Ur. 274. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit ilustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Arbeiterausschülle. Sonnabend, den 23. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Unter den vielen Versprechungen, an denen die kaiserlichen Gilasse vom 4. Februar 1890 so reich waren, befanden sich auch bedeutsam klingende Worte für die Nothwendigkeit einer Arbeitervertretung. Es hieß da: Herr Vorredner( Fischer) sagte, das frziale Königthum vor deren Unternehmer so gütig waren, Arbeiterausschüsse entstehen den Interessen der Arbeitgeber kapitulirt hat, sondern darauf, zu lassen. Daß diese Güte nicht selten im allereigensten Interesse daß jede Maßnahme, mag sie noch so wohlmeinend, noch so des Unternehmers ausgeübt wurde, gab sogar der Abg. Hey! nüßlich für die Arbeiter sein, von der sozialdemo- von Herrnsheim in seiner oben erwähnten Rede zu. Er sagte: kratischen Agitation und Führung ver= giftet wird bis in ihr letztes Moment." " niederzuhalten. Die fakultativen Ausschüsse sind seither nicht nur nicht wirksam gewesen für die Arbeiter, sondern ich konnte aus den " Für die Pflege des Friedens zwischen Arbeitgebern und Der Minister gab aber zu, daß in bezug auf die Erfahrungen mancher Kreise konstatiren, daß man die fakul= Arbeitnehmern find gesegliche Bestimmungen über Arbeitervertretung der faiserliche Erlaß von 1890 tativen Ausschüsse mißbraucht hat, um Bestrebungen der Arbeiter in die Formen in Aussicht zu nehmen, in denen die Arbeiter noch nicht zur Durchführung gefommen sei und er der 2ohn= bewegung Man durch Vertreter, welche ihr Vertrauen besitzen, an die Ausführungen, die in entgegengesetzter Richtung gemacht hat es der Regelung gemeinsamer Angelegenheiten betheiligt und zur wurden, für vollkommen verfehlt halte; auch die Arbeiter. verstanden, die Arbeiterausschüsse heran= Wahrnehmung ihrer Interessen bei Verhandlung ausschüsse könnten nicht als eine Lösung der Arbeiter- zuziehen, in besonderer Weise zu ehren, zu begünstigen, u m mit den Arbeitgebern und mit den Organen meiner vertretung angesehen werden, schon da sie nur fakultativ, nicht bei etwaigen LohnRegierung befähigt werden. Durch eine solche Einrichtung ist obligatorisch seien. bewegungen die Interessen der Arbeiter zu den Arbeitern der freie und friedliche Ausdruck ihrer Wünsche Dementgegen erklärte Freiherr von Stumm, durch die beeinflussen." und Beschwerden zu ermöglichen und den Staatsbehörden Beschlüsse des Reichstages seien die in den kaiserlichen Er- Daß die Arbeiter solch nichtsnuhige Absichten des UnterGelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse der Arbeiter lassen niedergelegten Grundsätze thatsächlich und zeitlich ausnehmerthums von Anfang an merkten und, durch ähnliche fortlaufend zu unterrichten und mit den letzteren geführt." Erfahrungen gewißigt, schon voraussetzten, ist selbstverständFühlung zu behalten." Der nationalliberale Freiherr Heyl zu Herrnsheim, der sich lich und hatte- ohne daß, wie Minister von Berlepsch I schön sagte, diese Maßnahmen von der Was das Arbeiterschuß Gesez dafür bot, war mehr als gegen ein Gesetz zu gunsten von Berufsvereinen der Arbeiter so sozial fläglich. Es bestimmte im§ 134b, daß mit Zustimmung wendete, mußte unserem Genossen Fischer zugeben, daß die demokratischen Agitation vergiftet wurden zur Folge, daß eines ständigen Arbeiter ausschusses in die Arfatultativen Ausschüsse für die Arbeiter seither ganz die Arbeiter sich fast gar nicht um die Errichtung von Arbeiterbeitsordnung Vorschriften über das Verhalten der Arbeiter werthlos gewesen sind und daß, falls obligatorische ausschüssen erst bemühten. zu den sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen und der minder- Ausschüsse eingeführt würden, man verhüten muß, daß Die Berichte für 1894 stellen dies, so wie die früheren, jährigen Arbeiter außerhalb des Betriebs aufgenommen die Mitglieder dieser Ausschüsse entlassen werden können." fest; sie tadeln dies nicht mehr, wie dies noch 1893 geschah, wo werden können; im§ 134d wurde festgesetzt, daß für Fabriken, Aber fügte er hinzu, wenn man die obligatorischen Aus- von der„ Gleichgiltigkeit der Arbeiter gegen diese Einrichtung" für welche ein ständiger Arbeiterausschuß besteht, bei Erlaß von schüsse in der Weise konstruirt, so würde eine Verwirrung die Rede war, sondern sie führen die berechtigten Gründe an, Arbeitsordnungen oder eines Nachtrags zu denselben nicht alle in den Betrieben der Fabriken eintreten." durch welche die Arbeiter zu dieser Gleichgiltigkeit und Abgroßjährigen Arbeiter, sondern nur der Arbeiterausschuß gehört neigung veranlaßt werden. zu werden brauche; und im§ 184h wurde erklärt, daß als ständiger Arbeiterausschuß außer den Vorständen bes stimmter Fabrit- Krantentassen solche Wertretungen gelten, deren Mitglieder in ihrer Mehrzahl von den volljährigen Arbeitern der Fabrik oder der betreffenden Betriebsabtheilung aus ihrer Mitte in unmittelbarer und geheimer Wahl gewählt werden." Unsere Fraktion beantragte, den§ 134 h zu streichen, dieses scheinkonstitutionelle Feigenblatt, mit dem der Fabrikfeudalismus verdeckt werden soll", wie Bebel zutreffend ausführte; unfere Vertreter verlangten Arbeiterfammern. Auf gut deutsch heißt das: die Arbeiter wären dann in der Lage, ihre Forderungen mit Nachdruck zu vertreten, dem würden sich die Unternehmer widersetzen und vielleicht den Kürzeren ziehen. Jene Reichstags- Debatten çipfelten in zu nichts verbindenden Aeußerungen des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe, der in seiner diplomatisch fein sollenden Art alle Schwierigkeiten dadurch zu überwinden suchte, daß er deren Beseitigung mit glatten Worten hinausschob. In nicht wenigen Fabriken führen die Arbeiterausschüsse nur ein Scheindasein und sind bisweilen gang in Vergeffenheit gerathen. Solche Erfahrungen wurden z. B. in den Bezirken Westpreußen, Frankfurt a. D., Posen, Pommern, Erfurt, Hildesheim, Münster, Arnsberg, Roblenz, Aachen, Oberbayern, Chemniz, Leipzig, Aue, Baden, Altenburg, Schwarzburg Sondershausen gemacht." M " Die Berichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten seit 1891 haben Der Potsdamer Beamte theilt mit, daß zwar Arbeiterdie Einwände bestätigt, die von unserer Seite gegen die Wirk- ausschüsse eingerichtet wurden, von ihrer Thätigkeit aber nichts Die Mehrheit des Reichstags stimmte dem§ 134h zu; famkeit der Arbeiterausschüsse erhoben wurden. Das Unternehmer zu merfen fei. empfahlen doch die während der Berathung dem Reichstag über- thum, in dessen Belieben es durch das Gesetz gestellt war, Arbeiter- Der Beamte für Schleswig schildert das sozialpolitische entstehen reichten amtlichen Mittheilungen aus den Jahresberichten der ausschüsse laffen zu oder die weist vorhandenen Wohlwollen des Unternehmerthums eingehend und Gewerbe- Aufsichtsbeamten von 1889 und 1890 solche Arbeiter- nach Erlaß der Arbeitsordnungen anzuhören, trat ihnen darauf hin, daß die Arbeiterausschüsse selten mit Wünschen oder weil solche Aeußerungen ausschüsse, die bereits in einigen Fabriken bestanden, als das zum theil direkt feindlselig gegenüber. Schon 1892 berichtete Anregungen hervortreten, wirksamste Mittel für die Erhaltung und Wiederherstellung eines der Beamte für Köln Koblenz, daß eine Arbeitsordnung in der Regel von den Arbeitgebern nicht gern guten Einverständnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeiter und den Arbeitern verbot, ihre Beschwerden anders als durch den gesehen werden". Die Folge sei, daß die Arbeiter in für die Verhütung von Arbeitseinstellungen". Betriebsingenieur oder Werkführer dem Direktor zu übermitteln. den Städten Kiel, Flensburg, Neumünster und Elmshorn Besonders dieses lettere gefiel den im Reichstage versammelten 1893 wiederholten sich solche Angaben." Auf seite der Arbeit sich an die Gewertschaftstartelle wenden und die Unternehmern und den Interessenvertretern derselben ganz außergeber ist eine Abneigung gegen diese Einrichtung bemerk- Arbeitgeber zuweilen in der weniger angenehmen Lage" waren, ordentlich. Trotz des Widerspruchs der sozialdemokratischen bar gewesen." ,, Bereits bestehende Ausschüsse sind wieder mit diesen zu verhandeln. Fraktion wurden diese, dem Unternehmerthum so zu gute in Vergessenheit gerathen oder sie kommen nicht zu einer regeren Warum dies weniger angenehm ist, kennzeichnet der Beamte tommenden Bestimmungen Gesetz. Wirksamkeit." Eine Mitwirkung der Arbeiterausschüsse bei Ver- dahin, daß die Mitglieder der Gewerkschaftskartelle außer Am 7. Februar d. J. interpellirte das Zentrum offenbar waltung der Strafgelder wird von den Arbeitgebern entschieden halb der Fabrik, mit der sie unterhandeln, stehen und die um sein arbeiterfeindliches Vorgehen bei der Umsturzvorlage zurückgewiesen, wie überhaupt die ganzen Arbeiterausschüsse hier Forderungen der Arbeiter mit größerem Nachdrucke vertreten. durch arbeiterfreundliche Worte zu mastiren die Regierung,( Stö I 1) nicht recht ins Leben getreten find." Der Gewerbe- Ju- Der Beamte hätte schreiben können: und die Forderungen welche gesetzliche Bestimmungen sie in Aussicht genommen spektor zu Duisburg berichtete für 1893: Die Zahl der Arbeiter der Arbeiter deshalb, habe, das erwähnte Versprechen der faiserlichen ausschüsse hat sich nicht vermehrt; die Großeisenindustrie verhält sich Erlasse zu erfüllen. Minister v. Berlepsch gestand dabei den gegenüber den Anregungen zur Bildung der Ausschüsse noch Stillstand in der Sozialreform offen ein. immer größtentheils ablehnend." Vereinzelt wurden im Bericht für 1893 mit außerordentlicher Breite diejenigen hier- und da vorkommenden Fabriken erwähnt, Rentbeamtenwittwe, die in einem kleinen Neste bei der Hauptstadt ihr Domizil hatte. Dort sollte die Trauung mit dem Lehrer stattfinden und zwar sofort nach der erfolgten Anstellung, die ja täglich eintreffen konnte, wenn.. wenn] eben nicht. 31 " Die Verzögerung in der weiteren Ausführung der kaiserlichen Erlasse ist nicht darauf zurückzuführen, daß, wie der Ein Verrückter.( Machdr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Man entkleidete sie und brachte sie zu Bette. Balder fette fich zu ihr und verließ seinen Platz nicht mehr. Kein Wort des Vorwurfs tam über seine Lippen, als sich ihm der Lehrer zu Füßen warf und um Verzeihung zu flehen schien. Der verzweifelte Vater hatte nur noch Augen für sammensteckten. sein Kind, dessen Elend kein unnüßes Schelten, kein Jammern hin: veg zu wischen vermochte. " weil sie außerhalb der be= treffenden Fabrikt stehen, mit größerem Nachdruck vertreten tönnen. Denn daß die Unternehmer nicht nur Beschwerden ungeru hören, sondern die Beschwerdeführer maß= regeln und daher die Arbeiter sich oft scheuen, energisch aufzutreten, ist leider nur zu bekannt. Der Beamte für die Ober 21 Du willst' n bitten?" " Wenn's sein muß, auch das. Es handelt sich drum, daß mein Kind net de größte Schand no z'erleb'n braucht." Balder mochte wohl eine freudigere Aufnahme dieses Entschlusses erwartet haben. Er war ihm nicht leicht ge fallen und schien ihm jetzt, wo er vor der Ausführung stand und nach langem Schwanken endlich über die teppichfarbene Frühlingswiese zum Dorfe hinabging, als das sauerste Stück Arbeit seines Lebens. Balder ließ den Sah unausgesprochen, aber Gattl ver stand ihn ganz gut und fuhr heftig zusammen. Er hatte nur zu gut gemerkt, wie das ganze Dorf redete und flüsterte, wie der Geistliche und der Wirth die Köpfe zu " Hochwürden sind schon daheim," entgegnete ihm Wenn er mich net anzeigt", sagte er toulos zu Balder. die alte Haushälterin an der Thüre des Pfarrhofes. Mit " Ja, eben das hab i g'meint", ergänzte nachdenklich erstauntem Gesichte humpelte sie voran und geleitete Balder der Förster. Was kann Dir in so' m Fall passiren?" in die Eckstube. Der Förster trat vor den Tisch und fügte er bei. wartete geduldig. Ein großer Bettel mit dicken Buchstaben " Gattl fiel der junge Lehrer ein, aber diese grausame fiel ihm auf. Möglichkeit konnte er dem armen Vater doch nicht erzählen. Nig gut's wird mir passiren", sagte er ausweichend, vielleicht setzen s' mi wieder um a Jahr z'rück." Der Tag ging zur Neige und mit der hereinbrechen den Nacht erschien der Arzt, den man gerufen hatte. Balder blieb lange mit ihm allein bei der Kranken. Als er den Zehrer wieder ins Zimmer rief, war der Doktor schon weggegangen. Ein Kerzenlicht brannte auf dem Tische und Anna's Gesicht schien stark geröthet. Sie bewegte sich Er wußte, daß er den günstigsten Fall einer Bestrafung in heftigen Zuckungen und sprach verworren durcheinander. Gattl fonnte seine Augen kaum auf die laut Phantasirende genannt hatte und doch ging eine finstere Wolke über richten. Plöglich fühlte er die Fauft des Försters schwer Balder's Züge. auf sich liegen und drehte sich um. Da flüsterte ihm So? Und was is denn dann mit der Anna?" Darauf konnte der Lehrer freilich keine Antwort mehr Balder etwas ins Ohr, das ihm alles Blut erstarren machte. Abweisend streckte Gattl die Hände aus, als wollte geben. Als er wegging, um den Unterricht zu beginnen, ers nicht glauben. Aber der Förster nickte schwer und merkte er, welch' ein furchtbarer Kampf in der Brust des setzte sich wieder an das Bett seiner Tochter, das er erst Vaters tobte. am frühen Morgen verließ. In den durchwachten Stunden Am Abend jedoch fand er ihn ruhiger und entschlossener, hatte er etwas Klarheit gesammelt, er konnte wieder an die als er ins Forsthaus zurückkehrte. Der Arzt war zufrieden Zukunft denken. gewesen, weil das Fieber nachließ. In etwa zehn Tagen Was jezt?" fragte er den Lehrer, als er mit ihm im konnte Anna reisefertig sein. verschlossenen Bimmer zusammensaß. Ja, wenn das der" Ich weiß, was ich thu", fagte Balder ,,, morgen Nach Aermfte gewußt hätte, der nicht mehr zusammenhängend mittag geh' ich ins Pfarrhaus und mach' der Ungewißheit denken konnte und willenlos allem beiftimunte, was ihm der ein End." Du?" Förster nun auseinandersezte: " Drittes Aufgebot des Johann Baptist Göpfert, föniglichen Försters zu Wallberg und der ehr- und tugendsamen Jungfrau Katharina Krescentia Bader zum Poiten." So weit war das schon? Die Thüre ging auf, Balder verneigte sich vor dem Geistlichen. So ruhig und sicher der Priester sonst auftrat, diesmal ging doch ein Zittern durch seine Finger, als er diesem ungewohnten Gafte einen Stuhl anbot. Es gelang ihm jedoch sich schnell wieder zu beherrschen und dem Förster sein kaltes, unbewegliches Gesicht, wie es sonst war, zuzuwenden. Alles hatte sich Balder zurechtgelegt, wie er anfangen. und seine Bitte begründen wollte. Jezt aber erschien ihm der ganze Gedankenbau rein wie weggeblasen. Er zog die Brauen zusammen und heftete mechanisch seine Blicke auf die derben Rindslederstiefel des Geistlichen. Hochwürden... ich komm... ich möchte... Vermuthlich wissen Sie, Hochwürden, warum ich Sie aufsuche." Wie sollte ich das? Ich weiß von nichts, Herr Anna sollte sich erst erholen, dann aber mußte sie fort," Ja, i will direkt aufs Ziel losgehen und den Förster, und kann mir nicht denken, was Sie nach so langer Zeit einmal wieder ins Pfarrhaus führt." fobald als möglich, zu einer Verwandten des Försters, einer Benefiziaten... drauf anred'n." " entweder gar nicht oder pfalz meint zwar, die Abneigung der Arbeitgeber gegen fredet man in bürgerlichen und anderen reaktionären der Berufung, sowie den Ersatz der dem Privatkläger Hülle die Ausschüsse fei nur dort vorhanden, wo dieselben Blättern stereotyp davon, daß unsere Zeit keine Fähigkeit durch die Berufung entstandenen baaren Auslagen ausaus Leuten bestehen, die fachgemäße, berechtigte Beschwerden habe zu positiver Gesetzgebung. In gewissem Maße ist das erlegte. Hätte Hülle nicht seine ursprünglich eingelegte in polterndem Tone vorbringen können". Diese zarte Empfindlichkeit des Unternehmer- richtig nämlich insofern als die Gesetzgebung jetzt Berufung zurückgezogen, so wäre die Berufungskammer thums gegen die Arbeiter, die dem Unrecht, das sie so lange oft in Händen ist, welche die Forderungen der Gegenwart vermuthlich über das Strafmaß des Schöffengerichts erheb= herunterschlucken müssen, einmal lebhafteren Ausdruckt geben, ist entweder nicht verstehen können oder nicht verstehen lich hinausgegangen. nicht ernst zu nehmen. Nirgends mehr wie beim Verhältniß wollen. Wären wir das Land- und Schlot- Funkerthum Vermehrung der grundbesitzenden Tagelöhner. Fabrik, wo der Ausschuß auch auf Instandhaltung der Sicher" " stattfinden dürfen. --O 74 gegen zwischen Unternehmer und Arbeiter trifft das Wort zu: Wie los, mit allem was drum und dran hängt, so würden wir es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch heraus."" So bald Gesetze haben, die den Bedürfnissen der Gegenwart In der Stille des mecklenburgischen Landtages, der zur stellt der Beamte für Annaberg fest, daß die Arbeiterausschüsse entsprächen. Aber die Gesetzgeber der Gegenwart wollen Beit in Sternberg sein beschauliches Dasein fristet, hat, wie dort eine bemerkenswerthe Thätigkeit entfalteten, wo ihnen eine ja gerade eine solche Gesetzgebung verhindern, und wir schon kurz meldeten, ein Gesetzentwurf über Verfolche„ von vornherein eingeräumt" wurde, fo 3. B. in einer ba können sie selbstverständlich keine guten Gesetze machen. mehrung des mittleren und kleinen GrundHeute ist die kapitalistische Welt im Absterben. Vor besiges auf dem platten Lande das Licht der heits- Einrichtungen zu achten hat, oder wo sie, wie in einigen hundert Jahren war sie im Aufblühen, und damals ver- Welt erblickt. Nach Berlesung dieses sehr umfänglichen Fabriken Württembergs, die Fabrit- Kantinen mit zu verwalten haben, oder, wie in Hessen II, zusammentreten können, suchte sie sich an einem ähnlichen Wert, wie das bürgerliche Aktenstückes trat man in eine längere Debatte ein, wobei um Beschwerden über Wertführer dem Unternehmer mit Gesetzbuch es ist. Es war in Frankreich und die es sich herausstellte, daß man wohl einig über die fleinen Grundbesitzes( Büdner zutheilen. G3 ist dabei noch besonders hervorzuheben", schreibt Nationalversammlung beschloß 1791 die Schaffung eines Schaffung der Beamte für Hessen II( Mainz, Rheinhessen. Oberheffen), Zivilgesetzbuchs. Tagelöhnerstellen) sei, feinesweg& aber über daß die Arbeitgeber dies nur persönlich ohne Während der Revolutionsstürme ward an diesem Werke die Begründung mittleren Grundbesizes( Bauernstellen). Gegenwart eines Beamten thun, um ihre Arbeiter gearbeitet und 1804 war es beendigt. Napoleon hatte die Un- Endlich beschlossen die Stände, darüber abzustimmen, ob die zum Vertrauen zu veranlassen." Es ist eigentlich selbstverständlich, daß unter anderen Be- verschämtheit, das Riesenwerk der französischen Revolution Vermehrung des kleinen und mittleren Grundbesizes auf dingungen nicht das geringste Vertrauen entstehen kann, an seinen Namen zu beften, indem er es Code Napoléon dem platten Lande und damit die Ansässigmachung einer und daß, wenn auch nur eine Andeutung dessen, was die nannte heute noch in seiner Art weitaus das vollendetste selbständigen ländlichen Arbeiterbevölkerung in Mecklenburg ein Bedürfniß sei. Die Abstimmung ergab taiserlichen Erlasse versprachen, erfüllt werden soll, die Gesetzbuch der Bourgeoisie. Arbeiterausschüsse nur aus Arbeitervertretern bestehen, ihre Damals hatte die Bourgeoisie noch gesetzgeberische 11 Stimmen. Gerade diese Abstimmung, wonach selbstSizungen nur ohne Anwesenheit der Meister zc. Kraft. Heute ist sie altersschwach. Und zwischen der ständige, existenzfähige Bauern nicht gewünscht" werden, Bourgeoisie von heute und von damals ist derselbe Unter- zeigt deutlich, daß die mecklenburgischen Junker, die die MehrReichstags- Verhandlungen, er hätte es früber bei Berathung lichen Gesetzbuch". Dort pulſirendez, titanisches Leben eine Last ist, lediglich die Landarbeiter an die Der ultramontane Abgeordnete Dr. Hiße erklärte in jenen schieb, wie zwischen dem Code Napoléon und dem„ Bürger- heit des sogenannten Landtages bilden, durch die Vertheilung von zwerghaftem Grundeigenthum, das keine Hilfe, sondern des Arbeiterschutz- Gefeßentwurfs- für richtiger gehalten, wenn Arbeitgeber und Nehmer zusammen berathen, aber heute sei er hier greisenhafte Impotenz. Scholle fesseln wollen. Die traurigen Arbeitsanderer Anschauung; die Arbeiter sollen unter sich sein. Natürlich widersprach dem der jetzt dem Reichstag fern Zur Verschleppung der Militärftrafprozeß- Reform bedingungen und die patriarchalische" Behandlung auf gewordene Herr Möller, damals tros anerkannten Wahlprotests haben offiziöse Ordnungsstüßen einen schönen neuen Grund den Gütern mecklenburgischer Edlen haben in immer größerer noch Vertreter von Dortmund. Er war der Meinung, daß eine ausfindig gemacht. Man beabsichtigt, bei der Reform Menge die Landarbeiter aus der Heimath fortgetrieben, gesonderte Arbeitervertretung ein Unding ist, daß die Inter- den allgemeinen Strafprozeß dem militärischen als Vorbild theils ins Ausland, theils in die Städte; das ist selbsteffen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammengehören." dienen zu lassen. Da nun einschneidende Veränderungen in verständlich für den Grundbesitzer ein lebel stand, Was soll man nun aber dazu sagen, wenn in einem foge- dem allgemeinen Strafprozeß in Angriff genommen werden, über dessen Abschaffung fie schon lange nachſinnen. Im nannten„ Musterbetriebe", in der kaiserlichen Torpedo werkstatt zu Friedrichsort laut Mittheilung des Ge- so sei es selbstverständlich, daß man mit dem darnach einzu- Interesse der in tiefster Abhängigkeit schmachtenden Landwerbe Juspettors zu Schleswig ein Ausschuß besteht, zu dessen richtenden neuen Militär- Strafprozeß und was hier von arbeiterschaft wäre es zu bedauern, wenn die Bemühungen Eigungen der Direktor der Torpedowerkstatt nach Bedarf ganz besonderer Wichtigkeit ist, der Militär- Gerichtsverfassung der Agrarier Erfolg haben sollten. einen oder mehrere Vertreter der Torpedowert: so lange warten wird, bis die entsprechenden Vorfragen auf Agrarierlogik. Ein Herr v. Ackermannit att an den Sigungen und Berathungen theilnehmen läßt. dem Gebiete der allgemeinen Straf- Gerichtsverfassung und Wenn der Direktor in den Sizungen erscheint, geht der Vorsiz des Strafverfahrens durch die Reichsgesetzgebung ihre Eran ihn über." ledigung gefunden haben." Da wird ja freilich noch mancher Tritt auf den Kasernenhöfen getreten werden, ehe die Reform zu stande -= fonimt. Salisch hat eine Broschüre geschrieben für den Antrag Kanit. Darin kommt er, wie die Kreuz- Zeitung" beifällig mittheilt, an der Hand sorgfältig zusammengestellter Zahlen „ Nach Bedarf!" Und wer entscheidet den Bedarf? Der zu dem Resultat, daß eine Preissteigerung des Roggens Herr Direktor! Und wenn die Beamten zu den Sizungen des von 12 auf 16 M. eine Brotvertheuerung um etwa 1/9 oder Arbeiterausschusses vom Direktor hingesendet sind, sollen die Arbeiter noch ihre Interessen frei wahrnehmen und vertreten höchstens 1½e des jezigen Brotpreises nach sich ziehen kö.inte; tönnen? Ja, wenn noch die Arbeiter zu entscheiden hätten, das 5 Pfd. Brot, das jetzt zumeist 45 ẞf. tostet, würde Die Majestätsbeleidigungs Prozesse von heute: ob, wie es ja bei Verhandlungen nothwendig werden kann, dieser Wie würde nun eine solche oder jener Beamter hinzugezogen werden soll! Der Maurer Lorenz Clemenz zu Freiburg i. Br. etwa auf 50 Pf. steigen. Preiserhöhung des Brotes um 1/9 oder auch um ½ des diefes Statut von 1894 aus der kaiserlichen wurde von der Straffammer zu se ch 3 Monaten Ge= Torpedowerkstatt fennzeichnet am besten den Werth der Ausfängniß verurtheilt. In einem Wirthshausgespräch soll jetzigen Preises auf unsere Fabrikbevölkerung wirken? schüsse und ist eine, treffende Illustration zu den Erlaffen von 1890. Der Berurtheilte das Vergehen einer Beleidigung des Ackermann- Salisch giebt auf diese Frage die Antwort, daß die Arbeiter nur eine Lohnerhöhung von 62 Pf. täglich Der Geist Stumm's schwebt über den Wassern der Sozial Großherzogs begangen haben. reform! In Flensburg wurde dagegen der dänische Schau- für Eheleute und 2½ Pf. für Unverheirathete zu erhalten spieler Weary von der Anklage der Majestätsbeleidigung! Das könnten die Industriellen aber leicht bewilligen. brauchten, um die erhöhten Brotpreise zahlen zu können. freigesprochen. Weiter kann der Junkerring die naive Unverschämtheit nicht gut treiben. Nun " Druckfehler Berichtigung. In unserem leßten Artikel über„ Arbeiterschutz- Gesetze und Hausindustrie", III. Arbeiterinnen, in Nr. 269 des„ Vorwärts" vom 16. November 1895 muß es auf Spalte 3, 4. Beile von oben, nicht heißen: es ist eine Verminderung der Arbeitsgelegenheit für erwachsene Arbeiterinnen eingetreten", sondern:„ es ist keine Verminderung"; es geht dies übrigens auch aus den dort mit getheilten Ziffern hervor. " Politische Webersicht. Berlin, 22. November. Tas bürgerliche Gesetzbuch, an welchen unsere Herren Juristen des neuen Reiches seit länger als zwanzig Jahren arbeiten, ist, nach dem Zeugnisse aller kompetenten Beurtheiler, ein todtgebornes Kind nach dem Zeugniß der Optimisten ein heilloser und unheilbarer Krüppel. Da Schlagfertig hatte der Priester gesprochen, aber er wandte seine triumphirenden Blicke schnell nach der Seite, als ihn der Förster mit klaren, ruhigen Augen ansehen wollte. Balder fand sich wieder. Sie können sich das gar net denken, Hochwürden? No, dann muß ich's sagen. Ich komm, als Vater von der Anna... Was passirt is, das wissen Hochwürden, und das wissen alle Leut, wie ich g'merkt hab." " Der Geistliche lehnte sich in seinen Stuhl zurück: Allerdings weiß es das ganze Dorf, Herr Förster, und nur aus diesem Grunde bin ich in der Lage, mit Ihnen darüber zu sprechen. Andernfalls legte mir mein Beichtgeheimniß strengstes Schweigen auf." Balder nahm sich zusammen: " Ich weiß aljo jetzt," begann er ruhig, daß Sie von allem Kenntniß haben, Herr Benefiziat, und möcht Sie inständig ersuchen, keine Anzeig' zu machen. I bitt für mein frankes Kind, Hochwürden." " Sie meinen," erwiderte langsam der Priester,„ ich sollte der Regierung keine Meldung erstatten?" " Ja, darum bitt' ich, Hochwürden. Mein Schwiegersohn steht vor der Anstellung. Thun Sie's net, ich bitt Sie..." „ Herr Förster, Sie vergessen, daß ich vor allem meine Pflicht thun muß." " Nein, das vergeß ich net, Hochwürden! Nur laffen S' diesmal Gnade für Recht ergeh'n... mein Kind ist trant, fräuter als der Arzt glaubt ich weiß net, was noch alles g'schieht." Staatsanwalts Lorenz, der unseren Genossen Redakteur Staatsanwalt Lorenz. Gegen die Bestrafung des Der Kolonialhunger wird die Engländer abermals Hülle in Erfurt in einer Verhandlung als gewerbs, in einen Krieg mit den Asch anti hineintreiben. Zu den mäßigen Ehrabschneider" bezeichnet hatte, war vom Staats- Bedingungen, welche Chamberlain für unerläßlich erklärt, anwalt Berufung an das Landgericht eingelegt worden. wenn der Aschanti- König Prempeh unbehelligt bleiben soll, Aber der berufende Staatsanwalt hat seinem Kollegen, gehört namentlich die Aufnahme einer starken englischen Herrn Lorenz, einen schlechten Dienst erwiesen, denn in der Bedeckung für den künftigen englischen Residenten in Kumassi, Berufungsverhandlung wurde dessen Vorgehen noch mit viel mit anderen Worten einer englischen Garnison in schärferen Worten gekennzeichnet, als es in der Schöffen- der Aschanti- Hauptstadt. Das ist weiter nichts gerichts Sigung der Fall gewesen war. Ju der als die verkappte Aunerion. Nach aller Erfahrung Gerichts zeitung findet sich eine ausführliche Darstellung lassen sich auch Neger nicht ohne Krieg dahin bringen. des Erkenntnisses der Berufungskammer, die die Berufung Und was wird schließlich dabei herauskommen? Die Autablehnte, dem Angeklagten aus§ 186 des Strafgesetzbuches wort giebt eine interessante Reminiscenz an den früheren seine 50 M. Geldstrafe beließ und ihm außerdem die Kosten Aschantikrieg: = Literarisches. Rienzi. Ein Paradies soll unsere Erde sein. Genosse H. van Kol, der unter dem Pseudonym Rienzi schreibt, ersucht uns um Aufnahme der folgenden Grflärung: Als Disraeli nach Beendigung des Feldzuges gegen die Aschanti 1874 den Dank des Hauses für das tapfere Benehmen Der Armee beanspruchte, erhob sich Sir Wilfrid Lawson, der bekannte radikale Politiker und Mäßigkeitsapostel, und fragte, was durch die Siege gewonnen worden sei. Ich weiß nicht, daß wir irgend etwas für unser Blut und Geld aufweisen tönnen, als einen alten Regenschirm und einen Vertrag."" Nicht einmal einen Vertrag," riefen einige Mitglieder der Opposition. Nun," meinte Sir Wilfrid," mir thut das nicht leid; denn ich glaube nicht, daß der Vertrag mehr werth gewesen sein würde, als der " Da ich Kenntniß davon erlangt habe, daß die in B. Heymann's Verlag, Berlin, erschienene Broschüre„ Ein Paradies soll unsere Erde sein" von der Berliner Polizei" konfiszirt worden ist und der Verleger eine Anklage wegen ,, Aufreizung zum Klassen- Regenschirm". haß und Aufforderung zum Kampf mit gewaltigen Mittelu" Die Vermehrung der Staatsschulden und die Hin erhalten hat, so bekenne ich mich hierdurch öffentlich opferung englischer Soldaten in den Fieberfümpfen" des als Verfasser der Schrift und habe auf die indirekt auch gegen Aschantilandes hat der alte Lawson bei dem Ernte- Juventar mich gerichtete Anklage das folgende zu erwidern: vergessen. Der Gedankengang in meiner Broschüre unterscheidet sich in feiner Beziehung von den im Programm der deutschen Sozialdemokratie und in dem Kommunistischen Manifest enthaltenen Darlegungen. Deutsches Reich. - Der Reichs- Anzeige r" veröffentlicht den Entwurf Sie führt den Nachweis der ungleichen Vertheilung der Reich- eines Gesetzes über Aenderungen und Ergänzungen und der thümer, eine Folge der durch die ökonomische Entwickelung des Gerichtsverfassungs Gesezes entstandenen Klassentheilung. Sie weist die Arbeiter auf ihre Strafprozeß- Ordnung. Ohnmacht hin, die so lange dauern wird, als das fapitalistische Zur Einengung des Geschäftsbetriebs der System besteht, und erwartet von ihnen die Durchführung des Konsumvereine schreibt die„ Berl. Torr.": Sozialismus( Seite 7). Sie charakterisirt( Seite 7-8) das fapiNach dem vom Bundesrathe genehmigten Entwurf einer Abvon den Produktionsmitteln und den mühelosen Erwerb des Genossenschaften sollen Konsumvereine im regelmäßigen Geschäftstalistische System als die vollzogene Trennung des Arbeiters änderung des Gesetzes über die Erwerbs- und Wirthschaftsbeg Mehrwerths von seiten der Kapitalisten. Mit wünschenswertheſter verfehr Waaren nur an ihre Mitglieder oder deren Vertreter Deutlichkeit ist dadurch der Beweis geliefert, daß die Ursachen verkaufen dürfen. Auf landwirthschaftliche Konsumvereine, die des geschilderten Glendes der Arbeiterklasse ökonomischer Natur ohne Haltung eines offenen Ladens die Vermittelung von rein sind und daß mithin jegliche in der Broschüre enthaltene Auf- landwirthschaftlichen Waaren vielfach nur nach vorgängiger Uman in den einzutreten, jig die Befreiung aus ihrem Glenn frage bei ihren Mitgliedern besorgen, findet diese Bestimmung in den Kampf einzutreten, einzig und allein den Sinn haben teine Anwendung. Um dieser Bestimmung den Erfolg zu sichern, fann, sie zur Erringung ökonomischer Vortheile und politischer find Verkäufer, die wissentlich Waaren an Nichtmitglieder verRechte anzufeuern. Wenn nicht bei jeder derartigen Aufforde- faufen, ferner Mitglieder von Konsumvereinen, die ihre rung in der Broschüre darauf hingewiesen ist, daß die Durch Legitimation einem Dritten zur Entnahme von Waaren überfahrung dieses Befreiungskampfes in durchaus friedlicher und lassen, sowie solche Personen, die sich der Legitimation eines gefeßlicher Weise gedacht ist, so ist die Ursache einzig Mitgliedes zu diesem Zweck bedienen, mit Geldstrafe bis zu darin zu suchen, daß die Taktik der Sozialdemokratie durch eine einhundertfünfzig Mark bedroht. Ueber die Art der Legitimation ganze Reihe von Rongreßbeschlüssen und literarischen Aeußerungen soll der Vorstand der Konsumvereine eine Anweisung erlassen, so offenkundig festgelegt ist, daß eine Unklarheit darüber nirgendwo die auf Erfordern der höheren Verwaltungsbehörde abschriftlich angenommen werden sollte. Ich führe nur die letzten allgemein mitzutheilen ist. Diese Behörde soll befugt sein, die Vorstandsder in seiner Arbeit den schlagenden Nachweis führt, daß durch Geldstrafen bis zu 300 M. anzuhalten. Gegen diese bekannt gewordenen Ausführungen unseres Friedrich Engels an, mitglieder zur Einreichung oder Abänderung der Anweisung jedes gewaltsame Vorgehen seitens des Proletariats Proletariats nur Straffeftfegungen findet Beschwerde au an die Landes- ZentralWie kommt es eigentlich, Herr Förster", begann er inn dessen Ungunsten ausschlagen könne. Er warnt davor, behörde statt. verändertem Tone, daß Sie so ein unwürdiges Verhältniß sich von den herrschenden Klassen zu Gewaltstreichen stillschweigend duldeten?" provoziren zu lassen. Ablehnung von Beauftragten der Berufss Ich muß daher die Anschuldigung, durch die genannte genossenschaften. Das Recht der Betriebsunternehmer, Broschüre eine Aufreizung zum Klassenhaß" oder eine Auf- gemäß§ 83 des Unfallversicherungs- Gesetzes von den Berufs= forderung zum Kampf mit gewaltsamen Mitteln" begangen zu genossenschaften zur Besichtigung des Betriebes entfandte haben, auf das entschiedenste zurückweisen und erwarte von der Beauftragte abzulehnen, ist, wie das Reich 3Gerechtigkeit deutscher Richter, daß sie die Konfistation meiner Versicherungsamt aus Anlaß eines Spezialfalles neuerSchrift aufheben werden. dings ausgesprochen hat, ein bedingungsloses. Im Aywaille, 10. November 1895, Gesetz ist zwar als Voraussetzung die Befürchtung des bei Lüttich. Betriebsunternehmers angegeben, daß durch die Besichti Und das ergerniß im ganzen Dorfe?" Balder trocknete sich die Stirne. Jch.... ich schick die Anna fort, sobald sie g'sund is.... a Aergerniß wird also weiter nicht geben." " Sie glauben, damit sei alles erledigt? Ja, bedenken Sie denn nicht, daß der ganze Skandal morgen schon in Mariakirchen öffentlich sein kann, und daß dann mich als Lokalschulinspektor die schwersten Folgen treffen, wenn ich einen derartigen Vorfall nicht zur Anzeige bringe?" Eine Pause trat ein. Der Benefiziat räusperte sich und sah verstohlen sein Gegenüber an. Balder fuhr auf: " Dulden? I hab's vorgestern erst erfahr'n!" Wirklich? So spät?" " Ja, mein Ehrenwort darauf." " Dann haben Sie aber sehr... sehr... unvorsichtig gehandelt, wenn Sie Ihre Tochter mit einem Menschen, wie dem Schulgehilfen allein ließen."( Fortsetzung folgt.) " " H. van Kol. ( Rienzi.) = " " gung des Betriebes feitens eines bestimmten Beauftragten unglaublich rascher Karriere nicht an sehr großer Selbstschäßung| Neuigkeit von besonderer Bedeutung melden, die all dem Fabrik Geheimnisse verletzt oder Geschäfts Interessen ge- mangelt. Der Herr Minister protegirt den Assessorismus im widerspricht, was seither verkündet wurde: Arton ist, obwohl schädigt werden. Daraus lasse sich aber nicht der Schluß Eisenbahnwesen auf das ausgedehnteste, die technischen und gar weit entfernt, sich seiner Auslieferung zu widersetzen, entschlossen, ziehen, daß eine Begründung jener Befürchtung erforderlich sei. erst die kaufmännischen Elemente kommen hier nur sehr spärlich alles zu thun, um nicht ausgeliefert zu werden. Er will zu diesem E3 würde zu Unzuträglichkeiten führen, wenn die Gründe der zur Geltung. Die Generaldirektion ist eine nach durchaus Zwecke alle möglichen Mittel in Bewegung sehen und ist voller Ablehnung, die sehr oft rein persönlicher Natur sind, bekannt engbureaukratischen Gesichtspunkten arbeitende Jnstitution. Anders Hoffnung, daß seine Auslieferung nicht stattfindet." gegeben und zur Erörterung gestellt werden. Denn dadurch könnte es auch nicht der Fall sein, daß ein Land mit dem enormen Unterm 22. November wird aus Paris zum Fall Arton noch wird die Befürchtung in vielen, ja vielleicht den meisten Fällen Güter- und Personenverkehr wie in Bayern, auf seinen Bahnen depeschirt: Die antisemitische ,, Libre parole" veröffentlicht einen zur Thatsache. Mißbrauch wird mit dem Ablehnungsrecht nicht mit einem Defizit arbeitet. Auch auf die Verwaltung der Ver- Artikel, in welchem die Regierung aufgefordert wird, einen ge= getrieben werden können, weil der Gesetzgeber in sonst genügender fehrsanstalten paßt das, was die klerikale Augsburger Post- wissen S., der zugleich mit Arton die Abgeordneten und SenaWeise die Genossenschaft gegen beabsichtigte Schädigung sicher- zeitung" jüngst von anderen Regierungszweigen sagte, nämlich, toren für das Votum zu gunsten der Emission der Panamaloose gestellt hat. daß sie im Zustande völliger Versteinerung" sich befinden. zu bestechen versucht hatte, zu verhaften. Das Blatt bringt das Wir Polizeiliche Vereinsüberwachung. München, 22. November. Die Kammer der Ab- Facsimile eines Briefes Arton's an S., aus welchem die Beziehungen haben schon berichtet, daß seinerzeit die Polizes die Situngen geordneten begann heute mit der Berathung des Mili- der beiden mit einander hervorgehen. der Philosophischen Gesellschaft in Hannover überwachen ließ täretats. Nach eingehendem Referat des Abgeordneten Paris, 21. November. Deputirtentammer. Jaurès. und wie daraufhin der Oberpräsident von Hannover, v. Bennigsen, Wagner erklärte der Kriegsminister, die zweijährige bringt den Antrag ein, durch welchen die Frage betreffend Gindas Unrechtmäßige dieses polizeilichen Anspruches auf eine Be- Dienstzeit genüge im allgemeinen, nur die segung von Schiedsgerichten zwischen Arbeit: schwerde hin anerkannt und erklärt hat, daß die Philofophische technischen Truppen( Pioniere und Artillerie) gebern und Arbeitern gefördert werden soll und fordert Gesellschaft nicht den Vereinen zuzurechnen sei, die dem Vereins- hätten gewisse Schwierigkeiten. Das Urtheil die Dringlichkeit für seinen Antrag. Hierüber entspinnt gesetze unterstehen. Dieser Entscheid des Oberpräsidenten hatte über die Halbbataillone sei ein sehr getheiltes, fie sich eine lebhafte Distussion; Ministerpräsident Bourgeois aber nicht den geringsten Erfolg, denn das Polizei- feien eine halbe Maßregel( Hört, hört!) und blieben ihrem ganzen bittet die Kammer, aus der Dringlichkeits Erklärung präsidium von Hannover sandte nach wie vor Beamte in die Charakter nach ein Nothbehelf; sie hätten sich, was die teine politische Frage zu machen, da das Ministerium Versammlungen; eine weitere Beschwerde an den Regierungs- Entlastung der übrigen Bataillone betreffe, bewährt, indessen in drei Tagen einen die gleiche Materie behandelnden Gesetzpräsidenten wurde abschlägig beschieden. Nunmehr hat der Vor- gebe es auch einzelne Nachtheile. Die Ausbildung babe bei den entwurf vorlegen wird. Die Dringlichkeit wird hier. fitzende der Gesellschaft noch ma 13 Beschwerde an den Ober- Mannschaften dieser Bataillone eine gewisse Grenze, jedoch hätten auf mit 235 gegen 251 Stimmen angenommen. präsidenten eingelegt, Herr v. Bennigfen hat also Gelegen- 3. B. zwei Kompagnien solcher Bataillone die Dienstauszeichnung Alsdann wird die Berathung über die Reform der Erbschaftsheit, sich zu der wichtigen Frage zum zweiten Male zu äußern. erhalten, Des weiteren wies der Kriegsminister die Angriffe steuer wieder aufgenommen und nach längerer Debatte ein In der Beschwerdeschrift des Rechtsanwalts Dr. Cohen heißt es auf die Ehrengerichte zurück. Dr. Schädler verlangte ins- Amendement angenommen, welches bezweckt, die aus der Reform über die Rechte der Polizei fehr treffend: besondere, daß bei der militärischen Erziehung die Grundlage der Erbschaftssteuer sich ergebenden Ueberschüsse zur Verminderung jeder Erziehung, Religion und Sittlichkeit energisch gewahrt der Abgaben beim Verkaufe von Landgütern, welche den Werth würden und befürwortete die Einsetzung internationaler von 5000 Franks nicht überschreiten, zu verwenden. Der FinanzSchiedsgerichte. Die weitere Berathung wurde auf morgen minister machte geltend, daß die Ueberschüsse zur Herstellung des at Budgetgleichgewichts erforderlich wären. A M " Bei Schäftlarn in Oberbayern war in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ein Haberfelbtreiben, an dem 200-300 Personen theilnahmen. Die Gendarmerie wurde nach Gmund irregeleitet durch die Verbreitung des Gerüchtes, daß dort getrieben" werden solle. " Ungarn. Die Pariser Advokatenkammer verweigerte die Zulassung des Lizentiaten( Doktor) der Rechte Maurice Charnay, der wegen einer anarchistischen Schrift„ Soldatenkatechismus" zu sechsmonatigem Gefängniß verurtheilt worden war. Spanien. Unterschlagung städtischer 8ölle. In Madrid war lange Zeit hindurch die Unterschlagung beim städtischen Oftroi systematisch betrieben worden, bis das ganze unsaubere Geschäft, in das viele Mitglieder der Stadtvertretung verwickelt waren, eines Tages aufgedeckt wurde. In einer sehr bewegten Sigung des Munizipalrathes verlangten nun die nicht angeschuldigten Mitglieder desselben, daß die Schuldigen den Gerichten überliefert würden; die letzteren verlangten die Einsetzung eines Ehrengerichtes; bis jetzt ist noch feine Lösung der Frage herbeigeführt, und man glaubt, die Regierung werde interveniren müssen. Man befürchtet, daß die den Cortes einen schweren Stand haben werde. Regierung bei einer etwaigen Auflösung des Gemeinderaths in Es darf nie vergessen werden, daß Volk und Behörden nicht zwei Parteien sind, sondern lettere nur im Interesse des ersteren cristiren( sollen! Red.). Die Polizei ist keine Regierungs-, sondern eine Verwaltungsbehörde, die vor allem die vertagt. Pflicht hat, die Rechte des Volkes zu schützen. Wie sich mit dieser Pflicht die Tendenz, diese und jene Beschränkungen der Freiheit des Individuums ausdehnend zu interpretiren, vereinigen läßt, ist mir unklar. Der Krebsschaden unseres ganzen behörd lichen Apparates ist der, daß sich derselbe nicht als Organ des Staates, sondern des Staatsoberhauptes fühlt. Die Folge ist nothwendig eine vollständig andere, als wenn es sich umgekehrt- Hessisches Lehrerbesoldungs- Gesetz. Die verhielte. Man nimmt zu viel Rücksicht auf" historische Ent- Regierung hat dem Parlamente einen Gesezentwurf über die wickelung". Wenngleich die Polizeibeamten fönigliche" heißen, Gehälter der Volksschullehrer vorgelegt, wonach der Lehrer nach so sind sie doch heute wenigstens, oder sollten es sein dreijähriger Dienstzeit 1100 M. und in dreijährigen Perioden Voltsbeamte. Salus publica suprema lex." Aussteig und nach 27jähriger Dienstzeit 2000 m. erhält. Außerdem hat der Lehrer Anspruch auf Wohnung oder MiethsNachwahl für Hammerstein 3 11 11 A b= geordnetenhause. Bei der heute stattgehabten Landtags- entschädigung. Lehrerinnen steigen ähnlich bis 1600 m. Ersatzwahl im Landtags- Wahlkreise Stolp- Lauenburg, welchen bisher Freiherr v. Hammerstein vertreten hatte, wurde Generallieutenant 3. D. von Heydebreck Silberberg( konservativ) Budapest, 22. November. Abgeordnetenhaus. Die mit 377 Stimmen gegen Wüstenberg- Rexin( deutschfreisinnig), Regierung suchte um eine dreimonatige Indemnität( Etatwelcher 38 Stimmen erhielt, gewählt. provisorium) nach. Interpellation über die orientalische Für die Vertiefung des Stettiner Haffs wird, wie die„ M. P. Korr." erfährt, bereits in den nächsten Frage. Im ungarischen Abgeordnetenhause interpellirte der Etat eine nicht unbeträchtliche Theilsorderung eingestellt werden. Ministerpräsident Baron Banffy sagte in seiner Beantwortung, Abgeordnete Helffy die Regierung über die Wirren im Orient. -3u einem Wahlverein der Deutsch en die Botschafter in Konstantinopel hätten die Pforte auf die GeRegelmäßig treffen die eintönigen Volkspartei für Berlin hat sich in seiner letzten Sitzung fahren aufmerksam gemacht, die aus den Unruhen in Kleinaften Meldungen von den Unruhen ein; aber die Pforte scheint sich der Berliner Demokratische Verein umgestaltet. erwachsen. Die Bemühungen hätten das erfreuliche Resultat ge die Mobilmachung nehme einen guten Fortgang; gegenwärtig doch zu ermannen. Offiziös wird aus Konstantinopel gemeldet, Die schlesischen Konservativen haben einen habt, daß die Türkei die ernste Absicht zeige, die Ruhe wieder her- find 100 Bataillone mobil; nur in einzelnen vom Anfstande Parteitag abgehalten, auf dem sie gleichzeitig gegen die zustellen und den christlichen Unterthanen Schuß zu gewähren, ergriffenen Gebieten Anatoliens und Syriens seien Hemmungen Sozialdemokratie und die christlich- sozialen Schwarmgeister Front 3u welchem Zwecke auch ein Theil der Armee mobilifirt ergriffenen Gebieten Anatoliens und Syriens seien Hemmungen werde. Zwischen den Mächten herrsche vollkommene Ueberein in Zeitun zur Freigabe der durch sie gefangen gehaltenen Garnison Die Bemühungen Mustapha Paschas, die Armenier gemacht haben durch folgende Resolution: Der Parteitag befürwortet eine besonnene den Grundsätzen Stimmung, daß der Friede und der status quo wiederhergestellt dieses Drtes und zur Unterwerfung zu bewegen, ergaben bisher des Christenthums entsprechende Fortsetzung der sozialen Reformen. würden, deshalb seien auch Flotten nach der Levante gesandt. kein Resultat, da die Führer der Aufständischen sich weigern, ohne Gr erklärt sich aber mit Entschiedenheit gegen diejenige Richtung Die Antwort schloß mit den Worten: Es ist die beruhigende formelle Zusicherung eines General- Pardons auf irgend einen der christlich- sozialen Bestrebungen, welche unter einer Hoffnung vorhanden, daß es der Türkei gelingen wird, die Antrag einzugehen. nicht zutreffenden Berufung auf jene Grundsäße sich in Ordnung wieder herzustellen, in welchem Bestreben sie von sämmteinseitiger Weise gegen die Besitzenden wendet, den lichen Mächten, welche ohne Ausnahme das größte Gewicht auf Klassenbaß fördert fördert und damit bewußt oder unbewußt die Erhaltung friedlicher Zustände legen, entschieden unterstüßt der Sozialdemokratie in die Hände arbeitet. Der Parteitag werden wird. Der Juterpellant fand die Antwort ungenügend. erwartet von der königlichen Regierung, daß sie, dem Die Majorität nahm die Antwort zur Kenntniß. von allerhöchster Stelle ausgegangenen Aufrufe entsprechend, im Kampfe gegen die Sozialdemokratie die Führung übernimmt und daß dieser Kampf auf dem Gebiete der Geset= gebung und Verwaltung energisch geführt wird. Die Konservativen Schlesiens werden ein entschiedenes Vorgehen mit allen Kräften unterstützen." Holland. Amsterdam, 20. November.( Eig. Bericht.) Eine Errungen schaft der politischen Aktion haben wir zu verzeichnen. Als im Sommer dieses Jahres die Wahlen unseren Genossen van Zinderen Bakker in die friesischen Provinzialstaaten Die Resolution wurde um 4 Uhr nachmittags gegen eine brachten, regte er sofort in diesem Kollegium die Frage der Stimme angenommen. Der Bitte des einen weißen Raben, eines Minimallöhne und Maximal- Arbeitszeit an. Auf seine Initiative Pastor Hoffmann, seinen Widerspruch zu begründen, wurde nicht ist jetzt in diesen Provinzialstaaten eine Resolution zur Annahme nachgegeben wegen der vorgerückten Zeit. gelangt, welche die deputirten Staaten( Ausschuß aus den Pro vinzialstaaten) auffordert, in alle von der Provinz ausgehenden Ein Tropfen Wermuth in Münter's Submissionsausschreiben Bestimmungen betreffend Minimallöhne Freudenkelch. Der„ Münsterische Anzeiger" veröffentlicht und einen Maximal- Arbeitstag aufzunehmen. Wie gering dieser folgendes Schreiben: Fortschritt an sich auch sein mag, für Holland ist er sehr wichtig, Die in der gestrigen Nummer des„ Münsterischen Anzeigers" da er zeigt, daß auf politischem Wege verhältnißmäßig leicht zu enthaltene, aus Dortmund vom 14. d. M. datirte Nachricht, be- erwerben ist, was auf dem Gebiete der rein ökonomischen Aktion treffend den berittenen Gendarmen Münter, ersucht die Brigade in Holland noch nicht erreicht ist. ergebenst, auf grund des§ 11 des Gesetzes vom 7. Mai 1874 dahin zu berichtigen: Die Kommandirung des Genannten nach Berlin ist nicht auf allerhöchsten Befeh! Sr. Majestät des Kaisers, sondern ausschließlich auf Veranlassung des Königl. Korps- Kommandos der Landgendarmerie erfolgt." gez.: Bauer, Oberst und Brigadier." Der württembergische Landtag tritt am 4. Dezember zusammen. München, 21. November.( Eig. Bericht.) Die Riefern Spanner- Kalamität bildete heute das Hauptberathungsthema der bayerischen Abgeordnetenkammer. Norwegen. Wa Türkei. Die Unruhen. entstanden. Kuba. - Fortschritte der Aufständigen. Nach einem Telegramm aus Havana hat der Infurgentenführer Gomez gestern das Fort Paleyo in der Provinz Santa Clara genommen. Derselben Depesche zufolge haben die Insurgenten in der Nähe von Santa Rita einen Theil eines Eisenbahnzuges, in welchem sich General Valdez befand, mittels einer Dynamitbombe in die Luft gesprengt, wobei 14 Soldaten verwundet wurden. General Baldez blieb unverletzt und kehrte zu Pferde nach Esparanza zurück. Afrika. Aus Sansibar, 21. November, wird dem ,, Berliner Tageblatt" telegraphirt: Die Karawane des im Rongostaat erhängten englischen Händlers totes ist soeben mit erbeutetem Elfenbein im Werthe von 40 000 Pfd. Sterl. an der Küste Deutsch- Ostafrikas angelangt." " Partei- Nachrichten. Gegen Kapt. Lothaire, der Stokes hinrichten ließ, wurde bekanntlich von englischer Seite die Beschuldigung erhoben, daß er es hauptsächlich auf das Elfenbein abgesehen habe. 800 000 M. wäre jedenfalls ein hübsches Sümmchen gewesen. Uebrigens verlautet aus Brüssel, daß in belgischen Regierungs- Die unentgeltliche Speisung von Schulfreifen keine Neigung bestehe, dem Unabhängigen Rongostante kindern ist in Christiania eingeführt worden. Der zum Zwecke der Aburtheilung des Hauptmanns dortige Magistrat hat mit 9 gegen 4 Stimmen beschlossen, hierzu Rothaire ein belgisches Kriegsgericht zur Verfügung zu etwa 40 000 m. den kommenden Winter zu bewilligen. Es giebt stellen, da Belgien nicht wünsche, in diese Angelegenheit verwickelt in Christiania etwa 4000 bedürftige Schulkinder und es soll nun zu werden. Sorge getragen werden, daß nach Möglichkeit alle bedürftigen gespeist werden. Dies soll auf folgende Weise vor sich gehen: an alle Volksschulkinder werden gedruckte Bettel vertheilt, welche die Gltern benachrichtigen, daß sie sich persönlich an die Klassenvorstände wenden müssen, wenn ihre Kinder gespeist werden Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Die immer zahlreicher sollen. Die Klassenvorstände haben dann über die Bedürftigkeit und immer interessanter" werdenden Urtheile in den MajestätsZur Tagesordnung stand der mündliche Bericht des Aus- Erkundigungen einzuziehen. Die Christianiaer Dampsküche hat beleidigungs- Prozessen lassen es( angebracht erscheinen, diese für schusses für Petitionen über die Petition der Waldberechtigten die Lieferung von 1700-1800 Portionen übernommen. Auch der Stadtgemeinde Baiersdorf, dann der Landgemeinden andere Speise- Anstalten werden berücksichtigt. An Essen wird unsere Zeitgeschichte im höchsten Grade wichtigen Urkunden zu Möhrendorf und Kleinseebach um sicherstellung ihrer verabfolgt: gelbe Erbsen, Fleischbrühe mit deis, Hafergrüße und sammeln und aufzubewahren. Wir richten deshalb an die durch Insektenfraß gefährdeten Forstrecht& Milch zc. Bon gelben Erbsen werden 1/2 Liter Suppe pro Portion Partei- Redaktionen und alle Genossen, welche mit Majestätsfervitute in den Walddistrikten des t. Forstamts Rosbach. geliefert, worin ein Stück mitgekochtes Fleisch oder Speck. Bu beleidigungs- Prozessen heimgesucht worden sind oder sonst in der Der geschickten Arbeit unseres alten Genossen Löwen den Erbsen wird ein Stück Brot geliefert und zu der Fleischbrühe stein, der im Petitionsausschusse eifrig thätig ist, ist es zu Kartoffeln. Von Hafergrüße wird 1/2 Liter geliefert mit 1/4 Liter Lage sind, Urtheile über solche Prozesse sich zu verschaffen, die verdanken, daß diese Petitionen überhaupt vor das Plenum Milch. Das Effen fostet 10 Dere( 12 Pf.) und muß abgeholt Aufforderung, dieselben an die Adresse famen. Die Forstverwaltung beliebt nämlich eine eigenartige werden. Das Essen wird in Eimern von 60 Liter Gehalt in die Praxis anzuwenden, fie verläßt sich dem ungeheueren Schaden Schulen transportirt werden. Es können täglich nicht alle Kinder anrichtenden Insektenfraß gegenüber auf das Naturheilverfahren. gespeist werden, es werden daher einige jeden 2. Tag, andere Entgegen der Ansicht der Forstverwaltung, welcher der Finanz- viermal in der Woche und einzelne täglich Essen bekommen. einzusenden. minifter v. Riedel vorsteht, sind Fachleute wie Laien Das Essen wird etwa 30 000 Mt. testen, der Rest ist für die der Ansicht, daß die Kalamität von der planlofen Geräthe, den Transport, Aufwärmung 2c. erforderlich. Streulagerung in den Staatswaldungen herrührt, welche der Merkwürdig, daß mit allen solchen Linderungsmitteln der Rücksicht auf die Wildhegung zumeist ihre Billigung verdankt. Noth im Volte die wilden"( lies: freieren) Länder der Heimath Verschiedene Redner gingen mit den Forstbehörden start ins des Kampfes für Ordnung, Sitte und Religion vorangehen. Gericht und trotz der erregten Abwehr des Finanzministers wurden die Petitionen mit großer Mehrheit der Regierung zur Würdigung hinübergegeben. Die heutige Debatte dürfte nur Paris, 20. November. Als die Verhaftung Arton's die das Präludium zu einer größeren gelegentlich der Berathung Frage von dessen Auslieferung in Fluß brachte, hieß es zu des Forstetats gewesen sein. nächst, daß dieselbe voraussichtlich am heutigen Tage erfolge. Das Verwaltungsjahr 1894 schließt für die bayerischen Staats- Bald darauf schrieben die Zeitungen, Arton werde vor bahnen mit einem Defizit ab. Nach dem soeben erschienenen nächstem Sonnabend wahrscheinlich nicht ausgeliefert. Niemand Die Stadtverordneten- Wahlen in Mainz sind auf den Bericht über den Betrieb der bayerischen Verkehrsanstalten sah in dieser kurzen Verzögerung etwas Absonderliches, umſoherausgegeben von der Generaldirektion der bayerischen Staats- weniger, als Arton mit seiner Auslieferung nicht nur einverstanden 5. Dezember angefeßt. Von 16 Stadtverordneten, welche diesma bahnen im Jahre 1894 betrugen die Einnahmen 116 749 721 M., sein sollte, sondern dieselbe sogar wünschte, denn er sehnte sich, ausscheiden, gehören nur zwei der Sozialdemokratie an. Die d. i. 2 256 346 M. mehr als im Vorjahre, die Ausgaben wie einst Ovid im fernen Pontus, unter Thränen nach der sozialdemokratische Parteileitung in Mainz ist von den vier 78 326 341 M., d. i. 2318 953 M. mehr, der Einnahmeüberschuß heimathlichen Erde. Ganz fürzlich wurde jedoch gemeldet, daß Kartellparteien eingeladen worden, auf einen Wahlkampf zu veraber 38 423 380 gleich 57 606 M. weniger. Der Ueber die Auslieferung Arton's infolge der Schwerfälligkeit der engli- zichten und dafür ihren Theil von der zu vertheilenden Beute schuß von 38,4 Millionen reicht nicht aus zur Deckung schen Gesetze in dieser Hinsicht noch 14 Lage, ja auch einzuheimsen. Dieser Vorschlag ist selbstverständlich von den Da wurde man der Zinsen für die Eisenbahnschuld, welche außerdem durch 3 Wochen dauern könne. stußig und Parteigenossen zurückgewiesen, sie werden selbständig gegen alle jüngst erfolgte Bewilligungen um mehrere Millionen steigen wird. dachte sofort an den ewigen Kranten von Bornemouth". vereinigten Gegner in den Wahlkampf ziehen und haben, da in Die oberste Spitze der Verkehrsverwaltung repräsentirt der Heute bestätigt der Gaulois" diese Besorgniß. Einer seiner essen auch die Kommunalwahlen sich nach dem allgemeinen Wiinisterpräsident v. Grailsheim, ein Herr, dem es infolge Korrespondenten in London schreibt:" Ich kann Ihnen eine Stimmrecht vollziehen, alle Aussicht auf Erfolg. Frankreich. J. Auer, Verlin SW, Razbachstr. 9, Auf Wunsch werden die Urtheile, nachdem Abschrift von denselben genommen ist, den Eigenthümern wieder zurückgesandt. T Partei Archiv. Der Parteivorstand hat den Genossen Schippel, dessen Arbeitskraft durch das zum 1. Januar 1896 erfolgende Eingehen des„ Sozialdemokrat" frei wird, ersucht, die Aufstellung und Katalogifirung der Mary- Engel'schen Bibliothel, welche der Partei durch die Erben zur Verfügung gestellt ist, zu übernehmen. Schippel hat diesen Auftrag bereitwilligst übernommen. Ueber eine Agitationstour Bajeler Genossen wird uns geschrieben: Einen Ausfall ins badische Nachbargebiet machten die Baseler Genossen vom Deutschen Arbeiterverein in einer Stärke von 25 Mann. Als Munition diente die Vollmar'sche Rede im Soziale Mebersicht. die zur " " Versammlungen. Las Den Geiverbegerichts Wahlen. Bei den am 19. d. M. in antisemitischen Presse. Das kommt eben davon, daß wir ins 3entralverband des Personals der schweize= in Luzern eine rischen Transportanstalten" Höchst a. M. stattgefundenen Gewerbegerichts Wahlen wurden einem Rechtsstaat leben. aus von 800 Mitgliedern die von den Gewerkschaften aufgestellten Kandidaten der Arbeiter- Die Revision der Genossen Stagenstein und Mohs in Generalversammlung ab, die gewählt. Leipzig gegen ihre Verurtheilung wegen Rathsbeleidigung zu allen Theilen der Schweiz besucht war. Beschlossen wurde, an den 5 und 3 Monaten Gefängniß wurde vom Reichsgericht vergestellten Forderungen: 10, 15 und 25 pt.2ohnerhöhung. Der Kreis- Vertrauensmann für den ersten sächsischen worfen. je nach der Zahl der zurückgelegten Diensjahre Reichstags- Wahlkreis erstattete in einer Parteiversammlung in unter allen Umständen fest zu halten. Im Falle der Ablehnung Reichenau bei Zittau Bericht über den Stand der steht der Generalstreit sämmtlicher Eisenbahnangestellten in Aus= dortigen Bewegung. Dem seit einem Jahre begründeten Kreisficht. Das Direktorium der Schweizer Zentralbahn" bietet natt verein gehören bereits über 400 Mitglieder an. Die letzte Mai2, 5 und 71/2 pCt. der verlangten 10-25 pet feier fand an zwei verschiedenen Stellen des Kreises statt und Der Deutsche Verband kaufmännischer Vereine in Bahnpersonal hat dieses Angebot rundweg abgelehnt. an beiden war ein Besuch vo11 über 1000 Per Frankfurt a. M. hat an das Reichsamt des Innern eine einzelnen Direktionen wird noch ein letztes ultimatum gestellt. sonen zu verzeichnen. Die Vorarbeiten und die Wahl ausführliche Petition gerichtet zwecks Bildung von kauf- Allgemein wird schon mit der Möglichkeit eines schweizerischen felbst zum sächsischen Landtag füllten den größten Theil männischen Schiedsgerichten und die Forderung ein Eisenbahnarbeiter- Streiks gerechnet und es herrscht dieserhalb in der Agitation; die Mühe fand in einem großen Stimmenzuwachs gebend begründet. Wir entnehmen der Begründung folgende Geschäftstreifen große Aufregung. ihre Belohnung. Ohne Strafverfolgungen ist es auch hier nicht Ausführungen: Während die kaufmännische Prinzipalschaft in abgegangen. Wegen des Inhalts eines Flugblattes wurde der den Handelskammern, die Handwerker in den Innungen Verleger zu 20 W. Strafe verurtheilt. Gin Genosse hatte 30 M. und die Arbeiter in den Gewerbegerichten Verauf Strafe zu zahlen wegen Gendarmenbeleidigung, welche in dem tretungen gefeßlicher Grundlage besigen, Borlegen eines weißen Bettels bei einer Abstimmung gefunden Erstattung von Gutachten und zur Stellung von Anträgen be Die Versammlung der Fensterpuger, die am 17. November wurde. Drei Anklagen schweben noch. Leider stehen nur zwei rufen und befugt sind, fehlt es dem Gehilfenstand im HandelsLokale zu Versammlungen zur Verfügung. gewerbe an jedweder gefeßlich anerkannten Vertretung. Man hat bei Buste, Grenadierstr. 33, tagte, war leider schwach besucht, nun vorgeschlagen, die Aufnahme von Vertretern der Handlungs- was dem Umftande zugeschrieben wird, daß die Juftitutsfie in solche Versammlungen gehen. gehilfen in die Handelskammern zu erstreben, doch muß dies als inhaber ihren Arbeitern mit sofortiger Entlassung für den gänzlich aussichtslos bezeichnet werden. Zunächst ist zu Fall drohen, wenn Reichs- Da der Referent Menzel nicht erschienen war, mußte der erste betonen abei, daß die Handelskammern teine institute sind, sondern auf der Gesetzgebung der Einzel- Punkt der Tagesordnung ausfallen, und man nahm sofort den Reichstag gegen die Kanikerei. Gegen 18 Dörfer wurden belegt staaten beruhen. Dann aber, und das ist die Haupt- Bericht der Vertrauensleute über den Antrag vom 30. Oftober und in den meisten fanden unsere Genoffen gute Aufnahme. Infache, find die Handelskammern dazu da, die Interessen von betreffs Gründung eines Streit- Unterstügungsfonds entgegen. Der einzelnen Orten, wo wir trotz aller Mühe bisher keine Ver- Handel und Industrie wahrzunehmen und zwar die Interessen Antrag wurde einstimmig angenommen. Damit ist, wie man uns sammlungslokale bekommen konnten, wurden unseren Borposten Der Unternehmer in Handel und Induſtrie. Das schließt fchreibt, der erste große Schritt der Fensterpuyer gethan, um solche zugesagt und sollen für diese Orte in allerdoch jede Neigung der Kammern aus, dem Gehilfenstand Sitz ihre wirthschaftliche Lage zu verbessern. Im weiteren wurde über nächster Zeit Bersammlungen arrangirt werden. Indeß ganz und Stimme zu gewähren, und ob dies jemals durch ein Ein- die Praktiken der Institute ihren Arbeitern gegenüber erregt Beohne Opfer sollte diese Agitationstour doch nicht ablaufen. Im greifen des Staates erreicht werden kann, ist mehr als frag- schwerde geführt. Fischer wies dabei darauf hin, daß selbst Bezirk Staufen wurden vier unserer Genossen von Gendarmen lich. Der vorgeschlagene Weg der Schaffung kaufmännischer der Vorsitzende des Gewerbegerichts die Institute scharf getadelt der Sünder zu 5 M. Geldstrafe und 1,50 M. Entschädigung und antragstellenden Behörde auszustatten sind, führt jedenfalls dern, stellte der Redner fest, daß das preußische Vereinsgefeß auch den verhaftet und vor das Bezirksamt geführt. Dort wurde jeder Schiedsgerichte, welche mit Befugnissen einer begutachtenden habe, und entgegen dem Bestreben der Juſtitute, ihre Arbeiter am Besuch der Versammlungen durch Audrohung der Entlassung zu hinan den Gendarmen für den Transport verrascher zum Ziele. urtheilt, weil sie sich gegen den§ 43, Biff. 3 R.-G.-D. verWir wollen dieser Petition gegenüber nur bemerken, daß die Arbeitern das Recht nicht streitig macht, zum Zweck der Ergangen. Gegen Erlegung von 26 M. wurden die verhafteten Ge Forderung nach eigenen Schiedsgerichten die Gehilfenschaft örterung ihrer Lohn- und sonstigen Verhältnisse Versammlungen noffen nach etwa vier Stunden Schutzhaft" wieder frei- des Handelsgewerbes durchaus nicht einmüthig hinter sich Von einer Firma wurde abzuhalten. gelassen. Gegen diese bezirksamtliche Verfügung ist Beschwerde hat. Die unserer Partei nahestehenden Handlungsgehilfen ver- gegeben, daß sie ihren Arbeitern unter Androhung der Enteingereicht und die sozialdemokratische Kammerfraktion davon verständigt worden. Neu an dieser Verfügung ist jedenfalls die langen, mit Ausnahme weniger, daß ihr Gewerbe den belaffung fogar den Besuch jener Wirthschaften verbiete, wo die stehenden Gewerbegerichten unterstellt werde. Wenn Arbeiterschaft zu verkehren pflegt, während die Arbeiter be Extra- Entschädigung an den verhaftenden Gendarmen. Ob das dieser nicht unbeträchtliche und fehr intelligente Theil der Ge- fanntlich in Strafe genommen werden, wenn sie eine Wirthschaft Fontottiren. Ministerium der Verfügung seine Zustimmung geben wird? hilfenschaft meint, daß die Handlungsgehilfen bei den jetzigen Gewerbegerichten sehr gut zu ihrem Rechte tommen würden trotzdem ihre Angelegenheiten zum theil nach einem andere Gefeßeskoder, nämlich nach dem Handelsgesetzbuch, zu entscheiden Jedenfalls haben die find, so wird das wohl auch stimmen. Handlungsgehilfen und der Gesetzgeber kein begründetes Intereffe, die Arbeiter des Handlungsgewerbes anders zu behandeln als die Arbeiter der anderen Gewerbe. " Aus Basel schreibt man uns: Die politische Abtheilung unserer hiesigen Polizei macht sich in letzter Zeit wieder recht bemerkbar. Sie schnüffelt und schnuppert wieder überall herum, namentlich aber richtet sich ihr Augenmerk auf Versammlungen, die von deutschen Arbeitern einberufen oder fast ausschließlich von diesen besucht werden. So hatten wir die polizeiliche Ueberwachung bei einer Versammlung deutscher Sozialisten, in welcher Genosse Gect Offenburg Bericht über den Breslauer Parteitag erstattete; polizeilich überwacht war auch die Versammlung, in welcher Reichstags- Abgeordneter Bueb- Mülhausen über die Meyer'sche Mordthat referirte. Da die Polizei als solche kein Recht hat, in Versammlungen einzudringen, so dürfte es Sache des hiesigen Arbeiterbundes bezw. der sozialdemokratischen Großrathsgruppe sein, der Polizeidirektion ein Kapitel über Vereins- und Versammlungsfreiheit in der Schweiz zu lesen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ein neues Gesuch des Pirna er Gewerkschaftskartells um Errichtung eines Gewerbegerichts ist abermals abgewiesen. zu weisen. -Die Genossen Feldmann und Bölte aus Langen bielau sind vom Schöffengericht in Reichenbach zu je 10 M. Geldstrafe verurtheilt worden, weil sie eine unerlaubte Rollette veranstaltet haben sollen. Diese wurde in der im Proletarier" veröffentlichten Aufforderung, die streikenden Porzellanarbeiter in Altwasser und der Angehörigen der im Essener Meineidsprozeß Verurtheilten nicht zu vergeffen", ge- Aushände oder Aussperrungen, müffen fiets den Stempel der betreffenden funden. " " Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über Organisation tragen. unter anderen an= Unter dem Vorsitz der Frau Gubela tagte am 21. November in Joel's Salon, Andreasstr. 21, eine schwach besuchte öffentliche Versammlung von in der Damen- und Kinderkonfektion beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen. Schneider Schmidt hielt ein Referat über das schon des öfteren im Vorwärts" behandelte Thema:" Hausindustrie und Schwißsystem". An der Diskussion betheiligte sich nur Frau Gubela, die ebenso wie der Referent für eine im Frühjahr zu inszenirende Lohnbewegung eintrat, mit der gleichzeitig die Forderung der Betriebswerkstätten verbunden sein soll. Eine in diesem Sinne abgefaßte Resolution fand Annahme. Hierauf debattirte man Eine Vermehrung der Berginspektoren ist vom öfter- über die Beschickung der am 24. und 25. November in Erfurt reichischen Ackerbauminister, dem auch das Bergwesen untersteht, tagenden Schneiderkonferenz und entschied sich schließlich für Be. angeordnet worden. Die Zahl der Beamten wird von 69 auf 94 schickung. Als Delegirter wurde Schmidt gewählt. Dann gab Frau erhöht und sollen davon im Jahre 1896 schon 11 zur Anstellung Gubela den Bericht der Agitationsfommission. Nach ihren gelangen. Hoffentlich gelingt es diesem vermehrten Beamtenstab, Angaben ist die Kommission am 6. März gewählt und hat dem Raubbau der österreichischen Grubenbarone, der schon so 18 Sigungen und 14 Versammlungen abgehalten. Wegen Uneinigviele Hunderte von Bergarbeitern das Leben gekostet, die Wege teit in der Kommission wäre sich deren Mehrheit schlüssig ge= worden, ihre Aemter niederzulegen, damit eine Neuwahl nöthig und die Ausmerzung der„ Störenfriede" möglich werde. Der von Frau Sandmann verlesene Kassenbericht wies folgende Zahlen auf: die Einnahmen betrugen insgesammt 395,90 M., wovon aus Tellersammlungen 160,60., beim Sommervergnügen 141,55 M. einfamen. Die Ausgaben beliefen sich für Handzettel, Inferate, Säulenanschläge, Referate, Sommerfest 2c. auf 321,70 M.. mithin verblieb ein Bestand von 74,20 m. Be - Jn 2angenbielau( Oberschlesien) löste der Polizeibeamte eine Wahlvereins- Versammlung auf, weil der Vorsitzende Achtung, Metalldrücker Berlins! Zwecks thatkräftiger treffs der Amtsniederlegung der Kommission behauptete sich weigerte, dem Verlangen des Beamten, einem Redner das Agitation erjuche ich alle Rolleç n, für die weiteste Verbreitung Schmidt, daß unfähige Leute in der Kommission saßen, die Wort zu entziehen, nachzukommen. unferes Beschlusses, die Agitationsmarken à 50 Pf. betreffend, die Agitationsarbeiten von den übrigen betreiben ließen, dafür diesen bei jeder Gelegenheit ein Bein stellten. -Im Proletarier" war eine kurze Notiz erschienen, in der einzutreten. Diejenigen Werkstatt- Vertrauensleute, die noch nicht aber eine Neuwahl nicht Da nicht auf der Tagesordnung stehe, mitgetheilt wurde, daß der Genosse Priesnig in Neustadt im Besiz von Marken sind, ersuche ich, solche am Sonnvon einem Schuhmacher Mahn wegen angeblicher Majestäts- a bend, den 23. November, abends zwischen 6 bis so solle und müsse sich die Branche bis zur nächsten ohne eine Agitations Kommission behelfen. beleidigung angezeigt worden sei. Diesem war ein Pfui!" an- 8 Uhr im Restaurant Röpnic, Schillingstraße 30a, Ecfe der Versammlung gefügt, wodurch sich der genannte Schuhmacher in seiner Ehre Magazinstraße, entgegen zu nehmen. Paul Litfin, Ver- Frau Gubela nahm dann das Wort zu einer längeren Rede, worin sie sich gegen Anschuldigungen vertheidigte, schwer getränkt fühlte und bei der Schweidnitzer Staatsanwalt trauensmann der Drücker Berlins. die gegen sie in Schneiderversammlungen erhoben worden sind. fchaft Strafantrag stellte. Leytere nahm sich denn auch der Sache In der Angelegenheit des Töpferlohnes ersucht ums Nach einer furzen Unterbrechung, hervorgerufen durch das Beran und wurde im öffentlichen Interesse Anklage erhoben. Das der Borstand der Töpferorganisation durch sein Mitglied langen einer Frau nach Bestätigung der Abrechnung durch die Schöffengericht zu Reichenbach fand in dem Pfui!" eine Bew. Daudert um Aufnahme einer Erklärung, die wir mit dem Revisoren, die sofort erfolgte, nahm Schmidt das Wort. leidigung und verurtheilte den Genossen Feldmann zu der Bemerken hier folgen lassen, daß wir in dieser Sache die Dis- Er stellte die Bezeichnung feiner Organisation als„ Gubela'sche unverhältnißmäßig hohen Geldstrafe von 100 M. Gegen dieses fussion nunmehr schließen müssen. Die Erklärung lautet: Auf Richtung" als" Bubenstück" und" Gemeinheit" dar, warf dem Urtheil legte F. sowohl als auch die Amtsanwaltschaft Berufung meine in Nr. 268 des Vorwärts" jedenfalls sachlich gebrachte Vorwärts" Parteinahme für den Verband vor( wir bekennen ein. Die letztere wurde jedoch seitens der Staatsanwaltschaft Berichtigung, zu welcher ich laut Versammlungsbeschluß der uns im vorliegenden Falle dieser Sünde mit Vergnügen schuldig. zurückgezogen und deshalb konnte am 12. November vor der einen" Organisation veranlaßt wurde, gefällt sich der Genosse Red. d. V.) und behauptete, der Ausschluß der Frau Gubela Straffammer in Schweidnih nur über die Berufung des. Stehr( 3immerer) darin, mir einige persönliche Artigkeiten in der Versammlung im Swinemünder Gesellschaftshaus sei eine Genossen Feldmann verhandelt werden; das Gericht verwarf zu sagen, statt die von mir verlangten Aufklärung zu geben. Mache" der Verbändler" gewesen; der Wortführer in der dieselbe. Genosse Bergarbeiter Schröder soll sich den Meldungen Bunächst soll ich aus der in Nr. 259 befindlichen Tabelle betr. Versammlung wäre nach seiner eigenen Angabe von Timm herausgelesen haben, was gar nicht darin steht". Nun gekauft und darum aus ihrem Lokalverband ausgeschlossen" bürgerlicher Blätter zufolge im Buchthause zu Berden befinden. herausgelesen haben, was steht aber für jeden Lesenskundigen darin folgendes: worden. Frau Gumlandt verlangte Stellungnahme gegen Wir wissen nicht, ob dies zutrifft, und- wie unser DortDie Kontrolle ergab auf 318 mit Mißständen behafteten den Vorwärts", weil dieser Personen in Versammlungen schicke, munder Bruderorgan mittheilt weiß es auch die Bauten folgendes Resultat: Löhne der Töpfer 7 Mart die einseitige Berichte schrieben. Frau Gubela erklärte, Familie Schröder's nicht, da sie von Schröder auffallender pro Tag in 8-81/ 2 Stunden; dabei steht allerdings: fast aus die Redaktion habe versprochen, nicht mehr die Bericht weife teinen Brief mehr erhalten hat, feitdem er schließlich Afford". Es fonnte mithin jeder aus der Tabelle ent- erstatterin Frau Timm in Versammlungen der lokalorganisirten aus dem Essener Gefängniß abgeholt worden ift. Der mitverurtheilte Genosse Meyer hat aus dem Zuchthause in nehmen, daß die fraglichen 7 M. der durchschnittliche tägliche Schneider zu entfenden.( Wie uns unser Berichterstatter vers Hamm geschrieben:" Wir sind nach Hamm gebracht worden." Akkordverdienst der auf den 318 Bauten arbeitenden Töpfer sicherte, hat Frau Gubela diese Worte wirklich gesagt. Sie hat wären. Doch wir sollten durch folgenden Satz Stehr's eines fich damit einer gröblichen Unwahrheit schuldig gemacht, denn Schröder's Angehörige nehmen daher an, daß er sich ebenfalls besseren belehrt werden:„ Wenn nun doch ein Tagelohn für Töpfer der ganze Juhalt der Unterredung, die wir mit dieser Dame hatten, in Hamm befindet. Auch den Vertheidigern ist seit der Rechtstraft des Urtheils jede Verbindung mit Schröder und Genossen angegeben ist, so bezieht sich derselbe auf solche Arbeiten, welche im bestand darin, daß Frau Gubela auf der Redaktion Auskunft ver Tagelohn ausgeführt werden, oder auf Reparaturarbeiten." langte, ob Frau Timm von uns beauftragt war, den Bericht über war dieses die salomonische Weisheit des zu Rathe gezogenen Be- eine gewisse Schneiderversammlung zu liefern. Man antwortete Preßkommission der Magdeburger Volksstimme", in der reinrufskollegen? Dann alle Achtung vor einer Statistik, die einen mit" Ja", und darauf rauschte Frau Gubela mit den geheimnißTagelohn normirt aus Reparatur- und Tagelohnarbeiten der vollen Worten zur Thür hinaus:„ Das übrige wird sich finden." geschäftliche Angelegenheiten zur Erledigung kommen follten. Töpfer auf Neubauten, wo solche Arbeiten so selten find wie Red. d.„ V."). Königs Mahnung, anstatt über den Die Auflösung, welche durch ein unverhältnißmäßig starkes Auf weiße Raben. Auf die naive Betrachtung, ob ich vielleicht Vorwärts" in öffentlichen Versammlungen herzuziehen, gebot von Beamten( 7 Mann, theils in Uniform, theils in Zivil) billiger arbeite als für den genannten 7- Marklohn, bemerke ich, fich an die Redaktion selbst, oder an die Preßkommission vorgenommen wurde, geschah auf grund des§ 5 des preußischen daß dieses leider sehr oft der Fall ist, trohdem ich nicht ge wenden, stieß auf Widerspruch. Eine Frau leistete Vereinsgesetzes. Sollte diese Sigung als eine Versammlung an= wöhnt bin, meine Arbeitstraft billig zu veräußern. Zum Schluß ich die Verdächtigung, wo„ Mnsjö" Timm mitzusprechen gesehen werden, in der öffentliche Angelegenheiten" erörtert thut man mir, werther Genosse, und meiner" Organisation un habe, sei eine gerechte Beurtheilung ihrer Wünsche und Bewerden, so wäre die Auslegung des Versammlungsgesetzes um recht, wenn man uns der Geschmacklofigkeit bezichtigt, denn das schwerden nicht zu erhoffen, und ein Redner nannte die Geeine weitere merkwürdige Bestimmung bereichert. Interesse an träftiger Mitarbeit haben wir oft bekundet und werkschaftskommissions- Mitglieder Feiglinge", weil feiner gegen werden das auch hinfüro thun." Timm aufgetreten sei, als dieser damals die Zulassung der Delegirten lofaler Richtung( der Schneider) bekämpfte. In dieser Weise zog sich die Debatte fruchtlos bis gegen Mitternacht hinaus. 〃 " abgeschnitten worden. Aufgelöst wurde in Magdeburg eine Sigung der " In Schönebeck( Provinz Sachsen) wurden am 19. d. M. bei einer Anzahl Parteigenossen Haussuchungen abgehalten. Bei dem Vertrauensmann der Partei erfolgte die Beschlagnahme eines Postens Briefe, Abrechnungen, Quittungen u. s. w. Beschlagnahmt wurde die Nr. 257 der in Erfurt erscheinenden Thür. Tribüne", sowie die am gleichen Tage verausgabte Nummer des„ Nordhäuser Boltsblatt". " Der Streif der Zwicker in Delitzsch, dessen Beendigung bereits gemeldet war, dauert, wie unser Hallenser Partei Organ mittheilt, unverändert fort. Der Kampf gegen die Gewerkschaften in Sachsen treibt weitere Blüthen. Nachdem man früher den Textilarbeiter" -Wegen Verbreitung einer beschlagnahmten Druckschrift Verband zur Auflösung gebracht, scheinen jetzt diefelben Absichten Depeschen und lehte Nachrichten. wurde der Reichstags- bgeordnete Genosse Dieß von der in bezug auf den Holzarbeiter Verband zu benehen. 20 MitStuttgarter Straffammer zu 40 M. Geldstrafe verurtheilt. Am glieder dieses Verbandes in Leipzig find angeklagt, gegen die Herford, 22. November.( W. T. B.) Nach bisheriger 1. Mai war in Stuttgart auf telegraphische Anweisung des§§ 24 und 31 des„ sächsischen Juwels" fich vergangen zu haben; Bählung erhielt bei der heutigen Reichstags- Erfahwahl im Wahls Breslauer Staatsanwalts hin der Wahre Jacob" seitens der die Hauptverhandlung ist auf den 28. Dezember anberaumt. Die freise Herford Halle Amtsgerichtsrath Dr. Weite( tons.) 2991, Polizei fonfiszirt. Hiergegen protestirte Dies als Verleger, erste Verhandlung fand bereits am 18. Juli statt. Diefelbe Bürgermeister Quentin( liberal) 2715, Hoffmann( Sozialdem.) weil er es für ungefeßlich hielt, daß eine auswärtige Behörde wurde aber vertagt, um noch die Polizeiberichte aus den Ver- 1424 und Schall( deutsch- sozial) 90 Stimmien. die Beschlagnahme veranlassen könne. Die betreffende Nummer sammlungen zu den Aften heranzuziehen. Die Behörde stempelte Finme, 22. November.( B.$.) In einem Steinbruch bei wurde daher weiter verkauft. Damit soll das Presgesetz verlegt die Vertrauensmänner, welche die Beträge der Einzelmitglieder Abbazia explodirten vorzeitig aus unbekannten Gründen zwei sein, obwohl später die Breslauer Staatsanwaltschaft die Begroße Minen, welche mit bedeutenden Sprengstoffe schlagnahme aufhob und einen Strafantrag auch nicht ge- entgegennahmen, zu einer örtlichen Bahlstelle. stellt hat. Die Lohnbewegnug der schweizerischen Eisenbahner in assen angefüllt waren. Ein Theil des Berges stürzte Die Notiz: Bor Zuzug wird gewarnt" wurde an dem ist jetzt in ein Stadium getreten, das teinen Zweifel mehr über ein und begrub eine Anzahl Arbeiter, von denen Redakteur Der Graph. Presse" Genoffen Müller in die Bedeutung und Tragweite der Situation übrig läßt und in bisher vier schwerverwundet hervorgezogen werden konnten. Schteudig mit 15 M. Geldstrafe geahndet. Kauft bei der nächsten Beit mehr als vieles andere das allgemeine öffent- Von Abbazia und Umgegend find Aerzte nach der Unglücksstätte Am 17. November hielt der l abgegangen. teinen Juden:" passirt dagegen ungeahndet nach wie vor in der liche Intereffe beanspruchen wird. Berantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Lind und Verlag von Wing Vading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 274. Bu den StadtverordnetenStichwahlen! Sonnabend, den 23. November 1895. Am 29. d. Mts., von morgens 9 Uhr bis abends 7 Uhr, finden im 17. und 27. Kommunal- Wahlbezirk die Stichwahlen zwischen den freisinnigen Kandidaten und unseren Genossen statt. Jm 27. Wahlbezirk fehlten uns bei der Hauptwahl nur einige Stimmen an der absoluten Majorität. Die Wahl des bisherigen Vertreters, Genossen Hente ist absolut sicher, wenn eifrig für rege Betheiligung an der Stichwahl gesorgt wird. Ebenso dürfen wir mit Bestimmtheit auf den Sieg im 17. Wahlbezirt, in welchem unser Genosse Börner zur Stichwahl steht, rechnen, wenn in Haus, Werkstatt und Fabrit energisch für seine Wahl agitirt wird. Es gilt am 29. d. M. diese beiden Bezirke für die Sozialdemokratie zu erobern. Die Genossen dieser Bezirke haben die Pflicht, alles aufzubieten, um den Sieg an unsere Fahne zu fesseln. Aber auch die Genossen, welche nicht zur Wahl berufen sind, müssen fleißig bei der Agitation helfen und sich den Wahlkomitees zur Verfügung stellen. Die Wählerlisten liegen zur Einsichtnahme für den 17. Bezirk bei Börner, Ritterstr. 15 und für den 27. Bezirk bei Henke, Naunynſtr. 27, aus. In erfolgreicher Weise können genossen erfragen und diejenigen, welche im 17. und 27. KommualWahlbezirk wohnen, energisch zur Erfüllung ihrer Wahlpflicht anhalten. Wir fordern alle Genossen auf, sich in den Dienst der Wahlagitation zu stellen und durch Verbreitung von Flugblättern, durch energische und andauernde Agitation in Werkstatt und Fabrit sowie durch lebhafte Hausagitation für die Wahl der fozialdemokratischen Kandidaten thätig zu sein. Lokales. A 12. Jahrg. schön aber mit einer Aufklärung habe es bis später Zeit, sönlich an die Weltesten der Kaufmannschaft gerichtete Schriftstück, heute würde die Debatte zu lebhaft werden. Die Versammlung das eine besondere Anerkennung des Bemühens der Kaufmanne nahm fast einstimmig Stadthagen's Antrag an. Stadtschaft um den Bau der schönen Gedächtnißfirchen" enthält, volle hagen entgegnete ungefähr: In Zivilsachen sowie in Straffachen zwanzig Druckzeilen, während das Schreiben an die Stadtwird nicht nach der Anzahl der Termine bezahlt. Wären acht verordneten- Versammlung, das nicht von der Kaiserin selber, Termine wahrgenommen, so lag absolut keine Veranlassung vor, sondern vom Grafen Mirbach fühl abgefaßt ist, nur vier Druckeinem Mann nicht auch die Zahlung bis über den 9. Termin zeilen ausfüllt. Mit sauersüßer Miene bemerkt die„ Berliner hinaus zu stunden. Es trägt daher die Mittheilung des Herrn Beitung", daß man sich nicht auf Hofitil zu verstehen brauche, Schulz schon den Stempel der Erfindung an der Stirn und um den Unterschied zwischen den beiden Dankschreiben herausist selbstredend unwahr und erlogen. Wenn Sie, Herr Schulz, zufinden. Die armen Liberalen! nun aber ausdrücklich es ablehnen, Jahreszahl des angeblichen Vorganges sowie den Namen des Mannes anzugeben, um den Bußtagsnotiz mit einiger Entrüstung darauf aufmerksam, daß die Die ,, Germania" macht uns anläßlich unserer gestrigen es sich damals handelte, so nehmen Sie mir damit die Möglichkeit, tatholischen Gemeindeschulen nicht wegen des preußisch- evange einen etwaigen Irrthum bis aufs Tipfelchen flarzulegen und lischen Tages der Einkehr, sondern wegen eines echt fatholischen zwingen mich zu der Annahme, daß Sie bewußt Unwahr Festes, das Mariä Opferung heiße, geschlossen waren. Da haben heiten vorgebracht haben. Sie, Herr Schulz, haben echt wir wieder einmal eine bedauerliche Probe unserer Unwissenheit liberal" gehandelt, Sie sind ein niederträchtiger Ver: in firchlichen Dingen gegeben. leumder". Schämen sollten Sie sich, daß Ihre Partei 1 teine anderen Waffen zu gebrauchen weiß, als solche. Nunmehr Die Zeit des Bazarsports ist wieder für die Herrschaften erschalten laute Zwischenrufe seitens etwa sechs, an verschiedenen herangerückt, die sich zur Gesellschaft" zählen. So ein WohlTheilen des Saales postirten Freisinnigen die Freifinnigen thätigkeitsbazar bildet eines der gesuchtesten Vergnügen, nament hatten das Ziel, die Versammlung, die ihnen sehr schwer im lich für die Damenwelt schon aus dem Grunde, weil man sich Unsere Genossen ersehen aus dem Vorfall, welche Mittel die Kaviarbrot und Landsachen sowohl als auch mit dem auf das Liberalen" in öffentlicher Versammlung wählen welche mögen Geschäft folgenden Tanz die Noth der Armen lindert, also ein sie erst im Geheimen versuchen! Die Versammlung vom 19. November gutes christliches Werk verrichtet und gewissermaßen zur Lösung trägt hoffentlich ihr Theil dazu bei, die Genossen zu noch der sozialen Frage sein wohlgemessen Theil beiträgt. Hat so energischerer Ginzelarbeit den Indifferenten gegenüber anzu- ein Bazar einige hundert Mark für die Armen irgend spornen. Ohne ganz erhebliche Rührigkeit ist es undenkbar, den eines Kirchensprengels abgeworfen- daß die zu Unterſtüßenden Wahlkreis den mit den schlechtesten Mitteln kämpfenden Liberalen fromm und würdig sein müssen, ist ja selbstverständlich und zu entreißen. erfte Bedingung so ist man auf die angenehmste Weise seinen durch die christliche Religion gebotenen Pflichten gegen das Glend Zur ,, Verwahrlosung" der Jugend. Im Städtisch en ledig geworden. Für die jungen Damen, die sich herabließen, Erziehungshause für verwahrloste Knaben"( zu auf dem Bazar als Verkäuferinnen zu figuriren, hat solche In der letzten nicht öffentlichen Sihung der Stadt Rummelsburg) waren am 31. März 1894 174 Snaben, Rolle insoweit noch ihr Gutes gehabt, als sie an der Hand verordneten- Versammlung wurde von dem Ausschuß, der zur außerdem 5 in Lazareth und Klinik. Im Jahre 1894/95 wurden eigener Erfahrung später davon mitzusprechen wissen, daß das Vorbereitung der Stadtrathswahlen eingesetzt war, Bericht er: 112 neu aufgenommen. Davon waren unter 12 Jahre alt 55, von der Hetzpresse grau in grau gemalte Elend der werkthätigen stattet. An den Bericht knüpfte sich eine sehr lebhafte Disfuffion, 12-14 Jahre 49, über 14 Jahre 8 Knaben. 19 waren der Stadt Frauenwelt eine gemeine Lüge ist; hat man doch selber erfahren, in welcher beschlossen wurde, für die Stelle des Stadtbauraths als Waifenfinder im engeren Sinne, 39 als verwahrlost, aber daß z. B. das Amt einer Verkäuferin im grunde sogar unterBlankenstein ein Ausschreiben zu erlassen. Im weiteren Ver- noch nicht für Zwangserziehung reif, 54 zur Zwangserziehung haltend und angenehm ist. Allen Hezzereien der vaterlandsløsen lauf der Berathung wurde über die Besetzung der unbesoldeten überwiesen worden. Speziellere Angaben über die Gründe der Feinde der göttlichen Weltordnung zum Troß wird denn auch Stadtrathsstellen verhandelt. Gegen die Wiederwahl der Aufnahme ins Erziehungshaus fehlen in dem uns vorliegenden flott weiter wohlgethan: Es amüsirt doch so töftlich!- Sie meisten der zur Wahl stehenden Magistratsmitglieder Bericht. Von den Aufgenommenen tamen 83 von ihren Eltern, haben Augen und sehen nicht! heißt es schon in Geibel's weltwurden feine wesentlichen Bedenken geltend gemacht. 18 aus der Waisen- Kostpflege, 4 aus anderen( städtischen?) bekannten Gedicht. Ihr Männer, ihr Frauen von Babylon... Von sozialdemokratischer Seite wurde die Erklärung ab- Anstalten, 7 aus dem Gefängniß. 9 hatten bereits Eisenbahn und Gewerbe Ausstellung lautete das Thema, gegeben, daß man grundsäglich niemanden zum Mitgliede des früher Gefängnißftrafe verbüßt. Ueber die Eltern wird mit über welches Dr. Engel am 21. de. Mts. in einer vom„ Verein Magistrats wählen könne, der Mitglied des Aufsichtsraths einer getheilt: es lebten beide Eltern beisammen bei 39 Knaben, 3onentaris" veranstalteten öffentlichen Versammlung sprach. Wie Aktiengesellschaft ist, welche mit der städtischen Verwaltung in getrennt bei 9, nur der Vater bei 17, Vater und Stiefmutter mitgetheilt wurde, hat der Vereinsvorstand bezüglich der früher Straßenbau, Verkehrs- oder anderen Angelegenheiten im ge- bei 4, nur die Mutter bei 29, Mutter und Stiefvater bei 10, erwähnten Beschlußfassung, betreffend Berbilligung der Eisenbahnschäftlichen Verkehr steht. Die Verhandlungen trugen den feine Eltern bei 4. Unehelich geboren waren 13( von 112) Fahrpreise zur Ausstellung von deren Arbeitsausschuß ein Charakter einer Vorbesprechung. Die Wahl selbst findet am 13% pet. Das ist viel, wenn man bedenkt, daß Anfang der sehr schmeichelhaftes Schreiben erhalten, in welchem der nächsten Donnerstag in öffentlicher Sigung statt. 80er Jahre( zu welcher Zeit die Mehrzahl der Knaben geboren Versicherung Ausdruck gegeben ist, daß der Ausschuß wurde) in Berlin die Unehelichen unter den Geborenen 13/2 bis mit großer Freude Als erstes Opfer der bekannten September Prozesse 14 pCt. ausmachten, daß sie aber durch höhere Sterblichkeit( zum strebungen des Vereins Zonentarif Kenntniß nehme. und Befriedigung von den Beist unser Rollege May Pfund am Dienstag der staats- theil auch noch durch Legitimationen) stärker vermindert werden Verkehrsausschuß der Gewerbe- Ausstellung, deren Vorsitzender Der anwaltlichen Einladung nach Plößensee gefolgt. Unser Genosse als die Ehelichen. Von 104 noch Schulpflichtigen gehörten Baumeister Felisch ist, habe mit der königlichen Eisenbahnhat eine lange Haft hinter den Kerkermauern abzubüßen, und ihren Kenntnissen nach, obwohl 49 zwischen 12-14 Jahre Berwaltung fonferirt und die Versicherung erhalten, daß dieselbe wenn irgend emem Inhaftirten gegenüber der Wunsch am alt waren, nur 18 in die Oberstufe, 39 in die Mittel- den Wünschen des Vereins entsprechen werde. Diese Botschaft Plage ist, daß er die harte Behandlung im preußischen Muster- stufe und 47 in die Unterstufe, obwohl keiner unter hörte Dr. Engel wohl, allein ihm fehlte der Glaube, de gefängniß ohne großen Schaden an seinem Körper überstehen 8 Jahre alt war! Außer den Neuaufgenommenen wurden 188 nad) den bisher möge, so bei unserem zu neun Monaten Gefängniß verurtheilten ehemalige Böglinge der Anstalt wieder zugeführt, 96 aus Lehre Eisenbahn Verwaltung wohl kaum bisher gemachten Erfahrungen die preußische Kollegen. Möge er ungebrochen wieder zurückkehren; er wird oder Dienst, die übrigen aus Familienpflege, Lazareth, Klinit, diese Frage von größeren Gesichtspunkten aus zu be= willens sein dürfte, die Genugthuung genießen, daß das deutsche Proletariat indeffen Gefängniß( 18), vom Ausreißen( 26), als widerruflich Ent- handeln. Wie er erfahren habe, wolle die Eisenbahn- Berwaltung muthig weiter auf dem Wege zur Befreiung vorgeschritten ist. laffene( 8). Von den 96 aus Lehre oder Dienst Entlassenen oder sich zu nichts anderem verstehen als zu einer Ermäßigung ber Auf grund des groben Unfug Paragraphen wurde dem Entlaufenen gingen 20 in diese Stellung zurück, 39 wählten Fahrpreise, welche für die auswärts wohnenden Handwerker, die Genossen Glode als Verantwortlichem für den Inseratentheil un- einen anderen Beruf, für 22 wurde ein anderer Dienstherr von der Ausstellung zu lernen beabsichtigen, bedeutungslos sei. seres Blattes ein Strafmandat von 50 M. zugestellt, weil er eine bezw. Lehrmeister desselben Gewerbes gesucht, 14 blieben in Solle die Ausstellung einen höheren Werth als den eines großen Annonce aufgenommen hat, die den Streit bei der Firma Rosen- der Anstalt. Die Mehrzahl dieser 96 traf also feine Schuld an Tingel- Tangel haben, so aüßten die Fahrpreise auf ein ganz feld u. Co. anzeigt und vor Zuzug warnt. Desgleichen hat Ge- der Entlassung oder dem Entlaufen, was als ein Beitrag geringes Wlaß herabgesetzt werden.( Beifall.) In diesem ge noffe Wiedemann, Arbeitsvermittler vom Holzarbeiter- Verband zur Behandlung der Lehrlinge durch ihre Lehrmeister registrict gebenen Rahmen bewegte sich die weitere Debatte, welche mit ein Strafmandat von 50 M. erhalten, weil er obige Annonce zu werden verdient. 48 aus der Lehre Entlaufene stellten sich der Annahme folgender Resolution endete: für die Zeitung aufgegeben hat. Beide haben Einspruch gegen fogar freiwillig im Erziehungshause ein! Von im ganzen Die Versammlung erachtet es im Interesse der Gewerbeden Strasbefehl des Amtsgerichts erhoben und ist nun Termin 474 im Jahre 1894/95 in der Anstalt gewesenen Knaben( Be- Ausstellung von 1896, insbesondere im Interesse ihrer erziehlichen zur gerichtlichen Entscheidung in dieser Sache am 4. Dezember stand, Neuaufgenommene und Wiederzugeführte zusammen) Wirkung, für dringend erforderlich, daß die Eisenbahn- Fahrpreise vor dem Schöffengericht festgesetzt. Es hat bereits in zwei schieden 308 aus, 176 in Lehre oder Dienst, die übrigen in für die dritte Klasse zum Besuche der Ausstellung von feinem ähnlichen Straffachen Genosse Kunert als verantwortlicher Ne- Familienpflege, Lazareth, Gefängniß( 7), andere Anstalten, zu Theile des Deutschen Reiches aus für Hin- und Rückfahrt den dakteur des Vorwärts" am 26. November 1895, vormittags den Eltern( 15), und 26 rissen aus oder kehrten vom Urlaub Saß von 10 M. übersteigen. Die Versammlung ist der Ueber1034 Uhr, Hauptverhandlung vor dem föniglichen Schöffen- nicht zurück. Das Städtische Erziehungshaus( zu zeugung, daß nur dann die Ausstellung ihren vollen Nußen für gericht in Alt- Moabit. Kleinbeeren), das seit Oktober 1893 besteht und über das den Aufschwung des deutschen Gewerbes und der deutschen Auf den Ausgang dieser in letzter Zeit sich mehrenden zum ersten Male berichtet wird, hat bis 31. März 1895 25 3ög- Industrie entfalten kann. Sonderzüge mit mehr oder weniger Prozesse dürfte man um so gespannter sein, da dieselben von tief linge aufgenommen. Das Alter war 8-12 Jahre bei 2, 12 bis ermäßigten Preisen sind hierzu ungenügend.". einschneidender Bedeutung für die fernere Thätigkeit der Gewerk14 bei 10, über 14 bei 13 Zöglingen. 4 waren schaften sind und gleichzeitig dokumentiren wird, ob der§ 152 der als Waisenkinder, 15 als verwahrlost, 6 als ZwangsDer Turnerbund der Xylographen Berlins hält heute im Gewerbe- Ordnung in Wirklichkeit oder nur auf dem Papier für erziehungsfinder der Stadt überwiesen worden. Grund der Restaurant„ Vittoria- Säle", Leipzigerstraße 134, also in einem die gewerkschaftlich organisirten Arbeiter besteht. Ueberführung in die Anstalt war nach Angabe des Lokal, welches der sozialdemokratischen Arbeiterschaft nicht zur Berichts meist Unfittlichkeit, Hang zum Umbertreiben oder Verfügung steht, sein Stiftungsfest ab. Zu der ,, echt liberalen" Kampfesweise, deren sich ins- Diebstahl; doch werden für die einzelnen Gründe Zahlen nicht besondere im 17. Kommunal- Wahlbezirk die Liberalen bedienen, angegeben. Gegen die studirenden Frauen. Bezüglich der Zulassung 6 3öglinge waren bereits in anderen Anstalten, die von Frauen zum Besuche der Vorlesungen an der hiesigen Unium in der Stichwahl zum Siege zu gelangen, geht uns noch übrigen tamen von ihren Eltern oder Pflegeeltern. folgende Mittheilung über die Versammlung vom 19. d. M. zu, 31. März 1895 waren noch 18 in der Anstalt; über deren häns Regierungsrath Prof. Dr. Adolf Wagner, folgendes Birkular an Am versität hat, dem Reichsboten" zufolge, der Reftor, Geheimer über die wir bereits gestern unter Versammlungen" berichteten. liche Verhältnisse wird gesagt: beide Eltern lebten bei 1, nur der die Professoren und Privatdozenten gefendet:" Im Auschluß an das Der liberale Dr. Bernstein machte sich schon während des Vater bei 1, Vater und Stiefmutter bei 2, nur die Mutter bei Birkularschreiben meines Herrn Amtsvorgängers vom 30. Juli d. J. Vortrages durch überlaute Zwischenrufe bemerkbar, die aller- 4, Mutter und Stiefvater bei 5, Stiefvater und Stiefmutter bei 2, beehre ich mich, meinen Herren Kollegen zur Beseitigung entdings allmälig verstummten, als Stadthagen dem liberalen feine Eltern bei 3 3öglingen. Angaben über eheliche oder un standener Zweifel über die Angelegenheit der Immatrikulation Helden das völlig Ungereimte feiner Zwischenbemerkungen flar- eheliche Geburt, Schulfenntnisse u. f. w. fehlen. Zur sittlichen von Frauen bezw. Zulassung derselben zu den Universitätsgelegt hatte. Auffällig war, daß Dr. Bernstein in seiner Rede Beschaffenheit der Böglinge bemerkt der Bericht, es habe ihnen vorlesungen folgendes ganz ergebenst mitzutheilen: Die GeDie nebenbei irrthümliche Ansicht verbreitete, es müsse meist eine geordnete Häuslichkeit gefehlt, und Mangel an liebe- nehmigung zur Immatrikulation von Frauen an der hiesigen 11117 12 Uhr des Bußtages wegen geschlossen werden, voller Zucht habe Trozz und Ausschreitungen und daß er ohne jeden Grund durch Stärke seiner Aus- hervorgerufen. bei ihnen Universität ist von dem vorgesetzten Herrn Minister bisher in Ihr Betragen in der Anstalt wird im feinem Falle ertheilt worden. drücke Unruhe hervorzurufen sichtlich bemüht war. Nachdem er allgemeinen gelobt; Die Anordnung des Herrn Willigkeit, Gelehrigkeit, Verständniß Ministers, daß vor Zulassung einer Frau zu den Vorlesungen geendet und Stadthagen ihm in 10 Minuten erwidert hatte, und Dankbarkeit für liebevolle Behandlung, Gewöhnung als Hospitantin zunächst seine Genehmigung einzuholen sei, wurde abermals zunächst einem Gegner einem Böttcher an Ordnung, Reinlichkeit und Thätigkeit werden hervor ist bis jetzt weder aufgehoben noch beschränkt. In dem Louis Schulz, Friesenstr. 10 das Wort ertheilt. Der- gehoben. Auch der Gesundheitszustand habe fich oft Gefuch an Vorlesungen, selbe äußerte zur Empfehlung der freisinnigen Kandidatur schon den Herrn Minister sind die Liebenow und zur Bekämpfung der sozialdemokratischen und durch geordnete Pflege gebeffert. Mit anderen Worten: bezeichnen. Luft welche die betreffende zu hören beabsichtigt, bestimmt zu Kandidatur Börner lediglich folgendes: Nach mir wird wohl die meist durch ungünstige wirthschaftliche Verhältnisse hervor ertheilt ist, Erst nachdem die ministerielle Genehmigung hat die betreffende Dame dem Rektor ihre Herr Rektor Kant sprechen. Ich selbst beschränke mich auf gerufene Verwahrlosung läßt nach oder schwindet, sobald man Legitimationspapiere, sowie Zeugniffe über ihre Vorbildung vorfolgendes: Der Referent hat von dem Geldfack- Interesse ge- Sie Herwahrlosten in geordnete Verhältnisse bringt, ein zulegen. Den Rektorats- Erlaubnißschein, der für bestimmte Vorsprochen, das von der liberalen Mehrheit im Rothen Hause vertreten Erfahrungssatz, dessen Bedeutung für den sittlichen Fortschritt lesungen bez. Fächer und vorbehaltlich des Einverständnisses der werde. Wer das Geldsack- Interesse vertritt, tönnen Sie aus folgendem der Gesellschaft bekanntlich nur von der Sozialdemokratie völlig betreffenden Herren Dozenten ausgestellt wird, händigt die Vorkommniß entnehmen. Herr Stadthagen veitrat, als er noch Rechts- gewürdigt wird. Daß außer dem Mangel auch der Ueberfluß Quästur gegen Zahlung der Gebühren und Honorare aus. Dar anwalt war, einen Kutscher aus der Arndtstraße. Nachdem er zur Verwahrlosung der Jugend führen kann, sei nebenbei er- anf erft ist es Sache der betreffenden Dame, sich die Erlaubniß denselben in etwa 8 Terminen vertreten hatte, besuchte ihn ein wähnt. Die verwahrlosien Kinder der Wohlhabenden sucht man der Herren Dozenten zu erbitten. Um der verbreiteten irrigen Restaurateur und bat ihn, auch im 9. Termin unentgeltlich den freilich vergeblich in den öffentlichen Erziehungshäusern. Es sind Ansicht entgegenzutreten, daß zu den öffentlichen Vorlesungen Kutscher zu vertreten. Herr Rechtsanwalt Stadthagen beant auch nicht diese Verwahrlosten, welche die besitzende Klasse im jedem auch Damen der Zutritt ohne weiteres freisteht, ist wortete diese Bitte mit den Worten: Denken Sie vielleicht ich Auge hat, wenn sie über Zunahme der Verwahrlosung von Zeit zu Zeit eine Kontrolle erforderlich. Den Damen wird bin Nulpe? Erst das Geld, sonst nehme ich den Termin nicht jammert. mehr wahr. daher zu empfehlen sein, den Erlaubnißschein des Rektors bei Nach diesen Ausführungen forderte Stadt: M durch Den bloßen Aufenthalt in guter bagen den freisinnigen Agitator auf, das Jahr, in dem der Einige Betrübniß herrscht in freifinnig kommunalen dem Besuch der Vorlesungen stets bei sich zu tragen." Vorfall passirt sein soll, und die Namen anzugeben, damit er die Kreisen der Reichshauptstadt. Zu ihrem Geburtstage ist der Die Verfrommung der Berliner Polizei macht rapide Sache sofort vollkommen flaritellen tönne. Herr Schulz lehnte deutschen Kaiserin sowohl von der Mehrheit der Stadtverord- Fortschritte. Von ihrer Maßnahme zum Todtensonntag giebt dies mit der lebhafte Entrüstung hervorrufenden Be- neten Versammlung, als auch u. a. von den Aeltesten der der folgende uns von der Direktion des Zentral- Theaters" zugründung ab, bei dem Gastwirth verkehrten auch Sozial: Kaufmannschaft ein Gratulationsschreiben zugegangen. Es ist gehende Bericht Kunde: Jufolge der ganz auffallend Der würde vielleicht dann boykottirt. in hohen Kreisen üblich, auf solche Höflichkeiten mit einem strengen Zenfurbestimmungen für den Todtensonntag Stadthagen stellte nunmehr den Antrag, ihm besonderen Dankschreiben zu antworten, und die Blätter ist, nachdem die Aufführung ber Tollen Nacht" sofort zu einer Entgegnung das Wort zu ertheilen. Dr. Bern sind gestern in die Lage versetzt worden, die an beide unmöglich wurde, dem Zentral Theater auch Der stein wendete fich lebhaft gegen diesen Antrag: Korporationen gerichteten Schriftstücke zugleich in ihren Spalten Registrator auf Reisen" verboten worden. Die Direktion schlug die von Stadthagen behauptete Handlungsweise sei ja nicht zu veröffentlichen. Da zählt denn das von der Kaiferin per- daher zunächst" O diese Berliner" vor, welches Stück, ebenso wie Demokraten " der Registrator" bereits am Todtenfonntag im Zentral- Theater p Zum Militärboykott bringt ein hiesiger Berichterstatter| würde, wenn jetzt das 2003 heraustäme. Das hatten einige gespielt wurde. Aber nicht allein" O diese Berliner", sondern folgende bezeichnende Meldung: Den Soldaten ist bekanntlich der Arbeitsgenossen aus der Schlofferei der Großen Berliner Pferde auch die Volksstücke: Giner von unsere Leut", Ehrliche Besuch einer Anzahl von Schankwirthschaften verboten, deren Eisenbahngesellschaft gehört und sie beschlossen darauf, mit K. Arbeit"," Onkel Bräfig" und der„ Aktien- Budifer" sind dem Ber- Inhaber als Sozialdemokraten oder Anarchisten bekannt sind. einen Scherz" zu machen. Als dieser eines Tages, während Werkstatt tam, bot verfallen. Die Direktion hat nunmehr ein Abkommen mit um nun Angehörige des Militärstandes vor Unannehmlichkeiten gerade Ziehung gewesen Ziehung gewesen war, in die der Direktion des Deutschen Theaters getroffen, dem zufolge zu wahren, hat ein Gastwirth in der Manteuffelstraße, vor dessen fragte so, daß K. es hören mußte, ein Schlosser den Die Mütter", das sensationelle Schauspiel Georg Hirschfeld's, in Lokal erst vor kurzem ein Soldat fiftirt wurde, weil er daffelbe betreten anderen, ob er schon gehört habe, daß das 2003 Nummer der Originalbesetzung des Deutschen Theaters( Lehmann, Will- hatte, in der Gaststube ein Plakat angebracht, auf dem die Namen so und so mit einem großen Gewinne herausgekommen brandt, Baudius, Rittner, Reicher, Müller 2c. 2c.) zur Auf- aller verbotenen Wirthschaften verzeichnet stehen. Es ist dem fei. Ein Dritter bestätigte darauf den Gewinn. R. ließ dieses führung gelangt. Wirth nämlich häufig vorgekommen, daß militärische Gäste seinen Gespräch zunächst wenigstens äußerlich unbeachtet. Als aber Worten nicht Gehör schenken wollten und darauf bestanden, Ge- nachmittags zwei andere Schlosser mit derselben Meldung fament, tränke zu erhalten, in der Annahme, daß der Gastwirth nur wurde er aufgeregt und machte schon um 4 Uhr Feierabend, un spaße oder nur aus Böswilligkeit nicht ausschänken wolle. Jetzt feinen früheren Kollekteur aufzusuchen. Hier erfuhr er, daß das deutet der Wirth nur auf das Platat und sofort verlassen die Loos überhaupt nicht gewonnen hat. Obwohl nun also für R. Goldaten die ihnen verbotene Stätte. nichts verloren war, so hatte der Scherz" doch derartig auf ihn eingewirkt, daß seine geistige Thätigkeit von der Stunde an gea stört war. Noch in der Nacht wurde es so schlimm mit ihm, daß man ihn am folgenden Morgen, am vergangenen Dienstag, in eine Heilanstalt bringen mußte. Die Sonntagsruhe im Dezember dieses Jahres wird um einen Tag mehr als in den Vorjahren durchbrochen werden. Das Polizeipräsidium giebt folgendes bekannt: Gemäß§ 105 b Absatz 2 und§ 105 e der Reichs- GewerbeOrdnung wird für den Stadtkreis Berlin folgendes bestimmt und hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1. Jm Handelsgewerbe, soweit es in offenen Verkaufsstellen betrieben wird, jedoch mit Ausschluß der Bank, Wechsel- und Lotteriegeschäfte, dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter über die allgemein festgestellte fonntägliche Beschäftigungszeit hinaus am 8., 15. und 22. Dezember d. J. bis sieben Uhr abends beschäftigt werden. 2. Von dem allgemeinen Verbot der Beschäftigung von Ge hilfen, Lehrlingen und Arbeitern im Handelsgewerbe am 25. Dezember d. J., dem ersten Weihnachtstage, werden, soweit der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen stattfindet, ausgenommen a) der Handel mit Milch, mit Back, Konditorwaaren und Konfituren während der Zeit von 5-10 Uhr vormittags und von 12-2 Uhr nachmittags, b) der Handel mit Fleischwaaren während der Zeit von 5-10 Uhr vormittags, c) der Handel mit Kolonialwaaren, mit Vorkostwaaren, mit Brennmaterialien, mit Bier und Wein, mit Tabak und Zigarren während der Zeit von 8-10 Uhr vormittags, Daß den sozialdemokratischen Gastwirthen auch gar nicht die Gefährlichkeit für das herrliche Kriegsheer äußerlich anzumerken ist. Die Stadtverordneten- Stichwahlen in Charlottenburg sind vom dortigen Magiftrat auf den 11. Dezember angeordnet worden. Möge jeder Parteigenosse in Charlottenburg bis dahin nach ganzen Kräften seiner Agitationspflicht genügen. Der Kreuzzug gegen den Buddhismus, von dem in den letzten Tagen viel die siede war, dürfte sich am Ende zu einem Kampf gegen eine Reihe namhafter Repräsentanten der Kunst und Literatur gestalten. Im Reichsboten" vom Freitag Abend steht nämlich zu lesen: Eine Polizeiverordnung gegen das Salzstrenen auf den Bürgersteigen ist, wie der Fuhrhalter" meldet, in Sicht. Da über dieses Salzstreuen vielfach geklagt wird und die jetzigen einschlägigen Polizeivorschriften nicht ganz unzweideutig sind, hat das Polizeipräsidium beschlossen, eine besondere Berordnung in bestehen, die wie folgt lauten: Das Bestreuen der Bürgersteige traft zu setzen. Diese soll kurz und bündig aus zwei Paragraphen mit Salz jeder Art, sowie mit Salzmischungen ist verboten. NeberDer Buddhismus soll nach den Angaben derer, die ihm tretungen werden mit Geldstrafe bis zu 30 M., im Unvermögensangehören, sich in Deutschland verbreiten. Die in Braun- falle mit entsprechender Haft geahndet. schweig erscheinende Monatsschrift Monatsschrift„ Sphing" und die Verschwunden ist seit dem 8. d. M. die 24 jährige BüffetTheosophischen Schriften" vertreten bei uns die religiöse Welt- dame Anna Wollert, die in dem Café Union" von Geißler in auffassung des Buddah, diese alte Quelle der Religionen. Zu der Neuen Roßstr. 1 in Stellung war. Das Mädchen ging am der deutschen Buddha- Gemeinde zählen Männer wie Julius 8. d. M., nachmittags um 4 Uhr, aus dem Geschäft weg, um Stinde, Georg Ebers, Gabriel May, F. Hartwegen Heiserkeit den Kaffenarzt Dr. Salinger in der Göbenmann u. a. straße 48 aufzusuchen. Es ist aber weder dort angekommen noch Diese alten Herren haben es sich wohl kaum träumen lassen, in das Geschäft zurückgekehrt. Man glaubt daher, daß die Dame daß für sie am Ende noch eine Nera intensiver Verfolgungen sich ein Leid angethan habe, weiß jedoch nicht, was sie dazu verhereinbrechen könne. anlaßt haben mag. 3. Au den übrigen Sonntagen im Dezember dieses Jahres, Der ( 1. und 29. Dezember), sowie am 26. Dezember d. J., dem die Dreirad wird Eine bittere Enttäuschung erfuhr, wie die„ Volks- 3tg." Unterm meldet, in diesen Tagen ein armes Dienstmädchen. Für treue zweiten Weihnachtstage, finden lediglich die allgemeinen Bor- neueste Erscheinung im Berliner Straßenleben sein. Schriften über die Feststellung der Zeit zur Beschäftigung von 18. November hat der Polizeipräsident das Statut für Dienste in einer hochherrschaftlichen" Familie des Westens. für Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern im Handelsgewerbe An- das Berliner Fahrrad- Dienstmanns- Institut" genehmigt. Der feine anstrengende Pflege des todtkranken Herrn hatte das jung? wendung. Tarif lehnt sich an den Wegemesser der Droschken an. Für je Mädchen von der Frau des Hauses als Andenken an sie und 10 Farbenabschnitte à 160 Meter sind 30 Pf. zu zahlen, für den verstorbenen Gatten eine Edelstein- Broche mit folgender Nachtfahrten erfolgt ein Zuschlag von 50 Pf. Für Packet Widmung erhalten: sind beförderung und das Ueberbringen von Antworten " Für treu geleistete Dienste in dankbarer Anerkennung besondere Bestimmungen getroffen. Ueber den Tag, an welchem Familie v. K." as neue Institut ins Leben treten wird, ist noch nichts gemeldet. d) der Handel mit Blumen während der Zeit von 7-10 Uhr vormittags und 12-2 Uhr nachmittags, e) die Zeitungsspedition während der Zeit von 4-9 Uhr vormittags. 4. Alle mit den vorstehenden Festsehungen nicht im Giang stehenden Vorschriften früherer Verordnungen bleiben außer wendung. = " Dienstmann anf dem Ueber einen kleinen ,, Kirchensfandal" bringt ein Berichterstatter folgende Meldung: Das hocherfreute Dienstmädchen hielt das Geschenk in hohen Ehren und entschloß sich nur schwer dazu, dieser Tage dasselbe in Gine Nachfrage bei einem Juwelier ergab dasselbe Resultat. höchster Noth zu verfeßen. Bum größten Schrecken der Wermsten erklärte indessen der Pfandleiher die Steine für werthlo 3. Das arme Dienstmädchen will sich nunmehr bei Frau Lina Morgenstern Trost holen. Die graufige That einer Wahnsinnigen wird aus Spandau gemeldet. Die junge Frau des Stubenmalers Seekamp wurde gestern von Geistesstörung befallen, verbarrikadirte sich in ihrer 2 Treppen hoch belegenen Wohnung, demolirte die Möbel und warf ihr jüngstes, zwei Monate altes Kind zum Fenster hinaus auf die Straße, wo es todt aufgehoben wurde. Inzwischen waren Nachbarn mit Gewalt in die Wohnung eingedrungen, wo sie noch rechtzeitig genug famen, um. die Jrrfinnige davon abzuhalten, daß sie auch ihr zweites 12 Jahr altes Kind aus dem Fenster warf. Die Unglückliche wurde darauf nach dem Krankenhause gebracht. Im Zirkus Busch hat am Donnerstag Abend eine Pantomime 31cheus, das Waldmädchen" ihre Erstaufführung erlebt. Die Fabel dieses Manege Schauftücks ist nach der Verficherung des Direktors echt indischen Ursprungs und handelt Deutschen Warte" seinen Berichterstattern bereitet in Gestalt Eine Weihnachtsüberraschung hat der Verlag der von einem Fürstenkinde, das von den aus ihrem Lande verfolgenden Zirkulars:" Wir theilen Ihnen ergebenst mit, daß triebenen Eltern auf der Flucht im Urwalde zurückgelassen wir vom 15. November an für sämmtliche Manuskripte, die nicht werden muß und nun, unter Thieren aufwachsend, fast felbst ausschließlich an uns eingereicht werden, drei Pfennig pro Druck zum Thiere wird. Nach fünfzehn Jahren wird dies Menschen zeile bezahlen, wenn der Verfasser über ein Berliner Greigniß Zu der am Mittwoch von uns gebrachten Mittheilung kind in der Wildniß wieder gefunden und von den inzwischen berichtet, in jedem anderen Falle zwei Pfennig." Ein Blatt, über das Verschwinden des Handlungslehrlings Muson theilt wieder zur Herrschaft gelangten Eltern in der indischen Kultur das auf sich selbst etwas hält, ist solcher Honorarschneiderei nicht uns der Prinzipal deffelben, Herr Anton, Elisabetbufer 19, mit, unterrichtet. Dies geht jedoch nicht so leicht; die Tochter der fähig. Die Deutsche Warte" darf nunmehr das Vorrecht für daß der junge Mensch in Calbe a. S. von der Polizei abgefaßt Waldfreiheit findet feinen Gefallen an den Fesseln der fürst sich in Anspruch nehmen, diejenige Berliner Zeitung zu sein, worden sei. Entgegen der Vermuthung seiner Eltern habe Muson lichen Etikette und verschwindet wieder in den Urwald. die ihm anvertraute Summe von 300 M. unterschlagen. Auf der Flucht stürzt sie sich ins Wasser, wird natürlich gerettet welche geistige Arbeit am elendeſten bezahlt. und nun endgiltig ihrem freudig bewegten Vaterlande wiedergegeben. Dies ist der etwas romantische aber im grunde genommen eigentlich gleichgiltige Rahmen für die fast unerhörte Jn Biesdorf bei Friedrichsfelde amtirt der Superintendent Pracht, die Direktor Busch in seiner Manege erstehen läßt. Weit Hosemann, der ein sehr strenges Kirchenregiment führt. Ein über hundert Ballettensen tanzen in feide- und perlenschillerndem Tischlermeister in Mahlsdorf- dieses Dorf gehört in kirchlicher Kostüm bald als tropische Vögel, bald als indische Odalisten und Beziehung zur Gemeinde Biel Sorf hat eine Tochter, welche mit Bajaderen und endlich als Vertreter aller möglichen Völkertypen einem jungen Manne aus einer der besten Familien des Dorfes ein die wunderlichsten Reigen und bilden Gruppirungen von überaus Liebesverhältniß gehabt hatte, das nicht ohne Folge geblieben glänzender dekorativer Wirkung. Und mit den Menschen zu- ist, nun aber durch Gesetz und kirchliche Einsegnung legalisirt sammen ist das Thierreich zur Vervollständigung der Pracht in werden sollte. Es war weder dem Brautpaar noch der Vereiner Bielseitigkeit aufgeboten, die einer Menagerie ähnelt. wandtschaft der beiden Linien eingefallen, daß sich die Braut Von Reitern auf feurigen Rossen werden Wildschweine, Bären, vermessen solle, den verscherzten" Myrthenkranz bei der kirchIn seinem Berufe wurde am Donnerstag der Kutscher Affen, Elephanten gejagt oder als Trophäen herumgeführt, und lichen Einsegnung zu tragen; die Braut trug daher nur einen zum Schluß fehlt selbstverständlich nicht das Effektstück, das über- Tuff von Orangeblüthen über der Stirn. Trotzdem wurde sie. Paetow aus der Gustav Adolfstraße 26 in Neu- Weißensee vom haupt erst eine zeitgemäße Birtuspantomime ausmacht, die be- durch den Küster aufgefordert, nach der Sakristei zu fommen. Tode ereilt. Baetow, ein noch junger Mann, hielt abends beim rühmte Verwandlung der Manege in ein großes Wasserbassin, Der Bräutigam und das ganze Hochzeitsgefolge ging mit Birkus Busch mit seiner Droschke 1. Klasse und wartete auf eine dessen Tiefe im Zirkus Busch genügt, um nicht allein Menschen, und war Zeuge, wie der Herr Superintendent das Verlangen Fuhre. Plötzlich stürzte er vom Bock herab und blieb liegen. sondern auch Roß und Reiter, ja sogar Elephanten darin an die Braut stellte, die Blumen aus dem Haar zu nehmen und Ein Schuhmann brachte den Kranken in eine Anstalt, tam jedoch schwimmen zu lassen. Wenn wir außerdem noch erwähnen, daß wie diese turz angebunden erwiderte:„ Das thue ich nicht, dann hier mit einer Leiche a. eine Reihe europäischer Heroen und Potentaten sowohl im aller- lassen wir uns in Berlin einſegnen!" Damit hob sie ihre Schleppe Kürzlich find in Nixdorf gefälschte Postfreimarken zu dings nicht sehr bewunderten Lichtbild als auch in verkleinerter hoch und wie der Zug eingetreten, so verließ er die Sakristei. 10 Pf. in den Verkehr gebracht worden. Die Fälschungsmerkmale Menschlichkeit vorgeführt werden, und zum Schluß noch der Der strenge Seelenhirte war sprachlos; so etwas war ihm noch sind: Die Marken sind nicht in Buchdruck, sondern in Steindruck großartigen Lichteffekte gedenken, so ist wohl dargethan, daß im nicht vorgekommen. Die Gesellschaft beachtete ihn aber hergestellt; das Papier hat keinen unsichtbaren Aufdruck; die Zirkus Busch viel Brachtentfaltung geboten wird. nicht weiter, der Hochzeitszug verließ die Kirche, einer Zeichnung der Marke ist verschwommen; Anzahl, Größe und der Hochzeiter rief die Musikanten herbei und kommandirte: Stellung der die Marke umgebenden Durchstoßlöcher sind abRettung aus Lebensgefahr. Uns wird geschrieben: Es nun spielt einmal einen recht Lustigen", wenn's sein kann die weichend, bei den echten Marken beträgt die Zahl an der langen ist leider eine Thatsache, daß in der Großstadt durch Unglücksfall Kreuzpolta!" Und so ging es nach dem Lokale, in welchem die Seite 18, an der furzen Seite 15, bei den falschen Marken 13 manches Menschenleben zu grunde geht, das bei sofort richtiger Hochzeit gefeiert wurde. Selten ist es bei einer Hochzeit so und 11; als Klebestoff ist nicht Gummiarabikum, sondern flüssiger Behandlung des Falles hätte erhalten werden können. Dabei vergnügt hergegangen als bei dieser, denn alle Betheiligten Leim verwendet; die Farbe ist heller und durch Wasser vertommen für uns hauptsächlich solche Fälle in betracht, bei denen freuten sich, daß der Bann einmal gebrochen worden war. wischbar, fie enthält Eosin; der Druck ist verschmiert, namentlich es sich um Ersticken oder Ertrinken handelt. Wer Verunglückte, So der Berichterstatter. Zu der Einsicht, daß es der Ehe nicht auf dem unteren Theil der Marke. Das Original ist Umdruck sei nun das Unglück verschuldet oder nicht verschuldet, wieder im allergeringsten schadet, wenn sie gänzlich ohne Pastor volle des echten Markenbildes auf Stein. Die Größe der Marken ist ins Leben zurückruft, hat sogar auf eine Geldbelohnung zogen wird, scheinen die guten Biesdorfer und Mahlsdorfer doch in der Zeichnung und im Papier richtig. Anspruch. Aber wie viele Menschen wissen wohl, wie noch nicht gefommen zu sein. fie im Moment der Gefahr zur Rettung anderer fich zut verhalten haben? Aerzte, die bekanntlich Von Kaiser Wilhelm II. als Entwerfer eines gegen die Durch den Einsturz eines Ofens ist gestern Morgen der sehr oft nicht zu Hause" sind, vielleicht auch Heil- Blätter, wie unsere deser vom Mittwoch her wissen, des aus: Jofraße angestellt ist, schwer verunglückt. Zur Heizung des als Mächte der Zerstörung gerichteten Bildes haben bürgerliche 5 brige Bauwächter Richter, der auf einem Neubau in der gehilfen, einige Mannschaften der Feuerwehr und sonst von führlichen berichtet. Wenn wir nicht irren, hat die Presse auch Aufenthaltsstelle des Bauwächters dienenden Zimmers war provihundert noch nicht einer! Man liest gelegentlich und ganz zu fällig irgendwo solche Verhaltungsmaßregeln, doch sie bleiben von Bildern berichtet, welche der Kaiser selber gemalt hat. Die forisch darin ein hoher Kachelofen aufgestellt worden, welcher nicht im Gedächtnisse haften. Vor etwa sechs Jahren gelangten neueste Mittheilung über Wilhelm II. finden wir im Kleinen wohl, da er nur kürzere Zeit gebraucht werden sollte, nicht verregierungsseitig Blechtafeln von einem halben Quadratmeter Journal":„ Der Kaiser als Dirigent einer Musikantert war. Gestern früh, als R., um sich zu wärmen, vor dem Größe, auf denen in Wort und Bild Verhaltungsmaßregeln der apelle. Bei den kaiserlichen Jagdmahlzeiten im Jagdschlosse Ofen stand, brach der obere Theil desselben plötzlich zusammen fraglichen Art gegeben waren, an einzelne Seminare 3 Letzlingen am Donnerstag und Freitag wurde, wie herkömm- und fiel dem Wächter gegen Kopf und Brust. S. erlitt dabei und Schulen zur Vertheilung. Irren wir nicht, lich, die Tafelmusik von der Kapelle der altmärkischen Ulanen in so schwere Verlegungen, daß er nach Anlegung eines Nothso waren fie von Professor Esmarch in Kiel entworfen. Das italienische Volkslied(!?! D. R.)" Funiculi, Funicula" gespielt. in Kiel entworfen. Salzwedel ausgeführt. Am Freitag wurde von derselben u. a. auch verbandes in das städtische Krankenhaus Friedrichshain überführt werden mußte. Daß sich Gleiches ganz öffentlich für die Großstadt eignet, Das Tempo desselben gefiel dem Kaiser nicht; er äußerte in Die Verhaftung eines desertirten Refruten erregte am bedarf teiner Frage; nur an der Ausführung fehlt ez. Derjenige Theil des Publikums, welcher für die Leiden anderer noch einem Gespräch mit dem Dirigenten der Kapelle, daß es flotter Dienstag Vormittag in der Chausseestraße Aufsehen. Dort Verständniß hat, würde gerade an den bildlichen Darstellungen genommen werden müsse, wie dies in Italien der Fall sei. trieb sich anscheinend planlos ein junger Mensch umher, dessen er trug einen umgekehrten Soldatenrock reges Interesse nehmen und sich ebenso schnell als sicher mit der Hierauf ergriff der Kaiser selbst den Taktstock, und unter seiner sonderbarer Anzug Direktion wurde das Musikstück wiederholt. Sodann und war ohne Kopfbedeckung trotz des an jenem Tage über Rettungsarbeit vertraut machen. Zur Anbringung solcher birigirte der Monarch noch mehrere Märsche, so den Berlin lagernden dichten Nebels dem Auge eines Schunns Tafeln, deren Zahl nicht zu klein sein dürfte, giebt es genug Hohenfriedberger und den Reitermarsch des Grafen Moltke. nicht entgangen war. Der Beamte nahm den Verdächtigen fest geeignete Pläge. Die Kosten können nicht groß sein und da unter den Kompofitionen, welche die Kapelle am Donnerstag und brachte ihn nach der Kasernenwache des Garde- Füsilier es sich um Menschenleben handelt, auch nicht ins Gewicht fallen. spielte, fanden besonders die Rosenlieder des Grafen Philipp zu Regiments. Dort stellte sich heraus, daß man es mit dem ReDie Frommen und die Sittlichkeit. Der„ Männerbund Eulenburg den Beifall des Kaisers, sie mußten am Freitag fruten Willmann zu thun hatte, der aus Furcht vor dem Soldatenstande am Tage vorher seinem Truppentheile, er war zur Bekämpfung der öffentlichen Unfittlichkeit in Berlin" hat ein wiederholt werden." Schreiben an die Verkäufer von Neujahrstarten versandt, in Ein großes Geschäft. Eine auffehenerregende Mittheilung worden, entlaufen war. Willmann hatte sich am Nachmittag der 11. Kompagnie des 4. Garde- Regiments zu Fuß zugetheilt welchem er bittet, die Bestellungen von Neujahrsfarten u. 1. 10. machte in einer Versammlung am Dienstag Abend der Vorsitzende aus seiner Stube entfernt und bis furz vor 9 Ubr, zu welcher nur auf solche zu richten, die sittlich einwandfrei und harmloser des Hausbesitzer Vereins„ Süden". Danach soll der Treptower Zeit die Kaserne geschlossen wurde, in einem Keller derselben Art sind, und auch leichtfertige Scherzartikel auszuschließen. Part, in dem im nächsten Jahre die Ausstellung stattfindet, bereits Unfläthige Neujahrstarten sind gewiß nicht nach unserm Ge- verkauft und zur Erbauung eines neuen Stadttheils bestimmt verborgen gehalten. Kurz vor Thoresschluß hatte er dann die schmack, aber die Art, wie die Frommen, die am liebsten der sein. Als Käufer wurde ein Herr Wilhelm Wolf in der Behren- Kaserne verlassen und war die Nacht über ziellos in den Straßen Aphrodite ein Hemd anziehen möchten, bislang auf ftraße genannt; er soll für die Quadratruthe 1500-1600 m. be- Berlins umbergeirrt. Durch Mannschaften feines telegraphisch folche Sachen gefahndet haben, ist wahrlich nicht danach an- zahlt haben. Wie der genannte Vorsitzende mittheilt, habe er die benachrichtigten Regiments wurde der Flüchtling demselben wieder gethan, ihnen Sympathien im gesitteten Theile der Bevölkerung Neuigkeit aus absolut ficherer Quelle; alle in Frage kommenden zugeführt. au verschaffen. Behörden und der Kaiser hätten schon ihre Zustimmung zu dem Verkauf gegeben. Aus einer allerdings sehr trüben Quelle, der„ KreuzBeitung" tommt die Nachricht, daß Professor von Treitschte nicht die Damen, welche sein Kolleg besuchten, bat hinauswerfen lassen wollen; der B. B.-E.", welcher die Nachricht zuerst gebracht habe, sei schon deshalb im Unrecht, weil überhaupt noch keine Dame bei den Vorlesungen des Herrn von Treitschke zugegen cewesen sei. Falsche Einmarkstücke sind wiederum in Umlauf. Sie tragen die Jahreszahl 1878 und das Münzzeichen D, bestehen Ein schlechter Scherz seiner Arbeitsgenossen hat, wie eine aus Zinn, Antimon und Kupfer und sind in der Form gegossen. hiesige Korrespondenz meldet, für den Schlosser K. aus der Bad Wo sie hergestellt werden, ist noch nicht ermittelt. straße traurige Folgen gehabt. K., ein Mann von 30 Jahren, An die Unrechte gekommen. Gestern Abend passirle, der erst vor kurzem geheirathet hatte, spielte längere Zeit einen einem hiesigen Berichterstatter zufolge, aus einem von Artiſten Antheil an einem Lotterieloose. Vor einiger Zeit gab er seinen stark besuchten Lokal in der Linienstraße kommend, ein junges Antheil ab mit dem Bemerken, daß er sich zu Schanden ärgern Paar, der Komiker S. und dessen Braut, eine Sängerin, die Münzstraße. Die beiden tamen in Streit und der Komiker ließ sich dazu hinreißen, seine Braut auf offener Straße zu schlagen. auswies. Gerichts- Beitung. " " Satze sei die Behauptung zu finden, daß der Vorsigende der Straftammer, um das Bekanntwerden von Vorkommnissen, die Der Vorgang wurde von einem nachfolgenden Paar beobachtet, Ein umfangreicher Skandalprozeß wird demnächst vor auf die Firma ein schlechtes Licht werfen würden, zu verhindern, welches in Entrüstung darüber den Komiter zur Rede stellte. dem hiesigen Amtsgericht zur Verhandlung gelangen. Gegen den feinen Einfluß geltend gemacht habe. Der Angeklagte Stenzel Diefer Rüpel wollte nunmehr auch die zweite Dame schlagen, Reichstags- Abgeordneten Dr. Otto Böckel ist als Redakteur der bestritt, daß er den Landgerichts- Direktor habe beleidigen wollen. diefe aber parirte geschickt den Hieb, trieb dem Angreifer den von ihm herausgegebenen Zeitung Deutsches Voltsrecht" An- Der inkriminirte Satz habe nicht die Bedeutung, die die StaatsZylinderhut ein und bearbeitete das Gesicht des Komiters mit tlage wegen Beleidigung durch die Presse erhoben worden. Die anwaltschaft in ihm finde, sondern es solle eben nur dadurch ihren Fäusten so nachdrücklich, daß der Geschlagene um Gnade Anklage erstreckt sich außerdem auf den Baron von Falfenegg tonstatirt werden, daß durch die Zeugen in der damaligen Ver bat. Ein hinzukommender Schuhmann fistirte die vier Personen und den Chemiker G. Jürs. Klägerin ist die geschiedene Gattin handlung konstatirt sei, daß Unfittlichkeiten in der Fabrik vornach der Polizeiwache in der Kaiser Wilhelmstraße, wo sich die des Barons von Faltenegg. Jm" Deutschen Volksrecht" gekommen wären. Der Vertheidiger Dr. Suse beantragt, den Schlägerin als„ Athletin" eines hiesigen Spezialitäten- Theaters ist am 6. August d. J. ein Artikel erschienen, betitelt Die damaligen Angeklagten Schrader und den Berichterstatter des Baronin, Sittenbild aus der feinen Gesellschaft". Baron von Osnabrücker Tageblatt" zu vernehmen, was abgelehnt wurde. Die Geistesgestörtheit des Postdirektors Paul Johannesson, Falkenegg soll unter der Beihilfe des Mitbeklagten Jürs Ver- Der Staatsanwalt bleibt bei der Auffassung der Anklageschrift der sich kürzlich in einem Anfalle von der Marschallbrücke in fasser dieses Artikels sein, der sich auf die Baronin v. Falfenegg und beantragte 300 M. Geldstrafe oder 60 Tage Gefängniß. Den die Spree stürzte, aber gerettet wurde, hat sich als eine dauernde bezieht und über Herkunft und Vorleben derselben schwer be- Antrag auf Geldstrafe begründet der Staatsanwalt damit, daß enthält. Ein Artikel ähnlichen dem Landgerichts- Direktor Griesebach wohl der Vorwurf der Krankheit herausgestellt. Nachdem Johannesson acht Tage lang leidigende Behauptungen am 5. September unter dem Titel Die Parteilichkeit gemacht wurde, aber nicht der Parteilichkeit zu auf seinen Geisteszustand beobachtet worden war, ist er am Inhalts ist Don Geiersect" erschienen. Der Baronin gunsten des Klägers, sondern zu gunsten einer völlig außerhalb Donnerstag Abend in eine Heilanstalt nach Pantow gebracht Schloßherrin worden. Ein Arzt und ein Wärter begleiteten ihn. Der Kranke v. Falkenegg sind von ihrem früheren Gatten 175 000 M. ge- der abzuurtheilenden Sache stehenden Person. Eine Beleidigung duldete nur den Wärter bei sich im Wagen, während der Arzt richtlich zugesprochen worden. Sie behauptet, daß ihr früherer liege hierin aber auch, und zwar sei eine solche augenscheinlich auf dem Bocke Plaz nehmen mußte. Ehemann ihr mit einem fürchterlichen Standal gedroht habe, auch beabsichtigt. Das gehe schon aus der Stichmarke Von der Wenn es dem Angeklagten in der Fabrit wenn sie nicht von ihrer Forderung zurücktrete. Diese Drohung deutschen Justiz" hervor. habe er nun wahr gemacht. Die Beklagten haben einen großen darum zu thun gewesen sei, die gekommenen Mißstände festzustellen, so hätte er ja die Beugenapparat aufgeboten. Eine Freisprechung wegen Majestätsbeleidigung er- Spitzmarke wählen können Aus deutschen Fabriken" oder eine zielte gestern der Handelsmann Albert Frühling vor der ähnliche. Hier sei es aber darum zu thun gewesen, dem Lefer 1. Straffammer des Landgerichts I. Dem Angeklagten war nach zu sagen, es sei Parteilichkeit in der deutschen Rechtsprechung gesagt worden, daß er sich mit seiner Ehefrau über die Umsturz- eingerissen. Der Vertheidiger Dr. Sufe beantragte in einem vorlage luftig gemacht und bei dieser Gelegenheit mit bezug auf glänzenden Plaidoyer die Freisprechung des Angeklagten. Das die Person des Kaisers schwere Beleidigungen ausgestoßen habe. Gericht schloß sich den Ausführungen der Vertheidigung an und Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr erkannte auf Freisprechung. In den Gründen wurde auss und 6 Monaten, der Gerichtshof unter Vorsitz des Land- geführt, das Gericht glaube dem Angeklagten, daß er den Direktor gerichtsdirektors Riet hielt die ganzen Redereien für ein Griesebach nicht habe beleidigen wollen. Weibergewäsch der Hausbewohnerinnen, welche an dem Angeflagten ihre Rache fühlen wollten, weshalb auf Freisprechung erkannt wurde. worden. Der unbekannte Obdachlose, welcher kürzlich auf den Köllnischen Wiesen frant aufgefunden wurde und, wie wir berichteten, bald darauf im Rixdorfer Krankenhaus verstarb, ist jetzt als ein Tischler Franz Böttcher aus Berlin rekognoszirt Eine nene Straßenreinigungsmaschine sieht man seit einiger Zeit während der frühen Morgenstunden in Thätigkeit. Der obere Theil besteht aus einem runden offenen Bassin, das 1500 Liter Wasser faßt. Von diesem Bassin gehen Röhren nach einer hinten angebrachten Rolle, die aber nicht mit Borsten, sondern mit Gummilappen besetzt ist, über die das Wasser hinweg fließt. Die Maschine ist ausschließlich zur Reinigung von Asphaltpflaster bestimmt. Stationen. Barometer reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur ( 50.= 40R.) " = " 1 vor= Eine Privat Beleidigungsklage des bekannten Buchdruckereibesitzers F. W. Glöß in Dresden gegen den Herans geber der Jüdischen Presse", Dr. Hirsch Hildesheimer, tam gestern vor der 147. Abtheilung des Amtsgerichts I unter Borsiz Jim vorigen des Amtsrichters Haack zur Verhandlung. erschien einer der von Glöß herausgegebenen Jahre Titel Das BlutPolitischen Bilderbogen" unter dem geheimniß". Er enthielt in seinem mit Bildern ausgestatteten Text heftige Angriffe gegen die Juden, gegen die die Anschuldigung des Ritualmordes" erhoben wurde. Beide Parteien waren persönlich zur stelle. Dr. Hildesheimer wurde vom Rechtsanwalt Dr. Strank I vertheidigt. Nach mehrstündiger Verhandlung ver kündete der Gerichtshof folgendes Urtheil:" Der Gerichtshof erachtete den ganzen Streit für einen politischen Streit, billigte beiden Parteien den Schuh des§ 193 zu und verurtheilte Kläger wie Beklagten zu je 25 M. Geldstrafe. " Vor der Straffammer Köln begann am Freitag die Prozeßverhandlung gegen dreißig Personen, die sich wegen Beheiligung an den Ausschreitungen in Mühlheim zu verantworten haben. Die Anklage lautet auf Theilnahme an Zusammen. rottungen, auf thätlichen Angriff und Sachbeschädigung, Beamtenbeleidigung und groben Unfug. Die Verhandlung wird voraussichtlich drei Tage dauern. Polizeibericht, Am 21. d. M. nachmittags wurde in der Röpnickerstraße ein Kind durch einen Arbeitswagen überfahren Wegen Beleidigung des Landgerichts- Direktors Griese und schwer an der Hand verletzt. Auf dem Holzplaße an der bach in Osnabrück war der verantwortliche Redakteur des HamEcke der Demminerstraße gerieth ein neben seinem Wagen her- burger Echo", Genosse Reinhold Stenzel angeklagt. Die Begehender Kutscher unter die Räder und erlitt eine bedeutende leidigung soll durch Abdruck einer Notiz Von der deutschen Verlegung am Oberschenkel. In der Winterfeldtstraße lief ein Justiz" in Nr. 193 des„ Echo" vom 20. August d. J. begangen Mädchen beim Spielen gegen einen vorüberkommenden Arbeits- sein. Diese Notiz enthält einen Bericht über eine Verhandlung wagen, wurde überfahren und am Kopfe schwer verletzt. der Osnabrücker Straffammer in der Privatklagesache des Abends fiel ein Droschkentutscher auf dem Halteplage am Zirkus Fabrit Obermeisters Henser gegen den Genossen Schrader Busch infolge plöglichen Anziehens feiner Pferde vom Bocke und in Bramsche. Schrader hatte in einer Versammlung Mißzog sich eine Verlegung am Genick zu. Gestern Abend brach stände in der Fabrik der Firma F. H. Hammersen im Dachstuhle eines Fabrikgebäudes in der Greifswalderstraße in Osnabrück gerügt. Unter anderem hatte er gesagt, der OberFeuer aus und zerstörte die dort lagernden Holzvorräthe. meister Heyser scheue sich nicht, in Räume zu gehen, wohin zu gehen ihm eigentlich die Sittlichkeit verbieten solle. Auf dem Witterungsübersicht vom 22. November 1895. Abort der Frauen habe er eine Arbeiterin bei den Haaren ergriffen und sie geschlagen. Der Obermeister fühlte sich beleidigt und verklagte Schrader. Dieser wurde vom Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt, ohne daß die von ihm vorgeschlagenen Zeugen vernommen wurden. Berufung wurde eingelegt und die Straffammer wollte zuerst auch keine Zeugen über die Zustände in der Fabrik vernehmen, änderte später jedoch ihre Ansicht und lud die vorgeschlagenen Zeugen. Es wurden nun die Behauptungen des Beklagten vollinhaltlich bestätigt und das Urtheil des Schöffengerichts aufgehoben. Ganz freigesprochen wurde auch nicht, sondern Schrader jedoch wegen. In Nord- Kanada ist von Dr. Bell ein bisher unbekannter formeller Beleidigung zu 50 Geldstrafe verurtheilt. Strom entdeckt worden. Gine Er hat drei Verzweigungen. Der Verhandlung hatte Im Verlaufe de Vorsitzende entspringt nördlich von dem Dreistrom( Three Rivers), eine in des Gerichts den Berichterstatter eines Osnabrücker Blattes er- der Gegend des St. John- Sees und die dritte beim See Mistaffini. sucht, von den zur Sprache gekommenen unfittlichen Dingen feine Nach der Angabe Dr. Bell's gehört der neue Fluß zu den Seine Breite ist Notiz zu nehmen. Hierauf Bezug nehmend wurde im Echo" größten Binnenwasserläufen in der Welt. gefagt: Die Aussagen der Zengen hätten für die Fabrik so durchschnittlich weit über eine englische Meile und seine Länge günstig" gelautet, daß der Vorsitzende einen Vertreter der Presse 500 Meilen. Große Strecken sind für Dampfer schiffbar. ersucht habe, davon keine Notiz zu nehmen, da er sich sonst ge= nöthigt sehen würde, die Deffentlichkeit auszuschließen. Hierin findet die Hamburger Polizeibehörde, die die betreffende Nummer des, Echo" Transportangestellte 2c. Die Versammlungsberichte können nach Osnabrück sandte, der Direktor Griesebach vom Osnabrücker Landgericht, der Strafantrag stellte, und die Hamburger Staats- wegen Raummangels erst in nächster Nummer veröffentlicht anwaltschaft eine Beleidigung Griesebach's, denn in dem letzten werden. Swinemünde 778 580 Hamburg 775 Berlin 776 A Wiesbaden 773 München 772 Wien. 774 NNW Haparanda. 769 SM Petersburg 781 Cort 769 N 763 769 DSD • (-1) 24224320432 ၃ ။ ၁။ တ heiter wolfenlos wolkenlos -0 heiter wolfenlos wolkig bedeckt bedeckt Regen 10 wollig bedeckt Aberdeen. Paris. Wetter Prognose für Sonnabend, den 23. Novbr. 1895. Kaltes, zeitweise heiteres, vorherrschend wolkiges Wetter mit mäßigen östlichen Winden ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 23. November. Opernhaus. Der Postillon von Lonjumeau. Phantasien in Bremer Rathsfeller. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend: Das Käthchen von Heilbronn. Sonntag: Das Käthchen von Heilbronn. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Zum 80. Male: Schauspielhaus. Besonderer um Eine tolle Nacht. Um stände balber. Frauenlob. Deutsches Theater. Die Jüdin von Zoledo. Berliner Theater. Hafemanns Töchter. Leffing- Theater. Gene. Madame SansNachmittag 22 Uhr Schüler Vorstellung: Nathan der Weise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Nachmittag 3 Uhr: Sneewittchen. Neues Theater. Der Militärstaat. Schiller- Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Adolph Ernst- Theater. Parade bummler. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater Die kleinen Lämmer. Chambre séparée. National Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musit von Julius Einödshofer. Anfang 72 Uhr. Da über behördliche Anordnung anläßlich des Todtensonntags die Aufführung von humoristischen Stücken verboten wurde, findet Sonntag, den 24. November, abends 71/2 Uhr ein M. National- Theater. Große Frankfurterraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend er= mäßigten Preisen. Gastspiel der Herren Oskar Krüger vom Hoftheater zu Braunschweig und Siegfried Brukt vom Stadttheater zu Mainz. Das Käthchen von Heilbronn. Romantisches Ritterschauspiel in 5 Aften, einem Vorspiel( 11 Bildern) von H. von Kleist. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Don Carlos. Neuer Circus. Circus BUSCH ( Balnhof Börse) Vermischtes. Briefkasten der Redaktion. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. 42 Mädchen 彰 尋蹤 andern Ende der Welt ( Samoa). Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Allabendlich stürmischer Jubel der so erfolgreich. Attraktionsnummern Circus Carola, Teo, Zellas u. Peiserto, Silbon, Maakwood, Tilly Tiedemann, Geschw. Morré, Rowaly etc. etc. Sonnabend: Abschiedsbenefiz u. letztes Auftreten d. gesammten Künstlerpersonals. Sonntag durchweg neue Spezialit. Anfang: Wochentags 7/2, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Coulissen Geheimnisse Tollste Burlesque der Gegenwart. Größter Lacherfolg! einmaliges Gaftiptel des Enſembles Sonnabendbends 71% ühr: Castan's Panopticum. Arthur Frankel als Regiſſeur Golb. des Deutschen Theaters statt. Zur Aufführung gelangt: Die Müffer. Schauspiel in 4 Atten v. Gg. Hirschfeld. Die Preise der Plätze sind die im Central- Theater üblichen. Alexanderplatz- Theater. Täglich abends 8 Uhr: Theater Unter den Linden. Der Die kleinen Lämmer. Reichshallen- Theater. Spezialitäten- Baudeville in 2 Aften v. Louis Barney arme Jonathan. Vorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. und Chambre separée. Operette. Adolph Ernst- Theater. Lehte Aufführung. Varadebummler. Anfang 71/2 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater Sonntag: Der kleine Lord. 25/26 Chauffeestraße 25/26. Umwiderruflich vorlegte Woche der Liliputaner. Jeden Abend 712 Uhr: Die Reise nach dem Mars. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schneewittdjen. Kinder nachmittags halbe Preise. Sonntag Abend 72 Uhr: Schneewittden. Avis! Der große Erfolg, welchen das englische Stück Der kleine Lord Gala- Vorstellung. Sensationeller Erfolg! 3lchens, das Waldmädchen. Magische Lichteffecte. Ueberraschende, gesetzlich geschützte Dekorations- und Wassereffecte. In 20 Sekunden die Manège in einen 20 Fuss tiefen See verwandelt. Gesetzl. geschützt. D. R. G. M. Schwimmende Elefanten schwimmende Pferde mit Reitern. Grandiosen Ballet. Außerdem: Dir. Busch mit seinen vorzüglichſt. Dreffur- Nummern. Conversano II., echt Ligizaner Schimmelhengst, n. d. Prinzipien d. alten spanisch. Schule dress. u. ger. von Herrn Foottitreiterin a. d. ostpreuß. Hengst Friedrichstr. 165. ! Salambo? Kaiser- Panorama ( Passage). WE Diese Spanien von Madrid, bis Sevilla. Salzkammergut. Gine Reise nur 20 Pf. Viele tausend Abonnenten. Apollo Theater Nur noch kurze Zeit das vorzügliche Henny Schmidt als Primadonna. Edi Blum als Baron Strohbein. Als Einlage: Die beste französische Cancan- Gesellschaft von Paris: Natta Trio. Die Burlesque behandelt das pifante Theaterleben hinter der Bühne. Ferner das großartige aus 20 Nummern bestehende Spezialitäten- Programm. Kaufmann's Variété. Königstraße, Kolonnaden. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Lausikerplay 2, Elsasserstr. 12. Mechanikern, Schlossern Elektrotechnik. B. L. 100 Postanit 24. Strickwoll- Refte, Zephyr, Rockwoll. zu Partiepreiſen jetzt Holzmarktstr. 60, of links 1 Tr. Burghardt. Mme. Maria Doré a. Schul- November- Programmertheilt Ingenieur billig Unterricht in Zauber. Hierauf Baguettesprung auf Mlle. Philo- Durand dem englischen Vollbluthengft Vigilant. The Wortleys. Mik Bella Rose. in den bisherigen Nachmittags- Auf- Texas- George als Pferdebändiger. The Wortleys. Mik Bella Rose. führungen erzielte, veranlaßt mich, das( NB. Besizer bösartiger Pferde können Teutonenspiele Stück auch am Abend in Szene gehen zu diese kostenlos durch Texas George laffen. Die erste Abend Vorstellung in der Manege bändigen laffen). der neun Cremos. mit Frl. Käthe Basté als Gast in der Auftreten der besten Clowns. The Harwey's. Mik Ethardo Titelrolle findet am Sonntag, den Sonntag: Große Extra- Vorstellung. 11. f. 10., u. f. w. Zscheus, das Waldmädchen. Kaffeneröffnung Uhr. Anfang der 24. d. M. statt. Vorstellung 8 Uhr. Adolph Ernst, Direktor. # Plättbolzen, Handwagen, eigenes Fabrikat. Auswahl billigſt. Annenſtr. 14. Vereinszimmer zu vergeben Wallnertheaterstr. 21 bei A. Puhahn. 14466 Blumen, Kränze n. Guirlanden empfiehlt W. Schröder, Tilsiterstr. 13. Achtung! Achtung! Allen Kollegen und Genossen zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen storben ist. Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstr. 38. Schwarzer, Rixdorf, ver. Sonntag, den 24. November: Gr. Vokal- und Instrumental- Concert, ausgeführt vom Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Hoffnung, des Zitherduetts Namenlos fowie des Volkshumoristen Michel. Die Musik wird vom Kapellmeister Carl Wernicke ausgeführt. Nach dem Concert: Ball. Programm 20 Pf. Eröffnung 4 Uhr. 14/4 Anfang 5 Uhr. Programme find an allen mit Plakaten belegten Stellen zu haben. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Neu! Bum Schluß: Neu! Papa Schwabach Musikalisches Zeitbild von Mensel. Neuestes Ensemble der altbeliebten Stettiner Sänger( Mysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Heute sowie jeden Freitag und Montag: 1461b Die Beerdigung findet Sonntag nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Berlinerstr. 89, aus, statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand Rixdorf. Achtung! Rirdorf. Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 8 Uhr, Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen der Freien Gemeinde im Lokale von Nitschke, Steinmehstr. 55. Tages Ordnung: 1. Vortrag über Glaube und Vernunft( von der Freien Vereinigung selbständ. Hoffmann, früher in Bantow.) 2. Diskussion. [ 62/3 Der Vorstand. Barbiere und Friseure. Am 20. d. M., abends 101/2 Uhr, verstarb nach langen Leiden mein lieber Achtung! Bruder, der Arbeiter Gustav Weick im 63. Lebensjahre, was hiermit tief= betrübt anzeigt 1444b Wittwe Schmiel als Schwester. Achtung! Gr. öffentliche Versammlung Die Beerdigung findet Sonntag, den sämmtlicher an Holzbearbeitungsmaschinen und auf Holzplägen 24. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen Kirchhofs, Landsberger- Allee, statt. Danksagung. beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 24. d. Mts., vormittags 10 Uhr, in Thiel's Festfälen, Fruchtstr. 36a. Für die herzliche Theilnahme und reiche Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich allen 3. Freunden, Verwandten und Bekannten Victoria- Brauerei, Lützowstr. III/ 112. fowie dem Schwimmverein„ Nord", Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( fiehe Plakate). Sonnabend, den 23. d. M.: Soirée in Spandau( Rother Adler). Sonntag, den 24. d. M.: Concerthaus Sanssouci. Der Gesangverein Harmonie, Tempelhof, fortert alle ehemaligen Witglieder, welche noch Reste an den Verein zu begleichen haben, auf, dieses innerhalb 14 Tagen zu regeln, andernfalls wir gezwungen sind, die Betreffenden namhaft zu machen. Der Vorstand. 1456b W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Konzert, Theater, Spezialitäten Borstellung. Johann Harting, Liederfänger. Frl. Berger, Lieder- und Walzerfängerin. Franz Feld, Gesangshumorist. Frl. Marion, Rostümsoubrette. Gust. Conrad, Charakter Komiker. Geschw. Tilly, Duettisten. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Wo speisen Sie? Bartelstr. 1a, an der Linienstraße. Suppe, Gemüse, Braten 35 Pf. Heute, Sonnabend! DE Gänse ausspielen bei Welteroth, Cremmenerstr. 8. Empfehle allen Parteigenossen bei etwaigem Besuch nach Bernau mein Weiß- und Bairisch Bierlokal. Für gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt. Vereine und Gesellschaften bitte davon Kenntniß zu nehmen. Adolf Gartz, Bernau, Weinbergstraße 18, früher Wallstr. 2. Bitte genau auf Firma und Hausnummer zu achten. NB. Nach dreimaliger Einreichung der Schankkonzession. Carl Jauer Fruchtstr. 52 empfiehlt den Parteigenossen sein Weißund Bairisch- Bier- Lokal. zimmer für 30 Personen. Vereins: 36702* WeicheHerrenhüte 85 Pf.| Steife Herren- Hüte 1 M., neueste Façons verkauft das Fabrit omptoir, Barnimsir. 4 u. 5 I. Sonnabends geöffnet bis 10 Uhr abends. Sonntags 8-10 und 12-2 Uhr. Butter und Käse empfehlen Freunden u. Genossen billigst Weberstr. 16 und Gerichtstr. 31. Cohn's Hosenfabrik, 3. Pallisadenstr. 3, arbeitet nur Reste u. verkauft zu sehr billigen Jacken und Joppen sowie Herren- Anzüge u. Paletots nach Maaß. igen Breifen ungenen 36632* Eine gut eingeführte kleine Pianoforte- Fabrik ist wegen Todesfall billig zu verkaufen. 1435b Näheres Gitschinerstr. 62, part. Alte Stiefel, Ausw., Repar. u. Best. reell u. billig Naunynstr. 72. 14236* Billigste Bezugsquelle für Schuhwaaren aller Art, namentlich für Leser Des Vorwärts". Keine Ramsch= waare, sondern nur gediegene, haltbare Schuhwaaren nur bei * J. Rosenthal, Landsbergerstr. 76, I Herrenhüte, weich, 75 Pf., Herrenhüte, steif, 90 Pf., Mustersachen. Neueste Façons. Fabrit komtoir nur Grüner Weg 2 37412* und Koppenstraße 56. Patent Zithern( neu verNeu! bessert). Thatsächl. von Jed. in 1 Stundenach d. vorzügl. Schule ohne Lehrer u. ohne Notenkenntnisse erlernb. Größe 56 X 36 Emtr., 22 Saiten, hochf. u. haltbar gearbeitet, Ton wundervoll( Prachtinstr.). Prs. nur M. 6,- m. Schule u. allem Zubehör. Umtausch gestattet. Mart. Berndt's Würstelstube Garantieschein wird beigefügt. empfiehlt nach wie vor allen Freunden und Bekannten seinen vorzüglichen Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. Jeden Sonnabend von 6 Uhr ab: ff. Eisbeine. Für gute Biere ist selbst. verständlich bestens Sorge getragen. Um zahlreichen Besuch bittet Martin Berndt, Oranien u. Alexandrinenstraßen- Ecke Fritz Wilke, Andreasstr. 26, [ 8307L ( nahe Schles. Bahnhof) empfiehlt sein Restaurant, fowie Saal für 200 Personen, Vereinszimmer, Kegelbahn und Fremden- Logis. Telephon: Amt VII, Nr. 3459. Paster's Festfäle Neue Königstr. 7. Mein Saal mit Nebenräumen noch einige Sonnabende zu vergeben.[ 3391L* Paul Kobus, 0., Rigaerstr. 127, empfiehlt sein Weiß- Bairisch- Bierlofal. Gr. Vereinszimmer mit Piano. Carl Schindler Amt III 8917. Nordhäuser 0. C. F. Miether. Hannov. Harmonika- u. Musikinstr.Fabrit in Hannover II, Steinthorfeldstraße 19. dem Hauspersonal des kaiserlichen Patentamts und der E. Gursch'schen Offizin meinen herzlichsten Dank. E. Bratke. 1455b Halt! Halt! = Von heute ab versende ich nicht mehr zum alten Preis von 5,50, sondern von 8, 10, 12, 15 und 20 M., aber nur prima Harzer Kanarien- Roller guter Zucht. Weibchen von diesem Stamm 1,50, mit schöner Haube 2 M., unter Garantie für Werth und lebende Ankunft. 14 Tage Probezeit, was nicht gefällt, nehme ich zurück. Versandt nur per Nachnahme. Anfrage mit Retourmarke an L. G. Müller, Vogelachterei, Nordhauſen a. Harz. Skalitzerstrasse 109. Durch Kassa- Einkäufe und billiger Laden- Miethe bin ich in der Lage, jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten. Ich verkaufe zu nachstehend verzeichneten Preisen: 35612 Hocheleg. Knaben- Anzüge v. 3, M. an " 19 " 95 99 99 99 39 93 Burschen6,50 Herren- Jaquett- Anz. 15,- ,," Knaben- Pellerinen- Mäntel von 4,50 M. an Burschen- Pellerinen- Mäntel von 9,50 M an Winter- Peletots v. 10,- M. an Arbeitshosen von 1,25 99 99 Elegante Stoff- Hosen 3,50 99 Adolf Lopatka, Schneidermeister. Arbeitsmarkt. Achtung, Solzbildhauer! Tages Ordnung: [ 83/8] 1. Vortrag über unsere heutige wirthschaftliche Lage. 2. Diskussion. Mißstände in verschiedenen Werkstätten. Der Vertrauensmann. Schöneberg. Volks- Versammlung bei Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 2½ Uhr, bf, Grunewald- Strae 110. Tages Drdnung: 1. Der Streit der Sattler in der Militäreffekten- Fabrik von Schola [ 157/15] Nach fl. in Schöneberg. 2. Verschiedenes. Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Norden. Sonntag, den 24. Nov., vorm. 10 Uhr, in Bernh. Raabe's Salon, Kolbergerstr. 23: Branchen- Versammlung der Modelltischler Tages- Ordnung: 1. Die kapitalistische Produktionsweise und die Ueber 2. Diskussion. 3. Werkstattstunden- Arbeit. Referent: Genoffe Näther. Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden dringend gebeten, Mann für Mann in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Kollegen von Ludwig Löwe, Martinicens felde, sind hierzu ganz besonders eingeladen. 79/3 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolirer. Morgen, Sonntag, abends 6 Uhr, Koppenstr. Nr. 29 bei Keller: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Fragebogen. 2. Vortrag des Gen. A. Hoffmann über Glaube und Vernunft. 3. Diskussion. Nach Schluß der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein nebst Tanz, Gäste willkommen. E Montag, den 25. November, abends 81/2 Uhr, Naunynftr. r. 86: Der Streit in Görlik Versammlung. dauert fort. 20/12 Der Vorstand. Achtung, Klavierarbeiter! Die Kollegen in der Pianowerkstelle von W. Steuer, Krautstr. 52, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Kontrollfommission. Tages- Ordnung: 1. Die gegenseitige Preisdrückung der Kleinmeister und unsere Stellung dazu. Referent: Rollege Robert Weber. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen von Frister& Rossmann, Rückwarth& Riegel, Mester, Schoi, Kleibe, Lukat& Weisselberg sind hiermit eingeladen. Einlaßkarten à 60 Pf. zu der am 8. Dezember stattfindenden Bolts Vorstellung im National- Theater sind in den Versammlungen zu haben Der Vorftand. 146/7 Verband aller in der Möbelpoliver. Metallindustrie beschäftigten Arbeiter In der Werkstatt von Jerabeck, Griebenowstr. 3, haben die Kollegen aufgehört wegen Lohndifferenzen. Bitte dieses zu beachten. Der Vorstand. 145/19 Einen tüchtigen Werkzeug- Schlosser suchen Fabrit für Blechemballage Schaefer Nachfl., Dresdenerstr. 97. 2 Korbmachergesellen auf BambusNB. Allen werthen Bestellern gebe arbeit verl. A. Marwna, Nitterstr. 111. noch 1 kl. Musifinstr umsonst, nur damit Sie sich von d. Güte u. PreisKlavierspieler fof. verlangt würdigkeit meiner Fabrikate über- Ad. Neumann, Pafewalferstraße 3, zeugen follen. D. D. Restaurant, am Wedding. Kartonarbeiterinnen, geübte, verlangt 1459b Gardinen auch Reste 3. Schwandt, Neue Jakobstraße 6. zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Gardinenfabrik v. Bruno Güther, Grüner Weg 80, part., Eing. v. Flur Martin Klein, 25 25 Lager aller Arten Uhren. Reparaturen u soliden Preisen. Uhrmacher, Neue Hoch- Strasse Reell und billig fauft man in der Norddeutschen Schuhfabrit von W. Hitschke, gegründet 1872, Staligerstr. 13, Ecke Admiralstraße, am Kottbuser Thor. 13872* Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabak 2 Pfd. 70 Pfg. 3223 L* S. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Schöne billige Wohnung zu vermiethen, Urbanstr. 36. 1454b Möbl. Zimmer für 1 oder 2 Herren Liköre, Cognac, Rum, Ungarwein etc. sof. b. Bürschel, Dranienstr. 192, 3 Tr I. Chausseestr. 55 Empfehle alten Ltr.- Flasche 1M. 5 F1. 4,80 M. Berlins und Umgegend. Montag, den 25. November, abends 8½ Uhr: Beschließende Versammlung im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tagesordnung: 1. Die Vorgänge bei der Firma Hirschhorn ( Köpnickerstr. 149) und das Verhalten der dort beschäftigten Kollegen. 2. Diskussion. 3. An den Vorstand gelangte Anträge. E Ohne Mitgliedstarte fein Zutritt. Montag, den 25. November 1895, abends 8½ 1hr: Branchen- Versammlung der Former und Gießerei- Arbeiter in Bernh. Raabe's Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. Tagesordnung: 1. Die Lage der Gießerei- Arbeiter und unsere nächsten Aufgaben. Referent: Rollege 0. Näther. 2. Distuffion. 3. Auf alt, verl. J. Schwandt, Neue Jakob- nahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch obiger Versammlungen ersucht Der Vorstand. Straße 6. Lehrmädchen auf Karton, 14-16 Jahr 1442b Leistenbelegerinnen, geübt, verlangt 1451b Dresdenerstr. 97. Grundirer verlangt Dresdenerstr. 97, [ 1452b Deutsch u. Lachmann. verlangt Muskauerstr. 29. Barockvergolder oder Vergolderinnen 14496 Monteure u. tüchtige Schloffer, welche als Rolonnenführer fungiren tönnen, aber nur solche, können sich melden bei Steffens& Nölle, 1457b Südufer 16-17. Tüchtige Rock: u. Jaquetschneider finden dauernde Beschäftigung.[ 1447b M. B. Rosenthal& Co. Kaiser Wilhelmstraße 48. Kartonarbeiterinnen verl. Landsbergerstr. 16, Hof. 112/1 Verband der Sattler und Tapezirer. Sonnabend, den 23. November 1895, abends 8 1hr, bei Pasch, Alte Jakobstr. 83: Kombinirte Mitglieder- Versammlung der Filialen Berlin I und II, Rixdorf, Charlottenburg und Tegel. Tages- Ordnung: 1. Vortrag 2. Wahl eines Ausschuß Mitgliedes. 3. Unser Herbergswesen. 4. Verschiedenes. 15/14 Der Vorstand. Central- Verband deutscher Eraner. Zweigverein Provinz Brandenburg. Sonntag, den 24. November, nachmittags 2 Uhr, bei F. Zubeil, 1431b " Lindenstraße 106: Monats- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Johann Saffenbach Chemisettes- Plätterinnen verl. in über: Die heilige Inquisition." 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. und außer dem Hause 1464b 3. Bibliothekangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Gebr. Seelig, Gr. Hamburgerstr. 40. Tücht. Façondreher dauernd ges. billig zu verkaufen Echraubenfabrik, Kopischstr. 1. Der Vorstand. m.Pianozu vergeben, Vereinszimmer auch Sonnabends. Neue Hosen, Ueberzieher Pfandleihe Sfaliterftr. 13. Agel, Prenzlauer- Allee 224. Verantwortlicher Redakteur: Frik Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 274. Man schreibt uns: Sonnabend, den 23. November 1895. mann " Wölke einen Knaben verworfen. 12. Jahrg. Versammlungen. direkt gefragt, würde er mit Ja geantwortet haben, denn er haltenen Leitartikel erblickt. Das Landgericht hatte zwar beiden Rullische Wirthschaftszuffände. tönne nicht leugnen, daß in feiner Gegenwart öfters Züchtigungen den Schutz des§ 193 des Strafgesetzbuches zuerkannt, bei der von Arrestanten vorgenommen worden seien. Nicht weniger Strafausmessung ihnen den Schuh aber versagt, weil die BeDie russischen Kapitalisten erzielen ihren Gewinn mittels der als 29 Beugen, darunter 8 Polizeikommissare und Schuß- leidigungen schon in der Form der Aeußerungen gefunden wurden. leute waren vorgeladen. Der jezige Bürgermeister Brinkschonungslosesten Ausbeutung der Arbeiter und der Konsumenten, Gegen dieses Urtheil hatten beide Revision eingelegt und wie auch der Naturreichthümer des Landes. Dieser Gewinn ist bei der Polizeidirektion thätig war, sagte aus, einmal habe er Reichsgerichts zur Verhandlung. Die Revision Mohs' rügte materielle von Karlshafen, welcher damals als Referendar tam die Sache am 21. November vor dem 3. Straffenat des so hoch, daß viele russische Kapitalisten keine Lust haben, ihr gesehen, wie Wölte sich mit einem Prügel nach einer Belle be- Berstöße und richtete sich gegen die angewendeten Normen des StrafKapital in neuen Unternehmungen anzulegen, denn sie sind nicht gewöhnt, weniger als 25 pCt. Gewinn zu bekommen, und einen geben habe und gleich darauf habe ein Knabe jämmerlich um gesetzbuches. Die Revision Rabenstein's rügte außer materiellen folchen Gewinn können sie von neuen Unternehmungen nicht Hilfe gerufen. Ein anderes Mal habe er mit eigenen Augen auch formelle Verstöße. Außer der schon von Mohs erhobenen wie gesehen, erwarten. Allerdings bringt mißhandelte. Der materiellen Rüge, wendete sie sich gegen Beschränkung der Veres schon die Verarmung nabe babe auf einem Stuhl gestanden, während Wölfe theidigung. Beide Angeklagte hatten eine Reihe Beweisanträge der russischen Bevölkerung mit sich, daß ein Theil ihn traktirte. Gin drittes Mal seien bei einem von Wölfe miß- für ihre Behauptungen gestellt; das Gericht lehnte aber diese der russischen Fabrikanten( namentlich ist dies in der Manufaktur- handelten Knaben bei der vorgenommenen Untersuchung blut Anträge ab, weil es die darin aufgestellten Behauptungen als waaren- Industrie der Fall) genöthigt wird, durch Einführung unterlaufene Striemen festgestellt worden. Wölfe bestritt dies wahr unterstellte. Die Revisionsschrift ist aber der Meinung, von Neuerungen im Betriebe die Waaren zu verbilligen und alles ganz ruhig und behauptete, niemals in Abrede gestellt zu daß die Beweisanträge so eigenartige feien, daß, wenn ihnen dem Bedürfniß der Konsumenten mehr entgegenzukommen, wie auch Absatzgebiete außerhalb des europäischen Rußlands, in haben, daß er selbst in anderen als den ihm vorgeworfenen stattgegeben worden wäre, das Gericht eine ganz andere AufFällen Gefangene mißhandelt habe. Der Staatsanwalt pläbirte jaffung von Sibirien, China 2c. zu suchen. der Sache gewonnen hätte und zu einer Zu diesen Umständen, welche die russische Industrie aus ihrer jedoch auf Fahrlässigkeit, worauf das Gericht den Prügel- hän die in der Revision angeführten Rügen für unbegründet auf wissentlichen Meineid, die Geschworenen erkannten deren Strafe gekommen wäre. Reichsanwalt Zweigert Stagnation aufzurütteln beginnen, gefellt sich in der letzten helden zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilte. Zeit ein neuer. Die russische Industrie hielt sich bisher die und bntragte die Revision zu verwerfen. Bezüglich der for= Konkurrenz des Auslandes durch hohe Schutzölle vom Leibe und Staatsanwalt Lorenz vor dem Landgericht Erfurt. die in den Beweisanträgen aufgestellten Behauptungen als mellen ge, habe das Gericht zu gunsten der Angeklagten dadurch ist es möglich, daß zum Beispiel die Gifenschmelzhütten- Die Berufung, welche der Erste Staatsanwalt am Erfurter wahr unterstellt, von einer Beschränkung der BertheidiBesizer im Uralgebirge noch jezt bis 100 pCt. Gewinn einstecken, Landgericht, Lorenz, gegen das Schöffengerichts- Urtheil vom ohne im geringsten an die Befriedigung der neueren Bedürfnisse 16. Oktober d. J. eingelegt hatte, nach welchem er megen Be- gung fönne also keine Rede sein. Der Grund für die materielle ihrer Käufer zu denken. Doch rückt jetzt der Ausländer leidigung unseres Parteigenossen Hülle mit 50 M. Geldstrafe Gericht Kazenstein rechtsirrthümlich den Schutz des§ 193 bes Rüge sei nicht stichhaltig, er sei der Auffassung, daß das als Konkurrent der russischen Kapitalisten in unmittelbare belegt war, ist am 21. November von der Berufunge kammer ver- Bericht Katzenstein rechtsirrthümlich den Schutz des§ 193 bes Nähe. Englische, belgische und französische Kapitalisten haben in worfen worden. Nach umfangi cicher Zeugenvernehmung und Strafgesetzbuchs zugebilligt habe. Das Urtheil hat ihm. furzer Zeit die südöstliche Ecke des europäischen Rußlands, das nachdem der Privatkläger Genosse Hülle wiederum seine Sache von Leipzig und Mitglied der sozialdemokra den Schuß zugebilligt, weil er Einwohner, Steuerzahler Land der Don'schen Kosaken und das Gouvernement Jekaterinoslaw glänzend geführt hatte, verkündete der Präsident, Landgerichts: tischen Partei sei. zum Hauptsitz der Kohlen- und Eisenindustrie Rußlands gemacht. Direktor Herrmann, folgendes Erkenntniß: Der Gerichtshof hat stichhaltig, da bereits frühere Entscheidungen des ReichsDiefer letzte Grund sei nicht Diese Gegend, wo vor 25 Jahren nur Schafe weideten, ist zum nicht als erwiesen erachtet, daß der Angeklagte die Worte Bergerichts festgestellt hätten, daß der Schuß des§ 193 des StrafSchauplah einer fieberhaften industriellen Entwickelung geworden, leumder" oder" Berleumdung" gebraucht hat. Erwiesen ist dadie an die Verhältnisse von Amerika erinnern. Gin riesen- gegen, daß der Angeklagte zu dem Privatkläger Hille außerhalb gesetzbuches nicht zugebilligt werden könne, weil der Angeklagte hafter Reichthum der Erde an Kohle ist in jener Gegend des Plaidoyers in einer Zwischenbemerkung gefagt hat: einer politischen Partei zugehöre. Die Revision wurde entdeckt worden und die Bauern, die ihr Land an Sie treiben gewerbsmäßige Ehrabschneiderei", oder: Sie ausländische Attiengesellschaften verkauften, find über Nacht zu leben ja nur von der gewerbs und gewohnheitsreichen Beuten geworden. Im Jahre 1893-94 find im Don'schen mäßigen Ehrabschneiderei". Der Gerichtshof hat aus Gebiet 272 Mill. Pud( 1 Bud= 16,87 Rilogramm) Steintohlen der Verhandlung die Ueberzeugung gewonnen, daß der gewonnen worden. Mit der Entwickelung der Kohlenindustrie Angeklagte diese Bemerkung vorfäßlich gethan hat. Der Die Volksversammlung, die von der Vertrauensperson hält die Entwickelung der Eifenindustrie gleichen Schritt. Vor Gerichtshof ist der Ansicht, daß diese rechtswidrig geschehen und des zweiten Kreises, Frau Emma Scholz, auf letzten Dienstag dem Jahre 1887 gab es im Süden Rußlands nur zwei Eisen- eine Beleidigung im Sinne des§ 186 des Strafgesetzbuches ift. nach Marten's Salon einberufen worden war, war von Frauen schmelzhütten, seit diesem Jahre aber werden immer neue ein- Ginmal gab die ganze Sachlage keinerlei Veranlassung zu einer und Mädchen gut besucht. Reichstags- Abgeordneter Wurm gerichtet. Schon jest gleicht die Eifenproduktion im Süden solchen Zwischenbemerkung, andererseits war aber der Staats- sprach über Küche und Politik". Der Redner, der wiederholt Rußlands der Produktion aller 85 Eisenschmelzhütten im Ural- anwalt auch materiell zu einer solchen Aeußerung nicht befugt. von Beifall unterbrochen und am Schlusse nochmals mit Applaus gebirge. Im Jahre 1892 wurden 20 Millionen Pud Gußeisen, Die Staatsanwaltschaft ist dem Gerichtshof nur koordinirt als belohnt wurde, wußte die zwei anscheinend einander so fernim Jahre 1894 25,7 Millionen Pud produzirt und für das Jahr Verwaltungsbehörde, nicht aber als Prozeßbehörde. Laut Straf liegenden Gebiete Küche und Politik mit einander derart in 1896 wird eine Produktion von 40 Millionen Bud erwartet. prozeßordnung und Gerichtsverfassungs- Gesetz hat der Vor Verbindung zu bringen, daß den anwesenden Frauen ihre Stellung Und die russische Kohlen wie auch Gisenindustrie steht ſizende die Verhandlung zu leiten und steht diesem auch die zu den politischen und wirthschaftlichen Fragen verständlich eigentlich erst im Beginn ihrer Entwickelung. Dank der mangelhaften Sigungspolizei zu. Daraus ergiebt sich, daß der Staatsanwalt, werden mußte. Er zeigte, wie unfere ganze politische Wirthschaft Verkehrsmittel Rußlands ist es bis jetzt noch vortheilhafter, in obne von dem Vorsigenden zum Wort verstattet zu sein, nicht das ihren Ausdruck schließlich in der Küche findet. Der Redner Doeffa, auf dem Kaukasus und in Transkautafien englische Rohlen Recht hat, in die Verhandlung einzugreifen. Der Gerichtshof war schilderte die mangelhafte Ernährung eines großen Theils der zu verbrauchen als diejenigen von dem nahen Don'schen Gebiet, und sich auch zweifellos der Beleidigung seiner Aeußerung bewußt. arbeitenden Bevölkerung, stellte an der Hand wissens was das Eisen anlangt, so sind von den im Jahre 1894 in Rußland Der Angeklagte hatte zu der Bemerkung gewerbs, und ge- schaftlicher Autoritäten, und sich auf das kaiserliche verbrauchten 127 Millionen Pud Gußeifen nur 80 Millionen wohnheitsmäßiger„ Ehrabschneider" nicht den geringften that Gesundheitsamt berufend das Minimum Quantum an Bud in Rußland geschmolzen, 47 Millionen Bud aber vom Ausfächlichen Anhaltspunkt.„ Ehrabschneider" ist der schlimmste Nahrungsstoffen für die einzelne Perion feft, lande eingeführt worden. Es ist zu erwarten, daß in den nächsten Vorwurf, den man jemandem machen kann. Während ein Be- dann von diesem Standpunkt aus eingehend die Bertheuerungs Jahren die russische Kohlen- und Eiſenindustrie sich noch mächtig leidiger und Verleumder nur ie Ehre anderer angreift, so be- politik des Reiches und schloß mit einem eindringlichen Appell ausdehnen wird auf Kosten der ausländischen Einfuhr der nüßt der Ehrabschneider jede Gelegenheit, um die Ehre. seines an die Frauen, indem er ihnen die Frauen der alten Germanen Kohle und des Eisens, denn das Eisenbahnnez Rußlands wird Nebenmenschen zu nehmen. Gegen einen Ehrabschneider giebt als Beispiel vorhielt:" Sorgen Sie dafür, nicht ein Hemmimit jedem Jahre erweitert, wodurch die Verbreitung der es kaum einen Schutz. Wenn man also einen Menschen Ehr- schuh unserer Bewegung zu sein, Sie sollen diejenigen sein, russischen Produkte erleichtert wird. Außer der sibirischen Eisen- abschneider nennt, so bezichtigt man ihn selbstverständlich einer welche hinter den Kampfreiben stehen und die feigen Männer bahn werden jetzt im europäischen Rußland selbst vier große bösen Absicht. Wenn man einen gewerbs- und gewohnheits mit der Hundepeitsche wieder in den Kampf treiben." An Eisenbahnen und eine große Anzahl fleiner Zweigbahnen gebaut, mäßigen Wucherer Gurgelabschneider" nennt, so ist das lange die Rede Schloß sich eine sehr sehr lebhafte Diskussion, insgesammt ist jetzt im Bau begriffen eine Strecke von 13.000 nicht so schlimm, als wenn man einen Menschen als Ehr an der sich vorzüglich Damen betheiligten. Aus allen Kilometern und das ist für die Entwickelung der gesammten In abschneider bezeichnet, da jener nur eine Vernichtung Aeußerungen hörte man den Unwillen über die Maßdustrie Rußlands von Bedeutung. gegen das Eigenthum, dieser aber eine Vernichtung des regeln der Polizei gegenüber allen Versuchen der Frauen, selb Und mit der Entwickelung der Industrie wird auch die höchsten Gutes des Menschen, die Ehre, beabsichtigt. Der ständig die Agitation unter den Frauen zu betreiben. Nur das Entwickelung der russischen Sozialdemokratie vor sich gehen. Beweis der Wahrheit für die vom Angeklagten erhobene durch hoffen die Rednerinnen diese Unterdrückungen zu entfräften, Die Nowoje Wremja" bemerkt, daß die belgischen Kapitalisten Behauptung ist feineswegs geführt. Der Angeklagte hat sich daß die Frauen möglichst zahlreich in ihren Versammlungen er mit Vorliebe ihr Kapital in russischen Bergwerf- Unternehmungen fomit im Sinne des§ 186 des Strafgesetzbuches schuldig gemacht. scheinen, und Genossin Fahrenwald forderte die Anwesenden anlegen, weil in Rußland die Geißel" des westlichen Europas, Der Schutz des§ 193 tann dem Angeklagten nicht zugebilligt auf, dahin zu wirken, daß möglichst viele Frauen in die Verder Sozialismus, unbekannt sei. Aus diesem Grunde bringen werden. Der Angeklagte handelte einmal nicht in Wahrung be fammlungen kommen und wenn man sie mit einem Schußdie Direktoren der belgischen und französischen Aktiengesellschaften rechtigter Interessen. Auch geht aus der Form und den Um mannsgriff" herbeiziehen müsse. Frau Schädlich will keine ausländischen Arbeiter nach Rußland, sondern beschäftigen ständen die Absicht der Beleidigung hervor. Dem Angeklagten die Taktik der Junker nachgeahmt wissen: wir schreien fast ausnahmsweise russische Arbeiter. Uns ist aber bekannt, war bekannt, daß der Privatkläger nur auf grund der§§ 185, so lange, bis wir Recht bekommen." Ida Altmann daß wir unter den russischen Grubenarbeitern im Don'schen Land 186 und 200 des Strafgesetzbuches bestraft war. Wenn auch der sprach gegen die bürgerliche Presse, die noch so viel von Arschon Genoffen haben, die den ausländischen Kapitalisten wohl Staatsanwalt berechtigt war, darauf hinzuwirken, daß der Privat- beitern gehalten wird, und drang darauf, daß die Versammlungs. bald die Freude an der unbehinderten Ausbeutung der russischen fläger, der Redakteur eines sozialdemokratischen Blattes ist, eine besucher es nicht bei dem augenblicklichen Beifall bewenden lassen, Arbeiter verderben werden. möglichst harte Strafe erhielt, so hat der Angeklagte die sondern nach dem, was sie gehört haben, auch handeln. Die Grenzen feiner Befugniß weit überschritten. Der Angeklagte hätte Genoffin Greiffenberg wandte sich gegen die Schund= die Zwischenbemerkung im Plaidoyer vorbringen können. Der literatur, deren Leserkreis leider hauptsächlich im Proletariat zu Gerichtshof fann nicht einsehen, daß alsdann die Wirkung seiner Hause sei, sprach dann über die heutige falsche Erziehung der Worte eine Abschwächung erfahren hätte. Allein, daß es dem Kinder und über die brutale Behandlung der Arbeiterinnen durch Ein Unfall auf dem Neubau der Erziehungsanstalt Angeflagten nicht darauf anfam, blos ein höheres Strafmaß zu viele Unternehmer, die den Arbeiterinnen nicht nur moralische, in Zehlendorf gab Veranlassung zu einer Auflage wegen erzielen, sondern in erster Reihe den Privattläger zu beleidigen, sondern sogar noch wirkliche Backpfeifen verabreichen. Sie war fabrlässiger Körperverlegung gegen den Kutscher geht aus dem Umitande hervor, daß der Angeklagte seine Anrede empört darüber, daß die Arbeiterinnen sich das noch gefallen Karl E. dortselbst. Der Angeklagte hatte den für genannten gar nicht an die Richter, sondern an den Privatkläger richtete, lassen, fah aber einen großen Theil der Schuld in dem lauen Neubau nöthigen Sand beranzufahren und mußte zu diesem daß er, nachdem das kriegsgerichtliche Urtheil verlesen, absolut Verhalten der Arbeiterinnen selbst, und zwar ihren gewerkschaftlichen Zwecke eine Einfahrt passiren, an deren einer Seite eine zu einer solchen Aeußerung feine Veranlassung hatte und endlich Organisationen gegenüber. Es sprachen noch Frau Luß, der 7 bis 8 Meter hohe, etwa 20 Zentimeter in die Erde ein- aus dem Umstande, daß der Angeklagte die Aeußerung that, ohne Genoffe I at ob und ein Herr Spiegel, der mit seinen Ausgegrabene Leiter an dem dort befindlichen Baugerüft aufgestellt vom Vorfizenden zum Wort verstattet worden zu sein, er also die führungen, bei welchen er schließlich zur Transsubstantiations. war. Am 29 August nun stieß G. beim Hineinfahren mit der Sitte und Ordnung im Gerichtssaale, die er von Amtswegen mit zu Lehre gelangte, die Versammlung ziemlich langweilte. Wagendeichsel derart an diese Leiter, daß sie umfiel und dem wahren hatte, durchbrach. Es kann also feinem Zweifel unterliegen, Nach dem Schlußwort des Referenten wurde folgende, von der Maurer Wilhelm Kuhlmey auf den Rücken stürzte. Dieser erlitt daß der Angeklagte die Absicht der Beleidigung hatte. Der Gerichts- Genoffin Fahrenwald eingebrachte und nach einer Anregung dadurch eine Quetschung des Kreuzbeines und des Rückenmarts, hof hat die vom Schöffengericht erkannte Strafe für ausreichend der Genoffin Altmann erweiterte Resolution einstimmig ane an deren Folgen er noch heute zu leiden hat. E. wurde für gehalten, zumal der Privatkläger eine Berufung nicht eingelegt genommen:" Die Versammlung erklärt fich mit den den Unfall verantwortlich gemacht und demgemäß unter Anklage hat. Der Gerichtshof hat daher im Namen des Königs für Ausführungen des Referenten einverstanden. Namentlich gestellt. Die 2. Strastammer des Landgerichts II. erachtete nach recht erkannt, daß die Berufung des Angeklagten zu verwerfen, versprechen die Frauen darauf hinzuwirken, daß die sozial dem Ergebniß der Beweisaufnahme die Schuld des Angeklagten mithin der Angeklagte auf grund des§ 186 des Strafgesetzbuches demokratische Breffe in ihren Kreisen immer mehr die bürgerliche für erwiesen und erkannte auf vierzehn Tage Gefängniß. zu 50 M. Geldstrafe zu verurtheilen und dieser Strafe im Nicht- Presse verdrängt und daß ihre Kolleginnen den bestehenden Ein netter Ordnungswächter stand dieser Tage vor dem beitreibungsfalle für je 10 M. einen Tag Haft zu Organisationen beitreten. Nur so ist es möglich, daß die AufSchwurgericht zu Wiesbaden in der Person des früheren substituiren fei. Der Gerichtshof hat dem Angeklagten außerdem flärung der Frauen und damit die Herbeiführung befferer ZuSchutzmannes Wölfe, des wissentlichen Meineides angeklagt. Die Rosten des Berfahrens und auch die dem stände für diefelben in wirthschaftlicher wie in politischer Hinsicht Die Antlage warf ihm vor, vor dem Echöffengericht in einem Brivattläger durch die Berufung entstandene teine Unterbrechung erleidet." Brozesse einen Meineid geschworen zu haben. Am 9. März d. J. baaren Auslagen auferlegt. " Gerichts- Beifung. " beleuchtete Der Deutsche Holzarbeiter Verband veranstaltete in diesen Monat für den Norden Berlins zwei Versamm lungen. Sonntag den 10. November sprach Genosse Riesel über die Kämpfe der Arbeiter im Mittelalter bis zur Gegenwart. Er schilderte dabei, wie schon die Gesellen der damaligen Zeit durch festen Zusammenbalt eine Verkürzung der Arbeitszeit, den blauen Montag, errangen, und daß die wirthschaftlichen Kämpfe feit dem Mittelalter fortgedauert haben bis heute, wo sie infolge des Maschinenwesens und der fapitalistischen Entwickelung einen besonders scharfen Charakter angenommen haben. Zum Schluß wurde nämlich wider einen jungen Mann verhandelt, welcher Beleidigung des Leipziger Stadtraths und der Stadt: wegen Lärmens verhaftet, sich des Widerstandes und verordneten. Um zu verhindern, daß in das StadtverordnetenBeleidigung der Schußleute schuldig gemacht haben sollte. Der Kollegium fozialdemokratische Stadtverordnete gewählt würden, junge Mann behauptete, es sei ihm damals auf dem Polizei- hatte der Stadtrath und die Stadtverordneten 1894 das Bürgerrevier übel mitgespielt, er wäre auf die brutalste Weise miß- Wahlrecht durch ein Gemisch von Zensus und Bezirkswahlen so handelt worden. Zum Wahrheitsbeweis für seine Aussagen verschlechtert, daß der größte Theil der Bürger, 80 pCt., in der führte der Angeklagte mehrere Beugen vor, von denen einer unter III. Wählerklasse nur 24, die beiden anderen Klaffen, etwa 20 pet. Eid aussagte, daß Wölte ihm wiederholt, als er noch Schuhmann der Bürger, aber 48 Abgeordnete zu wählen berechtigt find. Inwar, mitgetheilt habe, daß auf dem Polizeirevier den folge dessen war der Wahlkampf zu den 1894er Stadt Arrestanten die Hände zusammengebunden feien, dann verordnetenwahlen ein heftiger und hatte insofern hatte insofern ein feines beifällig aufgenommenen Vortrags forderte der Redner zurecht wären sie mit Gummischläuchen trattirt worden. Seitdem Nachspiel, als der Vorsitzende des sozialdemokratischen reger Betheiligung an der Organisation auf. Kollege Helbig er nicht mehr Schußmann sei, werde noch mehr geprügelt. Wahlkomitee's, Genosse Albin Mohs, und der verant theilte dann als Obmann der Werkstatt- Kontrollkommission mit, Wölfe stellte unter Eid in Abrede, jemals eine solche Aussage wortliche Redakteur, der Leipziger Volkszeitung", Genosse daß infolge des Beschlusses der letzten Generalversammlung, gethan zu haben, doch ließ der Vorsitzende, welcher Zweifel an Simon Rabenstein, am 15. Juni d. J. wegen Beleidigung wonach in Werkstellen mit schlechten Arbeitsverhältnissen in eine seiner Zuverlässigkeit hatte, diese Aussage sofort protofolliren. des Leipziger Stadtraths und der Stadtverordneten vom Land- Lohnbewegung eingetreten werden kann, die Kollegen in drei Der damals Angeklagte wurde nebenbei bemerkt frei- gericht Leipzig zu drei bezw. fünf Monaten Gefängniß verschiedenen Werkstellen vorgingen, was den Erfolg hatte, daß gesprochen. Der jetzt dem Wölfe zur Last gelegte Falscheid sollte verurtheilt wurden. Die Beleidigung wurde bei Mohs in zwei sie ohne Streit eine Lohnerhöhung errangen. in jener protokollarischen Aussage enthalten sein. Wölfe erfärte, von diesem verlegten Flugblättern, bei Kazenstein in einem in In der zweiten Versammlung, die am 17. November abnicht schuldig zu sein. Der Vorsitzende habe ihn damals der Nr. 54 der Leipziger Boltszeitung" vom 4. Dezember 1894 gehalten wurde, sprach Kiesel über die Presse und ihre Begefragt, ob auf den Polizeirevieren im allgemeinen geprügelt enthaltenen Aufruf des Wahlkomitee's und in einem in der deutung für die Arbeiter. In dieser Versammlung waren von werde, worauf er mit Nein geantwortet habe. Hätte man ihn Nr. 55 der Leipziger Volkszeitung" vom 5. Dezember 1895 ent- 11 eingeladenen Werkstellen leider nur 3 vertreten. n Im Often wurde am 10. November eine gutbesuchte Ver- 1 fäße, mehr als jeber andere Arbeiter, vor Augen hätten. Better fchilderte Bertrauen mann Vertrauensmann Fischer die Situation im fammung abgehalten, zu der die Kollegen aus den Werkstätten wurde aufgefordert, alle Uebelstände in den Fabriken und Arbeits- Gewerbe und erklärte, daß irgend eimas zur Verbesserung der Klug, Fruchtstr. 81/82; Jahnte, Fruchtftr. 54 u. 59; Kühne, Frucht- pläßen zur Kenntniß zu bringen, damit Abhilfe gefchaffen werden wirthschaftlichen Lage der Zimmerer gefd.ehen müsse. Im vers Straße 25; Friede, Büschingstr. 6; Roll, Landsbergerstr. 112; fann. Es folgte die Ausgabe der Fragebogen, wobei man er- gangenen Sommer feien zwar durch die Platsperre sowohl, als Robde, Weberstr. 52; Bölder u. Plathen, Königsbergerstr. 29; suchte, diese gewissenhaft auszufüllen und wieder abzuliefern, auch durch die neugeschaffene Institution der Plazdeputirten Keller, Königsbergeritraße 4; Mewes, Rüdersdorferstraße 41; damit sie bei der zum Frühjahr geplanten Erringung befferer einige Erfolge erzielt worden, doch hätte die allgemeine Be Tromler, Rüdersdorferstraße 7, eingeladen waren. Die Verhältnisse als Material verwerthet werden können. An folgen- theiligung der Zimmerer leider noch zu münschen übrig gelassen. Als Kollegen von Roll und Jahnke waren nicht erschienen. Den Stellen können die Fragebogen abgeholt und wieder ab- besonders wünschenswerth bezeichnete Redner die Beseitigung der Da der Referent am Erscheinen verhindert war, wurde geliefert werden: im Norden bei Meufing, Streligerstr. 24; start eingeriffenen Ueberstundenarbeit und eine Erhöhung des sofort der dritte Punkt der Tagesordnung Vorschläge zu Werkstatt- im Süden bei Karpentiel, Forsterstr. 17; im Osten bei Lohnes. In der Diskussion wurde besonders warm die VerKontrollkommissions- Mitgliedern" verhandelt und durch die Wahl Ficius, Münchebergerstr. 28; in Charlottenburg bei fürzung der Arbeitszeit ohne jedwede Lohnerhöhung mit dem der Kollegen Krefer, Benisch, Sauer, Pintsch, Stammer, Vogel Scheffler, Pestalozzistr. 30a, und in Moabit bei Liebe, Bremer Hinweise darauf befürwortet, daß selbst der Hirsch- Duncker'ſche gefang, Grünherb, Bremer, Hannemann, Marienfeld, Ehmke, straße 62. Gewerkverein zu der Einsicht gekommen sei, daß den Bimmerern Blessien und Schmidt erledigt. Es wurden dann Werkstattangelegenheiten besprochen. Den Kollegen aus den oben nur durch eine Verkürzung der Arbeitszeit geholfen werden könne, achtstündige sowie daß auf der kaiserlichen Werft der genannten Werkstätten wurde zur Last gelegt, Ueber Arbeitstag versuchsweise zur Einführung gelangen solle. stunden gemacht zu haben; sie gaben das im wesentlichen Befürwortet wurde auch ein Lohnzuschlag für Ueberstunden zu. Mitgetheilt wurde dann, in welcher Weise der Wirth des in den Fällen, wo solche nicht zu vermeiden sind. Ein anderer Gewerbehofs, Herr Kärger, seine Wiether unterstügt. Vorschlag ging dahin, die Forderung aufzustellen: neunfiündige nicht nachlassen. " Die D was den als die Anwesenden ihre un Eine öffentliche Versammlung der Schneider und Näherinnen aller Branchen war vom Vertrauensmann imm zum 19. November nach dem Englischen Garten in der Timm zum 19. November nach dem Englischen Garten in der Alexanderstraße einberufen. In seinem Vortrage kritisirte Kollege Pfeiffer eine erst fürzlich zur Kenntniß der Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Schneider und Schneiderinnen gelangte Kollegen der dortigen Pianofortefabrik von Steuer u. Ko. fteben Etatutenänderung, in der Annahme, diese sei vom Vorstande Arbeitszeit und 60 Pf. Stundenlohn. Weiter wurde der Wunsch im Streit. Um nun die Ausständigen an der Kontrolle zu ver hindern, sollen sogar die, die etwa noch Schulden in der Kantine vorgenommen worten. Hierzu erklärte Herr Mathes, laut, zur Ausarbeitung eines Lohntarifs eine Kommission zu Vorstand der haben, das Grundstück nur einmal betreten dürfen. Ein dahin Orts Krantentasse, wählen. Nach langer Debatte gelangte die gut besuchte Verbie Statutendaß lautendes plakat fei am Fenster des Portierraumes angebracht. 22. Oftober 1894 erfolgt fei. Aenderung fammlung zu folgender Beschlußfaffung:„ Die heute in Cobu's schon in Der Generalversammlung Do Bon mehreren Rednern wurde sodann noch die Ueberzeitarbeit habe ihren Grund in dem bureaukratischen Gang solcher An- sind der Meinung, daß zur Besserstellung ihrer traurigen wirthDie späte Bekanntmachung Festfälen versammelten Zimmerer Berlins und der Umgegend scharf gegeißelt und die Kollegen selbst verschuldeten, wenn sich ihre Lage immer gelegenheiten, denn es hätte ein ganzes Jahr gedauert, ehe die ichaftlichen Lage vor allen Dingen eine Verkürzung der trauriger gestaltet. Sie sollten den Bumuthungen der Meisterben Behörden eingereichten Statuten wieder in die Hände des Arbeitszeit nothwendig ist. Um dies erreichen zu fönnen, beizutreten, entgegen treten, jetzt, bei etwas günstigerer Geschäftszeit Tag und Borstandes zurückgekommen feien. Es entspann fich dann eine verpflichtet sich jeder Berliner Zimmermann einer Organisation Hauptbedingung lebhafte Diskussion zwischen Kaffenmitgliedern und VorstandsNacht zu arbeiten und so ihre Arbeitskraft für einen geringen mitgliedern, bei der mancherlei Beschuldigungen und Klagen vor: anerkennen. Zur Frage der Verkürzung der Arbeitszeit selbst Lohn ausuußen zu lassen. Die 9½stündige Arbeitszeit müsse gebracht wurden. Bon beiden Seiten wurde es als böchst nach für nothwendig, welche im Berein mit dem Bertrauensmann die halten die Anwesenden die Wahl von Plazdeputirten streng inne gehalten werden, um dadurch die noch arbeitslosen theilig erachtet, daß 38 Rassenärzte, zu welchen zirka Kollegen unterzubringen. Auch dürfe die Agitation für An- 10 Spezialärzte hinzukommen, für gegenwärtig 22 000 Raf nächsten zu unternehmenden Schritte zu berathen und alsdann schluß an die Organisation, den deutschen Holzarbeiter- Wesband, mitglieder hinreichen sollen. Als ein noch größerer Uebel- den weiter stattfindenden öffentlichen Bersammlungen Bericht zu stand wurde es bezeichnet, daß die Raffe laut Kontrati erstatten haben." Die Frage der Regelung der Sammlungen zur Bestreitung In der Geldschrank und Kaffettenfabrik von Arnheim 10 Jahre an diese wenigen Aerzte gebunden sei. Adolf Badjir. 40/41, haben Verhältnisse plangegriffen, die nach Weinung Schulz schlug die Hinzuziehung von Aerzten vor, die das Natur der Kosten für öffentliche Zwecke wurde den platteputirten zur Vorberathung überwiesen. Die weiteren Punkte der Tages der Arbeiter dringend der Abhilfe bedürfen. Nachdem ein verfahren kennen; ein großer Theil der Kaffenmitglieder bringe ordnung: Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission Arbeiter, der dieserhalb beim Chef vorstellig wurde, kurzerhand solchen größeres Vertrauen entgegen. Timm ersah aus dem entlassen worden ist, übernahm es der Bertrauensmann der Verlauf der Tebatte, wie nothwendig öftere Aussprache zwischen und Neuwahl eines Delegirten, wurden vertagt. Berliner Metallarbeiter, Otto Mäther, auf andere Weise Vorstand und Mitgliedern der Kaffe ift. Pfeiffer wünschte Eine hauptsächlich von den Frauen Schönebergs besuchte eine Regelung der Angelegenheit herbeizuführen. Er berief eine Veröffentlichung der in den General- Verfammlungen gefaßten Bolts versammlung tagte am Mittwoch Nachmittag bei öffentliche Bersammlung fämmtlicher bei Arnheim be- Beschlüsse in Gestalt von Versammlungsberichten durch Obst in der Grunewaldstr. 110. Frau Greiffenberg sprach schäftigter Arbeifer ein, in der festgestellt wurde, daß das ihm den Vorwärts" und die" Bolts- Zeitung". Hierauf wies über die Rechtlosigkeit der Frau im heutigen Klaffenftaat". Jm Mitgetheilte den thatsächlichen Verhältnissen entspreche. Die der Kollege Bander auf die bevorstehende Konferenz der Hinblick auf vorgekommene harte Verurtheilungen bis jetzt völlig Versammlung wurde am 19. November im Lotal Marien- Konfektionsarbeiter in Erfurt hin, zu deren Beschichung unbestrafter Frauen, denen es schwer angerechnet würde, das bad" abgehalten, war außerordentlich gut besucht und nahm er den Kollegen Timm vorschlug. Weitere Vorschläge erfolgten Resultat ihres Nachdentens über die heutige Gesellschaftsordnung einen sehr guten Verlauf auch insofern, als viele der Aufforderung, nicht. Die Versammlung beschloß einstimmig die Telegation den Arbeitsschwestern mitgetheilt und diese zusammengeschaart zu fich dem Berliner Metallarbeiter- Verband anzuschließen, sofort nach imm's zur Erfurter Konferenz. Zum Schluß gab 3ander haben, stand Rednerin nicht an zu erklären, daß derartige tamen. Nach dem Referat Näther's sollen Wochenverdienste von bekannt, daß am Neujahrstage nachmittags 2 Uhr der Besuch Maßnahmen darauf zum Theil zurückzuführen seien, daß 12 M. bei der Weltfirma Arnheim nicht zur Seltenheit gehören. Der Extravorstellung in der Urania vor sich geht, wozu Billets die Frauen herrschenden Klassen Klassen viel gefährlicher werden können fte Die Firma beschäftigt ungefähr 250 bis 260 Arbeiter, darunter etwa à 50 Pf. bei ihm im Bureau Alte Jakobstr. 88 erhältlich sind. als die Männer, sobald 15 Maler und Lackirer; besonders die letzteren sollen in Ueberwürdige Stellung erkannt haben und vereinigt deren Besserung stunden- Arbeit unglaubliches leisten. Die hygienischen Ein- Die Puker( Maurer) hielten am Mittwoch im Feenpalast anfireben. Frau Klauke war gleicher Meinung und führte richtungen in der Fabrik entsprechen nach den dem Referenten eine öffentliche Versammlung ab. Nach einem anregenden Vor- weiter aus, daß, wenn, wie es heiße, die Frau durch Aenderung gewordenen Mittheilungen nicht den Anforderungen, die die trage des Genossen Millarg über Fortschritt und Armuth" des Vereinsgefezes noch mehr beeinträchtigt werden solle, man Arbeiter bei dem heutigen Stand der Technik zu stellen berechtigt wurde die Frage erörtert:" Was hat das Vorgehen in diesem auch dann eine Form finden werde, um den Frauen Auffeien. Die Waschvorrichtungen und Klosets sollen viel zu Jahre genüßt und welche Lehren sind daraus zu ziehen?" tlärung zu verschaffen. Genoffe Meiling protestirte dagegen, wünschen übrig laffen; häufig fomme es vor, daß die Wasser- Neumann stellte namens der Kommission fest, daß, soviel dieser daß die Frauen auch noch des allerletzten Restes des Versammleitung nicht funttionire. Auch die Beleuchtung soll mangelhaft bekannt, durch die Bewegung den Bauschwindlern ein heilsamer lungsrechts beraubt werden sollen und rieth ihnen an, dagegen, fein; die Schuhvorrichtungen wurden ebenfalls als ungenügend Schrecken eingejagt worden ist und jetzt so ziemlich auf allen laut und immer lauter zu protestiren, bis sie gehört würden, und bezeichnet, Berlegungen seien infolge dessen nicht selten. Als einen Bauten der übliche Lohusatz bezahlt wird. Wo letzteres nicht das recht bald, ehe es su spät werde. Genosse Kleinschmidt Eingriff in ihr Selbstbestimmungsrecht empfinden die Arbeiter das der Fall ist, liege es an der Laschheit der Kollegen selbst. führte den Fall aus Steglit an, wo der überwachende Beamte Verbot, ihre Speisen und Getränke anders als bei dem Kantinen Werde die Organisation, der Zentralverband der Maurer die in einer Gewerkschaftsversammlung der Metallarbeiter anwirth Stabrock zu kaufen, zumal dessen Waare häufig minder. Deutschlands, gehörig durch schleunigen Beitritt wenigstens wesenden Frauen hinausgewiefen haben wollte, weil er werthig und theurer sein soll, als bei anderen Budifern.( 3u- der Mehrheit der Puzzer gestärkt, dann sei es nicht nur jede Versammlung als eine politische betrachte, an der Frauen Schließlich ließ sich der Beamte ftimmung.) Strafgelder würden bei verschiedenen Anlässen( für möglich, im kommenden Frühjahr das Errungene festzuhalten, nicht theilnehmen dürfen. Bufpätkommen bis zur Höhe von 1 M.) erhoben; über deren sondern es könnte dann auch noch an ein weiteres Vorgehen freilich doch noch eines besseren belehren. Nach dem Schlußworte Berwaltung und Verwendung soll den Arbeitern keine Kontrolle zu- gedacht werden. Die Pußer Berlins hätten also ihr Frau Greiffenberg's wurde von den anwesenden Genoffen stehen! Weitere Beschwerden der Arbeiter betreffen einen neu. Wohl und Wehe selbst in der Hand.( Beifall.) In ähnlichem den Frauen das Versprechen gegeben, daß in nächster Zeit ernannten Meister. Um sich in der Gunst seines Chefs festzusehen, habe Sinne äußerten sich Franz Schulz und König. Millarg wiederholt Volksversammlungen zur Agitation unter den Frauen und man forderte diese auf, dieser erhebliche Preisreduzirungen vorgenommen. Einen Arbeiter erinnerte die Versammlung daran, daß die Vorsitzenden der einberufen werden sollen, habe er entlaffen, weil diefer sich etwas im Geheimen für seinen Haus- Gewerbegerichts- Kammern bei Lohnstreitigkeiten gern den Wünsche über die zu behandelnden Themata u. f. w. den Gehalt anfertigte, gleichzeitig hätte er aber auch dessen Nebenkollegen Tarif der betreffenden Gewerkschaft als Grundlage zu noffen mitzutheilen. entlaffen, weil ihm diefer nicht Mittheilung darüber gemacht ihren Entscheiden heranziehen, daher sollten auch die Buyer habe, beziehentlich nicht zu ungunsten des zuerst Entlassenen aus- bestrebt sein, einen einheitlichen Lohntarif aufzustellen und durch: sagen wollte. Näther tabelte diese Handlungsweise des Meisters zuführen.( Zustimmung.) Nachdem Grothmann unter dem um so mehr, als feststehe, daß dieser als Gefelle ebenfalls Pfusch- Beifall der Versammlung an die jüngeren( Fassaden-) Buyer die arbeiten" für sich angefertigt habe. Daß ein gedeihliches Ver- Mahnung gerichtet hatte, die älteren und infolge verbrauchter hältniß mit diesem Meister nicht bestehen könne, werde auch der Kräfte mit Innenarbeiten beschäftigten Kollegen kollegialer, das Chef einsehen. Der Referent refumnirte sich dahin: die Arbeiter heißt: nicht so von oben herab zu behandeln, wodurch die Ginig follten von den Metallindustriellen lernen und sich in ihrer Ge- teit der Berufsgenossen bedeutend gestärkt werden würde, wurde fammtheit der Organisation anschließen, dann werde es ihnen einstimmig eine Resolution angenommen, worin sich die Berwachenden Beamten nicht einsehen wollte, daß der Versammlung auch Nicht- Metallarbeiter und Frauen beiwohnen durften. mit deren Hilfe möglich sein, sich erträgliche Arbeitsverhältnisse und sammelten aur ftritten Durchführung ber bisher an Kleinschmidt sowie Kaspar erläuterten den Beauskömmlichen Lohn zu erringen.( Lebhafter Beifall.) In der Dis- erkannten Lohnfäße und, so weit es noch nicht geschehen, amten bas Vereinsgesetz sowie die Statuten des Deutschen fussion wurde von einigen Rednern das von Näther Ausgeführte be- zum Anschluß an die Organisation verpflichteten. Neumann Metallarbeiter Verbandes, worauf sich ber Beamte be= stätigt. Dem Meister wurde noch mehreres zur Laft gelegt und er machte dann bekannt, daß am 1. Weihnachtsfeiertag im Feen ruhigte. Die Redner bedauerten in ihren Ausführungen, daß wiederholt zur Entgegnung auf die erhobenen Anschuldigungen auf- palast eine Matinee abgehalten wird, deren Reinertrag zur Beamte mit der Ueberwachung von Bersammlungen betraut gefordert; indeß verzichtete er darauf. Folgende Resolution, Unterſtüßung verunglückter und hilfsbedürftiger Kollegen Ber- würden, die das Gesetz nicht genügend kennen. Deren erster Theil durch Nät her Herrn Arnheim unterwendung finden foll. Zum Schluß wurde vom Vorsitzenden weiteren Verlauf der Versammlung ist noch mitzutheilen, daß auf breitet werden foll, gelangte zur einstimmigen Annahme: Die Fr. Schulz aufgefordert, etwaige Lobnausfälle und sonstige Antrag des Kollegen Werth befchloffen wurde, in Steglit eine Bersammlung erklärt ein weiteres Zusammenarbeiten der Arbeiter Wißstände auf Bauten ungefäumt zur Kenntniß des Vertrauens- Verwaltungsstelle zu errichten. Diese tritt am 1. Dezember ins Antrag des Kollegen Werth beschlossen wurde, in Steglit eine von Arnheim mit dem betr. Meister als unmöglich, da dieses mannes Vogel zu bringen. Leben. Zur Wahl der Beamten für die neue Verwaltungsstelle Verhältniß zu ständigen Reibereien führen muß. Die Versammlung Am Abend des Bußtages fand eine öffentliche Versamm wird am 28. November im Restaurant zur Börse, Schloßftr. 66, erwartet, daß die Firma eine Lösung dieser Frage herbeiführen lung aller im Handels- und Transportgewerbe in Steglitz eine öffentliche Versammlung der Metallarbeiter von und auch die sonstigen Mißstände abstellen wird. Des weiteren verpflichten sich die Bersammelten, Mann für Mann der Organi ber die Interessenten mit ihren Frauen in bedeutender Bahlift Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. beschäftigten Hilfsarbeiter bei Bolzmann statt, zu Steglib, Friedenau, Lichterfelde und Zehlendorf abgehalten. Es fation beizutreten, um den gerügten Uebergriffen in Zukunft erschienen waren. Mit großem Intereffe folgte die Versammlung beffer entgegentreten zu können." Schöneberg. Jm hiesigen Arbeiter Bildungsverein wurde einem Vortrage des Reichstags Abgeordneten Wurm, der die am 18. November die Vorlesung des Schauspiels:„ Die Weber". Entwickelung der tapitalistischen Produktionsweise in flarer, von Gerhart Hauptmann zu Ende geführt. Es knüpfte sich verständlicher Weise veranschaulichte. Nicht minderes Interesse daran eine lebhafte Debatte, in der unter anderem auf die großen beanspruchte der zweite Punkt der Tagesordnung: Die Vortheile hingewiesen wurde, bie die heutigen planmäßig Im Verein der Wäschebranche, der am 13. November Bustände der Speditionsfirma Jakob u. Vallentin und zielbewußt vorgehenden organisirten Arbeiter erreichen im Lofal Grenadierfraße 38 eine gutbesuchte Versammlung ab- und wie ist wie ist denselben zu begegnen?" Befagte Firma tönnten im Gegensatz zu den zwecklos revoltirenden, weil unhielt, referirte Sollege Grashold über den Kampf der Geist durch die lezihin im Vorwärts" veröffentlichte Ge- aufgeklärten Maffen, die im Drama vorgeführt werden. Bewerkschaften und deren Nußen. Der Redner entledigte sich feiner werbegerichts Berhandlung, welche die unglaublichen Zustände schlossen wurde sodann, zur Vergrößerung der Bibliothek 20 m. Aufgabe zur Zufriedenheit der Hörer. Zum Schluß seines Vor- bei dieser Speditionsfirma bloßlegte, bereits bekannt. Ebenso ist zu bewilligen. trages empfahl er ganz besonders den Anschluß aller Kollegen Herr Kommerzienrath Jakob schon Gegenstand einer Besprechung an die Organisation, damit in Zukunft auch Forderungen zum im Vorwärts" gewesen. Er war zu dieser Versammlung be- Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. S. Filiale 7. Sonntag, den 24. November, vormittags Nußen aller an die Unternehmer gestellt werden könnten. Bei fonders eingeladen, aber nicht erschienen. Das Wort des Nr. 29, Hamburg.) 9% Uhr, bet Echeps, Gerichtsstr. 10, Mitgliederversammlung. dem Punkt: Wie stellen sich die Kollegen zur Ausarbeitung eines Gewerbegerichts- Vorsitzenden, daß die betreffende Klage leider" Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorftr. 15: Bersammlung. Minimal- Stücklohntariss? wurde nach längerer Distusfion eine zu ungunsten des Klägers habe entschieden werden müssen, Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Sonnabend, Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Nationalötonomie. Nordschule, Müllerftr. 179a: Rede Kommission von 6 Kollegen gewählt, die die nöthigen Arbeiten fand in der Diskussion lebhaften Wiederhall. Allgemein übung. Beginn abends Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur zu vollziehen und einer späteren Versammlung Bericht zu erstatten wurde bedauert, daß es kein Gesetz gäbe, das die Arbeiter Benuzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon hat. In die Kommission wählte man die Kollegen Gra 3 vor so grenzenloser Ausbeutung wie bei der Firma Jakob und von 8 uhr an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfizender Ad. hold, 3emte, Kobelt, Magel, Metlenburg und Vallentin schüße. Um so energischer wurden die Handels- und Neumann, Paiemalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu Sergt. Transportarbeiter auf die Organisation als ihren einzigen und richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Er. Sonnabend, Abends beften Schuß verwiesen, welcher beizutreten bisher leider noch 9-11 Uhr: Uebungsfunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein In der von den Rehrlegern und Gehilfen am 18. No vielfach verabfäumt worden sei. Die Versammlung faßte ein Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bet Lastowsty. Grüne Eiche, vember abgehaltenen öffentlichen Versammlung hielt Kollege nimmig eine Resolution, laut welcher fie mit Entrüstung von 2yrania, Lands= Paul Liifin einen interessanten Bortrag über die wirth- den bei der Speditionsfirma Jakob u. Ballentin herrschenden iebertrans in Brandenburg a. d. Savel, Mengert's Bolksgarten, berger Allee 166 bei Goebel.- Ganges Echo, Naunynftr. 86 bei gubeil. -81üdzu, Pasewalferstr. 8 bei Neumann. Männer- Gefangverein schaftliche Umwälzung und die Entwickelung der Gewerkschafts: Arbeitsverhältuiffen Kenntniß nahm, sich mit den bei der genannten Bergfir. 6. Deutsche Giche II, Brandenburg a. d. Bavel, Sauptfirabe, bewegung." Zum Schluß wies er darauf hin, daß durch die Firma beschäftigten Arbeitern solidarisch erklärte und sich intel's Galon. Frisch auf 1, Friedrichsberg, Rummelsburgerfir. 69 wirthschaftliche Noth die Arbeiterschaft zwar zum Bewußtsein verpflichtete, für möglichst schnelle Beseitigung der Uebel- bet pam. Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bet Otto ihrer Lage tommt, daß aber viele Arbeiter aus Gleichgiltigkeit stände Sorge tragen aut Schulze. Hand in hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 Versammlung bet Emil Heinede. Männer- Gesangverein Jm mergrün, Tegel, Spans oder Dünkel sich der Klassenbewegung des Proletariats fernhalten, Frete Sänger, Schmargendorf, Wirths was das Unternehmerthum in ausgiebigstem Maße auszunuzen gab ihrer Ueberzeugung dahin Ausdruck, daß dies nur durch auerfir. 15 bet C. Rentner. Hand in hand I, Reichenbergerftr. 16 bei Hoffmann. versteht. Darum sei es Pflicht eines jeden Ueberzeugten, die in Berufsgenossen, sich dem Verbande anzuschließen. Bekannt genu- e Benfee, Straßburger- und Elsaßstraßen- Ece,„ Bum neuen Gfelthurm". Organisation zu erreichen fei, und ermahnte demzufolge alle baus Friedrich. Befangverein Frisch auf II, Echönwalde in der Mart. Weiße Rose II, differente Masse aufzuklären und der Organisation zuzuführen, geben wurde noch, daß der Inspektor der Firma Jakob und Treue, Mariannen- üfer 2a, Reñaurant Suichof. Männergesangverein denn nur durch den Zusammenschluß aller Arbeiter im Kampf Ballentin, Herr Roland, den Arbeitern der Firma den Besuch Eintracht 3, Teltow, Restaurant„ Schwarzer Uoler" am Ma.tt. ums Recht sei es möglich, das Endziel: die Ver- des Schantlokales von Borchardt in der Holzmarktstraße ver- Sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Bers Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Rue St. wandlung der Produktionsmittel in Gemeineigenthum, boten" habe. fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. zu erreichen. In der Diskussion wurde die Schwäche der London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der atte, von Karl Mary und Friedrich Engels 1848 mitbegründete ommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Aue Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend " Bon dem Verhalten der Firma zu den gestellten Forderungen soll es abhängen, ob sich weitere Maßnahmen in dieser AngeLegenheit erübrigen. 3 0 wollen. Die Organisation tritisirt und es den Anwesenden zur größten Bimmerer. Welche Forderungen stellen wir im nächsten Pflicht gemacht, mit allem Fleiß die noch fernstehenden Kollegen Frühjahr? Diese Frage beschäftigte am 20. d. M. eine in zum Anschluß zu bewegen, was bei den Rohrlegern gerade am Cohn's Festsälen abgehaltene öffentliche Versammlung der Lichtesten sein sollte, da sie ja täglich die größten Klaffengegen- Zimmerer Berlins und der Umgegend. In allgemeinen Bügen In einer Mitgliederversammlung, die von der Schöne berger Berwaltung des Deutschen Metauarbeiter- Berbandes am 16. November in Stegli abgehalten wurde, referirte Kollege Hoffmann unter Beifall über die wirthschaftliche Lage der Metallarbeiter. In der Diskussion äußerte fich Kollege Kleinich midt im Sinne des Referenten. Die Versammlung wurde leider zweimal insofern gestört, als man auf seite des über0 Rigdorf, Hermannstraße 197 bet Babenschneider. Ueber den Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Sigung: Fidelitas. -Rauchklub Theaterverein Blaue Gefelliger Arbeiter Verein Proletaria, Gonnabend nach Gigung bei Kreisel, Stalizerstraße Nr. 54 b. Zambourverein Moabit, -W wenn man da bei Lohnstreitigtetten. unentgeltliche Reichenbestattung für Stuttgart. Defterreichische Strett- Statifiit.- Deutscher Buckerring für Ausfuhrprämten. Bufammenschluß der deutschen Moltereigen offenschaften. ArbeiterschutzDebatten im bayrischen Landtage. Bäderpetition um den MarimalArbeitstag an den deutschen Reichstag. Amtliche Mittheilungen aus den Jahresberichten der deutschen Gewerbeaufsichts- Beamten. Das Selbstverwaltungsrecht der Arbeiter bet ihrer Versicherung. Bon Stadtrath S. v. Frautenberg.- Amtliche Nachträge zur Konferenz für Revision ber Reichs- Versicherungsgefeße. Arbeiterversicherung und Armenpflege in Frantfurt a. M. Geiverbliches Schulmesen und Gewerbevereine in Naffau. Ausländer in deutschen Gewerbeschulen. Obligatorische Fortbildungsschule in Württemberg. Boykott über etne schlechte Schulstelle. Neue Revue". Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Runft und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 47( VI. Jahrg.) vom 20. November 1895 folgende Auffäße: Bivus: Wiener Boulangismus; Privatdozent Dr. Karl Adler: Rechtsschutz gegen Grefutions- Berkäufe an der Börse; Conrad Alberti: Die betden Stile;-: Das hohe Haus: Barlas mentarische Köpfe( Dr. Robert Pattat, Vaclav Breznovsty, Dr. Eduard Sueß); J. Lippau: Die Studentenschaft und die soziale Frage; F Fischer: Tas Oratorium Franciscus; A. Steenbuch: Die tleinen Bieder; Miniaturbilder aus der Zeit. Ein Verrückter, Kampf und Ende eines Lehrers. Bon Josef Rüderer. München, R. Rupprecht's Berlag. ir bilten bet jeber Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Baht) Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. " find zu richten an:. Gent, Dresdenerstraße 107/108. Sonnabend:[ bestärkten die Gendarmerie in der Annahme, daß fie diesmal ben Theaterverein Bavaria", Bernauerfir. 40/41 bet Bort. ,, Märkisch Kraut", Gisenbahnftr. 7 bei Bauer. Haberern ganz sicher auf der Spur fei. Dem war jedoch anders. Ein " Helgoland", Grüner Weg 20 bet Rudolf. Blatat in einem Wirthshause bei Wolfrathshausen kündigt für Arbeiter- Baucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Den 25. November eine Habererversammlung in Neufahrn mit Vereinstalenber sind zu richten an A. Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. dem Beifügen an, daß Zivilpersonen gewarnt werden, sich den Sonnabend unverzagt", Sebuserstraße 13 bei Bogel. Bolte II, Weinstraße 22 bei Steuer. Haberern zu nähern, weil jeder Haberer scharf geladen hat. Die Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein fönigliche Gendarmerie wird aber ersucht, zu Hause zu bleiben, Fichte( Wittal. b. Teutschen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer Abtheilung weil beabsichtigt ist, des Treiben ohne Gendarmerie abzuhalten. Friedenftr. 87, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. Abthl. Boeckhftr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 3. Männer: Die Affiche schmückte der Habererorden, bestehend aus einem ge - 2. Lehrlings- Abth. Staligerfir. 55-56, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. flochtenen Körbchen mit Haberkörnen und Haberstroh. Troß der Bereinigung der Turnfreunde turnt Mittwochs und Sonnabends großen Vorsicht und der wahrhaft raffinirten Schlauheit, die von 8-10% Uhr abends Turnhalle Demminerftr. 56-57 Frete Turner: schaft Rigdorf Bris, G. Wiersing's Reft., Senefebecftr. 113.- Gemischter fämmtliche Theilnehmer am Haberfeldtreiben bekundeten, hat man Chor Gleichheit, abbs. 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer.- in der Nähe von Tölz doch eine Persönlichkeit verhaftet, von der Bühnenverband Normania, jeben legten Sonnabend im Monat Sigung man annimmt, daß sie zu den Haberfeldtreibern gehört. Den bet G. Leichniß, Königsbergerfiraße 28. Privat Theater:( Gesellschaft Schiller, Gigung abends 9 Uhr bet Sinte, Puttbuserstr. 24. Nach der Meßner in Sauerlach, wo vor einigen Wochen getrieben wurde, Theaterverein Bavaria, Aderstr. 17 bet Manfras. haben die Haberer für seine Mühewaltung, die ihm durch das Privattheater Geſellſchaft Toni, abends% uhr bet Buleger, Swine Instandsegen des verstopften Kirchenthürschlosses erwachsen ist, münderstraße 144. Theaterverein& uftige Brüder Il, Sigung abends damit entschädigt, daß sie ihm ein Stück Geselchtes durchs Fenster 9 Uhr, bei Reichelt, Hafenhaide Nr 45/47. Theatergesellschaft Immer 2ust tg, abends 9 Uhr, Sigung bei Ruhl, Chorinerftr. 53. Theater warfen, begleitet mit einem entsprechenden Schreiben nebst 50 Pf. verein Bohemia, abends 9 Uhr, Restaurant G. Wigel, Ackerstr. 145. in baar für die eingeworfene Fensterscheibe. Privat Theater- Gesellschaft Silly, abends 9 Uhr Sizung, Schönh. Allee 135. Bergnügungstlub Ofiend, Sigung abends 9 Uhr im Restaurant Rudolf, feinen Badeorte ein junger Ideolog einen großen Bigarren Der gutherzige Fabrikant! Traf da jüngst in einem Krautfraße 6. dem 1. und 15. jeden Monats, abends 9 Uhr bei Sommer, Grünftr. 21. Rauchtlub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennstraße 5. fabrikanten aus einer der Hansastädte. Der junge Joeolog Stattlub Blaue Bluse, bei Wuttte, Graudenzeritraße 2. Stat- wünschte etwas über die Arbeiterverhältnisse zu hören und es tlub Revolution Gigung bends 9 Uhr bet Hauptmann, Wiener entwickelte sich folgendes Gespräch: J.: Sagen Sie, Herr X., firaße 1-6. Stattlub Brüderlichkeit, abends von 9-11 Uhr Sigung bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19.- Statt lub 50. Jeden Sonnabend wie ist in Wahrheit die Lage der Arbeiter in Ihrer Branche? 8% Uhr bei klein, Wienerstraße 31. Bergnügungsverein Alpen- ft sie wirklich so schlimm, wie von mancher Seite behauptet Genoffe Poppenheimer. Die Nachricht entspricht nicht der Deilchen, abends 10 Uhr Gigung bei Ruppin, Blumenftr. 49. Tambour wird? verein Ruf, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Godtte, Infelstraße 1. .: Na, ehrlich geftanden, sie ist schon recht Wahrheit, was übrigens im Vorwärts" schon mitgetheilt war. Bergnügungsverein Brudertette, Gigung abends 9 Uhr, bei Paris, bös! Die Konkurrenz ist groß, und Uda. Auf medizinische und kosmetische Anfragen ertheilen Gleditschstraße 23. Gäste willkommen. Schachklub Springer, abends feinen Verdienst haben will, fann man halt nicht viel wir keine Antworten. 9 Uhr bei Wernau, Rosenthalerfir. 57. Gefelliger Berein Sorgenfrei, Lohn geben. 11. O. Ihre Zusendung konnte, weil sie anonym gehalten J.: Aber doch jedenfalls genug zum Leben? Uebungsfiunden Mittwoch und Sonnabend von 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, X.: Was heißt leben"? Das Elend ist fürchterlich, und wer war, keine Berücksichtigung finden. Perlebergerstr. 9. Berein ehemaliger Schüler der 7. Real qutberzig ist, fann es gar nicht mitansehen. Ich zum Mißhandlung und Freiheitsentziehung kann Ihrerseits bei der Michkg. Ein Antrag auf Bestrafung wegen Beleidigung, fchule, präzise 9 Uhr im Restaurant Nepomut, Neue Roßfir. 22: Sizung. Beispiel bin viel zu weich dazu!- J.: Aber Sie haben doch Staatsanwaltschaft des Landgerichts II. und bei der MilitärDansk Forening Freja, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus), Ihre Fabrik noch? Und scheinen auch ganz leiblich mit der Módeaften hver Lördag Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser Ronkurrenz fortzukommen? X.: Ja, das wohl; ich halte mich behörde gestellt werden. Wollen Sie wissen, welchen Ausgang eben meiner Gutherzigkeit wegen von der Leitung vollständig derfelbe im Rechtsstaat" Preußen haben tann, so sprechen Sie fern. Ich habe, Gott sei Dant, einen tüchtigen Direktor, auf in der Sprechstunde des Vorwärts" vor. den ich mich ganz verlaffen fann. Der Mann ist unbezahlbar! Hauswirth hat kein Recht, die Ihnen vermietheten Räumlichfeiten ohne Ihre Zuftimmung zu verkleinern.- O. 6. 48. 1. Jft in Ihrem Vertrage nichts anderes vereinbart, so muß der Wirth fich die Miethe holen. 2. Beim Eigenthümer und beim Administrator. A. H. 100. Die Telephonbenugung kostet jährlich 150 m. 890. Lagergeld für einen bestellten, erst spät ab= geforderten Anzug hat ein Schneider nicht zu beanspruchen. E. B. 18. Beide Fragen sind leider zu bejahen. Für die beiden Brochüren wollen Sie der Buch handlung 45 Pf. in Briefmarken einsenden. Den militärischen Beschwerdeweg F. finden Sie ausführlich im Juli 1894 im Vorwärts" dargelegt. Sie können den Jahrgang in unserer Expedition einsehen. Turner. 1. Ja. 2. Nein. O. Hagelsbergerstraße. Nein. Landsberg. Versuchen Sie es mit der Fortführung der Klage gegen den Mann und laden Sie, falls die Zwangs= vollstreckung fruchtlos, den Streiter für Ordnung und Sitte zur Leistung des Offenbarungseides. Zur Verhaftung zwecks Leiftung des Offenbarungseides wegen Nichtzahlung des Anzugs ift Zus ftimmung des Reichstags erforderlich. 100, Simeonftraße. Wie jedes Vierteljahr mindestens einmal im Vorwärts" befannt gemacht wird, müssen in Berlin fleine, d. h. aus höchftens 2 Wohnzimmern und Zubehör bestehende Wohnungen spätestens am ersten Quartalstage geräumt sein. Eine Stunde für Beendigung der Räumung ist nicht bestimmt. A. P. 77. 100 Steinholz. Die Schulbehörde ist im Recht. Nicht Sie, ( Wissenschaftlicher Bortrag. Literarisches.) findes i Lokalet. Vermischkes. Bayerische Volksjuftiz. Ein großes Haberfeldtreiben hatie von Granit! Den rührt nichts! in der Nacht zum Sonntag gegen 1 Uhr in Schaftlach in der Kann ein Gedanke auf die photographische Platte ge: Nähe des Bahnhofes stattgefunden; es mögen etwa 2-300 Mann bracht werden? Diese Frage sucht ein Auffah von Mr. Jugles gewesen sein. Die Vorpostentette erstreckte fich bis zu den Rogers in der letzten Nummer des Londoner Amateur Photo: Wohnhäusern des Ortes. Unter fürchterlichem Gejohle und grapher" zu beantworten. Seine Versuche sind in der That Schießen begann das Treiben, dann wurden die be merkwürdig. Nachdem er eine Minute ständig auf eine auf einer fannten Knittelverse vom Habermeister abgelesen mit dem schwarzen Karte befestigte Briefmarte geschaut hatte, wurde das Schlußsah: Js dös wahr" worauf das Gros mit einem Bimmer in Dunkel gefeßt und eine fenfitive photographische Platte Höllenspektakel antwortete: Ja, wahr is!" dem dann an derfelben Stelle befestigt, wo sich die Briefmarke befunden der Befehl des Habermeisters folgte: Nacha treibts hatte. Nachdem Rogers ständig 20 Minuten auf die Platte gezu!" und der Spettafel wiederholte sich. Getrieben wurde nur schaut, fanden sich zwei deutliche Bilder der Marke auf der Einwohnern Schaftlachs. Interessant sind die am Thatorte vor Platte, Sie find vom Amateur Photographer" reprodnzirt. gefundenen Gegenstände: eine alte Buzmühle, Literkrüge von der Wenn die Geschichte nicht wahr ist, so ist sie doch ganz gut erMathäferbrauerei München, alte Töpfe, abgebranntes Feuerwerk funden. und endlich eine Kanone von Holz. Diese ist ein mit Eisen bes schlagener Holzfloß mit toloffalem tonischen Trichter, etwa zwei Meter lang. Die Kanone war auf zwei Rädern Mit dem üblichen Hoch auf den Prinzregenten fahrbar. nebst Mufit, welche das Lied spielte: Was man aus Liebe thut" u. f. w., zogen die Haberer ab. Das Treiben dauerte über eine halbe Stunde. In Gmund war brieflich für die Haberer Bier und Effen bestellt. Das war selbstverständlich ein Scheinmanöver, um die Gendarmen irre zu führen. Der Koup gelang, wenigftens bemerkte man in Gmund etwa 20 Gendarmen, bar unter auch die von Echaftlach, während in Schaftlach selbst, wo getrieben wurde, fein einziger gewesen sein soll. Vereinzelte Schüsse, die in Gmund von 9 Uhr abends an abgefeuert wurden, Streng reelle Bedienung! " 1 Eingelaufene Druckschriften. Der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der fostaldemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthfiraße 3). Die Nr. 47 hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Die Trade- Unions und die tonfervative Arbeiterpolitit. Die Blanquiften. Aus Holland. Zur Theorie der Zatiit. Aus der Schweiz. Parteinachrichten. Radikalmittel zur Sebung des Nothitandes der bayerischen Bauern. Mißbrauch bei der Berechnung der relativen Zahlen. Suftände im Ba biers, Friseur- und Perrückenmachergewerbe. Arbeiterorganisationen. Arbeiterschuß. Wie man uns behandelt. Zobtenlifte. Germann. Der " Soziale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitit", enthält in threr neuesten sondern die Lehrerin hat zu bestimmen, welche Art Handarbeiten Nr. 8 folgenden leitenden Auffat: Volksschul- Reformen in Preußen. Von Ihr Kind zu verrichten hat. S. S. 100. 1. Das ersehen J. Tews, Generalfetretär der Gesellschaft für Boltsbildung.. Aus dem 2. Aber! Notizentheil heben wir hervor: Das Prämienfyftem in der Augsburger Sie am besten aus dem 2. Theil des Adreßkalenders. Zert.l- Industrie. Von H. Mattutat. Städtische Behörden als Bermittler lesen Sie denn Ihre Zeitung nicht? 3. Australien. 4. Nein. Geben Arbeiter- Verkehrs- Almanach für Berlin und Umgebung. erschien: Winter Ausgabe 1895/96. Mit einem Plan von Berlin. Preis 20 Pf. Enthaltend die neuesten Fahrpläne, Adressen der Organisationen u. s. w. Zu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage: Hans Baake, Berlin S., City- Passage Arbeiter Parteigenossen, nur Hüte mit Kontrollmarke. Pelzwaaren nur eigenes Fabrikat, von den einfachsten bis zu den feinsten Genres. Schirme für Damen und Herren. Ernst Hess in Klingenthal i. Sachsen versendet eine gut gearbeitete Concert- Zugharmonika m. prachtvollem Orgelton, 10 Tasten, offener Nickelclaviatur, 50 starken Freie Volksbühne. Sonnabend, den 30. November, abends 8% Uhr, in Keller's Festsaal, Koppenstraße 29: Vokal- u. Instrumental- Concert ausgeführt von der aus vierzig Mitgliedern bestehenden Kapelle der Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker, Leitung: G. Grass, unter freundlicher Mitwirkung der Concertfängerin Jeanne Golz, der Schauspielerin Anna Reissner, des Schauspielers S. Bruck. Nach dem Concert: Tanz. Otto Gerholdt, Dresdenerstraße 2, Stimmen, 3fachem 11faltigem Doppel- Oktober gezahlt haben, haben freien Eintritt, Ecke Skalikerstraße. Deutsche Herrenmoden. Winterpaletots, Estimos und Perle Hohenzollern- wie andere Mäntel 3778L* v. 10-40 M. Anzüge in guten wollenen Stoffen, eleg. gearbeitet, v. 12-36 M. Winterjoppen, in neuesten Façons, Schlafröcke, in gut en weichen Stoffen, v. 5-15 M. v. 10-30 M. Beinkleider v. 2-12 M., Knabenanzüge u.-Paletots in jeder Preislage. Riesenauswahl in Stoffen. Maassanfertigung unter Garantie des guten Sitzes empfiehlt A. Wormann, Schneidermstr., Dresdenerstraße 2, Ecke Staligerstraße. Weihnachtsgeschenke für vier Mark Kein Kaufzwang! zwei Cabinet und zehn Visitphotographien auch nach eingesandten Bildern, sowie Vergrößerungen, Gruppenbilder, Grab- u. Hausaufnahmen liefert billigst W. K. Böhme, Photograph, Berlin, Lindenstrasse 43, gegenüber der Zimmerstraße. Atelier auch Sonntags bis vier Uhr nachmittags geöffnet. Nur Weißenburgerstraße 17. Wirklich reeller Gelegenheitsfauf. Durch Rückkauf der Restbestände meiner Konkursmaffe und anderer, verkaufe ich die noch vorhandenen Waaren, um baldigst damit zu räumen, zu und unter Tarpreisen. Siegfried Eger. Nur Weißenburgerstraße Nr. 17. 37692* 229/15 Die Mitglieder der Freien Voltsbühne, die die Beiträge bis ultimo balg, Balgfalten m.vernickelten Stahl- Außerdem find eine kleine Zahl Gastkarten à 50 Pf. ausgegeben, die blech- Schutzecken, 2 Registern und von heute ab in den Zahlstellen zu haben sind. Doppelbässen zu 5 M. 50 Pf. Dieselbe Der Vorstand der Freien Volksbühne. Harmonika mit 3 Registern und 70 starken Orgelstimmen zu dem billigen J. A.: Julius Türk, O., Blumenftraße 21. Preis von 8 M. Meinen neuen prachtvollen buntillustrirten Katalog versende ich an Jedermann umsonst und postfrei. Eine chule zum Selbsterlernen mit Tänzen, Märschen und Liedern gebe zur Harmonika gratis. Nur Cylinder- Hüte billigste Quelle Berlins direkt Fabrik, Bestellungen nach Maass. Reparaturen jeder Art. Schillingstr. 35, part. Eck- Destillation zu verkaufen bei Scheuner, Emdenerstr. 53. 1441b Für nur National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Sonntag, den 1. Dezember 1895, nachmittags 2½ 11hr: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk. Zum ersten Male: Der G'wissenswurm. Bauern Komödie mit Gesang in drei Akten von L. Anzengrube Mitwirkende: Horlacherliest: Annie Reissner( Raimundtheater in Wien). Grillhofer: S. Bruck( Stadttheater in Mainz). Wast!: S. Ressner ( Gärtnerplatz- Theater in München). Dusterer: Julius Türk. Frau Boltner: H. Wiese. Boltner: Ernst Clefeld. Leonhard: S. Aschinger. Karten à 60 Pf. And in den bekannten Geschäften zu haben. 229/16 5 Mark, Kaiserhof", Cöpenick, Grünstrasse 35. mit Glocke 1 Mark extra, versende ich gegen Nachnahme meine gut abgestimmten, als die besten anerkannten Concert: Zng- Harmonikas, 35 cm hoch, mit 10 Lasten, 2 Registern, 2 Bässen, 40 Stimmen, 3 Bälgen mit Eckenschonern, 2 Bubaltern, 75 NickelEndesunterzeichneter empfiehlt seine Säle Vereinen und Gesellschaften 33309* jeder Größe. Gute Küche, billige Preise. F. Golecki. ,, Konzerthaus Sanssouci" Kottbuserstraße 4a. Nächsten Dienstag, den 26. Novbr., abends punkt 812 Uhr: 5. Abonnements- Konzert ( Walzer- Abend) beschlägen und offener Nickelflaviatur, der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins. deshalb starke, orgelartige Musit. Stimmen fast unzerbrechlich. Schule umsonst. Verpackung frei, Porto 80 Pf. Garantie: Zurücknahme, wenn meine Instrumente nicht gut ausfallen. Tausende Nachbestellungen. Preisliste gratis. 87162* Neuenrade Herm. Severing, eſtfalen) In der Garantie, die ich leiste, liegt die beste Bürgschaft für die Lieferung eines guten Instruments, nicht in marti schreierischen Annoncen. Näheres in der Dienstag- Nummer. Achtung! 50/19 Kaufen Sie nur echte Branntweine alten Nordhäufer, Cognak, Rum, Arrah. 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26. Kleinverkauf von 10 Pf. ab. Carl Tacke, Annenstr. 42-43, ( City- Passage). Restauration und Destillation, gr. Frühstück- und Abendtisch. Franz. Billard Central- Leihhans- Ausverkauf, fit für Gelegenheitsläufe, 72 Jäger- Straße 72 und 10 000 moderne Winter- Valetots und Winter- Anzüge, wenig getragen, einzig in seiner Art in Berlin. zwischen Kanonier- u. Mauerstr., parterre. in besten Stoffen und neuesten Mustern von M. 9, 12, 15, 20, 36 achtExemplare). Knaben und Jünglings- Anzüge. Monats- Anzüge, feinite nach Maß bestellte Sachen, ca. 1 Monat getragen( auch für torpulente Personen passend), Joppen, Schlafröcke, Geh- und Reife- Pelze, goldene u. filberne Herren- u. Damen- Uhren, Ringe, Ketten. Alles fabelhaft billig. Hohenzollern- Mäntel bei uns von 20 M. an. Ein Befuch sichert uns die Kundschaft. Sonntags von 7-10 und 12-2 Uhr geöffnet. Die Verwaltung. Hut- Engros- Geschäft Möbel- Fabrik Alvin Sussmann, Holzmarktstr. 38, part. rechts. und-Lager kompletter Wohnungseinrichtungen empfiehlt Grösste Auswahl dieser Branche. Neueste steife Form ,, Elegant" 2,40 und 2,80 M. Steife und weiche Herren- Hüte 1,75, 2,-, 2,50, 2,75 m. Hochelegante Cylinder la. Qualität 7,50 M.( Form Chic"). Kinder- Hüte, 20 verschiedene Formen, von 1 M. an. " Versandt nach außerhalb gegen Nachnahme. Echte Stuttgarter Normal- Hemden und-Hosen Vigogne 185 Prima HalbWolle 275 135 Maco 928 ROHE Baumwolle Merino Vigogne 185 Reine Walle 375 PRIMA Halbwolle 3M empfiehlt zu enorm billigen Preisen: ROHE Baumwolle 250 Respirations Hemd 2 25 Prima Halbwolle 125 3ler Merino 85% Reine Wolle 33 MACO M 76% Maco 678 Starke Merino 225 Prima MACO Prima MACO 175 M 35012* Pa. Zephyr à Pfd. 2,50 M. Castor à " 1 2,50 Crême Häkelgarn 14 à Pfd. 1,10 M. Crême Häkelgarn 20 à Pfo. 1,30 M. Beste engl. Strickwolle à Pfd. 2,50 u. 3, M. Extra prima englische Strickwolle à Pfd. 4 M. Herren- Westen à 2,25, 3,-, 4,-, 4,50, 5,- M. Tricot Taillen aille neueste Façon, à 2,50, 4,50, 5,-, 5,50. Normal- Hemden und -Hosen à 1,40, 1,60, 2,25, 3,-, 3,50 M. Extra prima Schweiss- Unterjacken à 2,75, 3,-, 3,25 M. Unterbeinkleider à 1,25, 1,50, 1,75 M. Neuheiten in Kopfshawls, Wolle mit Seide, & 2,-, 2,50, 3,- M. Taillen Tücher N à 2,50, 3,-, 3,50, 4,-. Turner- Hosen à 4,- M. Turner- Hemden à 1,45. Turner Jackets à 10,65. Radfahrer- Anzüge 18,75. Hosen 5,50. do. in jeder Holzart zu den billigsten Fabrikpreisen Julius Apelt, Tischlermeister, 84282 Berlin SO., Stalizerstraße 6, nahe dem Kottbuser Thor ( früher Sebaftianstraße 20). Pferdebahnverbindung von und nach allen Richtungen. Streng reelle Bedienung. M.Schulmeister Schneidermeister, Dresdener- Strasse 4, Kottbuser Thor, empfiehlt zu außergewöhnlich billigen Preisen nachstehende Spezialartikel: Hohenzollern- Mäntel mit einer 5 Mtr. 35762* weiten Pelerine in schwarz, grau, blau und model, von m. 30-45 Jaquet- Anzüge in gebieg wollenen Zwirnſtoffen, u. 2 reihig in glatten Diagonal, Ramms Jaquet- Anzüge garn, Satin- u. Cheviot- Stoffen, i. 1- u 2 reihig Ausführung Jaquet- Anzüge in englischen Cheviot- Stoffen, eleg. Rod- Anzüge guten, wollenen, schwarz. Rammng. Rod- Anzüge Façons u. Satin- Stoffen, moderner Façons modernster Farben, elegante Schnitts feinen Satin, Zuch- und Gehroc- Anzüge Rammgarn- Stoffen, 2 reihig. WinterPaletots Eskimo u. Floconnéstoffe, echt: farbig in allen Farben, 1- u. 2reih. Saccopaletots, 1 u. 2reih., echt farbig in allen Farben Ia. Ia. Eskimo u. Floconnéstoffe, echtf. in allen Farben, 1- u. 2reih. Beinkleider in dauerhaft., wollenen Stoffen, versch. Farben, Kammgarn und Cheviot Leinkleider in engl. Stoffen und engl. Façons Knabenpaletots, Knabenanzüge 16-24 20-35 22-36 " " 25-38 n 30-42 " " 30-45 " 20-35 " 00 18-36 " 25-45 " " 5-10 19 6-14 " tleidfamer Façons in großer Auswahl. . in Cheviot, Velours u. dauerhaften Schul- Anzüge Bwin Stoffen, 1 und 2 reihig von M. ва an Bestellungen nach Maass von englischen, französischen und deutschen Stoffen werden in eigener Werkstatt unter meiner persönlichen Leitung gut und billig ausgeführt. Begründung des Geschäfts 1878. Englische Sweaters Zum rothen Cylinderhut! 4,-, 4,25, 4,50, 4,75. Baumwollene Sweaters 1,90, 2,35. bas Special- Tricotagen- und Strumpfwaaren- Geschäft F Hüte 32962*] mit ... Theodor Fricket: Oranienstrasse 174. Arbeiter- KontrollMACHI STARK GESCH. KERFURT FABRIK ERF SCHUHFA Arbeiter Berlins! 2. Geschäft: Jannowitzbrücke 1. Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jeßt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 63/64 in vorzüglichster Beschaffenheit trot andauernder Leder- Steigerung noch zu den billigen alten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche Einkäufe zu unterstützen. 3133L* Weiche Herrenhüte 85 Bf. Steife Herrenhüte 1 Mart, garantirt neueste Paçons, verkauft Fabrikkomtoir Barnimstrasse 4/5, 1, nur Müllerstrasse 12c, I. Sonnabend geöffnet bis 10 Uhr, Sonntag von 8-10, 12-2 Uhr. [ 1263b Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. 12,50-3,75 m. verf. Püdlerstr. 11. Stiefel, getr. Abgeh. Spiz. u. halbr. Liquidations- Ausverkauf. Sämmtliche Waarenbestände der Damen- Mäntel- Fabrif von Berg& Nesselroth werden zu Berlin C., König- Straße 33, fest taxirten Preisen ausverkauft, da die Lokalitäten bereits anderweitig vermiethet sind. Zum Verkauf gelangen in größter und beffer Auswahl sowie Anderer 3747L* Elegante Winter- Stoff- Jaquettes, Plüsch- Capes, Seiden- Plüsch- Jaquettes, wattirte elegante Abendmäntel, ( aus dem besten englischen Seiden- Seal) Pelräder, Kinder- Mäntel, Regen- Mäntel 1-10 Mk.( früherer Preis Jaquettes Der 6-20 Mt.) neuester Façon, aus den beßten reinw. Stoffen, 8-15 Mk.( früherer Preis 20-30 mt.) in schwarz u. farbig, 8-12 Mk.( früherer Preis 20-30 mt.) Liquidations- Verkauf, durchweg auf Seidenfutter Ecke der Neuen Friedrich. Bahnhof Alexanderplatz. Königstr. 33, case, enrich strasse, am Die hochelegante Laden- Einrichtung, sowie 20 elettrische Bogenlampen find zu verkaufen. marke. Gr. Auswahl in Schirmen. W. Zapel, Skalitzerstr.131 neben Frister& Rossmann. Gr. Auswahl in Pelzsachen. Nach beendeter Inventur gelangen grosse Vorräthe meiner Teppiche!! Gardinen!! Portieren!! Steppdecken!! Leinenwaaren!! Fertigen Wäsche!! zu aussergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf Am Stadtbahnhf. Börse. Hackescher Ecke Neue Markt 4. J. Brünn, R Markt 4. Promenade. Ananas- Bowle ausgezeichnet, à Fl. 60 Pf., 10 F1. 5,50 m. inkl. Johannisbeerwein, herb à Fl. 60 Bf., Dessertwein, süß 75 Pf. Himbeer, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzügl., Liter 1,20 m Alter Portwein u. Malaga, à Fl. 1,50 M., 10 F1. 13 50 m. intl. Medicin. Ungarwein, befte Qualität, à Literflasche 2,10 M. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin[ 3601L* Eugen Neumann& Co., 6a Bellealliance- Platz 6 a. 81 Neue Friedrichstrasse 81. 29 Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27 8 Oranienstr. 8. 33 pCt. unter Preis verkaufe von heute ab wegen Verlegung meines Geschäfts sämmtliche Herren- und Knaben- Garderoben so lange der Vorrath reicht. Winter- Palitots von 36762* 8,50. an Hohenzollern- und Pelerinen- Mäntel 15, M. an Herren- Anzüge von Elegante Bukskin- Hofen von Knaben- Anzüge und Mäntel von 9,50 M. an 3, . an 2,35. an Paul Entrich, Koppenstraße 46. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.