Morgenausgabe Er. 169 A 56 45. Iahrgang Wöchentlich 70 Pfg� monatlich S,— SIL im voraus zahlbar. Postbezug 3,72 ZR. einfchl. Bestellgeld. Auslandsadonne» ment 5�0 M. pro Monat. * Der«SonoSm* erscheint wochentig» lich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abend". Illustrierte Beilagen.Volt und Zeit" und.Kinderfreund" Ferner .Unterhaltung und Wisten"..Frauen- Sfmme".Technik". Blick in die iücherwelt" und.Iugend-Borwürts" Berliner VolSsvla« viensiag 10. April 1S28 Groß-Äerlinlg pf. Auswärts 15 Pf. Die««» f p O I tks» Aonvaretllezelle SO Pfennig Reklamezeile v.— Reichs» «ort.»Kletue Anzeigen" da» fettge- druckte Won 25 Pfennig(zulafstg zwei fettaedruckte Worte), lebe» weitere Wort 12 Pfennig Stellengesuche da» erst» Wort 15 Pfennig, ledes wettere Wort 10 Pfennig Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte Ardeitsmarkt Zeile 60 Pfennig Familianzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen» annahm» im Hauptgeschäft Linden- ÜraßeS. wochentägl von 81/» dts 17 Uhr. Jentralorgan der GozialdemokraMGen Vartei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprechti: Dönhost 292—297 leltgramm-Adr.: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Postlcheckkonto: verlin 37 b3S.— Bankkonto: Bank der Ardeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Ditkonto-Gesellschaft, Depositenkasie Ltndenstr. S Aeues Erdbeben in Gmyrna. Wieder viele Häufer eingestürzt. Der Newyork herald in Paris meldet aus Sonslantlnopel. daß in Smyraa am Sonnabend ein neues Erdbeben verspürt worden ist. Za Smyrna und Umgebung sind 190 Häuser ganz oder teilweise zerstört worden. Zahlreiche Bewohner wurden ver- leht, jedoch niemand getötet. Die Bevölkerung Hai sich panikartig zu Tausenden in die Umgebung geflüchtet. Deuischen-Prozeß in Moskau. Mitte April wird gegen die Ingenieure verhandelt. Moskau. S. April. Der volkskommisiar für Auswärtiges Tschitscherin teilie in einer Unterredung dem deulschen Boischasier Grasen Brockdorss-Bantzau mil. daß der Prozeß gegen die oerhafteten deulschen Ingenieure Mitte April slaltsinden wird. Als Gerichtsort fei nach Ueber- Windung zahlreicher Bedenken Moskau gewählt worden, und die verhafteten Deutschen befänden sich bereits ans dem Wege nach Moskau._ Einschwenken in die Gtalin-Front. KrestinstiS Absage an Trohki. Moskau, S. April. „Pnnoda� veröffentlicht einen Auszug aus einem Brief« Kre- stinski» an Jaroslawski und einem Briefe Antonoff Owsejen- k o», de» Sowjetgesandten in der Tschechoslouxikei, worin sie ihren Bruch mit der trotzt! st ischen Opposition kundtun. In seinem Briefe vom 22. März erklärt Krestinski u. o.: „M eine Briefe an Trotzki blieben unbeantwortet und sind nur deshalb vielleicht von einigem Interesse, weil sie meine kritische Einstellung gegenüber der Taktik der Opposition in ver- schieden«, Augenblicken des innerparteilichen Kampfes zum Ausdruck bringen, die zuletzt meinen ideologischen Bruch mit der Opposition herbeiführt«, obwohl ich mit den meisten ihrer Führer in alten und eng«, Beziehung«, stand. Ich spreche vom ideologischen und nicht vom organisatorischen Bruch, weil ich kein« organisatori- s ch e n Beziehungen zur Opposition hatte. Antonoff Owsefenko nimmt in einem Briefe an Stalin vom 4. April Bezug auf fein Schreiben an das Politische Bureau vom 28. ONober, in dem er den Oppositionskampf gegen die Partei verurteilte und fein Einvernehmen mit der politischen Linie der Mehrheit des Zentralkomitees, jedoch Nichtübereinstim- .mung mit der organisatorischen Politik zum Ausdruck bracht«, und erklärt jetzt, daß seither eingetreten« Ereignisse ihn veranlaßten, die letzter« Frag« einer Prüfung zu unterziehen, und daß er nunmehr die organisatorische Politik des Zentralkomitees r e st l o s teile. Zaustschläge und Bombenwürfe. Heftiger Wahlkampf in Frankreich. Paris, S. April. In letzter Zeit nimmt der Wahlkmnpf w Frankreich immer schärfere Formen an. Eo wurde in einer Wahlversammlung in Bavillies bei Lei fort der fnanzösische Arbeitsminister Tor» dieu von dem oadlkalsozialistifchen Deputierten Miel! et mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wobei das Augenglas zertrüm- merte. Tardi«, konnte seine Wahlrede jedoch beenden. Er übergab die Trümmer seine« Augenglases der Polizei als Beweismittel. In dem Departement Arieg« ist der Wahlkampf von Attentaten begleitet. So wurde in Saint-Girons gegen das Haus des Bor- sitzenden des Wahtkomitees, des Deputierten Lasfont, ein« Bombe geschleudert. Di« Haustüre und die Spiegel des Empfangsmume« wurden zertrünnnert._ Zusammenstoß aus der New Yorker �-Bahn. Zwei Tote, mehrere' Schwerverletzte. New Park. 9. April. Auf der Untergrundbahn erei miete sich ein schwerer Unfall. Ein Zug. desien Führer die auf hall stehenden Signale übersehen halte. fuhr in einen hallenden Zug hinein, wobei mehrere Wagen ineinander geschoben wurden. Zwei Personen wurden getötet und mehrere schwer verletzt. Infolge der frühen Morgenstunde waren die Züge nur schwach beseht, so daß größeres Unglück vermieden wurde. Ringen um ein Welt-Locarno. Alle Großmachte- außer Sowjetunion— beteiligt.. Washingto«, 9. April. Die Regierungen von Washington und Paris sind übereingekommen, ihre diplomatische Korrespondenz über den Vorschlag eines mehrseitigen Antikriegspaktes den Regierungen von England, Deutschland, Italien und Japan zw unterbreiten. Der französische Botschafter teilte dem amerikanischen Außenminister mit» daß B r i a n d bereit sei, den Notenwechsel den vier Nationen sofort zu unterbreiten, � damit diese sich über eine Stellungnahme schlüssig machen können. Kellogg war ebenfalls der Meinung, daß die Zeit für die Unterbreitung der Korrespondenz ge- kommen sei. * Dieser Beschluß, die übrigen Großmächte— außer der Sowjetunion— an den Verhandlungen zu beteiligen, bedeutet nicht, daß Frankreich und Amerika sich über den Wortlaut des Antikriegspaktes haben einigen können. Krankreichs Zugeständnisse an Lialien. Paris, g. April. Der Außenpolitiker des„Matin" schreibt in einer Beirachtung über die Tongerkonsernz in Paris, er glaube nicht, daß alle italienischen Forderungen angenommen werden könnten. Die Verhandlungen über das Statu» der 1Z0000 Italiener, die in Tunis leben, würden alsbald beginnen Schließlich würde«ni- sprechend den ISIS gegebenen Versprechungen Frankreich prüfen. welche Grenzberichtigungen es vornehmen könne, um das H i n t e r l a a d von Tripolis freizumachen, wenn diese Sonder- Probleme gelöst und durch einen Frenndschasts- und Nachborschasls- vertrag bekräftigt sein würden, werde die Stunde gekommen sein, die die Stellung Italiens auf dem Balkan und besonders feine Expansion in Kleinasien zu besprechen. Gsltene Ostertage. Ausflugsverkehr in Riesenmaßen.— Ein Toter bei einem paöbelbootunglück. Japans Ausrüstung zur See. London. 9. April. In, März sind nach Berichten aus Tokio drei neue 10 000- Tonnen-Kreuzer, ein Zerstörer und ein Unterseeboot auf japa- Nischen Werften vom Stapel gelösten worden Sie verfüg«, üb«r ein« außerordentliche Geschwindigkeit. Das schlimme Wetter am Freitag hatte den Freiheitsdurst all der vielen Reise- und Wanderlustigen mit einem Male zum Ber- siegen gebracht und getreu der alten Bauernregel:„Freitag zeigt's Sonntag neigt's", sah man betrübten Herzens, aller Feiertagsfreude bar, einem seucht-traurigen Ostersonntag entgegen. Aver erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Am Himmll des Ostersonnabends zeigte sich bereits eine starke Wendung zum Besser- werden und mit Sonnenschein und Himmelsbläue zog der Oster- sonntag ins Land. Und nun begann der beängstigende Smrmlauf der vielen armen, durch Wettertücke zurückgedrängten Startlust'gen. Die Bahnhofsplätze glichen Riesenameisenhaufen, das wogte und drängte und wartete voll zappelnder Ungeduld. Kleine Modedamen im Osterstoat und dem unvermeid'ichen Stadtköfserchen— diesmal als Weekendtresor mit Stullen und Kasseekuchen gefüllt—, mit ihren scharfgebügelten, lackbeschuhten, wassergewellten Kavalieren, Sportjugend mit Rucksack und Wimmerknochcn(auch Gitarre ge- nannt) und raus ging's zu froher Fahrt ins junge Grün. Ein Massenaufgebot aller Verkehrsmittel! Autobusse im raschen Mimitenoerkehr vollbepackt bis zum Ueberlaufen, die Straßenbahn mit zwei Anhängewagen, draußen voll, drinnen voll. Ein atnn- beklemmendes Gedränge von jung und alt mit Kind und Kegel, das klemmt und quäkt und quarrt und drückt, und man steht stch die Deine in den Bauch und drückt dem Nebenmann wacker die Fäuste In die Weichen. Der Köter strampelt, der Nachwuchs ist wünsch- und fragelusttg und das Kössenben ist halt überall im Wege. Aber auch diese fahrbare russisch-römische Schwitz- und Massageangelegen- hett nimmt einmal«in Ende. Erste große Ausladestation: Grüne- wald oder Grünau. Hier tauscht Groß-Berlin den langersehnten Ostergruß mit der neuerwachten Natur. Zwischen zartblühenden Sträuchern und sonstigen Frühlingsboten schlendert man frohgemut dahin. Mit der Wärme ist es noch nicht allzu weit her und von den heimischen Gewässern weht eine frische Brise. Um die Kaffeestunde wird es in den Koffeegärten recht lebendig Am ferttgen Kaffee oder beim„Selbstgebrühten"(nebenbei gesagt ist die Warmwassergebühr von 80 Pf für eine Familienkanne reichlich gerechnet) erfreut man ssch. Auf dem Wasser herrschte nicht minder lebhaftes Treiben. Segler, Paddler, Ruderer, alle ssnd sie da, viel« sogar schon in Sportdreß mtt Ruderleibchen und Kniefreiheit. Was stch am vor- und Nachmittag« als harmlos-fröhliches Ge- plänkel abspielte, das wird in den Abendstunden zum offenen Kamps: die Rückbeförderung. Was da an Fluchen, Püffen und sonstigen gesprochenen und getätigten Komplimenten verteilt wird, das zeigt den Menschen im erbittertsten Kampfstadium der Selbstverteidigung. Abends setzt sich dos Leben und Treiben in den Tanzsälen, Kinos und Kaffeehäusern fort. Auf daß die Bäume nicht In den Himmel wachsen, unkten die Herren Wetterwarte bereits am Sonnabend: Montag schlechtes Metter! Natürlich falsch geraten. Der Montag setzte fort, was der Sonntag versprochen hatte und wieder begann vom frühen Morgen an die Kavalkade. Befreites Aufatmen In kurzen Feierstunden. » Am Ostersonntag, wie auch am Ostermontag hatte die Reichsbahn einen Riescnoerkehr zu verzeichnen. Besonders I, II..... III Ostersport stehe 3. Seite. am gestrigen Tage war der Andrang übermäßig stark. Vor den Schaltern der Stadt- und Dorortbahnhöfe bildeten sich die Ketten der Anstehenden, auf den Perrons stauten sich die Scharen der Aus- flügler und dann begann der Kampf um die Plätze, um das„Mir- kommen". Von dem, was sich beispielsweise aus dem Lehrter Bahn- Hof zu den Zügen nach Staaken abspielte, kann sich einer, der nicht dabei war, kaum eine Vorstellung machen. Znsammen« gequetscht, bis zu vierzig Reisende in einem schmalen Drillerklasse- Abteil, wurde die halbstündige Fahrt zu einer Folter.— Aehnlich sah es zeitweise in den Zügen nach den nördlichen und östlichen Vororten aus. Di« Reichsbahn hatte, wie uns mitgeteilt wird, zwar alles ver- fügbarc Lokomotiv- und Wagsnmaterial in Beirieb gesetzt, hatte auch sllr eine reibungslose Abwicklung nach bestem Können gesorgt, aber ein Sonntagsvergnügcn war eine solche Fahrt keinesfalls. Der Reiseverkehr am Sonnabend hatte noch eine weitere starke Belebung erfahren und.zahlreiche Bor- und Nachzüg« zu den Hauptzügen mußten eingesetzt werden. Die Züge waren durchweg zu voll besetzt. Leichtsinnige PoftOte'. Am Ostersonntag vormittag ereignete sich aus der Spree ein schweres Bootsunglück. Unweit des Großkraftwerkes Klingen- berg kenterte durch die Unachtsamkeit der Insassen ein mit zwei Per- sonen besetztes Paddelboot. Ein Igjähriger Hilfsorbeitr Walter W. aus der Sanderstraße und seine Begleiterin stürzten ins Wasser. Auf die Hilferuf« der verzweifelt mit den Wellen Kämpfenden eilten oorüberfahrende Wassersportler hinzu, denen«s nur gelang, das Mädchen zu retten. Der junge Mann konnte zwar nach kurze Zeit geborgen werden, doch blieben alle Wiederbelebungsversuche ersolqlos. Sein« Leiche wurde in die Buckower Helle gebracht. Volksflugtag in Gtaaken. Zu einem großen fiugfportlichen Ereignis gestaltete sich wieder � die traditionelle Flugschau der Fliegerschule in Staaken. Ein unübersehbarer Menschenstrom ergoß sich vom Bahnhof und den Haltestellen der Aboag zum Flugplatz. Der Zustrom wollte kein Ende nehmen. Nach vorsichtiger Schätzung dürsten hunderttau- send Besucher, die große Zahl der Zaungäste nicht eingerechnet, den Platz bevölkert haben. In flotter Folge wurde ein reichhaltiges Programm abgewickelt! Udet, Fieseler, Thea Rasche, das bekannte jkunstfliegertrio, zeigte in schwindelnder Höh«'die hohe Schul« des Kunstfliegens, die an Wogehalsigkeit kaum noch überboten werden kann. Eine besonder« Sensatton bildet« wieder das Flug, zeug der Raab-Katzenstein-Wert« mit seinem Schleppzug, einem motorlosen Anhänger. Ruhig und elegant umkreiste der Schleppzug zweimal d«, Flugplatz. Dann wurde das Schlepptau zerschnitten, und in einem eleganten Glettflug ging der„Motorlose" zur Erde nieder. Zum Schluß wurde der Bleriot- Eindecker vorgeführt, mit dem im Jahr« 1909 die erst« Kanalüberquerung vorgenommen wurde Ein Abschiedsreigen sämtlicher Flugzeuge, die in kühnen Kurven Schleifen im sonnenklaren Lether kreisten, beschloß die Deranstaltung. Dunkles Rußland. Oer gekreuzigte Zudenknabe. Wörtlich aus der„Promda* vom 22. März: Die Stadt O st a I ch k o w liegt nicht irgendwo im entferntesten Winkel Rußlands. Nach der«inen Seit« hin erreicht man von hier aus in 12 Vahnstunden Moskau, nach der anderen Seite ist man über Nacht in Leningrad. Eines Tages schlenderten fünf Mittelschüler durch die Straßen der Stadt. Es gelüstet« st« nach irgendeinem Abenteu«. Ihnen ent. gegen kam der jüdische Knabe Lorta Gütchen. „Willst du nicht mit uns über das Ei» nach der Insel Seliger? Wir zeigen dir dort' ein« sein« Sache." Der Knabe ging mit. Der Weg war wert. Zuerst gelangten st« zur Insel Kljutschno. etwa 2 Kilometer von der Stadt entfernt. Di« Knaben hielten Umschau. Einer von ihnen, Labowkin, schien über irgend etwas ungehalten und flüsterte den andern einig« Worte zu. Dann kn«ß es: gehen wir weiter: hier wird aus der Sache nicht», es ist zu nahe zur Stadt. Sie gingen weiter. Lorja Gutchen mit Ihnen. Fünf Kilometer von der Stadl entfernt Legt die Insel Gorodomlja. Hier macht« man Halt. Plötzlich zog einer der Knaben einen Strick hervor und begann Gutchen zu fesseln. „Was wollt ihr von mir?" rief er voll Schreck und versuchte stch zu widersetzen. „Schweig, Jude, ihr habt unfern Christus ge- kreuzigt, nun werden wir auch dich kreuzigenl" Und der Schüler Malytschew band seinem Opfer die Hände auf dem Rücken zusammen. Gutchen sträubte stch gegen die Vergewaltigung, weinte, schrie so laut er konnte. Ringsum aber nur Schnee, keine Menschenseele weit und breit. Im Kampfe wurde ihm der Mantel zerrissen. Wie sollte er gegen Fünf aufkommen? Sie banden Ihn an einen Baum. „Erfriere hier, Jude!" Und machten stch dann aus den Weg. Die Insel Gorodomlja ist im Wimer unbewohnt. In einigen Stunden wäre der Knabe erfroren. Er sandte den Davongehenden gellend« Hilferuf« noch— bis sie au» seinen Augen verschwunden waren. Den Fünf kamen aber plötzlich Zweifel. Schon einen Kilometer von dem Ort ihrer„Christuskreuzigung" entfernt, meinte der ein« von ihnen:„Wie aber, wenn uns jemand in der Stadt zusammen mit Gutchen gesehen hat? Dann nimmt die Sache noch ein schlechtes Ende." Run bekamen sie es mit der Angst zu tun. Sie machten kehrt und fanden Guichen bewußtlos. Die Stricke waren bereits an seinem Körper festgesroren. Mit Müh« und Not banden sie ihn los, brachten ihn zum Bewußtsein zurück und gingen dann gemeinsam mit ihm zur Stadt. Am nächsten Morgen erzählt« Borja seiner Mutter vom Dar» fall: sie solle sich aber um Himmel» willen nicht beschweren. So wäre das Drama auf der Insel tatsächlich geheim geblieben. Di« fünf Helden rühmten stch aber in der Schule öffentlich selbst ihrer Tat. Das AbeMeuer kam den Lehrern zu Ohren. Das Schulkollegium schloß die Knaben au» der Schule au», allerdings nur bedingt. Dann traf aber eine spezielle Untersuchungskomission ein: sie entschied anders: vier von den Knaben wurden endgültig aus der Schule eMferM... Ein schauriges Kapitel aus dem dunklen Rußland! Was konnten die Jungen, deren Lebensweg nun oerfehlt ist, für den Mittelalter. lichen Antisemitismus, der immer noch in Sowjetrußland herrscht? Das Märchen vom Ritualmord geht noch um. Es gibt noch viel Altes im kommunistischen Staat aufzuräumen... Abschluß einer Liebestragödie. Oie Zugendfreundin aus Eifersucht erschossen. Eine tiebestragödle. der ein sunge» Menschenleben zum Opfer fiel, spielte sich in der Nacht vom 1. zum 2. 5 eiertag Im Norden Berlins ab. Im Haufe Invaliden st raße 124, an der Eck« der Eichendorffftraß«. wohnte feit einigen Monaten in« IS Jahr« alt« BerkSuferin Käte Berndt, die aus Reu-Stettin hierher ge- kommen war und eine Stellung gefunden hatte. Einer ihrer Jugendfreunde, ein 27 Jahre älter Friseur Paul Gruhlich, war über die Festtag« nach Berlin gekommen, um Verwandte zu be- suchen und hatte mit ihnen und der Verkäuferin den ersten Feiertag verlebt. Nachts gegen 2 Uhr begleitete Gruhlich das junge Mädchen nach Hause und stand noch ein« Welle mit ihr im Hausflur. Plötz- lich fiel ein Schuß, das Mädchen taumelte einig« Schritte aus den Dürgersteig hinaus und brach dann zusammen. Ein Passant wollte sich ihrer annehmen und sah zugleich, wie ein Mann au» dem Hausflur herauskam und stch eilig entfernen wollt«. Er stellte stch ihm in den Weg. Gruhlich zog aber sofort seine Pistole, mit der er auf das Mädchen geschossen hotte. Der Passant war geistes. gegenwärtig genug, dem Friseur eine Schreckschußptstole entgegen. zukurlten und jetzt gab Grublich den Widerstand auf und wurde der Polizei«ingeliefert. Das Mädchen, das einen schweren Lauchschuß erhalten hatte, wurde in das Lazarus-Krankenhaus gebracht, starb dort aber schon nach wenigen Stunden. E» konvke nur noch angeben, daß GruhNch sie au. Eisersacht erschossen Hab«. Der verhastete Friseur behauptet, daß er zusammen mit dem Mädchen habe aus dem Leben scheiden wollen, doch wird seine Darstellung wohl mit Recht angezweifelt. Cr wurde der Mordinspektion de» Polizeipräsidiums zugeführt. Ein zweiter Revolveranschlag, der zum Glück unblutig verlief, hatte sich einige Stunden früher, um OH Uhr, in derselben Gegend zugetragen. Vor dem Hause C h a u s se e st r a ß e 8 4 gab der 34 Jahr« alte wohnungslvse Kaufmann Lmils Matzkadutzki aus seine von ihm getrennt lebend« Frau Bella, die In der Kant- straße 1l>S wohm, nach einer erfolglos verlaufenen Aussprache zwei Schüsse ob, die aber fehlgingen. Der Schütze wurde von Passanten der Polizei übergeben. • In einem Hotelzimmer in der Eich endo rffstraße wurde gestern früh ein Schlächtermeister au, Köpenick tot aus» gefunden. Ein hinzugerufener Arzt konnte die Todesursache nicht feststellen und so wurde die Krnmnalpolizei benachrichtigt, da man den Verdacht hegte, daß eine Begleiterin den Mann vergiftet Hab«. Di« Untersuchung ergab jedoch, daß der Schlächtermeister allem An» schein« nach einem Herzschlag erlegen ist.— Erschossen aufgefunden wude am 1 Feiertag gegen 6 Uhr mvrgen» am süd» lichen Ausgang des Schloßparkes in Pankow«in unbekannter junger Mann, der selbst Hand an stch gelegt hat. Er hatte sich durch einen Schuß in die recht« Schläfe getötet, die Waffe lag un- wert des Toten. Der Unbekannt« ist etwa 28— 25 Jahre alt. 1,70 Meter groß, hat dunkelblondes gescheitelte« Hoor und trug einen grauen SommermaMel, blauen Anzug, bunt« Strümpfe, gelb» braune Halbschuhe und«ine neu« Sportmütze. Oie Gründung des„Lenin-Nundes". Linke Kommunisten stellen eigene Wahllisten auf. Die.Linken Kommunisten" hoben an den beiden Osterseiertagen ihren Kongreß zur Gründung des„ßenin-Bund«»" unter Führung von Urbahn», Schalem und Ruth Fischer ab» geholten. Seit dem bekannten„Ekki-Brief" geht der Feldzug gegen die .Linke" in der KPD. schon nahezu 2X Jahre lang und hat seinen vorläufigen Abschluß gesunden mit der Gründung der neuen Partei der.Linken". Zwar wurde auf dem Gründungskongreß immer wieder betont, daß der.Lenin-Bund" kein« zweite Kom- munistlsch« Partei sein wolle, aber gleichzeitig beschloß man, sich an de« Wahle« zum Reichstag, Laadtag und a» den Kommunalwahle» mit eigenen Listen zu beteilige«. Wo der„Lenin-Bund" über eine genügende organisatorische Grundlage verfügt, sollen Kandidatenlisten eingereicht werden, so vor allem in Berlin, Potsdam I und II, Hatnburg,. Halle, Magdeburg, Westfalen-Süd, Thüringen, Baden und Frankfurt a. O. Recht große Hoffnungen scheint U r b a h n s aber nicht zu haben, denn er meinte, hundert revolutionäre Kommu- nisten sind uns lieber als«in Mandat. Die alte Geschichte von dem Fuchs, dem die Trauben zu hoch hänge« Aber trotzdem kommt die Neugründuiig der KPD. höchst ungelegen, zumal der Lenin-Bund so-n» Mitglieder, soweit sie noch in der KPD. sind, dort zur frak- tionellcn Arbeit, also zur Zcllenbildun.g verpflichtet. Das gleiche gilt für die Leninisten, die dem Rotfrontkämpserbund ange- hören. Für die oppositionellen RFB.-L eute wurde auf de in Kongreß ein« besondere Retchsleitung gewählt, die ein eigenes Informationsorgan herausgibt. Eine Re- solution, die zum Rotfrontkämpferbund Stellung nimmt, wendet stch gegen den falschen, opportunistischen Kurs im RFB. und ruft die oppositionellen Kameraden auf, für die Mitbestimmung der Mitgliedschaft im RFB. zu kämpfen und sich frei zu machen von den Verboten der Gauführuiigcn und der 5. Reichskonferenz, die den RFB.-Kaineraden das Denken verbiete« Auf dem Gründungskongreß des Lenm-Bunde» im Preußischen Kondtog waren 188 Ortsgruppen aus dem Reich vertreten. In den Referaten von S ch o l e m und U r b a h n s wurde scharfe Abrech- nung gehalten mit der falschen ze n tr ist i scheu und op- portuni st ischen Politik der KPD. Kein Vorwurf, den man sonst in der kommunistischen Presse gegen die SPD. zu finden gewohnt ist, der nicht auf diesem Kongreß gegen die KPD. erhoben worden wäre. In der Diskussion erfuhr man, daß von 48 kommuni» ni st ischen Ortsgruppen in der Rheinpfalz sich 37 zur Opposition bekannt hätte« Die Pfälzer gehören zur Weddinger Opposition und stellen zu den Wahlen eigene K a n» didatenlisten auf. Mit den Weddingern in der Pfalz unterhält der Lenin-Bund eine Arbeitsgemeinschaft. Der KPD. wurde vorgehalten, daß sie eine„Schwanz-Politik" betreibe, daß ihr« Politik nur«in Nachhinken, hinter der Politik der SPD. seil Zur Illustrierung des katastrophalen Mitglisderschwundes in der KPD. teilte ein Berliner Delegierter mit, daß die KPD. Berlin im Jahre 1323 rund 48 888 Mitglieder gehabt Hab«. Heute sei der Bezirk Berlin auf Berlin- Vrandenburg-Lausitz erweitert worden und zähle nur noch 1L8Y8 Mitglieder!(Nach unseren Informationen ist auch diese Zahl noch zu hoch gegrissen. D. Red.) Auch in den Bersiner Betrieben sei der Einfluß der KPD. außerordentlich zurück- gegangen. Der künftige Vorsitzende de» �Lenin- Bundes", Herr U r b a h n s, verkündete in seinem Referat, daß es die Aufgab» des.Lenin- Bundes" sein müsse, die KPD. wieder aus den Weg des echten, un» verfälschten Leninismus zurückzuführen. Wenn das ober nicht mög- lich ist,„dann bilden wir die Kommunistisch« Part eil" Natürlich solidarisiert« stch der Kongreß mit den ver» bannten T r o tz k i st e n in Rußland, deren Wiederaufnahm« in die Partei Urbahns forderte. In Rußland seien in der KP. t l a s s e n» fremde Elemente herangewachsen, die den opportunistischen, refor- mistischen Kurs bestimmen. Diese Elemente müßten aus der Partei ausgeschlossen werden. Man täusche jetzt in Moskau und in der KPD. einen sogenannten Linkskurs vor, der nur ein Manöver sei, und die vielen radikalen Reden, die von der KPD. jetzt gegen die Sozialdemokratie gehalten werden, seien nicht» anderes, als ultra- radikale Purzelbäume, die nicht ernst zu nehmen seien. Bei Wirt» schaftskämpsen gebe die KPD. in Deutschland immer nach Abschluß der Bewegung die Parole„W eiterkä mpfen l" heraus. Damit sei es ihr aber gar nicht ernst, denn d i e KPD. unternehm« nichts für die Weitersührung des Kampfes. Solche Parolen seien deshalb einen Dreck wertl Der Delegierte Kilian aus Holl« benutzte sein veiche» Schimpflerion, das er sonst nur gegen die SPD. zur Verfügung hatte, diesmal gegen die offizielle KPD. Er wetterte gegen den parlamentarischen Kretinismus der KPD. und gegen ihre korrupte Führerelique. Siebenhundert Personen — 350 Partei-, Gewerkschafts», Krankenkassen- und Konsinnange- stellt« mit ihren Familienangehörigen— beherrschen ftn Bezirk Halle den Parteiapparat der KPD. Gegen st« sei nicht aufzu» kommen. Die KPD. von heute leb« nur noch von der revolu- Honären Phrase, hinter der kern Will« zur Tat stehe. Einen großen Heiterkeitserfolg erzielte Urbahn», als er tn feinem Schlußwort mitteilt«, daß der jahrelang, Leiter der kommunistischen Agitations» und Propaganda-Abteilung der Zentrale mitgetettt habe, er trete aus der KPD. aus, weil er nicht mehr an die kommunistischen Ideale glaube, und deshalb zu seinem Gott zurückkehre! Für den Wahlkampf hat der Lenin-Bund seine Mitglieder verpflichtet.(g, allen kommunistischen und sozialdemokratischen Ler» sammlungen al» Diskussionsredner aufzutreten. Unser« Genossen können stch also auf manchen schönen Zweikampf zwischen Stall- nisten und Leninisten gefaßt machen. Außerdem beschloß der Gründungskongreß ein offene« Schrei- ben an die Exekutive der Komintern, woein die Verantwortung für die Spaltung dem heutigen Kur» der Komlntern-Führung zugeschrieben wird und worin beantragt wird, die Aufnahme des Lenin-Bundes in die kommunistische Inter- nationale als sympathisierende Organisation vorzunehmen. Wenn diese Aufnahme erfolge, sei der Lenin-Bund bereit, die selbständige Beteiligung bei den bevorstehenden Parlamentswahlen rückgängig zu machen und mit ollen Kräften die KPD. zu unter- stützen. Sacco-vanzetti-prozeß in Hamburg. Vor der Hamburger Strafabteilung IIb beginnt heute ein Strafprozeß gegen 22 An- geklagte, der etwa zwei Wochen dauern wird. Geladen sind 138 Zeugen. Es handelt sich um die Zusammenstöße wahrend de» kommunistischen Saeco-Vanzetti-Demonstrationszuges auf dem Zeughausmarkt am 24. August 1V27. Oas deuischnaiionale Wahlgesicht. Die Deutschnationalen setzen für die Wahlen da» Geficht der „nationalen Opposition" auf. Man liest in der Deutschen Zeitung" die Wahlparole, die Herr Bang ausgibt: „Wer nicht wählt, wählt link». Wer fln?» wählt, wählt die Knechtschaft. Wahlparole? Sie tonn nur heißen: Befreiung, los von der Kriegsschuldlüge, los von Versaille»! Rur „radikaler Rationalismus kann un, retten!" Herr Bang, der radikal« Nationalist, ist deutschnatio- naler Spitzenkandidat für Ostsachsen. Trennung von Staat und Kirche. In der Türkei. Angara. 9. April. Di« Kammer nahm einstimmig mtt 263 Stimmen den von Ismet Pascha und 121 Genossen eingebrachten Abänderungsantrag zur Sicherung der Trennung von Kirche und Staat an. Danach ist u. a. au, Artikel 2 zu streichen der Paragraph„die Staatsreligion ist der Islam". Die Formel für die Eidesoblegung wird für den Präsidenten der Republik und für die Aboeordneten gleicher- maßen abgeändert. Der Passus„ich schwöre usw." wird ersetzt durch „ich gebe mein Ehrenwort usw.". Raubüberfall in Konstantinopel. Oer Vertreter des Internationalen Arbeitsamt« für den Rahen Osten verwundet. Aagora, 3. April. Die Anatolische Telegraphen-Agentur meldet aus Konstan- tinopel: Der Vertreter des Internationalen Arbeitsamtes für den Rahen Osten Schlemmer wurde in der letzten Nacht mit einer Schußwunde in der Brust in ein Krankenhaus eingeliefert. Er ist, wie festgestellt werden konnte, bei einem Raubüberfall an- geschossen worden. E» besteht keine Lebensgefahr für Schlemmer, wenn sich nicht noch Komplikationen einstellen. Der polnische Außenminister ZalesN ist in Venedig unterwegs nach Rom, um Mussolini zu besuchen. Bndavest gibt letzt zu, daß Vethien in Oberilalien war und wichtige Besprechungen hatte. Zn Chicago ist seit dem 1. November die 67. Bombe explodiert. Di« Stadtbehörden haben 5080 Polizisten neu eingestellt, um die Ordnung während der kommenden ftominunaüvahien aufrecht zu erhalten. Radiisch redei weiier. Oer Kampf der südslawischen Opposition gegen die Regierungsmehrheit. Belgrad. 3. April. Die Opposition setzt ihren Kampf gegen die Regierungsmehrheit fort. Gestern wurde in Spalato eine Versammlung veranstaltet, an der 15 888 Personen teilnahmen. Pribitschewitsch griff in scharfen Worten die Regierung an. Stephan Raditsch erklärte, Mussolini wolle den Krieg mit Südflawien, um Dalmotien zu erobern. Aus diesem Grund« habe er der Sowjet-Union große Konzessionen an- geboten. Raditsch betont«, eine Verständigung Südslawiens mit Bul» garien und der Sowjetunion sei unbedingt notwendig. Kanlssell-Ltnglück in pan's. Tribüneneinsturz in einem französischen Zirkus. Pari», 9. April. Bei einem Volksfest auf der Place de la Nalion in Pari» stürzte gestern ein zu stark belastetes Karussell zusammen, wobei 38 Personen verletzt wurden, 6 davon schwer. » Au» C a h o u tn Südfrankrelch wird gemeldet, daß bei einer Zirkusvorstellung die Zuschanertribüne zusammen. st 0 r z t e. wobei l2Persoa«« wehr oder weniger schwer ver- letzt wurden.' Von der U-Bahn ersaht und getötet. Ein schweres Unglück, das durch eigene Unvorsichtigkeit hervor» gerufen wurde, ereignet« sich gestern auf dem U-Bahnhof S e n e» s« l d e r p l a tz. Dort wurde die 78iähng« Lina Olden aus der Dtedenhofer Str. 24. die einen einfahrenden Zug zu spät be» merkte und zu nahe am Rande des Perrons stand, von dem ersten Wagen erfaßt und auf die Gleise geschleudert. Die Greisin wurde Übersahren und aus der Stell« getötet. Amanullah wieder in Berlin. König Amanullah traf gestern morgen mit dem fohrplanmäßigen Zug. von Paris kommend, in Berlin ein und begab sich sofort.zur afghanischen Gesandtschaft, wo er während seines Aufenthaltes Wohnung nehmen wird. Der«lsäsflsche Aulonomlstenführer Dr. RlckNn hat stch al» Kan» dtdat für die Kammerwahlen für den Wahltreis Mkrrch aufgestellt. Ricklin ist vor wenigen Togen oerhaftet worden. dnJSrtTjridoJflÜS� Mit Schwarzrotgold nach Wien. Die Osterfahrt des Deutschen Auto-Club. F. W. Mea. 7. April. Der Deutsche Auto-(5lub hat mit seiner O>t � r f a h r t nach W- e n bisher einen vollen Erfolg erzielt. Ueder.ill, in Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Bayern und Oesterreich, wurden die mit schwarzrotgoldenen Wimpeln geschmückten Fahr- zeuge von der Bevölkerung herzlich begrüßt Nur hinter Witten- berg bei Pratau gabs eine Fahrtunterbrechung. Yier wurden samt- liche Fahrzeuge durch Landjäger angehalten und auf ihre Papiere geprüft! Am ersten Tag führte die Strecke über 360 Kilometer von Berlin über Leipzig, Gera, Plauen, Hof nach Bayreuth. Die Leipziger Ortsgruppe des D. A. C. war bis Delitzsch entgegen- gefahren, begrüßte hier gemeinsam mit einer Reichsbanner- k a p e l l e die Wienfahrer und geleitete sie in geschlossenem Zuge nach Leipzig, wo auf dem Augustusplatz durch den Rat der Stadt, die Leipziger DAE.-Ortsgruppe und das Reichsbanner ein kurzer Empfang stattfand. Bei immer besser werdendem Wetter verlief die Fahrt glatt und alle langten wohlbehalten in Bayreuth an. Der zweite Tag hatte die wunderschöne Donoustadt Linz zum Ziel.' Bis Pastau ganz ausgezeichnete Straßen. Van hier aber bis Linz eine schauderhafte Schotterstraße, die manches Aus- wechseln von Reifen notwendig machte. Die zwischen den beiden Brnderlöndern völlig überflussig« Zollkontrolle nahm längere Zeit in Anspruch. Am Abend begrüßte mit herzlichen Worten der Bürgermeister von Linz, Mehr, die Gäste, in deren Berlauf er seiner besonderen Freude Ausdruck verlieh, daß sich deutsche Automobilisten gefunden haben, die schwarzrotgold führen und diese Farben auch ins„Ausland", besonders nach Oesterreich, zuführen. Wie er weiter betonte, sind diese Farben für O e st e r- reich das Symbol des großdeutschen Anschluß- gedankens. Am folgenden Tag gab er den Wienfahrern ein Stück Wegs das Geleit. Bei herrlichstem Wetter ging es die Donau entlang. Immer schöner wurde das landschaftliche Bild. Das Kloster Melk wurde besichtigt und den Höhepunkt bildete die Fahrt durch die ent- zückend« Wachau-Landschaft. Kurz vor Wien wurde die Kolonne vom Oesterreichischen Touring-Club erwartet. Es- kartiert von Motorradfahrern ging es dann in geschlossenem Zuge nach Wien. Am Ostersonntag bereitet die Stadt Wien den deutschen Gästen einen Empfang rm Rathaus. Insgesamt sind S2 Fahrzeuge in Wien angekommen. Unterwegs haben sich noch Teilnehmer aus Esten, Hannover, Pirmasens, Magdeburg und Chemnitz hinzugesellt. Bisher hat die Fahrt einen glücklichen und erfolgreichen Verlauf ge- nommen. Die sportliche Organisation unter Leitung von Chefredak- teur Fritz K i r ch h o f e r klappt ausgezeichnet. Die Osterfeiertage werden in Wien verbracht und dann gehts weiter nach Prag und zurück nach Dresden. Karlshorsi beginnt! Der große Osterpreis. Traditionsgemäß erfolgte am Ostermontag die Eröffnung von Karlshorst, der Bahn, die die Pflege des guten Hindernissports auf ihr Pannier geschrieben hat. Diese Premiere bedeutete zugleich den eigentlichen Beginn der Berliner Rennzeit, da Strausberg den großen Bahnen nicht an die Seite zu stellen ist. Das Wetter war denkbar günstig, und so konnte es nicht wunder nehmen, daß der Besuch beinahe Rekord bedeutete. Kein freies Plätzchen gab es auf den Tribünen, die Promenaden glichen einem kribbelnden Ameisenhaufen. Die schmucke Anlage befand sich in tadelloser Verfassung. Die Tribünen haben einen neuen An- strich erhalten, das Geläuf verriet sorgsamste Pflege. Die Geschehnisse auf dem grünen Rasen gruppierten sich wie immer bei der Eröffnung um den Ost e-r preis, dem beinah» klassisch zu nennenden Ausgleich für die gute ältere Steeplergarde. Am Z4vl>-Meter-Start marschierte das stattliche Feld von vierzehn Pferden auf. Es wurde eine flott gelaufene Steeple Chase ohne Zwischenfälle, die mit dem Siege de» meist gewetteten Pferdes Namen endete, also einen denkbar befriedigenden Ausgang nahm. Am Ablauf versäumten sich Iwan und Lavaletta, sonst war das Feld gut geschlosten und kam mit Cr�dulitch Pommer, Lord Dal und Battle Cruiser In der Spitzengruppe an den Tribünen vorbei. Gegenüber führte Cr«dulitä klar vor Lord Dal und Pommer, die übrigen Pferde lagen gut geschlosten dahinter. Am Wiesengraben brach Coeur d'Almee aus. In die Gerade bog Pommer vor Lord Bal, Namen, Fateider und Romreise. Zwischen den beiden letzten Sprangen mußte Jockey Hauser den außen Legenden Namen etwas ausfordern. der dann an Pommer heranging und diesen noch sich« schlug. Meinberg schleppte sein hohes Gewicht noch hinter Fateider und Lord Bal auf den fünften Platz. Die übrigen Rennen brachten als wesentlichstes Ereignis den überlegenen Sieg de» guten Di«- jährigen Turmalin üb« Eintracht II im Labrodor-Iagd- rennen. Ergcbniste: Glückauf- Hürdenrennen: 1. Malkasten fBismark)! 2. Großfürstin(Häuser): 8..Lockenkopf(Lüder):. Tot.: 26, Pl. 12, 11. F.: Iliade. 1— 4—8 Lg. E f f e n b e r g- I o g d- rennen. 3700 M., 3700 Met«: 1. o. Bachmayr und R. Zimmer- mann» Phyllis(o. Götz): 2. Sandhase(v. Metzsch): 3. Daim II (Perske). Tot.: 69, Pl. 24, 14. F: Sunny Lird(4), Eulworth (angeh.), Girant. 4 Lg.— Weile. Labrador-Iagdrennen, 4500 M., 3090 Meter: 1. G. Hackebeils Turmalin(Häuser): 2. Ein- tracht II(Ackermann): 3. Erlkönig II(Müschen). Tot.: 20, Pl. IS, 19. F.: Medina(4), Bineta, Altpreuße. 2— 3— 5 Lg. Ost er« preis, Ehrenpreis und 12000 M., 3400 Met«: 1. A. v. Bonins Namen(Haus«): 2. Pommer(Wolff): 3. Fateid«(W. Schnitzer). Tot.: 3«, Pl. 16. 22. 24. F.: Lord Bal(4). Mainberg(S). Battle Cruiser. Coeur d'Almee(ausgebr.), Lavaletta. Crtdulitt, Faustinus, Dada II. Iwan. Romreise. Borgia. 5/4— 1H— 5/4 Lg. B a n- dola-Iag brennen, 3000 M., 3700 Met«: 1. W. Fries« und W. Welps Stromer(v. Götz): 2. Trompeter(Iay): 3. Husdent (v. Borcke). Tot.: 22, Pl. 11, 12, 11. F.: Froher Mut(4), Diamant, Baladin(gcf.), Nordsee. 3—5— 3 Lg. Wannsee-Hürdenrennen, 3000 M, 3000 Meter: 1. G Hackebeil» Tri«(Häuser): 2. Hilarius(Walt. Heuer): 3. Senow(Ackermann) Tot.: 47, Pl. 18, 16. F.: Lichtung(4). Tannkönig(gef.). 5/4— 2X— 1 Lg. Orakel, 4500 M., 1000 Meter: 1. R. Nunberg» SIgnora(O. Schmidt): 2. Fonta(Narr): 3. Anton(Ladendorf). Tot.: 33, Pl. 17. 23. 80. F.: Prünas(4). Ormüzd. Wien, Bernhard, Lillenfee, Stativs, Der- wechslung. Kops— Hals— Kopf. Trabrennen zu Mariendorf. Die Derbyprüf un gen- Schon frühzeitig haben die Trab« das Stadium erreicht, wo die klastischen Nennen der Dreijährigen Ihren Anfang nehmen. Adbell �Loddington- und Buddenbrock-Rennen sind die Prüfungen, in denen die Derbypferde ihre Aussichten auf das„Blaue Band" in der Oeffcntlichkeit unt« Beweis stellen sollen. Bor riesigen Zuschouermassen ging die erstgenannte dieser Prü- fung, der Adbell Toddington, dem eine» der verdienstvollsten Vaterpferde seinen Namen gegeben hat, am O st e r s o n n t a g In IRariendorf vor sich. Es war ein Festtag für die Traberei. Da» prächtige Wetter gab einen würdigen Rahmen ab für den auf der ganzen Linie ausgezeichneten Sport. Um die mit 6000 M> aus- gestattete Prüfung bewarb sich zwar nur ein Fünferfeld, doch stellten Augias, Leonardo, Nimmersatt, Leo Watt» und Britton, die in dieser Reihenfolge am 2200-Met«.Start aufmarschierten, fast vollzählig die Elite ihres auegezeichnet g«atenen Jahrganges dar. Erst nach mehr«en vergeblichen Versuchen fiel die Flagge. Nimmersatt ging sofort an die Spitze, während Augias ansprang und weit hinter das Feld zurückfiel. In Abstand hinter Nimmersatt folgte Britton, einige Längen dahinter lag Leo Watts vor dem heiß favorisierten Leonardo. In der zweiten Runds schob sich das Feld näher zu- fammen. Noch vor Erreichen der Geraden war Nimmersatt erledigt. Britton ging hier an die Spitze. In schlechter dritter Position kam Leonardo um die letzte Ecke, überholte in der Geraden zunächst Leo Watts und kroch dann Meter um Meter zu Britton heran, dem Altmeister Großmann das Letzte abverlangen mußte. Noch einmal streckte sich Britton und konnte einen knappen Vorteil bi» in» Ziel festhalten. Den dritten Platz besetzte Leo Watts, hinter ihm passierte der wegen seiner häufigen Galoppaden disqualifizierte Augias das Ziel. Die Zeit des Siegers von 1:26,7 bedeutet Rekord für die klassische Prüfung. Auch Leonardo und Leo Watts blieben mit Zeiten von 1: 26,8 bzw. 1: 27 unter der bisherigen Best- leistung. Die hier nicht ganz einwandfrei geklärte Frage, wer der Beste des Derbyjahrganges und voraussichllich Sieger des Derbys ist, bleibt nun dem Buddenbrock-Rennen vorbehalten. Ergebnisse: A l kn a»To d d- R e n n e n, 1700 M., 2300 Meter: Gebr. Iacobjabns Heideblume II. Mills): 2. Holofentes: 3. L-süng. Tot.: 14, Pl. 10, 10, 11. F.: Artifex, Long Albert, Dolman, Pirus, 8—2 L. A n t e- G u y- R e n n e n,' 1800 M., 2000 Meter: 1. S. Reinemanns Anita Worthy(E. Treuherz): 2. Parmenio; 3. Hanni« bal. Tot.: 64. Pl. 18. 13, 14. F.: Zicrdq. Planet, Naturbursche. Nebelkapp«, Attas, Modena, Friesin, Arnim. 4—10 Lg. O st e r- Preis, 1700 M., 2200 Meter: 1. Abt.: 1. O. Kallmeyers Cilento (Weidner fen.): 2. Graf Dorn: 3. Cirano. Tob: 20, Pl. 13, 13, 33. F.: Quintessenz, Mirabelis I, Holstein. O'Captain Leerberg, Ingrid Halle, Lustschiffer, Möglich.!)<— 10 Lg. 2. A b t.: 1. W. Matterns Kerrigan jr.(Bes.): 2. Erisa: 3. Friedrich Rex. Tot.: 91, Pl. 26, 16, 17. F.: Halma, Turandat. Frieda Edelstein l3. disau., 80 Proz. d. Platzw. zur.), Turandot, Elfenkönigin, Potsdam, Erbprinz jr., Gelbstern Dwisionär(1. o. W). 1�—% Lg. Moko-Rennen, 2000 M.. 2100 Meter: 1. Stall Biktoria? Ehrcnberg(I. Mills): 2. Petruschka: 3. Meister B. Tot.: 19, Tl. 11. 12. 18. F.: Kohlen- königin, Carl Eugen, Invasion, Denkmünze. 1— 3 Lg. Adbell- Toddington-Rennen, Ehrenpreis und 6000 M., 2200 Meter: 1. Gest. Briese» und M. Zeilers Britton(Großmann): 2. Leonardo? 3. Leo Watts. Tot.: 80, Pl. 29, 13. F.: Nimmersatt(4), Augias. H— IX Lg. Lella-Bell-Rennen, 1800 M.. 2400 Meter: 1. Gebr. Iacobsens Kurfürst(I. Mills): 2. Coro Bube: 3. Isegrim. Tot.: 63, Pl. 18, 12. 15. F.: Ingelinde, Freibeuter. Goud'ter jr., Turiddu, Abdullah Silver. 3—3 Lg. Preis vonDamsbrllck, 2400 M., 2400 Meter: 1. E. Perks Eckstein(Treuherz): 2. König Robert: 8. Magowan jr. Tot.: 159, Pl. 22. 78, 14. F.: Marie Luise, Lindenwirtin I, Baron Silvester, Königsadler. 4 Lg.— Hals. Colone!> Bosworth- Rennen, 2200 M., 2000 Meter: 1. Stall Alemannias Marcel(I. Mills): 2. Kammersänger: 3. Alt- mark. Tot.: 47, Pl. 18, 52, 19. F.: Frankenstein, Copal, Crastus, Herostrat. Franlet, Trotteur. Hals— 1 X Lg. Guy-Bacon- Rennen, 1800 M., 2400 Meter: 1. W. Rumlers Roisnfrau(Kozol): 2. Diana Magowan: 3. Harfenmädchen. Tot.: 34, Pl. 13, 18, 20. F.; Malteser(als 2. disqu. 80 Proz. Platz zur.), Beate. Dancing Girl, Hippologe. Baron Gabler. 4 Lg.— Hals. Br6au schlägt Sawall. Auf der Olympiabahn. Am Sonntag trafen sich auf der gutbesuchten Olympia- Radrennbahn in den Dauerrennen um den„Großen" und .Kleinen Osterpreis" die deutschen Steher Walter Sawall und Thomas mtt Frankreichs Vertreter Br«au, Miquel und Paillard. Schon im �kleinen', der über 30 Kilometer ging, konnte man feststellen, daß d« Bahnmatador Sawall in Breau einen ernsten Gegner hatte. Ueberhaupt sollte sich der eigentlich« Kampf nur zwischen diesen beiden Fahrern abspielen. Miquel bemühte sich, seine Position zu halten, während Thomas wenig und Paillard überhaupt nicht» zeigten Noch dem Start gelingt es Sawall zuerst, die Rolle seines Schrittmachers zu erreichen. Dann folgen Breon, Paillard, Miquel und Thomas Schon nach sechs Runden kann Miquel den an dritter Stelle liegenden Paillard passieren. Breau zieht gegen den führenden Sawall w», ohne allerdings vorerst etwa» zu erreichen. Bei einem ob«mallgen Angriff werden Thomas und Paillard von Sawall und Br6au und später auch von Miquel üb«rundet. Dieses Spiel wiederholt sich eintönig noch einigemal«. Schon glaubt Sawall an feinen Sieg, als zwei Runden vor Schluß Breau s Schritt- macher gewaltig aufdreht und eine Rund« vor Schluß Sawall die Spitze abnehmen kann. Ein Kampf von Se- künden, d« Sawall den Sieg kostet. Br&m fährt die 80 Kiloineter in 26,49.6 Minuten. 2. Sawall. 20 Meter. 3. Miquel. 110 Meter. t. Thomas. 2050 Meter, 5. Paillard. 2800 Meter zurück. Auch im.Großen� üb« 60 Kilomet« sollte Bräau dominieren. Sawall hat wieder die Spitze vor Nreau, Miquel, Paillard und Thomas. Paillard und Thomas werden bald wieder überrundet, während in der 30. Runde Miquel infolge Motordefekts viel Platz verliert. Acht Runden spät« geht Breau leicht an Sawall vorbei, womit die Entscheidung schon gefallen ist! Alle Bemühungen Sa wall? können hieran nicht» mehr Snd«n. Später wechselt Sawall noch da» Rad. womit er weiter zurückfällt. Den Sieg im 50-Kilometer.Lauf fährt der Franzose in 43,11.4 Minuten nach Hause Sawall folgt al» zweit«, 17l0 Meter zurück, vor Thomas, 2290, Paillard 6860 und Miquel 8500 Meter zurück. Die Berufsflieger Knappe, Fricke, Spears-Australien und Kaufmann-Sckweiz bestritten ein O m n i u m- M a t ch, das aus sieben Fliegenreffen— hier startete jeder gegen jeden— und aus einem Punktefahren bestand. Die Rennen wurden nach PunktweNung auegefahren und brachten im Gesamtklassement Kaufmann mit ?6 Punkten den Sieg vor Fricke(22), Spears(17) und Knappe (14 Punkte). Im„Großen Olympia-Preis" für Amateur«, der bei jed« Veranstaltung ausgefahren und nach Punkten gewertet wird— am Schlüsse der Saison«hält d« Fahrer, der die meisten Punkte sam- meln tonnte, den Preis—, holte der Einzelfahrer Fritz M e i ch s n e r die meisten Punkte. Die Osterspiele. Schlagball: Lelnzig-Lindenau— FTGB.-Friedenau. Handball: Leipzig-Südwest und Dessau in Berlin. Reg« Spielbetrieb herrschte an den Fei«tagen bei den 2lrbeit«spielern. Groß-Berlin-Friedenau war die erste Berlin« S ch l a g b a l l Mannschaft, die sich einen auswärtigen Gegner zum Gesellschaftsspiel geladen hatte. Friedenau besetzte als erster das Schlagmal, wurde aber nach kurzer Zeit wieder hinausbugsiert. Leipzig hiell sich jetzt sehr lange fest und konnte viele Läuse buchen. Erst kurz vor Schluß wurde das Spiel etwas lebhaft, ein langes Aufhalten im Schlagmal gab«s jetzt nicht. Von Leipzig- Lindenau hätte man etwas mehr Technik im Feldspiel er- wartet. Sie waren aber dafür in der Schlaqtechnik hervorragend. was man wieder bei Friedenau vermißt«. Bewundernswert war die Disziplin der Leipziger Mannschaft, die sich stets nach den An- ordnungen des Mannschaftsführers richteten. Den Gegensatz dazu bildeten die beiden Friedenauer Mittelleute, die durch ihre Eigen- sinnigkett viel verdarben. Das Resultat von 58:52 für Friedenau setzt sich zusammen aus Friedenau: Läufe 41, Fänge 5, Weitfchläge 17, Treffer 5: Leipzig: Läufe 38. Fänge 3, Weiisckläge 5 und Treffer 6. Am zweiten Feiertag standen sich beide Mannschaften im Handball gegenüber. Auch hier konnte Friedenau mit 6:2(4:0) gewinnen. Am ersten Feiertag spielte die D e s s a u e r Handballmannschast in Luckenwalde, wo sie überlegen gewann. Bei den ersten Mann- schoften lautete das Resultat 3: 8(1: 6) und bei den zweiten Mann. schaften 0:5(0:2). Etwas wenioer Glück hatten sie am zweiten Feiertag, wo sie Fichte-Süd in Mariendorf gegenüberstanden. Die zweite Mannschaft gewann hier noch 3:1(3:0). Dessau war in der ersten Halbzeit überlegen, während Süd nach der Pause etwas drückt. Aber zu viel Ueberkombination und Eigensinnigkeit des Mittelläufers vereitelten Erfolge. Bei den ersten Mannschall�n hette Dessau Anwurf, aber d« Ball wurde ihnen sofort tv abgenommen� der Hztbrechte landete in der achten Minute t.> erste Tor. In der 15. Minute gab der Halbrechte einen Ball gut berechnet zum Mittellauf« ab, der Ihn durch einen scharfen Eckschuß zu Tor 2 verwandelte. Tor 3 und 4 folgten in gleichen Abstanden. Nach der Pause versuchten die Dessauer auch etwas herauszuholen, sie spielten mehr vor dem Fichtc-Tor, doch war ihnen jeder Erfolg v«scgt. Der Mittelstürmer von Dessau zeigte wohl gute Ansätze, aber das Fangen lag ihm, sowie seiner ganzen Mannschaft, sehr schlecht. Süd dagegen konnte wieder in gleichen Abständen noch zwei Tore buchen. Erst zwei Minuten vor Schluß war es dem Dessauer Mittelstürmer möglich, das Ehrentor zu schießen. War Süd in der ersten Halbzeit eifrig am Spiel, so stehen st« nach der Pause etwa» nach. Der Flchte-Sturm schien cber da» Tor nicht zu finden, denn in der«sten Halbzeit gingen 16 Schüsse und in der zw«!ten acht Schüsse daneben oder darüber weg. Beide Mannschaften, besonders oder die Dessauer, waren in ihrer Spiel- weise etwa» hart. Bohnsdorf konnte am ersten Fei«tag feinen Werbe- ! f p i« l t a g vor einer großen Zufcheuermenge abhalten. Di« Jugend verlor gegen Adlerehof mtt 2:3(2: 2), die Männer- Mannschaft hatte Leipzig-Südwest als Gegner und konnte mit 6:4(4: 2) gewinnen. War Bohnsdorf in der«sten Halbzeit überlegen, so sah man nach der Pause ein ausgeglichenes Spiel. Von den Vohnsdorfern taten sich Linksaußen und der Mittelstürmer hervor, während es bei den Leipzigern der Mittelläufer und Halb- links waren. Beide Torwächter zeigten trotz des Torverhältnisse« gut« Leistungen. kuHdaZl. Sehr groß waren die Zuschauermassen, die mit großem Inter- esse den Berlauf der� Ofterspiel« d« Arbeiterfuhballer beob- achteten. Auf den, Sportplatz In der Kynastsirahe Umstanden wohl 2000 Zuschauer den Platz, um den Thüringischen Meister Raum- bürg spielen zu sehen, doch groß war die Enttäuschung! Di« Thüringer zeigten nicht dos, was man von ihnen erwartet hatte, der Berliner Sportverein 22 konnte die Naumburger mit 4: 2 nach Haufe schicken. Am zweiten Feiertag konnte Lichtenberg gegen die Naumburger nur knapp mtt 2: 1 stegreich bleiben, während es den Spaichauern gelang, den Berliner Sportverein mit 7:1 das Nach- sehen zu geben. Mineroa-Borsigwalde und Froi-Stettin trenn- ten sich 5: 1» Brandenburg 02 gelang es, die Stettiner mit 3: 0 hineinzulegen. Bornsdorf, die bei Adler 1912 weilten, konnten ein Unentschieden 2: 2 erringen. Ebenfalls unentschieden endete das Treffen der Bornsdorfer gegen Fichte-Südost 5: 5. Eintracht 25 hatte Görmitz zu Gast und blieb mtt 4:3 Sieger, während die Kreuzberger gegen Görmitz mit 2: 3 die Wösten sirecken mußten. Velbert(Rheinland) gelang es. Lichtenberg II mit 6:3 zu schlagen. Gegen den Neuköllner Ballspieltlub konnien die Rhein- länder einen 4: 1- Sieg erringen. K o t t b u s 9 3 spielte gegen Sparta 11 bis kurz vor Schluß noch 3: 1. Doch dann gelang es den Spartanern das Spiel unentschieden 3: 3 zu gestalten. Sowset hatte sich Frankfurt a. d. Oder verpflichtet und schickte diese mit 8:1 geschlagen nach Hause. T s ch ö p e l weilte bei Eintracht 25 und mußte sich mit 6:1 schlagen lassen. Leipzig kannte gegen Wattersdorf nur knapp mit 5: 4 siegreich bleiben. Askania-Köpenick schickte S t e t t i n- B r« d o w mtt 4:1 in die Heimat. Lucken- walde I hatte die Wiener Rennweg- Mannschaft zu Gast. Auch in diesem Jahre konnten die Wiener wieder einen Sieg an ihre Fahnen heften. Mit 4�2 blieb sie siegreich. Fortschritte der Gastwirtsgehilfen. In drei Monaten 500 neue Mitglieder. Der Berliner 3weigverein des Zentralverbandes der Hotels, Restaurants unb Caféangestellten hat einen beachtenswerten Aufschwung zu verzeichnen. Im 1. Quartal 1928 wurden 868 neue Mitglieder aufgenommen und 8000 Beiträge mehr geleiftet als im vorhergehenden Quartal. Der Lohntarif wurde gefündigt und der Unternehmerorganisation die Forderung unterbreitet auf Erhöhung aller festen Löhne um wöchentlich 6 Mart und der Garantielöhne der Rellner um monatlich 30 Mart. Für Kost und Logis sollen feste Geldbeträge bestimmt werden. Der Manteltarif soll zugunsten der Fahrstuhlführer und des weiblichen Bedienungspersonals geändert werden. Für die Fahrstuhl führer in Uniform soll der Lohn fortab 90 Prozent anstatt 70 Prozent der tariflichen Säße betragen und für das weib. liche Bedienungspersonal das Behnprozentsystem zugelassen werden. Wo der Aufschlag von 10 Prozent erhoben wird, soll der Ertrag ungefürzt an das weibliche Bedienungspersonal abgeführt werden, das im übrigen bezüglich des Garantielohns und der sonstigen Bestimmungen des Tarifvertrages den Rellnern gleich Wo teine Prozente erhoben behandelt werden soll. werden, ist der in der Lohntabelle festgefeßte Lohn zu zahlen. Eine Kündigung des Manteltarifs ist nicht erfolgt, so daß beffen Abänderung nur mit Zustimmung der Gegenseite möglich ist. Die Organisation legt das Hauptgewicht auf die Erhöhung der Löhne. Die Aufwärtsbewegung hat die Antriebskraft der Organisation wesentlich verstärkt, doch muß auch der letzte Angestellte, männlich oder weiblich, herangeholt werden, um der Lohnbewegung einen guten Erfolg zu sichern. Der schlesische Steinarbeiterstreif geht weiter. Die Unternehmer lehnen d'e Schiedsspruch ab. Zum Streit der schlesischen Steinarbeiter wird uns aus Lieg nit berichtet, daß auf Beranlassung des Schlichters nochmals Ber handlungen vor der Schlichterfammer stattfanden, die mit einem Schiedsspruch endeten, ber eine Zeitlohnerhöhung von 7 Pf. und eine Attordlohnerhöhung um 10 bis 13 Proz. vorsieht. Dieser Spruch wurde durch Urabstimmung von den Streifenden trop pieler und schwerer Bedenken angenommen, dagegen von den Unternehmern abgelehnt. Dadurch geht der Kampf verschärft weiter. Daß die Unternehmer einen Stundenlohn für Facharbeiter von 67 Pf., für Hilfsarbeiter von 56 Pf. an der Spize ab. lehnen, fennzeichnet ihre soziale Rückständigkeit mehr als es viele Worte tun könnten. Die streitenden Steinarbeiter werden auch diese Halsstarrigkeit überwinden. Ende der Dresdener Buchdruckeraussperrung? Die Telegraphen- Union meldet aus Dresden:„ Der Streit der hiesigen Buchdruder ist abgebrochen worden. Die Belegschaft nimmt am Dienstag die Arbeit wieder auf zu den Bedingungen, die der bereits für verbindlich erklärte Schiedsspruch vorsieht." 3u dieser Meldung ist zu bemerken, daß es sich nicht um einen Streit, sondern um eine Aussperrung der Wert- und Akzidenzdruckereien handelt. Auch sonst scheint die Meldung tendenziös entſtellt zu sein. Frieden in der schwedischen Papierindustrie. Stocholm, 9. April Der zur Beilegung der Arbeitsstreitigkeiten in der Zellstoffindustrie eingefeßte Einigungsausschuß teilt mit, daß ein lebereintommen getroffen worden ist, wonach die Arbeit sowohl bei ben Bellstoff- Fabriten als auch bei den Sägemühlen und Papier fabriten nach Ostern fo bald als möglich wieder beginnen soll. Theater, Lichtspiele usw. Dienst., 10. 4.28 Staats- Oper Am Pl.d.Republ. 8 Uhr Dienst., 10. 4. 28 Städtische Oper Bismarckstr. Ab.- Turn. I. Anf. 8 Der Arzt wider Rheingold Willen Deutsches Theater Norden 12310 Abonnementsbüro: Norden 10338-39, 8 Uhr, Ende 10 U. Zum 53. Mal letzte 3 Aufführung. Zwölftausend Kammerspiele Norden 12310 3, U., Ende nach 10 Zum 87. Mal Finden Sie, daß Staatl. Schauspielh. Staatl. Schillerth. Constance sich richtig Am Gendarmenmarkt 8 Uhr Charlottenburg 8 Uhr Prinz Louis Das Duell Ferdinand am Lido verbält? Die Komödie Bismarck 2414/7516 3 U., Ende 10% U. Zum 73. Mal Marcel Fradelin Volksbühne( Der Eunuch) Theater am Bülowplatz| Th. am Schiffbauerdamm 8 Uhr 814 Uhr Parteinachrichten, Einsendungen für diese Rubrik sind Berlin SB 68, Lindeustraße 3, für Groß- Berlin ftets an das Bezirksjetretariat 2. Hof, 2 Trep. rechts, zu richten. Mitgliederversammlungen und Zahlabende am Mittwoch, 11. April, 19% Uhr. 1. Abt. Lokal Hummel, Cophienstr. 5. Vortrag: Die Partei im Wahlfampf." Referent Theodor Kogur. 3. Abt. Gaal 1 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25. Vortrag: Die politischen Parteien." Referent Heinrich Löffler. Bericht vom Bezirkstag. Die Bezirksführer laden bestimmt ein. 4. Abt. Zeichensaal der Schule Kleine Frankfurter Str. 6. Vortrag:„ Wohnungsnot und Mieterschuß." Referent Architekt Linnede. Gäste will. tommen. 5. Abt. Achtung! Die Abteilungsversammlung findet erst am Mittwoch, 25. April, statt. 6. Abt. 19% Uhr bei Büttner, Gdywebter Str. 23. Vortrag:„ Wahlkampf Dafeinstampf." Referent Erich Kuttner, M. d. L. 8. Abt. Zahlabenbe in ben bekannten Lotalen: Hisch, Dörnbergstr. 3; Meyer, Lützowftr. 7; Geiler, Steinmeßstr. 29; Ridert, Steinmeßftr. 36a; Leuschner, Elsholaftr. 5. 9. Abt. Lokal Alfred Krüger, Butligftr. 10( Achtung, neues Lotal!). Bortrag: Die Sozialpolitit des Bürgerblocks." Referent Rudolf Karsten. Bericht vom Bezirtstag. Ausgabe der Funktionärtarten. Borstandssigung um 19 Uhr ebendort. 12. Abt. Lotal Beusselstr. 32. Vortrag: Wahljahr Referent Ernst Hildebrandt. Entscheidungsjahr." 13. Abt. Weißer Saal, Paßenhofer, Turmstr. 25. Bortrag: Die politische Lage und der fommende Wahlkampf." Referent Kurt Heinig, M. 5. R. Die Bezirksführer müssen bestimmt einladen. 15. bt. Bahlabende bei Schmiedl, Binetaplas 7; Runze, Aderstr. 49. Be richterstattung vom Beizrksparteitag. 18. Abt. Die Funktionärsizung und Zahlabende fallen aus. 19. Abt. Bahlabende in den bekannten Lotalen. 23. Abt. Bahlabende bei Lewandowski, Geeftr. 104; Grunwaldt, Rameruner Straße 19; Gutschow, Transvaalstr. 26; Tiege, Barfußftr. 9: Mollnau, Müllerstr. 62a; Rönig, Otaviste. 37. Anschließend wird in jedem 8ahl. abend ein Vortrag gehalten. 24. Abt. Zahlabende. 1. Gruppe: Rösner, Immanueltirchstr. 25. Bortrag: Die Partei im Wahlkampf." Referent Arthur Rachow. la. Gruppe: Ulmer, Chriftburger Ede Winsstraße. 2. Gruppe: Winzer, Christburger Ede Winsstraße. Bortrag:„ Das Gefeß über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung." Referent Genosse Blaschke. 3. Gruppe: Röhler, Schweizerhäuschen, Greifswalder Str. 80b. 27. Abt. Bahlabende: 8euge, Milastr. 5; Reeß, Sonnenburger Str. 1; Woohs mann, Gleimftr. 10; Schmala, Ropenhagener Str. 13; Glanz, Ropenhagener Straße 87. Auf allen Zahlabenden Bericht vom Bezirkstag. 29. Abt. Altersheim Danziger Str. 62. Vortrag:„ Die politische Lage und bie tommenden Wahlen." Referent August Niemann. 34. Abt. 19 Uhr große Wählerfundgebung des 5. Kreises. Alle Mitglieder milffen erscheinen. Sympathisierende find willkommen. 38. Abt. Bahlabende. 153. Bezirk: G. Steinert, Große Frankfurter Str. 127. 154. Bezirk: Böber, Weberftr. 42. 155. Bezirk: Trunt, Palisadenstr. 20. 156. Bezirk: Rochale, Fürstenwalder Str. 12. 157., 158. Bezirk: Bartusch, Friedenftr. 88. 159. Bezirk: Strauß, Palisadenstr. 71. 160. Bezirk: War, Frieden Ecke Roppenstraße. 161. Bezirk: Rose, Große Frankfurter Str. 16. 183., 185., 186., 187., 195. Bezirk: Jäkel, Höchste Str. 14. 184. Bezirk: Trunt, Palisadenstr. 20. 188. Bezirk: Spaeth, Georgenkirchstraße. Be girt 189A; Rofenberg, Langenbeckstr. 1. Bezirke 189B und E: Thinius, Wilhelm- Stolze- Str. 34. " 39. Abt. Lotal Treulieb, Wilhelmstr. 114. Bortrag: Preußen und die Reichspolitit," Referent Otto Meier, M. d. 2. Ebendort um 18% Uhr Funktionärsizung. 40. Abt. 19% Uhr Mitgliederversammlung bei Jung( früher Boigt), Dreibund straße 11. Vortrag des Genossen Bictor Schiff über Bölterbund und Reichstagswahlen." Bericht vom Bezirksparteitag. 42. bt. Bahlabende. Lokal Höhlte Bergmannstr. 69. Buhr, Blücherstr. 38. Braun, Blanufer Ede Bärwaldstraße. Wiersdorff, Urbanstr. 6. Bogler, Mittenwalder Str. 16. Geehaat, Willibald- Alegis- Str. 5. 43. Abt. Sahlabende in ben bekannten Lotalen. 137./138. Beşir bei Riofe, Boedhstr. 34. 44. Abt. Schulaula Mariannenstraße. Borttag:„ Das große Wahlfahr 1928." Referent Dr. Julius Mofes, M. d. N. 47. Abt. Bahlabende. Bezirte 82, 83: Timpe, Naunynstr. 60. 97: Bier, Naunynftr. 9. 98 bis 100: Giedentopf, Mustauer Str. 35. Bortrag:" Bon 1924 bis 1928. Referent Karl Hegfchold. 101 bis 105: Lehmann, Mustauer Straße 1. Vortrag: Die politische Lage und die Wahlen. Referent Genosse Stopperich. Wir bitten um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Refe Charlottenburg. 52. Abt. Reis, Raiserin- Augusta- Allee 81. Bortrag: Die tommenden Wahlen und ihre Bedeutung für bie arbeitende Rlaffe." rent Rurt Riegmann. Bericht vom Bezirkstag. 54. Abt. Jugendheim Rosinenste. 4. Bortrag: Der Kampf um die Staatsmacht." Referent Eduard Zachert, M. 6. 2. 55. Abt. Lotal Reimer, Wilmersdorfer Straße 21. Bertrag: Die Aufgaben der Sozialdemokratie im neuen Reichstag." Referent Emil Riodt, M. b. 2. 68. Abt. Salenfee. Bahlabend bei Gandmann, Westfälische Str. 42. Borttag: Die Sozialdemokratie im Wahlkampfe." Referent Stubientat Dr. Sieg frieb Rawera Lotal Serrin, Brandenburgische Str. 69. Wilmersdorf. 69. Abt. Bortrag: 70. Abt. Die Religion des Proletariats." Referent Dr. Biechowski. Lotal Aroiß, Holsteinische Str. 60. Bortrag:„ Die Sozialdentokratie im Wahlkampf." Referent Robert Breuer. Schöneberg. 77. Abt. Bahlabende. 1. Bezirk: Milde, Nollendorffte. 16. Aussprache: Reichstags- und Landtagswahl. 2. Bezirk: Jürgens, Barba roffaftr. 5a. Der kommende Wahlkampf." Referent Georg Stieglig. 3. Beztek: Zeugner, Grunewaldste. 36. 4. Bezirk: Will, Martin- Suther Straße 69. Vortrag: Die kommenden Wahlen." Referent Erich Flatau. Erscheinen aller Genossen ist Pflicht. 79. Abt. Zahlabende. 1. Bezirk: Arndt, Baugener Str. 10. Referent Dr. Norbert Marg. 2., 3. Bezirk: Lokal Grunow, Geßlerstr. 13. Referent Gimon Ragenstein. 4. bis 6. Be zirt: Lotal Groß, Gedanstr. 17. Referent Hanns H. Kamm. 7. Bezirk: Lotal Podszus, Eachfendamm Ede Reichardtstraße. Referent Ferdinand Bauhoff. 8. Bezirk: Siedlung Lindenhof: Gaal des Ledigenheims, Eith. Straße. Referent Bruno Theet. In allen Zahlabenden Thema:" Der Kampf um die Macht." Erscheinen aller Mitglieder dringende Pflicht. Außer den Vorträgen wichtige Tagesordnung. 80. Abt. Helmholy- Gym nasium, Rubensstraße. Vortrag: Die Neuwahlen und die Lohnpolitik in Deutschland." Referent Hans Gottfurcht. 81. Abt. Friedenau. Gesellschaftszimmer des Rathauses, Am Lauterplag. Bortrag: Der Kampf um die Macht." Referent Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R. 83. Abt. Lichterfelbe.West. Sahlabend bei Reinh. Schmidt, Sindenburgdammt Ede Noonstraße. Vortrag: 8wed und 8iele der Cheberatungen." Refe rent Wilhelm Miethke. Gäste willkommen. 84. Abt. Lantwig. Die April- Mitgliederersammlung fällt aus. Dafür in allen Bezirken 8ahlabende. Der 7. Bezirk trifft sich Donnerstag, 12. April, 20 Uhr, im Cafe Güid. Für die übrigen Bezirke erfolgt noch Nachricht. Es ist Pflicht aller Genossen, zu erscheinen. Neukölln. 95. Abt. 19% Uhr Gigung fämtlicher Funktionäre der Rommiffionen, des Borstandes und der Revisoren bei Klein, Sandjernftr. 34. Erscheinen dringend erforderlich. 94. bt. Achtung! Die Zahlabende fallen aus und. finden dafür am Mittwoch, 18. April, statt in den be. tannten Lokalen. 95. Abt. Lokal Billmer, Nogatstr. 56. Vortrag: Industrieproletariat und Agrarprogramm." Referent Regierungsrat Otto Albrecht. 97. Abt. 8ahlabende. Bezirke 79, 89, 92 bei Rugli, Leineftraße 1. Vortrag: Die fommenden Wahlen." Referent Bernhard Krilger. 90. und 91.: Helmke, Warthestr. 48. Vortrag:„ Der Kampf um die Macht." Referent Richard Meier. 104., 105., 106.: Krüger, Emser Straße 86/87, Ede Neißestraße. Vortrag: Das Verfahren vor dem Schiedsmann. Referent Genosse Hähnel. Außerdem Bericht vom Bezirksparteitag. 98. Abt. Die Mitgliederversammlung fällt aus. 35 99. Abt. Brit- Budow. Fahlabend für den 3., 5., 6. Begirt im Lotal Ratl Bachmann, Rudower Str. 90. Bortrag:„ Die kommenden Wahlen." Referent Willy Großmann. 101. Abt. Treptow. Bahlabenbe. 1. Bezirk: Stephan, Gracßftr. 1. 3. bis 5. Bezirk: Ottinger, Elfen. Ede Riefholzstraße. Bericht vom Bezirtstag. Stellungnahme zur Kandidatenfrage. Borbesprechung für die Wahlen. Verschiebenes. Um rege Beteiligung wird gebeten. Bortrag: 104. Abt. Niederschöneweibe. Lotal Brüdentlaufe, Brückenfte. 15. Ein Besuch im Leuna- Wert." Referent Pfarrer August Bleier. Gäste find willkommen. 106. Abt. Johannisthal. Lokal Schreiner, Friedrichstr. 6. Bortrag:„ Wirtschaftsfragen." Referent Dr. Friß Schloß. 108. Abt. Räpenid. Rahlabende. Alt und Riegvorstadt: Lietsche, Dorotheenftraße 1. Röllnische Vorftabt: Stippekohl, Schönerlinder Str. 5. Damu vorstadt: Lotal Ostar Schulz, Bahnhofstr. 34. Bericht vom Bezirksparteitag. Wahlvorbereitungen. 111. Abt. Bohnsdorf. 20 Uhr bel Heimann, Waltersdorfer Straße, Sahlabend. Lichtenberg. 115. bt. Lokal Geiple, Kronprinzenstr. 47. Bortrag:„ Die Stellungnahme der Sozialdemokratie zum Amnestiegefet". Referent: Stabtrat Walter Friedländer. 119. Abt. Cecilien- Enzeum, RathausStraße 8. Vortrag: Reichstagswahl und Amnestie". Referent: Dr. jur. Ernst Leffmann. 120. Abt. Friedrichsfelde. Lokal Tempel, Brinzenallee. Bortrag:„ De: Nachwuchs der Cozialdemokratie". Referent: Erich Ollenhauer. 121. Abt. Karlshorst. Deutsches Haus, Stolzenfelsstraße, am Bahnhof. Vortrag: Etappe Genf". Referent: Heinrich Wandt. 122. Abt. Biesborf. Lotal Borath, Mahrzahner Str. 381. Vortrag des Gen. Lehrer Sonnenburg. Alle Mitglieder und Freunde sind eingeladen. 124. Abt. Wahlsdorf. Die Mitgliederversammlung fällt aus und findet am 18. April statt. Mitglieder125. Weißenfee. Wirtshaus Sum Pferbemartt", Schönstraße. versammlung. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen dringende Pflicht. 128./130. Abt. Bankow. Bahlabende in folgenden Lotalen: 1. Bezirk: Lokal Raiser- Friedrich- Straße. 2. Bezirk: Schweizerhütte, Marimilianstr. 11a. 2a. Gruppe: Lokal Mühlened, Brennerstraße Ede Mühlenstraße, Bor trag: Der tommende Wahlkampf". Referent: Stadtverordneter Hans Wonwood. 3. Gruppe: Dreier, Riffingenstr. 4, Bortrag: Durch Klaffen4. Gruppe: Lotal tampf zur Kulturhöhe". Referent: Wilhelm Landa. Grunowstraße Ede Schulstraße. 5. Gruppe: Türkisches Belt, Breite Straße 14.- 6. Gruppe: Neumann, Mendelstr. 17, Vortrag:„ Einheitsstaat und Bundesstaat". Referent: Ernst Fald. 7. Gruppe: Gängerheim, Floraftr. 93, Bortrag:„ Warum sozialistische Weltanschauung". Referent: Stadtrat Rarl Wermuth. 8. Gruppe: Forsthaus, Wollantstr. 115. 9. Gruppe: Lokal Suth, Wollantstr. 31. Bericht vom Bezirksparteitag. 136. Abt. Reinidendorf- Oft. 8ahlabende. Achtung! 1., 2., 3., 4., 5., 6., 10. 12., 13., 7., 8., 9. Bezirk: Steinbach. 11. Bezirk bei Rochhaus. 17., 18., 19., 14. Bezirk Spindler, 15., 16. Bezirk bei Neumann. 20., 21. Bezirk: Brüdner. Die Bezirksführer laden dazu ein mit der Tagesordnung: Bericht vom Bezirksparteitag. 138. Abi. Hermsdorf. Lotal Ofrent, Berliner Straße Ede Bahnhofstraße. Bortrag: Das Reichsbanner und wir". Referent: Franz von Butt tamer. Gefchäftliche Angelegenheiten. 143. Abt. Waidmannsluft. Sahlabend bei Dreißig, Waldmannfte. L sion Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Gruppe Sermsbort. Mittwoch, 11. April, im Jugendheim Roonftraße, von 17 bis 19% Uhr: Ueben zum 1. Mai und Gingen. Berantwortlich file Politit: Dr. Curt Gener; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: Fr. Eglorn; Feuilleton: R. H. Döscher; Lokales und Sonstiges: Frik Karstadt: Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts.Buchdruderet und Berlansanstalt Baul Ginger u Co., Berlin SW 68, Lindenstraße 3. Theater des Westens Th. i. Admiralspalast Metropol- Th. Renaissance- Theater Täglich 8 Uhr Täglich 8 Uhr SCALA Zigeunerbaron Rose 8 Uhr Nollendorf 7360 Das AprilSensations- Programm mit zum ersten Male in Deutschland auftretenden Varieté- Kunstkräften. Grosses Schauspielhaus Anfang Ende 8 Uhr REGIE: 11 Uhr CHARELL DOMPADOUR Berliner Theater MASSARY Direktion Kuhnert Die rote Der Zigaretten- artenstr.90/ 91. Denb.170 Robe kasten Reichshallen- Theater 8 Uhr, an beid. Feiertg. nachm. 3 Uhr: Stettiner Sänger nachm. ermäß. Preise. volles Programm! 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