Nr. 270. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poit Re für 189 unter Nr. 7128. 3.ifte Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächte Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 17. November 1805. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. haben aber bisher noch alle Versuche, die im Deutschen| Prachtform in Erscheinung getreten ist. Unsere Genossin Dom dolus eventualis. Reiche gemacht wurden, auf die Kaiserrede am Sedantage Ottilie Baader hatte in der Umgegend von Berlin, in Als wir auf dem Vorwärts" zuerst die persönliche eine Antwort zu ertheilen, die Staatsanwälte zu Anklagen, Pankow oder Bernau, einen Vortrag gehalten, und der Bekanntschaft des dolus eventualis machten, hatte er den die Gerichte zu Verurtheilungen veranlaßt. Zu Ber- überwachende Gendarm hatte als gewissenhafter Beamter Drucker des Blattes ergriffen, jetzt streckt er seine lange urtheilungen wenigstens dort, mo rechtsgelehrte Berufs- aufnotirt und später beschoren, die Rednerin sei plötzlich Hand nach dem Genossen Liebknecht aus. Aber zwischen- richter den Schuldspruch zu fällen hatten; Geschworene in den Ruf ausgebrochen: Auf, ihr Männer, zu den durch hat er sich bemerkbar genug gemacht im Deutschen haben sich nicht so zugänglich für die staatsanwaltlichen Waffen!" irrthümlich so verstanden. Da viele der Zuhörer auf dem nämlichen Bildungsniveau standen, wie der Gendarm, konnten sie die Worte in der nämlichen Weise mißverstehen. Das hätte sich die Rednerin sagen müffen: dolus eventualis Verurtheilung wegen Aufreizung! Reiche. An allen Ecken und Enden ist er auf Rechtsauslegungen gezeigt. Ju Nürnberg haben bürger- Die Rednerin wurde angeklagt und wies glaubhaft getaucht, aber augenscheinlich nicht durch Erzeugung liche Geschworene den angeklagten Redakteur wegen eines nach, daß sie nicht derartiges gesagt, sondern nur vom Kampfe überall von neuem erstanden, sondern durch An- Artikels freigesprochen, An Artikels freigesprochen, für den für den nämlichen mit geistigen Waffen gesprochen. Der Gerichtshof pflichtete steckung von einem Brennpunkte deutscher Rechtspflege Artikel wohlverstanden in Leipzig der Angeklagte ihr bei, verurtheilte sie aber dennoch auf grund folgender auf den andern übertragen. Bald hier, bald dort von Berufsrichtern mit fünf Monaten, ein Redakteur in Erwägung: Der Gendarm hat die von ihm notirten Morte hat er sich einen Drucker ausgesucht, und schon ziehen überall Kiel fogar, wie wir gestern zu berichten hatten, mit neun die Zeitungsangestellten jeder Art in ernstliche Erwägung, Monaten Gefängniß bestraft wurde. ob nicht auch ihnen das Gespenst erscheinen könne. Denn ein jeder von ihnen hat, eventualiter" einer Majestäts-, Minister, Landraths- oder Gendarmenbeleidigung sich schuldig gemacht, als er eine oppositionelle Zeitung sezte, druckte, falzte oder austrug. Zu einer Verurtheilung nach voraufgegangenen Mustern genügt es, daß er sich bewußt war, ein Blatt unter den Fingern gehabt zu haben, das mit den Ansichten jener Autoritäten nicht durchweg einverstanden ist und dem somit der Dolus, die Absicht zur Beleidigung zugetraut werden kann. So geht es den Leuten, die ihr gutes Recht, auf Angriffe zu antworten, auch wenn sie von einem Kaiser herrühren, wahrzunehmen denken. Mit dem Urtheilsspruch über Liebknecht hat unsere Judikatur indeß noch einen weiteren Schritt gethan, uns die Abwehr gegen Angriffe zu erschweren, wenn nicht ganz unmöglich zu machen. Ganz der Dolus im Gewande des Liebknecht'schen Prozesses, nur mit einem feinen Unterschiede, der davon zeugt, daß der dolus eventualis fich im Laufe der Zeiten vervollkommnet. Denn im Fall Baader war doch wenigstens Es hat nie an Angriffen auf die Sozialdemokratie ge- das Bindeglied vorhanden: ein lebendiger Beuge, der ein fehlt. Vor der Kaiserrede und nach derselben haben Per- Wort thatsächlich mißverstanden hatte. Im Fall Lieb sonen und Zeitungen als Vertreter aller bürgerlichen fuecht fehlt dieses Bindeglied es ist ein juristisches Und nun haben wir den Prozeß gegen Liebknecht. Der Parteien ihren Born über die Sozialdemokratie aus missing link. Das Mißverständniß beruht in diesem ist dem dolus eventualis auf anderm Wege ins Garn ge- geschüttet, neuerlich allerdings häufiger und lauter als je. Falle auf einer bloßen Konjeftur ber Staatsa laufen. Er hat in einer Rede sich gegen Angriffe gewandt, Liebknecht hat eine Abwehr dieses Schwalls von ordnungs- anwaltschaft, der sich der Gerichtshof anschloß. denen unsere Partei in letzterer Zeit ausgesetzt gewesen ist. parteilichen Angriffen versucht. Er hat es dabei sorgsam ver- der überwachende Beamte, sonst immer ein maßgebendes Das war sein gutes Recht, wie es unser aller, die wir vermieden, auf die Angriffe des Kaifers einzugehen. Er hat seine Glied bei staatsanwaltschaftlichen Schlußfolgerungen, hat folgt und angegriffen werden gutes Recht ist, uns zu ver- Worte so gewählt, daß sie bei objektivem Beurtheilen keinesfalls diesmal nichts mißverstanden. Er hat keine Majestätstheidigen gegen unsere Angreifer. auf den Kaiser bezogen werden konnten. Aber die Thats beleidigung herausgehört, weder eine direkte noch eine insache, daß der Kaiser seinerseits gleichfalls Angriffe auf die direkte. Erst die böswillige Mißkonstruktion und Denunziation Sozialdemokratie hat ergehena laffen, tonnte er natürlich der patriotischen Schlesischen Zeitung" hat dem Einzuge nicht aus der Welt schaffen. des dolus eventualis in den Prozeß Liebknecht die Wege geebnet. Ja, Das ist uns nun in diesen Zeitläufen außerordentlich erschwert worden durch die unbestreitbare Thatsache, daß auch der Kaiser einen Angriff auf die sozialdemokratische Partei unternommen hat. Mit vollem Rechte, sagen unsere Gegner, Der Gerichtshof giebt auch Liebknecht's Absicht, den weil er persönlich gereizt war durch allerhand unberechtigte Kaiser ganz aus dem Epiele zu lassen zu. Er erkennt an, Und nun wird er seinen Triumphzug halten durch Kritiken an Ereignissen, Dingen und Personen, die er hoch- daß ihm dies durch die Wahl seiner Worte gelungen ist. deutsche Lande. Noch ist er ein Rind, aber er fann ein schätzt. Doch darauf tommt es bei dieser Betrachtung nicht Aber, sagt der Gerichtshof und der Staatsanwalt hatte Riese werden an Umfang, wie der andere juristische Ausan, ob der Kaiser für die Wahl der von ihm zur ihm zu dieser Anwendung des dolus eventualis den Weg hilfsbegriff für alles und jedes, was man sonst nicht fassen Charakterisirung der Sozialdemokratie gebrauchten Ausgewiesenes war die Möglichkeit vorhanden, daß in der fann, der grobe Unfug". drucke hinreichenden Grund hatte oder hatte oder nicht. Es Versammlung Leute waren, die die Nede mißverständlich auf Aber an unsere Richter haben wir eine Frage zu richten, tommt für unsere heutigen Erwägungen nur auf den Kaiser deuten konnten. Diese Möglichkeit oder Eventualität an sie, die schon die Möglichkeit der Möglichkeiten strafbar die Feststellung der Thatsache an, daß er einen hättest du dir vergegenwärtigen müssen, folglich liegt hier folchen Angriff für angebracht gehalten und ihn zur Ausführung gebracht hat. dolus eventualis vor. Du hattest die Verpflichtung, in Er wägung zu ziehen, daß möglicherweise andere Leute deine Die Antwort darauf ist den Mitgliedern der ange- Worte mißdeuten können. Die Vernachlässigung dieser angriffenen Partei auf das äußerste erschwert. Es steht aller- geblichen Verpflichtung das also ist der dolus dings bisher nur als Ansicht eines einzelnen, wenn auch eventualis, wie er sich uns im Prozeß Liebknecht präsentirt. weithin bekannten Gerichtsdirektors da, daß man gegen Wir erinnern uns aus der deutschen Rechtspflege nur den Kaiser überhaupt nichts sagen darf". Thatsächlich eines Falles, in dem der dolus eventualis in der nämlichen 27 " Ein Verrückker.[ Macbr. rerboten. Rampf und Ende eines 2chrers. Roman von Joseph Nuederer. Gattl zuckte die Achseln und huftete leicht. 11 Des war a Freud," fuhr die Wirthin fort, wie mei Mann vom Poiten kommen is und die Verlobung verzählt hat!" Glaub's, glaub's," sagte der Lehrer. Toni lachte verschmitt und trant aus seinem Kruge. Frau Kreittmayer wollte dieses Thema noch nicht verlassen: " No, das giebt a sehr schöne Heirath und a guate Eh! De zwoa passen 3'samm. Ter Herr Förster is a braver Mann und de Kathi is a solid's, ordentlich's Madl." Der Betrunkene lachte höhnisch: G'wiß passen de zwoa z'samm!... Und mit' m Heirathsguat thuat si de Kathi a leicht... triagt ja ' n Förster Da braucht's foane G'weih ins Haus z'bringen!" Geh, Du wüafter Rerl!" eiferte die Wirthin, muaßt auf alle Leut' n Dreck schmeißen?" Toni grinste und ließ den Kopf fallen: Warum net gar! I freu mi ja blos", lallte er. Die Thüre ging auf und mit zwei leeren Biergläsern trat die Magd vom Forsthaus in die Stube. Frau Wirthin, jan G' so guat!" Der Betrunkene bemerkte das Mädchen: Mari! Mari! Da geh her! Trink bei mtr Schamft Di net, Toni, jetzt in der Fastenzeit vom Tanzen 3' reden?" Derf mer bei Dir am End net davo red'n? Ha? Unferoans möcht a a Freud hab'n, wia de andern Leut von derer Welt, die alle nig arbeiten." Dem Lehrer wurde es zu viel, er zahlte und folgte der Magd ins Freie. Stumpfsinnig grinste ihm der Holzknecht nach: Des is a so a Schuft, so a Tagdiab, der Lehrer da," sagte er zum Wirthe. A Faulenzer is er, der nix thuat, der foa Arbeit fennt. So vaner bal fie plagen müaßt, wie unseroans!" " Muaßt Du Di gar so plagen?", fragte der Wirth. " J? Des machst guat, Kreittmayer! Ich schind mi ' n ganzen Tag und dö Förster gaffen zua und strecken de Pratzen in d' Taschen. De Förster fan a alle Schuften, alle mitananda!" Toni, halt dei Maul!" rief der Wirth. Alle fan's Schuften, grad extra sag' i des! Und de Lehrer san net besser. Ja, g'schwolln daher red'n in da Schul und im Leben....' n moralischen' raushäng'n, des können's, aber derweil san s' alle Spitzbuab'n, b'sonders der, der da grad' nausganga is." Der Wirth horchte auf. Was moanst denn damit, Toni," fragte er freundlich. Der Holzknecht lachte verbissen: " Ja, gelt? Jetzt möchtst' s wissen? Ha! Ha! Oh, i sag' ent, bal i red'n wollt!" " Sie so red halt" wisperte Kreittmayer und klopfte ihm zutraulich auf die Schulter. Damit hielt er ihr den Krug hin. Magst amal wieder„ Na, i red net.... derf net.... nir sagen," aber. mit mir zum Tanzen geh'n?" fragte er. Gie that beleidigt: " Du bist mer scho der rechte!" Er zwickte sie in den Arm und lachte plump Deswegen geh'n mer do zum Tangen, gelt, Mari!" Herr Kreittmayer, der mit den gefüllten Gläsern, an stelle seiner Fran, zurückkam, hörte diese Worte, und schien sehr entrüstet: Die Zunge des Betrunkenen wurde immer schwerer. ha, ha, des oane woaß i, daß im Forsthaus dianderweil lufti zuagehn soll, wenn der Alte net dahoam is!" So, so, so? Ja, was is denn da los? Geh', verzähl' mer's Toni! Wahrscheinli betrifft's de Fräulein Anna?" Toni mußte unbändig lachen: " Ja, ja, ja, ja! es betrifft de... de sogenannte Fräulein An- na!" Der Wirth ließ den Betrunkenen in Ruhe. Er hatte machen wollen: Ist ihnen nicht auch die Möglichkeit dabei vor die Augen getreten, daß durch die Einbürgerung der artiger Rechtssprüche das Gefühl der Rechtssicherheit in Deutschland zerstört, das Vertrauen in die Rechtsprechung erschüttert wird im Volke? Ist das nicht eine höchst ge fährliche Eventualität, ein periculum eventuale? genug erfahren und mußte es so schnell wie möglich seiner Frau sagen, denn diese Neuigkeit machte ihn ganz zappelig. In der Küche fand er die Wirthin und zog sie eilig in eine Ecke. Sie schlug die Hände zusammen und wollte ihn mit den Augen förmlich durchbohren. " Pst! Pst! Stab sein, abwarten und zu toan' Mensch vorerst was verlauten lassen," sagte er und legte den Finger an den Mund, nachdem er sich vorsichtig umgesehen hatte. * Weiche Winde zogen durch das Thal. Die frischa gepflügten Felder waren vom ersten, schüchternen Grün überhaucht und in den dickgeschwollenen Zweigen der Buchen und Gebüsche, wo zwitschernde Vögel sangen, sproß es von aufteimendem Leben. Auf den Höhen waren Wasserfälle entsprungen und feine Staublawinen lösten sich in der Mittagssonne von den Felsen. Bis ins Dorf donnerte der angeschwollene Sturz des Gaifbaches von der dampfenden Schlucht heraus. Dort, in dem feuchten Schlunde hatte sich der Winter noch festzukrallen versucht, aber auch hier fingen die gigantischen grünschillernden Eisklöße der mächtigen Wände schon zu bersten an und zerschlugen mit furchtbarem Getöse an den zackigen Felsen der Tiefe. Das Fest der Auferstehung feierten Natur und Kirche. Ueber die simpel gemalte Höhle, die den Leichnam des Erlösers zwischen bunterleuchteten Glaskugeln barg, war ein schwarzer Vorhang herabgefallen und am Hochaltare prangte auf dem Tabernakel der Heiland mit seinen Bluts malen und hielt eine Fahne in der Rechten. Christus ist erstanden, halleluja, sang der Chor unter schmetternden Posaunentlängen, und der Priester segnete, von Weihrauch umbrodelt, seine Gemeinde. Sonnige Festtage folgten, und hocherhobenen Hauptes stolzirte der Förster von Wallberg mit seiner Braut in die Kirche. Kathi sah ganz allerliebst aus. Die steife Tracht vermochte die abgerundeten Formen ihres Körpers, der bei aller Derbheit etwas ungemein Gelenkes und Bewegliches hatte, nicht zu entstellen, und es war auffallend, wie sich dadurch das Mädchen von den anderen Dorfdirnen abhob, die alle viereckig aussahen, wie die riesigen Gebetbücher, die sie in den Händen trugen. ( Fortsegung folgt.) Preklimmen zu Liebknecht's Derurtheilung. Die Vossische Zeitung" schreibt: 1810 M. Dann bleibt für die Besserstellung durch Alters- I mittelbar beginnen. Die Wahl selbst soll zwischen Weihzulagen nichts übrig. Wollte der Minister außerdem auch nachten 1895 und Heiligendreifönig 1896 vor fich gehen, nur jedem Lehrer mit fünf und mehr Dienstjahren 100 M. und an dieser Wahl sich zu betheiligen hat jeder das und jeder Lehrerin 70 M. Alterszulage zuwenden, so würden Recht, der das mündige Alter erreicht hat, ob Mann oder Herr Liebknecht wollte den Kaiser nicht beleidigen, er hat weitere 52 Millionen nöthig sein. Nun bringt die Frau. den Kaiser gar nicht erwähnt, seine Worte lassen vonfommen die Nat. Korr." einen Artikel, der anscheinend die Ansichten Die konservative Partei raft in ohnmächtiger Wuth Auffassung zu, daß er nur an die Parteien, die Preffe, vielleicht bes Kultusministers wiedergiebt. Bugestanden wird darin, über das glänzende Resultat der Geldeinsammlung und auch die Regierung gedacht habe. Der Thatbestand der Majestäts- daß die vom Finanzminister bewilligten 21/2 Millionen an sucht auf jede Weise eine Spaltung zwischen den freifinnigen beleidigung fann erst aus der Beschaffenheit der Zubörer und aus ihrer Empfindung heraus hergestellt werden. Das Reichs: fich und in anbetracht des Bwedes feine große Summe" Stimmrechtsfreunden und den Sozialdemokraten herbeigericht hat gelegentlich ausgesprochen, zur Erfüllung des That feien, aber, wird bemerkt, zu ihrer richtigen Bewerthung" zuführen; eine derartige Spaltung würde im Augenblick bestandes der Majestätsbeleidigung sei es erforderlich, daß die bedürfe es der Berücksichtigung der Finanzlage des Staates für beide Parteien recht verhängnißvoll sein, da die beiden Verlautbarung der Kundgebung dem Willen des Kundgebenden und ferner der für den gleichen Zweck auf anderem Wege Parteien, jede für sich, nicht stark genug sind, den einigen entsprach, und daß er dabei des für den Kaiser ehrentränkenden verfügbar werdenden Mittel." Dieser andere Weg ist eine Führern der Reaktion die Spitze zu bieten. Charakters sich bewußt war. Die Feststellung, daß ein Aen derung des Schullastengesetes, das bekanntlich Bereits zum vorigen Volts- Reichstag machten sich jedoch, Beleidigungsvorsatz in diesem Sinne nicht vorhanden gewesen den größeren Gemeinden einen sehr starken Beitrag zu den besonders in Stockholm, scharfe Meinungsverschiedenheiten sei, schließe eine Verurtheilung aus. Wie mit diesem Rechts- Kosten der Volksschule auferlegt. Für den Staat mag es geltend zwischen den Leitern der bürgerlich- demokratischen faze das Urtheil der Breslauer Straffammer zu vereinbaren ist, wiffen wir nicht. Aber das ist unzweifelhaft, daß mit demselben ja recht bequem sein, diese Lasten ohne weiteres zu erhöhen, Partei und den sozialdemokratischen und ein längeres Rechte wie Herr Liebknecht auch die Professoren Quidde und und auch der Gesundheit des Herrn Miquel ist es zweifel- Busammenarbeiten der beiden Parteien an diesem Werke ist Heinrich v. Treitschte wegen Majestätsbeleidigung hätten belangt los sehr zuträglich, wenn ihm die Sorgen um die Aufbrin unmöglich; aber so, wie die Verhältnisse nun in Schweden werden können. Das darf jetzt um so eher gefagt werden, als gung der nothwendigen Beträge abgenommen werden. Aber liegen, wäre es undenkbar, daß jeder für sich bald etwas die Strafverfolgung gegen beide verjährt ist. Quidde stellt in es steht denn doch das Interesse der Volksschule und das erreicht, woher man alle Kräfte aufbieten müßte, um die feiner Studie über Caligula feinerlei Betrachtungen über die der Allgemeinheit über den Personen, und getreu unseren feindlichen Stimmrechtsfreunde um ein und dieselbe Fahne Gegenwart an; Heinrich von Treitschke im vierten Bande seiner Prinzipien müssen müssen wir jeden Versuch, durch kleine sammeln zu können. Deutschen Geschichte" redet von Friedrich Wilhelm IV. und unzureichende Mittelchen die Kritik an den trau- Unsere Partei hat indessen hier, wie immer, die Aufeventualis in beiden Fällen ohne weiteres ausführen können, rigen Schulzuständen zum Schweigen zu bringen, ab- gabe, die treibende Kraft zu sein, und in dem Maße, der Berfaffer habe feine Worte gewählt, um einer Majestäts- lehnen. Durch eine Aenderung des Schullaften- Gesezes als die Verhältnisse sich zufpigen, wird sie auch hier, wie seinerbeleidigung zu entgehen; aber er habe mit der Möglichkeit rechnen fönnen bei weitem nicht genügend Mittel aufgebracht zeit in Belgien, die leitende und entscheidende müssen und gerechnet, daß seine Worte als Majestätsbeleidigung werden, um eine wirkliche Besserung der Verhältnisse zu Stimmrechtspartei. Aber ein Gerichtshof hätte unter Annahme des dolus war: aufgefaßt werden könnten und würden, und unter den Lesern ermöglichen, deshalb sollte man lieber gar nicht daran Die politische Komödie, welche seit einiger Beit von diefer Schriften feien Personen genug gewefen, die gerade nach rühren: es bleibt nichts weiter übrig, als größere den europäischen Mächten der Türkei gegenüber aufgeführt dem Borangegangenen die Ausführungen jener Geschichtsschreiber ita a tliche Mittel zu fordern, und mit aller Macht wird, ist um einen Aft und einige Szenen bereichert worden. als Majestätsbeleidigung auffaßten. Daß der Verfaffer die muß dem Zustande ein Ende bereitet werden, daß in Nachdem Lord Salisbury hinter der Schildkrötensuppe des Majestätsbeleidigung direkt gewollt habe, sei nicht nachzuweisen; unserem Vaterlande für die Zwecke der Kultur tein Geld Lord Mayors die Einigkeit" sämmtlicher Mächte ver aber er habe bie Worte zweideutig gewählt und sei fich bewußt gewesen, daß die Leserschaft den Eindruck haben könnte 2c. vorhanden ist. Halbe Arbeit ist völlig nußlos, hier muß fündigt hatte, wird" diese Einigkeit" durch eine gemeinAllein diefe Herstellung einer indirekten Majestätsbeleidigung nicht nur der Mund gespitzt, sondern auch gepfiffen fame Flottendemonstration" bethätigt, bei der jede Flotte viderstreitet dem Sah, daß im 3 weifel su gunsten werden. die andere eifersüchtig überwacht und jeden Augenblick des Angeschuldigten entschieden werden müffe. Die Kreuz Zeitung" fahndet nach Hintertreppen- in die Lage kommen fann, sie zusammen zu schießen. Die Wenn ein Satz zweideutig ist, so hat der Richter die dem schleichern! Es geschehen wirklich Zeichen und Wunder. Türkei wird polternd aufgefordert, die Ruhe in ihrem Angeschuldigten günstigere Deutung anzunehmen. Wenn eine Zuhörerschaft in einem Sage Beziehungen fucht, die der Rebner Aber sie muß ja solchen Leuten leicht auf die Schliche Land wieder herzustellen. Statt den stürmischen Drängern nicht beabsichtigte, so ist dafür vielleicht der Zuhörer verant fommen tönnen. Das Junkerblatt wittert nämlich in einfach zu sagen, daß sie selber alles gethan haben, um die wortlich zu machen, nicht aber der Redner. Wenn der Redner den Gerüchten von Berwürfnissen wegen der Militär- Unruhen herbeizuführen, entschließt die Türkei, die dabei fich fogar gefagt hätte, daß man seinen Worten einen strafbaren Strafprozeßordnung Intriguen, die gegen den Kriegsminister jedenfalls auch an äußerste Möglichkeiten denkt, sich zur Sinn unterlegen tönnte, so wäre er doch wirklich strafbar Bronfart v. Echellendorff und andere Generale, wie die Mobilifirung eines Theils ihrer Armee. Statt hiers erst, wenn er sich bewußt war, daß jene Auffaffung nicht nun Herren v. Wittich, v. Hahnke und v. Plessen gerichtet sind. mit nun zufrieden zu sein, find verschiedene der einigen" möglich, sondern nothwendig, unvermeidlich war. Entrüstet heißt es in dem Artikel: Mächte nun erst recht unzufrieden. Die Russen thun jetzt Das aber behauptet weder der Staatsanwalt noch der Gerichtshof. Ein Wißverständniß auf Seiten der Hörer wird fogar, als seien sie von den Türken militärisch bedroht, und fündigen Gegenrüstungen an. somit an dem Redner als Majestätsbeleidigung geahndet. obwohl der Gerichtshof zugeben muß, daß Herr Liebknecht fich gefliffentlich bemüht habe, die Majestätsbeleidigung au vermeiden. Wie heute nur zu oft aus der Richtung eines Blattes, aus feiner Tendenz auf die Absicht der Beleidigung ge schlossen wird, so wird in Breslau aus der politischen Richtung Der Zuhörer ein Merkmal der Schuld für den Redner entnommen Der dolus eventualis, bie Rücksicht auf die Tendenz, die indirekte Majestätsbeleidigung, das alles sind Erscheinungen, die au schweren Bedenten Anlaß geben. Wir lesen noch in einer Schrift Walesrode's aus dem Jahre 1866 über einen Prozeß, in dem Laster wegen Majestätsbeleidigung angeklagt G3 werden in Preußen Artikel wegen Majestäte beleidigung inkriminirt und verurtheilt, in denen der Mamie des Königs garnicht genannt und nicht die leiseste beleidigende Anspielung auf seine Person enthalten ist. Aber der Antläger präfumirt aus der politischen Tendens bes Artikels, aus ber notorischen demokratischen Sefinnung des Autors die versteckte Absicht der Majestätsbeleidigung..." Der Verfasser war über diese Rechtsübung höchlic erregt. Heute begegnet man ihr nur zu oft im Deutschen Reich. ... Jeder neue Prozeß wegen Majestätsbeleidigung, überhaupt jeber politische Prozeß erweist jedoch aufs neue die Nothwendig. teit, den Richterftand vor der unglückseligen Berquickung von Suftig und Politit dadurch zu bewahren, daß man die Recht sprechung in politischen Angelegenheiten den Berufsjuristen ab nimmt. Man tann von hochgestellten Richtern oft genug Seufzer und Klagen hören; man tann von ihnen den Ausdruck der auf richtigsten Ueberzeugung vernehmen, daß den Baien, wenn sie ein mal an der Rechtsprechung theil haben sollen, vor allen Dingen bie politischen Prozesse übertragen werden müssen. Ist doch der Richter nur ein Mensch, ist er doch nicht frei von menschlichen Schwächen, und ist es doch für ihn hart, wenn er das Bewußt: fein oder bas ungerechtfertigte Gefühl hat, sich mit diefem oder jenem Urtheil in das eigene Fleisch zu schneiden! Der Richter stand würde aufathmen wie von einem Alp befreit, wenn gerade Die politischen Prozesse wie in Bayern den Geschworenen über wiesen würden. Dann trägt der Berufsrichter für die Ent scheidung der Schuldfrage feinerlei Verantwortung, sei es der Zur schwedischen Stimmrechtsbewegung wird uns Leute zur Uebersiedelung veranlaßt hat, die dann, weil Staatsgewalt, sei es der öffentlichen Meinung gegenüber. An aus Stockholm, 14. November, geschrieben: Die sie ohne Hilfsmittel in Afrika ankommen, dem Elend dem schlichten Menschenverstand der Geschworenen würden auch schwedische Stimmrechtsbewegung hat einen neuen und verfallen. Jezt freilich meinen die Syndikats manche Haarspaltereien, in denen sich mitunter Juristen geträftigen Aufschwung genommen, seit hinter derfelben nicht vorsteher, der Mißerfolg der Auftebler habe daran fallen, zu schanden werden." Die Gorrefpondens für Sentrumsblätter" Agitationsfonds steht. Seit der erste Bolts- Reichstag 1893 Die fie übernehmen wollten. Das alles hätte Herr Giese uur tüchtige Männer, sondern auch ein wohlgefüllter gelegen, daß sie sich als ungeeignet für die Arbeit erwiesen, Schreibt: Es macht sich in der letzten Zeit bei Berurtheilungen von vom Stapel lief, hat die Arbeit für die Erreichung des brecht erfahren können und sich davon überzeugen können, Majestätsbeleidigungen unleugbar die Tendenz geltend, jede allgemeinen Stimmrechts nicht einen Augenblick nachgelaffen, wenn es ihm redlich und ernstlich darum zu thun gewesen nicht beifällige Kritik kaiserlicher Handlungen und Neuße und das Proletariat hat bei dieser Arbeit immer klarer wäre, für die Wahrheit eine Lanze zu brechen." Aber hätte rungen zu einer Majestätsbeleidigung zu ftempeln, indirekte einsehen gelernt, daß das allgemeine Stimm nicht vielmehr das Syndikat die Pflicht gehabt, sich von Majestätsbeleidigungen zu erfinden und nöthigenfalls die recht der Bugang zur Macht ist. der Qualität der von ihm spedirten Ausiedler zu übers zeugen? überlegter Blan zu grunde, Unserer Meinung nach liegt dem ganzen Treiben ein wohl und es wäre im Interesse des Staates bringend zu wünschen, daß es gelänge, den oder die Urheber der fraglichen Mittheilungen feftauftellen. Es ist doch Südwest afrikanische Gründungen. In der merkwürdig, daß nachdem seit nahezu zwanzig Jahren Ver- National Zeitung" vertheidigen sich die von Herrn handlungen über die Militär Strafprozeßordnung geführt Giesebrecht angegriffenen Spigen des Syndikates für füdund obwohl sie seit zwei Jahren in besonders lebhaften west- afrikanische Siedelung in längeren Ausführungen; fie Fluß gekommen sind, Details darüber aber nie den Weg in die brohen ihm mit einer Klage. Deffentlichkeit gefunden haben jest plöglich Enthüllungen über weisungen bestehen im allgemeinen darin, daß sie die Die Zurück die Verhandlungen im Staatsministerium an gewiffe Beitungen Schuld an den von Giesebrecht behaupteten Unregelmäßig verschickt werden." Schaudervoll, höchst schandervoll! feiten auf die frühere Verwaltung des Syndikates Stöcker und die Schwarmgeister". Jetzt kommt's zurückschieben. Auf einen wesentlichen Punkt gehen sie babei garnicht ein: Herr Giesebrecht hatte darauf zu tage, daß der fromme Gottesmann längst die Kleinen aufmerksam gemacht, daß von der Siedelungs- Gesellschaft von den Seinen, weil sie zu ungeberdig wurden, abzu ein sehr rosig gefärbter Prospekt herausgegeben, da uu schütteln versucht hat. Als das Bolt" die Antwort aber plößlich Stöcker's an Naumann mittheilte, ließ es, wie die konser ich wunden war, so daß es ihm nur mit der größten der Bildfläche vers vative Babische Landpost hervorhebt, folgende Säße Mühe gelungen ist, noch ein Exemplar aufzutreiben. Dieser dem Blauftift anheimfallen": Prospekt wird mit einem vielfagenden Stillschweigen nicht Die„ Jungen" wollen die Arbeiterbataillone zum Klaffen berührt! Auf ihn kommt es aber sehr an. Denn gerade fampf einererziren. Wir weisen diese Anschauung dadurch sind, Imie Herr Giesebrecht behauptet, on chriftlich- fosial ein für allemal zurübie unglücklichen Ausiedler zu dem afrikanischen Experi wird also in den obwaltenden Verhältnissen sich leicht zurecht finden, wenn man zwei parteipolitisch völlig( ment veranlaßt worden. Weiter wird in der Nationals geschiedene Gruppen der Chriftlich- Sozialen anerkennt, eine Beitung" gesagt, daß das Siedelungssyndikat Farmen von altere konservativ gerichtete und eine jüngere mit liberal- 10 000 preußischen Morgen abgiebt, die aber eigentlich sozialdemokratischer Hinneigung. Daß sich auch diese lettere etwas zu flein find für einen Europäer.. der vorwärts Gruppe chriftlich- sozial nennt, ist eine Schwierigkeit, die künftig kommen will", und dann soll der Werth des Landes da= wohl durch irgend einen unterscheidenden Beinamen vermieden durch illustrirt werden, daß ein Herr ein Angebot auf den wirdman tann und wird von tonfervativer Erwerb von 80000 Morgen gemacht hat; dies Beispiel Seite die Jungen" bekämpfen." " Man " Da haben wir den Stöcker also doch richtiger beurtheilt als Naumann. Allerdings müßte ja somit Stöcker auch mit dem Bolt" schon zerfallen sein, daß doch mit Bestimmtheit erklärt hat, fich von Naumann und seinen Freunden nicht trennen zu wollen. Tendenz des Blattes oder der Person zu Hilfe zu nehmen, um die Ohne Geld war es jedoch schwer, die Agitation fräftig beleidigende Abficht herauszubringen. Im Kulturkampf ging es ja zu betreiben aber die sogenannten freifinnigen Stimmähnlich. Da wurde schon die Bekämpfung eines Maigesetzes als Ma- rechts- Freunde waren abgeneigt, in den Geldbeutel zu jefiätsbeleidigung auszulegen gesucht, weil der König das Gesetz unterschrieben habe. Ja, ein Blatt wurde fogar wegen Majeftätsbeleidigung greifen und der fräftige Organisator der Stimmrechtsangeflagt, weil es zu einem Gefeßentwurf bemerkt hatte: Bewegung, der demokratische Reichstags- Abgeordnete Doktor Nur weiter so!" Da nämlich der Entwurf nur mit Zu- David Bergström, mußte alle feine Kräfte aufbieten, um ftimmung des Rönigs eingebracht set, sollte das eine un auszuhalten. beweist aber gerade nach dem vorhergegangenen gar nichts, denn Giesebrecht hat nie bezweifelt, daß Europäer mit großem Rapita I und auf großen Farmen erfolgreich Bieh sucht in Südwest Afrika treiben tönnen. Sein Angriff richtet sich vielmehr gerade dagegen, daß das Syndikat durch die Einrichtung von zu kleinen Farmen, die natürlich entsprechend billiger sind, auch tapitalsschwache * Deutsches Reich. 8ur Revision der Arbeiterversicherungsder Staatssekretär v. Bötticher in der Konferenz, die sich mit der Gefeße. Wie das Blatt„ Berufsgenossenschaft" erfährt, hat Vereinfachung der Arbeiterversicherung beschäftigte, zum Schluß zulässige Kritik des Monarchen sein. Man sollte denken, Im Frühjahr wurde eine Stimmrechts- Bersammlung erflärt, die Verhandlungen sollten nach dem stenographi zur konstruirung ber Beleidigung der Majestät in Stockholm zusammenberufen und zu dieser Versammlung schen Protokoll gedruckt werden. Es wäre sehr ergehöre baffelbe, wie zur Ronstruirung der fanden sich Deputirte aus ganz Schweden ein. In dieser freulich, wenn diese ausführlichen Berichte der Allgemeinheit zus Beleidigung einer anderen Person, nur daß die Strafe ftrenger jei. Es wird aber der Begriff der Majestäts: Bersammlung wurde beschlossen, daß alle Freunde des gänglich gemacht würden. beleidigung immer ftrenger genommen; als Beleidigung wird be- Stimmrechts im Monat Auguft auf einen ganzen firaft, worin man bei einer Privatperson nicht entfernt eine Be- Tagesverdienst verzichten sollten und sie so leidigung erblicken würde." die Geldmittel erlangen, die sie für die Agitation zum Bolts- Reichstag 1896 brauchen würden, um für diesen einen Fonds zu schaffen, mit dem sie etwas auszurichten Dermöchten. Politische Meberlicht. Berlin, 16. November. Dieser auf dem Rongreß gefaßte Beschluß wurde sogleich ins Wert gesetzt. Listen wurden im ganzen Lande versandt und die Justlente und Landarbeiter waren ebenso eifrig, ihr Scherflein beizutragen, wie die organisirten Fabrit und Grubenarbeiter. Mittelland Kanal. Im Ministerium der öffent lichen Arbeiten werden am Montag, den 18. 8. M., auf Veranlaffung der Staatsregierung Vertrauensmänner der vier am Mittellandkanal- Projekt betheiligten Provinzen zu einer Sigung zufammentreten, um über die allgemeine wirthschaftliche Be deutung des binnenländischen Rhein- Weser- Elbe- Kanals, über die Linienführung und über die Betheiligung der Juteressenten an den Baukosten zu berathen. Der Journalist Reuß batte ebenso wie gegen den Vorwärts" auch gegen die" Freifinnige Zeitung" wegen Be leidigung geklagt. Auch diese Klage ist zurückgenommen worden..- Anarchistenverhaftung. Der feit einigen Jahren Das Lehrerbefoldungsgesetz. Der Kultusminister Bosse hat es mehrfach als seine besondere Aufgabe bezeichnet, bie traurige Lage der preußischen Volksschullehrer durch ein neues Lehrerbefoldungsgesetz zu verbessern. Allerdings hat er nie hinzuzufügen vergessen, daß nicht sein Wille hierbei maß- Als die Listen dann im Oktober eingezogen wurden, gebend sei, sondern der des Finanzministers, und daß konnte man eine Einnahme von zirka 50 000 kr. auf von der deutschen, belgischen und englischen Polizei verfolgte er nur soviel den Lehrern zukommen laffen könne, wie gerade sein weisen und von diesem Gelde haben die Stockholmer Anarchist J. Harzheim wurde der Franff. Btg." zufolge Rollege ihm zu bewilligen die Gnade haben wollte; er Sozialdemokraten allein nach ihren Listen über in Styrum bei Oberhausen verbaftet und in das Landrechnete auf 2 Millionen. Aber mit dieser Summe ift 10 000 kronen eingesammelt. Ein nach schwedischen Bergerichtsgefängniß zu Duisburg geliefert. Dort bekannte fich Harzheim als als Anarchistenführer und Mitglied der Lon= wenig zu helfen, denn wollte der Minister alle unter hältnissen glänzendes Resultat, wenn man bedenkt, daß die boner Gesellschaft Autonomie". Auch foll er bei dent 750 Mark stehenden Gehälter auf diesen Satz bringen, Beiträge fast ausschließlich von den armen Söhnen des vorjährigen Brüffeler Dynamit attentat gegen den so würde er bereits 1 300 000 Mart nöhig haben. Proletariats aufgebracht wurden. Regierungspalast betheiligt gewesen fein. Eine spätere Mit 2 Millionen Mark erreicht er den Gay von Die Vorbereitungen zum Volts Reichstage sollen un Haussuchung förderte eine Anzahl anarchistischer Echriften und in deutscher, englischer und holländischer Sprache zu Richterwahren burch das Volt. Zum ersten| tage- Debatte stehen die Auslaffungen unseres Parteigenoffen Klausen, tage; dabei aber auch ein Verbrecheralbum", d. h. ein illustrirtes Male wird das Bafeler Bolt am Sonntag fich felb ft fieben der zugleich aktiver Volksschullehrer und mithin Fachmann ist. Das curriculum vitae der größten Verbrecher dieses Jahrhunderts; Gerichtspräsidenten und acht Appellationsrichter wählen und in beste am Entwurf ist die Herabfeßung der Klassen- Kinderzahl an der Epiße prangt das Bildniß des Echarfrichters Reindel zwei Wochen 12 Zivilrichter und 18 Strafrichter. Bei der hervor auf höchstens 35- in Preußen beträgt die obere Grenze befanniin Magdeburg. Vor dem Reichsgericht zunächst wird sich Harz ragenden Bedeutung, welche fie in langen, schweren Kämpfen er lich noch immer 80! und eine wenn auch ungenügende heim wegen Hochverraths zu verantworten haben. rungen hat und die sie zu mehren sich bestrebt, muß auch die Besserung der Lehrergehälter. Auch daß es verhindert werden München, 15. November.( Eig. Bericht.) Der Mittelstand, sozialdemokratische Partei zu diesen Wahlen Stellung nehmen. soll, die Kinder im Intereffe der ländlichen Arbeiten vorzeitig aus der Gewerbestand und vor allem der Kleingewerbestand sind getreibende straft gewesen, um dem Bolte dieses uralte bemokratische Unsere Partei fordert die allgemeine gleiche Volksschule. Diefer Pflicht tann fie fich um so weniger entziehen, als sie die der Schule fortzunehmen, mag als Fortschritt bezeichnet werden. rettet, da heute die Abgeordnetenkammer die Anträge Luz mit Gegen einen mehrfachen Millionär, den Margarinefabrikanteir allen gegen die Stimmen unserer Genossen angenommen hat. Recht wieder in die Hände zu legen. Und da die Regierung durch den Mund der Minister Feilißsch Angesichts des Umstandes aber, daß die gesetzlichen Be Monstedt in Aarhuus hat die dänische Sozialdemokratie einen Bei einem Konflikt zwischen und Riedel feierlich ihre Sympathie für die Rettung verkünden Stimmungen die Auswahl der Kandidaten für die Gerichts- Boytott in Szene gefeßt. hatte Herr Unternehmern in Aarhuus ließ, wird auch die hohe Kammer der Reichsräthe präsidenten- und Appellationsrichter- Stellen auf eine leine Arbeitern das und demzufolge die Mönstedt feinen Einfluß zu gunsten der leyteren in unqualifizir bayerische Herrenhaus Ja und Amen dazu sagen. Arm in Schaar Privilegirter beschränken Arm manchester- Sozialdemokratie einstweilen nicht in der Lage ist, aus barer Weise geltend gemacht. Der Boyfott wirkt vortrefflich. Urin ſtanden auf dem landtäglichen Plan der mancheſter dem eigenen Parteilager wahlfähige Kandidaten aufzustellen, wird In Kopenhagen allein hat Herr Mönstedt 800 Detailhändler liche" Freifinn" und das konservative Agrarierthum, das es sich für sie bei der ersten nächsten Sonnabend und Sonntag als Kunden verloren. Jest betheuert der Geängstigte in Riefenzünstlerische Zentrum und und die in dem Abgeordneten Wiesner verkörperte demokratische Fraktion". Zwei zu wählenden Richtergruppe nicht um eine förmliche Wahl annoncen in den bürgerlichen Blättern seine Unschuld. Auch an Reden brachten heute wenigstens interessante Streifen in lampagne, sondern mehr darum handeln, den gewöhnlich ihrer die hiesige Organisation des Handelsstandes hat er sich hilfedie lleinkrämerische Salbaderei. Gine bauernbündlerisch- chriftlich- Parole folgenden Wählern eine Richtschnur zu geben. Von um fuchend gewandt. Diese hat ihm aber mit einem tühlen da, fozial- ethische Philippika des Dr. Razinger und die eine größerer Wichtigkeit ist für die sozialdemokratische Partei fiehe Du zu!" die Thür gewiefen. stündigen Ausführungen unseres Genossen Grillenberger. die 14 Tage nachher stattfindende Wahl der zweiten RichterRaginger hat als Angehöriger der freien wirthschaftlichen Ver- gruppe( Bivils und Strafrichter), wo einigung zwar den Antrag Luz mit unterzeichnet, und trat weniger beschränkte und die Sozialdemokratie in der Lage demgemäß auch dafür ein, indessen war er sich der Billigkeit der fein wird, eine zwar nur fleine Bahl von befähigten Richter Sache bewußt. Er sprach, wie das so seine Art ist, mit Gefühl kandidaten aus dem eigenen Lager in Vorschlag zu bringen und von antisemitischen und anderen Dingen in die Kreuz und zu erproben, wieweit der Einfluß unserer Partei reicht. Quere. Allein er weiß doch, daß eine wirkliche Aenderung Frankreich. " die Auswahl eine Türkei. - Ronstantinopel, 16. November. Die Gerüchte, die von den Armeniern in Beitun eingeschlossene Garnison habe tapitulirt, bestätigen sich. Die Garnison wird von den Aufständischen als Geißel gefangen gehalten, aber schonend behandelt. Die Armenier drohten aber, die Garnison niederzumachen, falls die anrückenden türkischen Truppen an= Amerika. nur möglich ist, wenn die Arbeiter thatsächlichen Einfluß Paris, 15. November.( Eigener Bericht.) 3ur Intergreifend vorgingen und fein Generalpardon ertheilt würde. Das auf die Preisbildung und Gestaltung ber Produktion pellation über das Anarchisten gefeb. Die oppor- Gerücht, Mustafa Pafcha sei mit zwölf Bataillonen bereits an gewinnen. Die Verwirklichung seines Projekts fieht Razinger tunistischen und anarchistischen Blätter wüthen heute nicht wenig, Ort und Stelle eingetroffen und belagere Zeitun, ist bisher noch in der Wiederkehr allgemeiner christlicher Gesinnung. Genosse daß der Streich, dem das Ministerium unterliegen foute, nicht bestätigt. Die Armenier sind gut bewaffnet und verfügen Grillenberger erläuterte die Anschauungen der Sozialfie selbst getroffen. In der That hat die gestrige Interpellation fogar über zwei Kanonen. In den letzten Tagen griffen fie zaby demokratie über die„ Rettung" des Mittelstandes innerhalb der bes Ralliirten Dumas über das Schandgesetz, von der das wirth- reiche türkische Ortschaften an und plünderten diefelben.( Sie.: fapitalistischen Produktion. Er glossirte mit beißendem Wiß die schaftliche und politische Banditenthum eine Niederlage des die Politische Uebersicht".) fonderbare Einmüthigkeit des Hauses in dem findlichen Versuch, Rabinets Bourgeois erhoffte, diesem ein glänzendes Ver dem Rade der Entwickelung in die Speichen zu fallen und erklärte, trauensvotum eingebracht. Da die Sozialisten und das daß man nicht die Auswüchse" tapitalistischer Konzentration be- Groß der Radikalen gegen das Dupuy'sche Anarchistengeseh 3ur feinsten Blüthe hat sich der Rapita seitigen tönne, ohne zugleich die Grundlagen des herrschenden votirt haben, hofften die Panamisten und Südiften mit Zuversicht, ismus bisher in den Vereinigten Staaten von Amerika Systems zu ändern. Die sogenannten„ Liberalen" mußten durch daß ihnen dieselben blinblings in die gestellte Falle gehen entfaltet. Dafür liegt abermals ein klassisches Beispiel vor. ihren Beifall die Richtigkeit der Grillenberger'schen Argumente und dem Antrag Dumas, dieses antiliberale Gesez liberal zu Die Hauptstadt des Staates Jllinois, Springfield, in bestätigen; nichtsdestoweniger stimmten sie für den Antrag Luß gestalten, beiftimmen werden. Es wäre ihnen dies um so lieber welcher die Legislatur des Staates tagt, ist gleichzeitig die Stätte aus Angst vor ihren Wählern. gewesen, als Justizminister Ricard bei Beginn der Sigung im des Denkmals, welches dem größten Sohne diefes Staates, Defterreich. Namen der Regierung ein Intompatibilitäts- Gesetz( d. h. ein Abraham Lincoln, gesetzt ist. Dort wölbte sich zuerst der -Gegen den internationalen Militarismus. Gesetz, nach dem die Bekleidung eines Amtes mit der eines Bügel über dem Grabe, das übrigens eine Beit hindurch militärisch Im österreichischen Abgeordnetenhause erneuerte der Abgeordnete anderen für dieselbe Person für unvereinbar erklärt wird) bewacht werden mußte, weil man befürchtete, daß Leichenräuber Schleicher bei der Berathung des Rekrutenetats für 1896 feine eingebracht hatte, wodurch so mancher Abgeordneter und den Sarg stehlen und nur gegen Löfegeld ausliefern würden. schon im vorigen Jahre an die Regierung gerichtete Resolution, Senator des Zentrums wie der Rechten feines Mandats Dann wurde das Denkmal errichtet. Auf einem toloffalen granitnén verluftig gehen wird. Wie sehr sahen fie fich aber be- Unterbau erhebt sich die Statue Lincoln's, ausgeführt von dem in in welcher die Regierung aufgefordert wird, behufs Einschränkung trogen, als Ministerpräsident Bourgeois unter dem lebhaften Italien ausgebildeten trefflichen amerikanischen Bildhauer Larhin des Militarismus bei den befreundeten Regierungen auf Errich Beifall der Linken erklärte, daß er, obwohl er das Anarchisten- S. Me a d. Vor zwanzig Jahren ward das Denkmal errichtet. tung eines Bölter Schiedsgerichtes mit dem Papst an der Spitze einzuwirken. Das ist nun zwar eine harmlose ideologische Schrulle, gefeß für ein Ausnahmegesetz, für ein außer dem gemeinen Rechte Taufende und Abertausende sind zu ihm gepilgert; denn nächst bie ohne allen Einfluß bleiben wird, aber doch auch ein klaffifches stehendes Gesetz halte, bem man nur eine bestimmte furze Dauer Washington ist Abraham Lincoln eine Art Nationalheiliger der Zeugniß dafür, daß selbst in bürgerlichen Kreisen der Unsinn des susprechen könne und das früher oder später fallen müffe, es Amerikaner. Wie für die Ewigkeit war es geschaffen. Und über alle Maßen gesteigerten Militarismus allmälig einleuchtet. vorläufig doch nicht aufheben wolle, daß er aber bereit sei, eine nun muß es niebergeriffen werden. Der ErwerbsWill man ihm aber ernsthaft zu Leibe gehen, so muß man seine Interpellation über die allgemeine Politit der Regierung ent- finn" der Amerikaner, die Korruption hat selbst vor diesem Grundlagen aufheben und die sind mit den Grundlagen unserer gegen zu nehmen. Noch größer aber wurde die Enttäuschung, Seiligthum nicht Halt gemacht. Die Berstörung des Denkmals, jeßigen Weltordnung untrennbar verknüpft; also man muß gebracht wurde:„ Den Erklärungen der Regierung beiftimmend, geht vorgerückt, als daß es reparirt werden könnte, und außerdem ist jeßigen Weltordnung untrennbar verknüpft; also man muß als nicht nur seitens der Radikalen die Tagesordnung ein so wird amtlich vom Gouverneur Altgeld gemeldet, ist zu weit alles wollen, oder alles bewilligen! Die Kammer zur Tagesorgnung über", sondern auch Millerand das Denkmal in einer Weise tonftruirt, daß eine Reparatur gars A " -Spaltung im Sohenwart- Klub. Die Nicht- namens der sozialistischen Gruppe erklärte, daß sie für diese nicht möglich ist. Dies ist das Urtheil der Kommiffion, welcher bestätigung Lueger's zieht schon weitere Ereignisse nach sich. In Tagesordnung stimmen werde." Zu Beginn dieser Sigung, lautete die Sorge für die Instandhaltung des Denkmals obliegt. Während der Freitagssigung des Hohenwart- Klubs, dessen Obmann, Graffeine furge Grklärung, hat die Regierung einen Gefeßentwurf der letzten Tagung der Staatsgesetzgebung wurde der historische Hohenwart, bekanntlich nach der Lueger- Debatte den blamablen eingebracht, der die Ausführung des ersten Artikels ihres Pro- Bau dem Staate als Vermächtniß übergeben. 30 000 Dollar Antrag auf Schaffung der Maulkorbs- Ordnung für den Reichs: gramms ist und eine von der öffentlichen Meinung schon seit wurden für Reparaturen bewilligt und ein Gesez erlassen, rath gestellt hat, suchten die Abgeordneten Dipauli und Genossen lange erwartete Maßregel öffentlicher Heilfamkeit ist. Wir werden laut welchem der Gouverneur, der Staats- Schahmeister um die Erlaubniß nach, in der heutigen Sigung des Abgeordneten- denjenigen, gegen die sich dieser Entwurf richtet und die mit und der Staats Superintendent für Unterrichtswesen hauses eine Anfrage über die rechtliche Begründung der Auf- Bangigkeit den Sturz des Ministeriums erwarten, die von ihnen zu einer Denkmalskommission ernannt wurden, um die nöthigen lösung des Gemeinderaths einzubringen. Nach vierstündigem erhoffte Befriedigung geben, wir werden uns nicht zum Wert- Reparaturen zu machen. Als die Kommission Anstalten traf, die Rebekampf, an dem sich 17 Redner, darunter auch Graf Hohen zeug ihres Grolles machen. Wir werden für die vorgeschlagene Reparaturen auszuführen, fand sie zu ihrem Erstaunen, daß das wart, betheiligten, verweigerte der Klub mit 14 gegen Tagesordnung ftimmen." Dieselbe ist denn auch, wie der„ Bor- herrliche, zum Andenken an honest old Abe" errichtete 7 Stimmen die nachgesuchte Erlaubniß. Hierauf erklärten die wärts" bereits gemeldet hat, mit 347 gegen 87 Stimmen ange- Monument der reinste Schwindel und Betrug fei. 7 in der Minderheit gebliebenen Abgeordneten, sie würden nommen worden. Ah, sagte Jules Guesde beim Austritt aus Was alle Welt für gewaltige Granitblöde gehalten sich weitere Schritte vorbehalten. Graf Hohenwart der Kammer, die Herren hofften unter dem Vorwand, das Schand- hatte, entpuppte sich als dünne, einen Backsteintern erinnerte die Minderheit an den Klubbefchluß vom 13. d. M., gesetz abzuschaffen, die Schandbuben wieder in die Regierung vertleibende platten. Die Kosten des Denkmals wonach die Klubstatuten für alle Mitglieder bindend seien und einzusehen!" wurden durch freiwillige Beiträge aufgebracht. Sie betrugen die Zuwiderhandelnden aus dem Klub ausgeschlossen werden Verfassungsrevision. Die sozialistischen Ab- 206 000 Dollars oder rund eine Million Mart. Das Dentmal sollen. Die 7 Abgeordneten des deutsch- konservativen Flügels haben nun befchloffen, aus dem Hohenwart- Klub auszutreten und geordneten haben beschloffen, falls die Kammer den Antrag wurde erit im Jahre 1874 vollendet. Trotzdem haben die Zeichen unter dem Namen„ deutsche katholische Boltspartei" eine neue Baillant auf Durchficht der Verfaffung annehmen sollte, folgende des Verfalls sich schon seit langer Beit bemerkbar gemacht. Jetzt parlamentarische Gruppe an bilden und mit den Antisemiten zu drei Punkte vorzuschlagen: 1. Abschaffung des Postens eines ist es höchste Beit, es einzureißen. Und diesen Betrug hat man zn Präsidenten der Republik; 2. Beseitigung des Senats und am ehrlichen alten Abraham" verübt. Gegen diese Ganner fammenzugehen. - Die Wiener Siberalen. In den Wiener liberalen und Frieden. 8. Wiederherstellung des Volksrechts zur Entscheidung über Krieg find beinahe die amerikanischen Eisenbahnräuber noch Gentlemen! - Der Aufstand auf Kuba. Die spanische Regierung Blättern stellen sich die Liberalen ein glänzendes Zeugniß über Der Antrag hat aber, wie alle auf energifche Reformen ab ist darauf bedacht, Vorsichtsmaßregeln zu treffen für den Fall, ihre bisherige Thätigkeit im Wiener kommunalen Leben aus und zielenden, wenig Aussicht auf die Unterstützung der bürgerlichen daß die Vereinigten Staaten die Insurgenten als friegführende fingen den vergangenen Zeiten ein Loblied. Dabei finden diese Rammermehrheit. Macht anerkennen sollten. Da sie überzeugt ist, daß die Mannesseelen in ihrer Wehleibigkeit tein Wort des Wider - Die Vernichtung des Sozialismus. Die Küstenvertheidigung auf Ruba viel zu wünschen übrig läßt, standes gegen die Gewaltmaßregeln der Regierung, sondern französische Deputirtenkammer berieth gestern den Beseßentwurf so hat sie befchloffen, mit einem der nächsten Poftdampfer wollen offenbar durch vermehrte Knechtseeligkeit sich den Weg zu betr. Die Reform der Erbschaftssteuer. Leon Say bekämpfte die eine Anzahl Geschüße schweren Kalibers nach drüben zu senden. den Fleischtöpfen der städtischen Verivaltung wieder bahnen. Borlage und benugte die Gelegenheit, um den Sozialismus Jeder Hafen, der nicht von einem größerem Kriegsschiff geschikt Eine traurige Gesellschaft! definitiv zu vernichten. Er warf den Sozialisten vor, sie wird, soll außerdem mit einem dreifachen Torpedogürtel umgeben -Rundgebung für Lueger. In der Feftverfammlung bezweckten mittels der Progreffiofteuer die Nivellirung der Ver- werden. An der Renovirung und Ergänzung der spanischen des österreichischen katholischen Schulvereins, der mögen und die Umwandlung des Eigenthums. Die neue Flotte wird mit allem Eifer gearbeitet; die Regierung hat einige auch der deutsche Reichstags- Abgeordnete Lieber beiwohnte, Vorlage werde die Erben zum Verkaufe der Immobilien schnelllaufende Transportschiffe und Personendampfer angekauft spielte ein Redner auf die Wiener Bürgermeisterfrage an und zwingen. Der Redner wendete sich sodann gegen die Lehren der und wird sie als Kreuzer ausrüsten. Die Presse macht darauf aufentfaltete dadurch eine stürmische Kundgebung für Lueger. Sozialisten und sagte, wenn die Sozialisten zur Herrschaft ge- merksam, daß sich diese Dampfer ausgezeichnet als Raperfchiffe eignen Schweiz. langten, würden sie sich nicht 24 Stunden darin erhalten. Leon würden. Spanien ist bekanntlich dem Pariser Vertrag von 1856, Say ist ein Manchestermann vom reinsten Wasser. Was die der die Kaperei abschafft, nicht beigetreten, und darüber ist man -Proportional- Wahlsystem. Für das von den progressive Grbschaftssteuer mit dem Sozialismus gemein haben augenblicklich nicht wenig vergnügt, obgleich auch die Vereinigten fozialdemokratischen und konservativen Parteien befchloffene foll, ist nur Leon Say bekannt, aber das macht weiter nichts; er Staaten in dieser Beziehung freie Hand haben. Das könnte Initiativbegehren für proportionale Wahl des Großen fand troydem bei seinen Selaffengenoffen zum theil jubelnden Beifall. natürlich den stolzen Hidalgos fo recht paffen, wenn sie den Rathes( Landtages) und des Regierungsrathes im Kanton Bern Die Regierung sieht übrigens der Abstimmung mit Gleichmuth amerikanischen Pfeffersäcken tüchtig den Geldbeutel durch Raperei find mehr als die verfassungsmäßigen 15 000 Unterschriften auf entgegen, denn feine einzige Steuer ist so populär, wie gerade erleichtern dürften; dann lohnte sich vielleicht auch noch der Aufgebracht worden. Ebenso haben die Berner Genossen für das die progressive Erbschaftssteuer und Herr Leon Say muß wirklich stand, der ihnen jetzt so viele Kopfschmerzen macht, gerade von Initiativbegehren für proportionale Wahl des Gemeinderathes ein brennendes Bedürfniß empfunden haben, den ihm so wegen der Finanzen". ( Magistrates) der Stadt Bern mehr als die nöthigen 500 Unter- verhaßten Sozialismus den Garaus zu machen, sonst würde er schriften zusammengebracht. nicht die taktisch so ungünstige Gelegenheit dazu ergriffen haben. Zürich, 14. November.( Eigener Bericht.) Für die Ver- unsere Genoffen werden auch diesen schweren" Angriff glücklich Majeffätsbeleidigungs- Prozel staatlichung der Eisenbahnen ist seit Jahresfrist ein überstanden haben, vorausgesetzt, daß sie nicht Gähnkrämpfe be= aus allen Volksfreisen und Parteien gebildetes Initiativkomitee famen, als sie den abgeleierten Quatsch nochmals anhören mit Vorbereitungen thätig. Der Bundesrath sucht zunächst die mußten. ärgsten Auswüchse des Privatbesizes an den Eisenbahnen zu beschneiden und gleichzeitig, wie wir bereits meldeten, den konzessionsmäßigen Rücklauf der Eisenbahnen auf 1903 Der Streit mit Belgien aus Anlaß der Er vorzubereiten. In ersterer Richtung bewegt sich das jüngst in morbung des englischen Kaufmanns Stoles im Kongogebiete, fraft getretene Gesetz über das Stimmrecht der Attionäre in den scheint gütlich beigelegt. Gin Telegramm meldet: London, 16. November. Die vom Kongostaate an Generalversammlungen der Eisenbahn Gesellschaften, über die Zusammenfeßung der Verwaltungsräthe aus Bertretern der England bezahlte Summe ist nur eine Entschädigung für die Familie Stokes und schließt in teiner Weise in sich, daß die Kantonsregierungen, aus Schweizern und Ausländern und über bie Kompetenzen des Bundesrathes betreffend Genehmigung oder englische Regierung ihre Forderung für eine gerichtliche Unterfuchung betreffs Lothaire's Verhalten aufgegeben hat. Auihebung von Beschlüsse der Generalversammlungen. Das Initiativkomitee strebt die Berstaatlichung der Eisenbahnen durch Lothaire ist der belglische Offizier, der den Mord verExpropriation an. Ob daffelbe nun den Weg des Rück- anlaßte.fauses, wie ihn der Bundesrath proponirt, auch akzeptiren oder auf der Expropriationsidee beharren wird, muß abgewartet V England. " gegen Liebknecht. Mit ben Liebknecht's Bertheidigungsrede. Anträgen des Herrn Staatsanwalts beschäftige ich mich nicht. Sie richten sich selbst. Ginen Punkt aber muß ich erwähnen, den die Vertheidigung schon hervorgehoben hat: der Herr Staatsanwalt und das ist charakteristisch für das ganze Ber hat plöglich die Anklage gewechselt, fahren gegen mich fie auf ein ganz anderes Gebiet hinübergespielt, als das in der Anklagefchrift der Fall war. Und zwar hat er dies gethan, obgleich neue Momente während dieser Verhandlung nicht zu tage getreten find, und nicht zu tage treten fonnten, weil ich den Wortlaut der inkriminirten Stelle, so wie er mir seitens der Ans flage vorgelegt ward, wie schon in meiner ersten Bernehmung, so auch jetzt hier rückhaltlos als richtig anerkannt habe. Trozzdem wird jetzt plöglich eine ganz neue Anklage, und zwar eine Kopenhagen, 14. November.( Eig. Ver.) Im Follething weit schwerere erhoben, als in der Antlageschrift. Dort hieß es: wird gegenwärtig das von der Regierung eingebrachte Schul. Die böchfte Staatsmacht ist der Raifer, unter dem Schutz der Die Intervention einer bürgerlichen geseh berathen. Die Regierung will auf die geifliche Echul- höchsten Staatsmacht werden wir beleidigt u. f. w." heißt also: politischen Partei bei einer Fabrilleitung zu gunsten inspektion nicht verzichten. Gine unendlich traurige Rolle der Kaiser beschützt die Beleidigungen und damit strafbare ber Arbeiter ist ein Ereigniß, über das die bürgerliche Welt spielt dabei der Kultusminister Bardenfleth, der sich für einen Handlungen". Jetzt heißt es: die höchste Staatsmacht ist nicht selbst in Erstaunen geräth und dem auch ihre Presse Ausdruck Grundtvigianer" hält, während sein Herr und Meister sich oft der Raiser, das man", gegen welches ich mich wende, ist der giebt Das Wunder ist in Basel paffirt, wo ein freisinnig- und deutlich gegen die geistliche Inspektion als unfähig und Kaiser, und der Kaiser wird von mir beschuldigt, unter dem 1111 ausgesprochen hat. Aber Demokratischer Verein die Gefellschaft für chemische Industrie, schädlich Dänemart Schuh der höchsten Staatsmacht" uns beleidigt und sonstige strafwelche 1894 14 und 1895 17 pet. Dividenden vertheilte, anging, auf den Namen Grundtvigs hin Karriere zu machen, muß man bare Dinge gethan zu haben. Aber wenn auch die höchste Staatsmacht die miserabel schlechten Löhne ihrer Arbeiter etwas zu verbessern. erst das Fortschrittliche feiner Gedanken verleugnet haben, ein viel weiterer Begriff ist als der Begriff Kaiser, so ist der Die Gesellschaft wieß aber natürlich voller Entrüstung jede Als Erfaz dafür darf man dann mit obrigkeitlicher Bewilligung Raifer ich will mich auf Haarspaltereien nicht einlaffenfeinem Gedächtniß Marmorkirchen bauen. Ju Mittelpunkt der Reichs doch jedenfalls ein Theil der höchsten Staatsmacht, so daß Intervention von dritter Seite zurück. werden. " Dänemark. iit Macht ftellt. " Nein 3 Ich habe nichts weiter auszuführen. Der Sachverhalt ist flar, das Antlagegebiet eng umgrenzt. Was ich gesagt habe, babe ich in gutem Glauben und mit voller Ueberlegung gesagt, und das vertrete ich. = Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Am Der neugewählte Vertrauensmann in Netschtau, Sachsen, Genosse Preß, wurde am 6. November durch den Umtshauptmann von Polenz über die Form seiner Wahl sowie über ihren Zweck einer eingehenden Befragung unterzogen. Was mag wohl der Herr Amtshauptmann beabsichtigen? Gewerkschaftliches. Die neue Anklage den Raiser unter den Schuß seiner eigenen| Person einflehen muß- bie gute Gelegenheit folle man 1 gab seiner Meinung Ausbrud, daß die Entfernung der Frauen ja auch gut ausnügen. Erlauben Sie mir hier ein Wort, mit dem Vereinsgesetz nicht in Einklang zu bringen sei. Da Aber unter der höchften Staatsmacht" soll vielleicht der das meine Person betrifft. Ich bin allezeit mit meiner erhob sich der Beamte und erklärte, er dulde nicht, daß Majestätsbegriff verstanden sein, der dem Kaiser die Unverleglichkeit Person für meine Sache eingeftanden. Ich habe meine Person die Amtshandlungen der Polizei tritifirt löste die Versammlung abers giebt. Dann liefe die neue Anklage darauf hinaus, daß ich dem niemals gefchont. Und für meine Ueberzeugung habe ich mehr würden und Raiser Mißbrauch seiner Majestät und des Majestätsparagraphen als 5 Jahre im Gefängniß und dreiundzwanzig Jahre im Eril ma 1s auf! vorgeworfen hätte. Aehnliche Erfahrungen machte derfelbe Referent in Soch= Das wäre allerdings eine gröbliche" oder in der Verbannung des Sozialistengefezes zugebracht. Beleidigung, allein auch eine unmögliche denn, wenn es der Es ist wahr, ich habe scharfe Ausdrücke gewählt, aber die feld bei Duisburg. Dort wurden die Frauen aus der Phantasie auch gelänge, die Möglichkeit zu tonstruiren, schärfsten Ausdrücke sind nicht zu scharf für ein solches Verfahren. Bersammlung auf grund der Annahme ausgewiesen, daß diese von so scheitert das kunstvolle Gefüge an dem klaren Wortlaut Oder find das nicht niederträchtige Angriffe? Ist das nicht der rheinischen Agitationskommission einberufen sei, diese Kom. und Woitsinn, und an dem Zusammenhang meiner Auslaffung eine ehrloje Kampfart? Und diese Kampfart soll der Kaiser mission aber einen Verein darstelle und zwar einen politischen, Ich rede von einer neuen Bewegung". Eine Bewegung thätig beschützt haben? Das behauptet zu haben, unterstellt mithin die Versammlung als die eines politischen Vereins ist nicht ein einzelner Mensch." Man" beleidigt uns u. 1. w. mir der Staatsanwaltschaft. Ich bin überzeugt, jeder Mann anzusehen sei. Zbatsächlich ist aber jene Annahme falsch. Die Man" umfaßt mehrere, viele. Das paßt ganz natürlich zur von Ehre, der dieses Treiben betrachtet, muß denselben Etel Versammlung war vom Kreis Vertrauensmann Kahl, Duisburg einberufen. Um die Versammlung nicht illusorisch " Bewegung". Die eine Person aber, die der Herr Staats- empfinden, den ich empfinde. anwalt gegen alle Grammatik und Logit, aus dem" man" Doch der Herr Staatsanwalt ist ja auch mit dem dolus eventualis zu machen, forderte man die Frauen auf, das Lofal zu verlassen, machen will, paßt weder zu dem" man", noch zu der Be- gekommen, dieser legten Zuflucht des politischen Prozesses. Es und die Versammlung fonnte zu Ende geführt werden. wegung". foll schon eine Majestätsbeleidigung sein, daß unter den Zu- Dienstag fand in Neudorf bei Duisburg eine Versammlung zu man hat die Worte zu nehmen, wie sie sind, nach hörern vielleicht einer war, der die gebrauchten Worte als demselben Zweck statt und auch hier mußten die Frauen den dem Wortsinn und nach dem Wortlaut. Ich wende mich gegen Majestätsbeleidigung auffaßte. Ist das Crust? Ist das Scherz? Saal verlassen. Diese Vorkommnisse, die bekanntlich im Reich der Gottesdie neue Bewegung". Ich antworte auf die Angriffe, ich nehme Wohin kommen wir mit dieser Logit, welche die Schuld nicht in den Handschuh auf. Die Sedanrede des Kaisers hat die den Thäter, sondern in eine beliebige fremde Person legt? Wer furcht und der frommen Sitte nicht vereinzelt dastehen, liefern neue Bewegung veranlaßt- den Anstoß zu ihr gegeben. ist da noch sicher vor einer Majestätsbeleidigung oder sonstigen wieder von neuem den Beweis, wie nothwendig es ist, den Frauen Die Person des Kaisers ist durch den Majestätsbeleidigungs: Beleidigung? Giebt es nicht Leute, die jedes Wort der Kritit, jeden wenigstens diejenigen Freiheiten, die den Männern zu Gebote so engbegrenzt sie auch immer sein mögen zu er Paragraphen außerhalb meirer Kritik gestellt, oder doch die Kritik Ausdruck, der kein byzantinisat es Lob ist, für eine Beleidigung halten? stehen so erschwert, daß fie thatsächlich verboten ist. Da mußte ich vor Da hört ja thatsächlich alles auf die gesunde Vernunft muß fämpfen. fichtig in der Form sein. Hätte ich schlechthin ohne Einschränkung abdanten, die tollie Dentwiltür herrscht alles ist Majestäts. gefagt:„ man beleidigt uns, man u. f. m.", so hätte es mir geschehen beleidigung, alles ist Beleidigung, was irgend ein phantasievoller fönnen, daß gesagt wurde: das, man" ist allgemein, es umfaßt Staatsanwalt dazu machen will. auch den Kaiser Majestätsbeleidigung. Das überlegte ich mir, und noch im Kongreßsaal, wo ich die Rede zu halten hatte, torrigirte ich mit Bleistift in mein mit Tinte geschriebenes Ronzept die Worte hinein: unter dem Schuß der Staatsmacht" ich glaubte durch diese Fassung mich zu schüßen. Die Notizen, die ich dem Untersuchungsrichter in der ersten Vernehmung vor legte, habe ich hier. In der Rede selbst fügte ich, weil ich die Kundgebung des Kaisers im Auge hatte, das höchfte" hinzu: unter dem Schutz der höchsten Staatsmacht". Ich sprach mich über diese Wendung schon vorhin aus. Ich will jetzt noch weiter bemerken, daß ich, als ich mich für sie entschied, an einen Es bestimmten Vorgang dachte, der mir bildlich vorschwebt. war im Mai 1871 die Deutschen fianden noch vor Paris; und damals drangen die Versailler unter dem Schuh der Deutschen" in Paris ein, um die Kommune zu vernichten. Die Pariser fonnten sich nur mangelhaft vertheidigen, weil sie In Nr. 268 des Vorwärts" erklärt der Genosse Daudert fürchten mußten, in die Linien der Deutschen zu schießen, und namens der einen Töpferorganisation, daß der in den Artikeln dies die Deutschen sofort gegen sie ins Feld geführt hätte. Die Ich mahnte in meiner Rede zur Gesetzlichkeit. ich zeigte, Mißstände im Baugewerbe" angegebene Tagelohn der Deutschen, die ihre Neutralität zu wahren hatten, liehen hier den daß gerade unsere Gefeßlichkeit es ist, was unsere Feinde am Versaillern teinen aktiven Schuh das wäre eine Verlegung meisien zu fürchten haben. Und in einer Rede für die Gesetzlichkeit Töpfer nicht 7 M., sondern höchstens die Hälfte davon der Durchdes Völkerrechtes gewesen wohl aber passiven. Ganz wie in foll ich eine plumpe Ungefeßlichkeit verübt haben. Wer das schnittsverdienst sei. Da ich nun mit beauftragt war, das gesammelte Material zu bearbeiten, erkläre ich, daß wir ganz dem vorliegenden Fall die, höchste Staatsmacht" unferen Angreifern. glaubt, muß mich für verrückt halten. Vertheidigen wir uns, so laufen wir Gefahr, daß Und der„ Eindruck" meiner Rede! Wohlan, der Herr Polizei- im Sinne Daudert's bei der Aufnahme obiger Mißstände auch gegen unfere Feinde gerichtete Pfeile in das Gebiet fliegen, auf kommissar, der den Kongreß überwachte, und der vom Stand- einen Berufskollegen des Genossen Daudert zu Rathe gezogen haben. welches der Majestäts- Paragraph seinen Schatten wirft. Unt punkte des Herrn Staatsanwalts doch wohl der urtheilberufenste enn nun Daudert die oben angezogene Tabelle in Nr. 259 des in dußenden und dußenden von Fällen ist dies auch thatsächlich war, hat nicht den Eindruck einer Majestäte beleidigung" und noch was gar nicht drin steht, so hätte er bemerken müssen, daß geschehen. Von den massenhaften Majestätsbeleidigungs- Prozeffen, dazu einer gröblichen" gehabt, sonst hatte er die Bersammlung mir gar nicht von Durchschnittsverdienst und Jahreseinkommen die seit der kaiserlichen Sedansrede in Deutschland vorgekommen aufgelöst und mich auf dem Flecke verhaftet. sind und täglich noch vorkommen, sind die meisten bei dem Ver- Ich betone noch: Majestätsbeleidigungen liegen nicht im gefprechen haben, sondern daß ganz besonders bei seinem Beruf suche der Abwehr jener Angriffe und Berleumdungen entstanden. Bereich unserer Weltanschauung. Das Individuum fällt nicht betont ist, daß fast ausschließlich in Attord gearbeitet wird. Und glaube man nicht, bei dem Versuch der Abwehr feien blos ins Gewicht gegenüber dem Walten der organischen Entwickelungsbezieht sich derselbe auf solche Arbeiten, welche im Tagelohn auss wenn nun doch ein Tagelohn für die Töpfer angegeben ist, fo fozialdemokratische Redakteure mit dem Majestätsparagraphen gesetze. Wir wissen, die Verhältnisse arbeiten für uns, wenn in Rollision gerathen. Das ist auch Redakteuren widerfahren, auch Gruppen von Menschen noch so ingrimmig und eifrig deren monarchische Gesinnung über jeden Argwohn erhaben. gegen uns Die Atmosphäre der MajestätsEin Artikel der„ Nation", der die Sedanrede des Kaisers behan- beleidigungen ist in anderen Kreisen zu suchen, als bei uns delte, hatte die Einleitung eines Strafverfahrens zufolge, das jedoch Sozialdemokraten. zu meiner Freude eingestellt worden ist. Nicht so glücklich war die Redaktion der„ Ethischen Kultur", gegen die das Verfahren wegen Majestätsbeleidigung, nachdem es einmal eingestellt war, wieder eingeleitet ist. -w uns " Der Fehdehandschuh war uns hingeworfen. Aus Anlaß der faiserlichen Sedansrede und infolge derselben wurden wir von allen uns feindlichen Parteien angefallen, mit Schmut Infolge ausgebrochener Differenzen sind die Brauer der da galt es, beworfen, zu wehren, den Brauerei Pichelsdorf in den Seit eingetreten. Wir Feinden, trotz ihrer vermeintlichen oder scheinbaren Ueber- ersuchen die Kollegen, dies zu beachten, und verweisen im übrigen und macht unsere Verachtung, das Bewußtsein unserer auf die heute vormittag 10 Uhr im Lotale Königsbank", Ueberlegenheit ins Gesicht zu schleudern. Das wollte ich thun Gr. Frankfurterstr. 117, stattfindende Versammlung. und das habe ich gethan. Und das ich wiederhole es Die Agitationstommission war mein gutes Recht und meine Pflicht. Und kein Mann von der Brauerei Arbeiter Berlins und Umgegend, Ehre tann es mir zum Vorwurf machen. Die Worte, die ich In Sachen des Töpferlohnes werden wir um Aufnahme gewählt, find strafrechtlich unanfechtbar. Ich kenne doch als geübter Redner und Journalist die Bedeutung der Worte, weiß folgender zuschrift ersucht: sie abzuwägen. arbeiten. die " Genug! Ich habe, indem ich in meiner Rede die Angriffe der Gegner zurückwies, mein gutes Recht ausgeübt. Ich habe feine Viajestätsbeleidigung begangen. Ich hatte nicht nur nicht die Absicht und das Ben ußtsein, eine Majestätsbeleidigung zu begehen, ich hatte bestimmte Absicht und das eine Majestätsbeleidigung nicht flare Bewußtsein, begehen. Was ich sagen wollte, weiß ich; was ich gefagt habe, weiß ich annehmen, ich habe das Gegentheil gefagt, heißt annehmen, ich sei wahnsinnig gewesen, als ich sprach. Denn Wahnsinn wäre es gewesen, hätte ich bei dieser Gelegenheit und an diesem Ort eine Majestätsbeleidigung aus gesprochen. Ich bitte nicht um meine Freisprechung. Sie können mich nicht verurtheilen! vermag. Partet- Nachrichten. Das in " geführt werden, oder auf Reparaturarbeiten. Ob nun der Genosse Laudert billiger arbeitet als der uns mitgetheilte Lohn angegeben ist, weiß ich nicht. Jeder aufmerksame Leser obiger Artikel wird auch wohl herausgefunden haben, daß es sich bei der Aufnahme der Mißstände im Baugewerbe weniger um die eftftellung der Löhne handelte, als mehr darum, die sonstigen fraffen Daubert's und seiner Organisation ausgefallen ist, so wünsche Mißstände aufzudecken Wenn nun letzteres nicht nach dem Geschmack ich, daß wir durch die Aufnahme den Anstoß gegeben haben, daß vielleicht schon im nächsten Jahre wieder eine derartige Aufnahme von den Berliner Baugewerkschaften und mit der fräftigsten Unterstüßung der Töpfer vorgenommen wird. A. Stehr." " = Und hat mir der Versuch nicht diesen Prozeß zugezogen? Das sind unerträgliche Zustände, die ihr Seitenfiüc in feinem anderen Lande der Welt haben Zustände, die das Rechtsgefühl des Volkes aufs tiefste erschüttern, und in den breitesten Schichten des Volkes Zorn und Erbitterung hervorrufen. In der Angelegenheit des österreichischen BuchdruckerWie scharf ich die Begriffe schied und wie sorgfältig ich die Worte abwog, erhellt daraus, daß ich von Hilfe der Staatsmacht spreche, Normaltarifs in dieser Tage die Echlußverhandlung einer aus Prinzipalen und Gehilfen bestehenden Delegirtenversammlung ab= nicht höchste Staatsmacht fage, sondern einfach Staatsmacht. Unter dem Schuh der höchsten Staatsmacht, und mit Hilfe gehalten worden. Dem Leipziger Correspondent" wurde darüber aus Wien berichtet: Alle Provinzen mit Ausnahme Galiziens Der Staatsmacht" der Schutz ist passiv, die Hilfe attiv und der Bukowina waren vertreten, d. h. von diesen beiden thätig. Hätte ich gefagt: mit Hilfe der höchsten StaatsKronländern fehlten die Prinzipalsvertreter, welche bei der machi", dann allerdings wäre die Anklage, so wie sie in der Anerften Konferenz im Juni dieses Jahres in Wien anwesend flageschrift formulirt ward, begründet gewesen. Aber hier Achtung! An die Frauen Berlins! Das geringe Recht, waren. Die neunstünstige Arbeitszeit wurde einstimmig sagte ich, den Unterschied klar markirend, blos" Staatsmacht" das den Frauen in Deutschland in bezug auf die Vereinsfreiheit akzeptirt. Nur wurde für jene Druckforte, in welchen, Daß die Hilfe der Staatsmacht eine aktive war, wird durch die noch zu Gebote stand, ist in letzter Zeit noch erheblich ein wie in allen Kleinen Provinz- Druckereien, noch recht zahlreichen Maßregelungen, Verfolgungen und Prozesse bewiesen, geschränkt, so daß an die Gründung von Frauenorganisationen häufig bisher zehn Stunden gearbeitet wurde, ein Ueberdie der Sedansrede des Raisers unmittelbar folgten. Daß von die der Sedansrede des Kaifers unmittelbar folgten. Daß von oben herab der Polizei und den Staatsanwaltschaften Weifung nicht gedacht werden kann. Umſomehr muß jede proletarische gangsstadium errichtet, zufolge welchem die Arbeitszeit vom Frau befirebt sein, diejenige Gelegenheit zu ergreifen, wo sie 1. Januar bis zum 31. Dezember 1896 auf die tägliche Dauer gegeben ward, wurde von allen Zeitungen vermuthet, und von heute nur noch politische Aufklärung sich zu verschaffen von neuneinhalb Stunden festgesetzt wird. Vom ersten Januar dem bekanntlich offiziösen„ Hamburger Correspondent" als pofitiv geschieht den öffentlichen Bolts 1897 ab hat dann die neunstündige Arbeitszeit in allen Offizinen mitgetheilt. Und mir selbst ist ein Geheimzirkular solchen Bersammlungen. Eine solche findet für Berlin am Desterreichs einzutreten. Das gewisse Geld( Beitlohn) Inhalts aus dem Ministerium des Innern zugegangen, das Dienstag, den 19. November, abends 81/2 Uhr, in Marten's wurde skalamäßig( in sechs Klassen) für die einzelnen Druckorte im Borwärts" vom 26. Ottober die Nummer ist hier veröffentlicht, und deffen Rechtheit nicht bestritten worden ist. Salon, Fricdrid, str. 256, fiatt. Reichetagsabgeordneter( je nach Größe und Lebensverhältnissen) figirt und zwar Wurm wird in derselben einen Vortrag halten über das Thema: im Minimum von 9 fl.-= 18 Kronen bis 18 fl.= 26 Kronen In diesem Zirkular werden die Polizeiorgane angewiesen, uns, wöchentlich.( Die zurückgebliebensten Kronländer Dalmatien und namentlich unsere Presse, aufs schärffte zu überwachen, fobalt Küche und Politik. In Schöneberg wird eine Volksversammlung, zu der die Bukowina haben das kleinste Minimum.) Ebenso wurde auch etwas verdächtig erscheint, die Staatsanwaltschaft in Kenntniß Frauen ganz besonders eingeladen sind, am Mittwoch, den mit dem Tausend Grundpreise( Atfordlohn für 1000 ge= zu sehen und sich nicht abschrecken zu lassen, wenn einmal eine 20. November, nachmittags 4 Uhr bei Obst, Grunewald- feyte Buchstaben) verfahren; derfelbe bewegt sich je nach Kegel Denunziation erfolglos ist. straße 110, abgehalten werden. stärke: Fraktur( deutsche Schrift) von 18 fr. 36 Heller bis Nun noch eins. Der Herr Staatsanwalt selbst hat von ,, ver Parteifinanzen. Jm Sozialdemokratischen Verein des 26 tr. 52 Heller. Die Antiqua( lateinische Schrift) schiedenen Deutungen" gesprochen, denen meine Worte unterworfen 1 fr.= 2 Heller pro Tausend höher. Auch find werden könnten. Ja, wenn man in das" Teuten" kommt, dann zweiten Hamburger Wahlfieises betrugen die Einnahmen im um Pofitionen gegen die früher in Geltung ge fann man in alle Worte Alles hineinlegen. Es giebt in Deutsch: 3. Duartal d. J. 6058,10 M., die Ausgaben 4076,50 M. Von einige den seinerzeit vorgelegten Entwurf land feinen Menschen, der irgend eine politische Aeukerung thut, dem vorhandenen Kassenbestand wurden 1000 m. dem Vertrauene- ftandenen Tarife und den ich nicht durch Deutung" spielend zum Majeftätsbeleidiger mann überwiesen. Der erste Hamburger Wahlkreis lieferte von der Gehilfen etwas gebeffert worden. Heute( Sonnabend) findet machen wollte. Die Justiz hat nicht zu deuten, sie hat die feinen Einnahmen desselben Quartals 2000 M. und der dritte Worte so aufzufassen, wie Wortlaut, Wortsinn und Zusammenhang Wahlkreis 500 m. ab. Der Sozialdemokratische Verein in Altona eres erheischen. Und nach Wortlaut, Worifinn und Zusammenhang zielte im 3. Quartal d.J.: Einnahme 3679,81 M., Ausgabe 1062,10 M; enthalten meine Worte nicht nur teine Majestätsbeleidigung, der Sozialdemokratische Verein in Ottensen: Einnahme 3011,47 M., in sondern schließen sie positiv aus. Daß der Kaiser Ausgabe 2265,20 M.; der Sozialdemokratische Verein von mir nicht persönlich genannt ist, und daß ich unpersönlich Wandsbek: Einnahme 1259,88 M., Ausgabe 820,40 M. In Aus Belfast in Jrland wird telegraphirt, daß sich dort dem von höchster Staatsmacht" rede, was teineswegs gleichbedeutend Altora wurden 1500 M. für Landagitation bewilligt, in Wandsbet 600 M. an den Vertrauensmann überwiesen. In Schiffs arbeiter- Ausstand eine weitere Anzahl Arbeiter angefchloffen mit Kaiser, sei nur noch nebenbei erwähnt. Und das harte Wort, mit dem ich das Treiben unserer Feinde Krefeld gab der Vertrauensmann folgenden Kaffenbericht: Die habe, so daß die Zahl der Streifenden jegt 8000 betrage. So= gebrandmarkt habe war es etwa zu hart? Ich habe hier eine Einnahme betrug 542,81 M., die Ausgabe 337,45 M.; für wohl die Unternehmer wie die Arbeiter weigerten fich nachzugeben. Aus Glasgow in Schottland wird gemeldet, daß Sir Sammlung von Zeitungen aus jener Zeit. Ich will nur ein paar Echröder und Genoffen gingen ein 109,85. Der Magdeburger Vertrauensmann Genoffe Meyer Donald Currie immer noch bemüht sei, zwischen den beiden Par Proben geben. Zum Beispiel die hier erscheinende„ Echlesische Zeitung". In ihrer Nummer vom 8. September fordert sie, unter gab jüngst folgenden Kassenbericht für die Zeit vom 1. Oktober teien zu vermitteln. Die Unternehmer weigerten sich jedoch, ausdrücklicher Bezugnahme auf die Rede des Kaisers, zum 1894 bis 1. Oktober 1895: Einnahme: Bestand am 1. Oktober von dritter Seite gemachte Vorschläge anzunehmen. Vernichtungskampf gegen uns auf, nennt uns eine„ verworfene 1894 1100,97, 4. Quartal 1894 1394,42, 1. Quartal 1895 Rotte", verlangt, daß die Behörden auch mit Nichtach tung 1288,58, 2. Dub. Dual 1994: 1. Qartal 1885 Depeschen und lehte Nachrichten. des Gefeßes uns verfolgen, die Untersuchungshaft verhängen 6946,58, Ausgabe: 4. Quartal 1894: 1562,28, 1. Quartal 1895 Bremen, 16. November. Boesmann's Telegraphisches einerlei, ob dann schließlich die Unschuld sich herausstelle. 1192,95, 2. Quartal 1493,55, 3. Quartal 1043,69; zufammen Es müßten uns wenigstens unbequemlichkeiten" bereitet werden. 5292,47. Bestand am 1. Oktober 1895 1654,11. Unter den Aus Bureau" meldet: Der Geestemünder Fischerdampfer Amalie" In diesem und in vielen anderen Artikeln, 3. B einem des Hannöv. gaben befinden sich 1691 M. für Gerichts- und Rechtsanwaltsrettete in der Nordsee die aus 11 Mann bestehende Besatzung Courier" wurden wir Sozialdemokraten als Entartete bezeichnet, tosten und 400 M. sind an den Parteikassirer Gerisch eingesandt. der im finkenden Zustande angetroffenen Bart Mainio". die gar kein Recht auf menschliche Behandlung hätten, mit denen Sofia, 16. November.( W. T. B.) Die gestrige Sigung Ueber die Handhabung des Versamminngsrechts im man nur als mit untergeordneten Wesen verkehren, die man wie Rheinland wird uns geschrieben: Am Sonntag, den 10. d. M. der Kammer dauerte von 2 Uhr nachmittags bis 11 Uhr abends. in Oberhausen in einer Versammlung der Nach erregter Debatte wurden die Wahlen für Schumla ,, giftiges Ungeziefer" ausrotten müsse. Ich tann hier dutzende sollte Rohrlad Berlin Bericht erstatten über den und Tirnowo für giltig erklärt. Bezüglich der Wahl in Tir und dußende solcher Ausbrüche wahnwißiger Rohheit verlesen. Genosse das nowo ftellte der Präsident fest, daß der Sozialist Gebrowski Und diese feigen Gesellen, die sich selber hinter dem Majestäts. Breslauer Parteitag. Rohriad hatte einleitend noch die Stirn, uns der Verhalten der Breslauer Polizei in bezug auf die Aus- mit dem Stambulowisten zusammengearbeitet habe und daß der paragraphen verstecken, haben Wir Führer und gewissermaßen weisung des österreichischen Telegirten Ellenbogen 2c. fritisirt. nur einen Tag vor der Eröffnung der Kammer überreichte Protest Feigheit zu zeihen! find elende Das veranlaßte den überwachenden Beamten, die Versammlung anf- nur Unterschriften von Stambulowisten getragen habe, von denen darf ich mich doch auch zu den Führern recen Die Regierung legte sodann Wichte", die sich hinter Sigredakteure verkriechen, auf Andere zulösen. Eine zweite Versammlung, die einige Tage später jeder mehrfach unterzeichnet habe. die Verant wortlichkeit wälzen. Speziell mir ist, mit bezug auf tagte, überfüllt; die dortigen Parteigenossen hatten mehrere Gefeßentwürfe betreffend die Regelung des Lotteries diesen Prozeß höhnend in verschiedenen Blättern zugerufen gegen die Auflösung durch Massenbesuch proteftiren wollen. wefens, die Organisation der Post- Sparkassen, die Hebung der worden: jetzt hat er, der sonst vorsichtige, Die Polizei verlangte die Entfernung der Frauen; man Seidenindustrie und die Unterfügung der Landwirthschaft, sowie fo einmal weit vorgewagt, feiner fügte sich, die Frauen verließen das Lokal. Der Vorsitzende aber ein Gesetz gegen die Trunksucht. fich zu " wo er mit war eine Versammlung der Gehilfenschaft in Wien statt, die über Annahme oder Ablehnung des geschaffenen Tarifes entscheidet. Wenn auch nicht begeistert, so betrachten wir das Zustandes tommen des Tarifes doch als eine Errungenschaft, denn die neunfündige, allgemein anerkannte tägliche Arbeitszeit kann immerhin als ein Erfolg gelten." Verantwortlicher Redakteur: Frih Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Elocke in Berlin. Truck und Berlag von Wing Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 270. Lokales. Ueber den Werth, den man in Arbeiterkreisen den orthopädischen Heilanstalten beimißt, giebt uns folgende Buschrift Kunde: Sonntag, den 17. November 1895. " " -RVO aufbindet. 12. Jahrg. Ausstellung von Ferienstudien der Malschüler der Runft- GewerbeIm Kunstgewerbe- Museum ift bis zum 24. Dezember eine schule veranstaltet worden. Gleichzeitig sind in einer Vitrine des Umganges geblasene Gläser, meist in den Formen der alten venetianischen Gläser, von Fr. Zigmann aus Wiesbaden aus gestellt worden. Konsequenz zu stellen und der Deffentlichkeit meinen Fall in seiner Ach, du lieber Augustin! Herr Theodor v. Wächter hatte ganzen peinlichen Auffälligkeit zu zeigen. Ich bitte die Presse, in seiner Versammlung am Montag auf Augustin und Rousseau mich in meinem Vorgehen zu unterstützen durch Beleuchtung der hingewiesen, die auch gefehlt, aber doch schließlich anerkannt fläglichen Thatsache, daß in unferem Rechtsstaate" eine Beworden seien. Viele Zuhörer des Herrn v. Wächter haben anstrafung ohne Richterspruch, ja ohne die Erreich genommen, daß der Redner dabei den Vertrauensmann der sozialEin Blick in eine orthopädische Heilanstalt ist, gleich einem barkeit eines solchen möglich ist. Hochachtungsvoll demokratischen Partei in der Schönhauser Vorstadt, Herrn solchen in eine Unfallstation, in hohem Grade interessant und Dr. Bruno Wille. Augustin, im Auge hatte, während er in der That an den lehrreich, nicht allein weil er den auf dem Gebiete der Heilkunst vorhandenen klaffenden Riß zwischen Theorie und Praxis zeigt, Stoßseufzer, den wir Ein luftiger Feind" unseres Blattes schickt uns folgenden Kirchenvater gleichen Namens gedacht hat. Herr Augustin, der Bösewichte wie wir sind der Be Vertrauensmann, der sich bewußt ist, daß er auch ohne voraufsondern auch weil das innige Verhältniß, in dem diese Art An- achtung patriotischer Staatsretter empfehlen: Ein Dr. Cornet gegangene Berfehlungen anerkannt wird, hat Herrn v. Wächter stalten zu den Berufsgenossenschaften stehen, durch ihn erklärt berechnet, daß durch die Tuberculose- Prophylaxe in Preußen im um eine Richtigstellung unseres Berichts ersucht und wir ents wird. Die orthopädische Heilkunst besteht im allgemeinen in der Jahre 1893 nicht weniger als 70 000 Menschenleben gerettt wurden. fprechen gern dem Wunsche des Redners, eine solche aufzunehmen, Wiederbelebung erlahmter und vertrüppelter Gliedmaßen, die Ich hoffe, sagt er, daß sich bei allen mit der jetzigen göttlichen was hiermit geschehen sein dürfte." durch Bäder, Massage, Elektrisirung und Bewegung Weltordnung einverstandenen und daher an ihr interessirten Wir haben herzhaft gelacht, als wir diesen Ult lasen, und des fraglichen Gliedes herbeigeführt werden soll. Letztere Patrioten ein„ Sturm der Entrüstung" erheben wird, wenn die wir denken, daß auch unsere Leser Gefallen an der fleinen Ges wird in der Hauptsache mittels mechanischer Apparate Einführer der" Prophylaxe nicht sofort wegen groben Unfugs schichte finden werden, welche das freifinnige Blatt seinen Lesern ausgeführt. Dieselben sind mit einem Pendel versehen, der, nachoder besser vielleicht Hochverraths??- angeklagt werden. dem das zu behandelnde Glied in den Apparat gespannt worden, Denn allen Erfahrungen der legten Zeit nach ist es doch zweifellos, in Bewegung gefekt wird und nun seinerseits den Apparat in daß wir ohne diese fo fed gepriesene Prophylaxe jetzt wenigftens gleichmäßige Schwingungen verfeßt, welchen das eingespannte 69 999 Sozialdemokraten weniger hätten! Da fizen wir und Glied zu folgen gezwungen ist. Man findet hier fafi erbosen uns und sinnen, wie schön es wäre, wenn die Sozial für jede Bewegung normal beschaffener Menschen ein Werk- demofratie nur einen Hals hätte, ihn bequem abzufhneiden, zeug, das vorhandene Lähmungen oder Verkrüppelungen be- oder, wie schade es ist, daß wir ihnen gegenüber nicht den feitigen soll. Nur selten mag der Apparat versagen, wo es deutschen" Muth haben, ein bischen Bartholomäus- Nacht zu nur ernfiere, d. h. Muskel- oder Sehnentürzungen zu über- fpielen, und diese na, diese...! heilen sie uns noch und winden gilt; die Kunst bleibt aber in der Theorie befangen, schützen sie vor Tuberkulose!... Dh! wo es sich um Beseitigung ernsterer Schäden, wie Verkrüppelungen, handelt. Namentlich verfehlen die sinnreich erdachten Schaufel- Abermals eine Begnadigung wegen Dnellvergehens. apparate die ihnen zugeschriebene Wirkung bei Gelenklähmungen, Die bekannte Duellaffäre zwischen dem Kandidat jur. Rubinstein obwohl hier der Arzt feinem Schaufelautomaten nicht gerade sanfi und dem Studiosus med. Lehmann hat nunmehr ihren Abschluß täglich zu Hilfe fommt, indem er das steife und ungelente Glied dadurch gefunden, daß Rubinstein, nachdem er 6 Wochen seiner in seine Hände nimmt und mit Aufbietung seiner ganzen Kraft Festungsstrafe verbüßt hat, begnadigt wurde. Rubinstein hat abwechselnd streckt und beugt, den Patienten zu Schmerzens- feine Strafe ir Danzig verbüßt, während Lehmann bekanntlich geberden und Lauten zwingend: ein steifer Finger bleibt steif, nach Amerita gegangen ist, und zwar nicht nur aus Angst vor ein trummer Arm frumm trog 3-6monatiger Behandlung. der wegen des Duells zu erwartenden Festungsstrafe, sondern Unfer Gewährsmann hat während seines breimonatigen wegen einer Reihe unsauberer Geschichten, die er, wie wir mit Aufenthalts in jenem Institut, das in Arbeiterkreisen unter dem getheilt haben, begangen hat. fehr empfehlenden Namen Knochenmühle bekannt ist, der Ent. Die letzte Beschlagnahme des ,, Sozialift" hat, wie die laffung von etwa 20 Leuten beigewohnt, von denen nur drei als Volts- Zeitung" berichtet, eine polizeiliche Vernehmung des Verwesentlich gebessert zu betrachten waren. Unter solchen Um- legers Tischlers Johann Sundat, des Tischlers Richard Weiß, ständen muß sich jedem denkenden Menschen die Frage auf sowie des gesammten Setzerpersonals einschließlich der Lehrlinge drängen: Weshalb zahlen die Berufsgenossenschaften für ihre im Gefolge gehabt. Außerdem ist gegen den Verfasser eines Ar Patienten so hohe Kurtoften, wenn sie dafür feine entsprechende titels der foufis, irten Nummer unter der Ueberschrift Der Spißel Gegenleistung empfangen? Diese Frage kann nur der Un- geht um", den Tischler Richard Weiß, die Antlage wegen eingeweihte stellen und nur der Eingeweihte beant Beamtenbeleidigung erhoben worden. worten. Was eine Berufsgenossenschaft an Kurkosten aufwendet, erspart sie in der Folge doppelt an Renten. Wie das möglich ist, wenn nur selten jemand gebessert wird? Ganz einfach dadurch, daß ziemlich jeder Patient als gebessert und arbeitsfähig entlassen wird! Bei der Aufnahme in die Anstalt ist der Fall" nur leicht, obwohl der Patient als arbeitsunfähig betrachtet wird. Vier Wochen später entstehen schon Bedenken", nach weiteren 4 Wochen ist der Patient schuld, daß es nicht vorwärts geht", und mit dem Schluß einer dreimonatigen Kur gesteht der Arzt freimüthig ein, daß das Gebrechen so ernster Natur sei, daß ihm überhaupt nicht beizukommen wäre. Sie waren nun lange genug hier, versuchen Sie wieder zu ar eiten, vielleicht wird's durch die Arbeit beffer!" Mit diesem„ ärztlichen" Rathe wird jeder als arbeitsfähig entlassen und um die Rente gebracht. Der einzige, dem eine bescheidene Rente zu theil wird, ist Der ärztliche Rathgeber: sechzig Mart pro Tag(?) ist wahrlich nicht zu viel für ein heilverfahren", bei dem die Lahmen zwar nicht gehen, aber doch sehen lernen! G -OVO " Von Herrn Bruno Wille erhalten wir aus dem Friedrichhagener Polizeigefängniß folgende vom 15. November 1895 batirte Zuschrift; Die Meldung einiger Blätter, die der„ Vorwärts" am 15. November wiedergiebt, ich sei in der Privatwohnung des Friedrichshagener Amtsvorstehers inhaftirt, beruht leider auf Irrthum. Ich befinde mich vielmehr im Friedrichshagener Polizeigefängniß das freilich im Volksmunde zuweilen als die Billd" des Amtsvorstehers bezeichnet wird. Die Behandlung die mir u theil wird, ist nicht humaner, als es die gefeglichen Borschriften gestatten. Ich habe es zur Haft kommen lafen, obwohl ich ie vermeiden fonnte, da ja die Freireligiöse Gemeinde in anerkennenswerther Der Schreck des Dr. Kropatscheck. Die böse Geschichte, die vor acht Tagen in der Redaktion der Neuesten Nachrichten" passirte, wird vom„ Kladderadatsch" in folgendes launige Gedicht gebracht: Der biedere Dr. Kropatscheck Fährt plöglich empor in jähem Schreck; Im Abendblatte muß er lesen, Wie schlecht zwei Redakteure gewesen. Sie haven fich gegen die Sittlichkeit Bergangen. Beide schreiben zur Zeit Für ein Blatt in der Königgrägerstraße" Entsetzen packt ihn im höchsten Maße! Er ruft:„ Die Sache wird mir zu toll! Bald ist das Verbrecheralbum voll, Das wir in diefes Herbstes Tagen Uns angelegt mit Seus, en und Klagen." Er eilt aus dem Haus. Jezt stürmt er schon Die Treppe hinauf zur Redaktion; " Dem alten Faktor ruft er entgegen: Wer sind die unglücklichen Kollegen?" Allein der Faktor tröstend spricht: „ Herr Doktor, diesmal find wir es nicht." Ausführlich mit beredtem Munde Giebt er dem Lauschenden nähere Kunde. Der jubelt:„ Ich bin doch ein thörichter Mann, Die Sache geht Nr. 15 nichts an! Wie leicht im ersten Schreck doch irrt sich Der Mensch,' 3 ist Nr. 41!" Weife mir ihre Kaffe zur Zahlung der Shafgelden angeboten Der Fall, daß unfere Gegner einmal einen guten Wis über hat. Es paßte mir indessen besser, bie Haft anzutreten, um so uns machen, ist so felten, daß solche That auch im Vorwärts" das Provinzial- Schulfollegium vor die ihm minder angenehme registrirt werden soll. Die Berl. 3tg." schreibt: London, im November. Das Berliner Aquarium war in der glücklichen Lage, eine ganze Anzahl merthvoller und neuer Meer- und Süßwaffers Bewohner, die ihm von nicht weniger als sechs verschiedenen Orten augingen, seinem Zhierbestand einverleiben und die Be fegung einiger Becken auf eine nie erreichte Schönheit und Vollständigkeit bringen zu fönnen. Die Gesellschaft für Höhlenforschung„ Anthron" zu Adelsberg im Rarftgebirge hat sechs Stück eines nur in den unterirdischen Gewäffern Krains, auch Dalmatiens und des Küstenlandes vorkommenden Amphibiums, des langgestreckten, fleischrothen Olm eingeschickt, dessen Augen unter der Haut versteckt liegen. Durch die Adriaftation Rovigno gelangten, als Theile der Ausbeute aus einem bisher noch nicht zu wissenschaftlichen Zwecken abgefischten Gebiete der Adria, außer drei jungen Haifischen und anderen Floffenträgern neue Seesterne und Krebsthiere hierher, und die unter Leitung des Profeffors Dr. Heincke stebende Biologische Nation auf Helgoland fandte aus der Nordsee prächtige Korkpolypen. " Cerebotani, der Eifinder des Pantelegraphen, se nen In der nächsten Woche wird in der Urania Pater intereffanten Apparat um 6 Uhr nachmittags am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag vorführen. Die Aufgabe dieses Pantelegraphen" ist es, Schriftzüge, Bilder 2c. auf beliebige Entfernung zu übertragen, eine Erfindung, die in letzter Beit auch von dem Amerikaner Gray gemacht worden ist; indessen soll nach dem Urtheil Sachverständiger der Apparat des italienischen Baters der einzige sein, welcher in absehbarer Zeit Aussicht auf praktische Verwerthung hat. Die betreffenden Vorführungen sind, wie das stets bei den Nachmittagsvorträgen der Urania der Fall ist, allen Besuchern des Instituts ohne Extra- Entree zugänglich. Ein eigenes Waisenhans will die Gemeinde Rixdorf in dem bisher als Gemeinde- Armenhaus benugten Gebäude ein= richten, nachdem das neuerbaute, am Mariendorfer Weg belegene Gebäude seiner Bestimmung übergeben sein wird. Bisher wurden die auf Gemeindekosten zu erziehenden Rinder nach Gransee in Privatpflege gegeben. Direkte Nord Südringzüge find seit einigen Tagen im Betriebe der Ringbahn eingestellt worden, welche speziell für die Arbeiter der Eisenbahnwerkstätte in Tempelhof und für die Arbeiter der Gewerbe- Ausstellung eingerichtet sind. Es verkehren täglich morgens zwei Züge in der Richtung Westend und Tempel hof, und abends zwei Züge in umgekehrter Richtung. Dieselben fahren von Treptow aus unter Vermeidung des Bahnhofes Stralau- Rummelsburg direkt über Friedrichsberg. Bewährt sich diese Einrichtung, dann werden die Nord- Südringzüge für die Abendstunden fahrplanmäßig eingelegt werden. Im Inseratentheil der heutigen Nummer befindet sich eine Bekanntmachung der Invaliditäts- und AltersversicherungsAnstalt Berlin betr. den Umtausch von Quittungstarten, worauf wir hiermit aufmerksam machen. Die beiden städtischen Irrenanstalten zu Dalldorf und Herzberge bei Lichtenberg find für 1100 und 1000 Rrante ein mert niederen Klaffe" überhaupt nichts wissen, der Vater erklärte sei nicht eine so drückende Sache, daß es geboten sei, um seinets Ein Kampf um die freie Ehe. fich schließlich zufrieden, wenn das Paar das Zugeständniß machen willen größere soziale Rücksichten außer Acht zu sehen und all' und wenigstens die Ehe vor dem Zivil- Standesbeamten eingehen die Widerwärtigkeiten herauf zu beschwören, welche eine un Während die gefpannten auswärtigen Beziehungen Englands wollte. Indeß gerade die zivilrechtliche Natur der modernen legitimirte Ghe im Laufe der Zeit mit sich zu bringen die verantwortlichen Politiker beschäftigen, wird das große poli- Ghe war in den Augen des Fräulein Lanchester in pflegt. Der durch den den Wilde Prozeß = auch außerhalb tifirende und nichtpolitifirende Publikum durch allerhand Sen- erster Linie der Stein des Anstoßes. Sie mache die Englands bekannt gewordene Marquis von Queensberry, sationsereignisse sozialen Charakters unterhalten. Unter ihnen Frau zu einer" Eflavin", einer lebendigen Fahrhabe". Ihre ein großer Gegner der bestehenden Gefeßgebung, erbot fich, nimmt einen nicht geringen Platz ein der Fall Lanchester. Unabhängigkeit, erklärte die junge Frau dann entschieden, betrachte 100 Pfund Sterling zur Mitgift von Fräulein Lanchester beizu dessen Hauptmomente die Agenturberichte den festländischen sie als ihr höchftes Gut, das sie nicht preisgeben tönne. Die steuern, wenn sie die Biviltrauung eingehe, um nachher mit Neuigkeitsjägern schon übermittelt haben werden. Eine junge äußerste Konzession, zu der sie und ihr Verlobter fich bereit er- desto mehr Erfolg gegen die Zwangsehe protestiren zu können. Sozialinin aus begüterter Familie, die sich mit einem jungen lärten, war, den wahren Charakter ihrer Ehe gebeim zu Das Mitglied eines Gemeinwesens müsse den Gefeßen des Arbeiter, den sie liebt, verbinden will, ohne eine gefeßliche Che balten und nach etlichen Monaten nach Auftralien zu gehen. felben nach Möglichkeit gehorchen, nicht durch ihre Ignorirung einzugehen, darob von einem Arzt für geiftesgestört erklärt und Indeß das genügte der Familie nicht und so wurde am oder grobe Verlegung, sondern durch Unterwerfung verbunden mit von Bater und Brüdern mit Gewalt in eine private Frren Tage bevor die Verbindung vollzogen werden sollte, eine voll- unablässigen Protest erreiche man ihre Abschaffung. Auch Justice", anstalt entführt wird, deren Adresse man dem Geliebten endete Entführung in Szene gefeht. Der Vater und die Brüder das Drgan der Sozialdemokratischen Föderation, zeigt sich bei aller und den Freunden bes Mädchens verschweigt, des Matchens sprachen in Begleitung eines Arztes in deren ftrengen Berurtheilung der gegen Fräulein Lanchester ergriffenen das bietet, wie ein hiefiges Blatt fich ausdrückte, Wohnung vor, dieser lettere erklärte nach einer furgen Unter 3wangsmittel, nicht sehr von ihrer Jdee entzückt. Ebenso genug Material für eine ganze Novelle modernsten Schlages. baltung, daffelbe fei„ von einer fixen Jdee beherrscht" und" unfähig, wenig wie wir Sozialisten," schreibt Justice", durch individuelle Kein Wunder, daß die Blätter gehörig„ Stoff" aus ihr gezogen die eigenen Handlungen zu übersehen", worauf Vater und Brüder anarchistische Aktion oder Rebellion gegen den Kapitalismus haben. fie überwältigen, in eine bereitgehaltene Rutsche schleppen, ihr wirksam Proteft einlegen tönnen, so tönnen wir auch nicht mit Frl. Edith Lanchester, die Heldin der Affäre, ist die Tochter dort die Hände zusammenschnüren und mit ihr davonfahren Mugen bestimmen, daß jeder von uns im geschäftlichen Vere eines reichen Architekten und seit Jahren ein eifriges Mitglied niemand weiß, wohin, außer daß der Rutscher gesprächsweise fahren, in feinen Genüssen und insbesondere im Geschlechts. der Sozialdemokratischen Föderation. Sie hat eine gute Er ein Wort babe fallen laffen, daß er eine junge Dame in eine verfehr feine eigenen Wege Wege wandeln solle, unbetüm ziehung genoffen, mit noch nicht 20 Jahren das Zeugniß der Heilanstalt zu fahren habe. um bie Schädigungen, die sein Benehmen für Reife für die Londoner Universität erlangt, verschiedene wissens Natürlich Ichlugen die Freunde, bei denen Frl. Lanchefter andere im Gefolge haben tann. Wir sollten einen schaftliche Examina mit Auszeichnung abgelegt und aus freier wohnte, und ihr Bräutigam sofort Lärm, die Sache kam in die Preffe ernsthaften Schritt dieser Art nicht unternehmen, ohne den Nach Entscheidung seit Vollendung ihrer Erziehung das Elternhaus und erregte, wie man sich denken kann, das größte Aufsehen. Es theil zu erwägen, den wir dadurch vielleicht unseren Gesinnungs verlassen, um ihren Lebensunterhalt felbft zu erwerben und von bildete sich ein Komitee von Freunden und Gesinnungsgenoffen genoffen, und nächsten Familienangehörigen und was vielleicht niemand abhängig zu sein. Sie hat ein Lehrerinnenfeminar des jungen Paares, um zu berathen, welche rechtliche Schritte zu der wichtigste Punkt ist den Kindern zufügen, die wir möge absolvirt, dessen Vorsteherin ihr noch heut das Zeugniß einer thun seien, um die alsbaldige Befreiung des Frl. Lanchester zu licherweise in die Welt bringen. Die letzteren haben kein Wort „ hochbegabten und außerordentlich hochsinnigen Studentin" ausstellt, bewirken. Gleichzeitig griff John Burns in feiner Eigenschaft darüber mitzureden, unter welchen Bedingungen sie erzeugt werden, hat sich aber dann, weil sie als Lehrerin in der propagandistischen als Abgeordneter von Battersea mit der ihm eigenen Energie in aber gerade diese Kinder werden wahrscheinlich ungerechte Insulten Thätigkeit behindert sein würde, für den Beruf einer Bureau- die Sache ein und schrieb einen Brief an den Staatssekretär und Blosstellungen auszuhalten haben. Aehnlich steptisch drückt sich Schreiberin ausgebildet und zuletzt als solche ihren Unterhalt er des Inneren zweiten an Chef der das sozialistische Clarion" aus. Es glaubt, das heilmittel worben. Sie ist gegenwärtig 24 Jahre alt, von sehr angenehmem Londoner Polizei, worin er beider Aufmerksamkeit offiziell die freie Ghe fei gefährlicher als das Uebel selbst". Aeußern und seit etwa drei Jahren mit einem jungen Arbeiter auf den Fall lenkte und sie dadurch nöthigte, sich mit demselben Andererseits fehlt es indeß auch nicht an solchen, die den und Gesinnungsgenossen namens James Sullivan verlobt. Sie zu befassen. Ebenso wurde die Aufsichtskommission, der das Entschluß des Fräulein Lanchester durchaus billigen. Und soviel hat sich bei Agitationen für die Arbeitslosen, als Lehrerin an Frrenwesen untersteht, in Alarm gefeßt, und nachdem amtlich wird man zugeben müssen, daß, wenn es auch vielleicht übers Der„ Sonntagsschule" der Sektion Battersea ausgezeichnet und festgestellt worden, in welcher Anstalt sich Fräulein Lanchester trieben ist, zu sagen, daß die Ehe die Frau zu einer vor etwa Jahresfrist bei den Wahlen zum Londoner Schul- befand, und zwei von der Kommission entsandte Spezialisten die Sklavin mache, so find doch die Bedingungen, unter denen follegium für die genannte Organisation fandidirt. Dame für durchaus gefund erklärt hatten, ward dieselbe am das Gefeh die volle Scheidung bewilligt, noch solche, Alledem konnte die Familie nichts entgegenseßen. Da Dienstag Mittag auf freien Fuß gefeßt. Ueber ihre Behandlung daß entn eder auf Frau oder Mann irgend ein Makel einigte fich vor einigen Wochen Fräulein Lanchester mit ihrem in der Anstalt hatte fie in teiner Weise zu tlagen. haften bleibt. Es läßt sich also mindestens begrüßen, Verlobten, eine freie Ehe zu schließen. Sie mietheten Wie zu erwarten war, ist der Fall in der Presse mit Leb- daß eine unabhängig gesinnte Natur sich scheut, den freien eine Wohnung, möblirten sie und theilten ihre Absicht haftigkeit diskutirt worden. Den Schritt der Familie billigen Herzensbund mit der gefeßlichen Fessel zu belasten. Indeß hier den Eltern der Braut mit, die darauf alles Mögliche versuchten, nur wenige, aber groß ist natürlich die Zahl derer, die in dem tommt ein Moment in betracht, das meines Erachtens noch ihre Tochter von diesem Schritte abzuhalten. Die Mutter wollte, Streit um die Frage der Eheschließung für sie Partei ergreifen. wichtiger ist als die gewiß auch berechtigte Rücksicht auf Familie wie es scheint, von der Berbindung mit einem Angehörigen der Selbst entschiedene Gegner der heutigen Ehe meinen, der Zivilatt Genossen und noch ungeborene Kinder: das ist die Rücksicht auf und einen " = Toledo zur DarIm gerichtet, beherbergten feboch Ende September d. J. bereits 1211 namentlich des Stopfes, daß er schleunigst dem Krankenhause Wiederholungen der neuen Komödie von Ernst Rosmer's Teden n und 1085 Krante. Außerdem waren zu diesem Beitpunkte auf zugeführt werden mußte. statt: am Sonntag Abend, Dienstag, Freitag und nächstfolgenden Kosten der Stadt noch 697 Kranke in Privatanstalten untergebracht. Der jährliche Bugang an Kranken beträgt durchschnittlich Unter dem schweren Verdacht des Raubes wurde Sonntag Abend. Heute Sonntag Nachmittag geht Don Carlos mit Herrn Kainz in Szene. Am Montag kommt Der Meister von etwa 180, und da für den Bau einer neuen Anstalt etwa fünf gestern in Rixdorf die dafelbft in der Wißmannstraße wohnhafte Donnerstag werden Die Mütter genommen. Die Verhaftete soll Jahre erforderlich sind, so werden um das Jahr 1900 voraus einem start angetrunkenen Manne die Taschenuhr, die ihr gezeigt gegeben. Am Sonnabend gelangt neu einstudirt Grillparzer's Die Trauerspiel fichtlich rund 1600 Jüdin wurde, entrissen haben und mit derselben alsdann Magiftrat hält es deshalb, wie wir in der Boss. 3tg." lesen, K. Der ftellung. Am Mittwoch bleibt das Theater geschlossen, für an der Zeit, mit der Erbauung einer neuen, britten Irren schwunden sein. Die S. giebt zwar zu, die Uhr verfekt zu haben, ebenso fällt am nächftfolgenden Sonntag wegen des anstalt unverzüglich vorzugehen. Ge foll dies eme Heile und behauptet aber, der Betrunkene, der auf" galante Abenteuer" Tobtenfeftes die Nachmittags Vorstellung aus. Es Pflegeanstalt werden, da eine Trennung der Geistestranten in ausgehen wollte, habe ihr biefelbe geschenkt, um sie, die K., feinen effing Theater werden die beiden Novitäten Die Venus Dieser Hinsicht schon bei der Aufnahme überhaupt nicht möglich wünschen gefügig zu machen. Welche Angabe die richtige ist, muß von Milo und Die Romantischen heute Sonntag, Montag und fei, andererseits aber auch eine vollständige Absonderung der die Untersuchung lehren. Donnerstag wiederholt. Oskar Blumenthal's Lustspiel Gräfin voraussichtlich Unheilbaren schon nach kurzer Beobachtung, wie Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahnt wurde die Frigt wird Dienstag, Freitag und Sonntag zur Aufgerade die Erfahrung in Berlin gezeigt, ihre großen Schwierig Leiche des 24jährigen Echlächtergesellen Gustav Pfeiffer, der am führung gebracht, während am Sonnabend eine Wiederholung feiten und Mißstände habe. Es wird deshalb der Grundsay Freitag Nachmittag um 53/4 Uhr plöglich gestorben ist. Pfeiffer von Madame Sans- Gêne mit Fräul. Groß in der Titelrolle aufgestellt, daß die neue Anstalt Krante auch unmittelbar und war bei dem Schlächtermeister Hentschel in der Bernburger- stattfindet. Als Nachmittagsvorstellung wird heute Sonntag ohne Rücksicht auf Heilbarkeit aufnehmen darf. straße Nr. 26 in Stellung. Am Freitag Nachmittag wurde ihm Seimath mit Frau Freund als Magda und am Sonnabend im Arbeitsraume unwohl und er begab sich in feine im Keller für die Schüler höherer Lehranstalten Lessing's Nathan der gelegene Stube. Als fünf Minuten später ein Mitgefelle fich Weise gegeben. Am Wlittwoch bleibt das Theater gefchloffen. dorthin begab, um einmal nach dem erkrankten Pfeiffer zu sehen, fand er biefen todt auf. Da die Aerzte, die hinzugerufen wurden, die Todesursache nicht feststellen konnten, so wurde die Leiche zur gerichtsärztlichen Deffnung in das Schauhaus gebracht. " Von der Firma A. W. Sayn's Erben erhalten wir folgende Mittheilung: Die Firma A. M. Hayn's Erben stellt feineswegs ihren gesammten Betrieb mit dem 31. De zember cr. ein, sondern giebt nur die Redaktion des in ihrem Verlage erscheinenden Berliner Intelligenz Blatt und Berliner Anzeiger" mit dem gedachten Beitpunkt auf und hat brieflich in diesem Sinne ihre Berichterstatter benachrichtigt. " A Runt und Wissenschaft. = A 0 u. a. aus Jm Berliner Theater wird heute Nachmittag Nachruhm von Robert Misch aufgeführt, abends Hasemann's Töchter von Adolf L'Arronge, die außerdem Dienstag und Sonnabend wiederholt werden. Das Luftspiel Nachruhm ist auch für Donnerstag angesetzt. Um Montag geht der Pfarrer von KirchIn Spanden hat sich, dem A. f. d. S." zufolge, ein eigen felb in Szene. Sonntag, 24. November, Rönig Lear. Sonntag, Die freie Liebe in den besseren Kreisen". Einen artiger Fall von Vergiftung in der Familie des Arbeiters Krump: 24. lovember, am Todtensonntag findet teine Nachmittagss delitaten Auftrag hat dem B. T." zufolge die hiesige Kriminal- bola zugetragen. Die Frau kaufte auf dem Wochenmarkte Fische, vorstellung statt. Im Residenz Theater sind von polizei zur Zufriedenheit der Antragsteller erledigt. Aus Posen bie sie zum Mittageffen zubereitete. Nach dem Essen, während heute ab bie Hauptrollen des Studes Rabenvater wieder Stückes waren, wie gemeldet, vier junge Damen aus besseren Streifen der Mann sich bereits nach seiner Arbeitsstätte begeben hatte und in den Händen der Damen Becker und Brock, der Herren verschwunden, ohne auch nur die geringste Spur zurückgelaffen die Frau in der Wohnung ihrer Nachbarin verweilte, fiellte sich Bagay und Gaspart; Herr Alexander spielt auch ferner zu haben. Wie jedoch festgestellt wurde, war das Hauptmotiv bei ihr plöglich Uebelfeit ein, und mit einem Male fiel sie auf die Titelrolle. Der Spielplan des neuen Theaters in: bes räthselhaften Verschwindens der jungen Damen die Liebe; den Fußboden und lag wie todt da. Ein herbeigerufener Arzt Sonntag, nachmittags 3 Ubr: Frau Müller; abends 71/2 Uhr: Die fie hatten sich in aller Form entführen lassen. Die Bäter der stellte Vergiftung durch Fifchrogen feft. Die Frau ist jetzt außer neue Beit; Montag: Zwölite Abonnements- Borstellung: Die Flüchtigen hatten sich an die hiesige Polizei gewandt. Dieser Lebensgefahr. Dem Manne hat der Genuß der Fische nichts neue Zeit. Dienstag: Der Militärstaat. Mittwoch: Geschlossen. ist es denn auch gelungen, die Damen in Berlin zu ermitteln, gefchadet. Donnerstag: Die neue Zeit. Freitag: Seine Gewesene. Sonna und die Einlieferung" derfelben bei den Eltern in Begleitung Ein Spezialist in feiner Art ist der Handlungskommia abend und Sonntag: Die neue Beit. Im Schillers zweier hiesiger Kriminalbeamten hat bereits stattgefunden. Für Arthur Paßberg. Er hat es auf betrunkene Personen abgefehen, Theater kommt heute Sonntag Abend der Schwank Der die Helden der Liebesaffäre dürfte die Sache noch ein ernstes bie zur Nachtzeit ihre Wohnungen aufsuchen, insbesondere auf Raub der Sabinerinnen und Montag Ultimo zur Aufführung. Nachspiel haben, denn es sollen bereits weitere Ermittelungen in Stubenten, denen er sich in liebenswürdigster Weise als Begleiter Das Räth chen von Heilbronn geht Dienstag zuin Dieser romantischen Geschichte im Gange sein. und Führer anbietet. Er bringt die Trunkenen in ihrer Woh ersten Male in Szene und wird Donnerstag und Freitag wieder Mit der Abficht, sich zu erschießen, hat am Donnerstag nung ins Bett und begnügt sich mit einem Lagerplatz auf dem holt. Sonnabend wird anläßlich des Kneisel Jubiläums Der Kriminal- Schuhmann Friedrich Schiect feine Wohnung in Sopha. Bei dieser Gelegenheit bestiehlt er feine Opfer. Er ift Die Tochter Belials Tochter Belials zum ersten Mal gegeben. der Bülowstraße 57 bei Wendtler verlassen und ist seitdem nicht jetzt wegen mehrerer folcher Diebstähle festgenommen worden, 3m Theater Unter den Linden läßt Direktor Frigsche mehr gesehen worden. Schiect war mit einer von ihrem Manne nachdem er bereits mehreremale wegen gleichartiger Diebstähle dem Sullivan'schen Mikado am 21. November die seit zwei Jahren geschiedenen Frau Acke, die im Nebenhause Nr. 56 wohnt, ver- bestraft worden war. nicht aufgeführte Millöcker'sche Operette Der arme Jonathan lobt. Aus dem Verhältniß ist ein Knabe entsprossen, der jett folgen. Aufführungen der Operetten Der Bigeunerbaron und zwei Jahre alt ift. Am Mittwoch Abend war Schieck noch mit unterbeamten zum theil nicht folgen fönnen, wird gemeldet: In Dezember ist die erste Aufführung der Ausstattungsoperette leber moderne Fortschritte im Postwesen, denen die Die schöne Helena find dann in Aussicht. Für Mitte Frau Acke und dem Rinde zusammen und sehr vergnügt. Am große Verlegenheit bringt ihre Dienstanweisung einen Theil König Chilperich bestimmt. Herrn Direktor Gruft find Donnerstag Abend fam er um 9 Uhr zu Hause, ging aber gleich unserer Briefträger. Diese Anweisung schreibt vor, daß die zahlreiche Angebote auswärtiger Direktoren, wieder weg und ist feitdem verschwunden. Als am Freitag Briefträger ihre Borgefeyten militärisch grüßen sollen. Die Vor- Samburg, Breslau, Dresden, Hannover, Stettin, Düsseldorf Nachmittag feine Berlobte in seine Wohnung fam, um nach ihm gefeßten fehen durchweg auch strenge darauf, daß nach diefer sugegangen, dort mit dem Ensemble des Adolph Ernst zu fragen, fand sie auf dem Tische einen Bettel vor, auf dem Vorschrift verfahren wird, obwohl fie felbft in bürgerlicher heaters und dem Stück Der lleine Lord zu gaffiren. folgendes geschrieben stand: Bis jetzt ist alles bezahlt. Ich Kleibung zu gehen pflegen. Nun find aber sehr viele Briefträger Das Bugstück des Zentral heaters Gine tolle Nacht be fahre nach Bremen, um mich dort zu erschießen. Bitte grüße meine Mutter, die ich sehr lieb habe, und meinen tieinen gar nicht Golbat gewesen und haben daher auch keine Gelegen geht am heutigen Sonntag seine 75. Aufführung. Im Belles heit gehabt, den militärischen Gruß zu üben. Damit die Leute Alliance Theater geht heute Nachmittag 3 Uhr das Jungen." Der Verschwundene hat feine Erkennungsmarken nicht in Verlegenheit kommen, wird nichts anderes übrig bleiben, Jones'sche Voltsstück Der Gilbertönig in Szene; abends 8 Uhr zurückgelaffen. Weshalb er weggegangen ist, weiß man nicht. 1 fie nach ihrer Ginstellung zunächst in diesem Zweige des folgt die 80. Borstellung der Gesangs- und Balletpoffe Berliner Vielleicht besinnt er sich noch. Militärdienstes auszubilden oder vielleicht bei einen Truppen Raubvögel. Das Käthchen von Heilbronn mit Herrn Krüger In schwer frankem Zustande wurde am Freitag Nachtheile ausbilden zu lassen. als Friedrich Wetter von Strahl geht heute Abend im mittag ein unbekannter Mann auf den Köllnischen Wiesen aufNational Theater in Szene; nachmittags 2 Uhr wird gefunden und nach dem Rigdorfer Krankenhaus gebracht. Hier von Türks Ensemble Ein Voltsfeind gegeben. Am Montag geist der Bedauernswerthe am Sonnabend Morgen gestorben, ohne langt das Mofenthal'sche Schauspiel Deborah zur Aufführung. vorher noch einmal zur Besinnung gekommen zu sein. In Theater Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, Im Apollo Theater wird das von uns besprochene seinen Kreisen wurde der Verstorbene nach den bisherigen Gr- 17. November: Lucia von Lammermoor. Anfang 7 Uhr. Phan interessante Programm auch in der folgenden Woche aufgeführt. mittelungen Tenor- Franz" genannt, sein wirklicher Name ist da- tasien im Bremer Rathsteller. Lucia: Frl. Mary Howe aus Heute finden die definitiv vorlegten Sonntags- Borstellungen gegen unbekannt. New- York, a. Gaft. Sir Edgar: Hr. Emil Göße a. Gast. der Liliputaner im Friedrich Wilhelmstädtischen roll's Theater: Nachm. 3 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Theater statt. Nachmittags 8 Uhr und abends 71/2 Uhr wird Bremer Rathsteller. Dienstag, 19.: Lohengrin. Anfang 7 Uhr. am nächsten Sonntag dem legten der Liliputaner in BerlinPuppenfee. Montag, 18.: Die vertaufte Braut. Phantasien im Die Reise nach dem Mars" wiederholt, welches Stüd Lohengrin: Hr. Emil Göße a, Gast. Mittwoch, 20.: 3. Sin feine 100. Aufführung erlebt. Um 80. November findet die fonie der fgl. Rapelle. Anfa 71/2 Uhr. Donnerstag, 21.: definitive Abschieds- Vorstellung der kleinen Künstler statt. Durch eine heftige Gasexplosion wurden Freitag Nach. Die lustigen Weiber von Windsor. Freitag, 22.: Der mittag um 3 Uhr die Umwohner des Hauses Hauptstraße 2 in Evangelimann. Phantasien in Bremer Hathsfeller. SonnSchöneberg, an der Ecke der Grunewaldstraße, in Schrecken ver- abend, 23.: Der Postillon von Lonjumeau. Phantasien im fegt. In einem in dem bezeichneten Hause leerstehenden Laden Bremer Rathsteller. Sonntag, 24.: Opernhaus: Mignon. war von einem Arbeiter der Stobwasser'schen Lampenfabrit ein Gas- Kroll's Theater: Nachm. 4/28 Uhr: Unbestimmt. Montag, 25.: In dem Prozesse des Nachtwächters Neschke gegen bie tronleuchter angeschraubt worden. Hierbei war eine große Menge Gas Die Tochter des Regiments. Phantasien im Bremer Nathsteller. Stadtgemeinde Berlin hat heute das Kammergericht ausgeströmt. Trotzdem zündete sich der Arbeiter, nachdem er die Krone Dienstag, 26.: Bum 1. Mal: 3vanhoe. Schauspiel in zweiter Instanz entschieden. Das Landgericht hatte bekannt. angebracht hatte, ein Licht an, um damit zu erproben, ob die Leitung bau 3: Sonntag, 17.: Bum 1. Male: Doktor Klaus. Anfang lich in diesem Rechtsstreite, an dessen Ausgang die Kollegen des dicht sei. Da erfolgte die Explosion des ausgeströmten Gases 28 Uhr. Kroll's Theater: Wie die Alten fungen. Slágers hierfelbst und andere weite Kreise großes Interesse haben, mit solcher Gewalt, daß die fast 1 Bentimeter starke Anfang 7 Uhr. Montag, 18.: Romeo und Julia. Dienstag, 19.: den Anspruch des Klägers auf Anerkennung als städtischer Spiegelscheibe in Atome zersplittert auf die Straße hinaus. 1812. Mittwoch, 20.: Gefchloffen. Donnerstag, 21.: Doktor Beamter und Fortzahlung des Gehalts vom 1. Februar 1895 ab geschleudert wurde. Hierbei wurde einem in demselben Hause Klaus. Freitag, 22.: König Ottofar's Glück und Ende. dem Zeitpunkt der Entlassung und Einstellung der Gehalts wohnenden Schuhmachermeister W., der gerade im Augenblick der Sonnabend, 23.: 3um 1. Mal: Befonderer Umstände zahlung zurückgewiesen. Die hiergegen vom Kläger eingelegte Explosion dicht an dem Laden vorbeiging, von den umber halber. Frauenlob. Sonntag, 24.: Schauspiel Berufung hat auch bei dem Rammergericht teinen Erfolg gehabt, fliegenden Glasscherben das ganze Gesicht zerschnitten, so daß haus: Die Räuber. Anfang 7 Uhr. Kroll's Theater: denn dasselbe hat, nachdem es bereits am 6. d. M. in der Sache mehrere Wunden genäht werden mußten. Der Arbeiter büßte Basantasena. Anfang 7 Uhr. Montag, 25.: Dottor Klaus. verhandelt, die Publikation der Entscheidung aber bis auf heute feine Unvorsichtigkeit mit einer so schweren Verbrennung Im Deutschen Theater finden in diefer Woche vier ausgefegt hatte, ebenso wie der erste Richter erkannt. die gesammte Gemeinschaft, in der wir leben. Man braucht fein rufung des Jerenrechts in eine Anstalt bringen; dann würden gedeutet, selbst für mäßige Ansprüche im ganzen ungenügend und Rantischer Rigorist zu sein und wird sich doch sagen müssen, daß wir in der That sehr viel neue Irrenhäuser brauchen. fonnte auch durch zwei Gäste, Frl. Leno und Herrn Arndt, wir bei Schritten, die eine Auflehnung gegen die geltende Regel Vor nicht gar langer Beit hat der Schriftsteller Grant Allen die in der Vorstellung auftraten, nicht auf eine erträgliche Höhe bedeuten, die Folgen zu erwägen haben, welche die Berallgemeine einen Roman erscheinen laffen: ,, The woman who did" die gebracht werden. rung des von uns gegebenen Beispiels mit sich bringen würden. Frau, die es that. Nämlich, einen Freien Bund eingehen. Die Und ob die Verallgemeinerung der freien Ghe" unter den heutigen Heldin entwickelt dort ähnliche Ansichten, wie jest Fräulein Lanökonomischen und sozialen Verhältnissen günstige, unb namentlich chefter, handelt danach und hält sich auch lange febr tapfer, aber für die Masse der Frauen günstige Folgen haben würde, daß das Ende vom Liede ist, daß sie um ihres Sohnes willen Selbft fann man mit Fug und Recht bezweifeln. Die moralische Ber mord begeht. Der Roman machte etliches Aufsehen und rief setzung, die wir vor unseren Augen sich vollziehen sehen, noch eine Reihe von Gegen publikationen unter travestirenden zu fördern, tann nicht die Aufgabe von Sozialisten sein, und Titeln hervor. Jetzt wollen manche Leute Herrn Allen für die auf eine freie Ehe, die aus moralischen Motiven gefchloffen Schritte des Frl. Lanchester verantwortlich machen, während wird, würden unter heutigen Verhältnissen wahrscheinlich andere darauf verweisen, daß der Roman gerade die entgegen neun sehr un sozialen Charakters tommen. So wenig wir gefette Moral predige. Aber diese Wertheidigung ist wenig auf dem Boden der fapitalistischen Gesellschaft ein kommunistisches werth, denn die Berhältnisse, unter die Grant Allen feine Heldin Gemeinwesen errichten fönnen, so wenig tönnen wir auf demselben schließlich verfett, tönnen im Lebensplane des Frl. Lanchefter eine Pflanze ziehen, die einen Boden genau entgegengesezten ausgefchloffen sein. Die Hauptsache ist, daß die Jbee selbst älter ist Charafters erzeugt. Wir können die freie Ghe da, wo die Um wie Frl. Lanchester und Herr Grant Allen zusammen genommen. stände feine andere Verbindung möglich machen, vertheidigen, fie da, wo fie aus Prinzip eingegangen wird, refpettiren, aber wir Tönnen sie für die Gegenwart nicht propagiren. " Bermißt wird seit gestern die 67jährige Wittwe Henriette Schen geb. Freymann aus der Laufigerstr. 2. Die Greisin hat granes Haar, blaffe Gesichtsfarbe, einen zahnlosen Mund und eine starte gedrungene Gestalt. n Runft und Wissenschaft. " Gerichts- Beifung. 3um Kampf gegen die Freien Volksbühnen. Aus Ito na schreiot man uns: Der Vorstand des Hamburg- Altonaer Vereins Freie Volks bühne" hatte sich Sonnabend vor der Strafkammer I des hiesigen Landgerichts wegen Bergehens gegen das Urheberrecht zu verantworten. Der Verein führte am 25. November v. J. das Gerhart Hauptmann'sche Drama„ Einfame Menschen" im Raisersaal" hierselbst auf, nachdem eine frühere Borstellung polizeilich inhibirt worden war An dem Stücke hatte Theaterdirektor Pollini das Urheberrecht erworben, und niemand mar berechtigt, dasfelbe bier und in Hamburg öffentlich aufzuführen. Es wird nun behauptet, daß die fragliche Vorstellung eine öffentliche gewesen, wozu die Polizeibehörde nicht die Erlaubniß ertheilt habe. Auch Direktor Pollini habe die Genehmigung zur Aufführung des Stückes nicht ertheilt. Die Angeflagten bestritten, daß es fich um eine öffentliche Aufführung gehandelt habe, indem nur Beiläufig fei noch erwähnt, daß, wie es im Lande der Selbstent Mitglieder Zutritt hatten. Der Staatsanwalt hielt eine öffentliche hilfe nicht weiter wunder nehmen kann, man einen Verfuch gemacht Jm National Theater war das Bublifum am Freitag Aufführung für vorliegend. Es sei nicht nöthig, erklärte bat, burch das Mittel eines Privatinstituts freien Verbindungen Abend mit lebhaftem Gefehl bei der Aufführung von Schiller's er, daß man unbedingt Butritt habe, sondern es genüge, wenn einen gewissen Status zu geben. Es hat sich vor einiger Zeit Rabale und Liebe". Nicht daß die Kunstleistungen gerade geeignet man durch leicht erfüllbare Bedingungen Zutritt erlangen tönnte, ein Legitimirungsverein( Legitimation Society") gebildet, zu waren, die Zuhörerschaft hinzureißen. In der Frankfurterftraße Letzteres sei der Fall gewesen, denn jeder tonnte gegen Zahlung dem Zwecke, Leuten, die eine eheliche Verbindung ohne Gefeßes find tlaffifche Werke in der letzten Beit schon mit einem ver- eines Eintrittsgeldes von 25 Pf. und eines monatlichen Beitrages awang einzugehen wünschen, nach entsprechender Erklärung ein hältnißmäßig guten Gelingen gegeben worden, aber die Aufführung von 50 Pf. Mitglied werden und die Vorstellung besuchen. Er Diplom auszunellen, Protokolle über die Abmachungen betreffs von Schiller's revoltirendem Jugendwerk ließ an diesem Tage beantragte für die fünf Angeklagten je eine Geldstrafe von 150. etwaiger Rinder aufzunehmen cc. 2c. eine Art qualifizirter fo zu sagen alles zu wünschen übrig. Um so mehr waren event. 15 Tage Gefängniß. Von dem Vertreter des Direktors wurde Die Vertreter der Gesellschaft, Barterre und Nang bei den gleich flammender Lohe gegen die Pollini eine Buße von Schmied von Gretna Green, 100 Mart beantragt. die ihre Sache sehr ernst nehmen, haben sich benn auch sofort Defpotie gekehrten Worten des Dichters; jebe packende Der Bertheidiger der Angetlagten, Rechtsanwalt Dr. Peppler für das Biebespaar Lanchester- Sullivan ins Beug geworfen. Ihre Stelle, and mochte sie noch so falsch herauskommen, fuchte in längeren Ausführungen nachzuweifen, daß es fich um Hilfe ift, soweit es sich um die Wahrung des Rechts gegenüber wurde mit Beifallstürmen begrüßt, und als der übrigens teine öffentliche Vorstellung handele und daß daher die Freis der Familie handelt, angenommen worden, alles weitere ist einft von Herrn Direktor Samft prächtig dargestellte Stadtmufitus fprechung erfolgen müsse. Legtere wurde auch vom Gericht weilen weifelhaft. Die nächste Frage ist, ob und gegen wen Miller dem Präsidenten die Worte entgegenschleuderte„ So lange ausgesprochen, nicht aber, weil angenommen wurde, daß die Schritte wegen Freiheitsberaubung eingeleitet werden sollen. Frl. der Hof, der noch Buhlschaften vorräthig bat" 2c., da ging ein Aufführung feine öffentliche gewefen fei. Es habe aber nach den Lanchester hat begreiflicherweise nicht sehr große Neigung, gegen Brausen durchs Theater, als ob die Zeiten der Freien Volts: Berhandlungen mit der Polizeibehörde den Angeklagten das Bater und Brüder gerichtlich vorzugeben, aber die Sache ist aus dem bühne wiedergefehrt feien. Das Publikum, welches die Klaffiter rechtswidrige Bewußtsein gefehlt. Der Nebentläger wurde ab. Stadium des Familienfonflitts herausgerückt, und es ist ein großes vorstellungen besucht, scheint denn doch ein anderes zu fein, gewiesen. öffentliches Intereffe in Frage: ob man auf so fadenfcheinige als das, welches an dem albernen Trödel Gefallen fand, Gründe hin, wie in diesem Falle, einen mündigen Menschen tage der vordem im National Theater aufgetischt wurde. Aus München wird gemeldet: Zu der Nachricht, daß mit lang ungeftraft in ein Jrrenbaus einsperren darf. Die Anfichten Unter welchem braven Regime lebt das Proletariat doch beute, Rücksicht auf die im Jabre 1896 in Berlin stattfindende inters des Frl. Lanchester mögen den verschiedenen Aeraten verrückt er wo die fast einzige Möglichkeit, ein gutes Drama gut aufgeführt nationale Kunstausstellung die 7. internationale Kunstausstellung schienen sein, aber darum war die Dame selbst es noch nicht. zu sehen, die in den letzten Jahren wenigstens einem Bruchtheil in München auf das Jahr 1897 verschoben wurde, wird ollte man alle Bekenner Interadorer Jbeen, alle Menschen, der Arbeiterschaft zustand, infolge einer Polizeithat zunichte mitgetheilt, daß die Jahresausstellung der Münchener Künstlerdie einen als thöricht erscheinenden Schritt vorhaben, unter Angemacht ift. Die Darstellung war, wie schon vorhin ansgenossenschaft auch im Jahre 1896 wie bisher stattfinden wird, Indem nämlich der Senat( 8. 3-6.) zunächst darauf hinwies, daß die von der Berufung in betracht genommenen gerichtlichen Entscheidungen bezüglich der Nachtwächter in Magdeburg und Breslau schon besivegen garnicht berücksichtigt werden könnten, weil hier die thatsächlichen Verhältnisse ganz anders liegen, führte er in den ganz furz vorgetragenen Entscheidungsgründen noch aus, daß die hiesigen Nachtwächter nicht städtische, sondern fisfalische Staatsbeamte feien oder gewesen seien. Die Klage hätte also nicht gegen die Stadt, sondern gegen den Staat gerichtet werden müssen. Versammlungen. Die Filiale Berlin des Verbandes der in der KürschnerBranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen nahm am 11. d. M. die Abrechnung des Kollegen Hübner über das letzte Stiftungsfest entgegen. Das Feft hat ein Defizit von 4,75 M. ergeben. Aus der Ergänzungswahl der Ortsverwaltung ging Kerinnit als zweiter Kassirer und Bibliothekar, Weinstock als Revisor hervor. Verein der Maschiniften, Seizer und Berufsgenoten Berlins und geringfügig und keineswegs derart ist, um Schiffe von dem in gegen Sonntag, den 17 November, nachmittags out, Oranienstr. 51: Der Betriebsordnung zugelassenen Tiefgang von 8 m in der Kanal. Bersammlung. Lüftung der Fabrikräume. Vortrag des Herrn Ingenieur Keidel über Heizung und fahrt zu behindern. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure.. w. Monatsverfammlung am Montag, den 18. b. M., abends 10 Uhr, bei Buste, Aus den Kreifen von Bildung und Befih. Gine großGrenadierstr. 38. artige Standalaffäre beschäftigt, wie dem„ Berl. Tagebl." ein Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Montag, den Privat- Telegramm aus Graz meldet, das dortige Untersuchungs18. b. Mis., abends 8 Uhr: Bahlstelle 1 bei Feind, Weinstr. 11. Bahlstelle a bet Gründel, Brunnenstr. 188. Bahlstelle 3 Neues Klubhaus, Kommandanten gericht. Es handelt sich um haarsträubende Sittlichkeitsdelikte. Straße 72. Wie ein dortiges Blatt meldet, ist bereits gegen zweiundvierzig, Große öffentliche Versammlung am Montag, den 18. November, abends Buntt fuchung anhängig, davon sind sieben inhaftirt, mehrere find Herren- und Knaben- Knnfektionsschneider und-Schneiderinnen. Den besseren Ständen angehörige Angeschuldigte die Unter9 Uhr, im Lotal des Herrn Buste( früher Seefeld) Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Der bevorstehende Streit im Frühjahr 1896 und die Befchicung gegen hohe Rautionen auf freiem Fuß. der Konferenz zu Erfurt. 2. Disfuffion. 3, Wahl des Delegirten zur Konferenz und Wahl des Vertrauensmannes. hofer Bierausschant, Loutsenstr. 36. Stenographischee Verein( Stolje) zu Berlin. Vereinslotal: Bazenabend 8% Uhr. Sigung am Montag, den 18. November, In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am Sonntag, vormittags 10% Uhr, Herr G. S. Schäfer den Vortrag über:„ Das Freiheitsprinzip." Damen und Herren haben freten Zutritt. Sdjöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Bersammlung am Montag, abends 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 110. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Borlesung aus:" Die Weber". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Vergnügungskinb ,, Oftend". Sonntag, den 17. November, nachmittags 6 Uhr, bei Birt, Straußbergerstr. 3: Gigung. Nachdem: Fidelitas. Gäste willkommen. Berichtigung. Frau Gerndt ist nicht, wie der Bericht in Nr. 269, ziveite Beilage, zweite Seite, erste Spalte angiebt, Vertrauensperson zur Agitation in Berlin, sondern nur zur Führung der Korrespondenz mit den Gebet Wolff, Friedrichsbergerjir, 24. nossinnen Deutschlands gewählt worden. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag fein Unterricht. Die Leferäume find von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. Unterricht am Montag: Südost Sch it le, Waldemarstr. 14: Deffentliche Gesundheitspflege. Nord- Schule, Müllerstr. 179 a: Nationalofonomie. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benuzung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. 6. Nr. 29 Hamburg) Filiale Berlin 6. Mitgliederversammlung am Sonntag, den 17. November, vormittags 10% Uhr, bei Marten, Ackerstr. 123. rufsgen.( Sokalverein Berlin.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Versammlung Zentralverband deutscher Konditoren, Pfefferküchler u. verw. Be im Bereinslotal Wernau's Restaurant, Rosenthalerstr. 57. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 17. November. Volks Vorstellung( NationalTheater). Ein Volksfeind. Won Jbfen. Beginn der Verloosung 11/2 Uhr, der Vorstellung 21/2 Uhr. Opernhaus. Lucia von Lammermoor. Phantasie im Bremer Rathsteller. Montag: Die Die verkaufte Braut. Phantasie im Bremer Rathsteller. Schauspielhaus. Doktor Klaus. Montag: Romea und Julia. Kroll's Theater. Nachm. 21 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Abends 7 Uhr: Wie die Alten fungen. Deutsches Thenter. Tedeum. Nachmittags 22 Uhr: Don Carlos. Montag: Der Meister von Palmyra. Berliner Theater. Safemann's Töchter. Nachmittags 21/2 Uhr: Nachruhm. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Leffing- Theater. Die Venus von Milo. Die Romantischen. Nachmittags 3 Uhr: Heimath. Montag: Die Venus von Milo. Die Romantischen. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nachmittags 8 Uhr: Dieselbe Bor ftellung. Montag: Diefelbe Borstellung. Nenes Theater. Die neue Beit. Montag: Dieselbe Borstellung. Schiller- Theater. Der Raub der Sabinernen. Montag: Ultimo. Privat- Theater- Gesellschaft" Lilly", Linienstr. 96, abends 6 Uhr. Raucherkinb Pfeifenkopf"." Sigung jeden Montag, abends 9 Uhr, Bergnügungsverein Eintracht". Sigung mit Damen am Sonntag, den 17. November cc., nachmittags 5 Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26. Sier auf: Fidelitas. Vermischtes. Ein fetter Raub. Aus Brüssel meldet der Telegraph: Bei der Société générale" ist von der Direktion ein Diebstahl von 22 Millionen Frants entdeckt worden. Näheres ist noch nicht bekannt. Ueber eine Explosion liegt aus London vom Sonnabend folgende Meldung vor: Gegen 8 Uhr abends fand in der Nähe der Residenz des Lordmayors eine heftige Explosion statt. Vorher war in der Kirchstraße eine Explosion erfolgt. Die Urheber konnten bisher nicht ermittelt werden. Eisenbahn- Unglück. Aus Petersburg wird vom Sonne abend berichtet: Auf der Station Konstantinowska der KurskCharkow- Asow- Eisenbahn explodirte der Kessel der Lokomotive eines dort haltenden gemischten Buges. Der Maschinist und sein Gehilfe wurden getödtet, der Heizer stark verbrüht. Briefkasten der Expedition. Vom Nord- Ostsee- Kanal wird aus Riel berichtet: Nach einer Mittheilung des faiserlichen Kanalamts ist der anfangs für B. H. B. Sie dürfen das nicht tragisch nehmen, der einen Stein gehaltene Gegenstand an der Soble des Kanals bei Jammerruf verschmähter Liebe klingt immer bitter und ungerecht. 38,765 km, der sich bei näherer Untersuchung als ein vor längerer Uebrigens scheint er es noch gar nicht gelesen zu haben. Da er Beit dort gesunkenes Boot herausgestellt aber niemals ein Schiff- aber doch über alle Probleme der Wissenschaft mit der ganzen fahrtshinderniß gebildet hat, gehoben. Bei 25 km ist aller- Sicherheit des alten Dilettanten aburtheilt, warum nicht dings am 3. d. M. eine Rutschung eingetreten, die jedoch nur auch hier! Adolph Ernst- Theater. Nachmittags 3 Uhr: Der kleine Lord. Kinder in Begleitung Er wachsener zahlen die Hälfte. Abends 71/2 Uhr: Letzte Sonntags- Aufführung. Bum 76. Male: Paradebummler. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson und Leon Treptow. Mufit von Gustav Steffens. Montag: Paradebummler. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Emil Thomas a. G. Novität! 8um 75. Male: Novität! Eine tolle Nacht. Große Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstadt und Julius Prennd. Mufit von Julius Einödshofer. In Szene gefeßt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 72 Uhr. Alexanderplatz- Theater. Heute Sonntag: Nachmittags 4 Uhr: bei volts thümlichen Breifen No. 66". Operette in 1 Att. Chambre separée. Op. in 1 Att. Abends 8 hr: Die kleinen Lämmer. Vorher: Chambre separée. Operette. Montag: Die kleinen Lämmer. Chambre separée. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend er mäßigten Breifen. Gastspiel des Herrn Oskar Krüger vom Hoftheater zu Braunschweig. Das Käthchen von Heilbronn. Romantisches Ritterschauspiel in 5 Aften, einem Vorspiel( 11 Bildern) von H. von kleift. Regie: Fritz Schäfer. Nachmittags 21/2 Uhr: Ein Dolksfeind. Morgen: Deborah. Aktien- Brauerei Friedrichshain ( Königothor). Heute Sonntag: Grosses MilitärKonzert Przywarski. Eintritt 20 Pf. Brogramm unentgeltlich. Berl. Bockbrauerei Tempelhofer Berg. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater Sente, fowie Vorher: Aber die Ehe! Montag: Diefelbe Vorstellung. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Parade bummiler. Nachmittags 3 Uhr: Der Kleine Lord. 25/26 Chauffeestraße 25/26. Unwiderruflich vorlegter Sonntag der Liliputaner. Heute 2 Borstellungen. Nachmittags 8 Uhr,| Abends 71/2 Uhr, zum 91. Male: zum 92. Male: Alexanderplah- Theater. Die kleinen Die Reise nach dem Mars. Lämmer. Borher: Chambre separée, Nachmittags 4 Uhr: Nummer 66. Chambre separée. Montag: Diefelbe Vorstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch: Keine Vorstellung. Abschiedsvorstellung am 30. November. National Theater. Das Rathchen Louis Keller's Festsäle von Heilbrunn. Montag: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag: Der Raub der Sabinerinnen. Montag: Ultimo. Konzerthaus Sanssouci Rottbuserstraße 4a. Heute, sowie jeben Donnerstag und Sonntag: Soirée ber altberühmten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Neues, ganz famoses Programm! Montag: Viktoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Koppenstraße 29. Grösstes u. schönstes Etablissement der Residenz. Jeden Sonntag und Mittwoch: Humoristische Soirée ber beliebten Hamburger Sänger 8 Herren Heute Sonntag außerdem Grosses Konzert bes Berliner Konzert- Orchesters unter Leitung des Herrn Mufitdir. G. Grass. Nach dem Konzert: Großer Ball. 2 Musikchöre. Anfang 5 Uhr. 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Sterbekasse der Tischler u. Oertl. Verwaltung Berlin H. Am 15. d. M. starb unser Mitglied, der Arbeiter Albert Biffner im Alter von 41 Jahren an der Proletarierkrankheit. Die Beerdigung findet heute Nachmittag um 2 Uhr vom Trauerhause, Wrangelstr. 91 aus nach dem EmmausKirchhof statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 184/7 Die Ortsverwaltung. Hiermit allen Freunden und Befannten die traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Mann und Vater, der Buchbinder Auguft Klahr am 14. b. M. nach schweren Leiden entschlafen ist. 1353b Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Mathias- Kirchhofes, SüdendeMariendorf aus statt. Dies zeigen die trauernden Hinter bliebenen an M. Klahr nebst Tochter. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Gastwirth Wilh. Soost am Freitag früh im Alter von 25 Jahren nach schweren Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet Montag, den 18. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Rummelsburgerstraße 19, Friedrichsberg, aus statt. 1359b Die trauernden Hinterbliebenen. Cöpenick. Den Mitgliedern des Arbeiterund Arbeiterinnen- Vereins zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter 7/7 Adolf Lehmann an den Folgen einer Verbrübung am Donnerstag Abend verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Albrechtstr. 5 aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand und des Vereins der Arbeiter Arbeiterinnen Berlins n. ing. Nachruf. Am Donnerstag Abend starb unser treuer Sangesbruder Karl Karthaus an der Proletarierkrankheit. Derselbe war unser Mitbegründer des Vereins. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. 1352b Buchhandlung des Vorwärts" " Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen: Buch der Jugend. Für die Kinder des Proletariats herausgegeben von Emma Adler. 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Der Inhalt ist ungemein reichhaltig: Märchen, Gedichte, Erzählungen, Bilder aus dem Arbeiter- und Fabrikleben, gesellschaftsund naturwissenschaftliche Aufsätze, Biographien wirtlich großer Männer( Goethe, Rafael u. s. w.) Unter den Mitarbeitern begegnen wir daher nicht blos Schriftstellernamen von gutem Klange, sondern selbstverständlich auch bekannten Sozialisten: Dr. Adler, Bebel, Liebknecht, Vandervelde, Henckell, Jacoby u. A. m. Arbeiter haben aus ihrem Leben und aus ihrer Erfahrung Beiträge geliefert, die mit zu den besten des Buches zählen. Und auch Das Buch der Jugend- hoffen wir wird sich die Herzen und Köpfe der deutschen Arbeiter- Jugend erobern, so daß wir nächstes Jahr einen zweiten Band folgen lassen können. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des„ Vorwärts." und Speisehaus, Franke's Volkskaffee Gr. Frankfurterſtr. 73, frei Reller. M* Frischeisen, Waldemarstr. 2, 1. 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Schlesinger, Dresdenerstr. 107/8. 1380b Für eine Krankenkasse wird ein tüchtiger Beamter gesucht. Adr. sub. J. T. Expedition dieser Zeitung. Ausschneider verlangen 1251b [ 18405 Siegel u. Co., Haideftr. 48. Zigarrenm. u. 5 Wickelmacher verl. Fennstr. 19, 2 Tr. r. Tüchtige 1870b 13766 Graveure aur Schwarzdruck besonders empfehlenswerth gegen Schweißfüße, Schock 25 Pfennig. Alleinverkauf: R. Stock, Wrangel- Straße 119. Gleichzeitig empfehle aus besonderen, finden dauernde und lohnende Vehaltbaren Garnen: Strümpfe, Socken, schäftigung R. Auerbach, Trikotagen, wollene Westen. 3711L* Grünauerstraße Nr. 1, Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 7. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 270. Uv Missfände auf Baufen. Die Kommission der Bauarbeiter Deutschlands, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Material zu sammeln über die auf den Bauten herrschenden Mißstände, läßt neuerdings weitere Mittheilungen an die Zeitungsredaktionen gelangen, aus denen hervorgeht, daß die Unternehmer allerorts mit der gleichen Kalt herzigkeit das Leben ihrer Arbeiter aufs Spiel setzen. Wir veröffentlichen von dem uns vorliegenden Material das haupt sächlichste und schicken voraus, daß die betreffende Kommission nicht, wie auch wir irrthümlicher Weise früher angaben, vom Zentralverband der Maurer Deutschlands eingesetzt ist, sondern aus Arbeitern aller Bauberufe besteht. Die Maurer partizipiren Daran nur in gleichem Verhältniß. Bon Bromberg wird u. a. über den Renovirungsbau an der katholischen Kirche berichtet, daß an derfelben das Gerüst fehr mangelhaft fei. Die Standgerüste feien nicht mit Brustwehren eingefriedigt, sondern es sei nur ein Brett an der äußern Seite hochkantig gestellt, damit nur ja kein Material herabfallen könne. An einem Bau, dieser Kirche gegenüber, war vor kurzer Zeit ein Zimmerer abgestürzt und kurz darauf geftorben, das Borkommniß hatte aber nicht bewirkt, daß nun Schuhrüstungen angebracht worden wären, nein, auch das Standgerüst an diesem Bau war noch jezt außerordentlich lückenhaft. Aus Kolberg berichtet der Beauftragte über ein Gerüst am Bau einer Apotheke: An das Holzwerk in den Umfassungswänden waren 10-12 3entimeter lange und 4-5 Zentimeter starte Lattenstücke angenagelt, die als Auflager für die Netzriegel dienten. Die Außenseite des Gerüftes bestand aus Gerüstund Streichstangen, auf letteren lagen die Neßriegel mit ihrem anderen Ende auf und waren dort mit Tauen angebunden. Irgend welche Verschwertung, die etwa das Gerüst an das Gebäude heranzudrängen hätte, bemerkte der Beauftragte nicht. An den Giebel des betreffenden Gebäudes grenzte ein kleineres Gebäude, dessen Dach als Auflager für die Streichstange diente; diese hatte sich etwa 8 Meter zu übertragen. Das Gerüst schwankte schon beim Besteigen recht bedenklich, es ist geradezu ein Wunder, wenn die Negriegel nicht abrutschen. Aus Danzig berichtete der Beauftragte am 10. August: Vor einiger Zeit stürzte vom Neubau des Unternehmers Stier ein Zimmerer aus der dritten Etage bis in den Keller gewiß ein Berreis für die sorgsame Abdeckung der Balken! Jetzt schlugen die Zimmerer an diesem Bau das Hauptgesims an. Zu diesem Zweck hatten sie einige Bretter durchs Fenster gesteckt und innen befestigt; außen waren auf diese noch andere Bretter längs des Gebäudes gelegt, worauf zeitweise fünf Personen arbeiteten. Sonntag, den 17. November 1895. und 12. Jahrg. fönne. um bewahrung des Baumaterials; in diesen Buden nehmen indeß gliedern der bewaffneten Macht vermochte das Urtheil jet och auch auf manchen Bauten die Arbeiter ihre Mahlzeiten ein. In nicht festzustellen. Gegen dieses Urtheil legte die Staatsanwalt Kolberg sind Baubuden selten; es werden in der Regel alte schaft Revision ein, die sich gegen die Freisprechung Dierl's Jahrmarktsbuden, die zu diesem Zweck nicht mehr taugen, als von der Anklage der Beleidigung richtete, während andererseits Baubuden benutzt. In Danzig existiren ebenfalls nicht auf der Angeklagte das Urtheil ansocht, soweit es ihn allen Bauten Buden, und die vorhandenen sind meist sehr wegen Vergehens gegen die öffentliche Ordnung verprimitiv. In diesen Bauten wird zudem noch das Bau- urtheilte. Der Staatsanwalt vermißt in dem Urtheile irgend material, soweit selbiges Schuh bedarf, untergebracht. In welche Feststellungen wegen der Beleidigung, deren VorhandenFrankfurt a. D. find Baubuden Seltenheiten. Der Beauftragte fein einfach verneint worden sei, weil es an einer individuellen hatte Gelegenheit, an einem Bau in der Ferdinandstraße eine solche Person fehle, gegen welche sich die Beleidigung richte. Des in Augenschein nehmen zu können. Diese bildete einen einfachen Bretter- Objekt der Beleidigung sei aber die Gesammtheit der preußischen stall, nicht einmal ein Tisch war darin und dabei lag sie so tief, bezw. deutschen Offiziere, wegen deren seitens des Kriegsministers daß bei Regenwetter sich niemand darin aufhalten tonnte, der auch ein rechtzeitiger Strafantrag gestellt worden sei. Die feine Wasserstiefeln anhatte. In Königsberg bemerkte der Revision des Angeklagten war materieller und formeller Art, Beauftragte bei manchen Bauten Bretterställe, die höchstwahrschein- stützte sich jedoch in erster Linie auf die Rüge der Verlegung lich als Baubuden" dienen sollten! des§ 217 St.- P- D., welcher bestimmt, daß neben dem Angeklagten Aborte find in Bromberg nicht an allen Bauten vor der gewählte Vertheidiger dann zu laden ist, wenn die erfolgte handen, und wo solche existiren, erregte die Besichtigung derselben Wahl dem Gerichte angezeigt worden ist. Das letztere ist nun schon Ekel, weshalb wir die Beschreibung erst recht unterlassen. geschehen, indem der Wahlvertheidiger seine Vollmacht der GeJn Kolberg werden Aborte hergestellt, aber in der schon be- richtsschreiberei terjenigen Rammer überreichte, welche über die fannten Weise. Bei einem Neubau war der Abort des ab- Eröffnung des Hauptverfahrens Beschluß zu fassen hatte. Der gebrochenen Hauses stehen geblieben. Dieser bildet nun zu Gerichtsschreiber der Beschlußkammer verlegte jedoch die Vollgleicher Zeit Abort und Baukomptoir. Der ursprüngliche Raum macht, so daß die Entscheidungskammer ohne Kenntniß davon war nämlich durch eine Bretterrand getheilt, die eine Hälfte blieb. Ta un der Vertheidiger infolge unterlassener bildete die Schreibstube des Poliers. In Danzig sind eben Ladung nicht erschienen war, bat der Angeklagte un falls nicht auf allen Bauten Aborte. Beim Bau eines Unter- Vertagung, Damit der Vertheidiger zur Stelle gebracht vorbereiten sich nehmers in Langfuhr stand die Rückwand des Abortes an der werde Der Präsident Straße und die Wand des Aborts war sehr durchfichtig und Brausewetter lehnte dies ab, da eine Vollmacht, nicht dieser ohne Thür. Auch am Neubau der Husarenkaserne sollen bei den Akten war; wie sich eben später herausstellte, war in dieser Beziehung traurige Verhältnisse bestanden haben. Den dieselbe auf der Gerichtsschreiberei der Beschlußkammer liegen Beauftragten wurde versichert, daß viele Arbeiter einfach an geblieben. Das Protokoll erwähnt auch, daß nur gebeten, aber einem beliebigen Ort im Bau ihre Nothdurft verrichteten. In nicht ein formeller Antrag gestellt wurde. Auch beruhigte sich Frankfurt a. d. Oder fehlten die Aborte fast an allen Bauten, der Angeklagte mit der Erklärung des Vorsitzenden Brausewetter, wo solche existirten, gaben sie den beschriebenen nichts nach. ein Vertheidiger sei nöthig und zu einer Bertagung liege Um Wiederholungen zu vermeiden, schließen wir hiermit kein Grund vor. Der Reichsanwalt erklärte beide Redie Mittheilungen über das Kapitel ,, Mißstände auf Bauten". visionen für unbegründet; die des Staatsanwalts scheitere Was wir von dem darüber vorhandenen Material veröffents an den thatsächlichen Feststellungen des Urtheils über lichten, ist unserer Ansicht nach vollständig genügend, um den die Unbestimmtheit des Objekts. Der Revision des Angeklagten Gesetzgeber zu veranlassen, für Abstellung der Mißstände aus sei allerdings zuzugeben, daß ein Verstoß gegen§ 217 Str.-P.-D. reichend zu sorgen. vorliege; fraglich sei, ob derselbe durch das nachmalige Auftreten des Vertheidigers geheilt werde. Daß der Angeklagte sich selbst über die Ablehnung des Vertagungsantrages beruhigte, fann ihm nicht zum Nachtheil angerechnet werden, denn er hörte vom Vors fizzenden, eine Vollmacht des Vertheidigers sei nicht bei den Akten. Anders wird die Sache aber durch das Erscheinen des Vertheidigers, denn der mußte natürlich wissen, daß er die Bollmacht eingereicht habe. Da er sich der Stellung eines Antrages enthielt, war das Verfehen der Nichtladung sanirt. Das Reichsgericht nahm von einem Gingehen auf die materiellen Rügen Abstand und hob schon auf die prozessuale Verlegung des§ 217 St.-P.-D. hin das urtheil auf, soweit es Dierl mit Strafe belegt, da der Verzicht des Vertheidigers nicht genüge, den Verstoß zu saniren. Die Revision des Staatsanwalts wurde ver. worfen, da sie sich gegen die thatsächliche Würdigung richtet. Zwei Jahre sechs Monate Gefängniß wegen Majestäts: beleidigung hat das Landgericht Naumburg gegen den 28jährigen Kaufmann Franz Louis 3ets che ausgesprochen. Gerichts- Beitung. Berichtigung. Zu dem Artikel 3wei Hofequipagen" in Nummer 266 des Vorwärts" läßt der Betroffene uns um folgende Richtigstellung bitten: In dem Erkenntniß der Straf fammer ist allerdings gesagt, daß Beklagter die eine prinzliche Rutsche überholt habe. Dagegen ist das Wort„ strafverfchärfend" nicht zum Ausdruck gebracht. " Frankfurt a. D. Die Aufmauerung eines Neubaues in der Ferdinandstraße geschah über die Hand". Am Aeußeren des Baues waren Schuhgerüste nicht angebracht, obgleich dicht am Bau Arbeiter bei Erdarbeiten beschäftigt waren. Der Bau war in Urtheil der Kammer Braufewetter gegen unseren bereits zur dritten Etage hochgeführt und nun erst fiel es dem Reiteur Dierl ist am Freitag vom Reich 3 gericht wegen Meister ein, über die Ausgänge des Banes Schußdächer annes Verstoßes gegen die Strafprozeßordnung aufgehoben bringen zu lassen. Die Veranlassung dazu ist sicherlich die tags worden. Der frühere verantwortliche Redakteur des Vor vorher abgehaltene Versammlung gewesen, wo die Mißstände aufwärts", Josef Dier!, wurde am 29. Juni 1895 von der Bauten tritifirt wurden. Im vorigen Jahre ist bei diesem zweiten Straffammer des Landgerichts BerlinI wegen Bergehens Meister ein Arbeiter um sein Leben gefomnien, er wurde von gegen die öffentliche Ordnung nach§ 131 St.-G.-B. zu 6 Monaten einem herabfallenden Stein getödtet; über den Arbeiter ist Gefängniß verurtheilt; die Anklage war auch wegen Beleidigung nach mittlerweile Gras gewachsen, der Meister mußte erst durch andre§ 185 St.-G.B. erhoben, wurde jedoch insoweit fallen gelaffen. Maßnahmen zur Raison gebracht werden. In ähnlicher Weise Der inkriminirte Artikel war in der Nr. 61 des„ Vorwärts" vour wird von allen Beauftragten berichtet; überall waren die Gerüste 13. März 1895 abgedruct. In temfelben war, anknüpfend an in der leichtfertigsten Art aufgeführt. eine Aeußerung des preußischen Kriegsministers, der Militarismus auf der Anllagebant" geschildert und die deutschen Heeres- Ans Chemnih wird über folgenden Vorfall berichtet: Bei einrichtungen wurden einer scharfen Kritif unterzogen. U. a. Telephonarbeiten fiel hier auf der Theaterstraße ein Draht wurde getadelt, daß bei geringfügigen Anlässen friedliche Bürger, herab. Gin mit zwei Pferden bespanntes Fuhrwerk kam in den die auf Anruf des Postens nicht gleich stehen bleiben, nieder Draht, die Pferde schleppten ihn ein Stück mit fort und so fam geschossen werden, und des weiteren von einer Dreffur des er mit dem Leitungsdrahte der elektrischen Bahn in Verbindung, Soldaten und von der Zwecklosigkeit der Märsche und Uebungen durch welchen ein ziemlich hochgespannter Strom von 500 Volt gesprochen. Das Urtheil führte dagegen aus, die Soldaten würden geht. Der Strom tödtete die beiden Pferde. Ein Arbeiter, der nur zu militärischer Tüchtigkeit erzogen, die Märsche seien nicht zweck- Den Draht, um ihn zu entfernen, mit bloßen Händen anfaßte, los 2c. Darin wurde der Thatbestand einer Verächtlich machung einer fiel zwar um und konnte den Draht nicht eher wieder loslassen, Staatseinrichtung, der Heereseinrichtung, erblickt. Die von der als bis er durchgeschmolzen war, tam aber mit dem bloßen Anklage erblickte Beleidigung des Kriegsministers und von Mit- Schrecken davon. Die Unfallverhütungs- Vorschriften werden in Bromberg auf den Bauten nicht ausgehängt, und ebensowenig in anderer Weise den Arbeitern bekannt gegeben. In Kolberg hängen die Vorschriften manchmal auf einem Bau aus. In Danzig ist es ähnlich so, nur geben einige Meister diese Vorschriften zugleich mit der gar nicht sauberen Arbeitsordnung" an ihre Arbeiter ab. Auch in Frankfurt a. D. werden nur selten die Unfallverhütungs- Vorschriften ausgehängt; Umfragen ergeben, daß die meisten Arbeiter keine Ahnung von dem Vorha densein solcher Vorschriften hatten. Baubuden existiren in Bromberg nur zur Auf: " Sonntagsplauderet. S Gs in Vermischtes. Man benutzt die günstige Konjunktur selbst einem Künstler fürsten wie Lenbach gegenüber. Hat man ein Lenbach'sches Bildniß um einen Pappenstiel erworben, so reibt man sich vers gnügt die Hände und hat beileibe feinen Hintergedanken. Man freut sich eben, daß es im Leben so schön eingerichtet sei: der eine versteht nicht zu wirthschaften, und der andere weiß das Kapitälchen zusammenzuhalten. Kann ein Lenbach nicht ins Ge dränge fommen, und wenn er so schlecht wirthschaftet, so geschieht ihm ganz recht. Welche Moral könnte den Großfaufmann hindern, glückliche Fügungen auszunüßen? und verwüsten konnte! Es ist nüßlich, daß man sich ver- werte, Arbeiten also, auf denen gleichsam die Schutzmarke des gangener Tage erinnert. Dieselben Menschen, die das Schlag ausführenden Künstlers nicht verzeichnet ist, ebenfalls in den Arme Epract, die deutse Spract", so rust mitleidig der wort vom germanischen Wagemuth in die Menge warfen, sind Handel kommen dürfen. Diese Usance spielte nämlich im LenbachGlücksritter Riccaut in Leffing's Minna von Barnhelm aus. heute wie umgewandelt, wenn sie auf den jüngsten Prozeß eine Nebenrolle. Und wenn die Münchener Künstler das Wirklich arme Sprack! Nun studire ich schon eine geraume Weile schwarzen Sonnabend", auf den Börsentrach voriger Woche zu durchsetzen, was haben sie viel gewonnen? Das Profitrecht ohne und zermartere mir den Kopf, wie man nur annähernd den höchst sprechen kommen. Eine halbe Milliarde soll in Wien allein, ein Maß, wie es dein Kapital im Kunsthandel eignet, bleibt im merkwürdigen dolus eventualis übersetzen möchte; so übersehen, paar hundert Millionen sollen in Berlin verspielt worden sein. Wesen unverändert fortbestehen. Großkapitalistische Kunstdaß, wer deutsch versteht, in knappen Worten den verwickelten Spielwuth und Habgier waren wieder einmal ins Große, ins handlungen pflegen ohnedies jetzt schon nur signirte Kunstwerke Begriff fassen fönnte. Da hilft tein Grübeln, mit dem Ungethüm Fieberhafte gestiegen. Ter Klang" Gold, Gold!" berauschte die zu kaufen: hat sie dies jemals verhindert, vom Künstler in der dolus eventualis wird man nicht fertig. Da tommt man immer Sinne. Die Spekulation artete in wüfteste Anarchie aus und Noth, so billig als möglich zu erwerben, und so theuer, als es wieder mit der Abschreckungstheorie. Die Strafe soll nicht gewiffenlose Spetulanten hatten selbst Stadtreisende geworben, fich machen läßt, loszuschlagen? allein Sünde und Verbrechen fühnen, sie soll auch eine die mit Antheilscheinen auf Goldgruben kleinhandeln gingen, um lebendige Mahnung sein, es den Lasterhaften und Frevlern nicht den kleinen Mann zu födern. Heute sind darüber Banken in die Brüche gleichzuthun. Taufende und Abertausende nun haben von der gegangen und mancher ihrer Juhaber mochte den Sturz nicht Verurtheilung Liebknecht's gelesen. Im Juristenlatein sind sie überleben. Uns liegt es sicherlich ferne, irgend welde sentimentalische nicht bewandert. Sie möchten aber doch gerne wissen, was Sympathie mit niedergetretenen Schwindelexistenzen zu äußern. dieser sündhafte Alte denn mit dem dolus eventualis eigentlich Wo bleiben aber jene, die für den germanischen Wett- und begangen hat. Sie möchten ihrerseits eine Lehre daraus ziehen, Wagemuth hazardspielender Offiziere schwärmten? Ja, wenn wie man diesem Dolus, der in ihren Vorstellungen unflare, der Hazardier Rosenblüh heißt, ist es etwas Anderes. Da mystische Gestalt anzunehmen droht, eigentlich entrinne. Ich er- faltet man pharisäisch die Hände und deklamirt: Ein warnendes innere mich noch aus der Zeit meiner germanistischen Studien her: Wie Strafgericht ist niedergegangen. stolz waren wir damals, als uns Lehrer und Bücher bedeuteten, welch' Das ist die Toppelmoral unserer Gesellschaft, wie sie nahezu Kapital und Kunst, Kapital und Presse; es ist dieselbe Leier; foftbaren, faum auszuschöpfenden Wortschatz unsere Sprache um als typisch vollendetes Bild sich dieser Tage auch in einem dieselbe doppelte Gesellschaftsmoral. Wie wurde sie in der fasse, welche Mannigfaltigkeit von feiner Nation sonst erreicht, Gerichtsprozesse offenbarte, in dem der famose Begriff Ufance letzten Woche durch ein fleines Vorkommniß so köstlich illustrirt. einmal fam. ober und niederdeutscher Voltsgeift zu prägen verstand. Was( Geschäftsgebrauch) wieder zu Ehren Die gutbürgerliche Vorfämpferin für Duldsamkeit, die sich um nun mit dem großmächtigen Stolz? Bei dem vertrackten dolus handelt den sogenannten Lenbach Prozeß Bossische Zeitung", hat sich ein modernes, stolzes Heim errichtet. eventualis versagen die deutschen Begriffe. Nicht einmal der be- München. Wäre es ein Geringerer als Lenbach, der Prozeß Sie ließ ein großes, neues Gebäude aufführen, wie es sich für rühmte Germanist und besondere Kenner deutschen, alten Rechtes wäre in sozial- ethischer Beziehung nicht so beweisträftig, eine Fürstin im Bereiche der Presse ziemt. Ein Festmahl soll Gierke wüßte etwas mit dem dolus eventualis anzufangen. Die als er ift. In einer vornehm- ruhigen Straße steht Lenbach's der Bedeutung des abgeschlossenen Werkes würdigen Ausdruck Teutschthümler unserer Zage, die Ruhmredner unserer Herrlich- Villa, felbft eine Sehenswürdigkeit Münchens. Wie ein Künstler- geben; der Bauherr versammelt die Gäste. Das Festmahl würzen keit, berufen sich sonst so gerne auf altgermanische Sitte, alt- fürst früherer Zeiten lebt der geniale Maler. Sein Haus, feine feierliche Reden und der feierlichste unter den Mannen des Baugermanisches Recht. Götter und Halbgötter aus germanischem Werkstätte selber sind Kunstwerke von großem Luxuswerth. herrn tritt auf, er, der würdevolle Schriftleiter des gesammten Eagentreis find in unferen Tagen durch besondere Diesem Manne werden Bilder, halbfertige, und nahezu vollendete Blattes und bewegt gedenkt er großer vergangener Zeiten. Sein Anlässe wieder volksthümlich geworden; zumindest ihre gestohlen. Was seine Marte trägt, wird im Handel mit Gold Pathos reißt ihn fort und er weist hin auf die Gestalten, die Namen. Neue Seefahrzeuge Aegir getauft; aufgewogen. Und nun kommt das Lehrreiche. Trotzdem finden dereinst zur Größe des Blattes beitrugen, furz auf der einen Seite der schwärmerische Hang, sich Kunsthändler, die es nicht für verdächtig halten, Lenbach'sche Bildnisse dafür am Baudenkmal zu liebevollem Angedenken an= unsere Borwelt aufleben zu lassen und dann wieder Einführung Blätter um Spottpreise anzukaufen, um sie mit enormen Ge- gebracht sind. Unter ihnen glänzt auch das Bildwerk, das den von Begriffen, die nie und nirgend etwas mit germanischem winnen wieder loszuschlagen. Ihnen wurde fein dolus eventualis großen Gotthold Ephraim Lessing darstellt, der einftmals Mits Es ist Usance, daß man spottwohlfeil die arbeiter der Voffischen Zeitung" war. Wenn die Begeisterung Voltegeist zu thun hatten und die der Vollsseele nebelhaft, nachgewiesen. Es ist Ufance, daß geheimnißschwer vorkommen müssen. Arbeit des Künstlers erwirbt und der Geschäftsbrauch dem Menschen die Zunge löst, so wägt er nicht allzu sorgsam Es sieht überhaupt seltsam um manche unserer sehnsüchtig macht nicht einmal vor Arbeiten eines Lenbach Halt. Wie mag die Worte; und so entfuhr dem gewaltigen Schriftleiter, als er germanistischen Schwärmereien. Als der olle ehrliche Seemann es da erst den armen Schluckern gehen? Wenn das dreimal in höchst anerkennenswerther Demuth vor dem Dichter des weisen noch lebte und seinerzeit der hannoversche Spielerprozeß verhandelt heilige Wort Usance ertönt, da verstummt die Gerechtigkeit. Die Nathan die Knie beugte, das merkwürdige naive Geständniß: wurde, da hatte man im Hinblick auf die betheiligten Offiziere Münchener Kunsthändler wurden freigesprochen und im Gerichts- Die Spötter werden fragen, wie kommst Du, großer Gotthold Schlagwort das ausgegeben: Wett Altdeutscher und faal flatschten die Zuhörer, wackere Münchener Bürger, be- Ephraim zu uns, was baben wir heutigen Herren der Die Geschäfts- und Profitethik war gerettet, Bossischen" mit Dir gemein?" Weiser Taniel, gerechter Daniel! Wagemuth offenbare sich im Spiel um hohen Einsatz; und die friedigt Beifall. geschichtliche Erzählung wurde ausgeframt, wie freie Deutsche im das Recht des Handelsmanns auf eine unbeschränkt hohe Aus- Wie wahr ist Deine Frage, wie tief innerlich wahr. Und wenn Die Münchener Gotthold Ephraim Lessing, der milde Verkünder freier Mensch= Epielerfanatismus selbst um ihre Freiheit würfelten. Hammer- beute an der Arbeit des Nächsten gesichert. fein, der Wagehals, stand damals noch in seiner Sündenblüthen Künstlerschaft sinnt nach dem Ausgang des Lenbach- Prozesses auf lichkeit, gewisse Prozeßaften kennen würde, er würde lächeln über die Fülle an der Spiße der Kreuz- Zeitung" und noch hatte kein Palliativmittelchen, um wenigsten den größten Mißständen ent- theatralische Pose des Mannes, der bei seinem Angedenken Etöcker die wehmüthige Jeremiade angestimmt: Welche grauen gegenzutreten. Künstler sind häufig, Optimisten von Geblüt. fd, wört, und abwehrend fagen: Echwör' nicht mein Freund! hafte Mecht hat der Böse, wenn er solch' kraftgeschwellte Eiche, So meinen sie auch jetzt, Wunder wirken zu können, wenn sie Echwör' nicht bei mir, such andre Kameraden! Du fd wäist " Usance" umstürzen, nach der unsignirte Kunst- nicht bei dem Rechten! Geh' mir, geh'! wie Hammerstein, solch edles blühendes Leben tückisch überfallen die All ha. wurden " und deren Am Sonnabend, den 16. d. 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Krückel. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Taufende Anerkennungsschreiben liegen zur Einsicht vor. Bitte aufmerksam lesen. Sehr biger Ausverkauf badger wegen Verlegung 4 Millionen Cigarren so gut u. billig wie noch nie, meines Fabrik- u. Kaufhauses nach meinem eigenen Hause Spandauer Brücke 2, was bestimmt bis Ende Januar 1896 erfolgen muss. zum überwiegen- eigenes Fabrikat! den Theil Durch den Ankauf verschiedener toloffaler Poften Nohtavate im Gefammibetrage von über 100,000lfeite eng au enden. Es wird dadurch ermöglicht, daß die Aufammlung des Nicoting höchstens zum dritten Theil fo Mart, ab Amsterdam. Bremen, Hamburg, fowie auch lombardirter Voften aus den feinsten Gewächsen beftebend. start sein fann, wie in den altbergebrachten Formen, weil zur Anfammlung des Nicotina böchstens der britte Theil als Havana, La Cruz des Almas, Havana Mexico, St. Feliz, Borsten- Java 2, 2c., ferner durch Ab- des Raumnes vorhanden ist. Dadurch entgeht dem Raucher nichts vom Genuß und find die nachtbeiligen Folgen vers fchlüffe von ca. 5 Millionen Cigarren zu fo billigen Breifen wie nie zuvor, sowie durch das Bestreben, meine nunftaemäß bis auf ein Drittel aufamurengeschmolzen, fomit kann Jeder den Stummel feiner Reform- Cigarre mit Mitarbeiter auch in der stillsten Zeit lobneud au beschäftigen( was ich ftets als meine vornebmfte Aufgabe be- der größten Gemüthsruhe ohne Gefahr für fein förperliches Wobl bis zu Ende rauchen, was bei den alten Formen trachtete). Was will ich mit meiner Reform- Cigarre?! Die Form meiner Reform- Cigarre beginnt an der niemals der Fall war. Brandfläche zum Theil breit, zum Theil eng, um nach der Witte bin breit zu werden und wiederum an der Rauch Marken Nabatt. Jedem Einkauf refp. Auftrage füge ich ein Riftchen, enthaltend 5 Cigarren in verschiedenen Marken mit Breise von einschließlich 2,25 Mart per 100 Stück find von Rabattgewährung, Frautatur und Gratifitation ausgefchloffen und werden 10 Bf. bei diefen billigen Marten für Verpackung berechnet. 4 Cigarren von jeder Marke können probeweise unentgeltlich geraucht werden; dasselbe gilt auch bei persönlichen Einkäufen. Reclamationen fönnen nur inner balb 16 Tagen vom Tage des Verfandes an berücksichtigt werden. Nur unter diesen Bedingungen wird verfandt und verkauft. Façon., in . nur noch febr per 100 Std. Mk. 6,-. Bitte die Bedingungen für Verkauf und Versand aufmerksam zu lesen. Breijen verleben, als Gelchenf bei, wenn fich der betreffende Beſteller auf diele Beitung beziebt. Die Marken bis zum Nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages wird verfandt. Der Besteller erlegt den Betrog nur als Unterpfand für die aur Prüfung empfangene Aufichis- Waare. Entspricht dieselbe feinen Erwartungen nicht, to beliebe er die Waare unfrantirt zurückzuichiden, worauf fofort die Rücksendung des Betrages, fowie der Auslagen erfolgt. Bon dieser Schadlosbaltung des Empfängers bitte ich den ausgiebigften Gebrauch zu machen. Unter 100 Stück von einer Marfe werden nicht abgegeben. 300 Stück und darüber franke fiber ganz Deutschland. Bei Entnahme von 500 Std 3% 1000 Stück 5% 0- 2000 Stück und darüber 10% Für Weihnachts- Geschenke fb bie lichem Geschmack, in schlankem Facon, tadellefer Brand per 100 Std. Mk. 2,50.„ Neue Marke Sanitas", Reform con. Marke Vuelta Abajo,( eft. Verlauf Mk. 1.75 b. 100 Std. al, bochelegant ausgestattet, fo bab Marke Felix Cigarre, frübere Marke Remedio, ran- Deli- Dede), ca. 10% cm lang. ca. 5 cm limf.. beschränkter Vorratb) ca. 10 om lang, ca. 4 cm Umi. jeder Wunsch in dieser Beziehung berücksichtigt werden kann. 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Havana 100 Std. Mk. 5,-1 Brilliante Felix- Decke, 6 Pid. Vorftenlanden- llibl., 8 Bid. Decke, 5 Vid. Deli Ba- llinbl., 8 Pid La Cruz des Almas Bei fämmtlichen Marken versteht sich angegebenes Gesammtgewicht pro 1000 Stud. Nichts steigert den Genuß einer Cigarre mehr, wie der Wechsel der Qualität, wie uns die töitlichste Speise verleidet wird, wenn wir sie unabläßlich genießen, fo auch eine Cigarre bei dauerndem Genuß, deshalb empfehle den Wechsel der Qualitäten. Marke Sumatra,* 1½ Pfd. Sumatra Decke. 4 Bid. Marke Mandi Angin, Ref Façon. 2 Vid. Mandi Domingo- Umbl.. 4 Bfd. Brafil und 4 Bid. Java- Einl.. Angin- Decke. 5 Bid. Delt- Umbl.. 8 Bid. Felix- Einl.. auf. 15 Bfd.. ca. 10% cm lg., 51/2 cm luifg. 100 Std. Mk. 5, Marke Deli Ba,* Nef. Faç., 2 Vid. Deli- Decke, 5 Pib. andi Anain Umbl.. 7 Bid. St. Felix- u. 2 Bfd. Savana Einl., auf. 16 Pid., ca. 12 cm lg., 5/2 cm llmfg. 100 Std. Mk. 6, In Flor Havana,* Reform Façon, Handarbeit ,. 4 Vid 94er Havana- Decke, 5 Bib. FF Deli- Umbl., 4 Bfd. 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Stiefelforten können mindestens 25-50 p6t. unter nachstehenden Breifen verkauft werden, wenn diefelben aus Factis( fogenanntem Kunstleder, welches aus Lederpappe und Gummi zusammengesetzt ist), im Zuchthaus hergestellt sind. Ieder Käufer folcher Waare ist um sein ausgegebenes Geld betrogen. Jedes meiner Schuhwaarenfabritate ist auf das Beinlichfte u. Neelste von bestem Material hergestellt und übernehme ich für die Haltbarkeit volle Garantie. Die mit einem * bezeichneten Artifel find ausnahmsweise theils mit Factisanthaten in der Einlage bergestellt. da fie sonst itren Zweck- fehr leicht su fein nicht erfüllen würden. Diese Artikel find als folche auch die reelliten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Bublifum die Anschauung. daß jene Einlage, die fich in Schubwaaren zwischen Soble und Brandfoble befindet, minderwertbig ist sobald fie aus Spahn Diese Ansicht ist eine irrige. Svabueinlage ist nicht nur leichter, fondern auch in und nicht aus Leder besteht. Die Svabneinlage ist um mehr als das vierfache theurer als das Leder. welches man bierfür au verwenden pflegt. fanitärer Sinficht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. wurde meine Coulans vielfach infofern, als man von mir Entschädigung für fehlerhafte Waaren verlangte, die bei intreeller Concurrens gekauft worden sind. Um derartigen Auswüchsen unreefler fchädigungskarte werden Reklamationen berücksichtigt. Für auswärtige Stäufer genügt die empfangene Rechnung. Spiegel ohleder- Zugftiefel. gewaltt. Oberleder aus einem Diefelven m. Winterlackbefah. böher im Schnitt 4,75 Mr. Stück, auf Rand genabt( Handarbeit), eigenes Fabrikat Filszugstiefel mit Roßlederbesat, warm gefüttert 10,50 Wir. 4,50 Mt. Kalbleder Zugftiefel, auf Rand genäbt, Handarbeit Diefelben mit Vachettebesat, warm gefüttert 5,00 t. 10,00 r. Kalbleder- Zugftiefel, Karlsbader Fabrikat, auf Naud Leder- Pantoffeln, auch Schlappen genannt, bis 25 cm Länge genäbt, Handarbeit, mit Zwischenfoble 12,00 it. ohleder- Hausschuhe, ausgeschnitten, genäht 3,25 wir. Roßleder- Halbschuhe mit Gummizug u. Knopfversierung Gemsleder Ballschuhe ausgeschnitten mit Schleife 5 00 Wird Spittappe Roßleder Besatz- Halbschuhe, zum Schnüren oder mit Gummizug, auf Rand genäht. 6,50 Wit. Lederpantoffel* auch Schlappen genannt, durchgenäht 2,50 Wir. Gemißbraucht Käufer entgegenzutreten, habe ich seit Jabresfrist Entschädigungsfarten eingeführt. Jeder Käufer erhält eine folche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen Vorzeigung einer Ent ( Herrenstiefel) Schwarze Filspantoffel mit Filaloble 0,60 mt. Plüsch- Pantoffel' m1 Lederfoble u. Seitenleder 1.20 wir. Bomm. Plüschpantoffet mit ftarter Filafoble 1,25 Wit. Diefelben mit weißer Filasoble. 1,75 Wit. Oberfilavantoffel mit Filz- u. Lederfoble 1,65 Wit. Meltonpantoffel* init Filsfoble und Volfter 1,75 11. 2,10 Mr. Oberfilsfchuhe mit Fila und Lebertoble 2,25 Wit. Cordonetschuhe mit Ledersohle und Abs. 3,00 wir. Filzhausschuhe, rings Robbel., starke Bede foble u. Abfat warm gef. 3,75 Wit. 7,50 wit. ( Damenstiefel) • 1.75 Mt. 3,00 Mr. 3.75 War. 3,75 Mr. 4.50 Wit. 4,50 Mt. Diefelben mit Lederablat Kalblack- Ballschuhe,* ausgeschnitten Dieselben mit Lederabfak* Roßleder- Schnürschuhe, genäht Roßleder Zugftiefel mit eleganter Lackfappe, 6" boch im Buge, auf Naud genäht 6,25 t. u. 7,25 Mr. Kalbleder Halbschuhe z. Echnüren od. Knöpfen, auch mit Ladblatt 6,25 Mt. Roßleder- Knopfftiefel auf Rand genäht mit aus genähten Knopflöchern 8,75 t. ( Kinderstiefel) Oberfilz- Ohrenschuhe mit Filz und Lederfoble bis 17 cm 0,90 Wt. Dieselben für Mädchen mit Fila und Ledersohle biz 21 cm 1,15 Mr. Nohl. Halbschuhe zum Schnüren oder mit Gununizua bis 25 cm. genag. Handarb. bis 18 cm 2,75, bis 22 cm 3,50 Roßleder- Knabenstiefel un Echnüren, genagelt, bis 1812 cm Diefelben bis 22 cm Diefelben bis 26 cm . 4,25 Mr. mit Agraffen 3,50 Mt. • . 4,50 Mt. 5,75 Wit. 3,50 Mr. . 4,50 Mr. 5.75 Mr. Noßleder Mädchenstiefel zum Knöpfen bis 182 cm. Dieselben bis 22 cm Diefelben bis 26 cm Erstlings, Baby- und Mädchenfchuhe von Leder oder Schwarze Wilsugfttefel rings mit bebem Nokleder- chwarze Filspantoffel mit Filzloble 0,50 wit. Fils find in arößter Auswahl und jeder Ausführung fotohl befab. warm gefüttert. 7,25 Wir. Büsch- Pantoffel mit Leberfohle u. Seitenleder 0.90 Mr. fchwarz als farbig am Lager. Fitsschnürstiefel mit Agraffen u. bobem Robbelak Bomm. Plüschpantoffel mit starker Filzfeble 1.00 wit. Wiederverkäufern gewäbre schon bei Entnahme von 7.25 Mr. Diefelben mit weißer Filafoble 1.50 wit. 1 D. Baar Rabatt. 7,50. 8,50 Wt. Specialität: Nindleder- Zugftiefel in prima ausgefuchter Oberfilzpantoffel mit Fila und Lederfoble 1,25 r. Für Gummischuhe und Gummifohlen, obgleich zu frischer Waare Vollleder ohne Seitennabt, eigenes Meltonpantoffel m. Filafoble 1. Bolfter 1,30.1,75 Wit. auf Nand genäbt, 6" boch im 3uge 8,25 11. 9,25 Wit. und find solche daher von jeder Neklamation aus Satin Kalbleder- Bugftiefel, mit und ohne Lackivike, den besten Fabritaten gebörend, übernehme teine Garantie, Fabrikat. Handarbeit, das Befte, das ich je Oberfilsfchuhe mit Filz und Lederleble..2,00 wir. face- 3ugftiefel, fammetweich, sebe bobes Façon, auf Befchloffen. liefert habe. febr Specialität: Rindleder Schaftstiefel, unaefchw..in vrima Bilshausschuhe* rings mit Roßbefat. Starker Ledersohle stand genäht Das Befohlen( Kernleder, echte Luxemburger und Abs. ausgefucht.Waare, eigenesFabrikat, Handarbeit 8,50mt. Satin Kalb: Knopfftiefel, auf Rand gelb genäbt, Abfäße berechne ich mit 2,40 m. Eichen- Lohgerbung) der Herrenstiefel einschließt. Der genäht 10 Bf. Spiegel- Roßleder Bugstiefel, obue Seitennabt, aenagelt, gederhausschuhe, warm gefüttert, mit Polfter und 9,50. 10,50 Mt. theurer; desgl. Damenstiefel 1,75 M.- genäht 10 Pf. eigenes Fabrikat, Handarbeit 8.25 Wit. Lederfohle Glace Knopfftiefet, fammetieich, in vorftebender Aus- theurer. Auf Wunsch Anfertigung nach Maaß. Noßleder Zugftiefel auf Rand genäht Hanbarb. 8,50 Mr. Filzschnürstiefel mit Noklederbefab und Ledersohle führung, m. ausgenäbt. Knopflöch.. 10,00 u. 11.00 wt. Für Damen ist in besonderen Räumen weibliche 3,75 Mt. Diefelben rings m. Kalblackbefag. 10,00 u. 11,25 wt. Bedienung vorhanden.. Verfand- Bedingungen! berechnet. Umtausch bereitwilligit geſtattet. Quch bin ich zur Rückzahlung des Betrages gern bereit, wenn die Stickel im Original Bustande erhalten find und der Stunde die Francatur beim Verfand obiger Schubwaaren, der nur gegen Nachuabme oder vorherige Einsendung des Betrages geschiebt. ausgeschlossen. Für Verpackung werden 10 Bf. Borto- Auslagen trägt; bob tritt lekterer Fall nur deshalb nicht ein, weil icber Nachbar, der der Stiefel anfichtig wird, ibrer Billigkeit wegen den Preis dankbar zahlt. Sobald jedoch bei der Ausführung des Auftrages eine Unregel mäßigkeit von Seiten meines exvebirenden Berfonals vorgekommen ist, trage ich felbstverständlich fämmtliche Auslagen. Es ist erforderlich. beim Anprobiren eine Decke unterzulegen, damit die Soble nicht beschmukt wird. Um das Maß festzustellen, wolle man einen Stab in den getragenen Stiefel einvaffen und das Maß in Centimetern angeben, mit der Bemerkung, ob Svann boch oder niedrig. luftdurchlaffende und wasserdichte Fußbekleidung aus wollenem, taffet artigem Gewebe. Gleiche, unter Umständen noch größere Haltbarkeit als Leder. Beste und vollkommenste Fußbekleidung der Jetztzeit. 3,25 Wir. 3,50 Mt. D. R. M. S.! Dr. Thomalla, Keinen Schweißfuß, feine eingewachsenen Nägel, keine Krampfadern, keine Gicht, kein Jucken der Füße, keinen falten Fuß, Gummischuhe überflüffig. in Ausführliches embereft Professor v. Essmarch, Professor Leyden, Professor Gusserow und anderen Autoritäten auf dem Gebiete der Medicin herausgegebenen 1894 von Preisverzeichniß für Dr. Thomalla's Fußbekleidung! Für Herren. Halbschuhe zum Schnüren oder mit Gummizug, auf Rand genäht, Handarbeit mit durchlochter Beder- Spittavbe Zugftirfel mit Zwickel- Ginfak obne jede Seiten- oder Vordernaht mit Leder- Spitfavpe auf Rand genäht, Handarbeit Dieselben mit zwischengelegter Doppelsoble Bugstiefel mit Besatz und Leder- Spitztappe, auf Rand genäht, Handarbeit Dieselben mit zwischengeleater Dovvel joble • wit. 12,00. Mr. 11,50. Schnürstiefel mit Besatz, auf Rand genäht, Handarbeit, mit Leder- Spitzkappe. Mr. 11,00. Anopfftiefel mit Besatz, auf Nand genäht u. Leder- Spitzkappe, Handarbeit. Schnürstiefel mit Bejak u. Leder- Spiklappe, auf Nand genäht, Handarbeit Diefelben mit swischengelegter Doppelfoble Jagd- Schaftstiefel, ca. 82 cm buch mit Leder- Spiktappe und aufgelegter Doppelfoble, auf Stand genäbt. Handarbeit Für Damen. Halbschuhe zum Schnüren oder mit Gummiang, auch aum Ruövfen, auf Rand genäht, Handarbeit mit Spikfappe Mt. 8,25. Mt. 8,75. 3ugftiefel mit Vordernaht und Leder- Spitzkappe, auf Nand genäbt. Handarbeit Mr. 9,50. Mr. 10,50.| Diefelben mit Befak Mr. 10,00. Mr. 10,00. Mt. 11,00. Mr. 11,00. Mt. 12.00. Mt. 18,00. • 3ritschrift für Krankenpflege". @ chäfte! Serren- Halbschuh- Schäfte zum Schnüren oder mit Bug Mr. 3,75.- Herren: Bugftiefel Schäfte mit 3wickeleinfab obne jede Vorders oder Seitenabt. t. 4,25. Diefelben mit Befat Mt. 4,75. Herren SchnürstiefelSchäfte mit Befat Mt. 4,75. Damen Halbschuh- Schäfte zum Schnüren mit Gummizug oder zum Suöpfen Mr. 3.25. Damen- Zugftiefelschäfte mit Bordernabt und Leder- Spitzkappe 6" boch Mr. 4,25. Diefelben mit Besatz Mt. 4,75. 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Orts- Krankenkasse hatten sich, Pinselmacher, Cementirer, Detateure, Textilarbeiter, Gärtner, Die auf dem Boden der freien Aerztewahl stehenden jährigen Verwaltungsbericht der Speditions, Speicherei Steinfeger, Holz- und Bretterträger, Filzschuharbeiter, Wirker, wie uns geschrieben wird, am Sonntag in Stärke von 300 Perund Kellerei Berufsgenossenschaft, deren Vorfitzender Kommerzienrath Jacob ist, lesen wir folgendes:" In Gasanstalts- Arbeiter, Marmor- und Granitarbeiter, Gummisonen im Englischen Garten" versammelt, um zu der am ter ordentlichen Sigung des Genossenschaftsvorstandes vom arbeiter, Müller und Mühlenarbeiter und der Firmen6. Juni 1893 war beschlossen worden, an alle Mitglieder, in schilder- und Papierbearbeitungsbranche. Die Genossen werden 8. Dezember stattfindenden Delegirtenwahl Stellung zu nehmen. Im Gegensatz zu den beiden vorhergegangenen Versammlungen deren Betrieb sich ein Unfall ereignete und die Möglichkeit gebeten, auf vorstehendes in Bekanntenkreisen aufmerksam zu nahm diese einen äußerst ruhigen Berlauf. Nach der von vorlag, daß die Unfallverhütungs- Vorschriften verlegt worden machen. Härtel gegebenen Einleitung fand eine rege Disfussion statt, sind, ein Schreiben zu richten, um den Betriebsan der sich Löbe, Kinzel, Krumm, Kopras, Soyfa unternehmer zur Auskunft darüber zu veranlassen, ob und und andere betheiligten. Folgende Resolution wurde mit allen wie die Unfallverhütungs- Vorschriften den Arbeitern bekannt Aufruf an alle in den Buchdruckereien Deutschlands gegen eine Stimme angenommen: Die heutige Versammlung gegeben und auf welche Weise die Befolgung der Vorschriften beschäftigten Hilfsarbeiter. Kollegen! Echon lange hat es von Mitgliedern der Allg. Orts- Krankenkasse schließt sich dem überwacht wird. Der Genossenschafts- Vorstand verfolgt auf diese die Kollegenschaft Berlins und einiger anderer Orte erkannt, daß Beschluß der Versammlung vom 13. Oktober an und verpflichtet Weise forgfältig die vorgekommenen Unfälle, veranlaßt, wenn es absolut nothwendig ist, Organisationen zu schaffen; leider ist sich, nur solche Delegirten zu wählen, welche auf dem Boden der fich die Vermuthung von Mängeln, Nachlässigkeit der Arbeiter dies in sehr vielen Druckorten Deutschlands bis jetzt noch nicht freien Arztmahl stehen, d. h. welche dafür stimmen, daß sämmt. oder ungenügender Ueberwachung von Seiten der Betriebs- geschehen. Wir, die Berliner Kollegen, fordern Euch nun auf, liche Aerzte, welche Kaffenmitglieder behandeln wollen, zugelassen unternehmer ergiebt, weitere Ermittelungen zur Abstellung vor- daß Ihr Euch vereinigt. Wo es in einem Ort nicht allein mög- werden." Des weiteren wurde von Bitkau das jetzige Spare handener Mißstände und sammelt das Material für eine etwaige lich ist, gründet in einem bestimmten Ort einen Verein und system des Vereins Berliner Kaffenärzte" fritisirt. Die etwas Ergänzung unserer Unfallverhütungsvorschriften. Wenngleich werdet dort Mitglieder. Die Vereinigung soll erstreben: unsere gelichtete 13 ner Kommission wurde durch folgende Personen eranzunehmen ist, daß unsere Bemühungen, die Betriebsunfälle zu und unserer Familie Lage zu verbessern durch Erringung gänzt: Kinzel, Hildebrandt, Soyfa und Kunath. Die ausstehen= vermindern, nicht ohne Erfolg gewesen sind, so tann trotzdem besserer Lohnverhältnisse, Verkürzung der Arbeitszeit und den Delegirten Sammellisten find an Jr. Jäger, Rigdorf, die Thatsache, daß in gewissen Gewerbezweigen die Unfallgefahr menschenwürdige Behandlung; ebenso Pflege der Kollegialität Hermannstr. 35, einzusenden. noch immer ungewöhnlich groß ist, nicht bestritten werden. Bon und Herbeiführung eines einheitlichen Lohntarifs. Letzteres Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Zinkverschiedenen Seiten ist deshalb die Forderung an uns heran- ist aber nur möglich, wenn sich, wie schon bemerkt, getreten, wirksamere Mittel zur Verhütung von Unfällen anzu- alle Kollegen organisiren; dann ist uns auch Gelegenheit ge- ordentlichen General- Versammlung zum ersten Vorsitzenden gießer und Stürzer Berlins und Umgegend wählte in seiner boten, in gegebener Zeit einen Verband Deutscher BuchLetzteres möchten auch wir und zwar mit allem Nach bruderei hilfsarbeiter gründen zu können. Daß die Schwanke, zum zweiten Borfißenden Lücke, zum Schrifts führer Schulte, zum Revisor Purschte; letzterer wurde fordern. Gerade die hier erwähnte Berufs- Nothwendigkeit vorhanden ist, sich zu organisiren, beweisen schon neu-, die ersteren wiedergewählt. Nach dem Bericht des Kassirers genossenschaft ist auf dem Gebiete der Unfallverhütung erschreck: die schlechten Lohnverhältnisse in den kleinen Druckorten Deutsch- Kühn wurde eine Einnahme von 53,70 Mt. erzielt, der eine lich weit zurück, obwohl schwere Unfälle bei ihr besonders lands, denn wenn man bedenkt, daß bei 14-, ja 16 stündiger Ausgabe von 30,75 Mt. gegenübersteht, somit blieb ein Uebers zahlreich sich ereignen. Im übrigen ist es wirklich einzig, zu Arbeitszeit ein Lohnfaz von 11 Mt., welcher aber schon hoch schuß von 22,95 Mt. Dieser Ueberschuß mit dem Bestand vom glauben, daß die Betriebsunternehmer von selbst ihre Sünden gegriffen ist, gezahlt wird, muß man zu der Erkenntniß tommen, legten Vierteljahr von 339,15 Mt. zufammengerechnet ergiebt bei der Unfallverhütung bekennen würden. daß es so nicht weiter gehen fann und darf; es ist Pflicht eines die Summe von 362,10 Mt. Der Bestand des Vergnügungsfonds Sächsische Sozialreform. Der Stadtrath von Roßwein jeden Buchdruckerei- Hilfsarbeiters, sich und seine Familie vor jeden Buchdruckerei- Hilfsarbeiters, sich und feine Familie vor beträgt 185,40 t Somit ist ein Gesammtvermögen von Noth und Elend zu schüßen. Auch bei Stellenlosigkeit, 547,50 mt. vorhanden. Ausgeschloffen wurde ein Mitglied. läßt gegenwärtig gedruckte Verzeichnisse aushängen, auf welchen Krankheit und anderen 52 fäumige Steuerzahler namhaft gemacht sind. Diesen ist bei Haftstrafe bis zu 14 Tagen der Besuch von Gastwirth- Arbeiter jederzeit treffen können, ist es die Organisation, Dem Raffirer wurde Decharge ertheilt. Nach Erledigung ver schiedener gewerkschaftlicher Angelegenheiten machte der Vors welche hilfreich wirkt. Darum schaften, Tanz- und Schaukstätten verboten. Gastwirthe, welche Organisirt Euch! Nehmt Euch ein Beispiel an den Berliner den 19. November, Abends 81/2 litr, Pücklerstr. 49 bei Schuhaufgewacht, Kollegen! es unterlaffen, diefe fäumigen Abgabepflichtigen von ihren Gaft- Organisirt Euch! Nehint Euch ein Beispiel an den Berliner fißende bekannt, daß die nächste Mitglieder- Versammlung Dienstag, wirthschaften, Schank- und Tanzftätten wegzuweisen, verfallen Rollegen, dann werdet Ihr ein menschenwürdiges Dasein er den 19. November, Abends 82 Uhr, Pücklerstr. 49 bei Schuhmacher abgehalten wird. in eine Geldstrafe bis zu 100 Mart oder in Haftstrafe bis zu steckt haben, erreichen. Unterzeichneter ertheilt gern über alles ringen und wir werden geschlossen das Ziel, das wir uns geIm Verein zur Wahrung der Interessen aller auf 8 Tagen. nähere Auskunft. Entwürfe zu Statuten 2c. stehen jederzeit zur Holz- und Kohlenplägen beschäftigten Arbeiter und Kutscher Der Verkürzung der Arbeitszeit in Schwenningen Verfügung; auch wird auf Wunsch ein Referent zur Versamm- sprach am 10. November in einer Versammlung bei Röllig, Neue ( Württemberg) durch die Fabrikanten wird nun die Errichtung lung gefandt und weitere Aufklärung von seiten der Berliner Friedrichstr. 44, Genosse Kempf über Zweck und Nugen der eines Gewerbegerichts folgen. Die bürgerlichen Kollegien Kollegenschaft bereitwilligst gegeben werden. Alle Zuschriften Organisation, zum Schluß die Anwesenden auffordernd, in Kampf haben die Errichtung eines solchen beschlossen. Die Agitation und Anfragen sind an den Unterzeichneten zu richten. Mit ums Dasein nicht muthlos zu werden, sondern sich immer fester zeitigt überall gute Früchte. follegialem Gruß Heinrich Jahns, Buchdruckerei- Hilfearbeiter, Berlin O., Holzmarktstr. 13. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck dieses Artikels gebeten. wenden." drud Der Bundesrath der Schweiz hat auf eine Eingabe des Müllergehilfen Verbandes die Verordnung Dom Januar 1895 betreffend permanente Bewilligung von 3 Stunden Sonntagsarbeit für Maschinenpuzen zc. wieder aufzuheben beschlossen. Die Verordnung tritt mit 1. Januar 1896 außer traft. Weitere Wünsche der Müllergehilfen wurden abgelehnt. Gewerkschaftliches. Eämmtliche Mittheilungen von Drganisationen, vor allem folche über Ausstände oder Aussperrungen, müffen fiets den Etempel der betreffenden Drganisation tragen. An die Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins! Die günstige Geschäftslage veranlaßte die Kollegen in den meisten Fabriken, Lohnforderungen zu stellen oder Mißstände zu beseitigen, und infolge des geschlossenen Vorgehens der Kollegen find die Forderungen überall bewilligt worden. Es muß nun Eure Pflicht sein, die sonst noch im Lohnkampfe stehenden Rollegen thatkräftig zu unterstüßen. Ueberall, wo die Fabrikanten Ueberstunden verlangen, zeigt, daß Ihr nicht gewillt seid, die noch arbeitslosen Kollegen zu Streitbrechern zu machen, und weift demgemäß jede Mehrforderung an Gure Arbeit 3 traft zurüd. = den zusammenzuschließen und tüchtig für den Verein zu agitiren, damit er in den Stand gesetzt wird, ihre Lage in ausreichender Weise zu verbessern. Mehrere Redner tadelten dann das Fehlen von Mitgliedern in der Versammlung und unterzogen das uns pünktliche Zahlen der Beiträge einer herben Kritik. Den Kollegen Ahrends beschuldigte man, mehrere Mitglieder beleidigt zu Sneider und Näherinnen aller Branchen! Dienstag, haben; er wies das entschieden zurück und wurde darauf ents den 19. November, abends 8, Uhr, tagt im Englischen laftet. Ein Beschluß des Vorstandes, die Versammlungen um Garten", Alexanderstraße 27 c, eine öffentliche Ber: 6 Uhr nachmittags einzuberufen, wurde einstimmig angenommen. sammlung. Auf vielfaches Drängen der Mitglieder der Orts- Krankenkaffe behandelt Kollege Pfeiffer das Thema: Der Fachverein der Firmenschilder- Branche hielt am War der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Schneider und Schneiderinnen berechtigt, das Etatut eigenmächtig ohne Anhörung der Generalversammlung zu ändern?" Außerdem ist die Delegirtenwahl zur Konferenz der Konfektionsschneider und Näherinnen in Erfurt vorzunehmen. Wir fordern zu zahlreichem Besuch auf. 10. November bei Jul. Wernau, Rosenthalerstr. 57, eine außer ordentliche Generalversammlung ab. Zunächst gab der Kassirer seinen Vierteljahresbericht, der einen Kassenbestand von 88,46 M. feststellt. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Die Vorstands. wahl gab Anlaß zu einer längeren Debatte. Gewählt wurden fchließlich zum 1. Vorsitzenden Georg Weißflock, zum Die Agitationstommission. 1. Kassirer Paul Krause, zum Schriftführer J. Jenssen, der Schneider und Schneiderinnen Berlins. zum Beisiger A. Kindleben. Der Vorstand theilte dann mit J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. daß diesen Monat die Vereinsversammlung wegen der General. Rigdorf. Die zum 13. November bekannt gegebene öffent- versammlung ausfällt. Die nächste Monatsversammlung ist also liche Bersammlung fonnte wegen unvorhergesehener Umstände erst im Dezember; in dieser wird ein Referat über Amerikan. Union gehalten werden. nicht stattfinden und wird nun bestimmt am 21. November in den Vittoria Sälen( großer Saal) abgehalten werden. Die Parteigenossen und Genoffinnen werden ersucht, recht rege dafür zu agitiren, daß auch diese Versammlung ebenso zahlreich besucht wird, wie die am 13. November. Die Tagesordnung ist dieselbe wie die auf den Flugblättern angegebene. Referent wird in dem am Dienstag folgenden Inserat angegeben. Das GewerkschaftstarteLL Im Verein zur Wahrung der Jutereffen der Gast und Schankwirthe Berlins und der Umgegend sprach am 15. November Schankwirth Gärtner über den Berliner Faßdiebstahl und die verschiedenartige Bedienung der einzelnen Brauereien ihrer Kundschaft gegenüber". Er gab unter Namens nennung der betreffenden Firmen an, daß eine Brauerei früher das Verfahren beobachtet habe, von ihren FlaschenDa die Kollegen im Norden sich bis jetzt nicht veranlaßt bierkutschern fremde Flaschen annehmen zu lassen und fühlten, in die Lohnbewegung einzutreten, wird heute, Sonntag, beimer in Zuttlingen( Württemberg) hatte die Arbeits- habe eine Brauerei Bier einer anderen Brauerei, das diese nicht Die Schuhfabrik von Bartenbach u. Meinsdiese sodann für 5 Pf. pro Stück zu verkaufen; 1879/80 den 17. November, vormittags puntt 10 Uhr, in eit von 12 Stunden auf 11 Stunden herabgefeßt, mußte" fie los werden fonnte, als ihr eigenes verkauft, 1882 eine andere Noad's Festsälen, Brunnenstr. 16, eine öffent aber, infolge eines Beschlusses des Fabrikantenvereins, dem die Brauerei eine ähnliche Manipulation verübt. Von einer vierten liche Versammlung abgehalten, wo die Kollegen Gelegenheit Firma angehörte, wieder verlängern. Dies veranlaßte die Brauerei gab Redner an, sie braue zweierlei Bier ein, behalte haben, zu dieser Sache Stellung zu nehmen. Die Kollegen fol- Tuttlinger Schuhfabrik- Arbeiter in öffentlicher Versammlung das bessere für sich zum Ausschank und für den Flaschenbiergegen das Vorgehen des Fabrikantenvereins zu protestiren und gender Fabriken sind besonders eingeladen: Bechstein, als antwort darauf in allen Fabriken die elfstündige Arbeits. Sandel, während sie das minderwertige den Bierverlegern und Johannisstraße 5-7; Rößner, Schönhauser Allee 157; zeit zu verlangen. Es wurde eine Kommission von 50 Mann größere Gebinde und würde dadurch in dem Glauben erhalten, mitunter auch den Restaurateuren gebe. Die Kundschaft erhielte Hanne, Kastanien Allee und und Gipsstraße; Pietsch gewählt, die mit den Fabrikanten verhandeln soll. daß sie sehr gut bedient werde. Eine fünste Brauerei nehme mann, Brunnenstraße; Hamann, Ackerstraße Nr. 14; alle Reste aus den großen Ausschantlokalen, von den BahnGriebel, heinsbergerstraße 47; Knöchel, Friedrich höfen 2c. zurück. Dieses Bier werde filtrirt, mit gutem Bier vers ftraße 130; Duysen, Friedrichstr. 219; Biese, Schützenschnitten und der Kundschaft wieder zugeführt. Diese Kundschaft feien die kleinen Berliner Restaurateure, welche somit wider ihren straße 57; Sch wechten, Kochstraße; Wohler, LandsbergerWillen in die Lage verfekt würden, der Berliner Arbeiterschaft straße 16; Pfeiffer, Rungestraße 7; Donadoni u. Pohl, minderwerthiges Bier verkaufen zu müssen. Im Interesse der Landsberger Allee 18; Weber, Brückenstr. 13 a; Mittag. Gesundheit wie der Interessenten müsse hiergegen protestirt Die Darlegungen Gärtners begegneten viel. Rungestr. 30; Nieber u. Ro., Alexanderhof; Ioide, Strauts werden. fachem Zweifel. Infolge dessen beantragte Trittelwitz, falls ftraße 4-5; 2ange, Blumenstraße; Mechanit fabrit Gärtner Beweise für seine Bekundungen hätte, demnächst eine öffentliche Gastwirthsversammlung einzuberufen, und sämmtliche in dieser Branche arbeitenden Kollegen. erklärte, Beweise zu haben, so wurde der Antrag aus er feine Befundungen wiederholen solle. Da Gärtner V Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. J. Fischer, Vertrauensmann. Das Frankfurter Gewerkschaftskartell faßte in einer öffentlichen Versammlung, in welcher über die Errichtung eines Arbeiterfekretariats diskutirt wurde, folgenden Beschluß:" Die hentige öffentliche Versammlung der Delegirten zum Gewerkschaftsfartell erklärt sich für Errichtung eines Arbeiterfekretariats und beauftragt ihren Bertrauensmann, der demnächstigen öffentlichen Gewerkschaftsversammlung die Errichtung Arbeiter fekretariats für Frankfurt a. M., sowie die Wahl einer vor bereitenden Kommission vorzuschlagen." eines wo Sonntagsruhe im Bäckereigewerbe. Bei dem Vertrauens. mann der Münchener Bäckereiarbeiter find im Juni, Juli und August 151 Beschwerden eingelaufen über Nichteinhaltung der gewerblichen Sonntagsruhe; in den Monaten September und Aufruf an alle Mitglieder der allgemeinen Orts: Oktober dagegen nur 12. Wie es scheint, gewöhnen sich die genommen. Hilpert gab zu, daß von Brauereien in gewissem Sinne Bierplantschereien vorgenommen würden. Nicht richtig Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Herren Innungsmeister allmälig an die gefeßlichen Belastungen", sei es aber, daß" Meigenbier" verschnitten und der Kundschaft zu die angeblich ihr Gewerbe ruiniren. Berlin( früher Meyer'sche Kaffe). Da am Sonntag, den wieder zugeführt werde. Jedes„ Retourbier" werde geprüft, ob 8. Dezember d. J. die Delegirtenwahlen für die General- Ver- Defterreichische Streiks. In Witlig bei Außig streifen es brauchbar sei oder nicht. Das verdorbene Bier werde wegfammlung stattfinden, ersuchen wir alle zielbewußten Mitglieder, die Former der Gußstahlfabrik von Arnolds u. Kreß. Die uns gegeffen. Als verdorben sei durch undichte Fässer schaal gedie auf dem Boden der freien Arztwahl stehen, und sich als mittelbare Ursache ist ein Lohnabzug von 8 Gulden 20 Kr. für wordenes, fowie warm gewordenes Bier nicht zu erachten. Dieses Kandidaten zu Telegirten aufstellen lassen wollen, sich mit der genauen gesprungene Formentaften, wofür die Former nicht verantwort- Bier werde nochmals durchgegährt und technische Unter den Posamentirern Hilfsmittel wieder Angabe der Adresse, Buchnummer und Adresse des Arbeitgebers, an lich gemacht werden können. genußfähig gemacht. Richtig sei, eines der nachstehend genannten Kommissionsmitglieder bis spätestens Wiens ist ein Lohnkampf ausgebrochen. Der Ausstand der daß dies Bier durch die doppelte Gährung an Werth Montag, den 25. November d. J. zu wenden, damit die Auf- Wiener Stabzieher dauert bereits sieben Wochen. Ju verliere. Richtig sei auch, daß solches Bier auf kleine stellung der Listen rechtzeitig erfolgen tann: Bilsen haben sämmtliche Faß binder des Pilsener Brau Gebinde gezogen und somit zumeist den kleinen Restaurateuren hauses die Arbeit eingestellt. Sie verlangen eine Lohnerhöhung verabfolgt würde. Was das Flaschenbier der einen Brauerei betreffe, von 5 Gulden monatlich. In Graz stehen die Handschuh so sei es ganz erklärlich, daß dies besser sei, als das Bier der macher von fünf Werkstätten im Ausstand. Restaurateure, da letteres Bier zweimal, aus dem Mutterfaß in das Transportgefäß, abgezogen werde und durch den Luftzutritt Hildebrandt, Feilnerstr. 8, v. 3 r., Loebe, Waldemarsir. 29, im Laden, Sonka, Lübbenerstr. 14, v. 2 Tr., Baehnert, Memelerstr. 63, v. 1 Tr., Kleemann, Neue Hochstr. 19, v. 4 Tr., Künzel, Alexanderstr. 11, v. 1 Tr., Sillier, Müllerstr. 25a, im Keller, Rühnat, Putligstr. 6, Quergebäude 2 Tr. Dieselben sind in ihren Wohnungen persönlich zu sprechen: Wochentags von 8 Uhr abends und Sonntag Vormittag. Selbstzahlende Mitglieder werden ersucht, sich recht zahl reich an der Ausstellung der Randidatenliste zu betheiligen. Die Auflösung des schweizerischen Holzarbeiter Ver: bandes, die der Delegirtentag zu Pfingsten in Luzern beschlossen hatte, ist bei der Urabstimmung von den Mitgliedern verworfen worden, so daß der Verband fortgeführt wird." Der schweizerische Schmiede und Wagnerverband hat beschlossen, sich aufzulösen und dem Metallarbeiter Verband anzuschließen. Der lettere hat über 2000 Mitglieder und ein Ver mögen von 1282 Frants. = etwas an Kohlensäure verliere. durch die bevorstehenden Wahlen zur Gewerbesteuer- Einschätzung. Er Nach Erledigung dieser Angelegenheit besprach Lorenz empfahl, sich mit dem von der Regierung festgesetzten Wahlmodus einverstanden zu erklären, sich aber die Kandidaten genau anzusehen. Die Versammlung stimmte den Ausführungen zu und beauftragte den Vorstand mit den Vorarbeiten zur Wahl. Keßner beklagte, daß der Vorwärts" über die Versammlungen des Vereins " " nicht berichte. Lorenz schloß sich dieser Klage an. Behrend bei ihr Buhälterdiensie geleistet. Tas bewegte den feinfühlenden zum Fremdenbude des Hotels, in welches er vor wenig Miruten als Vorsitzender gab die Erklärung ab, daß diese Angelegenheit Inhaber des„ noblen" Balletablissements, dem Kellner K. sofort die Touristen ihre Namen hatte verzeichnen sehen. Ein Blick, ein mit der Redaktion des„ Vorwärts" bereits geregelt sei. zu erklären, er müsse auf jeden Fall gehen", vorher könnte er Ausruf: Alle Tausend!" und der Herr verschwand ren Trittelwit wies darauf hin, daß der Verein kein Recht auf sich jedoch nach einer anderen Stellung umthun. Nach 5 Tagen ter Bildfläche. Inzwischen war auch tas Ehepaar neugierig, was eine Extrawuft habe, für Vereinsberichte sei der Schriftführer da. meldete K. dem gestrengen Herrn Direktor, daß er noch nichts der neue Bekannte sein mochte. Man ust den Oberkellner und wie bei anderen gewerkschaftlichen Vereinen. Diese Ansicht fand habe", worauf ihn Burghardt ruhig weiter arbeiten ließ. Es dieser, verwundert, daß die Herrschaften aus Norddeutschland vielfache Unterflügung. Demgegenüber betonte Lorenz, daß vergingen fernere 14 Tage, da erinnerte sich Burghardt plöglich, diese Größe nicht kannten, erwidert: Das ist ja Herr Lassalle auch vom Schriftführer eingesandte Berichte keine Aufnahme daß K. ja gehen solle, und schickte ihn nun thatsächlich fort. aus Berlin!" Flugs verschwindet auch das Ehepaar. Und wen gefunden hätten. Lorenz und Sohn verlangten feine Extra- Vor dem Gewerbegericht fahen sich die beiden wieder. K. bean- hatte Herr Lassalle im Fremtenbuch gefunden? Die Namen: wurst, sondern nur Gleichberechtigung mit anderen Vereinen. spruchte 144 M. als Lohnentschädigung wegen unberechtigter Ent- Dr. Julian Schmidt nebst Frau aus Berlin.( Zwei Jahre Trittelwiß betonte demgegegenüber, daß der Verein lassung. Die Behauptungen der anonymen Schreiberin bezeichnete vorher war Lassalle's vernichtende Streitschrift gegen Schmidt kein Recht habe, den Vorwärts" zu tadeln, so lange nicht der er als Lügen. Das Gericht beschäftigte sich indessen gar nicht mit erschienen.) Beweis dafür erbracht sei, daß eingesandte Berichte nicht Auf der Frage, ob Gründe für eine vorzeitige Entlassung vorlagen, nahme gefunden hätten. Günther hielt den Vormärts" zum sondern wies den Kläger schon aus der Erwägung ab, daß In Posen hat sich der wegen Unterschlagung amtlicher mindesten für verpflichtet, zu den Generalversammlungen des derselbe rechtzeitig gekündigt sei; die Kündigung erblickte das Gelder und Urkundenfälschung verhaftete Beamte der Intendantur Vereins einen Berichterstatter zu entsenden. Die Angelegenheit Gericht in den Worten: Sie müssen gehen, können des 5. Armeekorps, Kanzleirath Krupta im Militär- Unterzeitigte eine längere Debatte, worauf der Vorstand beauftragt sich aber erst nach einer anderen" Stellung umsehen." Wenn der suchungsgefängnisse erhängt. wurde, sich mit der Preßkommission in Verbindung zu setzen. Beklagte K. etwas länger wie 14 Tage behielt, sei das nach ( Wir bemerken hierzu, daß der Vorwärts" zu Versammlungen Ansicht des Gerichts nur sein guter Wille geWas unter Umständen aus einem ,, Eilbrief" werden nichtpolitischer Vereine int ganz besonderen Fällen, wesen. Diesem Urtheil, das die Kammer VI fällte, stehen fann, davon giebt einen drastischen Beweis die Antwort, welche nämlich wo es fich um Angelegenheiten von wirklich alleine große Anzahl von Entscheidungen anderer Kammern des vor kurzem der Absender eines solchen Briefes, der Befißer einer gemeinem Interesse handelt, Berichterstatter sendet. Wo Gewerbegerichts gegenüber, nach welchen ein neues Arbeitsver bekannten Fabrik in Leipzig- Gohlis, 41/2 Monate nach dem Fortfeiner unserer Berichterstatter anwesend war, ist es Sache des hältniß eintritt, wenn der Arbeitgeber den gekündigten Arbeiter schicken der Eilsendung erhalten hat. Diefelbe war an einen Vereinsschriftführers, einen Bericht abzufassen. Hat der Bericht nach Ablauf der gefeßlichen Kündigungsfrist stillschweigerd Unteroffizier&. in Borna adressirt. Zufällig war nun das r etwas für den Leserkreis des Vorwärts" Interesse, so wird er auf weiter beschäftigt. dicht an das n herangeschrieben worden. Und dies wurde, genommen. Ob das in dem speziellen Falle zutrifft, darüber, obgleich die Sendung als„ Eilbrief, durch besonderen Boten sowie über die Form des Berichts zu befinden, ist Sache der Redaktion, denn sie hat für die Veröffentlichung nach jeder folgung eines Anspruches auf Unfallrenten durch außerhalb ihres von dem Leipziger Postbeamten statt nach dem nahen Reichs Versicherungsamt. Verletzte, welche von der Wer zu bestellen" tezeichnet und dementsprechend frantirt war, für das Echreiben zum Verhängniß. Es wurde zunächst Richtung hin die Berantwortung zu tragen. Für Beschwerden Willens liegende Verhältnisse abgehalten wurden, können nach Borna nach dem fernen Roma gefandt. Hier aber hat man darüber ist die Prepkommission die zuständige Instanz. R. d.".")§ 59 Abs. 2 des Unfall- Versicherungsgesetzes auch noch nach Ab es jedenfalls mit dem Befördern der Briefe überhaupt nicht sehr In einer Volksversammlung in Britz sprach am lauf der gesetzlichen zweijährigen Frift ihre Forderungen geltend eilig" und hat den Charakter des bewußten Schreibens als Eil10. November Reichstags- Abgeordneter 3u beil über das machen. Oft gehen nun die Meinungen der Verletzten und der brief erst recht nicht verstanden, denn man ließ es volle drei Thema„ Die neueste Haz" gegen die Sozialdemokratie". Er wies Berufsgenossenschafts- Vorstände tarüber auseinander, ob be- Monate ruhig liegen. Dann endlich schickte man den Brief nach nach, daß speziell die Verfolgungen der sozialdemokratischen stimmte Umstände, mit denen die verspätete Anmeldung" Bona" in Algier, und von hier ging er nach weiterer zweiRedakteure, wie sie jetzt an der Tagesordnung sind, unsere An- des Rentenanspruches gerechtfertigt wird, zu den Verwöchiger Ruhe nach Boma im Kongostaat. Dort aber nahm hängerzahl nur vermehren und somit die Partei stärken, und erntete hältnissen gehören, die außerhalb des Willens des VerIchten die Sache eine noch interessantere Wendung dadurch, daß sich für seinen Vortrag großen Beifall. Es wurde dann einstimmig liegen. Die lettere Frage stand auch in einem Prozeß durch seltsamen Bufall in der Nähe von Boma ein Angehöriger eine Resolution gefaßt, worin sich die Versammlung mit den zur Entscheidung, den der Arbeiter M. gegen die der Kongostaat- Armee befand, der denselben Namen führt, wie Ausführungen des Referenten einverstanden erklärte und der Bu- norddeutsche Edel- und Unedelmetall Industrie Berufsgenossen der auf dem Gilbrief genannte Adressat, nur, daß er versicht Ausdruck gab, daß die neueste Verfolgungsära der Sozial- schaft führte. Der Kläger war gegen Ende des Jahres 1890 nicht auch Unteroffizier ift. nicht auch Unteroffizier ist. Der Brief wurde ihm ausa Demokratie ebenso wenig Schaden bringen werde wie die früheren. durch einen Splitter am Auge verletzt worden. Als er dann gehändigt. Und nun erhielt eines schönen Tages der AbGenoffe Görte aus Charlottenburg berichtete dann in flarer erst im Oktober 1894 sich bei der genannten Berufsgenossenschaft sender des„ Gilbriefes", der diesen längst vergefien hatte, gehändigt. Und nun erhielt eines schönen Tages der Abeine Unfallrente bewarb, wurde fein diesbezüg: folgendes Schreiben aus dem Rongostaat:„ Geehrter Herr! Ich die Versammlung in einer Resolution mit seinen Ausführungen licher Antrag mit dem Einwande zurückgewiesen, daß fage Ihnen meinen ergebensten Dank für Ihre Freundlichkeit, einverstanden erklärte und das Versprechen abgab, im Sinne der die Verjährung eingetreten sei. Seine Berufung an das bedauere aber, Ihrer Einladung zur Zeit nicht nachkommen zit Breslauer Beschlüsse überall für die Sozialdemokratie zu agitiren. Echiesgericht begründete M. damit, daß er von einer 4 Monaten Nach dem Bericht der Bertrauensperson wurden in Brit rechtzeitigen Geltendmachung seines Anspruches nur durch den können, da ich vorläufig noch einige Zeit im Rongogebiet bleiben möchte. Sobald ich indeß nach Europa zurückkehren werde, vier Volksversammlungen abgehalten und eine Agitationstour Rath des Arztes abgehalten worden sei, vorläufig noch keine werde ich nicht verfehlen, Ihnen meine Aufwartung zu machen. unternommen. Der Kaffenbericht ergab eine Einnahme von Ansprüche zu erheben, da er ja noch denselben Lohn wie früher Genehmigen Sie 2c." Also eine so dringliche Einladung, daß sie 326,28 M., eine Ausgabe von 233,70 M. und einen Bestand von verdiente. Der Arzt gab, als Zeuge vernommen, dies zu, durch Gilboten befördert werden soll, kommt nach 92,58 M. Die Richtigkeit der Abrechnung wurde von den worauf das Schiedsgericht M. die Rente zubilligte. Dasselbe Revisoren bestätigt und dann dem Vertrauensmann einstimmig nahm an, die Voraussetzung des§ 59 Abs. 2 liege hier in die Hände eines falschen Empfängers. Das nennt man postalische Figigkeit und Findigkeit. Decharge ertheilt. Da der bisherige Inhaber dieses Postens ab- vor. Die beklagte Berufsgenossenschaft blieb indessen bei lehnte, wurde an seiner Stelle Hermann Jentsch gewählt. ihrer Auffassung und legte gegen das Urtheil den Refurs Der Saturnring. Bekanntlich unterscheidet sich der Planct In die Lokalfommission wählte man H. Schliebig, beim Reichs- Versicherungsamt ein. Sie hob hervor, daß der Arzt Saturn dadurch von allen anderen Himmelstörpern unseres P. Sandmann, W. Wille, E. Jentsch und F. Geserit, dem Kläger in der irrigen Meinung, die Folgen des Unfalles Sonnensystems, daß er in der Gegend seines Aequators einen zu Revisoren H. Gottwald, G. Schulz und R. Kober würden vorüber gehen, einen falschen Nathschlag gegeben habe, stein. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie ging die Ver- und bestritt, daß solch ein Fall durch die zilirte gefeßliche Besiemlich breiten Ring besitzt, der sich mit ihm fortbewegt. Früher. hatte man die Anwesenheit mehrerer konzentrischer Saturnringe fammlung auseinander. stimmung mit getroffen werden sollte. Das Reichs- Versicherungs- angenommen, die fortschreitende Astronomie aber zeigte, daß es amt wies aber den Nekurs zurück und bestätigte die sich nur um einen einzigen Ring handle. Dann hatte man Nigdorf. Die zum 13. November bekannt gegebene, wegen Entscheidung des Schiedsgerichts. unvorhergesehener Umstände aber nicht abgehaltene öffent längere Zeit gemeint, der Ring bestehe aus einem einzigen zua sammenhängenden Körper; liche Versammlung wird nun bestimmt am 21. Noüberlegte sich jedoch, vember in den Viktoria Sälen( großer Saal) abdaß die Anziehung Anziehung des die toloffalen Planeten auf gehalten werden. Die Parteigenossen und Genossinnen werden Theile dieses Ringes, je nachdem sie weniger oder mehr ersucht, recht rege dafür zu agitiren, daß man sich zu dieser Vervom Saturn entfernt find, so verschieden start sein müßte, fammlung ebenso zahlreich einfindet, wie zu der zum 13. November daß auch der festeste Körper unter diesen Umständen zerrissen angekündigt gewefenen. Die Tagesordnung der Versammlung ist Laffalle und Julian Schmidt. Die unter der Preffe be- würde. Man kam daher zu der Ueberzeugung, daß der Ring dieselbe, die auf den Flugblättern angegeben war. Der Referent findlichen Briefe Ferd. Lassalle's an Georg Herwegh"( Zürich, aus einer großen Zahl einzelner Monde besteht, und Keeler hat des Vorwärts" veröffentlicht werden wird. Das Gewert- Anekdote: An den Ufern des Vierwaldstättersees saßen ein Herr nämlich, daß der dem Saturn abgewandte Rand des Ringes sich wird in dem Inserat genannt, das in der Dienstagsnummer Albert Müller's Verlag) bringen u. a. auch folgende kleine dies jüngst direkt nachgewiesen. Die spektroskopische Untersuchung des Saturnringes auf der Lick- Sternwarte in Kalifornien zeigte fchafts- Kartell. und eine Dame, ein Touristenpaar aus Norddeutschland, in eifrigem Gespräche. Zu ihnen gefellt sich ein Herr, der bald daran theil- langsamer bewegte, als der dem Saturn zugewandte; wäre der nimmt und dem Ehepaar ebenso gefällt, wie die Touristen ihm zu- Ring aber ein einheitliches Gebilde, so müsse sich der äußere fagen. Geistreiche Reden fliegen herüber und hinüber und man be- Rand schneller bewegen, als der innere, weil ja der äußere Rand fchließt, einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Dem hinzu- bei jebem Umgang um den Planeten einen größeren Kreis zu gekommenen Herrn mochte es peinlich sein, sich vorzustellen und das durchlaufen hat, als der dem Planeten nähere innere Nand. Ghepaar zur Gegenvorstellung zu provoziren; er begab sich also Soziale Rechtspflege. Gewerbegericht. Der Besiger des Coursaal, Direktor" Burghardt, erhielt eines Tages einen anonymen Brief, in dem ihm eine Dame" mittheilte, sein Kellner K. habe " Geben Arbeiter- Verkehrs- Almanachr Berlin und erschien: Umgebung. Winter Ausgabe 1895/96. Mit einem Plan von Berlin. Preis 20 Pf. Enthaltend die neuesten Fahrpläne, Adressen der Organisationen u. f. w. Bu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungs" Vermischtes. Von der Reise zurückgekehrt. Dr. med. Alfred Friedlaender. W. Potsdamerstr. 76 1. spediteure, sowie vom Verlage: Hans Baake, Berlin S., City- Passage Gesellschaftshaus Pariser Schneider- Akademie, Berlin, Hackescher Markt 5. 35, Swinemünderstrasse 35. 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Scheib, Marfilius straße 11, nahe der Blumenstraße. 31 Festlichkeiten 1. Versamml. unentgeltl. Alexanderstr. 27c. Säle Otto Plath Beusselstr. 45( Moabit) 11 empfiehlt nach wie vor allen Freunden und Parteigenossen seine Kartoffel- u. Herings Niederlage verbunden mit Obst- u. Gemüsehandel( en gros und en détail). Jeden. Donnerstag: Verfauf frischer Oderberger Fettgänse zu den billigsten Preisen. NB. BahlArzt Dr. Hösch, Linienftr. 149. 8-10, 5-7, ftelle des Verbandes aller im HandelSonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs, u. Transport- Gewerbe beschäft. HilfsFrauen-, Nerven, Hautkrankheiten, Gicht, Rheumat arbeiter Berlius u. Umgegend. 13456 Die verehrlichen Vorstände der Vereine resp. Vergnügungs- Komitee's, welche bestimmte Tage mit dem früheren Wirth Herrn Paul Maass behuss Abhaltung von Festlichkeiten festgelegt haben, werden ergebenst ersucht, sich baldigst mit mir in Verbindung setzen zu wollen, damit vorhandene Irrthümer durch nähere Rücksprache ausgeglichen werden. Gleichzeitig mache ich darauf ergebenft aufmerksam, daß für den nen renovirten Saal noch einige Sonnabende zu Festlichkeiten zu vergeben sind. Hochachtungsvoll 37182* J. A.: Louis Ehrenberg. Berliner Uhren- Fabrik Goldene DamenRemontoir 16 Mark, mit Doppelkapsel 25 Mark. Hauptgeschäft: Königstrasse 4344, offerirt zu Original- Fabrifpreisen: Nickel- Remontoir, Schweizer Wert, 4 W. 50 Pf. Silberne Silberne # mit Goldrand, 10 M. Ancre, 15 rubis m. Doppelkaps. 20 M. Goldene Damen- Remontoir von 18 bis 300. Goldene HerrenGoldene Herren30 bis 100 M. " mit Doppeltapfel, von 45 bis 1000 m. Grosse Auswahl in Gold-, 3729L* Silber-, Korallen- und Granat- Waaren. Für gutes Gehen jeder Uhr wird schriftlich bis 5 Jahre garantirt. Achtung! Achtung: Orts- Krankenkasse Ahtung! Genoffinnen und Genoffen. Atung! Rohrleger und Gehilfen! Große öffentliche Versammlung am Montag, den 18. November, abends 8% Uhr, bci Bergner, Annen- Straße 16. Tages- Ordnung: 1. Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Entwickelung der Cewertschaftsbewegung. Referent: Paul Litfin. 2. Diskussion. 8. Aus theilung der Fragebogen. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tages- Ordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen und Berufsgenossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Graveure, Ciseleure! 115/11 d. Zigarrenmacher, Bigarrenfort. u. deren gewerbl. Hilfsarbeiter. Generalversammlung am Dienstag, 26. Nov., abends 8 Uhr, im Restaurant Brüning, Rosenthaler straße 11/12. Tagesordnung: Bericht des Rendanten über den Stand der Kasse. Bericht über die Dienstag, den 19. November, abends 8 1hr, in Marten's Salon, Friedrich- Straße 23C: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Warn Thätigkeit des Vorstandes. Wahl einer über: Küche und Politik." 2. Diskussion. Jahresrechnung. Neuwahl für sechs 210/11 Kommission zur Vorprüfung der ausscheidende Vorstandsmitglieder. Antrag Jfaat. Einziehung des Kassenboten refp. Statutenänderung,§ 47: Anträge. Berichte. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen, besonders der Frauen, ersucht Die Vertrauensperson: Emma Scholz. Die Vertreter sind hiermit eingeladen. 1354b Der Vorstand. 2. Wahlkreis. Heute Abend 6½ Uhr, bei Zubeil, Linden Straße 106: Oeffentliche Versammlung. Dienstag, den 19. November, Dranien- Straße Nr. 51: Orts- Krankenkasse der Gürtler. Vortrag der Genossin Ida Altmann über: Versammlung. Lages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Genoffen Dr. S. Joël über: neuesten Errungenschaften der Aftronomie." 8. Diskussion. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Die " 74/10 Achtung! Achtung! Buzer. Mittwoch, den 20. November( Bußtag) vorm. 10/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend im Lokal ,, Feen- Palast", Burgstraße 22. Tages Ordnung: 1. Bortrag über Fortschritt und Armuth. Referent: Sen. Millarg. 2. Diskussion. 3. Was hat uns unser Vorgehen in diesem Jahre genügt und welche Lehre ziehen wir daraus? 181/16 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann: Aug. Vogel. Große öffentliche Versammlung der Herren- u. Knabenkonfektions- Schneider u.-Schneiderinnen am Montag, den 18. November cr., abends punkt 9 Uhr, im Lokal des Herrn Buske( früher Seefeldt) Grenadierstr. 33. Zages Ordnung: Zu der am Mittwoch, 20. d. Mts ,, vormittags 10 Uhr, Oranienstraße 51 stattfindenden Generalversammlung Tagesordnung: werden die Herren Delegirten hiermit ergebenft eingeladen. Gerechtigkeit. Nachdem: Gemüthliches Beilammensein. 210/10 Entree 10 Pf. Sozialdemokratischer Wahlverein Wahl einer Kommiſſion zur Prüfung für den 4. Berl. Reichstngs- Wahlkreis. der Rechnungen des laufenden Jahres. Nach Schluß dieser Versammlung findet daselbst eine Generalversammlung der Mitglieder der Invalidenkasse der Gürtler mit obiger Tagesordnung statt. Der Vorstand. G. Kneiff. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen. Am Dienstag, den 26. November cr., abends 8 Uhr, findet im Vereinshause, Gophien straße 15, eine Generalversammlung fämmtl. Delegirten d. Arbeitgeber und der Kaffenmitglieder statt. Tages- Ordnung: Große öffentliche Versammlungen: Südosten. Dienstag, den 19. November, abends 8%, Uhr, bei Herrn Brüder, Waldemarstr. 75. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Berschiedenes.- Gäste, Danien und Herren, Tagesordnung: 1. Bortrag des Stadtverordneten Genossen Pritz Wilks. haben freien Zutritt. Osten, 242/11 Dienstag, den 19. November, abends 81, Uhr, in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße Nr. 28. Tages- Ordnung: 1. Abänderung des§ 12 11. Nachtrag 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Gäste, Damen und Herren, baben freien 1. Vortrag des Genossen Th. Metzner über: Was ist Recht." II. des Statuts: Antrag des Vorstandes auf Erhöhung des Krankengeldes." 2. Er gänzungswahl für den Vorstand. 3. Wahl Butritt. Der Vorstand. 1. Der bevorstehende Streit im Frühjahr 1896 und die Beschichung der bes Ausschusses(§ 56 Abs. 4). 4. Ge Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Konferenz zu Erfurt. 2. Diskussion. 3. Wahl des Delegirten zur Konferenz schäftliches. und Wahl des Vertrauensmannes. Zahlreiches Erscheinen ist unbedingt nothwendig. Die Lohnkommission. 1356b 1388b Berlin, den 16. Nov. 1895. Der Vorstand. J. A. M. Stuhlmann. Vorsitzender. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Orts- Krankenkasse der Dienstag, den 19. Nov., vorm. 10% Uhr: Versammlung bei Henke, Naunynstraße Nr. 27. Zagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Stellmacher. Sonntag, den 24. November, vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188: 30/18 Ordentl. Generalversammlung. Achtung! Holzbearbeitungs- Maschinenarbeiter. Achtung! Mittwoch( Bußtag), den 20. November: Herrenpartie nach Maltahu. g Tagesordnung: 1. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern Sonntag, den 17. November, abends 61/2 Uhr, in Albrecht's Salon, Memelerstraße 67: Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen J. Zimm über: Robert Owen's Leben und Wirten. 2. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz, Entree 10 Pf. Sozialdemokratischer Verein für 1337b Stralan, Rummelsburg und Umgegend. Versammlung ( Arbeitnehmer). 2. Wahl von einem Bor: am 82/7 von 3 9levisoren( 1 Arbeitgeber und Treffpunkt früh/ 2 Uhr für den Südosten Mariannen Ufer 4 bei Gehlhoff; für den Osten Friedrichsbergerstr. 11 bei Franke( früher Lock) Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Köpenick. Dienstag, den 19. November 1895, abends 8 Uhr, im Vereinslokal A. Schulz, Schönerlinderstr. 3: Oeffentliche Versammlung des Sozialdemokratischen Arbeitervereins. Tages Ordnung: 7/8 1. Bortrag des Genoffen Dr. Pinn über: Urchriftlicher Kommunismus. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um Zuführung zahlreicher Gäste ersucht Der Vorstand. Achtung! Rixdorf. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Versammlung am Montag, 18. November, abends 81/2 Uhr, in den Viktoria- Sälen, 79 1 ( Kleiner Eaal), Hermannstr. 49. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Distusfion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Achtung! Mittwoch( Busta 0), den 20. November 1895, nachmittags 5 Uhr, in Vohwinkel's Lokal in Rummelsburg, Hauptstr. 83. Tagesordnung: 1. Die Aufgaben der Sozialdemokratie in der Gemeinde2 Arbeitnehmer). 4. Beschlußfassung vertretung. Referent Stadtverordneter Borgmann( Berlin). 2. StellungStatuts. 5. Verschiedenes über Kranken- 3. Distuffion. über verschiedene Paragraphen des nahme zu dem Verhalten des Gemeindevertreters Müller( Rummelsburg). kassen- Angelegenheiten. 1347b Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Paul Howe, Borsitzender. Die Wähler des 2. Wahlbezirks sind hierzu besonders eingeladen. Bahlreichem Erscheinen sieht entgegen Der Vorstand. Berband deutscher Korbmacher. Verein deutscher Schuhmacher. ( Filiale Berlin.) Montag, den 18. d. M., Abends 81/2 Uhr, Oranienftr. 51: Versammlung. Achtung! Lackirer! 98/8 Mittwoch, den 20. November, abends 7 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Geselliges Beisammensein. Concert und Tanz. Um recht zahlreiche Betheiligung der Kollegen und Kolleginnen ersucht Der Vorstand. 124/12 Jägerhaus, 36389* 103 Schönhauser Allee 103. Achtung! Seben Sonntag: Grosser Ball Saal zu Versammlungen u. Festlich. feiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Brauerei Friedrichshain( am Königsther). Sonnabend, den 30. November: Grosses Vokal- Konzert, ゆう aufgeführt von den Gesangvereinen Nordwacht" ,,, Olympia", Norddeutsche Schleife"," Freya I" ,,, Freundestreue"," Glockenrein und Alpenveilchen"( M. d. A.-S.-B.) ca. 200 Personen, Dirigent R. Blobel. Auf vielseitigen Wunsch zweite Aufführung von Columbus von Julius Becker. Detlamation, gesprochen von Julins Türk. Nach dem Konzert: Ball. Anfang 82 Uhr. BF Entree 30 Pf. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen und an der Kaffe zu haben. 66/ 1* Nieft's Fest- Säle, 17 Weberstr. 17, 30352* Sonnabend, den 30. b. M., noch zu vergeben unter ganz koul. Bedingungen. 36852* B. Nieft. Versammlungen 8/6 am Montag, den 18. November 1895, abends 8½ Uhr. Bahlstelle I. bei Feindt, Weinstr. 11. Vortrag von Gen. Schulz. Bahlstelle II. bei Gründel, Brunnenstr. 188. Vortrag von Gen. Dr. Beyl über: Die erste Hilfe bei Verwundungen. Bahlstelle III. ,, Neues Clubhaus", Kommandantenstr. 72. Vortrag vom Stadtverordneten Gen. Mehner: Die Schule, wie sie ist und wie sie sein soll. 167/14 Um recht zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. Grosse öffentliche Versammlung aller im Handel- und Transportgewerbe beschäft. Hilfsarbeiter am Mittwoch, den 20. November( Bußtag), abends 6 Uhr, bei Bolzmann, Lichtenberger- Straße 16. Tages Ordnung: 75/11 1. Vortrag über die Entwickelung der kapitalistischen Produktionsweise. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wurm. 2. Die Zustände bei der Speditionsfirma Jakob u. Vallentin und wie ist denselben zu begegnen. 3. Diskussion und Verschiedenes. NB. Herr Kommerzienrath Jakob ist zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen. Hierzu find die Rollkutscher, Möbeltransport- und Speditionsarbeiter mit ihren Frauen ganz besonders eingeladen. Nach der Versammlung findet ein Geselliges Beisammensein mit Tanz arrangirt vom Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Der Einberufer. Parteigenoffen empfehle meine Schaut wirthschaft als angenehmen FamilienAufenthalt. Speisen und Getränke in Hilfsarbeiter, statt. bekannter Güte. Vereinszimmer für ca. 60-80 Personen. Dasselbe ist auch zu Festlichkeiten zu vergeben. 84618 Edmund Renter, N., Swinemünderstr. 45. Empfehle Freunden u. Genossen mein u. Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3. Beiß- 1. Bairis- Bier- Lokal. Inhaber: H. Birk. 33492* Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Außerdem empfehle meine Gäle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleiner Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben Kaiser Wilhelmstraße 18 M, R. Buske( seefeld) 2. Ging. Grenadierstraße 33. Grosse u. kleine Säle, mehrere Vereinszimmer, Kegelbahnen, Billard.( 33212 Vereinszimmer mit Klavier für 30 Personen. August Bieberstein, Laufiger Play 2. 33032* Allg. Arbeiter- n. Arbeiterinnen- Verein = Berlins und Umgegend. Montag, den 18. November, abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Nene Friedrichstraße Nr. 44, Mitglieder- Versammlung. Lages Ordnung: 18/15 1. Vortrag des Genossen Kempf über Werth und Bedeutung der Arbeitervereine." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Es ist Pflicht, daß ein jedes Mitglied in dieser Versammlung erscheint. Gäste haben Zutritt. NB. Stiftungsfest, am 30. d. M. Versammlung Vorstand zu haben sind. Alle säumigen Mitglieder werden an ihre Verpflichtungen Der Vorstand. F. Nagel's Festsäle, Schwedterstr. 23| 24. Gr. Saal mit Bühne( 400 Pers.) Kl. Saal mit Bühne( 200 Pers.) Kleine und große Vereinstimmer. so... in Der Königsbank stattfindet, in diefer Berjammasie, welches an bem Berein gegenüber erinnert. Künſtl. Zähne, loses Bahuziehen. Zeitzahlung, Goldstein, citi, 123 vorzügl. schmerzl., 3abnschmerz beseitigt, schmerz Bekanntmachung. Mit dem Ablaufe dieses Jahres verlieren nach§ 104 des Inraliditäts- und Alters- Versicherungsgesetzes vom 22. Juni 1889 alle diejenigen Snittungskarten ihre Giltigkeit, welche im Jahre 1892 ausgestellt und nicht bis zum Schluffe des Jahres 1895 zum Umtausch eingereicht worden find. Wir fordern deshalb alle diejenigen, welche sich noch im Besize von fold; en im Jahre 1892 ausgeftellten Quittungstarten befinden, hierdurch auf, dieselben spätestens bis zum 31. Dezember d. J. tem zuständigen Polizei Revier zur Aufrechnung einzureichen, widrigenfalls fie den Verlust aller Ansprüche aus diesen Karten zu gewärtigen haben. Berlin, den 12. November 1895. Juvaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin. Der Vorst and. Dr. Freund. Dr. Sträter. Dienstag, den 19. November 1895, abends 8 Uhr, Wasserthorstraße 68: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Berliner Buchdruckmaschinenmeister Montag, den 18. November, abends präzise 9 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakob- Straße 37: Allgemeine Maschinenmeister- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Berliner Maschinenmeister zu dem Entscheid des Berliner Gewerbegerichts: das Anlegen gehöre zu den Obliegenheiten des Maschinenmeiffers"? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um die Interessen der Maschinenmeister zu wahren, ist das Erscheinen jedes Kollegen Ehrenpflicht. Sämmtliche Gewerbegerichts- Beisitzer der Kammer VIII sind höflichst zu dieser Versammlung eingeladen. 35/4 E Der Einberufer: A. Massini, 1. Die bevorstehende Etighwahl und ihre Bedeutung für Achtung! Bauhandwerker! Achtung die arbeitende Bevölkerung. Referenten: Paul Singer und Wilhelm Börner. 2. Diskussion. NB. Die Wähler des 17. Kommunal- Wahlbezirkes sind ganz besonders eingeladen. 273/8 Der Einberufer: J. A.: W. Georgi. Zentralverein der Bildhauer. Versammlung am Dienstag, 19. Nov., abends 29 Uhr, Annenstr. 16. Tagesordnung: Holzbildhauer- Angelegenheiten mit besonderer Bezugnahme auf den Streik in Görlitz. Zahlreicher Besuch ist nothwendig. Der Vorstand. 21/11 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 24. November 1895, vormittags 10% Uhr: Große Protest- Versammlung aller im Vaufach beschäftigten Arbeiter: Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Stuckatenre, Töpfer, Maler, Klempner, Glaser, Staaker und Bauarbeiter in Keller's Festsälen, Koppenstraße Nr. 29. Tagesordnung: 1. ,, Die Misstände im Baugewerbe." Referent: Der Vertreter der Kommission zur Feststellung der Mißstände im Baugewerbe. 2. Diskussion. 131/17 Sämmtliche obengenannte Gewerkschaften werden gebeten, für den regen Besuch dieser wichtigen Versammlung Sorge zu tragen. Die Kommission. J. A.: C. Panser, Golzstraße 39. für das Drts- Krankenkasse Achtung! Brauerei- Arbeiter. Achtung! Bierbrauer Gewerbe zu Berlin. Freitag, den 29. d. Mts., abends 8 Uhr, im Restaurant von Leydecker, Sophienstr. 34: Vertrauensmänner- Versammlungen: Generalversammlung Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt. Moning, den 18. November, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Mörschel, Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: Besprechung von Werkstattangelegenheiten, Westen und Südwesten. Montag, den 18. November, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Linden- Straße Nr. 106. Tagesordnung: Besprechung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den einzelnen Werkstellen des Bezirks. Die Kollegen werden ersucht, aus den einzelnen Werkstellen Vertrauensleute zu entsenden. Süden und Südosten. der Vertreter der Herren Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl des Vorstandes, 3 Arbeit geber und 6 Arbeitnehmer. 2. Wahl der Revisions- Kommission der JahresMittheilungen. rechnung pro 1895. 3. Geschäftliche Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, im Haale des Herrn Haase( Königsbank), Gr. Frankfurterstr. 117 Große öffentliche Versammlung aller in den Brauereibetrieben beschäftigten Arbeitnehmer, wie: Brauer, Böttcher, Maschinisten, Heizer, Fahrer, Stallleute u. s. w. Tagesordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Tie Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Brauereien. 3. Verschiedenes. 41/9 Der Einberufer. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin- Moabit. 41/10 Dienstag, den 19. November 1895, abends 82 Uhr, im Saale des Moabiter Klubhauses, Beuffelstr. 9: Der Vorstand d. Orts- Krankenkasse Berlin, den 16. November 1895: für das Bierbrauer: Gewerbe zu Berlin. Otto Wolf, Vorsitzender. Mitglieder- Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über: ,, Glaube und Vernunft." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Aufnahme neuer Gäste willkommen. Bei der Bedeutung des Referats für die Lebens- und Weltanschauung Montag, den 18. November, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Orts- Krankenkasse der Mitglieder. Kollegen, Tabaksfabrikarbeiter. bes Arbeiters, iſt es eindringlichste Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, zu erscheinen. Zagesordnung: Unsere Aufgaben für die Zukunft. sorgt dafür, daß alle Werkstätten vertreten sind. Die Kollegen der Sizmöbelbranche, der Drechsler und Bürstenmacher werden ersucht, Bertrauensleute zu Mittwoch, den 27. November cr., 1146 entsenden. Mittwoch, den 20. November, vorm. 10 1hr, in der Berliner Ressource, Kommandanten Straße 57: General- Dersammlung. Tages- Ordnung: Rassenbericht vom 3. Quartal. Bericht des Vorstandes, der Beisiger, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. Verbandsangelegenbeiten. Mitgliedsbuch legitimirt. 78/20 Die Ortsverwaltung. der Große öffentliche Versammlung Schneider und Näherinnen aller Branchen am Dienstag, den 19. November, abends 8½ Uhr, im ,, Englischen Garten"( großer Saal), Alexander Straße 270 ( nahe der Magazin- Straße). Zages Ordnung: M 1. War der Vorstand der Drts Krankenkasse der Schneider und Schneiderinnen berechtigt, das Statut ohne Anhörung der General Versammlung eigenmächtig zu ändern? Referent: Kollege Pfeiffer. 2. Diskussion. 3. Delegirtenwahl zur Konfektionsarbeiter- Konferenz in Erfurt. Wir fordern alle Kollegen und Kolleginnen auf, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand der Orts Krankenkasse der Schneider und Schneiderinnen ist eingeladen. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Im Auftrage: J. Timm, Vertrauensmann. 164/6 55/2 J Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 17. November, abends 6 Uhr: Bwei Versammlungen. 1. Im Lokale des Herrn Hoffmann( Englischer Garten), Alexanderstr. 27c. Vortrag des Genoffen Sassenbach über: Freimaurerthum. 2. Jm Lokale des Herrn Mörschel, dönhauser Allee Nr. 28. Vortrag des Gen. Dr. Joel über: Die neuesten Errungenschaften der Afironomie Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren sehr willkommen. Nach dem Vortrag erhalten nur noch Mitglieder Zutritt. Der Vorstand. Achtung! Vergolder! Am Dienstag, den 19. November 1895, abends 8½ 1hr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Monats- Versammlung des Verbandes der Vergolder etc. Tages Ordnung: abends 8 Uhr, im Kaffenlokal, Landsbergerstr. 108 General- Versammlung. Die Ortsverwaltung. Stuckateure! Tages- Ordnung: Wahl des Vorstandes Dienstag, den 19. Nov., abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 21: Große öffentliche Versammlung und der Revisoren. Geschäftliche Mittheilungen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Der Stuckateure Berlins u. Umgeg. Tages Ordnung: ie ftellen sich die Kollegen zu dem in Kassel tagenden Stuckateur- Kongres? 1. Vortrag des Gen. Pfannkuch über: Gewerkschaftliche Entwicklung". 3. Bericht der Lohnkommission. Verband der in Holzbearbeitungs- 2. Fabriken und auf Holzplätzen besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. 83/7 Berlin Filiale II Nord. Dienstag, den 19. November, abends 81/2 Uhr, bei Hrn. Jennerich, früher Rehliz, Bergstr. 12. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtv. August Jatoben. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Gewerkschaftliches u. Verschiedenes. Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Graveure, Ciseleure und anderer künstlerischer Gewerbebetriebe. Am Montag, den 25. November, abends 81/2 Uhr, findet im Lokal 13326 Kollegen! Der Tag nach der Versammlung ist ein Feiertag( Bußtag), daher dürfte keiner fehlen; die Vereinsversammlung fällt daher aus und ist der Kassirer anwesend; ferner werden die Kollegen gebeten, die Listen für die Steinbildhauer abzuliefern.( Siehe Flugblatt). Die Vertrauensleute. Achtung. Achtung. Lederarbeiter, Portefeuiller. Gr. Dereins- Derlammlung am Montag, den 18. November, bei Rol1, Adalbertstraße Nr. 21. B Tages Ordnung: Welche Pflichten erwachsen dem Verein betreffs Durchführung der 331/3 pet. Lohnerhöhung? Die Kollegen der Fabrik von Karl Kessner und Wilh. Gudsmann werden zu dieser Versammlung eingeladen. Sattler! 13166 " Oranienballen", Dranienstr. 51, Dienstag, 19. Nov., abends 8 1hr, bei Brochnow, Generalversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Wahl der Kommission zur VorSebastianstr. 39: prüfung der Jahresrechnung Große öffentliche Versammlung. vom Jahre 1895. 2. Vorstandswahl. 3. Etatutenänderung. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Albert Schü y. F. Ludwig. 74/9 Carl Thieme," SO., Elisabeth- Ufer 52, empfiehlt Freunden u. Bekannten seine neueröffnete Destillation nebst Lages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Der Streit bei Scholz Nachf. und welche Schritte unternehmen wir für die Zukunft? 3. Verschiedenes. Die Agitationskommision. J. A. Bruno Pörsch, Rixdorf, Steinmetzstr. 24. Textil- Arbeiter. Filiale Berlin. 157/13 Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Dienstag, 19. November, abends 8% Uhr, bei Feind, Franz. Billard, gr. Vereinszimmer. Ein Vereinsz. für 20 Pers. zu verg. Mühlenstraße 8 bei Karl Kurg. Um zahlreiches Er- Vereinszimmer mit Piano, 50 Perf. Der Vorstand. H. Gorn, Kleine Markusstr. 10.[ 893b 1. Diskussion über:" Die Wertstellen- Versammlungen." 2. Neuwahl eine3 Nevisors zum Hauptvorstand. 3. Stellungnahme zum Stiftungsfest, eventuell Wahl eines Nomitee's. scheinen ersucht 4. Verschiedenes. 225/12 Weinstr, 11: Versammlung. 197/5 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Türt über: Das Buch der Freiheit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kolleginnen und Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 4. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 270. findet: Soziale Rechtspflege. Sonntag, den 17. November 1895. 12. Jahrg. einem Arbeitsverhältniß gestanden hat, welches eine Versicherungs- Wartezeit nicht 1410 Wochen, sondern 1410-800= 610 pflicht nach dem Invaliditäts- Versicherungsgesez begründet haben Wochen. würde, wenn dasselbe schon damals in Geltung gewesen wäre. Diese Herabsetzung der dreißigjährigen Wartezeit tritt aber Welches find die Voraussetzungen für den Bezug von Jedoch muß er, um einen Anspruch erheben zu können, mindestens nur unter der Vorausseßung ein, daß der Betreffende Invalidenrente und für Altersrente? Gegenüber den fort- 47 Wochen Beiträge auf grund des Gesetzes nach dem 1. 1. 1891 während der Zeit vom 1. Januar 1888 bis zum 1. Januar 1891 dauernden vielfachen mündlichen und schriftlichen Anfragen über entrichtet haben. Beispiel: Es wird jemand am 1. Juni 1895 mindestens 141 Wochen hindurch in einem Arbeitsverhältniß gea diese für jeden Arbeiter wichtige Frage theilen wir die dies- invalide und mag 230 Wochen hindurch Beiträge geleistet haben. standen hat, welches die Versicherungspflicht begründet haben bezüglichen Bestimmungen durch Wiedergabe der Zusammen- Dann vermindert sich bei ihm die Wartezeit so, daß er nur noch würde, wenn das Gefeß schon damals in Kraft gewesen wäre. fassung mit, die sich hierüber in Stadthagen's Arbeiterrecht benachzuweisen hat, daß er 235-230-5 ochen in der Zeit vom Daß er in einem solchen Arbeitsverhältniß gestanden hat, 1. 6. 1890 bis 1. 1. 1895 in einem versicherungspflichtigen Betriebe muß er durch eine Bescheinigung der Behörde oder durch Behörde oder durch eine von dem früheren Arbeitgeber er beglaubigt ist, nachweisen. Die Zeit von Krankheiten und gegen Lohn gearbeitet hat. Dies muß er durch eine Bescheinigung der eine Bescheinigung des Arbeitgebers, welche von der Behörde theilte Bescheinigung nachweisen, deren Unterschrift behördlich be- militärischen Uebungen wird hierbei in derselben Weise glaubigt ist. wie auf die Wartezeit überhaupt( siehe oben bei der InvalidenTrotz des Vorliegens beider Voraussetzungen zur Erlangung rente) in Anrechnung gebracht. einer Invalidenrente erhält teine ynvalidenrente: wer nachweislich die Erwerbsunfähigkeit sich vorsätzlich oder bei Begehung eines durch strafgerichtliches Urtheil festgestellten Verbrechens zu spruch auf Invalidenrente geltend machen zu können. Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen An 1. dauernd erwerbsunfähig geworden sein, 2. eine Wartezeit von 5 Beitragsjahren) 285 Beitragswochen versichert gewesen sein. Es muß nämlich der Versicherte: = Dauernde Erwerbsunfähigkeit liegt nicht schon dann vor, wenn der Versicherte nach gewöhnlichem Sprachgebrauch erwerbs unfähig ist, sondern erst dann, wenn der Versicherte infolge seines förperlichen oder geistigen Zustandes nicht mehr im stande ist, durch eine feinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Lohnarbeit mindestens einen Betrag zu verdienen, welcher gleichkommt der eines Sechstels des Durchschnitts Lohnfayes**), nach welchem für ihn während der letzten 5 Beitragsjahre gerechnete Beiträge entrichtet worden sind Summe: und eines Sechstels des 300 fachen Betrages des nach§ 8 des Krankenversicherungs- Gesetzes ortsüblichen Tagelohus für gewöhnliche Arbeiter des letzten Beschäftigungsortes, in welchem er nicht lediglich vorübergehend beschäftigt gewesen ist. Beispiel: Der Versicherte hat in den letzten 5 Beitrags jahren Beiträge nach einem Jahres- Arbeitsverdienste von 800 M. geleistet. Der ortsübliche Tagelohn im Sinne des§ 8 des Kranken- Versicherungsgesetzes betrage 1,50 m., dann ist dieser versicherte Arbeiter erst dann im Sinne des Invaliditäts Verficherungsgesetzes erwerbsunfähig, wenn er nicht mehr als: 1/6 von 720 M.( Durchschnittslohn seiner Lohnklasse)= 120 m. +1/6 von 450 M.( 300 X 1,50 M.) 75 M. . insgesammt 195 M. gezogen hat. In folgenden Fällen kann die Invalidenrente entzogen werden und ruht der Anspruch auf Rente. Entzogen werden kann die Rente, wenn in den Verhältnissen des Invaliden eine Veränderung eintritt, die ihn nicht mehr als dauernd erwerbsunfähig erscheinen lassen. Das würde z. B. in dem zuerst angeführten Beispiel der Fall sein, wenn jener Verunglückte durch Geschicklichfeit es dahin gebracht hat, mehr als 195 Mart jährlich verdienen zu fönnen, wenn er Arbeitsgelegenheit hätte. Es ruht ferner die Rente, d. h. sie wird nicht gezahlt: 1. so lange und so weit die Unfallrente. oder Militärpensionen oder Militäranwärtergelder unter Hinzurechnung der Invalidenrente den Betrag von 415 Mart übersteigt, 2. so lange der Invalide eine die Dauer von einem Monat übersteigende Freiheitsstrafe( Zuchthaus, Gefängniß, Festungshaft oder Haft) verbüßt oder in einem Arbeitshause oder in einer Besserungsanstalt untergebracht ist, 3. so lange der Invalide nicht im Inlande wohnt. Jedoch gelten auf grund des§ 34 des Jnvaliditätsgefeßes in Verbindung mit den Anordnungen des Bundesraths einige ausländische Grenzbezirke als Juland im Sinne des Invaliditätsgesetzes. Die Altersrente fommt in Fortfall, sobald dem Altersrentner Invalidenrente gewährt wird. Sie ruht und der Anspruch auf sie erlischt unter dem oben bezüglich der Invalidenrente angegebenen Voraussetzungen. Unsere Leser wollen die vorstehenden Darlegungen sich ausschneiden, um sie gegebenen Falls in Anwendung zu bringen. Sie zu wiederholen verbietet der Raum unserer Zeituna. Vermischtes. Der jetzige Papst auf dem Judex. Die„ Riforma" er zählt mit sehr begreiflichem Behagen, das Leo XIII. der Verfasser eines von der heiligen Inder- Kongregation verbotenen Buches ist. Die Sache soll folgendermaßen zugegangen sein. Als Leo noch Kardinal Pecci und Bischof von Perugia war, erfreute er sich feineswegs besonderer Beliebtheit bei Pius IX. und dessen Staatssekretär Antonelli. Die Freunde Pecci's schlugen ihn eins mal dem Papit für den Posten des Propaganda- Präfekten vor und lobten seine Eigenschaften als tirchlicher Verwalter. Eben darum soll er Bischof bleiben, war die Antwort Pius' IX. Hierauf riethen dieselben Freunde dem Kardinal Pecci, er möge, um die Gunst des Papstes zu gewinnen, etwas recht Frommes schreiben. Das geschah und Pecci veröffentlichte die Schrift Ueber das heiligste Blut der Maria", worin er die NothEndlich erlischt nach dem Gesetz der Anspruch auf Rente, wendigkeit darstellte, für das Blut der Jungfrau ein besonderes jährlich durch eine feinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende wenn für den Versicherten innerhalb 4 Kalenderjahren nicht Fest einzurichten. Dieses Buch wurde 1874 von der InderLohnarbeit verdienen tann. Es genügt für das Erforderniß der mindestens 47 Beiträge geleistet sind. Dies Erlöschen kann der Kongregation verworfen, der Verfasser fügte sich dem Spruch dauernden Erwerbsunfähigkeit nicht, wenn er in seinem früheren Arbeiter dadurch hindern, daß er die fehlende Anzahl Marken und erklärte sein Buch für einen Frrthum, worauf dem Katalog dauernden Erwerbsunfähigkeit nicht, wenn er in seinem früheren durch freiwillige Versicherung ergänzt. Er muß für diesen Fall der verbotenen Bücher der Vermerk zugefügt wurde: Auctor Beruf diesen Satz von 195 M. nicht mehr verdienen kann. Vielmehr ist erforderlich, daß er in keinem Beruf diese 195 m. ver- als ergänzende Beitragsmarken Marken der Lohntlasse II. nebst laudabiliter se subjecit et opus reprobavit.( Der Verfaffer friecht zu Kreuze.) Das Buch wäre auch wohl ohnedies von dienen tönnte, felbst wenn ihm Arbeitsgelegenheit geboten würde. einer Zusatzmarke( von 8 Pf.) entrichten. Mangel an Arbeitsgelegenheit wird unberücksichtigt gelassen. Der Anspruch auf Juvalidenrente ist bei der unteren Ver- Menschen mit einigermaßen normaler Geistes anschauung nicht Der dauernden Erwerbsunfähigkeit wird waltungsbehörde des Wohnortes des Antragstellers anzubringen( das gelesen worden. gleichgerechnet, wenn ein Versicherter ein Jahr hindurch ist in Preußen in Städten von mehr als 10000 Einwohnern, sowie in Der Werth sterilisirter Milch wird von Dr. Sterling erwerbsunfähig( z. B. infolge Krankheit) gewesen ist. den Städten der Provinz Hannover, für welche die revidirte Die Wartezeit beträgt 235 Beitragswochen. Auf die Städte- Ordnung vom 24. 7. 1858 gift, bei den Gemeinde- gleich Null erachtet. In seinen umfassenden Untersuchungen über Vorkommen, Verhalten und Wachsthum der peptonifirenden Bake Wartezeit fommt in Anrechnung: 1. Krankheit, wenn sie mit Er- vorständen Magistraten im übrigen bei den Landräthen, terien in der Kuhmilch gelangt er zu folgenden Ergebnissen: Wartezeit kommt in Anrechnung: 1. Krankheit, wenn sie mit Erin werbsunfähigkeit verbunden war, mindestens 7 Tage gedauert hat, in Hohenzollern bei den Ober- Amtsmännern. Die unteren Vereines der üblichen Milchsterilisirungs- Berfahren macht die und wenn sie weder vorfäßlich noch bei Begehung eines durch straf waltungsbehörden für die übrigen 25 deutschen Vaterländer sind Wilch teimfrei, niemals werden dabei die peptonifirenden Bakterien gerichtliches Urtheil festgefeßten Verbrechens noch durch schuld. in Stadthagen's Arbeiterrecht S. 189-191 aufgeführt). vernichtet. Die kostspieligen Sterilisirungsapparate sind überbafte Betheiligung bei Schlägereien oder Raufhändel, noch durch Wer hat Altersrente zu beanspruchen? Alterêrente hat flüssig. Die Spezialbetriebe zur Versorgung der Säuglinge mit Trunkfälligkeit, noch durch geschlechtliche Ausschweifungen zu zu beansprüchen, wer zwei Voraussetzungen erfüllt hat, nämlich: Stuhmilch sollten ihr Bestreben nicht auf die Einrichtung foft gezogen war; von der Krankheit kommt jedoch höchstens ein 1. das 70. Lebensjahr vollendet, 2. eine Wartezeit von mindestens spieliger Sterilisatoren, sondern auf die Werbefferung der MilchJahr in Anrechnung, 2. militärische Dienstleistungen, mit Aus- 1410 Beitragswochen( 8 i. 30 Beitragsjahre à 47 Wochen) hin- qualität( Gesundheit der Rühe, gutes Futter, Reinheit der nahme der während Friedenszeit freiwillig geleisteten. durch versichert gewesen ist. Stallungen, Milchgeschirre, des Personals, Aufbewahrung und Die Krankheit muß bescheinigt sein. Die erforderliche Be Für die Berechnung der Wartezeit gift mit Ausnahme Transport der Milch zc.) richten. scheinigung ertheilen die Vorstände der Krankenkassen und für die der Sonderbestimmungen für die Uebergang zeit Zeit über die Unterstüßungspflicht hinaus die Gemeinden. Für Berechnung der Wartezeit für den Bezug von Invalidenrente die in Rechnung des Staatsbetriebes beschäftigten Arbeiter können Dargelegte. die Bescheinigungen durch die vorgesetzte Dienstbehörde ausgestellt werden. Die Länge der Wartezeit ist für die Uebergangszeit herabgesezt. Wer nämlich in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis zum 31. Dezember 1895 invalide wird, braucht nicht volle 235 Wochen nachzuweisen. Für ihn vermindert sich die Wartezeit um so viel Wochen, als er vor dem Inkrafttreten des Gesetzes, jedoch innerhalb fünf Jahren vor Eintritt seiner Erwerbsunfähigkeit, in *) Ein Beitragsjahr umfaßt 47 Wochen. ** Der durchschnittliche Lohnfah beträgt nach§ 28 für Lohnklasse 1 300, für Lohuklaffe II 500, für Lohnklasse III 720 und für Lohntlasse IV 960 Mart. SOOLKLEIE SCHWEFEL, FIGHTENNADELBÄDER. das über die Das einfachste und leichtefte Sterilisirungsverfahren ist die Abkochung der Milch in reinen Gefäßen auf dem Küchenherde oder im Wafferbade. Zum Zweck der leichteren Reinhaltung Die Länge der Wartezeit ist für diejenigen, die vor empfiehlt es sich jedoch, die Milch in kleinen, in wohlverschlossenen dem 1. Januar 1851 geboren sind, herabgefeßt. Für diese Flaschen gefüllten Rationen abzukochen. Die abgekochte Milch vermindert sich nämlich die Wartezeit um so viel Beitragsjahre und muß bei einer Temperatur unter 16 Grad Celsius aufbewahrt Beitragswochen, als ihr Lebensalter am 1. Januar 1891 an Jahren werden. Mangels eines Eisschrankes muß die abgekühlte Milch in und vollen Wochen das vollendete 40. Lebensjahr überstiegen hat. faltem Wasser aufbewahrt werden. Zu diesem Zwecke wird das die Dabei werden für jedes vollendete Lebensjahr 47 Beitragswochen in Milch enthaltende Gefäß in ein größeres mit( von Zeit zu Zeit zu er Ansatz gebracht. Ist die Zahl der überschießenden Wochen höher als 47, neuerndem) faltem Waffer gefülltes eingestellt. Milchvorräthe fo find neben der Vollzahl der Jahre nur 47 Wochen in An- dürfen nicht aufbewahrt werden. Sterilisirte Milch unterliegt rechnung zu bringen. Beispiel: Müller ist am 9. Januar der Peptonisirung leichter als rohe. Der bittere Geschmack der 1834 geboren. Mithin war er am 1. 1. 1891 57 Jahre und Milch, welcher bisher allein dem Einflusse des Viehfutters oder 8 Tage alt. Sein Lebensalter überſtieg alfo am 1. 1. 1891 40 der Anwesenheit von Eiterkörpern zugeschrieben wurde, hängt um 17 Jahre und eine volle Woche, d. i. 17 x 47+1 799 möglicherweise von der Anwesenheit von Pepton in der +1800 Beitragswochen. Demnach beträgt für ihn die Milch ab. Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Spezialität: Heissluft- u. Dampfschwitzkastenbäder m. Verpackung, Massage. Bad Frankfurt, Ritter- Bad, 18. Ritterstr. 18,( Ecke Prinzenstr.) 136. Gr. Frankfurterstr, 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkassen Berlins u. Umgeg. E Regen E. Eberhardt, Möbel- und Polsterwaaren- Fabrik. Mitinhaber Innungsmeister. Bahnhof u. Jannowitzbrücke. Fernsprecher- Amt VII, No. 3325. 08 Berlin O, Holzmarktstrasse 21, zwischen Schlesischem No. 855. Kissendivan mit Prima- Teppichdecken und Velourplüsch- Einfassung u. guten Posamenten in allen Farben. Länge 200 cm. 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