Nr. 138. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernfprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Martellbrüder als Kulturfanatiker. Mittwoch, den 17. Juni 1891. Bolen hatten Städte gebraucht und sie von Deutschen gründen laffen. Dann brauchten die polnischen Könige Bürger für ihre Städte und Flecken, und dazu benützten sie die Juden. Diese verstanden sich als Zwischenglied zwischen dem Adel Expedition: Beuth- Straße 3. werden in einer keinesfalls höheren, zumeist aber viel niederen Zahl, als der Prozentsatz der Juden zu der Bevölkerung der betreffenden Landestheile beträgt. Selbstredend gehören auch die neuerdings immer mehr um sich greifenden Judenaustreibungen aus den großrussischen GeEines der vornehmsten", umfangreichsten und mit den besten Beziehungen zu hohen" Kreisen ausgestatteten und den leibeigenen Bauern sehr nützlich zu machen. Für bieten auf die Rechnung der Judenkommission. Breßorgane unserer so rasch brüchig gewordenen Kartell- Getreide- und Viehhandel, für die Einführung fremder Unter solchen Umständen läßt es sich begreifen, daß brüderschaft ist bekanntlich die Schlesische Zeitung", deren Waaren und für alle Geldgeschäfte waren sie unentbehr- die Juden in Rußland den Drang in sich verspürten, jetzt schon seit ziemlich langer Zeit franker Chefredakteur, lich; vornehmlich auch für den Edelmann, zumal der Jüd nach dem zivilisirteren Westen auszuwandern, wohin sie der Oberstlieutenant von Blankenburg, während jener Jahrhunderte in den Künsten des Schreibens und schon seit langer Zeit in Strömen pilgerten, und eine der Regierung der„ Neunzig Tage" den bismarckfanatischen Rechnens dem Schlachtschitzen weit überlegen und als dessen bessere Existenz gefunden haben. Petitionssturm auf das kaiserliche Selbstbestimmungsrecht Hand und Kopf thätig war. Daß sie hier mit der Zeit ganz nützliche Glieder der Die Juden aber blieben auch in Polen Fremdlinge. bürgerlichen Gesellschaft geworden sind, leugnet die Nachdem der große Otto von Wilhelm's Gnaden zur, Sie konservirten ihr verjüdeltes Deutsch sammt ihrer Schlesische Zeitung" nicht, wenn sie auch hervorhebt, daß hoffentlich ewigen Friedrichsruhe, eingegangen war, stieg Tracht, Sitte und Religion und ihrem talmudischen sie in der ersten und zweiten Generation einerseits durch der schneidige Oberstlieutenant vom hohen Redaktionsrosse Christenhaß. ihre Nüchternheit, Mäßigkeit, Bedürfnißlosigkeit, andererherab und überließ es jüngeren Kräften, sich in die Dieser ihnen bekanntermaßen überall und immer an- seits durch ihre Verschlagenheit und moralische Skrupelverzwickte Situation kartellbrüderlich bismarckschmachtender haftende Mangel an Anpassungsfähigkeit zu dem, wie nicht losigkeit den eingesessenen Berufskonkurrenten und selbst Kaisergetreuen hineinzufinden. die Schlesische Btg.", sondern wir hinzufügen- ein in ihren einheimischen Stammesgenossen eine gefährliche Last zu inszeniren für ebenso nobel wie loyal fand. " " Das war zwar nicht leicht, aber bei redlicher Mühe Polen grade ziemlich gerechtfertigter Mangel an Anpassungs- geworden sind. ging es doch. Man brauchte nur zu thun, als ob man lust hinzukam verschuldete jedenfalls zum größten Theile, Nachdem der Leitartikelschreiber der Schlesischen Alles, wie es eben geworden, sehr schön fände, um dann bei daß es ihnen hier trotz aller ihnen gewährten Privilegien Beitung" soweit in seiner historischen Darstellung gelangt jeder passenden und möglichst vielen unpassenden Gelegen- recht schlecht ging. Sie wurden vom Ackerbau gefeßlich ist, entringt sich seinem antisemitischen Herzen ein wunderbar heiten anzudeuten, daß es noch viel schöner sein würde, ausgeschlossen, und es ward ihnen unmöglich gemacht, sich begeisterter Lobgesang auf unser deutsches, von polnischwenn es anders wäre, und zwar so, wie es dereinst ge- anders als durch Wucher und durch Ausbeutung sowohl jüdischen Elementen stark versetztes Hebräerthum. wesen, als noch das deutsche Volk im Schatten der drei der tüderlichen Adeligen als der stumpfsinnigen Bauern Heute machen die Juden in Deutschland nur 1,2 pCt. Haare sich den Kartellbauch zu pflegen das Glück hatte. Reichthümer zu erwerben. So wurden die polnischen der Bevölkerung aus. Sie genießen bei uns denselben Kluge Köpfe und kunstfertige Federn gehörten freilich Juden ein elendes, haßerfülltes, verachtetes, materiell und sicheren gesetzlichen Schuß wie alle anderen Staatsbürger. dazu, aber wer solch kostbare Handelsartikel bezahlen moralisch auf tiefer Stufe zurückgehaltenes Gaunervolt. Unter uns betrachten sie sich nicht mehr, wie drüben unter fann, der hat sie natürlich auch. Die Schlesische Zeitung" So fanden sie die Russen bei der Theilung Polens. den Slaven, als ein Fremdvolk, sie fühlen sich vielmehr leistete also während der letzten Zeit in ihrer Art recht Diese verivehrten ihnen zunächst den Zugang in die alt- als Deutsche. Ihre Betriebsamkeit, ihr Bildungseifer hat Bedeutendes und Interessantes, bis sie sich am Anfange russischen Provinzen. Erst allmälig und hauptsächlich in- ihnen nicht nur materielle Mittel, sondern auch Ansehen dieses Monats zu einer Meisterleistung ersten Ranges er- folge der Bestechlichkeit der russischen Beamten drangen verschafft, welches sie durch regen Gemeinsinn und öffenthob, indem sie, ausgerüstet mit der ganzen Kultur unseres die Juden in Rußland ein und lernten sich unter den liche Wohlthätigkeit zu erhöhen verstanden. VerhältnißJahrhunderts aller antisemitischen Tradition zum Trotz, ihnen ungünstigen russischen Gesetzen einrichten. Trotzdem mäßig zahlreiche unserer hervorragendsten Gelehrten sind für das Judenvolk in die Schranken trat. behandelte sie die russische Regierung niemals als Landes- Juden; so mancher unserer distinguirtesten hohen StaatsEin riesengroßer Leitartikel handelte von den Juden kinder, sondern immer als Fremde und fast in jeder beamten war jüdischen Ursprunges. Die Zahl der Ehen in Rußland. Beziehung als Feinde.„ Den Tartaren, Kirgisen, zwischen Juden und Christen, welche bei den polnischen Dieser Leitartikel ist so inhaltsreich und die Wendung, Armeniern und sonstigen Kaukasusvölkern, den Turkmenen Juden fast unerhört sind, ist recht beträchtlich, nicht in welche sein Schluß ausläuft, so überraschend genial, u. s. w. sind vom russischen Staate weit umfangreichere unbedeutend find an solchen Mischehen die Geschlechter daß wir den Lesern des Vorwärts" einen Dienst zu Rechte eingeräumt worden als den Juden." unserer Geburtsaristokratie betheiligt. Jedenfalls verhält leisten und einen Genuß zu verschaffen hoffen, wenn wir Unter der reaktionären Herrschaft Alexander III. be- sich das deutsche Volk gegen die Juden nicht ablehnend, einigermaßen des Ausführlichen davon berichten. gann's ihnen nun erst recht an den Kragen zu gehen. so weit es ihnen nur gelungen ist, das Fremdartige, Also die Juden in Rußland! Streng historisch, Seit 1882 fichtete eine Höchste Kommission" die auf die welches vielen von ihnen noch im Wesen und Auftreten, entzückend objektiv! Im Folgenden eine möglichst gekürzte Juden bezüglichen Gesetze. Dieser„ Sichtung" haben die in Anschauung und Sitte anhaftet, von sich abzustreifen. russischen Juden die Verfügung des Ministers für„ Volts- Dieses löbliche Bestreben ist unter unseren aufgeklärten Von den 8 Millionen Juden auf dem Erdboden aufklärung"( die russische Boltsaufklärung sollte man, Juden fast ganz allgemein, und so läßt sich denn erwarten, leben beinahe 4 Millionen im Zarenreiche. Zur Zeit der nebenbei gesagt, nicht in Gänsefüße", sondern in Wolfs- daß sie sich in absehbarer Zeit völlig den Deutschen Kreuzzüge flohen die mit Feuer und Schwert von den klauen oder Bärentagen schalten) zu danken, nach der auf assimilirt haben werden." Deutschen verfolgten Christusseinde nach Polen. Die Universitäten und höheren Schulen Juden nur zugelassen Nun aber kommt's! Mit unseren Juden, die Stizze: Feuillefont. Nachdrud verboten.) ( 86 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Heim nicht einmal ordentlich willkommen geheißen habe. er milder gegen Dich geworden, seitdem Du Dich entschlossen Du wirst finden, daß es ein wenig ärmlich bei mir aus hast, seinen Willen zu thun?" schaut. Nun, ich bin ja nie ein Schoonkind des Glückes Lisei mußte es verneinen. Er war eher rauher als gewesen und Bedürfnißlosigkeit ist Freiheit. Lacedelli würde milder gegen sie geworden. Kein Zeichen, kein Wort der sie wahrscheinlich die Freiheit des Barbaren nennen. Doch Anerkennung war ihr für ihre Fügsamkeit zu Theil gedas Wichtigere für Dich! Wolf hat noch immer nicht geworden. Hannes nickte dazu nachdenklich. antwortet." Mögen Dich denn die Heiligen in ihren Schuh nehmen," Wolf's, welchen sie zu fich gesteckt hatte. " Oh, doch," versetzte Lisei und gab ihm den Brief sagte er nach einer Weile.„ Lasse mich Deinen Hochzeitstag wissen, damit ich an ihm noch besonders für Dich bete." Ach, herzliebster Bruder, Sie wollen nicht hinkommen?" fragte Lifei betroffen. Laß es gut sein!" versetzte er. nur das verspreche ich: wenn Dir die Last zu schwer wird, wenn Deine Kräfte Dich verlassen wollen, dann rufe mich und ich werde au Deiner Seite sein." Er schlug das Blatt auseinander und las. Wolf schrieb, daß er fie um alle Königreiche der Der guten Uschina, die bei ihrem Anblick in Thränen ausbrach, erinnerte sie sich nicht. Sie bat Hannes, er möchte Welt sich nicht abkaufen lassen würde; wenn sie selbst aber der guten Frau sagen, daß sie nicht weinen sollte. Die ihr Wort zurück verlangte, so verstände es sich von selbst, Thränen verbrennen das Herz wie Feuer," setzte sie hinzu, daß er sie nicht hielte. Es bedürfte für ihn gar keines indem sie Hand in Hand mit Hannes in die Stube ging. weiteren Grundes, als daß sie frei sein wollte, um zurück Lisei folgte ihnen, während Frau Carlotta noch die Lade, zutreten; denn ein anderes Recht auf sie als dasjenige, die Stasi's Sachen enthielt, und die Betten abladen welches ihr Herz ihm gäbe, befäße er nicht. Er würde beten, und in ihre Stube, welche die Kranke fortan mit daß ihre Aufopferung nicht mit Undant belohnt würde und ihr theilen sollte, bringen ließ. Sie tam bald alle Heiligen sie segneten. " Lisei blickte ihn traurig an, drang aber nicht weiter in ihn. Kann ich Dir sonst einen Wunsch noch erfüllen?" fragte er nach einer Weile. Um Staft nach, umarmte Stasi, liebfofte fie und plauderte mit ihr Das alles schrieb er mit der Schlichtheit eines großen Sie schüttelte den Kopf. Lechner zu danken, wollte sie und nahm sie zuletzt mit sich, um ihr das Haus Herzens. Den Schmerz, den Lisei's Entschluß ihm verursachte, selbst versuchen. Sie nahm ihren Regenschirm zur Hand, und den Garten zu zeigen. Hannes hatte kein Wort hervor hatte er männlich zu unterdrücken versucht, allein Lisei, den sie vorhin in eine Ecke gestellt hatte. zubringen vermocht. Er hatte sich vor seinen Schreibtisch welche mit im Schooße zusammengelegten Händen zuhörte, nicht etwa durch ihren Abschied aufzuregen, hielt sie es gesetzt und das Gesicht in beide Hände gestützt. Als Frau fühlte ihn von Neuem heraus und ihre Thränen flossen. Auch für gerathen, sich in deren Abwesenheit zu entfernen. Carlotta mit Stasi sich entfernt hatte, erhob er sich und Hannes war ergriffen, und nachdem er den Brief wieder Hannes zog sie in seine Arme und küßte sie wiederholt sagte: zufammengefaltet hatte, fagte er, ihn Lisei zurückgebend: mit Herzlichkeit. " Haben wir nicht Unrecht, die Unglückliche zu beklagen? Er ist es werth, daß Du um ihn weinst." Wir sollten sie vielmehr glücklich preisen, daß fie all' das Sie füßte Wolfs Brief und verbarg ihn in ihrem Mieder. Schreckliche, was auf ihre Seele eingestürmt ist, vergessen Nach einer Weile trocknete sie sich mit ihrem Fürtuche die hat. Sie leidet nicht mehr!" Er strich sich mit der Hand Augen. über die Stirn und fuhr mit festerer Stimme fort: Ver-„ So ist es also entschieden," wandte der Bruder sich zeihe, daß ich Dich bei Deinem ersten Besuche in meinem jetzt zu ihr. Und wie stehst Du jetzt mit dem Vater? Ist Der Wagen rollte mit ihr davon. Quer über das Gaderthal zogen die grauen Wolken und dann und wann sprühte ein feiner Regen herab. Auch in Lifet's Brust war es trübe; doch allmälig hellte es sich auf. Hatte sie schon einen Erfolg errungen, indem es ihr geglückt war, den schwer beleidigten Müller versöhnlich I wir wer anders? zu einer Art Menschen erzogen, des Dreiklassen- Wahlsystems, das sind Dinge, die nicht zumit deren Töchtern unsere" Geburtsaristokraten so un- sammengehen. ihr Geld ( Bur Erklärung dieser Drahtmeldung verweisen wir auf unfern Drahtbericht über die Berliner Börse vom 13. d. in Nr. 160, II. BI. worin es hieß, daß die Aftien des Bochumer Gußstahlgeheuer edel waren, Mischehen einzugehen, mit ihnen Die hervorragendste That des Landtags ist seine schroff Vereines und des gesammten Eisen- Aktien- Marktes verslauten wollen wir allerdings auch fernerhin zusammenleben, so feindliche Stellungnahme gegen die vom preußischen, wie auf die Meldung eines Berliner Blattes, daß ein in früherer mit Ausnahme Beit vorgekommener Eisenbahn- Unfall auf Lieferung des Ma weit sie nur alles, was ihnen noch von ihres Volkes bem gesammten deutschen Volk eines winzigen Bruchtheils einmüthig geforderte Beterials durch den Bochumer Gußstahlverein zurückgeführt werde.)" Wesen und Auftreten, Anschauung und Sitte anhaftet, seitigung der Kornzölle. Das Volk wird dem So die ultramontane„ Kölnische Volks- Zeitung", die abstreifen, werden wir ihnen schon Landtag sein Verhalten in dieser brennendsten aller Tages- feiner Parteinahme für Herrn Baare verdächtig ist. Der selbst abstreifen, und wenn nicht anders, so in der er fragen nicht vergessen. Und hoffentlich kommt nun auch, Fall ist durch diese Notiz indeß noch keineswegs aufwähnten zarten Manier der Misch- und Mißehen. Letzteres neben der Bewegung für die Abschaffung der Getreidezölle, geklärt. Abgesehen von der Grobheit des Verschuldens, ist, wie zwischen den Zeilen der Schlesischen Zeitung" die Bewegung für Abschaffung des Dreiklassenwahl- Gesezes welches in der falschen Anbringung des Rads lag, bleibt sehr deutlich zu lesen, die einzig richtige Lösung der endlich einmal in Fluß. die Frage noch unbeantwortet, wie der ältere Niß, welcher " Judenfrage". Zwischen zwei Stühlen zu sitzen, ist bekanntlich keine nach dem Unglück entdeckt wurde, entstanden ist. Wie Diese glückliche" Lösung darf aber unter keinen Um- angenehme Lage( denn von einer& te l I ung kann da die Rede alt war das Rad? Wie alt war der Bruch? ständen durch Zwischenfälle erschwert werden. nicht sein), und wir wundern uns deshalb nicht, daß Herr Jene Frage läßt sich genau, diese wenigstens annähernd Die russischen Juden haben freilich ein sehr trau- v. Caprivi seinen guten Humor und seine einst so ausgesuchte beantworten. Es gilt festzustellen, ob der ältere Bruch riges Schicksal, wie ihnen die feinfühlende„ Schlesische Feinheit der Form und Höflichkeit des Tones mehr und schon vorhanden war, als das Rad geliefert Beitung" ausdrücklich attestirt, sie sind beklagenswerth und mehr einbüßt. Sich im Widerspruch zu wissen mit den wurde. Diese Frage die Kern frage- wird von durchaus berechtigt Rußland zu fliehen, aber nach ernstesten Wünschen und Forderungen der breiten Volks- dem Dementi der„ Kölnischen Volkszeitung" gar nicht beDeutschland dürfen sie unter feinen Um- massen ist an sich schon sehr fatal für einen Staatsmann- rührt. zu liebe " und Zum geistigen Kampf. Die kapitalistischen Blätter leisten sich folgenden Waschzettel: stäuden hinein. Die Regierung Bismarc's war wenn aber gleichzeitig von hinten und aus dem Hinterhalt Die Handwerkerkonferenz ist gestern Vormittag im die boshaftesten und gehässigsten Angriffe kommen, und Reichstagsgebäude zusammengetreten. Es sind sämmtliche ungeheuer weise und stand ganz auf der Höhe unserer" gerade die Kreise, denen zu Liebe die Popularität geopfert eingeladene Handwerkervertreter, 20 an der Bahl, erschienen. Kultur, als sie vor einem Jahrzehnt ihnen und dem gleich- wird, sich nichts weniger als dankbar erweisen, sondern Die Regierung hat zu der Konferenz 8 Kommissare gesandt. zeitig zuströmenden polnischen Element unfre Grenzen sogar mit dem Haupt der gefürchtetsten Opposition konfpi- Auf Antrag des Reichstags- Abgeordneten Biehl beschloß sperrte. Wenn unsere Regierung von heute die deutschen riren dann muß freilich auch für einen Herrn v. Caprivi die Konferenz, den Mitgliedern vorläufig volle GeheimOstgrenzen wieder unsern nothleidenden Großgrund- die Gemüthlichkeit aufhören. haltung über die gepflogene Debatte zu gebieten. Dieser bestzern, den hochadligen schlesischen Vielthaler- Millionären, Desto gemüthlicher fühlt sich der Ex- Reichskanzler; Beschluß würde die„ Konferenz" kennzeichnen, wenn sie nicht für polnische Arbeiter geöffnet hat, er läßt das Gerücht verbreiten, daß er krank sei wie durch Herrn Biehl bereits hinreichend gekennzeichnet wäre. so darf dieser Liberalismus ja nicht auf die russisch- immer, wenn er eine besondere Thätigkeit entfaltet polnischen Juden damit das läßt, mit Hilfe seiner Breßkosaken, einen wahren Wolfenausgedehnt werden; bruch von Angriffen und perfiden Insinuationen über seinen jüdische Element in Deutschland ja nicht etwa ge- Nachfolger und dessen Freunde herabschütten. kräftigt und der christlich- germanische Judenassimilations- Nebenbei enthüllt er der Welt, was er Alles noch geprozeß ja nicht gestört werde, müssen die beklagenswerthen, than haben würde, wenn er noch Reichskanzler geblieben von russischer Brutalität Vertriebenen, deren Voreltern wäre! Wie Napoleon auf St. Helena, posaunt Bismarck von deutscher Brutalität vor 1000 Jahren aus Deutsch- durch sein Organ aus, was man alles verloren hat, land nach Polen gejagt wurden, ins Elend, weit, weit indem man ihn aufs Trockne setzte. Die Selbsteinhinaus, giebt es doch noch, wie die Schlußsäße des großen schätzung und die Deklarationspflicht der Steuerzahler hätte Leitartikels ihnen mittheilen, noch unendlich viele, weite, er eingeführt, und so Skandale wie den Bochumer unfruchtbare, faft unbevölkerte Gebiete in fremden Welt- möglich gemacht. Die soziale Frage hätte er gewiß gelöst; theilen", aber im Deutschen Reiche" er hätte seine Neigung, Millionäre zu züchten, befriedigt, wo sich die zugleich aber gesorgt, daß alle Menschen Millionäre wer Juden, nach dem Zeugniß der Schlesischen den; die Kornzölle würde er weiter erhöht und zugleich Beitung", so eingerichtet haben, daß sie sich„ Ansehen" recht billiges Brot geschaffen haben; er würde fortgefahren verschafft, durch Betriebsamkeit und Bildungseifer, Ge- haben, Bleichröder zu protegiren, den Wucher abzuschaffen, meinsinn und Wohlthätigkeit" ausgezeichnet, hervor- bie Großindustrie zu begünstigen und das kleine Handwerk ragendste Gelehrte und distinguirteste hohe Staats- zu einer nie gekannten Blüthe empor zu heben. Alles, beamte" hervorgebracht haben, ist, wie in ein alles würde er gethan haben, die Welt hätte er in Staunen und demselben Athem die vornehme Schlesische und Bewunderung versetzt, wenn man ihn nur noch ein Zeitung" auf das Nachdrücklichste betont, ist kein Boden, Bischen hätte Reichskanzler sein lassen! Und da läßt man kein Raum mehr für Fremdlinge dieses Schlags". Das nun den großen Reichs- Gründer, einen zweiten Belifar, in seiner Verlassenheit in Friedrichsruh sizen mit seinen ist unsere" Kartellkultur, das ist die Kultur, die Kenntnissen", die er nicht verwerthen kann zum Schaden unsere besitzenden und herrschenden Klassen werth und der Menschheit im Allgemeinen, und des deutschen Volks im würdig macht der Erbschaft jener christlichen Barbaren, Besonderen. welche die Juden dereinst aus Deutschland nach Polen vertrieben haben und jetzt aus Rußland vertrieben. " 1 " " Wir aber, die wir die Kultur auf das hehre Fundament der Gleichheit alles dessen, was Menschenangesicht trägt, erheben wollen, danken für diese gleichviel ob christlich- germanische oder christlich- russische Kultur, und gedenken dafür zu sorgen, daß alles, was ihrem Wesen entspricht, ausgerottet werde mit Stumpf und Stiel! Politische Ueberlicht. Berlin, 16. Juni. Die Landtags- Seffion wird voraussichtlich am Ende der Woche geschlossen werden. Sie sollte große Reformen" bringen, und hat nur ganz winzige Kompromisse gebracht, welche die Mißstände, deren Beseitigung es galt, fast unberührt gelassen haben. Daß, was wir gleich zu Beginn der Session sagten, mit diesem Landtag keine Reform durchzuführen sei, auch wenn die Regierung den ernstlichen Willen hätte, das dürfte inzwischen wohl Jedem klar geworden sein. Große Reformen" und Landtag auf Grund " gegen Ambros zu stimmen, wie hätte sie verzagen sollen, da sie nun Wolfs schönen Brief erhalten hatte!" Die gestern nach einem Wolff'schen Telegramm über den Radbruch bei Sonnborn lautet wörtlich: erwähnte Notiz der Kölnischen Volkszeitung Unter den Forderungen der Sozialdemokraten spielt unaufhörlich die gesetzliche Einführung eines MarimalArbeitstages eine hervorragende Rolle. Es ist in den Langwierigen Verhandlungen über das Arbeiterschutzgesetz im Reichstag wenig beachtet worden, daß auch diese Frage eingehenden Erörterungen und einer für absehbare Beit endgiltigen Lösung unterzogen worden ist. Dies geschah für Arbeiterinnen über 16 Jahre durch die wichtige Neuerung der Festsetzung eines Maximal- Arbeitstages von elf Stunden. Dagegen hat das Gesetz von einer gesetzlichen Feststellung des Marimal- Arbeitstages für männliche Arbeiter Abstand genommen, doch soll durch Beschluß des Bundesraths für solche Gewerbe, in welchen durch übermäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, die Dauer der zulässigen täglichen Arbeitszeit und der zu gewährenden Pausen vorgeschrieben werden können. Die von den Sozialdemo traten beantragte gefeßliche Einführung eines zehnstündigen, später auf acht Stunden herabzusehenden Marimal Arbeitstages für erwachsene männliche Arbeiter wurde von den verschiedensten Seiten als undurchführbar, bezw. die Arbeiter selbst schädigend, bekämpft. Die sozialdemokratischen Redner ließen deutlich erkennen, daß es ihnen dabei nicht allein um einen Schutz gegen übermäßige Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern mehr noch um eine Regelung der gesammten wirthschaftlichen Produktion zu thun ist, die bei Herabsehung der Arbeitszeit eine Steigerung des Lohnes und die Schaffung von Arbeitsgelegenheit für die bisher Arbeitslosen bewirken soll. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt; das Zentrum zog einen Antrag auf Einführung eines elfstündigen Maximal- Arbeitstages zurück." Thatsache ist, daß die Sozialdemokraten Elberfeld, Montag, 15. Juni, 11,8 Vorm.( Gigener wie das seiner Beit durch eine Polemit, welche anläßlich Drahtber. der Köln. Volksztg.") Das im vorigen Jahre bei einiger, den Parteistandpunkt scharf vertretenden Artiket Sonnborn( zwischen Elberfeld und Vohwinkel) vorgekommene Liebknechts im ,, Sozialdemokrat" auch dem größeren Publikum große Eisenbahn- unglück ist allerdings auf den Bruch bekannt wurde, die Ansicht, die gesammte wirthschaftliche Eisenbahn- Unglück eines neuen Gußstahlscheiben- Nades, welches der Bochumer ,, Die Fluktuirung der Bevölkerung ist eine Haupts Gußstahl- Verein geliefert hatte, zurückzuführen. Produktion lasse sich vermittelst eines Normal- Arbeitstages Judeß hat dieses Wert, wie die angestellten eingehenden Unter- regeln, als Utopie betrachten. fuchungen zweifellos festgestellt haben, keinerlei Schuld. an diesem Bruche. Der Bochumer Gußstahl- Verein erzeugt solche Gußstahlscheiben- Räder, d. h. also das ganze Rad( ein- ursache der sozialen Schäden der Neuzeit", diese Weisheit fchließlich Reifen) aus einem Stück gegossen, schon seit gab im Herrenhause der Freiherr v. Wendt fund. Die sehr langer Zeit, mindestens seit zwanzig Jahren, und zwar Herren Wendt und Genossen wünschen nichts Sehnlicheres, bedeutenden Mengen zur größten Zufriedenheit der als den Arbeiter an die Scholle gebunden und betreffenden Eisenbahn Verwaltungen, welche sowohl die damit auf Gnade und Ungnade der Willkür des Herrn Sicherheit, als auch die sehr geringe Abnutzung der in Räder loben. In dem Falle bei Sonnborn hat sich aber preisgegeben zu sehen. Die Einführung der Leibeigenschaft herausgestellt, daß das betr. Rad, entgegen der Vorschrift des ist ihr Jdeal, dazu hohe Kornzölle, Schnaps- und ZuckerEisenbahnministeriums, unter einen Bremswagen gesetzt war, prämien, Steuerbefreiung und die fettesten Pfründen im so daß man von vorn herein hätte annehmen dürfen, daß eine Staatsdienst, dann würden für die Herren die sozialen Materialverschiebung durch das Bremsen und also zur ge- Schäden der Neuzeit gehoben sein! gebenen Zeit auch ein Bruch eintreten tönnte. Der Fehler ist also nicht vom Bochumer Gußstahl- Verein, sondern von einer Waggonfabrik oder von Eisenbahnangestellten gemacht worden. Der allgemeine deutsche Schulverein tagte in Diesen Tagen in Magdeburg, b. h. er erging sich in phrasenJerg kehrte sich seine gereizte Stimmung, wobei er gewöhn mußte, hereinzuziehen: es wären ihrer Beider Interes jedoch lich den Kürzeren zog. Denn Jerg war geistig viel gewandter essen, für die er kämpfte. Lisei lehnte Bei der Kapelle von Monthan verließ sie den Wagen, und schlagfertiger als er; doch suchte er den Alten zu entschieden ab, sich einzumischen; jedoch beschwor sie der weiter nach St. Vigit fuhr, und ging zu Fuß auf den schonen, so weit es seine Lust an boshaften Stichen ge- Ferg unter vier Augen, nicht so hartnäckig auf seinen Klosterhof. Auf der überwölbten Vortreppe Vortreppe fand stattete. Der Klosterbauer sollte nur seine Ueberlegenheit inne Forderungen gegen den Vater zu bestehen. Sie erreichte sie den Vater Vater und Jerg. Der Vater saß feine werden; denn er sah sehr wohl ein, daß er von vorne herein damit natürlich nichts. Wenn sie aber etwa noch einen Pfeife rauchend auf der Bank, während Jerg mit den Hän- vorbauen mußte, wenn er von dessen despotischer Natur Zweifel hegte, daß nicht sie, sondern ihr Mahlschatz es war, den in den Hosentaschen an der steinernen Thüreinfaffung nicht für alle Zeit unterjocht werden wollte. Er trachtete den erg begehrte, so mußte er jetzt schwinden und er Lehnte. Die Unterhaltung zwischen ihnen mochte nicht er aber nicht nur danach. schwand. Jerg aber fuhr fort, sich gegen sie zu betragen, freulicher Art gewesen sein, denn der Klosterbauer blies hastig große Rauchwolten von sich. Du kommst just recht," empfing Jerg seine Braut, in dem er sich aus seiner bequemten Stellung aufrichtete. Ich hab's eben mit dem Vater abgesprochen, daß in vier Wochen unsere Hochzeit sein soll. Morgen bestell' ich das Aufgebot." waren. " Und just deshalb, Klosterbauer, weil Ihr mir über- als ob er nichts wie ihre Hand verlangte. Scheute er fich legen seid, deshalb müssen wir's gerichtlich abmachen, was vor sich selbst, ohne Maste aufzutreten, oder scheute er die jeder von uns von dem Andern zu fordern und ihm zu klaren ernsten Augen Lisei's, der die Verlogenheit oder leisten hat," nahm Jerg nach einer kleinen Pause wieder Heuchelei seiner Gefühle noch schrecklicher als seine Habsucht das Wort und lenkte damit auf den Gegenstand zurück, war? Lisei's Bestimmtheit bei aller Milde, ihre sittliche in dessen Besprechung sie von Lisei unterbrochen worden Gehaltenheit brachten ihn oft zu einem inneren Zähneknirschen. Es war nur gut, daß der Tag näher und näher Er legte den Arm um ihre Taille und spitzte den Jerg stand ihm nicht mit leeren Händen gegenüber. tam, an dem er ihr den Daumen würde aufs Auge drücken Mund. Sie aber drängte ihn von sich, indem sie mit gespann- Es war ihm gelungen, seinen durch das häusliche Unglück können. tem Blick den Vater anschaute. Das Gesicht des Kloster- gebeugten Vater dahin zu bringen, daß er ihm seine Aecker Die Hochzeitsbitter, mit Blumensträußen und bunten bauers wurde noch mürrischer, doch sagte er kein Wort. und Wiesen, die von dem Klosterhofe bequemer als von Bändern aufgeputzt, wanderten durch das Thal und sagten " Ich bin mit allem zufrieden, was der Vater be- der Schneidemühle aus zu bewirthschaften waren, abgetreten auf den Höfen der Großbauern, auf der Oberförsterei und stimmt," äußerte Lisei und ging in das Haus, um ihr hatte. Nur einen kleinen Theil des Landes hatte der alte vor der Frau Landrichter ihre Einladungssprüchlein her. gutes Beug, das sie zur Fahrt angelegt hatte, gegen ihre Arigaya sich vorbehalten und da der Vertrag darüber in Auf die Pfarre von St. Martin kamen sie nicht. Lifei Werktagstleider zu vertauschen. Die Stiege ächste un den nächsten Tagen abgeschloffen werden sollte, so verlangte war zugegen, als die Liste der Gäste zwischen ihrem Vater gewöhnlich laut unter ihren Füßen. Jerg, daß bei dieser Gelegenheit auch gleich sein Verhältniß und Ferg festgestellt wurde, ihr Bruder Hannes blieb von Du hast's ja wirklich eilig, als ob die Lisei Dich zu dem Klosterbauer rechtskräftig geregelt würde. Beiden unerwähnt und auch sie schwieg. Als aber Jerg vom Strick frei heirathen soll," brummte der Klosterbauer. Der Klosterbauer aber fuhr fort, gegen jede schrift an diesem Abend nach Hause ging, gab sie ihm das Geleit Nein, es ist blos, weil ich nicht zeitig genug zu fo liche Abmachung überhaupt sich zu sträuben. Wozu brauchte bis vor die Thür und dort sagte sie: einer Krone von Schwiegervater kommen kann, wie der es dessen? Sein Testament würde gemacht und bis zu seinem Klosterbauer es ist," gab Jerg spöttisch zur Antwort, in- Tode würde Jerg ganz als Sohn auf dem Hofe schalten und walten, dem er sich wieder gegen den Thürpfosten lehnte. Wäre sein Wort etwa nicht eben so gut wie des Kaisers Siegel? Jerg bestritt dies nicht, nur meinte er, des Kaisers Siegel hätte auch nur Werth auf dem Papier. Geschäft wäre Potz Tausend, da hast Du Recht! Nein, wie Einer Geschäft. Er war zähe, der Klosterbauer war es nicht auch so vergeßlich sein kann," rief Ferg mit den Fingern minder, und so dauerte denn der Streit manchen lieben schnalzend. Abend fort. Weder die väterlichen Gefühle, noch die Ver- Gieb Dir keine Mühe, mich täuschen zu wollen," verDergleichen Scharmütel waren zwischen Beiden nichts sprechungen, noch der Grimm des Klosterbauers machten auf setzte Lisei. Hannes würde auch nicht kommen, selbst Seltenes, seitdem Lifei eingewilligt hatte, Jerg zu heirathen. Ferg Eindruck, und er ruhte nicht eher, als bis er alles, wenn Ihr ihn um der Welt willen einladen wolltet. D, Jerg, Aller Groll über seine durch Ambros zerstörten Hoffnungen Bunkt für Punkt, Schwarz auf Weiß hatte. Er versuchte Jerg, warum bist Du nur so falsch gegen mich?" Bei Gott, Lisei, Du thust mir Ünrecht," begann er gohren in dem Klosterbauer noch einmal auf und auch gegen auch Lisei, die wider Willen Ohrenzeugin des Streites sein Der Alte warf unter seinen überhängenden Brauen einen bösen Blick auf ihn, und er versetzte trocken: Nein, wahrhaftig, Klosterbauer, so feine Späße wie Ihr, frieg' ich nicht fertig. Ihr seid freilich den Leuten in allen Stücken überlegen." Einen Gast, an dessen Einladung Du zuerst hättest denken sollen, hast Du vergessen: meinen Bruder, den Herrn Kuraten!" haften Reden. Der Verein hat besonders das bedrängte verlangt und 3/10 des Lohnes als den höchsten Betrag fest- Die Versammlung beschließt, das Stadtverordneten- Kollegium Deutschthum in Desterreich im Auge und rühmt sich seiner setzt, der vom Lohne zurückgehalten werden darf. zu ersuchen, dasselbe wolle in Anbetracht des allgemeinen großen glänzenden Wirksamkeit für die deutsche Schule in Dester- Dieses Gesetz beweist, wie weit die stolze Republik Mothstandes und der ungünstigen Ernte Aussichten bei dem reich, die ihm sogar den Dank des österreichischen Kriegs- Frankreich noch in der Arbeitergesetzgebung zurück ist. Reichskanzler um die sofortige Suspension und demnächstige Aufministers zugezogen. Wenn man bedenkt, wie in ganzen Der französische Senat hat mit 209 gegen bebung der Getreidezölle einkommen." Gegenden das Deutschthum in Desterreich zurücktritt, dann 25 Stimmen seinen Beschluß, die Herabsehung der Ge- Goldlauter bei Suhl. Am Sonntag, den 14. Juni, fand gehört die ganze nationalliberale Hohlheit dazu, um sich mit treidez ölle unverzüglich eintreten zu lassen, aufrecht hierselbst Nachmittags 1/24 Uhr eine sehr zahlreiche, von über feiner Pfennigsthätigkeit so aufzublühen wie es der Schul- erhalten. Die Kammer will dieselbe bekanntlich erst vom 250 Personen besuchte Boltsversammlung statt, welche nach einem verein thut. Der nationalliberale Schwindel trägt vor 1. August eintreten lassen und hat die vom Senat beschlossene des Genossen Beu 3- Berlin über die Kornzölle und die Biele 21/ 2stündigen, nur durch eine kurze Pause unterbrochenen Referat allem die Schuld an dem Rückgang des Deutschthums in Aenderung verworfen. Da der Senat trotzdem seinem der Sozialdemokratie" einstimmig die vom Parteivorstande Defterreich. Die Bismarck'sche Politit, die als so vor früheren Beschluß treu bleibt, muß die Vorlage jetzt zum vorgeschlagene Resolution gegen die Kornzölle annahm und durch wiegend national gerühmt wird, war nichts weniger als dritten Male an die Kammer verwiesen werden. Wie noth- ihre große Begeisterung fund gab, daß sie mit aller Energie deutsch; die möglichste Verpreußung Deutschlands war ihr wendig eine Herabsehung der Zölle ist, zeigt die vom für die befreienden Biele der Sozialdemokratie zu wirken ge= Ziel, um deffetwillen man nicht nur das Deutschthum im französischen Müllerverbande angestellte Enquete. Nach der willt ſei. Auslande preisgab, sondern geradezu zu seiner Vernichtung selben wird das diesjährige Ergebniß der Getreide- Ernte in den Anreiz gab. Die Früchte sieht man jetzt nicht nur in Frankreich auf 83 Millionen Hektoliter geschätzt, d. i. Desterreich, sondern mehr noch in Rußland. Ueber die Lage des Deutschthums in den russischen Ostsee- Provinzen schreibt die Münchener Allgemeine Zeitung": " 31 pCt. weniger als im Vorjahre. Der Import dürfte über 40 Millionen Hektoliter betragen. Vorausgesetzt, daß die Witterung die Ernte nicht weiter ungünstig beeinflußt, würde der Import bei dem Durchschnittspreise von 22 Frts. per Hektoliter 925 Millionen erfordern. Die Bollkommission genehmigte ein Amendement, wo nach der für die Fabrikation des zu exportirenden Alkohols bestimmte Mais zeitweilig zollfrei importirt werden solle. " Die öffentlichen Schulen sind bereits vollständig ruffifizirt, die deutschen Lehrer sämmtlich verdrängt und auch den Privat schulen ist der Unterricht in deutscher Sprache nur noch in bestimmten Fächern gestattet. Bei allen Gymnasien sind griechischorthodore Rapellen eingerichtet worden und in den protestan tischen Volksschulen ist die Erlangung der Wehrpflichtsrechte, die mit Absolvirung der Schule verbunden sind, von der TheilIm Kanton Tessin( Schweiz) hat die Volks nahme am russisch- orthodoxen Religionsunterricht abhängig gemacht worden. Die Zahl der zu Gefängniß oder Verban abstimmung über die Verfassungsrevision stattgehabt; nung verurtheilten Geistlichen steigt stetig, und der Bar hat dieselbe wurde mit 16 900 Stimmen beschlossen. Für die neuerdings die von den russischen Gerichten gesprochenen Revision durch den Verfassungsrath wurden 9250, für eine Urtheile noch von sich aus verschärft! Das sind Zustände, solche durch den großen Rath 8300 Stimmen abgegeben. die jede Lebensfreudigkeit lähmen und auch in den Ostseepro- Die Verzögerung der Volksabstimmung über die Verfassungs vinzen immer mehr den Gedanken an eine Auswanderung revision durch die ultramontane Regierung hatte bekanntlich wachrufen. Kann der Adel sich noch auf seinen Gütern beim September v. J. den Anlaß zu dem liberalen Putsch haupten, so ist dem Bürgerstande das Fundament seiner Existenz entzogen, seit die Arbeit in Schule, Justiz und Admi- gegeben. nistration nicht nur von der Kenntniß der russischen Sprache, sondern auch von der Zugehörigkeit zum slavischen Stamme und zur russisch- orthoboren Kirche in Abhängigkeit gesetzt wird. Bei der Zähigkeit des Menschenschlages, der diesen Ansturm des russischen Fanatismus zu tragen hat, läßt sich ein EndDer Baccarat Skandal fand ein kleines pickwickisches termin für die völlige Ruinirung des Landes zwar nicht nennen, wohl aber sieht man diesen Ruin mit Sicherheit vor- Nachspiel im englischen Unterhause. Der StaatsDa die Gumme dieser Verhältnisse teine Stärkung, fon- fekretär des Kriegsamts, Stanhope, erklärte, daß das Heeres: dern eine Schwächung Rußlands bedeutet, könnte ja bei der reglement bestimme, daß jeder Offizier, dessen Betragen als gegen uns herrschenden Feindseligkeit der öffentlichen Meinung Offizier und Edelmann öffentlich angegriffen wird, dieses Rußlands Deutschland mit dieser Entwicklung ganz zufrieden seinem Vorgesetzten zu unterbreiten habe. Dieses Reglement sei fein. Vergessen läßt sich aber nicht, daß es Fleisch von unserm jedoch nie speziell zur Kenntniß des Prinzen von Wales geFleisch ist, das in den Ostseeprovinzen jener Barbarei zum bracht worden; jetzt ermächtige ihn der Prinz, in seinem Namen zu erklären, daß er seinen Irrthum erkenne, Cumming nicht sofort aufgefordert zu haben, den Fall seinem Vorgesetzten zu unterbreiten. aus. Opfer fällt." Auch für Jrland ist das Ausnahmegesetz abgeschafft worden. Nur für drei Grafschaften bleiben die alten Bestimmungen noch vorläufig in Kraft. Herford, 15. Juni. Gegen die Getreidezölle wurde hier am Sonnabend den 13. b. M. eine öffentliche Bolts versammlung abgehalten. Nach einem ausführlichen Referate des Genoffen Slomte- Bielefeld wurde die Resolution des Parteivorstandes einstimmig angenommen. Gleichzeitig wurde aber auch beschlossen, den Magistrat und die Stadtverordneten von Herford zu ersuchen, auch ihrerseits zu den Getreidezöllen Stellung zu nehmen und die sofortige Abschaffung derselben zu verfangen. Gießen, 14. Juni. Am Donnerstag den 11. Juni hierselbst eine öffentliche Versammlung statt mit der Tagesordnung: Die sucht war. Nach einem Referat vom Genossen Orbig wurde die Reichsregierung, die Kornzölle, welche von ca. 350 Personen beResolution einstimmig angenommen. besuchten Volksversammlung referirte am Sonnabend Abend GeOffenburg, 15. Juni. In einer von über 300 Personen nosse Ag st er von Stuttgart über die Brotvertheuerung durch die Kornzölle und die Reichsregierung". In zirka 1/ 2stündiger Rede geißelte Redner scharf das Verhalten der Regierung und erntete für seinen ausgezeichneten Vortrag reichen Beifall. Zum Schluß wurde die vom Parteivorstande vorgeschlagene Resolution einstimmig angenommen. Am Dienstag wird Agster in der Hochburg der Sozialdemokraten, in St. Georgen, sprechen. Marwig, 13. Juni. Eine heute dahier tagende ungefähr 200 Theilnehmer zählende Versammlung, in welcher Genosse Getreidezölle einstimmig an. Wenzel- Berlin referirte, nahm die Protest- Resolution gegen die 400 Personen besuchte Volksversammlung nahm nach vorherCremmen, 14. Juni. Die heute dahier tagende von circa 400 Personen besuchte Voltsversammlung nahm nach vorhergegangenem Referat des Genossen Wenzel- Berlin die ProtestResolution einstimmig an. versammlung nach einem Referat des Reichstags- Abgeordneten Geyer die Protestresolution einstimmig angenommen. In Wurzen wurde in sehr zahlreich besuchter Boltshier am 13. Juni eine sehr gut besuchte Volksversammlung statt, Loschwitz bei Dresden, 15. Juni. Gegen die Kornzölle fand in welcher die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution einstimmig angenommen wurde. Die Träger des nationalen Gedankens in DeutschTand haben freilich eine Genugthuung in der Judenaus treibung, um deretwillen sie dem russischen Väterchen auch Eine sehr milde Form des Tadels und der Buße. die Drangsalirung der Deutschen verzeihen. Die Nationalsten unserer Nationalen sind es ja lange gewohnt, in der russischen Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten besuchte Boltsversammlung nahm nach einem Referat des ReichsHohenstein- Ernstthal, 13. Juni. Eine von 600 Personen Knute etwas„ Providentielles" zu erblicken, vor dem sie sich und England betreffs ihrer Nechte im Behrings meer tags- Abgeordneten Mar Schippel die Protestresolution einin Demuth beugen. ist durch Abschluß eines Vertrages erledigt, durch welchentags- Abgeordneten Aus Paris wird die Verhaftung des Anarchisten" der Robbenfang im Behringsmeer bis zum Mai 1892 Morph gemeldet. Besagter" Anarchist" ist eine der untersagt wird. Die englischen Delegirten sind ermächtigt, tag je eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr Walther schmutzigsten Kreaturen Boulanger's und hat notorisch sich nach den Behringsinseln zu begeben und die Streitfrage lange Zeit mit der Polizei in Beziehungen gestanden, die an Ort und Stelle zu studiren, um das Ergebniß ihrer Ernoch nicht beendigt zu sein scheinen. fahrungen bei eventueller Bildung eines Schiedsgerichts diesem zu unterbreiten. an. In Großdenben ebenso wie in Zwenkau fand am Sonnmay über die Getreidezölle und die Reichsregierung, sowie über ay über die Getreidezölle und die Reichsregierung, sowie über die bevorstehenden Landtagswahlen referirte. Beide Bersammlungslokale waren überfüllt und nahmen einstimmig die ProtestResolution an, welche der Reichs- und der sächsischen LandesRegierung unterbreitet werden soll. Aus Oesterreich) kam dieser Tage eine sonderbare Mär so sonderbar, daß sie fast unglaublich schien - sie ist aber wahr, wenn auch noch immer ein Räthsel; Neueste Nachrichten. Nach eine Depesche aus Wien Dresden. In einer im Trianon" am Sonnabend stattgewenige Tage, nachdem die österreichische Regierung den ist ein Journalist Maximilian Kannemann- wegen habten bichtgefüllten Protestversammlung gegen die Fortdauer der Reichsrath ein toll drakonisches Sozialistengesetz vorgelegt sozialistischer Umtriebe" verhaftet worden. Man sieht wie Getreidezölle referirte Genosse Goldstein. Sein Vortrag hatte, ohne das sie nicht für die Sicherheit des Staats recht wir hatten vor Wunderglauben zu warnen. wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Zum Schluß wurde garantiren zu können erklärte, veröffentlichte sie urplötzlich Die Kölnische Zeitung" theilt mit, daß auf Bitte der angenommen und an dieselbe noch der Zusatz geknüpft, daß die mit allen gegen eine Stimme die Resolution des Parteivorstandes ein Dekret, durch welches das bisherige Ausnahme- Schweiz der Reichskanzler v. Caprivi anordnete, Bersammlung die Umwandlung der Dinge von Grund aus für gesetz tnall und fall aufgehoben wurde. Nun haben die daß für die Dauer der durch den Brückeneinsturz verur- nothwendig erkläre und zunächst die Umgestaltung der PrivatDesterreicher seit 48 Stunden gar kein Ausnahmegesek sachten Unterbrechung der direkten Linie Paris- Wien über wirthschaft des Grund und Bodens in eine sozialistische Gemeinob der Staat inzwischen zu Grund gegangen ist? Und wie Belfort- Basel alle aus Paris kommenden Reisenden mit wirthschaft fordere. ist der plötzliche Wechsel zu verstehen? Die Annahme, direkten Billeten bis Basel und darüber hinaus, welche jetzt Würzburg, 15. Juni. In einer gestern Vormittag in der daß die österreichischen Minister über Nacht- Staats über Mülhausen- Basel fahren müssen, bei Ueberschreiten Mainaussicht" hierselbst abgehaltenen öffentlichen Versammlung, männer geworden seien, ist von vornherein ausgeschlossen. Der elsässischen Landesgrenze von der Paßpflicht entwelche sehr stark besucht war, referirte Genosse Dehme aus NürnDie Zeit der Wunder ist vorbei. bunden sind." berg über die Getreidezölle und die Reichsregierung". Die Resolution gelangte einstimmig zur Annahme. In der Versammlung waren sämmtliche Parteien vertreten. Nachdem noch an Drechsler Martin Bachmann zum Vertrauensmann für den WahlStelle des von hier verzogenen Vertrauensmannes Genosse kreis Würzburg einstimmig gewählt war, wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemotratie geschlossen. Der französische Ministerrath genehmigte heute einen Gesetzentwurf über den Arbeitslohn, welcher die Lohnzahlung mindestens zweimal monatlich *) Siehe Leitartikel vom Sonnabend, den 18. Juni 1891, mit dem Tone erheuchelter Entrüstung; doch sie fiel ihm, ihre schmerzliche Bewegung niederkämpfend in das Wort: Wenn die Nachricht sich bestätigt, ist hoffentlich der Anfang zur Abschaffung der ganzen elsassischen Baßplackerei gemacht, durch die Deutschland weder sein Ansehen erhöht, noch seine Interessen gefördert, wohl aber den Feinden des Friedens und der Völkerversöhnung kräftig in die Hände gearbeitet hat. UA Gegen die Koruzölle. Sprechlaal. Du weißt, was Du mir gelobt hast und ich wollte Dir nur Eines sagen. Kannst Du es nicht begreifen, warum Der Vertrauensmann und die Bokalfommission von Wilmersich mich entschlossen habe, Deine Frau zu werden, so sollst Reinickendorf. In Tegel fand eine stark besuchte Protest- femmens der am 13. Juni in Pitsch's Voltsgarten tagenden öffentdorf sehen sich infolge des Aufsehens, das die Art des ZustandeDu doch wissen, daß ich nicht ruhen noch rasten werde, bis versammlung, in welcher Genosse Knauf referirte. Die Re- lichen Volksversammlung selbst unter auswärtigen Genossen es mir gelungen ist, den Vater mit meinen Brüdern und solution fand einstimmige Annahme. macht, genöthigt, von dem Einberufer derselben Aufklärung über Stafi auszusöhnen. Du kennst jetzt den einzigen Weg, der Friedenau. In einer stark besuchten Protestversammlung die Gründe, die ihn veranlaßten oder berechtigten, mit dem Bezu meinem Herzen führt. Gute Nacht!" Sie ging in das Haus zurück. Jerg kniff die Unter- sprach Zubeil- Berlin gegen die Kornzölle. Die Resolution wurde siger eines von der Lokalkommission gesperrten Lotals in Untereinstimmig angenommen. handlung zu treten, und ohne Wissen und ohne die Zustimmung des Vertrauensmannes und der Lokalkommission in dem bePersonen besuchte sozialdemokratische Boltsversammlung statt. Dem dem Ginberufer bekannt war, daß die Lokalkommission im Belten, 12. Juni. Heute fand dahier eine von ca. 7-800 treffenden Lokale eine derartige Versammlung abzuhalten, troßin derselben referirte Genosse Wenzel- Berlin und fand die Einverständniß mit den Genossen beschlossen hatte, mit dem BeBrotest- Resolution hierauf einstimmige Annahme. fizer des Lokals, Herrn Pitsch, nicht mehr in Unterhandlung zu treten, so lange derselbe noch im Besitze der Konzession für dasfelbe ist. lippe zwischen die Zähne und ballte die Fauft. Er war wüthend auf Lisei und wüthend auf sich, daß er sich von ihr solches stillschweigend hatte bieten lassen. Aber sie sollte noch nachträglich ihre Antwort erhalten und als er die Straße nach Monthan hinunter eingeschlagen hatte, blieb er stehen, kehrte sich gegen das Haus zurück und stieß einen Lauten Juchezer aus. Lifei schickte ihrem Bruder Hannes einen Boten mit einem Bettel. Darauf stand das Datum ihres Hochzeitstages. Straußberg. Eine für unser Kleines Städtchen äußerst zahlreich besuchte Versammlung( es waren etwa 3-400 Per fonen anwesend) fand am Sonntag Nachmittag zum Protest Die in öffentlicher Volksversammlung gewählte Lokalgegen die Kornzölle statt. Nach einem Referat des Ge- Commission ist der Ansicht, daß einzelne Genossen nicht das Recht noffen Rohrlack wurde, ohne daß sich Jemand als Gegner zum haben, in ihre Befugnisse einzugreifen, und dadurch die von der Wort gemeldet hatte, die vom Parteivorstande vorgeschlagene selben getroffenen Maßnahmen unbefugter Weise illusorisch zu Als der Morgen dieses verhängnißvollen Tages über Resolution mit folgendem Busaße einstimmig angenommen: machen. den Bergen zu grauen begann, verließ Lisei den Hof, auf Die Versammlung fordert die Regierung auf, zur Berathung dem noch Alles schlief. Auf der Vortreppe und an ihrem über die Abschaffung der Kornzölle den Reichstag unverzüglich Fuße lagen Scherbenhaufen von Flaschen und Töpfen, mit einzuberufen." benen am Abend zuvor der Klosterhof dem Brautpaare zu In Jüterbog nahm am Sonntag eine von 600 Personen Ehren von der lärmluftigen Jugend bombardirt worden besuchte Versammlung nach einem Referat von Dr. Lütgenau die war. Ueber das bleiche Gesicht Lifei's, die während der Resolution einstimmig an. Nacht kein Auge zugethan hatte, zuckte es schmerzlich: so Forst. In einer etwa 1000 Personen zählenden Volts- Verlag auch ihr Lebensglück in Scherben gleich dem Glase. fammlung, in welcher Genosse Meiner aus Berlin über die Doch sie mußte und wollte stark sein. Steten Fußes schritt Kornzölle sprach, wurde die Protestresolution gegen die Kornzölle sie durch die Morgendämmerung. Ihr Ziel war der Kirch einstimmig angenommen. hof von St. Vigil. Dort kniete sie am Grabe ihrer Mutter nieder und betete- betete lange und inbrünstig. Sie hatte der Todten viel zu vertrauen und ihr ganzes Herz bis in die geheimsten Falten schüttete sie vor ihr aus. Dieses Grab war ihr Delberg. ( Fortsetzung folgt.) Berden, 15. Juni. Hier in Verden und Gistrup sind Protestversammlungen abgehalten worden. Die Resolution wurde in beiden Versammlungen einstimmig angenommen. Vertrauensmann: Ferdinand Pisker. Lokalkommission: Wilhelm Winne, Friß Heinemann, Julius Orlob, Literarisches. „ Lichtstrahlen", Blätter für volksverständliche Wissenschaft und atheistische Weltanschauung. Zugleich ein literarischer Wegweiser für das Volk. Erscheint halbmonatlich in Heften à 20 Pf. Dresden, Verlag von D. Harnisch.- Soeben erschien das 18. Seft. Inhalt: Der Gottesglauben und sein einziger Feind. Ein Beitrag zur Diskussion über das Parteiprogramm. Wie Afrifa zivilisirt" wird. Bon H. M. Die industrielle Reserve- Armee. I. Miguel Serveto. Das Opfer eines protestantischen Glaubensgerichts. Aus der Zeit. Elberfeld. Die am Sonnabend Abend auf dem Johannisberg stattgehabte Protestversammlung war von ca. 2000 Per- Literarisches. Kleine Mittheilungen. Beilagen: Moderne sonen besucht, während eine große Anzahl keinen Eintritt mehr Feuilleton- Bibliothek: Albertine. Von Christian Krohg( S. 118 in dem dicht gefüllten Saal finden konnte. Nach einem Referate bis 120); Inferate. Die„ Lichtstrahlen" sind durch sämmtliche des Reichstags- Abgeordneten Harm wurde die Protestresolution Buchhandlungen und Kolporteure zu beziehen. Von der Post einstimmig angenommen. Desgleichen wurde folgender Antrag( Zeitungs- Preisliste Nr. 3624a) bezogen, beträgt der vierteljahreinstimmig angenommen: liche Abonnementspreis 1,35 M. Theater. Mittwoch, den 17. Juni, Opernhaus. Der Freischüß. Schauspielhaus. Die Anna- Life. Neue Welt, Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Heute, Mittwoch: Kinder- Fest mit Präfent- Bertheilung und Gratis- lebendes Schaaf. Verloosung. ein Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung Berliner Theater. Der Hütten- Von 4 Uhr Concert, Specialitaten. Inftige Schwiegermutter. am Donnerstag, den 18. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn besitzer. Deutsches Theater. Der Attaché. Nachm. ab: Puppentheater. Zum Schluß Pantomime: Die Bemter, Münzstraße 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Richard Wettrennen. Stangenklettern. Bonbonregen. Fackelzug. Baginsti. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreichen Letztere erhalten eine Müße, ein GeBesuch bittet Der Vorstand. schenk und ein Loos gratis. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Gutree 15 Pig. Kinder 10 Pig. 340/16 Wallner- Theater. Der verlorene Donnerstag: Nachtvorstellung Gerettys mit Feuerwerk. Verein zur Wahrung der Interessen der Gaft- u. Schankwirthe Th. Keller's Hofjäger Bergmannstr.- Ecke. Sohn. Das Modell. Bellealliance- Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend Theater. Berlin unter Wasser. Leffing- Theater. Cavalleria rusti Margot. Hof. 886L Hasenhaide Heute, Mittwoch, den 17. Juni 1891: mit Gratis- Verloosung( HauptBerlins und Umgegend. Versammlung am Freitag, den 19. Juni, Nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. cana( Sizilianische Bauernehre). Großes Kinder- Fest gewinne: 3wei Velocipedes) u. f. w. glieder. 2. Vereinsangelegenheiten. 5. Fragekasten und Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer MitGäste können durch eingeführt werden. Um zahlreiches und Adolph Ernst- Theater. Der ledige Warionetten. Zbes Militär- Concert E und Ballerinagelegenheit Frageaften und Verschiedenes. Fackelzug. Bengalische Beleuchtung. Der Vorstand. Kaufmann's Variété. Große Spe- Anf. 4 Uhr. Entree 15 Pf.( vorh. 10 Pf.) Kinderbillet nur an d. Kaffe. A. Proelich. pünktliches Erscheinen ersucht zialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Theater. Große Spezialitäten Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Etablissement Buggenhagen am Mittwoch, den 17. Juni, Abends 8 Uhr, in Gabel's Brauerei, am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bergmannstraße 5-7: General- Versammlung. 159/9 Achtung! Da auf Beschluß der Generalversammlung der Allgemeine Metallarbeiter- Verein Berlins und Umgegend aufgelöst ist, ersucht die unter237/12 find, bis zum 15. Juli 1891 bei Otto Klein, Rottbuser Damm 14, einzureichen. Später eingehende Ansprüche können nicht mehr berücksichtigt werden. Gleichfalls ersucht die Kommission alle diejenigen, welche noch Verpflichtungen dem Verein gegenüber haben, dieselben sofort zu begleichen, spätestens aber bis zum 15. Juli bei Otto Klein. Daselbst sind auch alle dem Verein gehörige Utenſilien abzuliefern. zeichnete Kommission, alle Forderungen, welche noch an den Verein zu stellen Tagesordnung: 1. Vortrag: Haben die Arbeiter Ansprüche auf Stebesgaben feitens des Staates? Referent: Genoffe Stadthagen, Reichstags Abgeordneter. 2. Diskussion. 3. Rechnungslegung des Kassirers und Abrech nung von der Matinee. 4. Wahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren. 5. Verschiedenes u. Fragetasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Zahlstellen befinden sich bei Otto Klein, Zigarrengeschäft, Rottbuser straße 12; Schmidt, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Luhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Ernst Wilschte, Bigarrengeschäft, Katzbachstr. 1 u. Junkerstraße 1; Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Grube, Damm 14; Scheuer, Reſtaurant, Gneisenauftr. 35; Haug, Hestaurant, Boech Passage- Panopticum. Mariendorferir. 10; Riefel, Reflautant, Schüßenſtr. 38; Böhland, Restaurant, Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier Bülowstr. 52; Graffunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung mit 4 Armen, der Maler und Anstreicher Berlins 4 Beinen. am Donnerstag, den 18. Juni, Abends 8 Uhr, 225/11 Die Liquidations- Kommission. J. A.: Joseph Hartmann. Arbeitsnachweis. Der Arbeitsnachweis für männliche Personen befindet sich: Stadtbahnbögen No. 103/104 am Alexanderplatz gegenüber dem Kgl. PolizeiPräsidium. Fernsprech Anschluß Amt V. 1263. 203M Der Arbeitsnachweis für weibliche Personen befindet sich: Klosterstrasse No. 97 an der KaiserWilhelmstraße. Fernsprech- Anschluß Amt V. 3235. Charlottenburg. Unserem Freund Hermann Pierau zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! daß beim Nachbar die Knobländer Polka tanzen. Die sogenannten Anarchisten von Charlottenburg. Prost Hermann. E Unserem Freund und Mitarbeiter Jul. Rhoneck zu seinem 30. Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! v. d. MitBartdame. in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Während sieſer Zeit tönnen sich die gliedern im Vorft. b. V. d. F. Vitreo ißt Coars, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Tages- Ordnung: 1. Das Resultat der Lohn- Statistit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 78b Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen ist nothwendig. Der Vertrauensmann. Castan's Panopticum. Verein der Lithographen, Steindrucker etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt Moabit 80-81. und Berufsgenossen Deutschlands. Donnerstag, den 18. Juli, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33: Die Bureaus sind geöffnet von 7Uhr Morgens bis 7hr Abends. arbeitsuchenden Personen in den an die Bureaus anstoßenden Sälen so lange aufhalten, bis ihnen Arbeit nachgewiesen ist. Die Gebühr beträgt 20 Pf. Die Herren Arbeitgeber werden um Meldung der offenen Stellen dringend gebeten. Der Vorstand des Zentralvereins f. Arbeitsnachweis. Dr. Freund, Magistratsassessor. 1 Mark 75 Pf. Mitglieder- Versammlung bie to beliebten grünt. Sommer- Jackets, der Berufsgenossen der Filiale 3, als da sind: Schleifer, Präger, Schläger u. f. w. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Schöpke. 2. Wahl eines Revisors zur Bentral Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. faffe. 8. Vereinsangelegenheit. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Te Roloffaler Jubel E der urkomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochen tags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf.- Kaffeeküche ist geöffnet. Voltsbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Grosser Ball. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographijdje Atelier sind neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 Pf. H. Schultze( mit'n B). Friedrichshagen. Freunden und Genossen empfehle meine Cigarren und Tabake eigenen Fabritats einer geneigten Beachtung. 1254 b Carl Maiwald. Musik. 1 Um zahlreichen Besuch bittet 281/18 Der Bevollmächtigte. Verein der Lithographen, Steindruder und Berufsgenossen Deutschlands. Filial- Versammlung der Lithographen Berlins am Mittwody, den 17. Inni, Abda. 8½ Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakob- Strasse No. 75. Zages Ordnung: 1 M. 50 Pf. Sommer- Waschhosen, Schulanzüge für Knaben von 2,75 M. 73b Nach langem Leiden verschied am 15. Juni, Vormittags 11 Uhr, mein lieber Mann, Vater und Großvater, der Maurer Wilhelm Pittack im 65. Lebensjahre. Dies zeige tiefbetrübt im Namen der Hinterbliebenen an. Wwe. Pittack. Die Beerdigung findet am Donnerstag, Den 18. Juni, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Hochstr. 46 aus nach dem Dankestirchhof statt. 887L Danksagung. Da ich mich außer Stande befinde, an, liefert der Zentral- Bazar für Herren- allen den lieben Freunden und Beund Knaben- Garderobe von[ 808 L fannten, welche durch so reiche SpenJulius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 139. Don Artistischden, ebenso durch ihr werthes perfönliches Erscheinen oder schriftliche Gras tulation meinen Jubeltag zu einem fo großen Ehrentag gemacht haben, perfönlich meinen Dant abzustatten, er laube ich mir hierdurch öffentlich Allen meinen herzlichsten Dank auszusprechen. A. Spannagel, Rendant. Grabdenkmäler Photographisches Atelier Carl Graefe, Berlin S., Prinzenstraße 11, empfiehlt sich den Freunden und Parteigenossen zur Aufnahme von Portraits, in Marmor, Granit, Syenit 2c. empfiehlt Gruppen, Landschaft. u. Reproduktionen. bei sauberster Ausführung, zu soliden Spez.: Vereine u. Gewerkschaftsgruppen. Preisen Auch zu Gruppenaufnahmen bei Land1. Geschäftliches und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Zukünftiger Vertrieb der„ Graphischen Breffe." 3. Grrichtung von Bahlstellen. 4. Wahl eines Revisors für die Zentralfasse. 5. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Kollegen als Gäste partien halte mich bestens empfohlen. willkommen. 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Geübte Durchschnittsarbeiter sinden dauernde Besch. in der Stofftnopf- Fabr. v. Louis Michaelis, Jerusalemerstr. 15. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 138. Noch einmal Mittwoch, den 17. Juni 1891. 8. Jahrg. zahl zunimmt, so folgt daraus-( für den Fall, daß nicht langt. Die Ausgabe von Bündelbillets, von Umsteig- beziehungssekundäre Ursachen das Resultat abändern) daß bei weise Zuschlagsbillets, welche in anderen Städten bestehe und steigender Bevölkerungsziffer die Produktions- sich gut bewährt habe, müsse hier ebenfalls eingeführt wer der Webervölkerungs- Schwindel. Eraft und damit die konsumtions. Möglichkeit ben 2c.- Geitens des Magistratskommiſſars wurde verschiedene Von Benedict Friedländer.*) Die Malthus'sche sogenannte Theorie, die eigentlich von vorn herein nichts anderes gewesen ist, als ein Versuch bestehendes soziales Unrecht zu beschönigen, indem sie die Noth und das Elend als eine naturgesetzliche Nothwendigkeit darzustellen sich bemühte, ist zwar wissenschaftlich längst widerlegt oder besser gefagt entlarvt worden. Das ist auch so gründlich geschehen, daß dem kaum etwas eigentlich neues hinzu zu fügen ist. Wir haben es auch nicht mit jenen geradezu ungeheuerlichen Auswüchsen des Malthusianismus zu thun, die troß alledem noch in unseren Tagen ab und zu auf der Bildfläche erscheinen, und wir werden auch keinem Machwerk der Art die Ehre einer ausdrücklichen Erwähnung zu Theil werden lassen. der Gesammtheit, d. h. der Nationalwohlstand Beschwerdepunkte aufzuklären, beziehungsweise zu widerlegen und für den Fall einer gleichen Vertheilung gesucht; im allgemeinen bemerkte derselbe, daß dem Magistrate desselben der Wohlstand jedes einzelnen nach dem geschlossenen Vertrage auf den Betrieb der wachsen müsse; also das gerade Gegentheil Pferdebahngesellschaft fast gar feine Einwirkung zustehe; die von Malthus. Es ist das auch jene so einfache und augen- Abstellung von Mißständen könne nur in der Form von scheinliche Widerlegung, die man Malthus und dem aus dem Wünschen vorgebracht werden. Bedingungen zu stellen und Darwinismus gleichsam zurückimportirten Malthusianismus ent- durchzusehen, sei nur bei Konzessionirung neuer Linien gegengehalten hat. möglich. Behuss Beseitigung einzelner Beschwerdepunkte verspreche er jedoch, mit der Direktion der Pferde- Eisenbahn- Gesellschaften Verhandlungen anknüpfen zu wollen. ( Fortsetzung folgt.) Lokales. Daß diese Verhandlungen nichts genutzt haben, zeigt der neue Sommerfahrplan. Wenn man wenigstens das einzige Machtmittel, das man in Händen hat, zur Erzielung besserer Bedingungen in den Verkehrseinrichtungen fräftiger gebrauchen dann sind unsere städtischen Behörden immer von außerordentlich, wollte! Aber, wenn es sich um Konzessionsertheilungen handelt, entgegenkommender Liebenswürdigkeit-- mit der Forderung von Gegenkonzessionen ist man so zaghaft, als fürchte man sich, der armen Pferdebahn- Gesellschaft wehe zu thun. Ebenso ergebnißlos ist die bereits mehrfach angeregte Verbilligung der Pferdebahn- Fahrpreise gewesen. Alle Anhänger des Sozialismus im engeren und weiteren Sinne müssen Gegner des Malthus sein. Denn wenn Noth Die Verhandlungen der Kreissyuoden, welche im vorigen und Elend Naturnothwendigkeiten sind, wie Malthus und seine Monate hier in Berlin getagt haben, bieten zwar in Allgemeinen Anhänger glauben oder zu glauben vorgeben, so wären die auf für uns wenig Interessantes. Wenn wir trotzdem noch einmal eine radikale Beseitigung der sozialen Wiißstände abzielenden Be auf dieselben zurückgreifen, so geschieht es nur, um einige Bunkte ftrebungen und solches sind die sozialistischen Lehren- widerfinnig, hervorzuheben, die unseres Erachtens bisher zu wenig gewürdigt, weil aussichtslos und das nicht etwa wegen des Unverstandes in dem großen Redewust vielleicht gänzlich übersehen werden oder der Bosheit der Menschen, sondern aus Gründen einer der sind. So regte z. B. in der Kreissynode Friedrichs- Werder der Bei der großen Wichtigkeit, welche diese Frage für die geverstandesmäßigen und fittlichen Aufklärung unzugänglichen Natur- Synodale Präsident v. Meyeren in Bezug auf die Jugendpflege sammte Bevölkerung hat, wäre es wohl angebracht gewesen, den nothwendigkeit. Es ist ein auffallendes und überraschendes Zeichen die Frage an, ob es nicht ermöglicht werden könne, in den ge- Vorschlag des Pferdebahn- Ausschusses der Stadtverordnetenvon der Festigkeit, mit der die Malthus'schen Irrlehren werblichen Fortbildungsschulen auch den Religionsunterricht auf- Bersammlung: über den Antrag auf Ermäßigung der Fahrpreise haften, daß sogar Bebel am Schlusse seines bekannten, zunehmen und wurde der Antrag v. Meyeren, den Religionstrefflichen Buches„ Die Frau und der Sozialismus", noch unterricht in den Fortbildungsschulen betreffend, von der Kreis zur Tagesordnung überzugehen, noch eingehender zu prüfen. Die Ausführungen des Oberbürgermeisters und eines Stadtverordneten Spuren einer zwar sehr geläuterten und abgeschwächten, synode angenommen. Es will uns denn doch scheinen, daß die stimmten in folgender Auffassung überein: Dazu( zur Ermäßigung aber doch nicht nach Gebühr ganz beseitigten Uebervölkerungs- Kirche in ihrem Bestreben, an Einfluß zu gewinnen und zu diesem der Fahrpreise) haben wir eben den Magistrat, der dieses Recht bei besorgniß wenn auch für entlegene Beiten aufweist. Bebel Zwecke ſich immer neue Schutzgebiete zu erobern, in diesem Festsetzung der Tarife zur Ausführung bringen kann, die ja von hilft sich mit der Annahme, daß mit zunehmendem Wohlstande Punkte etwas zu weit gegangen ist. Die gewerblichen Fort- Halbjahr zu Halbjahr festgesetzt werden. Darin kann er in diesem und allgemeiner Menschenwürdigkeit des Daseins die Fruchtbar bildungsschulen haben denn doch wohl andere Zwecke zu erfüllen, Augenblick nicht durch einen Vertrag festgelegt werden, denn ein ertheilen. Natürlich tommt feit der Menschen abnehmen würde, abgesehen von dem natürlich als Religionsunterricht zu sehr sachgemäßen Hervorheben des Gesichtspunktes, daß das hierbei nur die evangelische Religion in Frage. Daß die Vertrag setzt die Verhältnisse für die Dauer fest, während der Gespenst der Uebervölkerung, d. h. einer wirklichen, von sozialen Synode einem solchen Antrage zustimmen konnte, ist mehr Magistrat in der Lage ist, nachher durch seine Einwirkung noch mehr zu erzielen, als was im Augenblick konzedirt wird. Die Verkehrtheiten unabhängigen Uebervölkerung erft die Sorge einer als bedauerlich und zeigt, wie sehr das Kirchenregiment Stadtverordneten- Versammlung hat es ja in der Hand, den fernen Zukunft sein könnte. Wie wir zu zeigen beabsichtigen, ist schon festen Fuß gefaßt hat. Bebel hierin eher nicht radikal, d. h. gründlich genug. In der Kreissynode Berlin- Land II wurde u. A. berichtet, Magistrat von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, wenn er in dieser Die Klarste Widerlegung Malthus', die ich kenne, findet sich daß von 286 Paaren, die kirchlich getraut wurden, 141, also fast Beziehung seiner Pflicht nicht so nachkommt, wie man glaubt, in Henry George's Fortschritt und Armuth. Auch E. Dühring's die Hälfte, ohne Kranz getraut wurden. Man sollte es kaum für daß er sie erfüllen müßte! Werke sind wohl geeignet, von jenem Wahne zu befreien. Findet möglich halten, daß angesichts der obligatorischen Zivilehe, welche die man nun trotzdem hier und da nicht nur Reste, sondern sogar tirchliche Trauung überhaupt überflüssig macht und die Eheschließung noch üppige Blüthen des Malthus'schen Widersinns und das nicht zu einem gesetzlichen Atte umwandelt, die Kirche noch an diesem etwa nur in Schriften und bei Personen, die überhaupt kein An- alten Zelotismus festhält, der in heutiger Zeit doch wahrlich ein recht haben, ernst genommen zu werden, so entsteht die Frage: längst überwundener Standpunkt sein sollte. Bei solcher UnduldWie ist es möglich, daß ein so offenbarer Irrthum noch immer samkeit darf die Kirche sich nicht wundern, wenn sich immer in vielen fonft aufgeklärten Röpfen fein Unwesen treibt? Welches weitere Kreise ihr entfremden und auf ihre Dienste Verzicht sind die eigentlichen Wurzeln des großen Mißverständnisses? leisten. Wunderbar kann und muß es nur erscheinen, daß sich Durch welche Verwechselungen und logischen Abwege erhält noch 141 Paare gefunden haben, die bereit waren, sich einer der der Malthufianismus eine gewiffe, mitunter auch gute Köpfe artigen kirchlichen Zumuthung zu unterwerfen. verwirrende Scheinbarkeit? Um diese Frage möglichst klar und Nicht ganz uninteressant dürfte es auch sein, mit welchen Mitteln vollständig zu beantworten, ist es nothwendig, einige allbekannte die kirchlichen Körperschaften sozialen Mängeln" unmittelbar Dinge in das Gedächtniß zurückzurufen, auf die Gefahr hin, Abhilfe zu schaffen gedenken. Auf dem Gebiete der Ruhe sind zu neuen Bahnhofs seinen Plaz erhalten wird, ist nichts Sichtbares manche Leser, denen das Thema geläufig ist, zu langweilen. nennen die Lektüre( Kolportage, Lesezirkel, Predigtvertheilung, zu melden. Aber es verlautet recht bestimmt, daß sich dem UmAbgesehen von den ganz haltlosen mathematischen Spielereien religiöse Voltsblätter, Voltsbibliotheken, Gemeindeblätter); die bau insofern neue, verzögernde Hindernisse entgegenstellen, als die mit arithmetischen und geometrischen Heihen besagt die Einrichtung von Familien- Abenden und Arbeitervereinen; auf Eisenbahnverwaltung die Ueberführung der Kirchhofstraße, der Malthus'sche Theorie" kurz gefagt, daß die Vermehrung- dem Gebiete der Familie die Sorge für kirchliche Trauung und westlichen Nebenstraße von der Bergstraße, die sich kurz vor dem tendenz der Bevölkerung einen beständigen Taufe, die Krippen, Kinderhorte, Näh- und Flickschulen, Kinder- Bahnkörper von der Bergstraße abzweigt, sich mit starker Druck auf die Unterhaltsmittel ausübe; so daß gottesdienste, Jünglings- und Jungfrauenvereine, Lehrlings-, Ge- Steigung im Halbkreis hinzieht und, nachdem sie durch eine feste ohne vorbeugende oder nachträglich durch Hunger, Krank- fellen, Arbeiter, Mädchenheime, die Armen- und Krankenpflege, Brücke über den Bahnkörper hinweggeführt, jenseits der Bahn heit, Krieg und dergleichen korrigirende Beschränkung der die Ferienkolonien; endlich auf dem Gebiete der Kirche selbst die wieder auf die Bergstraße zutrifft, zukünftig nicht über die Bahn Bevölkerung da 3 Massenelend eine unabwendbare Theilung der großen Gemeinden, die Einrichtung von Bezirken hinweg- auch nicht einmal unterführt wissen will, wogegen die Nothwendigkeit wäre. Eine gewichtige Stütze oder wohl für die Seelsorge und Armenpflege( Hausväterverbände), Be- Gemeinde Rixdorf Namens der sehr interessirten Adjazenten der die gewichtigste Stütze erhielt diese Ansicht durch die von Darwin feitigung der Stolgebühren auch für Begräbnisse und die Ab- Kirchhofstraße Bedenken hegt. und zwar mit ausdrücklicher Berufung auf Malthus gemachte stellung der sogenannten Liebesgaben und die Vermiethung der Kirchenstühle. Anwendung auf das gesammte Reich der Lebewesen. NA sammlung bezw. Magistrat sehr wohl in der Lage, einen Druck Nach dieser Aeußerung ist also die Stadtverordneten- Versammlung bezw. Magistrat sehr wohl in der Lage, einen Druck nach der gewünschten Richtung hin auszuüben. Es ist dringend zu wünschen, daß diefes Recht vom Magiftrat und von den Stadtverordneten baldigst und nöthigenfalls wiederholt zur Anwendung gebracht werde, um auch die anderen Uebelstände im Pferdebahnverkehr zu beseitigen. Der Umbau des Bahnhof Nixdorf der Stadt und Ringbahn scheint gute Wege zu haben. Außer der dieser Tage erfolgten Anfuhr großer Stapel von Eisenbahnschienen und im prägnirten Eichenschwellen an dem Punkte der Strecke RixdorfTempelhof, an welchem der Aushilfsbahnhof für die Bauzeit des " Der weiße Flieder( Sambucus) nicht etwa der hier Mit diesen Mitteln wird zweifellos das erreicht werden, allgemein fälschlich mit Flieder" bezeichnete Hollunder( Syringa) Dieser Umstand hat dann dazu geführt, daß z. B. von Dühring das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, d. h. daß mit dem was in folgender aufgenommenen These ihren Ausdruck findet: ist in hiesiger Gegend leider immer noch zu wenig angebaut Die Synode erkennt in der Beseitigung des Klassengegen- und doch sollte er eigentlich auf keinem Grundstück fehlen, zumal Malthusianismus auch der Darwinismus als ein Stück gegen die Humanität gerichtete Brutalität" abgewiesen wurde. Böllige sages, der zwischen den Besitzenden und Besitzlofen besteht, das er mit jedem Standort zufrieden ist. Auf jedem Hof wird sich Klarheit in diesen Gegenstand gebracht zu haben, ist, soweit mir bringende Bedürfniß an, welches die evangelische Kirche zu be- meistens immer noch ein Plätzchen finden- und wenn's die Müllwinkel- Ecke" ist wo ein Fliederbaum oder Strauch bekannt, gleichfalls das Verdienst von George. Der Gedanken- friedigen hat!! stehen kann. Blüthe sowohl, wie Frucht sind gut zu verwerthen. gang Darwins, soweit er sich auf unsere Frage bezieht, ist Ein Frommer. 161 000 Mart beträgt jetzt schon die Aus Ersterer wird die Fliedermilch bereitet und die schwarzen folgender. Alle Lebewesen, auch die an wenigsten fruchtbaren, Summe des Verlustes, den die Georgengemeinde durch die Un- Beeren geben eine Suppe, welche an Geschmack der schönsten erzeugen so viel Nachkommenschaft, daß für den Fall, daß alle treue ihres Rendanten Arendt erlitten hat. Als seinerzeit Arendt Kirschsuppe um nichts nachsteht, ja von Vielen jeder Obstsuppe zur Reife und Fortpflanzung gelangten, es offenbar alsbald an vor Gericht stand, war nur eine Unterschlagung von 60 000 m. vorgezogen wird. den nöthigen Lebensbedingungen, insbesondere an der Nahrung festgestellt; erst später fand man, daß der Rendant noch viel viel zu wenig gewürdigt, kaum daß man sie hier und da in Gärten Auch die Sauerampfer wird hier noch fehlen müßte. Besonders an eine der furchtbareren Arten denken, beispielsweise an einen der mehr Betrügereien verübt hatte, u. A. waren weder die vom steht, vergeblich aber wird man sie zu kaufen suchen. Sauerdie vom Juspektor abgeführten Beträge Vertreter der schädlichen Insekten, von denen manche Hunderte gebucht. Die Gesammtsumme des Verlustes wird sich garnicht bedarf so gut wie gar keiner Kultur und liefert ein sehr schmack von Giern legen; wenn alle zur Entwicklung gelangten, so wäre feststellen lassen, da nur noch die Bücher von zwei Jahren vor haftes Gemüse. Man kann das Nügliche mit dem Angenehmen bald die z. B. in Laub bestehende Nahrung erschöpft; was denn vorhaftes handen sind. verbinden, indem man die Sauerampfer als Einfassung der Steige auch mitunter eintritt. In weitaus den meisten Fällen dagegen fällt die größere Zahl der jungen Räupchen selbst als Beute- Die feit Jahren bestehenden Mängel in unserem und Beete benutzt. thiere Vögeln, Schlupfwespen und anderen Feinden, oder der Pferdebahn Betriebe sind, obwohl oft genug in der Presse Systematische Lohnbrückereien scheinen gegenwärtig in Näffe und anderen schädigenden Faktoren zum Opfer, ohne daß es gerügt, mit dem Inkrafttreten des Sommer Fahrplans doch in Berlin an der Tagesordnung zu sein und hängen wahrscheinlich zum Nahrungsmangel fommt. Es ist sogar fein seltener Fall, feiner Weise gehoben worden, obwohl sich erfahrungsgemäß die mit den hohen Preisen für Lebensmittel und mit der dadurch bedaß sehr fruchtbare Arten im entwickelten Zustande zu den von Verkehrsbedürfnisse gerade in den Sommermonaten in Berlin dingten allgemeinen Flauheit des Geschäftsverkehrs zusammen. Liebhabern geschätzten Raritäten gehören. Sehen wir nun, um steigern. Da besteht die Tourunterbrechung am Rollkrug zwischen Willkürliche Lohnabzüge werden gemacht, statt des fälligen Lohnes die Sache zu vereinfachen, von der Möglichkeit, selbst anderen Berlin und den an der Brizer Chaussee belegenen Kirchhöfen erhalten die Arbeiter nur einen bescheidenen Theil und oft auch Lebewesen zur Beute zu werden, ab, und denken uns z. B. auf nach wie vor fort. Noch immer scheint es nicht gelungen zu den noch mit Bemerkungen und Geberden, als wäre es ein Albegrenztem Gebiete eine Anzahl Raubthiere, die ihrerseits feine fein, zwischen der Pferdebahn und der Rirdorfer Gemeindebehörde mosen und nicht sauer verdienter Lohn. Der Rest wird dann im gefährlichen Feinde, etwa noch stärkere Naubthiere oder gefährliche einen Steuermodus zu vereinbaren, der die direkte Verbindung Laufe der nächsten Tage dem Arbeiter zugeläppert, so daß ein Parasiten( z. B. Bazillen) haben sollen: so ist es klar, daß in zwischen Berlin und seinen dortigen Kirchhöfen mit der Pferde- geordnete Haushaltung damit garnicht geführt werden kann und letter Instanz der Zahl unserer Raubthiere durch die Menge bahn ermöglicht. Ebenso fehlt noch immer die direkte Verbin- diese von Woche zu Woche zurückgeht. Arbeitskräfte sind geder Beutethiere eine unüberschreitbare Grenze gezogen ist. Diese dung des Südostens mit dem Osten der Stadt, namentlich mit nügend vorhanden und für einen Arbeiter, der wegen unpünktSchlußweise fann man ohne Einschränkung auf ein Volt aus dem für den Reiseverkehr hochwichtigen Schlesischen Bahnhof. licher Lohnzahlung die Arbeit verläßt, warten zehn andere vor dehnen, welches auf begrenztem Terrain, z. B. einer Insel, aus- Der Pferdebahn- Knotenpunkt am Kottbuser Thor zeigt keine Linie der Thür. Welche Wirkungen diese Art der Löhnung haben schließlich von der Jagd lebt öder auch von solchen Früchten, wie auf, die das erwähnte Verkehrsbedürfniß befriedigte. Dagegen muß, das wissen auch die Geschäftsleute, denn bei der gegenwärsie sich in der freien Natur vorfinden. besteht die einigermaßen ungeheuerliche Verlehrsverbindung zwischen tigen Unsicherheit des Verdienstes und der Einnahmen kann kein Sobald wir aber von diesem Zustande der völligen Barbarei dem Moritzplatz und Lichtenberg auf dem Umwege über den Arbeiter daran denken, für die Familie außer den nöthigsten absehen, ist die Malthus- Darwin'sche Betrachtungsweise falsch. Spittelmarkt also zwischen Süden und Osten der Stadt in Lebensmitteln etwas anzuschaffen. Die Ackerbau oder Viehzucht treibenden Völker leben von ihren längerer Richtung zunächst nach Westen fort. Das geht nun Von den zahlreichen uns in diesem Sinne aus Areigenen Produkten. Das Gleiche gilt auf höherer Kultur- schon seit Jahren so, alle Erörterungen in der Presse nutzen nichts. beiterkreisen zugesendeten Zuschriften wollen wir für heute stufe für die mannigfachen Erzeugnisse der Industrie. Um den Wie der Magistrat der Großen Berliner Pferde Eisenbahn- nur zwei veröffentlichen, in denen der gegenwärtige Sachverhalt schematisch darzustellen, können wir sagen, daß z. B. Aktiengesellschaft mit gebundenen Händen gegenübersteht, ist Nothstand bezüglich der unpünktlichen Lohnzahlung und der Lohndie tausendfache Menge von zivilisirten Menschen nicht nur die fürzlich bei den Vorbereitungen des Stadtetats zu Tage getreten. drückerei und deren Folgen für den Arbeiter fich recht grell tausendfache Menge von Produkten aller Art zu erzeugen im Von verschiedenen Seiten wurden dort Klagen über den wiederspiegelt. Stande ist, sondern weit mehr, als das; dieses Mehr ist eine Betrieb der Pferdebahn- Gesellschaft erhoben. Insbesondere Aus dem Norden der Stadt schreibt uns Jemand: Folge der größeren, die Produktivität steigernder Arbeitstheilung, wurde angeführt, daß der Nachtbetrieb dem Verkehr nicht ents Ein Verwandter von mir arbeitet bei der Firma F. in der ferner auch der in demselben Sinne wirksamen technischen Verspreche und auf den meisten Linien für den hiesigen Verkehr viel Chausseestraße seit 34 Jahren. In dieser Zeit bekam er vier vollkommnung; es ist nämlich klar, Daß unter sonst zu früh endige. Trotz der Kälte im letzten Winter fei für ge- Mal Sonnabends nicht seinen vollständigen Lohn. Am letzten gleichen Umständen die Chancen für die Erfindung technischer nügenden Schutz des Publikums nicht gesorgt worden, auch die Sonnabend Abend sagte er zum Prinzipal, als er wieder nur Vervollkommnungen mit der Bevölkerungszahl steigen müssen. Strohdecken feien erst lange nach dem Auftreten des einen Theil eines Wochenlohnes erhielt, er müsse durchaus sein Da also die Menschen, abgesehen vom Zustand der äußersten scharfen Frostes in die Wagen gelegt worden. Das volles Geld haben, da er es braucht; der Prinzipal würde ge= Barbarei nicht von den in der freien Natur vorfindlichen Deffnen des fleinen Fensters beim Herausgeben der Billets wiß, wenn er einige Prozent Zinsen gebe, überall Geld beDingen, sondern von ihren Produkten leben; die an die Passagiere der Vorderplattform und Empfang fommen. Der Herr erwiderte darauf, er würde dem Arbeiter Produktivität jedes einzelnen aber mit steigender Bevölkerungs- nahme des Geldes sei wegen des scharfen Zuges, der hier 10 pet. geben, wenn er ihm Geld verschaffte. Der Arbeiter gab durch verursacht werde, mit Gefahren für die Gesundheit des sich damit zufrieden und ging wieder mit einem Theil des " Obgleich der Verfasser nicht vollständig auf dem Boden Publikums verknüpft und müsse durch eine anderweite ent- Geldes nach Haus. Am Montag Vormittag bekam er den Rest unferes Programms steht, glaubten wir seine Ausführungen doch sprechende Einrichtung ersetzt werden. Die Anbringung einer des Geldes und am Abend wurde er ohne Angabe des Grundes den Lesern des„ Vorwärts" nicht vorenthalten zu dürfen. Querleiste zur Theilung der Wagensize in zwei gleich große entlassen. Red. d.„ V." Hälften sei dringend wünschenswerth und werde allgemein ver- In einem anderen Falle wird uns mitgetheilt; = Die Lokalkommiffion von Johannisthal ersucht uns um Aufnahme des Folgenden: Ich arbeite seit beinabe einem Jahre in der Rahmenfabrik| der einen feiner Stiefel vor sich hatte und wie ein wildes Thier von in der A.- Straße. Als ich dort eintrat, war einigermaßen Stücke davon herunterriß und zerfaute. Unzweifelhaft hatte man zu thun und ich verdiente bis zu 20 Mark pro Woche. Seit es mit einem armen Geistestranten zu thun, jedenfalls aber war Anfang dieses Jahres wurde die Arbeit flau. In der Werkstatt es ein Unglücklicher, dem behördlicherseits sofort geholfen werden sind mehrere Arbeiterinnen beschäftigt, die natürlich einzelne mußte, ehe er der Spott- und Schaulust seiner Mitmenschen Theile der Arbeit billiger herstellten als ich, und es hatte früher verfiel. die Einrichtung bestanden, daß die Rahmen von mir soweit vorgerichtet und zurecht gemacht wurden, daß die Mädchen dieselben Dann weiter bearbeiten, die Bilder einsehen konnten u. f. w., wonächst ich dann noch Einiges zur vollständigen Fertigstellung daran zu arbeiten hatte. Die flaue Geschäftszeit begann damit, daß Arbeit fehlte. Die lohnende Vorrichtung wurde feltener, der Wochenverdienst ging auf 12 Mart herab. Bald merkte ich auch, als ich wegen Mangel an Arbeit einige Tage Pause hatte machen müffen, daß eine förperlich befonders rüftige Arbeiterin einige leichte Vorrichte- Arbeiten gemacht hatte und dabei mit Säge und Hobel umgegangen war, daß meinem Herrn Meister dabei das Herz im Leibe lachte, während es mir vor Schreck so zu fagen in die Hosen fiel. Die Folge dieses neuen Arbeitsangebotes war leicht vorauszusehen: Zunächst hatte ich längere Zeit überhaupt keine Vorrichtearbeit mehr und später avurde sie mir nur zu einem erheblich niedrigeren Sage angeboten, da die ,, Lina" sie ja auch für diesen Preis gemacht hatte. Ich habe Feierabend gemacht, denn die Konkurrenz mit der starken Lina" halte ich nicht aus; mit der kann man sich zu Schanden arbeiten und verdient nicht das Salz aufs Brot. Würde ich wirklich billiger arbeiten, so arbeitet Lina noch billiger, und so fort, bis wir alle Beide nicht mehr können. dung gebracht, welcher dieserhalb gestern vor der 4. Straffammer des Landgerichts I sich zu verantworten hatte. Am 26. Januar fand in der Neuen Friedrichstraße Bietungstermin in der Subhastationssache des Hauses Badstr. 61, statt. Der Maurermeister Wilhelm Strasser hatte sich zu diesem Termin begeben und als bei dem Subhastationsrichter ein Gebot von 62 000 m. gemacht worden war, ein etwas höheres Gebot abgegeben, da er die Unmittelbar Absicht hatte, das Grundstück zu erwerben. darauf trat, wie er behauptet, der Angeklagte an ihn heran und Den Genossen Berlins, welche bei uns angefragt haben, ob redete ihn mit leiser Stimme etwa wie folgt an:" Es sind heute Herr Adam in Hasselwerder( Nieder- Schönweide) seinen Saal wenige Käufer zugegen; man könnte sich das Grundstück 10- bis zu Versammlungen giebt, hatten wir die schriftliche Mittheilung 15 000 m. billiger machen, wenn man sich verständigt. Ich gebe gemacht, daß Herr Adam auf sein Ehrenwort versichert, er gebe Ihnen 100 m., wenn Sie nicht weiter bieten." Herr Strasser, den Saal zu Vereinsversammlungen, wenn er nicht allzusehr von welcher Tags zuvor in den Zeitungen einen Artikel über„ Subder Polizei resp. Amtsvorsteher gemaßregelt würde. Es wurde hastationsmarder" gelesen hatte, wurde seiner Angabe nach, durch zu Donnerstag, den 18. d., eine Vereinsversammlung angemeldet. Dieses Anerbieten sehr beleidigt und ersuchte den Angeklagten, Am 15. d. kam von Herrn Adam folgender Brief: ihn mit solchen Geschichten in Ruhe zu lassen und als ihm dieser Nachdem ich mich genau in Allem und auch bei der richtigen der Subhastationsrichter auf den Vorgang aufmerkſam, er ertunNieder Schönweide, 15. Juni 91. Geehrter Herr Mielenz! trotzdem noch folgte, wies er ihn noch einmal zurück. Nun wurde Quelle informirt habe, so bin ich leider geschäftlich gezwungen, bigte sich nach dem Vorgefallenen und als er erfahren, worum es sich Ihnen mitzutheilen, daß Versammlungen in meinem Lokale leider handelte, veranlaßte er das Strafverfahren gegen den Angenicht stattfinden können. flagten. Diefer bestritt das ihm vorgeworfene Bergehen und beEs wird mir rundweg die Konzession verkürzt werden und hauptete, daß er seinerseits gar nicht die Absicht gehabt habe, nach vielen Seiten hin Unannehmlichkeiten entstehen, so daß, wie mitzubieten und auch gar keine Bietungskaution bei sich geführt ich es auch machen will, doch Schaden entsteht und infolgedessen habe. Es habe sich im Allgemeinen nur um einen Scherz ge= nach dieser Seite hin mich entschließen muß. Befürworte aus handelt, er habe den etwas sonderbar auftretenden Bieter nur drücklich noch einmal, daß ich persönlich und auch geschäftlich foppen wollen und ihm nur gesagt, daß Jemand, der das Grundder Sache gänzlich neutral gegenüberstehe. Es zeichnet sich hochstück so billig erwerben würde, ruhig noch 100 M. zum Besten achtungsvoll R. Adam. geben könnte. Da die Darstellung des Maurermeisters Strasser mit dieser Erläuterung absolut nicht stimmte, so beantragte der Staatsanwalt die Verurtheilung des Angeklagten. Der Gerichtshof tam aber zu einem freisprechenden Erkenntniß, da es sich hier nur um einen Versuch handelte, der Versuch eines Vergehens aber nur in den Fällen bestraft wird, in welchen das Gesez dies ausdrücklich bestimmt. Bei der hier fraglichen Bestimmung sei dies nicht der Fall. Daß Herr Adam die richtige Quelle aufgesucht, glauben wir sehr gern, wundern müssen wir uns aber, daß diese Quelle im Stande ist, all' die Ehrenwörter der Restaurateure hiuwegzu spülen. Die Lokalfommission von Johannisthal und Umgegend. Im Auftrage: F. Mielenz. Zu der bekannten Blitzkatastrophe wird nachträglich noch gemeldet, daß Dorfbewohner von Marienfelde 21/2 Stunde nach Der Aufnahme der vom Blitz getroffenen Soldaten unweit des Schäßelberges, auf der Mariendorfer Feldmart, einen betäubten Menschen und ein betäubtes Pferd gefunden haben. In dem Menschen erkannten sie den Kutscher des Bauerngutsbesitzers Lübecke in Mariendorf, dessen Eigenthum auch das Pferd war. Polizeibericht. Am 15. d. M. Morgens wurde ein Arbeiter Der Kutscher hatte sich bei Anbruch des Gewitters mit einer in seiner Wohnung, in der Friedrichsfelderstraße, erhängt vorFuhre Dünger aufs Feld begeben. Er sowohl wie das Pferd gefunden. Im Hause Friedenstr. 54 fiel Vormittags eine Frau Sechs vollendete Betrugsfälle und ein versuchter Betrugsfind dann offenbar vom Blig getroffen worden. Der Kutscher von der Kellertreppe und brach den rechten Unterschenkel, so daß fall wurden dem Kaufmann Sally 2öwenthal zur Last gelegt, erholte sich unter ärztlicher Behandlung, und es geht ihm heute sie nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden welcher gestern der vierten Straffammer des Landgerichts I. vorebenso gut wie der Mehrzahl der Soldaten. mußte. Nachmittags stürzte der Maler Franke von einer am geführt wurde. Der bereits dreimal wegen gleicher Straftaten Hause Kreuzbergstraße 29 angebrachten Hängerüstung aus dem vorbestrafte Angeklagte besigt in Potsdam einen Onkel, den zweiten Stock auf den Bürgersteig hinab und erlitt außer einem Kaufmann Philippsborn, welcher bei vielen Berliner GeschäftsBruch des linken Armes anscheinend innere Verlegungen, so daß leuten Kredit und Ansehen genießt. Derselbe hat sich von dem feine Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erforderungerathenen Neffen längst losgesagt. In den Monaten Februar lich wurde. Unter der Bühne des Bellealliance- Theaters explo- und März d. J. begab sich der Angeklagte zu einem hiesigen dirte zu derfelben Zeit der dort aufgestellte Gasmesser, als drei Groß- Kaufmann, gab an, daß er noch bei seinem Onkel beschäftigt Arbeiter der englischen Gasanstalt damit beschäftigt waren, den sei und verlangte für denselben einen Posten Waare zum Werthe selben mit Wasser zu füllen. Der Arbeiter Wende wurde hierbei von 56 M., den er auch erhielt. Innerhalb einiger Wochen am Kopfe so schwer verlegt, daß er auf dem Wege nach der Charitee wiederholte Löwenthal diesen Betrug sechsmal, beim siebenten verstarb. Gegen Abend wurde eine Frau in ihrer Wohnung, Male wurde er festgehalten, da inzwischen das betrügerische in der Münzstraße, schwer erkrankt vorgefunden und nachdem sie Manöver zur Kenntniß seines Onfels gelangt war. Im Verangegeben, daß sie am Abend vorher sich durch chlorsaures Kali handlungstermine führte Löwenthal seine große Nothlage als zu vergiften versucht hat, nach dem Krankenhause am Friedrichs- Entschuldigungsgrund an und erreichte auch, daß ihm mildernde hain gebracht. Abends fand in der Kaiserstraße 9 ein kleiner Umstände zugebilligt wurden. Das Urtheil lautete aber immerhin auf anderthalb Jahre Gefängniß und zweijährigen Ehrverlust. Graf Kleist vom Loß entmündigt. Das königl. Amts gericht I. Abtheilung 49 veröffentlicht, wie wir dem„ Kleinen Journal" entnehmen, folgende Bekanntmachung:„ Der Lieutenant a. D. Bogislav Adolf Leopold Boris Graf Kleist" vom Loß hierfelbst, Askanischer Play Nr. 1, zur Zeit im Strafgefängniß zu Plößensee, ist durch Beschluß des obengenannten Gerichts vom heutigen Tage für einen Verschwender erklärt und demgemäß entmündigt worden. Berlin, den 6. Juni 1891." Gerichts- Beitung. Vorläufig in Haft genommen ist am Sonnabend Nachmittag der Maurerpolier F. Derselbe stand an dem Schalter eines Poftamts, wo außer ihm noch mehrere Personen der AbFertigung harrten. Als die Reihe an F. tam, griff dieser in die Brufttasche seines Rockes und stieß gleich darauf einen gellenden Brand statt. Aufschrei aus. Erschreckt lief man von allen Seiten zusammen, und der Polier erklärte nun in heller Verzweiflung den ihn Um stehenden, daß er noch vor dem Betreten des Postamts die Summe von 1250 M. bei sich getragen habe, welche er aber jetzt vermisse; das Geld könne ihm nur durch einen Taschendieb entwendet worden sein. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab indessen, daß F. das Geld in der inwendigen Tasche seines zugeknöpften Rockes verborgen gehalten habe, somit ein Taschen diebstahl in das Reich der Märchen zu gehören scheine. Trozdem bleibt derfelbe bei seinen Angaben. Die Polizei nimmt jedoch an, daß sie es mit einem Ungetreuen zu thun habe, welcher die ihm zur Auszahlung des Wochenlohnes an die Arbeiter übergebenen Gelder unterschlagen und den Diebstahl erfunden habe. Die Polizeiftunde gegenüber Vereinsversammlungen. Eine wichtige Entscheidung für gesellige Klubs und geschlossene Gesellschaften hat am 12. d. M. als Berufungsinstanz die Straffammer des Landgerichts I zu Berlin gefällt. Soziale Mebersicht. Versammlungen. Kartonpapier= Arbeiter und Arbeiterinnen. Kartell der Berliner Bau- Arbeiter. Die Veröffents lichungen, welche sich auf das Kartell der Berliner Bau- Arbeiter beziehen, erfolgen ferner im Vorwärts" und„ Bau= Der Schankwirth Wilhelm Spät erhielt vom Polizeipräsidium handwerker". Diejenigen Gewerkschaften der Bau- Arbeiter ein Strafmandat in Höhe von 6 M. zugeschickt, weil er in seinem Berlins, welches noch nicht zu dem Kartell Stellung genommen Lokal nach 11 Uhr noch Gäste geduldet hatte. Die Gäste, welche haben, werden ersucht, dies in öffentlichen Versammlungen zu Anfangs Juli wird eine erste öffentliche Versammlung allein gemeint sein konnten, waren die Mitglieder des Rauch- thun. flubs„ Ohne Zwang", welcher jeden Freitag, jetzt jeden Mitt- sämmtlicher zum Kartell gehöriger Bau- Arbeiter berufen werden, Aus dem Zuchthanfe in Halle a. S. entlassen und nach woch, seine regelmäßigen Sigungen in dem erwähnten Lokal ab- um das weitere Vorgehen zu regeln. Der Ausführungsausschuß Charlottenburg zurückgekehrt ist, wie die„ Charl. Gem.- 3tg." hält. Bei diesem Strafmandat wollte es der Rauchklub auf eine des Kartells der Berliner Bau- Arbeiter. J. A.: G. Reßler, SW., mittheilt, vor einigen Tagen der Maschinenarbeiter Edgar Entscheidung darüber ankommen lassen, ob eine geschlossene Ge- Yorkstr. 69. Rümpfel, nachdem er eine 11 jährige Freiheitsstrafe verbüßt sellschaft oder ein Klub gezwungen ist, die festgesetzte Polizeihat. Diese Freilaffung fiel etwa mit dem Zeitpunkt zusammen, stunde des Gastwirths auch seinerseits inne zu halten. Herr an welchem in Tscherkestöi der Eisenbahnüberfall zur Ausführung Spät erhob Widerspruch und das Schöffengericht verurtheilte dengebracht wurde, welcher mit dem durch Kümpfel und Genossen selben zu 3 M. und Tragung der Kosten. Hiergegen wurde Bebegangenen Verbrechen viel Aehnlichkeit hat. In der That konnte rufung eingelegt und es wurde in dieser Sache zuerst am noch vor 11 Jahren in der unmittelbaren Nähe Berlins ein auf 6. Mai d. I. verhandelt. In diesem Termine wollte der Richter Entgleifung eines Eisenbahnzuges und Beraubung des Post- wissen, ob der Klub polizeilich angemeldet ist, da der Schutz- Papier- und Lederbranche beschäftigten Arbeiter und Eine öffentliche Versammlung fämmtlicher in dee wagens gerichteter Plan zur Durchführung gelangen. Am mann, welcher als Belastungszeuge auftrat, erklärte, 14. September 1880 gegen 9 Uhr Abends bemerkte ein Beamter der Verein wäre nicht angemeldet, was aber vom Ange- Marwitz statt. Speziell eingeladen waren zu dieser VerArbeiterinnen fand am 15. Juni unter dem Vorsiz des Herrn der Berlin- Hamburger Eisenbahn, daß unweit des Spandauer klagten bestritten wurde. Deshalb wurde der Termin vertagt, Bocks eine Schiene gelockert worden war, erstattete Anzeige, und um Erkundigungen vom Polizeipräsidium einzuziehen. Nun fand fammlung die Albums, Buchbindereis, Karton, die Behörde setzte eine Belohnung von 300 M. auf die Ermittelung am Freitag, den 12. d. M., der neue Termin statt. Hier erklärte eder, 2uguspapier, sowie Glacés und des Thaters aus. Am 9. Oktober desselben Jahres, gleich nach der Vorsitzende, daß der Klub angemeldet sei, trotzdem diese An- Die Eingeladenen waren zahlreich erschienen, zirka 1000 Per10 Uhr Abds., entgleiste auf der Berlin- Lehrter Bahnstrecke zwischen meldung garnicht nöthig gewesen wäre. Als Einwand gegen die der Spandauer Schießschule und dem Bock der von Hannover Strafverfügung gab Herr Spät an, daß geschlossene Gesellschaften ſonen füllten die„ Bürgerfäle"( Dresdenerstraße). Die Vertommende Schnellzug, Lokomotive, Tender und Backwagen stürzten resp. Klubs tagen fönnen, so lange sie wollten auch ohne polizei- fammlung hatte sich mit der Frage der Gründung eines alle zur Seite, und mehrere von den reisenden Personen wurden ver- liche Erlaubniß. Diesen Ausführungen schloß sich auch der Ge- Branchen umschließenden Vereins mit Einschluß Icht. Die Untersuchung ergab, daß die Entgleisung mit einem richtshof an und erklärte nach stattgefundener Berathung, daß Arbeiterinnen zu befassen. Der Wunsch, die Arbeiterinnen Verbrechen zufammenhing, und der Kriminalfommiffar Krause ein Klub oder geschlossene Gesellschaft nicht unter die Polizei- 3u organisiren, und zwar mit den Arbeitern in einem Verein, fand am Ort der That einen Briefumschlag, welcher die Auf- stunde fallen und die Mitglieder solcher Vereine deshalb nicht war in legter Linie der Grund für die Einberufung dieser Verschrift„ Edgar Rümpfel" trug und aus Amerita stammte. Stümpfel nöthig haben, sich um 11 Uhr schon aus dem Lokal zu entfernen, sammlung. Vor einigen Wochen wurde in einer öffentlichen wurde ermittelt und gestand auch bald, daß er in Gemeinschaft wie andere Gäste. Solche geschlossene Gesellschaften könnten bei Bersammlung, in welcher dieselben Branchen vertreten waren, mit den früheren Pferdebahn- Kondukteuren Rudolf Blümecke und fammen bleiben, so lange sie wollen und sind nicht der polizei: Branchen umfassenden Verein mit Arbeiterinnen zu schaffen. wie in dieser, mit geringer Majorität beschlossen, einen alle Ferdinand Herzog zusammen den Zug in der Absicht, den Post- lichen Einschränkung des Schankbetriebes unterworfen. Herr Spät wagen auszuplündern, dadurch zum Entgleifen gebracht habe, wurde von der Strafe freigesprochen und die Kosten der Staats- Der Fachverein der in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter" daß sie Schienen aus ihrer Lage herausgehoben hätten. Die tasse auferlegt. ( Verbandsverein) schloß sich in seiner nächsten( außerHelfer wurden gleichfalls verhaftet, und es stellte sich nun herordentlichen) Generalversammlung diesem Beschlüsse nicht für politisch vom Berliner Polizeipräsidenten erklärt worden sei und, wenn er den Arbeiterinnen den Anschluß an sich gestatte, welche vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I gegen aufgelöst werden würde. Sich selbst auflösen würde er aber zu ihn verhandelt wurde. Bei einem in der Wasserthorstraße wohn- Gunsten eines Lokalverbandes mit Arbeiterinnen nicht. In jener haften Restaurateur brach am 28. Januar ein fleines Schaden- tombinirten öffentlichen Versammlung, in welcher beschlossen feuer aus, welches von der Feuerwehr gelöscht wurde, bevor es worden war, einen allgemeinen Verein mit Arbeiterinnen( zu Ein Unglücksfall, welchem leider ein Menschenleben zum größeren Umfang annehmen konnte. Das Feuer war neben einer gründen, waren die Album-, Karton-, Glacé- und KartonpapierOpfer gefallen ist, hat sich vorgestern Nachmittag im Bellealliance- berohrten und geputzten Bretterwand ausgebrochen. Neben dieser Arbeiter und Arbeiterinnen, soweit solche anwesend waren, Theater ereignet. Die Gasuhr für den Garten, welche in einem Wand befand sich ein Schornstein, in welchem sich, wie sich willens, sich dem Verbandsverein anzuschließen, sowie dieser den unter der Bühne befindlichen und vom Garten aus zugänglichen herausstellte, am Boden eine meterhohe Lage Ruß angesammelt Arbeiterinnen Aufnahme gewähre. Die diesbezüglichen Beschlüsse Kellerraume aufgestellt ist, wurde seitens der Leitung der Eng- hatte, der durch irgend einen Zufall, wie angenommen desselben führten nun zu dem Versuch seitens der Album-, Kartonlischen Gasgesellschaft einer Revision unterzogen, wie sie regel- wurde, durch einen hinabgefallenen Funken, in Brand und Glacé- und Kartonpapier- Arbeiter, unabhängig vom Zenmäßig von Zeit zu Zeit stattfinden. Zu diesem Zwecke waren gerathen war. Der Angeschuldigte soll dadurch gegen tralverein einen alle verwandten Branchen umfassenden Lokalvier Arbeiter entfandt, darunter der 2ljährige Wende, welcher seine Instruktion gehandelt haben, daß er den Ruß nach verband mit Arbeiterinnen zu schaffen, weil man auf dieser Seite erft vor wenigen Tagen bei der Gesellschaft eingetreten war. Da jedesmaligem Fegen nicht entfernen ließ. Er entschuldigte sich eine Organisation der Arbeiterinnen allein für nicht zweckdienlich der Raum dunkel ist, so mußten die Arbeiter mit künstlichem damit, daß vor der unteren Mündung des Schornsteins ein hielt. Eine Agitations- und Organisationskommission der erLichte operiren und es scheint, daß Wende, während der als Auf- Flaschenregal stand, so daß der Ruß nicht fortgeschafft werden wähnten drei Branchen, in welcher auch Arbeiterinnen vertreten find, feher fungirende vierte Arbeiter auf einen Augenblick ausgetreten fonnte. Eine zweite Thür, die den Zugang zum Schornsteine er schritt darum zur Einberufung der Versammlung vom 15. Juni. war, unvorsichtiger Weise mit einem offenen Lichte einer Deff- möglicht hatte, war auf Anordnung des Angeklagten zugemauert Unter den genannten Umständen war ein Aufeinanderplaten der nung oder vielleicht auch einer schadhaften Stelle der Gasuhr worden, weil sie vom Rost zerfressen worden war. Der Be- Meinungen in dieser Versammlung etwas Selbstverständliches. zu nahe gekommen ist. Wie dem aber auch sein mag, die Uhr schuldigte erklärte auf Vorhalten des Präsidenten, daß er den be- Es kam denn auch nach dem einleitenden Referat des Stadtexplodirte und flog in unzählige Stücke auseinander. Einer der treffenden Wirth, der nicht für Freihaltung der Schornstein- verordneten Klein, welcher das Gründen von LokalzentraliEisentheile traf den Wende so schwer am Kopfe, daß der sofort thüren sorge, anzeigen müsse, er befände sich in einer heitlen fationen in großen Städten vorläufig für das Beste hält, zu hinzugezogene Arzt seine Ueberführung nach der Charitee an- Lage, denn wenn er einen solchen Fall zur Anzeige bringe, so einer sehr erregten Debatte, die mehrfach durch unangebrachte ordnen mußte. Der Bedauernswerthe erlag aber schon auf dem werde ihm sicher die Arbeit entzogen. Gerichtshof und Staats- Bwischenrufe und durch zeitweise wiederkehrende Unruhe der VerWege dorthin seinen Verletzungen und es wurde daher seine anwalt waren darin einig, daß dieser Grund nicht stichhaltig sei, sammelten gestört wurde. Es betheiligten sich an der Debatte Leiche sofort in das Leichenschauhaus gebracht. Die beiden um deswegen die vorgeschriebenen allgemeinen Sicherheitsmaß die Herren Greiffenberg, Feldmann, anderen Arbeiter, welche sich in dem Raume befanden, tamen regeln außer Acht zu lassen, eine Geldstrafe von 20 m. wurde Schlegel, Jost, P. Schneider und Tilgner. Wesent glücklicher Weise mit dem Schrecken davon. Sie wurden zwar aber für eine ausreichende Sühne gehalten. lich Neues wurde nicht vorgebracht. Die Debatte verfor, wie es betäubt, hatten sich aber nach einer Viertelstunde bereits wieder bei Erörterung derartiger Streitfragen zu geschehen pflegt, theilerholt. Eine Bestimmung des alten preußischen Straf- Gesetzbuches, weise ihren fachlichen Charakter und nahm eine Färbung per welche durch das Reichs- Strafgesetzbuch nicht aufgehoben ist, fon- sönlicher Natur an. Nach Annahme eines Schlußantrages hielt Die widerwärtigen Reklamebilder an den öffentlichen dern noch zu Recht besteht, bestraft denjenigen, welcher bei öffent- der Genosse Klein das Schlußwort. Er bedauerte die Form des Anschlagsäulen, welche einen Neger darstellen, der Stiefel frißt, lichen Zwangsversteigerungen einen Dritten planmäßig vom Streites und mahnte zum einigen Zusammenarbeiten. scheinen nicht ohne Eindruck auf die Phantasie geistig schwach be- Bieten abhält. Diese alte Bestimmung, deren Fortbestand bei Hierauf vertheidigte Herr Feldmann nochmals eine von gabter Menschen zu bleiben. So wird uns berichtet, daß am den Gelehrten ein Gegenstand großer Meinungsverschiedenheit ist, ihm verfaßte Resolution, welche einen alle verwandten Branchen Montag den Passanten der Potsdamerstraße ein Mann auffiel, wurde gegen den Rentier Friedrich Ludwig Müller in Anwen umfassenden Lokalverein empfiehlt, zu dem der Beitritt den aus, daß diese beiden auch am 14. September es auf die Be- Durch eine Unachtsamkeit bei Ausübung seines Berufs an, weil, wie argumentirt wurde, er selbst vor ca. zwei Jahren raubung des Berlin- Hamburger Zuges abgesehen hatten. Rümpfel hat sich der Schornsteinfegermeister Rudolf Dähne eine Anwurde auf 11 Jahre, Plümecke und Herzog auf die höchste zeitige flage wegen fahrlässiger Brandstiftung zugezogen, Dauer von 15 Jahren in das Zuchthaus geschickt, wo Herzog bald nach feiner Einlieferung starb und Plümecke noch bis zum Jahre 1895 figen muß. Sturm, Bestehenden Vereinen zu jeder Zeit freiftehen foll. Als Serr I alle bisherigen Vorstandsmitglieder, ausgenommen der erste ihrer traurigen Lage zu befreien, fich eng aneinander schließen Tilgner eine von ihm gestellte Resolution ebenfalls nochmals Raffirer, eine Wiederwahl ablehnten, so wurde der neue Borstand müssen und sich der Partei anzuschließen haben, welche allein die begründen wollte, entstand eine derartige Unruhe, daß der Vor- aus folgenden Kollegen gewählt: 1. Vorsitzender W. Wernau, Verbesserung des Arbeiters anstrebt, und dieses ist die Sozialsitzende erst die Versammlung vertagte und dann sofort über die Swinemünderstr. 47, 2. Vorsitzender D. Arndt, Friedenstr. 75, demokratie. Vor 5-6 Jahren waren die Affordpreise noch um Refolutionen abstimmen ließ. Die Feldmann'sche wurde ab- 1. Kassirer D. Sprenger, Wrangelstraße 83, 2. Kassirer ungefähr 50 pCt. höhere wie heute, deshalb ist es Pflicht eines gelehnt, dagegen die von Tilgner an genommen. Sie hat folgen- D. Böttcher, Frankfurter Allee Nr. 129, 1. Schriftführer jeden Kollegen für unsere Sache zu agitiren, damit ein frischer den Inhalt: In Erwägung der Entwickelung der Maschinen- E. Bankmann, Ackerstraße Nr. 171, 2. Schriftführer G. Heß, Geist unsere Kollegenschaft durchweht und dieselben nicht durch technik mit ihrer Tendenz, immer größere Kreise arbeitslos zu Brigerstr. 88. Als Revisoren A. Kohlstädt, Graefeftr. 8, D. Leh- die sonst immer schlechter werdenden Löhne versumpft werden. machen, erklärt die Versammlung, daß die Hauptagitation auf mann, Manteuffelstr. 58, A. Neufert, Falckensteinstr. 19. Die Nach einer lebhaften Debatte tam folgende Resolution des die Herbeiführung einer fürzeren Arbeitszeit zu richten ist. Da Fachkommission wurde aus folgenden Kollegen zusammengesetzt: Kollegen P. Schulze zur einstimmigen Annahme:" Die heutige eine wirksame Agitation im obigen Sinne nur in einer großen, G. Flöter, Wrangelstr. 74, S. Wendt, Luckauerstr. 12, H. Beier- Versammlung der Maler und Anstreicher Berlins erklärt sich zentralen, also alle verwandten Berufe, nicht nur einer Stadt, ling, Schwerinstr. 6, Berger, Wollinerstr. 9, W. Kersten, Arfona- mit den Ausführungen des Referenten und der meisten fondern des ganzen Landes umfassenden Vereinigung entfaltet platz 7, H. Müller, Lübbenerstr. 26, P. Kaser, Thaerstr. 55. Redner einverstanden und erklärt, zu der Einsicht gekommen zu werden kann, erklärt die Versammlung die Gründung eines Aug. Irrgang, Sorauerstr. 29, C. Röhrig, Tempelhof, Berliner- sein, daß nur durch geschlossenes Vorgehen der Arbeiter ihre neuen, alle Branchen umfassenden Vereins für überflüssig. Ferner straße 31. Als Zahlstelleninhaber für den Osten und Südosten Lage verbessert wird. Nicht von oben, sondern durch uns selbst beschließt die Versammlung, die sich am Orte befindenden Ver- wurde noch Kollege Ostar Böttcher gewählt. Vom Kollegen fann uns geholfen merden. Deshalb versprechen alle Mann für einigungen, die sich als lebensfähig erwiesen haben, vorläufig be- Gutsch wurde ein Unterstügungsgesuch eines franken hilfs Mann, der Vereinigung beizutreten und sich treu und fest zu derstehen zu lassen und dahin zu wirken, daß sich alle dem Verbande bedürftigen Mitgliedes, welches 11 Wochen im Krankenhause ge- selben halten zu wollen." Im Verschiedenen wurde der Antrag anschließen."-Herr Feldmann erklärt hierauf seinen Austritt legen hat und noch lange nicht ans Arbeiten denken fann, zur des Kollegen Hirschberg, in nächster Zeit eine Versammlung mit aus der Agitationstommission. Einige persönliche Bemerkungen Debatte gestellt. Es wurden dem Bittsteller 20 Mart bewilligt. derselben Tagesordnung im Zentrum der Stadt einzuberufen, verursachten wieder eine große Unruhe, so daß der Vorsitzende die Kollege Gaßmann besprach dann den Artikel in Nr. 23 und angenommen, und der Vertrauensmann Pusch erklärte, daß er Versammlung schloß. rechtfertigt sich. Mit der Bekanntmachung, daß am 12. Juli die Absicht schon gehabt habe, und daß womöglich noch Ende da es ihn sehr Eine Versammlung des Fachvereins der Schlächter. Die nächste regelmäßige Mitgliederversammlung stattfindet, schloß dieser Woche eine Versammlung stattfindet, der Vorsitzende die Versammlung. darnach verlangt, wieder denselben Geist bei den Kollegen zu gefellen Berlins fand am 7. d. m. statt. Die Versammlung sehen, welcher dieselben vor zwei Jahren beseelte. Mit einem wurde vom zweiten Vorsitzenden Blumschein mit der Mittheilung Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinen- kräftigen und begeistert aufgenommenen Hoch auf die intereröffnet, daß der erste Vorsitzende Keslinke fein Amt niedergelegt bau- Aktiengesellschaft zu Berlin. Unter diefem Namen besteht nationale Sozialdemokratie verließ die Versammlung unter dem Vortrag über Sibirien. An der Diskussion betheiligte sich der seit 17 Jahren eine Familien- Sterbekasse hierselbst, welche bei Gefang der Arbeiter- Marseillaise das Lokal. Kollege Mercier. Unter Vereinsangelegenheiten machte der Vor- den im Sommer vorherrschenden Krankheiten der Kinder die Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands( Ortsfigende auf das am 26. Juli bei Feuerstein, Alte Jakobstraße, weiteste Verbreitung verdiente. In der am 18. Januar d. J. stattfindende Stiftungsfest des Vereins aufmerksam und forderte stattgefundenen Generalversammlung wurde das Sterbegeld für verwaltung Berlin) hielt am 8. Juni eine mäßig besuchte Mitzu reger Betheiligung daran auf. Ein Antrag des Kollegen die Erwachsenen von 60 M. auf 75 M., und bei den Kindern glieder Versammlung ab, an welcher auch einige Damen Theil Mercier, den Punkt Verschiedenes von der Tagesordnung abzu- jede Stufe um 6 M. erhöht, mit Ausnahme der Kinder unter nahmen. Herr Dr. Lütgenau hielt einen Tehrreichen und wisseneinem Jahre. Das fgl. Ober- Präsidium genehmigte diese Ver- fchaftlichen Vortrag über die Maschine in volkswirthschaftlicher setzen, rief eine lebhafte Debatte hervor. Gegen den Antrag eränderung auf Grund des sehr günstigen Sachverständigen Hinsicht." Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. flärten sich die Kollegen Gaßmann, Laffonti und Blumschein. Gutachtens über die Leistungsfähigkeit der Kasse. Zum dritten Punkt der Tagesordnung: Borstandswahl, wurden Letterer hob besonders hervor, daß es viel offener und anständiger gefolgende Kollegen gewählt: Karl Loose, Bevollmächtigter; Oskar handelt fei, hier in der Versammlung einem Jeden ins Gesicht zu fagen, was man an ihm auszusehen habe, als denselben hinterrüds Beife, Raffirer; Ernst Tost, Schriftführer; als Beisiger die Roll. und im Stillen zu verleumden. Diese Handlungsweise habe sich Die Abrechnung vom letzten Maskenball und vom Weihnachtsund im Stillen zu verleumden. Diese Handlungsweise habe sich Streich und Strobel und als Revisoren die Koll. Fels und Trolle. leider ein Kollege, den er Redner, vorläufig noch nicht nennen wolle, zu Schulden kommen lassen. Der Antrag Mercier wurde vergnügen wurde verlesen und für richtig befunden. Alsdann wurde Kollege H. Trümper als Vertrauensmann der Holzbranche hierauf abgelehnt und es sprachen zu Verschiedenem die Kollegen gewählt. Zu Verschiedenem wurden die Geschäftsstunden des Laffowsti, Stiller und Gaßmann, welche verschiedene Mißstände im Schlächtergewerbe kritisirten. Eine Anfrage, betr. die Streik Arbeitsnachweises bis zum Herbst wie folgt festgesetzt: Statt Kontrollkommission, konnte vom Vorsitzenden Blumschein nicht Sonntags findet die Stellenvermittlung jetzt des Montags Mittags zwischen 12-1 Uhr statt, außerdem des Abends in der Woche beantwortet werden, da dieselbe nur in einer öffentlichen und von 8 bis 91/2 Uhr. Ein Dom Kollegen Dost ge= nicht in einer Vereinsversammlung beantwortet werden kann. stellter Antrag, den Ueberschuß vom Ueberschuß vom vorjährigen SommerDie Versammlung wurde hierauf mit einem dreifachen Hoch auf nachtsball in Summa 24,10 Mart, welche sich in Händen des bie moderne Arbeiterbewegung geschlossen. Kollegen Lenzner befinden, dem Vertrauensmann zu überweisen, wurde angenommen. Zum Schlusse wurde noch zur regen Betheiligung bei dem am Sonntag, den 21. Juni, stattfindenden Familien- Ausfluge nach Mariendorf beint Kollegen D. Schensch aufgefordert. Abfahrt Schlesischer Bahnhof 2,6, 2,36 mit dem Ringbahnzuge bis Tempelhof. Für den Süden um 2 Uhr Treffpunkt am Blücherplay; von dort mit der Pferdebahn bis Mariendorf. Ferner wurde noch bekannt gegeben, daß am Sonnabend, den 18. Juli, eine Herren- Nacht- und Tagpartie nach Bernau- Liebnitzsee- Lanke- Biesenthal stattfindet und um 9 Uhr Treffpunkt im Restaurant Gründel ist. Abfahrt des Zuges vom Stettiner Bahnhof 11,35 Abends. Das Gesammtvermögen beträgt über 20 000 m. bei 1533 Grwachsenen und 1902 Kindern. Der Beitritt ist Jedem gestattet, beträgt für das Ehepaar 1,20 M., Kinder zahlen kein Eintritts der bas 50. Lebensjahr nicht überschritten hat. Das Eintrittsgeld geld. Bei einem monatlichen Beitrag von 50 Pf. zahlt die Kasse ein Sterbegeld: Für ein erwachsenes Mitglied 60 M., nach fünfjähriger Mitgliedschaft 75 M., für ein todtgeborenes Kind oder wenn der Tod im Alter bis zu einem Jahre erfolgt 12 M., vom bis 16. Jahre 36 M. 1. bis 4. Jahre 18 M., vom 4. bis 10. Jahre 24 M., vom 10. bis 16. Jahre 36 M. Beitrittserklärungen werden jeden 2. und 4. Sonntag im Monat im Kaffenlokale, Ackerstr. 123, bei Stümte, und jeden 4. Sonntag, Stallschreibersir. 58, bei Sommer, von 3-6 Uhr Nachmittags entgegengenommen. Bei persönlicher Vorstellung ist eine ärztliche Untersuchung nicht erforderlich. Die Aufnahmetage in diesem Monat sind der 14. und der 28. Juni. " In der öffentlichen Versammlung aller im Tapezirer gewerbe beschäftigten Arbeiter, zu welcher besonders die Näherinnen eingeladen worden waren, die am 15. d. M. unter Vorsitz des Kollegen Freiwald tagte, sprach Genosse Eine öffentliche Bauhandwerker- Versammlung( Maurer, Wilhelm Werner über das Thema:" Die Gewerkschafts- Bimmerer, Töpfer, Maler, Stuckateure, Rohrleger u. f. w. tagte bewegung und die Stellung der Frauen zu derselben", nachdem am Montag Abend in Rigdorf unter dem Vorsitz des Kollegen zuvörderft der Vorsitzende die Kollegen ersucht hatte, fünftighin Pannecke, um sich über die Organisationsfrage schlüssig zu werden. pünktlicher in den Versammlungen zu erscheinen, da fernerhin die Genosse Frig Wilte- Berlin hielt zunächst ein Referat über das Versammlungen zu der Zeit eröffnet werden würden, zu welcher Thema:" Welche Organisationsform ist für die Bauhandwerker fie öffentlich einberufen werden. Das zur Tagesordnung stehende die geeignetste und der Arbeiterbewegung am nüblichsten?" Thema ist zwar schon vielfach erörtert worden, doch hielt es der Redner stellte sich auf den Standpunkt, daß die LokalorganiVortragende für angebracht, von Zeit zu Zeit in Anbetracht der fation mit einem über ganz Deutschland sich erstreckenden VerEine öffentliche Versammlung der Maler, Anstreicher Wichtigkeit deffelben obiges Thema wiederum zum Vortrage zu trauensmänner- System angesichts unserer gesetzlichen Beschrän bringen. Nedner zeigte in seinen sehr beifällig aufgenomme- tungen des Vereinslebens bei Weitem die beste Organisations- und verwandten Berufsgenossen fand am Sonntag, den 14. Juni, nen Darlegungen, daß der Selbsterhaltungstrieb der Arbeiter be- form sei, da sie vor allen Dingen den Behörden am wenigsten An- unter dem Vorsitz des Herrn Schmidt statt. Herr Hohlwegler Dinge, daß die Arbeiter sich in gewerkschaftlichen Organisationen haltspunkte zum Einschreiten biete. In der Diskussion, welche sich sprach dort über Lohnstatistik" und gab dabei das Resultat der zusammenschließen und maß der Gewerkschaftsbewegung mehr ziemlich lange hinzog, traten die Genossen Schweizer und von der Vereinigung deutscher Maler, Anstreicher und ver Bedeutung bei, als kleinen den herrschenden Klassen im Wege der Regerau im Gegensaß zum Referenten für eine Bentralorganisation wandten Berufsgenossen( Vereinigte Filialen Berlins)" aufgeGesetzgebung abgerungenen Abschlagszahlungen; er beleuchtete in sein und hoben hervor, daß dieselbe gegenüber den lokalen Bernommenen Statistik über Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf Bereingehender Weise die Frauenarbeit. Er zeigt, daß die weiblichen einigungen wesentliche Vortheile in sich berge. Genoffe Schweizer liner Bauten für das Winterhalbjahr 1890-91 befannt. In der Arbeiter genau das gleiche Klassenintereffe haben, wie die männ-( Maler) führte auch unter Anderem an, daß erst kürzlich auf dem Diskussion gelangten dann die allgemeinen Verhältnisse zur lichen Arbeiter, forderte für gleiche Leistung gleiche Löhnung und Maurerkongreß in Gotha sich die Majorität für eine Zentrali- Besprechung. Die Anwesenden verpflichteten sich darauf, sich der forderte die im Tapezirergewerbe beschäftigten Arbeiterinnen auf, fation entschieden habe und daß demgemäß die Minorität der Vereinigung anzuschließen. Es gelangte dann ein Antrag zur Annahme, am Donnerstag, den 18. d. M., eine Versammlung im fich gleichfalls zu organisiren, und die männlichen Kollegen, die Maurer sich dem Majoritätsbeschluß fügen müsse. felben aufzuklären über die Unhaltbarkeit der heutigen GesellDie Genossen Regenberg und Borchardt sowie nochmals der Bentrum stattfinden zu lassen, in welcher dieselbe Tagesordnung schafts- und Wirthschaftsordnung und gemeinsam zu kämpfen für Referent befürworteten eine lokale Zentralisation, während Stein- zur Verhandlung gebracht werden soll. Die Versammlung wird in den Gratweil'schen Bierhallen stattfinden. Es ist so möglich, die Befreiung des Proletariats.( Lebhafter Beifall.) In der mar und Lenz sich für Bentralisation aussprachen. folgenden Diskussion erläuterte Rollege Schwanz des Weiteren Es wurde nunmehr die Diskussion geschlossen, da die Zeit daß die Berufsgenossen, denen der Weg nach Moabit zu weit die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation und schon sehr vorgerückt war und die Versammlung sich bedentlich war, das Resultat der Statistit in einer Versammlung entgegen nehmen können, und werden dieselben zu zahlreichem Erscheinen richtete einen dringenden Appell an Die Kollegenschaft, gelichtet hatte. Eine Resolution, welche sich für 3entralisation aussprach, aufgefordert. die bisherige Lauheit der bestehenden Gewerksorganisation gegenüber endlich fahren zu lassen und fich aufzuraffen zu erwurde mit einer Stimme Majorität abgelehnt und dagegen fol Die Freie Vereinigung der Seifensieder und Berufsfprießlicher Thätigkeit. Ihm schloß sich Kollege Feder an, gende Resolution angenommen: hauptsächlich die Frauenfrage behandelnd, und sprachen im Sinne Die heutige Bauhandwerker Versammlung erklärt sich mit genoffen hielt am 13. d. Mis. ihre Mitgliederversammlung ab. Der Vorredner noch die Kollegen Kloz, Biester und dem Referenten voll und ganz einverstanden und erklärt, daß Bum ersten Punkt der Tagesordnung hielt Genosse Wach einen Staudinger, während der Vorsitzende die im Tapesirer- Politik seitens der Arbeiter nur in 2otalverbänden ge mit Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Die Entwickelung statt. Die gewerbe beschäftigten Arbeiterinnen aufforderte, sich dem Allge- pflegt werden könne, sie verwirft daher die von Abrechnung vom Stiftungsfest wurde für richtig befunden. Zentralver- Ferner wurde beschlossen, die Sammlung für den Maifonds zu Schlußworte des Referenten gelangte folgende Resolution zur einGenosse Wilke betonte noch anläßlich dieses Resultats, daß schließen und das Geld dem Parteivorstande zu übersenden. Die stimmigen Annahme: " Die heute bei Feuerstein tagende öffentliche Versammlung die Annahme der Resolution unter einem derartigen Stimmen Mitglieder der in der öffentlichen Versammlung aller industriellen aller in der Tapezirerbranche beschäftigten Arbeiter erklärt sich verhältniß in seinen Augen gar keinen Werth habe, es möge Hilfsarbeiter gewählten Agitationskommission, W. Hoffmann und mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einver- Jeder sich ruhig der Organisation anschließen, welche er für die P. Hentschel, Seifensteder, haben ihr Amt niedergelegt. Als Erfaßmann wurde A. Käding, Kastanien- Allee 47, gewählt. Bu standen und verpflichtet sich, Mann für Mann in den Fachverein beste erachte. Punkt 4: Wie organisiren wir uns in Zukunft?" konnte noch ber Tapezirer Berlins und Umgegend einzutreten und verpflichtet Eine öffentliche Versammlung der Maler und An- sucht war und dieser Punkt wird nochmals auf die Tagesordnung fein Beschluß gefaßt werden, da die Versammlung zu schwach bea liche Intereſſen mit dem arbeitenden Proletariat zu verfechten streicher fand am 14. Juni mit folgender Tagesordnung statt. Der nächsten Versammlung gefeht werden, welche am 19. Juli die Frauen dahingehend aufzuklären, daß sie gemeinschaft1. Unsere Lohnstatistit. Referent J. Hohlwegler. 2. Diskussion. und für dieselben einzutreten haben." Ueber die anläßlich des 1. Mai laut Versammlungsbeschluß 3. Verschiedenes. Referent legte auf Grund der von den Malern stattfindet. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung mit gefammelten Gelder legte Kollege 3 elinsti Rechnung. Einge- Berlins herausgegebenen Fragebogen die traurige Lage der einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung. kommen sind im Ganzen 102,35 M. Kollege Schwanz bean- Kollegen Hlar. Fragebogen liegen von 72 Bauten vor, also von Der Fachverein der Firmenschilder- Branche hielt am tragte im Anschlusse hieran, die Hälfte dieser Summe der Partei- weit über die Hälfte sämmtlicher in diesem Winter in Arbeit 8. d. M. in der Parlamentshalle, Landsbergerstraße 88, eine tasse, den Reſt dem Unterstützungsfonds der Tapezirer zu über- befindlichen Bauten. Aus denselben ergeben sich überraschende Mitgliederversammlung ab. Genosse Otto Thierbach hatte das weisen, entgegen einem früher gefaßten Versammlungsbeschluffe, Resultate. Im Winter, der schlechtesten Zeit in unserem Ge- Referat übernommen über: Die großkapitalistische Produktionsdas gesammelte Geld zur Hälfte der Generalfommission der Gewerbe, wo in Berlin allein Tausende Anstreicher und Maler weise und deren Beseitigung. Der Redner erntete für seinen werkschaften Deutschlands in Hamburg zu überweisen und zur arbeitslos sind, wurde bei mehreren Meistern täglich 10 und noch Vortrag reichen Beifall. Eine Diskussion fand nicht statt; es Hälfte der Berliner Streit- Kontrollkommission. Der Autrag mehr Stunden gearbeitet, das war bei den kurzen Tagen jedoch wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heute Schwanz wurde vom Vorsitzenden energisch befürwortet und gab nur möglich, weil sich Kollegen finden ließen, welche bei Licht in der Parlamentshalle tagende Versammlung des Fachvereins ihm Veranlassung zu einer schärferen Kritik ber General Rom- arbeiteten, während ihre anderen Arbeitsbrüder hungernd und der Firmenschilder- Branche erkennt die Ansichten des Referenten mission. Nach einer langen und lebhaften Debatte gelangte bie arbeitslos umhergingen; daß diese Kollegen" nicht gerade fehr als die einzig richtigen an und beschließt demnach, mit allen Bersammlung dahin, zu beschließen, die Hälfte der 102,35 M. zart angefaßt wurden, wird sich ein Jeder denken können. Kräften der sozialdemokratischen Reform nachzuhelfen, einstweilen der Generalfommission Deutschlands, die verbleibende Summe Ferner ergab sich, daß der durchschnittliche Stundenlohn bei den die Arbeitervereine und Arbeiterzeitungen zu fräftigen und zu dem Unterstützungsfonds der Tapezirer zu überweisen.- Anläß- Malern sich auf 44 Pf. stellte, bei den Anstreichern auf 37 Pf. unterstützen." Zu Verschiedenem wurde erst eine innere Angelich des Vergolderstreiks sind von den Tapezirern 32,85 M. ge- auch die Affordpreise waren geradezu verblüffend, welche gezahlt legenheit des Vereins zur Sprache gebracht, sodann ein Brief des sammelt und der Berliner Streif- Kontrollkommission übersandt wurden. Um einiges heraus zu greifen, wurden z. B. für Hinter. Kollegen Stengel verlesen, worin derselbe mittheilt, daß er infolge worden. Gingeladen waren die Kollegen der Werkstatt von decken mit Friefe, Hohlkehle zc. durchschnittlich 2,50 M. gezahlt. willkürlichen Bohnabzuges seine Arbeit bei J. Kaufmann, Stralauer Dittmar, die sich bisher konsequent dem Fachverein fern gehalten Für Doppelfenster zweimal streichen und lackiren, wobei auch die Brücke, eingestellt hat. Derfelbe war dort erster Maler, er bittet, haben haben. Da die Werkstatt in der Versammlung vertreten 12flügeligen der Berliner Zimmer mit eingerechnet sind, wurde den Zuzug fern zu halten. Nachdem noch bekannt gemacht war, so fand eine längere Aussprache statt. Eine Kollege ver- ein Durchschnittspreis von 1,65 M. bezahlt. Einfache Fenster worden, daß am 27. Juni das erste Stiftungsfest sprach, das Seinige zu thun, daß die Kollegen der Werkstatt von 50 Pf. Durchschnitt 61 Pf. Sechsfüllungsthüren zweimal streichen des Vereins bei Kuhlmey, Schönhauser Allee, Dittmar sich dem Fachverein anschließen. Die Versammlung er 73 Bf. Für Fußboden zweimal streichen und lactiren im Durch unter Mitwirtung des Arbeiter Gesangs flärte sich damit befriedigt. Nach einigen Mittheilungen wurde schnitt 76,3 Pf. Bei der Frage: Würden Koakskörbe benügt? vereins Borwärts stattfindet, schloß die Verdie Versammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung in ergab sich, daß von 72 Bauten auf 65 Bauten solche benutzt ſammlung. wurden. Von Unglücksfällen infolge des Arbeitens bei später Nachtstunde geschlossen. bände." Koatstörben wurden 18 ermittelt, die längere Erkrankungen und Die öffentliche Generalversammlung der Maurer Die freie Vereinigung der Van- Arbeiter Berlins hielt Arbeitsunfähigkeit herbeiführten. Auch die in so großem Berlins und Umgegend, welche am 14. d. Mts. unter Vorsitz am 14. Juni ihre regelmäßige Mitglieder- Versammlung ab. Nach Maße überhand genommene Unfitte, daß sich die Maler selbst des Kollegen Kaufmann im Feen- Palast abgehalten wurde, Berlesung des Protokolls von der Generalversammlung richtete auf den Bauten die Gerüste bauen müssen, hat verschiedene Un- war nicht der Wichtigkeit der Tagesordnung entsprechend besucht. Kollege Gaßmann die Frage an den Schriftführer, ob das Pro- glücksfälle herbeigeführt. Redner geißelte die Praftifen ver- Der Referent über den ersten Punkt der Tagesordnung: Die tokoll mit dem Bericht, welcher in Nr. 22 des Arbeiters" erfchiedener Innungsmeister, welche durch Ausnutzung der Lehr- Lohnbrückerei der Bau- Unternehmer Berlins In Betreff der den heutigen Verhältnissen gegenüber und schienen sei, identisch sei oder nicht, denn nach dem Artikel, linge sich konkurrenzfähig erhalten wollen. welcher in Nr. 28 des Arbeiters" mit der Ueberschrift Auch Sonntagsarbeit ist Redner der Meinung, sollte der Regierung wie wollen die Berliner Maurer ihre Lage eine Kampfesweise" erschienen sei, müsse er annehmen, daß ihm und dem Parlamente wirklich an Material gegen die Sonntags verbessern?" Rollege Blauroc beklagte diese Theilvon der einen oder anderen Seite falsche Thatsachen unterschoben arbeit gelegen sein, so ist es in großem Maße vorhanden, denn nahmlosigkeit gegenüber der zur Tagesordnung stehenden Frage. feien. Der Schriftführer gab auf Ehrenwort die Antwort zurück, während Tausende von Malern und Anstreichern arbeitslos um In seinem Vortrage legte der Referent sodann dar, daß in den daß von ihm der Bericht ebenso eingeschickt sei, wie er in Nr. 22 hergehen, arbeiten andere sogar des Sonntags noch bei Lohndrückereien, die feit dem Jahre 1885 in sehr bemerkbarer des Arbeiters" enthalten sei und verwahrt sich gegen jedwede Licht auf den Bauten. Redner fommt am Schlusse Weise zu Tage treten, ein System liege. Es sei dies das Unterschiebung. Hierauf wurde zur Wahl geschritten, und da feines Vortrages zu dem Resultate, daß die Arbeiter, um sich aus tapitalistische System, welches darauf hinauslaufe, die arbeitende Klasse in möglichst gedrückter wirthschaftlicher Stellung zu erhalten. Für den Süden: Dieses Ziel werde durch alle möglichen und unmöglichen Mittel zu erreichen getrachtet. Angesichts des einmüthigen Zusammenstehens der Berliner Maurer in den letzten Streitjahren sahen sich die Unter- Für den Westen: nehmer allerdings veranlaßt, in etwas für den Augenblick, was Sanisch, tafsirt Hornstr. 11, bei Zechlin. Käppel, tafsirt Mariendorferstr. 10, bei Grube. Röhler, faffirt Bülowstr. 52, bei Böhland. Harnisch, tafsirt Anklamerstr. 49, bei Warting. nicht zu umgehen war, nachzugeben. So erkannte man im Für das Zentrum: 2uh, tafsirt Rosenftr. 38, bei Kuhlmey. Jahre 1889 die Forderung des Stundenlohnes von 60 Pf. als Für den Norden: berechtigt an, wenn auch nicht die neunstündige Arbeitszeit. Thatfächlich wurde auch einige Zeit hindurch ein Stundenlohn von 60 Pf. gezahlt, mit Ausnahme der Staats- und Kommunalbauten, auf welchen heute der niedrigste Stundenlohn gezahlt werde. Trotzdem seien die Maurer auf Grund des Stundenlohns Für Moabit: von 60 Pfennige vom Berliner Magistrate in die 5., 6. Steuerstufe und darüber erhoben" worden! Nicht minder traurig Gercke, tafsirt Ecke der Diedenhoferund Treskowstr., bei Schmidt. Weiße, tafsirt Gerichtsstr. 14, bei Barth. Rieger, faffirt Rathenowerstr. 89, bei Holzbecher. Kassirt wird überall Sonnabends Abends von 8-10 Uhr; Zum Schlusse fanden zwei Unterstützungsgesuche ihre Ertommen. Große Basel, 16. Junt. Die Aufräumungsarbeiten an der Unglücksstätte bei Mönchenstein dauerten die ganze Nacht fort. Bis heute 10 Uhr Vormittags waren 60 Leichen geborgen. Die beiden vordersten Wagen des Zuges, die noch in der Birs liegen, find nur mit großen Schwierigkeiten frei zu machen, da große Vorsicht nöthig ist, um die Zeichen nicht untenntlich werden zu laffen. Die Regierung von Basel beschäftigt sich mit der Frage einer gemeinschaftlichen feierlichen Beisetzung der Verunglückten. Ob dieselbe möglich sein wird, hängt davon ab, ob die Bergung der Leichen bis morgen früh beendigt sein wird. In die Haftpflicht sollen sich außer der Jurabahn, auf welche ein Drittel entfallen dürfte, die St. Gotthardbahn, die Zentralbahn, die Nordostbahn und die Vereinigten Schweizerbahnen auf Grund des Vertrages von 1885 theilen. Zu Gunsten der Verwundeten und der Hinterbliebenen der Verunglückten haben Sammlungen von Geldspenden begonnen. Depeschen: seien die Verhältnisse auf den zahlreichen Kirchenbauten, auf denen in Moabit auch Montags. thatsächlich die erbärmlichsten Löhne gezahlt werden. Diese Bauten wurden zumeist von großen" Innungsmei.cn ausgeführt, welche ledigung. ftets von Humanität übertriefen, im Auftrage der Kirche, welche immer die soziale Lage der Arbeiter zu verbessern bestrebt sein will. Verein der Lackirer( Filiale IV. der Vereinigung der Diese Widersprüche seien dem gefunden Menschenverstande un- deutschen Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandten Berufsbegreiflich. Die letzten Kornzolldebatten müßten einem Jeden die genoffen). Am 8. Juni tagte eine gut besuchte Versammlung. Augen darüber geöffnet haben, daß die herrschende Nothlage Herr Dr. Stahn hielt einen Vortrag über„ Bleifolit", der gerade eine derartig große sei, baß, wenn nicht baldige Abhilfe ge- für unser Gewert von großem Interesse war. Mit welchem Basel, 16. Juni. Die Regierung hat die Absicht einer schaffen werde, das arbeitende Volk Gefahr lause, vollständig Intereffe der Vortrag von der Versammlung verfolgt worden gemeinsamen Beerdigung der Opfer der Eisenbahn- Katastrophe zu degeneriren. Alle Lebensmittelpreise seien furchtbar in die war, bewiesen die zahlreichen Fragen, die an Herrn Dr. Stahn bei Mönchenstein aufgegeben, da dieselbe mit Rücksicht auf die Höhe geschraubt, selbst die Kartoffelpreise hätten wiederum gestellt wurden.- Beiträge werden alle Sonntage von 10 bis noch in der Birs liegenden Todten ausgeschlossen ist. Die eineine Steigerung erfahren, sodaß die Arbeiter bald that 12 Uhr vom Kollegen Wallrath, welcher als Hilfstaffirer gewählt zelnen Beerdigungen der Leichen werden morgen beginnen. Dasächlich nicht mehr im Stande seien, ihre Familien nur noth- wurde, oder dessen Stellvertreter, Kollegen Arndt, angenommen. gegen hat die Regierung eine allgemeine Todtenfeier auf nächsten dürftig zu ernähren. Angesichts dieser Sachlage sei es unbegreif- Auch werden dort Mitglieder aufgenommen. Beschlossen wurde, Sonntag Abend 7 Uhr angeordnet. lich, daß die Maurer, die speziell unter der systematischen Lohn- daß die Herrenparthie am Sonntag, den 14. Juni, stattfindet. Basel, 16. Juni. Bis heute Nachmittag 8 Uhr sind 60 drückerei so empfindlich zu leiden haben, sich so theilnahmslos er- Die Kollegen versammeln sich präz. 6 Uhr bei Tempel, Breslauer- Leichen agnoszirt, fünf blieben unerkannt. Diefelben werden weisen. Wenn auch der vergangene schwere Winter in Betracht zu straße 27. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof 6 Uhr 20 Min.; photographirt und morgen vorläufig auf dem Kirchhofe von ziehen sei, so wäre doch eine regere Betheiligung an den Ver- für Nachzügler bis 10 Uhr in Johannisthal bei Senftleben. Mönchenstein beigesetzt werden. Unter den Todten befindet sich fammlungen zu erwarten. Zu verkennen sei bei diesen syste= ein Frl. Amalie Sturmfels aus Berlin. Wie amtlich konstatirt matischen Lohnbrückereien auch nicht, daß sich die Unternehmer dem Botal des Herrn Gadtte, Fischerstr. 25, eine Zusammenkunft von West- Postwagen und 10 Personenwaggons. Die beiden Lokomotiven, Gesellige Vereinigung der Westpreußen. Am 26. Mai a. cr. fand in wird, führte der Zug zwei Lokomotiven, einen Packwagen, einen für die Beiträge, welche sie zu den sozialreformatorischen Arbeiter- preußen statt, bei welcher Gelegenheit beschlossen wurde, eine„ Gesellige BerVersicherungen zu leisten haben, schadlos zu halten trachten. einigung der Westpreußen" ins Leben zu rufen. Der dabei ins Auge gefaßte der Packwagen und vier Personenwaggons sind aufeinander in Diesem System der Lohndrückerei müsse mit aller Macht ent- Bergnügungen, sowie Wahrung der Intereſſen der Landsleute. Sigungen gedrückt auf dem Boden des Birsbettes. In demselben befinden Zweck tit: Gemüthliche Zusammenkunft von Landsleuten, Beranstaltung von den Fluß gestürzt, ein Wagen zweiter Klasse liegt zusammengegengetreten werden. Die Arbeiter, im besonderen die Maurer, finden jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Vereinslokal bei Herrn Garšte, feien bereits so gestellt, daß sie thatsächlich nichts mehr zu ver- Fischerstr. 25. statt. Gäste( Damen, Herren, sowie Familien) sind herzlich will sich höchst wahrscheinlich Fremde. Auf dem Grunde der Birs lieren haben. Die Maurer hätten stets bis zur Erschöpfung gevermuthet man noch viele Opfer. tämpft; was fie errungen, hätten sie durch Hunger errungen. Versammlung am Mittwoch, den 17. Juni, Abends& übr, ermitglieder zu beschleunigen und die Leichen aus dem Trümmerfelde emporUm sich gegen die Ausbeutung der Unternehmer wehren zu fönnen, fei es unbedingt nothwendig, Der im Steigen begriffene Fluß erschwert die die Kollegen der Versammlung aufgenommen. Herren als Gäste sind eingeladen. Um Arbeiten, welche mit großer Anstrengung ausgeführt werden. wieder zusammenzubringen, Den Generalfonds wieder zahlreichen Besuch wird gebeten. Leistungsfähig Zu machen, das Publikum aufzuklären Freie Vereinigung der Portiers und Berufsgenossen von Berlin Abordnungen der Regierungen von Balsel- Land und Basel- Stadt, über die schauderhaften, im Baugewerbe herrschenden Zustände. und Umgegend. Donnerstag, den 18. Junt cr., Alte Jakobstraße 75, bei sowie die Bundesräthe Frey und Welti besuchten die UnglücksGleichsam als Hohn auf die Forderung der neunstündigen Arbeits- Verband deutscher, Barbier Friseur- und Verrückenmacher- stätte. Die Professoren Krönlein( Zürich) und Kraske( Freiburgzeit werde jetzt schon auf verschiedenen Bauten die elfstündige Gehilfen( Zweigverein Berlin). Donnerstag, den 18. Junt, Abends 10 Uhr, Baden) haben ihre Hilfe angeboten, welche jedoch mit Dank abArbeitszeit systematisch eingeführt. Geschehen müsse unbedingt Rosenthalerstr. 39: Mitglieder- Versammlung. gelehnt wurde, da ärztliche Hilfe in ausreichendem Maße zur etwas und ersuchte der Referent die Anwesenden, sich darüber Kleine Martusstr. 10. Gäfte willkommen. Rauchklub„ Grüne Quaste". Mittwoch, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Verfügung steht. auszusprechen, was in nächster Zukunft zu geschehen habe. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. In der folgenden Diskussion wurden die Ausführungen des Maunynftr. 83. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vorwärts", Abends 8% Uhr, Sigung im Lokale des Herrn Köhn. Referenten von allen Rednern voll und ganz bestätigt. Die Nord", Abends 8½ 1hr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. Eman herrschende Nothlage im Baugewerbe wurde voll und ganz an- sipation", Abends 8½ Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäste erkannt und vielfach grell beleuchtet. Ein genügendes Streiflicht Gäste willkommen. willkommen. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstraße 7. - Frete Denter", 9 Uhr bei Haugt, Bökhstr. 12 R. B., Schulzendorferstr. Die Jdee ist von uns bereits Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Mitt- verwerthet worden. Besten Dank. madh. Bergnügungsverein„ Fidele Brüder", 9 Uhr Schönleinstraße 5 bet Rothe Fahne. Das tommt auf die näheren Umstände an, Melchiorstraße 15. Vergnügungsverein Proletariat", im Restaurant Stehmann, Geselliger Verein Freiheit", 8% Uhr im Restaurant Gewöhnlich wird die Anregung wohl von dem Aelteren auszeidinger, Boyenstr. 40. Verein Fridolin", 9% ihr im Restaur. Wolff, gehen. Streits bewilligten Stundenlohn von 55 Pf., nämlich zu straße 31. Brunnenstr. 35a. Verein, Kreuzfidel", bei Dobberstein, Mariannen- Hermann Seife, Schuhmacher, wird um Angabe seiner 50, 45, ja zu 40 Pf. anbieten! Kollege Wilke Theater- Verein" Blumenlese", bei Förtsch, Stallschreiber- Adresse ersucht. Wm. Langner, 649 W. 18 St. Chicago. örterte in eingehender Weise die die Machtmittel, welche Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch R. K. 87. Wir haben schon wiederholt darauf hina den Maurern gegenüber den Unternehmern zu Gebote stehen. auf Abends 8-10% Uhr bei Saller, Naunynstr. 70. Befangverein gewiesen, daß ein Vater überhaupt nicht verpflichtet ist, eine von " Pausebeutel" Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstr. 106.Hierher gehöre in erster Linie der Zusammenschluß der Kollegen." offnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Flges, Wilsnackerstr. 63. Gesangverein feinem Sohne zerbrochene Scheibe zu bezahlen. Mit allen Kräften müsse dahin gewirkt werden, daß die Ver- Männergesangverein Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, sammlungen zahlreich besucht werden; dadurch werde man sich Respekt verschaffen. Ein weiteres Machtmittel sei der General- 8 Uhr, bet Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäfte, burch Witglieder eingeführt, fonds, welcher gleichfalls mit allen Kräften gestärkt werden müsse. Ferner wies er auf die Macht der Presse hin und forderte dazu auf, wahrheitsgemäße Schilderungen der Verhältnisse auf den Bauten in der Presse zu veröffentlichen. Redner zweifelte nicht, daß der alte Geist, welcher die Berliner Maurer unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes beseelt habe, wieder erwachen und zum Handeln anspernen werde. 3. Grsagwahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden vor den. Scheffer. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Röhlke. 2. Distusfion. zuheben ist auf dem Brückenkopf ein Krahn aufgefahren worhierauf warf die Meinungsäußerung des bekannten Bauunter- Gäste willtommen. nehmers, Herrn Ditges, welcher, wie Kollege Görlich konstatirte, in der Freien Vereinigung der Bau- und Zimmermeister fich dahin ausgesprochen habe, daß in Berlin genug Arbeitskräfte vorhanden sind, die sich noch unter dem anläßlich des letzten Kühn. erstraße 60. " willkommen. " " Alexanderstr. 37, Gcte Kaiserstr., 1 Tr. Brüderstr. 26. Gefangverein" Alpenrose",( Sem. Chor) 8-10 Uhr Gesangverein willkommen. Bitherflub Alpenveilchen", Abends 8 Uhr, atfer straße 25b, Ecke Alexanderstraße. Gäste willtommen. Tambourverein Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bet Hüttrich, Gollnowstr. 9.Männergefangverein Edelweiß", Abends 8 Uhr, bei Schneider, Belforterftraße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Offenbacher Gängerfranz", bei Krause, Ritterstr. 105. bet G. Stien. Gäste willkommen. der Sigung: Tanz. Briefkaffen der Redaktion. F. G. 1. Der Lehrherr ist nicht berechtigt, dem Lehrling für die Zeit, welche derselbe zum Besuche eines Arztes verwenden muß, einen Abzug am Rostgeld zu machen. 2. Ueberstunden kann er ihn aber dafür machen lassen, wenn im Lehrkontrakte teine bestimmte Arbeitszeit ausgemacht ist. Vergnügungs- Verein ,, Euphrosine", Vergnügungs- Verein Proletariat", Seite. T. 100. Welche Marke Sie einzufleben haben, richtet sich nicht nach der Höhe Ihres thatsächlichen Arbeitsverdienstes, sondern danach, welcher Art von Krankenkasse Sie angehören. 10 Uhr im Turusaale des Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57-58. Lübeck'scher Zurnverein: 1. Behrlingsabtheilung, Abends von 8 bis Die Marken müssen nach der Reihenfolge von Anfang an einBerliner Turngenoffenfchaft, 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr; geklebt werden, ohne daß Lücken vorhanden sein dürfen. Turnlokal Martannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis Zimmerer Hugo Lehmann erörterte in längeren Ausfüh- 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenftr. 49-50. K. Sch., Stromstraße. Ob Sie den Schwager Ihres Turnvereinsten", Männer Bruders als Berwandten betrachten können oder sollen, ist rungen den Kampf, welchen die Bauhandwerker unter sich infolge btheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenſtr. 63a. der herrschenden verschiedenen Strömung neben dem Kampfe gegen schreiberstr. 60.Theaterverein" Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stall ganz Geschmackssache. Verwandter im gesetzlichen Sinne ist Theater- u. Vergnügungsvercin Bultania" Abends 9 Uhr, er nicht. die Arbeitgeber auszufechten haben und der noch das Uebrige thue, in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge= die an sich schon trostlosen Verhältnisse noch zu verschlechtern, neigt sind, dent Verein beizutreten, 5. G.. Rigdorf. Bei einen Klageobjekt von 6 Mark tönnen sich daselbst melden und befürwortete die Schaffung eines Fonds, welcher den oder beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, Hof 1 Treppe. fönnen, wenn Sie die Hauptsumme schon vor dem Termine beBauhandwerkern den Kampf gegen das Unternehmerthum aufzu- siewald, Dresdenerstr. 38. Pollac- Klub„ uftige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant zahlt haben, die Rechtsanwaltskosten nicht 10 Mark betragen. Verein Fibele Brüder", Schönleinstr. 5 Die eigentliche Gebühr beträgt 2 Mart, dazu kommen 50 Pfg. nehmen ermögliche. Kollege Kliemann geißelte in scharfer Weise die sozial- Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Stallschreiberstr. 58. Gäste willkommen. Zustellungskosten und Schreibgebühren von 10 Pfg. für jede politischen Verhältnisse der heutigen Zeit und feuerte die Kollegen Sizung Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorftr. 15, Sof" part. Gäste will- verurtheilt sind, die Kosten sodann gerichtlich festgesetzt und vielWenn Sie freilich im Termine zur Tragung der Kosten machtvoll an, für die Verbesserung ihrer Lage, für ihre eigenen tommen. Geselliger Klub Proletariat" bet Lorenz, Stoppenstr. 40 e. Interessen energisch einzutreten, vor allem zu einigem Zusammen- Geselliger Verein" Freiheit" Abends 8½ Uhr, bet Genoffe Leininger, leicht auch einige Zwangsvollstreckungen vorgenommen wor 40. Gäste, Damen und Herren, willkommen. fiehen ermahnend. Berden sind, so können im Ganzen wohl 10 Mark Kosten herausgnügungsverein" Ponum", Abends 8 Uhr bei Schröder, SteglitzerIn seinem Schlußworte forderte der Referent die Kollegen- traße 18. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. tommen. Verein schaft auf, die Forderung betreffend 60 Pf. Stundenlohn Berein„ Kreuzfidel", Sigung mit Damen bet Doberstein, Mariannen- Sonntags eingeklinkt sein und darf nicht offen stehen. der Soldiner", Abends 8% Uhr bei Wutke, Friedrichsbergerstr. 24. Görlitzerstraße. Die Thür muß während des ganzen wiederum energisch aufzunehmen und zu vertreten, welche von ftraße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", den humanen" Innungsmeistern seiner Zeit anerkannt worden bends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchklub, Nord- Fr. S. Die Pränumerando- Miethe muß, ohne Rücksicht auf wäre und die die Unternehmer zu erfüllen sehr wohl in der Lage Ahmer, Gräfefir. 82. stern in Friedrichsberg. Rauchtlub Bultan", Abends" Uhr bei die Höhe des Betrages, am 1. eines Monats gezahlt werden. seien und beantragte folgende Resolution: Orientalischer Rauchtlub, Abendz 9 Uhr, bei Hart- In manchen Miethskontrakten ist aber eine um einige Tage mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willtomrxen.- Rauchtlus, Frisch gewagt", Die heutige Versammlung fordert die Berliner Maurer Abends von 9-11 Uhr, Boſenerstr. 5 bei Rockendorf. Rauchttubné spätere Zahlung gestattet. Also sehen Sie Ihren Kontrakt daraufauf, überall und hauptsächlich da, wo die Lohnverhält bends 8½ uhr, Frantfurter Allee 90 bet Otto Babel. Gäste willkommen. 8wang", Abends 8% Uhr, bei Spät, Weinstr. 28. Stattlub reff", hin an. nisse am schlechtesten sind, an die Unternehmer heran zu Rauchklub Grüne Quaste", Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Martus- oder Einkommensteuer zu zahlen. 2. Was Eheleute durch gemeinE. G. 100. 1. Dispositionsurlauber brauchen keine Klassentreten und die alte Forderung von 60 Pfg. Stundenlohn straße 10. Gäste willkommen. wieder aufzunehmen. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends schaftliche Arbeit erwerben, gehört dem Manne allein, wird also, 9 Uhr, Uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.). Krautstraße 52 im Restaurant. Gefangverein Freies Sted", wenn die Frau stirbt, nicht zu ihrem Nachlaß gerechnet. HierGesangverein 3ufriedenheit", Noftizstraße 29, bet Hahn. Gesangverein„ Erescendo", Wrangel nach könnte Ihr mütterliches Erbtheil richtig berechnet sein, wenn Ghor) bei Semter, Münzstraße 11. straße Nr. 141 bei W. Schmidt. Gefangverein Freya",( Gem. wir dies auch ohne Kenntniß des Auseinandersetzungs- Vertrages Sochstr. 32 a bei Wilte. Männer- Gesangverein ilaritas", nicht bestimmt beurtheilen können. Ihre Schwester kann, wenn Flöterscher Gesangverein", Landsbergerstr. 31 bet Musold. Arbeiter- Gefangverein, Borwärts", Schönhauser Allee 28 bei sie unterstützungsbedürftig ist, das zum Leben für sie und ihre Kuhlmey. Gefangverein Liedesfreiheit", Blumenstr. 38 bei Hente. Rinder Erforderliche vom Vater beanspruchen, nöthigenfalls im Gesangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bet Müller.- Gefang: Wege der Klage beim ordentlichen Gericht. 3. Der 28. Theil Gefang- lettwillige Verfügung Ihres Vaters nicht entzogen werden darf. Arbeiter- Gefang= G. M., Münchebergerstr. Bei uns ist schon gesetzlich die Gütergemeinschaft ausgeschlossen. Wenn der Mann auch auf das Recht, das Vermögen der Frau zu verwalten und den NiesMännergesangverein Morgenroth" brauch daraus für sich zu ziehen, verzichten will, so muß hierüber ein Vertrag errichtet werden, welcher nach der standesamtlichen Trauung nur gerichtlich, vor derselben auch notariell abzuschließen ist. " Die Versammlung erklärt ferner, angesichts des von dem Unternehmerthum in dieser Frage zu erwartenden Widerstandes die Sammlungen zum Kriegsfonds, d. h. zum Generalfonds der Berliner Maurer überall und mit größter Energie wieder vorzunehmen." Diese Resolution gelangte einstimmig zur Annahme, desgl. nachfolgender von Wilke gestellter Antrag: Die heutige Versammlung wolle beschließen, zum nächsten Sonntag wieder eine öffentliche Versammlung zu berufen, in welcher die Ursachen der Lohndrückereien feitens des Ausbeuterthums nochmals behandelt und über Mittel und Wege zur Abhilfe dieses jämmerlichen Zustandes berathen wird. Ferner wolle die Versammlung beschließen, die Vertrauensmänner zu beauftragen, noch im Laufe dieser Woche ein Flugblatt an die Berliner Maurer zu erlassen, in welchem die Ursachen unserer gedrückten Lage beleuchtet werden und zur starken Betheiligung an der nächsten Sonntagsversammlung aufzufordern ist." Auch der weiter gestellte Antrag fand einstimmige Annahme. Derselbe lautet: " verein Deutsche Eiche", Blumenstr. 46 bei Went. Arbeiter- Gesang" er che", Abends 9 Uhr, bet Zimmermann, Brunnenstr. 119. verein Ech o", Pankow bei Borchardt, Schulzefir. 27. Gesangverein des väterlichen Vermögens ist der Pflichttheil, welcher Ihnen durch Hämmerle, Bülowstr. 59, part. verein Johanni" am Oftbahnhof Nr. 7, bei Junold. verein Freiheit", nebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Reſtaurant Steichenbergerstr. 166 bei Bagold.- Vereinsteinfeger Sänger chor", Schwedterjir. 17 bei Wolter. Gefangverein Südost" bet Stemer, Cuvry straße 16.' Männergesangverein Steinnelte", Gerichtstr. 10 im Reſtau rant. Männergesangverein 3ufriedenheit" bei Gauger, Willibald Alerisstraße 5.- Gesangverein yra" bet Stachel, Naupachstr. 6. Männergesangverein der Kürschner bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Offenbacher Sängerkranz, Ritter- und Prinzenstr.- Ecke bei Strause. Vermischtes. 2. E., Dresdenerstraße. Der Wirth ist nicht verpflichtet, das Draufgeld von 9 M. zurückzugeben, außer wenn er die Wohnung anderweit vermiethet. Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem in gende Meldungen vor: leber das Eisenbahn- Unglück bei Basel liegen noch folBriefkaffen der Expedition. Nr. 23 des Bauhandwerker" enthaltenen Aufruf, be treffend eine Konferenz der Nichtverbändler, einverstanden aus der Sanitätsschule nach dem Blazz, wo das gestrige Eisen- bei uns ein: Basel, 15. Juni. Heute begaben sich weitere 30 Mann Für den Partei- Maifonds gingen ferner folgende Beiträge und verpflichtet sich, falls dieselbe in Berlin tagen sollte, bahnunglück stattgehabt hat, um bei der Bergung der im Wasser Baugeschäft Rieße 10,50. Tischler der Werkstatt Barfekow die größte Gastfreundschaft gegenüber den Theilnehmern befindlichen Todten behilflich zu sein. Die Genietruppen werden und Wolff 9, Genossen von Rudow 9,50. Metallfargfabrik derselben üben zu wollen." eine Noth- Eisenbahnbrücke herstellen, damit der durchgehende Ver- S. u. Co. 16,30. Bereits quittirt 1821,55. In Summa 1866,85. Da nunmehr in Berlin auch für den Generalfonds der Maurer tehr wieder aufgenommen werden kann. Von den im Hospital Weitere Beiträge nimmt gern entgegen die Expedition Deutschlands( Hamburg) gesammelt wird, so wurden die Zahl- befindlichen Verwundeten sollen keine mehr in Lebensgefahr sein. Beuthstr. 3. stellen, wo für den" Generalfonds der Maurer Berlins" ge- Heute Vormittag wurden noch drei Todte aus den Wagensammelt wird, ebenso" die betreffenden Vertrauensmänner, um trümmern herausgeholt und jetzt( Mittags 12 Uhr) sind noch Frrthümer zu vermeiden, in Erinnerung gebracht. Es sind dies: acht Leichen sichtbar. Wie viel noch unten liegen, entzieht sich Für den Osten: Garbe, tafsirt Rüdersdorferstr. 8, bei der Schäßung, nach einigen Angaben befänden sich noch 30, nach Böhl. anderen noch 70 Leichen im Wasser. Eine Abtheilung Sapeure Knöpchen, tafsirt Markusstr. 31, bei und Pioniere ist mit den Abräumungsarbeiten beschäftigt. Es Rusch. tönnen noch Tage vergehen, bis die letzten Todten herausFür den Südosten: Miete, tafsirt Staligerstr. 61, bei Witke. geschafft sind. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Benthitraße 2. Für die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands( Hamburg)[ Maifonds] gingen ferner ein: Auktion von 3 Blumentöpfen im Gisteller" am 13./V. 1891 25,27. Geburtstag Kleinschmager 3,20. Rummelsburger Musikverein J. A. R. Jage 6, " Für die gemakregelten Bergarbeiter gingen ferner ein: Ein verunglückter Johannisthaler von St. d. W. 3,-. Leseflub„ Süd- Ost" 5,66. Lampenfabrik Schuster u. Bär 35,80. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 138. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Brandenburg, den 16. Juni. Der Haß gegen die rothe Farbe ist bekanntlich nicht bloß bei den Thieren des mecklen burgischen Landeswappens anzutreffen. Er hat auch unserem Er hat auch unferem Ober- Bürgermeister folgende gestern publizirte Verfügung ein gegeben: Polizei Verordnung. Mittwody, den 17. Juni 1891. 8. Jahrg. handlungen und setzte die Sachlage auseinander. Ein weiteres kapitalistische Produktionssystem handelt; im Ausharren fei nicht nur aus finanziellen Gründen unmöglich, sondern vorliegenden Falle ist man muß eben den Ideengang auch zwecklos; die Prinzipale unterstützten sich gegenseitig nach dieser Leute kennen nur das" System" der Kapitalisten geKräften und werden auch sonst unterstützt, fowohl von der Staatsmeint, die Ausgaben für" friedliche" Beilegung von Differenzen anstalt wie vom Publikum. Die Summe, die noch da sei, müsse zur zu sparen und statt dessen die gesammten Steuerzahler burch ErUnterstützung der Gemaßregelten verwendet werden. Er bat, die richtung von Bastillen, vollkommenere Ausrüstung der Miliz u. s. w. Bersammlung möge den Streit für beendet erklären. Bei der Ab- für ihre Sicherheit sorgen zu lassen! fiimmung erhob sich nicht eine Hand für diesen Antrag und mehrere Redner erklärten unter donnerndem Beifalle, die Streiken- London, 16. Juni. Aus Cardiff wird dem„ Reuter'schen den wollen ausharren, auch wenn die Unterstützung auf Kreuzer Bureau" gemeldet, daß die Blechindustrie in Südwales, bei Auf Grund ber§§ 5 und 6 des Gesetzes über die Polizei- heruntergesetzt werde. Wir zweifeln nicht, daß dies thatsächlich welcher ungefähr 26 000 Arbeiter beschäftigt sind, die weitere Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über die Polizei- der Fall wäre, aber der Gehilfenausschuß konnte die Berant Fabrikation im Monat Juli, selbst vielleicht für noch längere Zeit verwaltung vom 11. März 1850( Gefeß- S. Seite 265 ff.), so wortung für ein solches Vorgehen nicht auf sich nehmen und nach einstellen werde. Die Veranlassung zu diesem Entschlusse soll in verwaltung vom 11. März 1850( Gefeß- S. Geite 265 ff.), jo- ber wie der§§ 143 und 144 des Gefeßes über die allgemeine längerer Debatte beschloß die Versammlung nahezu einstimmig, der seitens der Fabriken betriebenen Ueberproduktion zu suchen Landesverwaltung vom 30. Juli 1888( Geſetz- S. S. 195 ff. den Streit für beendet zu erklären, die Arbeit aufzunehmen, hin- sein, um noch vor dem Inkrafttreten der Mac Kinley- Bill möglichst wird mit Zustimmung des Gemeindevorstandes hierselbst nachstehende Polizeiverordnung für den Polizeibezirk Branden gegen in ben Offizinen nicht länger als neun Stunden zu viel Fabrikat auf den amerikanischen Markt zu werfen. arbeiten. Was nicht gegeben wird, nehmen sich nun die Arbeiter. burg a. H. erlassen: Die Herren Chefs wollen die Anarchie, sie sollen sie haben. Nothe Fahnen, deren Entfaltung als Demonftration gegen Die erwähnte Abstimmung hat schlagend bewiesen, daß der Muth Der Streit ist zu Ende, aber der Kampf wird weiter geführt. die bestehende Ordnung zu wirken bestimmt oder geeignet ist, der Ausständigen ungebrochen ist. Wenn nun der Kampf dürfen im Polizeibezirk Brandenburg a. H. öffentlich sichtbar in andere Formen gebracht wird, so werden die Prinzipale kaum weder befestigt noch geführt werden. § 1. § 2. Zuwiderhandlungen werden unbeschadet der Befugniß der Polizeiverwaltung zur Beseitigung des ordnungswidrigen Gegenstandes im Wege unmittelbaren 3wanges mit Geldstrafe bis zu 30- breißig Mart, an deren Stelle im Falle Mart, an deren Stelle im Falle des Unvermögens entsprechende Haft tritt, bestraft. § 3. In diefelbe Strafe verfallen Grundeigenthümer, Haus besitzer, Schiffseigner und Inhaber von Schanklokalen oder öffentlichen Versammlungsräumen, wenn sie es zulassen, daß auf ihrem Grund und Boden, bezw. Schiffe oder in ihren Räumen rothe Fahnen, deren Anbringung als Demonstration gegen die bestehende Ordnung zu wirken bestimmt oder geeignet ist, öffentlich sichtbar angebracht werden. 4. Die Polizeiverordnung tritt sofort in Kraft. Brandenburg a. H., den 15. Juni 1891. Die Polizeiverwaltung. Der Ober- Bürgermeister. Reuscher." Arbeiterbewegung. Der Streik in Wien. An die Buchdrucker und Schrift gießer des In- und Auslandes! Der Streit der Buchdruckerei und Schriftgießerei- Arbeiter Wiens ist zu Ende. Die Arbeiter find unterlegen. Die Macht der Verhältnisse hat sie befiegt nicht durch Muthlosigkeit sind sie gefallen, nicht feige haben sie den Kampf, den sie mit Heroismus einen vollen Monat hindurch geführt, aufgegeben. Nachstehend der Bericht über die Ereignisse der letzten Tage: Am 9. Juni erhielt der Gewerbe- Inspektor, Herr M. Kulta folgenden Brief vom Gremialvorsteher Emil M. Engel: Euer Hochwohlgeboren! Gelegentlich der durch Ihre geschätzte Intervention stattgefundene Zusammenkunft der Prinzipale und Gehilfen am 6. d. M. behuss gegenseitiger Verständigung und Anbahnung geregelter Verhältnisse hat der Gehilfen Obmann, Herr K. Höger, folgenden Schlußantrag Namens der Gehilfenschaft vorgelegt: Soziale Uebersicht. Nugen davon haben. Ihr„ Sieg" wird ihnen theuer zu stehen tommen. Auf Treue, Gehorsam, Fleiß und Achtung seitens der Aufruf an die Berliner Glasergesellen. Den Kampf Gehilfen dürfen sie nicht mehr rechnen. Mit Widerwillen wer- ums Dasein, den Kampf um eine sichere Existenz, sehen wir den ihre Arbeiter und Arbeiterinnen das Tagewerk verrichten, heute mehr denn je auf allen Gebieten menschlichen Schaffens mit Mißmuth die Anordnungen der Prinzipale und ihrer An- und Wirkens zu Tage treten. treiber befolgen. Der passive Widerstand wird sich weiter erIn unseren Tagen, wo der Schwache dem Starken den strecken als auf den Entschluß, nur neun Stunden zu arbeiten. Rampfplatz überlassen muß, sehen wir ein Ringen auf Leben und zum Einsehen kommen, daß es mit der von ihnen gewünschten Es ist ihre eigene Schuld. Und die Herren werden baldigst Tod, vom Großunternehmer bis herab zum Tagelöhner. Anarchie nicht weit her ist. Sie werden wieder kommen gewurzelte Mißstände, die sich uns bei jeder freien Bewegung In unserer Gewerkschaft herrschen noch alte, tief einund mit aufgehobenen Händen wieder geregelte Zustände er- wie ein Hemmschuh vorlegen, und uns, falls es einmal zu einem Kampfe mit den Unternehmern kommen würde, den Sieg zu Die nächsten Tage schon werden Unsere Organisation steht so mächtig da wie vorher. einem zweifelhaften machen würden. Das ist der Indifferen den Prinzipalen tismus. zeigen. Der Aufstand hat die Organisation gefestigt, Seit der Organisirung der Berliner Glasergesellen und seit rubiges Bielbewußtsein in alle Köpfe gebracht. Es ist nicht das der Einrichtung des Arbeitsnachweises fonnten den Kollegen von Verdienst der Prinzipale, wenn Grbitterung und Berzweiflung Beit zu Zeit Berichte erstattet werden, die ihnen einen Ueberblick in unseren Reihen nicht Play greifen. Aber fühlen Kopfes und über ihre traurige Lage im Allgemeinen und über die miserablen unerbittlich führen wir den Kampf weiter gegen Jene, die uns zu Verhältnisse der Einzelnen gewährte. Um diesen Zuständen, und willenlosen Sklaven herabdrücken möchten. Wie lange werden sie wenn auch nur zum Theil, abzuhelfen, wurde in der öffentlichen es aushalten? Versammlung am 29. Mai beschlossen: einen Agitations- und Unterstügungs- Fonds zu gründen. bitten. * es Ein großer Theil der Kollegen und Kolleginnen hat die ArDer Fonds soll, wie schon der Name sagt, uns in die Lage beit wieder aufgenommen ungefähr 800 Gemaßregelte werden fetzen, weitere ungerechtfertigte Anforderungen der Unternehmer übrigbleiben, für deren Unterstützung gesorgt werden muß. zurückzuweisen und bei Arbeitseinstellung oder längerer ArbeitsAuslandes um gütige Zuwendung von weiteren Spenden. Die Wir bitten daher die verschiedenen Kollegenkreise des In- und losigkeit den daran Betheiligten eine fräftige Stüße zu sein. Buchdrucker Wiens werden die Ehrenschulden, die sie gemacht, mit Heller und Pfennig zurückzahlen und sie werden trotz ihrer momentanen Erniedrigung eifriger denn je an dem Ausbaue ihrer Organisation arbeiten und bald wieder gekräftigt und gestärkt aufs neue den Kampf gegen das typographische Unternehmerthum aufnehmen. Wien, 12. Juni 1891. Mit follegialem Gruße Die zu diesem Zweck gewählten Vertrauensleute geben Marken, à Stück 10 Pf., aus, welche in dazu gehörige Karten eingeklebt werden. Jeder Besitzer einer solchen Karte ist nach Ankauf von 100 Marken unterstützungsberechtigt. das Solidaritätsgefühl der Kollegen und richten das Ersuchen an Wir sehen nun unsere Hoffnung auf die Opferwilligkeit und alle, Mann für Mann, sich daran zu betheiligen, um dem uns gesteckten Biel mehr und mehr näher zu kommen und weiter zuschreiten zur Erlangung einer freieren und unabhängigeren Stellung. Für die Buchdruckergehilfen Wiens: Michael Anfried. Conrad Bretschneider. August Chwala. Hans Ezermak. Karl Beigt, daß wir zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß Spiykopf. Adolf Wielschte. Höger. Wilhelm Schiegl. Adalbert Sedlaczek Siegmund der, wenn auch sauer verdiente, Groschen gut angelegt ist, daß auch in uns das Solidaritätsgefühl wohnt: Einer für Alle, Alle Für die Schriftgießergehilfen Wiens: Franz Günther. für Ginen. Franz Kaspar. Beigt, daß auch wir dazu berufen sind, mitzuarbeiten, unsere Ferdinand. Alois Slapak. Für die Hilsearbeiter Wiens: Bertha Czaikowsky. Marie heutigen sozialen Zustände in menschenwürdigere umzugestalten, daß auch wir beitragen an dem großen Wert der Befreiung der Menschheit vom Joche des Kapitals. Die Vertrauensleute. E. Marner. H. Fuß. " Die Gehilfen nehmen die Arbeit sofort auf, Geldsendungen sind erbeten an Kollegen Hans Czermak, wenn die Prinzipale erklären, im Laufe des Wien, I. Am Bergl 1; Briefe wolle man gefälligst adressiren an: Monats Juni eine Tarif- Revision in Gemeinschaft Karl Höger, Wien, VII. Burggasse 57. mit den Gehilfen vorzunehmen. Bei dieser Tarifrevision soll der neunstündige Arbeitstag festgesetzt werden Bum Streik der Seizer und Kohlenzieher des ,, Nord. und außer demselben keinerlei materielle Wiehrbelastung deutschen Lloyd" wird dem Hannoverschen Volkswille" be der Prinzipale eintreten. Der neu vereinbarte Tarif richtet, daß auf der königlichen Werkstätten zu Leinhausen Wert würde dann vom 6. Juli an in Kraft treten." meister sich bemühten, Arbeiter, namentlich Schlosser und Die gestrige Vollversammlung der Prinzipale hat nach Lokomotivheizer, für den Norddeutschen Lloyd zu gewinnen. Der gepflogener Berathung beschlossen, den prinzipiellen Stand Bollswille" möchte, obwohl ihm diese Mittheilung von glaub punkt vom 8. Mai, d. i. daß der bis Ende d. I. giltige würdiger Seite zugegangen, nicht glauben, daß auf den WerkTarif als ein beide Compaciscenten gleichmäßig binden- ftätten der königlichen Eisenbahndirektion eine derartige Der Rechtsvertrag ebenso von der einen wie von der andern Propaganda für ein Privatunternehmen, wie es der Seite unverändert eingehalten werden muß, als den einzig Norddeutsche Lloyd ist, betrieben werden kann. Wenn die Werkrichtigen zu bezeichnen, daß jedoch die Prinzipalität, welche meister wirklich in dieser Weise vorgegangen sind, so haben sie jederzeit bestrebt bleibt, berechtigte Wünsche der Gehilfen doch gewiß nicht in Nebereinstimmung mit der königlichen Eisen= schaft einer eingehenden und gerechten(!) Erwägung zubahn- Direktion fönne es nur liegen, solche Gerüchte, die unter bahn- Direktion so gehandelt? Im Interesse der königlichen Eisenunterziehen, entgegen der Bestimmung, daß der Erneuerung den Arbeitern verbreitet sind, zu widerlegen. des Tarifs eine dreimonatliche Kündigung voranzugehen hat, sich bereit erklärt, wenn die Gehilfen ihre Arbeit sofort wieder aufnehmen, bereits im Monate Juni in Gemeinschaft mit denselben an die Revision des Tarifs zu schreiten mit der Beschränkung, daß der eventuell neu zu vereinbarende Tarif im Sinne der oben angedeuteten Vertragsdauer mit 1. Januar 1892 in Rechtskraft trete. In Braunschweig finden die Wahlen zum Gewerbe gericht am 22. Juni statt. Es sind je neun Arbeitgeber und Arbeiter zu wählen. " Dübeluer Klempnerstreik. Nach viertägigen Unterhandlungen zwischen Herrn Grohsfuß und der Streiffommission, in welchen sich beide Theile so gut wie geeinigt hatten, forderte der Erstere die sofortige Aufnahme der Arbeit ohne vorher die Alfordtabelle und eine neue noch auszuarbeitende Fabrikordnung aushängen zu wollen. Die Streifenden verweigern daraufhin einmüthig die Aufnahme der Arbeit. Bon heute an müssen infolge dessen sämmtliche Lackirer und Sonstige Arbeiter und Arbeiterinnen feiern. Die Sympathien der Arbeiter und fast aller Bürger sind auf Seiten der Ausständigen. Zuzug streng fernhalten. Unterstützungen an Otto Lohr, Bahnhofstr. 29. Sämmtliche Arbeiterblätter werden um Nachdruck gebeten. = Die mecklenburgischen Junker wollen bekanntlich chine. sische Kulis importiren. In der Kreuz- Zeitung" schrieb nun bereits am 10. Juli 1889 Professor Dr. Adolf Wagner über die Kuli Einfuhr: Würde dergleichen irgend etwas allgemeiner, so wäre wieder ein Punkt erreicht, wo der Staat nicht blos, ja nicht sowohl in erster Linie im Interesse der heimischen Arbeiter, sondern im wahrsten öffentlichen Gesammt und nicht New- York, 6. Juni. Einzelne lokale Streits abgerechnet, zum wenigsten in seinem eigenen Interesse ein mächtiges und herrscht in der Arbeiterwelt die Nuhe des Kirchhofs. Die Leiter unbedingtes quod non ober quos ego erschallen lassen müßte. Indem ich Euer Hochwohlgeboren höflichst ersuche, der" Federation of Labor" mögen sich vorsehen: Die Bewegung Namentlich die Bekämpfung der Forderungen der heimischen Arbeiter diese Erklärung der Prinzipale eventuell in Abschrift an dieses Jahres ist faktisch ein Fiasto. Noch ein weiterer der mittels Zuzugs von Arbeitern einer ganz andern niedrigern Lebens Den Obmann des Gehilfenausschusses, Herrn K. Höger, artiger Fehlschlag und die Federation wird den Krebsgang führung wäre eine wahrhaft verhängnißvolle Maßregel, übermitteln zu wollen und gleichzeitig unseren verbind- gehen."- So schreibt das Philadelphia Tage und gar die Beziehung von Arbeitern ganz anderer Race und daher lichsten Dank für Ihre freundliche Intervention entgegenblatt".- Um das Bild über die Stimmung bezüglich der geringerer Lebensansprüche, wie die Chinesen, würde ich nicht Anzunehmen, zeichne ich gegenwärtigen Arbeiter, Bewegung" su ergänzen, feien noch tand nehmen, als ein unehrenhaftes, absolut unzulässiges Hochachtungsvoll einige Stellen aus andern Arbeiterblättern angeführt. Bunächst Rampfmittel zu bezeichnen, dem man in der Kriegführung den Emil M. Engel. aus der hiesigen Volkszeitung". Das offizielle Organ des Gebrauch von vergifteten Kugeln und Pfeilen vergleichen könnte. Obwohl dies schon eine Ablehnung jeder weiteren Forderung Ordens der Knights of Labor" brachte vor einiger Zeit einen Schon massenhafte Verwendung von Italienern und Polen in vermuthen ließ, wendete fich dennoch der Gehilfenausschuß neuer geharnischten Artikel, in dem gegen das Bestreben der Kapita- Deutschland ist bedenklich, da eben unsere deutsche Arbeiterklasse dings an den Gewerbe- Inspektor mit der Bitte, neue Unterhand- listenklasse losgezogen wird, sich den berechtigten Forderungen der nach Stammes- Eigenschaft und Entwickelung andere und höhere lungen einzuleiten, was diefer auch bereitwilligst that. Mittwoch, Arbeiter eventuell gewaltsam zu widersetzen; am Schluß verstieg Lebensansprüche schon in Betreff der Ernährung machen muß und den 10. Juni, traten die Prinzipals wie Gehilfenvertreter zum sich das Blatt zu folgender Kraftwendung: Die Vertheidiger des hoffentlich macht. Es ist eine der schlimmsten Manchesterlehren, zweiten Male zusammen. Lettere erkannten sofort, daß es Kapitalismus mögen dessen versichert sein: das herrschende System im Arbeiter nur die Hände" zu sehen, ihn nur als Arbeitsfaktor, besser gewesen wäre, jeden weiteren Annäherungsversuch zu wird über den Haufen geworfen, wenn nicht friedlich, dann wie eine Maschine zu betrachten. Nur der Ausfluß einer solchen unterlassen. Engel, Fromme und Jasper traten fo protig auf auf anderm 2ege. Ob friedlich, ob auf anderm Wege, das Lehre ist die Ansicht, daß rücksichtslos unsere Arbeiterforderungen als nur irgend denkbar. Engel erklärte zuerst wohl, daß er bei zu beeinflussen, ja, zu bestimmen, liegt zum großen Theil in ihrer mittelst konkurrenz durch wohlfeilere ausländische Hände", und den Prinzipalen nach Kräften dahin wirken werde, damit Hand. Aber die Sache selbst zu verhindern oder auch nur wesent- seien es chinesische, bekämpft werden dürften." die neunstündige Arbeitszeit nom 1. Januar 1892 an ein- lich zu verzögern, liegt außer ihrer Macht." Die„ Volksgeführt werde. Aber als er ersucht wurde, dieses Versprechen Beitung" nun begrüßt diese Sprache, falls sie aufrichtig gemeint Die Wollfortirerkrankheit, ein durch Ginathmung von schriftlich abzugeben und in feiner offiziellen Eigenschaft als Gre- sei, resp. die Erkenntniß und Stimmung in einem starken Milzbrandsporen hervorgerufener Lungenmilzbrand, nimmt in minialvorsteher, zogen sich die Prinzipalsvertreter zurück, um alsbald Bruchtheil der Ordensmitglieder wiederspiegele, meint aber in der Regel einen tödtlichen Ausgang. Daß dieser verderblichen mit der Erklärung zu erscheinen, es gehe nicht an, ein solches berechtigter Vorsicht: Worte verfangen nicht mehr, die Leute Krankheit durch Vorsichtsmaßregeln begegnet werden kann, hat Versprechen zu geben. müssen That eu sehen. Die Vergangenheit der Knights in sich in Bradford( England), wo sie zuerst eingehend beobachtet " " Die Herren Prinzipale versprachen noch, den bestehenden politischer Hinsicht ist nicht rein genug, als daß man so ohne worden ist, dentlich gezeigt. Seit dem Jahre 1884 sind dort Tarif nach Kräften völlig zur Durchführung zu bringen. Der Weiteres ihrer kräftigen Sprache Vertrauen schenken könnte und vorbeugende Maßregeln getroffen worden. Die Arbeitsräume Werth dieser Redensart wurde von den Gehilfenvertretern sofort sicher sein, daß nicht etwa nur ein Druck auf die An- werden von Zeit zu Zeit desinfizirt und sind gut ventilirt, der Mit der von den Ventilatoren aufgesaugte Staub wird sofort Jasper nachwiesen, daß sie die ärgsten Tarifbrecher in Wien Methode verschiedener Führer der Knights vertraute Leute haben verbrannt, die Arbeiter dürfen in den Sortirfälen nicht essen, seien. Aus der ganzen Unterhaltung“, wie Engel die Unter- von dem Artikel den Eindruck erhalten, daß es sich dabei um müssen ihre besonderen Arbeitsröcke tragen u. f. w. Dadurch gehandlungen so geistreich bezeichnete, war erkennbar, daß die einen„ leisen Wint" an die Herren Ausbeuter handelt, die Sache schah es, daß die Zahl der Fälle, die vorher 20 bis 30 jährlich Herren wirklich eigentlich nichts Anderes wollen als die auf friedliche Weise zu regeln durch das hier allgemein betrug, auf 4 bis 5 zurückgegangen ist. Aber mit Recht macht die übliche Verfahren des Schmierens", das von ihnen in den Hygienische Rundschau" darauf aufmerksam, daß diese MaßDie Bersammlung, die am 10. Juni, Abends, im Beisein letzten Jahren als überflüssig etwas vernachlässigt worden zu regeln nur halbe sind und daß die obligatorische Desinfektion des Gewerbe Inspektors stattfand, gehört zu denen, die sich für sein scheint. Es sei noch darauf aufmerksam gemacht, daß es der Wollsäcke durch Wafferdampf eingeführt werden müsse, damit ewig ins Gedächtniß einprägen. Höger berichtete über die Unter- sich bezüglich des„ herrschenden Systems" durchaus nicht um das die Art an die Wurzel des Uebels gelegt werde. Anarchie. In den europäischen Heeren giebt es beständig 72000 Mann| direkten Widerspruch mit denjenigen Leuten, die alles auf über-| Raths Baare in das richtige Licht gestellt wurde. Auch kam die täglich, die an venerischen Krankheiten leiden und keinen Dienst natürliche Weise erklärt wissen wollten. Nach diesen einleitenden Affäre in Eisleben zur Debatte, aus der folgende Resolution thun tönnen. So zu lesen in einer vom österreichischen Militär- Worten ging der Vortragende zu seinem eigentlichen Thema hervor ging, welche auch angenommen wurde:" Der Lese- und Sanitäts- Romitee preisgekrönten Arbeit R. Töply's. über und beleuchtete in anschaulicher Weise den Darwinismus, Diskutirklub„ Südost" drückt den Wunsch aus, den nächsten die Vererbung, natürliche Buchtwahl, den sich stets und Parteitag der deutschen Sozialdemokratie, da ein solcher auch zur ständig unter allen Lebewesen abspielenden Kampf ums Agitation benutzt werden kann, in Eisleben abzuhalten. Dasein und tam zum Schlusse auf die EntwickelungsDer Verein der Arbeiterinnen an Buch- und Stein gefchichte zu sprechen. Dem Vortragenden wurde für seinen Druck- Schnellpressen hielt am Mittwoch seine Versammlung ab. wirklich interessanten Vortrag reicher Beifall gespendet. maren 8688 unkontrollirte. Unter 16747 geschlechtskranken Pariser Prostituirten In der belgischen Montanindustrie des Jahres wurden nach der amtlichen Statistik beschäftigt in den Stahlwerken Zinfwerken Blei- und Silber werken Arbeiter 17 416 " " " " 3 047 " " " " 3 623 " " " # 440 1889 Frts. Nach einer Pause von 10 Minuten wurden einige aus der Herr E. Ringsdorf hielt einen Vortrag über Kardinalfragen des Arbeiterstandes und die Nothwendigkeit eines unbeschränkten Hochofenbetrieben 3 151 mit einem Durchschnittstagelohn von 2,17 Buhörerschaft schriftlich gestellte Fragen von Herrn Ledebour Koalitionsrechts. An der lebhaften Diskussion betheiligten sich Eisenwerken 3,31 in befriedigender Weise beantwortet. Derselbe erklärte dann die Herren Döblin, Ringsdorf, Besteck, Schmitt, Eifler, Rauhut, 3,37 noch, daß er demnächst über die Abstammung der Menschen, den Ebert und Klara Bien. Unter Verschiedenem wurden Uebelſtände 3,26 Unterschied in deren seelischen Eigenschaften, die Entstehung der in der Druckerei von Elsner gerügt. Dann wurde der Ausschluß Raffen u. f. w. vortragen werde. Der Vorsitzende machte hier- der Punktirerin Frau Brunnstein, welche sich eines Vergehens 2,70 auf einige geschäftliche Mittheilungen und schloß dann die Ver- gegen Vereinsinteressen schuldig gemacht, bekannt gegeben. Ferner Die Löhne find so unwissenschaftlich wie möglich wurde der Antrag, den Arbeitsnachweis gratis einzuführen, bis Aues zur fammlung. höheren Ehre des Geldsacks berechnet, die Arbeitseinkommen von Männern, Frauen, jugendlichen Arbeitern, Kindern sind in tag, den 11. Juni, eine seiner regelmäßigen Sizungen ab. Der Lese- und Diskutirklub ,, Südost" hielt am Donners zur nächsten Versammlung, welche am 8. Juli bei Reßner, AnnenSie ftraße 16, stattfindet, vertagt. einen großen Topf zusammen geworfen, Elitearbeiter und Handlager, Werfführer, Borarbeiter sind nicht unterschieden, gestaltete sich insofern interessant, als in derselben die Steuerdamit ein recht günstiger Durchschnitt herausgeklopft werde. Und einschätzungskommission in Bochum und das Verhalten des Geh. trotzdem diese klägliche Bezahlung bei so schwerer, aufreibender Arbeitspein, der höchste Say 3,37 Franken, also 2 M. 69 Pfg.! 1. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. Die belgischen Proletarier, die zielbewußt für ihre politischen Rechte und für soziale Reformen kämpfen, werden hoffentlich bald Wandel schaffen. Ueber die Gesundheitsverhältnisse in der englischen Kriegsmarine im Jahre 1889 theilt der amtliche Bericht folgende auch für unsere Kolonialphantasten beachtenswerthen Ziffern mit. Es waren durchschnittlich erkrankt oder verlegt per Kopf auf der Heim- Station Mittelmeer- Station Nordamerikanischen und Westindischen Station Südsee- Station • " • • " • " Südostküste der amerikanischen Station . . • • . " 0,75 0,96 1,04 0,87 0,92 " " " China Station " Australischen Station Westküste v. Afrika u. Kap der guten Hoffnung- Station 1,22 Ostindischen Station. = . . 1,58 1,87 1,17 In Irland tritt an Stelle des Schnapssuffes der ebenso verderbliche Aether genuß. Versammlungen. Eine gut besuchte öffentliche General Versammlung der Klavier, Klaviatur, Pianomechanik, Orgelbau, Blas, Streich- und Schlaginstrumenten- Arbeiter von Berlin fand am Sonntag, den 14. Juni, unter dem Vorsitz des Kollegen Ulbricht statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung:„ Organisationsfrage und Stellungnahme zur Resolution der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands" nahm Kollege Sparfeld das Wort und führte aus, daß von der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands eine Resolution veröffentlicht worden sei, durch welche die Gewerkschaften aufgefordert würden, sich zu zentralisiren. Die Musikinstrumenten- Arbeiter hätten aber beschlossen, eine lose Zentralisation durch das Vertrauensmänner- System zu bilden. Ueberhaupt müsse er( Redner) gegen jede gewerkschaftliche Bentralisation sprechen, da diese zu große Nachtheile und demgemäß nur wenige Vortheile mit sich bringe. In gleichem Sinne sprach sich Kollege Robert Schmidt aus, der die Nachtheile einer Zentrali sation nochmals eingehend besprach. Hierauf wurde folgende Resolution angenommen: Die heute, den 14. Juni, tagende Versammlung der Musikinstrumenten Arbeiter Berlins unterschäßt nicht den Werth einer einheitlichen Gewerkschafts- Organisation, wie solche durch die Resolution der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands in Vorschlag gebracht werden. Jedoch bei den heute in allen Staaten geltenden Vereinsgefeßen und deren verschiedenartiger, ja unberechenbarer Auslegung erklärt sich dieselbe entschieden gegen Aufottroirung einer festen Zentral Organisation, wünscht vielmehr, daß die Form der Organisation den Genossen der einzelnen Berufe überlassen werde, vor allen aber auch die lose Zentral- Organisation( Vertrauensmänner- System) anerkannt wird. In fernerer Erwägung erklärt die Versammlung, daß die Erörterung politischer Fragen, wenn auch nicht das ausschließliche Thema so doch ein für die Entwickelung der Organisationen und die Aufklärung ihrer Mitglieder durchaus nicht zu entbehrender Faktor ist und bleiben wird. Hierauf besprach Kollege Meyer den Streit bei der Firma Maz u. Co., wobei er entschieden betonte, daß der wirkliche Erfolg des Streits ein für die Arbeiter außerordentlich bedeutender fei. Man habe es durch den Streit fertig gebracht, daß die Firma Matz u. Co. feine tüchtigen Arbeiter wieder bekommen habe und außerdem durch den Streik auch noch einen ganz bedeutenden mate= riellen Schaden erlitten habe. Die Kollegen hätten außerdem gezeigt, daß sie im Stande seien, einen Streit aus eigenen Mitteln durchsetzen zu können; das zeige die Abrechnung. Der Rechenschaftsbericht ergab, daß au 1055 Listen 8814,25 M. gezeichnet waren, mit einigen Extra- Einnahmen ergiebt das die Summe von 9045,39. Dieser Einnahme steht eine Ausgabe von 8966,45 M. gegenüber, so daß ein Ueberschuß von 78,94 m. bleibt. Die Ausgaben werden von 8269,75 M. Streifunterstützung und 696,70 Mart sonstigen Ausgaben gebildet. Dem Kassirer wurde Entlastung ertheilt. Jedoch wurde beschlossen, daß dem Kassirer feine Tantième gegeben, sondern nur die Versäumnißtosten und wirkliche Auslagen zurückerstattet werden sollten. An der diesbezüglichen Diskussion betheiligten sich die Kollegen Dasse, Niendorf, Sparfeld, Paul, Lenche, Schmidt, Schulz, Glocke, Rüdiger und Andere. Da ein Ueberschuß von 78,94 M. vorhanden war und außerdem noch 38 Listen ausstehen, so wurde der Antrag angenommen, dieses Geld der Agitationskommission folgender Antrag angenommen: Die Desgleichen wurde heutige Versammlung ermächtigt die Agitationskommission, Agitationsmarten im Werthe von 5 und 10 Pfg. auszugeben, um die Kosten der Agitation zu decken. zu Ziehung vom 16. Juni 1891, Bormittags. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 159 257 309 72 601[ 300] 33 928 1006[ 30001 297 412 511 690[ 3000] 732 62 77 834 917 21 90 2010 507 23 86 730[ 3000] 65 844 3109 260 [ 3000] 311 467 537 86 886 4009 1500] 176 230 386 460 79 502 860 75 943 5046 171 324 81[ 300] 571 912 13 6125 79 94 304 91 467[ 300] 536 662 84 716 92[ 1500] 820 75 13001 92 938 59 7085 126 235 76 475 81 669 724 43 892 925 8010 33 56 140 260 352 475 571 632 827 9029 170 263 340 87 485 501 79 697 10102 26 45 263 404 50 524 867 908 15 18 75 11046 289 316 426 64 541[ 3000] 73 642 758 S13 15 17 906 89[ 500] 12021 135 240 41 377 699 761 821 54 900 13197 226 319 63 81 92 478 572 715 38 838 82 14045 172 97 419 41 71[ 300] 94[ 300] 558[ 1500] 800 15132 70 255 316 47 98 501 21 623 40 89 749 853 1500] 72 16013 42 86 137[ 30001 87 88 250 89 355 643 72 92 730 851 17068 197 318 491 627 70 760 62 838 18061 182 99 369 71 434 536 616 21 87 746 930 89[ 500] 19044 100 52 208 595 643 828 32 81 20140 58 225 97 343 541 715 94 839 741 76 992 21005 27 363 86 436 868 22072 130 31 65 299 403 646 782 804 34 53 62 69 984 23037 149 234 436 86[ 3000] 586 646 90 787 933 24069 114 62 243 56 321 22 400 4 565 679 768 809 11 25186 202 3( 3000] 322 77 92 412 115 000] 648 90 946 47 26018 37 159 243 54 339 89 90 654 90 877 93 27018 22 32 67 127 420 29[ 500] 30 75 80 570 636 49 873 82 973 28214 18 31 60 398 540 630[ 1500] 745 64 924 29229[ 3000] 451[ 1500] 78 540 671 777 810 922 30004 91 131 218 43 349[ 1500] 475[ 1500] 524 44 625 700 813 31021 27 72 260 313 41 49 592[ 30001 694 714 57 835 913 22 32004 34 208 359 495 522 32 649( 15001 818 902 33037 73 91[ 300] 286 389 461 523 600 49 799 825 963 34009[ 300] 129 41 81 284 336 872 929 35079 98 248 301 49 73 91 440 79 85 669 70 83 747 56 36118 96 97 235 303 45 68 424 93[ 1500] 501 5 46 88 98 604 74 800 950 51 99 37000 112 31 74 321[ 500] 495 500 35 66 757 38066 259 84 327 485 517 46 634 82 786( 3000) 845 39099 122 51 63 275 94 512 622 804 945 55 81 40114 405 13 26 540 656 727 959 41111 285 402 71 623 783 805 7 45 73 914 42031 94 212 92 427 54 1500] 600 6 728 46 870 950 S> 43046 62 232 334 40 481 564 721[ 5001 832 75 922 45 70 44045 215 65 79 414 49 75 84 650 807 10 83 94 939 45113 62 245 346 56 632 93 929 46021 144 78 624 96 755 47056 186 214 324 553[ 300] 621 98 738 1500] 46 803 914 46 48078[ 300] 83 124 35 202 22 329 42 46 48 491 557 75 670 706[ 300] 904 49039 49 313 63 72 491 518 28 759 [ 1500] 878 997 50173 293 392[ 300] 402[ 3001 32 80 501 607 75 702 60 804 939 51017 13001 25 226 50 363 585 520 44 55 92 131 80 209 476 598 622 730 830 46 58 60 936 53260 323 404 501 75 718 54192 256 431 89 565 55024 227 45[ 5001 57[ 3000] 76 434 69 599 604 6 78 864[ 300] 50181 222 397 449 97 592( 300) 603 704 87[ 300] 865[ 500) 80 57089 105 238 400 514 74 617 22 849 91 58015 109 67 82 357 551 608 861 996 59020 47 94 126 61 66 68 272 93[ 300] 323 81 493 585[ 300] 624 43 55 763 969 00142 56 438 542 59 63 78[ 1500] 84 642 93 722 52 56 61058 142 220 454 507 693[ 300] 62184 342 530 37 652 769[ 1500] 834 71 990 63110 90 200 72 86 455 82 97 526 706 26 72 866 64070 212 358 65 76 448 522 636 53 56 767[ 300] 76 800 9 91 97 999 6510S 23 254 371 432 59 587 66020[ 5001 25 70 282 343 406 18 31 56 82 528 601 839 56 67015 423 25 597 664 78 871 68044 208 65 397 580 638[ 3000] 48 713 813 919 54 69052 82 424( 3000) 39 579 692 773 804( 3000] 95 912 14 70015 34 140 209 95( 300) 382 90 518 649 61 981 98 71034 242 403 23 630 702[ 300] 813 90 968 72006 97 108 215 44 420 58 561 697 729 45 853 69 89 73035 238[ 500] 329 421 577 634 785 867 94 74103 253 326 94 496 923 94 75014 30 67 195 294 418 532 92 638 832 83 941 45 76006 65 164 243 63 86 395 707 72 859 935 92 77031 83 89 122 249 63 316 22 33 448 67 844 50 78043 81 150 236 71 478 572 643 823 42 75 97 915 1500] 22 32 79091 133 226 87 324 95 407 550 56 70 692 796 849 911 80470 592 646 81011 347[ 500] 466[ 500] 67 92 641 76 752 88 821 S2064 66 122 25 306 61 440 63 599 744 839 936 94 1500] 83135 94 214 330 49 422 31[ 500] 41 660 713 84012[ 1500] 79 190 99 378 462 639 761 78 83 805 977 85122 53 215 94[ 300] 333 444 54 511 76 89 618 749 57 895 6214 88 307 454 701 42 67 850 87043 53 65 95 183[ 500] 279 309 56 90[ 300] 98 429 38 58[ 500] 570 605 29 30 755 846 96[ 500] 997 88185 361[ 500] 484 632 82 810 89460 580 95 672 787 813 25 1. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 16. Juni 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 20 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 5 68 84 118[ 500) 56 420 46 608 68 709[ 10000] 25 43 803 92 917 34 69 1012 122 637 729 1500] 37 45 897 2042 62 142 248[ 1500] 85 321 438 550 93 647 793 95 928 3148 241 361 670 730 41 858 65 905 21 49[ 1500 4014 29 177 291 438 547 53 614 718 1500 907 5027 48 91 156 253 354 1300] 475[ 300] 530( 500) 59 642 784[ 300] 6004 44 78 131 232 320 72 778[ 300] 846 64 987 7012 245 394 431 597 600 1300) 66 733 61 825 907[ 3000] 23 28 8059 77 133 275 345 457 542 649 754 75 807 63[ 5001 998 9019 154 424 50 523 611 851 85 1300] 931 42 10133 237 1500] 629 49 62 88 843 930 58 13000] 11202 82 656-711 86 894 12227 28 58 74 413 537 97 657 718 800 130001 8 10 80 909 89 13173 432 44 517 630 40 55 839 69 941 14009( 500) 39 41 70 133 243 358[ 15 000] 453 512 24 684 772 871 15008 1500] 34 138 83 314 608 715 854 13001 89 16198 304 818 923[ 500] 17060 140 229 615 810 21 944 18508 21 23[ 3000] 74 670 72 913 76 19002[ 500] 75 169 219 98 [ 300] 369 435 669 702 23 55 862 908 95 97 20216 334 518 671 94 714[ 3000) 45 812 61[ 1500] 99 916 21081 324 66 523 46 87 727 834 60 976 22142 57 86 349 428 91 539 654 75 701 41 66[ 500] 98 841 23111 39[ 300] 233 30001 448 709 51 904 24001 118 50 747 968 25040 227 13000; 74 407 718 60 857 986 26004 100 263 88 92 400 53 55 95 680 746 939 27056 142 359 486 509 627 709 65 90[ 300] 875 28052 151 372 561 860 97 934 29039 45 240 54 65 437 528 45 99[ 500) 628 704 836 965 30072 101 20 44 66 80 130001 292 445 58 691 758 847 935[ 3000] 31009-94 490 654 97 1300) 785 32057 108 13 287 354 482 608 765 86 927 33003 182( 3000) 99 254[ 300] 57 94 394 590 96 611 1500] 26 735 952 1500 34093 179 354 455 576 670 702 829 79 911 35038 156 99 376 407 88 541 51 638 847 36151 54 262 1500] 407 519 87[ 3000] 716 844 37141 55[ 3000] 205 350 54( 300) 61 459 505 19 98 677 728 [ 300] 81 85 892 13000] 38159 67 70 443 71 503 925[ 300] 39036 55 485 640 725 95 865 956 überweisen. Die Agitations- Kommission wurde durch die Kollegen Schmidt und Ulbricht wieder vollzählig gemacht. Zu Revisoren wurden die Kollegen Elten, Spieß und Grund gewählt. Zum Schlusse machte Kollege Meyer bekannt, daß die Kollegen, die über den Streit bei May u. Ko. noch irgendwie im Zweifel wären, bei ihm Alles Nähere erjahren tönnten. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. Eine öffentliche Versammlung der Arbeiter- Bildungsschule fand am vergangenen Freitag in Joëls Salon statt. Auf der Tagesordnung stand: Erster Zyklus- Vortrag des Herrn Ledebour über„ Rassenkunde und Urgeschichte". Der Herr Vortragende hob am Anfang feines Referates hervor, daß man bei einer Beurtheilung der Rassenkunde und Urgeschichte bedeutend weiter zurückgreifen müsse als das für gewöhnlich der Fall sei; man müsse sogar die ersten Anfänge der Kultur zu ergründen suchen und dadurch den Zusammenhang finden, in welchem die Menschen zu den übrigen Lebewesen ständen. Bei derartigen Erforschungen fei aber volle Geistesfreiheit die Hauptbedingung, und kein Dogma oder dergleichen dürfe irgendwie einen Einfluß auf das objektive Denken und Fühlen des Menschen ausüben, vielmehr müsse man sich unbedingt auf den Boden der wissenschaftlichen Forschung stellen und nur das annehmen, was nach der Beobachtung als wahr erkannt und anerkannt sei. Durch ein derartiges Vorgehen, welches auf natürliche Weise zu ergründen und zu erklären versuche, stelle man sich selbstverständlich in einen 40017 246 565 77[ 3000] 637 712 898 941 77 41092 333 451 592 732 75 4: 2125 494 1500] 505[ 3000] 79[ 300] 673 98 720 24 75 800 909 4: 3063 315 82 403 533 46 764 851 44051[ 300] 98[ 1500] 123 200 303 17 80 463 536 622 950 3 45092 277 342 401 74 519 80 623( 1500) 712 57 827 35 979 46110 86 349 58 416 579 601 31 708 38 56 802 47087[ 1500] 223 336 42 1300] 418 15001 86 505 629 40 882 97 985 48030 34 38 373( 3000) 620 65 721 805 915 95 49057 261 65 413 17 27 501 6 746 60 83 816[ 3000] 83 50006 138 206 384[ 300] 842 942 51[ 3001 51053 130 251 67 357 66 417 19 511 665 706 32 42 966 52048 217 60 392 597 679 738 SUG 971 53051 64 72 144 206 18 66 81 400 554 758 949 72 54060 224 316 19 72 478 605 744 86 822 55010 130001 39 109 341 445 S2 612 831 906 24[ 3000) 77 56080 93 105 53 84 97 335 52 95 494 549 51 54 681 86 703 13001 16 869 929 13001 57616 86 747 56 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlaa vor War Rahiva in Berlin SW. Mouthitrabo Q.