Morgenausgabe JIM 57 A79 45. Jahrgang Wöchentlich 70 Pfg- monaMch S,— Ä im voraus zahlbar. Postbezug 3.72 V. einschl. Bestellgeld. Auslandsaboane- ment SLO M. pro Monat. ch Der»vorwärts� erschewt wochentSg. lich zweimal. Sonntags und Montaus einmal, die Abendausgaben für Berlm und im Gondel mit dem Titel.Der Abend-. Illustrierte Beilagen.Voll und Zeit- und.Kinderfreund- Ferner .Unterhaltung und Wissen-..Frauen« stimme-.Technik- Blick in die Bücherwelt" und.Iugend-Varwärt»-. �G> VW--WMG A Berliner Vottsvlatt Sonntag 1. April 1928 Groß-Verlin15 pf. Auswärts 20 pf. fitt STonparttBfjffl» M Psennlg TieNamezeil» 5.— Sleld)». mort.»letne«njtiflen" da, lettge- d ruckte Won SS Plenniz tzulösstg zwei ieUaedruckte Wone>.>ede- weite» WoN 12 Pl-nmp Stellengeluch« da»«rlt« Wort li Piennig. ledc» weitere WoN IL Pfennig Worte übet 15 Buchstoben »ihlen tüt jwe, Won, BrbcitsmacH Zelle 60 Piennig Fomilionzeigen für Abonnenten Zeile 40 Plennig Anzeigen« annahm, im kioupigelchösi Lindei» Kraßell. wocheniägl von 8t/, dl» t? Übe. Jentvalorsan der Sozialdemokratischen Vaviei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprcchrr: Tönhosl 292—297 lelegramm-Adr.: ßojtolbemofral Berlw Vorwaris-Verlag G. m. b. H. Postscheckkonto: verlin Z7KZS.— Bankkonto: Bank der Arbeiter. Angestellten und Beamte» Wallstr. Kö Tiskonto-Gelellschaft. Deposttenkast« Lindcnstr Z Nach der Auflösung. Wahlkampf gegen den Bürgerblock.— Gruß dem Berliner Bezirksparteitag; Der dritte Reichstag der Republik ist aufgelöst. Eine nationalen unter der Führung des Grafen Westarp kräftig einstimmten. Hoch flogen die Arme der Deutschnationalen— die deutsche Republikl Der kommende Wahltampf geht nicht um Monarchie oder Republik. Er gilt dem deutschen Volke, sein-r Wohlfahrt und seinem Aufstieg, er gilt der deutschen Republik, ihrem Ausbau und ihrem Inhalt. Dieser Reichstag war das Parlament der unvollendeten Entscheidung. Mächtig und gestärkt kehrte nach dem Rück- schlag der Inflationswahlen vom Mai 1924 die Sozialdemo- krotie nach den Dezemberwahlen in den Reichstag zurück— aber, nicht stark genug, um bei den Entscheidungen über die Zusammensetzung der Reichsregierung, über den Einfluß des Staates über die Wirtschaft ihren Einfluß führend gellend machen zu können. Das Ergebnis der Wahl vom 7. Dezember 1924: Sozialdemokraten.. 7 880 058 Stimmen 131 Mandate Deutschnationale... 6 704 265, III„ Zentrum..... 4 118 190, 69. Deutsche Volkspartei 3 048 138. 51. Kommunisten.... 2 708176. 45» Demokraten... 1 917 485. 32„ Bayerische Dolkspartel 1 132 063„ 19, Wirtschaftspartei,. 1 268 566. 21, Nationalsozialisten.. 908 087. 14 Die Sozialdemokratie ging als Gewinnerin aus dem Wahlkampf hervor— sticht als Siegerin. Nach den Wahlen wurde die Regierung Luther mit Einschluß der Deutschnationalen gebildet. Nach dem Abschluß des Locarnovertrages im Sommer 1925 sprengten die Deutsch- nationalen die Regierung, Ende 1925 trat die Minder- heitsregierung Luther an die Stelle des ersten Bürgerblocks. Luther stürzte im Mai 1926 über die Flaggen- Verordnung, die Regierung Luther wurde von der M i n d e r- heitsregierung Marx abgelöst. Ende 1926 sprengte der Führer der Voltspartei Dr. S ch o l z die Verhandlungen. die mit dem Ziele geführt wurden, fortan Beziehungen zwischen der Sozialdemokratie und der Reichsregierung her- zustellen. Das Kabinett Marx fiel, an seine Stelle trat der B ü r g e r b l o ck. Ihn zu stürzen ist das politische Ziel dieses Wahikampfes. » Reichstag der unvollendeten Entscheidung— das gilt vor allem für die Außenpolitik. Die Verständigungspolitik schritt vorwärts bis zum Sommer 1925— Locarno und Thoiry. Dann begann die Stagnation. Wirtschaftspolitik: Die wirtschaftliche Verständigung der Völker, der Abbau der Zollgrenzen war das Ziel, das auf der Wirtschaftskonferenz ausgestellt wurde. Reichstag und Re- gierung haben sich zu diesem Ziele bekannt. In der Praxis aber hat die bürgerliche Mehrheit dieses Reichstages die Zoll- mauern erhöht, das Schutzzollsystem ausgebaut, die Preise auf den inneren Markt in die Höhe getrieben. Finanzpolitik: die Belastung der Volksmassen durch Steuern und Zölle ist gestiegen. Die Wirtschaftskonjunktur hat die Steuereingänge erhöht. Trotzdem ist der Reichsetat nicht so geordnet worden, daß im kommenden Reparations- jähr klare Verhältn:sse zu erwarten sind. Die Regierung des Bürgerblocks hat nichts getan, um vorausschauend die Ver- Hältnisse zu ordnen, sie hinterläßt ein Defizit von mehreren hundert Millionen für das kommende Etatsjahr, dessen Deckung eine schwere Vorbelastung für jede kommende Re- gierung darstellt. Unvollendete Entscheidung auch hierl Reichswehr: Bis in die letzten Tage hinein ist das System der Verdunkelung, der Politik auf eigene Faust, der Aus- schaltung von parlamentarischer Kritik und parlamentarischem Einfluß aufrechterhalten worden— bis der Phoebus-Skandal den Rücktritt Geßlers, den Zusammenbruch des Systems der Eigenwilligkeiten und der Verdunkelung Herbeiführte. Die Entscheidung darüber aber, ob es gelingt, aus der Reichswehr ein verläßliches Instrument der Republik zu machen, fällt erst in der Zukunft. Soweit Entscheidungen gefallen sind, richten sie sich gegen die Arbeiterschaft. Regierungsbildung mit der Spitze gegen die Sozialdemokratie! Verweigerung brennender sozial- politischer Forderungen: Achtstundentag! Erhöhung der Lebensmittelzölle— Verteuerung der Lebcnskosten! Abbau des Mieterschutzes, Erhöhung der Mieten! Herrschaft des Bürgelblocks— das war der Anlvruch, die soziale Herr- ichast der herr.chenden Klassen der Vorkriegszeit über das! demjche Volt zu erneuern. Mü den Ardeitern hpben die j breiten Massen des Volkes, die Rentner, die Opfer des Krieges und der Inflation, die drückende Faust der bürgerlichen Herr- schuft empfunden. Vom De�mber 1924 bis zum März 1928 haben sich in Deutschland tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Wand- lungen vollzogen. Als der neugewählte Reichstag zusammen- trat, vollzog sich das Geschick an den in der Inflation groß gewordenen, nach der Stabilisierung durch Kredite künstlich aufgeblähten Konzernen. Der Zusammenbruch des Stinnes- Konzerns leitete die Periode der Rationalisierung ein. Die Arbeiterschaft hat in dieser Periode schwere Opfer gebracht: Massenarbeitslosigkeit, lange Arbeitszeit, Lohndruck, hohe Preise. Sie hat die Rationalisierung getragen und aus ihrer Substanz bezahlt. Der Arbeiterschaft die Lasten— dem Unternehmertum der Konjunkturgewinn! Diese Verteilung von Lasten und Gewinnen, von Opfer und Genuß staatlich zu sichern und zu stabilisieren— das war der tiefere SinnderMehrheitsbildungindiesemReichs- t a g und der Wirksamkeit der Regierungen, die er erlebt hat. « Run gilt es, eine vollendete Entscheidung zu treffenl Die Stellung der Sozialdemokratie im kommenden Reichstag muß so stark werden, daß eine Regierung des Bürgerblocks unmöglich wirdl Der Versuch, die soziale Herrschaft des Großkapitals und des Großgrundbesitzes über das deutsche Volk zu erneuern, hat leidenschaftlichen Abwehrwillen hervorgerufen. Sturz des Bürgerblocks— das bedeutet, daß die Bahn frei wird für eine gerechtere Regelung der durch Rationalisierung und Konjunktur auf Grund der Opfer der Arbeiterschaft ge- schaffenen Verhältnisse. Die Durchdringung von Staat und Wirtschaft wächst— eben erst ist sie durch das Notprogramm intensiver gestaltet worden. Will die Arbeiterschaft diese Entwicklung entscheidend beeinflussen, so muß sie um die Regierungsmacht, um den Staat kämpfen. Macht im Parlament— das bedeutet Einfluß auf Lohn und Preis und Arbeitszeit vom Staate her, bedeutet Einfluß auf die Wirtschaftspolitik, bedeutet Einfluß auf die Per- teilung der Lasten im kommenden Reparationsjahrl Und mehr: Macht der Arbeiterpartei im Parlament ist die Schranke gegen jeden Versuch, der Republik plutokratischen Inhalt zu geben, die Arbeiterschaft auszuschließen von der staatlichen Beeinflussung der Wirtschaft, die politische und soziale Herrschaft der Borkriegszeit zu erneuern. Dieser Reichstag war das Parlament der bürgerlichen Herrschaft— der kommende Reichstag muß das Par- lament des ooranfchreitenden und formenden Machtwillens der Arbeiterschaft seinl Die Zeichen der kommenden Wahlentscheidung sind günstig. Die Sozialdemokratie hat das Vertrauen weiter Volkskreise. Die Parteien der bürgerlichen Regierung gehen schwer belastet aus dieser Gesetzgebungsperiode hervor. Die Forderungen der Sozialdemokratie sind sachlich, einleuchtend, und— gerecht I Hier die Gestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland nach der Rationalisierung in der Konjunktur— dort die Hemmung des Aufstiegs und des gc- rechten Anteils der breiten Volksmassen durch die Regierung des Besitzes! Hier die klaren Richtungspunkte des staatlichen und internationalen Aufbauwillens, die die Sozialdemokratie seit der Revolution herausgearbeitet hat— dort die Stagnation auf allen Gebieten unter der Herrschaft der bürger- lichen Regierungen. Die Dinge selbst sind für uns. Die Wahlentscheidungen der letzten Monate, das Wachsen unserer Organisationen verheißen Sieg. Sein Aus- maß vorhersagen zu wollen, wäre vermessen. Rund drei Millionen Wähler gehen bei dieser Wahl zum ersten- mal zur Wahlurne. Wird die junge Generation ein Bürge des sozialen und demokratischen Fortschritts, der Aus- breitung sozialdemokratischen Willens und Denkens sein? Wird das Wachsen des Klassenbewußtseins und des Willens zur Gleichberechtigung bei den Arbeitern im Lager der bürgerlichen Parteien oder bei dieser Wahl in der Zahl der sozialdemokratischen Stimmen zum Ausdruck kommen? Wir wollen es! Wir führen den Wahlkamps, um die Köpfe und die Herzen für uns zu gewinnen, die jui'gen wie die alten! Wir führen ihn nicht wie die Bankrotteure der Bürgerblockpolitik und der Deutschnationalen, die Hetze und Terror vorbereiten. Wir führen ihn im Zeichen der E"- r e ch t i g k e i t. Vier Jahre deutscher Geschichte liegen hinter uns. Sie waren schwer und hart für die Arbeiterschaft, Jahre der Opfer und des Ausharrens. Gebt der Sozialdemokratie Macht, damit die nächsten vier Jahre zu Jahren des Fortschreitens und des Aufbauens in ihrem Geiste werden! ist Sa tritt der B e z i r t s p a r t e i t a g des fozialdemo- kratischen Bezirksverbandes Berlin heute zu bedeutungs- voller Stunde zusammen. Seine Aufgabe wird es fein, die bewährte Schlagkraft unserer Berliner Parteiorganisation für den kommenden Kampf zu sichern und zu steigern. Auch in Berlin wie im übrigen Reiche wird es gelingen, die Massen proletarischer und halbproletarischer Existenzen, die bisher ihre Hoffnungen auf bürgerliche Parteien gesetzt haben, in das Lager der kämpfenden Arbeiterschaft herüber- zuholen, gleichzeitig aber auch die infame Schädigung der .Arbeitersache abzuwehren, die von kommunistischer Seite betrieben wird und die in der sonst so ruhmreichen Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung das trübste Kapitel bildet. Möge der Bezirksparteitag gute Vorarbeit leisten für einen glänzenden Sieg der Sozialdemokratie im roten Berlin. Mussolini gegen den Papst. Kaiholische Zugendorganisation aufgelöst.- Bruch des Faschismus mit der Kirche. Der italienische Ministerrat hat, auf Vorschlag Mussolinis, die Auflösung jeder Jugendorganisation verordnet. Nur die faschistische Jugendorganisation, die Balilla, ist erlaubt. Ver- boten ist sonst jede Organisation, die sich die Förderung der Vor- bildung auf einen Beruf oder der körperlichen, sittlichen oder geistigen Erziehung der Jugend zur Aufgabe macht. Die Verord- nung ist binnen Monatsfrist durchzuführen. Sie richtet sich gegen die katholischen Jugendorganisationen, den einzigen, denen bisher neben der Balilla das Dasein in Italien erlaubt war. Der Faschismus hat vielerlei für die katholische Kirche getan. Hatte er den.Liberalen" Staat des Parlamentarismus vernichtet, so mußte ihm daran gelegen sein, auch die antitirchliche Erbschaft des Liberalismus zu zerstören. So wurde der Religionsunterricht in den Schulen wieder eingeführt, Kurzifixe und andere Embleme des katholischen Glauben» durften in den Schulen angebracht werden, der Faschismus tat aus Haß gegen den nationalen Liberalisus alles mögliche, um sich beim Vatikan Liebtind zu machen. Zugleich konnte ihm wohl daran liegen, durch eine Vereinbarung mit der Kirche den seit der Eroberung Roms vor 58 Jahren bestehenden Konflikt aus der Welt zu schaffen und sich damit den Beifall und die Weihe des Katholizismus zu verschass«». Im Vatikan kam eine Richtung diesem Bestreben entgegen. In der letzten Zeit wurde vorsichtig, aber doch öffentlich sogar über die Wiederherstellung eines kleinen Kirchenstaates diskutiert. Doch setzte sich die andere Richtung durch, die jedes Paktieren mit dem Teufelswerk des Faschismus ablehnte. Je mehr Mussolini der Kirche entgegenkam, um so mehr äußerte sie die An- sprüche. Kürzlich beklagte sich die Geistlichkeit in Südtirol, daß sie verhindert werde, ihren Gläubigen in ihrer deutschen Muttersprache den Glauben an Gott und die Heiligen zu lehren. Der Papst pro- testierte öffentlich gegen diese Vergewaltigung des christlichen Ge- wissen». Das traf den Faschismus an seinem empfindlichsten Nerv, an dem Anspruch, die Erziehung der Jugend kraft seiner staatlichen Allmacht zu monopolisieren. Der Faschismus holte zum Gegen- schlag aus: di« Vernichtung der katholischen Jugendorganisationen ist seine Antwort. Diese Maßregel ist eine der schwersten, die der italienische Staat je gegen die Kirche unternommen hat. Mussolini, wider Willen vielleicht, setzt den Kampf des Liberalismus gegen die Kirche fort; aber nicht um der Freiheit, sondern um der Unterdrückuikg willen. Man wird aus die Rückwirkung dieses Kampfes auf di« deutschen Katholiken gejpannt sein dürfen. Oas Hoch aus die Republik. Die deutfchnationale presse ist heiser. Der Reichstagspräsident Lobe hat gestern die letzte Sitzung de» oufgelöstcn Reichstags mit einem Hoch auf das deutsche Volk und die deutsche Republik geschlossen. Er hat damit nicht mehr getan als das Selbstverständliche. Das Hoch des Präsidenten hat im Hause ebenso selbstverständlicherweise kräftigen Widerhall ge- sunden, und es sei gern festgestellt, daß sich auch die Deutschnatio- nalcn taktvoll genug zeigten, dem Zwang der Situation Rechnung zu trogen. Daß einige von ihnen sich nicht darauf beschränkten, sich stumm zu erheben, vielmehr in die Hochrufe miteinstimmten, darf gleichfalls festgestellt werden. Namen wollen wir nicht nennen, um den betreffenden Herren bei ihrer Wiederausstellung zum Reichstag keine Ungelegenheiten zu bereiten. Soweit wäre alles in Ordnung— aber was wt die deutsch- nntionole Presse? Sie teilt ihren Lesern, übereinstimmend und wie auf höheren Austrag, mit, daß Lobe seine Rede mit einem Hoch auf das deutsche Volk geschlossen habe: daß auch die deutsche Republik in diese Huldigung miteingeschlossen war, dürfen die Leser nicht erfahren. Und warum nicht? Das läßt sich leicht erroten. Die Geschichte hat endgültig für die Republik«nt schieden, der Monarchismus ist tot— aber die Deutschnationalen sind eine inanarchistifche Partei! Würden die Leser der deutsch- nationalen Presse erfahren, in welchem Maß« sich selbst die deutsch- nationalen Abgeordneten dem Zwang geschichllich gewordener Tatsachen beugen müssen, so könnten sie vielleicht Ueberlegungen dar- über anstellen, welchen Sinn das Weiterleben einer Partei hat, die an ihre versunkenen„Ideale" selber nicht mehr glaubt. Den deutsch- nationalen Wählern muß der Glaube an die Monarchie erhalten bleiben, darum dürfen sie nicht erfahren, daß sich die deutschnatio- iralen Abgeordneten zu einen. Hoch auf die Republik erhoben haben. Seltsam war das Verhalten einiger Kommunisten, die«in kreischendes„Nieder!" ausbrachten und dann nach vollbrachter Heldentat eiligst davonliefen, als ob die Polizei ihnen auf den Fersen wäre. Das deutsche Volk— nieder? Die deutsche Republik nieder? Das ist doch eine sehr komische Art für eine Partei, in die Wahlen zu gehen! Es wäre zwecklos, Betrachtungen darüber anzustellen, was sich die Leutchen dabei gedacht hohen. Offenbor gar nichts. Oeuischnaiionate Arbeiierführer. Schon wieder eine gelbe Skandolaffäre. Die deutschnationalen Landtagsabgevrdneten Schmidt und Wiedemann, die„Führer" der deutschnationalen Arbeiter- bcwegung, sind durch den Zwist, der zur Spaltung des gelben Werkoerbondes führte, auf dos schwerst« bloßgestellt. Sie werfen sich gegenseitig Korruption und Amtsmißbrauch zum Schaden der Arbeiter vor. Beim gelben Landarb citerb und sieht es nicht besser aus.„Die deutsche Handelswacht", das Organ des Deutschnotionalen Hindlungsgehilsenverboitdes, und„Die Rundschau", Organ des Zen- trolverbondes der Landarbeiter, werfen dem Führer des Bundes, dem deutschnotionalen Reichstogsabgeordneten Johannes Wolf, wir. geheimes Material seines früheren christlich- nationalen Der- bandes an Feinde der Bewegung verkaust und Schmier» gelder genommen zu haben. Da Wolf die Behauptungen nicht widerlegen konnte, sah sich die Dentschnatianale Partei genötigt, stch mit dem Fall zu beschäftigen. Das christliche GeWerk- schoftsorgan„Der Deutsche" berichtet darüber: Wie wir wissen, hat das Ehrengericht der Deutsch- nationalen Partei ssch mit dem Fall Wolf beschäftigt. Bei dem ehrengerichtlichen Verfahren soll Wolf, wie bestimmt»er- unitet. außerordentlich schlecht abgeschnitten haben, so daß sogar seine Entsernuna aus der Fraktion norgrick, lagen morden fein soll. Troßdem ist Wolf heute noch Froktionsmilgsted. Wir fragen hiermit äffenstich: Wie hat der Spruch des Ehrengerichts gegen den Abgeord- neten Wolf-Siettin geloutet? Gedenkt die Deutschnationole Partei trotz der schwerwiegenden Vorgänge allen Ernstes, Herrn Wolf wieder zum Reichstagsmandot zu vcrhelsca? Da» ist dieselbe Frage, die im Fall Wiedemonn-Schimdt die Angestellten des Rcichsoevbandes vaterländischer Arbeiterverein« in .ihrer Zuschrift an den„Vorwärts" ausgeworfen haben. Sie ist müßig. Zluch wenn an die Stelle der Schmidt, Wiedemann, Wolf ander«„Arbeiterführer" auf die deutschnationale Mandatsliste kom- mrn sollten, wird sich die Arbeiterpolitik der Deutsch- nationalen nicht ändern. Und daß die arbeiterfelndlich ist, bat die Regierungspolitik der Deutschnationalen in den letzten drei Jahren erschöpfend bewiesen. Bang deuischnationaler Kandidat. Oer Finanzminister der KappOstegierung. r In dem sächsischen Wahlkreis Dresden- Bautzen hat die Deutsch national« Voltspartci ihren bisherigen Vertreter im Reichstag und . Spitzenkandidaten für die Neuwahl, den Geheimrat Q u a a tz fallen lassen und beabsichtigt, an seiner Stelle den bekonnten alldeutsch» Finanzdiktator Oberfinanzrat Bang aufzustellen. Bang war als Finanzminister der Kapp-Regierung ousersehcn und ist von feinen Kreisen stets als der Mann betrachtet worden, der im Falle einer Diktatur dos Finanzwesen übernehmen sollte. Er ist in feiner Agitation ebenso radikal wie skrupellos, und was ihn außer- dem von Quoatz unterschidet, ist seine bisher wenigstens»ich be- stritten« arische Rassen reinheit, während die Deutsch- nationalen bei Quaatz zu ihren, bitteren Schmerz erfahren knußten, daß. wenn auch verdünnt, jüdisches Blut in seinen Adern fließt. Die Kandidatur Bang ist ein Symptom dasür, daß die Deutsch nationalen nicht mehr auf eine Wiederkehr des Bürgerblocts im kommenden Reichstag rechnen, ein erster Akt des Wiederauflebens der demagogischen„nationalen Opposstien". Die Knechtung Litauens. lleberfüllte Gefängnisse. Bezeichnend für das Unterdrückungssystem in Litauen ist die Ueberfüllung der Gefängnisse. Das Zuchthaus in Kowno, für die Unierbringung von 600 Gefangenen berechnet, muß 1430 beherbergen. In de» ehemaligen Einzelzellen liegen 3 bis 4. . ja in manchen Fällen noch mehr Gefangene. Go geht es nicht, Herr Schiele! Wie sich der Landbundminister die Durchführung des Notprogramms denkt! Die lUaussch-polnifchen Verhandlungen in königsverz. denen der stellvertretende Obcrpräsident Gedeihen wünschte, hoben bisher zu/ gegenseitigen Zustellung von Entwürfen für Abkommen gciührt. Woldemars läßt sich aus" Kowno telegraphisch mahnen, hart zu bleiben. Der Litauer beschwert sich, daß die Polen über die Recht- Mäßigkeit ihres Wilna-Lesitzes nicht mit{ich reden lassen, Die Deutschnotionalen sind von einer geradezu aufreizenden Geschäftstüchtigkeit. So nnobendmittag 12 Uhr tritt der Reichstag zusammen, um seine Auflösung zu beschließen, und Sonnabend- vormittag 10 Uhr will man schnell noch— Koffer und Platzkarte in der Hand—. im Abschiednehmen sozusagen, ein kleines, fettes Ge- schäftchen abschließen. Der Reichstag hat im Rahmen des Notprogramms für die Landwirtschaft 8 Millionen Mark zur Organisation des Absatzes von Bich und Fleisch bewilligt: für weitere 22 Millionen übernimmt das Reich die Garantie. Die Sozialdemokratie hat trotz großer Bedenken zugestimmt, um den Bauern rasch und wirksam zu helfen. Den Dank des Landbundministers erhielt sie am Sonnabend in dem Regierungsentwurf der Richtlinien für die Ver- wendung dieser Summe zugestellt, die man nicht anders als einen Ueberfall der Form nach und eine Brüskierung der Sache nach bezeichnen kann. Es heißt in diesen Richtlinien unter anderem: „Die bereitgestellten Reichsmittel und Uebernahme von Garautien des Reichs für Darlehen sollen dienen:») der Beobachtung der Organisation des Viehauftriebs und der Fleisch- zufuhr aus den großen Schlachwiehmärkten, b) der Förderung von Einrichtungen zur Verwertung und Verarbeitung von Schlachtvieh, c) der Förderung des direkten Wsatzes von Schlacht- oieh und Fleisch zwischen Vereinigungen der Erzeuger einerseits und Vereinigungen der Fleischer und Verbraucher andererseits, 6) der Entlastung des Inlandsmarktes durch Gewinnung neuer Absatzgebiete für Schlachtschweine sowie für frisches und zu- bereitetes Schweinesleisch, e) der Rationalisierung von Schweine- zucht und Schweinemast. Zur Durchführung der Maßnahmen wird eine Gesellschaft mit beschrankter Haftung gebildet. An der Gesellschaft sollen beteiligt werden: die Spitzenorganisationen der Landwirtschast, die Zentralstellen der Viehverwertung an den großen Schlachtmärktcn, die Schweinezüchter und-mäster, der Viehhandel, das Fleischergewcrbe, die Fleischwarenindustrie, sowie Verbroucherorganisationen. Zur Wahrnehmung des öffentlichen ■ Interesses soll ein Reichskomrniffar bei der Ge�llschaft bestellt werden.* Der„Vorwärts" hat bereits früher darauf hingewiesen, daß die Zustimmung der Sozialdemokratie vor ollem von drei Be- dingungen abhängig gemacht worden sei: I. Mitwirkung eines 28er Reichstagsausschusses, 2. keine zentrale Reichsvieh- und Fleisch- Verwertungsgesellschaft, 3. Unterstützung aller direkten Beziehungen zwischen den Genossenschaften der Verbraucher und der Erzeuger. Anders gesagt: kein landbündlerisch gefärbter Ministeriakobsolutis- mus, kein bureoukratisch getarnter Intereflenklüngel, möglichste Aus- schaltung des verteuernden Zwischenhandels. Wöhrend man den 28er Ausschuß nicht gut ablehnen konnte, hat man unsere anderen Bedingungen glatt unterschlagen. An der Spitze des Programms stehen der Herr Fleischkommissar und die Reichsfleischgesellschoft. Glaubt man etwa„die Wahrung der öffentlichen Interessen" maßgebend und unkontrolliert einer Gesellschaft von Interessenten übertragen, und— vielleicht?— Herrn Staats- sekretär Dr. Hagedorn zum Schutzpatron dieser Korporation machen zu können? Wir melden schon jetzt den schärfsten Protest der gesamten Oeffentlichkeit an. Ein Skandal aber, eine Brüskierung ist die Stellungnahme der Richtlinien gegenüber den Genossenschaften. Während im ersten Entwurf, dem Ausschuß am Freitagnachmittag zugestellt, die Genossenschaften der Berbroucher und der Erzeuger regelmäßig, und man darf sagen, bevorzugt angeführt waren, hat sich über Rocht der Wind entschieden nach rechts gedreht. Der Minister überraschte am Sonnabend den Ausschuß mit einer neuen Fassung, in der das Wort Genossenschaft peinlich gestrichen war, sieben- mal im ganzen, genau gezähll. Und das, obwohl der Text des Gesetzes auf besonderen Beschluß des Reichstages dahin abgeändert worden war, die Mittel„zur Förderung des direkten Absatzes... zwischen Genossenschaften der Erzeuger einerseits und der Ver» broucher... andererseits" bereitgestellt werden sollten. Hier liegt eine offene Gegnerschaft gegen die Genossenschaften und eine nicht minder offene Mißachtung des Reichstages vor. Begreift Herr Schiele nicht, daß er sich und sein Ministerium damit abermals und höchst überflüssig dem Verdacht aussetzt, nicht an die Förderung des Fleischabsatzes, sondern an die Förderung verkrachter Landbundgesellschasten und dunkler Untcrnehmerinteressen zu dienen? Wir glauben zu wissen, daß sowohl eine Reihe von Ländern, vor allem Preußen und Bayern, doneben aber auch die Parteien der Mitte und selbstverständlich der Linken die Londbundpolitik des Rcichsernährungsministcriums nicht hinzunehmen gewillt sind. Gewiß soll geHolsen werden. Bald geholfen werden. Genosse H i l f e r d i n g hat deshalb namens feiner Parteifreunde, entgegen einem Vorschlag des Vorsitzenden, auf beschleunigte Beratung im Ausschuß gedrängt, so daß diese, statt wie vorgeschlagen am 23. bereits am 18. April zusammentreten wird, damit die vorliegenden abschlußreifen Projekte beschleunigt durchgeführt werden können. Aber nach dem Rezept des Herrn Ministers Schiele geht es nicht. Wenn es uns um Agitation unter den Bauern zu tun wäre. könnte uns dieser neue, in seiner Tendenz bauernfeindliche Dorstoß des Landbundes nur willkommen sein. Aber uns ist darum zu wn. den Erzeugern und den Verbrauchern zu helfen. Wir lehnen des« halb diesen Vorschlag einer Sanierung fauler Geschäfte rundweg ab, Der Kontrollausschuß. Der für die Kontrolle bei Durchführung des laubrniH« schaftlichen Notprogramms«ingesetzte 33. Ausschuß des Reichstags hielt noch Schluß der Plenarsitzung noch eine kurz« Beratung ab. Er beschloß noch Rücksprache mit dem Reichsvat und im Einvernehmen mit dem Rcichsernährungsminister, die nächst« Sitzung am Mittwoch, dem 18. April, nachmittags 5� llhr. ab» zuhalten und von diesem Tage ab parall el mit dem Reichs- rat zu tagen. Der Ausschuß erwartet, daß seinen Mitgliedern das Materiol des Ministermn» bis zum 12. April zugestellt wird, Die Zahl der Wahlberechtigten. 5 Millionen Erstwähler! Di« Zahl der Wahlbeeechtigteu sür die Reichs» tagswahle» ist nur schätzungsweise zu ermitteln. Für die Dezernbcrwahlen 1024 waren 38 37S 000 Wahlberechtigte in die Wahllisten eingetragen. Für die diesjährige Reichstags- mahl wird diese Zahl schätzungsweise 41 2S0 000 Stimm- b e r e ch t i g t« umfassen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Zahl der in die Wahllisten Eingetragenen höher ist, als die auf Grund der Volkszählung ermittelte, weil die Stimmlisten nicht in der nötigen Weise sortlaufend bereinigt und z. B. durch Tod Ausgeschiedene nicht sofort gestrichen werden. So betrug die Differenz zwischen der aus Grund der Volkszählung geschätzten Zähl und der Zahl der für den Volksentscheid Juni 1026 in die Listen«mg et ragen ea Wohlberech- tigten 12 Proz. Für die jetzige Reichstagswahl wird die Za� der Wahlberechtigten auf Grund der Vctks Zählung auf 40770 000 geschätzt, da« ist mn 480 000 Stimmen niedriger, als in die Stimmlisten eingetragen sind. Di« Zahl de? Erstwähler, d. h. derjenigen Wähler, di« das«ahlfähig« Alter feit der letzten Reichstagswohl erreicht haben und zum ersten Mol« das Wahlrecht ausüben, betrug im Dezember 1S24 zirka 3 037 000; für die jetzige Reichstagswahl wird die Zahl der Erstwähler schätzungsweise 2 873 000 betragen, sie ist affo mn 162 000, dos sind 5,3 Proz., zurückgegangen. Das gescheiterie„Gtahlhelmgefeh". Everling über Amnestie. Ueber das gescheiterte Amnestiegesetz schreibt.Kamerad E v e r l i n g" in der neuesten Nummer des„S t a h l h e l m": In Nummer 12 vom 18. März 1928 war hier von dem Amnestiegesetz die Rede, von dem ich hoffte, daß es das erste deutsche Stohlhelmgesetz werden würde, das den Gedanken der Per- söhnung, aus dem Kämpsergeist geboren, zum Inhalt, und den Gedanken der Voltsgemeinschaft in kühner und großzügiger Anwendung zur Grundlage haben sollte. Die schönen Redensarten von Versöhnung und Volts- gemeinschaft kennen wir. Sie werden stets angewandt, wo diese Herren ihren Vorteil suchen. Als ein„Stahlhelm- g e s« tz" hat aber auch die sozialdemokratische Reichstags- fraktion den nationalkommunistischen Äompromißvorschlag betrachtet, und gerade darum hat sie ihn abgelehnt. Krach um Hepp. Opposition gegen die christlich« nationale Bauernpartei. Frankfurt a. AL, 31. März.(Eigenbericht.) Nach einem Bericht der„Frankfurter Zeitung" im ersten Morgenblatt vom 1. April fand in Wiesbaden kürzlich eine Be- sprechung von Vertrauensmännern der Bezirks- und Kreisbauern- schaft über die künftigen Wahlen statt. Dabei ergab sich eine starke Opposition gegen das Vorgehen von Hepp wegen Gründung der christlich- nationalen Bauernpartei. Weder die An» Hänger des Vandbundes noch des Zentrums sind geneigt, für die neue Partei zu stimmen. Hepp oersuchte zuerst den kurhessifchen Landbund zum Uebertritt in die christlich-national« Bauernpartei zu gewinnen. Das wäre gelungen, wenn der Führer des kurhessischen Landbundes Spitzenkandidat der christlich-nationalen Bauernpartei geworden wäre. Da aber 5i«rr Hepp darauf bestand, selbst an die Spitze der Liste zu kommen, zog sich der kurhessische Landbund zurück. Run- mehr muß Herr Hepp versuchen, die gesamte nassauische Bauernschaft für die Partei zu gewinnen, wobei vor allem die katholischen Bauern die Gefolgschaft versagen. Aber auch in weiten Kreisen der früheren Anhänger von Hepp beginnt man über seine Pläne mißtrauisch zu werden. Zwischen dem ersten Präsidenten des Landbundes Graf von Kalckreuth und Hepp sollen s cha rfe Auseinandersetzungen stattgefunden haben, weil ersterer die Uneinigkeit im Landbund kommen sieht. Ob Hepp sich als zweiter Präsident des Reichslandbundes wird hallen können, muß man der Zukunft überlassen. Jedenfalls hat das Vor- gehen von Hepp, sein Austrllt aus der Deutschen Volkspartei, die Proklamierung der christlich-nationalen Bauernpartei, eine solche Ver- wirrung in bäuerlichen Kreisen angerichtet, daß die Bauern nun gar nicht mehr wissen, welcher Partei sie bei den Wahlen ihr Vertrauen schenken sollen. In der oben erwähnten Versammlung kam es des- halb zu scharfen Auseinandersetzungen, und csfftHeppnichtge- lungen, ein Vertrauensvotum für siH zustande zu bringen. Die Unzufriedenheit über die finanziellen Losten, die die Bezirks- und Kreisbauernschoft den Bauern auferlegt hat und der Aerger über das große Beamtenheer des Landbundes, da» die Dauern bezahlen müssen, nehmen von Tag zu Tag immer größere Dimensionen an. Rußtands Kampf ums Äroi. i2 000 Dauern eingesperrt. Nach amtlichen Angaben befinden sich>n sowjetrussischen Ge- fängnissen mehr als 12 000 Bauern, weil sie G e t reide v o r r S t e verheimlicht oder dem staatlichen Ankauf von Getreide Wider st and gelesstet haben. Strafgericht im Oonezbecken. Die ganze kommunistische Führergarnitur de» Schach- tinski-Bezirks im Donezbeckcn ist wegen Berirmiensmizbrauch, Un- fähigkeii, Nichiverhütung von Feindseligkeiten der„Spezialisten" usw. abgesägt worden. Verdient wird sie dos heben— nu? nicht mit-der vorgeschobenen Begründung. Kein Geld für die Ostmark. Die Kritik des Reichsrats am Rechtsblock. Mz Berichterstotter für die Ausschüsse ergriff gestern im Reich«. rat Mintstertoldirettor Dr. Brecht da« Wort, um noch einmol die Bedenken gegen die Ctatsgebarung de» Reiches und der Rechtsblock- rnehrheit des Reichstages vorzutragen. Er stellte fest: Die Ansähe für die Grenzgebiete und die Uuwetterschäden. die vom Reichsrat schon außerordentlich mäßig bemessen waren, sind vom Reichstag leider wesentlich herabgeseht worden. Für d i e g a n z e Orenzevon Ostpreußen, Schleswig-Holstein, Pommern, Be- zirk Frankfurt, Grenzmark Posen-Westpreußen, Oberschlesien, Niederschlesien und die südöstlichen Grenzen Sachsens und Bayerns sind statt 20 nur 9. S M i l l i o n e n zur Versügung gestellt, für die West- grenze trotz der auch dort notwendigen großen Wegebauten— es gibt Gemeinden, die keine Fahrstraß« mehr nach Deutschland be- sitzen— statt 6 nur 2,5 Millionen, für die Unwetterschäden namentlich in Pommern. Brandenburg und Mecklenburg statt 3,5 nur 3 Millionen, und diese einschließlich der Schäden der Donauüber- schwemmungen. Darüber, daß gerade bei diesen wichtigen Positionen so große Abstriche gemacht wurden, während die Streichungsvor- schlüge des Reichsrats' abgelehnt waren, haben in den Reichstags- ousschüssen lebhafte Erörterungen stattgefunden: ein Bermittlungs- Vorschlag des Reichsrats, die Summen um 3 Millionen zu erhöhen, die aus den Streichungsvorschlägen des Reichsrats entnommen würden, wurde nicht angenommen. Die Reichsratsausschüsse schlagen zum Hanshalt für IS28 folgende Entschließung vor: Nachdem die Beratungen des Reichstags zur allgemeinen Finanzverwaltung die Auffassung des Reichsrats bestätigt haben, daß nach den bisher zu erkennenden Merkmalen zu befürchten ist, daß der Haushalt für 1 9 2 9 nur durch weitere wesentliche Ein- schränkungen der Ausgaben ins Gleichgewicht zu bringen fein wird, daß auch bei den Ausgaben des Haushalts für 19 28, insbesondere im außerordentlichen Haushalt, noch vorsichtige Zurückhaltung geboten ist. wird die Reichsregierung ersucht, 1. von der in den neueingeführten Paragraphen des Haus- Haltsgesetzes vorgesehenen Sperrung der Reste und der außer- ordentlichen Ausgaben bis zur Klärung der finanziellen Entwick- lung weitestgehenden Gebrauch zu machen, 2. die Arbeiten für das Panzerschiff, mit Ausnahme der reinen Sonstruktionsarbeiten, nicht vor dem I. September 1928 in Angriff zu nehmen, insbesondere Verträge über Lieferung nicht eher abzuschließen, um zu verhindern, daß infolge einer etwa notwendig werdenden Einschränkung der Ausgaben der Weiterbau vorläufig«ingestellt wird, oder andere wichtige Aus- gaben des Heereshaushalts dafür beschnitten werden müssen. Die Entschließung, der auch der Reichswehrminister zugestimmt hat, wurde dann— wie bereits gemeldet— vom Reichsrat angenommen. Staatssekretär Dr. weißmann gibt noinens der preußischen Regierung folgende Erklärung ab: Statt der geforderten Summen hat der Reichstag für die bedrohten Grenzgebiet« nur den völlig unzureichenden Betrag von 12 Millionen eingestellt: auch die Reich-beihilf« für Unwetterkatastrophen ist ganz unzureichend bemessen. Die preußische Regierung gibt ihrem Bedauern über diese der Rollage der«okleidenden Provinze» nicht gerecht werdenden Beschlüsse Ausdruck. April, April! Lleberoll drängten sich die Rittergutsbesitzer zur Zahlung höherer Siukommensteuer. Minister v. Keudell entschuldigte sich unaufgefordert für ungerechtfertigte Angriffe. Oer Aufsichtsrat einer A.-G. verzichtete auf seine Tantiemen zugunsten notleidender Arbeiter. Reichskanzler Marx hängte den von Amanullah ver- liehenen Herzogsmantel fort und zog dafür wieder die Reichsbannerjacke an. Preuße« und die Statem* Zur Reform der preaßeukaffe. Parlamentskrawall i« Warschau. ______ Ausschließung prügelnder Kommunisten. Dt« Reaktion im Preußischen Landtag hatte es darauf«» aelegt, durch ihr« Obstruktion die Berabschiedung des Gesetze» über die Reform der Preußenkasse zu verhindern. Ahr verbohrter Haß pegen Preußen schien ihr wichtiger zu sein als das Schicksat dieses Gesetzes, das in viel bedeutsamerer Weise als das Notprogramm der Reichsregierung die Grundlage zur finanziellen Sanierung der deutschen Landwirtschaft darstellt. So blieb dem preußischen Finanzminifier und dem mn eine wirkliche Hilfe für die Landwirtschast viel ernster als alle Großagrarier besorgten Preußenkabinett kein anderer Weg als das Kom- promiß mit den Obstrukteuren. Di« beiden wichtigsten Punkte der gesetzlichen Reform, die Erhöhung des Kapitals mn 130 Millionen und die privatrechtlich« Ordnung des Anstellungs- Verhältnisses der Preußenkasien l« i t u n g, wurden auch durch dieses Kompromiß noch gesichert. Dagegen bleiben der engere und der weitere Ausschuß der Preußenkass« vorläufig in der bisherigen Weis« bestehen, was angesichts des noch nicht festliegenden Beteili- gungsverhältnisses auch erträglich ist. Immerhin hat die Obstruktion der Deutschnationalen die Position der landwirtschaftlichen Genossen- lchaften verschlechtert, statt verbessert. Jetzt bleibt es zunächst bei der begutachtenden Mitwirkung, während die Regierungsvorlage ihnen die Mitentscheidung einräumte. Da die Fragen der B e triebskontrolle und andere mit der Rationalisierung der Sandwirtschast zusammenhängend« Fragen im Gesetz nicht behandelt sind, wird für die von der preußischen Aentralgenossenschastskasse eingeleiteten Maßnahmen keine Aenderung eintreten. Selbstver. ständlich kann der neue Preußische Landtag nach den Wahlen noch entsprechend« Veränderungen an dem jetzt angenommenen Gesetz vornehmen. Wieder hat die»sozialistische� Preußenregierung beweisen müssen, wem wirklich an der Hilfe für die Bauern gelegen ist. Wäre die Kapitalerhöhung, wie es die Großagrarier wollten, nicht beschlossen worden, für manche der Genossenschaften, für die die Bauern ja hasten, wäre die Existenzfrage gestellt worden. Aeuernennungen in Preußen. In der preußischen Derwaltnng find zum 1. April eine ganze Anzahl von Neuernennungen erfolgt. II. a. sind Oberregierungsrat Genosse Dr. Hirschfeld vom Innenministerium und Oberregie- rungsrot Genosse Woldt vom Unterrichtsministerium zu Ministe- rialräten, Regierungsrat Genosse Alb recht vom Landwirtschasts- Ministerium zum Oberregierungsrat ernannt worden. An Stelle des zum Oberbürgermeister der Stadt Oppeln gewählten Genossen Dr. B e r g e r wurde der bisherige Regierungsdirektor Genosse Fischer zum Ni.zepräsidenten beim Oberpräsidium Oppeln�ernapnt. Zum Vizepräsidenten im Oberprästdium Oppeln wurde an Stelle des anderwärts verwandten Vizepräsidenten Dr. v. Krause der bisherige Landrat des Saalekreises Holle Genosse Müller ernannt. Beim Regierungsprasidium in Königsberg wurde an Stelle des auf Antrag in den Ruhestand tretenden Regierungsvizepräsidenten Ostendorff Oberregierungerat Genosse P ä h l e r von der Regierung in Münster zum Mzepräsidenten ernannt. Oberregierungsrat Genosse Dr. H o h n- stein wurde zuin Polizeipräsidenten von Kassel ernannt. Staats- onwaltschoftsrat Genosse T i tz e wurde zum Polizeipräsidenten in Königsberg, der bisherige Polizeipräsident in Altona Genosse Barth zum Polizeipräsidenten in Hannover ernannt. An seine Stelle tritt kommissarisch Regicrungsrat Genosse Steinberg vom Polizei- Präsidium Berlin. Warschau. 51 März. stSgenbericht.» Die polnische» tommumi tischen Abgeordnete» habe» im Sesm eine wüste Lärrnszene veranstaltet. Zu Beginn der dritten Lesung de» Haushaltsvoranschlag» meldete» sich die Vertreter der tom- munissrnnden ukrainischen Parteien zu Wort und hielte«, zum Teil in ukrainischer Spruche, antipoknische Reden, die bei sämtlichen polnischen Parteien unwillige Zwischenrufe verursachte» Als der nächste Redner, der unlängst aus Rußland zurückgekehrte tom- nminstische Abgeordnete Sochazti. eine demagogische Ansprache zu halten versuchte, sah sich der Sejmmarscholl Daszynski g«- nötigt, ihm das Wort zu entziehe» Als Antwort hierauf bearbeiteten die Kommunisten minutenlang die Pult« mit eigen» zu diesem Zweck mitgebrachten Lineale» Da der Lärm ihnen noch zu gering war. zog Sochazki noch eine große Auto» hupe hervor, während zwei andere Kommunisten Signal- pfeifen ergriffen und ein ohrenbetäubendes Konzert veranstalte- te» Nach mehrmaligen oergeblichen Warnungen ordnete der Sejmmarschall schließlich die Entfernung Sochozkis durch die Parlamentswache a» Die Sitzung wurde unterbrochen und sofort erschienen 5 Wächter und da Sochazki ihrer Ausforderung nicht freiwillig folgte, trugen sie ihn unter Anwendung von Gewalt aus dem Saale hinaus. Die übrigen Kommunisten ver- stärkten den Lärm und ließen sich zu feindlichen Ausrufen gegen den sozialistischen Eejmmarschall hinreißen, wodurch sie die neben ihnen sitzenden sozialistischen Abgeordneten aufs äußerste provozier- te» Beide Parteien kamen dabei ins Handgemenge, und eine wüste Schlägerei entstand, in deren Verlauf den Kommunisten ihre Musikinstrumente abgenommen und auf dem Marschalltisch deponiert wurden. Als allmählich Ruhe eintrat, erhob sich Daszynski und erklärte unter dem Beifall des gesamten Hauses. daß er jeden Versuch einer Schändung der Parlament«- rischeu Würde auf das schärfste bekämpfen werde. Zwei weitere Kommunisten, die darauf»och zu lärmen verfuchte» wurden an» dem Saal verwiese» Hierauf wurde ohne weitere Zwischen- fälle der Haushalsvoranschlag unverändert verabschiedet. « Dem neuen Sejmmarschall Daszynski' wird es nicht leicht gefallen fein, einen Abgeordneten durch Polizei, fei es auch eine eigene Parlamentswoche, hinausschleppen zu lassen, und nur äußerst« Notwendigkeit, die Verhandtungswögtichkeit des Parlaments gegen gewalttätig« Störung zu sichern, wird ihn dazu veranlaßt haben. Es sind jetzt dreißigeinholb Jahre, seitdem die stawifl/ Garnitur aus dopp. Crtpe de Chine, 1 4 A alle modernen Farben X.x" Weste aus Volle, weis und"! Ott Champagne mit Falten x.wtV doppelter Crgpe de Chine, O AK In vielen Farben u*\fO Moderner Schal A»k a. buntgem. Crtpe de Chine'X.'xD Modernes Tack Crtpe de China, Q K A aparte Muster, 98x98 cm«/»tl v TASCHENTÜCHER DAMENWÄSCHE TRIKOTAOE N HERRENWÄSCHE Besuchstasclie aus farbigem Leder Besuchstasclie farbla Leder mit eroßem Deckeisptegel Lederbeutel farbig. Bügel mit andersfarbigem Leder verziert Kupeekoffer Hartplatte, 2 Sprlngschlöss. Vulkanfiberecken 65 cm.. 2.65 4.90 8.75 6.90 m. eingestickten Buchstaben Damentücher weiß, Batist, m, Hohlsaum, A A— 35 35 cm.... 3 S t 0 c kU.Uu Herrent fleher Linon, bunt.Kante, Buchst."1 J K handgest., 45/45 cm, 3 S.ck. X.*0 Ein Posten: Leicht fehlerhafte Leinentfieher «"•,',10.55 III. i0.45 s t a ci T a g h e m d m. reich. Stlck.-Garnlerung Nachthemd Bubiform m. Klöppelspitze Hemdhose farbig Batist mit Spitze farbig Cröpe de Chine, mit Spitze........... Schlafn nzng farbig Batist mit weißen Aufschlägen UMW" IIDM0 KPCIHl Tischtücher BninleinJ'acnnarfl.rasensiebl. J�60_i220 130x160 130x130 11.95 6195 5.85 Servietten-fl n a 6 0 x 6 0 c m............ X.UV Kaffeedecke weiß Jnvagewcbc m. indan- 1 O A thren Karos, IlOx 150 cm Balkondecke Doppcigcwcb« 130x150 4.75 120x120 4.10 Stuben h and töcher balbleine�n Jacquard 65X120 1.45 45x100 0.85 Reinleinen Jacquard 67x125 2.25 50 x 110 1»30 Köchen Handtücher weiß Gerstenkorn. 48 x lOOem Petnenl.lO feinen 0.80 Wischtücher velß Reinleinen «X TS 6.95 TO.6o0.70 2.25 3.90 3.50 8.75 6.90 STEPPBECKEIV Steppdecke Oberseite Glanzsatin,__ Rückseite Trikot, teste"IQ AA Halbwollfüllg. 1Ä5x195 lO.Ull Schlupfbeinkleid A q- Kunstsaide....... UmuO Pri nzeßrock � Kunstseide,._ Damenströmpfe o jc vorzügL Wasch kunstse Ida UmTlO Herren bein kleid A aer echt Mako, Mittelgröße UtäO Einsatzhemd n aa für Herren, weiß od. gell» te. t/vr Rücks. einfb. Satin, beste O"l AA ""....... 150/200 �l.UU Oberseite bunt gemust., Rücks. cinfb. Sai" Halbwollfüllg., Daunendecke buntgemustert, m. guter_ Daunenfüllung u. Naht-KA fJA dlchtung 150 x 200 cmOtl.911 vorzüTl. einfarbig, Satin auf beiden Selten, weiße__ Daunenfüllung u. Naht- /? A AA dlchtung, ISOx 200 cm V V."" Weiß.Gberhemd PlkeefaltenbrustA A A u nd fette Manschetten U.e/lr Oberhemd Zephir, moderne Streifen, Q W K mit Ersatz-Manschetten t/./ 9 Trikollne.mod. Streifen,"1 Q fr A Ersatz-Manschetten Xvetlvr Nachthemd aus gutem Hemdentueh, A 17 K offen u. geschl. zu tragen Vf./ 9 SCHUHWAREN HERRENKLEIDÜNG Spangenschuhe Sakko-Anzugro AA Lackleder od. hellfarbig"f O KA 8rau gemustert, 3 relhlg tlO.Uvf mit halbhohem Absatz l/S.OU htl| nl0(), k.rUr,,QO aa einreihige FormtfOeVIf Trenchcoat- Mantel qq AA mit Olnesseielnlage(ftf.v/V Gabardine- Mantel /»Q AA 2»hg. Form, Rückengurt vI�.VfVf Hüt.U'�lcnFLh.nC.W Z U$ C M y. B, B S S c h u 1 k 1 e i d buntfarb. b'mwoll. Musselin A QA (Steig. 0.4O) Länge 50 cm M.cflf färb. Zephirstoff, mit färb. 4 4 f\ Bordür((Stg.0.50)Lg.e0cm ta�rV Kieler Anzug marine Melton- Cheviot, 18.00 Rnab.-Schulanzug Sportformu.prakt.Farb."I /I KA (Stg. f.50)Gr.2.f.ca.2-3J. X�t»9U Mädchen- Taghemd Trägerform. m. Stick.-Ans. und Hohlsaum, g-a 9 KK Große 55-90 cm l.dU bis 6*99 Mädchen-Hemdhose mit Stick.-Ans.,«OK J 17 K Größe 55-90 cm ä.dD.bU 0.19 KnsbenhemdAAjw (Steig. 0.20) Länge 40 cm U.ef 9 8porthemd_ farbig gestreifter Zephir, O O K (Steig. 0.20} Lange 60 cm U*uO K i n der s 1 1 e f eT braun oder schwarz,._ g;ss 10.90«12.25 Schul-Tornister A ns braun Volladar tf.< 9 Kindersöckchen B'mwotle m. wo». Jacqu.- A O C Rand(Steig. 0.05) Gr. 3 vj.09 SchfllermfltzeQ ra rot, blau, grün, Silberborde 0.9" braun, mit Kreppsohle 1 3.00 Sandaletten für Damen,"fA KA beige, grau oder blau J.Vf.9(f In S a k t f a r b«... X1.20 Halbschuhe f. Herren, braun Boxcalf, 4 /? AA moderna Form XU.tfVl KINDERWAGEN Promenaden- wasren JA ra mit Rlemenfederungtsächlich sind es, die die P r o d u k- tionsüberschüsse aufnehmen: England, Deutschland und die Schweis. Auch Belgien weist eine namhafte Einfuhr auf, und von nichteuropäischen Ländern haben die Vereinigten Staaten von Nordamerika und Britisch-Jndien starken Bedarf. Daß ebenso wie die Schweiz auch Norwegen Bulter einführt, wird gewiß überraschen: Man verbindet mit diesen Bergländern und ihren Motten den Begriff ausgedehnter Milchwirt- schaft. Welche Länder exportieren? Die früh« oerbreitet« Anschauung, daß 14 Tage alte Butter nicht niehr fr ij ch sein könne, � ist heute ad acta gelegt; schon vor dem Weltkriege erfreute sich sihiris che Butter anstandslojer Abnahme. Die fernen Produktionsgebietc Argentinien und Australien-Neuseeland, die seitdem hinzugekommen sind, baben natürlich eine noch längere Transportdmrer zu verzeichnen. freilich dürften auch hier nicht„ungeahnte Möglichkeiten" vorliegen: Seitdem verboten ist, präservierend« Substanzen der Neusesländer Butter beizufügen, fehlt es nicht an Klagen über ihre geringe chalt. barkeit. lieber den Umfang dieses Welthandels liegt für 1k>24 eine Berechnung des dänischen Staatskonsulenten A. P. Ja- r o bs e n nor, die al» Gesamtsumme ZbS 800 Tonnen ergibt. Bon dieser Ausflchrprohuktion, die sich seitdem starl vergrößert Hot. lieferte Dänemark mehr als ein Drittel, nämlich.14,4 Prvz. mit 122 500 Tonnen. Neuseeland hatte die zweitstärkste Aussubr mit b4 500 Tonnen, es folgten.Holland(33 100), Argentinien(29 700), Australien(28 900), Rußland(22 400). Zu den in jener Aufstellung noch mit kleineren Aüssiihrzohlen genannten Staaten: Konoda, Finn- land, Schweden, Lettland, Estland, Italien ist neuerdings auch Polen getreten, dos 1925 noch eine Mehreinfuhr in Butter aufwies, 1926.1549 Tonnen, 1927 ob« bereits 7376 Tonnen crpartierte. Di« ein« Tatsache dürfte wohl für lange Zeit unerschüttert bleiben: die Vormachtstellung Dänemarks auf dem internationalen Buttermarkt. Seine Ausfuhrziffern sind im Steigen: 1913 waren es(mit Sahne) 102 400 Tonnen, 1926 132 502 Tonnen. 1927 143 210 Tonnen. Davon gingen 1913 95 Proz. nach England, 3 Prnz. nach Dsutlchlernd, dagegen"l927 70 Proz. nach England und"2 8 P r o z. n a ch Deutschland. Wenn man sieht, daß die gesamte auf Nlilchwirtfchoft beruhende Ausfuhr 1927 mit einem Wert non 469 396 000.Kronen(ä 1,12 M.) selbst die Aussuhr und Fleisch- Produktion um etwa 15 Millionen Koronen übersteigi, so wird man den Schlüssel für die Weltstellung dieses agrarischen Wirtschasts- Zweiges m einem so kleinen Lande haben. Wer beliefert Oeuffchland? In den vom Rejchslandbund auf der„Grünen Woche" aus- gelegten Propagandaschriften war zu lesen:„Eine Frage an die deutsche chaussrau. Sie entscheide: was ist wichtiger? Einfuhr non onslöndischem Käse und anderer Molkereiprodukte oder 8 0000 neue Eigenhöuser jährlich für unsere Wohnungslosen?— Die Antwort ist nicht schwer: Daher kauft deutsche Molkereiprodukte usw." Angesichts dieser Frag«, die durch den Hinweis auf die deutschnatio- nale Eigenhau s�Boulust so komisch ist, sei die Gegenfrage ge- stattet: Wie kommt es denn, daß auch 1913 für 118 Millionen Mark Bulter eingesührt wurde? Das beweist dach, daß vor dem Kriege die deutsche Landwirtschaft den Butterbedorf nicht deilte. Wenn seht, nachdem die Zahl des Rindviehs den Stand von 1913 erreicht hat, 1927 für 364 Millionen Mark Butter eingeführt wurde, so zeigt dies wiederum, daß die deutsche Landwirtschaft, dle sich unk« die Fittiche des Landbundes begeben hat, nicht imstande ist, den Butter- bedarf zu decken, während andere Länder— man braucht mir an Lettland zu dxnken— infolge der Agrarreform in bemerkcns- werter Weise am Weltmarkt teilnehmen. Deutsche und dänische Butter. Man erinnert sich wohl noch daran, daß unlängst«in Leipziger Koms um verein von agrarischer Seite des„Bater- landsverrats" bezichtigt wurde, weil er erklärt hatte, im Jnter- esse sein« Abnehmer die stets gleichmäßig gute dänische Butter der deuts6)en vor, zu ziehen. Der Ton ist hier auf„gleichmäßig gut" zu legen, denn natürlich gibt es wich in Deutschland aus- gezeichnet« Butt«, aber dle Gleichmäßigkeit ist weniger sicher. In Dänemark ist aber die Butterproduktion wie die ganze Milch- mirtschast ein Hauptproduktionszweig, in dem unter Zuhilfenahme von eingeführten Futtermitteln(1927 für 114 Millionen Kronen) ein Beredlungsprozeß stattfindet; in Deutschland ist die Milcherzeugung und Berarbeilimg vielfach ein Nebenz weio der landwirtschaftlichen Produktion. Die Frische und Reinheit der Milch, die Sorgfalt der Herstellung sind in Dänemark maßgebend, denn auch die Kontrolle des Staats sorgt dafür, daß ein«stktafsiges Erzeugnis zustande kommt. Wer ins Austand liefern, das Zeichen der Luven (altdänische Blasinstrumente) seiner Dutter ausdrücken will, muß sich in die vom Staate bcoufsichtigte Produktionsordnung einreihen, muß dem Staat das Recht einräumen, zu jeder Zeit«in Faß Butt« durch die Kopenhagen« Kontrollin stanz zu untersuchen. Jedes Faß trägt oben einen Zettel mit einer Nummer und unten einen anderen Nummernzettcl: der„Schlüssel" für diese korrespondierenden Nummern, seit 1928 auch das Datum, setzt in den Stand, Herkunft und Echtheit zu kontrollieren. Das, was dem deutschen Agrarier fehlt: d« Gemeinsinn— hat in Dänemark gezeigt, daß gemeinsame Arbeit dos Höchste«reicht. Aber allerdings sind in Dänemark die Großagrari« in verschwindender Minderheit. Wie soll ober bei uns der kleine Bauer den„Veredelungsprozeß" vornehmen, wenn ihm die Futtermittel durch Zölle verteuert werden? Die Preisbildung in Verlin. In Berlin versorgt eine recht klein« Zahl von Groß- G r o s s i st e n den Detailhandel mit Butter. Ihnen steht aber eine bedeutend größere Zahl von Klcin-Grossisten gegenüber, die auch dem kleinsten Abnehmer die Ware liefern. Eine Machtstellung für sich üben die Groß-Dctailleurc aus, jene allen Berlinern bekonnte Schar von Butterhändlern, die Dutzende von Filialen unterhalten. Auch der Konsumverein hat semc Position für sich. Menfchen.Göttern gleich... 59) Roman von Herbert George wells. 4. Das Klopfen und Summen in Mr. Barnstaples Ohren tönte mit rasender Geschwindigkeit lauter und lauter und stieg schrill zu äußerster Stärke au. Plötzlich sprangen große Blitze von violettem Licht von einer Rolle zur andern und fuhren durch die Quarantäneburg hindurch, als ob sie nicht dort wäre. Einen Augenblick lang war sie noch dort. Die Fahne flatterte toll auf und wurde vom Stock ge- rissen. Mr. Burleigh verlor seinen Hut, Mr. Catskill wurde in halber Höhe sichtbar.und kämpfte mit seinen Rockschößen, die aufgebläht wurden und seinen Kops einhüllten. Im gleichen Augenblick sah Banistaple, wie die Burg über dem unteren Teil des Felsens kreiste, genau so, als ob ein unsicht- barer Riese das oberste Zehntel des Gebirgsstockes erfaßt hätte und es herumzwirbelte. lind dann verschwand sie. Als es geschehen war. erhob sich eine große Staubsäule an ihrer Stelle. Das Wasser in der Bucht sprang in riesigen Fontänen in die Lust und versprühte. Ein betäubender und dumpfer Schlag erschütterte Barnstaples Ohren. Ein Luft- druck hob ihn hoch, schleuderte ihn ein Dutzend Pards fort. und er fiel mitten in einen Regen von Staub, Steinen und Wasser. Er wurde gequetscht und betäubt. „Mein Gott! Mein Gott!* schrie er und erhob sich mühsam mit heftigem Uebelteitsgesühl in die Knie. Er sah noch flüchtig, daß der Gipfel des Quarantäne- felfens so glatt abgeschnitten war, wie ein Käse, der mit einem scharfen Messer durchschnitten worden ist. Und dann hatten Müdigkeit und Erschöpfung freie Dahn. Er fiel vorn- über und lag bewußtlos da. Drittes Such. Tm Jünger in Utopien. Die friedvollen Hügel am Flusse. 1. „Gott hat mehr Universen erschaffen, als es Buchseiten in sä'mtliäzen Büchereien der Erde gibt; umgeben von der Vielheit seiner Welten soll der Mensch lernen und wachsen in alle Ewigkeit." Mr. Barnstaple hatte das Gefühl, als ob er von Stern zu Stern und von Horizont zu Horizont schwebe, durch unaufhörlich wechselnde und wunderbare Daseinsformen. Er überschritt die Schwelle des Seins. Er glitt eine Ewigkeit lang unermeßliche Klippenwände hinunter, er zog von Ewigkeit zu Ewigkeit in einem Strom unzählbarer kleiner Sterne. Zuletzt kam ein Zustand tiefster Ruhe. Hier war ein Himmel mit gleichmäßigen Wolken, erwärmt durch das Licht einer untergehenden Sonne, und amutig gewellte Hügel hoben sich vom Horizont ab mit goldglänzenden Grasflächen auf den Gipfeln, sie tnigen dunkelpurpurne Wälder und Dickichte und Flächen von blaßgelbem, reifendem Korn auf ihren gewölbten Hängen. Hier und da sah man kuppel- förmige Gebäude und Terrassen, blühende Gärten, kleine Villen und große glänzende Wasserbecken. Auf den Hängen nmittelbar unter ihm und um ihn herum standen viele Bäume, die wie Eukalyptus aussahen, nur daß sie dunklere Blätter hatten; und schließlich fiel das Land gegen ein sehr breites Tal ab. durch das sich ein leuchtender Fluß gemächlich in großen halbkreisförmigen Bogen schlängelte, bis er im Abendnebel unsichtbar wurde. Durch eine leichte Bewegung veranlaßt, wandte Barn- staple seine Blicke und entdeckte Lychnis, die neben ihm saß. Sie lächelte chm zu und legte den Finger an die Lippen. Er hatte den unbestimmten Wunsch, sie anzusprechen, lächelte schwach und bewegte den Kopf. Sie stand aus und glitt von ihm fort, am Kopfende seines Lagers vorüber. Er war zu schwach und gleichgültig, mn den Kopf zu heben und zu schauen, wohin sie gegangen war. Aber er sah, daß sie an einem weißen Tisch gesessen hatte, aus dem eine silberne Schale voll tiefblauer Blumen stand und die Farbe der Blumen hielt ihn fest und zerstreute die erste schwache Regung von Neugierde. Er wußte nicht, ob in dieser utopischen Well die Farben wirtlich leuchtender waren oder ob etwas in der Lust war. das seine Wahrnehmungen lebendiger und klarer machte. Hinter dem Tisch waren die weißen Pfeiler der Loggia. Ein Zweig von einem dieser eukalyptusähnlichen Bäume mit Blättern aus dunkler Bronze reichte von außen ganz dicht heran. Musik ertönt«. Es war ein keichtes Rieseln von Tönen, die tröpfellen und liefen, nur ein unscheinbares Bäch- lein, schwacher, roiner Töne am Rande seines Bewußtseins, der Song eines Debusiy aus Feenland. Friede... 2. Barnstaplc war wieder wach. i Er versuchte nmhfam sich zu eryinern. Sehr maßgebend ist n»n die Kopenhagen er Butter- Notierung, und wenn gesogt wird: der Buiterpreis wird i» London und in Berlin gemacht, so liegt dein die Tatsache zugrunde, daß naturgemäß das stärkere oder schwöchcrc Angebot in den beiden H a u p t a b n a h m e l ö n d e r n auch den Preis für die best« Quolitätsbutter— so in Kopenhagen— beeinflußt. Nun ist augenblicklich, wie die dänischen„L a n d b r u g s r o a d e i s Med- d c l c l s e r" erkennen lassen, der Zeitpunkt für eine Hausse im Buttcrpreis gekommen: seit Wochen steigt der Preis. Ende Dezem- ber 1927 kostete 1 Kilogramm dänische Butter in London 3,26— 3,29 Kronen, am 25. Februar 1928 3,37— 3,44 Kronen. Diese preis crhöhung wird sich fortsetzen, da in England wegen der Dürre in Neuseeland eine Verringerung des Exports dieses Landes um mindestens 10 proz. angenommen wird. Dieses Manko deckt Eiigland in den europäischen U e b c r s ch u ß l ä n d c r n, die die Steigerung des Absatzes durch höhere Forderungen quittieren. Der deutsche Handel und der deutsche Erzeuger solgen nach. Da die Dänen ihren Borteil zu wahren wissen, gilt der Verkauf dänischer Butter in Deutschland bzw. Berlin für ein„Pfennig- Geschäft". Zu der Kapenhagener Notierung hat der Deutsche nach ein Extra von 10— 15 Kronen pro 100 Kilo zu zahlen, ferner tragt « den Zoll(27)4 M. pxa Doppelzentner), die Fracht ab Landesgrenze und die sonstigen Spesen. Nehmen wir z. B. Kopenhagener Notierung mit 3,32 Kronen, so ergibt sich als Endsumme der Detrag non 2,14 M. pro Pfund bei Abgabe an den Kleinhändler. Nur die Güte der dänischen Butter zwingt zu ihrer Auslage: das Publikum oerlangt sie. Es wäre schön, wenn man dos gleiche bald allgemein non der d c u t s ch c n Butter sagen könnte. Mit einer praktischen Bemerkung wollen mir schließen: Die Hausfrau sollte stets darauf sehen, daß die Butter aus dem 0 r i«- g i n a l f a ß ausgestochen wird. Ein Kausen der Butter in Paketen sollt« möglichst vermieden werden. 50000 Gelbstmorde jährlich in Europa Oevffchlond an dritter Stelle. In Gens wurde dieser Tage die offizielle Selbstmordstatistik in de» europäischen Staaten ceröfsenfücht. Aus dieser geht- hervor, daß in Europa durchschnittlich 50 000 Selbstmorde jährlich««übt w«den. An erster Stelle stehen Ungarn und die Tschechoslowakei mit 26 Selbstmorden aus 100 000 Einwohner, dann solgen Deutsch- land mit 23. Oest«reich mit 22, Frankreich mit 17, Estland mit 15. Schweden und Dänemark mit je 14. Finnland mit 11, Großbrüan- nie» mit 10, Italien mit 8, Holland mit 6, Norwegen mit 5 und Spanien mit 4 Selbstmorden auf 100 000 Einwohner. 2lls Houpt- ursachen werden angegeben materielle Not, Religiosität, Verzweiflung infolge unheilbarer Krankheiten usw. Die Selbst- morde aus unglücklicher Liebe sind in der Nachkriegszeit bedeutend zurückgegangen. Er war auf eine so gewaltige und heftige Weise um- geworfen und betäubt worden, daß er es bis jetzt noch nicht erfassen konnte, wie es geschehen war. Dann waren Leute um ihn herumgestanden mrd hatten über ihn gesprochen. Er erinnerte sich an ihre Füße. Er mußte vornüber gelegen sein, mit dem Gesicht ganz dicht am Boden. Dann hatten sie ihn umgedreht und das Licht der aufgehenden Sonne hatte ihn geblendet. Zwei freundliche Göttinnen hatten ihm in einer Schlucht am Fuße hoher Felsklippen eine Stärkung gereicht. Wie ein Kind war er im Arme einer Frau fortgetragen worden. Da- nach hatte er dunkle und verschwommene Erinnerungen an eine lange Reise, einen langen Flug durch die Luft.' Dann kam folgendes: die Vision einer riesigen Maschinenanlage, losgelöst von anderen Erscheinungen. Einige Zeit hielt sein Bewußtsein diese Erscheinung in Form einer Frage fest und ließ sie dann aus Schwäche fallen. Da waren Stimmen, die miteinander berieten, der Stich einer Injektion und ein Gas, das er einatmen sollte. Und Schlaf— oder Schlafzuständc, Schlafperiodcn mit eingestreuten Träumen... Run zu der Schlucht: wie war er dort hingekommen? Die Schlucht— in einem anderen, einem grünlichen Licht— mit Utopen, die sich mit einem großen Kabel ab- mühten. Plötzlich stand, fest umrissen und klar, das Bild des Ge- birgsstockcs vor ihm, wie sich der Burgfelsen gegen den hellen blauen Morgenhimmel auftürmte und wie dann seine Spitze mit der flatternden Fahne und den zerzausten Ge- stallen abgedreht wurde und wie sie langsam und beständig wie ein großes Schiff, das mit seinen Flaggen und Fahr- gästen aus dem Dock ausfährt, ins Unsichtbare und llnbe- kannte oerschwand. Das ganze Wunder des grnßen Er- lebnisses kehrte in Barnstaples Gedächtnis zurück. 3. Er setzte sich aus und blickte fragend um sich; Lychnis erschien wieder an seiner Seite. S«e setzte sich dicht an sein Bett, schüttelte eimae Kissen in seinem Rücken zurecht und redete chm zu. sich darauf zurückzulegen. Sie erklärte ihm. daß er von einer Krankhell geheilt und nicht mehr ansteckend, aber noch sehr schwach sei. Von welcher Krankheit? fragte er sich selbst. Es wurde ihm nun mehrere? klar, was sich' zuletzt abgespiell hatte. „Es war eine Epidemie," sagte er.„eine Art gemischter Epidemie— von allen unseren Infektionen." (Fortsetzung folgt-) Osierreisen in J Das Frühlingswetter lockt zu einer Ostersahrt in die Natur, die im ersten Grün steht. Mit Hilfe der Sonntagsrückfahr- karten, die bereitsab Gründonnerstag mittags 12 Uhr gelten(jedoch nicht zur Rückfahrt am Ofterfonnabend), unternimmt man billig einen Ausflug in die nähere und weitere Umgebung. Wer vom Gründonnerstag bis zum Ofterdienstag Zeit hat oder sich die ganze Osterwoche von der Arbeit frei machen kann, wird eine etwas weitere Osterreife unternehmen können. Iii dem Gebiet, in dem der Frühling zuerst in Deutschland einkehrt, kann der Osterreisende bereits am Karfreitag auf einem der schönen Rheindampfer eine Frühlingsfahrt auf dem Rhein niachen. Um ll> Uhr verläßt der Dampfer Köln und ist um 17.25 Uhr in Koblenz. Don Koblenz fährt man am nächsten Tage 19.15 Uhr ab bis Mainz, an 17.35 Uhr. Zurück verläßt der Dampfer Mainz um 19.39 Uhr und ist um 29.99 Uhr in Köln, so daß er noch die Nacht- züge zeitig genug erreicht. Auch der Seedienst Ostpreußen Swinemünde— Zoppot— Pillau wird bereits zu Ostern Gelegenheit zu einer bequemen Seereise nach dem deutschen Osten bieten. Die Fahrten werden vom 28. Mörz ab von Swinemünde(ab 19.99 Uhr) aus Mittwochs und Sonnabends und von Pillau(ab 12.99 Uhr) aus Montags und Freitags unter- nommen. Für die anderen hingegen haben die Dampfschiffahrtsgesell- schaften an der Ost« und Nordsee vorgesorgt. Don Stettin aus wird über Oskers eis Dampferverkehr nach Swinemünde eingerichtet. Am Ostersonnabend wird ein Dampfer von Stettin (ab 13.99 Uhr) nach Swinemünde fahren; am OstersonMag und -montag sind zwei Fahrten ab Stettin 8.99 Uhr vorgesehen. Zurück verkehren die Dampfer ab Swinemünde am Sonnabend vor und Dienstag nach Ostern um 19.99 Uhr, und an den beiden Feiertagen um 18.99 Uhr. Es werden ermäßigte Sonntagsrückfahrkarten zu einem Preise von 5 M. für die erste und 3 M. für die zweite Klasse ausgegeben. Don Berlin nach Stettin gibt die Reichsbahn Sonntags- rückfahrtarten ans. An der Rordsee bestehen zu Ostern Dampferverbindungen von Hamburg und Bremerhaven aus noch Helgoland. Don Hamburg aus»er» kehren am 7. und 8. April die Dampfer.Bubendey" und.Adler' nach Cuxhaven— Helgoland. Die Abfahrt ist jeweils um 8.99 Uhr an den St.-Pauli-Landungsbrück«n. Zurück besteht die Derbindung ab Helgoland am Sonnabend, dem 7. April, 14.99 Uhr(Dampfer „Bubendey"), am Sonntag, dem 8. April, ob 11.39 Uhr(Dampfer „Adler'), am Montag, dem 9. April, ab 14.99 Uhr(Dampfer„Buben- dey'). Auch hier werden ermäßigte Rückfahrkarten zu einem Preise von 29 M. ausgegeben. Wer nicht bis Helgoland fahren will, der lähe und Ferne. findet zu Ostern schoy da? Nordseebad Cuxhaven zur Auf- nähme von Gästen geichstet. Während der Vorkurzeit von Ostern bis 31. Mai wird noch keine Kurtaxe erhoben. Don Bremerhaven aus wird der Norddeutsä)? Lloyd mit seinem Bäderdampfer„Grüß Gott' am 8. und 9. April. Tagesfahrten nach Helgoland unternehmen. Abfahrt ob Bremerhaven 9.51 Uhr; ermäßigter Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt 19 M. Die Reichsbahndirektion Berlin beabsichtigt bei ausreichender Besetzung zu Ostern je einen Sauderzug nach Hamburg mit 3Z1ö Proz. Fahrpreisermäßigung verkehren zu lassen. Der Sonderzug fährt am ersten Feiertag 6.44 Uhr von Berlin Lehrter Bahnhof ob und trifft 11�4 Uhr in Hamburg ein. Die Rückfahrt erfolgt am zweiten Feiertag von Hamburg 19.18 Uhr, Ankunft in Berlin am 19. April 9.35 Uhr!. Die Fahrkarte 4. Klasse nach Ham- bürg und zurück kostet 12,89 5DL Gleichzeitig mit den Fahrkarten können folgende ermäßigte Zusagfarten gelöst werden: ,A" für ein Mittagessen und Stadtrundfahrt durch Hamburg am 8. April zun, Preise von 4,59 M., eine Zusatzkarte„8' für eine Uebernachtung einschließlich. Frühstück zum Preis« von 5,59 M. oder 4,69 M., eine Zusatzkarte ,C" für die Hafenrundfahrt und Besichtigung des 21 999-Tonnen-Dampfers„Hamburg' am 9. April zum Preise von 1,59 M. Die Zusatzkarten werden während der Hinfahrt gegen Gut- scheine umgetauscht. Die Fahrkarten und Zusatzkarten werden in Berlin bei der Fahrkartenausgabe Lehrter Bahnhof und den MER> Reisebureaus Pqjpdamer Bahnhof. Bahnhof Friedrichstraße, Kauf- haus des Westens und im Reisebureau Wertheim. Leipziger Straße, vertauft. Ferner fährt ein Sonderzug nach dem Rlesengebirge. und zwar bereits am Gründonnerstag 23.39 Uhr vom Bhf. Friedrich. straße. Die Rückfahrt erfolgt am 2. Feiertag nachmittags. Ankunft. in Berlin um Mitternacht. Zu diesem Zuge werden Fahrkarten 3. und 4, Klasse nach Hirschberg, Ob e r f chr« ib- r ha u. KrummhübelundBadFlinsberg ausgegeben. Di« Fahr- preise betragen nach Hirschberg 3. Klasse 19,29 M� 4. Klasse 1230 TO, nach Oberschreiberhau 21,40 TO. und 14,20 TO., nach Krummyübel 21,60 TO. und 15 TO., nach Bad Flinsberg 19 TO. und 13 TO. Außer- dem werden Fahrkarten nach Krummhübel, zurück von Oberschreiber» hau und nach Oberschreiberhau, zurück von Krummhübel ausgegeben. die in der 3. Klasse 21,89 TO., in der 4. Klasse 14,99 TO. tosten. Die Fahrkarten zu diesem Sonderzuge werden nur von der Fahr- kartenousgabe Friedrichstraße verkauft. Für den Sonderzug nach Hamburg beginnt der F a h r karrt-e»« verkauf am Montag, dem 2. April, für de» Soaderzog nach dem Rlesengebirge 1>at er bereits begonnen. Zwischen Himmel und Erde. Sin Dachdecker tödlich abgestürzt- ein anderer wie durch ein Wunder gerettet. Eine Arbeilstragödie im wahrsten Sinne des Wortes, die sich vor aller Augen aus dem Lach des fjanses holzmark l- st r a ß e 5 abspielte, erregle gestern nachmittag die Schreckens- rnse einiger Hausbewohner, die unsreiwilllge Augenzeugen eines erschütternden Absturzunglücks wurden. Auf dem Dach des vierstockigen Seitenflügels warm der Dach- deckenneister Adolf Schmidt aus Lichtenberg und fein Geselle, Otto S e n d a tz k i aus der Landsberger Allee 49, mit Repa- raturarbeiten beschäftigt. Scndatzki verlor auf dem schrägen Dach plötzlich dos Gleichgewicht und suchte sich an dm Kleidern des neben ihm arbeitenden Meisters festzuhaltm. Dabei stürzkm beide Männer ab. Während es Schmidt wie durch ein Wunder gelang, den Dachsims zu erfassen und sich festzuhatten. stürzte Sendchkl kopfüber in die Tiefe auf den gepflasterten Hof binab. Mit einem doppelten Schädelbruch und schweren inneren Berletzungen wurde der Abgestürzte in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht, wo er kurze Zeit nach seiner Ein- lieferung starb. Schmidt war es gelungen, sich am Sims hoch- zuziehen und in Sicherheit zu bringen. » In der Wohnung ihres Arbeitgebers in der Auguststraß« wurde gestern die 29jährige Hausangestellte Maria Ko- n a r s k i im Bett liegend t o t aufgefunden. Sie hatte sich aus einer Mehrladepistole, die die Tote noch krampfhaft um- klammert hielt,«inen Schuß in die linke Schläfenseite beigebracht, der ihren sofortigen Tod zur Folg« gehabt haben muß. Das Motiv zu dem Verzweiflungsschritt ist unbekannt. Oer falsche Bewag-Nevisor. Nach langem Suchen endlich verhastel. Der falsche ecskungsrevlfor der.Bewag', der seit einiger Zeil in Haushaltungen austrat und hunderk- tausend« an barem Gelds und Schmucksachen erbeutete, konnte endlich von der kriminalpoNzel festgenommen werden. Er entpuppte sich als ein 39 Jahre alter Schlosser Fritz Beck. m a nn. der sieh ohne Wohnung hier aufhielt. Beckmann ist in seinem Beruf schon seit Jahren nicht mebr tätig, sondern lebt aus- schließlich von Schwindeleien, weshalb er auch wiederholt vorbestraft ist. Die Diebereien dieses Schwindlers häusten sich in der letzten Zeit. Seincn größten Erfolg hatte er am vergangenen Sonnabend in einer Dilta in der R e g e n t« n st ra ß e. Hier erbrach er«inen Wäscheschrank und stahl daraus kostbare Schmuck- gjsnstände im Gesamtwerte von 190 000 TO. Durch die rnehmung der Zeugen gewann man zwar eine ziemlich genaue Beschreibung, niemand ober konnte ihn aus dem Verbrecher. a l b u m herausfinden. Seine Arbeit ließ darauf schließen, daß man «» mit einem alten Gauner zu tun halte. Run erinnerte sich einer der ältesten Beamten der Dienststelle 0 1, daß er im Jahre 1921 einen gewissen Beckmann, der in ähnlicher Weise in Hotels schwindelte,„verarztet" hatte. Auf seinen Hinweis trat der Er» kennungsdienst in Tätigkeit und tonnte bald die Angaben des Beamten bestätigen. Beckmann wurde nun tagelang gesucht. Schließlich gelang es, eine Freundin von ihm in Neukölln zu ermitteln. Als er sich gestern abend dort sehen ließ, griffen die Beamten zu und nahmen ihn fest. Noch längerem Sträuben legte er denn auch ein Geständnis ab. Beckmann ist ein alter Sünder. Sein ständiger Begleiter auf leinen Diebesfahrten war ein 1893 in Slltona geborener Kutscher Albert B a u m a n n, der in seinen Kreisen den Spitznamen„TO a- trosenolbert' führt und schon ebensolange wie Beckmann der Kriminalpolizei als Dieb, besonders aber als Hehler, bekannt ist. Baumann wartete jedesmal vor der Tür des Hauses, in dem Beckmann„arbeitete", und nahm ihm die Beute sofort ab, damit nicht» gefunden würde, wenn doch einmal jemand Verdacht schöpfte. Die große Juwelenbeute aus der Regentenstraße hatte „TOatrosenalbert" bei einem kleinen Juwelenhändler in der Friedrichstraße versetzt. Er hakte dafür ganze 800 M. bekommen, obwohl sie mindestens 109 090 M. werk war. Bon den 899 TO. gab er Beckmann 199 TO. als Abschlagszahlung und ver- sprach den Rest für später. Er hat es aber vorgezogen, mitsamt dem Golde zu verschwinden und seinen Komplicen zu trampeln". Der Juwelier wurde ebenfalls zur Rechenschaft gezogen, bestritt aber, je«in Geschäft mit Baumann gemacht zu haben. Ein« Durchsuchung seiner Wohnung förderte auch nichts mehr von den Juwelen zutage. Er erscheint ober doch so schwer belastet, daß er verhaftet wurde. Nach dem flüchtigen Baumann wird noch gefahndet. Die Iteunke in der hasenheidc. Unter Mitwirkung der Phil- barmoniker und des Berliner Volkschors, Dirigent Dr. Zander, er-. klang im O r p h e u m, Hasenheide, das berühmteste Werk Beethovens. Der Andrang des Publikums war fo ungeheuer, daß lange nicht alle der Einlaßheischcnden Platz finden tonnten und vielen dieser musikalische Genuß leider versagt blieb. Wie immer und überall zog auch hier die zwingende Gewalt von Wort und Musik die Hörer vollends in ihren Bann. Prachwoll geschlossen klangen die Chöre, geführt von den Solisten Rose Walter(Sopran), Agnes Lenbach(Alt), Martin Wilhelm(Tenor) und Professor Albert Fischer(Daß) und der orchestrale Part wurde von den bewährten Musikern und ihrem freisinnigen Dirigenten wirkungsvoll zu Gehör gebracht. So ward auch hier das' Werk zum großen Erlebnis, indem es Eingang fand in das Empfinden der großen Masse derer, die nach des Tages mühevollem Schaffen einen Ausgleich suchen im Entwickeln und Erstarken ihrer seelischen Kräfte. Das Volksbil- dungsamt Kreuzberg, als Veranstalter darf mit dem Erfolg seiner kulturellen Bestrebungen zufrieden sein. Gklavenarveii für die Iftchie. Eine abgelehnte Berufung. Di« Berufung, die von den Eheleuten Rudolf und Marie Land gegen ihre Berurteilung wegen der schweren TOißhandlun- gen an ihrer als Haustochter aufgenommenen 16jährigen Richte Hedwig Sch. eingelegt wurde, ist abgelehnt, und sse konnten noch von Glück sagen, daß nicht auch die Staatsanwaltschaft das Urteil als zu niedrig angefochten hatte. Landgerichtsrat W e tz e l nämlich begründete die Abweisung der Berufung der Angeklagten damit, daß die Strafe eher zu milde sei. Wie noch aus den ausführlichen Berichten über die Verhandlungen der ersten Instanz in Erinnerung sein dürfte, hatten die Eheleute Land das junge Mädchen aus einer kinderreichen Ar. beiterfamilie vom Lande nach Berlin geholt. Das Kind wurde aber nicht wie eine Verwandte und Haustochter behandelt, sondern mußte vom frühen Morgen bis zum späten Abend schwerste Sklavenarbeit leisten, wurde an Sonn- und Feiertagen allein in der Wohnung eingesperrt gehalten und obendrein mit Stöcken und Peitschen aufs schwerste gezüchtigt. Das Mädchen mußte sich sogar in Gegenwart des Mannes und des elfjährigen Sohnes völlig entkleiden, um die Hiebe in Empfang zu nehmen. Obwohl Frau Land vor dem Einzelrichter das Geständnis abgelegt hatte, daß sie bei den Züchtigungen einen Nerven- kitzel empfunden habe, hatte der Staatsanwalt zur allgemeinen Verwunderung geringe Geld st rasen für ausreichend gehalten. Dem Richter jedoch war eine derartige Ahndung dieser schweren Ausschreitungen als ungenügend erschienen, und er hatte gegen Frau Land die immer noch sehr milde Strafe von 6 Monaten, und gegen Rudolf Land von 4 Monaten Gefängnis erkannt. Di« Eheleute glaubten nun ober auf Grund der Einstellung des Staatsanwalts, daß ihnen Unrecht geschehen sei und daß die Strafe viel zu hoch wäre. Die Beweisaufnahme vor der Strafkammer zeigte die Angeklagten keineswegs in einem günstigeren Lichte, und der Straf- kommervorsitzende bezeichnete dann auch im Urteil das Vorgehen der Angeklagten gegen ein fchwäckLiches KW», da, fie f 8 rpeeilch und fi ttlich gefährdet hätten, als geradezu unerhört. Infolgedessen wurde die Berufung des Ehepaares Langd cack dessen Kosten verworfen. Erdbeben in der Türkei. Bisher 25 Tote it» der Llmgeboag von Smyrna- Da» gestern nacht von verschiedenen deutschen Erddevevi warten registrierte Beben hat. nach den jetzt vorliegenden Meldungen, hauptsächlich die Türkei in Mitleidenschaft gezogen. Zu der Stadt Smyrua hielt das Beben 3 Sekunden an vnd zerstörte ein Fort und mehrere Vorstädte vollständig. Bisher fiad 25 T o t e uud 15 Schwer- und Oeichtoerlehl« fest- gestellt worden. Die Zahl der Menschenopfer dürste aber noch bedeutend höher sein. Fast sämtliche Telegraphen- und Telephoavsrbindungea mit dem Auslande sind zerstört worden. Das Beben wurde von sämtlichen europäischen Erdbebenwarten wahrgenommen. Angara, 31. März. lleber das Erdbeben in Smyrna wird weiter gemeldet, daß zwanzig Häuser eingestürzt sind uud 50 Personen verletzt wurden. Zahlreiche Gebäude und Fabrikschornsteine wurden beschädigt In T o r b a l i sind zehn Verletzte zu verzeichne»». Hilfsmittel für zwei. hundert obdachlose Familien wurden nach Torbali gesandt. Ein« unter dem Vorsitz des Gouverneurs stehende Kommission leitete die Hilfsaktion. Die Erdstöße wurden bis Ufchak oerspürt. Bannerwelhe im Arbeiter- Samarllerbund. Zu seinem 49sährie gen Bestehen hotte der Arbeiter» Samariterbund. Kolonne Berlin, seine Mitglieder und Freunde zu einer Feier ein- geladen, bei der gleichzeitig ein von den Genossinnen des ASB. gestiftetes Banner eingeweiht wurde. Der große Saal in der Bockbrauerei Fidicinstraße war überfüllt. Im reichhaltigen Programm wirkten die Kapelle der Berliner Feuerwehr, de» Ar- beiter-Männergesangverein Weißensee, der Sportklub Alt-Wedding und die Frei« Turnerschaft Groß-Berlin mit. Die Festrede hielt der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnet« Dr. Moses, der dem Gründer des ASB., Gustav Dietrich, dos kostbare Banner über- gab. Der Ueberfchuß des Festes ist für den Ausbau der Wasser, rettungsstation Tegel bestimmt. tpnetse zum Xu&fdjksn!■ Fertiges i Öbevbett- I] Oherhett- M% Bettlaken, M| HTberlaken. ßM Oberbett. UaugoM, inäanthrenMctU: luft; wffsäitcfitjmf%fich!n hmfedtn, 130x200. Schlafdecke. traun, mit Streifen■ xonte.schöns weiche Qualität, calSOxiOQ. Gerstenkorn- Handtuch. Reinleinen, mit Jaajuardkante. 46x100. m Jnlett. echt türkisch- rat. 130x200. 16 iDivandecke Gobelin-Muster, diverse Farben. mit Fransen. V, 9 Bezug § fem fädig er Linon, zum Hnöofen, m.tSOxOOO. iSteppdeehe | Oberseite Kunstseide- nerDamassee. Handarbeit. 1 150x200. guter Wäschestoff, Languetten• Verzierung, €0.150x220. •4* Daunendecke. \ kunstseidener Damassee, Oückssite bester, ''.salin.la Daunen, ca. 155x20 5. guter Waschestoff, | handgezogene Hohlsäume, 150x250, 1 7.* I iRahehett mitBettkasten. bunter Bezug, abkiapp 1 | bares Fu&örett. 69 Kinder- Klappwagen ' Verkauf nur Prinzen- Str. ecke sebastimtv moderne färben, mit VerdnilBdertuüifijßsedi, '29/5 Gvö&tes Sjyezictlhcitis Dctitscltlands für* Ii etten und Schlafzimmerbedarf. Lehre und le> Die Filmstelle des Reichsausschusses für hygienische Volksbelehrung veranstaltet« gestern im großen Hörsaal des Kaiserin-Friedrich- Hauses«ine Vorführung hygienischer und naturwissenschaftlicher Film«. Auch wurden einig« technische Neuerungen in der Kinomato- graphie vorgeführt, die den Farbenfilm, Schmalfilm, den sprechenden Film und den Stetho-Film betrafen. Viele dieser Neuerungen sind bereits so vollendet, daß sse ihren wissenschaftlichen Zweck schon voll und ganz erfüllen und teils im Dienste des wissenschaftlichen Unterrichts, teils zur Vollsaufklärung auf die Reise geschickt werden können. Die biologischen Aufnahmen zeigten ein« Reihe von Filmen, die in die intimsten Vorgänge der Natur hineinleuchten, so u. a. das Leben der Spsrmatozooen, die Teilung der Zellen bei Wasserinsusorien u. a. Für die Medizin hat der Schwarzweißfilm den Nachteil, daß er eben nur eine Schwarzweißdarstellung gibt, die insbesondere in der Chirurgie ganz unzureichend ist. Die schlechte, ungenügend« Differenzierung will der Farbenfilm beheben, zu dem«in Zweifarbenfilm benutzt wird, der die blutgefüllten Geweb«, Muskeln, Tumoren usw. schärfer unterscheidet und auch die störenden Lichtreflex« auf feuchten Ge- weben vermindert. Gezeigt wurden Apparate der Firma E. Busch- Rathenow, die so einfach konstruiert sind wie di« zur Ausnahme von Schwarzweißfilmen. Die Aufnahmekamera unterscheidet sich nur dadurch, daß anstatt seder Cinzekaufnahme deren zwei gleich- zeitig vom gleichen Standpunkt aus gemacht werden, und zwar die ein« hinter einem roten, die andere hinter einem grünen Filter. Die naturwissenschaftlichen Beiprogrammfilme zeigen ein« Reihe guter Aufnahmen, die die Propaganda der Dolkshygiene veranschau- lichen. Es wurden Filme über falsche und richtige Müllbeseitigung gezeigt und ein solcher über Mückenbekämpfung. Der Schmalfilm- apparot ist ein Neiner Vorführungsapparat, der mit den denkbar kleinsten Filmen arbeitet, so daß es sich mit ihm ermöglichen läßt, dos ganze Material zu einer Abendveranstaltung beguem in einer Tasche unterzubringen. Diese Anordnung gibt Gelegenheft, speziell wissenschaftliche Filme bis in die entferntesten Dörfer zu bringen und bei aufklärenden Vorträgen vorzuführen. Der sprechende Film (System Triergon) vereint den großen Vorteil, den vorzuführenden medizinischen Fllm gleichzeftig mtt einem von einem ersten Fach- mann gesprochenen Vortrag zu verbinden, wo also im umgekehrten Sinne de? girte Film kein Versager wird, wenn die Vortragskraft fehlt. Zum Schluß wurden einige TiScksilyre gezeigt, die das Th«na.»Lustige Hygiene' behandeln. Sie scheinen dem Beobachter am ansprechendsten, denn ein breites Publikum wird sich immer am leichtesten belehren lassen— wie es die Vorfiihrung des Films ns mit Ulm. über»ungewaschenes Obst' bewies—, wenn es in eineib so über, zeugenden Form geschieht. Nis Fibel auf öer Leinewand.� Ein Lernender, und fei er auch beretts»och so lange der Schul« eiftwachfen. steht der neu zu bewältigenden Materie mit all dem unbefriedigten Wissensdurst, der vorwärtsdrängenden Phantasie des Kindes gegenüber. Das Neuland, das er da betritt, soll ihm des- halb durch«ine möglichst lebendige Unterrichtsmethode leicht erfaß- bar gemacht werden, so daß Ehrgeiz und Phantasie gleichmäßig zu ihrem Rechte kommen. Ein Kölner Pädagoge, Direktor Harack, ist auf den Einfall gekommen, den Filmstreifen dem Sprach, Unterricht dienstbar zu machen: seine Methode stellt nom- lich eine Verbindung von Film und Vortragsunterricht dar, die oll» Momente der Sprachlehre in sich vereinigt. Es ist unleugbar, daß durch die plastische und interefsterende Wirkung des Films sich das G eschoute viel intensiver und leichter einprägt als an Hand von trockenen Tafein und Büchern. Der Vorgang ist etwa folgender: Der Lehrer, der zugleich Kurbelmann des kleinen, leicht zu bedienenden Heimkinoapparatcs ist, läßt verschiedene Figuren aus dem täglichen Leben auf der Lew- wand erscheinen, die nun von Lernstunde zu Lernstunds vor den Ilugen der Schüler durch die Begebenheiten des Alltags wandern. Unter jedem Bild befindet sich ein kurzer Text in der betrefsenden Fremdsprach«, angefangen von den allerleichtesten Sätzen bis zu den komplizierten Satzgebilden. Es ist natürlich jedem möglich, diesen einfachen Einfällen zu folgen, well der tote Buchstab« hier bewegtes. zappelndes Leben erhält. Die Aufgab« des Lehrers, den Schülern das richtige Erfassen des Textes rafcheft zu vermitteln, wird ihm durch den verdunkellen Raum mft der ganz konzentrierten Aufmerk- famkeit auf die Vorgänge auf der Leinewand wesentlich erleichtert. Für den Großstadtmenschen, dessen Gehirn abend« kaum noch für angestrengtes Einpauken von Vokabeln und Gramm atlkregeln auf, nahmefähig ist, bedeutet dies« Lehrweise eine begrüßenswerte Neue- rung. Neben dem„Erlernen' der Sprach« durch das gezeigte Bild wird der grammatikalische Teil durch Lese- und Schreib Übungen. wiederum an Hand der im Bilde gezeigten Borgänge, di» in Frage- und Antwortsätzen auf Arbeftsheften niedergeschrieben sind, behan- delt. Auf diese ebenso originelle wie leicht faßliche Methode werden die gpnz unbewußt erlernten' Sprochstücke in das Gebiet des bc-. wußten Könnens übertragen. Die porzettanMnik. Eine vergessene Stätte des Kunsthandwerkes. Auf tradftionellen Boden, wo einst Nicolai geweift hat, besteht jetzt eine Reparaturwerkstotr, die schon seit drei Generationen sich in der Familie befindet. Mit soviel Tradftion belastet mühte man eigentlich gar nichts anzufangen wissen: aber Handwerk ist erfinde- rifch, müßte das bekannte Sprichwort heißen. Wenn man in die Brüherstraße 13 kommt in den alten Gartensaal des Buchhand- iers Nicolai so denkt man, man wäre in einem Museum, soviel alte Dinge stehen da herum. Aber alles ist wieder heil und man kann den Vasen und Krügen, den Tellern und Tassen nicht ansehen, in wieviel Stücke sie zerschlagen waren. Wer nicht nur Porzellan steht da herum, auch Glas, Elfenbein, Bronzen, Holzgefäße, kurz Wert- gegenstände aus allen möglichen Materialien. Das Prinzip dieser Kunsthandwerkstätte liegt darin, dem gegebenen Material in jeder Hinficht gerecht zu werden. So wird an Porzellan nicht Gips an- gekittet, was viel einfacher wäre, nein, zu Porzellan gehört Por- zellan. Da wird eher die beim Besitzer laienhaft gemachte Kiftung wieder aufgebrochen und die betreffende Form, sagen wir z. B- der Henkel einer Tasse, wieder nachgeschaffen und dann angeschmolzen. Es gehört zu solcher Tätigkeft nicht nur viel handwerkliches Können. sondern auch Sinn für Stil. Ja. großes kunstgefchichlliches Wissen ist notwendig. Man könnte einwenden, daß in unserer Zeft so viel .�unstgegenständ« geschaffen werden, daß man nicht gerade aus diesen einen Gegenstand, der den Weg alles Irdischen gegangen ist, ver» gessen zu fern braucht. Da spielen aber oft persönliche Erinnerungen mit, und da ist es schon gut, daß es eine Stätte gibt, wo man Trost finden kann. Berlin ist von allers her bekannt für handwerkliches Können und so kann man es begrüßen, daß die unruhige Zeit noch nicht alles weggeweht hat. Usbrigens ganz so mittelalterlich ist es nun auch nicht in der Porzellanklinik. Ein Rundgang durch die Arbeitsräume zeigt, daß man mit ganz modernen Apparaten arbeitet. Appa» rate, di« nicht denen, die man in den Manufakturen und beim Zahn- arzt sehen kann, zurückstehen. Die Manufakturen aber selber haben ihren Betrieb so auf Neuanfertigung umgestellt, daß sie den Repa- raturen nicht mehr ganz gerecht werden. Man steht dort Stücke, so- wohl aus der Staatlichen Manufaktur, als aus Kopenhagen, Seores, Meißen und wo sonst noch Porzellan herkommen mag. Die Auftrage kommen vielfach von Antiquitätenhändlern aus der ganzen We(t. Wenn man die zerschlagenen Gegenstände steht, erscheint es ganz unglaublich, daß solch« Scherben wieder ein Ganzes ergeben sollen. � Aber die wackeren Handwerker scheuen sich vor nichts, alles wird «achgentfllt, und die Farben so gut getroffen, daß man nicht den Zeitunterschied zwischen Herstellung und Wiederherstellung erkennen kann. Man braucht gar kein« Angst mehr zu haben, etwas zu zer» schlagen. Ein Polterabend kann in der Porzellanklinik ungeschehen gemacht werden. Oas neue'Mietrecht. Der 1. April bringt eine Aendenmg der bestehenden Mieter- schutzbestimmungeu. Di» Abteilungsmietervertreter der Sozialdemo- k ratischen Partei haben sich kürzlich in einer Versammlung im Nor- dischen Hof mit den neuen Bestimmungen beschäftigt. Landgerichts- direktor Rüben berichtete über die Aenderung der Bestimmungen imd die Möglichkeiten, sich als Mieter dagegen zu wehren. Kün- digungen können jetzt durch Kündigungsschreiben erfolgen, die durch das Gericht zitgeftelft werden. Dies hat bereits vielen Hauswirten den Anlaß gegeben, ihre Rechte zu überschreiten und unter Ausnützimg der wirtschaftlichen Not der Mieterschost Kün- digungen herbeizuführen oder Mieterhöhungen durchzusetzen. Der Hauswirt hat trotz dieser Neuoerordnung sachlich keine größeren Rechte als vor dem 1. April. Er kann seine Mieter nur wegen Beköstigung, Mietrückstände u. ä. heraussetzen. Cr kann unter keinerlei Vorwand mehr Miete verlangen als die gesetzliche Miete. Nebenbezüge sind unzulässig. Jeder Mieter kann sich gegen die Kündigungen wehren. Er dnuß gegen jedes Kündigungsschreiben durch Einschreibebrief beim Gericht Widerspruch erheben und sich an die Abteilungsmietervertreter oder die Mitglieder des Bezirksmietcr- Ausschusses um Beistand wenden. Die Frist zur Erhebung des Widerspruches beträgt 2 Wochen. Wenn sie verstrichen, ist der Mieter seines Rechtes verlustig. Mit der Mahnung an die Mieter, bei den Wahlen derer zu gedenken, die die Wohnungsnot zu weiterer Bedrückung der Mieterschost eigennützig ausnutzen, schloß der Rese- renk sein« Ausführungen über die neuen Mieterbestimmungen. Er berichtete dann noch über das Recht der Untermiete. In der letzten Zeft machen sehr viele Hauswirte ihre Genehmigung, Unter» Vermietung zu gestatten, von Mctsteigerungen abhängig. Der Hauswirt hat nach den bestehenden Bestimmungen kein Recht dazu. Kommt der Hauswirt mit derartigen Mietsteigerungen, so braucht der Mieter seinem Hauswirt nur zu antworten:„Ich bin bereit, den Mehrbetrag zu zahlen, den das Mieteinigungsanft festsetzt.' Jeder Hauswirt wird sich hüten, an das Mieteinigungs- amt zu gehen, er weiß genau, daß er dort Unrecht bekommt. Schlechte Säfte, unreines Älut sind die Grundursachen vieler Krankheiten. Im Frühjahr ist be- kanntlich der Organismus besonders geneigt, durch Reichels Wacholder-Extrakt Schärfen und Unreinigkciten auszuscheiden, wes- halb wir gerade jetzt zu einer Auffrischung des Blutes mit diesem natürlichen Heilmittel raten können. In Drogerien und Apotheken erhälllich, der vielen Nachahmungen wegen achte man aber auf die Marke„Medico' und die Firma Otto Reichel« Berlin SO-, Eisen- bahnsträße 4. Das Dorstandsmftgfted Lang« berichtete dann noch, daß amtlich vorgedruckte Formulare ausgegeben worden sind, die der'Mieter für seinen Einipruch benutzen kann. Die Abteilungsmietervertreter und auch die Mieterverbände haben derartige Formulare in Besitz. Die Mietervertreter der Parte« und der Mietern erbände sind immer be- reit, zu helfen. Kunstankäufe der Stadt Bcrlitt. Im Festsoal des Rathauses in der Königstraße sind augenblicklich die Kunstwerke ausgestellt, die die Kunst de p Uta- t i o n der Stadt Berlin feit der letzten Ausstellung am US. Dezember 1926 erworben hat. Es Handeft sich um ungefähr 59 Gemälde und 29 Aquarelle und Stich«. Man darf hier keine einheitliche Kunst- richtung erwarten, kein« Einstellung auf«inen bestimmten Stil oder auf bestimmte Darstellungsobjekte, da die Kunstwerke ganz verschiedene Aufstellung finden werden. Man. gedenkt sie nach Beendi- gung der Ausstellung an die einzelnen Bezirksämter zu verteilen, und von dort aus sollen sie an Schulen oder an sonstige öffentliche Einrichtungen überwiesen werden. Wie gesagt, die Ausstellung bietet eine Sammlung entgegengesetzter Stile. Landschaften sind vertreten in der oltmeisterlichen Art eines Thoma und ttn Stil der späten Impressionisten, und im Gegensatz dazu wieder andere, die die Sachlichkeit, das Objekt allein betonen. Inhaltlich geben sie die märkischen Seen, süddeutsche, italienische und nordische Typen unter sommerlicher Sonne oder herbstlichem Nebel. Stilleben sind ausgestellt, bei deneN jedes Blftt bis ine Detail gemaft worden ist. Genrebilder im Stil eines Knaus oder Meyerheim, und unter den Stichen befindet sich sogar einmal Fndericus Rex, wie er die Feinde überrascht. Daneben Proletarisches: Arbeitslose, Zlrbeiteroiertel und verhungert«, ausgedörrte Gestalten. Man betreibt perspektivische Kunststücke oder setzt sich einfach über die Perspektive hinweg. Unter der ausgestellten Plastik entzückende Tierbilder, gifte Porträts, Sportstypen und Arbeiter bei der Arbeit. Und so bunt die Stile und die Gegenstände, so bunt die Namen. Jlleben Unbekannten und wenig Genannten Namen wie Corinth, Slevoqt. Baluschek, Wille oder George Groß und der des Proletar'ftrmalers Nagel. Geld gefundent Dieser Tage wurde auf einer Straße in Berlin S W. ein« Geldsumme gefunden. Sie steht dem Ver- lierer zur Verfügung, wenn er in der Lage ist, dem Sekretariat der „Vorwärts' brieflich anzugeben: 1. an welchem Tags, 2. um welch« Stunde, 3. an welcher mutmaßlichen Stelle er das Geld ver- loren hat und 4. wie hoch die verloren« Summ« war. EngNsch and?ranMsch. Beginn neuer Änflngerkurs« bei Genossin Heß, W 50, Spickernstr. 16, Gartenhaus 3 Tr. r. sUnIergrundbahnhoi Rürn- berger Platz). Anmeldung, auch schriftlich, von Montag, den 2., bi» Donnerstag, den 5. April, 5— 8 Uhr. Genossen und Genchsinnen mit Vorkenntnissen können den bestehenden Kursen jederzeit beitreten. Sport. Niederlage Breiiensträters. Bei den gestern abend tn Frankfurt ff. M. ausgetragenen Berufsboxkämpfen in der Frankstdftsr Festhalle wurde im Haupr- kämpf der frühere deutsche Schwergewichtsmeister Hays Vreilen- sträler durch den Engländer Gipfy Daniels in der zweiten Runde durch k. o. besienk. Reuveu zu Skrausberg am Sonuabeud, dem Zi. März. t. Rennen. 1, Lichtenftein< Klotz), 2. Goldener Frieden tZSaiter Heuer), 3. Heldraftein(Häuser). Toto: 128: 10. Platz: 20, 13, 17; 10. Ferner liefen: Daish IT, Fünf Uhr, Theano, Mimose, Qililom, Peer Gynt, Fahnenwacht. 2. Rennen. 1. Jliade(Zachmeier), 2. OrdenZlanzlcr(Ludwig), 3. MenealaoS(Jentzsch). Toto: 162: 10. Platz: 2«, 16, 18: 10. Ferner liefen: Erllönig ll, Liniana, Gunthrada, Heiliger Narr, Probefahrt, Moving, Wintmveide, Svanahild. S.Rennen. 1. Karodame(Eichham), 2. Norge(Schnitzer)- 3. Dioelrtian(Walter Heuert. Toto: 30: 10. Platz: 16, 11: 10. Fernen liefen: Werden, Corloman, Spitzbub. 4. Rennen. 1. Gerber(O.Schmidt), 2. Halca(Böhlke), 5. Mond- nacht(Ludwigs. Toto: 84: 10. Platz: 15, 15, 18:10. Ferner liefen: Rinaldo. Odaig, Storm Cloud, Theokrit, Bonheur, Carabach, Oran, Lob« redner. Mallaken, Daubenton, Frasqutta. 2. R e n n e n. 1. Mandarin(Häuser), 2. Laurin(Ludorf), 3. Hilarius (Waller Heuer). Toto: 1»: 10. Platz: 12, 22, 28: 10. Ferner liefen: Grand Mousseux, Mohn, Dollar, Ciolhitde. 6. Nennen. 1. Rotenstein(O.Schmidt), 2. Patachon(THIelemann). 3. Rottländer(M. Schmidt). Toto: 31:10. Platz: 14, 22, 18: 10. Ferner Uesen: Rosenherzog: Pommard, Paradenia, Die Nacht, Horeb, Legende, Windspiel. 7. R e n n e n. 1. HuSdent(H. Schmidt), 2. Bubi(Leutn. v. Imhoff) 3. Namen(Quast). Toto: 167: 10. Platz: 40, 19, 22: 10. Ferner liefen; Pommer, Herzog, Fuchsie, Barfuß, Mundschenk, Iwan. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und lllogegeod (Nachdr. verb.). Meist stärkere Bewölkung, verewzelle Regensälle, etwas kühler.— Für veulschlond: Im Osten ziemlich mild und meist wolkig, im Westen kühl, bewölll bis trübe. Einzelne Regensälle. eigenes Fabrikat jLIH t* Jl/1|1U Pö �Lustigste Bedingungen Laden, Ärunnenstr. AS. I«/ weil Sie die richtige M,arke noch nicht gefunden haben. Probieren Sie einmal die Enver Bey Gold und Sie werden erstaunt feststellen, welch' köstlichen Genuß die Zigarette für Sie bedeutet » ♦« »■* *(«*▼« ENVEB Wer««w 5s WERTHEIM Leipziger Str.(Versand- AbtO KSnigstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz w-_-- Gster- tfConfituren«. Spielwaren Jugend). Kleid Garnitur, Biesenstepperei n. Faltenrock, Gr. 42-46 Nachmittagskleid MeN. Verarbeitung. Faltenrock, farbig, Größe 42-46 Kasha-Kleid tn. Georgette-Garnitur, Plisseerock, beigeros6, grün, blau, Größe 42-46 Damen-Mantel""SÄ"- mit moderner Biesenstepperei, Größe 40-44 15 so 42 m 42 m 24 so foatnen-(t0SscSte 225 Taghemd mtt I Taghemd»«SU 07a ». Spitze, versch. Psmod*£m' V 225 290 385 Nachthemd Im Slotf gesflekt Nachthemd wechisdeii« AaafUhr. Nachthemd mit Stickerei u. Spitze Hemdhose Ä>1 en •ddc. mit Spitze 0.73"T'tw Complet farbige Kmateelde vj DU Complet in?«» Knnstselde mit Spitze I V» w Prinzeßrock terb. Kimstaclde, m. Spitze V'O Schlafanzug A0e farbig Batist V« {Korsette 285 Hüfthalters�. summt, mit Schließe und BOdcenachnUiuDg, 2 Halter Hüftgürtel ,/Ä 0nm vom u.•elllich x. Knöpfen, 9n 4«uawecbsclhai* Halt«» � Hüfthalter a Schließe, Selriengumml�H." M Hüfthalter m. Seiden srnmml. vorn s. SchUeß,GummirBtt, 4 K. Hüftgürtels™� a KaBpfcn. mit SdinOrungt, 1 50 4 auswecti&elbar» Halter■ ww Büstenhalter Kanatscidc. weiß und farbig; mit Spitze.. 050 75 pf. (tüeißwaren Damenkrawatte 4 A~ Crepe de China, farbig I Kragen O10 In zarten Farben geatldct Bindekragen o.- C-Ape de Chine, farbig d£L Rips-Weste*5� Q9n DurchknOpfen. teste Form w fc« Woc+O Crepe de Chine, WcolO Pullover-Aas- eS 4 A schnitt, m. Fitltch. u. XnSpf.\J iv Cachenez Q?- «X« cm. nsae Farben«7/ O Kasha-Mantel«ÄÄl'Ä, AR., auf beiden Seiten zu tragen, Größe 42-48 M Bulgaren- Bluse v-».,«-. Äon mit langen Aermeln, handgestickt\J U Vollvoile-Jumper v-n-«-- Q7k mit Handstickerei/ O Sport-Jumper lA-.p- CrSpe de Chine(Kunstseide), mit Krawatte|/ U {Kinder-{Kleidung Kinderkleid Ä karierUVaachst., Indanthi gafSrbt, Lg. 88 bis 78, Lg, kariert.Waschst.,lndanthren O 75 .U'U (Jade wettere Größe 26 PI mehr) Spielanzug kariert Zephir, Höschen mit 75 Palen tverachL, Lg.iS�O, Lg.«*-»»« (Jede wettere Größe 38 PL meto) MatrosenkleidJSi 7 Kn Cheviot Lg.»-«0, Lg.»/ OU flede weitere Größe 1 M mehr) Backfischkleid 4E- Kasba, mit Soutachc,| Q M Stepperei und Stickerei Kieler Anzug wana0 Melten-Cheviot. m- rland- I. z 7 5 Stickerei, f. 2-14 Jahre, 1. 2J.• � (Jede weit. Gr. 1 M, ab 9 Jahre ISO mehr) Kieler PujackNauiÄ„ Tuch, f. 2-12 Jahre, f. 2 Jahre I W M (Jede weit. Gr. 1.SO, ab 9 Jahre 236 mehrt Einknöpfanzug 4qäi. retnwoll Rips, rosenholz. I fS 25 maiine.blau. f.2-hjahrt,21. (Jede weitere Größe 1.28 mehr) Windjacke BamuÄ Aon 8loff,L4-l4 Jahre, t. 4 Jahre TöL» (Jede weit. Gr SO, ab 9 Jahre 78 PL mehrt Tiroler Hose 4=0 Velvelon, f. 2-14Jahre,�.2L. (Jede wettere Größe mabr) Etamlne ca. 180 em breit Mt?. Landhaus geweblTBUdn. Vol �MJr. Halbstore Btamtos PUef-gulpirro-Moltv Halbstore Btamtne mit OrobBIet-Molt* Halbstore gewebt nm mod. Dessins n. Quasten Sardinen .85 pf. 95 pf. 450 050 760 Halbstore gv-rw-nja ü.. (mit. Fllet-Masler n. Frensea i i M Halbstore SÄI�m OrobtUct-FnB a. Quasten I w M Fensterdekoration gewebt Tim. mod. M neter,"1*1 o rr Qoarbehang mtt Volant|| 25 Bettdecke' JSST Q7c Etamlne, Pile-antlk-Mottv w/ O Damen-Kostüm cuter imprSgn. Gabardine, Jacke ganz auf Paillette, dunkle Tarben, Gr. 42-46 überall zu haben! ElcrcpAnt ü n d d o c K, bequem I Billig& t e H au s wasche Fabrikanten: Firma H. Sternberg jr., Berlin NO 43; Firma van Laak, Schmitz& Eltscblg, Berlin NO 55. Teilzahlung Die neue Reichsbanner' \A/irtrl i-ar-slccb guter Gabardine, imprägniert, abknopfbarer v V II lUJdutNCJ Gurt. Schlaufen iür Haken zum Durchführen des Koppels ly."1-' imprägnierter Gabardine, doppeltes Kr. OpUrUlUbd Gesäß.|M. I0.3U 0/-h»-r-))->/-\o Televisi', Notdotdaß. mtd QrpI-QUter Verden In ■ Fabrik tn Rnibenov- Ataae Sehlense hergestellt. Wir teigem dieselben gerne ohne Jeden Kaqfxvang and laden freundUdtal zaz Bestditigang ein. Moderne Schutzbrillen mtt Ql&scm tn hellem oder dunklem Born Mm 2.SO SaOO SSO TaSO SportbriUen ntU Doubl f- Einlage. M. 13.— 14,— tn echiem Sdiildpati.„ 33.— 32— Farbige Gläser In prma, blau, grün, gelb und aarft /aar farblos tn allen SdtArfen von FL an pro Stüde. Kostenlos prüfen wfr Jagen und Sehkraft mU Sorgfalt uoth unserer bewdhrlen Methode. Reparaturen Verden sofort miedigt Kompasse.. von M. 3— bis M. 3S.- Hygrometer„» SSO m M 35.- Baromeier.„„ S—„„ so.- Sind's die Bugen, geh' zu Ruhnke! SW Prtadrteh.Str. BtB Eck* HodamanjuCrafia Belle. Alllanca-Str. 4 sah* Tins tharlotteBbntg: Tauantzlan-Str, 13 pwMtxrbarger c, Ranlemtr. JomehlmMtbmler Str. M nah* Bahnhof Zoo TmuaaiMlmnmStr. IS Ecke RamlfSir. Jteakölla: BaramStr. A Uta Zidhmatrafi* friedeana: "•2Ö&Ä*. SchBaeberg: Haupt'Str. MI Eck* Altos ianstraße # Vilmendotf: Beritnar»Cr, ISM-tSB Nr. 152* 45. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 1. April 192» Achtung! Achtung... Oer deuische Rundfunk als Organisation.- Vier Jahre Aufbauarbeit. Vicrundeinhalb Jahr« sind jetzt seit der ersten Berliner Ten- dung verflossen, und wir dürfen schon von einer Geschichte des deutschen Rundfunks sprechen. Die Ergebnisse liegen nicht, wie man vielleicht denken könnte, auf technischem Gebiet. Die tech- nische Grundlage war längst gesichert, seitdem schon in den letzten beiden Kriegsjcchren die drahtlos« Telephonie mit Röhrensendern erprobt wurde. Damals entstand auch sofort die Idee eines reget- mäßigen öffentlichen Sendedienstes. Aber«ms den Aorberei- tungen, Ende 1919, lastete die Inflation � und auf den praktischen Anfängen die Stabilisierungskrise. Den erfieu versuch auf breiterer Grundlage bildete im Mai 1920 ein Funkpressedienst: er blieb jedoch praktisch ziemlich bedeutungslos, weil sein« hohen Gebühren die Nachrichtenbureaus als Abnehmer überlasteten. Etwas besseren Er- folg hatte im August 1922 der.drahtlose Wirtschafte- rundspruch*. der Wirtschafte-, Kurs- und Preisberichte wäh- rend der Jnflationsjohre regelmäßig ins Land sandte. Dabei trug der Eildienst das gesamt« Risiko gcgemcher der Post, hje sogar die Empfangsapparate vermietete. Jeder dieser Apparat« war nur auf die Well« dieses Wirtschaftsfunks abgestimmt und plombiert; nur ganz vereinzelt wurde ein«„A u d I o n v e r s u ch s e rl a u b n j s" erteilt, die freien Empfang gestattete und die wenig beliebte Plombe löste. Die breite OeffcMlichkeit kannte natürlich diese Versuche nur vom Hörensagen. Immerhin kam dabei wertvolles Erfahrungsmaterial zusammen, das ständig« Versuche von Königswusterhausen aus er- gänzten. Dort war nämlich Anfang 1919 die militärische Funk- stell« von der Reichspast zur weitverzweigten Versuchsstation mit dem Auslände ausgebaut worden. Daneben unternahm seit 1929 der heutige Rundfunkkonnnissar Dr. Bredow ursprünglich Direktor der privaten Zieles» nkenindustm. damals Winisterlaldirek. tor im Postministerium— musikalische Uebertragungs» «ersuch« von kleinen Konzerten bis zu vereinzelten Opern- sendungen. die einen unbestrittenen Erfolg bedeuteten. Die Reichs- post unterstützt» die» in keiner Hinsicht, da sie sich nach nicht zur Freigabe des Rundfunkempfangs an alle entschließen konnte und sich zudem außerstande erklärte, die Veranstaltung regelmäßiger Sendungen mit ihren' unvermeidlichen Kosten Kl garantieren. Andererseit» wollt« sie ihr Sendemonopol auch nicht privaten Händen überlassen, wie da» schon 1322 in England geschehen war. Di« Situation spitzt» sich deshalb immer mehr zu. Ständig wuchs die Zahl unkontrollierbarer Amateure, die mit ihren Apparaten ungesetzliche, aber technisch recht gute Erfolge erzielten. Endlich gelang e» End« 1923, die Freigab«. der Empfangserloubniß zu erreichen, und nach langen, vergeb, lichen Verhandlungen mit den Behörden ließ schließlich Dr. Bredow selbst die private Gesellschaft.Deutsche Stunde" mit der ersten Sendung beginnen. Am 1. November ISZZ stand der Dollar avf 65 Milliarden Papiermark, da erlönle zum ersten Male:.Achtun» Achtung. hier Ist verlin!" Aus dieser Vorgeschichte ergab sich die eigentümliche Struktur des deutschen Sendewesens, wie sie noch heute charakteristisch ist: die R e i ch � p o st als Leiterin des technischen Unternehmens private Gesellschaften dagegen als Veranstalter der S e n d u n- gen. Ein« konsequente Trennung in dieser Art war jedoch un, durchführbar. Denn es hätte sonst praktisch geschehen können, daß einzeln« Sendegesellschaften jede Kritik von außen her ablehnten, um nur noch persönlichem Gutdünken ihr Progrommonopol aus- zunützen; an solchen Versuchen hat es auch wirklich anfangs nicht gefehlt. Da der Staat das technisch« Mittel lieserte, war dies un- tragbar. Zunächst äußerte er sein Mitbestimmungsrecht in zwei allgemeinen Richtlinien, die für die Zukunft freie Hand lassen sollten. Indessen ging die„Deutsch« Stunde G. m. b. H." in der Aktiengesellschaft„Die Radiystunde"(später„F u n k st u n d c") auf und übernahm neben der Gewähr regelmäßiger Darbietungen das gesamt« Risiko für den Berliner und den Münchener Sender—, die übrigen sollten s« nach den Einkünften fertiggestellt werden. Die Rcichspost lehnte jede Unterstützung ab. Der Erfolg übertraf zunächst alle Erwartun- gen. Bisher hatte das Interesse nur der technischen Neuheit des drahtkosen Telephonieempfangs gegolten: jetzt wandte es sich jedoch den Darbietungen selbst zu. Schon 192t folgten deshalb dem Berliner die übrigen acht Hauptsender mit selbständigen Aktiengesellsebaften an der Spitze, und dies« neun Sendeleitungen gründeten 1925 eine gemeinsame Vertretung. die Reichsrundfunkgesellschaft. Sie sollte ein Arbeitszentrum bilden, da» den Rundfunk vor lokaler Zersplitterung bewahrt und die gemeinsamen Interessen der Sender wahrnimmt. Zunächst ist das in praktischen Fragen wse Steuern und öbnlichen rechtlichen Auseinandersetzungen nötig. Dazu kommt die Vertretung Deutschlands in der zwischenstaatlichen Vereinigung aller Rundsunkorqonisationen der Welt, in der Genfer Union Internationale de Radiophonle, die u. a. die Wellen- längen der einzelnen Staaten festsetzt, vor ollem hat jedoch die Reichsrundfuntgesellschost für den zweckmäßigen Ausbau des deut. scken Scndenetze» zu sorgen. Dabei verfolgte sie von Anfang an das viel umstrittene Ziel, möglichst viel Sender mit hoher Energie über dos Land und Fremde Gelder und Akzept« 5 347 Wechsel u.Schatzanweisungen 1 373 Warenvorschüsse..... 554 Laufende Forderungen.. 3 519 Börsenvorschüsse..... 587 Bilanzsumme...... 7 641 Sämtliche Kreditbanken Fremde Gelder Wechsel u.Schatz Warenvorschüsse. Laufende Forderungen Börsenvorschüsse... Bilanzsumm«. 5 363 1429 545 3 651 592 7 832 6152 6 655 1593 2 922 613 815 3 897 4 084 531 536 8 241 9 127 7 515 1746 686 4 741 . 755 . 19617 Staat»« vnd Landesbaake« Fremde Gelder..... 2083 Wechsel u.Schatzanweisungen 478 Warenvorschüsse..,., Laufende Forderungen., 1 510 Bilanzsumme..,,,. 3 985 7 760 1813 677 4 963 756 10 951 2122 433 2 1549 3252 7 985 1999 779 5 282 684 11476 2234 414 2 1683 3 444 8583 2597 1 028 5 529 659 12 506 2 434 549 8 1753 3 840 Ganz gleichmäßig sind bei den 6 Berliner Großbanken, bei d«n ungefähr 89 Privatbanken, den 21 Landesbanken und auch den 16 Girozentralen die Kundschafts- und sonst den Banken geborgten Gelder gestiegen. Seit dem 31. Oktober 1927 ist diese Steige- rung sogar beträchttich stärker gewesen als in der Zeit von Juni bis Oktober 1927, den vorhergehenden 4 Monaten. Die allgemeine Konjunkturbewegung hat sich also bis Ende Februar seit Juni vorigen Jahres noch dauernd auegeweitet. Diese Konjunktur war eine reine WIrtschasts-, kein« Börsenkonjunktur, das zeigt die Verwendung der Geldcr- Vei den Großbanken und den übrigen Privorbanken. aber auch bei den öffenttichen Banken sind die Wechselbeständ«, dl« die Entwick- lung des Waren Umlaufs erkennen lassen, sprunghast ge- stiegen. Die stark« Entwicklung des deutschen Zlußenhan- dels, die ebenfalls ein Merkzeichen des wirtschaftlichen Ausstiegs ist, hat die Warenvorschüsse aus lagernde oder schwimmendc Waren in fast noch stärkerem Verhältnis anwachsen lassen als die Wechsel. Aus der anderen Seite darf man aus der Tatsache, daß die laufenden Forderungen der Groß- und Privatbanken, das ist die laufend« Kreditgewährung an die Privatwirtschaft, sehr viel langsamer gestiegen sind als die Wechsel und Warenvor- schlisse, den Schluß ziehen, daß die Privatwirtschaft sehr gut verdient hat. Sie konnte den Geldbedarf, den sie früher auf Kredit nahm, aus Einnahmen bestreiten. Die Börsen vor.- s ch ü s s e gingen im ganzen, trotz der großen Steigerung der pri- vaten Bankgelder, weiter zurück: Zeiten guter Wirtschasts- konjunktur sind schlechte Zeiten für die Börse. Daß die Börse auch heute noch flau ist, muß deshalb optimistisch stimmen. Die Girozentralen(Geldausgleich der Sparkossen und Kommunalbanken) haben den Geschäfteaufstieg mitgemacht. Noch stärker als bisher haben sie, entsprechend ihrem kommunalen Pank- und Sparkasiencharakter, für Wohnungsbau und sichere Spargelder- anlage die langfrifttgen Hypotheken« und Kommunaldarlehen mit den entsprechenden Sicherungen gepfiegt. Wir sagten es schon: das Bild bis Ende Februar berechtigt zum Optimismus, trotz der Arbeitslosigkeit und trotz der kurzfristigen Auslandsgelder, die die Banken haben. Sie könnten sie nicht haben, wenn sie nicht— an der Börse arbeiten die Gelder ja nicht für die Wirtschaft nötig wären. Da» heißt ober auch. daß die ganze Arbeiterschaft den Wirtschaft?- kämpfen, die vor ihr stehen, mst Kraft und Zuversicht entgegengehen darf— trotz aller Schwarzmalerei des Privatkapttals—- und zwar um fo mehr, als auch öffentliche Aufträge die Wirtschaft hqld wieder durch da» jetzt gesicherte Hereinkommen von Ausländsanleihen befruchten werden. Zwangssyndikat für Braunkohlen. Ein Eingriff des Reichswirtschafisminifiers. Das O st« l b i f ch e Braunkohlensyndikat war zum 31. März gekündigt worden. Die Schwierigkeiten bei der Bildung eine» freiwilligen Syndikats tonnten nicht überwunden wcrd«». Auch die großen Braunlohlenfirmen haben sich aus freien Stücken nur zu einer Zwischenlösung für den M o n a t A p r j l verstand�- gen können, der natürlich nur ein« Verhandlungspause Ist. Da der Reichswirtschastsminister nach dem Kohlenwirtschaftsgesetz verpflichtet ist, bei austretenden Schwierigtelten an der Syndikatsbildung mit- zuwirken, Hot er die zwangsweise Eingliederung von neun kleineren Braunkohlengesellschaften mit Brikettfabriken auf die vorgesehenen vier Wochen in das Ostelbifche Braunkohlensyndikat verfügt. Natürlich geht es auch bei diesen Schwierigkeiten um den Ouotenkampf der Synditatsmitglieder. Glrozentralea Fremde Gelder..... 978 1 078 1 073 1 383 Langfristige Anleihen... 854 993 917 1936 Wechjelu. Schatzanweisungen 135 118 197 19» Laufende Forderungen.. 355 368 396 392 DcrrlehenmitfestenLaufzetten 1299 1 349 1 371 1689 Bilanzsumme 2259 2 394 2 407 2 890 Berlins neue Großbank. Lazard Speyer- Ellissen Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die seit vielen Monaten andauernden Zusammenschlußverhand. lungen zwischen dem Frarikfurter Bankhaus Lazard Speyer-Ellissen und der Berliner Kommanditgesellschaft auf Aktien E. Schlesinger- Trier u. Co. sind abgeschlossen. Da« Ergebnis Ist, daß Berkin unter der Firma Lazard Speyer-Ellissen Kommanditgesellschaft auf Aktien eine neue große Aktienbank erhält. Die Frankfurter Finna bleibt al» westdeutsche Hauptstev« aufrecht erholten, der Schwerpunkt der Firma soll aber in Berlin liegen: da« Berliner Geschäft soll erheblich erwettert werde«, so daß de» Berliner Banken«ine neue Konkurrenz erwächst. Das Kapital der neuen Gesellschaft wird 25 Millionen Mark betragen; davon hauptsächlich im Famtlienbesttz bleibende 29 Millionen Mar? Koimnanditastien und 5 Millionen Mark offene Reserven. Besonders die Frankfurter Bank hat starke Bezithungen zum Ausland. Im«ufstcht»rat werden Vertreter der A m st e r- damer Finna Gebrüder Teixeira, de Mattv» sitzen, und die be- kannte New-Dorker Firma Speyer u. Co.. mit der schon seit fast hundert Jahren enge Beziehungen bestehen, wird Gesellschafter in der neuen Großbank._ Gegen die Errichtungen größerer Wohnungen wendrt sich eine Erklärung des Amtlichen Preußischen Pressedienstes, die wohl auf das preußische Wohlfahrtsministerium zurückzuführen ist. vielfach werden größere Wohnungen gebaut in der Hoffnung, daß durch die Abwanderung von zahlungsfähigeren Mietern Kleinwoh- nungen frei würden. Diesem scheinbaren Vorteil steht aber der viel größere Nachteil gegenüber, daß angesichts der beschränkten Geldmtttel damit die Errichtung größerer Wohnungen die Nachfrage nach kleinen überhaupt nicht mehr befriedigt werden kann. Das gilt besonders für 1928. wo das Geld vorläufig fehlt. Die preußische Regierung weist deshalb auf die Richtlinien über die Verwendung der Hauszinssteuer hin, die gar keinen Zweifel darüber lassen, daß bei Vergebung ösentlicher Wohnungsbaumittel in erster Linie der Bedarf an Kleinwohnungen befriedigt werden muß. „Die ehrwürdig«, Brüder der christlichen Schulen" zu Sirnach- Villingen haben in Holland auch eine Auslandsanleihe über 100 000 Gulden aufgelegt! Neue Dfandbrlefanlelhen. Die Thüringische Landes- Hypothekenbank A.-G., Weimar, legt von ihren 8 p r o z e n- tigen Goldpfandbriefen Serie XIII über 10 Millionen M. nun- mehr den Rest von 2 Millionen M. zum Kurs von 9 751 Proz. zur Zeichnung auf. desaleichen von ihren»prozentigen Gold- kommunalschuldoerschreibungen Serie XIII über 5 Millionen Mark. den Rest von 2 Millionen Mark zum Kurs von 9 554 Proz.— Die Deutsche Hypothekenbank in Meiningen und die. Preußische Bodentredit-Aktienbank Berlin legen ferner i« 19 Millionen 8prozentige Goldpfand- bliese zum Kurs von 97 54 Proz. zur Zeichnung auf. Die Einzelheiten über beide Anleihen finden die Leser im Anzeigenteil. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, den 1. April 1928. 9: Morgenfeier. 11.30: Palmsonntagkonzert. 14: Kurzschrift 14.30: POr den Landwirt. 15J0: Die Abenteaer des Kapit&as Funk. 10: Die deutsche Legende in Poesie und Musik. 16.30; Unterhaltungsmusik. 19: Stunde des Journalisten. 19.30; Philosopher. als Dichter— Dichter als Philosophen. 20: Johannespassion von Joh. Seb. Bach. 22.30; Tanzmusik. Montag, den 2. April 1928. 15.30: Vorbereitungen zum Osterfest. 16: Der Sternenhimmel nn Monat April. 16.30: Novellen. 17: Kammermusik. 18.15: Neuentdeckung der Stadt 18.45; Das Gemeinschaftsproblem in der Betriebswirtschaft 19.30; üeber- t ragung Staatsoper: Puccini-Abend. Danach: Im Volkston(Lieder, Musikvorträge), Dienstag, den 3. April 1928. 12.30; Die Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Die Zeit- und Sturmsignale an den deutschen Küsten. 16; Stunde mit Büchern. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.20: Die richtige Erholung als Selbstschutz. 18.50: Kult und Kunst. 19,15: Hiramelskunde als Helferin im praktischen Leben. 19.45: Sende- spiele:„Jedermann" von Hugo v. Hofmannsthal. Mittwoch, den 4. April 1928. 15.30: Der Mensch und die Natur. 16; Der Qroßairbau von Ocmflse w der näheren Umgebung Berlins. 16.30: Jugendbühne. 17; Unterhaltungsmusik. 18.20: Die Bewertung des Krankheitsgefühls durch den Arzt. 18.50; Rechtsfragen des Tages. 19.20: Die Nationalgalerie. 19.50: Die Weltanschannng des Pazifismus. 20.30; Lieder, Musikvorträge(I. Versuchsübertragung Berlin- Warschau, II. Uebertragung Warschau-Berlin). 22.30; Aus deutschen Opern. Donnerstag, den S. April 1928. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Zum 100. Todestag von Georg Joachim Göschen. 16: Stande mit Büchern, 16.30: Konzert. 17; Lieder. Danach: Konzert. 18.30; Der Amatcurboxsport. 19: Wanderungen durch die Mark. 19.30: Neuzeitliche Schutzmaßnahmen im Bergbau. 19.55; Gestalten um Dürer. 20.30: Passion(Rezitationen, Musikvorträge). Freitag, den 6. April 1928. 9: Morgenfeier. 11.30: Dürer-Feier. 17: Joh. Seb- Bach(Konzert). 18.45: Albrecht Dürer. 19.30; Uebertragung Gr. Schauspielhaus:,.Requiem" v. Verdi. Sonnabend, den 7. April 1928, 15.30: Von Glocken und Qlockeninschriften. 16: Deutsche Osterspiefc des Mittelalters. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18�0: Uebertragung des Geläutes der großen Glocke des Kölner Doms. 19; Die Dichtung des alten Orients. 19.30: Schachstundc. 20: Sozialpolitische Umschau. 21: Ernste Musik. Konigswusterhausen. Sonntag, den I. April 1928. Ab 9: Uebertragung aus Berlin. 14: Winke für Liebhaberphotograpbeo. Ab 14.30: Uebertragung aus Berlin. 18: Praktische Erfahrungen auf dem Gebiete der neuzeitlichen Ernährung. 18.30: Ernährung und Höchstleistung. 19? Parsifal und der Sinn der Erlösung. Ab 20; Uebertragung aus Berlin. I Montag, den 2. April 1928. 16: Cnzlisch(knltnrknndlieh-lilerarische Stund«). 16.30: Vom spreoheodeo Film. 17: Ueberlraeiin2 aus Berlin. 18: Technischer Lehrgant flr Fach- arbeiter und Werkmeister. 18.30; Englisch für Anfänger. 18.55; Die Aufzucht und Mast der Schweine und ihre Verwertung, Ab 19.30: Uebertragung aus Berlin. ■ Dienstag, den Z. April 1928. 16: Die Qrandiaten der Rom antik. 16.3#: Oesterreichische Dichter. 17: Uebertratunt aus Leipzig. 18; Fliehen- und Kaumrechnung. 18-38: Französisch für Anfänger. 18.88: Vom Werden W-dE; Uebertragung aus Berlin. Wesen der deutschen Hanse. Ab Mittwoch, den 4. April 1928. 16; Die Gefahr der Uebcrbürdung in deo Schulen und bei der Berufsvorbereitung. 16.30: Einführung in das Verstehen von Musik. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Die Lebenshaltung der Beamten. 19.20: Geld und Gold m der Geschichte der Völker. Ab20.30: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, den 5. April 1928. 16: Erziehungsberatung. 16.30: Raum und Zeit. 17; Uebertragung ans Berlin. 18: Entwicklung des katholischen deutscfaamerikanischcc Kirchen- wesens. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Der Wald der norddeutschen Tiefebene. 19.20: Bücherstunde. Ab 20.30; Uebertragung ans Berlin. Freitag, den 6. April 1928. Ab 9: Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, den 7. April 1928. 16; Aus dem Zentral insti tut für Erziehung und Unterricht. 16.38; Arbeitshygiene m der Beamten tätigkeit. 17; Uebertragung aus Hamburg. 18; Arbeitslosigkeit im Arbeiterleben. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Uebertragung aus Langenberg. 19; Osterfcicr. Ab 20.05: Uebertragung aus Mönche«. •SJC/Tl inksL ®'2llberfs komisch« Oper„Srogoläxitxis* ist aus der Bichn« nie heimisch flenwben. Der, der sie jetzt als Sendeoper im Rund» funk hörte, erscheint das seltsam. Die Musik trägt eigentlich alle Elemente zur Popularität in sich. Die Gren,;e zur Operette wird mehrfach gestreist, gelegentlich sogar überschritten. Dabei bleibt immer ein anständiges Nweau gewahrt. Daß diese leichte, doch amüsante und sehr wirkungsvoll instrumentierte, durchaus nicht aus- drucksarme Musik sich nicht durchzusetzen vermochte, mag zum Teil an dem etwas verworrenen Textbuch liegen. Nach der Nundstmk- ausführung, die den Text einer Oper ja immer wenig zur Geltung bringt, ließ sich über dessen Einfluß auf das Werk nicht recht urteilen. Unter Generalmusikdirektor Manjred G u r l i tt s Leitung wurde es musikalisch ausgezeichnet gestaltet.— Prof. Dr. Paul La- z a r u s behandelte das Thema„Von der Sonne zum Radium". Er besprach die Heilwirkung des Radiums bei leichteren und schweren Erkrankungen. Vor ollem aber wies er darauf hin, welche Be- deutung das Sonnenlicht für die Gesundheit des Menschen hat. Laßt Licht, Luft und Sonn« in die Wohnungen hinein, an euren Körper heran! lautete die Forderung des Redners. Freilich machen die Wohnungs- und Lebensmöglichkeiten, die heute dem überwiegen- dm Teil der Menschheit, besonders in Großstädten geboten werden, diese Wünsche völlig unerfüllbar. Die schwerm gesundheitlichen Schäden, die dem einzelnen daraus erwachsen, werden gleichzeitig zu einer wirtschaftlichen Schädigung der gesamten Menschheit.— Reinhoid Scharnke setzte seinen Zyklus fort„Pom Manuskript zur musikalischen Sl nfsu hrtingV Er zeigte, welche Einzelheiten dafür sorgen müssen, daß ein Schlager populär wird. T e«. Sozialistische Arbeiterjugend Groß'Berlin «nfeabuaseu fär Mefe Äi&ril nur an das Zuzoidsrtrrterto, Bertin 66,£fnbenflro§e 3 «otMenbenlonfetena Montag, 2. April, im Saal 12 des Preußischen Land« tagrs. Beginn IS Uhr pUnktlich. Ausweise nicht vergelsen. Ohne AuswejM fetn Zutritt. ♦ Achtung, Fahrpreisermäßigung zur Osterfahri: Dir Anmeldung muh spätestens bis 3. April auf de» FernbahnhSfe» vaw genommen werden. Bei ffahrten aber die Stadtbahn nach Osten �chlestsche� Bahnhof, nach dem Westen Charlotte nburg. Für den Bereich des Borortver» kehrs ist Anmeldung nicht notwendig. * jfit die Jugendweihe heute, Sonntag, 1. April, um 9 und uzt Uhr, m< Großen Schauspielhaus, werden Genossinnen und Genossen als Heller benStigt. Treffpuntt pünktlich 3 Uhr morgens Eingang Schiffbauerdamm. Heule, Sonntag: Falkplah Ii Museumsbesuch. Treffpunkt Ss4 Uhr SoziaNstenecke. Die Funk. tionäee treffen sich um isz-l Uhr ebendort.— Lnnkwih: Schule Schulstrahe. Osiev, fahrtbesprechung.— Tempelhos: Spaziergang. Treffpuntt S Uhr Aaualbriüle. 15 Uhr Dorstandssitzung im Sjeim. iszz Uhr im Heim Germaniastr. 4—8 Licht- bilde rvortrag:»April-April. Alle Parteigenossen und Zungsozialisteu sowio Genossen anderer Gruppen sind gern gesehen.— Renlöllu l: Spielen in den lüinigsheide. Treffpunkt 9 Uhr Reutervlah.— stöpeaick: Heim Grünauer Straße 5. Generalprobe.— vchiinhaufer Vorstadt: Der llebungaadend fällt heute aus. Weebebezirk Lichtenberg: Heim Hauffstraße. BegrüßtMgsabend:„SBir sind die junge Garde." «erbebezirk Neukölln: Heim Steinmetzstraße. ZNorgea. Montag, tg� Uhr: »er Eiagkrri« übt pünttlich 19% Uhr. Hansa: Heim Bochumer Str. 8b. Ernst Lehrter Str. 18—19. Einführungsabend.—____________ Strohe 18, Zimmer 2. Einführungsabend.— Schönederg M: Heim Haupt. strahe 15. Mitgliederversammlung.— Eharlottenbnrg(Liebknecht): Heim Olberstrahe.„Fahrten."— Renköll» V: Die Anzahlung von 3 M. muh bei dem Genossen Erwin Junker, Mareschstr. 15, mrbedingt vorgenommen werden. da letzter Tag.— Vaumschulenweg: Heim Ernststt. 18. Mitgliederversamm- lung.— Zohannisthal: Heim Rathaus. Mitgliederversammlung�— Pankow II: Schule RaWer�riedrich-Str. 57—88. Mtztgliederv ersammln ng.— Treptow: He an Wildenbruchstr. 53. Heiterer Abend. Oeffentliche Werbeveranstaltunge«. ISfs Uhr: heule. Sonulag: Warschauer Viertel und Rote Falle»: Werbeseier in der Schutaula Fstantz, furter Allee 37. Eintritt 40 Pf. Morgen, Moniag: »Zpeuick: Frühlingsfeier im Stadttheater, Wilhekmplatz. Einttitt»> Pf. Programm: Mustk. Rezitatwn, Ansprache. Lieder zur Laute, Bolkstänzr, Chorgesänge, Sprechchor u. a._ Briefkasten der Redaktion. B. H. 71. Gesetzlich ist die Urlaudsfrage nicht geregelt. Wenn der Tartt- vertrag keine Bestimmung darüber enthält, daß der Urlaub tm Falle den Kündigung sofort fällig wird, dürsten Sie keinen Anspruch ans Erteilung de, Urlaubs haben, zumal der Urlaudsbeginn erst nach Ihrem Abgang festgesetzt ist.— P. S. Da es ssch um eine Unterhaltsforderung bandest, so ist der Lohn unbeschränkt pfändbar. nstldrungsabend.— Moabit st: Hei» — FeaLfurtee Viertel: Heim Litauer Warum Gold! Weil Sold das edelste Metall«st und niemals seeneu Wert verliert. Eine gute Zigarette bleibt auch gleich dem Sold wertdeständia, jeder Raucher weih sie zu würdigen. Deshalb wird Enver Be» Sold so stark begehrt. denn rein und edel wie Gold ist und bleibt die köstlich dustende Zigarette Envee Ben Gold. Die bekannte Teaueingsirma Hermann Wiese, Verlw IC Artille riefte. 3». und Berlin W., Passauer Str. 12. oerweist st» Hinblick aus die zum Osterfeste bevorstehenden Verlobungen auf ihr reichhaltiges Lager stl fugenlosen Tran- ringen. Siehe auch beutiges Inserat. Dir»amenkonsektieushäufer Seftman». Moheenfie. 37» und Große ffeonk. furter Str. tl5, verkaufen jetzt nach beendeter Engrosloison sämtliche Waren, welche sich im Detailaeschäst befinden, zu Engrospreisen. Durch Ersparnis hoher Mieten ist die Firma Westmann in der Lage, in bezug auf Preise jeder Konkureenz die Spitze zu bieten. Besonders günstige Otterangebote rrOiilahrsmaniei zweiieihig, aus gerausierten Stoffen 9A09 60.-,$9.-, 4S.- Jö lllSlCr aus modern, karierten od. glatlen Cheviot» Shell and- od. Oabar- � AOO amestoff.m. Abseite OO.-.SO-,?!.- IV raiDlüe Palelofs m sam«. kragen, Keservestotfkragen extra, aus Shelland- oder Cheviotstoffen Tf KOO 100.-, 00.-. 85.—,■ j Covercoal-Polelots Spoitfoim, verschiedene Qualitlten, 00.-. 80.-. f O.-, 80.-. 55.-, POlelOlS aus marengo Cheviot oder Melionstolfen 00.—, 80—, 50.-. 80.-. 48.- Trench Coals aus imprig- nierten Stoffen, üelbalisfzwisdienlag. kariertes Futter 58.— für den Kenn Sahhoanzflae aus gennster« fen Cheviot- und Oabardinestotten je 9 AOO nach Qualitit 85— SO.—, 45— 48#* 42- 45- Trench-Coafs a.wong.bMd«f aoo in bester Ausführung ISO.', 150» llv Gabardinemänlel verschiedene Quaütiten und Formen RA 00 I00.--«0.--t5.—.70,—.80.— JV 80.-. 75-, 70.-, 80.- Oelsetdenmanfel von 58-..... Gummimantel von 13 50 an Sahkoanzflge ein.«.-wei. reihig, aus blollen besserer Qualitit, AAOO 110.-, lOO-, 90.-, 80... 70.- VU nodellanzflde Ersatz für Maß ans Original englischen Stoffen*«» AOO 140.-, 150.- lÄV Sporlanzflde aus modern gemusterten Stoffen 85.—, 75—, 85.-. 60.—, Sportanzüge A-teuig, mit Bieeches oder Knicker bocker nud langer Hose aus modernen nach englischer Art gemusterten Stoffen 124.-,105.-,85.-.75.-,65.-,80.- üerren-windiacken aus imprägn. Stollen 24.-, 22.50. 18.-. 15.50, Leder-Sportjacken braun 105.-, 05 78.-, schwarz LodenanzOge von M.27.. Lodenmäntel von 6cs(reltt.nerreDhoscii von s.so, Dreechesliosen von 50- 52- 7" 05- 18*: 4 50 an FOr die Dame LcIdilHollstoilnianlrt kariert oder glatt in grau n. beige flotte Form.>.18.— Mps- u. nerrensloflmänfel in moderner Faltenstellung oder mit Seidenplissee, sehr apart.. 51.50 HaSha-MfiillCl karierte oder glatte Stoffe in schönen Dessins und eleganter Ausführung, mod. Fassons 42.-. 50.- rraneniHaDlel a« Gab«. dine, Rips- n. Herrenstoffen, solide vornehme Madiart�iesteVerarbeitung 52.-. 48.-. 52- vamen-Irencficoalz o. Seidengannnlmänfel sehr flott und iesch, je nach Qualität und An...... 42.-. 58- GDiamlmanfel krokodilhautartig.......... 15.50 Oelseidennuinlel ,8 Oeibollst...................... Wlndjadien ans wetterfesten Stötten 2».-. 24.-. 20.-. 18.- 775 15.58, 8.75 I Leder-sporljadten«<»00 in fesch. Foim 13$.-,120.- 105.- 04. 15- 27» 25- 58- 28» II» 19» rar das mnd WasdisonuanzOlle in vielen lebhaften Fassons von.... Norlolkanzug ans grauem u. braunem Buckskins für 5 jährige Sdiolanzüge fOrShts 9 jährige, teilweise ganz gefßtierf 24.—, 21.-. 18.-, 15- Sporlanzoge für größere Knaben 10 bis 14 jährig, teilweise ganz gefüttert, aus schönen gemusterten Stoflen, je nach Qualität u. Giöße 48.-. 45-, 58.-, 50.-, 27.-. 21.-. 18- ong. klelerAnzdge blau MeKou mit kurzer oder langer Hose in bess. Qual. 55.—, 28.— Kieler Pujadt bia» Mehon ganz gefüft. mit Aermel Stickerei je oach Qualität und Uröße, Gr. 0 von Vebergangsmanfei in vielen geschmackvollen Fassons, aus Slofleu jeglicher Alt, je nach Qualität und Oröße für 3 jährige 24.-. 18.-. 18.. 10.- fVInJadteil aus imprägnierten stoflen Gröfie 4 bis 7........ von 5» 7» 12- 16» 18- 65S 8»» 6 50 an - Oberhemd tSTtz t\£r. Binder»«»,,:« o« Sporthemden nerrenhOfe modtr»« Fonm«04 Fub—, tn n# 5 0 550 3" POllOWer Due« SJB, lir lUmm........ 5 Sporksvealer rate. Won� te erat, �teete« 15*" Lumberfadis u �aruear AMmmt.... 7*" Lederhappen klle iteerau um, 7�0, tee Daw« 6�" smdt Vehlen ter Du«» u«i«»er»». rate« v�fe mm 4�? I.edergama8dien uaä 6,,»,... 0�" Slridthleider........ 13"5 Lederhandsdiuhe �eb.«..... 3 90 Segler-, Sport- Bathenmitxen, Schirm», SiScke. ReUedecken, Stutzen, Sportstrdmpfe, Socken, Damemtrümpfe. Taschentücher, Kavalierfächer, Hosenträger, Sockenhalter BAEP J'OHN� BERLIN N. CHAUf f EE STRAS 2» 30 UNTERGRUND I STETTINER BAHNHOF- GANZ ZUFRIEDEN 5ein WOLLEN ann gehen Sie zu O&A Nicht nur, weil Sie dort nichts als das Modernste und Neueste be* kommen, mit all' den modischen Nettigkeiten, die Sie elegant und charmant erscheinen lassen, sondern auch weil Sie all* dies zu einem Preis bekommen, der Ihnen am wenigsten weh tut und an dem Sie genug sparen können, um sich oder anderen eine Freude zu machen, die Sie sich sonst versagen müssten. Geradezu Ostern ein schönerGedanke ÄS Hochmodern elegantes WesteirConr plet, swei> farbig flott kom Diniert. Aus prima Popelin; fei. BS Stickerei 0ranienstr.40 Am Oranleaplats Chawfteertr.113 KönisttraBe 33 Mia Sttttlncr Bahnhof Am Bahnhof Aiexanderplatz 4S00 Herren«toff• Kostüm. Pri* maWareJak- ke mit KGk« kenfalte auf Halb seiden- Duchesse. Frsuengrö- yßen zum gier- ' c Ken Preis. Ganz auf Palll e tte, der elegante Herrenstoff. Mantel. Pri» �ma Ware; fesche Linie. Frauengrößen �ebenso billig udcvoo Oranlenitr.40 Ab Oraniaaplatz Chauffeeftr.113 Könisftraße 33 Balm Stattlnar Bahnhof Am Bahnhof Alexanderplatz Plp aAfgot i�npehoftB stehen Pinea ab Montag xuf Varfflainifll- S ununterbrochen CASINO-THEATER s Uhr Lothringer Str. J7 Nur noch wenige Aufführungen Doktor KSaus. AnMchnelden Gutschein 1—4 Pers. Fauteuil nur I.10AL, Sessel 1,60 M. Ttieater am Kottbusser Tor Koitbuaaor Straf»» 6, Tel. Mpl. 16077 Täglich S Uhr Sonntag, naenmittags 8 Uhr Elite- Sänger Gr neuer April-Spielplan, u. a. Die tolle Lolo von Max Reinhardt Die 4 Qraiiea von b. Gros. Kollendorf 7360 Heute IPREMIERE des Aprll- ISensatloiis-Prograiniiis [Zum erden tnale| la Penfsitilapdil arco YSselSon-Troppe Hlna fierard AdUlles und Newmas de Mario Slanelli nnd»oagias und weitere crstklaiaigc Varteti- Kanstkrfite Sonnabends n. Sonntags Je 2 VoraeUnnsent i" u.< Uhr— 3 30 zu ermäßigten Preisen las nemo Programm. cHMEä-mmmm Madame Pompadour Gross« Operetfe von Schanzar und WeUsth, Musik: Leo Fall mit FRITZI Siegfried Arno Paul Morgan Wilhelm Bendow Walter lankuhn Lotte Werkmeister Herrn. Plcha, Paul Rebkopff R. Brausewetter | Ballett Winkeislern 1 1 Billy ColinT Sunshine Girls Cesamiauuiattung: Prof. Ernst Stern y Musikal Leitung: Emst Haucka April letzter Monat GROSSES SCHAUSPIELHAUS UFA- PALAST km Zoe Nollcad M, 13«7 Wochentags 7, ats Sonntag 430, 7, 3> fiLOaiA-PALAST * d. Gedöcbtaisk. Bilm. 9035, 8555 Nethentags 7, ß>» Sonnabend und Sonntag S, 7, 9i» • ISIMIIIlUXi Wciabzrgtw.IO-lß Norden 1865 Nocheitlsgs 7, S Sonntag 9, 7.• WIHiUIUUI|llHIIV«MllUISIIIIi MjMlMWi Ecke BStzowfttr. K6al{>tedl 5564 Nochentage 7, t Sonntag 5, 7, S KÖNISJTADT schSnh. AU.« 10-11 Norden 8067 Vochenttgs 7, I -g 5, 7,9iä Sonntag l lUtNISIilHIHimilHilMSflSIIII i«EISSENSEE 4 am AatonpUU j Wciüeote« 319 WochsniaKSo®",*4� �0�1139415,630,84» üplone Ela mm SM frllz llllllilltlMUinillllUIIIMtlllll' Poia Ncdri Goaien der tue Paal Vegener Der oamoi iiUHoKMHtaassMMmMtsauMi» Oüda Orai Aloma die Elsae ISfidtM iiillitlliieiitilMil Das weifte Stadion latnffl. bahn lattm IIIIIIMIIIHtfsniUHIIIIIIIMMMIK Charlie Ciisplin ZfrKns latennt b«M tilrin IIIMaStllMMHIHHIIIIIIMMNIWI Bibls elo schönres Lebm Dia ßrofic Hnmmer BQhnenschau XUBFORSTENDAKM Kurillr.tcadamin 26 Bitmerck 6179 Woeheatags 7,(i> Sonntag 5, 7, 1» il|llllll5Sllllt|IS4l|l9M9S|IS9tllt MOZARTSAAL tm NolUodorfpL 5 Kurfürst 2094 Wochentaas 7, 9i» Sonntig S, 7,»i» ll»|||ll(ll|M*MnnilM*|lll«ll5l IHMtilMIMdlllllllUIMMIIHSMin DFA-PAFILLON «m Nolkndorfpl. 4 Ith. 3453 IWI. 1316 Nocbtniagt 7. Sit Sonnabend und Sonntag 5, 7, Sit ALEXAHßERPL AJcxaoderst. 46-48 Kupierßrabcn 4930 Woefteotans 7, 9 Sonnta- 5, 7. 9 «MtlUIMIinilllllilUIMHiUMII TCRMSTRASSE Ecke Stromstr. Haus 4883 Wochentag» 7, S Sonnlag 5, 7, 8 wmsitMiimwifmwwMum" Frag Sorte Nacb Bßnnami icdermaan Bahnanschau Bjuit Udflu Maria Paodlar Draftoncr- Itcbdieo Bahnanschau Bebe Baoleli>° Uentener Ja Paris Eamon Novarro m Ver.eondant BUhnenschau uMMiiitiiiiniiisaintMMmiii Der Plctole rem „ColdentmLüTeg" eähnenschau fnäenaL tabeBlamu Berliner ineater Direktion Kuhnert "batlotteiistr.90'9t. DSib.l 76 SV. Uhr JeBolie listen" Ein Berliner Volks- Stück von FiWmao-ftnleiiA.— In UiM. m it'dl. Inf Im Metropol-Th. Zentrum 128 24 8V, Uhr Der Graf von Luxembura Matzner, Hoffmann, Jolan, Hell, Kettner, Qoroil. Sonntag ,;,4 Uhr kleine Preise Grüna Mnrifia Renaissance- Thealer Stelnplatz»Ol Li» uhr Coeur Sube. Ref chshalien•Theater 8 Uhr, Sonnig, nachm. i Uhr. Das wundervolle Progr. der Stettiner Sänger oochtn. trmaö. Preise. Dönhoff- Brett'l: Sliniailes fafiflS-Prograinra 1 Taml klang 8 Uhf, Sigt 51/, mtäzi(tieatei Norden 12310 \bonnementsbOro: Norden 10338—39, 8'', Uhr, Ende 10 U ZwfilfiaQtend Nachmittag 4 Uhr; Zinsen Kammenpiele Norden 12 310 ?',U, Ende nach 10 Fiiiiien Sis, M Coiifuce sidi riditig verhält? Die Komödie Bismarck 2414/7516 8>/, U, Ende 10'/, U. Marcel Fradelin (Der Eunuch) Piseatorbühne Theater am Nollendorfplatz Kurfürst 2091/03 Anf. 8, Ende geg. 11 Bit 10. Airil valtijert Die Abenleoer de« braven Soldaten Schwefle mit Mai Pslleobn; 'ml Erwin Piscatar Morgen 8 Uhn is. versteunaö Gastspiel im Lesung-Theater Norden 12798 Täglich 8 Uhr W>z. wir IM! von Ernst Toller Ins«. Erwin Plscator Valbalia-TlL Weinbeigsweg 19/20 Täglich 8'/, Uhr Im weisen HOB' Lustspiel In 3 Akten t. Bloantkai i. BiMkorg Voneiger dieses zahlen für Parkett auch Sonntags statt 4.-Mk nur M PL Sonntag nehm. 4 U. Rotkäppchen Parkett v. 30 Pf. an. Rteatsr des Wsstens Täglich 8'', Uhr ZioMim Clurina, Hofbauer, LIchtenstein.Rrandt Plelscher, Richter. ORCOS BOSCH ßRiim-IWer TigL Pi, Ufer; Der gr. Paris. Erfolg KokottcbeD 4 Einakter mit Oustav Heppner Für Jugend), nicht geeignet rir FntftmBt btlb, Vdi! Sonntag ZV, Uhr Die ganze Vors te»g. zu halben Preisen. Zadiädnrz-Mäiä Dts. Künstler-Th. 8 Uhr Die goldne Meisterin Dstg. Premlere: Scbwarz-WeiO Das Gehirn als mutikaPRadiostatation die K&nige der Ikarier Heiler WM— Hm itttMIm Tägl. 7'/,, Sonntag auch 3 Uhrt Velda S Frlllis Miß loyale 50 Tanben usw. Zum Schluß: Wasser-Mancgcschftust. Die Bosen iu". v. Bredow liachia. 3 Dhrhalbe Preise ,OsterhäschGns Einkehr* Circusprogr.— Kinderbelustig. Äaach nachm. angek. Die Hosen des Herrn v. Bredow Thgateri.d.lflfmwslr. Tel. Kurf. 9209-10. Täglich SV. Uhr Sonnig, z. 23. Male Bennat ronfra Tsiftenbrößel Stg. 12 Uhr; Ma'lece Sein eigener Gut. Sonntag nachm. 4 U. Das lustige Orferorinzekdien AuiirEtroNa LANDHAU5 tiNß QAßlkJ TOEDMANN L> WEBEfA. B E' ö. t f N W THSATgR Iii ADMIRALSPALAST. TägL 8% Uhr\ Arth. Hammerstein-Gastspiei W Heute'MK 2 Vorsteliungen 2 mit dem neuen Aprli- Splelpi. inlenialionale Z'/- Lustepielhaas Dir. 6s Sirtis H*»l 8V, Uhr: (jnldo Thletscber In JülW CesdiäflsfBffjdit'' Plwetario an Zoe teils?. ludtleKlbsia Stish Noll. 1578 16V, und 21 Uhr Sternhimmel nnd Kaloader 18 und 19'/, Uhr in Belebe Oer MIUemebtssoiiBe Eintritt 1 M. t'nänrit. 16 liümC.läk Letzler laß! "AUENTZIEN PA LAS* LWOwtoKiorrlk EHE- WETTEN MAUfltOUf PORIS KENVOM vcjfsnavKo&i 4,6. BIO. 'MMR. Bnnnln-BeliMr fh. Königgrätz. St. Bergm.2110. 8'/, Uhr Flucht ms Ms üujuuflij 1c?>r litt» Emsntr KomOdlcnhaus Norden 6304. Tägl 8». Uhr Broadway Hose-Theater Gr Fraokf. Str. 132 4 Uhr Mm n-Morli* SV, Uhr »er f Heger Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken Berlin NW 7, Unter den Linden 50/51 Wir bringen GM 10 Millionen 80/ote* Meininger Hypothekecbank Gold-Piandbriele Emission XVII mit April/Oktober.ZinNcheioen GM 10 Millionen 8'/««g« Preußische Boden- Credit- Actien-Bank Gold-Piandbriele Emission XVU mit Aprfl/Oktober-Zinsseheioea beide nicht rückzahlbar vor dem 1. Juli 1933 Stücke zu GM 100, 500, 1000, 2000 und 5000 sum Kurse voo 97 Vg*/b zum Verkauf. Aufträge oehosa sO« Banken nad Bankier», Spar* und Girokassau sowie did Emuaionsbankes selbst entgegen. Deutsche Hypothekenbank(Meiningen) Preußische Boden• Credit- Actien- Bank Sonptag Woehsntage El® Ufa« Palast am Zoo Ehren- und Freikarten ufloOWg <$> s M LSettde aä N II Ib aeeta fcoe.62.tir) ThalMeater Dresdner Str. 72/73 Täglich 8 Uhr: Das RibrI Qtbt dudi das Kadelätir Kleines THealer Täglich 8V, Uhr Erikadiassaer in Utty die Henone Für jugendliche nicht geeignet 74/, Uhr Konzert des Phllharm.Orch. Bin,. Prof. J. Prilwer Berliner illk-TrlO Neukölln.«0 Labnstr. 74/11 L Küchen Verkauf direkt an Private Küche Hilde Tteilig 188.- Küche Ilse 7 teilig 245.— i Küche Helga Tteilig 265.- Abwaschtische 50.- 1 Wäscheschränke 65.- Klnderschränke 60. BEROLINA Hooimandanieiistr.§7 Heute Eröffnung! ■Wies VensaeaomBerlftmaf EinGebirosfesti.St.Moritz AUabendl. IntsinatjoDSl« Sislsst-AttraktiOBen Eisballett mit Chailotte, Königin des Eises eastM Programm In des Obrigso öäen— OroBar ficsellaeha. tatsBn, Bs uktigongea stltr Are Volfc�tDinikbe Pisis«. mubbkxks Zum Osfcrtcsf • ff. Ostereier aus Kuchen und reinem Marzipan Dresdner Stollen Napfkuchen, Altdeutsche Eis- Bomben Halbgefrorenes etc. Kuchen-Kaiser Inb. Eugen Fluss — gsgrü' dst UM— Am Oranienplatz Bestell-Ajmshme: Pernapr Honiiplati 11S7,«SS LleterunQ 7re> Hau» durch Auto. Ar. �57- 4S. Jahrgang Sonniag, it. April �92S Oer gehetzte Diplomat. Was Lichnowsky zu seiner Oenkschrist trieb. In einem Aufsatz über L i ch n o w s t y in der„Weltbühne" vom 20. März schildert Emil Ludwig die Hetze, die in der oberen Gesellschaftsschicht des kaiserlichen Deutschland gegen den Fürsten Lichnowsty betrieben wurde, als dieser nach Ausbruch des Weltkrieges von seinem Gesandtschaftsposten in London nach Deutsch- land zurückgekehrt war. Es ist das ein sehr lehrreiches Stück eines Kapitels, das dem über die Entstehungsgeschichte des Weltkriegs systematisch belogenen deutschen Volk nicht klar genug bekanntgemacht zu werden verdient. Wie sehr Ludwig mit seiner Bemerkung recht hat, das; vor- nehmlich jene Hetze es war, was Lichnowsty trieb, die Denk- schrift über den Verlauf und die Ergebnisse seiner Londoner Gesandtentätigkeit abzufassen, die man ihm später als Verbrechen angeschrieben hat, glaube ich auf Grund eigener Erlebnisse bestätigen zu können. Kurze Zeit nach Ausbruch des damals nur erst europäischen Krieges sielen mir in liberalen Tageszeitungen Berlins Notizen auf, aus denen hervorging, daß Lichnow'ky in gewissen Kreisen be- schuldigt wurde, er habe stch durch Schmeicheleien des hinterlistigen Sir Edward Grey über dessen teuflische Absichten gegen Deutsch- land hinters Licht führen lassen und dadurch die Schuld daran auf sich geladen, daß Deutschland und Oesterreich nun mit mehr als halb Europa im Kampf liegen. Die auf Andeutungen sich beschränkende motte Inschutznahme Lichnowskys durch die be- treffenden Zeitungen— nach allem, was man jetzt weiß, zweifelsohne der Zensur der allmächtig gewordenen Militärbehörden geschuldet, damals ober in meinen Augen Zeichen kläglicher Halbheit, legte mir den Gedanken nahe, wenn irgend möglich durch ein« Unter- Haltung mit Lichnowsty selbst Genaueres über das Spiel zu erfahren, das Sir Edward Grey mit ihm getrieben hatte. Ich war nämlich, kurz bevor er seinen Gesandtenposten in London an- trat, in der Wohnung des Herausgebers der Zeitschrift„Nord und Süd", Professor Ludwig Stein, mit ihm zusammengetroffen, und er hatte dort, da er wußte, daß ich lange Zeit in England gelebt hatte, mich allerhand über dortige politische Parteien und Politiker von Bedeutung zu fragen, woran sich ein Meinungsaustausch über die deutsch-englifchcn Beziehungen geknüpft hatte. So fragte ich ihn denn am Fernsprecher an, ob ihm ein Besuch von mir unbequem sein würde, und als er mir geantwortet hatte, mein Besuch würde ihm ün Gegenteil durchaus angenehm sein, suchte ich ihn. der im Hotel Efplanade abgestiegen war, an einem Tag um die Mitte August 1914 dort auf. Nach den üblichen Begrüßungen setzte ich ihm den Zweck meines Besuches auseinander. I ch:„Ich möchte gern einige Fragen politischer Natur an Sie richten. Nicht als Journalist, um etwas darüber in die Oeffentlich- keit zu bringen, fondern als Politiker lediglich zu meiner persönlichen Information. Ich weiß, daß Sie als Beamter nicht olles werden sogen können, was ich wissen möchte; aber es gibt doch Fragen, in bezug auf die eine Pflicht zu absoluter Geheimhaltung für Sic kaum besteht, und in bezug auf diese hätte ich gern von Ihnen Auskunst. Auch hier unter der Zusicherung auf Wort, nichts davon in die Presse zu bringen." E r:„Mit dieser Zusicherung stehe ich Ihnen gern zur Der- fügung." I ch:„Also: Sind Sie nach dem, was Sie jetzt wissen, zur Ansicht gekommen, daß Sir Edward Grey falsches Spiel mit Ihnen getrieben hat?" Er(sehr bestimmt):„Nein!" Ich(etwas überrascht):„Dann sind Sie also der Ansicht, daß Grey aufrichtig den Frieden gewollt hat?" Er(ebenso bestimmt):„Ja!"(Setzt dann aber als guter Beamter mildernd hinzu):„Es hat ja eigentlich keiner von uns den Krieg gewollt. Er ist ja wie ein Verhängnis Über uns hereingebrochen." Ich(dem das zu offiziell vorkommt):„Meinen Sie?" C r:„Jawohl!" und ergeht sich in so starkem Lob der Einsicht und des edlen Charakters des Reichskanzlers Bethmann Hollweg, das in mir die Vermutung aufkommen ließ, es gelt« dem Unter- schied des Genannten von irgendwelchen anderen Persönlich- leiten in einflußreicher Stellung, und sehr stutzig machte mich seine Bemerkung, der Kaiser habe ihn noch nicht emp- fangen. Indes unterließ ich es, ihn mit Fragen Über die Gründe dieser Zurücksetzung zu überschütten, nachdem er auf meine Frage, ob für sie politische Momente maßgebend seien, geantwortet hatte, es lägen da Mißverständnisse vor, über die«r sich nicht näher äußern könne, die sich nach seiner Ueberzeugung bald aufklären würden. Unser Gespräch wandte sich nun Fragen allgemeinerer Natur zu. und nach Ablauf einer weiteren Biertelstunde empfahl ich mich. Noch lag mir jeder Verdacht fern, daß die am Ausbruch des Krieges Schuldigen in den Kreisen der Oberen des deutschen Kaiserreichs zu suchen seien. Ich hielt die Maßgebenden des zarischen Nuß- land für ihn verantwortlich und habe das in einein Artikel aus- einandergesetzt, der im Septemberheft 1914 der„Sozialsstischen Monatshefte" veröffentlicht ist. In derjenigen Presse aber, die in Deutschland als ganz besonders gut unterrichtet galt, wurde in allen Tonarten England als der von erbännlichcm Neid auf Deutschlands Aufblühen getriebene heim- tückische Anstifter des Krieges hingestellt und dadurch in Deutschland jene Atmosphäre geschaffen, in der selbst wissenschaftlich gebildete Leute ihren Briefen das alberne Schlagwort„Gott st r a f e E n g- land!" voranfchicktcn und der von Hause mm nichts weniger als von Vorurteilen gegen die Engländer besessen« Dichter Lissauer sich zur Abfassung jenes Haßgefangs gegen England getrieben fühlte, der zwar das lyrisch wuchtigste, aber zugleich auch das politisch d ü m m st e Poem ist, das der Krieg auf deutscher Seite gezeitigt hat, das er denn auch bald darauf selbst bedauert haben soll. Wie die Militaristen, die in ihrem Dünkel, sie ftien die wahren Realisten, seinerzeit Bismarck wiederholt ins Handwerk gepfuscht hatten/ min Lichnowsky für Schritt« Bethmann Hollwegs verantwortlich machten, die von ihnen und ihren Nachheulern in den oberen Regionen für Exzesse der Feigheit und Dummheit ausgegeben wurden, kann man sich denken. Er wurde für Leute, die vordem vor ihm gekrochen waren, ein Ge- ächteter. Und wie er unter den Demütigungen litt, mit denen er aus jenen Kreisen bedacht wurde, verriet mir eine Benierkung von ihm, als ich ihn einige Monate nach jenem ersten Besuch eines Nachmittags in seiner mittlerweile von ihm bezogenen Berliner Wohnung besuchte. Was mich damals zu ihm führte, weiß ich nicht mehr genau. Ueber die Gegensätze zwischen„Zivilministern" und Generalstäblern in der Reichsregierung war noch nichts zu meiner Kenntnis gelangt. Ich wollte lediglich feine Meinung über irgend- eine in der Presse zirkulierende, auf die Vorgeschichte des Kriegs bezügliche Angabe einholen. Er gab mir die gewünschte Auskunft und lud mich ein, noch eine Weile bei ihm zu bleiben, und es ent- spann sich zwischen uns eine Unterhaltung, bei der jeder van uns dem anderen gegenüber eine gewisse politische Zurückhaltung be- obachtete. Sie wurde einen Augenblick dadurch unterbrochen, daß ein Sohn Lichnowskys, der aus der Schule gekommen war, ins Zimmer trat, den Vater begrüßte und sich dann wieder entfernte, um, mit dem Violincnkasten bewaffnet, zum Musiklehrer zu gehen. Kaum hatte er das Zimmer oerlassen, als Lichnowsky, dessen ge- drückte Tonart mir in der Unterhaltung aufgefallen war, in die Worte ausbrach: „W issen Sie, wenn ich die Jungen nicht hätte» hätte ich mir schon eine Kugel durch den Kopf geschossen." Man kann sich denken, welchen tiefen Eindruck dieser Notschrei des im vollen Mannesalter vor mir stehenden Diplomaten aus mich machte. Vielleicht hätte er ihn mir näher begründet, wenn ich einen darauf gerichteten Wunsch ausgedrückt hätte. Aber in meiner Natur liegt ein zwangsmäßig wirkender Trieb zu diskreter Zurückhaltung, der sich wiederholt zu unrechter Zeit geltend gemacht hat, und ich beschränkte mich darauf, dem Fürsten mein Verständnis für die Empfindungen auszudrücken, welche die Angriffe der offiziösen Presse in ihm ausgelöst hatten. Er empfand es, glaube ich, angenehm, daß ich dem Ausbruch diese harmlose Deutung gab. Aber in Wirklichkeit sagte er mehr. Die Angrisfe in der Presse hatten ihn schwerlich tief berührt. Aber sie waren der Widerhall der Gemeinheiten, die er von Leuten erfuhr, die ihm beruflich und sozial näher standen, sein Ausbruch die Wirkung jener Methode der täglichen Nadelstiche, in der die feine Welt Virtuosen produziert. Er vergegenwärtigt dte Stimmung, in der Lichnowsky die Denkschrift niederschrieb, und erklärt, wieso er sich darin zu Wendungen hin- reißen ließ, die von Leuten, welche Über die Umstände, unter denen sie entstand, nicht oder nur ungenügend unterrichtet waren, als Auswüchse verletzter Eitelkeit aufgefaßt worden sind, während sie noch in der Form gemäßigte Antworten ous nichtswürdige Verdächtigungen waren. Er hat die Denkschrift verfaßt, als diejenigen. die in Deutschland zum Krieg getrieben hatten, und deren Trabanten im Rausch über die Siege der ersten Monate sich nicht groß gemig als Pioniere der glorreichen Erhebung des Vaterlandes gebärden konnten. Der Ausgang des Krieges aber hat bewiesen, wie sehr berechtigt die Warnungen gewesen waren, die er von London nach Berlin gesandt hatte und die„Berlin"— nämlich die Menschenschicht, welche in der diplomatischen Welt diesen Namen trug— ihm nicht verzeihen konnte. Ed. Bernstein. ••* xx&et Mut£mem ODEON- oder PARLOPHON- MUSIKAPPARAT UND PLATTEN Mtacht's zcst zicfiüg. Vetgnügm! ErKiltllch te äa offizlellai V«rkaof«teIlei de« LtoditrSm Konzern»: OWov-Mnilk-Han O. m. b H.. Berlin W 6, Cohmibu-Motlk-Hno», Berlin W15, KnitOiWenduna 29, Letpztge« StruM 110; ColombU-Matlk-Han«, Frankhirt«. M.. Goetbettnue 1% PtoUphon-Hm. Berlin NW 7. FrtedrtchetrMM 91. Odeon-Mwlk-Hau* Brealan. SchweldnlB« Stimm 43 a. ferner In allen Odeon* und Perlopboo Spezi ayiltwern eewle In den b eueren F ecbgeechlftm CARL LINDSTRÖM A. C.. BERLIN S036 Zeichnungs-Einladung auf neue reldismOndelsidiere GM. 2 Millionen Rest-Trancbe der Serie XII über 10 Millionen Goldraark 80|oige Gold-Pfandbriefe Vorraj .Tan. Juli Zinsen Vorrngsknrs 0| GM. 2 Millionen 8*|»14c 6old-Kommunal-$chaldversdiremun0en Rest-Tranche der Serie XIII über 5 Millionen Goldmark Rest-Trancbe der Serie XIII Vorzugskurs APM I Ol Mai/Nor. Zinsen 99(4|o die ein Obige Papiere haben dll€ VOrlCllC Anlagepapier überhaupt bieten kann; sie sind; I reichsmündelsicher, 2. hochverzinslich, nicht konvertierbar vor 1933, 3. gesichert durch erste Hypotheken bzw. Kommunaldarlehen und außerdem Staatsgarantie. Die Lombardfähigkeit bei der Reichsbank in der höchsten Klasse sowie die Einführung an der Berliner Börse, entsprechend den vorangehenden Serien, wird beantragt Aktien-Kapital der Bank............ nom. GM. S 000 000.— Ausgewiesene Reserven............. rd. GM. 1 400 000.— Seit 1924 an Hypotheken-u.Kommunal-Darlehen ausgeliehen rd. GM. 80 000 000.— Zeichnungen können erfolgen bei allen Banken, Bankiers und Sparkassen. Zeichnungsbeginn: 26. März 1928. Zeichnungsschluß: IS. April 1928. Früherer ZeichnungsschluQ bleibt vorbehalten. Lieferung der Stücke sofort. Weimar, den 24. März 1923. Telephon; Weimar 2000. Telegrammadresse: Goldkredit Ihürfigisdie Londes-Hypoftiehenhanh Aktiengesellschaft(früher Bank für Goldkrad lt Direction d. Disconto-Gesellschaft Berlin. Der auf unsere KommandHanteilc entfallende Gewinnanteil wird mit RM 4.— für die Stücke von RM 40.— RM 5.— für die Stücke von RM 50.— RM 10.— für die Stücke von RM 100.— RM 15.— für die Stücke von RM 150.— RM 18.— für die Stücke von RM 180.— RM 40.— für die Stücke von RM 400.— RM 100.— für die Stücke von RM 1000.— unter Abzug von 1O0/0 Kapitalertragssteuer vom 30. März 1927 ab gegen Einlleferung der Gewinnanteilscheine Nr. 1 od. 101 od. gegen Einlleferung der Erneuerungsscheine zu unseren Kommandltanteilen Nr. 1 bis lOOOOO über je RM SO.- und Nr. lOOOOl 2 bis 283 329 30 über je RM 180.— bezahlt in den üblichen Geschäftsstunden bei der Direction der Disconto-Gesellschaft in Berlin, der Norddeutschen Bank in Hamburg, Mamburg oder dem Schaaffhausen'schen Bankverein A.-G. in Köln sow ie bei sämtlichen Filialen oder Zweigstellen der vorgenannten Banken an anderen Platzen. Borlfn, den 29. März 1928. Directfon der Disconto-Geselischaft. Unfgr Werkzengmacher&JS Maschinenfabrik Liers, BcrUn.Licbtenbers, Kietzer Weg 15. TBchtlge Verblend- Maurer stellt ein Nenbau Baugeschäft G, Jaco- bowitz, Wilmersd., Priazregentenstr. 26. IMW 'SmfSf&tt MW DER ARBEITER, ANGESTELLTEN uhd BEAMTEN, A-G BERLIN S 14 WALLSTRASSE 65 POSTSCHEGK-KONTO: BERLIN 3898 FILIALEN; BREMEN, BRESLAU, DRESDEN, FRANKFURT A.M., HAMBURG AUSFÜHRUNG ALLER BANKMÄSSIGEN GESCHÄFTE SPAREINLAGEN ZU GÜNSTIGSTEN BEDINGUNGEN BANK-KASSENSTUNOEN VON 9 BIS 3 UHR SPARKASSE AUSSERDEM V0N4BIS6UHR SONNABENDS VON 9 BIS 1 UHR i Parben und Mustern.-.- � 1 Farben........ 795 l sireitenmuster.•• I75 1 und Mustern---- 1 Herren-Untergarniba j75 b'�s�js7» 1 Wassersport. 1 Damen- Unterkleid«25 IäÄ»""'"-"''" 2° streif», m........ ��«2» 1 modernen Farben ue»rren-SocKen �25 �i:�Ädqu—-•• i moderne Muster.. Damen.HemdMf.5AT» UÄI Ä" w«1 Dam-'ScWuptho?««*» 'Ä'Ä" � � 1?SS£S5'! �SS2T.- ...—. � �1',»>_ KÖCHEN rtN uaiiillerl Küthe lottdien... 55 M. 90 H. Küthe CbiisHnem.flnr. 85 M. 135 M. RIES ENAUSWAHL roher, lackierter, lasiert. Küchen, clnz. Kleider- u. Kücticnschränke in ca. 135 Nüstern. HIMMEL Hauptseschfift: LotliringerttUUdiöiiliags.Ior Filiale: ör.franklurtürSlr.Äfl�rgÄ Hetallbetten H2"| Scblafchaiseiongaes 26.- Plüschsofas 50 M., Ratenzahlung I Afthl* Berlin, Pappelallee 12 1 VIlllll Pankow, Schmidtstr.l Verband der NahrunosmiHel- u. Getränkearbeiter Ortsgruppe Berlin m—m—m—mmmmmmmm Die Geschäftsstelle der neugebitdeten Ortsgruppe Berlin des Verbandes der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter befindet sich vom Montag, d. 2. April, ab N 54, Neue Schönhauser Str.4/5 in« m|V, stock Fernruf: Norden 4480—4461 Geschäftszeit 9— 12 und 3—7 Uhr. Sonnabend nachmittags geschlossen Die Geschäftsleitung , L. Hodapp Osterglocken läuten den Frühling ein.?etzk gibt es reichlich Arbeit für die„Singer": TTeue Sardinen, neue Kleider, lauter Schönes und praktisches schafft die „Singer" mit ihren Spezialapparaten ohneZTlühe schnell, elegant und billig. SINGER NXHHASCHINEN AKTiEKCESSLUCHAR SINGER-LADEN UBERALL Aufruf an alle Geplaeien! --RITeumatlsmus, Gicht, Ischias, Nervenschmerzen, Krcuz- schwäche, Hexenschuß, Seitenstechen usw. haben Sie vielleicht schon wochen- und monatelang gequält— Soll das so weitergehen? Nein, Schluß damit! Die Einreibung .Rhcuma-Sensit" hat sich dagegen stets bewährt Wir wollen Ihnen hier keine langen medizinischen Vorträge halten. Hilft ein Mittel nichts, so nützt Ihnen die schönste Beschreibung nichts, hilft es aber, so werden Sic froh sein, wenn Sie nichts mehr von der Krankheit zu hören und zu lesen brauchen. Am einfachsten ist es darum, es zu versuchen. Wir versenden 300000 Tuben „Rhcuma-Sensit" (Deutsches Reichspatent) kostenlos an Leidende. Teilen Sie uns auf einer Postkarte Ihre Adresse mit das genügt Geld mitzusenden ist unnötig. Wir senden ihnen auch keine unverlangte Nachnahme ins Haus. Sie erhalten vielmehr vollständig kostenlos eine kleine Probetube „Rheuma-Sensit", Sic versuchen das Mittel, und wenn es Ihnen zusagt, so kaufen Sie es in der nächsten Apotheke. Hat sie es noch nicht so besorgt sie es sofort. Die große Tube kostet 75 Pfg., die Doppcltube 143 RM. Das ist eine billige Art, große Schmerzen schnell loszuwerden, denn„Rheuma-Sensit" hilft augenblicklich. Erst kostenlos versuchen, dann kaufen— das wird Ihnen bei keinem anderen Heilmittel geboten.-- Adressieren Sie an: Apotheker A. Kerndl, Chcm.-pharmaz. n. b. H., Berlin 564, Wilhelmstraße 28. Gesellschaft m. TRAURINGE I Ring Dukatengold(900 gest.) zum Reklamepreis von.... Mk.- Gediegen und modern.... Mk. Schwere Ausführung..... Mk. I Ring(585 gest.) Gediegen und modern.... Mk. 12.— Schwere Ausführung..... Mk. IS.— Okarat. Ringe v. Mk. 4.— bis p. Stück. Gravieren gratis zum Mitnehmen. geschüttt Bermann Wiese, Berlin wfÄlÄff Ständig ca. 3000 fugenlose Trauringe am Lager »7? m- Für die Maifeier! Banner und Fahnen äußerst preiswert, Berliner FahnenrabrihlFischer&Co., Berlin SW. 19. WalUtr. 84, a. d. Roßstrahe. Merkur 4582 BAD-DUDHEIRI 46 Uinulen von FranMurte.M. WeitberQhmte kohlensAurereiche Kochsalxthermen(30,8-34,4® C.) Unerreicht bei Herzkrankheiten, beginnender Arterienverkalkung, Muskel- und Gelenkrheumatismus, Gicht, Bronchitis, Rückenmarks-, Frauen- und Nervenleiden Badekur/ Trinkkur z Inhalatorium/ Pnoumatloche Kammern Crhotung.aufontnalt/ Unterhaltungen/ Sport ErmäBIgte Kurabgabe bis 30. April Verallgllaha Unterkunft del engem eeeenen Preisen Auskunftsschrift O 18 durah Bad- u. Kurverwaltung u. In RalsabUros \\\\\\u ■Aw Beige Chcvreau- 090 Spangenschuhe mll farbig Auf5atz.un*crSdilagcr,Gra3-2ö Ladcledcr-Spangen- �90 SChuhe mit moderner Lochung, Grösse 23-2« 5,90, 20-22 4,90, 18,19 Braun la Masibox~ Wanderschuhe weüs gedoppelt. Gr. 31-35 9,90, 27-30 90 Braun Rindleder� 1�95 sandalen ficxibie. dnsohug. Grösse Z3-2« 3,25..............20-22 OV m i50 eA Prima braun Boxcalbin telrute Rahmcnerbelt Braun Boxcaif- uXach'Spangen- ig SChuhe mit Trolteur-Absats Jfc Naturfarb. flexible /�90 Sandalette engl. Absatz..... derselbe In Beige, Rot, Blau und Grau mit bezogenem Absatz......... 10,90 Beige-rose mit seki unierlegt Einspangen- SChuhe cnfrückendes Modell, echt Louls-XV.-Absatz...... ,50 Damen-Strümpfe, künstL Waschseide z.T. Bemberg- Kunstseide, beige-tos6. M � kosha und alle modernen Farbtöne, 3 Paar 8,70................1 Paar V X v vXX« X 90 10$ v: ü< r« n f; Beige, rot und grau mit Perfoiiening und acht LouU XV.-Absotx Wir haben es stets vorgezogen, viele Schuhe mit geringem Gewinn, statt wenigSchuhemitgroßem Gewinn zu verkaufen. * Im letzten Jahre verkauften wir allein in Berlin weit über A GGG 0G0 Paar Schuhe eine Zahl, welche von keinem anderen Berliner Schuhhaus auch nur annähernd erreicht wurde 50 KW- .-.M Beige-rose und ftPAU mit hübscher Lockung am Blatt und Quartier, Trotteur- Abiatz « ■' V<• Das grösste Schuhhaus Berlins Braun Boxcalbin- Herrcn- Schnürschuhe Planl.gen-Krepp- gummlsohlc, Orlg. Good. Welt Braun Boxcalbin- Herren- Derby--4 »ticfcl SSTÄT; X\t Hellbraun Boxealf- Herren- Schnür- .�Kiihg» dunkelbraun Boe- SCnUUC colftoppen u.Aug, gcschmackroll. Frühjahrsmodell. feinste Rohmenorbell........... :50 50 50 Herren-Socken, künstliche Seide 45 mit Hakovcretärkung, schöne neue Des«Inj. 3 Paar 4,20......... 1 Paar 90 XVX:- :>V- X 27-30 M fK v-wv« WN n- iX?'- M. II Rote Lidosandalen die grosse Mod. Grösse 31-33 7,80 BoOtSSdlUhC angegossene Gummisohle, Grösse 43-47 4,90, dto. mit Spange, Grösse 56-42 50 Grau und schwarz_ � Segeltuchturnschuhe Chromsohle, Hinterkappe u. Keil. Gr, 31 b.33 2,29, 36-42 2,415,43-47 2,75,25-30 Pa. Rindbox-Rad- fahrerschuhe mustahiem- läge und Kemsohle.... Grösse 39—46 Rennschuhe mu dunhge- 50 hender Ledersohle und Stahldornen, M Grösse 39-46 8,90.......... 36-38«HL / y / i \\\ \ JW JhreTrlih j�7s-Kle]dirng findgnsic tel uä Aus unserer Abt.Herrenkonfektfon Unsere großen lager bieten Ihnen eise Riesenauswahl I Hier nur einige Beispiele: AusunsererAbt.DamenkonfcKHon Damen-Mantel In Rips, Kasha, Herranstoff, Said» 18® 2500 3800 4800 60® 7400 SS0" Herren-Anzüge in Kammgarn, Gabardine, Molton 32m48®60®75®88®95®110® Herren-Ülsfer a.-Paletots in Covercoats, Shetland, Gabardine 48® 60® 74® 85® 95® 110® Sport-Anzüge 3- u,«telllg, in haltbaren u. modernen Stoffen 35® 46® 62® 78® 95® 112® Wollkleider in Rips, Popelin, Kasha, Paplllon I2001750 2400 32® 40® 48® 60" Seiden-Kleider mit u. ohne Arm in Valoutin, Crepe de Chine, Georgette 18® 26® 36® 45® 58® 65" Gummimäntel, Windjacken Streifen u. Breecheshosen Kostüme, KostQmrScke. Blusen, Regen-tläntel Leinen- n. Banmwollwaren, Bett- n. Leibwäsche Oberhemden, Trikotagen, Gardinen, Teppiche Strickwesten, Pullover, Lumberjacks, Strickkleider � ße/Z/edern � Schuhwaren für Hamen, Herren und JCInder D j < r ,ii H SaKko-AcnS | modern. Karo [ im engL Geschmack m 65.- T m£J�u F H AU s- jwLum IM OSTEN* (jf. FrcmhfufUfflr. Pf Ecke Kraut ftraßz Am 5fraußberger-Pf. (M SÜDEN* Kottbuszrdammft Eakz Lenauftr. Nähz Hamann- PI Micken I sckläMmmer'-"�'" Geschäften gualitätsware zu billigsten Preisen eiche Auswahl— Bequemste Teilzahlung Paui-Singer-StraBe 28 HlTel.: Alexander 5808 Cpexial 9 ati�aayißgr setton von 7n.k\�\Jan. Marken-Fahrräder bisä Jahre Goronh'e Mantel, Schlduche, Laternen etc.enorm billia! Fatirradhau» WERNER Berlin SO�s Adalbert* tra�e 9(am Kotibosser Tor) Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin Harle Schulz geb. Winne am 30. März, nachts 1>/, Uhr, sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen Hermann Schulz nebst Kindern, Eltern und Geschwistern. C h a r lo tten bu r g, Osnabriicker Str. 10. m, Die Einäscherung findet Dienstag, den 3. April, Uhr, im Krematorium Wilmersdorf statt. DeilsilierMetallaMer-TnW Stentag, bm 2. SlprU, natfirailfaga 5'.'/Hr. im.ftofthnffee ftrag", Tottbnffer S trage 10 a w Versammlung-« der Sallegen der Spezlalwerkzeug. betriebe. Ze boten da zum fest itadttrAngung Aach für«tärSste Flqurenl Eigen. FabrikatlMf Keine Inserierte Mas.enwareal (Nur beste Stoffe) EnMdrende 17.50 OueUL H. 49»* QuoUlät k75." 33.* Quiutät m. 69.* Kleider..... M 25.* QueUtSt» 65.* Berte Kepünisanlose. Jetzt kaufen! Pelzmäntel M. JOO.- Penlaner Mantel M. 600� Seaiplürdimänlel M. 79.- Wintennäntel M. SO- Ciensfag, 6«n 3. kprll. obh». 7«Hr. Im NerhanbAhnnfc, Llnlenftr.£3 85 w Versammlung aller werkzeugmaschiuenschlosser. MUfwoch, hon 4. Sprit. a6bn. 7 Ahr, im atohen Saal de» Seweetschasf». Hanse», Sngelnsee 24/23 F* Außerordentliche-*8 Branchenversammlung der Rohrleger und Helfer. Tagesordnung! 1. Stellungnahme zum Ergebnis der Lahnver Handlungen 2. Verbands- u. Branchenangelegtnhetten Ohne Mitgliedsbuch tein Zutritt. zahlreicher Bejuch wirb erwartet. t. QeadMtfti Berlin nabreoatrabc 37 a. 3. Geschäft: Berlin Orohe Frankfurter Str. US Am 30. März entschlief plötzlich nach kurzem Leiben meine itebe Frau, Mutter, Großmutter und Tante .Ann» Perlölz im 69. Lebensjahre. Dies zeigen tiefdeträdt an Franz Ferfolz, Robert Wernecke Mla Wernecke, Edith Wernecke SBerlht, Palisabenftr. 13 Einälcherung: Dienstag, 8. April, varmtttags 11'/, Uhr. im Krematorium Serichtstratze 81. Abteilung. SPD. Am 29. Marz verschieb nach längerem Leiben unser langjähriges Züiiglieb, Genosse Louis Kaulfulj Set Berllorbene hat die Interessen unser« Partei stet, mit Entschieden. Heft vertreten Mr werden sein An» denken jederzeit in hohen Ehren Halten. Der Voretand Zurück Dr.MaxArenslierg Hldlll HelllUlitlHIiM Nachruf. Scn Kollegen zur Nachricht, dag unser Kollege, der Mechanik« Ernst Lüdtke am 23. März gestorben ist. Sie Beerdigung Hat bereit« statt- gefunden._ Ferner verstarb uns« Kollege, blosser der Emil Eckelt am 24. März. Sie Beerdigung Hat bereits statt- gesmiben. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Sl« Orfsocrmathing. Sprechstundenänderung. Meine Sprechstunden finden ab I. April von 9—11 und'/s5-'/27 statt. Br. R-dtard loa dt im Facharzt 4ür Beinleiden Frankfurter Allee 283(nahe RingbaUnhof) Danksagung. Für die dielen Beweise herzlichster Teiinahme an der Trauerseier memo« lieben Mannes.sage ich allen Freunden, Bekannten und Genossen meinen herz- lichsten Dank. krau Emma Herrmann Weinmeisterstraße 10/11. Die Beisetzung der Asche findet am Donnetstag, dem 5 April, vormittags 9»/, Uhr, auf dem städtischen Friedhol, Rewiekendorf. Humdoldistraße. stoit. Ei$H-.�:l§eifen,K: Stahlmatratzen, KlInjStift ai Priv. laUCHft. eKettniObeitaure« Sunt(Thür) 3€aut-u.$änfciden Berlin nur Kranrtideni. stinjesiwüre. Fledütl. Vsnt«- ridltn, Ge- nMnIit, Gäenk- erktwkiitiges. itchiet. üde» ma, Ii»!. pliNi»! tu», werden seit 36.jähren geheilt in Sprechz.9— 12 Und 3— 5 Mittw»Sonnt nur vormitt Pnjsjrekl grata. Di.StiabrsJinliulatoiiani filBeinkranle C.111.I1.H. Ich bin ab heute zur Behandlung MM MeskasssapatlBütED zugelassen. Dr. med. E. CbCim, Arzl Neukölln, Hermannsir. 55 — Telephon; F2 Neukölln 6832.» Sprechzeil: 8—10, 4—6. r □m Yon 60 Pf. an ca. 660 Parzellen neu erschlossen am Bahnhof anfangend. Verkäufer tägl. im Bhi.-Restaurant„Büttner", Bahnhof Ahrensfelde-Friedhof. Ca. 20 Min. vom Bhf. Fredcrsdort heu erschlossen Qm von 50 Pf. an. Verkauf Sonntags i. Restaurant „Zu den drei Linden". Rieder, Berlin C. 24, Prenzlaoer Sir. 92,1 Kauen Sie nur Kapilänifaiifabais die Qualliatsmarke 15 Pf. Kapitän-Kopentiagener�.'- In den meisten Geschäften erhältlich. l Achlunq! BDüKempnet Achtung! AiiNmoeh, den 4. April, abend» X Ahr. im parkerresaal de» Verbandshanse», Linlenstrad« 99 93 Versammlung-W« aller in den Znnungsbetrieben beschäftigten Klempner. Tagesordnung: L Bericht üb« die Lohnverbandlungen. 2. Disfussion und Beichiußlastung.* Ohne Mitgliedsbuch kein Zutrift Da» Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. W/W Wegen de, Osterfestes bleiben unsere gesamten Bureau? am* Freftaa, dem S. April, Sonnabend,, 7., und Montag.., geschlossen. Spielplan unserer Snltnrabtellang. In der Woche vom 2. bi» 8. April: 1. Au, dem Dunkel der Katakomben zu den Wundern de, Vatikans. 2. Die deutsche Werkzeugmaschinen- Industrie aus der Leipziger Messe II. Teil. Z» der Woche vom fO. bis 15. gl pell: Vom 10. b i» 12. April: 1. Da» Rote Wien. 2. H imbu g hat's eilig. Vom i». bi» 13. April/ 1. Aas dem Dunkel der Katakomben zu den Wundern des Vatikans. 1 Hamburg hat's eilig. Zu der Woche vom 10. dt» 22. April: 1. Die Harpune 2. Hamburger Hochbahnbau 0/ Aufleilzzklung Ohne Anzahlung Schlsfzsmmer Speisezimmer Herrenzimmer ttflüien, Einzelmöbel kleine Ratenzahlungen /Intel Gr. Frankfurter Sir. 34 nlllvl(Strausberger Platz). fUSSt Zu noch nie KBB�k dagewesenen Preisen| bringen wir Storeii, Cardinen, Bettdedkon Könstler-Gardinen in besten Qualitäten für 5.90, 7.50, 8.90 M. Halbstores in allen Webearten 1.79, 4.90, 9.90 8.— M. aardinen-Reste nnd-siaht Ejaui-Femttr zum halben Preis. — Einzelverkauf von 9—7 Uhr.— SpEl!al-öailliM4'HfctöitM KevüSU». Bergsir. 63 2. btook, am Rittgbahnhof Kein Laden! Unserer heoligen Swbtauflagr liegt ein Projpett der Firma Desu Uhren* vertriebsg. m. b. H., Bln. SW 68. Llndenstr. 79, bei, woraus wir uusere Leser beionder» hinweisen Einem Tell unserer heutige« Auslage liegt ein Prospell der Fa. H. Joseph Ä Co.. Neukölln, bei. worauf wir naser« Lei« besonder» aufm et ts am wachen. 7tr. 157» 45. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 1. April 192S etsfCBbaas« ftr diese Rubrik sind Beclt««ffi«8, Linden stratz« 3. O parieinachnchien�MifürGroß-Nerlin stet»«» da» Beztriisetretsriat Z. H-t. 2 Step, recht», z» richte». Achtung, Genossinnen! Dienswg, Z. April, lg Ahr pünktlich, im Zimmer 63 des Beriinet Rathauses, 2. Stock, Eingang Zudenstrahe, Korrferenz der Kreisleiterinnen für Agitation. Am vollzähliges Erscheinen wird gebeten. Darbereitllu�-knrsu- zur schnlrir, Sorlaerinaen. und K »prU. R-ldnngen mit Lcbeu-l-ns»nd Zenftuleabschristen sind bsldiftft zu richten an den Lezirtsansschnß stir Arbeiterwohls-hrt, SB. I», Liadenstr. Z, 2. H-s, 2 Te. Dort wird nähere Bnolnnst erteilt. Sprech. stunden: Montag, Mittwoch. Freitag 10—13 Uhr, außerdem zu anderer Zeit»ach vorheriger Vereinbarung. r»usaahmeprüsung in die Sohlfahrt«. Kindergartnerinnenseminare beginnt Ende , ltrei, Prenzlauer Berg. Montag. 2. April, IS Uhr, Sitzung de» erweiterten Äreisvorstandes bei Sing, Danziger Str. 71.— Dienotag. 3. April 19� Uhr, In den E»iino.Festsälea, Pappeiollce 13, jteeiovertreteroersammlnng. Vortrag:.Die politische Lage nud die kommenden Wahle»'. Rcsereut Franz Kliihs. Anfstcllnng der«andidate» znm Reich»tag»nd Landtag. Erscheinen sämtlicher Delegierten unhedingt eisorderllch. . Srei» Friedrich«hai«. Montag, 2. April, IgVH Uhr, in Schmidt» Sesell. säiaftshaus, Fruchtstr. Sgo, 5irelsvsrtrc!erversamml»ng. Vortrag: Bericht ilder die Tätigkeit der Zieichstagofraktion. Refcrcntin lilara Bohm-Schuch, M. d. R. Diokussion. Stellungnahme zur Aondidatenaufstcllung. Erschei. nen aller Delegierten unbedingt erforderlich.— Mittwoch, 4. April, 19 llhe, Bczirksoersammlung im Rathan», Stadtverordnetenfitzungisaal. Tribünen. karten Eingang Epaadauer Straße. !». Arm» Aren zb erg. Montag, 2. April. I9>4 Uhr,»ei Rabe, Fichteftr. 29. Rreitdelegiertrnocrfammlung. Vortrag:»Die Parlamentewahlen', Referent Artnr Eri»pie», M. d. R. Stellnngnahme zur itanbidatrnaufftellnog. «rschelue» ist Pflicht, ! 2- Rrei» Eharlottenbnrg. Dienstag. 3. April, 1S1» Uhr. Sitzung des erwei. irrten Kreisuorstande» im Rathaus. 10. Stet« gehlcndoef. Montag, 2. April, ldlh Uhr. bei Mickleu, gehlendorf, Potsdamer Str. Z!>, Sreisverieeterversommlnng. Vortrag:.Dir politische Lage und die kommende» Dahlen'. Referent Emil Slodt, M. d. L. Er- scheinen ist Pslicht. U. Srri, Schöneberg. Dienstag, 3.«prU, ldfh Uhr, km Sesellschaftshan« de, Westen«, Hauptstraße, Oberer Saal, Srei»»ertrcter,erfammlung, Vortrag: »Die kommenden Wahlen'. Referent Dr. Surt Löwenftci». M.». R. Aas. > ftrlluag der Sandidaie» zum Reichstag»nd Landtag. Erscheine» ist na. bediegt« Pflicht. 12. Srei» Stegkitz. Montag, 2. April, 19� Uhr, bei Sattum, Lichterseld«, Bälestr. 7, Srei»»ertreterversammlnnq. Vortrag:.Die politische Lage nud die kommende» Wahlen'. Reserent Ott» Meier, M. d. L. Erscheinen aller Delegierten unbedingt erforderlich. 13. Suis Tempelhos. Dirnotag, 3. April. Seeisdelegieetenversammlung, pünkt. lift 19',., Uhr, in der Baracke der tz. ktzemeiadeschale in Mariendors, Am Bahnhos Mariendvef. II. Srei» Reukölla. Dienstag, 3. April, 19'- Uhr, im Lokal Bergschloßhöhe. Äarlsgaeteustr. 0/1l, Sreisoertreteroersammlung, Ausstellung her Saadi. datea zum Reichstag und Laadtag. Alle Delegierten miiffea unbedingt erscheine», IS. Srei« Treptow. Mittwoch, 4. April, 20 Uhr, Im Lokal ,s!nm Einsiedler', Zohonnistdol, Sreiomitgliederversammwng. Vortrag:.Da» Agrarpro. ; gramm.' Stellungnahme zur Saadidatenaulftellnng znm Reich», and Land. tag. Achtung! Der Srei,»vrstand trifft sich mit sämtliche» Abteilung»» lekter» um 19 Uhr im gleichen Lokal. 17. Srei» Lichtenberg. Mittwoch, 4. April, lgsh Uhr, Sreisvorstandssitzung bei Albrecht, Bophagener Str.(52. 10. Srei» Weihen see. Dienstag, 3. April, 20 Uhr, hei(hallas, Funktionär- Versammlung. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen sämtlicher Funktionäre unbedingt erforderlich. 00. Srri» Reinickendors. Dienstag. Z, April, 18 Uhr, bei Rochhaus, Reinicken. dorf-Ost, Rcsidenzstraße Ecke Echönholzer Weg, Sitzung sämtlicher Bildung». ausschußniitglieter. Erscheinen dringend erforderlich. »imwcl,, den 4. April, 20 Uhr: GrolfcWalilltiiiidgeiHiiig tan lelirerveretnshaus. Arn Alexanderplatz. '."»SS„Dein Schicksal" Ansprache: Artur Crispien. H-d. R. Eintrili frei.____ Der Beslrksvorsland. Oefffentl, Wählerversammlung am Dienstag, den 3. April, abends 8 Uhr, in den „Plora.PestaSlen", Halensce, Johann-Georg-Straße 19. Tagesordnung; Das Ende des BUrgerblocks. Was nunT Referent; Landtagsabgeordneter Erleb Kuttner. Morgen. Montag. 2. April: 3- Abt. Avaummale Aovnvisfwn. 20 Uhr Sitzung bei Krüger, Engewfer 29, Vorirag des Genossen Stadtrot Walter Ariedländer. Interessterte Mit. alieder find eingeladen. 4, Abt. Uhr bei Brandis, Stralauer Str. 10, wichtige Funttionärfitzung. 48. Abt. Die Delegierten für die Kreisdelegiertcnverfammlung erhalten ihren Ausweis am Montag vom Genössen S6)warz am Saaleingang ausgehändigt. SO. Abt. Reukölln. Uhr bei Schabe ito, Weichfelftr. 5, Sitzung des Abtei- lungsvorstcmdes und sämtlicher Funktionäre. Dienstag, Z. April: 3. Abt. 20 Uhr im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12. Werbeaersaunn. lung für dos Reichsbanner. Rcserrnt Genosse Brendel. Wir erwarten rege Beteiligung. t 24. Abt. Die Gruppenflihrer werden gebeten, am Dienstag neues Marken. Material vom Bbtellungskassierer in Empsang zu nehmen, 32. Abt. Gruppe Hanse, lgzh Uhr bei Kromphardt, Paul-Singer-Str. 49, Funktionärsstzung. Die Sartothekkarten sind mitzubringen. Sämtliche Be. zirksfllhrer haben bestimmt zu erscheinen. 90. Abt. Schöneberg. Achtung! Wegen der Sreisdelegiertenversammlung findet die Funktionarsitzunq nicht Dienstag, sondern Mittwoch, 4, April, bei Gsirlich, Begasstr. 1, statt. 101. Abt. Treptow. 19 Uhr plinktlich in der Spedition, Graetzstr. 30, wichtige Vorstandssttzung. Die Vorstandsmitglieder müssen bestimmt anwesend sein, 100. Abt. Johannisthal. 19�4 Uhr bei©ob in, Roonstr. 2, Sitzung sämtlid>er Funktionäu. 100. Abt. Sßpeaick. WH Uhr an bekannter Stelle Borstandsfitznng mit sämt- liche» Bcztrksfllhrern. Fraueuveranftalwagea: 0. Srei» Spandau. Dienstag, 10, April(dritter Osterfeiertag) in Lädells.�larlslusf, Hakenfelde, Stadtpark, Frsthlinasfest, Programm: Konzert, Rezitationen, Ansprache. Gesang u. a. Anschließend gesellige« Beisammensein. Eintritt 10 Ps. Die Eharlottenburger Genossinnen und deren Angehörige sind auch diesmal, wie olljährlich, hierzu«in. geladen. 14. Suis Reukölla. Montag, 2. April, Ifl!4 Uhr, bei Simon, Berthelsdorfer- straste 9, Funkionärinnensttzung. All« Abterlungen mstssen vertreten sein. 10. Srdi, Treptow. Montag, 3. April,. WH Uhr, in der Gemeindeschule, Riederschöneweide, Berliner Straße, Funktionärinnensitzung. Wegen wich. tiger Tagesordnung müssen alle Abteilungen vertreten sein. 20. See!« Reinickendorf. Dienstag, Z. April, 20 Uhr, im Rathaus, Reinicken. dorf.Ost, Hauptstraße, Zimmer 17, ssunktionärinnensttzung. Wichtige Tages» »rdnung. Jede Abteilung muß vertreten fein. Auch die Teilnahm« der Helferinnen ist erwünscht. 21. Abt. Dienstag, 3. April, WH Uhr, bei Kroll, Utrechter Str. ,21. Bortrog des Genossen Dr. Norbert Marx über„Die Gesundheit im Sause'. Alle Genossinnen find dazu eingeladen. Gäste kllnnen mit eingeführt werden. 33. AbL Dienstag, 3. April, WH Uhr. bei Wertallo. Hohenlobestr. 3, Bortrag der Genossin Rpneck, M. d. L., Uber.Die staatspolitischen Recht« und Pflichten der Frau". Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. BorwSrts- leser und Sympathisierende sind besonders eingeladen. 32. AHL Eh-rlottenburg. Dienstag, 3. April, WH Uhr, bei Bade,.Kaiserin. Augusta.Allee 32, Vortrag des Genossen Hans Kamm Über„Alt-Berliner Humor". Um rege Beteiligung wird gebeten. 71. ,'72. Abt. Wilmersdorf. Montag, 2. April, WH Uhr, bei Jonas. Durlacher Straße 8, Vortrag der Genossin Helene Michaelis über„Sozialistische Ge. sinnungspflege in der Familie.' Alle Genossinnen sind herzlich eingeladen. 103. Abt. Adlershos. Mittwoch, 4. April, bei Vogel, Bismarckstr. 74, Vortrnq der Genossin Lisa Albrecht übet„Körperpflege und Gymnastik' mit Prot. tischen Vorführungen. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. Gäste will- kommen. Wl. Abt. Karlshorst. Am Mittwoch, 4. April, 17 Uhr, findet im Vortrags- saal der Stadt. Gaswerke, Reue Friedrich., Ecke Etralauer Straße,»er allseitig gewünschte Vortrag„Moderne Haushaltführung', verbunden mit vrakiischcn Waschvorführungen, statt. Fahrgelegenheit: Mit der Stadtbahn bis Iannsw-tzbtUckk. Abfahrt Karlshorst lv.20 Uhr. Der Vartrag ist UN. entgeltlich. Die Genossinnen des 17. Kreises sind ebenfall» dazu eingeladen. 130. Abt. Reinickendorf. Donnerstag, 5. April. 20 Uhr, im Jugendheim Lin- dauer Straße, wichtige Funktionärinnensitzung. Es wird nm vollzählu»e« Erscheinen gebeten., Dezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt: 3. Kr«i, Weddiag. Der«ktennmtansch im Jugendamt ruht wegen de» Fefte« bis zum 17. April und findet dann wieder regelmäßig zwischen 18 und W Uhr statt. Alle noch im Umlauf befindlichen Akten sind unbedingt bis spätestens 17. April restlos fertigzustellen und abzuliefern. Die 10. Abt. wird besonder» gebeten, sich wieder an der Aktenbearbeitung regelmäßig zu beteiligen.— Nächster Kursusabend am 12. April. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Dienstag, 3. Avril. fällt die Besprechung wege» der Kreis» rrtreterversammlung aus.— Donnerstag, 3, April, WH Uhr. Danziger Str. 04, Zimmer 3l4, Besprechung aller Helfer und Helferinnen der 29. Abt. Um vollzähliges Erscheinen wird dringend gebeten. Iuagsozialisten: Groß. Berlin. Angesicht» der bevorstehenden Wahlen werken die Gruppen. leiier gebeten, in den Bezi rkss ekretariat en Berlin oder Brandenburg der Partei, Lindenstr. 3, Propagandamoterial anzufordern, um auf Fahrten rnsdesendere aber Ostern— den Wahlkamps auf dem Lande zu unterstützen.— Mittwoch, 4. April, 19 Uhr, im Bund freiheitlicher Studenten, Albrechtstr. 11. Gruppen» sonserenz. Vorher ebenda um IS Uhr Arbeitsausschußsitzung.— Gruppe Reinickendvrf.Ost. Montag. 2. April, 20 Uhr. im Zugendheim„Seebad', Rest. denzstr. 49, Vortrog:„Sozialismus und BenölkerungspolitS". Besprechung der Ostersohrt.— Gruppe Wilmersdorf. Montag, 2. April, 20 Uhr, Gruppenabend im Zugendheim Wilhelmsaue 123, Zimmer 8, Vortrag:„Rationalisierung und Arbeitslosigkeit'. Referent Genosse Rolting. Gaste herzlichst willkommen. SPD.'5raktion der Arbeiter. Angestellten und Beamten beim Bezirksamt Kreuzberg: »tag. 2. April, 10 Uhr, im Bezirksoersammlung» saal sgttnmer 20). 10—11, große äffeittliche Versammlung aller Beamten,«»gestellten und Arbeiter de« Bezirlsantts Kreuz borg. Tagesordnung: 1..Die Aufgabe» „_---------------------•- GM SÄ. neuen Reichstage«.' Referent Genosse A. goUeuberg. 2. Freie Der Fraktionnuorstaud. spräche. Arbeitsgemeinschaft der Siuderfreunde: Srei» Mitte: Montag. 2. April, Helfersitzung mit der SAZ. um 20 Uhr im Heim Zehdenicker Str. 2t.— Gruppe Arlonaplotz: Montags Heimabend von 17H bis l9H llhr. Freitags Basteln und Spielen 17H bis WH llhr im H«im Neitags, �Sonnabends 17',� bis WH Uhr Gruppenabend im Heim Zehde. • Grippe Äotl tag«,.........WWW. W... nicker Str. 24, Donnerstags 16 Uhr Baden, Oderderger Straße.. Liebtuecht: Montags 17 bis 19 Uhr Turnen, Blumenstr. 77, Donnerstags IS bis 20 Uhr Heimabend, Landsberger Str. 30.- Gruppe Pappelplatz: Montags und Donnerstags 17 bis 19 llbr Heimabend, Tieckstr. 18, Dienstags 17 bis 19 Uhr Turnen, Ellsabethlirchstraße, 19 bis 20 Uhr. Srei, ffiebbing, Gruppe Schillerpark: Osterfahrt vom 6. bis 9. April na-y dem Krämer. Treffpunkt Freitag früh 7 llhr Müller., Ecke Seestraße. Spiel. abend am Mittwoch, II. April, fällt aus.— Gruppe Gesundbrunnen: Oster. fährt nach Fälkenberg bis Tieseitsee. Donnerstag. 3. April, 18 Uhr. Bhs. Ge. sunbbrunnen. Kreis Treptow. Gruppe Oberschöueweibe: Wir treffen UNS heute um 9H llhr am Bhs. Riederschäneweide zur Sängermorgenfeier des Arbeiter �Säuger-Bundes. Eintritt ist frei. VEF.-!!!:'!!!!'"!!"!!'!!!.>>>'!-!!!-i!' lUm�rASm ! Ntr----- Oster-Angebote: Binde- Spangenschuhe ................ 4S grau, beige und rot, echt Cberreau,»ehr beliebt, Gr. 27'28 8,50, 25/26 7,90, 2Z/24 6.90. 25-22 5,ÖO, 18/19 K inder-Spangcnsdiuhe braun, auch Schnürschuhe,.___ erstill. Material, Gr. 36-40 C: MI I 10,90, 31-35»»60, 27-30 � 7,90, 25/26 6,90..... 23/24%J Lido-vSandalen für Kinder, hellrot, mit festem Absat*, ▼ornehme /j y(J Lodiverzienmg, Gr. 31-35 ff 7,90................. 27-30\J Spangensdiuhe oxblood und roaenholx, neue Frühjahrsmodellc, A A krilfL.CrApcgumnü8ohlc 1 Gr. 51-35 12»50, 27-30 X X Spangenschuhe braun cchtBoxcalf, vorzüg-... liebes Fabrikat, mit bc- QyQ quentem amerikanischen />% Absatz, sebrbililf......... 50 bt ChcrreaTjj In ▼er�- a AI edenenmear Farben, ecjtkl. Fabrik', mit bequ. amerlk.a.Prinzenabsatz 10 50 Lido-Sandalen mit Stegspange, In allen modernen Farben, blau, ret, pergament, beige, grau, niedriger Absatz Beige-rose Spangenschuhe,», neu- artigem Eifenbclnmotiv, A auch andere neue Mo- 1/ dclle,Loois-XV.-Absatz X mmi Spangenschuhe blau, rot, erdbeer und bcJge�mlt cleg.Durchbr., A krfl/t. Bodexunaterlal,\/ beliebte Saisonsdll ager X ämi Spangenschuhe hellgrau, haaelnuas, ox- blood u. beige, vornehm. Verzlertmgu. bequemer englischer Absatz..... Trotteurschuhe braun, echt rahmen- »„enAht, erstklassigesFa- brikat, weiss gedoppelt, mit amerlkan. Absatz Spangenschuhe mit Cr�pegumml sohlen, feinste Bahmen- arbeit, beige,' oxblood U. grau, besonders billig 50 50 öeige-rose die st. Mode, Spange.n- Rdnihe l.neuest. schlank.> F orm ,nuapa rtJli ersten amerikaiL u.L.-XV.-.\] Trotteurschuhe In versch. entzückenden Kombinationen, neueste Früblahrsfarbcn, d. vornehme Trottcurschuh. Herren-Halhschuhe braun, bestes Fabrikat,* c\ in vorzOgL Ausführung, A feinste K ahmenarbeit, I f besonders billig...... X md Unsere Kunden bestellen aus: 16 50 Wi Herren-Halbschuhe 14 14 16 16 50 50 50 braun, mit kräftiger CrÄpcguramisohle, echt ra hm engen äht, der beliebte Modeschub...... Herren-Halbschuhe braun echt Boxcal(, mit und ohne Flügel- kappe, feinste Rahmenarbeit �......... Herren-Halbschuhe roahagonlfarb u.dnnkel-- � A braun, eleg. Modelle mit �§0 «parter V erTierung, in � I schlanker u» spitz. Form md X 16 50 Unser Hauptgeschäft, am Dönhoffplatx ist| die grösste Sshuhver-\ haufsstätte der Welt.] M„ I................................................. IL... mum..111.1. iiji»„iL�.ir. Versend ouh aosseckisld uat.r(Uchesbrael •der jegsn Versineegdung du BetreguJ Ältestes Schuhhaus grössten Umfgnges Alexandrien Aegypten Harbin Mandschurei RiodeJaneiro brasilien Pomona bei LQderlizbachl Arrusha TenganfUeaCOsUWs«) Budapest Ungarn Pontresina Schweiz St, Gallen Schweix Morogoro T>ntf onfike(Ostairik«) Kavieng Neuguinea Houston Texas(Amerika) Gries am Breaoer Films Schwele Stockholm Schweden New-York U.S.A. B ta V c'orlafKamcma) Cnosjö 3., hwe len St. Moritz Fngitffin Kumba Kamerun Karlsbad Toehechoslowakei MalrnS Schweden Kowno Litauen Czarnlkau Pole» Lodz Pole» Athen Griechenland Fand DSacmaxk Mukden Riga ».«.HR. ftni* BJptuH. tatpvt Kaietkerf nct XtOenSexa: M» StUmtm« itt Cftctfahct ntüffnt am Di«p»taz, 8. 2Uict7, u> JuafrcftftcuR Zahnsdorf. Dachtel- ftrak? i, erscheinen� Dort muh unbedingt da« Fahrgel« bezahlt weichen. ' 8 reis«aalaw, chtuppt Riede rschörhanfen: Montag, 2. April. 18 llht, in der Linbenftr. 85-, bei Mucka. Besprechuna der Osi-rfahrt. Zur Helicenerfammluag sind van allen»reisen die Treffpunkt« tBs die Mai. feite anzugeben. «ruppe Südwest. Möntag, 2. April. 17% vhr. Wilherm-Bufch-Abend im ?uginbh«im, Barcksir. 11. Srnpp« Kerwadarf. An den Ferien Kestnabend« pm, 5 Uhr ad Turnhalle Reonstrahe. Montaa. Z April, lieben und Balkstanze. Mittwoch, i. April. ««aahacbetl.Ueben und für die»naben taubsügearbeit. »reis»entöl«,«r»»p« OneBc. Heute, Sonntag. Ausslug nach den«osener Sergen. Treffpunkt 9 Ubr Bahnhof Hermannstrahe. 80 Pf. Unkosten. Teil. nahm« der eitern ist Pflicht. Sterbetafel der Groß- Verlmer Partei« Organisation 55. Abt. Tharlottenburg. Am 27. MSr««erstarb unser« langjsthrig« che. nossiN Franziska Grüsiel im dl. Lebensjahre. Ehr» ihrem Andenken. Ein. ölcherung Mantag, 2. April. 15% Uhr, im»rematorium Serichtstraße. Reg« Beteiligung wird erwartet. 8t. Abi. Friedeuan. Tie Einüfcherui nnsten kouid»aiilfuh findet Mantag. hl. April. I» Wilmersborf statt. Dir bitten um recht reg» Beteillgii des am 29. Marz nerfwrbene« E«. "" I» Uhr. tm»rematormm tgmrg. Vorträge, Vereme und Versammlungen Reichsbanner«Schwarz. Rol-Gold". S«fchlft»st»ll»i Berlin S. lt. Sebastianstr. 87/88. Saf 2 Tr. Sonntag, 1. Reiaickendarf.? pelhof. Stadion ge?«� Char lallen bürg I, Weddingt 12% Uhr hei gegen Weddlng» 12% Uhr»ei Müller. Uferstr. 12. Pflicktveranstaliuna. tlöpenick: Dr«»ameraden non Bohnsdorf und Grüna« fahren 18.« Uhr ab Bhf Grünau. Antreten 18% Uhr Bhf, Hirschgarten mit Fahnen. Tamiourkorr'"" perein»Echo zur Beteiligung an der Bootstauf». Sportplag? Ab 9 Uhr beteiligen sich alle verhinderten»ameraden an den Usbnngen.— Mantag, 2. April. Mitte: Achtung. einer w! kosten Uhr im etwa nehmer an der zweitägigen' Osterfahrt nach' dem' Derbelllnfee treffen stch zu .....'' m Twkstr. 18. Fahrt- ,A «n Besprechung um W>WW llittagessen und Uebernachtiing etwa 5 M.»renzberg: Eemeinsäm« Bersammlung der güge 7, 8 und Sugend AI 19% Uhr bot Ewald. Skaliger Straße 12S. Referent Polizeipräsident Zörgiedel.— Dieimtag. 8.«ptil. strei« Osten! Spielleute so Uhr llebungsstunde Sportplatz Friedrichsfelde. Mitte: »ameradfchastsversammlung um 20 Uhr: 1. und 6.«ameradschast bei(lernt, Garten str. 6. Partrag über.Wirtschaftsfvagrn.� 5. Kamerabschaft: Rasenthaler "iBf, Roscnthaler Straß«. Referat. Gäste willkammen. Tiergarten, Westen I: it. Schnbert-Gasl�Billawstr. IM. Bortrag:-Reichsbanner und Wahlkainpf." I�r: lliebs ji.v- nfw,„jiciu�jixir.rcex uiui üMi ist«lizubringen.«renzberg: Bersammlung«, um 20 tag 4 i««rst-chl», K-nmerstr. 90. Bartrag»am. Rektor Tr. CmBm;-Bi» Wiener Schulreform." Fug 5 bei Gohlke, Sebastianstr. 1. Jfl Uhr Klmaor. führung und Iugendwerbeabenb im großen Saal de» Bezirksamtes»renzberg. Jorckstr. 11. Festrede, mnstlalische Borttäge und Reichsbannerfilme. Jugend. sich« und Säfte willkommen. Eintritt frei. Zug 8: Versammlung um 80 Uhr und Nord (lensee. Tempel. -___ W...„_____ unser: Antreten Uhr Rollkrug zur Beteiligung an dem Werbeabend de» Jungbanners »reuzberg.— Mitllnoch. 4. April. Ritt«: Bersammlung«» um 20 Uhr: 8. itame- radschaft bei Schilling. Rungeftr. 80. 4.«ameradschast bei Brand!», Stralauer Straße 10. Reuwahl de« Borstandes. Prenzlauer Be«: so Uhr erweiterte Vorstandssitzung bei Burg, Prenzlauer Allee. Friedrichshain- tkameradtchaft garte». Vortrag des»ameraden „Reichsbanner und Wahlen Senatspräsidenten Dr. Graßmann über Reichsblind der 8tii 20 Uhr. Banbelstr. 85, Bezirk 2. Moabit. Dirnstag. 8. April. sammln ng. Dichtige Tagesordnung. Selmonte-Ukrsn preiswert gut Reizend« Ostergeschenke In Gold-, SUbenclunuck nnd Sllbergi Str.«7 30 ilbergerät Die Staiibard-Lackverke ffl. at. H, fl. ' ma ihrer Lack- ung de» Mühlen- beabsichtigt, bi» Berandaruni tabrik durch Grmeii räume» in Berlin-PlZtzenfee auf de» Grundstück Zlordufer 84-25 Tage nach de« B«r»ff«ntlii rechnet, schriftlich in dop: �.W auna oder zu Pratakall anzubringen. Räch Ablauf dieser Frist können Ein. itlichunz ab gr- i Vetter Ausfeite. ist anzubringen. weudunaen nicht mehr erhaben werden. �'hreibung uns~" WWW lieöei■___ reast. Berlin G. 2. Waisenstraß, V, Neschit planten Anlag» Iii 'ung und Zeichnungen der ge. "«« in unserem Lu- 1 Treppe. Zimmer Rr. 59. an de» che, schöststagen in der z-lt van 9 bis 2 Uhr während der sben bezeichneten Frist zur Einsicht aus. Zur mündlichen Erörterung der recht- z artig erhabenen Einwendungen wird vor unsere« Kommissar. Staddober» 'nfperwr Senst. auf Mittwoch, de» *u dem die Un Widersprechenden unter der Eröffnung nelab-n�»erden, daß auch dei ihrem Ausbleiben mit der Der Stadt ansschnß«erttn. Alt. I Dr. G ord« m 6is8cicQrti6 ht* Sp8li: Allel zlgeiM in SlnaelbM' SSM- Belle- Setffn Blenle MMW sttümpfen billigst Tagespr. Gebrüder POsnrne, Berila SW, Ffisäristr.ZOS EckeZirnmerstr. et er An liefet» preiswert Paul Göll et«, vorm. Ittel üem MerienrenstrsBe 8, Gcke Raunnnttraße Amt MarttrU« 01 Faml I isn- Anzeigen L]uergens ÄJexanderplaH Inlerieren brine« BBPOUiJ Rpcrkftrl Of*c'-i�bsem sind die »Ldllliaers gi«ingn Knieige, I» clee Oeeamt- buNoxe tsillios des Vorwirts und trotzdem kirrrrj�« Frühjahrs-Ulster u. Paletots in allen Größen und Preislagen Herren-Anzüge In bester Veratbeltani Sportbekleidung aiierArt Gummi- und Lodenmäntel in großer Auswahl Windjacken für Damen und Herren In allen Größen und Preislagen Elegante Maßanfertigung Herrenartikel Hüte— Krawatten— Oberhemden usw. • zu billigsten Preisen Bereif sklel düng für jeden Beruf BrJdtiduns u. Ausrüstimsssegenst&ncie far cAj RetdisSemner „HOFFNUNG" Bekleidung»' Industrie G. m. b. H. Brunnenstraße 188-190(am Roaenktwler Platz) TJ, Betten-HOhn � w so. fiieauwitttraae 4L. an wtaimeidiDiaiz FOU'iPedern. m m.«.oo, wo, m,\2*> llUett» geslr. 180/k00 M. 1 WO. 118/200 12�0,84/80 3.20 (lelalliiell. M/lSO.« mm S0g«I u. l* Zagted. 22.00 Aullagea* StsOtg, m.Kh)ik. 30d0, 2500, XZ.M, KLOO Baheoett m.40Splr»!Iedem«OSO.«40. 5W0. 43.00 Andere Made imo queliatan, elnfieher oder besser, Preise entsprechend, fVe.mpf-BeiKr.dern-ReljilOaag TO««lektrUdvem Betrieb Vormittag»«braehte Betten liegen lg Uhr gereinigt bereit Bai einem Stand frei nsurl Schaufenster-Tapete! Alle Eigenmuster ohne Zwischenhanael. SAdulsdu lapelea-waWMe. Serlln W, Wüäelautr. 44. rwiichen Leipziger o. Zimmerstr Grohdestlllation Inh.: H. Spitzer» Goltzstr. 32 Billiger Flaschenverfcauf"VB# RUNDFUNK- EINHEITS ANLAGE Diese Anläse komplett betriebsfertig...... Mk. 89«50 auf Teilzahlung........ Anzahlung m 14.50 6 Monatsraten..... i...... i mk. 13.75 beziehend aust 1„Blaupunlcf-Ueborland- und Bazlrksompfängw mit 3 ElnrzlrÖhran, In Mahagoni- Gehäue«.— 1«Blaupunkt"-Reeonanr.Lautzproöher mit Seidonboapannung.— 1 Holz- Akkumulator, 4 Volt, 27 Amp.« Stunden, mit FUllung und geladen.— 1 90-Volt-Spezlal-Anodenbatterie, ca. 3 Amp.-Stunden.~ 2 Korbepulen airf Hart- gummlsockei, dazu«fle Arreohluft-Schnüre und Stecker. VERKAUPSSTCVLlNt Norden: Badsfrafie 93 Norden: Boeenfimler SiraSo\fi-M S&dosfene Kottbusser Strafe 35 SdbSneberg: Haupts träfe 5 Westens Teoenldeaifrafe 9 Versand and ZcntriJe; W 35, Potsdamer Straße 56 Kataloge auf Wansch kostenlos s Bequemste Tellzablang S VorfBhrang Ohne Kaatzvaag BEIL& VOSS DAS HAUS FÜR MUSIK olSn�m�eln�lt?8rerl�llücKen rekfi nillitfwiü» f\ Q. len Keilerfqiren qearbeiter, aom quf kunsheUUXxhesse- l)A fufter.oucn in qonzqroöen weifen "�esaiw. J|Q. ® Vi® Flottes veJourineWeid OA mtfanorter BiesensfcpDerei in neuen PröhlingsraiDen«/ JQ? Wäsche cbttteaHaa<»»«�M.V-x5ziÄÄ».H- �«�°° Jl1-5 tom&lndtlon aus LEIP2IGERSTR4Z ECKE MARKOUAFEMSTB, Erhalle DHU öesnnd durfli Sfeinmelz-Brol Das patentiert« Steinmotz-V erfahreo scheidet alles Nähr loa« ab and«r- möglicht dl« Erhaltung dar reichen Vitamine, NSbrsalze, Schwefel-, Kalk-, Eisen- and Phosphor-Verbindangan der Fraehtaohieht and des Keimes. Unübertrefflich sn Reinheit and Nährkraft. Auch In Pdckchen(Scheiben) erhütllch in allen 4000 VerkaufuteUen von Wittlers Brotfabriken, Berlin BKS MaxstraOe S— 5. AllPS.wasSiezum OSTERFEST .■■' gebrauchen/finden Sie bei unfe in««h jJL>E+agen% KREDIT � Bekleidung Ebnagnun�ldaUans Obtrhtfndsn»Cf#w,tt»n 1 Schirme. StiMn, L*ib- r�t-, ßsttwtau■ MOBEI esrtinea Rosenthaler-Sir. Eche Meue Schönhauscr-r-t 4G-47 TEILZAHLUNBT Krtdit�iZMonaU «r--- kh Mn Mehrt!—— Sehen wer kh m OeNra s» gvt eingekleidetl Amahlen brauchte ich mkhta, de ich einen Ausweis vorlegen konnte. Die kleinen Raten mochan mir keine Sorgen.— Nun werden wir auch m --- rrr. i-----Einrichtung denken können- denn eilet----** Wohn Peder sorgt Je Unter Oster~Ängebot: 20 Prozent Rabatt taf die Anaehhmgi. Reicht Auewehl, niedrige Preise, neueste Formen, gediegene Vererbeitung. Domen-, Herren- v. Kinderkleidung, Möbel, Teppiche, BRUN NENSTR.I FRANKFURTER ALLEE SSO KOTTBUSER. DAMM 102 � CHLe6uWII.MERaoORFEaSTR.16S Haus und Hausrat Gildenhall G. M. a H. MÖBEL HAUSRAT Is StflOalrtar Pem«Mi VerkayfS" stellen W. KSnlgln-Augoeti-Strae« 21 i«n der Potsdamer Bröoka HO, Qr. Pfssldurtsr8tnds4M3 Bettfedern Ado, weit Sehl SchleithalbtL»«Tvauaea(Vcrmellose Weste\ A75 mit reicher WoDstickerel(Handarbeit)....... X VF Lumberjack���,,� x 475 Auirführunt weitt and farbig................. x X Lederwaren Besuchstasche IT» cmS: j75 iJ»rb.S»föanmonton,m. Vortaschea-kroko-* dU genarbt. Leder n. SchlaufenverschL.Stck,1 sa�:. Besuchstasche in vielen Farben, mit Bindlederbesatz und farbigem aparten Futter......... Btftek Stadtkoffer Ä�TsÄ f&rb. Moirt tattern, in Falten Deekel- tnsche, gatom Schnappschloss..... Stück Modem. Beutel SSÄT** ca. 20 cm gr., BLnnderslnrb. Leder abgea�Stck.§ Grosse Beuteltasche 4 075 ca. 22 cm groee, echt oeänd. ßaifianledct, i M mit Hetalfbesetxtem apart Bügel, Stck.> Gm 4 6« 750 Strumpfwaren Damen-Strümpfe 1 25 prima Eunetaelde od. Baumwolle, Paar* Damen-Strümpfe 1 65"5? SeJdenflor oder Hako...... Paar Tc Damcn-Strümpfe��to 925 in, modernen Farben.............. Fear— � Damen-Strümpfe#�� /%,e kflnstL Seide,«leg, Auafllhr, pa. Qualität\ Goldetempel, reienhait FaTbBortim.,Paar Mod. Jacquardsocken QE» neue Muster; gute Qualitäten...Paar �Pf. Eleg. Fantasiesocken 1 45 4 95 Her, mKnnetaeideneftekten, Paar*■ Eleg. Fantasiesocken (kflneü. Waeohseide) od.pt. nft. reine Welle*' Modewaren 25 Crepe Georgette-Weste In FaitoB gelegt moderne Farben..... Crepe de Chine-Schal �75 •alae leide, einfarbig, evSOXUGea... Damcn-Cachencz J.75 Vreieck, Crtpe de Chine, letzte Ifeuboit~ Damen-Cachcnez Q75 reine Solde, ev 90 cm im Quadrat..... vF Backfischhut ans Exoten- Bba- banaa, mit Lack garniert. 5" Damen-Wäsche Damen-Hemd mit 8«�«�__ 1 Damen-Nachthemd �95 BabUonn, mit Stlckeniweete...........— Ju HcmdhOS€ gestreifte Kmtfteelde 3� Damen-Pyjama C90 farbiger Batist fesche Feim...................... VF „l65 Strumpfhaltergürtel Jacquard, gefüttert t Halter........... Büstenhalter I35 Schlüpfer aus sehr gutem Baumwellgniwral, 4 Halter. Kinder-Kleiduns Einknöpfanzug 1 275 Jade weitere SrOesa 1,00 mehr" Kinder-Mantel 1 V* Jede weitere OrCeee 1,00 mehr Kittelanzug hell», woOener FrOhJahrsstof� Sr»trt» S Jahre Jede weitere OtOaee 1,25 mehr Madchen-Mantel 1 975 Jede weitere OrSeee 2,00 mehr Sdiiller-Anzug IQ75 Jede weiten Grtsee 2.00 mehr Mädchen-Strickkleid.�Ä»TjS; 2250 Jede weitere GrSsee 2, HO mehr 590 HÜftgUrfel eeitUeh mm Hake», adt 4 75 2 Gsmmiteilen, 4 Halter.......................... aT qe 1550 Frottierhandtuch schwere Qualität............. Bademantel weite Fan, mit Behelknga» Handschuhe i-C 390 450 S" g90 Damen-Handschuhe Lein, imit., breite Aufnäht� D nick K n. Paar Damen- Handschuhe "Waschseide, mit neuartiger Manschette, doppelten Fingerspitzen............. Paar Damen• Handschuhe Waschseide, Urasohlagmanechette, mit doppelt Fingerspitzen, in all mod.Farbcn, Paar Damen> Handschuhe echtSohwed. Leder, m. Manechette, waeebb. m. Wasser».Seile, helle Fr4h]ahrslarb,Paar Damen- Handschuhe Ziegenleder, mit eleganter Aufnäht und Manechette.......................... Paar Herren-Kleidung Iiripv'gTr**- i a'—r-'i— T'*", an�*|sgii— BeUa-4tHance. 5t>. Sportanzugs� 7Q00 Form, mit langer Hose oder Sporthose§%ß Anzug QQ00 •tollung in Kammgarn u. Che viotqualit Herren' Weisses Oberhemdes gsmsst Batisteinsatz u. Elappmanschetten Perkal-Oberhemd A90 gefütterte Brust n. Kragen In neuen Mustern Herren-Nachthemd a*> mit Kruge» oder halsfrei, farbig besetzt Sport Trainingsanzug Ii75 eile Farben, schwere Qualität Grösse 8|| Wollsweater«1550 reine Wolle, mit 8 Knöpfe»...Grötae® Ua4 Tenniskleid Q75 Panamas toff, glatt weiss..... alle Grössen eSF Tennisschläger IQ00 „Hertie".............................. 17 Gabardinemantel?ftoo eleg.Bcblüp(erform,imptlgiL, kar Abseit Gabardinemantel 7000 guteWollquaL, eleg. Kanstseidenfutter t Artikel Selbstbinder insebrpmser 1« Auswahl, neueste Muster..... 2,50, 1,00> Herren-Woilhut�u�sn x« Ferhen und Formen................ 8,90, Yachtkiubmütze 990 marineblau................................ G» Photo «X»«-/,X1 IS00«' 540 450 Rollfilm-Photo-. c'ooenöo appurat Box Tengor, Fa- �® brlkat Ze'" ! Zote«- Ikon. Metallstativ Steilig.................. 150 dfadllg Kameratasche für 9X12. Apparat und Kassetten, uz ToH- rlndleder, Florida-Pressung................ Trikotasen Unterziehschlüpfer QC lein gewebt,-preis s und zarte Farben � PL Damen-Schlüpfer 4 65 Mako, in vielen modernen Farbe»...». X Damen-Unterkleider 095 Kunstaeide. in schönen Farben........~ Herren-Einsatzhemd O95 O45 gute Qualität, moderne Einsätze* Herren-Hose echt �««9. �45 Mako..................... J............ Herren-Hemd Tordereoua«,"T95 echt ägyptisch Mako, Doppelbnst..... VF Taschentücher Damen- Taschentücher_ weiss, mit(arbis. Kordelkante, farbige 11«C Kre uze ti checke...3 Stück im Karton Z/tJVt Kinder-Taschentücher weise Batist, farbige Kordelkante n. LI färb, gestickt Bndhsuben, 6 St. I.Kart. 17 V/Pf- Damen-Taschentücher weissBatist, aparte Eeke,86hwei«.8ücl8."fSu ParfftmfülL Orig.,t711'3SLLQheoh.-Krv M SshSS! Osterhase od-hSsin Wir« ppe mit 2 älniet-Taaehentlclierg. KSb weiss, farb.Kordelkante n. bemal tEcke VF VF Pf Ulfdgerttr. ♦ WinwItnMIi ♦ FnOlariar Ubp a BiHi-JUIUäci-ä* BniUAUk. aUhbttSf QawD« Wiloursitailef Sir.» Aodreasstr.* ChausseesU. Nr. 157* 45. Jahrgang 5. Beilage des Vorwärts Sonntag, 1. April 192» Lohnkonflikt im Ruhrbergbau. Essen, ZI. März. Die vier DergarbeilerverbSnde haben beim Zechenoerband die bestehende Cohnotbnung zum 30. ilpril gekündigt. Die Lohnforde- rangen sind in dem Kündigungsschreiben noch nicht angegeben. Am Z. April finden die tohnoer Handlungen zwischen dem Zechenverband and den Bergarbeiterverbänden statt. » Dazu wird uns von einem Bergarbeiter geschrieben: Die von den Bergarbeiterorganisationen gefaßten Beschlüsse haben die Unternehmer unzufrieden gestimmt. In dieser Stimmung wird den Arbeiterführern vorgeworfen, sie seien die Erreger immer neuer Unzufriedenheit. Wir, die im Betriebe tätigen Bergarbeiter, fühlen uns oerpflichtet, diesen Borwurf gegen unsere Führer scharf zurückzuweisen. Wir nehmen das Recht für uns in Anspruch, auf unsere Wirtschaft mehr Rücksicht als irgendeine andere Erwerbs- grupp« genommen zu haben. Wir stellen dazu fest, daß diese Rück- sichtnahme schlecht belohnt und wir darob bis heut« mit un- feren Familien der Rot und dem Elend preisgegeben sind. Wir er- achten es endlich an der Zeit, daß uns eine dem Arbeitsverhältnis entsprechend« Arbeitszeit,«ine der Teuerung entsprechende Lohn- «rhöhung zugebilligt wird. Die Versuche, durch Rechenkünste die„Untragbarkeit* der Forderungen zu beweisen, können an der Berechtigung dieser Forde- rungen nichts ändern. SO Prozent sämtlicher im Ruhrbergbau be» schäftigten Arbeiter sind Hauer bzw. Gedingeschlepper. Die Gedingesätze dieser Arbeitergruppe sind trotz der in den letzten Iahren erfolgten Lohnerhöhungen nicht nur nicht aufge- bessert, sondern zum Teil noch reduziert worden. Folgende Gegenüberstellung der Gedingesätz« einer Ruhrzeche zeigt dieses recht deutlich. Es wurden im Durchschnitt gezahlt: SlSz Hugo.., Robert.., Johann.. Ida.... Sonnenschein Wilhelm.. In den Gesteinsbetrieben erleben wurden auf dieser Zeche gezahlt: 1924 pro Wagen 2,10 2,10 2,60 2,20 2,20 2,00 wir 1928 pro Wagen 2,00 2,05 2,60 2,10 1,90 2,00 dasselbe Bild. Es 5ür eine Richtstrecke... pro Meter für Abteufen eines Gesenk.,» 1924 245,00 160,00 1928 155,00 110,00 Da« Kohlengedinge je Wagen ist hier meist gesunken und außerdem das Ortsmetergeld fast überall verschwunden. In den Gcsteinbetrieben steht es nicht besser au». Bei diesen Betrachtungen stellen wir nun weiter fest, daß im Jahre 1924 der Hauer durchschnittsoerdienst auf 6,76 stand und dieser nun 8,91 M. beträgt. Die Löhn« machen unter den in- dustriellen Selbstkosten einen ständig geringer werdenden Anteil aus. Automatisch haben sich die steigenden Verdienst« in einer Stelgerung des physischen Arbeitstempos ausgs- wirkt. Trotz der Lohnerhöhungen der letzten Jahre gingen 50 Proz. der Ruhrbergarbeiter ohne Gedingeaufbesserung leer aus. Ihr erhöhter Verdienst wurde nur durch erhöhte Leistung von den Arbeitern selbst wettgemacht. Die Bergbauunternehmer erhielten unter gewaltiger Herabminderung der Selbstkosten für niedriger« Gedingesätze, also billiges Geld ihr« Kohlen zutage gefördert. Erhöhte Endleistungen bei stark verminderten Belegschaften steigerte die Förderung. Schiedsspruch im Nankgewerbe. Gehälter om 5 Prozent erhöht, auf ein Jahr festgelegt. Manteltarif ungenügend verbessert. Wie un» der Allgemein« Verband der deutschen Bankangestellten mitteilt, wurde gestern nach zweitägigen Verhandlungen gegen die Stimmen der Beisitzer beider Parteien vom Schlichter, Regierung»- rot Dr. Brahn, ein Schiedsspruch gefällt, der die Ver- längerung de» Reichsmanteltarlf» um zwei Jahre, der Ge- Hallsstaffel um ein Jahr mit folgenden Aenderungen vorsieht: 1. Di« Gehälter werden um 8 Proz. mit Wirkung vom 1. April ab erhöht. 2. Wie in bisher üblicher Form wird die Auszahlung eines halben Monatsgehalts zu Weihnachten 1928 als Gratifikation empfohlen. 3. Die Arbeitszeit beträgt regelmäßig 46 W o che nft u n de n�. kann aber im Bedarfs- fall unter gewissen Voraussetzungen bis zu 54 Wochen st un- den erhöht werden. 4. Di« Ueberftundenbezahlung erfolgt nach der 48. Arbeitsstunde mit 1/u$ des Monatseinkommens, ab 51. Wochenstunde mit 1/m zuzüglich 25 Proz. Zuschlag. 5. Di« bisherigen Bestimmungen über dl« Lehrlingsein st ellungen wurden eingeschränkt um etwa'/»» des bisherigen Kontingents. 6. Wider Erwarten ist es in Zukunft den Banken gestattet, mit Zustimmung de» Betriebsrates über 40 Jahre alte Angestellte mit untertariflichen Bezügen einzustellen. 7. Die Urlaubsbe- ftimmungen und die übrigen Arbeitsbestimmungen sind im wesent- lichen unverändert geblieben. Di« Erklärungssrist läuft bis zum 16. April. Am heutigen Tage wird in Berlin die Zentraloerwaltung des Allgemeinen Verbandes zusammentreten, um zu dem Schiedsspruch Stellung zu nehmen. Konflilie im Buchdruckgewerbe. Wirkungen einer Verbindlichkeitserklärong. Bei der ungeheuren Erregung und Empörung, die der Schieds- spruch für das Buchdruckgewerbe unter der Arbeiterschaft hervorgerufen hat, ist e» nicht zu verwundern, wenn trotz der Verbindlichkeitserklärung in einigen Orten D r f f e- r e n z e n entstanden und im Augenblick infolgedessen lokale Streiks und Aussperrungen bestehen. In den Königs- berger Buchdruckereien sind die Gehilfen am Sonnabend früh nicht zur Arbeit erschienen. In Stettin wurde zwar in einer Versammlung der Gehilfenschaft beschlossen, die Kündigungen zurückzuziehen und Sonnabend früh die Arbeit fortzusetzen: als aber die Belegschaften morgen» zur Arbeit kamen, fanden sie ver- schlossene Türen! Die Unternehmer waren sich einig ge- worden, die Buchdrucker auszusperren. Sie gaben merk- würdigerweise keinerlei Gründe für den Aussperungsbeschluh an. Die Gauleitung des Deutschen Buchdruckerverbandes richtete «in Schreiben an die Unternehmer, wonach die Stettiner Buch- druck« bereit sind, die Arbeit aufzunehmen und sich als aus- gesperrt betrachten. Gleichzeitig wurden die Unternehmer darauf aufmerksam gemacht, daß si« im Sinne der Schlichtungsordnung für den den Ausgesperrten zugefügten Schaden gesetzlich haftbar gemacht werden. In Dresden sind bei den.vresdener Nachrichten' die Ge- Hilfen ausgesperrt worden, weil«in Teil der Buchdrucker sich weigerte, die«ingereichten Kündigungen zurückzunehmen. In L ü» deck haben die Buchdrucker den Berllner Schiedsspruch nicht an- erkannt und den Streit beschlossen. Infolgedessen wird da» gesamte Personal bei allen Betrieben, abgesehen von dem sozialistischen „Dolksboten*. Sonnabend die Arbeit niederlegen. Tagung des Ginhettsverbandes. Rück« und Ausblick. Am Donnerstag und Freitag tagte in Berlin eine gemeinsame Konferenz des Vorstandes und Beirats des Einheitsoerban- des der Eisenbahner Deutschlands. Den breitesten Raum der Beratungen nahm die Lohnbewegung der Eifen- bahner ein. Der Berbandsvorsitzende Scheffel schilderte den Ver- lauf und die enizelnen Phasen der Bewegung. Wenn auch die Vereinbarung hinter den berechtigten Forderun. gen der Eisenbahner durchaus zurückbleibe, so dürfe doch nicht ver- kannt werden, daß es sich um eine Vereinbarung handelt, die eine Derbeslerung eines bereits vom Schlichter gefällten Schiedsspruches bringt. Wenn weiter berücksichtigt werde, daß die Reichsbahngesellschaft jede Lohnerhöhung hart- näcklg abgelehnt hatte, dürfe dl« Vereinbarung um so wehr als«in Erfolg der Organisation gebucht werden. In der B e s o l- dungsfrage habe die Reichsbahngesellschaft ihre Befugnisse, die Rechts- und Dienstverhältnisse der Reichsbahnbeamten selbständig zu regeln, dazu beirutzt, um die Beamten, besonders in den unteren ukid mittleren Gruppen, zu benachteiligen. Die Stellungnahme der Konferenz wurde niedergelegt In einer einstimmig angenommenen Entschließung, in der es heißt: „Die Konferenz spricht der Derbandsleitung und den Oer« Händlern für die Verhandkunzsführung ihre Anerkennung aus. Das Ergebnis der Bewegung entspricht tn der Höhe der Zulagen sowie in der eingetretenen Vergrößerung der Spannung nicht den berechtigten Forderungen der Eisenbahner. Mit aller Schärfe wendet sich die Konferenz gegen die lang« Geltung»- dauer. Durch die lange Geltungsdauer sind weitere Konflikte zu befürchten. Di« Besoldungsneuregelung ist ohne Mitwirkung der gesetzgebenden Körperschaften des Reichs erfolgt. Auch die rechtzeitige, ausreichende und formgerechte Mitwirkung der Elsen- bahnerorganisationen ist durch die Reichsbahnverwaltung v o r s ä tz- lich unmöglich gemacht worden. Di« Befoldungsneureg«. lung bei der Deutschen Reichebahn stellt also ein einseitige» Oer» waltungsdittat dar. Nahezu 100 000 Reichsbahnbeomte Im schwierigsten und verantwortlichsten Eisenbahndienst sind hierbei in ihren Bezügen schlechter gestellt worden al» die entsprechenden Beamtengruppen des Reiches, mit denen sie bisher g l e i ch z e st a n- den haben. Der Derbandsbeirat erwartet von den gefetzgebenden Körper- schaften des Reiches, daß sie dem Einspruch des Einheitsverbandes gegen dos unsoziale und ungerechte Besoldungsdiktat der Reichs- bahngefellschaft Rechnung tragen. Die Besoldungsneuregelung der Reichsbahubeamten kann so lange nicht al« abgeschlossen gelten, als nicht die Anlehnung an die BesollmngsverhäUnisse im Reich« m den Gehaltssätzen und in den besoldungsrechtlichen Be- ftimmungen auch für die Beamten de« unteren und mittleren Dienstes durchgeführt ist.' Die Konferenz beschäftigt« sich weiterhin mit der vom Vorstand angeordneten Auflösung der Ortsgruppe König»bersi.Pr. und billigte nach ausführlicher Aucsprache einmütig die Haltung und die Maßnahmen des Vorstandes, die durch die kommunistischen Treibereien leider notwendig geworden waren. Der Vorstand wurde beauftragt, auch in Zukunft allen Bestrebungen, die Einheitlichkeit und Schlagkraft der Organisation durch Fraktions- und Zellenorbcit zu untergraben, entschieden entgegenzutreten. Die Löhne in den Berliner Konditoreien Oer unmögliche Schiedsspruch. Seit Monaten verlangt« das Personal in den Konditoreien eine Erhöhung ihrer Löhne. Di« Konditoremnnung verweigerte jede Verhandlung, ja sie forderte sogar, daß für einen Teil der De- schäftigten der Lohn abgebaut würde. Am 27. März fällte der Schlichtungsauzschuß mit Mehrheits- beschluß einen Schiedsspruch, den man einfach als unmög- l i ch bezeichnen muß. An den schmunzelnden Gesichtern der Unter. nehmer konnte der Vorsitzend« merken, daß er durch seinen Macht- spruch ihre kühnsten Wünsche ü b e r t r o f s e n hatte. Für einen großen Teil der Beschäftigten wurde jede Lohnerhöhung abgelehnt. Der größte Teil der über 24 Jahre allen Personen wird aus seinem gelernten Beruf ausscheiden müssen. Denn wenn durch Schiedsspruch festgelegt wird, daß«in G e. Hilfe, der fast durchweg ein« vierjährig« Lehrzeit hinter sich hat und noch zirka drei Jahre als Gehilse tätig war, einen u m 25 Proz. geringeren Lohn erhalten soll als der über 24 Jahre alte Gehilfe, dann ist«s bei der ungeheuren Lehrling». züchterei im Gewerbe leicht, die älteren Gehilsen abzubauen und sie durch jüngere, um 2S Proz. schlechter ent- lohnte, zu ersetzen. Schon von jeher Ist die Arbeits losigkelt im Beruf enorm hoch und hauptsächlich die alteren Gehilsen sind die Leid- tragenden. Der Schiedsspruch wird aber weiter dazu führen, daß das überlebte Kost- und Logisunwesen sich im Bewerbe wieder ausbreitet. Verlangen doch heut« noch selbst die größten Firmen, wie Gumpertz, Telschow, Schilling usw.. von einem Teil ihrer Gehilfen, daß sie bei ihnen wohnen. Den Umgehungen der gesetzlichen Bestimmungen über Arbeitszeit und Sonntagsbackverbot ist damit Tor und Tür geöffnet. Dabei wird noch ein ExtragefchSft gemacht, da für die unzuläng» lichen Schlafftätten und meist recht mangelhaft« Kost die Hälfte vom Lohn abgezogen wird, so daß der Gehilfe einen Bar« lohn erhält, für den nicht einmal ein Laufbursche arbeiten würde. Roch unbegreiflicher ist der Schiedsspruch, wenn man bedenkt. daß der M a n t e l t a r i f nur bi« zum 30. September d. I� läuft, das Lohnabkommen aber als ein Teil diese» Tortfes bis zu m 31. März 1929..':-..... Das Personal der Konditoren-- wird-» m Montag, dem 2. April, abends TH Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener Str. VS. zu diesem Schiedsspruch Stellung nehmen.> Eine neue Großorganisaiion. In der Tkahrungs- und Genußmittelindustrie. Mit dem 1. April tritt der Nahrungsmittel- und Ge« tränkearbelterverband, die Ewheitsorganisatiott für die beschäfttaten Arbeiter und Arbeiterinnen in der Nahrung»- und Genußmittelindustri«, in Tätigkeit. Al» gewerkschasttich« Großmacht m i t 164 000 Mitgliedern marschiert sie im Allgemeinen Deut- schen Gewertschastsound an neunter Stelle. Gleichzeitig er- S leint als Derbandsorgan die„Einigkeit* in der stattlichen uflag« von 180 000 Exemplaren. Die Geschichte der sullonierten Verbände reicht über ein halbes Jahrhundert zurück. Am 24. und 25. Mai 1875 fand in Berlin derersteKon- greß der Bäckereiarbetter Deutschland» statt, wozu Dele- gierte au» Frankfurt, Magdeburg, Leipzig, Stettin. Königsberg und einigen kleineren Städten erschienen waren. Damals forderten die Bäckereiarbetter die 12stündige tägliche Arbeitszeit, möglichste Einschränkung der Sonntagsarbelt, die Gewährung von je einer Freinacht an Ostern, Pfingsten und Weil)- nachten, die Beseitigung des Kost- und Logiszwanges im Hause des Unternehmers, die Kantrolle über die Arbeitsnachweise in den Bäckermeisterinmmgen. Di« Gründung einer Zentralorganisation konnte erstzrhn Jahr« später, am 5. Juni 1LÜ5 erfolgen. Die Lrauereiarbeiter sammelten die in einzelnen Städten bestandenen örtlichen Fachoerein« zum Zentrolverband am 17. August 1885. Die Böttcher errichteten 1887 ihre Zentral- organisation und der Fleischerverband am 1. Juni 1900. In allen Verufen war da» Gebiet zur Aufklärung der Berus sänge- hörigen denkbar schwierig. Da» Kleinhandwert dominierte vorwiegend und hielt mit großer Zähigkeit an allen Otis der Zunft- zeit übernommenen Mängeln fest. Die Gesellen und Lehrlinge ge- hörten ausschließlich zur haurgemeinschasl de» llnleruehmer». Der Kost- und Logiszwang im Haufe des Unternehmers bestand allgemein. Auf diesem Boden mußten die schlimmsten Wirtschaft- lichen Zustände wuchern: lange Arbeitszeit, siebentägige Arbeits- wache bei denkbar niedrigster Enttohnung. Allgemein herrschte unter Oer„Vorwärts" ist das Blatt der Kopf- und Handarbeiter! Abonniert den„Vorwärts"! Ich abonniere den„Vorwärts* mit der illustrierten Sonntagsbeilage»Volk und Zeit* sowie den Beilagen„Unter- Haltung und Wissen*,„Stadtbeilage",„Frauenstimme*,„Der Kinderfrcund",„Jugend-Vorwärts"„Blick in die Bücherwelt", „Kulturarbeit und„Technik", in Groß-Berlin täglich zweimal frei ins Haus (Monatlich 3 Mark, wöchentlich 70 Pfennig) Name: Wohnung: Straße Nr.. vorn chof— Quergebäude— Seitenflügel _ Treppen links— rechts bei. Ausgefüllt einzusenden an die Expedition des„Vorwärts*. Berlin SW. 68. Lindenstraße 3. der Arbeiterschaft das Bestreben vor. das Handwerk zu schützen, um später selbst Meister werden zu können. Trotz oller Hindernisse wurden recht bald bedeutende kulturelle Erfolgs erzielt. 1896 konnte durch Verordnungen der Re- gierung die unerhört« Ausbeutung im Bäcker- und Konditorengewerbe und der Mühlenindustrie beseitigt werden. In rascher Folge setzte dann der Aufstieg in den Gewerkschaften ein. In der Getränkeindustrie machten sich die kapitalistischen Konzeolralionsbeslrebungen. die Technisierung der Betriebe mit großen Ersolgen bemerkbar, so daß in dieser Industrie der Organisationsgedanke in den Betriebs- belegschaften früher zur Reife gelangen konnte als in den Hand- werksbetrieben. Nach Ueberwindung gewaltigster Schwierigkeiten tonnt« die tarifliche Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen durchgeführt werden. In der Einheitsorganisation bestehen zurzeit über 800 Tarif- vertrüge, die sich auf mehr als 200 000 beschäftigte Personen erstrecken. Die Einheitsorganisation führt einen neuen Unterstützungszweig für ihre Mitglieder— die Alters- und Jnvalidenunter- st ü tz u n g— ein und ist auch nach dieser Richtung bestrebt, ihren Mitgliedern bei Erwerbsunfähigkeit und im Aller helfend unter die Alme zu greifen. Ein großes Gebiet steht der Einheitsorganisation offen Nach der amtlichen Betriebs- und Berusszählung vom Jahre 1925 sind vier(fünftel Millionen Menschen in der Nahrung», und Genuß- millelindustrie befchäftigl. Wenn auch einige Tauseudc gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer noch in aiideren Verbänden sind, so steht iinmerhin die Tatsache fest, daß noch gewaltige Arbeit geleistet werden muß, um das Heer der indifferenten Masse zurückzudrängen. Wir wünschen dem Einheitsverband viel Glück in seinen zukünftigen Aufgaben und viel Erfolge bei seiner ffulturarbeitl * Gemäß den Beschlüssen de» Leipziger Berbaudstazes 1928 verschmelzen sich die verbände 1. der Lebensmittel- und Getränke- arbeiler(Brauer, Müller, Sprit- und Likörarbeiter), 2. der Nahrung»- und Genußmiltelarbeiler(Bäcker, Konditoren. Süß- und Teigwaren- branche). 3. der Fleischer und Berussgenossen(Fleischer, Wurstfabriken. Darmsabriken), 4. der Böttcher und Weinküfer zu einem Verband der Nahrungsmittel- und Getränke- orbeiter. Die hiesigen Lokalverwaltungen stellen am 31. März 1928 ihre Tätigkeit ein. Am 2. April d. 3. wird eine Ortsgruppe Berlin de» Verbandes der Nahrungsmittel- uud Ge- tränkearbeiler eröffnet. Die Geschäftsstelle befindet sich N. 54. Neue Schönhauser Str. 4/5. 4 Tr. Fernruf: Norden 4460— 4461. Dort befinden sich auch die Arbeitsnachweise der Mühlenarbeiter, der Sprilorbeiler und der Böttcher und weinküser. Die Geschästsleitung. 3. 21.:£. hodapp. Lohnabkommen für Maßschuhmacher. Für die Maßschuhmacher ist folgende Vereinbarung getroffen worden: Die Bestimmungen über Feriengewährung werden etwas verbessert. Zuständig für Arbeitsstreitigkeiten ist das A r- beitsgericht. Der Mindeststundenlohn wird erhöht ffir dt««iinnkkche» ZekttohimrKetter und ufe Wkordbafis fftr neu« Arbeiten von bisher 1.12 M. auf 1,17 M. ab 2. April 1928, auf 1,19 M. ob 1. Oktober 1928 und auf 1L1 M. ab 1. Januar 1929. Die Löhn« der weiblichen Zeitlohnarbeiter und als Akkordbasis für Reparaturen sind wie bisher um 5 Prvz. niedriger. lieber die Neufestsetzung einiger Akkord st ückzeiten bei Cxtraarbeiten soll in einigen Tagen in einer kleinen Kommission eine Verständigung herbeigeführt werden, bis dahin der bis- herige Zustand aufrechterhalten bleiben. Damit hat die Bewegung der Maßschuhmacher ihren vorläufigen Abschluß gefunden. Die am 2. April in Aussicht genommene Dersammtung findet nicht statt. Streik im Spedittonsgewerbe. Beginn Montag früh. Der Schlichtungsausschuß hat am Freitag für das Berliner Speditionsgewerbe einen Schiedsspruch gefällt, der ab 1. April eine Erhöhung der Löhne um 3 M.' pro Woche und ab 1. Ottober bis 31. März 1929 um ein« weitere Mark vorsieht. Diese Lohn- erhöhung beträgt im Durchschnitt etwa 6,6 Proz. Die Spedition»- arbeiter hatten eine löprozentige Lohnerhöhung gefordert. Die Er- klärungssrist für den Schiedsspruch ist aus den 3. April, nachmittags 4 Uhr, festgesetzt worden. Mit diesem Schiedsspruch beschäftigt« sich gestern abend im Gewerkschaftshaus eine überfüllte Versammlung der im Verkehrs- bund organisierten Berliner Speditionsarbeiter. Es fand sich kein Redner, der sich für die Annahme dieses unzureichenden Schieds- spruches aussprach. Am heftigsten kritisiert wurde die zu lange Laufzeit des Schiedsspruches. Nach verhältnismäßig kurzer Debatte lehnten die Versammelten den Schiedsspruch e i n st i m m i g ab. Die dann vorgenommene geheime Abstimmung brgab gegen nur wenige Stimmen den Streikbeschluß. Nach einem fast einstimmig gefaßten Beschluß der Dersamm- lung beginnt der Streik am Montag früh. Wieder die Gasbetriebsgesellschast! Brüske Ablehnung der Lohnforderungen. Am 29. März konnten wir berichten, daß für die städti- s ch e n Arbeiter und für die Arbeiter der st ä d t i s ch« n Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke ein« V e r st ä n d i> gu ng über die Erhöhung der Löhne erzielt worden ist. Di« Arbeiter der Gasbetriebsgesellschaft hatten vor dem Kriege unter der englischen Gesellschaft und auch nachdem stets die gleichen Löhne wie die Arbeiter der städtischen Gaswerk«. Selbst der Schlichtungsausschuß und auch das Arbeitsministerium haben anerkannt, daß bei der gleichen Leistung und Ar- beitsweise eine unterschiedliche Lohns estlegung unmöglich ist. Dem entsprechend sind natürlich bei der Direktton dieser Ge- sellschaft die gleichen Forderungen auf Erhöhung der Löhne, wie sie den stödttschen Körperschaften und den städtischen Gesellschaften zugegangen sind, erhoben worden. Bei der Verhandlung haben die Vertreter der Arbeiterschaft diese Forderungen eingehend begründet. Der Generaldirek- tor Körting und die übrigen Direktoren haben weder auf die Forderungen noch auf die Begründungen eine Erklärung abgegeben. Mit dem Bemerken, daß sie ihre Ansicht zu diesen Forderungen bei der Verhandlung vor dem Schlichtungsausschuß darlegen werderr, wurde von ihnen die Sitzung kurzerhand abgebrochen. Die Erregung in der Verhandlungstommission über das Vor- halten der Direktion war so stark, daß nur mit vieler Müh« ein sofortiger Konflikt vermieden werden konnte. Die Arbeiter werden sicher aus solche Provokation die ent- sprechende Antwort ftnden, wenn sie auch im Augenblick durch die Stillegungsverordnung lebenswichtiger Betriebe in bezug auf fosor- tige Maßnahmen gehemmt sind. Die Direktion hat nach Abbruch der Derhand- lung vorsichtshalber den gesetzlichen Schlichtungsousschuß angerufen. Die Belegschaft wird am Dienstag, dem Z. April, zu diesem Verhalten Stellung nehmen. Die Arbeiter werden es mit allen Mitteln durchsetzen, daß die gleichen Lohnsätze, wie sie noch der Neuregelung bei den stödttschen Gaswerken festgelegt sind, auch für sie Geltung erhalten. Oer Lohnstreit bei den Schiffswerften. Oer Schiedsspruch verbindlich. Der Reichsarbeitsminister hctt den am 28. März d. I. in der Angelegenheit des Lohnstreits bei den Seeschiffswerften ergangenen Schiedsspruch mit folgender Begründung für verbindlich erklärt: Der Schiedsspruch sieht eine Erhöhung der Löhne für alle Ar- beitergruppen um 5 Pf. für die Stunde vor. Diese Lohnerhöhung steht in Einklang mit den Lohnerhöhungen, die in letzter Zeit in der übrigen etwa vergleichbaren Metallindustrie abgeschlossen worden sind. Dabei ist die Geltungsdauer der vorgeschlagenen neuen Rege- lung für die Seeschiffswerften erheblich kürzer als bei den vergleich- baren Schiedssprüchen, lieber die übrigen weitergehenden Forde- rungen der Gewerkschaften, auf die der jetzig« Schiedsspruch noch nicht eingegangen ist, werden sich die Parteien gelegentlich des Neu- abschlusses des Manteltarifvertrages verständigen müssen: gegebenen- falls wird es seinerzeit Aufgabe einer Schkichterkaimner sein, hteittsr geeignete Vorschläge zu machen. Unter Berücksichttgung aller dieser Umstände kann die im Schiedsspruch vorgeschlagene Lohnregedmg nicht als unbillig bezeichnet werden. Arbeiter- und Angestellten-Betriebsräte! Der nächste Arbeitsrechlliche Informalionsabend für Betriebsräte findet am Dienstag, dem 3. April, abends 7 Uhr, unter Leitung des Genossen Dr. B ö ck e r vom Vorstand des ADGB. im Saal 5 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25, statt. Es mutz immer wieder darauf auftnerkfam gemacht werden, daß diese Abende eine außerordentlich wichtige Informationsmöglichkeit für alle freigewerkschaftlichen Betriebs ratsmit- g l i e d e r bilden und daher regste Beteiligung nur angelegentlichst empfohlen werden kann. Die Information erfolgt nicht in«in- seiiigen instruktiven Vorträgen, sondern bestimmte arbeitsrechtliche Probleme von Wichtigkeit werden durch die Teilnehmer selbst auf- geworfen und unter sachkundiger Leitung zur Besprechung gestellt. Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgehobene Sperren. Zu den Differenzen im Krokodil am Schlesischen Tor teilt der Zentraloerband der Hotel-, Restaurant- und Eaföangestellten mit, daß die Differenzen beigelegt sind. Die Sperre wird hiermit auf- gehoben. Auch die Sperre über das Lokal von Büttner, Frie- drichshagen, Friedrichstraße 27/28, wird aufgehoben. Die Differenzen sind beigelegt._ konslikl mit den Gastwirten in Tegel. Tcgelort, Heiligensee und Jörsfelde. Die Bemühungen des Zentralverbandes der Hotel-, Restaurant- und Cafe-Angestellten, niit den in Frage kommenden Gastwirten zu einem Tarifabschluß zu gelangen, haben bereits zu einem teilweisen Erfolg geführt. Soweit Verträge abgeschlossen wurden, ist die Sperre aufgehoben. Für die Mitglieder des Zen- traloerbandes der Hotel-, Restaurant- und Eafe-Angesteltten bleiben nunmehr nachfolgende Betriebe gesperrt. In Tegel: Restaurant Hanusek;„Zur Waldhütte*. Jnh. Kurzius: Schützenhaus Sandhausen, Jnh. Hindersdorf. T e g« l o r t: Seglerhaus, Jnh. Hermann:„Zum Leuchtturm*, Jnh. Becker: Sporthaus Tegelort, Jnh. Pagel:„Zum Schwan", Jnh. Herrmann:„Seeblick*, Jnh. Radowitz: Restaurant Scharfenberg, Jnh. Fromm:„Zum Linden- bäum", Jnh. Reinhold: Bellevue, Jnh. Dieckow: Conradshöher Terrassen, Conradshöhe Jörsfelde: Löwen-Böhmisch, Jnh. Kaufmann: Havelschloß, Jnh. Tietz: Oberhavel, Jnh. Fiekenhagen: Kurgarten Jörsfelde, Jnh. Gumlich. Heiligensee: Waldschloß, Jnh. Schöbe: Spori-Restaurant, Jnh. Dannenberg. SPD.-Fraktio» tx» Vieh- snd Schlachthol»! Moirt«. t. Avril, rn 1« Uhr, im Lokal von Otto. Rigaer Str.»ö, wichtig- Fvaktionsver. H sanunlung. Das Erscheinen aller(Senossen ist Pflicht W Der zeartioaaoorftaaS. !. Achtung, ASS..Brn»aenstrahe! Am Dienstag, Z. April. IK-i Uhr. m bei Earus.»oltaftr. 19, Versammlung aller SPD..Denosse». Tages. hä Ordnung äußerst wichtig. Vollzähligen Besuch erwartet Der Zrattia»»»«stand. 2lchkung, Betriebs- und Gewerkschastsfuatkionares Di« Sunktionärlarten stir 1927 sind»»«» l t i g. Di««»»»-«I«», l«» können s» s o r t ansq-st-ll, werben. Der Umtnnsch erfolgt«»«etrseb». selretariat in bisher üblicher Weis«. Da««etrleb-s�ietariat. Der Deutsche Sertmeisternerband veranstaktet heut«, Sonntag, UH tlbr, im„Mercedes- Palast". Berlin-Reukolln, Hermannstr. 2l2. stlr seine Mitglieder einen ssilmvortrag, betitelt:„Das neue Wien.* Vortragender Dr. Bulle, Hannnover. Achtung, Töpfer! Am Mittmoch, 4. April, 18 Uhr, findet bei WoMchlSger, Adalberts�. 2,, einp Sitzung sämtlichcr �unktionSre und Bertvanensl«,� Natt. Tagesordnung: Stellungnahme zu der Lohnv�rhandlnng.. Erscheinen aller..jft. Pflicht. Freie Sewerkschaftsjugcad Krsß Berlin. Heute, Sonntag, folgende Ber» anstaltnngen: Um 13 Uhr Besichtigung des Reichstages. Treffen am Bortal Eintritt nur mit Eintrittskarten.— Güdkreis: Ilm 18 Uhr im Jugendheim des Berkehrsbundes, Enqclufer 24—25, Aufgang V, part. Luftiger Abschluß der Wintersaison.— Ostereis: Um IS Uhr im Jugendheim Lichtenberg, Dossestr. Werdeveranstaltung:„Unsere LEI. in Jffioct und Billd.| � aftoimen, : Jugendheim in der Schule German lastr 4— Gr-,.—-« — Norden: Jugendheim Kastanienallee 81. Heimdesprechnns. � E'vmnastlk fSr Mädchen(Leitung: Erika Hermann) 20 Uyr im Iugerwyeun oe» Orrsvureans« Aus der Partei. Der 13. Parteitag, der Sozialdemokratischen Partei£efflanb« wurde am Sonnabend durch den Parteivorsttzenden R n d e v i o s eröffnet. Dos Ausland ist oertreten durch Oinas-Efttonb und durch russische Sozialisten. Parlamentspräsident fiatnin begrüßt« den Kongreß. Das Begrüßunqsteleqromm der reichsdeutschen Sozial- demokraiie wurde unter großem Beifall verlesen. Den Kernpuntt des Kongresses bilden innerpolitische Auseinandersetzungen zwischen der Mehrheit des Zeniraltomitees und dem linken Flügel, den Dr. M e n d e r s vertritt. iflfarlr " qtrrtu&f�* fothu.feekmd Cerh-audfen/tr.20/2f j\ rcb z. J I i K> mm iävau ei DIE BESQNDEßaWJLQE ÖSTEIOECIE ZICABETTE' / i I- �| va y'"*-.. Cryk%) Unterhaltung unö ÄVissen Beilage des Vorwärts Die Stadt der Geier. Indischer Reifebrief von Andreas Lahko. Nicht im übertragenen Sinne, nicht in Erinnerung an Hab- süchtige Gastwirte, Fremdensichrer und Andenkenverkäufer, die übervorteilte Reisende gern den Geiern vergleichen, lebt die Millionenstadt Bombay als Kapitale dieser grimmen Raubvögel im Gedächtnis fort. So überwältigend auch die Größcnmaße, die Mischung von orientalischem Basarleben und amerikanischem Ver- kehr anfangs wirken mögen, auf das Stichwort„Bombays sieht der heimgekehrte Reisende doch nur scharf gebogene Geierschnäbel, spitze Klauen, einen tückisch gekrümmten chals, der nackt wie ein Henkers- arm aus dem zurückgestülpten Gesieder ragt.,. Die Anhänger Zarathustras. Swndenkmg Hab« ich aus meinem Fenster dem Schweben der riesigen Böget über den glühenden Dächern zugeschaut, erstaunt über die Anwesenheit der dichten Rudel in solcher Nähe des Todfeindes Mensch, bis, über das Geheimnis aufgeklärt, mein Interesse sich ihren Züchtern, besser vielleicht Ernährern, zuwandte, den P a r s« n, die, geschästs- und lebenstüchtiger als alle anderen Stämme Indiens, dennoch freiwillig den Schatten ihrer eigenen Todesstunde über ihr ganzes Dasein spannen. . Niemand wird Bombay besuchen, ohne sehr bald nach seiner Ankunft im Reisehandbuch nachzuschlagen oder bei einem Ansässigen Auskunst darüber zu verlangen, welchen Prozentsatz der Gesamt- beoötkerung die Parsen Bombays wohl bilden? Die Antwort klingt wie ein schlechter Scherz, so unwahrscheinlich ist der Gegensatz zwischen der lächerlich geringen Ziffer mrd der Allgegenwart einer so kleinen Minorität und ihrer Wirksamkeit im Städtebtld. Es sollen— heißt es— zerstreut in Ästen im ganzen noch etwa hundert- tausend Anhänger des alten Zarathustra-Glanbens ihr heiliges Feuer hüten, und genau die Hülste dieses geringen Ueberrestes soll in Bombay zu Hause sein. Fünfzigtausend Seelen also in der Millionenstadt, nicht mehr als fünf Prozent, und doch verdanken alle großen Fabriken, alte Bankpaläste und Bildungsanstalten ihre Existenz diesem Körnchen Gärstoff, ist westlicher Komfort und Luxus mitten unter Nacktheit und Schmutz einzig dieser winzigen Ge- meinde zuliebe da. Als mit der Herrschaft des letzten Artaxerxes, lang« vor Be- ginn unserer Zeitrechnung, das persische Reich der Sassaniden aus- eiuanderbarst, wurde mit der blutigen Gründlichkeit jener Zeiten allen Anhängern von Zarathustras Lehre der Garaus gemacht. Die weuigen, die sich retten konnten, zerstreuten sich in Indien, und hoben inmitten vieler Millionen Andersgläubiger ihre Religion wohl durch zwei Jahrtausende der Bedrängnis in makelloser Rein- heit bewahrt. In dem Ozean, der, aus zehn Millionen Buddhisten. siebzig Millionen Mohammedanern und einer Aierielmilliarde Brah- manerrk«rechten gemischt, den indischen Kvnttneiit überzieht, schaukelt seit Jahrtausenden dieser besondere TtopfeN, und hat sich in Vom- bay eine Kapitale geschaffen, die jeder'Parse voll Stolz— und mit Recht—„seine'1 Stadt zu nennen pflegt. Es gibt keinen Parten, der arm wäre, in den« furchtbaren Sinne, den dieses böse Wort in den übervölkerten Gebieten Asiens bedeutet, die Parsen von Bombay sind sogar alle reich, und alle, ohne Ausnahm«, gebildet. Was immer sie erlernen wollen, können sie in den eigenen Schulen und Hochschulen ihrer kleinen Glmrbensgemetnschast studieren, ein sliich- tiger Rudgcmg durch ihre musterhaft eingerichteten Lehranstalten brachte mich mit Pädagogen aus fast allen Staaten Europas in Berührung. Was sonst in Indien über das Elendsdasein des Durchschnitts- eingeborenen hinausstrebt, der verschniitzte Tamile sowohl als der fleißige Mohammedaner, begnügt sich stets mit dein Zwischeu- gewinn, der auf dem langen Wege von« nackten, mit einigen Reiskörnchen ernährten Kuli bis hinauf z« dem Aufkäufer der großen europäischen Fabriken bei allen Aussichrartikeln ui«d Rohstoffen ab- fällt. Einzig die Parsen sind klug genug, die Reise der Baumwolle nach England, von wo ste als Turban, Halstuch oder Burnus zu- rückkehrt, so zu kürzen, daß sie lm Laude bleibt und das ersparte Reisegeld in ihre Taschen gießt. Sie importieren sogar schon fremde Rohstoffe und lassen sie in ihren Fabriken verarbeiten, kennen die Bedürfnisse aller Eingeborenen viel besser als der zugereiste Euro- päer, und sind so in dieser Heimat der allerbilligsten Arbeitskraft eine Art Traumoerwirklichung unserer Großindustriellen. Taj Mahal palace. Man kann einen Stamm, der nur hunderttausend Seelen zählt. keine Nation nennen, und doch wächst in dem Besucher Bombays mit jeder Stunde das Gefühl, in der Hauptstadt des Parsenlandes zu sein, das es nicht gibt. Kein Opfer ist den maßlos reichen Viri- listen der winzigen Parsengemeinde zu groß, wenn es die Stadt zu schmücken, ihren Ruf zu mehren gilt... Da steht zum Beispiel aus der Landspitze, die in den mächtigen Hafen hineinragt, ein Ge- bände mit siebzig Meter hoher Kuppel, und dieser verschroeud.'te Hohlraum von so und so viel hundert Kubikmeter überwölbt— ein Hotel, den„Taj Mahal Palace", den ein reicher Parse„mit allen Errungenschaften der modernen Hoteltechnik" aufbauen ließ, damit auch der verwöhnteste Reisende gleich bei seiner Ankunft Achtung vor Bombay be-komme. Wer in der riesigen Halle des Hauses, dessen vierhundert Jim- mer selbstverständlich mit ebensoviel Baderäumen versehen sind, den Nachmittagstee trinkt oder gar auf der ins Meer hinausgebauten Terrasse im grellen Lichte der Bogenlampen das Diner der eleganten Welt betrachtet, könnte sich leicht nach Monte Carlo, Biaritz oder Ostende versetzt wähnen, wären die drei oder vier Tische nicht, die, von Parsen besetzt, aus dem Gleichklang der schwarzen Fracks und detollettierken Damentoiletten herausschreien. Denn auch, wenn sie weit gereist und in die europäische Kleidung längst«ingewöhnt sind, bevorzugen gerade die allerreichsten Parten dennoch hartnäckig die ererbt« Tracht, eine Art weißen Knstan mit Leibbinde, und ihren Frauen, die sie sonst mit allem Luxus überschütten, gestatten sie nicht die geringste Abweichung von de«n traditionellen glatten weißen Kleid ohne Ausschnitt und Aufputz. Ein wallender weißer Schleier, wie auf den Bildern der Königin Luise von Preußen, um das Kirm zurückgeschlagen, verhüllt nicht, umrahmt nur die schönen, olivbraunen Gesichter, und der samtene Blick der großen, leuchtenden Rehauqen paßt vorzüglich zu dem schlichten Konsiriuandenkleidcheu. Die Türme des Schweigens. Mit dem kostbärsten Schnmck über dem glatten Kleide thronen die schönen Parsinnen auf der Terrasse des Taj-Mahal-Palace, un- nahbar für alle Mode- und andere Torheiten des Westens, dessen nützliche Erfindungen, bis zum elektrischen Bügeleisen und der Warmwasserversorgung, die Wohnlichkeit seder Parsen vi IIa auf lMalabar-Hill steigern. Wenn aber das Auto aus dem Lichrmeer der großen Hotels hinemtaucht, in den Schatten der Palmen und die prächtigen Kehren der musterhaft gepflegten Chaussee hinauf eilt zu dem Billeuviertel, danir ragen gang oben als Endziel gleichsam über alle Giebel finster die„Türme des Schweigens" empor, und die Heimkehrenden sehen vor dem moirdgrüuen Hinter- grund, wie krauses schwarzes Haar, das der Wind bewegt, die Geier auf den Zinnen der Türme sich regen. Jedes weißgekleidete Paar, das hinter dem chauffierendeu Hindu oder Moslem(denn ein Parse tut so niedrige Arbeit nicht)' zärtlich die Hände verschlungen, heim- wärtsrollt, weiß, daß die Glieder, die eben so fiebernd die Süße des Daseins erleben, einmal, unfehlbar, den schwarzen Vögel«« dort oben zum Fräße dienen werden! Der europäische Gast erhält auf Verlangen ohne jede Schwierig- kest die Erlaubnis, die„Tiürme des Schweigens" zu besichtigen. Er tritt dann durch ein« einfache Pfbpte in einen weiten Park, sieht in einem kleinen Pavillon die heilige Flamme brennen, die nie er- löschen darf, und steht zuletzt schar« denid zu Füßen der Türme, die, untereinander mit einer Mauer verbunden, ein steinernes Amphi- theater umgrenzen. Auf die Stufen im Innern, das ganz einen« römischen Zirkus nachgebildet scheint, legen die Parsen ihre Toten aus, der Sohn den Vater, der Mann seine Ehefrau, die Mutter ihr Kind, damit die niederstoßenden Raubvögel das Fleisch rasch von dem Skelett hacken, und die Knochen, von der Sonne gebleicht, vom Regen zerwafchen, sich langsam auflösen ms Nichts, ohne daß irgend- eines der heiligen Elemente, Feuer, Wasser oder Erde entlveiht würde von«der Leiche, die für unrein gilt vm«-dem Augenblick an, da die Seele sie verließ. Zu jeder Tageszeit, wann immer man in Bombay die Augen zum Himmel hinauf wendet, immer sieht man in der weihblau strahlenden Höhe die großen Raubvögel schwebe««, als lugten sie der Reihe nach in alle Krankenstuben der Stadt, ähnlich wie bei uns die Hausärzie auf ihrer täglichen Rundfahrt von Patient zu Patient. Der Fabrikant kann nicht zu feinem Schlot, der Baukherr nicht über seinen Schreibtisch hinweg zur Sonne aufblicken, ohne seine Arbeit, seinen Reichtum, sein häusliches Glück und alles, was er besitzt und urrternimmt, beständig umkreist zu sehen von seinein Tod. Wie schiebt im Gegenteil die europäische Großstadt ihre Friedhöfe immer weiter an die Peripherie hinaus, daß, der geschäftige Mensch im Zentrum dem Tode nur begegnen muß. wenn ab u«id zu in setner unmittelbaren Nähe ein Opfer fällt... Vielleicht ist diese Neroerrprobe ein scharfer Sporn, vielleicht ist es Quelle der Kraft, die einem vernichteten heimatlosen Menschen- tropfen eine blühende Millümenstadt so ganz unterwerfen konnte, daß nichts von der bunten Herrlichkeit Bombays scharf ge>«ng in« Gedächtnis haftet, um nicht überschattet und verdrängt zu werden von dem geruhigen, braunen Blick der Parsen und dem lauernder« Schweben ihrer gemästeten Totengräber unter dem azurnen Glas- stürz des Tropeirhimrnels?... Sonntag kl. April ktS2S Der Lachs meines Lsrgroßvaters Von Svaiopluk Cech. (Autorisierte Uebersehung aus dem Tschechischen.) Mein Urgroßvater, seinerzeit erster Schreiber auf dem Herr- schaftsgut in S. in Nordwestböhmen, trat am 31. März des Jahres 1732 in das Amtsheiligtum seines Prinzipals, des Herrn Direktors >— er war den Tag vorher zum Verwalter des benachbarten Gutes ernannt worden— und brachte mit stotternder Rede die untertänigste Bitte um die Hand seiner Tochter, des Fräuleins Antonie, vor. Der alte Herr zog die Augenbrauen enger und blickte strenge auf den Bittsteller. Doch ließ irgendein lichter Schimmer in seinem Angesicht verraten, daß jenes Gesuch weder für ihn«überraschend kam, noch sonst unangenehm war. „Ei, ei, ei!" rief er mit gemachter Verwunderung. Wir haben also zweifellos schon mit Antonie ein Liebesverhältnis angesponnen, ohne daß der Vater davon eine Ahnung hatte. Oh, oh, die heutige Jugend! Oh, diese neuzeitlichen, gottlosen Romane!— Und so rasch, wir haben also bloß auf die Verwalterschaft gewartet, damit wir ui«s ins eheliche Joch einspannen können!— aber vielleicht wird es mir dennoch vergönnt werden, betreffs dieser Sache eine Nacht zu überschlafen und morgen— morgen!" Er verstummte und überlegte. Sein Gesicht hatte sich voll- kommen aufgeheitert. Um seine Lippen spielte ein fröhliches Lächeln. Er erinnerte sich, daß morgen der erste April war. Diesen Tag widmete er einem alten Brauch gemäß ausschließlich seiner Be- lustigung auf Kosten der Mitglieder seiner Familie, seiner Schreiber und des Schloßgesindes. Vom frühen Morgen an eilten stets am ersten April Boten vom Schloß nach allen Richtungen in die nähere und entferntere Umgebung wegen der verschiedenartigsten, unmög- lichste«, Dinge, und wenn sie erschöpft mit verlegen grinsenden Ge- sichtern zum Rappart zurückkehrten, lachte der alte Herr, daß ihm die hellen Tränen über die Backen slossen, und die Perücke am Kopfe wackelte. Als er nach einem Weilchen aufschaute, las er auf dem Gesichte meines Urgroßvaters, daß dieser seine Gedairken erraten hotte, und deshalb sagte er ganz ohne Umschweife: Run ja, morgen ist der erste April und dieser Tag eignet sich nicht für derartige ernste Angelegen- heilen. Uebrigens eilt die Sache überhaupt nicht. Antonie wird im Mai erst 19 Jahre alt, sie hat also zum Heiraten noch genug Zeit. Wenn sich die Umstände nicht ändern, so in zwei, drei Jahren--" So ein Aufschub paßte meinem Urgroßvater aber ganz und gar nicht. Er wagte es, auf die Glutwärme seiner Liebe hinzuweisen und mif die brennende Sehnsucht, die er schon an die zwei Jahre im Verstecke seiner Brust herumtrug. Doch der Direktor sprach mit einem Nochdruck, der von der Un- beugsamkeit seines Willens zeugte: Ich habe gesprochen und damit basta! Wenn die Flamme dieser Liebesglut so mächtig ist. wir wir behaupten, wird sie auchdie zwei Jahre noch überdauern.„Uebrigens," fügte er nach einem Weilchen überlegen mit schelmischem Lächeln hinzu,„der Herr möchte die Hand seiner Auserwählten nur so spielend erlangen. In früheren. Zeiten müßten sich die Ritter solche . Preise in schweren Prüfui«gen«md durch fühire Heldentaten er- ringen____ Nun, ich weiß wohl, daß die gegenwärtigen Herrchen nicht mit Lanze und Schwert umzugehen wissen, und daß sie nur mit ihrem Geist glänzen. Jahr für Jahr habe ich den Herrn am ersten April angeführt, wie ich nur wollte, nun denn, versuche Er es jetzt einmal, ob er mir gewacksen ist. Gelingt es Ihm, dann wollen wir gleich morgen die Verlobung feiern, und so Gott will, binnen kurzem auch die Hochzeit." „Aber, wie tollte ich mich denn unterstehen—* „Ich erteile hiezu dem Herrn hiemit die regelrechte Eriaubnis. Einmal möge es der Herr morgen versuchen,— aber notabene: mrr ein einziges Mal. Sollte Ihm wider Erwarten dieser Versuch ge- lingen, so werde ich mein Wort halten. Punctum!--" Am andern Tag in der Früh saß der alte Herr ohne Perücke im Scklafrock hinterm Tisch, auf welchen Fräulein Antonie eine geblümte Schale voll Schokolade stellte. Da ließ sich ein zaghaftes Klopsen an der Tür vernehmen und nach einem mürrischen„Herein" des Herrn Direktors huschte der eckige Pförtner mit einer tiefen Verbeugung ins Zimmer. „Was gibt's denn so zeitig?" wetterte der alte Herr auf ihn los. „Ich bitte ergebenst. gnädiger Herr, es ist vom Herrn Förster bin Bote mit einem Lachs angekommen." „Mit einem Lachs? Mit««ms für einen« Lachs denn?" „Ich bitte ergebenst mit einem Lachs. Er hat ihn in der Kai«zlei dem hochgeehrten Herrn(so lautete die Titulatur meines lirgroß- vaters) abgeliefert und dieser beliebte mich hieher zu entsenden, da- mit ich es dem gnädigen Herrn mitteile." „Zlh, ahl Also der hochgeehrte Herr hat Ihn hieher gesandt. Seht euch eii«mal an— aha!" Der alte Herr stand auf und indem er dem Pförtner scharf in die Augen blickte, fragte er strenge:„Und haben wir ihn gesehen, ich meine diesen Lachs?"(Der Direktor liebte es, jeden in der ersten Person pluralis anzuspreche««.) „Ich selbst habe ihn nicht gesehen. Aber der hochgeehrte Herr äußerte sich, daß er geradezu ein Riesenkerl sei,� ui«d daß er zeit- lcbens noch keinen so großen Lachs gesehen hätte.' „Und ich habe zeitlebens noch keinen so großen Dnmmkopf ge- sehen wie wir einer sii«d— verstehen wir?" schrie der alle Herr den Pförtner an.„Und den« Herrn Venvalter wollen wir bestellen, daß ich ihm diesen ganzen Lachs als Präsent überlasse, und ihm dazu einen guten Appetit wünsche.— Run, was gaffen wir denn da noch, heda!" Nachdem der erstaunte Pförtner weggegangen«vor, rieb sich der alte Herr die Hä>«de und lächelle zufrieden, wobei er vor sich hin- brummte:„Mit so etwas will er mir kommen! Wenn seine Liebe so groß ist wie sein Mutterwitz, so wird Antonie nicht gerade einen bedeutenden Treffer gemacht habe««. Jahaha! Einen Lachs! Wie käme denn unser Förster zu einem Lachs! Vielleicht hat er ihn in unseren Nfützen gefangen!— Aber gut ist es so! Antonie ist ohnedies zum Heiraten viel zu jung." � „Höre Antonie," wandte er sich an diese,„bring mir die Sonn- tagsperiicke und den Rock: ich werde der Amtshandlung beiwohnen." Wie man sieht, hatte der Lachs meines Urgroßvaters wenig Glück. Ui«d leider folgte noch eine schlimmere Sache. Als Antonie aus dem Zimmer weggegangen war, schritt der alte Herr im Zimmer auf und ab und dachte sich, daß mein Urgroßvater heute seinen Unter- gebenen bei der Amtshandlung wohl kaum eine besonders freund- liche Miene zeigen werde. Und schon der nächste Augenblick bestätigte feine Vermutung auf eine unerwartete Weise. Man vernahm aus der Kanzlei das zornige Geschrei des ersten Schreibers, die Bitten des Robotfröners, eines leibeigenen Pächters, das Geräusch einer Bank und gleich darauf hagelte es Schläge mit dem Haselswck wie mit einem Z)?»Mlegel auf«im Tonne. Mit diesen Töne« vermengte sich dos laute Wehgeschrei des Annen, an dem die Exekution vollzogen wurde. Dem Herrn Direktor brannte die Stirn vor Zorn. Das über- stieg alles Maß! Die getäuschte Hoffnung des Schreibers sollte der arme Robotpslichtige wahrscheinlich wegen irgendeiner Klemigteit abbüßen— vielleicht sogar ganz unschuldig. Und ohne seine— des Direktors— Erlaubnis und Ermächtigung! Er riß mit der Glocke am Tische... In der Türe erschien der Diener.„Sofort in die Kanzlei gehen und anzeigen, daß die Bestrafung eingestellt werden möge, bis ich selbst erscheine." Der Diener verschwand, und der Direktor erwartete, daß der Schreiber die Exeklttion gehorsamst einstellen werde. Aber weit gefehlt l Die Schläge fielen weiter wie Hagelschlag so dicht herunter, und das Jammergeschrei der Exekutierten war herzzerreißend. Nun aber schritt der Direktor im Zimmer nicht mehr auf und ab, sondern rannte in demselben hin und her.„Das ist entsetzlich," rief er halblaut,„so erlaube ich niemals zu bestrafen. Uitd eigenmächtig, ohne meine Einwilligung!" Er ergriff neuerlich die Glocke und läutete, bis sich in der Tür das erschrockene Gesicht der Magd zeigte. „Augenblicklich in die Kanzlei eilen," schrie sie der alle Herr an, „daß ich befehle, daß die Bestrafung augenblicklich eingestellt wird." Die Magd verschwand, und der Direktor tauschte ein Weilchen. Doch er oernahm Haselstockstreiche, öfter uird heftiger denn zuvor, Wch da» Jammer« und.Flehen des unglücklichen Robotfröners. Jetzt aber bemächtigte sich des alten Herrn eine wilde Wut. Zum Glück trat Antonie gerade mit der Perücke und dem Feiertagsgewand ins Zimmer. Er fuhr mit einem Donnerwetter in die Aermel hinein, setzte die Perücke oberflächlich aus und stürmte in die Ka««zlei, daß ihm der Puder vom Kopse nach allen Richtungen hinstäubte. Das im Gang versammelte Gesinde und die Robotfröner blickten voll Verwunderung auf diese ungewohnte Erscheinung. Atemlos stürzte er in die Karizlei ui«d gewahrte dort— eine leere Bant, welche der erste Schreiber aus aller Kraft mit den« Haselstocke bearbeitete, während der zweite Schreiber, eine fremde Stimme nachahmend, klägliche Schreie ausstieß. Einen Augenblick blieb der alte Herr über dieser Erschenmng wie versteinert stehen. Dann begriff er die Bedeutung des Ganzen und rief zornig:„Genug mit der Dummheit! Wie konnten wir uns unterstehen—" „Sie haben mir doch ausdrücklich gestattet—" „9tun wohl, aber bloß einmal. Dieser Lachs ist Ihnen schmählich mißraten.. „Dieser Lachs", fiel mein Urgroßvater lächelnd ein, indem er die Türe des Nebenzinnners öffnete,„ist mir ausgezeichnet geraten. Er dient mir als Verbündeter� um das Opfer meines Aprilscherzes in die erwünschte Sorglosigkeit ernzuiviegen. Da ist er. Ein Riesen- kerl. Er wiegt mindestens sechzig Pfund. Ich ließ ihn durch Vermitt- luitg des Herrn Försters in L..,. bestellen für die helittge Ver« WumgsfmcT Von Kröten und Asketen. Aus unserer aufgeklärten Zeit. Zwei Zeitungsnotizen, von aufeinanderfolgenden Tagen, deren keiner der Faftnachtsdienslag war, scheinen ein paar Worte wert. Die eine weiß zu melden, daß eine Kröte öffentlich, unter Mit- Wirkung eines Kruzifixes und geweihter Kerzen, als„Hexe" ver- brannt wurde. Weil die Kühe des Stalles, in dem das Tier Unterschlupf gesucht hatte, seit einiger Zeit keine Milch mehr gaben. Schauplatz dieser— durch einen Tierquälereiprozeß bekanntgewor- denen— Hinrichtung war ein kleines niederösterreichisches Dorf. Aber auch in den Städten des frommen Landes, das der Bischof und Bundeskanzler Seipel regiert, sind merkwürdige Dinge mög- sich. Die andere Meldung erzählt von einem Pfarrer, den sie in Graz erhängt aufgefunden haben. Dabei wäre nun weiter nichts—, jeder muß es mit sich selber abmachen, ob er noch länger irgendwo bleiben will, wo er sein Dasein und Wirken schließlich als über- flüssig, unnütz oder gar schädlich erkannt hat. Eine Möglichkeit, die bei einem Pfarrer— einem katholischen, aber das tut kaum viel zur Sache—, mindestens ebenso nahe liegt wie bei jedem anderen. Kompliziert wird die Geschichte nur dadurch, daß der Tod dieses Gottesdieners und Kanzlerkollegen wahrscheinlich gar kein Freitod gewesen ist. Er war, offenbar ganz gegen seinen Willen, von einer eisernen Kette erdrosselt worden, die er sich um Hals, Hände und Beine geschlungen und mit einem Schloß zu- sammengehalten hatte. Ein etwas sonderbarer Zsiwertreib für di Mußestunden eines Geistlichen, nicht wahr? Und noch sonderbarer insofern, als der tot in der Kette Hängende— Frauenkleider trug. Die Psychoanalytiker werden dafür ein Dutzend hochwissenschastliche Deutungen haben, und vielleicht wird der Grazer Pastor als Schul- beifpiel eines mit„verdrängten Affekten" Bsbafteten in ihren Büchern weiterleben. Wir Laien haben für solche Abwegigkeiten und Berirrungen weniger schwülstige, doch ebenso treffende Be- Nennungen, betrachten sie aber im übrigen als Privatsache jedes einzelnen. Würden also auch dem verunglückten Kettensprenger und Damenimitator seine Ruhe lassen, wenn nicht ihm Nahestehende die kostümierten Kraftübungen ganz anders erklärten: nämlich als „Kasteiungen" nach Art mittelalterlicher Gepflogenheiten. Sollte das zutreffen, so könnte es in uns anderen immerhin die Hoff- nung wecken, daß die grausame Lächerlichkeit, die dabei herauskam, eine heilsame Wirkung auf alle oder wenigstens viele, die ihrer bedürfen, ausüben müßte. Aber— machen wir uns nichts vor: sie werden es als eine besondere Gnade und einen neuen Beweis der Güte ihres Gottes auslegen, daß er den komischen Flagellanten just aus feinen verdrehten Bußfertigkeitsbemühungen heraus„zu sich nahm". Werden die Frausnkleider gut mit Kampfer einreiben, gegen Mottenfraß, und die Eisenkette mit einem Rostschutzmittel bestreichen. Wissen sie denn, ab diese Dinge nicht als Reliquien eines so sichtbarlich Auserwählten noch einmal zu Großem und Wunderbarem berufen sind?... In dem Bericht steht nichts davon, aber auch der ersterwähnte verschweigt, was darum gewiß nicht weniger wahr ist: daß sie die Asche der verbrannten Kröte gesam- melt haben, um sie mit Kuhmist und anderen Appetitlichkeiten zu vermengen— eine Salbe, die„bekanntlich" gegen bösen Blick, Versehen, Kindbettfieber und alles erdenkliche andere hilft.— t. Opfsr des„Scha�ghaiens". Wider Witten aufs Schiff verschleppt. Man schreibt aus Pittsburgh(USA): Obwohl die Zeiten des Segelschiffsoerkehrs und des damit verbundenen„Schanghaiens" fett zwei Jahrzehnten dahin sind, so ist das Schanghaien in den amerikanischen und australischen Häfen anscheinend doch wieder zur vollen Blüte gelangt. Das Wort„Schanghaien" fand in jenen alten Ssgelschiffstagen auf Leute Anwendung, die unter allerlei Vorspiege- Gang in den �Morgen. Bald dämmert ÜSlorgen fahl heranf— Dein müder FrrK schlägt harten Stein; Die Käufer jtrömen �älte ans Ilud hüllen dich in Schatten ein.. Äm Erken ruht manch' ÄNenschenrorack, Der Strom trug es die ganze 2�acht. Doch 5eid wird schwer und zieht hinab, BZenn 5iebe nicht bei Armen wacht. Ein Schild kreischt ans im fSIorgenwind Ilnd schwingt sich tänzelnd hin und her. Du hörst es nicht, du siehst es nicht, Dein Schritt wird dumpf und schwer. Papier fällt über deinen'Weg, Laternen lassen dich allein, Doch plötzlich fingt ein �erchenpaar; Das wird ein froher£Morgen sein. Kardy kZDorm. lungen oder auch!m Rausche wider Willen zu Matrosen' gemacht wurden, indem sie verschleppt wurden und aus dem Rausch oder der Betäubung erwacht, sich plötzlich an Bord eines Segelschiffes befanden, das vielleicht schon in voller Fahrt auf dem Ozean be- griffen war. Sie waren Landhaien, Rennern von Heuerbasen für Schiffe in die Hände gefallen, die auch noch das Handgeld für die verschacherten und verkauften Leute in die eigene Tasche gesteckt hatten. Und nun ist dieser Brauch wieder zu neuem Leben erwacht. Jungen, kaum der Schule entwachsen, oder junge Männer, die auf der Suche noch Arbeit in die großen Hafenstädte gekommen, weil die Arbeitslosigkeit in der Industrie in den letzten Jahren in Amerika besonders groß gewesen ist, schlafen in den Flüsterbuden, den wegen der Prohibition im geheimen geführten Kneipen, nahe den Schiffs- anlegeplätzen nach dem Genüsse von schlechtem Whisky ein, und wenn sie aufwachen, ist schon meistens kein Land mehr in Sicht. Sie haben Kopfschmerzen: entweder vom Alkohol oder von Betäubungs- Mitteln oder von einem tüchtigen Schlag auf den Kopf, und im Mannschaftsregister finden sie ihren Namen oder vielleicht auch einen anderen verzeichnet, der für ihren Namen stehen soll; denn den Kapitänen der großen Frachtdampfer ist es, wie früher den Segel- schiffskapitänen, ganz gleich, woher die Leute kommen, wenn nur ihr Schiff einigermaßen vollzählig bemannt ist, da die verschacherten und ungeübten Kräfte ohnehin nur am Ende auf geringfügige Be- Zahlung hoffen können. Der neue Freund, den sie in der Hafen- kneipe fanden oder der sie dahin verschleppte, ist aber nicht an Bord des Schiffes. Zu spät erst merken sie, was geschehen ist. Wenn sie in die Häfen zurückkommen sollten, falls sie nicht schon vorher in einem anderen Hafen desertierten, fällt es ihnen meistens recht schwer, gerichtlich vorzugehen, da diejenigen, denen sie zum Opfer fielen, stets sehr gerissene Leute sind, gegen die jene armseligen Tröpfe nichts auszurichten vermögen. Warum betranken sich auch die Schnnghaiden? hört man nun sagen. War es nicht ihr eigener Fehler, sich in einer fremden Stadt mit Fremden einzulassen? Die Gewerkschaften der großen amerikanischen Hafenstädte haben sich deshalb zusammengetan, um im amerikanischen Kongreß ein Gesetz durchzubringen, das das Schanghaien mit schweren Strafen belegen soll. A. H. Tn'buizahlung mit Läusen. Was die Arzneikunde den Indianern verdankt. Unmittelbar nach der Entdeckung Amerikas nahm in Europa der Gebrauch von Mitteln aus dem Arzneischatz der Indianer stark überhand. Wenn heute auch einige dieser Medikamente als therapeutisch geringwertig erkannt sind, so haben doch andere wieder ihre Vorzugsstellung in der Arzneikunde zu behaupten vermocht. Als wertvollstes dieser aus Amerika stammenden Heilmittel galt da- mals das Guayacumholz oder Lignum vitae und die Lassaparilla- Wurzel, vorzugsweise als Mittel gegen die Krankheit verwandt, die die Seeleute des Kolumbus im Jahre 1593 nach Spanien einge- schleppt hatten, und die sich unmittelbar daraus als furchtbare Seuche über ganz Europa verbreitete. Ein anderes vorzügliches Heilmittel war der mexikanische Jadeeit, der sog.„petrus nepllritieus", von dem man annahm, daß er bei Nierenkrankheiten als Sympathie- mittel wertvolle Dienste zu leisten vermochte. Er war so kostbar, daß Könige in ihrem Testament über den Nachlaß an Jadeeitstücken besondere Bestimmungen trafen. Auch Tabak und Opal gehörten zu den Arzneimitteln, die anfänglich viel gebraucht, später aber von den Aerzten verworfen wurden. Zahlreiche Arzneimittel der amerika- irischen Indianer haben sich aber bis auf den heutigen Tag als Arzneimittel behauptet, so die aus den nordamerikanischen Rocky Mountains stammende, stark abführende Sagradarinde und vor allem das Chinin, das wertvollste Mittel zur Fieberbekämpfung. Auch verschiedene Farbstoffe wurden von den amerikanischen Indianern entdeckt und entwickelt, und keiner von diesen hat eine interessantere Geschichte als die Cochenille. Dieses glänzende schöne Rot, das in der modernen Textilindustrie allerdings billigeren Farbstoffen hat weichen müssen, stammt aus Südmexiko. Die kleine Schildlaus, deren Körperchen den roten Farbstoff liefert, wurde dort aus dem Feigen- kaktus gezüchtet. Die Pflanzen wurden mit kleinen moosgefüllten Körbchen ausgestattet, die den winzigen Insekten als Nester dienten. Aus Aufzeichnungen jener Zeit wissen wir, daß den Azteken der Tribut in Gestalt der wertvollen Schildläuse gezahlt wurde. Unter der Herrschaft der Spanier wurde dann die Cochenillezucht ein be- deutender Erwerbszweig. Man führte den Feigenkaktus dann auch in Spanien, Nordafrika und in anderen Ländern ein, um die Cochenille den europäischen Märkten näher zu bringen. Die Wachserzeugung im Bienenstock. Die Honigbiene erzeugt nur soviel Wachs, als sie wirklich braucht. Das erklärt sich schon aus der Art der Entstehung des Wachses: um für die wachsschwitzen- den Bienen die nötige Wärme zu erzeugen, müssen zahlreiche Ar- beitsbienen, die reichlich Honig zu sich genommen haben, in ihrer Nähe bleiben, und dazu sind nur junge Bienen geeignet. Sobald ein Schwärm in seiner neuen Wohnung auch nur eine Wabe und die Anfänge zu zwei weiteren Waben gebaut hat, hört er sofort auf, wenn nicht die Trachtverhältnisse einen baldigen weiteren Bedarf von Wabenraum wahrscheinlich machen. Eben weil das Wachs schwer zu erzeugen ist, benutzen die Bienen die ihnen dargebotenen Kunst- waben:'serner verwenden sie die geöffneten Deckel der Brutzellen zum Zudecken der Honigzellen. Auch schleppen sie auswärts ge- fundenes Wachs in den Stock, ja sie mischen auch ölige und Paraffin» haltige Stoffe hinein. Die römische Weltstadl an der Mosel. Diese Welfftadt, so wurde jetzt auf Grund der neuen Ausgrabungen festgestellt, war einst Trier. Trier war die größte Stadt des römischen Reiches, so berichtete Professor Loeschke in einem Vortrag, veranstaltet von der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, zu Trier. So umfaßte ein ans Licht gebrachter Tempelbezirk nicht weniger als 3v Tempel. Eine gewaltige Palastanlage wurde ferner bloßgelegt, vermullich der Palast des Gouverneurs. Dabei liegen die größten Ueber- raschungen wahrscheinlich noch vom Erdboden zugedeckt. '.................... 1...................»in■■■■■■■■i.iii' i i mikmott .. � lift■ WaJjrpeitin der(Reklame iß Cefchäftsprinzip unferes Hanfes. Unfere Angebote halten, •was fte verfprechen. flnzabUmg u. 4 Ültonatsrafen, 100 Mark Monatsraten. FescherSportmantel Herrmstoff, mit Biesenverzie- 19.50 Moderner Strohhut 2.7 i Moderner Kunstseiden-Mantel mit äptrt gezogenem Kragen» eigene Fabrikntien 36." pona&&Cbs Belle•Aüionceflr. F-10 Am üntergrundbahnhof Straßenanzug Chevwt, modern gemustert, gute Qualität, eigene Fabrikation 69.- Wollhut 3.75 Rundgurtmantel prima Gabardine, tadellose Ver- arbeiumg, eigene Fabrikation 96- Cuter Wollhut 7.50 3ir. IJSZ» 4S. �aürganfl©onnfofl, 1. S(|>ri( 1928 Armut.|| Von Kranz Motnar. Aus dem Ungarischen von Maurus Mezei. (Zsit: S Uhr nachmittags. Ort: die äußer« Ringstraße, ros jetzt nur den Gefchöftslöden die großen elektrischen Lampen nacheinander aufflammen. Personen: zwei ganz kleine Lüben. Der eine ist reich, der andere arm. Der reiche Knabe trägt eine Sealskinmüß« und gestrickte Handschuhe, der arme Knabe hat ein Tuch um den Hals gebunden und zerrissene alt« Schuhe.) Der reiche Knabe: Ich habe dich deshalb angesprochen, - weil ich sehe, daß du arm bist. Der Arme: Und u>as willst du von mir? Der Reiche: Ich habe ein gutes Herz, und ich will dir helfen, denn mein Dater sagt immer, man müsse den Armen helfen. Ich weiß aber nicht, was den Armen fehlt. Wenn ich wüßte, was ihnen fehlt, könnte ich ihnen leichter Helsen. D e r A r m e: Ja. ich bin ein sehr armer Bub. Ich bin der ärmste Bub der Müllnergasse. Der Reiche: Laß mal sehen. Du hast kein Geld? Der Arme: O. doch. Soeben habe ich die letzte Zeitung verkauft, und ich habe sechzig Heller. Der Reiche: Ich habe bloß vier Heller, denn soviel bekomme ich, wenn ich von zu Hause fortgehe, damit ich Geld bei mir habe, wenn ich einen Bettler treffe. D e r A r m e: Ich habe sechzig Heller, und ich brauche davon gar nichts dem Bettler zu geben. Wenn ich einem Bettler etwas gäbe, würde mich mein Bater ohrfeigen. Der Reiche: Bisher hat noch jedes arme Kind, das ich getroffen habe, mehr Geld gehabt, als ich. Dann liegt also nicht darin die Armut. Ich werde fragen, und du wirst mir ant- warten. Gut? Der Arm«: Gut. Der Reiche Der Arme: Hast du vielleicht eine böse Stiefmutter? Rein. Ich habe aber zwei Mütter. Die eine ist meine wirkliche Mutter, die andere gehört bloß zum gemeinsamen Haushalt. Man verspottet auch immer meinen Vater, daß er mit zwei Frauen lebt. Aber auch die andere ist eine Verwandte von uns. D« r R e i ch e: Sie sorgen also für dich? Der Arme: Ja. Der Reiche: Ich werde setzt weiter fragen: Bekommen die armen Kinder nichts zu essen? Der Arme: Und ob, nur daß ste kein warmes Fleisch essen, »nd auch kein Gemüse, sondern Brot und Speck. Der Reiche: Was? Du brauchst kein Fleisch zu essen? D» brauchst kein Gemüse zu essen? Wie gut du es hast! Und du darfst Speck essen? Wetten wir, du host auch jetzt ein Stück Speck bei dir. (Er blickt verlangend auf die Tasche des armen Knaben.) Der Arme: Das will ich meinenl Ich gebe dir aber nichts davon. Der Reiche: Wie gut du es hast! Ich muß von allein den Armen geben. Mein Gott, wie gut ihr es habt. s(Sie gehen still nebeneinander her.) Der Reiche: Ich werde dich wieder fragen. Man sagt, daß die Armen Kälte leiden, daß sie frieren und zittern. Frierst du nicht? Der Arme: Ich friere nicht, weil ich das Tuch meiner Groß- mutier um den Hals gebunden habe. Der Reiche: Ich habe einen Kragen, und der Wind bläst mir immer in die Kehle. Der Arme: Wie bläst er dir denn in die Kehl«? Der Reiche: Er bläst von oben hinein. Das müßtest du wissen, du hast doch eine Kehle. Weißt du nicht, was die Kehle ist? Das ist der Stein, den der Mensch im Halse hat, hier vorn«. Wenn du an deinen Hals greifst, wirst du fühlen, daß sich in ihm vonic ein Stoin befindet. Oder ein Stück Eisen. Oder ich weiß nicht was... kurz, irgendetwas Hartes. Das ist die Kehl«. Und in die bläst der Wind hinein. Und das ist unangenehm, aber nur für mich ist es unangenehm, weil ich einen solchen Kragen trage. Für dich ist es nicht unangenehm, weil du ein Tuch hast. Und jetzt sehe ich schon, daß ihr es gar nicht so schlecht habt. Wir Reichen haben es viel schlechter. Der Arme: Gar nicht schlechter. Der Reiche: Biel schlechter. Der Arme: Nein. Der Reich«: Ja. .(Sie schlendern weiter. Der Reiche denkt angestrengt nach.) Der Reiche(für sich): Vielleicht liegt es an der Religion. Der Arme: Was sagst du? Der Reiche: Hast du eine Religion? D c r A r m e: Ja. Dienstag und Freitag von drei bis vier. Der Reich«: Auch ich habe zu dieser Zeit Religion. Dann hast du ja dieselbe Konfession wie ich. Denn hättest du eine andere Konfession, würdest du Mittwoch von vier bis fünf Religion haben. D e r A r m e: Ich habe aber Dienstag von drei bis vier. Der Reiche: Das ist die römisch-katholische Religion. Der Arme: Ja. Der Reiche: Dann ist also auch das ganz gleich. (Sie gehen weiter.) Der Reiche: Jetzt weiß ich aber schon wirklich nicht. Wenn du trank bist, mußt du da im Bett bleiben? Der Arme: Nein. Der Reiche: Warum nicht?, Der Arme: Weil ich gar kein Bett habe. Der Reiche: Wo schläfst du denn? Der Arme: Im Winkel liegt eine Decke, auf der liegen noch ein paar Decken, dann einige Fetzen, dann ein Polster und noch eine Decke. Das ist kein Bett, sondern ein Lager. Der Reiche: Ein Lager! Was für einen schönen Namen es hat. Lager! Lager! Lager! Der Arme: Jawohl, ein Lager. Der Reiche: Und du darfst darauf schlafen. Ich habe mir einmal ein solches mit meinem Bruder zusammengestellt, und wir haben sehr lange gebeten, Mama möge uns erlauben, darauf zu schlafen, sie hat es aber nicht erlaubt. Und einmal dann, als Papa und Mama im Theater waren, haben wir uns solch ein Lager aus Plaids und Decken gemacht und haben dort bis zehn Uhr geschlafen, dann kamen sie aber nach Hause, wir wurden bestraft und ins Bett gejagt. Wie gut war das aber. Der Arme: Man hat euch bestraft, geschlagen? Der Reiche: Nein. Bei uns wird man nicht geschlagen. Der Arme: Was wird denn gemacht? DerReiche: Ich mußte hundertmal den Satz niederschreiben: „Kinder haben des Nachts im Bett zu sein." Der Arme: Und das ist doch gar nicht wahr. Der Reiche: Wirst du denn nicht auch so bestraft? Der Arme: Nein. Ich bekomme vom Vater eine Ohrfeige, dann kann ich spielen gehen. Der Reiche: O, mein Papa ist viel grausamer. Ich muh immer solche Strafarbeiten schreiben. Der Arme: Dos muß ja schrecklich sein. (Sie schlendern dahin.) Der Reiche: Run, ich gehe jetzt nach Hause. Ich habe dich aber ganz umsonst angesprochen, denn ich habe von dir gar nichts erfahren. Wie soll ich dir helfen, wenn ich es viel schlechter habe als du. Du hast es viel bester als ich. Ich würde alles dafür hin- geben, um ann zu sein.(Seine Augen leuchten auf.) Das muß ja herrlich sein, arm zu' sein! Der Arme(stolz): O ja! O ja! DerReiche(betrachtet ihn neidisch): Wohin gehst du jetzt? Der Arme: Herumstreichen. Der Reiche(fast weinerlich): Ach... ach.,. wie gut.., Der Arme: Also, auf Wiedersehn! Der Reiche: Auf Wiedersehn! Der Arme(versetzt ihm eins auf den Rücken und sagt): Letzter! (Sie stürmen dahin. Der Arme rennt schnurstracks- in den größten Kot hinein. Der Reiche, der ihn fast schon eingeholt hat, bleibt am Rande der Loche stehen. Der Arm« steht inmitten der Lache bis an die Knöchel im schwarzen Schlamm und grinst ihm von dort zu.) Der Reiche: Sogar in den Dreck darf er hinein... und die größten Schweinereien darf er sagen... und...(In bitter- liches Weinen ausbrechend, geht er langsam nach Hause.) 4700 verschiedene Schneekriflalle. Jeder, der einmal den Schnee genauer beobachtet hat, wird bemerkt haben, daß die Kristalle, aus denen er besteht, die mannigfachsten Formen aufweisen. Das hat einen amerikanischen Forscher, namens W. Benthley, veranlaßt, seit mehr als 40 Iahren alle Schneekristalle, die ihm zu Gesicht kamen, zu photographieren. Seine Sammlung enthält bereits mehr als. 4700 Bilder, von denen keines dem anderen gleich ist. Die Winter sind in bezug aus die Gestaltung des Schnees sehr verschieden: es gibt deren, die dem Sammler fast gar keine Ausbeute boten, so von 1921 bis 1920, während z. B. die Schneefälle vom 1. mid 17. Januar 1927 überraschend eigenartige Fonnen ergaben. Eine unbekannte Seuche. Wie aus Warschau gemeldet wird, ist in Kolki eine Epidemie ausgebrochen gegen welche die Aerzte vorläufig vollkommen machtlos sind. Es scheint sich um eine aus dem Osten eingeschleppte Seuche zu handeln. Di« ersten äußeren Anzeichen sind starke Kopfschmerzen, Anschwellen der Augenlider und Erbrechen. Bis jetzt sind schon mehrere Todesfälle zu verzeichnen. Kinder.. Gr.5 8.50 6.50 Damen*27.00*23.50 19.00 Herren*23.50 isjs 11.90 Bnrscben*21.00 ,350 10.75 Damen kariert25.00i6.oo Herren coro ,«.50 13.50 Barschen No 11.50 Seppl'Hosen Burschen......... 8.75 SchlierseC'Jacken Burschen....... 8.50 Wander-Kniehosen Burschen.. 9.75 8.2s 7.75 Wandcr-Knichoscn Herren.... 1075 9.50 Radfahrer-Hosen....... 19.75 16.50 Manchester- Anzug; 2teil., braun u. grau 49.00 39.50 Manchester-Anzug 3teilig, marineblau. 62.00 Cord- Anzug 71 69.00 Loden- Anzug 4 teilig...... 78.00 63.00 Loden-Mäntel für Damen und Herren Gummi-Mäntel kür Damen und Herren Damen-Regenkappen... 2.95 Damen-Baskenmützen..... Damen-Regenhüte..... 4.90 17.50 2.75 1.95 2.75 2.50 4.25 3.90 Wanderkleider indanthrenfarbig, in großer Auswahl Sportstiefel jeder Art und Preislage sehr großer Auswahl!*3 in GEG.-(Fahrräder Herren-Halbrenner 90.- Herren-Halorenner SS.- mit Rennlenker und Rennsattel Herren- Tourenrad 85.- Wanderkocher, Aluminium..... Butterdosen mit Glas........ Butterdosen ohne Glas....... Wasserflaschen 2 Liter 2.90, 3 Liter.. Trinkbecher...... Salz- und Pfefferstreuer..... Trinkflaschen........... Stullenbüchsen.......... Spirituskocher.......... Wandcrbcstcckc......... Brotbeutel............ Rucksäcke 7.25, 6.25, 5.85, für Knaben 2.85 Wanderstöcke.......... von 3.90 von 0.70 von 0.35 . 3.90 •■ 0.55 . 0.28 1.85 1.35 i.is 0.85 von 0.55 von 0.40 3.25 i.3s 0.95 0.75 von | Peip's Taschenallasg'il-Sllya-Wanilerkarleii| Isolierflaschen Liter 1.65 0.95 2.50 1.75 3.25 2.25 Photo-Apparate JMS-ÄL von 148.— bis............ ml«iPW Agfa-Platten, Filmpacks, Rollfilme, Ferngläser, Operngläser nsum oranicnslr. 164-165 u Cftarloflenliiirg: Boslnenslr. 4 u N.; Reinldfendorler Sir. 21 u 0.: Frookturler Allee Mahal-Teppiche SrraDazierföniqe OeDtxJucfiiquoiiror.Persermusfer m Hanorronse ousqurem reinem woiiqom. 200 CY) 230�0 2b0 O I- 320 yic: 325 IM" 350 1077- ®18?- � 232: sJIQ-SSPt- Brücken Jndosran H � � lo�sloun �2950 Tournay ZM0 Berrvorlaqen Beiderwand��/� Pa.VelouP�/.j.QO Pa. Boucle Pa.Tournoy,. � Q50 mii' Fronse � 2� Echte PERSER! dinek er Jmpopf Sei l- 50 Jahren Ta Knie JTbnnir'ho Persernmod.Muster erDrobreQualitäfldUl IO IC m.Handfranse S 73.-S106.-li154-.-l 193.- U 213: U 235.-1 269- 1323.-fo372:f5 392:1 444.�535.-1635-1750.- Gardinen Möbelsl-oPfe Steppdecken Halbslore Elamin 3?5 Kunslseide 1Z0cratirtMlr2f:" Sahn doppels. Haltwollfllg."1 4.�° Halbslore Filelnelz 9,75 GobslinVerdureTJOSSHIrA-,50 Salin doppete HandarblQ,50 Gamilur 3 teilig 5,50 WollmokelUSOcmbiMIrÖ/5 Daunendeck. bunlfart�45~ Garnilurbunlfarbigö,50 Möbelsalin SOcmbrtMlnl�5 Daunendeck laeinfarbgÖS." Schlafdecken Tischdecken Reisedecken Reine Wolle 1�/19019." Mokell rund 10,� Reine Wolle kapiei+13, 50 Rein tomelhaar W)/1 Perisfan-TeoDiche aes. qesen. reine wolle m. Honaf ranse, qerreue �Kopien von Derserre palen öl T I46:i8ä-fo105-im MrS166.-I208.-1248l i£S 420 Divandecken besond.oreiswerr Kelimarl-lÄ, WoiimokeHOÄ m.Fronie IU, PersermuyerOO, Divan-Duckwände mtSSJS,75 LÄUFERSTOFPE Boucle mod Sfreifen ta«90 so 090 120 no crabrt�,, aabnjf onbrtO. Jaquard BoudeÄl� ca 68«0 90 190 120 in« fniMfO, onbrtTT cm.brttü, Id COCOS für Flur aTreppe Prima Axminsrer Momed �90 60cm. brh pr mlrO. >W'tfäk Verkauf nur Spandauer Sfr.S� Verkäufe Teppichs mit Barbfcljictn, 2X8, 24,—. Jtatbtcljlcr. ZViXS'/b, 38.—. Farblehlcr, Nzxz-4. 487-. Farblchlcr. 8X4. 53,-. Rarbfcbltc, 3X4, 69,—. ssarbsehler. 3X4, 83,—. Rücnci, PotsdamerstraKe Nr. 2Sa«' Parzellen jrbcr Größe, Quabratmeter von?.» Pfennig an. Otto Marggrof, Baoborf bei WanbUtz(Mark). Äolonic Walbheiyi, Langer Weg 2g._ Marlisen, Aeltbahnrn, Leiterwagen. Rettner, Richoröskraße 9. NCulölln 2138. (Zahlungacrlciwt.)_____* Weine, Spirituosen, Fruchtsäste kou- fen Sic am preiswertesten in der Mare tischen Litörfabrik, Neukölln, Bürlncr, strage K, Laben.._• Beachtenswert! Deutsches Teppichtiaus Emil Letcvre tejt 188? nur Oranien straße>58. Keinerlei Beziehungen zur ähnlich klingcnben Firma. Man achte au'�?ornnme» Emil.' Emaille-Vercinsabzeichen, hochfein po. liert, vergolbct. 18 Millimeter groß, kosten per Strick bei 1? Stück 1.10, 25— ,90, 50—,70, 100—,60, breifarbig, ein- unb zweifarbig billiger! Mb. Pctsch, Vcrernsnbieichen» unb Stempel. fabrik. Berlin-Nieberschöneweibc, KM» »!s6>es!r»ßc 58. Wegen Äiustcr anrrlfen: Oocrschöncwcibc 260.___• Klapprrage», neueste Mobelle, Kinder- wagen ob 40,—, Krndermöbel, Bett. stellen, Nicscnouowahl, billigst, Renaro» euren. Bergmann, W!Imersborf> Bar- lincrstraße 84. sekleiitullzzslüriie. Visz�h« uz* Bon Kavalieren wenig getragene, wie auch neue elegante Iackettanzilge, Sma king., Frackanzüge,'Paletots.©Ürnmi. inäntel. Losen, jüt jebe Figur valiend, verkauft spottbillig, keine Lombardware. Leihhaus Fricdrichstraße 2. am Lalle. schcn Tor.' Getragene Hcrrengarberobc, Spezialr. tat Bauchsiguren. spottbillig. Naß. Gor, mannftraßc?öt26. irübcr Ml.iackitraüe* Unter Prri, peSen wir die. in unserer Schneiderei nicht abgenommenen Ulster, blaue und farbige Maßanzüge, Smo. kinas. teils auf Seide, ab..»qhlungs» crleichterung. Stein. Invalibenstr. 183. Dettfcbrrn ob Fabrik, graue Rupf» feöern Pfund 50 Pfennig an, Bettfebern» Tampsreinigung. Neu: Bettfebern» Wäsche Beltfedernfabrik Schwan. Brun» rrenstraße 152, Fabrikgebar.be. Lergütc 5 Prozent. Wenig getragene Kavalrergarderob« von Mllionären, Acrzten, Anwälten. Fabelhaft billige Preise. Empfehle Taillenmäntel, Paletots, Fracks, Smo, kings, Gehroilanzügr, Losen, Sport.. Gehpelze Gelegenheitskäufe in neuer Garderobe. Wertester Wcg lohnend. Lothringerstraße 50, 1 Treppe, Rosen, thaler Platz.______________» Kavalieranzüge. Frübiahrs-Mäntel, Nockpoletots. Tanzonziige fFrack- und Smokjirganzüge, Gehrockairzügo, auch leihweise» verkauft staunend billig Aleranderstraßc 28a, Hochparterre.« Leilihan» Morihplaß lllla.. Berlaue ppa Kooo lier- Garderabe, teils auf Seide, Iacketl-, Frack., Smokwganzüge.. Sabar- dinemänlcl. Boucksanzüge, für jede Figur paffend. Ertra-Angebote tür neue(bar. derobe. Pelziacken 50.—. Pelzmäntel 05.—. Sportpelze 85.—. Gehpelze 100.—. Keine Lombärdwarel'» Bettenperkanf! Neurl. 0,751 15�-. 10.50! Prachtvolle 27.601 Bauernbetten 32,— I Daunige 37.501 Kinderbetten 8.751 Bettwäsche! Inletts! spottbillig und gut! Keine Lombardwaren. Leih. haus. Brunnrnstraße 47.--.• Blaue, Bnzua. sehr weit, fast neu, billig zu veriaujeu.' Korkmairn/ Ladeil, Pücklerstraße 25._____ Wenig getragene' Iacketlanzüge. teils out Seide. 18,—. Smokinganzilge, Bauche orrzüge. Taillenmäntel! Paletots, starb nend billig Gelegenbeitskäule in neuer Lerrrnparderobe. Leihhaus Rofenthaler .Tor. Linienstraße 208—204, Ecke Rosen. thalerstraße. Keine Lombardware. kjskmszrkinen Anzabliingsseei. Näbmatäiincn samt. lrärer Systeme zu Fabrikpreisen. Wochen. rate von 2 Mark an. L. Schulz, Bdi. Hagenerstraß« 28 I. Thomas-Vsternähmaschi nen, praktisches Osteret von Daucrwert. aupassende Sah. lurrgsroetse, erste Marken für Haushalt und Gewerbe, Elektromotors. Lothrrn- �"estro'll�st ���aosertvr. Offerten An z!ere 11. so Retallbetten, Auflegematratzen, Ehaise. iarrgues, Kinderbetten, Kinderwagen spottbillig trotz Teilzahlung. Schön- hauser Allee 5, Schönhauser Tor._• Möbel• Udelsmauu, nur Lausitzer. straße 5/0, Ecke Wienerstraße, liefert zu bekannt billigen Preisen Schlafzimmer, Speisezimmer 855,—. Ankleideschränke 75,—, Betistellen 45.—, Sofas, Ruhe. betten 80,—. Einzelmöbel. Küchen. emaillier« und roh, von 38.— an. Rahlungserleichterung.__• Anklerheschränke, 180 breit, mit Spieet 163,—. Ricscnauswahl! Möbelhaus, canderstraßs zehn.* Aukleibelchränke, fourniert, 130 breit, auf Piano band, breitllrig, Wäscheabtei. lunz und Spiegel, 128,—. Englische Bettstellen, komplett, 55,—. Waschkom» mode» mit Marmor und Spiegel 78,—. Nachttische mit Apotheken 27,—. Moguette. sofa 65,—. Chaiselongue 18,—. Stand. uhren 68,—. Diplomaten 32.—. Bier- zugtische 78,—. Riesenauswahl in Ein» zelmöbel, komplette Einrichtungen. Re» naisancemöbel. Rahlungserleichterung. Möbel-Magazin, Invalidenstraße 181, Haltestelle Stettiner Bahnhof.' Sf, Schlafzimmer! Gelegenheit für Kassa» käufer! Polle Türen! Modernes, ent. zückendes Muster! 405,—. Riesenaus- mahl! Möbelhaus, Reanderstraße zehn.* Teilzahlung. Komplette Rimmer. Ein» zelmöbel bissig. Wenger. Marstliu»- straße 8(Aleranderplatz). Große Frank. kurterstraße fechsundkünkzia._• Tetlzrhlrng, kulant. Möbel-Milch. Tellzxhluug, billig. Möbel-Milch.' Teilzablung, reell. Möbel. Milch. Große Fronkkurkerstraße 45/46._* Röbel-Rossieu bietet Ausstellung von 150 Musterzimmer». Schlafzimmer, Speisezimmer, Herrenzimmer jetzt zu herabgesetzten Preisen. Elnzklmöbck weit unter Preis. Deutliche Auszeichnung an jedem Gegenstand. Innungsmeister Rossien, Kastanienallee 57, l Möbelhaus Steiu, Weinbergsweg 24 Besonders günstiges Angebot: Schlaf- zimmer 473�-. Speisezimmer. Nuß» baumbrtfetts, Ankleidefchränk« mit Spiegel 105,—, Küchen, Polstermöbel. Rahlungserleichterung._* Möbelkrcbit bis 20 Monatsraten Schlafzimmer. Speisezimmer. Einzel- Möbel. Küchen, Metallbettcn. Möbel» haus Luisenstadt, Kövenickerstraße 77/78, Ecke Drückenstraße. Metallbetten mit Auflagen 21,—. Schlaschaisclongues 22,—. Ehaisclongue. decken 6�-. Wandbedänge 8,—. Pa. tentmalratzen 0.—. Polsterauflage» Wochenabzahlung 3,— Göhr. Pavveb allee 12: Pankow Schmidtstraße 1' Mäbel-lldelsmau», nur Holzmarkt. straße achtundsechzig. Rücksichtslos herab» gesetzte Preise: Ankleideschränte 83,—, Küchen 80,—. Bettstellen, Sofas, Ruhe. betten 82,—. Schlafzimmer. Speifezim» mer, Herrenzimmer 245.—, Nußbaum- ---.büfetts. Anrichten 115,—. Langjährige Obstbaum« billig. Alt-Kaulsdorf 5, Garantie! Rahlungserleichterung!(Straße sslames.»iund Sausnummer beachten.) 80,— monatlich, ohne Anzahlung, nur Firmenpianos, langjährige Garantie, keine Phantasiepreise. Adam, Rollen. borfplatz 7 fPiauo-Adom).> Srammophoue, wöchenllich 1,—. Groß. berliner Fahrradorrtriebsgesellschast, Turmstraße 70. Gelegenheit. Büfett 75.—. Umbauten 1,—, Rußbaum-Sebreibtische mit Aufsatz 85,—, Kleiderschrank 48.—. Vertiko lör-, Küche» 24,—. Bettstellen 45,— Waschtoiletten mit Marmor 14,—. Möbel-Magazin, Invalidenstraße 131, Salteftelle Etettiner Bahnhof.' Ohne Aazahluag. Pianos in großer Auswahl, neue' unb gebrauchte, mit Herr» sicher Tonfülle. Langjähriger Garantie schein, kleine Ratenzahlung. Herer. Brunnenstraße 101, 1 Treppe, am Rosen. thalervlatz. Mödelsadrik Georg Tennigkeit, Oranien. straße 172—173. Eonberangebot: Schlaf- zimmer von 450�, Speisezimmer 550,—, Serrenzimmer 410,—, Nußbaum- An- kleideschrank 425,—, Ruhebett 33,—, Bettstelle, komplett 90,—, Anrichteküche 123,—. Auch Teilzahlung.__• Snte Möbel für billiges Geld! Wir verkaufe» zu bekannt billigen Preise»: Speisezimmer, schwer Eiche, innen Mo» bagoni. rund vorgebaut, mit schwerem Vitrinenaufsatz, aparte Krsbenz, großer Auszugtisch, 6 RinMederstühIe. komplett -ebeizt, 495,—. Desgleichen schwerere Aus- übrung. reich geschnitzt, apartes Modell, .0-.—. Schlafzimmer. echt.Eiche. elegante Ausführung, komplett 505.— Desgleichen' schwerere Ausführung in Eiche. Birke, Kirschbaum 605—,»75.—. 075 Herren. zimmer. schwere Bibliothek. Diplamat 1,60 breit, komplett 595,—. Große Aus- wadl. Speise-, Herren-, Schlafzimmer. Küchelicinrichtiingen und Einzelmöbel. Trotz niedrigster Preise bequeme Rah. lungsbedingungenl Dembitzer, Möbel. Niederlagen. Nachsalger. Große Frank. furterstraße 53, Eingang Waßmonn, straße. nur erste Etage, Auguststraß' 47/47». Rofenthaler Tor. Friedrichslr. 7. am Halleschen Tor. Mietpiano», Kausanrechnuna. Ge brauchtes 423,—. Bahrt, Hauptstraße 1. Ecke Erunewaldstraße. Sie zahle» Raten nach Wunsch, ohne nzohlung sllr Pianos, neu und ge- braucht, große Auswahl. Pianohaus. Königgrätzerftraße 81.___* 30,— monatlich an, ohne Anzahlung, gebrauchte und neue, nur Firmenpiauos. Langjährige Garantie, keine Wechsel. Keine Zinsberechnung. Keine Phantasie preise. Adam, Nollendarsplatz 7. Larmoninm, Vücherspindcn, Kleider. spindcn, Wäschespinden 30,—, Bettstellen 20,—, Tische, Stühle 4,—, Küchenein. richtung 45,—, Plüschsofas 30,—. Sellin, Garteiistraße 26. Pr-chtpiano» 300�. Teilzahlung. Schruth, Neukölln, Lichtenraberstraße 47. Bandonion, erstklassig, verkaust Weiß Lortzingstraße 33._______ � Qualitätspiano, prachtvolles, hochi modernes, neuwertiges. Gelegenheitskauf. Eylanerstraße 10 Hl, Krcuzberg. gegeub. Gewerblich. Schrankgrammophon vertäuslich. Scheit. ling, Rerchenbcrgcrstraße 06, Ouerge. bäud« ll. �akrrsdsr Fahrräder, erstklassige Martenräder. Teilzahlung. Fahrradhaus Eentrum. Linienllraße neunzehn. Teilzahlnng. Geringe Anzahlung. kleinc Rate, troßdem billig. Ztur Luali. tätsräder, drei Jahre Garantie. Fahr. radbau Wrma, Äckerftraße dreißig.' Berg manu- K-nlurs. Freihärrbiger Verkauf von Fahrrädern, Motorrädern, Nähmaschinen zu dilliasten Preisen täg- lich von 0 bis 46 Uhr Behreustraßs 50—32 II. Koiikursverwaltung. Littlerräber-Verkaufsstclle, Waldemar- Ecke Pücklerstraße. Fabrikneue Fahr. räder 33,—, Tourenräder mit Torpedo- freilauf. Eontibereifung 58,—. Damen. räder 63,—. Halbrenner 63,—, Rennmaschinen 75,—, Rahmen 17,—, Schlauchreifen 4,50, Schläuche 0,85. Günstigste Bezugsquelle für Händler und Private. 2.50 wöchentliche Teilzahlung. Erst- klossige Fahrräder. 5 Jahre Garantie. Riksenausivohl. Großberliner Fahrrad- Vertriebsgesellschaft, Turmstraße 70.' Reuerössnung von drei Schworzpunkr. lialen 81. März. Schwarzpunkt,, pel-, Brennador-Räder, Teilzahlung Wochrnrate 2,—. Epezialrad Barpreis 38,—. Radio-Sprechapparate. Beachten Sie unsere Inserate in der Morgenaus. gab« vom Freitag und Gründonnerstag mit Gutschein über 10 Prozent Rabatt. Schwarzpunkt A.-G., Alepanderstr. 28a, Eingang Magazinstraße, Blüchcrstr. 66, Go rtenstraße 100.___ Fahrräder, gebrauchte, Mark 15 20,—, 23,—, 83.—. Neue Tourenräder mit Torpedofreilauf, prima Bercifung, komplett mit Dnnamolomve, 3 Jahre Garantie. Mark 68,—. Ernst Machnow, Weinmeisterstraße 14. Größtes Fahr- radhaus Deutschlands.' Eiujährigen-Abituranstalt Dr. Meufel, Kurfürstenstraße 72. auch Abendschulo (Bolksschlller). Kurfürst 7387._* Fiöbel-Qberlia, Institut, Privathaits- haltschul« Pollak. Berlin, Wilhelm- straße 10. Sorglältigste Ausbilduirg in Kücke, Saushalt, Nähen, Schneidern, Kinderpflege. Umgangsformen. Tages- und Abendkurse. Beamten Kinberbei» Hilfe. Eintritt jederzeit._* Schncllkurse. Englisch, Französisch, Deutsch, Korrespondenz. Auslands» studium. Urbanstraße 176._____ Einjäbriglurse, Volksschüler, erfolg- sicher. Urbanstraßh 176.* Verschiedenes Lebawme Hildcsheim, Praxis. Blllowstraße 62 langjährig« Subertussäle, Echöuholz. Im größtrn, über 1000 Person?» tassenden Dallsaal der elegante Rundtanz.__• Wäsche»ach Gewicht. Halbtrocken zu. rsick per Pfund mir 20 Pfg., trocken zurück nur 25 Pfg. Dampfwöscherei „Merkur", Frankfurter Alle« 807. Air- hreao 2820' privat kauft sofort von ann 5307. Unterricht B«!> Schosl. Fremd« Sprachen. Leip- zisier. ß- 110, Tauentzienstraße l0a. Crnzc und girkelunterricht. Eintritt ieber?• Detektiobureau Etaschel. Cbaussee- sircße 77 Fernsprecher Norden 7880. Beobachtungen. Ermittelungen Aus- küntte allerorts.__* 10 000 Reklamezettel 3.—. Buchdrücke- rei Schmiß Romintenersiraß« 20.' Violinstmiben, Klavierstunden, Eello. stunden, MaudolinestunHen, Lautenstun» den. Mary, Warfchouerstraße 79._ Wäscherei Kubasch, Köpenick, Grünauer- straße 45. liefert in crslklassiaer Aus- führung Bettbezüge 30, Laken 25, tadel» los gerollte Leibwösche 13. Schonendste Behandlung.'Abholung Donnerstag. flJL SPD.)_________» Eollbri-Säl«, Marlin-Luther.Straße 60. Heule in zwei großen Sälen altdeutscher Ball und moderner Tanz. 2 Kapellen. Tanzleitung: Reinhold unb Ottchen. Mittwochs Wolzerabcnd. Donnerstags, Sonnabends und Sonntags Elite-Bäll. Fabesbatte neue Saaldekoratfon.» Lekuncien/ Verloren Hohe Belsbnnug. Schwarzer Schäfer- Hund entlaufen, Rufname„Schweizer". Nachrichten erbeten an Wiese, N., Artilleriestraße 30. Norden 1030. EüssiHn] Gest abrönne». Kaufmännische Pri. vatschule Kossatz. Berlin N. 20, Bad. straße 87. April beginnen 3-, 4-, 6. und l2-Mona!slehrgä»ge in sämtlichen Handelsiächern, Kurzschiist, MasGiiie». schreiben und Fortbildiurg. Deutsch und Fremdsprachen. Schönschreiben jeder Art. Privatunterricht jederzeist' Rock»»'« kaufmännische Privatschulcn W. und vr. A. Rackow, Wiihelmstr. 40. nahe Leipzigerstraß«. Tauentzienstraße l. Aleranderplatz 50.— Ansang April de ginnen besondere Vierteljahres-, Halb. inhres- und Iahreslehrgäng« zur kaust mäinijfchen Ausbildung für lunge Damcn und Herren mit einfacher oder höherer Schulbildung besonders.— Lchrpläne kostenlos.— Echnellfördernbe Lehrgänge für Erwachsen«. Wahlfächer: Buchfüh- rung für leben Betrieb. Rechnen, Kor- responbenz, Wechsellehre, Stenographie. Maschinenschreiben, Schönschnellschreiben, Deutsch, Freinbsprachcr., fremdsprachliche r-tenograph»'. M M. Ttrahlendorfs Koch- und Haus- haltungsfchult mit Töchterheim, Berlin, Königgrätzerftraße 44. Gewissenhafte Ausbildung i» allen Fächern der Haus- Wirtschaft. Prospekt frei. Eintritt jederzeit. Techuiich» Irivatschule Dr. Werner, Regierungsb Meister. Berlin. Reander- straße 3. Maschinenbau. Elektrotechnik, Hei�ungstechnik. Hochbau, Tieibau, Steinmeßschule. Tcchnikcrkurse, Meister. fürs«, Polierkurse.• Einjährigen. Abitliranstalt iBolks. tchlller). Auch Abendkurse. Direktor Dr. Fackrlmann. Hohenzollrrndamm 108. Uhland 5800(3—1). ,027 destanden zehn Primaner meiner Anstalt� das�Abitur.� Richte» kaufmännische Privatschulen Steglitz. Albrechtstraße 427. Fernruf 136 und Lichtenberg, Neuebahnhofstraße 7-, Andreas 2606. Jahres-, Halbjahres- und Bierteliahreskiirs«. Schnellfördernde Einzelfach- und Privatkurs« monatlich und täglich beginnend. Lehrplän« kosten. los. Anmeldung jederzeit. Techniker, Werkmeister, Konstrukteur. Tageslehrgänge. Abendlehrgänge, Ma- fchiyeubau, Elektrotechnik. Ferner Bor- bereiwng für Elektromcister., Elektro- oehilten-Prütung. Privatlchule Diplom- Ingenieur Stecklmacher, Friebrichstr. 118. Kontorboten, jetzt schulentlassen, sucht Seisfert. Oberwasserstraße 13.____ Lackierer auf Fahrrädern für dir selt� stäirbiae Leitung in größerem Betriebe, nur allererste Kraft und Spezialist auf gute Arbeit, guter Disponent für Oefen- ausnutzung und Teilarbeit, sofort-er. langt. H. 8 Expedition dieses Blattes. Schwerkriegsbelchädiqter als Reichner gesucht. Oberschlesische Rohrhau- G. in. b. H., Berlin EW. 19, Neue Grün- straße 17—18.______ Schwerkrieg-belchädigte gesucht als Trlepbanist. Buch- und Lohnbuchhalter von Luruspapiersabwk. Ollerlen unter E. 8 Saupteppedition des„Vorwärts".� Heißdenck- und Blitzvreffe-Rröoer, Duckibinder, nur Schwerkriegsbefchädio- »er wird eingestellt. Lurnspanierfabrik. Offerten unter F. 8 Hauptexpedition des .. Vorwärts"._______ Boul�losserichrling verlangt Rigacr- �raße 0»._________ Gchlosieelehrlinge stellt ein Turban- Ventilatorrn'A.-G., Reinichcndorf-Ost, GrastRödern-Allee 1—2.___ Lehrling filr Glastchleiserei gesucht. Johannes Grützke, Holzmarktsträße 4.__ Lehrliuq mit Puter Schulbllbung tucken Gedr. Zucker. Metallgroßhand- liing. Berlin SW. 68, Alexandrincn- straße 11.____ Vntzarbeiteriuuen, nur ganz gesidte, welche schon in Enarosbetrieben tät'g waren suchen b«! bohem V erzenst»nd Dauerstellung Gebrüder Nelson, Leip. ziger Straße 71—72.• Technisch« Privatschul« von Ludwig Barth. Inhaber»nd Leiter Dipl.-Ing. Hermann Haase. N 4. Ehousieestraße 1 (O-anienburarr Tor). Maschinenbau, Elektrotechnik; Tages-,«bendichule. Werkmeister, Techniterturfus. Neue Lehr- gäng« April. Lehrplan kostenlos. «bilur. Obersekund». Pormitt-gschul-. Abendkurse. Direktor Danziaers Bor. bereiwngsansialt. Alte Iakobstraße 124, Tempelhof, Ringbah nstratz, 7._* Ffir Werkstattabnahme« Genau- i�keltsprufufis: und Lelsfunc:�- verauchc zuverlässig arbeitender Revisor für bedeutende Werkreugmascbinen- fabrik des Westens gesucht Langjährige Erfahrungen und Praxis unbedingt erforderlxh. Offerten mit Gehaltsansprichen, Referenranea- ben, Zeunnisabschriften erbeten unter Chiffre Q. 8 Hauotexped.d. Vorwärts. Apotheker Kumbiers seit 42 Jahrfn von bewährter Hellkraft bei Blutarmut, Bieich- — � � M a vi � � ss ocu itim* n von Dcwairricr ricJiivrau uci uiuiui nmi, oicicn- H-C£% Ml W M SX MO W v€1 rl B«MI I O-A M»» sucht, Nervenleiden, Magen-, Darm-, Leber-, Gallenstein-, ia � M i JSi II I A/V Id II I II I II II II H? II Nieren- und Blosenleiden, Rheumatismus, Gicht, Ischias, c...... Lünzen katarrk. Atembeschwerden, herzlsiden, Leiden der Wechsellahre, Lpilepsie. Lchlseader-Verkalkune. Zuckerkrankheit.— lael. �Inxanz von vsnkszzunzen! Originale im Bureau einzusehen; Drucksachen kostenlos.— Zustellung frei Haus - 1 KurM. 1 1, 15 Fl.= V, Kur M. 5.50, Fl. 1 OPfg. Pfand. Kistenvers, nach auBerhalb.«Berliner Sfahlbrunnen- Apotheker Kambier» B< ben G. m-b. Berlin-Treptow, Treptower Cbenuee 41. . Moritiplatz 9636.——___________ 30Fl.-lKbrAtn.-,I5PL«Vj \