Nr. 269. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. 1 in der Post Zeitungs Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adrese: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benlh- Straße 2. 25,-. 31 Quikkung. Sonnabend, den 16. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. der beschäftigten Arbeiterinnen, zumeist Sachsengängerinnen, entließen, so ist, wie auch in den„ Amtlichen Mittheilungen" an= gegeben wird, eine Verminderung der Arbeitsgelegenheit für er= wachsene Arbeiterinnen eingetreten, obwohl in manchen Fabriken, welche Nachtarbeit haben, Entlassungen eintraten. gesammelt bei der Parteitag- Berichterstattung 5,17. Nonsdorf, dessen die Zuckerfabriken z. B. im Bezirk Hildesheim an 58 pet. M. K. 30,-. Reichenbach i. V., gesammelt bei einem Parteistreit im Bergteller 4,10. Selbke und Umgegend, von Genossen 15, Stettin, von Genossen 200,-. Sonneberg, durch W. 7Steinpleis bei Werdau, Sedanrummel 2,20. Vorwärts", 3. Quartal 1895 15 012,70. Wilkau, Geburtstagsfeier Restaurant Muldenthal 5,-. Berlin, den 12. November 1895. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Katzbachstr. 9, I. Arbeiterschuh- Cesehe und Hausinduffvie. III. Arbeiterinnen. 0 Da aber die Arbeiterinnen noch immer so gut wie gar nicht gewerkschaftlich organisirt sind und sie, da man ihnen die politischen Rechte vorenthält, auch noch nicht an Kampf und Widerstand gegen die Ausbeutung gewöhnt sind, so finden sie, weil sie ja infolge dessen billiger arbeiten, als Männer, auch imuier noch Abnehmer für ihre Arbeitskraft. Noch mehr aber sind sie geeignet, von der Fabrikindustrie in die Hausindustrie gedrängt zu werden, und zwar besonders die verheiratheten Arbeiterinnen. So berichtet der Aufsichtsbeamte für Berlin und Charlottenburg, daß nur wenig verheirathete Arbeiterinnen, etwa 10 pct. der Fabrikarbeiterinnen, in Fabriken arbeiten. Die Papier Jm Monat Ottober gingen bei der Parteikasse folgende Beiträge ein: Altona Ottensen, Zietherspieler 20,-. zuerbach i. V., rothe Hochzeit 2,-. Achim, von einer rothen S. 5,-. Auerbach i. V., Zauberkasten 4,-. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. S.reis 377,30( darunter vom Haringsbändiger 4,-, Ueberschuß v.„ Jakob" 8,40, Markenkasse. C. B. 12,-). 4 Kr.( Süd- Ost) 1566,50( darunter Wöllmer'scher Bierkonsum 50, Hilfsbereite Sänger 8,-, Dampferparthie Gerber 3,-, R. 24 v. Erntefest 4,50, Manteuffelstr. 22 1,-.) 4. Kreis( Ost) 1421, ( darunter Zeitungsspedition 400,-, Bierprozente von Tischlern der Möbelfabrik von Belling und Hirsch 18,-, von einem Bekannten 3,-.) Sechster Kreis( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbr. 150,-( barunter v. Bezirk 455 1,55, Flugblattvertheiler v. 451. u. 455. Bez. 2,50, Ackerstr. A. E. G. 18,10, Vorwärts" Bei ihrem Vorgehen gegen die Hausindustrie haben die Ar10,-). G. Streis, Dranienburger Vorstadt 300,-( darunter 30. Geburtstag 2,-, Immergrün 4,30). Berlin, diverse Beiträge: beiter diesmal unter ihren sonstigen Gegnern einflußreiche Bundes- waaren Fabriken in Hörter und Herford beschäftigen seit P. S. 50,-. 21. 2. 50,-. Dr. L. 2. 20,-. 23. R. 3, genossen, nämlich unter den Großindustriellen. In all den Erlaß der Arbeiterschutz- Gesetze als Dütenkleber Strafgefangene() Thiemig vom 5. Oftober 3,-. W. B. 75,-. J. B. Fabrikationszweigen, in denen die Hausindustrie mit der und verheirathete Frauen mit ihren Kindern in der Haus sind tie Fabrikanten eifrige Be industrie. Bon Bretterträgern gesammelt bei Rraats 2,40. Fabrit tonfurrirt, des Arbeiterschutzes, selbstMehr Licht 50,- Amerif. Auft. Manteuffelfir. 3,60. Bon fürworter der Ausdehnung Eine Umgebung des Gesetzes ist ja dem Unternehmerthum Hübner 100,- Von den Posamentenarbeitern Spindlershof 2,40. verständlich nicht aus Interesse für das Wohl der Arbeiter, son- so leicht gemacht! Und die Noth zwingt ja die Arbeiterinnen, Waldläufer 5.-. Gürtler v. Lewy u. Söhne, Ritterstr. 20,- dern aus eigenstem Geschäftsinteresse. Die sozialpolitischen sich selbst dann zur Arbeit zu drängen, wo in ihrem Interesse Werkstatt v. Kempin, Staligerstr. 24a 10,-. Beitrag der Bronze- Laften", wie sie die Einschränkung der Ausbeutungsfreiheit die Gefeßgebung sie davor schüßen will! So schreibt der Beamte waarenfabr. Adalbertstr. 3 5,- Rothe Buchbinder Grünstr. 5,- nennen, gönnen sie ihren Konkurrenten auch. für Unterfranten: Personal des Vorwärts" 150,-. Sächsischer Genosse in Besonders sind es diejenigen Betriebe, in denen erwach Moabit 20,-. sene Arbeiterinnen( o. h. solche über 16 Jahren) beGürtler und Bronzirer 20,-. Gutenberg 100, Ueberschuß der Landpartie von Karnei 8,- schäftigt werden, deren Inhaber über diese Lasten" klagen. der Gewerbe Ordnung, welcher den elfRothe Priesenbrüder von Cöpenick und Adlershof 30,-. Ver- Der§ 137 der kaufsstelle der Tabakarbeiter- Genoffenschaft, Alexandrinenstr. 40 stündigen Magimalarbeitstag, für die Vorabende 3,-. 2. S.-, 50. Sorgenfrei Staligerstr. 8,45. Bierkonsumenten von Sonn- und Fesitagen den zehn stündigen festsetzt und der Koutobücher- Favrit von A. 3. 5,-. Ein Offizier-30. die Nachtarbeit für Arbeiterinnen gänzlich verbietet, ist X.- 20.. Saate-50. H., Buttmannstraße, 80. Fünf nebst den übrigen Schutzbestimmungen dem FabrikunternehmerWeinproletarier 2,- Fritz-90. Arbeiter von Schuster u. thum sehr unbequem. Das spricht es offen aus und das tönt Bär 14,50. Der rothe Schneider-50. Gesammelt bei der ge- aus den Berichten der Aufsichtsbeamten wieder. Und da das weiß, daß jetzt, TD die Arbeiter müthlichen Geburtstagsfeier bei Schmidt, Ritterstr.49, 3,-. Die Unternehmerthum Rothen aus Schiltigheim 10,-.. G. 10,-. Bornim-, 50. und Arbeiterinnen immer mehr zum politischen BewußtBoizenburg a. G. 31,60( darunter Ueberschuß von einer Kranz- fein erwachen und in die Reihen der Sozialdemokraten, treten, Spende 3,50). Breslau, A. W. 5,-. Bamberg, durch den Ver- an eine Rückwärtsrevidirung dieser Schußbestimmungen nicht zu trauensmann 15,-. Burgsteinfurt i. W. 6,20. Bant, 2. olden- denken ist, so sehnlichst sie auch von so vielen Unternehmern ge- den Wahrnehmungen des Beamten eine Verschiebung der Inburgischer Wahlfreis 300,-. Cotta, rothe Auktion, Silberblick wünscht wird, so wollen sie wenigstens, daß ihre Konkurrenz die- dustrien wegen der größeren Vortheile des Maschinenbetriebes durch Zutschke 7,-. Cottbus, S. 10,-. Grimmitschau, Sänger selben" Lasten" zu tragen hat wie sie. Wenn zwei Unternehmer- gegenüber der Hausindustrie troß ihrer meist längeren Arbeitszeit Unternehmer- gegenüber 2,40. Cottbus 108,60( dar. Ueberschuß einer Versammlung 6,60, gruppen fid) streiten, kommt der Arbeiter zum Seinen," fann und billigeren Löhne nicht eingetreten und ist auch in Zukunft Schießen auf Tivoli 2,-). Engels' Vermächtniß zu Wahlzwecken, man mit höflicher Umwandlung eines derberen alten Volts- Sprich- nicht wahrscheinlich. nach Abzug der Stempeltoften 18 373,10. Elfaß, Chemikus 5,-wortes sagen. Erfurt 100,- Elmshorn 50,- Freiburg i. B., Bauhand werker 2,90. Falkenberg( Oberschlesien) 2,-. Forst i. 2. 200, Flensburg 30,-. Gera, von Genossen 50,-. Hartha, stille R. 30,- Hamburg, stimmbegabte Maurer 50,-. Halberstadt 50, Hamburg, erster Wahlkreis 2000,-. tönigsberg i. Br., K. M. 20,-. Langenbielau, von Arbeitern aus dem Eulengebirge 100,-. Lübeck 200,-, Luckenwalde, Kindtaufe 1,70. Lübeck, Richtfeier, Yorfstr. 3,20. Münsterland, ein Rother 5,-. München, Waldläufer 5,-. Mylan, gesammelt auf einer Letzteren Ausspruch braucht man nicht so ganz tragisch zu Familienfeier 2,55. Mann im Mond 1900,-. Neuendorf bei Nowawes P. p. 1,-. Niederbarn. Kreis 366,50. Nord. Wasser383 094 nehmen wie er flingt. Das Unternehmerthum weiß sich schon tante 10 000,--. Neustadt( Oberschl.) Uebersch. einer Voltsvers. 10, 633 783 zu helfen und das Loch in der Gesetzgebung zu finden, durch das Nendamm 4,-. Nürnberg 300,-. Nieder- Schönweide, Ketten- Wenn man berücksichtigt, daß in den Zuckerindustrien in- es dieser entschlüpfen fann. bäumer 1,10. Ottensen, Zietherspieler 7,-. Delsnitz i. V., ein folge des Arbeiterinnenschutzes die bisherige allzu dividenden- Schon 1893 meldete jener Beamte aus dem Donau- und Rother 2,05. Ottensen, Paulsent, Bigarrenfabrit 10,05. Pößnect, gierige Ausbeutung der Arbeiterinnen verhindert ist und infolge Schwarzwaldkreis: 26 Ein Verrückter.( Nachbr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Im allgemeinen findet aber in den Fabriken nach wie vor eine größere Verwendung der Arbeiterinnen statt, wenn auch für 1894 ihre Ziffer verhältnißmäßig etwas fant, wenigstens in den Staaten, in denen dies überhaupt festzustellen ist, wie Baden, Bayern, Sönigr. Sachsen, in denen jährliche Zählungen aller Arbeiter stattfinden, was in Preußen noch immer nicht der Fall ist. Die abfoluten 3iffern sind überall gestiegen. Es waren beschäftigt: Arbeiterinnen von 16-21 Jahre über 21 Jahre Zusammen: " 1892 229 638 346 795 576 438 1893 249 209 367 336 616 545 1894 250 689 „ Es ist zu bedauern, daß viele Gemeinde- Krankenkassen den Wöchnerinnen noch feine oder zu geringe Unterstüßung gewähren. Die Arbeiterinnen werden dadurch ges zwungen, sobald als irgend möglich nach der Niederkunft in Gewerben, statt in Fabriken Brot zu suchen, zur Verrichtung von groben Haushaltungsarbeiten sich anzubieten oder fich von Arbeit der Fabrit mit Ver Hause zu nehmen und damit die hältnisse der ausindustrie noch mehr zu verschlechtern. Kommen dazu noch Gebräuche, wie die Entlassung von Arbeiterinnen, welche ihrer Niederkunft entgegens sehen, so tragen diese sicher nicht zu einer Erleichterung des Arbeiterinnenloses bei." nach Jm Donau- und Schwarzwaldkreis war nach " „ Nur in der Weißwaaren- und Wäsche- Konfektionsbranche wurden von einem Fabrikanten Klagen darüber laut, daß verschiedene Unternehmer, um sich dem Zwange der ArbeiterschutzBestimmungen und der Belastung durch das Krankens, Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesez zu entziehen, ihre Produktion ganz in die Form der Hausindustrie übergeleitet hätten, was bei seiner Konkurrenz in Norddeutschland, besonders in Berlin, schon sehr häufig der Fall sei; hierdurch werde den Fabriken mit der Zeit die Existenz unmöglich gemacht." aber der Lehrer glaubte bestimmt, wenn er sich zu Bette Besorgniß erfüllte, als er den Lehrer eines Nachmittags im legte, daß er am anderen Tage mit der Schreckensbotschaft Walde unbemerkt beobachtete. geweckt werde, daß alles bekannt sei. Wie ein Geisteskranker hatte Gattl auf dem einsamen Und trotz dieser Furcht und Aufregung, in der er Spaziergang in der Luft herumgefuchtelt und halblaut mit lebte, zog es ihn immer wieder mit magnetischer sich selbst gesprochen. Dann war er tiefer in den Wald Gewalt in Stunden, Wo er unbelauscht mit Auna hinein gegangen. Der Förster wollte ihm nicht folgen. Seitdem er in jener stürmischen Nacht ins Pfarrhaus beisammen sein founte, ins Forsthaus hinüber. Die Mo- Wäre Balder aus seinem Verstecke plötzlich herausgetreten, zurückgekehrt war, ging er umher wie ein Flugbeladener, mente leidenschaftlicher Hingabe waren die einzigen so hätte der Lehrer im ersten Schrecken ihm wohl alles erder sein Verbrechen an alle Wände geschrieben sieht. Er Betäubungsmittel für diesen unerträglichen Zustand, und zählt, was ihn an diesem Tage bedrückte und damit zugleich war ein anderer geworden. Immer bemühte er sich dem Anna, die in der ersten Nacht wie eine Frrsinnige empor- fein eigenes Geheimniß verrathen. Geistlichen zu gefallen, wo er nur konnte, er redete ihm fuhr, als ihr nach verrauschtem Sinnestanmel die grausame Einen jungen Dorfschullehrer hatte man Knall und Fall nach und es kam sogar vor, daß er Schulkinder verklagte, Nüchternheit wieder klar vor die entsetzten Augen trat, Anna, auf ein Jahr außer Dienst gesetzt, weil sein Verhältniß mit die auf dem Chore nicht andächtig die Messe verfolgten. die dem heimkehrenden Vater nur mühsam ihre furchtbare einem Mädchen des Drtes nicht ohne Folgen geblieben war. Er selbst fühlte, wie sein Charakter in dieser kurzen Erregung mit dem Hinweis auf Gattl's tiefe Kräntung ver- Von einem Schulfreunde erhielt Gattl die Nachricht, die ihn Zeit untergraben wurde durch eine Liebedienerei, vor bergen konnte, hatte sich nach Ueberwindung des schrecklichen wie ein Donnerschlag traf. der ihm oft ekelte, aber er fonnte nicht anders. Eine Aufruhrs wiedergefunden und trat um so sicherer auf, je Auf seiner Wanderung durch den weiten Forst, bessen sinnlose Angst, die sein blasses Gesicht entstellte, trieb ihn mehr ihr Verlobter unter der schrecklichen Ungewißheit seinen Boden noch schmutziger Schnee bedeckte, faßte er gewaltsam dazu. Stolz verlor. den festen Entschluß, nie mehr zu Anna zu gehen, wenn sie allein sei. Aber was half ihm das? Sein jetziges Verhältniß zu Anna machte ihn so schreck- Sie war ruhiger geworden und ihre heitere Gelaffenhaft und nervös, daß er auffuhr, wenn eine Diele frachte, heit dem Förster gegenüber ließ diesen nicht ahnen, was oft Drei Tage später war er seinem Vorsage schon wieder daß er sich kaum mehr allein in die Kirche zu gehen trante, in den Stunden seiner Abwesenheit im Forsthause vorging. ungetreu geworden und dafür erschien am anderen Morgen wenn er die Abendglocke läuten sollte, und daß ihn ein Wohl aber fiel ihm das scheue Wesen des Lehrers auf, das Schreckensgespenst des entlassenen Kollegen, das ihn Zittern überlief, wenn er den Geistlichen kommen hörte, in über den sich verschiedene Bauern bei Balder beklagten, ruhelos herumhehte und ihn noch kriechender gegen den dessen marmornen Zügen er dann zu lesen versuchte, ob das weil ihre Kinder jetzt so häufig ohne irgend eine Ursache Geistlichen machte. Geheimniß vielleicht schon verrathen sei. geprügelt wurden. Der Förster unterließ es, Gattl Wo das hinaussollte, wie das noch endete? Er wurde Einmal hatte er bereits alles verloren gegeben. Das war daraufhin anzureden, weil der Lehrer bei der geringsten oft ganz wüthend auf Anna, weil sie so sorglos dahinam ersten Morgen nach seiner furchtbaren Heimkehr aus dem Gelegenheit immer ganz außer sich gerieth, oft über Dinge, lebte und ganz gelassen zur Kirche ging. Wie konnte sie Forsthause gewesen. Der Geistliche war ihm mit sonder die ihn gar nicht betrafen. War er doch jüngst wie das nur? Er beobachtete sie verstohlen, wie sie betete. So barem Blicke gegenüber getreten und hatte ihn gefragt, warum rasend geworden, als ihm Balder erzählte, er habe ganz im ruhig und innig wie vorher that sie es. War das Heuchelei? er erst um drei Uhr früh sein Lager aufgesucht habe. Was geheimen munkeln hören, daß der Lechner Toni mit der Ach nein, dazu war sie doch nicht fähig! Aber was war es Man konnte nichts denn sonst? Er zerbrach sich den Kopf und wurde nicht er ihm darauf geantwortet hatte, wußte Gattl hente selbst Boiten Kathi ein Verhältniß habe! nicht mehr. Wirre Worte waren es gewesen, die ihm seine mehr mit ihm anfangen, und wenn Balder auch ein gut flug aus dem Mädchen. Vor einer Frage schämte er sich, Angst entlockte und wie ein Sünder hatte er vor dem Stück der Aufregung den bevorstehenden Prüfungen zuschob und num quälte er sein Hirn ab, wie er es nur anfangen Priester gestanden. ganz ausreichend war ihm der Grund noch nicht für fönnte, mit ihr darüber zu reden, weil er dieses räthseldieses merkwürdige Benehmen, das ihn mit noch größerer hafte Benehmen einfach nicht fassen konnte. Vielleicht Seitdem war nichts mehr darüber gesprochen worden, " Es wurde mir gesagt, daß in der Posamentenindustrie die Der Widerspruch zwischen beiden Mittheilungen desselben ist, daß obdachlose Personen einem Schuhmann gegenüber eine Vorschrift der elfstündigen Arbeitszeit der Arbeiterinnen über Beamten über dieselbe Industrie( Puppenbranche) hebt sich, wenn Majestätsbeleidigung ausstießen, um im Gefängnisse gegen 16 Jahre dadurch zu umgehen gesucht werde, daß man den man seine eingehenden Schilderungen über die Art der Her- Kälte und Hunger geschützt zu sein. Das Gericht hat jerner cr Arbeiterinnen der Posamentenfabriken, in denen nie länger als stellung der Puppen, das Jueinanderarbeiten der Hausindustrie tannt, daß Herr Liebknecht seine Worte so vorsichtig gewählt elf, beziehungsweise zehn Stunden gearbeitet werde, bei und Fabrik beachtet. Die kleinen Unternehmer auf dem Gebiet habe, um teine Majestätsbeleidigung zu begehen. ber dringendem Geschäftsgang Arbeiten mit nach Hause der Industrie wie des Handels- auf leyterem repräsentirt durch die und nun kommt das Bergehen Liebknecht's, das er mit vier gebe. Angeblich sollen die einheimischen Fabriken durch das Ramschaufläufer- sind es, denen die Hausindustrie die größten Vor- Monaten Gefängniß büßen soll, der Angeklagte hätte sich Vorgehen der Konkurrenz in Norddeutschland und theile bringt, und die größeren Fabrikanten sind ihr entgegen, fagen müssen und hat auch damit gerechnet," wie das Ge Sachsen, wo diese Praxis schon längere Zeit gehandhabt weil sie ihnen eine um so unbequemere Konkurrenz macht, als sie richt für festgestellt" erachtet, daß unter seinen Zuhörern solche werde, gezwungen worden sein." durch die Arbeiterschuß- Gesetze verhindert sind, die jugend- wären, die seine Aeußerung als Majestätsbeleidigung hätten Im Bericht für 1894 finden diese Angaben ihre volle Be- lichen Arbeiter und Arbeiterinnen so auszubeuten, wie sie auffassen können! ftätigung. Die preußischen Berichte für 1894 berichteten über dies früher genau so wie so wie die Hausindustriellen thaten. Wir haben es hier also wiederum mit einer Anwendung diese Beschäftigung der Arbeiterinnen zu Hause na ch 11 stündiger Diesem Interessenstandpunkt gab auch der großindustrielle Freiherr jenes Eventual Dolus" zu thun, der in letzter Zeit Fabrikarbeit aus dem Regierungsbezirk Schleswig von einer Heyl zu Herrnsheim( am 14. Januar 1895) im Reichstage Aus- wiederholt Gegenstand schwerster Angriffe von seiten der politisa, en großen Netfabrik, aus Hildesheim von Konserven- drud, als er erklärte: und juristischen Fachpresse geworden ist. Auf die Konsequenzen fabriken, und aus Köln, wie wir in Nr. 191 des der Anwendung dieses Dolus haben wir mehrmals hin Vorwärts" vol 17. August 1895 eingehend darlegten. gewiesen. Je mehr der Eventual- Dolus zu Ehren sommt, Die Amtlichen Mittheilungen" melden dasselbe Vorkommniß desto trauriger wird es mit der Rede und Preß= in Döbeln( Sachsen), wo in der Strumpf, Handschuh, freiheit stehen. Denn das gesprochene und das geschriebene Bekleidungs und Bigarrenindustrie„ den Arbeiterinnen Wort, sie sind es, die gleichmäßig schwer von dieser Recht im Bedarfsfalle Arbeitsmaterial ausgehändigt wird, dessen weitere Schon recht nur ist das Handwerk genau derselben sprechung getroffen werden. Wenn sich jeder Redner sagen soll, Bearbeitung alsdann während der Feierstunden in Inspektion zu unterstellen, wie die Hausindustrie und der Handel. diese oder jene Aeußerung könnte möglicherweise von irgend der Wohnung der Arbeiterinnen erfolgt". Der Das Unternehmerthum sündigt überall gegen Gesundheit und jemandem als firafbar angesehen werden; wenn jeder Beamte, offenbar ein Harmonie Apostel, fügt gerührt hinzu: Wohlfahrt der Arbeiter, wo es nicht durch ein Gesetz oder die Redakteur bei dem Niederschreiben eines Satzes daran denken ,, und zwar in ihrem Interesse, sowie dem des Arbeit- Organisation der Arbeiter daran gehindert wird, und gerade foll, diefer Sab tönnte von einem ausgesucht beschränkten gebers". das Handwerk hat nicht blos vereinzelt solche Meister, wie sie Leser oder einem ausgesucht sindigen Staatsanwalt für eine Welch' ein weiser Daniel! Freilich, wenn alle Beamten der Bericht aus Ohlig im vorigen Artikel schilderte. Beleidigung angesehen werden- wer ist dann auch bei der vorDeswegen müssen die Schutzbestimmungen auf Hausindustrie, sichtigsten Handhabung der Rede oder Preß, freiheit" noch nungen auf eine Ausdehnung der Schutzgesetze noch schlechter Geschäfte und Handwerk ausgedehnt werden, und zwar wird vor dem Gefängniß sicher, wenn er zu dem Schluß kommt: aus als ohnehin. Die anderen Gewerbe- Aufsichtsbeamten aber, dies im Anschluß an die gleichen Bestrebungen in England nein, so beschränkt ist kein Leser, und so findig ist kein die darüber berichten, haben einen etwas tieferen Einblick in das geschehen, über die Freiherr Heyl zu Herrnsheim in jener Rede Staatsanwalt, hier eine Beleidigung hineinzuhören oder wirthschaftliche Getriebe gethan und wünschen, so wie verschiedene sagte: hineinzulesen! Unternehmerkreise, die Einbeziehung der Haus industrie unter das Arbeiterschuß- Gesetz. Bereits im Bericht für 1893 hatte der Beamte für Breslau sich in diesem Sinne geäußert und den diesbezüg lichen Wunsch einer Strohhut- Arbeiterin mitgetheilt. Der Beamte für Köln hatte die Ausbeutung der Arbeiterinnen in der Konfettionsbranche sehe zutreffend geschildert, in der während der Saison Arbeitszeiten bis zu 16 Stunden herrschen. berg. Die Hausindustrie muß einer besonderen Inspektion unter stellt sein, weil die Ausbeutung der Arbeiter, wie sie dabei stattfinden kann, den Handwerkerstand berührt und schädigt. In England hat man mit dem sogenannten Sweating, dem Schwigsystem, ähnliche traurige Erfahrungen gemacht." Die Engländer haben sich entschlossen, diesem Unwesen Wir beklagen es also auch aus Aulaß des Falles Liebknecht, wirksam dadurch entgegen zu treten, daß man verbietet, daß sich unsere gelehrte Rechtsprechung in der besten Absicht Arbeiter in Lokalen zu beschäftigen, welche natürlich, dem Staate zu dienen- immer weiter entfernt von dem für die Unterbringung von Menschen ungeeignet sind, einfachen und ungefünftelten Rechtsempfinden des Laien, des und machen auch die Hausbesitzer dafür verant Volkes. Hier begreift man ein Vergehen und Verbrechen als wortlich, daß in sochen keine Arbeit geduldet wird, wodurch solches nur, wenn es unzweifelhaft klar vorliegt, mit Absicht be fich die Löhne erhöhen müssen." gangen, mit handgreiflich faßbarer Wirkung vollendet. ie Konstruktion der Vergehen und Verbrechen aus einer psychologisch ganz unhaltbaren Theorie heraus fehlt hier, in den Kreisen des Laienthums, also des Volkes, jedes Verständniß. Die Juristen mögen das bedauern und mögen daraus ungünstige Schlüsse ziehen auf die Intelligenz des Volkes der Deuter". Wir aber bedauern von unserem Standpunkte aus weit mehr die Entfremdung vom schlichten und natürlichen Volksempfinden, zu der es unser Gelehrtenrecht allmälig gebracht hat. Wie weit dabei das Vertrauen des Volkes in die Rechtsprechung in Mitleidenschaft gezogen wird, steht auf einem anderen Blatt Pechstimmen " Sehr richtig! Die Durchführung des Arbeiterschutzes in der Hausindustrie liegt im Interesse der armen Hausarbeiter wie im Kostümgeschäfte mit 60, 80 bis 120 Arbeiterinnen sind Interesse der indirekt durch jene geschädigten Arbeiter der zahlreich vertreten. Ein Arbeitgeber erklärte unumwunden, Fabriken. Die Mittheilungen der Deutschen Gewerbe- Aufsicht sind daß er für den Fall der Einbeziehung der Werkstättenbetriebe zwar mangelhaft und eine gründliche Enquete ist dringend zu in die einschlägigen, beschränkenden Vorschriften die Werk fordern, aber sie geben immerhin Material ,, das sehr brauchbar stätte in Einzel- Hausbetriebe auflösen werde. Es er- ist, um dem auf dem Breslauer Parteitage ausgesprochenen Wunsche scheint daher erwünscht, daß Werkstättenbetriebe und gemäß, in eine lebhaftere Agitation gegen die Hausindustrie ein Hausindustrie womöglich gleichzeitig den bezutreten, züglichen Vorschriften unterworfen werden." Aehnliche Mittheilungen macht der Beamte von AnnaBei ihm beschwerten sich die Fabrikanten der Posamenten- Industrie, daß Verlagsfirmen, welche in der Politische Weberlicht. Hausindustrie arbeiten, und die Waaren in den eigenen Räumen nur noch marktfertig machen( ausschlagen) lassen, als Fabriken Die Berliner Zeitung" schreibt, indem sie gleichBerlin, 15. November. nicht angesehen werden und deshalb auch keinerlei Einschränkung zeitig die Verurtheilung des Redakteurs des antisemitischen Zum Prozeß Liebknecht wird uns aus Breslau in bezug auf die Arbeitszeit der Arbeiterinnen unterlägen, die Deutschen Michel" zu 2 Monaten Festung berücksichtigt: bis in die Nachtstunden hinein beschäftigt würden. Wir gönnen dem Herrn vom„ Deutschen Michel" von geschrieben: Unter den zahlreichen Rechtsanwälten und Dagegen muß der Beamte für Roburg- Gotha fon Herzen, daß er so gut davongekommen ist. Wenn nicht das Be- sonstigen Juristen, die den Prozeßverhandlungen folgten, ftatiren, daß Fabrikanten der Spielwaaren- Industrie dürfniß nach Reklame, die das Blatt mit diesem Majestäts- war nur eine Stimme, daß das Erkenntniß, dessen WiderNeuburg bei Koburg auf das ganze Schutzgesetz beleidigungs- Prozeß ja bereits in ausgiebigfter Weise getrieben hat, sprüche auch dem Laien in die Augen springen, unmöglich, pfeifen. Sie nehmen es zur Zeit eines flotten Geschäfts es zu einem Rückfall verleitet, wird der Deutsche Michel" wohl so wie es mündlich motivirt ward, aufrecht erhalten werden ganges mit der Einhaltung der Arbeitszeit für jugendliche Artünftig darauf achten, Fürsten und Juden strenger auseinander kann. Denn die Wortfassung, welche laut Feststellung die beiter und Arbeiterinnen nicht genau." zu halten. Wir hätten uns aber auch gefreut, wenn die Breslauer Majestätsbeleidigung ausschließt, gilt auch für den int Obwohl der Aufsichtsbeamte nicht gleich ftrafend einschritt, warnen ließ, fand er auf Seiten der Fabrikanten Gesondern die Fabrikanten durch den Gemeindevorstand erst verreiztheit und Widerwilligkeit. " zit Liebknecht's Derurtheilung. " und Richter den alten Liebknecht dem„ Deutschen Michel" zur Gesell Ausdruck, in welchen mit Hilfe des dolus eventualis verurtheilten Redakteur ist gewiß ein talentvoller junger daß die Annahme der Majestätsbeleidigung für diesen Ausfchaft gegeben bätten. Der legtere- wir meinen natürlich den die Majestätsbeleidigung hinein gelegt ward. Dazu kommt, Mann, der wohl ein besseres Loos verdient, als die Preßsünden druck mit der gerichtlichen Feststellung, daß Liebknecht Diese leinen Fabrikanten behaupten, eine genaue und eines Bigblattes, das außer dem Staatsanwalt niemand fennt und druck mit der gerichtlichen Feststellung, daß Liebkneck; t gewiffenhafte Durchführung der§§ 186 und 187 sei für derartige iemand steht, auszubaden; aber hat er, wenn man die sogenannte die Absicht der Majestätsbeleidigung nicht gehabt, ja Geschäfte unausführbar oder würde einer Vernichtung aller Gerechtigkeit in betracht zieht, einen Anspruch auf beffere Behand: sogar das Bestreben gehabt eine solche zu vermeiden, Werkstätten gleichkommen und die Arbeit in die noch viel ung, als Liebknecht, dem, mag man seinem politischen Standpunkt sich schlechterdings nicht verträgt. ungünstigere Hausindustrie drängen." auch noch so fern stehen, doch niemand das Beugniß eines Die„ Echlesische Zeitung", deren schmähliches Treiben Und gegen diese Hausindustrie bäumen sich die Fabrikanten vollendeten Ehrenmannes, eines überzeugungsteuen Politikers von Liebknecht nach Verdienst gebrandmarkt ward, steckt den auf, nicht, weil die Arbeiter dort noch mehr verelenden, sondern und wissenschaftlich hervorragenden Kopfes versas wir? Und, Vorwurf der Denunziation ruhig ein. Sie meint nur, fie weil sie selbst geschädigt werden. Derselbe Beamte schreibt: wenn nichts anderes, so sollten doch Liebknecht eine Jahre Die Fabriken haben von der Hausindustrie viel zu leiden, ein Anrecht auf diejenigen Richfichten gewähren, welche das habe die besonders charakteristische Stellen der Liebknecht indem die Hausindustriellen meist ihre ohne Bestellung ge- Gesetz den politischen Majestatsbeleidiger angedeihen läßt, fchen Rede gebracht." Ganz recht! aber in einer Form, machten Arbeiten um jeden Preis verkaufen müssen und deshalb indem es zwischen Gefängnißft fe und Geungshaft die Wahl daß sie eine grobe Majestätsbeleidigung darstellte an Austäufer und Kaufleute zu Preisen anbieten und ablassen, läßt. Freilich, Liebknecht ist Goialdemarat und der Deutsche mit nicht mißzuverstehendem" Wint an den Staatsan welche faum die Herstellungstoften decken. Dabei wird auch Michel" streng monarchisch". Wir sollten aber meinen, daß, walt. häufig so schlecht gearbeitet, daß die Waaren nur wenn man überhaup Majestätsbeleidigungen bestraft, der durch die Ramschauffäuser, nicht aber auf den Fabriklagern monarchisch gesinnte Beleidiger eine schärfere Beurtheilung verzu verwenden sind. Die Fabrikate werden dadurch in den dient, als der Republikaner.". Breifen wie im Renommee wesentlich geschädigt. Die Fa- Die Volts 3eiting" schreibt im Anschluß an einen brikanten sowohl wie eine große Zahl älterer Fabritarbeiter ausführlichen Bericht über Prozeßverhandlung: stehen deswegen der Hausindustrie nicht günstig gegenüber." Durch diesen Ausgang der Sache ist der Prozeß Liebknecht Der Beamte fügt dann hinzu, daß viele Fabriken, bes ein neuer lehrreicher Beitrag geworden zur Charakteristit sonders in den verschiedenen Puppenbranchen, die Haus- unserer gelehrten Rechtsprechung. Die Abficht, den Kaiser zu beindustrie nicht entbehren können. Gleich darauf aber leidigen, hat Liebknecht nicht gehabt. Das hat das Geschreibt er: richt zugegeben. Er müßte in der That, wie sich der Angeklagte mit recht ausdrückte, wahnsinnig gewesen sein, wenn er hätte den Kaiser absichtlich beleidigen wollen. Das thut doch nur jemand, der wirklich unzurechnungsfähig ist oder der darauf brennt, eine Anzahl von Monaten im Gefängniß zu fißen, wie es in harten Wintern in Berlin zuweilen vorgekommen " Es ist deshalb ein Frrthum, wenn allgemein angenommen wird, daß die Fa britanten die Hausindustrie drückten und ausnüßten. Vielmehr ist es der Handel und die Auffäufer, die Noth und die schlechte Arbeit, welche saugend, drückend und entwerthend auf Hausindustrielle und Fabriken wirkt." wäre es ihm sogar lieber gewesen, wenn sie hilflos gejammert und am ersten Tage dem Vater gleich alles verrathen hätte. Als sie ihn aber wieder einmal scherzend ermmuterte, seine geheimen Sorgen zu vergessen und ihm fröhlich in die Augen lachte, da platzte er doch heraus: Anna, gelt... Du glaubst noch an Gott?" Sie sah ihn groß an, ihre Büge wurden sehr ernst. Aber Franz, wie kann Du nur so fragen?" " Hab' i Dir weh gethan?" " " Des net, aber i versteh' die Frag' net." " " ,, Weil ich Dich lang net so liab g'habt hab, als wie heut, wo ich' nunterspring', wenn Du's verlangst!" Sprachlos starrte er sie au. Sie lächelte bitter. Gelt, ich bin recht schlecht word'n," sagte sie nach einer langen Pause, recht schlecht, seit.. " Anna, um Gotteswillen, so was mußt D' net sagen!" Sie feufzte. " I kenn' Deine Gedanken schon, wenn Du zu mir auch noch nix g'sagt hast. Gelt, Franz, Du wunderst Dich halt, daß i so ruhig, und so... so gleichgiltig bin, daß i in d' Kirch' geh..." Anna!" Schau, Anna," fing er wieder an, ich hab' Dich, es find freilich scho mehrere Monat her, oben in der Gaifweiß scho, Franz, aber schau, i kann nig dafür. schlucht auf der Brücken, einmal g'fragt, ob Du mit mir da Vielleicht wunderst D Dich noch viel mehr, wenn i Dir ' nunterspringen föunt'st. Du hast Dich damals so entsegt, jag', daß i noch nie in mei'm Leben so freudig zu mei'm und i hab wohl g'merkt, daß i Dein Glauben da beleidigt Herrgott bet' hab', wie g'rad von dem Tag an, wo i ganz hab. Befinnst Di noch?" Dein g'hör." In Kiel wurde am Freitag, wie uns ein Privattelegramm mittheilt, unser Genosse Poller, Redakteur der Schleswig- Holsteinischen Volkszeitung", wegen angeblicher Majestätsbeleidigung zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr 3 Monate Gefängniß beantragt. So vergeht fast kein Tag, ohne daß wir genöthigt sind, eine solche Berurtheilung zu melden. Die Opfer sind pers sönlich zu bedauern, an der Sache, der durch die neue Aera bibiger Strafverfolgungen der Garaus gemacht werden soll, prallen die Verfolgungen wirkungslos ab. Auch diese Verurtheilungen stärken das Solidaritätsgefühl des kämpfenden Proletariats. Die milde Luft eines dämmernden Frühlingsabends umfing ihn auf dem Bühel. In den kahlen Baumkronen schwebte bläulicher, zarter Duft und in feinen Nebelstreifen wogte es auf dem dunftigen, braunen Boden. Ein heller, zitronengelber Schein strömte im Westen zum dunkelnden Himmel empor und intensiv leuchteten die vergoldeten Kreuze des Friedhofs an der weißen Mauer der Kirche. Der Lehrer hatte keine Augen für die Pracht des lauschigen Abends. Er watete durch den Schmug der aufgeweichten Straße zum Wirthshaus, wo er jetzt, da er öfters zusprach, ein gar beliebter Gast geworden war. Heute hieß ihn in der dunkeln Stube Frau Kreiltmayer willkommen, die mit einem Burschen hinter dem brummenden Kachelofen saß. Als sie Licht brachte, erkannte der Lehrer in dem stummen Gaste den Lechner Toni, der am Tische kauerte und schwer betrunken zu sein schien. Seine Art mit den starken Seilen hatte er neben sich auf Es dämmerte langsam in ihr auf. Was vor jener Ja, aber... wenn Du beichten mußt, Auna?" fragte die Bank gelegt und seinen schäbigen Filz verkehrt aufNacht lag, in der sie sich ihm hingegeben hatte, schien ihr er und sah verlegen zu Boden. gefeßt. Die langen Spigen seines blonden Schnurrbarts, wie verschwommen und sie mußte sich erst langsam darauf Glaubst, mir wär' davor bang? Ich hab' nix auf die nach unten hingen, rahmten das unrafirte Kinn ein befinnen. Er wollte noch etwas erwidern, aber er brachte es der Stube herum. " 1 " weiß scho noch," sagte sie endlich ganz leise dem Gewissen, was ich net beichten könnt", sagte sie feft. und die grauen Augen irrten rauflustig und verwegen in war auch Siehst, Anna, des war von mir net recht, daß nicht heraus. Gedankenlos füßte er sie und verabschiedete setzte sich an einen anderen Tisch und schenkte dem Burschen i Dir so was g'sagt hab', denn... Du wirst es ja sich. Anna sab ihm lange nach, als er zum Pfarrhaus keine Beachtung. Doch der Toni verstand sich Geltung zu selber wissen.• das war ja a Dummheit von mir, es ging, wo er noch am selben Abend die Verlobung des Försters verschaffen. a Sünd!" Göpfert mit der Poiten Kathi erfuhr. Wäre er schuldlos" He! no a Maß her, Wirthshaus! Heut kummit's gewesen, so hätte ihn gerade diese Mittheilung heiter gestimmt, mer net drauf an. No, werd's bald? Wirthshaus, Saufweil hier ein roher Gimpel so plump in das Netz ging, jezt aber haus!" regte sie ihn auf. Er überlegte sofort, ob ihm nicht durch seine Mitwissenschaft von Kathi's Verhältniß Nachtheile er wachsen könnten, und suchte den Augen des Geistlichen aus zuweichen, die wieder so seltsam auf ihm zu ruhen schienen. Wie konnte er früher diesen Blicken begegnen, als er noch ein gutes Gewissen hatte! Er hatte es glücklich heraus, was er sagen wollte und blickte sie erwartungsvoll an. Anna senkte die Augen und schwieg. Deutlicher tauchte die Szene vor ihr auf. Damals und heute! " Du mußt mir net bös sein, Anna, daß i von dem Zag no amal aug'fangt hab," bat er zögernd. Sie schaute ihn ruhig an. Aus ihrem Blicke sprach eine unendliche Zärtlichkeit: " I bin Dir net bös, Franz," sagte sie sauft.„ Ich hab' damals Unrecht g'habt, net Du." " Wieso?" Bald nach Tische bat er um die Erlaubniß, ausgehen zu dürfen und schlich davon. Gattl war dieses Zusammentreffen nicht angenehm. Er Die Wirthin brachte das Verlangte und nahm ihm gegenüber auf der Bank Platz, wo sie sich mit halber Wendung dem Lehrer zudrehte und den linken Arm auf Die Lehne, den rechten auf die Tischplatte stemmte. Nachdenklich zog sie die breite Unterlippe herauf und stierte ins Leere. Was fagen S' denn nur zum Herrn Förster und zu der Kathi, Herr Lehrer? Ha, des war a Ueberraschung?" fragte sie endlich. ( Fortjeßung folgt.) $ wurden von der Dresdener Polizeidirektion im vorigen Jahre Bimetallistische Pläne. Der Ausschuß des deutschen| Regierung sei daher zur Auflösung nicht nur berechtigt, Inun sehr wohlthun wird. Die Berliner Patrioten werden Bimetallistenbundes hat am 7. d. M. im sondern auch verpflichtet gewesen. hoffentlich einem Mitbürger von so hervorragend staatsretterifchen Abgeordnetenhause unter dem Vorsitz des Neichstags- Der Gemeinderath ist gewählt, um gewisse Aufgaben Fähigkeiten einen feierlichen Empfang mit Pauken und Trompeten Abgeordneten Leuschner eine Sigung abgehalten und unter zu erfüllen. Ob er dazu im stande ist, darüber darf man bereiten. anderen folgenden Beschluß gefaßt:„ Der Ausschuß erachtet jedenfalls den Wählern Wiens, so sehr sie in ihrem klein- Volksschullehrer Gehälter in Mecklen es als die Aufgabe der deutschen Regierung, im bürgerlichen Interessenkreise auch befangen sein mögen, burg. Die Regierung von Mecklenburg Schwerin beantragte Hinblick auf die Beschlüsse des Reichstages und beider immerhin noch ein besseres Berständniß zutrauen, als irgend im Landtage eine Gehaltserhöhung der Volksschullehrer im Häuser des Preußischen Landtages und entsprechend der wirth einem polnischen Grafen. All dieses gräfliche Geschwätz Dominialbezirk im Betrage von 430 000 M., was einem Fünftel schaftlichen Machtstellung Deutschlands- da bei Festhalten ändert nichts an der Thatsache, daß die Nichtbestätigung besondere Kommission zur Vorberathung des Antrages. des Landessteuerbetrages gleichkommt. Der Landtag wählte eine Deutschlands an dem Goldwährungs- Prinzip eine inter Lueger's ein Echlag gegen die Selbständigkeit der Gemeinde- A 11 3 weisungen aus Dresden bezw. aus Sachsen nationale Regelung der Währungsfrage ausgeschlossen ist verwaltung ist! die Initiative zu derjenigen Einigung der in betracht Die Wirren in der Türkei. Nach den neuesten gegen 1526 Personen verfügt. Dabei wurde nach polizeilicher kommenden Regierungen zu ergreifen, welche Lord Balfour Meldungen aus dem Osten hat der Großvezier den Provinz- Auslaffung von der Ausweisungsbefugniß in vorsichtiger Handmit Recht als Vorbedingung einer Währungskonferenz be- behörden eine Instruktion ertheilt, allen Konsuln die Ein- habung des betreffenden Gesetzes, theilweise unter Abweichung zeichnete. Danach würde zunächst eine Einladung holung von Informationen über die Vorgänge zu erleichtern, von früherer Auffassung desselben, erst nach jedesmaliger forgDeutschlands an Frankreich und die Vereinigten Staaten bamit die Berichte der Konsuln mit den offiziellen Berichten fältiger Prüfung und Abwägung aller einschlagenden Verhält= von Amerika zu ergehen haben zu einer Vorkonferenz, übereinstimmen. Bu berichten haben die Konsuln allerdings im Interesse der öffentlichen Sicherheit und nisse und nur dann Gebrauch gemacht, wenn die Ausweisung welche das Programm für die Währungskonferenz fest noch recht vieles, denn in allen Theilen Kleinasiens sind be 3. des Staats wobles unbedingt erforderlich stellt; nur wenn diese drei Mächte sich über ein solches wieder Unruhen vorgekommen. Das Kriegsministerium in fchien." Im Jahre 1898 betrug denn auch die Zahl der Aus Programm einigen, soll die Währungskonferenz berufen Konstantinopel entfaltet eine rege Thätigkeit; wie das gewiesenen noch viel mehr, nämlich 2197. Das Staatswohl, in werden. Der Ausschuß beschließt, an den Herrn Reichs- Reuter'sche Bureau" meldet, veröffentlichen die Blätter eine deffen Interesse die Ausweisungen so unbedingt erforderlich waren, kanzler, den Bundesrath und den Reichstag Betitionen zu richten, in denen ein sofortiges Vorgehen Deutschlands im offizielle Mittheilung über die Einberufung einer Anzahl bringt die vielen Fälle in Erinnerung, in denen böhmische Sinne der Vorschläge des Grafen Mirbach gefordert wird." von Truppen, um die Ruhe in den Theilen von Anatolien, Arbeiter ausgewiesen wurden, die in ihren Gewerkschaften oder -Die deutschen Bimetallisten scheinen also noch immer die in welchen die Unruhen stattgefunden haben, wieder herzu- Fachvereinen einmal den Mund aufthaten, um von Werbefferung Die deutschen Bimetallisten scheinen also noch immer die stellen, und über die Anordnung der nothwendigen Ber- ihrer Lage zu reden. etwas lauen Erklärungen der Regierungsvertreter sich zu haltungsmaßregeln für die Zivil- und Militärbehörden der Das Ergebnis der Wahl zum Reichstag ihren Gunsten auszulegen; in Wahrheit aber haben sie vorläufig gar keine Aussicht, mit ihren Plänen durchzudringen, Provinzen. Allerdings soll die Aufbringung der nöthigen Geldim 12. württembergischen Wahlkreise ist folgendes: Aug st und selbst wenn die deutsche Regierung sich nochmals, hat der Sultan befohlen, daß alle Muselmanen oder mitgetheilt. mittel einige Schwierigkeiten machen; nichtsdestoweniger( D. Bolfsp.) 5823, Gröber( 3.) 2718, Kloß( Soz.) 236, zersplittert Daß Augst gewählt war, hatten wir bereits nach den trüben Brüsseler Erfahrungen, auf das zweifel- Christen, welche durch die Unruhen in Kleinasien der baste Experiment der Einberufung einer internationalen Existenzmittel beraubt wurden, auf Staatskosten verpflegt Schulzeitung"" einen interessanten Beitrag. In dem babiſchen Wangskonferenz einlassen würde, so würde das die oder untergebracht werden sollen; entsprechende Weisungen My 3um, groben Unfug" liefert die„ Neue Badische gelegenheit schwerlich im Sinne der Bimetallisten wesentlich seien bereits an die Lokalbehörden ergangen. Der gute Dorf 23 yht hat ein Lehrer ein Strafmandat über 2 M. oder Wille ist auch hier immerhin anerkennenswerth, wird aber theilen des Unterrichts im Schulzimmer durch Brüllen die 1 Tag Haft wegen groben Unfugs bekommen, weil er bei Grden bedaueruswerthen Opfern der Mißwirthschaft sehr öffentliche Ordnung gestört hat." wenig nißen. fordern. D * Deutsches Reich. Zur Mundtodtmachung der freireligiösen Lehrer. Kampf für Ordnung, Sitte und Religion hat be tanntlich auch zu einer Maßregelung der Lehrer der Ber liner freireligiösen Gemeinde Veranlassung gegeben. Gegen einen derselben, den Dr. Bruno Wille, hat das Konferenz zur Revision der Arbeiter Provinzial Schulkollegium die Sache so weit getrieben, versicherungs- Gesetze. Ueber die Thätigkeit der Konferenz über ihn aus eigener Machtvollkommenheit eine Strafe von zur Revision der Arbeiterversicherungs- Gesetze, die vom 4. bis zunächst 1000 m. oder 50 Tage Haft zu verhängen. Da 9. November im Reichsamte des Junern tagte, giebt jetzt der Wille die Strafe nicht bezahlen konnte, wurde er thatsächlich eichs- Anzeiger" einen ausführlichen Bericht, um die" theils in seinem Wohnort Friedrichshagen am 9. November in Haft ungenauen, theils geradezu unrichtigen" Nachrichten aus den als gefeßt. Er hat nunmehr eine Beschwerde gegen dieses Verfahren beim Staatsministerium eingelegt, in der er zu folgenden Feststellungen kommt: " " 110 Stimmen. " Ver= Münchest, 14. November.( Eigener Bericht.). Der Landtag beschäftigte sich heute mit dem( bereits mitgetheilten) Antrag Lu( fons.) betr. Bekämpfung der Auswüchse" im Handel und Gewerbe. Der Antragsteller begründete seinen Antrag objektiv und verwunderlicherweise ohne antisemitische Beigaben. Luh wünscht eine Menderung des Artikel 7 des GewerbesteuerGesetzes dahingehend, daß Ginkommen bis zu 8000 r. mit 2/2 pet., über 14 000 mit 4 pet., mehr als 15 000 mit 5, 6 und mehr Prozent besteuert würden. Den Waarenhäusern müßten für Betriebsanlagen mindestens 25-30 pet. auferlegt werden. vertrauliche bezeichneten Sigungen zu berichtigen. Den Mitgliedern der Konferenz waren danach drei Vor- Allen diesbezüglichen Auswüchsen müßte durch eine unverschämte lagen gemacht; erstens ein umfassender aber unverbindlicher Besteuerung" begegnet werden. Es gelte die Rettung des MittelEntwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Invaliditäts- und standes vor dem internationalen Großtapital. Der Finanzminister 1. Bei meinen früheren Religionsübungen, nach Art des Altersversicherungs- Gesetzes, welcher im Reichsamt des Innern v. Riedel steht den Luz'schen Anträgen, deren Tendenz, den Konfirmandenunterrichts, handelt es sich nicht um einen Unter- unter Berücksichtigung der Vorschläge ausgearbeitet war, die auf Mittelstand und fleinen Gewerbestand zu schüßen er als höchst richt, welcher Fächer des Schulunterrichts ersetzt. Mithin bedarf dessen Veranlassung das Reichs- Versicherungsamt nach eingehender lobenswerth findet, sympathisch gegenüber. Weniger der formellen ich dafür keiner Erlaubniß von Seiten der Schulbehörde, und Berathung mit Vertretern der Arbeitgeber und der Versicherten Fassung der Anträge. Um etwas Positives zu erzielen, fei das Verbot des Provinzial- Schulkollegiums ist hinfällig. 2. Sollte formulirt hatte. eine grundlegende Reform des Gewerbesteuer- Gesetzes jedoch meine frühere Thätigkeit einen Ersatz für ein Fach des In diesem Entwurfe waren die grundlegenden Bestimmungen nöthig. Die Regierung habe eine solche vorbereitet und Schulunterrichts bieten, so dürfte mir die Unterrichtserlaubniß des Gesetzes beibehalten, aber Erleichterungen und Vereinfachungen werde sie dem Landtage bald vorlegen. In dem Entwurfe werde nicht vorenthalten werden, da mir weder die wissenschaft- vorgeschlagen. Weiter waren mitgetheilt die von dem Vor- den Wünschen Lug' Rechnung getragen, besonders sei eine beliche noch sittliche Fähigkeit hierfür abgesprochen werden kann. sitzenden der Versicherungsanstalt Berlin, Dr. Freund, aus. trächtliche progressive Ertragssteuer vorgesehen. Vor einem 3. Doch selbst wenn das Gegentheil meiner Ausführungen gearbeiteten Grundsatze für eine Vereinfachung in der Organi allzuschroffen Eingreifen in den loyalen"( reellen) Großbetrieb zutreffend und das Provinzial Schulkollegium außerdem be fation der Arbeiterversicherung", welche auf eine Vereinfachung warne er, das gehe über die Aufgaben der Steuergesetzgebung, rechtigt wäre, mir die Erlaubniß vorzuenthalten, so würde der Kranken- mit der Invaliditäts- und Altersversicherung ab- schädige den Nationalwohlstand. Im Kampfe gegen die Unjedenfalls wegen meiner legten Thätigkeit, die nicht unterrichtlich zielen. Und drittens trat der Präsident des Reichs- Weisicherungs- ersättlichkeit gewisser Großunternehmer und der von Luß gezeichneten verfuhr, sondern sich lediglich auf öffentliche Erbaungsvorträge amts Dr. Bödiker mit formulirten„ Vorschlägen zur Vereinfachung Auswüchse, wozu auch noch die bei den Abzahlungsgeschäften und für Erwachsene wie für Kinder beschränkte, ein Eingreifen des der Arbeiterversicherung" hervor. Güterzertrümmerungs- Geschäften täme, stehe er auf der Seite Provinzial- Schulfollegiums auf grund der Unterrichtsgesehe nicht Die Konferenz beschränkte sich darauf, vorerst nur die in der des Mittelstandes. Die darauf sich entspinnende Debatte, in der statthaft sein. Aber sogar für den Fall, daß die Verbote des Regierungsvorlage empfohlenen Vereinfachungen zu berathen und die Kleinen" des Zentrums wie einige Liberal- Freisinnige" zu Provinzial- Schulkollegiums durch die bestehende Gesetzgebung fich zwar die Beseitigung des Begriffs eines dem Stalenderjahre nicht Worte kamen, entbehrte jeglicher großen Gesichtspunkte. Es rechtfertigen ließen, so erscheint es dennoch in hohem Grade zweifel- entsprechenden Beitragsjahres und damit die Abrundung der herrschte hüben wie drüben volle Einigkeit und anscheinend die haft, ob dem Provinzial- Schulfollegium Zwangsbefugnisse zustehen, Wartezeit; die Zulassung von Marken für größere Beiträume Ueberzeugung, daß man mit den Palliativen des Herrn Luzz wie sie in den über mich verhängten Strafen in Anspruch genommen( Appoints); die Beseitigung der Zusatzmarks hei freiwilliger Ver- wirklich den Mittelstand und die Kleinkrämer vor der großwerden. Es wird zugestanden, daß zwar die Abtheilung für sicherung; die Aufhebung des Grundsatzes, daß Beitragsmarken bei fapitalistischen Konkurrenz zu schüßen vermöge. Die Debatte wird Kirchen und Schulsachen bei der Bezirks regierung weil jeder Lohnzahlung verwendet werden müssen; Erleichterungen bei der morgen fortgefeßt. Von unseren Freunden ist Grillen diese Abtheilung unter den Begriff der Regierung" fällt die Entrichtung von Beiträgen insbesondere für unständige Arbeiter; berger zum Wort gemeldet, der wohl etwas Leben in die 3wangsbefugniffe aus§ 48 der Verordnung vom 26. Dezbr. 1808 thunliche Beseitigung aller besonderen Bescheinigungen über schleppende Unterhaltung bringen wird. für sich in Anspruch nehmen kann. Diese Zwangsbefugniß ist geleistete Arbeitszeit; Anlegung von Sammelkarten bei den Entschädigung für unschuldig aber nach dem Inhalt der angezogenen Verordnung nur Bersicherungsanstalten, um die langjährige Aufbewahrung urtheilte in Bayern. Die bayerische Staatsregierung ver den Bezirksregierungen eingeräumt worden, nicht den der Einzelkarten eutbehrlich zu machen; Bereinfachung der langt vom Landtag für die nächste Finanzperiode einen Kredit Provinzialverwaltungen, zu denen das Provinzial- Bestimmungen für die Uebergangszeit; Beschleunigung des von 2500 M. für Entschädigung unschuldig Ver. Schulkollegium gehört. Analogien hierfür finden sich auch Verfahrens bei Bewilligung von Renten durch Fortfall der urtheilter und von 5000 M. für die Vergütigung der Ausin der neueren Verwaltungs- Gesetzgebung; vergl. Landesverwal- obligatorischen Anhörung von Vertrauensmännern und lagen freigesprochener Angefchuldigter. tungs- Gesetz vom 1. August 1883, wonach Zwangsbefugnisse nur des obligatorischen Gutachtens der unteren Verwaltungs- Sie hat im Jahre 1892 2100 M. und im Jahre 1893 nur den Behörden vom Regierungs- Präsidenten abwärts( Bezirks, behörde; weitere Ausgestaltung der vorbeugenden Krankenpflege; 395 M für die Entschädigung unschuldig Verurtheilter verausKreis-, Gemeindebehörden), nicht aber den Oberpräsidenten und der Fortfall des besonderen Reservefonds bei den Versicherungs- gabt. Dagegen wurde als Vergütung für Auslagen freiMinistern( Provinzialverwaltungen und Zentralbehörden) zu anstalten und in theilweisem Zusammenhange hiermit eine gesprochener Angefchuldigter im Jahre 1892 die Summe von stehen. Allerdings wird zugestanden, daß in Berlin das Herabsetzung der Beiträge; die Vereinfachung und anderweite 3970 M. und im Jahre 1893 sogar von 7191 M. aufgewandt. Brovinzial- Schulkollegium an stelle der Regierungsabtheilung Gestaltung des Vertheilungsverfahrens unter thunlichster Ausfür Kirchen- und Schulsachen getreten ist. Aber mangels gleichung der aus den örtlichen Verhältnissen sich ergebenden einer positiven gesetzlichen Vorschrift kann nicht ohne weiteres Ungleichheiten; die Erweiterung der Aufsichtsbefugnisse des angenommen werden, daß auch die Zwangsbefugnisse der Reichs- Versicherungsamts u. a. Vorgängen bei den neuerlichen Verhandlungen über die NichtRegierungsabtheilung auf das Provinzial- Schulkollegium dadurch Bei der für den 6. Tag zurückgesetzten Berathung über den bestätigung Lueger's hat nun doch der Ausschuß des Abgeordnetenübertragen worden sind. Am Sonnabend, 9. November, hat Böditer'schen Entwurf wurde dann das„ Markensystem", das hauses auf Anregung des Grafen Hohenwart beschlossen, die Eins mich das Provinzial- Schulkollegium durch den Amtsvorsteher zu nach den Vorschlägen der Regierung beibehalten werden soll, fegung eines Ehrenrathes vorzuschlagen zum Zwecke der parla Friedrichshagen verhaften und im hiesigen Polizeigefängnisse einer prinzipiellen Prüfung unterzogen, die aber vorläufig ohne mentarischen Bensur bei schweren Verlegungen der Würde des unterbringen lassen. Ich bitte, das Provinzial- Schul follegium ein flares Ergebniß blieb, obschon die Mehrheit der Konferenz Hauses. Die Einsetzung dieses Ehrenrathes ist nur eine höfliche hochgeneigtest anweisen zu wollen, die gegen mich unter Straf ersichtlich für Beibehaltung des Systems war. Umschreibung dafür, daß die Abgeordneten sich selbst einen Maul androhung erlaffenen Verfügungen zurückzunehmen und die weitere Die Bödifer'schen Vorschläge wurden ziemlich all torb schaffen nach berühmtem Muster. Bollstreckung der Haftstrafe zu inhibiren." gemein abgelehnt und auch die Freund'schen Pläne, die die Durchführung der Krankenversicherung Wie auch diese erstaunliche Sache ausgehen mag, fie hebung der örtlichen Krankenkassen den Invaliditäts- und unter AufZürich, 18. November.( Eig. Bericht.) Die Verwerfung der hat den Nutzen, die Augen der Deffentlichkeit darauf zu Altersversicherungsanstalten übertragen und besondere Arbeiter- Militärvorlage hat bereits eine gute praktische Wirkung gehabt. lenken, daß es in Preußen noch administrative Straf- versicherungsämter als gemeinsame lokale Hilfsbehörden für alle Der Oberst Ulrich Wille, Waffenchef der Kavallerie, der befugnisse der Verwaltungsbehörden giebt, durch die ganz zweige der Arbeiterversicherung schaffen wollen, begegneten dem als tüchtiger Difizier gilt, aber auch eine an Gertsch gemahnende nach russischem Muster Leute einfach in Geld-, respektive Einwande, daß sie zu sehr auf großstädtische Verhältnisse zu Schneidigkeit befigt, hatte sich nach der Verwerfung der MilitärHaftstrafe genommen werden können, ohne daß den Gemaß geschnitten seien, den Verhältnissen im Lande aber nicht genügend vorlage beeilt, schon am nächsten Tage im Berner Bund" seine regelten dagegen eine Berufung an gerichtliche Entscheidung Rechnung trügen. Meinung darüber kund zu thun. Er hatte u. a. geschrieben: Nur zusteht. Nicht einmal Gründe braucht so ein Provinzial Reformvorschläge noch nicht als genügend ausgereift zu bunden mit dem unerbittlichen Verlangen strenger, allseitiger, Im allgemeinen wurde hervorgehoben, daß die vorliegenden durch Heranbildung ihrer Aufgabe gewachsener Vorgesetzten, vera Schulkollegium zu geben. Es verfügt und der Unterthan, der sich unbequem gemacht hat durch seine Lehr- betrachten seien, sondern daß man neue und eingehendere Durch militärischer Pflichterfüllung, unweigerlicher Unterordnung unter arbeitungen der Materie fordern müsse. Es handelt sich die militärischen Oberen und die Vorschriften und durch die thätigkeit, hat zu zahlen oder zu sitzen. Und das in einem also jetzt im wesentlichen um die Frage, ob es sich empfiehlt, die Forderung der Ertragung wirklicher Strapazen tönnen Staate, der mit dem Verfassungsgrundsatze prunkt: Die Revisionsarbeit so lange auszusetzen, bis sich ein einwandsfreier die berufenen Führer und Erzieher bei den FriedensWissenschaft und ihre Lehre ist frei! Weg für eine Zusammenlegung verschiedener Versicherungsziveige übungen unsere Mitizen zum Verständniß des furchtbaren oder für andere grundlegende Abänderungen der Arbeiter- Ver- Ernstes der Sache bringen. Diese schneidige Sprache stieß auch Badeni's Erklärung zur Nichtbestätigung Lueger's. ficherungs- Gesetzgebung gefunden haben wird, oder ob nicht vorbei der bürgerlichen Presse auf Widerspruch. Ein demokratisches Im österreichischen Budgetausschusse führte der Minister behaltlich späterer weitergehender Maßnahmen zunächst mit einer Blatt bemerkte dazu: Uns scheint, Herr Wille wolle den Bogen präsident Graf Badeni bei dem Kapitel„ Ministerium des Revision der Einzelgeseze unter Aufrechterhaltung ihrer grund- allzu straff spannen. In diesem Sinne darf das Volksvotum Juuern" aus, die Regierung sei feine parlamentarische, legenden Bestimmungen fortzufahren sein wird. vom 3. November jedenfalls nicht aufgefaßt werden." Nun wird aber eine konstitutionelle. Er werde die Nichtbestätigung Herrn Dr. Jastrow war, wie die National in der Presse mitgetheilt, daß der Chef des eidgen. Militärder Lueger's verantworten. Er habe s. 3. dem Hause erklärt, Beitung" zur näheren Aufklärung mittheilen kann, nach seiner departements, Bundesrath Frey, inmittelbar nach Don der Kundgebung des schneidigen daß er für die Begründung, weshalb Lueger zur Verurtheilung nahe gelegt worden, ein Entschuldigungsschreiben Oberst diesem seine entschiedene Mißbilligung darüber Bestätigung nicht vorgeschlagen wurde, dem Kaiser ver- an den Minister v. Berlepsch zu richten, dessen Mitwirkung bei antwortlich sei; für die Thatsache der nicht erfolgten Bes der durch die preußische Steuerreform bedingten Aufhebung der ausgesprochen und daß er ferner den bereits gemachten auf Beförderung stätigung sei der Ministerpräsident dem Hause verantwort- Bergwertsabgabe er mit der Thatsache in Verbindung gebracht wieder zurückgezogen hat. Das ist eine empfindliche Strafe und lich, jedoch nicht verpflichtet, Gründe mitte, daß der Minister mit der Tochter eines großen Bergwerks: wird wohl manchen anderen Offizier in der Bethätigung der besizers vermählt ist. Daß Herr Jastrow auf diese Zumuthung Schneidigkeit etwas vorsichtiger machen. zutheilen. Dessen ungeachtet habe die Regierung den nicht eingegangen ist, finden wir sehr natürlich. Hause die Gründe bekannt gegeben. Was die Grübe Der Gendarm Münter, der früher in Herne, Mittheilungen machen über die seit Wochen geführte Unterfür die Auflösung des Wiener Gemeinderaths anbelange, zuletzt in Weitmar ftationirt war und aus dem Effener Meineids fuchung gegen Major Gertsch ant Gotthard, Die so seien diese diese sehr einfache. Die Regierung sei prozeß wider Schröder u. Gen. sowie aus verschiedenen Preß durch Beschwerden der beiden nieder- und oberwaldnerischen unzweifelhaft berechtigt, den Gemeinderath in dem Momente prozessen bekannt ist, ist vom 1. Dezember ab als Korpsschreiber Kontonsregierungen veranlaßt wurde. Die Untersuchung ist noch aufzulösen, in welchem sie die Ueberzeugung gewonnen habe, zum Gendarmeriekorps in Berlin berufen. Damit ist eine Auf nicht abgeschlossen, scheint aber nach den erwähnten Mittheilungen daß er seine eigentliche Aufgabe nicht erfüllen könne. Die befferung des Gehalts verbunden, die dem verdienten Manne bisher in ernster und ausgedehnter Weise geführt worden zu sein. Desterreich. Der Maultorb im Reichsrathe. Schweiz. zum Nach den " " -V brechern! Portugal. Jm ultramontanen Luzerner Vaterland" wird darauf hinItalien. schilderten Zuständen gezwungen ist, auf einem Berliner Neuban gewiesen, daß bei der Verwerfung der Militärvorlage auch die Frauen mitgewirkt haben. Sie kennen die Entbehrungen, welche scheint jetzt vor der Eröffnung der Kammer das Herz doch in die daß mit demselben Wasser Crispi's Einladungen. Dem alten Sünder Crispi Arbeit zu nehmen; es genügt die eine Thatsache zu konstatiren, das mangels einer Wasserleitung im Haushalte durch den wochenlangen Militärdienst des Vaters Stiefel zu fallen. Er ist auf ein eigenes Mittel verfallen, um sich auf fast allen Bauten von den städtischen Brunnen per Wagen oder der Söhne verursacht werden, weshalb sie denn auch von gegen die bereits angekündigten Angriffe Cavallotti's und anderer in Petroleum, Herings- und sogar Theertonnen herangefahren einer Vermehrung dieser Laſten und Entbehrungen nichts wissen Abgeordneten zu schüßen, indem er an alle regierungsfreundlichen wird die Speisen gekocht, sowie auch sonstige Gẞwaaren zuwollten. Die Frauen haben durch Aneifern der Männer und Kammermitglieder ein Rundschreiben gerichtet hat mit der Bitte, bereitet werden. Auch hierin wird gründlich Wandel erst dann Söhne, zur Urne zu gehen und mit Nein zu stimmen, sehr viel zum den Gigungen vom ersten Zage ab beizuwohnen. Das Schreiben geschaffen werden, wenn die Berufsgenossen es ſich energisch ans Volksentscheide vom 3. November beigetragen! Das mag wohl betont das Einvernehmen, das stets zwischen dem Ministerium gelegen sein lassen, für Abstellung solcher Uebel zu sorgen, und zutreffen. In Bern hat im zweiten Wahlgang für die National- und seinen Freunden über die Besserung der italienischen Wer das können sie am besten, wenn sie sich der Organisation anraths- Wahl Genosse 3 graggen in der Stadt Bern die meisten hältnisse geherrscht habe. Das Einverständniß zwischen Verschließen. Diese wird bei genügender Kräftigung mit derartigen Stimmen erhalten. Gegenüber dem ersten Wahlgang haben alle Zuständen bald aufräumen. drei Kandidaten weniger Stimmen bekommen, eine Wahl fam aber nicht zu stande und wird nun ein dritter Wahlgang stattfinden. Stimmen erhielten: Konservativer Wattemoyl 4585( im ersten Wahlgang 5375), Freifinniger Lenz 3370( 4557) und Sozialdemokrat graggen 2657( 2803). Das Endergebniß wird wohl die Wahl des Konservativen sein. Die waadtländischen Sekundarlehrer haben in ihrer Jahresversammlung fich mit 35 gegen 13 Stimmen für die unentgeltlichkeit des Sekundar- Schulunterrichts erklärt. Die Gemeinde Töß bei Winterthur hat beschlossen, vom 1. Oftober bis 31. März den auswärts wohnen den Schülern der Sekundarschule ein Mittagessen zu 40 Gt3. zu Cts. verabfolgen, für das die Kinder 20 Ets. zu zahlen haben, während die andere Hälfte die Schultasse deckt. Der Bundesrath beginnt morgen mit der Berathung der Gefehentwürfe, betr. Kranken- und Unfallversiche um sie in ber nächsten Dezemberfession der Bundes versammlung vorlegen zu können. Belgien. um Ein bemerkenswerthes Zugeständniß macht den Arbeitern die Neuwahlen zu den Kortes. Die Regierung hat Natürlich absichtslos. In ihrem Morgenblatt vom 15. November Norddeutsche Allgemeine Zeitung". die Neuwahlen zu den Kortes auf den 17. d. M. angeordnet; veröffentlicht sie einen Leitartikel über den Konflitt im schottischen eine Wahlbewegung ist in dem ganzen Lande fanm zu verspüren, Schiffsbaugewerbe, erwähnt dabei, daß in der englischen Presse dennaisten Parteien haben gar kein Interesse, an diesen und überhaupt in der öffentlichen Meinung Großbritanniens für Scheinwahlen sich zu betheiligen. Nach Auflösung der das Verfahren der Unternehmer wenig Sympathie vorhanden legten Kortes erklärte die Regierung, daß sie die Geschäfte in sei, und zitirt dann aus einem im„ Daily Chronicle" erschienenen diktatorischer Weise fortführen werde bis zu den nächsten Neuwahlen. Diese wurden immer wieder hinausgeschoben, und in- Aufsatz des„ bekannten sozial- ökonomischen Publizisten Frederic zwischen wurde diktatorisch das Wahlverfahren in einer solchen Harrison", welcher Auffah sehr beachtenswerth" sei und von Weise umgestaltet, daß es eine: Oppositionspartei nahezu uneingehender Kenntniß der sozialen und ökonomischen Bes bingungen zeuge", folgende Stellen: möglich wird, Abgeordnete durchzubringen, selbst in Bezirken, wo dingungen zeuge", folgende Stellen: die es sich für das öffent " Die Hauptsache, die Partei über den größten Einfluß verfügt. Es werden höchstens liche" Urtheil handelt, ist der große Unterschied zwischen einem einige Scheinoppofitionelle gegen ie Kandidaten der unbedingten Streit und einer Arbeitssperre. Ein Ausstand ist eine Regierungspartei aufgestellt werden. Wo alles so schön im Lande geregelt ist, kann natürlich der König ohne Sorgen auf einfache Weigerung der Arbeitnehmer, zu den offerirten Bedingungen zu arbeiten. Jeder freie Reifen gehen. Mann, der einen Vertrag schließt, muß das Recht haben, die Arbeitsbedingungen annehmen oder verwerfen zu dürfen. Eine Sperre aber, wie die jetzt am Clyde in Anwendung gebrachte, ist ein scharfer Angriff und eine arge Vergewaltigung gegen Arbeiter, von denen einige ja wohl Neigung haben mögen, streifenden Ein Ausstand ist oft der Genossen beizuspringen. einzige Weg, die Arbeisbedingungen auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage zu regeln, und der Lohn, der dabei das Objekt bildet, ist gemeinhin die richtige Proportion, welche das wirthschaftliche Gesez regelt. Eine Arbeitssperre hat dagegen mit dem Verhältniß von Nachfrage und Angebot nichts zu thun, sie hat nur den Zweck, Gewalt gegen solche zu üben, die einer der streitenden Parteien helfen wollen." Amerika. Partei- Nachrichten. B Schweden. Die Union3tommission. Zur Berathung der Der Aufstand in Kuba. Ein Telegramm aus zwischen Schweden und Norwegen bestehenden Differenzen sind Havanna theilt mit, daß der Rebellenführer Roloff mit dem jetzt aus den Boltsvertretungen der beiden Länder Deputationen Insurgentenführer Gomez in Bigunana sich vereinigt hat. Marschall von je sieben Mitgliedern gewählt. Ob es der neuen Kommision Martinez Campos wird sich ebenfalls dahin begeben. Gomez besser gelingen wird, wie der von 1865, die Streitfragen zu bat beschlossen, den Guerillakrieg aufzugeben und eine entschlichten, ist allerdings sehr zweifelhaft. Man hat deshalb auch scheidende Schlacht zu liefern in der Hoffnung, den Sieg davongemeint, es wäre zweckmäßiger, wenn die beiden Regierungen zutragen, um von den Vereinigten Staaten als kriegführende direkt mit einander verhandelten und in den Volksvertretungen Partei anerkannt zu werden. Die in England erbauten Kanoneneinen derart vereinbarten Vorschlag einbrächten. Mit der Er- boote sind in Havanna eingetroffen und werden zum Schuße der nennung einer Kommission scheint aber beabsichtigt zu sein, daß Küste dienen. ihre Mitglieder, wenn sie sich geeinigt haben, auch später alle Anstrengungen machen werden, um ihre Vorschläge bei den Parlamenten durchzubringen. Darum hat man hauptsächlich Männer von politischer Bedeutung erwählt. In einem Punkte Dieses den Streits der Arbeiter günstige und den durch die Der Maifestzeitungs- Prozeß ist jetzt endlich entschieden. Unternehmer verhängten Aussperrungen der Arbeiter feindliche werden die Kommissionsmitglieder übereinstimmen, nämlich in Bekanntlich wurde nach dem 1. Mai die vor dem 1. Mai Urtheil macht sich also dasselbe Blatt zu eigen, das die Streits der Ueberzeugung von der Nothwendigkeit einer durchgreifenden tonfiszirte Maifest Zeitung" wieder freigegeben. Gleich der deutschen Arbeiter gewohnheitsmäßig als frivole BerRevision der Union, wie beide Völker sie so lebhaft wünschen. wohl erhob nachträglich die Staatsanwaltschaft Anklage wegen anstaltungen der Sozialdemokratie verdächtigt und für die schmachAufreizung zu Gewaltthätigkeit, die vor dem Berliner Land- volle Aussperrung der Arbeiter durch die Unternehmer, wie es z. B. Arbeitsinspektoren. Die belgischen Großim Wege der schwarzen Listen geschieht, fein Wort des Zadels Die Staatsanwaltschaft übrig hat, dem weiter die Ausdehnung des Begriffes vom groben industriellen sind ganz aus dem Häuschen und beschuldigen das gericht mit Freisprechung endete. Heritale Ministerium, nicht nur sozialistische Politik zu treiben, glauble aber trotz dieses Freispruches den öffentlichen Frieden Unfug auf gewerkschaftliche Publikationen, wie" Der Zuzug ist sondern auch, wie die Sozialisten, die Arbeitgeber als Feinde zu noch immer für gefährdet und um den bedrohten Staat zu fernzuhalten!" ebensowenig die Gemüthsruhe stört, als es andere behandeln, weil der neue Arbeitsminister Nyssens die Arbeits- retten, legte sie beim Reichsgericht Revision ein. Laut eben freiheit der Arbeiter und damit die Gelegenheit, ihre wirthschaft. Urtheile und Maßnahmen vermögen, durch die die Koalitionss inspektoren angewiesen hat, ihre Pflichten energisch zu erfüllen uns zugegangener Depesche hat heute Nachmittag das Reichsgerichtliche Lage zu verbessern, immer mehr eingeschränkt wird. Die und auch Arbeiter zu Inspektoren ernannt und ein alle Fabrikordnungen regelndes Gesetz vorgelegt hat. Die Vertreter der die staatsanwaltliche Berufung verworfen. Damit ist die Anklage zweideutige Rolle, die der mit den gouvernementalen Kreisen in belgischen Handelskammern haben in diesem Sinne heute in und die Anschauung der Staatsanwaltschaft von allen Fühlung stehende Theil der Presse gegenüber den deutschen Brüssel einstimmig gegen das Vorgehen des Ministeriums in den richterlichen Körperschaften, die hierbei mitzuwirken Arbeitern spielt, ist durch den Artikel der„ Norddeutschen Allfozialen Reformen Protest erhoben. Diese Reformen werden hatten, einhellig zurückgewiesen worden- den finanziellen Schaden hat gemeinen Zeitung" wieder einmal in das gehörige Licht gerückt. somit nur unter harten Kämpfen durchzusehen sein. aber der Herausgeber weg. Und es giebt Leute- wie die Schlesische holt über den Züricher Glaserstreit berichtet worden. Achtung, Tischler! Es ist im Vorwärts" schon wieders Zeitung" beweist welche diese Schädigung mit Genngthunng Wie aus der letzten Mittheilung in Nr. 266 des Vorwärts" London, 14. November. Bei dem Empfange einer Depu- erfüllt und die den Kampf gegen die Umsturz" partei nur unter ersichtlich ist, handelt es sich nicht mehr nur um die Glasergesellen tation der Trade- Unions sagte der Präsident des Handelsamts diesem Gesichtspunkt geführt sehen möchten. Hoffentlich ist in Zürich, sondern auch um die in Winterthur und St. Gallen, und es Ritchie, die Regierung hoffe bald eine Gesetzesvorlage betreffend damit auch der Rattenkönig von Prozessen erledigt, der sich in ist sehr wahrscheinlich, daß die Meister anderer Orte der Schweiz die Bekämpfung der Einwanderung mittellofer Ausländer einzuebenfalls ihre Gehilfen entlassen werden, um so die vorzugsweise gute bringen; die Verantwortung für die Annahme oder Zurückweisung Braunschweig, Frankfurt, Halberstadt und wer weiß sonst wo Organisation der schweizer Glasergesellen zu sprengen. Wie nun einer derartigen Maßnahme falle alsdann auf das Parlament. noch an die Maifest- Zeitungs- Konfiskation anschloß! jebem bereisten Tischler bekannt sein wird, sind die Glaser in Bei den Stadtverordneten Ergänzungswahlen in Süddeutschland und der ganzen Schweiz speziell FensterrahmenLuckenwalde am 13. d. M. gelang es, zwei unserer Genossen macher, das heißt, sie arbeiten an der Hobelbank und an HolzParis, 14. November.( Eigener Bericht.) Die Errichtung in die Stichwahl zu bringen. In Barmen und in Biele- bearbeitungs- Maschinen, sind also nach hiesiger Anschauung Baus einer tooperativen Glashütte in Carmaux fann feld sind unsere Parteigenossen ehrenvoll unterlegen. Der tischler. Dant ihrer guten Organisation haben sie im Berhältniß jezt schon als gesichert betrachtet werden. In der That hat, wie Stimmenzuwachs unserer Kandidaten in legtgenannter Stadt zu den dort beschäftigten Schreinern bedeutend bessere Löhne, folglich bereits gestern telegraphirt wurde, eine Dame, die nicht genannt beträgt 72 p Ct. Der Sieg der„ Liberalen" fonnte nur erreicht werden häufig und gern von Deutschland zureisende Tischler als fein will, 100 000 Frants zu diesem Zwecke gespendet. Der werden durch den Zusammenschluß aller" Patrioten". Lohndrücker von den schweizerischen Meistern gesucht und eins fozial- radikale Abgeordnete des Seine und Dife- Departements, gestellt. Unterzeichneter hält sich infolgedessen für verpflichtet, an Bertheaux, hat 5000 Frants beigesteuert. Außerdem wird Aus der Parteipreffe. In drastischer Weise fertigt unser die Tischler Deutschlands den Mahnruf zu richten, ihrerseits beabsichtigt, eine Lotterie zu veranstalten, zu der vier Erfurter Bruderorgan ein bürgerliches Blatt, das" Thüringer sowohl moralisch wie finanziell dafür zu sorgen, daß die schweizer oder fünf Millionen Loose à fünfundzwanzig Centimes aus- Boltsblatt" ab, welches, offenbar in Hinblick auf unsere Ver- Genossen in ihrem Kampfe um das Koalitionsrecht siegen. gegeben werden sollen, so daß man hofft bald eine Million für öffentlichungen über den konservativen Erzgauner Hammerdie Errichtung der Glashütte beisammen zu haben, da fich in stein, sich darüber beklagt, daß die sozialdemokratische Presse diesem Falle, wo es sich um eine Büchtigung Rességuier's handelt, Meisterin in der Kunst sei, aus einer Mücke einen Elefanten zu selbst diejenigen Organisationen, die sich sonst gegen die Errich machen. Dazu bemerkt oben bezeichnetes Blatt: Die Müce tung von Produktivgenossenschaften aussprechen, an der Lotterie Hammerstein! Wir erlauben uns die ergebene Anfrage an das lebhaft betheiligen würden. Ihre Veranstaltung hängt allerdings Bolksblatt": Wie viel muß einer gestohlen und unterschlagen in erster Linie von der Erlaubniß der Regierung ab, doch hoffen und wie frech muß einer geschwindelt haben, um in den Augen die sozialistischen Abgeordneten Jaurès, Millerand, Rouanet, des Boltsblatts" zum„ Elefanten" zu werden? Sembat 2c. ganz zuversichtlich, daß die Regierung sie geben werde. Auch ist bereits für einen sicheren Waarenabsatz der zu errichtenden Glashütte gesorgt, da sich schon eine Anzahl von großen Konsumgenossenschaften, die auch den Streit pefuniär unterstützt hatten, bereit erklärt hat, ihren ganzen Bedarf an Flaschen 2c. von dieser Glashütte beziehen zu wollen. England. Frankreich. Das Panamistenthum ist natürlich wüthend über die Er richtung dieser fooperativen Glashütte, und um sowohl die Glasarbeiter wie die ihm so verhaßte Regierung zu diskreditiren, fügt es in die Welt hinaus, Herr Bourgeois habe den Glasarbeitern von Carmaux eine Summe von 50000 Fr. aus den geheimen fonds des Ministeriums des Innern als Subvention für die zu errichtende Glashütte bewilligt. Lumpazius Yves Guyot läßt sich heute sogar aus Albi telegraphiren, daß die Entsendung des Sicherheitswesens nach Carmaux feinen anderen Zweck hatte, als den Streifenden dieses Geld zu übergeben. " = Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Hermann Schulz, Werftstr. 7. Vertrauensmann der Glaser Berlins. Die schweizerische Adresse ist: Streiffommission des Glasers Fachvereins im Restaurant zum Bähringer in Zürich, Schweiz. Zur Lage am Clyde meldet der Telegraph: In einer Konferenz der Vereinigung der Maschinenbauer Londons wurde heute eine Resolution angenommen, in welcher dieselben beschießen, in ihrer Haltung zu verharren und die Streifenden in Belfast und Glasgow ihrer moralischen und finanziellen Unter -Der Genosse Baumüller, Redakteur der Magde- stüßung bis auf das äußerste zu versichern. Angeficht dieses Be burger Boltsstimme", ist abermals zu vier Wochen, dies: schlusses wird der Ausstand zweifellos fortdauern. mal haft verurtheilt worden, weil er groben Unfug" verübt haben soll. Derselbe wurde gefunden in einer Notiz, in der erzählt wurde, in einer Harburger Jrrenauftalt sei eine Patientin guter Hoffnung geworden, ohne daß die Urheberschaft Depeschten und lehte Nachrichten. zu ermitteln gewesen wäre. - Ebenfalls groben Unfug" soll Genosse Nitsch in Potsdam, 15. November.( Privattelegramm.) Der Prozeß Magdeburg begangen haben und zwar in einem Vortrag gegen den Assessor Wehlau, der am 26. November vor über:" Sedanfest und Sozialdemokratie". Nitsch hatte dabei von der Emser Depesche gesprochen und wurde er zu drei Wochen der kaiserlichen Disziplinarkammer hierselbst stattfinden sollte, ist Haft verurtheilt. auf den 10. Dezember vertagt worden. -Am Montag tritt Genosse Diehl, Redakteur der Burg städter Boltsstimme" eine viermonatliche Gefängniß Beitung" meldet aus Ronstantinopel: Durch energische VorFrankfurt a. M., 15. November.( B. H.) Die„ Frankfurter strafe an, die wegen Beleidigung der Chemnizer Amishauptstellungen Nelidow's beim armenischen Patriarchen ist die gemannschaft über ihn verhängt worden ist. Außerdem schweben plante armenische Demonstration in Pera verhindert worden. noch mehrere Verfahren gegen ihn. Nach Diarbekir gehen 15 000 bewaffnete Armenier.(?) Die Situation wird für gefahrdrohend gehalten. Nach offizieller Bekanntmachung ist der größte Theil der Reserven eingezogen worden. Die Armee erhält Kriegsausrüstung. " Gewerkschaftliches. " - Kammerverhandlungen. Der Justizminister Ricard legte der Kammer einen Gesetzentwurf vor, nach welchem den Senatoren und Deputirten die Betheiligung an Syndikaten für finanzielle Emissionen und an Verwaltungsräthen von Gesellschaften, die zu dem Staate in einem Vertragsverhältnisse stehen, untersagt wird. Die Vorlage wurde sehr Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Paris, 15. November.( W. T. V.) Die Deputirten. beifällig aufgenommen. Der Abgeordnete Dumas brachte dann Aushände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden tammer berieth heute den Gesezentwurf, betr. die Reform eine Interpellation ein über die Anwendung des Gesetzes gegen Organisation tragen. Der Erbschaftssteuer. Léon Say bekämpfte die Vordie anarchistischen Umtriebe, das bekanntlich von den angst Eine öffentliche Anerkennung seitens der Berliner lage. Er warf den Sozialisten vor, sie bezweckten meiernden Bourgeoisdeputirten nach der Ermordung Carnor's Bauhandwerker, namentlich ter Maurer- so schreibt man mittels der Progressivsteuer die Nivellirung der Vermögen eiligst durchgequetscht war. Er beantragte, daß die Aburtheilung uns gebührt dem Einsender der kürzlich im Vorwärts" ver- und die Umwandlung des Eigenthums. Die neue Vorlage werde von Vergehen gegen dieses Gesetz, wenn sie durch Worte oder öffentlichten Artitel über die Mißstände im Baugewerbe. die Erben zum Berkaufe der Immobilien zwingen. Der die Presse begangen sind, hinfort wieder den Schwurgerichten Hierzu erlaube ich mir einige Ergänzungen. Als ein großer Redner wendete sich sodann gegen die Lehren der Sozialisten übertragen werde. Der Ministerpräsident Bourgeois erklärt, Uebelstand wird es von den Arbeitern empfunden, wenn es bei und fagte, wenn die Sozialisten zur Herrschaft ge= daß die Regierung gegenwärtig feinerlei Verpflichtungen ein- der Lohnzahlung heißt: Der Sonnabend bleibt drin". Es wird langten, würden sie sich nicht 24 Stunden darin erhalten. gehen werde; aber es sei ein großer Fehler gewesen, daß man nämlich der verdiente Lohn für den Sonnabend in solchem Falle( Beifall im Zentrum.) Der Finanzminister Doumer führte aus, ein Gesetz von so offenbarem Ausnahmecharakter nicht mit erst tünftige Woche gezahlt. Die Herren Bau- Unternehmer die Regierung habe eine klar festgestellte Finanzpolitik. Der einer Anwendungsfrist votirt werde. Sarrieu brachte dazu meiſt frühere Kollegen, auch Klempner, Maler, Stein- Erbschaftssteuer- Entwurf stelle eine sehr annehmbare Progression würden eine Tagesordnung ein, durch welche die Erklärungen träger 2c. es am liebsten sehen, wenn auf und führe eine Verbesserung herbei. Hierauf wurde die der Regierung gebilligt werden. Goblet erklärte, er gleich die ganze Woche„ drin" bliebe, d. h. wenn Generaldebatte geschlossen. werde für die Tagesordnung stimmen, denn das Gesetz über die die Arbeiter auf Lohn überhaupt keinen Anspruch machen würden. London, 15. November.( B. H.) Die„ Times" besprechen Untriebe der Anarchisten sei in den Händen des gegenwärtigen Ferner kann dem Einsender der betreffenden Artikel bei der vor: hente nochmals die Affäre Stokes und führen aus, mit der Kabinets nicht gefährlich. Da die Sozialisten dieser Ansicht genommenen Kontrolle der Bauten kaum entgangen sein, daß Bezahlung von 150 000 Frants vom Rongostaat an die englische zustimmen und ihnen nichts daran gelegen ist, der Regierung fast auf jedem Neubau eine sogenannte Ba ubudite vor- Regierung sei die Affäre absolut noch nicht abgeschlossen. Die vielleicht durch die Berathung der Interpellation Schwierigkeiten handen ist, wo der Arbeiter wohl oder übel gewungen ist, zu öffentliche Meinung gehe dahin, Lothaire müsse von einem une zu bereiten, so erklärt Miller and in ihrem Namen sein Ein- verkehren. Es machen sich dort insofern Mißstände bemerkbar, parteiischen Gerichtshof abgeurtheilt werden. verständniß mit Sarrieu's Tagesordnung; sie wird mit 347 gegen als der Bauherr oder Unternehmer seine Leute anweist, dort und London, 14. November.( W. T. B.) Eine der Admiralität 87 Stimmen angenommen. nirgends anders zu verfehren. Wem das nicht paßt, der kann aus Chemulpo in Korea vom 14. d. M. zugegangene Depesche Die sozialistischen und radikalen Blätter beglückwünschen das gehen". Wie appetitlich" es aber in den meisten dieser Bau- bestätigt die Nachricht, daß eine zu dem Panzerschiffe Edgar" Kabinet zu diesem großen Erfolge, der seine Stellung unzweifel- budifen aussicht, läßt sich nicht beschreiben. Davon tann sich gehörige Schaluppe untergegangen ist und 48 Mann haft befestigt hat. überhaupt nur eine Vorstellung machen, wer unter den ge- von der Marine- Infanterie ertrunken sind. " Verantwortlicher Redakteur: Frizz Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Wing Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 269. Sonnabend, den 16. November 1895. 12. Jahrg. Majestätsbeleidigungs- Projek Würde des Angeklagten, sagte er, gestattet mir nur, wenige Partei, sondern auch eine noch höhere Stelle gemeint war, und gegen Liebknecht. 0 Am 14. d. Mts. stand unser Genosse Liebknecht vor der ersten Straftammer des Landgerichts Breslau, um sich gegen die bekannte Majestätsbeleidigungs- Anklage zu verantworten, die ihm die Rede zugezogen hat, mit welcher er den Breslauer Parteitag eröffnete. Gegenüber dem Vorwärts" hatte der Vorfizende des Gerichtshofes ein ehemaliger Breslauer Staatsanwalt, Landgerichts Direktor Lindenberg, schon kurz vor Beginn der Verhandlung seine Beurtheilung der Presse in ein etwas eigenthümliches Licht dadurch gesetzt, daß er den zwei Berichterstattern des Vorwärts" trotz ihres Gesuches nicht gestattete, in demjenigen Raume Platz zu nehmen, der den Vertretern der bürgerlichen Presse eingeräumt ist. Er verwies sie anstatt dessen in den Zuhörerraum, wo ihnen fein Tisch zur Verfügung stand und sogar nichts, was als Pult hätte benutt werden können. " anwalt Freudenthal, das Wort: Die Absicht und die stehen konnte, daß mit dem zweiten Sage nicht blos irgend eine Worte zu dem Antrage des Staatsanwalts, daß im vorliegenden daß derselbe einen Hinweis auf die Rede des Kaisers vom Falle eine Gefängnißstrafe am Plage ist und es auch geboten sei, 2. September bildete. Das Gericht nahm an, daß der Angeklagte dem Angeklagten das Reichstagsmandat abzuerkennen. Der Staats- nicht die Absicht gehabt habe, eine Majestätsbeleidigung zu be anwalt hat außer acht gelassen, daß selbst, wenn eine Majestäts- gehen, und daß er seine Worte sehr vorsichtig gewählt habe, um beleidigung vorläge, diese zu einer Zeit gefallen ist, in welcher eine Mäjestätsbeleidigung zu vermeiden, aber er habe mit der die Gemüther aller politischen Parteien infolge der Rede Möglichkeit rechnen müssen, daß seine Worte als Majestätsdes Kaisers am Sedanfeste ungemein erregt gewesen beleidigung aufgefaßt werden könnten und würden. Und das sind. Hier wäre es geboten, im Falle der Schuld auf Festungs- Gericht nahm ferner an, daß unter der Zuhörerschaft sich haft, welche das Etrafgesetzbuch für die Majestätsbeleidigungen Bersonen genug befanden, die grade nach dem Vorangegangenen mit im Auge hat, zu erkennen. Von einem Verluste des Reichs- annehmen mußten, daß der zweite Saz bezogen werden würde tagsmandats fann gar keine Rede sein. Aber die inkriminirte nicht blos auf den Beleidiger, sondern auch speziell auf den Stelle in der Rede des Angeklagten enthält keine strafbare Hand- jenigen, an dessen Pronunciamento der ganze Passus an lung. Auffallend ist es zunächst, daß der Staatsanwalt den Boden der knüpfte. Daß der Angeklagte das direkt gewollt habe, sei nicht Anklageschrist vollständig verlassen hat. Während in dieser den nachgewiesen, aber es sei nachgewiesen, daß er die Worte Worten des Angeklagten die Deutung gegeben ist, daß andere, zwei deutig gewählt habe und sich wohl bewußt war, daß nämlich die bürgerlichen Parteien, die Sozialdemokratie be- die Zuhörerschaft den Eindruck haben konnte, diese Worte leidigen und der Kaiser nur der Schützer der Beleidiger sei, faßt seien auf den Kaiser gemünzt. Deshalb sei der Angeklagte der jetzt der Staatsanwalt zunächst die Sachlage dahin auf, daß der Beleidigung schuldig. Bei Abwägung der Strafe sei Angeklagte den Kaifer als den Beleidiger hinstellt. in betracht gezogen worden einerseits sein hohes Alter und der Umstand, daß er das Delikt habe vermeiden wollen, andererseits aber seine vielen Vorstrafen und die Rolle, die er in der Partei spiele und die Wichtigkeit, die seinen Worten als einem beabsichtigten Gegen Pronunciamento der Partei beigemessen werden mußte. Deshalb laute das Urtheil- wie schon telegraphisch mitgeiheilt wurde auf nur vier Monate Gefängniß. Lokales. welche gewillt find, am Sonntag, den 17. d., von morgens 7 Uhr an im Achtung, Charlottenburg! Parteigenossen und Genofsinnen, feine Pflicht, damit une bei der am Montag stattfindenden sich im Lokale Bismarckstr. 74 bei Leder zu melden. Thue jeder Stadtverordnetenwahl der Sieg zutheil werde. Auch wollen diejenigen, welche am Montag bei der Wahl der Partei zur Verügung stehen wollen, sich in dem genannten Lokale melden. Der Abtheilungsführer: Wilh. Schulze, Goethestr. 49. " Die Rigdorfer Parteigenossen werden darauf hingewiesen, daß das Stiftungsfest des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts" heute, Sonnabend in den Viktoriasälen stattfindet." Man wolle das Inserat in heutiger Nummer beachten. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Keil, während die Bertheidigung des Angeklagten Rechtsanwalt Freudenthal Die Anklage ist damit in ein falsches Geleise gerathen und aus Berlin übernommen hatte. Ausschluß der Oeffentlichkeit, die zwar vorzüglich dadurch, weil der Staatsanwalt betont, daß der von verschiedenen Seiten erwartet worden war, fand nicht statt. Lieb- Kaiser bei seiner Sedanrede preußische Zustände im fnecht hatte am 6. Oktober nach dem Hinweise darauf, daß vor kurzem Auge gehabt hat und in seiner Eigenschaft als preußischer erst die von der Regierung im Reichstage eingebrachte Umsturz- König getroffen sei. Es wird dabei vollkommen übersehen, daß der porlage jämmerlich gescheitert sei, des weiteren ausgeführt: Aber Kaiser am Sedantage mit seinen Worten fich an das deutsche jetzt hat eine neue Bewegung angefangen: unter dem Schuße Volt gewendet hat und somit seine Eigenschaft als preußischer der. Staatsmacht beleidigt man die Sozialdemokratie, Souverän gar nicht in betracht kommen kann. In seiner unter dem Schutze der.... Staatsmacht und mit Hilfe der Stellung als deutscher Kaiser sei er nicht Repräsentant der Staatsmacht hat man unferer Partei den Fehdehandschuh zum eigentlichen Souveränität, wie dies Fürst Bismarck selbst bei Kampf auf Leben und Tod hingeworfen. Was die Beleidigungen Berathung der deutschen Verfassung ausgesprochen hat, sondern unferer Partei anbetrifft, so stehen wir so hoch, daß. In die Souveränität findet ihre Vertretung im Bundesrathe. Nun diesen und den darauf folgenden Worten, in denen Lieb- suchte der Staatsanwalt auseinander zu setzen, daß der Sinn der 2. Wahlbezirk beim Flugblattvertheilen zu helfen, werden ersucht, knecht die der Sozialdemokratie zugefügten Beleidigungen Rede des Angeklagten ausspreche:" Der Kaiser selbst sei derjenige, au fennzeichnen versucht und zurückgewiesen hatte, glaubte der der die Sozialdemokratie beleidigt hat." Staatsanwalt Beleidigungen des Kaisers nachweifen zu können. Der Wortlaut spricht aber gegen diese Auffassung. Der StaatsLiebknecht erklärte zunächst auf die Frage des Gerichts- anwalt kommt in feiner Schlußfolgerung zu der Annahme, daß die vorsitzenden, er habe allerdings an jene Rede des Kaisers beim neue Bewegung gegen die Sozialdemokratie mit der Sedanrede des Diner der Garde- Offiziere gedacht, in in welcher derselbe Kaifers beginnt. Diese Schlußfolgerung ist aber eine irrthümliche, unter deutlichem Hinweis auf Sozialdemokraten von einer denn die Bewegung beginnt nicht mit der genannten Rede, Rotte verworfener Menschen sprach. Aber er habe sondern jene wurde nur durch diese veranlaßt. Wären die nur sagen wollen, und in der That, wenn man seine Worte des Kaisers am Sendantage erfolglos verklungen, Worte unparteiisch beurtheile, auch nichts weiter gesagt, so würde teine neue Bewegung inaugurirt sein eine solche als daß die neue Bewegung wider die Sozialdemokratie sich hätte nicht begonnen so daß die Rede des Kaisers nicht der an diese Kundgebung des Kaisers angeschlossen und sich Beginn, sondern die Veranlassung der Bewegung gewesen ist. unter den Schuß dieser kaiserlichen Rundgebung gestellt habe. Es ist demnach ganz klar, daß der Angeklagte mit der inZeitungen der verschiedensten Parteien, besonders fonservative friminirten Aeußerung nicht den Kaiser als den Beleidiger hinund nationalliberale Blätter, an ihrer Spitze die Schlesische gestellt hat, sondern daß er sich damit gegen die Mitglieder Beitung", hätten mun Polizei und Gerichte gegen die Sozial- der bürgerlichen Parteien gewandt hat, die durch ihre Stribenten, demokratie zu heben sich bemüht und zwar in Ausdrücken, wie Parteiführer und sonstige Helfer über die Sozialdemokratie in der fie alle Sozialdemokraten aufs ärgste hätten empören müssen. Presse, in den Versammlungen 2c. hergefallen find. Die Person Wenn wir Sozialdemokraten uns gegen diese Beleidigungen des Kaisers bleibt hier vollständig außerhalb des Spieles. mit Der Staatsanwalt hatte den Worten des Angeklagten wehren wollten, so geriethen wir immer in die Gefahr, daß unsere Aeußerungen als Majestätsbeleidigungen aufgefaßt würden. eventuell die Bedeutung gegeben, daß seitens dritter Personen Diesen unerhörten Zustand zu kennzeichnen, sei sein Bestreben die Sozialdemokratie als solche beleidigt und diese Beleidiger gewesen. Sich so scharf als möglich gegen die Beleidigungen der seitens des Kaisers bei Ausübung strafbarer Handlungen geschützt gegnerischen Parteien und Preffe zu wenden, das sei sein werden. gutes Recht und auch seine Pflicht. Wir Sozialdemokraten Hatte der Staatsanwalt übersehen, daß strafbare Be Tageszeitung" und andere an der Erhaltung der göttlichen Weltwären doch ehrlose Wichte, wenn wir uns solche Angriffe ge- leidigungen gegen die Sozialdemokratie als Partei rechtlich über- ordnung intereffirte Organe machen ihrem begreiflichen Merger fallen ließen. Wir sind keine Hunde, die sich tuschen, wenn haupt nicht möglich sind, daß demnach ein Schuß für über die achtunggebietende Stimmenzunahme, welche die Berliner man nach ihnen schlägt. Die Aeußerungen des Kaisers strafbare Handlungen garnicht in Frage kommen konnte? Sozialdemokratie trotz des Dreitlassen- Wahlsystems am vorigen selbst seien aber jeder Kritik entrückt. Nach sozialdemokratischer Wenn von Beleidigungen gegen die Partei in vorliegendem Freitag errungen, jetzt dadurch Luft, daß sie unseren ParteiWeltanschauung sei das Persönliche in der Politik überhaupt nur alle gesprochen ist, so hat das Wort Beleidigung nur die Be- genoffen Singer als den Heerführer von 11 Budikern und ein untergeordnetes Moment. Deshalb habe er an eine deutung, daß infolge der Angriffe eine Verlegung der politischen 3 Expedienten des Vorwärts" hinstellen. Beleidigung des Raisers gar nicht gedacht und auch gar Gefühle der Anhänger der Sozialdemokratie vorliegt, und in Es ist mertmürdig, wie erfindungsarm doch die Vertreter nicht denken können. Er habe vielmehr seine Worte so gewählt, dieser Aeußerung ist etwas Strafbares nicht gegeben. Gin Regent einer absterbenden Weltanschauung selbst in den Schmähungen daß seiner Ansicht nach der Vorwurf, er habe den Kaiser treffen wird kraft feiner Souveränität strafbare Handlungen nicht be- und Vorwürfen sind, mit denen sie die Vorkämpfer der aufwollen, völlig ausgeschloffen gewesen sei. Dabei habe er jedoch gehen, aber wie er efsen, trinken oder komponiren fann, ftrebenden, neuen Ideen zu schmähen und zu besudeln suchen. auch nicht den aktiven Schutz des Kaisers im Auge ge- fo fann cr Sollte man denken, daß die respettable Reihe der Ver auch die Gefühle eines anderen verletzen. habt, sondern nur den passiven Schutz, den diese feigen Wenn ein Regent sich mit der Bildhauerei oder Mufit dächtigungen, der namentlich in diesen Tagen wieder die Sozial Angreifer in der kaiserlichen Kundgebung zu finden beschäftigt und in diesen Künsten praktisch thätig ist, ohne die demokratie ausgesetzt ist, schon auf das schäßenswerthe Alter von geglaubt. Wenn 3. B. gesagt wird, daß der Dieb unter dem Grundgesetze der Kunst zu erfüllen, so verletzt er bei anderen mindestens anderthalb Jahrtausenden zurückblicken kann? Schuße der Nacht stiehlt, so sei doch damit nicht gefagt, daß die möglicherweise ästhetische Gefühle- aber eine Kritit, die sich Nacht dem Dieb attiven Schutz gewährt, sondern, daß der Dieb mißbilligend über diese künstlerische Thätigkeit ausspricht, fann die Dunkelheit der Nacht und die dadurch gefchaffene Sachlage in wohl an sich verletzen, sie braucht aber nicht beleidigend zu sein. feinem Diebsinteresse benußt und mißbraucht. Und ebenso baben unsere Gegner die durch die kaiserliche Kundgebung geschaffene Sachlage benutzt und mißbraucht, um in vermeintlicher Sicher heit uns, die wehrlos geglaubten, zu verleumden und mit Roth zu bewerfen. An Schmähungen aller möglichen Art haben es die berufenen Kämpen für Ordnung und Sitte im Streite gegen die Mächte des Umsturzes niemals fehlen lassen, und je nach der Gelegenheit löst eine bestimmte Sorte von Schlagwörtern und Verdächtigungen eine vorläufig ausgenutzte ab. Aber die alten Vorwürfe kehren wieder. So wird jetzt gegen die Sozialdemo fratie, unbeschadet des Gegeifers, das jetzt im hohen politischen Kampf weithin hörbar ist, ganz unter der Hand wieder dem alten Vorwurf hausiren gegangen, daß zu viele Gastwirthe von unferer Partei mit Ehrenverordnetenwahlen geben den Anlaß dazu, diesen Ladenstellen bedacht bedacht werden. Die jett vollzogenen Stadt verordnetenwahlen geben den Anlaß dazu, diesen Ladenhüter wieder ans Licht zu fördern. Germania"," Deutsche " Vor und liegen David Friedrich Strauß, Kleine Schriften". der Band, in dem sich die interessante Studie über Raiser Julian, den Romantiker auf dem Throne der Bäfaren findet. Auf Seite 189 des Buches lesen wir: " den die Galiläer Wenn im vorliegenden Falle vom Angeklagten betont ist, daß die Angriffe der sogen. Ordnungsparteien für die Sozial Als Altes und Neues nun, als Positives und demokratie beleidigend und verlegend gewesen sind, und daß die beziehungsweise Negatives, wie jetzt Christenthum und freier Ordnungsparteien ihren Schuß beim Kaiser gefunden, so liegt darin umanismus standen sich zu Julian's Beit Heidenthum und nichts, was die Ehre des Kaisers angreift, denn im politischen Rampie Christenthum gegenüber. Dem Julian erschienen die Christen, Der Staatsanwalt hielt diesen Ausführungen gegen ist es ganz natürlich, daß die Gefühle einer Partei von den An- weil sie die Götter Griechenlands und Noms, Egyptens und über, die auf alle Hörer einen tiefen Eindruck gemacht hatten, in hängern der anderen nicht beachtet und verletzt werden, und wenn Syriens nicht anerkannten, gerade ebenso als Gottlose und einer wohl vorbereiteten Rede die Anklage in ihrem vollen Um der einen politischen Partei vom Staatsoberhaupt in diesem Atheisten, wie den jetzigen Romantikern diejenigen, welche fange aufrecht. Es feien zwei Deutungen möglich. Einmal, daß Kampf Schuß gewährt wird, so liegt in der Behauptung dieses dem Glauben an den christlichen Gott und Gottmenschen ents unter dem Ausdrucke höchste Staatsmacht der Kaiser gemeint und Umstandes nichts, woraus geschlossen werden kann, daß eine agt haben. Ebenso verächtlich sprach er von dem todten Juden, als verehren, er direkt durch die Behauptung beleidigt sei, daß er in seiner Kränkung der Ehre des Oberhauptes beabsichtigt ist. jegt von jener Eigenschaft als preußischer König die Bewegung gegen die Aber der Angeklagte hat ja auch gar nicht von einem Seite über den Versuch gesprochen wird, fortan allen Eozialdemokratie begonnen habe. Wenn man dieser scharfen aktiven Echuhe gesprochen, der den sogenannten Ordnungs. geistigen und sittlichen Bedarf des Menschen lediglich Auffassungsweise aber nicht zustimmen will, so müsse es doch parteien gewährt worden ist. Der Sinn seiner Worte geht nur aus der Erkenntniß seines eigenen Wesens zu schöpfen. Daß die Christen auch als eine Majestätsbeleidigung erkannt werden, wenn jemand dahin, daß die sogenannten Ordnungsparteien sich unter den Schild sich weigerten, den Göttern oder fage, daß der Kaiser seinen Schutz zur Deckung von Beleidigungen des Kaisers gestellt haben und den Schutz des Kaisers mißbrauchen auch nur ihrem Gott Opfer zu bringen, war ihm nicht minder irgend welcher Personen oder Parteien mißbrauchen lasse, wenn zu Angriffen gegen die Sozialdemokratie. Greifen infolge dessen befreundlich und anstößig, als es jetzt gefunden wird, daß wir ihm auch nicht von vornherein die Absicht, dadurch Ehrverletzungen die Anhänger der letzteren, die in diesem Kampfe behindert sind, wollen. Daß aus dieser neuen Gottlosigkeit etwas für Leben von Abendmahl und Kirchenbesuch nichts mehr wissen zu decken, zugeschrieben werde. Bei der Rede Liebknecht's sei zur Abwehr ihrerseits, so wird das als ein Angriff gegen die und Sitte Erfprießliches hervorgehen könne, war ihm ebenso also bie Majestätsbeleidigung unter allen Umständen Person des Raisers angesehen. festgestellt und zweifellos, daß er das gewußt und gewollt habe. Daß der Angeklagte nur den passiven Schuß gemeint hat, istundenkbar, als es den Anhängern des Alten unter uns Auch habe er nach seiner Kenntniß des Bildungsgrades der flar zum Ausdruck gebracht, indem der Angeklagte selbst einmal geläufig ist, von den staats- und sittenverderblichen Lehren der Delegirten annehmen müssen, daß nicht alle fähig waren, bei fagte: unter dem Echutze der höchsten Staatsmacht", während neuen Philofophenschule zu sprechen. Mit nicht geringerem der Neuheit des Deutung der Nede die vom Angeklagten dargelegten feinen Unter- er da, wo er den aktiven Schutz im Auge hat: von der Hilfe Selbstgefühl endlich wurde von gestern datirenden Christenthums das scheidungen zu treffen, trotzdem habe er es gewagt, folche zweis der Organe der Staatsmacht" spricht. Nun suchte der Staatsehrwürdige Alter der väterlichen Religion deutige Worte in die Welt zu schleudern. Die Folge davon sei anwalt seine Klage noch damit zu halten, daß er behauptete, die als entgegengehalten, heut zweifellos gewesen, daß ein Theil der Zuhörer die Aeußerungen Worte des Angeklagten hätten von den Mitgliedern der Ber- utage dem achtzehnhundertjährigen Bestande des auf den Souverän bezog. Der Angeklagte habe also den dolus fammlung, in der sie gesprochen sind, misverstanden und ersteren im Gegensatz zu der Weisheit des Tages gesprochen eventualis der Beleidigung gehabt und müsse nun die Folgen als auf die Person des Kaisers gemünzt angesehen werden tragen. Alle diese Vorwürfe des Kaisers gegen die Feinde der gottFür die Bemessung des Strafmaßes fäme nun die können. Sie feien auch in dieser Weise zu beurtheilen. vollen Weltordnung von dazumal, die übrigens nach heutigen langjährige Erfahrung und die rednerische Gewandtheit Für Mißverständnisse kann aber der Angeklagte nicht verant: Begriffen in einem außerordentlich gefitteten Tone gehalten find, des Angeklagten in betracht, welche ihm geftattet, die wortlich gemacht werden und damit ist die Freisprechung ge- finden sich in den von Strauß zitirten Werken Julian's; so die Ausdrucksweise genau so zu wählen, wie er es wolle boten, die ich hiermit beantrage. und genau das zu sagen, was er fagen beab Es folgt nun die Vertheidigungsrede Liebknecht's, die wir Stelle, an der das Christenthum feiner lagen Lebensa grundsäße wegen eine Religion für Schantwirthe, sichtigt. Zugleich müsse die hervorragende Stellung des An- morgen mittheilen werden. getlagten in seiner Partei und im politischen Leben berücksichtigt Nach mehr als anderthalbstündiger Berathung lautete der Zöllner, Tänzer und ähnliches Gelichter genannt wird. werden, die von seinen Parteigenossen allseitig anerkannte Beschluß des Gerichtshofes dahin, daß in den beiden Eine frappante Aehnlichkeit mit dem Kampf von heute! Autorität desselben und die Zuhörerschaft, vor der er geredet ersten der inkriminirten Sätze in völliger Uebereinstimmung mit einem verzweiflungsvollen Ausruf über den Sieg der neuen Von dem damaligen Zäsar wird vermeldet, daß er mit habe, und die ihm alles aufs Wort zu glauben gewohnt sei. den Ausführungen des Angeklagten eine Majestätsbeleidigung Weltanschauung gestorben sei. Die Weltgeschichte bereitet heute, heit des Parteitages der Sozialdemokratie in seiner Hauptrede nicht ausgedrückt wird, daß die höchste Staatsmacht absichtlich liche Triumphe vor, als sie einst das Christenthum über die Desgleichen sei nicht außer acht zu lassen, daß er bei Gelegen- nicht gefunden worden und nicht vorhanden sei, weil in ihnen Weltanschauung gestorben sei. Die Weltgeschichte bereitet heute, an der Schwelle einer neuen Zeit, dem Sozialismus ähn= diese Beleidigungen ausgestoßen habe, von welchen er ja wissen und wiffentlich den Beleidigern der Sozialdemokratie ihren Schuß antike Welt davongetragen hat. mußte und bei denen ihn sogar unzweifelhaft die Absicht be- angedeihen lasse. Daß der Partei unter dem Schutz der obersten feelt habe, sie gewissermaßen der ganzen Welt hörbar Staatsmacht und mit Hilfe der Staatsmacht der Fehdehandschuh der Vertheidiger einer absterbenden Ordnung der Dinge zu spielen, zu machen. Das sei ein unwürdiges Beginnen des Angeklagten hingeworfen worden sei, beziehe sich sicherlich auf den Kaiser, sei aber gewesen. Deshalb müffe die königl. Staatsanwaltschaft gegen insofern nicht beleidigend, als hier nur das Anerbieten eines ihn 1 Jahr Gefängniß und Aberkennung des Rechtes beantragen, ritterlichen Kampfes gekennzeichnet iverde. Zweifellos beleidigend als Reichstags- Abgeordneter das deutsche Volk zu vertreten. In aber sei ein Ausdruck in dem zweiten Saz. Das Gericht sei anbetracht der hohen Strafe müsse jedoch auch noch der Antrag der Ansicht, daß weil die ganze Kundgebung des Angeklagten Von Herrn Theodor v. Wächter erhalten wir eine 8 u auf sofortigen Strafvollzug hinzugefügt werden. sich direkt an ein Publikum wandte, das vorher die Kundgebung schrift, in der er bestätigt, aus der sozialdemokratischen Partei Nach diesen allseitig peinliches Erstaunen erregenden Aus. des Kaisers gehört batte und diese im sozialdemokratischen Sinne ausgeschieden zu sein. Dann fährt er fort: In der Versamme führungen des Staatsanwalts nahm der Vertheidiger, Rechts- auffaßte ein zweifel bei dem Publikum nicht darüber be rang selbst erklärte ich auf das bestimmteste, daß ich nach wie -P von wird." So Strauß. Die Bedauernswerthen, welche jetzt verdammt sind, die Rolle haben aus der Geschichte nichts gelernt; selbst ihre Schimpf- und Schmähreden sind die alten ge blieben. derfelbe feiner vor die Befreiung der Arbeiterklasse allein vom Klassenkampf den Genuß der„ Schnecke" vorliege, hat sich jedoch nicht bestätigt.[ seits die täglichen meteorologischen Beobachtungen aus dieser der Sozialdemokratie erwarte, daß es aber persönliche Einzel- Die gerichtsärztliche Deffnung der Leiche ergab, daß der Knabe enormen Höhe regelmäßig dem meteorologischen Zentralbureau nothstände gebe, denen für die Gegenwart die Sozialdemokratie an einer Darmentzündung geftorben ist. Die Staatsanwalt übermittelt werden, dem sie für die Prognosen besonders wichtig nicht abhelfen könne, und da müsse eine solche Hilfe geschaffen schaft hat daher die beschlagnahmte Leiche zur Beerdigung frei- find, andererseits sind auch schon mit einem Fernrohr von werden, welche diejenigen, welchen sie hilft, vom Freiheitstampfe gegeben. 38 Zentimetern Deffnung( 15 3oll) Beobachtungen von all ihrer Klasse nicht abhält, sondern vielmehr sie dazu hintreibt." gemeinerem Interesse an dem Planeten Venus gemacht worden, Jahres, bis feit Mitte August diesen unteren Konjunktion mit der Sonne( Stellung zwischen Sonne und Erde) zueilte. Auf der schmalen Sichelgestalt, die damals Venus im Fernrohr zeigte, bemerkte man nun eine Reihe dunkler durchkreuzten und dadurch eine Art von dreieckigen Lichtinseln Striche, die vom Rande der Scheibe ausgehend, sich bisweilen erzeugten und bis zur Grenze zwischen Tag und Nacht auf dem Planeten fortgehend dieser Grenzlinie die eigenthümlich zackige Form gaben, die schon viele Beobachter an ihr Ausdehnung wurde regelmäßig am nördlichen Horn beobachtet bemerkt. Auch ein heller weißer Fleck von 10-12 Grad ( Echnee am Nordpol des Planeten?) Besonders wichtig Der Polizei- Moniteur, genannt„ Berliner Intelligenz blatt", hört am 31. Dezember 1895 auf zu erscheinen. In einem hettographirten Schreiben theilt der jetzige Besizer Herr Gerber allen Mitarbeitern des" Berliner Intelligenzblatt" mit, daß er vom 31. Dezember auf Zusendung der Berichte Verzicht leiftet, da die Hayn'schen Erben den ganzen Betrieb einzustellen beschlossen haben. bem Es wurde darauf auch im Verlauf von mehreren Tagen Aussehen und Ort auf es bestätigt vielmehr die Hypothese Schiaparelli's, daß Venus in dem Planeten nicht änderten. Dies spricht entschieden gegen die Annahme einer Umdrehung des Planeten um seine Age in 24 Stunden, Derselben Zeit ihre Rotation um die eigene Achse vollziehe, wie die um die Sonne( ganz wie unser Mond in bezug auf die Erde, d. h. in 224 Tagen, denn dann kann während einer Beobachtungszeit von wenigen Tagen sich der Planet noch nicht weit genug Beobachtern zu zeigen. Damit scheint der Streit, der bislang die umgedreht haben, um andere Oberflächengehilde den irdischen Astronomen in zwei Lager theilte, eines zu gunsten der etwa 24stündigen Revolution, das andere zu gunsten der 224tägigen, wohl im Sinne der letzteren Annahme entschieden zu sein und der Bergsternwarte nicht als weggeworfen erscheinen lassen. schon dies eine Ergebniß würde die hohen Kosten für die Anlage An Trichinose sind in Now awe 3 bei Potsdam zahlreiche Personen erfrankt; die Allg. Fl.- 3tg." giebt die Zahl der Erkrankten auf 20 an, darunter drei schwere. Dieselben führen die Krankheit auf den Genuß von Blasenschinken zurück, der von dem dortigen Fleischermeister R. Giebert gekauft worden ist. Von diesem Blasenschinken wurde der noch vorhandene Reft dem Thierarzt Rogge zur Untersuchung übergeben. Da ich in Stück Schinken Trichinen, wenn auch nur ver= Trotz seiner riesigen Ausdehnung hat der hiesige dem Kreisphyfikus Anzeige erstattet. einzelt, vorfanden, so wurde dem Amtsvorsteher und Sentral- Vichhof sich, wie bereits sicher mitgetheilt, als viel zu der Laden Siebert's amtlich geschlossen. Am Montag wurde der lein erwiesen und es früher sich die Nothwendigkelt einer Er- Thierarzt Rogge beauftragt, das sämmtliche, möglicherweise von weiterung desselben herausgestellt. Nunmehr ist der Neubau dem trichinöfen Schwein herrührende Fleisch zu untersuchen. Es eines zweiten geräumigen Schlachthofes in Angriff genommen, wurden keine Trichinen darin gefunden. Deshalb wurde auf indessen war die Wahrnehmung, daß alle die auf ter Venus ges welcher in unmittelbarer Nähe des Zentral- Biehhofes und zwar Anordnung des Kreisphyfikus der Laden wieder eröffnet. Bia fehenen Gebilde sowohl während der täglichen Beobachtung als auf dem ausgedehnten städtischen Terrain in der Thaerstraße er richtet wird. Zur Vermeidung des Transportes von Bieh über die jetzt hat sich ergeben, dem genannten Blatte zufolge, daß Siebert Straße hinweg werden vom Zentral- Viehhofe aus große Tunnels Thierarzt und nach der Schlachtung von dem Fleischbeschauer sämmtliche von ihm geschlachteten Schweine lebend von dem errichtet, durch welche das Vieh nach dem neuen Schlachthofe geuntersuchen läßt. trieben resp. der Fußgänger- und Wagentransport des aus- untersuchen läßt. geschlachteten Viehes vorgenommen wird. Der neue Schlachthof Die Selbstmordchronik weist vom Donnerstag zu Freitag wird Ende nächsten Jahres eröffnet werden. wieder drei Fälle auf. In der Kottbuserstr. 6 a erhängte sich am Der Postdirektor Johannesson, der in einem Anfalle von Donnerstag Mittag der Deftillateur August Wendt in seinem Irrsinn einen Selbstmordversuch machte, hat, wie jest bekannt die Schnur, die der Selbstmörder an der Decke befestigt hatte, Bierkeller. Die Leiche lag, als man sie ausfand, am Boden, da wird, über ihm untergebene Beamte außerordentlich viele Disziplinarstrafen verhängt. Man beingt das jetzt mit seinem geriffen war. Man glaubt, daß Wendt wegen Bwiftigteiten in Geisteszustande in Verbindung, und unter den Betroffenen wird der Familie in den Tod gegangen sei. Donnerstag Nachmittag geplant, nunmehr auf die Bestrafungen zurückzukommen. Die 4/2 Uhr warf sich auf dem Schlesischen Bahnhofe vom Bahn Disziplinarſtrafen bestehen in Geldstrafen, Strafversehungen, Warschauerstraße 6 vor die Maschine eines einfahrenden Zuges, steig C aus der 32 jährige Arbeiter Hermann Schulze aus der Zurückstellung in der Anstellung für noch nicht fest an- wurde über den Leib gefahren und vollständig zermalmt. gestellte Beamte und dergleichen. Die Strafen werden zum theil nicht mehr rückgängig gemacht werden können, Verschiedene Personen sahen den Vorgang mit an, fonnten aber den Selbsimörder nicht retten, ohne in Gefahr man hofft jedoch in den betroffenen Kreisen, daß unter Umständen wenigstens der Vermerk in den Personalatten gelöscht werde. Ein gerathen, selbst überfahren zu werden. Die blutige Szene einheitliches Vorgehen wird geplant, ist aber noch nicht fest be- spielte sich in wenigen Augenblicken ab, und Schulze war auf schlossen. Turch einen Sturz aus dem Fenster tödtete Postdirektor Johannesson sollte demnächst Vorsteher 8 des Poſtamtes 19 in der Beuthstraße werden, dessen Leiter vor sich am Freitag Morgen um 22 Uhr der 37jährige Arbeiter einigen Wochen gestorben ist. Man sah seinem Kommen mit Hermann Weiland in der Rostocke. ir. 2. Weiland, der vereinem gewissen Bangen entgegen, da es allgemein bekannt ge- im dritten Stock des Seitenflügels in Schlafstelle. Er stürzte sich heirathet war, aber von seiner Frau getrennt lebte, wohnte dort worden war, daß er sehr häufig Strafe verhängte. aus dem Fenster seines Zimmers auf den Hof hinab und verStudentiunen sollen in der Hauptstadt des Reiches der letzte sich so schwer, daß er auf der Stelle starb. Die VerGottesfurcht und frommen Sitte nicht zugelassen werden. Wie anlassung zu dem Selbstmord ist in diesem Falle ebenso wenig mitgetheilt wird, wünschten zwei Damen, die eine, welche in Zürich bekannt wie im vorigen. Die Unglücklichen werden die beste bereits mehrere Semester studirt hat, die andere, welche in der Welten gar zu schön gefunden haben. München der Rechtswissenschaft oblag, immatrifulirt und als ordentliche Studentinnen in die philosophische beziehungsweise der 30jährige Schiffer Hermann Franz im Northafen. Der Schwer verunglückt ist Freitag früh gleich nach 12 Uhr juristische Fakultät aufgenommen zu werden. Der Kultusminister Mann fiel von seinem Kahn ins Wasser, wurde aber von anderen hat aber beide abschläglich beschieden und ihnen anheimgegeben, Schiffen gerettet. Da er sich durch Aufschlagen auf die Bord sich mit der bisher üblichen geringeren Würde von Hospitantinnen" tante am Kopfe schwer verletzt hatte, so übergab man ihn zu begnügen. In Göttingen find die Studentinnen ohne Schwierig einem Schuhmann, der ihn in ein Krankenhaus brachte. Wie feiten immatrikulirt worden, was um so auffälliger erscheinen muß, als die Universität Göttingen gleichfalls dem Machtspruch Franz von Kahn herabgefallen ist, konnte nicht festgestellt werden, da er noch nicht hat vernommen werden können. des preußischen Kultusministers unterliegt. Es ist daher anzunehmen, daß die Fakultäten in Göttingen ohne weiteres die Aufnahme der Studentinnen aus eigener Machtvollkommenheit bewirkt haben, während in Berlin erst durch die Fakultäten Anfrage beim Kultusministerium gehalten worden war. Selbst Rußland ist in diesem Punkte weitsichtiger als der sog. Staat der Intelligenz. Der Stobwaffer'sche Kranken- Unterstütungsverein hält am heutigen Sonnabend sein Stiftungsfest in dem für die Arbeiterschaft gesperrten Lotal Surth's Fest säle, Hafenhaide 52-53, ab. Die Parteigenoffen werden von der Lokalkommission auf diesen Fall entsprechend hingewiesen. " der Stelle todt. Soziale Rechtspflege. Eine originelle Krautheitsgeschichte lag einem Konflikt t grunde, den die zuständige Bezirksregierung zu gunsten des Bürgermeisters einer kleinen Stadt der Rheinproving erhoben einer Privatbeleidigungsklage bedacht worden. Der Bäckerhat. Der Bürgermeister war von einem Krankenkassenarzt mit meister M. besaß nämlich einen Lehrling, der unzweifelhaft eine fomische Ader sein eigen nennt. Der Bursche fühlte sich eines Tages nicht recht wohl und nahm deshalb den Kassenarzt in Anspruch. Diefer that gleich sehr ängstlich, rieth dem jungen Manne die größte Vorsicht an und konstatirte, daß er an Rheumatismus und auch etwas an der Lunge leide; auch verschrieb der Arzt der beiden Heilmittel, augenscheinlich hatte ihn der schlechte Ges ihm eine Salbe und Medizin. Der Patient aber benugte feines schmack der angekosteten Medizin wieder gesund geinacht. Der Staffenarzt war nichts desto weniger sehr besorgt um den Lehrs ling, besuchte ihn öfter und benahm sich, als stecke der Todes. teim schon in dem Kranken. Das gefiel dem kleinen Schalt außer ordentlich, nur war er der Meinung, es sei nichts Neelles mit den verschriebenen Medikamenten; ging darum besuchte Den Angriff über, und Arzt ftellte die Frage, wie e3 denn mit Dem Verschreiben Von Rognak wäre. Dem Herrn Dottor schien die Der Bankier Paul Lindenau, Potsdamerstr. 119 wohn- um hast, hat sich am Donnerstag auf dem Friedhof der israelitischen Gemeinde erschossen. Große Börsenverluste sollen den Mann zum Selbstmord getrieben haben. er Frage sehr plausibel und er verschrieb flugs das edle Getränk den als Medizin. Außerdem stellte er seinem Patienten vor, daß es Zum vierten Male seit drei Monaten ist in der Nacht im Interesse seiner Gesundheit läge, sich einem anderen Berufe zum Mittwoch in dem Hause Chausseestr. 93 eingebrochen zuzuwenden. Dem Meister M., der seinen Lehrling als einen worden. In dieser Nacht besuchten die Diebe das dort befind- im allgemeinen recht gefunden Jungen kannte, tam die ganze liche Wehrmann'sche Magazin für Haus- und Küchengeräthe; sie Sache schließlich„ mulmig" vor, und er gab seine Bedenken dem erbeuteten fünf Mart Kupfergeld und Waaren im Werthe Bürgermeister fund, nachdem sein Hausarzt den Lehrling als von zehn Mart. Bei den früheren Einbrüchen fiel die Beute vollständig gefund bezeichnet hatte. Vom Bürgermeister wurde reicher aus. darauf der sonderbare Kranke protokollarisch vernommen, Von der Krankenfürsorge in der Umgegend Berlins. Polizeibericht. Am 14. d. M. wurden morgens ein Ar- und siehe da, es tam heraus, daß demselben die übergroße Für Einem der nothwendigsten Bedürfnisse hat endlich die Gemeinde beiter in einem Hause in der Hochmeisterstraße und abends ein forge des Arztes Spaß gemacht hatte und daß er, der sich bald Groß- Lichterfelde durch die Anschaffung eines Krantenwagens Destillateur in einem Hause in der Kottbuserstraße erhängt vor- nach dem ersten Besuch des Herrn wieder wohl fühlte, nur des abgeholfen. Bisher waren dort Schwerkranke und namentlich gefunden. Auf einem Neubau in der Horndorferstr. fiel nach Scherzes halber auf die Rolle des eingebildeten Kranten einVerunglückte schlimm daran. Es fehlte an jedem geeigneten mittags ein Rutscher bei der Einfahrt von seinem mit Steinen be- gegangen war. Der Bürgermeister verfertigte nunmehr einen Transportmittel und das war um so unangenehmer, als die Ge- ladenen Arbeitswagen, gerieth unter die Räder und erlitt einen Bruch Bericht, welcher auch dem Vorstande der Kasse, bei der jener zuging. In dem Bericht meinde selbst kein Krankenhaus befigt, sondern auf Berlin, Briz des Unterschenkels.- In der Admiralstraße wurde nachmittags ein fragliche Arzt angefiellt war 11. und Potsdam angewiesen ist, wohin jetzt die Kranken und Ver- Drechslermeister durch einen Bierwagen überfahren und am war a. dem Mißtrauen Ausdruck gegeben, daß der chifaniren Bäckermeister M. habe unglückten direkt mit dem neuen Wagen gebracht werden. Kopfe, sowie am Unterschenkel sehr schwer verletzt. Auf dem Kaffenarzt Der Fernsprechverkehr von Niesky ist eröffnet worden. Schlesischen Bahnhof warf sich ein Kellner vor die Lokomotive und ihm den Lehrling fortlocken wollen. Als möglicher Grund eines einfahrenden Stadtbahnzuges und wurde auf der dafür war angegeben, daß sich der Meister M. nicht den beDie Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von Stelle getödtet. versuchten eine Frau aus treffenden Kaffenarzt als Hausarzt zugelegt hatte. Diefer erhielt 3 Minuten beträgt 1 M. der Forsterstraße und ein Handelsmann aus Der hiervon Kenntniß und strengte wegen jener Muthmaßungen die Die Versittlichung Niederbaruims. Auch die Umgegend Manteuffelstraße Das Ober Verwaltungssich in ihren Wohnungen er Privatbeleidigungsflage an. zu Berlins wird nunmehr in hohem Grade verfittlicht. hängen. Beide wurden jedoch noch rechtzeitig aus ihrer Lage gericht gab dem Konflikt der Regierung, nach deren Annahme Das Kellnerinnenwesen wird nämlich vom 1. Januar n. I. befreit und wieder ins Leben zurückgerufen. In der Nacht der Bürgermeister seine Amtsbefugnisse nicht überschritten Eat, ab durch eine soeben erlassene Polizeiverordnung über die Aus- zum 15. d. Mts. sprang ein Arbeiter aus dem Fenster seiner im it a t t. Las Verfahren in Sachen der Privatklage des Kassenübung des Gast- und Schankwirthschaftsgewerbes mit Reline- britten Stocke eines Hauses in der Rostockerstraße belegenen arztes ist danach einzustellen. rinnenbedienung" im Niederbarnimer Kreise in ähnlicher Weise Schlafstelle auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den geregelt werden, wie dies in Berlin schon der Fall ist. Die Tod. Im Hause Weißenburgerstr. 14 fand ein unbedeutendes Kellnerinnen haben der Verordnung zufolge anständige und Feuer statt. durchaus unauffällige Kleidung zu tragen. Die Kleider müssen insbesondere am Hals geschlossen sein und mindestens bis zum Witterungsübersicht vom 15. November 1895. Fußgelenk herabreichen. Den Kellnerinnen ist verboten, in unanftändiger oder auch nur auffälligerweise an den Fenstern und Thüren der Schankräume oder an den Hausthüren zu verweilen oder " durch Worte, Geberden und andere Zeichen Personen in die Stationen. Schankräume hineinzulocken. Die Kellnerinnen dürfen ferner weder für sich noch für andere Speisen oder Getränke von Gästen erbitten, noch Gäfte zum Trinken auffordern oder bereden. Es ist ihnen endlich unbedingt untersagt, an den Gasttischen in Ge- Swinemünde meinschaft mit Gästen Platz zu nehmen. Für die Beachtung Hamburg dieser Vorschriften sind sowohl die Kellnerinnen wie auch die Berlin Gaft- und Echandwirthe bezw. deren Vertreter verantwortlich. Wiesbaden Nun wird Keuschheit einkehren im Kreise Niederbarnim in ebenso München anmuthiger Fülle, als wie sie im ehemaligen Sündenbabel Berlin Wien. schon seit langem auf den Straßen zu schauen. Haparanda. reduzirt auf Barometerstand in mm, d. Meeressp. Abends Windrichtung SW Windstärke 553939( Stala 1-12) Letter heiter heiter Temperatur ( 50 G. 4° R.) nach Celfins 86846 762 765 WSW 766 770 GO 1 • 771 SW 770 23 halb bedeckt wolfenlos wolkig halb bedeckt 746 Still Nebel 9 -13 754 WSW 1 bedeckt 751 SSW 7 755 • 768 SSM S 1 bedeckt wolfig 12 4 1 bedeckt 5 4 Die bisherige Pragis des Reichs- Versicherungsamtes hat der zweite Senat desselben unter Vorsitz des Geheimen Regierungsrathes Direttor Pfarrius in einem wichtigen Falle durchbrochen. Das Gericht nahm bisher stets an, der Geseps geber hätte die Arbeiter auch gegen Gefahren schüßen wollen, die aus dem gemeinschaftlichen Verkehr mehrerer Arbeiter auf der Betriebsstätte entstehen. Diese Auffassung ist in sehr vielen Entscheidungen zum Ausdruck gelangt. Es hat z. B. das Rekursgericht Unfälle als entschädigungspflichtige Betriebsunfälle angesehen, die auf gegenseitige Neckereien der Arbeiter zurückzuführen waren. Der Präsident Dr. Bödiker nahm die Gelegenheit wahr und gedachte in seinem lehthin erschienenen Werte dieser Gepflogenheit als einer sehr beachtenswerthen und segensreichen. Erst vor wenigen Wochen wurde vom ersten Senat unter dem Vorsitz des Präsidenten dem Arbeiter Fronda eine Rente zugesprochen, der einer thörichten Spielerei mehrerer Mitarbeiter einen Schenkelbruch verdankte. F. war dadurch zu Schaden gefommen, daß seine übermüthigen Kameraden ihn aus einem Kohlenkarren durch Kippen desselben herauszu werfen suchten, in dem er sich während einer Arbeitspause gelagert hatte. Dem Urtheil, auf welches oben hingewiesen ist, lag nun folgender Sachverhalt zu grunde. Der in einem Bergbaubetriebe beschäftigte Arbeiter Bougert schneeballte sich eines Tages mit einigen Kameraden. Als er, der für gewöhnlich dorthin mit. In unmittelbarer Nähe einer Maschine holte er zu Eisenbahnwagen zu beladen batte, sich ein Juſtrument aus dem Maschinenraum holen mußte, nahm er mehrere Schneebälle einem fräftigen Wurfe aus und gerieth unversehens mit der Hand in das Getriebe des eisernen Ungethüms. Sein Rentenanspruch wurde von der Knappschafts- Berufsgenossenschaft zurückgewiefen, vom ein Restaurateur in der Leipzigerstraße, daß es ihm einige Ge- Kunst und Wissenschaft. Schiedsgericht derselben aber anerkannt, und zwar mit Rücksicht richte verdorben habe. An anderen Stellen, z. B. in der Zimmerauf die Praxis des Reichs- Versicherungsamts. Besonders erwog Ueber eine neue Bergfternwarte und ihren ersten Erfolg das Schiedsgericht noch, daß die Verlegung unmöglich gewesen straße, schmeckte es ganz gut. Bei der Leitung der städtischen lefen wir in der" Franks. Stg.": In der Neuzeit ist man bei wäre, wenn nicht an der Maschine Schutzvorrichtungen gefehlt Wasserwerke gingen feit gestern Morgen mehrere hundert Klagen Errichtung von Sternwarten mehr und mehr von dem richtigen wie gesagt, theils von Hausbesitzern, theils von Miethern und theils von den Streben geleitet, dieselben in größeren Höhen zu erbauen, damit hätten. Das Reichs- Versicherungsamt hob nun Polizeirevieren ein, und zwar aus dem Moabiter, dem Hansa- die Reinheit der Luft die Beobachtungen begünstige, da einmal im Gegensatz zur bisher ständigen Praxis dieses Urtheil auf und und dem Potsdamer Biertel, die aus den Werken von Tegel dort die den menschlichen Ansiedelungen entstammenden Dunst- stellte den Bescheid der Berufsgenossenschaft wieder her. Gründe: Das Schneeballwerfen war nicht eine der harmlosen Neckereien, und Charlottenburg gespeist werden. Die Direktion der Wasserwerfe ordnete die Entleerung der Reservoirs an und hoffte, nach massen sehlen und dann die von dem Lichtstrahl in der Atmos wie sie überall vorkommen, insbesondere nicht, weil B. sich Einsetzung neuer Filter noch gestern Abend wieder gutes Waffer sphäre zu durchlaufende Strecke kürzer ist, also weniger Licht von draußen die Schneeballen sammelte, und damit in der Absicht derselben absorbirt wird. So liegt auch die von Herrn von das Maschinenlokal betrat, Unfug zu verüben. Er habe sich fo Liefern zu können. Die Ursache des schlechten Geschmackes war Bischoffsheim aus Privatmitteln erbaute Nizzaer Sternwarte bis gestern Abend noch nicht festgestellt. auf einem kleinen Hügel oberhalb der Stadt; um aber für außerhalb des Betriebes gesetzt. Eines ausdrücklichen Verbotes des Unternehmers bedurfte es selbstverständlich nicht. Unter Auf Vergiftung führte man den Tod des vierjährigen besonders delikate Beobachtungen noch günstigere Beobachtungs dem Vorsitz eines Mannes, der mit den alltäglichen Vorgängen Sohnes Grich des prinzlichen Kutschers Schramm in der bedingungen zu schaffen, hat der freigebige Erbauer, wie man Köthenerstr. 46 zurück. Der Knabe aß am 9. d. M. morgens uns mittheilt, auf dem Mont Mounier in den Seealpen in einer in den Betrieben vertraut, wie z. B. des Präsidenten Dr. Böditer Kaffee einte erfrankte „ Schnecke", darauf Höhe von 2741 Metern eine Dependance jener errichten lassen wäre unserer unmaßgeblichen Meinung nach diese Entscheidung nicht zustande gekommen. an Brechdurchfall und starb in der folgenden Nacht und auch für eine telephonische Verbindung derselben mit bem nicht zustande gekommen. um zwei Uhr. Die Vermuthung, daß eine Wergiftung durch nächsten Postorte, Beuil, Sorge getragen. Dadurch tönnen einer Unser Leitungswaffer hatte gestern, Freitag, an ver Petersburg Cort. schiedenen Stellen im Westen und Südwesten der Stadt einen fchlechten Geschmack. Berichtet wurde uns darüber besonders aus Aberdeen. Der Kulm, Leipziger- und Königgrägerstraße. Daß aber der Paris.. Geschmack sehr verschieden ist, das zeigte sich auch hier wieder; Better- Prognose für Sonnabend, den 16. November 1895. denn wonach das Wasser schmecke, darüber gingen die Ansichten weit auseinander. Die einen meinten, einen Gasgeschmack wahr mäßigen bis frischen südlichen Winden; feine oder unerhebliche Warmes, vielfach heiteres, zeitweise wolliges Wetter mit zunehmen, andere glaubten, das Wasser schmecke nach Karbol, Niederschläge. wieder anderen kam es so vor, als ob es lange in einem halbverfaulten hölzernen Pumpenrohre gestanden habe. Das schlechte Waffer hat hier und da auch Schaden angerichtet; so flagte zum bald Berliner Wetterbureau. " VM Gerichts- Beitung. " auch Versammlungen. A " nun dieser Tage vor der Dortmunder Strafkammer und be- Inach Hamburg zurück und begab sich sofort zwecks Reparatur hauptete, angetrunken gewesen zu sein und nicht mehr zu wiffen, nach der Werft von Blohm u. Voß. Von den Besagungen ist Zu der Gerichtsverhandlung gegen die der Majestäts- was er gesagt habe. Der erste Zeuge Wirth Rosenberg be- niemand verunglückt. Beleidigung angeklagte Frau Hochmuth, über deren Ver- fundet, daß der Angeklagte ein ganz harmloser und leicht- Das Zuchtpolizeigericht zu St. Amand verurtheilte den urtheilung zu 3 Monaten Gefängniß wir vorgestern berichteten, gläubiger Mann sei. Am fraglichen Abend hatte der Brackeler Marquis Stayve wegen Mißhandlung seiner Frau und seiner wird uns noch mitgetheilt, daß die Verhandlung vor der 4. Straf- Turnverein beim Wirth Rosenberg getagt, der Angeklagte fei Kinder zu 6 Monaten Gefängniß. Der Marquis wird indes kammer des Landgerichts I stattfand. Der Denunziant in diesem im angetrunkenen Zustande in die Wirthschaft gekommen, von freigelassen werden, weil seine Untersuchungshaft länger als sechs Prozeß ist Schlosser Gebhardt, Schönleinstr. 18. 10 bis 15 Gästen meist jüngeren Leuten umringt, welche Monate gedauert hat. Mit einigen der Trinkergenossenschaften, die in neuerer fofort angefangen hätten, die Rede auf die Politik und den Aus Laibach liegt vom 15. November wiederum eine UnBeit viel von sich reden machen und welche speziell im SüdProzeß Schröder zu bringen. Durch ihre provozirenden glücksbotschaft vor: Heute früh kurz nach 4 Uhr erfolgte ein westen unseres vielgeliebten Vaterlandes Preußen zu Hause sind, Hänseleien hätten sie den Angeklagten zu den inkriminirten Aeuße- mäßig starter, drei Sekunden dauernder Erdstoß mit Schwingungen hatte sich am 14. November der Straffenat des Kammer rungen verleitet, dann haben sie den Angeklagten noch mit zum des Bodens und unterirdischem Getöse. Die Bevölkerung wurde gerichts zu befassen. Besonderes Interesse bietet der Verlauf With Rosenbaum genommen, wo der Uit fortgesetzt wurde und nur vorübergehend und nur in geringem Maße beunruhigt. des Strafverfahrens gegen einen ehemaligen Schankwirth namens dieselbe Aeußerung gefallen fei. Daffelbe bekundet der Wirth Auch aus Chios wird dem„ B. T." über ein äußerst heftiges Block, der angeklagt war, sich gegen den§ 147 der Gewerbe- Rosenbaum, der Amtmann Enfer weiß durchaus nichts Nach- Erdbeben berichtet. Ordnung und die§§ 52, 54 und 70 des Gewerbetheiliges über den Angeklagten zu sagen. Der Vertreter Eine Riefenzeitung. Die bekannte große Zeitung„ The steuer Gesetzes vergangen zu haben. Blod, der Staatsanwaltschaft führte ungefähr aus, daß sich durch World" in Newyork hat ein gut ausgestattetes, 24 Seiten umdem im Jahre 1892 die bis die inkriminirte Aeußerung die Geschworenen v. Schirp, fassendes Heftchen ausgegeben, um der Welt mitzutheilen, daß dahin innegehabte Erlaubniß zum Didmann, Eggemann, Meyerhofer und Hansen feine Auflage jetzt im Durchschnitt täglich über eine halbe Betriebe des Schankgewerbes genommen worden ist, sollte dennoch dies Gewerbe ausgeübt und sich außerdem noch beleidigt gefühlt und Strafantrag gestellt haben; er selbst habe Million Gremplare betrage. Jedermann liest das Blatt- wie durch Hinterziehung der Gewerbesteuer 2c. strafbar gemacht haben. Diese Beschimpfung für unerhört gehalten, beurtheile die That, nach dies recht ergöglich auf jeder Seite des Heftchens bildlich klar Der Angeklagte bestritt dies und behauptete, daß er, sofern von dem er den Angeklagten kennen gelernt habe, allerdings viel milder, gemacht wird. Für das zeitungslesende Publikum dürften ihm Getränke ausgefchänkt wurden, dies nur als Kaftellan, als glaube aber doch, daß eine Strafe von sechs Monaten an folgende Ziffern von Jnteresse sein, welche darthun, was für ein Angestellter des Vereins Zufriedenheit" gethan habe, und zwar gemessen sei. Bertheidiger Rechtsanwalt Blumenthal geht toloffaler Apparat bei Herstellung einer großen Zeitung in Bes feien von ihm nur an Mitglieder des Vereins die gedachten Gr. furz die Beugenaussagen durch, verweist auf die hochgradige wegung gefeßt werden muß. Eine Sonntagsausgabe der frischungen verabfolgt worden. Die Staatsanwaltschaft wollte das Erregung, welche damals der Urtheilsspruch fast in allen World" verschlang 1851/4 Zons oder 370 542 fund weißes aber nicht wahr haben, sie meinte vielmehr, der Verein sei nur Schichten der Bevölkerung hervorgerufen, geißelt das Betragen Papier und die Blätter würden aneinandergereiht eine Länge im Interesse des Angeklagten von den ehemaligen Gästen der jungen Leute, welche durch ihre provozirenden Reden einen von 3400 Kilometer oder gefaltet und aufeinandergelegt eine desselben gestiftet worden; er sei ein Scheinverein und noch nicht vorbestraften und harmlosen alten Mann ins Unglück Säule von 5986 Fuß Höhe bilden. Die Zahl der Inserate nur ein Deckmantel, in dessen Schatten Block stürzten und plädirt, da der Angeklagte sich dieser Reden nicht betrug in den ersten 6 Monaten dieses Jahres 488 004, ohne Konzession das Schankgewerbe weiter betreiben sollte und mehr bewußt sei, für eine geringe Geldstrafe. Das Urtheil lautet die im vorigen Jahre verbrauchte Druckerschwärze wog 500 0.0 wollte, und dies thatsächlich auch that. Die beiden ersten auf 4 Wochen Gefängniß. Pfund und die 50 Sehmaschinen setzten 92 000 Kolumnen oder Instanzen folgten dem Staatsanwalt aber nicht, sondern sprachen 219 1 375 000 000 Typen. Im Jahre 1882 hatte das Blatt eine täg B. frei. Das Gericht hielt für erwiesen, daß Block die Geliche Auflage von 23 420 Exemplaren, 1887-223 680, 1893tränke nicht auf eigene Rechnung gekauft und vertrieben habe.. 423 748 und jetzt 553 813. Die Zahl der Inserate stieg in dem Tie Staatsanwaltschaft legte Revision ein, mit der Begründung, Ane Alt- Glienicke wird uns berichtet: Die zu Sonnabend, Zeitraume von 12 Jahren von 119 218 auf 929 723 jährlich. daß der Begriff einer geschlossenen Gesellschaft verkannt sei. Die den 9. November anberaumt gewesene öffentliche Agitations- Jedes Exemplar des Blattes foftet 2 Cents oder 8/5 Pf. Eintragung der Namen der Mitglieder in die Listen sei nur Versammlung des Allgemeinen Arbeiter und Arbeiterinnen- Ecience" zufolge einige Zeit lang im Zoologischen Garten in Ein Schimpanse von feltener Befähigung ist der„ Natural eine äußerliche Formalität, um den Schein zu erwecken, als ob Vereins wurde auf Veranlassung des Wirthes Harsdorf Manchester beobachtet worden. Dieses Thier hatte gelernt, fich eine geschlossene Gefellschaft vorläge. Das Kammergericht erkannte polizeilich aufgelöst. Der genannte Berein tagte in dessen des Messers und der Gabel zu bedienen; es wischte sich auch nach cber ebenfalls zu gunsten des Angeklagten. Der Vorderrichter Lokal seit 10 Monaten und hielt dort abwechselnd monatlich jeder Mahlzeit die Hände ab, was die Mehrzahl der Menschen noch babe, führte der Senat aus, ohne Rechtsirrthum angenommen, öffentliche und Vereins- Versammlungen ab. Die Versammlung heute für überflüssig ansehen. Aber was noch merkwürdiger daß der Nachweis für einen selbständigen Betrieb des B. nicht vom 9. November war dem Wirth als Monats Versammlung ist, dieser außerordentliche Affe durchblätterte gern ein Lehrerbracht sei. Der Verein habe alles auf seine Rechnung besorgt angemeldet. Als nun das Bureau gewählt war, erklärte der buch der Zoologie( dasjenige von Nicholson, für die, welche und abgegeben. Wenn auch bisweilen Gäfte eingeführt worden Wirth: In meinem Lokal dulde ich keine öffentliche Verfamm- genaue Angaben verlangen) und wendete dessen Seiten um bis feien, die nicht Mitglieder waren, so hätten doch nur Mitglieder lung." Darauf löfte der überwachende Beamte die Versammlung genaue Angaben verlangen) und wendete dessen Seiten um bis für Geld Getränke erhalten. Wer diefelben genoß, die Mitglieder sofort auf. Die Mehrzahl der Versammlungsbesucher verließ Affen darstellte. Da übermannte ihn jedenfalls der Born, er zu dem Augenblick, wo er an eine Abbildung kam, die einen oder Gäste, sei im übrigen gleichgiltig. natürlich sofort das Harsdorf'sche Lokal. Das Verhalten des warf das Buch auf die Erde und trampelte auf dem Bilde Der Kassirer 2. hatte sich gestern unter der Anklage des Wirthes braucht wohl nicht näher charakterisirt zu werden. herum, als ob er es auslöschen wollte. War das seine Art, fahrlässigen Meineides vor der dritten Straffammer hiesigen Ju Treptow wurde am Sonntag im Lange'schen Lotal am gegen eine Ungenauigkeit des Zeichners zu protestiren? Fand Landgerichts I. zu verantworten. In der Potsdamer Straße Baumschulenweg eine Voltsversammlung abgehalten, die fehr er sich wenig ähnlich oder farrifirt? Man hat es nicht erfuhr eines Tages ein Schlächterwagen an einer Haltestelle zahlreich besucht war. Genosse Th. Meyner aus Berlin sprach fahren. Andererseits schien ihm eine Abbildung, welche die der Pferde Eisenbahn so dicht an dem Pferde Eisenbahnwagen in 1/ 2stündigem Vortrag über die Eingemeindung der Vororte. Drei Grazien darstellte, zu gefallen; er hielt sich gerne dabei auf vorbei, daß eine absteigende Frau sicherlich überfahren Gr beleuchtete die in den Vororten bestehenden Uebelstände vom und betrachtete sie lange. Aber auch hier wissen wir nichts über worden wäre, wenn der Schaffner sie nicht energisch zurück voltswirthschaftlichen und vom fanitären Standpunkte aus, die innerste Natur feiner Gefühle. Man wollte sehen, ob er für gehalten hätte. Ein Schuhmann, der das vorschriftswidrige Ver- unterzog dann die Schulverhältnisse der Umgebung Berlins einer Musit empfänglich sei: zu diesem Zwecke wurden mehrere Drehhalten des Schlächterkutschers bemerkt hatte, schrieb diesen auf und Besprechung und wies nach, daß, wenn einmal eingemeindet werden orgelspieler eingeladen, ihm Serenaden zu bringen. Das Er nun bot sich der Angeklagte dem Kutscher freiwillig als Beugen das soll, dies auch gründlich und allgemein zu geschehen hat, damit nicht gebniß war, daß der Affe jedes Mal mit allen Anzeichen des für an, daß ihm keine Schuld zur Last falle. Natürlich zog der Kutscher, nach mehreren Jahren wieder von vorn angefangen werden muß. Mißfallens eiligst davonflüchtete. der wegen Uebertretung der fahrpolizeilichen Vorschriften angeklagt In der Diskussion, an der sich Teutsch, Süß, Kurth, Elektrische Stubenheizung mit Wasser. Die zersetzende wurde, diesen freiwilligen Helfer in der Noth als Zeugen heran und Dietrich und Schieffe betheiligten, wurde namentlich der Eigenschaft der Glektrizität ist bereits vielfach direkt und indirekt dieser bekundete unter seinem Eide, daß der Angeklagte nicht in scharfem verschiedenen Mängel in den Schulverhältnissen, sowie im Bein Verwendung. Die neueste Erfindung in dieser Art ist auf Trabe, sondern im Schritt an dem Pferdebahnwagen vorbei ge- leuchtungs, Wasser- und Abfuhrwesen Treptows Erwähnung dem vielumiorbenen Gebiete der Zimmerheizung gemacht worden. fahren sei. Diese Aussage stand mit denjenigen der sämmtlichen gethan und dem Referenten vollständig zugestimmt. Nachdem Amerita ist im Begriffe, eine elektrische Stubenheizung mit Wasser Zeugen in solchem Widerspruch, daß auf Antrag des damaligen der bisherige Vertrauensmann Teutsch den Bericht über das ab- einzuführen, nachdem diese gründlich geprüft und von Fachleuten Amtsanwalts die Bekundung des Zeugen protokollirt gelaufene Geschäftsjahr gegeben und die Revisoren diesen be- als bedeutsam begutachtet worden. Diese Erfindung ist darauf wurde. Dieser behauptete, daß sein Zeugniß nur dahin stätigt hatten, wurde Teutsch einstimmig als folcher wieder basirt, daß der elektrische Strom das Wasser in Wasserstoff gegangen sei, daß der Kutscher im gewöhnlichen und in die Lokalkommission Pietsch und Ulbricht neu- und Sauerstoff zerlegt. In einem mäßig großen Wasserbassin, Tempo nicht schnell und nicht langsam gefahren sei". Vom gewählt. Bum Schluß beschäftigte man sich mit der Spedition dem fortgesetzt Wasser zugeführt wird, befinden sich auf dem Richtertische sei hinzugesetzt worden, also im Schritt" und darauf Boden befestigt die beiden Leitungsdrähte, deren Pole mit habe er nichts erwidert. Die Beweis aufnahme fiel zu ungunsten Platinblechen versehen sind, über welche Glaszylinder luftdicht des Angeklagten aus, gegen den der Staatsanwalt ne un Monate Gefängniß beantragte, weil er ein solches Gingeftülpt werden. Die beiden Pole liegen unter Wasser, und es entwickelt sich bei gefchloffenem Strome an einem Pole Wassergreifen unberufener Eideshelfer in die Rechtspflege für besonders stoff, am anderen Sauerstoff in mächtigen Blasen. Beide Gase gefährlich hielt. Der Gerichtshof war auch der Meinung, daß es der Angeklagte an der nöthigen Selbstprüfung habe fehlen Lassen, er verurtheilte ihn aber nur zu einer Woche Gefängniß. Aus der besten der Welten. Weil sie ihre alte Mutter ernähren mußten und keine Arbeit hatten, haben die Brüder Willy und Johannes H. einen Einbruch versucht. Die noch völlig unbestraften Angeklagten, die einen guten Eindruck machten, haben kaum das Alter der vollen Strafmündigkeit überschritten. Es ist ihnen, wie sie versicherten, elend gegangen; der ältere Bruder hatte seit längerer Zeit feine Arbeit, der jüngere verlor seine Beschäftigung ebenfalls, die Mutter war ohne Erwerb und mußte deshalb von den Söhnen das Kost: geld verlangen, da feilte der ältere Bruder sich einen Schlüssel zurecht, um in einem Haufe der Thaerstraße, wo früher als Former gearbeitet hatte, und er die Dertlichkeiten genau fannte, einen Einbruch zu begehen. Er überredete seinen Bruder, um an der That theilzunehmen, und diefer sagte in Rücksicht auf die überaus traurige Lage zu. Die Burschen fanden das Haus noch offen, so daß sie von ihrem falschen Schlüssel keinen Gebrauch zu machen hatten, drangen ein und entwendeten werthvolle Kupfersachen. Die Beute wurde ihnen abersofort auf der Straße abgenommen, und die beiden wanderten in Vor der ersten Straſkammer am LandUntersuchungshaft. gericht I. erregte die Erzählung der Angeklagten die regste Theil nahme. Das Urtheil lautete gegen Willy H., der den Schlüssel angefertigt hatte und der spiritus rector gewesen war, auf 2 Monate, gegen den jüngeren Bruder auf 6 Wochen Gefängniß. A סטן er In betreff der Formalitäten des Strafantrags und namentlich wegen der Rücknahme desselben herrschen noch vielfach in Publikum irrige Ansichten, wie eine Verhandlung bewies, welche gestern vor der 137. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. Es handelte sich um eine etwas stürmische Szene in dem bekannten Fuhrgeschäft von Thien. Im März d. J. follte sich der Fuhrherr Sasse in dem Thien'schen Fuhrgeschäft eines Haus friedensbruchs sowie dem dort angestellten Inspektor Meckelburg Im gegenüber einer Beleidigung schuldig gemacht haben. gefirigen Termine erklärte nun der Vertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Haase, daß Meckelburg den Strafantrag. zurückziehen wolle, leider sei dies gesetzlich nur betreffs der Beleidigung, nicht auch wegen des Hausfriedensbruchs zulässig. Der als Zeuge vernommene Jnspektor Meckelburg befundete Thatsachen, welche den Thatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllten. Ter Angeklagte hätte somit bestraft werden müssen, wenn ihm nicht ein Zufall zu Hilfe gelommen wäre. Es wurde nämlich die Frage angeregt, ob der Strafantrag in formell richtiger Weise gestellt war. Es zeigte sich, daß sich nur ein Strafantrag von des„ Vorwärts". Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen fin Vereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9-11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bei Lastowsky. Grüne Giche, berger Allee 156 bei Goebel. Mirdorf, Hermannstraße 197 bet Babenschneider. 2yrania, Lands: Ganges Echo, Naunynſtr. 86 bet Bubeil. werden durch einen Hahn mit zwei fonzentrischen Deffnungen geGIüczu, Pafewalterstr. 3 bei Neumann. Männer- Gefangverein leitet. Durch den äußeren Schlitz drängt Wasserstoff, welcher, giederkranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Boltsgarten, entzündet, eine hohe Flamme bildet, deren Intensität beziehungsBergfir. 6.- Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptstraße, Winter's Calon. Frisch auf 1, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 69 weise Hize durch Bublasen des Sauerstoffes aus dem inneren bei Adam. Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bet Otto freisförmigen Schliße auf 1200 Grad Reaumur gebracht wird. bet Emil Heinecke. Hand in hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 Diese Flamme wird auf eine Bhamotteplatte geleitet, welche nach Männer- Gesangverein Immergrün, Zegel, Span cauerfir. 15 bei G. Rentner. Freie Gänger, Schmargendorf, Wirths 30 Minuten in Weißgluth strahlt und die Wärme an das Zimmer aus Friedrich. Hand in hand I, Reichenbergerstr. 16 bei Hoffmann. zur Heizung abgiebt. Besangverein Frisch auf I, Schönwalde in der Wiart.- Weiße Rose II, Neu- Weißensee, Straßburger- und Elsaßstraßen- Ecke ,,, Zum neuen Gifelthurm". Treue, Mariannen- lifer 2a, Restaurant Luichof. Männergesangverein Schulze. Rue St. Eintracht 3, Teltow, Restaurant Schwarzer Adler" am Markt. Dentscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. London. Der einzige hiesige fozialdemokratische Verein Londons, der alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete seommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., 2. London. Eingelaufene Druckschriften. Briefkasten der Redaktion. mel Wir bilten bei jeder Anfrage eine Chiffre( givet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter ber die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. H. Sch., Maurer. Besten Dank. Neues Material ist immer erwünscht. M. G. Lesen Sie in dem Vereinskalender des V.", z. B. in Nr. 267. Der von 2. früher geleitete Klub besteht nicht mehr. 1. Mose, Kap. 38. Der Zusammenhang ist da, liegt aber „ tiefer", als Sie annehmen. Metalldrücker. Die Aufforderung für Nr. 268 des„ V." ohne Schuld des Genossen P. L. zu spät erhalten, so daß Abdruck leider unmöglich war. Von der Benen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Dieg' Verlag) ist soeben das 7. Heft des 14. Jahrganges erfchtenen. Aus dem Jnhalt heben wir hervor: Gine Quittung. Der Weltmarkt und die Agrarfrisis. Von Parvus. Geheimwissenschaft und Gusapia. Von Ed. Bernstein. Und nochmals die Breslauer Agrar- Resolution. Von Karl Kautsky. Was lieft der deutsche Bauer? Literarische Rundschau. Notizen: Ueber den Bu fammenhang zwischen der Berminderung der Heirathsfrequenz und der Bermehrung unehelicher Geburten. Feuilleton: Ausgestoßen. Novelle Wegener R. 12. 1. Nein. 2. Ja. O. R. 95. Daffelbe von Erich Schlattjer.( Schluß.) .. 60. Sie Buntes abe, Stindertalender für 1896. Herausgegeben von Dora Dunker. wie der andere Abgeordnete der Polizei. Mit Beiträgen von J. Bloch, Fr. Hoffmann, S. Klette, Julius Sturm u. a. fönnen auf die Ausschreibung hin als Finderlohn 60 M. beR. Boll's Verlag. Berlin NW., Mittelstr. 29. anspruchen und Klage deshalb führen oder abwarten. die Kunsthalle, Beitschrift für die bildenden Künste und das Kunstgewerbe. 1. Nein. Klagen Sie auf Herausgabe der Pfandscheine und, C. R. Herausgeber: Dr. Georg Galland in Berlin- Charlottenburg. 1. Seft. Inhalt: Die Reichsmetropole und bie Kunst. falls inzwischen eins der Pfänder verfallen ist, auf SchadensF. S. Meißner: Berliner Neu Romantit. F. Stahl: Robert ersatz. 2. Zum Gebrauch Ihrer Sachen ist der betreffende nicht Tobereny. A. del Sarto: Die neue Nadirung von Prof. Rudolf befugt. Aus dem Salon Echulte. Berliner Kunstchronit; Allgemeine 8. Durch Fortzahlung des Pfandschillings Stang. Kunstchronit; Atelier- Neuheiten: Persönliches; Museen und Sammtungen; dem Pfandleiher würden Sie des Verkauf( der Beitungsstimmen; Bom Kunfimarkt; Bücherschau; Preisausschreiben; Der 6 Monate nach Verfall eintreten kann,) möglicherweise hindern. Amateur- Photograph. $. E. S. 1. Die speziellen Erbschafts- und Gütergemein 2 Heft. Inhalt: Neue Museen.- W. von Dettingen: Die Fortschritte der Modernen. F. Stahl: Die Maler von Worpswede. A. Suhemann: schafts- Bestimmungen für Mecklenburg- Schwerin sind uns nicht Römischer Kunstbrief. Aus dem Salon Gurlitt. 1 Berliner Kunfichronit; so bekannt, um die Frage mit Sicherheit beantworten zu können. Allgemeine Kunstchronit; Persönliches; Bom Kunstmarkt; Bücherschau; 2. Giner Operation, die gefährlich ist, braucht sich Preisausschreiben; Der Amateur- Photograph. 1 ziehen. bei erst icher Verlegte Ein offenes Wort an Deutschlands Raiser. Von einem Patrioten. auch nach Ansicht des Reichs- Versicherungsamts nicht zu unterZürich, Berlags- Magazin( J. Schabeliz). Neue Revue Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Seft Nr. 46( VI. Jahrg.) vom 6. November 1895 folgende Auffäge: F. Goldstein und A. Brandt: Bauerngenossenschaften in Südrußland; G. Schwarzkopf: Die Frau in Hause; H. Bang: Christiania;-: Das hohe Haus: Barlamentarische Köpfe( Graf Karl Hohenwart, Philipp R. v. Balesit, Graf Gandolf Kuen burg; J. Pap: Die graphische Ausstellung;. Ertė: Gin Lied; Kunst und Literatur. Miniaturbilder aus der Zeit. Wieckelburg vorfand, nicht aber ein solcher von Thien selbst Lettre aux Membres du Corps enseignant suivie d'une réponse lage gegen Sie als Bürgen genügt der von der Kaffe zu Der Vertheidiger hob hervor, daß Meckelburg zwar seinen Prinzipal Thien in der Ausübung des Hausrechts, nicht aber auch in der Stellung des Strafantrags vertreten fönne. Es liege also Tein rechtsgiltiger Strafantrag vor und müsse deshalb das Verfahren eingefelt werden. Der Gerichtshof entsprach diesem Antrage, so daß der Angeklagte wegen beider Strafthaten frei ausging. aux Sournaux: La Paix, Le Temps, Les Débats, Publiée dans la Revue Socialiste par Georges Renard. Prix: 20 Centimes. Paris. Librairie de la Revue Socialiste, 10 Rue Chabanais. Vermischtes. Die Mosel hat, wie aus Mey berichtet wird, am Donnerstag in raschem Steigen den zweithöchften Stand seit zwölf Jahren erreicht; doch strömt das Hochwasser ohne Gefahr vorbei. Seit Mitternacht ist langfames Sinken des Fluffes eingetreten. W. 20. So lange Sozialdemokraten im Rothen Hause sich befinden, ist Aufhebung der Miethssteuer von ihnen verlangt. Gefallen ist die Miethssteuer erst seit dem 1. April cr. H. T. Ein Miether, der vor Ablauf des Vertrages zieht, ist zur Uebergabe der Schlüssel nicht verpflichtet, muß aber dem Wirth hinreichende Gelegenheit zur Besichtigung und zum Befichtigenlafsen der Wohnung geben. P. G. 50. 1. Zu der führende Beweis, daß von dem eigentlichen Schuldner nichts zu holen ist. Würde der Vorstand erst die Klage gegen den Hauptschuldner anstellen, so könnte er von Ihnen auch bie Kosten diefer Klage ersetzt crfetzt verlangen. 2. Gine Strafanzeige fönnte Aussicht auf Erfolg haben. 2. 1. Mein. F. M. 100. Ob die Kinder für den erbberechtigten, aber vor Erbanfall verstorbenen Vater eintreten, hängt von dem Wortlaut des Testaments, von dem Grade der Verwandtschaft zum Erblasser und von den speziellen Bestimmungen des in Frage stehenden Erbrechts( in Deutschland giebt es deren schr Ein Nachspiel zum Effener Meineidsprozek. Der Berg invalide H. Wagemann aus Brackel hatte sich am Abend des 28. August, als die tiefgehende Erregung, welche der Urtheils Schiffszufammenstoß auf der Elbe. Aus Hamburg wird mannigfaltige) ab.-§. V., Schöneberg. Wie wir wieder. spruch der Effener Geschworenen gegen Schröder und Ge- vom Donnerstag gemeldet: In der vergangenen Nacht fand in holt vor Anschaffung von Konversationsleritas u. dergl. warnend nofien hervorrief, noch die Bevölkerung durchzitterte, in der der Nähe von Brunsbüttel zwischen den Dampfern Ribeshuus" hervorgehoben haben, ist der einmal geschlossene VerWnthschaft von Rosenberg zu Brackel zu einer beschimpfenden und Northenden" ein Zusammenstoß statt, bei welchem beide trag, das Wert abzunehmen und den ungeheuren Preis Aeußerung über die Geschworenen hinreißen lassen. Er stand Schiffe bedeutend beschädigt wurden. Der letztere Dampfer kehrte in Monatsraten zu zahlen, leiber giltig. O.. 10. Nein " 1 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 16. November. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Das goldene Kreuz. Schauspielhaus. 1812. Dentsches Theater. Tedeum. Berliner Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Lesing- Theater.[ Madame SansGêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nachmittags 3 Uhr: Kinder- Vorstellung. Schneewittchen und die fteben Zwerge. Neues Theater. Die neue Zeit. Schiller Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Central- Theater. Eine tolle Nacht. Adolph Ernst- Theater. Parade bummler. Nachmittags 3 Uhr: Der kleine Lord. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Chambre separée. National Theater. Philippine Welser. Theater Unter den Linden. Der Mikado. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend: Der Raub der Sabinerinnen. Sonntag: Der Raub der Sabineriunen. Adolph Ernst- Theater. Nachmittags 3 Uhr: Der kleine Lord. Kinder in Begleitung Erwachsener zahlen die Hälfte. Abends 71/2 Uhr: Zum 75. Male: Varadebummler. Morgen, Sonntag, nahm. 3 Uhr: „ Der kleine Lord!' Abends 71/2 Uhr: Paradebummler. National- Theater. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 25/26 Chauffeestraße 25/26. Unwiderruflich nur noch 2 Wochen des Gastspiels der Liliputaner. Jeden Abend 712 Uhr: Die Reise nach dem Mars. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schneewittchen und die 7 Zwerge. Sonntag Nachm.: Die Reise nach dem Mars. Sonntag, den 30. Nov.: Unwiderruflich Abschieds- Vorstellung der Liliputaner. Die Soiréen der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) finden statt: Jeden Sonntag und Donnerstag: Concerthaus Sanssouci. Jeden Montag und Freitag: Victoria- Brauerei. Jeden Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Passage- Panopticum. 42 Mädchen Uom andern Ende der Welt ( Samoa). Alcazar. Variété- n. Spezialitäten- Vorstellg. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Neu! Neu! Letzte Woche: Die Erbtante. Bosse in 1 Akt von Alf. Schmasow. Scheffler Troupe, Miss Barbera, die Mulattin, Clara und Hans Sarno, Duettisten, Martha Peters, Kostüm- Soubrette. Anf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 3f., 30 f. " " R.Winkler. Große Frankfurterstraße 132. Castan's Panopticum. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Hrn. Siegfried Bruc vom Stadttheater zu Mainz. Philippine Welser. Schauspiel in 5 Aften v. Oscar v.Redwitz. Regie: May Sam st. Morgen: ,, Das Käthchen von Heilbronn Nachmittags 21/2 Uhr:„ Ein Volksfeind Regie: Julius Türk. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Novität! 3um 74. Male: Novität! Eine tolle Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 71/2 Uhr. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstraße 40. Täglich abends 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Vaudeville in 2 Akten von Varney. Vorher: Mummer 66. 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Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 269. Dersammlungen. Sonnabend, den 16. November 1895. Die rechtliche Stellung der Frau im öffentlichen Leben behandelte Rechtsanwalt Heine am 13. d. M. in einer namentlich von Frauen sehr rege besuchten Volksversammlung im Swinemünder Gesellschaftshause in einem Vortrage, der das allgemeinste Interesse beansprucht. Wenn die Frau im allgemeinen auch als rechtlos gelte, so führte der Redner aus, und sie auch thatsächlich politische Rechte nicht besitze, so trete doch ihre rechtliche Stellung oder vielmehr der Mangel an gebührender Rechtsstellung auf den verschiedensten Gebieten des öffentlichen Lebens zu tage. Mit der Stellung der Frau beschäftigten sich viele Gesez esbestimmungen, da es eben nicht möglich sei, ihr Dasein im öffentlichen Leben gänzlich unbeachtet zu lassen. 12. Jahrg. gegenüber müsse gefordert werden, daß die Scheidung auf Schule gegen die Sozialdemokratie und ermunterte zum Lesen der grund einseitigen Verlangens mindestens bei finder Arbeiterpresse und überhaupt der Arbeiter- Literatur. losen Ehen statthaft sei. Von den bisherigen Ehescheidungs- Frau Mesch forderte die Frauen zum regen Besuch der gründen solle Ghebruch als Scheidungsgrund fortbestehen. Die öffentlichen Versammlungen auf und verlangte von den Genossen, böswillige Verlassung dagegen werde als Scheidungsgrund sehr daß sie die Frauen in ihren Bestrebungen unterstützen, nicht aber erschwert, ebenso als solcher Geisteskrankheit, bei welcher eine ihnen entgegentreten und in oft unschöner Weise zurückdrängen, Karenzzeit von drei Jahren Geltung finden solle. Der wie dies besonders im 6. Wahlkreise der Fall sei, welcher VorScheidungsgrund der Mißhandlung sei in grobe" Mißhandlung wurf von Kryzanow3ti ganz energisch zurückgewiesen wurde. umgewandelt worden. Im übrigen solle eine Ehescheidung voll- Frau v. Gyzidi stand vollständig auf dem Standpunkte zogen werden können, wenn erhebliche Gründe" nach dem Gut- des Referenten und meinte, daß viele bürgerliche Frauen achten der Richter vorliegen. diesen Standpunkt theilen. Lebhaft erörterte sie die viel In Beziehung auf die Rechte der unehelichen freiheitlichere Stellung der Frauen im Auslande, wobei sie be Mutter stelle der Entwurf des neuen bürgerlichen Gesetz- fonders bei England verweilte und erklärte, demgegenüber buches eine Verbesserung gegen die jetzigen Verhältnisse dar Scham, tiefe Scham empfinden zu müssen über die schmachvolle und es sei zu hoffen, daß der Reichstag weitere Verbesserungen Stellung der Frauen in Deutschland. Hier sei es allein die vornehmen werde. sozialdemokratische Partei, die die Gleichberechtigung der Ge schlechter auf ihre Fahne geschrieben habe. Diese zu erwirken, müßten alle Frauen mithelfen. Vorläufig versprach sie sich allerdings die Hauptmitwirkung nur von den proletarischen Frauen, da den gleichgesinnten bürgerlichen Frauen leider noch oft durch Umstände aller Art die Hände gebunden seien. Nachdem der Referent noch einmal das Wort genommen hatte, wurde die Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf die sozialdemokratische Frauenbewegung geschlossen. " = Der Vortragende begann zunächst mit der Erörterung des Familienrechts. Wenn die Familie als solche auch einen Die gewerbliche Stellung der Frau erörternd, Gegensatz zum öffentlichen Leben darstelle, so sei sie doch in ver- wies der Redner auf den bemerkenswerthen Unterschied hin, der schiedenster Beziehung mit dem öffentlichen Leben eng verbunden. zwischen den Interessen der bürgerlichen Frauenkreise und denen Die darauf bezügliche Gesetzgebung sei jetzt im Flusse, dem Reichs- der proletarischen bestehe. Während die bürgerlichen Frauen und tage werde das neue bürgerliche Gesetzbuch vorgelegt werden. Mädchen ein Interesse daran hätten, zur Verwerthung ihrer er Man müsse nun zu verhindern suchen, daß in dieses Bestimmungen worbenen Kenntnisse sich immer mehr Berufe zu erschließen, tommen, die dem allgemeinen Rechtsbewußtsein widersprechen. seien die proletarischen Frauen und Mädchen gezwungen, jeden Noch sei es Zeit, Abänderungen zu treffen. Fordern Sie laut Beruf zu ergreifen, der ihnen bei ihrer geringen Vorbildung zu Ihre Rechte, empfahl der Redner den Frauen, dann wird auch ergreifen möglich sei. Viele Berufe, in die sie durch die LebensIhre Stimme gehört werden und es ist möglich, daß manche verhältnisse hineingezwungen würden, wären aber für Frauen und In einer Volksversammlung, die am 14. November im Ihrer Forderungen Berücksichtigung findet. Wenn auch zu Mädchen durchaus ungeeignet, sie hätten demzufolge das Interesse, Englischen Garten" abgehalten wurde, berichteten Frau Luh gestandenermaßen das neue bürgerliche Gesetzbuch in mancher Be- das weite Gebiet ihrer jezigen Wirksamkeit zu beschränken und Frau Rohrlack über den Breslauer Parteitag, dem sie ziehung eine Besserung der rechtlichen Verhältnisse bringe, so und eine wirksame foziale Schutzgesetzgebung zu erstreben. als Delegirte der Berliner Frauen und Mädchen beigewohnt könne doch im allgemeinen nicht verkannt werden, daß es von Auf diesem Gebiete sei am ehesten auf einen baldigen Erfolg zu haben. Frau Luz gab ein Bild der Verhandlungen, die Männern zusammengestellt sei, die dem praktischen Leben sehr rechnen, da Forderungen nach dieser Richtung hin die Unter- über die Punkte 1-6 der Tagesordnung gepflogen worden fern stehen und feine Kenntniß vom Volksleben haben. Was stügung auch mancher bürgerlichen Kreise finden würden. sind, und besprach besonders ausführlich den Verlauf der die Frau betrifft, so stelle sich das neue bürgerliche Bei der Erläuterung der Stellung der Frau im politischen Debatte über die Agrarfrage, betreffs deren sie den StandGefeßbuch gleichfalls auf den seit Jahrtausenden geltenden, Leben trat der Redner für volle Gleichberechtigung der Frau punkt der Kautsky'schen Resolution einnahm. Sie fand, daß die Frau dem Manne unterordnenden Standpunkt. So sei nach mit dem Manne auch hinsichtlich des Wahlrechts ein. Das Bebel etwas zu ausfallend geworden sei und hegte von der den vorgeschlagenen Bestimmungen auch fernerhin der Mann das Vereins- und Versammlungsrecht betreffend bemerkte er, daß Befähigung des Genossen David Gießen für die richtige Bes Oberhaupt der Familie, ihm liege die Erziehung der Kinder, die durch die Auslegung, die gerichtsseitig dem§ 8 des preußischen handlung der Agrarfrage insofern teine hohe Meinung, als sie Vertretung der Kinder nach außen hin ob, ihm stehe die Er- Vereinsgesetzes gegeben werde, jede Bereinsbildung für Frauen ihm jede Kenntniß davon absprach, wie sich die Knechte auf theilung des Ehekonsenses zu 2c. Nur nach dem Tode des unmöglich gemacht sei. Nach der heutigen Juditatur seien dem Lande zu quälen hätten. Frau Rohrlac begann Mannes gingen event. dessen Rechte auf die Frau über. Diese öffentliche" Angelegenheiten alle Angelegenheiten, die mehr als ihren Bericht mit einer Besprechung der Verhandlungen über Theorie widerspreche der Praxis des Lebens. Die Frau sei an eine Person berühren. Jede Zusammenkunft sei eine Ver- den Punkt:" Hausindustrie, Schwißsystem und Arbeiterschuß." allen Familienangelegenheiten gleichbetheiligt und müsse demzu- sammlung", auch wenn eine solche nicht einberufen, nicht er- Sie bedauerte, daß den Frauen, die gerade an diesem Punkte das folge auch gleichberechtigt mit dem Manne sein. öffnet, nicht geschlossen, überhaupt nicht beabsichtigt war, selbst größte Interesse besessen hätten, von geschickten, Debattemördern" Auch in vermögensrechtlicher Beziehung solle ferner- wenn nur drei oder zwei Personen zusammen waren. Und das Wort von vornherein abgeschnitten worden wäre, während hin der Mann an der Spize stehen. Dieses Kapitel interesfire nicht alles, was gesprochen werde, sei politisch"; Cholerabazillus, ein Mann wie Quarck sich darüber hätte verbreiten dürfen, allein die besitzende, sondern auch die besitzlose, arbeitende, mit Schulunterricht, Kassen 2c. feien politische" Themata, da überall von dem fte den Eindruck gewonnen habe, daß erwerbende Frau. So bestimme z. B. der§ 1262: Es wird die Politik mit hineingreifen könne. Da sonach die Frauen teine er sich zu vielem berufen fühlte, ohne zu vermuthet, daß die im Besitze eines Ghegatten oder beider selbständigen Vereine bilden könnten, so meinte der Redner, sollten Auserwählten zu gehören. Frau Bettin und sie hätten sich sofort befindlichen Sachen dem Manne gehören." Diese Vermuthung sie es getrost lassen, da sie auch ohne solche ihre Interessen wirksam zum Worte gemeldet und seien erstaunt gewesen, mit zu den sei nicht zu billigen. Nothwendig erscheine es, die Vermuthung zu verfechten vermöchten. Noch könnten öffentliche Versammlunger Abgemuristen zu gehören. Das Schicksal des Antrages, der das dahin gelten zu lassen, daß die Sachen beiden Ehegatten ge- einberufen werden, allerdings nur von einzelnen, die sich nicht Fabrikinspektorat betraf, hat Frau Rohrlack, die ihn stellte, hören. Eine Verbesserung gegen jetzt stelle der§ 1266 dar, mit einander verbinden dürften, da sie ja sonst auch wieder einen ebenfalls nicht befriedigt. Sie bemerkte in Beziehung hierauf, welcher bestimme:" Vorbehaltsgut ist, was die Frau durch ihre Berein" darstellen würden. Unbenommen sei den Frauen auch daß die juristische Kniffelei", die unsere Parteigenossen Arbeit oder den selbständigen Betrieb eines Erwerbsgeschäftes er- Die Agitation von Mund zu Mund, von Haus zu Haus. Und nothgedrungen im Kampje mit den herrschenden Gewalten ere wirbi." Immerhin bleibe der Frau aber die Beweispflicht auferlegt. folche Agitation müsse energisch geführt werden, denn sie gelte lernten, auch auf unsere Parteigeschäfte immer mehr Anwendung Eine weitere Verbesserung bedeuteten die§§ 1279 und 1280, den Forderungen der Gerechtigkeit, nicht der geschriebenen, sondern fände und auch bei Erledigung ihres Antrags wieder eine Rolle welche bestimmen:" Wenn der Mann mit dem Gelde der Frau der Gerechtigkeit, die aus dem Siechtsbewußtsein des Boltes immer gespielt habe. Die Einschiebung des Paffus: zur Berücksichtigung etwas erwirbt oder dasselbe zum Ersage von Sachen verwendet, neu entspringe. empfohlen", sei ein solcher Geniestreich. Mit diesem Paffus sei die der Frau gehört haben, so gehört das also Erworbene der Die sachlichen und überaus klaren Darlegungen des Referenten der Beschluß nichts halbes und nichts ganzes, da der ParteiFrau. Bei allem bleibe jedoch die Vermuthung" des§ 1262 wurden mit lebhaftem Beifall entgegengenommen. vorstand damit jeder Verpflichtung überhoben fei. Rednerin in Geltung. Eine wirkliche wirthschaftliche Selbständigkeit und Fräulein Baader besprach im Anschluß an den Vortrag weist den Vorwurf des Genossen Quard, die proletariSicherung des Erworbenen würde die Frau also erst nach Be- noch einige Mängel des neuen bürgerlichen Gesetzbuches und schen Frauen wären den bürgerlichen Frauen nachgehumpelt, seitigung des§ 1262 erlangen. wünschte besonders, daß der Frau ihr Arbeitslohn sicher gestellt mit dem Hinweis darauf zurück, daß schon vor 10 Jahren von in werden möge. Im übrigen legte sie dar, daß der Staat den der Partei thätigen Frauen die Forderung gestellt und verfochten Frauen politische Pflichten auferlegt habe, indem er sie in die worden sei: Anstellung weiblicher Fabrikinspektoren. Die Sozialgesetzgebung einbezog und ihnen auch die Steuerpflicht Bettelei der bürgerlichen Frauen, die diese durch ihre auferlegte, und daß sie demzufolge auch politische Rechte zu Petition ausübten, lasse sich übrigeus garnicht mit dem fordern hätten. Wenn die bisherigen Bestrebungen der Frauen- vergleichen, was die Antragsteller auf dem Breslauer bewegung gerichtsseitig als berechtigt anerkannt worden seien Parteitage mit ihrem Antrage bezweckten. Sie hätten und die Frauen lediglich Formfehler begangen hätten, so wollten auf dem Wege der Initiativanträge den Reichstag mit sie solche in Zukunft vermeiden und Agitation betreiben, wie der der Frage beschäftigen wollen, um einen Druck auszuüben, Referent es empfohlen habe.( Beifall.) wobei sie sich allerdings klar bewußt gewesen seien, daß die Vertreter der bürgerlichen Parteien der sozialdemokratischen Fraktion das Geforderte nicht auf dem Präsentirteller entgegen bringen würden. Rednerin giebt dann der Hoffnung Ausdruck, daß der Parteivorstand von den An= Das Kapitel der Chefcheidung erfahre in dem neuen bürgerlichen Gesetzbuche eine ganz erhebliche Verschlechterung durch die Erschwerung der Trennung einer Ehe, die Ehefcheidung solle erschwert werden aus moralischen Gründen. Und doch werde die öffentliche Moral durch die Folgen einer unglücklichen Ghe aufs ärgfte gefährdet. Gegen die Erschwerung der Chefcheidung müßten sich Proteste von allen Seiten erheben, insbesondere aber von Seiten der Frauen. Eine leichte Ehescheidung liege im Interesse der Frau, da sie besonders unter den Folgen einer schlechten Ehe zu leiden habe. Der Mann habe es leichter, sich ohne Scheidung diesen Folgen zu entziehen. So wolle der Entwurf die Möglichkeit der Scheidung finderloser Ehen auf grund gegenseitiger Einwilligung beseitigen. Dem Kunst und Wissenschaft. " " " " " Fräulein Heinemann verwies auf die Möglichkeit des Eintrittes von Frauen und Mädchen in gewerbliche Vereine und forderte hierzu auf. Frau Schädlich verbreitete sich über die Verwendung der den sagte Ernst Rosmer's Können; in der engen Künstlerhäuslichkeit Stande kommen soll, liegt daran, daß es erheblich billiger sein wird, fand es sich trefflich zurecht, zum humoristischen Seelengemälde als die bisher gebauten, indem für seine Herstellung nur etwa großen Stils, zur Charakterstudie im Stile von Haupt 4 Million Mart vorgesehen find. Gelingt dies, so wird es auf Deutsches Theater. Ludwig Fulda's Burleske Robin mann's Grampton etwa reichte es nicht. Der Humor ver- dem Gebiete des Fernrohrbaues epochemachend wirken. son's Giland" ist rasch vom Spielplan verschwunden. flog, und einzelne wißige Aussprüche und noch häufiger die Archenhold will diese außerordentliche Billigkeit seines Jus Fulda's Soziale Satire" wurde am Donnerstag von der üblichen flachen Theaterschwänte traten an feine Stelle. Sie strumentes dadurch erreichen, daß er es nicht, wie gewöhnlich, in neuten Komödie Tedeum" eines neuen Autors Gruft mochten wohl die Genügsamen im Publikum, die den Autor einem Bau mit einer drehbaren Kuppel unterbringt, sondern er will Rosmer abgelöst. Rosmer ist der Schriftstellername für Frau nach jedem Aft riefen, befriedigen; Anlaß zu künstlerischer Be- es mit einer seiner eigenen Form angepaßten zylindrischen Schutzhülle Bernstein in München, die Gattin des Rechtsanwalts Bernstein, trachtung geben sie nicht mehr; sie erregen nur noch stoffliches umgeben, welche fest mit dem Nohr verbunden ist und sich mit der in jüngster Zeit als Bertheidiger der Bauern in Fuchsmühl Interesse. Wegen seiner schroffen Wahrheitsliebe hat Kron sein demselben leicht in alle Lagen bewegen läßt. Bei der Ausund der Kunsthändler im Lenbach- Prozeß" viel genannt wurde. Amt als Musikrezensent und damit sein festes Brot verloren. Da führung der Archenhold'schen Idee würden also nicht mehr die Frau Bernstein war schon vor ein paar Jahren mit einer er nicht mehr Rezensent am weitverbreiteten Tagblatt ist, so Kosten des Kuppelbaues die wesentlich in betracht zu ziehenden dramatischen Studie Dämmerung" vorgetreten. Diese Studie war weigern sich Chor und Orchester das Tedeum" aufzuführen. Kron sein, sondern die des Fernrohres selbst. versuchsweise auf der freien Bühne aufgeführt worden. Von den muß die Stelle eines Kapellmeisters an einem niedrigen Bossentheater Diese letzteren sind bauptsächlich durch die Größe und die Naturalisten hatte sie die Form geborgt; und im Wesen inter- annehmen und sich von erbärmlichen unwissenden Komödianten Gleichmäßigkeit des Schliffs der zur Verwendung kommenden esfirte sie durch manche offene Rücksichtslosigkeit in der Schilde- eine Demüthigung nach der anderen gefallen laffen. Der Theater Linsen bedingt; auf den Linsen beruht ja die Wirksamkeit eines rung einer Frauenseele, wie man sie bei unseren schriftstellernden zufall aber hilft ihm auf. Ein reicher amerikanischer Musik- Fernrohres, und auf ihre Herstellung ist daher ganz besondere Frauen nicht allzu oft findet. Das mochte damals manchen ver- verleger läßt sich von dem blaffen deutschen Mädchen, Kron's Sorgfalt zu verwenden. Die auffallenden Lichtstrahlen werden leitet haben, in Ernst Rosmer ein aufsteigendes, starkes Talent, Tochter Senta rühren, das Tedeum" wird aufgeführt und be von dem ersten großen Linfensystem, dem Objektiv, welches aus wenn nicht ein Genie zu erblicken. geistert das Publikum. Senta ist überglücklich und verlobt sich einer Crown- und einer Flintglaslinse besteht, in dem sogenannten Was Ernst Rosmer in der Studie Dämmerung" verheißen, mit einem Rechtsanwalt, den sie längst schon liebt, alle Brennpunkt des Systems vereinigt, wo also ein um so helleres hat sich in der Komödie, Tedeum" nicht erfüllt. Das Lustspiel ist schwimmen in Wonne, nur der Komponist selber räfonnirt Bild des fernen Gegenstandes entsteht, je mehr Licht in fich ungleichartig; auf einen fünstlerisch werthvollen An- noch, weil die Paukenschläger den tünstlerischen Absichten in das Rohr gefallen ist, je größer also die das Licht fang folgt jäh ein untünstlerisch plattes Ende. Die Kraft, über seines, Tedeums" nicht mit voller Energie gefolgt wären. Er bleibt auffangenden Linsen sind. Man muß ein System von zwei die Misere der Erdendinge sich mit Humor in Jean Paul's der alte, was immer um ihn geschehe. Linsen benutzen, weil bei Anwendung einer Linse das Bild Sinn zu erheben, reicht nicht weit; sie ist im ersten Akt schon Wie die Komödie mehr theatralisch konstruirt, als dichterisch infolge der sogenannten Farbenzerstreuung, das heißt der ver fast erschöpft. Man sieht in eine vollechte Münchener Künstler- empfunden ist, so enthält sie auch fast durchgehend cher, dankbare schiedenen Brechung der im weißen Lichte enthaltenen vers wirthschaft. Peter Kron ist ein großes Kind, das in ernster Rollen", als daß sie Gelegenheit giebt, tief gefaßte schauspielerische schiedenen Strahlen, farbig und unklar werden würde. Rünfilerbegeisterung ftets nur mit Gluck und Beethoven 3wie Gebilde zu schaffen. Die Schauspieler konnten demnach nicht sprache hielte. Aber die Alltagssorgen zwingen ihn nieder. allzuviel gewinnen, nicht allzuviel verderben. Nicht Herr derjenigen der Lick- Sternwarte etwas zurückbleiben; sie wird eine Minna, sein Weib, ist gutherzig bei aller Philiftrofität. Sie Müller( Peter Kron), nicht Marie Meyer( Frau Minna), Deffnung von etwa 75 Centimeter Durchmesser haben, während versteht nicht, wie man stets in verträumten Welten nicht Frl. Sauer( Senta), noch Herr Nissen( der Amerikaner) die Deffnung der letztgenannten einen Durchmesser wandeln könne; aber sie weiß wacker Haus zu halten mit dem überraschten. Was sie gutes und treffliches boten, das kannte fast einem Meter besißt. Wird somit das neue Rohr Dürftigen, was ihr funfiftolzer Gatte heimbringt. Senta, die man längst an ihnen. Ueberrascht hat diesmal Frau Gisela an Lichtstärke das der Lick- Sternwarte nicht ganz erreichen, Tochter, glaubt an ihren Vater, sie ist, soweit sie's vermag, feine Schneider als Wiener Soubrette Giggi Flesch; leichtblütig und so soll es dasselbe doch an vergrößernder Kraft übertreffen. Die tapfere Genoffin, und gerne nimmt sie das Kreuz auf sich, allen warm von Gemüth, vom Leid rasch zu Thränen bewegt, die ein Vergrößerung hängt nämlich nicht direkt von der Größe Jugendfreuden, selbst den barmlosesten, zu entsagen. Peter Kron luftig Liedel ebenso rasch verscheucht. " hat ein Tedeum" tomponirt, in das er alle Feierlichkeit seiner " " An Größe wird die Objektivlinse des neuen Fernrohrs hinter von der Linse, sondern in erster Linie von der Größe ihrer Brenn weite ab, d. i. der Entfernung desjenigen Punktes hinter der Seele ergossen hat. Die Vorbereitungen zur Orchester- Das Archenhold'sche Fernrohr, welches für die Berliner Linse, in welchen die parallel auffallenden Strahlen zusammen aufführung find im gange. Nach Jahren von Mühsal Gewerbe- Ausstellung geplant wird, soll an vergrößernder Kraft gebrochen werden. Das Bild, welches in der Ebene dieses soll endlich sich sein Künstlerthum offenbaren. Künstlers Erden- das größte Fernrohr der Welt, welches sich auf der Lick Stern- Punktes, der Brennebene, entsteht, wird durch ein zweites Linsenwallen mit seinen hunderten von kleinen Leiden und Nöthen warte in Amerika befindet, übertreffen. Man könnte sich billig fyftem, das Dfular, betrachtet. Um eine gute Wirkung zu er wird da in getreuer Münchener Ortsfärbung abfonterfeit und darüber wundern, daß im Kulturstaate Preußen ein solches zielen, muß das Okular eine möglichst furze, das Objektiv es ist mit dem Auge des Humoristen, der Kleines, selbst Klein- Instrument gebaut werden soll, man bedenkt, eine möglichst große Brennweite haben. Die lettere liches liebevoll umfaßt, geschaut. In dieser Kleinmalerei fonnte daß großen Fernrohres sich auf soll bei dem Archenhold'schen Instrument 21 Meter betragen, Ernst Rosmer, wie ein epischer Humorist, fortfahren, der Humor 12-2 Millionen Mark belaufen, wofür man ja schon bei nicht während sie bei dem der Lick Sternwarte nur 15 Meter ist. konnte auch eine herbere Färbung annehmen und sich vertiefen. zu großen Ansprüchen an tünstlerische Ausführung von Reliefs Hierdurch wird eine Vergrößerung von mehreren tausend Malen In die zerrissene Seele eines Mannes tennte er Einblick ge- und Inschriften eine ganz niedliche Kirche herstellen kann, was erzielt, so daß die Besucher der Ausstellung bei schönem Wetter währen, der nach Freiligrath's bekanntem Wort nach den Wolfen jedenfalls mehr im Intereffe von Sitte und Ordnung liegt, als Sonnen- und Mondbilder von ganz besonderer Deutlichkeit werstrebte und dennoch tief im Staube leben mußte. Hier aber ver- die Erbauung eines Fernrohrs. Daß das Fernrohr trotzdem zu den erblicken können. die Kosten eines wenn Y nr. 29) Filiale Charlottenburg. Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, den 16. November, abend 8% Uhr, im Restaurant Lehder, Bismarckſtr. 74. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbriter( E.$. den 16. November, abends 9 Uhr, bei Diete, Lothringerftr. 67. Nr. 29 Hamburg) Filiale Berlin 5. Mitgliederversammlung am Sonnabend, Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. Nr. 29) Filiale Rirdorf. Mitgliederversammlung am Sonnabend, den 16. D. W., abends 8 Uhr, bet Filide, Kirchhofftr. 41. Kaffenbericht. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- Wahlhreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 17. November cr., vormittags 10 Uhr, bei Linte, Jüdenstr. 36: Gigung. Tagesordnung: 1. Ver= einsangelegenhetten. 2. Vortrag, 3. Diskussion. von 8-10 Uhr bei Wöllſtein. Arbeiter- Turnverein zu Adlershof. Jeden Mittwoch und Sonnabend Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Sonnabend, Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Nationalökonomie. Nordschule, Müllerfir. 179a: Rede übung. Beginn abends Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur von 8 Uhr an geöffnet. Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend find zu richten an: P. Gent, Dresdenerstraße 107/108, Sonnabend: Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Theaterverein Bavaria", Bernauerfir. 40/41 bei Bort. Rauchklub Märtisch kraut", Gifenbahnstr. 7 bei Bauer,- Theaterverein " Selgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf. Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an A. Pflug, Breslauerfiraße 9, Keller. Sonnabend: Unverzagt", Lebuferstraße 13 bei Vogel. Blaue " trägen, die ihm zur Berücksichtigung empfohlen feien, speziell aber| Bezüglich der Agrarfrage hätte der Redner gewünscht, daß die] Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 17. November, vormittags 8% th von demjenigen betreffs der Agitation gegen die Gesinde- Ordnung, Kommission bestehen geblieben wäre. Die Resolution Kautsky's fei dafelbft: Bortrag des Fräulein Jda Altmann:„ Berschollene religiöse Unt Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Vortrag. Um 10% Uhr vormittags eben. den ausgiebigsten Gebrauch machen werde. Am Schlusse ihrer außerordentlich schwülstig, so daß ein Nichtstudirter sich über fürzler." Montag, den 18. November cr., ebendaselbst: Beschließende GeAusführungen empfahl sie unter Hinweis auf eine private Be- ihren Inhalt kaum klar werden könne. Nach einem Schlußwort meinde- Versammlung. sprechung über die Frauenagitation, die im Anschluß an des Delegirten Drescher nahm die Versammlung eine nr. 29 zu Hamburg.) Filiale Berlin 3. Sonnabend, den 16. November cc., Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. H. den Parteitag stattfand, daß die Sozialdemokratinnen Resolution an, wodurch sie sich mit den Beschlüssen des Partei- abends sy ihr, Manteuffelstr. 46: Mitglieder- Bersammlung Eiche Inferat Berlins in Zukunft nicht so oft ihre Adressen( das heißt tages einverstanden erklärte und besonders ihre Vertrauenspersonen) mit Freuden in voriger Nummer. wechseln sollten. Von einer davon Kenntniß nahm, daß der Resolution des fünften Verein Berliner Schirmmader, Sigung am Sonnabend, Den Diskussion über den Bericht wurde Abstand genommen, was Wahlkreises Frau Gubela zu der dunkelen Drohung veranlaßte, die Haus- Tagesordnung des nächsten Parteitages den Punkt„ Proportional- Nr. 29) Filiale Berlin 9. Mitgliederversammlung am Sonntag, den 17. d. M., zur Agrarfrage, sowie dem Antrage, auf die 16. Movember, abends 9 Uhr, im Lokal bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Allgemeine Kranken- und Sterbekalle der Metallarbeiter.( E. S industrie und die Fabritarbeiterinnen würden schon die richtige wahlen" zu stellen, Rechnung getragen wurde. Nach Erledigung vormittags 10 Uhr, bet Tieck, Siemensſtr. 17. Antwort geben. Frau Gerndt als Vertrauensperson legte dieses Punktes wurden Glösenkamp, Krüger und Späth hierauf Dechnung ab über ihre Einnahmen und Ausgaben zu Revisoren und Lippmann als Erfahmann zur Preßin der Zeit von Ende März bis jetzt; die ersteren be- fommission gewählt. trugen 208,03 M., die letzteren 188,98 m. Die Genossinnen Unter" Verschiedenem" theilte Rogge mit, daß er auf Greifenberg, Mesch und Scholz wurden von der Ver- grund eines Beschlusses der Preßkommission aus seiner bisherigen sammlung dazu bestimmt, die Abrechnung zu revidiren. Nach Stellung als Berichterstatter des„ Vorwärts" wegen Mangels einer äußerst gründlichen Aussprache über die Fähigkeit der Ge- an Diskretion entlassen sei. Er wolle auf die Sache selbst nossin Gerndt, ihren Posten auszufüllen, wurde nicht näher eingehen, könne aber den Beschluß der Preßdiese mit 64 gegen 32 Stimmen wieder zur Vertrauens- tommission aus formalen Gründen nicht anerkennen. person gewählt. Ihre Aufgabe ist es, in Berlin die allgemeine Er wäre durch diesen Beschluß zum Parteigenossen zweiter Klasse Agitation für die proletarische Frauenbewegung zu entfalten und degradirt und hätte infolge dessen auch seine Vertrauensämter, die Korrespondenz mit den Vertreterinnen derselben in den die er in der Partei habe, niederzulegen. Er fühle sich unProvinzen zu führen. Die Genossinnen uh, Haase, schuldig und halte sich für einen ehrlichen Parteigenossen, deshalb Fiedler, Aller und Leuschner wurden damit betraut, beantrage er, ein Schiedsgericht einzusehen zwecks Untersuchung dieser den Nachlaß des polizeilich geschlossenen Frauen- und Mädchen Angelegenheit. Die Debatte drehte sich nun hauptsächlich um die Bildungsvereins nach§ 12 des Statuts Vereinen mit Frage, ob die Wahl eines Schiedsgerichts nothwendig sei, oder gleichen Bielen zu überweisen, nachdem alle Forderungen an ob die Angelegenheit sofort erledigt werden könne. Man entschied Den Verein beglichen sind. Die Mittheilung, daß Liebknecht ver- fich für das erstere, da die Parteigenossen die Gründe, die zu heilt worden sei, wurde von der Versammlung mit Aeuße- Rogge's Entlassung geführt haben, fennen lernen müßten, ingen lebhaften Unwillens entgegengenommen. um beurtheilen zu fönnen, ob man Rogge nicht aus Fünfter Wahlkreis. Jm alten Schüßenhauſe tagte am aus der Partei ausschließen der Agitationskommission, der er angehöre, oder gar müsse. 14. D. M. eine öffentliche Parteiversammlung, um über den Be Debatte stellte Redakteur Bosch fest, daß die Preßkommission Am Schluß der richt des Delegirten vom Breslauer Parteitag zu diskutiren. AIS erster Redner nahm Lissauer das Wort. in zwei sechsstündigen Sizungen das gegen Rogge vorliegende Er erklärte sich mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden. Belastungsmaterial forgfältig geprüft hat und einstimmig der Nur hätte er gewünscht, daß die Abschaffung der Akkord- Erklärung der Redaktion beigetreten ist, daß Rogge nicht mehr arbeit in Parteibruckereien beschlossen worden wäre; den Wider am Vorwärts" beschäftigt werden kann, weil er durch Mangel spruch der betheiligten Arbeiter gegen einen solchen Beschluß an Diskretion sich das Vertrauen verscherzt hat, das im Verkehr hielt er nicht für ernsthaft. Bei Besprechung der Agrardebatte der Redaktion mit den Berichterstattern nothwendig ist. Die meinte Redner, die Begründung der Ablehnung des Breßtommission habe Rogge seiner Ehrenämter selbstverständlich Agrarprogramms durch die Kautsky'sche Resolution nicht für verluftig erklärt, weil darüber zu befinden Sache nicht ganz zutreffend, auch hätte diese Resolution der Parteigen offen ist, die die Ehrenämter zu vergeben haben. Mißverständnissen Veranlassung gegeben. Von der Sammlung zur Untersuchung der Angelegenheit Rogge's wurde ein Schiedsagrarpolitischer Schriften versprach er sich nicht den günftigen ippmann, Reu, Gumpel, Patuscher, Schulz und gericht gewählt, bestehend aus den Genossen Drescher, Erfolg, der von manchen Seiten gehofft wird. Ferner rügte der Redner Sawicki. die unfreundliche Behandlung der Berliner Anträge auf Zu einer anderen persönlichen Sache gab Patuscher bedem Parteitage, insbesondere das Auftreten Fischer's und dessen Drohung, eventuell fannt, daß das Schiedsgericht, das den Fall Fleischer zu behandeln feine Stellung niederzulegen. Fischer solle nicht glauben, batte, entgegen einem Beschluß des Wahlvereins zu dem Urtheil daß er unerseßlich sei, oder daß gerade er die Buchhandlung des gekommen wäre, daß Fleischer nach wie vor als vertrauens Dieser Schiedsspruch Borwärts" auf ihren günstigen Stand gebracht habe. Ehrhard würdiger Genoffe zu betrachten sei. rief eine lange Debatte heftige hervor. hielt demgegenüber Fischer's Auslassungen gegen den DiätenFleischers antrag für nicht ganz unberechtigt, denn wo die Arbeiter als Vertrauenswürdigkeit wurde angezweifelt und man erhob neue Arbeitgeber aufträten, nähmen sie leicht die schlechten Ge- Beschuldigungen gegen ihn, deren Untersuchung auf Fleischer's wohnheiten der Kapitalisten an, indem sie sich Lohndrückerei und Antrag dem Schiedsgericht übertragen wurde. Als im Laufe dergleichen zu schulden kommen ließen; dagegen wäre Fischer erhob, sie wären schon vor Eintritt in die Untersuchung mit der Debatte Lissauer gegen die Schiedsrichter den Vorwurf mit recht aufgetreten. Sippmann stimmte dem Vor9 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. ihrem Urtheil fertig gewesen, entstand eine derartige Unruhe, redner zu und drückte feine Genugthnung darüber aus, daß der fünfte Wahlkreis seinerzeit den Diäten- daß der Vorsitzende, außer stande, die parlamentarische Ordnung antrag abgelehnt hat. Die Berliner Parteigenoffen hätten wieder herzustellen, die Versammlung schloß. es sich zum theil selbst zuzuschreiben, wenn ihnen gegen: nr. 29) Filiale 4 Berlin. Sonnabend, den 16. November, abends 8½ Uhr, Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. S. über eine gewisse Animosität herrsche. Fischers Pochen Mitglieder- Bersammlung bei Gorn, Kleine Markusstr. 10. auf die Unersetzlichkeit seiner Person sei indessen nicht zu billigen. Raffenbericht. Tagesordnung: National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. fei zu " Sonntag, den 17. November 1895, nachmittage 2 Uhr: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk: Zum letzten Male: Ein Volksfeind. M Weiche Herrenhüte 1,25 M. Steife Herrenhüte 1,25 m. verkauft das Fabrikcomtoir, Müller 32492 Straße 120, 1 Tr. Hohenzollern- Mäntel 53/ 1* und Winter- Joppen. Wollfutter, Mufftaschen, von einer Lieferung zurückgeblieben, Hälfte Kostenpreis. Woite II, Weinstraße 22 bet Steuer. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein 3. Männer 2. Lehr1 Vereinigung der Zurnfreunde turnt Mittwochs und Sonnabends ich te( Mitgl. d. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer Abtheilung Friedenfir. 37, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. Abtht. Boechftr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. Tings- Abth. Staligerfir. 55-56, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. von 8-10% Uhr abends Turnhalle Demminerfir. 56-57- Freie Turner= - Gemischter schaft Rigdorf- Bris, E. 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Sonntag, den 17. November, vormittags 102 Uhr, im Lokale des Herrn Rehlitz, Bergstraße 12: Branchen- Versammlung der Bürstenmacher. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen von Pfennig, Markgrafenstraße; Littmann, Lindenstraße; Pfeifer, Hoflieferant, Friedrichstraße; Endmann, Bernauerstraße; Kraus, Joachimstraße und Paul, Anklamerstraße, ersuchen wir besonders vollzählig und bestimmt in der Versammlung zu erscheinen. Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, in Bernh. Rabe's Salon, Kolbergerstraße 23: Achtung! Achtung! Achtung! MusikinstrumentenArbeiter! olli Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr: Bezirks- Verſammlung für Wedding und Gefunden. Große öffentliche Versammlung 1. Vortrag des Genossen Kiesel über: Die Presse und ihre Bedeutung für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Werkstellen eingeladen: Seeger, Stettinerstr. 54; Gaede, Liebenwalderstr. 45; Pinschke, Adolfstr. 12; Artus, Wildenowftr. 5; Damm, Gerichtstr. 72: Jakob, Gerichtstr. 72; Rejewske, Badftr. 66; Wilse& Co., Reinickendorferstr. 55; Risop, Liesenstr. 11 a; ThülWertstellen sowie sämmtliche Möbel- und Modelltischler dieser Bezirke find in Nond's Festfälen, Brunnen- Straße Nr. 16 ( Nähe Rosenthaler Thor). Tagesordnung: 1. Wachen oder schlafen die Kollegen des Nordens? mann, Biesenthalerstr. 9; Lüdke, Chauffeeſtr. 52. Die Kollegen oben genannter 2. Wie stellen sich die Kollegen der Mechanikfabrik von Lange, Blumenstraße, zu der ganz besonders hierzu eingeladen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. stattgefundenen Lohnreduktion? 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt. Besonders eingeladen sind die Kollegen der Mechanikfabrik von Lange, BlumenMoning, den 18. November, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn straße, und sämmtliche in dieser Branche arbeitenden Kollegen. Es ist Pflicht aller Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Im übrigen verweisen wir auf ,, Gewerkschaftliches" in der heutigen Nummer. 78/19 Mörschel, Schönhauser Allee 28: Derfrauensmänner- Dersammlung. Tagesordnung: Besprechung von Werkstattangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Maurer. 142/12 3. Fischer, Vertrauensmann. General- Versammlung Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. der Bertreter für die MitBerlins und Umgegend. 138/8 Zentralverband deutscher Maurer ieder der Drts- Strankenkasse Sonntag, 17. Nov, nahm. 5 Uhr, in der Oranienſtr. 51( am Morigplah): Filiale I Berlin. Mitglieder- Versammlung 136/7 am Sonntag, 17. Nov., vorm. 10½ 1hr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 21-22. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Achtung! Lederarbeiter. Sonntag, 17. Nov., vormitt. 10 Uhr, bei Herrn Ulih, Badstr. 19: 107/14. Oeffentliche Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäft. Arbeiter( als Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufsgenossen. Lagesordnung: Die Lohnreduktion in der Meyer'schen Lederfabrik, Prinzen- Allee 54-56. Der Vertrauensmann. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 18. November, abends 8½ Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Oranienhallen, Oranienstraße Nr. 51. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Fritz Zubeil. 2. Diskussion. = der Gelbgiesser Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Ingenieur Reidel über: am Sonntag, den 24. November, Heizung und Lüftung der Fabrikräume. 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer vormittags 10 hr, Der Vorstand. im Saale des Herrn Scheffer, 10 2 Mitglieder. wozu die Vertreter der Arbeitnehmer Achtung! Brauerei- Arbeiter. Achtung! hiermit eingeladen sind. Tages- Ordnung: 1328b Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, 1. Neuwahl des Vorstandes und des im Saale des Herrn Haase( Königsbank), Gr. Frankfurterstr. 117: Ausschusses. 2. Statutenänderung§ 37 Abs. 1 und§ 39. 3. Verschiedenes. Berlin, den 15. November 1895. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung = Orts Krankenkasse der Kupferschmiede. General- Versammlung am Sonnabend, 23. Nov., abds. 81/ 2Uhr, inBrüning's Salon, Rosenthalerstr.11/ 12 Tages Ordnung: Siehe übersandte Einladung des Vorstandes.. 1329b Von der Reise zurückgekehrt. Dr. med. Alfred Friedlaender. W. Potsdamerstr. 76 1. Rummelsburg. 3. Bericht über die Streiks. 4. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Großes Konzert und Vorträge Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. NB. Die Kollegen werden ersucht, schleunigst mit den Stiftungsfest- Billets abzurechnen. Verband der Möbelpolirer. 142/15 Montag, den 18. November 1895, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreas- Straße Nr. 26: KS Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen J. Türk über:" Das Buch der Freiheit" mit Recitationen. 2. Diskussion. 3. Verlefung der Werkstellen, welche keine Fragebogen abgeliefert haben. 4. Verschiedenes. 146/6 Die Kollegen werden hiermit zum letzten Male aufgefordert, die Fragebogen heute Abend in den Zahlstellen oder bei H. Schulz, Memelerstraße 60a, abzuliefern. Der Vorstand. unter der Direktion des Herrn Strzelewicz und unter Mitwirkung der Gesellschaft ,, Vorwärts", Berlin am Sonntag, den 17. November. Anfang 5 Uhr. Ende?? wozu ergebenft cinladet 37252 W. Vowinkel. Für nur aller in den Brauereibetrieben beschäftigten Arbeitnehmer, wie: Brauer, Böttcher, Maschinisten, Heizer, Fahrer, Stallleute u. s. w. Tagesordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Brauereien. 3. Verschiedenes. 41/9 Der Einberufer. Steinseher und Berufsgenossen. Sonntag, den 17. Novbr., vorm. 10 Uhr, in ,, Cohn's Fest- Sälen", Beuth- Strasse 21, 1 Tr.: 50 Große öffentliche Versammlung. 1. Vortrag. Tages Ordnung: 2. Diskussion. 3. Bericht der am 27. Oktober gewählten Kommission. 4. Bericht des Vertrauensmannes und der Revisoren. 5. Neuwahl des Vertrauensmannes. Zur Deckung der Unkosten Tellerfammlung. 6. Verschiedenes. Entgegnung. " Der Einberufer. 1315b Auf die in Nr. 268 des Vorwärts" von Herrn Gastwirth Mauff, Naunynstr. 65, gegen mich erhobene Beschuldigung erkläre ich folgendes: Es ist absolut unrichtig, wenn Herr Mauff mich für den angeblich vorgekommenen Fehler der Liftenführung allein verantwortlich zu machen versucht, da außer meiner Person noch drei weitere Genossen mit dem Führen der Kontrollblocks vertraut waren, namentlich da ja auch nach eigener Aussage des Herrn Mauff derselbe Fehler in der Liste der freisinnigen Wähler vor Im Weiteren hat es mir, was Herr Mauff in seiner Erklärung durchblicken läßt, selbstverständlich fern gelegen, Herrn Mauff irgendwie geschäftlich schädigen zu wollen. Mag Herr M auff sich in der Folge an die versende ich gegen richtige Schmiede wenden, das Wahlkomitee, und nicht einem anderen derartige Nachnahme meine schmutzige Handlungen ohne Grund unterschieben. Ein solches Thun halte gut abgestimmten, ich eines Sazialdemokraten für unwürdig. 5 Mark, handen. mit Glocke 1 Mark extra, als die besten anerkannten ConcertZug- Harmonikas, 35 cm hoch, mit 10 Tasten, 2 Registern, 2 Bässen, 40 Stimmen, 3 Bälgen mit Eckenbeschlägen und offener Nickelklaviatur, Fachverein der Holz- und Bretterträger one, Bubaltern, 75 NickelBerlins und Umgegend. Sonntag, den 17. November, vormittags 10% Uhr, im Lokale des deshalb starte, orgelartige Musit. Herrn Kraatz, Schönleinstraße 6: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Stimmen faft unzerbrechlich. Schule umſonſt. Verpackung frei, Porto 80 Pf. Garantie: Zurücknahme, wenn meine Instrumente nicht gut ausfallen. Taufende Nachbestellungen. Preisliste gratis. 37162* Kollege Auguft Schmidt I wird hiermit er- Herm. Severing, sucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Verband der in Buchbindereien, 84/6. Neuenrade In der Garantie, die ich leiste, liegt die beste Bürgschaft für die Lieferung eines guten Instruments, nicht in marktschreierischen Annoncen. Achtung! Reinhold Streit, Gastwirth, Naunynftr. 86. Achtung! Aktien- Brauerei Friedrichshain ( vorm. Lips, Am Königsthor). Sonnabend, den 16. November: Gründungs- Feft Des Arbeiter- Raucherbundes Berlins u. Umg. verbunden mit Konzert, Gesangs- Aufführungen, deklamatorischen Vorträgen, sowie sonstigen Neberraschungen. Hierauf: Grosser Festball. der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Induſtrie beschäft. Th. Boltz' Festsäle, ausgeführt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 18. November 1895, abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße 75: Mitgliedschafts- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Echriftstellers Heinrich Schulz über: Deutsche Zustände zur Zeit der französischen Revolution." 2. Mitgliedschaftsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Heute, Sonnabend, den 16. November 1895, im Lonisenstädtischen Klubhaus, Annenstraße 16: Gemüthlicher Abend unter Mitwirkung des T Das Konzert wird von einer 20 Mann starten Kapelle der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker unter gütiger Mitwirkung des Klinkmiller'schen Doppel- Quartetts zu Weißenfee( Mitgl. d. A.-S.-B.) 1232b S., Alte Jakob Strasse 75. Anfang des Konzerts präz. 81/2 Uhr. Ende? Amt I, 1082. Programme im Vorverkauf 25 Pf., an der Kaffe 30 Vf. Empfehle meine Säle zur Abhaltung Herren, die am Zanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Programme von Festlichkeiten und Versammlungen find zu haben in den mit Plakaten belegten Geschäften u. sämmtlichen Komiteezu toulantesten Bedingungen. Das Komitee. Mitgliedern. Hierzu ladet ergebenst ein 3613L* Rixdorf. Scute, den 16. November 1895, in den ,, Vittoria- Sälen", Hermannstraße Nr. 48-50: 24/7 des Buchbinder Männer- Chors( M. d. A.-S.-B.) Eintritt inkl. Tanz 20 Pf. Gäste willkommen. Anfang 8 hr. Das Comité. Carl Tacke, Annenstr. 42-43, ( City- Passage). V. Stiftungs- Feft Sozialdemokratischen Vereins Vorwärts bestehend in Konzert und Ball unter gütiger Mitwirkung des Bither- Klubs„ Gleichheit"( Berlin) und der Theater- Gesellschaft Strzelewicz. Um 10 Uhr: Feftrede des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. Nach dem Konzert: Großer Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 82 Uhr. Entree 20 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Der Vorstand. Restauration und Destillation, gr. Frühstück- und Abendtisch. Franz. Billard. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 232/9