Nr. 271. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mr. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- unt Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Arbeiterpolitik der englischen Regierung. Dienstag, den 19. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. zu Falle zu bringen. Beiläufig sprach der Minifter auch mit arbeit- Uebel in diesen zwei Faktoren wurzeln, und er sei bereit, feinem Wort von einer Erhöhung der Entschädigungssäte, deren mit jedem zusammenzuwirken, um es zu erreichen, daß der Theil Höchstmaß heute durchaus zu niedrig firirt ist. der Resolution des Hauses der Gemeinen, der seines Grachtens London, den 16. November. Die beste Antwort erhielt die Deputation von dem letzten auf die Unterverdingungen und Nebenkontratte abziele, Gestern, vorgestern und vorvorgestern sind eine Reihe von der interpellirten Beamten, Herrn R. W. Hanbury, zur vollen Durchführung gebracht werde.( Bravo.) Er Ministern, deren Amtsthätigkeit das eine oder andere Gebiet der Sekretär des Staatsschazes. Diese Erklärung eines hoffe, der Kommission des Hauses der Gemeinen werde es Arbeitsgesetzgebung umfaßt oder für die Arbeiterpolitik der Ver- konservativen Ministers ist so wichtig, daß ich glaube, sie hier gelingen, festzustellen, was ein rechtliches Geschäftshaus"( ,, fair waltung maßgebend ist, von einer organisirten Deputation von ausführlich folgen lassen zu sollen. Es handelt sich um die Durch house") bilde, denn der Ausdruckt sei zur Zeit ein sehr unGewerkschaftlern aufgesucht und über ihre Stellung zu führung der Fair Wages" und" Fair Houses" Resolution im bestimmter. Der Delegirte Rogers habe auf den Fall einer den einschlägigen Forderungen des Gewerkschafts- Kongresses Departement des Herrn Hanbury, d. h. daß Lieferungen nur an Firma hingewiesen, die in fünf Betriebsabtheilungen anständige ausgefragt worden. In diesem Lande des ausgebildeten Barla- Firmen vergeben werden sollen, die von den Gewerkvereinen als Löhne zahle, in der sechsten aber nicht, und habe ihn gebeten, mentarismus sind derartige Deputationen von jeder Spur von anständige anerkannt resp. Gewerkvereinslöhne zahlen. einem solchen Hause keine Aufträge mehr zu geben. Er, der Unterthänigkeit oder Supplikantenthum frei. Die Minister Nach einem Hinweis darauf, daß es eine tonservative Re- Staatssekretär, pflege nicht auf den Busch zu schlagen, und er als Diener der Deffentlichkeit erweisen den sie Aufsuchenden gierung war, die 1891 einer Fair Wages Resolution zustimmte, lege der Deputation die Frage ans Herz, ob es nicht sofern dieselben nur eine wesentliche Zahl von Volts- fagte Herr Hanbury( ich zitire nach dem„ Daily Chronicle"): vorkommen könne, daß in einem solchen Falle der die angehörigen vertreten feine Gnade, wenn sie sie empfangen Sie( die Deputation) möge sich darauf verlassen, daß er, so sechste Abtheilung bildende Berufszweig unorganisirt sei und und ihnen Rede stehen, sondern erfüllen ihnen gegenüber lange er Sekretär des Schazamts sei, die Hand fest auf den deshalb zu keiner Einigung darüber fommen tönne, was rechta ein Gebot der Pflicht. Sie sind Diener der Deffentlichkeit Geldbeutel des Gemeinwesens halten werde, aber ebenso werde liche Löhne und rechtliche Arbeitszeit fei. Er wünsche, daß und müssen sich gefallen lassen, daß man ihnen auf den er darauf halten, die Resolution von 1891 durchzuführen. Die alle Berufe besser organisirt sind, denn nur Bahn fühlt. Lieferungsverträge, mit denen er zu thun habe, beträfen meist in den Berufen, bie start organisirt sind, tönnte In diesem Falle war der Charakter der Deputationen ein Druckarbeiten und Bureau- Utenfilien, und er sei in einer etwas diesen Schwierigteiten begegnet werden.( Bravo.) im hohen Grade repräsentativer. Das Parlamentarische Komitee schwierigen Lage, wenn er auf die Vorschläge 2c. sofort eine Alles in allem tönne er zur Zeit nicht weiter gehen wie der hatte dafür Sorge getragen, daß alle nambaften Gruppen der Antwort geben solle. Alles, was er zunächst sagen könne, genaue Wortlaut der Resolution des Hauses der Gemeinen. Er Gewerkschaftsbewegung durch Delegirte meist die Borstände sei, daß in der bevorstehenden Session des Hauses der hoffe, fie ergänzt und genau präzisirt zu sehen, und die der betreffenden Gewerkschaften in ihnen vertreten waren, Gemeinen ein Komitee werde ernannt werden, fönne um die Deputation fich darauf verlassen, daß Soweit und so tam es, daß schließlich gegen 250 Personen, die Sache genauer zu untersuchen( die Delegirten hatten Be- er es vermöge, die Zahlung anständiger Löhne gefördert, zusammen mindestens eine Million organisirter Arbeiter vertraten, schwerde darüber geführt, daß die ständigen Regierungsbeamten Zwischenkontratte aufs strengfte unterdrückt und die Resolution theils in corpore, theils gruppenweise die verschiedenen Minister die Verfügungen der Minister umgingen). Herr Sydney Burton des Hauses der Gemeinen genau durchgeführt werden würden." ins Berhör nahmen. Mindestens formell war der Empfang der habe schon einen Antrag eingebracht, der Untersuchung eine So spricht in England ein Minister, der sich konservativ Bedeutung der Deputationen angemessen. weitere Ausdehnung zu geben, er( Hanbury) könne natürlich noch nennt, und im Wesen ist, was er sagt, auch durchaus konservativ. nicht sagen, welche Maßregeln die Regierung ergreifen werde, Nur ist es intelligenter, von reaktionären Schwächen freier Kon. aber er selbst werde ganz sicher sein Bestes thun, den Rahmen fervatismus. tann auch daran aweifeln, wenn heißt, der Untersuchung so weit als möglich zu spaunen, so daß die es die Frage richtig stellen Herr Han Resolution von 1891 von Grund aus neu erörtert werden könne. bury die Unmöglichkeit, einen anständigen Lohn zu vereinbaren, einer ordentlichen Organis Soweit bezöge dieselbe sich nur auf die Bezahlung anständiger schlechtweg auf das Fehlen Löhne fation der Arbeiter zurückführt, weil in vielen Fällen eine gute Organisation gar nicht möglich ist, ehe die Löhne eine gewisse öhe erreicht haben. Indeß das ist hier sekundär. Das Wichtige ist, daß ein tonservativer Minister die Arbeiter ersucht, durch Schaffung starter Gewertschaften die völlige Durchführung einer arbeiterfreundlichen VerivaltungsDer Minister antwortete verbindlich, versprach mit bezug auf Herr Hanbury, fortfahrend: Es werde erklärt, daß die politit möglich zu machen. einige Punkte die Wege feines Vorgängers zu wandeln ein Liferanten Dinge versprochen und nicht eingehalten hätten. Er Man wird sagen, Herr Hanbury ist ein weißer Stabe Rückwärts giebt es in England nicht aber von einer Ver- müsse darauf erwidern, daß der Standpunkt, den er einnehme, unter seinen Kollegen. Es ist das aber nicht ganz richtig. Ein befferung gegenüber demselben war nichts zu verspüren und der sei, daß die Resolution von 1891 fireng durchgeführt werden ebenso intelligentes Programm hat am Mittwoch sein durchaus unbefriedigend war, was er über die bevorstehende müsse, und er gedente, alles zu thun, was in seinen Kräften Kollege Sir John Gorft mit bezug auf das ihm unters Haftpflichtvorlage der Regierung zum besten gab. Das stehe, um ihre Durchführung sicherzustellen.( Bravo.) Dazu bitte stehende Departement- das Erziehungswesen entwickelt. Mitglied des Parlamentarischen Gewerkschaftskomitees, John er um die herzliche mithilfe feitens der Ge Natürlich, versprechen ist ehrlich, halten beschwerlich, und das Havelock Wilson, hatte im Namen der Deputation erklärt, daß die wertschaftsorganisationen, und er verspreche selbe Ministerium, dem die genannten und noch einige gleichorganisirten Arbeiter durchaus für die von der abgetretenen ihnen, daß jede Beschwerde sorgsamste Be- gefinute Herren angehören, hat in Lord Salisbury einen den Regierung eingebrachte Vorlage seien und jede Vorlage bekämpfen rücksichtigung feinerseits finden werde. Mit Gewerkschaften sehr wenig gewogenen Chef und im Herzog von würden, die Abweichungen erlaube, wodurch Arbeiter und ihre Leidwesen habe er gehört, wie gegen öffentliche Beamte der Vor- Devonshire und anderen leitende Mitglieder, die als sehr zweifelPrinzipale fich außerhalb des Gesetzes stellten. Der Minister indeß wurf erhoben worden sei, daß einige von ihnen an den hafte Freunde des Gewerkschaftswesens bezeichnet werden müffen. sprach davon, daß die neue Vorlage alle Gegenseitigkeits- Lieferungsverträgen petuniär intereffirt seien. Er bedauere, daß Aber sie alle sind sich der potentiellen Stärke des Gewerkschafts. versicherungen, die gewisse Bedingungen in bezug auf Sicherheit eine derartige Anschuldigung geäußert worden, denn er glaube, daß wefens bewußt, und ob die Hanbury, Gorst 2c. ihr Programm und Leistungen erfüllten, unangetastet laffen, ja noch fördern fein Land so gut von ständigen Beamten bedient werde wie oder die Salisbury, Devonshire 2c. ihre auf Neutralisirung der würde. Möglichste Sicherheit der Entschädigung und Vermeidung England. Wenn aber derartiges berichtet werde, so würde Gewerkschaften abzielenden Reformen" durchsetzen, wird in der von Prozessen sei der leitende Gedanke. Letteres flingt sehr die Strafe so ausfallen, wie es sich gebühre. Die Redner That zu einem großen Theil davon abhängen, wie die Gemertschön, aber die Gegenseitigkeitsversicherungen, um die es sich hier hätten auf Unterverdingungen und Weiterschaften ihre Kraft zu bethätigen vermögen. Sie können die handelt, find bloße Betriebsversicherungen und in der vergeben von Lieferungstontratten hingewiesen. Wahlen nicht ungeschehen machen, aber sie können eine stärkere Pragis ein Mittel, den Gewerkschaften den Boden abzugraben. Was die Ansicht des Hauses der Gemeinen darüber sei, unter- politische Front zeigen als bisher, und die Organisation Demgemäß werden dieselben, wie 1890, ihren ganzen Einfluß auf- stehe feinem Zweifel. Er( der Staatssekretär) habe die Frage dieser großen Deputation war ein ganz guter Anfang in dieser bieten, die Vorlage, wenn sie sie nicht entsprechend ändern fönnen, fehr aufmerksam verfolgt und sei überzeugt, daß fast alle Schwiß- Richtung. Der erste Besuch galt dem neuen Staatssetretär des Innern, Sir Matthew White Ridley. Die Refolutionen, die die Deputation dem Minister vorTegte, betrafen die Haftpflicht- Gesetzgebung, die Gesetzgebung über bie Hausindustrie und das Schwizarbeit System, die GewerbeInspektion, die Praxis mit bezug auf die gefährlichen, bezw. gesundheitswidrigen Gewerbe, die Verschwörungsgesehe, gewisse Truckmethoden und anderes mehr. Alles natürlich im Sinne der Ausdehnung des Arbeiterschußes, der Verbürgung größtmöglicher Unabhängigkeit der Arbeiter und der Steigerung der Arbeiter vertretung im gewerblichen Aufsichtswesen. 28 Ein Derrückter.[ Madr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Sam. Woods, der parlamentarische Gewerkschaftssekretär, ( unterbrechend) bemerkt, daß Sir John Hibbert der liberale Amtsvorgänger des Herrn Hanbury- stets als Prinzip festgehalten habe, daß die Resolution sich sowohl auf die Arbeitszeit als auf die Löhne bezöge. Man ob „ Ach so!.... Nun, i tann a andersmal mit Dir drüber reden, aber der Zustand von ihm is ganz bedenklich ... das kann ja nimmer so fortgehen." Sie schwieg und trat mit dem Fuße auf einen spizen Stein des Weges. Adje, Vater." seine Kinder die Erlösung herbei, denn der Lehrer war seit einiger Zeit immer krankhafter und erregter geworden. Oft schrie er laut auf, wenn er mit Balder beisammensaß. Beim Einstudieren der schwierigen Ostermesse hatte er in der Singstunde seine Violine zu Boden geschmettert und war aus dem Zimmer gestürzt. Fragte man ihn, was ihm fehle," Ich hab'n jetzt lang beobacht", fuhr der Förster fort, Absichtlich zeigte sich Göpfert im vollsten Staate. so gab er feine Antwort und stierte geistesabwesend ins und bin in großer Sorg feinetwegen..... Jezt laß Balder sollte sich zum Grünwerden ärgern und endlich Leere. Der Förster merkte, wie seine Tochter darunter litt di aber net aufhalten, Anna. Grüaß di Gott!" erkennen, daß der Förster von Wallberg nicht mehr einer und das schrecklichste war ihm, daß er stillschweigend zu so hochmüthigen Sippschaft nachzulaufen brauchte! Dort sehen mußte, ohne helfen zu können. Er blickte ihr bewegt nach, als sie so dahin ging. Da endlich an einem stillen Maiabende, als er wieder mußte er ihrer ersten Kommunion denken. Auch faß sie ja, die fromme Anna, zwei Betstühle vor ihm, und bas stundenlange Hochamt, das Göpfert unerträglich lang- vom Walde heimkehrte, war das längst Erwartete ganz un heute war ein Maientag wie damals, und die Sonne lachte weilig vorkam, gab ihm Gelegenheit genug, die Andächtige vermuthet geschehen. Der Förster hörte hellen Jubel in so hell in die jungen Birken hinein, doch war alles so verzu beobachten. Wie sie sich verstellen konnte! Vor lauter seinem Zimmer und fand seine Tochter in den Armen des ändert! Sein Kind schien ihm so gedrückt, so verschlossen, Frömmigkeit hatte sie nicht einmal Göpfert's Gruß erwidert, Lehrers, den sie unter Lachen und Weinen stürmisch lieb- und statt des weißen Kleides trug sie ein schwarzes, das als sie in die Kirche trat. Rann lange warten, bis sie fofte. Ohne jede vorherige Anmeldung war der Kreis- Trauerzeichen für die, die damals noch schüßend neben ihr wieder angesprochen wird! Leider war Balder nicht in der Schulinspektor plötzlich in die Schule getreten und nach gegangen war. Kirche. Gegen ihn hegte Göpfert den bittersten Groll, weil man strenger Prüfung sehr befriedigt wieder fortgegangen. Nun verschwand die dunkle Gestalt hinter einer bem eingebildeten Menschen so gar nicht beikommen konnte. Das war ein Tag der Genugthuung für alle. Aber Mauer und Balder konnte nicht mehr sehen, daß Darum freuten ihn die anzüglichen Worte, die von der was sich Balder von ihm versprochen hatte, trat nicht ein. dort der Lehrer wartete, der schon seit einer Stunde Kanzel fielen, nicht wenig, und er stimmte beim Verlassen Mit Befremden bemerkte er, daß der Lehrer, trotz des in banger Ungeduld zum Forsthause hinüber geblickt der Kirche sehr eifrig dem guten Kreittmayer zu, der über günstigen Erfolges, kurz darauf in seinen Trübsinn zurückfiel hatte. die Gottlosigkeit Balder's verzweifelt die Hände rang. und daß dieses bedeutungsvolle Ereigniß, auf das man lange Das nagende Bewußtsein, daß die Mädchen des Dorfes Der gottlose Mann war in seinem Walde gewesen. Jahre gewartet hatte, nur einen flüchtigen Tageseindruck zur Beichte bestellt waren, hatte ihn ruhelos herumgetrieben. Dort schwamm alles in zitterndem Frühlingslicht unter den hinterließ. Was wird sie sagen? Tag und Nacht hatte ihm nur diese Aesten der Tannen und Fichten, dort sprudelten neu- Was hat denn nur der Franz?" fragte er Anna, als eine Frage vorgeschwebt. Wird sie alles beichten? dann belebte Moosquellen, deren krystallklares Wasser in den sie ihm eines Nachmittags in Garten des Forsthauses be- war sein schlimmster Feind der Mitwisser ihrer Hingabe. Sonnenstrahlen blitte, und von Mariakirchen tönten die gegnete. Oder wird sie es verschweigen, weil sie ihre Liebe für keine Osterglocken herüber in die feierliche Stille des fefttäglichen" weiß net, Vater," sagte sie zögernd und sah zu Sünde zu halten schien? Wie kann sie das mit ihrem Morgens. religiösen Gewissen vereinen? Der Förster hatte ein Wiedersehen mit seinem Er merkte, daß sie zum Ausgehen bereit war und ihr Freunde gefeiert. Je mehr sich der Frühling entfaltete Gebetbuch trug. und ein Blättchen nach dem andern unter dem warmen Wo gehst hin?" Regen heraustroch, um so sehnlicher wünschte Balder für Boden. " " In d' Kirch, Vater, zur Beicht." Er hatte keinen Ausweg aus diesen furchtbaren Qualen gefunden und wollte ihr noch einmal entgegentreten. Auna", sagte er und faßte ihre Hand, gehst Du wirkli in die Beicht'?" ( Fortsetzung folgt.) wollen. " Preklimmen " " # Die höchft gefährdenden Weise ist zur Konftruirung von strafbaren Behinarbeiten. Das Blatt vervollständigt eine vorläufige Mit leidigungen an die Stelle der Thatsachen, des Wirklichen, das theilung in seiner Sonntagsnummer heute folgendermaßen zu Liebknecht's Verurtheilung. Mögliche gefeßt worden, indem die Gerichte zugleich das Mögliche ohne Weiteres auch Wahrscheinlichen gemacht haben. " Zu einem Vorgehen gegen den sozialdemokratischen In der konservativen Presse begegnet man Bei faft allen Majestätsbeleidigungs- Prozessen der letzten Monate Privatdozenten Dr. Arons glaubt sich der Kultusminister vorzugsweise hämischen Freudenbezeugungen, daß Liebknecht ist auf die politische Tendenz der Angeklagten beziehungsweise vollständig berechtigt im Gegensatz zu denjenigen, welche verurtheilt wurde; nur dem„ Reichsboten" wird schwül zu der von ihnen vertretenen Blätter das Hauptgewicht gelegt behaupten, daß er ohne die Zustimmung der UniversitätsMuth bei dem neuen System der Verurtheilungen wegen worden... Bieht man all die beim Liebknecht- Prozeß zu Tage ge- behör de weder ein Disziplinarperfahren gegen Majestätsbeleidigung. tretenen Besonderheiten in betracht, so ergeben sich von selbst einen Privatdozenten einleiten, noch die einmal- und In arger Verlegenheit sind die Wetterfahnen; die schwersten Bedenken gegen die Richtung, welche die Recht zwar nicht von ihm, sondern von der betreffenden sie wissen nicht, wohin sich bewegen. Die National sprechung hier genommen hat. Wenn diese Art der Aus- Fakultät Wenn diese Art der Aus- Fakultät ertheilte Lehr- Erlaubniß ohne weiteres Zeitung" tann tann es nicht nicht legung des Majestätsbeleidigungs Paragraphen und übers Gewissen bringen, Strafbeftimmungen gegen Beleidigungen überhaupt weitere baran fest, daß er ein Disziplinarrecht über die ber entziehen fann. Dr. Boffe hält nach wie vor der Urtheilsbegründung, wie sie jetzt durch die Fortseßungen finden, wenn sie gar die Regel werden sollte, Universitätslehrer, Aufnahmen verschiedener Zeitungen bekannt geworden ist, dann ist das Ende nicht abzusehen, dann also anch über die Brivat dann ist eigentlich zuzustimmen. Aber es wäre ihr doch so außer niemand mehr geschützt vor solchen Prozessen. Mißverständ- dozenten, von Aufsichts wegen derart habe, daß er ordentlich lieb, wenn die Verurtheilung rechtskräftig würde. liche Auslegungen seiner Worte tann niemand verhindern, aus eigener Machtvollkommenheit und Da verfällt sie nun auf folgendes Auskunftsmittel: Sie wenn er sich auch noch so vorsichtig ausdrückt, und es würde ohne Zustimmung der Fakultäten, ja auch gegen deren spricht Zweifel an der Zuverlässigkeit der Berichte aus, nach dem Vorgang des Breslauer Gerichts genügen, daß irgend ausdrückliches Botum, die Dozenten aus ihrem Amte entdenunzirt nebenbei den einen der Berichterstatter als iemand denunziatorisch erklärt, er betrachte bies oder jenes Wort fernen kann. Die Streitfrage selbst ist neuerdings an maßSozialdemokraten und erklärt dann der Wink ist um, falls diese Möglichkeit nicht mit absoluter Gewißheit aus- minister hat, um möglichst sicher zu gehen, Gutachten als auf den Kaiser oder irgend eine bestimmte Person gemünzt, gebender Stelle eingehend erwogen worden. Der Kultusnicht mißzuverstehen-man müsse abwarten, ob denn geschlossen ist, eine Berurtheilung des Beschuldigten wegen dolus die schriftliche Urtheilsbegründung wirklich das näm- eventualis herbeizuführen. Damit wäre aber die Preßfreiheit von verschiedenen angesehenen Rechtslehrern liche sage, was die Berichterstatter gehört haben nur noch ein Schemen, sofern die Bresse sich nicht all' und jeglicher über das Verhältniß der Privatdozenten zu Kritik enthielte, denn jede Kritik an allgemeinen Zuständen, de m Unterrichtsminister eingeholt. Darauf antwortet nun sofort die Bossische an politischen Maßnahmen und Richtungen unterläge dem Straf Gutachten sollen durchaus in seinem Sinne ausgefallen Beitung" in einem Artikel Bresse und Gericht richter, sobald ein politischer Gegner die Vermuthung äußert, daß sein, so daß er sich gegebenenfalls darauf allerdings wird sehr treffend folgendermaßen: bestimmte Personen, die im Sinne der gerügten Zustände, Maßstützen können. Jusbesondere soll es ein Gutachten Jezt wird eingewendet, daß der Bericht über den Prozeß werden sollen. Eine derartige Auslegungspraxis auf das Ent- Universität fein, welches in eingehenden Ausführungen Prozeßnahmen oder Richtungen hervorgetreten sind, persönlich angegriffen des Professors Hinschius von der hiesigen weilen der zuverlässigen Unterlage für eine Stritif bes Berichte haben Ursache, im Interesse einer Stabilität der Recht mit seiner der fraglichen Angelegen Bericht herrührt, sondern ob er die Verhandlung richtig wieder- sprechung dem gegebenen Beispiel nicht zu folgen. Wir können heit durchaus im Rechte sei. Gerade diesem Gutachten giebt oder nicht. Wir selbst haben unseren Ausführungen über uns deshalb auch unmöglich denken, daß das Breslauer Urtheil legt Dr. Bosse denn auch eine besondere Bedeutung bei. den Richterspruch nicht die Mittheilungen eines sozialdemokrati in der Revisionsinstanz, bie angerufen werden soll, aufrecht Wie wir hören, wird er dasselbe in nächster Zeit im schen Berichterstatters, sondern in erster Reihe die der frei tonfervativen Schlesischen Beitung" zu grunde gelegt. Wir erhalten wird." Zentralblatt für das gesammte preußische haben die Berichte der verschiedenen Beitungen, freifinniger, frei. Unterrichtswesen veröffentlichen, damit die Dar fonfervativer und sozialdemokratischer, verglichen. Der GedankenIn unserer Sonnabend- Nummer hatten wir eine Auslaffung legungen des Herrn Hinschius allgemein bekannt werden. gang im Urtheil ist nach allen diesen Berichten in den Punkten, der Berliner Beitung" mitgetheilt, in der des Deutschen Die Statuten der verschiedenen Universitäten enthalten auf die es ankommt, derfelbe. Es ergiebt sich auch, wenn ein Michel" gedacht wurde als: eines Wigblattes, das außer dem über die streitige Frage feineswegs gleichlautende oder mal eine Berurtheilung eintrat, aus der angeklagten Aeußerung Staatsanwalt niemand kennt und niemand sieht". Mit bezug einheitliche Bestimmungen. In denjenigen der Berliner hierauf erhalten wir von der Schriftleitung" dieses Blattes, Universität ist das erwähnte Recht des Kultusministers beiDeshalb ist es müßig, die Deffentlichkeit auf den Wortlaut unterzeichnet Carl Kern, eine Berichtigung": der amtlichen Ausfertigung des Urtheils zu vertrösten. Wir spielsweise nicht ausdrücklich festgesetzt, wie es wiffen, daß der Vorsitzende des Gerichtshofes bei der münd anderweitig, so in den Greifswalder Statuten, der Fall lichen Begründung des Urtheils oft in einer schwierigen Lage sein soll. Man behauptet aber, daß ein solches Recht bei ift; er hat nicht immer die Geschicklichkeit, das Ergebniß einer Festsetzung der Berliner Statuten als selbstverständr mehrstündigen Berathung, bei der sich die Ansichten der einzelnen eigenen Kosten augenscheinlich nicht zu verwinden vermag, einzigen preußischen Universität find wir recht bei Diesem Wunsch eines Wigblattes", das einen Witz auf seine lich" vorausgesetzt sei.(!!) Nur in den Statuten eine Richter gegenüberstehen, knapp und tlar wiederzugeben. Wir wissen, daß mitunter in der schriftlichen Begründung noch tommen wir mit Vergnügen nach und thun somit männiglich richtet, in denjenigen der Universität Bonn foll dug andere Erwägungen geltend gemacht werden müssen, als sie in fund und zu wissen, daß außer dem Staatsanwalt auch noch ausdrückliche Bestimmung stehen, daß ohne Zustimmu en ber mündlichen Verkündigung hervortraten, während wieder in andere Leute den Deutschen Michel" kennen und sehen. dem schriftlichen Erkenntniß manches fehlt, was mündlich vorder Fakultät das Disziplinarverfahren gegen einta gebracht wurde. Es wäre daher nicht unmöglich, daß sich Universitätslehrer nicht anhängig gemacht und dem Priva dozenten fonach auch die venia legendi nicht so ohn darf man auf die bevorstehenden weiteren Auseinander weiteres vom Minister entzogen werden kann. Jedenfalls sehungen in dieser Sache ebenso gespannt sein, als auf di Folgen, welche sich daraus ergeben werden." ermangeln. Indessen es kommt nicht darauf an, von Urtheilschiedenste zu bekämpfen, hat die Preffe aller Parteien und die den Nachweis zu erbringen sucht, daß der Kultusminister unabweislich. nahezu zwei Stunden brauchte, um einig zu werden. den Be„ Es ist unwahr, daß den Deutschen Michel" außer dem Staatsanwalt niemand kennt und niemand steht und ich verlange demnach, unter Bezugnahme auf§ 11 des Preßgefeßes Widerruf jener Notiz." " Berlin, 18. November. So e schriftliche Wortlaut des Breslauer Erkenntnisses mit der Politische Uebersicht. richten der Breffe nicht überall beckte, zumal da der Gerichtshof Sozialistische Siege bei den belgischen Kommunal Selbst der offiziös bediente Hamb. Korr." muß anerkennen: wahlen. Am Sonntag war das belgische Volk zur Wahl " Die Verurtheilung ist auf grund des sogenannten dolus feiner fommunalen Vertretungen an die Urne gerufen und eventualis erfolgt. Das die Konstruktion eines solchen Hilfs es hat im entschiedensten Sinne sein Urtheil über die bisbegriffs als Erfaz für den im Strafgesetz vorgesehenen dolus Somit scheint das Signal:" Gegen die Schwarmgeister eine sehr fragwürdige Schöpfung der juristischen Auslegungskunst herigen Beherrscher der Städte und Ortschaften abgegeben, zur Attacke vor!" auf der ganzen Linie gegeben zu sein. ift, geben wir ohne weiteres zu." Ob der juristische Thatbestand die liberale Mehrheit ist faft überall gebrochen und die Reform des Militär Strafprozesses. Als das der Majestätsbeleidigung vorliege, werde noch das Reichsgericht Sozialisten, die bisher in den Gemeinderäthen nicht ver- Hinderniß für die Reform der Militär- Strafprozeßordnung zu entscheiben haben. Aber die Nachprüfung des Urtheils durch treten waren, werden jetzt in den großen Städten sehr ge- wird im Hann. Cour." der Minister v. Köller bezeichnet, das Reichsgericht ist beschränkt; sie erstreckt sich meist auf that wichtige Minderheiten, in vielen mittleren und fleinen der Hand in Hand gehe mit Personen, die in der näheren sächliche Feststellungen. Soll darum die Preffe die Urtheile der Orten aber sogar die Majorität haben. Gerichte so lange als unantastbar ansehen, der Kritit entricht hat das Volk über eine Sippschaft gerichtet, Umgebung des Raisers gegen die Neuordnung des Militärglauben, so lange der schriftliche Wortlaut des Urtheils nicht unter dem Deckmantel entweder der liberalen Phrase oder der Meinung, daß ein öffentliches Militär- Gerichtsverfahren die Gerichtsverfahrens arbeiten. Der Minister v. Röller sei vorliegt und der oberste Gerichtshof noch nicht gesprochen hat der frommen Litanei in Belgien das unverfälschteste und der Sozialdemokratie Wasser auf die Mühle liefern Wir halten dieses Verlangen für unbegründet. Ihm haben sich auch die Blätter nie gefügt, die jetzt für den Breslauer Gerichts- Telegramm unserer belgischen Genossen meldet uns Blatt weiter, mit seinen von hohen Militärs unterstützten schamloseste Kapitalistenregiment führte. Ein tönne. Sollte es ihm gelingen, so schreibt das Hannoversche hof eintreten. Gerade so lange ein Urtheil noch nicht rechtskräftig ist, so folgende Einzelheiten: Anschauungen an allerhöchfter Stelle durchzubringen, so wäre lange noch die Entscheidung einer höheren Justanz aussteht, Die Sozialisten sind in einer großen Zahl wallonischer eine Ministerkrise wahrscheinlich, denn der Kriegsminister hat tann die öffentliche Meinung auf einen Erfolg ihrer Vorstellungen und selbst in einigen flämischen Gemeinden gewählt worden. im Reichstag erklärt, daß, wenn es ihm nicht möglich sei, rechnen, wenn auch nur unter besonders günstigen Voraussetzungen. Ist der Prozeß aus, so nüßt feine Kritit mehr, sie nüht wenigstens In Brüssel errangen fie 8 Sige von 31, in Gent 10, die Reform durchzusetzen, er den Kaiser um einen Nachfolger nicht mehr für den streitigen Fall. Die Mißstimmung, die sich die Klerikalen ebenfalls 10 und die Liberalen 11; das bedeutet bitten müffe. In diesem Falle würde wohl auch der Reichsvorerst nur gegen ein vereinzeltes Gericht fehrt, wendet sich nach einen Triumph! In Lüttich find 9 Sozialisten, 10 Liberale seinen Aemtern zu entheben, denn auch er dürfte es als tanzler Fürst Hohenlohe den Kaiser ersuchen, ihn von her gegen die Juftig überhaupt. Deshalb ist es nöthig, bei Zeiten und 11 Kleritale aus der Wahl hervorgegangen. In Anteinen Mangel an Bertrauen zu ihm ansehen, wenn in dieser in der Presse Urtheile, die anfechtbar erscheinen, zu widerlegen, Damit die Gesammtheit nicht Schaden leide. In Breslau zubem werpen ist der liberale Stadtrath gestürzt und durch einen wichtigen Frage feine Ansicht verworfen würde. ift der Hinweis auf den dolus eventualis auch nicht erst in dem fleritalen ersetzt worden. In den Vorstädten von Brüssel, Was an diesen Nachrichten, die nicht unwahrscheinlich Urtheil, er ist schon in der Schlußrede des Staatsanwalts auf wo die Sozialisten mit den fortschrittlichen Arbeiterkandidaten flingen, wahr ist, läßt sich nicht kontrolliren; jedenfalls getaucht. Nicht nur aus den amtlichen Ausführungen, auch aus ein Wahlbündniß geschlossen hatten, sind unsere Kandidaten geht aus ihnen hervor, daß in den maßgebenden Kreisen der bezichtigten Aeußerung in Verbindung mit der Strafe ergiebt fich die Berechtigung der öffentlichen Kritit. geschlagen worden, weil viele wortbrüchige Fortschrittliche nur die Frage dieser nothwendigen Reform vielumstritten Die Presse erfüllt mit dieser Kritit ihre Pflicht. Denn nicht für ihre eigenen gestimmt haben. Die Fortschrittlichen haben weder ist und ihre Lösung vielleicht noch einige Ueberraschungen um eine Partei handelt es sich, sondern um das Recht. Daneben in Brüffel noch in Lüttich die absolute Majorität. Die bringen wird. tommt freilich auch die politische Frage in betracht, ob die heutige Behandlung der Majestätsbeleidigungen durch die Re- Sozialisten haben ungefähr 200 Ortschaften gierung, die über die Erhebung oder Unterlaffung der Anklage gewonnen, darunter 25 mit 10-85 000 Gin zu entscheiden hat, dem Zwecke dienen fann, die Umsturz wohnern. Noch sind nicht alle Resultate bekannt, aber es bewegung" einzudämmen, und nicht vielmehr das Gegentheil läßt sich erkennen, daß die Fortschrittlichen fast überall völlig bewirtt. Wir fönnen nur mit Genugthuung verzeichnen, daß die Ansicht, die wir in dieser Hinsicht ausgesprochen haben, jetzt vernichtet sind und auch die Klerikalen viele Orte verloren vielfach auch in Blättern Widerhall findet, die im Parteileben haben. Die Sosialisten haben troß des un- Bundesrath unterbreitet werden wird, vorgeschlagen, zu unsern schärfsten Gegnern gehören." wwe günstigen Wahlgefeyes einen herrlichen Sieg Das Berliner Tageblatt" bemerkt zu dem errungen." Urtheil: Wir beglückwünschen die belgischen Brüder zu ihren In den Gründen des Urtheils ist bekanntlich festgestellt, abermaligen großen Erfolgen, die ihnen ein neuer Sporn daß Liebknecht nicht nur teine Majestätsbeleidigung hat begehen, zu weiterer Arbeit und weiteren Kämpfen fein werden. fondern eine solche sogar hat gefliffentlich vermeiden wollen. Verurtheilungen wegen Majeftätsbeleidigungen Trotzdem sei er aber wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt worben, weil möglicherweise der eine oder der andere aus ber bagelt es jetzt so massenhaft, daß es schwer fällt, fie alle Zuhörerschaft eine Majestätsbeleidigung aus den Worten Lieb- regelmäßig gewissenhaft zu registriren. Unter dem VorInecht's hätte herauslesen tönnen. Das hätte sich Liebknecht behalt, daß wir die eine oder andere übersehen haben fagen müssen. Eine derartige Konstruktion führt nicht, wie ein fönnten, theilen wir als heutige Ernte mit: " 3 Neue agrarische Gesetze. Zwei Gefeßentwürfe zu guten der Agrarier werden durch die Presse schon jezt gekündigt, einer betrifft die Besteuerung des Magarine. Nach der„ Kreuz- Zeitung" wird in der Zuckers, der andere die Fabrikation der Buder steuervorlage, die demnächst von Preußen dem die Exportprämie, unter gleichzeitiger Kontingen. tirung der Zuckerproduktion, auf vier Mart zu er höhen, mit dem ausdrücklichen Hinweis, daß diese erhöhte Exportvergütung nur als eine Kampfesprämie in Aussicht genommen wird, um gegebenenfalls bei den Verhand lungen wegen internationaler Beseitigung der Zuckerprämien einen Druck ausüben zu fönnen. Die Kontingentirung der Buckerproduktion soll so geschehen, daß zur Berechnung des Kontingent quantums die in den letzten fünf Jahren zur Ver arbeitung gelangte Rübenmenge zu grunde gelegt werden soll, wobei die beiden Jahre, welche die geringste und die höchfte Produktionsziffer aufweisen, außer betracht bleiben. In Zukunft foll das Gesammtfontingent entsprechend dem wachsenden Verbrauch an Zuder im Inlande derart steigen, daß für jede 100 000 Zentner Mehrkonsum 50 000 Zentner dem ursprünglichen Kontingent hinzutreten. halten. Theil der Presse annahm, zur Annahme einer indirekten, Jn Breslau wurde ein Arbeiter wegen Majestätssondern geradezu einer fahrlässigen Majestätsbeleidigung zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. beleidigung. Eine fahrlässige Majestätsbeleidigung giebt es In Hannover wurde wegen Majestätsbeleidigung aber im deutschen Strafrecht so wenig, daß der bekannte in der Freitagssigung der Straffammer I des Landgerichts Deutsche Strafrechts- Lehrer Professor v. 2i3zt in Halle a. S. Die Wittwe Zimmermann bei verschlossenen Thüren Jetzt beträgt die von dem Reiche den Zuckerproduzenten sie in seinem Lehrbuch des österreichischen Preßrechts( S. 224) gezahlte Exportprämie 1,25 M., der von den Zuckerfabriken geradezu für einen pathologischen triminalistischen zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt. Begriff", mit anderen Worten eine juristische Monstrosität Den ,, Naiven" soll Liebknecht vor den Breslauer geplante Hing wollte 8 M. zahlen, gutherzig, wie die Den ,, Naiven" soll Liebknecht vor den Breslauer preußische Regierung nun einmal ist, schlägt sie 4 M. vor, 3 bezeichnete.Richtern gespielt haben sagt die Kreuz geitung" vielleicht nur, um bei einem scheinbar bedeutenden Nachlaß Die Frantfurter Beitung" schreibt: weil er darlegte, daß das, was unter dem Schutz der „ Die Einleitung von Majestätsbeleidigungshöchsten Staatsmacht" geschehen ist, darum nicht auf Veron der ursprünglichen Forderung im Parlament doch noch Prozessen hat seit der Gedanrede des Kaifers einen Umfang anlassung der höchsten Staatsmacht geschehen sei. Wenn etwas erklecklicher für ihre agrarischen Schüßlinge zu er angenommen, den vor zwei Monaten wohl selbst die Liebknecht naiv" war, was waren dann die Breslauer Richter, deutet eine geradezu Die Erhöhung der Prämie auf 4 M. be= eifrigsten Befürworter eines schärferen schärferen staatsanwaltlichen welche die" Naivetät" Liebknecht's nachahmten und sie für um fie einigermaßen dem Bolte und den Abgeord ungeheuerliche Steigerung und Vorgehens gegen die sozialdemokratische Presse nicht vorausgesehen haben. Wir haben gleich zu Beginn der Be- juristisch unanfechtbar erklärten? Vielleicht hat die Redaktion um fie einigermaßen dem Volte und den Abgeordwegung, als die erste Fluth der Anklageerhebungen hereinbrach, der Kreuz- Zeitung" so viel Selbsterkenntniß, fich das als Kampfesmittel gedacht ist und von der Regierung, nach neten plausibel zu machen, fügt man hinzu, daß sie Breßverfolgungen gewarnt und speziell in bezug auf Majestätserreicht ist? Etwa ein Jahr, oder zehn? Es wird ganz in eindringlich vor solchen gegen eine bestimmte Partei gerichteten zurückgeben zu lassen. Es wäre das wenigstens ein kleiner Erreichung ihrer Zwecke, wieder ermäßigt werden könne. Aber, wie lange wird es denn dauern, bis der Zweck beleidigungen auf die Gefahr einer subjektiven, auf Empfindungen dem Belieben der Regierung stehen, mit der„ Kampfesstatt auf Thatsachen basirenden Rechtsprechung hingewiesen, leider Auf die Entfernung des Dr. Leo Arons aus der prämie" beliebig lange zu" tämpfen", um nicht zu vergeblich. Nicht nur sind die Prozesse nicht geringer geworden troß der offensichtlichen Vorsicht, deren sich die sozialdemokratischen niversität soll nach einer der Berliner Volks- Beitung" fagen: für die Agrarier zu fechten". Woher nun Beitungen befleißigen, sondern in einer die Freiheit des Preßwesen gewordenen Mittheilung der Kultusminister von neuem die Unsummen genommen werden sollen, die den Beitrag zur Deckung des Hammerstein'schen Defizits für Religion, Ordnung und Sitte".- sil And Rußland. Buderprobuzenten burch diese Gesetzesvorlage wieder Deutsches Reich. Bischof Stroßmayer spendete sofort 3000 ft. Der Agramer reiche überantwortet werden sollen, darüber steht in der KreuzGroße Erbitterung soll nach der" Post" im Bürger Karas verpflichtete sich, einen Studenten bis zur VollBeitung" nichts, und auch die Regierung scheint noch nicht Staatsministerium darüber herrschen, daß" neuerdings endung seiner Studien zu erhalten, Aehnliche Verpflichtungen viel darüber nachgedacht zu haben; es ist eben das Bolt, mehrfach Mittheilungen über kommissarische Verhandlungen liegen auch von anderer Seite vor. Aus Prag traf die Nachdie große, steuerzahlende Masse, die misera contribuens zwischen den einzelnen Refforts in die Presse gelangt sind.richt ein, daß dort zwölf relegirte Studenten versorgt werden. plebs, die auch hier wieder ein nothwendiges Lebensmittel über die Militär- Prozeßverhandlungen eine Disziplinar Nach anderen Mittheilungen soll wegen der Enthüllungen fich vertheuern laffen soll, damit einem kleinen Theil größerer untersuchung eingeleitet sein.— Ueber das Gefängnißwesen wird der„ Köln. Reichthum gesichert wird. Aber es ist denn doch noch sehr die Frage, ob durch diese schöne Rechnung nicht ein sehr die Lehrerbefoldungen befindet sich Volkszeitung" aus Petersburg geschrieben: Unter den Gegnern des Gefeges gegen In der Provinz sind die Zustände, auf dem Gebiet des dicker Strich gemacht werden wird, wie wir es im Interesse v. Röller, der Präsident des Abgeordnetenhauses. Er ist, darin, daß die Haupt- Gefängnißverwaltung, troß ihrem großen befindet sich auch Herr Gefängnißwesens noch vielfach troftlos. Das Hauptübel liegt unserer Volksgenossen dringend wünschen müssen. Den Entwurf des wie der Bolts Zeitung" mitgetheilt wird, der von ihm oft ver- Budget von über 12 Millionen Rubel, noch lange nicht über die neuen Magarine tretenen die Meinung, daß gefeges bringen die Münchener Neuesten Nachrichten" ganzen jetzt durchaus genügend dotirt feien. Lehrer im großen und genügenden Mittel verfügt. Als Beispiel, wie die Gefängnisse feinem vollen Wortlaute nach; er besteht aus 18 Paragraphen, Ansicht begründet er jedesmal mit einem Hinweis auf der in der Wilna'schen Medizinischen Gesellschaft über das Diese feine in der Provinz häufig beschaffen sind, kann ein Bericht dienen, die theils die Vorschriften des Gesezes vom 12. Juli 1887 feinen" Lehrer, der sich nicht blos austömmlich stehe, Gefängniß in Zscheljabinst, dem ( über den Verkehr mit Ersagmitteln für Butter) wieder- fondern auch schon so und so viel Taufende an Rapital Sibirischen Eisenbahn, gegeben wurde. Die Räumlichkeiten des Ausgangspunkte der geben, theis fie verändern und erweitern. respektive auf Hypotheken habe. Diese Mittheilung muß Herr Gefängnisses sind auf 98 Personen berechnet, inhaftirt waren In den wichtigsten Abschnitten wird bestimmt, daß Geschäfts- v. Röller gelegentlich wohl einmal dem Kultusminister gemacht haben. in demselben, als Dottor Sagorsti das Gefängniß besuchte, räume und sonstige Berkaufsstellen, einschließlich der Markt- Ueber den wunderbaren kapitalistischen Lehrer des Herrn v. Köller 544 Personen! In einzelnen Bellen, die für 3-4 Instände, in denen Margarine, Margarinetafe oder Kunstspeisefett hat man nährere Recherchen anstellen laffen. Dieselben haben fassen berechnet waren, faßen 25-30. In diesen Zellen, gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten wird, an in die Augen ergeben, daß ber Lehrer bei Herrn v. Köller allerdings Kapitalien in denen der gesunde Mensch schon nach fünf Minuten fallender Stelle die deutliche nicht verwischbare Inschrift Verkauf auf Hypotheken ausgeliehen hat. Die Kapitalien hat der Lehrer Kopfschmerz, Schwindel und Erbrechungsgefühle bekommt, sigen von Margarine",„ Verkauf von Margarinetäfe"," Berkauf von aber nicht aus seinem Zehrereinkommen gesammelt, sondern er die Gefangenen im Winter 18 Stunden des Tages. In dieser Runftspeisefett" tragen müssen. Margarinekäse im Sinne des Ge- verdankt sie dem Umstande, daß er in der Wahi feiner verpesteten Atmosphäre erscheint die Lichtflamme wie von dunkeln fezes sind diejenigen läseartigen Zubereitungen, deren Fettgehalt Schwiegereltern vorsichtig gewesen ist. Nichtsdefto- Nebelstreifen umgeben. Eine Bentilation fehlt, Wände und Fußnicht ausschließlich der Milch entstammt. Kunftspeisefett im weniger hält Herr von Köller an seiner Beweisführung" und boden sind mit einer dicken Schmutzschicht bedeckt, in der es von Sinne dieses Gesetzes sind diejenigen, dem Schweineschmalz ähn- an seiner Meinung fest." allen möglichen Parasiten wimmelt. Frisches Waffer, das in lichen Zubereitungen, deren Fettgehalt nicht ausschließlich aus- Gegen die überstürzte Berathung des Gefäßen in die Bellen gestellt wird, wird schon nach 3 Stunden Schweinefett besteht. Ausgenommen sind unverfälschte Fette bürgerlichen Gesetzbuches, wie sie von einigen Seiten warm, stinkend und zum Genuß beinahe untauglich. Des Nachts bestimmter Thier- oder Pflanzenarten, welche unter den ihrem gefordert wird, erklären sich auch die„ Hamburger Nachrichten". herrscht in den Zellen eine solche Hize, daß die Gefangenen sich Ursprung entsprechenden Bezeichnungen in den Verkehr gebracht& sei nicht abzusehen, weshalb die parlamentarische Behandlung bis aufs Sembe entkleiden; ein großer Theil der Gefangenen werden. Die Vermischung von Butter oder Butterschmalz des Entwurfs überſtürzt werden soll. Es sei unverständlich, liegt in diesem Kostüm auf dem schmußigen Fußboden, Pritschen mit Margarine oder anderen Speifefetten zum Zweck des Handels was darauf ankommen soll, ob der Entwurf ein Jahr für alle aufzustellen, gestattet der Raum nicht. mit diesen Mischungen, sowie das gewerbsmäßige Verkaufen und früher oder später Gesetzestraft erlangt. Wurde eine ein Vielfach mag die Zentralverwaltung gar nicht einmal Feilhalten solcher Gemische ist verboten. gehende Berathung in den 70er Jahren, als es sich um Her- wiffen, wie es in den Gefängnissen in der Provinz ausNach§ 3 hat jeder, der Margarine 2c. herstellt resp. verstellung des formalen Prozeßrechts handelte, für unumgänglich sieht, zu diesem Schluffe berechtigt uns das amtliche treibt, der Behörde Arzeige zu machen.§ 4 giebt den Polizei gehalten, so wird diese Nothwendigkeit aus analogen Gründen für Organ der Haupt- Gefängnißverwaltung„ Der Gefängnißbasamtliche beamten das Rech, in den betreffenden Geschäften stets Re- bie Rodifitation des materiellen Hechts bei der weit größeren bote" felbst. Es wird dort, wenn allerdings auch in sehr vifionen vorzunehmen.§ 5 verpflichtet die Fabrikanten, von Wichtigkeit deffelben erst recht als vorliegend betrachtet werden gewundener Weise, darüber Klage geführt, daß es trotz allen AnMargarine u. f. w. fiber Herstellungsart, Menge u. f. w. ihrer müssen. Man sollte lieber auf die Herstellung des Gesetzes ein ftrengungen nicht gelingt, ein einigermaßen gutes und gebildetes Fabrikate der Polizei auf Verlangen Auskunft zu geben. Nach Jahr länger warten, als auf die gründliche parlamentarische Beamtenpersonal für den Gefängnißdienst zu gewinnen. Die §6 dürfen Margarine und Stunftspeisefett nicht in den Prüfung deffelben innerhalb vernünftiger und durch die Natur Zeiter vieler Gefängnisse, selbst in größern Städten, zeigten eine Helben Räumen fertiggestellt und aufbewahrt werden, wie der Sache gebotener Grenzen verzichten. Auch im Interesse des folche Nachlässigkeit im Dienst, daß fie der Zentralverwaltung Butter und Butterschmalz. Ausnahmen sind für den Klein Reichstages und seiner Stellung als legislativer Faltor liegt es nicht einmal, felbft bei wiederholten Forderungen, die statistischen handel bei Trennung der Lager gestattet.§ 7 schreibt die Be- doch faum, wenn er einem der wichtigsten Entwürfe gegenüber, Daten über die ihnen unterstellten Gefängnisse einlieferten, oder zeichnungen vor, mit denen Margarine 2c. versehen sein müssen. die ihn je beschäftigt haben, auf sein Recht der Prüfung ver- dieses in so nachlässiger Weise thaten, daß die Zentralverwaltung Nach§ 8 müffen in den im Handelsverkehr üblichen Schrift zichten und sich auf den Standpunkt der Annahme oder Ablehnung dieselben nicht gebrauchen konnte. Der„ Gefängnißbote" giebt des= stücken für Margarine zc. die diesem Gesez entsprechenden en bloc stellen wollte. halb eine eingehende Belehrung über den Nutzen und die Bes Waarenbezeichnungen angewendet werden. deutung der Gefängnißstatistit, aber aus dem elegischen Zone dieser Belehrung liest man heraus, daß„ Der Gefängnißbote" felbft nicht daran glaubt, daß seine Ausführungen viel helfen würden Die§§ 12-16 enthalten Strafbestimmungen. Nach Gegen die Ausbreitung ber Maul- und § 12 wird mit Gefängniß bis zu jech 3 Monaten und Rauenseuche in Preußen wird eine weitere Einschränkung mit Geldstrafe bis zu eintausendfünfhundert Mark oder mit einer der Zuführung neuer Ansteckungsstoffe verfügt, die Berliner diefer Strafen bestraft: 1. wer zum Zweck der Täuschung im Rorrespondenz" berichtet hierzu: Handel und Verkehr eine der nach§ 2 unzulässigen Die Gefahr folcher Zuführung mit der steigenden Einfuhr Mischungen herstellt, 2. wer in Ausübung eines Ge- von Milch aus Holland und Belgien ist zur Zeit erheblich, da werbes wiffentlich solche Mischungen verkauft die Seuche in diesen Nachbarländern seit längerer Zeit in mehr und feilhält. Nach§ 16 fann auch auf die Einziehung durch Milch sowie durch die Gefäße, in welchen die Mitch veroder minder weiter Ausdehnung herrscht und sie erfahrungsmäßig verbotswidrig hergestellter Gegenstände erkannt werden, ohne fandt wird, häufig verschleppt wird. In den in betracht Unterschied, ob fie dem Verurtheilten gehören oder nicht. Auch hier werden den Agrariern bedeutende Bu Düsseldorf, Aachen und Trier) wird daber auf grund der Be fommenden Regierungsbezirken( Aurich, Osnabrück, Münster, geständnisse gemacht, wenn die Regierung auch nicht alle ſtimmungen in§ 7 des Reichs- Viehfeuchengesetzes und des§3 Forderungen des agrarischen Antrages in der letzten bes dazu ergangenen preußischen Ausführungsgesetzes vom Heichstagsfeffion aufgenommen hat. Wir stehen der sach- 12. März 1881 die Einfuhr von Milch bis auf weiteres verboten verständigen Ueberwachung der Lebensmittelproduktion werden. sympathisch gegenüber und wünschen, daß die Täuschung Die Agrarier sind stets erfreut über jede Anwendung der der Käufer nach Möglichkeit verhindert wird, aber dieses gegen die Einfuhr gerichteten Bestimmungen des Reichs- Seuchenganze Gesez geht von einem, dem unseren völlig fremden gefetes. Gefichtspunkte aus: es sollen die Agrarier indirekt gegen eine ihnen unbequeme Konkurrenz geschützt werden und die Rücksicht auf das Wohl des Volkes steht erst in zweiter Linie. Wir haben ganz andere und wichtigere For derungen erhoben, die von der Regierung abgelehnt find; solange aber die grauenhaften Zustände in den Bäckereien andauern, solange der Arbeiterschutz noch völlig unzulänglich ist, solange die Nothwendigkeit einer Fürsorge für Arbeiterwohnungen und vieles andere nicht anerkannt ist, solange tönnen die Bestimmungen eines Margarinegesetzes unser Begeisterung nicht wachrufen. Das Kabinet Bourgeois hat seine Stellung durch die Verhaftung Artons, des Agenten der hervorragendsten Banamisten in einer Weise befestigt, daß der Sturz des Rabinets für die nächste Zeit außerhalb des Bereiches der Wahrscheinlichkeit liegt. Arton war der Mann, der die Liste der Parlamentarier besaß, die Chets von der Panama gesellschaft empfangen hatten. # Jastrow, 18. November. Amtliches Wahlergebniß der Landtags Erfazwahl im 8. westpreußischen Landtags Wahlbezirk Flatow Deutschfrone): Conrad( Berlin), tonservativ, 264 Stimmen, Pfarrer Racki Geheimer Regierungsrath ( Waldau), Pole, 94 Stimmen. Conrad ist somit gewählt. " Türkei. Die Unruhen. Die Nachrichten von neuen Blutthaten aus der Türkei überſtürzen sich, gleichzeitig aber bringt der Telegraph täglich neue Meldungen, daß sich der Sultan und ber europäischen Mächte haben es nicht an energischen Bor die hohe Pforte nun endlich aufzuraffen gedenken. Die Botschafter stellungen fehlen laffen und heute weiß die„ Rölnische Zeitung" bie bisherigen guten Beziehungen zur Türkei nochmals in letzter au berichten, daß die deutsche Regierung, im Hinblick auf Stunde dem Sultan den Rath ertheilt, den dringenden Forderungen der Großmächte Rechnung zu tragen und vor allen Dingen das Aeußerste zur Wiederherstellung der Ordnung aufzubieten; fie mehr Anhänger gewinne, welche eine Fortdauer der gegenwärtigen habe sich dabei nicht verhehlt, daß in Europa die Ansicht immer anarchischen Bustände in der Türkei mit den europäischen Interessen für unvereinbar hielte. Ruba. Madrid eingetroffenen Depeschen vor: - Ueber den Aufstand liegen die folgenden über Nach Depeschen, welche aus Havanna hier eingetroffen sind, befindet sich die Vorhut des Jufurgentenführers Maximo Gomez in Manajanabo, 5 Stunden vom Hauptquartier des Marschalls Martinez Campos entfernt. Die Depeschen berichten von unbedeutenden Scharmützeln. Nach einer dem Heraldo" aus Havanna zugegangenen De pesche, werden von Marschall Campos alle Gerüchte über einen Waffenstilstand oder oder eine Einstellung der Feindseligkeiten fategorisch als falsch bezeichnet. Die Konzentration der Aufrührer in der Provinz Villas ist wieder durchgeführt. Auf der 170 Berurtheilte und 300 Freiwillige sich der Schiffe zu be letzten Reise des Dampfers Catalunna" nach Havanna fuchten mächtigen. Die Marine- Infanterie unterdrückte den Kampf, wobei mehrere Personen verwundet wurden. 20 von den Schuldigen wurden nach Spanien zurückgebracht. Bum Fall Zaffrow Herr v. Hammerstein und die Boruffia". ueber diese zuerst von einem Rechtsanwalt in Breslau öffentlich richten" angeblich von kompetenter Seite" geschrieben: erörterte Angelegenheit wird den Münchener Neuesten Nach Dem Herrn v. Hammerstein, damals Borsigenden und zugleich tontrollirendem Mitgliede des Verwaltungsraths der Borussia" ist seinerzeit von der Direktion ein Darlehn von 15 000. gegen Hinterlegung von Nominal 15 000 M. Kur- und Neuordnungsmäßig von der Kaffe der Boruffia übernommen und märkischer Pfandbriefe gewährt worden. Diese Effekten wurden haben sich bis zur Rückzahlung im Trefor der Gesellschaft befunden. Das Darlehen ist von Herrn v. Hammerstein mit 5 pet. verzinst und baar mit den Zinsen zurückgezahlt worden. Provisionen für irgend welche Transaktionen sind von keiner Seite weber verlangt noch gezahlt worden, vielmehr haben Frhr. Seit Jahren wird Arton vergeblich gesucht, vergeblich des Berwaltungsraths der Borussia und die Direktoren der Gesellv. Hammerstein als Borsigender und kontrollirendes Mitglied deshalb, weil die opportunistischen Ministerien teinen Anlaß schaft stets nur diejenige Tantième bezogen, welche ihnen vom erhält die Leipziger Volkszeitung" eine intereffante Buschrift hatten, den Mann vor Gericht zu stellen, der Minister und andere Berwaltungsrath im Rahmen des Statuts bewilligt worden waren. aus Berlin. Im Anschluß an die Mittheilung der NationalStützen der opportunistischen Partei kompromittiren konnte. Verluste hat die Gesellschaft durch Herrn v. Hammerstein weder bei Beitung", daß Dr. Jastrow angegangen sei, den Minister Im Interesse der Opportunisten lag es, die Panama- diesem Geschäft, noch sonst zu erleiden gehabt. Es ist eine Unwahrheit, v. Berlepsch um Entschuldigung zu bitten, wird da gesagt: affäre nicht wieder aufzurollen. Die Verhaftung Artons daß jemals falsche Buchungen gemacht oder unrichtige Bilancen hat nun eine doppelte Bedeutung, erstens wird der Verdacht aufgestellt worden sind. Das Darlehen war bereits seit mehreren mehr zur Verwirrung als zur Aufklärung beitragen. Es ist dies eine von jenen offiziösen Erläuterungen, die zur Gewißheit, daß die opportunistischen Vorgänger Jahren zurückgezahlt als seitens des Generalagenten eine Anzeige Bourgeois' ebenso Gelegenheit hatten, diesen Hauptzeugen Minifterium angebracht wurde. Durch einen Kommissar der schuldigen? Daß das Gericht mit Herrn v. Berlepsch bei dem Polizeipräsidium bezw. bei dem landwirthschaftlichen Weswegen sollte sich Dr. Jastrow deun eigentlich entin dem Panamaprozesse zu erwischen, wie das gegenwärtige Regierung hat unter Mitwirkung eines Mitgliedes des Ver- sehr unsanft umgegangen war und die Darstellung, Rabinet, zweitens dürfen jetzt die die Enthüllungen Artons waltungsraths eine genaue Prüfung der gesammten Geschäfts- die in dem Buche:" Sozialliberal" von der Aufhebung fürchtenden Fraktionen der Kammer Bourgeois nicht stürzen, führung stattgefunden, welche die Grundlosigkeit der angebrachten der Bergwerksabgaben gegeben war, bis ins einzelne weil sie den Vorwurf auf sich laden würden, aus Furcht Denunziation ergab." vor Arton Bourgeois zu stürzen. So kann Bourgeois, dem unbeanstandet wiedergegeben hatte, dafür kann doch wohl thatsächlich nur eine Minorität der Kammer zur Verfügung feine Entschuldigung verlangt worden sein. Sollte er sich fteht, monatelang vor einem Mißtrauensvotum der Kammer zu sehr erregten Szenen anläßlich der Berathung von Dringlich Schlußfäßen eine andere Deutung gab als er felbft? - Im Abgeordnetenhause war es am Sonnabend aber deswegen entschuldigen, weil das Gericht seinen sicher sein und den Versuch wagen, den Augiasstall des teits- Anträgen betreffend die Auflösung des Wiener Gemeinde. Wir haben es hier mit jener Art geradezu typischer forrupten französischen Parlamentarismus einigermaßen, raths gekommen. Das Bublikum auf den Zuhörertribünen Beleidigungsprozesse zu thun, in denen der Beklagte für den Augenblick zu säubern. demonstrirte in erregter Weise für Lueger, mit Gewalt mußten Ueber die Vorgänge bei der Verhaftung Arton's liegt die Tribünen geräumt werden; das Ministerium mußte, in allem wesentlichen recht behält, aber wegen dieser die folgende Meldung aus Paris vor: feine Solidarität zu erweisen, Durch drei Ver: oder jener Deutungsmöglichkeit eines einzelnen Sayes Stellung tennzeichnen; der Hohenwartklub, zu einer kleinen Strafe verurtheilt wird. Und da sollte Organisation der Konservativen, Konservativen, ist infolge ist infolge des ein solcher Autor seine Hand dazu bieten, an seinen Ver mit um treter feine die Desterreich. Ungarn. Emil Arton war unter dem Namen Henry Newman bei der Photo Tea Gesellschaft in dem Vororte Clapham in der Umgebung von London angestellt und wurde auf Veranlassung des Vorgehens Badeni's gegen die Antisemiten gesprengt. Das folger ein Entschuldigungsschreiben zu richten, das ja französischen Polizei- Inspektors Orion von dem englischen wichtigste ist aber, daß es den Antisemiten unzweifelhaft gelungen geradezu den Anschein erwecken müßte, daß ihm nicht in Bolizisten Sexton verhaftet. Legterer begegnete Arton gestern it, Badeni doppelzüngiges, unehrliches Vorgehen in der Wiener einem nebensächlichen Punkte, sondern in der Hauptsache Nachmittag in Zivilkleidern beim Bahnhofe von Clapham und Bürgermeisterfrage nachzuweisen. Die Antisemiten können Badeni Unrecht gegeben sei? Und wenn wirklich nach der Verfrug ihn nach seinem Namen. Arton antwortete:„ Ich für die ihnen bereiteten Erfolge nur dankbar sein, sie haben eine heiße Newman,"" Das ist nicht wahr", entgegnete Sergeant alte Partei gefprengt, der Autorität des Kabinets einen schweren urtheilung" eine solche Bumuthung an Dr. Jastrow heranSexton, Sie heißen Emil Arton und hier ist jemand, der Sie Stoß versetzt und eine große Demonstration im Parlament für getreten und damals abgelehnt worden ist, weswegen kommit das Ministerium jetzt, nach 1/2 Jahren, darauf zurück? tennt". Arton, der sah, daß weiteres Leugnen zwecklos war, gab Lueger zu stande gebracht. zu, daß er Arton heiße und bat, eine Droschke zu nehmen, daIn einem Punkte müssen wir jedoch Herrn v. Berlepsch der Vorfall tein Aufsehen errege. Hier verlafen Gerechtigkeit widerfahren lassen. Bei dem mangelhaften Budapest. Die Vereinigung der beiden Fraktionen der Zustande unseres Gerichtsverfahrens und bei dem Mangel ihm die Detektivs den Steckbrief und erklärten ihn unabhängigteitspartei ist nach vorliegenden Nach formell für verhaftet. Man fand zahl Papiere, die noch nicht durchgesehen sind. Der le batches ch ber bei Arton eine Anrichten eine vollzogene Thatsache. Acht bis neun Mitglieder einer Berufungsinstanz gegen die Urtheile der Strafkammern haftete erklärte, auf keine der an ihn gerichteten Fragen ant- der früheren Eötvös- Fraktion schließen sich der vereinigten Partei fann jeder Betheiligte in die Lage kommen, den Richterspruch ungerecht zu finden, ohne eine erneute Verhandlung worten zu wollen. Wie erinnerlich wurde Arton vom Schwurgericht der Seine am 28. Mai 1893 in dem sogenannten„ Dynamit- Agram. Die Studenten, welche wegen der Demon- der Sache herbeiführen zu können. Allein gerade in dieser prozeß" zu 20 Jahren Buchthaus und 3000 Franks Geldstrafe ftration gegen die ungarische Fahne verhaftet wurden, haben Beziehung tam Herrn v. Berlepsch ein günstiger Umstand und in der Panama- Affäre zu 5 Jahren Gefängniß und 400 000 Strafen bis zu 6 Monaten erhalten, die meisten sind auch von zu Hilfe. Frauts Geldstrafe unter Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte der Universität verwiesen worden. Für die wegen der FahnenEr hatte seinen Strafantrag gestellt wegen der Beverurtheilt. affäre relegirten Studenten wurde in Agram eine Aktion ein- leidigung in der Druckschrift:„ Sozialliberal" und in einem Leitgeleitet, um denselben das weitere Studium zu ermöglichen. artikel des Vorwärts", der den Stoff daraus entnominen nicht an. M hatte. Bom Vorwärts" erschien nur der verantwortliche Stadtverordnetenwahl. In diefer aufblühenden Fabrik Bureau des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung ab. Redakteur auf der Anklagebant. Aber der Verfasser des stadt glaubten bie liberalen Mannesfeelen durch eine im vorigen gefandt; ein Bescheid hierauf sei der Rommission bisher noch nicht Artikels, Genoffe Dr. Schoenlaut, der sich frei Jahre eingeführte Zensuserhöhung von 900 auf 1200 m. nicht zugegangen. Für ungleich wichtiger hält Redner die weitere willig bei der Staatsanwaltschaft ge nur die Sozialisten von der Wahlbetheiligung auszuschließen, Thätigkeit der Kommission: Festseßung eines„ Höchft- Arbeits gefondern meldet hatte, war nicht unter Anklage gestellt, weil er sondern auch die gewählten drei Vertreter wieder los zu leiſtungs- Tarifs", darauf berechnet, die Arbeitsleistungen gegen werden. Bei der am Sonnabend vorgenommenen Wahl das heut in Berlin allgemein übliche Maaß erheblich zu beschränken. Reichstags Abgeordneter sei und daher der Schluß der von drei ausscheidenden Stadtverordneten wurde der bis- Mit der Durchführung eines derartigen Tarifs bezweckt man Session abgewartet werden müsse. Nach Schluß der Session herige Vertreter, Genosse Winkler wiedergewählt, während zweierlei Vortheile; erfiens sofern der Beschluß der städtischen hätte eine Verhandlung gegen Schoenlant stattfinden müssen der ebenfalls um ein Mandat kämpfende Stadtverordneten Vor- Baudeputation bestehen bleibt, was nicht unwahrscheinlich und hierbei hätte Herr v. Berlepsch Gelegenheit gehabt, die steher, Ed. Bartramm, ein Nationalliberaler, von dem Genossen, ist soll durch den Tarif eine bessere Bertheilung der noch Angelegenheit so weit zu beleuchten, wie er nur irgend Bigarrenfabrikanten Brauns, mit 11 Stimmen Majorität be- verbleibenden Arbeitsgelegenheit im Steinfeggewerbe erreicht wollte. fiegt wurde. Der Ausfall dieser Wahl hat natürlich große werden, zweitens würden die Steinsetzer und Rammer bei InneWer hat bewirkt, daß diese Verhand- Ueberraschung bereitet, da Bartramm noch am 15. d. M. als haltung eines solchen Tarifs befähigt, größere Sorgfalt auf die Ausführung ihrer Arbeiten verwenden zu können, als dies unter Iung unterblieb, bis sie jet wegen Ver- Stadtrathskandidat aufgestellt war. jährung dauernd unterbleiben muß? Die Bei der jetzigen Stadtverordneten- Wahl in Apolda in dem jetzigen Syſtem möglich ist, und so wird erwartet, daß das Deffentlichkeit hat ein Recht, auf diese Frage eine Antwort Thüringen haben wir, troß der Anstrengungen der Gegner, unfere Steinpflaster sich seinen früheren guten Ruf wieder zurückGenossen aus der Gemeindevertretung zu verdrängen, eine mert- erobert. zu verlangen. Denn die Unterlassung der Verfolgung stellt liche Zunahme der Stimmen zu verzeichnen. Genosse Baudert Die Kommission hat sich einstimmig über nachstehenden Enteine Gefeßwidrigkeit dar. Der§ 63 des Strafgesetzbuchs wurde mit 1727, Genosse& eutert mit 1412 Stimmen wieder- wurf geeinigt und empfahl diesen der Versammlung zur Anschreibt ausdrücklich vor, daß ein Strafantrag nicht gewählt; Baudert hat seit der letzten Wahl über 400, Leutert nabme: Zarif betreffend die Höchst Arbeitsleistung getheilt werden kann, daß das Verfahren gegen alle Be- über 100 Stimmen mehr erhalten. theiligten stattfinden muß, auch wenn der Strafantrag Die Jahresabrechnung des Vertrauensmannes für Har-( Penfum) für Steinfeger und Rammer( bei zehnstündiger Arbeitszeit ein Tag), giltig für Berlin und Umgegend. nur gegen einen gestellt ist. burg zeigt eine Einnahme von 5911,85 m. und eine Ausgabe von 5531,60 m. Mit 600 M., welche auf der Bank belegt find, Ropfsteinpflaster I. bis 111. Stlaffe: beträgt das Gesammtvermögen 980,25 M. Nach dem Geschäftsbericht vom" Volksblatt" für das verflossene Jahr hatte das genannte Blatt eine Gesammteinnahme von 50 218,18 M. und eine Ausgabe von 42,978,13 M., so daß ein Bestand von 7240,05 m. verbleibt. Der Geschäftsfonds war ursprünglich 4240,05 m. verbleibt somit nach Abzug desselben ein Gewinn von 3000 m. An Strafen und Gerichtstoften wurden über 500 M. gezahlt, welche Summe sich aber nach Beendigung der schwebenden Proeffe noch bedeutend erhöhen wird. Die erneute Gerichtsverhandlung, die gesetzlich stattfinden mußte, ist unterblieben. Hingegen wird in einer bisher unerhörten Art nach 1/2 Jahren versucht, ein Dis: ziplinarverfahren anhängig zu machen. Wie soll man sich bies erklären? Die Frage, wie der Minister v. Berlepsch in der Aufhebung der Bergwerksabgaben sich sich der belikaten Aufgabe gewachsen gezeigt hat, als Schwieger sohn eines der reichsten Bergwerksbesitzer doch auch gleichzeitig Würde Des Amtes und Interesse des Staates zu wahren, das in öffentlicher Gerichtssitung ein zweites Mal zu erörtern, hat etwas für Minister und Echwiegersohn gleich peinliches. In einemi heimlichen Dis ziplinarverfahren aber einem angesehenen Gelehrten etwas anzuhängen kann nur für diesen unangenehm sein, aber weder für den Minister noch für den Schwiegersohn. Die Parteigenossen von Altona baben der Parteifaffe 1000 M. überwiesen. P a) auf fefter Unterbettung: Würfel Prismen B. 20 qm 15 " . ZA 17 • b) auf lofer Unterbettung: Würfel Prismen Ropffteinpflafter IV. und V. Klaffe( fogen. märtische Quadratfteine, aus Bruchmaterial und Findlingen geschlagen): großes Format fleines Ropfsteinpflaster( polygonales)" VI. bis VIII. Riaffe Rundsteinpflaster bis zu Mosaikpflaster( gewöhnliches) 22275 262295 • 16 28 " 24 10 " Aufenthalt, und ohne Nebenarbeiten verrichten zu müssen, beim Voraussetzung für alle Fälle ist, daß der Geselle ohne jeden Aufenthalt, und ohne Nebenarbeiten verrichten zu müssen, beim Pflastern bleiben kann, sowie daß Planum und Materialien auswahl in normaler Weise vorhanden find. Die Rammer schließen sich im allgemeinen diesem Tarif an, d. h. es soll auf je einen Pflasterer auch ein Rammer kommen; eine Ausnahme findet nur bei Mosaitpflaster statt." Genoffe Weiß einen Bericht über das verflossene Jahr, sowie In Goldlauter( Thüringen) gab der Vertrauensmann die Jahresrechnung, welche mit einer Einnahme von 517,49 m. und einer Ausgabe von 542,37 M. abschließt. Unter Punkt 2 der Tagesordnung wurde Genosse Weiß einstimmig Wir sind der Meinung, daß das erste kein Grund sein zum Vertrauensmann des Kreiſes Schlensingen für nächstes Jahr durfte, das gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Gerichts- gewählt. Der Vertrauensmann von Langenbielau verfahren zu unterlassen, bis es jetzt verjährt ist; und wir Knoll führte hierzu aus: 3war seien auch noch in sind ebenso der Meinung, daß das lettere kein Grund sein fonnte über den Stand der dortigen Bewegung folgenden erfreu- diesem Tarif die Leistungen hoch genug angefeßt, aber immerhin darf, die längst verjährte Sache zum Zwecke eines heimlichen dem sind noch von der jetzt aufgelösten Agitationskommission zirka doch schon ein bedeutender Fortschritt; es sei dann ein lichen Bericht geben: Die Einnahmen betrugen 1225,66 M., außer wäre dessen Durchführung gegen die bisherigen Zustände Disziplinarverfahrens hervorzuholen. 250 M. zusammengebracht worden. 86,60 M. tamen ferner für leichtes, auf dem betretenen Wege vorwärts zu schreiten. Der Jedenfalls aber würde es zur Aufklärung der An- die Essener Familien ein. An die streifenden Porzelliner in Alt- Redner ersuchte schließlich die Versammlung um Annahme und gelegenheit sehr viel beitragen, wenn die königliche wasser wurden insgesammt 300,10 m. gesandt. Die Ausgabe strikte Durchführung folgender Resolution: Staatsanwaltschaft beim Landgericht I betrug 1012,82 m. wovon 300 M. an die Parteikasse Die 2c. Versammlung der Steinsetzer und Berufsgenossen, ein Bestand von Berlin darüber Aufschluß gäbe, wieso, in Berlin abgeführt sind, so daß ein Bon Langenbielau aus wurden tros der Bestimmung im§ 63 des Straf: 212,84 m. verbleibt. 25 Boltsversammlungen arrangirt und 42 000 Flugblätter: Gesezbuchs, das Verfahren gegen den Abgeordneten Schoenlant unterblieben ist. breitung. Außerdem wurden noch 19 000 Exemplare Reichstags " Warum die Sozialdemokratie siegen muß" famen zur VerPartei- Nachrichten. reden hergestellt und verbreitet. In Duisburg haben nach dem Bericht des Vertrauens annes Genossen Kahl im verflossenen Jahre 7 Volts- und 6 Barteiverfammlungen stattgefunden. Die Gesammteinnahme betg 670,16 M., die Ausgabe 647,50 m. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " jedes Arbeiters ist, ausgehend von dem Grundsaß, daß es das Recht und die Pflicht seine Arbeitskraft nur unter ihm günstigen Bedingungen ausgearbeiteten Arbeitstarif in allen Punkten einverstanden und günstigen Bedingungen und so theuer wie möglich zu ver faufen, erklärt sich mit dem von der Tariffommission verpflichtet sich, mit allen ihr zu Gebote stehenden gefeßlichen Mitteln für die stritte Durchführung desselben zu forgen und eine im tommenden Frühjahr zu gunsten des Tarifs zu entfaltende Um das Dreesbach'sche Landtagsmandat in Mannheim Agitation fräftigft zu unterstüßen. Die Versammlung appellirt zut erobern, hatte sich bekanntlich die nationalliberale zugleich an die Einsicht derjenigen Unternehmer, denen es mit Badische Landes- Beitung" nicht gescheut, furz vor der Wahl die der Bekämpfung der Auswüchse des Submissionswesens wirklich ehrenrührigsten Beschuldigungen gegen Dreesbach zu erheben, Zum Majestätsbeleidigungsprozeß gegen ernst und welchen daran gelegen ist, die heut im Steinsetzohne troh geschehener Aufforderung die Beweise dafür mitzu- Genossen Poller in Kiel, der wie mitgetheilt, au 9 Monaten Gewerbe eingeriffene Schundarbeit und Arbeiterschinderei theilen. Die ganze nicht nationalliberale Presse und selbst einige Gefängniß verurtheilt wurde, wird uns noch geschrieben: Der zu beseitigen. Jedoch ist sich die Versammlung bewußt, daß eine nationalliberale Blätter waren ritterlich genug, sich in dieser Staatsanwalt sprach in seinem Plaidoyer die Ansicht aus, daß die endgiltige Beseitigung dieser Mißstände nur allein durch die ArSache auf die Seite des Sozialdemokraten Dreesbach zu Sozialdemokratie die Monarchie vernichten wolle. Boller müsse hart beiter selbst erfolgen fann, und erklärt es deshalb nochmals für stellen und das schmachvolle Verfahren der Badischen Landes- bestraft werden, je höher die Person, desto schwerer die eine Ehrenpflicht jedes Steinfegers und Berufsgenossen, sich Zeitung" aufs allerschärffte zu verurtheilen. Die national Beleidigung. Der Antrag lautete auf fünfzehn Monate und der gewerkschaftlichen Organisation seines Berufs anzuschließen." liberale Parteileitung Badens aber hüllte sich offiziell in Schweigen, sofortige Verhaftung. Letztere lehnte das Gericht ab. Genoffe In der Diskussion wurde der Antrag gestellt, die Kommission was mindestens außerordentlich auffällig ist, denn bei einer Boller stellte noch den Antrag, die Verhandlung zu vertagen, bestehen zu lassen und ihr aufzugeben, sich mit den FuhrwerksHandlungsweise, wie sie sich die" Badische Landeszeitung" zu oa sein Vertheidiger nicht zur Stelle; diefer wurde abgelehnt. besitzern in Verbindung zu setzen; der Antrag fand Annahme. schulden kommen ließ, ist es unabweisbare Pflicht einer ParteiSieben Genossen in Duisburg erhielten dieser Tage Der Vertreter des Innungsgesellen- Ausschusses gab die Erleitung, mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berge zu halten, einen Strafbefehl vom Amtsgericht Ruhrort in Höhe von klärung ab, daß in etwa 14 Tagen sich eine Innungsversammwill sie nicht mit für die Handlung verantwortlich gemacht werden. je 10 M. oder zwei Tagen Haft. Diefelben sollen bei Gelegen lung mit demselben Thema beschäftigen werde. Knoll empfahl Die Wählerschaft blieb die Antwort auf das nationalliberale heit eines Ausfluges am 1. September unbefugterweise eine ein- dem Ausschuß, den Tarif ebenfalls zu dem ſeinigen zu machen. Die Thun und auf das nationalliberale Unterlassen nicht schuldig, gefriedigte Wiese betreten und daselbst ein Bechgelage Resolution und somit auch der Tarif fanden die Zustimmung Dreesbach errang einen geradezu glänzenden Sieg, und auf den veranstaltet haben. Diese Wiese wurde den Theilnehmern des der Versammlung. Eine Angelegenheit, die den Unternehmer Kriminalprozeß, den die" Badische Landeszeitung" gegen Drees Ausfluges, über 200 Personen, von einem Wirthe in Meiderich i del betrifft, wurde der Nixdorfer Verbandsfiliale zur Erbach angekündigt hat, wartet die neugierige Welt heute noch. angewiesen und übernahm derfelbe auch die Bedienung. Diese ledigung überwiesen. Die Neuwahl des Vertrauensmannes fiel Am 15. November wurde nun im badischen Landtag der 7 Genoffen scheinen also nur als vorläufige Versuchsobjekte dienen wieder auf Martgraf, zu Revisoren wurden Kobras Nationalliberalismus in der Person seines dortigen Führers, des zu sollen für einen später einzuleitenden Massenprozeß. Berufung und P. 2ange bestimmt. Bum Schluß wurde die in nächster Abg. Fieser, durch den freisinnigen Abg. Mufer gestellt". ist eingelegt. Zeit vor sich gehende Delegirtenwahl zur Allgemeinen OrtsBei der Debatte über nationalliberale Wahlbeeinflussungen brachte Krankenkasse( früher Meyer'sche) besprochen. Mufer der nationalliberalen Partei das zweideutige Verhalten zu der Sache Dreesbach- Badische Landeszeitung" gebührend in Erinnerung. Darauf sah fich denn endlich Herr Fieser ver anlaßt, mit der Sprache herauszurücken. Er erklärte: " Gewerkschaftliches. Der Streit der Zwicker bei der Firma Frante in Delisch, der vor einigen Tagen dort ausgebrochen war, dürfte sehr bald beendigt sein, da der Unternehmer sofort die Arbeiten vornehmen läßt, durch welche die von den Arbeitern verlangten gesunden Arbeitsräume geschaffen werden. Depefiften und lehte Nachrichten. Was den Fall Dreesbach betrifft, auf den Herr Muser abCharlottenburg, 18. November. Bei den heute stattgehabten gehoben, so habe ich) zu erklären, daß die Badische Landeszeitung" Stadtverordneten- Wahlen erhielten: ein in sich selbständiges Blatt ist. In der Angelegenheit Dreesbach im ersten Wahlbezirk der Sozialdemokrat Paul Wolter hatte sich zwischen der Straßburger Post" und der„ Landeszeitung" 141, der Liberale 255, der Ronservative 259 Stimmen; eine Polemit entsponnen, in welcher hervorgehoben wird, daß Durch die Presse zirkulirt die Nachricht, daß von den Verim zweiten Wahlbezirk unser Genosse Buchdrucker Otto ein" m"-Artikel in der Allgemeinen Zeitung", in welchem das einigten Mechanikern Stuttgarts für die Ausständigen in Gent Görte 487, der Liberale 455, der Konservative 235 Stimmen; Vorgehen der Redakteure der Badischen Landeszeitung" miß. 1000 M. abgefandt und dort eingelaufen feien. Dies ist nun im dritten Wahlbezirk unser Kandidat August Sellin billigt worden ist, der Parteileitung nahe stehe. Ich erkläre, dahin zu berichtigen, daß Vereinigte Mechaniker in Stuttgart 359, der Liberale 291, der Konservative 194 Stimmen; thatsächlich vom Deutschen im vierten Wahlbezirk der Sozialdemokrat Tischler August daß ich derjenige bin, der dem Verfasser dieses nicht existiren, daß aber Artikels erklärt hat, daß ich ein solches Metallarbeiter Verband Stuttgart obige Summe Schne II 222, der Liberale 366, der Konservative 184 Stimmen; Benehmen der Redakteure für unverantwort.abgesandt wurde und der Frrthum lediglich auf einem Ueberim fünften Bezirk der sozialdemokratische Kandidat Gustav lich halte und es vollständig mißbillige, daß fegungsfehler beruht. Scharnberg 302, der Liberale 395, der Konservative 239 Stimmen; eine derartige Antlage gegen einen Kollegen Ans Luzern wird telegraphirt: Eine von ungefähr 800 im sechsten Bezirk der Sozialdemokrat Karl Wilte unmittelbar vor der Wahl erhoben werde, Mitgliedern besuchte Delegirten- Versammlung des Verbandes 190, der Liberale 105, der Ronfervative 265, der Antisemit 491 ohne daß auch nur der mindeste Beweis dafür schweizerischer Eisenbahnangestellter" nahm einstimmig eine Reso Stimmen. beigebracht wurde." lution an, in welcher ausgesprochen wird, daß die Bewegung für Es haben demnach in allen 6 Wahlbezirken Stichwahlen Lohnerhöhung und Besserung der Dienstverhältnisse gegenwärtig ftattzufinden, an denen unsere Genoffen in 4 Bezirken und zwar mit aller Energie und ohne irgend einen Punkt der Forderungen im 2., 3., 4. und 5. betheiligt sind. preiszugeben, durchzuführen sei. Sehr bemerkt und mit Bravo" von allen Seiten des Hauses wurde es begrüßt, als Herr Fieser noch die Erklärung abgab, er fei überzeugt, daß er seine Worte im Einverständniß mit seinen sämmtlichen Partei: genossen gesprochen habe. Hierzu bemerkt die Mannheimer Boltsstimme": " Mit dieser Erklärung ist Don Herrn Landgerichts Direktor = unferer Auffassung Fiefer Der Schalenmacher- Verein in Grenchen in der Schweiz Hannover, 18. November.( W. T. B.) Bei dem Bau hat an das Handels- und Industrie- Departement in Solo- des Korpshauses annovera" in Göttingen stürzte thurn das Gesuch gerichtet, nach dem Beispiel der Regierungen ein Theil des Bauwerkes ein. Sechs Maurer wurden unter den in Bern und Neuenburg für die Uhrenindustrie feine Ueberzeit Trümmern begraben, einer ist bereits gestorben, die anderen find mehr zu bewilligen. alle schwer verletzt. allen nach Paris, 17. Nov.( W. T. B.) Heute hat eine Vereinigung der Vertreter zahlreicher Kooperativ- Gesellschaften und Syndikate beschlossen, für die Glasarbeiter in Carmaux eine Glasfabrik zu gründen und die nöthigen Geldmittel für die Unterhaltung derfelben herzug ben. der Regeln Kunst eine moralische Hinrichtung an Dem Streit der Schiffsbau Arbeiter in Belfaft in Würzburg, 18. November.( W. Z. B.) Heute früh 81/2 Uhr dem offiziellen Organ der nationalliberalen Partei resp. feinen Rebatteuren vollzogen Irland hat sich eine große Bahl von Maschinenbauer- fand hier eine Ga 3- Explosion statt. Ein Gasarbeiter ist worden. Die beiden Herren Flach und Kloß( die Redakteure ehrlingen angeschloffen. Man glaubt, wenn der Ausstand verbrannt, mehrere andere Arbeiter und zwei Polizeifoldaten der Badischen Landeszeitung". R. d. V.) können vom Schau- nicht innerhalb weniger Tage beigelegt ist, würden sich ihm alle wurden schwer verlegt. Rom, 16. November.( W. T. B.) Einer Depesche des„ Messagero" platz abtreten. Sie sind durch diese Erklärung entlarvt, find Lehrlinge anschließen; hierdurch würde die sofortige Einstelg aufolge drangen in der vergangenen Nacht im Distritte Bagnorea politisch und moralisch todt. Es ist ihnen durch dies jeglichen Betriebes im Maschinenbau Belfasts herbeigeführt. fechs bis sieben Räuber in ein isolirt liegendes Kloster der felbe nachgewiesen, daß sie Leute sind, deren heiligsten ranziskaner ein. Durch das Geräusch, welches die Räuber beim Versammlungen. Versicherungen man nicht über den Weg trauen darf. Für Suchen nach Beute machten, erwachten die Mönche; etwa zwanzig Dreesbach aber und die Sozialdemokratie bedeutet die Erklärung Die Steinseher und Berufsgenossen nahmen in ihrer tamen aus ihren Bellen, bewaffneten sich mit Gewehren und des Herrn Fieser eine Ehrenerklärung, wenn auch eine öffentlichen Versammlung am Sonntag zunächst den Bericht ihres schossen auf die Räuber, welche die Flucht ergriffen. indirettes mit der wir wohl zufrieden sein können. Die Vertrauensmannes entgegen. Er verrechnete mit dem im dirette wird im Gerichtssaale erfolgen, wenn die Klage November 1894 übernommenen Kassenbestand von 29,48 W. eine Dreesbach's gegen seine Verleumder Flach und Kloß zum Termin Einnahme von 112,03 m. und eine Ausgabe von 91,74 9., steht, und sie wird erst recht lehren, wie recht Herr Fieser gehabt mithin blieb ein Baarbestand von 20,29 M. Ein bei dem hat, beizeiten die„ Landeszeitung" und ihre Redakteure von den früheren Vertrauensmann vorhandenes Defizit von 2,70. Rockschößen zu schütteln." wurde auf Antrag der Revisionskommiffion als unverschuldetesManto Toulon, 17. November.( W. T. B.) Das Panzerschiff ,, Admiral Wir an der Spree nehmen die Erklärung des Herrn Fiefer ad acta gelegt. Hierauf hielt Genoffe Timm einen beifällig auf- Baudin" scheint stärkere Beschädigungen erlitten zu haben, als für mit Genugthuung zur Kenntniß, fönnen ihm aber unser Er genommenen Vortrag über die Bedeutung der Organisation früher und wahrscheinlich gehalten wurde. Die Flottmachung des Schiffes staunen darüber nicht verhehlen, daß er erst förmlich gezwungen jetzt. Es folgte der Bericht der am 27. Oftober ge- wird erst morgen beendet sein. werden mußte, einer so selbstverständlichen Ehrenpflicht zu gewählten Kommission, deren Aufgabe es war, geeignete Baku, 17. Nov.( W. T. B.) Die Grenzzollwache an der nügen. Wenn so etwas bei einem Führer der nationalliberalen Schritte einzuleiten gegen den Beschluß der städtischen Bau- persischen Grenze hatte ein Gefecht mit Räubern, welche die Partei möglich ist, wie schlimm muß es dann um den politischen deputation, wonach sämmtliche mit definitivem Pflaster zu ver- russische Grenze überschreiten wollten. An dem Gefecht betheiligten Anstand der Geführten bestellt sein! sehende Straßen asphaltirt werden sollen. Die Kommission hat sich 300 Bewohner eines persischen Dorses. Gegen 30 Perser Einen unerwarteten Wahlfieg erzielte die Sozialdemokratie nach den Ausführungen des Referenten Knoll zunächst eine wurden theils getödtet, theils verwundet. Die Grenzwache hatte bei der am legten Sonnabend in Neumünster stattgehabten Petition ausgearbeitet und diese am 6. November an das vereinigte keine Verluste. Berantwortlicher Redakteur: Frih Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 271. Lokales. Dienstag, den 19. November 1895. 12. Jahrg. Prekkommission. Die Adressen der Mitglieder der Preß- den in gewohnter Weise zur Anhörung eines Vortrages Speck hinein. Als nun die ganze Menge Speck brannte, Tommission sind folgende: Für den 1. Wahlkreis: Herm. Soyka, Lübbenerstr. 14 II., Joh. Timm, Alte Jakobstr. 18/19. Für den 2. Wahlkreis: Paul Jakob, Gneisenauftr. 82 II. bei Springer, H. Knüpfer, Schöneberg, Golgstr. 17, Quergebäude III. Für den 3. Wahlkreis: Franz Hoch, Admiralstr. 7 IV., August Pohl, Staligerstr. 118 III. Für den 4. Wahlkreis: ( Für den Osten): W. Schulz, Weidenweg 5 III. ( Für den Südosten: Paul Böhm, Görligerstr. 53/54, Für den 5. Wahlkreis: Jul. Wernau, Rosenthalerstr. 57. Für den 6. Wahlkreis: Otto Näther, Anklamerstr. 44, Otto Schmidt, Schwedterstr. 22, Seitenflügel IV. Beschwerden betreffend den lokalen Theil des Vorwärts" find an die oben genannten Genossen zu richten. " Die Sigungen finden an jedem auf den 1. des Monats folgenden Donnerstag statt. Borsitzender der Kommission ist Genosse Franz Hoch, Admiralstr. 7 IV. " Der polnisch- sozialdemokratische Verein veranstaltete am Sonntag in Gründel's Festfälen eine Aufführung von Fulda's Berlorenem Paradies", die auf die überaus zahlreich erschienenen Zuhörer einen tiefen Eindruck machte. Der Festabend hat außerordentlich dazu beigetragen, das Solidaritätsgefühl unter den Parteigenossen polnischer Zunge zu stärken. " " fonnte. Am folgenden Sonntag Morgen übernahm es daher der Flaschen und goß statt Spiritus Petroleum in die Brats Vorsitzende der Freireligiösen Gemeinde, Herr Friderici, pfanne. Nachdem er dieses angezündet hatte, that er den erschienenen Kindern einen in früheren Jahren von Dr. Wille bekam er Angst und lief mit der Pfanne unter die Wasserleitung, gehaltenen Vortrag zur Verlesung zu bringen. In dieser„ Thätig- um das Feuer zu löschen. Sobald jedoch Wasser in die Pfanne feit" erblickt das Provinzial- Schulkollegium, wie es Herrn Friderici lief, schlug die Flamme dem Knaben an den Kopf und die Brust, in einem amtlichen Schreiben mitgetheilt hat, falls dieselbe fortgesetzt fetzte seine Kleider in Brand und verlegte ihn entsetzlich, ehe werden sollte, eineUnterrichtsertheilung bezw. dashalten einer Privat- die Nachbarn Hilfe leisten konnten. Nach fürchterlichen Qualen schule im Sinne des Abschnitt I der Staatsministerial- Instruktion vom ist der Knabe am Sonnabend im Krankenhause Bethanien ge 31. Dezember 1839, wozu es nach der Kabinetsordre vom 10. Juni storben. Vater und Mutter in der Fabrik; die Kinder im 1834 einer Erlaubniß der zuständigen Behörde bedürfe. Da Herr zartesten Alter sich selber und dem Zufall überlassen: das ist die Friderici diese Erlaubniß nicht besitzt, hat ihm das Provinzial- göttliche Weltordnung, wie sie sich einem großen Theile des Schulkollegium die Fortsetzung der oben bezeichneten Thätigkeit" Proletariats darbietet. Es ist ein Wunder, daß Unglücksfälle, mit dem Hinzufügen untersagt, daß für jede Zuwiderhandlung wie der geschilderte, unter solchen Zuständen nicht häufiger vora gegen dieses Verbot eine Erefutivftrafe von 100 M. festgesezt tommen. Natürlich wird sich in der wohlgesinnten Presse, soweit werden wird, an deren Stelle im Unvermögensfalle eine Haft- fie überhaupt von dem entseglichen Vorfall Notiz nimmt, wieder ftrafe von 10 Tagen tritt. Unterzeichnet ist dieser Erlaß des ein großes Heuchelgeschrei über die Unvernunft und Leichtfertigfgl. Provinzial- Schulfollegiums: Tappen. feit in Arbeiterkreisen erheben! Infolge deffen hat Herr Friderici am leztvergangenen Sonntage teine Vorlesung mehr gehalten. verDie Sportfegeret der Gebildeten. In der Kreuz- Beitung" lefen wir: Es giebt gewisse Dinge, die eine poetische" Sprache schlechterdings nicht vertragen; trotzdem versucht sich auch an ihnen die Muse. So sprach türzlich ein Sportblatt vom ge fchloffenen Totalisator, daß die Wettmaschine" ihr trautes(!) Bellapper" nicht habe ertönen laffen können. Ueber ein bevorstehendes Stück Fabrikinspektion bringt eine Korrespondenz, der man nachsagt, daß sie mit polizeilichen Kreisen Fühlung habe, die folgende interessante Kunde: Polizeiliche Nachkontrollen werden demnächst in den verschiedensten durch die Polizeihauptleute vorgenommen werden. Das Jahr das wir in der legten Nummer berichteten, schreibt die Bofener gewerblichen Anlagen, Fabriken, Schlossereien, Tischlereien 2c. Zu dem Stück freier Liebe in ,, befferen Kreisen", über hindurch werden solche Revisionen durch die Reviervorsteher unter Zuziehung anderer Beamten mit Zeitung", daß es Offiziere der dortigen Garnison sein schiedenen Bielen ausgeführt: in bezug auf die Beschäftigung sollen, denen zu Liebe die Mädchen nach hier auskniffen. jugendlicher Arbeiter, die gesundheitspolizeilichen Einrichtungen Die Militärbehörde nahm Veranlassung, ein ErmittelungsUeber die Wirkung der Anlagen, deren Feuergefährlichkeit u. f. w. Die Kontrollen der verfahren in der Sache einzuleiten. Hauptleute haben nur den Zwed, über die Thätigkeit der Revier- diefes Schrittes auf den Hauptbetheiligten schreibt das Bosener polizeibeamten für die am Jahresschlusse zu erstattenden Berichte Blatt: Letzteres scheint nun an dem königlich preußischen Offizier Material zu sammeln. Immer gut für die in betracht kom- nicht ohne Eindruck geblieben zu sein, denn am Mittwoch erschien menden Unternehmer, wenn auf solche angeblich bevorstehende er in der Polizeidirektion und erklärte unter Vorzeigung eines, Revisionen im Voraus aufmerksam gemacht wird." von einem der Mädchen geschriebenen Briefes, daß letzteres am Donnerstag auf dem Berliner Postamt I einen postlagernden Brief von ihm erwarte, und sich dort die Gelegenheit böte, die Mädchen zu ergreifen. Diese Thatsache wurde nun den Bätern der beiden Mädchen mitgetheilt und diese entfandten Familienangehörige nach Berlin, wo auch im Bostamt I die Mädchen erschienen. Hier wurden sie nun von ihren Angehörigen in Empfang genommen und mit dem nächsten Zuge nach Bosen zurück befördert. Die Mittheilung, daß sie in Bes gleitung eines Kriminalbeamten hierher gebracht wurden, beruht auf Erfindung. Seitens der Militärbehörde soll die Untersuchung gegen die Offiziere eröffnet sein. Die beiden zurückgekehrten Mädchen erfreuten sich dem genannten Blatte zufolge bis zu ihrer Entführung eines so guten Rufs, daß es unbegreiflich erscheint, daß sie Ehre und Anstand vergessen konnten. . Und noch ein neuer grober Unfug. Die Verlagsfirma C. Teistler u. Ko., Berlin- Wilhelmshagen, schreibt uns: Die Anarchisten" von John Henry Maday, Heft 1, Die feit kurzem in unseren Verlag übergegangen sind, verBezüglich der Koften, die der Stadt durch das Polizeifielen am Sonnabend Vormittag bei einem unserer Kolporteure foften- Gesez erwachsen, bemerkt der Magistrat auf eine Anfrage vor der fgl. Universität zu Berlin in einer Anzahl von 222 Exemplaren der Stadtverordneten- Versammlung: Die Differenzen mit dem der polizeilichen Beschlagnahme.„ Begründet" wurde Fiskus sind durch das inzwischen ergangene Erkenntniß des Oberdieses eigenartige Vorgehen damit, daß die Verbreitung dieses Berwaltungsgerichts dahin für die Stadt günstig beigelegt worden, bekannten Buches grober Unfug" sei! Gegen die Beschlag- daß der Betrag der hierbei dem Staate erwachsenden Ersparniß nahme wurde bei der zuständigen Behörde sofort Protest erhoben auf 147 110 M. geschätzt worden ist. Durch die abgeänderten und zu gleicher Zeit richterliche Entscheidung beantragt. Von Feststellungsbeschlüsse des Oberpräsidenten ist der Betrag für den besonderem Intereffe dürfte es noch sein, daß der beschlag- Kopf der Zivilbevölkerung auf 2,41 M. ermäßigt und sind der nehmende Geheimpolizist vor der Beschlagnahme den Kolporteur Stadtkaffe pro 1893/94 und 1894/95 zuſammen 176 766,27 durchaus zu veranlassen suchte, die Probenummern doch inner- zurückgewährt worden. halb der Universität zu vertheilen, weil, wie er vorgab, dort mit Leichtigkeit 2000 Exemplare abgesetzt werden könnten! Ueber die Kalamität im Leitungswasser der westlichen Stadttheile Berlins theilt die Direktion der städtischen WasserWenn zwei Staatserhaltende" fich zanken, erfahren werke folgendes mit:" In dem Rohwasser der Tegeler Leitung, Herr Ahlwardt will, einer Meldung der Post" aufolge, ehrliche Menschen mitunter recht interessante Dinge. Im Volt" die über Charlottenburg geführt wird und den Westen Berlins Amerita heimsuchen. Sein Manager soll Barnum heißen. des Herrn Stöcker lesen wir:" Die Berliner Neuesten mit Wasser versorgt, find am Freitag infolge bisher noch nicht Sehr sicher ist beim Selbstmorde ein unbekannter Mann zu Nachrichten" der Herren Kylmann und Genossen schreiben: erklärter Ursachen faulige Stoffe vorhanden gewesen. Obwohl " Das Volt" des Herrn Stöcker veröffentlicht eine Ergebenheits- dieser Uebelstand sofort bemerkt wurde und der betreffende Theil Werke gegangen, beffen Leiche am Sonnabend Nachmittag von adresse in Bersen, die Herrn Stöcker aus Dftpreußen" zu der Leitung fofort ausgeschaltet wurde, hat sich doch der schlechte Bootsleuten in der Nähe der Rielerstraße im Spandauer Schifffahrts. gegangen ist. Es heißt darin: Bleib fest! Du vielgeschmähter Held, Geschmack dem aus Tegel zugeführten Waffer mitgetheilt. Un- tanal aufgefunden und gelandet wurde. Der Mann hatte sich, Den uns're Ehre nicht verläßt,(?)- Ob schwer auf ihn Ber: verzüglich wurden die Reinwafferbehälter in Charlottenburg wahrscheinlich im Wasser stehend, einen tödtlichen Stich in den leumbung fällt, Wir bitten Dich für uns: Bleib fest! außer Betrieb gesetzt und die Hauptleitungen zwischen Hals beigebracht und dann noch an beiden Handgelenken die Hoffentlich befindet sich in Ostpreußen" nicht eine Filiale der Charlottenburg und Berlin entleert. Die chemische Unter- Bulsadern durchgeschnitten. Diese Wunden hatte er fich mit zwei bekannten Stettiner" Riffen und Adressenfabrit von Flora suchung des übelriechenden und übelschmeckenden Waffers Taschenmessern beigebracht, die die trampfhaft gefchloffenen Hände Gaß." Wir wissen nicht( so antwortet das" Volt"), ob der Ver- hat das Vorhandensein von Salpetersäure und Ammoniat der Leiche noch festhielten. Hätten sie nicht hingereicht, den Tod fasser des Gedichtes das mittelparteiliche Blatt einer Aeußerung ergeben, jedoch von so geringen Quantitäten, daß eine herbeizuführen, so hätte der Lebensmüde doch durch Ertrinken würdigen wird. Jedenfalls hätten gerade bie die Gesundheit nicht absolut fterben müssen, da er, durch den starten Blutverlust erschöpft, im Berliner Gefahr vorliegt Neuesten Nachrichten" gut gethan, solche Insinuationen zu und zu irgend welchen Besorgnissen fein Grund vorhanden ist. Waffer umfallen mußte. Die Leiche scheint noch nicht lange im สิน unterlassen. Ihre Hintermänner haben wahrhaftig allen Der Uebelstand ist bereits gehoben, die Filter in Tegel find in Waffer gelegen zu haben. Nach der Kleidung zu urtheilen hat Er trug einen Grund, zu vermeiden, daß man Geschichten aus ihrem Ordnung, die Reservoirs gereinigt, und seit Sonnabend früh der Unbekannte beffergestellten Kreisen angehört. Leben auffrischt. Sollten die Herren es ganz vergessen haben, fließt wieder frisches, gutes Wasser aus den Tegeler Werken der feinen dunklen Anzug. Bei der Leiche fand man eine filbere wie ihre Bismarck Adresse zustande tam? Andere Leute Stadt zu. Sollte in dem einen oder anderen Hause in den Taschenuhr mit goldener Rette. Der Mann mag etwa 32 bis wiffen es jedenfalls noch, wie damals die Unterschriften, die frei Leitungen noch etwas unreines Wasser zurückgeblieben fein, fo 34 Jahre alt gewesen sein. willig nicht in genügender Bahl einliefen, zu Hunderten und genügt es, beim Ablaffen des Wassers den Hahn etwas länger Durch vier Revolverschüffe in den Kopf hat sich am Aberhunderten von Angestellten aus dem Adreßbuch ausgeschrieben geöffnet zu halten, um flares Wasser zu erhalten. Die äußerst Sonntag Abend um 7 Uhr der 38 jährige Klempner Franz Hermschwierige Untersuchung, wie es möglich gewesen, daß faulige thal aus der Solmsstraße 2 getödtet. Seine Frau war NachDas sind ja recht interessante Arbeiten, zu denen der früher Stoffe in das Waffer gekommen find, ist noch nicht abgeschlossen, mittags mit ihrem in die Ehe mitgebrachten 19 jährigen Sohne in der„ Norddeutschen Allgemeinen" angestellt gewesene Baron und dürften noch mehrere Tage vergehen, ebe ein Resultat zu ausgegangen. Um 7 Uhr abends hörten Flurnachbarn in ber v. Ehrenberg unfittlichen Angedenkens und seine bisherigen Kollegen dem Wasser einen äußerst widerlichen Geschmack geben, unschädlich fallen. Eine Frau Kaiser war die erste, die in die Wohnung ermitteln ift." Daß Salpetersäure und Ammoniak in Mengen, welche Hermthal'schen Wohnung unmittelbar hinter einander vier Schüffe die Initiative gegeben haben. für die Gesundheit sein sollen, dürfte denn doch manchen Zweifeln eindrang, um nachzusehen, was vorgefallen sei. Sie fand Herm begegnen. thal blutüberströmt auf dem Sopha liegen. Er hatte sich vier Kugeln hintereinander in die rechte Schläfe gejagt und war sofort todt. Die Veranlassung zu dem Selbstmorde scheint Schwermuth zu sein, die auf eheliche Berhältnisse zurücks geführt wird. wurden." für Beugnißzwang gegen einen Spandauer Stadtverord: neten. Am Donnerstag Vormittag ist, dem Anzeiger f. d. H." zufolge, in Spandau der Stadtverordnete Münch wegen ZeugnißDer Händler Strahl, welcher, wie gemeldet, aus dem verweigerung in Haft genommen worden. Münch hatte sich in preußischen Staatsgebiete ausgewiesen worden ist, hat dasselbe der Stadtverordneten- Bersammlung auf irgend eine amtliche nunmehr verlassen. Am vergangenen Sonntag hat er den Staub Mittheilung, die der Magistrat nach Berlin habe gelangen laffen, von seinen Pantoffeln geschüttelt und ist nach seiner galizischen berufen. Die Kenntniß von dieser Sache konnte der genannte fechs Kindern, hierorts zurücklassend. Wie verlautet, hat das Dimensionen angenommen, daß jetzt bereits ca. 30 Personen Heimath abgedampft, seine Familie, bestehend aus Frau und Die in Nowawes aufgetretene Trichinofis hat so weite Stadtverordnete, wie wenigstens angenommen wurde, nur durch die Indiskretion eines städtischen Beamten erlangt haben. Um hiesige österreichische Konsulat dem Scheidenden eine Reise frank darniederliegen. Die Krankheit ist, wie mitgetheilt, burch nun den schuldigen Beamten zu ermitteln, hatte der Magistrat unterſtügung in Höhe von 10 M. zutheil werden laffen. Somit Rollschinken, die vom Schlächtermeister Siebert in der Wilhelmim Auftrage des Regierungspräsidenten ein Verfahren gegen wäre diese Sache erledigt. Doch schwebt noch immer ein gestraße gekauft waren, verbreitet. Unter anderen liegt eine „ Unbekannt" eingeleitet, in dessen Verlaufe Münch zur Ablegung heimnißvolles Dunkel über den A. Schmidt, Eigenthümer des Kaufmannsfamilie, ferner die Familie des Restaurateurs Ernst feines Zeugniffes aufgefordert wurde. Er weigerte sich zunächst, Dauses Amalienstraße 16", den Ünterzeichner des an Strahl ge: Schmidt und in Neuendorf die Familie eines Privatmannes seinen Gewährsmann zu nennen, und darauf erging gegen ihn richteten Briefes vom 5. Oktober d. Js., in welchem Strahl mit barnieder. ein richterlicher Haftbefehl, den die Polizei vollstreckt hat. Münch Ausweisung gedroht wurde. wurde nach dem Amtsgericht geführt und von neuem einem Berhör unterzogen. Danach ist er wieder auf freien Fuß gefegt worden. Von der Staatsanwaltschaft ist die Leiche der Frau des Tischlers Brathte aus der Pantstr. 3 beschlagnahmt. Frau Brathte unterstügte ihren Mann im Erwerb des Lebensunterhalts durch Uebernahme von Reinmache- Arbeiten. Mit einer solchen Arbeit war sie am Sonnabend früh im Gebäude des Patentamtes in der Luisenstr. 33 beschäftigt, als fie in einem Bimmer plötzlich gerufener Arzt die Todesursache nicht hat feststellen können, so muß die Leiche der erst 31 Jahre alten Frau gerichtsärztlich geöffnet werden. Von den Garden. Wegen Mißhandlung von untergebenen sind vor kurzem zwei Unteroffiziere des Raiser Alexander Garde- Grenadier- Regiments bestraft worden. Ein ähnlicher Fall ist bekanntlich vor kurzem in Hamburg Der eine derselben, Unteroffizier Richter, hatte einen Gefreiten paffirt, wo die Bürgerschaft sich jedoch so energisch des betreffen Namens Barthold außer Dienst geschlagen und hat deshalb den Mitgliedes annahm, daß baldigst von einer Verfolgung 4 Wochen und 2 Tage Mittelarrest erhalten. Ueber den anderen, zusammenbrach und auf der Stelle todt blieb. Da ein herbeiAbstand genommen wurde. Unteroffizier Paage, find 8 Wochen Gefängniß verhängt worden, Ein merkwürdiges Verbot wird gegenwärtig viel in weil er während des Dienstes einen Grenadier nicht nur geCharlottenburg besprochen. Durch eine neuefte einstweilige Ber- schlagen, sondern diesem obenein noch mit der Fußspitze von fügung des Landgerichts II ist nämlich der Charlottenburger hinten gegen die Beine einen solchen Stoß versetzt hat, daß der Bürger- Beitung" bis zu der von ihr angerufenen Entscheidung Mann dadurch einen unbeilbaren Krampfaderbruch des Rammergerichts untersagt worden, den Titel„ Bürger- Beitung" erlitten. Die Strafe ist vom Kriegsgericht des Gardekorps verzu führen. Borläufig nennt sich das Blatt jeßt Bürgerfreund". hängt und vom kommandirenden General des letteren, General Warum dies Verbot ergangen ist, wird nicht berichtet. der Infanterie v. Winterfeldt, bestätigt worden. Ein flüchtiger Raubmörder, der seinen Weg nach Berlin genommen hat, wird von den mecklenburgischen Behörden sted= brieflich verfolgt. Der Flüchtige hat im Dorfe Buchholz bei Schwaan dem Schuhmachermeister Hildebrandt mittels eines Beiles die Schädeldecke zertrümmert und ihm dann mit einem Genickfänger einen erheblichen Schnitt am Halse beigebracht. Darauf hat er aus einer Kommode eine Summe von 5-800 m. in baarem Gelde geraubt, mit der er flüchtig geworden ist. Der Thäter, der feit vier Wochen unter falschem Namen bei dem Ermordeten arbeitete, hat sich bei seinem Antritt durch eine auf farte legitimirt. Nach Verübung der That hat sich der Mörder, wie festgestellt ist, sofort nach Rostock begeben, auf dem dortigen Bahnhofe eine Fahrkarte nach Berlin gelöst und ist dann mit dem Nachtschnellzuge morgens 2 Uhr 53 Minuten nach Berlin gefahren. Der Sprecher der freireligiösen Gemeinde, Herr Dr. Ein Unfall mit tödtlichem Ausgange ereignete sich dieser Bruno Wille, ist bekanntlich auf Veranlassung des Provinzial. Tage beim Königin Augufta- Regiment in Spandau. Ginige Echulfollegiums wegen Nichtbezahlung der ihm auferlegten Rekruten führten nach dem Dienst noch Uebungen an einem auf Geldstrafe in Höhe von 300 m. in Friedrichshagen„ internirt". dem Kafernenflur angebrachten Reck aus; dabei hängten sich drei Da er durch seine Haft verhindert ist, seine bisherigen Sonntags zu gleicher Zeit an die Reckſtange, welche die Laft aber nicht Vorträge für die Kinder der Mitglieder der freireligiösen Ge- tragen konnte und zerbrach. Alle drei fielen mit Wucht zu den Namen Friedrich Werk lautende, jedoch gestohlene Quittungs meinde weiter zu halten, diese überdies als unerlaubter Jugend- Boden; hierbei trug der Füsilier Junge so schwere Verlegungen unterricht seitens des Provinzial- Schulfollegiums verboten sind, davon, daß er am nächsten Tage im Lazareth gestorben ist. Die hat Herr Dr. Wille einen anderen Weg gefunden, zu seinen Leiche ist auf Veranlassung der Eltern nach der Heimath des Schülern zu sprechen. Derselbe hat nämlich unter dem Titel: Todten überführt worden. Die Freie Jugend, Freireligiöse Wochenschrift für die Ein proletarisches Familienbild. Das Tischler Mice'sche Kinder des Volkes", eine periodische Druckschrift unter feiner Ghepaar aus der Stalizerstr. 78 geht jeden Tag auf Arbeit aus verantwortlichen Redaktion herausgegeben, welche vorerst acht und läßt seine vier Kinder unter der Obhut der Flurnachbarn aus der Kastanienstraße in Groß- Lichterfelde gegen seine eigene Schwer vergangen hat sich der Tischlermeister H. Hirte täglich erscheinen soll. in der Wohnung zurück. Die Kinder hatten nun wiederholt ge- Tochter. Die Frau des bereits 64 Jahre alten Mannes erzählte Nene Maßregelungen der freireligiöfen Gemeinde. ben, wie die Mutter eine Gans sengte, indem sie sie über eine öffentlich von dessen verbotenem Umgange mit der 14jährigen Durch die Verhaftung des Dr. Bruno Wille, welche am Sonne grope in der Bratpfanne entzündete Spiritusflamme brachte. Tochter, und so kamen die Vergehungen mittelbar auch zur abend, den 9. November, erfolgte, war der Vorstand der Freis nun eines Tages der älteste Knabe, der neunjährige Oskar, Kenntniß der Behörde. Der Mann ist festgenommen und bereits religiösen Gemeinde bgreiflicherweise in eine arge Berlegenheit Sped braten wollte, glaubte er ebenfalls ein Spiritusfeuer in nach Moabit in das Untersuchungsgefängniß gebracht worden, gerathen, da ein Erfaß in der Eile nicht beschafft werden der Pfanne machen zu müssen. Er verwechselte aber die während seine Tochter sich noch auf freiem Fuße befindet, Arbeiterrifiko. Schwer zu Schaden gekommen ist am Sonnabend Morgen um 6 Uhr der 37jährige Arbeiter Chriftoph Rudies aus der Quibowftraße 186 in einer Trägerfabrit in der Haidestraße 20, Beim Durchschlagen eines eisernen Trägers sprang ein Stück ab und drang den Manne in das rechte Auge. Es ist sehr die Frage, ob es im Krankenhause, wohin man den Auges zu erhalten. bem Amtsbureau eingeliefert worden. In der Wohnung der Zwei Schulmädchen sind am Freitag in Weißenfee auf Wittwe Koch, Heinersdorfer Weg 36, war ein Einbruch verübt und hierbei 50 m. baares Geld gestohlen worden. Als Zhäterinnen wurden zwei Echulmädchen im Alter von 14 resp. Weißensee festgenommen, während die jüngere flüchtig geworden und erst in Malchow verhaftet werden konnte. 13 Jahren ermittelt, von denen die ältere bei ihren Eltern in Krankenhause angestellt gewesenen Krankenwärter Friedrich gestellt wären. Die benen Gesperrt ist für Fuhrwerke und Reiter die Hollmannstraße bon der Alten Jakobstraße bis zur Lindenstraße. 100 der Ein sauberer Edelster und Bester ist der frühere Gerichts:| wurde in der Versammlung einer scharfen Kritik unterzogen, affeffor Freiherr v. Frankenberg. Derfelbe wurde, wie die wobei man auf grund des Geschäftsberichts der Brauerei Frankf. 8tg." aus Saargemünd berichtet, von der dortige Bichelsdorf den Schluß zog, daß der Geschäftsgang dieser Strafkammer wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, verib Brauerei feineswegs ungünstig fei, wie von der an Gefangene, zu acht Monaten Gefängniß verurtheilt. Direktion geltend gemacht worden war. Ein Beschluß Verunglückten brachte, gelingen wird, die Sehkraft des verletzten auf öffentlicher Straße, dem der Oberarzt im Moabiter Kranten in der Versammlung anwesend war, erklärte sich übrigens bereit, Die Sektion im Moabiter Krankenhause. Der Ueberfall urde in dieser Angelegenheit nicht gefaßt. Direktor Weber, der den und der hause, Dr. Hermes, ausgefegt war, beschäftigte gestern die am Mittage des 1. Juli d. J. durch die Bandelstraße ging, fron( Charlottenburg). In dieser Brauerei, wo zur Beit des Schüler sprach dann über die Brauerei Reichens Berufungs- Straffammer des Landgerichts I. Als Dr. Hermes Rommission nochmals zu verhandeln. erhielt er plötzlich hinterrücks einen so heftigen Schlag gegen den Kopf, daß er zu Boden stürzte. Als er sich wieder erhob, ent- Boykotts sämmtliche Arbeiter organisirt waren, habe man es sofernte sich der Angreifer, in dem er den früher im Moabiter weit gebracht, daß jetzt nur noch 6 organisirte Arbeiter be schäftigt seien, von zwei der ältesten jetzt aus Arbeitszeit sei unmenschlich; sie Wagner erkannte, mit den Worten:„ Das ist für die Sektion meiner Frau!" Wagner wurde derzeit vom Schöffen: bauere von morgens 6 bis abends 71/2 Uhr beziehentlich von 4 bis 7 Uhr. Außerdem seien für Brauer und für Hilfsarbeiter die gericht zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Im geftrigen Löhne ganz bedeutend herabgesetzt worden. Wie derselbe Redner Termine tamen besonders die Beweggründe zur Sprache, die den weiter mittheilte, sind in der Brauerei Pazenhofer, wo Angeklagten zur That getrieben. In diesem Frühjahre wurde Der Grundstücksmakler Sempel in Spandau ist dem die Ghefrau des Angeklagten wegen eines Gehirnleidens in das ebenfalls eine überausgedehnte Arbeitszeit herrschen soll, sämmtBerl. Tagebl." zufolge am Sonnabend wegen Wechselfälschung Krankenhaus gebracht. Sie starb dort im April. Schon während lichen Arbeitern, gelernten wie ungelernten, 2 Liter von dem in Saft genommen worden. Man glaubt, daß die Angelegenheit der Krankheit seiner Ehefrau hatte Wagner an den Direktor des ihnen zustehenden Biere abgezogen worden. Nach der Angabe Vogel's sind auch in der Brauerei Möwes die Arbeitsweitere Kreise in Mitleidenschaft ziehen wird. Krankenhauses, Profeffor Sonnenburg, zwei eingeschriebene Briefe Die Versammlung ers blickte in den vorgeführten Thatsachen den Polizeibericht. Am 16. d. M. fuhren auf dem Plage am gerichtet, worin er eine Seltion der Leiche feiner Frau im Falle bedingungen verschlechtert worden. Dant Zeughause ein Schlächterwagen und eine Droschke zusammen. ihres Ablebens mit Entschiedenheit untersagte. Am Sterbetage" ringfreien" Brauereien dafür, daß die Berliner ArbeiterDer Kutscher des letteren wurde vom Bock geschleudert, gerieth feiner Frau erschien der Angeklagte perfönlich im Krantenhause, ringfreien" Brauereien dafür, daß die Berliner Arbeiterschaft ihnen seinerzeit aus ihren Kalamitäten herausgeholfen unter die Räder und erlitt schwere innere Berlegungen. Nach wo er dem Oberarzt Dr. Hermes gegenüber ausdrücklich auf habe. Nather empfand große Genugthuung darüber, daß die mittags wurde an der Kielerbrücke die Leiche eines mehrfach seiner Weigerung, die Leiche seiner Frau seziren zu lassen, Brauereiarbeiter sich mehr als bisher auf den Boden des gewerkschwer verletzten Mannes vorgefunden, der aller Wahr- harrte. Am folgenden Tage erfuhr er, daß die Sektinn tro- schaftlichen Kampfes geftelt hätten, was ihnen die Sympathie scheinlichkeit nach sich selbst getödtet hat.- Gegen Abend dessen vorgenommen worden war. Der Angeklagte erklärte im wurde an der Ecke des Elisabethufers und der Skalizer. Umstand, daß er ihren Wunsch in betreff der Nicht Sezirung Unternehmer, sondern alles von ihrer eigenen Kraft zu erhoffen Termine, daß er durch den Tod seiner Ehefrau, sowie durch den der gesammten Arbeiterschaft in erhöhtem Maße sichere. Auch hob er hervor, daß die Arbeiter nichts von der Humanität der ftraße ein Tischler durch einen Brauereiwagen überfahren nicht hatte erfüllen tönnen, dermaßen erregt gewesen sei, daß er haben. Diese zu stärken sei die höchfle Pflicht aller Arbeiter. und schwer verletzt. In der Nacht zum 17. d. M. wurde in der Brizerstraße ein Hausdiener beim Berlaffen eines Schant- sich bei dem zufälligen Begegnen des Dr. Hermes zu der haben. Diese zu stärken sei die höchste Pflicht aller Arbeiter. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die Der Zeuge Dr. Hermes gab heutige Bersammlung der Brauereiarbeiter Berlins und Umgegend lokals von zwei Arbeitern, anscheinend ohne jede Veranlassung, That habe hinreißen lassen. überfallen und durch Messerstiche schwer verletzt.-- In der zu, daß der Angeklagte ihm gegenüber die Sektion ver ist der Auficht, daß die in letter Zeit vorgekommenen Differenzen weigert hätte. Wagner hätte aber einen an= Friedrichstraße wurde ein Kaufmann von einem Schankwirth aus zwischen den Besigern bezw. Leitern der Brauereien und den Arderen allein zulässigen We g beschreiten dem Lokal geworfen. Hierbei fiel er mit dem Kopfe auf den beitern in den Brauereien zum größten Theile den ersteren zur müssen, wenn er Erfolg haben wolle. In allen Bürgersteig und blieb bewußtlos liegen, so daß er nach der Berliner Krankenhäusern sei es Gebrauch, daß die dort Ver. Last fallen. Die Brauerei Arbeiter erwarten von den Besitzern Charitee gebracht werden mußte. Ebendorthin wurde ein Mann gebracht, der an der Joachimstraße von einem Schuh folche noch nicht erledigt sind, beigelegt werden. Mann gebracht, der an der Joachimstraße von einem Schuh- storbenen im Intereffe der Wissenschaft fecirt würden. Seien die be. Leitern der Brauereien, daß in Zukunft derartige nicht gemacher hingestoßen worden sein soll und infolge einer dabei Angehörigen dagegen, so hätten sie ihre Meigerung im Bureau der nügend zu motivirende Streitigkeiten unterbleiben, und soweit erlittenen Verlegung gleichfalls das Bewußtsein verloren hat. betreffenden Anstalt anzubringen. Der Angeklagte, der selbst jahre: folche noch nicht erledigt sind, beigelegt werden. Die während Bei einem in der Waldemarstraße vor einem Schantlofale entlang Stranfenwärter gewesen sei, habe dies wissen müffen, des Boykotts festgesetzten Lohn- und Arbeitsbedingungen, sowie standenen Streite schoß ein Arbeiter drei Schüsse aus einem Re- wenigstens habe der Benge angenommen, daß der Angeklagte dies der Arbeitsnachweis der organisirten Brauerei- Arbeiter sind auch weiter von den sogenannten ringfreien Brauereien anzuerkennen." volver ab, angeblich nur zur Herbeiziehung von Hilfe und ohne gemacht habe. Es sei deshalb auf seine Briefe an den ersten Wolf, Hutab und Weigel. gewußt und seinen Einspruch bereits im Bureau geltend Zu Revisoren der Kommission wählte die Versammlung jemanden verlegt zu haben. Am 17. d. M. abends fiel ein Beiter der Anstalt wohl tein besonderes Gewicht ge= Arbeiter in der Böchstraße in der Trunkenheit hin und zog sich legt worden. eine erhebliche Verlegung an der Stirn zu. Gin Klempner Der Angeklagte bestritt, daß er den ge- Mit einer Lohureduktion in der Meher'schen Ledertödtete fich in seiner Wohnung in der Solmsstraße durch einen schilderten Geschäftsgang gekannt habe. Der Zeuge Dr. Hermes fabrik beschäftigte sich am Sonntag Vormittag in Ulitz Lokal tödtete fich in feiner Wohnung in der Solmsstraße durch einen führte noch an, daß er selbst mit der Sektion garnichts zu thun in der Badstraße eine zahlreich besuchte Versammlung der in der Schuß in die Schläfe. Ein Musiker versuchte in der Wohnung gehabt habe, diefelbe fei vom Professor Langerhaus ausgeführt, Lederfabrikation thätigen Arbeiter. Nach der dort durch Opis Ein Musiker versuchte in der Wohnung feines Vaters in der Soldinerstraße sich durch Deffnung der aber bald nach dem Anfange wieder eingestellt worden, nachdem gegebenen Darstellung handelt es sich um eine Lohnreduktion von Pulsader an der Hand das Leben zu nehmen. Nach Anlegung der Zeuge seinen Kollegen von der Weigerung des Wagner Mit M. pro 100 Lämmerfelle, wodurch den davon betroffenen Zueines Berbandes wurde der Schwerverlegie in ein Krankenhaus theilung gemacht habe. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Ivers, richtern eine wöchentliche Schädigung von 4 M. erwachse. An gebracht. unterzog das Verhalten der Anstaltsärzte einer scharfen Stritit fäßlich des 1889er Streits ist für die in Rede stehende Sorte und bat, dem Angeklagten mit Rücksicht auf die ganze Sachlage Felle ein Lohn von 7,50 m. vereinbart, tarifmäßig festgelegt und mildernde Umstände zu bewilligen. Der Gerichtshof folgte diefem bis vor furzem bezahlt worden. Da in Beziehung auf andere Antrage, indem die früher festgesette Strafe von drei Monaten Fellarten, deren Größe verschieden ist, das Uebereinkommen Gefängniß auf eine Geldstrafe von 100 Mart ermäßigt wurde. getroffen worden ist, die Preise dafür von Fall zu Fall festzuSo sehr das Vorurtheil gegen die Sektion einer Leiche zu sehen, war in der Meyer'schen Fabrit der Modus eingeführt, mit bekämpfen ist, so muß doch die Art, wie im Moabiter Kranken- Beginn der neuen Woche die hier vom Donnerstag früh an haufe in diesem Falle gehandelt wurde, allgemeines Ropfschütteln gerechnet wird die Löhne für die verschiedenen Arten Felle, erregen. Die Verhandlung gegen Wagner trägt wahrlich nicht beren Preise variiren, deffelben Morgens an einer dazu aus dazu bei, das Vertrauen der Bevölkerung zu den städtischen hängenden Tafel anzuschlagen. Diese Aufgabe lag, nach vorhergegangener Unterredung mit dem Chef Meyer, dem Werkführer 9 war, " Runft und Wissenschaft. Im Neuen Theater wurde am Sonnabend die Tragödie Die neue Zeit" von Richard Voß zum ersten Male aufgeführt. Der ruhelose Voß gehört selber zur Gruppe jener Schriftsteller, die um die Gunft der neuen Zeit fruchtlos werben. Streng auf horchend hat auch Voß von dem revoltirenden Geist in der Kunstübung unserer Tage vernommen. Er wollte nicht zurückbleiben, er wollte lernen, begreifen; aber seine Seele Strantenhäusern zu stärken. war zu müde geworden. So wurde ihm, der einstmals fo stolz auf den literarischen literarischen Plan eingezogen Da über die Umzugstermine beim Wohnungswechsel ob. Herr Meyer hat nun willkürlich die tarifmäßig festgesetzten das traurige Geschick bereitet, das jeden, Der zwecklos namentlich in bezug auf Läden, Geschäfts-, Arbeitsräume und Löhne für die erſterwähnten Felle von 7,50 m. aus 6,50 m. fich martert, trifft: Er spornte sich zu Fiebereifer an, bergl. noch vielfach Unklarheit herrscht, so wandte sich der Vor- berabgesetzt. Donnerstag, den 7. November, fehlte aber ein der Tafel, weil der Werk er schaffte mit unheimlicher Fruchtbarkeit und immer wieder figende des Hausbesitzer- Vereins„ Süden" an das hiesige Polizei- diesbezüglicher Anschlag an Scholl ihm die Frage entgegen: Was will denn Voß unter den präsidium um Auskunft. Die Antwort des Polizeipräsidenten, führer glaubte, den Abzug rückgängig machen zu fönnen; Neuerern? Auch in dem Trauerspiel Die Neue Zeit" predigt welche das Grund- Eigenthum" veröffentlicht, betont daß die das gelang ihm nicht, und er mußte, da er den Anschlag nicht er davon: das morsche Alte ist dem Tode geweiht. Aber wie Polizeiverordnung vom 26. März 1870 über die Umzugstermine rechtzeitig vorgenommen hat, das den Arbeitern entstandene er's thut, das ist mehr des Pfaffen, als des Dichters Weise. Im beim Wohnungswechsel lediglich von Wohnungen und Defigit wie es heißt aus eigenen Mitteln decken. Alle Wiener Burg- Theater war das Trauerspiel zum ersten 8ubehör", d. i. Alfoven, Küchen, Rammern, Boden- gütlichen Versuche zur Beilegung dieser Differenz scheiterten an Male aufgeführt worden. nicht aber bem ablehnenden Verhalten des Herrn Meyer. Die Reduktion Der Borrathskammern, im räume, öffentliche Geist Vorschläge und Läden, Verkaufs, Geschäfts und Wiener Burg Theater ist arg zurückgeblieben; der Wiener von Arbeitsräumen blieb also bestehen. Ueber diese Angelegenheit entspann sich nun Ver in der Versammlung eine ausgedehnte Debatte, in der fast Liberalismus beherrscht das dortige Theater. die Anwendbarkeit dieser Was handelt. Hiernach ist dieser Liberalismus bedeutet, braucht hier nicht näher erörtert ordnung lediglich auf Wohnungen beschränkt und zwar sämmtliche Redner dahin übereinstimmten, daß man sich mit zu werden. So kommt es, daß deutsche Autoren, die in ihrem gleichviel, ob diefelben mit Ladenräumen verbunden find oder aller Energie gegen derartige Abzüge wehren müsse. Von nocheine etwa zu wählende Herzen abgelebte Romantit pflegen und dennoch mit Kunstmitteln nicht. Alle Laden-, Verkaufs-, Geschäfts- und Arbeitsräume maliger Unterhandlung durch und tünstlerischen Ideen fotettiren, daß mit einem Wort die müssen deshalb ausnahmslos am ersten Quartalstage nach dem Ginigungskommission wollte niemand etwas wissen, da Herr Jung Geschminkten sich in den Schuß des Wiener Publikums be- Ablaufe des Miethsvertrages geräumt werden. Bezüglich solcher Meyer jedes derartige Entgegenkommen rundweg abgelehnt geben. Zwar faßte Die Neue Zeit" von Voß auch in Wien nicht Berkaufs-, Geschäfts- und Arbeitsräume, welche von den In- habe. Die Gerber der Meyer'schen Fabrit erklärten sich mit den Wurzel, aber hier fiel das Trauerspiel gänzlich ab. Wer sollte habern zugleich als Wohnräume benutzt werden, ist der Wortlaut Burichtern solidarisch. Sie versprachen sogleich die Arbeit niederzulegen, sobald Herr Meyer auf seinem bisherigen Standpunkte auch innerlichen Antheil nehmen an theologisch- tirchlichen Streit des Miethsvertrages entscheidend. beharren werde, was sich erweisen müsse, sobald sie ihre befragen, auf denen sich eine versteifte, auf Stelzen einherschreitende gonnene Arbeit vollendet hätten. Die Versammlung gab die einTragödie aufbaut. Ein alter Pastor auf einer kleinen deutschen ftimmige Erklärung ab, daß die Meyer'schen Arbeiter Insel ist unberührt vom Hauch moderner Welt ein orthodoxer, fich einen Lohnabzug nicht gefallen lassen eifernder Prediger geblieben. Der Mann muß es erleben, daß In der öffentlichen Versammlung der Brauerei: tönnen, sondern ihm mit allen zu Gebote sein einziger Sohn freierer, versöhnlicherer Kirchenauffassung huldigt. Es tommt zum Bruch zwischen beiden. Sie hätten Arbeiter, die am 17. d. M. im Lokale Königsbant" abgehalten it e benden Mitteln entgegentreten sollen. nun getrennt von einander leben können, der Alte als Abonment wurde, gelangten nach einem Vortrage Nather's, worin dieser das Wesen der modernen Gewerkschaftsbewegung und die Der Berichterstatter Emil Rogge, Stallschreiberstr. 24, der„ Krenz- Zeitung" etwa, der Junge als Leser der National Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation erörterte, die sandte uns folgende Berichtigung: Der in Nr. 269 des VorBeitung", und alles wäre geordnet gewesen. Aber Voß Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Brauereien zur Sprache. wärts" veröffentlichte Bericht über die Versammlung des fünften braucht sein trasses Geschehniß; und ohne zwingende Tröger behandelte in erster Linie die lezzthin im Wahlkreises enthält unrichtigkeiten. Ich habe nicht gesagt, daß Noth tödtet sich die Frau des alten Pastors; sie fann den Beschluß der Preßnicht mit ansehen, daß der starre Water sich vom' Sohne los Münchener Brauhaus vorgekommenen Differenzen. Diese ich aus formalen Gründen sondern daß hatten ihre Ursache in der Entlassung eines Arbeiters, die nach kommission nicht anerkennen" tönne, daß ich gelöst hat; ste stirbt und im Sterben sieht sie den Sieg der Ideen Ansicht seiner Mitarbeiter grundlos erfolgte, und zwar auf aus formalen und fachlichen Gründen dagegen Protest ihres Sohnes, den Sieg der neuen Zeit aufziehen. Beraltete Veranlassung des Direktors, welcher behauptete, baß der betreffende erhebe. E3 ift mir weiterhin nicht eingefallen zu Fragen, veraltete Lösung! Arbeiter betrunken gewesen sei. Die Differenzen sind beigelegt behaupten Geschickt vermied Herr Werner die Gefahr, daß sein alter, und der Arbeiter ist wieder in seine Stelle eingefeßt. Von auf grund dieses Beschlusses mein Ehrenamt niederzuharter Paftor mitunter unfreiwillig komisch werden konnte. Er 40 Arbeitern hatten sich 31 zum Ausstand verpflichtet. Von diesen legen hätte, sondern ich habe betont, daß ein Mitglied der Preß lieb ihm einfache Würde. Sonst wäre nicht viel Rühmens von 31 traten thatsächlich nur 29 in den Ausstand ein. Verschiedenen tommission mir nahe gelegt" hat, das Amt freiwillig nieders der gesammten Aufführung zu machen. von ihnen wurde aber der Entschluß wieder leid, sie nahmen das zulegen." Wir hatten nach Lage des Falles feinen Grund, an der Im Alexanderplatz Theater hat der Erfolg, den die her die Arbeit wieder auf. Von diesen Arbeitern sollen, wie mitharmlos- pitanten Kleinen Lämmer" erraugen, die Direktion getheilt wurde, im ganzen 109 Ueberstunden gemacht worden sein. durch vorstehendes berichtigten Darstellung unseres Bericht dazu verführt, sich eine ebenso langweilige wie unschickliche Bu bemerken ist, daß alle Arbeiter im Münchener Brauhause" erstatters zu zweifeln, und gaben deffen Bericht daher so, Laszivität zuzulegen. An stelle der graziösen Offenbach'schen organisirt sind. Dem Vorgehen der Arbeiter des Münchener wie er uns zuging, wieder. Im übrigen erklärt uns dieser, daß Operette Nr. 66", die bislang der Vaudeville voranging, er Brauhauses wurde allseitiger Beifall gezollt. er nicht gehört habe, daß Rogge auch von fachlichen" Gründen schien am Sonnabend ein Einafter Chambre séparée". deren Ueber die Angelegenheit der Brauerei Pichelsdorf gesprochen habe. Auch hat unser Berichterstatter den Eindruc Tert von einem Herrn Albert Rühle herrührt, während ein berichtete Eiermann: In dieser Brauerei arbeiteten 21 gehabt, Rogge fei der Ansicht, daß er infolge des Beschlusses der Drcheftermitglied des Bentral- Theaters, Herr Hassauer, die Musit Brauer. 5 derfelben wurde am 1. November gekündigt mit der Breßtommission sein Ehrenamt niederzulegen hätte, und daß er, tomponirt hat. Lettere hat gewiß teinerlei Anspruch auf Be- Begründung der Betriebseinschränkung. Gleichzeitig wurde den um dies zu verhindern, einen dementsprechenden Beschluß des deutung und lehnt sich", wie der beschönigende Fachausdruck für verbleibenden Brauern ein Lohnabzug von 3 M. pro Woche, und Schiedsgerichts herbeiführen wolle. " Versammlungen. ein derberes und zutreffenderes Wort sagt, sehr an Johann Strauß den Hilfsarbeitern die Beschränkung auf den ortsüblichen Tagewie der Bericht andeutet, mein daß ich an; aber die paar bescheidenen Melodien beleidigten wenigstens nicht lohn angekündigt. Sämmtliche Brauer erklärten sich demgegenüber die Parteiversammlung vom 10. November, baß er bei dent Rummelsburg. Genosse Weigel erklärt uns zum Bericht das Dhr. Unfläthig ohne Grazie war dagegen die Handlung, die sich über bereit, abwechselnd auszusetzen. Direktor Hoffmann lehnte Borschlag, man solle nur solche Abgeordnete wählen, die auf die von dem vielverbrauchten Ehemann, der in einer zum Souper diesen Vorschlag ab, indem er der Meinung war, daß Diäten verzichten, lediglich solche Beute" gemeint habe, die eingeladenen Maste feine eigene Frau wiederfindet, fümmerlich er sich auf die Susage der Arbeiter nicht verlassen Barteibeamte find, 3000 m. und mehr Gehalt beziehen und in nährt. Die Gattin will dem Betrüger verzeihen, wenu er sich tönne. Daraufhin legten alle Brauer am Sonnabend, Berlin wohnen. im staude zeigt, sie und die mitgebrachte Freundin durch seinen den 16. d. M. die Arbeit nieder. Die Kommission Auch nach diefer Lesart tönnen wir uns mit Genossen Esprit zu unterhalten. Die Gattin erklärte sich am Schluß des unterhandelte nun nochmals mit Direktor Hoffmann, beziehentlich Studes befriedigt, das Publikum fand jedoch bei aller Aufmert mit Direttor Weber, dem die Angelegenheit übertragen worden Weigel nicht einverstanden erklären. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag tein Unterricht. Die Schulräume famteit teine Spur von Geist und zischte fräftig über die un- war, sowie mit einem Mitgliede des Aufsichtsrathes. Schließlich erhörte Dreiftigkeit, ihm Boten ohne die den Hautgout um- ging ihr von der Direktion die Erklärung zu, daß sie den Vor- find zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials abends von 8 1hr an geöffnet. hüllende Sauce aufzutischen. Die Rolle des Ehemannes gab der schlag der abwechselnden Aussehung annehme, bis die Betriebs- Deutscher Senefelder Bund. Mitgliedschaft Berlin. Heute Abend Textdichter so unanständig wie möglich; die beiden weiblichen verhältnisse wieder eine Mehreinstellung von Arbeitern zuließen. s uhr, im Restaurant Röüig, Neue Friedrichstr. 44: Mitgliederversammlung Rollen wurden von den Damen Szilassy und Minchetti frisch Allgemein herrschte aber die Ansicht vor, daß eine Betriebs- und Vorstandsstzung. und flott gespielt. einschränkung nicht möglich sei und daß die jetzige Zahl Arbeiter vollauf zu thun habe. Man vermuthete daher, die Entlaffung solle nur dazu dienen, billigere Arbeitskräfte einzustellen. Die Lohnverhältnisse in der Brauerei Pichelsdorf find, wie dargelegt wurde, feineswegs günstiger als in anderen Zu den Skandalgeschichten in Graz wird dem„ B. T." Brauereien. Die Ausständigen halten fest zusammen, es ist noch weiter berichtet, daß neuerdings abermals einige Verhaftungen feiner wankelmüthig geworden. Die Handlungsweise der Direktion wegen Sittlichkeitsvergehens vorgenommen wurden. Der Prozeß Gerichts- Beitung. Die Revision in Sachen der Alegianerbrüder( fiebe 2. BeiTage) ist am Montag auf Antrag des Reichsanwalts vom Reichsgericht verworfen worden. Vermischtes. immt ungeheure Dimensionen an; die Namen angesehener,| Söhe von 100 Fuß in den Cuyahojafluß hinab. Ter Wagen| Drts- Krankenkasse. Die Leistungen der verschiedenen freien Hilfebisher unbeanstandeter Personen werden in Zusammenhang mit enthielt 20 bis 30 Personen; mehrere Personen, darunter der tassen sind verschieden. Rigdorf. Zuletzt im Jahre 1893. dieser Affäre genannt. Die Untersuchung wird auf das geheimste Motorbeamte, sprangen ab, die übrigen Insassen nebst dem M. G. 108. Ratenzahlungen braucht der Gläubiger sich geführt, so daß nur die unvermuthet vorgenommenen Verhaftungen Kondukteur ertranfen. 13 Leichen sind bisher geborgen. Der nicht gefallen zu laffen. Sie können gegen den Zahlungsbefehl in die Deffentlichkeit dringen. Viele Personen sollen nur gegen Motorbeamte wurde verhaftet. Widerspruch erheben und vor Ansehung des etwa 1-2 Monate hohe Rautionen auf freiem Fuß belassen worden sein. später stattfindenden Termins zahlen. 3. E., Rigdorf. Ja. E. Th. 17. 1. Nein. 2. Nein. 3. Zum Beweis des Meineides ist keine bestimmte Anzahl Zeugen erforderlich. 4. Die Sache ist durch den Vergleich entgiltig erledigt. 5. Sie können es der Staatsanwaltschaft übergeben oder Privattlage anstrengen. der Nedaktion vorzusprechen. Th. Malchow. Wir bitten, in der Zeit von 7-8 Uhr abends " Schiffsunglück. Dem Reuter'schen Bureau" wird aus Gibraltar gemeldet: Ein Boot des ungefähr 25 Meilen südlich Don Ceuta gescheiterten italienischen Dampfers Solferino" ist beim Bergen der Passagiere des Dampfers gefentert, wobei mehr als 20 Personen ertranten. Die übrigen Passagiere wurden gerettet und an der Küste gelandet. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. Von einem entseglichen Eisenbahn- Unglück wird aus E. N. Beträgt die Jahresmiethe über 150 M., so ist die Dauer New- York berichtet: In Cleveland stürzte Sonnabend Abend des mündlichen, nicht ausdrücklich auf fürzere Zeit abgeschlossenen infolge falschen Signals ein elektrischer Motorwagen der Straßen- Miethsvertrages ein Jahr. N. B. 221. 1. uns nicht bekannt. bahu, als er über die Zugbrücke eines Viaduktes fuhr, aus einer 2. Eine freie Hilfskaffe muß mindestens soviel leisten als die Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 19. November. Opernhaus. Lohengrin, Schauspielhaus. 1812. Deutsches Theater. Tedeum. Berliner Theater. Hasemann's Töchter. Leffing- Theater. Gräfin Frihi. Central- Theater. Alte Jakobfr. 30. Emil Thomas a. G. Novität! Zum 77. Male: Novität! Eine tolle Nacht. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. In Szene gesezt v. Dir. Richard Schultz. Anfang 71/2 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Adolph Ernst- Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Der Militärstaat. Schiller- Theater. von Heilbron. Das Käthchen ParadeResidenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe! Adolph Ernst- Theater. bummler. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Borher: Chambre séparée. National Theater. Philippine Welfer. Theater Unter den Linden. Der Mikado. Ballet- Divertissement. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. 4 Apollo Theater. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Letzte Woche. Paradebummler. Gesangspoffe in 3 Aften v. Ed. Jacobson und Leon Treptow. Besetzung der Hauptrollen: Anna Bäckers, Josefine Dora, Jda Schlüter, Adolph Ernst, Julius Eyben, Hugo Haßkerl, Richard Jürgas, Guido Zielscher, Karl Weiß, Georg Worlißsch. Anfang 72 Uhr. Kein Aufgeld. Mittwoch: Reine Vorstellung. Donnerstag: Paradebummler. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend er mäßigten Preifen. Gastspiel des Hrn. Siegfried Bruch vom Stadttheater zu Mainz. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). 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Referenten: Paul Singer and Wilhelm Börner. 2. Diskussion. NB. Die Wähler des 17. Kommunal- Wahlbezirkes sind ganz besonders eingeladen. 273/8 Der Einberufer: J. A.: W. Georgi. Johanna mit Herrn August Meyer erkläre ich hiermit für aufgehoben. Berlin, 18. November 1895. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 20. November, vorm. 10 Uhr, Wittwe Jacob, N., Usedomstr. 22. in der Berliner Ressource, Kommandanten- Straße 57: General- Derlammlung. Sozialdem. Wahlverein für den Berl. Reichstags- Wahlkreis. 6. Den Mitgliedern zur Mittheilung, daß der Genosse Carl Hinkelmann verstorben ist. 247/1 Die Beerdigung findet Mittwoch, den Achtung! Genoffinnen und Genoffen. Achtung! 20. November, nachmitt. 8 Uhr, Dom Dienstag, den 19. November, abends 8 1hr, in Marten's Salon, Friedrich- Straße 236: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 9, nach dem Pauls- Kirchhof, Seestraße statt. Allen Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß am 17. November, abends 61/2 Uhr, mein lieber Mann, unser guter Vater, mein 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Wurm Sohn, Bruder u. Schwager, der Tischler über: Küche und Politik." 2. Diskussion. 210/11 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen, besonders der Frauen, ersucht Die Vertrauensperson: Emma Scholz, Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Große öffentliche Versammlungen: Südosten. Dienstag, den 19. November, abends 8, Uhr, bei Herrn Brüder, Waldemarstr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genoffen Fritz Wilke. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Berschiedenes.- Gäste, Damen und Herren, haben freien Zutritt. Osten. 242/11 Dienstag, den 19. November, abends 8, Uhr, in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße Nr. 28. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Metzner über: Was ist Recht." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Gäste, Damen und Herren, haben freien Zutritt. Der Vorstand. Herrmann Pohl verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch( Bußtag) nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des St. Andreas- Kirchhofs in Wilhelmsberg aus statt. 1396b Allen denen, die meinem Mann bei der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen, insbesondere seinen Kollegen der Stahlfederfabrik von Ney& Röder, sowie den Chefs Herren A. Ney u. S. Röder sage ich meinen herzlichsten Dank. 1390b Tages Ordnung: 1 Kassenbericht vom 3. Quartal. Bericht des Vorstandes, der Beisitzer, der Werkstatt- skontrollkommiſſion und des Arbeitsvermittlers. Wahl des Arbeits78/20 Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Achtung, Musikinstrumenten- Arbeiter! Mittwoch( Bußtag), den 20. November: Herren- Partie der Mitglieder des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbriter. Abfahrt: Görliher Bahnhof 9,35 hr, Schlef. Bahnhof 9,20 Uhr. Treffpunkt 10/2 Uhr Adlershof, Wölftein's Luftgarten. 142/17 Zur zahlreichen Betheiligung ladet ein Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin- Centrum. Mittwoch, den 20. November 1895( Buktag): Ausflug nach Spandan, an dem auch Nichtmitglieder theilnehmen können. 114/8 Zusammenkunft 11/2 bis 2 Uhr bei Bergner, Annenstraße 16. Treffpunkt für Nachzügler bis 3 Uhr Station Jungfernhaide. Das ZusammenkunftsLokal in Spandau wird morgen unter Vereinsnachrichten bekannt gegeben. Zu zahlreicher Betheiligung ladet ein Die Ortsverwaltung. Geben Arbeiter- Verkehrs- Almanach für Berlin und erschien: Umgebung. Winter Ausgabe 1895/96. Mit einem Plan von Berlin. Preis 20 Pf. Enthaltend die neuesten Fahrpläne, Adressen der Organisationen u. s. w. Zu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage: Hans Baake, Berlin S., City- Passage Frau Grimm. Danksagung. 1401b Allen Verwandten, Freunden und Bekannten fagen wir biermit unseren herzlichsten Dank für die rege Theil nahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, Vaters, Schwieger- und Großvaters Wilhelm Warmuth. Die trauernden Hinterbliebenen. Bilder und Büsten( Mary, Lassalle 621/2 cm hoch) nebst Bildereinrahmung. Saaldekorationen, Stocklaternen, Knallbonbons 2c. Solideste Preise. 3315L* Kaufen Sie nur echte Branntweine alten Nordhänser, Cognak, Rum, Arrak. 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26. Kleinverkauf von 10 Pf. ab. E Max Richter, Berlin O., Grüner Weg 65, Hof I. Vereins- Geschäft. E Danksagung. 1400b Allen Freunden und Kollegen, insbesondere denen der Deutschen Hutfabrit, und dem Gesangverein„ Kaiserscher Männerchor" sage für die zahlBetheiligung Achtung! Verein der graphischen Arbeiter u. Arbeiterinnen Strangipenben bei dem Begräbniß meines B. Günzel, Lothringerstraße 52. Spezialität: Porträts Deutschlands.( Filiale Berlin.) Donnerstag, den 21. November, abends 8½ Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße 75. Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Unsere fernere Agitation und eventl. Wahl von Vertrauensleuten. 3. Arbeitslosenunterstügung. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 96/12 Die Verwaltung. Feilenhauer und Berufsgenossen. Dienstag, den 19. November, abends 8% Uhr, bei Schöps, 114/7 Gerichtsstraße 10: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht der Fünfer- Kommission. 2. Diskussion. Der Einberufer. Achtung, Zimmerer! Mittwoch, den 20. November( Bußtag), vorm. 10 thr: Oeffentl. Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend im Saale des Herrn Cohn, Beuthstraße 20/22. Tages Ordnung: 1. Welche Forderungen stellen wir im nächsten Frühjahr? 2. Bericht und Neuwahl des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 3. Verschiedenes. 256/17 Der Vertrauensmann der Berliner Zimmerlente. Metallarbeiter! fozialistischer Führer, lieben Mannes den herzlichsten Dank. Lassalle, Mary 2c. in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten Malwine Schmidt, Bildern u. dgl. sowie jede Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preiskourant. Schönhauser Allee Nr. 56. Ehrenerklärung. 18916 Paul Zimmermann's Bier- Verlag, O., Grüner Weg 19, Hiermit nehme die Beleidigung, welche empf. sich zur Lieferung sämmtlicher Biere für Werkstätten und Hausbedarf ich gegen die Frau Gäse, Putbuser straße 48, ausgesprochen, zurück und ertläre dieselbe als anständige und ehren hafte Frau. Frau Weiland. Die gegen Herrn M. Arndt ausgesprochene Verdächtigung und Beleidi gung nehmen wir zurück und erklären Herrn Arndt für einen Ehrenmann. 1385b Radau'schen Eheleute. Kränze, Schleifen, Otto Zocher, Restaurant zum Marienheim, empfiehlt sein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal Vereinen und Gesellschaften. Köpenick, Caulsdorferstr. 5, Achtung! 3749L Weg zur Pferdebucht. Achtung! Viktoria- Säle Achtung! Guirlanden, Blumen empfiehlt ben Rixdorf, Hermannstr. 48-50. Parteigenoffen A. Nimtz, Gärtner, NO., Friedenstraße 68. 36972 Kranzbinderei und Blumenhandlung Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. 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Rheumatismus Bade Lohtannin Wallstr. 70. Pankstr. 32. Probebad nur 1 M. Loh- Tanninbäder auch für Krankenkaffen. Mittwoch, den 20. November, abends 8 Uhr, in den Viktorias älen Dampfkaftenbäder nur Wallstr. 70 ( großer Saal), Hermannstr. 48-50. Zages Ordnung: A 1. Die wirthschaftliche Lage und die Nothwendigkeit der Organisation. Referent: Genosse Georg Wagner( Berlin). 2. Diskussion. Arbeiter und Arbeiterinnen, erscheint ebenso zahlreich wie in der Versammlung am Mittwoch. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 1886b Das Gewerkschafts- Kartell. ( aweiter Eingang: Neu- Köln a.. 6/8). G. Münsel. 8448L Prospekt franko umsonst. Die verehrlichen Vorstände der Vereine resp. Vergnügungs- Romitee's, welche bestimmte Tage mit dem früheren Wirth Herrn Paul Maass behufs Abhaltung von Festlichkeiten festgelegt haben, werden ergebenst ersucht, sich baldigt mit mir in Berbindung seßen zu wollen, damit vorhandene Frrthümer durch nähere Rücksprache ausgeglichen werden. Gleichzeitig mache ich darauf ergebenst aufmerksam, daß für den neu Hochachtungsvoll nevirten Gaal noch einige Sonnabende zu Feſtlichkeiten zu vergeben find. J. A.: Louis Ehrenberg. 37182* Ausstellung Grosse von 3715L* Kränzen etc. bet J. Meyer, Wienerstrasse 1. Kranzbinderei und Blumenhandlung. Arbeitsmarkt. Achtung, Klavierarbeiter! = Die Kollegen der Piano Wertstelle haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt: W. Steuer, Krautstr. 52, Die Werkstatt- Kontrollkommission. Achtung, Tischler! Die Kollegen der Werkstatt von Ein Glaser oder Buchbinder zum Einrahmen v. Bildern verl. im Kunstverlag Melanchthonftr. 18.[ 13936 Vergoldergeh. auf f. Politurleisten verl. Müller, Gr. Weg 56. 13926 Einen Klempner- Lehrling verl. Wagner, Waßmannstr. 11. 1387b* Maschinen Näherinnen a. gute Obera hemden verl. Heise, Koppenstr. 74, 2 Tr Wir suchen einen tüchtigen Werk. zeug- Schloffer. 13996 Fabrik für Blech- Emballage. Senkel, Antlamerstr. 33, haben in O. P. Schaefer Nachf., Dresdenerfir. 97. folge der partiellen Lohnbewegung die Arbeit niedergelegt. Tücht. Farbigmacher finden dauernde Beschäftigung bei Naumann, Hennig u. Co., Beughofstr. 21. Ein Blockanescher, Die Werkstatt Kontrollkommiffion des deutsch. Holzarbeiterverbandes Achtung! der selbständig ar79/2 Zahlstelle Berlin. Möbelpoliter. In der Werkstatt von Jerabeck, Griebenomstr. 3, haben die Kollegen aufgehört wegen Lohndifferenzen. Bitte dieses zu beachten. 145/19 Der Vorstand. Tüchtige beiten kann, findet dauernde Beschäf= tigung bei J. Druschky, Potsdam, 13936 vis à vis dem Schlachthof. Versilberer verl. Liegnigerstr. 15. 1376b F. Nagel's Festsäle, Schwedterstr. 23124. Graveure aur Schwarzdrud Jeden Dienstag: Humor. Soirée finden dauernde und lohnende Beschäftigung R. Auerbach, Grünauerstraße Nr. 17. der Gesellschaft Hilaria. Anfang 8 Uhr. Entree 20 Pf. Säle, gr. u. Kl. Vereinszimmer. Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin, 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 271. " D Dienstag, den 19. November 1895. $ Gerichts- Beifung. 12. Jahrg. Systematisch, so sagt die Revisionsrechtfertigung, heißt doch aber daß der Angeklagte lediglich Vermittler gewesen sei, da er ihm Der Aachener Alexianer- Prozek zweifellos planmäßig, in überlegter Weise und fann sprachlich das Patent noch nicht verkauft hatte, als dieser den Weiter ( Kloffer Mariaberg) überhaupt nur mit Beziehung auf die Personen, die bewußt nach verkauf für 5000 Mart bereits ausgeführt hatte. Ihm seien einem System handeln, gebraucht werden. Im übrigen hat die wahren Thatsachen in betrügerischer Weise verschwiegen vor dem Reichsgericht. Mellage wegen widerrechtlicher Einsperrung der Geistlichen worden. Der Angeklagte bestand dagegen auf seinem Schein. Forbes und Rheindorff bei der töniglichen Staatsanwaltschaft Er behauptete, daß durch den am 2. November abgeschlossenen Mus Leipzig wird uns vom 18. November geschrieben: Anzeige erstattet. Er hat auch in der Verhandlung gar nicht Bertrag ein fester Kaufabschluß zu stande gekommen und der Der Aachener Alexianer- Prozeß, der vom 30. Mai bis ein bestritten, eine widerrechtliche Freiheitsberaubung behauptet zu Besitz des Patentes für 600 M. an seine Firma übergegangen fchließlich den 8. Juni d. J. die erste Straffammer des fgl. Land- haben und seine Vertheidiger haben sich bemüht, den Nachweis sei. Balsen und der oben erwähnte ehemalige Angestellte gerichts zu Aachen beschäftigte, gelangt heute in der Revisions- für diese Behauptung zu erbringen, namentlich dadurch, daß dem des Angeklagten waren anderer Meinung und blieben instanz vor dem ersten Straffenat des Reichsgerichts zur Ver- Forbes das Messelesen gestattet worden sei. Das Urtheil stellt dabei, daß es fich lediglich um einen Verwerthungs handlung. nun andererseits fest: die Angeklagten hätten den Wahrheits- Auftrag gehandelt habe. Sehr flar gefaßt war dieser Vertrag Es dürfte dem Leser noch erinnerlich sein, daß der Gastwirth beweis erbracht für ihre Behauptungen: a) daß der Arzt, der allerdings nicht und es war auch nicht festzustellen, ob der AnMellage( Iserlohn), der Redafteur des Iserlohner Kreis- Anzeigers, das Attest geschrieben, düpirt worden sei, b) daß die Anstalt geklagte was diefer bestreitet bei der Aufstellung des Ver Max Scharre, und der Buchhändler Warnazsch( Hagen) angeklagt materiellen Vortheil von dem Aufenthalte des Forbes gehabt habe, trages persönlich zugegen gewesen ist. Staatsanwalt Dies waren, durch eine von Mellage geschriebene und von Warnazsche) daß Forbes, im Einverständniß mit seinem Bischof, seiner Freiheit hielt die Schuld des Angeklagten für erwiesen. Dieser habe es verlegte Broschüre, betitelt: 39 Monate als irrsinnig eingefertert" beraubt worden sei. In der Revisions Rechtfertigungsschrift durch einen schlauen Koup dahin gebracht, daß der Erfinder für und durch mehrere Artikel des von Scharre verantwortlich wird nun gerügt: das Urtheil begnüge sich damit, diese Be- feine Mühen mit 600 m. abgefunden wurde, während er selbst, gezeichneten Iserlohner Kreis- Anzeigers" die Leiter des hauptungen im einzelnen zu erörtern, ohne auf die Bedeutung, ohne einen Federstrich zu thun, 4400 m. einheimfte. Er be Alerianer- Klosters Mariaberg" beleidigt zu haben. Anlaß zu der welche dieselben im Zusammenhange mit sich und mit der ganzen antragte neun Monate Gefängniß, 2 Jahre Ehrverlust und Broschüre hat bekanntlich die von Mellage bewirkte Befreiung Darstellung gewinnen, einzugehen. Die Rechtfertigungsschrift er 1000. Geldstrafe. Rechtsanw. Dr. Fr. Friedmann m. des schottischen katholischen Geistlichen Forbes aus dem Kloster örtert dies in eingehender Weise, bezeichnet die Urtheilsaus fuchte dagegen an der Hand des Vertrages die Behauptungen Mariaberg gegeben. In der Broschüre war behauptet worden: führungen als unlogisch und nicht den Thatsachen entsprechend der Belastungszeugen als unrichtig nachzuweisen und vertrat die Forbes sei, obwohl vollständig geistig gesund, auf Befehl seines und macht dem Urtheil ganz besonders zum Vorwurf, daß es Ansicht, daß der Angeklagte am 2. November das Patent für die Bischofs 39 Monate lang in Mariaberg als irrfinnig gefangen die Beweisaufnahme nicht richtig gewürdigt habe. Ferner wird Summe von 600 m. rite gekauft habe. Der Gerichtshof er gehalten, in der unerhörtesten Weise mißhandelt worden u. s. w.; gerügt, daß den Angeklagten der Schutz des§ 193 des Straf- achtete die Sache nicht für genügend aufgeklärt und namentlich in derselben oder noch schlimmeren Weise sei mit anderen Kranken gesetzbuches zugebilligt worden sei.„ Wenn das Urtheil sagt: den Dolus des Angeklagten nicht für ausreichend nachgewiesen. in Mariaberg" verfahren worden. Der Staatsanwalt und auch, Mellage habe die Interessen der Menschheit wahrgenommen Es wurde daher auf Freisprechung erkannt. der Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Dfter( Aachen)( die und deshalb kam ihm der Schutz des§ 193 zu, fo Leiter des Klosters Mariaberg" hatten sich nämlich der vom ist das eine mit der gesammten Doktrin und RechtStaatsanwalt erhobenen Anklage als Nebentläger angeschlossen) sprechung so sehr im Widerspruch stehende Auffassung, daß gaben zu: der Beweis, daß in Mariaberg" Mißhandlungen jedes weitere Wort über dieselbe erübrigt." Außerdem wird ge- Die Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 und der Versammlungen. vorgekommen feien, fei wohl erbracht worden, nicht erwiesen sei rügt, daß das Gericht bei Gelegenheit der Vernehmung des Zeugen aber insbesondere die Behauptung der widerrechtlichen Freiheits- Rheindorff verschiedene Anträge der Nebenkläger auf Verlesung Kleinhandel" lautete das Thema, mit dem sich eine öffentliche beraubung und des Mordversuchs gegen Forbes u. s. w. Der von Schriftstücken bezw. Stellung von Fragen an Zeugen zu Versammlung der Händler und Händlerinnen in Nieft's Lokal, Staatsanwalt beantragte gegen alle drei Angeklagten hohe Geld unrecht und nur mit der Begründung, daß dies geseßlich un- Weberfir. 15, beschäftigte. Schröder gab zur Information strafen, der Gerichtshof erkannte jedoch auf Freisprechung aller zulässig" sei, abgelehnt habe. Weiterhin sei die" Stellung von einen furzen Ueberblick über die räumliche Ausdehnung der drei Angeklagten und Freigabe der bis dahin beschlag- wei Fragen an den Beugen Rheindorff, als nicht mit der im Gewerbe- Ausstellung, sowie über die in der Breffe bereits bekannt nahmten Mellage'schen Broschüre und der inkriminirten Gröffnungsbeschlusse bezeichneten That im Zusammenhang stehend, gegebenen darin auszustellenden Industrie- Erzeugniffe und be Nummern des Iserlohner Kreis Anzeigers", da durch abgelehnt worden. Diese Begründung stehe aber im Widerspruch richtete, daß für die Kleinhändler lediglich die Aus respektive Die Verhandlung ber volle Wahrheitsbeweis erbracht mit derjenigen des Urtheils. Endlich wird betont, daß die Kosten Eingänge zur Ausstellung in betracht tommen. Er worden bezw. den Angeklagten der Schuß des§ 193 des Straf der Nebenklage zu unrecht den Nebenklägern auferlegt worden folgerte hieraus eine Zurücksetzung der Händler, die noch Gefeß- Buches zuzubilligen sei.- Gegen dieses Urtheil hatten so- feien. Es wird daher von den Nebenklägern beantragt: das an empfindlicher wirke, als diesen der Handel während wohl der Staatsanwalt, als auch die Nebenkläger das Rechts gefochtene Urtheil aufzuheben und die Sache zur Entscheidung an der Dauer des ganzen Sonntags ausnahmslos verboten sei, mittel der Revision eingelegt. Ersterer hatte jedoch auf Ver- ein anderes Gericht erster Justanz zu verweisen. während seiner Annahme nach die ausstellenden tapitalistischen fügung des preußischen Justizministers die Revision wieder Großindustriellen schaustellernd produziren würden. Die kleinbändler zurückgezogen, lettere dagegen haben dieselbe aufrecht erhalten. hätten dasselbe Recht, der Vortheile der Gewerbe- Ausstellung theils Der Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Oster, stüßt die haftig zu werden, und um bas zu erreichen, schlage er vor, Revision auf Verlegung des materiellen Rechts, speziell der in Form einer Resolution sowohl beim Polizeipräsidenten von Zu unserem Bericht über die Maifest- Nummer vor §§ 185, 186 und 193 des Straf- Gesez- Buches, sowie der§§ 34, bem Reichsgericht tragen wir noch folgendes nach: Die Berlin wie beim Landrath des Kreises Niederbarnim um Ans 244, 248 und 266 der Straf- Prozeß- Ordnung. Zunächst fehlt es Godewendung den Urtheile, so heißt es in der sehr umfangreichen Revisions- Strafkammer sprach den verantwortlichen Redakteur Glocke mendung des§ 55a der„ Gewerbe- Ordnung auf den Gewerbebetrieb, den Urtheile, so heißt es in der sehr umfangreichen Revisions seinerzeit mit der Motivirung frei, daß es an einer Aufreizung Sonntagsruhe zuläßt. In der Diskussion wurde das große im Umherziehen" einzukommen, der eine Ginschränkung der Rechtfertigungsschrift, an der erforderlichen Begründung, insoweit der Arbeiterklaffe zu Gewaltthätigteiten gegen die ihr Glend geschildert, das sowohl in wirthschaftlicher Beziehung wie ez feststellt, seitens der Angeklagten jei der Vorwurf der bewußt entgegenstehenden Bevölkerungsklassen überall fehle. Siergegen hinsichtlich des durch die Art und Weise des Erwerbs gestörten widerrechtlichen Freiheitsberaubung, bezw. des Wordversuchs legte der Staatsanwalt Revision ein und rügte, daß das freisprechende Familienlebens unter den Kleinhändlern herrscht. Bergrößert. gegen die Nebentläger nicht erhoben worden. Gerade wegen Urtheil das Mittelbild in unserer Mainummer nicht genügend ge- werde aber das Glend durch die unaufhörlichen Polizeistrafen, dieser Behauptungen war ausdrücklich Strafantrag ge- würdigt habe. Daffelbe deute auf Gewaltthätigkeiten gegen Menschen flellt, diese wurden auch von der Anklage als beleidigend hin- bin. Der Reichsanwalt selbst erklärte diese Müge für ver- ganz abgesehen von den Schädigungen, denen die Kleinhändler durch gestellt. Das angefochtene Urtheil läßt nun jede Begründung darüber fehlt, beantragte jedoch auch feinerseits die Aufhebung des freidie Geschäftsmanipulationen der Groffiften ausgesetzt seien. Daß vermiffen, weshalb die zum Gegenstande der Anklage gemachten Behauptungen der Angeklagten anders aufzufaffen feien, als dies sprechenden Urtheils, da audere Artikel, insbesondere der erste froßdem die Zahl der Händler sich stetig vermehre, liege in der großa tapitalistischen Produktionsweise, die immer mehr Industriearbeiter. die Anklage thut. Es wird in dem Urtheil einfach gesagt:„ Esai" eine vom ersten Richter nicht gewürdigte Aufforderung au aufs Pflaster werfe, denen als letzter Rettungsanfer nur noch zu Gewaltthätigkeiten enthielten. Der Vertheidiger Glocke's, Rechtskonnte nicht angenommen werden, bezw. es ist nicht anzunehmen, anwalt Dr. Heinemann, suchte diese Behauptung zu wider das Handeln übrig bleibt, um sich und ihre Angehörigen vor dem daß der Verfasser der Broschüre das Verbrechen der Freiheits- legen, beantragte vor allem aber die Zurückweisung der Mevision Sändler, jede Gelegenheit auf Verdienst zu benußen. Schließlich Verhungern zu schützen. beraubung irgendwie vorwerfen wollte, ferner erscheint es ausgeschlossen, daß der Verfasser mit diesem Ausdrucke den Leitern deshalb, weil die prozessuale Rüge des Reichsanwalts verspätet nimmte man einhellig folgender Resolution zu:„ Die heutige geschlossen, daß der Verfasser mit diesem Ausdrucke den Leitern vorgebracht sei. Das Reichsgericht erkannte aus letzterem Gründe, öffentliche Versammlung der Händler und Händlerinnen bedauert, des Klosters„ Mariaberg" Mordversuch im Sinne des Strafgesetz Buches hat vorwerfen wollen." Allein schon in dem ersten wie wir bereits berichtet haben, auf Verwerfung der Revision. angesichts der Gewerbe Ausstellung 1896, daß dem KleinArtikel des ferlohner Kreis Anzeigers" wird darauf hin- Zu der Gerichtsverhandlung gegen die wegen Majestäts- handel der Gewerbebetrieb im Umherziehen an Sonn- und gewiesen, daß bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige erstattet beleidigung verurtheilte Frau Hochmuth theilt uns der Schlosser Festtagen gänzlich verboten ist. Da jedoch der§ 55a ber. und diese eine Untersuchung wegen Freiheitsberaubung eingeleitet Gebhardt, Schönleinstraße 18 mit, daß er nicht der Denunziant Gewerbe- Ordnung eine Einschränkung der Sonntagsruhe zuläßt, habe. In dem dritten Artikel heißt es: daß man, um ein Attest gewesen sei. so ersucht die Versammlung den Herrn Polizeipräsidenten und zu erhalten, ben untersuchenden Kreisphysikus düpirt habe, daß Ueber die Pflicht der Hauswirthe bezw. deren Vertreter, dasselbe Recht zu gewähren, welches allen anderen Gewerbe ben töniglichen Landrath des Kreises Nieder- Barnim, den Händlern die materiellen Vortheile, die man von dem Aufenthalte des des Morgens die Hausthüren aufzuschließen, treibenden zusteht." Diesem Verhandlungspunkte war der jähr Forbes in Mariaberg erwartete, das Motiv gewesen sei, ihn zurück hat vor kurzem das Rammergericht eine bemerkenswerthe Entliche Geschäfts- und Staffenbericht des Vertrauensmannes Saß zuhalten, daß die Thatsache, daß man dem Forbes das Messelesen fcheidung gefällt. Den Miethern eines Hauses in einem der vorangegangen. Die Einnahmen desselben betrugen: 84,61 M., denselben für geistestrant gehalten habe." Der Artikel weist nächst benachbarten westlichen Vororte waren infolge bes unregel- die Ausgaben 81,45 M., sodaß ein Bestand von 3,16 w. blieb. schließlich auf die zu erwartende Schwurgerichtsverhandlung hin. mäßigen und namentlich zu späten Ausschließens der Hausthür Auf Antrag der Revisoren wurde dem Vertrauensmann Decharge In der Broschüre spricht gleich der erste Satz des Vorwortes wiederholt gewisse Verluste und Schäden entstanden. Da ihnen ertheilt. Es wurde eine zweigliedrige Agitationskommission, be von den neuerdings mehrfach vorgekommenen Fällen, daß geistes- noch in dem Aufschließen der Hausthür teine Aenderung eintreten trag hat, die bereits erwähnte Resolution den zuständigen Be der Hauswirth hierfür keinen Ersatz leisten wollte und obenein stehend aus Schröder und Schulze, gewählt, die den Aufgesunde Menschen durch besondere Einflüsse in Frrenanstalten ließ, ftrengten einige der Miether gegen ihn die Schadenersag hörden zu unterbreiten und über den erhaltenen Befcheid in einer bie gerathen seien. Auf Seite 20 stellt Mellage die Behauptung flage an, welche bis zum Reichsgericht durchgefochten wurde. dazu einzuberufenden öffentlichen Bersammlung zu berichten. Außer auf: daß wir hier einem Verbrechen, dem Verbrechen der Von diesem wurde der Hauswirth endgiltig im vollen Umfange dem wurde die Kommission beauftragt, eine statistische Aufstellung der Freiheitsberaubung gegenüberstehen." Seite 21 heißt es von das Jahr über zu zahlenden Polizeifirafen der Händler und Händle Forbes: Dieser habe gesehen, daß man unter der Behauptung, er sei geistesschwach, seinem Leben gewaltsam, wenn auch all gonas und Natje gewählt. Aus den schier endlosen Klagen rinnen auszuarbeiten. Bu Revisoren wurden Karl Müller, målig ein Ende machen wollte." Auf Seite 18 ruft Mellage und Beschwerden, die zum Schluß noch vorgebracht wurden, sei dem Rektor Overbeck zu:" Bum Henker mit Ihnen, wenn Sie es wagen, erst den Körper des Menschen zu vernichten, um nur eine erwähnt, die sich darauf bezog, daß ein Galanteries die Seele für den Himmel vorzubereiten." Zweimal wird in der Eine Freisprechung seitens der Kammer Brausewetter. waaren Händler zu 20 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Haft vers Broschüre die Behauptung aufgestellt: Man habe den Kreis- In welcher Weise Erfinder bisweilen um die Frucht ihrer Arbeit urtheilt wurde, weil er eines Abends 3/411 Uhr in der Seipziger phyfitus, der das Attest ausgestellt, düpirt, man habe ihm einen tommen, zeigte eine umfangreiche Verhandlung wegen Bestraße den Vorwärts" verkauft hatte; außerdem find ihm zirka Strohmann vorgestellt." Auf Seite 32 heißt es: Diese wider truges, die gestern fast fünf Stunden lang die zweite Straf- 40 Gxemplare tonfiszirt worden. Die Höhe der Strafe erregte rechtliche Einsperrung Forbes' ist erfolgt, um dem Wunsche des fammer beschäftigte. Sie richtete sich gegen einen Kaufmann allgemeines Erstaunen. Auf allgemeinen Widerspruch stieß schließ Bischofs Macdonald von Aberdeen nachzukommen." Im weiteren Bernstein, Inhaber eines Patentbureaus in der Leipziger lich noch der fromme Wunsch eines Händlers, der lieber wieder heißt es in der Mellage'schen Broschüre:" Ginen einfacheren Weg, straße. Der Kaufmann Julius Balsen hatte einen zweck Gewerbesteuer zahlen wollte, wenn nur die Gewerbefreiheit als den läftig gewordenen Geistlichen auf fürzere oder längere mäßigen Starton zur Versendung von Postfachen erfunden wieder aufgehoben würde. Zeit über die Grenze zu schaffen, gab es nicht; und wenn man und ein Patent darauf erhalten. Bur Verwerthung des dabei die reformbedürftige Frrenpflege in unserem lieben Water- letteren trat das Patentbureau des Angeklagten mit ihm Sentralvereins der Bureau- Angestellten Deutschlands hielt In der letzten ordentlichen Mitgliederversammlung des Lande in betracht zieht, so ist die Beseitigung eines solchen in Verbindung und nach längeren Verhandlungen, in welchen der Zentralvereins der Bureau- Angestellten Deutschlands hielt Mannes leicht erreicht. Den Bischof wird man schon lehren, was Angeklagte für die Vermittlung des Geschäfts 20 pCt. Provision Sollege Kempf einen interessanten Vortrag über" Darwinismus es heißt, einen Menschen der Freiheit berauben und einzusperren verlangte, bestimmte Balsen die Summe von 600 m. als den und Sozialismus". Der dann vom Kollegen Gas per gestellte Ein römisch- katholisches Kloster in Deutschland führt die Befehle Mindestbetrag, zu welchem das Patent verkauft werden solle. und begründete Antrag, die Mitgliederversammlung in der eines römisch- katholischen Bischofs in Deutschland aus, deren Am 2. November wurde im Bureau des Angeklagten ein Ber- weiten Hälfte jedes Monats wegfallen zu laffen, wurde nach längerer Ausführung in dem freien Lande Großbritannien unmöglich trag abgeschlossen, wonach Balfen sich verpflichtete, dem Angeklagten Debatte angenommen. Der Vorsitzende verlas hierauf den vom Oberwar. Also wir Deutsche müssen den Büttel und Henter für bis zum 10. November das Vorkaufsrecht zu überlassen. Balfen unter- präsidenten der Provinz Brandenburg erlaffenen Bescheid auf die die römisch- katholischen Priester anderer Wölker, die in ihrer schrieb das betreffende Formular in dem Glauben, daß es sich immer wegen der Vorgänge bei der letzten Orts- Krantentaffenwahl Mitte solche Menschenschinderei nicht dulden, abgeben". nur um eine Geschäftsvermittelung durch den Angeklagten handele. regelmäßigkeiten", die bei der Delegirtenwahl vorgekommen sind, erhobene Beschwerde. Nach dem Bescheid liegt trotz der UnDer Zusammenhang dieser Ausführungen ergiebt bei unbefangenen Letterem gelang es schon am Tage darauf, das Patent für„ tein ausreichender Grund zur Beanstandung der Wahl" vor. Lesern doch wohl flar, daß die Angeklagten behaupten wolten: 5000 M. an den Konsul Läseberg zu verkaufen. Nach geschehenem Dem Vorstande wurde aufgegeben, gegen diesen Bescheid bei der Der Bischof von Aberdeen, dem Forbes politisch unbequem ge- Berkauf entbot er den Erfinder Balsen zu sich. Gr machte diefem nächsten Instanz Beschwerde einzulegen, Im Monat Dezember worden sei, habe denselben deshalb außer Landes in eine Frren- nun nicht etwa Mittheilung von dem geglückten Verkauf, sondern fällt die ordentliche Mitgliederversammlung aus, weil eine große anstalt einsperren wollen. Die Alegianer hätten sich hierzu her- gab ihm zu verstehen, daß die Versuche mit dem patentirten öffentliche Versammlung einberufen werden wird. gegeben, zu diesem Zwecke ein ärztliches Attest erschlichen und ihn karton nicht sehr zufriedenstellend ausgefallen feien und öffentliche Versammlung einberufen werden wird. alsdann als Geistestranten festgehalten, um ihn so gewaltsam, es wohl faum möglich sein würde, das Patent für 600 m. In der vom Verband aller in der Metallindustrie bewenn auch allmälig, zu Tode zu bringen. Das angefochtene zu verwerthen. Er machte dann dem Balsen einige Schmeicheleien schäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend, Gruppe Urtheil erörtert die angeführten Stellen, die auch im Gröffnungs- und erklärte sich bereit, ihm mit Rücksicht auf später zu erwari ohrleger und Gehilfen, zum 10. November ein= beschluß bezeichnet waren, nicht näher. In dem Urtheil wird tende, größeren Gewinn versprechende Erfindungen dieses berufenen Monatsversammlung bielt Genosse Timm einen gar nicht der Versuch gemacht, irgend welche besondere Umstände Patent für 600 M. abzukaufen, selbst auf die Gefahr hin, intereffanten, mit Beifall aufgenommenen Vortrag fiber Die anzuführen, die dafür sprechen fönnten, daß hier den von Mellage etwas dabei zu verlieren. Balsen war es zufrieden und Entwickelung der kapitalistischen Produktion und ihre Einwirtung gebrauchten Ausdrücken nicht derjenige Sinn beizufügen sei, der erhielt 600 m. ausgezahlt. Durch ein Birkular eines auf die menschliche Gefühls- und Denkweise." Zum Schluß ihnen nach allen Regeln der Sprache und der Logik im all- wegen begangener Unredlichkeiten entlaffenen e die husejemben oil, we fix Buchluß ehemaligen forderte der Redner die Anwesenden ef, rege für den Anschluß gemeinen zukommt; das Urtheil begnügt sich mit dem Sage: Angestellten des Angeklagten erfuhr Balfen etwa nach Jahresfrist, an die Organisation zu agitiren, denn durch diese entwickle fich Es ist nicht anzunehmen, daß 2c." Im weiteren heißt es in daß Bernstein 5000 M. für das Patent bekommen habe und das Klassenbewußtsein der Arbeiter, und das bringe sie zu der bem Urtheil: das Verbrechen des Mordversuchs haben die Ange- verlangte nun die ganze Summe nach Abzug der 600 M. und der Erkenntniß, daß sie verpflichtet sind, die ihnen versagten Rechte flagten den Alexianern nicht machen wollen, da in der Broschüre dem Angeklagten zustehenden Provision von 20 pet. als den nur zu fordern. Die nächste Branchenversammlung wird Sonntag, gesagt wird, das System hätte den Forbes au grunde richten können. ihm gebührenden Ertrag seiner geistigen Arbeit. Er behauptete, den 15. Dezember, abgehalten. geftattet habe, nicht vereinbar sei mit der Annahme, daß man nach dem Klageantrage verurtheilt mit der Begründung: Da der Hausthür zu sorgen, habe er die Hausthür des Morgens der Hauswirth verpflichtet sei, Abends für das Schließe auch wieder öffnen zu lassen und zwar im Sommer um 5, im Winterspätestens um 6 Uhr. $ 1 " " i. In einer für den Norden veranstalteten, gut besuchten| Bahnhöfen, sowie gewisse Haupt- Verkehrsstraßen, Brückenzüge 2c.| Strafent, namentlich in den Rutscherkreisen eine Besserung der Bezirksversammlung des Verbandes aller in dem Lastfuhrwerks- Besitzer die Ausnutzung der Pferdekraft Verhältnisse herbeizuführen nicht bedingt, und dürften solche der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter wesentlich durch das Asphaltpflaster beschränken; außerdem hält daher als verfehlt anzusehen sein. Namentlich hat die Höhe der Berlins und Umgegend hielt am 11. November Genoffe es die Versammlung für geboten, die Höhe der Kautions- Strafen in den letzten Jahren ein massenhaftes Abfißen derselben W. Manasse einen beifällig aufgenommenen Vortrag über: stellung in Verbindung mit der Kontraktdauer die Asphalt zur Folge gehabt, wodurch Sitte und Moral wahrlich nicht Urtheil und Recht". Unter Verbandsangelegenheiten machte der gesellschaften einer erneuten ernstlichen Prüfung zu unter- gehoben wurden, vielmehr Rohheit und Unbotmäßigkeit gegen Vorsitzende den Beschluß der Generalversammlung bekannt, wo- ziehen, um die Stadtgemeinde vor unangenehmen Erfahrungen die Sicherheitsorgane an der Tagesordnung sind. Mit diesem nach der Vorstand fortan befugt ist, Ausgaben bis zu 500 M. zu bewahren." Zustande geht Hand in Hand die technische Ausbildung des selbständig zu bestreiten. Zum Schlusse schilderte ein Rollege die Die gesammte Zwangsversicherung( der dritte Punkt der Stutscherstandes von Jahr zu Jahr zurück. Durch diese Verhält Verhältnisse in der Fabrit von H. Hartung, Schönhauser Allee. Tagesordnung) befriedigt nach den Ausführungen des Herrn nisse werden nicht nur die Fuhrwerksbesitzer geschädigt Das Material hierüber soll dem Haupt Vertrauensmann unter- Beck weder die Unternehmer noch die Arbeiter. Speziell im und betroffen, sondern vielmehr auch die Gesammtheit nament breitet und in einer öffentlichen Versammlung besprochen Fuhrgewerbe lägen die Verhältnisse so eigenartig, daß fie dringend lich der großstädtischen Bevölkerung, indem nicht jene Sicherheit werden. einer Remedur bedürften. Der Referent vermißte des weiteren für den öffentlichen Fuhrverkehr gegeben ist, auf welchen auch die staatliche Fürsorge für die kleinen Fuhrunternehmer bei dieselbe unbedingt Anspruch hat. Da Mittel für die technische Ausgehend von der hiesigen Fuhrherren- Innung fand Biehfenchen. Bayern sei darin, wie auf dem letzten Verbandstag Ausbildung und für Wohlfahrtseinrichtungen innerhalb des Fuhram 15 November eine öffentliche Versammlung von in Nürnberg festgestellt worden sei, Preußen voraus. Nach furzer, gewerbes nicht vorhanden sind, so glaubt die Versammlung der Fuhrwerks Interessenten statt, um Stellung zu dem Referenten zustimmender Aussprache einzelner Versammlungs- Forderung der Fuhrherren- Innung: ihr die Hälfte sämmtlicher folgenden vier Punkten zu nehmen, die der Vorsigende Herr theilnehmer legte die Versammlung ihre Ansicht zu diesen Fragen Polizeistrafen aus Fahrkontraventionen zum Zwecke der Er Beck als von eminent wichtiger Bedeutung für das Fuhrgewerbe in folgender Resolution nieder: richtung und Unterhaltung von Fahr- und Fachschulen zur Aus im allgemeinen bezeichnete: 1. die Anlage neuer Straßenbahnen Als schließliches Ergebniß der Besprechung über die Zwangs- bildung der Kutscher zu überweisen, welche in Verbindung mit mit Dampf und Elektrizität; 2. die Straßenpflasterung unter versicherungs- Gesetzgebung im allgemeinen und in Erwägung, einem durch Reorganisation des Kommissariats für öffentliches befonderer Berücksichtigung des Asphalts; 3. die gesammte daß die Staatsbehörden heute schon selbst zu der Erkenntniß Fuhrwesen herzustellenden Fahramt anzubahnen ist, nach jeder Zwangs Versicherungsgesetzgebung; 4. die Polizeiftrafen. Bei fommen, daß der Verwaltungsapparat ein überaus kostspieliger Seite hin zustimmen zu können." Besprechung der ersten Frage wurde vom Referenten und schwer funktionirender, wie dies namentlich bei der Alters- Die Resolutionen, die in Beziehung auf die elektrischen und zugestanden, daß die Blüthezeit des Fracht- Fuhrwesens und Invaliditäts- Versicherung, dem sogenannten Klebegesetz zu die Dampfbahnen, sowie hinsichtlich des Asphaltpflasters gefaßt unwiederbringlich dahin ist; fich prinzipiell gegen die tage getreten ist und auch durch die letzten Auslassungen der wurden, entspringen natürlich dem zwar begreiflichen, aber nichts Fortschritte im Verkehrsleben aufzulehnen, hielt er für zwed- Regierungsvertreter selbst bewiesen wird, hält es die Versammlung weniger als ethischen Geldbeutel- Interesse der Fuhrwerksbesitzer. los, doch ließ er durchblicken, daß auf der einen oder der anderen für angezeigt, die Verwaltungen der Unfall, Alters- und Als die Eisenbahnen eingeführt wurden, wehrten sich die biderben Weise der Ausbreitung der Straßenbahnen dech ein fleines Inr- liditäts Versicherung als organisches Ganze zu ver- Frachtfuhrleute der alten" guten" Zeit nicht weniger eifrig gegen Hemmniß in den Weg gelegt werden könnte und müßte. Sie schmelzen. In fernerer Erwägung, daß die Initiative der diese Teufels Erfindung" als heute ihre Berliner Nachkommen ( die Fuhrherren), so meinte der Redner, wären eher da, als die Zwangsversicherung einem fr; ialen Bedürfnisse entspringt, an gegenüber den elektrischen und Dampfstraßenbahnen es thun. neubegründeten Straßenbahn- Gesellschaften, glaubten darum ältere dem alle Stände gleichzeitig interesfirt erscheinen, hält es die Auch dem naiven Wunsch, man solle die Hälfte der aus FahrRechte an die Fahrstraßen geltend machen zu können und seien Versammlung des weiteren für geboten zu erklären, daß die kontraventionen herrührenden Polizei- Strafgelder der Innnng richt gewillt, sich so mir nichts dir nichts verdrängen zu lassen. Lasten nicht nur einzelnen Klassen der Bevölkerung( der Industrie, zur Pflege des Fachschulwesens gefälligst zuschustern, trauen wir Mindestens hätten sie zu verlangen, daß ihre Bedenken und Ein- dem Handwerk und Gewerbe) auferlegt werden, sondern durch nicht viel Ethisches zu, denn es ist wohl auch den Herren vom wendungen von den Behörden berücksichtigt würden, damit Unglücks- die Stenerkraft des gesammten Voltes, mit Ausschluß der Kutschbock bekannt, daß nirgends die Jnnungen im Fachschulfälle vermieden und das Passiren der mit Straßenbahnen versehenen Arbeiter, zu tragen sei. Der wirthschaftliche Niedergang im wesen beachtliches leisten. Immerhin schienen uns die Resolutionen Fahrwege auch für onderes Fuhrwerk ermöglicht bleibe. Nach kurzer Fuhrgewerbe, die starke Abnukung und der frühzeitige Ver- intereffant genug, um sie unseren Lesern unverkürzt wiederDiskussion, an der sich auch prinzipielle" Gegner von Straßen- brauch des Pferdematerials, die ungenügen Bestimmungen zugeben. bahnen betheiligten und wobei es als cin großes Verkehrs- der Seuchen- Gesetzgebung, endlich die mangelhaften Leistungen hinderniß gerügt wurde, daß sich vielfach die Haltestellen auf der Privat Viehversicherungs- Gesellschaften lassen es Brücken und dicht vor den Kreuzungspunkten der verkehrreichsten Versammelten als angezeigt erscheinen, dem Vorgehen der Straßen, anstatt dahinter befinden, wurde folgende Resolution bayerischen Regierung behufs Errichtung obligatorischer Bieh einstimmig angenommen: versicherungen ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken und den er " In anbetracht, daß die Erweiterung der Dampf- und Straßen- Beschluß zu fassen, der hohen Stcatsbehörde den Wunsch aus bahnen in fürzester Zeit in enger Verbindung mit der Ein- zusprechen, nicht allein dieser Frage ihre Aufmerksamkeit zu gemeindungsfrage stehen wird, erachtet es die Bersammlung als schenken, sondern, führend, der staatlichen oder Reichs- Viehver geboten, sich fd on heute an die zuständigen Staats- und Rom- ficheug die Wege zu ebenen durch eine diesbezügliche Vorlage an munalbehörden im allgemeinen Fahrinteresse zu wenden, damit die gefeßgebenden Körperfchaften. Die Fuhrherren- Innung wird. Reinickendorf. Am 10. November hielt bei Glür, bei jeder Neufonzessionirung von Bahnen mit Tampf- und Elek- mit der Veranlassung des weiteren beauftragt." Amendestr. 1 Genosse Knauf in einer gut besuchten Vertrizitätsbetrieb die Fürsorge getroffen wird, daß die Breite Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Polizei fammlung des Arbeiter Bildungsvereins einen lehrder fahrbaren Landstraße zum mindeſten 15 Meter beträgt. ftrafen. Die Zahl, in der sie jährlich verhangen werden, ist reichen Vortrag über das Thema: Weltschöpfung und WeltElektrische Oberleitungen müssen mindestens die Höhe erreichen, nach den Ausführungen des Referenten Legion. Von einer untergang. Die Ausführungen des Redners, die dieser durch um den ungehinderten Verkehr für Heu- und Stroh- Zufuhren erzieherischen Wirkung auf die Kutscher könne keine Rede sein; mehrere gut gengene Abbildungen erläuterte, fanden reichen in bisheriger Ladung nach Berlin möglich zu machen. Gegen meist würden sie als ungerecht empfunden und abgebrummt. Beifall. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Genoffen die unterirdische Zu- und Ableitung mittels Affumulatoren( ge Die Geldstrafen flöffen auf grund des Polizeikosten- Gesetzes in im Sinne des Referenten. Zum Schluß forderte dieser zu recht ladener elektrischer Kraft) wird mit dem Hinweis protestirt, daß die Gemeindekasse, daher sei die Verwendung eines Theiles dieses reger Agitation für den Verein auf. Viele der anwesenden namentlich die Rückleitung für den öffentlichen Verkehr als Geldes zur Subvention einer T- hrschule als sehr zweckmäßig, Gäste ließen sich als Mitglieder aufnehmen. gefahrbringend bezeichnet werden muß." da durch fachgemäße Ausbildung der Kutscher der ganze Stand Bei dem zweiten Verhandlungspunkt erörterte der Referent gehoben und viele Unglücksfälle vermieden werden würden. Von In Potsdam sprach kürzlich Starosson aus Berlin die Frage der Zweckmäßigkeit und den Unterschied des Preises einigen Rednern wurde demgegenüber betont, daß dann der Mangel über das Thema: Wie die Barbier, Friseur- und Perrückender verschiedenen Pflasterungsarten und kam zu dem Schluß, daß an tüchtigen Kutschern noch weit fühlbarer werden würde; sich tüchtige macher- Innung für das Wohl der Gehilfen und Lehrlinge sorgt." Steinpflaster dem Asphalt, an dem sich verschiedene Aktien- Gesell- Kutscher anzulernen beziv. zu erziehen sei Sache jedes Fuhr- Der Redner schilderte die wirthschaftliche Lage des Barbier schaften nur schnell auf Kosten der Berliner Steuerzahler be- unternehmers selbst. In der weiteren Debatte wurde das oft gewerbes, unterzog die Beschlüsse einer herben Kritik, die die reichern wollen, entschieden vorzuziehen sei. Nach furzer Debatte übermäßig schnelle Fahren der Postwagen, der Polizeidruck, der Innung auf ihren bisherigen Kongressen gefaßt hat, und wurde hierzu folgende Resolution gefaßt: auf dem Droschtengewerbe laste, die auf Schuttabladestellen und forderte die Versammelten auf, mit dazu beizutragen, daß der Nach dem erstatteten Referat über die Berliner Pflaster- dergleichen zu beachtenden Quälereien der Pferde besprochen Willkürherrschaft der Innung ein Ende gemacht werde. Kollege frage hält es die Versammlung für angezeigt, zu beschließen, sich und schließlich gegen fünf Stimmen nachstehende Resolution an- Rawalla legte die Bedeutung der Kontrollkarte klar. Aus an den Magistrat unter Darlegung der vom Referenten ge- genommen: der Versammlung wurde den Bestrebungen der Barbiergehilfen schilderten Zustände zu wenden mit dem Ersuchen, dem Beschlusse" Die zur Kenntniß der Versammlung gebrachten Ungleich- thatkräftige Unterstützung zugesichert. Mit einem Hoch auf den Der Baudeputation bezüglich der Asphaltirung aller definitiven heiten in Ausführung der polizeilichen Strafbestimmungen, soweit Verband der Barbiere ging man auseinander. Die InnungsStraßen nicht unbedingt Folge zu leisten, da der Fahrverkehr solche Anwendung auf das Fuhrgewerbe finden, veranlassen meister waren zu der Versammlung brieflich eingeladen; ernamentlich in den Zu- und Abfahrtstraßen, nach und von den die Versammlung zu erklären, de 3 der Zweck der verhängten schienen war keiner. Liquidations- Ausverkauf. Sämmtliche Waarenbestände der. Damen- Mäntel- Fabrif von Berg& Nesselroth werden zu Berlin C., König- Strake 33, fest taxirten Preisen ausverkauft, da die Lokalitäten bereits anderweitig vermiethet sind. 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