Deutschen Reiche wird ein solches A b. strömen jugendlicher Personen in tleingewerb liche und hausindustrielle Betriebe gemeldet, und überall kommen dieselben dadurch vom Regen in die Traufe. Im Bezirke Potsdam und Minden werden besonders in der Zigarren Hausindustrie mehr wie früher jugendliche Arbeiter verwendet, wobei sie den ärgsten Gesund- Da das Arbeitsamt sämmtliche Betriebe feines Bezirks Verschlechterung des preußischen Vereinsrechtes geplant heitsschädigungen ausgesetzt sind. Und, wie das ehrfame Hand- mindestens einmal jährlich zu revidiren bat und selbst unter der werde, wird von der hiesigen" Post" auf grund zuDa stehen also werk" mit seinen Lehrlingen umgeht, wie das Kleingewerbe Kontrolle der Arbeitstammern steht, so wäre eine wirt verlässiger Informationen" bestritten. überhaupt nur durch Ueberausbeutung seiner Arbeiter sich same und dabei das Wohl der Arbeiter bestrebende Beaufsichti- Informationen gegen Informationen. gegen Informationen. Bisherige Er noch am Leben erhält, das schildern ebenfalls die Berichte in gung zu erreichen. fahrungen haben bei uns indeß ein Vertrauen in offiziöse anschaulicher Weise. Ganz traurig sind z. B. die Zustände in Aber der Staat will nicht und er wird so lange nicht Dementis nicht erweckt. den hausindustriellen Betrieben des leineisen gewerbes wollen, bis ihn auch auf diesem Gebiete die Arbeiter dazu und der Textilindustrie in Remscheid, Langen- drängen, wie sie ihn zu der ganzen Arbeiterschuß- Gesetzgebung berg, Ohligs und Wald: " A = gedrängt haben. " Politische Uebersicht. " " Pastoren ist gefallen. Das erste Opfer unter den chriftlich- sozialen Dem sozialkonservativen Bastor Wittenberg in Liegnitz, der vom schlesischen Provinzialverein fü innere Mission angestellt war, ist, wie die Freis. 3tg." eldet, die Stellung gekündigt worden. Ob die anderen Geistlichen auch ferner Stange halten werden? Zum Fall Jastrow hat jetzt der Hauptbetheiligte Herr Dr. Jastrow selbst in der von ihm herausgegebenen Wochenschrift Soziale Praxis" das Wort genommen. In einer Besprechung der Bekämpfung sozialer Bestrebungen im Deutschen Reid)" führt er aus: Es wurden Fälle festgestellt, wo bei der Hausindustrie jugendliche Arbeiter bis zu fünfzehn Stunden täglich beschäftigt wurden. In den lettgenannten Städten beschäftigten gerade die Messerreider, abgesehen von Berlin, 14. November. ihren eigenen Kindern, die schon sehr frühe zur Arbeitshilfe angehalten werden, Lehrlinge im Alter von 13 bis An dem nämlichen Tage, als Liebknecht in Bresl 16 Jahren über alle Gebühr lange. Daß solche Lehr- verurtheilt wurde, hat dort die nämliche Strafkammer in linge vielfach deshalb, wie auch wegen der wenig rücksichtsvollen freisprechendes Urtheil über unseren Genossen Behandlung ihren Meistern entlaufen, ist nichts Seltenes. Bahn von der Breslauer Volkswacht" gefällt der Die Meister verlangen dann, daß die Lehrlinge ihnen polizeilich gleichfalls wegen angeblicher Majestätsbeleidigung an wieder zugeführt werden, was indeß von einzelnen geklagt war. Aber noch eine zweite interessante Parallele Polizeibehörden z. B. Ohligs, nach Feststellung solcher hat uns der heutige Tag gebracht. Unsere Leser finden an An den Universitäten hat das Verfahren gegen den Berliner Fälle schon verweigert worden ist." So lobenswerth solches Vorgehen der Polizeibehörde auch anderer Stelle einen Bericht über eine Gerichtsverhandlung Privatdozenten Dr. Leo Arons wegen seiner Zugehörigkeit ift, so verspricht es doch keinen durchgreifenden Erfolg; ebenso in Berlin, die mit der Verurtheilung eines antisemitischen zur sozialdemokratischen Partei im vergangenen Sommersemester wenig vermag das ebenfalls sehr lobenswerthe Bestreben Redakteurs wegen angeblicher Majestätsbeleidigung, begangen damit geendet, daß die philosophische Fakultät den von ihr ers der Gewerbe Inspektoren zu Annaberg allgemein zu gegen die Kaiserin Friedrich, zu 2 Monaten Festung warteten Antrag auf Remotion nicht gestellt hat; und das gleichzeitig helfen, welche bei den. Erlaß von Verfügungen im Sinne von§§ 120c und 120d der Weshalb wurde Liebknecht, dem der erkennende Gerichts- weil er als deutsch- freisinniger Reichstags- Kandidat in der Stichder zuständigen Polizeibehörde endete. Da muß sich doch einem jeden die Frage aufdrängen: vorbereitete Verfahren gegen den Marburger Professor Stengel, welcher eine Vorladung vor den Universitäts- Kurator erhalten hatte, Gewerbe- Ordnung anregte. Allerdings find nach§ 120d die hof selbst doch nach der Urtheilsbegründung nur den aller- wahl seinen Wählern empfohlen hatte, ihre Stimmen dem sozialzuständigen Polizeibehörden befugt, im Wege der dürftigsten Schatten einer Schuld beimißt, nicht wenigstens demokratischen Kandidaten zu geben, ist eingestellt worden. Aus dem Berfügung für einzelne Anlagen die Ausführung derjenigen gleichfalls nur zu Festung verurtheilt? eben begonnenen Wintersemester liegen wiederum einige Nachs Maßnahmen anzuordnen, welche zur Durchführung der in §§ 120 a bis 120c enthaltenen Grundsäße erforderlich erscheinen", aber fetzt die lahme deutsche Sozialreform hinzu: die nach bemühung, die konservative Politiker der konservativen der in seinen Preußischen Jahrbüchern dafür eingetreten war, Gegen das allgemeine Wahlrecht. Die Säuberungs- richten vor. Hans Delbrück, Professor der Geschichte an der Universität Berlin( der frühere freifonservative Abgeordnete), der Beschaffenheit der Anlage ausführbar erscheinen." Partei angedeihen lassen wollen, treibt immer duftigere daß die Sozialdemokratie von den Behörden auf demselben Fuße Durch diesen Bufah wird einer Polizeibehörde, die mit Blüthen. Bindter II beginnt einen Leitartikelkampf gegen wie alle anderen Parteien behandelt werden solle, erhielt am dem Unternehmerthum solidarisch ist, die Möglichkeit gegeben, nichts als ausführbar zu betrachten, denn falls die das Volk". In dem ersten Artikel kommt es zu einem 2. November eine strafgerichtliche Vorladung, um sich noch an demselben Tage auf Strafantrag des Ministers des Innern Polizeibehörde solche Anordnungen nicht trifft, so steht nie interessanten Eingeständniß. Er folgert, Und Polizei zu verantworten. mandem ein Beschwerberecht an eine höhere Instanz daß die von dem Volt" vertretene christlich- soziale wegen Beleidigung der frei; umgekehrt aber, wenn die Polizeibehörde eine Verfügung Partei keinen Anspruch darauf erheben kann, als tonservativ zu am 7. November lag der philofophischen Fakultät. trifft, die dem Gewerbe Unternehmer nicht paßt, dann gelten. Es giebt eine Entwickelung der Ansichten, die diese Ansichten der Universität Berlin ein Schreiben des hat ein solcher Unternehmer das Recht, an zwei Justanzen neue, für den füheren Vertreter vielleicht sogar überraschende Aus- Unterrichts Ministers vor, betreffend Aus= der Disziplinargewalt gegen den zu appelliren, erft an die höhere Verwaltungsbehörde und dann noch geftaltungen gewinnen läßt, die aber immer an den alten Wur- übung an die Zentralbehörde. Daher wohl auch wird dieses Geses zeln festhält. Das Volt" vertritt dagegen zum theil- und Privatdozenten Dr. Jastrow aus Anlaß seines Dieses Buch Dot Buches Sozial- liberal". auf bedeutsamen politischen ist vor Arbeiter schuh- Gesez genannt! Also die Polizeibehörde kann durch Verfügungen vertrinen, die in einem Gegensah prinzipieller mehr als 2 Jahren erschienen. Gegen den Abschnitt, welcher ordnen, daß gesunde Werkstätten für alle Arbeiter, besonders aber Art, in einem unlösbaren inneren Wider die Aufhebung der Bergwerks- Abgaben unter sozialpolitischem Ges für jugendliche eingerichtet werden, sie kann sogar, gestützt auf spruch zu zu tonservativen Grundanschauun fichtspunkt besprach, hatte damals der Handelsminister von Wir gen stehen. nennen als Beispiel § 120 c, die Arbeitszeit regeln. die Be- Berlepsch Strafantrag wegen Beleidigung gestellt, und die Warum wir aber zweifeln, daß sie dies überall thun wird, urtheilung des gleichen, allgemeinen und direkten Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnißstrafe von zwei Monaten und warum wir behaupten, daß sie es gerade dort, wo es am Wahlrechts mit geheimer Abstimmung. Die fon- beantragt. Die Darstellung von der Aufhebung der Bergwerksnothwendigsten ist, nicht thun wird, dafür wollen wir nur ein fervative Partei fann dieses Wahlrecht, nachdem es einmal Abgaben erwies sich in dem gerichtlichen Verfahren als in den mit Thatsachen zutreffend. Wegen des daran gefnüpften kritischen Zeugniß anführen, das aber schon wegen seines amtlichen eingeführt ist, hinnehmen; fie fann versuchen, sich Charakters nicht als sozialdemokratische Berdächtigung" hingestellt ihm einzurichten; sie respettivt es als verfassungsmäßige Schlußsabes erkannte jedoch das Gericht auf eine Geldstrafe, und Einrichtung soweit der aus den Bestimmungen der das Urtheil wurde durch Spruch des Reichsgerichts vom 11. Mai " In einem sehr eingehenden, an wichtigen Mittheilungen Verfassung sich ergebende Anspruch in dieser Richtung reicht 1894 rechtskräftig. Die„ Nat.- 3tg." machte zu der Nachricht die Bes reichen Bericht des Aufsichtsbeamten für Coburg- Gothain loyaler Weise. Sie fann aber ein in so mechanischer merkung:„ Es bleibt abzuwarten, ob diese Mittheilung vollständig ist, über die Lage der dort start vertretenen Hausindustrie, in der Weise tonstruirtes Wahlrecht, das alle gesunden, natürlichen und ob die Anregung sich in der That ausschließlich auf ein andertAutoritätsverhältnisse zerreibt, unmöglich halb Jahr altes gerichtliches Urtheil gründet. Uns macht der nach Erhebungen von 1893 gegen 9000 Personen, Männer und Frauen, Greife und Kinder beschäftigt waren, heißt es: grundsäglich gutbeißen oder für seine weitere Aus Die Gemeindevorstände in den kleineren Ort- dehnung eintreten, d. h. noch mehr Hindernisse zusammenzimmern, schaften find vielfach ganz oder direkt oder durch ihre An- die den möglichen künftigen Uebergang zu einem rationelleren gehörigen an der Hausindustrie betheiligt und Wahlsystem erschweren." werden deshalb kaum zur Beaufsichtigung derfelben zuver= Da haben wir einen neuen Vorstoß gegen das allTäffige Organe fein; ohne die Gemeindebehörden aber gemeine gleiche und direkte Wahlrecht, der diesmal- und das giebt ihm seine Bedeutung würde eine Beaufsichtigung ganz unausführbar sein." im Namen der Der Gewerbe- Aufsichtsbeamte für Coburg- Gotha hält u. a. konservativen Partei unternommen wird. Es ist auch aus diesem Grunde eine staatliche Beaufsichtigung der Haus gut, daß das eingestanden wird. Bisher hat man es nur industrie für sehr schwierig. Wir verkennen diese Schwierigkeit durchaus nicht, zumal dort, wo sich die Industrie, wie in Coburg- immer verschämt durchblicken lassen. Hoffentlich wird allerGotha, auf die Familienverbände zurückzieht". Aber der Staat seits dafür gesorgt, daß auch die konservativen Reichstagsist, wenn er nur will, schon im stande, eine genügende, durch- wähler erfahren, wie ihre Vertreter über das Wahlrecht greifende Kontrolle auszuführen. Wo es sich um seine Inter- denken. effen handelt, bei Militär- und Steuerangelegenheiten, weiß 群 werden kann. " zwar berechtigten " Gebieten er schon Mittel und Wege, wie die geeigneten, zuverlässigen Vorwürfe, die Giesebrecht in dem gestern von uns ausZur füdwest- afrikanischen Gründung. Gegen die Bersonen zu finden; und wenn er wollte, tönnte er es auch zum Schutze der Arbeiter. Das wie haben wir ihm gezeigt. Der führlich erwähnten Artikel der Neuen deutschen RundAntrag, den die fozialdemokratische Frattion schau" gegen das deutsche Kolonialamt erhebt, bringt heute Du bist aber a dumm's Ding", sagte Göpfert. In den Ton seiner Stimme mischten sich Aerger und Miß- und behagen. Was hatte sie denn, die alberne Dirne, warum weinte fie mit einem so blödsinnigen Gesichte und ließ dabei die Arme hängen, wie ein armer Sünder, den man zur Richtbank führt? Göpfert riß dem Mädchen die Schürze lachend herunter grinste ihr in das heiße Gesicht. Stoß au!" schrie er. Fröhlich klirrten die Gläser. " So, und jetzt gehst her zu mir und thuast di auf mein' Schooß setzen!" Der alte Bauer suchte das Räthsel zu entziffern. Er Er drückte die völlig Widerstandslose auf seine Kniee sah mit zusammengezogenen Brauen auf seine Tochter: herab und klopfte ihr lachend auf den Rücken, daß es nur Was flennft?.. A Antwort giebst!... ... so patschte. Ha?.... der Herr Förster will di heirathen, so viel Befriedigt nickten Kreittmayer und der alte Bauer, wirst wohl verstanden hab'n, und i und der Herr Benefiziat so gehörte sich's. haben' n Segen dazu geben, also nacher werd's Dir wohl a recht sein?" * " " Borgang den Eindruck, als ob die, bekanntlich von der Regie rung schon lange erwogene Frage, ob von den Privatdozenten so weit Zurückhaltung im öffentlichen Leben verlangt werden könne, wie die Professoren solche in ihrer Eigenschaft als Staatsbeamte beobachten müssen, formell zur Erörterung gestellt werden sollte." Tags darauf brachte jedoch die National- Beitung" die Mits theilung, daß das jetzige Schreiben des Unterrichtsministers sich in der That auf die Anfrage beschränke, ob die Fakultät von jener Verurtheilung Kenntniß erhalten, und was sie daraufhin gethan habe. Diese Verfügung hänge damit zusammen, daß die Fakultäten nach ihren Statuten berufen seien, eine disziplinare Aufsicht über ihre Privatdozenten auszuüben. Die Verzögerung erkläre sich zum Theil daraus, daß das Minifterium zunächst versucht habe, die Sache in gütlicher Weise auszugleichen. Auf diese Versuche hat Dr. Jastrow geglaubt, nicht eingehen zu sollen. Die Erklärung Jastrow's, daß er geglaubt hat, auf jene Versuche" des Ministeriums nicht eingehen zu önnen, läßt nur die Deutung zu, daß ihm irgend welche Zumuthungen gestellt wurden, auf die er sowohl als Mann wie als Universitätslehrer sich nicht einlassen konnte. Hat aber das Ministerium darin eine gütliche Beilegung erblickt, daß Herr Dr. Jastrow, einem sanften Druck folgend, auf seine Stellung als Privatdozent scheinbar freiwillig ver zichten sollte? Die Erklärung Jastrow's zeigt jedenfalls, was man von den Vertuschungsversuchen der Beschwichtigungs- Hof räthe zu halten hat. Ein Zuckerring. Einen großartigen Raubzug auf die Taschen der deutschen Zuckerkonsumenten plant der Verein deutscher Zuckerfabriken, der in einem Zirkular die ( etwa 400) deutschen Zuckerfabriken zum Abschlusse eines In üblerer Stimmung war der Geistliche felten nach Sartells einladet. Der Zweck dieses Ringes soll eine Sie fand immer noch keine Worte. Hause gekommen, wie an jenem Abende. Er hatte kaum Belebung des deutschen Zuckerexportes sein ohne Abände Des G'flenn kannst bleib'n lass'n!.... da gehst her out und Stock abgelegt, als er schon den Lehrer herbeirief rung des bestehenden Zuckersteuer- Gesetzes. Der Ring selbst und giebst' m Herrn Förster d' Hand und sagst eahm, daß und ihn anfuhr, ob der Boiten Hansl vielleicht gar noch will nämlich seinen Theilnehmern eine Ausfuhrprämie d' a liabs Mladet sein willst. verstehst Du?" heimliche Zeichenstunde im Forsthause bekäme. Gattl ver- von 3 M. für jeden Doppelzentner garantiren, also 1,75 Das laute Sprechen wurde ihm sehr schwer, und als neinte, der Priester war ganz wüthend und schrie mit immer mehr, als zur Zeit der Reichszuschuß beträgt; nach der er jetzt noch eine unwillige Bewegung gegen die Weinende stärkerer Stimme, daß der Junge schon in allernächster Zeit Ausfuhr von 1894/95 würde das etwa 21 Millionen Mark machte, war es mit seiner Kraft zu Ende, er fant erschöpft das Dorf verlassen müsse, um seine Studien zu beginnen. betragen. Diese gewaltige Summe soll aufgebracht werden in den Stuhl zurück. Göpfert klopfte ihm beruhigend auf Es solle Gatti ja nicht einfallen, den Buben etwa abspenstig durch eine Erhöhung der Zuckerpreise im Inland. Ueber die Schulter und trat dann wieder zu Kathi. 21 Millionen Mark foll also das deutsche Volk mehr zahlen, " No, was is?" fragte er so freundlich, als es ihm möglich war. Sie hatte ihre Schürze vor die Augen gezogen und schluchzte, daß es den Körper durchzitterte: " 3... i will a brav's Madel sein, Herr Förster!" fließ sie hervor. So is recht," rief Göpfert. Jetzt hör's aber's Woana auf, der Vater is scho wieder guat. Sie tann's halt no gar net begreif'n", wandte er sich zu den anderen. Natürli, natürli," nickte der Wirth und bot ihr ein anderes Glas an, da Rathi, ja so, Fräulein Kathi, hab' i sag'n woll'n, ja, ja, fie is ja jetzt de Braut vom Herrn Förster. Versteht fi! Also auf Ihr werthes Wohl und anf'in Herrn Förster sein Wohl!" zu machen. Als ob ihm noch darum zu thun wäre! Gattl begriff damit das Ausland, vornehmlich England und Amerika nicht, warum die Warnung so seltsam wiederholt wurde, mit billigem deutschen Zucker versorgt werden kann. Ein drei-, viermal nacheinander. Das war ihm doch alles schon schlauer und echt kapitalistisch- unsinniges Plänchen! Freilich vor einigen Wochen gesagt worden und zwar in einem scheinen die Herren Zuckerbarone zu übersehen, daß wahrs Tone, der über die Zukunft des Knaben nicht den leisesten scheinlich bei einer solch bedeutenden Steigerung der Preise Zweifel mehr gestattete. Wie sollte er also noch zu wider der Inlandkonsum beträchtlich zurückgehen wird, also die sprechen versuchen? nothwendige Summe für den Exportthaler" nicht einDer Geistliche begann auf die irreligiöse Welt zu kommt. Aber in diesem Falle werden sie dann wohl schimpfen und Gattl stimmte ihm bei, wie er in letzter wieder an den Staat mit ihren bescheidenen Wünschen Beit überhaupt pagodenmäßig alles bejahte, was ihm vor- herantreten. gesagt wurde. Hätte sein Vorgesetzter behauptet, der Himmel sei grün, die Sonne drehe sich um die Erde, oder das Eisen sei Zucker, auch dagegen hätte er nicht mehr opponirt. ( Fortsetzung folgt.) In der irischen Nationalpartei, den sogenannten Antiparnelliten, die die Mehrheit der irischen Homernler ins Parlament gesandt haben, ist eine neue Spaltung bevors Die stehend. Wie aus Dublin gemeldet wird, hat eine gestern anderem aus einer Klempnerversammlung bereits im Mai welche die Räumung der Halbinsel Liaotong Abend abgehaltene Versammlung der Irish Nat. Federation" diefen Jahres dringende Eingaben an die betr. Stellen gelangt durch die Japaner sichergestellt wird, am Sonnabend von der beschlossen, die Parlamentsmitglieder Timothy Healy, feien, welche bis heute ohne Antwort geblieben seien. Der chinesischen an die japanische Regierung ausgezahlt werden Arthur O'Connor, Dr. Fox, sowie die beiden Minifter habe sich auf die verschiedenen Borschriften berufen, wird. aber aus der Unfallstatistik gehe hervor, daß diese Borschriften- Verstärkung der Wehrmacht. In Erwartung Schahmeister Murphy und Mooney aus der Leitung nicht befolgt würden. Es scheine auch auf diesem Gebiete der der Dinge, die da kommen sollen, gedenkt die japanische des Bundes auszuschließen. Die Ausgestoßenen haben eine Verwaltung eine große Anarchie zu herrschen. Er protestire Regierung ihre Wehrmacht erheblich zu vermehren. Das ſtehende so wichtige Rolle in der Partei gespielt, daß die Ver- energisch gegen die Behauptung, daß der Leichtsinn der Seer, 70 000 Mann zu Friedens- und 210 000 Mann in Kriegsmuthung nahe liegt, es werde zu einer neuen Spaltung Arbeiter" an den Unfällen die Schuld die Schuld trage; das zeiten, soll innerhalb 4 Jahren auf 160 000 Mann in Friedenstommen. Dann würden im britischen Parlament drei Affordsystem, die Ueberhezung der Arbeiter, der Leichtsinn und 540 000 Mann in Kriegszeiten verstärkt werden. einander feindliche irische Fraktionen bestehen. Daß das der Bauleiter, die mangelhafte Aufsicht seien die Ursachen Kavallerie zählt zur Zeit 7000 Pferde im Frieden und 40 000 im der Homerule- Sache, die sie alle drei vertreten wollen nicht Redner besprach dann ausführlich die herrschenden Mißstände bei Kriege; fie foll auf 22 000 und 100 000 bezw. gehoben förderlich sein kann, liegt auf der Hand. der Beschäftigung von Frauen auf Banten. Derselbe Minister werden. Zur Verstärkung der Flotte sollen innerhalb 10 Jahren scheine sie für sittlich zu halten, der eine fittliche Gefahr" sechs Panzerschiffe 1. Klaffe, zwölf Kreuzer 1. Klasse, sechs darin erblicke, wenn Frauen ge wertschaftliche Versammi- 2. Klasse, vier Avisos und 20 Torpedoboote gebaut werden. Nach Deutsches Reich. lungen besuchen. Er und seine Freunde ließen sich nicht mit alledem scheint es, daß Japan rüftig auf der Bahn der - Die Erfurter Polizei und der Rolportageersprechungen abspeisen, fie würden mit pofitiven Vorschlägen 3ivilisation fortschreitet und bald einen ehrenvollen Platz Wie freilich das Buchhandel. Der§ 56 der Gewerbe- Ordnung bestimmt bez. Anstellung von besonderen Bau- Aufsichtsbeamten 2c. fommen, unter den Kulturstaaten" beanspruchen kann. bekanntlich, daß Kolporteure von Druckschriften, anderen um wenigstens in etwas die schreiendsten Mißstände zu beseitigen. arme ausgefogene japanische Landvolk diese neuen Lasten tragen Schriften und Bildwerken der Polizeibehörde ein Verzeichniß Der Minister erwiderte, er werde die Rathschläge Ehrhart's gern ent- foll, das steht auf einem ganz anderen Blatte. gegennehmen, nicht er verbiete den Frauen den Besuch von Versammderfelben zur Genehmigung vorzulegen haben. Es war die Absicht Absicht des Gesetzgebers, durch Schaffung dieser ungen, sondern das Gesetz( 3wischenruf Grillenberger's: Paragraphen dem Vertrieb der Schundliteratur nach Möglich im Geseh steht nichts davon). Schädler( 3) hält im Schlußworte seine Anschauungen teit entgegen zu wirken. Zwar wurde bei der Berathung des erwähnten Paragraphen im Reichstage darauf hingewiesen, daß derfelbe der Polizei eine Machtbefugniß einräume, die sehr Teicht zu Mißbräuchen verleiten könne " * " * * allein man " Eine aufrecht. mit den Thatsachen nicht übereinstimmen und konstatirte, daß Scherm( Soz.) erklärte, daß die Aeußerungen des Ministers die„ liberale Linte", die sich den Mißständen gegenüber passiv verhalten habe, lediglich die Aeußerung des Ministers von dem Leichtsinn der Arbeiter" applaudirt habe! Schweiz. " Internationaler Handschuhmacher- Kongrek. = Baris untern 12. November geschrieben: In der gestrigen Ueber den weiteren Verlauf des Kongresses wird uns aus glaubte durch die Bestimmung, daß die Genehmigung zum Nachmittagssigung stattete der Generalsekretär des internationalen Bertrieb bestimmter Druckschriften 2c. nur versagt werden könne, Handschuhmacher- Bundes, Genosse Grange, seinen Finanzinsofern sie in fittlicher oder religiöser Beziehung Aergerniß zu bericht ab. Aus demselben geht hervor, daß der Besihstand der geben geeignet feien oder falls dieselben mittels Zusicherung von Prä Kaffe sich am 31. Dezember 1894 auf 2341 Frants 31 Centimes mien oder Gewinnen vertrieben würden, alles gethan zu haben, Zur Eisenbahn- Verstaatlichung. Der schwei- belief und gegenwärtig die ausstehenden aber sicheren Beiträge um ungerechtfertigte Eingriffe der Polizei in den Kolportage- zerische Bund ist berechtigt, im Jahre 1898 eine Reihe von mit eingerechnet- 5694 Frants 79 Centimes beträgt, was, wenn buchhandel zu verhüten. Daß diese Voraussetzung unzutreffend Eisenbahn- Konzessionen zu fündigen; um nun die Kosten des man bedenkt, daß die Aktiva sich vor zwei Jahren auf 78 Franks war, zeigt, wie die Thüringer Tribüne" mittheilt, ein der tonzessionsmäßigen Rücklaufes nach dem durchschnittlichen Rein- ftellte, einen immensen Fortschritt bedeutet. In derselben Sigung hat Erfurter Polizeibehörde eingereichtes und von dieser berichtigtes ertrag in den letzten zehn Jahren berechnen zu können, unter Genosse Wasner( Stuttgart) einen interessanten Bericht über Verzeichniß eines Kolporteurs. Gestrichen, also nicht zugelassen breitet jetzt das Eisenbahn- Departement dem Bundesrath ein den deutschen Handschuhmacher Verband abgestattet. Er zeigte zur Kolportage, hat die Polizei folgende Werke: neues Gesetz über das Rechnungswesen der Gesellschaften, wonach dabei insbesondere, was eine andauernde Propaganda und tüchtige neue Heilverfahren" von Bilz, Illustrirte die Gesellschaften dem Bunde verbindliche Ausweise über den Organisation zu leisten vermag. So feien 82 pet. der HandschuhWeltgeschichte für das Bolk" von J. G. Voigt, jenigen Reinertrag ihrer Bahnen liefern müssen, den sie bei Be- macher Deutschlands gewerkschaftlich organisirt. Das sebe auch Das Bit ch der Erfindungen" und rechnung der Rückkaufssumme zur Grundlage nehmen wollen. den Verband bez. die Ortsvereine und die Hauptkasse in den Stand, Welt- und Lebensanschauung für das Volk" Das neue Rechnungsgesetz ist ferner dazu bestimmt, die Un- verhältnißmäßig sehr bedeutende Ausgaben für Reise- Unterstüßung, beide von demselben Verfasser; nicht gestrichen, also flarheiten in den Rücklaufsvorschriften der Konzessionen zu lösen. für Streifende und Gemaßregelte, für Arbeitslose, für Rechtsgenehmigt wurden unter anderem folgende hervor schutz 2c. zu machen. So beliefen sich die Gesammtausgaben der Drtsragende Werke" deutscher Schriftstellerei: ,, Schinderhannes, vereine und Hauptkasse im Jahre 1891 auf rund 106 921 M., Der kühne Räuberhauptmann", Die BettelDie konservative Strömung in Eng 1892 auf 61 434 M., 1893 auf 49 765 und im ersten Halbgräfin", Krauz, der Scharfrichter von Berlin", land macht sich auch in den kommunalen Angelegenheiten be- jahr 1894 die übrige Abrechnung ist noch ausständig Die Grafenbraut"," Rinaldo Rinaldini" u.s.w. merkbar. Am letzten Sonnabend fanden im ganzen Lande die 24 487 M. Das Gros der Ausgaben entfiel auf Streifende und Ohne uns nun für die gestrichenen Werke irgendwie zu erwärmen, Bürgermeisterwahlen statt. Dabei wurden charakteristischer Weise Gemaßregelte, sowie Arbeitslose. So verausgabten die Orts müssen wir doch sagen: Die Erfurter Polizei scheint die nicht weniger als 11 Beers des Reiches zu Häuptern der vereine im Jahre 1891 für Streifende und Gemaßregelte rund ihr nach der Gewerbe- Ordnung zustehende Befugniß nach städtischen Gemeinwesen erwählt. Lord Windsor in jezt Bürger- 78 787 M., für Arbeitslose 6300.; 1892 für die ersteren Grundsäten auszuüben, die für einen mit den Lehren polizistischer meister von Cardiff, Lord Dudley von Dudley, Lord 14 998 M., für die letzteren 21 817 M.; 1893 für den gleichen Weisheit nicht Vertrauten einfach unfaßbar sind. Derby von Liverpool, der Herzog von Norfolk von 3wed 2283 M. und 30 183 M.; im 1. Halbjahr 1894 357 M. und Herr Karl Vollrath, Chefredakteur der Volks- Sheffield, der Marquis von Betland von Richmond 16 834 M. Außerdem haben die organisirten Handschuhmacher Beitung", ersucht uns mitzutheilen, daß die von einem Bericht-( Yorkshire), der Earl von Warwick von Warwick, Lord Lons: Deutschlands vom 4. Quartal 1892 bis 3. Quartal 1895 nahezu erstatter verbreitete Behauptung, auch er bewerbe sich um das bale von Whitehaven, Earl Beauchamp von Worcester, 9000 m. für internationale Zwecke aufgebracht. Der Bericht Mandat für den vierten Berliner Landtagswahlkreis, un Lord Hothfield von Appleby, der Herzog von Suther hat einen sichtlich guten Eindruck auf sämmtliche Delegirte richtig sei. land von Longton, der Marquis von Ripon endlich gemacht. von Ripon. In Leeds ist zum ersten Male, seitdem die Stadt ihren Freibrief erhalten hat, ein Konservativer zum Bürgermeister erwählt worden. " " 0 England. Frankreich. auf Aus der heutigen Vormittagssigung wäre von allgemeinem Bom Jstraut. Am Montag fam es in einer VerInteresse nur anzuführen, daß die österreichische Delegation dem sammlung des Bundes der Landwirthe zu Herford zu heftigen Kongreß zur Kenntniß brachte, daß in 6 Prager Handschuhfabriken Auseinandersetzungen zwischen dem antisemitischen Reichstagsmit zufammen 160 Arbeitern infolge von Lohndifferenzen der Streif Abgeordneten skraut und den Konservativen. Amtsgerichtsausgebrochen sei. Die Arbeiter verlangen nämlich die Erhöhung rath Dr. Weibe, der sich um das frühere Hammerstein'sche Kammer Verhandlungen. Nachdem die Rammer des Lohntarifs, der bisher, je nach den Fabriken, 1 fl. 2 Kreuzer Mandat bewirbt, hielt seine Kandidatenrede. Er stellte sich dabei gestern Poincaré zu ihrem Bizepräsidenten ernannt hatte, nahm bis 1 fl. 8 Streuzer pro Dußend Handschuhe betrug, auf 1 fl. auf den Standpunkt des Bundes der Landwirthe. Die Ver- sie die Berathung über die Erbschaftssteuer- Reform wieder auf. 14 Kreuzer. Der Kongreß sprach in einer Resolution seine sammlung erklärte sich für Weihe's Kandidatur und desavonirte Zunächst sprach der Abg. Jourdan über dieses Thema und be- Solidarität für die Prager Handschuhmacher aus und erklärte, Jstraut, der als Mitglied der Antisemitenpartei nicht mehr hauptete, daß das neue Gesetz der Landwirthschaft infolge der die Streifenden sowohl moralisch wie petuniär unterstützen zu fonservativ sei. Entlastung der Verkäufe des ländlichen Kleinbefizes zu gute wollen. In diesem Sinne wurde denn auch gleich ein Telegramm kommen werde.. Der tonservative Abg. Gamard schlug ein an sie abgeschickt. - Eine Beschränkung des Verkehrs im Nord Abonnementssystem auf die Mobiliarwerthe vor, von dem er In der Nachmittagssigung begann die Diskussion über den ostsee- Kanal ist durch einen acht Meter unter dem Wasser- sich größeren Nußen, als von der Progressivsteuer ver- Punkt, betr. die Aufnahme der mit der Handschuhmacherei verwandten spiegel aufgefundenen großen Stein eingetreten. Es dürfen sprach. Schließlich ergriff der Berichterstatter Trouillot Berufskörperschaften( Weißgerber, Färber und Zurichter). So beshalb bis zur Beseitigung desselben nur Schiffe bis zu das Wort und vertheidigte die Vorlage, die von Poincaré sympathisch auch allen Delegirten, die bisher in dieser Frage das 7,3 Meter Tiefgang den Kanal passiren. Wahrscheinlich ist der herstamme und deren Nothwendigkeit zur Deckung des Wort ergriffen, der Zusammenschluß der HandschuhmacherStein aus dem Grunde durch den gegenseitigen foloffalen Druck Defizits einleuchtend sei. Die Republik, die an der Spige Gewerkschaften mit denen der verwandten Berufsgruppen ist, so der beiden Uferböschungen emporgetrieben. des Fortschritts marschiren müsse, habe die Pflicht, einen Theil wollen doch nicht wenige erst eine nationale und internationale " Briefsperre. Wie die„ Schlesische Zeitung" erfährt, der schweren Steuerlaften auf die Vermögenden abzuwälzen. Die Verbindung der einzelnen Berufsgruppen hergestellt wissen, ehe ift in der Angelegenheit der Unterdrückung des Rammer werde sich gegen ihre Pflichten vergehen, wenn sie die sich alle zusammen zu einem internationalen Bund vereinigen. Handels mit unzüchtigen Schriften vom Auslande Reform, wie er sie vorschlage, nicht bewillige." Nachdem noch zu diesen zählt auch auch der Delegirte des französischen nach Deutschland, zu welchem Zwecke der Finanzminister der Abg. Cochin( Rechte) die Befürchtung ausgesprochen, daß die Weißgerber- Verbandes, Genosse Condupus, den ich blos die Zollbehörden türzlich zur Mitwirkung veranlaßt hatte, von Progressivsteuer auf die Erbschaften nur nach dem Zufall wirken darum hervorhebe, weil er einen sehr interessanten Bericht feiten der Staatsanwaltschaft gegen eine große Anzahl von und den Betrug begünstigen würde, wurde die Fortsetzung der über die Löhne und Arbeitszeit in den mit der Handschuhmacherei Firmen und Personen, welche sich in Frankreich, Debatte auf morgen verschoben. Den Schluß der Sigung füllte in Verbindung stehenden Weißgerbereien erstattete. Aus dem Spanien, Desterreich und Rumänien befinden, die Brief die Wahl eines Sekretärs aus. Hierzu wurde Herr Ernest selben geht nämlich deutlich hervor, daß dort, wo die Arbeiter fperre eingeleitet worden. Die dabei in betracht kommenden Carnot mit 192 Stimmen ernannt. nicht organisirt sind, lange Arbeitszeit mit niedrigen Böhnen Firmen oder einzelnen Personen wohnen hauptsächlich in Paris, Spionagegeset. Die Kommission des Senats, Hand in Hand gehen. Hier in Kürze sein diesbezüglicher Montpellier, Bordeaux, Barcelona, Budapest, Bukarest und Wien. Die das Spionagegesetz zu prüfen hat, konferirte am 9. November Bericht: Annonay zählt ca. 1250 Weißgerber, die alle der Diese Maßregel soll hauptsächlich auf Betreiben der Staats- mit dem Vorstande des Vereins Pariser Preffe", an deffen Gewerkschaft angehören. Arbeitstag 10 Stunden, Lohn 4,50 Fr. anwaltschaft in Potsdam zurückzuführen sein. Spige der Chefredakteur des Temps", Adrien Hébrard, steht. Grenoble, wo, nebenbei bemerkt, das Organ des WeißgerberFriedland in Schlesien, 14. November. Bei der heutigen Die Journaliſten wiesen auf die Gefahr hin, die eine ungenaue Verbandes Le Mégisfier" erscheint, zählt nebst dem Vorort FonLandtags- Ersatzwahl in dem 9. Wahlbezirke des Regierungs- Fassung des Wortlautes für die Preffe haben könnte, und betaine ca. 250 Weißgerber. Gehören sämmtlich der Gewerkschaft an. tonten die Nothwendigkeit einer exakten Ausdrucksweise besonders Arbeitstag 10 Stunden, Lohn 4,50 Frts. Chaumont besitzt bezirks Oppeln wurde nach amtlicher Feststellung Frhr. v. Huene bei dem Paragraphen über die geheimen Schriftstücke, wo Irr eine Weißgerberfabrik, die 210 Arbeiter beschäftigt. Dieſelben ( Zentrum) mit 332 von 363 Stimmen wiedergewählt. Franc thümer nicht allein den Polizisten, sondern auch allen Bürgern bilden eine Gewerkschaft und erlauben niemandem zu arbeiten, der ihr nicht angehört. Arbeitstag 10 Stunden, Lohn 5 Frks. Dies ist ein matter Troft für den Durchfall bei der Neichs- zum Schaden gereichen könnten. Wilhau zählt 214 Weißgerber, die alle gewerkschaftlich vertags- Erfahwahl in Pleß- Rybnik. bunden sind. Arbeitstag 91%, Stunden, Lohn 4,50 Frts. Paris Strzoda( Zentrum) erhielt 31 Stimmen. richtet werde. Altenburgischer Landtag. Der Landtag des Herzogthums Sachsen- Altenburg ist am 13. November eröffnet worden. Den Hauptpunkt der Berathung bildet der Etat, der durch die Reichsfinanzlage ungünstig beeinflußt wird. " Türkei. Partei- Nachrichten. ArbeitsBulgarien. Lehrergehälter in Roburg. Der Landtag des Anklageschrift gegen Stambulow. Bor zählt 450 Weißgerber, wovon 390 der Gewerkschaft angehören, Herzogthums Koburg nahm den Gefeßentwurf über Erhöhung einiger Zeit hat die Stambulow Kommission der bulgarischen Die restlichen 60 wurden aus derfelben ausgeschlossen, weil sie sich der Gehälter der Volksschullehrer an. Bei der günstigen Finanz- Sobranje ihren Bericht vollendet und dem Parlament vorgelegt. dem letzten Streit, der hauptsächlich auf eine Verkürzung der lage afzeptirte die Regierung einen Kommissionsantrag, baß die Dieser Bericht ist ein stattlicher Band von 600 Quartſeiten. Aus Arbeitszeit abzielte, nicht angeschlossen hatten. Erhöhung für alle Landgemeinden aus der Staatskasse gezahlt den Telegrammen, Briefen, geheimen Verordnungen und Betag 10 Stunden, Lohn 6 Frants. Hingegen zählt Saintund für die Unterstützung der Städte ein Dispositionsfonds errichten geht hervor, daß Sambulow sehr häufig in den Gang der Junien 500 Weißgerber, von denen nur 150 gewerkschaftlich gerichtlichen Verhandlungen eingegriffen, ja geradezu den Richtern verbunden sind, und da beträgt der Arbeitstag 111/2 Stunden bas Urtheil vorgeschrieben hat. In besonders markanter bei einem Lohn von ca. 3 Franks. Es giebt noch andere WeißWeise tritt dies in dem Falle des Metropoliten Clement hervor, gerber- Syndikate, so in Graulhet. das ca. 1800 Arbeiter bein dem Stambulow den politischen Gegner und Russenfreund schäftigt, die sämmtlich der Gewerkschaft angehören, doch wolle bekämpfte. Dagegen nermögen die Dokumente keine einzige der er von diesen Weißgerbereien nicht sprechen, da sie mit der sonstigen Anklagen gegen ihn zu bekräftigen. Bekanntlich be: Handschuhmacherei nichts zu thun haben. In der ganzen München, 13. November.( Gig. Bericht.) Im Landtag haupteten seine Gegner, es wären auf feinen Befehl zahllose Beißgerberei herrscht, nachdem die Gewerkschaften stets gegen die wurde heute über folgende Interpellation Schadler( 3entrum Menschen gemartert oder mindestens geprügelt worden, er hätte Stücfarbeit angekämpft haben, ausschließlich 3eitarbeit. Morgen wird die Debatte über den oben angeführten Punkt verhandelt: Welche Maßregeln gedenkt die f. Staatsregierung Mädchen dugendweiſe entehrt und viele Millionen Staatsgelder veruntreut. Für diese Anklagen bieten die vorliegenden fortgesetzt.zu ergreifen, um Leben und Sicherheit der Bau. arbeiter besser denn bisher zu schützen. Die Begründung er- Dokumente nicht den geringsten Anhaltspunkt. giebt sich aus den in jüngster Zeit erfolgten Einstürzen in der Amalienstraße und Ser Schwanthaler Passage( Deutsches Vorgehen der Großmächte. Den europäischen GroßTheater) und der hierbei erfolgten Tödtung mehrerer Bauarbeiter." mächten scheint endlich die Geduld bei den Wirren in der Türkei nofsinnen! Sonntag, den 17. d. Wits., morgens 9 Uhr, wird in Achtung, Charlottenburg! Parteigenossen und GeDer Interpellant besprach in längerer Rede die Mißstände im auszugehen, denn wie der Bossischen Zeitung" aus London ge: Gachen der bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen das letzte Bauwesen, die mangelhafte Aufsicht der beauftragten Organe meldet wird, schweben auf Anregung Desterreich Ungarns Sachen der bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen das letzte und glaubte, daß der mangelnde Befähigungsnachweis an den zwischen den Großmächten Unterhandlungen behufs Erzielung Flugblatt von den unten angegebenen Lokalen aus ver Er gab eine Reihe AnZuständen mit die Schuld trage. theilt. Diejenigen, die gewillt sind, dabei zu helfen, den Zuständen in eines einigen Vorgehens gegenüber Die Mitglieder Des regungen, wie dem Bauschwindel beizukommen sei und forderte allein im mögen fich pünktlich einfinden. Türkei. der die Anstellung eigner Bauinspektoren. Der Minister des Orient etwas unternehmen, unabhängig von den Sozialdemokratischen Wahlvereins mögen diese Aufforderung Junern v. Feiligsch berief sich auf die vorhandenen straf- übrigen, ferner alle Schritte sollen nach vorheriger Verständigung ganz besonders beherzigen und besonders energisch für die bevorund polizeigefeßlichen Bestimmungen. Die Regierung werde aber gemeinsam ergriffen werden. Der alleinige Zweck des Vorgehens stehenden Stadtverordneten Wahlen agitiren. Also vorwärts ihr möglichstes thun. Man solle nicht vergessen, daß auch soll die Hernellung der Ordnung in der Türkei zum Kampf, dann ist der Sieg unfer! der Leichtsinn der Arbeiter eine Hauptursache der Unfälle fet. sein. Jede Großmacht wird ein Geschwader nach den türkischen ( Lebhafter Beifall bei den Liberalen.) An der weiteren Debatte Gewässern entfenden. Diese Flottenfundgebung bezwecke erstlich, betheiligten sich Schwarz und Sey both( freif.), welche sich die Wacht und Einigkeit Europas darzuthun und dadurch einen auf den Standpunkt des Ministers stellten. Genoffe Ehrhart er heilsamen Gindruck auf das Gemüth des Sultans zu erzeugen, es sei Absicht der sozialdemokratischen Fraktion gewesen, zweitens als Vorsichtsmaßregel hinsichtlich möglicher Gefahren diese Dinge bei der Berathung des Etats des Innern zu besprechen. für die Ausländer zu dienen. Daß die Gelegenheit zur Besprechung früher gekommen sei, sei um so angenehmer. Verwunderlich aber bleibe, daß die Regierung jetzt nach den neuen Unfällen sich der Angelegenheit da von gewerkschaftlicher Seite annehnien wolle, tlärte unter Reine Macht folle M Die Flugblätter werden in folgenden Lokalen ausgegeben. für den 1. Bezirk bei Wolter, Magazinstr. 15; für den 2. Bezirk bei Leder, Bismarckstr. 74; für den 3. Bezirk bei Hohmut, Krummeftr. 19; für den 4. Bezirk bei Wilte, Wallstr. 63; für den 5. Bezirk bei Beyer, Wallstr. 96; für den 6. Bezirk bei Stremann, Ranteftr. 9. Nochmals also, Genossen und Genofsinnen! Wer gewillt ist, Chinesische Kriegsentschädigung. Dem am Tage der Wahl zu helfen, hat sich nach den genannten Das Komitee. Standard" zufolge verlautet, daß die Entschädigung, durch Lokalen morgens 9 1hr zu bemühen. Japan. = Versammlungen. Friedrichshagen. Den Parteigenoffen zur Kenntniß, daß feiernb bezeichnet werden müssen. Bu diefen an- I arbeiter firömen aber inzwischen beständig neue Verstärkungen die regelmäßige Monatsversammlung des Arbeiter Bil- fäffigen Arbeitslosen kommt noch eine große Zahl derjenigen, aus den Reihen der früheren Gegner, d. h. der freien dungsverein 3 Sonnabend, den 16. d. M., abends 812 Uhr, die keinen festen Unterstüßungswohnsiz haben. Die von den Arbeiter, zu und es find gestern wieder 2000 Mitglieder in Gesellschaftshaus", Friedrichstraße, stattfindet. Den Vortrag Städten unternommenen Nothstandsarbeiten fönnten nur als ein der Free Labour Union zum Gewerkverein der Maschinen. hält Dr. Joël. Das Thema wird in der Versammlung bekannt Tropfen auf einen, heißen Stein bezeichnet werden, sodaß bauer übergetreten, ter vorbereitet ist, den Ausstand für drei gegeben. Der Vorstand des Arbeiter Bildungs- innerhalb der Provinz unbedingt zur Einschränkung des Monate aufrecht zuerhalten." Wenn die Arbeiter unter folchen vereins. J. A.: Wilh. Heyfelder, Ahorn- Allee 31. regelmäßig im Winter sich einstellenden Nothstandes etwas Umständen nichts von einem Vergleich wissen wollen- ein von Sir geschehen müsse. Solle die Fürsorge für die Arbeits- Donald Currie gemachter Vermittelungsversuch wird als gescheitert Was ist ein Parteitag? Auf diese Frage giebt die Kreis hauptmannschaft 3 wickau in dem Bescheid auf die Beschwerde lofen wirklich durchgreifend sei, so müsse ein größeres Reservoir gemeldet so ist das um so natürlicher, als die Werftbefizer der Reichenbacher Genossen Müller und Hammer über das von Arbeit geöffnet werden, das in der Kultivirung der im am Clyde die Aussperrung der Maschinenarbeiter, die nachher Verbot eines Parteitages für den 22. fächsischen Wahlkreis Aus- großen Umfange vorhandenen Haideländereien zu suchen sei. Es den Streit der übrigen Arbeiter zur Folge hatte, ganz ohne funft. Der Reichenbacher Stadtrath hatte das Verbot des Partei- wird dann auf die großartige Kultivirungsarbeit der dänischen Noth und lediglich deshalb begannen, um den mit ihren Arbeitern Haidegesellschaft hingewiesen und der Vorschlag gemacht, im Streit liegenden Belfaster Werftbesitzern einen Gefallen zu tages auf§ 24 des Vereins- und Versammlungsgesetzes, sowie die Provinzialverwaltung möge kleinere Haideflächen erwerben, erweisen. Es liegt im Klassenintereffe der Arbeiter, den Unterauf§ 8 der Ausführungsverordnung zu diesem Geseze gestützt unter Umständen nur für diese das Kultivationsrecht erwerben nehmern die Lust zu solchen Gefälligkeiten abzugewöhnen. und damit begründet, daß ein Parteitag einer bestimmt be und dann durch ländliche Arbeiter, die möglichst im Umkreise von zeichneten und örtlich nicht begrenzten Partei einer gemeinschaftlichen Zusammenkunft organisch gegliederter 2 Meilen wohnen, kultiviren lassen. Die Arbeit sei in Afford In Vereine gleichzuachten sei. Die Kreishauptmannschaft hat dieser 3 vergeben, der natürlich nicht zu hoch sein dürfe. Ansicht nicht ohne weiteres beizutreten vermocht, sie würde dieselbe Gegenden, die tief in der Haide liegen, müßten kleinere ArbeiterDie in der Hutindustrie beschäftigten Arbeiter und gruppen unter einem festangestellten Vorarbeiter arbeiten, für vielmehr nur dann für richtig habe erachten können, wenn der bie als Wohnstätte Schlafwagen oder Baracken zu beschaffen im großen Saale des Böhmischen Brauhauses versammelt, um Arbeiterinnen Berlins hatten sich am 11. November zahlreich Parteitag etwa von Delegirten anderer Wahlkreise oder von Be- wären. Endlich möge die Provinzialverwaltung Bedacht nehmen, auftragten einzelner fozialdemokratischer Vereine 2c. hätte be- durch Kanalisation von Auen, Aufsuchung von Mergel und An- einen Vortrag des Reichstags: Abgeordneten G. Wurm über schehen sollen, ist jedoch aus den vorhandenen Unterlagen nicht Gebiete der Kultivation zu erschließen. schickt werden sollen. Daß dies vorliegenden Falls hat ge lage von Mergelbahnen nach dem Vorbilde Jütlands größere Kapital und Arbeit" zu hören. Der Redner bot eine interessante gefchichtlich- volkswirthschaftliche Abhandlung, die er mit einer zu entnehmen gewesen, es ist dies nach Ansicht der königlichen eindringlichen Befürwortung emfiger Pflege der Organisation Kreishauptmannschaft auch nicht ohne weiteres anzunehmen, da Eine fozialpolitische That von hohem Werth für die Ar- schloß. Lebhafter Beifall folgte seinen Ausführungen. Der Vor sehr wohl denkbar ist, daß die einzelnen Parteigenoffen als solche beiter sucht das Gewerbegericht von Frankfurt a. M. fizende zeigte dann an einigen Beispielen aus der letzten Zeit, von an dem Parteitage theilnehmen. Der Stadtrath würde daher die zu vollbringen. In einer Plenarversammlung haben die wie großem Vortheil es für die Arbeiter und Arbeiterinnen ist, Versammlung zwar eventuell wegen Zuwiderhandelns gegen§ 5 Beisitzer beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, laut§ 119 wenn sie zusammenhalten. Besonders die Frauen und Mädchen des angezogenen Gesetzes haben auflösen können, wenn sich im der Gewerbe Ordnung ein Ortsstatut zu erlassen, welches für hätten alle Ursache, sich nicht von den Bestrebungen ihrer Laufe der Verhandlungen herausgestellt hätte, daß die Voraus- Frankfurt die achttägige Lohnauszahlungsperiode vorschreibt. flassenbewußten Kollegen fernzuhalten. In einer Fabrit, wo den segungen in§ 24 cit. bezüglich derselben wirklich gegeben waren, Daß eine möglichst kurze Lohnzahlungsfrist für den Arbeiter ein Arbeiterinnen Lohnabzüge in Aussicht gestellt waren, seien diese fie aber von vornherein zu verbieten, erscheint unthunch." dringendes Bedürfniß ist, braucht nicht weiter angeführt zu unterblieben, als sich den Bedrängten ihre männlichen Mitwerden. Die Vortheile derselben machen sich jedem Arbeiter arbeiter hilfreich zur Seite stellten. Nicht zu vergessen sei auch, Dr. Rüdt läßt durch seine Gefolgschaft ein Flugblatt ner breiten, in welchem vollgehäufte Schmutztübel ausgegossen werden leicht bemerkbar, ganz abgefehen davon, daß bei größeren Fristen daß die Unternehmer neuerdings große Luft zeigten, ihr Müthchen in unsoliden Geschäften der Arbeiter um einen entsprechend wieder einmal zu fühlen. Mehrere Redner schlossen sich dem an. über den Parteivorstand und die Neunerkommiſſion des Breslauer größeren Lohn geprellt werden kann. Für den von den Arbeit- Von einem wurde die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf den Parteitages. Durch die uneigennützige Güte der liberalen " Badischen Landeszeitung", dem Leiborgan Nüdt's, ist der Aufnehmer- Beisigern eingebrachten Antrag stimmte bezeichnenderweise Arbeitsnachweis gelentt, der seiner Meinung nach in jeder Benur ein einziger Unternehmer. ziehung die größte Beachtung verdiene. Mit einem Hoch auf rus" aus dem Dunkel an's Licht gezogen worden. Andere bürgerdie moderne Arbeiterbewegung ging die Versammlung ausliche Blätter, die wieder einmal die lang ersehnte„ Spaltung" Das städtische Bauamt in Winterthur hat für seine der sozialdemokratischen Partei dahinter wittern, drucken den Arbeiter beim Stadtrath( Magistrat) die Einführung des selben mit Behagen ab. Wie wenig die Freude dieser Blätter Behnstundentages und des Minimallohns von berechtigt und wie wenig Dr. Rüdt für uns zu fürchten ist, 4 Frants beantragt. Der Stadtrath stimmte dem Antrage zu geht wohl am besten daraus hervor, daß die Mannheimer und beschloß gleichzeitig seine Ausdehnung auf die Arbeiter des Volksstimme" dies Dokument Rüdt'scher Ueberhebung Forstamts, sowie des Gas- und Wasserwerkes. Diese schätzens: und Rüdt'scher Wahrheitsliebe vollinhaltlich zur werthe Neuerung ist eine Folge des Eindringens der SozialKenntniß ihrer Leser bringt, ohne es der Widerlegung für werth demokraten in die städtische Verwaltung. au erachten. " Gewerkschaftliches. Eämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über Organisation tragen. einander. Der Jnteressenverein der Kiftenmacher nahm am 11. d. M. in seiner Generalversammlung bei Joël, Andreasstr. 21, die Abrechnung vom III. Quartal entgegen. Diese ergab: Alter Bestand 449,02 M., Einnahme 172,80 M., Ausgabe 316,60 M., Generalbestand 305,22 M. Der Markenbestand belief sich auf 579 Stück. Aus der Neuwahl der ausgelooften Vorstandsmitglieder gingen hervor: E. Burwig als 2. Vorsigender, E. Torfite cher als 2. Schriftführer, E. Haute als 1. Raffirer und F. Splinter als Revisor. Die Versammlung beschloß dann u. a., daß Kollegen, die sich nicht am Generalstreit bekönnen, bis sie gezeigt haben, daß sie gewillt sind, sich künftig beffer gegen ihre Kollegen zu betragen. Auch find Kollegen vor ihrer Aufnahme in den Verein fünftig erst der Versammlung vorzustellen. In einer öffentlichen Versammlung der in Buch bindereien, Album, Kartons, Leder- und Galanterie waaren und Luruspapier Fabriten beschäftigten Personen, die am 12. November im Louiſenstädtischen Konzerthaus" tagte, hielt Genoffe Bägel einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Hierauf referirte Kollege Sailer über die im Vorwärts" schon des öfteren beleuchteten Mißstände jener Berufe, als da find: niedere, unzureichende Löhne, überlange Arbeitszeit, brutale Behandlung durch Werk. " Um den UebelMit dem Verbot fernerer Arbeitszeit- Verlängerung im Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ranton Neuenburg zeigten sich in einer Konferenz der Der Redakteur des Stettiner Volksboten", Genosse Unternehmer mit dem Minister 44 Uhrenfabrikanten einDHI, gegen den bekanntlich eine Anzahl Strafverfahren schweben, verstanden, 6 dagegen nicht. Die neuenburgische Regierung hat theiligten, so lange nicht in den Verein aufgenommen werden hat sich seitens der dortigen Behörden einer übergroßen Aufmerk nun beschlossen, das erlassene Verbot aufrecht zu erhalten und famkeit zu erfreuen. Nachdem ein Bezirksvorsteher bei der Chefernerhin keine Verlängerung der geseglichen Arbeitszeit zu befrau desselben angefragt hatte, ob ihr Mann Gerichtstoften bewilligen. Der Grund dieser Maßregel ist die Rücksicht auf die zahlen könne und von dieser an ihren Mann verwiesen worden Arbeitslosen resp. auf den Wiedereintritt der Arbeitslosigkeit. war, erschien ersterer auch bei Dhl im Geschäft. Dort erhielt In gleicher Weise verfährt die Regierung des Kantons Bern. er die Antwort, daß Ohl zur Zeit keine Gerichtskosten zu zahlen habe und wenn dies der Fall werden sollte, so werde er dieselben auch bezahlen. Vor kurzem tam der Beamte nochmals und fragte an, wovon Oh I die Gerichtskosten bezahlen wolle; ob er Vermögen habe oder solches in Zukunft zu erwarten habe. Auch bei den Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Etempel ber betreffenden Familienangehörigen Ohl's stellte ein Schuhmann gleiche Recherchen an. Wir müssen gestehen, bemerkt hierzu der„ Volksbote", daß wir Die in den Artikeln ,, Mißstände im Baugewerbe Berlins" diese große behördliche Aufmerksamkeit entschieden nicht zu würdigen wissen, sondern dieselbe höchst unangenehm empfinden, im Vorwärts" fürzlich gebrachte Statistik, wonach die Töpfer umfomehr, als wir der Meinung sind, daß unsere Vermögens in 8-81/ 2 Stunden Arbeitszeit pro Tog 7 M. verdienen sollen führer und Prinzipale, Umgebung der Schutzvorschriften, mangelverhältnisse die Behörden abgesehen von Steuerangelegenheiten( was im Jahre über 2000 m. ausmachen würde) ist dahin richtig haite Beleuchtung und Ventilation der Werkstuben, das gar nichts angehen. Die Anfragen sollen, wie das Blatt zu stellen, daß nicht 7 M., sondern höchstens die Hälfte davon Fehlen von Ankleideräumen u. s. w. u. s. w. ernstlich entgegenzutreten, follen Branchen- und weiter mittheilt, auf Requisition der Staatsanwaltschaft erfolgt den Durchschnittsverdienst der organisirten Kollegen für das Händen sein. Diese will wahrscheinlich, wie das schon häufig geschehen, Jahr 1894 ausmachte, während der Lohn in diesem Jahre noch Wertstuben- Versammlungen abgehalten werden, für deren regen in den bevorstehenden Prozessen in jedem Falle Gefängnißftrafe geringer ausfallen dürfte. Genosse W. Daudert, der uns Besuch Sorge zu tragen jedem organisirten Berufskollegen zur diese Berichtigung namens des Vorstandes der Töpferorganisation Pflicht gemacht wurde. Ein moralischer Erfolg der bisherigen beantragen mit dem Hinweis, daß Geldstrafen dem Angeklagten sandte, bemerkt noch dazu:" Interessant wäre es zu erfahren, Agitation ist nach Ansicht Sailer's darin zu erblicken, daß doch nicht fühlbar feien, da die Partei diese bezahle". -Einen Strafbefehl von 15 Mart hatte der Vorsitzende des auf grund welchen Materials der Verdienst von 7 M. heraus das Intelligenzblatt" auf Vorstellungen der Fabrikanten bin Stettiner Wahlvereins erhalten, weil er unterlassen hatte, gerechnet wurde. Um derartigen Uurichtigkeiten in Zukunft vor- nicht mehr die objektiven Versammlungsberichte wie früher eine vollzogene Erfahwahl des Vorstandes der Polizei binnen aubeugen, würde es sich empfehlen, bei solchen Aufnahmen immer bringe, sondern die aufgedeckten„ Schweinereien", um die Gunst 3 Tagen anzumelden. Gegen diesen Strafbefehl hatte sich der einen Berufsgenossen der betreffenden intereffirten Gruppen heran- der inferirenden Fabrikanten nicht zu verlieren, einfach unters anziehen." drücke. Daß manche Fabrikanten ihre Arbeiterinnen nicht nur Vorsitzende beschwerdeführend an den Regierungspräsidenten gehinsichtlich der Arbeitskraft, sondern auch noch in anderer Bewandt. In dieser Beschwerde war ausgeführt, daß der§ 2 des Ueber die Thätigkeit des Nürnberger Arbeiterziehung auszunügen verstehen, sei durch Vorfälle, die nicht verVereinsgesetzes nur von den Veränderungen der Vereinsmit Sekretariats erstattete fürzlich Genosse Segi Vericht, der einzelt wären, hinlänglich bewiesen. In betreff eines Falles führte glieder spreche, womit nur die An- und Abmeldung der Mitglieder den Beitraum vom 1. November 1894 bis 31. Oftober 1895 um- Redner hierbei an, daß der Vormund des betreffenden verführten gemeint sein fönne. Die Beschwerde hatte Erfolg, der Straf- faßt. In dieser Zeit haben 6839 Personen das Buceau in An- minderjährigen Mädchens den Strafantrag zurückgezogen habe. Frau befehl wurde zurückgezogen. spruch genommen. Den breitefien Raum in der Auskunfts- Greiffenberg wandte sich speziell an ihre weiblichen Kollegen Die Ueberraschungen nehmen kein Ende" ertheilung hat das Gebiet der sogenannten Sozialgefeße mit der Aufforderung, unter ihren Mitarbeiterinnen mehr für meint die Breslauer Boltewacht" zu ihrer Mittheilung von einer eingenommen; so beschäftigte das Bureau allein 1136 Un- den Anschluß an die Organisation zu agitiren. Ein Kollege erdas neuen Anklage, die ihrem Verantwortlichen, Neukirch, bevor fallsachen. Inwieweit Sefretariat den organi- innerte daran, daß am Vorabend des preußischen Bußtages den steht. Derselbe soll Aergerniß erregt haben dadurch, daß er aus firten zu gute kommt, darüber giebt eine Arbeiterinnen gesetzlich der frühere Feierabend wie an SonnGerichtsverhandlungen, für welche wegen Gefährdung der Sitt feit dem 1. Januar 1895 gemachte Aufzeichnung Aufschluß. abenden zustehe. Der Vertrauensmann der Kartonbranche belichkeit die Deffentlichkeit ausgeschlossen war, Mittheilungen Bom 1. Januar bis 31. Oftober haben etwa 4500 Arbeiter, für richtete, daß in seiner Branche alles im argen liege. Mit den gemacht hat. Das Blatt bemerkt, daß das, was es mittheilt, welche gewerkschaftliche Organisationen vorhanden sind, das Arbeiterinnen fei faum etwas anzufangen; für die Organisation mit dem sich deckt, was im öffentlich verkündeten Erkenntniß Sekretariat besucht. Davon waren organisirt 2005= 44,25 pt. wäre bei ihnen kein Sinn vorhanden, obgleich gerade fie nöthig enthalten ist und daß dasselbe auch von anderen bürgerlichen Die Einnahmen betrugen 4114,55 M., die Ausgaben 3823,10 M. hätten, sich gegen unwürdige Behandlung durch Werkführer und Blättern gebracht wurde. Da die Arbeiten des Sekretärs stetig gewachsen sind, soll vom Prinzipale zu wehren. Weiter wurde berichtet, daß es bei der Firma 1. Januar ab noch ein zweiter angestellt werden. Kühne u. Söhne teine getrennten Ankleideräume gäbe, so daß sich die Arbeiter und Arbeiterinnen in den Werkstuben um fleiden müßten. Es soll versucht werden, einen Fabrit- Ausschuß ins Leben zu rufen, der zunächst die Abstellung dieses Uebelstandes herbeiführen soll. Bei Ashelm sollen die Mädchen ihre Hüte unter dem Arbeitstisch aufbewahren müssen, was oft zu Konflikten mit dem Werfführer Veranlassung gäbe. Zum Schluß wurde aufgefordert, fleißig zu agitiren, die Vertrauensleute über vorhandene Mißstände zu unterrichten und die in nächster Zeit zur Ausgabe gelangenden Flugblätter gut zu verbreiten. " Soziale Meberlicht. Nähe des Schlachthofes sich eine Bolts Badeanstalt befindet, die im Sommer tagtäglich von hunderten von Kindern besucht wird. Diefelbe Stadtvertretung hat bekanntlich die Arbeiter aus ihrer Mitte ausgeschlossen. Arbeitern H Der Streik der Wiener Stabzieher und der Arbeiter der Meerschaum und Bernstein- Industrie dauert ungeschwächt fort. Die eingeleiteten Unterhandlungen zwischen den Fabrikanten und Arbeitern haben noch fein positives Resultat ergeben, erörtert hatte. " Eine recht kostspielige Kanalisationsänderung wird die Stadt Kiel vorzunehmen gezwungen werden. Bei Anlage der Die Lohnbewegung der schweizer Eisenbahn- Angestellten jetzigen Kanalisation, die sich nur auf die Abführung der Ab ist derjenigen der Eisenbahn Arbeiter auf dem Fuße gewässer beschränkt, wird der Kieler Hafen als Abflußort benutzt; dieser droht jetzt infolge seines stehenden Wassers zu verseuchen. folgt. Die Eisenbahn- Arbeiter der schweizerischen Zentralbahn Auf Veranlassung des Reichs- Marine- Amts hat sich eine Stom- in Basel haben die Bewegung eröffnet. Denselben folgten die mission aus fünf preußischen Ministerien gebildet, die als Ab- jenigen der Vereinigten Schweizerbahnen, nachdem der EisenbahnArbeiterverein St. Gallen die Lohnfrage schon geraume Zeit hilfe die Anlage von Riefelfeldern empfiehlt. Diese sind für W. Im fozialdemokratischen Volksbildungsverein für Brik Stiel äußerst topspielig, da sie aller Wahrscheinlichkeit nach jenseits vor der Lohnbewegung der Basler Kollegen in seinem Schooße und Umgegend hielt am 4. November Genosse B. Eberhardt des Nord- Ostsee- Kanals angelegt werden müssen, eine Unterführung einen Vortrag über die Urgeschichte der Menschheit", der von des Kanals also erforderlich wird. Was die Marineverwaltung Ein Streit der Schuhmacher Kopenhagens steht in Aus den Mitgliedern mit regem Interesse verfolgt wurde. Nachdem betrifft, so gedenkt diese besonders konstruirte Schiffe zu bauen, sicht. Der Fabrikantenverein hat dem Fachverein der Schuh einige innere Vereinsaugelegenheiten erledigt waren, wurde die die von sämmtlichen im Hafen liegenden Kriegsschiffen den Un- macher den Lohntarif zum 15. Dezember gekündigt. Es handelt Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie gerath aufnehmen sollen, um ihn dann der offenen See zuzuführen. fich dabei um Herabsetzung des Lohnes. Die Höhe der von den schlossen. Besonders gefährlich für die Verseuchung des Hafenwassers find Unternehmern geplanten Lobnreduktion ist noch unbekannt. Die Im sozialdemokratischen Verein ,,, Vorwärts" in Nig die Ausflüsse des Schlachthofes, die einen efelerregenden Geruch Schuhmacher Kopenhagens ersuchen nun die deutschen Kameraden dorf referirte am 12. November Dr. Pinn unter großer Aufverbreiten. Trotzdem duldet es Die Stadtvertretung, der um Bethätigung der internationalen Solidarität. Alle arbeiter- merksamkeit der Zuhörer über Klassenjustiz und Moral. Unter Kapazitäten der medizinischen Wissenschaft angehören, daß in der freundlichen Blätter werden gebeten, hiervon Notiz zu nehmen. Vereinsangelegenheiten wurde mitgetheilt, daß das Mitglied Den Werftbesitzern am Clyde in Schottland dürfte Becher freiwillig ausgetreten ist. Das Stiftungsfest bereits zur Erkenntniß gekommen sein, daß sie mit der wird am 16. November abgehalten; man erwartet zahlreiche Aussperrung der Maschinenarbeiter sehr unklug gehandelt Betheiligung. haben. Die nicht ausgesperrten Arbeiter traten für gemaßregelten Kameraden ein, indem fie Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Kultivirung ihre bie Depelien und lehte Nachrichten. der Oedländereien in der Provinz Schleswig- Hol: Arbeit niederlegten, und so ist aus der Aussperrung ein stein hatten die evangelisch- sozialen Arbeitervereine und der allgemeiner Streik geworden, dessen Beendigung die Arbeiter Hamburg, 14. November.( W. T. B.) In der vergangenen Schleswiger Bürgerverein in Petitionen an den Provinzial- von der Bewilligung eines Stundenlohnes von 71/2 Pence ab- Nacht fand in der Nähe von Brunsbüttel zwischen den Dampfern Landtag gefordert. Hierauf hat sich der Landesdirektor ver- hängig machen, was, wie die Kölnische Zeitung" schmerzlich Riberbuus" und" Northenden" ein Zusammenstoß statt, bei Ter anlaßt gesehen, von den Vorständen genannter Vereine ein Gut bewegt mittheilt, am Clyde einer Erhöhung um 2 Schilling welchem beide Schiffe bedeutend beschädigt wurden. achten einzufordern über die Größe der Arbeitslosigkeit und wöchentlich gleich kommt, in Belfast in Irland aber fast lettere Dampfer kehrte nach Hamburg zurück und begab sich sos wie der Plan der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch die das doppelte des bisherigen Lohnes betrage. Dasselbe Unter- fort zwecks Reparatur nach der Werft von Blohm u. Voß. Von Kultivirung der Dedländereien ins Werk zu setzen sei. In dem nehmerblatt muß aber zugeben, daß die Geschäftslage sehr gut den Befagungen ist niemand verunglückt. die Die massenhaften Aufträge, am Clyde türzlich eingesandten Gutachten haben die Petitionirenden schein ift. London, 14. November.( W. T. B.) In einer Konferenz bar nur die während der Wintermonate auf dem Lande einlaufen, und die Dringlichkeit der Arbeiten, bei denen der Vereinigung der Ingenieure Londons wurde heute eine ist, nähren selbst- Resolution angenommen, in welcher dieselben beschließen, herrschende Arbeitslosigkeit ins Auge gefaßt und führen u. a. an, zumeist eine Lieferfrist ausbedungen daß auf dem Lande ansässige Arbeiter in einzelnen Theilen der verständlich die Zuversicht der Arbeiter, ihre Forderungen erfüllt in ihrer Haltung zu verharren und die Streifenden in Belfast Proving vier bis fünf Monate ohne Beschäftigung zu sehen, und der Abfall einiger Firmen von dem Verbande der und Glasgow ihrer moralischen und finanziellen Unterstützung find, in einem größeren Gemeinde bezirk sogar 140 Tage- Werftenbesizer hat diesen Glauben an den schließlichen und bis auf das Aeußerste zu versichern. Angesichts dieses Beschlusses löhner und Häusler als im Winter regelmäßig baldigen Sieg weiter bestärkt. Tem Gewerkverein der Maschinen- wird der Ausstand zweifellos fortdauern. Berantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 268. Russische Streiks. Im Anschluß an die in der Nr. 259 des Vorwärts" ge: gebene Schilderung des Streits in der Korsinkin'schen Spinnerei und Weberei in Jaroslaw können wir jetzt einen Bericht geben über einen anderen großen Ausstand, der bald nach dem Jaroslawer Streit in Moskau ausbrach. Freitag, den 15. November 1895 12. Jahrg. tam am 8. Oktober Militär mit dem Gouverneur an der Spizze hat. Das ist's! Der thut's!..... Der könnte unser olles in Jwanowo- Wosnessenst an. Aber trotz aller Ermahnungen mecfelburgsches Blut noch mal auffrischen, besser als diese olle des Gouverneurs nahmen die Streifenden die Arbeit nicht wieder Begen von engelsche Windschneider. Ich frag, wo soll einer up auf, indem sie erklärten, die Löhne der Weber seien vom Jahre Stunns noch richtige Sadelmähren herkriegen? Dieser is einer. 1875 an in stetem Sinten begriffen und ihr Bestreben sei daher, Aber auch woll lang' all dod. Na, wir können nicht ewig leben, wenigstens die Durchschnittslöhne des Jahres 1888 wieder her- aber schad, daß die Rasse ausstirbt." zustellen. Ueber den Ausgang dieses Streits ist noch nichts bekannt. Tokales. Für den 1. Wahlkreis: Herm. Soyka, Lübbenerstr. 14 II., Joh. Timm, Alte Jakobstr. 18/19. " Frizz Reuter ist bekanntlich nicht der einzige deutsche Dichter, der sich über die Bedeutung der Hengste im Leben der tooten Hohenzollern vernehmen ließ. " an 3 Die projektirte Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Kleingewerbe beschäftigt schon seit längerem den In eigener Sache. Unseren Parteigenoffen zur Nachricht, geschäftsführenden Vorstand des Verbandes der deutschen Bäckerdaß wir mit unserem früheren Berichterstatter Herrn Emil Innungen Germania". So wurden seinerzeit zwei Vorstands Rogge, Stallschreiberstraße 24, alle geschäftlichen Beziehungen mitglieder beauftragt, eine Unterredung mit dem Präsidenten des abgebrochen haben, weil sich herausgestellt hat, daß dieser Herr Reichs- Versicherungsamtes Dr. Bödiker nachzusuchen, um sich zu Außenstehenden gegenüber nicht diejenige Diskretion zu wahren informiren, welche Schritte eventuell zu thun wären, die wußte, die wir von den bei uns regelmäßig verkehrenden Bericht Genehmigung zur Errichtung einer Berufsgenossenschaft für erstattern fordern müssen. Die Redaktion des Vorwärts". alle deutschen Bäckerei Unternehmer zu erwirken, welche sich anlehne die vorhandene Verbands Organisation tommission sind: Preskommission. Die Adressen der Mitglieder der Preß- Germania". Die Unterredung fand dann auch statt. Der Präs fident erwähnte im Laufe derselben, daß noch unentschieden sei, ob bei Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Kleingewerbe Versicherungsanstalten nach Art derjenigen für die Alters- und Invalidenversicherung gebildet werden sollen, welchen die Verficherungspflichtigen aller im Verwaltungsbezirk der betreffenden Anstalt bestehenden Kleingewerbe angehören würden, oder ob auch für das Kleingewerbe die Bildung von Berufsgenossenschaften ausführbar und praktisch wäre. Der Vorstand des Innungsverbandes tam nun zu dem Schluß, daß es verfrüht sei, bereits jetzt mit den Vorarbeiten für die Ums wandlung des Verbandes in eine Berufsgenossenschaft zu beginnen. Er beschloß, eine Petition an das Reichs Versicherungsamt und das Ministerium des Innern zu richten. In derselben werden die früheren Beschlüsse des Verbandes der Bäckerinnungen„ Ger mania", soweit sie die Neuregelung der Unfallversicherung bes treffen, geneigter Berücksichtigung empfohlen. Die fraglichen Be schlüsse laufen im wesentlichen darauf hinaus, beim Eintreten der Voraussetzungen dazu den Verband zur maßgebenden Berufs genossenschaft sämmtlicher Bäckereibesitzer Deutschlands zu machen. Ju der Angelegenheit Ziethen wird jetzt u. a. durch den Für den 2. Wahlkreis: Paul Jakob, Gneisenaustr. 82 II. bei Springer, H. Knüpfer, Schöneberg, Golystr. 17, Quergebäude III. Für den 3. Wahlkreis: Franz Hoch, Admiralstr. 7 IV., August Pohl, Staligerstr. 118 III. Den Arbeitern in der Weberei von Pro choroff in Mostau geht es sehr schlecht, obwohl ihr Fabrikherr, ein Philantrop", für sie eine Schule und Bibliothek und sogar eine Art von Theater eingerichtet hat. Den geringen Lohn der Arbeiter, der früher 28-30 M. im Monat betrug( Ledige haben außerdem noch freie Schlafstellen in einer Arbeiterfaserne), verstand Prochoroff, insbesondere nach der im Frühling eingetretenen Erhöhung des Preises der Baumwolle, durch Strafabzüge, Erhöhung der Breite des für einen bestimmten Lohn verlangten Stückes, wie auch durch andere Kniffe zu verkürzen. Die Arbeiter beschlossen nun, den Fabrikanten zu bitten, ihre Löhne zu erhöhen. Doch ein paar Tage verstrichen, ohne daß sie es wagten, an Prochoroff mit ihrer Bitte heranzutreten. Am 4. Juni rief Prochoroff, der von der Gährung unter den Arbeitern erfahren hatte, diese selbst zu sich und willigte, um die Arbeiter uneinig zu machen, in die Erhöhung des Lohnes für einige Arbeitskategorieen ein. Als die Arbeiter auf der Forderung der Lohnerhöhung für alle beharrten, befahl ihnen Prochoroff, sich zu entfernen. Darauf stellten die unzufriedenen Arbeiter die Arbeit ein und hinderten auch die anderen Weber am arbeiten. Der von den Ruhestörungen" benachrichtigte Moskauer Fabrikinspektor Nikitinsky erschien in der Fabrit, ließ die Arbeiter, welche ihm ihre Wünsche vortragen wollten, nicht zu Worte tommen und hielt ihnen eine Ansprache, in welcher er ihnen Undankbarkeit gegenüber Prochoroff, ihrem Wohlthäter vorwarf, da dieser für sie sogar Sonntagsfeste veranstaltete. Statt die zu thun", hieß es aus den Reihen der Arbeiter, foll er uns lieber besser bezahlen". Der Fabrikinspektor entfernte sich mit der Drohung, die Arbeiter würden ihre Unbotmäßigkeit mit einer Verbannung nach dem Gouvernement Archangelsk büßen. In der Nacht wurde die ProchoOtto Schmidt, Schwedterstr. 22, Seitenflügel IV. roff'sche Arbeiterfaserne von Polizisten und Kosaken umzingelt, um 6 Uhr morgens wurden die Arbeiter geweckt und auf dem Die Gewissensfreiheit in Preußen. Genosse Vogtherr Fabrikhofe in Reihen aufgestellt, Prochoroff suchte mit seinem ist bekanntlich wegen seiner Frühvorträge, die er als Sprecher Direktor und den Meistern aus diesen Reihen 50 Aufwiegler" der freireligiösen Gemeinde hielt, vom Provinzial- Schulkollegium Schriftsteller Höcker die Aussage eines Barbiers Herrn F. Androck heraus, welche sofort verhaftet wurden. Den anderen Arbeitern zu 100 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Haft verurtheilt worden. in Bornstedt bei Potsdam bekannt, die außerordentlich wichtig zur wurde gesagt: wer arbeiten will, soll es thun, wer nicht will, Auf die erhobene Beschwerde ist unserem Genoffen am Klärung der Angelegenheit zu sein scheint. Zur Zeit, als der soll es jagen. 20 Arbeiter, welche ihren Lohn verlangten, um 12. ds. Mts. der folgende abschlägige Bescheid zugegangen: verschwundene Barbier Wilhelm in Werder war, sei er, Androck von der Fabrik fortzugehen, wurden auch verhaftet. Die Arbeit Euer Wohlgeboren Beschwerde an das kgl. Staatsministerium dort ansässig und mit Wilhelm befannt gewesen. Dieser wurde sodann von allen anderen Webern wieder aufgenommen, über den Bescheid des Herrn Ministers der geistlichen Angelegen habe in Werder ein ehebrecherisches Verhältniß mit einer verProchoroff beeilte sich aber, die von ihm früher für die Arbeiter heiten vom 15. Oftober 1895 in Angelegenheiten des Jugendunter- heiratheten Frau gehabt und ihm hiervon, sowie von einer eröffnete Bibliothek wieder zu schließen. Von den verhafteten richts der freireligiösen Gemeinde ist uns zur ablehnenden Be- früheren ähnlichen Liebschaft in Elberfeld erzählt. Das Arbeitern wurden drei in ein Gefängniß nach Petersburg über scheidung zugefertigt worden. Wir eröffnen Euer Wohlgeboren sei dieselbe Meisterin, die dann ihr Mann erschlagen geführt, 15 nach ihren Heimathsdörfern unter Polizei Aufsicht demgemäß, daß es bei unseren Verfügungen vom 18. August 1895 haben soll, weswegen der letztere heute noch im Buchtbefördert, die anderen wurden freigegeben, doch gelang es ihnen und vom 11. September 1895 sein Bewenden behält. Königl. hause fizze. Aber in Wahrheit wäre wirklich er, meistens nicht mehr, in einer Fabrik in Moskau wieder Arbeit Provinzial- Schulkollegium.( gez.) Tappen. Wilhelm, es, der die Frau mit einem Hammer erschlagen zu bekommen, auch die russischen Unternehmer führen schwarze Listen". 0 " Für den 4. Wahlkreis: ( Für den Often): W. Schulz, Weidenweg 5 III. ( Für den Südosten: Paul Böhm, Görlitzerstr. 53, 51. Für den 5. Wahlkreis: Jul. Wernau, Rosenthalerstr. 57." Für den 6. Wahlkreis: Otto Mäther, Anklamerstr. 44, nommen wird. " Von Bruno Wille, der bekanntlich, ohne daß gegen ihn habe. Eines Sonnabends traf ich," so erzählte Androd, dea ein Erkenntniß der ordentlichen Gerichte ergangen ist, eine längere Wilhelm auf der Ziegelei, da war er ziemlich angetrunken." Da Ein paar Wochen nach diesem Streit ist wieder ein großer Strafe abbüßen soll, wird in einigen Blättern berichtet, daß er dachte ich bei mir, heute müßte ich die ganze Wahrheit Streit im Moskauer Gouvernement in der Spinnerei ven im Hause des Friedrichshagener Amtsvorstehers untergebracht aus ihm herausbekommen, indem ich ja bis dahin Masurin und Gerassimoff in der Nähe von der Eisen- ist und dort eine gute Behandlung habe. Es ist bezeichnend für selbst mir noch nicht darüber klar war, ob er mir die Wahrheit bahnstation Rustowo ausgebrochen. Am 23. Juni verlangten unsere traurigen politischen Zustände, daß von der guten" Be- gesagt oder nur Märchen erzählt hatte. Wir gingen zu 17. Spinner eine Lohnerhöhung; ihrer Forderung schlossen sich handlung eines" Staatsverbrechers" als von einer Art mert- fammen nach Werder zurück, das heißt wir gingen zuerst bald andere Spinner an. Der Meister Gerassimoff( Sohn des würdigem Ereigniß in der Presse ganz besonders Notiz ge- noch von einer Ziegelei zur anderen, um zu barbieren. Da einen Fabrikbesizers) versprach zuerst eine Lohnerhöhung von erzählte er mir nun: Am Abende vor der That, wo der Meister 5 pt., sagte aber nach Rücksprache mit seinem Vater, daß dieser den Lohn nicht erhöhen wolle. Die Spinner stellten darauf die dieser Angelegenheit noch folgende Mittheilungen: Das gestrige Abendblatt der Bolts- Zeitung" enthält in in Köln bei seiner Geliebten war, habe er sich nun, diese Abwesen heit ausnügend, thätlich an der Frau vergriffen. Die Meisterin hat Arbeit ein und als am Abend der Gehilfe des Fabrikinspektors In Sachen der Verhaftung des Sprechers der freireligiösen es nicht zum äußersten kommen lassen, ihm aber, weil er handgreiflich erschien, fand er alle Arbeiter der Spinnerei versammelt. Sie Gemeinde, Dr. Bruno Wille, wird heute vom Gemeindevorstand geworden, gedroht:" Ich werde es meinem Mann, dem Meister, wiesen ihn auf ihre geringen Löhne hin, im Vergleich mit denen eine Beschwerde an das Gesammtministerium nebst einem Protest fagen. Dann wissen Sie doch Bescheid, was geschieht!" Da einer benachbarten Fabrik, 100 infolge befferer Arbeits des Dr. Wille gegen seine Verhaftung abgehen. Außerdem wird hat er sich nicht anders zu helfen gewußt, da solches fein werkzeuge die Arbeiter anderthalbmal so viel verdienten, und eine von Wille verfaßte Flugschrift, die gegen das Verfahren Meister unter keinen Umständen erfahren durfte, als daß er verlangten eine Erhöhung ihrer Löhne. Nach Entfernung des des Provinzial- Schulkollegiums polemifirt, in einer Auflage von nach dem Hammer gegriffen hat. Er schlug auf sie, sie wehrte Gehilfen des Fabrikinspektors wurde die Stimmung der Arbeiter 500 000 Exemplaren in ganz Deuschland zur Verbreitung fommen. fich, fonnte aber nach dem zweiten Schlage nicht mehr, sondern so erregt, daß die Fabrikbesitzer und die Meister sich in ein Am Sonnabend voriger Woche erschien in der Wohnung fiel auf den Rücken. Wie sie lag, schlug Wilhelm noch zu, um anderes Dorf flüchteten, nur der Sohn des Fabrikdirektors Wille's in Friedrichshagen ein Beamter und präsentirte einen feiner Sache gewiß zu sein. Jedoch in meiner Rage wußte Gerassimoff blieb und betheiligte sich an den Ruheſtörungen, als Zahlungsbefehl über die vom Kultusminister verfügten 300 m. ich nicht, was ich in jenem Augenblick noch that". ein Freund" der Arbeiter, welche er mit Zigaretten und Hering Strafgelder, die der Beamte einziehen wollte. Dr. Wille ver regalirte. Als diefe ihren Zorn an den Fabrikgebäuden aus weigerte die Zahlung, und nachdem er glaubwürdig nachgewiesen, laffen wollten, gab ihnen der junge Gerassimoff die Anweisung, daß die Wohnungseinrichtung nicht ihm, sondern seiner Frau alte, dem Verfalle nahe Gebäude zu zertrümmern; auf diese gehörte, präsentirte der Beamte den Verhaftungsbefehl. Diesem Weise bewahrte er das neue Hauptfabrikgebäude vor Zerstörung. leistete Wille denn auch Folge. Wie lange die Haft dauern wird, Am andern Tage fanden die Arbeiter die Schnapsläden ist vorläufig nicht abzusehen. Die Haft Wille's ist, wie mit geschlossen und wurden dadurch in eine solche Wuth getheilt, die denkbar gelindeste. versett, daß sie die Wohnung des Fabrikdirektors, " 1 " Dann habe er es geschickt anzustellen gewußt, daß er als der Unschuldige erscheine; der gleich nach der That nach Hause gekommene Meister habe sich über seine Frau gebeugt und sei blutig geworden; er, Wilhelm, habe sich später mit schwerer Mühe aus dem Schlafe wecken laffen." So etwa Androck. Die Staatsanwalts schaft soll auf diese Aussage aufmerksam gemacht werden. Ver wunderlich ist, daß Androck der Staatsanwaltschaft nicht früher dieses angebliche Geständniß des Wilhelm mitgetheilt hat. wie auch die Drangerie zertrümmerten. An der Zer- Die offiziöse ,, Norddeutsche Allgemeine" rempelt den 1. Buch Moses, Kap. 38. Herr Hauptmann a. D. störung der Maschinen wurden sie durch die herbeigerufenen Vorwärts" anläßlich seines neulichen Artikels über die FerienRosaten verhindert. Diese wurden von den Arbeitern mit einem folonien an und hält sich darüber auf, daß wir unter unsern F. Benefeld, der wegen der bekannten Angelegenheit so plöglich Steinregen empfangen, doch wurden die letteren schließlich in die Gesinnungsgenossen nicht für Unterstützung dieser philanthropischen aus den Berliner Neuesten Nachrichten" entlassene Redakteur, Arbeitskafernen zurückgedrängt. Nun wurden die Arbeiter auf Unternehmungen geworben und sie nach Gebühr kritisirt haben. überbrachte uns am Donnerstag eine Zuschrift folgenden dem Hofe in Reihen aufgestellt und der Meister Gerassimoff Wir versprechen dem offiziösen Blatt, das sich bei dieser Gelegen Inhalts: Ein in Nr. 265 des Vorwärts" unter der Spigmarke: ging, von Soldaten umringt, die Reihen entlang und zeigte der heit wiederum über die Opfer ärgert, die das deutsche Prole. Polizei die Hauptschuldigen. 200 Arbeiter wurden verhaftet tariat für die Befreiung aus seinen Fesseln bringt, daß auch der 1. Buch Moses, Kap. 38" erschienener Artikel beschäftigt sich und die Fabrit konnte dann wieder in Betrieb gesetzt werden. Ferienkolonien von unserer Seite so wohlwollend, daß der Nord- unter anderem auch mit meiner Person. Auf grund des§ 11 Wenn diese wie auch die früher im Vorwärts" beschriebenen deutschen" die Augen übergehen, gedacht werden soll, sobald des Preßgesetzes ersuche ich Sie um gefl. Aufnahme folgender nächste und großen Weber- und Spinnerstreits für die Arbeiter in den die nothwendigste Aufgabe der Sozial- Erklärung: Die Wahrheit der mich betreffenden Behauptungen dieses Fabriten, wo sie ausgebrochen waren, unmittelbar keine oder demokratie, nämlich die Befreiung der Arbeiterschaft vom polinur geringe Vortheile brachten, so bewogen fie doch Besiger tischen und ökonomischen Joch, gelöst ist. Solange diese ehren- Artikels bestreite ich entschieden. Ich bemerke, daß auf grund anderer Fabriken, so zum Beispiel den Fabrikanten Hille und die volle Pflicht nicht würdig erfüllt ist, erachten wir es für unsere von Anschuldigungen, deren Urheber mir troß eifrigen Be Besitzer der Daniloff'schen Manufaktur, ihren Arbeitern die vornehmste Aufgabe, auch ferner, um in dem Jargon des mühens meinerseits unbekannt geblieben find, polizeiliche und Löhne zu erhöhen, um ähnlichen Ruheftörungen" bei sich vor- offiziösen Blattes zu sprechen, vom Hehen und Schmähen zuftaatsanwaltschaftliche Erhebungen im Gange find. Ich bin Persönlich resp. durch meinen Rechtsbeistand bei sämmtlichen in zubeugen. Frag ftehenden Behörden dahin vorstellig geworden, daß ich bei diesen hebungen selber gehört werde, um die Saltlosigkeit der gegen mich erhobenen Beschuldigung darthun zu können. Berlin, den 14. November 1895. Ein dritter großer Weberstreit brach im Monat Oktober im Gouvernement Wladimir aus, der folgende Ursache hatte. Bom 1. Oftober bis Ostern werden mit den Webern neue Arbeitsleben". " " F. Benefeld. Deutsches Mittelalter und preußische Gegenwart. Im Vaterland" des Dr. Sigl findet man folgende Reminiszenz: " Gegenwärtig tann man alle Tage von Majestätsbeleidigungen" verträge abgeschlossen. Da um diese Zeit viele Bauern nach Be- lesen. Da dürfte es von Interesse sein, zu erfahren, wie das endigung der landwirthschaftlichen Arbeiten in Fabriken Arbeit alte Gesetz des heiligen römischen Reiches über diesen Punkt Zu unserem lebhaften Bedauern müssen wir dieser Zus suchen, finken die Löhne im Vergleich mit den Sommerlöhnen lautete: Lex unica: si quis Imperatori maled.: Si quis fchrift gegenüber erklären, daß neuere, uns in dieser Geschichte gewöhnlich um 5-10 pCt. In der Weberei in Iwanowo= Imperatori maledixerit et id ex levitate processerit, con- zugegangene Mittheilungen nicht danach angethan find, Herrn o3nessenst, wo die Löhne schon im Sommer niedriger als temnendum, si ex insania, miseratione dignum, si ab injuria Hauptmann a. D. Benefeld zu entlasten. Zweifelhaft tann die Durchschnittslöhne waren fie betrugen 16-24 M. im Monat, remittendum. Zu deutsch: Einziges Gesetz über die Bes es einzig sein, ob die Handlungen, deren Herr Benefeld be eine Summe, womit ein einzelner erwachsener Mensch in jener schimpfung des Kaisers. Wenn jemand den Kaiser schmäht und sichtigt ist, nach bestehender Judikatur geeignet sind, ihn mit dem Gegend kaum leben kann wurden die Löhne auf 20-25 pet. dies aus Leichtsinn geschehen ist, so ist es zu verachten, wenn Strafgeset in Konflikt zu bringen. Letzteres zu entscheiden ist herabgesetzt. Während die neue Lohntare gewöhnlich schon zwei aus Wahnsinn, ist es bemitleidenswerth, wenn aus Absicht zu Aufgabe des in der widerlichen Angelegenheit amtirenden Staats. Wochen vor dem 1. Oktober ausgehängt wird, damit die Arbeiter fie rechtzeitig vor Abschluß des neuen Arbeitsvertrages fennen beleidigen, foll es verziehen werden."- Das war mittelalterlich anwalts oder Richters. Das ist richtig. Die Zenforen Nank und Hartmann.„ Der Methodistenlernen, wurden sie auf der Iwanowo= Wosnessenst'schen deutsch. Was heute geschieht, ist preußisch." Die gesundesten Ansichten über das jetzt wieder an seinen prediger Burchardt aus der hiesigen Elimgemeinde wollte, wie Weberei in diesem Jahre erst am 31. September ausgehängt, so daß die dadurch überrumpelten Weber, obwohl mit der neuen alten Play gebrachte Denkmal des Großen Sturfürsten" hat jeden: bem Bolt" geschrieben wird, am Sonntag- Abend eine öffentliche Tare sehr unzufrieden, noch ein paar Tage unter noch ein paar Tage unter den falls der alte Entspekter Zacharias Bräfig geäußert. Fritz Reuter, der Versammlung religiöser Art abhalten und hatte dazu einen neuen Bedingungen weiter arbeiteten. Am 4. Oktober verlangten prächtige Humorist, der nur den einzigen Fehler hatte, daß er Säulenanschlag mit dem Thema bestellt: Bieber sterben, als aber alle 2000 Weber die Erhöhung ihrer Löhne, und als die trop fiebenjähriger Beinigung, die man an ihm auf preußischen Gottes Willen thun". Dieses Thema hat die Zensur der Herren Direktion sich weigerte, stellten sämmtliche Weber die Arbeit ein. Festungen übte, nie so recht die erhabene Mission des Preußen- Nauck und Hartmann nicht passirt." Bei Nauck u. Hartmann Seit legtem Frühjahr haben die Arbeiter in Zentralrußland thums begreifen konnte- Frig Reuter läßt den alten Zacharias soll man sich über nichts mehr wundern. Fortschritte gemacht, denn während im Juni die streifenden Spinner also sagen: D: 3 im Moskauer Gouvernement noch ein Fabrikgebäude und die Wohnung" Das erste war denn nu der große Kurfürst auf der Brücke, Die Gründung eines evangelischen Arbeitervereins. Direktors zertrümmerten, schreibt der Korrespondent der wo er über die erbärmlichen Sklaven fortreitet. Hat' ne P'rück Wir erhalten folgende Buschrift:" Ju Nr. 266 Ihrer Zeitung " Bossischen Zeitung", welcher die Beschreibung dieses Streits auf,' ne unverschämte P'rück. Ich trage auch' ne P'rück, was man befindet sich unter Lotales" eine Notiz, in der von der entnommen ist: Es muß bemerkt werden, daß zur Zeit des im Hochdeutschen eine Thur nennt; aber so'ne P'rück! Gründung eines evangelischen Arbeitervereins in Berlin die Rede Streits die Arbeiter sich äußerst ruhig verhielten, ohne sich irgend Hellisch forscher Herr übrigens, dieser olle Kurfürst! Aber ist und eine Bemerkung hinzugefügt wird, welche die„ Germania" welchen Lärm oder Gewaltthätigkeiten zu erlauben." Troydem nichts gegen den ollen prächtigen Hengst, den er unter sich zu dieser Vereinsgründung macht. Zwecks näherer Drientirung theile ich Ihnen hierüber folgendes mit: Die Gründung eines Verschwunden ist seit Sonntag Nachmittag die 67jährige| Wochen mit hohen Gefängnißstrafen belegt wurden, jemals von solchen Vereins ist richtig. Wenn aber die Germania" hofft, Louise Paul aus der Naunynstraße 24, Hof im Keller. Die P. irgend einem Gericht als Majestätsbeleidigungen angesehen daß wir nach dem Beispiel der hiesigen katholischen ist etwas geistesschwach, es ist daher zu vermuthen, daß der werden könnten. Die albernen Aeußerungen des antisemitischen Arbeitervereine arbeiten werden, so irrt sie sich. Unser Verein Armen ein Unglück zugestoßen ist. Blattes über die Kaiserin Friedrich gehören selbstverständlich ist hervorgegangen aus einer Vereinigung von Freunden der " Hilfe"( Pfarrer Naumann), und sind fast sämmtliche Mitglieder Friedrichstraße zwischen zwei Männern eine Schlägerei statt, bei Berfolgung auch nicht gerade als ein glücklicher Griff erPolizeibericht. Am 13. d. M. morgens fand in der nicht in den Bereich dieser Betrachtungen, obgleich uns ihre Chriftlich foziale Naumann'scher Richtung. Unter Zeitung von der beide schwere Verletzungen davontrugen. An der Ecke der Geistlichen steht der Verein nicht, vielmehr müssen von 11 Mit der beide schwere Verlegungen davontrugen. An der Ecke der scheinen will. Bei Verträgen zwischen Prinzipalen und Handlungsgliedern des Vorstandes 8 Arbeiter sein, darunter der Vorsitzende Prenzlauer Allee und der Danzigerstraße wurde ein alter Mann mit erheblichen Verlegungen im Gesicht aufgefunden. Vor- gehilfen wird häufig eine dem Gehilfen aufzuerlegende Strafe und sämmtliche bedeutende Posten. Die Versammlungen finden mittags sprang ein Mann von der Marschallbrücke in die Spree, für den Fall vorgesehen, daß diefer später in ein KonkurrenzSonntags statt, und zwar die nächste am 3. Dezember. Bei wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen. In der geschäft eintritt. In einem derartigen Falle hatte der Prinzipal folgende Sagungen nehmen Sie gefälligst zur Kenntniß. Hoch- Linienstraße gerieth ein Laufbursche unter die Räder eines Bier- bie Strafe verlangt, obgleich er selbst dem Gehilfen gekündigt achtungsvoll Otto Schaal, N. Schwarzkopffstr. 16." Ju den Satzungen" steht zu lesen, daß unter den Arbeitern, wagens und erlitt eine erhebliche Quetschung des Unterschenkels. hatte. Es wurde geltend gemacht, daß die Vertragsstrafe erit von denen mindestens acht den Vorstand bilden, auch HandAuf dem Flur eines Hauses in der Putbuserstraße wurde dann ausgeschlossen sei, wenn die Kündigung des Prinzipals sich werker zu verstehen sind. Wenn dies nicht dahin gedeutet wird, abends die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden.-Jm als eine widerrechtliche barstelle. Das Reichsgericht hat daß auch fromme Meister, die sich ja mit Vorliebe Handwerker Laufe des Tages fanden zwei unbedeutende Feuer statt. nennen, Vorsitzende sein tönnen, so hätte der Einsender ja recht Witterungsübersicht vom 14. November 1895. unbeschadet unserer und unserer Parteigenossen Meinung von der Werthlosigkeit derartiger Vereinchen für die arbeitende Bevölkerung. Zum 80. Geburtstage Adolf Menzel's veranstaltet die Stationen. Nationalgallerie demnächst im Korneliussaale eine Ausstellung von Werken des Meisters. Elektrische Bahnen zur Ausstellung. Die Genehmigung Swineminde zur Herstellung der zwei Bahnen vom Döhnhoffsplah nach Hamburg Treptow, die erst vom König von Preußen eingeholt werden mußte, soll dieser Tage ertheilt worden sein. Berlin Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NNG| NNAI co co or( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 5° C. 4° R.) 760 SM wolkig 8 760 MSM bedeckt 7 760 wolkenlos 6 Wiesbaden 765 Still bedeckt 5 767 4 halb bedeckt 2 768 2 wolkenlos 8 735 2 -1 753 746 23 SW 6 Nebel 9 2 • 764 G 2 halb bedeckt wolfenlos 6 4 Die Orts- Krankenkaffe für den Gewerbebetrieb der München Kaufleute 2c., sowie die Orts- Krankenkasse für das Bier Wien. brauer Gewerbe haben mit großer Majorität beschlossen, für Haparanda. das kommende Jahr mit dem Verein Berliner Kaffenärzte mit Petersburg. freier Arztwahl Vertrag zu schließen. Gegen die öffentliche Ankündigung von Geheimmitteln hat der Oberpräsident für die Provinz Brandenburg unter dem 25. Oktober eine neue Polizeiverordnung unter Zustimmung des Provinzialraths erlaffen, welche die öffentliche Ankündigung von Geheimmitteln, welche dazu bestimmt sind, zur Verhütung und Heilung menschlicher Krankheiten zu dienen, bei Geldstrafe bis zu 60 Mark bedroht. Diese Verordnung soll erlassen sein infolge eines Birtulars der zuständigen Minister, in dem sämmtliche Oberpräsidenten aufgefordert werden, eine derartige Polizeiverordnung zu erlaffen. Die bürgerliche Preffe, die bislang aus der Aufnahme von Geheimmittelannoncen ein schönes Stück Geld herausschlug, ist mit dieser neuen Verfügung, welche überdies die Frage, was denn ein Geheimmittel ift, offen läßt, im allgemeinen wenig einverstanden. Selbst die fromme Germania", die ja auch in sog. Heirathsannoncen zum theil vortrefflich zu machen versteht, schickt in diesem Punkt alle ihre Antipathien gegen die Nationalliberalen zum Teufel und druckt zustimmend eine ärgerliche Auslassung der tt Nat.- 3tg." ab! Ja, der nervus rerum! " Cort Aberdeen. Paris. • Schnee Wetter- Prognose für Freitag, den 15. November 1895. Ziemlich trübes, warmes Wetter mit Regenfällen frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. In Sachen Neuß ist unserem Redakteur Dierl am Donnerstag die Mittheilung zugegangen, daß der zum 16. d. M. anberaumte Termin in der Privat- Beleidigungsfache auf gehoben ist. Herr Neuß bleibt trotzdem gerichtet." diese Auffassung für unzutreffend erklärt und folgendes ausgeführt: Eine solche Vereinbarung gilt im Zweifel nur für den Fall eingegangen, daß der Handlungsgehilfe seinerseits die Stellung willkürlich verläßt oder fündigt oder durch sein Verhalten dem Prinzipal Anlaß zur Kündigung giebt, nicht aber für den Fall, wo der Prinzipal willkürlich und ohne einen ihm vom Gehilfen gegebenen gerechten Anlaß das Ver tragsverhältniß löst. Denn es fann nicht ohne weiteres bein Vertragsschluß als in der Absicht des Handlungsgehilfen liegend angenommen werden, seine Erwerbsthätigkeit dergestalt zu be= schränken und sich dergestalt in die Hände des Prinzipals zu geben, daß derselbe rein nach Belieben ihm kündigen und ihn dadurch jederzeit in die Zwangslage verfehen könne, entweder seine Erwerbsthätigkeit in gewissem Umfang aufzugeben oder die Konventionalstrafe zu zahlen. Beim Mangel eines durch den Gehilfen gegebenen Anlasses erscheint daher der Regel nach die Anwendung der Strafe gegen den in ein Konkurrenzgeschäft tretenden Gehilfen auch dann ausgeschlossen, wenn der Prinzipal an sich in gefeßmäßiger Weise gekündigt hat. Ein Der Richter und der freie Arbeitsvertrag. Zusammenstoß eines Pferdebahnwagens mit der Dampfstraßenbahn war dem Pferdebahnkutscher Karl Krummrei zur Last ge= und legt. Nahe der Grunewaldstraße fuhr R. mit dem Pferdebahn. wagen, auf welchem er den Dienst zu versehen hatte, gegen einen Dampfstraßenbahn- Wagen, der vom Nollendorf- Play fam. Ein Fahrgast, der auf dem Hinterperron des Pferdebahnwagens stand, hatte Verlegungen an der Hand davongetragen, ferner war bei dem Zusammenstoß der Pferdebahnwagen arg beschädigt worden. K. räumte vor Gericht sein Verschulden ein. Als Ursache bezeichnete er die große Uebermüdung, von der er an jenem Tage befallen worden war, nachdem er drei Tage hintereinander Dienst gethan hatte. In anbetracht dieser schwerwiegenden Thatsache ließ der Gerichtshof Milde walten. Dem Gefeßze mußte aber Genüge geschehen, denn der Angeklagte mußte, wenn er sich übermüdet und dienstunfähig fühlte, vor allen Dingen dafür Sorge tragen, daß er abgelöst wurde. Daß er dies nicht gethan, ist sein Versehen. Das Urtheil der Straffammer lautete auf einen Tag Gefängniß, das gefeßlich zuläffige geringste Strafmaß. Ob keiner von den Männern, die diesen Urtheilsspruch gefällt haben, sich vor Augen geführt hat, daß der Pferdebahnkutscher fofort entlassen worden wäre, wenn er für Dienstablösung gesorgt hätte? Und hat ferner niemand daran gedacht, daß im Grunde die Direktion, die eine solche Menschenausbeutung betreibt, statt des Kutschers auf die Anklagebant gehörte? Die Frage, ob die Zigarettenfabriken den 3igarren fabriken im Sinne der Verordnung vom 8. Juli 1893 gleich zuachten sind, d. h. ob sie u. a. nicht in Kellerlokalen etablirt werfen dürfen, diese Frage unterlag am 7. November der Prüfung des Kammergerichts. Der Fabrikant Nölfe sollte Ueber einen drolligen Konflikt der Eisenbahnbureaukratie fich gegen die genannte Verordnung dadurch vergangen haben, mit dem Patriotismus wird gemeldet: Im Wartesaale dritter daß er in einem Kellerlokal in der Friedrichstraße Zigaretten an Klasse des Anhalter Bahnhofes in Groß- Lichterfelde hingen rechts fertigen ließ. N. bestritt, daß die Verordnung auf Bigaretten anund links vom Schanttische zwei große Photographieen. Die wendbar fei. Das Echöffengericht hatte ihn dann auch freieine zeigte die freiwillige Feuerwehr von Groß- Lichterfelde im gesprochen und die gegen dies Urtheil eingelegte Berufung war verJahre 1886 mit den Begründern dieses für den Ort wichtigen worfen worden. Die Staatsanwaltschaft brachte die Sache schließ Instituts. Die zweite stellte Kaiser Wilhelm I. und den Kron- ich aber noch vor das Kammergericht, wo der Ober- Staatsanwalt prinzen Friedrich Wilhelm dar, wie sie nach der Besichtigung behauptete, es bestehe eigentlich gar kein Unterschied zwischen Pfändungen sind ungiltig, wenn bei Belaffung der Sachen der Haupt- Kadettenanstalt im offenen Wagen an dieser vorüber- Bigarren und Zigarretten, also läge es nur im Sinne der an der Gerichtsvollzieher es unterläßt, die Pfändungsmarke an eine fuhren. Gleich dem Ortsplane haben nun auch die Bilder weichen gezogenen Berordnung, wenn auch Zigarrettenfabriken in Keller äußerlich sichtbare Stelle des Pfandgegenstandes zu leben. In müssen. Vor furzer Zeit erhielt, wie das„ B. T." berichtet, der lokalen nicht geduldet würden. Der Straffenat wies die Revision einem Falle, in welchem ein Gerichtsvollzieher die Pfandmarke Kommandeur der Feuerwehr, Kaufmann Grothe, ein Schreiben der Staatsanwaltschaft zurück. Er nahm an, daß die Bekannt an die Rück- und Wandseite eines Geldschranks geklebt hatte, der Eisenbahnverwaltung, worin ihm mitgetheilt wurde, daß machung des Reichskanzlers wohl die Zigarrenfabrikation in hat das Reichsgericht die Pfändung für ungiltig erklärt und das Feuerwehrbild ohne Pacht im Wartesaale nicht mehr gelassen Kellerräumen verbiete, nicht aber die Fabrikation von Ziga: folgendes ausgeführt: Die Ersichtlichmachung der Pfändung eine Bacht zu zahlen, als das Bild ihm garnicht gehört. Die den Schutz der Arbeiter gegen schädliche Einflüsse auf deshalb darauf gerichtet sein, die Pfandverstrickung durch äußere Die Berordnung bezweckte licht ersetzen. Die Maßnahmen des Gerichtsvollziehers müssen Bacht wurde alfo nicht gezahlt und die Wehr mußte ausrücken. Sie hat indeffen schon wieder einen neuen Platz im Kleinen ihre Gesundheit. Darin bestehe nun aber gerade ein wesentlicher Sigungsfaale des Rathhauses erhalten. Wohin das Kaiserkild Unterschied zwischen der Zigarren und Zigarettenfabrikation, gekommen ist, weiß man nicht. daß die Arbeiter bei der ersteren vielmehr ihre Gesundheit aufs Spiel fetzten wie bei der letzteren. Bei der Herstellung von Bigarren müsse der Tabak erst näher zubereitet werden, was die Entwickelung von viel ungesundem Staub veranlasse; bei der Berfertigung der Zigaretten sei dies aber nicht der Fall. Die äußere Aehnlichkeit des Wortes Zigarre" mit dem Worte Bigarette" tönne für die Auslegung der Verordnung vom 8. Juli 1898 nicht von Belang fein. werden könnte. Herr Grothe hatte um so weniger Veranlassung, wie die Zigarettenfabritation. retten. Die Zigarrenfabrikation sei ganz anders geartet bei Belaffung der Sachen soll die Fortschaffung der Sachen thunAn den Folgen des Tropenfiebers ist der Afrikareisende Borchert gestorben. Er lag im vergangenen Winter lange sehr frant in Berlin und erholte sich im Sommer in Ostseebädern. Vor acht bis neun Wochen befiel ihn das Leiden wieder, dem er nunmehr erlegen ist. Oskar Borchert war in Deutsch- Ostafrika lange Beit als Forscher thätig. Ursprünglich Kaufmann aus dem Hannoverschen, hatte er an der deutschen Emin PaschaExpedition von Dr. Peters theilgenommen, sodann ist er später von dem Untisklaverei- Komitee mit der Führung der Expedition betraut worden, welche den Peters- Dampfer nach dem ViktoriaNyanza bringen sollte. Bald nach dem Aufbruch der Expedition erfrankte er so schwer, daß er zurücktreten mußte; er kehrte dann bald nach Europa zurück. " 1 Beichen offen erkennbar zu machen. Diesem Zwecke dienen aber folche Maßregeln nicht, welche einen Zustand schaffen, bei welchem die angeheftete Pfandmarke den Blicken geradezu entzogen wird. Diese Entscheidung trifft alle Gepfändeten, welche ihr Glend den Blicken guter Freunde und getreuer Nachbarn entziehen möchten, mit überaus empfindlicher Härte. Bisher rechneten die Armen wesentlich mit dieser fiaschweigenden Gefälligkeit des Gerichtsvollziehers. Ein neuer Versuch, dem groben Unfugsparagraphen weitere Ausdehnung zu geben, trat gestern vor dem Schöffengericht II in der verantwortliche Redakteur des antisemitischen Deutschen Friedrichsberg war am 19. Sept. d. J. im kurzen Trabe von der Wegen Beleidigung der Kaiserin Friedrich hatte sich die Erscheinung. Der Schlächtermeister Julius Friedrich aus Michel", Karl Kern, vor der vierten Straffammer hiesigen Lennéstraße in die Viktoriastraße eingebogen und war dabei mit Landgerichts I. zu verantworten. Unter Anklage gestellt war ein der Deichsel in die Droschke des Kutschers Herchert hineinArtikel in der Nummer vom 21. September cr. unter der Ueber- gefahren, wobei eine Scheibe der Droschke zertrümmert wurde. schrift„ Monarchen- Diner bei Cohn u. Rosenberg". Es wurde Darauf erhielt er von der Polizei ein Strafmandat, welches auf darin die Thatsache perfiflirt, daß der Prinz von Wales und die eine Woche Haft lautete, doch war neben fahrlässiger SachAus der Strafhaft ist, wie einige Blätter melden, am Raiserin Friedrich zu einem Diner bei dem Baron Rothschild beschädigung nicht Straßen- Polizei- Kontravention, sondern grober Mittwoch der Redakteur Albert Koch aus Friedrichsberg ent- erschienen seien und nach dem Diner im Garten des Freiherrn Unfug als Delift angegeben worden. Hiergegen leate Friedrich laffen worden, welcher wegen Beleidigung des Umtsvorstehers einen Baum gepflanzt haben. Diese Bevorzugung Rothschild's, Einspruch ein und so kam die Sache zur richterlichen Entscheidung Röder- Lichtenberg zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt war. So wird dann in dem Artikel weiter erzählt, habe den Unwillen vor das Schöffengericht. Hier führte der Vertheidiger, RechtsRoch hat noch nicht die Hälfte seiner Strafe verbüßt. Ein Grund Cohn u. Rosenberg's erregt und diese hätten sich nun vorgenommen, anwalt Oskar Gabriel, den Nachweis, daß der Angeklagte im der auf Anordnung der Staatsanwaltschaft verfügten plöglichen Rothschild zu übertrumpfen und ein Fürsten- Diner zu geben, langsamen Trabe um die Ecke gefahren sei und der Droschkentutscher Haftentlaffung foll Roch nicht mitgetheilt worden sein. Seine welches noch 152 Gänge mehr umfassen sollte, als das Roth: Herchert die Kollision seines Wagens mit dem des Angeklagten dadurch Berurtheilung hat seinerzeit großes Aufsehen erregt. Sie erfolgte schild'sche. Da deutsche Fürsten sich zu einem Dinerbesuche bei selbst verschuldet habe, daß derselbe, statt rechts auszubiegen, ununter dem Vorsitze des Gerichtsassessors Augustin, dessen Cohn und Rosenberg nicht hergegeben, hätten fich lettere an gefchickterweise lints einbog, sodaß es der Angeklagte nicht verhindern Geistestrankheit später festgestellt wurde, als er sich unmittelbar egotische Fürstlichkeiten wenden müssen, aber auch von dort nur fonnte, daß die Spiße seiner Deichfel das Fenster der Droschte vor seiner Hochzeit in Frankfurt a. M. erschoß. Absagen erhalten. Einer der schwarzen Fürsten habe geantwortet, zertrümmerte. Ein grober Unfug tönne aber gar nicht als vorliegend Der wegen Geisteskrankheit entmündigte, früher in Batavia Daß er lieber zeitlebens im Kerker ſchnachten wolle, als sich zum angenommen werden, denn es sei frühmorgens gegen 7 Uhr gewesen, als Ronfulatssekretär diätarisch beschäftigte Lieutenant a. D. Schaustück eines Börsenspekulanten herzugeben. Nach allerlei als die Kollision stattfand. Um diese Zeit war die Gegend völlig Berthold Lehnert hat sich, wie wir in der Wolls- Zeitung" Wendungen heißt es: Der Freiherrn Titel mache nicht menschenleer und selbst ein Schußmann sei erst 10 Minuten den Bantier; vor dem Adel der Rothschild's empfinde später hinzugekommen. Zum Begriff des groben Unfugs gehöre lesen, nachdem er aus der Jrrenanstalt Owonst als gebessert, fein schmußiger Bettler Respekt, die ihm aber nicht geheilt, entlassen worden war, in der letzten Zeit in Berlin erwiesene unter allen Umständen, daß eine Menschenmenge, und möge bohe und allerhöchste Achtung gelte doch aufgehalten und hier mehrere Personen empfindlich in ihrem nicht feiner dieselbe noch so klein sein, dadurch belästigt oder gefährdet werde. Vermögen dadurch geschädigt, daß er auf grund der falschen Bordas Bewußtsein gehabt zu haben, die Kaiserin Friedrich zu be- gewesen. Der grobe Unfugsparagraph tonne doch nicht willkürlich anVermögen dadurch geschädigt, daß er auf grund der falschen Vor- Person. Der Angeklagte bestritt, die Absicht oder auch nur hier feien aber weder gefährdete noch belästigte Menschen zugegen spiegelung, er fei der faiserliche Konsul Lehnert und habe einen Anspruch auf rückständiges Gehalt an die Legationskasse, Kredit leidigen. Der Deutsche Michel" sei ein streng monarchiſches gewendet werden, derselbe müsse eine Grenze haben, die durch beansprucht und auch erhalten hat. Da das Treiben des mittel- Blatt und der Artikel sollte nur die jüdische Dreiftigkeit Wort und Sinn des Gesetzes gegeben sei. Der Gerichtshof schloß sich lofen Zehnert sich somit als ein gemeingefährliches fennzeichne, perfifliren, die sich an die allerhöchsten Personen heran bränge diesen Ausführungen des Bertheidigers an, Friedrich wurde ist er am Donnerstag auf grund eines neuen Physikatsattestes und in der liberalen Preffe aus jenem Besuch bei Rothschild bezüglich bes groben Unfugs freigesprochen, im Stapital für das Judenthum habe schlagen wollen. Staats- übrigen mit brei Mart Geldstrafe bestraft. nach der städtischen Frrenanstalt zu Dalldorf gebracht worden. anwalt Sta chow I hielt es für unzweifelhaft, daß trotz der übrigen mit drei Mark Geldstrafe bestraft. " 9 - Der Kaufmann Gansen aus Ostrau i. S., der, wie wir monarchischen Gesinnung des Blattes in dem Artikel die Ein Fall von Selbsthilfe seitens betrogener Bauhandwerker gestern berichteten, in einem hiesigen Gasthofe den Versuch machte, Person der Kaiserin Friedrich getroffen werden sollte. Er nahm gestern für die Betheiligten einen recht günstigen Verlauf fich durch fünf Revolverschüsse in den Kopf zu tödten, ist zwar mache darauf aufmerksam, daß die Majestät3vor der I. Straftammer am Landgericht II. Wegen Diebstahls und schwer verletzt, aber noch am Leben. bfeleidigungen in legter 3eit in erschreckender gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs hatten sich die Tischlermeister Der 32jährige Schlosser Gerkisch wurde Mittwoch Abend Weise an 3ahl und Deutlichkeit zunehmen, daß es Gustav Schulz und Hermann Rohde aus Charlottenburg noch vor garnicht langer Zeit fast undenkbar schien, Handlungen vor Gericht zu verantworten. Die Tischlermeister Klingmüller und in der Kronenstraße derart von dem Hausdiener Debbin mit des Kaisers in solcher Weise zu tritifiren, wie es jetzt namentlich Rohde hatten in Kompagnie die Lieferung und Anbringung der einem Bierseidel ins Gesicht geschlagen, daß die ganze rechte so häufig durch sozialistische Blätter geschehe und gegen Tischlerarbeiten, Thüren, Fenster zc., für den Bau des Baumeisters Kopffeite aufgeriffen wurde. Nach der Aussage eines Bu- Mitglieder des Königshauses solche Seitenhiebe auszutheilen, wie Otto Schön in der Kirchstraße 12 zu Charlottenburg überschauers hat der von G. überfallene Debbin die That in der Ab- es in dem Artikel des Deutschen Michel" geschehen fei. Der nommen. Es ging ihnen dabei so wie den meisten Bauhandwehr vollführt. Staatsanwalt beantragte 6 Monate Gefängniß, Rechts: wertern, fie blieben an dem Bau hängen". Es waren RatenzahEinen Selbstmordverfuch machte Mittwoch Nachmittag anwalt Jansen dagegen die Freisprechung. Der Gerichtshof lungen je nach dem Fortschritt des Baues vereinbart, die seitens des ein hiesiger Postdirektor. Er sprang von der Marschallbrücke in nahm eine Beleidigung der Kaiferin Friedrich für vorliegend an Baumeisters nicht innegehalten wurden. Die Lieferanten wurden von die Spree hinab, wurde aber gerettet und in ein Krankenhaus und verurtheilte den Angeklagten zu zwei Monaten einem Termin bis zum andern vertröstet und als die Lieferung beinahe gebracht. Was den Mann zu dem Schritte veranlaßt hat, ist Festungshaft; auch wurde auf Unbrauchbarmachung der vollendet war, kündigte der Baumeister durch eingeschriebenen nicht bekannt. noch vorhandenen Exemplare, Platten und Formen erkannt. Brief das Vertragsverhältniß und forderte Rohde auf, die ArEs braucht wohl kaum hinzugefügt werden, daß der Staats- beiter vom Bau zurückzuziehen. Rohde und sein Kompagnon lafen anwalt in den Behauptungen, die er über sozialistische Blätter aber in dem Briefe ftatt" Arbeiter"„ Arbeiten", und das ließen aufstellte, nur sein subjektives Empfinden kundgab. Weite sie sich nicht zweimal fagen. Am Abend des 1. Juli rückten Schichten des deutschen Voltes werden die staatsanwaltliche Aus- 24 Tischlergesellen auf dem Bau an und nahmen alle Zbüren und laffung dahin torrigiren, daß die Empfindlichkeit der Behörden Fenster weg, deren sie habhaft werden konnten. Der Polier gegenüber sozialdemokratischen Kritiken und Abwehrversuchen war machtlos und die übrigen Arbeiter des Banes sahen stillheute derart gewachsen ist, daß es vor noch gar nicht langer vergnügt zu. Die feitens des Unternehmers angerufene Staats Beit undenfbar schien, daß Auslaffungen, welche in den letzten anwaltschaft erblickte in dem Bergehen Diebstahl und Die Leiche eines neugeborenen Kindes weiblichen Geschlechtes wurde am Mittwoch Abend um 8 Uhr auf dem Flur des Hauses Butbuferfir. 47 a gefunden. Zur Untersuchung seines Geisteszustandes ist der Kaffiver Albert Ener aus Dahme, ein Mann von 27 Jahren, aus dem Untersuchungsgefängniß zu Moabit in ein hiesiges Krankenhaus übergeführt worden. betraten zwei maskirte gemeinschaftlichen Hausfriedensbruch. Da In einer Generalversammlung des Wahlvereins für der Expreß Company übergeben. Fünf Minuten, nach der Kompagnon Klingmüller feinen Schwager Schulz mit Teltow Beeskow Charlottenburg, die am 12. November in dem der Zug abgegangen war, der Leitung der Expedition betraut und Rohde seine Leute dazu Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39( Bismarckshöhe) tagte, gab Männer das Gebäude und zwangen den Agenten mit vor: hergegeben hatte, wurde die Anklage gegen Rohde und Schulz Genosse Flemming den Bericht über die Thätigkeit des Vor- gehaltenem Revolver, das Sicherheitsgewölbe, in welchem daz erhoben. Baumeister Schön behauptete, er sei durch das Borstandes und Genosse Schnell den Kassenbericht. Die Einnahmen Geld sich befand, aufzuschließen. Sodann zwangen sie ihn, sich gehen der Angeklagten ruinirt worden. Die Sache habe sich betrugen im letzten Quartal, einschließlich eines früheren Bestands in seinem im ersten Stocke gelegenen Schlafzimmer auszuziehen herumgesprochen, und fofort feien alle seine Wechsel von 72,60 M., insgesammt 181,40 M., die Ausgaben 173,90 m., und ins Bett zu legen, so daß sie einige Minuten Zeit ge fällig gemacht worden, sodaß er feine Bahlungen ein so daß ein Bestand von 7,50 M. übrig blieb. Nachdem dem wannen, um die Kiste auf einem schnellen Gefährt davon zu stellen mußte. Er habe die Angeklagten nahezu" voll be Kassirer Decharge ertheilt war, wurde zur Neuwahl des Vorstandes schaffen. Es gelang dem Agenten jedoch, 55 000 Dollar in Noten friedigt. Die letzteren schäßten das Nahezu" auf 4000 M. geschritten. Das Ergebniß war: Sellin erster, Bunge zweiter ben Blicken der Räuber zu entziehen. Verlust, den sie an dem Bau gehabt hätten und die ihnen Schön Vorsitzender; Dörre, Rassirer, Wilmersdorferstr. 28; noch schuldig set. Der Staatsanwalt ließ die Anklage wegen Wilke, Hilfskassirer; Baumann, Schriftführer; Schlets, Diebstahls von selbst fallen, hielt aber den gemeinschaftlichen Sommer und Sasse Revisoren. Zu Abtheilungsführern Hausfriedensbruch aufrecht und beantragte 1 Woche bezw. wurden ernannt: Sasse, Krummestr. 86, für den III. Bezirk, Der Sosialdemokrat, Zentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Bartet 10 Tage Gefängniß. Der Gerichtshof sprach den Rohde auch und Nig, Pestalozzistr. 80, für den VI. Bezirk. Die Bibliothek vom Hausfriedensbruch frei, damit fiel die Gemeinschaftlichkeit ist nach dem Lokal des Herrn Beyer, Wallstr. 96, verlegt worden. und deshalb wurde Schulz nur wegen einfachen Hausfriedensbruches zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. Wie fromm ist die preußische Armee? Auf diese angesichts der gegenwärtigen Versuche von oben, die Soldaten für das Christenthum zu intereffiren, recht zeitgemäße Frage geben einige eibliche Aussagen Auskunft, die dieser Tage von Militärpersonen vor der Straffammer in Köln gemacht worden sind. M " Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Freitag. Sübo ft Schule, Waldemarstr. 14: Rede- lebung. Nord Schule, Müllerstr. 170 a: Gefchichte. Beginn 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benuzung der Bibliothet und des reichhaltigen Bettschriftenmaterials schon von Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Ad. Neumann, Pafewalferstraße 3. Alle Aenderungen im VereinsEingelaufene Druckschriften. -O Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Die Nr. 46 hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Die Breslauer Agrarresolution. Aus Frankreich. Der Kampf gegen die Gemertvereine in England. Ein Großbetrieb am Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Parteinachrichten. Bermischtes. Statistit der legten sächsischen Landtagswahlen. Bur Lage der Gewertschaften. Arbeiterorganis Die Altersversorgung in England. fationen. Arbeiterchuß. Wie man uns behandelt. Biterarisches. Briefkasten der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Sahl, anzugeben, unter der die Antwort ertheilt iverden foll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. W. H., Löwenberg. Wir fönnen von Ihrem Anerbieten teinen Gebrauch machen. Schweidnih. Das wissen wir nicht. Wenn wir's wüßten, Jm weiteren wurde ftrittere Durchführung der Reorganisation ver langt. Herrn Krause, dem ehemaligen Inhaber des Lotales Bismardshöhe, wurde zur Last gelegt, sich wiederholt in unbegründeten Verdächtigungen gegen Parteigenossen ergangen zu haben. Nach längerer Debatte, während welcher mitgetheilt wurde, daß Krause fich irzlich als Mitglied des Wahlvereins abgemeldet habe, stimmte man einhellig folgendem Antrage zu: Die Generalverfammlung erflärt hiermit, daß Herr Krause fernerhin nicht Unter der Ueberschrift" Sonntagsheiligung im Heere", be- mehr würdig ist, als Mitglied einer politischen Organisation der richtet die Köln. Volkszeitung" ausführlich über einen Prozeß, fozialdemokratischen Partei zu gelten." Bum Echluß wurde aufin welchem sich in den letzten Tagen ihr Redakteur Dr. Cardauns gefordert, sich Sonntag, den 17. November, an der Flugblatt vor der Strafkammer in Köln wegen Beleidigung von verbreitung und Montag, den 18. November, an der KommunalMilitärbehörden zu verantworten hatte. Die Beleidigung wahl rege zu bethätigen. Mit dreifachem Hoch auf die Sozialfollte in einem Artikel des Blattes begangen sein, in demokratie wurde die gut besuchte Versammlung geschlossen. welchem ausgeführt wurde, daß die betr. Kommando- Genoffe Schilling in Reinickendorf hält in einer aber würden wir aber sicher im Briefkasten keine Antwort darauf behörden den ihnen unterstellten Mannschaften die Möglich- maligen Buschrift die Ansicht aufrecht, die er hinsichtlich der geben. Sie sollten in Ihren Briefen selbst etwas vorsichtiger teit entzögen, ihre religiösen Bedürfnisse zu verrichten. Herr Berichterstattung über seine Aeußerungen auf dem Breslauer fein. So ein Brief kann doch sehr leicht in unrechte Hände Dr. Cardauns wurde der Beleidigung für schuldig befunden und Parteitag in einer Voltsversammlung in Weißensee fundgegeben fallen. demgemäß zu 50 Mart Geldstrafe verurtheilt. Die Beweisauf- hat. Da alle Dinge ein Ende haben müssen, so begnügen wir Rylestraße. Eine giltige Hebammentare existirt nicht, weil nahme ergab, daß an den Sonntag- Vormittagen die Mann- uns mit dieser Feststellung. Gewerbefreiheit für Hebammen gilt. Als angemessen wird hier schaften des 40. und des 28. Infanterieregiments vielfach zu Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Freitag, den 15. November, für die Entbindung zwischen 6 und 12, für jeden Besuch 1 bis Appellen, wie z. B. zum Gewehrappell, zum Appell in Anzügen abends 8 Uhr, im großen Saal, 8tegelstr. 10-11: Monatssigung und Vor: 3 M. erachtet. Jakob, Heegermühle. 1. Der Wirth tann einer bestimmten Garnitur u. f. w. berangezogen worden seien, trag des Herrn Dr. v. Gordon: Die ethischen Grundlagen unseres Erbrechts, fein Retentionsrecht ausüben, falls die Miethe für die gesammte daß während der Zeit des Vormittags- Gottesdienstes die monat- Thiessen, Bionstirchplatz 1 part. Vergnügungsverein„ Einigkeit". Sigung um 9 Uhr in Restaurant Dauer des Vertrages nicht gezahlt oder hinterlegt wird. 2. Ja. liche, ärztliche Revision der Mannschaften auf das etwaige 3. Nein. 250, Nein. B. A. 100. Hat die Heirath in Vorhandensein von Geschlechtskrankheiten stattgefunden habe, daß weiter die Kompagnie- Handwerker an dem Sonntag der Mark stattgefunden und ist ebenda der erste Wohnsiz geVormittagen haben arbeiten inüssen, um das ihnen aufs ühr an geöffnet.. nommen, so leben die Gatten außer Gütergemeinschaft. 3 ist zweckdienlich, daß Sie beide zum Amtsgericht( freiwillige gegebene Arbeitspensum zu erledigen, daß ferner die Mann Borsigender Gerichtsbarkeit) gehen, ein Verzeichniß des Vermögens schaften Sonntags vormittags alle Hände voll zu thun gehabt talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 22r. Freitag. der Frau mitnehmen und daß der Ehemann dies ans hätten, um die Kasernenstuben und ihre Spinden für die übliche nebungsunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Coffegia, erfennt und auf sein Nießbrauch- und Verwaltungsrecht verzichtet. durch den Feldwebel vorgenommene Besichtigung in stand zu Adalbertfir. 21 bet Roll. Saifer'scher Männerchor, Schönhauser P. G., Trebbin. Der Miether braucht erst zum 1. Juli zu, Allee 28, bei Kelle. setzen, u. a. m. Die Verurtheilung des Herrn Cardauns erfolgte Arbeiter Gefangverein Nord, Usedomftr. 33 bei Dlböter Buch binder Männerchor, Holzmarttfir. 3 bei Deter. ziehen, weil mündliche Miethsverträge mit Miethspreisen über auf die Bekundung einiger Kompagniechefs hin, wonach den Gesangrer. Maig löckchen I,& indowerstr. 26 b. Eachs.- Gemüthlichkeit, 150. nach dem Gesetz als auf ein Jahr abgeschlossen gelten Mannschaften der Besuch des sonntäglichen Vormittags- Gottes- Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Typographia, Gesangverein dienstes ausdrücklich freigestellt worden wäre, so oft sie Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Cohn's Restaurant( großer Saat). Sofern nicht eine fürzere Miethszeit ausdrücklich vereinbart ist. Beuthstr. 20. Gefangverein Rheingold, Gollnowstr. 40 bet Miegel. Lippe- Bousterfeld. Die betreffenden können den Einwand beim Feldwebel darum nachgesucht hätten. Daß sich nie. Gefangverein Melodia, Rigdorf, Beraftr. 142 bei Schimtäfe. gris der rechtskräftig zu ihren gunsten entschiedenen Sache erheben. mand zum Besuch der Kirche gemeldet habe, Naunynstraße 86 bei Fritz Zubeil. Brandenburger Männer Das Strafmaß variirt zwischen 3 und 1500 M. und 1 Tag und könne weder dem Feldwebel noch sonst einem Gesangverein in Brandenburg a.., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. A. P. Je nach der Art der Schulden Freie Liedertafel, Große Frankfurterstraße 74 3 Jahren Gefängniß. Vorgesezten zur Last gelegt werden. Es war bei Breuer. Nordwacht, Chauffeestr. 72 bei Meißner.-2-30 Jahre. O. F. Gin Antrag auf Bestrafung würde allerdings durch die Zeugenvernehmung auch festgestellt worden, Frete Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei M. Schulze. faum Aussicht auf Erfolg haben. A. M. 3000. Der daß sich einmal ein Soldat des in Köln garnisonirenden Arbeiter Gesangverein Gängertreis( Weißensee). Weißenburgerftraße und Sedanstraßen- Ecke bei Brennert. Loreley, Grün- Offenbarungseid hat nur den Erfolg und den Zweck, daß der 40. Regiments beim Feldwebel wegen Befreiung vom thalerstraße 4 bet Hämmerling. Lustige Sänger, Potsdam, Bran Schuldner eidlich bestätige, was er besize. Na ch Leistung des Sonntags Vormittagsdienst zum Zweck des Kirchenbesuchs gebenburger Kommunikation 16 bei Glaser. Bieber'scher Männer Gides gilt ebenso wie vorher die Ginrede: wo nichts ist, hat der Gefelltafett, Hennigsdorf, meldet hatte. Der Mann erklärte, daß er hinterher von den or, Rosenthalerstr. 57 bet Wernau. Böhmert's Gasthaus. Kameraden und den Unteroffizieren seiner Kompagnie ww. Busch. Drante, Weißenfee, Langhansstr. 187 bei Gegner fein Recht verloren. Fruchtlose Pfändungsversuche darf Gefangverein Vereinte Sanges brüder, Moabit, der Gläubiger nach wie vorher unternehmen.- M. M. 01. Nein. mit Ausdrücken wie, Bet bruder" belegt worden sei, und Berlebergerstraße 28 bet Hermerschmidt. Gängerverein Sorgen-F. 1. B. Wollen Sie Ihre Anfrage wiederholen.-F. Sch. 48. Märtifcher Hof. Gangesfreund, daß er auch sonst vielfach wegen seines Kirchen- fret, Admiralftraße 18 c, Dragonerstr. 82 bei Ramlowsty. Gefangverein Wacht auf I, Wörther: Nein: nur für den durch Kinder bis vollendetem 7. Jahr durch besuchs gehän feltworden ist. Aus diesem straße 19 bet Єchmidt. Gefangverein Stralauer Biebertafel, Fenstereinwurf beim Spielen u. f. w. angerichteten Schaden haftet Grunde habe er auf weitere Kirchenbesuche Rummelsburg, Prinz Albertstraße bet Seitat. Gefangverein Treu und der Vater; für durch ältere Rangen angerichteten Schaden haftet Ginigtett, Nixdorf, Prinz Handjerystraße Nr. verzichtet. Gefangverein Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantstraße, bet er nicht.- W. Pf. Die größte Anzahl der über Parteigenossen Mertens.- Gefangverein ber Metallarbeiter( D), Blumenstr. 46. verhängten Strafen ersehen Sie aus dem alljährlich für den Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bet Krause. Parteitag erstatteten, im Protokoll mitabgedruckten Bericht und ( Berlin W.), Grunewaldstraße 110 bei Keßner. Brüderschaft, aus den monatlichen Berichten im Vorwärts". Die Anzahl der Wie die Gutsbesitzerin die franke Dienstmagd be- Alte Jatobfiraße 87-88 bet Lamprecht. Rosalia, Blumenstraße 46 bei Ausgewiesenen u. s. w. während des Sozialistengesetzes ist in Syrene, Rosenthalerftr. 57 bei Julius Wernau..handelt. Aus Sprottan vom 11. November wird der Bres- Zomatichect. Gin der Denkschrift über das Bestehen des Ausnahmegesetzes autracht III, Eberswalde, Fretenwalderstraße bet Weber. Fortschritt, Lauer Volkswacht" berichtet: An den Fall Gerlach erinnerten melchiorftr. 15 bet Stehmann. Dieselbe ist vergriffen, aber wohl in jeder Arbeiter- Gesangverein Nord, Beteranen gegeben. Vorkommnisse, die in einer Verhandlung der Straftammer zur firaße 18, Restaurant. besseren Gewerkschaftsbibliothek vorhanden.- 2. M. 10. Ja. Sprache tamen, Die Magd Johanna Müller hatte ein langes are Buſchriften find zu senden an P. Gent, Dresdenerftr. 107-108, 1. Gift. IV. - Chorinerstraße. Ist das Eigenthumsrecht an den Sachen Leben hindurch treu gedient und fleißig gearbeitet; nun aber Freitag: Glattlub katro, abends s'uhr bei Fr. Bothe, Restaurateur, seitens des Verkäufers bis zur vollständigen Bezahlung vors war sie alt und krank geworden und ihre Kräfte schwanden Ritterstr. 68. Mufitverein Hoffnung, Große Frantfurterstr. 133 bei behalten, so werden Sie erst nach Einlöfung des Wechsels Eigenschnell dahin. Am Morgen Lotterteklub Fortuna, Görligerftr. 50 bet Sievert. des 11. August fant fie Gold. infolge eines Schwäche Anfalles im Hofe Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Freitag: Apf et- thümer. Ziegt solch Vorbehalt nicht vor, dann sind Sie mit nieder. Ihre blüthe, Hochstädterstr. 30 bei Graminety. Rauchklub Südost, Wiener- Uebergabe ber gekauften Sachen Eigenthümer geworden. Herrin, die Gutsbesitzerin Anna H., behauptete, die Magd wolle firaße 63, bet Felste. 2 Streitende. 1. Nein. 2. Wird eine Wohnung troz Veraus Faulheit nicht arbeiten, und sie rief ihren beiden 3 und Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein sprechens nicht reparirt, so kann der Miether die Reparatur auf Wedding, Abends 8 1hr, bet Schäfer, eue Hochstraße 49. Gefang 7 Jahre alten Kindern zu: Sie soll füttern gehen! und wenn verein Silaria, abends 8 1hr, Sigung Blumenftr. 46 bei Tomascheck. Kosten des Vermiethers vornehmen und Schadensersay verlangen sie nicht will, so haut fie, bis sie aufsteht!" Die beiden ver- Karthaus'scher Gefangverein. Uebungsfiunde: abends s uhr oder falls die Mängel erheblich sind, vom Vertrage zurücktreten heißungsvollen Mädchen übten ausnahmsweise die Tugend des bet Wiedemann, Blumenftr. 38. Bitherflub Alpengruß"( Direktion und Schadensersatz verlangen. Fischer. Der von Ihnen er21. Woltewig), bet 6. Gomoll, Waldemarstr. 38, abends 9 Uhr. Privat Gehorsams. Sie nahmen Stöcke und droschen jubelnd auf die Theaterverein Grescendo, 9 Uhr, bet Schulz, Puibuferstr. 85. Berzählte Fall ist möglich. M. G. 108. Die Fristen für Verarme 61jährige Frau los. Da sie troß der vielen Schläge nicht gnügungsverein Thusne Ida, abends s uhr, bei gubeil, Lindenstr. 106. jährung sind sehr verschiedenartige, fie richten sich nach der Art aufstehen wollte, versuchten sie ein anderes Mittel, indem sie Musikverein Hoffnung( D), abends von 9-11 Uhr. Uebungsstunde der Forderung: es tommt darauf an, woraus die Schuld mit Steinen nach ihr warfen. Endlich kamen Arbeiter hervor uebungsstunde bei Oberschmidt, Weinbergsweg 11. Tambourverein ref- weg, Große Frankfurterfiraße 183 bei Gold. Bithertlub Waldrose, entstanden ist, z. B. ob aus Arbeitsleistungen oder ob uud geboten den jugendlichen Unholden Einhalt. Am anderen abends 9 Uhr, Manteuffelfir. 86, Parterre- Restaurant. Verein Grüne aus Rauf, aus Miethe, Wechseln, aus Anschaffungen Bergnügungsverein Morgen war die Magd eine Leiche. Die Anklagebehörde nahm anne, abends 9 Uhr, bei Kaiser, Markusstraße 8.zum Weiterverkauf u. s. w. Rupetky. Uns nicht bekannt. Im Brand, Sigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. an, daß Frau H. den Tod verschuldet habe. Zum Glück für das verein der Bau anschläger Berlins, abends the bei 3. etc, schaft mit dem Ersuchen um Beschleunigung; vor Ablauf der M. 38. Wiederholen Sie den Antrag bei der Berufsgenossenrohe Weib erklärte vor Gericht ein medizinischer Sachverstän- Rosenthalerstr. 57. Sutherklub Frobsinn, abends s½ Uhr bei Neich, Diger, die Müller sei nicht infolge der Verletzungen gestorben, der Blumenftr. 82. Gäfte willkommen. 13 Wochen werden Sie aber schwerlich in Besitz der Protokolle Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. Tod sei durch dieselben nur beschleunigt worden. Frau H. wurde geden Dienstag und Freitag, abelos von 8-10 thr: 2. Männerabtheilung gelangen. 194. 1. Nein. 2. Ja. K. 2. 20. 1. Mein. zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Staligerstraße 55-56. 4. Männerabtheilung Stephanstraße 3.6. Männer- 2. Schaffen Sie sich in Berlin, ohne einen besonderen Ghevertrag abtheilung Ackerstr. 67. 1. Lehrlingsabtheilung Friedenstr. 37, geschlossen zu haben, vom Koftgeld etwas an, so wird das leider 3. Lehrlingsabtheilung Boeckhstraße 27. Damenabtheilung MariannenUfer 1a. Turnverein Gesundbrunnen. Die erste Männer Eigenthum Ihres Mannes, ist also dem Zugriff der Gläubiger Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn deffelben ausgesetzt. 2. S. 811. Der sogenannte Unfallhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Kraft und Artiften zuschuß zum Krankengeld ist vom Beginn der 5. Woche( der tub Berolina. Jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, Unfalltag wird nicht mitgerechnet) bis zum Ablauf der 18. Woche Kraft- Turnverein offnung, abends von 9-11 hr Waldemarstr. 42. bei Mowat, Manteuffelstraße 9. Jugend- Athletenklub Junge Kraft" zu zahlen. Es ist für diese Zeit mindestens zwei Drittel des bei übt jeden Montag und Freitag, abends von 8-10 Uhr," bei Fidert, Stall- der Berechnung des Krankengeldes im Krankenkassen- Statut zu schreiberstr. 19. Gäste willkommen. grunde gelegten ortsüblichen Tagelohns" dem Verunglückten zu zahlen. Erhält er nach dem Statut weniger, so hat der Arbeitgeber das Fehlende zuzuschießen. A. R. Nein. Der Verein der Plätterinnen und verwandter Berufs- Johannisthal. 1. An den Landrath ist Ihr Antrag auf genoffen lehnte in einer Mitgliederversammlung den Antrag Ein verwegener Eisenbahuraub wurde nach einem New- Buerkennung der Altersrente zu richten. 2. Der Geburtsschein, Türt's ab und beschloß, den neuen Vorstand im nächsten Jahre Vorker Telegramm Mittivoch um Mitternacht bei Colorado die Quittungskarten, die Bescheinigungen über abgegebene zu beauftragen, die Statuten umzuändern". Eine Anregung der Springs verübt. Ein hierhin konfignirter Geldtransport von Quittungskarten, die Arbeitsbescheinigungen aus dem Jahre 1888 Frau Schulz, franten Mitgliedern wieder eine Unterstützung 200 000 Dollar in Gold tam mit dem Schnellzuge von Santa 1. Januar 1891. Eine nähere Darlegung über die Vorausseßung zu gewähren, wurde ebenfalls abgelehnt. Bekannt wurde noch é einer Kiste befindliche Geld wurde zur Erlangung der Altersrente finden Gie in einer der gemacht, daß die Beiträge pünktlicher bezahlt werden müssen. in das Stationsgebäude geschafft und einem Agenten nächsten Nummern des„ Vorwärts" unter„ Soziale Rechtspflege" Wir brauchen wohl kaum zu versichern, daß die in der Verhandlung gegebenen eidlichen Befundungen bei uns großes Intereffe erregt haben. T Versammlungen. Die gestrige Frauenversammlung, die der Rechtsanwalt Heine über die rechtliche Stellung der Frauen im öffentlichen Reben sprach, war außerordentlich zahlreich besucht und hatte einen ausgezeichneten Verlauf. Wir werden den Bericht über das bedeutungsvolle Referat, wie über die hochinteressante Debatte in nächster Nummer veröffentlichen. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 15. November. Opernhaus. Alessandro Stradella. Schauspielhaus. Egmont. Deutsches Theater. Julia. Romeo und Rosenthaler Borstadt, Bernauerstr. 47. 58 bei Reden. Froh Hoffnung Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, an. Das in Adolph Ernst- Thenter. Paradebimmler. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nummer 66. National- Theater. Rabale und Liebe. Theater Unter den Linden. Der Mikado. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Berliner Theater. Safemann's Alexanderplatz- Theater. Töchter. Leffing- Theater. Gräfin Frizi. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Seine Gewesene. Schiller- Theater. Das Glas Wasser. Residenz- Thenter. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderstraße 40. Täglich abends 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Baudeville in 2 Akten von Barney. Vorher: Mummer 66. Operette in 1 Att von Offenbach. Vermischtes. National- Theater. " Große Frankfurterßtraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preifen. Gastspiel des Frl. Clara Leuo und des Herrn Siegfried Arndt vom Berliner Theater. Kabale und Liebe. Gin bürgerliches Trauerspiel in 5 Atten von Friedrich von Schiller. Regie: May Sam ft. Morgen: Philippine Welfer." " Gesang - Der Teutone Hull!!! Die letz te Sensation Londons. Um 10 Uhr: Der Mann von Stahl!! InH Wer ift Hull??? Der Mann ohne Nerven. Castan's Panopticum. Die Berliner Barrisons Friedrichstr. 165. ! Salambo? Die schöne Venus Luciana. Der Berliner Liebling: Der dicke Blum. ferner 26 neue Nummern. Kaufmann's Variété. Die Soiréen der altbeliebten! Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) finden statt: Jeden Sonntag und Donnerstag: Concerthaus Sanssouci. Jeden Montag und Freitag: Victoria- Brauerei. Jeden Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag: Das Glas Waffer. Sonnabend: Der Raub der Sabinevinnen. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Emil Thomas a. G. Novität! Bum 72. Male: Novität! Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Mitglieder- Bersammlung| Deutscher Holzarbeiter- Verband. der Freien Vereinigung der Bau- u. gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend am Sonntag, den 17. Nov., nachm. 11/2 Uhr, in Ob Salon, Grunewaldstr. 110. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 29/4 Der Vorstand. Eine tolle Nacht. Apollo- Theater Generalversammlung Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Crenio's Teutonenspiele. Musik von Julius Einödshofer. Ju Szene gesetzt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 72 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Bum 74. Male: Varadebummler. Besetzung der Hauptrollen: Anna Bäckers, Josefine Dora, Ida Schlüter, Adolph Ernst, Julius Eyben, Hugo Haßkerl, Richard Jürgas, Guido Drts- Krankenkasse für das Mlle. Philo- Durand Barbier- Gewerbe. comique Excentriques. The Wortleys Am 26. November, abends 9 Uhr, phänomenale Luftgymnastiker. Bella Rose. Miss Rosi Rendel. The Harweys. Familie Kräusel. Miss Ethardo. Rozsika Horwath. Heinrich Blanck. Mizi Schütz. Abbas- Mirza- Troupe. ( Bahlstelle Berlin.) Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Rehlitz, Bergstraße 12: Branchen- Versammlung der Bürstenmacher. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. 3. Vers schiedenes. Die Kollegen von Pfennig, Markgrafenstraße; Littmann, Lindenstraße; Pfeifer, Hoflieferant, Friedrichstraße; Endmann, Bernauerstraße; Kraus, Joachimstraße und Paul, Anklamerstraße, ersuchen wir besonders vollzählig und bestimmt in der Versammlung zu erscheinen. Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, in Bernh. Rabe's Salon, Kolbergerstraße 23: Bezirks Versammlung für Wedding und Gesundbrunnen. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Kiesel über: Die Presse und ihre Bedeutung für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Werkstellen eingeladen: in Cohn's eftfälen, Beuthstr. 20, Seeger, Stettinerstr. 54; Gaede, Liebenwalderstr. 45; Pinschke, Adolfstr. 12; Kleiner Saal. Artus, Wildenowftr. 5; Damm, Gerichtstr. 72: Jakob, Gerichtstr. 72; Rejewske, Badftr. 66; Wilse& Co., Reinickendorferstr. 55; Risop, Liesenstr. 11 a; Thülmann, Biesenthalerstr. 9; Lüdke, Chauffeeftr. 52. Die Kollegen oben genannter Werkstellen sowie sämmtliche Möbel- und Modelltischler dieser Bezirke sind ganz besonders hierzu eingeladen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Tages Ordnung: Um 9 Uhr: Wahl von 4 Arbeitgebern und 2 Stellvertretern zum Vorstand. Um 10 Uhr: Wahl von 8 Kaffenmitgliedern und 4 Stellvertretern Tielscher, Karl Weiß, Georg Worligsch. Kaffeneröffnung Uhr. Anfang der zum Vorstand. Anfang 71/2 Uhr. Rein Aufgeld. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, den 16. November, nachmittags 3 Uhr, zum ersten Male wiederholt:„ Der kleine Lord". Kinder in Begleitung Erwachsener zahlen die Hälfte. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 25/26 Chauffeestraße 25/26. Unwiderruflich nur noch 2 Wochen des Gattspiels der Liliputaner. Jeden Abend 7½ Uhr: Die Reise nach dem Mars. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schneewittchen und die 7 Zwerge. Sonntag Nachm.: Die Reise nach dem Mars. Sonntag, den 30. Nov.: Unwiderruflich Abschieds- Vorstellung der Liliputaner. Passage- Panopticum. 42 Mädchen wom andern Ende der Welt ( Samoa). Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Vorstellg. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Neu! Lekte Woche: Nen! Die Erbtante. Posse in 1 Akt von Alf. Schmasow. Scheffler Troupe, Miss Barbera, die Mulattin, Clara und Hans Sarno, Duettisten, Martha Peters, Kostüm- Soubrette. Anf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 Pf., 30 Pf. " " R.Winkler. Neuer Circus. Circus Busch.( Bahnhof Börse.) Freitag, 15. Nov., abends 71/2 Uhr: Parforce- Monftre- Vorstellung. 30 Nummern Vorstellung 8 Uhr. Kaiser- Panorama ( Passage). Sicilien, Savoyen, Alpen, MontblancBesteigung. Eine Reise nur 20 Pf. Abonnements und Vereinsbillets. Eugen, Du haft nichts verbrochen, Weil Du bist ein Sozialist, Denn Du wurdest freigesprochen, Weil Du pensioniret bist. [ 3728b Die Unterslovaken vom Wedding. Todes- Anzeige. Am 13. d. M. verstarb nach langem schweren Leiden mein inniggeliebter Mann, unser lieber Sohn und Bruder, der Hutarbeiter Otto Schmidt im Alter von 41 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. d. M., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zionskirchhofs in Weissensee aus statt. Dies zeigen statt jeder besonderen Meldung an[ 1318b Die trauernden Hinterbliebenen. Um 11 Uhr: 1311b Generalversammlung. Montag, den 18. November, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Bertranensmänner- Versammlung für den Westen u. Südwesten. Tages- Ordnung: 1. Verlesung des Protokolls. 2. Wahl Besprechung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den einzelnen Werkder Revisoren. 3. Abänderung des stellen des Bezirks. Die Kollegen werden ersucht, aus den einzelnen Werk § 39 des Statuts. 4. Verschiedenes. stätten Vertrauensleute zu entfenden. Nur majorenne Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. A. Flint, Borsigender. A. Friz, Schriftführer. Orts- Krankenkasse Mittwoch, den 20. November, vorm. 10 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandanten- Straße 57: 78/19 = General- Versammlung. der Sneider, Equeiderinnen Achtung! Maurer! und verwandter Gewerbe zu Berlin. Die Vertreter der Orts- Krankenkasse der Schneider 2c. werden zu der am 22. November 1895, abends 8 Uhr, im Die Ortsverwaltung. Achtung! Große öffentliche Versammlung " Neuen Klubbaus", Kommandanten der Maurer Berlins und der Umgebung Straße 72, stattfindenden Sonntag, den 17. Nouember, vormittags 101/2 Uhr, ordentl. Generalversammlung im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstrake 37. hierdurch eingeladen. Tagesordnung: Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Vertrauensleute und etwaige Beschwerden gegen dieIn getrennter Wahlversammlung selben. 2. Neuwahl sämmtlicher Vertrauensleute. 3. Gewerkschaftliches. Kollegen, der Wichtigkeit wegen ist es Pflicht, zahlreich zu erscheinen. Neuwahl von 3 Vorstandsmitgliedern Die Vertrauensmänner der Maurer Berlins und Umgegend. und Stellvertretern aus den Reihen der J. A.: Albert Schacht, Weberstr. 49. Arbeitgeber. Um 81/2 Uhr beginnt der Wahlakt und werden die Thüren von da ab ge= schlossen. Um 9 Uhr in getrennter Wahlversammlung Neuwahl von 6 Vorstandsmitgliedern und 2 Stellvertretern aus den Reihen der Kassenmitglieder. 131/15 Große öffentliche Versammlung der Händler und Händlerinnen Um 9/2 Uhr beginnt der Wahlatt im Orts- Krankenkasse der und werden die Thüren von da ab yeVergolder und Berufsgenossen. Donnerstag, den 21. Novbr. 1895, abends präz. 81/2 Uhr, im Klubhaus, Annenstr. 16: schlossen. Um 10 Uhr: am Freitag, den 15. November, abends 8 Uhr, Lokale des Herrn Nieft, Weber Straße Nr. 17. = Tages Ordnung: 1. Vortrag: Die Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 und der Kleins handel." 2. Disfuffion. 3. Bericht der Vertrauensperson und der Revisoren. 4. Wahl einer Agitations- Rommission. R. Sass, Bertrauensmann der Händler, Hirtenstr. 20. Gemeinschaftliche Generalversammlung. 1307b Tagesordnung: 1. Wahl eines Ausschusses von 6 Perfonen zur Vorprüfung der Jahresrechnung, 2 Arbeitgeber und 4 Raffenmitglieder. 2. Festsetzung einer EntFadhu. der Stellmacher Berlins und Umgegend. Generalversammlung, schädigung für Ueberschreiben der Staffen Sonntag, den 17. November, vormittags 10% Uhr, im Lokale des wozu die Herren Vertreter hierdurch ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres. 3. Genehmigung des Kontrattes mit dem Verein der freigewählten Kaffenärzte. 4. Festsetzung der Entschädigungen für Krankenbesucher. 5. Wahl der Krankenbesucher. 6. Antrag des Vorstandes bücher. 3. Abänderung der§§ 14 u. 41 des Statuts. 4. Verschiedenes. Der Vorstand.[ 1814b J. A.: F. Mathis, Vorsitzender, A. d. Jerufalemer Kirche 3. Ernst Schröter, Schriftführer, Belle- Alliancestr. 71a Herrn Wernau, Rosenthalerstr. 57: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann über: Die tapitalistische Sintfluth. 2. Gewerkschaftliches.- Aufnahme neuer Mitglieder. 159/7 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Achtung! Bimmerer. Achtung! für auf Aenderung des§ 42 unferes Sta Goldschmiede- Gewerbe. tuts. 7. Verschiedenes. Vertreterkarte legitimirt. 225/11 Montag, den 25. Nov. 1895, abends Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Am Sonnabend, den 23. No: Sonntag, den 17. November 1895, vormittags 10 Uhr, in Cohn's vember 1895, abends 81/2 Uhr, findet im„ Englischen Garten", präz. 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, 1 Tr. r.( fl. Saal), die die besten u. wirkungsvollsten des Re- Alexanderstr. 27e: pertoirs. Diese Borstellungen bilden Wahl- Versammlung eine Spezialität des Circus Busch u. zur Wahl von 150 Vertretern der bieten d. Progr. mehrerer gewöhnlichen Arbeitnehmer, wozu sämmtliche groß: jährige Kassenmitglieder eingeladen sind. Um 9 Uhr daselbst: Versammlung Abende. Besonders hervorzuheben: Equestr. Arrangement von 100 Pferden, von feiner Konfurrenz erreichbar, dress. u. vors gef. vom Dir. Busch. Leopard, Pferd mecflb. Rasse, dress. u. ger. von Herrn sämmtlicher Arbeitgeber zur Wahl Foottit- Burghardt. Mime. Maria Doré von 75 Vertretern, wozu die Herren als Schulreiterin a. d. ostpreuß. Hengst Arbeitgeber hierdurch ergebenst ein Fauler Zauber. 3. Schluß Baguette- geladen werden. Verschiedenes. sprung, ausgef. a. d. engl. Vollbluthengst Vigilant. Newsky Malorosiesky, Ouittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. gr. Schulqu., ger. von 6 Damen und E. Voges, Vors, Grünauerstr. 32. 6 Herren. Auftr. sämmtl. Clowns 2c. E. Lißte, Schriftf., Steinmeßftr. 33. Sonnabend: G. Gala- Vorstellung. Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. Allg. Kranken- u. Sterbe4 Uhr( ermäßigte Preise und 1 Kind frei) und abends 71/2 Uhr. Feen- Palast Burgstrasse 22. Das wunderbare neue Programm m. seinen Sensationsnummern, u. a.: Theo, der Bligmensch. Carola mit ihrem originellen Circus. Die 3 Mackwoods, Emmy Thiedemann, Zellas und Rowalys Peiserto 2c. 2c. in ihrer Pantom. Schulbubenränke. Anfang: Wochentags 71/2, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Fensälen, Bruthstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: ordentl. Generalversammlung und Rechte der Vereinsmitglieder. 1. Bereinsangelegenheiten. 2. Gewerkschaftliches. 3. Vortrag über Pflichten sämmtlicher Herren Delegirten obiger Da eine weitere Einladung nicht stattfindet, werden die Mitglieder ersucht, für guten Besuch zu agitiren. Raffe statt.(§ 53 Biffer 2.) Der Vorstand. Tagesordnung: In getrennter Wahlversammlung: 257/7 um 81/2 Uhr: Wahl von 4 Mitgliedern abends 9 Uhr, bei Wernau, Rosenthalerstr. 37: Versammlung. 1. Für die Vertreter der Arbeitgeber Verein der Schäftebranche. Sonnabend, den 16. c., zum Vorstand. 2. Für die Vertreter der Kassenmitglieder um 9 Uhr: Ergänzungswahl von 4 Mitgliedern zum Vorstand. Nach Beendigung der Wahl: Wilmersdorf. In gemeinschaftlicher Versammlung: Sonntag, den 17. November, nachmittags 1½½ Uhr, im Lokale des 1. Wahl des Rechnungs- Ausschusses pro 1895( 1 Arbeitgeber und 2 Kaffenmitglieder.) 2. Verschiedenes. Einladungskarte legitimirt. Um pünktliches und zahlreiches Er faffe der Metallarbeiter scheinen ersucht Filiale Berlin 3. Sonnabend, 16. Nov., abends 81%, Uhr, bei Liewald, Manteuffelstr. 46. [ 1310b Der Vorstand. Berlin, den 14. November 1895. J. A.: E. Davidshäuser, Vorsigender, Elisabethstr. 45b, v. 4 Tr.; Mitgliederversammlung. Gratulations- und Zages Ordnung: Meujahrskarten. Herrn Klingenberg, Berlinerstraße 40: Volks- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Breslauer Parteitag. Referent: 0. Goerke ( Charlottenburg). 2. Bericht des Vertrauensmannes. 3. Wahl des Vertrauens mannes und der Lokalkommission. 4. Verschiedenes. 202/12 Der Vertrauensmann. Charlottenburg. Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße 39: Oeffentl. Kommunalwähler- Versammlung 1. Rassenbericht. 2. Verschiedenes. Glückwunschfarten mit Sinnsprüchen Sonntag, den 17. November 1895, vormittags 11 Uhr, im Lokale Wegen der Wichtigkeit der Tages- und dem Bildniß Mary' und Lassalle's, ordnung, das Versammlungslokal be= in neuer Ausführung; Goldschrift, treffend, ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung pünft. Klapp- und Ziehtarten in großer Auss lich zu erscheinen. 1308b Die Ortsverwaltung. = 36652* Tages Ordnung: wahl. Paten Elfenbein Bilder, Mary, 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Lassalle 2c. auf gutem Karton und SinnMuster an Montag, 18. November, abends 8/2 Uhr, in oben genanntem Sokal: sprüche in Golddruck. Teppich- Reste, Wiederverkäufer gratis. Teppiche aller Größen zu Fabrikpreisen Weinbergsweg 11b part. Alb. Leue. E. Seidel, Luxuspapier- Fabrik, Berlin N., Brunnenstr. 40. Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Resultatsverkündung. Das Comité. Verantwortlicher Redakteur: Fris Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 273/7 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 268. Achtung, Charlottenburg! Freitag, den 15. November 1895. " 12. Jahrg. wenn er erst n) Wahlbezirk 6, Unterabtheilung B. Nachstehend veröffentlichen wir das Wahltableau, wobei wir bemerken, daß jeder Wähler nur dort wählen tann, wo er im Straße 18. Wahllotal: Restaurant Bum Tauenzien", TauenzienJuli dieses Jahres gewohnt hat; diejenigen Wähler, welche Die Unterabtheilung B umfaßt: Ansbacherstraße, Augsspäter verzogen sind, erhalten, auch wenn sie in der Liste stehen, burgerstr. 18-82, Auguste Viktoriaplay, Hardenbergstr. 27-29, bes teine amtliche Mittheilung über ihre Wahlberechtigung. Es ist Joachimsthalerstraße, Kantstr. 1-4 und 162-169, Kurfürsten wenn man meint, durch die Konsumgenossenschaften die heutige also nothwendig, daß man besonders in solchen Fällen damm 10-17 und 110-117, Kurfürstenstr. 97-108, Marburgerdie Wählerliste nachsehe und sich die Nummer, unter der man straße, Nürnbergerstraße, Passauerstraße, Rankestraße, Tauenhieneingezeichnet ist, genau merke. Die Listen liegen aus für den straße, Wittenbergplay. 1. Wahlbezirk bei Wolter, Magazinstr. 1; für den 2. Bezirk bei Leder, Bismarckstr. 74; für den 3. sezirk bei Hamuth, Krummeftr. 19; für den 4. Bezirk bei Wilte, Wallitr. 63; für den 5. Bezirk bei Beyer, Wallstr. 96 und für den 6. Bezirk bei Steinte, Ecke der Kantstraße und Savignyplay. Die Wahlbezirke sind amtlich wie folgt eingetheilt: a) Wahlbezirk 1, luterabtheilung A. Wahllokal: Restaurant Moriz, Ahorn- Allee 1. Die Unterabtheilung A umfaßt: Ahorn- Allee, Akazien- Allee, Am Bahnhof Westend, Birken Allee, Chriftstraße 1-20, Ebereschen- Allee, Eichen- Allee, Eschen- Allee, Forsthaus Westend, Fürstenbrunn, Kastanien Allee, Kirchplay( Westend), KirschenAllee, Königs Play, Linden Allee, Luisen- Kirchhöfe, Neuer Fürstenbrunner Weg, Nußbaum- Allee, Plantanen- Allee, RüsternAllee, Sophie Charlottenstraße, Spandauer Berg und Chauffee, Spreethal- Allee, Straßen 32 und 36- V- 3, Ulmen- Allee. b) Wahlbezirk 1, Unterabtheilung B. Wahllotal: Restaurant Sonnenfeld, Danckelmannstr. 61, Eingang am Friedrich Karl- Play. Die Unterabtheilung B umfaßt: Dandelmannstr. 1-4 und 57-61, Friedrich Karl- Play, Gardes du Korpsstraße, Magazin straße, Nehringstr. 3-4 u. 34, Königliches Schloß, Schloßgarten, Schloßstr. 1-3, Spandauerstraße. Sozialdemokratischer Kandidat: Schankwirth Paul Wolter. e) Wahlbezirk 2, Unterabtheilung A. Wahllotal: Restaurant Schüßenhaus, Sophie- Charlotten firaße 55/56. " Versammlungen. m) Wahlbezirk 6, Unterabtheilung A. Konsumgenossenschaften würde ein Absatzgebiet für die ProduktivWahllotal: Restaurant Hackerbräu", Kleiftstr. 18( Ecke genossenschaften eröffnet, somit würden die Arbeiter unabhängig von Am nächsten Montag, den 18. November, morgens 10 Uhr der Nettelbeckstraße). den Kapitalisten. Das Zusammenwirken von Konsum- und bis abends 7 Uhr, finden in allen sechs Bezirken die Erfasstraße 1-17 und 83-100, Bayreutherstraße, Courbièrestraße, Geſellſchaft hinüberleiten. Die Unterabtheilung A umfaßt: Ahornstraße, Augsburger Produktivgenossenschaften würde schrittweise in die anarchistische hlen zur Stadtverordneten Versammlung Der Prozeß der Zusammen1.att. Es ist Ehrenpflicht eines jeden wahlberechtigten Partei Eisenacherstraße, Kaldreuthstraße, Kielganstraße, Kleiftstraße, schmelzung der jetzt noch mächtigen sozialdemokratischen genoffen und Arbeiters, an diesem Tage durch Stimmabgabe für Kurfürstenstr. 109-187, Lutherstraße, Maaßenstraße, Maien- Partei habe schon merklich begonnen; einen sozialdemokratischen Kandidaten gegen das freisinnige" straße, Moßstraße, Nettelbeckstraße, Nollendorf- Platz, Wormser- weiter fortgeschritten sei, würden die Arbeiter sich verwundert Getriebe im Stadtparlament zu protestiren; möge es niemand straße. vor den Kopf schlagen ob ihres Vertrauens zu den„ demagogischen an unermüdlicher Agitation fehlen lassen. Führern", und in der Ueberzeugung, bisher auf falschem Wege gewesen zu sein, den Pfad betreten, auf dem Herr Landauer und feine Anhänger schon rüstig voranschritten. Löhr führte in langer Rede aus, daß er Gegner der Konsumgenossenschaften sei; er hält die Gewerkschaften eher für geeignet, die Biele Anarchismus zu erreichen." Es ist eine Utopie, Gesellschaft zu beseitigen. Wie will man z. B. die Monarchie und den Militarismus wegfonsumiren?" Die heutige Gesell schaft bafire auf dem Respekt vor alten Einrichtungen und 0) Wahlbezirk 6, Nuterabtheilung C. mancherlei Vorurtheilen; diese müsse man erst beseitigen. Die Wahllokal: Restaurant Steinke, Kantstr. 146( Ecke des nicht mit dem Anarchismus zu vereinigen. Redner sucht seine Konsumgenossenschaften seien demokratisch organisirt und deshalb Savigny- Platzes). Die Unterabtheilung C umfaßt: Carmerstr., Gislebenerstr., wobei ihm aus der Versammlung zugerufen wird:„ Laß man det Buch Ausführungen mit langen Bitaten aus Sidney Webb zu beweisen, Fasanenstr., Göthestr. 1-17 und 65-90, Grolmanstr. 7-67, Hardenbergstr. 5-26 und 30-36, Herderstr., Kantstr. 5-37 und jeden alleene lesen, sonst werden wir heut nich fertig." Wiese 131-161, Ruefebeckstr., Kurfürstendamm 18-109 und 118-124, bedauert, daß sein Freund Petersdorf Gegner der Konsumplay, Straße 1- V- 1 zwischen Knesebeck- und Leibnizstr., kapitalistisch, die Konsumgenossenschaften aber sozialistisch. Er Pestalozzistr. 1-9 und 82-89, Savignyplatz, Schlüterstr., Stein: genossenschaften sei, und rühmt diese als das Mittel zur Befreiung der Arbeiter. Die Produktionsgenossenschaften feien Straße 12 a- V- 1, Uhlandstr., Wielandstr. Sozialdemokratischer Kandidat: Schankwirth Karl Wilke. sieht in den englischen Genossenschaften die Anfänge der anarchistischen Gesellschaft. Petersdorf vertritt nochmals feinen Standpunkt gegen die Konsumgenossenschaften. Als fommunistischer Anarchist verlange er unbeschränkte Freiheit der Konsumtion. Diese könne die Konsumgenossenschaft nicht geVorträge über die Agrarfrage. Genosse Schipper währen, ebensowenig wie fie Herrschaft und Knechtschaft zu behat es unternommen, in einer Steihe von öffentlichen Vorträgen feitigen vermöge. Es wäre auch falsch, wenn die Berliner die Hauptpunkte der Agrarfrage ausführlich darzulegen, und be- Anarchisten allgemein als Anhänger der Konsumgenossenschaften gann gestern Abend im Wahlverein des II. Wahlkreises mit einer hingestellt würden; nur einzelne seien dafür. Er sei stets Gegner Rede über die Landwirthschafts- und Farmer gewesen. Wiesenthal beginnt mit persönlichen Anzapfungen Ländern der Welt herrsche, so begann Schippel seinen Vortrag, lichen steifen Nacken vermißt, und verdächtigt ihn, weil er auf bewegung in Amerika". In allen getreidebauenden Wiese's, bei dem er den für Anarchisten in erster Linie erforder= zur Zeit unbestritten eine schwere Agrarfrise und infolge dessen das Leumundszeugniß eines auch eine agrarische Bewegung, die aber keinen einheitlichen gesprochen sei, auch wirft er ihm Mangel an Wahrheitsliebe vor. Polizeibeamten hin frei internationalen Charakter tragen könne, wie etwa( Wiese ruft: Du dummer Kerl, laß' die dämlichen Redensarten.) die internationale Arbeiterbewegung, weil die Inter- In sehr langweiligen Ausführungen tritt der Redner für Ges effen der verschiedenen Agrarländer ganz verschieden seien: nossenschaften ein, während ein Theil der Versammelten den in Exportländern wünschten die Landwirthe Export Saal verläßt. Als Wiesenthal nach Schluß seiner Rede seinen erleichterungen, in Importländern Schutzzölle u. f. w. Platz aufsucht, tritt ihm Wiese mit der freundlichen Aus den Verhältnissen der einzelnen Länder entständen ganz be- Bemerkung entgegen:„ Hör mal, Du dummer Kerl, Die Unterabtheilung A umfaßt: Chriftstr. 21-42, Danckel- ſtimmte Forderungen ihrer Landwirthe. In den Vereinigten wenn Du Dein dämlichet Gequatsche von mir nich mannstr. 5-56, Horstweg, Knobelsdorffstraße, Königsweg, Nehring- Staaten sei seit den 50er Jahren ein gewaltiger Aufschwung läßt, denn hau ick Dir in de Schnauze, det det Blut straße 5-55, Potsdamerstraße, Schloßstraße 4-26a, verlängerte der Landwirthschaft erfolgt, nachdem die fruchtbaren und leicht sprigt". Inzwischen ist es 12 Uhr geworden. Der Vorsitzende Schloßstraße, Straße 15- V- 8, Wigleben. zu bebauenden Flächen der Prairie unter den Pflug genommen bemerkt, daß noch acht Redner eingezeichnet sind, die man wohl wären; dazu sei eine mächtig fördernde Ausdehnung der Eisen- heute nicht mehr anhören könne. Die Diskussion zu schließen, sei bahnen, die in Amerika die Pioniere der Kultur seien, gekommen aber eine Vergewaltigung dieser Redner, deshalb solle die und eine für die Ansiedler sehr günstige Gesetzgebung. Als dann im Debatte in einer anderen Versammlung fortgesetzt werden. Anfang der 70 er Jahre im Ofen der Union die große Industriekrisis ausgebrochen sei, hätten sich die Arbeitslosen in Schaaren nach 13. November eine öffentliche Versammlung der Weißgerber, Der Streit bei der Firma Steinlein beschäftigte am dem Westen gewandt, um sich dort als Farmer eine Existenz zu Lob gerber, Färber und verwandter Berufaaenaffen, die Banegar wire, te in Benauer entre en gunjigen Anzeichen begonnene Ausstand ist nach den demokratischen Rückhalt gegen die kaum niedergekämpften Sklaven: theilungen Busse's in ein Stadium getreten, das jede Hoffstaaten des Südens zu schaffen. In der Zeit von 1850-1880 nung auf erfolgreichen Ausgang ausschließt. Einerseits gelang sei so eine Fläche neu besiedelt worden, die etwa 1/2 mal so es dem Inhaber der Firma, eine Anzahl fremder Arbeiter, speziell groß sei, als die ganze land- und forstwirthschaftlich bestellte aus den Provinzen anzuwerben, andererseits hat sich die beim des Deutschen Reiches. Die start angewachsene Beginn des Streits ausgezeichnete Geschäftslage bedeutend vers Fläche Produktion und Exportation habe natürlich einen starken schlechtert. Der Redner stellte fest, daß sich die Streikenden selbst zumal die ganze nordamerikanische nichts zu schulden kommen ließen; von den 102 Mann, die vor Preisfall bewirkt, Farmwirthschaft auf den Export zugeschnitten sei und mit den nunmehr 10 Wochen in den Ausstand traten, ist nicht ein einziger besten Hilfsmitteln arbeite, als Elevatoren, billigen Frachten, zur Firma Steinlein zurückgekehrt, und gelernte Gerber von geeigneten Eisenbahnwagen, Ozeandampfern und mit einem aus auswärts zu bekommen, ist der Firma auch erst in der letzten gebildeten Warrantsystem.( Unter" Warrantsystem" versteht man Woche gelungen. Daß sie solche schließlich bekam, hat in Bereine Einrichtung, wobei die Landwirthe für ihre in den Gle- bindung mit der schlechten Konjunktur Busse und andere der Bordertreffen Lederarbeiter Bewegung stehende vatoren Kornfpeichern aufbewahrten Getreidevorräthe von im den Elevatoren Gesellschaften Lagerscheine- Warrants zu dem Vorschlage veranlaßt, man möge den Streit für beendet fie wie Papiergeld in Umlauf sehen erklären. Eine Resolution, worin dieser Vorschlag formulirt Die Durchschnittsfracht für die Tonne amerita- war, fand nach längerer Debatte über die Frage: Was nun? nischen Getreides sei 1894 nicht größer gewesen für die die Zustimmung der Versammlung. Die Resolution lautet:„ In Strecke New York und Mannheim, als die deutsche Eisenbahn Erwägung, daß der Steinlein'sche Streit bereits die zehnte Woche fracht zwischen Berlin und Kassel. Aber schließlich habe auch in dauert; in fernerer Erwägung, daß die Einigungsversuche ge Amerita die Ueberproduktion zur Krise geführt und die scheitert sind, und in letzterer Zeit, von Tag zu Tag, die Streik. Farmer, d. h. die große Masse der amerikanischen Bevölkerung, brecher sich vermehren, namentlich von auswärts, beschließt die hätten durch zusammenschluß ihre Lage zu verbessern Versammlung unter Hinweis auf die Thatsache, daß die Kons gesucht. Die Bewegung sei anfangs sehr stark gewesen, habe junktur einen Rückschlag erfahren hat, den Streit für aber, wie alle Mittelstandsbewegungen, an großer Unklarheit beendet zu erklären. Die Versammelten balten es für gelitten. Die„ Populationisten", wie die Anhänger dieser Be- ihre moralische Pflicht, die Opfer der kapitalistischen Profitgier wegung genannt würden, hätten eine Menge, zum theil soweit als möglich zu unterstützen. Die Versammelten veran Proudhon's Tauschbanken erinnernde Forderungen aufgestellt, sprechen weiter, alles daran zu sehen, die Organisation zu so den Subtreasury- Plan, wonach der Staat den Landwirthen auf träftigen und nach jeder Hinsicht weiter auszubauen." Ueber ihr Getreide 80 pCt. Borschuß geben solle, und dergleichen mehr. die Hälfte der Ausständigen ist bereits anderweitig untergebracht. Redner ging dann noch näher auf die Geldverschlechterungs- Die Kollegen London, Opit und Rosenfeld wurden zu Absichten der Populationisten ein und auf die von R. Meyer so Revisoren gewählt; ihre Aufgabe besteht in der Kontrolle des sehr gelobte Homestead( Heimstätten) Gefeßgebung, die sich bei Vertrauensmannes. genauerer Betrachtung als von sehr zweifelhaftem Werthe herausstelle. Mit einem Hinweis auf die Stellung der nordamerikanischen Arbeiterschaft zu der Farmerbewegung schloß der Redner seinen lehrreichen Vortrag. Die weiteren Vorträge über die Afrage werden seinerzeit bekannt gemacht werden. d) Wahlbezirk 2, Unterabtheilung B. Wahllokal: Turnhalle der Gemeindeschule, Pestolozziftraße 31. Die Unterabtheilung B umfaßt: Kaiser Friedrichstr. 31-45a und 61b- 75, Pestalozzistr. 26-66, Rückertstraße, Schillerstraße 55-84, Wilmersdorferstr. 38a- 56. Nr. 61a. e) Wahlbezirk 2, Unterabtheilung C. Wahllokal: Kaiser- Restaurant, Kaiser Friedrich- Straße Die Unterabtheilung C umfaßt: Raiser Friedrich- Straße 45b- 61a, Rant- Straße 56b- 112, Stuttgarter- Play, Wilmers dorfer- Straße 57-186. Sozialdemokratischer Kandidat: Buchdrucker Otto Goerte. f) Wahlbezirk 3, Unterabtheilung A. Wahllotal: Turnhalle der Gemeindeschule V/ VI, Raiserin Augusta- Allee Nr. 38/40. Die Unterabtheilung A umfaßt: Bahnhof Jungfernhaide, Berlinerstr. 77-87c, Brauhofstraße, Gaußstraße, Habsburger Ufer, Kaiserin Augusta- Allee, Keplerstraße, Kirchhofstraße, Königsdamm, bekommen, Krummelante, Nonnendamm, Nonnenwiese, Osnabrückerstraße, können.) Riedemannsweg, Am Spandauer Schifffahrtskanal, Spreeftr. 1 bis Be und 38-44, Straßen 6, 12, 15, 20, 21, 23/24, 27, 40 und 58, Abtheilung VI, Tauroggenerstraße, Tegeler Weg, Uferstraße, Wiebestraße, Wilmersdorferstr. 1-6 und 166-170. g) Wahlbezirk 3, Unterabtheilung B. Wahllotal: Logen- Restaurant, Berlinerstr. 61. Die Unterabtheilung B umfaßt: Berlinerstr. 51-76 und 87d- 123a, Krummeftr. 1-22 und 73-98, Lützow, Lützowerstraße, Spreeftr. 4-82, Wallstr. 1-38 und 67-103, Wilhelms- Play. Sozialdemokratischer Kandidat: Bigarrenhändler August Sellin. h) Wahlbezirk 4, Unterabtheilung A. Wahllokal: Logen- Restaurant, Kaiser Friedrichstraße 87. Die Unterabtheilung A umfaßt: Grünstraße, Jägerstraße, Raiser Friedrichstraße 1-30 und 76-106, Kirchstraße, LuisenKirchplay, Luifen- Play, Orangenstraße, Scharrenstraße, Schloß straße 41-69, Schulstraße, Stallstraße, Wilmersdorferstr. 7-21 und 158-165. bis 88 und 187-152a. die " = Ju Paukow berichtete in einer Voltsversammlung Genosse Schilling aus Reinickendorf über den Breslauer Parteitag. Redner führte zunächst im allgemeinen das wichtigste der Verhandlungen an und ging dann auf die von Niederbarnim gestellten Anträge ein, wobei er bedauerte, daß keiner dieser 1) Wahlbezirk 4, Unterabtheilung B. Im Lager der Anarchisten ist eine Meinungsverschiedenheit Anträge angenommen worden ist. Die Diskussion, deren Koften Wahllokal: Restaurant zu den drei Linden, Bismarckhervorgetreten über den Werih der Konsumgenossenschaften als hauptsächlich das Agrarprogramm und die auf dem Parteitag Straße 38. Die Unterabtheilung B umfaßt: Bismarckitr. 17-111, Ranal- eines Mittels zur Erreichung der anarchistischen Gesellschaft. In darüber gepflogene Debatte zu tragen hatten, konnte nach Lage straße, Schloßstr. 27-40, Walstr. 34-66, Wilmersdorferstr. 22 einer von etwa 150 Personen besuchten Versammlung, die am der Dinge keine Gesichtspunkte bringen, die nicht schon in der Presse Mittwoch im Luisenstädtischen Konzerthause abgehalten wurde, wiederholt vorgeführt worden wären. Aber etwas, was den daß durch die Konsum Versammelten neu und darum besonders interessant war, hatte Sozialdemokratischer Kandidat: Tischler August Schnell führte Petersdorf aus, genossenschaften niemals die Befreiung der Arbeiter herbei- den Pankower Genossen Herr Amtsvorsteher Gottschalk bescheert. geführt werden könne, da k) Wahlbezirk 5, Unterabtheilung A. da die Konkurrenz der Groß- Die amtliche Bescheinigung über die ordnungsmäßige Anmeldung der Genossenschaften hindere. der Versammlung enthielt nämlich folgenden Nachsatz: Wahllokal: Restaurant Hippodrom, Hardenbergstr. 42 unternehmer das Gedeihen Es wäre deshalb eine Kraftvergeudung, für Konsumgenossen. Gleichzeitig wird mit Rücksicht auf den hierorts um Kurfürsten- Allee 40. Die Unterabtheilung A umfaßt: Bahnhof Thiergarten, schaften zu agitiren; die beste Propaganda sei, die Köpfe zu 6 Uhr beginnenden Nachmittags: Gottesdienst angeordnet, Berlinerstr. 1-50 und 124-151, Bismarckfir. 1-16 und 112 tlären und die Massen zu bilden. Während der Ausführungen daß während desselben die geplante Versammlung nicht des Redners wurden mehrfach mißbilligende Zwischenrufe laut, abgehalten werden darf." Wenn Herr Gottschalt geglaubt hat, bis 127, Cauerstraße, Charlottenburger Ufer, Dowestraße, Englischestraße, Franklinstraße, Grolmanstr. 1-6 und 68-72, denen von anderer Seite die Mahnung: Schnauze halten!" ent- daß nun die vom" Gift" des Sozialismus infizirten VersammHardenbergstr. 1-4 und 37-41, Helmholzstraße, Kurfürsten gegengeschleudert wurde. Nachdem die hierdurch entstandene lungsbesucher in hellen Haufen zur Kirche strömen würden, so wurde ein anscheinend an- hat er sich schwer geirrt, denn der Vorsitzende vertagte um 6 Uhr Allee, Leibnizstraße 1-15a und 78-93, Mardstraße, Rosinen- Unruhe sich gelegt hatte, Straße, Salz- Ufer, Schillerstr. 1-19 und 108 127, Sophienstraße, getrunkener Mann, den man nach seiner äußeren Erscheinung die Versammlung auf 1 Stunde, und sie war nachher ebenso gut für einen Kriminalbeamten hielt, aus dem Saale gewiesen, den besucht als vorher. Straßen 4, 6a und 16a- V- 2, Thiergartenmühle. er zögernd mit der Bemerkung verließ, daß er Lieutenant a. D. Die Versammlung erklärte sich mit der Thätigkeit des 1) Wahlbezirk 5, Unterabtheilung B. sei. Nachdem Petersdorf seine Nede gegen die Konsum- Vertrauensmannes einverstanden. Zum Vertrauensmann wurde gewählt. Auch dem Bericht, der Wahllokal: Turnhalle des städtischen Realgymnasiums, genossenschaften beendet hatte, trat andauer als eifriger Genosse Freiwald Lokal Vertheidiger derselben auf. Er will auch in erster Linie auf Genosse Hübsch te über die Thätigkeit der Schillerstr. 27/32. Die Unterabtheilung B umfaßt: Goethestr. 18-64, Rant- tlären, aber den bereits Aufgeklärten ein Gebiet praktischer fommission gab, stimmte die Versammlung zu. In die Lokal. straße 39-56a und 118-130, Krummestr. 23-72, Leibniz- Thätigkeit zuweisen; ein solches seien die Genossenschaften. fommission wurden dann Hübschke, Rißmann ftraße 16-77, Pestalozziftr. 10-25 und 67--81, Play A- V- 3, Die Konfumkraft, die gewaltigste Kraft der Arbeiter, sei Braun gewählt, zu Revisoren Schafel und Hoffmann. wo sie aber angewandt Mit einem warmen Appell an die Genossen, die Neugewählten Schillerstr. 20-44 und 85-107, Straße 1- V- 1 zwischen Leibniz- bisher gar nicht benutzt worden; worden wäre, habe sie gezeigt, daß die Verweige nach besten Kräften zu unterstützen, damit auch in Pankow die und Wilmersdorferstraße, Waimarerstraße. Sozialdemokratischer Kandidat: Spediteur Gustav rung des Konsums, der Boykolt viel wirksamer ſei, als die Sozialdemokratie wachse und gedeihe, schloß der Vorsitzende die Versagung der Produktion, der Streit. Durch ausgedehnte Versammlung. Scharnberg. = " und Am Sonnabend, den 16. d. M., Montag, den 18. d. M., u. Donnerstag, den 21. d. M., stelle bedeutende Posten Reffe in Gardinen, Portieren, Läuferstoffen, Sophaffoffen in einfarbig und bunt, zu Bezügen passend, sowie einen Posten Fehlerhafter Teppiche in allen Größen außergewöhnlich billig zum Ausverkauf. Gelegenheitskauf! Otto Büchler, C., Königstrasse 26( ältestes Möbelstoff- und Achtung! Viktoria- Sale Achtung Rixdorf, Hermannstr. 48-50. Die verehrlichen Vorstände der Vereine resp. Bergnügungs- Komitee's, welche bestimmte Tage mit dem früheren Wirth Herrn Paul Maass behufs Abhaltung von Festlichkeiten festgelegt haben, werden ergebenst ersucht, sich baldigst mit mir in Verbindung setzen zu wollen, damit vorhandene Irrthümer durch nähere Rücksprache ausgeglichen werden. Gleichzeitig mache ich darauf ergebenst aufmerksam, daß für den nen renovirten Saal noch einige Sonnabende zu Festlichkeiten zu vergeben sind. 37182* Hochachtungsvoll J. A.: Louis Ehrenberg. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenr. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Konzert, Theater, Spezialitäten Vorstellung. Eine Stunde Kaiser von Oesterreich! Histor. Lustspiel in 1 Aft v. Oppenheim Neptun oder: Der Verräther in Gips. Romisches Singspiel in 1 Aft von N. Linderer. Musik von Thiele. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Tanzkränzchen. Fritz Wilke, [ 3307L* Andreasstr. 26, ( nahe Schles. Bahnhof) empfiehlt sein Restaurant, fowie Saal für 200 Personen, Vereinszimmer, Kegelbahn und Fremden- Logis. Telephon: Amt VII, Nr. 8459. Stempel, Vereins- Abzeichen, Thürschilder etc. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. 8541L* Bitte lesen Sie! Da ich große Posten auf Auktionen sehr billig gekauft habe, empfehle ich Hypotheken Baugelder speziell schwierige Fälle, werden prompt An durch Bankbeziehung vermittelt. fragen unter J. R. 9101 Rudolf Mosse, M* Berlin Sw. Möbel- Kaufgelegenheit. Paffendste Gelegenheit für Brautleute. In meinem größt. 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Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin. Theilahlung R. Buske( Seefeld) 2. Ging. Grenadierſtraße 33